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ARCHIV
FÜR
NATURGESCHICHTE.
GEGKÜNDET VON A. F. A. WIEGMANN,
FORTGESETZT VON W. F. ERICHS ON.
PROFES
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Nicolaisclie~~r5Tr
R. Stricker.
1880.
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ARCHFT
FÜR
NATURGESCHICHTE.
GEGRÜNDET VON A. F. A. WIEGMANN,
FORTGESETZT VON W. F. ER ICH SO N.
IN VERBINDUNG MIT
PROF. DR- R. LEU CK ART m LEIPZIG
HERAUSGEGEBEN
DR. F. H. TROSCHEL,
PROFESSOR AN DER FRIEDRICH- WILHELMS-UNIVERSITÄT ZU BONN.
SECHS UND VIEEZIGSTEB JAHRGANG.
Zweiter Band.
Berlin,
Nicolaische Verlags-Buchhandlung
strick
1880.
K. Stricker.
Inhalt des zweiten Bandes.
Seite
Bericht über die Leistungen in der Naturgeschichte der Vögel
während des Jahres 1879. Von August von Pelz ein
in Wien 1
Bericht über die Leistungen in der Naturgeschichte der Säuge-
thiere während des Jahres 1879. Von Troschel. . . 97
Bericht über die Leistungen in der Herpethologie während
des Jahres 1879. Von Troschel 126
Bericht über die Leistungen in der Ichthyologie während des
Jahres 1879. Von Troschel 148
Bericht über die Leistungen in der Naturgeschichte der Mollus-
ken während des Jahres 1879. Von Troschel . . . 183
Cephalopoda 200
Gasteropoda 203
Pteropoda 227
Lamellibranchiata 228
Brachiopoda 231
Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen im Gebiete der
Arthropoden im Jahre 1879. Von Dr. Philipp Bertkau 233
Allgemeines 233
Crustacea 241
Myriapoda 288
Arachnoidea 293
Insecta 340
IV Inhalt.
Seite
Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen in der Natur-
geschichte der niederen Thiere während der Jahre 1876 —
1879. (Schluss.) Von Dr. Rudolph Leuckart ... 571
3. Anthozoa (Polypi) 571
4. Porifera 614
VI. Protozoa 697
1. Infusoria 702
Rhizopoda 752
Sporozoa (Gregarinae) 813
Bericht über die Leislungeii in der Njiturgeseliiehte
der Vögel während des Jahres 1879.
Von
August von Pelzeln
in Wien.
Rege und fruchtbare Tbätigkeit hat das Jahr 1870
auf dem Gebiete der Ornithologie aufzuweisen.
Ein neues abgeschlossenes Werk ist A. R. Wallace's
Australasia.
Begonnen wurden: Sclater, Monograph of the Jaca-
raars and Puff-Birds, A. B. Meyer, Abbildungen von Vogel-
S keletten , Palmen und S u n d m a n , ^'inska Fogelägg,
Hume and Marshall, Game Birds ofL.dia, Misses Jones
and Shulze, Illustrations of the Nests and Eggs of the
Birds of Ohio, Ingersoll, Nests and Eggs of American
Birds, Godipan and Salvin, Biologia Central i-Amerieana,
Mc Coy, Natural History of Victoria.
Neue periodische Schriften: Naturae Novitates von
R. Friedländer u. Sohn, die Vogelwelt, herausgegeben
von C. Ritsert, Deutsche Acclimatisation, redigirt von Dr.
A. Reichenow, der Geflügelzüchter und Vogelfreund,
herausgegeben von W. Moessinger, Guide du Naturaliste
(A. Bouvier), Le Naturaliste, the Science Index; nach-
träglich zu erwähnen ist noch der deutsche Jäger, heraus-
gegeben von 0. Hörn
Fortgesetzt wurden: Sharpe, Catalogue of the Birds
of the British Museum, Shelley, Monograph of the Ci-
nyridae, Reichenow, Vogelbilder aus fernen Zonen, Russ,
Archiv für Naturg, XXXXVl. Jahrg. ■>. Bd. A
2 Pelz ein: Bericht üb. d. Leistungen in der Naturgeschichte
Fremdländische Stubenvögel, B r e h m , Tbierleben, D r e s s er,
Birds of Europe, A. Newton, British Birds, Dubois,
Faune de la Belgique, Gould, Birds of Asia, Legge,
Birds of Ceylon, A. Milne-Edwards et Grandidier,
Oiseaux de Madagascar, Maynard, Birds of Florida, Gould,
Birds of New Guinea.
Abgeschlossen ist nunmehr Rosenberg, Der malay-
ische Archipel.
Auch in diesem Jahre hat der Tod der Wissenschaft
viele Pfleger und Förderer entrissen, Job. Friedrich von
Brandt, einen der hervorragendsten Zoologen unserer Zeit,
einen Mann, der geistvolle Conception und genaue Detail-
forschung in einem Grade verband, wie dies nur Wenigen
verliehen ist, den ehrwürdigen und vielverdienten Veteranen
Ludwig Reichenbach, den thätigen Anatomen A. H.
Gar r od, den Südpolreisenden Viceadmiral Jacquinot,
Dr. Chenu, unter dessen Dircction die Encyclopedie d'hist.
nat. publicirt wurde, Dr. Karl Fritsch, der sich um die
Phänologie so viele Verdienste erworben, den erfolgreichen
Erforscher Columbiens T. K. Salmon, den Africa-Rei sen-
den Keith Johnston, der auf seiner Expedition nach dem
Nyassa am 28. Juni in Berobero starb, Chauffod, Pro-
fessor der Zoologie an der Pariser medicinischen Schule,
Valerian v. Russow, Conservator am zoologischen Museum
zu St, Petersburg, Miss Genevieve E. Jones, eine der
Verfasserinnen des Werkes über die Nester und Eier der
Vögel Ohios; auch der wenn auch nicht speciell als Orni-
thologen wirkenden tctisgezeichneten Gelehrten Pictet und
P. Gervais möge hier gedacht werden.
Nekrologe: J. F. Brandt, Schalow Ornith. Centralbl.
r25. — L. Reichenbach, Friedrich in Sitzungsber. d.
Gesellsch. Isis 1879, 93. — Miss Jones, Bull. Nutt. Orn.
Club IV, 228.
Memoir of the Marquis of Tweeddale, Ibis 223 mit
Liste seiner Publicationen.
Obituary: IL Durnford, Ibis 121, Dr. Stölker ib.
123, G. D. Rowley ib. 124, Reichenbach ib. 384.
W. Ruschenberger, Notice of the late Dr. Picke-
ring, Proc. Acad. Philad. 1878, 166.
dor \"(toel Nvälireud dos JaVirca 1871). . ;;
H. Scbalow, Aus dejii Todtenbuclie der Oriiitliologcn
II. Orii. Ceiitrnlbl. 29 et :ir> (1877, 1H78, A. Anderson,
Brüj;i;emann , E. A. Ihixton, 11. Durnford, Milan
Jovanovics, Monteiro, G. ü. Kowley, Ilöpfner,
Schweizer, K. Stoiker, K. Swinboe, Marquis Twecd-
dale.)'
Naumanns Denkmal ib. 130.
H. Höhl, Die Kaumann's (Biograpbie), Zeitseiir. Orn.
Ver. Stettin 1879, 56.
A. lleicbenow und H. Scbalow, Hiograpbiscbe
Notizen über Ornitbolog-en der Gegenwart, Orn. Centralbl.
11 u. 43 (Scbluss d. ersten Reibe) (aucb separat erscbienen.
4. 1879).
Meinen wärmsten Dank sprecbe icb Herrn Grafen
August Friedrich Marschall, dem Verfasser des Nomen-
clator Zoologicus aus für die wertlivolle Unterstützung, die
er mir durch zahlreiche und mühevolle Excerpte bei Ab-
fassung dies Jahresberichtes gewährt bat.
Allgemeines.
Zoological Record for 1877 (Vol. XIV) cdit. by E. C.
Rye. London 1879. Avis by Howard Saunders p. 25, in
vorzüglicher Weise gearbeitet.
CaruSj Zoologischer Anzeiger 1879.
Rundschau im Ornithologischen Centralblatte 1879.
Naturae Novitates. Bibliographie neuer Erscheinungen
aller Länder auf dem Gebiete der Naturgeschichte und der
exacten Wissenschaften. Von R. Friedländer u. Sohn.
1879 (erscheint alle 14 Tage).
The Science Index A Monthly Guide to the Contents
of Scientific Periodicals. (Nature 1879, 473).
UeberDr. Coues' Bibliography of Ornithölogy, Bull.
Nutt. Orn. Club IV, 175.
P. P. C. Hock, Die Zoologie in den Niederlanden 3.
Die im Laufe des Jahres 1878 erschienenen Arbeiten
Niederl. Arch. f. Zool. V, 115 (diesmal nichts ü])er Vögel
enthaltend).
A. Reichenow und IL Scbalow, Compendium der
4 Pelzein: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
neu beschriebeneu Gattungen und Arten. Journ. f. Ornith.
I, 308—329, II, 420-437.
S. Brogi, Catalogus ornitliologicus, Siena 1879, 4,
N. 1. '
C. G. Giebel, Katechismus der Zoologie mit 124 in
den Text gedruckten Abbild. (Weber's illustr. Katechismen).
Leipzig 1879, 8.
H.Schal GW, lieber die Fortschritte auf dem Gebiete
der Ornithologie vom Jahre 1875 bis zur Gegenwart (Vor-
trag, gehalten auf der Jahresversammlung zu Berlin im
October 1878). Journ. f. Orn. 1879, 131. Insbesondere über
geographische Verbreitung, anschliessend an Mr. Sclater's
Bericht in der Brit. Assoc. in Bristol am 25. August 1875).
Alph. Milne-Edwards, Considerations generales sur
la distribution geographique des animaux. Assoc. scientif.
de France Bullet, hebdom. N. 585, 19. Janv. 1879, 225.
Höchst interessante Begründung der Ansicht, dass jede
Thierart von einem bestimmten Verbreitungscentrum aus-
gegangen sei (speciell auch über Struthiones).
L. Schmarda, Bericht über die Fortschritte unserer
Kenntniss von der geographischen Verbreitung der Thiere
in Behn's Geogr. Jahrbuch VII, 76.
C.Sem per, Ueber die Aufgabe der modernen Thier-
geographie. Ein im geogr. Verein zu Frankfurt a. M. ge-
haltener Vortrag. Berlin 1879, 8.
H. Jouan, La distribution geographique des Oiseaux
in Mem. Soc. des Sc. nat. et math. de Cherbourg. T. 21.
1878 (erschien 1879).
Bericht über die (IV) Jahresversammlung der allgem.
deutschen ornithologischen Gesellschaft z. Berlin, abgehalten
in Stettin. Journ. f Orn.
H. Schalow und Dr. R. Böhm, In Pommerns Haupt-
stadt. Eine Erinnerung an .die diesjährige Jahresversamm-
lung der allg. deutschen ornith. Gesellschaft. Ornith. Cen-
tralbl. 101.
Index of Genera and Species and Index to the Plates
in „The Ibis" I, II, III Series 1859-1876 Edit. by 0.
Salvin. London 1879.
der VofTol wüIulmmI des Jahies 1879. 5
Index zu L. Rciclienhaclis Ornitlioloj^ischcn Werken,
zusnmniengestellt von Dr. A. B. Meyer. IJcrlin 1879.
gr. 8.
Mr. S. II. Send der beabsichtigt, einen neuen
Nonicnelator Zoologicus herauszugeben, dieser wird die
Namen aus Agassiz's und Graf Marschall's Nonienchttor
enthalten und die seither aufgestellten neuen Gattungen
hinzufügen. Vgl. Ibis 381 u. Ornith. Centralbl. 123.
Prof. A. Newton, On some Moot Points in Ornitho-
logical Nonienclature. Ann. nat. bist. 5 ser. IV, 158. vgl.
Ibis 480.
Prof. A.Newton, More Moot Points in Ornithological
Nonienclature ib. 419.
P. L. Sclater, Remarks on the Nonienclature of the
British Owls and on the Arrangement of the Order Striges
Ibis 346.
R. Ridgway, On the use of Trinomials in Zoologi-
cal Nomenelaturc. Bullet. Nutt. Orn. Club IV, N. 3. 129.
J. J. A. und E. C, über diesen Gegenstand ib. 167.
R. Ridgway, Ueber den Gebrauch der Trinomina
in der zoologischen Nomenclatur. Aus Bull. N. 0. Gl. IV,
129, übersetzt von Hermann Schalow. Journ. f. Orn.
410. Bemerkungen hiezu von H. Schalow und Discussion
darüber ib. 446.
H. W. Henshaw, The Use of Trinomials. Bullet.
Nutt. Orn. Club IV 232.
H. Seebohm, Remarks on certain Points in Ornitho-
logical Nonienclature, Ibis 428.
H. T. Wharton, On the Orthography of some Birds
Names. Ibis 449.
Substantives as specific Names. Ibis 115.
W. H.Dall, On the Use of the generic Name Gouldia
in Zoology Proc. Z. S. 131 (Ueber verschiedene Namen
von Vogelgattungen , welche bei Mollusken angewendet
worden sind.)
H. Seebohm, Ueber subspecies und subgeuera.
Ibis 18.
B. deSelys-Longchamps, Sur la Classification des
Oiseaux depuis Linue. Discours pronouce a la scance publi-
6 Pelzola: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
quc de la Classe des Sciences le 16. Dec. 1879. Brnxelles
1879, 8.
W. V. Nathusius, Betrachtimg-eii über die Selections-
theorie vom Standpunkte der Oologic aus. Jouru.f. Orn. 225.
E. Robert, Les Oiseaux dans la näture. Paris fol.
Livr. 1, 1879.
R. B. Sbarpe, Catalogue of tbc Birds in tbe Britisb
Museum Vol. IV. Cicblomorpbae Part I. Campopbagidae
and Muscicayndae 1879. Bespr. von A. Hume, Stray Featb
VIII, 397.
List of tbe Vertebrate animals now or lately living in
tbe Gardens of tbe Zoological Society in London 7. edit.
1879, 8. ■
Dr. A. B. Meyer, Abbildungen von Vogel-Skeletten,
Lieferung I, 1879. Dresden 4. 10 Tafeln.
A. Iv. Wallace, Die Tropenwelt nebst Abbandlungen
verwandten Inbalts. Autor, deutscbe Uebers. von Dav.
Brauns. Braunscbw. 1878, 8.
A. K. Wallace, Australasia.
H. N. Moseley, Notes by a Naturalist on tbe „Cbal-
lenger^ being an Account of various Observations made
during tbe Voyage of H. M. S. Chalienger round tbe world
in tbe years 1872 — 1876 Witb a Map, two col. pl. and nu-
merous woodcuts. London 1879. 8. (Allgemeines, viele orni-
tbologiscbe Bemerkungen).
Dr. Brebm, Tbierleben, IL Aufl. Band V. Vögel. IL
Tbeil, 1879. (Raubvögel bis Tauben) IIl, 1879 (Scbluss der
Vögel).
Von der Revue de Zoologie ist Ref. in diesem Jabre
keine Nummer zugegangen.
Serre y Savatier, Aves procedentes de los viajes
de exploracion de La Magicienne Cronica cientifica, 1879
Setiembre.
Hageberg, Zoologiscber Hand-Atlas, B. Vögel. Berlin
1879. gr. 8. 24 Taf.
Buffon, Oeuvres completes Nouvelle edition, compre-
naiit la nomenclature Linneenne et la Classification de
Cuvier. Revue sur l'edition in 4. de l'Imprimerie Royale et
annotee par Flourens a 150 grav. sur acier, coloriees avec
ilor \i»i»('l \v:ilii('ii«l drs ,l;ilires lt>7*J. 7
k'- plus ^rniul soiii. Dessins nouvciiux inedits de Kd.
Tiavies et II. Gohiii (in liieferiin,i;-eii erselicineiid).
Tlie Nntunilists Leisiire lloiir und iMoiitlily Ihdletiii
LMiiliidelpliiii (lierausi;-ei;-. von Prof. A. E. Foote).
U;inil)ei't et Robert, Jxs oiseaux dans la nature.
Deseription pittoresiiue des Oiseaux utiles. Paris lS7i).
1. livr. (80 Lief, mit 0 ehroniolitb. Tafeln).
A. liiou, Les Oiseaux: Ali])enncs, rudi[)ennes, im-
pennes 4. edit. Paris.
J. J. Bourasse, llistoirc naturelle des oiseaux, des
reptiles et des poissons 16 edit. av. 288 pl. Tours 1879.
Die Voi;elwelt. Zeitschrift über Voi^-elschutz, Zücli-.
tuMi;- von ausländischen Sini;'- und Scbniuckvr)geln, ins-
besondere von Harzer Canarien und über Geflügelzucht.
Herausgegeben von C. Ritsert. Heilbronn I 1879.
Deutsche Accliniatisation. Zwanglose Blätter für Ein-
gew()hnung, Pflege und Zucht der Vögel. Organ des deut-
schen Vereins für Vogelzucht und Accliniatisation. Redig.
von Dr. A. Reichenow. Berlin (vom 1. Mai an).
Der Geflügelzüchter und Vogelfreuud für Züchter,
Liebhaber und Händler. Herausgegeben von W. Moes-
singer. Frankf. a. M.
Der deutsche Jäger. Illustrirte süddeutsche Jagd-
zeitung. Herausgegeben von 0. Hörn. Jahrg. II, 1879.
A. Bouvier, Guide du Naturaliste. Paris (monatlich).
Le Natural iste. Paris (1. u. 15. des Monats).
E. Yung, Contributions ä l'histoire de Finfluencc
des milieux physiques sur les etres vivants ; I Influence des
different. couleurs du spcctre sur le developpement des
Animaux. Arch. Zool. experim. et gener. (Lacaze-Dutbiers)
VII, 1878. 251.
L.Martin, Die flüchtigen Farben an der Bedeckung
der Säugethiere und Vögel. Zool. Gart. 249.
W. Mewes, On the change of colour in Birds, through
and irrespective of moulting from the Swedish by II. E.
Dresser with 2 pl. (from OIV K. Vet. Ak. Forh. 1854, 284)
Zoologist March. 81.
E. Hodek, Das Vogelauge betrachtet vom empiri-
8 Pelz ein: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
sehen Standpunkte des Conservators. Mitth. Orn. Ver. Wien
81 u. 91.
Grant Allen, The Colour Sense, its ori^in and De-
velopment. A. Essay in Comparative Psychology. London
1879. Bespr. von A. R. Wallace NMure 1879, 501.
A.R. Wallace, Organisation and Intelligence Nature
1879, 477.
Xenos Clark, Animal Music its Nature and Origin
Americ. Naturalist April 1879, 209.
L. Martin, Der Geruch als Leiter der meisten Hand-
lungen im Thierleben. Monatsschrift d. Ver. z. Schutz d.
* Vogelwelt 187.
A. Harker, Birds Nesting Scott. Naturalist April 49.
Prof. Robertson, Article Game Laws EncycL Britann. X.
F. Storz, Article Games ib.
E. V. Homeyer, Ornithologische Märchen. Ornith.
Centralbl. 76.
Oustalet, Notes d'Ornithologie Bullet. Soc. Philom.
Paris 1879, 12.
R. B. Sharpe, On rare Birds Linn. Soc. London 20.
Febr. 1879 (Zoologischer Anzeiger 1879, 286).
A. Dubois, Description d'Oiseaux nouveaux Bull.
Acad. Belgique 2 ser. XLVII, Juni 1879, 823 (Hypoxanthus
aequatorialis, Euplocamus sumatranus).
Dr. K. Ru SS, Die Vögel des Herrn Dr. Pia ten. Gefied.
Welt 328.
W. Peters, lieber die Reisen des Dr, 0. F ins eh.
Monatsber. Berlin. Acad. Dec. 982.
Additions to the CoUection of Birds in the British
Museum in 1877. Ibis 115.
Report on the Ornithological Acquisitions of the
British Museum in 1878. Ibis 327.
The Swiuhoe CoUection (von Mr. Seebohm angekauft)
Ibis 117.
E. V. Homeyer, Meine ornithologische Sammlung.
Journ. f Orn. 171.
Dr. G. Hartlaub, Ueber einige seltene Vögel der
Bremer Sammlung ib. 187 (Coccycolius iris , Loxioides
Bailloni, Strix Oustaleti). •
der Vögol während des Jaliroii 187D. 9
Die Neiiautstelluiii;- dos Hcrzogl. uaturbist. Museums
zu Braunscliweig. Bei Gelei^enhcit der XXIII. alldem, deut-
scbeu Lehrer-Versamiiiluui; erläutert von Prof. Dr. Wilhelm
Blas ins. Mit 1 Taf. Braunscliweig 1879. 8. In einem
eigenen Abschnitte werden die besonderen Sebenswürdig-
keiten dieser CoUcction, welcbe unter anderen auch die
Serien, auf welcbe sieb Dr. J. H. Blasius' classiscbe Ar-
beiten gründeten, enthält, angefübrt.
Museum Godeffroy Catal. VII. Wirbeltbiere und Nacb-
träge zu Cat. V u. VI aus den übrigen Tbicrklassen. Ham-
burg 1879. 8.
Scbaufuss, Verz. 153 (1880) des Museum Ludwig
Salvator in Dresden.
Rap])ort annuel sur le Musce d'bist. uat. de Lille
1878/79 in Bull, scient. depart. du Nord 1879, 123 (Zoologie
A. Giara).
Tromso Museum Aarsbefter I (Cfr. Le Näturaliste 80).
Tbe New. U. S. National - Museum at Wasbingtou.
Ibis 381 (nacb einem Briefe E. Ingersoil's an Mr. Fielden).
Tbe Museum of Comparative Zoology, Harvard Col-
lege, Cambridge Mass. Ibis 383.
P. L. Sclater, Remarks on tbe animals and other
objects, observed in tbe Zoological Gardens of Rotterdam,
Amsterdam, Cologne, Fraukfort and Autwerp. Proc. Z.
S. 438.
Dr. W. Stricker, Gescbicbte der Kais, österreicbi-
scben Menagerie in Schönbrunn. Zool. Gart. 1879, 314.
F. K. Knauer, Ein Ausflug nacb Scbönbrunn. Ein
Wegweiser durch die Menagerie, den botanischen Garten
und die übrigen Anlagen. Wien 1879. 16.
Dr. W. Stricker, Tbierpflege in Ost- und West-
preusseu während des 15. und 16. Jahrhunderts. Zool.
Gart. 371.
Dr. H. Bolau, Die Lebensdauer der Thiere im zoo-
logischen Garten zu Hamburg. Zool. Gart. Vögel 326
und 362.
Im zoologischen Garten zu Hamburg 1878 zum ersten
Male aufgestellte Vögel ib. 285.
E. Friedel, Thierleben und Tbierpflege in Irland
10 Pelze In: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
(Forts, von Jahrg\ 1878). Das Innere des Landes. Zool.
Gart. 144, 181, 207 die Küsten 270 (auch Vögel) 309.
Hag man, Ornithologiscbes ans dem zoologischen
Garten. Jahresber. (1878) d. Ornith. Gesellsch. in Basel.
Hub er, Ornithologisches aus der Pariser Weltaus-
stellung ib.
A. von Mojsisovics, Leitfaden bei zoologisch-zooto-
mischen Präparirübungen für Studirende. Leipzig 1879. 8
mit 120 Holzschnitten.
E. Hodek, lieber Geheimnisse beim Thierausstopfeü.
Mitth. Orn. Ver. Wien 44.
Le Roye, Traite de Taxidermic. Paris 1879. 8.
E. DeyroUe, La preparation des peaux (Methode de
M. le Dr. de Montessus). Naturaliste 124.
Die Wickersheimer'sche Conservirungs-Methode. Zool.
Anzeiger 1879, 669.
L.Martin, Die Anwendung des Arseniks und anderer
Stoffe bei der Naturalien -Präparation in gesundheitlicher
Beziehung. Orn. Centralbl. 33.
E. Ingersoll, How to collect Birds, uests and eggs
Science News Vol. I N. 11. 166, N. 12, 178, N. 13, 205,
N. 14, 222, N. 16, 251, N. 17, 268, N. 18, 284, N. 19, 297,
N. 20. 315.
ICroukhoff, Un memoire provenant du recueil de
M.Dubois-ReymondL'Aeronaute 1879 N. 3. Ueber den Flug
des Vogels.
d'An d r e V i 1 1 e , Theorie mathematique du vol des
oiseaux L'Aeronaute 1879, N. 3.
A. Platte, Aeronautische Betrachtungen. Wien 1879.
8. (auch über den Vogelflug).
Prof. P>rühl, Zootomie aller Thierklassen. Atlas in
56 Lief. N. 15. Wien 1880 (Nov. 1879). gr. 4.
R. Lydekker, Elementary Sketch of the Osteology of
Birds Stray Feathers VIII, 1 with 4 pl. ; Berichtigung hiezu
Prof. A. Newton ib. 463.
A.Schneider, Beiträge zur vergleichenden x\natomie
und Entwicklungsgeschichte der Wirbelthiere. Berlin 1879.
4. 16 Taf. und 3 Holzschnitte.
dcv Vojril \vi,l,i'-iia (lo8 .Tahrcd 1S70. 11
K. Wen/el, Atlas der ( Jcwcbslclirc des Mciisclim und
der hidiercn Tliioro. 3. Hit. Dresden 1879.
W. Ulis well, Notes <mi the Auatoiuy ol" I>irds I Tlic
hiai'hial i»lexiis of Birds Proe. Linii. Soc. N. 8. Wales HI
l*. 1.409. 11. Tlic lumbar and sacral plexuses of Nerves ib.
Vol. IV, P. ;^03. 111. The Myolo^ical Characters of the
Colund)idae ib. 30().
A. II. Garrod, On the Couforniation of the Thoracic
Extremity of the Trachea in the Class Aves. — Part I.
The Gallinae. Proc. Z. S. 354 mit Holzschnitten.
Gegenbauer, Zur Gliedmassenfrage. Morphol. Jahrb.
V. Bd. 3. Ilft.'521.
R. Wiedersheim, Zur Gegenbauerischen Hypothese
iü)er die Entstehung des Extremitäten-Gürtels. Vortr. Club.
Frei bürg im Br. 8.
A.Sabatier^ Comparaison des ceintures- thoracique
et pelviennes daus la serie desVertebres Avec 5 pl. Mem.
Acad. Montpellier T. IX. 2. 277.
C. K. Hoffmann, Bijdrage tot de Kennis der Mor-
phologie von den Schonder girdel en het Borstbecn bij
Reptilien, Vogels, Zoogdicren en den Mensch. Met 7 Plates.
Uitgegeben door d. Akad. van Wetensch. Amsterdam
1879. 4.
C. K. Hoff mann, Beiträge zur vergl. Anatomie der
Wirbelth. XII. Zur Morphologie des Schultergürtels und
des Brustbeines bei Reptilien, Vögeln, Säugethieren und
dem Menschen. Niederl. Arch. f. Zool. Bd. V. H. 6. 31.
(Vögel 75) t. 3-10.
0. C. Marsh, The vertebrae of recent Birds with
cuts. Americ. Journ. XVII, April 266; Abstr. Science
News I, N. 11, 164. Auszug in Naturf. N. 26, 245.
Dr. C. Hasse und Dr. G. Born, Bemerkungen über
die Morphologie der Rippen. Zool. Anzeiger 1879. 81.
Nehring, Ueber einen tarso-metatarsus vom Haus-
huhn aus der Nenkendorfer Höhle (Franken) Zeitschr. f.
d. gesammt. Naturwiss. 3. F. IV. 470 auch über Vogel-
nester aus benachbarten Höhlen, worunter Birkhahn, Moor-
schneehuhu u. s. w.
12 Pelz ein: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
Dr. H. Gadow, Versuch einer vergleichenden Ana-
tomie des Verdauungssystems der Vögel in Jenaische Zeit-
schrift f. Naturwissensch. Erster Theil mit 8 Tafeln XIII
1879, 92, IL Theil ib. Hft. 3, 3^9, t. 16.
A. Sanders, Contributions to the Anatomy of the
Central Nervous System in Vertebrate animals. Philos.
Transact. E. Soc. London 1879. 4.
J. H. Mac Quillen, Recovery of all the faculties in
a Pigeon from which four fifths of the upper portion of
the cerebrum had been removed. Proc. Acad. Philad. 1878
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das Wandern der Vögel 1878); Ch. Dixon ib. 505, 24;
Pringle ib. 481; A. Weis man ib. 579; A. Newton ib.
580; E. H. Pringle ib. XX (1879) 6; H. Gaetke ib. 97;
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Witterung auf, den Vogelzug. Orn. Centralbl. 60.
J. Rohweder, Ueber die durch Witterungswechsel
veranlasste Umkehr von Frühjahrs Wanderern ib. 113.
Hiltmann, Einfluss der Witterung auf den Vogelzug
ib. 98.
A. R., Einfluss der Witterung auf d. Zug der Vögel ib. 99.
G. H. Klippert, Beobachtungen über das Zurück-
weichen der Vögel beim Eintritt schlechter Witterung
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der Vöijel wiilireud des Jahros 1879. 15
Dr. Quistorp, D'iv Uinkclir (lcrV<>^-cl aul dein Yav^g
bei cintretciulem widrigen Wetter ib. 15;>.
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nistende Vogelwelt. Monatsscbr. d. deutsch. Ver. z. Schutze
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Mittheihiugen aus der Vogelstube des Herrn Grafen
York von Yfartenburg ib. 463.
E. V. Schlecbtendal, Die Vögel meiner Sammlung
mit besonderer Berücksichtigung einiger neuer und seltener
Erscheinungen des Vogelmarktes ib. 14 u. 24.
Frenzel, Aus meiner Vogelstube. Monatsschr. d. Ver.
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A.Köhler, Eine erzwungene Paarung. Monatsschr. d.
Ver. z. Schutz d. Vogelw. 145.
E.Rüdiger, Aus meiner Vogelstube III. Sittichtypen
Mitth. Orn. Ver. Wien 68.
F. Steltzner, Aus meiner Vogelstube. Gefied. Welt
74, 132.
Aus der VogelstuLe der Frau IL v. Proschek ib.
106 u. 119.
16 Pelzeln: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
E. Hald, Aus meiner Vogelzucht. Gefied. Welt 147.
E. Hald, Aus meiner Vogelstube ib. 263.
Withum^ Aus den Vogelstuben ib. 147.
H. Wünn, Aus meiner Zucht einheimischer u. fremd-
ländischer Vögel ib. 232.
H.Wünn, Zuchtbericht aus meiner Vogelstube ib. 546.
Fr. Arnold, Meine Zuchterfolge mit einheimischen
Stubenvögcln ib. 464 u. 479.
Dr. K. Russ, Wiederum ein Zuchterfolg ib. 461.
H. V. Chappuis, Erfolge in der Zucht einheimischer
Stubenvögel ib. 275.
E. Rüdiger, Ein stiller Freund d. gefied. Welt ib. 310.
H. Müller, Zuchterfolge ib. 409.
A. E. Blaamo, Einige der Vogelstube entflogene Gäste
ib. 410.
Neue und seltene Erscheinungen des Vogelmarktes.
Gefied. Welt Dr. K. R. 58, 277, 351, 361, 371, 382, 523.
Dr. K. Russ, Die Vogelliebhaberei, Pflege und Zucht
in ihrer neueren Entwicklung ib. 368, 398, 408, 442, 462 u. 544.
Dr. K. Russ, Neuestes aus Vogelliebhaberei u. Zucht
ib. 97 u. 107.
Reichenow u. Schalow, lieber die Ausstellung des
Vereins „Aegintha". Journ. f. Orn. 212.
Vierte Vogelausstellung der ^,Aegintha" (Forts.) Orn.
Centralbl. 7 u. 22.
Dr. K. Russ, Die fünfte Ausstellung des deutschen
Ver. f. Vogelzucht und Akklimatisation in Berlin. Gefied.
Welt 512 u. 522.
Dr. K. Russ, Zweite Ausstellung des Baltischen Cen-
tral-Vereins für Thierzucht und Thierschutz ib. 230.
Die VII. Ausstellung der „Cypria^^, Verein der Ge-
flügelfreunde in Berlin ib. 86 u. 96.
Dr. K. Russ, Die erste Ausstellung des Vereins
^Ornis^^ in Berlin ib. 130, 146, 158, 166, 176, 186, 196
u. 208.
Geflügelausstellung der Gesellschaft d. Vogelfr. zu
Frankfurt a. M. Zool. Gart. 127.
Aus den Verhandlungen des Vereins ;,Cypria" in
Berlin. Gefied. Welt 452.
der Vögel während des Jahres 1879. 17
Aus denVcrbandluugeu des Vereins ;,Ornis" in Bcrliu
ib. 490 u. 500.
D. de Mo u t e ss<Qi s , Cataclysmcs ornithologiques.
(V(>gel duiTli Elementarcrcignisse verschlagen; seltene Gäste
in Frankreich). Le Naturaliste 15. Mal 1879. 28.
Stengel, Erfrorene und verhungerte Vögel. Mouatschr.
d. deutsch. Ver. z. Schutze d. Vogelw. 9.
Ueber auf dem Eise angefrorene Vögel. Journ. für
Oru. 218.
G. V. Hayek, Wirthschaftliche Feinde aus dem Thier-
reiche. Mit 155 in den Text gedr. Ilolzschn. Thaer Bibl.
Berlin 1879. 8.- Behandelt auch die schädlichen Vögel.
Dr. Schier, Schädliche Vögel mit Orig.-Illustr. von
Dr. Meixner (vom böhmischen Vogelschutzverein in Prag
ausgegeben).
Goebel, Die Vögel und ihre Beziehung zur Land-
und Forstwirthschaft (Schluss). Zeitschr. Ornith^ Verein in
Stettin 1879, 5 u. 19.
Prof. Forbes, On economical ornithology in Trans-
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R. Oettel, Der Hühner- oder Geflügelhof. 6. Auflage
Weimar 1879.
L. Reissert, Die landwirthschaftliche Geflügelzucht.
Praktische Anleitung zum Grossbetriebe derselben. Breslau
1879. kl. 8.
F. Matthes, Vom Geflügelhofe.
Zum Vogelschutz. Gefied. Welt 33 (Dr. K. R.), 69
(Dr. K. R.), 175, 185, 207 (Steinert) 227 (Gesetzl. Regelung
Dr. K. R.), 317 (C.Reicbe) 326 u. 337 (F. Wirth) 347,367
(Fr. Arnold) 377 u. 389 (E. Lieb) 499, 524, 535 (D. K. R.)
A. S. Auch ein Vogelschutz ib. 472 (Anmerkung von
Dr. Russ).
E. Mulsant, De la diminution des petits oiseaux
Lyon 1879. gr. 8.
W. Boecker, Beobachtungen auf dem Futterplatze
für freilebende V()gel. Gefied. Welt 157 u. 167.
E. Rüdiger, Zum Schutz der freilebenden Insekten-
fresser ib. 149.
Die Pflege des Thierschutzes in der Volksschule.
- Arch f. Naturgescb. XXXXVI. Jahrg. 2. Bd. B
18 Pelzeln: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
Vortrag vom Schulrath Dr. Moebius. Separatabdruck aus
,,Cornelia^, Leipzig.
P. Villeroy, Oiseaux a probger in Journ. de TAgri-
culture 1879, N. 532.
E, Michelsen, Gegen das NesterausnehmeD. Zeitschr.
Orn. Ver. Stettin 1879, 29.
H. B. Hewetson, Nature cared for, and nature un-
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liär Birds. London 8. w. 3 pl.
T. 0. Goldberg, Udvolgte Burfugle Christiania 1879
8. 1 Kupff.
B.— 0 (in der Heimat) Vogelsteller dies- und jenseits
der Alpen. Gefied. Welt 252 u. 264.
Dr. K. Russ, Vogelfütterung im Winter ib. 524.
J.Schumacher, Zur Vogelfütterung im Winter ib. 535.
Liebe, Fütterung der Vögel im Winter. Monatschr.
d. deutsch. Ver. z. Schutz d. Vogelw. 28.
0. Reinhold, Futter für Insektenfresser. Gefied.
Welt 474.
F. Nachtmann, Futter für in- und ausländische In-
sektenvögel ib. 445.
J. Abrahams, Zur Fütterung für Insektenfresser
ib. 493.
Winkelmann, Nahrung der Vögel. Zeitschr. Orn.
Ver. in Stettin 1879, 8, 28 u. 49.
J. D u s e k , Gequetschter Hanf als Surrogat für getrock-
nete Ameisenpuppen. Mitth. Orn. Ver. Wien 7.
A. Schuster, Morrübenpulver zum Mischfutter für
Insektenfresser. Gefied. Welt 266.
V. Schlechtendal, Maikäfer als Vogelfutter. Monats-
schr. d. deutsch. Ver. z. Schutz d. Vogelw. 98.
0. S. Beleuchtung für Insektenfresser während der
Winternächte. Gefied. Welt 412.
A. Schuster, Zur Heizung der Vogelstube. Gefied.
Welt 37. , ^
C. Sachse, Fangertrag zweier Dohnenstiege (1. Oct.
bis 12. Nov. 1878). Ornith. Centralbl. 87.
E. Rüdiger, Ueber abgerichtete Vögel. Gef. Welt 54.
Eine Katzensteuer (Nordd. Allg. Ztg.) ib. 318.
der Vögel während des Jahres 1879. 19
J. Du Sek, Trausportkälig für zarte Vögel. Mitth.Orn.
Ver. Wien 7.
A. F. Wiener, Zur Verhinderung mancher Krank-
heiten in der Vogelstuhc. Gefied. Welt 18.
Fahricius, Ueber die ansteckende Unterleibsentzün-
, düng ib. 109.
Dr. 0. Werdmüller, Ist eine Vogclkraukheit für
Menschen ansteckend ib. 199; Antwort von Dr. Rus s ib, 200.
Charlotte Sporleder, Krampfanfälle in Folge des
Herausfangens ib. 474.
R.Borges, Ueber die Hartnäckigkeit einiger Sänger,
ib. 420.
E. Rüdiger, Die Stubenfliege in ihrem Verhältnisse
zur Menschen- und Vogelwelt ib. 218.
E. Rüdiger, Nachbar Nussbaums Weihnachtsgäste
ib. 532.
Dr. B ö 1 1 g e r , Ein Liebesdrama m der Vogelstube
ib. 276.
A. Seh. Gemischte Gesellschaft ib. 383; hiezu A. F.
Wiener ib. 401.
Ad. Walter, Bevorzugte Plätze beim Nestbau, zu-
gleich einige Bemerkungen über den Kukuk. Orn. Centralbl.
1G5 u. 173.
The Oologist (S. L. Willard). Bespr. Orn. Cen-
tralblatt 140.
P. L. Sclater, List of the Eggs coUected during the
„Challenger" Expedition. Proc. Z. S. 309.
S. D.Osborne, On the Coloration of Eggs Bull. Nutt.
Orn. Club IV, 23.
E. Rüdiger, Ueber ungewöhnliche Eierzeichnungen.
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Dr. K. Russ, Eier fremdländischer Vögel in d. Vogel-
stube ib. 310.
E. Gates, Sexing Eggs Stray Feath VIII 419 mit
Note von A. Hume.
Fäulniss der Eier (nach Dr. Zimmermann, 6. Ber.
Naturw. Ges. Chemnitz). Zool. Gart. 30.
20 Pelz ein: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
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Von Dresser's History of the Birds of Europe er-
schien 1879 Part. LXXIII-LXXVI (Sept.).
A. Marc h au d, Note sur les Poussins des Oiseaux
d'Europe Revue de Zool. 1878, 309. Falco sacer., Sym-
phemia semipalmata , Scolopax gallinula, Stercorarius pa-
rasiticus Abbild, t. 11 (Falco sacer.), Stercorarius parasiti-
cus t. 12, Scolopax gallinula t. 13 auch 1879 N. 1 (nicht
gesehen).
A. Bouvier, Tableau des Grimpeurs europeens Guide
du Naturaliste N. 10, 124.
E. V. Homeyer, Meine ornithologische Sammlung.
Journ. f. Orn. 171.
E. Rüdiger, Seltenere deutsche Käfigbewolmer. Ge-
fied. Welt 419 (Fringilla citrinella).
Unbekannte Wanderer. Hiltmann. Orn.Centralbl. 62;
Salzmann ib.
P. Kollibay, Abnorme Nistweisen ib. 136.
0. Fr aas, Brutplätze von Wasservögeln der jüngsten
Tertiärzeit. Neue Jahrb. f. Mineralogie und Geologie.
Hft. 5-7. 555.
K. Th. Liebe, Die fossile Fauna der Höhle Vypustek
in Mähren nebst Bemerkungen betreffs einiger Knochen-
reste aus der Kreuzberghöhle in Krain Sitzgsber. K. Akad.
Wien LXXIX, 1879, 472.
Nordeuskiöld (Brief an H. Dickson), Petermanns
Mitth. 1879, 13. Vögel bei Cap Tscheljuskin , Orn. Cen-
tralbl. 53; E. v. Homeyer, Bemerkung hiezu ib. 70i^
Clifton, Ueber auf Island beobachtete Vögel. Ibis
371.
Kjaerbölling, Skandinaviens Fugler. 2 nye Tavler
tegnaf C. Cordts Udgiv. af J. Collin Kjöbenhavn 1879
Fol. col.
C. Cederström, Anteckningar von norre Bohuslans
Vertebrat-fauna in Öfvers. K. Vet. Akad. Förhandl. 36.
Arg. N. 2. 53.
L. Stejneger, Bidrag til Vestlandets ornithologiske
der Vögol wahrenil dos Jahres 1879. 21
Fiiuiia in Nyt IMagaz. Naturvidensk. XXV, 1879, 141 (nor-
wegische V()«;-el).
Von Prof. Bogdauow projectirte Ornitliolo,i;'ie des
U()rdlichen Theiles des europäischen Russland. Orn. Cen-
tralbhitt 72.
J. A. Palm6n, Finska FogeUl<;p; Tccknode of G. Sund-
man Ilelsingfors 1879 Querfolio Hft. I mit 3 Tafeln.
ür. Skred, Zur Kenutniss der Vogelwelt der russi-
schen Ostseeprovinzen. Gefied. Welt 407.
0. V. Loewis, Verspäteter Abzug von Vögeln. Zool.
Gart. 92.
H. Göbel, Die Vögel des Kreises Uman, Gouverne-
ment Kiew mit besonderer Rücksicht auf ihre Zugverhält-
nisse und ihr Brutgeschäft in Beitr. z. Kenntuiss d. Russi-
schen Reiches und der angrenzenden Länder Asiens. IL
Folge. Auf Kosten d. K. Akad. d. Wissensch. heraus-
gegeben von G. V. Helmersen und L. v. Schrenk. Bd. IL
Petersburg 1879. 8.
H. Göbel, Ueber Vögel des Uman'schen Kreises
(Nachtrag, s. Jahrg. 1873, 128). Journ. f. Orn. 266, auch
Eier, Nester.
E. V. Homeyer, Vögel des Uman'schen Kreises. Journ.
f. Orn. 417.
Essenlow, Verzeichniss der in den Kreisen Torapez
und Cholur des Gouvern. Pskow vorkommenden Wirbelth.
Arbeiten St. Petersb. naturvv. Ges. Bd. IX, 223.
Th. Pleske, Die Vögel des St. Petersburger Vogel-
marktes. Orn. Centralbl. 175.
M. Mensbir, Ornithologische Fauna des Gouverne-
ments Tula. Moskau 1879. 8. (in russischer Sprache).
M. Bogdanow, Die Vögel des Kaukasus in Arbeiten
d. Kasanischen Gesellsch. d. Naturforscher. T. VIII. Hft. 4.
Kasan 1879. 8. (mit Literatur). In russischer Sprache.
Dr. Reichenow, Ueber die Mittheilungen an den
Ausschuss der Beobachtungsstationen. Journ. f. Orn. 332.
Sachse (Altenkirchen) nnd Prof. Altum (Eberswalde),
Ankunft der Sommergäste. Orn. Centralbl. 53.
J. V. Mcyerinck, Beobachtungen über das Ankommen
der Zugvögel im Frühjahr 1879 (Schlesien) ib. 96.
22 Pelz ein: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
V. Grizycki, Vogeltagebuch-Notizen. Monatsschr. d.
deutsch. Ver. z. Schutz d. Vogelw. 80.
Prof. Alt um, lieber die Vogelsammlung der Königl.
Forstakademie zu Eberswalde. Journ. f. Ornith. 215 und
Discussion.
L. Liebe, Ornithologische Notizen V. Orn. Centralbl.
145 (Buteo vulgaris, Turdus viscivorus, Serinus hortulanus,
Alauda cristata).
K. Th. Liebe, Züchtungsversuche mit einigen deut-
schen Vogelarten. Monatsschr. d. deutsch. Ver. z. Schutz
d. Vogelw. 191.
Fr. Arnold, Meine Zuchterfolge mit einheimischen
Stubenvögeln. Gefied. Welt 464 u. 479.
A. Frenzel, Mittheilungen über deutsche Vögel ib.
511 u. 531.
L. Buxbaum, Beobachtungen auf dem Futterplatze.
Zool. Gart. 125.
K. Müller, Beobachtungen an einh. Vögeln. Zool.
Gart. 220.
Dr. W. Wurm, Die deutschen Waldhühner (Abschn.
I, Jahrg. 1878). II. Das Auerhuhn. Zool. Gart. vgl. Te-
traonidae.
H. Gaetke, lieber auf Helgoland vorgekommene
Vögel, Ibis 102, 220, 378, 388.
A. Grunack, Bornholms Vogel weit. Orn. Centralbl.
149 u. 157.
G.Karsten, Periodische Erscheinungen des Pflanzen-
und Thierreiches in Schleswig -Holstein. Kiel 1879. 8.
2 Taf.
Dr.Quistorp, Beobachtungen gemacht in der zweiten
Hälfte des Jahres 1878 und den ersten Monaten des Jahres
1879. Orn. Centralbl. 77 u. 116.
F. Bock mann, Nachtr. zu Orn. Beitr. z. Fauna der
Niederelbe. Verh. Ver. naturwiss. Unterh. Hamburg 1877
(1879) 249.
Franz Schmidt, Ornithologische Mittheilungen. Arch.
Freunde d. Naturgeschichte in Mecklenburg 1879, 315.
Dr. R. Böhm, Ornithologische Skizzen aus Mecklen-
burg und Nord-Friesland. Ornith. Centralbl. 1,25,58,73,81.
der Vögel während des Jahres 1879. 23
W. Freese, Beobaclitiiiiocn über das Voj^elleben auf
Rii^en im Frühling 1871). Zeitschr. Oniitli. Ver. Stettin
1879, 78.
L. Iloltz, Beobachtungen aus der Vogelwelt von Ncu-
Vorpommern und Rügen. Mittli. naturw. Ver. von N.-Vor-
pomniern und Rügen in Greifswald XI, 1879, 1—53. Eier,
Nester, Lebensw., Zug).
C. Bolle, Noch etwas über märkische Vögel. Orn.
Centralbl. 93 u. 117.
Bericht über den Spreewald- Ausflug des Vereins Ornis
in Berlin am 24. und 25. Mai 1879. Gefied. Welt 286
u. 310.
H. Schacht, Die regulären Wandervögel des Teuto-
burger Waldes (Vortrag). Zool. Gart. 199 u. 228.
K.Liebe, Ornithologische Rundschau in Ostthüringen
1877—1879. Monatsschr. d. Ver. z. Schutz d. Vogelw. 106.
K. Krezschmar, Ornithologische Mittheilungen aus
der Umgegend von Görlitz vom Herbst 1878 bis zum Früh-
ling 1879. Gefied. Welt 217. /
L. Tobias, Ornithologische Bemerkungen über die
Gegend zwischen den Städten Grünberg, Rothenburg, Sagan,
Sprottau, Prinkenau, Glogau, Fraustadt, Schlawa, Karge,
Zillichau — Mittelpunkt Saabor. Ornith. Centralbl. 129,
137, 141.
L. Tobias, Einige Bemerkungen über die Vogel weit
des Riesengebirges. Orn. Centralbl. 41 (scheint auch die
böhmische Seite zu betreffen).
Graf Berlepsch, Ueber die Vogelfauna von Schloss
Berlepsch. Journ. f. Orn. 223.
Dr. C.W.Strecker, Die im Obereichsfelde und bei
Mühlhausen, besonders aber bei Dingelstädt und Heiligen-
stadt von mir beobachteten Vögel. Orn. Centralbl. 5, 9, 51.
v. Krauss, Beiträge zur FaunaWürttembergs inJahres-
Heften Verein f. vaterl. Naturkunde. 35. Jahrg. 345 (für
Württemberg neue und seltene Vögel) vgl. auch Orn. Cen-
tralbl. 70.
Graf P 0 c c i , Aus dem Elsass. Mitth. Ornith. Ver.
Wien 36.
24 Pelzein: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
„Fünfzehn Tage auf der Donau". Auszüge aus diesem
Werke Sr. K. K, Hoheit des Kronprinzen, mitgetheilt von
A. V. Pelzein. Mitth. Orn. Ver. Wien 1, 9, 25, 40. Dfeses
höchst werthvolle und anziehende Werk ist bereits im vor-
jährigen Berichte besprochen worden.
Kronprinz Eudolf von Oesterreich, E. v. Homeyer
und Brehm, Zwölf Frühlingstage an der mittleren Donau.
Journ. f. Orn. 1. Ein sehr wichtiger Beitrag zur Kennt-
niss der dortigen Ornis mit trefflichen Beobachtungen, ge-
nauen Aufzeichnungen über Färbung der Iris , Weich-
theile u. s. w., sowie Messungen.
Kronprinz Rudolf von Oesterreich und Brehm,
Ornithologische Beobachtungen in den Auwäldern der
Donau bei Wien. Journ. f. Orn. 97. Eine wahrhaft
meisterhafte Schilderung der dortigen Natur und des Vogel-
lebens.
A. F.Graf Marschall, Vergleichende Uebersicht der
Vogelfaunen von Krakau, Arva, Lilienfeld und Salzbürg.
Mitth. Orn. Ver. Wien 79.
V. T s c h u s i, Ornithologische Mittheilungen aus Oester-
reich und Ungarn (1878). Journ. f. Orn. 1879, 129.
V. Tschüs i, Aufzeichnungen über den Frühjahrs- und
Herbstzug der Vögel in der Gegend von Hallein (1878).
Mitth. Orn. Ver. Wien 1879 70.
V. Tschusi, Merkwürdige Todesursache zweier Vögel,
ib. 71.
Dr. Lazarus, Beobachtungen über einheimische Sing-
vögel. Gefied. Welt 521.
Dr. Lazarus, Einige einheimische schön befiederte
Vögel ib. 147.
Dr. Lazarus, Ueber Zähmung mancher einheimischer
Vögel ib. 441 u. 451.
K. de IIa Torre, Die Wirbelthierfauna von Tirol und
Vorarlberg. Sep.-Abdr. v. d. Lehrer etc. Bildungsanstalt zu
Innsbruck 1876-79. Innsbruck 1879. 8.
L. Tobias, Einige Bemerkungen über die Vogel weit
des Riesengebirges. Orn. Centralbl. 41 (scheint auch die
böhmische Seite zu betreffen).
der Vögel während des Jahres 1879. 25
J. Talsky, Reitrag zur Ornitli()l{>i::ie Millircus Mittli.
Orn. Vor. Wien CA, 75, 89, 101 u. 120.
Adolf Schwab, Aus Mähren. Seltene Gäste, Albinis-
nius, Flavisnms, Melanismus (auch über einen Storch Ciconia
Boycii?) ib. 72.
V. Tschusi, Lieber einige Arten, deren Vorkommen
in den Karpathen ungewiss — oder ungenügend gekannt
ist. ib. 73.
Dr. Brehni, Ueber Zugstrassen der V(>gel, die durcb
die Karpatben fübren. Journ. f. Orn. 217.
Dr. B r e b m , Ueber einige Seltenbeiten im Fester
Nationalmuseum (Xema Sabini, Procellaria baesitata) dann
über Erismatura leucocepbala in Siebenbürgen ib. 334;
Scbalow ib. 335 über Erismatura.
0. Hermann, Xema Sabinii Vorkommen in Ungarn,
Termeszetr. Füzetek 1879, 392 et Rev. 184 t. 4.
E. Hodek, Ornis und Jagd zwiscben Unna und Drina.
Frübjabrs - Reisebericbt 1879. Mittb. orn. Ver. Wien 111
u. 122.
W. N. Radakoff, Ornitbologische Bemerkungen über
Bessarabien, Moldau, Walacbei, Bulgarien und Ost-Rumelien,
Bull. Soc. Natur. Moscou 1879. N. 1, 150.
G. P. Moore, British Birds systematically arranged
in five tables, showing tbe Comparative Distribution and
Periodical Migrations and giving an Outline of tbe Geograph.
Range of 376 Species. London 1879. Imp. 4.
P. L. Sclater, Remarks on thc Nomenclature of the
British Owls and on the Arrangement of the Order Striges
Ibis 346 vgl. ib. 480.
H.E.Adams, Our feathered Families. Birds ofSong.
and their Congeners, which are found in great Britain New
ed. London 1879. 8.
E. M. Adamson, Natural historyScraps; raore espc-
cially about Birds. Newcastle on Tyne 1879.
Rare British Birds in the Zoological Societys Gardens
Ibis 383.
Clifton, On three forms of British Birds Ibis 368
(large form of Saxicola oenanthe, small form of Aegialitis
hiaticula, red breasted form of Anthus obscurus).
26 Pelz ein: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
E.Hamilton, The Birds of London, past and present,
residents and casuals, Zoologist 273.
W. Eag'le Clarke, Yorkshire ornithological notes for
1878 Naturalist (Yorkshire). July 1879, 177.
Th. L i s t e r Arrival of spring migrants in S. W.
Yorkshire ib. August 2 — 3.
W. A. Hay, A List of birds in the township of Scar-
croft ib. 34.
G. White, The Natural History and Antiqiiities of
Seiborne. New edit. Ed. with notes by Sir Will. Ja rd ine
with numerous Illustr. London 1878. 8. — The same new
edit. Edit. with notes by G. A. Da vi es. London 1879. 8.
J.Cordeaux, Ornithological notes from North Lincoln-
shire Zoologist Sept. 371.
J. H. Gurney , Ornithological Notes from St. Leonards
ib. 376.
W. Philips, Guide to the Botany, Ornithology and
Geology of Shrewsbury and its vicinity Shrewsbury 1879. 8.
H. Stevenson, Ornith. Notes from Norfolk for 1878
Zoologist Apr. 153.
J. Gatcombe, Ornithological Notes from Devon and
Cornwall Zoologist 112, 205, 418.
Cormorants (Phalacrocorax carbo) on the Dorsetshire
coast Notes by T. M.Pike Zoologist July 302; J. C. Monsel
Pleydell ib. 303.
C. Matth. Prior, Ornithol. Notes from Oxfordshire
Zoologist March. 129.
C. M. Prior, Rare Birds in Bedfordshire Zoologist
Apr. 175.
C. A. Parker, Ornithological Notes from West-Cumber-
land. Zoologist March. 116.
Mathew Murray, Ornithological Notes from Somer-
setshire ib. 127.
Jeffrey Will, Ornithological Notes from West Sussex
ib. 109.
J. H. Nelson, Ornithological Notes from Redcar ib.
May 211.
T. M. Pike, Wildfowl in the Poole District ib. 213.
der Vögel während des Jahres 1879. 27
T. M. Pike, Tbe Surf Scotcr (Ocdeniia perspicillata)
iu Orkney Zoologist o35.
J. IL Giirney jr. The Gannet City Trans. Norf. and
Norw. Nat. Sog. II, 528 (Gaunets on tlie Bass Rock).
H. M. Drummond Hay, Notes on the Birds of thc
Basin of tbe Tay and its tril)utaries in: Scott Naturalist
Apr. 56, July 105.
A. Hark er, Birds Nesting ib. 49—56.
J. A. Harvie Brown, Tbe Capercaillie in Scotland
Edinburg 1879.
Cecil Smitb, The Birds of Guerusey and tbe neigh-
bouring Islands Alderney, Sark, Jetbon, Herrn, being a
small contribution to tbe Ornitbology of tbe Cbannel Is-
lands. London 1879.
H. Hadfield, Winter visitants and spring migrants
to the Isle of Wight Zoologist July 304.
K. Warren, The effect of severe frost on.animal life
as observed in tbe county Mayo Zoologist July 291.
H. L. C 0 X , Tbe Birds of Dublin and Wicklow Zoo-
logist 449, 477.
A. A. vanBemmelen, Mededelingen over nederland-
scbe Vogels in Tijds ehr. nederl. dierk. Vereen Deel 4, 2.Afl.
LXIV (Zusatz zu Bowstoffen Fauna* v. Nederland).
van Musschenbroek, Aanteckening omtrent de Avi-
fauna von Terschelling Tijdskr. d. Nederl. Dierk. Vereen
Deel IV Afl. 3 et 4 1879, 168.
A. Dubois, Remarques sur la Faune de Belgique
Bull. Acad. Belgique 2 ser. XL VII Juin 1879, 827.
Dubois, Faune illustree des vertebres de la Belgique
Serie II Les Oiseaux Bruxelles (bis 22. Lief.).
Manuel du Tendeur et de TOiseleur. Liegeois Traitö
des Oiseaux de la Belgique, de la description et de l'usage
d. filets etc. Liege 1879. 8. 7 pich.
E. A. Goeldlin, Verzeicbniss der im Kanton Schaff-
hausen vorkommenden Vögel. Journ. f. Orn. 357.
E. Rolland, Faune populaire de la France t. II les
Oiseaux sauvages 8. Paris (Dieppe?) 1879. Noms popu-
laires, dictions, proverbes etc.
28 Pelz ein: ßericlit üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
Dr. (leMontessuSjCataclysmes ornithologiques (Vögel
durch Elementarereigiiisse verschlagen , seltene Gäste in
Frankreich. Le Naturaliste 15. Mai 1879. 28.
A. Gentil, Ornithologie de laSarthe (Suite) Echassers
et Palmipedes, Le Mans 1879.
Z. Gerbe, Sur l'apparition accidentelle en Provence
du Thalassidi'ome oceanien et de la Pie grieche majeure
Le Naturaliste I. N. 10, 74.
* Z. Gerbe, Sur l'apparition accidentelle du Milvus
Govinda en Provence ib. N. 9. 67.
Gerbe, Note sur Fapparition accidentelle en Provence
du Thalassidrome oceanien et de la Pie grieche majeure,
suivie de Note sur Fexistence du Vespertilion de Capaccini
et sur l'apparition accidentelle du Milvus Govinda en Pro-
vence St. Ouen 1879. 8.
L. Carpentier, Contribution a la faune locale in
Soc. Linn. du Nord de la France 1879. N. 10.
Noury, Ueber verschiedene Vögel Frankreichs, Re-
union des Delegues des Soc. Sav. des Depart. Le Natura-
liste 123. Bemerkung hiezu von Blanchard und Abbe
Maze Nat. 124.
Dr. Marmottan et J. Viau, Liste d'Oiseaux captures
en France , mais rares dans ce pays Bullet. Soc. Zool.
France 1879. 245.
Iconografia dell' Avifauna Italica Testo del Dr. E.H.
Giglioli tavole di Alberto Manzella gr. fol. Prato (Toscana)
fascicolo I, 1879 Introdozione, Catalogo degli Ucc. italiani,
5 tav.
Dr. Gestro, Buteo ferox erlegt bei Genua. Lc Na-
turaliste 15. Juni 42.
Dr. E. H. Giglioli, Beiträge zur Kenntniss der
Wirbclthierc Italiens. Arch. f. Naturgesch. 45. Jahrg. 1879.
Hft. 1, 93.
A. Carruccio, Nuovc aggiuntc alla Fauna dciVerte-
brati Modenesi ed alle Collezioni Universitarie Ann. Soc.
Nat. in xModena 1879, 180.
Dr. Brchm, Ucbcr die Reise in Spanien, welche Se.
Kais. Hoheit Kronprinz Rudolf in Begleitung des Vor-
der Vögel während des Jahres 1879. 29
tragenden im Frühjahr dieses Jahres untcruomnien hat.
Journ. f. Orn. 4 tl u. Orn. Centralbl. 16:3.
'•• Eine knrze Notiz über den spanischen Gypactus bar-
batus. Mitth. Orn. Ver. Wien 59, vgl. auch 8. 108, auch
über Vultnr liilvus ib. 07, V. cinereus ib. 105, Ncophron
percnopteriis lOS, Aquila fulva n. A. Adalberti 117.
L. Howard Irby, Notes on the Birds of the Straits
of Gibraltar. Ibis 342 (auch Nester, Eier).
Asien*).
VonGould's Birds of Asia erschien 1879 Part. XXXI
(1. July) mit den Beschreibungen und Abbildungen fol-
gender Arten: Oriolus Broderipi, Pitta Ellioti, P. granatina,
P. coceinea, Tetrao MIokosiewitzi, Ilaematortyx sanguini-
ceps, Bambusicola hyperythra, Calliope camtschatkensis, C.
pectoralis, C. Tschebaiewi, Urocynchramus Pylzowi, Car-
podacus roseus, Prionochilus vincens.
E. von Homeyer, Meine ornithologische Sammlung.
Journ. f. Orn. 171.
H. Seebohm, On certain obscure Species ofSiberian,
Indian and Chinese Thrushes Proc. Z. S. 803, t. 64.
Geary's Asiatic Turkey. Ibis 120.
Aug. M ü 11 e r , Zur Ornithologie der Insel Cypern.
Journ. f. Orn. 385, auch Eier.
Nachrichten von Prof. Norde nskiöl da arktischer
Exped. Nature 1879, 365, 459.
The Arctic Voyages of Adolf E. Norden skiöld 1858
— 1879 With Ulustr. and Maps. London 1879.
W. Meves, Förteckning ofver de foglar, som pa de
svenska expeditionen tili Jenisei 1876 insamlades eller ob-
serverades af Dr. lljalmar Theel in Ofvers. K. Vet Akad.
Förhdl. Stockh. 1879, N. 0, 27.
Reise nach West -Sibirien im Jahre 1876. Auf Ver-
anstaltung des Vereins für die deutsche Nordpolarfahrt in
*) Celebes und die benachbarten Inseljsi werden unter Austra-
lien aufgeführt, so dass die Begrenzung- zwischen Asien und Austra-
lien der sogenannten Wallace'schen Linien entspricht.
30 Pelz ein: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
Bremen unternommen mit Dr. A. E. Brehm und Karl
GrafvonWaldburg-Zeil-Trauchburg vonDr. O.Finsch
8. Berlin 1879, mit Illustr.
Reise nach West- Sibirien im Jahre 1876. Auf Ver-
anstaltung des Vereins für die deutsche Nordpolarfahrt zu
Bremen unternommen von Dr. 0. Finsch, Dr. A. Brehm
und Karl Graf von Wa Idburg-Zeil-Trauchburg.
Wissenschaftliche Ergebnisse. Wirbelthiere, bearbeitet von
Dr. 0. Finsch, Verh. K. K. zool.-bot. Gesellsch. Wien XXIX
1879, 115. — IL Vögel, S. 128—280. Beschreibungen,
Lebensweise, Eier, Nester, geograph. Verbreitung. 'Ein
alphabetisches Verzeichniss der Fundorte ist dem reichen
Inhalte beigegeben.
Dr. Brehm, Zugstrassen der Vögel im westlichen
Sibirien. Journ. f. Orn. 334.
H. Seebohm, Contributions to the Ornithology of
Siberia (Forts, von Ibis 1877). Ibis 1879, 1 et 147, Lebensw.,
Nester, Eier.
Expedition scientifique francaise en Russie, en*Si-
berie et dans le Turkestan par A. d'Ujfalvy T. IL Le
Syr Daria, le Zerafcheue, le pays de Sept. Rivieres, et la
Siberie occidentale 1, Vol. 8, avec pL, cart. et tabl. Paris
1879.
L. Taczanowski, Supplement ä la liste des Oiseaux
recueillis dans File Askold (Mantchourie) Bullet. Soc. Zool.
France 1879, 133 (Samml. von H.Jankowski) auch Nester
und Eier.
Bolle , Die Vögel Chinas in ihrem Verhältnisse
zum Menschen , Discussion darüber. Journ. f. Orn. 219,
Orn. Centralbl. 49 u. 65.
H. B. Tristram, Description of a new Species of
Woodpecker from the Island of Tzus - Sima near Japan.
Proc. Z. S. 386, t. 31.
H. Seebohm, Remarks on Messrs Blakiston and
Pryer's Catalogue of the Birds of Japan. Ibis 18 t. 1.
Major St. John's Uebersetzung nach Astrabad. Ibis
490.
Seebohm, Ueber eine von Capt. G. C. Napier im
Atreck-Thale gemachte Sammlung von Vögeln. Proc.Z.S. 764.
der Vögel während des Jahres 1879. 31
Froni Kulja, across thc Tian Shaii, to Lob Nor. By
Col. Prejewalsky Translatcd by E. Delinor Mor^^an
With lutrodiietioii by Sir J. Douglas F o r s y t li. London
1879.
Datc of Prjcwalsky's Birds of Mongolia. Ibis 387
über dieses Werk ib. 489.
lieber Oberst Przewalsky's Reise. Orn. Ccntralbl.
72 u. 116.
Ueber die Reise des Grafen Bela Szechenyi in Cen-
tral-Asien (Pol. Corr.) Wiener Zeitung 14. Nov. 1879.
L. Taezauowski, Notice sur quelques Oiseaux du
Turkestan. Proc. Z. S. 672.
H. V. Schlagin weit-Süktinlinsky , Reisen in
Indien und Hoch- Asien. 4. Bd. Hoch -Asien. III. Ost -Tur-
kestan und Umgebungen.
The Scientific Results of the Second Yarkand Mission,
based upon the Collections and Notes of the late Dr. F.
Stoliczka Published by Order of the Government of
ludia Calcutta 1878 u. 1879, Vögel noch nicht erschienen.
R. G. Wardlaw Ramsay, Ornithological Notes from
Afghanistan. Ibis 444 (auch Nester).
P. L. Sclater, Remarks on two volumes of original
drawings of the birds of India by Brigadier. — General
M. Master. Proc. Z. S.
Prof. A. Newton, Ueber Pennants Indian Zoology
Stray Feath. VIII, 414.
. Progress of Ornithology in India (aus Mr. W. T.
Blanfords Address to the Asiatic Society of Bengal 5. Febr.)
Ibis 386.
A. Hume, A Rough Tentative List of the Birds of
India Stray Feath. VIII,:73.
A. Hume, List of Birds of India. Calcutta 1879.
W. T. Blanford, Notes on the List of the Birds of
India Stray Feath VIII 176.
A. Hume, Reply to Mr. Blanfords Criticismus of the
List of the Birds of India ib. 185.
Recently described Species (Republications) ib. 72.
Bull, Jungle Life or the Journeys and Journals of
an Indian Geologist wird in Kurzem erscheinen.
32 Pelzein: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
Hume and Marshall, The Game Birds of India,
Burmah and Ceylon. Calcutta 1879. 8. 44 plates. Vol. I.
(Bustards, Sand-grouse, Megapodes, Pheasants, Spur-fowl
and Suow cocks. Vol. II (Ref. bloss nach den Besprech.
Ibis 1880, 242 und Orn. Centralbl. 1880, 40 bekannt) Ad-
denda et Corrigenda Edit. by A. 0. Hume (Reprint from
the Asian) Stray Feath VIII, 489 (N. 1) von verschiedenen
Autoren.
G. Vidal, The Influence of Rainfall on the Distri-
bution of Migratory Waders- and Water-Birds Stray Feath
VIII, 170.
A. Hume, The Starliugs of India ib. 174.
W. E. Brooks, Description of another new Reguloi-
des ib. 389 (R. Mandellii, Vergl. mit anderen Arten).
C. T. Bingham, On the nidification of some Horn-
biUs ib. 459.
G. F. L. Mars hall, On a new Pheasant from the
North-West-Himalayas (Pucrasia Biddulphi). Ibis 461.
J. Scully, A Contributiou to the Ornithology of Nepal
Stray Feath. VIH, 204.
E. A. Butler, Further Additions to the Sindh Avi-
fauna ib. 386 (mit Note von A. Hume).
J. A. Gammie, Occasional Notes from Sikkim N. IL
(N. I S. F. V. 380) ib. 450 Lebensw., Eier, Nester.
W. E. Brooks, Ornithological Observation» in Sikhim,
the Punjab and Sind ib. 464 (mit Noten von A. Hume).
S. B. Do ig, Birds Nesting on the „Eastern Narra"
ib. 369.
E.W. Gates, Notes on the Nidification of some Bur-
mese Birds ib. 164.
A.Hume, Further Notes on the Birds of Tenasserim
ib. 168.
C. T. Bingham, Notes on some Tenasserim Birds
ib. 190.
A. Hume, A first Tentative List of the Birds of thp
western half of the Malay Peninsula ib. 37, 152 (second
Note).
W. V. L e g g e , A Ilistory of the Birds of Ceylon
der Vögel wäbreud des Jahres 1879. 33
Part. II (Sept. 1879) (Passeres, Colimibae). Besprochen von
A. Hume, Stray Featb. VIII, 404.
W. V. Legj2;e, On tlie llaces or Subspecies of Indian
Birds iubabitiug Ceylou Ann. nat. bist.* 5 ser. III 1G8
(Acridotberes mclanosternus, Pyctorbis nasalis).
H. J. Vetb, Ovezicbt von betgeen, in bet bij zondcr
door Nederland gedaun, sovor de Kennis der Fauna von
Nederlandscb Indie Acadcmiscbc Proefscbrift. Leiden
1879. 8.
V. Rosenberg, Der malayiscbe Archipel. II. Abth.
(vgl. Australien). III. Abth. (Schluss). N. Guinea, Java
1879 (aus Java nichts Ornithologisches).
V. Rosenberg, Die Erddrosseln (Pitta) von Insulinde.
Zool. Gart. 15.
F. Nicholson, Ona Collection of Birds made by
the late Mr. E. C. Buxton in Western Java. Ibis 164.
T. Salvador i, Catalogo di una Collezione di uccelli
fatta nelle parte occidentale di Sumatra dal Prof. A. Bec-
cari Annal. Mus. Genova XIV, 169.
R. B. Sharp e, Contributions to the Ornithology of
Borneo Part. IV. On the Birds of the Province of Lum-
bidan, North-western Borneo Ibis 233, t. 7. 8 (auch Eier).
R. B. Sharpe, On Collections of Birds from Kina
Balu Mountain in North-western Borneo Proc. Z. S. 245
t. 23.
R. B. Sharpe, A List of the Birds of Labuan Island
and its Dependencies. Proc. Z. S. 317, t. 30.
R. G. WardlawRamsay, Description of a new Oriole
from Borneo Proc. Z. S. 709 (0. consobrinus).
Pelzeln, lieber eine von Herrn Dr. Breitenstein
gemachte Sammlung von Säugethieren und Vögeln aus
Borneo. Verb, zool.-bot. Ges. Wien XXIX, 527.
Contributions to the Ornithology of the Pbilippines
N. XII. On the Collection made by Mr. A. H. Everett
in the Island of Basilan By A Marquis of Tweeddale
Proc. Z. S. 68.
Arch. f. NatTirgesch, XXXXVI. Jahrg. 2. Bd.
34 Pelzeln: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
Africa.
Major Serpa Pinto, Traverse de FAfrique Rev.
scientif. 2 ser. IX 26.7. 1879.
G. E. Shelley, Descriptions of two new Species of
African Birds Proc. Z. S. 679 t. 50 (Chrysococcyx flavi-
gularis, Pogonorhynchiis affinis).
H. B. Tristram, lieber Syrnium (Asio) Butleri vom
Sinai und über Capi'imulgus tamaricis Stray Feath. VIII,
417.
Ueber Verneen's Mission nach den Canaren. Rev.
scientif. France et Etr. 52. 28. Juin 1879. 1232.
L. Serra, Ornithologia Canaria in Revista de Cana-
rias 1879 Mai.
Dr. G. Nachtigal, Sahara und Sudan, Ergebnisse
sechsjähriger Reisen in Africa. Erster Theil mit 49 Holz-
schnitten und 2 Karten. Berlin 1879.
Travels and Researches among the Lakes and Moun-
tains of Eastern and Central -Africa from the Journals of
the Late J. Fred. Etton edit. and complt. by R. Cotterill
Map. and illustr. London 1879.
F. G. Penrose, Notes on a Collect! on of Birds Skins
and Eggs made by Mr. D. Gill on Ascension Island Ibis
272 mit Literatur und einer Karte.
P.Güssfeldt, J. Falken stein, E.Pechuel Loesche,
Die Loango-Expedition, ausgesendet von der deutschen Ge-
sellschaft zur Erforschung Aequatorial-Africas 1873—1876
mit Illustr. von A. Göring, M. Lämmel u. G. Mützel
1. u. 2. Abth. Leipzig 1879.
Von Loanda nach Kimbonda, Ergebnisse der For-
schungsreise im aequatorialen West-Africa 1875 — 1876
von A. E. Lux, k. k. Artillerie-Oberlieutenant. Wien 1880.
Oustalet, Catalogue methodique des oiseaux recu-
eillis par M. Marche dans son voyage sur L'Ogooue avec
description d'especes nouvelles. Nouv. Arch. Mus. Hist.
nat. 2 ser. II 1879, 53 (auch Vögel von Gabon aus anderen
Quellen aufgeführt; über Fauna von Gabon).
Oustalet, Note sur une petite collection d'oiseaux
provenant des iles Loss (Afrique occident.) ib. 149.
r
der Vögel während des Jahres 1879. 35
Barboza du Bocagc, Subsidios para a Fauna das
poss. port. d'AlVica occidental Jörn. Sc, Math., Pliys., Nat.
Lisboa XXVI, 1879. Ins. Tliüm6 Sammlung von S. de
Borja, Angola-Sammlung von Srs. CapclU und Jocus.
Barboza du Bocage, Aves poss. port. Africa occiden-
tal Dccimottava Lista ib. XXVI, 1879, Samml. v. S. Au-
ch ieta von Novo Rcdondo.
Dr. Reiche now, Ueber eine Vogelsammlung aus Ma-
lange in Angola, eingesandt von dem Reisenden Otto
Schutt. Mitth. d. Afrik. Ges. in Deutschland. Bd. I.
Dr. Reichenow, Ueber eine Sammlung des Africa-
reisenden Schutt (W.-Africa). Journ. f. Orn. 334.
Th. Ayres, Additional Notes on the Ornithology of
Transvaal. Communicated by J. II. Gurney (Cont. from Ibis
1878, 411) Ibis 1879, 285 et 389.
Dr. A. Reichenow. Neue Vögel aus Ost- Africa (von
Dr. G. A. Fischer). Orn. Centralbl. 107, 114, 155.
Dr. G. A. Fischer und Dr. A. Reichenow, Ueber-
sieht der von Dr. G. A. Fischer auf einer zweiten Reise
durch das ostafricanische Küstenland von Mombassa bis
Wito und am Tana-Fluss gesammelten Vögel. Journ. für
Orn. 337.
Dr. G. A. Fischer, Briefliche Reiseberichte aus Ost-
Africa IV. Journ. f. Orn. 275, auch Lebensw., Eier, Nester.
Dr. Reichenow, Ueber Dr. Fischers Sammlungen.
Orn. Centralbl. 138.
Dr. Reichenow, Ueber Dr. G. A.Fischers Reisen
und Leistungen in Ostafrica. Journ. f. Orn. 438.
Nachricht von Dr. G. A. Fischer in Ostafrica. Orn.
Centralbl. 39.
Dr. A. Günther, On the Occurrence of a Land Rail
in Aldabra. Ann. nat. bist. 5 ser. III, 1879, 164 (Rallus
gularis var. aldabrana).
A. Grand idier, Hist. pliys., nat. et polit. de Mada-
gascar Hist. nat. des Oiseaux par M. M. A. Mi Ine
Edwards et A. Grandidier Vol. XIV. T. IIL Atlas IL
1 part. Vol. XII. T. I. Texte 1 partie (Psittacidae, Falco-
nidae, Strigidae, Cuculidae).
36 Pelzeln: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
E. Bartlett, Second List ofMamuals and Birds col-
lected by Mr. Tb. Waters in Madagascar. Proc. Z. S. 767
t. 63.
L. Stejneger, Beiträge zur Ornitbologie Madagas-
cars. Nyt. Magazin for Naturvidenskaberne Cbristiania
1879.
L. Stejneger, Tylas stropbiatus. Eine neue Vogel-
art aus Madagascar. Orn. Centralbl. 182. Zusatz von Dr.
Hartlaub ib.
H. Scblegel, On a new Species of Cuekoo from
Madagascar Notes from tbe Leyden Museum XXIV (Marcb.
1879) 99 (Cuculus Audeberti).
J. Hildebrandt's Reise nach Madagascar. Orn. Cen-
tralbl. 40. 163.
G, E. S h e 1 1 e y , On a Collection of Birds from the
Comoro Islands Proc. Z. S. 673.
An Account of the Petrological , Botanical and Zoo-
logical Collections, made in Kerguelensland and Rodriguez
during the Transit of Venus expedition in Philos. Transact.
London Vol. 168, Extra-Vol. 1879, 95 et 420.
R. B. Sharpe, Birds of Kerguelens Land with 3 pl. ib.
101.
R. B. Sharpe, Birds of Rodriguez ib. 459.
H. Saunders, Eggs (collected in Kerguelens Land)
ib. 163 (of 17 sp.).
A.Günther and Edw. Newton, The exstinct Birds
of Rodriguez with 3 pl. ib. 423, t. 41—43.
Ed. Newton and J. W. Clark, On the Osteology
of the Solitaire (Pezophaps solitaria Gml.) ib. t. 44—50.
Compte rendu des recherches sur la faune de l'Isle
de Kerguelen faites par les membres de l'expedition astro-
nomique anglaise et par divers naturalistes chargös de
l'etude des collections zoologiques rapportöes par ces ex-
plorateurs Annal. des sc. nat. 6 ser. VIIL N. 5 et 6. Ar-
ticle 14. Ornith. (Sharpe) 7. Oologie (Howard Saunders) 20.
Dr. Th. Studer, Die Fauna von Kerguelensland. Arch.
f. Naturgesch. 45. Jahrg. 1879. Hft. 1, 104 mit Literatur.
Aufzählung der Arten, Bemerkungen über Lebensw. u. Ver-
breitung, besonders der Seevögel, Diomedea u. s. w.
der Vö^el wäliieiul des Jahres 1879. 37
Dr. Hüskcr, Beobachtungen über 8turmvi>^el und
über die Ornis von Ker^uelens Land. Ornith. Ccntralbl.
160, 1C)7, 177, 181 (Auszu^^swcise aus d. Zeitschr. d. Gc-
scllsch. f. Erdkunde in Berlin 187G) auch Eier, Nisten.
H. N. Moseley, Ueber die Viigel von Ileard Island
(bei Ker^uelens Land). Notes by a Naturalist ou the Chal-
lenj;er 220.
America.
Bulletin of the Nuttall Ornithological Club Vol. IV.
in 4 Parts. General Notes 58, 116, 178, 232.
Dr. Elliot Coues, Sketch of North American Orni-
thology in 1879 Americ. Naturalist XIV (1880) 20.
Dr. Elliott Coues, Second Instalment of American
Ornithological Bibliography Bullet, ün. St. Geol. and Geogr.
Survey Territories V, 239 (Faunal Publications über Orni-
thologie Americas ausserhalb N. America. Von höchster
Wichtigkeit.
Private letters of Wilson , Ord and Bouaparte Edi-
ted by Dr. Elliott Coues The Penn Monthly X 433—455.
Mary Dartt, On the Plains and among the Peaks;
orHowMrs. Maxwell made her Natural History Collection
Philadelphia 1878. 8. Bespr. Bull. Nutt. Orn. Club IV 113.
H. W. Fe i 1 d e n , Berichtigung zur biographischen
Notiz über Mr. Edw. Adams (Ibis 1878, 421) ib. 1879, 104.
Prof. Forbes, On economical ornithology in Trans.
Illinois Horticultural Society f. 1878 (publish. 1879).
A. Hullock, Sportsmans Gazetteer and General Guide
5.
edit.
J. M. Long, American Wildfowl Shooting N. York
1879 new edit. 8.
IngersoU, Nests and Eggs of American Birds. lUustr.
Salem, Mass. P. I, II, III. August und Oktober 1879.
t. 1—6.
Misses Genevieve E. Jones and Eliza J. Shulze
Illustration s of the Nests and Eggs of the Birds of Ohio
Circleville, Ohio 1879 fol. Part. I et IL 1879.
38 Pelz ein: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
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T. M. Brewer, Notes on the Nests and Eggs of the
eight North American Species of Empidonaces. Proc. U.
St. Nat. Mus. 1879.
J. H. Gurney, Notes opon three American Raptoriol
Birds apparently new to Science Ibis 171, t. 3 (Micrastur
amaurus, Morphnus taeniatus, Buteo poecilochrous).
H. Nehrling, Nordamericanische Vögel im Freileben
geschildert. Gefied. Welt 3, 23, 36, 43, 56, 96, 119, 130,
186, 243, 285, 319, 339, 348, 380, 408, 431, 452, 480, 513.
Dr. Elliott Co lies, On the present Status of Passer
domesticus in America, with Special Reference to the
Western States and Territories Bullet. Un. St. Geol. and
Geogr. Survey Territories, V 175 (mit Literatur über die
Sperlingsfrage).
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our Native Song Birds Americ. Naturalist. XIII, 1879, N.
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Melanism in North American Birds Bull. Nutt. Orn. Club
IV, 27 (vgl. I, 20).
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various Species of N. American Birds V. ib. IV, 39 (vgl.
Vol. III. 15, 56, 115 et 175).
H.W. Feilden, The Natural History of Prince Albert
Land in the Zoologist Jan. 1 — 9 (late surgeon R. Ander-
son of H. M. S. Enterprise) Mammalia and Aves.
H. W. Feilden, Notes from an arctic Journal Zool.
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E. Bessels, Die amerikanische Nordpol-Expedition.
Mit zahlr. lUustr. in Holzschn., Diagrammen und einer
Karte. Leipzig 1879. 8 (Vögel von Grönland, vgl. Ornith.
Centralbl. 131).
J.Reinhardt, En for Grönland ny Fugl Vid. Medd.
Naturhist. For. i Kjöbnhavn 1879 — 1880 (Oedemia fusca).
Th. M. Brewer, lieber die in Grönland von M. L.
Kumlien gesammelten Eier von Tringa subarquata und
der V(»gel während dos Jahres 1879. 30
über Dr. Mcrrill's neues Saiiiiiiclt,^cl)ict. Ibis 376 (vgl. iiuch
IL AV. Fei hie 11, Ibis 486.)
Scientific Kesults of the Ilowgiito Polar Expedition
1877-78 in Bull. Un. St. Nat. Mus. Washington 1879
Auszug Nature 1880, 1178.
L. Kumlieu, Contributions to the Natural llistory
of the Aretic America made in Conncct. witb the Ilowgate
Polar Expedition 1877—78. Bull. Un. St. Nat. Mus. N. 15
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E. A. Mearns, Notes on some of the less hardy
winter residents in the Uudson River Valley Bull. Nutt.
Orn. Club IV, 33.
E. Mearns, A list of the Birds in the Hudson High-
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(1879) 166, XI 1879 43.
C. Hart Merriara, Remarks on Some of the Birds ot
Lewis County^ Northern N. York Bull. Nutt. Orn. Club IV
1 (Forts. V. III 128) Lebensw. '
A Revised List of Birds of Central New York. Based
on the observations of Frank R. Rathbuu, H. Gilbert
Fowler, Frank S. Wright, Samuel F. Rathbun in the
Counties of Cayuga, Onondaga, Seueca, Woyne and Yates
CoUected and prepared for Publication by Frank R. Rath-
bun Auburn. N. Y. April 1879. Bespr. Bull. Nutt. Orn.
Club IV, 172.
G. H. Coues, List of Birds observed in the Naval
Hospital Grouuds, in Brooklyn City Bullet. Nutt. Orn. Club
IV, 31.
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observed in New England with the Names of five Species
not. included in bis previous lists of New England Birds
Proc. Boston Sog. N. H. XX 263 contin. et 273 (conclus.).
T. M. Brewer, A word in Defense Bull. Nutt. Orn.
Club IV, 191.
W. Brewster, The Terns of the New England Coast.
ib. 13, Lebensw., Eier, Nester.
W. E. D. Scott, Late Fall and Winter Notes on some
Birds observed in the Vicinity of Princcton N. J. ib. 81.
40 Pelzeln: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
W. E. D. Scott, Notes on Birds observed at Long
Beach, New Jersey Bull. Nutt. Orn. Club IV, 223.
C. Hart Merriam, A Review of tbe Birds of Con-
necticut. With remarks on their habits Trans. Connect.
Acad. IV, 1, 1879.
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Michigan Bull. Un. St. Geol. and Geogr. Survey Territ.
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N. Cliiford Brown, Notes on a few Birds occurring
in the vicinity of Portland Me. Bull. Nutt. Orn. Club IV
106.
Th. Roosevelts, Notes on some of the Birds of
Oyster Bay, Long Island March. 1879. Bespr. ib. 171.
Frank W. Langdon, A Revised List of Cincinnati
Birds Journ. Cincinnati Soc. Nat. Hist. I, N. 4, Jan. 1879,
167—193. Bespr. Bull. Nutt. Orn. Club IV, 112.
N. Clifford Brown, A List of Birds observed at
Coosada, Central-Alabama Bullet. Nutt. Orn. Club IV, 7
(Schluss von III, 174) auch Lebensw.
Dr. Elliott Coues and D. C. Yurrow, Notes on the
Natural History of Fort Macon N. C. and vicinity Proc. Acad.
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Leverett M. Loomis, A Partial List of the Birds of
ehester County S. Carolina Bull. Nutt. Orn. Club IV, 209,
auch Nest, Eier.
Maynard, Birds of Florida VII, VIII (1878) IX bis
incl. XI (1879) vgl. Bull. Nutt. Orn. Club IV, 114.
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(18. Jan.) 81.
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Sisseton , Dakota Territory in Bullet, ün. St. Geol. Surv.
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der Vögel währcuu doa Jahres 1879. 41
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Birds of the Gcucral Region of tlie Big Iforn River and
Mountains of Montana Territory N. York 1879.
S. K. Lum, Notes on the Thrushes of Washington
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Anuotations and Additions by the Collector. Bullet. Nutt.
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L. Beldiug, A Partial List of the Birds of Central-
California Edited by R. Ridgway Proc. Un. St. Nat. Mus.
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tions made in Portions of California, Nevada and Oregon
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Hundredth Meridian 1879, 282—335.
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of the Birds of Nebraska First Ann. Rep. U. St. Entomol.
Com. for the Year 1877 App. II, 13—62, 1878. Bespr. Bull.
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W. E. D. Scott, Notes on Birds observed at Twin
Lakes, Lake County, Colorado Bullet. Nutt. Orn. Club TV,
90, auch Nester, Eier.
R. Ridgway, On a new Species of Peucaea from
Southern Illinois and Central Texas (P. illinoensis) ib. 218.
G. B. Seunett, Further Notes on the Ornithology of
the Lower Rio Grande of Texas, from Observations made
during the Spring of 1878 Edited with Annotations by Dr.
Elliott Coues Bullet. Un. St. Geol. and Geogr. Surv. Territ.
V, 371 Lebensw., Eier, Nester.
G. B. Seunett, Later Notes on Texas Birds. Contin.
II in Science News I, N. 7, 106, III ib. N. 8, 120, IV ib.
N. 9, 132, V ib. N. 10, 151.
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1879, 516.
W. Brewster, On the Habits and Nesting of certain
rare Birds in Texas Bull. Nutt. Orn. Club IV. 75.
42 Pelzeln: Bericht üb. die Leistungen iu der Naturgeschichte
P. L. Sclater, A Moiiograpli of the Jacamars and
Puff-Birds. London 4. Part. I (Octob. 1879).
F. du Cane Godman and 0. Salvin, Biologia Cen-
trali-Americana or Contributions to the Knowledge of the
Fauna and Flora of Mexico and Central America 4. Zoo-
logy Part. I (Sept. 1879), II (November.)
Graf Berlepsch, Eine neue Gattung und neue Arten
aus Südamerica. Orn. Centralbl. 63.
Graf Berlepsch, lieber ein neues Genus und neue
Arten aus Süd-America. Journ. f. Orn. 206 (Genus Calli-
traupis , Species d. Gattungen Basileuterus, Pachyramphus,
Panychlora).
A. Boucar d, Description of two supposed new Species
of South-American Birds Proc.Z. S. 178 t. 17.
P. L. Sclater and 0. Salvin, Descriptions of some
new Tanagers of the Genus Buarremon. Ibis 425 t. 10.
F. A. Ober, Camps in the Caribbees and Naturalists
Adventures and Discoveries in the West India Islands
Boston 1879. 8.
F.Ober, A Naturalist in Granada Entr. from a letter
in Science News N. 10, 147.
P. L. Sclater, lieber eine von Mr. Sturge eingesen-
dete Sammlung von Vögeln von der Insel Montserrat, W.
Indien. Proc. Z. S. 764.
Prof. A. Newton, Exhibition of and remarks upon
some bird-skins obtained by M. E. Newton in Jamaica.
Proc. Z. S. 552.
Dr. J. G und lach, Contribucion a la Ornitologia Cu-
bana Habana 1879 gr. 8, Bespr. Ibis 483.
A. Goering, Ornithologische Erinnerungen aus Vene-
zuela. Monatsschr. des deutsch. Ver. z. Schutz d. Vogelw.
148.
P.L. Sclater and 0. Salvin, On the Birds collected
by the late Mr. T. K. Salmon in the State of Antioquia,
United States of Columbia Proc. Z. S. 486 t. 41—43 (auch
Eier, Nester). Karte in Holzschnitt, ornithologische Literatur
Columbiens, Betrachtungen über die Fauna.
0. Salvin and F. du Cane Godman, Ou a collection
der Vögel wiibroml iKm .lulii-es 1879. 43
of Birds from thc Sierra Nevada of Santa Marta, Coliiin-
bia (gesammelt von Mr. F. Simons) Ibis 196.
Petersen, Die ornitbologischen Verliiiltnisse Coluni-
biens. Zeitschr. Orn. Ver. Stettin 1878. 52.
Pelzein, lieber eine fünfte Senduni^ vonV(3geln aus
Ecuador. Verb, zool-bot. Gesellscb. Wien XXIX, 525.
L. Taczanowski, Liste des Oiseaux recueillis au
Nord du Perou par M. M. Stolzman et Jelski en 1878
Proc. Z. S. 220, t. 21 et 22 (aucb Nester, Eier).
L. Taczanowski, Description d'un nouveau Synallaxe
pcruvien ib. G70 (S. fruticicola).
L. Taczanowski, Description d'un nouveau Tyran-
nide pcruvien ib. (Myiarcbus cepbalotes).
P. L. Sclater and 0. Salvin, On tbe Birds coUec-
ted in Bolivia by Mr. C. Buckley. Proc. Z. S. 588.
Mit Literatur über die Ornis Boliviens. Ist eine complete
Aufzäblung der aus diesem Lande bekannten Vögel.
R. A. Philippi, Ueber einige neue cbilenische Tbicre.
Arch. f. Naturg. 1879, Hft. 2, 158 (neue Art: Taenioptera
australis; Eier von Phoenicopterus andinus).
Dr. Th. Wolf, Ein Besucb der Galapagos- Inseln.
Sammlung von Vortr. f. d. deutsche Volk. Bd. I. Heidel-
berg 1879.
J. W. Boddam Witbam, Roraima and British Guyana
London 1879.
J. Crevaux, Observations fournies par un voyage
dans TAmerique aequatoriale Compt. rend. LXXXIX 1023
Geographish; Flüsse Oyapock, Jari, Paru, der Reisende
stieg den Rio I^a bis an den Fuss der Anden hinauf. In
26 Stunden Marsch auf der Erde erreichte er den Yapura.
Karl Müller, Briefe aus Brasilien. Zool. Gart. 26
(Taubate).
J. Woytcke, Meine Reise nach Brasilien und mein
Aufenthalt in der Colonie Blumenau, Provinz Santa Catha-
rina. Verh. Ver. naturwiss. Unterh. Hamburg 1877, IV-
1879, 137.
E. Gibson, Ornithological Notes from the Neighbour-
hood of Cape San Antonio, Buenos Ayres Ibis 405, Lebensw.,
Nester, Eier.
44 Pelzeln; Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
P. L. Sclater, Exhibition of and remarks upon a
collectiou of birds forwarded to him by Dr. A. Döring
Cordova, Argentina). Proc. Z. S. 460.
E. Oustalet, Sur une collection des oiseaux de la
Patagonie et du Chili in Revue Bordelaise 1879, N. 26.
J. Beerbohm, Wanderings in Patagonia, or Life
amongst the Ostrich Hunters. London 1879. 8.
R. W. Coppinger, The ,, Alert" in the straits of
Magellan Zoologist June. 1879, 268.
lieber Vögel aus Feuerland von der „Magicienne'^
(Contre-Admiral Serre, Dr. Savatier) Le Naturaliste
1, 119.
H. N. Moseley, Vögel im südlichen Eise. Notes by
a Naturalist on the Challenger 253.
Australien.
T. Salvador i, Prodromus Ornithologiae Papuasiae
et Moluccarum VII Passeres. Hirundinidae — Muscicapidae ;
Annali Mus. Genova XIV, 490.
T. Salv^adori, Prodromus Ornithologiae Papuasiae
et Moluccarum VIII Campophagidae — Artamidae — Di-
cruridae - Laniidae ib. XV (Nov. 1879) 30.
In Kurzem vs^ird erscheinen: Salvador!, Ornitho-
logia della Papuasia e delle Molucche. P. I. lieber dieses
Werk Ibis 490. Prefazione Atti Accad. Torino XIV, 1879.
Dr. Finsch's Expedition nach der Südsee (Academy
2. Nov. 1878). Ibis 114.
Nachricht von Dr. Finsch's Reise. Ibis 490 und Ge-
fied. Welt 437.
H. Jouan, Notes sur la distribution geographique des
oiseaux dans quelques archipels de TOceanie Mem. Sc.
Nat. Cherbourg XXI, 293 ; Rev. scientif. France et Etrang
31. Mai 1879, N. 48, 1139. Auszug: Le Naturaliste 1879,
115.
A. Nehrkorn, Mittheilungen über Nester und Eier
des Museums Godeffroy zu Hamburg. Journ. f. Orn. 393.
Sehr wichtiger Beitrag zur Fortpflanzungsgeschichte der
Südsee-Vögel. ■,
der Vögel während des Jahres 1879. 45
W. A. Forbes, A Synopsis of tlic Mclipliaj;inc (Joniis
Myzomcla with Deserii)ti()iis of two ucvv Spccies. Troc. Z.
S. 25G, t. 24 et 25.
H. V. Rosenber^^, Die Erddrossehi (Pitta) von Insii-
lindc. Zool. Gart. 55.
T. Salvador!, A fcw Rcmarks on Mr. Elliott's i)aper:
On the Fruit-Pi^eons of the Genus Ptilapus. Proc. Z. S.
Gl (mir über Molukkische und Papuanische Arten).
T. Salvador!, lieber Verbreitung- der Arten d. Sub-
genus Globicera. Ibis 364.
T. Salvador!, Intorno alla Porzana moluccana Wall,
ed alla Gallinula ruficrissa Gould Atti Acc. Torino XIV,
1879.
E. L. Layard, Ueber pacifische Lariden. Ibis 364.
V. Rosenberg, Der Malayische Arcbipel, Land und
Leute, in Schilderungen gesammelt während eines dreissig-
jährigen Aufenthaltes in den Kolonien, mit zahlr. Illustr.
und einem Vorwort von Prof. P. J. Veth in Leiden. IL
Abtheilung. Selebes und d. Molukkische Archipel. Leipzig,
Amsterdam und London 1879. 8. Enth. Säugethiere und
Vögel von Selebes, Seram, der Aru und Stidoster Inseln,
von Misool, Salwatti, Batanta und Waigeu, Ternate, Neu-
Guinea, III. Abth. (Schluss), Neu-Guinea (Fauna), Java
(nichts Zoologisches).
Dr. A.B.Meyer, Field notes on the Birds ofCelebes
Part. I. (Psittaci, Rapaces and Picariae). Ibis 43. Part. II
ib. 125 auch Lebensw., Nester, Eier. Appendix: A Jist of
the Birds coUected by myself in the Togian Islands in
Aug. 1871.
♦ Dr. Platen, Reiseskizzen aus Stid-Celebes. Gefied.
Welt 358, 378.
R. B. Sharpe, Contribution to the Avifauna of the
Sooloo Islands. Proc. Z. S. 311.
T. Salvador!, On a new Hawk of the Genus Uro-
spizias Kaup from Bouru (U. pallidiceps). Ibis 473.
Dr. A. B. Meyer, Exploration of Timor (Reise des
Residenten Riedel durch Central - Timor). Nature 1879,
108.
46 Pelz ein: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
T. Salvador!, Catalogo degli uccelli delle isole Kei.
Annal. Mus. Genova XIV, 1879, 628-670.
Vou Gould's Birds of New Guinea erschienen 1879
Part IX und X.
P. IX, Craspedophora magnifica, Paradisea apoda,
Amblyornis inornata, Cyclopsitta diopbtlialma, C. aruensis,
Pitta concinna, Ptilopus speciosus, Pt. bellus, Pt. Rivolii^
Arses insularis, Pachycepliala Schlegeli, Dicaeum geelvin
kianum.
P. X. Aprosmictus callopterus, Cyclopsitta cervicalis,
Paradisea papuana, Scenopolius dentirostris, Clilamydodera
occipitalis, Pitta Forsten!, Myzomela Rosenbergi, Arses
telescophtbalmus , A. batantae, A. aruensis, Heteromyias
cinereifrons, Poecilodryas placens.
G. Rolleston, New points in the Zoology of New
Guinea in Eep. Brit. Assoc. 1877.
T. Salvador!, Remarks on tbe Second Part of Mr.
Ramsay's Contributions to the Zoology of New Guinea.
Ibis 317.
R. B. Sharpe, lieber denselben Aufsatz. Ibis 367.
R. B. Sharpe, Contributions to the Ornithology of
New Guinea. Part V. On recent collections from the
Neighbourhood of Port Moresby S. E. New Guinea in
Journ.Linn.Soc. London Zool. XIV (1879) 626 Mr.Broad-
bent's Sammlung; Part VI. On collections made by W. G.
Law es in S. east. N. Guinea ib. 685.
R. B. Sharpe, Descriptions of two new Species of
Birds from South Eastern N. Guinea (Broadbent) Poeci-
lodryas flavicincta, Aprosmictus Broadbenti). Ann. nat.
bist. 5 ser. III, 313.
A. C. Stone, A few Month in New Guinea. London
1880 (Liste d. Vögel von Mr. R. B. Sharpe).
D'Albertis e T. Salvador!, Catalogo degli uccelli
raccolti da L. M. D'Albertis durente' la seconda e terza
csplorazione del fiume Fly negli anni 1876 e 1877 Annali
Mus. di Genova XIV (10 Marzo 1879) 21—131.
d'Albertis, lieber neue und seltene Vögel von seiner
Expedition auf dem Fly River. Proc. Z. S. 218.
der Vögel während des Jahres 1S79. 47
E. P. Ramsay, Contributious to tlic Zoology of New
Guiuea Part IV et V. — Kemarks on recent CoUcctions
made by Mr. Andrew Gold ie on the Soutb-east portion of
New Guinea and tbe Louisiades Proc. Linn. Soc. N. S.
Wales IV, 85 mit Tabelle über gcogr. Verbreitung.
Dr. 0. Finscb, On a Collection of l)irds made by
Mr. Ilübner on Duke of York Island and New Britain.
Proc. Z. S. 9.
P. L. Sclater, On a Fourtb Collection of Birds made
by Mr. G. Brown on Duke of York's Island and in its
vicinity Proc. Z. S. 446, t. 36, 37.
J. D. E. S c h m e 1 1 z , Ueber die Thierwelt der Neu-
Hebriden. Verh. Ver. naturwiss. Unterb. Hamburg 1877, IV,
1879, 71, Literatur und Verzeicbniss der Vögel.
E. P. Ramsay, Notes on a small collection of Birds
from the New Hebrides witb a description of a new
species of Merula Proc. Linn. Soc. N. S. Wales III, P. 4.
336.
H. B. Tristram, On a Collection of Birds from the
Solomon Islands and New Hebrides. Ibis 437, t. 11, 12.
Sammlung von Lieut. Richards.
H. B. Tristram, Notes on Collections of Birds sent
from New Caledonia, from Lifu (one of the Loyalty Is-
lands) and from the New Hebrides by E. L. L a y a r d.
Ibis 180, t. 4— 6, enthält auch eine Uebcrsicht d. pacifischen
Drosseln, S. 181 note).
E. L. und L. C. L a y a r d , Ueber Vögel von Neu-
Caledonien. Ibis 107 u. 109.
E. L. Layard, Briefe aus Houmea. Ibis 454.
Oustalet, Ueber Vögel von N. Caledonien und den
Neuen Hebriden. Bull. Soc. Philomath. Paris 1879. July 12.
E.P. Ramsay, Notes on the Zoology of the Solomon
Islands Proceed. Linn. Soc. N. S. Wales IV, 65 (Samml.
von M. M. Cockerell and Brodie) vgl. auch Nature 1879,
XX, N. 501, 128, auch Liste d. Vogelarten und ihrer Ver-
theilung.
E. P. Ramsay, Notes on some recently described
Birds from the Solomon Islands with remarks on some
48 Pelz ein: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
AiTstraliaii birds mentioned in Mr. R. B. Sharpes Catal.
of Birds Vol. IV. Proc. Linu. Soc. N. S. Wales IV, P. III,
313.
0. Salvin, On some Birds transmitted from fhe Sa-
moan Islands by T. Powell. Proc. Z. S. 128.
Th. Kleinschmidt's Reisen auf den Viti-Inseln nach
seinen brieflichen Mittheilungen bearbeitet. Journ. d. Mus.
Godeffroy, Hft. XIV, 1879, 249, t. 11—16. Nur einge-
streute ornithologische Bemerkungen.
E. L. Layard, On a new Trush from the Loyalty
Islands Group. Ibis 471 (Turdus marensis).
P. L. S c 1 a t e r , On recent Additions to our Know-
ledge of the Avifauna of the Sandwich Islands. Ibis 89,
t. 2 mit Liste der der Hawaiischen Gruppe eigenthümlichen
Arten.
List of Birds of the Hawaiian Islands by Sanford B.
Dole, corrected (Haw. Almanac 1879). Ibis 1880, 240.
S. Long, Piovers in the Sandwich Islands. Nature
1879, 460.
A. R. Wallace, Australasia with Ethnological Ap-
pendix byA. H. Heane. Aus der Serie: Stanfords Com-
pendium of Geography and Travel. Bespr. Nature 521,
598, vgl. auch A. R. Wallace ib. 615.
Fred. Mac Coy, Natural History of Victoria. Prodro-
mus of the Zoology of Victoria or Figures and Descriptions
of the living Species of all Classes of the Victorian Indi-
genous Animals. Melbourne and London 1878, 1879, gr. 8.
Dec. I,II (1878), III, IV (1879) (noch nichts Ornithologisches).
W. L. Bull er, Additions to List of Species and No-
tices of Rare Occurrences since the Publication of „The
Birds of New Zealand'^ Transact. N. Zeal. Instit. XI, 1878,
361.
W. L. Buller, Further Contributions to the Ornitho-
logy of New Zealand ib. 366.
F. W. Hutton, On Harpa novae zealandiae (Gmel.)
Ibis 456.
T. H. Potts, Notes from New Zealand. Nature 1879
(XXI) 192.
Aus Neuseeland. Nach Briefen des Herrn Andreas
der Vögel während des Jahres 1879. 49
Reischek, Conscrvators am Canterbiiry Museum, mitge-
theilt von Dr. v. Ende res. Mitth. Oru. Ver. Wien 94
u. 103.
A. Hamilton, List of Birds fouml in Okarita District
(Neu-Seclaud). Transact. N. Zeal. Instit. XI, 390.
A. Hamilton, The District of Okarita, Wcstland ib.
356 mit Laste der Vögel.
F.W. Hutton, Notes on a Collection from theAuck-
land Islands and Campbell Island ib. 337, Sammlung von
E. Jounday.
F. W. Hut ton, On a new Species of Eail from Mac-
quarie Island (Rollus macquariensis). Ibis 454.
Accipitres.
* Allerlei oresammelte ornithologische Beobachtung-en IV (Hali-
aetus albicilla). Mitth. orn. Ver. Wien 51. Ein wahrhaft meister-
haftes Lebensbild des Seeadlers. Demselben Verfasser verdankt diese
Zeitschrift noch folgende vortreffliche Artikel über Raubvögel:
Eine kurze Notiz über den spanischen Gypaetus barbatus
ib. 59.
Der weissköpfige Geier, Vultur fulvus ib. 97.
Vultur cinereus ib. 105.
Steinadler (Aquila fulva) und Prinzenadler (A. Adalberti)
ib. 117.
Gypäetidae. * Eine kurze Notiz über den spanischen Gypaetus
barbatus. Mitth. orn. Ver. Wien 59.
Dr. A. Girtanner, Zur Pflege und Ernährung des Bartgeiers
in Gefangenschaft (aus der in Arbeit befindlichen Monographie des
europäischen Bartgeiers) ib. 112.
E. Hodek, I^äramergeier (Gypaetus barbatus) in Oesterreich-
Ungarn erlegt ib. 16 u. 30.
Vnltaridae. * Vultur cinereus ib. 105 (auch über Neophron
percnopterus).
"^ Der weissköpfige Geier (Vultur fulvus) ib. 97.
Text von Gyps fulvus Dresser Birds of Europe P. LXXV
— LXXVI.
Abbildung: Neophron percuopterus Dresser B. Eur. LXXIII
-LXXIV.
Falconidae. J. H. Gurney, Notes on a „Catalogue of the
Accipitres in tlie British Museum" by R. Bowdler Sharpe (1874).
Arch. f. Naturgesch. XXXXVI. Jahrg. 2. Bd. D
50 Pelz ein: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
(Forts, von Ibis 1878, 466.) Ibis ,1879, 71 et 330 (Milvinae), 464
(Perninae).
J. H. Gurney, Note upon three American Reptorial Birds
apparently new to Science. Ibis 171, t. 3.
The Hawks spiral flight Science News Vol. I, N. 11, 171.
L. Magaud d'Aubusson, La Fauconnerie au moyen age et
dans les temps modernes. Rech, histor., didact. et nat. Paris
1879. 8.
Dr. A. V. Roretz, Die Falkenbeize in Japan. Zool. Gart. 263.
L. Schmidt, Der Habichtskorb. Gefied. Welt 242.
J. H. Gurney, lieber ürubitinga anthracina von St. Vincent.
Ibis 221.
J. H. Ragsdale, The Caracara Eagle (Polyborus brasiliensis)
in Science News Vol. I N. 23. 368 (lieber das Wandern).
L. Liebe, lieber ßuteo vulgaris. Orn. Centralbl. 145.
W. E. Clark e, Notes on the Buzzard (Buteo vulgaris) in the
Naturalist (Yorkshire) Vol. V N. 49 Biologisch.
A. Wilhelmi, Mäusebussard als Hühnerglucke. Monatsschr.
d. deutsch. Ver. z. Schutz d. Vogelwelt 160.
Dr. Gestro, lieber Buteo ferox, erlegt bei Genua. Le Natura-
liste 15. Juni 1879, 42.
J. H. Gurney, Note on an unusually rufescent Example of
Archibuteo hemiptilopus Blyth. Ibis 178.
* Steinadler (Aquila fulva) und Prinzenadler (A. Adalberti)
Mitth. orn. Ver. Wien 117.
K. Petermann, Eine seltene Beute. Gefied. Welt 500 (ein
Steinadler).
E. Hodek, Ein Kaiseradler. Mitth. orn. Ver. Wien 115.
* Allerlei gesammelte ornithologische Beobachtungen IV (Hali-
aetus albicilla) ib. 51.
A. Grunack, Der Schlangenadler in der Mark (auch Nest u.
Ei). Zool. Gart. 124.
Pelz ein, lieber Morphnus taeniatus Gurney und M. guianen-
sis Dand. Journ. f. Orn. 261.
Text von Falco Feldeggi Dresser B. Eur. LXXIII— LXXIV.
J. H. Gurney, Notes on Falco atriceps and F. peregrinator
Stray Feath. VIII, 423.
F. W. Hutton, On Harpa novae zealandiae (Gmel.). Ibis 456
(auch Eier).
A. Reischek, lieber Hieracidea Novae Zelandiae u. ferox.
Mitth. orn. Ver. Wien 103.
St. G. Mivart, lieber einen Tinnunculus alaudarius mit über-
zähligen Zehen. Proc. Z. S. 311.
v. Riese nthal, Verkannte und Missachtete. 3. Der Thurmfalk
Monatsschr. deutsch. Ver. Schutz Vogelw. 182 mit Holzschnitt.
der Vorfiel währond dos Jahres 1879. 51
A.Hume, Microhierax latifrons in the Nicobars Stray Featb.
VUI, 497.
J. H. Gurney, Note on Baza sumatrcnsis and 13. ccylouensis
ib. 444.
C. Coester, Königsweib (Milviis regalis). Zool. Gart. 378.
Horsten.
W. E. Brooks, Note on tbe Milvus govinda of Sykes. Ibis
282.
W. E. Brooks, Ueber Milvus govinda Stray Featb. VIII, 467
(Note von A. Hume).
Z. Gerbe, Sur Tapparition accidentelle du Milvus govinda en
Provence Le Naturaliste N. 9. 67, N. 10, 74, vgl. Europa.
E. T. Bootb, Habits of the Kite as observed in Scotland
Zoologist Febr. 58.
Brüten von Elanus coeruleus in Indien. J. Davidson Stray
Featb. VIII, 415 (2 Briefe). — J. H. Yule ib. 416.
C. Sachse, Ein Beitrag zur Verschlagenheit des Hühner-
habichts. Orn. Centralbl. 91.
P. V. G redler, Ueber Kühnheit von Sperbern. Zool. Gart.
351.
L. Martin, Zur Naturgeschichte des Sperbers ib. 94.
R, B.Sharp e, Accipiter virgatus Stray Featb. VIII 440 (Note
von A. Hume).
J. H. Gurney, On Accipiter gularis and A. virgatus ib. 443.
T. Salvador i, On a newHawk of the Genus Urospizias Kaup
from Bouru Ibis 473.
Text von Circus cyaneus Dresser B. Eur. LXXIII — LXXIV.
Nene Arten: Buteo Menetriesi Bogdanovsr Vög. d. Kaukasus 45
Kaukasus. — B. poecüoclirous Gurney Ibis 176 Ecuador Mr. Buck-
ley. — Morphnus taeniatus Gurney ib. 173 Ecuador Mr. Buckley. —
Microhierax latifrons E. B. Sharpe Ibis 237 Borneo. — Acci'piter
Hawaii Dole Haw. Annual 1879 (Ibis 1880) Hawaii. — Micrastur
amaurus Gurney Ibis 171 — J73 Panama. — Urospizias pallidiceps
Salvadori (cruentus, torquatus etc. Auetor.) Ibis 474 Bouru.
Abbildungen; Spizaetus ceylonensis Legge Birds Ceylon t.
— Sp. Kelaarti ib. — Morphnus taeniatus Gurney Ibis t. 8. — Falco
sacer Dresser Birds Eur. LXXIII— LXXIV t. 2 pl. ; pull. Marchand
Rev. de Zool. 1878 t. 11. — F. communis Gm. Giglioli e Manzella
Iconogr. Avif. Ital. t. 1. — Hieracidea Holzschnitt des Kopfes Buller
Transact. N. Zeal. Inst. XI S. 367. — Microhierax latifrons Sharpe
Ibis t. 7. — Circus cyaneus Dresser B. Eur. LXXV— LXXVL —
Eier von Falco chrysaetus 4 fig., F. albicilla 3 f., F. palumbarius
3 f., F. nisus 2 fig., F. buteo 2 f., F. lagopus 1 f., F. milvus 2 f.,
F. ater 1 f., F. apivorus 1 f., F. cyaneus 1 fig. Palmen et Sundeman
Finska Fogelägg Ilft. 1.
52 Pelzein: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
Strigidae. P. L. Sclater, Remarks bn the Nomenclature of
the British Owls and on the Arrangement of the Order Striges Ibis
346 vgl. auch ib. 480.
V. Riesenthal, Verkannte und Missachtete. Monatsschr. dtsch.
Ver. z. Schutz Vogelw. 84 (Eulen).
A. HubQT, Eine rauthige Eule (Duf our Bull. Soc. med. Suisse).
Zool. Gart. 188.
Dr. Brehm, Relative Häufigkeit der Strix nisoria Meyer in
den Karpathen. Journ. f. Orn. 217.
W. H. Ballon, Dors the Snowy Owl breed in the United
States. Americ. Naturalist 524.
J. H. Gurney, On the Occurrence of Ninox borneensis in
Java and of a Jarge form of Scops lempiji in Sumatra Ibis 470.
V. Tschusi-Schmidhoffen, Einiges über das Gefangenleben
der Sperlingseule (Glaucidium passerinum^. Mitth. Ornith. Ver.
Wien 109.
W. A. Cooper, Notes on the breeding habits of the Cali-
fornia Pigmy Owl (Glaucidium californicum) with a description of
its eggs Bull. Nutt. Orn. Club IV 86.
H. Neweklowsky, Ueber das Vorkommen des Uhus (Bubo
maximus) im Lilienfelder Bezirke. Mitth. Orn. Ver, Wien 80.
M. Sintenis, Gefangene Uhus. Orn. Centralbl. 15.
Oustaletj Ueber Bubo sinensis P. Heude Bull. Soc. Philomath.
Paris 1879, Juli 12.
0. Salvin, Ueber Scops trichopsis Wagler Ibis 209, note.
Text von Syrnium aluco Dresser B. Eur LXXIII— LXXIV.
J. W. P. Orde und Bruce, Ueber ein Nest von Syrnium
aluco in einem Kaninchenbaue. Ibis 378.
Dr. 0. Finsch, Beschreibung des Jugendkleides von Syrnium
lapponicum (Retz.) Verh. zool. bot. Gesellsch. Wien XXIX, 147.
H. B. Tristram, Ueber Syrnium (Asio) Butleri Stray Feath.
VIII, 417 (vom Sinai).
J. Stengel, Zur Charakteristik der Waldohreule. Monatsschr.
d. Ver. Schutz Vogelw. 97.
Text von Strix flammea Dresser B. Eur. LXXV— LXXVL
Dr. G. Hartlaub, Ona new species of Barn-owl from the
Island of Viti-Levu. Proc. Z. S. 295.
H.Schlegel, On Strix tenebricosa Arfaki. Notes Leyden Mus.
XXV, 101.
R. B. Sharpe, A Note on Heliodilus Soumagnii Grandid.
Proc. Z. S. 175.
Neue Arten: Syrnium Hodgsoni J. Scully Stray Feath. VIII
230 Nepal (Note von A. Hume ib,) — Strix Oustaleti Hartl. Proc.
Z. S. 295 et Journ. f. Orn. 191 Viti-Levu.
der Vögel wäbrcnd des Jahres 1879. 53
Neue Var.: Strix tenchricosa ÄrfaJci Schlegel Notes Leydon
Mus. XXV, 101. Hattam, N. Guinea.
Abbildungen: Cariue murivora A. M. Edw. A. Günther aud
E. Newton Philos. Transact. London Vol. 1G8 extra Vol. t. 41 f. A.
— F. (Osteologio). — Syrnium uralense Dresser B. Eur. LXXIII —
LXXIV. — S. aluco ib. — S. lapponicum ib.
Passeres flssirostres.
Caprimulgidae. Prof. A.Newton Article „Gootsucker" Encycl.
Britann. X.
J. Stengel, Bemerkungen über die Nachtschwalbe und die
Erdschwalbe. Monatsschr d. Ver. Schutz Vogelw. 162 u. 189.
J. B. Tristram, lieber Caprimulgus tamaricis Stray Feath.
VIII, 417.
Neue Arten: Caprimulgus pulchellus Salvad. Annal. Mus.
Gcnova XIV, 195 W. Sumatra S. Beccari. — C. sp. Scully Stray
Feath. VIII, 236, Nepal.
Gypselidae. J. E. Harting, Late stay of Swifts Zoologist
423.
Cypselus apus nach Art der Brieftauben zu seinem Neste
zurückkehrend. Berliner Tagbl. 1878, Zool. Gart. 189.
Prof. AI tum, lieber ein am 18. October 1878 zu Mentona
erlegtes Exemplar von Cypselus melba. Journ. f. Orn. 217. Brehm
u. Cabanis hierüber ib.
A. Hume, Swifts of the Apus type (C, pallidus and pekinen-
sis) Stray Feath. VIII. 411.
Neue Arten: Cypselus Lowi R. B. Sharpe Proc. Z. S. 333.
Labuan. — C. stictolaemus Reichenow Orn. Centralbl. 114 u. Journ.
f. Orn. 344. Ostafrica Dr. Fischer. — C. Bahtoni E. Bartlett Proc.
Zool. Soc. 770 Madagascar Mr. Waters. — Chactura Novae
Guineae d'Albertis et Salvadori Annal. Mus. Genova XIV, 55. Fly
River.
Abbildungen: Holj'.schnitte des Schwanzes von Cypselus in
fumatus f. 1 und C. Lowi f. 2 Proc. Z. S. 333. — Cypselus affinis
Holzschnitt von Kopf, Fuss und Flügel, Legge B. Ceylon 591. —
Holzschnitt des Nestes von Dendrochelidon comata. Proc. Zool. Soc.
S. 334.
Hirujldinidae. T. Salvadori, Prodromus Ornithologiae Papu-
asiae et Moluccarum VII Annal. Mus. Genova XIV, 490 Hirun-
dinidae.
Ch. de Rioma, La raigration des Iliroudelles. Leur retour et
leur depart. Les Mondes T. 49, N. 6, 246.
Schwalbennest in einem Gepäckwagen. Wiener Presse 4. Juni
1879; Zool. Gart. 285.
64 Pelz ein: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
Salvadori, Ueber Hirundo nigricans Rosenb. Malay. Arch.
1878 — 1879 Kei 364. — Hylochelidon nigricans Salvadori Ann.
Mus. Genova XIV, 491 et 648 (ob n. sp.?)
W. L. Bull er, On a farther Occurrence of the Australian
Tree Swallow (Hylochelidon nigricans) in New Zealand Transact.
N. Zeal. lustit. XI, 360.
J. AI lins, On Swallowa (Cotile riparia?) feeding on Bugberries
Americ. Naturalist XIII, 706.
J. Stengel, Bemerkungen über die Nachtschwalbe und die
Erdschwalbe. Monatsschr. d. deutsch. Ver. z. Schutz Vogelw. 162
u. 189.
Abbildungen: Hirundo rustica Holzschnitt von Kopf, Fuss
und Flügel Legge B. Ceylon II, 591, Holzschnitt d. Flügels ib. 692.
Trogonidae. Habits of Trogon surucura (aus Mr. Bigg
Withers Werk: Pioneering in S. Brazil, vgl. vorigen Bericht). Ibis
113.
Bacconidae. P. L. Sclater, A Monograph of the Jacamars
and Puff-Birds or Families Galbulidae and Bucconidae Part I.
Alcedinidae. G. Vi dal, Halcyon chloris on the West Coast
(Hindostan) Stray Feath. VIII, 414.
Prof. Cabanis, lieber Alcedo ispida. Journ. f. Orn. 217.
Neue Art: Geyx Gentiana Tristram, Ibis 438 Salomon Ins.
Lieut. Richards.
Abbildung: Ceyx Gentiana Tristram Ibis t. 11.
Meropidae. Abbildung Meropogon Forsteni (Skelet) Dr.
A. B. Meyer Abbildung, von Vogel-Skeleten I, t. V.
Galbulidae. P. L. Sclater, A Monograph of the Jacamars
and Puff-Birds or Families Galbulidae and Bucconidae (Wird in 7
Theilen erscheinen). London 4. Part. I, 1879 October.
Neue Art: BracliygaTba Salmoni Sclater et Salv. Proc. Z. S.
535 Antioquia, Columbia Mr. Salmon.
Abbildungen: Urogalba paradisea Sclater Monogr. Galbu-
lidae t. 1. f. 1. — U. amazonum ib. t. 1, f. 2. — Galbula viridis
ib. t. 2. — G. rufo-viridis ib. t. 3. — G. ruficauda ib. t. 4. — G.
melacogenia ib. t. 5. — G. tombacea ib. t. 6. — G. albirostris ib.
t. 7. — G. cyanicollis ib. t. 8.
Passeres tenuirostres.
Upupidad. J. E. Harting, Early mention of the Hoopoe as
a British Bird Zoologist 379.
V. Rosenberg, Ueber Epimachus albus Malay.Archip.il.
N. Guinea.
der Vögel während des Jahres 1879. • 55
Neuer Speciesname: Epimaclms resplendescens v. Rosen-
berg, Malay. Arch. II, 552 (Für E. albus).
Neue Var. : Upupa africana major Reichenow Allg. deutsche
Orn. Ges. 7. April 1879 und Orn. Centralbl. 72 Angola IL Schutt.
Abbildungen: Craspedophora magnifica Gould B. N. Guinea
P. IX. — Falculia palliata A. M. Edw. et Grandid. Ois. Madag.
t. 117, t. 118 Skelet, t. 119 et 120 anatom. Details.
Promeropidae. G. E. Shelley, A Monograph of the Cinnyri-
dae or family of Sun-Birds. London 4. P. VI. — X (nicht gesehen)
(vgl. A. H u m e Second Notice Stray Feath. VIIL 379 über P. IV
-VI).
T. Salvadori, lieber Hermotimia Corinna Ibis 106.
E. Oustalet, L'architecture des Oiseaux. Nid de Dicee mignon
av. pl. La Nature 1879, N. 341.
Neue Arten: Cinnyris melanoccpliälus E. P. Ramsay Proc.
Linn. Soc. N. S. W. January 1879 et Nature XX, 128 Salomon Ins.
— G. ? dubia E. P. Ramsay Proc. Linn. Soc. N. S. Wales IV, 1879
83 Salomon Ins. — Anthreptes rlioäolaema Shelley Monogr. Cinnyr.
P. VI, t. 9 Sharpe Ibis 260 Borneo, Malacca, Sumatra nach Hume
auch Sarawak. — A. celebensis Shelley Monogr. Cinnyr. P. VI, 1. 10
Celebes, Sula Ins. — Drepanis aurea Dole Hawaiian Alraanac 1879,
45 et Finsch Ibis 1880, 80 (nach Finsch eine Hj^poloxias) Hawaii.
— Dr. rosea Dole Haw. Alman. 1879 et Ibis 1880, 241 Hawaii'sche
Gruppe. — Dicaeum rubrigidare d'Albertis e Salvadori Annal. Mus.
Genova XIV, 74 Fly River N. Guinea. — B. albopunctatum d'Al-
berti e Salvad. ib. 75 Fly River.
Abbildungen: Neotarinia souimanga A. M. Edw. et Gran-
did. Ois. Madag. t. 105, t. 107, f. 1 Skelet, t. 107 a, f. 1 Osteol. —
N. notata ib. t. 106, t. 107, f. 2 Skelet, t. 107a, f. 2 Osteol. —
Cinnyris osiris Shelley Monogr. Cinnyridae P. VI, t. 1. — C. ery-
throcercus ib. — C. jugularis ib. t. 2. — C. pectoralis ib. t. 3. —
Anthreptes simplex ib. t. 4. — A. rhodolaema ib. t. 9. — A. malac-
censis ib. t. 10. — A. celebensis ib. — A. chlorigastra ib. — Aethopyga
nicobarica ib. t. 5. — Ae. saturata ib. t. 6. — Ae. sanguinipectus
ib. t. 7. — Ae. nipalensis ib. — Ae. Horsfieldi ib. — Ae. siparaja
ib. — Ae. cara ib. t. 8. — Arachnothera longirostra ib. t. 9. —
Neodrepanis coruscans A. M. Edw. et Grandid. Ois, Madag. t. 108,
t. 108a Osteol. — Loxioides Bailloni Oust. Sclater Ibis t. 2. — Di-
caeum geelvinkianum Gould B. N. Guinea P. IX. — Prionochilus
Everetti Sharpe Proc. Z. S. t. 30, f. 1. — Pr. obsoletus ib. f. 2. —
Pr. vincens Gould B. Asia P. XXXI, t. 13.
Caerebidae. Neue Art: Certhiola sp, Tacz. Proc. Z. S. 225
N. Peru Stolzmann u. Jelski.
Abbildung: Ei von Diglossa personata Sclater et Salvin
Proc. Z. S. t. 42, f. 1.
56 Pelz ein: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
Trochilidae. D. G. Elliot, A Classification and Synopsis of
the Trochilidae Washington City Pablished by the Smithsonian In-
stitution 1879, 4. Mit Holzschnitten.
D. G. Elliot, List of Described Species of Humming-birds.
Smithson. Miscell. N. 334.
E. Deyrolle, lieber Hylonympha macrocerca Rev. de Zool.
1879 N. 1 (nicht gesehen).
Neue Gattung: Floricola D. G. Elliot Classif. Troch. 82
(für die Species von Heliomaster).
Neue Gattungsnamen: Jache D. G. Elliot Class. Troch.
234 (für Circe). — Callipharus D. G. Elliot ib. 211 (für Clotho
Mulsant).
Neue Arten: Campylopterus pfiainopepJus Salv. and Godmann
Ibis 202 Sierra Nevada, Columbia. — Lampornis violicaiida var.
(n. sp.) Boucard Proc. Z. S. 178 Brasilien. — Leucolia Pelzeini
Taczan. Proc. Z. S. 239 N. Peru Stolzmann u. Jelski. — Petasophora
rubrigularis (P. coruscans Ibis 1876, 405) D. G. Elliot Classif. Troch.
211 Hab.? — Thaumasius (Thaumantias) TaczanowsJcii Sclater Proc.
Z. S. 146 ; Taczanowski ib. 239 Goajango N. Peru Stolzmann und
Jelski. — Bourcieria assimilis D. G. Ellfot Classif. Troch. 78 Ecua-
dor. — PanycTilora sp. Salvin and Godman Ibis 205 Sierra Nevada,
Columbia. — P. (Clüorostilhon) inexspectata Graf Berlepsch. Orn.
Centralbl. 63 u. Journ. f. Orn. 209 Bogota.
Abbildung: Hylonympha macrocerca Deyrolle Rev.de Zool.
1879 t.
Mellphagidae. W. A. Forbes, A Synopsis of the Meliphagine
Genus Myzomela with Descriptions of two new Species Proc. Z. S.
256, t. 24 et 25. Mit Tabelle über geogr. Verbreitung.
Dr. 0. Fin8ch, Ptilotis xanthophrys Finsch = provocator
Lay. Verh. Ver. naturwiss. Unterh. Hamburg 1877, IV, 1879. 176.
A. Hume, Nicholsons name Zosterops Buxtoni is synonymous
and must give place to Z. auriventer Hume.
Neue Arten: Myzomela caledo7iica W. A. Forbes (sanguino-
lenta ex Nova Caledonia auctor.) Proc. Z. S. 260 (vgl. Tristram Ibis
182) Neu-Caledonien. — M. Sclateri W. A. Forbes ib. 265 N. Bri-
tannien. — M. einer acea Sclater Proc. Z. S. 448 N. Britannien Mr.
Brown. — M. Lifuensis Tristram Ibis 186 Lifu Loyalty Ins. Mr.
Layard. — M. splendida Tristram ib. 191 N. Plebriden Mr. Layard.
— Glyciphila satelles Tristram ib. 185 Lifu Mr. Layard. -- Zoste-
rops Buxtoni Nicholson (lateralis Hartl. nee Sundev., nee Lath.) Ibis
167 W. Java Mr. Buxtou. — Z. vatensis Tristram Ibis 444 Salomon
Ins. Lieut. Richards. — Z. atricapilla Salvador! Annal. Mus. Genova
XIV, 215 W. Sumatra S. Beccari, — Z. Kirli Shelley Proc. Z. S.
676 Gross Comoro.
der Vögel während des Jahres 1879. 67
Abbildungen: Myzomola chloroptera Wald, W. A. Forbos
Proc. Z. S. t. 24, f. 1. — M. nibrobrunnea Meyer W. A. Forbes ib.
f. 2. -- M. Adolphinae Salv. W. A. Forbes ib. f. 3. — M. cherrae-
eiua Gray Forbes ib. t. 25, f. 1. — M. Sclateri Forbes ib. f. 2. —
M. cineracea Sclater ib. t. 37, f. 1. — M. Rosonborgi Gould B. N.
Guinea P. X. — Zosterops minula Layard Tristram Ibis t. 4, f. 1.
— Z. inornata Lay. Tristr. ib. f. 2. — Z. madagascariensis A. M.
Edw. et Graudid. Ois. Madag. t. 113. f. 2, t. 114, f. 1, Osteol.
Änabatidae. E. II. Cooper, Attempted iutroduction of the
nuthatch in Ireland Zoologist 424.
Schlegel, On Ilypherpes corallirostris Newton Notes Leyden
Museum N. 2. April N. XXX, 115.
Neue Arten: Synallaxis maranonica Tacz. Proc. Z. S. 230
N. Peru Stolzman und Jelski. — S. fugax Döring = S. Orbignii
Reich. Sclater Proc. Z. S. 461 et 621 Argentina? — S. mfipennis
Sclater et Salviu (striaticeps Orb. et Lafr. part.) Proc. Z. S. 620
Bolivia M. Buckley. — S. fruticicola (frontalis ante) Taczanowski
Proc. Z. S. 670 Peru H. Stolzmann. — Phacellodomiis sibilatrix
Döring msc. Sclater Proc. Z. S. 461 et 621 Argentina, Bolivien
Mus. Sclater. — Automolus ignöbilis Sclater et Salvin Proc. Z. S.
522 Antioquia, Columbia Mr. Salmon.
Abbildung: Hypherpes corallirostris A. M. Edw. et Gran-
did. Ois. Madag. t. 121.
Gerthiidae. W. Brewster, Breeding Habits of the American
Brown Creeper (Certhia familiaris americana) Bull. Nutt. Orn. Club
IV, 199, auch Eier.
T. M. B r e w e r , The American Brown Creeper ib. 87 auch
Nest und Eier.
P. L. S. üeber Hylypsornis Salvadorii Bocage Ibis 115.
Neue Art: Bmator dlbostriatus Salvadori Annal. Mus.
Genova XIV, 227 Sumatra S. Beccari.
Troglodytidae. A. Grunack, Die Zucht des Zaunkönigs in
Gefangenschaft. Deutsche Acclimat. N, 10, 37.
Dr. K. R. Zaunkönige in Gewächshäusern. Gefied. Welt 53.
E. Oustalet, L'architecture des oiseaux Nid de troglodyte
avec ijl. La Nature 1879, 335.
Ruthven Deane, Breeding of the Winter Wren at Haulton
M. E. Bull. Nutt. Orn. Club IV, 37.
Neue Arten: Cyphorhinus dicUrous Sclater et Salvin Proc.
Z. S. 492 Autioquia, Columbia M. Salmon. — ThryotUorus Sclateri
Taczanowski Proc. Z. S. 222 N. Peru H. Stolzmann u. Jelski.
Abbildung: Cyphorhinus dichrous Sclater et Salvin Proc.
Z. S. t. 41.
58 Polzeln: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
Passeres dentirostres.
Lascinidae. R. B. Sharpe, Genera: Petroeca 164, Pratincola
178 et 413, Gerygone 211, Pseudogerygone 215, Miro 234, Hetero-
myias 239, Poecilodryas 240, Tarsiger 254, Oreicola 263, Arthomyias
271, Chloropeta 272, Malurus 285,. Cryptolopha 393 et 474, Catal
Brit. Mus. IV.
Glenk, Einige Aufzeichnungen über Rohr- und Schilf-Sänger.
Monatsschr. deutsch. Ver. Schutz Vogelw. 157.
A. Bau, Beobachtungen über den Drosselrohrsänger (Calamoh-
turdoides). Gefied. Welt 2.
H. Seebohm, Remarks on the Genus Sylvia and on the Syno-
nymy of the Species. Ibis 308.
F. Arnold, Sylvia atricapilla. Gefied. Welt 302.
A. Nehrkorn, Zur Kenntniss der schwarzköpfigen Gras-
mücke (Sylvia atricapilla Lath.) ib. 318. Bemerkung v. Dr. K. Russ
ib. 319.
Prof. A. Newton, lieber ein Ex. d. Sylvia nisoria bei Cam-
bridge geschossen. Proc. Z. S. 219.
A. H u ra e , Sylvia minuscula the true name of the Indian
Miniature White Throat Stray Feath. VDI, 498. ^
Carl Müller, lieber Nisten der Bastardnachtigall (Hippolais)
und den Gesang des Sumpfschilfsängers. Zool. Gart. 26.
Hiltmann, Sylvia hippolais an einem Fenster brütend. Orn.
Centralbl. 61.
Text von Phylloscopus collybita und Ph. trochilus Dresser
B. Eur. LXXIII— LXXIV.
W.E.Brooks, Further Observation on Phylloscopus viridanus
and Ph. plumbeitarsus , also on Reguloides Humii Stray Feath.
VIII, 385.
W. E. Brooks, Description of another new Reguloides ib.
389 (R. Mandellii; Vergleichung mit anderen Arten).
W. E. Brooks, Note on Horornis fulviventer Hodgs. ib. 379.
T. M. ßrewer, Nest and Eggs of the Golden Crowned Ring-
let (Regulus Satrapa). Bull. Nutt. Orn. Club IV, 96.
W. L. Bull er, Nest von Gerygone flaviventris Transact. N.
Zeal. Itistit. XI, 1878, 371.
X. Raspail, Monographie du rossignol. Nouvelles. recherches
sur les moeurs de cet oiseau, princij)alement en ce qui concerne la
nidification, Paris 1879. 8.
Dr. R. Böhm, Zur Eingewöhnung von Nachtigallen. Orn.
Centralbl. 94.
der Vögel während des Jahrea 1879. 59
Th. Koeppen (Brief au Dr. Golz), Ansiedolimg von Nachti-
gallen bei Coburg ib. 122.
Kessler, Ein weiterer Beitrag zur Kenntniss der Nachtigal.
Gefied. Welt 330.
W. Bock er, Zur Kenntniss der Nachtigal ib. 35G, 368.
F.Arnold, Die Nachtigal (Luscinia philomela Bouap.) Geticd.
Welt 241.
0. Sorge, Ein Beitrag zur Kenntniss der Nachtigal ib. 195.
Saxicola stapazina L.(nec Dresser) in England Ibis 118.
Clifton, ün the large British form of Saxicola oenanthe Ibis
369.
Petroica Kleinschmidti Finsch = pusilla Peale Dr. Finsch.
Verb. Ver. naturwiss. Unterh. Hamburg 1877, IV, 1879, 176.
lieber Poecilodryas placens (Eopsaltria placens Ramsay) Sharp e
Journ, Linn. Soc. London Zool. XIV, 626.
Ch. Abbott, A Substitute for the English Sparrow in Science
News Vol. I, N. 23, 355 (Sialia sialis).
Th. A. Bruhin, Zweites Brüten von Sialia sialis. Zool. Gart.
381.
Dr. Munter, Der blaue Hüttensänger (Sylvia sialis L.) Gefied.
Welt 5.
Accentor alpinus im Londoner Zoologischen Garten. Ibis 383.
Fr. Arnold, Die Braunelle (Accentor raodularis L.) Gefied.
Welt 158.
Neue Gattungen: Het er omy i as Sh^ivipe Cai. Brit Mua.IYj
239 (Poecilodryas? cinereifrons Ramsay). — Acthomyias Sharpe
ib. 271 (Entomophila ? spilodera Gray).
Neue Arten: Frinia hypoxantha Salvad. Annal. Mus. Genova
XIV 235 W.Sumatra S. Beccari. — Drymoeca insularis Legge (inornata
Auct.) B. Ceylon II, 529 Ceylon. — Dr. sp. Bocage Av. pass. port.
18 Lista Jörn. Sc. Math. Phys. Nat. Lisboa XXVI, 1879 Novo Re-
dondo, W. Africa, S. Anchieta. — Dronaeocercus Seebohmi Sharpe
Proc. Z. S. 177 Madagascar, — Äpalis chariessa Reichenow Ornith.
Centralbl. 114 u. 120 u. Journ. f. Orn. 354 Ostafrica Dr. Fischer. —
Eremomela hemixanfha Seebohra Ayres and Gurney Ibis 403 Trans-
vaal. — SylvieUa leucopsis Reichenow Orn. Centralbl. 114 u. Journ.
f. Orn. 355 Ostafrica Dr. Fischer. — Maluriis Gouldi (longicaudus
Gould) Sharpe Catal. Brit. Mus. IV, 287 Australien. — Poodytes
alboUmbatus d'Albertis e Salvad. Annal. Mus. Genova XIV, 87 Fly
River. — Aedon psammochroa Reichenow Orn. Centralbl. 139 und
Journ. f. Orn. 355 Ostafrica Dv.Yi^chQY. — Thamnöbia qitadrivirgata
Reichenow Orn. Centralbl. 114 u. Journ. f. Orn. 355 Ostafrica Dr.
Fischer. — Phylloscopus sindianus W, E. Brooks Stray Feath. VIII
479 Sind. — Beguloides Mandellii Brooks ib. 389 Ostindien. —
Pseudogerygone brunneipectus (magnirostris Salvad.) Sharpe Notes
60 Pelzein: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschiclite
Leyden Mus. I, N. 9. 29 et Catal. Brit. Mus. 221 ; Salvad. Annal. Mus.
Genova XIV, 504 diagn. Aru Ins. — Petroica Leggii (erythrogastra
et multicolor Auct.) Sharps Cat. Brit. Mus. IV, 165 Australien. —
P. Bamsayi (goodenowii ex Austr. occid.) Sharpe ib. 172 W.Austra-
lien. — Poecilodryas flavicincta Sharpe Ann. nat. bist. 5 ser. III,
313 et Journ. Linn. Soc. London Zool. XIV 626 S. 0. Neu-Guinea.
NeueVar.: Eeguloides Humii Brooks var. Scully Stray Feath.
VIII, 308 Nepal.
Abbildungen: Drymoica gracilis Dresser Birds Eur. LXXV
— LXXVI. — Cisticola madagascariensis A. M. Edw. et Grandidier
Ois. Madag. t. 130 (mit Nest). — Dromaeocercus brunneus ib. t. 131
f. 1, t. 131 A Skelet u. Det. — Eroessa tenella ib. t. 113, f. 1, t.
114, f. 2 Skelet u. osteol. Details. — Ellisia madagascariensis ib. t. 127,
f. 1 (typica) f. 2 (var. filicum) t. 128, f. 1 (var. Lantzii) t. 129 Skelet
u. Det. — Calamodyta Newtoni ib. t. 131, f. 2. — Schoenicola pla-
tyura? Holzschnitt von Schnabel, Flügel u. Schwanz. Legge B. Cey-
lon IL 535. — .Thamnornis chloropetoides A. M. Edw. et Grand.
Ois. Madag. t. 128, f. 2. — Oyptolopha (Culicipeta) ruficapilla
Sharpe Cat. Brit. Mus. IV, t. 12, f. 1. — Cr. umbrovirens ib, f. 2.
— Gerygone inornata ib. t. 5, f. 1. — G. flaveola ib, f. 2. — Nest
von Gerygone flaviventris W. L. Buller Transact. N. Zeal. Inst. XI,
1878 S. 371, f. 1 — 4. Holzschn. — Pseudogerygone palpebrosam. et f.
Sharpe Catal. Brit. Mus. IV, t. 6. — Calliope camtschatkensis Gould
B. Asia P. XXXI, t. 8. — C. pectoralis ib. t. 9. — C. Tschebaiewi
ib. t. 10. — Mystacornis Crossleyi A. M. Edw. et Grandid. Ois.
Madag. t. 122, t. 124, f. 1 Skelet u. osteol. Det. — Pratincola tor-
quata ib. t. 132, t. 134, f. 1 Skelet. — Poecilodryas albinotata Sharpe
Cat. Brit. Mus. IV, t. 7. — P. papuana ib. t. 8, f. 1. — P. leucops
ib. f. 2. — P. placens Gould B. N. Guinea P. X. — Heteromyias
cinereifrons ib. — Holzschnitte in Sharpe Catal. Brit. Mus. IV:
Schnabel von Petroica Leggii S. 164, Schnabel und Flügel von
Pratincola caprata 178, Flügel von Gerygone albigularis 211, Flügel
von Pseudogerygone personata 215, Fuss von Micro albifrons 234,
Kopf und Fuss von Heteromyias cinereifrons 239 , Flügel und Fuss
von Poecilodryas hypoleuca 241, Schnabel und Fuss von Tarsiger
stellatus 254, Schnabel von Oreicola ferrea 263, Schnabel und Fuss
von Chloropeta natalensis 272. — Schnabel von Malurus amabilis
285.
Paridae. R. B. Sharpe, Cat. Brit. Mus. IV Genus Parisoma
S. 268.
A. Bouvier, Tableau des Paridae europeens Guide du Na-
turaliste Fevr. 27.
E. Oustalet, L'architecture des Oiseaux Nid de mesanges
avec pl. La Nature 330, 1879.
der Vögel während des Jahres 1879. 61
E. Naumaiiu, Briefkasten als Brutkasten (von Parus major).
Orn. Centralbl. 30.
A. Bau, Beobachtungen au einem Kohlmeisennest. Gefied.
Welt 309.
C. Parona, Fall von Albinismus bei Cyanistes corrulcus. Bull,
scientif. N. 1, 9—11.
T. Salvadori, On Melaniparus senilarvatus Salv. Ibis 300,
t. 9 mit Uebers. d. Arten von Melaniparus. — Hume, Brief an
Salvadori ib. 488.
Graf Berlepsch, Ueber zwei Varietäten der Mecistura cau-
data. Proc. Z. S. 552.
Fr. Arnold, Die Schwanzmeise (Parus caudatus L.). Gefied.
Welt 208.
Neue Arten: Parus Miclialowskii Bogdanow Vög. d. Kauka-
sus 87, Kaukasus, — Poecüe Brandtii Bogdau. ib. 89, Kaukasus.
Abbildung: Melaniparus semilarvatus Salvad. Ibis t. 9.
Mniotiltidae. H. Nehrling, Sylvia (Geothlypis) trichas. Gefied.
Welt 3, Deudroica striata Lath. ib. 96, D. Blackburniae Gm. ib.
119, D. canadensis L. ib. 130, D. coronata L. ib. 243 -u. 319, D.
peunsylvanica L. ib. 339, D. maculosa ib. 348, D, palmarum Gml.ib.
380, D. castanea ib. 513, Sylvia (Mniotilta) varia L, ib. 408, Seto-
phaga ruticilla Sw. ib. 186.
Prof. A. Newton, Ueber Vogelbälge von Mr. E. Newton in
Jamaica erhalten Proc. Z. S. 552 (Dendroeca virens, Helinaia Swain-
soui, Dendroeca pharetra juv). •
J. A. Allen, Nest and Eggs of the Coerulean Warbier (Den-
droeca coerulea) Bull. Nutt. Orn. Club IV, 25.
Neue Arten: Helminthophaga Gumtii Gibbs Daily Democrat
1 June 1879 = H. leucobronchialis vgl. P u r d i e Bull. Nutt. Orn.
Club IV, 185, R. Ridgway ib. 233 und Gibbs Bull. ün. St. Geol.
and Geogr. Survey Territ. V. 483 note. — Basüeuterus Cdbanisi
Graf Berlepsch (vermivorus Auct. part, Trichas bivittata Leot.) Orn.
Centralbl. 43 u. Journ. f. Orn. 207. Venezuela H. Starke, Trinidad.
Motacillidae. Dr. 0. F ins ob, Ueber Motacilla fiava und ihre
Varietäten. Verh zool. bot. Ges. Wien XXIX, 172, über Anthus cer«
vinus ib. 178 (ausfülirliclie Behandlung).
Clifton, On the red-breasted British form of Anthus obscu-
1^18 Ibis 369.
Neue Gattung: Tmetothylacus Cabanis Orn. Centralbl. 138
u. Journ. f. Orn. 438 (Macronyx tenellus Gab.)
Neue Art: Heniburus ridfidorsalis Sharpe Ibis 255 N. W.
Borneo.
Abbildungen: Motacilla flaviventris A. M. Edw. et Gran-
did. Ois. Madag. t. 133, t. 134, f. 2 Skelet.
62 Pelz ein: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
Tardidae. H. Seebohm, lieber die Familie Turdidae. Ibis
309.
Ruspail, Histoire nat. des merles. Moeurs etchasse des especes
qui frequentent les environs de Paris. Paris.
Lemetteil, Rapport sur l'hist. nat. des merles par Xav.
Raspail in Bull. Soc. des Amis des Sc. nat. de Ronen 1879.
H. Seebohm, On certain obscure Species of Siberian, Indian
and Chinese Thrushes. Proc. Z. S. 803, t. 64.
S. K. Lum, Notes on the Thrushes of Washington Territory
Amer. Naturalist 1879, 629.
T r i 8 t r a m , Uebersicht der pacifischen Drosseln. Ibis 187
nota.
Hitzeroth, lieber d.en Gesang der Schwarz-, Mistel- u. Sing-
drossel. Gefied. Welt 251.
L. Liebe, lieber Turdus viscivorus. Orn. Centralbl. 146.
Hiltmann, lieber Wachholderdrosseln ib. 90.
Brütende Wachholderdrosseln ib. 135.
A. Brotherston, First occurrence ofWhite's Trush. (Turdus
varius Pall. = Whitei Eyt.) in Scotland. The Scott Naturalist April
1879, 78.
Böhm, Ein Ex. von Turdus Whitei Eyt. im September bei
Elbing geschossen. Journ. f. Orn. 446.
H. Seebohm, Notes on Turdus dissimilis Blyth Stray Feath.
VIII, 437, Note von A. Hume ib. 439.
H. Nehrling, Turdus Swainsoni und T. Aliciae Brd. Gefied.
Welt 431.
H.W. Henshaw, Remarks upon Turdus Pallasi and its Varie-
ties Bull. Nutt. Orn. Club IV, 134.
Mr. C. Read, A new lesson from the Robin (Turdus migra-
torius) Science News Vol. I, N. 8, 117.
Mary E. Holmes, Another lesson from the Robin ib. N.
10, 133.
S. Lockwood, A Bird Biography (Turdus migratorius)
Americ. Naturalist June 1879, 359.
E. L. L a y a r d , On a new Thrush from the Loyalty Islands
Group Ibis 471.
C. Dieterle, Eine Amsel, die ihre Eier verschleppt. Zool.
Gart. 222.
J. E. H a r t i n g , On the Ring Ouzel wintering in England.
Zoologist May 203.
A. Hume, Beschreibung von Geocichla avensis J. E. Gray
Stray Feath. VIII, 39.
E, Richter, lieber den Steinröthel (Petrocincla saxatilis) Mitth.
orn. Ver. Wien 36.
A. Huhle, Vom Steinröthel. Gefied. Welt 379.
der Vögel während des Jahres 1879. 68
Neue Arten: Turdius samoetisis Tristram Ibis 188 nota, Samoa
Ins. — T. maretisis E. Ij. Layard Ibis 472 Loyalty lus. — Mertda
alhifrons E. P. Kamsay Proc. Linu. Soc. N. S. Wales III, P. 4, 33G
N. Hebrideu. — Catharus alticola Salvin and Godman (Frantzii
Salv. ante) Biolog. Centr.-Amer. 3 Volcan de Fuego, Guatimala. —
Myiophonus dicrorhynclins Salvad. Annal. Mus. Geuova XIV, 227
Sumatra, — Arrcnga vielanura Salvad. ib. 227 W. Sumatra S.
Beccari.
Abbildungen: Turdus varius Dresser B. Eur. LXXV— LXX VI.
T. Pritzbueri Layard Tristram Ibis t. 5. — T. flavirostris (Sw.) Salv.
and Godm. Biol. Centr.-Amer. t. 3, f. 1. — T. nigrescens Cab. ib.
t. 4. — T. dissimilis (Blyth) Seebohm Proc. Z. S. t. 64. — T. spilop-
terus Legge B. Ceylon II t. ; Holzschnitt des Flügels ib. 692. —
Oreocincla imbricata ib. t. — Catharus gracilirostris Salv. and
Godm. Biol. Centrali Amer. t. 1, f. 1. — C. griseiceps Salv. ib. f. 2.
— C. mexicanus ib. t. 2, f. 1. — C. Dryas ibi f. 2. — Melanoptila
glabrirostris ib. t. 3, f. 2. — Cossypha imerina A. M. Edw. et Gran-
did. Ois. Madag. t. 138, t. 139 Skelet u. Det. — C. Sharpei ib. t.
140. — Copsychus albospecularis typicus ib. 1. 135, t. .136, f. 1, f. 2
(var. pica), t. 137 Skelet u. Det. (Pica).
Hydrobatidae. W. Duckworth, Ueber Cinclue aquaticus in
Transact. Cumberland Association f. 1878/79.
F. Arnold, Cinclus aquaticus im Freileben und in der Ge-
fangenschaft. Gefied. Welt 95 u. 105.
Pycnonotidae. E. Rüdiger, Die wahrscheinlich erste Bülbül-
zucht in Deutschland (Pynonotus leucotis). Gefied. Welt 397.
Aug. Müller, Zur Naturgeschichte des Ixos xanthopygius
Hempr. u. Ehrenb. Journ. f. Orn. 304, t. I, f. 4, 5 (Eier) Note von
Cabanis ib. 307.
Neue Arten: Pycnonotus Layardi Ayres Ibis 390 Trans-
vaal. — Rubigula montis R. B. Sharpe Proc. Z. S. 247 N. W. Borneo.
— Ixidia Wehheri Hume Stray Feath. VIII, 40 Malayische Halb-
insel. — Tylas strophiatus Stejneger Orn. Centralbl. 182, Zusatz v.
Dr. Hartlaub ib. Madagascar. — Criniger rufkrissus Sharpe Proc.
Z. S. 248 N. W. Borneo. — Cr. Fischen Reichenow. Orn. Centralbl.
139 Fischer u. Reichenow Journ f. Orn. 348 Ostafrica Dr. Fischer.
— Cr. strepitans Reichenow Orn. Centralbl. 139 und Journ. f. Orn.
348 Ostafrica Dr. Fischer. — Ändropadus {Criniger'?) Marchei Ou-
stalet Nouv. Arch. Mus. h. n. 2 ser. II, 100 Ogovoue. — Jantho-
cincla Treacheri Sharpe Proc. Z. S. 248 N. W. Borneo. — Hetero-
phasia simillima Salvad. Annal. Mus. Genova XIV, 232 W. Sumatra
S. Beccari.
Abbildungen: Kelaartia penicillata Legge B. Ceylon II t.
— Eier von Ixos xanthopygius A. Müller Journ. f. Orn. t. 1, f. 4,
5. — Hypsipetes madagascariensis A. M. Edw. et Grand. Ois. Madag.
64 Pelzein: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschiclite
t. 141, f. 1, t. 142 Skelet u. Det. — Tylas Edwardi ib. t. 141, f. 2.
— T. madagascariensis ib. t. 143, t. 144 Skelet u. Det. — Ixonotus
guttatus Verr. Oustalet Nouv. Arch. Mus. h. n. 2 ser. II t. 5, f. 2.
— Bernieria madagascariensis A. M. Edw. et Grand. Ois. Madag.
t. 123, t. 124, f. 2 Osteol. — B. Zosterops ib. t. 125. — Pomatorhi-
nus melanurus Legge B. Ceylon II t. — Malacocercus rufescens ib. t.
— Garrulax cinereifrous ib. t. — Janthocincla Treacheri Sharpe Proc.
Z. S. t. 23.
Dicruridae. T. Salvador i, Prodromus Ornithologiae Papuasiae
et Moluccarum VIII, Annal. Mus. Genova XV.
E. H. Butler, King Crow (Buchanga longicaudata) eating an
Yora Stray Feath. VIII, 500.
Neue Arten: JDicrurus Sharpei Oustalet Nouv. Arch. Mus.
h. n. 2 ser. II, 97 Ogooue. — Buchanga stigmatops Sharpe Proc. Z.
S. 247 N. W. Borneo. — Chibia borneensis Sharpe ib. 246 et 251
N. W. Borneo.
Abbildungen: Buchanga leucopygialis Legge B. Ceyl. II t. —
Dissemurus paradiseus (abnormal form) ib. t. u. Holzschnitte S. 402
(Köpfe, Raketen). — D. lophorhinus ib. t.
Artamidae. T. Salvadori, Prodromus Ornithologiae Papua-
siae et Moluccarum VIII. Annal. Mus. Genova XV.
Schlegel, On Artamia Bernieri Notes Leyden Mus. N. 2 April
XXVIII, 111.
Neue Art: Artamia Annae Stejneger ßeitr. Orn. Madag. Nyt
Magaz. Naturvideuskab. 1879, 3. Madagascar,
OriolidaO- J. Gould, Observation on tho Chlamydoderae or
Bower-birds with Description of a new Species Ann. uat. bist. 5 ser.
IV, 73.
Neue Gattung: Scenopoeus (Bower-bird) Gould B. N.Guinea
P. X (non vidi) (Sc. dentirostris n. sp.).
Neue Arten: Oriolus consobrinus Wardlow Ramsay Proc.
Z. S. 709 Borneo. — Xantliomelus ardens d'Albertis e Salvad. Annal.
Mus. Genova XIV, 113 S. N. Guinea (der Name für den Fall vor-
geschlagen, dass der südliche XanthomeKis vom nördlichen X. aureus
verschieden sein sollte). — Chlamydodera orientalis Gould. Ann. nat.
bist. 5 ser. IV, 73 Queensland. — Scenopaeics dentirostris Gould B.
N. Guinea P. X.
Abbildungen: Oriolus Broderipi Gould B. Asia XXXI, t. 1.
— Chlamydodera occipitalis Gould B. N. Guinea P. X. — Scenopaeus
dentirostris ib. — Amblyornis inornata ib. P. IX.
Pittidae. H. v. Rosenberg, Die Erddrosseln (Pitta) von Insu-
linde. Zool. Gart. 55. Geogr. Verbr.
Abbildungen: Pitta concinna Gould B. N.Guinea P. IX. —
P. Forsteni ib. P. X. — P. Ellioti Gould B. Asia P. XXXI, t. 2. —
P. granatina ib. t. 3. — P. coccinea ib. t. 4. — P. coronata Holz-
der Vögel während des Jahrea 1879. 66
schnitt d. Flügels Legge B. Ceylon II G92. — Philopitta castanea
A. M. Edw. et Grand. Ois. Madag. t. 109, f. 1, t. 110, t. 112Skelet
u. osteol. Det. — Ph. Schlegelii ib. t. 109, f. 2. t. 111.
Formicariidae. Neue Art: Grallaria rufo-cinerea Sclater et
Salv. Proc. /. S. 52G Antioquia, Columbieu Mr. Salmon.
Abbildungen: Eier von Grallaria ruficeps Sclater et Salv.
Proc. Z. S. t. 43, f. 5, G. ruficapilla ib. f. 6, Dysithamnus unicolor
ib. f. 9.
Aegithinidae. S h a r p e , Genus Lioptilus Cat. B. Brit. Mus.
IV, 2G2.
Neue Gattung: Elaphrornis Legge B. Ceylon II, 514
(Brachypteryx Palliseri Blyth).
Neue Arten: Brachypteryx saturata Salvadori Annal. Mus.
Genova XIV, 225 W. Sumatra S. Beccari. — B. fiäviventris Salv.
ib. 226 W. Sumatra S. Beccari. — Leiothrix Laurinae Salvad.
ib. 231 W. Sumatra S. Beccari. — Pteruthius Cameronoi Salv.
ib. 232 W. Sumatra S. Beccari. — Stachyris Bocagei Salvad.
ib. 223 W. Sumatra S. Beccari. — Pyctoris nasalis W. V. Legge
Ann. nat. hist. 5 ser. III, 168 et B. Ceylon II, 512 Ceylon. — Tur-
diniis rufipcctus Salvad. Annal. Mus. Genova XIV, 224 W. Sumatra
S. Beccari. — Ttirdirostris leptorhyncha Reichenow Orn. Centralbl.
155, Fischer u. Eeichenovv Journ. f. Orn. 347 Ostafrica Dr. Fischer.
Abbildungen: Oxylabus madagascariensis A. M. Edw. et
Grand. Ois, Madag. t. 126, f. 1. — 0. xanthophrys ib. f. 2. — Holz-
schnitt von Schnabel und Flügel von Lioptilus uigricapillus Sharpe
Catal. Brit. Mus. IV, S. 262.
Muscicapidae. B. B. Sharpe, Catalogue of the Birds in the
British Museum Vol. IV Cichlomorphae P. I. Campophagidae and
Muscicapidae 1879 mit 14 Tafeln. Genera Cochoa (Prionopidae), Ar-
taniides, Campochaera, Pteropodocys, Graucalus, Edoliisoma, Lobotus,
Camjjophaga, Pericrocotus, Lalage, Symmorphus (Campophagidae),
Hemichelidon, Microeca, Alseonax, Batis, Diaphorophyia, Bias, Ar-
tomyias, Platystira, Newtonia, Muscicapa, Erythromyias, Poliomyias,
Muscicapula, Muscylva, Lanioturdus, Metabolus, Monachella, Hyliota,
Xanthopygia, Stenostira, Hypothymis , Cyanomyias , Chelidorhynx,
Todopsis, Chenorhamphus, Clytomyias, Erythrocercus, Trochocercus.
Rhipidura, Neomyias, Zeocephalus, Terpsiphone, Elminia, Philentoma,
Rhinomyias, Calicicapa, Myiagra, Pseudobias, Megabias, Smithornis,
Machaerorhynchus, Sisura, Arses, Piezorhynchus, Monarcha, Peltops,
Pomarea, Stoparola, Siphia, Digenea, Niltava, Cassinia (Muscicapidae)
vgl. Luscinidae, Paridae, Aegithinidae, Laniidae.
T. Salvadori, Prodromus Ornithologiae Papuasiae et Moluc-
carum VII Annal. Mus. Genova XIV Muscicapidae et VIII ib. XV
30. Campophagidae.
Archiv für Naturg. XXXXVl. Jahrg. 2. Bd. E
66 Pelzeln: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
R.B. Sharpe, Ueber Arsea aruensis (enado Ramsay). Journ.
Linn. Soc. London Zool. XIV. 62G.
E. P. Ramsay, Description of a n, sp. of Rhipidura from
Lord Howe's Island Proc. Linn. Soc. N. S. Wales III, P. 4, 340.
Salvador i, Ueber Chenorhamphus cyanopectus Oustal. Ibis
106L
R. B. Sharpe, Note on some Campophagidae in the Leyden
Museum Notes from the Leyden Museum XII, 13 (1878).
R. G. Wardlaw Ramsay, Ueber ein abnormes Exemplar von
Pericrocotus flammeus. Proc. Z. S. 765.
Neue Gattungen: Erythromyias Sharpe Cat. Brit. Mus.
IV, 199 (Saxicola dumetoria Wall, Muscicapa Muelleri Bl., Saxicola
pyrrhonotus Müll, et Schlegel). — Poliomyias Sharpe ib. 201 (Mo-
tacilla luteola Pall., Siphia erythaca Jerd. et Bl.) — Cyanomyias
Sharpe ib. 278 (Hypothymis coelestis Tweedd.) — Neomyias
Sharpe ib. 342 (Rhipidura euryura S. Müller). — JRhin omy ias
Sharpe ib. 367 (Alcippe pectoralis Salv. et Setaria ruficauda Sharpe).
— Campochaera Salvad. msc. Sharpe ib. 21 (Campophaga Sloeti
Schlegel).
Neue Arten: Monarcha Brodiei E. P. Ramsay Proc. Linn.
Soc. N. S. Wales IV 1879, 80 et Nature 1879, 128 Salomon Ins. —
M. rufocastanea E. P. Ramsay ib. Salomon Ins. — Muscicapa
Finschi Bocage Jörn. Sc. math. phys. nat. 1879, 4; Sharpe Catal*
B. M. IV 473 Benguela. — Älseonax fantisiensis Sharpe (epulata
Sh. nee Cass. ante) Catal. B. M. IV, 131 W. Africa. — Hemipus in'
termedius Salv. Annal. Mus. Genova XIV, 209 W. Sumatra S. Beccari.
— Hyloterpe hrimneicauda Salvad. ib. 210 W. Sumatra S. Beccari. —
Cochoa Beccarii Salvad. ib. 228 W. Sumatra S. Beccari. — Niltava
sumatrana Salvad. ib. 201 W. Sumatra S. Beccari. — Cyornis polio-
genys W. E. Brooks Stray Feath, VIII, 469 Sikhim. — Hypothijmis
ceylonensis Sharpe (cerulea et azurea Auct.) Cat. B. M. IV, 277;
Legge B. Ceylon II, 408 Ceylon. — Stoparola ruficrissa Salv. Annal.
Mus. Genova XIV, 202 W. Sumatra S. Beccari. — Siphia sumatren-
sis Sharpe Cat. B. M. IV, 451 Sumatra. — S. rufigidaris Scully Stray
Feath. VIII, 279 Nepal. — Digenea cerviniventris Sharpe Cat. B.M.
IV, 460 (tricolor et leucomelauura Godw. Aust.) Khasia Hills. —
Piezorhynchus morotensis Sharpe ib. 423 Ins. Morotai Mr. Wallace.
— P. vidua Tristram Ibis 439 Salomon Ins. L Richards. — Myiagra
ferocyanea E. P. Ramsay Proc. Linn. Soc. N. S. Wales IV 1879, 78
Salomon Ins. — M. pallida E. P. Ramsay ib. 79 Salomon Ins. —
M.goramensis Sharpe Cat. B. M. IV 386 Ins. Goram, Molukken Mr.
Wallace. — M. Luguieri Tristram Ibis 188 Lifu, Loyalty Ins., Mr.
Layard. — M. intermedia Tristr. ib. 189 Lifu, Mr. Layard. — M.
Tannaensis Trisir. ib. 192 Tanna, N. Hebriden Mr. Layard. — M.
cervinicauda Tristram ib. 439 Salomon Ins. L. Bichards. — Rhipi-
der Vögel während des Jahres 1879. 67
dura rufofrontata E. P. Ramsay Proc. Linn. Soc. N. S. Wales IV
1879, 82 Salomon Ins. — Bh. ccrvina E. P. Ramsay ib. III, P. 4,
340 Lord Huwe's Ins. — Hh. saturata Sharpe (albiscapa Gould et
Bl.) 311 Tasniania (der Name durch den Autor in Rh. diemenensis
abgeändert Ibis 368. — Bh. Brenchlcyi Sharpo (sp. Gray) ib. 311
N. Hebriden. — Bh. mcJanoJaema >Sharpe ib. 313 (pectoralis Auct.)
N. Hebriden. — Bh. rufilateralis Sharpe ib. 337 (albicollis Layard)
Fidschi Ins. — Bh. russata Tristram Ibis 440 Salomon Ins. L. Ri-
chards. — Bh. atrata Salvadori Annal Mus. Genova XIV, 203 W.
Sumatra S. Beccari. — Sauloi^octa Gockercllii E. P. Ramsay Proc.
Linn. Soc. N. S. Wales IV, 1879 Salomon Ins. — Ter;psiphone ery-
throptera Sharpe (cristata Hartl. senegulensis Sharpe ante) Cat. B.
M. IV, 357 Senegambien. — Trocliocercus bivittatus Reichenow Orn.
Centralbl. 108 u. Journ. f. Orn. 345 Ostafrica Dr. Fischer. — To-
dopsis coronata Gould (B. N. Guinea VIII) Sharpe ib. 284 Arn Ins.
— Pericrocotus montanus Salvad. AnnaL Mus. Genova XIV, 205 W.
Sumatra S. Beccari. — Graucalus melanocephälus Salvad. ib. 206 W.
Sumatra S. Beccari. — G. sublineatus Sclater Proc. Z. S. 448 N. Ir-
land Mr. Brown. — G. LifuensisTrisira,m. Ibis 190 Lifu Mr. Layard.
G. sp. Tristram ib- 441 Salomon Ins. L.Richards. — G. monotonus
Tristram ib. Salomon Ins. L. Richards. — G. pusillns J. P. Ramsay
Proc. Linn. Soc. N. S. Wales IV, 1879, 71 = Solomonensis Ramsay
ib. IV, I, 314 Salomon Ins. Mr. Coekerell. — Campephaga sp. E. P.
Ramsay ib. 89 Laioki River. — Campochaera flaviceps Salvad. Annal.
Mus. Genova XV, 38 S. N. Guinea. — Edoliisoma Grayi Salvad.
mic. (melanotis Auct.) Sharpe Cat. B. M. IV, 57 Halmahera, Bat-
chian, Ternate, Morotai. — JE. Solomonis Tristram Ibis 440 Salomon
Ins. L. Richards. — E. neglectum Salvad. (plumbeum var., Meyeri
part. etc.) Annal. Mus. Genova XV, 36 Papuasien, Mafor S. Beccari,
Dr. Meyer. — Symmorphus {Lalage) affinis Tristram Ibis 440 Salomon
Ins. L. Richards.
Neuer Artname: Bhipidura Sharpei E. P. Ramsay Proc.
Linn. Soc. N. S.Wales IV, P. III, 315 (für Rh. saturata Sharpe nee.
Salvad.) •
Neue Subspecies: Muscicapa cinerascens (subsp. coerules-
cens) Sharpe Cat. B. M. IV, 155 Fantee. — Lalage melanothorax
Sharpe ib. 91 Madras (von L. Sykesii).
Abbildungen: Arses insularis Gould B. N. Guinea P. IX.
— A. telescophthalmus ib. P. X. — A. Batantae ib. — A. aruensis
ib. — Pomarea castaneiventris Sharpe Cat. Brit. Mus. IV t. 11, f. 2.
— Alseonax muttui Legge B. Ceylon II t. — Erythrocercus Mac-
calli Sharpe Cat. B. M. IV t. 9, f. 1. — E. Livingstonii ib. f. 2. —
Arthomyias fuliginosa ib. t. 3, f. 1. — A. Ussheri ib. f. 2. — Ery-
thromyias dumetoria ib. t. 4, f. 1. — E. Muelleri ib. f. 2. — Hypo-
thymis ceyionensis Legge B. Ceylon II t. — Stoparola sordida ib. t.
68 Pelzeln: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
— Digenea leucomelanura m. et f. Sharpe Cat. B. M. IV, t. 13. —
D. mouiliger ib. t. 14, f. 1. — D, solitaria ib. f. 2. — Myiagra rufi-
ventris ib. t. 11, f. 1. — Rhipidura erythronota ib. t. 10, f. 1. —
Rb. rufilateralis ib. f. 2. — Campophaga polioptera ib. t. 2. — Grau-
calus sublineatus Sclater Proc. Z. S. t. 36. — Edoliisonia timoriense
Sharpe Cat. B. M. IV t. 1, f. 1. — E. marginatum ib. f. 2. — Holz-
schnitte in Sharpe Catal. Brit. Mus. : Schnabel von Cochoa purpurea
S. 2, Schwanz von Campochaera Sloeti S. 21, Schwanz von Pteropo-
docys phasianella 22, Kopf von Graucalus hypoleucus 37, Kopf von
Graucalus mentalis 38, Fuss von Pericrocotus speciosus 70, von La-
lage pacifica 87, Kopf von Lalage Sykesi 90, von L. melanothorax
91, Schnabel von Hemichelidon ferruginea 120, von Microeca fasci-
nans 123, Kopf und Flügel von Diaphorophyia castanea 140, Schna-
bel und Fuss von Blas inusicus, Schnabel von Artomyias fuliginosa
144, Flügel von Newtonia brunneicauda 148 , Schnabel von Musci-
capa grisola 150, Schnabel und Flügel von Erythromyias dumetoria
199, Schnabel von Poliomyias luteola 201, v. Muscylva Lessoni 233,
v. Lanioturdus torquatus 237, Kopf und Fuss v. Metabolus rugensis
238, von Monachella Muelleriana 240, Flügel von Hyliota flavigastra
247, Schnabel von Stenostira scita 267, Kopf von Hypothymis azurea
273, Schnabel von Chelidorhynx hypoxantha 279, Flügel v. Todopsis
cyanocephala 280, Schnabel von Erythrocercus Maccalli 298, Kopf
von Trochocercus cyanomeles 299, Schnabel und Fuss v. T. niteus
301, halber Schwanz von Rhipidura javauica 334, von Rh. nigritor-
quis 335, v. Rh. pectoralis 336, Fuss von Neomyias euryura 342,
Kopf von Zeocephalus rufus 342, Schnabel von Terpsiphone para-
disi 344, Elminia longicauda 363, Flügel von Philentoma velatum
365, Schnabel von Culicicapa ceylonensis 369, v. Myiagra melanura
371. V. Pseudobias Wardi 386, von Megabias flammulatus 387, von
Smithornis capensis 388, v. Machaerorhynchus flaviventer 390, von
Sisura inquieta 407, Kopf v. Piezorhynchus alecto 413, v. Monarcha
melanopsis 429, Fuss von Siphia banyumas 441, v. Digenea moni-
liger 458.
Tyrannidae. H. Nehrling, Tyrannus virens L. Gefied. Welt
36, Myiarchus crinitus ib. 480.
Prof. Cab anis, Ueber die Gattung Aulanax. Journ. f. Orn.
335.
A. Nehrkorn, Nest und Ei von Rhynchocyclus cinereieeps
Sclater ib. 356.
T. M. B r e w e r , Notes on the Nests and Eggs of the eight
North American Species of Empidonaces Proc. U. St. Nat. Mus.
1879.
Neue Arten: Taenioptera australis Philipp! Arch. f: Naturg.
1879, 158 Patagonien. — Leptopogon minor Tacz. Proc. Z. S. 233
der Vögel während des Jahres 1879. 69
N. Peru H. Stolzmanii u, Jelski. — Myiarchus cephalotes Stolzniann
msc. Taczanowski ib. 671, Peru, II. Jelski u. Stolzinanu.
Abbildung: Taeuioptera australis Pbilippi Arch. f. Naturg.
1879, Hft II, t. 8.
Ampclidae- r)r. Quistorp, Seidenschwänze in Greifswald.
Orn. Centralbl. 31.
J. Schaitter, Seidenschwänze bei Rzeszow, Galizien ib. 42.
E. J. Zur Kenntniss des Seidenschwanzes (Anipelis garrula
L.). Gefied. Welt 543.
P. L. S. The generic Name Phainopepla. Ibis 222.
Cotingidae. Neue Arten: Pachi/rhamphus intermedius Graf
Berlepsch , Orn. Centralbl. 63 und Journ. f. Orn. 208 Venezuela H.
Starke. — Pipreola LuhomirsUn Taczanowski Proc. Z. S. 236 N.
Peru Stolzmann u, Jelski. — Chiromachaeris coronata Boucard Proc.
Z. S. 178.
Abbildungen: Pipreola Lubomirskii Tacz. Proc. Z. S. t. 22.
— Chiromachaeris coronata Boucard Proc. Z. S. t. 17. — Eier von
Chiromachaeris vitellina Sclater et Salvin Proc. Z. S. t. 42, f. 10,
Ch. mauacus ib. f. 11, Hadrostomus homochrous ib. f. 12, Pyroderus
orenocensis ib. t. 43, f. 7, Pipreola Riefferii ib. f. 8.
Vireonldae. W. Brewster, Notes npon the Distribution, Ha-
bits and Nestmg of the Black Capped Vireo (Vireo atricapillus)
Bull. Nutt. Orn. Club IV, 99.
Dr. Elliott Coaes, Note on the Black Capped Greenlet (Vireo
atricapillus of Woodhouse) ib. 193, t. 1.
H. Nehrliug, Vireo olivaceus L. Gefied. Welt 285.
Neue Arten: Cyclorhis Contrerasi Taczanowski Proc. Z, S.
224 N. Peru H. Stolzmann u. Jelski. — C. sp. incerta (guyanensis Orb.
et Lafr.) Sclater and Salvin Proc, Z. S. 595 Bolivia Orb.
Abbildungen: Vireo atricapillus m. f. u. Nest E. Coues
Bull. Nutt. Orn. Club IV, t. 1. — Cyclorhis Contrerasi Tacz. Proc.
Z. S. t. 21.
Laniidae. T. Salvadori, Prodromus Ornithologiae Papuasiae
et Moluccarum VIII Annal. Mus. Genova XV.
R. B. Sharps, Genera Phaeornis (Prionopidae) Cat. Brit. Mus.
IV 5, Sraicrornis ib. 209, Chasiempis ib. 231.
E. L. Layard, Note on the Pachycephala icteroides of Peale,
with Description of a supposed new Species Proc. Z. S. 146.
T. Salvadori, Pachycephala squalida Oust. = P. griseiceps
Gray juv. Ibis 106.
R. B, S h a r p e , Eopsaltria placens Ramsay = Poecilodryas
flavicincta Sharpe. Ibis 367.
L. Stejneger, Fremdeies om Onderslaegten Lanius og dens
Norske Arter. Star til Hr. Robert Collett. Arch. f. Mathem. og Na-
turvidensk. IV 1879, 212.
70 Pelzein: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
A. Codevelle, La pie grieche Soc. Linn. du Nord de la 'j|
France 1879 Aout.
H. Jochmus, Ueber Lanius excubitor. Zool. Gart. 154.
C.Sachse, Brüten von Lanius excubitor. Orn. Centralbl. 100.
Z. Gerbe, Apparition accidentelle en Provence de la Pie
grieche majeure Le Naturaliste I, N. 10, 74.
K. Müller, Der rothrückige Würger, Lanius collurio, als
Stubenvogel. Zool. Gart. 358.
T. Salvadori, Ueber Lanius Antinorii. Ibis 104.
H. S c h a l o w , Ueber Lanius Antinorii Salvad. u. L. Souzae
Bocage. Journ. f. Orn. 212.
Neue Gattung: Pachycephalopsis Salvadori Annal. Mus.
Genova XV, 48 (hattamensis Meyer, albispecularis Salvad.)
Neue Arten: Beetes brunneiceps d'Albertis e Salvadori Annal.
Mus. Genova XIV, 70; Salvad. ib. XV, 43 Fly River. — Pseudo-
rectes cinnamomeus E. P. Ramsay Liun. Soc. N. S. Wales January
1879 et Nature XXI, 28, vgl. Salvad. Annal.. Mus. Genova XV, 44
Salomon Ins. — Pinarolestes Powelli 0. Salvin Proc. Z. S. 128 Sa-
moa Ins. Mr. Powell. — Pachyceplialus ChristopJiori Tristrara Ibis
441 Salomon Ins. L. Richards. — Pachycephala neglecta E. L. Layard
Proc. Z. S. 147 Fidschi Ins. — P. miosnomensis Salvad. Annal.
Mus. Genova XV, 46 Miosnom S. Beccari. — P. sp. Ramsay Proc.
Linn. Soc. N. S. Wales III, 282 (1879) Ins. Teste, Louisiade Gruppe.
— Fiscus Capelli Bocage Jörn. Sc. Math. phys. nat. Lisboa XXVI,
1879 Angola S. Capello u. Joens. — Dryoscopiis nigerrimus Reiche-
now Orn. Centralbl. 114 u. Journ. f. Orn. 346 Ostafrica Dr. Fischer.
Abbildungen: Pachycephala Littayei Layard Tristram
Ibis t. 6. — P. Schlegeli Gould B. N. Guinea P. IX. — Lanius ex-
cubitor L. Giglioli e Manzella Iconogr. Avif. Ital. t. 2. — Sigmodua
rufiventris Bp. Oustelet Nouv. Arch. Mus. h. n. 2 ser. II, t. 5, f. 1.
— Holzschnitt des Schnabels von Phaeornis obscura Sharpe Catal.
Brit. Mus. IV, S. 5, des Fusses von Chasiempis sandvicensis ib.
S. 23.
Passeres conirostres.
Corvldae. A. B o u v i e r , Tableau synoptique des Corvidae
euröpeens Guide du Naturaliste. Janv. 1879, 11.
P. L. Sclater, Note on the American Crews of the Subgenus
Xanthura Ibis 87.
Th. Mayer, Ein in der Gefangenschaft eierlegender Flöten-
vogel (Gypmnorhina leuconota Gld.) Gefied. Welt 231, Dr.K. Russ ib.
Cornely, Noch etwas zur Kenntniss des Flötenvogels ib. 255.
der Vögel während des Jahres 1879. 71
Stengel, Der Nusshäher. Monatsschr deutsch. Ver, Schutz
Vogelw. 43.
V. Schlechtendal, Ueber den Tanuenbeber in Gefangen-
schaft ib. 51.
Prof. A. Newton, Die Rat)en und Nebelkrähe. Aus Yarrell's
Hist. Br. Birds n. edit. übersetzt von Frau Marie Reichenow. Orn.
Centralbl. 109 u. 133.
H. Schacht, Leben, Thaten und Tod Hans Huckebeins, des
Unglücksraben (Corvus corone). Jahresber. zool. Sect. westf. Prov.-
Ver. 1878.
W. Schmidt, Eine unmusikalische Krähe. Gefied. Welt 420.
P. V. Gredler, Ueber eine Dohle und Krähen. Zool. Gart. 318.
H. Neweklowsky, Ein Ausflug nach den Oetscherhöhlen als
Bruttstätten der Alpendohle (Pyrrhocorax alpinus Vieill). Mitth. Orn.
Ver. Wien 61.
Neue Arten: Platysmurus Schlegeli Pelzeln Verh. zool. bot.
Ges. Wien XXIX, 529 Sumatra. — Dendrocitta cinerascens Sbarpe
Ibis 250 N. W. Borneo.
Abbildungen: Cissa ornata Legge B. Ceylon II t. — Den-
drocitta cinerascens Sharpe Ibis t. 8.
Paradiseidae. E. E. Deslongchamps, Catalogue descriptif
des oiseaux du Musee de Caen appartenent a la famille des Para-
diseidae 8. Caen 1879 (Bull, soc. Linn. norm.)
V. Rosenberg, Lebensweise von Paradisea apoda, Entwick-
lung des Gefieders. Malayisch. Arch. II (Aru Inseln); Lebensw. von
P. papuana ib. (N. Guinea).
Ueber Bastarde zwischen Paradisea Novae Guineae u. P. Rag-
giana d'Albertis e Salvad. Annal. Mus. Genova XIV, 96.
Prof. Giebel, Charakterisirung der Federfluren der Paradisea
sexsetacea und Schlegelia Wilsoni. Zeitschr. f. d. gesammt. Natur-
wiss. III. F. IV, 883.
H. Viallane, Note sur les muscles peauciers de Lophorhina
superba. Annal d. sc. nat. (6.) T. 7 Art. 14, 2 pl.
Neue Art: Paradisea Novae Guineae d'Albertis e Salvador!
(apoda var. ante) Annal. Mus. Genova XIV, 96 et 147 Fly River.
Abbildungen: Paradisea apoda Gould B. N. Guinea P. IX.
— P. papuana ib. P. X. Skelet Dr.A. B. Meyer Abbild. Vogel-Skelete
I, t. VI (P. minor). — Cicinnurus regius Skelet Dr. A. B. Meyer
Abbild. Vogel-Skel. I, t. V.
Sturnidae. A. H u m e , The Starlings of India Stray Feath.
VHI, 174.
Dr. 0. F in seh, Ueber Sturnus vulgaris, indicus, Poltoratzkyi
Humei u. purpurascens Verh. zool. bot. Ges. Wien XXIX, 201.
Pfarrer Jacke 1, Zur Biologie des gemeinen Staares (Sturnus
vulgaris L.). Zool. Gart. 233, Bemerkung hiezu H. Schacht ib. 379.
72 Pelzeln: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
E. Richter, Von einem weissen Staar. Mitth. Ornith. Ver.
Wien 36.
L. Schmidt, Zur Naturgeschichte des Stars (St. vulgaris).
Gefied. Welt 73 u. 85.
L. R. Kretschmar, Die Stare am Sternteiche ib. 74.
Ig. Neu, Zur Kenntniss des Stars ib. 276.
Oustalet, Note sur une nouv. espece de Merle bronze, Coccy-
colius iris Les Mondes XLVHI 1879. 147.
Neue Gattungen: Cosmopsarus'Reichenow Orn. Centralbl.
108 u. Journ. f. Orn. 323 (C. regius n. sp.). — Speculipastor
Reichenow Orn. Centralbl. 108 u. Journ. f. Orn. 324 (Sp. bicolor n.
sp.). — Sturnornis Legge B. Ceylon II, 679 (Pastor senex Bp.).
— Necropsar (ausgestorben) Slater, A. Günther and E. Newton
Philos. Transact. London Vol. 168 extra Vol. (N. rodericanus Slater
n. sp.).
NeueAi'ten: Äcridotheres melanosternus Legge (tristis Auct.)
Ann. nat. bist. 5 ser. III, 168 et B. Ceylon II, 670 Ceylon. — Stur-
nia ineognita A. Hume Stray Feath. VIII, 396 Siam Mr. Mandelli. —
Sturnus nöbüior Hume ib. 174 Kandahar. — Speculipastor bicolor
Reichenow Orn. Centralbl. 108 u. Journ. f. Orn. 349 Ostafrica Dr.
Fischer. — Cosmopsarus regius Reichenow ib. 108 u. 349 Ostafrica
Dr. Fischor. — Calornis solomonensis E. P. Ramsay Linn. Soc. N.
S. Wales January 1879 et Nature XX, 128 Salomon Ins. — Nccro-
phar rodericanus (ausgestorben) Slater, A. Günther et Edw. Newton
Philos. Transact. London Vol. 168 extra Vol. Ins. Rodriguez Mr.
Slater.
Abbildungen: Manucodia chalybeata (Skelet) Dr. A. B.
Meyer Abb. Vog.-Skel. I t. VII, Trachea von M. chalybeata, obiensia
u. Kereudreni ib. t. VII A. — Sturnus vulgaris Holzschnitt des
Flügels Legge B. Ceylon II 692. — Cosmopsarus regius Journ. f.
Orn. Taf. I, f. 1. — Speculipastor bicolor ib. f. 2. 3. — Coccycolius
iris Oustalet Nouv. Arch. Mus. h. n. 2 ser. II t. 7, f. 1. 2. — Hart-
laubius madagascariensis A. M. Edw. et Grandid. Ois. Madag. t. 115,
t. 116 Skelet u. osteol. Det. — Necropsar rodericanus A. Günther
and E. Newton Philos. Transact. London vol. 168 extra Vol. t. 42,
1. A— N Osteologie.
Icteridae. H. Nehrling, Hyphantes spurius. Gefied, Welt
452.
Abbildungen: Eier von Ostinops atrocastaneus Sclater et
Salvin Proc. Z. S. t. 43, f. 1 u. 2, Ocyalus Wagleri ib. f. 3, Hypo-
pyrrhus pyrrhogaster ib. f. 4.
Ploceidae. Dr. K. Russ, Die Prachtfinken, ihre Naturgeschichte,
Pflege und Zucht. Besonderer Abdruck " aus dem Werke : Die
fremdländischen Stubenvögel. Hannover 1879. 8.
der Vögel während des Jahres 1879. 73
F. H. Dührin^, Prachtfinken - Züchtung. Gefied. Welt 197.
E. H a 1 d , Beobachtungen über den Gesang einiger Pracht-
finken und Mittheilungen über Zuchterfolge ib. 198.
Baron Freyberg, Ueber das Ausstossen der Magenhaut eines
körnerfressenden Vogels. Zool. Gart. 58 (Paradiswitwe),
A. F. Wiener, Der Sonnenastrild (Aegintha Phaeton). Gef.
Welt 168.
A. F. Wiener, Nochmals über den Sonnenastrild ib. 331.
Prof. C a b a n i s , Ueber Lagonosticta Arten. Journ. f. Orn.
212.
L.Kürschner, Ueber die Zucht des Diamantfink (Spermestes
guttata Shw.) Gefied. Welt 221.
E. H a 1 d , Beitrag zur Kenntniss des Samenknackers Sper-
mestes (Spermospiza) haematina Vll. und S. Lucksi Russ ib. 350.
Dr. K. Russ, Zur Kenntniss der sogenannten Bronzemännchen
(Uroloncha Gab., Spermestes Russ) ib. 466.
E. Linden, Zur Brut des Reisvogels (Oryzornis oryzivora)
in Gefangenschaft. Orn. Centralbl. 97.
Wagner, Züchtung der Reisvögel im Zimmer. Monatsschr.
deutsch. Ver. Schutz Vogelw. 49.
Neue Arten: Vidua splendens Reichenovsr Orn. Centralbl.
114 u. Journ. f. Orn. 352 Ostafrica Dr. Fischer. — Uraeginthus
ianthinogaster Reichenow ib. 114 et 353 Ostafrica Dr. Fischer. —
Pitylia caniceps Reichenow Orn. Centralbl. 139 u. Journ. f. Ornith.
352 Ostafrica Dr. Fischer. — Munia leucosticta d'AIbertis e Salvad.
Annal. Mus. Genova XIV, 88 Fly River. — M. Forhesi Sclater Proc.
Z. S. 449 Neu Irland Mr. Brown. — Donacicola spectobüis Sclater
ib. Neu-Britannien Mr. Brown. — Aegintha Luclisi Russ Gefied.
Welt 523 und 539 Heimat? — Spermestes Hcildi Rusa ib. 466
Heimat?
Neue Subspecies: Neochmia phaeton Evangelinae Albertis
e Salvad. Annal. Mus. Genova XIV, 84 Fly River.
Abbilunngen: Uraeginthus janthinogaster Journ. f. Orn.
t. n, f. 1, 2. — Pitylia coniceps ib. f. 3. — Euplectes diadematus
ib. f. 4. — Donacicola spectabilis Sclater Proc. Z. S. t. 37, f. 2. —
Munia Forbesi Sclater ib. f. 3.
Tanagridae. P. L. Sclater and 0. Salvin, Descriptions of
some new Tanagers of the Genus Buarremon Ibis 425 t. 10.
Neue Gattung: Callithraupis Graf Berlepsch Orn. Cen-
tralbl. 63 u. Journ. f. Orn. 206 (Pyranga cyanictera Vicill.)
Neuer Gattungsname: Calochaetes Sclater Ibis 388 (für
Euchaetes coccineus).
Neue Arten: Nemosia inornata Taczanowski Proc. Z. S.
228 N. Peru Stolzmann u. Jelski. — Buarremon specularis Salvin
msc. — Taczan. ib. N. Peru Stolzmann u. Jelski. — B. elaeoprorus
74 Pelz ein: Bericht üb. d. Leistungen in der Naturgeschichte
Sclater et Salv. Proc. Z. S. 504 Antioquia, Columbia Mr. Salraon.
— B. melanolaemus Sclater et Salvin Ibis 425 Peru Mr. Whitely. —
B, spodionotus Sclater et Salvin (latinuchus ante) ib. Ecuador Fruser,
Buckley. — B. comptus Sclat. et Salv. ib. 426 Ecuador Mr. Buck-
ley. — B. inornatus Sclater et Salv. (brunneinuchus ante) ib. 427
Ecuador M. M. Fruser, Buckley. — Saltator (albicollis Vieill?) Tac-
zanowski Proc. Z. S, 229 N. Peru H. Stolzmann u. Jelski.
Abbildungen. Buarremon melanolaemus Sclater et Salv.
Ibis t. 10, f. 2. — B. latiuuclcus Sei. et Salv. ib. f. 1. — Eier von
Calliste vitriolina Sclater et Salvin Proc. Z. S. t. 42, f. 2, Rhampho-
caelus flammigerus ib. f. 3, Phoenicothraupis gutturalis ib. f. 4,
Tachyphonus melaleucus ib. f. 5, Chlorospingus flavipectus ib. f. 6,
Buarremon elaeoprorus ib. f. 7, Psittospiza Riefferi ib. f. 8, Saltator
albicollis ib. f. 9.
Fringillidae. E. v. Homeyer, Meine ornithologische Samm-
lung. Journ. f. Orn. 171 (Fringillida 173) insbesondere ausführlich
über Pyrrhula und Linaria Arten.
L. Mandelli, Montifringilla Blanfordi and Maudellii in Sik-
him Stray Feath. VIII, 503.
D. Rüdiger, Fringilla montifringilla als Käfigbewohner. Gef.
Welt 34.
E. Rüdiger, Der Grünling (Fringilla chloris L.) in seinem
Käfig und Familienleben ib. 117.
A. Frenzel, lieber den Zeisig ib. 177.
Graf Waldersee, Züchtung der Birkenzeisige (Fringilla li-
naria L.) ib. 197.
L. Liebe, lieber Scrinus hortulanus. Orn. Centralbl. 146.
Dr. Brehm, Ueber Passer domesticus and hispaniolensis, Dr.
Bolle über P. cisalpinus und über Petronia stulta. Journ. f. Ornith.
221.
Prof. Cabanis, üeber den Haussperling auf Cuba ib. 219
nebst Mittheilungen des H. Gundlach.
Dr. Elliott Coues, On the Present Status of Passer domesti-
cus in America with Special Reference to the Western States and
Territories Bullet. Un. St. Geol. and Geogr. Survey Territ. V 175
(mit Literatur über die Sperlingsfrage).
M. C. Read, The English Sparrow (Passer domesticus) Amer.
Naturalist XIII, 705.
Elliott Coues, Destructiveness of English Sparrowrs ib. 706.
J. R. Taylor, Curious Habit of the English Sparrow ib. 706.
A. R. Der Sperling in America. Orn. Centralbl. 159.
K. Beyer, Ruhejjlatz eines Sperlings an einem elektrischen
Läutewerk ib. 42.
Elliott Coues, History of the Evening Grosbeak (Hesperi-
phona vespertina) Bull. Nutt. Orn. Club IV, 65.
der Vögel während des Jahres 1879. 76
G. H. Morgan, Breeding Snow Birds Forest and Stream XI,
22, 1878 (Junco hyemalis).
H.W. Henshaw, Melospiza meloda and its Allies Bull. Nutt.
Orn. Club IV, 155.
W. A. Jeffries, The Ipswich Sparrow (Passerculus princeps
Maynard) ib. 103.
G. H. Ragsdale, Song of Cassin's Finch (Peucaea Cassinii)
Science News I. N. 9, 134.
W. Brewster, Notes on the habits and distribution of the
rufons — crowned Sparrow (Peucaea ruficeps) Bull. Nutt. Orn. Club
IV, 47.
Fünf Exemplare vonPyrrhula major von Herrn von Tschusi
zu Schmidhoffen bei Hallein erlegt. Pelzeln Mitth. Orn. Ver.
Wien 19.
V. Tschusi, Einige Bemerkungen über unsere Rothgimpel
ib. 34.
Fr. Arnold, Zur Kenntniss von Pyrrhula vulgaris. Gefied.
Welt 339.
Dr. K. Russ, Der Kanarienvogel, seine Naturgeschichte, Pflege
und Zucht. Hannover 1880 (Dec. 1879) 8.
Le Serin rouge Les Mondes T. 49 N. 2, 50 (effet d'une nour-
rituro speciale.)
F. Otto, Ueber Verpflegung und Züchtung der rotlien Ka-
narien. Jahresber. (1878) d. Orn. Gesellsch. in Basel.
W. Clark, Englische Farben-Kanarienvögel. Gefied. Welt 36,
45, 65 (Crested Norwich) 98, 108.
A. F.Wiener, Zur^Fütterung der englischen Farbenkanarien
ib. 122.
G. Lange, lieber Färbung der Kanarien ib. 424.
K. Treu, Ueber Kanarienzucht und Kanarienhandel. Jahres-
ber. (1878) d. Ornith. Gesellsch. in Basel.
H. Krause, Mittheilungen über Kanarienzucht. Gefied. Welt
120 u. 188.
C. Kar ras, Zur Kanarienliebhaberei und Zucht ib. 178.
W. ß Ocker, Mittheilungen aus der Kanarien- Vogelstube ib.
264 u. 279.
A. M. Zur Kanarienvogelzucht ib. 350.
L. Schmidt. Wie ich meine jungen Kanarien aus der Flug-
hecke (Flugkäfig) fange ib. 382.
W. Bock er, Ueber das Heraushängen der Kanarien auf die
Strasse ib. 133.
R. Maschke, Vielweiberei oder Einweiberei in der Kanarien-
zucht ib, 288 u. 304.
H. Lauth, Einige Bemerkungen zu dem Artikel „Vielweiberei
oder Einweiberei in der Kanarienzucht* ib. 400.
76 Pelzeln: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
W. Böcker, Vielweiberei oder Einweiberei in der Kanarien-
zucht ib. 411, 422 u. 434.
A. Ladewig, In welcher Weise Hesse sich eine Entschei-
dung herbeiführen, ob in der Kanarienzucht Einehe oder Vielweiberei
vorzuziehen sei ib. 473.
Schüler, Parzucht oder Vielweiberei in der Kanarienzucht
ib. 547.
H. Lamprecht, Bastardzucht zwischen einheimischen Finken
und Kanarien ib. 148.
F. C. Blauw, Bastardzucht zwischen Fringilla cucullata Swains.
und einem Kanarienweibchen ib. 278.
K. Billin, Zur Kanarienbastardzucht ib. 445.
W. Böcker, Die Mauserkrankheit der Kanarien ib. 75 u. 87.
F. Dubiel, Die Krankheit meiner Kanarien vom 15. November
bis 1. December 1878 ib. 320, 341 u. 360.
A. Ladewig, üeber Schweisssucht bei den Kanarienweibchen
ib. 391.
F. Haase, Krankheits- und Sectionsbericht über zwei Ka-
narienhähne ib. 482.
F. Klipper t. Ein Mittel gegen die Unterleibsentzündung der
Kanarien ib. 515.
Dr. W. Jantzen, Zur Kenntniss von Sporophila intermedia
Cb. u. plumbea Pr. Wd. ib. 65.
Neue Arten: Fringilla Anna Dole Hawaiian Annual 1879?
et Ibis 1880, 241 Hawaii. — Peucaea ülinoensis R. Ridgway (aesti-
valis ante) Bull. Nutt. OrD. Club IV, 218 S. Illinois, Central - Texas.
— Loxia atrata E v. Homeyer Journ. f. Orn. 179 Nord-America.
— Linaria brunnescens E. v. Homeyer ib. 184 Lappland, Grön-
land, Schweden (Linota Hornemanni Dresser part.) — L. sibirica
Severzov (in lit.) Linota exilipes (Dresser part, Fringilla linaria Mid-
dend. part.) E. von Homeyer ib. 185 Boganida Middend. , Onon,
Baikal.
Neue Subspecies: Passer domesticus subsp, caucasica Bog-
danow Vög. d. Kaukasus 59.
Neue Var. : Carduelis major Taczanowski Proc. Z. S. 672
Turkestan Capt Garlinski.
Abbildung: Carpodacus roseus Gould B. Asia P. XXXI
t. 12.
Emberizidae. H. Gaetke, Der Gimpel-Ammer, Emberiza pyr-
rhuloides auf Helgoland erlegt. Orn. Centralbl. 86.
Neue Gattung: Py rrhiilorhyneha Dr. 0. Finsch Verh.
zool. bot. Ges. Wien XXIX, 218 (Emberiza pyrrhuloides Pall.)
Abbildungen: Emberiza passerina Pall. Seebohm Ibis t. 1,
f« L — E. yessoensis (Swinh.) Seebohm ib. f. 2. — ürocynchramus
Pylzowi Gould B. Asia P. XXXI, t. 11.
der Vögel während des Jahres 1879. 77
Älandidae. L. Liebe, lieber Alauda cristata. Ornith. Cen-
tralbl. 146.
Neue Gattung: Spilo corydoii Reichenow Orn. Centralbl.
155 u. Journ. f. Orn. 354 (Sp. hypermetrus n. sp.).
Neue Arten: Alauda poecilosterna Reichenow Orn. Central-
blatt 155 u. Journ. f. Orn. 353 Ostafrica Dr. Fischer. — Spüocory-
don hypemietrus Reichenow ib. 155 u. 354 Ostafrica Dr. Fischer. —
Calandrella tibetana W. E. Brooks Stray Feath. VIII, 488 (nach A.
Hume ib. = C. acutirostris Hume) Tibet.
Goliidae. Neue Art: Colius leucocephalus Reichenow Orn.
Centralbl. 114 u. Journ. f. Orn, 341 Ostafrica Dr. Fischer.
Musopl^agidae. Prof. Cabanis, Ueber Corythaixarten. Journ.
f. Orn. 445.
0. Schuett, lieber das Leben von Corythaixarten ib. 446.
Neue Art: Corythaix Schuetti Caban. Orn. Centralbl. 180
u. Journ. f. Orn. 445; Schuett ib. 446 S. W. Africa H. 0. Schuett.
Opisthocomidae- A. H. Garrod, Notes on Points in the Ana-
tomy of the Hoatzin (Opisthocomus cristatus). Proc. Z. S. 109.
Bucerotidae. D. G. Elliot A Monograph of the Bucerotidae
or family of the Hornbills sm. folio Part VI, 1878.
C. T. Bingham, Notes on the Nidification of some Hornbills
Stray Feath. VIII, 459 auch Eier.
W. Ottley, A Description of the Vessels of the Neck and
Head in the Ground. — Hornbill (Bucorvus abyssinicus). Proc. Z.
S. 461 mit Holzschn.
Abbildungen: Penelopides Manilae (Skelet) D. A. B.Meyer
Abbild. V. Vogel-Skel. I., t. IV. — Ceratogymna elata D. G. Elliot
Monogr. Bucerot. t. — Hydrocissa exarata ib. — Anthracoceros frater-
culus ib. — Rhytidoceros subruficollis ib. — Tockus erythrorhynchus
ib. — Bucorvus pyrrhops ib. — B. abyssinicus, Gefässe von Nacken
und Kopf W. Ottley Proc. Z. S. 463 f. 1, 465 f. 2, 467 f. 3.
Scansores.
A. B o u v i e r , Tableau des Grimpeurs europeens Guide du
Naturaliste N. 10, 124.
Rhamphastidae. H. Sehe üb a, Papageichen, Loris und Pfeffer-
fresser. Gefied. Welt 501.
Psittacidae. Dr. Reichenow, Vogelbilder aus fernen Zonen.
Papag. Lief. DI, t. 7—9.
Dr. A. Reichenow, Iconographie -der Perroquets de voliere
edit. frang.
78 Pelzeln: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
Dr. A. Reichenow, Ein Streifblick auf das Leben der Papa-
geien. Deutsche Acclimat. 25.
Dr. K. R u s s j Fremdländische Stubenvögel. Bd. III. Lief.
2—7. •
F. L. Sclater, Remarks on some Parrots living in the Socie-
tys Gardens Proc. Z. S. 299 t. 28.
Dr. A. B. Meyer, Field Notes on the Birde of Celebes Part I
Psittaci S. 43, Rapaees and Picariae.
E. Linden, Papageienkleider nach dem Leben beschrieben.
Orn. Centralbl. 84 u. 127.
Dr. H. Baumgartner, Etwas für Besitzer von Papageien.
Zool. Gart. 186.
E.Rüdiger, Aus meiner Vogelstube. III Sittichtypen. Mitth.
orn. Ver. Wien 68.
A. Frenzel, lieber den Gesang mancher Papageien, insbeson-
dere des Pflaumenkopfsittichs. Gefied. Welt 25.
Dr. H. Scheuba, Mittheilungen über verschiedene Papapeien
ib. 303 u. 340.
H. Scheuba, Papageichen, Loris und Pfefferfresser ib. 500.
M. Braun, Aus der Entwicklungsgeschichte der Papageien.
Verh. phys. med. Ges. Würzburg N. F. 14. Bd.
Max Braun, Sur le developpement des Perroquets in Revue
internationale des Sciences 1879 N. 10.
Dr. K. Russ, Die Plattschweifsittiche (Platycercus Vgs.) aus
dem Werke: Die fremdländischen Stubenvögel. Gefied. Welt 210,
219, 254, 492, 502, 513.
V. Schlechtendal, Die Plattschweifsittiche des Herrn A.
Köhler in Weisseufels, Monatsschrift d. deutsch. Vereins z. Schutz
d. Vogelw. 124.
H. Scheuba, Ueber das Weibchen von Platycercus Barra-
bandi. Orn. Centralbl. 70.
W. N i e m e y e r , Beobachtungen und Züchtungserfolge bei
einigen Papageien. Zool. Gart. 193 (Platycercus haematonotus).
E. Rüdiger, Zur Zucht des Schönsittich (P. pulchellus Shw.
Gefied. Welt 433 u. 454.
Erfolg in meiner Nymphenzucht des Jahres 1878 ib. 381.
R. B. Sharpe, Ueber Aprosmictus chloropterus Ramsay Journ.
Lion Soc. London Zool. XIV, 626.
R. B. Sharpe, Aprosmictus chloropterus Ramsay = A. Broad-
benti Sharpe Ibis 367.
W. A. Forbes, On the Systematic Position of the Genus La-
thamus of Less. Proc. Z. S. 166 t. 16 m. Holzschnitten.
M. Braun, Die Entwicklung des Wellenpapageis (Melopsit-
tacus undulatus) in Arb. Zool. zoot. Instit. Würzb. 5. Bd. 16 1—204
mit 2 Taf.
der Vögel während des Jahres 1879. 79
Leroy, La Perruche ondulee. Education, acclimatation, repro-
duction. Paris 1879. 8. fig.
W. Bauer, Ein sprechender Wellensittich. Gefied. Welt 35.
E. Rüdiger, Nützlichkeit überzähliger Wellensittichmännchen
in der Heckstube ib. 370.
Van der Snickt, Züchtung gelber Wellensittiche ib. 434.
A.Schuster, Schreck als Todesursache (bei Wellensittichen)
ib. 505.
Dr. K. Russ, Wiederum ein Züchtungserfolg ib. 461 (Be-
schreibung des Jugendkleides von P. petrophilus Gld.)
Dr. Reichenow, lieber Palaeornis rosa u. P. cyanocephalus.
Journ. f. Orn. 211.
P. L. S c 1 a t e r , Ueber Ära glauca und seine Verwandten.
Proc. Z. S. 881.
Burmeister, üeber Conurus hilaris Arch. f. Naturg. 1879, I
Hft. 100.
Prof. Cabanis, Ueber Conurus cactorum, pertinax, xantho-
laemus und ocularis. Unterscheidung d. Arten. Journ. f. Orn. 222
Graf Berlepsch, hiezu ib. 223.
■H. Nehrling, Conurus carolinensis. Gefied. Welt 23.
E. L. Layard, Beobachtungen an einem lebenden Paar von
Lorius chlorocercus Gould. Ibis 365.
Dr. 0. Fi n seh, Ueber Domiceila Kuhli. Journ. f. Orn. 330.
Salvador i, Ueber Chalcopsittacus insignis (Bruijini) Ibis 105
(ob nicht Psittacus Stavorini Less.?}.
H. Fiedler, Edelpapageien und Pinselzüngler. Gefied.
Welt 400.
J. D. E. Schmeltz, Ueber Edelpapageien (Eclectus). Ornith.
Centralbl. 47.
Dr. A. B. Meyer, Beitrag zur Kenntniss der Edelpapageien.
Gefied. Welt 185.
A. Frenzel, Zur Kenntniss der Edelpapageien und der Papa-
geichen in der Vogelstube ib. 391.
A. Frenzel', Ueber Edelpapageien ib. 421.
W. A. F 0 r b e s , On the Systematic Position and Scientific
Name of „Le Perroquet mascarin" of Briss. Ibis 303 mit Holzschn.
Dr. Menzies Memorandum of the Kea (Nestor notabilis)
Transact. N. Zeal. Instit. XI 1878, 376.
A. Reischek, Ueber Nestor notabilis. Mitth. Orn. Ver.
Wien 189.
V. Schlechtendal, Ueber Langflügelpapageien. Monatsschr.
deutsch. Ver. Schutz Vogelw. 1879, 13.
Dr. Lazarus, Ueber den Graupapagei. Gefied. Welt 481
u. 490.
C. K. Heilung eines Jako ib. 534.
80 Pelz ein: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
Dr. Lazarus, Zur Kennzeichnung der Amazonenpapageien
mit vergleichender Berücksichtigung der Graupapageien ib. 13.
Prof. Cabanis, lieber die Gattung Psittacula und die System.
Stellung von Psittinus incertus. Journ. f. Orn. 210.
Dr. K. Russ, Die Zucht des Psittacus pullarius L. Gefied.
Welt 2.
Dr. K. Russ, Der grauköpfige Zwergpapagei, Psittacus canus
Gm. (aus dem Werke: Die fremdländischen Stubenvögel) ib. 532
u. 544.
Dr. G. Hartlaub, On Agapornis Swinderniana Ibis 84.
Neue Arten: Äprosmictus callopterus d'Albertis e Salvad.
Annal. Mus. Genova XIV, 29 Fly River, N. Guinea. — A. Broadbenti
Sharpe Ann. nat. bist. 5 ser. III 313 et Journ. Linn. Soc. London
Zool. XIV, 626 S. 0. N. Guinea. — Psittacus roseocepfialus Russ
(Bodini) Gefied. Welt 231. — Trichoglossus caeruleiceps d'Albertis
e Salvad. Annal. Mus. Genova XIV, 41 Fly River. — Cliarmosyna
Margaretliae Tristram Ibis 442 Salomon Ins. Lieut. Richards. —
Tanygnathus Burbidgii R. B. Sharpe Proc. Z. S. 313 Sula Ins.
Neuer Artname: Mascarinus Duboisi W. A. Forbes Ibis
306 (Coracopsis mascarina).
Abbildungen: Nymphicus cornutus Sclater Proc. Z. S. t. 44.
— Äprosmictus callopterus Gould B. N. Guinea T. X. — Brotogerys
tirica (Skelet) Dr. A. B. Meyer Abbild. Vog.-Skel. I, t. III. — Sit-
tace glauca Vieill. Reichenow Vogelb. aus fernen Zonen III, t. 9. —
S. hyacinthina Lath. ib. — S. severa L. ib. — S. chloroptera Gray
ib. — S. macao ib. — S. maracana Vieill. ib. — S. auricoUis Cass.
ib. — Trichoglossus cyanogrammus Wagl. ib. t. 8. — T. Massenae
Bp. ib. — T. chlorolepidotus Kühl ib. — T. Novae HoUandiae Gm.
ib. — T. rubritorquatus V. et H. ib. — T. haematodes L. ib. —
T. ornatus L. ib. — Charmosyna Margarethae Tristram Ibis t. 12. —
Ch. Josephinae (Skelet) Dr. A. B. Meyer Abbild. Vogel - Skelete I,
t. II. — Loriculus philippensis (Skelet) ib. t. IL — Dasyptilus Pec-
queti ib. t. I. — Mascarinus Duboisi Forbes, Holzschnitt d. Kopfes
Ibis S. 304, d. Füsse S. 305. — Caica xanthomera Sclater Proc. Z.
S. t. 28. — Poeocephalus Meyeri Rüpp. Reichenow Vogelb. f. Z. III
t. 7. — P. senegalus L. ib. — P. Bueppelli Gray ib. — Psittacus
timneh. Fräs. ib. — P. erythacus L. ib. — Poeocephalus robustus
Gm. ib. — P. Gulielmi Jard. ib. — Coracopsis vaza Shaw ib. —
Cyclopsitta ^iophthalma Gould B. N. Guinea P. IX. — C. aruensis
Gould ib. — C. cervicalis ib. P. X. — Holzschnitte: W. A. Forbes
Proc. Z. S. 171, Kopf und Fuss von Lathamus discolor f. 1 u. 2, von
Psephotus haematogaster f. 3 u. 4, v. Trichoglossus concinnus f. 5
u. 6, t. 16, f. 1 u. 2. Rücken- und Seitenansicht von Lathamus
discolor, um die Pterylose zu zeigen, f. 3, 4. Dasselbe von Platy-
cercus Pennantii, f. 5 u. 6 von Trichoglossus concinnus, f. 7, Mandi-
der Vögel während des Jahres 1879. 81
bula von Eos rubra, f. 8 von Lathamus discolor, f. 9 Schädel von
Eos rubra, f. 10 von Lathamus discolor, f. 11 Becken von Lorius
tricolor, f. 12 von Lathamus discolor.
Gapitonidae. Neue Arten: Pogonorhynchus affinis Shelley
Proc. Z. S. 680 Natal Mr. Arnold. — Barhatula afßnis Reichenow
Orn. Centralbl. 114 u. Jouru. f. Orn. 342 Ostafrica Dr. Fischer.
Ficidae. E. v. Homeyer, Die Spechte und ihr Werth in
forstlicher Beziehung. Frankfurt a. M. 1879. 8. 1. u. 2. Aufl.
Prof. A 1 1 u m , Zur Spechtfrage. Erklärung. Ornith. Central-
blatt 98.
E. V. Homeyer, Zur Spechtfrage ib. 114.
Dr. J. Lind ah 1, Some new Points in the Construction of the
Tongues of Woodpeckers Americ. Naturalist January 1879 , 43 mit
Holzschnitt.
H. B. Tristram, Description of a new Woodpecker from the
Island of Tzus Sima near Japan Proc. Z, S. 386, t. 31.
R. B. Sharpe, Beschreibung eines von Sasia abnormis (Temm.)
abweichenden Exemplares. Ibis 243.
Ch. Aid rieh, Habits of the Red Headed Woodpecker Amer.
Naturalist 522.
Prof. AI tum: Am 25. December zweimal Apternus tridactylus
zu Eberswalde beobachtet. Journ. f. Orn. 217.
H i 1 1 m a n n , Auffallende Erscheinungen an Grünspechten. Orn.
Centralbl. 99.
A. Hume, Our Burmese Thriponax to stand as feddeni and
not crawfurdi , which later äs quite distinct. Stray Feath. VIII,
409.
G. H. Ragsdale, Centurus aurifrons, eastern and northern
limit in Texas Science News I. 20, 320.
A. Hume, The Malaccan Miglyptes probably distinct from
the Javan tristis and if so should stand as grammitborax Stray
Feath. VIII, 497.
Neue Arten: Picus Poelzami Bogdanow Vög. d. Kaukasus
121 Kaukasus. — P. Harmancli Oustalet Bull. Soc. Philomath. Paris
1879 July 12 Laos M. Harmand. — P. incognitus Scully Stray Feath.
VIII, 246 Nepal. — Dryocopus Bichardsi Tristram Proc. Z. S. 386
Ins. Tzus Sima bei Japan. — Dendropicus Sharpii Oustalet Nouv.
Arch. Mus. h. n. 2 ser. II, 62 Ogooue. — Chrysophlegma mystacdlis
Salvad. Annal. Mus. Genova XIV, 182 W. Sumatra S. Beccari. •—
Hypoxanthus aequatorialis Dubois Bull. Acad. Belgique 2 ser. XLVII
Juni 1879 Ecuador.
Abbildungen: Brachypternus ceylonus Legge B. Ceylon II
t. — B. puncticollis ib. t.
Guculidae. H. Schlegel, Ona new Species of Cuckoo from
Madagascar Notes from the Leyden Museum XXIV, 99.
Arch. f. Naturgesch. XXXXVI. Jalirg. 2. Bd. F
82 Pelzein: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
Miss Fanny Miller, Strange Story of a California Bird (Geo-
coccyx californianus) Bull. Nutt. Orn. Club IV, 109.
H. G 0 e b e 1 , Beiträge zur Geschichte des Cuculus canorus.
Journ. f. Orn. 169.
0. du Murs, La verite sur le Coucou. Paris 1879. 8.
Pralle, Zur Fortpflanzungs-Geschichte des Kukuks. Entgeg-
nung und Nachtrag (Schluss). Orn. Centralbl. 17 E. v. Homeyer.
Bemerkung hiezu ib. 38.
V, Arnsberg, Ein Erlebniss mit einem jungen Kukuk. Mit-
geth. V. Pralle ib. 16.
Ad. Walter, Bevorzugte Plätze beim Nestbau, zugleich einige
Bemerkungen über den Kukuk ib. 165 u. 173.
Th. Bodin, Der Kukuk und sein Küster im Volks- und Dich ter-
raunde. Gefied. Welt 34, 44 u. 54.
Dr. Hermes, Zur Kenntniss des Kukuks in der Gefangen-
schaft ib. 263.
Dieterich, Kukuk und Spötterchen ib. 489.
de Rougemont, Catalogue des oeufs de Coucou de la col-
lection de M. L. Nicoud a la Chaux de Fond, accompagne de notes
et de la description de chaque oeuf av. pl. col. Bull. Soc. Sc. nat.
de Neufchatel 1879, XI.
de Rougemont, Observations sur quelques oeufs du Coucou
cendre {Cuculus canorus L ) ib. 3.
Henri ci. Ein blaues Kukuksei im Neste von Sylvia rubecula.
Journ. f. Orn. 440.
W. L. Buller, Remarks on the Long-tailed Cuckoo (Eudy-
namys taitensis) Trans. N. Zeal. Instit. XI, 353.
Neue Arten: Cuculus Audeberti Schlegel Notes Leyden
Museum N. 2, April XXIV, 99 Madagascar. — G. validus Reichenow
Orn. Centralbl. 139 u. Journ, f. Orn. 341 Ostafrica Dr. Fischer. —
Chrysococcyx flavigularis Shelley Proc. Z. S. 679 Fantee. — Serico-
somus sp. ine. (wohl Coua Raynaudii juv.) E. Bartlett Proc. Z. S.
771 Madagascar Mr. Waters.
Abbildungen: Centropus chlororhynchus Legge B. Ceylon
II t. — Chrysococcyx flavigularis Shelley Proc. Z. S. t. 50.
Columbae.
Columbidae. W. A. Haswell, The Myological Characters of
the Columbidae Proc. Linn. Soc. N. S. Wales IV, P. III, 306.
J. D. E. S c h m e 1 1 z, D. G. Elliot: the Fruit Pigeons of the
Genus Ptilopus Verh. Ver. naturwiss. Unterh. Hamburg 1877 (1879)
177—180.
der Vögel während des Jahres 1879. 83
T. Salvador!, A few Remarks on Mr. Elliots paper „On
the Fruit-Pigeons of the Genus Ptilopus" Proc. Z. S. 61.
E. L. Layard, lieber D. G. Elliots Aufsatz über das Genus
Ptilopus ib. 385.
R. Landauer, Exotische Tauben. Monatsschr. d, Ver. Schutz
Vogel w. 193.
H. Schlegel, Ona New Species of Treron from the Island
of Sumba (Sandelwood) Notes Leyden Mus. XXVI, 103.
P. L. Sclater, Ueber Carpophaga van Wicki Cass. u. C. rho-
dinolaema Sei. Proc. Z. S. 218.
H. Viallane, N^te sur le tube digestif de Carpophaga Go-
liath. Annal. d. Sc. nat. (6) T. 7 art. 12 cum tab.
T. Salvador!, Ueber Verbreitung der Arten des Subgenus
Globicera. Ibis 364.
Salvador!, Trerolairaa Leclancheri Bp. = Leucotreron Gi-
ronieri Ibis 106.
E. A. Butler, Wood-pigeons in Sind Stray Feaih. VIII, 500.
A. B. B r 0 o k e , Ueber Columba oenas in England (nistend).
Ibis 112.
. Text von Columba livia Dresser B. Eur. LXXV— LXXVI.
Tegetmeier Moore: Columbarium or the Pigeon House. In-
trod. to the Nat. Hist. of tarne Pigeons London 1735 Facsimile
reprint. London 1879. 8.
La Perre de Roo, Monographie des pigeons domestiques
(Carrier, Dragon, Romain, Cravate) L. Acclimatation 1879.
L. W h r i g t , The practical Pigeon Keeper. London 1879.
8. flg.
De Duivenliefhelber Werkblad v. maatshappijev en liefhelber
14. Jahrg. Antw. 1879.
L'E p e r V i e r , Moniteur des Societes pigeonnieres Ann. 15
Bruxelles.
Zaborowski, La migration des animaux et le pigeon voya-
geur. Paris 1879. 16.
C. Löper, Die Brieftaube. Strassburg 1879.
Bertrand, Pigeons voyageurs. Les voyages au long cours
suivis des voyages d'aller et retour Liege.
Brieftauben im Hochgebirge (aus „Alpenrosen"). Gefiederte
Welt 480.
J. H. Mac Quill en , Recovery of all the faculties on a Pigeon
from which four fifths of the upper portion of the cerebrum had
been removed Proc. Acad. Philad. 1878 P. III, 342.
H. Rabe, Züchtung der Wandertaube in Gefangenschaft.
Monatsschr. deutsch. Ver. Schutz Vogelw. 133.
Prof. A. Newton, Ueber (die ausgestorbene) Alectoroenas
84 Pelze In: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschiclite
nitidissima , von welcher ein Ex. im Edinburger Museum sich be-
findet. Proc. Z. S, 2.
V. Rosenberg, Lebensw. von Goura. Malayisch. Arch. II,
N. Guinea.
Dr. A. B. Meyer, Eine Bemerkung über die Krontauben
Neu-Guineas und der umliegenden Inseln. Gefied. Welt 319.
L. Schmidt, Der Kronvogel oder die Krontaube (Columba
coronata L.) ib. 286.
Neue Arten: Treron Teysmannii Schlegel Notes Leyden Mus.
XXVI, 103 Ins. Sumba. — Ptilopus ceraseipectus Tristram Ibis 442
Salomon Ins. Lieut. Richards. — Carpophaga (Gldbicera) Richardsi
ib. 443 Salomon Ins. L. Richards. — Janthoenas Leopoldi Tristram
ib. 193 N. Hebriden Mr. Layard. — Macropygia ^rossi Tristram ib.
443 Salomon Ins. L. Richards. — M. rufocastanea E. P. Ramsay
Proc. Linn. Soc. N. S. Wales IV, P. III 314 (M. sp. Ramsay ib. I
73) Salomon Inseln. — Sphenocercus etorques Salvad. Annal. Mus.
Genova XIV, 244 W. Sumatra S. Beccari. — Leptoptila megalura
Sclater et Salv. Proc. Z. S. 640 Bolivien Mr. Buckley.
Abbildungen: Ptilopus speciosus Gould B. N.Guinea P. IX.
-^ Pt. bellus ib. — Pt. Rivolii ib. -— Otidiphaps nobilis (Skelet)
Dr. A. B. Meyer Abbild. Vogel-Skel. I, t. VIII.
Dididae. Edw. Newton and J. W. Clark, On the osteology
of the Solitaire (Pezophaps solitaria Gml.) Philos. Transact. London
Vol. 168, extra Vol. 438, t. 44—50.
Abbildungen: Pezophaps solitaria Osteology Edw. Newton
«nd J. JV. Clark Philos. Transact. London Vol. 168, extra Vol. t.
44—50.
Gallinae.
Cracidae. P. L. Sclater, Supplementary Notes on the Curas-
80WS now or lately living in the Society 's Gardens Transact. Zool.
Soc. London Vol. X, P. 13, 1879, 543 t. 89—95.
A. H. Garrod, On the Conformation of the Thoracic Ectre-
mity of the Trachea in the Class Aves Part I The Gallinae Proc.
Z. S. 354 mit Holzschn.
Neue Art: Mitua Salvini Reinhardt Vid. Medd. For. Kjöben-
havn 1879 80, Sclater Proc. Z. S. 108 Bras.?
Abbildungen: Crax globicera f. Sclater Transact. Z. S.
London Vol. X, P. 13 t. 89. — C. erythrognatha m. et f. (Kopf) ib.
t. 90. — C. globulosa f. ib. t. 91. — C. viridirostris ib. t. 92. —
C. incommoda ib. t. 93. — Nothocrax urumutum ib. t. 94. — Mitua
der Vögel während des Jahres 1879. 85
Salvini Reich, ib. t. 95. — Holzschnitt der Trachea von Aburria
carunculata A. H. Garrod Proc. Z. S. 379, f. 34, 35.
Megapodidae. Schlegel, On Talegallus pyrrhopygius Notes
Leyden Mus. N. 3, Note XXXIX 159.
Neue Arten: Talegallus pyrrhopygius Schlegel Notes Leyden
Mus. XXXIX 159 Neu Guinea? — Megapodius Layardi Tristram
Ibis 194 N. Hebriden Mr. Layard; vgl. auch E. L. Layard Ibis 485.
Phasianidae. P. L. Sclater, On the Breeding of the Argus
Pheasant and other Phasianidae in the Society's Gardens Proc. Z. S.
114 t. 7. 8 mit Berichten von B. Misseibrock.
Das Brüten verschiedener Fasane im Zool. Garten in London.
Schluss. Deutsche Acclimat. N. 12, 45.
A. H. Garrod, On the Conformation of the Thoracic Extre-
mity of the Trachea in the Class Aves Part. I The Gallinae Proc.
Z. S. 354 mit Holzschnitten.
Sharp e, Eier von Argusianus Grayi (EUiot) Ibis 267, Euplo-
comus ignitus ib. 278.
J. Gatcombe, Hybrid Pheasant and Blackcock Zoologist
Febr. 60.
A. Hume, The Koklass Pheasants of the Ilimalayas (Puerasia)
Stray Feath. VHI. 445.
G. F. L. Marshall, On a new Pheasant from the North-west
Himalayas Ibis 461.
R. B. Sharpe, Ueber Lobiophasis Bulweri (castaneicaudatus
m. j.) Proc. Z. S. 109. Ibis 267.
D. G. E 1 1 i 0 t , Berichtigung zu seinem Artikel über Euplo-
camus ignitus (Ibis Oct. 1878 413) Ibis 1879, 221.
P e 1 z e 1 n , lieber Explocomus ignitus (Lath.) E. sumatranus
Dubois, u. E. Vieilloti Verh. zool. bot. Gesellsch. Wien XXIX, 580.
Salvadori, On Acomus inornatus Proc. Z. S. 651 t. 48.
Godwin Austen, Note on the Female of Lophophorus
Sclateri Jerdon from Eastern Assam Proc. Z. S. 681 t. 51.
La Perre de Roo, Monographie des races de poules (La
Fleche, Le Mans, Creve-coeur, Caux L'Acclimatation) 1879.
est. Einert, Die Hühner. Beschreibung der verschiedenen
Racen nebst einer Anleitung zum Betriebe einer rationellen Hühner-
zucht. Kaiserslautern 1879. 8.
L, Jacque, Le Poulailler, monographie des poules indigenes
et exotiques, amenagement, elevage, hygiene etc. 4. ed. avec fig.
Paris 1879. 18.
Ne bring, Ueber einen tarso-metatarsus vom Hausbahn aus
der Nenkendorfer Höhle (Franken). Zeitschr. f. d. ges. Naturwiss.
3 F. IV, 470.
Dr. 0. Taschenburg, Hahnenkopf mit aufgewachsenem
Sporn ib. 147.
86 Pelz ein: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
Bartels, Sonderbarkeiten (biologische des Haushahns) Deutsche
Acclimat. N. 12, 46.
Pelzeln, üeber Bastardhähne aus Java. Mitth. Orn. Verein
Wien 87.
K. Scholz, Ein Zwergkämpfer seine Jungen führend ib. 88.
A. Hume, Ceriornis Temminckii J. E. Gray? Stray Feath.
VIII, 201.
Col. H. H. God win-Austen, Notes on and Description of
the Female of Ceriornis Blythii Jerdon Proc. Z. S. 457 t. 39.
M. J. Schuster, Das Truthuhn. Kaiserslautern 1878. 8.
Neue Arten: Pucrasia JBiddulpM G. F. L. Marshall Ibis
461 N. W. Himalaya. — Euplocomus swmatranus Dubois Bull. Acad.
Belgique 2 ser. XLVIl Juin 1879 Sumatra. — Acomus inornatus
Salvad. Annal. Mus. Genova XIV, 250 et Proc. Z. S. 651 W. Suma-
tra S. Beccari. — Gallus stramineicolUs Sharpe Proc. Z. S. 317
Sulu Ins.
Abbildungen: Argus giganteus m. pull. Sclater Proc. Z. S.
t. 7. — Phasianus colchicus Dresser B. Eur. LXXV— LXXVI. —
Acomus inornatus Salvad. Proc. Z. S. t. 48. — Lophophorus Scla-
teri Jerd. fem. Godwin-Austen Proc. Z, S. t. 51. — Gallus bankiva
(Skelet) Dr. A. B. Meyer Abbild. Vog.-Skel. I t. IX. — Crevecoeur
Hahn ib. t. X. — Ceriornis Blythii Jerd. fem. Godwin Austen Proc.
Z. S. t. 39. — Holzschnitte der Trachea von Pavo spicifer A. H.
Garrod Proc. Z. S. S. 355 f. 1,2, Argus giganteus S. 358 f. 5, 6,
Explocamus albocristatus S. 364 f. 11, 12, Phasianus colchicus S.
365 f. 13, 14, Thaumalea picta S. 366 f. 15, 16, Ceriornis Tem-
minckii S. 373 f. 24, 25, Crossoptilum mantschuricum S. 374 f. 26,
27, Numida cristata S. 375 f. 28, 29, Meleagris gallopavo S. 376 f.
30, 31, Gallus bankiva S. 378 f. 32, 33. — Eier von Argus gigan-
teus Sclater Proc. Z. S. t. 8, f. 1, Polyplectron chinquis ib. f. 2,
Ceriornis Temminckii ib. f. 3, C. satyra ib. f. 4, Crossoptilon mant-
churicum ib. f. 5.
Tetraonidae. A. H. G a r r o d , On the Conformation of the
Thoracic Extremity of the Trachea in the Class Aves P. I The
Gallinae Proc. Z. S. 354 mit Holzschnitten.
Eisner, Der wirksamste Schutz für Rebhühner. Monatsschr.
deutsch. Ver. Schutz Vogelw. 60.
Henrici, Ueber Eier von Perdix cinerea. Journ. f. Orn. 440.
C. Sachse, Durch einen Schneeball festgehaltene Feldhühner.
Orn. Centralbl. 15.
G. Hartlaub, Ueber eine neue Wachtel von der Duke of York
Gruppe Ver. f. naturw. Unterh. Hamburg Sitzungsber. VII.
L.Bureau, Sur la mue de Coturnix vulgaris Bull. Soc. Zool.
France 1879 Proc. Verb. XL
der Vögel während des Jahres 1879. 87
Lacroix, La perdrix gambra Soc. hist, nat. de Toulouse 1878
fsc. 2.
V. T a c h u s i , Die europäischen Steinhühner (Caccabis) „Der
Waidmann", red. von R. v. Schmiedenberg, 1879, N. 16, 17, mit
Holzschnitten d. Köpfe von C. saxatilis, chukor, rufa, petrosa.
Dr. 0. Fi n seh, Ueber Tetraogallus himalayensis Gray. Verb,
zool. bot. Gesellsch. Wien XXIX, 237.
Dr. W.Wurm, Die deutschen Waldhühner (Abschn. I, Jahrg.
1878) II. Das Auerhuhn. Zool. Gart. 20, 38, 86, 115, 149, 171, 238,
275, 293, 336 u. 368.
Norwegische Auerhühner in Sachsen. Zool. Gart. 158.
J. A. Harvie Brown, The Capercaillie in Scottland. Edin-
burg 1879. 8.
Kronprinz Rudolf von Oesterreich, Ueber den Rackelhahn.
Illustr. Jagdzeitung. Jahrg. VI.
Dr. W. Dybowsky (in Nienkow), Ueber Tetrao medius. Zool.
Anzeiger N. 34, 400.
Nehring, Ueber Reste vom Birkhuhn, Moorschneehuhn u. s. w.
Zeitschr. f. d. ges. Naturwiss. III, F. IV, 470.
A. Nehring, Fossilfunde von Schneehühnern (Lägopus albus)
in Deutschi, in ,.Die Natur« (Ille u. Müller) 1879 N. 45, 570.
Dr. 0. Finsch, Ueber Lagopus albus Gm, und dessen Kleider.
Verh. zool. bot. Gesellsch. Wien XXIX, 234.
Neue Gattung : Uaematortyx Sharpe Ibis 266 (H. sanguini-
ceps Sharpe n. sp.)
Neue Arten: Pternistes Lucani Bocage Jörn. Sc. Math.
Phys. Nat. Lisboa XXV, 68 Laudana W. Africa. — Francolinus Pe-
liti ib. Landana (Nach Bocage = Fr. squamatus Cass. Journ. für
Orn. 423). — Peloperdix rubrirostris Salvad. Annal. Mus. Genova
XIV, 251 W. Sumatra S. Beccari. — Bambusicola hyperytJira Sharpe
Ibis 266 Borneo. — Haematortyx sanguiniceps Sharpe ib. Borneo.
— Excalfactoria lepida Hartl. Ver. f. naturwiss. Unterh. Hamburg
Sitzgsber. VII Herzog Yorks Gruppe.
Abbildungen: Bambusicola hyperythra Gould B. Asia P.
XXXI t. 7. — Haematortyx sanguiniceps ib. t, 6. — Tetrao Mloko-
siewitzi ib. t. 5. — Caccabis saxatilis, chuckor, rufa, petrosa. Holz-
schn. d. Köpfe v. Tschusi. Der Waidmann 1879. — Lagopus rautus
Giglioli e Manzella Iconogr. Avif. Ital. t. 3. — Holzschn. d. Trachea
von Caccabis chuckar A. H. Garrod Proc. Z. S. S. 357 f 3, 4, Lo-
phortyx californicus S. 360 f. 7. 8, Coturnix communis S. 362 f. 9,
10, Lagopus scoticus S. 367 f. 17, 18, Tetrao tetrix m. S. 369 f. 19,
T. urogallus f. S. 370 f. 20, 21, Perdix cinerea S. 371 f. 22, 23.
88 Pelz ein: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
Strnthiones.
Struthionidae. J. de Mosenthal and J. E. Karting,
Ostriches and Ostrich Farming New edit. London 1879. 8.
0, Taschenberg, Mageninhalt eines jungen Strausses. Zeit-
schr. f. d. ges. Naturwiss. III F. 1879 625.
Creput, Incubation artificielle des oeufs d'antruche en Al-
gerie. Paris.
J. Oudot et G. Privat, Incubation artificielle des oeufs
d'Antruche en Al^erie Bull. Soc. d'Acclimat. Paris.
Rheidae. Breeding of Darwins Rhea (Nest und Eier von Rhea
Darwini) nach Mr. Beerbohms Wanderings in Patagonia Ibis 385.
Dr. M. Schmidt, lieber eine im zool. Garten zu Frankfurt
verendete Rhea americana. Zool. Gart. 283.
Gasuariidae. Salvadori, lieber Casuar- Arten. Ibis 105.
V. Rosenberg, lieber Casuar- Arten. Malayischer Arch. P.
III 563.
Lebensweise des Casuar auf Seram v. Rosenberg. Malayisch.
Arch. II.
Pelzeln, üeber zwei Exemplare von Casuarius Beccarii in der
Kais. Menagerie zu Schoenbrunn. Ibis 376.
Commod. Hoskins and G. Brown, Briefl. Mittheilung, dass
der Moorup (Mooruk) in Neu-Irland nicht aufgefunden wurde. Proc.
Z. S. 4 (Casuarius Benneti).
Abbildungen: Casuarius Beccarii d'Albertis e Salvadori
Annali Mus. Genova XIV. Holzschnitte von Kopf und Hals S. 137,
139, 140, 141, 142, 143. — C. uniappeudiculatus v. Rosenberg. Ma-
lay. Arch. II. Holzschn. des Kopfes.
Dinornithidae. Owen, Alleged Evidence of the Moa from
feathered Ornaments of Maori Weapons Ann. nat. hist. 5. ser. IV,
169.
W. C 0 1 e n s 0 , On the Moa Proc. Hawke Bay Philos. Instit.
10. Juni 1878 vgl. Transact. N. Zeal. Instit. XI, 568.
W. D. Ca mpbell, Discovery of moabones near Marsden. Proc.
Westland Instit. 8. Jan. 1879 vgl. Transact. N. Zeal. Inst. XI, 574.
Apterygidae. A. Reischek, lieber Apteryx australis. Mitth.
Orn. Ver. Wien 103.
der Vögel während des Jahres 1879. 89
Grallae.
OtididaO' Hausmann, Ex. von Otis tetrax in Mecklenburg
geschossen. Journ. f. Orn. 211.
Hausmann, lieber das Vorkommen von Otis tetrax in Meck-
lenburg ib. 332.
Böhm, Otis tetrax in der Nähe von Hameln geschossen
ib. 217.
Dr. Sertürner, Erlegung einer Zwergtrappe bei Hameln.
Illustr. Jagd-Ztg. VI, N. 7.
K. T a n c r e , Junges Weibchen der Zwergtrappe zu Anclam
geschossen. Orn. Centralbl. 31.
Thienemann, Die Zwergtrappe als Stand- und Strichvogel.
Monatsschr. deutsch. Ver. Schutz Vogelw. 1879, 26 u. 41.
Ueber Otis Macqueeni Hausmann- Journ. f. Orn. 333, Dis-
cussion über 0. Macqueeni u. 0. Honbara ib.
Charadriadae. Dr. B r e h m , Ueber das Leben des Vanellus
gregariu^ Vieill. Journ. f. Orn. 218,
Clifton, On the small British form of Aegialitis hiaticula.
Ibis 369.
A. Hume, Aegialitis hiaticula (L.) (in Indien). Stray Feath.
Vm, 197.
Haematopodidae. P. Pavesi, A proposito di un uccello nuovo
per la fauna lombarda (Strepsilas interpres) Rendiconto Istit. Lomb.
2 ser. XII.
Gruidae. E. Lieb, Einiges über den Kanich (Grus cinerea)
in Freileben und Gefangenschaft. Gefied. Welt 129, 145, 165, 175.
Abbildung: Grus virgo Dresser B. Eur. LXXIII— LXXIV.
Ärdeidae. Noury, Ueber eine die Fische anziehende Secretion
des grauen Reihers. Reunion de Delegues d. Soc. sav. des Departm.
et le Naturaliste 123.
E. L. Layard, Ueber Ardea sacra (weisses und dunkles Ge-
fieder) Ibis 221.
H. Schlegel, On an undescribed Species of Ardea (A. Lans-
bergii) Notes Leyden Mus. XXIX, 113.
E. Schauer, Betrachtungen über die Rohrdommel. Mitth.
orn. Ver. Wien 31 u. 47.
A. Hume, On the plumage of old exemples of Butörides
javanicus Stray Feath. VIII, 410.
Neue Art: Ardea Länsbergii Schlegel Notes Leyden Mus,
N. 2. April XXIX, 113 S. Celebes.
Abbildungen: Ardea bubulcus et A. ralloides Dresser B.
Eur. LXXL— LXXVI. — Botaurus leutiginosus ib. LXXIH— LXXIV-
90 Pelzeln: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
— Nycticorax griseus ib. LXXY — LXXVI. — Becken von Nycticorax
megacephalus und N. griseus A. Günther and Edw. Newton Philos.
Trans. London Vol. 168 extra Vol. t. 41 f. G. H.
Giconiidae. Dr. Quistorp, Der weisse Storch. Ornith. Cen-
tralbl. 47.
E. Michelsen, Der weisse Storch, sein Nutzen u. Schaden.
Zeitschr. Orn. Ver. Stettin 1879, 61 u. 77.
C. Müller, Aus dem Eheleben unseres Storches. Zool.
Gart. 252.
P. L. S. nach Mittheilungen von Prof. Reinhardt über Brut-
plätze von Ciconia nigra in Dänemark. Ibis 119.
Adolf Schwab, Ueber einen in Mähren erlegten Storch (Ci-
conia Boycii?) Mitth. Orn. Ver. Wien 72 (durch einen Druckfehler
steht dort den americanischen S. Boycii statt den ostasiatischen).
H. J. Raynay, Ueber verschiedene Irisfärbung bei Dissura
episcopus Stray Feath. VIII, 417.
Dromadidae. A. Hume, On the Nidification of Dromas ar-
deola Stray Feath. VIII, 381.
Scolopacidae. E. P. P. BuUerfield, Perching of» the Red-
shank (Totanus calidris) in the Naturalist (Yorkshire) Vol. V.
Nro. 57.
T. M. Brewer, Ueber die auf Groenland von M. L. Kumlien
gefundenen Eier von Tringa subarquata Ibis 375; vgl. hierüber H.
W. Feilden Ibis 486.
M. von Hütten, Schnepfen im Schnee. Mitth. Ornith. Ver.
Wien 71.
A. U.K.Müller, Ueber Schnepfen mit verwundeten Ständern.
Zool. Gart. 380.
Dr. Pralle, Noch einmal das Meckern der Bekassine. Orn.
Centralbl. 95 u. 111.
Hume, The European Solitary Snipe (Galliuago major) Stray
Feath. VIII, 412.
E. A. Butler, Common and Pin-tail Snipes ib. 501.
J. E. Harting, On some little known habits of the Wood-
cock (Scolopax rusticola) with 1 pl. Zoologist 433.
Abbildungen: Macheies pugnax Dresser B. Eur. LXXIII —
LXXIV. — Scolopax gallinula pull. Marchand Rev. de Zool. 1878
t. 13.
Rallidae. A. Reischek, Ueber Ocydroraus- Arten. Mitth.
Orn. Ver. Wien 95.
A. Hume, The identity of Rallina mandarina with Rallus
PaykuUi Stray Feath. VIII, 406.
Stengel, Zur Charakteristik der Wasserralle. Monatsschr. d.
Ver. Schutz Vogelw. 67.
der Vögel während des Jahres 1879. 91
Dr. A. Günther, On the Occurrence of a Land Rail in the
Island of Aldabra Ann. nat. hist. 5 ser. III 164 CRallus gularis var.
aldabrana),
F. W. Hutton, On a new Species of Rail from Macquarie Is-
land Ibis 454.
T. Salvadori, Intorno alla Porzana moluccana Wall, ed alla
Gallinula ruficrissa Gould Atti Accad. Torino XIV, 1879.
Prof. L. H. Jeitteles, lieber die Darstellung eines Aphanapte-
ryx auf einem Gemälde van Kessel's. Mitth. Orn. Ver. Wien 71.
Neue Gattungen: Megacrex d'Albertis e Salvadori Annal.
Mus. Genova XIV 129 (M. inepta n. sp.). Hat in der Färbung
Aehnlichkeit mit dem südamerikanischen Genus Aramides, vielleicht
wirklich verwandt und dann mit Harpyiopsis Novae Guineae und Ti-
grisoma heliosylus das dritte Beispiel von N, Guinea Vögeln, die ihre
Verwandten in S. America zu haben scheinen. — P e n nula Dole
Hawaian Annual 1879? et Ibis 1880 241 (P. Millei n. sp.)
Neue Arten: Megacrex inepta d'Albertis e Salvadori Annal.
Mus. Genova XIV 130 Fly River. — Ballus 'Macquariensis Hutton
Ibis 454 Macquarie Insel. — Pennula Millei Dole Hawaian Annual
1879? et Ibis 1880, 241 Hawaii (Beinahe ausgestorben) (vgl. Gray
Proc. Z. S. 1862 145). — Zapornia Watersi E. Bartlett Proc. Z. S.
772 Madagascar, Mr. Waters.
Neue Varietät: Ballus gularis var. aldabrana A. Günther
Ann. nat. hist. 5 ser III, 164 Ins. Aldabra.
Abbildungen: Zapornia Watersi E. Bartlett Proc. Z. S. t.
63. — Aphanapteryx (Erytbromachus) Legnati A. Günther and Edw.
Newton Philos. Trans. London Vol. 168 extra Vol. t. 43 f. A— K
Osteologie.
Gallinulidae. P. L. Sclater, Note on the Name of the Purple
Waterben of South-western Europe Ibis 195; sollte heissen P. coeru-
leus (Vandelli),
Salvadori, Di alcune specie del genere Porphyrio Atti Accad.
Torino XIV, 1165.
P elzein, lieber Auffindung eines Ex, von Notornis Mantelli.
Ibis 376; A. R, Ornith. Centralbl. 123.
P e 1 z e 1 n , Wiederauffindung des Notornis in Neu-Seeland.
Mitth. orn. Ver. Wien 56.
Text von Fulica cristata, F. atra, Gallinula chloropus Dresser
B. Eur. LXXIII— LXXIV.
J. Cockburn, Waterben (Gallinula chloropusj inhabiting a
hole in a bank Stray Feath. VIII 418.
T. Salvadori, Intorno alla Porzana moluccana Wall. ed. alla
Gallinula ruficrissa Gould Atti Accad. Torino XIV, 1879.
Schlegel, On Gallinula Franki Notes Ley den Mus. N. 3 Note
XL, 163.
92 Pelzein: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
Neue Art: Porphyrio Ellioti Salvad. Atti Accad. Torino XIV
1168 Admiralitäts-Ins. — Gallmula Frariki Schlegel Notes Leyden
Mus. XL 163 N. Guinea?
Abbildungen: Gallinula chloropus Dresser B. Eur. LXXV
■— LXXVL — Fulica atra et cristata ib. LXXIII— LXXIV.
Anseres.
Phoenicopteridae. R. A. Philippi, Eier von Phoenicopterus
andinus. Arch. f. Naturg. 1879 Hft. H, 158.
Abbildung: Phoenicopterus roseus Dresser B. Eur. LXXV —
LXXVL
Anatidae. R. Trimen, lieber Plectropterus niger Proc. Z.
5. 5.
Prof. A. Newton, Article „Goose" Encycl. Brit. X.
A. Hume, lieber die Graugänse. Stray Feath. VIII, 407.
A Hume, On the Diagnosis of Indian Geese ib. 419.
F. B. Goodacre, On the questiou of the Identity of Species
of the Common Domestic and the Chinese Goose Proc. Z. S. 710.
Duke of Argyll, A Carnivorous Goose (von einem Goldadler
ausgebrütet und aufgezogen). Nature 1879, 554.
Prof. Giebel, Gans mit zwei Afteröffnungen. Zeitschr. f. d.
ges. Naturwiss. III, F. IV 1879, 755.
Text von Anser erythropus Dresser B. Eur. LXXV— LXXVL
Dr. 0, Finsch, lieber Cygnus Bewickii Yarrell Verh. zool.
bot. Gesellsch, Wien XXIX, 255.
Murrey A. Mathew, Bewicks Swan in Somersetshire Zoologist
Apr. 173.
J. Mac Leod, Sur la structure de la glaude de Härder du
canard domestique avec 1 pl. Bull. Acad. Belgique T. XL VII N.
6, 797.
F. Plateau, Rapport sur ce memoire ib. 749.
G. Reid, The Pink headed Duck near Lucknow Stray Feath.
Vni, 418.
A. Hume, The Pink headed Duck (Anas caryophyllacea) (To
the Editor of the „Asian"; reprint) ib. 501.
A. Hume, On the Occurrence of Querquedula formosa near
Delhi ib. 494.
A. Hume, On the female of Querquedula falcata ib. 411.
A. Hume, The female of Querquedula glocitans ib. 412.
T. M. Brewer, The Rocky Mountain Golden-Eye (Bucephala
islandica) Bull. Nutt. Orn. Club IV, 148 auch Eier.
der Vögel während des Jahres 1879. 93
Von Camptolaimus labradorius ist ein Ex. im December 1878
in Chemuug county N. Y. angetroffen. Americ. Naturalist 1879, 128
(W. H. G. Gregg).
J. Reinhardt, Vinge prydelserne hos Konge-Eiderfuglen og
Mandarin Anden (Somateria mollissima og Anas Stelleri) Aftr. af
Vidensk Meddel. naturh. Foren. Kjöbenhavn 1879, 80. Auszug von
Dr. von Märten s. Orn. Centralbl. 170.
J. C. H. Fischer, En gammel Hen of Konge Eider fuglen in
Naturalist Tidskr. 1879, 598.
J. Reinhardt, ICn for Grönland ny Fugl. V. Medd. Naturh.
.For i Kjöbenhavn 1879 — 80 (Oedemia fusca).
T. M. Pike, Oedemia perspicillata in Orkney Zoologist 835.
A. Hume, Erismatura leucocephala Stray Feath, VIII, 456.
Pralle, Brüten von Mergus merganser auf Rügen. Ornith.
Centralbl. 62.
E. V. Homeyer, Mergus merganser oder serrator ib. 91.
Vgl. auch L. Holtz u. A. R. ib. 122.
Abbildungen: Anser segetum Dresser B. Eur. LXXV —
LXXVI. — Querquedula (Pterocyana) Hartlaubi Oustalet Nouv. Arch.
Mus. h. n. 2 ser. II t. 6. — Fuligula cristata Dresser B. Eur. LXXIII
— LXXIV. — Bucephala clangula Giglioli e Manzella Iconogr. Avif,
Ital. I, t. 4. — Somateria spectabilis Fischer Naturh. Tidskr. 1879.
Colymbidae. lieber das Vorkommen von Colymbus septen-
trionalis. Ornith. locale Bull, scient. Dep. du Nord 1879 N. 1 et 2.
Podicipidae. H. W. Feil den, Grebes (Podiceps) oceurring in
the Farroe Islands Zoologist 457.
T. M. Brewer, Ob Podiceps cristatus in N. America vor-
kommt? Ibis 112.
Abbildungen: Podiceps cristatus Dresser B. Eur. LXXIII —
LXXIV. P. auritus ib. LXXV-LXXVI. — P. nigricollis ib.
Alcidae. Dr. L. Bureau, Recherches sur la mue du Bec des
Oiseaux de la famille des Mormonides Bullet. Soc. Zool. France
1879 1, t. 1—6. Fortsetzung der im Bullet. Soc. France 1877 be-
gonnenen wichtigen Untersuchungen über die Metamorphose der
Schnäbel, Aufstellung und Monographie der Familie der Mormo-
niden.
Dr. L. Bureau, üeber Fratercula arctica ib. Proces ver-
baux VIII.
Prof. Newton, Article „Gare Fowl', Eccycl. Britann. Vol. X.
Abbildungen: Schnabel von Fratercula arctica Dr. Bureau
Bull. Soc. Zool. France 1879 t. 1, f. 1—3 (forme Armoricanaj, f. 4—
8 (forme Islandica) f. 9—10 (forme glacialis), Karte der Verbreitung
d. Formen von Fr. arctica ib.. Köpfe von Fratercula corniculata ib.
t. 2, Lunda cirrata ib. t. 3, Chimaerina cornuta ib. t, 4, Ombria
94 Pelzeln: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
psittacula ib. t. 5, f. 1, 2, Simorhynchus cristatellus ib. t. 5, f. 3 — 6,
S. camtschaticus ib. t. 6.
Spheniscidae. E. Oustalet, Descript. d'une nouvelle Espece
de Manchot (E. Serresiana) Annal. d. sc. nat. 6 ser. VIII, art. 4.
F. W.Hut ton, Onan apparently new Spocies ofPenguin from
Campbell Island Proc. Linn. Soc. N. S. Wales III, P. 4. 334.
A. D. Bartlett, Remarks upon the Habits and Change of
Plumage of Humboldt's Penguin Proc. Z. S. 6.
Neue Arten: JEudyptula Serresiana Oustalet Annal. d. sc.
nat. 6, ser. VIH, 1879 art. 4 Feuerland; vgl., auch Le Naturaliste
I, 49. — Endyptes Filholi Hutton Proc. Linn. Soc. N. S. W^ales Vol.
III, P. 4, 334 Campbell Island.
Abb ildungen: Spheniscus Humboldtii vor und nach der
Mauser, Holzschnitte Bartlett Proc. Z. S. S. 7 u. 8.
Frocellariidae. Dr. Hüsker, Beobachtungen über Sturmvögel
und über die Ornis von Kerguelens Land. Orn. Centralbl. 160, 167,
177, 181 (Auszugsweise aus der Zeitschr. d. Gesellsch. f. Erdkunde
in Berlin 1876) auch Eier, Nisten.
C. Mathew, Manx Shearwater (Puffinus anglorum) inOxford-
shire and Northamptonshire Zoologist 487; Huddersfield Varley in
the Naturalist (Yorkshire) Dec, 75.
E. P. Ramsay, Notes on Puffinus (Neetris) carneipes Gould
in Proc. Linn. Soc. N. S. Wales III, P. IV 406 auch Eier.
H. W. Feilden, FulmarPetrel breeding in the isle of Toula
Zoologist 422.
J. H. Gurney, Occurrence of the Fulmar Petrel (Procellaria
glacialis) in the Naturalist (Yorkshire) Dec. 74.
J. Rohweder, Der Eis -Sturmvogel in Schleswig-Holstein.
Orn. Centralbl. 183.
Z. Gerbe, Apparition accidentelle en Provence de Thalassi-
drome oceanien Le Naturaliste I, N. 10, 74.
W. L. Buller, On the specific Value of Prion banksi Transact.
N. Zeal. Instit. XI, 351.
E. Fairmaire, Oologie de l'albatros hurleur Revista de
Canarias 1879 Mai.
Neue Art: Fregetta moestissima 0. Salvin Proc. Z. S. 130
Samoa Ins. Mr. Powell.
Laridae. W. L. Bull er, Note on Mr. Howard Saunders ,, Re-
view of the Laridae or Gulls" Transact. N. Zeal. Instit. XI, 359.
A. Gentil, Les Larides de la Sarthe (Tableau) Guide du Na-
turaliste N. 7, 91 (extr. des Palmipedes de la Sarthe).
W. Brewster, The Terns of the New England Coast. Bull.
Nutt. Orn. Club IV, 13. Lebensw., Eier, Nester.
E. L. Layard, Ueber pacifische Lariden. Ibis 364.
W. Purneil, The great Skua. Zoologist 455.
der Vögel während des Jahres 1879. 95
W. L. Bull er, Remarks on a species of Lestris inhabit^jng
our Seas. Transact. N. Zeal, Instit. XI, 355.
Dr. 0. Finsch, Ueber Larus affinis Reinh. Ibis 111 u. Verb.
zool. bot. Ges. Wien XXIX, 268.
Ed. Grube, Ueber das Brüten der Möven (Larus ridibundus)
auf dem Kunitzer See in 56. Jahrg. Ber. Schles. Gesellsch. f. vat.
Cult. 118.
N e u m a n n (in Grossenhain), Ueber die Adelsdorfer Colonie
von Larus ridibundus. Journ. f. Orn. 194.
G. L u n e 1 , Note sur une monstruosite observee chez un
goeland rieur (Larus ridibundus) avec pl. Mem. soc. Sc. nat. de
Saone et Loire III Ann. 1879 N. 1.
0. Hermann, Xema Sabini Leach; deren Vorkommen in Un-
garn Termeszetrajzi Füzetek 1879. 2—3. 92 u. Rev. 184 t. 4.
J. de Montessus, Quelques notes sur la Sterne Pierre Garin
Revista de Canarias 1879, Mai.
Dunenkleid von Sterna nigra (einen Tag alt) von H.Schauer
eingesendet. Mitth. Orn. Ver. Wien 78.
A. Hume, Sterna leucoptera in India, Ceylon and the Anda-
mans Stray Feath. VIII, 495. '.
Neue Art: Larus innominatus A. Hume Stray Feath. VIII
394 Gopalpore, Ostindien, Mr. Davison.
Abbildungen: Stercorarius parasiticus pull. Marchand Rev.
de Zool. 1878 t. 12. — Lestris sp. Holzschnitt des Schwanzes W. L.
Buller Transact. N. Zeal. Instit. XI, S. 358. — Larus ridibundus et
melanocephalus Dresser B.-Eur. LXXV — LXXVI. — L. ridibundus
im Winter und Jung ib. — Xema Sabinii Leach 0. Hermann Ter-
mesz. Füzet. 1879 t. 4. — Rissa tridactyla (Kittiwake) juv. DresSer
B. Eur. LXXIIl — LXXIV. — Sterna media ib. — Sternula minuta
Giglioli e Manzella Iconogr. Avif. Ital. I, t. 5.
Pelecanidae. Prof. A. Newton, Article „Gannef- Encycl.
Britann. Vol. X.
J. H. Gurney jr., The Gannet City Trans. Norf. and Norw.
Nat. Soc. II 528 (Gannets on the Bass Rock).
Cormorants (Phalacrocorax carbo) on the Dorsetshire coast
Notes by T. M. Pike Zoologist July 302; J. C. Monsel PleydeU
ib. 303.
F. W. Hut ton, On Phalacrocorax carunculatus Gm. Transact.
N. Zeal. Instit. XI, 332.
F. W. H u 1 1 o n , On a Species of Corraorant from Campbell
Island (Phalacrocorax nycthemerus Gab.) in Proc. Linn. Soc. N. S.
Wales IV, P. 3, 356 (mit üebersicht der Arten des Subgenus Leu-
cocarbo).
P. and M. Sintenis, A visit to a breeding place of the
Pelican Transl. by Carl Arrabruster Zoologist June 243.
96 Pelzeln: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
• Abbildungen: Phalacrocorax carbo Dresser B. Eur. LXXIII
— LXXIV. — Ph. graculus ib. — Pelecanus onocrotalus ib. LXXV—
LXXVI. — P. crispus ib. *).
*) Die neuerlich erschienenen Hefte von Maynard's Birds of
Florida sind Ref. erst kürzlich zugegangen und werden im nächsten
Berichte angeführt werden.
Bericht über die Leistungen in der Naturgeschichte
der Säugethiere während des Jahres 1879.
Von
Troschel.
Von Bronn's Klassen und Ordnungen des Thier-
reiclis erschienen, bearbeitet von Giebel, die 21. bis 25.
Lieferung der Säugethiere als Fortsetzung.
Claude ßernard Le^ons sur les phenomenes de la
vie communs aux animaux et aux vegetaux. 2 Bände.
Paris 1878, 1879.
Huxley folgt in A Manual of the Anatomy of Verte-
brate Animals, London 1879 p. 272 folgender Eintheilung
der Säugethiere: 1) Ornithodelphia (Monotremata), 2) Didel-
phia (Marsupialia), 3) Monodelphia (Edentata, Ungulata,
Toxodontia, Sirenia, Cetacea, Hyracoidea, Proboscidea,
Carnivora, Rodentia, Insectivora, Cheiroptera, Primates.
August Mojsisovics Edler von Mojsvar hat einen
Leitfaden bei zoologisch-zootomischen Präparirtibungen für
Studirende, Leipzig 1879, herausgegeben. Der allgemeine
Theil enthält eine kurze Darstellung gebräuchlicher Präpa-
rations-, Injections- und Conservirungsmethoden. Im spe-
ciellen Theil wird an einer Anzahl typischer Vertreter der
Modus secandi zugleich mit einer kurz gefassten Erläute-
rung der morphologischen Verhältnisse, wie sie sich unter
dem Messer entwickeln, dargestellt, erläutert durch Holz-
schnitte. Ein sehr nützliches Buch.
Vignoli, Ueber das Fundamentalgesetz der Intelli-
Archiv für Naturg. XXXXVI. Jahrs. 2. Bd. Gr
98 Troschel: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
genz im Thierreiche. Versuch einer vergleichenden Phy-
siologie. Leipzig 1879. 237 Seiten.
Trouessart hat seinen Catalog der lebenden und
fossilen Säugethiere fortgesetzt (vergl. vorj. Ber. p. 223).
Die Affen der alten Welt sind mit 122 Arten beendigt.
Dem folgen die Affen der neuen Welt (Cebidae) mit 100
Arten, nämlich 71 Cebinae und 29 Hapalinae. Die Halb-
affen, Prosimiae, enthalten 25 Lemuridae, 19 Nycticebidae,
1 Tarsidae, 1 Chiromydae. Die Fledermäuse vertheilen
sich so auf die Familien: 72 Pteropidae, 77 Phyllosto-
midae, 57 Rhinolophidae, 10 Nycteridae, 68 Emballonu-
ridae, 181 Vespertilionidae. Pevue et magasin de Zoologie.
Von Kölliker erschien 1879 eine zweite ganz um-
gearbeitete Auflage seiner Entwickelungsgeschichte des
Menschen und der höheren Thiere. Leipzig 1879.
PlüsS; Leitfaden der Botanik und Zoologie. Frei-
'burg i. B. 1879. Schulbuch mit hübschen Holzschnitten.
Brühl hielt einen Vortrag über das Gehirn der
Wirbelthiere mit besonderer Berücksichtigung jenes der
Frau. Schriften des Vereines zur Verbreitung naturwissen-
schaftlicher Kenntnisse in Wien. 1879.
Pansch, Die Furchen und Wülste am Grosshirn
des Menschen, zugleich als Erläuterung zu dem Hirnmodell,
mit drei Tafeln. Berlin 1879.
Derselbe beschreibt die Furchen am Grosshirn der
Carnivoren. Gegenbaur Morphologisches Jahrbuch V. p. 193
mit Tafel 14 und 15.
Der cum beschäftigte sich mit der Morphologie der
halbcirkelförmigen Kanäle. Er vergleicht sie mit den
Schleimkanälen oder der Seitenlinie der Fische und Am-
phibien, und scheint geneigt anzunehmen, ihre Thätigkeit
bestehe in der Verstärkung der Intensität der Töne. Amer.
Naturalist p. 3C6.
Parker und Bettany's Morphologie des Schädels
ist übersetzt von Vetter, Stuttgart 1879, auch in deutscher
Ausgabe erschienen.
Kober hat eine vergleichend- anatomische Unter-
suchung des Thräuenbeins zu seiner Inaugural-Dissertation
benutzt. Verf. nennt das Lacrymale ein äusseres Binde-
i
der Säugethiere während des Jahres 1879. 99
glied zwischen Gehirn- und Gesichtsschädel. Er unter-
scheidet einen vertikalen Theil, der gewöhnlich den vor-
deren Orbitalrand bildet, und zwei unter sich divergirende
horizontale Theile, die faciale und orbitale Lacrymallamelle.
Nur bei den Säugethieren kommt das Thränenbein nach
allen seinen Hauptth eilen zur Entwickelung, bei allen
übrigen Klassen der Wirbelthiere erscheint es verkümmert.
Bei den Wiederkäuern gelangt es zu grösserer anatomischer
und psysiologischer Bedeutung; es erfährt in den ver-
schiedenen Gruppen in dem Maasse gewaltige und all-
seitige Ausdehnung, als die Hornwaffen und das Gebiss
an Stärke und Mächtigkeit zunehmen. Stuttgart, 1879.
Hensel hat über Homologien und Varianten in den
Zahnformeln einiger Säugethiere geschrieben. Er erinnert
daran, dass die Zähne des Ober- und Unterkiefers mit ein-
ander alterniren, und dass verschiedene Abtheilungen von,
Zähnen innerhalb eines Gebisses unterschieden werden
können. Er nimmt nun an, dass jeder Gebisstypus in
Zahl, Form und Stellung der Zähne sich genealogisch
verändert. Er führt im Einzelnen aus, wie sich die Zahl
verändert, indem ein Zahn nach dem andern an den Enden
verschwindet, und zwar abwechselnd oben und unten. So
5 4 3 21
sind z. B. bei Didelphys die Vorderzähne ^ r — ,schwin-
ö. c D a
4 3 2 1
det nun der Zahn 5, dann bleibt die Formel ^ -, — ,
d c b a'
wofür ein Thier noch nicht bekannt ist; nun schwindet d
4 3 2 1
und dafür entsteht die Formel — ^ — - für Thylacinus,
c D a
3 2 1
dann kommt — r — , also der Typus der Raubthiere. Phoca
c D a
3 2 1 2 1 2 1
hat -r , Leptonyx -r- — und Cystophora — . So
Da Da a
wird dann weiter für die Herbivoren und ebenso für die
Backenzähne durchgeführt. Morpholog. Jahrb. V. p.529 — 561.
Ryder machte eine nachträgliche Bemerkung zur
mechanischen Genesis der Zahnformen (vergl. vorj. Ber.
p. 226) nach einer Beobachtung am Rhinoceros. Proc. Phi-
ladelphia p. 47.
100 Troschel: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschiclite
Hoff mann |ab Beiträge zur Kenutniss der Morpho-
logie des Schultergürtels und des Brustbeins bei den Rep-
tilien, Vögeln, Säugethieren und dem Menschen. Ver-
handel. koninkl. Akad. van Wetenschappen XIX. Da
es dem Verfasser besonders auf die Entwickelung der den
Schultergürtel zusammensetzenden Knochen ankommt, hat
er zahlreiche Embryonen von Säugethieren untersucht.
Nach ihm ist das Episternum Gegenbaur's, sowohl das
Mittelstück wie die Seitentheile, in der That nichts anderes,
als Skeletstücke, die im embryonalen Zustande in continuo
mit den Claviculae zusammenhängen und sich erst später
von diesen trennen; daher mag das Episternum passend
Clavicular-Sternum heissen. Von den drei Stücken, worin
das Episternum sich später differenzirt, verwächst das
Mittelstück mit dem ersten Sternalstück zu dem Manubrium,
oder es wird grösstentheils durch das Perichondrium des
Manubriums assimilirt, oder es wird grösstentheils in das
Ligamentum interclaviculare umgewandelt. Die beiden
Seitentheile bestehen entweder als Knorpel fort, welche
die Claviculae mit dem Manubrium verbinden, oder sie
werden in das Ligamentum sterno-claviculare umgewandelt.
Giebel beachtete die am Oberarm der Säugethiere
vorkommenden Perforationen. Er fand, dass der Nerven-
kanal im Innern Beugeknorren sowohl individuell wie
specifisch in seinem Vorkommen variirt und dass mehrere
Gattungen existiren , von denen einige Arten ihn besitzen,
andere nicht, endlich dass von sehr nah verwandten Gat-
tungen die einen ihn zeigen, die andern bei sonst gleicher
Bildung des Oberarmes den Innern Beugeknorren nicht
durchbohrt haben. Correspondenzbl. des Vereins für Sach-
sen und Thüringen. 1878. p. 853.
Hasse und Born zeigten vorläufig das Resultat
ihrer Untersuchungen über die Morphologie der Rippen in
folgendem Satze an: Wie die dorsal und ventral von der
Chorda selbständig entstehenden Haem- und Neurapo-
physen entwickeln sich die Rippen selbständig seitlich von
derselben in den Zwischenräumen zwischen den Myomeren,
aber etwas später als die Bogen und verbinden sich wie
diese gegen die Chorda wachsend direct oder indirect ent-
der Säugethiere während des Jahres 1879. 101
weder mit den Haera- oder mit den Neurapophysen. Zool.
Anzeiger 1879.
Bolau giebt im Anschluss an die Arbeit von Max
Schmidt über die Lebensdauer der Thiere (vergl. vorj.
Ber. p. 224) ein Verzeichniss des Alters der Säugethiere
im zoologischen Garten in Hamburg. Zool. Garten, p. 65, 106.
Mortillet in seiner Histoire primitive et naturelle
de l'homme, 1879, hat sich auch mit der Entstehung der
Hausthiere beschäftigt. Dieser Abschnitt ist auch tiber-
setzt in Amer. Naturalist p. 747. Er nimmt an, dass, ab-
gesehen vom Hunde, der das älteste Hausthier war, und
den er von dem wilden Hunde Abyssiniens, dem Caberu,
ableitet, die übrigen Hausthiere, Pferd, Rind, Ziege, Schaf
und Schwein, nicht von einheimischen Thieren gezähmt,
sondern eingeführt wurden, von Einwanderern, die zugleich
polirte Beile, Töpferarbeit, Cerealien, Monumente, religiöse
Ideen und die Ehrfurcht vor den Todten mitbrachten. Sie
sollen nach des Verf. Ansicht aus Asien hergekommen sein.
Büchner, Liebe und Liebes-Lebeu in der Thierwelt.
Berlin 1879. 8. 368 Seiten. Enthält mancherlei Interes-
santes, auch für Säugethiere.
Von der List of the vertebrated animals now or la-
tely living in the gardens of the zoological society of
London erschien die siebente Auflage. Ein Band von
570 Seiten, illustrirt durch die Holzschnitte aus den Pro-
ceedings der Gesellschaft. 615 Säugethiere, 1329 Vögel,
257 Reptilien, 41 Amphibien und 84 Fische sind darin
verzeichnet.
In demselben Jahre erschien ein erstes Supplement
der List of the vertebrated animals now or lately living
in the gardens of the zoological society of London. Es
enthält die Hinzufügungen während des Jahres 1879. Von
Säugethieren waren 12 neu für die Sammlung. Im Ganzen
wurden erworben 31 Quadrumanen, 7 Lemures, 3 Chiro-
ptera, 36 Carnivora, 23 Rodentia, 1 Hyrax, 32 Ungulata,
4 Edentata und 10 Marsupialia.
Wilh. Blasius hat in einer besonderen Brochtire
die Neuaufstellung des Herzogl. naturhistorischen Museums
zu Braunschweig beschrieben. Braunschweig 1879.
102 T rose hei: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
Moseley, A Naturalist on the Challenger London
1879 fügt vielfach auch Bemerkungen über beobachtete
Säugethiere ein, welche einzeln anzuführen nicht wohl
thunlich ist. Auch einige Abbildungen in Holzschnitt sind
gegeben, z. B. Copien älterer Abbildungen des Seeelephan-
ten, Ornithorhynchus paradoxus.
Europa. Sluiter belichtete über seine zoologischen
Untersuchungen auf der Fahrt mit dem Willem Barents
in das nördliche Eismeer. Im nördlichen atlantischen
Ocean zeigte sich zuerst Delphinus tursio in kleinen Trup-
pen um das Schiff. Nördlicher nahm ihre Zahl sehr ab,
so dass sie bei Jan Mayen durch Balaenoptera rostrata
fast ganz verdrängt waren. Auf dem Rückwege von Spitz-
bergen zeigte sich Delphinus tursio erst wieder bei der
Bäreninsel. Ausserdem kam Beluga leucas in grosser
Menge vor. Pinnipedien sah er nur wenige. Tijdschr.
Nederl. dierkundige vereeniging IV. p. XLI.
Cederström fügte den von ihm früher aufgezählten
(vergl. Bericht üb. d. J. 1876 p. 61) als im nördlichen
Bohuslän vorkommenden Säugethieren hinzu: Felis lynx,
Canis lupus und lagopus, Lepus timidus, Cervus alces,
Phoca vitulina und Phocaena communis. Ofversigt ve-
tensk. Akad. Förhandlingar 1879. Nr. 2. p. 53.
Schiodte hat begonnen eine Zoologia danica, Afbild-
ninger af Danske Dyr med . populaer Text herauszugeben.
Copenhagen 1878. fol. Der Anfang der Säugethiere, von
Tauber bearbeitet, bringt 14 Fledermäuse, 5 Insecten-
fresser, 7 Raubthiere, die auf 2 Tafeln recht hübsch nebst
Schädeln und Gebiss abgebildet sind.
Friedel, über Thierleben und Thierpflege in Irland,
macht Angaben über Wölfe und Katzen. Zool. Garten
p. 144. — Ferner ib. p. 181 über Fuchs, Fischotter, andere
kleine Säugethiere und vorzüglich das Schwein. Die Gat-
tung Arvicola fehlt, Eichhörnchen seit Ausrottung der
Wälder fast verschwunden. — Endlich ib. p. 207 über
Pferd, Maulthier, Esel, Ziege und Schaf. — Darauf folgt
denn ein Abschnitt über das Thierleben der Küsten, worin
von Ziegen, die vielfach verwildern, und von Rothhirschen
u. s. w. die Rede ist. Ib. p. 270 und 309.
der Säugethiere während des Jahres 1879. 103
Giglioli ist in Arbeit, in Florenz eine Sammlung
italienischer Wirbelthiere zusammenzustellen, um später
eine Fauna Italiens zu bearbeiten. Er giebt eine Liste
derjenigen Arten, die für Italien ganz neu sind und solcher,
welche nur wenig verbreitet und aus neuen Ortschaften
bezogen worden sind. Es enthält 23 Säugethiere. Archiv
für Naturgesch. p. 93.
Major macht einige berichtigende Bemerkungen gegen
Giglioli über das Vorkommen verschiedener Säugethiere
in Italien. Zool. Anzeiger II. p. 140. — Giglioli äussert
darüber ib. p. 259 sein Erstaunen.
Lessona zeigt das Vorkommen von Vesperugo Leis-
leri Kühl in-Piemont an. Atti di Torino XIV. p. 217.
Carruccio, Nuove aggiunte alla fauna de' Vertebrati
Modenensi ed alle Collezione Universitarie. Von Säuge-
thieren sind 4 Fledermäuse, 5 Nager, 3 Insectenfresser hin-
zugefügt. Annuario della soc. dei Naturalisti in Modena
XIII. 1879. p. 180.
Forsyth Major, II gran Sasso d'Italia e due de'
suoi abitatori. Die beiden hier zur Sprache gebrachten
Bewohner des höchsten Berges der italienischen Halbinsel
sind Antilope rupicapra und Arvicola nivalis. Bollettino
del Club Alpino Italiano 1879. no. 38.
Nach Stossich kommen im adriatischen Meere 2 Pin-
nipedien, 3 Delphine und 2 Physeter vor. Bollettino delle
scienze naturali V. p. 18.
Africa. Nachtigal, Sahara und Sudan I. 1879.
p. 415 bringt einen Beitrag zur Fauna von Tibesty. Ka-
meele, Schafe, Ziegen, Hunde, Pferde werden als Haus-
thiere benutzt. Von wilden Thieren kommen 3 Arten
Hyaena vor, ferner Cynocephalus Babuin, Ovis tragelaphus,
Antilope leucoryx und Hyrax.
In Stanley Through the dark continent or the sour-
ces of the Nile around the great lakes of equatorial Africa
and down the Livingstone river to the Atlantic Ocean.
London 1878, 2 Bände, enthält zahlreiche zoologische
Notizen.
In Soyaux ^^Aus Westafrica 1873—76, Erlebnisse
und Beobachtungen, Leipzig 1879^ hat Verf. IL p. 153 ein
104 Troschel: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
Kapitel „Unser Thiergarten". Darin sind Notizen über
einige Säugetbiere enthalten, z. B. Canis adustus, Cerco-
pithecus cephus und pygerithrus, eine Chimpansin, Cyno-
cephalus mormon, Cercopitbecus albigena. Auch andere
zoologische Notizen sind hier und da eingestreut.
Marche „Trois voyages dans l'Afrique occidentale",
Paris 1879 hat p. 334 eine Fledermaus Hypsinathus mon-
struosus abbilden lassen, die gegessen wird, die aber so
übel roch, dass der Keisende sich zum Genüsse derselben
nicht entschliessen konnte.
Peters bestimmte die von Herrn Dr. G. A. Fischer
auf einer im Jahr 1878 in Ostafrica, von Mombas bis in
das Pokomo-Land und das südliche Galla-Land unternom-
menen Reise eingesammelten Säugetbiere 16 Arten, wo-
runter 2 neue Affen. Berliner Monatsber. p. 829.
Günther bestimmte einige Säugetbiere von der Insel
Johanna, Comoren, welche Bewsher gesammelt hatte.
Vier Arten, denen sechs andere von dort bekannte hinzu-
gefügt werden. Lemur anjuanensis und Centetes ecaudatus
werden beschrieben. Annais nat. bist. III. p. 215.
Bartlett gab ein zweites Verzeichniss der durch
Thomas Waters in Madagascar gesammelten Säuge-
tbiere. Es enthält 22 Arten, darunter eine neue Nesomys.
Im Ganzen sind ihm somit 41 Säugetbiere durch Waters
Sammlungen in dem Südost-Betsileo-District bekannt. Proc.
zool. soc. p. 767.
Asien. Günther erhielt von Cypern Cynonycteris
collaris, Vesperugo Kuhlii und Mus alexandrinus, von denen
die beiden letzteren neu für die Fauna von Cypern sind.
Proc. zool. soc. p. 741.
Fi n seh zählt 54 Säugetbiere als in Westsibirien vor-
kommend auf, von denen er 27 selbst gesammelt hat. Es
sind 3 Chiroptera, 20 Raubthiere, 18 Nager, 11 Wieder-
käuer, unter denen seltsamer Weise auch Equus hemionus
figurirt, 1 Pachyderm, 1 Cetaceum. Verhandl. zool. bot.
Ges. in Wien 1879. p. 115.
Prejevalski giebt in seinem Buche From Kulja,
across the Tian Shan to Lob-Noor, London 1879. p. 84
ein Verzeichniss der Säugetbiere von Altyn-tagh. Er nennt
der Säugethiere während des Jahres 1879. 105
Felis irbis, Mustela intermedia?, Canis chanco, Hasen,
Meriones, Camelus bactrianus ferus, Ovis Poli und Pseudo-
Nahoor, Sus scrofa ferus, ferner eine Art Murraeltbiere und
Hodgson's Antilope.
Von demselben wird ib. p. 167 eine Liste der
Säugethiere des Tarim-Thales und vom Lob-Noor gegeben.
Dort findet sich der Tiger häufig, ebenso Felis manul, der
Luchs gelegentlich , Wolf und Fuchs selten , Fischotter
ziemlich häufig, igel und Spitzmäuse selten, Cervus maral
häufig , Antilope subgutturosa ebenso, Hasen, zwei Arten
Meriones, der wilde Bär, wenige Mäuse, Camelus bac-
trianus.
Blanford machte eine zweite Note über die von
Major Biddulph- in Gilghit gesammelten Säugethiere. Es
handelt sich um zwei Füchse , von denen der eine mit
Vulpes montana verglichen wird, der andere mit Vulpes
Griffithi, um zwei Hamster, Cricetulus phaeus und fulvus,
eine bisher in dem Thale des Indus noch nicht gefundene
Gattung, dann Mus erythronotus und rufescens. Journ. Asiat
Soc. of Bengal 48 p. 95.
A. V. Pelz ein gab ein Verzeichniss der von Breiten-
stein im südlichen Theile Borneos gesammelten Säuge-
thiere: 1 Hylobates, 1 Macacus, 1 Stenops, 1 Galeopithe-
cus, 1 Viverra, 1 Helarctos, 2 Funambulus, 1 Tragulus.
Verh. zool. bot. Ges. in Wien 1879 p. 527.
Günther verzeichnete 11 Säugethiere , die durch
Everett auf den Philippinen gesammelt waren; darunter
eine neue Art Mus. Proc. zool. soc. p. 74.
Australien. Schmeltz nennt in einer Abhand-
lung über die Thierwelt der Neu-Hebriden von Säuge-
thieren vier Fledermäuse , von denen eine Pt. anei-
tanus Dobson auf diese Inselgruppe beschränkt ist, zwei
Arten kommen auch auf den Viti- Inseln vor , eine er-
streckt sich bis nach Australien und eine bis in das Indische
Gebiet. Verh. des Vereins für naturwiss. Unterh. in Ham-
burg IV.
Ramsay hat vom südlichen Theil von Neu-Guinea
und den Louisiaden vier Säugethiere erhalten: Pteropus
conspicillatus Gould, Macropus crassipes Rams., Dorcopsis
106 Troschel: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
luctuosa Garrod, Peraoieles moresbiensis. Proc. Linn. Soc.
of New South Wales IV, p. 85.
St u der hat ein Verzeichniss der bis jetzt auf Ker-
guelensland beobachteten Thierspecies nebst kurzen No-
tizen über ihr Vorkommen und ihre zoogeographischen
Beziehungen zusammengestellt. 6 Säugethiere. Archiv für
Naturgeschichte p. 104.
Auch in den Annales des sc. nat. VIII Art. 14 findet
sich eine solche Zusammenstellung, die gleichfalls 6 Säuge-
thiere aufzählt. Ihr fehlt Mus musculus des Studer'schen
Verzeichnisses , wogegen sie die Otaria der Falklands-
inseln hinzufügt, welche von der deutschen Expedition be-
obachtet sei.
In einem Extra-Bande der Philosophical Transactions
of the Royal Society, Vol. 168, welcher 1879 erschien,
sind die Ergebnisse der Expedition nach Kerguelens-Land
und Rodriguez während des Venusdurchganges nieder-
gelegt. — Flower hat p. 96 die Pinnipedien und Ceta-
ceen bearbeitet. Er verzeichnet 3 Pinnipedien und 2 Ce-
taceen.
America. Markham fand in der Nähe der Davis-
strasse Hyperoodon rostratus, Balaena mysticetus, Orca
gladiator, Physalus antiquorum. The great frozen Sea 1878
p. 22. — An der grönländischen Küste sah er von See-
hunden zwei Arten , Pagomys foetidus und Pagophilus
groenlandicus. p. 52 Eisbären, p. 242 Lemminge, p. 121
Moschusochsen u. s. w.
B esseis lieferte „Die Amerikanische Nordpolexpedi-
tion. Leipzig 1879" p. 141 einen Beitrag zur Geschichte
der Hunde, indem er die Eigenthümlichkeiten der Hunde
der Eskimos schildert. Ebenda p. 172 beschreibt er eine
Moschusochsen -Jagd und macht Mittheilungen über ' das
Leben derselben, p. 278 Beobachtung an Lemmingen.
p. 311 Verzeichniss derjenigen Säugethiere , deren Vor-
kommen nördlich von 81 o N. über jeden Zweifel erhaben
ist: Lrsus maritimus L., Canis lagopus L., Phoca groen-
landica Müll., Ph. hispida Erxl., Ph. barbata Müll., Lepus
glacialis Leach, Myodes torquatus Pall. , Ovibos moscha-
tus Zimm. Als fraglich werden hinzugefügt: Mustela er-
i
der Säugethiere während des Jahres 1879. 107
miuea L., Canis lupus L., Cervus tarandus. p. 346 Schil-
derung der Eisfüchse, p. 394 Polarhasen. p. 441 Fang der
Robben u. s. w.
B olles, Industrial history of the United States. Nor-
wich Conn. 1879. p]nthält Abschnitte über Pferde p. 137,
Schafe p. 149, Schweine p. 157. Einige Abbildungen in
Holzschnitt.
Cope nennt als das charakteristischste Säugethier
von Montana Haplocerus montanus. Uebrigens sind die
Ebenen südlich des Missouri reich an Wild. Amer. Natura-
list p. 434.
Bishop, En canot de papier, de Quebec au golfe du
Mexique. Paris 1879. Enthält auch einige zoologische
Notizen, z. B. p. 9 Delphinopterus catodon, p. 311 Felis
concolor, abgebildet im Sprunge, einen Menschen tödtend,
p. 312 Trigonocephalus piscivorus u. dergl.
Gundlach bearbeitete eine ^Fauna von Porto-Rico.
Ausser vier Fledermäusen sind ihm nur drei Mäuse (Mus
decumanus, rattus und musculus) bekannt, die offenbar
eingeführt sind. Anales de historia natural VII. p. 139.
Ernst, Etudios sobre la Flora y Fauna de Venezuela,
Caracas 1877 p. 274. Was die Säugethiere angeht, so
kennt Verf. aus dieser Fauna 20 Affen, die Fledermäuse
werden übergangen, Insectivoren kommen nicht vor, von
Nagern nennt er 15 Arten, sehr zahlreich ist die Ordnung
der Raubthiere, von Artiodactylen finden sich zwei Dico-
tyles und zwxi Cervus, ferner Tapirus americanus, einige
Cetaceen, wie Manatus americanus, Delphinus delphis, Ca-
todon macrocephalus, von Edentaten Myrmecophaga zwei
Arten, Dasypus in mehreren Arten, Bradypus torquatus,
Arctopithecus flaccidus und Choloepus didactylus, endlich
einige Didelphys und Chironectes variegatus von Beutel-
thieren.
Crevaux gab kurze Nachricht über die Säugethiere
von Guiana: Tapir, Pekari mit Abbildung und Affen bilden
den Gegenstand. Le tour du monde 1879, I, p. 366.
Herbert Smith hat in „Brazil, the Amazons and
the Coast p. 205 ein Kapitel Zoological gleanings. Da-
108 Troschel: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
selbst sind Affen abgebildet, wie sie Vogelnester plündern,
junge Paca's u. s. w. Auch sind sonst viele zoologische
Bemerkungen eingestreut.
Quadrumana.
Ottley, üeber die Anheftung der Augenmuskeln bei
den Quadrumanen. Bei den höheren Affen gleichen die
Anheftungen sehr den menschlichen, der Choanoid-Muskel
fehlt. Bei den Cercopithecidae ist er vorhanden, bei den
Cebidae fehlt er, bei den Lemuridae ist er wieder vor-
handen. Proc. zool. soc. p. 121.
■ Bischoff, Vergleichend anatomische Untersuchungen
über die äusseren weiblichen Geschlechts- u. Begattungs-
organe des Menschen und der Affen, insbesondere der An-
thropoiden. Abhandl. der Akad. München XIII, II, p. 207.
Verfasser erachtet den Huxley'schen Satz, dass die An-
thropoiden Affen sich in allen anatomischen Verhältnissen
mehr an den Menschen , als an ihre niederen Stammver-
wandten auschliessen , auch für die weiblichen äusseren
Geschlechts- und Begattungsorgane für widerlegt. Denn
sie stimmen mit den übrigen Affen überein : im Fehlen
der grossen Schamlippen und des Mons veneris mit stär-
kerer Haarentwicklung, stärkerer Entwicklung der Nymphen
und der Clitoris, sowie Furchung und stärkerer Ausbil-
dung der Glans der letzteren , Fehlen einer eigentlichen
Scheidenklappe und der Columnae rugarum der Scheide,
gestreckterem Verlauf der Scheijde nach hinten und dem
Coitus a posteriori, und unterscheiden sich dadurch vom
Menschen.
Catharrhinae. In Amer. Naturalist p. 394 finden sich kurze
Notizen ü])er die Anatomie eines jungen Gorilla und eines jungen
Chimpanse von Chapnian und Parker.
Chapman betrachtet den Bau des Chimpanse, Troglodytes
niger, nach der Section eines weiblichen Exemplares. Nach seiner
ganzen Organisation scheint er ihm eben so nahe verwandt dem Men-
schen zu sein, wie der Gorilla, aber beide seien durch d. Mangel gewisser
der Säugethiere während des Jahres 1879. 109
Muskeln etc. weniger ähnlich dem Menschen als den niederen Affen.
Proc. Philadelphia p. 52.
Brown schildert den Ausdruck des Schmerzes eines Chim-
panse bei dem Tode seiner Gefährtin, Amer. Naturalist p. 173.
Beobachtungen am Orang-Utan von Max Schmidt. Zool.
Gart. p. 17, 50, 83, 103, 178, 212, 225, 267.
Hornaday schildert die Lebensweise des Orang-Utan. Amer.
Naturalist p. 712.
Section des Orang-Utan in Schoenbrunn durch Zucker-
kandel. Zool. Garten p. 93.
Van Bemmelen theilte mit, dass der in Rotterdam gestor-
bene Orang-Utan, den man für ein anormal entwickeltes Weibchen
gehalten hat , dennoch nach Ergebniss der Section ein Männchen
gewesen war. Tijdschr. nederl. dierkundige Vereeniging XIV, p.
LXVII.
Trouessart schrieb über die Arten der Gattungen Hylobates
und Semnopithecus, welche in Birmanien und Malacca vorkommen.
Er ist der Ansicht, dass die Arten von Hylobates noch mehr redu-
cirt werden müssten, als es Schlegel gethan hat. Abgesehen von H.
(Siamanga) syndactylus gleichen sich die übrigen Arten sehr. In
Birmanien und Malacca leben zwei Arten H. hooloch Harl. (scyritus
und choromandus Ogilby), welche sich mehr nach Norden und
Westen verbreitet, aber niemals den Brahmaputra überschreitet, und
H. lar L. (Simia longimana Schreb., albimanus Vigors et Horsf.,
pileatus Gray), mit viel ausgedehnterer Verbreitung. — Von Semno-
pithecus kommen in Burma vier Species vor: S. obscurus Reid,
chrysogaster Lichtst. (Potenziani Bonap.), Phayrei Blyth, verwandt
mit S. femoralis Horsf., aber nicht identisch mit cristatus Raffl.
und pruinosus Desm., und Barbei Blyth, Bulletin de la soc, philom.
de Paris III, p, 122.
Troussart revidirte die Arten der Gattung Semnopithecus
und unterschied darin acht Gruppen: A. S em nop ithe ci veri
schlank, Schw^anz länger als der Körper, 1, Corypithecus mit einer
Haube en forme de cimier de casque 1 Art, 2. Lophopithecus mit
einer Haube en forme de mitre, 13 Arten, d. Pr e sb y pithe c u s,
keine eigentliche Haube, sondern eine Art chevelure oder criniere
allongee am Nacken, 4 Arten, 4. Trachypithecus, Kopfhaare ver-
längert und herisses en guise de cheveUire, 5 Arten, 5. Semno-
pithecus^ Haare des Kopfscbeitels liegend und wenig verlängert,
die der Seiten des Gesichts und des Kinns en forme de barbe et de
favoris. — B. Semnopitheci abnormes kräftig, Schwanz kürzer
als der Körper oder ihm gleich, 6. Pygathrix , Schwanz kürzer
als der Körper, Stirnhaare nach hinten gerichtet, Daumen ziem-
ich lang, 1 Art, 7. Phinapithecus , Schwanz von Körperlänge,
Stirnhaare nach hinten gerichtet, Daumen sehr kurz, Nase massig,
110 Troschel: Bericlit üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
1 Art, 8. Nasalis, Schwanz von Körperlänge, Kopfhaare strahlen
von einem Centrum aus, Daumen ziemlich lang, Nase sehr gross,
1 Art.
Semnopithecus chrysogaster Lichtst. hat Peters Berl. Monats-
ber. p. 83 Taf. IV B. abbilden lassen.
Colohus rnfomitratus Peters Berliner Monatsber. p. 829 Taf.
lA und Schädel Taf. II von Muniuni am Tanafluss. — Auf Tafel
IVA ist auch Colobus palliatus Peters (1868) abgebildet.
Cercocebus galeritus Peters ib. 830 T. IB und Taf. III von
Mitole an der Mündung des Osi- und Tanaflusses.
Garrod vergleicht die Anatomie von Gelada Rueppelli mit den
anderen Affen. Er findet ihn mehr verwandt mit Cercopithecus als
mit Cynocephalus. Abbildung des Gehirns. Proc. zool. soc. p. 451.
Platyrrhinae. Giebel erläuterte die craniologischen Diffe-
renzen einiger Ateles-Arten , und zwar von A. arachnoides, hypo-
xanthus, Bartletti, Belzebuth, paniscus, froutatus und sericeus. Zeit-
schr. ges. Naturw. IV, p. 892 mit Tafel 13—15.
A. Milne-Edwards macht auf die Variabilität der Farben
bei den Ateles, namentlich bei Ateles variegatus aufmerksam, welche
zur AufstelluDg verschiedener Species Veranlassung gegeben hat.
Er hält es sogar nicht für unmöglich , dass sich Ateles variegatus,
ornatus Geoffr., Belzebuth Gray, vellerosusDesm., melanochir Geoffr.
und selbst hybridus als Varietäten einer und derselben Art heraus-
stellen möchten. Nouvelles Archives du Museum I p. 162.
Giebel verglich das Gebiss und die Schädel von Pithecia sa-
tanas, monachus and leucocephala. Correspondenzbl. d. Vereins für
Sachsen und Thüringen 1878, p. 401, Taf. 15.
Arctopitheci. Midas tripartitus A. Milne-Edwards Nouvelles
Archives du Museum I p. 160, pl. 3.
Prosimii. Shaw machte Bemerkungen über vier Arten Lemu-
riden, die lebend nach England gebracht waren: Leraur catta L.,
Hapalemur simus Gray, Chirogaleus Milii Geoffr. und Microcebus
Smithii Gray. Ch. Milii ist auf pl. IX abgebildet. Proc. zool. soc.
p. 132.
Perodicticus JEdwardsi Bouvier Guide du Naturaliste I p. 10
vom Norden der Congo-Küste.
AI ix secirte ein junges Männchen von Cheiromys madagasca-
riensis. Auch er ist der Ansicht, dass die Gattung von den Nagern
getrennt und den Makis genähert werden müsse. Comptes rendus
87. 1878, p. 219.
der Säugetbiere während des Jahres 1879. 111
Volitantia.
Leche bat Untersuchungeu über die Entwickelung des
Unterarms und Unterscbenkels bei Chiroptera angestellt.
Während die Ulna bei der völlig ausgewachsenen Fleder-
maus stets rudimentär ist, ist sie bei sämmtlicben von ihm
untersuchten Embryonen ausnahmslos vollständig entwickelt,
vollkommen frei und länger als der Eadius. Auch die Fi-
bula fehlt bei keiner Fledermaus gänzlich, und ist bei der
Mehrzahl weniger verkümmert als die Ulna, das distale
Ende fehlt nie. Dennoch ist auch die Fibula im Laufe
der individuellen Entwicklung einer bedeutenden Reduction
unterworfen. Bei den fossilen Fledermäusen ist der Unter-
arm auf dem embryonalen Entwickelungsstadium stehen
geblieben. Von den lebenden steht Desmodus, was die
Entwickelung der Ulna betrifft, den fossilen am nächsten,
ßihang til vet. Akad. Handlingar V. no. 15.
Eimer fand den Uterus von Vesperugo noctula und
Vespertilio pipistrellus im Winter mit lebensfähigem Samen
erfüllt. Er schiiesst daraus, dass die Fledermäuse vor dem
Antreten des Winterschlafes sich begatten, dass das Weib-
chen den Samen bis zum Frühjahr aufgespeichert hält,
worauf denn nach dem Wiedererwachen erst die Befruch-
tung stattfindet. Würtembergische Jahreshefte 35 p. 50.
— Ganz ähnliche Resultate zieht Be necke aus seinen
Beobachtungen an Vespertilio pipistrellus und Plecotus
auritus. Zool. Anzeiger IL p. 304. — Vergl. ferner Eimer
ib. p. 425 und Fries Göttinger Nachrichten 1879. No. 11
und daraus Zool. Anzeiger IL p. 355.
Carl Vogt theilte einige vorläufige Resultate seiner
seit zwei Jahren begonnenen Untersuchungen über Ent-
wickelungsgeschichte der Fledermäuse mit, Verh. Schwei-
zerischen Naturf. Ges. in Bern 61. p. 123.
Dobson hielt in der British Association held at Du-
blin 1878. p. 158 einen '^Vortrag über die geographische
Verbreitung der Chiroptera. Er resultirt, dass die Fleder-
mäuse, obgleich sie eine so hohe Locomotion besitzen,
doch durch gewisse Grenzscheiden beengt sind, wie die
112 Troschel: Beriebt üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
Übrigen Säugethiere. Er bestätigt die von Sclater be-
zeichneten sechs zoologischen Regionen, will aber, in An-
betracht der besonderen Natur der Fauna von Madagascar,
aus dieser und den benachbarten Inseln eine siebente Re-
gion unter dem Namen Lemuria hinzufügen.
Trouessart schrieb eine Abhandlung über die geo-
graphische Verbreitung der Fledermäuse im Vergleich zu
den übrigen Landsäugethieren. Verf. hebt hervor, dass
viele Fledermäuse wandern wie die Vögel. Nur die Ves-
pertilionidae und Emballonuridae sind beiden Continenten
gemeinsam, die Pteropidae, Rhinolophidae und Nycteridae
sind auf die östliche Hemisphäre, die Phyllostomidae auf
America beschränkt. Vesperugo serotinus ist cosmopoli-
tisch und hat eine überaus weite Verbreitung, wie sie von
keinem anderen Säugethier bekannt ist; fast ebenso weite
Verbreitung hat Vesperugo noctula. Weitere interessante
Betrachtungen. Annales des sc. nat. VIII. Article 12.
Trouessart lieferte eine Revue synoptique des Chei-
ropteres d'Europe pour servir de prodrome ä une faune
des mammiferes de France. Er stellt die Familien, Gat-
tungen und Arten in fünf Tableaux zusammen. Er kennt
in Europa 25 Arten : 4 Rhinolophus, 1 Plecotus, 1 Synotus,
9 Vesperugo, 8 Vespertilio, 1 Miniopterus und 1 Nycti-
nomus. Auf zwei Tafeln sind die Ohren abgebildet. Feuille
des Jeunes Naturalistes 1879.
Jentink schrieb über die holländischen Fledermäuse:
Wat men van onze inlandsche Vledermuizen weet. 13 Arten
werden beschrieben, die alle auch in Deutschland vor-
kommen: Rhinolophus ferrum equinum und hipposideros;
Plecotus auritus; Synotus barbastellus; Vesperus serotinus;
Vesperugo noctula, Leisleri und pipistrellus ; Vespertilio
Daubentonii, Nattereri, dasycneme, murinus und mysta-
cinus. Tijdschrift der nederl. dierkundige Vereeniging IV.
1). 58—91.*
Trouessart hat die 7 neuen FleSermaus-Arten, welche Cres-
po n in seiner Faune meridionale 1844 beschrieb, bestimmt. Er hält
nigrans Cr. für Vesperugo pipistrellus Schreb., rufescens Cr. = Ve-
spertilio Capaccinii Bp., lanatus Cr. = Vespertilio dasycneme Boie,
pellucens Cr. = Daubentonii Leisl, latipennis Cr. = emarginatus
der Säugethiere während des Jahres 1879. llS
GeofFr., incisivus Cr. = serotinus Schreb., palustris Cr. = serotinus
Schrelj. Bulletin de la sog. de Nimes. 1879. no. 2. p. 35.
Gerbe berichtigt die Bestimmungen Trouessart's der Cres-
po n'schen Fledermäuse. Er bringt Vespertilio pellucens zu V. Ca-
paccinii Bp., V. rufescens Cresp. zu V. emarginatus Geoffr. und V.
nigrans Cresp. zu V. Savii Bp. Le Naturaliste I. p. 58. — Antwort
von Trouessart ib. p. 67.
Gerbe giebt an, dass Vespertilio Capaccinii auch im Süden
Frankreichs vorkommt. Er fand sie im Museum zu Marseille. Le
Naturaliste I. p. 67. — Vergl. eine Bemerkung dazu von Trou-
essart in. p. 74.
Trouessart bezeichnet Rhinolophus Euryale Blas., Vespertilio
abramus Terara., Kuhlii Natt. und Miniopterus Schreibersii Natt. als
neu für die Fauna Frankreichs. Le Naturaliste L p. 125. — Der-
selbe nennt ib. p. 129 Vespertilio Daubentonii und Bechsteinii neu
für die Fauna von Maine-et-Loire.
Als einziges Säugethier von der Insel Rodriguez beschrieb
Dobson eine Fledermaus Pteropus rodericensis. Transact. Royal
Soc. 168. p. 457.
Nyctinomus Bemmeleni Jentink, Notes from the Leyden Mu-
seum I. p. 125, von Liberia.
Dobson, Bemerkungen über 7 Fledermäuse von Zanzibar,
dabei eine neue Art JEpomopIwrus minor. Proc. zool. soc. p. 715.
Taphosous Döbsoni Jentink, Notes from the Leyden Museum
I. p. 121. von Madagascar.
Bon ei a n. gen. Jentink, Notes from the Leyden Museum I.
p. 117. Ober- und Unterlippe tief gefurcht, Zeigefinger mit deut-
licher Kralle, Flügel vom Rücken nahe der Wirbelsäule, Metacarpal-
knochen des Mittelfingers etwas kürzer als der Zeigefinger, Schwanz
wohl entwickelt, ziemlich dick, im Oberkiefer zwei Schneidezähne
getrennt von den Eckzähnen und von einander, * obere Eckzähne
vorn gefurcht, untere Eckzähne nach auswärts gebogen. B. bidens
von Celebes.
Ercolani, Osservazioni sopra alcuni costumi del Vespertilio
murinus L. e richerche comparate sulla pelvi e sul parto in questo
animale e le assimetrie pelviche che nella donna rechieggono l'ope-
razione Cesarea o la Sinfisiotomia. Mit drei Tafeln. Memorie della
Acc. delle scienze di Bologna IX. 1878. p, 575.
Vesperugo vagans Dobson, Annais nat. bist. IV. p. 135, von
Bermuda.
Insectivora.
Winge hat die Schädel des Maulwurfs und der
Spitzmäuse untersucht, um über ihre systematische Stellung
Arch. f. Naturgesch. XXXXVI. Jahrg. 2. Bd. H
114 Troschel: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
eine Entscheidung treffen zu können. Er hat namentlich
auf die Foramina der Schädel Achtung gegeben. Er ent-
scheidet sich für folgende Reihenfolge der Familien : Galeo-
pithecidae, Cladobatidae, Macroscelididae, Erinaceidae,
Centetidae mit Potamogale, Soricidae, Talpidae und Chry-
sochloridae. Videusk. Meddelelser Nat. Foren, i Kjoben-
havn 1877—78. p. 115.
Aculeata. Jentink, über die Igel Madagascars. Er unter-
scheidet von dort Setiger setosus Scbreb., Centetes ecaudatus Schreb.,
Hemicentetes madagascariensis Shaw und Hemicentetes variegatus
Geoffr. Notes Leyden Museum 1. p, 137.
Scandentia. Garrod lieferte einen Beitrag zur Anatomie von
Tupaia belangen. Die Eingeweide werden beschrieben, das Gehirn
ist in Holzschnitt abgebildet. Proc. zool. soc. p. 301.
Soricina. Nach Nitsche kommt Sorex alpinug auf dem Rie-
sengebirge in der Nähe der Hofbauden vor. Zool. Anzeiger II.
p. 571.
Talpina. Coues bemerkt, dass Scalops Breweri zur Gattung
Scapanus gehört und nennt ihn nach Erörterung der Synonymie
Scapanus americanus. Amer. Naturalist p. 189.
Carnivora.
Alb recht entwickelt den Stammbaum der Raubthiere.
Er behauptet, dass die sämmtlichen lebenden Raubthiere
von hundeartigen Vorfahren abstammen. Von diesen Vor-
eltern entwickelten sich nach einer Richtung hundeähnliche
Thiere, nach der andern Äihiroidea oder Katzen im wei-
teren Sinne. Aus diesen gingen die AU ur inen oder Katzen
im engem Sinne hervor, nach der andern Seite die Arcto-
inen oder Bären. Die Ailurinen theilten sich wieder in
Katzen mit Landleben, Chorairulina (Feiina, Lutrina, Pro-
cyonina, Nasuina) und in solche mit Wasserleben, Tlialat-
tailiirina (Phocina und Trichechina). Die Arctoinen zer-
fallen in fünf Gruppen, Ursina, Mustelina, Gulina, Viver-
rina und Hyaenina. Den Beweis findet er in dem Foramen
intratransversarium, in der Entwickelung und in der Palae-
ontologie. Schriften physik. ökon. Ges. zu Königsberg
XX. p. 22.
Cope machte eine Bemerkung über die specialisirten
der Säugethiere während des Jahres 1879. Il5
Zähne der Raubthiere, namentlich über den Fleischzahn.
Amer. Naturalist p. 171.
Ursina. Zipperlen beschreibt die Jungen der schwarzen
Bärin. Sie sind nackt, von Grösse einer Ratte, bekommen in der
dritten Woche weissgraue Haare, öffnen die Augen erst nach 40 Tagen.
Zool. Garten p. 156.
Blauford kommt auf seinen Ursus gedrosianus aus Balu-
chistan (1877) zurück. Er hält ihn jetzt nur für eine Varietät von
ü. torquatus (U. thibetanus). Proceed. Asiat. Soc. Bengal 1879. p. 4,
Prejevalski hält den Ursus leuconyx, den Severtseff mit
Ursus isabellinus identificirt, für besondere Species. From Kulja,
across the Tian Shan to Lob-Nor. London 1879. p. 38.
Allen, On the Coatis (Genus Nasua Storr.) unterscheidet nur
zwei Arten dieser Gattung, nämlich Nasua narica L. und Nasua rufa
Desm. Erstere lebt in Mexico, letztere in Brasilien. Bull. U. S.
geol. and geogr. Survey V. p. 153.
Mastelina. Forbes, über das Vorkommen von Mydaus meli-
ceps im westlichen Java. Proc. zool. soc. p. 664.
Garrod machte Bemerkungen über die Eingeweide von He-
lictis subaurantiaca; das Gehirn ist abgebildet. Auch von dem
ganzen Thiere ist auf Tafel 29 eine hübsche Abbildung gegeben.
Proc. zool. soc. p. 305.
Giebel untersuchte die Arten der Gattung Rhabdogale Wiegm.
und unterscheidet Rh. libyca und mustelina. Correspondenzbl. d.
Vereins für Sachsen und Thüringen 1878. p. 582.
Als ton spricht sich gegen die neuerlich mehrfach geäusserte
Ansicht, dass Hartes sylvatica (Mustela martes L.) und Hartes foina
identisch seien aus. Er giebt aber zu, dass in England nur eine
Art vorkomme, indem Hartes foina nie der britischen Fauna ange-
hört habe. Proc. zool. soc. p. 468.
Kaupprecht berichtet über die Aufzucht junger Edelmarder
durch eine Hauskatze. Zool. Garten p. 221.
Hensel spricht sich gegen die Verbastardirüng der Mustela
Martes und Foina aus. Zool. Garten p. 60.
Tinne, kurze Notiz über das Vorkommen von Icticyon vena-
ticus in Britisch Guiana. Proc. zool. soc. p. 664.
V. Homeyer verlangt, der Nörz müsse eine eigene Gattung
bilden. Er nennt ihn Lutreola europaea und hält ihn vom amerika-
nischen Nörz für verschieden. Zool. Garten p. 184.
Nach Hensel kommt der Nörz noch zwischen Ohlau und Brieg
in Schlesien vor. Zool. Garten p. 33.
Giebel, über Schädel und Gebiss der Otterngattung Pterura.
Zeitschr. f. d. ges. Naturwissenschaften 51. p. 373.
Viverrina. Allen gab eine Monographie der Gattung Bas-
il6 Troschel: Bericht üt). die Leistungen in der Naturgescbichte
saris und unterscheidet darin zwei Arten: Bassaris astnta Lichtst.
(raptor Baird, Cacamiztle Hernandez) und Sumichrasti Sauss. (varia-
bilis Peters, monticola Cordero). Bull. U. S. geol. and geogr. Sur-
vey V. p. 332.
Paradoxurus MusschenhroeJcii, Schlegel Notes from the Leiden
Museum I. p. 43 von Celebes.
J e n t i n k beschrieb die drei Arten der Gattung Galidia, G.
elegans, concolor und olivacea G. St. Hilaire, und erkennt sie als
verschiedene Species. Notes from Leyden Museum l. p. 131.
Ganina. Cope stellt die Gattungen der Hundefamiiie, fossile
wie lebende in folgender Synopsis zusammen (Proc. Philadelphia p.
178 : I. ^Is Höckerzähne. Gatt. Amphicyon Lartet ^j^ Prämolaren,
unterer Fleiachzahn mit innerem Höcker, 2 Arten fossil. II, ^j^^ Hö-
ckerzähne. Gatt. Thous Gray ^j^ Prämolaren, unterer Fleischzahn
mit innerem Höcker, lebende Arten in Südamerika. III. ^/g Höcker-
zähne «. '^U Prämolaren. ß. Unterer Fleischzahn ohne inneren Höcker.
Gatt. Palaeocyon Lund fossile Arten Südamerika's. ßß. Unterer
Fleischzahn mit innerm Höcker, y. Vier Zehen an der Hand. Gatt.
Lycaon Brooks eine Sagitalleiste lebende Art in Africa. yy. Fünf
Zehen an der Hand. ^ Absatz des Fleischzahns einfach schneidend
Gatt. Temnocyon Cope fossil. 6^. Absatz des Fleischzahns concav
mit erhabenen Rändern. Gatt. Canis L. Pupille rund, Schläfengrube
mit einfachem oberen Rande, lebende Arten, Gatt. Vulpes Pupille
senkrecht, Schläfengrube mit einfachem oberen Rande, lebend, Gatt.
Urocyon Baird, Pupille senkrecht, Schläfengrube oben von einer
rippenartigen Leiste begrenzt, aa. ^/j Prämolaren Gatt. Enhydro-
cyon Cope, unterer Fieischzahu mit innerem Höcker und schneiden-
dem Absatz, zwei fossile Arten, Gatt. Tomarctos Cope, unterer
Fleischzahn mit innerem Höcker und höckerigem Absatz, eine fossile
Art, IV. 2/2 Höckerzähne. «. ^j^ Prämolaren, Gatt. Speothus Lund
unterer Fleischzahn mit innerem Höcker, eine fossile und eine lebende
Art, Gatt. Sijnagodus Cope n. gen. unterer Fleischzahn ohne inneren
Höcker, 1 neue lebende Art S. mansuetus früher als Varietät von
Canis familiari» angesehen, aa. ^/^ Prämolaren Gatt. Dysodus
Cope u. gen. unterer Fleischzahn ohne inneren Höcker, Schneide-
zähne hinfällig, eine neue Art D. pravus das japanesische Schooss-
hündchen. V. V2 Höckerzähne, Gatt. Icticyon Lund, ^U Prämolaren,
unterer Fleischzahn mit innerem Höcker, einer fossilen und einer
lebenden Art aus Brasilien, fügt Verf. eine neue fossile aus Oregon
hinzu.
S ahler tz erwähnt dreier Hundeskelete mit retardirten Milch-
zähnen. Zool. Anzeiger I. p. 338.
Murison fand im Innern von Neu-Seeland viele wilde Hunde,
meist von gelber Farbe. Tran^^act. New-Zealand Inst. X p. 322.
Günther beschreibt eine neue Art wilder Hunde von Deme-
der Säugethiere während des Jahres 1879. 117
rara die mit Canis vetulus verwandt ist. Annais nat. hist. IV. p.
316. Später ib. p. 400 wird ihr der Narae Canis rudis gegeben.
Cope fügte der Beschreibung von Dysodus pravus, dem japa-
nesischen Schoosshunde, Proc, Philadelphia 189 einige weitere An-
gaben über das Gebiss hinzu. Amer. Naturalist p. 655.
Flow er beschreibt das Coecum von Canis jubatus Desm.
Proc. zool. soc. p. 766 mit Holzschnitt.
Gr edler erzählt einige Fälle von der Schlauheit des Fuchses.
Zool. Garten p. 286.
Feiina. Cope revidirte die Genera der Felidae. (Proc. Phila-
delphia p. 168). Er bringt die Gattungen in folgendes Schema:
I. Vorder- und Seitenflächen des Unterkiefers durch einen Winkel
getrennt. « Der untere Fleischzahn mit einem Absatz, kein vorderer
Lappen des oberen Fleischzahns, kein hinterer Lappen der Praemo-
laren. * Ein unterer Höckerzahn. Gatt. Dinictis Leidy -/a Prämo-
laren 4 Arten fossil, Gatt. Nimravus Cope y^ Prämolaren 1 Art
fossil. ** Kein unterer Höckerzahn. Gatt. Hoplophoneus Cope '^/a
Prämolaren 2 Arten fossil, Gatt. Eusmilus Gervais /j Prämolaren 1
Art fossil, iccc Der untere Fleischzahn ohne Absatz, ein vorderer
Lappen des oberen Fleischzahns, hintere Lappen der Prämolaren.
Gatt. Machaerodus Kaup ^/^ Prämolaren, der erste untere zweiwur-
zelig 8 Arten fossil, Gatt. Smilodon Lund ^/^ oder -/^ Prämolaren,
der erste untere einwurzelig 2 Arten fossil. II. Vorder- und Seiten-
flächen des Unterkiefers nicht getrennt, convex, kein unterer Höcker-
zahn. « Unterer Fleischzahn mit einem Absatz. Gatt. Cryptoprocta
Bennett ^/^ PrämolarSn ohne hintere Lappen, der zweite obere mit
innerem Absatz (plantigrad) 1 Art lebend, Pseudaelurus Gervais 2/4
Prämolaren mit hinteren Lappen, kein Absatz am zweiten oberen,
fünf Arten fossil, acc Unterer Fleischzahu ohne Absatz, Prämolaren
mit hinteren Lappen, oberer Fleischzahn mit vorderem Lappen, ß
Oberer Fleischzahn mit innerem Absatz y Pupille rund. Gatt. Uncia
Gray 2/2 Prämolaren 9 Arten lebend. Gatt. Neofelis Gray V2 Piämo-
laren 2 Arten lebend, yy Pupille vertical, Gatt. Catolynx Gray»
Orbita hinten geschlossen, ^/a Prämolaren, 6 Arten lebend. Felis
Linn, Orbita ofi'eu ^/j Prämolaren 38 Arten lebend, Gatt. Lyncus
Raf. Orbita offen, V2 Prämolaren 8 Arten lebend, ßß Oberer Fleisch-
zahn ohne Innern Absatz, Gatt. Cynaeiurus Wagl. Pupille rund,
2/2 Prämolaren, Orbita hinten offen, 2 Arten lebend, eine fossil.
Hu et schildert die sich entwickelnde Freundschaft zwischen
einer Löwin und einer Hündin im Pariser Jardiu des plantes. Le
Naturaliste I. p. 51.
Gir tanner erzählt ein Beispiel von geistiger Befähigung einer
Katze. Zool. Garten p. 154.
Herbert Smith spricht in „Brazil, the xVmazons and the
Coast" p. 196 von etwa acht Arten Felidae.
118 T rösche 1: Bericht üb. die Leistungen Inder Naturgeschichte
Watson und Young behandelten die Anatomie der Hyaena
crocuta. Die Eingeweide und namentlich das Muskelsystem ausführ-
lich sind beschrieben und abgebildet. Das Muskelsystem ist dem
der anderen Arten von Hyaena sehr ähnlich, unterscheidet sich aber
von dem der Viverren und eigentlichen Feliden in einigen wichtigen
Punkten ; die Nackenmuskeln und die der Vorderviertel sind beson-
ders stark entwickelt. Proc. zool. soc. p. 79 — 107, pl. V, VI und
mehrere Holzschnitte.
Pinnipedia.
Zipperlen schildert das Betragen der Seelöwen in der
Gefangenschaft im Zoologischen Garten in Cincinnati. Zool. Gar-
ten p. 56.
Rodentia.
Fatio stellte die Nager der Schweiz in einer tabel-
larischen Uebersicht zusammen. Guide du Naturaliste I.
Nro. 3, 4.
Sciurina. 0. v. Loewis bemerkte die Verschiedenheit der Ge-
schlechter bei den Eichhörnchen im Winterkleide. Die Weibchen
haben röthliche Ohren und fuchsrothen Schwanz, die Männchen
schwarzbraune Ohren und schwärzlichen Schwanz. Zool. Garten p.
59. — Liebe ist noch nicht überzeugt, dass diese Farbenvarietäten
Geschlechtsunterschiede seien, will aber genauer darauf achten. Ib.
p. 155. — V. Loewis bestätigt es jedoch auch weiter ib. p. 317.
Lunel, Ueber die Farbenvarietäten des gewöhnlichen Eich-
hörnchens. Bibl. univ. de Geneve, Juin 1879.
Jentink beschrieb drei neue Eichhörnchen: Sciurus Bosen-
bergii von den Sanchi-Inseln, Sciurus Diardii Temminck in litt, von
Nusa-Kambangan und Sciurus (BJieithrosciurusJ microtis von Saleyel*.
Notes from the Museum at Leyden I. p. 36.
Hensel beschreibt den Schädel von Arctomys Bobac, und
vergleicht ihn mit A. marmota. Archiv für Naturgesch. p. 198
Tafel XIII.
Swigert gab eine Notiz über die Lebensweise des Spermo-
philus richardsonii. Amer. Naturalist p. 709.
Hyoxina, Nehring beschreibt das Zahnsystem der Myoxinen,
auch das Milchgebiss von Myoxus glis. Zeitschr. Ges. Naturw. 1879
p. 736.
der Säugethiere während des Jahres 1879. 119
Murina, Bo Ismann giebt eingehende Nachricht über das
Vorkommen und das Treiben der Hausratte, Mus rattus, im Münster-
land, Westfalen, namentlich in der Pfarrwohnung in Grimpte. Da-
ran schliesst sich ein Bericht von Nqpto über deu Aufenthalt der
Ratten in Seppenrade. Zool. Garten p. 161.
Härter fand in Körner bei Mühlhausen in Th. die Hausratte
häufig, Zeitschr. ges. Naturw. IV. p. 463.
Giebel zählt einige craniologische Differenzen zwischen Mus
rättus, alexandrinus und decumanns auf. Ib, p. 619.
Fairbank giebt von den Verwüstungen in Dakhan im Jahre
1878 durch Ratten und Mäuse Nachricht. Den grössten Schaden soll
Gerbillus indicus oder G. longipes anrichten. Proc. Asiat Soc. of
Bengal 1879 p. 202; Journ. Asiat. Soc. 48 p. 143.
Hutton findet die Maori-Ratte verschieden von Mus decumanus
und rattus, die von ihm früher als Mus novae zealandiae (ib. IV.
p. 183) beschriebene Art möchte Mus rattus sein. Transact. Neu-
Zealand Inst. IX p. 348, — Derselbe bemerkt später ib, X p. 288,
die Maori-Ratte stimme ganz mit einem kleinen Exemplar von Mus
rattus überein ; freilich stimmt die Farbe nicht, die am Bauch weiss-
lich, am Rücken mausegrau angegeben wird. — White zeigt an,
dass er bei Napier port einige Ratten fiag, und Hut ton bemerkt
dazu, dass sie Mus rattus seien und vollkommen mit der Beschreibung
von BuUer's Mus zealandiae übereinstimmen. Die Maori-Ratte hält
Hutton für eine verschiedene Art, die er Mus maorium nennt. Ib.
XI p. 343,
Franz Schmidt hat wieder eine singende Maus und zwar
seit 7 Monaten in Gefangenschaft. Mecklenburger Archiv 33 p. 77.
3Ius Everetti, Günther Proc. zool. soc. p. 75 von den Phi-
lippinen.
Jentink machte vorläufige Mittheilung über Mäuse- Arten von
Menado, Ostküste von Celebes, die in den Dresdener Mittheilungen
veröffentlicht werden sollen, Tijdschr. nederl. dierkundige vereeni-
ging IV p. LIII. — Dieselben sind in Notes from the Museum at
Leyden I. p. 7 beschrieben. Er will die Mäuse mit Stachelhaareu
von denen mit weichen Haaren nicht generisch trennen, weil dies
eine künstliche Trennung sein würde. Von den Celebensischen
Arten haben drei Stachelhaare, nämlich Mus leucopus (Acanthomys
leucopus Gray), Musschenhroekii n. sp,, xanthurus Gray, drei andere
weiche Haare, Mus HeTlwdldii Musschenbroek in litt., eallitriclms
n. sp. und Meyeri Musschenbroek in litt.
Aiston beschreibt eine neue Art Mus terrae reginae, zu der
er Acanthomys leucopus Gray und Mus leucopus Jentink als Syno-
nyme citirt. Nordaustralien. Proc. zool. soc. p. 645.
Coues, Ueber die Nomenclatur von Hesperomys americanus.
Amer. Naturalist p. 784.
120 Troschel: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
Jentink stellte eine neue Gattung von Mäusen Hallomys auf.
Sie hat die Grösse und das Gebiss von Mus decumanus, aber die
Hinterfüsse sind sehr vergrössert, die Ohren länger und die Spitze
des Schwanzes ist etwa auf ein Sechstel der Länge mit rein weissen
Haaren geziert. H. Äudeberti von Madagascar. Notes from the
Leyden Museum 1. p. 107.
Lessona prüfte die in Piemont vorkommenden Arvieolinen.
Er unterscheidet folgende Arten; Arvicola amphibius L., nivalis
Martins, arvalis Pall., Savii Selys, subterraneus Selys. Atti di Torino
XIV. p. 721.
Gerbe verglich Arvicola ibericus, incertus und lusitanicus
und setzt ihre Unterschiede auseinander, Kevue et magasin de Zo-
ologie. 1879 p. 42.
Elliot klagt über die übermässige Zunahme von Arvicola
agrestis L. Report British Assoc. Advancement of science 1878.
Dublin p. 559.
Gerbe bleibt dabei, dass der letzte obere Backenzahn von
Arvicola pyrenaicus nur drei Leisten besitze. Le Naturaliste I. p. 51.
Arvicola (Microtus) Gerbii de Lisle. Le Naturaliste I. p. 51
aus Frankreich, Loire.
Nesomys hetsileonensis Bartlett, Proc. zool. soc. p. 770 von
Madagascar.
Orycterina, JEcMmys macrourus Jentink Notes from the Leyden
Museum L p. 97 von Surinam.
Thrinacodus n. gen. Günther Proc. zool. soc. p. 144. Beine
von massiger Länge, vier Zehen vorn und fünf hinten, Krallen klein,
Augen klein, Ohren breit, kurz, mit langen sparsamen Haaren um den
Rand, Nase behaart bis auf einen schmalen Streifen in der Mitte; Schwanz
sehr lang fein gewirtelt, aber ziemlich dicht mit kurzen, steifen Haaren
bedeckt, Pelz weich, dicht und lang ; Gesichtstheil des Schädels kurz,
Foramina incisiva kurz aber bis in die Oberkiefer reichend; Back-
zähne sehr breit, die vorderen im Oberkiefer fast die Mittellinie er
reichend und die Continuität des knöchernen Gaumens unterbrechend ;
jeder der zwei vorderen oberen Molaren mit zwei Paar Schmelzfalten,
deren jedes Paar eine Art Gabel bildet; die Schmelzfalten des ersten
unteren Molaren mehr unregelmässig, der zweite hat drei Falten,
deren zwei vordere eine Schlinge bilden. Thr. albicauda aus Colum-
bia ist pl. X abgebildet.
Aculeata, Hystrix pumila Günther Annais nat. bist. IV. p. 106
von der Insel Paragua, Philippinen. — H. Mülleri Jentink Notes
from the Leyden Museum L p. 87 von Sumatra. — H. Brandtii
Jentink ib. p, 93 aus Südamerica.
Anomdlurus erythronotus, A. Milne-Edwärds, Comptes rendus
89 p. 771, von Gabon.
der Säugethiere während des Jahres 1879. 121
Leporina, Gr edler, Beobachtungen über das Betragen des
Hasen, Zool. Garten p. 255.
H. V. Na th US ins kam wieder auf die Leporideufrage zurück.
Er erhielt ein Paar Leporideu von Gayot aus der 26. Geueration.
Sie hatten nicht eine einzige specifische Eigenschaft des Hasen be-
wahrt, und gehörten nach allen Kennzeichen zu den ächten Kanin-
chen. Ein Einfluss des Hasen in morphologischem Sinne war nicht
nachzuweisen. Zool. Garten p. 129.
Ed. van Beneden, La formation des feuillets chez le La-
pin. Archives de Biologie I. p. 137 mit pl. 4 — 6.
Masquelin et ^waen, Premieres phases du developpement
du Placenta maternel chez le Lapin. Archives de Biologie I.
p. 25.
Moseley fand an dem Pick von Teneriffa ziemlich häufig
Kaninchen, die sich keine Höhlen graben, sondern sich in Fels-
höhlen oder unter Büschen verbergen. A Naturalist on the Chal-
lenger p. 6.
H. Boecker hat zwischen Sinzig und Niederbreisig am Rhein
ein schneeweisses wildes Kaninchen geschossen. Sitzungsber. Nieder-
rhein. Ges. 1878 p. 398.
Edentata.
Bradypoda, Joly beschrieb die Placenta des Bradypus trida-
ctylus L., mit Abbildung. Er erklärt das Thier nach seinen Sitten,
seiner taschenförmigen (bursiforme) Placenta und nach anderen Orga-
nisationsverhältnissen für einen Lemuriden und nicht für einen Eden-
taten. Comptes rendus 87., 1878 p. 283; Mem. de l'acad de Toulouse
I. 1879 p. 99 mit einer Tafel.
Cingulata. Milne Edwards, Recherches sur les enveloppes
foetales du Tatou ä neuf bandes (Dasypus novemcinctus). Hier
hat nicht jeder Foetus ein besonderes Chorion, sondern die vier
Foetus sind von einem gemeinschaftlichen Chorion umgeben. Bei
den Edentaten findet keine üebereinstimmung in der Beschaffenheit
der Placenta statt. Entweder hat also dieses Organ keinen Werth,
oder die Edentaten sind eine nicht homogene Ordnung. Verf. neigt
sich der letzteren Ansicht zu, Annales des sc. nat. VIII. Art. 10,
Hoff mann entdeckte bei Dasypus, dass die Rippen sich nach
vorn soweit erstrecken, dass sie sich vor dem Brustbein einander
treffen. Sie haben im Ganzen 6 Rippen, die sich mit dem Brust-
bein vereinigen; davon ist allein die vordere normal und durch ein
Gelenk mit dem Brustbein verbunden, während die fünf anderen
die erwähnte Abweichung zeigen. Tijdschr. nederl. dierkundige ver-
eeniging IV p. LXVII.
122 Troschel: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
Solidungttla.
Tabourin stellt die Frage auf, ob bei der Melioration der
Thierrassen, namentlich der Pferde, es nicht mehr auf die Auswahl
der Stuten als der Hengste ankomme? Er sucht dies wahrscheinlich
zu machen. Annales de la Soc. d'Agriculture de Lyon X. p. 919.
Hu et, Note sur le croisement des diverses especes du genre
cheval et description d'un hybride d'Hemione et de Dauw. Nouvelles
archives du Museum d'hist. nat. II. p. 46. Es werden die Bastarde
vom Quagga und der Stute, vom Hengst und Zebra Burchelli (Dauw),
von Hemionus und der Stute, vom Esel und Dauw, vom Dauw und
Eselin, Zebra und Eselin, Esel und Hemionus, Hemionus und Eselin,
Hemionus und Zebra, Hemionus und Dauw aufgezählt. Letzterer
wird beschrieben; er nähert sich mehr dem Dauw als dem Hemionus.
Marsh schrieb über mehrzehige Pferde, recent und ausge-
storben, bildete auch ein zweizehiges Pferd in Holzschnitt ab. Er
schloss daran eine Tabelle zur Genealogie der Pferde. Amer. Journ.
sc. and arts XVII. p. 499.
Paclijdermata.
Froboscidea. Forbes macht Mittheilungen über die Anatomie
des africanischen Elephanten. Zunge, Leber, Larynx und ein Theil
der weiblichen Geschlechtsorgane sind abgebildet. Proc. zool. soc.
p. 420.
A. v. Mojsisovics, zur Kenntniss des africanischen Ele-
phanten hat einige Eingeweide beschrieben: den Pharyngealsack, die
Bronchien, das Pancreas und den Ductus hepato-pancreaticus und
den männlichen Urogenitalapparat des africanischen Elephanten.
Archiv für Naturgesch. p. 56—92 mit Tafel V— VII.
Zipperlen erzählt von der Freundschaft eines Elephanten
mit Buffalo's, die in demselben Raum gehalten wurden. Zool. Garten
p. 345.
Obesa. Owen erörterte die natürliche Lebensgrenze und die
Hauptperioden des Hippopotamus amphibius. Die natürliche Lebens-
grenze setzt er auf 30 Jahr, die Grenze des Wachsthums auf 5 Jahr,
die des hohen Alters auf 4 Jahr, Es werden demnach drei Lebens-
perioden unterschieden, die Präprocreative, die Procreative und die
Postprocreative. Annais nat. bist. IV. p. 188.
Anisodactyla. Brandt, Tentamen Synopseos Rhinooerotidum
viventium et fossilium. Mem. de St. Petersbourg XXVI. 5. 1878.
Die Uebersicht derselben ist in der Leopoldina XV. p. 123 ab-
gedruckt.
Giebel erwähnt, das Rhinoceros des Halle'schen Museums sei
R. javanicus. Correspondenzbl. Vereines für Sachsen und Thüringen
1878. p. 214.
der Säugethiere während des Jahres 1879. 123
Giebel, über das Gehirn des diluvialen Nashornes, Rhinoceros
tichorinus mit Abbildungen. Ib. p. 370.
Hyrax nigricans Peters, Sitzuiigsber. Ges. uaturf. Freunde zu
Berlin p. 10, aus Chinchoxo.
Green e und Parker haben das Hyraceum cheraisch unter-
sucht. Proc. Philadelphia p. 12, mit einer kleinen Berichtigung
ib. p. 379.
Setigera. Hamilton beschrieb ein wildes Schwein mit dop-
pelten seltsam gebildeten Fangzähnen. Transact. New Zealand Inst.
XL p. 535.
Rnminantia.
Tylopoda. Lombardini schrieb ein Buch „Sui Cammelli,
Pisa 1879. 4. 422 Seiten, 8 Tafeln", worin er ausführliche Unter-
suchungen über die Kameele mittheilt. Geographische Verbreitung,
Lebensweise, Organisation und andere Beziehungen werden ab-
gehandelt.
Prejevalski schildert das wilde Kameel. Es soll klug sein
und besonders entwickelte Sinnesorgane haben. Er glaulDt, dass es
von wilden Eltern abstamme, aber dass von Zeit zu Zeit ent-
schlüpfte domesticirte Individuen sich mit ihnen gemischt hätten.
From Kulja, across the Tian Shan to Lob-Nor London 1879. p. 38.
Godet theilte die Bemerkungen von Przewalski über wilde
Kameele mit, wie sie am See Lob-Noor vorkommen. Bull, de Neu-
chätel XL p. 373.
Devexa. Lavocat beschrieb die Muskulatur der Giraffe. In
Betreff der Gliedmassen erkennt er die üebereinstimmung der Hand
und des Fusses beim Menschen sowohl, wie bei den Thieren. Die
Unterschiede, wie sie nach den functionellen Bedürfnissen hervor-
treten, sind nur Variationen und verwischen nicht den Grundtypus.
Die Füsse der Thiere sind nur degradirte Hände, aber die Hand
des Menschen zeigt einen solchen Grad der Vollkommenheit, dass
sie die vier Fusshände der Affen übertrifft. Sie wird ein bewun-
derungswürdiges Organ, welches beiträgt die Superiorität des Men-
schen über alle Thiere zu begründen. Mem. de l'acad. de Toulouse
I. 1879. p. 33.
Gervina. Fitzin ger hat seine Untersuchungen über die Arten
der natürlichen Familie der Hirsche (Cervi) mit der vierten Abthei-
lung zu Ende geführt. Diese bringt die Gattungen Subulo mit
6 Arten, Doryceros mit 2, Nanelaphus mit 2, Prox mit 6 Arten.
In einem Anhange werden 9 zweifelhafte oder höchst unvollständig
bekannte Formen abgehandelt. Wiener Sitzungsber. 79.
Nehring entwickelte seine Gründe gegen die Annahme, dass
noch zur Zeit Cäsar's Rennthiere im hercynischen Walde gelebt
124 Troschel: Bericlit üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
haben, Correspondenzbl. d. Vereins für Sachsen und Thüringen
p. 384.
Heusei hat in Brasilien fünf Hirscharten kennen gelernt;
Cervus paludosus, campestris, rufus, nemorivagus und rufinus. Er
giebt Mittheilungen über ihr Vorkommen und ihre Lebensweise.
Zool. Garten p. 3.
A. B. Meyer giebt als das Vaterland von Cervus alfredi Cebu
an. Proc. zool. sog. p. 666.
Kr au SS beschreibt einen Rehbock mit monströsem Geweih.
Württembergische Jahreshefte 35. p. 343.
Als ton berichtete über das Vorkommen eines weiblichen
Rehes mit Geweihen, welches nicht unfruchtbar war. Es wurde in
Ayrshire erlegt.^ Proc- zool. soc. p. 296.
V. Loewis berichtet über ein Reh, w^elches drei Kälber ge-
setzt hatte. Zool, Garten p. 318.
Lockington erwähnt eines Hirsches der Gattung Cariacus
mit einzehigen Füssen. Amer. Naturalist p. 708.
Cavicornia. Giebel charakterisirt die Gabel- Antilope, Antilo-
capra americana seu A. furcifer. Correspondenzbl. d. Vereins für
Sachsen 1878. p. 856.
Aiston bildete das Gehörn einer vierhörnigen Gemse, Rupi-
capra tragus Gray, in Holzschnitt ab. Proc. zool. soc. p. 802.
In Chavanne „die Sahara, oder von Oase zu Oase, Wien
1879. p. 55" ist die Wüsten-Gazelle abgebildet.
Giebel, über den Schädel der Saiga- Antilope. Correspon-
denzbl. Vereins für Sachsen 1878. p. 837.
Peters hat Schädel mit Hörnern von Gazella Granti Brooke
abbilden lassen. Berliner Monatsber. p. 832. Taf. V.
Koch, über die Lebensw^eise von Capricornis sumatrensis.
Briefliche Notiz. Proc. zool. soc. p. 308.
Forsyth Major, Materiali per servire ad una storia degli
Stambecchi. Verglichen werden die Schädgl von Capra pyrenaica
Bruch u. Schimper, hispanica Schimper, sibirica Pallas mit Capra
Ibex, ferner aus der Gruppe Aegagrus Capra silvatica von Creta,
Capra Beden und Capra Pallasii. Dann werden auch die fossilen
Reste von Steinböcken besprochen. Er meint, in der quaternären
Epoche existirten schon verschiedene Formen von Steinböcken im
Gebiete des gegenwärtigen Königreichs Italien, und diese quater-
nären Formen seien nicht vollkommen identisch mit irgend einer
der heute lebenden. Atti della Soc. Toscana IV. p. 1—56 mit
7 Tafeln.
Kühn hat durch Zuchtergebniss gezeigt, dass die Eigenthüm-
lichkeit der Fettsteissrace (Ovis Aries steatopyga Pall.) keineswegs,
wie man bisher annahm, von dem salzigen Futter im Steppengebiet
abhänge, sondern auch in Deutschland durch reichliche und gute
der Säugethiere während des Jahres 1879. 125
Fütterung zu erreichen sei. Halle'sches Tageblatt 12. Mai 1879,
Beilage.
Giebel beleuchtet die Eigenthümlichkeiten des Mufflonschädels,
Ovis musimon, im Vergleich mit Schaf, Fettschwanzschaf und Ziege.
Correspondenzbl. Vereins für Sachsen 1878. p. 840. — Ueber den
Schädel von Ovis montana ib. p. 849.
Natantia.
Owsjannikow, üeber die Rinde des Grosshirns beim Delphin
und einigen anderen Wirbelthieren, nebst einigen Bemerkungen über
die Structur des Kleinhirns. Memoires de l'Acad. de St. Petersbourg
26. No. 14 mit einer Tafel.
Nach Hutton kommen in Neu Seeland folgende Delphine
vor: Delphinus novae-zealandiae Q. G., Clymenia obscura Gray,
Tursio metis Gray, Electra clancula Gray. Transact. New Zealand
Inst. IX. p. 349.
Hector beschreibt ib. p. 477. pl. 11 — 13a das Skelet von
Tursio metis und Globicephalus raacrorhynchus. Zum Vergleich
sind auf pl. 11 die Schädel von Electra clancula, Clymenia obscura,
Delphinus Forsteri und Clymenia novae zealandiae dargestellt.
Hector machte ib. X. p. 331 kritische Bemerkungen über die
Walfische der Neuseeländischen Meere. Er bespricht 11 Arten.
Neobalaena marginata Gray, Eubalaena australis Gray, Megaptera
Lalandii Fischer, Physalus australis Desmoul., Balaencptera Huttoni
Gray, Physeter macrocephalus L., Kogia breviceps Gray, Berardius
Arnuxii Duv. pl. 16, Mesoplodon Hectori Gray pl. 17, Mesoplodon
Layardi Flower und Ziphius cavirostris Cuv.
Flow er, über Delphinus delphis. Proc. zool. soc. p. 382.
Flower verkündet den Fang eines Beluga Delphinapterus
leucas Pall. in Sutherlandshire von 12' 6" Länge. Proc. zool. soc.
p. 667.
Watson und Young untersuchten die Eingeweide von Beluga
catodon. Sie fanden dieselben sehr ähnlich mit Grampus und Glo-
biocephalus. Die Verwandtschaft mit Monodon, von welcher Gattung
man die Eingeweide noch zu wenig kennt, muss künftigen Beob-
achtern überlassen werden. Proc. R. Soc. Edinburgh 1878—79. p. 112.
Turner beschreibt die Form und den Bau der Zähne von
Mesoplodon Layardii und Sowerbyi. Proceed, R. Soc. of Edinburgh
1878—79. p. 250.
Cope untersuchte eine Ladung Walfischknochen von dem
grauen Californischen Walfisch, Rachianectes. Amer. Naturalist p. 655.
Lataste giebt Nachricht von einem bei Soulac gefangenen
Walfisch, der 85 bis 90 Fuss lang war. Le Naturaliste I. p. 65.
Julin, Recherches sur Possification du maxillaire inferieur et
126 Troschel: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte etc.
sur la Constitution du Systeme dentaire chez le foetus de la Balae-
noptera rostrata. Verf. zeigt, dass im Unterkiefer des Fötus von
Balaenoptera rostrata 41 Zahnkeime vorhanden sind. Alle Ceto-
donten sind homodont, die untersuchte Balaenoptera ist heterodont
wie die Pinnipedien und Squalodon. Er will also die Mysticeten
als einen Uebergang zwischen den Cetodonten und Pinnipedien be-
trachten, denen sie sich vermittelst Zeuglodon anschliessen. Archives
de Biologie 1. p. 77.
Gas CO beschrieb Balaena macleayius (Macleyius australiensis
Gray = B. australis Desmoul.) des Pariser Museums. Annali del
Museo civico di Genova XIV. p. 509. Vergl. vorj. Ber. p. 254.
Gasco beschrieb die Balaena biscayensis, welche 1854 bei San
Sebastian© in Spanien gefangen worden war. Annali del Museo ci-
vico di Genova XIV. p. 573.
Marsupialia.
Didelphys Turnei'i Günther, Annais nat. bist. IV p. 108. von
Demerara.
Perameles Broadhentii Ramsay, Proc. Linn. Soc. of New South
Wales III. p. 402. pl. 27, vielleicht neue Gattung wegen eines Greif-
schwanzes, aus Tasmania.
Von Owen erschien eine Abhandlung über Hypsiprymnodon
moschatus Ramsay mit Abbildung in natürlicher Grösse des Männ-
chen und Weibchen, Schädel und Fuss. Das Thier hat die Fuss-
bildung der Poephaga und das Gebiss der Hypsiprymnidae, Verf.
stellt es daher zwischen die kletternden und springenden Beutel-
thiere als eigene Familie, der er den Namen Pleopodidae giebt.
Auch der Schädel von Hypsiprymnus Gilberti, sowie zum Vergleich
auch die Fussknochen von Apteryx, Casuarius und Struthio sind
abgebildet. Transact. Linuean Soc. of London I. p. 573. pl. 71
und 72.
Monotremata.
De Souza Fontes hat eine Inaugural-Dissertation über die
anatomische Kenntniss der Hautdecke des Ornithorhynchus para-
doxus geschrieben. Bonn 1879. Er hat ein nicht gut couservirtes
Exemplar in Weingeist untersucht, und geht auf die Haare, die Pa-
pillen der Lederhaut, die Drüsen, das Bindegewebe, die Muskeln der
Lederhaut, den Fettkörper der Lederhaut, die Schwimmhaut und
den Schnabel ein. Mit einer Tafel.
Bericht über die Leistungen in der Ilerpetologie
während des Jahres 1879.
Von
Troschel.
In Huxley, A Manual of the Anatomy of Vertebrate
Animals, London 1879 ist p. 119 — 232 den Amphibien und
Reptilien gewidmet. Die Amphibien werden den Ichthyo-
psida, die Reptilien den Sauropsida zugezählt. Die ersteren
zerfallen in Saurobatrachia oder Urodela, Labyrinthodonta,
Gymnophiona und Batrachia oder Anura; die letzteren in
Chelonia, Plesiosauria, Lacertilia, Ophidia, Ichthyosauria,
Croeodilia, Dicynodontia, Ornithoscelida und Pterosauria.
Hoff mann hat in seiner Abhandlung über die Mor-
phologie des Schultergürtels, Verhandelingen koninkl. Akad.
van Wetenschappen XIX, von Amphibien die Schildkröten,
Eidechsen und Crocodile berücksichtigt.
Born wies auf die grosse Variabilität in der Bildung
der sechsten Zehe bei Individuen einer und derselben Art
bei Anuren hin und fand eine Reihe verschiedener Varia-
tionen im Bau des Carpus von Chamaeleo. Jahresber.
Schles. Gesellsch. vaterl. Cultur 1878. p. 66.
Fick hat die Entwickelung der Rippen und Quer-
fortsätze an den Larven von Triton taeniatus untersucht,
um die Frage zu entscheiden, ob die Behauptung Gegen-
baur's, dass Rippen und untere Bogen bei Amphibien ein-
ander homolog seien, richtig sei oder nicht. Die Rippen
gliedern sich nicht, wie Götte meint, von einem Rippen-
128 T rose hei: Bericht üb. die Leistungen in der Herpetologie etc.
fortsatz ab, sondern sie entstehen selbstständig und treten
erst nachträglich mit einem Querfortsatz und mittelbar mit
den oberen Bogen in Verbindung. Von einem Hervor-
sprosseu aus dem oberen Bogen könne keine Rede sein.
Jahresb. Schles. Gesellsch. vaterl. Cultur 1878. p. 67.
Knauer hat ein Verzeichniss der Häutung der Am-
phibien und Reptilien nach eigenen Beobachtungen zusam-
mengestellt, in welchem die Monate der Häutung vom Fe-
bruar bis Juli, und die Dauer der Häutung angegeben sind.
Während der günstigen Jahreszeit unterziehen sie sich dem
Häutungsprocess allmonatlich. Feuchtigkeit und Sonnen-
licht üben grossen Einfluss auf die Häutung aus. Bei den
Batrachiern wird bei reichlicher Saftabsonderung aus den
Hautdrüsen die Haut abgestreift, und in zwei Strähnen in
den Mund verschlungen. Zool. Anzeiger IL p. 496.
Fraisse stellte neue Untersuchungen über die Re-
generation von Organen und Geweben bei Amphibien und
Reptilien an. Er schliesst mit dem Satze, dass die Re-
generation im Grossen und Ganzen nach dem Typus der
embryonalen Bildung vor sich geht. Naturforscher-Ver-
samml. zu Baden-Baden 19. Septbr. 1879.
Knauer sieht auch bei den Amphibien vielfach in
der Färbung Mimicry, die er Schutzfärbungen nennt. Bei
einigen nimmt er auch warnende Färbungen an, wie beim
Feuersalamander, bei der Unke, den Tritonen. Zool. An-
zeiger IL p. 84.
Derselbe macht auf Körperfärbung bei Reptilien
und Amphibien im Sinne der geschlechtlichen Zuchtwahl
aufmerksam. Ib. p. 253.
J. von Fischer empfiehlt ein heizbares Terrarium
für Reptilien, und beschreibt dasselbe. Zool. Garten p. 353.
Der Zuwachs an Amphibien im zoologischen Garten
in London betrug nach der List of the vertebrated animals
im Jahr 1879 im Ganzen 54 Arten, nämlich 6 Schildkröten,
2 Crocodilc, 14 Saurier, 26 Schlangen, 4 Batrachier und
2 Urodelen.
Europa. Bosca verfasste einen Catalog der Reptilien
und Amphibien, welche in Spanien, Portugal und den Ba-
learen beobachtet worden sind. Diese reiche Fauna ent.
während des Jahres 1879. 129
hält 6 Schildkröten, 18 Eidechsen, 16 Schlangen, 1 Am-
phisbaeuide, 13 ungeschwänzte und 8 geschwänzte Ba-
trachier. Anales de historia natural VI. p. 40 — 68. —
Vergl. eine spätere Bemerkung über Rana temporaria ib.
VII. Actas p. 29.
Seaone verzeichnete die Reptilien und Amphibien
von Galicien. Es besteht aus 4 Schildkröten, 12 Eidechsen,
9 Schlangen, 9 geschwänzten und 6 ungeschwänzten Ba-
trachiern, zusammen 40 Arten. Anales de historia natural
VI. p. 349—358.
Boettger zählte die von Frhn. v. Maltzan-Federow
in Alemtejo und im Königreich Algarve gesammelten Rep-
tilien und Batrachier auf. Er konnte dem Verzeichnisse von
Bosca (1877) fünf Arten hinzufügen, worunter ein neuer
Triton. Gesammelt wurden 3 Schlangen, 7 Eidechsen, 4 ge-
schwänzte und 7 ungeschwänzte Batrachier. Mit Hinzu-
fügung der Bosca' sehen Arten sind nunmehr aus Portugal
39 Arten bekannt, die mit Ausnahme des neuen Triton
auch in Spanien gefunden sind. Mit Nordafrica sind ge-
meinsam 24, mit Frankreich 28, mit Italien 24 Arten.
Zeitschr. Ges. Naturw. 1879. p. 496.
Bosca beobachtete auf einer Excursion nach dem
Berge San Julian de Tuy 16 Amphibien : Thimon (Lacerta)
ocellatus, Podarcis muralis, Gongylus ocellatus, Zamenis
Riccioli, Natrix viperina, Rana esculenta, Rana iberica,
Pelobates cultripes, Discoglossus pictus, Alytes obstetricans
Var. Boscai Lataste, Hyla arborea, Bufo vulgaris, Bufo
calamita, Salamandra maculosa, Chioglossa lusitanicum,
Pelonectes Boscai Lataste. Anales de historia natural VIII.
p. 463.
Giglioli verzeichnet als für Italien neue oder selt-
nere Reptilien 10 Arten, von Amphibien 7 Arten. Archiv
für Naturgesch. p. 97.
Lessona zeigt an, dass auch Vipera berus in Pie-
mont gefunden ist. Atti di Torino XIV. p. 748. — Der-
selbe hat auch Zootoca vivipara in Piemont gefunden. Ib.
p. 1135.
Carruccio fügte der Modenesischen Fauna 1 Ei-
ArcMv für Naturg. XXXXVI. Jahrg. 2, Bd. J
130 Troschel: Bericht üb. die Leistungen in der Herpetologie
dechse, 3 Schlangen und 5 Batrachier hinzu. Annuario
della Soc. dei Naturalist! in Modena XIII. p. 180.
S tos sich giebt in Prospetto della Fauna del mare
Adriatico an, dass im Adriatischen Meere von Reptilien
zwei Schildkröten vorkommen, Cheloni amidas und caretta.
Bollettino delle scienze naturali V. p. 19.
K a r 0 1 i verfasste eine Synopsis der Ungarischen
Schlangen. Er führt 7 Arten an. Naturh. Hefte des Un-
garischen Museums IIL p. 96 mit 2 Tafeln, Abbildung
der Köpfe.
Africa. Peters gab eine Uebersicht der Amphibien
aus Chinchoxo (Westafrica), welche von der x\fricanischeu
Gesellschaft dem Berliner zoologischen Museum übergeben
sind. Es sind 3 Crocodilini, 4 Chelonii, 12 Eidechsen,
27 Schlangen, 12 Batrachier. Einige neue Arten. Cor-
respondenzbl. der Africanischen Gesellschaft IL No. 31.
p. 261. 1878.
Giebel bespricht einige durch v. Koppenfels in
Westafrica am Ogowe gesammelte Amphibien: Trionyx
triunguis, Cycloderma Aubryi, Chamaeleo senegalensis, Vi-
pera nasicornis. Correspondenzblatt Vereins für Sachsen
1878. p. 129.
Günther fand unter den auf der InselJohanna durch
Bewsher gesammelten Reptilien zwei neue Arten, einen
Geckotiden und einen Lycodontiden, die beide als neue
Gattungen beschrieben werden. Annais nat. bist. III. p. 217.
Von Böttger erschien ein zweiter Nachtrag zu den
Reptilien und Amphibien von Madagascar. Darin werden
9 Schlangen, 7 Eidechsen, 2 Batrachier besprochen. Sechs
derselben waren in der früheren Aufzählung des Verf. noch
nicht mit aufgeführt. Von den 129 überhaupt von Mada-
gascar bekannten Arten sind 97 für Madagascar eigen-
thümlich, 8 gemeinsam mit Mauritius, 9 mit Bourbon, 4
mit den Comoren, 20 mit Africa, 4 mit den Seychellen, 8
mit Ostindien, 1 mit dem tropischen America, 1 mit Austra-
lien und Oceanien. Bericht der Senckenberg. Ges., Ab-
handl. derselben Ges. XL p. 457.
Günther nennt von Rodriguez nur zwei Reptilien:
während des Jahres 1879. 131
Peropus mutilatus und Phelsuma cepedianum. Transact.
Royal Soc. 168. p. 470.
Asien. Günther verzeichnet von Cypern 4 Eidechsen,
4 Schlangen und 2 Frösche. Proc. zool. soc. p. 741.
J. V. Bedriaga verfasste ein Verzeichniss der Am-
phibien und Reptilien Vorderasiens. Es enthält 6 Sala-
mandridae, 3 Ranidae, 4 Bufonidae, 1 Hylidae, 1 Amphis-
baenidae, 15 Scincidae, 1 Zonuridae, 32 Lacertidae, 16 As-
calabotae, 22 Iguanidae, 2 Chamaeleontidae, 2 Varanidae;
3 Typhlopidae, 1 Peropodes, 21 Colubridae, 4 Psammo-
phidae, 2 Dipsadidae, 4 Hydridae, 1 Elapidae, 9 Viperi-
dae, 1 Crotalidae; 4 Testudinae, 2 Emydae, 1 Trionycidae,
1 Thalassites. Zusammen 159 Species. Bull, de Moscou
1879. III. p. 22.
Böttger bespricht 18 Arten Reptilien und Amphibien
aus Syrien, 7 Schlangen, 9 Lacertilien, 1 Schildkröte und
1 Batrachier. Von ihnen kommen 13 Arten in Aegypten,
zum Theil auch in Algerien vor, 2 scheinen Syrien aus-
schliesslich eigenthümlich zu sein, 2 gehören rein asia-
tischen Gattungen an, und eine ist Ost-Europa und West-
Asien gemeinsam. Eine Art ist als neu beschrieben. Jah-
resb. üb. d. Senckenbergische naturf. Gesellschaft 1878—
79. p. 57.
Finsch sammelte auf seiner Reise nach Westsibirien
10 Amphibien, nämlich 1 Schildkröte, 3 Eidechsen, 3 Schlan-
gen, 3 Batrachier. Verhandl. zool. bot. Ges. in Wien 1879.
p. 281.
Die Ausbeute an Amphibien, wie sie A. Brandt am
Goktschai machte, war kärglich: Lacerta muralis und vi-
ridis, Tropidonotus natrix var., Vipera berus, Rana eseu-
lenta und temporaria, Bufo viridis. — Auch ein Ausflug
in die Araxis-Ebene, sowie die Besteigung des kleinen
Ararats lieferte wenig Ausbeute. Zool. Anzeiger IL p. 527.
Blanford berichtete über eine Sammlung Reptilien,
durch Major St. John bei Ajmere in Rajputana während
eines Aufenthaltes von drei Jahren gesammelt. 1 Schild-
kröte, 1 Crocodil, 7 Eidechsen, 15 Schlangen. Journ. Asiatic
Soc. of Bengal 48. p. 119.
Derselbe machte ib. p. 127 Bemerkungen überRepti-
132 Troschel: Bericht üb. die Leistungen in der Herpetologie
lien aus verschiedenen Gegenden Indiens. Es handelt sich
um 7 Eidechsen und 5 Schlangen, unter letzteren eine
neue Art.
Blanford bearbeitete eine Sammlung Reptilien und
Frösche aus der Gegend von Ellore und Dumagudem, die
in der trockensten Jahreszeit, vom Februar bis Mai, zu-
sammengebracht war, also wohl sehr unvollständig die
Fauna jener Gegend repräsentirt. Das Verzeichniss enthält
5 Schildkröten, 1 Crocodil, 15 Eidechsen, 12 Schlangen,
7 Batrachier; keine neue Art. Journ. Asiat. Soc. of Bengal
48. p. 110.
Das Verzeichniss der Amphibien, bearbeitet von Gün-
ther, gesammelt auf den Philippinen durch Everett, ent-
hält 1 Schildkröte, 1 Crocodil, 20 Eidechsen, 18 Schlangen
und 7 Batrachier. Zwei neue Schlangen, wovon eine eine
neue Gattung bildet. Proc. zool. soc. p. 75.
Australien. Günther bestimmte eine Sammlung Rep-
tilien von den Inseln der Torres-Strasse. Sie besteht aus
15 Eidechsen und 7 Schlangen. Eine neue Liasis. Annais
nat. bist. IIL p. 84.
Nach der Zusammenstellung von Schmeltz über die
Reptilien und Amphibien der Neu-Hebriden sollen daselbst
10 Reptilien leben, von denen 5 auch den Vitiinseln, 4 Neu-
Caledonien, 3 Indien angehören, so dass nur eine den Neu-
Hebriden eigenthümlich ist. Der einzige Frosch kommt
auch in Australien vor. Verhandl. d. Vereins für naturw.
Unterh. in Hamburg IV.
America. Loc kington bespricht einige Reptilien
und Batrachier von der pacifischen Küste. Der Bullfrosch,
Rana temporaria var. aurora, wird häufig in San Francisco
gegessen und theuer bezahlt. Chelopus marmoratus ist die
einzige Californische Schildkröte. Heloderma suspectum
Cope, Chirotes und Aniella pulchra werden ferner be-
sprochen. Amer. Naturalist p. 780.
Cope beobachtete wenige Reptilien und eine Anzahl
Batrachier in Montana, worunter auch eine neue Art Bufo.
Amer. Naturalist p. 435.
Cope lieferte einen elften Beitrag zu der Herpeto-
logie des tropischen Americas. Proc. Amer. philos. soc.
wahrend des Jahres 1879. 133
18. p. 261. Derselbe besteht aus acht Nummern. 1) Eine
Sammlung von Batopilas im südlichen Chihuahua, 8 Ei-
dechsen und 7 Schlangen, unter letzteren eine neue Gat-
tung und Art. 2) Eine Sammlung- von Guanajuato, 11 Ba-
trachier mit drei neuen Arten, unter denen eine neue
Gattung, 7 Eidechsen und 10 Schlangen mit einer neuen
Gattung. 3) Eine Sammlung von Tehuantepec mit 22 Ba-
trachiern, worunter 3 neue Arten, 9 Eidechsen und 14
Schlangen. 4) Eine Sammlung von Costa Rica mit 5 Arten.
5) Eine Sammlung von San Domingo mit 2 Batrachiern,
9 Eidechsen, eine neu, 8 Schlangen, eine neu, 1 Crocodil.
6) Eine Sammlung von Dominica mit 4 Arten, worunter
drei neue. 7) Eine Sammlung von Tobago mit 5 Arten,
wobei eine neue Subspecies. 8j Eine Sammlung aus Nord-
Bolivia mit 4 Arten.
Chelonii.
Hoff mann zeigte, dass die Halswirbel der Schild-
kröten zwar kleine aber doch deutlich zu unterscheidende
Rippen besitzen. An allen Halswirbeln, mit Ausnahme des
ersten, bemerkt man vorn in der Nähe der Gelenkfläche
jederseits einen kleinen stumpfen Fortsatz. Allein Chelo-
dina macht eine Ausnahme, denn hier ist der Fortsatz sehr
deutlich, fast von ganzer Länge des Wirbelkörpers. Wäh-
rend die kleinen Halsrippen bei den Seeschildkröten immer
knorpelig bleiben, bei den Landschildkröten zwar ver-
knöchern aber immer durch eine Knorpelnaht von dem
Wirbelbogen und Wirbelkörper getrennt bleiben, kommt
es dagegen bei den Emyden und Trionyciden zu einer
vollkommenen Verwachsung mit Wirbelbogen und Wirbel-
körper. Darauf erörtert Verf. das Verhalten des Atlas und
des Epistropheus der Schildkröten.
Garrod fand, dass die Bewegung der Beine bei den
Schildkröten Einfluss auf das Aufblähen der Lungen hat.
Ferner beobachtete er, dass das Rückziehen des Kopfes
und der Beine nur eine Bewegung des Saugens ist, und
von keiner osteologischen oder myologischen Eigenthüm-
lichkeit des Thieres abhängt. Proc. zool. soc. p. 649.
134 Troschel: Bericht üb. die Leistungen in der Herpetologie
Böttger, Bemerkungen über das Leben der ungleichzehigen
Landschildkröte Asiens, Testudo Horsfieldi Gray, in der Gefangen-
schaft. Zool. Garten p. 289.
Foutannes zeigt das Vorkommen von Cistudo lutaria in den
Sümpfen von Verpilliere (Isere) an. Assoc. frangaise 7 p. 780.
Ford berichtet, dass mehrere Exemplare von Sphargis coriacea
au der amerikanischen Küste des atlantischen Oceans gefunden wur-
den. Amer. Naturalist p. 633.
Saurii.
Rbynchocephali, Bull er beobachtete eine Tuatara-Eidechse
(Sphenodon) von East Cape Island, die er für eine neue Varietät,
vielleicht für eine neue Art hält. Transact. New Zealand Inst.
X p. 220.
Newman beschreibt ib. p, 222 — 239 die Physiologie und
Anatomie von Sphenodon Güntheri. Diese Eidechsen wachsen sehr
langsam, eine soll durch zwei menschliche Generationen gelebt
haben. Sie schlafen bei Tage, gehen Nachts auf Nahrung, können
aber Monate lang fasten. Sie sind furchtsam und lieben das Wasser,
in welchem sie in ganzer Länge einen grossen Theil des Tages
liegen. Sie legen 8 — 10 Eier von zwei drittel Zoll Länge. Sie graben
sich in die Erde ein. — Buller fügte später einige Beobachtungen
über die von ihm in Gefangenschaft gehaltenen Tuatara-Eidechsen
hinzu. Ib. XI. p. 349.
Monitores, Giebel verbreitet sich über Bau- und Lebensweise
der Warneidechsen. Correspondenzbl. des Vereins für Sachsen
1878 p. 137.
Ameivae, Ameiva surinamensis tobaganus Cope Proc. Amer.
philos. soc. 18. p. 276 von Tobago.
Cnemidophorus maculatus aus Columbien und divisus aus Neu-
Granada. Fischer Verhandl. Hamburg 1879 p. 95 Taf. IV und V.
Lacertae, Parker lieferte eine Abhandlung über den Schädel
der gewöhnlichen Eidechsen, Lacerta agilis, L. viridis und Zootoca
vivipara. Zuerst werden die ausgewachsenen, dann die Schädel der
Embryonen in verschiedenen Stadien beschrieben. Transact. of the
Royal Soc. Part II. 1879 p. 595—640 mit pl. 37—45.
J. V. Bedriaga beschreibt als Fortsetzung seiner herpe-
tologischen Studien folgende Eidechsen : Lacerta muralis var. Gi-
gliolii, var. Latastei, var. neapolitana, var fusca, var. Bruggemanni;
ferner Podarcis (welche Gattung er von Lacerta nicht trennen will)
depressa, judaica, Portschinskii, oxycephala und Zootoca Dandfordi,
die er zum Theil identificirt, Lacerta ocellata. Dann folgen die
während des Jahres 1879. 135
Eidechsen Madeira's und der Canaren, Lacerta Galloti D. B., Dugesii
Edw., endlich Tropidosaura algira L. und Acanthodactylus vulgaris
D. B. Archiv für Naturgesch. p. 243 Taf. XVII und XVIII.
ßou lenger erörterte die Arten der Gattung Acanthodactylus
von den Küsten des Mittelmeers. Er erkennt an: A. boskianus Fitz.,
scutellatus D. B., Savignyi D. B., lineo-maculatus D. B., vulgaris
D. B. Bull. Sog, zoologique de France 1878 p. 179.
Chamaeleontes. Chamaeleo malthe, brevicornis, gularis und glo-
bifer Günther Proc. Zool. soc. p. 148 pl. XI— XIII von Madagascar.
— Gh. minor Günther Annais nat. hist. IV. p. 246 pl. 13 von
Madagascar.
Iguanini, Leioeephalus (Craniopeltis) variegatus O'Shaughnessy
Annais nat. hist. IV. p. 301 von Cordova. — L. aculeatus ib. p. 303
von Mogobamba, Peru.
Xiphosurus oculatus Cope Proc. Amer. philos. soc. 18 p. 274
von Dominique.
Hoffmann beobachtete das Häuten von Phrynosoma douglassi
Amer. Naturalist p. 326.
Boettger schilderte das Gefaugenleben der gehörnten Kröten-
echse, Phrynosoma cornutum Harl., aus Mexico. Zool. Garten p. 331.
Wieder sheim, Beobachtungen an Phrynosoma orbiculare.
Zool. Anzeiger I. p. 105.
• Agamae, Cophotis sumatrana Hubrecht Notes Leyden Museum
I. p. 243. von Sumatra.
Geckones, Fröhlich bestätigt, dass der Gecko, Platydactylus
mauritanicus, nach der Häutung sein Fell auffresse. Zool. Garten
p. 185.
Chameleonurus n. gen. Boulenger Bull. soc. zoologique de
France 1878 p. 68 pl. II. Tribus der Platydactylini. Runder Greif-
schveanz, Schädel mit Knochenhöckern bedeckt, Finger frei, Krallen
5 — 5, weder Hautfalten an den Seiten noch Leisten auf dem Körper.
Ch. trachycephahis aus Neu-Caledonien.
Naidtinus pulcherrimus Buller Transact. New Zealand IX p.
326 von Neu Seeland.
Camerano erklärt Phyllodactylus Doriae Lataste, welchen
dieser 1877 als neue Art von der Insel Tinetto beschrieben hat, für
nicht specifisch verschieden von Ph. europaeus. Atti delP Accad. di
Torino XIV. p. 219. "
Phyllodactylus Stumpffi Böttger Jahresb. Senckenberg. Ges.
1878 p. 85; Reptilien von Madagaskar 2. Nachtrag p. 18; Abhandl.
Senckenberg. Ges. XL p. 474. Von der Insel Nossi-Be bei Ma-
dagaskar.
P aroedura n. gen. Günther Annais nat. hist. III. p. 217.
Verwandt mit Oedura und Discodactylus. Zehen wie bei Phylloda-
ctylus ziemlich dünn, jede mit einem Paar erweiterter Endlamellen,
136 T rose hei: Bericht üb. die Leistungen in der Herpetologie
zwischen denen eine Kralle, jede Zehe unten mit einer doppelten
Plattenreihe in ganzer Länge. Fünf Krallen vorn und hinten. Ober-
halb mit zahlreichen gekielten Höckern, welche in Reihen stehn
und nur wenig Raum für die feinere Granulation übrig lassen.
Schwanz cylindrisch, verschmälert, mit Querreihen grosser Höcker an
seinem Rücken. Unterseite mit kleinen dachziegelartigen Schuppen.
Keine Präanal- und Femoral-Poren. P. sancti Johannis von Johanna,
Comoren.
Ptychopleurae, Flatysaurus torquatus Peters Sitzungsber. Ges.
naturforschender Freunde zu Berlin p. 10 von Mossambique.
Knauer hat in den Wäldern des Troppberges bei Gablitz, in
der Nähe von Purkersdorf bei Wien mehrere Exemplare von Pseu-
dopus serpentinus gefunden, die ihm auch Eier legten. Diese Echse
soll auch in der Bukowina vorkommen. Zool. Anzeiger I. p. 296.
Scinci, Mocoa tetradactyla O'Shaughnessy Annais nat. bist. IV.
p. 300 von Neuholland. Derselbe erklärt Lygosoma lacrymans Peters
für identisch mit seiner Mocoa mustelina (1874).
Peters klärt die Synonymie von Eumeces punctatus auf und bil-
det aus Riopa punctata Gray eine neue Art Eumeces Güntheri. Sitzungs-
berichte Ges. naturf. Freunde p. 35.
Euprepes notahilis Peters Sitzungsber. Ges. naturf. Freunde
zu Berlin p. 36 aus Chinchoxo. — E. (Tüiqua) guineensis Peters
Berliner Monatsber. p. 519 aus Aecra, Westafrica.
Celestus rugosus Cope Proc. Amer. philos. soc. 18 p. 272 von
San Domingo.
Gongylus gastrostictus O'Shaughnessy Annais nat. bist IV. p.
301 von Madagascar.
Camerano machte auf die secundären Geschlechtsunterschiede
von Anguis fragilis aufmerksam. Die beiden Geschlechter entsprechen
den Varietäten albiventris und nigriventris von Bonaparte. Atti di
Torino XIV. p. 1141.
Ählepharus rutilus Peters Sitzungsber. Ges. naturf. Freunde
p. 37 von den Pelew-Inseln.
Äcontiadae, Acontias Uneatus Peters Berliner Monatsber. p. 77
Fig. 2 aus Hantam, Südafrica.
Cercosauridae, EmphrassoUs n. gen. O'Shaughnessy Annais
nat. bist. IV. p. 295 Kopf breit, oben etwas flach, Schnauze kurz
rund; Ohr undeutlich; Naslöcher in einem grossen Nasalschilde, kein
Frenale, keine Supernasalia, keine Frontoparietalia, keine Fronto-
nasalia; Schuppen des Rückens schmal, verlängert, glatt, in Quer-
ririgen; die des Bauches glatt, viereckig, in Längsreihen; eine
schwache Falte längs der Seite des Körpers, aber ohne kleinere
Schuppen. E. simoterus aus Ecuador.
Ecpleopus (Proctoporus) Frascri O'Shaughnessy ib. p. 296 aus
Guayaquil. — Ecpl. oculatus ib. p. 297 aus Ecuador.
während des Jahres 1879. 137
C^cosaura (Pantodactylus) vertebralis O'Shaughnessy ib. p. 298
aus Ecuador.
Amphisbaenae, Peters las über die Amphisbänen und eine
zu denselben gehörige neue Art. Er bespricht die Stellung zu den
Schlangen oder Eidechsen, welche den Amphisbänen von verschie-
denen Schriftstellern angewiesen wurde, ohne seine eigene Ansicht
bestimmt auszusprechen. Dass die Amphisbänen, wie die Eidechsen,
mehrere Foramina mentalia haben, während die Schlangen nur eines
besitzen, hat er nicht in Rechnung gezogen. Dann beschreibt er
die neue Art Lepidosternon Wuchereri aus Bahia. Abgebildet sind
Lepidosternon octostegum, Wuchereri, polystegum, Araphisbaena qua-
drifrons und leucura. Berliner Monatsber. p. 273.
Giebel bespricht die beiden Ringelechsen Brasiliens, Lepido-
sternum microcephalura und scutigerum. Correspondenzbl. Vereins
für Sachsen 1878 p. 141.
Serpentes.
y
Fischer schlägt vor bei Diagnosen von Schlangen
Zahlenformeln in Anwendung zu bringen. Sl bedeutet die
Zahl der Längsreihe von Schuppen in der Körpermitte, 0
die Zahl der Ante- und Postocularia, L (als Bruch) die
Zahl der Ober- und Unterlippenschilder, T die Zahl und
Reihen der zwischen Parietale und Lippenschildern liegen-
den Schläfenschilder, V die Zahl der Bauchschilder bis
zum Analschilde exclusive, A das einfache oder (als Bruch)
das getheilte Anale, Sc die Zahl der einfachen oder (als
Bruch) der getheilten Schwanzschilder. Verh. naturw. Ver-
eins in Hamburg-Altona 1879 p. 76.
Jolyet und Blanchard machen auf das Vorkommen
eigenthtimlicher Bänder am Rückenmarke der Schlangen
aufmerksam. Zool. Anzeiger IL p. 284.
Meehan bestätigt, dass Schlangen ihre Jungen in
den Mund nehmen, um sie zu schützen. Proc. Philadel-
phia p. 139.
Cragin zeigt an, dass Heterodon platyrhinus und
Tropidonotus sipedon ovipar sind. Er fragt ob diese
Schlangen bald ovipar, bald ovovivipar sein können? Amer.
Naturalist p. 710.
138 Tr ose hei: Bericht üb. die Leistungen in der Herpetologie
King beobachtete eine Schlange, Coluber vulpinus,
welche durch Bewegung des Schwanzendes ein Geräusch
hervorbrachte, wie die Klapperschlange. Er fragt, ob dies
Mimiciy sei? Amer. Naturalist p. 582.
Aid rieh nimmt an, dass eine Schlange, Pityophis
sp.? die sich an einen Ast einer todten Eiche hängt, eben-
falls Mimicry triebe. Ib. p. 711. — Derselbe giebt da-
selbst auch von Coluber obsoletus an, dass er durch Vibra-
tion des Schwanzes ein Geräusch hervorbringe.
Epanodonta, Typhlops ligatus Nordostaustralien, cuneirostris
Barawa im Somalilande, curvirostris Nordaustralien Peters Berliner
Monatsber. p. 775 Fig. 3—5.
OnycJiocephalus Simoni Böttger Jahresber. Senckenberg. Ges.
1878—79 p. 58 aus Syrien.
Peropodes, Lataste und Blanchard fanden bei der Section
von Python Sebae, dass das Peritoneum die Geschlechtsorgane be-
gleitet, aber nicht über sie hinaus reicht. Bull. Soc. Zoologique de
France 1879 p. 95.
Yan Bemme len, Section einer Python-Schlange, die 19 Mo-
nate ohne Nahrung zugebracht hatte. Tijdschr. uederl. dierkundige
vereeniging IV. p. LXVIII.
Python curtus Schlegel Notes Leyden Museum I. p. 244 von
Sumatra.
Leiopython n. gen. Hubrecht Notes Leyden Museum I. p.
14. Naslöcher seitlich in der Mitte des Nasenschildes, mit einer
Furche nach hinten und unten; Kopfschilder bis über die Augen, keine
Praefrontalia ; die Zahl der Frenalia und Praeocularia beträchtlich
reducirt; Gruben am Rostrale, den oberen und unteren Labialia;
Schuppen kurz, glatt, rhombisch. L. gracüis von Salawatti.
Liasis cornwalUsius von Cornwallis Island und L. ducebortt'
censis von Duke of York Island Günther Annais nat. hist. III. p. 85
mit Abbildung der Köpfe in Holzschnitt. — L. Petersii Hubrecht,
Notes Leyden Museum I. p. 16. von Flores (L. amethystinus var.
timoriensis Peters).
Ungualia liaetiana Cope Proc Amer. philos. Soc. 18 p. 273
von Port-au-Prince und Gonave Insel.
Eryx (Rhoptrura) Reinhardti Schleg. ist von Fischer Yerhandl.
Hamburg 1879 p. 91 Taf. III Fig beschrieben und abgebildet.
Nach Hub recht kommt Erebophis asper Gthr. in Mysool,
in Jobie und in Salawatti vor. Notes from Leyden Museum I. p. 19.
Galamarina, Typhlogeophis n. gen. Günther Proc. zool, soc.
p. 77. Körper cylindrisch, Schwanz kurz, Kopf von massiger Länge,
deprimirt, nicht breiter als der Nacken. Auge äusserlich nicht sicht-
bar. Obere Kopfschilder normal; Nasenschild, Zügelschild, vorderes
während des Jahres 1879. 139
und hinteres Orbitale fehlend. Schuppen glatt, in 15 Reihen, Anale
ganz, subcaudalia paarig. Kiefer- und Gaumenzähne gleich lang,
keiner gefurcht. T. brevis von den Philippinen.
Golabrina, Spüotes rlwmbifer Peters Berliner Monatsber. p. 777
aus Antioquia, Neugranada.
Zamenis Fischeri Peters Berliner Monatsber. p. 777 aus
Malindi.
Procinura n. gen. Cope Proc. Amer. philos. Soc. 18 p. 262.
Bezahnung opistolyph ; Gestalt von Elapomorphus ; 2 Nasalia, 1 Lo-
reale, 1 Praeoperculare; Internasalia und Praefrontalia deutlich;
Schuppen glatt, ausser denen auf dem hinteren Bücken und Schwanz,
wo sie gekielt sind, auf dem Schwanz sogar höckerig; Analschild
doppelt. Pr. aemula von Balopilas.
Natricina, Krauss erzählt, dass im Steinacher Torfmoor, 20
Minuten von Waldsee beim Abgraben einer alten Kanalbrücke an
3000 Natter-Eier gefunden wurden. Würtembergische Jahreshefte
35 p. 346.
Merkl beobachtete, wie eine Tropidonotus natrix zwei junge
Kernbeisser gefressen hatte. Naturhist. Hefte Budapest I. p. 82.
Beiblatt.
Ädelophis n. gen. Dujes bei Cope Proc. Amer. philos. soc.
18 p. 265. Verwandt mit Tropidoclonion. Schuppen gekielt, ein
Anale, Scutella caudalia zweireihig; Zähne gleich; Kopfschilder nor-
mal; Nasalia deutlich und durch einen Raum von dem einzigen
Praeoculare getrennt, welcher durch das Praefrontale eingenommen
wird, das Loreaie fehlt ; Kopf wenig vom Körper abgesetzt ; Rostrale
nicht vorgestreckt. Die Abwesenheit des Loreale ist der einzige
Unterschied von Tropidoclonion. Ä. Cöpei von Guadalajara in Mexico.
Goronellina, Äblabes Homeyeri Peters Correspondenzbl. d.
Afric. Ges. IL p. 265 aus Pungo Andongo.
Äporophis juliae Cope Proc. Amer. philos. Soc. 18 p. 274 von
Dominique.
Neusterophis atratus Peters Correspondenzbl. d. Afric. Ges. IL
p. 262 aus Chinchoxo. In welche Familie gehörig?
Dryadidae. Alsophis sibonius Cope, Proc. Amer. philos. Soc.
18. p. 275, von Dominique.
Dendrophidae. DendropMs phüippinensis Günther, Proc. zool.
soc. p. 78, von Mindanao.
Lycodontidae. Lycodryas n. gen. Günther, Annais nat. hist.
in. p. 218. Körper schlank und comprimirt, winklig an den Seiten
des Bauches. Schuppen glatt in 19 Reihen, die des Rückens nicht
merklich grösser. Anale zweitheilig, Subcaudalen zweitheilig (zum
Theil einfach). Augen mit verticaler Pupille. Zwei Nasalia, die
Naslöcher in dem vorderen, ein Zügelschild, die Orbita nicht er-
reichend. Die vorderen Kiefer- und Gaumenzähne die längsten, ge-
140 Troschel: Bericht üb. die Leistungen in der Herpetologie
folgt von anderen langen Zähnen, die allmählich an Länge abnehmen.
Verwandt mit Hormonotus und Tetragonosoma. L. sancti Johannis
von Johanna, Comoren.
Hypsirhina maculata Blanford, Journ. Asiat. Soc. of Bengal
48. p. 130, von Pagu in Birraa.
Atractaspidae. Atractaspis congica Peters, Correspondenzbl.
d. Afric. Ges. IL p. 263.
Viperini. Bosca beschrieb eine neue Form vonVipera zwischen
V. aspis und Y. amraodytes, die er Vipera Latastei nennt, aus Spa-
nien. Bull. Soc. zoolog. de France 1878. p. 116. pl. IV; Anales de
historia natural VIII. p. 65.
In Chavanne's „Die Sahara, oder von Oase zu Oase, Wien
1879" p. 250 findet sich eine Abbildung der Hornviper, Cerastes
aegyptiacus, in Holzschnitt.
Grotalini. Bryan theilt mit, dass er eine Klapperschlange
von 6 Fuss 2 Zoll Länge erhielt. Amer. Naturalist p. 322.
Lacerda Filho machte Experimente über das Gift von Bo-
throps jaracara. 0 veneno actüa sobre o sangue, destruindo a glo-
bulina. Elle parece obrar ä maneira de um fermento soluvel. A
morte efifectua-se por um mecanismo analoqo ao de uma grande he-
morrhagia. Hinzugefügt ist eine chemische und mikroskopische
Untersuchung sobre a acgäo do veneno da Bothrops jaracara. Ar-
chivos do Rio de Janeiro IL p. 1—17 mit 2 Tafeln.
Balrachia.
V. Bedriaga, Ueber die geographische Verbreitung
der Europäischen Lurche. Bull. soc. imp. de Moscou 1879.
p. 321. Verf. giebt zunächst in tabellarischer Form eine
systematische Uebersicht der Lissamphibien Europas, worin
er dieselben in zwei Ordnungen, drei Unterordnungen,
neun Familien und siebzehn Gattungen gliedert. Die Zahl
der Arten beläuft sich auf dreiunddreissig. Auch die geo-
graphische Verbreitung der europäischen Lurche wird in
Form A^on Verzeichnissen dargestellt. Er nennt als Euro-
päische Formen, d. h. die überall in Europa angetroffen
werden, Salamandra maculosa, Triton taeniatus und crista-
tus, Pelobates fuscus, Bombinator igneus, Hyla arborea^
Rana esculenta und fusca, Bufo vulgaris und calamita, als
Nordeuropäische Form Rana arvalis, als Mitteleuropäische
Alytes obstetricans und Rana agilis, als Südeuropäische
während des Jahres 1879. 141
Discoglossus pictiis, als Osteuropäische Bufo variabilis, als
Westeuropäische Triton alpestris und helveticus. Dann
werden die Arten von 20 einzelnen Ländern aufgezählt,
ferner die Arten mit Angabe ihrer Fundorte, und endlich
Anmerkungen und Citate.
Lataste hat Kreuzungsversuche bei Batrachiern, so-
wohl Anuren wie Urodelen angestellt. Sie gelangen na-
mentlich mit Pelobates fuscus und Pelobates cultripes. Die
Larven waren alle monströs, während die natürlichen Larven
von P. fuscus normal entwickelt waren. Bulletin de la
Soc. zoologique de France 1878. p. 315 mit pl. VIL
Wieder sheim berichtete über Hemmungsbildung in
der Entwickelung von Alytes obstetricans, und dadurch
veranlasst Knauer von Bufo, Rana esculenta und Sala-
mandra maculata. Zool. Anzeiger L p. 104 und 173.
Ecaadata.
Lataste, Divisions en familles naturelles des Batraciens anou-
res d'Europe. Er unterscheidet zunächst drei Gruppen: Hylaeformes
mit Zehenscheiben, Raniformes mit spitzen Zehen und Zähnen und
Bufoniformes ohne Zähne. Die Raniformes zerfallen dann in Lae-
vogyrinidae mit seitlichem linken Kiemenloch der Larven (Ra-
nidae und Pelobatidae), und Medio gyrinidae (Discoglossidae und
Alytidae) mit mittlerem Kiemenloch der Larven. 8 Gattungen mit
14 Arten. Es folgt dann eine analytische Tabelle der französischen
Batrachier. Xssoc. frangaise 7. Paris p. 758.
Camerano machte über einige Arten von ungeschwänzten
Batrachiern des zoologischen Museums in Turin Mittheilungen. Ob-
jecte der Mittheilungen sind: Rana rugosa Schleg., marmorata Hallow.,
sylvaticaLeconte, Ceratophrys Cafferi n.sp., Dromoplectrus anomalus
n. gen., Bufo japonicus Schleg., intermedius Gthr., occipitalis n. sp.,
arenarum Hensel, Hyla chinensis Gthr., japouica Schi. Atti della
R. Accad. di Torino XIV. p. 866.
Wedensky machte vorläufige Mittheihing über die Wirkung
des Lichtes auf die Erregbarkeit der Haut bei Fröschen. Bull, de
St. Petersbourg 25. p. 349.
Lautenbach in Genf fand, dass sich Rana esculenta anders
gegen trockene Hitze, die mit glühendem Metallstabe angewendet
wurde, verhalte als die übrigen Frösche, und fordert die amerika-
nischen Forscher auf, auch dort Experimente in diesem Sinne zu
machen. Amer. Naturalist p. 395.
Heron-Royer bildete einige Froschlarven ab, um ihre siche-
ren Unterschiede feststellen zu können: Rana agilis, Pelodytes pun-
142 Troschel: Bericht üb. die Leistungen in der Herpetologie
ctatus und Alytes obstetricans. Bull. soc. zoologique de France 1878.
p. 128. pl. 3.
Kessler hat einen Fall der Ueberwinterung von Kaulquappen
der Rana esculenta L. in der Umgegend von Simpheropol beobachtet.
Er erklärt den Fall durch die verspätete Laiche und den Mangel
an genügender Nahrung. Er giebt hierauf an, dass die Kiemen-
öfFnung der Kaulquappen der ecaudaten Batrachier, welche hinter
den vorderen Gliedmassen liegt, durchaus nicht den Kiemenspalten
der Urodelen entspricht, sondern als eine eigenthümliche, an den
Porus abdominalis des Amphioxus lanceolatus erinnernde Athem-
öffnung anzusehen ist. — Er äussert ferner die Ansicht, dass Kaul-
quappen, denen bei dem Abschlüsse ihrer Metamorphose die Mög-
lichkeit genommen ist^ mit Leichtigkeit ans Ufer zu gehen, länger
als gewöhnlich den Ruderschwanz behalten. Bull, de Moscou 54.
p. 207.
Lataste beschreibt einen Fall von Albinismus bei Larven
von Pelodytes punctatus Wagl. Bull. Soc. zoologique de France
1878. p. 46. — Ferner Roy er Des nuances diverses des tetards de
Batraciens anoures et des causes qui les produisent. Ib. p. 62.
Heron-Royer macht auf die enorme Fruchtbarkeit der Frösche
aufmerksam. Rana fusca hat 2000 — 4000, agilis 600 — 1200/ oxyrrhina
1000—2000 Eier. Bull. Soc. zool. de France 1878. p. 122.
Ca van na beschreibt einige Fälle von Polymelie bei unge-
schwänzten ßatrachiern. Vier solche von Rana esculenta sind ab-
gebildet. Publicazioni del R. Istituto di studi superiori in Fi-
renze 1877.
Ca van na theilt wieder einen Fall von Polymelie von Rana
esculenta mit, wo zwei Vorderbeine der linken Seite vorhanden sind,
von denen der vordere 4, der hintere 8 Zehen hat. Publicazioni
del R. Ist, di studi superiori in Firenze 1879.
Hylae. Polypedates dispar Böttger, Jahresb. Senckenberg. Ges.
1878. p. 86; Reptilien von Madagaskar 2. Beitrag p. 32; Abhandl.
Senckenberg. Ges. XL p. 488; von der Insel Nossi-Be bei Mada-
gaskar.
HyperoUus leptosomus und adspersus Peters, Correspondenzbl.
d. Afric. Ges. II. p. 264, aus Chiuchoxo.
Syrrhophus leprus Cope, Proc. Amer. philos. soc. 18. p. 26Ö,
von Santa Ifigenia in Mexico. Diese Gattung war von Cope 1878
gegründet, verwandt mit Phyllobates und enthält nunmehr 3 Arten,
die hier charakterisirt sind.
Malachylodes n. gen., Cope, Proc. Amer. philos. soc. 18.
p. 264. Sehr ähnlich Syrrhophus und Phyllobates, aber mit einer
Frontoparietal-Fontanelle wie bei Liuperus; Nasenbeine breit, in der
Mitte sich berührend; keine Vomerzähne, Zehen frei, kein Tarsal-
sporn. M. guttulatus von Guanajuato in Mexico.
während des Jahres 1879. 143
Hylella platycephala Cope, Proc. Amer. philos, soc. 18. p. 267,
von Japana, Mexico, in einer Höhe von 2000 bis 3000 Fuss.
Ranae. La taste verglich einen Frosch aus Aegypteu mit
den bekannten Arten, und hielt ihn anfänglich für neu. Dann wurde
er als Rana mascareniensis Dum. Bibr. bestimmt, und Boulenger
erörterte die Synonymie dieser Art. Er zieht dahin Rana Bibronii
Hallowell, mossambica Peters, nilotica Seetzen, Savignyi Jan, super-
ciliaris Günther, Idae Steindachner, nigrescens Steindachner. Bull,
de la Soc. zoologique de France 1879, p. 89.
Ceratoplirys Cafferi Camerano, Atti Accad. di Torino XIV.
p. 880, aus Brasilien.
Cystignathus microtis Cope, Proc. Amer. philos. Soc. 18, p. 265,
von Guanajuato in Mexico, — C. perlaevis Cope, ib. p. 269, von
Japana in Mexico. Die 5 bekannten Arten sind hierbei charak-
terisirt.
Felobatides. Melsheimer hat Pelobates fuscus in einem
Tümpel bei Sinzig am Rhein gefunden, und macht einige Bemer-
kungen über ihre Lebensweise. Verh. Vereins der preuss. Rhein-
lande und Westfalens 36. Corr. Bl. p. 94.
Discoglossidae. Camerano, Studi sul Genere Discoglossus
Otth. Er hält D. sardus Tschudi, pictus Otth für gute Arten und
fügt eine neue D. Scovazzi (1878) hinzu. Alle drei sind abgebildet.
Atti deir Accad. di Torino XIV. p. 435.
Alytes Cisternasii Bosca, Anales de historia natural VHI. p. 217.
— Auf diese Art gründete La taste eine neue Gattung Ämmo-
ryctes. Von Alytes verschieden durch die vorn nicht zusammen-
hängenden Fronto-parietalia und durch nur zwei Höcker an der
Fusssohle, wogegen Alytes drei hat. Comptes rendus 88, p. 983.
Sumner Smith fand Scaphiopus holbrookii in grösserer Zahl
bei New Haven. Er sah sie schwimmen und hörte ihren Gesang.
Amer. Naturalist p, 651.
J, V. Bedriaga hält Bombinator pachypus Fitz, für nicht
verschieden von B. igneus. Zool. Anzeiger II. p. 664.
Bufones. Bufo diptemus Cope, Amer, Naturalist p. 437, nörd-
lich vom Missuri, westlich von Fort Benton. — B. monusia Cope,
Proc, Amer. philos. soc. 18, p. 263, von Guanajuato auf der Mexi-
canischen Hochebene. — B. occipüalis Camerano, Atti di Torino
XIV. p. 889, aus Mexico.
Dromoplectrus n. gen., Camerano. Kopf verhältnissmässig
klein, nicht vom Rumpfe abgesetzt; Parotiden klein, Rumpf sehr
gross und abgeflacht, Hinterbeine kurz; Höcker des ersten Cunei-
forme mit einem sehr deutlichen platten Höcker mit schneidendem
Rande wie bei Pyxicephalus und Pelobates, sonst wie Bufo. Ge-
gründet auf Bufo anomalus Gthr. Atti di Torino XIV. p. 882.
144 Troschel: Bericht üb. die Leistungen in der Herpetologie
Gaudata.
St Öhr, Zur Entwickelungsgeschichte des Urodelenschädels.
Zool. Anzeiger II. p. 156.
Salamandrina. Strasser, Zur Entwickelung der Extrerai-
tätenknorpel bei Salamandern und Tritonen. Gegenbaur Morpho-
loo-isches Jahrbuch V. p. 240—315 mit Taf. 16—19. — S. auch Zool.
Anzeiger I. p. 192 und 215.
Fr om mann, Ueber die Structur der Knorpelzellen von Sala-
mandra maculata. Silzungsber. Jenaischen Ges. für Medicin und
Naturwissenschaft 1879. p. 16.
Valaoritis, Ueber die Oogenesis beim Landsalamander (Sala-
mandra maculata). Die jüngsten Eier seien weiter nichts als weisse
Blutkörperchen (Leucacyten), welche sich zwischen den Epithelzellen
des Ovarium festsetzen, und dort zur Reife gelangen, indem letztere
thatsächlich nur die FoUikelepithelzellen liefern. Zool. Anzeiger
IL p. 599.
Knauer, das Lebendgebären des Feuersalamanders, Sala-
mandra maculata Sehr, und die äussere Entwickelung der Jungen
von der Geburt bis zum Abschlüsse ihrer Verwandlung. Zool. Garten
p. 97; Zool. Anzeiger I. p. 366.
Spelerpes {Oedipus) parvipes aus Neugranada und infuscatus
aus Hayti. Peters, Berliner Monatsber. p. 778.
J. V. Bedriaga hat Beiträge zur Kenntniss des Rippen-
molches, Pleurodeles Waltlii, geliefert. Er beschreibt namentlich
die Lebensweise. Zool. Anzeiger II. p. 94; Bull, de Moscou 54.
p. 179—201 mit Holzschnitt.
Leydig, die Rippenstacheln des Pleurodeles Waltlii. Archiv
für Naturgesch. p. 211. Tafel XIV und XV.
Wiedersheim giebt eine kurze Notiz über das Skelet von
Pleurodeles "Waltlii. Zool. Anzeiger II. p. 622.
Lataste zeigt nach Untersuchung des Originalexemplares von
Bradybates ventricosus Tschudi, dass diese Art ein junger Pleuro-
deles Waltlii Michah. ist. Zool. Anzeiger II. p. 307; Actes de la Soc.
de Bordeaux 1879.
Scott und Osborn theilten ihre Beobachtungen über die Ent-
wickelung von Triton taeniatus mit. Sie meinen schliessen zu können,
dass die Urodelen und die Batrachier schon vor einer sehr langen Zeit-
periode sich getrennt haben. In den Fällen, wo die Divergenz anders
ist, als blosse Details, leitet sie gegen Petromyzon hin, und durch diese
zu Amphioxus. Ihm scheint die Ansicht Boden zu gewinnen, dass Pe-
tromyzon der Punkt ist, gegen welchen die Amphibien, die Elasmo-
branchier, Ganoiden und Dipnoi convergiren, und je mehr diese
Typen erforscht seien, um so besser scheine diese Ansicht begründet.
Freilich seien wir noch nicht in der Lage darüber mit auch nur
während des Jahres 1879. 145
annähernder Gewissheit zu sprechen. Sie hofften von der Zukunft.
Quarterly Journal of Microsc. science. Vol. 19 mit 2 Tafeln.
Braun beschrieb äussere Hülfsorgane bei der Begattung von
Triton viridescens Raf., die beim Männchen in Drüsen an der Unter-
seite der Oberschenkel und an den Spitzen der Zehen bestehen.
Zool. Anzeiger I. p. 124.
De Rougemont zeigt an, dass Triton lobatus Otth auch im
Canton Neuchätel vorkommt; er ist bei Cornaux gefunden. Bull,
de Neuchätel XI p. 490.
Triton Maltzani Boettger Zeitschr. Ges. Naturw. 1879 p. 521
aus Portugal.
J. v. Bedriaga machte eine Notiz über Molge platycephala
Gravenh., die er nach Breslauer Exemplaren untersuchte. Es ist
darunter Euproctus montanus Savi und Euproctus Rusconii enthal-
ten. Zool. Anzeiger IL p. 451.
Pelonectes n. gen. Bosca Anales de historia natural VIII p.
87. Triton, absque crista dorsali, pedibus liberis, cauda abrupte
acuminata et breviter mucronata, nunquam filiformi appendice ornata;
arcu fronto-temporali osseo; gula plica transversa distinctissime
ornata; cute glabra aut subtiliter granulosu; corpore quadrangulare
sed nunquam angulis superioribus in cristam cutaceam productis;
cloaca maris ut Tritonum, sed feminae parum conice producta, ut
Euproctorum. P. Boscai Lataste.
Tourneville wiederholt diese Beschreibung. Die Art war
früher von Bosca (1877) als Triton parisinus bestimmt. Bullet, de
la Soc. zoologique de France 1879 p. 69.
Boulenger stellte zwei neue Gattungen in der Familie der
Salamandriden auf. Bull. Soc. zoologique de France 1878 p. 71.
Batrachwperus Zunge oval, ziemlich gross, nur an den Seiten
frei, Gaumenzähne bilden zwischen den hinteren Naslöchern zwei
gebogene Gruppen, mit der Convexität nach vorn, mitten nicht ver-
einigt; Augen mit sehr entwickelten Augenliedern. Kopf wenig ver-
breitert, Kehle längsgefaltet; eine deutliche Querfalte zieht sich an
die Seiten des Halses ; eine Furche vom hinteren Winkel der Augen-
lieder bis zur Halsfalte, eine andere Furche, senkrecht zur ersten,
verbindet sie mit dem Winkel der Kiefer; Rumpf ziemlich lang,
rund, 10 — 11 senkrechte Furchen jederseits. Vier freie, längliche
Zehen vorn und hinten, Schwanz am Grunde wenig comprimirt, an
der Spitze schneidend; Haut glatt, oberhalb porös; weder Rücken
noch Schwanzleiste. B. sinensis (Salamandrella sinensis Sauvage).
Pachytri ton Zunge dick, die ganze Mundfläche deckend, nur
vorn ein wenig frei; Gaumenzähne in zwei Längslinian, nach hinten
divergirend; Mund wenig gespalten, Schädel schmal; Augen klein,
mit sehr entwickelten Liedern, Kopf hinten verbreitert; keine Quer-
falte unter der Kehle; Rumpf länglich, etwas deprimirt ; Gliedmassen
Archiv f. Naturg. XXXXVI. Jahrg. 2. Bd. J^
146 Troschel: Bericht über die Leistungen in der Herpetologie
kurz, vorn 4, hinten 5 freie Zehen; Schwanz lang, am Grunde rund,
am Ende stark comprimirt; Haut glatt, dick; keine SeitenfaUen,
keine Kückenleiste; eine wenig entwickelte Schwanzleiste auf den zwei
hinteren Dritteln des Schwanzes P. hrevipes (Triton brevipes Sauvage),
Fräulein von Chauvin hat neue Versuche zur Umwandlung
von Urodelen angestellt, namentlich an Salamandra atra, Proteus
und Siren. Embryonen von Salamandra atra wurden aus dem Mutter-
körper herausgeschnitten, um zu erproben, ob sie mit ihren Embryo-
nalkiemen im Wasser leben könnten. Sie verloren die Kiemen, be-
kamen aber nach drei Tagen neue, und lebten so 16 Wochen, um
dann Landsalamander zu werden. Proteus wurde 6 Monate in ab-
gekochtem Wasser gehalten, er verliess dann dasselbe und lebt seit-
dem in der Luft. Mit dem Axolotl gelang es ihr an einem Exem-
plar, welches sich zu Amblystoma umgewandelt hatte, es wieder in
Axolotl zurück zu verwandeln, durch Einsetzen in abgekochtes
Wasser. Nach drei Monaten wurde es wieder Landthier. Yerhandl.
der Schweizerischen Naturf. Gesellsch. in Bern 61. p. 131.
Wiedersheim erbrachte einen Beitrag zur Anatomie des
Amblystoma, welches durch die Züchtung des Fräulein von Chauvin
aas dem Axolotl hervorgegangen war, und welches er Amblystoma
Weismanni nannte. Er charakterisirt die Art und beschreibt dann
Skelet und Nervensystem. Der Schädel hat eine plumpere Form
aogenommen und ist stärker ossificirt; die Zahnstellung, so wie die
Richtung des Pterygoids hat beträchtliche Veränderungen erlitten.
Die Extremitäten sind aus einfachen Ruderorganen zu einem System
vielarmiger Hebel geworden. Die Glandula intermaxillaris ist zu
einem stattUchen Organ geworden. Der Canalis nasolacrimalis hat
in seiner Lage eine Veränderung erfahren. Das Gehirn ist volumi-
nöser geworden. Der Nervus olfactorius ist viel stärker, der Nervus
opticus viel schwächer geworden. Zeitschr. wiss. Zoologie 32 p. 216
mit Tafel XI und XII.
Vaillant berichtete über die Eiablage der Amblystomen
im Pariser Museum. Die daraus hervorgehenden Thiere wurden seit-
dem (187G) sorgfältig beobachtet. Sie wurden am 19. März abgelegt
und entwickelten sich zu Axolotls. Die Larven behielten den
Winter hindurch die Kiemen. Im Februar 1877, also nach 10 Mo-
naten wandelte sich die erste in ein Amblystoma um, die andern
wurden getheilt; die einen wurden in ein Aquarium mit vielem
Wasser gesetzt, die andern in einen Behälter, in welchem der
Wasserstand nie über 0,03 Meter stieg. Zum Vergleich wurden die
Jungen von gewöhnlichen Axolotls ebenfalls getheilt und eben
solchen Bedingungen unterworfen. Von den Amblystomen der ersten
Reihe ist 1 umgewandelt, 16 sind noch Axolotls, 3 todt ; in der
zweiten Reihe 2 umgewandelt, 14 noch Axolotls, 4 todt. Von den
Axolotls sind in der ersten Reihe 2 umgewandelt, 4 noch Axolotls,
während des Jahres 1879. 147
10 todt; in der zweiten Reihe 1 umgewandelt, 4 noch Axolotls,
11 todt. Comptes rendus 89 p. 108; Annals nat. hist. IV p. 248.
Sem per giebt eine Methode an, die Axolotl jederzeit zum
Eierlegen zu bringen. Zool. Anzeiger I. p. 176.
Schubert versichert, dass ein Axolotl aus dem See Como
(Wyoming Territory) sich in Berlin in einer Nacht in Amblystoma
mavortium umwandelte. Abbildung. Zool. Garten p. 1.
Hartmann beobachtete im Berliner Aquarium die Umwand-
lung des Siredon lichenoides in Amblystoma mavortium. Sitzungsber.
Ges. naturf. Freunde zu Berlin p. 76.
Cope hält den von Velasco in den Schriften der Mexicani-
schen Gesellschaft für Naturgeschichte 1878 als neu beschriebenen
Siredon tigrinus für nicht verschieden von der gelb gefleckten Varie-
tät von Amblystoma mavortium Baird. Araer. Naturalist p. 456.
Amphiamidae, Ryder untersuchte in der Nähe von Biloki,
Mississippi eine Reihe von Exemplaren von Amphiuma, die in Zahl
der Zehen sehr variirten, und gelangte dadurch zu der Ansicht,
dass die Gattungen Amphiuma mit 2, und Muraenopsis mit 3 Zehen
zusammenfallen müssen Proc. Philadelphia 1879 p. 14; Annais nat.
hist. IV p. 95.
Chapman secirte ein männliches Exemplar von Amphiuma
und berichtete über einige Punkte der Anatomie der Eingeweide.
Proc. Philadelphia p. 144.
Äpoda.
Peters hat erneuerte Untersuchungen über die Caecilien und
deren Eintheilung angestellt. Er legt besonderen Werth auf die
Bildung oder den Mangel von Hautschuppen, die Bezahnung und
die verschiedene Form des Tentakels. Letzterer ist dolchförmig,
klappenförmig oder kugelförmig. Es werden 10 Gattungen unter-
schieden. Ä. Lepidocaeciliae mit Schuppen, Unterkieferzähne
zweireihig, a. Körperende zugespitzt, Tentakel dolchförmig. 1. Ich-
thyophis Fitz. Körper abgeplattet, Körperringe in der Mitte des
Bauches einen Winkel bildend, Tentakelgrube nahe dem Mundrande
zwischen Auge und Nasloch, 3 Arten und Gegeneopliis carnosus
vielleicht neue Gattung. 2. UraeotypJilus Ptrs. Körper cylindrisch,
Tentakelgrube unter dem Nasloch, 2 Arten, b. Körperende abge-
rundet. 3. Caecilia L. Tentakelgrube hufeisenförmig, Tentakel
klappenförmig unter dem Nasloch, America, 7 Arten. 4. Hypoge-
ophis Ptrs. Tentakelgrube hufeisenförmig, Tentakel klappenförmig
hinter und unter dem Nasloch, Africa, 2 Arten. 5. Dermophis
Ptrs. Tentakelgrube kreisförmig. Tentakel kugelförmig, Augen sicht-
bar in einer Augenhöhle, America und Africa, 6 Arten. 6. Gym-
nopisVirs. W^ie vorige, Augen unsichtbar unter den Schädelknochen,
Tentakelgrube näher dem inneren Mundwinkel als dem Nasloch,
148 T rose hei: Bericht über die Leistungen in d. Herpetologie etc.
3 Arten. 7. Herpele Ptrs. Wie vorige, Tentakelgrube näher dem
Nasloch als dem Mundwinkel, Westafrica, 1 Art. — B. Gymnocae-
ciliae Nackt, Tentakel klappenförmig, Tentakelgrube hufeisenförmig.
a. Körperende abgerundet. 8 Chthonerpeton Ptrs. ünterkiefer-
zähne zweireihig, Tentakelgrube in der Mitte zwischen Nasloch und
Auge, 1 Art. 9. Siphon ops Wagl. Unterkieferzähne einreihig,
Tentakelgrube viel näher dem Auge als dem Nasloch, 1 Art. b.
Körperende zusammeagedrückt. 10. Typhlonectes Ptrs. ünterkiefer-
zähne zweireihig, Tentalgrube nahe dem Nasloch, Südamerika, 4
Arten. Berliner Monatsberichte p. 924 mit einer Tafel.
Wiedersheim, Die Anatomie der Gymnophionen. Jena 1879.
Derselbe untersuchte, Zool. Anzeiger II p. 87 den Kopf der
Gymnopiiionen. Er erblickt in dem sogenannten Tentakel sowohl
wie in dem Nebennasenraum Organe, welche für das rudimentäre
Auge bei dem nächtlichen Leben der Thiere unter dem Erdboden
zu fungiren haben. — Später ib. p. 158 in einer nachträglichen
Notiz erblickt er in dem Fühler einen Drüsenapparat, der unter der
Wirkung eines mächtigen Compressors stehend, sein Secret je nach
dem Willen des Thieres stossweise und mit grosser Vehemenz aus
jener Oeffnung zu entleeren vermag, die man früher als zweites oder
als falsches Nasenloch zu bezeichnen gewohnt war.
Bericht über die Leistungen in der Ichthyologie
während des Jahres 1879.
Von
Troschel.
Huxley, A Manual of the Anatomy of Vertebrated
animals. London 1879, theilt p. 103 die Fisehe in sechs
Gruppen. Pharyngobranchii (Amphioxus), Marsipobrancliii
(Myxine, Petromyzon), Elasmobranchii, Ganoidei, Teleostei
und Dipnoi. Er schliesst sich also noch ganz dem Müller'-
schen System an.
Friant lieferte eine Abhandlung, Recherches anato-
miques sur les nerfs trijumeau et facial des poissons osseux.
Er hat eine grosse Anzahl von Fischen untersucht. Abgebildet
sind Esox lucius, Cyprinus carpio, Barbus fluviatilis, Perca flu-
viatilis, Gadus carbonarius und Gadus Iota. Der Nervus
trigeminus besteht aus motorischen und sensitiven Elementen;
er entspringt von den Seiten des Bulbus mit zwei Wurzeln,
einer vorderen und einer hinteren, welche sich in einem
ganglionären Plexus vereinigen; von diesem Ganglion ent-
springen die Zweige: ophthalmicus, maxillaris, mandibulo-
hyoideus, sphenopalatinus und recurrens bei den Fischen,
welche diesen Ast besitzen. Der Nervus facialis entspringt
einzeln aus den Seiten des Bulbus über der hinteren Wurzel
des trigeminus, verbreitet sich zu den Hirnhäuten, zur Haut
und den Schleimkanälen des Scheitels und der Suborbital-
gegend, zu den Tegumenten der Augenhtille und der Nasen-
öffnung, zur Haut und den fibro-muskulären Tegumenten
der Schnauze, zu den schwammigen Muskeln der Wange,
150 Troschel: Bericht über die Leistungen in der Ichthyologie
und beim Barsch zu der Haut der Rückengegend und zu
den Muskeln der Rückenflossen.- 'Bull. soc. de Nancy IV
fasc. IX p. 1—108.
Ussow hat die sogenannten augenähnlichen Flecken
einiger Knochenfische sorgfältig untersucht. Er theilt sie
in zwei Kategorien, deren erste unzweifelhaft den Charakter
accessorischer Sehorgane haben, deren zweite pigmentirte
Drüsen sind, aber dabei die Stelle der ersten Kategorie
einnehmen. Je ein Augenpaar entspricht einem Wirbel ; es
sind also metamerische Bildungen. Accessorische Sehor-
gane haben Chauliodus, Astronesthes und Stomias ; Drüsen
Scopelus, Gonostoma und Maurolicus. Argyropelecus und
Sternoptyx nehmen eine vermittelnde Stellung ein. Alle
diese Organe werden nach Lage, Zahl, Form und Structur
ausführlich beschrieben. Bull, de Moscou 54. p. 79-- 115.
Leydig veröffentlichte in der Festschrift der Natur-
forschenden Gesellschaft zu Halle, 1879, eine inhaltreiche
Abhandlung histolologischer Natur „Neue Beiträge zur
anatomischen Kenntniss der Hautdecke und Hautsinnes-
organe der Fische." Die Arbeit zerfällt in vier Abschnitte :
1. Epidermis, 2. becherförmige Sinnesorgane, 3. Seiten-
organe, 4. Bindegewebe.
Der cum spricht sich dafür aus, dass die Seitenlinie
der Fische ein Sinnesorgan sei. Mit einiger Abweichung
von den Ansichten Leydig's und F. E. Schulzens, meint
er der Fisch könne die Richtung der störenden Ursache
durch den am stärksten erregten Theil des Apparates be-
urtheilen. Proc. Philadelphia p. 152.
Sörensen untersuchte den Stimmapparat einiger
amerikanischen Fische, namentlich einiger Siluroiden und
Characinen. Die Töne werden durch die Schwimmblase her-
vorgebracht, deren nichtossificirter Theil bei den Siluroiden
in ganzer Ausdehnung elastisch ist, während bei den Cha-
racinen die Elasticität von flachen Bändern oder runden
Schnüren in den Wänden abhängt. Bei Platystoma, Pseud-
ariodes und Doras ist die Schwimmblase längs und quer
in Kammern oder Zellen getheilt, und die Querfortsätze
des zweiten und dritten Wirbels sind zu kräftigen Federn
ausgebildet und an die Schwimmblase aneiewachsen. Der
während des Jahres 1879. 151
Ton wird durch die Muskeln hervorgebracht, die entweder
direct an die Schwimmblase oder an die Querfortsätze des
dritten Wirbels angewachsen sind. Bei den Characinen
werden die elastischen Theile der Schwimmblase durch die
Contraction der Muskeln in die Länge gestreckt, und die
Vibration, wie sie aus der rhythmischen Bewegung hervor-
geht, wird der in der Höhlung enthaltenen Luft mitgetheilt.
Bei den Siluroiden wird der vordere Theil der Schwimm-
blase abwechselnd vor- und rückwärts gezogen ; während
dieser Bewegung setzt die Luft, indem sie durch die unvoll-
ständigen Quersepta streicht, diese in Vibration, und der
Ton ist hervorgebracht. Die Tiefe des Tons ist in gera-
dem Verhältniss zu der Schnelligkeit der Vibrationen der
Federn. Keiner diesei* Fische athmet durch die Schwimm-
blase. Comptes rendus 1879 p. 1042; Annais nat. bist. IV
p. 99.
von Klein hat die Osteologie des Schädels der
Knochenfische studirt. Er meint, dass sich die Lage und
Form der einzelnen Knochen nur durch Zerlegen in seine
einzelnen Bestandtheile richtig erkennen lassen. Er wendet
seine Aufmerksamkeit auf das Petrosum Cuv., Mastoideum
Köstlin und betrachtet diesen Knochen bei einer sehr gros-
sen Zahl von Fischen. Württembergische Jahreshefte. 35
p. 66—126 mit Tafel L
^ Thilo, die Sperrgelenke an den Stacheln einiger
Welse, des Stichlings und des Einhornes. Diss. Dorpat
1879. Verf. beschreibt diese Gelenke von Pimelodus syno-
dontus, Gasterosteus aculeatus und Monacanthus gunnii. Er
betrachtet diese Schrift nur als vorläufige und beabsichtigt
die in ihr enthaltenen Behauptungen in einer umfangreicheren
Arbeit zu begründen.
M. V. David off lieferte Beiträge zur vergleichenden
Anatomie der hinteren Gliedmassen der Fische. Der erste
Theil beschäftigte sich mit Haien, Chimären und Ganoi-
dei chondrostei. Gegenbaur Morphologisches Jahrbuch V.
p. 450—520 mit Taf. 28—31.
V. La Valette St. George beschreibt die Fettflosse
von Selachiern, jungen Fischen und älteren Salmoniden.
Die Stützstäbe fasst er mit Gegenbaur als Intercellular-
152 Troschel: Bericht über die Leistungen in der Ichthyologie
Substanz des Bindegewebes auf, welche jedoch in einer
bestimmt charakterisirten Form auftritt. Die Fettflosse hält
er für ein Erbstück aus alten vergangenen Zeiten, des-
sen Elemente sich bei den Selachiern in ausgedehnterem
Maasse noch erhalten haben; der Nachweis, dass dieselben
Stützstäbe die Grundlage der embryonalen Flossen bilden,
dürfte auch in diesem Falle hindeuten auf die innigen
Beziehungen zwischen der Keimes- und Stammesentwicke-
lung. Archiv mikrosk. Anatomie 17. p. 187.
Carle t hat die Schuppen der Teleostier aufs Neue
untersucht, namentlich in Beziehung auf ihre Substanz.
Sie sind einfach oder doppelt brechend, jenachdem sie jung
oder alt sind. Die organische Substanz ist einfach brechend.
Die doppelte Brechung verdanken sie den Salzen, welche
sie enthalten, aber die Substanzen müssen erst durch das
Alter eine gewisse Dicke erlangen. Durch Picrocarmin-
Färbung zeigt er, dass in einer Schuppe die peripherischen
und die tiefgelegenen Theile jünger sind als die oberfläch-
lichen. Die Stachelchen sind niemals Bildungen der Epi-
dermis, sondern entwickeln sich unter der Haut, wie der
übrige Theil der Schuppen. Die Schuppen sind keines-
wegs den Haaren der Säugethiere oder den Federn der
Vögel vergleichbar, da sie nicht aus der Epidermis hervor-
gehen. Annales des sc. nat. VIH Article 8.
Krukenberg hat in einer Abhandlung über die Ver-
dauung bei den Fischen seine früheren Untersuchungen
an zahlreichen Species erweitert. Er hat darin auch ver-
sucht, die Function der Pylori alanhänge zu ermitteln. Er
glaubt, dass ihr functioneller Werth nur darin zu suchen
sei, dass ihr Secret den Speisebrei bei seinem Eintritte in
den Darm gleitbarer und compacter macht, und besonders
bei den Fischen, welchen ein Pankreas fehlt, eine weitere
Verarbeitung des Darminhaltes bei alkalischer Reaction
ermöglichen, oder durch ihre Seorete zur Ausgewinnung
der Darmcontenta beitragen. Unters, des physiol. Instituts
Heidelberg IL p. 385.
Henneguy giebt ein Mittel an, Fischembryonen,
namentlich Salmoniden mit Leichtigkeit zu untersuchen.
Bull. Soc. Philom. Paris 1878 ; Annais nat. bist. III. p. 240.
während des Jahres 1879. 153
Johanson hat mit Bezug auf die Beobachtung von
Bidder über das Fischleben (vergl. vorj. Ber. p. 135) das
betreffende Wasser und den Schlamm untersucht. Er ent-
scheidet sich dahin, dass die Fische ihren gewohnten
Aufenthaltsort im Winter verliessen, weil das Wasser ihnen
zu wenig Sauerstoff bot, und die aus dem Boden sich ent-
wickelnden Gase den noch vorhandenen Rest desselben irre-
spirabel machten. Sitzungsber. der Naturforscher - Gesell-
schaft in Dorpat V. p. 21.
Schmidtlein setzte seine Beobachtungen über die
Lebensweise einiger Seethiere innerhalb der Aquarien der
zoologischen Station zu Neapel fort. Er schildert diesmal
Motella und Phycis, Conger marinus, Conger myrus, An-
guilla, Ophisurus serpens, Muraena helena, Mullus barbatus,
Trigla, Dactylopterus volitans. Mittheil, aus der Zool. Sta-
tion zu Neapel I. p. 489.
G. V. Seidlitz hat in einem Vortrage auf der Gene-
ralversammlung des deutschen Fischerei -Vereins in Berlin,
„Volkswirthschaft und Fischzucht, Königsberg 1879", gegen
das Fischereigesetz sich ausgesprochen. Er verlangt Be-
setzung der Gewässer mit künstlich gezüchteter Fischbrut
in solcher Menge und Regelmässigkeit, dass die Aussaat
der grösstmöglichen Ernte entspricht, dass der Fischreich-
thum wiederkehrt und der Fischerei-Ertrag durch keine
Gesetze beschränkt zu werden braucht.
Von la Valette St. George hielt in der General-
versammlung des Deutschen Fischerei -Vereins zu Berlin
einen Vortrag über die Feinde der Fische, worin die
schädlichen Thiere aus allen Thierklassen aufgezählt wer-
den. — Daran schliessen sich Aufsätze von Zuntz über
den Stoffwechsel der Fische und von Nussbaum über
die Generationsorgane der Fische.
Moseley in A Naturalist on the Ch allenger, London
1879, macht eine Menge Bemerkungen über Fische, die
alle einzeln anzuführen uns kaum möglich ist; so p. 51
über einen fliegenden Fisch und die Töne von Balistes und
Diodon, sowie über den Fang einiger grösseren Fische
bei den Cap Verdischen Inseln; p. 71 über einige Fische
bei St. Pauls' Rocks; p. 281 Carcharias brachyurus
154 Troschel: Bericht über die Leistungen in der Ichthyologie
hat unter der Haut eine Muskelschicht von dunkelrother
Farbe; p. 296 Abbildung von Periophthalmus Koelreuteriu.A.
Von Steindachner erhielten wir wieder ichthyo-
logische Beiträge No. VIII, in denen er eine Anzahl neuer
Species aus verschiedenen Erdgegenden aufstellt. Wiener
Sitzungsber. 80. Juli 1879. Wir citiren nach einem Sepa-
ratabdruck.
Europa. Collett machte Mittheilungen über Norwe-
gische Fische, als eine Ergänzung zu seiner 1874 erschie-
nenen Abhandlung. Er bespricht 43 Acauthopterygier, 3
Pharyngognathen, 23 Anacanthini, 25 Physostomi, 3 Lopho-
branchii, 1 Plectognathen, 1 Ganoiden, 11 Plagiostomen,
3 Cyclostomen. Abgebildet ist eine neue Art Thynnus und
Anarrhichas latifrons Steenstr. Forhandl. Vidensk. Selsk.
i Christiania 1879 No. 1.
Cederström fügte seinem Verzeichniss der Fische
des nördlichen Bohuslän (vergl. den Bericht u. d. J. 1876
p. 128) Bemerkungen über 14 Species hinzu. Öfversigt
Vet. Akad. Förhandlingar 1879 No. 2 p. 59.
Storm zählt in einem Beitrag zur Kenntniss der Fauna
der Bucht von Drontheim eine xA.nzahl dort beobachte-
ter Fische auf. Det k. norske vidensk. Selskabs skrifter
1878 p. 9.
Winther, Prodromus ichthyologiae danicae marinae,
fortegnelse over de i de danske farvande hidtil fundne
fiske. Schiodte Naturhist. tidsskrift. XII. 1879 p. 1—68.
Enthält 129 Arten mit Angabe der Litteratur und der
Fundorte.
In Schiodte's Zoologia danica Heft I hat Winter
21 Fische, Stachelflosser, auf drei Tafeln mit populärem
Text abgebildet.
Feddersen veröffentlichte ein Verzeichniss der däni-
schen Süsswasserfische. Von den 44 aufgezählten Arten
kommen 17 im ganzen Lande vor, Jütland allein hat 7
Arten, Jütland und Seeland allein 3 Arten, die Inseln allein
2 Arten, Seeland allein 2 Arten, Lolland allein 1 Art,
Bornholm 12 Arten. Zugleich im Salzwasser leben 9
Arten, eingeführt sind 2 Arten, als zufällig gefangen wird
Silurus glanis betrachtet, da er nur einmal in einem Bach
während des Jahres 1879. 155
auf Seeland gefangen ist, vielleicht aus der Ostsee hinein-
gekommen? Naturhist. Tidsskrift IX p. 69.
Day sammelte bei Weston-super - Mare die dort
vorkommenden Fische, und verfertigte ein Verzeichniss
derselben; 77 Arten. Abgebildet sind Pleuronectes elon-
gatus Yarrell, Clupea pilchardus Walb. und Clupea sprattus
L. Proc. zool. soc. p. 742 mit pl. 61 und 62.
Von dem Borne legte eine ichthyologische Karte
für die Gewässer in Deutschland, Österreich, Ungarn und
der Schweiz vor, in denen die Regionen der wichtigsten
Fische durch Farben bezeichnet sind. So die Region der
Forellen grün, der Aeschen violett, der Barben roth, Saib-
ling dunkelgrün u. s. w. Er beabsichtigt die Karte noch
zu vervollständigen und dann herauszugeben. Verh. Vereins
der preuss. Rheinlande und Westfalens 36 Corr. Bl. p. 63.
Fitzinger berichtete über die in den Seen Nieder-
Oesterreichs, dem Erlaph- und dem Lunzer See, vorkom-
menden Fisch-Arten. Sie stehen an Reichthum der Arten
weit hinter den grösseren Seen der ober-österreichischen
und Salzburgischen Gebirge zurück. Der Gmundener-See
enthält 27 Arten, der Ater-See 26, der Aber-See 18, der
Hallstädter See 13. Der Lunzer-See bietet nur 6, der Er-
laph-See gar nur 5 Arten. Nach des Verf. Ansicht grün-
det sich ein grösserer oder geringerer Artenreichthum an
Fischen hauptsächlich auf die Höhenlage derselben, und
die Art und Weise, wie sie mit grösseren Flüssen in Ver-
bindung stehen. Wiener Sitzungsber. 78. I p. 596.
Forel nimmt nur zwei Fische an, welche zeitweise
der Tiefen-Region des Genfer See's angehören: Coregonus
fera Jur. und Lota vulgaris Cuv., letztere weil sie der Fera
folgt, um ihren Laich zu verzehren. Dass die Quappe erst
seit einigen Jahrhunderten aus dem Neuchateller See in den
Genfer See übertragen sei, hält er für Fabel. Bull. Soc.
Vaudoise XVI p. 314.
Cisternas, Ensayo descriptivo de los peces de agua
dulce que habitan en la provincia de Valencia. Alle Gat-
tungen und Species sind mit ausführlichen lateinischen
Diagnosen beschrieben. Es sind aufgeführt 1 Acipenser,
1 Salmo, 2 Cyprinodonten, 1 Cobitide, 8 Cyprinen, 1 Clu-
156 Tr ose hei: Bericht über die Leistungen in der Ichthyologie
peide. (Alosa finta wird noch immer von ihm für Varietät
von Alausa vulgaris gehalten !), 4 Muraeniden, 1 Pereiden, I
2 Atheriniden, 5 Mugiliden, 1 Blennius, 1 Gasterosteus,
1 Syngnathiden, 1 Petromyzon. Anales de historia natu-
ral. VI. p. 69—138.
Internationale Fischerei -Ausstellung in Berlin im
Jähre 1880. Italienisclie Abtheihmg. Auszug aus dem ita-
lienischen Special-Catalog. Dieses Heft enthält mehrere
Verzeichnisse von Fischen, z. B. 289 Arten des Museums
in Florenz p. 6; 12 Arten des Museum der Universität in
Genua aus dem Golf von Genua p. 23; 40 Arten des Mu-
seum der Stadt Genua p. 25; 27 Arten des Museums in
Padua p. 26; 20 Arten des Museum in Palermo p. 27; 50
Arten des Museum in Pavia p.27; 96 Arten des Instituts in
Venedig p. 36. Auch von anderen Thierklassen, nament-
lich Mollusken finden sich daselbst ähnliche Verzeichnisse.
Giglioli zählt 19 Fische auf, die meist für die Ita-
lienische Fauna neu sind. Archiv für Naturgesch. p. 98.
Nach Carruccio kommt im Modenesischen Gebiete
auch Trutta fario vor. Annuario della Soc. dei Naturalisti
in Modena XIII. p. 180. ^
Die Klasse der Fische ist nach Stossich, Prospetto
della Fauna del mare Adriatico in diesem Meere sehr
reichlich vertreten. Er zählt auf: 7 Dermoptera, 76 Ha-
plopteri, 3 Plectognathi, 13 Aulostomidae, 9 Dendroptera,
107 Acanthopteri, 4 Ganoidei, 43 Plagiostomi, 1 Cyclostomi,
1 Leptocardii. Bollettino delle scienze naturali V. p. 20—71.
Kessler hatte Gelegenheit eine kleine Sammlung
von Fischen aus dem Flusse Tuapse, der sich vom west-
lichen Theile des Kaukasus ins Schwarze Meer ergiesst,
zu untersuchen. Es waren neun Arten, welche meist den
Gebirgsflüssen des südlichen Europa, hauptsächlich der Krym
eigenthümlich sind, dass denselben aber auch Formen bei-
gemengt sind, die auf das Stromgebiet der oberen Kurä
hinweisen. Bull, de Moscou 54. p. 424.
Africa. Dambeck lieferte eine Abhandlung über
die Verbreitung der Süss- und Brackwasser -Fische in
Africa. Er macht zunächst auf die Armuth der Literatur
aufmerksam, indem in diesem Jahrhundert nur 24 Schriften
während des Jahres 1879. 157
über die Fische Africa's erscbienen seien. Dann folgt eine
systematische Uebersicht der 441 Süss- und ßrackwasser-
fische Africa's, von denen 283 zu den echten Süsswasser-
fischen, 158 zu den Brackwasser- oder Wanderfischen ge-
hören. Unter den Physostomen treten fünf Familien nu-
merisch besonders hervor: Siluridae, Characinidae, Mormy-
ridae, Gymnarchidae und Cyprinidae; sie sind die charak-
teristischen Fischfamilien Afrika's. Die Mormyriden und
Gymnarchiden sind ausschliesslich auf Africa beschränkt,
sie sind die Urbewohner, die im Kampfe unterliegen,
während die übrigen drei Familien eingewandert sind,
und zwar die Cypriniden von Nordosten, die Characiniden
von Südwesten und zwar transatlantisch, die Siluroiden
von Südwesten und Nordosten. Die periodischen Wan-
derfische sind in den südwestlichen Flüssen Africa's sehr
zahlreich. Er scheidet ferner drei ichthyologische Zonen :
1) eine fischreiche Zone von Senegambien und Guinea
durch den Sudan, Centralafrica bis Aegypten, Zanzibar
und Mosambik, das Gebiet der Mormyriden; 2) zwei
fischarme Zonen, im Nordwesten und im Süden von er-
sterer, a) die Sahara und die Atlasländer sind das Gebiet
der Höhlenfische, b) die Kalahariebene und das Capland
sind das Gebiet der Cypriniden. Der äusserste Nordwe-
sten und der äusserste Süden zeigen die Uebergangsfau-
nen, jenes die Fischfauna Europa's, dieses die Südame-
rica's, Indiens und Australiens. Auch die verticale Ver-
breitung ist merkwürdig, am höchsten steigen die Cypri-
nodonten und Cyprinoiden, nicht ganz so hoch Protopterus
und Clupea. Auf den afrikanischen Inseln tiberwiegen die
Gobiiden. Jenaische Zeitschr. für Naturwissenschaft XIII.
p. 404—456.
Reichenow gab eine Uebersicht der Fische aus
Chinchoxo und anderen Gegenden Westafrica's, welche die
Africanische Gesellschaft dem Berliner zoologischen Mu-
seum übersandte ; 39 Arten, darunter zwei neue. Corres-
pondenzbl. der Africanischen Gesellschaft. II. p. 266.
Günther verzeichnete die von der Expedition nach
Kerguelen auf Rodriguez gesammelten Fische, 42 marine
Arten und 13 Süsswasserfische. Die marinen Formen kom-
158 Troschel: Bericht über die Leistungen in der Ichthyologie
men auch bei Mauritius, den Seychellen und Zanzibar
vor, die Süsswasserfische sind auch von den Mascarenen
und anderen Theilen der westlichen Küsten des Indischen
Oceans vor. Zwei Mugeliden sind nea. Transact. Royal.
Soc. 168. p. 471.
Asien. A. Brandt fand den Goktschai an Fisch-
arten ausserordentlich arm. Es leben dort Capoeta Se-
vangi Fil., Barbus goktschaicus KessL, Salmo ischchau Kessl.
und Salmo gegarkuni Kessl. Zool. Anzeiger IL p. 524.
F in seh gelang es nur über 27 Arten von Fischen
in dem ungeheuren Gebiete Westsibiriens, welches das
ganze System des Riesenstromes Ob, sowie das seines
kaum geringeren Nebenflusses, des Irtisch, nebst einem
grossen Theile des Seengebietes ^der Kirghisensteppe um-
fasst, genauere Kunde einzuziehen. Unter ihnen sind 3 Per-
coiden, 7 Salmones, 12 Cyprinoiden, 1 Lota, 1 Esox und
3 Acipenser. Verhandl. d. zool. bot. Ges. in Wien 1879.
p. 282.
Day beschloss seine Abhandlung über die geographi-
sche Verbreitung der Indischen Süsswasserfische, indem
er auch die Scomberesoces, Cyprinodontes, Cyprinoidei
(35 Gattungen und 226 Arten) Notopteridae und Symbran-
chidae berücksichtigte. Die beiden ersten Abschnitte ent-
hielten, wie schon im vorj. Bericht p. 140 angegeben, die
Stachelflosser und die Siluroiden. Wir bemerken aus der
Schlusstabelle, dass von den 88 Gattungen der Süsswas-
serfische 69 auf die Hindostanische Subregion, 44 auf die
Ceylonesische, 18 auf den Himalaya, 63 auf Burma und
Siam und 46 auf den Malayischen Archipel kommen.
Journal Linnean Soc. XIV. p. 534—579.
Kessler verdanken wir Beiträge zur Ichthyologie
von Central-Asien, Bull. St. Petersbourg 25. p. 282. Die
Petersburger Akademie erhielt mehrere Sendungen. Pol-
jakow sammelte in den Flüssen Lepsa und Ajagus,
welche in den Balchasch einmünden, und in den Seen
Sassykkul und Alakul. Die Sammlung enthielt meist die-
selben Arten, welche Seh renk ebenda vor 40 Jahren ge-
sammelt hatte. Nur zwei Arten Phoxinus waren neu. —
Przewalski hat eine Sammlung Fische aus dem Ilifluss
•während des Jahres 1879. 159
gebracht, unter denen zwei neue Cobitiden. Verf. fügt
eine Uebersicht der 10 Arten, die bisher im Balchasch- Ge-
biete beobachtet sind, bei. — Die Ausbeute Przewalski's
aus dem Lob-Nor und seinen Zuflüssen beläuft sich auf 11,
von welchen 8 den Cypriniden, 3 den Cobitiden angehö-
ren, und meistentheils neu sind, darunter auch eine neue
Gattung. — Die ichthyologische Ausbeute Potanin's von
der südlichen Seite des Altai-Gebirges betrug 5 Arten, von
denen drei neu. ,
Vinciguerra macht Bemerkungen über 12 Fisch-Ar-
ten aus Sumatra, die Beccari gesammelt hatte. Keine
neue Art. Annali del Museo civico di Genova 14. p. 384.
Hilgendorf lieferte Beiträge zur Ichthyologie Ja-
pans, indem er eine Anzahl neuer Arten beschrieb. Sit-
zungsber. d. Ges. naturf. Freunde zu Berlin p. 78. — Der-
selbe stellte ib. p. 105 10 neue Japanische Fische auf.
Australien, Klunzinger bearbeitete die v, Müller'-
sche Sammlung australischer Fische in Stuttgart. Er hatte
bereits 1872 in unserem Archiv p. 17 eine Sammlung des-
selben Geschenkgebers publicirt, seitdem ist ein grosser
Zuwachs durch denselben Sammler an das Stuttgarter Mu-
seum gekommen. Obgleich Verf. den Hauptwerth der Ar-
beit in der Kritik der Synonymie sieht, war er doch genö-
thigt unter den 307 Arten der Sammlung 21 neue zu beschrei-
ben, wozu noch die neuen Arten seiner früheren Publi-
cation und 10 von Steinda ebner 1879 beschriebene kom-
men. Zwei neue Gattungen, Colpognathus und Platychoe-
rops. Wiener Silzungsber. 80. p. 325—430 mit 9 Tafeln.
Jouan macht einige Bemerkungen über die ichthyo-
logische Fauna der Nordküste Australiens und der Torres-
strasse im Vergleich zu der vonNeu-Caledonien. Er sucht
die von Alleyne et Macleay beschriebenen neuen Arten
mit einigen von ihm selbst früher verzeichneten zu iden-
tificiren. Mem. Soc. des sc. nat. de Cherbourg 21. p. 328.
Graf Castelnau schrieb über die Ichthyologie von
Port Jackson. Der voraugeschickte Catalog der Teleo-
stier, auf w^elche sich die Arbeit beschränkt, enthält 219
Arten, von denen 130 auf die Australischen Gewässer be-
schränkt scheinen, während 86 auch in anderen Gegenden
160 Troscbel: Bericht über die Leistungen in der Ichthyologie
vorkommen. Verf. macht dann Bemerkungen über viele Arten,
die er im frischen Zustande gesehen hat, und beschreibt
namentlich ihre Farben, da sie meist nur nach entfärbten
Exemplaren der Europäischen Museen bekannt waren.
Auffallend ist es, dass von 150 Arten, die in Hobsons-Bay
beobachtet sind, nur 37 enthalten sind, die auch in Sydney
vorkommen, obgleich beide Localitäten einander so nahe
liegen. Von den Arten, die eine weitere Verbreitung über
Australien hinaus haben, sind die meisten aus dem indir
sehen Ocean und den Polynesischen Meeren, und einige
von ihnen treten in das Kothe Meer, 8 oder 9 erstrecken
sich bis Japan und 9 bis 10 bis Neuseeland, 17 in den
Atlantischen Ocean und 7 bis 8 in die europäischen Meere,
namentlich in das Mittelmeer. Der Markt von Sydney giebt
einen verschiedenen Anblick, im Winter bringt er nur
wenige Arten von dunkler Farbe, ausschliesslich austra-
lische Arten ; in den warmen Monaten erscheinen die Indi-
schen und Pacifischen Arten mit den prächtigsten Farben.
Einige neue Gattungen und Arten s. unten. Proc. Linn.
Soc. New-South-Wales III. p. 347—402.
Hut ton nannte 13 Fische von Neu-Seeland, darun-
ter zwei neue Arten. Transact. New-Zeeland Inst. IX. p. 353.
Auch Hector gab einen Beitrag zur Neu-Seeländi-
schen Ichthyologie. Er bringt Toxotes squamosus Hutton zu
Brama, Platystethus abbreviatus zu Cyttus, Upenoides Vla-
mingii Cuv. Gthr. zu Upeneichthys, Haplodactylus Fergus-
soni zu Chironemus. Diese und Beryx affinis Gthr., Dine-
matichthys consobrinus Hutton, sowie zwei neue Arten
sind abgebildet. Ib. IX. p. 465. pl. 8 und 59.
Thomson hat das Vorkommen der Fische auf dem
Markt in Dunedin in Neu-Seeland während eines ganzen
Jahres zusammengestellt, um dadurch ihre Saison zu be-
stimmen. Er giebt in einer Tabelle an, wie viele Tage in
jedem Monat die 19 essbaren Fische vorgekommen sind.
Transact. New-Zeeland Inst. IX. p. 484. — Eine Ergän-
zung findet sich ib. X. p. 324 und weiter XL p. 380.
W. Macleay machte Bemerkungen über 14 Fische
von den Salomonsinseln. Er hebt hervor, dass von den 68
Arten, welche Günther in Brenchley's Voyage of the Cu-
während des Jahres 1879. 161
racoa als bei den Salomonsinseln vorkommend bezeich-
nete, keine einzige in der kleinen Sammlung sieb findet,
welche die Gelegenheit zu des Verf. Mittheilung gab. Eine
neue Art. Proc. Linn. Soc. New South Wales IV. p. 60.
Von den 77 Fischen, welche Seh meltz als bei den
Neuen Hebriden vorkommend ausgezogen hat, sollen 38 auch
an den Viti-Inseln, 52 in Indien vorkommen, nur vier den
Neu-Hebriden eigenthümlich sein. Verhandl. d. Vereins für
naturw. Unterhaltung in Hamburg IV.
Günther bearbeitete die: Fische der Kerguelen
Expedition. Es wurden vier Arten beobachtet, davon eine
Raja neu. Transact. Royal Soc. 168. p. 166.
Studer nennt sechs Seefische, die bei der Kergue-
len-Insel vorkommen. Archiv für Naturgesch. p. 131. —
Aehnlich wird in Annales des sc. nat. VIII. Art. 14 berichtet.
America. Lockington machte Bemerkungen über
eine grössere Zahl Fische, welche auf den Markt von San
Francisco während der Monate October, November und
December gebracht wurden, um die verhältnissmässige Häu-
figkeit der verschiedenen Arten, die Localitäten, wo sie
gefangen werden, und ihren Werth als Nahrungsmittel fest-
zustellen. Auf die einzelnen Arten können wir selbstver-
ständlich hier nicht eingehen. Amer. Naturalist p. 299.
— Ferner ib. p. 684, wo unter Anderem ein Poronotus
mit zwei Mäulern, einem oberen und einem unteren er-
wähnt wird.
Stearns machte Bemerkungen über einige Fische der
pacifischen Küste. Karpfen erreichen das Gewicht von
8 Pfund. Catfish wächst sehr schnell, Störe werden bis
100 Pfund schwer. Junge Forellen erreichen in einem Jahr
die Länge von 10 Zoll ; sie sollen aus dem McCloud river
in die Flüsse des Yo Semite Beckens übersiedeln. Die
Versuche, die Bachforelle der Atlantischen Staaten in die
Ströme der Küsten zu übersiedeln, sind nicht befriedigend
ausgefallen, theils wegen der zu hohen Temperatur des
Wassers, theils wegen der vielen Verunreinigungen. Amer.
Naturalist p. 522.
Cope bestimmte acht Fische aus dem Klamath See
in Oregon, darunter eine neue Art. Amer. Naturalist p. 784.
^chiv f. Naüirg. XXXXVI. Jahrg. 2. Bd. L
162 Troschel: Bericht über die Leistungen in der Ichthyologie
Goode undBean machten Bemerkungen über 50 an
der Ostküste durch die Fischcommission beobachtete Fi-
sche, von denen viele neu für die Fauna sind. Vollstän-
dige Beschreibungen sind bereits in den Proc. of the U. S.
National Museum erschienen, oder v^erden daselbst noch
erscheinen. Amer. Journ. sc. and arts XVII. p. 39.
In dem „13. Annual report of the Commissioners
on Inland Fisheries, for the year ending September 30,
1878. Boston 1879'' wird berichtet über die Fischwege in
mehreren Flüssen , dann über den Fang der Alewifes
(Alosa tyrannus) und Shad (Alosa praestabilis). Vom Land-
locked Salmon (Salmo sebago) und California Salmon
(Salmo quinnat) wurden zahlreiche Junge, aus Eiern ausge-
schlüpft, in verschiedene Flüsse ausgesetzt u. s. w.
Cope führt ausser den wichtigsten Nahrungsfischen
in Fort Benton Lucioperca borea, Scaphirhynchops pla-
tyrhynchus undLota maculosa, noch eine Reihe dort vorkom-
mender Fische auf, darunter einen neuen Phoxinus. Amer.
Naturalist p. 439.
Poey hat in den Anales de la Sociedad espanola de
historia natural, Madrid, welche Zeitschrift mir erst, und
auch erst vom 5. Bande an, zugänglich geworden ist, eine
Enumeratio piscium cubensium geliefert. Der erste Theil die-
ser Enumeratio ist bereits im 4. Bande derselben Zeitschrift
erschienen. Der zweite Theil V. p.l31— 218 (1876) 6 Echenei-
den, 1 Nomeiden, 1 Grammicolepididen, 5 Coryphaeniden,
3 Bramiden, 1 Lamprididen, 1 Kurtiden, 3 Lepturiden, 1 Tra-
chypteriden, 2 Malacanthiden, 4 Sphyraeniden, 2 Polyne-
matiden, 7 Mugiliden, 2 Atheriniden, 1 Chromiden, 15 Po-
macentriden, 27 Labriden, 38 Scariden, 19 Scomberesoci-
den, 4 Solenostomiden, 23 Gobiidcn, 7 Eleotriden, 23 Blen-
niiden, 7 Antennariiden, 2 Maltheiden, 1 Batrachiden, 1 Ga-
diden, 5 Ophidiiden, 1 Leptocephaliden, 13 Pleuronectiden,
18 Cypriuodonten, 1 Aleposauriden, 1 Paralepididen, 9 Syn-
odontiden, 1 Stomiatiden, 1 Scopeiiden, 1 Albuliden, 2
Elopiden, 14 Clupeiden, 2 Symbranchiiden , 2 Muraeniden,
10 Congriden, 10 Ophichthiden, 21 Gymnothoraciden, 1
Triacanthiden, 2 3 Balistiden, 17 Tetrodontiden, 1 Ortha-
gorisciden, 11 Ostracioniden. Abgebildet sind: Ghoero-
„während des Jahres 1879. 163
jalis Arangoi, Scarus oxybrachius, Mugil lebranchus, Go-
bius soporator auf lam. VII; Myxodes versicolor und va-
rius, MicTogobius signatus und Rivulus cylindraceus auf
lam. VIII; Gymnothorax virescens und flavoscriptus auf
lam. IX; Gymnothorax versipunctatus auf lam. X. Einige
Arten scheinen neu zu sein, deren Namen s. unten. — In
einem dritten Theil ib. V. p. 373—404 sind verzeichnet
12 Syngnathiden, 7 Hippocampiden, 1 Lepidosteide, 1 Chi-
maeride, 1 Cetorhinide, 1 Lamnide, 1 Alopeciide, 2 Ce-
straciontiden, 18 Galeorliiniden, 1 Notidanide, 2 Spinaci-
den, 2 Ginglymostomatiden, 2 Pristiden, 1 Myliobatide,
1 Rajide, 4 Trygoniden, 3 Torpediniden, 2 Cephalopteri-
den. Abgebildet sind Chimaera monstrosa auf lam. XIII
und einige Haifischzähne lam. XIV. Viele Arten in diesen
Aufzählungen sind nur als eigene Arten bezeichnet, ohne
dass sie Namen erhalten hätten. — Als 4. Abschnitt folgt
ein alphabetischer Index der lateinischen und Vulgär-Na-
men ib. VI. p. 139.
Crevaux Notiz über den Fischfang in Guiana. La
tour du monde 1879. I. p. 363.
Steinda ebner verdanken wir „Beiträge zur Kennt-
niss der Flussfische Südamerica's". Die Abhandlung zer-
fällt in drei Abschnitte: 1) lieber eine Sammlung von Fi-
schen aus dem Orinoco bei Ciudad Bolivar; 19 Arten,
unter denen drei neue. Verf. hebt hervor, dass die Untersu-
chung der einzelnen Exemplare ergab, dass die Mehrzahl
der Characinen-Arten aus dem Orinoco von den gleichna-
migen des Amazonenstromes abweichen, in der Zahl der
Schuppenreihen oder der Flossenstrahlen. 2) Ueber eine
Sammlung von Fischen aus dem Mamoni bei Chepo, einem
Flusse, der in den Bayano fällt, und mit ihm in den
Stillen Ocean sich ergiesst. 16 Arten, mehrere neue. 3)
Ueber einige von Herrn Stolzmann in Peru gesammelte
Süss wasserfische, 7 Arten. Wiener Denkschriften 41. p. 151.
Steindachner brachte einen wichtigen Beitrag
zur Fischfauna des Magdalenenstromes, einer Fauna, die
bisher noch sehr wenig bekannt war. Das Material lie-
ferte ihm eine Sammlung aus der grossen seeartig ausge-
breiteten Cienega, welche der Magdalenenstrom mit einem
164 Troschel: Bericht üb. die Leistungen in der Ichthyologie.
seiner östlich gelegenen Hauptarme kurz vor seiner Mün-
dung in das Meer bildet. Von den 45 Arten dieser Samm-
lung gehören 30 ausschliesslich dem Süsswasser an, 15 dem
Meere und dem Brackwasser. Die Arten vertheilen sich
nach Familien, wie folgt: Percidae 3, Sciaenidae 2, Tri-
chiuridae 1, Gerridae 4, Mugilidae 3, Chromides 2, Siluri-
dae 13, Characinidae 14, Clupeidae 1, Gymnotidae 2, Gym-
nodontes 1, Trygonidae 1. Viele neue Arten. Denkschrif-
ten der Wiener Akad. 39. p. 19-78 mit 15 Tafeln.
Acanthopteri.
Fercoidei, Steindachner erklärt Perca flavescens Mitch, nur
für Varietät von Perca fluviatilis L. Wiener Sitzungsber. 78. p. 399.
Cratinus n. gen. Steindachner Wiener Sitzungsber. 78. p.
395. Körpergestalt stark gestreckt; Dorsale tief eingebuchtet, am
stacheligen Theile mit mehreren sehr stark verlängerten biegsamen
Stachelstrahlen; Zähne in den Kiefern, am Vomer und Gaumen sehr
zahlreich, bürstenförmig; grössere stärkere Zähne am Aussenrande
der Zabnbinde im Zwischenkiefer, ferner vorne am Aussenrande der
Unterkiefer-Zahnbinde, sowie am Innenrand derselben Zahnbinde an
den Seiten des Unterkiefers; Hinterer Rand des Vorderdeckels ge-
zähnt ; Kiemendeckel stachelig ; Rumpfschuppen von mittlerer Grösse;
7 Kiemenstrahlen. Cr. Agassizii von den Galapagosinseln.
Änthias margaritaceus und berycoides Hilgendorf Sitzungsber.
Ges. naturf. Freunde zu Berlin p. 78 von Japan. — Ä. extensus
Klunzinger Wiener Sitzungsber. 80. p. 339 Taf. 11 von der Hob-
sons-Bay.
Necanthias Güntheri Castelnau Proc. Linn. Soc. New South
Wales III. p. 367 von Sydney.
Colpo gnathus n. gen. Klunzinger Wiener Sitzungsber. 80.
p. 339. Der ganze Ober- und Unterkiefer beschuppt ; die Seiten des
Unterkiefers mit einer grösseren Anzahl ansehnlicher Hundszähne
(3 — 6) besetzt; der untere Rand des Vordeckels mit kleinen, nicht
zackenartigen aber nach vorwärts gerichteten Zähnen, Unterkiefer
wenigstens bei älteren, jederseits vorne stark ausgebuchtet, zur
Aufnahme der Hundszähne des Zwischenkiefers. Gegründet auf
Plectropoma dentex C. V. Taf. I. Fig. 1.
Mesoprion aureovittatus Macleay Proc. Linn. Soc. New South
Wales IV. p. 61 von deü Salomonsinseln.
Priacanthus Schlegeln und supraarmaUis Hilgendorf, Sitzungs-
ber. Ges. naturf. Freunde zu Berlin p. 79 von Japan.
während des Jahres 1879. 165
Ämbassis Mülleri Klunzinger, Wiener Sitzungsber. 80. p. 346.
Taf. I. Fig. 3 von Port Darwin.
Apogon punctatus Khmzinger, Wiener Sitzungsber. 80 p. 345.
Taf. III Fig. 3 von King George's Sound.
Berycidae, Hilgendorf schilderte die Vorrichtungen zur
Fixirung der Stacheln bei Monoceutris japonicus. Sitzungsber. Ges.
naturf. Freunde zu Berlin p. 22.
HoplostetJms japonicus Hilgendorf, Sitzungsber. Ges. naturf.
Freunde zu Berlin p. 78 von Japan.
Beryx Mülleri Klunzinger, Wiener Sitzungsber. 80. p. 359.
Taf. III Fig. 1 von King George's Sound.
Uranoscopidae, Percis GilUesü Button, Annais nat. bist. III.
p. 53 von Neu Seeland. — P. filamentosa Steindachner Wiener
Sitzungsber. 78. p. 386 von Singapore.
Spbyraenidae, Steindachner beschrieb Sphyraena argentea
Girard und Forsteri C. V. nee Gthr. von der Westküste Americas.
Wiener Sitzungsber. 78. p. 377.
Gataphracti, Day erklärt Trigla poeciloptera für den Jugend-
zustand von Trigla hirundo. Proc. zool. soc. p. 179.
Lepidotrigla Güntheri und serridens, Hilgendorf, Sitzungsber.
Ges. naturf. Freunde zu Berlin p. 106 von Japan.
Bleeker, Revision des especes insuliudiennes du genre Platy-
cephalus. Die Familie ist in Indien durch 17 Arten der Gattung
Platycephalus repräsentirt. Verhandelingen der koninkl. Akademie
van Wetenschappen XIX.
Platycephalus Mülleri Klunzinger, Wiener Sitzungsber. 80. p.
368 Taf. IV Fig. 2, Australien.
Cottus Reinii und DyhowsMi Hilgendorf, Sitzungsber. Ges.
naturf. Freunde zu Berlin p. 105 von Japan.
Hilgendorf setzt die Gattung Pseudoblennius Schi, in die
Familie Cottidae zwischen Podabrus und Blepsias. Ib. p. 78.
Gasterostei, Giebel über Gasterosteusaculeatus und pungitius.
Correspondenzbl. Vereins für Sachsen 1878 p. 359.
Sciacnoidei, Sciaena Magdalenae Steindachner, Wiener Denk-
schr. 39, p. 22 Taf. I. aus dem Magdalenenfluss.
Corvina (Jolmius) Jacobi Steindachner, Ichthyol. Beitr. VIII.
p. 3 von Californien.
Pachyurus (Lepipterus) adspersus Brasilien und honariensis
aus dem La Plata Steindachner Ichthyol. Beiträge VlII. p. 5. Da-
bei werden auch P, Schomburgkii Gthr. und squamipennis Ag. aus-
führlich beschrieben.
Vmhrina galapagorum Steindachner, Wiener Sitzungsber. 78.
p. 396 von den Galapagosinseln. — U. Mülleri Klunzinger ib. 80.
p. 372 von Queensland.
166 Troschel: Bericht üb. die Leistungen in der Ichthyologie
Pristipomatidae, Pristipoma rostratum Rapp. in litt, bei Stein-
dachner Ichthyol. Beitr. VIII. p. 1 vom Cap.
■Hapälogenys atlanticus Reichenow Correspondenzbl. d. Afri-
canischen Ges. II. p. 266 aus Chinchoxo.
Diagramma giganteum Günther Annais nat. hist. IV. p. 136
von Ponape, Südsee.
Ägenor, n. gen. Castelnau Proc. Linn. Soc. New South Wales
III. p. 371. Zähne hechelförraig in beiden Kiefern, mit einer Reihe
scharfer conischer spitzer Zähne am Vomer und am Gaumen, keine
Mahlzähne; Wangen und Deckel schuppig; verticale Flossen grossen-
theils mit Schuppen bedeckt; Dorsale nicht eingeschnitten, mit 10
Stacheln; Schuppen klein, Körper hoch, comprimirt. A. modestus,
Port Jackson,
Cirrhitidae, Cheilodactylus fuscus und annularis Castelnau Proc.
Linn. Soc. New South Wales III. p. 376 von Port Jackson.
Zeodrius n. gen. Castelnau ib. p. 377. Die 6 unteren Pec-
toralstrahlen einfach; Dorsale mit 13 langen Stacheln und einem
kürzeren vorn; einige Reihen kleiner spitzer Zähne in beiden Kie-
fern, pflasterartige am Gaumen ; Deckel ganzrandig; Schuppen ziem-
lich gross, Seitenlinie ganz. Z. vestitus von Port Jackson.
Latris aerosa Hutton Transact. New Zealand Inst. IX. p.
353 von Neu Seeland.
Sparoidei, Aphareus roseus Castelnau Proc. Linn. Soc. New
South Wales III. p. 373 von Port Jackson.
Aplodactylus öbsctirus Castelnau Proc. Linn. Soc. New South
Wales III. p. 374 von Port Jackson.
Sphaerodon euanus Günther, Annais nat. hist. IV. p. 137 von
Eua, Freundschaftsinseln.
Gerres Jonesii Günther Annais nat. hist. III. p. 150 von den
Bermudas. Browne Goode hält Amer. Journ. sc. and arts XVII.
p. 340 diesen Fisch für seinen Diapterus Lefroyii (1874), wozu Gün-
ther jedoch Annais nat. hist. lü. pag. 389 seine Zustimmung versagt.
Squamipennes, Chelmo Mülleri Klunzinger, Wiener Sitzungsber.
80. p. 361 von Neuholland.
Labyrintbici, Bleek er. Memoire sur les poissons ä pharyngiens
labyrinthiformes de l'Inde archipelagique. Verband, koninkl. Akad.
van Wetensch. XIX. Verf. theilt diese Fischgruppe in drei Fami-
lien: I. Farn. Ospliromenoidei Labyrinthibranchii corpore oblonge
vel subelongato compresso squamis ctenoideis vestito, capite minus
duplo longiore quam alto, ore non vel parum protractili parvo vel
mediocri, apparatu branchiali appendice labyriuthiformi, pinna dor-
sali spinis 1 ad 19; ventralibus radiis 5 ad 1, anali indivisa elon-
gata sijinis ^1— 20, caudali radiis fissis 10 ad 16, B. 6. Dahin 4
Phalangen. 1. Spirohranchini. Langstreckig, vorn cylindrisch.
Dorsale länger als die Anale mit zahlreichen Stacheln, Zähne in
während des Jahres 1879. 167
den Kiefern und am Gaumen, Ventralen mit 5 weichen Strahlen,
Anale getrennt von der Caudale, Seitenlinie unterbrochen. Gatt.
Spirobranchns CV., Ctenopoma Peters, Anabas Cuv. 2. Tricho-
gastrini Oval, zusammengedrückt, keine Zähne am Gaumen, erster
Strahl der Ventralen verlängert, Anale mit der Caudale verbunden.
Gatt. Helostoma K. v. H,, Polyacanthus K. v. H., Trichogaster Bl.
Sehn. 3. Osphromenini. Dorsale viel kürzer als die Anale mit
nach hinten länger werdenden Stacheln, Gatt. Macropodus Lac,
Osphromenus Comm., Pseudosphromenus Blkr., Sphaerichthys Canestr.,
Parosphromeuus Blkr., Trichopodus Lac. und Ctenops McCl. 4. Bet-
tini. Körper verlängert. Dorsale sehr kurz mit einem schwachen
Stachel, Anale etwa vier mal so lang wie die Dorsale mit einem
oder zwei Stacheln. In diese Familie gehören von Indischen Arten
10. II. Farn. Lucioceplialoides Labyrinthibranchii corpore elon-
gato vel subelongato compresso; capite prismatico plus duplo lon-
giore quam alto; maxillis prodnctis, superiore valde protractili, ramo
intermaxillari adscendente elongato facie palatina dentato; apparatu
branchiali branchiis quatuor completis et appendice sublabyriuthi-
fornii; pinna dorsali hrevi anacantha radiis analis posterioribus op-
posita; ventralibus sub basi pectoralium insertis spina unica et
radiis 5 anteriore in setam prodnctis ; anali anacantha medio inci-
sura profunde bipartita dorsali multo longiore; caudali radiis fissis
10; appendicibus pyloricis nullis. Gatt. Luciocephalus Blkr. III.
Farn. Ophiocephaloidei Labyrinthibranchii corpore elongato
antice cyiindraceo, squamis sculptis vel radiatira granulatis cycloideis
vestito ; capite depresso prismatico vel subconico longiore quam
alto ; maxillis ossibusque vomerinis et palatinis dentatis, rictu oris
magno; cavitate branchiali accessoria laraiuis prominentibus divisa;
pinnis dorsali et anali elongatis indivisis anacanthis; pectoralibus
et caudali rotundatis, tadiis mediis ceteris longioribus; ventralibus
sub dimidio basali pectoralium insertis vel nullis; vesica natatoria,
B. 5. 14 Indische Arten.
Mügiloidei, Mugil rodericensis Günther, Transact. Royal Soc.
168 p. 471 von Rodriguez. — 31. Mülleri Klunzinger Wiener
Sitzungsber. 80 p. 395 von King George's Sound. — M. grandis
Castelnau Proc. Lion. Soc. New South Wales III. p. 806 von Port
Jackson.
Myxus (Neomyxus) Sdateri Steindachner Wiener Sitzungsber.
78 p, 384 von den Sandwichinseln. — M. coecutiens Günther Trans-
act. Royal Soc. 168 p. 472 von Rodriguez.
Atherina elongata Klunzinger, Wiener Sitzungsber. 80 p. 394
Taf. III. Fig. 4, von King George's Sound.
Scomberoidei, Chriomitra n, gen. Lockington Proc. Philadelphia
p. 133. Körper langstreckig, spindelförmig, Mundspalte weit; erste
Dorsale von der zweiten getrennt, 7 oder mehr falsche Flossen hinter
168 Troschel: Bericht üb. die Leistungen in der Ichthyologie
Dorsale und Anale; kein Brustpanzer, Körper nackt oder mit kleinen
Schuppen; Zähne von massiger Stärke in den Kiefern, keine an
Vomer oder Gaumen; ein Längskiel jederseits am Schwanz; 7 Kie-
menhautstrahlen ; 15 Dorsalstacheln ; Brustflossen in der Höhe des
Auges eingelenkt. Chr. concolor von Californien.
Thynnus peregrinus Collett, Forhandl. Yidensk. Selsk. i Chri-
stiania 1879. No. 1. p. 20. pl. L Fig. 1, von Norwegen. — Collett
berichtigt ib. No. 15, dass diese Art synonym ist mit Pelamys uni-
color, dass sie die Mitte hält zwischen Thynnus und Pelamys, und
dass sie ferner den Namen Orcynopsis unicolor führen müsse.
Äuxis Bamsayi Castelnau, Proc. Linn. Soc. New South Wales
III. p. 382, von Sydney.
Beck hat den Haftapparat von Echeneis remora genauer unter-
sucht. Er stimmt der Ansicht zu, dass derselbe der ersten Rücken-
flosse entspreche. Die Zahnplatten ergeben sich als morphologische
Analoga der Flossenstrahlen, die Fussplatten als Analoga der Flossen-
träger. Auch die Muskeln glaubt er in Analogie mit den Muskeln
der Flosse bringen zu können, Verhandl. der Schweizerischen Na-
turf. Ges. in Bern. 61. Vers. p. 139.
Moseley bemerkte, dass Echeneis remora sich immer auf
dem Rücken der Haifische anheftet, also die Bauchseite nach oben
richtet, weshalb die Fische unten dunkler gefärbt sind als oben,
und daher weniger von der Farbe des Haifischrückens abstechen.
A Naturalist on the Challenger p. 9.
Lütken macht nachträgliche Bemerkungen über Arten der
Gattung Echeneis. Vidensk. Meddelelser Nat. Foren, i Kj(^benhavn
1877—78. p. 242.
Discus n. gen. Campbell, Transact. New Zealand Inst. XI.
p. 297. Körper comprimirt, hoch; Kopf und unterer Theil des
Körpers unbeschuppt, kleine Schuppen am Oberkörper und Schwanz ;
Mundspalte sehr schief; eine Dorsale, wie die Anale aus steifen
Stachel strahlen bestehend, die in der Mitte durch eine Membran
verbunden sind, an der Basis Oeffnungen lassend; Caudale gabiig;
eine einfache Reihe kleiner Zähne in den Kiefern ; vier Kiemenhaut-
strahlen, Schwimmblase gross. "Wird in die Gruppe Coryphaenina
der Familie Scombridae gestellt. D. aureus von Hokitika, Neu-
seeland.
Leptohrama n. gen. Steindachner, Wiener Sxtzungsber. 78.
p. 388. Körpergestalt gestreckt, stark comprimirt, Chorinemus-ähn-
lich; zahlreiche spitze Zähnchen in beiden Kiefern mit etwas län-
geren in der innersten Reihe, noch kleinere Zähne am Vomer,'* auf
den Gaumenbeinen und auf dem Pterygoidknochen; Dorsale viel
kürzer als die Anale, beide vollständig beschuppt, mit stufenförmig
ansteigenden, eng aneinander liegenden schlanken Stacheln am Vor-
während des Jahres 1879. 169
derrand dieser Flossen; Schuppen festsitzend, rauh. L. Mülleri aus
Queensland.
Garangidae. Äntigonia Mülleri Klunzinger, Wiener Sitzungs-
ber. 80. p. 380. Taf. V. Fig. 3, von Neu Seeland.
Pemphefi'is Mülleri und multiradiatus Klunzinger, ib. Taf. VI,
von King George's Sound.
Trichiuridae. Lepidopus elongatus Clarke, Transact. New Zea-
länd Inst. XI. p. 339, von Auckland.
Xiphiidae. Lütken macht es zweifelhaft, dass ein Exemplar
des Berliner Museums von Histiophorus indicus das Original zur
Valenciennes'scheu Abbildung sei, weil es keine Bauchfiossen hat.
Meddelelser Nat. Foren. Kj^benhavn 1877—78. p. 243.
Teuthyes. Hilgendorf entdeckte bei Teuthis (Amphacanthus)
albopunctata eine Hornscheide an den Kiefern, ähnlich wie bei Schild-
kröten und Vögeln. Sitzungsber. Ges. naturf. Freunde p. 121.
Labroidei. Platychoerops n. gen. Klunzinger, Wiener Sitz-
ungsber. 80. 'p. 399. Zwischen Choerops und Heterochoerops Steind.
Eigenthümlich sind die auffallend platten Stacheln der Rücken- und
Afterflosse, sowie zum Theil fast schneidezahnartige Vorderzähne ;
die Schuppenscheide an Rücken- und Afterflosse sehr wohl ent-
wickelt. PI. Mülleri, Taf. VIII. Fig. 2, von King George's Sound.
Cossyphus Frenchii Klunzinger, Wiener Sitzungsber. 80. p. 400,
von King George's Sound.
Lahrichthys cincta Hutton, Transact. New Zealand Inst. IX.
p. 354, von Neu Seeland.
Hilgendorf fand beiDuymaeriajaponicaBlkr. blaue Schuppen.
Sitzungsber. Ges. naturf. Freunde p. 121.
Choerojulis Arangoi Poey, Anales de bist, natural V. p. 151.
lam. 7. flg. 1, von Cuba.
Boas hat eine eingehende Untersuchung der Zähne der Sca-
roiden angestellt. Er findet nicht geringe Verschiedenheiten zwischen
den untersuchten Gattungen, so jedoch, dass Scarus, Scarichthys und
Callyodon einander näher stehen, während Pseudoscarus mehr ab-
weicht. Er behandelt zuerst die oberen Schlundknochen, dann die
unteren Schlundknochen, die Unterkieferzähne, die Zwischenkiefer-
zähne. Den Beschluss machen histiologische Bemerkungen. Medde-
lelser nat. Forening 1877—78. p. 315. Taf. VII, VIII; Zeitschr. wiss.
Zoologie 32. p. 189 mit Taf. X.
Pomacentridae. Pomacentrus ohscuratus und niveatiis Poey,
Anales de historia natural V. p. 143, von Cuba.
Chromides. Pseudochromis novae Hollandiae Steindachner, Ich-
thyol. Beitr. I. p. 42, von Port Denis. — Ps. Mülleri Klunzinger,
Wiener Sitzungsber. 80. p. 370, von Port Darwin.
Äcara (Heros) imperialis Steindachner, Ichthyoll Beitr. I. p. 43,
aus dem Amazonenstrora.
170 Troschel: Bericht üb. die Leistungen in der Ichthyologie
Petenia Kraussii Steindachner, Wiener Denkschriften 39. p. 28.
Taf. 11, aus dem Magdalenenstrom.
Pseudochromides. Notothenia arguta und parva Hutton, Trans-
act. New Zealand Inst. XL p. 339, von Auckland.
Haplopteri.
Taenioidei. P]mery glaubt durch die Metamorphosen von
Trachypterus nachweisen zu können, dass Tr. filicauda Costa, Spi-
nolae C. V., taenia BI. und iris Walb nur Stadien einer und der-
selben Art sind, für die der Name Tr. taenia Bl. als ältester den
Vorrang hat. Mittheil. zool. Station zu Neapel I. p. 581.
Begalecus pacißcus Haast (vergl. vorj. Ber. p. 297) ist von
Powell anatomisch untersucht. Der Silberglanz oder vielmehr Stahl-
glanz besteht nicht aus kleinen Schuppen, sondern aus einem Schleim
mit unzähligen kleinen Krystallnadeln, unlöslich in Essigsäure. Einige
Notizen über die Eingeweide. Transact. New Zealand Inst. XL p. 269.
Gobioidei. Gohius urotaenia, dolichognathus, geneionema, lac-
tipes und heptacanthus Hilgendorf, Sitzungsber. Ges. naturf. Freunde
zu Berlin p. 107, von Japan. — G. Kraussii aus Surinam, cotticeps
von den Gesellschaftsinseln, laevis von Japan, Breunigii von Japan,
Steindachner, Ichthyol. Beitr. VIII. p. 16.
Gohiosoma longipinne Steindachner, Ichthyol. Beitr. VIII. p. 27,
von Californien.
Typhlo gohius n. gen. Steindachner, Ichthyol. Beitr. VIII.
p. 23. Körper gestreckt, am Rumpfe comprimirt, von einer schlaffen
Haut lose umgeben; Augen sehr klein, wie schwarze Pünktchen unter
der Kopfhaut durchschimmernd; eine Binde festsitzender spitzer
Zähne im Zwischen- und Unterkiefer; Gaumen und Vomer zahnlos;
erste Dorsale verkümmert, auf 2 kurze einfache Strahlen reducirt;
Bauchflossen wie bei Gobius. T. californiensis aus Californien.
Microgohius n. gen. Poey, Anales bist, natural. V. p. 168.
Körper verlängert; Zunge frei, ohne die glänzenden Tuberkeln an
der Basis, welche die Gattung Gobionellus auszeichnen; Mund sub-
vertical, Unterkiefer vorstehend; Zähne einreihig, fein, getrennt, im
Unterkiefer vorn einige grössere und zahlreichere, wie hechelförraige;
erste Dorsale mit 7 Strahlen. M. signatus von Cuba, lam. VIII.
Fig. 3.
Sicydium elegans Steindachner, Ichthyol. Beitr. VIII. p. 34,
von den Gesellschaftsinseln.
TriaenoplioricMliys sqiiamistrigatus Hilgendorf, Sitznngsber.
Ges. naturf. Freunde zu Berlin p. 111, von Japan. — Diese Art zieht
Steindachner, Ichthyol. Beitr. VIH. p. 31, zur Gattung Triden-
tiger, von der mehrere Arten näher besprochen werden.
während des Jahres 1879. 171
Eleotris africana von Sierra Leone, heterura unbekannten
Vaterlandes und Sclateri von den Gesellschaftsinseln, Steindachner,
Ichthyol. Beitr. VIII. p. 35 mit Abbild. — E. reticulatus Klunzinger,
Wiener Sitzungsber. 80. p. 385. Taf. IV. fig. 3, von Port Darwin.
Bleeker, Kevision des especes insulindiennes de la famille
des Callionymoides. Verslagen koninkl. Akad. XIV. p. 79. Die Fa-
milie wird charakterisirt durch den Mangel der Schuppen, wenig
schiefe Mundspalte, mit Seitenlinie, Bauchflosaen bestehen aus einem
schwachen Stachel und fünf Strahlen. Es werden zwei Subfamilien,
4 Gruppen und neun Gattungen unterschieden. I. Subfam. CalliO'
nymiformes aperturis branchialibus non continuis, isthmo separatis,
pinna dorsali anteriore spinis 3 vel 4. A. Phalanx Callionymini
apertura branchiali foramiuiformi, praeoperculo spina dentata, oper-
culo et suboperculo inermibus, pinnis dorsali posteriore et anali
radiis 7 — 12, caudali radiis fissis 7. Gatt. Callionymus L,, Synchi-
ropus Gill., Eleutherochir Bleeker, Vulsus Gthr., Amora Gr. B. Pha-
lanx Harpagiferini apertura branchiali ampliore, operculo et suboper-
culo spiniferis, praeoperculo inermi, pinnis dorsali posteriore radiis
plus quam 20, caudali radiis fissis 10 vel 11. Gatt. Harpagifer Rieh.
IL Subfam. Chaenichthyiformes apertura branchiali amplissima
sub gula continua, operculo spinifero, pinna dorsali anteriore spinis
7 ad 10, posteriore radiis 20 ad 35, C. Phalanx Cliaenichtliyini rostro
elongato valde depresso lato, operculo et suboperculo spiniferis, pa-
lato edentulo, linea laterali interrupta, dorsali posteriore et anali
radiis plus quam 30. B, 6. Gatt. Chaenichthys Rieh, und Champso-
cephalus Gill. D. Phalanx Bovichthyini rostro brevi convexo, oper-
culo Spina unica, suboperculo inermi, dentibus vomerinis et pala-
tinis, linea laterali continua. B. 7, Gatt. Bovichthys Gthr. — Im
Indischen Archipel kommen 12 Arten vor: 8 Callionymus, C. en-
neactis von Singapore neu, 1 Synchiropus, 1 Eleutherochir, 1 Vulsus
und 1 Amora.
Blennioidei, Blennius marmoreus Poey, Anales bist, natural.
V. p. 172, von Cuba. — Bl. unicornis Castelnau, Proc. Linn. Soc.
New South Wales IIL p. 384, voh Sydney,
Solanas Mülleri von Hobsons-Bay und punctillatus von Port
Darwin, Klunzinger, Wiener Sitzungsber. 80. p. 388.
Myxodes versicolor, lugubris und varius Poey, Anales bist, na-
tural V. p. 173, von Cuba. Die erste und letzte sind lam. VIII.
Fig. 1 und 2 abgebildet.
Cristiceps Macleayi und aurantiacus Castelnau, Proc. Linn.
Soc. New South Wales IIL p. 385, von Port Jackson.
Tripterygium dorsalis, decemdigitatus und rohustmn Clarke,
Tra-nsact. New Zealand Inst. XL p. 291. pl. XV, von Neuseeland. —
Tr. jenningsi Hutton, ib. p. 339, von Auckland.
172 Troschel: Bericht üb. die Leistungen in der Ichthyologie
Acanthoclinidae. Äcanthodinus taumäka Clarke, Transact. New
Zealand Inst. XL p. 293. pl. 15, von Neu Seeland.
Fediculati. Batrachus Mülleri Klunzinger, Wiener Sitzungsber.
80. p. 387. Taf. IX. Fig. 1, von Port Darwin. — B. congicus Rei-
chenow, Correspondenzbl. d. Africanischen Ges. IL p. 267, aus
Chinchoxo.
Chaunax ßmbriatus Hilgendorf, Sitzungsber. Ges. naturf. Freunde
zu Berlin p. 80, «von Japan.
Aegoeonichthys n. gen. Clarke, New Zealand Inst. X. p. 245.
In einer tiefen Grube zwischen den Supraorbitalleisten erhebt sich
ein Anhang mit muskulöser Basis, am Ende mit einer hemisphä-
rischen Kapseldrüse, von der sich drei fleischige Tentakel erheben.
A. Appelii pl. VI, von Neu Seeland.
Anacanthini.
Lycodidae. Lycodes pacißcus Collett, Proc. zool. soc. p. 381,
von Japan.
Gadoidei. Physiculus japonicus Hilgendorf, Sitzungsber. Ges.
naturf. Freunde zu Berlin p. 80, von Japan,
Macruridae. Vinciguerra beschäftigte sich mit den Macru-
rus des Golfes von Genua. Er beschreibt M. trachyrhynchus Risso,
coelorhynchus Risso und scelorhynchus Valenc. Letzterer ist abge-
bildet. Annali del Museo civico di Genova 14. p. 609.
Emery ist geneigt Krohnius filamentosus für die Larve von
Coryphaenoides, und eine andere Art Krohnius für die Larve von
Macrourus zu halten. Mittheil. zool. Station zu Neapel I. p. 588.
Pleuronectae. Lockington berichtigt die Synonymie einiger
californischen Pleuronectiden: Hippoglossus californicus Ayres und
Uropsetta californica Gill r= Paralichthys maculosus Grd., Cithar-
ichthys Grd. = Metoponops Cooperi Gill, Parophrys Nubbardi Gill
und Pleuronectes digrammus Gthr. = Parophrys vetulus Grd., Pleu-
ronichthys guttulatus Grd. = Parophrys Ayresii Gthr. Endlich
bezeichnet Verf. drei neue Arten von Californien: Hippoglossus Jor-
dani, Glyptocephalus pacificus und Gl. zachrus, deren weitere Be-
schreibung wohl noch zu erwarten ist. Le Naturaliste I. p, 91.
Hippoglossoides (Hippoglossina) punctatissimus Steindachner,
Ichthyol. Beitr. VIII. p. 49, von Japan.
Pleuronectes Ballasn Steindachner, Ichthyol. Beitr. VIII. p. 45.
Taf. IL Fig. 3, von Kamtschatka.
Solea Fisclieri Steindachner, Wiener Denkschriften 41. p. 161.
Tah IL Fig. 8, aus dem Mamoniflusse. — S. uncinata Klunzinger,
Wiener Sitzungsber. 80. p. 408, von King George's Sound.
während des Jahres 1879. 173
Scoml)eresoces.
Scomberesoces. Betone Jonesü Günther, Annais nat. hist. III.
p. 151, von den Bermudas. Er erkennt ib. p. 390 an, dass Browne
Goode denselben Fisch (1877) unter demselben Namen beschrieben
hat, worauf Goode, Amer. Journ. 1879. p. 340 hingewiesen hatte.
— B. Stolzmanni Steindachner, Wiener Sitzungsber. 78. p. 397, aus
dem stillen Ocean bei Tumbez. — B. Groeneri Klunzinger, ib. 80.
p. 414, von Port Darwin.
Jullien, Bemerkungen über das Fliegen der Fische aus der
Gattung Exocoetus. Er führt die Ansichten der verschiedenen Au-
toren an und sagt, die Theorie von Pettigrew würde vollkommen
sein, wenn er die Bewegungen des Schwanzes den übrigen Umständen
des Fluges hinzugefügt hätte. Bull. Soc. zoologique de France 1878.
p. 109.
Physostomi.
Siluroidei. Cnidoglanis MüUeri Klunzinger, Wiener Sitzungs-
ber. 80. p. 411, von Port Darwin.
Pangasius siamensis Steindachner, Wiener Sitzungsber. 78.
p. 393, aus dem Meinam-Fluss bei Bangkok.
Pimelodus Grossicopß Steindachner, Ichthyol. Beitr. VIII. p. 68,
aus dem Cauca.
Anchenipterus insignis und Magdalenae Steindachner, Wiener
Denkschriften 39. p. 35. Taf. III. Fig. 2 und Taf. IV. Fig. 1, aus
dem Magdalenenstrom.
Boras longispinis Steindachner, ib. p. 39. Taf. IV. Fig. 2 und
Taf. V. Fig. 1 aus dem Magdalenenstrom.
Plecostomus tenuicauda Steindachner, ib. p. 40. Taf. VI, aus
dem Magdalenenstrom.
Chaetostomus cochliodon Steindachner, Ichthyol. Beitr. VIII.
p. 69, aus dem Cauca, — Ch. Fischeri Steindachner, Wiener Denk-
schriften 41. p. 162. Taf. IV, aus dem Mamoni-Flusse. — Ch. unde-
cimalis Steindachner, ib. 39. p. 43. Taf. VIII, aus dem Magda-
lenenstrom.
Loricaria variegata Steindachner, ib. 41. p. 163. Taf. III, aus
dem Mamoni-Flusse. — L. filamentosa Steindachner, ib. 39. p. 45.
Taf. IX, aus dem Magdalenenstrom. — L. Magdcdenae Steindachner,
ib. 39. p. 74, ebendaher.
Cyprinoidei. Krauss erwähnt einer Gold-Schleihe (Tinea
aurata), die bei Obermarchthal in der Donau gefangen wurde. Ebenso
einer Varietät der Nase (Chondrostoma nasus), die ähnlich wie der
174 Troschel: Bericht üb. die Leistungen in der Ichthyologie
Spiegelkarpfen beschuppt war, aus der Donau bei Ulm. Würtem-
bergische Jahreshefte 35. p. 347.
Schisothorax lacustris, Tarimi, microlepidotus Kessler, Bull, de
Petersbourg 25. p. 294, aus dem Lob-Nor-Gebiete.
Äspiorhynchus n. gen. Kessler, ib. p. 289. Gleich hinter
den Bauchflossen beginnt eine spaltförmige, von zwei Reihen breiter
Schuppenplatten begrenzte Rinne, welche bis zum hinteren Ende
der Analflosse sich erstreckt; die an der Spitze leicht hackenförmigen
Schlundzähne stehen in drei Reihen, 5.3.2 — 2.3.5; der grosse
Kopf ist nach der Schnauze hin sehr platt gedrückt, wobei der Un-
terkiefer den Oberkiefer etwas überragt und an der Spitze merklich
verdickt erscheint; an den Ecken der Mundspalte ein Paar Barteln
A. Przewalslhii aus dem Lob -Nor. Wahrscheinlich gehören auch
Ptychobarbus laticeps und longiceps Day in diese Gattung.
Diptychus Przewdlskii und gymnogaster Kessler, ib. p. 291,
aus dem grossen Juldus im Lob-Nor-Gebiete.
Nach Käroli kommt Gobio uranoscopus Ag. auch in Ungarn
vor, und zwar im Strellflusse in Siebenbürgen. Naturhist. Hefte
Budapest I. p. 16.
Gr egg beschrieb das Laichen und den Nestbau von Rhinich-
thys atronasus. Amer. Naturalist p. 321.
Luciosoma Bleekeri Steindachner, Wiener Sitzungsber. 78.
p. 391, aus dem Meinam-Fluss bei Bangkok.
Phoxinus Milnerianus Cope, Amer. Naturalist p. 440, von
Fort Benton, Montana. — Ph. Poljakowii Kessler, Bull, de Peters-
bourg 25. p. 283, aus dem Ajagus. Eine zweite Art hält Verf. für
Varietät von Ph. laevis und nennt sie var. balchaschana.
Chondrostoma Potanini Kessler, ib. p. 306, aus Quellenzuflüssen
des Daingol.
Nemachilus dorsonotatus Kessler, ib. p. 285, aus dem Flusse
Kunge's in einer Höhe von 4000 '. — JV. tarimensis Kessler, ib. p. 300,
aus dem Lob-Nor.
Diplophysa kungessana Kessler, ib. p. 286, aus dem Flusse
Kunge. — D. papilloso-läbiata Kessler, ib. p. 299, aus Nebenflüssen
des Lob-Nor, 4800 bis 7000' hoch. — D. microphthalma Kessler,
ib. p. 308, aus dem Flusse bei der Stadt Chami.
Chasmistes luxatus und brevirostris Cope, Amer. Naturalist
p. 784, aus dem Klamath-See in Oregon. Mir ist nicht bekannt, in
welche Familie die von Jordan aufgestellte Gattung gehört.
Gharacini. dmmatus Mivartii, Taf. XIH. Fig. 1, und Magda-
lenae Steindachner, Wiener Sitzungsber. 39. p. 48, aus dem Magda-
lenenstrom.
Prochilodus longirostris Steindachner, Ichthyol. Beitr. VIII.
p. 70, aus dem Cauca. — Pr. laticeps Steindachner, Wiener Denk-
schriften 41. p. 152, aus dem Orinoco.
während des Jahres 1879. 175
Anostomus orinoeensis Steindachner, Wiener Denkschriften 41.
p. 154. Taf. II. Fig. 7, aus dem Orinoco.
Leporhms eqiies Steindachner, Wiener Denkschriften 39. p. 56.
Taf. X. Fig. 2, aus dem Amazonenstrom.
Tetragonopterus caucanus Steindachner, Ichthyol. Beitr. VIII.
p. 71, aus dem Cauca. — T. Branickii Steindachner, Wiener Denk-
schriften 41. p. 169. Taf. I. Fig. 3, aus Peru. Von T. panamensis
Gthr. ist ib. Fig. 1, 2 Männchen und Weibchen abgebildet.
Brycon labiätus und rubrieauda Steindachner, Ichthyol. Beitr.
VIII. p. 70, aus dem Cauca. — Br. longiceps Steindachner, Wiener
Denkschriften 41. p. 156. Taf. I. Fig. 5, aus dem Orinoco. — J5r.
Stolzmanni Steindachner, ib. p. 170. Taf. II. Fig. 6, aus Peru. —
Br. Moorei Steindachner, Wiener Denkschriften 39. p. 58. Taf. V.
Fig. 2, aus dem Magdalenenstrom.
Ghdlcinus Magdalenae Stemdachner, Wiener Denkschriften 39.
p. 60. Taf XI, aus dem Magdalenenstrom.
Gasteropeleciis maculatus Steindachner, Wiener Denkschriften
41. p, 168. Taf. L Fig. 4, aus dem Mamoni-J'lusse.
Anacyrtus (Bhaeboides) Bayi und A. (Baestes) älatus Stein-
dachner, Wiener Denkschriften 39. p. 61, aus dem Magdalenenstrom.
Luciocharax n. gen. Steindachner, Wiener Denkschriften 39.
p. 67, Körperform und Schnauze wie bei Xiphostoma; Zwischen-
und Unterkiefer sehr lang, ersterer vorn mit zwei Reihen grösserer
Zähne besetzt; Gaumenzähne zahlreich, sehr klein; Dorsale und
Anale weit nach hinten gerückt; Rumpfschuppeu bedeutend grösser
als bei Xiphostoma; Seitenlinie unvollständig entwickelt. L. in-
scidptiis, Taf. XIII. Fig. 2, aus dem Magdalenenstrom.
Sternoptychidae. Argyropelecus intermedius Clarke, Transact.
New Zealand X. p. 244. pl. VI, von 'Neu Seeland.
Leydig hat die Nebemugen des Chauhodus Sloani untersucht
und beschreibt sie ausführlich. Es werden pigmentirte und pio-ment-
lose Organe unterschieden, die nach Ansicht des Verf. verwandt-
schaftlich zusammengehören, und den Endorganen von Hautnerven
der Salamandra und des Menopoma zu vergleichen sind. Die Frage,
ob sie wirklich Sehwerkzeuge sind, wird nicht mit Bestimmtheit
beantwortet, aber Verf. neigt doch zur Bejahung, indem er sao-t,
so gut man dem Fische die Fähigkeit beilegen will mit der ganzen
Hautoberfläche zu schmecken, so wenig wird man es dann ungereimt
finden dürfen, dem Chauliodus die Fähigkeit zuzuerkennen, mit der
ganzen Hautoberfläche Lichtempfindung zu haben. Archiv für Ana-
tomie und Physiologie 1879. p. 365—382 mit Taf. XV.
Scopelini. Saurida austrdlis Castelnau, Proc. Linn. Soc. New
South Wales III. p. 393, von Port Jackson.
ßynodus cubanus Poey, Anales bist, natural V. p. 185, von Cuba.
176 Troschel: Bericht üb. die Leistungen in der Ichthyologie
Salmones. His, Untersuchungen über die Bildung des Knochen-
fischembryo (Salmen) IL His u. Braune 1878. p. 180. Taf. IX.
Oellacher macht eine weitere vorläufige Mittheilung über
die Entwickelungsgeschichte der Bachforelle (vergl. Ber. 1872. p. 141),
worin über die Entwickelung der Flossen, Leber u. s. w. die Rede
ist. Berichte des naturw. mediz, Vereines in Innsbruck IX.
ßugnion beschreibt einige monströse Larven der Forelle.
Bull. Soc. Yaudoise XVI. p. 463.
Nava und Caveda haben in einem längeren Aufsatze den
Fischfang des Salm in Spanien und die besondere Gesetzgebung,
welche denselben heben soll, in Betracht gezogen. Sie hoffen auf
eine bessere Gesetzgebung. Anales de historia natural VII. p. 285
—312.
Arthur berichtete über die Einführung der Forelle in Otago.
Auf Tafel 13 sind Köpfe von Salmo fario und Salmo trutta abge-
bildet, die in dortiger Gegend gefangen wurden. Transact. New
Zealand Inst. XL p. 271—290.
Sturtevant giebt an, dass sich der Land-locked Salm in
Maine zuweilen im Frühling mit reifen Eiern erfüllt findet, während
er sonst im Herbst laicht. Amer. Naturalist p. 583.
Leuthner berichtete über das häufige Vorkommen alpiner
Coregonen im Rhein bei Basel, Coregonus Wartmanni und Fera.
Er nimmt an, dass sie nach grösseren Niveau-Differenzen wahrschein-
lich aus rein mechanischen Ursachen aus den Alpenseen herabsteigen.
Verhandl. der Schweizer Naturf. Ges. in Bern. 61. Versamml. p. 135.
Rutland beschreibt die Lebensweise eines Fisches, den er
Grayling (Aesche?) nennt, ohne den wissenschaftlichen Namen an-
zugeben. Sie erscheinen in dem Waimeafluss im Winter und sam-
meln sich, dicht aneinander gepackt am Boden; aufgeschreckt zer-
streuen sie sich, kommen aber nach wenigen Minuten wieder zu-
sammen. Transact. New Zealand Inst. X. p. 250.
Thymallus brevirostris Kessler, Bull, de Petersbourg 25. p. 305,
aus einem Quellflusse des Daingol.
Argentina elongata Hutton, Annais nat. bist. III. p. 53, von
Neu-Seeland. — A. decagon Clarke, Transact. New Zealand Inst. XL
p. 296. 1)1. 14, von der Westküste Neuseelands.
Glupeoidei. W. Macleay giebt an, dass in den Australischen
Meeren die Heringsfamilie keineswegs fehlt, dass sie auch den nor-
dischen Arten an Geschmack nicht nachstehen. Sie werden seltener
gesehen, weil die dortigen Bewohner noch nicht die Mittel haben,
sie in der hohen See zu fangen. Er bespricht von dort 19 Arten,
deren Namen ich hier anführe, weil viele derselben von Castelnau
in Proc. zool. and Acclim. Soc. Victoria Vol. I— III aufgestellt sind,
und diese Zeitschrift in unseren Berichten bisher nicht benutzt wer-
den konnte. Die Arten sind: Engraulis antarcticus Gast., nasutus
während des Jahres 1879. 177
Gast. ; Chatoessus Erebi Gthr., Richardsoni Gast. ; Brisbania Staigeri
Gast.; Clupea sajax Jenyns, sundaica Bleek,, hypelosoma Bleek., mo-
luccensis Bleek. ^ tembang Bleek., Novae Hollandiae C. V., vittata
Gast., Richmondia n. sp., Schlegelii Gast.; Spratelloides delicatulus
Benn.; Etrumeus Jacksoniensis McLeay; Elops saurus L.; Megalops
cyprinoides Brcuss.; Ghanos salmoneus Bl. Proc. Linn. Soc. New
South Wales IV. p. 363.
Engraulis Nattereri von Parä, januarius von Rio Janeiro, pe-
ruanus von Galiao Steindachner, Ichthyol. Beitr. VIII. p. 56.
Clupea brasiliensis von Rio Janeiro und amazonica von Parä,
Steindachner, Ichthyol. Beitr. VIII. p. 64. — Cl Mülleri Klunzinger,
Wiener Sitzungsber. 80. p. 416, von Neu-Seeland.
Älaiisa advena Philippi, Archiv für Naturgesch. p. 161. Taf. X,
von Ghile.
Pellonula hahiensis Steindachner, Ichthyol. Beitr. VIII. p. 63
von Bahia.
Gymnotini. Sachs hat in seinem Buche „Aus den Llanos,
Schilderung einer wissenschaftlichen Reise nach Venezuela, Leipzig
1879" den Gymnoten ein eigenes Kapitel gewidmet, p, 133. Die
Resultate seiner Untersuchungen sollen den Gegenstand eines mono-
graphischen Werkes bilden, es werden aber hier Beobachtungen über
die Lebensweise des Zitteraales mitgetheilt. Die Thiere kommen in
Zwischenräumen von ^/g Minute an die Oberfläche um Luft einzu-
schlucken, die in Blasen au§ den Kiemenspalten entweicht; eine
Wasserathmung soll niemals stattfinden. Sie sind lichtscheu, nehmen
nur thierische Nahrung zu sich, die sie vorher durch electrische
Schläge lähmen. Die Immunität gegen den eigenen Schlag wird be-
stätigt, sie sind aber auch gegen Electricität überhaupt weniger
empfindlich als andere Thiere.
Sternopygus Humboldtii Steindachner, Wiener Denkschriften
39. p. 71. Taf. XIV. Fig. 8, aus dem Magdalenenstrom.
Muraenoidei. Packard theilt mit, dass in einem Bach junge
Aale von weniger als 1 Zoll Länge gefunden worden, denen der
Dottersack noch angeheftet war. Er setzt die Laichzeit in den De-
cember. The American Naturalist p. 125.
Ferner wollen, ib. p. 319, Packard und Kingsley männ-
liche Aale entdeckt haben. Unter 193 Aalen waren drei männliche.
Die Beobachtungen Syrski's werden dadurch bestätigt.
Packard setzt die Laichperiode von Anguilla bostoniensis
von October bis Ende November. Zool. Anzeiger II. p. 16.
Putnam erhielt durch Mr. Edwards vom Markte in New
Bedford acht Aale (Anguilla bostoniensis), welche Eier in verschie-
dener Entwickelung enthielten. Er schliesst daraus, dass die Aale
sehr schnell ihren Laich entwickeln, und dass die Ovarien nach
dem Laichen zu geringer Grösse reducirt werden. Alle diese Aale
Archiv für Naturg. XXXXVI. Jahrg. 2. Bd. M
178 Troschel: Bericht üb. die Leistungen in der Ichthyologie
c
hatten einen silberfarbigen Bauch; Verf. fragt, ob die goldbäuchigen
etwa die Männchen sein möchten ? Proc. Boston Soc. XIX. p. 279.
Raettig kündigt einen Albino vom Aal an, von lebhaft orange-
gelber Farbe. Er war in der Wismar'schen Bucht gefangen. Meck-
lenburger Archiv 32. p. 122,
Conger labiata Castelnau, Proc. Linn. Soc. New South Wales
III. p. 396, von Port Jackson.
Myrophis australis Castelnau, Proc. Linn. Soc. New South
Wales III. p. 396, von Port Jackson.
Ophichthys Schneiden Steindachner Ichthyol. Beitr. VIII. p. 66,
woher?
Ciamician findet an der Wirbelsäule von Muraena conger
manche Eigenthümlichkeiten, welche ihr eine gewisse Aehnlichkeit
mit der Wirbelsäule der Selachier verleihen. Ber. naturw. Vereines
an der technischen Hochschule in Wien III. p. 48.
Muraena Krulli Hector, Transact. New Zealand Inst. IX. p. 468.
pl. 8, von Neu Seeland.
Gymnotliorax virescens, versipunctatiis, ßavoscriptus Poey, Anales
bist, natural V. p. 198. lam. IX und X, von Cuba.
Plectognathi.
Gymnodontes. Tetrodon (Liosaccus) chrysops Hilgendorf, Sitz-
ungsber. Ges. naturf. Freunde zu Berlin p. 80, von Japan. — T.
amabiUs Castelnau, Proc. Linn. Soc. New South Wales III. p. 401,
von Port Jackson.
Lopbobranchii.
Syngnathoidei. Syngnathus flavirostris, picturatus, Unea, mar-
moreusj ascendens Poey, Anales bist, natural V. p. 373, von Cuba.
— S. caretta Klunzinger, Wiener Sitzungsber. 80. p. 419, von Port
Philip. — S. tigris Castelnau, Proc. Linn. Soc. New South Wales
III. p. 397, von Port Jackson.
Ganoidei.
Dipnoi. Lankester beschreibt das Herz von Ceratodus For-
sten, Protopterus annectens und Chimaera monstrosa. Transactions
of the zoological society of London X. Part 11. p. 493, mit zwei
Tafeln.
Oscar Hartwig, Das Hautskelet der Ganoiden (Lepidosteus
während des Jahres 1879. 179
und Polypterus). Gegenbaur. Morphologisches Jahrbuch V. p. 1
mit Tafel 1— III.
Wiedersheim hat Protopterus in der Absicht zergliedert,
die Gegenbaur'sche Hypothese, wonach Kiemenbogen und Schulter-
bogen homolog sind, zur unumstösslichen Thatsache zu erheben. Er
zeigt, dass uns im Protopterus noch ein Wirbelthier erhalten ist,
bei dem der Schulterbogen und die ganze freie Extremität gewisser-
massen an ihrem locus nascendi verharrend, zu Kopfnerven in Be-
ziehung stehen, welche sonst als sx^ecifische Attribute des Kiemen-
Apparates gelten. Vortrag gehalten zu Freiburg i. B. im medicin.
Referat-Club 1879.
Amiadae. Wilder sammelte die Luft aus der sehr zelligen
und gefässreichen Schwimmblase von Amia calva, und fand darin
1 bis 3,4 Procent Kohlensäure, je nach der Zeit, wie sie darin ent-
halten war. Der Fisch scheint die Luftathmung hauptsächlich in
abständigem oder schlammigem Wasser anzuwenden. Proc. Boston
Soc. XIX. p. 337 (vergl. vorj. Ber. p. 313).
St au ff er zeigt an, dass Amia calva im Susquehanna gefangen
sei. Amer. Naturalist p. 525.
Äcipenserini. Salensky, über Befruchtung und Furchung des
Sterlet-Eies und Entwickelung des Skelets beim Sterlet. Zool. An-
zeiger I. p. 243, 266, 288.
Käroli beschreibt die Riesenfische der grösseren Flüsse Un-
garns auf Grund des Materiales des ungarischen Nationalmuseums,
nämlich Acipenser ruthenus L., glaber Fitz., schypa Güld., huso L.,
stellatus Pall., Güldenstädtii Brandt. Naturhist. Hefte des unga-
rischen National-Museum in Budapest I. p. 12 und 77.
Metschnikoff stellt in einem Aufsatze „Zur Morphologie
des Becken- und Schulterbogens der Knorpelfische" seine Ansichten
im Vergleiche zu denen Gegenbaur's und Huxley's dar. Ergeht
von den Stören aus, deren Skelet sich am primitivsten zeigt. Eine
klare Wiedergabe des Inhaltes dieses Aufsatzes würde mehr Raum
erfordern, als uns zu Gebote steht. Daher verweisen wir auf die
Abhandlung selbst. Zeitschr. wiss. Zoologie 33. p. 422 mit Taf. 24.
Selachii.
Rohon, lieber den Ursprung des Nervus vagus bei
Selachiern mit Berücksichtigung der Lobi electrici von
Torpedo. Arb. aus dem zool. Inst, der Univ. Wien I. 1878.
Retzius, Zur Kenntniss von dem membranösen Ge-
börlabyrinth bei den Knorpelfischen. His und Braune, Ar-
chiv f. Anatom. 1878. p. 83. Taf. IV.
180 Troschel: Berictit üb. die Leistungen in der Ichthyologie
Solger hat eine Reihe von Untersuchungen zur Ana-
tomie der Seitenorgane der Fische angestellt, die er in
drei Abschnitten zu veröffentlichen beabsichtigt. Der erste
Abschnitt behandelt die Gattung Chimaera (Archiv für
mikrosk. Anatomie XVII. p. 95), der zweite die Selachier
(ib. p. 458). Der dritte soll die Teleostier bringen, und
steht noch zu erwarten. Eines Eingehens auf die erlangten
Resultate muss ich mich enthalten, weil sie in der hier
nothwendigen Kürze zu geben, nicht thunlich erscheint.
Die Abhandlung von Mivart über die Flossen der
Elasmobranchier (vergl. vorj. Ber. p. 278) mit Betrachtungen
über die Natur und Homologien der Gliedmassen der Ver-
tebraten ist in den Transactions of the zoological society
of London Vol. X. Part. 10 vollständig erschienen, erläutert
durch Abbildungen auf 6 Tafeln.
Hasse, das natürliche System der Elasmobranchier
auf Grundlage des Baues und der Entwicklung ihrer Wir-
belsäule. Eine morphologische und paläontologische Studie,
Jena 1879. Aus den Urfischen (Pisces aspondyli) lässt er
1) die Marsipobranchi (Myxine und Petromyzon), 2) die
Tectobranchi und 3) die Elasmobranchi polyspondyli (Ur-
knorpelfische) sich abzweigen. Den Stammbaum der letz-
teren hier weiter mitzutheilen ist nicht gut thunlich,
zumal eine blosse Aufzählung der Namen für das Ver-
ständniss unzureichend sein würde. Wir müssen also auf
die Schrift selbst verweisen.
Hasse, lieber den Bau und über die Entwickelung
des Knorpels bei den Elasmobranchiern. Zool. Anzeiger
n. p. 325, 351, 371.
Miklouho-Maclay und William Macleay haben
begonnen in Proc. Linn. Soc. of New South Wales III.
p. 306. pl. 22 — 26 eine Arbeit über die Plagiostomen des
pacifiscben Oceans zu veröffentlichen. Die Einleitung und
Beschreibung ist von Macleay, die Anatomie von Maclay.
Diese Abhandlung beschränkt sich auf die Familie Hetero-
dontidae und deren einzige Gattung Heterodontus Bl. (Ce-
stracion) mit 4 Arten, die sämmtlich abgebildet sind. Die
anatomischen Bemerkungen beziehen sich auf die Bezah-
nung und die äusseren männlichen Genitalorgane.
während des Jahres 1879. 181
Sqaali. Lütken spricht über Süsswasserhaie und giebt eine
Abbildung nach einer Zeichnung von Oersted von Carcharias ni-
caraguensis Gill. Meddelelser nat. Forening 1879 — 80. p. 65.
Carcharias (ScoUodon) crenidens Klunzinger, Wiener Sitzungs-
ber. 80. p. 426. Taf. VIII. Fig. 3 (Gebiss), von Queensland.
Platypodon Perezii Poey, Anales bist, natural V. p. 300,
von Cuba.
Hypoprion longirostris Poey, Anales bist, natural V. p. 304,
von Cuba.
Perez Areas, über Carcharodon Rondeletii, Anales de hi-
storia natural VII. Actas p. 9.
Lütken macht es aus Fabricius' eigenen Manuscripten wahr-
scheinlich, dass Selachus maximus nicht in Grönland einheimisch sei.
Meddelelser nat. Forening 1879—80. p. 62.
Bolau schreibt, zwei weibliche Katzenhaie, Scyllium catulus,
im Hamburger Aquarium hätten im Lauf des verflossenen Jahres
42 Eier gelegt, aus denen die jungen Thiere ausschlüpften, aber
dann in den ersten Tagen starben. Günstiger ging es mit den
Hundshaijungen. Zool. Garten p. 92.
Perugia schilderte die Entwickelung von Acanthias vulgaris.
BoUettino Soc. Adriatica in Trieste V. p. 8 mit drei Tafeln.
Lütken weist nach, dass Sommiosus microcephalus nicht le-
bendig gebärend ist, wie Fabricius und Faber angegeben haben,
sondern dass diese Art, abweichend von allen übrigen Selachiern
sich fortpflanzt. Sie scheinen ihre Eier, ohne Lederhülle abzulegen.
Meddelelser nat. Forening 1879—80. p. 56.
RajäB. Lütken beleuchtete einige monströse Rochenformen,
die von Otto, Reinhardt u. A. beschrieben worden sind. Medde-
lelser nat. Forening 1879 — 80. p. 45.
Caton beschreibt den Fang eines Pristis antiquorum bei Gal-
veston in Texas, dessen Körper 11 Fuss, die Säge 4 Fuss lang ge-
schätzt wurde. Amer. Naturalist p. 654.
Shields spricht von einem Sägefisch (Pristis) von 16 Fuss
Länge und 700 Pfund Gewicht, Amer. Naturalist p. 262.
Baja Eatoni Günther, Transact. Royal Soc. 168. p. 166, von
Kerguelen.
Pteroplatea binotata Lunel, Mem. soc. de phys. et d'hist. nat.
de Geneve 26, p. 421, von Rio de Janeiro, mit Abbildung.
Myliohatis tenuicaudatus Hector, Transact. New-Zealand Inst.
IX. p. 468. pl. 9, von Neu-Seeland.
Chimaerae. Callorhynchus dasycaudatus Colenso Transact. New-
Zealand Inst. XI. p. 298. pl. 17, von Neu-Seeland.
182 Troschel: Bericht üb. die Leistungen in der Ichthyologie etc.
Cyclostomi.
Jeleneff stellte histologische Untersuchungen über
das kleine Gehirn der Neunauge (Petromyzon fluviatilis) an.
Bull, de St. Petersbourg 25. p. 333.
Wiedersheim, lieber das Gehirn und die spiral-
artigen Hirnnerven von Ammocoetes. Zool. Anzeiger IL
p. 589.
Leptocardii.
Ehlers hat auch den erwachsenen Amphioxus bei Helgoland
bei tiefster Ebbe durch Aufgraben gefunden. Zool. Anzeiger I.
p. 247.
Bericht über die Leistungen in der Naturgeschichte
der Mollusken während des Jahres 1879.
Von
Troschel.
Von Pfeiffer's Novitates conchologicae, Abbildung
und Beschreibung neuer Conchylien. 1. Abtheilung: Land-
conchylien ist die 58. Lieferung erschienen, und damit der
fünfte Band und zugleich das ganze Werk geschlossen.
Die Lieferung enthält 11 Tafeln. Die darauf abgebildeten
und im Text beschriebenen Arten gehören den Gattungen
Nanina, Helix, Cyclotus, Pupina, Pupinella, Lanistes und
ünio. Eine Helix ist neu.
Von der Küste r'schen Ausgabe des Systematischen
Conchylien-Cabinets von Martini und Chemnitz erschie-
nen während des Jahres 1879 die Lieferungen 279—286. Sie
bringen die Gattungen Marginella von No. 49—222 und
Erato 17 Arten; Mactra bearbeitet von Wein kau ff 1—5,
Melanatria 5 Arten, Pirenopsis 1 Art, Faunus 4 Arten, Mela-
nopsis 41 Arten, Neptunea bis No. 75, die Familie Cycladea
ist abgeschlossen mit den Gattungen Corbicula No. 120—131,
Batissa 32 Arten, Velorita 3 Arten, Cyrena No. 38 — 77,
Limosina 12 Arten, Calyculina 13 Arten und als Nachtrag
2 Corbicula, 2 Pisidium und 2 Sphaerium; Avicula; Neritina
bearbeitet von v. Martens No. 113—140 Schluss.
Das bekannte Werk von Kien er, Species general et
Iconographie des coquilles Vivantes ist nach dem Tode des
Verf. fortgesetzt, und mit dem 12. Bande beendigt von P.
Fischer. Dieser enthält die Gattungen Calcar, Trochus,
Xenophora, Tectarius und Risella (im Kienerschen Sinne
184 Troschel: Bericht über d. Leistungen in d. Naturgeschichte
mit 120 Tafeln. Am ScUuss der Gattung Calcar, 37 Arten,
werden dieselben in 10 Untergattungen zerlegt, Gattung
Trochus (253 Arten) in 43 Untergattungen gegeben, die
mit Namen versehen, und deren geographische Vertheilung
angegeben ist, die aber nicht weiter charakterisirt sind.
Von Xenophora sind 16 Arten abgebildet, die in drei
Untergattungen getheilt werden (Haliphoebus Fischer, Tugu-
rium Fischer und Onustus Humphrey). Tectaria enthält
6 Arten, Bisella 2 Arten.
Von Kobelt's Fortsetzung der Rossmässler'schen
Iconographie der Europäischen Land- und Süsswasser-
Mollusken erschienen die 4. bis 6. Lieferung des VL Ban-
des und die 1. bis 3. Lieferung des VIL Bandes. Die
Lieferungen des sechsten Bandes beschäftigen sich mit
einigen Cyclostoma-Arten, grösstentheils aber mit Clausi-
lien, die 0. Boettger bearbeitet hat. Erstere füllen 1
Tafel, letztere 12 Tafeln der Abbildungen. Die Lieferun-
gen des siebenten Bandes bringen Abbildungen aus den
Gattungen Helix, Zonites, Melanopsis, Pyrgula, Physa, Pla-
norbis, Daudebardia, Vitrina, Hyalina und Unio. Einige
neue Arten sind aufgestellt.
Shuttleworth's Notiae malacologicae (1856) sind
unter Hinzufügung einer zweiten Lieferung in neuer Auf-
lage 1878, Bern, erschienen. Die zweite Lieferung ent-
hält die Gattungen Paryphanta, Retinella, Mesomphix,
Macrocyclis, Patera, Columna, Streptostyla, Rhynchocheila
und Trochatella. Die Tafeln sind nach Zeichnungen von
Shuttleworth angefertigt, der Text von Fischer bildet
eine Erklärung der Tafeln mit der Synonymie der Arten.
Die Untergattung Betinella ist auf Zonites fuscosa olive-
torum u. s. w. gegründet, BhynchocheUa auf Helicina regina
Morelet.
Tryon hat begonnen ein „Manual of Conchology,
structural and systematic, with illustrations of the species.
Philadelphia." herauszugeben. Dasselbe hatte bisher einen
guten Fortgang, denn es erschien der ganze erste Band
mit 316 Seiten und 112 Tafeln in vier Heften während des
Jahres 1879. Derselbe enthält die Cephalopoden. Nach
einer allgemeinen anatomischen Einleitung (p. 5—100) folgt
der Molusken während des Jahres 1879. 185
die Systematik. Er unterscheidet 49 Genera in den 14
Familien der Dibrancbiaten, wozu denn noch die Tetra-
branchiaten mit den zahh'eichen fossilen Gattungen kommen.
Watson hat es übernommen die enorme Ausbeute
der Challenger-Expedition an Mollusken zu bearbeiten. Er
beginnt mit den Solenoconchien und den Gattungen Segu-
enzia, Basilissa, Gaza und Bembix aus der Familie der
Trochoiden. Journal Linn. Soc. XIV p. 506 und 586. S.
unten das Nähere.
In NevilTs Handlist of Mollusca in the Indian Mu-
seum, Calcutta. Part I. (vergl. vorj. Bericht p. 321) sind
auch einige neue Arten aufgestellt und charakterisirt wor-
den. Dieselben namhaft zu machen ist im vorigen Jahre
versäumt, daher holen wir sie diesmal nach.
Jousseaume gab eine Uebersicht der malacologischen
Theile der Pariser Ausstellung von 1878. Er giebt Ver-
zeichnisse der Conchylien aus Italien, Madera, Guatemala,
Schweden, Ostindien. Bull. Soc. zoologique de France
1878 p. 164—178.
In einer Zeitschrift Nepszerti termeszettudomanyi elöa-
^asok Gyüjtemenye IL 12 Budapest, ist eine Abhandlung
über Mollusken mit sehr zierlichen Abbildungen enthalten,
deren Text ich aus Unkenntniss der ungarischen Sprache
nicht zu lesen vermag. Des Verf. Name scheint Pethö
Gyula zu sein.
Gwyn Jeffreys hatte Gelegenheit, die Conchylien-
sammlung Montagu's zu durchmustern. Er giebt die
Berichtigung einer Anzahl von dessen Benennungen. Jour-
nal of Conchology II p. 1.
Nüsslin, Beiträge zur Anatomie und Physiologie
der Pulmonaten. 1. Das Vorkommen eines Verbindungs-
ganges zwischen Niere und Perikardialraum bei Helix. 2.
die Gewichtsveränderungen 'durch Abgabe und Aufnahme
von Wasser bei Helix und Arion. Habilitationsschrift.
Tübingen 1879.
Brooks, gab in kurzen Sätzen die Kesultate seiner
Untersuchungen über die Entwickelung des Nahrungsschlau-
ches der Mollusken an. Er formulirt sie für die Pulmo-
naten in 14, für die Auster in 7 Sätzen. Beide gleichen
186 Troschel: Bericht über d. Leistungen in d. Naturgeschichte
einander darin, dass sie den Blastopor in die Schalen-Area
umwandeln^ und dass der Mund fast entgegengesetzt durch
eine Einstülpung des Ectoderm gebildet wird. In beiden
ist der After getrennt von dem Blastopor und wird nach
der Obliteration des letzteren und der Bildung des Mundes
gebildet, aber der „invagination neck" der Pulmonaten wan-
dert von seiner primitiven Lage zu dem neuen Anus, und
wird in den Darm umgewandelt, während der Darm der
Auster keinerlei Beziehung zu dem „invagination neck^'
zu haben scheint. Proceed. Boston Soc. XX p. 325.
In einer Abhandlung über die Verdauungsvorgänge
bei den Cephalopoden, Gastropoden und Lamellibranchiaten,
die hauptsächlich chemischer Natur sind, bespricht Kru-
kenberg auch die Bedeutung der säurehaltigen sogenann-
ten Speicheldrüsen mancher Schnecken. Seine Versuche
lehren, dass sie bei Cassidaria keine Enzymdrüsen sind,
dass sie mit den Lebern nur die Function der Säurebil-
dung theilen, und den acidogenen Drüsen am Gallengange
der Cephalopoden vielleicht vollkommen analoge Bildungen
darstellen. — Ferner dehnte Verf seine Untersuchungen
auf den Krystallstiel aus. Während sonst, so meint Verf.,
in dem Thierreiche einem gesteigerten Resorptionsbedürfnisse
durch Faltenbildungen, durch blindsackförmige Anhänge,
durch rhythmische Contractionen der Darmmuskeln oder auch
wohl durch eine Zunahme der Darmlänge entsprochen wird,
gelangt der Organismus vieler Mollusken einfach dadurch zu
demselben Resultate, dass ein elastischer Stempel aus todter
Materie das Centrum des Darmrohres verschliesst, und der
Nahrung nur einen verzögerten Durchtritt an den peri-
pheren Theilen gestattet. Unters, phys. Instituts Heidelberg
IL p. 402.
Geddes studirte den Mechanismus des Odontophors
bei gewissen Mollusken. Er schildert die Muskulatur von
Loligo, Patella und Buccinum. Transactious of the zoolo-
gical Society of London X Part 11 p. 485 mit drei Tafeln.
Jourdain beobachtete, dass die Arterien der Mollus-
ken in ihren letzten Verzweigungen die Oberfläche ihrer
Organe erreichen, daselbst abgestutzt endigen und offen
sind, wodurch denn das Blut in die Leibeshöhle fliesst.
der Mollusken während des Jahres 1879. 187
Namentlich hat er es bei Arion rufus beobachtet. Comp-
tes rendus 1879 p. 186; Annais nat. bist. III. p. 243.
H. V. Ihering spricht sich gegen ein Wassergefäss-
system in der Haut von Helix und anderer Mollusken aus.
Zool. Anzeiger I. p. 274.
Arndt hat über die Entwickelung des Pfeils bei
Helix nemoralis Versuche angestellt. Die Reproduction
beginnt schon wenige Stunden nach der Begattung und ist
in etwa 7, auch wohl 8 oder 9, Tagen beendigt. Er will
auch gefunden haben, dass die Bildung des neuen Pfeiles
von dem vorderen Theile her erfolgt und immer weiter
nach dem oberen Ende fortschreitet, bis^ endlich der Pfeil
bei Ausbildung der Krone mit der das obere Ende des
Pfeilsackes bildenden Drüse verwächst. Er schliesst ferner,
dass der Pfeil für die Begattung nothwendig sei, und dass
er nichts anders sein könne als ein Reizungsorgan. Meck-
lenburger Archiv 32 p. 87.
Hermann Dietz bestätigt die Ansicht Hartman n's,
dass der Albinismus der Mollusken-Grehäuse durch Nässe,
Kälte und Mangel an Sonnenlicht verursacht würde. 25 Ber.
des Vereins in Augsburg p. 92.
Der Marquis de Folin giebt Methoden an, um sehr
kleine Mollusken zu sammeln. Aus der Tiefe des Meeres
erhält er sie aus Muschelschalen, in welche sie sich ein-
gebohrt hatten, aus Erde, Schlamm und Moos durch Aus-
sieben. Bull, de Moscou 54 p. 202.
Europa. D'Urban verzeichnete die Mollusken des
Meeres zwischen Spitzbergen und Novaja Semlia. Es sind
1 Brachiopode, 13 Conchiferen, 1 Solenochonchier, und 11
Gasteropoden. Eine Angabe der Arten, welche an den
einzelnen Tagen an den verschiedenen Punkten gedredscht
wurden. Journal of Conchology II. p. -88.
Friele, Catalog derauf der norwegischen Nordmeer-
expedition bei Spitzbergen gefundenen Mollusken. Es sind
2 Brachiopoden, 47 Muscheln, 1 Solenoconchia, 83 Schnecken,
2 Pteropoden und 3 Cephalopoden. Dazu kommen noch die
von anderen Autoren angegebenen Arten, wodurch sich
die Gesammtzahl um 29 Arten erhöht. Einige neue Arten
s. unten. Jahrb. D. malak. Ges. VI. p. 264.
188 Troschel: Bericht über d. Leistungen in d. Naturgeschichte
Norman schrieb über die Mollusken der Fiords bei
Bergen in Norwegen, und verzeichnete deren 4 Brachio-
poden, 105 Conchiferen, 7 Solenoconchien, 144 Gasteropo-
den und 1 Pteropoden. Er vergleicht dieselben mit den
Mollusken von Shetland, Dänemark, Christiania, Faroern,
Island, Grönland, Nordost- Amerika und Mittelmeer. Journal
of conchology II p. 8 — 77.
Storm nennt eine Anzahl Mollusken aus der Bucht
von Drontheim, einige Brachiopoden, mehrere Muscheln uud
Schnecken, auch vier Cephalopoden. Det k. Norske vi-
densk. selskabs krifter 1878 p. 13.
Gwyn Jeffj-eys setzte die Bearbeitung der während
der Expeditionen des Lightning und Porcupine erlangten
Mollusken fort. Hier liegen die Conchiferen vor: 2 Ano-
miidae, 2 Ostreidae, 1 Spondylidae, 28 Pectinidae, 2 Avi-
culidae, 14 Mytilidae, 5 Arcidae, zusammen 101 Arten. Er
sieht diese Arbeit als eine Ergänzung der British Concho-
logy an, soweit es die einheimischen Mollusken angeht.
Besonderer Werth ist auf die Angaben der Verbreitung und
des fossilen Vorkommens gelegt. Eine neue Gattung und
einige neue Arten sind charakterisirt und abgebildet. Proc.
zool. soc. p. 553.
Hey giebt einen Catalog der Land- und Süsswasser-
Conchylien von Yorkshire, Er besteht aus 80 Arten. Jour-
nal of Conchology IL p. 310.
Ashford zählte die Land- und Süsswasser-Mollusken
auf, die er bei Redcar beobachtet hat, im Umkreise von
vier Meilen. Es sind 47 Arten, bei einer Ausdehnung des
Umkreises auf 10 Meilen treten 25 Arten hinzu. Journal
of Conchology IL p. 236.
Fischer, Essai surla distributiongeographiquedesBra-
chiopodes et des Mollusques du littoral oceanique de la
France. Die oceanische Küste Frankreichs zerfällt in drei
Regionen: 1. die Normannische von Düiftirchen bis zum
Cap La Hague, 2. die Armorikanische bis zur Mündung der
Loire, 3. die Aquitanische bis zur Mündung der Bidassoa.
Die ganze oceanische Fauna enthält 569 Arten, nämlich
8 Brachiopoden, 176 Muscheln, 2 Pteropoden, 362 Schnek-
ken, 21 Cephalopoden. Von ihnen sind 336 mit Grossbri-
der Mollusken während des Jahres 1879. 18Ö
tanien und dem Mittelmeer gemein, 91 leben an Grossbri-
tanien, fehlen aber im Mittelmeer, 82 kommen auch im
Mittelmeer vor, fehlen aber an Grossbritanien, 60 fehlen
im Mittelmeer und an Grossbritanien. Actes Soc. Linn.
Bordeaux 32. 1878.
Jousseaume hat schon mehrere Artikel über die
malacologische Fauna der Umgebung von Paris gebracht.
Im Bull. Soc. zoologique de France 1878 p. 5 ist ein
sechster Artikel enthalten, der aus der Familie der Heliceen
2 Helix, 1 Arianta, 1 Cepaea (hortensis wird als Varietät
von nemoralis betrachtet), 4 Hygromia behandelt. — Der-
selbe bringt in einem siebenten Artikel 6 Hygromia und
1 Helicodonta ib. p. 147—163.
Dupuy sammelte auf der Insel Cazaux in der Gi-
ronde nicht fern von Medoc 40 Land- und Stisswasser-Con-
chylien. Kevue agricole et horticole du Gers, 1878.
De Folin hat den Sumpf von Ossegor im Departe-
ment des Landes, welcher 1876 bei einem Sturm mit dem
Meere in Verbindung kam und Salzwasser erhielt, auf die
Veränderung der Thierwelt untersucht. Er fand 20 Arten
Mollusken, von denen zwei, Scrobicularia piperata und
Hydrobia ulvae Meeresbewohuer sind; fünf Arten haben
fremdartige Charaktere. Den zarten Zustand der Schalen
schiebt er auf die Verderbniss des Wassers. Brochure, Dax
1879. Vergl. auch eine Anzeige in Jahrb. D. Malak. Ges.
VI p. 190.
Gassies, Supplement au Catalogue des Mollusques
terrestres et d'eau douce du Departement de Lot-et-Garonne,
wodurch die Zahl der dort vorkommenden Arten auf 177
gebracht wird. Bull. Soc. de Bord. 1878.
Schar ff nennt 57 Conchylien- Arten die er in dem
Alluvium der Garonne nach einer Ueberschwemmung ge-
sammelt hat. Journal of Conchology IL p. 315.
Locard, Description de la Faune malacologique des
terrains quaternaires des environs de Lyon. Annales Soc.
d'Agriculture de Lyon, cinquieme serie I. p. 145—364 mit
einer Tafel. Bei dem Vergleich ergiebt sich, dass die ge-
genwärtige Fauna der Umgebung von Lyon etwa 167
Arten enthält, von denen 62 schon der quaternären Epoche
190 Troschel: Bericht über d. Leistungen in d. Naturgeschichte
angehörten, 60 sind den alpinen Regionen und denen von
Lyon gemeinschaftlich, und 66 gehören der Gegend von Lyon
an und sind von recentem Auftreten. Die recente Fauna
von Lyon unterscheidet sich von der quaternären durch
das Auftreten von mindestens 105 neuen Arten.
-Dupuy, Catalogue des mollusques testaces terrestres
et d'eau douce qui vivent ä La Preste, Pyrenees-Orienta-
les. Bull. Soc. de Toulouse 1879. Enthält 2 Testacella,
1 Vitrina, 24 Helix, 1 Bulimus, 1 Ferussacia, 1 Azeca,
1 Balea, 1 Clausilia, 9 Pupa, 1 Physa, 1 Limnaea, 1 An-
cylus, 1 Cyclostoma. 1 Acme, zusammen 46 Arten.
Kohlmann schrieb eine Mollusken-Fauna der Un-
terweser. Es ist ihm gelungen 99 Species als in diesem
Gebiet vorkommend zu constatiren, nämlich 3 Arion, 6 Li-
max, 1 Vitrina, 7 Hyalina, 1 Zonitoides, 17 Helix, 2 Coch-
licopa, 5 Pupa, 2 Clausilia, 3 Succinea, 1 Carychium, 4
Valvata, 2 Vivipara, 2 Bithynia, 2 Hydrobia, 1 Neritina,
7 Limnaea, 1 Amphipeplea, 1 Physa, 1 Aplexa, 10 Pla-
norbis, 1 Ancylus, 1 Acroloxus, 2 Anodonta (unter A. mu-
tabilis Clessin werden 4 Arten vereinigt), 3 Unio, 5 Sphae-
rium, 1 Calyculina, 6 Pisidium, 1 Dreissena. Abhandl. des
Vereins in Bremen VI. p. 49.
Diemar bearbeitete die Mollusken-Fauna von Cassel.
Er verzeichnete unter Angabe der Fundorte 3 Arion, 1 Li-
max, 3 Daudebardia, 10 Hyalina, 1 Zonitoides, 17 Helix,
3 Buliminus, 3 Cochlicopa, 9 Pupa, 1 Balea, 8 Clausilia,
3 Succinea, 1 Carychium, 1 Cyclostomus, 1 Acme, 3 Val-
vata, 1 Vivipara, 1 Bythinia, 6 Limnaea, 1 Physa, 1 Aplexa,
9 Planorbis, 1 Ancylus, 1 Acroloxus, 2 Anodonta, 3 Unio,
2 Sphaerium, 1 Calyculina, 8 Pisidium, zusammen 105
Arten.
Jordan bearbeitete die Mollusken »der Oberlausitz,
und zwar hat er besonders den gebirgigen Theil derselben
erforscht. Es werden aufgezählt 12 Muscheln, 24 Süss-
wasserschnecken und 78 Landschnecken. Jahrb. D. malak.
Ges. VI. p. 291.
E. V. M a r t e n s machte Beobachtungen über die
Schneckenfauna von Reichenhall. Jahrb. D. malak. Ges. VI,
der Mollusken während des Jahres 1879. 191
p. 67, denen Böttger ib. p. 413 eine ziemliche Anzahl von
Arten hinzufügen konnte.
Kraus s erzählt, dass in der Waldach eine grosse
Menge Conchylien angeschwemmt gefunden wurden. Unter
26000 Stücken waren 14000 Helix pulchella, 4200 Helix
hispida, 2500 Cionella lubrica u. s. w. Bestimmt und ge-
zählt hatte ein Gymnasiast 0. Büchner. Württembergische
Jahreshefte 35. p. 349.
Forel sagt in einem sechsten Beitrage zur Kennt-
niss der Tiefenfauna des Genfer See's, dass vier Schnecken
und zwei Muscheln in jenen Tiefen leben, und dass ^ie
ohne Zweifel von den litoralen Formen abstammen, näm-
lich Limnaea profunda Clessin von L. stagnalis Var. lacu-
stris, Limnaea abyssicola Brot von L. palustris Var. fla-
vida, Limnaea Foreli Clessin von L. auricularia, Valvata
lacustris von V. antiqua, Pisidium Foreli Clessin von P. niti-
dum. Von P. profundum ist kein Ursprung angezeigt.
Hierdurch scheint der erste Schritt gethan, um alle diese
sogenannten Arten auf Variationen bekannter Species zu-
rückzuführen! Bull. Soc. Vaudoise XVI. p. 321.
Velado, welcher früher ein Verzeichniss der Land-
conchylien von Galicien mit 26 Arten bekannt gemacht
hatte, gab in Anales de historia natural VII. p. 235 auch
einen Catalog der SüsswassermoUusken Galiciens mit 21
Arten, nämlich 1 Auricula, 1 Melania, 1 Planorbis, 5 Lym-
naea, 2 Physa, 1 Ancylus; 3 Anodonta, 4 Unio, 1 Cyclas
und 2 Pisidium. Er schreibt die beschränkte Zahl der
Arten, sowohl der Landschnecken wie der Süsswasser-
Mollusken der Lage des Landes, dem Klima und dem gra-
nitischen und schieferigen Boden zu.
Bofill hat einen Catalog der Landschnecken der
Umgegend von Barcelona verfasst. Er findet sich in Ka-
fael Koig j Torres Cronica cientifica revista internacional
de ciencias IL Derselbe enthält 1 Testacella, 1 Succinea,
33 Helix, 6 Bulimus, 1 Achatina, 2 Ferussacia, 8 Pupa, 2
Clausilia, 1 Carychium, 1 Cyclostomus, zusammen 56 Arten.
Issel fand im Lago d' Alice in Piemont Limnaea
palustris und auricularia mit hellen Querbinden. Auch ha-
192 Troschel: Bericht über d. Leistungen in d. Naturgeschiclite
ben die Anodonta cygnea und variabilis in demselben See
vielfach Perlen. Pisa 1877.
Jousseaume zählt die Conchylien auf, welche bei
den Ausgrabungen in Pompeji gefunden sind. 16 Arten
liegen im Museo borbonico in Neapel, 13 Arten in dem
Museum in Pompeji. Le Naturaliste I. p. 141.
Kobelt schildert recht anmuthig seine Excursionen
in Süditalien, nach dem Matese- Gebirge, nach dem Gar-
gano, nach Sorrent und Capri, in die Madonien, vom Eryx
nach Palermo, nach Girgenti. Alle waren dem Sammeln
von Schnecken gewidmet. Jahrb. D. Malak. Ges. VI. p. 126
und p. 225.
Boettger bearbeitete die von Herrn Leder gesammel-
ten Kaukasischen Mollusken. Gesammelt wurde in fünf ver-
schiedenen Gebieten. 1) In den Gebirgsstöcken des Kasbek
und Kobi, 2) Gebirgsstock des Suram auf der Wasser-
scheide des Kionflusses und der Kura, 3) Zalka westlich
von Tiflis, 4) Bjeloi-Kliutsch, 3787' hoch, südwestlich 40
Werst von Tiflis, 5) Mamudly 4500' hoch, südwestlich 100
Werst von Tiflis. Das Verzeichniss enthält 52 Arten, die
neuen sind unten namhaft gemacht. Jahrb. D. Malak. Ges.
VI. p. 1.
Boettger beschrieb auch die durch Sievers im Kau-
kasus gesammelten Mollusken, 41 Arten, worunter einige
neue. Jahrb. D. Malak. Ges. VI. p. 388.
Africa. v. Martens legte eine kleine Sammlung Con-
chylien aus der Kegentschaft Tripoli vor, die aus 9 Arten
besteht. Sitzungsber. d. Ges. naturf. Freunde zu Ber-
lin p. 70.
V. Martens bestimmte die von Emmin Effendi
am Südwestrande des Victoria Nianza gesammelten Con-
chylien, 9 Arten, zwei neu. Sitzungsber. d. Ges. naturf.
Freunde zu Berlin p. 103.»
Gibbons machte bei Gelegenheit zweier neuen Land-
schnecken Bemerkungen über andere an der ostafricaui-
schen Küste gesammelte. Es betrifft 18 Species. Journal
of Conchology IL p. 138.
V. Martens bearbeitete die von Fischer in Baga-
majo, gegenüber von Zanzibar gesammelten Conchylien.
der Mollusken während des Jahres 1879. 193
Es sind 9 Arten, darunter 3 neue. Sitzungsber. Ges. na-
turf. Freunde zu Berlin p. 102.
E. V. Martens gab eine Uebersicht der von Peters
von 1843—1847 in Mossambique gesammelten Mollusken.
Es sind 4 Cephalopoden, 245 Gasteropoden und 82 Bival-
ven, zusammen 331 Arten. Verf. schliesst daran Betrach-
tungen über die Verbreitung dieser Mollusken. Von ihnen
kommen im Kothen Meere vor 137, an der Natalküste 56,
an Mauritius, Reunion und Seychellen 165, im Malayischen
Archipel 180, an den Inseln der Südsee 136 Arten. Einige
neue Arten. Berliner Monatsber. p. 727.
Morel et beschrieb einige neue Conchylien von An-
jouan, und verzeichnete bei dieser Gelegenheit die von
den Comoren bekannten Arten, 44 Land- und 10 Süsswas-
ser-Conchylien. Journ. de Conchyl. 27. p.308.
Die Mollusken von Rodriguez, welche auf der Ker-
guelen-Expedition erbeutet worden sind, hat Edgar Smith
bearbeitet. Es sind meist gemeine Arten des Indischen
und Pacifischen Oceans. Die Land- und Süsswasserfauna
schliesst sich an Mauritius, Bourbon, Madagascar und die
Seychellen. Es sind im Ganzen 78 marine, 16 Land- und
6 fluviatile Arten. Die neuen Arten, die jedoch bereits
1876 in den Annais nat. bist, aufgezählt waren, sind auf
Tafel 51 abgebildet. Transact. Royal Soc. 168. p. 473.
Asien, v. Martens besprach eine Sammlung von
Conchylien, welche Virchow von Troas mitgebracht hat.
Sie bestand aus 10 Landschuecken, 4 Süsswasserschnecken
und 28 Meerconchylien. Sitzungsber. Ges. naturf. Freunde
zu Berlin p. 86.
Crosse und Fischer haben ein Verzeichniss der
Mollusken des Baikal-See's zusammengestellt: 3 Benedictia,
2 Hydrobia, 5 Baikalia, 1 Liobaikalia. 3 GodlewsJcia Crosse
et Fischer (Ligea Dyb. partim, Trachybaikalia Mart. par-
tim, Tryonia Dali partim), 5 Trachybaikalia, , 2 Dybows-
kia, 2 Valvata, 5 Choanomphalus, 2 Ancylus, zusammen
30 Arten. Dazu kommen noch 16 zweifelhafte Arten. Jour-
nal de Conchyl. 27. p. 145—168.
A. Brandt holte aus der Tiefe des Goktschai-Sees
im russischen Armenien Limnaeus stagnalis, Planorbis ca-
Archiv für Naturg. XXXXVI. Jahrg. 2. Bd. N
194 Troschel: Bericht über d. Leistungen in d. Naturgeschichte
rinatus und ein Pisidium hervor. Landschnecken fanden
sich in der Umgebung des Sees nur 2 bis 3 Arten. Zool.
Anzeiger II. p. 524.
V. Märten s berichtete über Land- und Süsswasser-
schnecken von Samarkand und Kuldscha. Unter den letz-
teren befanden sich von Dr. Regel gesammelt fünf neue
Arten. Sitzungsber. Ges. naturf. Freunde zu Berlin p. 122.
Schepman hat die Mollusken von Sumatra beschrie-
ben (Natuurlijke historie, Derde Afdeeling, mir im Se-
paratabdruck bekannt geworden). Aufgezählt werden: 1
Vaginulus, 10 Heliceen, 1 Limnaea, 4 Cyclostomaceen, 1
Ampullaria, 6 Melaniaceen, 2 Cycladeen, zusammen 25 Ar-
ten. Einige neue Arten sind abgebildet, ebenso die Ra-
dulaplatten von Vaginulus, Helicarion, Trochomorpha, Ste-
nogyra, Limnaea, Pupina, Ampullaria, Melania.
Godwin-Austen und Nevill beschrieben eine An-
zahl Schnecken von Perak und den Nicobarischen Inseln,
mit Abbildungen. Proc. zool. Soc. p. 734 mit Taf. 59
und 60.
Crosse beschreibt 5 neue Arten aus Perak in Indo-
China. Journ. de Conchyl. 27. p. 198. — Derselbe giebt
ib. p. 336 ein Verzeichniss von 18 Arten aus derselben
Gegend nach der Sammlung von Townsend.
Eine Publication von Heu de, Conchyliologie fluvia-
tile de la province et de Nanking et de la Chine centrale.
Paris 1877—78, von welcher bisher vier Lieferungen er-
schienen, habe ich noch nicht gesehen. Zahlreiche Arten
aus der Familie der Najaden sind darin beschrieben und
geben Zeugniss von dem Reichthum Chinas an diesen Mu-
scheln. Der Anzeige dieses Werkes im Journal de Con-
chyl. 27. p. 58 entnehme ich, dass 17 Unio, 1 Pseudodon,
16 Anodon, 5 Mycetopus und 1 Dipsas von dort beschrieben
sind. — Nach einer Anzeige im Jahrb. D. malak. Ges. VI.
p. 191 sind bereits fünf Lieferungen erschienen.
Kobelt setzte seine Fauna japonica extramarina (vgl.
vorj. Ber. p. 335) fort. Hier werden die Pneumonopomen,
zu denen er auch Truncatella und Helicina rechnet (!), die
Pectinibranchier (mit Neritina!) und die Lamellibranchier
der Mollusken während des Jahres 1879. 195
abgehandelt. Mehrere neue Arten. Abhandl. der Sencken-
bergischen Gesellschaft XL p. 393.
Jeffreys verzeichnete 14 Conchylien, die durch Capt.
St. John in der Korea-Strasse gedredscht worden sind.
Es werden 1 Brachiopode, 10 Conchiferen, 2 Gasteropo-
den und 1 Pteropode erwähnt. Sechs von ihnen sind zum
ersten Male als sowohl im nördlichen Pacifischen Ocean
wie im nördlichen Atlantischen Ocean lebend vorkommend
bezeichnet; zwei, welche für ausgestorben angesehen wa-
ren, wurden dadurch als lebend erkannt, die übrigen sechs
waren bereits als in beiden Oceanen vorkommend bekannt.
Neun Arten von den vierzehn sind fossil in Corallenfelsen.
Journal Linnean Soc. XIV. p. 418.
Edgar Smith beschrieb eine Sammlung von Japa-
nischen Mollusken, welche dem Britischen Museum durch
Gwyn Jeffreys zugekommen sind. Sie besteht aus 89
Arten, unter denen viele neu. 56 Arten sind auf zwei Ta-
feln abgebildet. Proc. zool. soc. p, 181. pl. 19, 20.
Ein Buch von V elain über die Fauna der Inseln Saint
Paul und Amsterdam, Paris 1878, ist mir nicht zu Gesicht
gekommen. Verf. beschreibt darin 54 Mollusken, von de-
nen 46 als neu beschrieben werden; sechs neue Gattungen,
nämlich: MoucJiezia für einen riesigen Cephalopoden, Ma-
gilina verwandt mit Magilus, Hochstetteria Familie der
Mytiliden , Bochefortia Muschel , Turquetia Muschel mit
sehr kurzer abgestutzter Hinterseite und mit einem Schloss-
zahn in jeder Schale, Lutetina verwandt mit Lutetia aber
mit innerem Schlossband und mit Seitenzähnen. Vergl.
Journal de Conchyl. 27. p. 54.
Australien. Petterd bezeichnet folgende Arten als
colonisirende, d, h. in Australien eingeführte: Helix ad-
spersa, cellaria, costata, Bulimus acutus, Helix similaris,
Planorbis lacustris, Limnaea stagnalis. Journal of Con-
chology IL p. 96.
Brazier verzeichnete 77 marine Conchylien, welche
an Fitzroy-Insel an der Nordküste Australiens gesammelt
worden. Sie wurden während eines Aufenthalts von we-
nigen Stunden zusammengebracht. Das Ufer bestand
ausschliesslich aus Korallen und Conchylien, etwa 30 Ellen
196 Troschel: Bericht über d. Leistungen in d. Naturgeschichte
lang, 7 Fuss tief und ebenso breit. Bei einem zweiten
Besuch war die ganze Bank fortgespült. Journal of Con- .
chology IL p. 186.
Tenison- Woods, On some new Marine Mollusca
in Royal Society of Victoria 1877, ist mir nicht ?u Hän-
den gekommen. Daselbst werden 20 neue Arten aus Au-
stralien, namentlich aus der Provinz Victoria und Tasma-
nien beschrieben.
Tennison-Wo ods schrieb über die Mollusken-Fauna
von Tasmauia. Einer kurzen Schilderung des physischen
Charakters der Insel folgt eine Aufzählung der Schriften
von Banks und Solander bis in die neuere Zeit. Er
wirft dann einen Blick auf die einzelnen Familien, wie
sie in dieser Fauna vertreten sind, und giebt die Zahl der
Arten der dahingehörigen Gattungen an, ohne die Arten
zvt nennen, beschränkt sich aber auf die marinen Schnek-
ken. Journal and Proc. E. Soc. of New-South-Wales XII.
p. 29-56.
Petterd zählt die Süsswasser-Conchylien von Tas-
mania auf, Es sind 3 Limnaea, 9 Physa, 3 Planorbis,
3 Ancylus, 1 Gundlachia, 1 Pomatiopsis, 1 Assiminea, 1
AmpuUaria, 1 Valvata, 7 Bithynia, 1 Amnicola, 1 Unio,
1 Cyclas, 2 Pisidium. Die meisten Arten waren in den
Proc. of the Royal Soc. of Tasmania beschrieben, eine
Bithynia ist neu. Journal of Conchology IL p. 80.
Petterd beschrieb 7 neue marine Arten von Tas-
mania. Journal of Conchology IL p. 102.
Petterd, A monograph of the Land-Shells of Tas-
mania. Launceston 1879. Proc. Royal Soc. of Tasmania.
Diese Fauna enthält nach jetziger Kenntniss 79 Land-
schnecken, nämlich 68 Helix, 2 Bulimus, 3 Vitrina, 2 Suc-
cinea, 4 Truncatella. lö Arten sind Tasmania und Süd-
australien gemeinsam. 15 neue Helix sind auch im Jour-
nal of Conchology IL p. 210 abgedruckt.
Legrand machte Bemerkungen über einige Tasma-
nische Land- und Süsswasserschnecken, welche sich auf
die Synonymie beziehen und die unten einzeln angegeben
sind. Journal of Conchology IL p. 95.
Kittl verzeichnete eine Anzahl Conchylien von Neu-
der Mollusken währerid des Jahres 1879. 197
Caledonien, welche vom naturhistorischen Hofmuseum in
Wien aequirirt worden sind. Ber. naturw. Vereins an der
technischen Hochschule in Wien HL p. 50.
Schmeltz kennt von Mollusken der Neuen Hebriden
nur 44 Arten, von denen 37 dieser Inselgruppe eigenthüm-
lich sind. Verhandl. d. Vereins für naturw. Unterhaltung
in Hamburg 14.
Garrett machte ein Verzeichniss der Landschnecken
von Rurutu, einer der australischen Inseln, mit Bemerkun-
gen über ihre Synonymie, geographische Verbreitung und
Beschreibung neuer Arten. Die Insel ist 320 Meilen SSW.
von Tahiti, etwa 8 Meilen lang und erhebt sich bis zu
1500' Höhe. Bis 100' besteht sie aus alten Korallenriffen.
Das Verzeichniss enthält 2 Microcystis, 1 Patula, 1 Pitys,
1 Partula, 1 Stenogyra, 1 Vertigo, 9 Tornatellina, 1 Suc-
cinea, 2 Melampus, 1 Chondrella,- 1 Helicina, 1 Assiminea.
7 neue Arten. Proc. Philadelphia 1879. p. 17.
Hutton giebt ein Verzeichniss von 73 Conchylien
von Neu-Seeland. Transact. New-Zealand Inst. X. p. 293.
Hut ton verzeichnete 34 Conchylien von den Auck-
land-Inseln. Transact. New-Zealand Inst. XL p. 34L
Sowohl nach dem Verzeichniss der Thiere von der
Kerguelen-Insel, welches S tu der dies Archiv p. 111 zu-
sammengestellt hat, wie nach dem Bericht in den Annales
des sc. nat. VIII. Article 14, kommt daselbst nur eine Land-
schnecke, Helix Hookeri Reeve vor. Von Seemollusken
nennt Studer 1 Brachiopoden, 13 Muscheln, 27 Schnecken,
1 Cephalopoden und 6 Tunicaten. In dem französischen
Bericht werden nur einige Gattungen hervorgehoben.
Die Mollusken der Kerguelen - Expedition wurden
durch Edgar Smith bearbeitet. Von den 33 beobachte-
ten Arten werden 18 für neu erklärt, die meist schon 1875
beschrieben sind, und fast alle zum erstenmal als Bewoh-
ner dieser Localität verzeichnet. Die malakologische Fauna
gleicht im Allgemeinen der der Falklandinseln und Stid-
patagoniens. Die neuen Arten sind unten namhaft gemacht.
Transact. Royal Soc. 168. p. 167.
America. Verrill bespricht einige neue Bereiche-
rungen der Ostküste Nordamerica's an Mollusken, wobei
198 Troschel: Bericht über d. Leistungen in d. Naturgeschichte
auch einige neue Nacktkiemer aufgestellt werden. Am er.
Journ. sc. and arts XVII. p. 311.
ühler verzeichnete die bei Fort Wool an der Che-
sapeake-Bai vorkommenden Mollusken. 1 Cephalopode,
13 Gastropoden, 17 Lamellibranchiaten. Chesapeake zool.
laboratory 1878. Baltimore 1879. p. 18.
Crosse und Fischer beschreiben vier neue Planor-
bis von Guatemala und Mexico. Journ. de Conchyl. 27.
p. 341.
Binney gab kurze Nachricht über die Landschnek-
ken der mexicanischen Insel Guadelupe an der West-
küste von Nieder- Californien. Er fand zahlreiche Frag-
mente von Arionta Kowelli Newc, die von einer Mäuse-
Art verzehrt waren; auch Arionta facta Newc. ist gefunden,
und Binneya notabilis. Proceed. Philadelphia 1879. p. 16.
Poulsen zählt in einem Cataloge der Mollusken
Westindiens 1153 Arten auf, von denen 353 Land- und
Süsswassermollusken, 800 marin sind. Der Catalog er-
schien in Copenhagen.
Gibbons Bemerkungen über die Lebensweise und
die Verbreitung gewisser Westindischer Lungenschnecken,
36 Arten sind beachtet. Journal of Conchology IL p. 129.
Gibbons Notes on some of the Landshells of Cu-
ragao, with descriptions of two new species. Journal of
Conchology IL p. 135.
Guppy lieferte eine erste Skizze einer Fauna der
marinen Evertebraten des Golfes von Paria und der
Nachbarschaft. Dieser Aufsatz ist aus Proc. scient. Assoc.
of Trinidad XL 1877. Dec. abgedruckt im Journal of Con-
chology IL p. 151. Er verzeichnet von Mollusken 4 Ce-
phalopoda, 1 Solenoconchia, 87 Gasteropoda, 102 Con-
chifera. Diese Klassen werden in Ordnungen, Unterord-
nungen getheilt, die vielfach von der gewöhnlichen Auf-
fassung abweichen. Da dieselben jedoch nicht charakte-
risirt sind, so dürfen wir uns nähere Angaben über die-
ses neue System ersparen.
An gas bespricht 42 Landschnecken von Costa Rica,
gesammelt durch Dr. Gabb. Darunter mehrere neue. Proc.
zool. soc. p. 495 mit Tafel 40.
der Mollusken während des Jahres 1879. 199
In Ernst Estudios sobre la Flora j Fauna de Vene-
zuela. Caracas 1877 findet sich p. 225 eine systematische
Aufzählung der Land- und Süsswasser-Mollusken von Ca-
racas. Sie enthält 132 Arten.
Miller hat seine Arbeit über die Binnenmollusken
von Ecuador (vgl. vorj. Bericht p. 341) fortgesetzt und be-
endigt. Zunächst giebt er einige Nachträge zu der be-
reits im vorigen Jahr abgehandelten Familie Helicidae,
wobei auch einige neue Arten beschrieben werden. Dann
geht er über zu den Familien Veronicellidae mit 9 Veroni-
cella; Auriculidae mit 1 Melampus; Cyclostomidae mit
8 Cyclotus, 8 Cyclophorus, 1 Buckleya, 1 Megalomastoma,
1 Chondropoma; Helicinidae mit 4 Bourciera, 3 Helicina,
1 Proserpina; Limnaeidae mit 2 Planorbis; Ampullaridae
mit 8 Ampullaria; Rissoidae mit 2 Paludestrina, 1 Hydro-
bia, 1 Lithoglyphus; Melanidae mit 1 Melania, 3 Hemisi-
nus; Neritinidae mit 5 Neritina; Unionidae mit 2 Ano-
donta, 2 Mycetopus; Mutelidae mit 1 Columba, 1 Casta-
lia; Cycladidae mit 3 Cyrena, 1 Sphaerium, 1 Pisidium;
Dreissenidae mit 2 Praxis. Die Bivalven sind von Cl es-
sin bearbeitet, daher auch grossentheils als neue Arten
beschrieben. — Das Land zerfällt in 6 Bezirke. 1) Das
Tiefland am stillen Ocean, 0 — 400 m, mit 29 Arten. 2) Das
Mittelland am Westabhang der Westcordillere, 500 — 1500 m,
mit 50 Landschnecken. 3) Das Mittelland am Ostabhang
der Ostcordillere. 4 und 5) Das Hochland zwischen den
Andenketten, 2000 — 2800 m und zwar 4) nördlich von Rio-
bamba, 5) südlich von dieser Stadt, 51 Arten aus dem
nördlicheren Theile, wozu noch 10 dem Süden eigenthüm-
liche Arten kommen. 6) Das Hochgebirge , Jjöher als
2800 m, Goniostomus, Scutalus und einige Cyclostomaceen
sind der ärmliche Ueberrest des tropischen Reichthums.
— Im Ganzen sind nun 226 Arten verzeichnet, worunter
viele neue. Zu dieser zweiten Abtheilung gehören 12 Ta-
feln. Malak. Bl. Neue Folge I. p. 117-203.
Dohrn hat die Arbeit von Miller über die Binnen-
mollusken von Ecuador kritisirt und nicht eben günstig
beurtheilt. Er weist ihm manche Versehen nach und wirft
200 Troschel: Bericht über d. Leistungen in d. Naturgeschichte
ihm Auslassungen und unrichtige Bestimmungen vor. Jahrb.
D. malak. Ges. VI. p. 181.
Doering brachte eine vierte Fortsetzung seiner Bei-
träge zur Molluskenfauna der Argentinischen Republik.
Hier werden 16 Bulimulus, 3 Otostomus, 1 Stenogyra, 1
Cionella, 10 Pupa abgehandelt. Mehrere neue Arten. Viel-
fach ist auch das Gebi^ beschrieben. Boletin de la Aca-
demia nacional de ciencias de la republica Argentina III.
p. 63—84.
Der Prinz Ladislaus Lubomirski machte Be-
merkungen über 44 Arten Peruanischer Landconchylien,
unter denen mehrere neue. Proc. zool. soc. p. 719.
Cephalopoda.
Brock hat als Habilitationsschrift ,,Studien über die
Verwandtschaftsverhältnisse der dibranchiaten Cephalopo-
den^, Erlangen 1879, veröffentlicht. Er hat namentlich den
Mantelschliessapparat, das peripherische Nervensystem, das
Excretionssystem, den Tintenbeutel und die weiblichen
Geschlechtsorgane in den Bereich seiner Untersuchungen
gezogen, um daraus die Verwandtschaftsverhältnisse der
einzelnen Gruppen zu ermitteln. Die Natürlichkeit der
Gruppen der Dekapoden und Octopoden konnte in allen
Punkten bestätigt werden. Innerhalb der Dekapoden lassen
sich nur zwei Gruppen, Myopsiden und Oegopsiden unter-
scheiden; die Formen mit gekammerter Schale, Spirula und
Sepia können nicht als Calciphora den übrigen Dekapoden
als Chondrophora gegenüber gestellt werden, sondern sind
unter die Myopsiden einzureihen. Die Oegopsiden und
Myopsiden sind nicht nur systematisch, sondern auch ana-
tomisch wohl charakterisirte Gruppen. Die Gattungen Spi-
rula, Sepia, Loligo, Sepiola, Ommastrephes, Onychoteuthis
und Exoploteuthis sind auch anatomisch wohl begründet;
Cranchia ist von Owenia scharf zu trennen, vielleicht so-
gar zu den Myopsiden zu rechnen, ebenso muss Loligopsis
Veranyi generisch von den anderen Loligopsis-Arten ge-
trennt werden. Innerhalb der Octopoden sind die Philo-
der Mollusken während des Jahres 1879. 201
nexiden und Octopodiden wohl charakterisirte Gruppen,
Cirrhoteuthis muss als Repräsentant einer dritten Familie
betrachtet werden. Tremoctopus violaceus und Carena sind
generisch zu trennen, für Octopus glaubt Verf. eine so
bunte Gesellschaft zusammengewürfelt, dass er es für zweck-
mässig hält, mit einer systematischen Revision der Octo-
poden noch zu warten. — Auch für die Phylogenie findet
Verf. seine Resultate, kommt auch zu einem Stammbaum
der Cephalopoden, dessen Anfang schon weit vor der Trias
gesucht werden müsse. Für ihn verweisen wir auf die
Abhandlung selbst. Vergl. auch Sitzungsber. der phys.
med. Societät zu Erlangen 11. Heft p. 114.
Blake, lieber die Homologien der Cephalopoden.
Die Beugung des Darmes der Cephalopoden und Ptero-
poden ist „pedal^, und die der andern Odontophoren „ce-
phalic"; und der Körper eines Cephalopoden muss zum
Vergleich mit einem Gasteropoden mit der Mantelhöhle
horizontal gestellt werden. Die Arme sind nicht homolog
mit dem Fuss, sondern bilden ein Antivelum. Die labialen
und tentacularen Fortsätze und nicht die Tentakeln von
Nautilus sind den Armen eines Octopus homolog. Die
Kappe ist verwandt mit dem Aptychus der Ammoniten,
der Schale von Argonauta und den Nackenplatten der
Sepia. Ascoceras soll die Beziehungen des Sepienknochens
mit der Nautilusschale zeigen. British Association held at
Sheffield 1879. p. 376.
Blake erörterte von Neuem die Frage über die Ho-
mologien der Cephalopoden. Er halt die Cephalopoden
für eine Abzweigung des Hauptstammes der Mollusken
durch die Pteropoden, in einer früheren Periode als die
Entwickelung der gewöhnlichen Gasteropoden; ihre Ueber-
reste sind auch in älteren Schriften erhalten als die, in
welchen sich Gasteropoden finden. Die Arme der Cephalo-
poden hält er für homolog nicht dem Velum der Schnecken,
sondern dem Antivelum, da sie auf der entgegengesetzten
Seite liegen. Den Fuss der Schnecken möchte er in der
Klappe im Trichter erkennen. In der Deutung der Arme
von Nautilus stimmt er Valenciennes bei, namentlich ge-
stützt auf die Beschreibung der Männchen durch Van der
202 Troschel: Bericht über d, Leistungen in d. Naturgeschichte
Hoeven, dass nämlich die acht Fortsätze, welche die Ten-
takeln tragen, die Arme sind. Von der Kappe des Nautilus
giebt er zwei Ansichten, entweder sei sie entsprechend den
zwei verwachsenen oberen Armen, und schiede bei den
verwandten fossilen Arten den sogenannten Aptychus aus,
wie die beiden oberen Arme bei Argonauta die Schale;
oder wie bei Sepia und anderen Decapoden vor dem Kalk-
stück und dicht hinter den Augen zwei erhärtete Platten
liegen, welche den Aptychus ähneln, so mögen sie 'der
Kappe des Nautilus homolog sein. Dem Verf. scheinen
beide Auffassungen annehmbar. Annais nat. bist. IV. p. 303.
Dietl hat Untersuchungen über die Organisation des
Gehirns der Cephalopoden angestellt. Er beschreibt das-
selbe von Eledone und Sepiola. Wiener Sitzungsber. 77.
p. 481 mit Tafel I bis VIII.
Richiardi hat das Auge der Cephalopoden unter-
sucht. Er deutet die Theile des Auges anders als Hensen.
Dessen durchsichtige Cornea sei nur eine Hautfalte, seine
vordere Kammer sei durch diese Falte gebildet, seine ar-
gentea externa sei das Palpebral-Integument, seine Iris das
Augenlied, seine hintere Kammer die Höhle des Binde-
hautsackes, sein Corpus epitheliale sei der Ciliarkörper,
seine äussere oder fibröse Schicht der Retina sei die Cho-
roidea, die Pigmentschicht sei die innere oder Pigment-
schicht der Choroidea. Soc. Toscana di scienze naturali
1879; Annais nat. bist. III. p. 243. Vergl. auch Zool. An-
zeiger IL p. 138.
Vigelius untersuchte den Bau der Nieren der Ce-
phalopoden, und machte darüber eine Mittheilung. Tijd-
schr. nederl. dierkundige vereeniging IV. p. LIX.
Octopodidae. Leon Frederic q, Recherches sur la physio-
logie du poulpe commun (Octopus vulgaris). Er behandelt in be-
sonderen Abschnitten: Blut, Circulation, Urin, Respiration, Farben-
wechsel mit verschiedenen Experimenten, Digestion, Nerven und
Muskeln. Archives de zool. experim. 1878. p. 535.
Octopus piscatorum Verrill, Amer. Journ. sc. and arts 18.
p. 470, von Nova Scotia.
Krukenberg bringt in einem Aufsatze „Das Verhältniss der
Toxikologie zu den übrigen biologischen Disciplinen" mancherlei
der Mollusken während des Jahres 1879. 203
über den Einfluss' der Gifte auf das Chromatophorenspiel bei Ele-
doue bei. Bollettino Sog. Adriatica in Trieste V. p. 72.
Cirroteuthidae. Stauroteuthis n. gen. Verrill, Amer. Journ.
sc. .and arts 18. p. 468. Verwandt mit Cirroteuthis, aber der Mantel
ist an den Kopf rundum angewachsen und an der Dorsalseite des
dünnen Trichters, eine sehr kleine Oeffnung seitlich und unterhalb
des Trichters lassend. Flossen dreieckig vor der Mitte des Körpers;
Rückenknorpel bildet einen mittleren nach hinten gerichteten Winkel;
Körper flach, weich, von einer Membran gerandet; Augen von der
Haut bedeckt. Schwimmhaut erreicht die Spitze der Arme nicht,
der Rand in den Zwischenräumen concav; Saugnäpfe in einer Reihe;
Girren fehlen zwischen den basalen und terminalen Saugnäpfen ; der
rechte Arm des zweiten Paares ist beim Männchen an der Spitze
umgeändert. St. syrtensis von Sable Island.
Histioteuthis ColUnsii Verrill, Amer. Journ. sc. and arts XVII.
p. 241, aus dem Magen eines Alepidosaurus von Nova Scotia.
SpiruläCed. Owen hat die noch immer unvollständig bekannte
Spirula australis anatomisch untersucht, und dadurch die Kenntniss
dieses Thieres wesentlich erweitert. Es lag ein weibliches Exemplar
zur Untersuchung vor. Die Geschlechtsorgane bestehen aus einem
Ovarium, einem Oviduct mit einer Oviducal-Drüse und einem Paar
Nidamental-Drüsen. Aeussere Schwimmorgane sind nicht vorhanden.
Drei Tafeln mit Abbildungen erläutern den Text. Annais nat. hist.
ni. p. 1-16. pi. I— III.
Gasteropoda.
Braun machte Mittheilungen über Augen in Form von
offenen Augenbechern bei Patella und anderen Schnecken.
Naturforscher- Vers, zu Baden-Baden 19. Septbr. 1879.
Simroth hat über die Locomotion der Schnecken
(vergl. vorj. Ber. p. 344) seine Beobachtungen erweitert.
Correspondenzbl. Vereins für Sachsen und Thüringen 1878.
p. 381.
Troschel, Das Gebiss der Schnecken zur Begrün-
dung einer natürlichen Classification. Zweiten Bandes
sechste Lieferung, Berlin 1879. Sie beschäftigt sich mit
einer Fortsetzung der Trochoiden und behandelt die Gat-
tungen Cookia, Bolma, Calcar, Cyclostrema, Rotella, Chry-
sostoma, Delphinula, Livona, Trochus, Tectus, Polydonta,
204 Troschel: Bericht über d. Leistungen in d. Naturgeschichte
Clanculus, Monodonta, Omphalius, Oxystele, Diloma, Euche-
lus, Elenchus, Gibbula, Trochiscus, Zizyphinus.
Binney beschrieb Kiefer- und Zungenbezahnung
einiger Landschnecken, namentlich von Chlamydophorus,
Onchidella, Zonites, Janulus, Vitrinizonites n. gen., Uro-
cyclus, Cionella, Pupa, Hemitrochus, Plagioptycha, Micro-
physa, Triodopsis, Mesodon, Pomatia, Ochthephila, Tectula,
Plebecula, Leptaxis, Veronicella, Hemphillia, Simpulopsis,
Bulimulus, Macroceramus, Cylindrella, Omalonyx. — Darauf
folgt ein Verzeichniss der Arten, deren Gebiss Verf. be-
reits beschrieben hat, ein sehr dankenswerthes und ansehn-
liches Verzeichniss. — In einem Anhange giebt Verf. ein
Verzeichniss der bekannten Gattungen von Nacktschnecken
mit ihren Gattungsmerkmalen. Es sind die folgenden:
1) Agnatha. Gatt. Testacella Cuv., Daudebardia Hartm.,
Vaginulus Stol., Chlamydophorus Binn., Onchidium Buch.,
Onchidella Gray, Peronia Blainv., Buchanania Less. —
2) Holognatha Vit r ine a. Gatt. Limax L., Parmacella
Cuv., Tennentia Humb., Parmarion Fischer, Urocyclus Gray,
Dendrolimax Heynem., Vitrinoidea Semper. — 3) Holo-
gnatha Helicea. Gatt. Tebennophorus Binn.,' Oopelta
Heynem., Anadenus Heynem., Arion Fer., Ariolimax Mörch,
Prophysaon Bland and Binn., Pallifera Morse, Veronicella
Blainv., Binneya Cooper, Hemphillia Bl. and Binn., Geo-
malacus Alm., Letourneuxia Bourg., Peltella Webb et Van-
ben., Cryptostracon Binn., Gaeotis Shuttl. — 4) Elasmo-
gnatha. Gatt. Omalonyx d'Orb., Hyalimax Adams, Atho-
racophorus Gould. Als zweifelhafte Genera werden genannt:
Parmella, Othelosoma, Damayantia, Aspidiporus, Laconia,
Oris, Limacellus, Plectrophorus, Phosphorax. — Bulletin
Mus. Compar. Zoology V. No. 16.
Brooks hat die Entwickelung von Urosalpinx cine-
reus und Astyris lunata beobachtet. Urosalpinx legt zahl-
reiche Eikapseln, die an Felsen angeheftet werden in
Reihen an derselben Fläche, braucht aber dazu mehrere
Wochen, so dass man an ihnen die Embryonen in allen
Stadien findet. Jede Kapsel enthält 6 bis 20 Eier, die
sich alle zu Embryonen entwickeln, wobei jedoch häufig
abnormale oder retardirte Eier gefunden werden, die dann
der Mollusken während des Jahres 1879. 205
in ihre Zellen zerfallen, die lebhaft mittels ihrer Wimpern
umherschwimmen und in den Nahrungskanal anderer Em-
bryonen gelangen. Was jedoch bei Purpura normal zu
sein scheint, geschieht hier nur zufällig. Die Furchung
und die Bildung der ersten Organe werden dann beschrie-
ben. Die Furchung findet an dem Oral-Pole des grossen
Dotters statt und resultirt in der Bildung eines Blastoderms.
Frühzeitig lassen sich zweierlei Furchungskugeln unter-
scheiden, grosse undurchsichtige Kugeln, welche zuletzt
der Wand des grösseren Theils des Nahrungskanals den
Ursprung geben, und viel kleinere durchsichtige Kugeln,
welche bald gewimpert werden und eine Schicht bilden,
die ventral zu dem Endoderm und gewölbt über- der Fur-
chungshöhle ist. Die Endodermkugeln werden in einem
Bande um die Seiten und den Dorsalrand des Nahrungs-
dotters geordnet, und die Schichte des Ectoderms erstreckt
sich über sie und auch nach unten auf die Bauchfläche
des Nahrungsdotters. Das Ectoderm umgiebt den Nah-
rungsdotter und bildet die Ränder des Gastrula-Mundes,
auf der Rückenfläche. Der wahre Mund senkt sich an
dem Ende des Embryo ein, wo die Furchung beginnt. An-
fänglich ist der Körper lang, cylindrisch und bilateral,
aber bald krümmt er sich an der Bauchseite, so dass beide
Enden sich nähern. Es entwickelt sich ein Velum, geht
aber bald wieder verloren, und das Thier verlässt die Ei-
hülse als ein wahrer Gasteropode. Ein typisches Gastrula-
stadium giebt es nicht, aber der Embryo zeigt in verschie-
denen Perioden alle Phasen der Gastrulabildung. Chesa-
peake zool. laboratory 1878. p. 121 — 142 mit einer Tafel.
Taenioglossa. — —
Carriere fand bei seinen Untersuchungen über die Eegene-
ration bei den Landpulmonatec, dass eine Erneuerung des Kopfes
nicht stattfindet, sondern dass das Thier nach Verletzung des Schlund-
ringes immer zu Grunde geht; dagegen werden unter günstigen
Umständen Tentakel, Lippen, und auch grössere Theile des Kopfes
vollkommen regenerirt. Ein im Herbste operirtes Thier ersetzte
den Verlust des halben Kopfes während des Winterschlafes voll-
ständig; eine zu Anfang des Frühjahrs direct nach oder noch vor
dem Abwerfen des Deckels in gleicher Weise verstümmelte Schnecke
206 Troschel: BericM über d. Leistungen in d. Naturgeschichte
dagegen stirbt, nach der Meinung des Verf., weil ihre Kräfte zu er-
schöpft sind. Naturforscher-Vers, zu Baden-Baden 19. Sept. 1879.
Aciculacea. Äcicula Moussoni Boettger, Jahrb. D. Malak. Ges.
VI. p. 41. Taf. L Fig. 7, vom Kasbek.
Pomatiacea. Westerlund, der eine grosse Anzahl von Ori-
ginalexemplaren der Gattung Pomatias untersuchen konnte und mit
einer Monographie derselben beschäftigt ist, giebt die Diagnosen
einer Reihe von neuen Arten in Jahrb. D. malak. Ges. VI. p. 158:
Pomatias Westerlundi Paulucci aus Calabrien, dionysi Paulucci von
Syracus, macroclieilus aus Italien, Dalmatien und Griechenland, Gredleri
aus Tirol, elongatus Paulucci, elegantissimus Paulucci vom Monte
Forato, turricula Paulucci von Carrara, alleryanus Paulucci aus Si-
cilien, montanus Issel aus Italien, Adamii Paulucci aus Calabrien,
agriotes aus Italien, sospes aus Italien, crosseanus Paulucci aus Italien,
fischeriatius Paulucci aus Sicilien, Pirajni Benoit von der Insel Fa-
vagnana, nanus aus Croatien.
Cyclotacea. Alycaeus PeraJcensis Crosse, Journ. de Conchyl.
27. p. 206. pl. 12. Fig. 7, aus Perak.
Crosse hat einen Catalog der Arten der Gattung Opisthostoma
angefertigt. Er erkennt 7 Arten an, 5 aus Indien, 1 aus China und
1 von Labuan. Journ. de Conchyl. 27. p. 193. — 0. Paülucciae
Crosse u. Nevill, ib. p. 205. pl. 8. Fig. 1, aus Perak in China. —
0. peraTcense Godwin-Austen, Proc. zool. soc. p. 738. pl. 60. fig. 1,
von Perak.
Diplommatina Crosseana Godwin-Austen, Proc. zool. soc. p. 738.
pl. 60. fig. 3, von Perak.
Pdlaina Nevilli Crosse, Journ. de Conchyl. 27. p. 203. pl. 8.
Fig. 2, aus Perak. — P. mirdbüis und superba Godwin-Austen, Proc.
zool. soc. p. 739. pl. 60- fig. 4=, 5, von Perak.
Cyclophonis nigrofasciatus Miller, Malak. Bl. I. p. 142. Taf. 7.
Fig. 5, aus Ecuador.
Amphi cyclo tu s Crosse et Fischer, Journ. de Conchyl. 27.
p. 46, ist gegründet auf Cyclophorus Boucardi Salle: Testa globoso-
turbinata, subdepressa, apertura subrotundata, juxta insertionem
vix angulata, peristoma simplex, marginibus callo junctis, columellari
extus parum dilatato, basali et externo subacutis, intus leviter sub-
incrassatis. Operculum orbiculare, multispirum, corneum, medio so-
lidulum, ad marginem tenue, extus concaviusculum, medio peculia-
riter arctispirum, margine externo anfractuum in laminam vix pro-
minulam elevato, sublibero, intus medio incrassato, prominente,
papillato, mox concentrice tenuissime striato, versus marginem
laevigato.
Leucoptychia Tissotiana Crosse (1878) ist Journ. de Conchyl.
27. p. 38. pl. I. Fig. 2 abgebildet.
Lagocheüus warnefordianus Nevill, Handlist p. 282, von den
der Mollusken während des Jahres 1879. 207
Andamanen. — X. Toicnsendi Crosse, Journ. de Conchyl. 27. p. 200.
pl. 8. fig. 3, aus Perak.
Leptopoma roepstorffianum Nevill, Handlist p. 280, von den
Andamanen.
Pupina hungerfordiana Nevill, Handlist p. 300, vom Asadden
River.
Cyclo stomacea. Otopoma seychellense Nevill, Handlist p. 308,
von den Seychellen.
Tropidopliora caldwelliana Nevill, Handlist p. 305, von Pouce Mt.
Trancatellacea. Omphalotropis curta Garrett, Proc. Philadel-
phia p. 28, von Rurutu.
AmpuUariacea. Sabatier kommt nochmals auf die Athmung
der Ampullarien zurück, und schildert den Verlauf der Blutgefässe
und die Vertheilung des Blutes. Wenn die Function der Lungen
ausser Thätigkeit tritt v^ird alles Blut, welches die Lunge durch-
strömen sollte, dem Kiemensystem zugeführt. Comptes rendus p. 1325;
Annais nat. hist. IV. p. 323.
Ämpullaria quinindensis und expansa Miller, Malak. Bl. I.
p. 151. Taf. 15. Fig. 5, 6, aus Ecuador.
Faludinacea. Paludina rubicunda Marteus, Sitzungsber. Ges.
naturf. Freunde zu Berlin p. 104, aus dem Victoria Nianza.
Vivipara hellenica Clessin, Malak. Bl. I. p. 3. Taf. L P''ig. 1,
von Missolunghi. — F. Alisoni Brazier, Proc. New - South - Wales
1878. p. 221, aus Queensland.
Cleopatra aurocincta Martens, Sitzungsber. Ges. naturf. Freunde
zu Berlin p. 103, von Bagamojo.
Bithynia Dyeriana Petterd, Journal of Conchology H. p. 86,
aus Tasmania.
Paludestrina Ecuadoriana und BoetzJcesi Miller, Malak. Bl. I.
p. 153. Taf. 8. Fig. 3, 4, aus Ecuador.
Hydrobia pedrina Miller, Malak. Bl. I. p. 155. Taf. 6. Fig. 7.
— H. pumilio Edgar Smith, Transact. Royal Soc. 168. p. 173. pl. IX.
Fig. 7, von Kerguelen.^
M. Paulucci widerspricht der Behauptung von Clessin (1878),
Bythinia Saviana sei eine Belgrandia, bleibt vielmehr bei ihrer Mei-
nung, sie als Synonym von Thermhydrobia thermalis zu nehmen.
Jahrb. D. Malak. Ges. VI. p. 64.
Lithoglyplius muUicarinatus Miller, Malak. Bl. I. p. 157. Taf. 15.
Fig. 4, aus Ecuador.
Melaniacea. Melania Limborgi Hanley, Journ. Linnean Soc.
XIV. p. 580, aus Tenasserim. — M. Biivae Kobelt, Abhandl. Sencken-
berg. Ges. XI. p. 416, von Japan. — M. dactulios, WiTkinsonii und
scalariforniis Tenison-Wood, Proc. Linn. Soc. New-South- Wales IV.
p. 24. pl. 4. fig. 8, 4, von Neu-Guinea. — M. subpUcata und Snelle-
manni Schepman, Natuurlijke historie pl. 1. fig. 6 u. 5, von Sumatra,
208 Troschei: Bericht über d. Leistungen in d. Naturgeschichte
Von Hemisinus Osculati Villa unterscheidet Miller die Varie-
täten Saladensis, nigra und minuta aus Ecuador. Malak. Bl. I.
p. 164.
Melanatria Goudotiana Brot bei Küster, p. 405, von Mada-
gascar.
Melanopsis fulminata Brot, p. 458, aus Neu-Caledonien.
Rissoacea. Missoa Griegi und semipellucida Friele, Jahrb. D.
malak. Ges. VI. p. 274, von Spitzbergen.
Verrill verweist Risson Jan-Mayeni Friele, Turritella areolata
Stimps. und Rissoa castanea Moll, in die Gattung Cingula. Amer.
Journ. sc. and arts XVIT. p. 311.
Littorinacea. Echinella Gaidet Montrouzier, Journ. de Conchyl.
27. p. 26, von der Insel Lifu.
Fossarina Legrandi Petterd, Journ. of Conchology H. p. 104,
von Tasmania.
Gaecidae. Der Marquis De Folin hat die aus der Challenger
Expedition gewonnenen Gaecidae bekannt gemacht. Sie gehören
vier Gattungen an. Neu sind folgende Arten : Parastrophia Chällen-
geri von Cap York, Strebloceras subannulatum von Honolulu, Wat-
sonia n. gen. testa probabiliter primum nucleosa, postea tubularia,
decollata, vix bicurvata, conica; apertura orbicularis valde obliqua,
valide circumdata. W. elegans von Cap York, Caecum lineicinctum
Westindieu, attennatum Cap York, suhflavum Cap York, succineum
Cap York, microeyclos Cap York, exile Tongatabu, crystalUnum Ho-
nolulu. Proc. zool. soc. p. 806.
Trichotropidae. Triciwtropis inflata Friele, Jahrb. D. malak.
Ges. VI. p. 275, von Spitzbergen.
Gapuloidea. Nach Mazyck kommt Crepidula aculeata auch
an der Küste von Südcaroiina vor. Journal of conchology II. p. 79.
Onnstidae. Fischer kritisirt die Arten, welche unter dem
Namen Xenophora crispa Koenig beschrieben sind. Demnach wären
sie eocän, pliocän und lebend im Mittelmeer (Weinland) und an der
Africanischen Küste (Marteus). Die Form des Mittelmeeres muss
den Namen Xenophora mediterranea Tiberi behalten, die africanische
ist X. caperata Petit, X. crispa Mart., X. senegalensis Fischer.
Journ. de Conchyl. 27. p. 210.
Naticacea. Natica hathybii Friele, Jahrb. D. Malak. Ges. VI.
p. 272, von Spitzbergen.
Cypraeacea. Garrett hat zehn Gruppen der Südseeinselu auf
die daselbst vorkommenden Cypraeiden untersucht, um das genaue
Vaterland festzustellen. Von den 75 Arten, welche das Verzeichniss
enthält, kommen 44 an den Viti, 36 an Tonga, 41 an Samoa, 43 an
Kingsmill, 32 an den Carolinen vor, 36 an den Cooksinseln, 45 an
den Societäts-, 43 an den Paumotu-, 13 an den Marquesas-, 31 an
den Sandwichinseln. An den fünf erstgenannten, die als Westpoly-
der Mollusken während des Jahres 1879. 209
nesien unterschieden werden, leben 53 Arten, von denen 18 in den
östlichen Gruppen nicht vorkommen; in Ostpolynesien finden sich
56 Arten, von denen '^0 in den westlichen Inseln vermisst werden.
Journal of Conchology IL p. 105.
ßrazier zählt die Cypraeen auf, welche in Moreton Bay,
Queensland, vorkommen, nach der Sammlung von Mr. Coxen von
Brisbane. Journal of Conchology II. p. 317.
H o b s o n legte ein Exemplar von der seltenen Cypraea guttata
vor, die in Neu-Britanien gefunden wurde. Proc. Linn. See. New
South Wales IV. p. 243.
Cox spricht sich, wohl mit Recht, dahin aus, dass die Arten
der Gattung Cypraea in Neu-Caledonien sehr variabel sind, so dass
nach ihnen mit Unrecht neue Species gegründet wurden. So ist
C. eglantina Ducl. nur Varietät von C. arabica, C. Barthelemyi von
C. moneta, C. knomeensis Marie von C. annulus, C. Crossei Marie
von C. stolida u. s. w. Er legte auch eine rein weisse Varietät von
C. umbilicata von Tasmania vor. Ib. p. 385.
Tritonidae. Bosca, über ein monströses Exemplar von Ra-
nella gigantea bei Lissabon, mit Holzschnitt. Anales de historia
natural VII. Actas p. 25.
Jousseaume will den Namen Biplex Perry (1811), welcher
identisch mit Ranella Lam. (1812) ist, wieder herstellen, und diese
Gattung mit Murex vereinigen, die er Purpura nennen, und den
Namen Murex für Strombus anwenden will. (Gegen die Vereinigung
mit Murex spricht das Gebiss 1) Er unterscheidet dann Biplex perya
von Biplex pulchra. Le Naturaliste I. p. 5.
Cassidea. Cassis nana Tenison-Wood, Proc. Linn. Soc. New
South Wales IV. p. 108, von Moreton Bay.
ßhipidoglossa.
Helicinacea. Helicina heatrix Angas, Proc. zool. soc. p. 484.
pl. 40. fig. 3, von Costarica. — H. Ecuadoriana Miller, Malak. Bl.
I. p. 146. Taf. 5. fig. 4, aus Ecuador.
Bourciera striatida und viridissima Miller, Malak. Bl. I. p. 145.
Taf. 5. Fig. 5 und 6, aus Ecuador.
Georissa Monterosatiana und semisculpta Nevill, Proc. zool.
soc. p. 739. pl. 59. Fig. 6 und 3, von Perak.
Acmella roepstorffiana von den Nicobaren und moreletiana von
Batti Malve Nevill, Handlist p, 251. Beide sind Proc. zool. soc.
p. 737. pl. 59. fig. 4, 5 abgebildet.
Neritacea. Navicella nana Montrouzier, Journ. de Conchyl. 27.
p. 135, von Neu-Caledonien.
Neritina suavis Gassies, Journ. de Conchyl. 27. p. 134, aus
Neu-Caledonien, Lifu. — N. sdlmacida Morelet, ib. p. 312. pl. XII.
Fig. 5, von der Insel Anjouan. — N. hispalensis Martens bei Küster
Archiv für Naturg. XXXXVI. Jahrg. 2. Bd. ^ 0
210 TroBclael: Bericlit über d. Leistungen in d. Naturgeschichte
p. 230. Taf. 22. Fig. 20, 21, aus dem südlichen Spanien. — N. con-
similis Martens, ib. p. 243. Taf. 23. fig. 25, 26, von Mauritius.
Neritopsidae. Narica Montrouzieri Souverbie, Journ. de Con-
chyl. 27. p. 136, von Neu-Caledonien, Lifu.
Trochacea. Astralium pagodus Tenison-Wood, Proc. Linn. Soc.
New South Wales IV. p. 110, von Moreton Bay.
Cyclostrema profundum Friele, Jahrb. D. malak. Ges. VI. p. 272,
von Spitzborgen.
Trochus smaltatus ohne Vaterlandsangabe, T. {Minolia) se-
miustus Neu- Caledonien, T. utiicarinatus Australien, T. subincar-
natus Nossi-Be bei Madagaskar, Fischer, Journal de Conchyl. 27.
p. 22.
Plesiotrochus Souverbianus, Monilea Lifuana, Tectaria Mont-
rouzieri und Trochus Giliberti Fischer (1878) sind Journ. de Con-
chyl. 27. pl III abgebildet.
Clancidus undatoides Tenison-Wood, Proc. Linn. Soc. New
South Wales IV, p. 22. pl. 4. fig. 7, von Port Jackson.
Ihalotia marginata Tenison-Wood, Proc. Linn. Soc. New South
Wales IV. p. 109, von Moreton-Bay.
Gihbula tasmanica Petterd, Journal of Conchology II. p. 103,
von Tasraania.
Gibbula supragranosa Smith ist nach Brazier mit kalkigem
Deckel versehen, also ein Turbo. Proc. New South Wales 1878.
p. 155.
Watson beschäftigte sich, Journ. Linnean Soc. XIV. p. 586,
mit einer Gruppe der Trocboiden, nämlich mit den Gattungen Se-
guenzia Jeffr., die schon 1876 in Roy. Soc. Proc. aufgestellt aber in
unseren Berichten noch nicht angeführt war, Basilissa n. gen., Gaza
n. gen. und Bembix n. gen. Von Seguenza hat Verf. vier Arten,
S, formosa Jeffreys Westindien, ionica Westindien, carinata Jeffreys
Azoren, trispinosa Pernambuco.
Basilissa testa conica, carinata, umbilicata, margaritacea,
anfractu ultimo superne sinuato; columella recta, parum obliqua,
tenuis, superne excavata, inferne vix dentata, ad basin autem valde
angulata ; apertura rhomboidea, labiis nee conniventibus nee callo
palatali junctis. B. lampra Japan, simplex Mündung des La Plata,
munda Canaren, alta Westindien, superba Cap York, costulata West-
indien.
Gaza testa trochiforrais, plane margaritacea, eleganter cae-
lata, labio retroverso calloque margaritaceo incrassato; columella
torta, directa, antice mucrone angulata, postice a labio penitus dis-
juncta, ad regionem autem umbilicalem in pulvinum margaritaceum
complanata ; operculum rotundum, membranaceum, tenue, multispirale.
6r. daedala Fidschi.
der Mollusken während des Jahres 187§. 211
Bemiix testa conica, alta, carinata, basi inflata, umbilicata,
tenuis, margaritacea, epidermide tenui membranacea induta. JB.
aedla Japan.
Jeffreys hat bei der ersten Aufstellung der Gattung Seguenzia
die Meinung gehabt, dass sie in die Nähe von Solarium gehöre, und
hält diese Ansicht aufrecht, indem er sich besonders auf den ohr-
förmigen aus wenigen Windungen bestehenden Deckel beruft. Journ.
Linnean Soc. XIV. p. 605.
Schismope tasmanica Petterd, Journ. of Conchology IL p. 104,
von Tasmania.
Fissurellacea. Schepman beschrieb eine neue Art Pleuro-
tomaria JRumpMi von den Molukken, so dass diese Gattung nunmehr
vier lebende Arten zählt. Tijdschr. nederl. dierk. Vereeniging IV.
p. 162.
Edgar Smith berichtigt die Synonymie der Arten der Gat-
tung Scutus. Er erkennt drei Arten an. Journal of Conchology
IL p. 252.
Toxoglossa.
Terebracea. Terehra gotoensis, Jeffreysii, subtextilis Edgar Smith,
Proc. zool. soc. p. 183. pl. 19. fig. 1 — 3, von Japan. — T. venilia
Tenison-Wood, Proc. Linn. Soc. New South Wales IV. p. 23. pl. 4.
fig. 2, von Port Jackson. Dabei ist fig. 1 auch T. Brazieri Angas
abgebildet.
Pleurotomacea. F.E.Koch schlägt eine Eintheilung der Pleu-
rotomidae, unter besonderer Berücksichtigung der in Mecklenburg
vorkommenden fossilen Arten vor, wobei er 15 Gattungen unter-
scheidet: Cryptoconus v. Koenen, Pleurotoma Lam., Surcula Adams,
Genota Adams, Drillia Gray, Bela Gray, Clavatula Lam., Clinura Bel-
lardi, Lachesis Risso, Borsonia Bellardi, Oligotoma Bellardi, ßaphi-
toma Bellardi, Mangelia Leach, Defrancia Millet, Taranis Jeffreys.
Mecklenburger Archiv 32. p. 40.
Pleurotoma niponica^ difficilis, triporcatä, consimiUs Edgar
Smith, Proc. zool. soc. p. 186. pl. 19. fig. 7, 8, 9, 11, von Japan.
Drillia peradmirabilis, nagasalciensis, longispira, siibobliquata,
candens, raricostata, inter^naculata, humilis, flavonodulosa, tortilirata,
subauriformis Edgar Smith, Proc. zool. soc. p. 189. pl. 19. fig. 12
— 23, von Japan.
Defrancia gracilispira Edgar Smith, Proc. zool. soc. p. 196.
pl. 19. fig. 25, von Japan.
Daphnella fuscobalteata, subzonata Edgar Smith, Proc. zool.
soc. p. 196. pl. 19. fig. 26, 27, von Japan. — D. Mngensis Petterd,
Journ. of Conchology IL p. 102, von Tasmania.
Cythara MacCoyi Petterd, Journ. of Conchology IL p. 103,
von Tasmania.
212 Troschel: Bericht über d. Leistungen in d. Naturgeschichte
Mangelia rohusticostata Edgar Smith, Proc. zool. soc. p. 198.
pl. 19. fig. 28, von Japan.
GaDCellariacea. Cancellaria japonica Edgar Smith, Proc. zool.
soc. p. 216. pl. 20. flg. 54, von Japan.
Admote limnaeaeformis Edgar Smith, Transact. Royal Soc. 168.
p. 172. pl. 9. fig. 4, von Kerguelen. — A. contabulata Friele, Jahrb.
D. Malak. Ges. VI. p. 276, von Spitzbergen.
Rhachiglossa.
Volutacea. Fischer untersuchte das Thier von Voluta mu-
sica. Es hat einen Deckel, der viel länger ist als der von Lyria.
Die Radula hat nur die Mittelplatten, wie alle Voluten, ist aber
sehr breit und vielzähnig, während sie bei Cyrabium, Melo, Vesper-
tilio, Aulica und Lyria dreizähnig, bei Amoria einspitzig sind; Vo-
lutomitra besitzt Seitenzähne. Er ist geneigt für die untersuchte
Art den Humpbrey'schen Namen Musica vorzuziehen. Journal de
Conchyl. 27. p. 97. pl. V. «>
Voluta Bednalli Brazier, Proc. Linn. Soc. New South Wales
1878, von Poit Darwin, Nordaustralien.
Dohrn beschrieb Voluta dubia Brod. nach vollständigeren
Exemplaren und erklärt die Art für verschieden von V. junonia,
auch gehöre Fusus tesselatus nicht dahin. Jahrb. D. malak. Ges.
VI. p. 150.
Crosse hat sich von der Identität der Voluta Cleryana Petit
mit Voluta americana Reeve überzeugt. Journal de Conchyliologie
27. p. 1.
Voluta Prevostiana Crosse (1878) ist Journ. de Conchyl. 27.
p. 41. pl. I und II. Fig. 1 abgebildet.
Kobelt's Catalog der Gattung Lyria Gray enthält 15 Arten,
nämlich 9 Lyria s. str. und 6 Anaeta Adams. Jahrb. D. malak. Ges.
VL p. 176.
Marginellacca. Täte verzeichnete von den Küsten Australiens
32 Arten Marginella und 4 Erato, von Südaustralien 4 Marginella,
2 Hyalina und 1 Erato. Neu sind unter den letzteren Marginella
subbulbosa, cymbalum, denticulata, tridentata und albida, sowie Erato
bimaculata. Transact. Phil. Soc. Adelaide 1878.
Fasciolariacea. Tapparone-Canefri bespricht einige Con-
chylien aus den Gattungen Latirus und Peristernia, die er in der
kostbaren Sammlung der Marquise Paulucci in Florenz untersuchen
konnte. Er berichtigte namentlich die Synonymie. Als neu sind
beschrieben: Latirus Robillardi von Mauritius, Peristernia Kobeltiana
(Turbinella zeelandica Kobelt), Peristernia Paulucciae von Mauritius.
Journ. de Conchyl. 27. p. 316.
Fusacea. Fusus nlgrorostratusy niponicus, siwplex, coreanicuSf
der Mollusken während des Jahres 1879. 213
pachyraphe Edgar Smith, Proc. zool. soc. p. 202. pl. 20. fig. 33—37,
von Japan.
Buccinacea. Friele legte durch Untersuchung der Radula
einer grossen Menge von Buccinum-Arten und Individuen dar, dass
dieselbe in derselben Art sehr variire, und dass für die Art-
unterscheidung dies Kennzeichen nur mit grosser Vorsicht benutzt
werden kann. Darin gebe ich dem Verf. vollkommen Recht, und
ich habe selbst mehrfach ausgesprochen, dass für Familien- und
Gattungsunterschiede die Radula sich vortrefflich bewähre, dass da-
gegen für Speciesunterschiede sie keineswegs immer zu brauchen sei.
Ich hatte dabei freilich die grosse Uebereinstimmung verschiedener,
aber verwandter Species im Auge. Verf, zeigt nun auch die Varia-
bilität in den einzelnen Species durch zahlreiche Figuren auf drei
Tafeln. Jahrb. D. malak. Ges. VI. p. 256. Taf. 5—7.
Kobelt, Catalog der Gattung Volutharpa Fisch, enthält 6 Arten.
Jahrb. D. malak. Ges. VI. p. 175.
Neptunea Ossiani, N. (Sipho) Hanseni, virgatus, Danielsseni
Friele, Jahrb. D. malak. Ges. VI. p. 279, von Spitzbergen.
Tritonidea subrubiginosa Edgar Smith, Proc. zool, soc. p. 206.
pl. 20. fig, 40, von Japan.
Nassacea. Marrat Hess zwei kleine Brochuren in Liverpool
erscheinen, die sich auf die Gattung Nassa beziehen. Die eine (1876)
behandelt die Veränderung der Sculptur an den Schalen dieser Gat-
tung, in der anderen (1877) werden 40 neue Formen von Nassa be-
schrieben. Er nennt sie Formen, weil er den Speciesbegriff als
Darwinist nicht anerkennt.
Marrat hat sich mit der Gattung Nassa beschäftigt. In Proc.
Liverpool Society 1879 hat er sich nach Untersuchung reichen Ma-
terials On the arrangement of the shells in the genus Nassa dahin
geäussert, dass wegen der vielfachen Uebergänge es schwer festzu-
stellen sei, was man als Species und was als Varietät anzusehen sei.
— Ferner spricht er sich in Proc. of the Liverpool Geological Soc.
1879 unter dem Titel Recent and fossil Nassa über die fossilen
Formen von Nassa in ähnlicher Weise aus.
In einem Heft von Marrat, On the Varieties of the shells
belonging to the Genus Nassa Lam., welches zwar erst Liverpool
1880 datirt ist, das wir aber hier schon vorweg besprechen wollen,
sind die beiden eben erwähnten Abhandlungen als Anhang wieder
abgedruckt; ebenso ein kleiner Aufsatz On the .Variation of sculpture
exhibited in the shells of the genus Nassa vom Jahr 1876, und einer
On some proposed new forms in the genus Nassa aus dem Jahr 1877
mit einer Tafel. In dem Text zu diesem Hefte (95 pp.) beschreibt
er das Thier und den Deckel, verzeichnet 1321 Formen. Von diesen
sind beschrieben: Nassa nodosa Malacca, prompta^ picturata, acu-
minata, ferriiginea, lyraeformis China, hucculenta Philippinen, polita
214 Troschel: Bericht über d. Leistungen in d. Naturgeschichte
Mauritius, quercina, granulosa, lactea, decorata, grata, caerulea, täbe-
scens, pusüla, lauta, crassicostata, qumquecostata, sculpta, Hanleyana,
parva. Im Ganzen will Verf. nicht gerade behaupten, aass die Gat-
tung aus einer Art in endlosen Formvarietäten bestehe, aber die
Masse der Thatsachen ziele doch darauf hin.
Nassa peritrema Tenison-Wood, Proc. Linn. Soc. New South
Wales IV. p. 21. pl. 4. fig. 5. von Port Jackson.
Mar rat erklärt Nassa rutilans Reeve und unicolora Kiener für
identisch mit Nassa trifasciata Gmelin, Journal of conchoMgy II.
p. 78. — Derselbe erörtert ib. die Verschiedenheit der von So-
werby, Kiener und Reeve beschriebenen Nassa elegans. N. elegans
Reeve sei = N. fossata Gould und = N. Moreletii Crosse.
Nassa (HimaJ acutidentata und luteola Edgar Schmidt, Proc.
zool. soc. p. 212. pl. 20 fig. 46, 47. von Japan.
Die Gattung Northia Gray enthält nach Kobelts Catalog, Jahrb.
D. malak. Ges. VI. p. 176. drei Arten.
Golambellacea. CölumbeUa (Atilia) LiscKkei und niveomargi-
nata Edgar Smith, Proc. zool. soc. p. 207. pl. 20 fig. 41, 42. von
Japan. — C. (ZafraJ subvitrea, Edgar Smith, ib. p. 209. pl. 20 fig.
43. von Japan. — C. alba Petterd Journ. of Conchology II. p. 104.
von Tasmania.
Olivacea. AnciUaria inornata, Edgar Smith, Proc. zool. soc.
p. 217. pl. 20. fig. 56. von Japan.
Striatellacea. Costellaria fusco-apieata und ' gotoensis, Edgar
Smith, Proc. zool. soc. p. 214. pl. 20. fig. 49, 51. von Japan.
Mitra jucunda Dunker, Journ. de Conchyl. 27. p. 212. pl. 9.
Fig. 1. von Saigon.
Pusia aemula Edgar Smith, Pröc. zool. soc. p. 215. pl. 20.
fig. 52. von Japan.
Mnricea. Murex Clausii Dunker, Journ. de Conchyl. 27. p.
213 pl. 8. fig. 6, von Guinea. — M. (Pteronotus) LöbhecJcei Kobelt
und percoides Löbbecke aus China, und M. (Ghicoreus) benedietinus
Löbbecke aus dem Indischen Ocean. Jahrb. D. Malak. Ges. VI.
p. 78.
Kobelt verfasste einen Catalog der Gattung Trophon Montf.,
der 55 Arten enthält, nämlich 34 Trophon s. str. und 21 ürosalpinx
Stimps. Jahrb. D. malak. Ges. VI. p. 168.
Ürosalpinx innotabilis Edgar Smith, Proc. zool. soc. p. 201.
pl. 20. fig. 32. von Japan.
Neobuccinum n. gen. Edgar Smith, Transact. Royal Soc. 168.
p. 168. pl. IX. Fig. 1. Testa bucciniformis ; canalis latus, brevis;
operculum ovatiusculum, unispirale (nucleo vix terminali), ad mar-
ginem prope nucleum leviter sinuatum, concentrice lineis incrementi
curvatis striatum. Gegründet auf Buccinopsis Eatoni Smith 1875.
Purpuracea. Bouchard-Chantereaux, über das Anbohren
der Mollusken während des Jahres 1879. 215
der Muscheln durch Purpura lapillus. Die Durchbohrung wird in
3 bis 5 Minuten bewerkstelligt, nur die Eingeweide der Muschel
werden herausgefressen. Journ. de Conchyl. 27. p. 124.
CoralUophila Jeffreysii Edgar Smith, Proc. zool. soc. p. 213.
pl. 20. flg. 28. von Japan.
Docoglossa.
Patellacea. Patella (Patinella) Tcerguelensis Edgar Smith, Trans-
act. Royal Soc. 168. p. 177. pl. IX. fig. 13. von Kerguelen.
Ghitonidae. Kowalevsky, Vorläufige Mittheilung über die
Entwickelung der Chitonen. Zool. Anzeiger II. p. 469.
Monterosato, Enumerazione e sinonimia delle conchiglie
mediterranee 2 Partie, 1. memoire, Ghitonidae. Palermo 1879, 16
Arten in 3 Gattungen.
Dentaliacea- Watson zählt aus der Gruppe der Solenocon-
chia eine grosse Menge von Arten auf, nämlich 18 Dentalium, darunter
neu D. aegeum von Kerguelen, amphialum von der Mündung des
La Plata, ceras östlich von Japan, diorrhox Neu-Seeland, leptosceles
südlich von Australien, circumcinctum Antillen, acutissimum östlich
von Japan, compressum Westindien, didymum Westindien, yoJcoha-
mense Japan, tornatum Fidschiinseln, — 7 Siphonodentalien, alle neu,
S. platatnodes Westindien, tytthum Westindien, pusülum Canarien,
tetrascMstum Brasilien, dichelum Fidschi, prionotum Nordaustralien,
ehorascense Torresstrasse, — und 11 Cadulus, wovon neu C. colubri-
dens Neuseeland, vulpidens Westindien, rastridens W^estindien, sauri-
dens Westindien, simülimus Cap York, curtus Westindien, öbesus
Westindien, exiguus Westindien, ampullaceus Westindien. Journal
Linnean Soc. XIV. p. 508.
Polmonata.
Simroth hat seine Studien über die Bewegung un-
serer Landschnecken insofern fortgesetzt und erweitert, als
er durch schärfere anatomische Untersuchungen den Be-
weis für seine Anschauungen geliefert hat. Zum Unter-
suchungsobject hat er den Limax cinereo-niger gewählt.
Zeitschr. wiss. Zoologie 32. p. 284 ~ 322 mit Tafel XVI
und XVII.
Binney beschreibt Kiefer- und Zungenbewaifnung
einiger Landschnecken von Costa Rica, namentlich Velifera
n. gen. Gabbi, Cryptostracon n. gen* Gabbi, Limax semitec-
tus, Tebennophorus costaricensis, Bulimulus Irazuensis.
Die beiden neuen Gattungen s. unten. Annais New York
Acad. I. p. 257 mit pl. XI.
216 Troschel: Bericht über cT. Leistungen in d. Naturgeschichte
Godwin -Aus teni^ hebt die Wichtigkeit hervor, die
Thiere mancher Heliciden, und namentlich den Capreolus
Lister's zu untersuchen. Er hofft, es werden sich dadurch
bessere Charaktere für die Unterscheidung ergeben, als
durch die blosse Schale. British Association held at Shef-
field 1879. p. 377.
Helicea. Legrand hält Helix bisulcata für eine Monstrosität
von H. Launcestonensis Keeve ; von H. subangulata glaubt er nicht,
dass sie in Tasmanien vorkomme; Helix Sydneyensis identificirt er
mit H. cellaria, und H, Alexandrae mit H. costata. Auch H. aspersa
hat den Weg nach Tasmania gefunden. Journal of Conchology
IL p. 95.
Brazier giebt an, dass Helix pulchella Müll, und Helix cel-
laria Müll, in Australien vorkommen, indem er H. Alexandrae Cox
mit der erstgenannten Art, H. Sydneyensis Cox mit der letzteren
für identisch erklärt. Journ. of Conchology H. p. 281.
Helix Oritliyia Martens, Sitzungsber. Ges. naturf. Freunde zu
Berlin p. 73 aus dem chinesischen Löss. — H, paricincta, duplocincta
und caviwargo Martens ib. p. 125 von Kuldscha. — H. treluiniaca
Mabille Guide du Naturali^te I. p. 10 von Paris. — H. mica und
circumfilaris Morelet Journ. de Conchyl. 27. p. 308. pl. XH. fig. 1,
2 von der Insel Anjouan. — H. hebias, zeMna, lala, Mazee, Nico-
medes und Beddomae Brazier, Proc. Linn. Sog. New South Wales
1878 von Queensland. — H. novacula Pfeiffer Novit, conchol. p. 181.
Taf. 152 Fig. 4 — 6. — H. Prietoi, Ponsi und Pollensensis Hidalgo
Cronica cientifica 11. p. 164. von den Balearen. — H. Äscherae Kobelt
Iconographie VII. p. 11. vom Monte S. Giuliano.
Helix JDyeri, Böblini, Kersliawi, miniosa, Spiceri, Wynyarden-
sis, rosacea, Jungermanniae, Mathinnae, Fur^ieauxensis, Henryana,
Trucanini, LottaJi, Barrenensis Petterd sind neue Arten von Tas-
mania. Journal of Conchology. II. p. 210.
Helix Berlierei und Derbesiana Crosse, (1875) sind Journ. de
Conchyl. 27. p. 43. pl. II. fig. 3 und 2 abgebildet.
Patula rurutuensis Garrett, Proc. Philadelphia p. 18 von
Rurutu.
Tenison-Wood widerspricht der Meinung von Petterd, welcher
behauptete (vergl. Ber. 1877. p. 176) Helix Ramsayi Cox sei nur eine
Varietät von coijfusa Pfr. und H. Harriettae sei nur ein junges
Exemplar derselben Art. Er hält beide vielmehr für gute Arten.
Journ. de Conchyl. 27. p. 333.
Taylor fand Helix rotundata var. alba bei Harrogate. Journ.
of Conchology H. p. 282.
M. Paulucci hat durch Ansicht des Originalexeraplares er-
kannt, dass Helix Balmei Potiez et Michaud identisch ist mit Helix
der Mollusken während des Jahres 1879. 217
flavida Ziegl., vor welcher sie die Priorität hat. Journ, de Conchyl.
27. p. 6.
Helix (Eulotd) anonyma Westerland, Jahrb. D. malak. Ges.
VI. p. 157. von Civita Vecchia.
Hygrcnnia matronica Jousseaume, Bull. Soc. zoologique de
France 1878. p. 153. pl. III. fig. 28, 29 aus der Gegend von Paris.
Godwin-Austen stellte 3 neue Arten von Helix (Plectopylis)
auf: PI. brachydiscus aus Tenasserim, Oglei und hrahma aus Assam.
Asiat. Journ. of ßengal 48. p. 1. — Plectopylis minor von Darjiling,
und Hanleyi von Sikkim Godwin-Austen. Annais nat. bist. IV.
p. 163.
Systrophia pseudo-planorhis Labomirski. Proc. zool. soc. p.
719. pl. 55 fig. 1—3 aus Peru.
Xerophila instabilis var. Bakowskyana und obvia var. KroMf
Clessin Malak. Bl. I. p. 9. aus Galizien.
Hermann Dietz hat bei Augsburg Helix thymorum Alten ge-
funden, und da sie von Einigen für Xerophila striata gehalten wor-
den, auf den Liebespfeil untersucht. Sie hatte in den allermeisten
Fällen nur einen Pfeil, war also Xerophila candidula Stud. Nur
drei Exemplare hatten zwei Pfeile, waren also Xerophila striata.
Demnach ist wohl letztere nur eine Abnormität, nicht constante
Species. 25. Ber. des Vereins in Augsburg, p. 94.
Helix lapicida var. Medelpadensis Clessin, Malak. Bl. I. p. 15.
Helix arbustorum var. septentrionalis Clessin, Malak. Bl. p. 14.
aus der Schweiz.
Gibbons erhielt Helix hortensis var. arenicola von Bristol.
Journal of Conchology II. p. 264.
Lampadia Lederi Boettger, ist Jahrb. D. malak. Ges. VI. p. 7.
Taf. I. Fig. 2. abgebildet.
Eurycratera betsileoensis und ibaraoensis Angas, Proc. zool.
soc. p. 728. pl. 47. von Madagascar.
Vi guier bezeichnet Helix Studeriana Fer. als lebendigge-
bärend. Comptes rendus. 89. p. 866.
Isomeria Loxensis Miller, Malak. Bl. I. p. 118. Taf. 12, fig. 1.
— J. Stölzmanni Lubomirski. Proc. zool. soc. p. 720. pl. 55. fig.
4 — 6 aus Peru.
Helix (Solaropsis) tiloriemis Angas, Proc. zool. soc. p. 477.
pl. 40. fig. 2. von Costa rica.
Geotrochus Perakensis Crosse, Journ. de Conchyl. 27. p. 199.
pl. 8. Fig. 4. aus Perak. — G. Gurgastii und Chapmani Cox, Proc.
Linn. Soc. New South Wales IV. p. 114. pl. 16. fig. 1, 2. vom
Luisiade Archipel.
Helix {Oxychona) zhorquinensis Angas, Proc. zool. soc. p. 475.
pl. 40 fig. 1. von Costarica.
Bulimus Loyaltyensis Souverbie, Journ. de Conchyl. 27. p. 25.
218 Troschel: Bericht über d. Leistungen in d. Naturgeschichte
pl. III. Fig. 1 von der Insel Mare (Loyalty). — B. lampodermus ib.
p. 315. pl. XII. Fig. 6 aus Abyssinien. — B. Gahhi, zhorquinensis
und citronelhis Angas, Proc. zool. soc. p. 477. pl. 40. fig. 3 — 5 von
Costarica.
Bulimus (Orphnus) Jelskii Lubomirski. Proc. zool. soc. p. 722,
pl. 56. fig. 1, 2.
Ächatina antourtourensis Crosse, Journ. de Conchyl. 27. p.
340 von der Insel Nossi-Be.
Otostomus (Mormus) catamayensis Taf. 12. Fig. 4 und occiden-
talis. Taf. 13. Fig. 2. Miller Malak. Bl. I. p. 120. aus Ecuador.
Bulimuliis (Thaumastus) umbilicatus Miller, Malak. Bl. p. 122.
Taf. 12. Fig. 5 und Taf. 13 fig. 1 aus Ecuador. — B. (Peronaeus)
famatinus und calchaquinus, B. (Scutalus) oxylabris, peristomatus und
conispirus, B. {Bulimulus) centralis, monticola; tortoranus Doering.
Boletin Acad. Argentina III. p. 63. aus Argentina.
Orthalicus (Zebra) Loxensis Miller, Malak. Bl. I. p. 119. Taf.
12. Fig. 2, aus Ecuador.
Porphyrobaphe Wrzesniowskii Lubomirski, Proc. zool. soc. p.
721. pl. 55. Fig. 7, 8 aus Peru.
Chondrula Galiciensis Clessin, Malak. Bl. I. p. 7. Taf. I. Fig.
5. aus Galizien.
Buliminus succinctus Martens, Sitzungsber. Ges. naturf. Freunde
zu Berlin p. 102 von Bagamojo. — B. (Cliondrula) retrodens Martens
ib. p. 126. von Kuldscha. — B. (Cerastus) jiekelianus Nevill, Hand-
list I. p, 133. aus Abyssinien. B. (Chondrula) tuberifer Boettger,
Jahrb. D. mal. Ges. VI. p. 22. Taf. I. Fig. 9. vom Kasbek- und Kobi-
Gebirge in Kaukasien.
Cionella Gloynii Gibbons, Journal of Conchology II. p. 135.
von CuraQao.
Ashford fand Achatina acicula Müll, auf der Isle of Wight.
Journ. of Conchology IL p. 267.
Tornatellina affinis, micans und perplexa Garrett, Proc. Phila-
delphia p. '23 von Rurutu.
Stenogyra Gabbiana Angas, Proc. zool, soc. p. 485. pl. 40, fig.
17 von Costarica. — St. lucida Gibbons, Journal of Conchology II.
p. 144. von Zauzibar.
Opeas DresscU, acutius, rarum und acicülaeformis Miller, Ma-
lak. Bl. I. p. 123. Taf. 13, 14. aus Ecuador.
Subnlina Guayaquüensis Miller ib. p. 126. Taf. 13. fig. 5. aus
Ecuador. — S. Pronyensis Gassies, Journ. de Conchyl. 27 . p. 126
aus Neu-Caledonien.
Gassies züchtete Bastarde von Rumina decoUata aus Alger ien
mit Rumina decollata von Agen. Die Bastarde bekamen eine zahn-
förmige Schwiele am Mündungsrande. Actes Soc. Linn. de Bor-
deaux 33.
der Mollusken während des Jahres 1879. 219
Pu'pa Seignaciana Crosse et Fischer, Journal de Conchyl. 27.
p. 49. von Nossi-Be, Südafrica. — P. vionas Morelet, ib. p.. 310.
pl. XII. Fig. 4.
Pupa secale var. Boileausiana Charp., ist bei Dorridge in War-
wickshire gefunden; var. edentula von den Felsen bei lugleton in
Yorkshire. Journal of Conchology 11. p. 5.
Pupa (Pupilla) microdonta, dicrodonta, Clessini Doering, Boletin
Acad. Argentina III. p. 82 aus Argentina,
Gibbons fand Pupa umbilicata Drap, bei Capstadt, und hält
sie für neuerlich eingeschleppt. Journ. of Conchology II. p. 282.
Pupa (Vertigo) Sieversi Boettger, Jahrb. D. malak. Ges. VI. p.
407. Taf. X. fig. 6, 7. aus dem Kaukasus.
Pupa (LeucocMla) Wolfii Miller, Malak. Bl. I. p. 127. Taf. 14.
Fig. 3. aus Ecuador.
Boettger nennt die Section von Pupa, welche Westerlund.
mit dem Namen Odostomia belegte, JReinhardtia und zählt dahin
5 Arten. Jahrb. D. Malak. Ges. VI. p. 29.
Reinhardt sprach über die Isthmia-Arten und ihre geographi-
sche Verbreitung.
Eucalodium Sumichrasti Crosse und Fischer, (1878) ist Journ.
de Conchyl. 27. p. 46. pl. II. fig. 2 abgebildet.
ClausiUa TacmnowsJcii, SlosarsJcn, filocostulata, chacaensiSj
Lubomirski, Proc. zool. soc. p. 726. pl. 56. fig. 3 — 14 aus Peru. —
Cl. {Euxina) aggesta und Lederi Boettger, Jahrb. D, Malak. Ges.
VI. p. 34. Taf. I. fig. 6 und 5, erstere vom Kubanflusse in Cis-
kaukasien, letztere von Suram in Transkaukasien. — Cl. umbilicata
aus Albanien, Schlüteri aus Ostindien, Boettger, ib. p. 102. Taf. II.
fig, 3 und 6. Daselbst sind auch Cl. callifera var. gigas und cochin-
chinensis Pfeiff., abgebildet; ferner CL Fitsgeraldae aus China, he-
lone aus Natolien, persica von Astrabad in Persien, pergracilis aus
Syrien, imitatrix von Malta, bathyclista Blanc von Euboea, bogoten-
sis (Nenia) Dohrn aus Ecuador, alle auf Tafel III abgebildet. — Cl. Er-
javeci von Ragusa in Dalmatien und polygyra aus den Ruinen des alten
Carthago, Boettger in Rossmessler's Iconographie VI. p. 100 und
139. — Cl. (Cristataria) laodicensis aus Phönicien und Cl. (Papillifera)
delimaeformis Boettger von den Dardanellen, Jahrb. D. malak. Ges.
VI. p. 385. Taf. 10. fig. 1 und 2, — Cl. (Euxina) gradata Boettger,
ib. p. 409. Taf. X. fig. 5. aus dem Kaukasus.
Boettger beschrieb eine monströse Clausilia dubia mit zwei
Mündungen, die im Taunus gefunden war. Jahrb. D. Malak. Ges.
VI. p. 98. Taf, II. Fig. 2.
Perrieria clausiliaeformis Tapparone Canefri, (1878) ist Journ.
de Conchyl, 27. p, 40. pl. I. fig. 3. abgebildet.
Baudon lieferte ein zweites Supplement zu seiner Monogra-
phie der französischen Succineen (vergl. Ber. 1877. p. 202). Er be-
220 Troschel: Bericht über d. Leistungen in d. Naturgeschichte
handelt hier S. stagnalis Gassies, Pascali n. sp., contortula Baud.,
elegans Risso var. Berüloni^ putris L. var. Charpyi mit dem Leu-
cochloridium paradoxum. Alle sind abgebildet. Journ, de Conchyl.
27. p. 289. pl. X. und XL
Succinea evdluta v. Märten s, Sitzungsber. Ges. naturf. Freunde,
p. 126 von Kuldscha. — S. gyrata Gibbofis, Journ. of Conchology IL
p. 136 von CuraQao. — S, viridicata Gassies, Journ. de Conchyl. 27.
p. 125. aus Neu-Caledonien.
Gibbons giebt die Unterschiede zwischen Omalonyx unguis d'Orb.
und felina Guppy an. Journal of Conchology IL p. 99.
Vitrinidae. Vitrina subconka BQettger, Jahrb. D. Malak. Ges.
VI. p. 4. Taf. I. Fig. 3. vom Kasbek in Caucasien. — V. (Phetiacc-
Umax) Komarowi Boettger, ib. p. 392. Taf. X. fig. 4. aus dem
Kaukasus.
' Helicarion sumatrensis Schepman, Natuurlijke historie. pl. L
fig. 1. von Sumatra.
Microcystis punetifera Ga.rreti, Proc. Philad. p. 17. von Rurutu.
Nanina (Microcystina) townsendiana Nevill, Proc. zool. soc.
p. 736. pl. 59. fig. 1. von Perak.
Nanina sikrigallensis Nevill Handlist, p. 28. von Calcutta.
Helix Petterdiana Taylor, Journ. of Conchology IL p. 287,
Australien, vielleicht nur Varietät von H. Mac Donaldi.
Stenopus Guüdingi und micans Angas. Proc. zool. soc. p. 484.
pl. 40. fig. 14, 15. von Costarica.
Mark giebt vorläufig die Resultate seiner Untersuchungen
über die ersten Stadien der Embryologie von Limax campestris.
Zool. Anzeiger IL p. 493.
Mayzel, Ueber die Vorgänge bei der Segmentation des Eies
von Limax variegatus. Ib. p. 282.
Eimer beobachtete, wie Limax agrestis einen langen Faden
spinnend sich von einem Blatte zur Erde herabliess, wie es schien,
um sich schnell den Sonnenstrahlen zu entziehen. Ihm wurde mit-
getheilt, dass dies auch geschah, wenn die Schnecken mit Mehl aus
gebranntem Posidonienschiefer bestreut wurden. Vielleicht ein
zweckmässiges Mittel die Schnecken unschädlich zu machen. Wür-
tembergische Jahreshefte XI. p. 52; Zool. Anzeiger I. p. 123. Vergl.
V. Martens, ib. p. 249, der dazu literarische Notizen beibringt.
Limax molestus Hutton, Transact. New Zealand Inst. XL p.
831. von Neuseeland.
Milax cmarginatus Hutton, ib. von Neuseeland.
Aspidoporus fasciatus Martens, Berliner Monatsber. p. 736.
von Quellimane.
Cryptostracon n. gen. Binney Annais New- York Acad. I,
p. 258. pl. XL Fig. H, Animal limaciforme, subcylindricum, posti-
ce attenuatum; Pallium subcentrale, tenue, paululum anterior, parvum
der Mollusken während des Jahres 1879. 221
ovatum, testam includens; porus mucosus nullus; apertura respira-
toria ad dextram pallii in parte vix anteriori marginis. Testa in-
terna, magna, membranacea, unguiformis paucispira. Cr. Gahhi von
Costa-Rica.
Arionidae. Eimer beachtete das Variiren der Färbung bei
Arion empiricurum und glaubt beobachtet zu haben, dass sie um so
dunkler sind, je höher ü. M. ihr Wohnort ist. Jahreshefte des Ver-
eins in Würtemberg. 35. p. 48.
Ärion incommodus Hutton, Transact. New Zealand Inst. XI.
p. 331. von Neuseeland.
Janellidae. Janella papillata HuttoD, Transact. New Zealand
Inst. XI. p. 332. von Neuseeland.
Konophora n. gen. Hutton, ib. p. 332. Gleich Janella, aber
die Augeustiele kurz und conisch. K. marmorea von Neuseeland.
Veronicellidae. Veronicella arcuata, teres, atropunctata, coni"
planata, Boetzkesi^ Andensis, cephalophora, quadrocularis Miller
Malak. Bl, I. p. 130 aus Ecuador. Alle sind abgebildet und durch
ein Schema ist die Unterscheidung erleichtert.
Vaginulus Fetersi Martens, Berliner Monatsber. p. 736. von
Inhambane.
Zonitidae- Zonües Savesi Gassies, Journ. de Conchyl. 27. p.
126. aus Neu'Caledonien, Thio.
Nach Taylor kommt Zonites excavatus Bean bei Newlay in
der Nähe von Leeds häufig vor. Journ. of Conchology II. p. 286.
Pitys De Gagei Garrett, Proc. Philadelphia, p. 18. von
Rurutu.
Vitrinisonites n. gen. Binney, Bull. Mus. comp. zool. V. p.
333. Thier heiixförmig, vorn stumpf, beim Kriechen hinten sehr
spitz ; Mantel subcentral, geschützt von einer äusseren Schale ; zwei
Längsfurchen über dem Fussrande, die sich über einem runden
caudalen Schleimporus treffen ; deutliche locomotive Scheibe am
Fuss; Geschlechtsöffuung rechts, weit hinter den Augenstielen;
Athemöffnung und Nierenöffnung rechts unter dem Peristom ; Kiefer
glatt mit mittlerem Vorsprunge; Radula wie bei Zonites, Mittelplatte
dreispitzig, Seitenplatten zweispitzig, Randplatten stachlig. Schale
Vitrinaähnlich. Gegründet auf Vitrina latissima.
Velifera n. gen. Binney, Annais New-Yojk Acad. I. p. 257. pl.
XI. Fig. A. Animal heliciforme, antice obtusum, postice attenuatum,
pallium tenue, subcentrale, appendiculatum, testam velans; discus
gressorius distinctus, porus mucosus caudalis. Testa imperforata,
globosa, tenuis, nitens, paucispira, anfractus ultimus globosus, peri-
stoma acutum. V. Gahhi von Costa-Rica.
M. Paulucci übt Kritik über einige Hyalinen von Sardinien,
nämlich Hyalina Balmei Shuttl., oppressa Shuttl. und Libysonis (H.
opaca Paul, non opaca Shuttl). Journ. de Conchyl. 27. p. 15.
222 Troscheh Bericht über d. Leistungen in d. NaturgescMclite
Hyälina Wölfii Miller, Malak. BL I. p. 117. aus Ecuador. —
Hyalinia (Vitrea) effusa Boettger, Jahrb. D. Malak. Ges. VI. p. 11.
von Mamudly in Transkaukasien.
Fischer unterscheidet in der Gattung Macrocyclis Beck zwei
Gruppen, Für die eine, deren Typus Helix laxata ist, behält er den
Namen Macrocyclis bei, für die andere, welche die Nordamerikani-
schen Arten enthält, führt er einen neuen Namen Selenites ein.
,Journ. de Conchyl. 27. p. 118.
Conulopolita Boettger, ist eine neue Section von Hyalinia Ag.
Testa major, imperforata, subturbinata, basi planata et loco umbilici
infundibuli instar excavata, subtus pallida, anfr. 6V2 — 7 tardissime
accrescentes, apertura depresse lunaris. H. (Conulopolita) Baddei,
aus einer Stalaktitenhöhle im Kaukasus. Jahrb. D. Malak. Ges. VI.
p. 97. Taf. IL Fig. 1.
Spiraxis aequatoria Miller, Malak. Bl. L p. 127, Taf. 13. fig.
6. aus Ecuador.
TestacellaCGd. Bull hat Testacella Maugei in Jersey gefunden.
Journal of Conchology IL p. 98.
Daudebardia tarentina Stefaui e Pantanelli, Bullettino Soc.
malac. Italiana V. von Tarent. — D. Heydeni Boettger, Jahrb. D.
Malak. Ges. VI. p. 3. Taf. L Fig. 1. vom Kasbek in Caucasien.
TÜnnea Taylori Gibbons, Journal of Conchology IL p. 141. von
Zanzibar. — E. hordeum Morlet Journ. de Conchyl. 27. p. 310. pl.
XIL fig. 3. von der Insel Anjouan. — E. peräkensis Nevill, Proc.
zool. soc. p. 735. pl. 59. Fig. 2. von Perak.
Glandina aurantiaca Angas, Proc. zool. soc. p. 481. von Costarica.
Oleacma anomala, mitriformis und Strebeli Angas, Proc. zool.
soc. p. 481. pl. 40. fig. 9 — 11. von Costarica.
Taylor über Cochlicopa tridens Pulteney (Menkeanus Ffr.).
Journ. of Conchology IL p. 220.
Cochlicopa (Hohenioartiana) Baddei Boettger, Jahrb. D. Malak.
Ges. p. 25. Taf. I. Fig. 8. von Mamudly in Transkaukasien.
Aaricalaceä- Crosse und Fischer fanden, dass die aller-
meisten Auriculiden, wenn auch in verschiedenem Grade, die Fähig-
keit haben, die inneren Wände ihrer Schale aufzulösen. Nur Pedipes
thut dies nicht. Journ. de Conchyl. 27. p. 143,
Scarabus regiilaris, intermedius und lacteolus Gassies, Journ. de
Conchyl. 27. p. 129. aus Neu-Caledonien.
Melampus Wolfii, Miller Malak. Bl. L p. 139. TaL 12. Fig. 3.
aus Ecuador. — M. Frayssei Montrouzier, Journ. de Conchyl. 27. p.
127 von Lifu.
LimDaeacea. Physa perlucida Gassies, Journ. de Conchyl. 27.
p. 133. a\ia Neu-Caledonien, Ile des Pins. — Ph. brisbanica, Beddo-
mei und fusiformis Nelson und Taylor, Journ. of Conchology IL p.
288. von Queensland.
der Mollusken während des Jahres 1879. 223
Physopsis nasuta Härtens, Sitzungsber. Ges. naturf. Freunde
zu Berlin p. 102, von Bagamojo.
Pyrgophysa n. gen. Crosse, Journal de Conchyl. 27. p. 208.
Generi Physae vicina, sed turrito-gradata, gracilis, haud nitens, vesti-
mento opaco induta, et apertura subangusta distinguenda. P. Mariei
von der Insel Nossi-Be.
Ämphipeplea Petterdi Nelson, Journ. of Conchology II. p. 267.
Rabl, lieber die Entwickelung der Tellerschnecke. Die Unter-
suchungen wurden an den Eiern von Planorbis marginatus und ca-
rinatus angestellt, jedoch auch verglichen mit Planorbis corneus und
nitidus, Limuaeus, Physa und Ancylus, Succinea amphibia, Helix
hortensis, Paludina vivipara und Bithynia tentaculata. Er bezeichnet
die erste Periode vom Beginn der embryonalen Entwickelung bis
zur Bildung der Keimblätter, die zweite von der Bildung der Keim-
blätter bis zur Störung der bilateralen Symmetrie, die dritte von da
bis zum Ende der embryonalen Entwickelung. Gegenbaur Morpho-
logisches Jahrbuch V. p. 562—660 mit Tafel 32—38.
Nelson bemerkte in einem Teich bei Temple Wiew, York
Road, Leeds eine Anzahl Planorbis corneus mit dem ' Thier von
heller Fleischfarbe. Im nächsten Jahr fand er sie nicht wieder.
Journal of Conchology 11. p. 150.
Planorbis atticus var. Arethusae Clessin, Malak. Bl. I. p. 5.
Taf. I. Fig. 3, von Euboea.
Planorbis choanomphalus Martens, Sitzmigsber. Ges. naturf.
Freunde zu Berlin p. 103, aus dem Victoria Nianza. — PI. [Taphius)
Pedrinus und PI. [Gyraulus) Boetzkesi Miller, Malak. Bl. I. p. 148.
Taf. 7. Fig. 3, 4, aus Ecuador. — PI. ancylostomus von Vera Cruz,
Belizensis von Beliza, Sumichrasti Tehuantepec, yzdbdlensis Guate-
mala, Crosse et Fischer, Journ. de Conchyl. 27. p. 341.
Wiedersheim hat mit Limnaea auricularia experimentirt,
ob sie sich an das völlige Landleben gewöhnen lasse. Während drei
Wochen entzog er ihnen allmählich alles Wasser, so dass sie sich
nur auf feuchtem Moos befanden. Seit dieser Zeit sind nun über
zwei Monate vergangen, und von 15 Limnaeen sind noch 13 frisch
und munter. Zool. Anzeiger II. p. 572.
Hermann Dietz beobachtete in einem Altwasser am Wer-
tachflusse, dass Limnaea auricularia die typische Form mit geradem
scharfen Mundsaum zeigte. Als jedoch üeberschwemmungen ein-
traten, bekamen sie grossen Theils einen ganz flach umgestülpten
Mundsaum. Er erklärt dies dadurch, dass die Thiere längere Zeit
gezwungen waren, sich an einer Stelle festzuhalten, um von der
Strömung nicht fortgerissen zu werden. 25. Ber. des Vereins in
Augsburg p, 93.
Steenstrup macht auf einige Irrthümer Clessins in Betreff
seiner Limnaea Steenstrupii von Island aufmerksam, die er zu Lim-
224 Troschel: Bericht über d. Leistungen in d. Naturgeschichte
naea vulgaris rechnet. Ciessin beruhigt sich dabei nicht. Er giebt
zwar zu, dass er Grönland mit Island verwechselt habe, will aber
die von ihm aufgestellte Species aufrecht erhalten. Malak. Bl. I.
p. 16.
Ashford fand Limnaea glutinosa in Irland, und stellte Be-
trachtungen an über die Aehnlichkeit mit involuta und peregra.
Journal of conchology II. p. 6.
Ciessin unterscheidet eine Anzahl Varietäten von Limnaeen:
L. ovata var, Janoviensis Kröl aus Galizien, L. peregra var. Bakotos-
Tcyana Galizien, TschapecTci Steiermark, Baiblensis Kärnthen, Malak.
Bl. I. p. 11.
Nelson hält Limnaea Hobartonensis aus Tasmania für iden-
tisch mit Limnaea peregra. Journal of^ Conchology II. p. 4.
Limnaea truucatula var. Thiesseae Ciessin, Malak. Bl. I, p. 4.
Taf. I. Fig. 2, von Euboea.
Ciessin, über Limnaea truncatula Müll: und ihre Varietäten.
Malak. Bl. Neue Folge I. p. 20 mit Taf. II, auf der 20 Varietäten
abgebildet sind.
Limnaea tasraanica Woods ist nach Legrand sehr ähnlich,
wenn nicht identisch mit L. stagnalis. Journal of conchology II.
p. 95.
Ampullaceridae. Hut ton, über den Bau von Amphibola avel-
lana. Das Thier lebt zwischen den Grenzen der Ebbe und Fluth
im salzigen oder brakischen Wasser; es kann bis 14 Tage im Salz-
wasser leben, ohne an die Luft zu kommen. Es hat zwei kleine
Tentakeln vor den Augen. Im Ganzen hat die Anatomie viel Aehn-
lichkeit mit den übrigen Pulmonaten. Annais nat. bist. III. p. 181
mit pl. 22.
Notobranchiata.
In den Scientific resuits of the exploration of Alaska von
Dali Vol. I. ArticleV hat Bergh die Nudibranchier des nördlichen
Stillen Oceans, namentlich von Alaska, bearbeitet, p. 127 — 188 mit
8 Tafeln. Es sind 27 Arten, unter denen die Hälfte neu. Zur Be-
sprechung gekommen sind nur 6 Aeolidier, 2 Dendronotidae, 1 Tri-
toniidae, 5 Dorididae. Die übrigen werden in einem zweiten Heft
folgen. Vergl. auch Proceed. Philadelphia p. 71.
Doridae. Bergh beschrieb neue Nacktschnecken der Südsee
im Journal dos Museum Godeffroy Heft XIV. 1879. p. 1—50. Die
meisten hier beschriebenen Arten sind bereits früher, 1875, in dem-
selben Journal und in Semper's Reisen 1876 bekannt gemacht. Als
neu werden hier zuerst beschrieben : Chromodoris Mörchii (Gonio-
doris picturata Mörch) von St. Thomas, Chr. alho-lineata v. Martens
MS. von Amboina, Chr. histrio von Tahiti, Chr. Godeffroy ana von
Iluahine, Clvr. camoena von Tonga, Chr. lapinigensis von den Phi-
Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879.
, , Von
Dr. Philipp Bertkan
in Bonn.
Nachdem seit dem Jahre 1875 in verschiedenen Zeit-
schriften (namentlich Entom. Monthl. Magaz. und Ann. a.
Mag. Nat. Hist.) kleinere Aufsätze über einzelne Ordnungen
der Arthropodenfauna von Kerguelen und Rodriguez er-
schienen sind, worüber man die früheren Berichte vergleichen
möge, wird uns ein Gesammtbild der Fauna dieser Inseln
in dem 168. Bd. der Philosoph. Transactions, 1879, Extra
Number, geboten, der auf S. 200 ff. die Athropodenfauna
der Kerguelen und auf S. 485 £P. die von Rodriguez be-
handelt. Ausser dem Vorzug einer kompakteren Form ist
hier noch der zu bemerken, dass die meisten neuen Arten
in Abbildungen dargestellt sind.
Ferner vereinigt Th. Studer die in verschiedenen
zerstreuten Abhandlungen niedergelegten Kenntnisse, die
wir der Venusexpedition hinsichtlich der physikalischen
und zoologischen Beschaffenheit der Kerguelen zu ver-
danken haben, zu einem Gesammtüberblick: die Fauna von
Kerguelen sland; dieses Archiv, 1879 I, p. 104 ff. Auf
S. 111 werden die Land-, auf S. 126 die Meeresarthropoden
aufgezählt.
Die Contributions to the Natural History of
Kerguelen Island in den Smiths. Mise. Coli. XIII Art.
A-rchiv f. Natiu-g. XXXXVI. Jahrg. 2. Bd. P *
234 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistung-en
II und III enthalten ebenfalls auf p. 49 ff. des Art. III
Angaben über die Arthropodenfauna, die z. Th. eine Zu-
sammenfassung früherer Mittheilungen, z. Th. neu sind;
das letztere gilt namentlich von den Crustaceen.
Ebenda, Art. VII, erschienen Contributions to theNat.
Hist. of the Hawaiian and Fanning Isis, etc., die aus un-
serem Bereich nur Crustaceen (p. 103 fp.) berück-
sichtigen.
Stecker schickt einen Reisebericht über die Myria-
poden und Arachniden Tripolitaniens ; die Angaben sind
etwas ungenau und manche bedürfen sehr der Aufklärung.
Mitth. Afrik. Gesellschaft in Deutschland (1879) 2. Heft
p. 79-80.
Anderson, Anatomical and Zoological rese-
arches comprising an account of the zoological results
of te two expeditions to Western Yunan. Moore hat die
Insekten, welche in den beiden Expeditionen nach dem
westlichen Yunan gesammelt wurden, verzeichnet, wobei
freilich von vielen Arten nur die Gattung genannt ist. Die
neuen Arten wurden bereits 1871 in den Proc. Zool. Soc. ver-
öffentlicht. Das Verzeichniss bringt 107 Coleoptera, 25
Orthoptera, 20 Neuroptera (resp. Pseudoneuroptera, meist
Libellen), 29 Hymenoptera, 22 Diptera, 28 Hemiptera, 123
Lepidoptera. Einige Schmetterlinge uud Hautfliigler sind
auf PI. 81 abgebildet. Die Crustaceen sind auf S. 931
behandelt. Es sind nur 4 Telphusa und eine Paratelphusa
beschrieben, die bereits 1871 im Journal As. Soc. of Bengal
bekannt gemacht waren.
R. Pirotta. Intorno agli Ortotterie ed ai Miria-
podi delVa resott 0. Atti Soc. Ital. Sei. nat. XXI. —
31 Orthoptera, 21 Pseudoneuroptera, 40 Myriapoda.
E. V. Friedenfels schildert in den Verb. u. Mitth.
Siebenb. Ver. f. Naturw. in Hermannstadt XXX p. 112 ff.
die Fauna der Soolenteiche in Salzburg. Am ein-
gehendsten ist der häufigste Bewohner dieser Salzteiche,
Artemia salina, behandelt, von der bei Salzburg nur Weib-
chen aufgefunden wurden; die mitgetheilte Schilderung
fusst aber hau})tsächlich auf den Abhandlungen Joly's,
Lcydig's und von Siebold's. Ihren gefährlichsten Feind
im Gebiete der Arthropodea im Jahre 187jP. 235
hat dieselbe in einem kleinen Schwimmkäfer, Berosus spi-
nosus ; ausser diesem wurden noch Hydroporus (nigroline-
atus?), Cybister Roesclii, Helochares dilutus, die Larven
von Culex annulipes, Stratiomys (longicornis?), Tabanus
(autiimnalis?), ferner Ranatra linearis und eine unbestimmte
Corisa-art in dem Salzwasser beobachtet, Insekten, die ge-
wöhnlich sämmtlich im süssen Wasser vorkommen. Von
den Stratiorays-Larven werden Beispiele einer auffallenden
Lebenszähigkeit mitgetheilt.
Die VL Serie der Materiaux pour servir ä Tetude de
la faune profonde du Lac L6man von F. A. Forel zählen
auf S. 464 (316) — 468 (320) die Arthropoden auf (2 Ti-
puliden, 3 Hydrachniden, 1 Acaride; 1 Tardigrade, 1 Am-
phipode, 1 Isopode, 6 Cladoceren, 5 Ostracoden, 4 Cope-
poden). Bull. Soc. Vaudoise Sei. Natur 2e Ser. Vol. XVI
p. 316 fF. H. Lebert macht dazu auf S. 488 ff. (340 ff.)
16 neue Hydrachniden bekannt.
P. Pavesi's ^^Nuova serie de ricerche della
fauna pelagica dei laghi italiani^^ und „Ulteriori studj
sulla fauna pelagica dei laghi italiani" in den Rendic. R.
Istit. Lombardo, 1879 p. 474 ff. und 688 ff. handeln fast
ausschliesslich von Crustaceen ; einige Hydrachniden sind
erwähnt.
Burton. The Gold Mines of Midian. London
1878. List of Insects p. 397: Hymenoptera 1, Lepidoptera
2, Diptera 1, Orthoptera 5, Hemiptera 1.
Derselbe. The Land of Midian. London 1879.
Insects collected in Midian by Capt. Burton, identified by
Mr. Fr. Smith; p. 281: Coleoptera 9, Hemiptera 1, Or-
thoptera 5, Scorpiones 3, Araneae 2.
Die Notes on the Natural History of Fort
Macon in den Proc. Acad. Nat. Sei. Philadelphia 1878
enthalten auf p. 297 ff. die Aufzählung einiger der am
häufigsten beobachteten Arthropoden.
Die im vorigen Bericht (1878 p. 230 [12]) nach vor-
läufigen Mittheilungen angezeigte Schrift Grenacher's:
Untersuchungen über das Sehorgan der Arthro-
poden, insbesondere der Spinnen, Insecten und
Crustaceen ist nun erschienen; Göttingen, Vandenhoeck
236 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
und Ruprecht, 1879; S. V-VIII, 1-188; T. I-XI. Ich
habe meinem vorjährigen Referate hinsichtlich der Resul-
tate der Untersuchung nichts hinzuzufügen; einer Dar-
stellung der Untersuchungen sind eine ^historisch-kritische
Uebersicht^ seit J o h. M ti 1 1 e r's : „Zur vergleichenden
Physiologie des Gesichtssinnes und Bemerkungen über
Methode und Technik vorausgeschickt. Die Resultate der
Untersuchungen werden in einem zweiten Theile zu Fol-
gerungen verwerthet, die sich auf das Verhältniss des
Stemma zum zusammengesetzten Auge, auf den Sehvorgang
im Facettenauge und auf das Retinaelement im thierischen
Auge beziehen. Als die am wenigsten anfechtbaren Fol-
gerungen dürften wohl die anzusehen sein, dass der ein-
zelne Facettenantheil des zusammengesetzten Auges mor-
phologisch dem Stemma entspricht, und dass die vorzüg-
lich durch Gotts che eingebürgerte Ansicht, nach der jedes
Facettenauge ein wenn auch kleines Stück eines Bildes
wahrzunehmen im Stande sei, unhaltbar geworden ist.
Neben dem schon im vorigen Referate angeführten Grunde,
dass die Facette in den meisten Fällen das Bildchen da ent-
stehen lässt, wo es nicht empfunden werden kann, schliesst
die ganz geringe Zahl der percipierenden Elemente (höch-
stens 7 — 8) die Möglichkeit der Wahrnehmung von Einzel-
heiten aus.
Grab er stellt den Grenacher'schen Ausführungen
seine in einigen Punkten abweichenden eigenen gegen-
über: Ueber das unicorneale Tracheaten- und
speciell das Arachnoiden- und Myriapoden-Auge;
Arch. mikrosk. Anatomie XVII p. 58 ff., Taf. V— VII. Zu-
nächst behauptet Grab er das bereits von Leydig gemel-
dete, von Grenacher aber in Abrede gestellte Vorkommen
feiner Porencanäle in der Cornealinse ebenso wie in der übri-
gen Chitiucuticula. Es existiert ferner eine feine,von Graber
praeretiuale Zwischenlamelle genannte, Schicht zwi-
schen den Zellen des Glaskörpers (Hypodermiszellen) und der
Retina. Ueber die Herkunft dieser Schicht , deren Ent-
deckung Grab er sich zuschreibt, die aber ohne Zweifel
ebenfalls von Leydig unter der sich über die Vorderfläche
der Retina hinüberschlagenden Hüllmembran gemeint ist,
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 237
äussert sich Grab er nur mit einiger Zurückhaltung. Wäh-
rend er die Hypodermis auch eine innere Cuticula ab-
scheiden lässt, scheint er die Zellen des Glaskörpers, die
doch als äussere Cuticula die Cornea haben entstehen
lassen, nicht auch für diese Zwischenlamelle verantwort-
lich machen zu wollen, diese vielmehr als ein Produkt der
Retina selbst anzusehen, gleich der (seitlichen) Retinahüll-
membran (Sclera). Die Retinazellen ^ind nämlich nach
Graber weit komplicierter als Grenacher angiebt, resp. Zell-
fusionen. In der Tiefe schwellen die Optikusfas^rn zu bipo-
laren Ganglienzellen mit grossen Kerneu an. Diese Kerne
liegen gegen das Centrum hin in 3 — 4facher Lage und
steigen am Rande etwas in die Höhe, so dass ihre Ge-
sammtheit eine Schale mit verdicktem Boden vorstellt.
Während der centripetale Fortsatz der bipolaren Ganglien-
zelle verhältnissmässig dünn ist, ist der centrifugale dicker.
Dieser, der Endschlauch, der den Achsenstab umschliesst,
hat aber nach Graber in allen Fällen (bei Arachiiiden und
Myriapoden) einen Kern jenseits des Stabes (präbacillären
Kern), während Grenacher denselben nur in einzelnen
Fällen zulassen wollte; bisweilen scheint sogar noch zwi-
schen diesem und dem Kern der Ganglienzelle ein Mittel-
kern vorzukommen und dadurch die Uebereinstimmung der
Endigungsweise des Optikus mit dem Akustikus bei Or-
thopteren eine noch grössere zu werden. Die Stäbe , die
bei Scorpio der Länge nach aus 5 Theilen zusammen-
gesetzt sind, wurden bei Buthus als in direktem Zusammen-
hang mit der Optikusfaser stehend erkannt. Dass die
,,Endschläuche^^ der Retinazellen die Sclera und das präre-
tinale Septum abscheiden sollen, wurde schon oben be-
merkt.
Die Universität Gent scheint anderer Ansicht gewesen
zu sein, wie ich, als ich in meinem vorigen Bericht (1878
p. 383 (165)) die Ansicht aussprach, Scudder's Wieder-
belebungsversuche der abgethanen Theorie einer peritrache-
alen Circulation verdienten keine weitere Berücksichtigung.
Wenigstens hat dieselbe in einer Preisaufgabe über die
Struktur der Tracheen bei Insekten, Arachniden und Myria-
poden auch eine Prüfung der Ansicht verlangt, „suivant
238 ßertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
laquelle le sang; de ces animaux circulerait entre les deux
timiques tracheeDnes." Die gekrönte Bearbeitung dieser'
Frage von Mac Leod „La structure des trachees et
la circiilation peritracheenue", Briixelles 1880, fiel
denn auch in dem letzteren Punkte aus , wie sie musste :
,, la circulation peritracheenne est anatomiquement impos-
sible/* lieber die Struktur der Tracheen vereinigt der Ver-
fasser in geschickter Weise die in der Literatur vorhan-
denen Angaben mit den Kesultaten seiner eigenen Unter-
suchungen zu einem Gesammtbild. Er bestätigt Chun's
Angabe, dass der Spiral faden keine blosse Verdickung der
Intima sei, sondern sich auch optisch und in seinem Ver-
halten gegen Reagentien von der übrigen Litima unter-
scheide; er bestätigt ferner, freilich ohne es zu wissen,
Bertkau's Angabe von dem Vorhandensein eines Spiral-
fadens in den feinen Röhren von Dysdera und anderen
Spinnen; verfolgt die chitinogeiie Matrix, die er ebenfalls
deutlich als Epithellage erkannte, auf die Tracheenblase
und findet sie hier unverämiert, und die Intima nur wenig
modificirt. Eine eigene Ansicht hat er dagegen in Betreff
der Peritonealhülle der Tracheen, die Weismann als aus
den zusammengeflossenen Zellwänden der Matrix, Grab er
als durch einen ähnlicheu Secretionsvorgang entstanden
ansah wie die Intima. Nach Mac Leod ist diese äussere,
homogene Haut der Tracheen eine Bindegewebsschicht
(Kerne fand er allerdings nicht darin) und entspricht der
Tunica propria der Drüsen; sie steht in continuierlichera
Zusammenhang mit dem Fettkörper, dessen Theile sie
überzieht und mit der Innenwand der cbitinogeuen Matrix
der Körperhaut.
Carlet zeigt in einer Note sur la locomotion des
Insectes et des Arachnides, C. R. 89 p. 1125, dass
die Insekten den 1. und 3. Fuss der einen und den 2. der
anderen Seite fast gleichzeitig voransetzen und während
dieser Zeit den Körper auf den 3 anderen im Dreieck ge-
stellten Füssen ruhen lassen; bei den Spinnen bleibt der
1. und 3. 'der einen und der 2. und 4 der anderen Seite
stehen ; kurz kann man dieses Verhältniss durch folgendes
Schema ausdrücken :
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 239
(Insekten) 14 (Arachniden) 15
5 2 6^2
8 4
wo die Zahlen die Reihenfolge bedeuten, in der die durch
ihre Stellung als 1., 2., 3., 4. Beinpaar bezeichneten Beine
bewegt werden. Zur Untersuchung dienten Timarcha und
Epeira $.
M^gnin hat seine verschiedenen Abhandlungen über
Schmarotzermilben unter einem etwas erweiterten Gesichts-
punkte gesammelt und in Verbindung mit den Resultaten
anderer Forscher in einem stattlichen Oktavbande von
478 S. mit 63 Holzschnitten und einem Atlas in demselben
Format mit 26 Tafeln unter dem Titel erscheinen lassen:
Les Parasites et les maladies parasitaires chez
rhomme, les animaux domestiques et les animaux sauvages
avec lesquels' ils peuvent etre en contact. Paris, Gr. Masson.
Der Inhalt soll aus Insekten, Arachniden und Crustaceen
bestehen. Die Auswahl des Stoffes ist aber eine etwas
eigenthtimliche : Während Braula fehlt und von Crustaceen
nur Linguatula (!) aufgeführt ist, sind namentlich viele
Fliegen behandelt, die ganz und gar keine Parasiten sind
(Culex, Simulium, Tabaniden). Die Abbildungen sind Ori-
ginalfiguren, wären aber wohl besser hin und wieder durch
Copieen anerkannt richtiger Figuren ersetzt, namentlich
bei den Holzschnitten. Der Plan des Werkes ist so, dass
zuerst eine äussere Beschreibung, Eintheilung u. s. w. der
schmarotzenden Ordnung, Familie, Gattung gegeben wird; auf
diese folgt dann die specielle Beschreibung (und ihre Ent-
wicklungsgeschichte); erst am Schlüsse eines solchen
systematischen Abschnittes werden die durch die Thätig-
keit der betreffenden Thiere herbeigeführten Krankheits-
erscheinungen, ihre Symptome und Mittel zur Vertreibung
behandelt. — Gründe für die Einreihung der Linguatu-
liden unter die Crustaceen (neben die Lernaeen) führt
Megnin nicht an; er scheint aber die beiden zweispaltigen
Kr allen paare der jungen Linguatula mit den 2ästigen
Ruderfüssen eines Nauplius zu homologisieren.
240 Bert kau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Gegen pseudodoxische Transmutationslehren
wendet sich ein Entomolog, nämlich Joh. Schilde;
Leipzig 1879. 154 S. Derselbe geht mit Weismann's
Studien in ein strenges, wie mir aber scheint, nicht ganz
unverdientes Gericht. Namentlich hebt Schilde hervor, dass
es Weismann selbst gelungen sei, sowohl durch Kälte-
wirkung die Sommerfalter in die Winterform , als auch
umgekehrt durch Wärme die Winterform in die
Sommer form umzuwandeln, wie auch ich bereits in d.
Ber. 1876. p. 338 (130) angedeutet habe; damit fällt aber
auch das Fundament, auf welchem sich die ganze Theorie
aufbaut.
C. R. Osten Sacken giebt eine Notice on the
Galls collected by L. W. L. Carpenter (in Colorado).
(7.) Ann. Rep. U. S. Geol. Surv. Territ. for 1873.
p. 567.
F. Karsch. Die Gallen (Zoocecidien) des
Wurmkrauts und ihre Erzeuger. 7. Jahresber. Westf.
Prov.-Ver. 1878. Münster 1879. p. 26 ff. An Tanac. vulgare
sind 6 Gallen bekannt geworden, deren Literaturnachweis
gegeben wird. Zum Schluss sind einige zusätzliche Be-
merkungen zu desselben Verf. „Revision der Gallmücken''
(d. Ber. 1879. p. 179. (523)) hinzugefügt.
Zu den bereits bekannten wurmähnlichen Arthropoden
(Linguatuliden ; Peripatus) scheint eine neue Form kommen
zu sollen; wenigstens zeigt Graff in seiner Monographie
„das Genus Myzostoma", dass diese kleinen auf Comateln
und andern Crinoideen lebenden Artikulaten 5 Paar kurz-
gliedriger Beine haben, und somit zu den Gliederfüssern,
in die Nähe der Tardigraden und Linguatuliden zu stellen
seien (?).
0. Novak giebt ein Verzeichniss sämmtlicher bis
jetzt iu der böhmischen Steinkohlenformation beobachteten
Arthropodenreste (2 Crustaceen, 2 Arachniden; 2 Insekten
einschl. einer neuen Locustide). Jahrb. K. K. geol. Reichs-
anst. XXX. p. 69 ff. Taf. IL
Woodward macht aus den Eocänen Ablagerungen
der Insel Wight mehrere Arthropodenreste bekannt; Quart.
der Mollusken während des Jahres 1879. 225
lippinen, Clir. thalassopora von Japan, Doriopsis nicolarica von den
Nicobaren, D. gibbulosa von Neu-Caledonien, D. vidua von Tahiti,
D. herpetica (Doris corapta Pease) aus dem Stillen Ocean. Sie sind
auf 5 Tafeln abgebildet.
Bergh beschrieb ferner neue Chromodoriden in Malak. Bl. I.
p. 87. Er fügte den bereits bekannten 89 Arten noch 9 Arten hin-
zu. Als neu werden hier beschrieben: Chromodoris Iheringi aus
dem Adriatischen Meere, pantharella aus dem Stillen Ocean, Mörchii
s. oben), gonatophora von den Antillen, glauca von Californien. —
Ferner eine neue Gattung ÄphelodoriSj forma corporis generalis
fere ut in Chromodoridibus, sed margine palliali angusto et podario
angusto margine vix prominent!; tentacula truncata, canaliculata ;
branchia retractilis e paucis (5) foliis tripinnatis formata. Discus
labialis inermis ; radula rhachide angusta nuda, pleuris multidentatis,
dentes hamati. Prostata magna; penis inermis. Ä. antülensis von
den Antillen.
Chromodoris Dalli und californiensis Bergh, bei Dali expl. of
Alaska p. 165, aus dem nördlichen Stillen Ocean, Proc. Philadelphia
p. 109.
Cadlina Bergh bei Dali expl. of Alaska p. 176, Proc. Phila-
delphia p. 114, Corpus sat depressum; dorsum granulatum, vix aspe-
rum; branchia retractilis, e foliis tripinnatis paucis formata; caput
parvum tentaculis brevibus, applanatis, triangularibus quasi; poda-
rium sat latum, sulco marginal! anteriore profunde. Armatura la-
bialis lamelliformis, fere annuliformis, e hamulis minutissimis for-
mata. Radula rhachide dente denticulato armata, pleuris multi-
dentatis; dentes laterales hamati, externo »margine serrulati. Glans
penis hamulis seriatis armata. Gegründet auf Doris repanda Aid.
Haue, D. glabra Friele und eine neue Art Cadlina pacifica, pl. VII.
Fig. 19, 20, pl. VIII. Fig. 7—18, aus dem nördlichen Stillen Ocean.
Read bildete Doris Arbutus Angas ab. Proc. Linn. Soc. New
South Wales IV. p. 291. pl. 17.
Bergh, lieber die Gattungen nordischer Doriden. Als neue
Gattungen werden hier aufgestellt Bostanga, Ahiodoris. Archiv
für Naturgesch. p. 340. Taf. XIX.
Bergh giebt an, dass von der Gattung Doriopsis im atlan-
tischen Ocean nur vier Arten vorkommen. Von diesen beschreibt
er D. Krebsii Mörch und eine neue Art D. atropos von Rio Janeiro.
Goniobranchus albopunctatus Garrett, Proc. Philadelphia p. 31,
von Huahine.
Polyceridae. Bergh, Beiträge zu einer Monographie der Po-
lyceraden. Verhandl. zool. bot. Ges. in Wien 1879. p. 599—652 mit
6 Tafeln. Von der Gattung Polycera, deren Gruppen Polycera s. str.
und Palio Gray er als Subgenera beibehalten möchte, sind P. quadri-
lineata 0. F. Müll, Lessonii d'Orb., HolböUii Möller und pallida
Archiv für Naturg. XXXXVI. Jahrg. 2. Bd. P
226 Troschel: Bericht über d. Leistungen in d. Naturgeschichte
Bergh ausführlich beschrieben, ebenso Euplocamus croceus Phil,
und japonicus n. sp. von Japan, sowie Plocamophorus Tilesii Bergh.
Äcanthodoris ornata und citrina Verrill, Amer. Journ. sc. and
arts XVII. p. 313, von Eastport, Maine.
Tritoniidae. Dietl beschrieb das Centrainer vensystem von
Tethys fimbria. Wiener Sitzungsber. 77. p. 521 mit Tafel VIII u. IX.
Melibaea loncliocera Martens, Berliner Monatsber. p. 739, Que-
rimba-Inseln.
Dendronotus purpureus und Dallii Bergh bei Dali expl. of
Alaska p. 145. pl. I. Fig. 18-20, III. fig. 7—12 und pl. I. fig. 21,
II. Fig. 9—12, III. fig. 2 — 6, beide aus der Behringsstrasse ; Proc.
Philadelphia p. 89.
Vayssiere beschreibt die Gattung Marionia (vergl. Ber. 1877.
p. 212) und die Species, welche nunmehr M. Berghii genannt wird,
detaillirt mit Abbildungen. Er stellt die Gattung zwischen Tritonia
und Scyllaea. Journ. de Conchyl. 27. p. 106. pl. VII.
Aeolidiadae. Aeolis bicincta Martens, Berliner Monatsber.
p. 739, von Ibo.
Aeolidia papulosa Var. pacifica Bergh bei Dali Explor. of
Alaska p. 131. pl. I. fig. 1 — 6. Proc. Philadelphia p. 75.
Coryphella rutila Verrill, Amer. Journ. sc. and arts XVII.
p. 314, von Eastport, Maine.
Cuthona Stimpsoni Verrill, Amer. Journ, sc. and arts XVII.
p. 314, von Eastport, Maine.
Actaeonidae. Tomatella minuta Petterd, Journ. of Conchology
II. p. 105, von Tasmania.
Ein Catalog der Gattung Ringicula Desh. von Mo riet (vergl.
vorj. Ber. p. 372) ist in Jahrb. D. malak. Ges. VI. p. 179 abgedruckt.
Er enthält 25 Arten.
Ballacea. Haminea Peto'si Martens, Berliner Monatsber. p. 737,
von Mossambique.
P. Fischer ermittelte, dass Haminea dilatata Leach = Bulla
Orbignyana Ferussac ist. Journ. de Conchyl. 27. p. 21.
Doridium cyaneum von Jahambane und nigrum von den Que-
rimbainseln Martens, Berliner Monatsber. p. 738.
Äplysiacea. Äclesia glauca Cheeseman, Transact. New Zealand
Inst. XI. p. 379, von Neu-Seeland.
Solenopodidae. Koren und Danielssen haben einige neue
Arten der Gattung Solenopus Sars (Neomenia Tullb.) beschrieben
und dabei die Organisation dieser Thiere berücksichtigt. Sie bilden
aus dieser Gattung eine besondere Ordnung Telobranchiata. Nackte
marine Schnecken mit wurmförmigem Körper; hermaphroditisch,
ohne Tentakel, Augen, Radula und Kiefer; Fuss lang und schmal,
kann sich ganz unter dem Mantel verbergen ; Kiemen zurückziehbar,
am hinteren Korperende; Herz mit wohlentwickeltem Gefässsystem;
der Mollusken während des Jahres 1879. 227
Körperhöhle fast ganz durch die Eingeweidemasse erfüllt; Geschlechts-
organe längs dem Rücken, über dem Magen und Darm ; Nerven-
system mit Schlundring, aus einem oberen und zwei unteren Gan-
glien. Die Familie Solenopodidae K. et D. (Neomeniadae Iher.)
wird charakterisirt durch eine Längsfurche an der Bauchfläche, in
welcher der lange schmale Fuss verborgen ist, Kiemen fadenförmig.
Die Gattung Solenopus Sars (Vermiculus Dalyell, Neomenia TuUb.)
wird hier ausser S. nitidulus Sars (carinata Tullb.) durch 6 neue
Arten bereichert: S. affinis Messina, Balyellii Lofoten, incrustatus-
Finmarken, margaritaceus Stavanger, borealis Lofoten, Sarsii Chri-
stianiafjord. Archiv for Math, og Naturvidenskab 1878; Annais nat.
bist. in. p. 32L — Norman zeigt, Annais nat. bist. IV. p. 164,
an, dass Neomenia carinata Tullb. und Dalyelli K. et D. auch in
den britischen Meeren vorkommt, namentlich an den Shetlandinseln.
Verf. giebt dem Namen Neomenia den Vorzug.
Monoplenrobranchiata.
ADCyloidea. Nelson fand Ancylus fluviatilis var. albida bei
Leeds. Journ. of Conchology IL p. 282.
Petterd hat Gundlachia Petterdi Johnst., welche in Proc.
Royal Soc. of Tasmania beschrieben war, in Tasmania an dem Cata-
ract bei Lauuceston gefunden. Journal of Conchology II. p. 137.
Siphonariacea. Dali zeigt in einer Notiz über Ancylus Gus-
soni Costa, dass diese Schnecke, von der er auch den Kiefer und"
die Radula abbildet, in seine Untergattung Liriola gehört. Er theilt
nämlich die Gattung Siphonaria Sow. in drei Subgenera: Siphonaria
Dali 1870, Liriola Dali 1870 und Anisomyon Meek 1860 (Allerya
Mörch, Scutulum Monterosato). Journ. de Conchyl. 27. p 285.
Hypobrancbiata.
Bergh beschrieb Pleurophyllidia Loveni sowohl nach der
äusseren Beschaffenheit wie anatomisch. Malak. Bl. I. p. 77 — 87.
Pteropoda.
Pfeffer gab eine üebersicht der während der Reise um die
Erde in den Jahren 1874—1876 auf S. M. Schiff Gazelle und von
Dr. Jagor auf seiner Reise nach den Philippinen in den Jahren 1857
— 1861 gesammelten Pteropoden. Von den verzeichneten 22 Arten
sind vier neu und eine neue Gattung: Cleodora sülcata von Ker-
guelen, flexa Südsee, Triptera cancellata Neu-Guinea und Cirrifer
n. gen. Corpus nudum, oblongura, caput distinctum, tentacula supe-
riora parva, lamellosa, anteriora elongata, apice biramosa, ramis in-
crassatis; pes, alae, branchiae, situs ani sicut in Pneumodermate;
acetabula nulla. C. paradoxus aus dem atlantischen Ocean.
228 Troschel: BericM über d. Leistungen in d. Naturgeschichte
Lamellibranchiata.
Lov6n hat von seiner 1848 erschienenen Abhandlung
^Bidrag tili kännedomen om utvecklingen af Mollusca Ace-
phala Lamellibranchiata^ eine Uebersetzung ins Deutsche
mit den sechs Kupfertafeln erscheinen lassen, um diese
Untersuchungen vor der Vergessenheit zu bewahren. Stock-
holm 1879.
Carriere untersuchte die Drüsen im Fusse der La-
mellibranchiaten bei einer grösseren Zahl von Arten. Bei
vielen fand er Byssusdrüsen, in denen nach seiner Ueber-
zeugung die Byssuslamellen in den Byssusfächern abge-
sondert werden, und zwar -von den Epithelzellen derselben;
aber auch bei den meisten Muscheln, die keine Byssus
haben, kommen Organe vor, welche sich auf das Byssus-
organ beziehen lassen. Er nimmt an, dass das Byssus-
organ ein ursprünglich sämmtlichen Lamellibranchiaten
gemeinsames ist, welches im Laufe der Zeit bei vielen
^ ausser Gebrauch kam, und dann der Rückbildung anheim-
fallend mehr oder weniger tiefgreifende Veränderungen er-
litt; er betrachtet demnach die bei den nicht Byssus füh-
renden Muscheln sich findenden Drüsen, Säcke, Spalte als
rudimentäre Byssusorgane. Die Oeffnungen im Fusse sind
nach ihm nicht Eingänge zu dem Blutgefässsystem, sondern
Ausmündungen von geschlossenen Drüsen; er spricht sich
also gegen die Schwellung durch Wasseraufnahme in das
Gefässsystem aus. Wenn überhaupt Wasser in grösseren
Quantitäten in das Blut aufgenommen werde, dann bliebe
demselben nur der Weg durch das Bojanus'sche Organ und
die Nierenspritze übrig. Arbeiten aus dem zool. zoot. In-
stitut Würzburg V.
Pectiniformia.
Ostreacea. Brooks theilte die Resultate seiner Untersuchungen
über die Entwickelung der amerikanischen Auster, Ostrea virginiana
Lister, mit. Sie ist getrennten Geschlechts, ohne irgend welche
äussere Geschlechtsunterschiede. Die Eierablage nimmt einige Tage
in Anspruch, und sie werden ausserhalb des Mutterkörpers befruchtet.
Sie scheinen schon nach einem Jahre fortpflanzungsfähig zu sein.
Der Furchungsprozess wird in zwei Stunden vollendet. Die Ab-
der Mollusken während des Jahres 1879. 229
handlung soll in dem Report of the Maryland Fish Commission for
1879 erscheinen. Amer. Naturalist p. 585; Amer. Journ. sc. and
arts 18. p. 425. Zool. Anzeiger II. p. 659.
Placenta planicostata Dunker, Journ. de Conchyl. 27. p. 214.
pl. 9. Fig. 2, unbekannten Vaterlandes.
Pectinea. Pectcn pertenuis Dunker, Journ. de Conchyl. 27.
p. 215. pl. 9. fig. 3, imbekannten Vaterlandes.
Nacülacea. Leda subaequüatera, insculpta und pusüla Jefifreys,
Proc. zool. soc. p. 579. pl. 46. fig. 3, 5, 6.
Arcacea. Lissarca subgen. nov. Edgar Smith, Transact.
Royal Soc. 168. p. 185. Unterschieden von Barbatia Gray durch
die concentrischen (nicht radialen) Streifen der Schale. Area (Liss-
arca) ruhro-fusca pl. IX. Fig. 17, von Kerguelen.
Silicula n, gen. Jefireys, Proc. zool. soc. p. 573. Muschel
oval oder oblong, klaffend am vorderen oder längeren Ende ; Schloss-
band innerlich, klein, Zähne blättrig parallel dem Schlossrande. S.
fragilis pl. 45. fig. 6.
Axinaea pulclierrima, nova-caledoniensis, Eanleyi, modesta
Australien, hella Angas. Proc. zool. Soc. p. 417. pl. 85. fig. 1—5.
Pectunculus cardiiformis, aureo-maeülatus, Taylori, orbicularis
Tasmania, nova-guineensis Neu - Guinea, Angas, ib. p. 419. pl. 35.
fig. 6—10.
Laciniformia.
Kajades. Anodonta Pastasana Clessin, Malak. Bl. I. p. 173.
Taf. 11. Fig. 1, aus Ecuador. — A. gravida Drouet, Journ. de Con-
chyl. 27. p. 142, aus Griechenland. — A. fdlcata aus dem Dnieper
und cymbalica aus dem See von Scutari Drouet ib. p. 332. — A.
cdlipygos Kobelt, Abh. Senckenberg. Ges. XI. p. 435, aus Japan.
Elsworth Call erörtert die Synonymie von Unio nasutus,
nashvillensis, mississippiensis und subrostratus. Amer. Naturalist
p. 392.
Unio nitidosus von Missolonghi, Byzantinus Parr. aus Grie-
chenland, dahnaticus aus Dalmatien, robustus Villa Como-See, subtilis
aus England Drouet Journ. de Conchyl. 27. p. 140. — V. lusitanus
aus dem Guadiana, Kleciaki aus Dalmatien, ceratinus aus Dalmatien,
ionicus Blanc in litt, von den Jonischen Inseln Drouet ib. p. 327.
— U. Beinianus, Biwae und Brandtii Kobelt, Abh. Senckenberg.
Ges. XI. p. 424, aus Japan.
Microcondylus Bonellii Fer. aus Illyrien, Moreleti aus dem Po,
squamosus Mailand, crassulus Castelgofi'redo, gihbosus Mailand Drouet,
Journ. de Conchyl. 27. p. 138.
Mycetopus occidentalis Clessin, Malak. Bl. I. p. 174. Taf. 11.
Fig. 2, 3 aus Ecuador.
230 Troschel: Bericht über d, Leistungen in d. Naturgeschiclite
Mytilacea. Bouchard-Chantereaux, Notiz über die Byssus
von Modiola modiolus. Journ. de Concbyl. 27. p. 123.
Crenella australis Martens, Berliner Monatsber. p. 742, von
Inhambane.
Dreissenacea. Praxis Milien und Ecuadoriana Clessin, Malak.
Bl. p. 179. Taf. 15. Fig. 7, 8, aus Ecuador.
Solemyidae. Solemya africana Martens, Berliner Monatsber.
p. 742, von den Querimba-Inseln.
Veneriformia.
Gycladea. Sphaerium Wildi Clessin, Malak. Bl. I. p. 6, von
Euboea. — Spli. aequatoriale Clessin, ib. p. 176. Taf. 11. fig. 4 — 6,
aus Ecuador.
Pisidium Wolfii Clessin, Malak. Bl. I. p. 178. Taf. 11, Fig. 7
—9; bei Küster p. 268, aus Ecuador. — P. alienum Clessin, bei
Küster p. 269, ohne Vaterlandsangabe.
CorUcula ohlonga Clessin, ib. p. 267, aus Australien?
Cdlyculina Tasmaniae Clessin, ib. p. 261, aus Tasmanien.
lAmosina tiimida Clessin, ib. p. 246, von Bahia.
Batissa Semperi, manilensis und obtusa Clessin, ib. p. 214, die
beiden ersteren von den Philippinen.
Veneracea. Tivela Hartwigii Dunker, Journ. de Conchyl. 27.
p. 216. pl. 9. Fig. 4, vom Cap.
Tellinacea. Bert in hat eine Revision der Telliniden des
Pariser Museums angestellt. Er giebt zunächst eine Uebersicht der
geographischen Verbreitung, indem er von sehr vielen Meeren die
dort vorkommenden Arten aufzählt. Die Familie der Telliniden zer-
fällt dann in acht Gattungen: 1) Tellina L. mit den Subgenera
Tellinella Gray, 66 Arten, neu T. serra Antillen, derelicta pl. 8. fig. 5,
woher?, negrosiensis pl. 8. fig. 6, von den Negros-Inseln, Perrieri
pl. 8. fig. 8, Japan, Bayleana pl. 8. fig. 3, Guadeloupe; Peronaeo-
derma Poli 9 Arten, Donacilla Gray 9 Arten, neu T. Adamsii Rothes
Meer, parvula pl. 9. fig. 8, Neu-Caledonien, gibha pl. 9. fig. 4, Japan;
Pseudarcopagia Bertin, 2 Arten; Quadrans Klein, 4 Arten, neu T.
mi)ior pl. 9. fig. 5, Neu-Caledonien; Peronaea Poli, 13 Arten, neu
T. Hanleyi'Peru; Fabulina Gray, 31 Arten; Tellinides Lsim., 6 Arten;
Ilomala 165 Arten, neu T. basilaniensis pl. 9. fig. 12, Sulu-Archipel,
clatUrata pl. 9. fig. 7, minima pl. 9. fig. 6. 2) Strigilla Turton,
19 Arten, neu Str. elegantissima China. 3) Arcopagia Leach,
42 Arten. 4) Tellidora Mörch, 2 Arten. 5) Phylloda Schu-
macher, 2 Arten. 6) Metis Adaras, 16 Arten. 7) Macoma Leach,
108 Arten, neu M. rudis pl. 9. fig. 2, Melbourne, senegalensis Sene-
gal, innominata pl. 9. fig. 1, Senegal, pseudocandida China, fallax,
californicnsis pl. 8. fig. 2, Californien. 8) Gastrana Schum., 9 Ar-
ten, neu G. suarezensis pl. 9. fig. 3, von Diego-Suarez. •
der Mollusken während des Jahres 1879. 231
Sanguinolaria aureocincta Härtens, Berliner Monatsber. p. 744,
von Mossambique.
Mesodesma Aucklandicum Martens, Sitzungsber. Ges. naturf.
Freunde zu Berlin p. 37, von den Auckland-Inseln.
Fholadiformia.
Änatinacea. LyonsieUa Jeffreysi Friele, Jahrb. D. malak. Ges.
VI. p. 269, von Spitzbergen.
Leptomya gravida Hanley, Journ. Linnean Soc. XIV. p. 580,
ohne Vaterlandsangabe.
Süxicavacea. Saxicava hisulcata Edgar Smith, Transact. Royal
Soc. 168. p. 184. pl. IX. fig. 21, von Kerguelen.
Fholadacea. Bouchard-Chantereaux theilt mit, dass die
Pholaden ovovivipar und zwitterig sind. Journ. de Conchyl. 27. p. 122.
Brachiopoda.
Davidson berichtete über die Brachiopoden, welche bei der
Challenger-Expedition gedredscht wurden. Er beschreibt 10 Arten
als neu: Terehratula Wyvilli und Moseleyi; TerebratuUna WyvilU,
Dalli und Murrayi; Waldheimia Kerguelensis und Wyvilli; Tere-
bratella Frieli; Megerlia incerta und Willemoesi. London 1878.
Monterosato unterscheidet drei Arten der Gattung Platidea
(Morrisia Deslongchamps), nämlich PI. anomioides Scacchi et Phi-
lippi (Terebratula appressa Forbes), PL Davidsoni Desl. und PI.
(Terebratula) seminulum Philippi. Letztere ist abgebildet. Journ.
de conchyl. 27. p. 806. pl. XIII. fig. 8.
Morse beobachtete, dass Rhynchonella die Arme zum Theil
hervorstreckte, und in dieser Lage Stunden lang blieb. Ebenso
kann Lingula und Terebratulina die Arme theilweise hervorstrecken.
Amer. Journ. sc. and arts XVIL p, 257.
Morse entdeckte bei der Gattung Lingula Gehörorgane, und
behauptet die Abwesenheit eines pulsirenden Herzens, indem die
Circulation ganz von Flimmerthätigkeit abhängig sei. Da das Thier
theilweise in den Sand eingesenkt ist, so contrahirt sich der vordere
Rand der Mantellappen so, dass er drei grosse ovale OefPnungen
lässt, eine in der Mitte und eine jederseits; die Borsten, welche in
dieser Gegend lang sind, ordnen sich so, dass sich die Oeffnungen
in Kanäle fortsetzen und den Schleim des Thieres verwirren; diese
Kanäle haben feste Wände. Man sieht einen beständigen Strom
durch die seitlichen Kanäle eintreten und durch den mittleren aus-
treten. Sie bohren sich schnell in den Sand ein und der Stiel klebt
eine Sandröhre an. Die Lebenszähigkeit zeigt sich darin, dass Verf.
lebende Exemplare 'aus Japan mitbrachte, deren Wasser er nur zwei-
mal wechselte. Proc. Boston Soc. XIX. p. 266.
232 Tr oschel : Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte etc.
Brooks verdanken wir eine lehrreiche Arbeit über die Ent-
wicklung von Lingula und die systematische Stellung der Brachio-
poden. Er beschreibt die Larven nach allen Einzelnheiten ihrer
Organisation, auch deren Schlundring mit einer mittleren ventralen
Ganglienmasse und zwei seitlichen mit dorsalen Otöcysten. Es scheint,
dass Fritz Müller's Augenflecke dasselbe Organ sind. Morse sah in
den Otöcysten eine Eigenthümlichkeit der Anneliden; dem kann
Verf. nicht beistimmen. Die Tentakeln an dem Lophophor nehmen
allmählich an Zahl zu. Sehr eingehend werden die Larvenzustände
der Brachiopoden, wie sie von Morse, Kowalewsky, Lacaze-Duthiers
und dem Verf. untersucht sind, mit denen der Bryozoen verglichen.
Verf. gelangt zu dem Schlüsse, dass die Rotiferen, Polyzoen und
Veliger drei Zweige sind, die sich sehr früh aus einem gemeinsamen
Wurmstamm herausgebildet haben. Die Brachiopoden sind die höchst
specialisirten Repräsentanten des Polyzoen-Zweiges, und die ächten
Mollusken stehen in einer ähnlichen Beziehung zu dem Veliger-Zweige.
Die drei Stämme scheinen nahe genug miteinander verwandt zu sein,
und scharf genug von allen anderen Thieren verschieden, um eine
der fundamentalen Abtheilungen des Thierreichs auszumachen, und
die er wegen des auffallendsten Charakters, der radartigen Scheibe,
Trochifera nennt. Chesapeake zool. laboratory 1878. p. 35 — 112
mit 6 Tafeln.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 241
Journ. Geol. Soc. London 1878. p. 342 ff. PL XIV. Die
Keste gehören einem Branchipodites^ 2 Eosphaeroma,
1 Staphyliniden, 1 Lucaniden, 1 Anobiaden, 7 Curculio-
niden, 19 Formica, 7 Myrmica, 7 Campono tus, 2 anderen
Hymenopteren, 2 Lithosien, 6 Tipuliden, 43 anderen Di-
pteren, 8 Phryganiden, 1 Termes, 1 Hemerobius, 2 Perla,
2 Agrion, 9 Libelliüa, 1 Gryllotalpa, 2 Acridiodeen, l Triec-
phora sanguinolenta, 1 anderen Hemipteron und 1 Spinne
an. Nur die Crustaceen sind ausführlicher behandelt.
Crnstacea.
In Nr. IV der ^Zool. Ergebn. einer . . . Reise in die
Küstengebiete des Rothen Meeres", Erste Hälfte (s. d. Ber.
1878. p. 242 (25)), beginnt R. Kossmann die Bearbeitung
der Entomostraka mit der Familie der Lichomolgidae.
In der Einleitung behält er die früher von ihm als Familie
aufgestellten Gruppe derHolotmeta bei, die er hier zum
Range einer Unterordnung erhebt und vertheidigt sich
gegen die abfällige Kritik , die Claus an seinem syste-
matischen Versuch geübt hatte (vgl. d. Bericht 1876. p.
243 (35)), mit dem er kein natürliches System aufstellen,
sondern nur dem praktischen Bedürfniss der Einreihung
unbekannter Formen hatte genügen wollen und auch nach
Claus gentigt hat; wegen des Einzelnen s. unten bei
Lichomolgidae.
Carcinologisches von P. P. C. Hoek enthält I.
Zur Anatomie und Systematik der Caprelliden; II. Bei-
träge zur Kentniss der Corophiden; III. Eine Orchestide
des Festlandes. IV. Einige ungenügend bekannte Gamma-
riden. V. Kurze anatomische Bemerkungen über Gamma-
riden. Tijdschr. Nederl. Dierk. Vereen. IV. p. 97 ff.,
Taf. V-X.
Hesse bringt Art. 29 seiner Description des
Crustac6s rares ou nouveaux desCotes de France
Archiv für Naturg. XXXXVl. Jahrg. 2. Bd. Q
2 42 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
mit der Beschreibung 7 neuer Cycnus- und 3 neuer Kr^y-
eria-arten. Ann. Sei. Nat., Zool. VI. Ser. T. VIII. Nr. 4.
Art. 11. PI. 19—21 und Art, 30 mit der Beschreibung einer
neuen, einer neuen Familie angehörigen Gattung; ebenda
Art. Nr. 15. PI. 28.
A. Milne-Edwards veröffentlicht im Bull. Soc. philo-
matique, Juin 1878 folgende Mittheilungen über Crustaceen :
Note sur quelques Crustaces appartenant au
groupe des Oxyrrhinques p. 3 — 6; Description de
quelques especes nouvelles de Crustaces provenant . . .
lies du Cap. Vert ... p. 6— 13.
Derselbe: Etudes sur les Xiphosoures et sur
les Podophthalmiens. Mission scientifique au Mexique,
V, Livr. 8., p. 121—184. Pls. 21—27, 29, 30.
G. S. Nares' Narrative of a Voyage to the
Polar Sea etc. Vol. II enthält auf S. 240—255 einiges über
Crustaceen; die höheren sind von Miers, p. 240 — 248, die
Oceanic Copepoda von Norman p. 249 — 253, die Ostra-
codavon Brady p. 253 — 255 bearbeitet.
Streets und Kingsley nehmen An examination
of types of some recently described Crustacea vor;
Bull. Essex Institute, 1877. p. 103 ff. Zumeist werden die,
von Lockington in den Proc. Calif. Acad. VII beschrie-
benen Arten kritisiert.
J. S. Kingsley. On a collection of Crustacea from
Virginia, North Carolina, and Florida, with a
revision of the genera of Crangonidae and Palae-
monidae. Proc. Acad. Nat. Sei. Philadelphia 1879.
p. 383 ff.
Lockington macht Notes on Pacific coast
Crustacea; Bull. Essex Institute. Vol. 10. p. 159 ff.
G. M. Thomson fügt den 140 Arten, die Miers in
seinem Catalog von Neuseeländischen Crustaceen aufführte,
22 weitere hinzu, von denen 19 als neu beschrieben wer-
den. Trans. New-Zeal. Inst. XL p. 230 ff. PI. X.
Derselbe beschreibt einen neuen Onisciden von den
Auckland Inseln, eine neue Idotea, und die Neuseelän-
dischen Entomostraka, ebenda p. 249 ff.
Ebenda p. 392 ff., 401 ff., beschreibt Kirk neue Arten.
im Gebiete der Arthropoden ira Jahre 1879. 243
Haller bringt Beiträge zur Kenutniss der Mittel-
meerfauna der höheren Crustaceen; Zool. Anz. 26.
p. 205 ff.
Th. Cornish, Notes on some (fish and) Cru-
stacea recently obtained in Cornwall. The Zoologist.
1878. p. 423-426, 473-477.
M. J. Dietl widmet den IL Theil seiner „Unter-
suchungen über die Organisation des Gehirns wirbelloser
Thiere" den Crustaceen. Sitzber. K. Ak. Wiss. Wien
LXXVIII. p. 584 ff. mit einer Tafel. Dietl führt hier
einzelne seiner früheren Angaben (s. d. Ber. 1876. p. 329
(121)) weiter aus und vergleicht damit die früher von
Owsjannikow gefundenen Resultate, denen er nicht zu-
stimmen kann. Eine Membran existirt bei den Ganglien-
zellen des Gehirns nicht, und das Maschenwerk von Binde-
gewebsfasern, das die einzelnen Ganglienzellen umgeben
soll, ist ein Theil jenes von der Hirnhaut ausgehenden
Balkenw^erkes, das bald ganze Ganglienzellencomplexe, bald
auch einzelne Ganglienzellen, grosse und kleine umstrickt.
Die Nervenzellen giebt Dietl im Gegensatz zu Owsjannikow
als rund und unipolar an, gesteht aber ein, über den Zu-
sammenhang derselben mit den Nervenfasern keine An-
gaben machen zu können. In dem zu den Augenstielen
tretenden Nerv unterscheidet Dietl jetzt zweierlei Fasern;
breite, bandartige, und feinste Fibrillen. Diese letzteren
convergieren von beiden Seiten gegen das Centrum des Hirns
hin und bilden dann das Chiasma, dessen centrale Schenkel
in den Markballen führen, der aus kleinen „gangliösen
Kernen" nach der bisher üblichen Bezeichnungbesteht (Dietl
beobachtete bei manchen einen breiteren oder schmäleren
Protoplasmasaum um den Kern). Die feinsten Fibrillen
allein bilden hernach die Retina, während die grö-
beren bandartigen Fasern die übrigen Theile des Auges
versorgen. Die Untersuchungen sind an Astacus, einigen
Brachyuren und Squilla gemacht. (Den ausserhalb der
Augennerven gelegenen Nerv, den Dietl früher als zum
ersten Antennenpaar gehend und daher als akustikus an-
genommen hat, erkennt er jetzt als Integumentnerv, wie
schon M. Edwards wusste.)
244 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Demselben Gegenstand wandte E. Yung seine Unter-
suchungen zu: Recherches sur la structure intime et
les fonetions du Systeme nerveux central chez les
Crustaces Decapodes in Lacaze-Duthiers' Archives
de Zoologie experimentale VII. p. 401 ff. PI. XXVII — XXX.
Yung fasste insofern seine Aufgabe in weiterem Sinne auf,
als er den Bau des gesamraten Nervensystems untersuchte,
und dabei im allgemeinen eine Uebereinstimmung der
Nervenelemente der höheren Crustaceen mit denen der
Wirbelthiere bestätigte. Die Nervenfasern besitzen eine
kernhaltige Scheide und homogenen protoplasmatischen
Inhalt ; die in ihnen auftretende Granulierung ist eine Folge
von Reagentien; Yung neigt sich der Ansicht zu, dass diese
Primitivfasern sich verästeln, ohne allerdings einen augen-
scheinlichen Beweis hierfür liefern zu können. Den Zellen
schreibt er im Gegensatze zu Dietl ebenfalls eine Membran zu,
die sich aber von der der Fasern durch den Maugel von Kernen
unterscheidet, während der protoplasmatische Inhalt ganz
identisch ist, so dass Yung den gewagten Ausspruch thut, man
könne eine Ganglienzelle sich entstanden denken aus einer An-
häufung des Protoplasmas innerhalb einer (an dieser Stelle
erweiterten) Nervenfaser. Am häutigsten sind die Zellen
unipolar; es kommen aber auch apolare, bipolare und sogar
tripolare vor. Die ganze Ganglienkette ist bekanntlich von
einem doppelschichtigen Bindegewebe umhüllt; die äussere
Schicht enthält neben den Fasern und Kernen bisweilen
Pigmentzellen, die innere, die namentlich bei jungen Thieren
mehr entwickelt ist, Blutgefässe. Den Bauchstrang durch-
ziehen wahrscheinlich vom Gehirn herkommende Fasern
in seiner ganzen Länge, wenn auch in abnehmender Zahl,
indem ein Theil der Fasern in jedem Ganglion in Zellen
sein Ende erreicht. Unter den Fasern lässt sich eine
Unterscheidung in locomotorische und sensibele
nicht durchführen. — Den Bau des Gehirns erkennt
Yung als dem der Insekten entsprechend, nur einfacher,
die Fasern des n. opticus entspringen nach ihm z. Th.
auch aus den Seitenhügeln. Eine grosse Anzahl von Ver-
suchen mit landläufigen Giften verschiedener Art zeigt, dass
die Kruster auf dieselben in ähnlicher Weise wie die Wir-
belthiere reagieren.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 245
Vorläufige Bemerkungen über diesen Gegenstand ver-
öffentlichte derselbe in den C. R. T. 88. p. 240, 347 ; T. 89.
p. 183: De la strueture intime du Systeme nerveux
central des Cru st aces decapodes; Surles fonctions
delacbaine ganglionnaire cbez lesCrustacös deca-
podes; De Taction des principaux poisons surles
Cru stac6s.
Cadiat. Note sur la strueture des nerfs cbez
les In V er 1 6b res; CR. 86. p. 1420. (Mit Berücksichtigung
der Crustaceen.)
Dr. Max Weber, lieber den Bau und die Thätig-
keit der sog. Leber der Crustaceen. Arch. f. mikrosk.
Anatomie, XVIL p. 385 ff., PL Taf. XXXVI-XXXVIII.
In den Kreis der Betrachtung wurden Isopoden (Onisciden
und Aselliden), Amphipoden (Gammariden) und Astacus
fluviatilis gezogen. Bei den Isopoden lassen sich unter
den die t. propria auskleidenden Zellen zweierlei Arten
unterscheiden: kleinere, abgeflachte, stark mit Granulis er-
füllte, und grössere, nur mit schmaler Basis der t. propria
aufsitzende, weit in das Drüsenlumen hineinragende und
mit pigmentierten Fetttröpfchen erfüllte Zellen. Die ersteren
schwärzen sich bei kurzer Einwirkung von Osmiumsäure,
ihre Granula werden durch Wasser extrahiert, und einem
solchen Extrakt, dem 0,27o Salzsäure-Lösung beigemischt ist,
wohnt verdauende Wirkung bei. Der Inhalt der grösseren
Zellen dagegen ist durch Wasser nicht zu verändern, wohl
aber durch Aether zu extrahieren; das Secret der ganzen Drüse
(also beider Zellenarten) ist dagegen in Wasser löslich,
und eine spektralanalytische Untersuchung dieses Secretes
zeigt eine unverkennbare Gallenreaktion. Weber schliesst
nun mit Recht, dass der sog. Leber zweierlei Funktionen
obliegen: ein verdauungskräftiges Ferment und Gallenstoff
zu liefern, dass sie also die Funktion, die die älteren
Zootomen ihr zuschrieben, mit der, die Hoppe-Seyler und
Kruken berg ihr bei höheren Crustaceen zutheilen, ver-
einigt. In Folge dieser doppelten Funktion schlägt nun
Weber vor, den Namen „Leber^ durch den passenderen
„Hepato Pankreas'' zu ersetzen. Die fermentierende
Funktion liegt den kleineren Zellen (Fermentzellen), die
246 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Gallenstoff zu liefern, den grösseren ob, für welche daher
ausschliesslich der Name „Leberzellen'' beibehalten wird.
Bei den Amphipoden und Decapoden lässt sich die doppelte
Funktion der Drüse ebenfalls nachweisen; dagegen ist es
hier nicht so leicht, den jeweiligen Sitz der beiden Thätig-
keiten aufzufinden. Doch glaubt der Verfasser mit Recht,
Zellen, die den Leberzellen der Isopoden gleichgebildet
erscheinen, auch mit derselben Funktion betrauen zu dürfen,
und die fermentative Wirkung in einer zweiten Art von
Zellen zu sehen, die ein wasserklares Secret in Form einer
hellen Blase producieren. Eine dritte Art von Zellen, die
sich in der Drüse der erwähnten Thiere findet, ist indiffe-
renter Natur und dient zum Ersatz vielleicht beider Zell-
arten.
H. Bolau wies durch Messungen an einem Limulus
Polyphemus vor und nach der Häutung ein ungemein
starkes Wachsthum (um 12—15% in den verschiedenen
Körpertheilen) unmittelbar nach der Häutung bis zur Er-
härtung der Körperhaut nach. Verh. Naturw. Ver. Hamburg-
Altona. 1879. p. 22.
M i e r s bespricht die in Euplectella und Meyerina
lebenden Crustaceen ; in ersterem Schwamm sind ein Peneide
(Spongicola venusta JDe Haan) und ein Aegide (Aega spon-
giophila &/ip.) ; in letzterem ebenfalls ein Aegide (Cirolona
multidigitata Dana) gefunden. Journ. Linn. Soc. XIH.
p. 506 ff. PI. 24; vgl. unten Landois unter Idotea.
C. Spence Bäte giebt Part. IV seines Report on
the present state of our knowledge of the Cru-
stacea: On development. Rep. Brit. Assoc. for the Advanc.
of Scienc. 1878. p. 193. ff., PI. V— VIL
Packard fasst die Merostomata und Trilobita als
Palaeocarida zusammen, denen er die anderen Ordnungen
(Cirripedia, Entomostraca (!), Branchiopoda, Phyllocarida
(ö. Nebalia), Tetradecapoda, Stomapoda, Decapoda) als
Neocarida gegenüberstellt. Amer. Natur. 1879. p. 785.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 247
Pliyllopoda.
Gladocera.
E. A. Birge. Notes on Gladocera. Wisconsin. 1878. 8vo.
34 pp. 2 Pls.
A.Lutz theilt Beobachtungen über die (35) Cladoceren
der Umgegend von Leizig mit; Sitzgsber. Leipz. naturf. Ges.
1878. p. 36 £f. Nach einer Aufzählung der Arten spricht er nament-
lich über die Schrauckfärbungen und das Auftreten von ^ und
Ephippien tragenden $ während des Frühlings und Sommers.
Derselbe verzeichnet (42) Cladoceren der Umgebung von Bern;
Mitth. naturf. Geseilsch. Bern Nr. 937—961. p. 38 ff.
Polyphemidae. H.E. Forrest. On the anatomy of Lepto-
dora hyalin a. Journ. R. Microsc. Soc. Vol. 2. Nr. 7. p. 825 ff.
Leptodora hyalina in England (Birmingham); Rep. Brit.
Assoc. for the advanc. of Sciences. 1879. p. 369.
Lynceidae Crepidocereus (n.g. ; capiteimmobili, rostrobrevi
acuto; autennis setis octo et spinis tribus instructis; pöstabdomine
calceolaeformi, valde compresso; margine ventrali valvarum setis
longiusculis plumosis instructo) setiger (Wisconsin); Birge a. a. 0.
p. 24 ff. PI. I. Flg. 18.
Graptoleberis inermis (Mass., Wisc); Birge a. a. 0. p. 26,
PI. I. Fig. 17.
Chydorus punctatus (Böhmen); Hellich, Arch. f. d. Landes-
durchf. Böhm. III. sect. IV. P. 2. p. 110 mit Holzschnitt; minutus
(Dunedin); Thomson, Transact. New. Zeal. Inst. XI. p. 262. PI. XL
Fig. E. 3.
Alona verrucosa (Bern); Lutz, Mitth. naturf. Ges. Bern Nr.
937—961. p. 44 und 53; angulata, porrecta, glacialis (Mass.); Birge,
a. a. 0. p. 28 ff.
Alonopsis media (Nordamerica); Birge, a. a. 0. p. 32. PI. I.
Fig. 14, 15.
Pleuroxus procurvus, stramineus, insctdptiis, tmidens, hamatus,
tcw^tVos^m (Massachusetts); Birge a. a. 0. p. 16 ff. PL I. Fig. 19— 22.
IL Fig. 11—15.
Daphniadae. Weis mann beendet mit VI und VH seine Bei-
träge zur Naturgeschichte der Daphnoiden; Zeitschr. wiss.
Zoolog. XXXIII. p. 55 ff., Tab. VIII— XIII. Der sechste Beitrag hat
den Samen und die Begattung der Daphniden zum Gegen-
stand. Bei manchen Arten (Daphnella, Latona, Bythotrephes) sind
die Sameuelemente grosse kugelige Zellen; bei Sida sind sie blatt-
förmig, an den beiden Enden unregelmässig zerschlitzt und ge-
franst; ihre Entstehung wurde hier verfolgt und führt zurück auf
248 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Epithelzellen des Hodens, die grösser werden und sich zuletzt ab-
schnüren. Bei Moina rectirostris sind sie den von höheren Krustern
bekannten „Strahlenzellen" ähnlich und entstehen hier auch aus
Epithelzellen, aber zu 2 — 5 in einer Mutterzelle. Daphnia nnd Cerio-
daphnia haben kleine stabförmige, Scapholeberis und fast alle Lyn-
ceiden sehr kleine kugelige, fast punktförmige Samenelemente. Die
feine Streifung , die manche der grösseren Samenzellen durch die
Contraktionen des Hodens annehmen , ist entweder auf eine blosse
Fältelung der Oberfläche, oder (bei Sida) auch der ganzen Zelle
zurückzuführen. Eine Bewegung mangelt allen diesen Spermato-
zoen , und was vielfach für aktive Lebenserscheinungen gehalten
wurde, ist nichts weiter als ein durch die Wirkung des Wassers be-
dingter Zerfall. Die beiderlei Gsschlechtsprodukte kommen entweder
im Eileiter, resp. dem damit in Verbindung stehenden rec. sem,
(Daphnella, Latona, Sida, Bythotrephes), oder im Ephippialraum
(Moina), oder im Brutraum (wahrscheinlich alle Lynceiden) mit ein-
ander in Berührung, doch sind diese Angaben mehr auf Reflexion
als auf Beobachtungen basiert. Bei Bythotrephes ist während der
Zeit, wo Sommereier produciert werden , eine Vulva und Vagina
nicht ausgebildet, und daher eine Befruchtung der Sommereier un-
möglich.
Nr. Vn sucht die Frage nach der Entstehung der cy-
klischen Fortpflanzung zu lösen, und hier hat die Spekulation
einen weiten Spielraum. Weismann glaubt zeigen zu können, dass
der Eintritt von Geschlechtsgenerationen nicht die direkte Folge
äusserer Einwirkungen (Temperatur, fauliges Wasser, Austrocknen
u. B. w.) sei. Die weiterhin angestellten Betrachtungen werden für
manche um so interessanter sein, je weniger die angenommenen Ver-
hältnisse eine Prüfung gestatten.
C. Grobben studierte in sehr eingehender Weise die Ent-
wicklungsgeschichte der Moina rectirostris; Arb. a. d.
Zool. Inst, der Univ. Wien. H. 2. Heft, p. 203—268 (1-66) Taf. XI
— XVII (I — VII). Neben M. rectirostris dienten auch M. paradoxa
Weism. (== flabellata Hiid. ?) zur Untersuchung. Die Beobachtungen
wurden an Sommereiern angestellt, die ausser dem Kern einen dicht
unter der Dotterhaut liegenden Körper enthalten , den G r o b b e n
wegen seines Verhaltens gegen Reagentien als einen Abkömmling
des Kernes und daher als Richtungskörper ansieht. Damit er-
giebt sich denn auch für dieses Ei eine polare Difierenzierung,
indem der Richtungskörper den animalen Pol bezeichnet. Da
das Auftreten eines Richtungskörpers als ein mit stattgefundener
Befruchtung in Verbindung stehender Vorgang anzusehen ist , so
liegt für Grobben in dem Vorhandensein desselben in den ohne Be-
fruchtung sich entwickelnden Sommereiern der Beweis , dass die
Parthenogenesis sich aus geschlechtlicher Fortpflanzung entwickelt
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 249
habe und nennt sie demnach auch eine geschlechtliche Fortpflanzung(!).
Neben dem Bildungsdotter enthält das Ei einen aus Fett und Ei-
weisskugeln bestehenden Nahrimgsdotter, dessen Anordnung aller-
dings schalenförmig, d. h. concentrisch ist; er ist am vegetativen
Pol am massigsten angehäuft und lässt den animalen ganz frei; im
Verlauf der Furchung rückt er von der Oberfläche in das Centrum
des Eies. Die Furchung ist eine superficiale. Die erste Furchungs-
ebene geht der Verbindungslinie des Richtungskörpers und Kern-
bläschens parallel, auch die zweite ist noch eine meridianale, die
dritte hingegen eine aequatoriale. Das Eichtungsbläschen bleibt bis
zur vierten Zweitheilung (16 Furchungskugeln) sichtbar; dann rückt
es von der Oberfläche der oberen Furchungskugel in die Tiefe. Bei
der fünften Zweitheilung (32) macht sich eine Zelle durch ihr grob-
körniges Protoplasma und ihren grossen Kern bemerkbar; es ist die
Anlage der späteren Geschlechtsdrüse ; darunter ist eine Zelle , aus
der das Eutoderm hervorgeht; die übrigen Zellen sind theils Ekto-
derm-, theils Mesodermzellen. Mit einem Stadium, wo 32 Entoderm-,
4 Genital- und 12 die letzteren umlagernden Mesodermzellen vor-
handen sind , beginnt eine räumliche Trennung der 3 Keimblätter,
indem sich die Mesodermzellen ins Innere senken, und zugleich das
Entoderm durch Einstülpung den Gastrulamund bildet ; das Stadium,
das dieser örtlichen Spaltung in 3 Keimblätter vorhergeht , ist
demnach das der Blastosphära, Dem Gastrulamund gegenüber bilden
die Ektodermzellen die Scheitelplatte. Wahrscheinlich schliesst sich
der Gastrulamund und die (jetzt in der Zahl 8 vorhandenen) Genital-
zellen rücken in die Tiefe unter das Ektoderm. An der Stelle des
geschlossenen Gastrulamuudes öffnet sich jetzt der definitive Mund,
und die Scheitelplatteuzellen beginnen sich zu differenzieren; dieses
Stadium wird der Trochophora der Anneliden homolog gesetzt, ob-
wohl ihm ausser einem (bei den Arthropoden überhaupt nicht gut
möglichen) Wimperkranz auch die Kopfdrüse fehlt. Hierauf erfährt
der bis dahin ungegliederte Embryo eine Einschnürung, die das
Kopfsegment vom Rumpfsegment absondert; an dem ersteren sprosst
die zweite Antenne (die sich bald in 2 Aeste spaltet) und darauf
auch das vordere Antennenpaar, an dem letzteren das Mandibelpaar
hervor, das eigentlich ein Schwimmfusspaar ist, da sich die Kaulade
erst später an der Innenseite des Beines entwickelt. Damit ist der
Nauplius fertig, der sich aber bei Mo'ina nicht häutet. Die Eihaut
wird vielmehr erst gesprengt, wenn das Thier den Brutraum ver-
lässt. Hierauf wird ein Maxillarsegment angelegt, dann die Segmente
des Thorax in allmählicher Entwickelung. Wenn 4 Thorakalsegmente
angelegt sind , theilt sich die Scheitelplatte durch eine Querfurche
in einen vorderen (Gehirn-) und hinteren (Retina-) Theil , von
dem der erstere längere Zeit von dem Ektoderm ungesondert bleibt
als der letztere. Die Genitalanlage hat sich durch eine Furche in
250 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
2 Hälften getheilt, die seitwärts aus einander rücken. In dem Sta-
dium mit 5 Tborakalsegmenten wird die Nackendrüse aus demEkto-
und die Schalendrüse aus dem Mesoderm angelegt. Es hat sich
ferner der Schlundring und dessen Fortsetzung (der Bauchstrang)
aus den Primitivwülsten gebildet.
Bosmina hrevicornis p. 60 nebst Holzschnitt, holiemica p. 61
(Böhmen); Hellich, Archiv f. d. Landesdurchf. Böhmens HI, sect.
IV, P. 2.
Ceriodaphnia äentata, consors, cristata (Mass., Wisc); Birge,
a. a. 0. p. 4 £f. PI. 1. u. 2.
Daphnia öbtusata (Dunedin); Thomson, Trans. New. Zeal.
Inst. XI, p. 251 PI. XI, Fig. E. 2.
Lutz unterscheidet in Scapholeberis mucronata eine var. &r6m-
cornis und longicornis', Mitth. naturf. Ges. Bern Nr. 937 — 961 p. 42.
Sc. nasuta (Mass. Wisc); Birge, a. a. 0. p. 9. PI. 1 Fig.
8—10.
Simocephalus americanus (Mass., Wisc); Birge a. a. 0. p. 6,
PL 1 Fig. 9.
Sididae. Daphnella exspinosa (Massachusetts); E. A. Birge
Notes on Cladocera, Wisconsin 1878, p. 3, PI. 2 Fig. 1 — 4.
BrancMopoda.
Scudder deutet ein sehr fragliches Fossil als die letzten Ab-
dominalsegraeute eines mit Dithyrocaris verwandten Crustaceums,
welches er Bachura venosa nennt; Proc. Bost. Soc. XIX p. 290 ff.
PI. 9 Fig. 3.
Etheridge giebt ein Verzeichniss der bekannten L e a i a-
Arteu und beschreibt L. Jonesii aus den unteren Kohlenschichten
von Edinburgh; Ann. a. Mag. N. H. (5) III p. 257 ff. mit Holz-
schnitt.
Apusidae. Lepidurus Kirhii (Wellington), compressus (Wai-
kauitti; Queeustown); Thomson, Trans. NewZeal. Inst. XI, p. 250
PI. XI Fig. E. 4 und. 5.
Branchipusidae. H. Woodward. On the occurrence of
Branchipua or Chirocephalus in a fossil state in the upper
part of the fluvio-marine series (Middle Eocene) at Gurnet and Thor-
ness Bay near Cowes, Isle of Wight; Rep. Brit. Assoc 1877 p. 78
und Quart. Journ. Geol. Soc. 1878 p. 342 ff. PI. XIV Fig. 7—9; das
Thier ist Branchipodites vecteusis genannt.
Chirocephalus Ilolmanii (New Jersey); Ryder (Ann.
a. Mag. N. II. (5) IV p. 251) und Proc Acad. Nat. Sei. Phil., 29.
April 1879 p. 148.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 251
Streptocephalus Sealii (dem S. torvicornis von Warschau am
nächsten stehend; Woodburg, N. Jersey); derselbe ebenda p. 200.
Successive Appearance of Chirocephalus and Stre-
ptocephalus in the same pond; Ryder, Amer. Nat. 1879.
p. 703.
üeber Artemia salina in den Salzteichen von Salzburg
(Siebenbürgen) s. oben p. 234.
C. Briquel. Note sur l'Artemia salina; Nancy 1879
10 S.
Trilobita etc.
C. Bovallius macht im Bih. t. Sv. Vet. Akad. Handl. IV
Nr. 8 (27 pp., 4 Pls.) Notes on Pterygocera arenaria Slahher.
0. Noväk macht einen vorläufigen Bericht über Studien
an Hypostomen böhmischer Trilobiten; Sitzgsber. k. böhm.
Ges. d. Wissensch. in Prag, 1879 p. 475 ff. Zu den 83. Arten, bei
denen Barrande das Hypostom nachgewiesen hatte, macht er 31
weitere bekannt und weist die Brauchbarkeit desselben zur generi-
schen und specifischen Bestimmung nach. „Ein parallel hinter dem
Hypostom liegendes Epistom existiert aber bei den Trilobiten nicht".
Ostracoda.
F. R. Jones bringt Nr. XII und XIII seiner »Notes on the
Palae ozoic Bivalved Ent om o s t r ac a. Some Carboniferous
Species belonging to the genus Carbonia Jones und Entomis serra-
tostriata and others of the so called „Cypridinea" of the Devonian
Schists of Germany; Ann. a. Mag. N. H. (5) IV p. 28 ff. PI. II und
III und p. 182 ff. PI. XL
Kolmodin. Ostracoda Silurica Gotlandiae. Öfvers.
K. Vet. Akad. Förh. 1879 Nr. 9 p. 133 ff. Tab. XIX. Als zum
ersten Mal beobachtet werden beschrieben und abgebildet Leperdita
tuberculata p. 135 Fig. 1; Elpe reniformis Fig. 2; Beyrichia gran-
dis p. 138 Fig. 3.
Gypris ciliata Fig. 1, viridis (Dunedin) Fig. 2, litoralis (Blues-
kin) Fig. 3; Thomson, Trans. New Zeal. Inst. XI p. 253 PI. XI A.
Cytheridae. Cythere atra (Otago Harbour) Fig. A. 2, C. 1,
truncata (ibid.) Fig. C. 2; Thomson, Trans. New Zeal. Inst. XI.
p. 254. PI. XI.
252 Bert kau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Loxoconcha;pMMCi«ia (Otago Harbour); Thomson, Trans. New
Zeal. Inst. XI p. 255 PI. XI Fig. B. 3.
Gypridinidae. Philomedes agilis (TaieriR.); Thomson, Trans.
New Zeal. Inst. XI p. 257 PI. XI Fig. C. 3, D. 1.
Gopepoda.
Gnathostomata.
G. S. Brady beginnt A monograph of the true
and semiparasitic Copepoda of the British Islands.
London 1878 (Ray Society). In diesem ersten Bande sind
neben der Einleitung die Eintheilung in Familien und Gattungen
und dann 49 Arten der Familien Calanidae, MisopJiriidae, Cyclo-
pidae, Notodelphyidae (nebst Ascidicolinae), Buproridae enthalten.
Da sich das Werk wesentlich die Erkennung der Arten zur Aufgabe
gemacht hat, so ist die allgemeine Schilderung des Baues nur so
weit gegeben, als zum Verständniss der Terminologie und zur Be-
stimmung nöthig ist. Von Interesse ist die Uebersicht über die
Vertheilung der Arten im süssen, brackigen und salzigen Wasser.
Diaptomus castor, 12 Cyclops- Arten und Canthocamptus leben im
süssen Wasser, die Gattungen Temora, Tachidius, Nannopus, Platy-
chelipus, Mesochra, Dalaralia und Cyclops insignis sind für Brak-
wasser charakteristisch, Tümpel von Seewasser, die sich bei Hoch-
fluthen bilden, beherbergen Harpacticus fulvus. Pelagische Arten
sind Calanus finmarchicus und Anomalocera Patersoni.
Als neu werden beschrieben: Candace pectinata (Scilly Isis.)
p. 49 PI. VIlI Fig. (15) X Fig. 1—12; Parapontella n. g. (antenn.
ant. in utroque sexu dissimilibus ; palpo mandibulari uniramoso;
ramo int. primi paris pleopodum 3-, secundi, tertii, quarti paris
bi-articulato) für Ponteila brevicornis Luhh. p. 69; Misophriidae
n. f. (ant. anter. 7 — 18 articul., cephalothorace multo breviores;
oculi supplementarii nulli; rostrura non furcatum; ant. post. ramo
secundario longo instructae; palpi raandib. magni, biramosi; maxil-
lae et pedes maxillares ut in Calanidae) für Misophria, Pseudo-
cyclops und Cervinia (n. g. prope Misophriam , antenn. anter. 7-
art., ramo post. ant. poster. 4-articulato); Cervinia Bradyi {Norman
i. 1.) p. 89 PI. XXIV Fig. 3-13; Cyclops Hellen p. 115; Lopho-
phorus n. g., bereits bei Phasianidae vergeben; Cyclopsinae affine,
pedum pari quinto foliaceo) insignis (Durham Coast) p. 121, PI. XIII
Fig. 1—10, XIV Fig. 10; Doropygus Normani p. 136, porcicauda
p. 138 (Irland, in Ascidien).
H. Rehberg's Beitrag zur Kcnntniss der frei-
lebenden Süsswasser-Copepoden in den Abh, naturw. Ver.
Bremen VI p. 533 ff. Taf. VI enthält ein Verzeichniss der um
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 253
Bremen beobachteten (27) Arten mit einer sehr vollständigen Syno-
nymie. Von Cyclops agilis wird ein androgynes Exemplar, und fer-
ner werden neben anderen neuen 2 Cyclopsarten mit Sgliedrigen
Antennen beschrieben , die sich in einem überhaupt durch verküm-
merte Exemplare auszeichnenden Graben fanden; Rehberg hält es
demnach nicht für unmöglich, dass sie durch Zurückbleiben in der
Entwickelung aus C. agilis entstanden seien.
Cyclopidae. Cyclops odessanus (0.), Schmankewitsch, Publ.
d. N. Russ. Ges. Naturf. Ill 2. p. 32 ff., Novae Zealandiac, Thom-
son, Trans. New Zeal. Inst. XI p. 258 PI. XI Fig. D. 2, hyalinus
p. 542 Taf. VI Fig. 1 , 2, {bisetosus = bicuspidatas Sars nee Cls. p.
548), pygmaeus p. 546. Fig. 3—6, Poppei p. 550 Fig. 9—11; Reh-
berg a. a. 0.
Einige kurze Bemerkungen „On Cyclops" by Marcus
Hartog im Rep. of the Brit. Ass. for the Advauc. of Scienc. 1879
p. 376 beziehen sich hauptsächlich auf das Nerven- und Cirkulations-
system. Motorische und sensibele Nerven sind getrent; letztere haben
bipolare Ganglienzellen. Gewisse Organe in der Hypodermis werden
als Gehörorgane gedeutet.
Harpacticidae. 0. C. Aurivillius. Balaenophilus unisetus
n. g. et sp. Ett bidräg tili Kännedomen om Harpacticidernas
utvecklings historia och Systematik. Akad. Afhandl. Stock-
holm. 1879. 8vo. 26 S. mit 4 Taf. Habe ich nicht eingesehen.
Cletocamptus (n. g. für Cyclops Str<^mii und) retrogressus
(Südrussland); Schmankewitsch, in den Publ. d. n. Russ. Ges.
Naturf. III. PI. 2 p. 74 ff. Transfuga (n. g.) salinus, lacustris
(ibid.); derselbe ebenda.
Harpacticus Bairdii (Otago Harbour); Thomson, Trans New
Zeal. Inst. XI p. 259 PL XI Fig- D. 3, E. 1.
Canthocamptus minutus Claus (nee 0. F. Müller) ist
lucididus benannt; Rehberg, Abh. naturw. Ver. Bremen VI p. 551.
Idya palaeocrystica (82" n. Br.); Norman a. a. 0. p. 253.
Haller macht vorläufige Diagnosen einiger Peltidien
bekannt; Zool. Alz. 25 p. 178 ff. Zausoscidia (n g.) Folii\
Porcellidium partmlum, ovatum ; Oniscidium triarticidatum, scidptum,
incertum; die Arten stHininen von Messina und sind mit Ausnahme
von 0. incertum ausführlicher beschrieben und abgebildet in diesem
Archiv 1880 I, p. 53 ff. Taf. IV und V.
Calanidae. Norman a. a. 0. p. 251 schlägt vor, den Namen
Metridium (bereits bei Coelenteraten vergeben) in Metridia um-
zuändern. Mit dieser Gattung ist Pleuromma Cls wahrscheinlich
synonym. Die von Claus fraglich für Augen angesehenen Körper
an den Kieferfüssen sind wahrscheinlich Parasiten. — M. armata
{Böckh) = Paracalanus hibernicus Brady. Neu sind Dias ilfossz und
Pseudocalanus Feildeni (82*» 27' n. Br.), letztere nur benannt p. 253,
254 Bert kau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Siphonostomata.
C. Vogt. Recherches cotieres faites ä Roseoff.
Crustaces parasites des Poissons. Genf 1879. 4°. p. 1 — 104.
PI. I — VI. De la famille des Philichthydes et en particulier du
Lepsophilus Labrei. Familie des Lernaeopodides et Chondracan-
thides.
Om nogle parasitiske Krebsdyr, der snylte hos Anne-
lider. Ved. G. M. R. Levinsen. Videnskab. Meddelelser, 1877/78 p. 351
£F. Tab. VI. Der Verfasser verzeichnet die 14 bekannten Anneliden-
schmarotzer und beschreibt dann die neuen oder weniger bekannten
Formen. Selioides Bolhroei (n. g. et sp.) p. 353 Fig. 5 — 11 (^ice-
phaloth. capitiformis, pars ventralis . . . antennarum 2 paribus,
mandibulis liberis , maxillipedumque singulo pari instructa est;
ant. I 6 art., II multo minores, pediforraes, 3-artic., •. . . abdomen
late rhomboidale, . . . postabd. parvum, trapezo'ideum ; . . . ante
postabd. corpus in processus duos validos saecos ovigeros gerentes
productum est; hi magni, infra medium marginem interiorem con-
cavum affixi, margine exteriore semel inciso, convexo; long. 2( — 3),
lat. 1,G — 1.75 mm; J^ ceph. non capitiformis; ant., mand. et ma-
xilliped. ut in $ ; abdomen longum, postice sensim angustius, mem-
brorum paribus 3 instructum, quorum I et HI quadriart., articulo
ultimo setis 17 instructo, II validum 3 -art,, art. ultimo hamato,
apice globoso; postabdomen parvum quadratum; appendices cauda-
les Spina longa setisque 4 instructae; long. 0,75 — 1 mm; Grönland,
aufHarmothoe imbricata, das ^ unter dem ^); EJiodinicola
elongata (n. g. et sp.) p. 360 Fig. 1 — 4 (corpus $ elongatum, paullo
depressum: cephaloth. 2 paribus ant., raandib. liberis, maxillip. —
que 2 paribus instructus ; ant. I 6-art., II elongatae, 3-art.; maxillip.
sup. 2-art., robusti, valide hamati, infer. 4-art.. articulo ultimo
gracili acuto; abd. e 5 segmentis compositum; omnia abd. segra.
pedibus natatoriis instructa, illis V. paris non biramosis; biartic,
ceteris biramosis 3. -art.; sacci ovigeri elongati, cylindrici; postabd.
4.-artic., app, caud. setis quinis instructae ; long. 8 mm. (cum sac.
ovig.); Samsyi auf Rhodine Loveni); Herpyllobius arcticiis Stp. —
Ltlc. p. 363 Fig. 12 — 18, crassirostris Sars p. 371; Bradophila
pygmaea p. 371 mit 3 Holzschnitten auf Brada villosa; Saccopsis
Terebellidis (n. g. et sp.) p. 374 Fig. 21, 22 (corpus $ sacciforme
vel coniforme; haud annulatum, membrorum cujusque generis rudi-
montis destitutum , antice bulla pctiolata margine reflexo affixum,
postice latitudine sensim accrescens et in parte posteriore tuberibus
duobus minutis instructum saecos ovigeros gerentibus, hi cylindrici,
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879, 255
animali paullo longiores, dimidia latitudine ; long, (sine s. ovig.) 3,5,
lat. maxim. 1,75 mm; Grönland auf Terehellis Strfimii) ; Crypsido-
mus Terebellae (n. g. sp.) p. 375 P'ig, 19 — 20 (corpus J in Tere-
bella cirrata inclusae semilunare, inarticulatum, mollissimum, mem-
bris destitutum, parte media ampliore intestino hospitis affixum . . .,
eacci ov. filiformes, latitudine corp. paullo longiores, processui parvo
conico affixi cutem hospitis perforantes, in dorso ejus iiberi pendent.;
alt. 4, latit. 1,6 crassit. 3 mm; von Grönland).
Corycaeidäe. Fischer macht unter dem Namen „Furcal-
drüsen" ein bisher unbekanntes Ab seh eidungsorgan bei
Sapphirrhina (^ und ^) bekannt. Zool. Anz. 39 p. 515.
Lichomolgidae. R- Kossmann a. a. 0. nimmt diesen Namen
statt des früher von ihm gebrauchten Ascomyzontidae für diejenigen
seiner Holotmeta an, bei denen das erste Thorak&lsegment mit
dem Kopfe verschmolzen ist; beim ^ sind die beiden ersten Ab-
dominalsegmente verschmolzen; Mandibeln breit sichelförmig, Ma-
xillen rudimentär etc. Die Ascomyzontiden haben keine selbstän-
dige Berechtigung , da Asterocheres und Dyspontius höchst wahr-
scheinlich = Stellicola, Ascomyzon = Lichomolgus und. Artotrogus
= Doridicola ist. Von alten Gattungen gehören Stellicola, Licho-
molgus (womit Doridicola zu vereinigen ist), Sepicola, Elodicola,
Sabelliphilus, Ergasilus, (Thersites) hierher, die sämmtlich kauende
Mundwerkzeuge besitzen; Nicothoe mit (wahrscheinlich) stechenden
Mundwerkzeugen wird ausgeschlossen. Neue Formen sind: Stellicola
27^oreZ?^ (Rothes Meer, auf Ophidiaster multiformis) p. 11 Taf. I Fig.
1, oreastriphilus (ibid. auf Asteropsis carinifera) Taf. II Fig. 1,
Semperi (Philippinen auf Ophidiaster miliaris T. III Fig. 1 p. 13,
alabatensis (ibid.) Taf. I Fig. 2, 3 p.l4, PleurohrancM (Palaos Arch.,
auf Pleur. sp.) Taf. III Fig. 3 p. 15; SaheWiiphilus Leuckarti (Rothes
Meer auf Sabella sp.) Taf. 11 Fig. 2, 3 p. 17; Licliomolgidium
(n. g.) sardum (Mittelmeer in Cynthia microcosmus) Taf. IV Fig. 3
p. 19; Lecanurius (n. g.) intestinalis (Bohol; der erste in einer
Holothurie, Mülleria Lecanura, gefundene Copepode) Taf. V Fig. 1
p. 20; Boholia (n. g.) cerianthipMla (Bohol in Cerianthus sp.) Taf.
IV Fig. 4, V Fig. 2 -p. 22; Paclabius (n. g.) tumidus (Bohol, in
einer Tridacna) Taf. VI Fig. 1—10 p. 23.
L. Kerschner macht eine vorläufige Mittheilung über zwei
neue Gattungen und Arten, die er Paryphes (von Burmeister
schon bei Rhynchoten vergeben) longipes und Do 7' oixys {?) uncinata
nennt. Nach ihm wird der sog. Matrikaiabschnitt (Brutraum) von
einer Integumentduplikatur gebildet. Ovarium und Hoden sind un-
paarig und die Eier gelangen in Schnüren in die Ovidukte, deren
äussere Mündung Kerschner auffand. Die Hülle der Spermatophoren
wird von der inneren Wandung des gesammten Samenleiters secer-
niert. Anzeiger Akad. Wissensch. Wien, 13. Juni 1879 u. Ann. a.
256 ßertkau: Bericht üb. die wissenscbaftl. Leistungen
Mag. N. H. (5) IV p. 322; die Abhandlung inzwischen in Bd. XLI
der Denkschr. Mathem. Naturw. Classe d. K. Akad. d. Wissensch.
Wien erschienen.
Doridicola Antlieae (an den Tentakeln von A. cereus, bei II-
fracombe, N-Devon); Ridley, Ann. a. Mag. N. H. (5) IV p. 458.
Caligidae. Stasiotes (n. g. Pandaro affine) Bliinodontis (Süd-
afrika auf Rh. typicus); E. P. Whright, Proc. R. Irish Acad. (2) II
p. 583 f. PI. XXXV.
Dichelestiidae. Hesse beschreibt a. a. 0. Cygnus Crenüäbri
(auf den Kiemen des C. Melops) p. 2 ff., PI. 19 Fig. 1 — 12, Lahri
mixti (Labrus mixtus) p. 6 Fig. 13 — 16, Labri Donovaini p. 9,
Äcantholabri exoleti p. 10 Fig. 17, L. trimacutati p. 12 Fig. 18—20,
Pagelli Bogneravei p. 14, Canthari grisei p. 15; Kr^yeria Scylli
caniculae (! auf den Kiemen; auch die Nauplien wurden beobachtet)
p. 15, PI. 20 Fig. 1—19, Carchariae glauci p. 20, PI. 21 Fig. 1—15,
Acanthias (!) vulgaris p. 23 Fig. 16—28.
C. Ileider giebt eine eingehende Darstellung des Baues und
der (19) Arten der Gattung Lernanthr opus; die meisten Arten
sind abgebildet; von L. trigonocephalus das Männchen zum ersten
Mal. Arb. a. d. Zool. Inst. d. ünivers. Wien. II. 3. Heft p. 269—
368 (1—100) Taf. XIX-XXIII (I— V).
Lernae'idae. Ive (n. g. ; ^^ und $ einander sehr ähnlich,
ohne Segmentierung; Körper ein einfacher Schlauch, nur beim ^
mit 3—5 Paar regelmässig angeordneter Buckel besetzt; Abdomen
ziemlich lang, mit kleiner Furca; Auge fehlt; Antennen und Mund-
gliedmassen wie bei Peniculus, doch ohne Saugrüssel; nur 2 Paar
zweiästiger Brustfussstummeln; Darm ohne After; ^ zu einem oder
zweien in der Nähe der Geschlechtsöffnung des Weibchens; Eier in
Schnüren) Balanoglossi (Mittelmeer in Balanoglossus minutus jÖTom).);
P. Mayer, Mitth. Zool. Stat. Neapel I, p. 515 ff.
Lernaeopodidae. Unter dem (bereits bei den Korallen ver-
gebenen) Namen /Si^/^Ojp/iora (n. g.) hippocephalus macht Hesse in
den Ann. Sc. Nat. Zool. VIe Ser. T. VIH Art. Nr. 15 PI. 28 einen
in der Nasenhöhle der Rajaa batis schmarotzenden Krebs bekannt,
dessen Verwandtschaft mit den Lernaeopodiden er zwar auch aner-
kennt, für den er aber doch glaubt, die neue Familie der Lernae-
opalmiens schaffen zu müssen, und zwar wesentlich aus dem
Grunde, weil die langen und (in Form einer 8) gekreuzten Arme
sich an ihrem Ende zeitweise loslösen können. — Zu bedauern ist,
dass er über die Larvenformen nur mit den lakonischen Worten in
der Figurenerklärung sich auslässt.
Lernaeopoda arcturi (Floebery Beach, 82" 27' n. Br., auf den
Kiemen von Salmo arcturus); M i e r s, Nares' Narrative etc. II p. 247,
PI. HI Fig. 2.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 257
Cirripedia.
Hutton giebt ein Verzeichniss von (18) Neuseeländischen
Arten; Transact. New Zealand Institute XI p. 328 ff.
Ryder beobachtete Platylepas decorata Danü. auf Lepid-
osteus; Amer. Natur. 1879 p. 453.
Pollicipes Danvinii (Dunedin); Hutton, Trans. New Zeal.
Inst. XI p. 329.
Scalpellum striolatum (Nördl. Eismeer); G. 0. Sars, Arch. f.
Mathem. o^ Naturv. 1876 p. 364.
Balanidae. Elminiussrnwaii^s (Wellington), rugosiis (The Bluff);
Hutton, Trans. New Zeal. Inst. XI p. 328.
Leptostraca.
Nebaliadae. P a c k a r d sieht Nebalia als den Vorläufer der
Decapoden und als Typus einer besonderen Ordnung an , die die
Charaktere von Phyllopoden , Copepoden und Decapoden vereinigt
und für die der Name Phyllocarida in Vorschlag gebracht wird.
Amer. Nat. 1879 Febr. p. 128 und Ann. a. Mag. N. H. (5) III. p. 459.
N.longicornis (Dunedin Harbour) Neu-Seel.); Thomson, Ann.
a. Mag. N. H. (5) IV p. 418, PL XIX Fig. 7—9.
Arthrostraca.
In seiner Nachricht über neue Untersuchungen
der Falkensteiner Höhle in den Württemb. Jahresh.
XXXVI p. 95 ff. macht Fries auf S. 105 ff. und 109 ff.
Mittheilungen über Gammarus puteanus Koch und Asellus
Sieboldii JRougem.
Amphipoda.
Pelagic Amphipoda. By Th. H. Streets. Proc.
Ac. Nat. Sei. Phil. 1878 p. 276 ff. Die behandelten Arten
gehören zu den Gattungen Oxycephalus, Leptocotis, Cala-
morhynchus und Rhabdosoma.
Brocchi stellt die Familie der Nectotelsonides
ÄJChiv f. Naturg. XXXXVI. Jahrg. 2. Bd. R
258 Bertkau: Bericlit üb. die wissenschaftl. Leistungen
für diejenigen (fossilen) Amphipoden auf, deren Hinterleib
mit einem Schwanztächer wie bei den makruren Dekapoden
endet. Sie enthält die Gattungen Palaeocaris, Gampsonyx
und Nectotelsonj welche letztere Gattung für ein neues
aus den Schichten von Autun stammendes Fossil aufgestellt
ist, N. Bochei. Die Abbildung lässt einigen Zweifel an der
Amphipodennatur dieses Krebses zu. Bull. Soc. Geol. Fr.
1880 p. 5 ff. PI. I.
A. J. Boeck's: De Skandinaviske og Arktiske
Amphipoder sind mit Andet Heft, p. 161— 712, Taf. VIII
—XXXII vollendet. Nach des Autors Tode wurde die
Herausgabe von Hakon Boeck besorgt. Neue Arten
sind hier nicht beschrieben; für die Leptochirinae, Pho-
tinae und Microdeuteropinae wird die n. F. Photidae
errichtet; p. 546; Opis Kr(l>y. ist wegen der gleichnamigen
Gattung Defrances in Opisa p. 190, Lampra Boeck in
Tritaeta geändert; p. 317.
G. M. Thomson bringt Additions to the Amphi-
podous Crustacea of New Zealand (3 n. A.); Ann.a.
Mag. N. H. (5) IV p. 329 ff. PL XVI.
Beiträge- zur Anatomie der Amphipoden.
Wrzesniowski, Zool. Anz. 36, p. 447 ff., 37 p. 465 ff.,
38 p. 487 ff, 39 p. 511 ff., 40 p. 536 ff,,' 41 p. 564 ff.
Haswell schreibt On the Australian Amphipoda; Proc.
Linn. Soc. N. S. Wales; IV. p. 245 £f., 319 £f., PI. 7—12, 18-24.
0. Grimm. Beitrag zur Kenntniss einiger blinden
Amphipoden des Kaspisees; d. Archiv. 1880 I. p. 117 ff.
Schleppnetzzüge aus grossen Tiefen des Kaspischen Meeres (108
Faden) brachten 0. Griram in den Besitz von 10 neuen Gammariden,
die G. pauxillus, crassus, Gregoskowii, portentosus, corouifera, thau-
mops; Pandora caeca; Iphigenia abyssorum; Gammaracanthus cas-
pius, Amathilinella cristata genannt sind, und entweder sehr stark
entwickelte Sehorgane, oder ganz rudimentäre haben. Ira letzteren
Falle sind aber Tast-, Geruchs- und Geschmacksorgane in guter
Ausbildung an verschiedenen Körpertheilen vorhanden. Grimm,
dem ein dieselbe Frage behandelnder Aufsatz Joseph's (d. Ber. 1876
p. 213 (5)) unbekannt geblieben zu sein scheint, resumirt folgender-
massen: In den Seetiefen sind die dort lebenden Thierarten entweder
mit höchst entwickelten Sehorganen versehen oder aber werden
die Augen durch andere Hülfsorgane auf verschiedenen Körper-
theilen ersetzt.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 259
Laemodipoda. Die von Gamroth an Caprella aequilibra ge-
wonnenen Resultate werden von Hoek a. a. 0. p. 97 im Allge-
meinen bestätigt, im Einzelnen aber auch nicht unbedeutend be-
richtigt, resp. erweitert; Hoek dienten zur Untersuchung Leptomera
oder Proto pedata; Podalirius typicus und namentlich Caprella
linearis. In der Haut fand Hoek sehr reichlich zwischen Matrix
und Chitincutikula die Rhaphidenkugeln ähnlichen und auch con-
centrisch geschichteten „Cristallites'S die wohl aus kohlensaurem
Kalk bestehen, da sie auf Zusatz verdünnter Essigsäure unter leb-
hafter Gasentwickelung verschwanden. Pigment findet sich dagegen
nicht in der Haut; wohl aber sind sternförmigePigmentzelleninder nach
innen auf die Matrix folgenden Bindegewebsschicht vorhanden, und
ebensolche Pigmentzellen zeigen sich in dem bindegewebigen Neu-
rilemm. In den säbelförmigen Krallen des zweiten Brustfusses be-
obachtete Porenkanäle werden als ausleitende gedeutet, ohne dass
es gelang, die Drüsen zu ermitteln. Hinsichtlich der Zahl der
Knoten, aus denen das letzte Ganglion verschmolzen ist, bestätigt
Hoek (wenigstens für C. linearis) die Angabe Dohrns gegenüber
Gamroth. Yon Sinnesorganen werden die Riechzapfen, die cornea-
losen Augen und auf dem Rücken auf 2 Integumenthöck'ern stehende
„Tastborsten'' beschrieben. — Als an der Niederländischen Küste vor-
kommend sind nur die drei oben genannten Arten aufgeführt, von
denen C. linearis nach Alter und Geschlecht ziemlich variabel ist;
C. lobata Bäte und Westiv. ist das Männchen, und C. hystrix der-
selben nicht die Kr^yer'sche Art, sondern höchstens eine Varietät
von C. linearis. Die einzelnen Arten sind eingehend analysirt und
Körpertheile vergrössert abgebildet.
Haller's Beiträge zur Kenntniss der Laemodipodes
filiformes in der Zeitschr. f. wissensch. Zoologie XXXIII. p. 350
fif. T. XXI— XXIII berichtigen und ergänzen ebenfalls Dohrn's und
Gamroth's Angaben in manchen Punkten ; so hinsichtlich der End-
ganglien des Bauchstranges (vgl. oben). Canäle beobachtete auch
Haller in der Kralle, glaubt sie aber durch Knöpfchen geschlossen
und rückwärts mit einem Nerv in Verbindung; er sieht diese Nerve n-
canäle (!) als Tastorgane an. In dem vorletzten Gliede der Greif-
hand fand Ha 11 er zwei traubig gebaute Drüsen auf. — In der Biologie
w^erden unter der Rubrik „Darwiuia" die geschlechtlichen Differenzen
und das Anpassungsvermögen, dann von thierischen Parasiten eine
Podophrya und Corycaeide besprochen. In dem der Systematik ge-
widmeten Theile werden die Gattungen schärfer charakterisiert und
die Arten beschrieben. Als neue Formen sind aufgeführt: Proto
hrunneovittata p. 399. Fig. 19— 22; Caprella Uparotensis p. 404. Fig.
41, 42, Helleri, p. 406. Fig. 43, Dohrnii, p. 407. Fig. 44, elongata,
p. 409. Fig. 45; Podalirius Kroyeri p. 411. Fig. 46—49. Die Arten
stammen von Messina und Roskoff. — Vorläufige Notizen über
Ö60 Bertkau: Bericht üb. die Wissenschaft!. Leistungen
die Systematik der im Mittelmeer vorkommenden Caprel-
liden desselben im Zool. Anz. 27. p. 230 ff. enthalten bereits die
Diagnosen obiger neuen Arten und von Protella major und Caprella
antennata.
Proto Novae EoUandiae p. 275. PI. XII. Fig. 3; Protella
australis Fig. 4; Caprella tenuis Fig. 5. p. 276, echinata PI. XXIII.
Fig. 2. p. 356, cornigera Fig. 4. p. 345. inermis Fig. 3, olesa PI.
XXIV. Fig.l. p. 348 (Port Jackson); Haswell a. a. 0.
Caprellina (n. g. inter Caprellam et Cercopem; ab hoc
differt pleopodibus non evolutis, ab illa branchiis gnathopod. secundo
affixis et pereiopodibus tertii paris parum evolutis) Novae- Zealandiae
(Dunedin); Thomson, Trans. New Zeal. Inst. XI. p. 247. PI. X.
Fig. D. 6.
Caprella candata(Dunedm); Thomson, Trans. New Zeal. Inst.
XI. p. 246. PI. X. Fig. D. 5; Novae- Zealandiae (Cook Str.); Kirk,
ebenda p. 393; horrida (Nordische Meere; = spinosissima Norm.
nee Stimps.); G. 0. Sars, Archiv f. Mathem. og Naturvid. 1876.
p. 362.
Dulichiadae. Dulichia Maticomis (62° n. Br., l^ ö. L.); ü. 0.
Sars, Arch. f. Mathem. og Naturvid. 1876. p. 361.
Corophiadae. Nach P. P. C. Hoek a. a. 0. p. 115 ff. kommen
an der Niederländischen Küste 6 Vertreter dieser Familie vor: Coro-
phium longicorne, crassicorne; Cerapus difformis ; Amphithoe litoralis ;
Podocerus falcatus und Orthopalame (n. g. Podocer. ; Epimera 6
anteriora magna, quinto in margine posteriore non inciso; ant. sup.
flagello elongato, flag. accessorio parvo 2-articulato; ant. inf. non
subpediformes, superioribus parum breviores, flag. multiart.; mand.
robustae, palpo elongato, 3-articulato, art. tertio palpi non perdilatato.
Pedes 2di paris primi multo validiores; p, salt. ultimi paris unira-
mosi; appendix caudalis recurvata, hamulo parvo armata) Terschellingi
p. 123 f. Sowohl bei Corophinen wie bei Podocerinen fand Hoek
in den Basosgliedern, namentlich dem Femur, des 3ten und 4ten
Fusspaares (paarige?) Drüsen, deren Secret wahrscheinlich dazu dient,
die Wände der gegrabenen Gänge zu glätten oder das die Nester
bildende Material zusammenzukitten.
Polycheria (n. g.) tenuipes p. 345. PI. XXII. Fig. 8, brevi-
cornis p. 846 (Port Jackson);
Xenochira (n.g.) fasciata p. 272. PI. XI. Fig. 6; Haplochira
(n. g.) typica p. 273. Fig. 2; Amphithoe cinerea p. 269. Fig. 4,
grandimanus (Port Jackson), setosiis (Botany Bay) p. 270, quadri-
manus (Port Jackson) p. 337. PI. XXI. Fig. 7; Podocerus australis
p. 338. Fig. 8 ; Microdeuteropus australis p. 271. PI. XI. Fig. 5,
Mortoni PI. XXII. Fig. 2, tenuipes Fig. 1. p. 339, chelifer (Port
Jackson) p. 340. Fig. 3; Haswell a.a. 0.; maculatus (Dunedin
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 261
Harboor, Neu Seel.); Thomson, Ann. a Mag. N. H. (5) IV. p. 331.
PI. XVI. Fig. 5—8.
Colomastix Brazieri p. 341. PI. XXII. Fig. 4; Cyrtophium
parasiticum p. 274. PI. XII. Fig. 1, dentatum p. 342. PI. XXII. Fig. 5.
minutum p. 343. Fig. 6; Icilius australis p. 274, punctatus p. 343,
PI. XXIII. Fig. 1; Haswell a. a. 0.
Cyrtophium cristatmn (Dunedin Harboor, Neu Seel.); Thom-
son, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (5) IV p. 331. PI. XVI. Fig. 9—15.
Orchestiadae. Hoek macht a. a. 0. p. 130 jff. eine Orchestia
bekannt, die sich in der Provinz Gelderlaud (80 Meilen vom Meere
entfernt) in feuchter Erde unter Blumentöpfen fand (vielleicht mit
dem zum Begiessen verwandten Wasser dorthin gekommen). Er
erkennt darin die von Heller vom Olymp auf Cyperu als 0. cavimana
beschriebene Art, die demnach eine weite Verbreitung haben würde.
0. Madeaycma (Pt. Jackson); Haswell a. a. 0. p. 250 PI. VII.
Fig. 2. Talitrus sylvaticus (N. S. Wales, 30 Meilen von der Küste
entfernt) p. 246. PI. VII. Fig. 1; Talorchestia diemenensis (Tasm.)
p. 246. P'ig. 6; derselbe ebenda.
Nicea Novae- Zealandiae (Otago Harbour) p. 235. PI. X. Fig.
B. 1, fimhnata Fig. 2, rubra Fig. 3 (Dunedin) p. 236; Thomson,
Trans. New Zeal. Inst. XI.
Hyale villosa (Kerguelen); Smith, Smiths. Mise. Coli. XIII.
Art. III. Nr. 58, (Allorchestes) Jelskii p. 176, Lubomirskii p. 177»
(Hyale) Stolzmani p. 201; Wrzesniowski, Zool. Anz. 25 und 26.
Allorchestes riipicola (Clark Isl. etc.) p. 250. PI. VIII. Fig. 1,
longicornis (Kiama) p. 251. PL VII. Fig. 4, crassicornis (ibid.) p. 252.
Fig. 5, niger (Port Jackson) p. 319; Haswell a. a. 0.'»
Nach Stebbing ist Allorchestes imbricatus Sp. Bäte =
Hyale Lubbockiana Sp. Bäte; Ann. a. Mag. N. Hist. (5) IV. p. 396.
Gammaridae. Hoek lehrt a.a 0. p. 134 ff. einige unge-
nügend bekannte Gammariden besser erkennen, d. h. er be-
schreibt sehr eingehend Arten unter den Namen, die er für die-
selben glaubt anwenden zu können ; es sind dies Atylus Swammer-
damii; Calliopiusbreviusculus; Melitaobtusata; Ampelisca aequicornis;
Chirocratus brevicornis n. sp. p. 142 .
Die Kurzen anatomischen Bemerkungen über Gam-
mariden desselben, ebenda p. 146 £f., sind grössteutheils zu de-
tailiert um hier angegeben werden zu können. Hinsichtlich der „Cal-
ceoli" wird bemerkt, dass die Pautoffelform sich erst am abgestorbenen
Thier zeigt, im lebenden Thier bestehen sie aus einem becherför-
migen, mit Chitiuwanduug umkleideten Basaltheile, aus dem eine
zarte protoplasmatische Wolke mit feiner faseriger Struktur her-
vorragt.
Go plana (n. g. für Gammarus ambulans F. Müller und)
polonica (Warschau); Wrzesniowski, Zool. Anz. 30. p. 299 ff.
262 Bert kau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Lada (n. g.) Chalubinskii (Peru); Wrzesniowski, Zool.
Anz. 31. p. 322 If.
Peltocoxa (! vox hybr., n. g. prope Stegocephalum ; das Thier
kann fast den ganzen übrigen Körper hinter den beiden enorm
grossen Hüften verbergen) Marioni (Marsaille); Catta, Kev. Sei.
Nat. Montpellier IV. p. 2. (Separat.).
Ämaryllis (n. g. Stegoceph.) macrophthalmus (Tasmanien)
p. 253. PL VIII. Fig. 8, hrevieornis (Port Jackson) p. 254; Neohule
(n. g. Stegoceph.) dlgicola (Kiama) p. 255. Fig. 4; Glyeera (n. g.
Lysianass.) tenuicornis (Howick Gr.) p. 256. Fig. 6; Cypro'idia
(n. g.) ornata p. 820. PI. XVIII. Fig. 1, lineata Fig. 2. p. 821;
Harmonia (n. g.) crassijpes (Port Jackson) p. 330. PI, XIX. Fig. 3.
Wyvillea (n. g.) longimanus (Port Jackson) p. 337. PI. XXVII.
Fig. 7; Haswell a. a. 0. Stegocephalus latus (Tasman.); derselbe
ebenda p. 252. Fig. 2.
Montagua Miersii Fig. 4, longicornis (Port Jackson). Fig. 5;
derselbe ebenda p. 323. PI. XXIV.
Lysianassa Kidderi (Kerguelen); Smith, Smiths. Mise. Coli.
XIII. Art. III. p. 59, nitens p. 255. PI. VIII. Fig. 5, affinis p. 256,
australiensis p. 323. PI. XVIII. Fig. 3 (Port Jackson); Haswell
a. a. 0.
llalirages quadridentatus (63° n. Br., 3° ö. L.); G. 0. Sars.
Arch. f. Mathem. og Naturv. 1876. p. 357.
Ampelisca australis (Pt. Jackson); Haswell a. a. 0. p. 257.
PI. VHI. Fig. 6.
Oedicerus latrans (Bondi Bay), p. 324. PI. XIX. Fig. 1, areni-
cola (Pt. Jackson) p. 325. PI. XXIV. Fig. 3; Urothoe pinguis (Bondi)
p. 325. PI. XIX. Fig. 2; derselbe ebenda.
Iphi media corallina (Marseille); Catta, Rev. Sei. Nat. Mont-
pellier. IV. p, 4. (Sep.), amhigua (N. S. Wales); Haswell a. a. 0.
p. 327. PI. XXIV. Fig. 2.
Phoxus erythrophthahnus (Marseille); Catta, Rev. Sei. Nat.
Montpellier IV. p. 3. (Sep.), vülosus p. 258. PI. IX. Fig. 2, Batei
p. 259. Fig. 3; Haswell a. a. 0.
Atylus Dania (IDunedin); Thomson, Transact. New Zeal.
Inst. XI. p. 238. PI. X. Fig. C. 1, monocidoides p. 327. PI. XVIII.
Fig. 4, hippus (Port Jackson) p. 828. PI. XX. Fig. 1; Haswell
a. a. 0.
Pherusa Novae Zealandiae (Dunedin); Thomson, Trans.
New Zeal. Inst. XI. p. 239 PI. X. Fig. C. 2, laevis (Kiama); Haswell
a. a. 0. p. 260. PI. IX. Fig. 4.
Leucothoe commensalis (N. S. Wales) p. 261. PI. IX. Fig. 3,
diemenensis (Tasmanien) p. 262. Fig. 5, graciUs (ibid.) p. 263. PI. X.
Fig. 2, Novae Hollandiae p. 329. PI. XX. fig. 2 ; Eusirus dubius (Tas-
manien) p. 331. Fig. 3; derselbe ebenda.'
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 263
Melita oxyura (Marseille); Catta, Rev. Sei. Nat. Montpellier
IV. p. 4, australis PI. IX. Fig. 6, 7; Megamaera Mastcrsn (Port
Jackson) p. 265 PI. XI. Fig. 1, diemenensis (Tasmanien) p. 266. Fig. 3;
suhcarinata (Port Jackson) PL XXI. Fig. 4, suensis (Sue Isl.) Fig. 5.
p. 335, Boeckii (Port Jackson) p. 336. Fig. 6; Haswell a. a, 0.
Maera Miersi (Peru); Wrz esnio wski, Zool. Anz. 32. p. 348.
tenella (Nordische Meere); G. 0. Sars, Archiv f. Mathem. og Naturv.
1876. p. 358, spinosa (Tasmanien), p. 268 PI. X. Fig. 5, dentifera
p. 332. PI. XX. Fig. 4, hamigera PL XXI. Fig. 1, viridis Fig. 2.
p. 333, approximans Fig. 3, Bamsayi PI. X. Fig. 1. p. 334. (Port
Jackson) Haswell a. a. 0.
Gammarus JBerilloni (Basses Pyrenees, in einer Eisenquelle);
Catta, Rev. Sei. Nat. Montp. IV. p.4. PI. I, harhimamis (Neu See\.);
Thomson, Trans. New Zeal. Inst. XL p. 241. PL X. Fig. D. 1.
G. puteanus in Halle, Giebel's Zeitschr. LJL p. 130; über
seine weitere Verbreitung u. s. w. s. Fries im Zool. Anz. Nr. 19.
p. 34. Nr. 20 p. 56; und Joseph, Nr. 33 p. 38ü.
Dexamine pacifica; Thomson, Trans. New Zeal. Inst. XL
p. 238. PL X. Fig. B. 4.
Calliope didactyla (Taieri R. Mouth) Fig. 3, fluviatilis (Dune-
din) Fig. 4; Thomson, Transact. Nev/ Zeal. Inst. XL p. 240.
PL X. C.
Lilljeborgia aequicornis (63*^ n. Br., 4° ö. L.); G. 0. Sars,
Arcb. f. Mathem. og Naturv. 1876 p. 355.
Pleustes euacantlius (62° n. ßr., 1*^ ö. L.); derselbe ebenda,
p. 857.
Amphithopsis pidchella (64" n. Br., lO*' w. L.); G. 0. Sars,
Arcb. f. Mathem. og Naturv. 1876. p. 358.
Amphithonotus Bobretzkii (Marseille); Catta, Rev. Sei. Nat.
Montpell. IV. p. 4. (Sep.); laevis (Dunedin Harbour); Thomson»
Ann. a. Mag. N. H. (5) IV. p. 330 PL XVL Fig. 1—4.
Protomedeia hirsutimanus var. massiliensis (M.) ; Grubia taurica
var. massiliensis (M.); Catta, Rev. Sei. Nat. Montpell. IV. p. 5.
Anonyx Brocchii (Marseille); Catta, Rev. Sei. Nat. Mont-
pellier, IV. p 3. (Separ.).
Hyperina. Seiner Darstellung des Organismus der
Phronimiden (s. unten) schickt Claus eine Klassification
der Hype r inen voraus, die er gleich Milne Edwards in
normale und anormale (Platysceliden) eintheilt. Unter den
letzteren unterscheidet er, gestützt auf weiter unten zu be-
sprechende Untersuchungen, die Familien der Typhi den,
Sceliden,Pronoiden, Lycaeiden und Oxycep hall den;
innerhalb der normalen Hyperinen die durch Gammariden-
264 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
ähnlichen Körper ausgezeichneten Yibiliden, die Hype-
riden und Phronimiden. Unter gleichzeitiger Benutzung
der von Dana und Spence Bäte, sowie von Claus selbst
hervorgehobenen Unterscheidungsmerkmale charakterisiert
er dann die beiden nächstverwandten Familien der Hype-
riden und Phronimiden wie folgt:
Hyperidae. Kopf von bedeutender Grösse, mehr
oder minder kugelig gewölbt, mit grossem, fast über die
ganze Kopffläche ausgedehntem Augenpaar. Antennen in
beiden Geschlechtern mit mehrgliedrigem Schaft, beim $
ohne oder mit rudimentärer, beim J" mit langer vielglie-
driger Geissei. Gnathopoden häufig mit starker Greifhand
bewaffnet, die übrigen Thorakalbeine enden mit einfacher
Klaue und sind einander ähnlich gestaltet (Hyperia), die
des fünften (Themisto) und sechsten Paares (Cyllopus, Cy-
stosoma) sind zuweilen bedeutend verlängert, die des siebenten
oder letzten Paares ausnahmsweise rudimentär (Cyllopus).
Phronimidae. Kopf von bedeutender Grösse, meist
mit prominierender Schnauze und getheiltem, fast über die
gesammte Oberfläche des Kopfes ausgedehntem Augenpaar.
Die Vorderantennen mit mehrgliedrigem Schaft, beim
kurz und ohne Geissei, beim ^ lang mit vielgliedriger
Geissei. Antennen des zweiten Paares beim cT denen der
Hyperiden ähnlich, beim $ auf das mit dem Kopfinte-
gument verschmolzene Coxalglied mit der Antennendrüse
reduciert. Die Thorakalbeine theilweise (vornehmlich das
5. Paar) mit kräftiger Greifzange bewaffnet. Am Magen-
darm fehlen langgestreckte, nach hinten gerichtete Leber-
schläuche.
Hyperiadae. Hyperia tricuspidata (North Pacific); Streets
Contr. t. a. Nat. Hist. Hawaiian Isis, etc., a. a. 0. p. 125.
Phronimidae. C. Claus. Der Organismus der Phroni-
miden. Arb. a. d. Zool. Inst, der Univ. Wien . . . T. II. 1. Heft,
p. 59—146. (1—88). Taf. III— XX. (I— VIII).
Vor der Mandöffnung weist Claus eine Oberlippe nach, auf
welcher mächtige Drüsencomplexe von je vier Drüsen ausmünden,
die in der Nachbarschaft des Mundes und der Kiefern liegen und
eine Modifikation der Beindrüsen darstellen. Ihr Secret dient der
Verdauung und ersetzt die am übrigen Darm fehlenden Drüsen. (Die
sog. Leberschläuche, welche vom Magendarm in 2 Paaren nach vorn ver-
laufen, dienen der Resorption). Der Darm ist mit einem polygo-
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 265
nalen Plattenepithel ausgekleidet und von Ringmuskeln umgeben,
deren jeder einer Zelle entspricht; die Kerne derselben liegen in
einer Reihe auf dem Rücken angeordnet, ähnlich wie Spangenberg
bei Branchipuslarven beobachtete. Das Herz durchzieht den Körper
vom Kopf bis zu der Mitte des sechsten Brustringes, hat ausser den
drei mit Klappen versehenen Ostienpaaren und einer vorderen und
hinteren Aorta zwei (-drei) seitliche Arterienpaare, die oberhalb einer
länglichen, von zwei Seitenklappen begrenzten Spaltöffnung ent-
springen, während an der Basis jeder Aorta zwei schräggestellte
Ostien mit je einem Klappenpaare liegen. Der ganze Leibesraum
ist durch zwei aus grossen Zelleuplatten bestehende Septen in drei
Hohlräume getheilt, welche durch bestimmte Oeffnungen miteinander
communicieren und die Hauptbahnen für das Blut abgeben. Von den
Septen liegt das eine unter dem Herzen, das andere unter dem Darm,
und ausser diesen drei Hauptcanälen existieren eine Menge periphe-
rischer Nebencanäle. — Das Unterschlundganglion ist aus Verschmel-
zung von 6 (oder 7 ?) Ganglienknoten entstanden ; der Ursprung der
Kiefernerven und 2ten Antennennerven ist auf die Schlundcommissur
hinaufgerückt. Ausser dem Unterschlundganglion hat die Bauchkette
9, 5 dem Thorax und 4 dem Abdomen angehörige Ganglien; das
letzte Abdominalganglion ist durch Verwachsung dreier embryonaler
entstanden. Die peripherischen Nerven beziehen ihre Fasern von
Ganglienzellen, (nicht von der sogen. Punktsubstanz), und zwar
theils desselben, theils des vorhergehenden Ganglions, theils des Ge-
hirns. — „Jedes Auge ist von einer festen Hüllhaut, der Fortsetzung
der äusseren Nervenscheide des Gehirns, umlagert, welche sich auch
über die Vorderfläche hinüberschlägt (vgl. oben Grab er) und vor
jedem Complex von zwei Krystallkegelzellen zwischen deren rund-
lichen Kernblasen zwei flache ovale Kerne enthält. Der auf die
Krystallkegelform gegründete Einwurf gegen die Möglichkeit des
musivischen Sehens ist durchaus hinfällig", indem die Unregelmässig-
keiten der Form für Schrumpfungserscheinungen nach dem Tode
des Thieres erklärt werden.
Nach Ausschluss der zu den Typhiden zu stellenden Phorcinen
theilt Claus die Familie mit Dana in die beiden Unterfamilien der
Phrosininae (Körperform breit und gedrungen; die drei
hinteren Pleopodenpaare breitblätterig, mit flossenförmigen Aesten-
ausser dem mächtig entwickelten 5ten Beinpaar der Brust (Primno
Quer.) sind meist auch das dritte und vierte (Anchylonura Edw. =
Hieraconyx Gner.), sowie das sechste (Phrosina Bisso ==■ Dactylocera
Latr.) Beinpaar mit mächtiger Greifhand bewaffnet) und
Phroniminae (Körper schlank und gestreckt, mit langge-
zogenem hinteren Thorakalsegment. Die drei hinteren Pleopoden-
paare stielförmig verlängert, mit schmalen, lanzettförmigen Aesten.
Thorakalbeine überaus verschieden, die des fünften Paares mit dicker
266 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
oder mehr langgestreckter Greifzange bewaffnet). In diese letzte
Unterfamilie gehören die Gattungen Phronima, Phronimella, Phronim-
opsis (Körper Zoea-ähnlich , mit gedrungenem, fast kugeligem
Vorderleib, schmalem, langgestrecktem Abdomen und 3 Paar langer
stielförmiger Uropoden. Kopf kurz und hoch; die beiden vorderen
Brustsegmente ohne Grenzen verschmolzen. Vorderantennen des ^
zweigliederig, relativ lang, hintere Antennen mit Stachel; das ^-^ mit
dreigliederigem Maudibeltaster. Zweites Gnathopodenpaar dick und
stark, mit vollkommener Scheere bewaffnet. Die fünf nachfolgenden
Beinpaare des Thorax dünn und langgestreckt, sämmtlich mit scharfer
langgezogener Greifhand endigend. Die Uropodenäste schmal und
griffeiförmig, fast so lang als das stielförmig gestreckte Basalglied)
und Para2?Ärowi??ia (Körper ziemlich stark comprimiert, massig ge-
streckt mit nur schwach verjüngtem, wenig verlängertem Endseg-
ment der Brust, mit 3 Paar stielförmiger Uropoden . . . Vorder-
antennen des ^ viergliederig, mit kurzen Zwischengliedern. Hinter-
antenne des Weibchens rudimentär, griffeiförmig. Maudibeltaster
fehlen auch dem Männchen. Laden der Unterlippe (Maxillarfuss)
bre'it, lamellös. Das vordere Gnathopodenpaar endet mit schwach
ausgeprägter (doppelt zusammengesetzter) Greifhand und bleibt eben-
so wie das zweite Gnathopodenpaar kurz. Die nachfolgenden Beine
gestreckt und wie bei Hyperia unter einander gleichgebildet. Vier
Paare von Kiemenschläuchen am 3. bis 6. Brustringe). Die Arten,
auf die die neuen Gattungen gegründet sind, heissen Phronimopsis
spinifer (Messina) p. 64. Fig. 1 — 3 und Paraphr. gracilis (Atlant.
Ocean) Fig. 4, crassipes (Mittelraeer und Atl. Ocean) Fig. 10. p. 65.
Anchylonyx (n. g. Phronimae proximum, antenn. structura
diversum) hamatus (North Pacif.); Streets, Contr. t. a. Nat. Hist.
Hawaiian Isl. etc. p. 130.
Phronima pacifica (North Pacific); Streets, Contr. t. a. Nat.
Hist. Haw. Isl. etc., a. a. 0. p. 128; Novae- Zeälandiae (N.-Seel.;
Powell, Trans, a. Proc. New-Zeal. Inst. VII. p. 294. PL XXI.
Fig. 1. 2.
Platyscelidae. C. Claus giebt eine Uebersicht der Gattungen
und Arten der Pia ty sceliden; a. a. 0. Heft 2. p. 147—198.
(1—52). Er theilt dieselben nach folgender Tabelle in Familien:
1 (3) Körper breit und gedrungen, das stark verschmälerte Abdomen
nach der Brustseite ura^chlagbar. Die Femoralplatten des
fünften und sechsten Brustfusspaares sind breite Platten
welche Thürflügeln ähnlich die Brustseite bedecken . . 2
2 (2) Abdomen merklich verkürzt, vollkommen umschlagbar, Mund
theile breit und gedrungen 1. Thyphidae
Abdomen minder verkürzt, gestreckt, nicht immer so voll
kommen umschlagbar, Mundtheile lang ausgezogen, schnabol
förmig verlängert 2. Scelidae
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 2G7
8 (1) Körperform mehr oder minder compriraiert, gestreckt. Ab-
domen langgestreckt, nur imvolikommen oder überhaupt nicht
umschlagbar; Femoralplatten mehr gestreckt und ver-
schmälert 4.
4. Körperform mehr oder minder comprimiert, Crevettinen-ähnlich,
mit kräftig entwickeltem, halb umschlagbarem Abdomen. Fe-
moralplatten des fünften Beinpaares massig, des sechsten be-
deutend verbreitert 3. Pronoidae.
Körperform Hyperia-ähnlich, doch gestreckter, mit mächtig
entwickeltem, halb umschlagbarem Abdomen. Femoralplatten
des fünften und sechsten Paares einander ähnlich, triangulär
4. Lycaeidae.
Körperform langgestreckt, mit umfangreichem, umschlagbarem
Abdomen und stielförmig ausgezogenem üropoden. Femoral-
platten des fünften, sechsten und siebenten Beinpaares trian-
gulär, dünn, aber meist umfangreich . . 5, Oxycephalidae.
Die Familie der Typhiden enthält die Gattungen Eutyphis,
Hemityphis, Paratyphis, Tetrathyrus, Amphithyrus mit 11 Arten;
Sceliden die Gattungen Tanyscelus, Parascelus, Schizoscelus, Euscelus
mit 7 Arten; Pronoiden Pronoe, Eupronoe, Parapronoe mit 6 Arten;
Lycaeiden Thamyris, Lycaea, Simorrhynchus, Pseudolycaea, Paraly-
caea, Lycaeopsis mit 10 Arten; Oxycephaliden endlich Oxycephalus,
Rhabdosoma mit 8 Arten, zusammen 20 Gattungen mit 42 Arten. Von
bereits beschriebenen Gattungen und Arten wird die Synonymie an-
gegeben ; zum ersten Mal werden hier aufgestellt Eiitypliis armatus
(Chili; Zanzibar) p. 156 (10), serratus (Zanzibar, Messina) p. 157(11).
glöbosus (Messina); Hemityphis tenuimanus (Atl. Ocean; Cap)
p. 158. (12), criistulum {Zai\z\ha.T) p. 159 (13); Paratyphis macitlatus
(Atl. Oc. ; Cap); Tetrathyrus forcipatus (ibid.) p. 160 (14); Am-
phithyrus hispinosus (Atl. Ocean) p. 161 (15), sculpturatus (ibid.),
similis (Measina) p. 162 (16); Tanyscelus sphaeroma (Thyropus
diaphanus Dana?; Zanzibar) p. 163 (17); Parascelus Edwardsii
(Atl. Ocean) p. 164 (18), typhoides (Messina, Neapel) p. 165 (19),
parvus (Atl. Ocean) p. 160 (20); Schizoscelus ornatus (Atl. Ocean)
p. 167 (21); Euscelus rolustus (Zanzibar) p. 168 (22); Eupronoe
maculata (Zanzibar), armata (= Pronoe brunnea Dana?; Atl. Ocean;
Zanzibar), minuta (Südsee) p. 174 (28); Parapr onoe (= Araphi-
pronoe Sp. Bat.?) crustulum (Atlant. Ocean; Zanzibar), parva (Zan-
zibar) p. 177 (31); Thamyris (= Brachyscelus Sp. Bat., welches
das weibliche Geschlecht vorstellt) globiceps (Zanzibar) p. 182 (36);
Lycaea nasuta (Zanzibar), similis (Lagos), serrata (Bengalen) p. 185
(39), rohusta (Neapel, Messina); Paralycaea gracilis (?) p. 186 (40);
Pseudolycaea pachypoda (Messina, Zanzibar) p. 187 (41); Lycae-
opsis themisto'ides (Messina) p. 188 (42); Oxycephalus similis (Messina),
268 Bert kau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
latirostris (Lagos) p. 193 (47), porcelhis, longiceps (Zanzibar) p. 194
(48), typhoides (Zanzibar; Messina) p. 195 (49).
Leptocotis (n. g. inter Oxycephalam et Rhabdosoma) spinifera
(North Pacific); Streets, Contr. t. a. Nat. Hist. Hawaiian Isl. etc.,
a. a. 0. p. 136 und Proc. Ac. Nat. Sei. Phil. 1878. p. 283.
CalamorrhyncTius (n. g.) pellucidus; derselbe, a. 1. 0.
p. 285. PI. IL Fig. 5.
Amphipronoe sernüata (North Pacific); Streets, Contribut.
t. a. Nat. nist. Haw. Isl. etc. a. a. 0. p. 137.
Platyscelus Batei (North Pacific); Streets, Contr. t. a. Nat.
Hist. Hawaiian Isis, etc., a. a. 0. p. 133; intermedius (Dunedin).
Thomson, Trans. New. Zeal. Inst. XL p. 244. PI. X. Fig. D. 4.
Oxycephalus biilbosus p. 280, scleroticus p. 281; Streets,
Proc. Ac. Nat. Sei. Phil. 1878.
Isopoda.
0. Harger's Notes on New England Isopoda s. Proc.
Un. Stat. Nation. Museum. 1879. p. 157. fi*. .
Ueber die Fortpflanzung der Isopoden Cru-
staceen macht J. Schöbl in den Sitzungsber. kgL böhm.
Gesellsch. der Wissenschaften in Prag 1879. p. 339 ff.
(Sitzung vom 20. Juni) und Archiv f. mikrosk. Anatomie,
XVIL p. 125 ff. Taf. IX und X. folgende Mittheiluug.
Bekanntlich hatte Schöbl bereits früher das Vorhandensein
zweier weiblicher Genitalöffnungen und receptacula seminis
an den Bauchplatten des fünften Körpersegmentes behauptet,
aber diese Geschlechtsöffnungen waren von andern Forschern
nicht aufgefunden worden. Sie finden sich auch nur
einen Theil des Jahres hindurch, vom Januar bis
etwa Mai und bilden den Eingang zu den kleinen Samen-
taschen, die ihrerseits mit ihrem blinden Ende in die Ovi-
dukte hineinragen. Die Begattung wird in der Weise
vollzogen, dass das Männchen das Weibchen auf den Rücken
wälzt und dann gleichzeitig die beiden von Treviranus
für Leiter der Enthe, von Brandt für andere Hülfsorgane
erklärten eigentlichen Ruthen (Schöbl) in die betreffende
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 269
Genitalöffnung einführt; wahrscheinlich wird die Begattung
öfter wiederholt. Einige Zeit nach derselben degeneriert
der Boden der Samentaschen, die Wandung derselben zer-
reisst und die Spermatozoiden sammeln sich am Beginn
der Ovidukte in einer zusammengeballten Masse an. Jetzt
häuten sich die Weibchen in zwei Stadien, indem zuerst
der hinter dem fünften Körperring gelegene Theil und dann
der vordere die Haut abstreift. Mit dieser Häutung
verschwinden die Genitalöffnungen und Samen-
taschen, an deren letzterer Stelle ein solider Chitingriffel,
der in die Ovidukte hineinragt, übrig bleibt. Gleichzeitig
sind die bekannten Brutplatten angelegt, die in Verbindung
mit der die fünf ersten Körperringe bekleidenden Bauch-
haut den Brutraum herstellen. Während der Häutung der
hinteren Körperhälfte löst sich das Spermatozoidenbündel
auf; die Spermatozoiden dringen ins Ovarium und ver-
theileu sich zwischen den Eiern, dieselben befruchtend.
Die befruchteten Eier gleiten die Ovidukte hinab und ge-
langen neben dem erwähnten Chitingriffel vorbei in die
Leibeshöhle (dieser Vorgang scheint noch etwas dunkel zu
sein) und aus dieser durch eine zwischen fünftem und
sechstem Körpersegment befindliche Querspalte in die
Bruthöhle. Ein Theil der Spermatozoiden ist nicht zur
Verwendung gekommen und sammelt sich wiederum in
einer bisquitförmigen Masse vor der Mündung der Ovidukte
an. Aus dem Endothel der Ovarien entwickeln sich neue
Eier, die bei der Reife von den von der ersten Begattung
zurückgebliebenen Spermatozoen befruchtet werden, die
sich um diese Zeit wieder im Ovarium zerstreut haben.
Nachdem auch diese zweite Generation den Brutraum ver-
lassen hat, schrumpfen die Brutplatten zusammen und gehen
bei der nun folgenden Häutung zu Grunde; gleichzeitig
mit dieser Häutung erscheinen nun auch die Genitalöff-
nungen und Samentaschen wieder. — Obwohl diese Be-
obachtungen noch einige Lücken lassen und zu manchen
weiteren Fragen anregen, so verdienen sie doch alle Be-
achtung und sind geeignet, die hermaphroditiscbe Natur der
schmarotzenden Isopoden wieder fraglich erscheinen zu
lassen.
270 Bertkau: Bericht üb. die wissenscliaftl. Leistungen
G. Budde-Lund stellt einen Prospectus generum spe-
cierumque Cr usiaceorum Isopodum Terrestrium (Farn.
Onisci, Ligiae, Tylides, Syspasti) zusammen. Kopenhagen 1879.
Batliynomus (n. g., bemerkenswerth durch die Kiemen;
die Abdominalfüsse bilden nämlich bloss einen Deckapparat und die
eigentlichen Respirationsorgane bestehen aus baumartig verästelten
Fäden unter denselben; etwas ähnliches ist unter den Isopoden nur bei
den Bopyridengattungen Jone und Kepon bekannt, aber mit deren
rudimentären seitlichen Kiemeiibüscheln lässt sich der hochent-
wickelte Apparat von Bathynomus nicht weiter vergleichen) giganteus
(0,23m lang, 0,10m breit!; in einer Tiefe von 955 Faden nord-
östlich von der Bank von Yucatan ; nach dem Autor Vertreter einer
neuen Familie, der Cymothoadiens branchiferes). A. Milne-Edwards
(Sur un Isopode gigantesque des grandes profondeurs de la mer) in
den Compt. Rend. 1879, 6. Jan. p. 21 und Ann. a. Mag. N. H. (5)
III. p. 240 ff.
Tana'idae. Tanais Novae- Zealandiae (Dunedin Ilarbour); Thom-
son, Ann. a. Mag. N. H. (5) IV. p. 417. PI. XIX. Fig. 5, 6; islan-
dicus (Reikiavik) p. 346, Heringi (63^ n. Br., 4« ö. L.) p. 347;
G. 0. Sars, Arch. f. Mathem. og Naturv. 1876.
Franizidae. Anceus stygius p. 348, hirsutus p. 349 (Nördl.
Eism.); G. 0. Sars, Arch. f. Math, og Naturv. 1876.
Cymothoadae. C. Koelbel beschreibt neue Cymothoiden (8
Arten, 1 n. Gattung) ; Sitzungsber. Akad. Wiss. Wien LXXVIII.
p. 401 ff.
Bullar's Untersuchungen On the development of the
Parasitic Isopoda wurden an Eiern angestellt, die von Cymothoa
oestroi'des und parallela herkamen; doch glaubt er unter den
Embryonen derselben Art Verschiedenheiten , namentlich in der
Fühlerbildung wahrgenommen zu haben, die später verschwinden.
Der Verfasser stellt verschiedene Entwickelungsstufen neben ein-
ander, ohne zu sagen, wie sich die eine aus der anderen entwickelt.
Das Rückenorgan bleibt hier lange Zeit bestehen, ist aber bei
dem erwachsenen Thier spurlos verschwunden; der Dotter ist zu
einer bestimmten Zeit allseitig von einer Zelllage umgeben , die die
Wandung des Mitteldarmes bildet; später aber rückt der Enddarm
an den Vorderdarm heran, so dass dann der Mitteldarm nur noch
eine Aussackung zwischen beiden bildet , die zuletzt auch schwin-
det. Die ,,Leberschläuchc" sind dann der einzige Ueberrest des
MitteUlarmes. Philos. Trans. R. Societ of London, Vol. 169, p. 505
ff, PI. 45-47.
Schi^dte und Mein er t stellen in ihrer de Cirolanis
Aegas simulantibus commentatio brevis (Nat. Tidsskiift XII
jj. 279—302 Taf. III — V) folgende neue Gattungen und Arten auf:
Baryhrotes (n. g.) Indus (Bengalen), a^t7ts (Java) p. 280; Tachaea
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 271
(n. g.) crassipes (Singapore) p. 284; Gorallana (n. g.) collaris, hre-
vipes, nodosa, hirsuta (Philippinen).
Derselben Syrabolae ad monographiam Cymothoa-
rum Crustaceorum Isopodum familiae ebenda p. 321 — 414
Taf. VII — XIII bebandeln die Gattungen (Aegidae) Aega Leach
mit 20, Rocinela Leach mit 8 und Alitropus M.-Edw. mit 2 Arten.
Neu sind Aega hirsuta (Nizza) , antillensis (Cuba) , tenuipes (ibid.),
dentata (ibid.), nodosa (Bassstr.); inc/sa (Mittelm.) ; Rocinela insula-
ris (Westindien), macidata (Wladiwostock), americana (Ireston), orien-
talis (Philippinen), australis (Magellanstr.), signata (Westindien),
aries (Mazatlan); Alitropus foveolatus (unbekannten Fundortes).
Emphylia (n. g. Nerocilae affine; ant. int. basi approximatae,
articulis basilaribus contiguis, inorassatis, globosis ; abd. segm. 2
priora processibus lateralibus (epimeris) spiniformibus instructa; ul-
timum abd. segmentum eadem fere longitudine ac latitudine) ctenO'
phora (Ind. Meer); Koelbel a. a. 0. p. 413, Taf. II Fig. 4.
Anilocra alloceraea (Sumatra); Koelbel a. a. 0, p. 407, Taf.
II Fig. 1.
Ceratothoa oxyrrhynchaena (Japan) p. 401 , Taf. I Fig. 1,
Steindachneri (Atlantis) p. 403 Fig. 2; Koelbel a. a. 0.
Livoneca pterygota (Amboina) p. 405 Fig. 4, sinuata (Sicilien)
p. 406, Taf. I Fig. 5; Koelbel a. a. 0.
Nerocila rhahdota (Senegal, auf Psettus Sebae) p. 409, Taf. II
Fig. 2, doUchostylus (Amoy) p. 411 Fig. 3; Koelbel a. a. 0.
Studer behandelt in dem ersten seiner Beiträge zurKennt-
niss niederer Thiere von Kergu elensland in sehr eingehen-
der Weise die Arten der Gattung S e r o 1 i s , nämlich S. latifrons
White, Fig. 11—22, cornuta p.21 Fig. 1—7, ovalis p. 24 Fig. 8— 10
(= S. septemcarinata Miers?); Dies. Archiv, 1879 I. p. 19 ff.
Taf. III.
Sphaeromidae. Eo sph a er om a fltwiatÜe, Smithii (aus den
eocänen Ablagerungen der Insel Wight); Woodward, Quart. Journ.
Geol. Soc. Lond. 1878 p. 346 und 347, PI. XIY Fig. 1 u. 2.
Sphaeroma Buricartii (fossil im Tertiär des Valle de Ameca
de Jalisco, Mexico); M. Bärcena, La Naturaleza III p. 355.
Amphoroidea falcifer (Kaikoura Harbour; Stewart Jsls.);
Thomson, Trans. New Zeal. Inst. XI p. 233, PL X Fig. A. 5.
Dynamene Huttoni (Dunedin); Thomson, Trans. New Zeal.
Inst. XI p. 234, PI. X Fig. A. 6.
Nesaea caviculata (Dunedin); Thomson, Trans. New Zeal.
Inst. XI p. 234, PI. X Fig. A. 7.
Idotheadae. Saussureana n. g.; die 6 vorderen Thorakal-
fusspaare mit Greifhänden; Körper linear, von Glyptonotus durch die
sehr kurzen Antennen unterschieden; die nicht benannte Art stammte
272 Bert kau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
von Labrador; Hall er, Mitth. Schweiz. Ent. Ges. V p. 573 nebst
Tafel.
E.Brandt macht aus dem Kopfe der Idothea entomon ein
Chitingerüst bekannt, das aus 3 Platten (für die Unterlippe, 2 Unter-
kieferpaare, Maxillarfüsse) besteht. Die letzte Platte wird als erstes
Sternit gedeutet, woraus der Schluss folgt, dass die Maxillarfüsse
der Brust angehören und der Kopf der Krebse dem der Insekten
und Myriapoden nicht homolog sei, sondern ein (allerdings dem der
Arachniden auch nicht homologer) Cephalothorax. Vorgetragen am
10. Mai 1869 in der Russ. Ent. Ges., gedruckt 1877 in St. Peters-
burg.
Idothea Euplectellae (in Euplectella aspergillum); Landois,
7. Jahresber. Westf. Prov. -Ver. pro 1878 p. 42 (vielleicht Cirolana
multidigitata Dana'?)] lacustris (Dunedin); Thomson, Trans. New
Zeal. Inst. XI p. 251.
Mayer beobachtete bei verschiedenen Arten der Gattung
Idothea einen ähnlichen sympathischen Farbenwechsel von hell in
dunkel und umgekehrt bei entsprechender Beleuchtung, wie Pouch et
für einige Decapoden nachgewiesen hat. Mitth. Zool. Station Neapel
L p. 521.
Arcturus tuherculatus (Dunedin Harbour, Neu-Seel.); Thom-
son, Ann. a. Mag. N. H. (5) IV p. 416, PI. XIX Fig. 1—4; hystrix
(620 jQ, Bj.., P ö. L.); G. 0, Sars, Arch. f. Mathem. og Naturv. 1876
p. 350.
Leachia granulata (62° n. Br., 1° ö. L.}; derselbe ebenda
p. 351.
Munnopsidae. Eurycope gigantea (33 mm 1.; Nördl. Eism.):
G. 0. Sars, Arch. f. Math, og Naturv. 1876 p. 353.
Asellidae. Nach H. B 1 a n c ist die blinde Tiefseeform , die
Rougemont mit seinem Asellus Sieboldii (A. cBiVSiiicns Schi<l>dte sine
decsr.) identificiert hatte, eine eigene Art, die sich von A. Sieboldii
durch geringere Körpergrösse, verhältnissraässig kleinere untere An-
tennen , geringere Gliederzahl dieser und der oberen , gleichviel
Riechborsten in beiden Geschlechtern unterscheidet. Er nennt diese
Art A, Forclii und giebt von ihrer äusseren Gestalt eine eingehende
Beschreibung; sie findet sich im Genfer See in einer Tiefe von 70 —
300 Meter. Bull. Soc. Vaudoise Sei. Natur. 2e Ser., Vol. XVI, p.
377 fif. PI. XIII und Separat: Mat. p. serv. ä l'et. d. 1. faune prü-
fende du Lac Leman p. 523 ff.; s. auch Zool. Anz. 35 p. 428 ff.
Ueber die Verbreitung, Unterschiede u. s. w. des A, Sieboldii
8. Fries im Zool. Anz. 23 p. 129 ff. und Weber, 27 p. 233 ff.
Naunoniscus hicuspis (Nördl. Eism.); G. 0. Sars, Arch. f.Math.
og Naturv. 1876 p. 352.
Bopyridae. A. Giard veröffentlicht einige Notes pour ser-
vir a l'histoire du genre Entoniscus, Compt. Rend. de l'Ac.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 273
d. Sei. 1878 (12 acut), T. 87 p. 299 und ausführlicher im Journal
de l'Anatomie et de la Physiologie par C. Kobin et G. Pouchet;
1878 p. 675 ff., PI. XL VI; übersetzt in Ann. a. Ma^^r. N. H. (5) IV
p. 137 ff. PI. X. Der erste Theil behandelt die Geschichte unserer
Kenntniss dieser Parasiten von Cavolini, ihrem ersten Entdecker, an,
und Giard weist Lilljeborg, Spence Bäte and Fraisse einige miss-
verstandene Citate aus Cavolini und Steenstrup nach. Die eigene
Untersuchung Giard's bezog sich auf einen Entoniscus , den er bei
Pouliguen (Loire Inferieure) in Grapsus varius fand und für iden-
tisch mit dem von Cavolini bei demselben Wirth gefundenen Schma-
rotzer hält. Unbekannt mit Fraisse's Arbeit über Entoniscus (s. d.
Ber. 1879 p. 266 (48) f.), benennt er denselben auch , aber glück-
licher Weise mit demselben Namen (E. Cavolinii), den Fraisse dafür
vorgeschlagen hatte. Die Schilderung des Baues nimmt immer
Rücksicht auf die von F. Müller, dem Begründer der Gattung, bei
E. cancrorum und Porcellanae angegebenen Verhältnisse. Hinsichtlich
der Männchen war Giard nicht glücklicher als Fraisse; aber, obwohl
er den Gedanken eines Hermaphroditismus zulässt, so ist er vor-
sichtiger Weise doch mehr geneigt , mangelhaftes Untersuchungs-
material anzunehmen, zumal da Müller bei seinen beiden Arten die
Männchen aufgefunden hatte (die Mittheilungen Bullar's über Cymo-
tho'iden scheinen Giard unbekannt zu sein). Auch die Mittheilungen
über die Jugendzustände des E. Cavolinii sind mit Bezugnahme
auf die beiden Müller'schen Arten gemacht; ganz lückenhaft wird
eine neue Art, JE. Moniesii, aus Portunus puber charakterisiert.
Oniscidae. Ligia quadrata (Dunedin); Thomson, Trans. New
Zeal. Inst. XI p. 232, PI. X Fig. A.4.
Oniscus punctatus {Dwu^dim)] Thomson, Trans. New Zeal. Inst.
XI p. 232, PI. X Fig. A. 3.
Actaecia Aucklandiae\ Thomson, Trans. New Zeal. Inst. XI
p. 249.
Thoracostraca.
S. J. Smith behandelt in den Trans. Conn. Acad. T.
V, Pt. I p. 27 ff. PL VIII— XII The Stalkeyed Cru-
staceans of the Atlantic Coast of North America
North of Cape Cod.
On a Collection of Crustacea made ... in
the Corean and Japanese Seas; by E. J. Miers P.
Archiv für Naturg., XXXXVI. Jahrg. 2. Bd. S
274 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Z. S. Lond. 1879 p. 18 ff. PI. I— III. Führt 65 Podo-
phtlialmen auf.
On some new ör imperfectly knowD Podophthalmous
Crustacea of the Leyden Museum. By Dr. J. Gr. De Man.
Notes from the Leyden Mus. I p. 58 ff. Enthält Bemer-
kungen über 24 Arten incl. der neuen.
Stomatopoda.
Squilla indefensa (Chatam Isl.; Kapiti); Kirk, Trans. New
Zeal. Inst. XI p. 394; monodactyla (Cap Verde'sche Inseln);
A. Milne-Edwards, Bull. Soc. Philomath., Juin 1878, p. 13.
W. K. Brooks. The larval stages of Sq. empusa Say.
Chesapeake Zool. Labor. 1878 p. 143 £f., 5 Pls. Habe ich nicht ge-
sehen.
Cumacea. Norman zählt die bei den Expeditionen des
„Lightning", „Porcupine" und „Valorous" gesammelten Arten auf
und versieht dieselben mit Bemerkungen. Ann. a. Mag. N. H. (5)
IV p. 54 ff. Als neu sind beschrieben : Diastylis Bradyi (Longh
Swilly, 15 Faden) p. 59, strigata (ibid.) p. 62, Calveri (53*^ 24' N.
lat., 15« 24' W. long. ; 1630 Faden) p. 63, armata (Davis Str-, 1750,
Faden) p. 64; Leptostylis producta (59« 41' N. lat., 7« 34' W. long.
458 Faden) p. 65; Chalarostylis (n. g., charact. generales ut in
Diastyli; tribus paribus pleopodum, pedunculo longo et ramis binis,
setis pluraosis instructis, corapositorum ; cauda brevis, in tres spinas
terminata; uropodes longi et tenues) elegans (Rockall 109 Faden) p.
• 66; Sp encehat ea (n. g. ut Diastylis; cephalothoracis quiuque seg-
menta libera; pedes omnes, ultimo excepto, palpigeri; pleopodes
nulli, cauda rudimentaria ut in Eudorella; uropodes ramis biarticu-
latis) abyssicola (Donegal B., 1360 P\) p. 67; Leucon serratus (Davis
Str., 1750 F.) p. 70, hrevirostris (Rockall, 109 F.) p. 71.
Heterocuma (n. g. Eudorellae affine; differt oculo bene de-
voluto, flagella maxillae primi paris in duas setas terminata etc.)
Sarsi und var. granulata (Japan); Miers, P. Z. S. Lond. 1879 p. 57
f. PI. III Fig. 3.
Diastylis pdlitus (Vinegard Sd. etc.); Smith, Trans. Conn.
Acad. V Pt. I p. 108.
Eudorella mie^ra (Neu -Schottland); Smith, Trans. Conn.
Acad. V Pt. I p. 116.
Lamprops quadripUcat a {Cslsco Bay) ; Smith, Trans. Conn.
Acad. V Pt. I p. 118.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 275
ScMzopoda.
Mysidae. G. 0. Sara fährt in seinem Carcinol ogiske Bi-
drag til Norges Fauna fort, indem er das 3. (und letzte) Heft
der Monogr, over de ved Norges Kyster forekommende Mysider
veröffentlicht. Dasselbe enthält auf 131 S. Text und 34 Tafeln (IX
— XLII der ganzen Reihe) die sehr genaue Beschreibung und mit
der cam, lucida angefertigte Abbildung der in den beiden Heften noch
nicht behandelten Arten, sowohl des ganzen Thieres in Rücken- und
Seitenansicht, als einzelner Theile auch in stärkerer Vergrösserung.
Im Ganzen sind 36 Arten vorgeführt, davon die folgenden in diesem
Hefte: Parerythrops abyssicola G. 0. Sars, rohvi^ia. Smith (im Supp-
lement); Pseudomma truncatum Smith (Suppl.); Mysideis insignis
G. 0. Sars, grandis (Goes, die letztere im Supplement); Boreomy-
sis arctica Kroyer, tridens G.O.Sars, megalops G.O.Sars) Siriella
norvegica G. 0. Sars; Leptomysis gracilis G. 0. Sars , lingvura
G. 0. Sars, Hemimysis abyssicola G. 0. Sars ; Mysis flexuosa Müller,
neglecta G. 0. Sars, inermis BatliJce, Spiritus Norman, ornata G. 0.
Sars, Lamornae Couch., oculata F., relicta Loven, mixta Lilljeborg,
vulgaris Thompson; Mysidella typiea G. 0. Sars, iyphlo-ps G. 0. Sars.
Meterythrops (n. g. Erythropi et Parerythropi affine; pleo-
poda I. paris in ^ biramosa, ramo interno brevi, uniarticulato,
apice obtuse conico) rohiista (Massachusetts B.); Smith, Trans. Conn.
Acad. V Pt. I, p. 93 PI. XH Fig. 1, 2. Die Art wird von Sars in
die Gattung Parerythrops gestellt; a. a. 0. p. 98.
Erythrops glacialis (61 n. Br., 5 ö. L.); G. 0. Sars, Arch.
f. Mathem. og Naturvid. 1876 p. 342.
Parerythrops abyssicola, spectabilis (ibid,); derselbe ebenda
p. 343.
Pseudomma truncatum, (St. Lorenz Gif.); Smith, Trans. Conn.
Ac. V. Pt. I, p. 99 PI. XII Fig. 3, 4.
Euphausiadae. Euphausi^ gihbosa (North Pacif.) ; S t r e e t s,
Contr. t. a. Nat. Hist. Hawaiian Isis, etc., a. a. 0. p. 122.
Decapoda.
Gelegentlicli einer Abhandlung On the Classifi-
cation and Distribution of the Crayfisbes in den
Proc. Zool. Soc. Lond. 1878 p. 752 ff. stellt Huxley die
276 Bert kau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Verschiedenheiten der Kiemenbildung bei den Decapoden
übersichtlich zusammen. Bei den Brachyuren und einem
Theile der Macruren sind die Kiemen lamellös (Phyllobran-
chiata); bei den niederen Macruren sind sie fadenförmig
(Trichobranchiata); bei den Mysiden fehlen Thorakal-
kiemen (Abranchiata). Unter den Phyllobranchiaten unter-
scheidet Huxley drei Gruppen: Caridomorpha, Anomo-
morpha und Carcinomorpha. Bei den ersteren über-
wiegen die Pleurobranchien , während die Arthro- und
Podobranchien (über die Bedeutung dieser Bezeichnungen s.
unten) sowohl der Zahl als der Ausbildung nach zurück-
treten. Es gehören hierhin die Carides mit Ausnahme der
Geisselgarneelen. Die Anomomorpha entsprechen fast den
Anomala de Haan's und sind durch das gänzliche Fehlen
von Podobranchien und den Besitz von 10 Arthrobranchien
charakterisirt , die paarweise den mittleren Thorakalseg-
menten eingefügt sind ; es ist dies bei Porcellana, Galatea,
Lithodes, Remipes, Callianassa, Gebia und Pagurus der
Fall. Die Carcinomorpha haben 2 Podobranchien an dem
zweiten und dritten Kieferfuss, Arthrobranchien an dem
zweiten und dritten Kieferfuss und ersten Thorakalfuss,
und Pleurobranchien an dem zweiten und dritten Thorakal-
fuss. Ausser den echten Brachyuren gehören Ranina, Ho-
mola und Dromia hierhin. Die Mysiden, Phyllobranchia-
ten und meisten Trichobranchiaten(Penaeidae, Euphausiadae,
Thalassinidae, Homaridae, Potamobiidae) besitzen männliche
Genitalanhänge, und werden daher als Stylophora von den
Astyla (Palinuridae und Farastacidae) unterschieden.
J. E. V. Boas theilt die Decapoden in Natantia
(Garneelen) undReptantia (die übrigen Decapoden); die
Natantia in Penaeiden und Eukyphoten. Polycheles ge-
hört zwischen Homarus und die Loricaten, ist aber näher
mit letzteren verwandt. Amphion ist nur eine Larven-
form und zwar wahrscheinlich von Polycheles. Zool. Anz.
28. p. 256 ff.
A. Targioni Tozzetti beschreibt die auf der Erd-
umsegelung der Magenta 1865 — 68 gesammelten Brachyuren
und Anomuren; Zool. d. Magenta; Crostacea in Public, d.
R. Istituto di Studi Superiori, Sez. di Sei. fisiche e natu-
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 277
rali, Vol. I; pp. I— XXIX. 1-257, nebst 13 Tafeln. In
der Einleitung wird der äussere Bau und die Benennung
der einzelnen Körpertheile erläutert; die lateinischen Dia-
gnosen der neuen Gattungen und Arten sind aber nicht nur
vielfach grammatisch unrichtig, sondern oft leider auch
unverständlich. Im Ganzen sind 69 Arten aufgeführt, eine
allerdings nicht identificierte.
Macrura.
Carididae. J. S. Kings ley mach Notes on the North
American Caridea etc.; Proc. Ac. Nat. Sei. Phil. 1878. p. 89fiF.,
meist Beschreibungen neuer Arten.
Derselbe giebt ebenda 1879. p. 411 ff. eine Revision der
Gattungen der Caridina; Crangonidae, Atyidae und Palaemonidae.
In der Familie der Crangonidae (subf. Lysmatinae) wird auf S. 413
Concor dia n. g. aufgestellt (dorsum carapacis fortiter elevatum;
rostrum brevissimura , oculi liberi ; antennulae binis brevissimis
flagellis; squama antennalis perparva; flagellum mediocre; maxilli-
pedes exteriores breves, validi ; par primum pereiopodum brevius
et validius quam secundum, hoc brevius reliquis; carpus biarticula-
tus); die Art, C. gibherosus (l), stammt von Fort Macon. In der Fa-
milie der Atyidae wird (subf. Ephyrinae) der von Roux, de Haan,
Dana und Heller gebrauchte Gattungsname Ephyra als bereits ver-
geben durch Miersia ersetzt, der ünterfamilie aber die von dem
abgesetzten Namen hergeleitete Benennung belassen.
Derselbe liefert im Bullet. Essex Institute, Vol. 10. p. 53 ff.
eine List of the North American Crustacea belonging to the
suborder Caridea mit ihren Hauptsynonymen und ihrer geographi-
schen Verbreitung (119 Arten).
W. Faxon. Leucifer typus. Chesapeake Zool. Laborat.
1878. p. 113 ff. 1 PI. Mir nicht zugekommen.
Thor (n. g. Alphein., absentia palporum mandib. insigne) flo-
riäanus (Florida); Kingsley, Proc. Ac. Nat. Sei. Phil. 1878. p.94f.;
eine Abbildung der Art giebt derselbe ebenda 1879. PI. XIV. Fig. 6.
Hymenodora n. g. (Körper nicht zusammengedrückt, häutig,
Cephalothorax verbreitert, Augen klein) für Pasiphae glacialis Buch'
holz; G. 0. Sars, Archiv f. Math, och Naturvid. 1876. p. 341.
Penaeus hrevirostris (Nicaragua); Kingsley, Proc. Ac. Nat.
Sei. Phil. 1878. p. 98.
Haswell. On the Australian species of Penaeus in the Mac
Leay Museum; Proc. Linn. Soc. N. S. Wales IV. p. 38 ff. (9 Arten,
278 Bertkaii: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
neue: esculentics (Pt. Jackson, Pt. Darwin) p. 38, Macledyi (Pt.
Jackson) p. 40, gramdosus (Darnley Isl.) p. 41, Mastersii (Katow)
p. 42, Talmensis (Palm. Isl.) p. 43).
Sicyonia dorsdlis (Florida); Kingsley, Proc. Ac. Nat. Sei.
Phil. 1878. p. 97, penicillata (Bolinas Bay, Cal.); Lockington, Bull.
Essex Instit. Vol. 10. p. 165.
G. de Man macht Bemerkungen über Palaemon carcinus F.
Lamarrei M.-Edw.y ornatus Oliv., mayottensis Hoffyyi., Reununion-
nensis Hofftn., Japonicus de Haan, Nipponensis de Haan, longipes
de Haan, macrobrachion HerMots, Vollenhovenii HerTd., Javanicus
Heller und beschreibt P. Bosenhergii (Andai) p. 167, pilimanus (aus
dem Inneren von Sumatra) p. 181; de Man, Notes from the Leyden
Museum I. p. 165 £f.
Palaemon OMonis (Ohio; Mississippi); Smith, Rep. ü. S. Fish.
Comm. 1872—73. p. 640 und Forbes, Bull. Illin. Mus. 1876. No. 1,
p. 5, longipes (Californien) ; Lockington, Bull. Essex Institute 10.
p. 161.
W. Faxon schildert die Entwickelung von Palaemonetes
vulgaris vom Ei bis zum vollendeten Thier; Bull. Mus. Comparat.
Zoology Cambridge Vol. V. No. 15. p. 303 ff. PL I— IV.
Leander fluviatilis (W&ikdiio ^.)] Thomson, Trans. New Zeal.
Inst. XL p. 231. PI. X. Fig. A. 2.
Anchistia americana (Florida); Kingsley, Proc. Ac. Nat. Sei.
Phil. 1878. p. 96.
Pontonia unidens (Florida); Kingsley, Proc. Ac. Nat. Sei.
Philadelphia 1879. p. 422. PI. XIV. Fig. 9, P/wwae (Calif.); Locking-
ton, Bull. Essex Institute Vol. 10. p. 163.
Hippolyte cubensis Mart. zieht Kingsl ey mit einigem Zweifel
zur Gattung Hippolysmata Stimps., und beschreibt Hippolysmata
intermedia (Florida); Proc. Ac. Nat. Sei. Phil. 1878. p. 89 f.
H. restrictus (! Cap Verde'sche Inseln); A. Milne-Edwards,
BulL Soc. Philomath. Juin 1878. p. 12.
Alpheus Japonicus (J.) p. 53, Kingsleyi p. 54 (Japan); Miers,
P. Z. S. Lond. 1879, pugilator, rugimanus, Bouvieri (Cap Verde'sche
Inseln); A. Mi'lne-Edwards, Bull. Soc. Philomath. Juin 1878,
p. 10 £f., Normanni (= A. affinis Kingsl. nom. praeocc); Kingsley,
Proc. Ac. Nat. Sei. Phil. 1878. p. 93; Websteri (Key West) p. 416,
JPackardii (ibid.) p. 417; derselbe ebenda 1879.
Pandalus Franciscorum (S. Francisco); Kingsley, Proc. Ac.
Philadelphia 1878. p. 94.
Ogyris alphaerostris (NorthamptonCo.); Kingsley, Proc. Acad.
Nat. Sei. Philadelphia 1879. p. 420. PI. XIV. Fig. 7.
Atya punctata (Haiti); Kingsley, Proc. Ac. Nat. Sei. Phil.
1878. p. 91.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 279
Atyoida glabra (Nicaragua); Kingsley, Proc. Ac. Nat. Sei.
Phil. 1878. p. 93.
Kingsley ist geneigt, Steiracrangon Almani Kinahmi, Orangen
nigricauda Stm., nigromaculata Lockingt., alaskensis LocJcingt. mit
Cr. vulgaris F. zu vereinigen. Proc. Ac. Nat. Sei. Phil. 1878. p. 89.
Cheraphilus ferox (ß2<> 1. n., 48*' ö.); G. 0. Sars, Arch. Math,
og Naturvid. 1876 p. 338.
Tozeuma carolinensis (FortMacon); Kingsley, Proc. Ac. Nat.
Sei. Phil. 1878 p. 90.
Crsingon australis {Cook Str., Dunedin etc.); Thomson, Trans.
New Zeal. Inst. XI. p 231, PI. X Fig. A. 1.
S'dhinesi Sarsii (Ostküste Nordamerikas); Smith, Trans. Conn.
Acad. V, Pt. I p. 59 PI. IX, Eig. 6-8.
Sur les changements des couleurs du Nika edulis]
Note de M. S. Jordan; Compt. Rend. T. 87 p. 302.
Astacidae. Huxley unterscheidet bei den Decapoden nach
der Anheftungsstello drei Arten von Kiemen ; Podobranchien an
den Coxen, Arthrobranchien an der Gelenkhaut zwischen Coxen und
Thorax und Pleurobranchien an den Seiten des Thorax. Podobran-
chien haben der zweite und dritte Kieferfuss und die Brustfüsse
mit Ausnahme des letzten; Arthrobranchien an denselben Glied-
massen, entweder nur eine, vordere (am zweiten Kieferfuss), oder
eine vordere und hintere. Bei Paranephrops und Parastacus ist
die hintere des vierten Fusspaares rudimentär, in Astacoides ist dies
mit den vorderen des zweiten Kieferfusspaares und sämmtlicher
Thorakalfüsse der Fall. Pleurobranchien finden sich nur an den
Segmenten des 2. — 5ten Thorakalfusspaares , fehlen bei Cambarua
gänzlich und sind bei Astacus und Astacoides nur am fünften Brust-
segment vollkommen entwickelt. Der erste Kieferfuss hat niemals
eine wohl ausgebildete Kieme; doch entspricht das Epipodit einem
Rudiment derselben. Mit Rücksicht auf diese Verschiedenheiten
unterscheidet Huxley folgende beide, auch geographisch geschiedene
Gruppen :
1. Potamobiidae. Spitzen der Podobranchien in eine Platte
und ein Büschel von Kiemenfäden getrennt; keine gut ausgebildete
Pleurobranchien am zweiten , dritten und vierten Brustsegment.
Erstes Abdoraiualsegment mindestens beim J^ mit einem Anhang,
gewöhnlich in beiden Geschlechtern; Schwanzfächer durch eine
Quernath getheilt. Hierher die der nördlichen Hemisphäre ange-
hörigen Gattungen Astacus (mit 18) und Cambarus (mit 17 Kiemen).
2. Parastacidae. Podobranchien nur mit einem Rudiment
einer Platte; Pleurobranchien des zweiten, dritten und vierten Seg-
mentes vorhanden und wohl ausgebildet (Astacoides ausgenommen);
erstes Abdominalsegment in beiden Geschlechtern ohne Anhänge;
Schwanzfächer niemals vollkommen getheilt. Hierhin die der süd-
280 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
liehen Halbkugel angehörigen Gattungen Ästacopsis (n. g. , mit
22 Kiemen, sonst Astacoi'des ähnlich; Type: A. Franklini), Cheraps,
Engaeus (beide ebenfalls mit 22 Kiemen), Paranephrops, Parasta-
cus (n. g., beide mit 20 Kiemen; die neue Gattung sonst Cheraps
ähnlich, für die südamerikanischen Ast. brasiliensis und pilimanus)
und Astacoi'des (mit 12 Kiemen). — Dieselbe Abhandlung ist in
französischer Uebersetzung in Lacaze-Duthiers' Archives VIII p.
79 ff. erschienen.
Bd. XXXVI der Bibliotheque Scientifique Internatio-
nale publ. sous la dir. de M. Em. Alglave, Paris, enthält eine
Monographie des Astacus fluviatilis vonTh. H. Huxley: L'ecrevisse;
258 S. mit 82 Holzschn.
lieber die Fortpflanzung des Astacus fluviatilis; Rougemont
in dem Bull. Soc. Sei. nat. Neuchatel XI p. 400 (Keine Original-
beobachtungen).
Ch. Eichet. De la forme de la contraction muscu-
laire des muscles de l'ecrevisse. Co. Rend, T. 88 p. 868; De
l'influence de la chaleur sur les fonctions des centres
nerveux de l'ecrevisse; ebenda, p. 977; De l'action des cou-
r ants electriques s u r le muscle de la pince de l'ecrevisse;
ebenda p. 1272.
Bartsch schreibt über die Verdauungs- und Geschlechts-
organe des Ast. leptodactylus Esclisch.; Term. Füzet. II p. 21
fif. {ßl), 137 (190) Taf. I, II und VII.
Nephropsis Agassizii (Florida; 1500 Meter); A. Milne-Ed-
w a r d 8 , Ann. d. Sei. Nat., Zoologie , T. IX. Nr. 2 , 3 et 4, Art.
Nr. 2.
Galatheadae. Galathea Bocagii, pseudo - radiata, Ägniarii,
Quanzae (Angola); Brito-Capello, Descr. de quelques especes du
genre Galathea; Lissabon, 1878.
Pagaridae. Parapagurus (n. g. Eupaguro et Paguristi affine ;
eed branchiae numerosis papillis cylindricis, non lamellis compositae)
pilosimanus (Neu-Schottland in einer Aktinie, die sich wohl ursprüng-
lich auf dem vom Krebs bewohnten Schneckenhaus angesiedelt
hatte) Smith, Trans. Conn. Acad. V, Pt. I p. 51.
Pomatochelcs (n. g.) Jeffreysii (Japan); Miers, P. Z. S.
Lond. 1879, p. 49. PI. III. Fig. 2.
Pagurus Bocagii, algarhiensis , cruentatus (Setubal, Port.);
Brito Capello, Jörn. Sei. Acad. LisboaV. p. 123 ff. (P. algarbicnsis
wird = varians Costa erkannt; ebenda p. 274).
Eupagurus clammanus (Japan); Miers, P. Z. S. Lond. 1879,
p. 48, PI. III, Fig. 1.
Hippidae. Miers giebt eine Revision der Hippiden, d. h.
der Hippidae und Albuneidae, mit der Beschreibung zweier neuer
Arten; Journ. Linn. Soc. Lond. XIV. p. 312 ff.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 281
Mastigochirus (Mastigopus Stimps. 1858 nee Leiick. 1853)
quadrilobatus (Philippinen); Miers, Journ. Linn. Soc. Lond. XIV,
p. 322. PI. V Fig. 8.
Albunea W22crop5 White mscr, (Sooloo Isl.) ; Miers, Journ. Linn.
Soc. Lond. XIV, p. 328, PI. V Fig. 12, 13.
Remipes truncatifrons{Q!h.\n2)\ Miers, Journ. Linn. Soc. Lond.
XIV, p. 321, PI. V Fig. 5, 6.
Brachyura.
Notopoda. Paratymolus (n. g. Homolid?) puhescens (Japan);
Miers, P. Z. S. Lond. 1879 p. 46, PI. II, Fig. 6.
Porcellana spinuUfrons (Japan); Miers, P. Z. S. Lond. 1879
p. 46, Cessacii (Cap Verde'sche Inseln); A. Milne-Edwards, Bull.
Soc. Philom., Juin 1878, p. 10.
Pisosoma gläbra (Key West, Florida); Kingsley, Proc. Acad.
Nat. Sei. Philadelphia 1879 p. 406.
Pachycheles barhatus (Cap Verde'sche Inseln); A. Milne-Ed-
wards, Ball. Soc. Philomath., Juin 1878 p. 9.
Cryptolithodes expansus (Japan); Miers, P. Z. S. Lond. 1879
p. 47.
Ein Mem. s. 1. Crustacees Decap. du g. Dynomene von
A. Milne-Edwards schildert den äusseren Bau dieser Gattung
und der drei Arten D. hispida, Ursula und praedator n. sp. von
Neu-Caledonien und den Samoa Ins. p. 8, Fig. 20 — 26 ; Ann. Sei.
Nat. Zool. VI. Ser. Tome VIII. Nr. 2 et 3, Art. Nr. 3.
Oxystomata. E. J. Miers macht Notes upon the Oxysto-
matous Crustacea; Trans. Linn. Soc. Lond. 2. Ser. Zool. Vol. I.
p. 235 £f., PI. XXXVIII— XL. Es werden namentlich neue Arten
beschrieben.
Pseudophilyra (n. g. inter Leucosiam et Philyram; ab hac
dififert fronte tridentata, prominente; ab illa absentia foveae in
regione subhepatica) tridentata (Japan); derselbe, Proc. Zool. Soc.
Lond. 1879 p. 40 f. PI. II. Fig. 4.
Haswell. Contributions to a Monograph of Austra-
lian Leucosiidae. Proc. Linn. Soc. N. S. Wales IV. p. 44 ff.
PI. 2 (38 Arten, 12 neue).
Leucosia fuscomaculata (Suezcanal) Fig. 1 — 3 , pidcherrima
(Lizard Isl.) Fig. 4—6, ornata (Ceylon) Fig. 7 — 9 p. 236, brunnea
(Singapore) Fig. 10—12, reticulata (Westaustr.) Fig. 13—15 p. 237,
Perryi (ibid.) Fig. 19—21, pubescens (ibid.) Fig. 22—24 p. 238;
Miers, Trans. Linn. Soc. Lond. 2 Ser. Zool. Vol. I, PI. XXXVIII,
spletidida (Pt. Jackson) PI. V. Fig. 1, Chevertii (Cap Grenville)
Fig. 2 p. 47, LesUi (Darnley Isl.) p. 48, PI. VI Fig. 1, moresbiensis
(Pt. Moresby, N. Guin.) p. 49; Haswell a. a. 0.
282 Bert kau: Bericht üb. die wissenscliaftl. Leistungen
Myra dubia (Japan); Miers, P. Z. S. Lond, 1879 p. 42, austra-
lis (Darnley u. Palm Isl.) p. 50, PI. V Fig. 3, Darnleyensis (D. Isl.)
p. 52 Fig. 4; Haswell a. a. 0.
Myrodes gigas (Darnley I.) ; derselbe ebenda p. 52, Fig. 5.
Philyra fw^mosa (Java); Targioni-Tozzetti, Zool. de Ma-
genta, Crost. p. 201 £f., PI. XII, Fig. 3.
Phlyxia orbicularis (Port Jackson etc.) Fig. 2, granülosa (Syd-
ney Head) Fig. 3 p. 54, Ramsayi (Port Jackson) p. 55; Haswell
a. a. 0.
Ebalia {elegans fSetubal, Port.), der Name als bereits vergeben
umgeändert in) Setubälensis\ Brito- Cape 11 o, Jörn. Sei. Acad. Lisboa
V p. 122 und 271, rhomho'idalis, minor, bituberculata (Jai^an); Miers,
P. Z. S. Lond. 1879 p. 42, 43.
Nursia sinuata (Moreton B.); Miers, Trans. Linn. See. Lond.
2. Ser. Zool. Vol. I p. 239.
Miers giebt eine Revision der Gattung Matuta, in der er
nach der Sculptur der Scheeren vund nach Gestalt und Färbung 9
Arten unterscheidet , von denen M. rubro - lineata (Ind. und Gross.
Ocean) p. 244 PI. XXXIX Fig. 5, 6, lineifera (Nicol B.) Fig. 7,
granülosa Fig. 8, 9 p. 245, maculata (Chines. Meer) PI. XL Fig. 3,
4, p. 246, ohtusifrons (Fiji Isl., Neu-Hebriden) Fig. 8, 9 p. 247 neu
sind; Trans. Linn. Sog. Lond. 2. Ser. Zool, Vol. I.
Lithadia Zacimosa (Sarasota Bay); Kingsley, Proc. Acad. Nat.
Sei. Philadelphia, 1879 p. 403, scul^pta (Fitzroy Isl.); Haswell a. a.
0. p. 57, PI. VI Fig. 5.
Arcania granülosa (Moreton B.); Miers, Trans. Linn. Soc.
Lond. 2. Ser. Zool. Vol. I, p. 240, PI. XXXVIII Fig. 29, orientalis
(Japan); derselbe, P. Z. S. Lond. 1879, i>.4:4:, pidcherrima (Darnley
Isl.); Haswell a. a. 0. p. 58, PI. 6 Fig. 4.
Cryptocnemus HoldswortJii (Ceylon); Miers, Trans. Linn. Soc.
Lond. 2. Ser. Zool. Vol. I, p. 241, PI. XXXVHI Fig. 30—32.
Maiacea. E. J. Miers bringt Descriptions of new or
little known species of Maioid Crustacea . . .; Ann. a. Mag.
N. H. (5) IV, p. 1 ff. PI. IV, V.
Achaeopsis Güntheri (Cap) p. 2. PI. IV Fig. 1 ; Eucinetops (?)
Stimpsoni (Austr.); Halimus truncatipes (ibid.) p. 3; Trigonothir
(! n. g. Inachid.) obtusirostris (?) p. 4, Fig. 2; Huenia pacißca (Fiji
Isl.) p. 5 Fig. 3; Simocarcinus n. g. Inach. für Huenia simplex
Dana; Cyclo nyx (n. g. Inach. für Huenia frontalis White p. 6;
Chorilibinia gracilipes (Papua) p. 7 Fig. 4, Paramithrax (Leptom.)
compressipes (Canton), hrevirostris (?) p. 8, (Par. s. str.) spinosus
(Norfolk Isl.) p. 9 Fig. 5, halimoides (Ostsee) ; Acanthophrys pauci-
Spina (Ovalau) p. 10, Pisa carinimana (Canaren) p. 11 Fig. 6; Cho-
rilia gracilirostris (Fiji Isl.) Fig. 7; Pseudomicippe (?) varians
(W.-Austr.) Fig. 8 p. 12; Paramicippe affinis (Bassstr.); Micippe
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 283
parvirostris (Port Lincoln) Fig. 9 p. 13; Tylocarcinus (n. g. Peri-
cerid. für Cancer styx Herbst p, 14 und) gracüis (Ostsee) ; Othonia
qiiadridentata (Westindien) PI. V, Fig. 1 p. 15; Par atho e (n. g.
Pericer.) rotimdata (P'iji Isl.) p. 16 Fig. 2; Larabrus longispinus
(Shanghai) p. 18, HoldswortJii (Ceylon) Fig. 3 p. 19, laevicarpus
(Ostsee) Fig. 4 p. 20, deflcxifrons (Ceylon) Fig. 5 p. 21, (hoplonotus
var. granulosKS (Philippinen), var. longiocuUs (Australien) Fig. 6 p.
23, var. planifrons (Ceylon) Fig. 7), curvispinus (Java), p. 24 (Par-
thenopoides) erosus (Ostsee) Fig. 8, expansus (Madeira) Fig. 9 p. 25;
Cryptopodia spatulifrons (Westaustr.) Fig. 10 p. 26, var. laevimana
(Borneo); Ceratocarcinus spinosus (Ostsee) Fig. 11 p. 37.
Derselbe: On the Classification of the Maioid Cru-
stacea, or Oxyrhyncha, with a Synopsis of the Families, Sub-
families and Genera. Journ. Linn. Soc. Zool. Vol. XIV p. 634 — 673.
Pls. XII, XIII. Der Autor nimmt 107 Gattungen an, von denen 48
auf die Inachidae, 28 auf die Maidae, 20 auf die Periceridae
und 11 auf die Parthenopidae entfallen. In der Familie der
Inachiden werden 5 (Leptopodiinae, Inachinae, Acanthonychinae, Mi-
crorhynchinae (s. unten), Stenocionopinae), der Maidae 3 (Maiinae,
Schizophrysiuae (!) , Micippinae) , Periceriden 3 (Pericerinae, Otho-
niinae, Mithracinae), Parthenopidae 2 (Parthenopinae, Eumedoninae)
ünterfamilien unterschieden und die 3 ersten Familien werden zu der
Legion I Maiinea vereinigt. Natürlich kann ich hier nicht näher auf
die Charakteristik der Familien, Unterfamilien und Gattungen eingehen.
Kingsley macht im Amer. Natural. XIII p. 585 einige Er-
gänzungen hierzu. Für die in der Form Podinema bereits bei den
Reptilien vergebene Gattung Podonema vfirä Corythorhynchus in
Vorschlag gebracht; zu den Unterschieden zwischen Mithrax und
Mithraculus wird hinzugefügt, dass bei ersterer das Hüftglied des
äussern Kieferfusses in seinem Vorderrande zur Aufnahme der fol-
genden Glieder ausgeschweift, bei -Mithraculus ganz ist. Ferner
macht Kingsley darauf aufmerksam , dass der schon vergebene
Name Microrrhynchus bereits von A. Milne-Edwards durch Neor-
(r)hynchus ersetzt ist.
Nibilia (! n. g., Libiniae affine, cephalothorace angustiore,
regione antenno-orbitali ut in Herbstia) erinacea (Guadeloupe) p. 132
PI. XXV; Sphenocarcinus (n. g. Menoetio et Hueniae affine; duo-
bus cornubus frontalibus uno-alteri approximatis („accoles")) corrosus
(Barbadoes) p. 135, PI. XXVH Fig. 5; A. Milne-Edwards, Miss,
scient. Mexique V.
Oplopisa (! n. g. Pisae affine; maxillipede tertii paris valde
dilatato) spinipes (Golf von Mexiko); derselbe, Bull. Soc. Philomath.
Juin 1878 p. 3.
Lepidonaxia (n. g. ; cum Pelia, Hyade, Piso'ide congruit
defectu Spinae praeorbitalis; a Pelia differt articulo (primo?) anten-
284 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
narum dilatato, ab Hyade tarso spinuloso, a Pisoi'de articulo anten-
narum 1 modice lato, non ciliato) DefiUppn (Java); Targioni-
Tozzetti a. a. 0. p. 5 ff., Tav. I, Fig. 4—11.
Ap 0 er emnu s n. g. Inachid.; Charakteristik in dem vor-
liegenden Hefte nicht beendet; A. Milne-Edwards, Miss, scient.
Mexique V, p. 184.
Pleistacantha (n. g. prope Oregoniam ; differt scuto convexo
et spinoso; pedibus valde eXongdXis) Sancti-Joliannis (Japan); Miers
P. Z. S. Lond. 1879, p. 24, Fl. I Fig. 1.
Ceratocarcinus dilatatus (Neu-Caledonien) ; A. Milne-Edwards
Nouv. Arch. Mus. VIII, p. 256.
Collodes dspressus, öbesus (Florida), rostratus (Patagonien),
inermis (Brasilien); A. Milne-Edwards, Miss. Scient. Mexique V,
p. 176 ff. PI. XXXII Fig. 1—5.
Eiiprognatha rostellifera , inermis^ gracilipes (Westindien);
A. Milne-Edwards, Miss Scient. V, p. 182 ff., PI. XXXV,
Fig. 1—3.
Inachus Aguiarii (Setubal); Brito-Capello, Jörn. Sei. Acad.
Lisboa V p. 265.
Metoporrhaphis forficulatus (Guyana); A. Milne-Edwards,
Mise, scient. V p. 174, PL XXXI Fig. 3.
Pisa erinacea (Cuba-FIorida); A. Milne-Edwards, Bull. Soc.
Philom. Juin 1878 p. 4.
Cyclomsiia, mar garitata (Neu-Caledonien); A. Milne-Edwards,
Nouv. Arch. Mus. VIII, p. 236, PI. X Fig. 2, 3.
Libinia semizonale (Nieder-Calif.) ; Streets, Contr. Nat. Hist.
Hawaiian Isis. etc. a. a. 0. p. 103.
Microphrys error (Calif.) ; K i n g s 1 e y , Proc. Bost. Soc. XX,
p. 146.
A. Milne-Edwards zählt a. a. 0. p. 138 ff. die bekannten
Epialtusarten auf und beschreibt und bildet als neu ab E. dilatatus
(St. Thomas).
Sisyphus co?W2)resSMS (Guadeloupe) ; A. Milne-Edwards, Miss.
scient. Mexique V p. 124 PI. XXIV Fig. 1.
Mithraculus hirsutipes (Florida) p. 147 ; Mithrax frispinosus
(ibid.) p. 148; Kingsley, Proc. Bost. Societ. XX.
Pericera caeZaia (Cuba); A. Milne-Edwards, Bull. Soc. Philo-
raath. Juin 1878 p. 5.
Othonia anisodon v. Mart. = 0. aculeata (Gibhes) \ Kingsley,
Am. Natur. XIII, p. 584 und Proc. Acad. Nat. Sei. Philadelphia,
1879 p. 388.
Amathia crassa (^Cuba-Florida) ; A. Milne-Edwärds, Bull.
Soc. Philom. Juin 1878, p. 5.
Achaeus 52)mosMS, tuberculatus (Japan); Miers, P. Z. S. Lond.
1879 p. 25.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 285
Doclea orientalis (Japan); Miers, P. Z. S. Lond. 1879. p. 28.
PI. II. Fig. 1.
Hyastenus oryx (Neu Caledonien); A. Milne - Edwards,
Nouv. Arch. Mu8. VIII p. 250. PI. XIV. Fig. 1 ; (Chorilia) Japonicus
(J.); Miers. P. Z. S. Lond. 1879. p. 27. PI. I. Fig. 2.
Stenorrhynchus brevirostris (Port Jackson), fissifrons (N.-Seel.);
Haswell, Proc. Linn. Soc. N.-S.-Wales, Vol. III. p. 408 f.
Ltimhrus sculptus p. 258, affinis p. 261 (NeaCaled.); A.Milne-
Edwards, Nouv. Arch. Mus. VJII. PI. XIV. Fig. 3, 4, intermedius
(Japan); Miers, P. Z. S. London 1879. p. 29; granulatus (Tortugas,
Florida); Kingsley, Proc. Bost. Soc. XX. p. 150.
A. Milne-E dwards zerfällt die Gattung Lambrus in meh-
rere: Platyl ambrus, für L. serratu"s M.-Edio. = crenulatus Sauss.
p. Ib6', Pisolambrus (Oculis maximis, supra orbitas prominentibus;
antennis exterioribus minimis) nitidus (Barbadoes) p. 157; neu ist
ferner Solenolambrus fastigatus und Belli (Golf von Mexiko) p. 159
&.; Miss, scientif. Mexique V.
Cyclometopa. Chlorodopsis (n.g. prope Pilodium; angulusin-
ternus orbitae processu basilari antenn. exter. oecupatus ut in Etiso,
für Chlorod. areolatus M.-E., Pilodius spinipes Hell, und) melanochirus,
melanodactylus (Neu-Caledonien); A. Mil ne-Edwards, Nouv. Arch.
Mus. IX. p. 227. PL VIII Fig. Fig. 5—8.
Eupiliimnus{ü. g. ; Carapax depressed; basal joints of antenna
as in Pilumnus ; external maxillipeds with the mesal Joint short and
narrow, it being only about two-thirds as wide as ischial Joint,
which is short and broad) Websteri (Florida); Kingsley, Proc. Ac.
Nat. Sei. Philadelphia 1879. p. 397. PI. XIV. Fig. 3.
JEpimelus (n. g. Pilumno affine; oculorum stylis longissimis,
orbitis usque ad regionem hepaticam extensis) Cessacii (Cap Verde'-
sche Inseln); A. Milne-Edwards, Bull. Soc. Philomath., Juin
1878. p. 8.
Xiphonectes (n. g. für Amphitrite vigilans und longispina
Dana und) leptocheles (Neu-Caladonien) p. 157. PI. IV. Fig. 1; Tha-
lamonyx (n. g. prope Goniosoma, frons integer, dentes laterales 5,
segm. 3 ulteriora sterni sutura mediana) gracilipes (ibid.) p. 168.
Fig. 3; A. Milne-Edwards, Nouv. Arch. Mus. IX.
Assecia (n. g., hinsichtlich der Entwickelung der Schwiram-
füsse zu Lissocarcinus in demselben Verhältniss stehend wie Carcinus
zu Platyonychus) liolothuricola (Palmyra Isl., in der kloakenartigen
Erweiterung des Darmkanals einer Holothurie); Street s, Contr.
t. a. Nat. Hist. Hawaiian Isl. etc., a. a. 0. p. 110 ff.; in dieselbe
Gattung gehört Lissocarcinus orbicularis Dana., vgl. d. ßer. 1876.
p. 224 (16).
Crossotonotus (n. g. Corystid.; cephal. discoidali, anguli
286 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
laterales lobulati; orbitae grandissimae ; aspectus fere Plagusiae)
compressipes (Neu-Caledonien) A. Milne-Edwards a. a. 0. p. 282.
PI. XIII. Fig. 1.
Carpilodes laevis, monticuJosus, margaritatus (Neu-Caledonien) ;
A. Milne-Edwards, Nouv. Arch. Mus. IX. p. 178 ff. PI. V.
Fig. 1—3.
Actaea cavernosa (Cap Verde'sche Inseln); A. Milne-Edwards,
Bull. Soc. Philomatb,, Juin 1878. p. 7, spinifera (Plantation Key);
Kingsley, Proc. Ac. Nat. Soc. Philadelphia 1879. p. 392.
Epixanthus corrosiis (Neu-Caledonien); A. Milne-Edwards,
Nouv. Arch. Mus. IX. p. 241. PI. IX. Fig. 1, düatatus (Java);
De Man, Notes from the Leyden Museum I. p. 58.
Actumnus pugilator (Neu-Caladonien); A. Milne-Edwards,
Nouv. Arch. Mus. IX. p. 195. PI. VII. Fig. 1,
Heteractaea pilosus Lock. = Pilumnus lunatus Edw. et Luc. ;
die Gattung ist aufrecht zu erhalten und Pilumnus ceratopus Stm.
gehört ebenfalls in dieselbe; Kingsley, Proc. Ac. Nat. Sei. Philad.
1879. p. 396.
Etisodes rJiynclwphorus {7) ] A. Milne-Edwards, Nouv. Arch.
Mus. VIII. p. 235.
Atergatis Montrouzieri (Neu-Caledonien) ; A. Milne-Edwards,
Nouv. Arch. Mus. IX. p. 186. PI. V. Fig. 5.
Eurycarcinus integrifrons (Ind. Meere?); G. de Man, Notes
from the Leyden Museum I. p. 55.
Chlorodius miliaris, sculptus (Neu-Caled.): A. Milne-Edwards
Nouv. Arch. Mus. IX. p. 216 f. PI. VIII. Fig. 3, 4; rufescens (Java)
p. 43. Tav. IV. Fig. 1—4; m^MMS (Sumatra) p. 48. Fig. 5—8; Tar-
gioni Tozzetti a.a.O.
Pilumnus caenilescens, harhatus, Cursor, longipes, purpiireus,
actumnoides , vermiculatiis , nitidus, cristimanus (Neu-Caledonien);
A. Milne-Edwards, Nouv. Arch. Mus. IX. p. 242 ff. PI. IX, X,
affinis, teixirianus (Setubal); Brito-Capello, Jörn. Sei. Acad.
Lisboa V. p. 121 f., Delianii (Japan); Miers, P. Z. S. Lond. 1879.
p. 32, dasypodus p. 155, melanacanthus p. 156 (Florida); Kingsley,
Proc. Best. Societ. XX.
ViXodiinB gramdatus {Roihes Meer?); Targioni-Tozetti, Zool.
d. Magenta, Crost. I. p. 50 ff. PI. IV. Fig. 14, 16—18.
Ozius gramüosus (Celebes); De Man, Notes from the Leyden
Museum I. p. 56.
Panopaeus affinis (= P. transversus Lockingt. nee Stm.) ; S treets
and Kingsley, Bull. Essex Instit. IX. p. 106, Pacfear^Zn (Florida);
Kingsley, Proc. Acad. Nat. Sei. Philadelphia 1879. p. 394 und Proc.
Best. Societ. XX. p. 151, 152. (Dagegen kann Kingsley keinen
unterschied zwischen P. texanus Stm. und Sayi Smith auffinden;
ebenda und Am. Naturalist 1879. p. 584).
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 287
Trapezia latifrons (Neu-Caledonien); A. Milne-Edwards,
Nouv. Arch. Mu8. IX. p. 259. PI. X. Fig. 7.
Goniosoma acutifrons (?) De Man, Notes from the Leyden
Museum I. p. 60.
Neptunus vocans (Cap. Verde'sche Inseln ; bringt durch Reiben
der Hand an einer quergestreiften Steile vorne am Thorax ein knar-
rendes Geräusch hervor); A. Milne-Edwards, Bull. Soc. Philomath.,
Juin 1878, p. 6.
Geryon quinquedem {Casco Bay); Smith, Trans. Conn. Acad.
V. Pt. 1. p. 35. PI. IX. Fig. 1, 2.
Callinectes dubia (Nicaragua); Kingsley, Proc. Bost. Societ.
XX. p. 156.
Trichocarcinus dentatus p. 34, affinis p. 35 (Japan); Miers,
P. Z. S. Lond. 1879.
Atergatopsis Amoyensis (China); De Man, Notes from the
Leyden Museum I. p. 53.
Paratelphusa (convexa de Haan), maculata (Sumatra); De Man,
Notes from the Leyden Museum I. p. 64.
Catometopa. Elamenopsis (n.g. Pinnother.; cephaloth. sat lato
ischiognath. tenuiore quam merogn.) lineatus{\ Neu Caled.); A. Milne-
Edwards a. a. 0. p. 324. PL XVIII. Fig. 4.
Malacosoma (n.g.; aPinnothere, cui affine, differt structura
maxillipedum exteriorum) reticulatum (Amboina); De Man, Notes
from the Leyden Museum I. p. 67.
Notonyx (n. g. Gonoplacid.; regio frontalis ut in Eurycarcino,
orificium ^ ut in Ocypoda, cetera ut in Prionoplace) nitidus (Neu-
Caledonien) ; A. Milne-Edwards, Nouv. Arch. Mus. IX. p. 268.
PI. XII. Fig. 3.
Hypsilograpsus (n. g. ; maxillipedibus ext. ut in Gnatho-
grapso, a quo differt corpore crasso, dorso convexo, fronte deflexa)
Deldeni (Celebes) ; D e M a n , Notes from the Leyden Museum I. p. 72.
Clistocoeloma (n. g. Grapsid.; ant. ext. ab orbita remotae;
frons incisa; cetera ut in g, Sesarma) balansae (Neu-Caled.); A.
Milne-Edwards a. a. 0. p. 310. PI. XVIL Fig. 1.
Limnocarcinus (n. g.; front, ut in genere Hylaeocarcino;
flagella antenn. in spatium inter frontem et interiores lobos suborbitales
projecta; maxilliped. exter. articulo tertio emarginatione obtuse angu-
lari in margine anteriore instructo; articulis tribus terminalibus plane
conspicuis ; maxillipedibus ut in Pelocarcino Lalandei formatis) inter'
medius (Celebes); De Man, Notes from the Leyden Museum I. p. 65.
Elamena pilosa, miniita^ truncata (Neu-Caled.); A. Milne-
Edwards a. a. 0. p. 322 f. PI. XVIII. Fig. 6, 7, producta (Wel-
lington); Kirk, Trans. New-Zeal. Inst. XI. p. 395 mit Holzschnitt.
HymenosomaZaetJe (Melbourne); Targioni-Tozz etti, Zool. d.
Magenta, Crost. p. 179. PI. XL Fig. 3.
288 Bert kau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Discoplax longipes (Neu-Caled.) ; A. Milne-Edwards a.a.O.
p. 295. PI. XV.
Macrophthalmus quadratus (Neu - Caledonien); A. Milne-
Edwards, Nonv. Arch. Mus. IX. p. 280. PL XII. Fig. 6.
Heteroplax (?) nitidus (Japan); Miers, P. Z. S. Lond. 1879.
p. 39. PI. II. Fig. 2.
On some species of Gelasimus Latr. and Macrophthalmus Latr.
By Dr. J. G. de Man; Notes Leyden Museum II p. 67 ff.
Gelasimus coarctatus, triangularis (Neu-Caled.); A. Milne-
Edwards, Nouv. Arch. Mus. IX. p. 272, 275, PI. XII. Fig. 4.
Heiice /)^7^>wawa (Neu-Caledonien); A. Milne-Edwards a.a.O.
p. 313. PL XVII Fig. 1.
Cyclograpsus occidentalis (Cap Verde'sche Inseln); A. Milne-
Edwards; Bull. Soc. Philomath., Juin 1878, p. 9.
Heterograpsus elongatus (Neu-CaL); A. Milne-Edwards
a. a. 0. p. 317. PL XVII. Fig. 3; Jongitarsis (Japan); Miers, P. Z. S.
Lond. 1879. p. 37. PL II. Fig. 3.
Gnathograpsus barbatus (Neu Caledonien) ; A. Milne-Edwards
a. a. 0. p. 316. PL XVII 4, intcrmedius (Moluccen); De Man, Notes
from the Leyden Museum I. p. 69.
Metagrapsus punctatus, integer (Neu Caledonien); A. Milne-
Edwards a. a. 0. p. 308, 309. PL XVIL Fig. 2, 3.
Pachygrapsus minutus (Neu-Caledonien); A. Milne-Edwards
a. a. 0. IX. p. 293. PL XIV. Fig. 2.
Sesar ma chirogona (Yokohama) ; Targioni-Tozzetti, Zool. d.
Magenta, Crost. p. 141. ff. PL IX.
Notes on some species of the Genus Sesarma von
G. de Man s, in den Notes Leyden Museum II. p. 21 ff.
Notes on some species of the Genus Cardisoma Latr.
von G. de Man, ebenda p. 31 ff.
Myriapoda.
In einem Briefe an G. Fedrizzi spricht sich Fan zago
über die Variabilität so mancher Charaktere aus, die bei
der Art- und sogar Gattungsdiagnose in den Vordergrund
gestellt werden (Zahl der Körpersegmente, Fühlerglieder,
Ocellen u. s.w.); Ann. d. Soc. Naturalisti inModena (2. ser.)
XII. p. 147 ff.
0. Tömösvary zählt die in Ungarn und Sieben-
bürgen beobachteten (54) Arten auf und beschreibt ge-
nauer Paradesmus gracilis und Schendyla eximia,
welche erstere in Guatemala, Upolu und Pululoz einheimisch,
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 289
wohl mit BluDienerde nach Budapest gelangt ist; die zweite
war bisher nur von Bonn bekannt. Term^sz. Ftizet. III.
p. 152 ff., 244 ff. Taf. VIIL X.
V. Feil 1er theilt die Resultate seiner Versuche mit,
wie lange Myriapoden unter Wasser leben kihinen ; Sitzber.
Z. B. Ges. Wien XXVIII. p. 17.
Einige bemerkenswerthe Arten aus der Umgebung
Wiens führt derselbe ebenda p. 42 auf.
(4) Myriapoden . . . vom Kamme des Riesen-
gebirges; von Dr. C. Fickert; Breslau 1875.
F. Fanzago. (2) Miriapodi nuovi in Att. Soc.
Ven.-Trent. Sei. Nat. 6. p. 20 f.
Peripatina.
Balfour macht nach Untersuchungen an P. capensis
Mittheilungen On certain points in the anatomy of
Peripatus; Proc. Cambr. Philos. Soc. und Stud. from the
morphol. laborat. in the Univ. of Cambridge 1880 p. 31 ff.
Dieselben beziehen sich auf die Segmentalorgane, das
Nervensystem und den von Moseley Fettkörper genannten
Theil. Die von Grube und Sänger bereits gesehenen
und von letzterem auch richtig gedeuteten Segmentalorgane
finden sich in jedem Segment mit Ausnahme der 3 ersten
postoralen. Sie liegen in zwei von der gemeinsamen Leibes-
höhle durch ein medianes Septum von Quermuskeln ge-
schiedenen Längshöhlen an der Basis der Füsse und be-
stehen aus einem kurzen Endstücke, das sich am hinteren
Ende in die Leibeshöhle öffnet, an seinem vorderen in ein
zusammengerolltes Drüsenrohr übergeht, welches letzteres
sich zu einer Blase erweitert, die nach aussen an der Basis
der Füsse ausmündet. — Unmittelbar unter dem Ösophagus
verbreitern sich die Schlundcommissuren zu zwei (Infraöso-
phageal-) Ganglien die durch 5 — 6 Commissuren mit einander
verbunden sind; von diesen Ganglien gehen starke Nerven zu
den Mundpapillen ab. Die Bauchstränge enthalten auf ihrer
Unterseite ein dickes Lager von Ganglienzellen, bilde q an
Archiv für Naturg. XXXXVI. Jahrg. 2. Bd. T
2D0 Bertkau: Bericht üb. die Wissenschaft!. Leistungen
jedem Fnsspaar eine Ganglienanschwelliing, welche einen Nerv
zu dem Fnss aussendet; die beiderseitigen Ganglien sind
durch Commissuren, die ebenfalls Ganglienzellen enthalten,
mit einander verbunden, während die übrigen Commissuren
keine solche enthalten. Vom Hinterrande des oberen Schlund-
ganglions geht ein schwacher rudimentärer Nerv des sym-
pathischen Systems aus. Die vonMoseley als Fettkörper
bezeichneten Organe sind nach Balfour echte Speichel-
drüsen und mit denen von Julus zu vergleichen; s. auch
Zool. Anz. 31. p. 333 ff.
Moseley's Notes on the species of Peripatus
and especiallyon those ot Cayenne and the West-
in dies in Ann. a. Mag. N. H. (5) III. p. 263 ff. regen auf
Grund der verschiedenen Zahl der Fusspaare, die die ver-
schiedenen Beobachter dem P. juliformis und Edwardsii
zuschreiben, die Frage an, ob nicht unter demselben Namen
verschiedene Arten verborgen seien (von St. Thomas mit
28, Jamaica mit 37, St. Vincent mit 33, Chili mit 19, 27,
32; P. Edwardsii mit 31, 30, 29 Fusspaaren).
Pauropoda.
Pauropus Huxleyi bei Philadelphia; Ryder, Proc. Acad.
Nat. Sei. Philad. 1879. p. 149. und Ann. a. Ma^^. N. H. (5) IV.
p. 252.
Derselbe beschreibt ebenda p. 139, 164^ Eurypaur opus (n. g.;
6 Körpersej^monte, das letzte verkümmert; 9 Beinpaarc ; Fühler
ögliederig, . , . .) spinosus (Philadelphia) ; s. auch Ann. a. Mag. p. 322
und Am. Nat. 1879. p. 603 fi'. und 703.
Chilognatha,
Fedrizzi zählt die Chilognathen del Trentino (42 Arten)
auf; Ann. Soc. dei Natural, in Modena XI. p. 80 ff.
üeber Polyxenus fasciculatus s. Ryder in den Proc. Ac. Nat.
Sei. Phil. 1878. p. 223.
J. Paszlavszky berichtet ein massenhaftes Erscheinen
vonTausendfüsslem (Julus un ilineatus), das an einem Eisen-
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 291
bahuzuge, der zwischen die Thiere gerieth, dieselbe Wirkung wie
die massenhaften Raupen von Pieris Brassicae hervorbrachte.
Verh. Z. B. Ges. Wien XXVIII. p. 545 fF.
Jahis telluster (! fossil in den Green River shales); Scudder,
Bull. U. S. G. S. IV. p. 776.
J. ciliatus p. 96, roscus p. 98 (Trentino); Fedrizzi, Ann.
Soc. Naturalisti in Modcna (2. ser.) XI.
Blaniulus palUdus (Trentino); derselbe ebenda p. 101.
Spirobolus Falkensteinii (Chinchoxo); Karsch, Giebel'sZeitschr.
LII p. 828.
Spirostreptus multiplieatus, pictus (Chinchoxo ; Abyss.?) ; Karsch,
Giebel's Zeitschr. LII. p. 829; Hercules (Oroway); Giebel, ebenda
p. 146.
Feiller bestätigt die etwas unsichere Angabe C. L. Koch 's
von dem Vorkommen mehrerer Arten der Gattung Craspedosoma bei
Wien ; sie fanden sich hier theils unter Baumrinde, theils am Boden
unter Blättern, namentlich am Fuss der Bäume vor. Sitzber. Zool.
Bot. Ges. Wien. XXIX. p. 11.
F o\ydesB\us alternatKS (Chinchoxo); Karsch, Giebel's Zeitschr.
LII. p. 826. T. XI. Fig. 2, Fanzagoi (Trentino); Fedrizzi, Ann.
Soc. dei Naturalisti in Modena (2. ser.) XI. p. 107.
CMIopoda.
Fedrizzi zählt die im Trentino beobachteten (42) Arten auf;
Ann. d. Soc. Naturalisti in Modena (2, ser.) XII. p. 47 ff.
N. Sograff studierte nach der Schnittmethode die Anatomie
von Lithobius forficatus L. und anderer Chilopoden; Raboty
proiswedennija v laboratorij soologitscheskago museia moskovskago
universiteta etc.; zugleich Heft 2 von T, XXXII der Iswestija impera-
torskago obschestwa Ijobitelei estestw^asnanija etc. Die eigentliche Ab-
handlung ist russisch, 34 S. g. 4., mit 3 Tafeln; eine vorläufige Mitthei-
lung in deutscher Sprache erschien im Zool. Anz, 18. p. 16 f., der ich
folgendes entnehm.e. Au der Unterseite des Kopfes sind verdickte
Stellen der Chitinhaut, die als Ansatzstellen für Muskeln dienen und
eine Zusammensetzung aus einzelnen Segmentplatten vortäuschen.
Am langgestreckten Herz sind ringförmige quergestreifte Muskeln ;
Flügelmuskeln scheinen nur Scolopendra zuzukommen. Im Kopf-
ganglion sind uni-, bi- und tripolare Zellen, deren Fasern im Innern
des Ganglions netzförmig zusammengeflochten sind, und kleinere,
den Hirukernen der Insekten ähnliche Zellen zu unterscheiden. Den
Himantarien fehlen die lob. optici vollständig ; äusserlich ist das
Nervensystem von einem Muskelbeleg umgeben. Der Bau der Augen
2Ö2 Bertkau: Bericht üb. die wissen seh aftl. Leistungen
ist der von (Landois und) Grenacher für Insektenlarven geschilderte.
Die reifen Eier besitzen einen Beleg von (wahrscheinlich Epithel-)
Zellen; die Wandungen des Hodens sind mit starken Muskelbündeln
und einer Kernschicht bekleidet ; die Samenblasen und recept. seminis
lassen ebenfalls eine deutliche Muskelatruktur und Epithelschicht er-
kennen, lieber den ganzen Körper sind Hautdrüsen zerstreut ; auch
die Coxalporen gehören zu Drüsengebilden; an der Giftdrüse des
ersten Fusspaares wird ein Muskelbeleg nachgewiesen. Im Allge-
meinen gleicht die Organisation der Myriapoden unter den übrigen
Arthropoden am meisten den Hymenopteren-, Lepidopteren- und
Coleopteren-Larven.
Bothriogaster (n. g. für Geophilus signatus Kessl. und)
afßnis (Kaukasus), Meinerti (Türkei); Sseliwanoff, Zool. Anz. 43.
p. 620 f.
Lithobius (Neolithobius) finitimus p. 55, (Archilithobius) ocra-
ceus (! Trentino) p. 62; Fedrizzi, Ann. Soc. Naturalisti in Modena
(2. ser.)XII; (Lith.) ötcoZor (Ungarn); Tömösväry a, a. 0. p. 155.
Taf. VIII.
Kohlrausch liefert Beiträge zur Kenntniss der Scolo-
pendriden; Journ. Mus. Godeffroy 14. H. p. 51 fl'., Taf VI und separat
als Marburger Inaugural-Dissertation, Marburg 1878. In erster Linie
wurde bei dieser Arbeit die Gruppierung der Gattungen innerhalb
der Familie und das Auffinden konstanter Artmerkmale ins Auge
gefasst; durch den Fund von Eiern mit vollkommen ausgebildeten
Embryonen konnte die vermuthungsweise gemachte Angabe früherer
Autoren, dass die Scolopendriden mit der vollen Zahl der Körper-
segmente (und Fühlerglieder) das Ei verlassen, bestätigt werden. Bei
der Charakterisierung der Gattungen benutzt Kohlrausch neben den
von seinen Vorgängern berücksichtigten Merkmalen (Zahl der Augen
und Beiupaare, Stigmen, der Glieder am letzten P'usspaare u. s. w.)
namentlich auch die Form der Stigmen, die entweder valvularia,
)>ranchiformia, oder cribriformia sind, jenachdem der vom Stigma
ausgehende Hauptstamm entwickelt ist (spir. valv. und branchif)
oder fehlt, und das Stigma einfach spaltförmig (sp. val.), oder elliptisch
ist (sp. brauch.). Während bisher Formen mit 9 Stigmenpaaren nur
mit spir. valvulif. bekannt waren, lehrt der Verfasser uns nun auch
solche mit 9 b r an chiformen Stigmen kenneu. Hinsichtlich der Art-
charaktere erfuhr Kohl rausch an einem sehr reichen Material
eine ungemein grosse Variabilität selbst der Charaktere, die in
anderen Arthropodenordnungen immer als der sicherste Anhaltspunkt
für die Artkenntniss gegolten haben und kommt demnach dazu, eine
Menge von Arten zu vereinigen; irgend welche Körpertheile aufzu-
finden, deren Bildung u. s. w. zur Artunterscheiduug durchgehends
hätte verwandt werden können, gelang nicht. — In der Familie
unterscheidet Kohlrausch 16 Gattungen: Scolopendropsis, Scolo-
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 293
pocryptops, Newportia mit 23 Beinpaaren; Heterostoma, Brauchio-
stoma, Trcmatoptychus mit 21 Bein- und 10 Stigmenpaaren, Bran-
chiotrema, Alipcs, Cupipes mit 21 Bein-, 4 Augen- und 9 brauchi-
formen Stigmenpaaren, Cormocephalus, Rhombocephalus, Theatops
Soolopendra mit 9 spaltförmigen Stigmenpaaren , sonst wie vorher
und Monops, Cryptops, Opisthemega mit 1 Augenpaar oder ohne
Augen. In einem Anhange werden die neuen Formen charakteri-
siert, Scolopocryptops megacephalus (Rosario) Fig. 1, Luzonicus
(Luzon), Boliolensis (Bohol); Heterostoma pygomega (Himalaya) Fig.
2; Brnuchiostoma gracile (Banda) Fig. 3, gymnoxms (ibid.), Indicum
(Rangun), affiite (Zanzibar); Branchiotrema (n. g.; 21 Beinpaare,
4 Augenpaare jederseits; 9 Paar branchiforme Kiemen und schlanke
p]ndbeine) multicarinatum (Japan) Fig. 5, astenon (! Tonga-I.) Fig.
6, Luzonicum (Mancayan), calcürans (Rockhampton), tubercidatum
(ibid.) Fig. 4; Cupipes (n. g.; Stigmen branchiform bis cribriform,
Endbeine kurz, sehr stark verdickt ; für Cormoc. lineatus, Brasilien-
sis, Scol. clavipes und) ampJiieurys (Carolinen-I.) Fig. 8, 9, micro-
stoma (Mexico) , Graecus (?) ; Cormocephalus lanatipes (Gayndah);
gracüis (Ost-Australien), acanthopJiorus (Zanzibar), pygomelas (Süd-
America) ; Scolopendra pachypus (Calif.), pernix (Nordamerika), le-
ptodera (Brasilien), cormocephalina (Montevideo). Die Arten sind
hauptsächlich durch die Bildung des Kopf- und Halsschildes, letzten
Beinpaares und die Bedornung der Analanhänge charakterisiert.
Scolopendra respuhlicana (Columbien); Giebel, Giebel's Zeit-
schr. LH. p. 326.
Northern Range of Cermatia forceps (Massachusetts,
Essex); Amer. Nat. 1879, p. 527 und 711.
Arachnoidea.
Von E. Simon's Arachnides de France ist (mit
Ueberspringung von tome V und VI, die später erscheinen)
tome VIll erschienen, die Ordnungen Chernetes, Scorpiones
und Opiliones enthaltend. Gegenüber der sehr dürftigen
Einleitung, die in t. I den Araneae vorausgeschickt war,
enthält hier jede der 3 Ordnungen, ausser ihrer Diagnose,
eine allgemeine Darstellung ihres äusseren Baues, die sehr
eingehend ist und in der auch die neueren Arbeiten be-
rücksichtigt sind. Hierauf folgt eine Besprechung der na-
türlichen Verwandtschaft , geographischen Verbreitung,
Lebensweise, Entwickelungsgeschichte (kurz), Geschichte der
Kenntniss der betreffenden Ordnung, Klassifikation dersel-
294 Bert kau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
ben, womit der specielle Tbeil beginnt. Die diesen Band
begleitenden Tafeln sind entsprechend der geringen Grösse
der abzubildenden Objekte z. Tb. in stärkerer Vergrösse-
rung ausgeführt; in ihrer Bezeichnung (PI. XVII— XXIV)
schliessen sie sich an die des 4. Bandes an , was wohl
Unzuträgiichkeiten mit sich bringen wird, da Bd. V und VI
doch auch ihre Tafeln erhalten werden. Wegen des speciellen
Inhaltes s. unten.
Arachnologische Beiträge von Dr. F. Karsch
in Giebel's Zeitschr. LH, p. 534 ff. enthalten I. : Spaero-
hoihria, eine neue Riesen -Vogelspinne von Costa Rica;
IL : Die Araneidengattung Trochanteria; III. : Zur Natur-
geschichte der Araneidengattung Trechalea; IV. : Die
Arachnidengattungen Trechona und Linothela; V.: Zur
Arachuidenfauna Ceylon's. . . . Die Beschreibungen der
Arten berücksichtigen auch hier in erster Linie die Fär-
bung.
Das 10. Memoire von E. Simon's „fitudes Arachno-
logiques^ enthält einen Essai d'une Classification des
G a 1 e 0 d e s , Remarques synonymiques et Descriptions
d'especes nouvelles ou mal connues. Ann. Ent. Fr. 1879.
p. 93 ff., PI. 3.
Sobra algunos Aracnidas de la Republica
Argentina por el Dr. Thoreil Periodico Zoologico II, p.
201 ff. I. (6) Scorpiones, (3) Opilioues, (1) Pseudo-
scorpiones.
L. Mo sehen. Aggiunte alla Fauna aracno-
logica del Trentino. Atti Soc. Venet. Trent. Sei. Nat.
VI. p. 28 ff. ((5 sp. nuove per la Fauna del Trentino ; elcnco
di Araneidi dei dintorno di Rovereto, 53 sp. e 4 sp. di Scor-
pioni Trentini.
P. Pavesi. Saggio di una Fauna aracnologica
del Varesotto. Atti Soc. Ital. Sei. natur. Vol. XXL (150 A.)
Linguatnlina.
Pentastoma iviperatoris (Südamerika , in der Lunge von Boa
imperator), Aonycis (! in der Leibeshöhle von Aonyx leptonyx var.
Mayoi vom Indus); Macalister, Proc. R. Irish Acad. (2 Ser.) II p.
62 ff, (mit einigen anatomischen Details).
im Gebiete der Artliropodeu im Jahre 1879. 295
Acarina.
G. Caucstrini. Intorno ad alcimi Acari parassiti; Att. Soc.
Vcuet.-Trcut. Sei. natur. VI, p. 32 ff,, 4 Pls. — Alloptcs n. g.
Derselbe. (22)Nuove specie del geuere Dermaleicbus.
Atti d. R. Istit. Vcnet. (5) V. (Beide Abhandlungen sind mir noch
nicht zur näheren Einsicht zugänglich gewesen.)
P. Kram er beschreibt neue Acariden; dieses Archiv 1879
p. 1 ff. Taf. I, II.
Derselbe handelt über die Milbengattungen Leptognathus
Hodgc, llaphignathus Dug , Caligonus Koch und die neue
Gattung Cryptognatlius ; ebenda p. 142 ff. Taf. VIII.
J. Csokor hat sich den Dank der Zoologen dadurch verdient,
dass er seine in der österreichischen Vierteljahrsschrift für Veterinär-
kunde, Bd. LT, Heft 2, erschienene Abhandlung : lieber Haarsack-
milben und eine neue Varietät derselben bei Schweinen,
Demo d ex phylloides, durch Abdruck in den Verh. Zool. Bot.
Ges. Wien XXIX, p. 419 ff. Taf. VIII ihnen leichter zugänglich ge-
macht hat. Sollten sich auch manche der Deutungen Csokor's als
irrig erweisen (z. B. der Augen, Tracheen, des Penis, Herz), so
bleibt doch immerhin genug übrig, was als positive Bereicherung
unserer noch immer lückenhaften Kenntnisse dieser interessanten
Schmarotzer gelten kann. In der Einleitung giebt der Verfasser
einen ausführlichen Literaturüberblick, mit Hervorhebung der Haupt-
resultate des jeweiligen Forschers und geht dann zur Beschreibung
der von ihm bei einem Trieb galizischcr Schweine gefundenen
Schmarotzer über , die er als selbständige Varietät anerkennt , die
aber wohl besser als eigene Art bezeichnet werden. Sie unter-
scheiden sich nämlich noch von D. canis durch die geringere Grösse,
den kürzeren und dabei breiteren Hinterleib, der nur die Hälfte der
Körperlänge ausmacht, den längeren und deutlich abgesetzten „Kopf"
u. s. w. Am Kopf beschreibt er, hierin Wilson folgend, ein Paar
frühzeitig auftretender, anfangs pigmentierter, hernach aber pigment-
loser Körperchen als Augen, drei(?)gliederige Mandibeln, ein Paar
stiletförmiger Unterkiefer mit drei(?)gliederigem Taster und eine die
Mundöffnung von unten schliessende mediane Platte. An den Füssen
unterscheidet er drei Glieder , deren letztes fünf hakig gebogene
Krallen trägt. Der After ist eine mediane Längsspalte, und vor
demselben, beim (/* deutlich, aber wahrscheinlich auch beim ^ ge-
trennt, befindet sich die Geschlechtsöffnung, aus der beim Männchen
zwei kleine Wülstchen , der Penis , hervorragen. Das Männchen
unterscheidet sich vom Weibchen durch geringere Körpergrösse >
schwächer entwickelte Mund- und Bewegungswerkzeuge und den
296 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Mangel des „dreieckigen"' Körpers im Hinterloibe , der wahrschein-
lich das Ei in seinen verschiedenen Stadien ist ; ein Hoden Hess sich
nicht mit Sicherheit erkennen. Die Entwickelung ist mit mindestens
2 Häutungen verbunden (Csokor zählt 3, indem er das Ausschlüpfen
der sechsbeinigen Larve aus dem Ei als erste zählt). Bei der ersten
Häutung verwandelt sich die sechsbeinige Larve in die achtbeinige,
bei der zweiten diese in das fertige Thier ; die Larvenformen haben
als Beine nur kleine, warzenförmige Stummeln ohne Krallen. — Die
Thiere fanden sich vorwiegend an nackten Hautstellen in den Talg-
drüsen und rufen hier fast haselnussgrosse Pusteln hervor, in denen
sie in Colonieen von 50 — 1000 Stück, den Hinterleib nach der äusse-
ren Luft zugekehrt, leben. Bei niederer Temperatur sind sie träge,
werden aber bei höherer Temperatur lebhaft, und Csokor erklärt
aus diesem Umstände die so oft misslungenen Uebertragungsversuche
der Demodexarten von einem Wohnthier zum anderen , derselben
oder einer andern Art, sowie die Erscheinung , dass bei einem in
warmem Wasser gebadeten. Hunde , der vorher nur an einzelnen
Stellen Knötchen hatte, in kurzer Zeit sich die Parasiten über den
ganzen Körper verbreitet hatten.
P. Megnin. Memoire sur Ics Cheyletides parasites.
Journ. de l'anat. et de la j^hysiologie p. Eobin et Pouchet XIV p.
416 ff. PI. XXVIII— XXXL Handelt hauptsächlich von 3 Cheyletus-
arten , Ch. parasüivorax (auf dem Kaninchen , wo es auf andere
Parasiten, namentlich Listrophorus , Jagd macht) p. 425 PI. XXVIII,
Ch. hcteropälpus (auf verschiedenen Vögeln) p. 426, PI. XXIX Fig.
1 — 6, Gh. macronycus (!, in seinen „Parasites' auch macronicus ge-
schrieben ; ebenfalls auf (exotischen) Vögeln) p. 427, PI. XXIX
Fig. 7, 8. Die Lebensweise dieser Arten giebt Veranlassung, zu den
3 Klassen von Epizoen, die Van Beneden aufgestellt hatte (Conimen-
saux, Mutualistes, Parasites) eine vierte, die der Parasites auxiliaires
aufzustellen, deren Aufgabe es ist, die von ihnen bewohnten Thiere
von ihren eigentlichen Parasiten zu befreien. Im Auschluss an
diese drei Arten werden dann auch drei andere Gattungen, die
Megnin zu den parasitischen Cbeyletiden rechnet , Ilarpirrhynchus
(auch Ilarpyrhynchus gesclirieben) Megn., Myobia Heyd. und Picobia
Hall, geschildert; wegen derselben s. d. Ber. 1878 p. 357 (139).
Derselbe. Les Acariens parasites du tissu cellu-
laire et des reservoires aeriens chez les oiseaux, ebenda
XV p. 123 ff., PI. VII, VIII. Handelt nach einer langen historischen
Einleitung von Sarcoptes cysticola Vizioli aus dem Unterliautzell-
gewebe der Hühnervögel und Cytoleichus sacroptoides aus den Luft-
säcken der Hühnervögel, namentlich der Phasianiden.
Derselbe erwähnt und beschreibt in seinen „Parasites"
emige Arten , von denen ich nicht weiss , ob er sie bereits früher
bekannt gemacht hat: Tyroglyphus mycophagus ; Coepophagus (für
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 297
C. echiuopus Ch. Roh. p. 144; Serrator (für Tyroglyphua rostro-
serratus Mcgn. = Histiostoma pectineum Kram. , den Speciesnamen
ändert Megnin in amphibiils um; es wird aber die Kramer'Hche
Gattungs- und Artbencnuung bleiben müssen) p, 144; Lamino-
scoptes gdllinarum p. 151 f., PI. VII.
Kramer (lieber die postembryonale Eni wicklung bei
der Milbengattung Glyciphagus, d. Arch. 1880 I, p. 102 If.,
Taf, VII) zeigt , dass das Megnin'sche Schenia der Entwickelung
(sechsbeinige Larve, achtbeinige Nymphe ohne Geschlechtsorgane,
geschlechtsreifes Thier) nicht allgemein gültig , wenigstens nicht
auf Glyciphagus anwendbar ist, da bei dieser Gattung schon nach
der ersten Häutung die noch sechsbeinige Larve eine äussere Ge-
schlechtsöffnuug besitzt (?) , somit also ein Nymphenstadium nicht
vorkommt.
A. Croneberg schildert den Bau von Trombidium (holoseri-
ceum?); Bull. Soc. Imp. Nat. Moscou. LIV Nr. 2 p. 234 ff., Tab. V.
Er deutet das von Pagenstecher für den Fettkörper erklärte
Gewebe als Excretionsorgan und stellt einen unmittelbaren Zu-
sammenhang zwischen Magen und After in Abrede. Die Ge-
schlechtsdrüsen besitzen eine kreisförmige Gestalt. Die übrigen
Angaben sind etwas dürftig.
Tr. albicolle p. 300, PI. VI Fig. 7, sarcasticum p. 301 Fig. 8;
Holmberg, Period. Zoologico I.
A. D. Michael bringt A contribution to the know-
ledge of British Oribatidae. Journ. R. Microsc. Soc. II p. 225
if. PL IX — XI. Von der Lebensweise dieser Milben wird hervor-
gehoben , dass sie in keinem Stadium der Entwickelung als Schma-
rotzer bekannt geworden sind. Bei der Häutung reisst die Haut
am hinteren Ende der regungslos mit ausgestreckten Füssen fest-
geklammerten Larve oder Nymphe ein; ist der Riss gross genug
geworden, so wird der Kopf aus der alten Haut herausgezogen;
die Beine haben sich unabhängig von den alten Beinen
entwickelt. In manchen Exemplaren von Tegeocranus latus,
die ganz der Nymphe dieser Art gleich sahen, glaubt Michael ent-
wickelte Eier wahrgenommen zu haben. Da für andere Milben-
familien sogar eine Begattung vor der letzten Häutung beobachtet
ist, so wäre eine solche auch hier nicht unmöglich; statt der von
Robin und Megnin für diese Entwickelungsstufe des weiblichen
Geschlechts eingeführten Bezeichnung femelies accouplees schlägt
Michael nubile females vor. — Obwohl bei keinem Oribatiden Augen
nachgewiesen sind, so konstatierte der Verfasser doch bei Eremaeus
oblougus eine Empfindlichkeit für Licht, die ja in manchen anderen
Fällen erwiesener Maassen an die allgemeine Körperhaut geknüpft
ist. Die sog. Schutzhaare neben den Stigmen scheinen zu der in
298 Bertkau: Bericht üb. die wisseiischaftl. Leistun^eu
&'
ihrem Namen augedeuteieii Fuuktiou wenig geeignet, und sind viel-
leicht Riech- oder Hör haare. In England sind 44 Arten dieser
Familie aufgefunden, von denen 18 Deutschland und Frankreich ge-
raeinsam, 14 auf Frankreich und 6 auf Deutschland beschränkt sind;
eine Art ist in Frankreich und Algier beobachtet und 3 sieht der
Verfasser als neu an. Neben den neuen Arten werden auch die
von Nicolet nicht beschriebenen Arten Koch's u. A. beschrieben;
die neuen sind Scutovertex (n. g.) sculptus p. 242, PL XI, Fig. 4;
Tegeocranus labyrinthicus p. 249 Fig. 2, elongatus p. 250, PI. X,
Fig. 7.
G. Ha 11 er berichtet, dass die Oribatiden nur im Sommer
ovovivipar sind, gegen den Herbst hin dagegen ein einziges grosses
Winterei, meist in die abgestreifte Haut, ablegen. Nothrus scali-
ger heftet dasselbe auf seinem Rücken fest und bedeckt es mit
einem Deckel, dessen Entstehung auf Drüsenzellen, die in 2—3 con-
centrischen Kreisen auf dem Rücken münden , zurückgeführt wird.
Wie mit dieser Angabe die spätere , dass N. scaliger „keine selb-
ständige" Form, sondern nur die achtfüssige geschlechtslose
Nymphe von N. theleproctus sei, zu vereinigen ist, bleibt mir um-
somehr unklar, als Haller später aus dem einfachen Umstände, dass
er in mehreren Exemplaren des Hypochthonus ruf u Ins Koch,
den Nicolet bekanntlich als Jugendzustand seiner Liosoma ovata
ansah, ausgebildete Eier antraf, die Selbständigkeit der Koch'-
schen Art folgert. Manche Larven, z. B. von Damaeus genicula-
tus, bedecken ihren Körper mit den abgestreiften Häuten, denen
noch allerlei andere Körper hinzugefügt v;erden, so dass diese , wie
so manche andere Thiere , im wahren Sinne des Wortes maskiert
genannt werden können. Mitth. Schweiz. Entom. Gesellsch. V, p.
502 ff.
Kramer schreibt über einige Unterschiede erwachse-
ner und junger Gamasiden, indem er namentlich hervorhebt,
dass die Behauptung Megnin's, die Theilung des Rückenschildes ge-
höre nur den Nymphen an, für G. coleopteratorum vielleicht Gültig-
keit habe , keineswegs aber in der Allgemeinheit richtig sei , da
Krämer unzweifelhafte erwachsene Weibchen kennt, die einen zwei-
gctheilten Rückerischild haben. Auch findet K r a m e r , dass die
Figur des oberen Kopfröhrenrandes nicht in dem Umfange bei der
Entwicklung wechselt, dass dadurch der Arttypus verwischt werde.
Dies. Archiv 1879 I, p. 238 ff.
Beiträge zur Kenntniss der Milbe ngallen. Von Dr.
Franz Loew. Verh. Z. B. Ges. Wien XXVIH, p. 127 ft'. mit Taf.
II. Loew findet die von Thomas begründete Eintheilung in Acro-
uiul Pleurocecidicn, bei den Milbengallen wenigstens, nicht durch-
führbar und meint, eine wissenschaftliche Eintheilung der Pflanzen-
gallen sei nur auf teratologisch - anatomischer Grundlage möglich.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 299
Die (29) aufgezählten Galleu sind theils neu, theils wenig gekannt,
theils ist das angegebene Vorkommen für die Kenntniss ihrer geo-
graphiseben Verbreitung von Interesse, Es sind behandelt Gallen
von Acer campestre; Achillea millefolium, moschata; Alnus incana;
Artemisia vulgaris; Betula alba; Centaurea jacea; Daucua carota ;
Euphorbia cyparissias; Fraxinus ornus; Galium mollugo, verum;
Geranium palustre; Populus tremula; Prunus Padus, spinosa; Pyrus
paradisiaca, malus; Quercus coccifera; Salix alba; Sambucus ebulus;
Saxifraga aizo'ides, oppositifolia; Taxus baccata ; Tilia argentea, grandi-
folia (2); Veronica chamaedrys; Viola silvestris.
Derselbe liefert ferner die Beschreibung von neuen
Milbengallen, nebst Mittheilungen über einige schon be-
kannte; ebenda, XXIX, p. 715 ff. Da sich über die Milben selbst
die Angaben nicht verbreiten, so haben sie für den Zoologen, wenn
überhaupt, nur ein untergeordnetes Interesse. Es sind Phytoptoce-
cidien beschrieben von Alnus viridis; Artemisia campestris, pontica;
Asperula cynanchica; Bromus arvensis, tectorum; Campanula sibirica;
Convoivulus arvensis; Corylus Avellana; Fragaria collina ; Galium
Aparine, lucidum, pusillum; Gentiaua germanica; Geranium sangui-
ueum ; Helianthemum vulgare; Hieracium pilosella ; Jurinea raollis;
Linosyra vulgaris; Lonicera Xylosteum; Medicago lupulina; Ononis
spinosa; Origanum vulgare; Pimpinella magna, saxifraga; Prunus
domestica, spinosa; Rhododendrum ferrugineura; Syringa vulgaris;
Valeriana dioica , tripteris ; Veronica saxatilis ; Vitis vinifera.
V. Schlechten dal bringt kleineBeiträge zurKenntniss
der Verbreitung der Milbengallen in Sachsen; 5. Jahres-
ber. d. Annaberg-Buchholzer Vereins f. Naturk. p. 61. Es sind 35
Pflanzen mit einer oder mehreren Milbengallen aufgezählt; auf
Ribes alpinus und Stellaria graminea wurden Gallen aufgefunden,
die bis dahin nur an R. niger, resp. St. glauca beobachtet waren.
Fr. Thomas macht ein neues (sechstes) Phytocecidium von
Acer campestre bekannt. Dasselbe ist ein Pleurocecidium und hat
wahrscheinlich eine andere Phytoptusart zum Urheber als das Eri-
neum acerinum, das immer au denselben Sträuchern wie dieses neue
Ceeidium vorkam. Zeitschr. ges. Naturw. LH, 1879, p. 740 ff.
A probable new Species of Phytoptus; Ryder, Amer. Natur.
1879 p. 704.
Acarus (!) Gloverii (auf der Orange); Ashmead, Canad. Ent.
XI, p. 159; neglectus (Kerguelen); Cambridge, Philos. Transactions
1879 Vol. 168 (Extra Number) p. 221 nebst Holzschnitt.
Labidostomma (!n. g. , die systematische Stellung nicht
näher präcisiert) luteum p. 13, Taf. II Fig 1; Gustavia (n. g. Te-
tranychin.?) sol p. 18 Fig. 2; P. Kramer, dies. Arch. 1879 I Taf. II.
An derselben Stelle p. 142 ff. bespricht Kramer die Gattungen
Rhaphignathus, Caligonus und Leptognathus und findet , dass die
300 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
erstere liebst ihrer Art (R. ruberrirnus) nicht mehr zu eruieren ist;
den Versuch Brady's , die Gattung Leptognathus Hodgc durch
Rhaphignathus zu ersetzen, sieht Kramer als ganz verfehlt an, da
die Hodge'sche Art mit der Duges'schen nicht die leiseste Achnlich-
keit hat. Die beiden Gattungen Leptognathus und Caligouus werden
schärfer charakterisiert nach L. violaceus p. 147 und C. piger Koch.
Als neu vfirdCi'yptognathus (n. g) lagena beschrieben p. 154 ff.
Cecidopus (n. g., fam.?) diversipes; Karsch, Giebel's Zeit-
schr. LH, p. 562.
PlcuTOstigma (n. g. solitari. (auf Polydesmus alternatus
von Chinchoxo); derselbe p. 837.
Margaropus (n. g. Ixodid., Leib schlank, länger als breit
hinten jederseits in 3 kurze, spitze Dornen ausgezogen; 4tes Bein-
paar „aus sehr grossen, flachen, scharf abgeschnürten , fast kreis-
runden Gliedern*' bestehend) T^mi/^em^( Valparaiso); Karsch, Mitth.
Münch. III, p. 96.
H. Lebert beschreibt im Bull. Soc. Vaudoise Sei. Nat. 2.
Ser. XVI p. 327 fif. die (19) Hydrachniden des Genfer Sees und
giebt in einer Einleitung dazu eine Darstellung der äusseren
Körperverhältnisse. Alle Arten, mit Ausnahme von Atax ypsilophora
Bonz und A. crassipes Koch, werden als dem Genfer See eigenthüm-
lich angesehen ; drei derselben, Campognatha Foreli, Schnetzleri und
Pachygaster tau-insignitus, sind bereits früher beschrieben, die 14
übrigen werden jetzt zum ersten Mal als neu beschrieben und ab-
gebildet. Es sind dies : Hygrobates nigro-maculatus (in einer Tiefe
von 4—8 M.) p. 342; Limnesia variegata (ebenso) p. 344, tricdlor
(dito) p. 347, tessellata (dito) p. 349, PI. X, Fig. 2, triangularis
(dito) p. 352 Fig. 3, cassidiformis p. 355 Fig. 4; Neumania (n. g.)
nigra p. 357 Fig. 5, alba p. 359 (beide in der Küstenregion von
Morges); Arrhenurus tiiherculatiis (dito) p. 360 Fig. 6, hiscissus (dito)
p. 362 Fig. 7 ; Nesaea magna (1—2 M.) p. 364 , PI. XI Fig. 8,
tutescens (45 M.) p. 365 Fig. 9; Piona accentuata (2 M.) p. 373 Fig.
12; Brach ypoda (n. g. ; letztes Glied des Taster fast kugelig)
Paradoxa (25 M.) p. 374 Fig. 13.
M. Koendowsky. Ueber die Erscheinung der Me-ta-
morphose bei Wasser milben. Arbeit d. naturf. Gesellsch.
Charkow XII. 66 S. mit 2 Taf. Ist mir nicht zugekommen.
Kramer charakterisiert die früher (s. d. Ber. 1878 p. 354 (136))
von ihm aufgestellten Gattungen Sperchon undOxus ausführlicher
und beschreibt die Arten , die die Gründung der Gattungen noth-
wcudig gemacht habeu: Sperchon squamosus p. 2, Taf. I Fig. 1;
Oxus oblongiis p. 5 Fig. 2. — Die Gattung Campognatha Lebert
ist nicht aufrecht zu halten , da die als typische Art dargestellte
C. Foreli eine unzweifelhafte Limnesia ist; (bekanntlich hat aber
Lebert später auch eine C. Schnetzleri beschrieben). Als neu be-
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 301
schreibt Kramer L. nigra p. 9 Fig. 3, magna p. 10 Fig. 4; Nesaea
reticulata Fig. 8, hinotata Fig. 5, p. 11, rotunda Fig. 6, pacJiydermis
Fig. 7 p. 12; dieses Archiv 1879. I.
Typhlodromus oiliivorus (! oleivorus?; „attach themselves to
the oil cells; auf der Orange); Ashmead, Canad. Ent. XI. p. 160.
Oriba^tes {?) Asindioti (Florida, Aspidiotus Gloveri angreifend);
Ashmead, Canad. Entom. XI p. 93.
Ixodes algeriensis (auf Büffel), p. 124, scapidatus, chelifer p.
132; Megnin, Parasites etc.
Argas Fischeri (Lincolnshire); C. F. George, Sei. Goas. 1877
p. 104, Fig. 85 — 87 (= A. pipistrellae Aud. nach Westwood in
den Proc. Ent. Soc. Lond. 1877 p. LXII).
Amb]y omma arcajiiim (Chinchoxo); Kar seh, Giebel's Zeitschr,
LH p. 36G, integrum, distinctum (Ceylon) ; d e r s e 1 1) e ebenda p.
561 f.
Pantopoda.
Ueber die Pycnogoniden d. K. Z. Mus. Berl. . . . von
Dr. R. Böhm, Monatsb. K. Pr. Ac. Wiss. Berlin 1879, p. 170 ff.
Taf. 1, II.
Nymphon hat 11-gliederige Eierträger; N. gracilipes Miers
und -lohnstonianum Wliite können wegen ihrer 10-gliederigen Palpen
keine echten Nymphonen sein ; N. gracilipes Hell, nennt Böhm N.
Helleri, wobei er übersieht, dass Heller bereits in den Sitzungsber.
. . . Wien LXXI, 1. Abth. p. 610 (nach Angabe über die Mitthei-
limgcn in der Sitzung vom 29. Apr.. nacli der Inhaltsangabe der
Bandes in der vom 13. Mai 1875) die Art diagnosticiert hat, so dass
also noch zu untersuchen bleibt , ob Miers oder Heller denselben
Namen zuerst angewendet hat ; vgl. unten bei Nymphon. In die
Gattung Pallene stellt Böhm nach Sempers Vorgang diejenigen
scheerentragenden , der Palpen entbehrenden Pycnogoniden, deren
ausgebildeter Eierträger aus 9 — 11 Gliedern besteht; Pallene hat in
beiden Geschlechtern Eierträger, Phoxichilidium nur im männlichen ;
die Gattung Anoplodactylus Wils. ist von Phoxichilidium kaum zu
trennen. Eine als Achelia laevis Hodge bestimmte Art hat uur 7-
gliederige Palpen. In der Familie der Acheliiden wird die n. G.
Corniger aufgestellt (. . . Beine mittellang mit greif handförmigem
achtem Glied und .A.uxiliarhaken ; Rostrum lang; Kiefer bis auf ein-
gliederige Stummel verkümmert; Palpen lang und stark, 9-gl.; Ei-
räger lang, 10-gl.) für G. Hilgendorfi (Japan) p. 187, Taf. II Fig. 3;
der Gattungsname wird später, als bereits an eine Fischgattung ver-
geben, durch Lecythorrhynclius ersetzt und die neue Art L. ar-
302 Bert kau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
malus von Yedo beschrieben ; Sitzber. Ges. naturf. Freunde 1879
p. 140 f.
E. B. Wilson giebt eine Synopsis of the Pycnogonida
of New England, Trans. Conn. Acad. V, Pt. I, p. 1 ff. PI. I— VII.
Einschliesslich der neuen sind 14 Arten aufgeführt. Hinsichtlich
der Frage, ob das ^ oder das ^ die Eier trage, stellt sich Wil-
son auf den früheren Standpunkt und meint: „the sperm cells may
readily be mistaken for undeveloped (?) ova." Wie dies die Sache
erklären soll , sehe ich nicht ein. — Die beiden bereits früher
diagnosticierten Gattungen Pseu.dopallene und Anoplodacty lus
werden auch hier noch einmal als neue Gattungen aufgeführt.
Miers gründet auf Nymphon styligerum die neue Acheliiden-
gattung Tanysty lum (Caput sessile, crassum ; appendices primae uni-
articulatae, non cheliformes, secundae 5-art. (?), tertiae 10-art. ; ab-
domen postice processu longo styliformi desinitum) ; Philosoph.
Transactions, 1879 Vol. 108 (Extra Number) p. 213; eine neue Art
dieser Gattung ist T. orhiculare (Vinegard Sd.) ; Wilson a. a. 0.
p. 5, PI. II Fig. 2.
G.Cavanna macht Alcune osservazioni intorno ad un
recente lavoro del d ott. A. Do h r n (s. d. Ber. 1878 p. 363
(145)); Bull. Ent. Ital. X p. 244 ff.
Parazetes (n. g. Zeti affine; Corpus gracile, rostrum pedun-
culatum , ad basim valde constrictum, ad apicem pauUatim attenua-
tum ; appendices primae biarticulatae, non cheliformes, secundae 9-art.,
pedes ovigeri 10-art. , segmentam primum corporis processum
tenuem quasi Collum usque "ad rostrum antice provehens; abd. ela-
vatum) auchenicus (Japan); Slater, Ann. a. Mag. N, H. (5) III,
p. 281.
Gnamptorrhynchus n. g. (rostrum valde incrassatum,
inflexum ; segmentum oculare et abdomen angusta et elongata;
mandibulae jun. tri-, adult. 2-articulatae; palpi 10-, oophori 11-art.;
pednm par I 8, cetera 9-articul.) ramipes (Japan); Böhm, Sitzber.
Ges. nat. Freunde 1879 p. 54 ff.
Pycnogonum clielatum (? vielleicht ein Jugendzustand); Böhm
a. a. 0. p. 192, Taf. II, Fig. 5, littorale F. var. tenue (Japan);
Slater, Ann. a. Mag. N. H. (5) III, p. 283.
Phoxichilidium (Anoplodactylus Wils.) digitatum (Singapore);
Böhm, a. a. 0. p. 184, Taf. II Fig. 2. minor (! Casco Bay); Wilson
a. a. 0. p. 13, PI. IV Fig. 2.
Phoxichilus meridionälis (Singapore); Böhm a. a. 0. p. 189,
Taf. II, Fig. 4.
Ballone (PseudopaWene Wils.?) lappa (Mossambique, aufOphio-
comn erinaceus); Boehra a. a. 0. Taf. II Fig. 1; longiceps (Japan);
derselbe, Sitzber. Ges. naturf. Freunde 1879 p. 59; empusa (Vinegard
Sd.); Wilson a. a. 0. p. 9, PI. III, Fig. 2.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 303
Nymphon phasmatodcs (Südwestlich vom Cap) p. 173, Taf. I,
Fig. 2, horridum (Korgucleu; = brevicaudaturaiHfürs.^) p. 177 Fig.
3; Boehm, a. a. 0.
Miors ändert den Namen seines N. gracilipes wegen des
gleiclinamigen Ileller'schen in N. antarcticum um. Philos. Transact.
1879 Vol. 1G8 (Extra Niimher) p. 211.
Ammothea achelioides (Bay of Fundy); Wilson a.a.O. p. IG.
PI. V, Fig. 1.
Opiliones.
Dieser Ordnung schreibt Simon in seinen Arachn.
de France VII p. 116 ff. normal 8 Riickenplatten des
Hinterleibes zu ohne die Analplatte, die vielleicht ein 9tes
Segment repräsentiert. Bauchplatten sind nur 6 (oder 5)
vorhanden. Das zwischen den Hinterhüften gelegene Mittel-
stück, das Tulk und Balbiani als Sternum bezeichneten,
ist nach Simon eine vordere Verlängerung des ersten
Bauchsegmentes und wird avance sternale de Tabdomen
genannt. Die Krohn'sche Drüse ist wahrscheinlich eine
Stinkdrüse, ihre Oeffnungen werden als pores lateraux be-
zeichnet. Die Glieder der Beine werden als Hüfte, Schenkel-
ring, Oberschenkel, Patella (Paletta ist wohl Druckfehler),
Unterschenkel, Metatarsus und Tarsus, bezeichnet; letz-
terer ist mit wenigen Ausnahmen aus einer grossen Zahl
von Gliedern zusammengesetzt. Bei dieser Ordnung kommt
Simon auch auf die Frage der Homologie der Mundtheile
der Arachniden mit der der übrigen Arthropoden zu
sprechen, fasst aber die Frage keineswegs richtig auf, wenn
er das erste Beinpaar für ein veritable paire des pattes
(im physiologischen Sinne) erklärt und damit die Frage
entschieden zu haben glaubt. Das beweist auch sein in
Form einer Frage vorgebrachter Vergleich: „Que dirait-on
d'un auteur qui contesterait l'homologie des pattes ant^ri-
eures des Mantes et des Courtilieres avec Celles des autres
Orthopteres ? — Bei der geographischen Verbreitung dieser
Ordnung macht Simon auf den auch bei vielen anderen
Thieren und Pflanzen beobachteten Umstand aufmerksam,
dass einige Formen im Süden den hohen Gebirgen eigen-
304 Bertkau: Bericht üb. die wissen schaftl. Leistungen
thümlich sind, sich aber im Norden Schwedens wieder-
finden (Oligolophus alpinus). Die Cyphophthalmiden
Streck er 's behandelt Simon als eine einfache Unterord-
nung der Opilionen, wie auch ich befürwortet babe (d.
Bericht 1875 p. 260 (52 j); daneben enthält die Ordnung
die beiden anderen Unterordnungen Mecostethi (= La-
niatores Thor.) und Plagiostethi (= Palpatores Th.). Die
Cyphophthalmi sind nur durch die Familie Sironidae
mit der Gattung Siro Latr. (= Cyphophthalmus Jos) ver-
treten; die 0. Mecostethi haben in Frankreich nur die
Familie der Phalangodidae mit der Gattung Phalangodes
als Vertreter; die Hauptmasse der Europäischen Opilionen
machen die 0. Plagiostethi mit den Familien Phalan-
giidae, Ischyropsalidae, Nemastomidae, Trogulidae aus. Aus
Frankreich sind bis jetzt 101 Arten in 24 Gattungen be-
kannt geworden.
Derselbe beschreibt in seinem Essai d'une Classi-
fication des Opiliones mecostethi mehrere neue Gat-
tungen und Arten dieser Unterordnung. Annales Soc. Ent.
Belgique 1879 p. 183 (1 ff. Separat.)
Mastobunus (n. g. Sclerosomat.; fronte spina forti armata;
mandibulis sat longis, desuper conspicuis; corpore convexo; ultimo
tantum abdominis segmento desuper occulto et ventri appKcato); für
Ph. tuberculiferum Luc; p. 164;
Dasylohus (n.g. Phalangiin; characteres ut in gen. Phalangio;
exceptis: palporum patella longiore quam tibia; ) für Opilio
argentatus Canestr. , Phalang. Gestroi Th., Nicaeense Th. und)
echinifrons (Aude, Pyrenaeen) p. 214, nivicöla (Alpen) p. 2 IG ;
Gyas (n. g. Phalangiin.; tuberculo oculorum grandi, humili;
latiore quam longiore, inermi; . . . mandibulis sat brevil)us, articulo
primo basi subtus dente parvo acuto instructo; . . . für Phal. annu-
latum Oliv, und) titanus (Ariege, Wallis) p. 236;
Sahacon (n. g. Ischyropsalid. ; Epistomate triangulari; tibia
palporum fusiformi, tarso brevi, lato, oblique apice truncato, subtus
in excavationem tibiae replicato; mandibulis mediocribus, corpore
brevioribus) paradoxus (Herault; Rasses-Pyrenees) p. 266;
Calathocratus (n. g.Trogulid.) für Trogulus africanus X«c. ;
p. 301;
Metopoctea (n. g. Trogulid. für Trogulus melanotarsus
C. L. Koch lind) exarata (flaute-Garonne ; Corsica) p. 310; Simon,
Arachn. d. France, VIT.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 305
Maracandus (n. g. Phalangodid. ; Oculi 2; tuber oculorum
rotundum vel transverse ovale, haud producUim, in medio depressum ;
cephalothoracis margo anterior, ante tuber, spina erecta armatus ;
pedes maxillares corpore breviores ; tarsi omnes raultiarticulati) Macei
(Bengalen), Mouhoti (Cambodja) p. 6;
Sitalces (n. g. Phalangodid. ; Oculi 2; tuber oculorum in
tuberculo longo erecto productum, in margine anteriore abrupte
elevatum ; tarsi multiarticulati) novem-tuberculatus p. 7, Breoni p. 8
(Ile de la Reunion);
Feretrius n. g. (Oculi quattuor; tarsi multiarticulati) für
Phalangodus quadrioculatus L. Koch p. 9;
Prot US (n. g. Cosmetid.; pedes longi, tarsus I articulis 7 plus
minus inflatis; femur pedum maxillarium supra inerme; scutum
iuerme, x)edes posteriores unguibus fortiter pectinatis) insolens
(Brasilien) p. 13;
Gryne (n. g. Cosmetid.: Femur pedum-maxillarium supra
denticulatum; cetera ut in genere Proto) paraensis (Para) p. 14;
Erginus (n. g. Cosmetid.; Pedes breviores; tarsus I sexarti-
culatus, scutum tuberculatum, pedum maxillarium patella cylindrica,
haud lamellosa, ad basim attenuata; corpus parumlatum; pedes po-
steriores anterioribus robustiores; scutum dorsale postice valde con-
vexum, in medio depressum, tarsus I articulo primo ovali; secundo
longiore) Devüiei (Ecuador) p. 21, militaris (Bogota) p. 23, serripes
(Columbien) p. 24, papüionaceus (Bogota) p. 25, latesulpliiireus (Bra-
silien) p. 27, marginellus (Columbien) p. 28, ventricosus (Bogota)
p. 29, granulosus (ibid.) p. 31 ;
Von 0 71 es (n. g. Cosmetid.; pedes breviores; scutum tubercu-
latum, tuber oculorum inerme; tarsus I quinque-articulatus, in $
articulis 1 — 2 longis et gracilibus, art. 3, 4, 5 inter se conjunctis,
clavam versus apicem paullo incrassatam formantibus ; pedum maxil-
larium patella depressa et lamellosa) octotuherculatiis (Südamerica)
p. 32 ;
Bhaucus (n. g. Cosmetid.; differt a genere Vonone tarso I
sexarticulato, pedum maxillarium patella cylindrica, haud lamellosa,
ad basim attenuata; tubere tuberculato; corpus latissimum et cras-
sum; cT tarsi anteriores articulis 1 — 2 incrassatis, in $ art. 1,2,3
gracilibus et longioribus) vulneratus (Brasilien) p. 33, qiiinquelineatus
(ibid.) p. 35;
Lihitia (n. g. Cosmetid.; pedes brevissimi et robusti, tarsis
I, in, IV quinquearticulatis, articulis 1, 2 valde inflatis ; scutum
inerme; für Cosmetus cordatus Gervais und) fusca (?) p. 37;
Phareus n. g. Stygnin.; (Oculi 2 in tuberibus duobus conicis
inter se longe remotis positi ; coxae IV ceteris vix latiores, pedes
subsimiles) für Goniosoma raptator Gervais p. 39;
Styphelus (n. g. Stygnin.; differt a genere Stygno tarsis I,
Archiv für Naturg. XXXXVI. Jahrg. 2. Bd. ü
306 Bert kau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
III et IV triarticulatis, articulo primo longissirao, reliquis brevibus;
coxae IV intus valde depressae et carinatae) flavitarsis (Guadeloupe)
p. 41;
Stygnoplus n. g. Stygnin. ; (Cephalothorax tuberculo medio
unico, raaximo et acutissimo inter oculos posito, armatus; oculi ses-
siles; coxae IV ceteris multo latiores; patella pedum maxillarium
tibia brevior, femur subtus denticulatum) für Stygnus triacanthus
Kollar und forcipatus C. L. Koch p. 42;
Sty gnidius n. g. Stygnin. (Oculi sessiles; coxae IV ceteris
multo latiores; tarsi omnes articulis gracilibus haud inflatis; Cephalo-
thorax inermis ; scutum postice bituberculatum ; pedes breves, po-
steriores crassiores) für Stygnus inflatus Guerin p. 43;
Stenostygnus (n. g., differt a genere Stygnidio scuto inerrai;
pedibus longissimis et gracillimis, subsimilibus) pusio (Brasilien) p. 44 ;
Timesius n. g. (Oculi sessiles; coxae IV ceteris multo la-
tiores; tarsi III articulo primo late inflato; scutum postice unituber-
culatum) für Stygnus vesicularis Gervais p. 45;
Cr an aus (n. g. Mitobatin. ; coxae IV satis magnae, sed an-
gulos posteriores haud attingentes, subtus inermes; scutum postice
evidenter inflatum et convexum ; pedes sat longi, parum robusti,
tuber oculorum et scuti pars posterior tuberculato-spinosa; pedum
maxillarium unguis gracilis; für Gonyleptes praedo Wood, injucundus
Wood, spinipalpis Wood, multimaculatus Wood, Goniosoma cinnamo-
raeus Gervais, chlorogaster Gervais und) didbolicus (Ecuador) p. 58,
margaritipalpis (ibid.) p. 59;
Ampycus n. g. (a genere Cranao differt coxis posterioribus
apophysi longa, perpendiculari sub articulatione trochanteris in-
structis) für Gonyleptes telifer Butler p. 61; Simon, Ann. Soc. Ent.
Belg. 1879.
Derselbe stellt ebenda C. R. folgende neue Gattungen auf:
Bhampsinitus (n. g. Acantholopho viciuum, a quo primo
aspectu differt mandibulis magnis spinosis) für R. Lalandei (Caffrarien)
p. LXXII;
Pantopsalis (n. g. Phalangiid. Gagrellae affine; mandibulis
corporis longitudinem quadruplo superantibus praecipue distinctum^
für (Phalangium) Listeri White',
Taracus (n. g. Ischyropsalidi vicinum, aquo differt tubere ocu-
lorum longiore quam latiore, non canaliculato, tarso palporum fusiformi
et replicato, abdomine subtus segmentis sex instructo) für T. Pacicardi
(Colorado) p. LXXIV.
L. Becker verzeichnet die in Belgien beobachteten (21) Arten.)
C. R. Ent. Belg. 1879. p. CIV ff.
Fhalangodidae. Phalangodes Navarica (Höhle in den Pyrenäen) ;
E. Simon, Ar. d. France VII. p. 152.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 307
Gonyleptidae. S/rensen. Om bygningen af Gonylepti.
derne, en type af Arachnidernes Classe. Nat. Tidsskrift XII
p. 97 — 222. Taf. I, II, Enthält eine eingehende Schilderung des
Baues dieser Thiere, die ich wegen Mangels an Zeit nicht repro-
ducieren zu können bedauere.
Gonyleptes uncinatus (Argentinien); Scjirensen a, a. 0. p. 214.
Pachylus Butlcri (San Juan); Thoreil, Period. Zool. Argent.
II p. 207 ; mesopotamogalis p. 316, Gouldii p. 319 (Argentin.); Weij en-
bergh, Proc. Bost. Soc. XIX.
Ostracidium Pertyi (Cordova Arg.); Thor eil, Period. Zool.
Argent. II. p. 211.
Asarcus corälUpes (Brasilien); Simon, Ann. Soc. Ent. Belg.
1879. p. 55.
Goniosoma thalassinum (?) p. 49, acutängulum (?) p. 50, calca-
riferum (?) p. 52; Simon. Ann. Soc. Ent. Belg. 1879.
Egaenus paehylomerus (Abyssinien) ; E. Simon, C. R, Ent.
Belg. 1879. p. LXXI, der ebendort auch eine analytische Tabelle der
^7) ihm bekannten Arten aufstellt.
Gosmetidae. Cosmoscarta Masom* (Tenasserim); Di stant, Journ.
Asiat. Soc. Bengal 47. p. 194.
Cynorta quadripustulata (Columbien) p. 16, flavodathrata
(Ecuador) p. 17, V-älbum (Antillen) p. 18, scripta (Cayenne) p. 19;
Simon, Ann. Soc. Ent. Belg. 1879.
Scotolemon salebrosa (Chinchoxo); Karsch, Giebel's Zeitschr.
LH. p. 366.
Poecilaema C-insignitum (Cayenne) p. 11, conspiciUatum (Mar-
tinique) p. 12; Simon, Ann. Soc. Ent. Belg. 1879.
Cosmetus orensis (Argentinien); S^rensen a. a. 0.
Phalangiadae. Sclerosoma coriaceum (Südfrankreich; Spanien);
Simon, Arachn. d. France VII. p. 162.
Astrobunus Bernardinus (Wallis) p. 171, gr allator {Aude)^.Sl2;
Simon, Arachn. d. France VII.
Ijiobunum religiosum (Isere) p. 180, nigripälpe (Isere) p. 183,
fuscifrons (Gironde) p. 186, silvaticum (Seine - et - Marne; Aube)
p. 187; Simon, Arachn. d. France VII.
Prosalpia insignipdlpis (Corsica); Simon, Arachn. d. France
VII. p. 191.
Phalangium segmentatum (Corsica); Simon, Arachn. d. France
VII. p. 207.
Platybunus nigrovittatus (Seealpen); Simon. Arachn. de France
VII p. 222.
Oligolophus epMppiger (Belgien, Frankreich) p. 249, [= Opilio
agrestis Meade; Simon, Bull. Ent. Fr. 1879. p. CXLVIII] vütiger
(Seine - et - Oise, Isere) p. 256; Simon, Arachn. d. France VII.
308 Bertkau. Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Acantholophus brevispina (Gironde; Algier) p. 259, simpUcipes
(Pyrenaeen) p. 260, (/aZZtCMS (Frankreich) p. 262; Simon, Arachn. d.
France VII.
Ischyropsalis nodifera (Basses-Pyrenees) p. 270, Lucantei (flaates-
Pyrenees) p. 273; Simon, Arachn. d. France VII; Sharpi (Spanien,
Höhlen von St. Adien); derselbe, Bull. Ent. Fr. 1879 p. CXXIX.
Nemastoma argenteo-lunulatum (Corsica, Italien) p. 283, sca-
hriculum (Hautes-Pyrenees) p. 284, Pyrenaeum (Ariege), hacilUferutn
(Spanien) p. 287; Simon, Arachn. d. France VII.
Trogalidae. Dicranolasma latifrons (Corsica); Simon, Arachn.
d. France VII. p. 295.
Simon ändert den S^rensen'schen Gattungsnamen Anelasma
wegen der gleichlautenden Darwin 'sehen Cirripediengattung in
Anelasmocephalus um, -^.2^7 ; neue Arten sindi A. rußtarsis (Digne),
hicarinatus (Provence, Corsica) p. 298, pusillus (Corsica) p. 299;
(nach demselben ist Anelasma Sj;irensenii L. Koch = A. (Trogulus)
Cambridgei Westw.); Arachn. de France VII.
Trogulus aqiiaticus (Corsica) p. 306, cristatus (Seealpen) p. 308 ;
Simon, Arachn. d. France VII; gypseus (Jerusalem); derselbe, CR.
Ent. Belg. 1879. p. LXXV.
Chernetina.
E. Simon führt in der in dem Bd. VII seiner Arachnides
de France enthaltenen Bearbeitung dieser Ordnung einige neue Be-
zeichnungen ein. An den Mandibeln benennt er den von A. Stecker
als Geruchsorgan gedeuteten Anhang als flagellum und den am End-
glied, aussen an der Spitze (bei Cheliferinen und Garypinen) ange-
])rachten Fortsatz als galea; für die Haut an der Innenseite der
Scheere behält er die Menge'sche Bezeichnung serrula bei; der
kleine dreieckige Fortsatz, der sich bei Obisium vom Vorderrandc
des Cephalothorax zwischen die Mandibeln schiebt, wird nach Ana-
logie anderer Ordnungen und Klassen als Epistom bezeichnet. Manche
Arten haben zwischen Trochanter und Femur noch ein ringförmiges
Glied, Trochantin. In der Ordnung nimmt Simon nur die eine
Familie der Cheliferidae an, die in 3 Unterfamilien zerfällt:
Cheliferinae, Garypinae und Obisiinae. Dieselben sind folgender-
maassen charakterisiert :
Cheliferinae. Ohne Epistom ; Endglied der Mandibeln mit einer
Galea; Trochantinen an allen 4P\isspaaren; keine Augen oder je
ein seitliches Auge.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 309
Garypinae. Ohne Epistom; Endglied der Mandibeln mit Galea;
Trochautinen nur an den 2 hinteren Beinpaareu; keine Augen
oder je 2 seitliche.
Obisiiuae. Ein Epistom; keine Galea; keine Trochantinen.
Zu den Cheliferinen gehört (in Frankreich) nur die eine Gat-
tung Chelifer; die augenlosen Arten, für die Menge die Gattung
ehernes gegründet hatte, zieht Simon zu Chelifer; zu den Garypinae
Chiridium (bei dem Simon vier Stigmen constatiert, während Menge
nur 2 angab), Garypus und Olpium; zu den Obisiiuae Obisium und
Chthonius; die Gattung Ro neu s L.Koch wird aus demselben Grunde
wie ehernes Menge eingezogen, und ihre Arten werden zu Obisium
gebracht. Die Ordnung ist in Frankreich mit der immerhin respek-
tabeln Zahl von 47 Arten vertreten.
lieber nordamerikanische Chernetinen s. Hagen im Zool. Anz.
34. p. 399 f.
Lophochernes (n. gen.) Simon, Bull. Sog. zool. de France
1878 p. 66. Characteres generaux du genre Chelifer (s. str.) seulement:
Seconde strie du cephalothorax plus profonde et plus large que la
premiere, beaucoup plus rapprochee du bord posterieur que de la
premiere strie. Segments abdominaux heterogenes: les 5 premiers plans
et fortement carenes lateralement, les suivants arques, non carenes.
Doigt mobile de la patte-mächoire tres fortement courbe, ne Wuchant
au doigt fixe que par la pointe quand la pince est fermee. L. hica-
rinatus. Lebend in Paris in einer Kiste aus Japan gefunden.
Co rosoma (n. g.; Vdlb. vorne spitz zulaufend, mit 2 Quer-
furcheu; keine Ocellen; Htlb. breiter als lang) Sellowi (St. Paul;
Kar seh, Mitth. München III p. 95.
Chelifer excentricus (Argent.); Holmberg, Period. Zool. I,
p. 299. PI. VI. Fig. 6, argentinus (Cordova); Thoreil, ebenda II.
p. 216; faimus (Gironde) p. 29, suhruber (Var) p. 30, phaleratus
(Fontaineblau; Aube) p. 38, montigenus (Wallis) p. 40, rufeolus
(Savoyen; Lot-et-Garonne) p. 41; Simon, Arachu, d. Fr. VII.
Chiridium ferum (Gironde); Simon, Arachn. de France VIT.
p. 44.
Garypus nigrimanus (Herault, Var, Corsica); Simon, Arachn.
d France VII. p. 47.
Obisium praecipuum (Basses Alpes) p. 59, sublaeve (Corsica)
p. 60, euchirus (Martigues) p. 65, lucifugum. (Höhle bei Hyeres) p. 66,
(Blothrus Schiödte) Cerberus (ebenfalls Höhlenbewohner) p. 67;
Simon, Arachn. de France VII.
Chthonius globifer (Isere) p. 72, mierophthalmus (Höhlen in
Tarn und Tarn-et-Garonne) p. 75; Simon, Arachn. d. France VII.
310 Bertkau: Bericht üb. die Wissenschaft!. Leistungen
Scorpiones.
Simon spricht in seinen Araclin. de France VII
p. 79 ff. die Ansicht aus, dass die Scorpione mit den Opi-
lioneu in nächster Verwandtschaft stehen; doch sind die
Gründe, die er für diese dem ersten Blick schon wider-
strebende Anschauung anführt, wenig einleuchtend. — Die
7 Beinglieder werden so benannt, dass auf den Tarsus 3
Glieder kommen und die Patella der Araneen fortfällt;
für den am letzten Tarsenglied, oben zwischen den bei-
den Krallen befindlichen gebogenen Fortsatz, wird die Be-
zeichnung apophyse ungueale eingeführt. Die Zahl
der Familien dieser so ungemein einförmigen Ordnung wird
auf 6 vermehrt, deren Umfang sich bei einigen mit Tho-
rell'schen deckt, deren Namen aber meistens Simon'sche
sind. Diese Familien, von denen nur 2 als in Frankreich
vertreten diagnosticiert werden, sind: Buthidae (Buthus,
Centrutus, Isometrus), Telegonidae (Telegonus, Bothri-
urus), Vejovidae (Vejovis), Heterometridae (Scorpio,
Heterometrus, Opisthophthalmus) , Ischnuridae (Euscor-
pius, Ischnurus), Broteidae (Broteas). — Das Lebendig-
gebären der Scorpione, das in den zoologischen Handbüchern
noch als zweifelhaft behandelt wird, ist nach Simon eine
allbekannte Erscheinung.
Die Scorpionologischen Beiträge von F. Karsch
(Mitth, München III, p. 6. £f.) stellen sich die kritische Revue von
Thorell's „On thc Classification of Scorpions" zur Aufgabe, für die
sich der Verfasser aus dem Grunde namentlich für befähigt hält,
weil ihm die Sammlungen des Berliner Museums, in dem alle Tho-
rell'schen Gattungen mit einer einzigen Ausnahme vertreten sind, zu
Gebote stehen. Er ist dadurch in den Stand gesetzt, manche der
von Thoreil, weil diesem nicht durch Autopsie bekannt, unvollkom-
men charakterisierten Gattungen schärfer und vollständiger dia-
gnosticieren zu können. Unter den Androctonini findet Karsch
ausser den beiden von Thoreil beibehaltenen Gattungen Buthus
und Androctonus noch den Typus einer dritten Gattung (Prionurus
Elirhg.), bei der das 4te Schwanzsegment 10 (nicht wie bei jenen 8)
Kiele trägt; typische Art derselben ist P. liosoma Ehrhg. Auch die
Centrurini enthalten eine neue Gattung, Androcottus p. 11, die dadurch
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 311
ausgezeichnet ist, dass alle Schwanzsegmente auf der Unterseite nur
mit einem Mittelkiel und je einem Seitenkiel versehen sind, mit
Ausnahme des ersten, das 2 Mittelkiole hat; Type dieser Gattung
ist Ä. discrepans (Caraccas). Die Gattung Scorpiops Pet. gehört in
die Unterfamilie der Jurini, neben Uroctonus, indem das bewegliche
Glied der Mandibelu am Ober- und Unterrande mit Zähnen versehen
ist; die Gattung Chaorilus Sm. (d. Ber. 1878 p. 301 (83)) ist wahr-
scheinlich mit Scorpiops synonym (vgl. unten). Ebenso ist die Gat-
tung Dacurus Pei. mit Opisthacauthus synonym und der Peters'sche
Dacurus galbineus = Op. laevicauda Thor, und Op. Kinbergii Thor.
= 0. elatus {Gerv.) Pet. Der Koch'sche Centrurus galbineus gehört
zu den Centrurini, in die neue Gattung Gaueon (= Dacurus Pet.,
s. unten) p. 14. Für den Gattungsnamen Heterometrus Tlior. wird
Scorpio L., und für Palamnaeus Thor. Heterometrus Ehrbg. ange-
nommen und damit die Verwirrung in den Namen vervollständigt.
Die Gattung Chactas (Gerv.) Thor, hat einen auf der Unterseite
grossentheiis glatten, die Gattung Broteas einen deutlich gekielten
Schwanz. Die Gattung Teuthraustes Sim. (d. Ber. 1878. p. 359 (83))
ist Karsch nicht im Stande von Broteas zu trennen, während Nebo
Sim. berechtigt ist.
In einem 2ten Beitrag (ebenda p. 97 £f.) macht der Verfasser
zunächst einige Ergänzungen und Berichtigungen zu seinem ersten
Beitrag. Die Familie Vejovidae ist unhaltbar, indem die beiden
sie zusammensetzenden Gattungen eine verschiedene Sternalbildung
zeigen; Vejo vis wird zu denPandiniden, Hadruruszu den Telegoniden
gestellt; die Gattung Caucon wird als synonym mit Dacurus Pet.
erkannt. Diplocentrus mexicanus Pet. ist nicht synonym mit D.
Whitei (Gerv.), sondern eine selbständige Art ; eine neue (durch die
Färbung unterschiedene!) Art istD. sulcatus p. 99 aus Africa. Ferner
wird auch die Synonymie des Chaerilus Sim. mit Scorpiops als irrig
erkannt. Der weitere Inhalt ist eine Monographie der Jurini
(zu den Gattungen Jurus, Uroctonus, Scorpiops und Chaerilus kommt
Charmus n. g., margo inf. dig. mand. mobilis serie dentium armatus;
sternum latius quam longius; manus cylindratae, leves, non costatae,
brachio non latiores ; caudae segmentum 5m 4° vix longius, crassius),
eine Besprechung von Heterometrus carinatus Pet., von dem gezeigt
wird, dass er hinsichtlich der Stellung der Scheitelaugen die Mitte
zwischen Heterometrus und Opisthophthalmus einnimmt und für den
die Gattung Petrooecus gebildet wird; eine Synonymie von Buthus
hottentotta (F.) Thor., der Nachweis, dass Scorpio granosus Gerv.
1844 und 1857 nicht dieselbe Art seien, endlich die Beschreibung
neuer nebst Synonymieen minder bekannter Scorpione.
A. Thomson bestätigt die alte Angabe von dem Selbstmorde
des Scorpions, und zwar soll das plötzliche Erscheinen eines
Lichtes ihn hierzu veranlassen; NatureXX. p. 577; Gillman umgab
312 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
ihn nach althergebrachter Weise mit glühenden Kohlen und beobach-
tete denselben Erfolg; ebenda p. 620.
Odonturus (n. g. ; der Gattungsname wegen Odontura Locust.
nicht praktisch ; zu den Androctonideu gehörig, aber mit einem Zahn
vor dem Schwanz stachel) dentatus (Mombas); Kar seh, Sitzber. Ges.
naturf. Freunde 1879. p. 119.
Belisarius (n. g. Ischnurid; Cephalothorax vorn leicht aus-
gerandet; keine Augen; Innenrand des beweglichen Tasterfingers,
abgesehen von der Reihe mittlerer Granulationen, mit einer inneren
Reihe von 5 einfachen, stärkeren Granulationen; keine äussere Reihe;
Kämme mit einem ungetheilten Mittelstück, mit 4 Lamellen ohne
Basalstücke ; 5. Schwanzsegment oben in seiner ganzen Länge gefurcht,
die Furche in ihrer zweiten Hälfte zu einer Grube verbreitert) Xam-
heui (Pyrenäen unter Steinen); Simon, Arachn. de France VII.
p. 113 £f.
Buthus Martensii (Singapore); Kar seh, Mitth. Münch. 1879.
p. 112; Confucius (Pecking); Simon; s. Bull. Ent. Fr. 1879.
p. XXIII.
Becker beobachtete den B. australis L. in der Gefangenschaft;
nach seinen Beobachtungen ist auch das Gehör sehr gut entwickelt;
C. R. Ent. Belg. 1879. p. CLXXII ff.
Lepreus Fischeri (Somali) p. 124, otjimhinguensis (Otjim-
bingue), p?amwawws (S.-O.-Afr.) p. 125; Karsch, Mitth. Münch. 1879.
Tityus chinclioxenis (Gh.); derselbe; Giebel's Zeitschr. LH.
p. 370.
Lychas melanodactylus L. Koch gehört nicht zur Gattung
Lepreus, wie Thorell gewollt hatte, sondern zulsometrus; derselbe,
Scorp. Beitr. p. 10.
Isometrus hasiUcus (Ceylon) p. 113, cylindricus (Bahia) p. 114,
costatus (Rio Janeiro) p. 115, sontictis (China), chinensis (ibid.), pal-
lidimanus (Columbien) p. 116, obtusus (Portorico) p. 117, derselbe,
Mitth, Münch. 1879.
Rhopalurus laticauda Thor. var. Saclisii (Brasil, etc.); der-
selbe, ebenda p. 118.
Centrurus limpidiis (Mexico), republicanus (Haiti) p. 120, prin-
eeps (Port au Prince) p. 121, hderuriis (Mexico) p. 122, gamhicnsis
(Cap Verde) p. 123; derselbe ebenda.
Karsch deutet den Scorpio chilcnsis Molina auf eine Cerco-
phoniusart, von der er eine eingehende Besehreibung giebt; a. a. 0.
p. 136.
Hadrurus parvulus (Indien), charcasus (Bolivien); derselbe
ebenda p. 135.
Vejovis punctatus (Mexico); derselbe ebenda p. 135.
Pandinus Mcidensis (Somali); derselbe ebenda, p. 127.
Hormurus diremtus (Caffraria); derselbe ebenda p. 129;
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 313
brevicaudatus (Magdalena); derselbe, Stett. Eut. Zeit. 1879 p. 108
(zur Gattung Chactas gezogen in den Mitth. Münch. 1879. p. 132).
Opisthopbtbalmus austerus {Ca.p.')\ derselbe, Mitth. Münch.
1879. p. 128.
Chactas Gollmeri (Caraccas) p. 133, delicatus (Guyana) p. 134;
derselbe ebenda.
Broteas aequinoctialis (Columbien) p. loO, lacvipcs (Caraccas)
p. 131; derselbe ebenda.
Euscorpius Fanzagoi (Pyrenäen; Spanien); Simon, Arachn.d.
France VII. p. 111.
Telyphonidae.
Vor Wilkinson hat F. Altamirano gezeigt, dass Tely-
phonus giganteus keine Giftdrüse besitze, wohl aber eine Stink-
drüse, deren Secret sich durch den Schwanzfaden ergiesst; die
betreffende Mittheilung (Observaciones sobre la secrecion veneuosa
del vinagrillo) ist erschienen in der Naturaleza III. p. 331 ff. (1875);
vgl. d. Ber. 1878. p. 301 (83).
Phrynidae.
Ka r seh befürwortet (dieses Arch. 1879 p. 189 ff.) die Annahme des
Fabricius'schen Namens Ta ran tula anstatt Phrynus (Oliv.Latr.
und nennt daher vorstehende Gruppe Taran tulidae. Die von C. L.
Koch vorgenommene Eintheilung derselben nach dem Längenver-
hältniss der Palpen zum Leibe in die Gattungen Phrynus, Dämon
und Admetus ist unzureichend, weil sich dieses Verhältniss mit dem
Alter ändert. Dagegen versucht Kar seh eine andere Eintheilung,
die auf die Zahl der Schieuenglieder des hintersten Beinpaares be-
gründet ist und erhält dadurch folgende Gattungen: Phrynichus
(Alle Schienen eingliederig); Type ist Ph. reniformis L., womit Pha-
lang. lunatum Fäll, synonym ist ; Dämon {G. L. Koch) (Schienen des
vierten Beinpaares mit einem Hinterschienenglied) ; Type D. medius
(Herbst) = Phr. variegatus Perty, Tarantula (F.); Type T. (Admetus)
pumilio C. L. Koch = Phal. reniforme Fall. F. (nee Linne) = Phr.
gorgo Wood. ; in dieselbe Gattung gehört auch Phalangium palmatum
Herbst = l^hr. F aUdLsii Blanch. (sine synon.); Charon (Beine IV mit
3 Hinterschienengliedern); Type Ch. Grayi (Gerv.) = Phr. medius
ü. d. HoeveUj Phr. australianus L. Koch gehört ebenfalls in diese
Gattung.
Butler bemängelt diese Eintheilung, wenigstens theilweise,
indem er behauptet, dass die Zahl der Glieder bei verschiedenen
Exemplaren derselben Art verschieden sei (Phr. palmatus). Ferner
314 Bertkau: Bericht üb. die Wissenschaft). Leistungen
habe der Phr. Grayi, den Kar seh als Type der Gattung Charon
ansehe, nur ein Hinterschienenglied und gehöre demnach zur Gat-
tung Dämon; (wesshalb aber damit die Gattung, wenn Arten mit
3 Hinterschienengliedern existieren, fallen soll ist, nicht einzusehen).
Butler scheint ausserdem anzunehmen, dass Karsch bald den Meta-
tarsus (nach seiner Bezeichnung) als weiteres Hinterschienenglied
gezählt habe, bald nicht. Von den Arten des Brittischen Museums
gehören 3 (scaber, lunatus, fuscimanus) zu Phrynichus, 6 (palmatus,
annulatipes, Grayii, bassamensis, medius, Kochii) zu Dämon; 9 (reni-
formis, variegatus, Whitei coronatus, Batesii, longicornis, granulosus,
gorgo, chiracanthas) zu Tarantula, sowie auch ein Exemplar von
Ph. palmatus. Bedenklich scheint mir die Ansicht zu sein, dass flügel-
lose „Insekten" nicht in Afrika und Amerika zugleich vorkommen
könnten; unter den Scorpionen haben wir genug Beispiele einer
weiten Verbreitung. Ann. a. Mag. N. H. (5) IV. p. 313 £f.
Architarbus Silesiacus (fossil im Steinkohlengebirge Schlesiens) ;
Roemer, 56. Jahresber. Schles. Gesellsch, f. vaterl. Cultur für 1878.
p. 54.
Araneae.
Die wesentlichsten Punkte aus einer vorläutigen Mit-
theilung J. ßarrois' über seine Recherche s sur le
developpement des Araignees im Journ. de l'Anat.
et de la physiologie von Robin und Pouchet, XIV. p.
529 ff., PI. XXXIV, sind folgende. In dem Stadium des
segmentierten Keimstreifens ist die Anzahl der Segmente
nach Barrois eine grössere, als Herold, Claparede und
Balbiani angegeben hatten. Ausser den 6 Thorakalsegmenten
sind nämlich (wenigstens bei Epeira diademata) 10 des
Abdomens zu unterscheiden (die Schwanzkappe einbegriffen),
von denen die 4 ersten mächtiger entwickelt sind und An-
lagen von Gliedmaassen tragen. Ausserdem entwickelt jedes
dieser Segmente gegen Ende der Periode des Keimstreifens
je zwei Seitenplatten, eine sternale und eine tergale; das
Auftreten dieser Platten zeigt, dass die Bauch wülste in
diesem Stadium keineswegs am Abnehmen sind, sondern
vielmehr eine progressive Eutwickelung einschlagen; die
Segmentanhänge bleiben dagegen auf die 4 ersten
Segmente beschränkt. Zwischen dieses Stadium und
das der jungen Spinne ist nun nach Barrois ein drittes
eingeschoben, welches er Stade limuloide nennt und in
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 315
folgender Weise charakterisiert. Am Kopfe beginnt durch
eine Einstülpung die Anlage des Mundes und des Oeso-
phagus, sowie auch eines Theiles der Cephalothoraxmus-
kulatur. Am Thorax vergrössern sich die Sternal- und
Tergalplatten, bis sie zu vollständigen Ringen zusammen-
schliessen, und die bis dahin an den Kopfpol anstos sende
Schwanzkappe entfernt sich von demselben bauchwärts
weiter und weiter, bis sie am entgegengesetzten Pol ange-
kommen ist. In diesem Stadium unterscheidet Barrois
am Abdomen ein aus 6 Segmenten gebildetes Prä- und ein
aus 4 Segmenten bestehendes Postabdomen. Die vier ersten
Segmente des ersteren tragen allein rudimentäre Segraent-
anhänge ; das letzte Segment des letzteren zeigt mehr oder
weniger deutlich eine Theilung in 3 Segmente, so dass die
Gesammtzahl der Segmente des Hinterleibes 12 betragen
und nur um 1 hinter der der Scorpione zurückbleiben
würde. (In der Figur sind am ersten und letzten Segment
des Postabdomens noch Anhänge gezeichnet, deren im
Text keine Erwähnung geschieht, wenn es nicht die Spinn-
warzen sein sollen). Der Embryo ruht jetzt auf dem Dotter,
der nur einen Annex von demselben bildet und in ähn-
licher Weise wie bei den Fischen etc. die Bezeichnung
einer Dotterblase verdient. Die wichtigste Veränderung
in dem schon durch Herolds Beschreibung äusserlich wohl
charakterisierten Stadium der in dem Ei eingerollten jungen
Spinne ist die Anlage des innersten Blattes (bis dahin
waren nur 2 Blätter gebildet), die sich auf Kosten des
Nahrungsdotters vollzieht; aus diesem Blatte werden im
Cephalothorax die 2 Paar Magenblindsäcke und im Hinter-
leib die sog. Leber (Bauchdrüse Plateau's) angelegt, wäh-
rend der Oesophagus, Saugmagen, Mittel- und Enddarm
ausschliesslich unter Betheiligung der beiden ersten Blätter
entstanden sind. Endlich ist noch die grosse Zahl der
Ganglienknoten des Bauchstranges zu erwähnen, indem
ausser den 5 auch bei den Erwachsenen zu unterscheiden-
den noch 3 — 4 Paar kleinerer zu sehen sind, die dem Ab-
domen angehören, sich aber bald in den Cephalothorax
ziehen und hier mit der Nervenmasse verschmelzen, ohne
eine Spur zurückzulassen.
316 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
(Inzwischen ist im Quart. Journ. ofMicroscop. Sei., April 1880,
ein Aufsatz von Balfour erschienen, dessen Resultate in einigen
Punkten von denen Barrois' abweichen).
L. Becker setzt, sich anlehnend an Siraon's „Arach-
nides de France^^ die Char acte res gener aux und das
Classement des Araneides auseinander C. R. Ent. Belg.
1879. p. XXI ff.
Menge's „Preussische Spinnen" sind mit dem XL
Hefte (p. 543 ff.) zu Ende gebracht; Schriften . . . Danzig,
N. F. IV. Bd. 3. H. Nr. 15. Dasselbe bringt den Schluss
der Lycosiden (Gattung Lycosa) sowie in einem Nachtrag
die Beschreibung der Epeira umbratica ^j^, dromedaria $,
Singa albovittata d^ $ und Ep. gracilis. Hinzugefügt ist ein
(nicht vollständiges) systematisches Verzeichniss der Stämme,
Familien und Gattungen und ein alphabetisches incl. der
Arten.
Mit Bd. III, Beschreibender Theil, ist 0. Her man 's
„Ungarns Spinnenfauna'' beendet; Budapest, 1879,
394 S., 10 T. Das Manuscript ist, wie der Autor sagt,
bereits 1875 eingereicht, und dadurch sind einige Unvoll-
ständigkeiten und Unrichtigkeiten unverbessert geblieben
(Eresus, Sagana, Micrommata ornata, Attus Brassayi). In-
sofern weicht die äussere Einrichtung von den beiden ersten
Bänden ab, als der ungarische und deutsche Text nicht
neben einander steht, sondern der deutsche Text nur als
Anhang des Werkes erscheint. Sämmtliche Arten sind
nämlich nur ungarisch beschrieben; hieran reiht sich eine
Aufzählung in deutscher Sprache, in der nur die neuen
Arten beschrieben sind; im ungarischen Texte figurieren
ausserdem einige Opilionen, die im deutschen Text ganz
fehlen. Manche der den einzelnen Unterordnungen voran-
geschickten, z. Th. etwas dunkel klingenden, Bemerkungen
bedürfen ohne Zweifel einer Prüfung, resp. Berichtigung.
So sollen die Epeiriden vorwiegend als Eier überwintern,
während für die Mehrzahl, wenn nicht liir alle, eine zwei-
jährige Entwickelungsdauer unzweifelhaft ist, abgesehen
von den Arten, die Anfangs Sommers geschlechtsreif sind
(Ep. dromedaria, arbustorum, cornuta, umbratica, etc.) und
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 317
iai halberwachsenen Zustand überwintert baben. Störend
ist aiicb der oft wiederkehrende Druckfebler (?) „elyptiscb/^
Von L. Koch's: Die Arachniden Australiens sind die
24. und 25. Lieferung mit 8 Tafehi erschienen; dieselben hehandela
den Schhiss der Dinopiden und Anfang der Attideu.
Die Spinnen Amerikas. Laterigradae. Von
Graf E. Keyserling. Nürnberg 1880. 4. 283 S. 8 Tafeln.
Ob dieser Band einen Theil eines umfassenderen, alle
Spinnen Amerikas bebaudelnden Werkes sein soll, wie
der allgemeine Titel vermuthen Uisst, ist in den einleiten-
den Worten nicht gesagt. Der Verf. nimmt die Lateri-
graden in dem Umfange wie Tborell in seinem „On Euro-
pean Spiders" (mit Ausschluss der Anetinae), eine Charak-
terisierung der „Unterordnung" vermisst man. Die Zweifel,
die der Verfasser über Anetes Menge auf S. 2 ausspricht,
sind bereits seit 1875 durch eine Mittheilung Thorell's,
Bertkau's, sowie Herman's als gehoben zu betrachten.
Die Gattungen Diphya Nie. und Sylvia Nie. werden zu
den Laterigraden gerechnet, aber als dem Autor persönlich
unbekannt, nicht weiter behandelt. Auch die Gattung
Thomiso'ides Nie. wird noch hier belassen, obwohl der
Verfasser zugiebt, dass ihre systematische Stellung fraglich
sei. Mit den Laterigraden haben sie den Habitus gemein;
„die 6 Augen und die Bildung der Geschlechtstheile nähert
sie den Dysderoidae, sowie die Bildung der Mundtheile
und Zahl der Augen den Scytodidae." So viel ich aus
der Beschreibung und den Abbildungen entnehmen kann,
ist nur ein Vergleich mit den Scytodiden zulässig, mit
denen sie auch in der Stellung der Augen und in dem
Mangel einer weiblichen Tasterkralle übereinstimmen. Aller-
dings sind die Eigenthümlichkeiten gross genug, um eine
besondere Familie darauf zu begründen, die Keyserling
„Sicaroidae^^ nennt, nach der Gattung Sicarius, die bisher
als mit Thomisoides Nie. synonym betrachtet ist; ob daher
der Familienname, der überdies Sicarioidae heissen müsste,
bestehen bleiben kann, ist wohl fraglich; allerdings lässt
sich von Thomisoides nicht wohl ein Familienname bilden.
Die Gattung Daradius Thor, gehört nicht in diese Familie
und muss überhaupt gestrichen werden, da Thomisus jolo-
318 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
phus DoumerCj auf den Thorell dieselbe begründete, nicht,
wie Thorell glaubte, 6, sondern 8 Augen hat. Neben der
durch die Zahl der Augen und Beschaffenheit der Copu-
lationsorgane charakteriesierten Familie der Sicarioidae nun
werden alle übrigen Arten der „Laterigraden" in die Fa-
milie der Thomisoiden gebracht, und diese in die 3 Unter-
familien Thomisinae, Philodrominae und Heteropo-
dinae getheiltt. Als Unterschied zwischen den beiden
ersten ist derselbe benutzt, den Thorell in seinen Europ.
Spid. angab; die Heteropodinae sind von den Philodrominae
dadurch unterschieden, dass die unteren Mittelaugen ;,s ei-
len" um mehr als ihren Durchmesser über dem Stirnrande
stehen. Jeder dieser 3 Unterfamilien ist eine Gattungs-
tabelle, jeder Gattung eine doppelte Arttabelle für beide
Geschlechter vorangestellt. Die Artbeschreibung ist sehr
ausführlich und genau; auf den Tafeln sind einzelne Gat-
tungsrepräsentanten theils in der Eücken-, theils in der
Seitenansicht dargestellt; die meisten Abbildungen stellen
aber die vergrösserten Copulationsorgane dar. Am Schluss
ist ein Verzeichniss sämmtlicher von anderen Autoren be-
schriebenen Laterigraden Amerika's beigefügt; einige Druck-
fehler sind verbessert; doch ist auf correkten Druck und
Schrift nicht allzugrosse Sorgfalt verwandt. In diesem
Bande sind 154 Arten beschrieben, von denen die Mehr-
zahl (108) den Thomisinen, 19 den Philodrominen, 25 den
Heteropodinen, 4 den Sicarioidae angehören; die Mehrzahl
ist neu; die Spinnenfauna bestätigt die auch anderweitig
gewonnene Erfahrung, dass Nord- und Südamerika zwei
verschiedene Faunengebiete sind, die nur wenige Formen
mit einander gemein haben. Dagegen ist der Charakter
der nordamerikanischen Fauna einigermaassen mit dem von
Europa übereinstimmend; von Thomisiden kommen die
in Europa verbreiteten Misumena vatia, Philodromus aureo-
lus; von Sparassiden Tibellus oblongus auch in Nordamerika
vor, letztere in Colorado und auf dem Mt. Washington,
die erstcren an verschiedenen Localitäten gefunden.
Em er ton schildert das Eierlegen einiger Spinnen-
arten; das nachträgliche Ergiessen einer Flüssigkeit über
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 319
dieselben, wie es Menge und Bertkau beschrieben haben,
beobachtete er nicht. Psyche IL p. 33 f., 123 f.
Ein kurzer Aufsatz Kar sch's über die Zwergmänn-
chen der Araneiden- Gattungen Nephila, Celaenia
und Caerostris besteht im wesentlichen in einer Repro-
duktion der Angaben Vinson's mit Uebergehung einschläg-
licher Mittheilungen Cambridge's und van Hasselt's über
die d^ der Gattung Nephila. Ferner konstatiert Kar seh,
dass die Gattungen Celaenia und Caerostris ebenfalls solche
winzige (/ haben. Wenn er aber glaubt, diese Erschei-
nung sei auf diese drei tropischen Gattungen beschränkt,
so sei an unsere Argiope Brünnichii und Misumena vatia
erinnert, bei denen man ebenfalls sehr wohl von Zwerg-
männchen, die auf dem Körper der Weibchen umherlaufen,
sprechen kann. GiebeFs Zeitschr. LIT. p. 838 ff. T. XL
Fig. 7— IL
Mc Cook kommt auf eine bereits früher von ihm
gemachte Bemerkung (s. d. Ber. 1878. p. 317 (99)) zurück
und führt weitere Beispiele von Spinnen an, die in der
Form ihres Netzes eine Vereinigung verschiedener Typen
zeigen. Proc. Ac. Nat. Sei. Phil. 1878. p. 126 ff.
Emerton giebt einen kurzen Ueberblick über die
verschiedenen Spinngewebe (Wohn- und Fanggewebe); Bull.
Essex Instit. 1877. p. 67.
Mc Cook giebt Supplementary Notes on the
aeronautic flight of Spiders; Proc. Ac. Nat. Sei. Phil.
1878. p. 337; vgl. d. Ber. 1877. p. 308 (90).
Robson macht eine marine (ihre Wohnung in leeren
Gehäusen von Lithodomus aufschlagende) Spinne von Cap
Campbell (Neu-Seeland) bekannt, die nach Hector mit
Argyroneta nahe verwandt und A. marina genannt ist;
Trans, a. Proc. N.-Zeal. Inst. X. p. 299.
L. Powell giebt eine genauere Beschreibung der-
selben, aus der eine grosse Verwandtschaft (vielleicht Iden-
tität) mit Cambridgea fasciata L. Koch hervorgeht; er
nennt die Art Desis Bohsoni\ die Nahrung derselben ist
noch unbekannt; ebenda XL p. 263 ff. PI. XII..
Cambridge gründet auf dieselbe die neue Gattung
Rohsoniaj deren Stellung unter den Agaleniden er nur
320 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
durch den Besitz einer Afterkialle motiviert; wegen der aqua-
tisclien Lebensweise wird sie neben Argyroneta gestellt;
wie es aber mit den Tracheen bestellt ist, die hier doch
allein entscheiden können, erfahren wir nicht ; als Species-
name ist marina beibehalten. P. Z. S. Lond. 1879. p. 686.
PL LIL Fig. 4.
R. Gillies schreibt in sehr ausführlicher Weise über
die Gewohnheiten, den Nestbau u. s. w. einer Neuseelän-
dischen „Trap-door-Spider" (vom Oamaru-Distrikt); leider
ist die Art nicht näher angegeben und nicht einmal ent-
schieden, ob sich alle Einzelheiten auf eine oder mehrere
Arten beziehen. Gillies glaubt eine Beobachtung nicht
anders als durch die Annahme des Lebendiggebärens er-
klären zu können. Ferner fand er einige Nester mit von
aussen (durch Lehm) zugeleimtem Deckel und vermuthet
das Männchen als den Thäter. (Der Gedanke an eine
Grabwespe wäre auch nicht abzuweisen; Ref.) Trans, a.
Proc. New-Zeal. Inst. VIIL p. 222 ff. PL VI, VII, VIII.
Cambridge versieht diese Mittheilung mit einigen
zusätzlichen Bemerkungen; ebenda X. p. 281 ff. Alle Nester
waren Seidendeckelnester; die meisten mit einfachem
Deckel und derselben Art angehörig; eins mit verzweigtem
Gang und einem zweiten Deckel an der Verzweigung; der
Verfertiger dieses letzteren ist noch unbekannt; der der
ersteren ist im männlichen und weiblichen Geschlecht genau
beschrieben und abgebildet und gehört zu der von L. Koch
aufgestellten Gattung Arbanitis (Pholeuon olim); Cam-
bridge nennt sie Nemesia Gilliesii p. 284.
Gillies beschreibt ebenda p. 300 ff. einige Nester
aus Californien und Westaustralien.
E. Graf Keyserling beschreibt (81) neue Spinnen
aus Amerika; Verb. ZooL Bot. Ges. Wien XXIX. p. 293fr.
Taf. IV.
Diagnose s denouvellesAraneidesAmericaines
par L. Becker; Ann. EnL Belg. XXIL p. 77 ff. PL I, II
(12 A., 1 n. G.).
Cambridge schreibt On sonie new and rare Bri-
tish Spiders; Ann. a. Mag. N. H. (5) IV. p. 190 ff. PLXIL
Wie aus der Einleitung hervorgeht, hat derselbe auch in
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879, 321
den Trans. Dorset Natural Hist. and Antiquarian Field
Club for 1879 „The Spiders of Dorset^ Part I be-
arbeitet; ich habe diese Bearbeitung indessen nicht sehen
können.
E. Collett fährt in seiner Oversigt af Norges
Araneider mit II. Laterigradae, Orbitelariae fort; Förb.
i Vid.-Selsk. i Christiania. Aar 1876. No. 2. Von Lateri-
graden sind 24, von Orbitelarien 35 Arten aufgeführt; da-
runter ein neuer Xysticus.
(26) Araneiden vom Kamme des Riesengebirges; von
Dr. C. Fickert, Breslau, 1875.
L. Becker liefert die 2., 3. part. seines Catalogue des
Arachnides de Belgique; Ann. Ent. Belg. XXII. p. 24£f., lOlfi.
Derselbe enthält die Drassiden (incl. Anyphaena 31 Arten); Theri-
diadae (incl. Erigone 51 A.), Dysderidae (5 A.), Atypidae (1 A.).
Derselbe bringt Verzeichnisse aus verschiedenen Ländern
Europas, die indessen an Vollständigkeit der benutzten Literatur
manches zu wünschen übrig lassen; C. R. Ent. Belg. 1879: Nieder-
lande p. XXXIX £f., Jaroslaw p. XL VII ff., Ungarn p. XL VIII; Moldau
p. LXXXVIII; Belgien p. LXXXIX, CXXVII, Moldau p. CXXIX.
Karsch verzeichnet die bei der Loango-Expedition
in Chinchoxo gesammelten Arachniden. Giebel's Zeitschr.
ges. Naturw. LH. p. 329 ff., 825 ff. Einschliesslich einer
Milbe sind es 66 Arten.
On a small CoUection of Arachnida from the
Island of Johanna . . . by A. G. Butler. Ann. a. Mag.
N. H. (5) IV. p. 41 ff PI. I. Die 7 Arten, die aufgeführt
sind, sind echte Spinnen und tragen unverkennbar den
Charakter der Maskarenenfauna.
J. Blackwall. A List of Spiders captured in the
Seychelle Isis ; Notes a. Pref. b. the Rev. 0. P.
Cambridge . . Proc. R. Irish Acad. (2) III. p. 1—22,
Pls. I, II (Separat). Führt 23 Arten auf, von denen 16 als
neu betrachtet werden.
üebersicht der von Dr. Finsch in Westsibi-
rien gesammelten Arachniden. Von Dr. L. Koch.
Verb. Z. B. Ges. Wien XXVIII. p. 481 ff. (16 A., 4 neue.)
Karsch trägt Baustoffe zu einer Spinnenfauna
von Japan zusammen; Verb. Naturh. Ver. preuss. Rheinl.
u. Westf. 1879. p. 57 ff Taf. I. Zu den 31 von L. Koch
Arch. f. Naturgesch. XXXXVI. Jahrg. 2. Bd. V
322 Bertkäu: Beriolit üb. die wissenschaftl. Leistungen
(s. d. Ber. 1878. p. 222 (4)) von Japan bekannt gemachten
Arten lehrt Kar seh hier 60 weitere kennen, von denen 8
auch dem europäischen Faunengebiet angehören und 52
als neu beschrieben sind. In der Einleitung spricht sich
Kar seh gegen die bisherige Anordnung und für die nahe
Verwandtschaft der Thomisiden und Epeiriden aus, ohne
aber über Andeutungen hinauszugehen. Die Beschreibungen
nehmen unglücklicher Weise vorzugsweise auf die Färbung
Rücksicht.
A. W. M. van Hasselt zählt 43 auf Celebes (Gorontalo) ge-
sammelte Arten auf und versieht einzelne mit Bemerkungen ; Tijd-
schr. V. Entom. XXII. p. 217 ff., PI. 12.
H. H. B. Bradley. Araneides of the Chevert Ex-
pedition. Part II. Proc. L. S. N. S. Wales IL p. 115 ff.
Zählt 11 Arten auf, 4 neue und 1 neue Gattung.
0. P. Cambridge. On some new and rare Spiders
from New-Zealand, with Characters of 4 new genera. P.
Z. S. Lond. 1879. p. 681 ff. PI. LH, LIII.
Scudder erwähnt einige fossile Spinnenreste (aus
den Green River shales); Bull. U. S. Geol. Surv. IV. p. 776.
Tetrasticta.
Teraphosidae. Scodra (n. g. Scurriae valde affine; differt
altitudine fossae dorsalis et positione oculorum) Äussererii (Liberia) ;
Becker, C. R. Ent. Belg. 1879. p. CXLIf.
Acontius (n. g. Aepyceph. ; inter Pachyloscelim et Actino-
podem ; labium multo longius quam basi laiius; mandibulae antice
rotundatae et aequaliter dentaiae) Hartmanni; Heterothele (n. g.
Tapinoc.) honesta (Loango); Kar seh, Sitzber. Ges. naturf. Freunde
1879» p. 64 f.
Sphaerohothria (n. g. Eurypelmati affine; fovea dorsalis
orbicularis, profunda, corpore spbaeroide vel conico in fundo in-
structa) Hoffmanni (Costa Rica); Kar seh, Giebel's Zeitschr. LH.
p. 534 fif.
Holothele (n. g., prope Trechonam; mamillae superiores tri-
articulatae, tenues) recta p. 544 Anm.; —
Schismatothele (n. g. Trechonae affine; mamillae superiores
quadriart., crassae) lineata (Caracas) ebenda;
Linothele (n. g. prope Ischnothelam et Macrothelam) curvi-
tarsus (Caracas) p. 546; derselbe ebenda.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 323
Bolostromus (?) 6rmpes (Chinchoxo); Kar seh, Giebel's Zeit-
schr. LIL p. 830.
Crypsidromus gypsator (Antigua); Becker, Ann. Ent. Belg.
XXII. p. 85. PI. IL Fig. 11—15.
Nemesia Pannonica (Semlin); Herman a. a. 0. p. 369. Taf. VIII.
Fig. 175, Gielliesii, s. oben p. 320 (88).
Arbanitis Huttonn (Dunedin) p. 682. PL LIL Fig. 1; Migas
distinctus (ibid.) Fig. 2. p. 683; Cambridge, P. Z. S. Lond. 1879.
Nach Karsch, Giebel's Zeitschr. LIL p. 542, hat Äusserer als </*
von Trechona zebra eine andere, einer anderen Gattung angehörige Art
beschrieben und in seine, nach diesem ^ verfasste Gattungsdiagnose
Merkmale aufgenommen, die der Tr. zebra nicht zukommen. Als
neue Art beschreibt Karsch T. sericata (Bogota) p. 544 und hebt
von dieser sowohl wie von T. zebra die starke Krümmung des Me-
tatarsus der Beine hervor (; dieselbe kommt auch bei Atypus, Diplura
und anderen vor und ist, wie ich mich überzeugt habe, auf eine
unvollkommene Gliederung (Ringelung) zurückzuführen).
Pachylomerus pustulosus (Guanajuato, Mex.); Becker, C. R.
Ent. Belg. 1879. p. CXL.
Typhlochlaena Magdalena (M.); Karsch, Stett. Ent. Zeit. 40.
p. 106.
Diplura Jongipalpis (Chinchoxo); Karsch, Giebel's Zeitschr.
LH. p. 364.
Avicularia De Borrii (Paramaribo); Becker, C. R. Ent. Belg.
1879. p. CXLIIL
L. Becker beschreibt eine Selenocosmia (Javanensis ?) mit
9 Augen; ebenda p. XCVIII mit Holzschnitt.
Eurypelma Dupontii (Mexico); Becker, CR. Ent. Belg. 1879.
p. CXLIIL
Liphistiadae. A. W. M. van Hasselt hatte Gelegenheit, ein
Exemplar der Gattung Lip bist ius von Sumatra genau zu studieren.
Er fand bei demselben 4 wohl entwickelte Spinnwarzen mit Spinn-
röhren und ist ebenfalls geneigt, den vermeintlichen Mangel der-
selben bei Schiödte's Originalexemplar dessen unvollkommenem
Conservierungszustand zuzuschreiben. Demnach fällt auch der Haupt-
grund, auf den Cambridge eine Art Verschiedenheit (!) seines L.
mamillanus von L. desultor Scliiödte errichtete, weg, und v. Hasselt
vermuthet eine Identität beider Arten, wie ich bereits in d. Ber.
1876. p. 279 (71) ebenfalls aussprach. Versl. en Mededeel. K. Ak.
Wetensch. Natuurk. 2de Reeks. XV.
Ätypidae. L. Becker schildert in sehr ausführlicher Weise
die Gewohnheiten der in Belgien vorkommenden Atypus-art, die er
A. piceus Sulz, nennt; da er aber den Herbst als die Zeit angiebt,
wo man die (/ bei den $ finde, so ist es wohl ohne Zweifel A.
024 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
affinis Eichw.; C. R. Ent. Belg. 1879. p. CXff.; ebenso über Metrio-
pelma Breyerii und Nemesia congener; ebenda p. CLXIX ff.
Calommata signata (Japan); Karsch, Baustoffe etc. p. 60.
Dysderidae. Harpactes Le Honii (Moldau); Becker, CR.
Ent. Belg. 1879. p. CXLVI; saevus (Orsova); Her man a. a. 0.
p. 367. T. VIII. F. 174.
Tristicta.
Attidae. Bhombonotus (n. g.; ceph. duplo fere longior
quam latior, a medio anteriora et posteriora versus pariter angusta-
tus, dorso leviter convexus; pedum proportio 4.1.2.3, primi paris
ceteris crassiores) gracüis (Sydney) p. 1067. Taf. XCIII. Fig. 8 und
XCIV. Fig. 1; Scirtetes (n. g.) nitidus (ibid.) p. 1070. Fig. 2, 3;
Lagnus (n. g.) longimanus (Ovalau) p. 1074. Fig. 4; Scaea (n. g.)
vestita (Sydney, Peak Downs) p. 1142. Taf. XCIX. Fig. 4, 5;
Äcompse (n. g.) suavis (Tahiti) p. 1146. Fig. 6, 7, dulcinervis
(Pelew-I.) p. 1149. Taf. C. Fig. 1, 2; Ästia (n. g.) hariola (Gayn-
dab, Peak D. etc.) p. 1153. Fig. 3, 4, nodosa p. 1156. Fig. 5; L.
Koch, Arachn. Austr.
Fritzia (n. g. Menemero, Marptusae, Hyctiae, Icio affine)
Mülleri (Sta. Catharina, Nester auf Blättern verschiedener Pflanzen);
Cambridge, P. Z. S. Lond. 1879. p. 119 mit Holzschnitt.
Natta (n. g. ; ^ Mandibeln wie bei Salticus und Epiblemum
vorgestreckt, aber Tibien und Tarsen bestachelt; auch mit Thiania
grosse Aehnlicbkeit) liorizontalis (Chinchoxo); Kar seh, Giebel's Zeit-
schr. ges. Naturw. LH. p. 361 ff.
Salticus constrictus (Seychellen); Blackwall a. a. 0. p. 5.
PI. I. Fig. A; japonicus (J.); Kar seh, Baustoffe etc. p. 82; Simonis
(Siebenbürgen; jedenfalls S. formicarius sehr nahe stehend und dess-
halb wäre eine Vergleichung mit dieser Art in der Beschreibung
erwünscht gewesen); Herman a.a.O. p. 383. Taf. VIII. F. 185— 188,
hicolor (Peak Downs); L. Koch, Ar. Austr. p. 1055. Taf. XCIII. Fig. 2.
Leptorchestes erythro cephalus (Peak Downs) p. 1057. Taf. XCIII.
Fig. 3, striatipes (Sydney und Rockhampton) p. 1059. Fig. 4, Simoni
(Port Mackay, Rockhampton) p. 1061. Fig. 5, cognatus (Sydney)
p. 1063. Fig. 6, luctuosus (Shalleys Fiats, Rockhampton) p. 1065.
Fig. 7; L. Koch, Ar. Austr.
Synemosyna lupata(Pt. Mackay); L. Koch, Ar. Austr. p. 1052.
Taf. XCIII. Fig. 1.
Maevia cylindrata (Japan); Kar seh, Baustoffe etc. p. 84.
Lyssomanes pallens (Seychellen); Black wall, Proc. R. Ir. Ac.
(2) III. p. 6. PI. I. Fig. 5.
Rhene tamula (Ceylon); Kars eh, Giebel's Zeitschr. LH. p. 554.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 325
V. Hasselt erklärt Hyllus (Deineresus) Walckenaerii White,
den Thor eil fraglich für eine Varietät von H. giganteus G. L. Koch
gehalten hatte, für eine besondere Art, welcher Ansicht Thoreil bei-
stimmt. V. Hasselt ergänzt White's Beschreibung in manchen Punk-
ten und giebt eine Abbildung der ganzen Spinne und eine ver-
grösserte des Cephalothorax; als junges (^ derselben Art ist viel-
leicht das von v. H. als (^ zu Att. cornutus Dol. beschriebene Exem-
plar anzusehen, da Thorell sich einerseits überzeugt hat (an jungen
und ausgewachsenen Exemplaren), dass Hyll. giganteus C. L. Koch
(A. alfurus Dol.) das ^ von A. cornutus Dol. ist, und andererseits,
dass die „Hörner" bei mehreren Arten, bald in beiden Geschlechtern,
bald nur im weiblichen (und dann auch bei jungen ^ ?) vorkommen.
Tijdschr. v. Ent. XXH. p. 221 fif. PI. 12. Fig. 1—5.
Eine neue Art ist H. JRosew&e?*</n (Celebes, Gorontalo); v. Has-
selt ebenda p. 225.
Homalattus opulentus (Gayndah) p. 1083. Taf. XCV. Fig. 1,
auronitens (Sydney) p. 1085. Fig. 2, 3, auratus (Rockhampton) p. 1087.
Fig. 4, 5, violaceus (Peak Downs) p. 1090. Fig. 6; L. Koch, Ar. Austr.
Plexippus setipes (Japan); Karsch, Baustoffe etc. p. 89.
Viciria Hasseltii (Celebes); Thorell, Ann. Mus. Civ. Genova
Xni. p. 274; vgl. Tijdschr. v. Ent. XXH. p. 220.
Attus Finschii (Obdorsk); L. Koch, Verh. Z. B. Ges. Wien
XXVHI. p. 489, Brighti p. 2. PI. I. Fig. 1, acutus p. 3. Fig. 2
(Seychellen); Blackwall, Proc. R. Ir. Ac. (2) Hl; basalis (Japan);
Karsch, Baustoffe etc. p. 90, volupe (Ceylon); derselbe, Giebel's
Zeitschr. LH. p. 552; Brassayi (Orsova; = Pellenes Bedelii Sim.?)\
Herman a. a. 0. p. 386. T. X. Fig. 216, 217; Bewsheri Fig. 2,
Johannae Fig. 3. p. 42, anjuanus Fig. 4. p. 43 (Isl. of Johanna);
Butler, Ann. a. Mag. N. H. (5) IV. PI. I.
Phidippus prociis (Japan); Karsch, Baustoffe etc. p. 88.
Philaeus metallescens (Cap York); L. Koch, Ar. Austr. p. 1080.
Taf. XCIV. Fig. 7, 8.
Phiale rohurifoliata (Argent.); Holmberg, Period. zool. I.
p. 293. PI. VI. Fig. 4.
Euophrys linea (Japan); Karsch, Baustoffe etc. p. 90, declivis
(Ceylon); derselbe, Giebel's Zeitschr. LII. p. 553, sutrix (Argen-
tinien); Holmberg, Period. Zool. I. p. 296. PI. VI. Fig. 5.
Marptusa vittata, pnlla (Japan); Karsch, Baustoffe etc. p. 87,
marita (Chinchoxo); derselbe, Giebel's Zeitschr. LII. p. 358, com-
planata (Austral.) p. 1093. Taf. XCV. Fig. 7, 8, leucocomis (Sydney)
p. 1096. Taf. XCVI. Fig. 12, invenusta (Sydney) p. 1099. Fig. 3
planissima (verbreitet) p. 1100. Fig. 4, 5, liturata (Gayndah) p. 1103.
Fig. 6, hracteata (Peak Downs, Rockhampt.) p. 1105. Fig. 7, 8, jo-
vialis (Peak Downs) p. 1109. Taf. XCVIL Fig. 1, 2, cinerea (Neu-
seeland) p. 1112. Fig. 3, melancholica (Belle Vue Hill) p. 113. Fig. 4,
326 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
tmerrima (Peak Downs) p. 1115. Fig. 5, aeräta (Port Mackay) p. 1117.
Fig. 6, parallele-striata (! Peak Downs) p. 1121. Fig. 8; L. Koch,
Arachn. Austral.
Hasarius Doenitsi, crinitus (Japan); Kar seh, Baustoffe etc.
p. 86, inliebes (Chinchoxo) p. 359, punctiventer (Loango) p. 832;
derselbe, Giebel's Zeitschr. LH.
Heliophanus activus (Seychellen); Black wall a. a. 0. p. 4.
PI. L Fig. 3.
Icius elongatiis, magister (Japan); Karsch, Baustoffe etc.
p. 83, severus (Ferinan) p. 1128. Taf. XCVIII. Fig. 3, viduus (ver-
breitet) p. 1129. Fig. 4, 5, semiater (Rockhampt., Peak Downs)
p. 1133. Fig. 6, semiferrugineus (Gayndah) p. 1135. Taf. XCIX.
Fig. 7, älboharbatus (Sydney) p. 1138. Fig. 2, 3; L. Koch, Arachn.
Austral.
Ballus angulosus (Ceylon); Karsch, Giebel's Zeitschr. LH.
p. 553.
Ictidops pwpMS (Japan); Karsch, Baustoffe etc. p. 85; (Aeleur.)
Simplex (Doroszlo); Herman a. a. 0. p. 386. T. VIII. Fig. 189—191,
Thomisidae. Eine Monographie der amerikanischen Arten
dieser Familie giebt Keyserling in dem oben angeführten Werke.
In Amerika sind 20 Gattungen dieser Familie vertreten (die Gattung Ti-
bellus, sowie die Unterfamilie der Heteropodinae, die Keyserling hieher-
zieht, sind jedoch auszuschliessen); es sind dies: Ger a arachn e! n. g.
(Maxillen am Ende in eine lange Spitze auslaufend), Strophius
n. g. (Kopftheil vorn schmal, beide Augenreihen fast gerade), Ura-
arachne! n. g. (eine scharfe Querleiste zwischen den beiden Augen-
reihen; der lange schmale Hinterleib überragt hinten die Spinn-
warzen bedeutend), Runcinia, Eripus, Thomisus, Tmarus, Stepha-
nopoides n. g. (die 4 M. A. bilden ein höheres als breiteres Viereck,
die untere Augenreihe so stark nach vorn gebogen, dass die hinteren
S. A. mit den vorderen S. A. und M. A. eine fast gerade, schräge
ansteigende Linie bilden), Oxyptila, Diaea, Acanthonotus, Coriarachne,
Platy arachn e n.g. (von Coriarachne verschieden durch den Clypeus,
der eben so hoch als die Area der Augen ist, für Thomisus episco-
palis Tacz.), Charis n. g. (das Viereck aus den 4 M. A. ist breiter
oder mindestens (nicht höchstens!) eben so breit als hoch; Cephalo-
thorax gewölbt; die oberen M. A. bedeutend weiter von einander
entfernt als von den S. A.); Misumena, Synema, Xysticus von den
Thomisinen und Tibellus und Philodromus von den Philodrominen.
Die neuen Arten in den neuen Gattungen sind: Charis rubripes
(Peru) p. 49. Taf. I. Fig. 24, Strophius nigricans (Peru) p. 74.
Taf. II. Fig. 38, Uraarachne longa (Porto Alegre) p. 130. Taf . IL
Fig. 71, Stephanopoides brasiliana (Para) p. 166. Taf. HL Fig. 92,
Simoni (Para) p. 169. Fig. 93, Geraarachne varia (Neu-Granada)
p. 192. Taf. III. Fig. 106.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 327
Karsch ersetzt den Gattungsnamen Cebrenis Sim. (nom. a
Stäl in Hemipt. praeocc.) durch Ipsithilla; Giebel's Zeitschr. LII.
p. 558; Hexomma Karsch (nom. a Thorellio in Opilion, praeocc.)
durch Hexophthalma; Stett. Ent. Zeit. 40. p. 109.
Thomisops (n. g. prope Platythomisum) piipa, pusio (Zan-
zibar); derselbe, Giebel's Zeitschr. LII. p. 374 ff.
Pyresthesis (n. g.; vom Autor für am nächsten verwandt
mit Loxobates (?) Thoi'. erklärt; nach Cambridge von Synema Sm.
durch den stark erhobenen Thorax verschieden ; mit S. globosum
hat die Art auch grosse Aehnlichkeit in der Färbung) Camhridgii
(Antananarivo, Mad.); Butler, P. Z. S. Lond. 1879. p. 733. PI. LVIII.
Fig. 5.
Pistius undulatus (Japan); Karsch, Baustoffe etc. p. 77.
Runcinia nigromaculata (Brasilien) p. 119. Taf. II. Fig. 66,
crassipes (Neu-Granada) p. 121. Fig. 67, parva (ibid.) p. 122. Fig.
68, magna (ibid. u. Mexico) p. 125. Fig. 69, Brendeln (Peoria etc.)
p. 127. Fig. 70; Keyserling, Spinnen Amerikas.
Synema brasiliana (Südam.) p. 59. Taf. I. Fig. 29, rubromacu-
lata (Neu-Granada) p. 60. Fig. 30, nigromaculata (Georgia, Balti-
more) p. 61. Fig. 31, obscura (Mt. Washington) p. 64. Fig. 32, nigra
(Peru) p. 65. Taf. II. Fig. 33, lurida (ibid.) p. 67. Fig. 34, illustris
(ibid.) p. 68. Fig. 35, vittata (ibid.) p. 69. Fig. 36; Keyserling,
Spinnen Amerikas; japonica (J.); Karsch, Baustoffe etc. p. 75.
Taf. I. Fig. 10.
Misumena oblonga (Baltimore, Peoria) p. 79. Taf. IL Fig. 41,
spinosa (Georgia) p. 82. Fig. 42, rosea (ibid.) Fig. 43, americana
(ibid.) p. 85. Fig. 44, georgiana p. 86. Fig. 45, lenis (Brasilien)
p. 88. Fig. 46, mexicana (M.) p. 89. Fig. 47, dubia (ibid.) p. 90.
Fig. 48, gracilis (ibid.) p. 92. Fig. 49, splendens (ibid.) p. 93. Fig.
50, varia (Neu-Gran.) p. 94. Fig. 51, pallens (Südamerica) p. 96.
Fig. 52, crocea (Neu-Granada, Bahia) p. 97. Fig. 53, bivittata (Uru-
guay) p. 99. Fig. 54, variegata (Peru) p. 100. Fig. 55, punctata
(ibid.) p. 103. Fig. 56, amabiUs (ibid.) p. 104. Fig. 57, rubripes
(ibid.) p. 106. Fig. 58, conspersa (ibid.) p. 107. Fig. 59; Keyser-
ling, Spinnen Amerikas.
Thomisus guadahyrensis (Peru); Keyserling, Spinnen Ame-
rikas p. 76. Taf. IL Fig. 39.
J. E. Para. La Thomise fouque (Th. foka Vinson); Rev.
Sei. natur. Montpellier. T. VIIL No. 1. p. 55 ff.
Diaea damnosa (Mexico) p. 114. Taf. IL Fig. 63, spinosa (Neu-
Granada) p. 116. Fig. 64, pallida (ibid.) p. 117. Fig. 65; Keyser-
ling, Spinnen Amerikas; Devoniensis (England, nach einem unent-
wickelten Exemplar beschrieben); Cambridge, Ann. a. Mag. N. H.
(5) IV. p. 208.
Oxyptila nevadensis (Nevada) p. 50. Taf. I. Fig. 25, georgiana
328 B ortkau: Bericht üb. die wissenschaftl, Leistungen
(Georgia) p. 52. Fig. 26; Keyserling, Spinnen Amerikas; pseu-
oblitea (?; Pecking); Simon, s. Bull. Ent. Fr. 1879. p. XXIII, de-
corata p. 76, fulvipes p. 77 (Japan); Karsch, Baustoffe etc.
Xysticus msularis (Seychellen), Blackwall, Proc. R. Ir. Acad.
(2) III. p. 7. PI. I. Fig. 6; ohscurus (Norwegen); Collett, Christ.
Vid.-Selsk. Förh. 1876. No. 2. p. 9, stomachosus (N.-Am.) p. 7. Taf.
I. Fig. 1, funestus (ibid.) p. 10. Fig. 2, triguttatus (ibid.) p. 12.
Fig. 3, 6, pulcJierrimus (Columbien) p. 14. Fig. 4, graciUs (Neu-
Granada) p. 17. Fig. 5, disciirsans (Colorado, Nevada) p. 20. Fig. 7,
benefactor (Colorado) p. 22. Fig. 8, locuples (Colorado, Nevada) p. 24.
Fig. 9, auctificus (Colorado) p. 25. Fig. 10, Unis (ibid.) p. 27. Fig.
II, quinquepunctatus (ibid.) p. 28. Fig. 12, punctatus (Nord-Carolina)
p. 30. Fig. 13, elegans (Georgia) p. 31. Fig. 14, flavovittatus p. 33.
Fig. 15, liinbatus (Colorado, Texas, Illinois) p. 35. Fig. 16, califor-
nicus (Mariposa) p. 37. Fig. 17, Emertoni (Georgia) p. 39. Fig. 18,
varidbüis (ibid.) p. 40. Fig. 19, quadrilineatus (Illinois) p. 42. Fig.
20, gulosus (Georgia) p. 43. Fig. 21, maculatus (Georgia) p. 45. Fig.
22; Keyserling, Spinnen Amerikas, frater (Palanka); Herrn an
a. a. 0. p. 372. Taf. IX. F. 207 und VIII, 177.
Acanthonotus peruvianus (Peru); Keyserling, Spinnen Ame-
rikas p. 134. Taf. III. Fig. 73. (Keyserling lässt diesen von
Taczanowsky 1872 aufgestellten Gattungsnamen unbeanstandet, ob-
schon der Name bereits mehrere Male vergeben ist; von Schneider
an eine Fisch-, von Swainson an eine Vogel-, von C. L. Koch an
eine Opilionen-gattung.)
Coriarachne vemcoZor (Nordamer,); Keyserling, Spinnen Ame-
rikas p. 53. Taf. I. Fig. 27.
Tmarus Stdlzmanni (Peru) p. 138. Taf. EI. Fig. 74, tinctus
(ibid.) p. 140. Fig. 75, monterieensis (ibid.) p. 141. Fig. 76, Utoralis
(Para) p. 144. Fig. 78, gälbanatus (ibid.) p. 147. Fig. 79, caeruleus
(ibid.) p. 148. Fig. 80, rubrosignatus (ibid.) p. 150. Fig. 81, mter-
ritus (ibid.) p. 151. Fig. 82, viridis (ibid.) p. 153. Fig. 83, (Thomisus
caudatus, nicht candatus, Hents, ist ebenfalls in diese Gattung ge-
zogen), magniceps (Calif.) p. 156. Fig. 85, rubromaculatus (Georgien)
p. 158. Fig. 86, albolineatus (Brasilien) p. 159. Fig. 87, incertiis
(Neu-Granada) p. 161. Fig. 88, maculosus (ibid.) p. 163. Fig. 89;
Keyserling, Spinnen Amerikas.
Artanes fuliginosus (Japan); Karsch, Baustoffe etc. p. 80.
Philodromus molarius (Turkestan); L. Koch, Verh. Z. B. Ges.
Wien XXVIII. p. 483, praelustris (Colorado) p. 209. Taf. V. Fig.
114, spectahilis (ibid.) p. 210. Fig. 115, satuUus (ibid.) p. 211. .Fig.
116, clarus (Nevada) p. 214. Fig. 117, laticeps (Georgia) p. 215.
Fig. 118, expositus (Mt. Washington) p. 220. Fig. 121, infuscatus
(Baltimore) p. 222. Fig. 122, imbecillus (Georgia) p. 224. Fig. 123;
Keyserling, Spinnen Amerikas; roseofemorälis (Japan); Karsch,
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 329
Baustoffe etc. p. 79; pellax (Orsova; Schweden); Herrn an a. a. 0.
p. 371. T. VIII. Fig. 176.
Selenops mexicanus (M.) p. 228. Taf. VI. Fig. 125, nigromacu-
latus (ibid.) p. 230. Fig. 126; Keyserling, Spinnen Amerikas; bur-
Sarins (Japan); Kar seh, Baustoffe etc. p. 81. Taf. I. Fig. 12, sector
(Chinchoxo); derselbe, Giebel's Zeitschr. LH. p. 342.
Stephanopis fiircillata (Brasilien) p. 179. Taf. IV. Fig. 98,
baclia (Neu-Granada) p. 181. Fig. 99, lueida (ibid.) p. 190. Fig. 105;
Keyserling, Spinnen Amerikas.
Ocypete Pythagoriea (Argentin.); Holmberg, Period. Zool. I.
p. 293. PI. VI. Fig. 2.
Spatassidae. Pelmopoda (n. g. Heteropodae L. Koch affine;
cephalothorace longitudinem pat. -|- tib. IV aequante) hirta (Cey-
lon); Karsch, Giebel's Zeitschr. LH. p. 560.
Dyomonomma (n. g. Heteropod. an Drass.?; Ocul. 8, ser. I
ex 2 tautum constat; oc. 6 ser. 2dae arcum antice convexum for-
mant; ant. cum post. internis trapezium antice paullo angustius
formant; oculi int. externos posteriores magnitudine aequant; medii
posteriores minores) drassoides (Magdalena); Karsch,' Stett. Ent.
Zeit. 40. p. 108.
Thanatus granadensis (Neu-Granada) p. 199. Taf. V. Fig. 109,
maciüatus (Peru) p. 201. Fig. 110, chorillensis (ibid.) p. 202, Fig. 111,
rubicundus (Georgia; L. Koch beschrieb bereits 1875 einen Th. rubi-
cundus aus Abyssinien) p. 204. Fig. 112, coloradensis p. 206. Fig.
113; Keyserling, Spinnen Amerikas.
Sparassus luteus (Peru) p. 244. Taf. VII. Fig. 132, montanus
(ibid.) p. 245. Fig. 133, nigrovittatus (ibid.) p. 247. Fig. 134, fu-
nestus (ibid.) p. 249. Fig. 135, pellucidus (ibid.) p. 250. Fig. 136,
tigrinus (ibid.) p. 251. Fig. 137, clarus (Mexico) p. 253. Fig. 138,
obscurus (ibid.) p. 255. Fig. 139, rapidus (Südbrasilien) p. 257. Fig.
141, fasciatus (ibid.) p. 259. Fig. 142, helvus (Neu-Granada) p. 262.
Fig. 144, rufus (Neu-Granada) p. 263. Fig. 145, antiguensis (Anti-
gua) p. 264. Fig. 146, Paraensis (Brasil.) p. 266. Fig. 147; Keyser-
ling, Spinnen Amerikas, gentiUs (Chinchoxo); Karsch, Giebel's
Zeitschr. LH. p. 833.
Heteropoda rosea (Magdalena); Karsch, Stett. Ent. Zeit. 40.
p. 107; occidentalis (Chinchoxo); derselbe, Giebel's Zeitschr. LH.
p. 341.
Aus der eigenthümlichen geographischen Verbreitung des Sa-
rotes venatorius zieht Mc Cook den Schluss, dass diese Spinne
durch den Passatwind fortgetragen werde, wenigstens im jugend-
lichen Zustande, wo sie, wie die übrigen Laterigraden, sich an der
Luftschifffahrt betheiligen. Proc. Ac. Nat. Sei. Phil. 1878. p. 136 ff.
Derselbe beschreibt S. truncus (Japan); ebenda p. 147.
330 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Heteropoda pumilla (! Neu-Granada); Keyserling, Spinnen
Amerikas p. 237. Taf. VI. Fig. 129.
Isopeda (Cambridge, Olios Bl.) valida (Seychellen); Black-
wall, a. a. 0. p. 8. PI. I. Fig. 7.
Oxytate (?) setosa (Japan); Kar seh, Eaustofife etc. p. 78.
Voconia (= Holconia T/ior.) maeulata (Uruguay); Keyserling
Spinnen Amerikas p. 232. Taf. VI. Fig. 127.
Themeropis</ra«ad[e92s/s (Neu-Granada); Keyserling, Spinnen
Amerikas p. 235. Taf. VI. Fig. 128; (f) paripes {Ceylon); Karsch,
Giebel's Zeitschr. LH. p. 559.
Anyphaenidae. Anyphaena molUcoma p. 328. Taf. IV. Fig. 21,
mandibularis p. 324. Fig. 22. (Bogota), furcata (Amable Maria)
p. 326. Fig. 23. pilosa (Neu Granada) p. 327. Fig. 24; Keyserling,
Verh. Zool. Bot. Ges. Wien XXIX, velox p. 83. PI. II. Fig. 5—7,
striata Fig. 8 (Pascagoula), argentata (Neu-Orleans) p. 84. PI. I.
Fig. 12— 24; Becker, Ann. Ent, Belg. XXII, pw^»7 (Japan); Karsch,
Baustoffe etc. p. 94.
Drassidae. Micariolepis (für den bereits bei den Catarrhinen
von Wagler vergebenen Namen Chrysothrix E.Sim.); Simon, Bull.
Ent. Fr. 1879. p. CLXI.
Micariaulax (n. g. Micariae affine; Cephalothorax stria
mediana instructus; . . . abdomen scuto obtectum; vielleicht mit
Phrurolithus in näherer Verwandtschaft stehend ; die Chraktere sind
nicht hinreichend angegeben) JDugesii (Guanajuato, Mex.); Becker,
Ann. Ent. Belg. XXII. p. 82 f. PI. IL Fig. 9, 10.
Castianeira (n. g.; Cephalothorax hinten auffallend schmal;
8 Augen in 2 Querreihen, ziemlich gedrängt; Unterkiefer ohne Ein-
druck; Hinterleib (des ^T) auf dem Rücken und in den Seiten von
einer festen Chitinhaut bedekt) ruhicunda (N.-Granada); Keyserling,
Verh. Zool. Bot. Ges. Wien XXIX p. 335 Taf. IV. Fig. 30.
Karsch giebt nun von seiner Trochanteria ranuncula (d.Ber.
1878. p. 322 (104)) eine ausführlichere Beschreibung und begründet
auf dieselbe die neue, mit den Drassiden verwandte Fam. Trochan-
terioidae: Keine Afterklaue, keine Tasterklaue; Maxillen mit ver-
breiterter Basis; verlängerte Trochanteren der Beine des hintersten
Paares. Giebel's Zeitschr. LH. p. 536 ff.
Chiracanthium moUe (Neu Granada) p. 330. Taf. IV. Fig. 25,
granadense p. 331. Fig. 26, Paucalense (Peru) p. 332. Fig. 27;
Keyserling, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien XXIX, lascivum (Japan);
Karsch, Baustoffe etc. p. 91; furculatum (Chinchoxo); derselbe,
Giebel's Zeitschr. LH. p. 342, rupestre (Majlath) Fig. 158, efossum
(Kopasz-B.) Fig. 159. p. 356, cunicidum (Schemnitz) Fig. 160. p. 357;
Herrn an a. a. 0. Taf. VH.
Ueber den Bisa von Ch. nutrix s. Grube, 56. Jahresb. Schles.
Ges. f. vaterl. Cultur für 1878. p. 117.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 331
Clubiona nigro-maculosa (SeycheWen); Blackwall, P.R.Ir. Acad.
(2) III. p. 11. PI. II. Fig. 9; vigil (Japan); Kar seh, Baustoffe etc.
p. 93.
Prosthesima calceolata (Budapest) p. 859. Fig. 163, AUionica
(Orsova) p. 360. Fig. 164, tragica, Fig. 165, aecepta Fig. 166 (Orsova)
p. 361; Her man a. a. 0. Taf. VH.
Drassus Montaudonii (Moldau); Becker, C. R. Ent. Belg. 1879.
p. CXLV; ??iaZa<irass«CMS (Antananarivo); Butler, P. Z. S. Lond. 1879.
p. 730. PI. LVIII. Fig. 3; minor (England); Cambridge, Ann. a.
Mag. N. H. (5) IV. p. 192. PI. XII. Fig. 1.
Gnaphosa sinensis (Pecking) ; Simon; s. Bull. Ent. Fr. 1879.
p. XXIII ; soror (Budapest) Fig. 169, dolosa (Orsova) Fig. 167, p. 362,
suspecta (! ibid.) Fig. 168, molesta F. 170. p. 363, opaca (Kopasz)
Fig. 171, fallax (Orsova) Fig. 173. p.364, Sclieuclizeri (ibid.) Fig. 172;
Her man a. a. 0. Taf. VII, suspecta (! England), Cambridge, Ann.
a. Mag. N. H. (5) IV. p. 191.
Phrurolithus Szilyi (Orsowa); Her man, a.a.O. p. 357. T. VII.
Fig. 161.
Micaria (?) Soyauxii (Chinchoxo); Karsch, Giebers Zeitschr.
LH p. 343, Bogenhoferi (Orsowa); Herman a.a.O. p. 358. Taf. VII.
Fig. 162.
Liocranum? (nach Cambridge, Sparassus Bl.) guttatum (Sey-
chellen); Biackwall, P. R. Ir. Acad. (2) III. p, 10 PI. I. Fig. 8;
jucundum (Japan); Karsch, Baustoffe etc. p. 92; Kocliii (Schemniiz) -,
Herman a. a. 0. p. 355 Taf. VII. Fig. 157, celere (Dorset); Cam-
bridge, Spid. of Dorset, I. p. 40.
Agroeca aureoplumata (Neu Granada); Keyserling, Verb.
Zool. Bot. Ges. Wien XXIX. p. 321. Taf. IV. Fig. 20.
(Gtenoidae.) Die Gattung Senoculus Taczanowski hat 8 Augen
und 3 Klauen an den Füssen; es wird dafür der Gattungsname PZ a-
tyctenus in Vorschlag gebracht; eine neue Art ist PI. ruhromacu-
latus (Amable Maria) p. 349. Taf. IV. Fig. 30;
Stenoctenus (n. g. ; 3 Klauen; Tibien und Tarsen der vor-
deren Beinpaare stark bestachelt) gracilis (ibid.) p. 341. Fig. 29;
Keyserling, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien XXIX. (Es wäre wohl
zu untersuchen, ob diese beiden Gattungen hier ihre natürliche Stel-
lung haben. Ref.)
Karsch hält Phoneutria neben Ctenus aufrecht und versucht
eine schärfere Unterscheidung mit Hülfe der Augenstellung. Giebel's
Zeitschr. LH. p. 344. Als neu beschreibt er von Chinchoxo Ct. spi-
nosissimus p. 345; Ph. auricularis p. 347 und capulina p. 348, aus
Mexico Ph. oculifera p. 350 Anm.
Änahita (n. g.; die systematische Stellung vom Autor etwas
unbestimmt gelassen, aber wohl in gegenwärtige Familie gehörend
832 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
und vielleicht mit einer der Keyserling'schen Gattungen identisch;
nur zwei Hauptkrallen) fauna (Japan), Karsch, Baustoffe etc. p. 99.
Taf. I. Fig. 18.
Caloctenus major (Pumamarca, Peru); Keyserling a. a. 0.
p. 337. Fig. 31.
Lycosidae. Oxyopini. Pasithea foUifera (Isl. of. Johanna);
Buttler, Ann. a. Mag. N, H. (5) IV. p. 41. PI. I. Fig. 1.
Lycosini. Ocyalecowspersa(Loango); Karsch, Giebel's Zeitschr.
LH. p. 831.
Pirata pilipes (Chinchoxo); Karsch, Giebel's Zeitschr. LH.
p. 351.
Dolomedes senilis (Pecking); E. Simon; s. Bull. Ent. Fr.
1879 p. XXHI.
Her man schildert in sehr anziehender Weise die Lebensweise
der Trochosa infernalis (Mots.) Thor.y die 16 — 20, ausnahmsweise sogar
30cm tiefe Röhren gräbt und dieselbe mit ihrem Gespinst austape-
ziert. Auffallend ist es mir, dass Herman noch eines Fundes eines
geschlecbtsreifen ^ mitten im Winter bedurfte, um zu der Ueber-
zeuguDg zu gelangen, dass die Lycosiden überwintern; wo sollen
im Frühjahr denn die geschlecbtsreifen Thiere herkommen, wenn
es nicht überwinterte sind? Ungarns Spinnenfauna III p. 379; als
neue Art wird T. Hungarica (Plattensee); ebenda p. 380. Taf. VIII.
Fig. 184 beschrieben.
Trochosa (als Lycosa) lanca (Ceylon; unserer T. cinerea ähn-
lich); Karsch, Giebel's Zeitschr. LH. p. 551.
Tarentula (als Lycosa) Lindneri p. 351, atramentatd p. 353,
ingenua, fäbella p. 354, levis p. 355, tenera p. 356 (Chinchoxo);
Karsch, Giebel's Zeitschr, LH; lupina (Ceylon); derselbe ebenda
p. 551; solitaria (Rosenberg) Herman a. a. 0. T. VIIL Fig. 183.
p. 377.
Tarentula tigrina (New Jersey); McCook, Proc. Am. Ent.
Soc. 1878; üb. die Lebensweise s. Ms. MaryTreat, Am. Nat. 1879.
p. 485 ff.
Lycosa saltuaria L. Koch ^; Fickert, Myr. und Aran. vom
Kamme des Riesengeb. p. 40. Fig. 6, leucocephala (Altai) p. 484,
insolita (Tundra der Poderata) p. 486; L. Koch, Verh. Z. B. Ges.
WienXXVH, badia p. 550. Tab. 314, wawa p. 552. Tab. 316(Danzig);
Menge, Preuss. Spinnen XI; (Tarentula?) lacernata! p. 100. F. 19,
ipsa p. 101. Fig. 20; Karsch, Baustoffe etc. a.a.O. Taf. I, (Lycosa
Th.) profuga (Tokaj) p. 374. T. VIII. Fig. 181, poecila (Körös-Enge)
Fig. 178, farinosa (Doroszlo) Fig. 179. p. 375, festinans (ibid.) Fig.
180, escornata (Budapest) F. 182 p. 376; Hermana. a. 0.
Pardosa laura (Japan); Karsch, Baustoffe etc. p. 102. Taf. I.
Fig. 21.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 333
Agalenidae. Nach Kar seh besitzt Tegenaria torva Chr., der der
Autor nur zwei Hauptkrallen zugeschrieben hatte, auch eine kleine,
zahnlose Afterkralle, ist aber doch wegen der Kürze der oberen
Spinnwarzen aus der Gattung Tegenaria, vielleicht sogar aus der
Familie der Agaleniden auszuschliessen und zu den Nephilinen zu
stellen (Sage uns doch Karsch, wie er diese Familien unterscheidet).
Es wird für dieselbe die Gattung Lancaria aufgestellt. Giebel's
Zeitschr. LIT. p. 555 f.
Habronestes ornatus (Kokosnuss J.); Bradley, Proc. Linn,
S. N. S. Wales II. p. 119.
Caelotes japonieus (J.); Karsch, Baustoffe etc. p. 97. Taf. I.
Fig. 16.
Cybaeus varius (Peru); Keyserling, Verh. Zool. Bot. Ges.
Wien XXIX. p. 319. Taf. IV. Fig. 19.
Cycais gracüis (Japan; über die systematische Stellung dieser
zweifelhaften Gattung erfahren wir leider nichts Neues); Karsch,
Baustoffe etc. p. 95. Taf. I. Fig. 15.
Tegenaria Plancyi (Pecking); Simon; s. Bull. Ent. Fr. 1879.
p. XXIII; Berthae (Belgien; nach einem, wie es scheint, jungen
Exemplar, da nichts über die Copulationsorgane gesagt ist); Becker,
C. R. Ent. Belg. 1879. p. XX.
Agalena Hentsii (Neu Orleans) ; Becker, Ann. Ent. Belg.
XXII. p. 81. PI. II. Fig. 1 — i-jjaponica (J.); Karsch, Baustoffe etc.
p. 98. Taf. I. Fig. 17.
Karsch's Bemerkungen zur Naturgeschichte der Aranei-
dengattung Trechalea a. a. 0. p. 539 ff. berücksichtigen die
Naturgeschichte dieser Gattung nur insofern, als sie die uns noch
mangelnde Kenntniss derselben für nothwendig zu einer Beurtheilung
ihrer systematischen Stellung erklären. Einstweilen schwankt Karsch
noch zwischen den Familien der Agaleniden und Lycosiden ; bei den
letzteren würde sie den Dolomediden zuzuzählen sein. (Die von
C. L. K 0 ch bei'T. longitarsis erwähnte sichelförmige Krümmung der
Metatarsen wird wohl auf eine secnndäre Gliederung zurückzuführen
sein, was beim trocknen Thier allerdings schwer zu entscheiden ist;
wenn aber diese Vermuthung richtig ist, so würde eine solche Glie-
derung in Verbindung mit der auffallenden Kürze des dritten Bein-
paares für eine Verwandtschaft mit Hersilia sprechen. Ref.). Als
neue (?) Art beschreibt Karsch ein Männchen aus Brasilien unter
dem Namen Tr. protenta; bei diesem ist das erste Bein das längste
und ungewöhnlich lang.
Hahniadae. Cryphoeca carpatMca (Central-Karpathen) ; Her man,
a. a. 0. p. 353. Taf. VII. Fig. 156, moerens (Dorset), Cambridge,
Spid. of Dorset I p. 59.
Dictynidae. Dictyna maculosa (Japan); Karsch, Baustoffe etc.
p. 96.
334 Bert kau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Dinopidae. Dinopis granadensis (Neu-Gr.); Keyserling, Verh.
Zool. Bot. Ges. Wien XXIX. p. 343. Taf. IV. Fig. 32, fasciatus
(Bowen, Gayndah) p. 1045 Taf. XCII. Fig. 1, 2, tahidus (Cap York)
p. 1047. Fig. 3, bicornis (Sydney) p. 1049. Taf. XCI. Fig. 4; L.
Koch, Arachn. Austral.
Amaurobiädae. Titanoeca veteranica (untere Donauenge); Her-
man, a. a. 0. p. 351. Taf. VIT. Fig. 155.
Scytodidae. Micromerys (n. g. ])ro]^e Scyiodem) gracilis (Cape
York); Bradley, Proc. Linn. Soc. N. S. Wales IL p. 118 f.
Die Gattung Thomisoides Nicol. wird von Keyserling noch
bei den Laterigraden gelassen; die Bildung der männlichen Copula-
tionsorgane. der Mangel einer Epigyne und einer Tasterkralle beim
^ , die Zahl und Stellung der Augen, die Bildung der Mandibeln
und Unterkiefer näheren sie indessen den Scytodiden, von denen
sie sich durch den Mangel einer Afterkralle unterscheiden. Zu
Thomisoides terrosa Nicol. beschreibt Keyserling Tb. Nicoletii
(Chili) p. 271. Taf. VIII. Fig. 149, peruensis (Peru) p. 272. Fig. 150
und gracilis (ibid.) p. 275; Spinnen Amerikas.
Fholcidae. Spermophora comoroewsis (Isl. of Johanna); Butler,
Ann. a. Mag. Nat. Eist. (5) IV. p. 43. PI. I. Fig. 5.
Pholcus (an gen. Artema?) rotundatus (Magdalena); Kar seh,
Stett. Ent. Zeit. 40. p. 106.
Micryphantidae. Bob ertu s (n. g.) astutus (Dorsetshire) ;
Cambridge (Spiders of Dorset, I p. 103). Ann. a. Mag. N. H. (5)
IV p. 211.
Ergione wiascw?« (Japan) ; Kar seh, Baustoffe etc. p.62. Taf. I
Fig. 1; (Neriene) reproba p. 196 Fig. 2, riidis p. 197, exliilarans
p. 199 Fig. 3, nefaria p. 200 Fig. 4, mystica p. 201 Fig. 5, improba
p. 202, Fig. 6, PI. XII (England), rasa (Dux) p. 343 Fig. 1, Keyser-
lingii (Deutschland) p. 344 Fig. 2, iracunda (Lievland) p. 346, Fig.
3, PI. XVII, (Walckenäera) minutissima (Schottland) p. 203, PI. XII,
Fig. 7, nasuta (Lissabon) p. 347, PI. XVII. Fig 4, congenera (Mün-
chen) p. 348 Fig. 5; Cambridge, Ann. a. Mag. N. H. (5) IV, (Neriene)
ddlosa p. 12Q, jugulans p. 138 (Dorset); derselbe, Spid. of Dorset
PI. I.
Zodariadae. Huttonia (n. g. ; vom Autor ohne Angabe des
Grundes in diese Familie gestellt) palpimanoides (Dunedin); Cam-
bridge, P. Z. S. Lond. 1879, p. 684, PI. LH Fig. 3.
Theridiadae. Atkinsonia (n. g. prope Euryopida) nana
(Neu-Seelaud) ; Cambridge, P. Z. S.London 1879 p. 691, PI. LIII
Fig. 10.
Phycosoma (n. g. praecedenti affine) oecobio'ides {ihid.)] der-
selbe ebenda p. 692, PI. LH Fig. 6.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 335
Sudahe (n. g. Theridio affine, oculis 4 mediis elevationi ro-
tundatae insertis ; abdomiue ut in Ero tuberculata ; pedum par
quartum reliquis longius) pilula (Japan); Kar seh, Baustoffe etc.
p. 63 u. 103.
Theridiosoma (n. g. ; vom Autor als Bindeglied zwischen
Epeira und Theridium betrachtet, für Th. gemmosum L. Koch und)
argenteolum (England); Cambridge, Ann. a. Mag. N. H. (5) IV p.
194, PI. XII Fig. 8.
Eiersäckchen und Junge von Latrodectus katipo be-
schrieben von Robson, Trans. New Zeal. Inst. XI, p. 391 f.
Lithyphantes lepidus (Neu-Seeland) ; Cambridge, P. Z. S.
Lond. 1879 p. 690, PL LIII Fig. 9.
Phyllonethis instabüis (Dorset); Cambridge, Ann. a. Mag.
N. H. (5) IV p. 213.
Stegosoma (?) quadratum (Neu-Seeland); Cambridge, Proc.
Zool. Soc. Lond. 1879 p. 698, PI. LIII Fig. 15.
Thlaosoma Ätkinsonii p. 699, PI. LII Fig 7, Hectori p. 700
Fig. 8; derselbe ebenda.
Episiuus antipodianus (ii^exiSeelaind)', derselbe ebenda p. 701,
PI. Lni Fig. 16.
Argyrodes vittata (Neu - Guinea) ; Bradley a. a. 0. p. 115,
rostrata p. 14, PI. II Fig. 11, cognata p. 17 Fig. 12 (nach Cam-
bridge; Epeira Bl.) (Seychellen); Black wall, Proc. K Ir. Acad. (2)
III; tritüberculattcs (Pascagoula); Becker, Ann. Ent. Belg. XXII p.
79, PI. I, Fig. 1—3, lepida (Neu-Seel.); Cambridge, Proc. Z. S.
Lond. 1879 p. 688, PI. LII Fig. 5.
A. trigonum ist nicht nur Commensale in Netzen grösserer
Spinnen, sondern legt auch selbständig Netze an ; die Spinne gleicht
sehr den Knospenschuppen von Fichten, die ebenfalls leicht in dem
Gewebe hängen bleiben; Emerton, Bullet. Essex Institute 1877
p. 140.
Mimetus mendicus (Neu-Seeland); Cambridge, P. Z. S. Lond.
1879 p. 697, PI. LIII Fig. 14.
Theridium placens p. 13, PL II Fig. 10, leve p. 14 (Seychellen);
Black wall, Proc. R. Ir. Acad. (2) III dubium (Hall Sd.); Brad-
ley, Proc. Linn. S. N. S. Wales II p. 116; flavo-notatum p. 79, PL I
Fig. 7 — 9, Pascagoulensis p. 80 Fig. 10, glaitcescens p. 81 Fig. 11
(Pascagoula); Becker, Ann. Ent. Belg. XXII; Hügendorfi (Japan);
Kar seh, Baustoffe etc. p. 63, Taf. I Fig. 2; Ft'ivaldszkyi (Tokaj;
Fünfkirchen); Herrn an a. a. 0. p. 347, Taf. VII Fig. 154.
Rhomphaea anguUpalpis (Kandari); Thor eil, Ann. Mus. Civ.
Genov. X p. 469.
Steatoda Clarhii (England); Cambridge, Ann. a. Mag. N. H.
(5) IV p. 193.
336 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Linyphia mughi p. 18 Fig. 1, 2, pusiola p. 20 Fig. 3, sudetica
p. 21 Fig. 4, 5 (Riesengebirge); Fickert, Myriapoden u. Araneiden
vom Kamme des Riesengebirges; encausta (Moldau); Becker, CR.
Ent. Belg. 1879 p. CXLVI; ahrupta p. 61, alholimhata p. 62 (Japan) ;
Karsch, Baustoffe etc., aZpma (Centralkapathen undTyrol) Fig. 152,
Thorellii Szeleta-Höhle; Stollen in Schemnitz) Fig. 153; Her man a.
a. 0. p. 345 Taf. VII, suMola p. 693, PI. LIII Fig. 11, peramoena
p. 694 Fig. 12, melanopyga p. 696 Fig. 13 (Neu-Seel.); Cambridge,
P. Z. S. Lond. 1879, subnigripes p. 204, relativa p. 205, turbatrix
p. 206 (England); derselbe, Ann. a. Mag, N. H. (5) IV, Frederki
p. 180, decipiens p. 268, pholcommoides p. 212 (Dorset); derselbe,
Spid. of Dorset I.
Mac Cook beschreibt in den Proc. Acad. Nat. Sei. Philad.
1879 p. 150 ff. die Paarung von L. marginata.
Pacbygnathidae. Pachygnatha tenera (Japan); Karsch, Bau-
stoffe etc. p. 64.
Eugnatha caudicula (Japan); Karsch, Baustoffe etc. p. 66,
Taf. I Fig. 4.
Tetragnatha minax (Seychellen); Blackwall, Proc. R. Is. Ac.
(2) III p. 20, PI. II Fig. 14, illinoiensis (! I.); Keyserling, Verh.
Zool. Bot. Ges. Wien XXIX p. 318, Taf. IV Fig. 18; squamata
(Japan); Karsch, Baustoffe etc. p. 65, Taf. I Fig. 3.
Epeiridao. Taczanowskia (n. g., ausgezeichnet durch den
sehr schmalen und durch tiefe Seitenfurchen begrenzten Kopftheil)
striata (Amable Maria); Keyserling, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien
XXIX p. 298, Taf. IV Fig. 3.
E. Simon macht aus der Gattung Arcys (Walck.) eine ünter-
familie, in der er für die von Nicolet beschriebenen Amerikanischen
Arten zwei neue Gattungen errichtet. Die Gattungen werden nach
folgendem Schema unterschieden:
1. Pars cephalica transversa, abrupte elevata, a latere angulosa;
oculi medii aream multo longiorem quam latiorem occu-
pantes Arcys.
Pars cephalica haud elevata, haud angulosa; area oculorum
mediorum latior quam longior 2.
2. Cephalothorax in dorso planus, ad marginem posteriorem ab-
rupte declivis; oculi laterales a mediis longe remoti, inter se
contingentes Gnolus n. g.
Cephalothorax in medio convexus, antice et postice evidenter
declivis; oculi laterales disiuncti a mediis parum remoti . .
Oarces n, g.
Zu Arcys gehören A. lancearius Walck., cornutus L. Koch u.
Walclcenaeri (Victoria) p. LVII ; zu- Gnolus spiculator Nie, womit
parvulus und nigriventris Nie. synonym sind , cordiformis Nie.
{■= variabilis Nie.) und limbatus Nie. Oarces enthält nur eine, von
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 337
Nicolet unter verschiedenen Namen (Arcys reticulatus, piriformis,
Gayi, flavescens , liliputanus , inflatus) beschriebene Art , für welche
der Name 0. reticulatus beibehalten wird. C. R. Ent. Belg. 1879
p, LV ff.
Singa abhreviata p. 301, Taf. IV Fig. 5, duodecimguttata p.
302 Fig. 6 (Neu-Granada) ; Keyserling, Verh.Zool. Bot. Ges. Wien
XXIX, Van BruysseUii (Pascagoula) ; Becker, Ann. Ent. Belg. XXII
p. 78, PI. I Fig. 4-6.
Meta Thorelli (Seychellen); Black wall, Proc. R. Ir. Ac. (2)
III p. 21, PI. II Fig. 15, triangularis (Amable Maria) p. 315, Taf.
IV Fig. 16, nigroventris (! Neu Granda) p. 316 Fig. 17; Keyser-
ling, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien XXIX; ungulata (Loango-K.);
Kar seh, Giebel's Zeitschr. LH p. 834, Taf. XI Fig. 5.
Nephila constricta (Lo^ugo)', Kar seh, Giebel's Zeitschr. LH p.834.
Argiope minuta (Japan); Kar seh, Baustoffe etc. p. 67; Pe-
chuelii (Chinchoxo); derselbe, Giebel's Zeitschr. LH p. 340.
Mac Cook beschreibt Epeira (?) hasüica (Texas) und ihr
eigenthümliches Gew^ebe, das aus einer Pyramide mit unregelmässig
gezogenen Fäden , einer in dieselbe sich hineinwölbenden nach dem
Typus des Radgewebes angelegten Kuppel und einem wieder aus
unregelmässigen Fäden bestehenden horizontalen , den Boden der
Pyramide und Kuppel bildenden Gewebe besteht. Proc. Ac. Nat.
Sei. Phil. 1878 p. 124 u. 133.
Epeira o&scMra (Seychellen; = nocturna Fms. .^^; Blackwall,
Proc. R. Ir. Ac. (2) III p. 15, gracilis (Danzig, ixobola Thor, nahe
stehend); Menge, Pr. Spinnen p. 558 Tab. 330 B.; punetillata (Illi-
nois) p. 304, Taf. IV Fig. 7, haltimorensis p. 305 Fig. 8, unanima
(!) p. 306 Fig. 9, uniformis p. 307 Fig. 10, venustula p.308 Fig. 11,
veles p. 310 Fig. 12, alticeps p. 311 Fig. 13 (Neu-Freiburg) ; Keyser-
ling, Verh. Zool. Bot. Ges. WienXXIX, turcica (Constantinopel; E. adi-
anta nahe stehend); Simon, Bull. Ent. Fr. 1879 p. XXXVI, pinguis
(quadrata nahe stehend) p. 68, abscissa, Stella p. 69, Senta p. 70 T.I Fig.
5, Scylla p. 71, (M.\v2iuda.) pe^itagrammica p. 72 Fig. 6, (Atea) semilunaris
p. 73 Fig. 7; Kar seh, Baustoffe etc., (Ep.) trapezoides (Magdalena);
derselbe, Stett. Ent. Zeit. 40 p. 107; chinchoxensis p. 233, semi-
annulata p. 334, Güssfeldii p. 335, lateriguttata p. 336 (Chinchoxo);
enucleata (Ceylon) p. 550, penicillipes (Loango-K.) p. 836, T. XI Fig.
5; derselbe, Giebel's Zeitschr. LH, Slateri (Reunion) p. 730 Fig. 1,
loeuples (Madagascar) p. 732 Fig. 2; Butler, P. Z. S. Lond. 1879
PI. LVIII, lathyrina (Argentin.); Holmberg, Period. Zool. I p. 283,
PI. VI Fig. L
Larinia rubrogiittulata (Amable Maria); Keyserling, Verh.
Zool. Bot. Ges. Wien XXIX p. 314, Taf. IV Fig. 15.
Cyclosa punctata (Neu-Freiburg); Keyserling, Verh. Zool.
Bot. Ges. Wien XXIX p. 312, Taf. IV Fig. 14, octotuherculata Fig.
Arch. f. Naturgesch. XXXXVI. Jahrg. 2. Bd. W
338 Bertkau: Bericht üb. die wisseDschaftl. Leistungen
8, sedeculata Fig. 9 (Japan); Karsch, Baustoffe etc. Taf. 1, formosa
(Loango-K.); derselbe, Giebel's Zeitschr. LH p. 835.
Cyrtaracbne McMrvaia (Louisiana; die länglichen Eier in einem
an einem Stiel herabhängenden Cocon von mehrfacher Wandung);
Becker, Ann. Ent. Belg. XXII p. 77, PI. II Fig. 16-19.
Gasteracanthidäe. Äetrocantha (! n. g. prope Stanneoclavem)
Falkensteinii (Chinchoxo); Karsch, Giebel's Zeitschr. LH p. 332.
Cambridge macht Bemerkungen zur besseren Kenntniss
wenig bekannter G asteracantha- Arten, P. Z. S. Lond. 1879 p.
279 ff. und beschreibt die neuen G. quadrispinosa (Austr.) p. 281,
PI. XXVI Fig. 1, Canestrinii (Antigua) Fig. 2, rimata (Ceylon) Fig.
3, Pavesii (Laos) Fig. 4 p. 282, peccans (Mauritius) Fig. 6, p. 283,
callida (Trinidad) Fig. 7, fleUlis (Sarawak) Fig. 8, harpax (ibid.)
Fig. 9 p. 284, importiina (Westküste Afr.) XXVII. 12, molesta (ibid.)
13 p. 285, crepidoplwra (Dorey) 14 p. 287, propinqua (Cambodja)
16 p. 288, claveata (Celebes) 17 , Simoni (Cap York) 18, acrosomo-
ides (Madag.) 19 p. 289, Wealii (Caffrar.) 20 p. 290, ohservatrix
21, proha (Caffr.) 22 p. 291, Bogersi (Coanza) 29 p. 292.
Atelacantha heterodoxa (Chinchoxo); Karsch, Giebel's Zeit-
schr. LII p. 330.
Caerostris stygiana (Madagascar) ; Butler, P. Z. S. Lond.
1879 p. 731, PI. LVIII Fig. 4. Auch diese Gattung hat Zwerg-
männchen; s, oben p. 319 (87).
Paraplectana pcruana (Amable Maria) ; Keyserling, Verh.
Zool. Bot. Ges. Wien XXIX p. 296, Taf. IV Fig. 2.
Solifugae.
E. Simon liefert in dem 10. seiner Mem. Aracbn.
(Ann. Ent. Fr. 1879 p. 94 ff.) eine neue Eintbeilung dieser
Ordnung , in der zumeist bisber nur die eine Gattung
Galeodes (Solpuga) unterscbieden wurde. Die Unterscbei-
dungsmerkmale, die Simon bei seinen Gattungen anwen-
det, scheinen mir wichtig genug zu sein , um hier seine
analytische Tabelle zu wiederholen.
1. Ungues setosi. Spiracula abdominalia pectinibus denticulatis
ornata. Pedum maxillarium tibia metatarsusque subtus spinis
longissimis in series 2 dispositis armata. Tuber oculif. antice
setis 2 erectis ad basim bulbosis munitum. . . Galeodes.
— Ung. glabri. Spiraculorum pect, nulli. Ped. max. subtus setis
vel spinis irregulariter dispositis instructi 2.
2. Tub. ocul. antice setis 2 munitum 3.
— „ „ setis multis et inordinatis munitum. Tarsi I ungui-
bu8 saep. carentes 5.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 339
3. Tarsi I unguibus carentes. Tars. IV 7-art. ; Metat. IV inermis
Zeria.
— Tarsi I ung-. 2 minutissimis armati ; Tarsi IV uniart. ; metat.
IV subtus spinosus 4.
4. Pedes I crassi. Ped. max. chelaeque intus spinosissimi. ^
Flagellum breve bifurcatura, digito fixo innixum . . Rhax.
— P. I graciles. P. m. ch.-qiie intus inermes ; ^ Fl. ab apice digiti
valde remotum, chelae margini laterali innixum . Gylippus.
5. Tarsi IV 7-art. Ped. max. tarsus pauUulum ad basim attenu-
atus. ^ Flag. longissimum , gracillimum , atque ad basim
eminentia lamellosa munitum. ^ Metat. ped. max. pilis plu-
mosis, scopulam formantibus dense vestitus . . Gaetulia.
■ — Tarsi IV 1-vel 3-articulati. ^ Metat. ped. max. subtus sco-
pula carens 6.
6. Cephaloth. marg. anteriore subconico valde productus. Coxae
ped. max, multo longiores quam latiores. Tarsi IV 3-art. . 7.
— marg. ant. subrectus 8.
7. Chelarum dig. fixus dentibus 1, 2, 3 longissimis fere aequali-
bus ; dentibus sequentibus multo humilioribus et obtusis. Femur
IV parum latum Mummucia.
— Ch. d. f. d. 1, 2 vel. 3 subaequalibus, dente 4-to multo magis
elevato , conico et compresso. Femur IV latum et com-
pressum Cleobis.
8. Chelae maximae : digiti ad basim dentium obtusorum seriebus
2 valde approximatis et subcontiguis armati. ^-f ^ pedes I
unguibus carentes. ^ Flagellum longum, gracillimum, sub-
setiforme Dinor(r)hax.
— Ch. modicae: d., saltem ^, dent. seriebus 2 late separatis et
divergentibus ad basim instructi. ^ Fl. nullum vel breve ac
dentiforme 9.
9. Metat. III spinis 3 fortissimis dorsalibus armatus. — Chelarum
digiti denticulo unico inter dentes praecipuos instructi. ^
Tarsi I unguiculati, ^ inermes; ^ chel. dig. fixus . . . flagello
brevi et dentiformi instructus Gluvia.
— Met. II et III sp. 5 dors. armati. Digiti dent. 2 inter dent.
praecip. instructi. ^ Q Ped. I ung. carentes. ^ chelarum dig.
fixus flagella carens . . . . , Datames.
Im speciellen Theile werden die Gattungen ausführlicher cha-
rakterisiert und mit Arttabellen versehen. Als neu werden aufge-
führt: Galeodes Olivieri (G. araneoi'des M.-JEdiü., Dastuguei L.
Duf. $ ) p. 101 (am 5ten Bauchsegment des G. barbarus ^T wird
eine grosse quere Gruppe von stabförmigen Dornen erwähnt, die in
dieser Anordnung bei keiner anderen Art bekannt sind), venator
(Fez) p. 104; Gaetulia Merope (Zanzibar) p. 112, aciculata (Algier)
p. 114, dentatidens (Weisser Nil) p. 115; Zeria (n. g.) Persephone
340 Bert kau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
(Oran) p. 118; Rhax melanocephdla (Nubien) p. 122; (Gylippu s
n. g. für Gal. syriacus JS. Simon', p. 124; Dinor(r)hax n. g. für
Rhax rostrum-psittaci E. Sim.; p. 125); Gluvia Käbüiana (Algier)
p. 121, Ätlantica (Cap Verd. I.) p. 132; Datames (n. g.) formida-
hilis (Mexico) p. 136, sulfureus (Colorado, p. 142, californicns (Mari-
posa) p. 143; Cleobis (u. g.) sdltatrix (Mexico) p. 146; Mummucia
n. g. für Gal. variegatus Gerv.; p. 150.
Der Name Gaetulia wird, weil schon 1864 von Stäl vergeben,
durch Caerellia ersetzt; ebenda Bull. p. CLXI.
Kar seh führt für Aellopus C. L. Koch (1843) den Namen
Hexisopiis ein; Stett. Ent. Zeit. 40 p. 109.
Croneberg deutet die neben dem Magen liegenden Drüsen
als Giftdrüsen und nimmt deren Ausmündung an der Maxille, zwi-
schen dieser und dem Taster an; an dem Nachweis der Möglich-
keit, dass diese Drüse eine Giftdrüse sei, fehlt allerdings noch viel.
Zool. Anz. 36 p. 450.
Gluvia Mari/ia (Magdalena), Karsch, Stett. Ent. Zeit. 40 p. 108.
Insecta.
Taschenberg's Praktische Insektenkunde liegt
nun vollendet vor mir: Bd. IT enthält Käfer und Haut-
flügler, III Schmetterlinge, IV Zweiflügler, Netzflügler und
Kaukerfe, V Schnabelkerfe und als Anhang die in den
Plan des Werkes fallenden Arachniden, Myriapoden, Krebse,
Würmer und Schnecken. Wie der Titel besagt, will der Ver-
fasser die dem Menschen als schädliche, lästige oder nützliche
Thiere näher stehenden Insekten kennen lehren, und das ist
ihm in ausgezeichneter Weise gelungen. Die Holzschnitte
geben die Thiere (meist auch ihre Entwicklungsstände)
durchweg naturgetreu wieder; neben der Beschreibung zur
Wiedererkennung ist namentlich auf die Schilderung der
Lebensweise ein besonderes Gewicht gelegt. Wenn es auch
nicht speciell auf diese Kreise berechnet ist, werden doch
auch die Fachzoologen manche Belehrung aus dem Werke
schöpfen können.
C. A. L. V. Binzer. Insekten-Kalender. Lebens-
phasen und Fraßperioden der wichtigsten schädlichen Forst-
insekten. Berlin 1878. Wiegandt, Hempel u. Parey.
Derselbe. Schädliche und nützliche Forst-
insekten. Berlin 1879. Derselbe Verlag. Die Einlei-
tung enthält eine Darlegung der systematischen Stellung
im Gebiete der Artiiropoden im Jahre 1879. 341
der Insekten und Schilderung des äusseren Baues, der an
einer Feldheuscbreche erläutert ist. Zahlreiche Druck-
fehler (Anthropoda, Anthridium, Acherantia, Myriapodae
u. a.) sind namentlich mit Rücksicht auf das Publikum,
für welches dieses Büchelchen bestimmt ist, unangenehm;
S. 3 ist eine regelrechte Mücke als „Eintagsfliege", S. 115
Orgyia antiqua c/ und Raupe zu dem Artikel über Dasych.
pudibunda abgebildet; die auf S. 87 zu Ocneria dispar
gegebenen Abbildungen eines männlichen Schmetterlinges
sind überhaupt nicht zu deuten. Möchten diese Bemer-
kungen bei einer zweiten Auflage des sonst praktischen
Schriftchens ihre Beachtung finden.
Graber's „Insekten" ist mit der 2ten Hälfte des
2ten Theiles (München 1879) S. 263—603, mit 127 Origi-
nalholzschnitten , vollendet. Diese zweite Hälfte enthält
noch Cap. VII und VIII der Lebensweise (Gattungsleben
und Zeugung der Insekten; die Insekten als Naturmacht)
und dann als wichtigsten Theil: Vergleichende Ent-
wicklungsgeschichte. Cap. I. Entwickelung im Ei;
Cap. II. Entwickelung nach dem Verlassen des Eies, Im
Allgemeinen könnte ich hier nur wiederholen, was ich in
meinem Bericht 1878 p. 365 (147) über die beiden ersten
Hefte gesagt habe: die wenigen und kleinen Irrthümer
thuen dem Werth des Werkes keinen Eintrag. Besonders
bedeutungsvoll ist die Entwickelungsgeschichte, die hier
zum ersten Male , sowohl die embryonale wie die post-
embryonale , in vergleichender Weise behandelt ist und
neben einer sorgfältigen Berücksichtigung der in der Lite-
ratur vorliegenden Angaben einen grossen Reichthum werth-
voller Originalbeobachtungen wiedergiebtt.
Einem anderen, aber diesem Zwecke nicht weniger
entsprechend als das Grab er' sehe Werk seinem, dient ein
gleichnamiges Werk von D. H. R. von Schlechtendal
und 0. Wünsche: Die Insekten. Eine Anleitung
zur Kenntniss derselben. Leipzig 1879. In 3 Abthei-
lungen. Wie der vollständige Titel ausspricht , soll das
Werk ein Mittel sein, die Namen der gewöhnlichen und
wichtigeren Insekten Deutschlands kennen zu lernen. Zu
diesem Zwecke enthält es eine analytische Tabelle zur
Bestimmung der Ordnungen, je eine analytische Tabelle
342 ßertkau: Bericht üb. die wissensGhaftl. Leistungen
zur Bestimmung der Familien, Gattungen und Arten, die,
soweit sie vollständig sind, recht brauchbar sind. Von
kleineren Ordnungen (Orthoptera, Neuroptera) sind wohl
alle in Deutschland vorkommenden Arten berücksichtigt;
von umfangreicheren nur die grösseren oder in irgend
welcher Beziehung (im Natur- oder menschlichen Haus-
halte, als Vertreter einer Familie oder Gattung) wichtigen
Arten. Die angewendeten Kunstausdrücke sind im Text
erklärt und durch Holzschnitte erläutert.
Annual Report of the Entomological Society
of Ontario, for the year 1878. Including Reports on some
of the noxious , beneficial and other insects of the pro-
vince of Ontario. Toronto 1879. Wie der Titel schon
ziemlich deutlich angiebt, ein dem praktischen Bedürfniss
der Landwirthe dienendes Buch von 61 S., zahlreichen
und z. Th. guten Holzschnitten. Originalbeobachtungen
habe ich keine darin gefunden.
Von M. Girard's „Trait6 elementaire d'Entomologie"
ist das 2te (Schluss-)Heft von Bd. II erschienen, enthaltend
die Hymenoptera Aculeata.
J. J. Bourasse. Esquisses entomologiques ou
Histoire naturelle des lusectes les plus remarquables. 9.
6d. Tours 1879.
Gli Insetti. Introduziono alla studio dell' entomo-
logia per Lorenzo Camer ano. Torino e Roma. 1879.
345 pp. mit 163 Holzschnitten. Die 160 ersten Seiten ent-
halten die allgemeine Einleitung ; der Rest eine üebersicht
der Ordnungen mit den wichtigsten Familien. Die Holz-
schnitte sind vielfach Copieen; der Text lehnt sich meist
an Lehrbücher an.
D. Kompfe. Die Insekten. Naturgeschichtliche
Aufsätze über Freunde und Feinde der Landwirthschaft
unter den freilebenden Thieren. Leipzig und Mainz 1879.
8vo. 146 S. mit 2 Taf.
J. Maurice. Relations entre les faunes ento-
mologiques d'Europe et d'Amerique; Bull, scient.
departement du Nord. 1879 p. 108 ff.
FortgesetzteEntomologiskeUnders^gelser i S^n-
dre Bergenhus Amt af J. Sparre Schneider kommen
zunächst nur den Coleopteren und Lepidopteren zu Gute;
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 343
von deD ersteren werden 4, von den letz>.eren 12 weitere
Arten gemeldet und dadurch deren Zahl auf 361 , resp.
247 erhöht; vgl. d. Ber. 1876 p.315 (107). Forh. iVidensk.
Selsk. i Christiania. 1879 Nr. 2.
A. Fauvel's „Aunuaire entomologique pour 1879,
Caen, chez Fauteur, Paris, chez L. Buquet, das auf S. 67
ff. Especes nouvelles de la fauue gallo-rhenane, Synony-
mies, Especes critiques, des faunes locales, captures nou-
velles, moeurs des especes enthält, habe ich nicht einsehen
können.
M'Lachlan berichtet über die von Feilden und
Hart zwischen 78<^ und 83« n. Br. gesammelten Insekten
(und Arachniden). Es sind im Ganzen 60 Arten und zwar
5 Hymenopteren, 1 Käfer, 13 Schmetterlinge, 15 Fliegen,
1 Wanze, 7 Pelzfresser, 3 Springschwänze, 6 Spinnen, 9
Milben, die aber nur z. Th. genau bestimmt sind. Journ.
LiHn. Soc. Lond. XIV p. 98 ff.
Insects affecting the Cranberry, with remarks
on other injurious Insects. By A. S. Packard jr.
X. Ann. Rep. "u. S. Geol. Surv. for 1876 p. 521 ff. (1 Ci-
daria, 2 Tortrix, 1 Anchylopera, 1 Cecidomyia, Anthono-
mus, DiplosiS; Monohammus, Tremex).
Hagen. Museum Pest observed in the Entomologi-
cal Collection at Cambridge. Proc. Bost. Soc. XX p. 56
ff. Hagen lernte als die Insektensammlung schädigende
Thiere Dermestes lardarius; Attagenus megatoma, (pellio;
Anthrenus museorum), varius, Scrophulariae ; Ptinus für;
Tribolium ferrngineum; Atropus divinatorius; Clothilla
pulsatoria; Oecophora flavifrontella; Tyroglyphus sp. kennen.
West wo od ergänzt im Rep. Brit. Ass. Advanc. of
Scienc. Hagen's Adress Amer. Library Association „On
the Insects which injure books." (Aglossa pingui-
nalis; Termiten, Anobium pertinax und striatum; Hypothe-
nemus eruditus ; Blatta orientalis; Lepisma saccharina;
Cheyletus eruditus).
Mrs. V.O. King schreibt über Phos phorescen t In-
sects. Their Metamo rph os i s mit phylogenetischen
Seitenblicken. Amer. Nat. 1878. p. 354 ff und p. 662 ff.
C. R 0 n d a n i liefert ein Suppl. alla sec. Parte :
Vittime seines Repertorio degli Insetti parassiti
344 Bert kau: Bericht üb. die wissenscbaftl. Leistungen
e delle loro vittime; Bull. Eni Ital. X p. 91 ü., 161 ff.
Coleoptera, Hymenoptera, Diptera, Hemiptera.
Von Nördlinger's Lebensweise von Forst-
insekten oder Nachträge zuRatzeburgs Forst-
insekten ist eine zweite vermehrte Auflage , Stuttgart
1880, erschienen. Coleoptera p. 1 — 44, Lepidoptera p.
45—54, Hymenoptera p. 45—59, Diptera p. 59—61, Rhyn-
chota p. 62 — 64, Neuroptera p. 64, Arachniden p. 65. Zu
den Vermehrungen haben neben eigenen Beobachtungen
namentlich P er ris' Abhandlung über die Insecten der Pinus
maritima und L. v. Heydens Käfer von Nassau das Ma-
terial geliefert.
E. Robert macht darauf aufmerksam, dass manche
polyphage Insekten doch innerhalb derselben Pflanzen-
familie bleiben. Entomologie et Botanique in Les
Mondes, 47 Nr. 11 (Novbre.) p. 430 ff.
Trail fährt in der Aufzählung und Besprechung der
Scottish Galls fort; Scott. Naturalist XXIX p. 203.
Ormerod macht eine Eichenblattgalle bekannt, deren
Erzeuger weder eine Cynipide noch eine Cecidomyide ist;
positive Angaben fehlen. E. M. M. XV p. 197.
Carpenter undSaunders untersuchten denEinfluss
des Insektenpulvers (Pyrethrum roseum und carneum) auf
verschiedene Insekten und fanden ihn dem guten Rufe
desselben entsprechend; Amer. Natur. 1879 p. 176 u. 572.
Dr. H. Hagen. Larvae of Insects discharged
through the Urethra; Proc. Bost. Soc. Nat. Hist. XX
p. 107 ff. Hagen berichtet von der Larve einer Homalomyia
(Wilsoni = scalaris ?), die angeblich einem Knaben durch die
Urethra abgegangen war; da sich aber Hagen nicht die
Möglichkeit denken kann , dass ein Insekt in der Blase
lebe , so ist er geneigt , einen Beobachtungsfehler anzu-
nehmen. Er stellt zum Schluss die Literatur über diesen
Gegenstand zusammen.
Ueber springende Insektencocons s. Dewitzu. Paasch
in den Sitzber. Gesellsch. Naturf. Freunde 1879 p. 31 und
81 (Conchylodes- und Cryptus-art) ; vgl. d. Ber. 1876 p.
319 (111). (Dieselbe Erscheinung melden bereits Kirby
und Spence, Introd. Entom. II p. 296; neuerdings machte
im Gebiete der Arthropoden im Jahro 1879. 345
zuerst Brischke wieder darauf aufmerksam in denDanz.
Schriften, N. F., 2. Bd. 1. Heft Nr. 6).
E. Brandt hat seine Specialuntersuchungen über
das Nervensystem einzelner Insektenordnungen und die
Wandlung, die dasselbe bei der Entwickelung der Larve
zum vollkommenen Insekt erfährt, zu einer vergleichend-
anatomischen Skizze des Nervensystems der In-
sekten vereinigt; Horae Soc. Ent. Ross. Bd. XV Taf. III
und IV und macht ebenda über die Metamorphose des
Nervensystems der Insekten, Taf. V und VI allge-
meine Angaben. Das Nervensystem des fertigen Insektes
wie der Larve besteht mindestens aus 2, gewöhnlich aber
aus einer grösseren Zahl von Knoten, von denen der vordere
über dem Schlünde liegt und, wie auch schon Flögel her-
vorhob, nicht nur bei den durch besondere Intelligenz sich
bemerkbar machenden Arten Windungen besitzt ; nicht die
Grösse dieses gangl. supraoesoph. , sondern die Entwick-
lung der Halbkugeln und namentlich der Gehirnwindungen
steht in einem gewissen Zusammenhang mit den geistigen
Fähigkeiten. Die Ocellarnerven entspringen nicht von den
gestielten Körpern (Dujardin), sondern aus der mittleren
Einbuchtung zwischen den Halbkugeln, entweder getrennt
(Hymenopteren), oder mit gemeinsamer Wurzel (Dipteren).
Die Oberlippe erhält ihre Nerven von der Schlundcom-
missur. Die höchste Zahl der Bauchganglien ist 12, in
welchem Falle das erste als unteres Schlundganglion dem
Kopfe , die drei folgenden der Brust , die 8 letzten dem
Hinterleibe angehören. Diese Zahl ist aber selten ausge-
bildet; gewöhnlich sind verschiedene Knoten mit einander
zu einem complicierteren Knoten verschmolzen. Tritt diese
Verschmelzung bei allen ein, so ist nach Brandt's Aus-
drucksweise ein ganglion infraoesoph. nicht vorhanden,
d. h. dasselbe ist dann aus dem Kopfe in die Brust ge-
rückt und bildet hier den vordersten Theil der gesammten
Brustnervenmasse. Aus derselben gehen nach hinten pferde-
schweifartig die Nerven für die einzelnen Brust- und Bauch-
segmente paarig ab; nur bei einigen Dipteren (z. B. Musca)
ist ein medianer Faden vorhanden (vgl. indessen unten
Lindemann unter Dendroctonus). Die Art und Weise,
wie die einzelnen Nervenknoten verschmelzen, ist eine sehr
346 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
mannigfaltige ; nicht immer ist das letzte , sondern sehr
häufig das vorletzte Baiichganglion das compliciertere und
aus mehreren einzelnen Knoten verschmolzen. Das vorderste
Brustgauglion bleibt gerne einfach, während mit dem hin-
teren gewöhnlich mehrere der vorderen Bauchganglien ver-
schmelzen, üebrigens variiert die Zahl der Bauchknoten
nicht nur innerhalb sehr enger systematischer Grenzen,
sondern sogar nach dem Geschlecht, namentlich bei den
Hymenopteren, wo bei einer Verschiedenheit meist die $
einen Knoten mehr haben.
Als Grundform des embryonalen Nervensystems lässt
sich eine durch doppelte Commissuren verbundene Kette
von 17 Ganglien ansehen, von denen 4 auf den Kopf, 3
auf die Brust und 10 auf den Hinterleib kommen. Aber
bei den Dipteren ist die Bauchkette selbst im embryonalen
Zustand bereits durch eine centrale Nervenmasse ersetzt.
Aus dem embryonalen Nervensystem entwickelt sich das
der Larve, indem mindestens das 2., 3. und 4. Kopfgang-
lion verschmelzen und das ünterschlundganglion bilden
und auch die Zahl der Bauchknoten durch Verwachsung
sich auf 8 reduciert. Hat das fertige Insekt eine geringere
Zahl von Nervenknoten als die Larve, so sind bei der
Metamorphose einzelne Knoten verschmolzen; eine Auf-
lösung findet nirgends Statt. Geht aber aus einer Larve,
deren unter dem Schlünde liegende Nervenmasse keine
gesonderte Knoten erkennen lässt, ein Insekt mit getrenn-
ten Bauchknoten hervor, so hat sich vorne gewöhnlich das
Infraösophagealganglion abgeschnürt und ist nach vorn ge-
rückt, während sich hinten eine verschiedene Zahl von
Knoten differenziert haben und nach hinten auseinander ge-
rückt sind. Unter den Knoten des fertigen Insekts unter-
scheidet Brandt drei Typen: embryonale, d. h. solche,
die vom Embryo her einfach geblieben sind, z. B. g. su-
praoes ., einige Bauchganglien ; Larvenknoten, d. h.
solche, welche durch Verschmelzung von embryonalen ent-
standen sind, aber einfach erscheinen, z. B. g. infraoes.,
letzter Bauchknoten; endlich metamorphische, d. h.
solche, die durch Verschmelzung von Larvenganglien ent-
standen sind.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 347
N. Wagner. Sur la structure des ganglions cöphali-
ques des Insectes. C. R. 89 p. 378.
Ueber die Entwickelung des Rtickengefässes
und speciell der Muskulatur bei Chironomus und
einigen anderen Insekten giebt A. Jaworowski einige
Mittbeilungen, die bauptsäcblicb Bestätigungen und Er-
weiterungen einiger früherer Angaben Grabe r's enthalten.
Der Verfasser zeigt nämlich, dass bei ganz jungen Larven
von Dipteren die Herzanlage aus halbkreisförmigen kon-
traktilen Zellen besteht, die im weiteren Verlauf der Ent-
wickelung in der oberen und unteren Medianlinie sich
miteinander vereinigen, entweder durch directe Verwach-
sung oder durch ein dazwischentretendes, sehniges Band;
wo dieses letztere herstamme, wird nicht erörtert. Schon
in ganz jungen Larven besitzen einzelne der erwähnten
Muskelzellen in das Lumen hineinragende Fortsätze, die
bei einigen später verschwinden, bei anderen sich zu den
bekannten interventrikulären Klappen ausbilden. Diese
letzteren sind somit ihrer Entstehung nach T heile einer
Muskelzelle und bleiben auch einzellig; die Behauptung
ihrer Zusammensetzung aus mehreren Zellen erklärt sich
wohl aus den warzenförmigen Wucherungen , die sich in
einem gewissen Stadium auf ihrer Oberfläche zeigen. In-
sofern scheint ein Zusammenhang zwischen diesen Klappen
und den Ostienklappen zu bestehen , als die ersteren bei
stärkerer Entfaltung der letzteren ganz fehlen können.
In den Notes on the Pygidia and Cerci of In-
sec.ts behauptet H. Davis die Homologie zwischen den
Cerci der Blattiden und dem Pygidum des Flohes; ein
Pygidium fand er ausserdem bei verschiedenen Orthopthera
Saltatoria, wo er Theile der Legescheide für Homologa
desselben ansieht, und bei Chrysopa. Diese Organe sind
nach ihm Sinnesorgane, indem sie Fühlhaare angehäuft
enthalten, und somit hinteren Fühlern entsprechen, und
zwar verrathen diese Haare dem Thier die Annäherung
eines Feindes von hinten, indem sie durch die Bewegung
der Luft gereizt werden. (Auch nicht übel !) Journ. R. Mi-
crosc. Soc. II p. 252 ff.
Eine umfangreiche Abhandlung Ueber Insekten-
348 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
flu gel hat G. E. Adolph in den Nov. Act. Ksl. Leop.
Carol.-D. Akad. d. Naturf., Bd. XLI, Pars II, Nr. 3 p. 215
ff., T. XXVII— XXXII veröffentlicht. Der Verfasser wen-
det den von verschiedenen Beobachtern gelegentlich er-
wähnten Falten in dem Insektenflügel ein eingehendes
Studium zu. Er findet, dass im Hymenopterenfltigel neben
den echten Adern , die hier mit wenigen Ausnahmen con-
vex über der Oberseite hervorragen, Falten existieren, deren
Zahl saumwärts zunimmt , und die hier in regelmässiger
Reihenfolge als convexe und concave Venen abwechseln.
Ebenso ist es bei den Ephemeriden, wo convexe und con-
cave Venen vorhanden sind; die letzteren gehen aus Tra-
cheenanlagen hervor, während die ersteren unabhängig von
Tracheen entstehen und erst später Tracheen erhalten.
Auch bei den Schmetterlingen existieren neben den Venen
(concave) Falten; namentlich in der Mittelzelle eine Gabel-
falte, die in manchen Arten mit reicher geäderten Flügeln
geradezu durch eine concave Vene ersetzt ist; saumwärts
nimmt auch hier die Zahl der Falten zu. Aus einer Ver-
gleichung mit Landois' entwickelungsgeschichtlichen Unter-
suchungen über den Schmetterlingsflügel geht hervor, dass
diese Falten genau die Lage wie die Stämme der „ge-
knäulten" Tracheen haben, von denen allerdings ein Theil
resorbiert wird, ohne eine Spur zu hinterlassen. Die Mög-
lichkeit, dass sie wirklichen Falten im zusammengeknitter-
ten Puppenflügel entsprechen (vgl. Zeitschr. f. Zool. XXI
p. 312) scheint mir Adolph zu wenig in Betracht gezogen
zu haben. Die definitiven Venen knüpfen an die Anlage
von Tracheenstämmen im Puppenstadium an (Müller's Be-
obachtungen über diesen Gegenstand sind dem Verfasser
unbekannt geblieben; s. d. Ber. 1879 p. 76 (420)), mit Aus-
nahme der (concaven) Costalrippe, die sich aus dem vor-
dersten der geknäulten Tracheenstämme entwickelt. Bei
Dipteren ist ebenfalls neben den convexen und concaven
Venen ein convexes und concaves Faltensystem vorhanden,
das hier wie in den anderen Ordnungen nicht minder
regelmässig ist wie die echten Adern. Da nun bei den
Hymenopteren verkümmerte oder abortierte Venen genau
in der Gestalt der erwähnten Falten auftreten, so deuten
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 349
diese überhaupt auf ein reicheres Adernetz hin, das den
Hymenopteren, Dipteren und Lepidopteren früher eigen-
thümlich war. Ein specieller Theil ist dem Studium ab-
normer Adern bei den Hymenopteren gewidmet, d.h. sol-
chen, die gewöhnlich bei der betreffenden Art nicht vor-
kommen. In den meisten Fällen lässt sich aber eine Ho-
mologie einer solchen überzähligen Ader mit einer im
näheren oder entfernteren Verwandtschaftskreise normal
auftretenden nachweisen. Besonders reich an solchen ist
die Honigbiene, namentlich die Drohne, und hier kommen
auch Adern vor, die bei den jetzigen Hymenopteren nor-
mal nicht mehr ausgebildet werden und wahrscheinlich als
Atavismus (in Folge von Bastardierung) aufzufassen sind.
— Trotz der vielfachen Gegenbeweise hält der Verfasser
an der Homologie des Insektenflügels mit Kiementracheen
der Ampbibiotica fest.
„Ueber die morphologische Deutung der Insekten-
flügel"; von G. V. Hof mann, Jahresber. akad. naturw. Ver.
Graz V (1879) p. 53 ff.
Hagen berichtigt den oft ausgesprochenen Irrthum,
dass importierte Bäume von den einheimischen Insekten
verschont blieben, dadurch, dass er die Zahl der Insekten
angiebt, die in. Amerika und Europa auf Pinus strobus und
ßobinia Pseud-Acacia beobachtet sind. Ersterer Baum nährt
in seiner Heimath 12 Coleoptera, 1 Hymenopteron, 1 He-
mipteron; in Amerika 41 Coleoptera, 7 Hymenoptera, 15
Hemiptera, 3 Lepidoptera, 1 Termes; auf R. Ps.-Ac. leben
in Europa 3 Coleoptera, 3 Lepidoptera, 1 Hymenopteron ;
in Amerika 4 Coloptera, 7 Lepidoptera, 2 Hemiptera, 2
Diptera ; keine der amerikanischen Arten ist mit den euro-
päischen Feinden identisch. Psyche, IL p. 210 f.
ßrischke veröffentlicht Tabellen, welche den Procent-
satz von mit Schmarotzern behafteten Kaupen der haupt-
sächlichsten Kiefernverderber (Sphinx pinastri; Gastro-
pachi Pini; Trachea piniperda; Fidonia piniaria) während
der Jahre 1869 und 1873— 76 zeigen; Schriften . . . Danzig
N. F. IV. Bd. 2 H. Nr. 7.
E. Ormerod theilt seine Beobachtungen über den Ein-
fluss, den die Kälte des letztvergangenen Winters auf die
350 Bert kau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Larven verschiedener Insekten ausgeübt hat, mit; Transact.
Ent. Soc. Lond. 1879. p. 127 ff. Fast alle (Ceutorrhynchus
sulcicollis, Otiorrhynchus sulcatus, Scolytus destructor, Ma-
mestra Brassicae, Zeuzera Aesculi, Pieris Napi, Cynips-
arten, Aspidiotus conchiformis, Thrips, Phytoptus) hatten
die Kälte ohne Schaden ausgehalten.
Jousset de Bellesme. Sur une fonction de
direction dans le vol des Insectes. C. R. 89 p. 980.
Da die Insekten (mit Ausnahme von Libelluliden ?) nicht
v^ie die Vögel durch Aenderung des Winkels ihrer Flügel
den Flug lenken können, so dienen hierzn andere Theile,
die geeignet sind, den Schwerpunkt des Körpers zu ver-
rücken: bei den Hymenopteren der Hinterleib, bei den
Orthoptera Saltatoria die langen Hinterbeine u. s. w.
Jourdain's Eecherches sur la nutrition des
Insectes, Compt. Rend. T. 87. p. 334 beschränkten sich
auf das Gv^ichtsverhältniss in den verschiedenen Alters-
stufen und zeigen in einer Curve die rapide Zunahme des
Gewichts während des Larvenlebens bis zu einem Maximum,
allmähliche Abnahme in den letzten Tagen desselben und
während des Puppenstadiums und plötzliche Abnahme beim
Uebergange zur Imago, letztere wesentlich bedingt durch
den Verlust der Puppenhaut und die excretorische Thätig-
keit.
J. Wood-Mason's „Morphological Notes be-
aring on the Origin of Insects (Trans. Ent. Soc.
Lond. 1879 p. 145 ff.) führen bei Blattiden und Thysanuren
einige Körpertheile auf, die mit entsprechenden Theilen
von Myriapoden und Crustaceen homolog sind. So haben
Machilis und Blatta-embryonen an Stelle des bei Pauropus
wohlentwickelten Astes an dem Fühlerstiel eine kleine
Papille, und dass diese jenem beweglichen Ast homolog ist,
beweist ein Indisches Lepisma, bei welchem die Papille
durch einen vollkommenen, artikulierenden Ast ersetzt ist.
Die Mandibeln haben bei Machilis ganz die Gliederung
und Artikulation der Chilognathen. Die bekannten Anhänge
an den 2 hinteren Beinpaaren der Machilis werden gleich
denen von Scolopendrella den Anhängen bei Crustaceen
homologisiert und ebenso wird die genaue Uebereinstim-
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 351
der app. anales in Blatta mit denen von Machilis nachge-
wiesen. Die meisten hier beregten Punkte sind diH'ch Holz-
schnitte erläutert.
Von M. Girard's Les metamorphoses des In-
sectes ist die fünfte Auflage, Paris 1878 erschienen, p.
I— VIII, 1-368.
Die Betrachtungen über die Verwandlung
der Insekten im Sinne der Descendenz-Theorie
von Dr. Fr. Brauer in denVerh. Z.B. Ges. Wien XXVIII
p. 151 ff. behandeln einige Punkte, in denen Brauer von
Mayer (nicht Meyer, wie ßr. ausnahmslos schreibt) und
Graber missverstanden wurde. Brauer hält nach wie vor
gerade die Larvenformen für die Ermittelung der Phylogenie
für wichtig und weist Mayer im einzelnen mache Unrich-
tigkeiten nach; ebenso werden einige Irrthümer Graber's
berichtigt und z. Th. dieselben Bemerkungen gemacht, die
ich in diesem Berichte (1878 p. 365 (147)) ebenfalls glaubte
machen zu müssen.
Cameranotheilt die Insektenmonstrositäten der Samm-
lung des Turiner Museums unter theilweiser Abbildung in
Holzschnitt mit; Att. d. R. Acc. d. Sei. d. Torino XIV. p.
148 ff. (Carabus galicianus, Broscus politus, Chlaenius nigri-
cornis, Abax contracta mit unregelmässiger Skulptur der
Flügeldecken; Chlaenius holosericeus mit zweiästiger Tibia,
Ocypus similis mit abnorm grosser rechter Mandibel, Athous
niger mit monströsem Pronotum, Polistes gallica $ mit links-
seitiger Verschmelzung des vierten und fünften Hinterleibs-
segments, Gryllus melas mit Andeutung einer Fünftheilung
des rechten Hintertarsus; Ischnotarsus luscus mit drei-
gliedrigem rechten Fühler ; Bombyx Trifolii mit kleinerem
rechten Fühler).
Ritzema Bos macht 2 Monstrositäten per accessum
bekannt; Tijdschr. v. Eni XXII. p. 206 ff. PI. 11. Fig. 1—5.
Ein cT "^on Dyt. marginalis trägt an seiner rechten vorderen
Coxa, die bisquitförmig ist, 3 Beine ; das erste normal und
an der normalen Stelle; die beiden anderen hinter dem
ersten, dicht an einander gerückt und etwas kleiner;
Schenkel und Schienen sind an den letzteren ausgebildet;
von den Tarsen nur die die Saugscheibe bildenden ver-
352 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
breiterten Grundglieder. — Eine Saperda carcharias hat
neben dem normalen linken Fühler einen kleinen vier-
gliedrigen Stummel eines zweiten Fühlers; s. auch Sim-
roth in Giebel's Zeitschr. LH. p. 311.
Kokouyew beschreibt einen Omaseus vulgaris, der
an seinem rechten Vorderbein drei z. Th. verschmolzene
Tibien mit je einem vollkommen gleichmässig ausgebildeten
Tarsus besitzt; im übrigen war das Exemplar ganz normal
entwickelt. C. R. Ent. Belg. 1879 p. II mit Holzschnitt.
Raupe von Laria V-nigrum mit entwickelten Füh-
lern; Jahresh Württemberg, 35 p. 61 ff.
Dewitz macht eine Puppe von Hyalurga vinosa be-
kannt, die am 7, 8, 9. Segment je ein Paar wohl ent-
wickelter Bauchfüsse hatte; ob hier eine Monstrosität oder
eine normale Bildung vorliegt, und ob in letzterem Falle
auch der Schmetterling die Bauchfüsse behält, war nicht
zu entscheiden, da nur ein Exemplar der Puppe vorlag.
Sitzgsber. Ges. Naturf. Freunde; 18. Febr. 1879 und Ent.
Nachr. 1879 p. 119.
Rudow berichtet über 11 Fälle von unregelmässigem
Flügelgeäder bei Hymenopteren, speciell Blattwespen (Hylo-
toma violacea, enodis, rosarum; Schizocera furcata; Em-
phytus microcephalus, grossulariae; Eriocampa adumbrata ;
Seiandria serva ; Taxonus nitidus ; Nomada dentipes n. sp.)
E. Nachr. 1879. p. 209 ö.
Westwood schreibt on some unusual monstrous
Insects; Trans. Ent. Soc. Lond. 1879. p. 219 ff. PI. VI,
VIL (Meist aus älterer Literatur entlehnt).
Dewitz beschreibt die Larve einer Atta insular is
Guerln mit ausgebildetem fünfgliederigem Fuss ; Zool. Anz.
23. p. 134.
H. Goss fährt in seinen Introductory papers on
fossil entomology fort; E. M. M. XV. p. 169 ff., 226 ff.,
245 ff; XVI. p. 7. ff., 25 ff 124 ff
Es werden die Insektenreste besprochen, wie sie aus
den einzelnen Formationen bekannt geworden sind (Kohle,
Perm, Trias, Jura, Eocän, wobei Jura wieder weiter ge-
gliedert erscheint). Die neuesten Anschauungen sind nicht
überall berücksichtigt; so sind z.B. die Fulgorina- arten
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 353
Goldenberg's zweifelsohne als Rhynchoten aufgeführt, wäh-
rend dieselben Fliigelreste nach Brongniart einem Chau-
liodes angehört haben. Auch macht es nicht den besten
Eindruck, wenn Wettin und Löbejün nach Westfalen ver-
legt werden; vgl. d. Ber. 1878. p. 400 (182).
Scudder macht An insectwing of extreme sim-
plicity from the coal-formation bekannt; Proc. Bost.
Soc. N. H. XIX. p. 248. Der im Vergleich zu seiner Länge
sehr breite und in der Analgegend breit gelappte Flügel
zeigt 6 paarweise angeordnete Hauptadern und kann daher
als eine Bestätigung der Richtigkeit der Anschauung an-
gesehen werden, die als die Grundform des Insektenflügels
einen solchen mit 6 paarweise verbundenen Hauptadern an-
nimmt. Der Rest wird einer Ephemeride, Euephemerites
prmordialiSj zugeschrieben.
Derselbe handelt über The early types of In-
sects; or the origin and subsequence of Insect life in
Palaeozoic times; Memoires Bost. Soc. Nat. Hist. Vol.
in. Part. I. p. 13 ff. Er nimmt die Packard'sche Ein-
theilung der Insekten in Metabola (Diptera, Lepidotera,
Hymenoptera) und Heterometabola an und hebt die Unter-
schiede zwischen beiden Gruppen hervor, die sich in der
verhältnissmässigen Grösse des Prothorax, der Vorderflügel,
der Beschaffenheit der Vorderflügel und Mundwerkzeuge,
sowie der Larvengestalt und Puppe zeigen; vielleicht Hessen
sich die ersten auch passend Sternoptera, die letzteren
Gastroptera nennen. Alle paläozoischen Insekten gehören
zu den Heterometabola; von den Metabola zeigen sich die
ersten Spuren im Jura (Dipteren im Lias, Lepidopteren
und Hymenopteren im mittleren Oolith). Von den Hetero-
metabola sind die höheren Ordnungen (Coleptera und
Rhynchota) in der Kohlenformation nur durch spärliche
Reste vertreten, die Orthopteren und Neuropteren durch
die niederen Familien : 0. Saltatoria sind nur spärlich be-
kannt geworden, die Schaben dagegen so zahlreich, dass
sie fast die Hälfte sämmtlicher Insekten der Kohlenfor-
mation ausmachen ; Neuroptera (im Sinne der Neueren)
sind sehr spärlich, Pseudoneuroptera zahlreich vertreten.
Daneben kommen auch die jetzt ganz verschwundenen
Archiv für Naturg., XX XXVI. Jahrg. 2. Bd. X
354 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Palaeodictyoptera Gdldhg. vor, die eine Verschmelzung der
Charaktere der Orthoptera und Neuroptera zeigen; ausser
Eugereon, Dictyoneura, Paolia und Haplophlebium rechnet
Scu dderauch Protophasma Dumasii JBrongn.^ das nach ihm
Nichts mit den Phasmiden zu thun hat, in diese Ordnung.
Mit Ausnahme eines Orthopteren und zweier Käfer hatten
alle paläozoischen Insekten gleichgebaute, häutige Vorder-
und Hinterflügel, deren Geäder in den verschiedenen Ord-
nungen mehr als jetzt übereinstimmt.
Wallace spricht sich in der Nature, XX. p. 582,
wieder für die Lepidopterennatur der Breyeria Bori-
nensis aus; vgl. Preudhomme de Borre in den C. R.
Ent. Belg. 1879. p. LXXVII ff.
Thysanura.
C. Parona macht einen Saggio di un Catalogo delle
Poduridi italiane; Att, Sog. Italiana Scienz. natur. Vol. XXI.
In demselben giebt er zunächst eine vollständige Bibliographie, die
hauptsächlichen Resultate von Uljanin's entwicklungsgeschichtlichen
Studien dieser Ordnung und dann eine Beschreibung (nicht blosse
Aufzählung) von 40 in Italien beobachteten Arten.
L. und 0. M. Reuter zählen die während einer Reise in
Schottland, Shetland und Orkney-I., Morayshire, Perth) gesammelten
Collembola (21) und Thysanuren (1) auf, die mit Ausnahme von
Degeeria cincta und 2 als neu angesehenen Arten auch in Scandi-
navien beobachtet sind; 4 der bereits beschriebenen Arten sind in
der Lubbock'schen Monographie noch nicht als britisch erwähnt.
The Scottish Naturalist V. p. 204 fif.
Isotoma cotca (Orkney-I.); L. und 0. M. Reuter a. a. 0.
p. 207.
Beckia argentea Lubb. in der Falkensteiner Höhle; Fries,
Zool. Anz. 24. p. 154.
Anurida crassicornis (Perth); L. und 0. M. Reuter a. a. 0.
p. 208.
Rhyncbota.
Bergroth vervollständigt das Verzeichniss Horväth's
von den Europa und Nordamerika gemeinsamen Arten
durch Hinzufügen folgender: Zicrona caerulea; Corizus
liyalinus; Emblethis arenarius; Aradus cinamomeus; Miris
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 355
laevigata; Trigonotylus ruficornis; Salda littoralis; Limno-
porus rufoscutellatus; Philaenus lineatus. — E. Nachr. 1879.
p. 38 und 108.
Reuter macht Mittheilungen über die geographische
Verbreitung einiger Arten; Bull. Ent. Fr. 1879. p. XLI.
Diagnoses Hemipterorum novorum scripsit 0.
M. Reuter; Öfv. Finsk. Vetensk. Soc. Förh. XXI. p. 30 ff.
Derselbe macht kritische Bemerkungen zji den 1858
von Stäl aus Sibiren und dem russischen Amerika be-
schriebenen Arten und beschreibt neue Arten aus der Pro-
vinz Irkutsk; ebenda p. 42 ff.
Derselbe erörtert die Frage nach der Herkunft und
geographischen Verbreitung der sibirischen Arten, vorzüg-
lich nach den Angaben J. Sahlberg's (s. d. Ber. 1879
p. 202 (546)); ebenda p. 64 ff.
Derselbe führt zahlreiche Fälle von Mimikry unter
denHemipteren, ihren Larven und Nymphen, an, deren einige
ausführlich beschrieben werden; die Fälle der Mimikry
werden zum Schluss gruppiert und für jede Gruppe ein
oder mehrere Beispiele angeführt; manche der ;,Mimen^
müssen allerdings auf Kurzsichtigkeit rechnen; ebenda
p. 143 ff
J. Bolivar beschreibt neue Hemipteren des Madrider
Museums; die meisten derselben stammen von Zanzibar;
An. Soc. Esp. Hist. Nat. VIII. p. 133 ff.
Homoptera nonnulla americana nova vel minus
cognita descripsit Jac. Spängberg. Öfv.K. Vetensk.-Akad.
Förh. 1879 Nr. 6. p. 17 ff. Taf. IV, XVI.
ühler giebt Notices of the Hemiptera-Hetero-
ptera in the Coli, of T. W. Harris. Proc. Bost. Soc. XIX.
p. 365 ff (162A).
F. B. White beschreibt neue Hemiptera, zumeist vom
Amazonenstrom. Journ. Linn. Soc. Lond. XIV. p. 482 ff.
List of the Hemiptera collected in the Ama-
zons .... By F. Buchanan-White; Trans. Ent. Soc.
Lond. 1879. p. 267 ff. (25 A.).
C. Berg beschreibt in den Anal. Soc. Cientif. Argent.
Tom. VII und VIII neue Arten, die in dem folgenden
Werke ebenfalls als nn. spsp. aufgeführt werden.
356 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Hemiptera Argentina enumeravit speciesque novas
descripsit C. Berg; Buenos-Ayres & Hamburg 1879. pp. VllI
und 308. Von Hemipteren sind 268, von Homopteren 116
Arten aufgezählt, unter denen eine grosse Anzahl neu ist
und manche die Aufstellung einer neuen Gattung nöthig
machen. Die Phytophthires sind nicht mit aufgezählt, doch
verräth der Autor, dass Phyllox. vastatrix sich auch in
Argentinien gezeigt habe.
J. Bolivar und C. Chicote zählen die in Spanien
und Portugal beobachteten Hemipteren auf; An. Soc. Esp.
Hist. Nat. Vin. p. 147 ff.
Douglas fügt einige Arten der Englischen Fauna
hinzu; Ent. Monthl. Mag. XV. p. 201. f.
Reuter fährt in seinen Bemerkungen zu einigen
Britischen Heteropteren fort; ebenda XVI. p. 12 ff.
Derselbe bringt einen Nya Bidrag tili Abo och
Alands skärgärds Hemipterfauna; Medd. afSoc. pro
Fauna et Flora fennica. 5. H. (1880) p. 160 ff. (140 Hetero-
ptera, 134 Homoptera).
Sn. van Vollenhoven's ;,Hemiptera - Heteroptera
Neerlandica" etc. sind nun auch separat erschienen (22
Plat, pp. I— XII, 1—368). Es sind darin 280 Arten auf-
geführt, von denen 239 in sehr charakteristischer Weise
abgebildet sind; ein ausführlicheres Referat s. Ent. Monthl.
Mag. XV. ]). 192. Ein Bijvoegsel etc. in der Tijdschr.
V. Entom. XXII. p. 227 ff. PL XIL Fig. A— F fügt 5 weitere
Arten hinzu: den mit Pachym. Pini confundierten P. phoe-
niceus Bossi und die seitdem neu aufgefundenen Arten
Berytus montivagus, Lygus coccineus, Monanthia ciliata und
Salda pilosella.
E. Pierret veröffentlicht einen Premier Essai d'un
catalogue des Heteropteres de Belgique; Ann. Ent.
Belg. XXn. p. 5 ff.
A. Puton hat den 2ten Theil seiner Synopsis des
H^mipteres Heteropteres deFrance erscheinen lassen;
Lille und Paris 1879; p. 83-159. Enthält die Tingiden,
Phymatiden, Aradiden, Hebriden, Hydrometriden.
Die Beiträge zu einem Verzeichniss der In-
sektenfauna Graubündens beginnt E. Killias mit
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 357
einer Aufzählung der bisher in Graubünden beobachteten
Heteroptera. Es sind bis jetzt 280 Arten au%efunden, un-
gefähr ein Sechstel der aus ganz Europa und die Hälfte
der aus der Schweiz bekannt gewordenen Arten. Jahresber.
Naturf. Gesellsch. Graubündens. N. F. XXII. p. 42 ff.
Auf Gredler's Heteroptera der Rhynchota Tiro-
lensia lässtM. Mayr dieHomoptera (Cicadinen) folgen.
Es sind 158 Arten aufgezählt mit Angabe ihrer Verbreitung
innerhalb des Gebietes. Ber. d. naturw.-med. Vereines in
Innsbruck. X Jahrg. 1879. p. 79 ff.
G. Cavanna's Note sopra Emitter! Italiani in
dem Bull. Ent. Ital. X. p. 260 ff. sind faunistischer Natur.
W. L. Distant. Contributions to a knowledge
oftheHemipterous Faun aof Madagaskar. Transact-
Ent. Soc. Lond. 1879. p. 209 ff. PI. V. (12 A.)
Horväth zählt 80 in China und Japan gesammelte
Arten auf; Termesz. Füzet. II I. p. 141 ff.
Distant zä'^lt (87) Hemiptera from the North
eastern Frontier of India auf, die zu den Scutata ge-
hören; Ann. a. Mag. Nat. Hist. (5) III. p. 44 ff. und 85
Arten aus den übrigen Familien; Capsiden sind gar nicht
vertreten; ebenda p. 127 ff.
Derselbe berichtet über einige Hemipteren aus dem
oberen Tenasserim. Journ. As. Soc. Bengal, 43 p. 37 ff.
Verzeichnet sind 60 Arten, 3 neue.
F. Buchanan-White bringtauf S. 213 ff. des Entom.
Monthl. Mag. XV den Schluss seiner List of the Hemiptera
of New-Zealand; das Verzeichniss führt 81 Arten, einige
allerdings ohne Namen auf.
Parasitlca.
Mallophaga. Docophorus papuanus (Südseeinseln auf Paradisea
papuana); Giebel, Giebel's Zeitschr. LH p. 475.
Nach 0. Taschenberg ist Goniocotes hologaster Benny eine
andere als die Nitzsch'sche Art und als G gigas bezeichnet und
Taf. I Fig. 10 abgebildet.
358 Bert kau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Goniodes longepilosus (Südseeinseln auf Seleucides alba);
Giebel, Giebel's Zeitschr. LH p. 475.
Nirmus nudus (Südseeinseln von Seleucides alba); Giebel,
Giebel's Zeitschr. LH p. 475.
Phytophthires.
Goccidae. W. M. Maskell schreibt in den Trans. New Zeal.
Inst. XI p. 187 fF. On some Goccidae in New Zealand. Die
Einleitung enthält eine allgemeine Schilderung des Baues der Schar-
lachläuse, die sich an Signoret's Werk anschliesst ; doch glaubt
Mas kell in manchen Fällen mit aller Bestimmtheit nur 3 (statt 4)
Borsten im Schnabel angeben zu können. Als in Neu-Seeland beob-
achtet sind folgende Arten behandelt (Diaspidae) Mytilaspis po-
morum (L.), pyriformis p. 194, PL V Fig. 3, Cordylinidis p. 195 Fig.
4, Drimydis p. 196 Fig. 5 ; Aspidiotus Epidendri Bouche^ Boudlaei
Sign., Ätherospermae, JDysoxyli PI. VI, Fig. 7 p. 198, Aurantii p. 199
Fig. 8; Diaspis Boisduvalii Sign., Eosae Sandberg, gigas p. 201 Fig.
10; (Lecaniadae) Lecanium Hesperidum m«f., depressum Tar^r., macu-
latum Sign.; Pulvinaria camellicola Sign.; Ctenochiton (n. g. Le-
canio-Diaspid.; pull, lobis abdominalibus; testa vitrea et transparente,
postea cerea; femina pedibus et antennis instructa) perforatus p.208,
PI. VII Fig. 13, viridis p. 211, elongatus Fig. 14, spinosus Fig. 15
p. 212; Inglisia (n. g. Lecanio-Diaspid.) patella p. 213 Fig. 16;
Asterochiton (n. g. subd. nov. ; corpus adeo arcte testa inclusum,
ut sine injuria ex ea extricari non possit) lecanioides p. 215 Fig. 17
a, b, c. aureus p. 216 Fig, 17 d; (Goccidae) Acanthococcus multi-
spinus p. 217, PI. VIII Fig. 18; Eriococcus Äraucariae; Dactylopiua
Calceolariae p. 218 Fig. 19, glaucus p. 219, Poae p. 220; Icerga
Purchasi p. 221 Fig. 20, 21; Poivellia (n. g.) vitreo-radiata p. 223
Fig. 22 ( 5 mit zwei Paar flügelähnlicher Anhänge, Füsse mit zwei
Krallen ! und, wie es scheint, einer Saugscheibe). In Ctenochiton
perforatus schmarotzt eine Proctotrupide, die Diapria coccophaga
genannt ist.
Spondylaspis (n. g. Aleurod.) spinosolus , cereus Ban-
crofti (Brisbane, auf Eucalyi)tus); Signoret, Bull. Ent. Fr. 1879 p.
LXXXV f.
Lichtenstein liess ein grosses Weibchen des C. (Antonina)
purpurea Eier legen , aus denen zweierlei Larven , eiförmige und
länger gestreckte, ausschlüpften. Die ersteren starben nach einigen
Tagen, die letzteren aber verwandelten sich, ohne Nahrung zu
sich genommen zu haben, in Nymphen, aus denen geflügelte
Männchen hervorgingsn. Diese Beobachtung veranlasst Lichtenstein
zu der Annahme, dass die vermeintlichen Weibchen Pseudogynen (ZicM.j
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 359
seien, die einer geschlechtlichen Generation den Ursprung geben,
deren weitere Entwicklung noch nicht bekannt ist. Ann. Ent. Fr.
1879 p. 45. — S i g n o r e t bezweifelt die Richtigkeit der Schluss-
folgerung Lichtenstein's; ebenda p. 46.
Derselbe (Lichtenstein) beschreibt Kit semia 'pu'pifera,
eine neue Schildlaus aufülmus campestris und ihren Entwicke-
lungsgang; die Schildlausnatur scheint mir etwas zweifelhaft. Stett.
Ent. Zeit. .40 p. 387 ; auch in den C. R. 88 p. 870, wo er die Gat-
tung für ein Bindeglied zv/ischen den Cocciden und Phyiloxera
erklärt.
Honegger berichtet über die Einführung und Cultur der
Cochenille auf den kanarischen Inseln. Zool. Gart, XX p. 10 ff.
hQC2,nmm. ^hyllococcus (Amerika, auf der Orange); Ashmead,
Canad. Ent. XI p. 160.
lieber L. tulipiferae s. Cook im Amer. Natur. 1879
p. 324.
Aphididae. Mark schildert das Centralnervensystem (von un-
geschlechtlichen, geflügelten Exemplaren) der Phyiloxera vastatrix
(der an den Wurzeln saugenden Form), in den meisten Einzelheiten
die Angaben Targioni - Tozzetti's (d. Ber. 1879 p. 220 (564)) über
Ph. florentina, Signoretii bestätigend. Doch konnte Mark zwei wohl
gesonderte und durch eine ziemlich dünne Quercommissur verbun-
dene Supraösophagealganglien zur Anschauung bringen, die mit der
auf 2 Doppelganglien reducierten Bauchganglienkette durch 2 sehr
lange und dünne Commissuren verbunden sind. Die Speicheldrüssn
sind ähnlich wie bei Aspidiotus (vgl. d. Ber. 1877 p. 398 (366)) ge-
baut. Malpighi'sche Gefässe fehlen aber hier ebenso, wie bei den von
T.-Tozzetti untersuchten Arten. — Riley hatte in seinem 7. und 8.
Report Tracheen als Nerven beschrieben. Psyche, II, p. 291 ff.
mit einem Holzschnitt.
Riley benutzt den Nachweis von Speicheldrüsen für seine An-
sicht, dass die Wurzelanschwellungen nicht (wie Cornu behauptet
hatte) auf den mechanischen Reiz des eingesenkten Rüssels allein
zurückzuführen seien , zeigt sich aber in der neueren Literatur
wenig bewandert, wenn er für diese Ansicht auf die Analogie mit
Cynipiden oder Tenthrediniden hinweist ; ebenda p. 225 f.
Nach Riley begeben sich die geflügelten Pemphigus-individuen
nach dem Verlassen ihrer Galle an die Rinde und producieren hier
entweder sofort oder mit Einschaltung einer Zwischengeneration ge-
schlechtliche, Schnabel- und flügellose Individuen, die sich begatten,
worauf das ^ ein einziges Winterei legt. Proc. Amer. Assoc. for
the advanc. of Science; XXVII p. 288.
L. Courchet. Note sur les Aphides du Terebinthe
et du Lentisque; Rev. Sei. natur. Montpellier; T. VIII, Nr. 1 p.
1—14.
360 Bertkau: Bericht üb. die wissenachaftl. Leistungen
Lichtenstein. Chasse et collection des Pu cer o n s.
Tijdschr. v. Entomol. XXIII p. 152 ff.
Pemphigus retroflexus (Montpellier); Courchet a. a. 0.
F. Loew setzt in den Verh. Zool. Bot. Ges. Wien XXIX p.
65 ff. die Unterschiede zwischen Schizoneura compressa Kocli und
Tetraneura alba Btzbg., die von Kessler als identisch behandelt
worden waren, auseinander und bemerkt über die erstere, dass ihre
zusammengedrückten Gallen sich nur auf den Blättern der Ulmus
effusa finden. Mit T. alba ist vielleicht Eriosoma pallida Hai. iden-
tisch, in welchem Falle der letztere Speciesname einzutreten hätte.
Eine der Galle von S. compressa sehr ähnliche erzeugt in America
auf ülmus americana ein Insekt, das Fitch Byrsocrypta ulmicola
genannt hat, das wahrscheinlich aber eine Schizoneura ist. Der Hali-
day'sche Gattungsname Byrsocrypta ist, als nie mit einer Diagnose
versehen, nicht länger aufrecht zu halten.
Kessler hat nun selbst erfahren, dass seine Annahme, die im
Juli erscheinenden Jungen der geflügelten zweiten Generation von
Tetraneura Ulmi überwinterten (vgl. d. Ber. 1879 p. 219 (563)), eine
übereilte war, indem er im August eine zweite geflügelte Generation
(also mindestens die dritte) an Ulmen fand, die lebendige Junge
zweierlei Form (beide ungeflügelt und ohne Schnabel) produciert.
Diese begatten sich nach einer einmaligen Häutung, worauf die
Weibchen, in deren Leib sich ein Ei entwickelt, absterben, das Ei
noch umschliessend, während die -7^ länger am Leben bleiben. Erst
aus diesen, im September und Oktober gereiften Eiern entwickeln
sich . im Frühjahr die jungen Larven. Unter dem Einflasse der
Li cht enstein'schen Theorie nimmt nun auch Kessler an, dass die
erste geflügelte Form von der Ulme auf einen anderen Baum über-
gehe und (entweder unmittelbar oder mit Einschaltung einer
ungeflügelten Generation) wieder eine geflügelte Generation erzeuge,
die ihrerseits wieder auf die alte Ulme zurückkehre. Die erste ge-
flügelte Form soll zwar einen Schnabel, aber keinen Darm haben;
zwar keine Geschlechtsorgane besitzen , aber Eier hervorbringen ;
wie sie das kann, „das ist und bleibt ein Bäthsel". — Weiterhin
macht Kessler noch Mittheiluugen über T. alba und Schizoneura
Ulmi, sowie über das Gattungsmerkmal der Gattung Tetraneura; er
will nur durch einen Druckfehler in den Verdacht gekommen sein,
T. alba und Schizoneura compressa identificiert zu haben. Neue
Beobachtungen und Entdeckungen an den auf Ulmus cam-
pestris L. vorkommenden Aphiden-Arten. XXYI— XXVII.
Ber. Ver. f. Naturk. Cassel p. 57.
Ch. V. Riley und J. Monell bringen Notes on the Aphi-
didae of the United States, with descriptions of Species oc-
curring west of the Mississipi; Bull. U. S. Geol. Surv. V p. 1 ff.,
PI. I, II. In den einleitenden Bemerkungen erklärt Riley die Zahl
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 361
der Fühlerglieder, das Flügelgeäder, die Lebensweise für imbrauch-
bar, um ein natürliches System dieser Thiere zu begründen, da alle
diese Eigenschaften mindestens bei den verschiedenen Generationen
variieren. Riley schildert dann den Formencyklus von Schizoneura
americana (auf Ulmus americana) und Colopha ulmicola Fitch ge-
nauer und beschreibt Pemphigus Populi-monilis (P. balsamifera) p.
13, PopuU-t7'a7isversusp.W, Popidi-ramulorum, acm/b?u* (Acer dasy-
carpum) p. 15, fraxinifolii (F. americana und sambucifolia) p. 17;
Monell beschreibt Siphonophora Acliyrantes p. 18, cälendulellae,
Tulipae p. 19, Tiliae, Liriodendri, Crataegi p. 20, soncheUa, Calendu-
lae p. 21 ; Aphis luteseens (Asclep. syr.) p. 23, Helianthi; Rhopalo-
siphon Salicis p. 26, Mhois (Rh. toxidod.) p. 27; Callipterus ulmi-
foliiy Walshii (Quercus rubra), Äsclepiadis p. 29, discolor, punctata
(Quere, bicolor), hyalinus (Q. imbricatia), betiüaecolens p. 30, Caryae,
Quercicola p. 31; Chaetophorus viminaUs (Salix lucida und babylo-
nica), Smithiae (S. alba) p. 32.
Von Geo. Bowdler Buckton^s Monograph of the
British Aphides ist Vol. II, London 1879, Ray Soc, erschie-
nen, 175 pp. und 50 Tafeln. Ich habe das Werk nicht einsehen
können; nach Zool. Anz. II p. 279 sind darin die neuen Gattungen
Melanoxanthus, Pterocomma, Cryptosiphium, Brachycolu s
aufgestellt.
Lachnus longistigma (St. Louis, auf Tilia; das geflügelte In-
sekt in grossen Schaaren durch die Stadt ziehend); Monell, Valley
Naturalist, June 1878.
Fsyllidae. F. Loew macht weitere Mittheilungen über
Psylloden. Verh. Zool. Bot. Ges. Wien XXIX p. 549 fif. Taf. XV.
Zunächst beschreibt er die neuen Arten Psylla pJiaeoptera (Schweiz
und Vorarlberg, auf Hippophae rbamnoides) p. 549 Fig. 1, 2, affinis
(Frankreich, Vogesen) p. 551 Fig. 3, 4 ; Arytaena Ädenocarpi (Süd-
frankreich, auf A. commutatus) p. 552 Fig. 5; Trioza Scottii (Wien)
p. 554 Fig. 6, Critlimi (Roseoff Frankr. auf C. maritimus) p. 556
Fig. 7, Bumicis (Oesterreich, Schweiz in Blättern und deformierten
Blüthen von R. scutatus) p. 557 Fig. 8, 9. Hierauf bringt er Bei-
träge zur genaueren Kenntniss einiger schon bekannter Arten.
Rhinocola aceris erscheint Mitte April bis Anfang Mai, paart
sich Mitte bis Ende Juli, worauf das (^ stirbt, während das $ im
August seine Eier hinter die äusseren Schuppen der Knospen ab-
legt. Chermes callunae Boh. ist = Rh. Ericae Gurt ; Aphalara Tar-
gionii Licht, ist eine Rhinocola und A. picta Zeit., die Thomson
mit Chermes Calthae L. identificiert, nicht mit dieser identisch, und
das, was Thomson als A. picta angesehen hatte , wahrscheinlich A.
Polygoni Frst. Die A. picta paart sich in der zweiten Woche des
Juni ; nach der Paarung legt das Weibchen seine 3 — 8 Eier an die
innere Seite eines der Hüllblättchen der Blüthenkörbchen von Leon-
362 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
todon hastilis X., wozu es 1 — 4 Stunden braucht , kehrt dann an
den Schaft zurück und paart sich dann mit demselben oder einem
anderen (-/* wieder ; Paarung und Eierlegen kann sich viermal wieder-
holen. Die Entwickelung der Larve geht sehr langsam vor sich
und nimmt fast 10 Monate in Anspruch. Die Identificierung von
A. nebulosa Zeit, mit radiata ^Sco^i durch Thomson, erkennt Loew
als richtig an , bezeichnet die weitere Identificieruog dieser mit
Chermes graminis L. aber als einen Fehler , da C. graminis keine
Psyllode ist. — Wegen Diaphora Lepid, wird der gleichlautende
Loew'sche Name (d. Ber. 1879 p. 218 (562)) in Diaphorina ver-
ändert, p. 567; Chermes puncticosta Ilioms. ist Ps. costatopunctata
Frst. und die Deutung dieser letzteren Art (und Ps« annulicornis
Bdh.) auf Ch. quercus L. willkürlich; von dieser Art und Ps. pyrisuga
wird der Entwickelungsgang mitgetheilt; Ps. costalis Flor = Ps.
nobilis M. D.\ von Ps. peregrina Frst. werden die Larven be-
schrieben, die auf der Unterseite der Blätter von Crataegus oxya-
cantha leben ; Ps. alaterni Frst. ist wahrscheinlich = flavopunctata
Fl.j Hartigii Fl. = silvicola LstJi., elegantula Zeit. = Betulae L.,
Ps. lirabata M. D. wird als eigene Art anerkannt und eingehend
beschrieben und abgebildet (Fig. 19 — 21); auch Trioza unifasciata
F. Loew wird ausführlicher beschrieben und abgebildet (Fig. 22);
T. marginepunctata Fl. lebt auf Rhamnus alaternus , auf deren
Blättern sie kleine Ausstülpungen der Unterseite nach oben hervor-
ruft; Tr. silvicola Frßd. ist = Chermes Senecionis Scopoli und
ebenfalls eingehender beschrieben; der Meyer -Dürr'sche Name di-
stincta wird, da schon Flor eine andere Art gleichen Namens be-
schrieb, durch Meyer-Bürii ersetzt, p. 596.
Floria Horvdtlii (auf Spart, scoparium und anderen Geni-
steen?); J. Scott, Ent. Month. Mag. XVI p. 84.
Derselbe beschreibt ebenda p. 85 die Nymphe vonSpanio-
neura Fonscolombei.
Aphalara JaJcowlefß (Astrachan); J. Scott, E. M. M. XV
p. 266.
Trioza dichroa (Astrachan); J. Scott, E. M. M. XV p. 265;
ÄtripUcis (nicht beschrieben); Lichtenstein, Bull. Ent. Fr. 1879
p. CXIV, beschrieben im Ent. M. Mag. XVI p. 82 und 115 (= Tr.
Chenopodii Beuter ?J.
Homoptera.
Jassidae. Petalopoda (n. g. Teruliae Stsil affine; pedes rae-
diocres , femoribus tibiisque anticis valde compressis, foliosis, ad
basim sat angustis, apicem versus valde dilatatis et ampliatis ; . . .)
annulipes ^ (Cayenne) p. 18 Fig. 1, pictifrons $ (St. Paul Bras.)
l
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 363
p. 19. Fig. 2; Spängberg, Öfv. K. Vet.-Ak. Förb. 1879. No. 6.
Taf. XV.
Spangbergiella n. g. Acocephal.; (ä premiero vue ressemble
ä un Hecalus Stsil; genre du reste assez difficile ä definir") für Glos-
socratus vulneratus UM.; Signoret, Ann. Ent. Fr. 1879. p. 273.
Fieheria (n. g. Typhlocyb, Signoret, Ann. Ent. Fr. 1879.
p. 52) pidcherriina (Territ. missionum); Berg, Hern. Argent. p. 275.
Typhlocyba photopMla (Corrientes) p. 273, salmarum (Prov.
Bon.) p. 274; Berg, Hera. Arg.
Hecalus Lyncliii (Prov. Bon.); Berg, Hem. Arg. p. 273.
Vlaiymeto^ins longiceps (Prov. Bon.); Berg, Hem. Arg. p. 272.
Deltocephalus sexpunctatus p. 268, variegatus p. 269, gentilis
p. 270, venosuhiSj respublicanus p. 271 (Buenos- Ayres etc.); Berg,
Hem. Arg.
Athysanus coronaUis p. 265, maximus, fraterculus p. 266, de-
sertorum, fieinus p. 267 (Buenos- Ayres); Berg, Hem. Arg.; negatus
(Neu-Seeland); F. B. White, E. M. M. XV. p. 215, Sahlbergi (J" =
aemulans, $ = confusus Sahlb. nee Kirschb.) p. 220, confinis p. 222,
fraterculus p. 223, domino p. 226, prominulus p. 228' (Finnland);
Reuter, Medd. Soc. pro Faun, et Flor. fenn. 5. H. (1880)
Parabolocratus flavidus (Nordamerika p. 276, Aegyptiacus (A.)
p. 277; Signoret, Ann. Ent. Fr. 1879.
Acocephalus duhius (Argent.; ürug.); Berg, Hem. Arg. p. 264;
Sahlbergii (Daurien); Signoret, Ann. Ent. Fr. 1879. p. 72. PI. 2.
Fig. 11.
J. Scott giebt eine Revision der Gattung Eupel ix, die in
England durch die 3 Arten E. cuspidata, producta und spathulata
vertreten ist; E. M. M. XV. p. 231 £f.
Jassus borealis (Nordamerica) Fig. 8, mysticus (Peru) Fig. 9.
p. 24, gratiosus (Mexico) Fig. 10. p. 25; Spängberg, Öfv. K. Vet.-
Ak. Förb. 1879. No. 6.
Signoret beginnt in den Ann. Ent. Fr. 1879. p. 47 ff. PL 1
& 2, 259 ff. PI. 7 & 8, einen Essai sur . . . les Acocephalides Puton,
in dem er zunächst in einer für den Nicht-Specialisten schwer ver-
ständlichen Weise die Classification der Homoptera bespricbt. Die
Gruppe der Acocephaliden wird definiert als mit Ocelles ante-
rieurs aux yeux (Anterocelles) et reposant sur le bord plus
ou moins angule de la tete versehen. In diesem ersten Theile
werden die Gattungen Eupelix, Carchariacephalus, Cephalius, Aco-
cephalus, Strongylocephalus, Cephalelus, Dorydium, Dorycephalus,
Hecalus, Spkngbergiella, Parabolocratus behandelt. Auf den bei-
gefügten Tafeln sind vergrösserte Abbildungen, theils des ganzen
Körpers, theils einzelner Theile, typischer Arten in sehr sauberer
Ausführung enthalten.
364 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Terulia elegans (Bogota) p. 22. Fig. 6, pulchella (ibid.) p. 23.
Flg. 7; Spängberg, Öfv. K. Vet. Akad. Förh. 1879. No. 6. Taf. XVI.
Jac. Spängberg. Species Gypouae generis Homopterorum.
Bih. t. K. Sv. Vet. Ak. Handl. V. No. 3. Zu den 52 beschriebenen
Arten macht Spängberg 55 weitere bekannt, die alle Amerika
(1 Tahiti?) zum Vaterland haben.
G. Spknghergii p. 259, laticeps p. 260, hinotulata p. 261
(Argent.); Berg. Hem. Arg., laticeps (Banda Orient.); Spängberg,
Öfvers . . . 1879. No. 6. p. 17.
Epiclines hdellostoma (Terr. Miss.); Berg, Hem. Arg. p. 258.
Tettigonia trihunicia p. 250, consularis p. 251 (Bon.), Missio-
num (Terr. Miss.), Boeringii (Argent.) v. 252, xanthophis p. 254,
capitanea, argentina p. 255; Berg, Hem. Arg.
T. viridis in Bozen in ungeheueren Massen schwärmend be-
obachtet; M. Mayr a. a. 0. p. 92.
Gercopidae. Aphrophora jactator (Neu-Seeland) ; F. B. White,
E. M. M. XV. p. 214.
Tomaspis KaUensteinii (Argent.), entreriana (Entre Bios)
p. 233, correntina (Corrientes) p. 234, Aguirrei (Arg.), Perezii (Buenos
Ayres) p, 23ä, argentina^ KnohlaucMi (A.) p. 236; Berg, Hem. Arg.
Considia secunda (Buenos Ayres); Berg, Hem. Arg. p. 231.
Ulopidae. Dorydium Westiooodi (Christchurch, Neu-Seel.); F.
B. White, E. M. M. XV. p. 215.
Membracidae. W. L. Distant beschreibt einige neue Arten
aus Centralamerika; E. M. M. XVI. p. 11.
Machaerota Sp^nghergii (Silhet) p. XLVIII, punctulata (ibid.),
punctato-nervosa (China) p. XLIX; Signoret, Bull. Ent. Er. 1879.
Cyphonia colenophora p. 239, honaerensis p. 240 (Buen.-Ay.);
Berg, Hem. Arg.
Adippe maculata (Irazu); Distant, E. M. M. XVI. p. 11.
Acutalis variahüis (Argent., ürug.); Berg, Hem. Arg. p. 244.
Hyphinoe cornuta (Irazu, Centralamerika); Distant, E. M.
M. XVI. p. 12.
Polyglypta Godmani (Irazu, Centralam.); Distant, E. M. M.
XVI. p. 11.
Pyranthe frustratoria (Tucuman); Berg, Hem. Arg. p. 296.
Telamona Salvini (Chinautta, Centralafm.); Distant, E. M. M.
XVI. p. 11.
Fulgoridae. Die Fortsetzung von Fieber-Reiber's Cikadinen
Europa's macht nur langsame Fortschritte. Im Jahrgang 1878 der
Revue et Mag. de Zool. sind folgende Gattungen dieser Familie be-
handelt: Asiraca (1), Araeopiis (2), Tropidocephala (1), Megamelus ^,
(2), Stenocranus (3), Kelisia (7), Delphacinus (1), Chloriona (5), Euides
(2), Kormus (1), Eurysa (3), Conomelus (1), Die Beschreibung einiger
neuen Arten ist von Mink.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 365
ÄJca n. g. (prope Myndum Stäl); Type: Cixius finitimus Wlk.;
F. B. White, E. M. M. XV. p, 21G.
Semo (n, g. „somewbat aUied to Duilius <S^ä?) clypeatus; der-
selbe ebenda p. 217.
Agandecca (n. g. Achilid.; Messeidi Stäl affine) annectens;
derselbe ebenda.
Cona (n. g. Delphacid.) caelata; derselbe, ebenda p. 218; die
Arten sind alle von Neu-Seeland.
Oomima (n. g. Fulgor. inter Acmoniam et Alipheram; cor-
pore ovato, fronte transversa sursum nonnihil ampliata, apice pro-
funde marginibusque indistincte sinuata, carinisque 3 longit. obso-
letis instructa, clypeo basi utrinque rotundato, . . . tegminibus
opacis, subreticulatis, valde convexis . . . distinctum) badia (Prov.
Bonaer.); Berg, Hem. Arg. p. 216.
Gixiosoma (n. g. Cixiin. Cixio proximum; . . . fronte cly-
peoque coujunetim subellipticis; ... antennis longiusculis . . .) Pla-
tensis (Prov. Bonaer); derselbe ebenda p. 220 f.;
Aulocoryphiä (n. g. ; vertice duplo longiore quam basi
latiore, concavo, sursum sensim leviter angustato ; fronte longa,
ocello destituta . . .) punctulata (Buenos- Ayres); derselbe ebenda
p. 221 f.
Byllis proxima (Buenos- Ayres); Berg, Hem. Arg. p. 230.
Ormenis Cestri (Argent., Urug.); Berg, Hem. Arg. p. 229.
Acanonia cliloris (Argent., Urug.); Berg, Hem. Arg. p. 228.
Liburnia cognata (Corrientes), univittata (Prov. Bon.) p. 224,
xiphias (Arg., Urug.) p. 225, nigricula (Corrientes), nimhata (Bonaer.)
p. 226; fusco-terminata (ibid.) p. 296; Berg, Hem. Arg., Pargasensis
p. 197, litoralis p. 198 (B'innl.); Reuter, Medd. Soc. pro Faun, et
Flor. fenn. 5. H. (1880).
Delphax macuUpes (Prov. Bonaer.) Berg, Hem. Arg. p. 223.
Araeopus Lethierryi (Fiejns); Mulsant-Rey, Ann. Soc. Linn.
Lyon XXV. p. 319.
Cixius stigmaticus Germ. var. cdbipennis (Finnland); Reuter,
Medd. Soc. pro Faun, et Flor, fennic. 5. H. 1880. p. 194.
Hyalesthes Mlokosiewiczi (Persien); Signoret, Bull. Ent. Fr,
1879. p. LXVI.
Oliarius dimidiatus (Argent.); Berg, Hem. Argent. p, 220.
Dictyophara swZcirosim, sororcula (Buenos- Ayres) ; Berg, Hem.
Arg. p. 218 f.
Kelisia melanops (Italien) p. 285, Brucki (ibid.) p. 290; Mink
in Fieber- Reib er's Cicadines etc., Revue et Mag. de Zool. 1878.
Orgerius Perezii (Madrid); Bolivar u. Chicote, An. Soc.
Esp. Hist. Nat. VIII. p. 177. L. HI. Fig. 4.
Eurysa pijrenaea (P.); Mink in Fieber -Reib er's Cicadines
etc. in Revue et Mag. de Zool. 1878. p. 306.
366 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Megamelus leptiis (Böhmen); Fieber, Revue et Mag. de Zool.
1878. p. 279, hrevifrons (Finnland); Reuter, Medd. Soe. pro Faun,
et Flor. fenn. 5. H. (1880) p. 235.
Gicadldae. Nachträglich sei erwähnt, dass im J. 1873 Powell
in den Trans, a. Proc. New-Zeal. Inst. V. p. 286 ff. über die Ent-
stehung des Tones der Cikade eine Mittheilung machte; auch Po-
well lässt den Ton durch die Vibration des „gefältelten Häutleins"
entstehen, das durch einen Muskel in Schwingung versetzt wird.
A. H. Swinton erblickt in der Spiegelhaut der Cikaden ein
Trommelfell; E. M. M. XVI. p. 79 ff.
Kunkel macht auf eine eigenthümliche Rinne an den Schienen
der Grabbeine der Cicadennymphen aufmerksam. In dieser Rinne
ruht der Tarsus ganz geschützt und wird so beim Graben vor
Schaden bewahrt, und zwar ist diese Schutzvorrichtung für die Zu-
kunft bestimmt, da die Nymphe den Tarsus nicht braucht, wohl
aber die Tmago. Ann. Ent. Fr. 1879. p. 358 ff. PI. 10. Fig. 7, 8.
Melampsalta Mangu (Canterbury, N.-Seeland); F. B. White,
E. M. M. XV. p. 214.
Odopoea insignifera (Argent.); Berg, Hem. Arg. p. 203.
Platypleura Madagascariensis (Tamatave); Distant, Trans.
Ent. Soc. Lond. 1879. p. 217. PI. V. Fig. 2, insignis (Upp. Tenasse-
rim); derselbe, Journ. Asiat. Soc. Bengal 43. p. 39. PI, II. Fig. 2.
Proarna dactyliophora (Tucuman); Berg, Hem. Arg. p. 211.
Tympanoterpes sibüatrix (Argent., Brasil., Boliv.); Berg, Hem.
Arg. p. 210.
Fidicina gastracanthophora (Argent.) p. 206, pullata (Corrien-
tes) p. 207, honaerensis (Argent., Urug.) p. 208, pusilla p. 209;
Berg, Hem. Arg.
Tettigades cinndbarina (Mendoza); Berg, Hem. Arg. p. 205.
Carineta diplographa (Territ. Miss.); Berg, Hem. Arg. p.2l2.
Heteroptera.
Corisidae. Sigara selecta (Manaos) p. 273, signata (Rio Purus),
socialis (Rio Madeira) p. 274 (und var. sobrina (RioJurua)), seduda
(Rio Juruä), simulans (Tonantins) p. 275; B.- White, Tr. Ent. Soc.
Lond. 1879.
Corisa sp. in den Salzteichen Siebenbürgens; Verb. u. Mitth.
Siebenb. Vereins f. Naturw. in Herraannstadt, XXX. p. 171.
C. Ilarrisii (Massachusetts); Uhler, Proc. Bost. Soc. XIX.
p. 444 {Ileterocorixa subg. nov.) hesperica (Prainha); B. -White,
Tr. Ent. Soc. Lond. 1879. p. 273, (Corisa) vittipennis, fdllax, hellula
(China); Horvath, Term. Füz. III. p. 151.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 367
Fleldae. Plea maculosa (Argent.); Berg, Hem. Arg. p. 199 und
Anal. Soc. Cientif. Argent. VIII. p. 77.
Notonectidae. Martarega (n. g. Anisopi primo aspectu si-
milis, sed structura valde diversa) w?cm&rawacea (Mauaos, RioPurus);
B.. White, Tr. E. Soc. Lond. 1879. p. 271 f.
Anisops fuscipennis (Argent.); Berg, Hem. Arg. p. 198 und
Anal. Soc. Cientif. Argent. VIII. p. 76, omnigenus (Mauaos, Amaz.);
B.- White, Tr. Ent. Soc. Lond. 1879. p. 271.
Enithares glauca (Abyssinien) ; Bolivar, An. Soc. Esp. Hist.
Nat. VIII. p. 145, maculata (Antananarivo); Distant, Tr. Ent. Soc.
Lond. 1879. PI. V. Fig. 7.
Notonecta irrorata (Massachusetts); ühler, Proc, Bost. Soc.
XIX. p. 443.
Nepidae. Helotenthes (n. g. ; Tibiae ut in g. Curicta; pro-
notum aeque longum ac latum, caput angustum; femora antica pone
medium dente uno obtuso armata . . .) bonaerensis (B.); Berg, Hem.
Arg. p. 194 f.
Ranatra linearis ein Bewohner der Salzteiche bei Salzburg
in Siebenbürgen; Verh. u. Mitth. Siebenb. Ver. f. Naturw. in Her-
mannstadt XXX. p. 171.
R. rabida (Rio-Negro); B.- White, Tr. E. S. Lond. 1879.
p. 270, brachyura (China); Horväth, Term. Füzet. III. p. 150.
Belostomidae. Homalocephala intermedia (Zanzibar); Bolivar,
An. Soc. Esp. Hist. Nat. VIIL p. 145.
Belostoma Fische aussaugend; Amer. Natur. 1879. p. 585,711.
Zaitha zelotypus (Montealegre) ; B. -White, Tr. Ent. Soc.
Lond. 1879. p. 270.
Naucoridae. Pelocoris procurrens (Nord-Bras.); White, Journ.
Linn. Soc. Lond. XIV. p. 489, nigrieulus (Prov. Bonar.), lautus (Terr.
Mission.); Berg, Hem. Arg. p. 188 und Anal. Soc. Cientif. Argent.
VHI. p. 28, 29.
Naucoris Ferezii (Abyssinien); Bolivar, An. Soc. Esp. Hist.
Nat. VIII. p. 144.
Ambrysus fucattis (Argentinien); Berg, Hem. Arg. p. 187 und
Anal. Soc. Cient. Arg. VIII. p. 28.
Pelegonidae. Pelegonus victor (Pichincha, Süd-Am.); der erste
Pelegonus in Amerika); Bolivar, An. Soc. Esp. Hist. Nat. VIIL
p. 144.
Hydroessidae. Neovelia (n. g tarsi antici biart., art.
primo minutissimo, ultimo brevissimo, crasso, fusiformi, ante medium
biunguiculato ; t. interm. triart., tibiis fere aequilongi, art. pr. mi-
nuto, art. sec. et tert. aequilongis, ultimo fere ad basim fisso; (post.
uniart.?, tars. ant. gracilioribus et paullo longioribus, articulo fusi-
formi; ppne medium biunguiculatis . . . .) Trailii (Nord-Bras.);
White, Journ. Linn. Soc. Lond. XIV. p. 487.
368 Bertkau: Bericht üb. die wissenscliaftl, Leistungen
Velia vivida (Nicaragua), virgata (Nord-Bras.); derselbe
ebenda p. 486, major (Hyeres, Corsica, Sicilien, Algier); Puton,
Pet. Nouv. Ent. Nr. 213. p. 297.
Microvelia mimula (Nord-Bras.); White, Journ. Linn. Soc.
Lond. XIV. p. 487.
Mesovelia Mulsanti (Rio Purus); Buchanan-White, Tr. E.
S. Lond. 1879. p. 268.
Hydrometridae. Limnogonus Mus, lübricus (an huj. gen.?,
Nord-Bras.); White, Journ. Linn. Soc. Lond. XIV. p. 488, 489.
Halobates Platensis (Argent.); Berg, Hern. Arg. p. 183 und
Anal. Soc. Cientif. Arg. VIII. p. 24, orientalis (Jhelam valley); Di-
stant, Trans. Ent. Soc. Lond. 1879. p. 126.
Hydrobates regulus (Nord-Bras.); White, Journ. Linn. Soc.
Lond. XIV. p. 488.
Limnotrechus gracilicornis (Japan); Horvath, C. R. Ent. Belg.
1879. p. CIX, Sahlbergi (Leh); Distant, Trans. Ent. Soc. Lond.
1879. p. 125.
Hygrotrechus remigator (Japan); Horvath, C. R. Ent. Belg.
1879. p. CVIII, conformis (Charles River); Uhler, Proc. Bost. Soc.
XIX. p. 436.
Hydrometra metator (Nord-Bras.); White, Journ. Linn. Soc»
Lond. XIV. p. 486, mensor (Amazon.); derselbe, Tr. E Soc. Lond.
1879. p. 267; argentina (Buenos-Ayres); Berg, Hern. Arg. p. 182
und Anal. Soc. Cientif. Argent. VIII. p. 23.
Saldidae. Salda argentina (Prov. Bon.); Berg, Hern. Arg.
p. 293, separata (Canada, New-Hampshire, Massach., Pennsilv.) p. 432,
coriacea (Massach., Penns., New-Engl.) p. 433; Uhler, Proc. Bost.
Soc. XIX, amoena (Krasnojarsk, Sibir.); Reuter, Ofv. Finsk. Vet.-
Soc. Förh. XIX. p. 31.
Reduviadae. Fanstrongylus (n. g. prope Lamum collo-
candum ; differt capite porrecto, longo, convexo, apicem versus atte-
nuato et declivi; tuberculis antenniferis extus dente parvo instructis,
. . scutello apice in spinam longani producto, femoribus anterioribus
et intermediis subtus serie duplici spinarum armatis) Güntheri (Bue-
nos-Ayres); Berg, Hern. Arg. p. 167 f.
Pleurosigynius (n. g. Oncerotrachelo proximum; genis valde
nutantibus, subtuberculiformibus, apice setis compluribus instructis,
rostri articulis primo et secundo subtus setis compluribus spinifor-
mibus armatis, .... distinctum) Lynclii (Prov. Bonar.); ders. eben-
das. p. 178.
Rhyparoclopius cornutulus (Chaco); Berg, Ilem. Arg. p. 176.
Centromelus edentulus p. 174, scorpionius p. 175 (Buenos-
Ayres); Berg, Hera. Arg.
Spiniger (Acrocoris) fülvo-maculatus (Argent.; Boliv.) p.. 171
{snhg. noY. Fant opsilus)longipes {Fr OY. Bon.) p. 172; Berg,Hem.Arg.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. S69
Melanolestes argentinus (Arg.); Hern. Arg. p. 163.
Pirates (Cleptocoris) hrachypterus , cinctiventris (Nagasaki),
(Lestomerus) eruciatus (Thing- thong) ; Horväth, Terra. Füz. III.
p. 148.
Velitra Xantusi (Ningpo); derselbe ebenda p. 149.
Opistoplatys sorex (China); derselbe ebenda.
Cosmolestes annuUpes (Garo H.); Distant a. a. 0. p. 132.
Hammatocerus Eeuteri (Terr. Miss.); Berg, Hem. Arg. p. 159
(H. cinctipes) und p. 295.
Heniartes Theresina (Corrientes) p. 156; Berg, Hem, Arg.
Reduviiis (Harpiscus) Beuten (Sind Valley); Distant, Trans.
Ent. Sog. Lond. 1879. p. 125.
Harpactor rufipes (Abyssinien); Bolivar, An. Soc. Esp. Hist.
Nat. VIII. p. 142.
Zelus personatus (Terr. Mission.) p. 150, (Diplodus) illotus
(Corrientes) p. 153; Berg, Hem. Arg.
Endochus Stälianus (Nagasaki); Horväth, Terra. Füz. III.
p. 147.
Cosmoclopius pallidus (Cordova, Arg.); Berg, Hem. Arg. p. 149.
Emesodema simplicipes (Massachus.) ; Uhler, Proc. Bost. Soc.
XIX. p. 430.
Eumerus insignis (Zanzibar); Bolivar, An. Soc. Esp. Hist.
Nat. Vni. p. 143.
Sminthus marginellus (Tenasserim) ; Distant, Journal Asiat.
Soc. Bengal 43. p. 38. PI. IL Fig. 1.
Physorrhynchus (Loricerus) Signoretii (Zanzibar); Bolivar,
An. Soc. Esp. Hist. Nat. VIII. p. 143.
Ulpius ohscurus p. 215. PI. V. Fig. 4, hicolor (Fianarantsoa),
festivus (Antananarivo) p. 216; Distant, Tr. Ent. Soc. Lond. 1879.
Velinus annulatus (KhasiaH.; Yunan); Distant a. a. 0. p. 131.
Pantoleistes grandis (Fianarantsoa); Distant, Tr. Ent. Soc.
Lond. 1879. p. 215. PI. V. Fig. 4.
Coriseus assimilis (Canada, Maine, Maryland); Uhler, Proc.
Bost. Soc. XIX. p. 422.
Fbymatidae. Phymata erosa ein Bienenfeind; A. J. Cook,
The Canad. Entomol. XL p. 17 £f.
Aradidae. Hei onus (n. g. Heso affine, differt corpore pu-
bescentia variata tecto, sterno et ventre intorrupte sulcatis, mem-
brana venosa venis anastomosantibus) hesiformis (Nord-Bras.) ; White,
Journ. Linn. Soc. Lond. XIV. p. 485.
Brachyrrhynchus centralis (Chaco); Berg, Hem. Arg. p. 139.
Aneurus simplex (Neu-England) ; ühler, Proc. Bost. Soc. XIX.
p. 421.
Aradus melandioUcus (Gray); Puton, Pet. Nouv. Ent. No. 213.
p. 297.
Archiv für Naturg. XXXXVI. Jahrg. 2. Bd. Y
870 Bertkau: Bericht üb. die wissen schaftl. Leistungen
Tingitidae. Piesma pupula (Corsika); Puton, Pet. Nouv. Ent.
No. 213. p. 297.
Monanthia (Platychila) cüiaris (Caucasus); Puton, Bull. Ent.
Fr. 1879. p. LIX.
Gargaphia sübpilosa (Argent.); Berg, Hem. Arg. p. 136.
Acanthochila abducta (Nord-Bras.) ; White, Journ. Linn. Soc.
Lond. XIV. p. 485.
Tingis marmorata (Nord-Carolina); ühler, Proc. Bost. Soc.
XIX. p. 415.
Leptobyrsa cucullata (Prov. Bonar.); Berg, Hem. Arg. p. 135.
Dictyonota Marqueti (Banyulis-sur-Mer); Puton, Pet. Nouv.
Ent. No. 213. p. 297.
Orthostira musci var. ditata, suturalis (Irun); Puton, Pet.
Nouv. Entom. No. 213. p. 297.
Anthocoridae. Signoret gründet auf eine auf Isle de Re
unter Steinen in Gesellschaft des Aepus Robini gefundene Art eine
neue Gattung, Aepophilus, deren systematische Stellung er selbst
ganz unbestimmt lässt; die Art ist A. Bonnairei genannt. Bull.
Ent. Fr. 1879. p. LXXIII und Tijdschr. v. Etitomol. XXIII. p. 1 ff.
PI. 1. Fig. 1—9.
Lilia (n. g.) dilecta (Maui); B. White, Ent. Month. Mag.
XVI. p. 147.
Xyloecoris (n. g., a Brachystele corpore ovato, ant. multo
brevioribus et aliter constr actis, prouoto callo multo minus elevato,
scutello haud transversim impresso etc. distinctum) ovatulus (Beziers
unter Platanus-rinde); Reuter, Öfv. Finsk. Vet. Societ. Förh. XXI.
p. 40.
Myrmedobia antica (Corsica); Reuter, Öfv. Finsk. Vet. Soc.
Förh. XXI. p. 186.
Brachysteles WollastOfii (Madeira); B. White, Ent. Monthl.
Mag. XVI. p. 142.
Cardiastethus continuus (Madeira), consors (Neu-Seeland) p. 143,
Poweri (ibid.), clarus (Xmaz.) p. 144, colliidens (Brasilien); B. -White,
Ent. Monthl. Mag. XVI.
Tripblebs tristicolor (Calif.), Beedi (Chili); B. White, Ent.
Monthl. Mag. XVI. p. 145.
Acompocoris aliemis (Madeira) p. 145; Anthocoris antevolens
(Calif.); Dolichomerus Beuten (Missouri, Georgia); Dilasia denigrata
(Hawaii) p. 146, decolor (Honolulu) p. 147; derselbe, ebenda.
Piezüstethus nigritulus (Berlin); Reuter, Öfv. Finsk. Vet. Soc.
Förh. XXL p. 40.
Capsidae. Capsidae Turkestanae. Diagnoser öfver nya
Capsider frän Turkestan. Af 0. M. Reuter; Öfvers. Finsk. Vet.
Soc. Förh. XXL p. 199 ff.
I
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 371
Tropidosteptes, für Capsus cardinalis Say p. 404; Lopidea,
für Capsus meäins Say, p. 405; Pamerocoris anthocoro'ides -p. ild',
ühler, Proc. Bost. Societ. XIX.
JEp im e eis (n. g. ad divisionem Miraria referendum ; ab Om-
nibus huj. div. dilfert pronoti apice recio) cyllocoroides (Krim) p. 30;
Eurycyrtus (n. g. Phytocorar.) Bellevoyei (Aegypten) p. 33; Reu-
ter, Öfv. Finsk. Yet. Societ. Förh. XXI.
Maci'ocapsus n. g. für Deraeocoris brachialis St§d] derselbe
ebenda p. 55.
Irbisia n. g. für Leptomerocoris sericans »SfäZ; derselbe ebenda
p. 57.
Camponotidea (n. gen. nur kurzflügelig bekannt; für Myr-
mecoris Saundersi und) Fieberi; derselbe ebenda p. 176,
Laemocoris (n. g. Systellonoto valde affine, capitis structura
et primo ant. art. brevissimo difFert) Beuten (Astrachan); derselbe
ebenda p. 183.
Boopidocoris (n. g. Stiphrosomati affine) vitticolUs (Tur-
kestan); derselbe ebenda p. 202.
Megalobasis (n. g. Exaereto affine) bipunctatus;
Nasocoris (n. g.) argyrotrichus (Turkestan); derselbe ebenda
p. 205, 206.
Eccritotarsus ruficeps (Argent.) p. 130, purpurissatus (Buenos-
Ayres) p. 131; Berg, Hern. Arg.
Die (kurzflügelige Form von) Myrmecoris gracilis kommt in
zwei Varietäten vor: rufuscula, in der Nachbarschaft von Formica
rufa wohnend und dieser ähnlich, und fusca, bei F. fusca wohnend
und dieser gleichend; Reuter, Öfv. Finsk. Vet. Soc. Förh. XXI.
p. 174.
Diplacus nigripes (Turkestan), Umbatus (ibid.); Reuter, Öfv.
Finsk. Vet. Soc. Förh. XXI. p. 172.
Monaionion ornatum (Mendoza); Berg, Hern. Arg. p. 129, 292.
Nabidea coracina (New-Hampshire) ; Uhler, Proc. Bost. Soc.
XIX. p. 398.
Resthenia stigmosa p. 123, crucifera p. 124, picea (Buenos-
Ayres), cinnamomea (Terr. Mission.) p. 125, correntina (Corrientes)
p. 127, Platensis (Prov. Bonar.) p. 128, pdllida, univittata p. 291,
muUifarior p. 292 (Prov. Bon.); Berg, Hem. Arg., confraterna
(Massachusetts); Uhler, Proc. Bost. Soc. XIX. p. 399.
Phytocoris argentinus (A.); Berg, Hem. Arg. p. 122, inops
(Massachusetts); Uhler, Proc. Bost. Societ. XIX. p. 402, Stoliczkanus
(Murree); Bist ant, Tr. Ent. Soc. Lond. 1879. p. 124.
Pilophorus sinuaticoUis (Turkestan); Reuter, Öfv. Finsk. Vet.
Soc. Förh. XXI. p. 202.
Camptobrochis pilipes (Turkestan); Reuter, Öfv. Finsk. Vet.
Soc. Förh. XXI. p. 201.
372 Bert kau: Bericlit üb. die wissenschaftl. Leistungen
Megacoelum brevirostre (Turkestan); Reuter, Öfv. Finsk. Vet.
Soc. Förh. XXL p. 200.
Calocoris ventralis (Corsica), sulpliureus (Spanien); Reuter,
Öfv. Finsk. Yet. Soc. Förh. XXL p. 32; Fedtsclienloi (Turkestan);
derselbe ebenda p. 199, Stoliczkanus, Forsythi (Murreej; Distant,
Trans. Ent. Soc. Lond. 1879. p. 124 f., insularis (Nagasaki); Hor-
väth, Term. Füz. IIL p. 147.
Capsus (Deraeocoris) uruguayensis (U.) p. 120; fratruelis
(Prov. Bon.) ]). 289, pygmaeus, chlorogaster p. 290 ; Berg, Hern. Arg.
Lopus (?) insignis (Pyrenaeen); Reuter, Öfv. Finsk. Vet. Soc.
Förh. XXL p. 31.
Miris costicollis (Buenos- Ayres); Berg, Hern. Arg. p. 118.
Brachytropis australis (Transvaal); Wallengren, Öfv. K.
Vetensk. Akad. Förh. 1875 Nr. 1. p. 135 (Früher übersehen worden).
Lygus rufinervis (Daya; Marseille); Reuter, Öfv. Finsk. Vet.
Soc. Förh. XXL p. 34; pacJiycnemis, (Orthops) sanguinolentus (Tur-
kestan); derselbe ebenda p. 200.
Poeciloscy tus örmcorms (Turkestan); Reuter, Öfv. Finsk.
Vet. Soc. Förh. XXL p. 201.
Eaidrodemsi parvula (Daya); Reuter, Öfv. Finsk. Vet. Soc.
Förh. XXL p. 35.
Globiceps cruciatus (Corsica) p. 36, suturalis (Schweiz, Frank-
reich) p. 37; Reuter, Öfv. Finsk. Vet. Soc. Förh. XXL
Platycranus Putoni (Algier); Reuter, Öfv. Finsk. Vet. Soc.
Förh. XXI. p. 38.
Orth(jtylus parvulus (Astrachan); Reuter, Öfv. Finsk. Vet.
Soc. Förh. XXL p. 38.
Orthocephahis confinis (Sarepta); Reuter, Öfv. Finsk. Vet.
Soc. Förh. XXI. p. 35, niger (Turkestan); derselbe ebenda p. 203.
Pachytoma Jakovleffi (Astrachan); Reuter, Öfv. Finsk. Vet.
Soc. Förh. XXI. p. 36, brevipennis (Turkestan); derselbe ebenda
p. 203.
Tuponia arcufera (! Astrachan); Reuter, Öfv. Finsk. Vet.
Soc. Förh. XXI. p. 38.
Atomoscelis brevicornis (Astrachan); Reuter, Öfv. Finsk. Vet.
Soc. Förh. XXI. p. 39.
Psallus criocoroides (Avignon); Reuter, Öfv. Finsk. Vet.,Soc.
Förh. XXI. p. 39.
Systellonotus Bruckii (Spanien) p. 181, unifasciatus (Algier);
Reuter, Öfv. Finsk. Vet. Soc. Förh. XXL p. 182.
Dicyphus orientalis p. 203, tlioracicus, testaccus p. 204 (Tur-
kestan); Reuter, Öfv. Finsk. Vet. Soc. Förh. XXL
Lygaeidae. Ausser Puton haben nun auch Mulsant-Rey uns
mit einer Synopsis der französischen Lygaeiden beglückt, als der
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 373
SixiemeTribu in ihrer Hist. nat. desPunaises de France; Ann.
See. Linn. Lyon XXV. p. 131 ff.
Äneuropharus (n. g. und Typus einer neuen Unterfamilie;
hemelytra saepissime incompleta, corio membranaque venia destitutis)
Imcocnemis (Prov. Bouaer); Berg, Hem. Arg. p. 285.
Lipogomphus (n. g, derselben ünterfamilie) lacuniferus
(Buenos Ayres) ; derselbe ebenda p. 287.
Lipostemmatina subf. nov. (Corpus cum corio et clavo pi-
losum; ocelli desunt; hemelytra completa, membrana venis 3 vel 4
brevibus et obsoletissimis instructa), Bindeglied zwischen den Ly-
gaeiden und Pyrrhocoriden, gegründet auf Lipostemmata (n. g.)
humeralis (Buenos- Ayres); Berg, Hem. Arg. p. 288.
Scantius dbyssinicus (A.); Bolivar, An. Soc. Esp. Hist. Nat.
VIII. p. 142.
Yihv&nwQ huTlatus (Nord-Bras.) ; White, Journ. Linn. Soc. Lond.
XIV. p. 483.
Dysdercus alho-fasciatus (Terr. Mission.); Berg, Hem. Arg.
p. 115.
Largus lentus (Nord.-Bras.); White, Journ. Linn. Soc. Lond.
XIV. p. 483; Martinem, Amorii (Süd-America) ; Bolivar, An. Soc.
Esp. Hist. Natur. VIH. p. 141.
Arocatus püosulus (Murree); Distant, Tr. Ent. Soc. Lond.
1879, p. 123.
Bochrus foveatus (Nord-Indien); Distant a. a. 0. p. 131.
Cnemodus älbimacula (Uruguay); Berg, Hem. Arg. p. 110.
P&mera, pagana (Nord-Bras.); White, Journ. Linn. Soc. Lond.
XIV. p. 484; flavicosta (Buenos- Ayres); Berg, Hem. Arg. p. 109.
Graptostethus qiiadrisignatus, imi^naiws (Khasia H.); Distant
a. a. 0. p. 130.
Geocoris callosulus (Argent.) Berg, Hem. Arg. p. 105; picticeps
(Abyssinien) ; Bolivar, An. Soc. Esp. Hist. Nat. VIII p. 140.
Ischnodemus inamhitiosus (Nord-Bras.); White, Journ. Linn.
Soc. Lond. XIV. p. 484.
Reuter beschreibt die einer schwarzen Ameise ähnliche
Nymphe von Megalonotus limbatus ; Öfv. Finsk. Vet. Soc. Förh. XXI.
p. 163.
Nysius major (Buenos Ayres) p. 101, riibricatus (Territ. Miss.)
p. 102; Berg, Hem. Arg.
Lygaeus (Spilostethus) amoenus (Abyssinien), Bolivar, An. Soc.
Esp. Hist. Nat. VIH. p. 140.
Stygnus Mayeti (Beziers); Puton, Bull. Ent. Fr. 1879 p. XVI.
Lethaeus lepidus (Nord-Bras.); White, Journ. Linn. Soc. Lond.
XIV. p. 484.
Goreidae. Parabrachytes (n. g. Brachyti affine, praesertim
articulorum ant. 1 et 2 proporbione, appicibus art. 3 et 4 incrassatis,
374 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
pronoti angulis modice productis etc. diversum) coloratus, ohscurus
(Antananarivo); Distant, Trans. Ent. Soc. Lond. 1879. p. 213 f.
PI. V. Fig. 3.
Corizus ruhricosus (Abyssinien); Bolivar, An. Soc. Esp. Hist.
Nat. VIII. p. 139.
Mygdonia elongata (Antananarivo); Distant, Tr. Ent. Soc.
Lond. 1879. p. 211. PI. V. Fig. 2.
Homoeocerus dilatatus fChina); Horväth, Termesz. Füz. III.
p. 145.
Harmotses procerus ('Buenos Ayres); Berg, Hera. Arg. p. 91.
E. V. Harold liefert eine doppelte Bestimmungstabelle (für ^
und J) der ihm bekannten (6) Arten der Gattung Agonoscelis, in
der weniger die Färbung, als vielmehr Gestalt und Sculptur in erster
Linie Berücksichtigung finden. Mitth. Münch. III. p. 39 £f. Als neu
sind beschrieben A. aequata (Loanda; Elephantenfluss) p. 41, sansi-
barica p. 42, longirostris (Angola) p. 44.
Agonoscelis bicolor (Antananarivo); Distant, Tr. Ent. Soc.
Lönd. 1879 p. 210. PI. Fig. 6.
Stenocephalus pallidus (Aden), lateralis (Indien); Signoret,
Bull. Ent. Fr. 1879. p. LVIII.
Larve und Nymphe von Camptopus lateralis beschrieben von
Reuter; beide, namentlich aber die Larven, sind ameisenähnlich;
Öfv. Finsk. Vet. Soc. Förh. XXI. p. 164.
Merocoris JBergi (Uruguay); Berg, Hem. Arg. p. 281.
Reuter beschreibt die ameisenähnliche Larve des Alydus cal-
caratus, sowie die Nymphe von A. rupestris. Öfv. Finsk. Vet. Soc.
Förh. XXI. p. 160 ff.
Zicca StUii (Argent.); Berg, Hem. Arg. p. 84.
Gonocerus lictor (China); Horväth, Term. Füzet. III p. 146.
Paryphes [SxindsLrus) pontifex (Rio-Jurua); White, Journ. Linn.
Soc. Lond. XIV. p. 482.
Anasa guttifera (Buenos Ayres); Berg, Hera. Arg. p. 82.
Sethenira sordida (Territ. Mission.); Berg, Hera. Arg. p. 80.
Eubule glyphica (Buenos Ayres); Berg, Hem. Arg. p. 78.
Dalcera flaviventris (Cordova Arg.); Berg, Hem. Arg. p. 282.
Mictis expansa (Antananarivo); Distant, Trans. Ent. Soc.
Lond. 1879. p. 212. PL V. Fig. 1.
Prionolomia gigas (Khasia H); Distant a. a. 0. p. 128.
Pachylis argentinus (Argent. ; Urug.) ; Berg, Hem. Arg. p. 64.
Notobitus excellens (Khasia H.); Distant a. a. 0. p. 129.
Isometopidae. Isometopus mirificus (Lyon); Mulsant-Rey,
Ann. Soc. Linn. Lyon XXV. p. 323.
Pentatomidae. Masthletinus (n. g. prope Sciocorim) abhre-
viatus (Irkutsk); Reuter, Öfv. Finsk. Vet. Soc. Förh. XXL p. 48.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 375
Oestopis (n. g. Halyd.) terra (Khasia H.); p. 49;
Belopis (n. g. Pentatom.) unicolor (ibid.) p. 50;
Cratonotus (n. g. Pentatom.) coZorn^ws (ibid.) p. 50; Distant
a. a. 0.
Tornosia (n. g. Podopi proximum) insularis (Zanzibar); Bo-
livar, An. Soc. Esp. Hist. Nat. VIII. 137.
Goelocoris (n. g. prope Alphocorim) aeliodes, gibbosus (Abys-
sinien); Bolivar, Au. Soc. Esp. Hist. Nat. VIII. p. 135.
Syllohus n. g. für Cydnus emarginatus St?d\ Scopar ipes
n. g. für C. latipes IIope\ Signoret, Bull. Ent. Fr. 1879. p.
CLXXn f.
Aulacostethus n. g. für Tetyra marmorata Say; ühler,
Proc. Bost. Soc. XIX. p. 367.
Elasmostethus Fieberi Jak. üudet sich auch in den Vogesen,
bisher mit E. griseus verwechselt; Puton, Bull. Ent. Fr. 1879.
p. VII.
Atelocera ustulata (Zanzibar); Bolivar, An. Soc. Esp. Hist.
Nat. Vni. p. 137.
Piezosternum ruhens (Antananarivo); Distant, Trans. Ent.
Soc. Lond. 1879 p. 210. PI. V. Fig. 8.
Brachystethus tricolor (Baeza); Bolivar, An. Soc. Esp. Hist.
Nat. Vni. p. 188.
Thoreyella trinotata (Buenos Ayres); Borg, Hern. Arg. p. 58.
Nezara musiva (Buenos Ayres) p. 56, erythrocnemis (Terr. Miss.)
p. 57; Berg, Hern. Arg.
Aspongopus Putonii (Zanzibar); Bolivar, An. Soc. Esp. Hist.
Nat. VIII. p. 139.
Tropicoris nigricornis (Imeritia) ; Reuter, Öfv. Finsk. Vet.
Societ. Förh. XXI. p. 30.
Palomena Eeuteri (Murree); Distant, Tr. Ent. Soc. Lond.
1879. p. 122.
Thyanta aeruginosa (Buenos Ayres) p. 54, patagiata (ibid.)
p. 55; Berg, Hem. Arg.
Aclerda gregalis (Buenos Ayres); Berg, Hem. Arg. p. 51.
Canthecona tibialis p. 46, binotata p. 47 (Indien); Distant,
a. a. 0.
Melpia integra (Uruguay); Berg, Hem. Arg. p. 49.
Eurydema WüMnsi (Yangihissar); Distant, Tr. Ent. Soc.
Lond. 1879. p. 123, amoenum (China); Horväth, Term. Füz. III.
p. 144.
Euschistus taurulus (Terr. Miss) p. 44, imitator (Buenos Ayres)
p. 45; Berg, Hem. Arg.
Menida distincta {Murree); Distant, Tr. Ent. Soc. Lond. 1879.
p. 122.
376 Bertkau: Bericht üb. die Wissenschaft!. Leistungen
Dalpada confusa (Murree); Distant, Tr. Ent. Soc. Lond. 1879.
p. 121.
Oebalus ypsüono'ides (Terr. Mission.); Berg, Hern. Arg. p. 41.
Mormidea paupercula (Corrientes) p. 89, yiigro-hinotata (Buenos
Ayres) p. 279; Berg, Ilem. Arg.
Hyalomorpba scutellata (Khasia H.; Bombay); Distant a. a. 0.
p. 51.
Podisus australis (Prov. Bon.); Berg, Hern. Arg. p. 278.
Picromerus rohustus (Sadia) ; Distant a. a. 0. p. 48.
Macrina dilatata (Naga H.); Distant a. a. 0. p. 52.
Lactistes vicinus (Bombay), truncatoserratus (Indien), prottir
midus (Abyssinien), o&es^pes (Neu-Holland) ; Signore t, Bull. Ent. Fr.
1879. p. CLXXII.
Crytomenus ciliatus p. 10, laeviusoulus p. 11, nigropunetatus
p. 12 (Argentinien), constrictus {Fr ov. Bon.) p. 277; Berg, Hem. Arg.
Macroscytus umhonatus (Catamarca, Tucuman); Berg, Hemipt.
Argent p. 14.
Thyreocoris flavo-bisignatus (Corrientes) p. 17, setiger (Buenos
Ayres) p. 19, circumfusus, xanthopus (Entre Bios) p. 20, longirostris
(Buenos Ayres) p. 21, pampeanus (Prov. Bon.) p. 277; Berg,
Hem. Arg.
Sternodontus purpureus (Irkutsk) ; Reuter. Öfv. Finsk. Vet.
Soc. Förh. XXI. p. 47.
Tetyra poecila (nebst Larve; Argentinien); Berg, Hem. Arg.
p. 22 jBf.
Phimodera carinata (4 Exemplare, 4 Varietäten!; Irkutsk);
Reuter, Öfv. Finsk. Vet. Soc. Förh. XXL p. 44.
Coptochilus lentiginosus (Terr. Miss., Arg.); Berg, Hemipt.
Arg. p. 26.
Cryptacrus erotyloi'des und silphoides Walk. = C. nigricollis
Sign, var.; Distant, Ent. Monthl. Mag. XIV. p. 75.
Leptolobus zanziharicus (Z.); Bolivar, An. Soc, Esp. Hist.
Nat. VIII. p. 136.
Coptosoma Colmeiroi p. 133, Baffrayi p. 134 (Zanzibar);
Bolivar, An. Soc. Esp. VIII, breviceps (Ningpo); Horvath,
Termesz. Füz. III. p. 142.
Brachyplatys Burmeisteri (Indien); Distant ,a. a. 0. p. 46.
Orthoptera.
Genuina.
Nr. 1 der Spicilegia Eutomologica von H.
de Saus SU re ist der merkwürdigen Gattung He mim er us
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 377
WalJc. gewidmet. M6m. Soc. de Phys. et d'Hist. Natur,
de Geneve. T. XXVI, 2me partie, PL 1. Diese Gattung
hatte Walker zu den Gryllotalpinen gestellt; aus welchem
Grunde bleibt unklar. Saussure giebt nun nach Unter-
suchung eines einzigen getrockneten Exemplares (^) eine
sehr eingehende Beschreibung dieses Thieres, das in seiner
Gestalt an die Blattiden erinnert und dessen abgeplattete
Körpergestalt, kurzen Fühler, verkümmerte Augen u. s. w.
eine parasitische Lebensweise wahrscheinlich machen. Wäh-
rend der Kopf im Allgemeinen und der übrige Körper nichts
von dem Bau der Insekten abweichendes aufweisen, zeigt sich
in der Bildung der Mundwerkzeuge eine bei den Tracheaten
sonst nicht beobachtete Eigenthümlichkeit, nämlich das Vor-
handensein eines fünften Paares von Gliedmaßen. Dadurch
wird denn auch dargethan, dass bei diesem Thier der
Kopf nicht, wie bisher alle embryologischen Untersuchungen
an Insekten ergeben haben (?), aus 4, sondern 5 Segmenten
zusammengesetzt ist. Das erste trägt die llgliederigen
Fühler, das zweite die kauenden Mandibeln, das dritte die
mit einem viergliederigen Taster versehenen Maxillen, das
vierte eine innere Unterlippe (von Saussure endolabium
genannt), die deutlich die Zusammensetzung aus zwei
Stücken erkennen lässt und einen Sgliedrigen Taster trägt ;
das fünfte die äussere Unterlippe (ectolabium) mit vier-
gliederigem Taster. Diese Eigenthümlichkeit veranlasst nun
Saussure, für die Gattung Hemimerus eine besondere Ord-
nung zu errichten (am Schlüsse wird sogar die Ansicht
ausgesprochen, dass sie eine besondere Klasse der Tra-
cheaten bilde), die Diploglossata genannt und (durch Hin-
zunahme von Gattungscharakteren) in viel zu enger Weise
folgendermaßen charakterisiert wird: Corpus ovatum, de-
pressum, crustaceum, blattiforme, apterum ; caput deplanatum,
antrorsum vergens. Instrumenta cibaria: a) labia 2 super-
posita, utrumque palpis 2., lingula transversa brevissima,
vix Ulla; b) maxillae 2 palpigerae; c) mand. 2 articulatae,
manducariae; d) labrum perspicuum, transversum. Pedes
gressorii, plantigradi, breves tarsis articulatis, biunguiculatis.
Abdomen 9-artic., segmentis ventralibus (^7 ( ? 6 ?) non
appendiculatis, segmentum mediale absque parte ventrali.
378 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Cerci duo, e segmento ultimo Orientes. Antennae setaceae.
— Die Aehnlichkeit, die Hemimerus mit einigen Gryllo-
talpinen (Cylindrodes, Tridactylus) oder mit Platypsyllus
hat, ist eine oberflächliche und äussere und begründet keine
systematische Verwandtschaft zwischen den genannten Gat-
tungen.
J. Bolivar hat einen Catalogus Orthopterorum
Europae et confinium, Madrid, 1878, Fortanet, ver-
öffentlicht. Bolivar nimmt hier das Gebiet in viel weiterem
Umfange, als Fischer in seinem vor 25 Jahren erschienenen
Conspectus syst. Orth. Europae, indem er nicht nur die
ganze Westhälfte des paläarktischen Faunengebietes be-
rücksichtigt, sondern auch ohne Noth weit nach Süden in
die äthiopische Region hinübergreift. Dadurch erklärt
sich einmal die weit beträchtlichere Zahl, die der neue
Catalog gegenüber dem Fisch er' sehen enthält. Aber auch
wenn man nur diejenigen von Bolivar angeführten Arten
berücksichtigt, die in denselben Grenzen, für die Fischer
seinen Conspectus aufstellte, nachgewiesen sind, so zeigt
sich ein erheblicher Zuwachs (409 gegen 241), der den
fleissigen faunistischen Forschungen der letzten Jahrzehnte
zu verdanken ist. Dieser Zuwachs vertheilt sich folgender-
maßen auf die einzelnen Familien: Forficuliden 0 (26, 26),
Blattiden 7 (24,17), Phasmiden 1(3,2), Mantiden6 (13, 7),
Acridier 51 (137, 86), Locustiden 98 (176, 78), Grylliden 5
(30, 25).
Synonymische Bemerkungen (resp. Berichti-
gungen) zu diesem Katalog macht Krauss in den Verh.
Zool. Bot. Ges. Wien XXI. p. 57 ff.
Notes sur quelques Orthopteres de Sardaigne,
par A. Dubrony. Ann. Mus. Civ. Genova XIV. p. 148 ff.
Dubrony zählt die (18) Orth. genuina auf, die Traverso
während der Monate Mai bis Juli in dem Sarrabus ge-
nannten südöstlichen Theile Sardiniens gesammelt hat.
J. Bolivar's Analecta Orthopterologica in den
Au. Soc. Esp. Hist. Nat. VII. p. 423 ff. enthalten einige
synoptische Tabellen, die Beschreibungen neuer, meist
spanischer, Arten und auf S. 453 ff. den Orthopteren-
katalog Europas und der angrenzenden Länder; s. oben.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 379
Scudder bringt Decade VIII, IX und X seiner Cen-
time neuer Orthopteren; Proc. Bost. Soc. XX. p. 63 ff.
(Gattungen Melanoplus, Pezotettix, Conoccphalus).
Burmeister schreibt über Cephalocoema und
Phylloscirtus, zwei merkwürdige Orthopterengat-
tungen der Fauna Argentina; Abb. Naturf. Gesellsch.
zu Halle, XV. Sonderabdruck p. 1—20. Taf. I.
Brunner v. Wattenwyl berichtete in der Sitzung
vom 2. April 1879 der Zool.-Bot. Ges. Wien p. 26 über
ein bis dahin übersehenes Organ an dem Hinterschenkel
der Acridier, das er in den Sitzungsberichten folgender-
maßen beschreibt: „In der Hohlkehle auf der Unterseite
des Hinterschenkels, in welche sich bei der Vorbereitung
zum Sprung die Schiene anschmiegt, findet man nahe dem
Rande, etwa im vierten Theile der Länge, von der Basis
an gerechnet, eine warzenförmige Erhöhung, welche unter
der Loupe betrachtet sich als eine runde Oeffnung in der
Chitinmasse erweist, in welcher sich ein weicher Polster
findet, der sich mitunter zu einer stumpfen Tuberkel her-
vordrängt. Der etwas aufgeworfene Rand ist auf der Ba-
salseite mit einzelnen, zarten, weissen Haaren besetzt, und
der Polster, welcher den Eindruck einer Drüse macht, ist
stets weisslich oder grau gefärbt^, lieber die muthmaß-
liche Bedeutung dieses Organs lässt der Autor nichts ver-
lauten.
Chatin. Origine etvaleur morphologique des
difförentes pieces du labium chez les Orthopteres.
C. R. 89. p. 652. Chat in erkennt in der Unterlippe die-
selben Theile wie in den Unterkiefern wieder, deren er
8 unterscheidet: sous-maxillaire, maxillaire, sous-galea,
intermaxillaire, palpigere, palpe, premaxillaire, und de-
monstriert diese Theile an Locusta viridissima.
ForfiCUlidae. Eine Enumeration des Orthopteres rap-
portes . . . des regions Indienne et Austro-Malaise be-
ginnt A. Dubrony mit I Dermapteres. Ann. Mus. Civ. Genova
XIV. p. 348 ff. Es werden 44 Arten aufgezählt; die neuen sind im
Holzschnitt abgebildet. Es sind das: Apachys Beccarii (Hatam)
p. 349; Lahidurodes (n. g. Labidurae affine; segmenta 2dum et
tertium abdominis plicifera) robustus (Neu Guinea) p. 356; Bracby-
labis punctata (Buitenzorg)p. 357; Psalidophora angusticollis (Sarawak)
380 Bert kau: Bericht üb. die wissenschafil. Leistungen
p. 359, australica (Somerset) p. 361; Labia pygidiata (Tcibodas)
p. 364, grandis (Somerset) p. 365, Feae (Ramoi) p. 368, nigreUa
(Tcibodas) p. 369; Platylabia Gestroi (Neu Guinea) p. 372; (Lobo-
phora laetior Böhm (^ '})\ Forficula Älbertisii (Sarawak) p. 378,
Voriae (ibid.) p. 379, Borneensis (ibid.) p. 381.
Die Etüde sur quelques Forficulides exotiques von A. Durieu
du Brony in den An. Soc. Esp. Hist. Nat. VIII p. 91 ff. enthalten
die Beschreibungen 3 neuer Arten und zusätzliche Angaben über
das Vaterland einiger anderer.
Diplatys Raffrayi (Zanzibar); Durieu du Brony, An. Soc.
Esp. Hist. Nat. VIII. p. 91.
Labidura livida (Sta. Catarina); Durieu du Brony, An. Soc.
Esp. Hist. Nat. VIII. p. 93.
Labia Mcolor (Abyssinien) ; Durieu du Brony, An. Soc. Esp.
Hist. Nat. VIII. p. 95.
Blattidae. Eine Synopsis der paläozoischen Blattiden giebt
S. H. Scudder in den Mem. Bost. Soc. Vol. IH. Part. I. Nr. IIL
p. 23—134. PI. 2 — 6 unter dem Titel: Palaeozoic Cockroaches:
a complete revision of the species of both worlds, with
an essay toward their Classification. In der Einleitung macht
Scudder auf die Wichtigkeit aufmerksam, die gerade diese Familie
für die Steinkohlenzeit hat, indem der grössere Theil der uns erhal-
teneu Insekten ihr angehört, so dass man mit Rücksicht auf die In-
sektenfauna die Steinkohlenzeit recht gut die Blatten-periode nennen
könnte. Und doch machen die uns bekannten Reste jedenfalls nur
einen geringen Bruchtheil der damals lebenden Arten aus, wie daraus
hervorgeht, dass mit äusserst seltenen Ausnahmen alle Exemplare
verschiedenen Arten angehören. Eine Vergleichung aller alten
Flügeldeckonreste mit den Vorderflügeln der heutigen Arten lässt
zwei Unterschiede hervortreten : Während bei den heutigen die vena
externomedialis (0. Heer) mit der scapularis verschmolzen ist, bleibt
sie bei den paläozoischen von derselben gesondert; ferner laufen bei
letzteren die Analadern mit der Analfarche parallel und münden in
den Hinterrand ein, während sie bei den lebenden demselben parallel
laufen. Auf diese Unterschiede hin stellt Scudder die paläozoischen
Arten als Palaeoblattariae den jetzt lebenden gegenüber. Bei
der weiteren Eintheilung verwirft er das von Heer und Golden-
berg von der sekundären Nervatur hergenommene Unterscheidungs-
merkmal als ein zu geringfügiges, schwer sichtbares und an demselben
Flügel sich änderndes und berücksichtigt dafür in erster Linie die
Art der Verzweigung der vena mediastinalis. dann auch die Eut-
wickelung, den Vorlauf und die Verzweigung der übrigen Adern.
Ein Vergleich der Schichten Europas und Amerikas, die am ergie-
bigsten an Resten sind, zeigt, dass in Europa die überwiegende Zahl
m, iu Amerika unter den oberen Kohlenschichten gefunden sind.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 381
Uebrigens ist zu bemerken, dass nicht diejenigen Arten (Mylacridae),
welche man vom zoologischen Gesichtspunkte aus als die ältesten
Formen zu betrachten berechtigt ist, sich in den alleruntersten
(Blattenreste führenden) Schichten gefunden haben ; wogegen aller-
dings von den als die höchsten anzusehenden 9 Arten 8 der Dyas
augehören und die Hälfte der aus dieser Formation überhaupt be-
kannt gewordenen ausmachen. — Die meisten Reste gehören Ober-
flügeln an, nur vereinzelt sind Unterflügel gefunden, und Scudder
macht 2 Fälle bekannt, in denen auch das Pronotum erhalten ist.
Im Ganzen sind die uns bekannten Reste 60 Arten zuge-
schrieben, die in die 2 Tribus Mylacridae (Zweige der vena me-
diastinalis fächerförmig angeordnet) und Blattinariae (Zweige in
regelmässigen Abständen von der Hauptader entspringend) getheilt
sind. Die ersteren sind ganz auf Amerika beschränkt, die letzteren
kommen in beiden Hemisphären vor. Folgende Reste werden hier
zum ersten Mal beschrieben (Mylacridae): Mylacris yennsylvanicum
(1 Vorderflügel aus den unteren Kohlenschichteu Pennsilv.) p. 44.
PI. 5. Fig. 13, 14, Mansfieldü (desgl.) p. 47. Fig. 15; Litliomylacris
(n. g.) angustum (! Vorderflügel aus den oberen Schichten Pennsilv.)
p. 48. Fig. 2, 3, Pittstonianum (desgl.) p. 50. Fig. 4,' 10, simplex
(Vorderfl. aus den unteren Schichten Illinois) p. 51. Fig. 5; Necy-
mylacris (n. g.) lacoanum (! Vorder- und Hinterflügel, unterste
produktive Schichten von Pennsilv.) p. 53. Fig. 12, heros (Vorderfl.,
untere Schichten Penns.) p. 54, Fig. 9; (Blattinariae) Etohlattina
(n. g. für Blattina aut., welchen Namen Scudder für die erste unter
diesem Gattungsnamen beschriebene Art aus dem Bernstein reser-
viert) Lesqiiereuxii (Vorderfl. aus den mittleren Kohlensch. Pennsilv.)
p. 67. PI. 6. Fig. 3, 4; Archimylacris parallelimi (! Vorder- und Hin-
terfl. aus den unteren Schichten Penns.) p. 85. Fig. 6; Antliraco
hlattina (n. g. für Blattina spectabilis, dresdensis, porrecta, etc.,
Winteriana, Remigii, Rückerti und) sopita (= Bl. didyma Gein., non
Germ.) p. 89; Gerablattinan. g. für Bl. Goldenbergi, clathrata, in-
termedia, scaberata, Geinitzi, Münsteri, producta, Germari, Mahri,
Weissiana, fascigera und) halteata (mehrere Reste aus dem oberen
Carbon und dem Permo-Carbon) p. 110. PI. 6. Fig. 9, 10; Herma-
tohlattina n. g. (für Bl. Wemmetsweileriensis, Lebachensis) p. 115;
Frogonohlattina n. g. (für Bl. helvetica und Fritschii) p. 113;
Ory etohlattina n. g. (für Bl. reticulata) p. 121; Petrahlat-
tina n. g. (für Bl. gracilis und sepulta) p. 123.
Blattina Dresdensis (Steinkohlenf.) ; Geinitz, Sitzber. nat.
Gesellsch. Isis, 1879 p. 12.
Kadyi trägt zum Verständniss der Bildung der Eikapselu
von Periplaneta orientali s bei; Zool. Anz. 44. p. 642 tf. Den-
selben Gegenstand behandelte G. Duchamp: Observations surla
structure et le developpement de la capsule ovigere de
38Ö Bertkau: Bericht üb. die Wissenschaft!. Leistungen
la Blatta orientalis. Rev. Sei. Natur. Montpellier. T. VII. p. 423 ff.
mit 3 Figuren.
E. F. Newton. On the brain of the Cockroach, Blatta
orientalis. Quart. Journ. Microsc. Sc. XIX. p. 840 ff., 2 Pls. vgl.
d. Ber. 1878 p. 378 (160).
S. Brehm. Srawnit. iszledowania muschskich polo-
wich organoff Blattae germanicae y Periplanetae orientalis St.
Petersburg 1879. 8vo 28 S. Dissertation über die männlichen Ge-
schlechtsorgane der genannten Arten. *
Ectobia Brunneri (Ferrol); V. L. Seoane, Mitth. Schweiz.
Ent. Ges. V p. 485.
Phasmidae. Wood- Mas on stellte eine neue Gattung der
Phasmidae auf: Par ectatosoma. Nahe verwandt mit der austra-
lischen Gattung Ectatosoma. Davon verschieden durch: verhältniss-
mässig längeren und mehr dornigen Thorax, das Männchen ist ohne
Ocellen und wie das Weibchen kurzflüglig, die kurzen Decken sind
in beiden Geschlechtern kürzer als die kurzen Flügel; die obere Leiste
aller feraora ist in einen scharfen Dorn ausgezogen. P. hystrix und
ecliinus von Madagascar. Journ. Asiat. Soc. of Bengal XLVIII p. 117.
Menaka n. g. (a Steneboea antennis brevibus filiformibus
divergens , für Bacillus sccabriusculus Wood - Mas. = Steneboea
Brunneri StU); derselbe ebenda XL VI pt. 2 p. 342.
Bacillus incommodus (Rodriguez ; Grün mit rothen Fühlern ;
Länge 3 Zoll 10 Linien; Breite beträchtlicher als in einer bekann-
ten Art); Phisis spinifera (ibid.); Butler, Ann. a. Mag. Nat. Hist.
(4) XVII p. 410.
Bacteria sirikiebensis (Sink. Isl.); Wood-Mason, Journ. As.
Soc. Beng. XLVI pt. 2 p. 343.
Phibalosoma annamallayanum (S. Indien); Wood-Mason,
Proc. As. Soc. Bengal XL VII p. 161.
Lonchodes godama (Upper Tenasserim); Wood-Mason, Proc.
As. Soc. Bengal XLVII p. 162.
Mantidae. Wood-Mason kennt aus der Gattung Hestias
Saussure fünf Arten, wovon neu: H.pictipes vonJabalpur in Central-
Indien und inermis vom Naga-Gebirge. Proc. Asiat. Soc. of Bengal
1879 p. 258.
Acridiodea. lieber Dimorphismus (kurz- und langflügelige
Formen) in dieser Familie s. Scudder in Proc. Bost. Soc. XIX
p. 336.
Pamphagodes (n. g. Goniae Stal affine?) Biffensis (Mauri-
tania prope Melilla) ; Bolivar, An. Soc. Espan. Hist. Nat. VII p. 430.
Burmeister erörtert a. a. 0. die Unterschiede der Gattungen
Proscopia und Cephalocoema, die auf der Gestalt des die Augen
überragenden Theiles des Kopfes (Kopfgipfel) und der Bildung des
Afterdeckels im männlichen Gesehlechte beruhen. Bei Cephaloeoema
im Gebiete der Arthroi)oden im Jahre 1879. 383
überragt nämlich der lange, zugespitzter, unten kielartig geschärfte
Afterdeckel die Genitalien beträchtlich. Der Kopfgipfel zeigt bei
Proscopia sekundäre Geschlechtsunterschiede , indem er bei den
Männchen sehr kurz, meist nicht länger als das halbe Auge, bei den
Weibchen verlängert, stets- länger als das ganze Auge ist. Bei Ce-
phalocoema ist der Kopfgipfel in beiden Geschlechtern gleichgebildet,
stets länger, oft um mehr als das doppelte, als die Augen. Neben-
augen kommen beiden Gattungen wenigstens nicht allgemein zu.
Indem Klug den angeführten Geschlechtsunterschied bei Proscopia
übersah, beschrieb er die zusammengehörigen Geschlechter als ver-
schiedene Arten; Burmeister vereinigt dieselben folgendermaßen:
Pr. radula ($) = rostrata (J")', gigantea (^) = oculata (^);
hispida (^) = brevirostris ((-^); punctata (^) = acuminata (^);
scabra (^) = ruficornis (j^) ; granulata (^) = ophiopsis (^).
Von der Gattung Cephalocoema beschreibt Burmeister zu der ein-
zigen von Serville bekannt gemachten Art drei neue: C. lancea
p. 7 Fig. 1, 2, costuJata p. 9 Fig. 3—7, cdlamus p. 11. Die Arten
stammen aus der Argentinischen Republik und leben auf Feldern
oder an offenen Waldstellen , wo sie sich nach Art der Phasmiden
langsam im Sonnenschein bewegen.
ßolivar stellt in den An. Soc. Esp. Hist. Nat.VII p. 433 ff.
eine Tabula synoptica generum specierumque Pamphagi-
darum Europae auf. =^
Pamphagus (Acinipe) deceptorius (Burgos), Mabillei (Valencia)
p. 433, mauritanicus (Maurit.) p. 451; Bolivar, An. Soc. Esp. Hist.
Nat. VII.
Eunapius cucullatus {Ar srnjuez 7); ßolivar. An. Soc. Esp. Hist.
Nat. Vn p. 432; Stälii (Portugal?); Bormans, C. R. Ent. Belg.
1879 p. CLXVH.
Acridium patianum (Patia in Columbien und von Zeit zu Zeit
sich stark vermehrend und dann in verheerenden Zügen nach Norden
ziehend); Posada-Ar ango, Le Naturaliste 1879, 15 avr. p. 4 f.
Oedipoda migratoria (Acridium migratorium, Gryllus
migratorius) Wanderheuschrecke in Mecklenburg. Von C. Struck.
Archiv des Vereins der Freunde der Naturgesch. inMeck-
lenburg. 30. Jahr. 1876 p. 264.
Oedipoda Parnassica (Parnass); Stein, Mitth. Münch. 1879
p. 137.
Stenobothrus ^^awssMrii (Ferrol) ; V. L. Seoane, Mitth. Schweiz.
Ent. GesGllsch. V p. 486.
Pezotettix ahditum (Nebraska); Dodge, Canad. Entom. IX
p. 113, variegatus (Calif.) p. 75, dumicolus (Texas) p. 76, nudus
(ibid.) p. 77, lakinus (Kansas) p. 79, texanus (Dallas) p. 80, discolor
(ibid.) p. 81, flahellatus (ibid.) p. 82, pupaeformis (ibid.) p. 84, ari-
384 Bert kau: Bericht üb. die Wissenschaft!. Leistungen
dus (Arizona) p. 84, aspirans (Colorado) p. 85; Scudder, Proc.
Bost. Soc. XX.
Bolivar stellt in den An. Soc. Esp. Eist. Nat. VII p. 438
eine analytische Tabelle der Arten der Gattungen Nocarodes auf
und beschreibt p. 452 N. Durieui aus Mauritanien.
Scudder giebt eine Differentialdiagnose der Gattungen Ca-
loptenus und Melanoplus und eine Tabelle folgender 6 Arten
der letzteren Gattung: M. femoratus Burm., punctulatus ?77iZ., colli-
nus, rectus , femur-rubrum De G., Atlantis Bil. ; Proc. Bost. Soc.
XIX p. 281 — 86, sowie eine Besprechung der westlich vom 117.
Merid. gefundenen Arten (M. collaris, devastator, Atlantis, spretus,
cinereus, femoratus, Packardi (= Cal. fasciatus Scudd. olim), femur-
rubrum, Kennicottii) p. 286—90.
Derselbe beschreibt ebenda XX p. 63 ff. M tenebrosus (Caro-
ina p. 63, Arizonae (A.) p. 64, infantiUs (Colorado) p. 65, variolosus
(ibid.) p. 66, fldbeUifer (Color.) p. 68, foedus (! Color.) p. 69, curtus
(Col.) p. 70, interior (Utah, Arizona) p. 71, Bowditchi (Col.) p. 72,
flavidus (Color.) p. 74.
Caloptenus angustipennis, volucris, plumhum (Nebraska) ; D o dge,
Canad. Entom. IX p. 111.
Scudder ersetzt den praeoccupierten Namen seines C. fascia-
tus durch Melanoplus Packardi; Proc. Bost. Soc. XIX p. 289.
Bolivar giebt eine synoptische Tabelle der Gattung Gompho-
cerus Thunb.] An. Soc. Esp. Hist. Nat. VII p. 425 ff.; eine neue,
früher mit G. Uhagonii Boliv. verwechselte Art ist G. (Omocestus)
minutissimus (Cascante); ebenda p. 424.
Locustidae. Ctenodecticus (n. g. Thamnotrizonti affine, sed
art. Imo tarsorum posteriorum in mare breviore quam secundo) pu-
pulus (Spanien); Bolivar, An. Soc. Esp. Hist. Nat. VI p. 332 ff.
PI. V Fig. 1.
Scudder ändert den Gattungsnamen seiner Stälia foliata als
bereits bei Hemipteren vergeben in Eustalia um; Proc. Bost. Soc.
XX p. 95.
0. Novak schreibt einen in der Steinkohlenformation Böhmens
gefundenen Oberflügel eines Orthopteren einer mit Gryllacris Brong-
niarti Mart. nahe verwandten, aber doch specifisch davon verschie-
denen Art zu, die er Gr. BoJiemica nennt, und macht dabei darauf
aufmerksam, dass der Flügel auch hinlänglich Verschiedenheiten zeige,
um einer anderen als der jetzt lebenden Gattung Gryllacris beige-
zählt zu werden. Jahrb. K. K. Geol. Reichsanst. XXX p. 69 ff.
Taf. IL
Brunner von Wattenwyl beschreibt Neue Phaneropte-
riden; Journ. Mus. Godeffroy; XIV p. 195 ff.
Turk berichtet über die Art des Vorkommens der Saga s er-
rat a (bei Wien); Act. Soc. Esp. Hist. Nat. VIII p. 16.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 385
H. Landois beschreibt den Tonapparat von Epphipigera Vitium
im männlichen und weiblichen Geschlecht; 7. Jahresber. Westf. Prov.-
Ver. pro 1878 p. 29 ff. ; Be r t k a u macht dazu ergänzende und be-
richtigende Zusätze ; Verh, naturh. Ver. preuss. Rheinl. u. Westf.
1879 p. 269 ff.
üeber denselben Gegenstand schreibt RitzemaBos in der
Tijdschr. v. Entom. XXII p. 210 ff., PI. XI Fig. 6— 10; auch dessen
Darstellung ist nicht ganz in Uebereinstimmung mit meinen Beob-
achtungen. — Das Insekt in Vaucluse (auf Morus) schädlich; Bull.
Ent. Fr. 1878 p. XL VI.
Ephippiger Brunneri p. 272, PI. III Fig. 4, surcularius IV. 9
p. 273, Seoanii III. 7 p. 279, Peresi 9 p. 282, SmU 11 p. 284,
JDurieuü 10 p. 285 , Zapateri IV. 7 p. 288 , Cunii III. 12 p. 290,
areolarius IV. 8 p. 292, carinatus 5 p. 294, FauUnoi IV. 3 p. 297
(Spanien); Bolivar, An. Soc. Esp. Eist. Natur. VI; Saussurianus
(Burgos) Tab. IV Fig. 8, dilutus (Madrid) Fig. 9 p. 442 (Steropleu-
rus) Bamburii p. 443 Fig. 10 , MartorelUi (Barcelona) Fig. 12 , ca-
Stellanus (Burgos) Fig. 11 p. 444, pseudolus (Huelva), flavo-vittatus
(?) p. 445; derselbe, ebenda VII nebst einer analytischen Tafel der
Gattung.
Barbitistes Sanzii (Albarracin; Burgos); Bolivar, An. Soc.
Esp. Bist. Nat. VIII. p. 439.
Paradrymadusa Ärawsi (! Albarracin); Bolivar, An. Soc. Esp.
Eist. Nat. VII. p. 440. Tab. IV. Fig. 7.
Conocephalus hamatus (Guatemala), aduncus (Cuba) p. 87, cm-
spidatus (ibid.) p. 88, prora (Nicaragua), acutulus (Californ.) p. 89,
malivolans (Florida) p. 90, aries (Mexico) p. 91, hebes (Cuba, New-
Orleans) p. 92, retusus (Georgia) p. 93, clausus (Mexico) p. 94;
Scudder, Proc. Bost. Soc. XX.
Platycleis andalusicus (Euelva); Bolivar, An. Soc. Esp. Eist.
Nat. VI. p. 331.
Gryllidae. Von der merkwürdigen, in manchen Punkten den
Locustiden sich nähernden Gattung Phylloscirtus Guer, (=
Cranistus jSiäZ, Phyllopalpus Jlhl.) giebt Bur meist er a.a.O. p. 12ff.
eine erneute eingehende Schilderung, in der er den Irrthum Gue-
rin's, der der Gattung Nebenaugen zugeschrieben hatte, berichtigt.
Zu den aus Mexico, Rio de Janeiro, Guyana, Columbien und Nord-
amerika bekannten Arten beschreibt Burmeister zwei neue von Bue-
nos-Ayres. Alle ähneln durch ihren breiten Kopf, schmalen Pro-
thorax und die bunte Färbung den Cicindeliden und leben nicht am
Boden, wie die meisten übrigen Grylliden, sondern im hohen Grase
und auf Blättern. Die neuen Arten sind Ph. amoenus p. 17. Fig. 8,
9, setosus p. 18. Fig. 14. Ausser diesen beiden kommt bei Buenos-
Ayres auch Ph. coUiurides Sti,l vor, die der Autor nach Exemplaren
von Rio de Janeiro beschrieben hatte.
Arch. f. Naturgesch. XXXXVI. Jahrg. 2. Bd. Z
386 Bertkau: Bericht üb. die Wissenschaft]. Leistungen
De Selys-Longchamps wiederholte seine Beobachtung einer
schwimmenden Gryllotalpa vulgaris; C. R. Ent. Belg. 1879.
p. cm.
Turk macht Mittheilungen über die Lebensweise der Myrme-
cophila acervorum, die Arten, bei denen sie vorkommt, die Zeit
ihres Erscheinens u. s. f.; Act. Soc. Esp, Hist. Nat. VlIL p. 15.
Sound-producing Organs of the Cricket (Gryllus sp.);
Newton B. Pierce, Amer. Natur. 1879. p. 322.
Brachytrypes megacephalus den Weinbergen und Getreidefel-
dern bei Palermo sehr schädlich; Ball. Ent. Fr. 1879. p. LXXX.
Pseudonenroptera.
Physopoda. A. v. Szaniszlo theilt über den Thrips fru-
mentariua Beling mit, dass er sich im J. 1876 von Ende Mai an
bei Klausenburg sehr häufig auf verschiedenen Getreidearten, nament-
lich Weizen, gezeigt habe. Bei der Begattung sitzt das ^ auf dem
Weibchen; die kleinen länglichen Eier werden immer am Grunde
der einzelnen Aehrchen abgelegt; die Farbe der Larven ändert sich
mit wachsendem Alter von grau durch gelb bis zur zinnoberrothen
der erwachsenen Larven, bei denen sie von beiden Körperenden
her allmählich durch die schwarze verdrängt wird. Der Hinter-
leib der Larven ist 10-, später 9gliederig; die Fühler anfangs 7-,
später Sgliederig. Die Zahl der geschlechtsreifen Insekten nahm
im Juni bis zur Ernte, wo die meisten Larven erwachsen waren,
sehr rasch ab; doch fanden sich auch unmittelbar vor und nach der
Ernte einzelne vollkommene Insekten auf verschiedenen Pflanzen,
namentlich Trifolium und Chrysanthemum (wirklich dieselbe Art?);
wahrscheinlich rührten dieselben von diesjährigen Larven her. Trotz
der grossen Menge, in der das Insekt in dortiger Gegend auftrat,
lässt sich eine Abnahme des Ertrages kaum konstatieren. Die Frage
nach der Schädlichkeit ist daher noch eine offene, aber wohl wahr-
scheinlich im verneinenden Sinne zu beantworten. Sitzber. Zool. Bot.
Wien 1879. p. 33 ff.
Reuter giebt eine synoptische Tabelle der Gattungen der
(von ihm als Ordnung behandelten) Thysanoptera und beschreibt
die neuen Arten aus Finnland: Phloeothrips longispina p. 214 (unter
ausgeworfenem Tang), tihialis p. 215 (im Moos), pallicornis p. 21G
(in Sumpfgegenden); Thrips (Limothrips) hidens p. 218, (Thrips
s. str.) hasalis (auf Blumen), flavicornis p. 219, Salicis p. 220 (auf
S. rosmarinifolia und repens), (Belothrips) hicdlor p. 221; Aeolothrips
(Coleothrips) limbata (auf Abies) p. 222 ; Öfv. Finsk. Vet. Soc. Förh.
XXI. p. 207 ff.
Psocidae. De Selys-Longchamps vergleicht die Psoci-
den-fauna Scandinaviens, Englands und Belgiens; C. R. Ent. Belg.
1879. p. CLIXff.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 387
Edw. Burgess studierte the anatomy of the head, and
the structure of the Maxilla in the Psocidae; Psyche IT.
No. 43 und Proc. Bost. Soc. XIX. p. 291fr. PI. VIII. An der Ma-
xille unterscheidet er cardo, stipes mit viergliederigem Taster, äusse-
ren Lobus und den von Westwood bekannt gemachten hornigen
Fortsatz (furca Burgess'), welchen letzteren Burgess als ein den
Psociden eigenthümliches und nicht dem inneren Lobus homologes
Organ ansieht. Auf der zweilappigen Unterlippe liegt ein mittlerer
Lappen, die „Zunge", in der 2 Drüsen („Zungendrüsen") mit vom
vorderen Ende entspringenden, sich nach hinten wendenden und
bald vereinigenden Ausführungsgängen liegen; der gemeinsame
ductus mündet in den Oesophagus.
Eine (wahrscheinlich neue) besondere nordrussische Psocus-
Art (vom Peipus-See) beschreibt Rostock in den E. Nachr. 1879.
p. 129.
Psocus citrieola (Florida, auf der Orange); Ashmead, Canad.
Ent. XI. p. 228.
Stenopsocus stigmaticus Imh. neuerdings auch bei Uxbridge
gefangen ; Mc Lac hl an, Ent. Monthl. Mag. XIV p. 94; vgl. d. Ber.
1873 p. 351 (131).
Termitidae. Hagen macht einige Mittheilungen über Ter-
miten; Proc. Bost. Societ. XX. p. 121 fif. Die Eier haben an dem
oberen Pol die Mikropyle, bestehend aus 4 — 6 Grübchen, die sich in
einen schmalen, die ganze Membran durchbohrenden Canal fortsetzen.
In einigen Fällen gelang es, im Dotter fadenförmige Spermatozoen
wahrzunehmen und sogar dieselben herauszupressen; bis dahinwaren
(von Müller) runde Körperchen als Spermatozoen angesehen worden.
Die Jungen werden mit (Pilzsklerotien ? und) zerkleinertem Holz ge-
füttert, in dessen Masse sie sich von unten her hineinfressen.
Notes on the three nests of Termites in Jamaica by
H. G. Hubbard; ebenda XIX. p. 267, 271; Notes on Eutermos
Rippertii by S. H. Scudder p. 275 ebenda.
Termes coyitusus {sius der Kohlenformation von Illinois) ; Scud-
der, Proc. Bost. Soc. XIX. p. 300.
Ephemeridae. lieber Euephemerites primordialis s. o. p. 353 (121).
Landois vermuthet in den langen Schwanzfäden der Ephe-
meriden (beobachtet bei E. lactea), die durch Wasser nicht benetzt
werden und somit das Untersinken verhüten, ein wichtiges Hülfs-
mittel bei dem Fortpflanzungsgeschäfte ; doch haben die Männchen
manchmal längrere Schwanzfäden als die Weibchen. Jahresb. Westf.
Prov.-Ver. f. Wissensch. u. Kunst, pro 1878. p. 36.
Recentes Captures de Prosoi^istomes dans la Ga-
ronne setzten E. Joly in den Besitz von Exemplaren verschie-
dener Grösse, ähnlich wie in einem „Nest" der Bettwanze und regten
daher die Frage an, ob dieses Insekt sich nicht in dem scheinbaren
388 Bertkau: Bericiit üb. die wissenschaftl. Leistungen
Larvenstadium fortpflanze und in demselben überhaupt verharre,
wie ich dies bereits in meinem Bericht 1873. p. 32 vermuthet habe.
Bull, Soc. d'etud. d. sciences natur. de Nimes VII. 1879. No. 1.
E. Joly übersetzt Walsh's Beschreibung der Nymphe von
ßaetisca (Proc. Ent. Soc. Philadelphia 1864. p. 200 ff.) ins Fran-
zösische und versieht diese Uebersetzung mit Anmerkungen. Bull.
Soc. d'Etud. scientif. d'Angers; Vllle et IXe annees (1878—1879).
p. 157ff.
Caenis Kungu, cibaria (Nyassa); Eaton, E. M. M. XV. p. 268.
Cloe rubescens (Canada); Provancher, Faune entom. du Ca-
nada II fasc. I. p. 82.
Palingenia Papuana (Fly River); Eaton, Ann. Mus. Civ. Ge-
nova XIV. p. 398.
Isonychia ferruginea Älbarda (d. Ber. 1879. p. 67 (411)) =1.
ignota Walle.; Eaton, E. M. M. XVI. p. 36.
Perlidae. "Perla CMcoutimiensis (Canada); Provancher, Faune
entom. du Canada II fasc. I. p. 75.
heuctrsi tenella,l)runnea{Ca,nsidiSi)', Provancher, Faune entom.
du Canada II fasc. 1. p. 80.
Isopteryx tuhulosa (Thüringen); Stein, Mitth. München 1879.
Odonata. Henrici Buchecker Systema Entomologiae,
sistens Insectorum Classes, Genera, Species. P. I. Odo-
nata (Fabric.) europ. XLI tabulae photograph. floridisque coloribus
distinctae. München (Munic), im Selbstverlage des Verfassers. Find-
lingsstrasse 317. 1876. Ist mir nachträglich erst aus der Kritik
Brauer's, Ent. Nachr. 1879. p. 24, bekannt geworden; Replik und
Duplik ebenda p. 66, 68.
E. de Selys-Longchamps. Odonates de la Region de
la Nouvelles Guinee. Mitth. Mus. Dresden IIL p. 269 0".
Derselbe. Nouvelles observations sur les Odonates
de la region de la Nouvelle Guinee. Ann. Mus. Civ. Genova
XIV. p. 287 ff. Dieser letztere Beitrag zählt die (18) Arten des Mus.
Civ. auf, die (8) bekannten Arten der Gattung Neurothemis Brauer,
Polyneura Bamb., die (11) bekannten Arten der Gattung Agrio-
noptera Brauer, 28 von Laglaize auf Ternate und Karoons (Neu-
Guinea) gesammelte Arten mit Wiederholung der Beschreibungen
der neuen aus den Mitth. Mus, Dresden; endlich Nachträge und Be-
richtigungen zu der an letzterem Orte veröffentlichten Abhandlung.
Libellulidi Italiani del Dr. R. Pirotta. Ann. Mus. Civ.
Genova XIV. p, 401 ff. Der Verfasser giebt eine Bibliographie in
chronologischer Anordnung, eine Tabelle, die die Verbreitung der
Gattungen in den verschiedenen Ländern Europas, und eine, die die
speciellere Verbreitung der Arten in den verschiedenen Theilen Ita-
liens veranschaulicht; das Verzeichniss giebt eine vollständige und
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 389
ausführliche Synonymie, mit Angabe der geographischen Verbreitung;
es enthält 85 Arten.
Olga Poletajewa. Petersburgskija Odonati. Trudy
Russk. Entom. Obschestwa. T. XI. 23 S. mit 1 Taf. (27 Arten.)
Kolbe theilt weitere Beobachtungen über die Libel-
luliden um Oeding (Kreis Ahaus) und in anderen Gegen-
den Westfalens 1878 mit; dieselben sind vorwiegend phänolo-
gischer Natur. Ophiogomphus serpentinus Charp. neu für West-
falen (bei Dorsten); Aeschna cyanea ^-^ und juncea o in copula.
7. Jahresber. Westf. Prov.-Ver. pro 1878. p. 37 f.
De Selys-Longchamps giebt eine Revision der Gattung
Ophiogomphus und beschreibt vi '^" neue Gomphinen; C. R. Ent.
Belg. 1879. p. LXn ff. Die früher als Herpetogomphus severus Hag.
beschriebene Art gehört in die Untergattung Ophiogomphus;
neue Arten sind 0. Morrisoni (Nevada) p. LXV; Gomphus consan-
guis (Nordcarolina) p. LXVI; Progomphus polygonus (Venezuela);
Tachopteryx Hageni (Nevada) p. LXVIII.
Derselbe liefert Quatriemes Additions au Synopsis des
Gomphines, Bull. Acad. Roy. Belg. XLVI. p. 408—471, 658—698
mit 46 neuen Arten und den 4 neuen Untergattungeil Lepto gom-
phus, Davidius, Orogomphus, Allogaster, sowie Quatriemes
Additions au Synopsis des Calopterygiens; ebenda XLVII.
p. 349 ff.
Agrionoptera festa (Queensl.), simulans (Malacca, Ceylon) p. 300,
difficilis (Mal. Archip.?) p. 301; Selys-Longchamps, Ann. Mus.
Civ. Genova XIV, Mysis (Mysol) p. 311, interrogata (Kordo), (in-
signis race simüis, papuensis), longüudinalis (und race biserialis ;
Ann. Mus. Civ. p. 304) p. 312; derselbe, Mitth. Mus. Dresden III,
Agriolestes ornata (Karoons) p. 321 (308), ohscura (ibid.) p. 321
(SOd) pallidistyla (ibid.) p. 320 (310); Selys-Longchamps, Mitth.
Mus. Dresden III (und Ann. Mus. Civ. Genova XIV).
Pseudagrion flavitiwrax (Karoons); Selys-Longchamps
Mitth. Mus. Dresden III. p. 323 und Ann. Mus. Civ. Genova XIV.
p. 317.
Aeschna Irene in der Schweiz (Zürich; Pilatus); Mitth.
Schweiz. Ent. Ges. V. p. 553.
Hetaerina maxima (Costa Rica, nach einem unreifen $);
M'Lachlan, E. M. M. XV. p. 244.
Onychargia ruhropunctata, flavovittata (Karoons) ; Selys-Long-
champs, Mitth. Mus. Dresden III. p. 321 und Ann. Mus. Civ. Ge-
nova XIV. p. 315, 316.
Diplacina?smrtra^(?ma (Karoons); Selys-Longchamps, Mitth.
Mus. Dresden III. p. 320 und Ann. Mus. Civ. Genova XIV. p. 306.
Neurothemis (oculata forma) unicolor ^ (Celebes) ; Selys-
Longchamps, Mitth. Mus. Dresden HI. p. 301.
390 Bert kau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Phyllomacromia contumax (Akele, West-Afr.); Selys-Long-
champs, Ent. Monthl. Mag. XVI. p. 103.
Platycnemis (subg. nov. Idicnemis) tidentata (Karoons), in-
ornata (ibid.); Selys-Longchamps, Mitth. Mus. Dresden III. p. 321
und Ann. Mus. Civ. Genova XIV. p. 312 ff.
Platysticta hicornuta, auricidata (Karoons); Selys-Long-
champs, Mitth. Mus. Dresden III. p. 322 und Ann. Mus. Civ. Ge-
nova XIV. p. 321 f.
Telebasis eximia, Laglaizei (Karoons); Selys-Longchamps,
Mitth. Mus. Dresden III. p. 322 und Ann. Mus. Civ. Genova XIV.
p. 319 f. .
Nenroptera.
Rostock giebt eine Einleitung in das Studium der
Netzflügler nebst einem Verzeichniss der in Sachsen
beobachteten Arten; Sitzber. Isis 1879. p. 70 ff. Obwohl
Rostock den Unterschied einer vollkommenen und unvoll-
kommenen Verwandlung anerkennt, so nimmt er hier doch
die Netzflügler mit Zuziehung der Pseudoneuroptera, ^weil
jeder Neuropterolog auch sie, als zu seinem Ressort ge-
hörig, studieren und die übrigen Orthopteren unbeachtet
lassen wird, oder der Orthopterologe seine Heuschrecken
studieren und die Pseudoneuropteren links liegen lassen
wird.^ In allgemeiner Weise sind der Bau und die für die
Gattungsunterscheidung wichtigsten Merkmale hervorge-
hoben, dann eine literarische Revue gehalten und daran
das Verzeichniss angeschlossen, das 342 Arten (61 Plani-
pennia, 45 Odonata, 35 Ephemeridae, 24 Perlidae, 26 Pso-
cidae, 151 Trichoptera) enthält.
Trichoptera.
Von R. Mac Lachlan's Monographie Revision &. Sy-
nopsis of the Trichoptera of the European Fauna sind
Part VIII und IX, letzterer mit dem Supplement II (p. XIII
— LXXXIV) erschienen und damit dieses herrliche Werk
vollendet. Das ganze Werk enthält 607 Seiten nebst einem
Appendix und 59 Tafeln mit sauber ausgeführten Zeich-
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 391
nungen, zumeist Darstellungen des Flügelgeäders und der
für die Artunterscheidung so wichtigen Analanhünge. Im
Text ist neben der äusseren Beschreibung auch besonders
Gewicht auf die Verwandlungsgeschichte und geographische
Verbreitung gelegt. Diese grundlegende Arbeit wird wohl
für längere Zeit der Rathgeber aller derer sein, die sich
über diese bisher weniger beachteten Insekten unterrichten
wollen.
Derselbe berichtet als an unrecorded habit, dass
einige Arten (der Gattung Halesus?) ihren Laich auf die
Blätter vom Wasser entfernt stehender Gesträuche absetzen,
Eni Monthl. Mag. XVI. p. 135, während schon De Geer
meldet, dass er auf Weidenblättern Laich von Phryganiden
gefunden habe.
Die Phryganiden-Studien von F. u. H. Müller
im Kosmos, 11. Heft, p. 386 ff. bestehen aus einer (dürf-
tigen) Einleitung, die die Aehnlichheit zwischen Tricho-
pteren und Lepidopteren hervorhebt (H. Müller), sowie
einigen speciellen Artikeln von F.Müller: Die Flügeladern
der Phryganiden und Schmetterlinge, Wasserthiere in den
Wipfeln des Waldes (im Regenwasser zwischen den Blät-
tern der Bromeliaceen), die Grumicha (die leeren Gehäuse
werden später von anderen Arten als Wohnung benutzt),
Helicopsyche, Gedankenlose Gewohnheit.
E. Guinard. Metamorphoses d'un genre nouveau de
Phryganide {Liochiton Fagesii)] Montpellier, 1879. 4. p. 1 — 6,
avec une planche. (Mir noch nicht zugekommen.)
F. Müller macht merkwürdige Phryganiden-gehäuse bekannt,
den Hydroptiliden angehörig. Er bringt dieselben in 6 Gruppen:
1) Muschelähnliche Gehäuse in dreifach verschiedener Ausbildung;
2) „Gehäuse aus Diatomeen, seitlfch zusammengedrückt, vorn und
hinten mit schmalem Spalt, auf der Rückeukante mit 2 Schorn-
steinen {Dicaminus oder Diaulusy^ ; 3) Fast walzenförmige, aussen
mit feinem Sande bekleidete; 4) an beweglichen Stielen festsitzende;
5) schildförmige, ringsum befestigte, einer Eierhülle von Nephelis
ähnliche, 6) Flaschenförmige, vorn mit einem kleinen runden Loch,
hinten mit einem langen, schmalen Spalt. Für die Bewohner dieser
letzteren wird der Gattungsname Lagenopsyche in Vorschlag ge-
bracht. Zool. Anz. 19. p. 38 ff. — Bei der Verwandlung der Puppen
in die Image w^erden bei manchen Arten die Tracheenkiemen ge-
häutet, bei anderen nicht; ebenda p. 283.
392 Bertkau: Bericht üb. die Wissenschaft! . Leistungen
Derselbe macht Notes on the cases of some South Bra-
zilian Trichoptera; Tr. Ent. Soc. Lond. 1879. p. 131 fF. Diese
Bemerkungen sind der Vorläufer einer ausführlicheren, mit Abbil-
dungen versehenen Abhandlung in den Arch. do Mus. Nac. do Rio de
Janeiro und beziehen sich auf die Familien Sericostomatidae, Lepto-
ceridae, Hydropsychidae, Rhyacophilidae, Hydroptilidae.
Wallengren deutet die Linne'schen (24) Phrygänea-arten
z. Th. in anderer als bisher üblicher Weise. Als richtig gedeutet
lässt er Neuronia phalaenoides, reticulata; Phryganea grandis; Li-
mnophilus rhombicus ; Perla bicaudata, fusca; Mystacides nigra, azurea,
longicornis; Tinodes Waeneri; Leptocerus albifrons, bilineatus; Noti-
dobia ciliaris ; Taeniopteryx nebulosa ; Beraea minuta unbeanstandet.
Dagegen ist nach Wallengren Phr. striata L. = Neuronia ruficrus
Scop. und daher die bisherige Phr. striata L. (Hag.) Phr. bipunctata
Retz. zu nennen. Phr. grisea = Limnophilus stigma Ct.; der bis-
herige L. griseus (L.) aut. dagegen = Phr. bimaculata L. und die
bisherige Neureclipsis bimaculata (L.) aut. daher N. tigurinensis F.
zu nennen.
Phr. flavilatera = Hydropsyche instabilis; Phr. filosa = Lepto-
cerus tineoides Brauer (?); Phr. umbrosa = Polycentropus P. oder
Holocentropus dubius Rb.; Phr. flava = Limnophilus centralis; Phr.
saltatrix = Stenopsocus immaculatus St.; Robertella = Leptocerus
dissimilis St. Journ. Linn. Soc. Lond. XIY; vgl. Rostock in den
Sitzgsber. Isis 1879. p. 68.
Hydroptilidae. Mit dieser Familie schliesat Mac Lachlan
seine Monographie (p. 501 — 523). Nach derselben enthält das euro-
päische Faunengebiet aus der Familie folgende Gattungen: Agraylea
(5 A., neu: A. cognatella (Finnland; Lappl.) p. 507), Ällotrichia (n.g.;
alae angustiores, subacuminatae, post. elevatione costali, quam ex-
cisio sequitur distinctae; calcaria 0, 3, 4; ocelli distincti; neuratio
modice completa) für Agr. pallicornis JEJa^. p. 508), Hydroptila (5 A.);
Ithytrichia (1 A.), Stactobia (2 A., neu: St. EatonieUa (Pyrenaeen)
p. 517), Orthotrichia (2 A.), Oxyethira (2 A., neu: 0. distinetella
(Finnland) p. 521).
Rhyacophilidae. Diese Familie nimmt in dem 1879 erschie-
nenen Theil des Mac Lachlan'schen Werkes S. 429—501 ein. Es
sind hier behandelt die Gattungen Chimarrha (1 A.), Rhyacophila
(41 A.; neu Älbardana (Alpen) p. 437, occidentalis (Pyrenaeen), evo-
luta (Frankreich) p. 438, Palmeni (Krain) p. 440, acutidens (Tos-
kana) p. 441, relicta (Pyrenaeen) p. 442, dentieulata (ibid.) p. 443,
polonica (P.) p. 446, Hageni (Altvater), praemorsa (Erzgebirge) p. 447,
contractu (Pyrenaeen) p. 449, fraudulenta (Mte. Rosa), rupta (Pyre-
naeen) p. 450, Pascoei (Avignon) p. 451, simulatrix (Norditalien)
p. 453, aquitanica (Auvergne) p. 457, producta (Kärnthen) p. 460,
Meyeri (Bern) p. 461, Eatoni (Pyrenaeen), phüopotamoides (ibid.)
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 393
p. 463, hirticornis (Schweiz) p. 464, sibirica (Hautaika) p. 465, Bou-
gemonti (Schweiz) p. LXXVII Suppl.); Glossosoma (5 A., neu Gl.
spoliatum (Pyrenaeen) p. 473, Nyländeri (Finnland) p. 474), Aga-
petus (8 A., neu A. nimhulus (Schweiz; Isere) p. 479), Synagapetus
(n. g. Agapeto valde affine; cellula discoidalis brevior et latior; al.
post. Vena subcostalis incipit ut in Agapeto, tum cum costa confluit
et postea ab ea rursum recedit, in margine costali ultra medium
desinens . . .; für Rhyacophila azurea Pict. nee L. = Synag. iridi-
pennis Mc L. und) duhitans (Frankreich) p. 484; Pseudagapetus
(n. g. Agapeto valde affine; al. posteriorum venae ut in Synagapeto;
tibiae et tarsi intermedia $ non dilatata . . ., für Ag. punctatus
Hag. und) armatus (Oesterreich) p. 486, insons (Pyrenaeen) p. 487) ;
Ptilocolepus (1 A.), Beraea (4 A.), Beraeodes (1 A.); wahrscheinlich
gehören die beiden letzteren Gattungen zu den Leptoceriden.
Rhyacophila soror (Canada); Provancher, Faune entomol.
du Canada IL fasc. I. p. 142.
Hydropsychidae. Chloropsyche (n. g.; calcaria in ^^ 0,2, 2;
tibiarum interm. et posterior, brevia et inaequalia, . . .; palpi defi-
cientes vel tuberculis parvis repraesentati . . .) evanescens (Amur)
p. LXIX; Plectrocnemia scruposa (Pyrenaeen) p. LXXII, laetahüis
(ibid.) p. LXXIII; Tinodes algirica (Alg.) p. LXXIV; Mc Lachlan,
Monogr. Rev. etc., Suppl.
Khyacophylax n. g. (Smicrideae affine; calcar. in $ 1}4, 4,
in ^ 1, 4, 2); F. Müller, Trans. Ent. Soc. Lond. 1879. p. 140.
Hydropsychiden-larven (von Tinodes lurida) minieren Höhlun-
gen in Steine; Forel, Verh. Schweiz, naturf. Gesellsch. Bern 61
p. 129 und 62 p. 67.
Leptoceridae. Mystacides monochroa (Schweiz) p. LXIV ; Triae-
nodes Beuten (Schweden) p. LXV; Parasetodes n. g. (Setodi
affine, differt praecipue parte anali al. post. valde dilatata et in
quiete plicata; für Setodes respersella Ramb.) p. LXVI; Mc Lach-
lan, Monogr. Rev. etc., Suppl.
GrumicJiella (n. g. Leptocero affine; furca apicalis No. 1
al. post. absens, 3 et 5 in utroque sexu praesentes; articul. palpor.
maxill. proportio 10, 15, 20, 9, 17); F. Müller, Trans. Ent. Soc.
Lond. 1879. p. 135.
Heteroplectron horedlis (! Canada); Provancher, Natur. Canad.
IX. p. 263.
SeriCOStomatidae. Sphincto gaster (n. g. prope Mormoniam,
abdomine apice subito dilatato) lutescens (Canada); Provancher,
Natur. Canad. IX. p. 261.
Nach Ph. Rougemont leben die Larven von Helicopsyche
[Fannii =) sperata an vom Wasser bestäubten, mit Moos bewachse-
nen Felswänden ; die Nymphe sucht sich feuchte und kühle Stellen
am Fusse der Felsen auf und lässt sich daher leicht zur Entwicke-
394 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistunofen
lung bringen, wenn man nur die angesponnenen Gehäuse von
den Steinen nicht löst. Larve, Nymphe und vollkommenes Insekt
sind äusserlich beschrieben (und abgebildet); (Verh. Schw. naturf.
Gesellsch. 61. p. 136 £f. und) Bull. Soc. Sei. Nat. Neuchatel XI.
p. 405 £f. (Die $ gehören indessen nach M'Lachian zur Gattung
Tinodes, ebenso wie die von Tassinari und Targioni beschriebenen;
E. M. M. XV. p. 257.)
In einer Lettera seconda agli Entomologi Italiani in
dem Bull. Soc. Entom. Italiana X. p. 81 ff. lenkt v. Siebold die
Aufmerksamkeit auf eine zweite Helicopsyche-a*rt, die H. agglutinans,
deren Larvengehäuse der Conchyliologe Adami bei Edolo (Prov.
Bresia) unter ähnlichen Verhältnissen, wie die von Ro ugemont
beschriebenen fand; die Zucht der Larven missglückte.
In einer Lettera terza (ebenda XI. p. 134 ff.) macht v. Sie-
bold die Italienischen Entomologen mit Rougemont's vorhin
mitgetheilten Resultaten bekannt.
lieber diesen Gegenstand vgl. auch Mc Luchlan, Monogr.
Rev. etc., Suppl. p. LVlIIff.
Sericostoma, indivisum (Pommern); Schizopelex /wm/era (Pyre-
naeen) p. XLVIII; Brachycentrus adoxus (Sibirien) p. LIV; Micra-
sema gentile (Dudinka, Sib.) p. LVI; Thremma gaUicum (Frankreich)
p. LVIII; Mc Lachlan, Monogr. Rev. etc., Suppl.
Limnophiiidae. Astratussa?^?oe(^MS (Dudinka, Sib.) p.XVI; Lirano-
philus corrcpttis (Amur-Land) p. XVIII, asapJies (Nordwestsibir.) p. XIX,
dipliyes (Hutaika) p.XXIII; Asynarchus (n. g. für Stenoph. fusorius,
Thedenii, coenosus und) iteratus (Dudinka) p. XXVIII, contumax (Hu-
taika) p. XXIX, devius (ibid.), hicornis (Scandinavien) p. XXX; Ste-
nophylax impar (Lappland, Sibirien) p. XXXI, consors (Savoyen)
p. XXXIII; Metanoficus n. g. (cum Druso consentiens, sed ^.^ sine
crumena et penicillio in alis post.; für Hai. flavipennis); Catadice
(n. g. cum Druso et Metanoeco conveniens; calcaria ^^ ^ 1, 2, 3;
append. anal, infer. in ^ latissimae) Bolwari (Spanien) p. XL;
Stasiasmus n. g. (ut Drusus; calcaria ^ 0, 2, 3 ($ 1, 2, 3?), für
Drusus rectus) p. XLII; Apatania meridiana (Pyrenaeen) p. XLIV,
Eatoniana (Frankreich) p. XLV; Mc Lachlan, Monogr. Rev. etc.,
Suppl.
Stenophylax Thedenii (Lappland; Stockholm); Wallengren^
E. M. M. XV. p. 275. (Wird von Mc Lachlan in die neue Gat-
tung Asynarchus gestellt; s. oben.)
Anabolia pilosa Pict. in der Hilgershäuser Höhle; Fries,
Zool. Anz. 24. p. 154.
Limnophilus instillatus (Bergen), scalenus (Dovregeb., Scand.),
hycdinahis (ibid.), rhanidopliorus (ibid.); Wallengren, E. M. M.
XV p. 274.
im Gebiete der Arthrupoden im Jahre 1870. 395
Phryganeidae. Phryganea Äa7iZ&er<;i (Hutaika, Sib.); Mc Lach-
lan, Mouogr. Rev., Suppl. p. XIV.
Planipennia.
Riley giebt noch einige Details über die Eier und Larven
des Corydalus cornutus; Proc. Amer. Assoc. f. Advanc. of Sei., 27th
Meet., p. 285 ff.; vgl. d. B. 1879, p. 38 (382). Die frisch ausge-
schlüpften Larven unterscheiden sich von denen des Chauliodes, mit
denen sie noch durch den Mangel der bauchständigen, büscheligen
Tracheenkiemen übereinstimmen, durch ihre höckerige Haat, wäh-
rend dieselbe bei Chauliodes ganz glatt ist. Die Larve macht
6 Häutungen durch und erhält die bauchständigen Kiemen nach der
ersten Häutung; sie hat von da an neben den Stigmen zwei Arten
von Tracbeenkiemen, eine seitliche Reihe langer, einfacher und eine
bauchständige Reihe dicht gedrängter, verzweigter Fäden. Die Larve
von Chauliodes trägt das letzte Stigmenpaar auf dem Ende zweier
kontraktiler Fäden; in allen übrigen Punkten stimmen beide sehr
überein. Die Masse, die die Eier von Corydalus einhüllt, hat „alle
physikalischen Eigenschaften von Wachs;" die Eier von Chauliodes
sind nicht in eine ähnliche Masse eingebettet.
Taschenberg bespricht die Arten der Gattung Myr-
mecoleon und Ascalaphus des Zool. Mus. d. Univ. Halle; Gie-
bePs Zeitschr. LH. p. 174 fi\ Es werden 31 Myrmeleontideu und
ISAscalaphiden beschrieben, darunter mehrere, die nicht identificiert
werden konnten, aber nur zum kleineren Theile Namen erhalten
haben.
Die ameisenlöwenähnliche „Nymphe" eines jHemerobius „stach"
Nördlinger in die Hand so empfindlich ungefähr wie eine Schnacke;
Nördlinger, Lebensv/eise der Forstinsekten p. 64.
Bothr iomicromus (n. g. Micromo vicinum, sed sectores ut
in Drepanopteryge; alae non falcatae) Lachlani (in den Tertiärab-
lagerungen bei Quesnel); Saud der, Geol. Surv. Canada for 1876 — 77.
p. 462.
Brischke erhielt von bereits gespiessten Myrmeleon (formi-
calynx und formicaleo) je 5 länglich runde, 1 mm lange Eier und
vermuthet, dass die Zahl der Eier dieses Insekts eine geringe sei.
Die Eier waren mit einem Kitt aneinander geheftet. E. Nachr.
1879. p. 29.
Aca,niha.ciisia punctif er a (Eliva Jonango, Afr.); Taschenberg
a. a. 0. p. 191.
4 Formicaleo- und 7 Myrmecoleo- Arten beschrieben von dem-
selben p. 197 ff.
396 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Haploglenius macuUpennis (Eliva Jonango); Taschenberg,
a. a. 0. p. 218.
Bubo argyropterus (ibid.); derselbe ebenda p. 225.
Diptera.
Mayer liat seine frühere Berichtigung zu Graber's
Otocystenartigen Sinnesorganen (d. Ber. 1878. p. 378 (160))
zu einer ausführlicheren Mittheilung erweitert: Sopra
certi organi di senso nelle antenne dei Ditteri.
Atti R. Accad. d. Lincei. Ser. III. Vol. III. p. 211 ff. mit
einer Tafel. Die Untersuchungen dehnten sich auf Musca,
Eristalis, Drosophila, Sicus, Syrphus und Pulex aus und
ergaben als Resultat, dass die vermeintlich geschlossenen
Blasen Einstülpungen des äusseren Integumentes sind, deren
Oeffnungen aussen (auf dem dritten Gliede der Fühler)
leicht sichtbar sind. Aehnliche Einstülpungen besitzt auch
das Endglied der Fühler von Pulex, dessen Bau von
B e r 1 6 ganz irrig dargestellt ist (d. Ber. 1879. p. 198 (542)).
Die ähnlichen Bildungen, die L a n d o i s an den Fühlern
von Lucanus, F o r e 1 an denen der Ameisen nachgewiesen
haben, zieht auch Mayer nicht in den Bereich seiner
Untersuchungen.
J. Kunkel. Terminaisons nerveuses tactiles et
gustatives de la trompe des Dipteres Assoc. frang.
avanc. d. Sei. Congres de Paris, 1878.
Derselbe. Recherches morphologiques et zoo-
logiques sur le Systeme nerveux des Insectes
dipteres. C. R. 89 p. 491; vgl. Brandt im vor. Bericht
p. 174 (518).
Osten-Sacken hat einen Catalogue of the de-
scribed Diptera of North-America zusammengestellt
(Smiths. Mise. Collect. 270, Washington 1878), der nur dem
Namen nach eine zweite Ausgabe des 1858 von demselben
Autor erschienenen Katalogs, in Wahrheit aber ein ganz
neues Werk ist, wie auch in der Vorrede auseinander-
gesetzt ist. Während nämlich die erste Ausgabe eine Auf-
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 397
Zählung der beschriebenen Arten, ohne Rücksicht auf
Prüfung der Genusangehörigkeit, Synonymie u. s. w., war,
ist dieser, wenigstens in den (von Loew und Osten-Sacken)
monographisch bearbeiteten Familien synonymisch und
kritisch durchgearbeitet; nur die Walker'schen Arten
bleiben auch hier meist ausser Concurrenz und sind für
sich am Ende jeder einzelnen Gattung aufgezählt. Die
Flöhe , obwohl vom Autor in direkter Beziehung zu den
Mycetophiliden betrachtet, sind nicht mitaufgeführt.
Bigot bringt den 11. Theil seiner Dipteres nou-
veaux ou peu connus. Curiae Xylophagidarum et
Stratiomydarum; Ann. Ent. Fr. 1879 p. 186 ff.
Nach P. Manson ist ein Dipteren (Mücke?, Mosquito
des Autors; die $ legen ihre Eier ins Wasser ab, und
die Larven werden als die bekannten Springer, „jumpers*',
bezeichnet) Zwischenträger der Filaria sanguinis hominis.
Die Embryonen werden bei dem Saugen des Insekts mit
dem Blute in dessen Magen aufgenommen, durchlaufen
in einem Zeitraum von 6 Tagen 3 Stadien ihrer Entwicke-
lung und gelangen mit dem Tode des Wirthes nach dem
Eierlegen ins Wasser, von wo sie vermuthlich wieder in
den Menschen übergehen. Journ. Linn. Soc. Lond. XIV
p. 304 ff. ; vgl. Cobbold, ebenda p. 356 ff.
C. H. Lesbini, H. Weijenbergh et P. A. Conil.
Etudes sur la Myiosis. Act. Acad. Nac. Buenos Aires.
III. 2. p. 41—98. In dortiger Gegend ist es Calliphora
anthropopJiaga , die die Krankheit hervorruft; die Larve
und Nymphe ist von Weijenbergh, das vollkommene In-
sekt von Conil beschrieben und abgebildet. Die Art wird
von Lynch Arribalzaga als synonym mit Compsomyia
rubrifrons Macq. und Somomyia montevidensis Big, er-
kannt. An. Soc. cient. Argentina VII p. 252 ff., wo auch
noch Calliphora infesta Fhil. und Compsomyia fulvipes
Macq. besprochen werden.
W. Jaroschewsky macht Zusätze zum Verzeich-
niss der Dipteren Charkows und seiner Umge-
bungen, nebst Angabe über ihre Verbreitung im Gebiete
des europäischen Russlands (Arb. d. Naturf Ges. Charkow
398 Bertkau: Bericht üb. die Wissenschaft!. Leistungen
XI p. 317—454), in denen 506 Arten aufgezählt, 207 ein-
gehender besprochen werden.
Schlechtendal verzeichnet 137 von ihm bei Zwickau
beobachtete Diptera Brachycera ; Jahresber. Ver. f. Naturk.
in Zwickau 1879 p. 48 ff.
F. M. V. d. Wulp handelt von Eenige Diptera van
Nederlandsch Indie; Tijdschr. v. Entomol. XXIII p.
155 ff., PI. 10 und 11.
Farsky verfolgte die Entwickelung zweier Runkel-
rüben-Fliegen, der Lonchaea Chorea und Anthomyia con-
formis. Die erstere stellte sich in von Nematoden be-
fallenen und in Fäulniss gerathenen Rüben ein und ihre
Larve besitzt eine ungemeine Lebenszähigkeit, indem
wiederholtes längeres Verweilen in absolutem Alkohol,
14stündiges Liegen in Wasser u. s. w. sie nicht tödtete.
Verb. Zool. Bot. Ges. Wien XXIX p. 101 ff Taf. IIL
Nematocera.
Cecidomyidae. Lintner beschreibt die Larve eines die Blüthen-
köpfe von Trif. prateiise in Amerika zerstörenden Insektes als eine
Cecidomyia trifoln; Canad. Ent. XI p. 44, ändert den Namen später,
p. 121, in leguminicola um und giebt ihm durch Beschreibung der
Imago mehr Berechtigung.
Schlechtendal schildert die Zerstörungen der C. saliciperda
Dm/".; Jahresber. Ver. f. Naturk. i. Zwickau 1879 p. 26.
Oligotrophus tanaceticohis n. sp. (Gallen auf Tan. vulgare);
Karsch, 7. Jahresber. Westf. Prov.-Ver. p. 28; vgl. Schlechten-
dal a. a. 0. p. 27.
Mycetophilidae. Osten-Sacken ändert den präoccupierten
Namen Empheria Winn, in Neoempheria, Glaphyroptera in Neo-
glaphyroptera um; Catalogue etc. p. 9.
Simuliädae. SimvAmm pictipes (Adirondak , N.-Y. ; Puppein
einer 7 — 8 mm langen, 2 mm weiten Eöhre von sehr uuregel-
mässigem, dichtem Netzwerk); Hagen, Proceed. Bost. Soc. XX,
p. 305.
Blepharoceridae. Osten-Sacken vervollständigt die Gattungs-
charaktere von Paltostoma Schin. nach den beiden mexikanischen
Arten dieser Gattung; Catalogue etc. p. 218.
Derselbe beschreibt ebenda p. 266 Blepharocera ancilla
(Californien).
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 399
Culicidae. Die Larven von Culex annulipes leben auch in
dem stark salzhaltigen Wasser der Salzteiche von Salzburg und
nähren sich von den durch Berosus getödteten Artemien; von
Friedenfels in den Verh. u. Mitth. Siebenb. Ver. f. Naturw. in
Hermannstadt, XXX p. 161 ff.
Tipulidae. Diotrepha (n. g. prope Orimargam, sed ramus
posterior venae quartae non furcatus . . . ) mirahilis (Georgia ;
Texas; Cuba); Osten-Sacke n, Catalogue etc. p. 219.
Conosia n. g. (Thorax antice coniformis, supra caput elon-
gatus; antennae 14-art., alae abdomine breviores, cellula discoidalis
completa, cellulae subcostales duae, cellulae posteriores quinque
Vena transversa media ad apicem cellulae discoidalis sita ; tibiae
non calcaratae) für Limnobia irrorata Wied. = Limnophila crux
Bot; V. d. Wulp, Tijdschr. v. Ent. XXIII p. 159, PI. 10, Fig.
6—7.
Eriocera albipunctata (Java); v. d. Wulp, Tijdschr. v. Entom.
XXIII p. 158, PL 10, Fig. 4.
0. -Sacken bespricht von den beiden Ptychopteridon-gruppen
die der Tanyderinen eingehender. Unter letztereiü Namen ver-
einigt er die im Bernstein gefundene Art Macrochile spectrum Lw.,
Protoplasta Fitchii O.-S., vipio O.-S. aus Nordamerika; Tanyderus
pictus Phil, aus Chili; dazu kommt eine neue Art aus Neuseeland,
T. forcipatus p. 520. Ob die drei Gattungen neben einander be-
stehen bleiben können, behält 0. -Sacken der Untersuchung eines
grösseren Materials vor. Neben anderen Eigenthümlichkeiten im
Körperbau und Flügelgeäder ist die Gruppe bemerkenswerth durch
den Maugel einer Legeröhre der 2 ? durch die starken, fast geweih-
artigen Haltzangen der ^ und durch ihre geographische Verbrei-
tung, resp. ihr geologisches Auftreten. Verh. Zool. Bot. Ges. Wien
XXIX p. 517 ff.
Derselbe ändert den Gattungsnamen Protoplasta wogen einer
gleichnamigen Protistengattung in Idiojplasta um; Catal. N. Am.
Dipt. 2d Edit. p. 36.
Aus dem Nachlasse von H. Loew veröffentlicht Osten-
Sacken in den Verh. Zool. Bot. Ges. Wien XXIX p. 512 fF. eine
analytische Tabelle zum Bestimmen der nordamerikanischen Arten
der Gattung Pachyrrhina.
Brachycera.
Xylophagidae. Chiromyza vicina (Austr.); Bigot, Ann. Ent.
Fr. 1879 p. 200.
Exaireta (Ne o e'x a i r e t a O.-Sack.) eupodata p. 198, Tiyacintliinaj
PhiUppii p. 199 (Chili); Bigot, Ann. Ent. Fr. 1879.
Dialysis dispar (Calif.); Bigot, Ann. Ent. Fr. 1879 p. 197.
400 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Hoplacantha limhata (Mexico); Bigot, Ann. Ent. Fr. ISTÖ-
p. 196.
Subula rufiventris (Naial) p. 194, Caffra (Sierra Leone), calo-
podata (Ternate) p. 195; Bigot, Ann. Ent. Fr. 1879.
Macroceromys fulviventris (Mexico); Bigot, Ann. Ent. Fr.
1879 p. 187.
Coenomyidae. Arthropeas Zepiw (White Mts.); Osten-Sacken,
Catalogue etc. p. 223.
Coenomyia cinereibarbis (Baltimore); Bigot, Ann. Ent. Fr.
1879 p. 194.
Stratiomyidae. Gobertina (n. g. Nemotelo proximum, differt :
chaeto parum longiore apice obtuso ; facie perpendiculari, nee conica
aut tumida) picticorniSy argentata (Sierra Leone); Bigot, Bull. Ent.
Fr. 1879 p. LXVIII.
Anstelle der präoccupierten Namen Exairete undRondania
iührtOsienSaic'keji Neoexaireta nndNeorondania ein; Cata-
logue etc. p. 44, 50 und 224 f.
Calochaetis (!) bicolor (Manilla); Bigot, Ann. Ent. Fr. 1879
p. 189.
Trichochaetä nemoteloides (Ternate); Enoplomyia cothurnata
Batchian) p. 191; Gobertina (n. g.) argentea (Sierra Leone.) p. 193;
derselbe ebenda und Bull. Nr. 8.
Sargus Niphonensis (N.) p. 221, pallipes (Ceylon) magnificus
(Assam) p. 222, Papuana (Neu Guinea) p. 223, splendens (Mexico),
nigribarbis (Calif.) p. 224; Bigot, Ann. Ent. Fr. 1879.
Macrosargus (Pedicella olim) tenuiventris (Amaz.) , rufibasis
(Südamer.) p. 225, smaragdiferus (Mexico) p. 226; Bigot, Ann. Ent.
Fr. 1879.
Mevosargus fraternus (Mexico) p. 228, calceolatus (ihid.) p. 229;
Bigot, Ann. Ent. Fr. 1879.
Microchrysa gemma (Ceylon) ; Bigot, Ann. Ent. Fr. 1879
p. 231.
Chrysonotus cälopus (Natal), flavopilosus (Mexico) p. 227, ful-
vithorax (Amaz.) p. 228; Bigot, Ann. Ent. Fr. 1879.
Chrysochlora pZMn'coZor (Brasil.); Bigot, Ann. Ent. Fr. 1879
p. 209.
Blapstes pallipes, vicinus (Sierra Leone); Bigot, Ann. Ent.
Fr. 1879 p. 206.
Rhapiocera jpicto (Brasilien); van der Wulp, C. R. Ent. Belg.
1879 p. CLXL
Hermetia m^n/aaes (Mexico) p. 200, flavoscutata {ibidi.) p. 201,
varipennis (Bras.), Melanaesiae (Moluccen) p. 202; Bigot, Ann. Ent.
Fr. 1879, Batjanensis (B.); v. d. Wulp, Tijdschr. v. Ent. XXIII
p. 161.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 401
Euparyphus aureo-vittatus (?) p. 203, Kdbylianus (Oran), niger
(Calif.) p. 204; Bigot, Ann. Ent. Fr. 1879.
Histiodronia flaveola (Mexico); Bigot, Ann. Ent. Fr. 1879
p. 205.
Acanthina aiirata (Columbien); Bigot, Ann. Ent. Fr. 1879
p. 207.
Ephippium alhitarsis (Austr.; Neu-Guin.) p. 207, consobrinum
(Neil-Guinea) p. 208; Bigot, Ann. Ent. Fr. 1879.
Evasa flavipes (Indien), argyroceps (! Moluccen) p. 219, fulvi'
ventris(\hid.),paUipes(B'a.iGhmi\) p. 220, pictipes (Neu-Guinea) p. 221 ;
Bigot, Ann. Ent. Fr. 1879.
Exochostoma caloceps (! vox hybr.; Colorado); Bigot, Ann.
Ent. Fr. 1879 p. 217.
Odontomyia atrovirens (Neu-Seeland) p. 214; pachyeeps (! vox
hybr., Para), clypeata (Amazonia) p. 215, ancliorata (Chili) p. 216,
punctifer (?) p. 217; Bigot, Ann. Ent. Fr. 1879.
Stratiomys dentata p. 210, lacerata p. 211 (Calif.), Lambessiana
(Algier) p. 212, armejiiaca (A.), velutina (Chili) p.213; Bigot, Ann.
Ent. Fr. 1879.
Die durch grosse Lebenszähigkeit ausgezeichnete Larve von
Stratiomys longicornis (?) lebt in den Salzteichen von Salzburg und
nährt sich von Artemien; v. Friedenfels a, a. 0. p. 164 ff.
Plecticus flaviceps (Mexico) p. 230, Doleschal(l)ü (Mysol)
p. 231; Bigot, Ann. Ent. Fr. 1879.
Nemotelus cothurnatus (Spanien) p. 232, hirtuliis (Natal), niger
p. 233, ruficornis p. 234 (Chili); Bigot, Ann. Ent. Fr. 1879.
Tabanidae. Sackenimyia n. g. für Pangonia fulvithorax
Wied.] Bigot, Bull. Ent. Fr. 1879. p. L.
Pangonia neocäledoniea (Blut saugend wie die meisten Taba-
niden); Megnin, Parasites etc. p. 9.
Chrysops cuclux (!) p. 35, nigribimho (!), cursim (!) p. 36 (Mil-
ford); Whitney, Canad. Ent. XL
Tabanus super jiimentarius, Dodgei p. 37, sparus (!) p. 38 (Mil-
fordjN.H.); Whitney, Canad. Ent.XI; ca»^ws (Chinchoxo) ; Karsch,
Giebel's Zeitschr. LH. p. 377. Taf. IV. Fig. 1.
Die Larve von Tabanus autumnalis auch ein Salzwasser-
bewohner; v. Friedenfels a. a. 0. p. 168.
Osten Sacken macht synonymische Bemerkungen nach Ver-
gleichung der Typen in der Wiener und Bigot'schen Sammlung;
Catalogue etc. p. 227 f.: T. flavocinctus Bell = zonQ\is, cheliopterus
Rndni. = fronto 0. S., imitans TFaZfc. = fuscopunciatue Jiacg., tectus
0. S. = sulcifrons Mcq. ; fulvescens Wälle. = Atylotus bicolor Wied.
Leptidae. Glutops (n. g.; corpus robustum, musciforme;
Caput thorace latius; oculi nudi, latiores quam altiores, per totam
Archiv für Natuig. XXXXVI. Jahrg. 2. Bd. J^J^
402 Bert kau: Eericlit üb. die wissenschaftl. Leistungen
frontem contigui (in ^); antennae approximatae, capite longiores
articulis primo et secundo elongatis, tertio 8-annulato; facies duos
Processus rotundato-conicos emittens; . . . .; alae angustae, vena
tertia furcata; duae venae intercalatae ; cellula quarta posterior et
analis apertae; tegulae mediocres; scutellum inerme; . ,. empodium
pulvilliforine , abdomen ex sex segmentis formatum, genitalibus {(^)
exsertis) singularis (Springfield, Mass.); Burgess, Proc. Bost. Soc.
XIX. p. 321 f. PI. 9. Fig. 2.
J. Bigot über Vermileo De Geerii Macq. s. Bull. Soc.
Ent. France 1879. p. XX.
Asilidae. Arribalzaga. Asilides Ar g entinos in Anal.
Soc. cientif. Argent. T. VIII. p. 145 fi'. Auf Laphria coarctata Ferty
wird Planetolestes n. g. gegründet.
Laxenecera awn&ar&a (1 Chincboxo); Karscb, Giebel's Zeitschr.
LH. p. 378.
Xiphocerus susurrus (Chinchoxo); Kar seh, Giebel's Zeitschr.
LH. p. 380. Taf. IV. Fig. 4.
Leptogaster varipes (Padang); v. d. Wulp, Tijdschr. v. Ent.
XXIII. p. 166.
Microstylum miles (Chinchoxo); Karsch, Giebel's Zeitschr.
LH. p. 379. Taf. IV. Fig. 3.
Cyrtopogon lyratus (N. Y. ; N. H.); Osten-Sacken, Cata-
logue etc. p. 232.
Promachus vittula (Borneo); v. d. Wulp, Tijdschr. v. Ent.
XXin. p. 167.
Nemestrinidae. Dicrotrypana (n. g oviducto (!) a basi
usque ad apicem bifido, dimidiam abdoniinis longitudinem aequante
. . .) flavo-püosa (Südeur. ?); Parasymmictis n. g. Symmicti vi-
cinum, für Hirmoneura clausa O.-S. ; Bigot, Bull. Ent. Fr. 1879.
p. LXVII.
Bombyliadae. Willis ton berichtet über 2 Exemplare einer
mit fuliginosa Lw. verwandten Anthrax-art, von denen das eine ein
solches Flügelgeäder hat, dass es darnach zur Gattung Exoprosopa,
Gruppe fuscipennis, gestellt werden müsste ; die Art ist eingehend
beschrieben. Canad. Ent. XI. p. 215 f.
Bombylius pulchellus (Java); v. d. Wulp, Tijdschr. v. Ent.
XXIIL p. 164. PI. 10. Fig. 8.
Ei^ihdiies Osten-SacTcenii (Colorado); Burgess, Proc. Bost. Soc.
XIX. p. 323. PI. 9. Fig. 1.
Therevidae. Psilocephala indica (Java); v. d. Wulp, Tijdschr.
v. Ent. XXIII. p. 169.
Dolichopodidae. Porphyrops signifer (New-York); Osten-
Sacken, Catalogue etc. p. 113 und 242.
Syrphidae. Crioprora n. g. (facies anteriora versus in rostrum
breve prolongatum) für Brachypalpus cyanogaster Loew, Pocota
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 403
cyanella und alopex S.-O.; Osten-Sacken, Catalogue etc. p. 136
und 251.
3Ierapio'idus (! n. g. Milesiae vicinum) villosus (Georgia);
Bigot, Bull. Ent. Fr. 1879. p. L.
lieber die rapide Verbreitung der Eristalis tenax in Nord-
amerika seit 1875 s. Psyche, IL p. 188.
V. V. Roeder giebt die Synonymie des Chrysotoxum vittatum
Wied. folgendermaßen an: Sphecomyia (Latr.) vittata (Wied.) =
Psarus ornatus Wied., Tyzenhauzia vespiformis Gorski, Sphecomyia
vespif. {Gorsk.) Schiner. Ausser S. vittata, die über Nordamerika,
Sibirien und * einen Theil Nordeuropas verbreitet ist, hat die Gat-
tung noch eine Art, S. brevicornis O.-S. (d. Ber. 1879. p. 193 (537);
E. Nachr. 1879. p. 96 ff.
Oestridae* Gastrophilus pecorum mit Russischen Pferden
in Frankreich eingeführt; Megnin, Bull. Ent. Fr. 1879. p. CXVII.
MüSCidae. Met alle a (n. g.; Oculi faciesque nuda, haec leviter
excavata; peristomium subprominens; setae orales duae distincte
supra peristomio sitae; genae latiusculae, antennae longitudine di-
midia epistomatis; art.Siusart. basalibus duplo longior; seta anten-
narum nuda; thorax quadratus, scutellum semiovatum, postice
quadrisetosum ; abd. subovatum, subdepressum, macrochetae nullae;
pedes simplices; squamae sat magnae; alae abdomine longiores,
spinula costae nulla; curvatura nervi discoidalis subrotundata;
cellula apicalis aperta paullo ante alarum apicem) notata (Java);
V. d. Wulp, Tijdschr. v. Entom. XXIII. p. 175. PL 10. Fig. 10—12.
Ptilona (n. g. Trypet. ; corpus elongatum, caput subrotun-
datum, epistoraanudum, perpendiculare; frons lata, setulosa; antennae
mediocres vel breviusculae; arista plumata, raro superne pectinata;
thorax opacus, utrinque et postice setulosus, scutellum ad marginem
posticum quadrisetosum; abdomen ellipticum, oviductus coniformis,
superne applanatus; pedes mediocres, simplices; femora antica subtus
setulosa; tibiae intermediae unicalcaratae; alae majusculae, fuscae,
albido variegatae vel maculatae; costa et vena inermes; cellula ba-
salis apice inferiore acute) brevicornis (Java) p. 185, Dunlopi (Padang)
p. 186, notäbilis (ibid.) p. 187, {sexmacidata p. 185); derselbe
ebenda.
C. Rondani. Species italicae ordinis Dipterorum ordinatim
dispositae etc. Pars V. Stirps XVII, Anthomyinae, Parmae 1877.
Derselbe . . . . Stirpis XIX Sciomyzinarum revisio. Annu-
ario d. Soc. natur. Modena. XI.
Elgiva Zaien'im (Piemont) p. 21; Coremacera coM^wews (Parma)
p. 25; Tetanocera foveolata (ibid.) p. 36, punctifrons (Ober- und
Mittelitalien), nigricosta (= elata F. var.) p. 37 ; Sciomyza majuscula
(Parma) p. 44, albicarpa (! Parma) p. 51, pallidicarpa{\Tnent)^.62;
404 Bert kau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Sapromyza fuligwea (Piemont) p. 61, luteiventris, trispina (Mittel-
italien) p. 63, tahidiventris p. 65.
Öfversigt af Skandinaviens Arter af Diptergruppen Phasinae
af H. D. J. Wa 1 1 e n g r e n; Entom. Tidskrift I. p. 16 ff. (19 Arten).
Ecbinomyia versicolor {Chmchoxo) ; Karsch, Giebel's Zeitschr.
LH. p. 380.
Taohina Aletiae (Nordamerika, aus A. argillacea); Riley,
Canad. Ent. XI. p, 162.
Nördlinger berichtet über einen Fall, wo eine mit einer
Tachina-larve inficierte Schmetterlingspuppe einen wenn auch etwas ver-
krüppelten Falter geliefert hat; Lebensweise der Forstinsekten p. 61 ;
vgl. unten p. 418 (186).
L. Camerano macht von Sarcophaga intricaria einen
caso dubbioso di parassitismo (auf Helix pomatia) bekannt;
Bull. Soc. Ent. Ital. 1878. 24. Nov.
Calliphora anthropophaga (Buenos Ayres); s. oben p. 397(165).
Cyrtoneura pruinosa (Java); v. d. Wulp, Tijdschr. v. Entom.
XXIII. p. 176.
Aricia arguta (Chinchoxo); Karsch, Giebel's Zeitschr. LII.
p. 381. T. IV. Fig. 6.
F. Kowarz erörtert die Wandelungen, die der mit dem Meigen'-
schen Gattungsnamen Lasiops verbundene Gattungsbegriff bei Ron-
dani. Schiner und Meade erfahren hat und schliesst sich dem
neuesten Werke Rondani's an, indem er zu Lasiops nur diejenigen
Anthomyinen zählen will, die behaarte Augen, eine nackte oder
höchstens zart pubescente Fühlerborste und eine unverkürzte 6. Längs-
acler haben, so dass von den Lasiops-arten Meigen's (und Schiner's)
keine mehr zu Lasiops sens. Rd. Kow. gehört, was jedenfalls unge-
bräuchlich ist; Mitth. Münch. Entom. Ver. 1880. p. 123.
Dacus cylmdricus (Java); v. d. Wulp, Tijdschr. v. Entom.
XXIII. p. 181.
Platy Stoma Falkensteinii (Chinchoxo) ; K a r s c h, Giebel's Zeitschr.
LII p. 382. T. IV. Fig 7.
Senopterina marginata (Java); v. d. Wulp, Tijdschr. v. Ent.
XXIII. p. 179.
Campylocera myopina p. 189, rohusta (Java) p. 190; v. d. Wulp,
Tijdschr. v. Eutoralog. XXIIL
Acrosticta fZic/iroa (San Francisco) ; Loew, Berl. Ent. Zeitschr.
18. p. 384. (Früher übersehen worden).
Sapromyza scutellaris (Java); v. d. Wulp, Tijdschr. v. Entom.
XXIIL p. 191.
Ephydra (n. sp. ?) in ungeheurer Menge in einem Petroleumsee,
Sa. -Cruz Co., Calif.; Hagen, Proc. Bost. Societ. XX. p. 134 f.
Borborus venalicius (Africa, und von dort mit Schiffen nach
Cuba importiert?); Osten-Sacken; Catalogue etc. p. 212 und 263.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 405
Pupipara.
Polyctenidae. Waterhouse hält die Gattung Po lyctenes, die
Westwood zu den Anopluren gestellt hatte, für verwandt mit den
Hippobosciden, namentlich wegen der Fussbildung und trotz der
Segmentierung des Hinterleibes, von der sich eine Andeutung auch
in Leptoptena (?;Lipoptena?) findet. Eine Bestätigung findet diese
Ansicht in dem Funde eines geflügelten Insektes, das in seinen son-
stigen Merkmalen mit Polyctenes übereinstimmt, aber einen unge-
gliederten Hinterleib besitzt. Dasselbe stammt wahrscheinlich von
einer Columbianischen Fledermaus. Auf dasselbe ist die Gattung
Euctenodes (Ohne Augen; Kopf unterhalb am Hinterrande mit
einem Kamme langer Zähne; Hinterleib nicht segmentiert; Flügel
wohl entwickelt) gegründet; die Art ist E. mirahilis genannt und
auf PI. X vom Rücken und Bauch her abgebildet. Forner ist eine
neue Polyctenes-art, P. spasmae von dem Javanischen Megaderma
spasma, beschrieben und abgebildet, p. 312. PI. IX. Fig. 3,4; Trans.
Ent. Soc. Lond. 1879. p. 309 ff. PI. IX, X.
Aphaniptera.
Die Flöhe nach ihrem Chitinskelet monographisch
dargestellt von Dr. Ö. Taschenberg. Halle 1880. M. Niemeyer.
Der Verfasser, der über ein reiches Vergleichsmaterial gebot, sieht
die Flöhe als eine selbständige, den Dipteren am nächsten verwandte
Insektenordnung an^) und begründet diese Selbständigkeit mit der
Verschiedenheit ihrer Mundwerkzeuge (die Maxillen sind ausserhalb
des Rüssels gelegene, denselben stützende Platten), der Stellung der
Fühler hinter den Augen, dem gänzlichen Mangel jeglicher Andeu-
tung von Flügeln; was man als Flügelrudimente bezeichnet hat, ist
der stark nach hinten verlängerte Hinterrand des Metanotum. Als
Name wird für dieOrdnung die Latreille'sche Bezeichnung Suctoria
angewendet. Die Beschreibung der Mundwerkzeuge, namentlich der
sog. Zunge, die einmal als Stechorgan, dann aber auch als der eigent-
liche Saugapparat bezeichnet wird, der sich hinten bauchartig er-
weitert und dann in den Ösophagus fortsetzen soll, lässt die nöthige
Aufklärung über den Mechanismus des Saugens vermissen. Von den
1) Nach Osten-Sacken (Catalogue etc. p. IX) stehen siein-
dess in naher Beziehung zu den Mycetophiliden.
406 Bert kau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
übrigen Angaben ist noch hervorzuheben, dass auch der Prothorax,
wie schon Gervais beobachtete, ein Stigmenpaar hat; mit Ausnahme
des ersten Abdominalsegmentes haben alle auf den Prothorax fol-
genden bis zum 8ten incl. ein Stigmenpaar; die Angaben über Sar-
copsylla widersprechen einander in diesem Punkte. — In dem die
Systematik behandelnden Theil nimmt Taschenberg die beiden
Familien der Sar copsyllidae und Pulicidae an; die erste ist
wesentlich auf den zeitweise stationären Parasitismus und die wäh-
rend dieser Zeit vor sich gehende Deformation des Hinterleibes der
Weibchen begründet und enthält die Gattungen Sarcopsylla Westw.
und Rhynchopsyllus HaZZe?* (= Hectopsylla Frauenf.] s. unten). Von
Sarcopsylla penetrans ist die Lebensweise und geographische Ver-
breitung eingehender besprochen; erst 1872 ist sie mit Ballast in
einem amerikanischen Schiffe nach Afrika (Congo) gelangt und hat
sich dort rasch verbreitet; auch auf den Löwen; s. Anm. S. 109.
Die Arten der Puliciden werden in die 3 Gattungen: Pulex(Aagen
wohl entwickelt), Ilystrichopsylla (Augen fehlen ganz, Kopf vorn
abgestutzt; um den Mund ein Kranz langer Stacheln; Körper stark
beborstet und bestachelt, fürPulex Talpae Curtis) und Typhlopsylla
(Augen fehlen oder sind rudimentär; Kopf vorn gerundet, jederseits
mit höchstens 4 Stacheln; Körper schlank, z. Th. mit Ischnopsylla
Westw. zusammenfallend) gebracht. Die von anderen Autoren, na-
mentlich Kole na ti aufgestellten Gattungen werden, als auf irriger
Auffassung beruhend, nicht angenommen. (Mir scheint Ischno-
psylla Westiv. lebensfähig zu sein, da der von Taschenberg der
Diagnose hinzugefügte Mangel der Augen sonst nicht als ausreichend
für Gattungsverschiedenheit angesehen wird ; bleibt also die schlanke
Körpergestalt, d. h. das von West wo od angegebene Merkmal). In
der Benennung der Arten hat sich Taschenberg vielfach von
der lex prioritatis emancipiert, namentlich da, wo die Benennung von
dem Wohnthier hergenommen war. Mir scheint diese Neubenennung
zwar überflüssig, und ich meine, man könnte auch einen auf der
Katze vorkommenden Floh P. canis nennen; aber andererseits kann
ich in derselben durchaus keine so grosse Gefahr, noch viel weniger
Anlass zur Konfusion erblicken, wie in einer Uebertragung desselben
Namens von einem Objekte zu einem anderen. — Die Unterscheidung
der Arten ist sehr scharf gefasst und auf Behaarung, Bestachelung,
Bildung der Fühlergruben, Maxillen u. s. w. basiert. Es sind 3
Sarcopsylliden und 21 Puliciden beschrieben, wozu noch 10 von an-
deren Autoren beschriebene Arten kommen, die nicht in natura
verglichen werden konnten. Als neu (oder unter neuem Namen)
treten auf: Pulex glohiceps (= Vulpis Vict.) p. 69. Fig. 10, 11,
von C. vulpes und Meles taxus, Kerguelensis (K. auf Pelecanoides
urinatrix Gmel.) p. 67 und 122. Fig. 12, avium (also doch nach dem
Wohnthier! =P.Gallinae, Columbae,Hirundinis, Sturni,Fringillaeetc.)
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 407
p, 70. Fig. 14, glacialis (Polarländer auf Lepus glacialis) p. 76.
Fig. 17, goniocephalus (=Leporis (Leach) Curtis) p. 82. Fig. 20; für
Pulex Talpae Curt. ist der Name Hy strichopsylla obtusiceps
Eitsem. angenommen p. 83; TypMopsylla caucasica (= P. typhlus
Motscli.; von Spaiax typhlus aus den Kaukasischen Steppen) p. 94.
Fig. 26, assimilis (auf Sorex vulgaris; Talpa europ.; Mus silvaticua;
Arvicola arvalis) p. 95. Fig. 27, graciUs (Talpa europaea) p. 96.
Fig. 28. 29. Am Schluss ist ein Verzeichniss von 69 Säugetbieren
und 22 Vögeln zusammengestellt, auf denen oder in deren Nestern
bisher Flöhe gefunden sind und die letztern angegeben; ich kann
demselben Muscardinus avellanarius hinzufügen, auf dem ich früher
einen grossen und verhältnissmässig schwerfälligen Floh nicht
selten fand.
Eine neue Gattung charakterisiert G. Hall er mit folgenden
Worten: Kopf gross, Thorakalsegmente sehr schmal, einen halsar-
tigen Uebergang zwischen Koj)f und Abdomen bildend. Hinterleib
der Weibchen zur Zeit der Reife madenförmig, angeschwollen, aber
noch deutlich segmentiert. Fühler viergliederig. Punktaugen klein,
weit nach vorne verlegt. Mundtheile sehr ausgebildet, Rüssel über-
aus lang .... Unterlippe muldenförmig; Springbeine. Das Insekt,
für welches diese Gattung errichtet wurde, fand sich auf einem
Brasilianischen Molossus und ist Bhynchopsyllus pulex genannt.
Dieses Archiv 1880 I. p. 72 ff. Taf. VI.
Pulex grossiventris (auf Dasypus minutus, vielleicht zu den
Sarcopsylliden gehörend); Weijenbergh, Bol. d. 1. Acad. Nac.
Ciencias d. 1. Republ. Argent. III. p. 188; cf. Taschenberg a.a.O.
p. 101.
Lepidoptera.
Descriptions of New Indian Lepidopterous
Insects, from the Collection of the late Mr. W. S. Atkin-
son. Part I Rbopalocera, by W. C.-Hewitson; Hetero-
cera by Fred. Moore. With an Introductory Notice by
Artb. Glrote. Witb 3 Pls. Calcutta, publ. by tbe Asiat.
Sog. Bengal (1879). 4». 88 S.
Aus dem Nachlasse C. Hopf fers erschienen in der
Stett. Ent. Zeit. 40 p. 47 ff., 413 ff. Bemerkungen über
exotische Schmetterlinge; einige bereits früher be-
kannt gemachte Arten sind durch ein Versehen hier noch-
mals unter n. sp. aufgeführt.
408 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Lepidopterologische Mittheilungen von Dr. M. F.
Wocke. Zeitsclir. f. Entomologie. Breslau. N. F. 7. Heft,
p. 70 ff.
Butterflies and Moths of North America, a
complete synonymical Catalogue of Macrolepidoptera. Di-
urnes by H. Strecker. 1878. Dieser mir nicht zugäng-
liche Katalog findet eine eingehende und anerkennende
Besprechung von Möschler in der Stett. Ent. Zeit. 40
p. 280.
Gerhardts Systemat. Verzeichniss der Macrolepido-
ptera von Nordamerika ist mir ebenfalls nur durch die
Anzeige und Besprechung von H. A. Hagens, ebenda, p.
475 f. bekannt geworden.
Edwards macht Raupen und Puppen verschiedener
Amerikanischer Tagschmetterlinge bekannt; Canad. Ent.
XI p. 127 ff. (Eresia Texana, Phyciodes Vesta, Melitaea
Baroni), 141 ff. (M. minuta, Parnassius Smintheus var.
Behrii, Baidur; Chionobas Ivallda, Iduna (Ei)), 177 (Argyn-
nis Egleis), 190 ff. (Pamphila Phyleus , ßrettus , Accius,
maculata, arpa, Palatka, Delaware ; Eudamus Proteus), 217
(Arg. Idalia).
Aug. Hartmann stellt ein Verzeichniss der Klein-
schmetterlinge des europäischen Faunengebietes
zusammen , das die Erscheinungszeit des Falters und der
Raupe, sowie deren Nahrung und andere auf die Lebens-
weise bezügliche Angaben enthält; Mitth. Münch. 1879
p. 143ff. Das Verzeichniss reicht bis jetzt bis zu Incurvaria
fuscatella unter den Tineiden (der Schluss desselben ist
1880 auf S. 1—122 erschienen ; 3213 Arten, 316 Gattungen).
F. B. White bespricht „The mountain Lepidoptera
of Britain : their distribution and its causes*'; The Scottish
Naturalist Vp. 97 ff., 149 ff. Als Bergbewohner sind die Arten
ErebiaEpiphron; Zygaena exulans ; Pachnobia hyperborea;
Anarta melanopa, cordigera; Psodos coracina; Scopula uli-
ginosalis; Scoparia alpina, gracilalis, Crambus furcatellus,
Penthina Staintoniana, Grevilleana; Swammerdamia nani-
vora; Zelleria Saxifragae behandelt, von denen einige aller-
dings auch arktisch sind, Das Studium der Verbreitung
dieser Arten, ihrer Futterpflanzen u. s. w. führt nun White
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 409
ZU folgenden Schlüssen : Zur Eiszeit hatten die britischen
Inseln keine Flora und Fauna und wurden nach der Eis-
zeit vom continentalen Europa her bevölkert und zwar zu-
meist auf dem Landwege. Die Pflanzen kamen vor den
Thieren an und unter ihnen zunächst Cryptogamen (?) und
von den höheren die maritimen und windblüthigen. Die
arktischen und arktisch-alpinen Pflanzen und Thiere wan-
derten unmittelbar nach dem Zurückgetien des Eises ein
und hatten eine weite Verbreitung; wahrscheinlich lagen
die Punkte, wo sie Britannien zuerst betraten, an verschie-
denen Stellen der jetzigen Ostküste und nicht dem Con-
tinent am nächsten. Die Verbreitung der Schmetterlinge
ist nicht ganz conform der ihrer Futterpflanzen. Das Klima
ist als ein Hauptfaktor in der gegenwärtigen Verbreitung
anzusehen. Irland erhielt einige seiner Insekten von Schott-
land ; einige der britischen Gebirgsschmetterlinge existierten
als Arten bereits vor der letzten Eiszeit.
W. M. Sch(Jyen liefert einen Fortsat Bidrag til
Dovrefjelds og Gudbrandsdalens Insektfauna, der
sich fast ganz auf die Schmetterlinge beschränkt Es wer-
den mehrere Arten namhaft gemacht, die in dem früheren
Verzeichniss noch nicht figurierten. Nyt Magaz. Natur-
vidensk. XXIV p. 306 ff.
Rössler's Verzeichniss der um Bilbao gefundenen
Schmetterlinge ist, durch Zusätze und Abbildungen der
neuen Arten vermehrt, auch in den An. Soc. Esp. Hist.
Nat.VIII p. 97 ff., erschienen; vgl. d. Ber. 1879 p. 86 (430).
M. Sand. Catalogue raisonn6 des Lepidopteres
du Berry et de TAuvergne (France centrale) 8vo. 286p.
Seriziat. Catalogue des Lepidopteres des en-
virons de Collo (Algerie). 267 Arten, 175 Macro-, 92
Microlepidoptera, 2 neue; s. Le Naturaliste 1879 p. 119.
Ant. Curo setzt seinen Saggio di un Catalogo dei
Lepidotteri d'Italia fort; Bull. Eni Ital. X p. 113 ff.,
189 ff, 229 ff (Geometridae).
L. Failla-Tedaldi. Lepidotteri delle Madonie
(Sicilien), ebenda p. 217 ff., 248 ff. (Nur Rhopalocera).
Peyerimhoff. Materiaux pour la faune entomologi-
que du Bourbonnais. Langes Verzeichniss von Schmetter-
410 Bertkau: Bericht üb. die wisseDschaftl. Leistungen
lingen. Bull. Soc. d'emulation du departemnnt de TAllier
XV 1879 p. 293—566.
Dubus. Catalogue methodique des Lepidopt^res de
rAiTODdissement de St. Quentin. 76 Tagschmetterlinge in
20 Gattungen, 26 Dämmerungsschmetterlinge in 9 Gat-
tungen, 456 Nachtschmetterlinge in 193 Gattungen, zu-
sammen 558 Arten in 222 Gattungen. Mem. de la Soc.
academ. de Saint-Quentin II 1879 p. 173—207.
LepidopterologischeMittheilungen(faunistischer
Natur) s. im Jahresber. Naturw. Ver. zu Osnabrück p. 39 ff.
Verzeichniss der bei Eutin gefundenen (Grofs-)
Schmetterlinge. Von F. Dali. Schriften des Naturw.
Ver. f. Schlesw.-Holstein. Bd. IIL 2. Heft p. 33 ff. (351
Arten sind aufgezählt, ohne weitere Angaben als die
Häufigkeit betreffend. Hinzugefügt ist eine Tafel zum
Bestimmen der in Schlesw.-Holstein gefundenen Tagfalter,
die mit Ueberspringen der Familien und Gattungen sofort
auf die Art führt).
H. Rehberg liefert ein Verzeichniss der um Bremen
gefangenen Grofsschmetterlinge; Abb. naturw. Ver
Bremen; VI p. 455 ff. Dasselbe enthält 663 Arten; hervorzu-
heben ist das häufige Auftreten von dunkelen Aberrationen.
Uebersicht der in Meklenburg beobachteten Ma-
krolepidopteren von Franz Schmidt; Archiv d. Ver. d.
Freunde d. Naturg. i. Mecklenburg 33 p. 1 ff.
Nachträge zum Verzeichniss der Falter
Schlesiens von Dr. M. F. Wocke fügen den bekannten
20 weitere Arten hinzu ; Zeitschr. f. Entomologie Breslau,
7. H. p. 80 ff
Beilage III zum Bericht der Wetterauischen Gesell-
schaft 1874—79 enthält ein Verzeichniss der in der näch-
sten Umgebung Hanaus beobachteten Grofsschmetterlinge.
Der VI. Bericht d. Ver. f. Naturkunde in Fulda hat
ein Verzeichniss der Schmetterlinge der Fuldaer Gegend.
Im Bull. Soc. Sei. Nat. Neuchatel XI sind auf p. 533
— 607 nach den hinterlassenen Papieren Couleru's die
von demselben während 20 Jahre in den Kantonen Neu-
chatel und Bern gefundenen Schmetterlinge aufgezählt.
Beiträge zur Lepidopterenfauna von Einsie-
deln; von M. Paul; Mitth. Schweiz. Ent. Gesellsch. V p. 508.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 411
A. V. Homeyer verzeichnet 280 von ihm 1876 und
1878 im Ober-Engadiu gefangene Großschmetterlinge,
mit Bemerkungen über Varietäten, Vorkommen u. s. w.
Jahrb. Nass. Ver. f. Naturk. XXXI u. XXXII p. 84 ff.
Lepidotteri r. nel Modenese e Reggiano per
L. Tognoli; Ann. Soc. Naturalisti in Modena (2. ser.)
XII p. 81 ff. (Rhopalocera, und Heterocera bis Ino, mit
Bemerkungen).
S. Alferafei bringt ein zweites Supplement zu dem
Verzeichniss der Lepidopteren der Umgegend von Tagan-
rog; Trud Russk. Entom. Obschestwa XI p. 45 ff.
Staudinger verzeichnet (78) Lepidopteren des süd-
östlichen europäischen Russlands; Stett. Eut. Zeit.
40 p. 315 ff. Dieselben stammen aus der Steppe Narün
zwischen Wolga und üralfluss und enthalten manche neue
Arten.
N. M. Romanoff theilt Quelques Observations
sur les Lepidopteres de la partie du Haut-Plateau Ar-
menien, comprise entre Alexandropol , Kars et Erzeroum
mit, indem er nach einer Schilderung der physikalischen,
klimatischen und vegetativen Verhältnisse die von ihm in
genanntem Gebiet gefundenen Arten aufzählt. Hör. Ent.
Ross. XIV p. 483 ff
W. V. Hedemann bringt einen Beitrag zur Lepi-
dopteren-Fauna des Amur-Landes mit der Beschrei-
bung einiger neuen Spanner; ebenda p. 506 ff.
Durch einen Nachtrag zur Lepidopteren-Fauna
Syriens lehrt 0. Bohatsch 15 weitere Arten aus jener
Gegend kennen , von denen eine Mamestra , Grammodes
und Acidalia als neu beschrieben sind. Verh. Zool. Bot.
Ges. Wien XXIX p. 405 ff.
A. G. Butler hat Part II seiner Illustrations of typi-
cal specimeus of Lepidoptera heterocera in the British
Museum, London 1878, erscheinen lassen, der nach Rogen-
hofer (Zool. Bot. Ver. XXIX p. 11) nur neue Arten aus
Japan behandelt. Die japanische Fauna hat grosse Aehn-
lichkeit mit der mitteleuropäischen, die sehr viele vicarie-
rende Formen aufweist. (Habe ich nicht einsehen können.)
Butler zählt die (258) Tagschmetterlinge von Malacca
412 Bortkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
auf und fügt eine Tabelle hinzu, welche die Verbreitung
derselben in den benachbarten Ländern zeigt. Es sind 40
neue Arten beschrieben und 3 neue Gattungen aufgestellt.
Trans. Linn. Soc. Lond. 2. Ser. Zool. Vol. I p. 533 fif. PL
LXVIII, LXIX.
P. CT. Sn eilen liefert den 2ten Theil seiner Lepi-
dopt. van Celebes; Heterocera. Tijdschr, v. Entom. XII
p. 61 ff. PL 6—10; XXIII p. 41 ff. PL 4-8. Die Samm-
lung enthielt 686 Arten, von denen erst 267 beschrieben
waren; von den unbeschriebenen waren aber nur 214 in
einem solchen Erhaltungszustande, dass sie eine Bekannt-
machung gestatteten. — 15 der Arten finden sich auch in
Europa.
Derselbe beschreibt (62) Nieuwe Pyraliden von
Celebes; ebenda XXIII p. 199 ff.
Observations sur les Lepidopteres des iles Sangir et
descriptions de quelques especes nouvelles. Par Ch. Ober-
thür. Trans. Ent. Soc. Lond. 1879 p. 229 ff. PL VIII.
G. Sem per bringt einen Beitrag zur Rhopalo-
cerenfauna von Australien; Journ. Mus. Godeffr. Heft
14, 58 S. 4^. und 2 colorierte Tafeln. — Es werden hier
hauptsächlich die Arten besprochen, die für das Mus. Go-
deffr. von Herrn D aem el und Frau Dietrich gesammelt sind.
Im Ganzen sind es 172 Arten, von denen 30 jetzt zuerst für
Australien und 9 überhaupt zum ersten Male bekannt gemacht
werden; zugleich wird die Verbreitung der Arten auf den
benachbarten Inseln berücksichtigt. Nach diesem Verzeich-
niss wächst die Zahl der bis jetzt bekannten Australischen
Arten auf 267. Wenn auch unsere Kenntniss noch lange
keine vollständige genannt werden kann, so ist doch schon
die Armuth des Australischen Faunengebietes an Nympha-
liden und der Reichthum an Lycaeniden sichergestellt. —
Eine ausführliche Besprechung findet die Arbeit von Seiten
Crüger's in der Stett. Ent. Zeit. 40 p. 375 ff.
Meyrick liefert Descriptions of Australian Micro-
Lepidoptera IL Crambites. Proc. Linn. Soc. New South
Wales III p. 175 ff. und IV p. 205 ff.
Butler beschreibt (und bihlet ab) die (15) Arten der
Tagschmetterlinge vonNeu-Seeland; von diesen sind 7 en-
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 413
demisch, 6 oder 7 australischen und 1 (Danais Archippus)
amerikanischen Ursprungs; Trans. New. Zeal. Inst. X. p.
253 ff. PL XIL
Derselbe verzeichnet (27) Lepidoptera from the
Island of Johanna; 20 Arten tragen den Charakter
der Mascarenenfauna, 14 sind auch auf Madagascar, und
nur 11 im tropischen Afrika gefunden. Ann. a. Mag.N.H.
(5) III. p. 186 ff.
M. Saalmtiller ergänzt seine „Mitth. über Madagas-
kar und seine Lepidopteren-Fauna^^ 1 fd. Ber. 1879 p. 90
(434)) durch Bemerkungen und Nachträge. In den
Bemerkungen werden einige Namen berichtigt; die Nach-
träge führen 11 weitere Arten auf; Ber. Senckenb. nat.
Ges. 1878—1879. p. 122 ff.
A. G. Butler. Descriptions of new Species of
Lepidoptera from Mad agascar, with Notes on some of
the forms already described. Ann. a. Mag. N.H. (5) IV. p. 227,
Mabille stellt ein Verzeichniss der ihm bekannt ge-
wordenen Heterocera von Madagaskar zusammen. Ann.
Ent. Fr. 1879 p. 291 ff.
Von C. Oberthur's Description d'Insectes nouveaux
ou peu connus ist die 3. Livr. : Etüde sur la faune des
Lepidop teres de la cote Orientale d'Afrique, Rennes,
1879, erschienen. 48 S. mit 5 Tfln.
Lepidoptera Damarensia. Förteckning pä fjärilar
insamlade i Damaralandet af G. de Vylder ären 1873 och
1874 jemte beskrifning öfver förut okända arter af P. 0.
Chr. Aurivillius. Oefv. Kongl. Sv. Vet. Akad. Förh.
1879 Nr. 7. p. 39 ff
Afrikanische Schmetterlinge. Beschrieben von
H. D e w i t z. Mitth. Münch. III p. 23 ff., Taf. I, II. 5
Sphingiden von Chinchoxo an der Westküste und 5 Nacht-
schmetterlinge aus dem Inneren (10*^ S. und 17—22^ 0.
L. Greenw.). Von den Tagschmetterlingen ist ein voll-
ständiges Verzeichniss nach den Sammlungen Falkenstein's
in den Nov. Act. C. Leop.-Carol. Germ. Acad. Nat. cur. XLI
Pars II enthalten.
Wahrscheinlich auf Grund der gemeinschaftlichen
Sammlungen mit ihrem Gatten macht Mrs. T. Ve r n o n
WoUastonNotes on the Lepidoptera of St. Helena,
414 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
with description of new Species ; Ann. a. Mag. N. H. (5)
III p. 210 ff., 329 ff., 415 ff Es sind 94 Arten aufgezählt,
verhältnissmässig wenig Macrolepidoptera, und von diesen
die meisten von einer weiten geographischen Verbreitung
und alle auch in Afrika heimisch; aus dem um 1000
Meilen näheren Amerika ist keine charakteristische Art
bekannt geworden. Von den Microlepidopteren ist eine
grosse Zahl als n. sp. JE. WoUaston aufgeführt; ob diese
indigen sind oder später auch auf dem Festlande aufge-
funden werden, bleibt abzuwarten.
W. Breitenbach fährt in seinen Mittheilungen über
Schmetterlingsrüssel fort, E. Nachr. 1879. p. 237 ff.,
und unterscheidet 7 verschiedene Gruppen nach ihrer Be-
waffnung mit Saftbohrern (oder Schmeckstiften), die er
auch für die Systematik nutzbar machen zu können hofft;
vgl. d. Ber. 1879. p. 82 (426).
W. H. Edwards bestätigt die von Osborne (s. d.
Ber. 1879. p. 74 (418)) gemachte Mittheilung über die Ver-
wandlung der Tagschmetterlingsraupen in Stürzpuppen
durch eine eingehende Schilderung des Vorganges bei
Grapta interrogationis und Dana'is Archippus. Die Natur
des Bandes, das zu der Zeit, wo sich der „Schwanz" der
Puppe bereits von der Raupenhaut gelöst, aber noch nicht
mit seinen Krallen in die Gespinstfäden eingehäkelt hat,
die Puppe schwebend erhält, lässt auch er unbestimmt,
theilt aber das Schreiben eines Freundes mit, der ein „eben
so erfahrener Mikroskopiker wie Entomologe" ist und mit
einigem Zweifel dasselbe für die abgestreifte Intima des
Rektums erklärt. Canad. Entomol., Dec. 1878 und E. M.
M. XV. p. 220 ff.; s. auch Osborne a. 1. 0. XVI. p. 148
über eine Mittheilung Riley's in der Nature XX. p. 594 f.
F. Buchanan-White's im vorigen Bericht (1879
p. 81 (425)) erwähnte ausführliche Abhandlung über die
männliche Genitalbewaffnung der Europäischen Rhopalo-
cera ist in den Trans. Linn. Soc. Lond. 2. Ser. Zool. Vol. I.
p. 357 ff., PL LV— LVII erschienen. Der Autor geht die
Modificationen, die die 3 Theile der Genitalbewaffnung
zeigen, durch alle Gattungen und eine grosse Zahl von
Arten durch und stellt dieselben auf den 3 Tafeln von
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 415
verschiedenen Seiten bildlich dar; er findet, dass dieselben
nicht nur gute Gattungs-, sondern auch manchmal gute Art-
charaktere zu geben im Stande sind. Die Papilioniden
zeigen in den genannten Bildungen Verwandtschaft mit
den Pieriden, Lycaeniden und Hesperiiden; die Pieriden
mit Eryciniden, Nymphaliden und Papilioniden; die Ly-
caeniden mit Papilioniden und Hesperiiden ; die Eryciniden
mit Pieriden und Nymphaliden ; die Libytheiden mit Nym-
phaliden und Satyriden ; die Nymphaliden mit den Saty-
riden; die Satyriden und Hesperiiden mit den obengenann-
ten Familien.
F.Müller beschreibt in einem mir leider noch nicht
zugekommenen Aufsatze Duftapparate an den Beinen
verschiedener Schmetterlinge. Arch. do Museu Na-
cion. do Rio de Janeiro IL
Du sommeil de la Chrysalide compare au som-
meil de l'oeuf chez diverses especes de Bombyx; par M.
Raul in etc. Ann. Soc. d'Agricult. etc. de Lyon. 1878.
p. 885 ff.
Webster berichtet über einige Beobachtungen und
Versuche an Callosamia Promethea, aus denen er den (nicht
in allen Theilen neuen) Schluss zieht, dass das unbefruch-
tete Weibchen einen Geruch (aus dem Ovipositor!) aus-
ströme, der durch seine Einwirkung auf die Fühler des
cT das letztere sexuell errege; „der Endact der Copulation
wird durch den Tastsinn bewirkt." Psyche, H. p. 185 ff.
G. Schoch züchtete Euprepia caja in blauem, rothem
und violettem Lichte; die letzteren entwickelten sich viel
rascher und lieferten 14 Tage vor den anderen die Falter;
Farbenvarietäten waren durch die verschiedene Beleuch-
tung nicht entstanden. Mitth. Schweiz. Ent. Ges. V. p. 540.
R. V. Stein stellt die Literatur über die in Deutsch-
land überwinternd gefundenen Schmetterlinge zusammen
und giebt ein Verzeichniss der (48) von ihm im nördlichen
Böhmen als überwinternd angetroffenen Arten; E. Nachr.
1879. p. 180 ff
Tichomiroff studierte die Embryologie von Bom-
byx Mori. Die Bildung des Blastoderms aus amöboiden
Zellen, die aus dem Inneren der Dottermasse an die Ober-
416 ßertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
fläche treten, schildert er wie Bohre tzky, hältaher diese
Zellen nicht für Abkömmlinge des Keimbläschens, sondern
nimmt ihre freie Entstehung an. Das Muskelblatt entsteht
nicht durch eine Einstülpung des Exoderm, sondern durch
AbschnUrung von Zellen des Oberblattes. Die vielkernigen
Dotterballen sind echte Bildungszellen, auf deren Kosten
das Mesoderm wächst und die die Wanderzellen liefern. Das
Darmepithel entsteht aus dem Mesoderm in der Weise,
dass sich nach der Anlage und Segmentierung des Keim-
streifens dasselbe in der Mitte des Keimstreifens ablöst,
dann in der Richtung des künftigen Rückens wächst und
sich dann von dem übrigen Mesoderm loslöst. So sind
bereits die Mitteldarmlamellen gebildet, die später auch in
der Richtung des Bauches wachsen; die innere Schicht
flacht sich ab und bildet das Epithel, die äussere wird zu
Muskelzellen. Auf der Bauchseite schliesst sich der Darm
früher als auf der Rückenseite; hier wachsen die Muskel-
zellen stärker und rascher als die Epithelzellen, bilden
über dem Darm zwei Bänder, die hernach convergieren
und mit einander verwachsen; so ist das Rückengefäss ent-
standen, dessen Lumen Anfangs noch mit dem des Mittel-
darms communiciert. Die Anlage der Spinndrüsen ist ähn-
lich und gleichzeitig der der Tracheen; Kopftracheen, die
Hatschek entdeckt zu haben glaubte, sind nicht vorhanden.
„Es existiert beim Seidenwurm eine echte untere Lippe, . . .
die als der allbekannten Oberlippe der Insekten homolog
betrachtet werden darf.^ Zool. Anz. 20. p. 64 ff.
• A. Kuwert's Wahrnehmungen über Insekten-
entwicklung in den E. Nachr. 1879. p. 45, 61, 73 be-
ziehen sich ausschliesslich auf diese Ordnung und ent-
halten eine weitere Ausführung der früher von demselben
(d. Ber. 1873. p. 354 (134)) mitgetheilten Ansicht, dass ein Ein-
pumpen einer grösseren Menge atmosphärischer Luft
in die Tracheen der Puppe den Hinterleib des sich bil-
denden Schmetterlings ausdehne und schliesslich zu einer
Sprengung der Puppenhülse führe; ebenso wird nach dem
Verfasser die Entfaltung der Flügel nur durch die Luft
bewirkt, während der „Saft^ in denselben bald trocknet
und nur zur Verstärkung der Flügelrippen dient. Der Ver-
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1870. 417
fasser theilt eine Menge interessanter Beobachtungen mit,
und auch seine Betrachtungen sind anregend, zeugen aber
mitunter von mangelnden Elementarkenntnissen. So wird
z.B. die Betheiligung des pulsierenden Bauchgefässes
gar nicht berücksichtigt; die Harnstoffentleerungen (diese sind
doch wohl unter „jenen Ausleerungen" verstanden) nach
dem Verlassen der Puppenhtilse werden als Beweis „für den
grossen Kraftaufwand der Bauchmuskeln gegen die Ein-
geweide" angesehen. Die Frage nach dem mechanischen
Vorgang des Einpumpens einer grösseren Menge atmosphä-
rischer Luft in die Tracheen wird gar nicht berührt.
A. Keferstein. Beobachtungen über die Ent-
wickelungsgeschichte der Schmetterlinge und de-
ren Variation. Erfurt 1880. 116 S. Ist eine fleissige Zu-
sammenstellung der Verschiedenheiten in der Gestalt,
Eigenschaften und Eigenthümlichkeiten des Eies, der Raupe,
Puppe und Imago der Schmetterlinge. Die ungleichartige
und häufig antiquierte Nomenklatur (Bombyx Carpini, Pa-
pilio Brassicae, NoctuaFraxini, Geometra sambucaria u.s.w.)
erschwert manchmal das Verständniss.
Th. L. Meade's „Notes on certain Californian Diur-
nals" beziehen sich auf Papilio Indra, Zolicaon, Euryme-
don, Rutulus, Turnus; Parnassius Baidur, Behrii, Smin-
theus; Pyrameis Cardui; verschiedene Pieris- und Antho-
charisarten; von P. occidentalis (?) wird Raupe und Puppe
beschrieben. Psyche II. p. 179 ff.
Nach Gundlach's Beobachtungen macht Dewitz
weitere Mittheilungen über die Naturgeschichte Cuba-
nischer Schmetterlinge, GiebeFs Zeitschr. LIL p. 155 ff.
Taf. II, die z. Th. die in diesem Archiv 44. p. 1 ff. ge-
machten ergänzen, z. Th. anderen Arten gelten. Zur
Sprache kommen hier: Danais Erippus ; Heliconius Chari-
tonia; Papilio Polydamas, Asterias, Ethlius; Achlyodes
Flyas; Anceryx rimosa; Hyalurga vinosa; Gonodonta uxo-
ria; Melanchroia geometroides (hat Spannerraupe, s. unten);
Conchylodes diphthei'alis (vgl. unten). Eine Vergleichung
der Gundlach'schen Beschreibungen mit denen anderer
Beobachter ist nicht vorgenommen. Zum Schluss lässt
Archiv f. Natiirg. XXXXVI. Jahrg. 2. Bd. ßß
418 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Dewitz ein von Gimdlach aufgestelltes Verzeicliniss von
Lepidopteren mit der Futterpflanze ihrer Kaupen folgen.
Hutton lehrt die Raupe, Puppe, Futterpflanze u. s. w.
von 15 Neuseeländischen Schmetterlingen kennen; Trans,
a. Proc. New Zeal. Inst. IX. p. 355 ff.
Fallou berichtet über einen Fall, wo eine Raupe
(von Gnophria quadra) sich noch verpuppte, nachdem eine
Fliegenmade in derselben parasitisch gelebt hatte. Aus
der Puppe entwickelte sich ein kleines Weibchen, das
aber keine Eier enthielt. Bull. Eni Fr. 1879. p. CXVI ;
vgl. oben p. 404 (172).
Steudel beschreibt eine Raupe von Laria V-nigrum
mit Fühlern; Jahresh. Ver. vaterl. Naturk. Württemb. XXXV.
p. 63.
Dewitz macht eine (normale oder abnorme?) Puppe
von Hyalurga vinosa bekannt, die am 7., 8. und 9. Körper-
ringe je ein Paar Warzen als Reste der Bauchfüsse der
Raupe besitzt. Sitzber. Ges. naturf. Freunde 1879, p. 9.
Schumann theilt Beobachtungen über den Saison-
dimorphismus von Pararge Egeria; Zonosoma annulata,
porata, punctaria, linearia; Timandra amataria; (Metrocampa
margaritaria) ; Selen, bilunaria; Boarmia crepuscularia
mit. E. Nachr. 1879. p. 91. Die Sommergeneration der
Spanner ist durchweg kleiner.
G. Dorfmeister zeigt in einer kleinen Abhandlung
über den Einfluss der Temperatur bei der Erzeu-
gung der Schmetterlingsvarictäten in den Mitth.
naturw. Ver. f. Steiermark 1879. p. 3 ff., dass man durch
Einwirkung niederer Temperatur von Vanessa Atalanta eine
Varietät mit fast ledergelber Grundfarbe der Unterseite
erhalte, eine gleiche Varietät, wie sie sich im Freien aus
den (allerdings wohl nur in äusserst seltenen Fällen) über-
winternden Puppen entwickelt. Ferner erhielt D orfmeister
durch etwas verringerte Wärme Uebergänge der Vanessa
Urticae zu der in Lappland erscheinenden Form. Während
er aber früher glaubte, dass die Zeit während und un-
mittelbar nach der Verpupp ung den Haupteinfluss auf die
Färbung ausübe , hat er jetzt diese Meinung fallen
lassen, macht aber noch darauf aufmerksam, dass eine ge-
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 419
wisse Minimaltemperatur zur Verpuppung wie zu jeder
Häutung nöthig sei: Arctia villica bedarf 9—10^ R, Atta-
eus Pernyi gar 16^ R. zur Häutung, resp. Verpuppung.
Dr. Rössler's „Versuch, die Grundlage für eine
natürliche Reihenfolge der Lepidopteren zu fin-
den" ist auf den Gedanken Oken's basiert, dass sich
innerhalb jeder der 6 als feststehend angenommenen Grup-
pen (Rhopalocera, Sphinges, Bombyces, Noctuae, Geometrae,
Microlepidoptera) die ganze Ordnung wiederhole, und dass
eine natürliche Systematik in der Anordnung der Familien
nach diesem Princip verfahren müsse und sich nicht be-
streben dürfe, den Uebergang zwischen einzelnen der ge-
nannten Gruppen durch Nebeneinanderstellen der nächst-
verwandten Familien (Hesperiaden und Sphinges; Zygae-
niden und Syntomiden) zu einem allmählichen zu machen.
Nach diesem Princip würden z. B. unter den Tagfaltern
folgende 7 Gruppen zu unterscheiden sein. 1) Als höchst
organisierte die Papilioniden, die Saturnien wiederholend;
2) die eigentlichsten Tagfalter, Pieriden und Nymphali-
den; 3) Schwärmerartige: Hesperiaden (und Castniaden?);
4) Spinnerartige: Apollo etc.; 5) Eulenartige: Satyriden;
6) Spannerartige: Eryciniden; 7) Kleinschmetterlingsartige:
Lycaeniden; Jahrb. Nass. Ver. f.Naturk. XXXI u. XXXII
p. 220 ff.
Desselben Aufsatz über Nachahmung bei leben-
den Wesen, insbes. den Lepidopteren, mit einer
Betrachtung über die Abstammungslehre sucht den
Unterschied zwischen der äusserlichen, durch Mimikry ver-
ursachten, Aehnlichkeit und der systematischen Ver-
wandtschaft klar zu machen und sieht Darwin' s Er-
klärung der Mimikry als ungenügend an. Jahrb. Nass.
Ver. f. Naturk. XXXI u. XXXII. p. 232 ff.
DieFamilien und Gattungen der europäischen
Tagfalter; von H. B. Möschler; Abh. Naturf. Ges.
Görlitz XVI. p. 136 ff. Der Verfasser lässt auf eine ana-
lytische Bestimmungstabelle der Familien solche der Gat-
tungen folgen und charakterisiert die letzteren dann ge-
nauer, sowohl ihrem Bau als ihrer Lebens- und Verwand-
lungsweise nach. Auf 3 Tafeln ist das Flügelgeäder und
420 Bert kau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
die rechte Antenne jeder Gattung nach Originalzeichnungen
dargestellt.
Die Raupen der Gattung Melanchroia sind Spanner-
raupen, und die Gattung muss daher zu den Geometriden
gestellt werden; Dewitz, Sitzber. Ges. naturf. Freunde
1879. p. 31.
Microlepidoptera.
H.W. de Graaf und P. C. T. Sn eilen fahren fort, die Mi-
crolepidopteren, nieuw voor de Fauna van Nederland, mitzu-
theilen. Es sind dies Eudorea dubitalis, Psamotis pulveralis, Cram-
bus cerussellus, Euzophera pinguis, Teras rufana, Tortrix Lafauryana,
Conchylis vecüsana, Phthoroblastis aurantiana, Dichrorrhampha acu-
minatana, Diplodoma marginepunctella, Lampronia rubiella, Nemotois
fasciellus, Dactylota Kinkerella, Oecophora lambdella, Butalis dispa-
rella, Acrolepia valeriella, Elachista atricomella, subnigrella, Cosmo-
pteryx Scribaiella, Nepticula rubescens, carpinella, albifasciella, Mi-
cropteryx semipurpurella, purpurella, Pterophorus tephradactylus.
V. T. Chambers macht Bemerkungen über (die Futter-
pflanzen u. s. vv. verschiedener) Microlepidoptera; Canad. Entom.
XI. p. 5 ff., 72 ff., 89 ff'., 118 ff., 125 ff.
Pterophorina. Adactyla Sanctae Helenae (S. H.); E. Wol-
laston a. a. 0. p. 440.
Tinema. V. T. Chambers vergleicht die von Zell er und
Frey & BoU beschriebenen Tineinen mit seinen Arten und macht
danach synonymische Berichtigungen. Canad. Ent. XL p. 143 ff.
Bucculatrix Myricae (Dax; Raupe auf M. Gale); Ragono t,
Bull. Ent. Fr. 1879. p. CXLII.
Nepticula lapponica in England; E. M. M, XV. p. 239
und The Entomologist p. 80.
N. ulmariae (Schlesien und Norwegen; Raupe in den Blättern
von Spiraea ulm. minierend); Wocke, Zeitschr. f. Entomologie,
Breslau, N. F. 7. Heft p. 79.
V. T. Chambers handelt über die Larvenformen (der Ti-
neinen im Allgemeinen und specieller über die) von Lithocolletis;
Psyche H. p. 81 ff., 137 ff.
L. deceptuaella {\Kei\iwckj\ auf Eichen?); Chambers, Canad.
Ent. XI. p. 73, quercivorella (Q. obtusiloba); derselbe ebenda p. 145.
Stainton (On Elachista Kilmunella and some closely allied
species) zählt die Irrthüm.er auf, die er im Laufe der Jahre hin-
sichtlich E. Kilm. begangen; die aus Carex riparia gezogene Art ist
nicht E. Kilmunella, sondern früher als E. alpinella beschrieben,
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 421
^äter aber als synonym mit der genannten Art eingezogen worden;
Wocke dagegen hat dieselbe Art als E. monticola (s. d. Ber. 1879.
p. 173 (517)) unterschieden und diesen Namen muss daher die in
Carex (-riparia, fulva) -blättern minierende Art führen; die Unter-
schiede derselben und der E. stagnalis Frey von der echten Kil-
munella sind besonders hervorgehoben. E. M. M. XV. p. 174 £F.
E. recurva (St. Helena); E. Wollaston a. a. 0. p. 438.
E. densicornella new to Britain; Hodgkinson, The Ento-
mologist 1879. p. 56.
Cosmopteryx ßavofasciata (St. Helena); E. Wollaston a. a. 0.
p. 488.
Stagmatophora trifasciata (St. Helena); E. Wollaston a. a. 0.
p. 437.
Die Larve von Oecophora lambdella lebt in (trockenen) Zweigen
von Ulex europaeus; Barrett. E. M. M. XVI. p. 37.
0. fuscornaculella (Coimbre); Ragonot, Bull. Ent. Fr. 1879
p. CXLI, splendidida p. 434, ptctipennis p. 435 (St. Helena); E.
Wollaston a. a. 0.
Symmoca. griseo-sericeella (Coimbre); Ragonot, Bull. Ent. Fr.
1879. p. CXL.
Parasia litigiosella (Cannes); Milliere, Le Naturaliste 1879.
p. 139.
Gelechia wno^ewa (Hakodate); Butler, Ann. a. Mag. N. H. (5)
IV. p. 459.
Lita solanella nun auch in Australien die Kartoffeln schä-
digend; Meyrick, Proc. Linn. Soc. New South Wales IV. p. 112.
Dactylota Kinkerella Snellen (s. d. Ber. 1875—76. p. 339 (371))
nochmals beschrieben von Wocke; Zeitschr. f. Entom, Breslau, N.
F. 7. Heft p. 75 ff.
Depressaria atomella in England; E. M. M. XV. p. 208 und
The Entomologist 1879. p. 55.
Nach Meehan hängt die Befruchtung der Yucca nicht von
Pronuba yuccasella ab; New Americ. Entomol. No. 5. p. 33 ff.
E. L. Ragonot macht synonymische Bemerkungen zu den
Arten der Gattung Swammerdamia; E. M. M. XV. p. 229; vgl.
ebenda p. 207, 208.
Etüde sur les Yponomeutides. Par M. A. Guenee.
Ann. Ent. Fr. 1879. p. 281 ff. Guenee beschreibt Raupe und Puppe
der Hyp. irrorella, die eraufEv. europaeus fand, betrachtet nach wie
vor Hyp. mahalebella als besondere Art und beschreibt E.grossipun-
ctellaaus Australien; Psecadia McoZorg-ZZa (Vaterl. unbekannt); Cydosia
clialybella (Guadeloupe), curvinella (?), chrysorrliaeella (Haiti); cyanella
(= nobilitella Westw. nee Crem.), Garnotella (Martinique), Brasi-
liella, gracilella (Haiti); gründet auf pustulella F. (punctella Cr.) die
Gattung Scintilla und für eine neue Art {glaucopidella) von Ja-
422 Bertkau: Bericht üb. die wissen schaftl. Leistungen
maika die Gattung Syblis und spriclit endlich die Ansicht aus,
dass die Gattungen Atteva und Corinea zu den Hyponomeutiden ge-
hören und vielleicht unter ersterem Namen eine einzige Gattung
bilden müssen.
Hyponomeuta Ässamensis (Cachar); Butler, Tr. E. S. Lond.
1879. p. 6.
Barrett macht die (Raupe und) Futterpflanze der Acrolepia
perlepidella bekannt, die gleich denen ihrer meisten Gattungsver-
wandten eine Composite, Conyza squarrosa, ist; E. M. M. XVI.
p. 34 f.
lieber Oehsenheimeria Birdella und taurella s. Mö schier in
der Zeitschr. f. Entomologie, Breslau, N. F. 7. Heft p. 83 ff.
Adela Äslcoldella (Sibir.); Milliere, Le Naturaliste 1879.
p. 139.
Tinea maeniella (Bilbao); Roessler, An. Soo. Esp. Hist. Nat.
VIII. p. 125. L. I. Fig. 9, flavoßmhriata p. 417, piperata, hicolor
p. 418, piilveripennis p. 419, aureomarmorata p. 420, pulverulenta
p. 421, compositarum p. 423, congenera, hrunneo-marmorata p. 424,
vilis, fasciculata p. 425, scalaris, Helenae p. 427, helenaeöides (!),
apicalis p. 428, irrorata p. 429, atlantica, fasciolata p. 430, minu-
tissima, divisa p. 431, flavotincta, Äctaeon id. 432, niveopicta p. 433
(St. Helena); E. V\^ollaston a. a, 0.
Simmons beschreibt nun auch die Larve seiner Tinea orien-
talis; E. M. M. XV. p. 187; vgl. d. Ber. 1879. p. 166 (510).
T. fenestratella in England; ebenda p. 238.
Fuchs handelt in der Stett. Ent. Zeit. 40. p. 337 ff. über
Tineen des Eheingaus (T. Roesslerella, iDarietariella, nigripun-
ctella, albicomella, simplicella, muricolella p. 340, subtüella p. 341).
T. (Blabophanes) Liberiella (in Affenfellen aus Liberia); Zell er,
Stett. Ent. Zeit. 40. p. 471.
Scardia lignivora (Oahu); Butler, E. M. M. XV. p. 273.
Tortricina. C, G. Barret setzt seine Notes on British Tor-
trices fort; E. M. M. XV. p. 247 ff. (Spilonota rosaecolana, robo-
rana, trimaculana, incarnatana; Notocalia Udmanniana),
Steganoptycha obscura (St. Helena); E. Wollaston a. a. 0.
p. 341.
Grapholitha albimaculana (Maine); Fernald, Canad. Ent. XI.
p. 157; primivorana (Dax; Raupe auf Prunus); Ragonot, Bull. Ent.
Fr. 1879. p. CXXXII.
Entwickelungsgeschichte der Grapholitha Zebeana von
Lithographen Torge mitgetheilt; St. E. Z. 40. p. 382.
Eudemis helichrysana (Dax, auf II. stoechas); Ragonot, Bull.
Ent. Fr. 1879. p. CXXXII.
Penthina osmwwcia^za (Maine ; auf 0. regalis) ; Fernald, Canad.
Ent. XI. p. 156.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 423
Retinia margarotaiia Hsinem., Batseb, ist nicht R. m. H.-S.,
sondern = R. retiferana n. sp.; Wecke, Zeitschr. f. Entom. Breslau,
N. F. 7. Heft p. 73 fif.
R. (?) Comstockiana (N. Y.); Fernald, Canad. Ent. XI. p. 157.
Ptycholoma dissitana] Grote, New Americ. Entom. No. 4.
p. 29 f.
J. Coaz macht Mittheilungen über das (in Perioden von
10 Jahren) verheerende Auftreten der Tortrix pinicolana auf Lärchen,
Fichten und Arven und den Entwickelungsgang- dieses Wicklers.
Mitth. naturf. Ges. Bern No. 962—978. p. 76 ff. der Abhandl.
Tortrix Secboldiana (Bilbao); Roessler, An. Soc. Esp. Hist.
Nat. VIII. p. 118. L. I. Fig. 2 (Loxotaenia) Clemensiana (Maine),
(Lophoderus) jiiglandana (Mass., N. Y. etc.); Fernald, Canad. Ent.
XI. p. 155; striolmiaC?); Ragonot, Bull. Ent. Fr. 1879. p. CXXXII.
Pyralidina- Pseudochoreutes (n. g. Dicymalomiae et Cor-
dylopezae affine) clwreutalis j). 202;
CUipeosoma (n. g.) pellucidalis p. 203;
Eretriä (n. g. Asopiae affine) öbsistalis p. 206;
Eiirrhyparodes (n. g. inter Eurrhyparam et Algedoniam)
stibialis p. 215; "
Sameodes (n. g.) trithyralis p. 218;
Tabidia (n. g.) insandlis p. 220;
Nicaria (n. g.) latisqiiamalis p. 230;
Decticogaster (n. g.) zonidalis p. 231;
Decelia (n. g.) terrosalis p. 232;
Lampridia (n. g.) fuliginalis (Makassar) p. 234; Sn eilen,
Tijdschr. v. Entomolog. XXIII.
Paralispa (n. g. Phycid. Alispae affine) modesta (Yokohama);
Butler, Ann. a. Mag. N. H. (5) IV. p. 455.
Metoecis (n. g. Phycid.; die Larve lebt in den Nestern von
Bombyx Radama und Diego, von den Haaren oder Excrementen,
vielleicht auch von den Cadavern der zu Grunde gegangenen ;) lepi-
docerella (Madag.); Mabille, Ann. Ent. Fr. 1879. p. 340.
Cacozelia (n. g. prope Epipaschiam) basioclirealis (Texas)
p. 264; Toripalpus (n. g. prope Epipaschiam) öretJiorwaiaZiS (Texas,
Colorado) p. 265; Grote, Proc. Bost. Soc. XIX.
Meiissoblaptes rufovenalis] Galleria macroptera (Celebes; Java) ;
Sn eilen a. a. 0. p. 248, 249.
Aphomia tripartitella (Sydney) p. 236, pachytera (I Tasmanien)
p. 237; Meyrick a. a. 0. IV.
Barr et beschreibt Raupe und Verwandlungsgeschichte von
Rhodophaea advenella und consociella in etwas anderer Weise, als
Hof mann und Zeller dies gethan haben. E. M. M. XV. p. 182.
Alyta calligrammalis (Madag.); Mabille, Bull. Soc. philom.
1879 (s. Ann. Ent. Fr. 1879. p. 336).
424 Bertkau: Bericht üb. die Wissenschaft! . Leistungen
Ejihestisi Kühniella (Halle in amerikanischem Weizen); Zell er,
Stett. Ent. Zeit. 40 p. 466.
Barret giebt von den Raupen und Puppen der Homaeosoma
sinuella und binaevella, der Zeit ihrer Verwandlung u. s. w. eine Be-
schreibung, die mit den correspondierenden Angaben Hofmanns nicht
harmonieren. E. M. M. XV p. 180 f.
H. disticheUa (Austral.); Meyrick a. a. 0. HI p. 214.
Euzophera oblitella in England; E. M. M. XV p. 187.
E. Lafauryella (Cap Breton, unter Astragalus bayonnensis) ;
Ragonot, Bull. Ent. Fr. 1879 p. CLV, siibarcuelU III. p. 211 u. IV
p. 131, cosmiella (Queensl.) III p. 212, leucarma (Parramatta) IV p.
230, microäoxa (Queensl.) p. 231; Meyrick, a. a. 0.; subterebrella
(Makassar); Snellen a. a. 0. p. 250.
E. rhenanella Fuchs = tephrinella Led., welche bisher nur
aus Armenien und Lydien bekannt war; Fuchs, Stett. Ent. Zeit. 40
p. 46.
Epischnia neurophorella (Sydney) ; Meyrick, a. a. 0. IV,
p. 232.
Anerastia mirahilella (Paramatta) III p. 213, virginella (Queensl.),
psamathella (Sydney) IV p. 233 f.; derselbe ebenda.
Myelo'is leucocephala p. 326, nigripuncteUa p. 327, säbulosella
p. 328 (Narün); Staudinger, Stett. Ent. Zeit. 40, oendbarella (Syd-
ney; Parramatta); Meyrick a. a. 0. IV p. 228.
Argyria argyraspis (Wollongong) ; Meyrick a. a. 0. IV.
p. 216.
Eucarphia vulgatella, ensiferella III p. 207, neotomella (Parra-
matta), enephalella (ibid.) IV p. 226 f.; Meyrick a. a. 0.
Deana sericea (Yokohama); Butler, Ann. a. Mag. N.-H. (5) IV
p. 451.
Spermatophora mesactelJa (Parramatta); Meyrick a. a. 0. IV
p. 225.
Pempelia strigiferella , rufitinctella III p. 202, melanostyla
(Parramatta) IV p. 220 , caliginosella (Sydney) p. 222 , oculiferella
(Parram.) p. 222 , digrammella (ibid.) p. 223 , apotomella (Queensl.)
p. 224; Meyrick a. a. 0.
P. car nella Life history; W. Buckler in Ent. Mouthl. Mag.
XVI p. 167.
Prionapteryx Whiteheadii (St. Helena); E. Wollaston a.a.O.
p. 340.
Lasiocera canilinea; Ceroprepes almella (Austr.); Meyrick
a. a. 0. III p. 207 ff.
Kellicott theilt Beobachtungen über Nephopteryx Zimmerraanui
mit; Canad. Entom. XI p. 114 ff.
N. stenopterella , opimellaj euraphella (Wollongong) p. 217,
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 425
infusella (Queensl.) p. 218, fornacella (Parramatta) p. 219; Meyrick
a. a. 0. IV.
Epitelia sincerella, chrysoporella (Austr.); Meyrick a. a. 0. III.
Apurima lineata (Yokohama); Butler, Ann. a. Mag. N. H. (5)
IV p. 457.
W. Buckler beschreibt die Lebensgeschichte von Crambus
geniculeus; E. M. M. XV p. 206.
C. sahuUnus p. 455, Yohohamae, vigens p. 456 (Yok.); Butler,
Ann. a. Mag. N. H. (5) IV, apicistrigellus p. 209, torrentellus , au-
rantiacuSj longipdlpelliis, dimidiellus, hoplitellus, invalidellus, ennea-
grammos, milvellus (Austr.) p. 210; Meyrick a, a. 0. IV.
Chilo leptogrammelluSjSchistellus (Parramatta); Meyrick a. a. 0.
IV p. 207.
Calamotropha fuscicostella ; Diptychophora amoenella (Celebes) ;
Snellen a. a. 0. p. 247.
Cataclysta callicliromalis (Madag.); Mabille, Bull. Zool. Fr.
1878 p. 94.
Stenia uniflexalis, pulehellalis (Madag.); Mabille, Ann. Ent.
Fr. 1879 p. 336 f.; siUridlis (Askold) ; Mi liiere, Le Naturaliste
1879 p. 139.
Pionea terminalis (Madag.); Mabille, Ann. Ent. Fr. 1879
p. 338.
Oligostigma curia (Hawaii); Butler, E. M. M. XV p. 270.
Aediodes trimaculalis p. 232 , orientalis p. 233 ; Spilomela
ommatalis p. 235 (Celebes); Snellen a. a. 0.
Diptychophora praematurella (Sydney); Meyrick a. a. 0. III
p. 198 und IV p. 217.
Dacruma coccidivora, a new predaceous Lepidopterous Insect;
Comstock, New Amer. Entomologist Nr. 4 p. 25 ff.
Margaronia inusitata (Yokoha,m3i)', Butler, Ann. a. Mag. N.
H. (5) IV p. 454.
Cnaphalocrocis hifurcalis (Makassar) p. 219; Polythlipta albi-
caudalis {ihid)i). 221; Auxomitia »m'woraüis (Takalar) p. 222; Snellen
a. a. 0.
Glyphodes ametliysta (Malacca); Butler, Trans. Linn. Soc.
Loud. 2. Ser. Zool. Vol. I p. 563, Fryeri (Yokohama); derselbe,
Ann. a. Mag. N. H. (5) IV p. 453, serenalis, lomaspüdlis (Celebes);
Snellen, a. a. 0. p. 223.
Heterocnephes strangulälis p. 224; Coenostola palliventralis
p. 225, palUcostalis, Eromencdis p. 226; Omialis analis p. 227; Phy-
cidicera salehrialis; Rhimpalea fastidialis p. 228; Metasia lilUpiitalis
p. 219 (Celebes) ; derselbe ebenda.
Die Puppen von Conchylodes diphtheralis Hübn. führen mit
ihren Cocons springende Bewegungen aus; Dewitz, Sitzber. Ges.
Naturf. Freunde 1879 p. 31; vgl. d. Ber. 1876 p. 319 (Hl).
426 Bert kau: Bericht üb. die wissenscliaftl. Leistungen
C. corycialis p. 237 , Baptalis p. 238 (Celebes und Java) ;
Sn eilen a. a. 0.
Phalangiodes columalis ; Spanista pretiosalis p. 239; Physe-
matia pollutalis p. 240; Paraponyx hehraicalis , fregonalis p. 241,
diminutdlis p. 242, cuneöldlis p. 243 ; Cymoriza monetalis, fulvöbasalis
p. 244; Margarosticha himaculalis p. 245; Nymphicula infuscataliSj
acuminatalis p. 246; n. A. von Celebes; Sn eilen a. a. 0.
Mecj'na exigua (Maui); Butler, E. M. M. XV p. 211, pruni-
pennis (Yokohama); derselbe, Ann. a. Mag. N. H. (5) IV p. 454.
Botis localis (Oahu); Butler, E. M. M. XV p. 271; acosmialis
(Madag.); Mabille, Bull. sog. philom. 1879; minutaUs, monotretalis
(ibid.); derselbe, Ann. Ent. Fr. 1879 p. 339, Kingdoni (Antanana-
rivo); Butler, Ann. a. Mag, N. H. (5) IV p. 246, salentialis p. 207,
siibcrocealis p. 208, taenialis, rubricetalis p. 209, tardalis p. 210,
oröbenalis p. 211, pauciUnealis p. 212, ruricolalis p. 213, defloralis,
scinifascialis p. 214, incisalis p. 215 (Celebes); Sn eilen a, a. 0.
Nach Sch^yen muss B. octomaculata (L.) künftig B. fune-
bris Str^m. heissen; Stett. Ent. Zeit. 40 p. 396.
Fuchs erkennt seine B. var. Bornicensis = auralis Peyer-
Imh., hält letztere aber, gleich B. biternalis, nur für eine Varietät
von B. trinalis; Stett. Ent. Zeit. 40 p. 43 ff.; als neue Varietät be-
schreibt er var. marcidalis von Asterabad; p. 46.
Pyralis cyanealis (Madag.); Mabille, Bull. Soc. phil. 1879
(s. Ann. Ent. Fr. 1879 p. 335), lielenensis (St. Helena); E. Wollaston
a. a. 0. p. 331, valida p. 451, YoTcohamae, regina p. 452 (Yok.);
Butler, Ann. a. Mag, N. H. (5) IV.
Nach Schf^yen ist die dunkele Pyralis secalis L. die Hadena
didyma; St. Ent. Zeit. 40 p. 389 ff'.
Grote giebt eine Diagnose der Gattung Epipaschia Clem.,
mit der Deuterollyta Xe(?. vielleicht synonym ist; das Hauptmerk-
mal der Gattung liegt in einem schuppenförmigen Anhang an der
Basis der männlichen Fühler, der nach Clemens gegliedert, nach
Grote aber ungegliedert ist und sich mit den Fühlern bewegt.
Verwandt mit dieser Gattung sind Deuterollyta und Homura Led,,
Mochlocera Zell, und 2 neue Gattungen, Cacozelia und Toripal-
pus; Proced. Bost. Societ. XIX p. 262 ff.
Doththa consocia (Yokohama); Butler, Ann. a. Mag. N. H.
(5) IV p. 452.
Scoparia gelida (82^ 30' n. Br.) ; M'Lachlan, Journ. Linn. Soc.
XIV p. 115, similis p. 333, lielenensis p. 334, scintillidalis p. 335,
transversaUs p. 336 (St. Helena); E. Wollaston a. a. 0., fulvosi-
gnalis (Makassar) p. 204, nugalis (Maros) p. 205 ; Snellen a. a. 0.
Samea commixta, exigua (Yokohama); Butler, Ann. a. Mag.
N. U. (5) IV p. 453.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 427
Stericta fuscibasälis ; Asopia fuscicostalis (Celebes)j Snellen
a. a. 0. p. 199.
Eüdotricha Sondaicalis p. 200 , ustalis p. 201 ; derselbe
ebenda.
Macrolepidoptera.
Geometridae. Lycauges (n. g. Boarmiid. prope Hemerophilam),
lactea (Yokohama); Butler, Ann. a. Mag. N. H. (5) IV p. 373.
Orthocabera (n. g, Caberid. Caberae affine) sericea (ibid.);
derselbe p. 440.
Inuro'is (n. g. Larentiid. prope Chimatobiam) tenuis (ibid.);
derselbe p. 445.
Kalahana (n. g. ürapteryg.? für Lagyra picaria WaTk. und)
albifera (Himalaya); Moore, P. Z. S. Lond. 1879 p. 416.
Crocinis (n. g. Pyriniae affine) fenestrata, ochracea, plana
(Antananarivo); Butler, Ann. a. Mag. N. H. (5) IV p. 244 f.
Mniocera (n. g. Euschemid. prope Craspedosim für Celerene
cmctdiWallc., funebris i^eM. und) cinerescens (New Ireland) ; Butler,
P. Z. S. Lond. 1879 p. 162.
Cusuma (n. g.) limbata (Ceylon); Moore, ebenda p. 415.
Dasycephala (n. g. inter Himeram et Odontoperam locan-
dum) modesta (Taurus); Staudinger, H. E. Ross. XIV p. 445.
Micronia fasciata, malgassaria ; Mabille, Bull. Zool. Fr. 1878
p. 92; semifasciata; derselbe, Ann. Ent. Fr. 1879 p. 335.
Eupithecia limbata, separata p. 476, syricata p. 478, furcata,
albofasciata p. 479, nigritaria p. 480 (Kleinasien); Stau ding er,
H. E. Ross. XIV, signigera, consueta, Lucinda (Yokohama); Butler,
Ann. a. Mag. N. H. (5) IV p. 442.
Anticlea iimbrifcra (Yokohama); Butler, Ann. a. Mag. N. H.
(5) IV p. 444.
Melanippe abraxina (Yokohama); Butler, Ann. a. Mag. N. H.
(5) IV p. 443.
Emmelesia phasma (Yokohama); Butler, Ann. a. Mag. N. H.
(5) IV p. 441.
Pseudocoremia paludicola (Hawaii); Butler, E. M. M. XV
p. 272.
Lobophora misera (Yokohama); Butler, Ann. a. Mag. N, H.
(5) IV p. 443.
428 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Larentia insularis (Haleakala); Butler, E, M. M. XV p. 272,
comis, inamoena (Yokohama); derselbe, Ann. a. Mag. N. H. (5) IV
p. 443, 444.
V. Gunippenberg beschreibt die (auf Arabis ciliata gefundene)
Raupe von Cidaria cyanata. Mitth. Münch. III. p. 37, Taf. III Fig. 4.
C. Blomeri sicher in Deutschland (Hameln); Stett. Ent.
Zeit. 40 p. 159.
C. ap'proximata, impunctata, hortulanaria (Kleinasien); Stau-
dinger, H. E. Ross. XIV p. 466, 469, 470, mendica (Yokohama);
Butler, Ann. a. Mag. N. H. (5) IV p. 446.
Geometra vestita (Chingon-Geb.) p. 508, PI. III Fig. 3, Zimmer-
manni (ibid. und Blagoweschtschensk) p. 509 Fig. 6; v. Hederaann,
H. E. Ross. XIV.
Scotosia rara (Haleakala); Butler, E. M. M. XV p. 273,
sericata (Yokohama); derselbe, Ann. a. Mag. N. H. (5) IV p. 444.
Eubolia Hopfferaria (Kleinasien); Staudinger, H. E. Ross.
XIV p. 458; dulcis (Antananarivo); Butler, Ann. a. Mag. N. H. (5)
IV p. 245.
Raupe von Therina endropiaria Pack, beschrieben; Canad.
Ent. XI p. 194.
Strophidia urapterina, hifasciata, clarissima (New Ireland) ;
Butler, P. Z. S. London 1879 p. 165 f.
Ozola terranea (Yokohama); Butler, Ann. a. Mag. N. H. (5)
IV p. 441.
Loxogramma vapulata (Yokohama); Butler, Ann. a. Mag. N.
(5) IV p. 441.
Die (auf Kastanien lebende) Raupe und Puppe, der Tetracis
crocallata Giien. beschrieben ; Canad. Ent. XI, p. 113.
Hypochroma eugrapliaria (Mad.?); Mabille, Ann. Ent. Fr.
1879 p. 347.
Tephronia petrosa (Yokohama); Butler, Ann. a. Mag. N. H.
(5) IV p. 372.
Gnophos Zacliäria (Amasia, Kleinas.) p. 454, mutüata (ibid.)
p. 457; Staudinger, H. E. Ross. XIV.
Ophthalmodes squalida (Old Calabar); Butler, Ann. a. Mag.
Nat. Hist. (5) II. p. 465, cretacea (Yokohama); derselbe ebenda IV
p. 373.
Argidava maculata (Yokohama); Butler, Ann. a. Mag. N. H.
(5) IV p. 373.
Boarmia arguta, rimosa (Yokohama); Butler, Ann. a. Mag.
N. H. (5) IV p. 372.
Biston Lapponarius in Schlesien und ^ , Ei und Raupe
genau beschrieben; Wocke, Zeitschr. f. Entom. Breslau. N. F. 7. Heft,
p. 70 ff.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 429
B.rdbustum (! Yokohama); Butler, Ann. a. Mag. N. H. (5) IV
p. 371.
Tanaorrhiniis prasinKS (Yokohama); Butler, Ann. a. Mag.
N. H. (5) IV p. 438.
Buzura strigaria (Ceylon); Moore, P. Z. S. London 1879
p. 416.
Anisopteryx aescularia bei Ungarisch -Altenburg auf Acer
pseudoplatanus in verheerender Menge. Sitzber. Zool. Bot. Ges.
1879 p. 40.
Hibernia declinans (Amasia, Kleinas. ; Raupen auf Stachel-
beeren?); Staudinger, H. E. Ross. XIV p. 448.
Macaria Pryeri, irrorata (Yokohama); Butler, Ann. a. Mag.
N. H. (5) IV p. 440.
Epione gi'ata (ibid.); derselbe ebenda p. 369.
Ursiipteryx marginipennis (Malacca); Butler, Trans. Linn. Soc.
Lond. 2. Ser. Zool. Vol. I p. 562.
Angerona nigrisparsa (Yokohama); Butler, Ann. a. Mag. N.
H. (5) IV p. 370.
Endropia graciUs, abjecta (Yokohama); Butler, Ann. a. Mag.
N. H. (6) IV p. 371.
Hyperythra stulta (Yokohama); Butler, Ann. a. Mag. N. H.
(5) IV p. 370.
Nematocampa straminea (Yokohama); Butler, Ann. a. Mag.
N. H. (5) IV p. 370.
Metrocampa venerata, punctuligera (Landana); Mabille, Bull.
Soc. Zool. de France 1878 p. 92.
Porrit macht eine fast ganz dunkele Varietät der Raupe von
Abraxas grossulariata bekannt, die in Northumberland colonieweise
vorkommt; es entwickelt sich aus dieser Farbenvarietät aber der ge-
wöhnliche Schmetterling. E. M. M. XV p. 187 und 205.
Pellonia vibicaria (Kleinasien); Staudinger, H. E. Ross.
XIV p. 441.
Fuchs vervollständigt und berichtigt seine früheren Mitthei-
lungen über Pellonia calabraria, von der P. Sicanaria bestimmt, tabi-
daria vielleicht nicht verschieden ist; Stett. Ent. Zeit. 40 p. 40.
Ephyra grata (Yokohama); Butler, Ann. a. Mag. N. H. (5)
IV p. 438.
Asthena auricnida (Yokohama); Butler, Ann. a. Mag. N. H.
(5) IV p. 438.
Acidalia Seeboldiata und subherbariata Bössl. abgebildet auf
Taf. I Fig. 3 und 5 der An. Soc. Esp. Hist. Nat. VIII.
Raupe der nordamerikanischen A. enucleata Guen. (auf Vac-
cinium) beschrieben. Canad. Ent. XI p. 194.
430 Bert kau: Bericht üb. die Wissenschaft!. Leistungen
Ä. arenosaria (Narün); Staudinger, Stett. Ent. Zeit. 40, p.
325, intermedia (Kleinas.); derselbe, H. E. Ross. XIV p. 436;
Nielseni p. 514, Taf. III Fig. 9, Fdlckii p. 515 Fig. 10 (Blagowescht-
schensk) ; v. Hedemann ebenda ; purpureo-marginata (Syrien) ;
Bohatsch a. a. 0. p. 409, impexa, maceseens, foedata, invalida (Yoko-
hama); Butler, Ann. a. Mag. N. H. (5) IV p. 438, 439, Esterelata
(Esterei, Alpes marit.) ; Milliere, Le Naturaliste 1879 p. 138.
Eterusia magnifica (Cachar); Butler, Tr. E. Soc. Lond. 1879
j). 5.
Thalera rufolimharia (Blagoweschtschensk) ; v. Hedemann,
H. E. Ross. XIV p. 512, Taf. III, Fig. 5, veneata (Yokohama);
Butler, Ann. a. Mag. N. H. (5) IV p. 437.
Jodis Norbertaria Eössl. abgebildet auf Taf. I Fig. 4 der An.
Soc. Esp. Hist. Nat. VHI.
Agathia lacunaria (Ins. Askold); v. Hedemann, H. E. Ross.
XIV p. 512, Taf. III, Fig. 4, magnifica (Ceylon); Moore, P. Z. S.
Lond. 1879 p. 416.
Nemoria palUdularia (Madag.); Mabille, Ann. Ent. Fr. 1879
p. 333; alboundulata (Blagoweschtschensk); v. He de mann, H. E.
Ross. XIV p. 511, Taf. HI, Fig. 8.
Eucrostis nudilimbaria (Corsica) , albicornaria (Madagascar);
Mabille, Bull. Ent. Fr. 1879 p. CLV.
Tigridoptera interrupta (New Ireland); Butler, P. Z. S. Lond.
1879 p. 163.
Euschema bellissima, pnmicolor (Ceylon); Moore, P. Z. S.
Lond. 1879 p. 414.
Phorodesma chlor ophyllaria (Ins. Askold); v. Hedemann, H.
E. Ross. XIV p. 510, Taf. HI, Fig. 7.
Delto'idae. Tr otosema (n. g. Hermin.) sordidum; Gidari-
plura (n. g. Hermin.) gladiata (Yokohama); Butler, Ann. a. Mag.
N. H. (5) IV p. 448, 449.
Argidia rosacea (Rio Purus) ; Butler, Tr. E. Soc. Lond. 1879
p. 60.
Orthogramma pavescens (Rio Jutahi) p. 60, lurida (Amaz.) p.
61; Butler, Tr. Ent. Soc. Lond. 1879.
Azeta turhida (Rio Purus); Butler, Tr. E. Soc. Lond. 1879
p. 62.
Metalectra ypsilon (Tunautins); Butler, Tr. E. Soc. Lond.
1879 p. 64.
Tyrissa laminata (Manaos), notiaphila (Rio Negro); Butler,
Tr. E. Soc. Lond. 1879 p. 65.
Dagassa vulgaris (Rio Negro), juriiana (Rio Juruä); Butler,
Tr. Ent. Soc. Lond. 1879 p. 66.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 431
Capnodes ciirvipalpis (Yokohama); Butler, Ann. a. Mag. N.
H. (5) IV p. 369, pallida (Rio Jutahi) p. 68, senilis (ibid.), indigna
(Rio Purus) p. 69, bistriata, lacteigera (Rio Negro) p. 70, turhata
(Rio Jutahi) p. 71; derselbe, Tr. Ent. Soc. Loud. 1879, macrocera
p. 110 Fig. 8, arabescalis p. 111 Fig. 5 (Celebes); Snellcu, Tijdschr.
V. Entom. XXIII PL 8.
V angv s^^tdi gilvagalis (Celebes; Java); derselbe ebenda p. 112
Fig. 9.
Thermesia miceps (Madagascar) ; Mabille, Bull. Soc. philom.
1879 (s. Ann. Ent. Fr. 1879 p. 333).
Singara liypsoides (Fiauarantsoa); Butler, Ann. a. Mag. N.
H. (5) IV p. 245.
Selenis crinipes (Bonthain); Sn eilen, Tijdschr. v. Ent. XXIII,
p. 109, PI. 8 Fig. 4.
Renodes modesta (Rio Purus); Butler, Tr. Ent. Soc. Lond.
1879 p. 67.
Paranympha älbocostata (Rio Jutahi); Butler, Tr. Ent. Soc.
Lond. 1879 p. 73.
Bithiasa notigera (Yokohama); Butler, Ann. a! Mag. N. H.
(5) IV p. 369.
Hypenaria pyrocliila (Rio Jurua) , triocellata (Rio Jutahi);
Butler, Trans. Ent. Soc. Lond. 1879 p. 74.
Plaxia maculigera (Amaz.); Butler, Trans. Ent. Soc. Lond.
1879 p. 75.
Caenipeta lilacina (Rio Negro), dimidiata {Rio Pnrus)] Butler,
Tr. Ent. Soc. Lond. 1879 p. 44.
Phosphila tatosoma (Amazonas); Butler, Tr. E. S. Lond. 1879
p. 42.
Amblygoes albinotata (Yokohama); Butler, Ann. a. Mag. N.
IL (5) IV p. 449.
Hypena ophiusalis (Madag.); Mabille, Bull. Soc. philom. 1879
(s. Ann. Ent. Fr. 1879 p. 333), leucotaenia , semifuscalis p. 114,
sublividalis p. 115, rhynchalis, semifascialis p. 117, argicdis, incon-
spicua p. 118, fontinälis p. 119, robustalis p. 120 (Celebes); Snellen,
Tijdschr. v. Entom. XXIII.
Hypenodes ^'?<czm6ZaZ2S (Lokka); derselbe ebenda p. 121.
Schrankia caUigraplia (Macassar) ; derselbe ebenda p. 122.
Rivula scapularis (Celebes) p. 123; Simplicia spurialis p. 124;
derselbe ebenda.
Horraisa morosa, calamina (Yokohama); Butler, Ann. a. Mag.
N. H. (5) IV p. 446.
Amphigonia pZaciVZa (Rio Purus); Butler, Tr. E. Soc. Lond.
1879 p. 58.
Nodaria fracturcdis (Celebes); Snellen, Tijdschr. v. Entom,
XXIII p. 125.
432 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Eier, Raupe und Puppe von Helia calvaria ; 0. Raacke, Zeit-
schr. f. Entom. Breslau, N. F. 7. Heft. p. 86 ff.
Epizeuxis pupülalis (Celebes; Java) p. 128, inductalis, tenui-
palpis (Celebes) p. 130; Sitophora fenisecalis p. 131; Heterogramma
pseudopsodos p. 133 , didyma p. 134 , fuscicolUs p. 135, nigricans,
clavalis p. 136, aeripalpis p. 137; Snellen, Tijdschr. v. Entom.
XXIII.
Bleptina onerata (Yokohama); Butler, Ann. a. Mag. N. H. (5)
IV p. 447.
Locastra amica, inimica (Yokohama); Butler, Ann. a. Mag.
N. H. (5) IV p. 447, 448.
Bocana incongruens (Yokohama); Butler, Ann. a. Mag. N.
H. (5) IV. p. 448.
Herminia dolosa, helva (Yokohama); Butler, Ann. a. Mag.
N. H. (5) IV. p. 446, 447.
Egnasia argillacea, fallax, erehina p. 450, opalina p. 451 (Yo-
kohama); Butler, Ann. a. Mag. N. H. (5) IV.
Lacera procellosa (Yokohama); Butler, Ann. a. Mag. N. H.
(5) IV. p. 368, amazonica (Rio Jutahi); derselbe, Tr. Ent. Soc.
Lond. 1879. p. 57.
Ceromacra fuliginea (Rio Negro); Butler, Tr. Ent. Soc. Lond.
1879. p. 55.
Epidromia signata (Rio Purus), rivularis (Rio Juruä) p. 52,
columha (Guara), distincta (Rio Juruä) p. 53, ocellata (Rio Purus)
p. 54; Butler, Tr. E. Soc. Lond. 1879.
Noctuidae. Victrix (n. g. inter Bryophilam et Thaumastam)
Karsiana (Kars); Rom an off, H. E. Ross. XIV. p. 490. PI. III.
Fig. 2.
Metecia (n. g. Noctuelid. prope Mycteroplum ; differt thorace
pilis longis vestito, tibiis 4 posterioribus spinis fortibus armatis)
cornifrons (Argentinien); P. Q. T. Snellen, Boletin d. 1. Acad. Na-
cional d. Ciencias d. 1. Rep. Arg. III. p. 93 ff. Lam. I.
Epipsammia (n. g. prope Tapiuostolam) deserticola (Narün);
Staudinger, Stett. Ent. Zeit. 40. p. 320.
Heb domo chondra (n. g.) syrticola (ibid.); derselbe ebenda
p. 321.
Belosticta (n. g. Bombycoid. Acronyctae affine) extensa (Yo-
kohama); Butler, Ann. a. Mag. N. H. (5) IV. p. 357.
Homoptera gyrochila (Javary), Trailii (Rio Purus); Butler,
Tr. E. S. Lond. 1879. p. 40.
Athyrma misera (Rio Madeira); Butler, Tr. Ent. Soc. Lond.
1879. p. 38.
Achaea oedipodina (Madag.); Mabille, Bull. Soc. philom.
1879. p. 140.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 433
Pseudophiap?/<7ospi7a (Macassar); Sn eilen, Tijdschr. v. Entom.
XXm. p. 98. PI. 8. Fig. 1.
Grammodes rliodotaenia (Madagascar) ; Mabille, Bull. Soc.
philom. 1879 (s. Ann. Ent. Fr. 1879. p. 331); Bogenlioferi (Syrien);
Bohatsch a. a. 0. p. 407, oculata p. 103. PI. 8. Fig. 6, bisinuata
p. 104. Fig. 3; Sn eilen, Tijdschr. v. Ent. XXIII.
Eemigia xylomiges (Celebes; Java); derselbe ebenda p. 106.
Fig. 7.
Calesia sünplex (Celehes) ; Sn eilen, Tijdschr. v. Entom. XXIII.
p. 101. PI. 8. Fig. 2.
Hypocala /7oreMS (Madag.); Mabille, Ann. Ent. Fr. 1879 p. 324,
violacea (Cachar); Butler, Tr. E. S. Lond. 1879. p. 6.
Hypopyra Malgassica (M.); Mabille, Bull. Zool. Fr. 1878 juin;
megalesia-, derselbe, Ann. Ent. Fr. 1879. p. 346.
B-amodes hehraica (Celebes); Snellen, Tijdschr. v. Ent. XXIII.
p. 96. PI. 7. Fig. 6.
Ueber die Verwandlungsgeschichte der Dasypodia seien o-
phora Guenee s. Colenso in den Transact. New Zeal. Instit. XI.
p. 300 ff.
Nyctipao nyctaculis (Bonthain); Snellen, Tijdschr. v. Entom.
XXIII. p. 95. PL 7. Fig. 1.
Ophiodes orthogrammus (Madagascar); Mabille, Bull. Soc.
philom. 1879. p. 140; ponderosa; derselbe, Ann. Ent. Fr. 1879.
p. 346.
OphisruB. Mahülei (Madagascar); Saalmüller, Pet. Nouv. 1879.
Nr. 213 und Ber. Senck. naturf. Ges. 1878—79. p. 126, SaalmüUeri
(ibid.); Mabille, Ann. Ent. Fr. 1879. p. 328, nigrimaciila; der-
selbe ebenda p, 347.
Catocala sinuosa (Florida); Grote, Canad. Ent. XI. p. 15;
Grotiana] Bailey, New Amer. Entomol. Nr. 3. p. 21 f.
Ophiusa daedalea (Ins. St. Mariae, Madag.); Mabille, Bull.
Soc. Zool. France 1878, Guenei (Celebes; = Joviana Guen. nee
Gram.)] Snellen, Tijdschr. v. Ent. XXIII. p. 103.
Serrodes daedalea (Madag.); Mabille, Bull. Zool. Fr. 1878,
juin; leiicocelis (ibid.); derselbe, Ann. Entomolog. Fr. 1879.
p. 330.
Herminodes himaculata {Mac2issa.r) ] Snellen, Tijdschr. v. Ent.
XXIII. p. 78. PI. 6 Fig. 7.
Alamis subcinerea p. 82. PI. 7. Fig. 3, hrunnescens p. 83. Fig. 4 ;
derselbe ebenda.
Stictoptera macromma p. 87. PI. 6. Fig. 8, anisoptera p. 88.
Fig. 9 (Celebes); Snellen, Tijdschr. v. Entom. XXIII-
Ariola corticina (Macassar); derselbe ebenda p. 89. Fig. 10.
Cremnodes macrocera (Macassar; Java); derselbe ebenda
p. 90. PI. 7. Fig. 5.
Archiv für Naturg., XXXXVI. Jahrg. 2. Bd. CG
484 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Bolina Evelina (Jamaica); Butler, Proc. Zool. Soc. London.
1878. p. 487; agrotidea (Madag.); Mabille, Ann. Ent. Fr. 1879.
p. 346.
Phrygionis dives (Rio Jurua) p. 30, setosa (Amaz.) p. 31,
mettalligera (Yeamiaba) p. 32; Butler, Tr. Ent. Soc. Lond. 1879.
Eulepidotis argyritis (Rio Jutahi); Butler, Tr. Ent. Soc. Lond.
1879. p. 29.
Erastria diäphora (Kleinasien); Staudinger, H. E. Ross.
XIV. p. 415, Bitsemae (Macassar) p. 57. PI. 5, Fig. 2, vermiculata
(Amparang) p. 58. Fig. 3, antJiracina{Ce\ehe5) ip. 59. Fig. 7; Sn eilen,
Tijdschr. v. Entom. XXIIL
Xanthoptera semifusca p. 61. PI. 6. F. 8, selenicula p. 62. F. 4;
derselbe ebenda.
Thalpocbares cinerea (Damara); Aurivillius a. a. 0. p. 68;
aetheria (Nordam.); Grote, New Amer. Entom. Nr. 6. p. 47, pudica
p. 63. PI. 5. Fig. 5, Wallengreni Fig. 6, ruhricosa Fig. 9. p. 64,
subcinerea p. 65. Fig. 10 (Celebes); Snellen, Tijdschr. v. Ent. XXIIL
Anthophila hebescens (Yokohama); Butler, Ann. a. Mag. N.
H. (5) IV. 366.
Acontisimicrocyda (Mad.); Mabille, Bull. Zool. Fr. 1878. p. 94,
mieroptera (Madagascar) ; derselbe, Ann. Ent. Fr. 1879. p. 321,
nolo'ides, arefacta (Yokohama); Butler, Ann. a. Mag. N. H. (5) IV.
p. 366, trimaculata p. 60, Wallengreni p. 61, Spangbergi p. 62,
rectangularis p. 64, conifrons p. 65 (Damaral.) ; Aurivillius
a. a. 0.
Tamila velaris (Calif.), vanella (Nevada); Grote, Canad. Ent.
XI. p. 197.
Heliothis peltigera bei Hereford (England) ; E. Monthl. M. XV.
p. 179.
H. Illinoiensis (J.); French, Canad. Ent. XI. p. 77.
Lygranthoecia separata (Nevada); Grote, Canad. Ent. XL
p. 198.
Heliophila dia (S. Francisco): Grote, Canad. Entomol. XL
p. 29.
Species Scandinaviae Anartae . . . descr. J. Spangberg;
Entomol. Tidskr. I. p. 3 (11 Arten mit Angabe der Flugzeit und
Verbreitung, aber ohne Futterpflanze).
Ecregma modesta (Rio Solimdes); Butler, Tr. E. Soc. Lond.
1879. p. 34.
Letis Trailii (Rio Jutahi); Butler, Trans. Ent. Soc. Lond.
1879. p. 49.
Plusia Dalei (St. Helena); E. Wo 1 las ton a. a. 0. p. 232,
pyropia, serena (Yokohama); Butler, Ann. a. Mag. N. H. (5) IV
p. 367, 368, bipartita (Lokka) p. 71. PI. 6. Fig. 2, cornucopiae (ibid.)
p. 72. Fig. 3; Snellen, Tijdschr. v. Entom. XXIIL
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 435
Ingiira decUnata (Calif.), flahella (Ka.uaa.s) ; Grote, Canad. Ent.
XL p. 207 f.
Habrostola Commidendri (St. Helena, nebst Beschreibung der
ausschliesslich (?) auf C. robustum lebenden Raupe) ; E. Wollaston
a. a. 0. p. 230.
Hemiceras plmia (Fonteboa), striolata (Rio Negro); Butler,
Trans. Ent. Soc. Lond. 1879. p. 35. f.
Raupe von Calpe canadensis (auf Thalictr. cornuti) beschrieben;
Psyche, II. p. 123. ^
Cucullia sabulosa, Naruenensis (N.); Staudinger, Stett. Ent.
Zeit. 40. p. 322; africana (Damaraland) ; Aurivillius a.a.O. p. 59.
Phlegetonia corvina (Macassar); Snellen, Tijdschr. v. Entom.
XXIII. p. 68. PI. 6. Fig. 1.
Eustrotia retis, secta (Massach.); Grote, Canad. Ent. XL
p. 198 f.; dividua', derselbe, New Amer. Entomologist Nr. 6. p. 46.
Tarache lanceolata (Texas); Grote, Canad. Ent. XL p. 198.
Raupe von Calocampa nupera Lint. und curvimacula Morr.
beschrieben von R. Thaxter; Psyche, IL p. 122.
Xylina antennata Wall:. = Lithophane cinerea Riley; infru-
ctuosa Walh. = petulca (?) ; Grote, Bull. ü. S. Geol. Surv. V.
p. 201.
X. miräbilis (Yokohama); Butler, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (5)
IV. p. 365.
Lithophane cinerosa (New-York), hemina (ibid.); Grote a.a.O.
p. 202.
Aphusia marmorea (Rio Jutahi); Butler, Tr. Ent. Soc. Lond.
1879. p. 27.
Nystalea squamosa (Rio Sapo); Butler, Tr. E. S. Lond.
1879. p. 26.
Die Raupe von Orrhodia rubiginea wiederholt in hohlen
Bäumen in Nestern des Lasius fuliginosus gefunden; E. Nachr. 1879.
p. 80, wie Wey mer schon in der Stett. Ent. Zeit. 1865. p. 113 mittheilt.
Microphysa fumosä (Rio Jutahi); Butler, Tr. Ent. Soc. Lond.
1879. p. 28.
Orthosia ConracZi (Colorado) ; Grote, Bull. U.S. Geol. a. Geogr.
Surv. Terr. V. p. 203; signata (Illin.?); French, Canad. Ent. XL
p. 76; rupicapra (Taurus); Staudinger, H. E. Ross. XIV. p, 390.
Dasycampa evelina, , ardescens (Yokohama); Butler, Ann. a.
Mag. N. H. (5) IV. p. 363, 364.
Eupsilia strigifera (Yokohama); Butler, Ann. a. Mag. N. H.
(5) IV. p. 363.
Panolis notabiUs (Antananarivo); Butler, Ann. a. Mag. N. H.
(5) IV. p. 243.
Cosmia achatina (Yokohama); Butler, Ann. a. Mag. N. H. (5)
IV. p. 365.
436 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Mesogona düatata, divergens (Yokohama); Butler, Ann. a. Mag.
N. H. (5) IV. p. 364.
Taeniocampa evam^a (Yokohama); Butler. Ann. a. Mag. N. H.
(5) IV. p. 362.
Perigrapha praeses (Sauzalito); Grote, Bull. U. S. Geol. a.
Geogr. Surv. Terr. V. p. 202.
AmiphiT^yra purpurasce7is (Manaos); Butler, Tr. E. S. Lond.
1879. p. 37, agrotoides (Celebes); Sn eilen, Tijdschr. v. Ent. XXIII.
p. 77.
Tiauspa argyria (1 Rio Jutahi); Butler, Tr. E. Soc. Lond.
1879. p. 36.
Anomis älbipimcta (Macassar); Sn eilen, Tijdschr. v. Ent.
XXIII. p. 76. PI. 6. Fig. 4.
Caradrina spaelotidia (Fianarantsoa); Butler, Ann. a. Mag.
N. H. (5) IV. p. 243, jurassica (Bechburg im Jura); (Riggenbach
i. 1.) Milliere, Ann. Soc. Linn. Lyon XXV. p. 7. PL L Fig. 9.
Mythimna deparca (Yokohama); Butler, Ann. a. Mag. N. H.
(5) IV. p. 358.
Leucania pliotopMla (Honolulu); Butler, E. M. M. XV. p. 269,
adspersa (Macassar) p. 42. Fig. 1, incana (Bonthain) p. 43. Fig. 2;
Snellen, Tijdschr. v. Entom. XXIII. PL 4.
Sesamia albiciliata (Bonthain); derselbe ebenda p. 44. F. 3.
Nonagria Sparganii in England (aus Iris Pseud- Acorus);
E. M. M. XV. p. 236.
N. turpis (Yokohama); Butler, Ann. a. Mag. N. H. (5) IV.
p. 359.
Weitere Mittheilungen über die Raupe von Ilydroecia mi-
cacea macht Schmi dt in den E. Nachr. 1879. p. 30 ff.
Thurau macht Raupe und Puppe der Jaspidea celsia be-
kannt; die Raupe frisst von Juni bis Mitte August an der Wurzel
verschiedener Gräser, Nardus stricta, Aira caespitosa, Anthoxauthum
odoratum, Agrostis etc. Als Feind ist ausser Amblyteles celsiae Tischh.
eine nicht benannte Fliege zu verzeichnen; E. Nachr. 1879. p. 252 f.
und Stctt. Ent. Zeit. 40. p. 511 f.
Euplexia c?e&i7is (Antananarivo); Butler, Ann. a. Mag. N. 11.
(5) IV. p. 244.
Dicopis damalis (Calif.); Grote, Bull. U. S. Geol. a. Geogr.
Surv. Terr. V. p. 208 ; Vitis (Illinois; nebst der auf Weinrebe leben-
den Raupe); French, Canad. Ent. XI. p. 76.
Iladena longula (Nevada), modiola (Wisconsin) p. 204, fumosa,
flavidens (Colorado), aurea (Texas) p. 205; Grote, Bull. U.S. Geol.
a. Geogr. Surv. Terr. V; mendax (Kleinas.); Staudinger, H. E.
Ross. XIV. p. 383.
H. didyma hat fortan H. secalis (L.) zu heissen ; Sch^yen, St.
E. Z. 40. p. 389; vgl. unter Pyralis.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 437
Celaena fuscata (Rio-Madeira) p. 23, dentüineata (ibid.) p, 24;
Butler, Trans. Ent. Sog. Lond. 1879.
Riley führt als Schmarotzer der Aletia argillacea auf:
(Ei) Trichogramm ap?Tizosan. sp. ; (Larve) Tachina Äletiae n. sp., Sar-
cophaga Sarraceniae; (Puppe) Pimpla conquisitor, Cryptus nuncius,
Chalcis bvata, Cirrospilus esurus n. sp.; Canad. Entom. XI. p. 162.
Apamea limhata (Yokohama); Butler, Ann. a. Mag. N. H. (5)
IV. p. 360, macrostigma (Maros, Gel.); Snellen, Tijdschr. v. Entom.
XXIII. p. 46. PI. 4. Fig. 4.
Eremobia virescens (Antananarivo); Butler, Ann. a. Mag. N. H.
(5) IV. p. 243.
Xylophasia scitula (Yokohama); Butler, Ann. a. Mag. N. H,
(5) IV. p. 359.
Prometopus assiietus(Rio Purus), ort?mrtnMs(RioJuruä); Butler.
Trans. Ent. Soc. Lond. 1879. p. 21.
Epilecta decorata (Yokohama); Butler, Ann. a. Mag. N. H.
(5) IV. p. 361.
Polia illepida (Nevada; Colorado); Grote, Canad. Ent. XL
p. 95.
Oncocnemis mirificalis (Nevada); Grote, Bull. U. S. Geol.
a. Geogr. Surv. Terr. V. p. 207; a^emma (Calif.); derselbe, Canad.
Ent. XI. p. 199.
Dianthoecia (?angen. Mamestrae?) ^^wmiZa (Kleinasien); Stau-
dinger, IL E. Boss. XIV. p. 378.
Dargida sm^MZam (Amazonas) ; Butler, Trans. Ent. Soc. Lond.
1879. p. 22.
Grote macht Bemerkungen zur Gattung Graphiphora, zu der
er Mamestra puerilis, Dianthoecia rufula, modesta, Himella furfu-
rata, fidelis, Acerra uormalis, muricina zieht und beschreibt G.
Garmanni (Illinois) und perhrunnea (Calif.) p. 28; Canad. Ent. XL
p. 26 ff.
G. erythroUta{Ca,\ii.)] derselbe ebenda p. 203; lepida, Uibentia
(Yokohama); Butler, Ann. a. a. Mag. N. H. (5) IV. p. 362.
Morrisonia infidelis (Nordamerika); Grote, Canad. Ent. XL
p. 206.
Mamestra Feildeni (Dobbin B.); M'Lachlan, Journ. Linn.
Soc. XIV. p. 112; arietis (Calif.) Grote, Bull. U.S. Geol. a. Geogr.
Surv. Terr. V. p. 207, ZacMi (Syrien); Bohatsch a. a. 0. p. 406.
Raupe von M. abjecta beschrieben im E. M. M. XVI. p. 19.
Triphaenopsis efflorescens (Yokohama); Butler, Ann. a. Mag.
N. H. (5) IV. 361.
Agrotis niveivenosa (Colorado), hiclams (Arizona); Grote,
Bull. U. S. Geol. a. Geogr. Surv. V. p. 206; pseudoplecta (Argentinien);
P. C. T. Snellen, Bol. d. l. Acad. Nac. Ciencias d. 1. Rep. Arg.
III. p. 97; arenivolans (Hawaii); Butler, E. M. M. XV. p. 269,
438 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
vocäliSy vernilis (Colorado); Grote, Canad. Ent. XI. p. 56 f.; de-
pravata (Yokohama); Butler, Ann. a. Mag. N. H. (5) IV. p. 360.
Heterocbroma oxggrapha (Celebes); Snellen, Tijdschr. v. Ent.
XXIII. p. 49. PI. 4. Fig. 6.
Lepidomys aerifrons (Maros, Gel.); derselbe ebenda p. 51.
Fig. 7.
Xanthodes diffusa (Celebes); derselbe ebenda p. 53. Fig. 8.
Leocyma apicalis [ihid.; Java) p. 54. Fig. 9; Mesostrosta abyssa
(Celebes) p. 56. PI. 5. Fig. 1; derselbe ebenda.
Moma Champa (Himalaya); Moore, P. Z. S. London 1879.
p. 403. PI. XXXIII. Fig. 2.
Bii^htheTB. aeguatoria (Congo); Mabille, Guide du Naturaliste.
1879, Fevr., p. 26.
Raupe von Apatela Radcliffei Harv. (auf Prunus serotiua),
spinigera Guen. (auf Rubus und Betula) beschrieben in Psyche II.
p. 121.
Apatela /'e?^wa (Califorien) ; Grote, Bull. ü. S. Geol. a. Geogr.
Surv. Terr. V. p. 208, distans {Montreal), parallela (Colorado); der-
selbe, Canad. Ent. XI. p. 58.
Microcaelia distincta (Amazonas); Butler, Trans. Ent. Soc.
Lond. 1879. p. 19.
Butler vertheilt nach den Larven die bisher zur Gattung
Acronycta gerechneten Arten in mehrere Familien, und zwar A.
rumicis, auricoma undVerwandte zu Pharetra (Arctiadae) ; A. leporina,
simplex zu Acren., aceris, hastulifera etc. zu Artomyscis (Liparidae);
A. megacephala etc. zu Gen.?; psi, tridens etc. zu Triaena; A. stri-
gosa zu Hyboma (Notodontidae) ; A. alni zu Jocheaera, ligustri zu
Mamestra (Noctuidae); Tr. Ent. Soc. Lond. 1879. p. 313 £f.
Acronycta Pontica (Kerasdere, Kleinas.); Staudinger, H. E,
Ross. XIV. p. 364, consanguis (Yokohama); Butler, Ann. a. Mag.
N. H. (5) IV. p. 358.
Simyra albo-venosa neuerdings an der Ostküste Schwedens
wieder aufgefunden; in Schweden kommen drei Farbenvarietäten
vor und die Schwedischen Exemplare weichen etwas von den deutschen
ab; Chr. Aurivillius, Entom. Tidskr. I. p. 32 ff. und 51.
Cymatophora plumbea (Yokohama); Butler, Ann. a. Mag.
N. H. (5) IV. p. 357.
Notodontidae. Ghrg sotypus (n. g. Pygaerae affine) dives,
Argyrotypus (n. g. praecedenti simillimum) locuples (Antananarivo)
p. 241; Paleca (! n. g. Cleapae affine) rufescens] Ingtiridia (n, g.
Ingurae affine) abrostolina (Yokohama) p. 354; Butler, Ann. a. Mag.
Nat. Eist, (5) IV.
Rachia plumosa (Darjeeling); Moore, (Asiat. Soc. Beng. 1878.
p. 70) P. Z. S. Lond. 1879. p. 405. PI. XXXIV. p. 1.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 439
Gaiger berichtet über die Zucht der im südlichen Dalmatien
auf Pinus maritima, silvatica häufigen Cnethocampa pityocampa; E.
Nachr. 1879. p. 106.
Gluphisia sinuata (Bengalen); Moore, P. Z. S. Lond. 1879.
p. 405.
Heterocampa Belfragei (Texas); Grote, Canad. Ent. XI.
p. 209.
Peridea cinerea (Yokohama); Butler, Ann, a. Mag. N. H. (5)
IV. p. 353.
Sphetta apicalis (Darjeeling); PI. XXXIII. Fig. 7, biocellata
(Bombay); Moore, P. Z. S. London 1879. p. 405.
Lophopteryx Pryeri (Yokohama); Butler, Ann. a. Mag. N. H.
(5) IV. p. 355.
Nioda lignea (Fianarantsoa); Butler, Ann. a. Mag. N. H.
(5) IV. p. 241.
Von Stauropus Fagi kommt ausnahmsweise auch eine Som-
mergeneration vor ? ; 4. Jahresber. Naturw. Ver. zu Osnabrück, p. 45.
St. albescens (Mangalore), Indiens (Bengalen), virescens (Dar-
jeeling), vinaceus (Indien); PI. XXXIII. Fig. 1; Moore, P. Z. S.
Lond. 1879. p. 404; persiniilis (Yokohama); Butler, Ann. a. Mag.
N. H. (5) IV. p. 353.
Drepanulidae. Oreta auripes (Yokohama); Butler, Ann. a.
Mag. N. H. (5) IV. p. 355.
Drepana specularis (Ceylon); Moore, P. Z. S. Lond. 1879
p. 407.
Satnrniadae. Goscinocera (n. g. Argeinae et Attaco affine)
Omphale (New-Ireland) ; Butler, P. Z. S. London 1879. p. 163.
The great Atlas Moth of Asia (Attacus atlas, Linn.),
with a coloured Plate of its Transformations. By Ph. H. Gosse.
8vo. London: West, Newman a. Co. 1879. (S. Ann. a. Mag. N. H.
(5) IV. p. 92); Notes ou some silk producing Bombyces (Attacus
und Actias Selene); Entomol. 1879. p. 8—11.
Iconographie et de s er ip t ion der Raupe, Puppe und Imago
von Attacus Pernyi von F. Milliere; Ann. Soc. Linn. Lyon
XXV. p. 1 ff. PI. I. Fig. 1—5.
A. obscura (Cachar); Butler, Tr. E. Soc. Lond. 1879. p. 5.
Tropaea aliena (Yokohama); Butler, Ann. a. Mag. N. H. (5)
IV. p. 355.
Saturnia Zaddachii (Innerafr.); Dewitz, Mitth. Münch. III.
p. 34. Taf. II. Fig. 6; auricolor, fuscicolor (Madag.); Mabille, Bull.
Soc. philom. 1879, Diospyri (Mad.); derselbe, Ann. Ent. Fr. 1879.
p. 316.
Aurivillius giebt eine Diagnose der Gattung Heniocha Hbn.
und beschreibt H. biocidata (Damaraland); a. a. 0. p. 49 f.
440 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Perisomena cincta (Madagascar) ; Mabille, Ann. Ent. Fr. 1879.
p. 317.
Asthenia flavicapüla (Madagascar); Mabille, Ann. Ent, Fr.
1879. p. 345.
Bombycidae. Bhinohomhyx (n. g. Ammatocampae Wallengr.
affine, sed structura palporum capite miilto longiorum, porrectorum,
rostriformium, et cellulae subcostalis alarum posteriorum cellula
discoidali brevioris et angustioris, nullos versus marginem anteriorem
emittentis ramulos distinguendum) cuneata (Damaraland); Auri-
villlius a. a. 0. p. 51 f.
Synclysmus (n. g. inter Bombycem et Astheniam) niveus
(Fianarantsoa) ; Butler, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (r>) IV. p. 242.
Kosala (n. g. prope Eutrichiam) sangimiea (Khasia H.);
Moore, P. Z. S. Lond. 1879. p. 408. PI. 33. F. 8.
Hanisa n. g. für Bombyx subnotata Walk.; Moore, P. Z. S.
Lond. 1879. p. 406.
Glosterothrix (n. g. prope Crateronychem) Gamheyi (Ins. St.
Mariae prope Madagascar); Mabille, Bull. Soc. Zool. de France.
1878. p. 91.
Anchirithvsi. {?) punctuUg er a (Madag.); Mabille, Ann. Ent. Fr.
1879. p. 315.
Om Furuspinderens (Eutrichia Pini) Optraeden i Norge i
Aärene 1812-16 af W. M. Sohfjiyen; Entomolog. Tidskr. l. p. 39 ff.
und 51.
Eutrichia cheela (Himalaya); Moore, P. Z. S. Lond. 1879.
p. 408.
Lasiocampa (xMewertwa,pZa^w^rawma (Madag.); Mabille, Ann.
Ent. Fr. 1879. p. 314; Bhira (Himalaya); Moore, P. Z. S. London
1879. p. 410. PL XXXIV. Fig. 2.
Messata aenescens, quadrifasciäta, vialis (Ceylon), fraterna
(Bombay) PL XXXIV. Fig. 6; Moore, P. Z. S. Lond. 1879. p. 409.
Mustilia sphingiformis (Masuri); Moore, P. Z. S. Lond. 1879.
p. 407.
Suana cervina (Ceylon); Moore, P. Z. S. Lond. 1879. p. 410.
Eupterote ochripicta (Ceylon), Ormanc« (C, S.-Indien); Moore,
P. Z. S. Lond. 1879. p. 410.
Ueber die Raupe von Bombyx crataegi L. s. Tijdschr. v.
Entom. XXIII. p. 195.
Bombyx sordida (Madagascar); Mabille, Bull. Soc. philom.
1879. (Ann. Ent. Fr. 1879 p. 312); Hcnlcei (Nm'üu, nebst Raupe und
Puppe); Staudinger, Stett. Ent. Zeit. 40. p. 318.
M. Malpighi. Traite du ver ä soie. Texte original et
planches, avec unc traduction et des notes en frangais par
M. E. Maillot. Montpellier 1878. 4^ 154. pp.
im Gebiete der Arthiüpoden im Jahre 1879. 441
Aristala Sihkima (Darjeeling); Moore, P. Z. S. Lond. 1879.
p. 406. PI. XXXIII. Fig. 3.
Odoneslis pyriforinis (Masuri) PI. XXXIV. Fig. 7, divisa (Ceylon);
Moore, P. Z. S. Lond. 1879. p. 408.
Anisota hisccta (Wisconsin, Texas); Lintuer, Canad. Ent.
XI. p. 10.
Phialidae. Aurivillius hält diese Wall eng ren 'sehe Familie für
eine wohlbegründete, ändert aber wegen einer neuen Gattung einiges
au den von Wallengren gegebenen Charakteren. Die neue Gat-
tung ist Trichophiala (ant. pectinatae, pecten simplex, apicem et
basim versus attenuatum; . . . .; palpi breves, peuduli, subtus pilo-
sissimi; lingua nulla; caput retractum, fere ut in thoracem pilosis-
simum intrusum; tibiae poteriores bicalcaratae, anticae inermes;
femora pilosa; tibiae et tarsi tomentosa; alae tenues subpellucidae,
squamis et pilis parce vestitae, ciliis longis instructae; marg. ant.
al. ant. fere rectus), gegründet auf eine n. A. : T. Devylderi (Da-
maraland); a. a. 0. p. 53. f.
Liparidae. Laelapia (n. g. Loperae Wlk. affine) notata\
Numenoides (u. g.l^umeni o-liine) grandis (Antananarivo); Butler,
Ann. a. Mag. N. H. (5) IV. 238.
Birnar a {li. g. -pro-pe Pa.i\ian?Lm) nuhüa', Kettelia (n. g. prope
Penoram) Loioii (Malacca); Butler, Trans. Linn. Soc. Lond. 2. Ser.
Zool. Vol. I. p. 560.
Caltura (n. g) alba (Ceylon); Moore, P. Z.S. London 1879.
p. 401.
Aroa ochripicta (Hong-kong); Moore, P. Z. S. London 1879.
p. 399.
Artaxa unimaciäa (Khasia H.), Leitliiana (Bombay) p. 399.
Fig. 9, erecta (Canara) Fig. 6, brevivitta (Bengalen) Fig. 10; p. 400;
derselbe ebenda PI. XXXIL
Mardara viola, pectdiaris (Antananarivo; die ersten ausserin-
dischen Arten); Butler, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (5) IV. p. 240.
DreQ.ia. bimaculäta (Innerafr.); Dewitz, Mitth. Münch. III. p. 33.
Taf. II. Fig. 5.
Lymantria sobrina (Himalaya) PI. XXXIII. Fig. 5, todara
(Nilgiris) Fig. 6, similis (Calcutta), vinacea (Canara) p, 402, Sinica
(Shanghai), alboundulata (Simla) p. 403; Moore, P. Z. S. Lond,
1879, rosea (Fianarantsoa) ; Butler, Ann. a. Mag. N. H. (5) IV.
p. 239.
Des Ravages causees par le Liparis dispar sur les
Platanes etc. p. A. Locard; Ann. Soc. d'Agricult. etc. de Lyon,
1878. p. 137 ff.
L. melanocera,vitrina, heptasticta^ barica (Madagascar); Mabille,
Bull. Soc. Zool. France 1878.
442 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Pida albodentata (Himalaya); Moore, P. Z. S. Lond. 1879.
p. 401.
Eu]3roctis (Moorei =■ similis Bloore nee Fuessly,) flavipennis
p. 107. PI. 9. Fig. 1, discophora Fig. 2, pallipes Fig. 3. p. 108
(Mangkassar) ; Sn eilen, Tijdschr. XXU,subdita (Ceylon), flavonigra
(Nepal) PI. XXXII. Fig. U, postincisa (Bengalen) Fig. 5. Moore,
P. Z. S. Lond. 1879. p. 400, titanica (Antananarivo); Butler, Ann.
a. Mag. N. H. (5) IV. p. 237.
Gogane turbata (Antananarivo); Butler, Ann. a. Mag. N. H.
(5) IV. p. 237.
Redoa cygna (Bengalen) ; Moore, P. Z. S. London 1879.
p. 401.
Leucoma pruinosa (Antananarivo); Butler, Arn. a. Mag.
N. H. (5) IV. p. 236.
Die zuerst aus Afrika beschriebene Laelia subrufa findet sich
auch auf Celebes; neu ist L. saturnidides (ßontbain); Sn eilen,
Tijdschr. XXII. p. 105. PI. 8. Fig. 7. L. (?) meUnocera p. 89, lie
ptastictq, vitrina p. 90 (Madagascar) ; Mabille, Bull. Zool. Fr. 1878
vgl. oben, Liparis; a7?^a5^7^s (Damaraland); Aurivillius a. a. 0, p. 58
Dasychira Kausalia (Himalaya); Moore, P. Z. S. Lond. 1879
j). 401, vibicipennis, gentilis (Antanan.); Butler, Ann. a. Mag. N. H
(5) IV. p. 239, vetuUna (Madagascar); Mabille, Bull. Soc. Zool
France 1878.
Zell er berichtet über seine Zucht der Orgyia Ericae und
reproduciert dabei Breyer's Angabe, dass das $, nachdem es
sich in der Puppenschale entwickelt hat, sich darin um-
dreht und sein Hinterleibsende aus dem Kopfende der
Puppeuschale hervorstreckt. Da aber gesagt ist, dass die Kopfschale
mit den Fühlerscheiden im Gesicht des Schmetterlings haften bleibe,
ferner ein seitlicher Riss an der Puppenschale konstatiert ist, so wird
wohl der ganze unglaubliche Vorgang darin bestehen, dass das ^
nach dem Auskriechen wieder umgekehrt in die verlassene Hülse
zurückkriecht. Zeller vermuthet, dass 0. aurolimbata und dubia
dieselbe Eigenthümlickeit zeigen. Stett. Ent. Zeit. 40. p. 463. ff.
Leidy belichtet von 0. leucostigma Q, dass sie unbefruchtet
ihre Eier nicht abgelegt hätten, mit Ausnahme weniger, die
zufällig fallen gelassen worden waren; das Schicksal dieser wurde
nicht weiter verfolgt; Proc. Acad. Nat. Sei. Philad. 1879. p. 195.
Orgyia turbata (Malacca); Butler, Trans. Linn. Soc. Lond.
2. Ser. Zool. Vol. I. p. 560; Ludekingii (Bonthain; Java); Sn eilen,
Tijdschr. XXII. p. 104. PI. 8. Fig. 5; aurantia (Madag.); Mabille,
Ann. Ent. Fr. 1879. p. 345.
Psychidae. M. Standfuss. Beobachtungen an den schlesischen
/ teu des Genus Psyche (Schrank) und Versuch einer Systematik
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 443
sämmtlicher, der europäischen Fauna angehörigen Vertreter dieses
Genus. Zeitschr. f. Entomologie. Breslau. N. F. 7. Heft. p. 1 — 45
mit 2 Tafeln. Nach einer Einleitung, die die Versuche früherer
Autoren um eine Eintheilung der Gattung Psyche behandelt, schildert
Staudfuss in einem allgemeinen Theil die Entwickelungsgeschichte
vom Ei bis zum vollkommenen Insekt. Für Ps. viadrina und Steti-
nensis wird Parthenogenesis nachgewiesen; die Zucht der aus den
unbefruchteten Eiern geschlüpften Räupchcn misslang indess. Hin-
sichtlich der aus den angesponnenen <-^ Puppensäcken einiger Arten
heraushängenden Raupeuhaut bestätigt Standfuss die bereits von
Zeller gegebene Erklärung und zeigt durch die Beobachtung, dass
jene Arten (Graslinella, hirsutella viadrina, Stetinensis, Standfussii)
vor dem Puppenstadium einen puppenähnliclien Zustand eingeschoben
haben, während welches sie nichts fressen und sich im Sack um-
kehren ; allemal aber wird die Haut von vorn nach hinten abge-
streift und ein Umkehren der Puppe findet nicht Statt. Von den 8
schlesischeu Arten (ausser den genannten noch villosella, opacella
und unicolor) sind specielle Angaben gemacht. Für die Eintheilung
benutzt Standfuss in erster Linie das biologische Merkmal, ob die
ausgewachsene männliche Raupe durch zwei- oder einmalige Häutung
in die Puppe verwandelt wird und ob die Weibchen immer in der
Puppenhülle bleiben, oder dieselbe verlassen und sich theilweise
aus dem Sacke herausarbeiten; für die erste Gruppe hat er den
Namen Pupicolae, für die zweite Pupifugae; die Pupicolae zählen
die bisher in der Gattung Psyche stehenden Arten hirsutella, Stand-
fussi, viciella, Stetinensis, viadrina, Turatii, Coustancella, Graslinella
Bruaudi, crassicornis und apiformis; es wird dafür die Gattung
Empedopsyehe gebildet, die aber in ihren morphologischen Cha-
rakteren (Fühler durch k u r z e Federchen schmal, Hinterflügel mit 8,
Vorderflügel mit 12 Rippen) Psyche s. str. gegenüber etwas schwach
begründet erscheint. Die Pupifugae zählen die beiden Gattungen
Oreopsyche Speyer und Psyche Sclirmik s. str.
Einer in Aussicht gestellten Monographie dieser Familie schickt
Heylaerts die Beschreibung zweier neuer Gattungen und Arten vor-
aus: Diabasis (n. g. Micro-Psychid.) helicinoides (Parnass) p.
CXXXVHI; Bijugis n. g. für Epichnopteryx bombycella Schiff.
und pectinella F. p. CXXXIX; C. R. Ent. Belg. 1879.
Liothule (n. g. prope Meturam) ovinivora p. 260. PI. IX.
Fig. A, 1, 3, 4 nebst einer parasitischen Fliege; Orophora (n. g.)
toumatou (auf Discaria toumatou) p. 262. Fig. B und 5 (Neu-Seeland);
Fereday, Trans, a. Proc. N.-Zeal. Inst. X.
Fumea i?oiwsii(Turkestan); Heylaerts, C. R. Ent. Belg. 1879.
p. CXL.
Epichnopteryx flavescens (Turkestan), Staiidingeri (Sarepta),
444 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Mülieri, Hofmanni (Palermo); Heylaerts, C. E-. Ent. Belg. 1879.
p. CXXXVIII f. (und Le Naturaliste; 15. avriri879).
Oiketicus variegatus (Mangkassar, Bonthain, Raupe auf ver-
schiedenen Pflanzen) p. 114. PL 9. Fig. 6, fuscescens (Mangkassar),
p. 117. Fig. 7; Sn eilen, Tijdschr. XXII.
Limacodidae. Limacodes clilorostigma p. 117. PI. 9. Fig. 8,
älbiguttatus p. 118. PI. 10. Fig. 1, circinatus p. 119. Fig. 2, cate-
natus ]). 121. Fig. 2; neue Arten von Celebes (Mangkassar, Bonthain);
Snellen, Tijdschr. XXII.
Parasa valida (Antananarivo); Butler, Ann. a. Mag. N. H.
(5) IV. p. 242.
Narosa culta (Yokohama); Butler, Ann. a. Mag. Nat. Hist.
(5) IV. p. 356.
Siculidae. Siculodes opdlinula (Madag. ?); Mabille, Ann.
Ent. Fr. 1879. p. 347.
Cossidae- Arhela (n. g. für Cossus quadrinotatus Walk, und)
tessellata (Calcutta), Tetraonis (Bombay) PI. XXXIV. Fig. 3; Moore,
P. Z. S. Lond. 1879. p. 411.
Endagria Emilia (Kerasdere, Kleinas.) ; Staudinger, H. E.
Ross. XIV. p. 347.
ßrachylia acronyctoides (Bomhaiy) ', Moore,P. Z.S. Lond. 1879
p. 411. PI. XXXIV. Fig. 4.
Phragmatoecia iemia (Kerasdere, Kleinas.); Staudinger, H. E.
Ross. XIV. p. 341.
Zeuzera Uturata (Damaraland) ; Aurivillius a. a. 0. p. 48.
J. S. Bailey beschreibt Raupe und Verwandlungsgeschichte
des Cossus Centerensis; Canad. Ent. XI. p. 1 Ö'. mit Holzschnitt.
Cossus ??iacuZaius (Mangkassar, Bonthain; Raupe wahrscheinlich
in Cauarium commune); Snellen, Tijdschr. XXII. p. 125. PI. 10.
Fig. 4; hrevicuhis (Madag.); Mabille, Aun. Ent. Fr. 1879. p. 344;
arenicola (Narün); Staudinger, Stett. Ent. Zeit. 40. p. 317.
Hepialidae. Lebensgeschichte von Charagia virescens, von
C. H. Gösset; Trans. New Zeal. Inst. XI. p. 347 f.
Porina Mairi (Neu-Seeland) ; B u 1 1 e r , Trans, a. Proc. New-
Zeal. Inst. V. p. 279 mit Abbildung (früher übersehen).
Phassus Salsettensis (Bombay) PI. XXXIV. Fig. 5, Mälaharieus
(Canara), chalyheatus (Darjeeling) p. 412, albofasciatiis (Nilgiris) F. 8.
p. 413; Moore, P. Z. S. Lond. 1879.
Gorgopis niphonica (Yokohama); Butler, Ann. a. Mag. N. H.
(5) IV. p. 357.
Bert kau beschreibt den Duftapparat der (/ von Hepialus
hecta X.; Sitzungsber. Niederrh. Gesellsch. 1879. p. 288 f. Derselbe
liegt bei diesem Schmetterling in den kolbig angeschwolleneu Hinter-
schienen, die ganz mit Öldrüscn erfüllt sind, deren Ausführungs-
gänge in je ein langes Schuppenhaar münden. In der Ruhe hat
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 446
der Schmetterling die Tibia in eine am hinteren Rande des ersten
ßauchsegmentcs befindliche Tasche gesteckt und verhindert so ein
unzeitiges Verdunsten der riechenden Substanz.
Arctiadae. Gonerda (n. g. prope A\o-pem) perornata (Kashmir)
p. 395. PI. XXXII. Fig. 2' Pangora (n. g.) Matliemna (Bombay);
Bajendra (n. g. lativitta; Asiat. Soc. Beng. 1878. p. 43) vittata
(Burmah) Fig. 12. p. 396, pannosa (Himalaya) p. 397 Fig. 8;
Clialla (n. g. prope Alpenum) himaculata p. 398, discalis (Hima-
laya) p. 399. Fig. 7; Moore, P. Z. S. London 1879.
Bhypopteryx (n. g.) sordida (Damaraland; Penthopherae
morioni L. statura et colore similis); Aurivillius a. a. 0. p. 57.
Spilosoma adspersa (Madagascar); Mabille, Bull. Soc- Zool.
France 1878.
Ocnogyna Herrichi (Kleinasien); Staudinger, H. E. Ross.
XIV. p. 337.
Trichosoma Huguenini (Algier); Miliere, Ann. Soc. Linn.
Lyon. XXV. p. 10. PI. I. Fig. 10.
Spilarctia inaeqiialis p. 351, rosacea p. 352 (Yokohama); But-
ler, Ann. a. Mag. N. H. (5) IV.
Caligula TF«ZZew^re;w (Damaraland) ; Aurivillius,'a. a. 0. p. 56.
Euchelia Bagonoti (Madag. ?) ; M a b i 1 1 e, Ann. Eut. Fr. 1879. p. 348.
Amerila Piepersii (Bonthain); SneUeu, Tijdschr. XXII. p. 102.
PI. 8. Fig. 4.
Arctia rectüinea (Illin.?); French, Canad. Ent. XI. p. 45;
A. caja var. Wishotti (Jenikeui,Kleinas.); Staudinger, H. E. Ross.
XIV. p. 333; purpurata var. ohsciira (Bremen); Rehberg, Abh.
naturw. Ver. Bremen VI. p. 466; suttarda (Kashmir); Moore, P. Z.
S. London 1879. p. 395.
Die Zucht der A. pudica s. in den E. Nachr. 1879. p. 142.
Puppe von Ilyalurga vinosa mit 3 Paar Bauchfüssen;
Dewitz, Sitzgsb. Gesellsch. naturf. Freunde, 18. Febr. u. Ent. Nachr.
1879. p. 119.
Halesidota iW^owa; Grote, New Americ. Entomol. Nr. 6. p.46.
Chelonia ruhriceps (Madagascar) ; Mabille, Bull. Soc. Zool.
France 1878.
Argina serrata (Madagascar); Mabille, Natural. 1879. Nr. 2.
und Ann. Ent. Fr. 1879. p. 307.
Hypercompa flavicolor (Simla), similis (Himalaya);' Moore,
P. Z. S. Lond. 1879. p. 397.
Rhyparia tigrina (S. Indien) PI. XXXH Fig. 4; Cycnia trans-
versa (N. W. Indien); derselbe ebenda p. 398.
Callimorpha interrupto-marginata hat im ^ am vorletzten Seg-
mente 2 hervorstülpbare Fäden, ähnlich wie Agrotis plecta und
Euplexia lucipara; Canad. Entom. XI. p. 47. mit Holzschnitt und
E. M. M. XVI. p. 19; vgl. diesen Ber. 1877. p. 292 (324) und 1879.
446 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
p. 79 (423). Sievers vermutliet, dass ihre Funktion sei, den Flug
zu erleichtern (!); mir scheinen sie in die Kategorie der Duftorgane
zu gehören.
C. dominula ab. d Hamelensis (al. ant. mac. omn. tot, albis);
Pflümer, Stett. Ent. Zeit. 40. p. 158.
Deiopeia diva (Madagascar) ; Mabille, Ann. Ent. Fr. 1879.
p. 805; heterochroa (ibid.); derselbe, Bull. Soc. Zool. France 1878,
serrata (ibid.); derselbe, Le Naturaliste, 1. Mai 1879. p. 5.
lieber das Vorkommen der D. pulchella in Deutschland s. in
E. Nachr. 1879. p. 12, 90; in Schottland: The Scottish Naturalist,
Januar 1879.
Lithosiadae. Arachoti a (n. g. C]ia\comn.)vespo'ides (Ind.) ; p. 390 ;
Boradia (n. g. Chalcosiin.) carneola (Himalaya); p. 392;
Ratarda (n. g. Chalcosiin.) w armorrtia (Darjeeling) Pl.XXXlI.
Fig. 1; Kl ab 0 an a n, g. für Gynautocera macularia Guen. p. 393;
Moore, Proc. Zool. Lond. 1879.
Aglaope {^)perpusilla (Madag.?); Mabille, Ann. Ent. Fr. 1879.
p. 348, livida (China); Moore, P. Z. S. Lond. 1879. p. 391.
Thymara caudata (Burmah); Moore, P. Z. S. Lond. 1879.
p. 394.
Amesia juvenis (Malacca); Butler, Trans. Linn. Soc. Lond.
2. Ser. Zool. Vol. L p. 559.
Laurion corculum (ibid.); derselbe ebenda.
Chalcosia albata (Himalaya), bicolor (Sumatra); Moore, P. Z.
S. Lond. 1879. p. 390, appendiculata (Amparang, Cel.); Snellen,
Tijdschr. v. Ent. XXII. p. 75. PI. 6. Fig. 7.
Chelura basiflava (Darjeeling); Moore, P. Z. S. Lond. 1879.
p. 391.
Cyclosia subflava (Malacca) ; M o o r e , P. Z. S. London 1879.
p. 392.
Cyana decipiens (Yokohama); Butler, Ann. a. Mag. N. H. (5)
IV. p. 352.
Nychthemera rasana (Madagascar); Mabille, Ann. Ent. Fr.
1879. p. 304, biformis (ibid.); derselbe Bull. Soc. Zool. Fr. 1878,
nigrovcnosa (Ceylon); Moore, P. Z. S. Lond. 1879. p. 394, abraxata
(Mangkassar etc.); Snellen, Tijdschr. v.Entom. XXII. p. 78. PI. 6.
Fig. 6.
Miltochrista torrens (Yokohama); Butler, Ann. a. Mag. N. H.
(5) IV. p. 353.
Barsine pretiosa (Himalaya^; Moore, P. Z. S. London 1879.
p. 394.
Aganais mecyno'ides (Congo); Mabille, Ann. Ent. Fr. 1879.
p. 295. Anm., PI. 6. Fig. 3, vücsso'ides (Marcs, Cel.); Snellen,
Tijdschr. V. Ent. XXII. p. 78. PI. 7. Fig. 1.
Digama Piepersiana (Bonthain); derselbe ebenda p. 80. F. 2.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 447
Eraydia soricina (ibid.); derselbe ebenda p. 82. Fig-. 3.
Cossa nubecula (Andam.); Mooro, P. Z. S. London 1879.
p. 394.
Cleis lunigera (New-Ireland); Butler, P. Z. S. Lond. 1879.
p. 162.
Hylemera pMd/a (Fianar.), fragiUs (Autanan.); Butler, Ann.
a. Mag. N. H. (5) lY. p. 236.
Callidula cibisara (Malacca); Butler, Trans. Linn. Soc. Lond.
2. Ser. Zool. Vol. L p. 558.
Hypsa concinnula, cliionea (Congo); Mabille, Bull, Soc. Zool.
France 1878 und Ann. Ent. Fr. 1879 Anm., PI. 6. Fig. 2; Uuconeura
(Nevv-Ireland), Butler, P. Z. S. Lond. 1879. p. 161.
Agape leonina (New-Ireland); derselbe ebenda.
Setina Dharma (Himalaya); Morre, P. Z. S. London 1879.
p. 394, calligenioides (Mangkassar); Sn eilen, Tijdschr. v. Eutom.
XXn. p. 87. PI. 7. Fig. 10.
Hypocrita Meander, flavicollis (Celebes); derselbe ebenda
p. 88, 89. Fig. 11, 12.
Pitane rotimdata p. 90. PI. 10. Fig. 6, rcctüinca .p. 91. Fig. 7,
flavicostata p. 92. Fig. 8; derselbe ebenda.
Sarrothripa curvilinea p. 93, Fig. 9, caradrino'ides p. 95.
P'ig. 10; derselbe ebenda.
Systropha nivosa (Yokohama); Butler, Ann. a. Mag. N. II. (5)
lY. p. 353.
Daphoenura SmitM (Madagascar); Mabille, Bull. Ent. Fr.
1879. p. CLXXIY.
Lithosia erythropleura (Madagascar); Mabille, Ann. Ent. Fr.
1879. p. 302, sanguinölenta (ibid.), imitans, simidans, (Paedia) costi-
macida (Congo); derselbe. Bull. Soc. Zool. France 1878, cliryseola
(Bonthain) p. 83. Fig. 5, xantJioloma (Mangkassar) Fig. 6, lurida (Bont-
hain) Fig. 7. p. 84; Sn eilen, Tijdschr. v. Ent. XXII.
Paidia creatina (Celebes); derselbe ebenda p. 85. Fig. 8.
Nüla gigantula (Amasia, Kleinas.; der N. strigula ähnlich, aber
28mm); Staudinger, H. E. Boss. XIY. p. 328.
Nycteolidae. Earias anthophilana p. 9G. Fig. 1, limhana p. 97
PL YIIL Fig. 2 (Bonthain); Sn eilen, Tijdschr. XXIL
Synotomidae. Syntomis J.Msiem' (Bengalen); Moore, P. Z. S.
Lond. 1879. p. 389, sargania (Cachar); Butler, Tr. E. S. Lond.
1879. p. 4.
Coenochromia lutulenta (Bonthain, Coleb.); Sn eilen, Tijdschr.
V. Ent. Entom. XXIL PI. 6. Fig. 4.
Artona quadrimaculata (Masuri); Moore, P. Z. S. Lond. 1879.
p. 390.
Dysauxes indica (Bombay); derselbe ebenda.
448 Bertka«: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Zygaenidae. Kirby hebt die Unterschiede der bis dahin nicht
wieder idontificierten Horama Panthalon F. von H. pretus Cr. und
diffisa Grote hervor und reproduciert eine briefliche Mittheilung
Marschall 's über das lokale Vorkommen dieser Art auf Antigua
und ihre Aehnlichkeit mit der dort gemeinsten Wespe, der Polistes
Poeyi; E. M. M. XVI. p. 19.
Procris funeralis (Yokohama); Butler, Ann. a. Mag. N. H.
(5) IV. p. 351.
Zygaena Asoka (Indien); Moore, P. Z. S. Lond. 1879. p. 389.
Xenares dimidiata (Amparang, Gel.); Sn eilen, Tijdschr. v,
Ent. XXU. p. 69. PI. 6. Fig. 2.
Pseudonaclia simplex (Fianarantsoa) ; Butler, Ann. a. Mag.
N. H. (5) IV. p. 236.
Ägaristidae. Agarista caudata (Innerafr,); Dewitz, Mitth.
Münch. III. p. 80. Taf. I. Fig. 3; tyrianthina (New-Ireland) ; Butler,
Proc. Zool. Sog. Lond. 1879. p. 160.
Eusemia Poggei (Innerafr.); Dewitz, Mitth. Münch. III. p. 31.
Taf. II, Fig. 3, metalUca (Congo), ohryzos (Madagascar) ; Mahille,
Bull. Soc. Zool. France 1878.
Phaegorista helcito'ides (Innerafr.); Dewitz, Mitth. Münch. DI.
p. 32. Taf. II. Fig. 4.
Seudyra venosa (Darjeeling); Moore, P. Z. S. Lond. 1879.
p. 389.
Rothia micropälcs, Westwoodii (Antananarivo); Butler, Ann.
a. Mag. Nat. Hist. (5) IV. p. 235.
Pais Gordoni (Tugela Fl., S.-Afr.); Butler, E. M. M. XVI.
p. 10.
Nyctalemon docüe (Malacca); Butler, Trans. Linn. Soc. Lond.
2. Ser. Zool. Vol. I. p. 562.
Observations on the Uraniidae, .... and a Mono-
graph of Coronidia ; by J. 0. Westwood; Trans. Zool.
Soc. London X. p. 507 ff. PI. LXXXV-LXXXVIII. Westwood
giebt zunächst eine Geschichte der Literatur dieser Gruppe und
fühlt sich veranlasst, die alte Gattung Urania Fahr, in mehrere
Gattungen zu zerfallen; es werden für dieselben z. Th. die Hübner'-
schen Coetus als massgebend betrachtet, deren Namen aber aus
verschiedenen Gründen etwas abgeändert: Urania in Uranidia,
Lyssa in Lyssidia , Aleides in Alcidia , Mania in Manidia; für
Larunda wird nach einem nicht unanfechtbaren Princip der von
Latreille als Synonym aufgestellte, aber in Coronidia umgewandelte
Name Coronis angewandt. Eine eingehende Besprechung findet die
systematische Stellung dieser Falter. Westwood zeigt, dass die
Aehnlichkeit mit Urapteryx auf Analogie, nicht auf Verwandtschaft
beruht, und dass daher die namentlich von Boisduval befürwortete
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 449
Annäherung an die Geometriden keine natürliche Anordnung ist.
Indessen scheint mir die Kiassification der Schmetterlinge überhaupt
(und auch der anderen Insekten), so lange die Berücksichtigung des
Flügelgeäders noch so hervorragend ist, keine gesunde Grundlage
zu haben, um eine erfolgreiche Discussion der systematischen Stel-
lung einer kleinereu Gruppe zu gestatten, und das Resultat, zu dem
Westwood gelangt ist, scheint mir diese Ansicht zu ilkistrieren.
Westwood sieht sich nämlich wegen der Beschaffenheit tler Larve
und des Flügelgeäders veranlasst, die Uraniiden den Bombyciden,
specieller wohl den Saturnien, zuzuzählen. Von Coionidia regina
Moritz wird Raupe und Puppe beschrieben; letztere ruht in einem
lockereu Gespinnst an der Basis eines zusammengefalteten Blattes,
besitzt eine die Flügelscheiden weit überragende Rüsselscheide und
am Körperende einen gebogenen, spitzen Stachel; sonstige Zapfen
u. s. w. fehlen. In der Uebersicht der (54) Arten finden sich fol-
gende als neu beschrieben: Alcidia hoops (Arn) p. 525. PI. 87. Fig. 1;
Coronidia Erechthea (Brasil.) p. 530. Fig. 4, Boreada (ibid.) p. 531.
Fig. 5, Columhiana (Col.) PI. 88. Fig. 4, Nicaraguana (N.) Fig. 3.
p. 534, Aeola (West-Ind., Guatemala, Bras.) p. 535. Fig. 1, 2, biblina
(Nicar.; Venezuela) p. 537. Fig. 7, Briseis (?) p. 538. Fig. 9, gene-
vana (Mexico) p. 539. Fig. 10.
Nach Mab i He ist das Ei der Urania Rhipheus kegelförmig,
mit 14 — 15 wenig hervorragenden Rippen. Diese Form des Eies
ist ein Grund mehr, die Uraniiden in die Nachbarschaft der „No-
ctuelles" zu stellen, die ebenfalls conische Eier haben. Urania führt
von den vereinigten (!) Saturniden und Geometriden (!) zu den Erebiden
hinüber. Ann. Ent. Fr. 1879. p. 318.
P. Maasseu sieht U. Rhipheus JDrur. und U. R. Gram, als
zwei verschiedene Arten au; die letztere nennt er U. Crameri; sie
ist aber vielleicht identisch mit JJ. Cr oesxxs Ger st., wie bereits Lucas
gemeint hatte; Stett. Ent. Zeit. 40. p. 113,
Sesiadae. Mö schier stellt für S. Syringae jffarr. (= Grotea
longipes Möschl.) die Gattung Podosesia auf; Stett. Ent. Zeit.
40. p. 246.
Thyris usitata (Yokohama); Butler, Ann. a. Mag. N. H.
(5) IV. p. 367.
Penicillaria costalis (Yokohama); Butler, Ann. a. Mag. N. H.
(5) IV p. 367.
Pansa aurociliata (Damaral.); Aurivillius a. a. 0. p. 47.
Pseudosesia Grotei (Indien); Moore, P. Z. S. Lond. 1879
p. 414.
Archiv f. Naturg. XXXXVI. Jahi-g. 2. Bd. DD
450 ßertkau: ßericht üb. die Wissenschaft!. Leistungen
Melittia gigantea (Himalaya); Moore, P. Z. S. Lond. 1879
p. 413.
Aegeria pictipes Natural history ; Bailey, New Amer.
Ent. Nr. 3 p. 17 ff.
Sphingidae. G. V. Ciaccio's Untersuchungen sull' interna
tessitura dell' occhio delle Sfingi haben als wesentlichstes Resultat
die Viertheiligkeit der Krystallkegel bestätigt. Rendic. Acad. Sei.
Bologna 1877—78 p. 170 ff.
Macroglossa FaTkensteinii (Lagos); Dewitz, Mitth. Münch. III
p. 23, Taf. I, Fig. 1; Aesälon (Madag.); Mabille, Ann. Ent. Fr.
1879 p. 299; Bombus\ derselbe ebenda p. 347; taxicölor (Ceylon);
Moore, F. Z. S. Lond. 1879 p. 387.
Pterogon obscurus (Madag,); Mabille, Ann. Ent. Fr. 1879
p. 344.
Clanis undulosa (China); Moore, Proc. Z. S. London 1879
p. 388.
Chaerocampa hifasciata (Madag.); Mabille, Ann. Entom. Fr.
1879 p. 345, hiimilis (Antananarivo); Butler, Ann. a. Mag. N. H.
(5) IV p. 234.
Ambulyx Güssfeldtii (Cinchoxo) ; Dewitz, Mitth. Münch, III
p. 27, Taf. II, Fig. 1, Grandidieri (Madag.); Mabille, Bull. Soc.
philom. 1879 p. 135 und Ann. Ent. Fr. 1879 p. 297; auripennis
(Ceylon); Moore, P. Z. S. Lond. 1879 p. 388.
Diodosida Grandidieri (Antananarivo); Butler, Ann. a. Mag.
N. H. (5) IV p. 234.
Gnsithostyipsis laticornis (Antananarivo); Butler, Ann. a. Mag.
N. H. (5) IV p. 233.
Metagastes Piepersii (Java); Snellen, Tijdschr. v. Ent. XXIII.
Versl. p. XXII.
Acosmeryx metanaga (Japan); Butler, Ann. a. Mag. N. H.
(6) IV p. 350.
Smerinthus Tiliae L. ab. Pechmanni (bei München erzogen);
Hart mann, Mitth. Münch. III, p. 35, Taf, III, Fig. 1—3.
S.hamatuSf Pechueli (Chinchoxo); Dewitz, ebenda p. 28, Taf.
II, Fig. 2, Taf. I, Fig. 4.
Austaut beschreibt die bis dahin unbekannte Raupe von
Sm. Austauti Stdgr.; Le Naturaliste 1879 p. 58.
Angonyx borneensis (B.), vigens (Philippinen); Butler, Tr. E.
S. Lond. 1879 p. 261 f.
Basiana conspersa (Chinchoxo); Dewitz, Mitth. Münch. III
p. 29, Taf. I, Fig. 2.
Brachyglossa (?) stigmatica (Congo); Mabille, Bull. Soc. Zool.
de France 1877 p. 491 und Ann. Ent. Fr. 1879 p. 293 Anm., PI. 6,
Fig. 1. (vielleicht ist Basiana conspersa Deiv. damit identisch; Ref.)
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 451
Triptogon rectüinea (Indien); Moore, P. Z. S. London 1879
p. 388.
L. Arnhart macht bei Acherontia Atropos einen secun-
däreu Geschlcchtscharakter bekannt, der darin besteht, dass beim^^
in der weichen Haut zwischen den Dorsal- und Ventralplatten des
Hinterleibes eine von einer dünnen Platte bedeckte /'-fiirni ige Falte
liegt, in der ,.sich eine Anzahl an dem oberen Ende befestigte halb-
steife Borsten befinden , die , in der Ruhe parallel eingebettet , in
Thätigkeit fächerförmig herausgestülpt sind"; den Q fehlt diese
Bildung ganz. ,.Dieses Organ scheint die Bedeutung eines Kitzel-
organs bei der Begattung zu haben." Sitzber. Zool. Bot. Ges. Wien
1879, p. 54. (Sollten wir es hier nicht mit einer Duftvorrichtung
zu thun haben? Refer.)
Hesperiadae. Ploetz giebt in der Stett. Ent. Zeit. 40 p. 175
ff. eine lieber sieht der Gattungen und zu jeder die typische
Art an; als neue Gattungen sind Pellicia (Macarius H.-S.J, So-
phista (Aristoteles Westw.) und Sapaea (hicolor Tr im. J eingeführt.
Derselbe liefert ebenda p. 353 ff. ein Verzeichniss von 45
beim Meerbusen von Guinea gesammelten Arten.
Die Charakteristik der Gattungen des europäischen Faunen-
gebietes von Speyer (d. Ber. 1879 p. 111 (455)) erfährt eine Er-
gänzung durch das Flügelgeäder, nach welchem Speyer 5 auch in
ihrem Habitus verschiedene und darum natürliche Gruppen (1. Cy-
clopidinae, 2. Pamphilinae, 3. Pyrginae, 4. Daimio und Tagiades,
5. Ismene) unterscheidet. Speyer, Stett. Ent. Zeit. 40 ]p. 477 ff.
F. Müller. Der Costalumschlag der Hesperiden. Mit
2 Tafeln. Archiv, do Mus. Nacion. Rio de Janeiro III (Habe ich nicht
benutzen können).
Gomalia (n. g.) albofasciata {Ceylon) ; Moore, P. Z. S. Lond.
1879 p. 144.
Apaustus anomoeus, argyrosticta (Aburi), dolus (Aboe)ep. 358,
Ahurac (A.), Batea {xhid.) p. 359, Leander (ibid.), lei{copygus,placidus
(Aburi), dehilis (Mungo) p. 360; Ploetz, Stett. Ent. Zeit. 40.
Ploetz stellt eine Arttabelle der Gattung Erycides auf, in
der 21 Arten figurieren, während 14 ihm nicht in natura bekannte
Arten weggelassen sind. Stett. Ent. Zeit. 40 p. 406 ff.
E. pyres (Haiti), Scytlion (Paraguay); Godman & Salvin,
Proc. Z. S. Lond. 1879 p. 154.
Antigonus domha (Aburi), hrigida (! Cameroons), PhÜotwms,
Thecla p. 361, Plistonicus p. 362 (Aburi); Ploetz, Stett. Entom.
Zeit. 40.
Cyclopides pardalina (Antananarivo); Butler, Ann. a. N. H.
(5) IV p. 233.
Ploetz giebt in der Stett. Ent. Zeit. 40 p. 520 ff. eine ana-
lytische Tabelle der (97) ihm bekannten Arten der Gattung Pyrr ho-
452 Bortkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistuugen
pyga; 11 Arten' blieben ihm unbekannt; neu benannt sind 14, z. Th.
ohne Noth, da Ploetz denselben Artuamen nicht in dieser Familie
zweimal angewendet wissen will: P. Ulixes (Surinam), Dysoni (= Li-
cinus Möschl.), Hephaestos (Surinam) p. 521, Patrodus (Peru), Dory-
las (Porto Cabello), Othello (Bras.) p. 522, Porus (Columb.) p. 523,
Martii, Spixii (Bras.) p. 525, Pertyi (Bras.) p. 526, CyriUns (Oaxaca)
p. 529, Dulcinea (Panama) p. 532, Josepha p. 534, Pelota p. 535
(Brasil.).
P. rufinucha (Boliv.), aerata Fig. 3, rufipectus, variegaticeps,
Mintlie Fig. 4,, Eupheme¥\g.6, Malis Fig. 6, er//^7i?'osiicfa(Südamcr.);
Godman & Salvin, P. Z. S. Lond. 1879 p. 151 ff. PI. XIV.
Tagiades calligana p. 556 Fig. 11, lavata p. 557 Fig. 8 (Ma-
lacca); Butler, Trans. Linn. Soc. Lond. 2. Ser. Zool. Vol. I; nym-
plialis (Wladiwostok; China); Speyer, Stett. Ent. Zeit. 40 p. 348;
Elmina, y^oermanni (Cameroons); Ploetz, ebenda p. 362.
Trapezites Kingdoni (Antananarivo); Butler, Ann. a. Mag.
N. H. (5) IV p. 232.
Plastingia Charita (Bonjongo) p. 356, Luehderi (Aburi), Bei-
chenotvi (ibid., Bonj., Eningo) p. 357; Ploetz, Stett. Ent. Zeit. 40.
Astictopterus gcmmifer, stelUfer (Malacca); Butler, Trans.
Linn. Soc. Lond. 2. Ser. Zool. Vol. I p. 555.
Speyer meldet wiederholt, dass die ^ von Nisoniades tages
bei der Ruhe eine vollkommen nachtfalterartige Flügelhaltung an-
nehmen , während die Weibchen wie die anderen Hesperiden die
Flügel auch in der Rahe halb aufgerichtet tragen. Stett. Ent. Zeit.
40 p. 154.
Fyrgus Äntonia (SaisanNoor) p. 342, Staudingeri (ibid.) p. 844;
Speyer, Stett. Ent. Zeit. 40.
Entheus Matho (Guatemala); G odman & Sal v in, P. Z. S.
Lond. 1879 p. 154.
Hesperilla Bietmanni (Sidney); Sem per a. a. 0. Nr. 171.
Cobalus ciliatus (Malacca); Butler, Trans. Linn. Soc. Lond.
2. Ser. Zool. Vol, I p. 554.
Pholisora oricus (Nevada); Edwards, Canad. Ent. XI p. 51.
Pamphila waesoides (Malacca) ; Butler, Trans. Linn. Soc.
Lond. 2. Ser. Zool. Vol. I p. 554; Dion (Nebraska — Canada)5
Edwards, Canad. Ent. XI p. 238; J.maZ{a (Rockhampton); Semper
a. a. 0. Nr. 154.
Ilesperia Pulvina (Aburi) , Capronnieri (Victoria) , Nydia
■ (p]ningo) p. 353, Calpis (ibid.), Bnchholzi (Aburi) p. 354, Leonora
(Cameroons), Ilias (Aburi), Lodra (Eningo) p. 355, Camerona (Bon-
jongo), pyrosa (Eningo) p. 356; Ploetz, Stett. Ent. Zeit. 40, polites
Fig. 7, sacrator Fig. 8, aurifer, Saptine, Syrna (Südamerica); God-
man & Salvin, P. Z. S. Lond. 1879 p. 154 f., PI. XIV.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 453
Plesioueiira PmtvilU (Malacca) ; Butler, Traus. Linn. Soc. Loud.
2. Ser. Zool. Vol. I p. 55G, Tl. LXVIII, Fig. 4.
PI. liyaliuata Saalm. = Ilesp. Audrachne Bsdv.; SaalniüUer
a. a. 0. p. 123.
Myscelus Belti (Chontales) ; Go d m a n & S a 1 v i u , P. Z. S.
Lond. 1879 p. 153.
Ismene aqtiiUua (Wladiwostok); Speyer, Stett. Ent. Zeit. 40
p. 346; Hanno (x\ccra), Orma (Agoucho); Ploetz ebenda p. 363.
Lycaenidae. Gatapaecilma n. g. prope Lampidem et Mile-
tum ; al. post. tricaudatis; ant. longis, gracilibus, acuminatis etc. für
(Hypochrysops) elegaus Bruce; Butler, Trans. Linn. Sog. London
2. Ser. ZqoI. Vol. I p. 547.
Spalgis u, g. f. Lucia epius TTesifiü. ; Moore, P. Z. S. Lond.
1879 p. 187.
Surendr a (n. g.) latimargo (Andaman. Isl.), discalis (Ceylon);
derselbe p. 142.
Amblypodia naradoldes, darana (Ceylon); derselbe ebenda,
p. 141.
Holochila Margarita (Bowen, Gayndah , Cap York) Nr. 75,
Helenita (Cap York) Nr. 76, Anita (ibid.) Nr. 79; Sem per a. a. 0.
Curetis dentata (Indien), discalis (Nepal); Moore, P. Z. S.
Lond. 1879 p. 137 f.
Castalius azureus (Madagascar) ; Butler, Ann. a. Mag. N. H.
(5) IV p. 230.
Anops Stigmata (Burmah); Moore, P. Z. S. London 1879. p. 138.
Hewitsonia .KtVt)?/^ (Guinea); Dewitz, Nov. Act. C. L.-C, G. Ac.
Nat. Cur. XLI, 2 p. 208 (36) Taf. 2 Fig. 17.
Deudorix lazulina, lankana (Ceylon), schistacea (Calcutta),
grisea (Himalaya), rectivitta (Cachar); Moore, P. Z. S. Lond. 1879
p. 140 f.
Myrina ficedula (Cap; Larve auf Ficus natalensis und der an-
gebauten Feige , an deren Früchten der Falter ebenfalls saugend
gefunden wurde); Trimen, Trans. Ent. Soc. Lond. 1879 p. 340.
Jalmenus Daemeli (Rockhampton , Gayndah , Peakdowns) ;
Semper a. a. 0. Nr. 92.
Jolaus argentarius (Antananarivo); Butler, Ann. a. Mag. N.
H. (5) IV p. 231.
Hypolycaena Homeyeri (Guinea); Dewitz, Nov. Act. C. L.-C.
G. Ac. Nat. Cur. XLL 2 p. 206 (34), Taf. 2 Fig. 13; Wardii, mer-
W2e?"os (Madagascar); Mabille, Bull. Soc. Zool. France 1878, vittigera
(ibid.); derselbe, Pet. Nouv. Entom. Nr. 211 p. 289.
Liptena Soyauxii (Guinea); Dewitz, Nov. Act. C. L.-C. G.
Ac. Nat. Cur. XLI, 2 p. 201 (29) Taf. 2 Fig. 10.
Lycaenesthes Godeffroyi (Bowlen, Cooktown); Semper a, a. 0.
Nr. 88.
454 Bert kau: Bericht üb. die Wissenschaft!. Leistuügen
Aphnaeus lunulifera (Darjeeling); Moore, P. Z. S. Lond. 1879
p. 140.
Pentila tachyro'iäes (Guinea); Dewitz, Nov. Act. C. L.-C. G.
Ac. Nat. Cur. XLI, 2 p. 201 (29) Taf. 2 Fig. 5.
Polyommatus pseuderos (Kashmir) p. 138, limhatus, transpectus
(Bengalen), albocaeruleus, dilectus (Nepal) p. 139; Moore, P. Z. S.
Lond. 1879.
Plebejus Beichenowii p. 203 (31), Taf. 2 Fig. 14, Sorliagenii
Fig. 11, FalJcensteinii Taf. 1 Fig. 5, p. 204 (32), Poggei Taf. 2
Fig. 7, punctatus Fig. 15 p. 205 (33), GüssfeJdtü Fig. 12 p. 206
(34) (Guinea); Dewitz, Nov. Act. C. L.-C. G. Ac. Nat. Cur. XLI, 2.
Milliere beschreibt und bildet ab Raupe, Puppe und Imago
von Thestor Callimachus Ev.; die Raupe lebt nach Staudinger
in den Hülsen des Atrag. physodes L.; Ann-. Soc. Linn. Lyon XXV
p. 8, PI. I, Flg. 6, 7, 8.
Thecla licinia, rutüa (Madagascar) ; Mabille, Bull. Soc. Zool-
France 1878.
Cupido Romanzo Saalm. = Philippus F. J"; Saalmüller,
Ber. Senck. naturf. Ges. 1878— 79 p. 123; vgl. d. Ber. 1879 p. 454(110).
Danis Mac Leayi (Cap York); Semper a. a. 0. Nr. 50.
W. B uckler schildert seine Zuchtergebnisse mit Lycaeua
Medon und constatiert, dass diese, Salmacis und Artaxerxes Varie-
täten derselben Art sind; die Raupe der letzteren lebt auf Helian-
themum vulgare, der Futterpflanze der Stamm art, wie bereits Zeller
vermuthet hatte. E. M. M. XV p. 241 ff.
L. Leucon (Madagascar); Mabille, Pet. Nouv. Ent. Nr. 211
p. 289, Celina (Algier); Austaut, ebenda Nr. 212, p. 293, scßialida
(Cachar); Butler, Tr. E. S. Lond. 1879 p. 4.
Lampides pseudelpis (Malacca); Butler, Trans. Linn. Soc.
Lond. 2. Ser. Zool. Vol. I p. 547, PI. LXVIII, Fig. 7, 8, duhiosa
(Bowen, Cooktown, Cap York); Semper a. a. 0. Nr. 66.
Fereday giebt die Beschreibung von Arten oder Varietäten
und Raupen der Gattung Chrysophanus von Neu-Seeland. Trans,
a. Proc. N. - Zeal. Inst. IX p. 460. X p. 252 £f. ; als neu ist be-
schrieben 67t?-. rauparaha p. 255, PI. VIII, Fig. E.
Erycinidae. Abisara prunosa (Ceylon); Moore, P. Z. S. Lond.
1879 p. 137.
Libythea Latus (S. Afr.) ; T r i m e n , Tr. E. S. London 1879
p. 337.
Einiolo, FalJcensteinii (Chinchoxo); Dewitz, Nov. Act. C. L.-C.
G. Ac. Nat. Cur. XLI, 2 p. 181 (9).
Satyridae. Henotesia (n, g.; alarum forma velut in Peda-
liode, palpis autem brevioribus venisque Strabenae) Wardii (An-
tananar.); Butler, Ann. a. Mag. N. H. (5) IV p. 228,
Smithia (n. g. ; ant. clava pyriformi; alae latae, tenues, sine
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 455
ocellis, crenatae; nervus compositus anterior et posterior in ampullam
lougam ovatam disteuti ; nervo siniplici posteriori superius adjacet
tertia quoque arapulla minor ; pedes breves, inermes) paradoxa (Ma-
dagascar); Mabille, Bull. Ent. Fr. 1879 p. CLXXIII.
Erehiola (n. g.)Butleri (Neu-Seeland) ; Fereday, Eut. Monthl.
Mag. XVI, 1 p. 128 PI. 1.
Mycalesis Saussurei (Guinea); Dewitz, Nov. Act. C. L.-C. G.
Ac. Nat. Cur. XLI, 2 p. 189 (17); parvidens p. 342, exocdlata, ir-
roi'ata, Butleri-p. 343 ; Mabille, Ann. Ent. Fr. 1879; hicristata, fuli-
ginosa, andravahana, maeva (Madagascar) ; derselbe, Bull. Soc. Zool.
Fr. 1878, lurida (Cacharj; Butler, Tr. E. S. Lond. 1879 p. 3.
Culapa |9art?a (Antananarivo); Butler, Ann, a. Mag. N. H.
(5) IV p. 227.
Ei, Raupe und Puppe von Coenonympha gemma beschrie-
ben von Edwards; Canad. Ent. XI p. 31 £f. mit Holzschnitt.
Strabena Mdbillei (Antananarivo); Butler, Ann. a. Mag. N.
H. (5) IV p. 227, Smithii (Madagascar); Mabille, Bull. Soc. Zool.
de France 1878 p. 80.
Yphthima corticaria (Malacca); Butler, Trans. Linn. Soc.
Lond. 2. Ser. Zool. Vol. I p. 537, nivcata (Antananarivo); derselbe,
Ann. a. Mag. N. H. (5) IV p. 229.
Hoyningen-Huene beschreibt die esthländischen Formen
der Oeneis Jutta (Stammform, ab. Balderi und eine zweite grosse,
breitflügelige Aberration des Weibchens); Stett. Ent. Zeit. 40 p.
276 ff.
A. Brants theilt die Verwandlungsgeschichte des Satyrus
Statilinus mit; Tijdschr. v. Ent. XXII p. 200 ff. Die Raupe lebt
sehr lokal auf sandigen Haiden an Corynephorus canescens (und
Festucaovina?), überwintert nach der ersten Häutung im November
zwischen Grasbüscheln; im April verlässt sie ihr Winterquartier und
häutet sich zum zweiten, Hälfte Mai zum dritten, Anfangs Juni
zum vierten, in der zweiten Hälfte des Juni zum fünften und in der
ersten Hälfte des Juli zum sechsten und letzten Mal; am 20. Julj
begab sie sich an den Boden und vorwandelte sich hier in einer
flachen Höhle am 25. in die Puppe, die Mitte August den Falter
lieferte.
S. Paulus (Nevada); Edwards; Canad. Ent. XI p. 50; älbi-
vittulaßUdiüg.); Mabille, Ann. Ent. Fr. 1879 p. 344, lifawsü' (Algier);
Austaut, Le Naturaliste 1879 p. 138.
Debis indosa (Natal); Trimen, Trans. Ent. Soc. Lond. 1879
p. 324.
Pseudonympha stihsirnilis (Fianar.), angulifascia (Antananar.);
Butler, Ann. a. Mag. N. H. (5) IV p. 228.
Duftapparat von Antirrhoea Archaea; Müller in Archiv,
do Mus. Nac. Rio Janeiro III.
456 Bertkau: Bericht üb. die wissenscliaftl. Leistungen
Morphidae. Thaumantis pseuäaliris (Malacca); Butler, Trans.
Linn. Sog. Lond. 2. Ser. Zool. Vol. I p. 538, PL LXVIII, Fig. 1.
Acraeidae. Acraea Poggd p. 190 (18), flava p. 191 (19) (Gui-
nea); Dewitz, Nov. Act. C. Leop.-Carol. Germ, Ac. Nat. Cur. XLI,
2; Smithii (Madag.); Mab ille , Ann. Ent. France 1879 p. 341, fornax
(Fianarantsoa); Butler, Ann. a. Mag. N. II. (5) IV p. 230.
Dana'idae. In der Einleitung zu seinem Verzeiclmiss der
Arten der Gattung Euploea F. im Br. Museum spricht sich
Butler missbilligend gegen Scuder's Neuerungen in der Nomen-
klatur aus und schlägt vor, E. core wie bisher als Type der Gattung
Euploea, climene als solche von Crastia anzusehen , befürwortet
ferner die Annahme von Salpinx und Trepsichrois, um dieButler'-
sche Gattung Calliploea besser zu begrenzen und schlägt den neuen
Gattungsnamen Stictoploea für die Arten vor, deren ^-^ auf (der
Unterseite?) der area interno-media der Vorderflügel zwei Brand-
flecken haben , die mit dem Vorderrande der Hinterflügel und der
stark vorragenden Costalrippe der Hinterflügel in Berührung kom-
men. Butler vermuthet hierin einen Stridulationsapparat; die
Mittheilungen Müller's über Duftflecken etc. scheinen an ihm spurlos
vorübergegangen zu sein, Journ. Linn. Societ. London, Zoology,
XIV p. 290 ff".
Athesis demylus (Ecuador); Godman & Salvin, P. Z. S.
Lond. 1879 p. 150.
Dircenna Xantlwpliane (Chancham.) p. 91, ÄbendrotM (Peru)
p. 93; Hopff er a. a. 0.
Eutresis hyspa (Ecuador); Godman & Salvin, P. Z. S.
Lond. 1879 p. 150.
Crastia Sciiäderi (Borneo), MaJayica (Malacca) p. 297, funer ea
(Port Moresby), squalida (ibid.) p. 298; Butler, Journ. Linn. Soc.
Lond. XIV.
Stictoploea (n. g. s. oben; Type: S. gloriose Butl., die Fel-
der als Euploea Schlegelii und VoUenhoven als E. superba beschrieb)
microsticta (?) , hinotata (Indien, Borneo), inaequalis (Amboina),
inconspicua (Sumatra) p. 302, immaciilata (Port Moresby) p. 303 ;
Butler, Journ. Linn. Soc. Lond. XIV.
Euploea Pinwilli (Malacca); Butler, Trans. Linn. Soc. Lond.
2 Ser. Zool. Vol. I. p. 535 PI. LXIX. Fig. 9, Depiiiseti (Sangir J.);
Oberthür, Trans. Ent. Soc. Lond. 1879 p. 230 PI. VIH. Fig. 2.
Salpinx leucogonis (Malacca) ; Butler, Trans. Linn. Soc. Lond.
2. Ser. Zool. Vol. I. p. 536, consanguinea (N. Hebriden), frigida (C(}rsim)
p. 293, Lowii (Borneo), iUmtris (Silhet) p. 294; derselbe ebenda,
Journal, XIV, Gmn^u (Cachar); derselbe, Tr. E. S. Lond. 1879 p. 2.
Raupe und Verwandlung einer Danais-Art (D. Archippus ?)
von Neu-Seeland, beschrieben von W. C ölen so; Trans, a. Proc. N.
Zcal. Inst. X. p. 276 ff. und XI p, 305; von Danais Archippus
im Gebiete der Aitliropoden im Jahre 1879. 457
durch W. H. Edwards; Psyche, II. p. 1G9 ff.; D. Chrysippus auf
Calütropis procera u. a.; Korb, E. Nachr. 1879 ]). 81, und Wolla-
st on a. a. 0. p. 221.
D. persimilis (Slam); Moore, P. Z. S. Lond. 1879 p. 13G.
Müller beschreibt die „sexual spots" und den Duftapparat
am Hinterleibsende der Männchen von Danais Erippus und Gy-
lippus. Arch. do Mus. Nac. do Puo de Janeiro IL
Idea Godmani (Sangir J.); Oberthür, Trans Ent. Soc. Lond.
1879 p. 230.
Amauris dominicanus (Natal) ; Trimen, Tr. Ent. Soc. Lond.
1879 p. 324.
Calliploea doryca (! Dorey) p. 295, Tiirneri (Darnley Isl.) p.
296; Butler, Journ. Linn. Soc. Lond. XIV.
Molinaea 7i<ceirt5, cydon (Amaz.); Godman & Salvin, P. Z. S.
Lond. 1879 p. 150 f.
Hestia Unteata (Malacca); Butler, Trans. Linn. Soc. Lond. 2.
Ser. Zool. Vol. I. p. 536. PI. LXIX. Fig. 6.
Nympbalidae. On some African Species of Lepido-
p ter a b e longin g to the Subfamily Nyraphalinae. By VV. li.
Distänt. P. Z. S. Lond. 1879 p. 703 ff. PI. LIV. — Handelt von
Diadema dinarba Heivits.; Rhoraaleosoma Edwardsi Hoev , Losinga
Ileiü., Lakuma Butl., inanum Biitl.; Harma Lucasii Boiim., Beckeri
H.-Sch., Theobane DouUed & Hetu. und einigen neuen Arten. Neu
aufgestellt ist:
ParadiademaiRDiadem^i differt margine posterione al. ant.
vix excavato, angulo apicali leviter prominente . . . .) liora (Cameroons)
p. 704 PI. LIV. Fig. 1.
Eurema Schaeneia (Cap.); Trimen, Tr. Ent. Soc. Lond. 1879
p. 329.
Charaxes agaho (Calabar); Distant, P. Z. S. Lond. 1879 p.
708 PI. LIV. Fig 4; viridicostatits (Damarald.); Auriviilius a. a.
0. p. 41.
Nymphalis Hüdebrandtii Taf. 2 Fig. 16, Guderiana Fig. 18
(Guinea); Dewitz, Nov. Act. C. L.-C. G. Ac. Nat. Cur. XLI, 2
p. 200 (28).
Neptis mamaja Fig. 3, leuconata! Fig. 1, gononata Fig. 2
p. 541 PI. LXIX, Borelia Fig. 3, Parala Fig. 2, Bindinga Fig. 6
PI. LXVIII p. 542 (Malacca); Butler, Trans. Linn. Soc. Lond. 2.
Ser. Zool. Vol. I ; Cambodia (C), sinnata (Ceylon); Moore, P. Z. S.
Lond. 1879 p. 136, cacliarica (Cachar); Butler, Tr. E. S. Lond.
1879 p. 3, Goochii (Natal); Trimen, ebenda p. 336.
Grey ist der Ansicht, dass östlich vom Mississipi nur eine
Limenitis-Art vorkomme (L. Disippus, Ursula, Proserpina, Artemis
Varietäten derselben Art); Canad. Ent. XI. p. 16.
458 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Edwards. On the Larval habits of L. Arthemis (with its
Co-form Proserpina), and also of L. Disippus; ebenda p. 224 ff.
L. Bruijni (Sangir J.); Oberthür, Tr. Ent. Sog. Lond. 1879
p. 231 PL VIII. Fig. 3.
Athyma nivifera, clerica (Malacca); Butler, Trans. Linu. Soc.
Lond. 2. Ser. Zool. Vol. L p. 540 PI. LXIX Fig. 4, 5.
Harma Frederica (Calabar); Distant, P. Z. S. Lond. 1879 p.
707 PL LIV. Fig. 3.
Pseudacraea Künoiüii (Guinea); Dewitz, Nov. Act. C. L.-C.
G. Ac. Nat. Cur, XLI, 2 p. 198 (26) Taf. 2 Fig. 6.
Ps. Drnsilla Saälm. = apaturoides Feld.; Saalmüller a. a.
0. p. 123.
Adelpha hypsenor (Columb.); G od man & Salvin, P. Z. S.
Lond. 1879 p. 151 PL XIV. Fig. 2.
Euphaedra Zaddachii (Guinea); Dewitz, Nov. Act. C. L.-C. G.
Ac. Nat. Cur. XLI, 2 p. 199 (27) Taf. 2 Fig. 9.
Diadema antevorta (Magila, O.-Afr.); D i s t a n t, P. Z. S. Lond.
1879 p. 703.
Duftapparat von Ei)icalia Acontius und My scelia Orsis;
Müller in Arch. do Mus. Nac. Rio Janeiro IL
Cyrestis Adaemofi (New-Ireland) ; Godman & Salvin, P.
Z. S. Lond. 1879 p. 158 PL XV Fig. 2, eximia (Sangir J.); Ober-
thür, Tr. E. S. Lond. 1879 p. 282 PL VIII Fig. 4.
Adolias annamita (! Cochin- China); Moore, P. Z. S. Lond.
1879 p. 137.
Crenis Peclmelii p. 195 Taf. 2 Fig. 1, Bibbei p. 196 Fig. 3
(Guinea); Dewitz, Nov. Act. C. L.-C. G. Ac. Nat. Cur. XLI, 2.
Precis Tagela (Natal); Trimen, Trans. Ent. Soc. Lond. 1879
p. 334, Petersii p. 192 (20), Staudingerii, Coelcstina p. 193 (21),
Naclitigcdii p. 194 (22) (Guinea); Dewitz, Nov. Act. etc.
Junonia boopis (Transvaal); Trimen, Trans. Ent. Soc. Lond.
1879 p. 331.
F. Moore liefert Descriptions of the Species of . . . Kallima;
Trans. Ent. Soc. Lond. 1879 p. 9 ff. Neu sind K . Ileivitsoni (Himalaya)
p. 9, Buxtoni (Sumatra), Atkinsoyii (Darjeeling) p. 10, Buckleyi (Hi-
malaya) p. 11, Bamsayi (Nepal), Huttoni (Mussuree), Boisduvcäi
(Kussowlee) p. 12, Mackwoodi (Ceylon), Doubledayi (Scind Hills),
cdompra (ßurmah), Wardi (Calicut) p. 14.
Parthciios Ulacinits (Malacca); Butler, Trans. Linn. Soc.
Lond. 2. Ser. Zool. Vol. I. p. 544.
lieber die Züge der Vanessa Cardui s, (Bergonzini e Pozzi
in dem) Annuario d. Soc. d. Naturalisti in Modena XIII. p. 141 ff.,
Bull. Ent. Fr. 1879 p. LXXXVII., XCI., XCIX. ; C. R. Ent. Belg.
1879 p. ein.; E. Nachr. 1879 p. 188, 195, 211, 226, 314; Jahres-
hefte f. vaterl. Naturk. in Württemberg XXXVL p. 86 ff., 88 ff.,
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 459
Bull. Soc. Vaudoise d. Sei. Naturelles (2e S.) Vol. XVI. No. 83, p.
536 ff., (Decharme in den) C. R. 88 p. 1280, Le Naturaliste 1879
p. 52, 59, 68, 76.
F. Haronica (Ceylon); Moore, P. Z. S. London 1879p. 137.
Cethosia methypsea (Malacca) ; Butler, Trans. Linn. Soc. Lond.
2. Ser. Zool. Vol. I. p. 543.
Hypolimnas incommoda (Malacca); Butler, Trans. Linn.
Soc. Lond. 2. Ser. Zool. Vol. I. p. 543, Poggei (Guinea); Dewitz,
Nov. Act. C. L.-C. G. Ac. Nat. Cur. XLI, 2 p. 197. (25). Taf. 2. Fig. 2.
Lachnoptera Ayresii (Natal); Trimen, Tr. Ent. Soc. Lond.
1879 p. 326.
Edwards beschreibt Ei, Raupe und Puppe von Phyciodes
Nycteis ; Canad. Entom. XL p. 101 ff.
Eresia laias (Columb.); Godman & Salvin, P. Z. S. Lond.
1879 p. 151.
Argynnis Laura (Navada) ; Edwards, Canad. Ent. XI. p.
49; Hippolyta (Oregon) p. 81, Chitone (Arizona) p. 82; derselbe
ebenda.
Salamis definita (Madagascar) ; Butler, Ann. a.- Mag. N. H.
(5) IV. p. 230.
Melitaea fidvia (Texas); Edwards, Canad. Entora. XL p. 117.
Cynthia erotliella (Malacca); Butler, Trans. Linn. Soc.
Lond. 2. Ser. Zool. Vol. I. p. 544.
Cirrochroa rotundata (Malacca); Butler, Trans. Linn. Soc.
Lond. 2. Ser. Zool. Vol. I. p. 543.
Pieridae. Mynes eucosmetos (New Ireland): Godman &
Salviu, P. Z. S. Lond. 1879 p. 653.
Anthocbaris Thoosa (Arizona); Scudder, Hayden's Bull, U.
S. Geol. etc. Surv. IV. p. 257 ($) und Edwards, Canad. Ent. XL
p. 87 (^), Stella (Nevada); Edwards, a. a. 0.
Beleno'is alhipennis (Antananarivo) ; Butler, Ann. a. Mag.
N. H. (5) IV. p. 232.
Delias metarete (Malacca); Butler, Trans. Linn. Soc. Lond.
2. Ser. Zool. Vol. I. p. 550.
Caiioi>hag2ipseudolalage{S\kkim), LanTzapura (Ceylon); Moore,
P. Z. S. Lond. 1879 p. 142.
Appias plana (Malacca); Butler, Trans. Linn. Soc. Lond.
2. Ser. Zool. Vol. I. p. 551, Taprohana (Ceylon); Moore, P. Z. S.
Lond. 1879. p. 143.
Pieris rapae auf Nasturtium palustre Eier ablegend;
Scudder, Proc. Bost. Soc. XIX. p. 249.
P. haemus (Cap.); Trimen, Trans. Ent. Soc. Lond. 1879. p.342.
Dewitz setzt die Unterschiede zwischen Tachyris Rhodope
und T. Poppea auseinander und beschreibt T.Lindneri (Chinchoxo);
Nov. Act. C. L.-C. G. Ac. Nat. Cur. XLI, 2 p. 186 (14).
460 Bert kau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Callosune Deidamio'ides p. 45, Damarcnsis i). 46 (Damaral.);
Auri villi US a. a, 0.
Idmais eucheria (Madagascar); Mabille, Bull. Eut. Fr. 1879.
p. CLXXIV.
Papilionidae. Distant macht Bemerkungen über folgende Afri-
kanische Arten der GattungPapilio: P. ophidocephalusOZ>fT^7i., (s. u.),
Thersander F., cypraeofila Butl., Zalmoxis Hewitson, horribilis Butl.
und beschreibt l\ Hornimani (Magila) p. 647. PI. XL VII; Proc. Zool.
S. Lond. 1879. p. 647. ff".
P. Esi^eri (Malacca) Butler, Trans, Linn. Soc. Lond. (2) Zool.
L p. 553. PI. LVIII. Fig. 7, Casyapa (Calcutta), ZanJceszvara (Ceylon);
Moore; Proc. Zool. Soc. Lond. 1879. p. 143, Cilix, Oriton, Paron,
Browni (New-Ireland); Godman und Salvin, ebenda p. 653 ff.,
ophidocephalus (S.-Afr.), Oberthür, Etud. d'Entomol. 1878. p. 13,
Sangira (SangirJ.); derselbe, Trans. Ent. Soc. London 1879. p. 229,
PL VIII. Fig. 1.
Ornithoptera rußcolUs (Malacca); Butler, Trans. Linn. Soc.
Lond. 2. Ser. Zool. Vol I. p. 552.
Zum Schluss folgen hier einige Arten, deren systematische
Stellung mir unbekannt ist:
Caloschemia monilifera (Madagascar) ; Mabille, Bull. Soc. Zool.
France 1878.
Fiuerythrsi phastna (Texas); Harvey, Canad. Eutom. VJII. p. 5.
Jeronia zerenaria (Congo) ; Mabille, Bull. Soc. Zool. de France
1878. p. 93.
Pseudoblabes Snelleni (Ambaravv'a) ; Ritsema, Pet. Nouv.
Nr. 120. p. 479.
Semele argentinotella {Kentucky); Chambers, Canad. Ent. VIII.
p. 104.
Hymenoptera.
Ed. Andrö. Species des Hymcnopter es d'Eu-
rope et d'Algerie. Bauue, 1879. P. 1. Ist mir uicbt zu-
gänglich gewesen.
Von Thomson 's Opusc. Eutomol. enthält fasc. 8 auf
8. 732 ff. die Pimplidae; S. 778 ff. die Cynipidae.
In A. Fedtschenko's Piiteshestvie y Turkestan sind
die Chrysididen, Mutillideu und Crabroniden vonRadosz-
kovsky, die Formiciden von Mayr behandelt. P. 14.
im Gebiete der Artbropoden im Jahre 1879. 461
sect. IL Zoogeographicheskia Izledovania. Div. 5; eine
Uel)ersetzni]g von des letzteren Abliandliuig in deutscher
Sprache erschien in Tijdschr. v. Entom. XXIII. p. 17 ff.
(Diese Abhandlungen werde ich eitleren ^,a. a. 0.^^).
Rado szko vsky bespricht Les Chry sides et Sph6-
gides du Caucase; Hör. Entom. Ross. XV. p. 140 ff.
(67 A.)
S. C. Snelleu van Vollenhoven'sPinacographia
etc. ist fortgesetzt worden: Pt. 3. pp. 17— 24, Pls. XI-XV;
Pt. 4. pp. 25-32. Pls. XVI- XX; Pt. 5. pp. 33-39. Pls.
XXI— XXV, Pt. 6. pp. 40-48, Pls. XXVI— XXX; Pt. 7.
pp. 49-56, Pls. XXXI— XXXV; (Ichneumonidae, Braco-
nidae, Proctotrypidae).
Fr. Smith veröffentlicht Descriptions of new
Species of Hymenoptera in the collection of the British
Museum. London 1879. 8vo. p. 1—240.
Verzeichniss einer Sammlung stechender Hymenoptera
aus dem nordwestlichen Kansas; von W. H. Patton in
Bull. U. S. Geol. a. Geogr. Surv. Terr. V. p. 349 ff. 55
Arten mit Datumangabe; mehrere neu und eine neue
Gattung.
R. Service zählt The Aculeate Hymenoptera of
the District surrounding Dumfries auf; The Scottish
Natur. V. p. 63 ff (75 A.).
P. Camer on schreibt On some new or little
knownBritish Hymenoptera; Tr. Ent. Soc. Lond. 1879
p. 107 ff. (Hylotoma Stephens! Leach, Nematus nigrolineatus
Cam., Oujch'mWestw., Allotria Westw,, Phaenoglyphis Forst.,
Psichaera Forst., Hexacola Forst., Charips microcera Ilal.j
Megastigmus pictus Forst., Torymns azureus JBohem.).
F. F. Kohl verzeichnet die Raubwespen TiroFs
nach ihrer horizontalen und vertikalen Verbreitung, mit
einem Anhange biologischer und kritischer Notizen. Ferdi-
nandeum XXIV. p. 97 ff. (50 G., 229 A.).
A. Mocsary liefert Data nova ad FaunamHyme-
nopterologicam Hungariae meridionalis comitatus Teme-
siensis. (üjabb adatok Temesmegye hartyaröpü faunajahoz) ;
Mathem. '6s term. Közl. XVI. 1889. p. 1 ff. Dieselbeo
462 Bert kau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
enthalten im Wesentlichen eine Enume ratio syste-
matica Hymenopterorum in comit. Temesiensi
collectorum; jedoch sind nur die Bienen in einer nennens-
werthen Zahl vertreten. Die Diagnosen sind in lateinischer
Sprache, alle sonstigen Bemerkungen in ungarischer Sprache
abgefasst.
Desselben Data chracteristica ad faunam Hymeno-
pterologicam regionis Budapestinensis in ^^Budapest es
körny^ke orvosi 6s termeszet tudomanyi helyirata^^ (Topo-
graphia medicina et physica regionis Budapestinensis) ist
ein einfaches Verzeichniss von Namen.
F. Smith giebt ein Verzeichniss von auf den Sand-
wich-Inseln gesammelten Hymenopteren. Die Fauna hat
die meiste Aehnlichkeit mit Nordamerika, mit einer ge-
ringen Beimischung von Californischen, Mexikanischen und
Südamerikanischen Arten. Pheidole pusilla ist die ge-
meinste Art; daneben kommt Ponera contracta selten vor;
auch Apis mellifica ist vorhanden. Journ. Linn. Soc. Lond.
XIV. p. 674 ff.
E. H. Fitch. Hymenoptera bred from Cynips
Kollari Galls. The Entomologist XII p. 113 ff. Es wurden
30 Arten erhalten.
Ed. Brandt hat seine früheren Angaben über das
Nervensystem der Hymenopteren (d. Ber. 1879 p. 3 (347))
zu vergleichend anatomischen Untersuchungen er-
weitert und durch Illustrationen ergänzt; Hör. Soc. Ent.
ßoss. XV nebst Taf VII— X.
In dem Part V und VI seiner Observ. on Ants, Bees
and Wasps theilt Lubbock einige weitere Experimente
mit, die zur Bestätigung der früheren dienen und auf die
ich hier nicht näher eingehe; dagegen sind auch einige
angestellt, die interessante neue Eigenthümlichkeiten be-
weisen. So fand Lubbock, dass die Ameisen noch nach
Jahresfrist Angehörige ihres Stockes wieder erkennen und
unbehelligt lassen, während sie Fremde sofort vertreiben,
resp. tödten; die nach langer Trennung in ihren Stock ge-
setzten betragen sich ihrerseits so, als ob sie nie entfernt
gewesen wären; dass eine bestimmfe Fühlerbewcgung etc.
das Erkennungszeichen sei, ist nicht wahrscheinlich. Ex-
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 463
perimente zur Entscbeidung der Frage, ob die Ameisen
sieb durcb Laute verständigen können, ergaben (bei Lasius
flavus) ein negatives Resultat; allerdings muss zugegeben wer-
den, dass diese Versuche nicht gerade beweisend sind; die
Ameisen werden bei ihren Gängen mehr durch den Geruch als
durcb den Gesichtssinn geleitet. Von hohem Interesse ist die
Untersuchung, welche Farben die Ameisen am meisten
irritieren, die bekanntlich in ihren Stöcken die Dunkelheit
lieben. Es stellte sich bei verschiedentlich und mannig-
facb abgeänderten Versuchen mit farbigem Glase heraus,
dass für die Ameisen zunächst Roth, dann Gelb und Grün
der schwarzen Farbe am nächsten kommt, während das
Violett, das uns doch als dunkelste Farbe erscheint, fast
als Weiss behandelt wird; ihre Puppen brachten sie in-
dessen mehr unter Grün und Gelb, als unter Roth, aber
aucb diese nie unter Violett. — Die bisher durcb eine
vollständig durchgeführte Beobachtung noch nicht ent-
schiedene Frage, ob eine Königin allein einen neuen Stock
gründe, oder in ein altes Nest gebracht werde, oder mit
Hülfe von Arbeitern ein neues Nest anlege, beantwortet
Lubbock (für Myrmica ruginodis) im Sinne der ersten
Alternative. Das eierlegende $ fungierte hier also zugleich
als Amme, und es blieben die Arbeiterinnen 6 Wochen im
Ei-, 4 im Larven- und fast ebensoviel im Puppenstadium.
Von Form, cinerea, fusca; Lasius flavus und niger beob-
achtete Lubbock mehrere Fälle, dass Arbeiterinnen Eier
legten, aus denen sich cT entwickelten; in einem Falle
traten in einem weibchenlosen Neste von L. flavus, 2 Jahre
nach dem Einfangen, auch junge Arbeiterinnen auf, ohne
dass es wahrscheinlich war, dass die Arbeiterinnen Eier
oder Larven aus einem fremden Nest hätten nehmen können.
Die Lebensdauer ist bei einigen Arten sehr beträchtlich;
$ von Form, fusca erhielten sich von 1874 — 1878 (wo
Lubbock schrieb) lebend ; J derselben Art und von F.
sanguinea von 1875 an bis zu derselben Zeit. Journ. Linn.
Soc. Lond. XIV. p. 265 ff., 607 ff; vgl. d. Ber. 1878. p.
370 (152).
Tenthredinidae- Snellen van Vollenhoven schildert in dem
21. Stuk von „De inlandscheBladwespen" die Verwandlungsgeschichte
464 Bert kau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
von Seiandria fulvicornis, Poecilosoma pulveratum, Neniatus perspi-
cillaris, Dolerus haematodes; Tijdsclir. voor Entom. XXIII. p. 4. ff.
PI. 1 Fig. I— V, PI. 2 und 3.
A Catalogue of tlie British Teut hr edinida e, by P.
Cameron. Published by the Natural History Society of Glasgow.
8vo, 187a. — Führt 324 Arten als Britisch auf.
Die Larven von Emphytus patellatus Klg., calceatus Klg., und
Taxonus agilis Klg. fressen sich zum Winter in dürre Planzen-
stengel (Spiraea, Polygonum) ein, und liefern die Imagines im März
und April; v. Schlechten dal, Jahresber. Ver. f. Naturk. Zwickau,
1879. p. 21.
Macrocephus ulmariae Sclildl. = Phyllaeus Giraudi Perr.?;
derselbe ebenda p. 22 nebst weiteren Mittheilungen über Larven
und Puppen dieser Art.
Ly da ery t hrocephala-Eior ; beschrieben von Nördlinger,
Lebensweise der Forstinsekten p. 5G.
L. Provanclieri (Quebek) ; H u a r t , Le Natur. Canad. XI.
p. 144 ff.
Lophyrus virens Life history; May, The Eutomologist
1879. p. 4 ff.
Cladius ramicornis Bond. i. 2., Andre, Species des Hymeno-
pteres etc. p. 80.
Nematus anglicus (England); Cameron, Eut. M. Mag. XIII.
p. 173.
Kriechbaumer wiederholte die von S. v. Vollenhoven ge-
machte Beobachtung der Pallie^adenbauendou Larve von N. vallator,
die auch bei München vorkommt; E. Nachr. 1879. p. 17 ff.
Emphytus Tem esiensis {Temes); Mocsary, Termesz. Füzet III.
p. 115.
R.V.Stein beobachtete bei Dineura rufa Parthenogenesis;
E. Nachr. 1879. p. 293 ff.
Blennocampa Alchemillae (Schottland); Cameron, Proc. N. H.
Sog. Glasgow. III. p. 107.
Euura salicicöla nebst Lebensweise; Emily A.Smith, North
Amer. Entomol. Nr. 6. p. 41 ff.
Strongylogaster Sharpi (Schottland); C amer on, E, M. M. XVI.
p. 63 f., wo auch Str. filicis Klg. und subjectus Ev. ausführlich
wieder beschrieben sind,
AWanins FrivaldszJcgi (Orsova); Mocsary, Termesz. Füzct. III.
p. 118.
Tenthredo gracüenta (Ungarn); Mocsary, Termesz. Füzet. III.
p. 119.
Hylotoma Massajae (Mahal-Uonz); Gri])odo, Ann. Mus. Civ.
Genova XIV. p, 347, pgrenaica (Gavarnie); Andre, Spec. desHyme-
nopteres etc. p. 48.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 465
Schizocera vittata (Budapest); Mocsary, Termesz. Füzet. III.
p. 115.
Seh, axillaris Zadd. wird wegen der gleichnamigen Art Spinola's
aus Cayenne Seh. Zaddachii genannt; Andre, Spec. des Hymeno-
pteres etc. p. 52.
AthaMdi rufoscutellataip. 116, maatZaia (Ungarn), Pdveli (Brussa,)
p. 117, Mocsary, Termesz. Füzet. III, Vollenlioveni, Scioensis, fu-
mosa (Scioa); Gribodo, Ann. Mus. Civ. Genova XIV p. 346 f.
Ichneumonidae. Enumeratio Ichneumonidum, exhibens
species inAlpibus Tyroliae captas. I. Fam. Ichneumonides et
Alomyides. Ab Aug. Em. ilolmgren. Verh. Zool. Bot. Ges. Wien
XXVIII p. 167 fif. (41 A.)
Die 1 chneum onid en der Provinzen West- und Ost-
Preussen. Neu bearbeitet von C. G. A. Brischko. Schriften . . .
Danzig, N. F, IV. Bd. 3. H. p. 35 ff. Dieses neue Verzeichniss ist
namentlich durch die Angabe der Wirthe einer grossen Anzahl von
Arten, die am Schlüsse jeder Familie tabellarisch zusammengestellt
sind, besonders werthvoll ; in dem vorliegenden Hefte sind die Ich-
neumoniden und Tryphoniden behandelt.
Brischke bringt zugleich die I.Fortsetzung seiner Ichneu-
moniden der Provinzen West- und Ost-Preu ssen , die die
Pimplarien und Ophioniden behandelt. Gleich der früheren Aufzählung
ist auch diese durch Mittheilung der Wirthe der Schmarotzer werth-
voll. Schriften Naturf. Ges. Danzig. N. F. IV. Bd. 4. H. p. lOS ff.
Adnotationesad„IchneumonologiamSuecica m" auct.
A. E. Holmgren; Entomologisk Tidskrift I. p. 22 ff.
F. W. Woldstett. lieber eine Sammlung schlesischer Ichneu-
moniden. Bull. Ac. Imp. des Sciences St. Petersburg XXII. p. 390 ff.
Derselbe verzeichnet die bei St. Petersburg gefundenen
Arten; ebenda XXIII. p. 432 ff.
Ic hneumonini. Exei)hanes femoralis (Preussen, aus Puppe der
LeucaniaElymi) ; Brischke, Schrift. ...Danzig, N.F.Bd.IVH. 3 p. 36.
Tischbein macht Zusätze und Bemerkungen zu der
Uebersicht der europäischen Arten des Genus Ichneu-
mon; Stett. Ent. Zeit. 40 p., 20 ff. und beschreibt I. guttatus
(Dresden) p. 20 , percussor Tsclib. p. 21 , coernlescens (Thüringen)
p. 22, limhatus (Eutin, Birkenfe Id), brunnipes (Schweiz) p. 23, pice-
atus (Wien) p. 24 , intermixtus (Birkenfeld und Eutin), finitiimts
p. 25, examinator (Birkenfeld, Dresden) p. 25, affector (Ungarn) p.
27, alius (Fulda), flaviceps (Syra) p. 28, albiornatus (! Tirol) p. 29,
plädier (Ungarn) p. 32, albatus (Birkenfeld) p. 33, (an gen. Ambly-
teles?) infinitus (Wien) p. 30.
Ichneumon erythromelas (82*' 29' und 33' n. Br.) ; M'L a c h-
lan, Journ. Linn. Soc. XIV p. 106, Hellen (Tirol) p. 167,
paeginiarius p. 170, (gravipes Wesm. ^ p. 171), conjugalis p.
Archiv für Naturg. XXXXVI. Jahrg. 2. Bd. EE
466 Bert kau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
172, barhifrons p. 173, (intricator Wesm. (-^), nyssaeus p. 174 ,
facetus p. 175, variolosus p. 176, haematomerus p. 178; Ho Im-
gren, Yerh. Z. B. Ges. Wien XXVIII, Urticarum (Westgothl.)
p. 23, bistrigosus CSmoland, Lappl.) p. 25, nothus (Stockholm), na-
paeus (ibid.) p. 26, silvanus (ibid. und Smoland) p. 27, clitellarms
(durch Schweden verbreitet) p. 31; derselbe, Entomol. Tidskr. I.
Ichneumon bimemhris^ citatus, trizonatiis p. 8, vescus, pomilius
p. 9, lividulus p. 10 (Canada); Provancher, Natural. Canad. IX,
flaviger (Braunsberg) p. 42, gibbosus (Neustadt) p. 43, Eupitheciae
(aus E. digitaliata) p. 45, tibialis (Danzig) p. 46; Brischke, Schrift.
. . . Danzig. H. F. IV. Bd. 3. H.
Hoplismenus m^ar (Canada) ; Provancher, LeNatur. Canad.
1879 p. 9.
Ambly teles ^e^ncM5, ^^e^'ZwciMosw« (Canada); Provancher, LeNa-
tur. Canad. IX. p. 10, gracilis (Graudenz); Brischke, Schriften , . .
Danzig; N. F.I V. Bd. 3. H. p. 49, nigrifrons p. 179, excultus p. 180
(Tirol); Holmgren, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien XX VIII, aeqiiivocus
(Eutin) p. 34, rufoniger (Wien) p. 35, proximus (Ungarn) p. 37,
subfasciatus (Wien), interjectus (Tinos) p. 38, filatus (Krain) p. 39;
Tischbein, Stett. Ent. Zeit. 40.
Holmgren macht das bisher unbekannte ^ von Platymischus
bassicus Tischb. bekannt; Verh. Z. B. Ges. Wien. XXVIII. p. 181.
Platylabus Massajae (Scioa); Gribodo, Ann. Mus. Civ. Ge-
nova XIV p. 344.
Apaeleticus cletritus (Tirol); Holragren, Verh. Z, B. Ges.
Wien XXVIII p. 182.
Phaeogenes clypearis (Preussen, aus Puppen von Psyche viciella
und Eupithecia pimpinellaria) ; Brischke, Schriften . . . Danzig,
N. F. IV. Bd. 3. H. p. 57.
Cryptini- Exolytus productus (Preussen); Brischke, Schrift.
. . . Danzig, N. F., IV., 4. p. 179.
Phygadeuon inhabilis, segnis, crassipes p. 11, rotundiceps p. 12
(Canada); Provancher, Le Natur. Canad. IX, maturus, nmcronatiis
pallicoxus, robustuSy rufuhis (ihiä.) ] derselbe, ebenda 1879 p. 65 ff.,
BriscMii (Schlesien); Woldstedt^a. a. 0. XXII p. 397.
Xenodoconruficornisi^örs^. = Cryptus(0sprynchotus)seductoriu8
Fabr. und schmarotzt bei Peiopoeus spirifex und destillatorius, mit
denen er hinsichtlich der Färbung viel Aehnlichkeit zeigt. Moc-
sary, E. Nachr. 1879 p. 11.
Mesostenus collinus, sagax (Canada); Provancher, LeNatur.
Canad. 1879, Juniheft, nigerrimus, intrudens (Costa Rica); Smith,
Descriptions etc. p. 231 f.
CryT^tas ferrugineus, bicolor (Costa Rica); Smith, Descriptions
p. 231.
Paasch beobachtete ebenfalls das Hüpfen von Hymenopteren-
4
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 467
cocons, die einer Cryptus-art angehörten. Sitzber. Ges. Naturf.
Freunde. 1879 p. 81; vgl. d. Ber. 1872 p. 333 (113); die Mitthei-
lung Brischke's, der dieselbe Eigenschaft bei Cocons von Campo-
plex (Limiieria) unicinctus Gi'av. beschreibt (Danz. Schriften 1868.
G. p. 1 und Correspbl. zool.-min. Ver. Regensburg, XXII p. 157)
scheint übersehen worden zu sein (vgl. ob. p. 334 (112)).
Cryptus scutellatus, montivagus p. 12, Imitator, affahüis p. 13
(Canada); Provancher, Le Natur. Canad. IX, sericeiformis, circum-
cinctus, e1)urneifro7is, ßavipectus (ihiA.) ; derselbe ebenda 1879, Mai-
heft, avidus, scrutator (Schlesien); Woldstedt a, a. 0. XXII p. 398.
Nach Kriechbaumer sind unter Ischnocerus rusticus (Fourcr.)
Grav. 2 Arten vermengt, die er als I. filicornis und seticornis unter-
scheidet, indem er den Fourcr oy'schen Namen ganz fallen lässt,
da die demselben hinzugefügte Beschreibung nicht einmal die Fa-
milie , geschweige denn Gattung mit Sicherheit zu ermitteln ge-
stattet. Corrbl. zool.-mineral. Ver. Regensburg XXXIII p. 163 ff.
Hemiteles orhicularis (Canada); Provancher, Le Natur. Ca-
nad. 1879, Aprilheft.
Agrothereutes destitutus (?); Sn. van VoUenhoven, Pinaco-
graphia p. 58, PI. 37, Fig. 4.
üeber die Gattung Pezomachus Grav. Von G. Brischke,
Schriften . . . Danzig, N. F. IV. Bd. 2. H. Nr. 5 und 3. H. p. 201 ff.
Brischke constatierte durch die Zucht aus Psyche viciella die Zu-
sammengehörigkeit des Hemimachus albipennis Rtzb. ^^ mit Agro-
thereutes Ilopei Gr. $. Ferner erhielt er durch Zucht (meist aus
Spinnennestern , namentlich von Agroeca-arten, Microgaster-cocous
und Psychiden-säcken) die beiden Geschlechter (^ geflügelt) von
Pezomachus zonatus Frst., cirrsitans Gr. (^-^ = Hemimachus varia-
bilis Btzhg. ==liemite\es palpator Gr.), fasciatus {^ = Hem. f.), spe-
culator Frstr., {^ ungeflügelt) circumcioctus Frstr., hortensis Gr.,
niger (aus Gespinnsthäufchen des Microg. congestus); 3. H. p. 205;
beschreibt ferner P. testaceipes ^ (aus Microgaster- cocons von Bot.
verticalis), thoracicus ^ (aus Cionus Verbasci) p. 206, sowie einige
unbenaunte, vermuthlich neue Arten, von denen eine wahrscheinlich
einer neuen Gattung angehört.
Pimplini. Sn. van VoUenhoven macht einige neue
Arten von Pimplarien aus Ost-Indien bekannt; Stett. Ent.
Zeit. 40 p. 133 ff.
Troctocerus (n, g. Pimplin.) eZe^fans (Schlesien) ; Woldstedt
a. a. 0. XXII p. 396.
Rhyssa humida Say lebt in Xiphydria attenuata-Larven; W. H.
Patton, Canad. Ent. XL p. 14 f.
JR. fulva (Ins. Obi) p. 136, Bernsteinii (Salawatti, od.Waigeou)
p. 138, flaviceps (Aru) p. 139, Mülleri (Java) p. 140; Sn. v. VoUen-
hoven, Stett. Ent. Zeit. 40.
468 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Ephialtes discolor (aus Lindenstöcken mit Dasytes coerulea
und Exocentrus balteatus); Brischke, Schrift, naturf, Ges. Danz.
N. F. 4. Bd. 4. H. p, 110.
Pimpla caligata (Scheveningen); Sn. v. Yollenhoven, Pina-
cogr. p. 34, PI. XXI, Fig. 8, transversalis (Sumatra, Borneo, Timor)
p. 146, Zebra (Java), elegans (ibid.) p. 147, hasalis (Sumatra) p. 148,
Sagrae (Java) p. 149; derselbe, Stett. Ent. Zeit. 40, Maledlensis
(?). Antinorii {^c\o2i)] Gribodo, Ann. Mus. Civ. Genova XIV p.345,
laevigata, coxata, molesta p.229, lineata p. 230 (Costa Rica); Sm ith
Descriptions etc.
Glypta rM/?pes (Preussen); Bri schke, Schriften . . . Danz.; N. F.
IV, 4, p. 117.
Polysphincta Taschenbergi (Schlesien); Woldstedt a. a. 0.
XXII p. 396.
Lissonota rubricosa, maculata p. 119, rufipes, pleuralis p. 120,
basalis (aus Iladena suffuruncula und Tapinostola Elymi), nigra,
scabra p. 123, assimilis p. 124; Brischke, Schriften . . . Danzig,
N. F. IV. 4.
Phytodietus riißpictus (Danzig); Brischke, Schriften ....
Danzig, N. F. IV. 4. p. 120.
Xylonomus clavicornis (Triest); Kriechbaume r, Corrbl. zool.-
mineral. Ver. Regensb. XXXIII. p. 168.
Echthrus anmdatus (Preussen aus Sesia formicae- und spheci-
ormis); Brischke, Schriften . . . Danzig, N. F. IV. 4. p. 128.
Odontomerus canadensis (C); Provancher a. a. 0. p. 16.
Tryphonini. Bassus frontalis p. 113, suspiciosus p. 114
(Preussen); Brischke, Schriften . . . Danzig, N. F. IV. Bd. 3. H.
Exochus scitulus (Canada); Provancher, Le Naturalist. Ca-
nad. IX. p. 15.
Orthocentrus rufescens p. 108, lineatus p. 109, rufipes, fron-
talis, setiger p. 110, curvicaudatus p. 111 (Preussen); Brischke,
Schriften . . . Danzig, N. F. IV. Bd. 3. H.
Mesoleptus coxalis p. 65 , similis p. 66 , stigmaticus p. 67
(Preussen); Brischke, Schriften . . . Danzig, N. F. IV. Bd. 3. IL,
albopleuralis, flavicornis, rufulus, laetus (Canada); Provancher, Le
Natur. Canad. 1879. Septemberheft.
Catoglyptus scafter (Preussen); Brischke, Schriften ...Danzig
N. F. IV. Bd. 3. H. p. 68.
Euryproctus sinister (Preussen); Brischke, Schriften . . . ,
Danzig, N. F. IV. Bd. 3. H. p. 70, aberrans (Schlesien); Woldstödt
a. a. 0. XXII p. 400.
Perilissus longicornis p. 72, verticdlis (aus Fenusa Betulae) p. 73
abdominalis i¥. Rubi) p. 74 , bicolor (F. Betulae) , citreus p. 75
(Preussen); ßrisckke, Schriften . . . Danzig, N. F. IV. Bd. 3. IL,
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 469
Focrstei'i (Schlesien); Woldstedt a. a. 0. XXII p. 400, dissimilis
(St. Petersburg); derselbe ebenda XXIII. p. 458.
Mesolius «?i^e>ma^«s (Canada); Provaucher, Le Natur. Canad.
IX. p. 15, fissus (ibid.); derselbe ebenda 1879, Octoberlieft, arcto-
pliylax (Wide Bay, Spitzb.); T. A. Marshall, Ent. Mouthl. Mag.
XIII p. 241, macidatus , BriscJikei Hlmgr. i. 1. p. 79 , facialis
(Königsberg) p. 80, abbreviatus, latipes p. 81, picttis, cognatus
p. 83, elongatus p. 85, agilis p. 86, pectoralis p. 87, nigropalpis
(!) p. 88, analis, flavipcs p. 89, clypearis p. 90 (Preussen) ; Brischke,
Schriften . . . Danzig, N. F. IV. Bd. 3. II., äecipiens, inßdus p.401,
punctidatus p. 402 (Schlesien); Woldstett a. a. 0. XXII.
Trematopygus facialis , annidatus (Preussen); Brischke,
Schriften . . . Danzig, N. F. IV. Bd. 3. H. p. 91.
Tryphon incertus, nigrinus (Preussen); Brischke, Schriften
. . . Danzig, N. F. IV. Bd. 3. H. p. 93, gaspesianus, dorsalis, Her-
vieuxii, Dionnei (Canada); Provancher, Le Natur. Canad. 1879
Octoberheft.
Grypocentrus anomalus (aus Feuusa-larven in Eichenblättern),
dubius (Preussen) p. 94; Brischke, Schriften . . . Danzig, N. F.
IV. Bd. 3. H.
Polyblastus ruficomis p. 97, validicornis, aberrans, Selandriae
(letztere aus S. pubescens) p. 98, Holmgreni p. 99, grossus p. 100
palUpes p. 101 (Preussen); Brischke, Schriften . . . Danzig, N. F.
IV. Bd. 3. H., rixator (Schlesien); Wo 1 d s t e d t a. a. 0. XXII p. 399.
Errhomenus analis (Nematus-larven zwischen den Blatträndern
von Salix viminalis und aus Gallen von N. Valisnierii) p. 101, exa-
reolatus, fumatus (letztere aus Seiandria adumbrata) p. 102 (Preussen) ;
Brischke, Schriften . . . Danzig, N. F. IV. Bd. 3. H., Bedardi
(Canada); Provancher, Le Natur. Canad, 1879. Octoberheft.
Trichocalymma plebejum , punctatiim p. 456 , bipunctatum
p. 457 (St. Petersburg); Woldstedt a. a. 0. XXIIL
Cteniscus autiimnalis (Preussen; aus Nematus-larven auf Pinus
larix); Brischke, Schriften . . . Danzig, N. F. IV. Bd. 3. Heft,
p. 105.
Exyston variatus (Canada); Provancher, Le Natur. Canad.
IX. p. 15.
Opliionini. O^hiow Fteridis (München, aus Eriopus Pteridis);
Kriechbaumer, E. Nachr. 1879 p. 89; parvulus (ibid. aus Plaste-
nis retusa) p. 104 , minutus (Turin ; Rotterdam) p. 105 ; derselbe
ebenda.
Thyreodon morosus, principalis (Cache, Costa Rica); Smith.
Descr. etc. p. 230.
Anomalon thoraciciim , carinatum p. 136, flavitarsum p. 137
(Preussen); Brischke, Schriften . . . Danzig, N. F. IV. 4, nigrum
(Canada); Provancher, Le Natur. Canad. 1879, Juliheft;
470 Bert kau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Die Eier von Paniscus cephalotes werden aussen an die Haut
der Raupe von Harpyia viniila angeklebt (und die ausscblüpfenden
Maden saugen dieselbe auch nach ihrem Einspinnen von aussen her
aus?); Brischke, E. Nachr. 1879 p. 221 f.; dieselbe Beobach-
tung theilt Adler von einer an Acronycta tridens schmarotzenden
Paniscus-Art mit. Die am 18. October aus dem Ei schlüpfenden
Larven spannen sich bereits am 30. ein und lieferten im August das
vollkommene Insekt ; ebenda p. 265 f.
P. tarsatus (Preussen, aus Drepana falcula, unguicula; Eupi-
thecia absyntharia, exiguaria, laricaria, succenturiata und castigaria);
Brischke, Schriften . . . Danzig, N. F. IV, 4. p. 138.
Campoplex affinis p. 140, rufoniger (aus CucuUia sp.), lyetiölaris
(aus Chesias spartiaria und Cid iria rubidaria), brevicornis (aus Eup.
pimpinellaria, campanulata, iunotata u. s. w.) p. 141, tibialis (Fido-
nia cebraria), hicölor (Eupithecia sp.), sericeusip. 142, spinulosus, exscul-
ptusp. 143; Brischke, Schriften Danzig, N. F. IV, 4, puncti-
ventris (Schlesien); Woldstedt a. a. 0. XXII. p. 393, 7iiger, minor,
carinatus (Canada); Pro van eher, Le Natur. Canad. 1879 Juliheft.
Zachresta insignis (St. Petersburg); Woldstedt a. a. 0. XXIII.
p. 436.
Cymodusa flavipes, Elacliistae (aus einer in Phleum pratense
minierenden El.); Brischke, Schriften .. .Danzig, N.F. IV,4. p. 14 f.
Thymaris pulcliricornis ^. 145; Symplecis hasdlis p, 146; der-
selbe ebenda.
Pyracmon minulatum (! Canada); Provancher, Le Natur.
Canad. 1879 Augustheft.
Casinaria palUpes (Preussen); Brischke, Schriften . . . Danzig,
N. F., IV, 4. p. 148.
Limneria excavata (aus Tortrix sp.) p. 149, nitida p. 15C,
rugulosa, ovata, coxalis (aus Tortrix sp.) p. 151, tarsata (aus Mye-
iois cribrella), varians (Eulenraupe) p. 153, clausa, proeera p. 154,
ramidnla (aus Nematus Valisnierii; Retinia resinana), clypearis (aus
Syrphus-Puppen), gihha p. 155, thoracica, elongata p. 156, abhrcviata,
solitaria, depressa p. 157, timbrata, albicans, contracta p. 158, gibbiila,
cylindrica p. 159, percgrina, rostralis p. 160, prussica (aus Cimbex-
Larve), carbonaria, longicornis (Sesia formicaef. ?) p. 161, flavi-
cornis, occiiUa (Coleophora currucipennella) p. 162, cognata p. 164,
laticeps p. 167, agilis, signata p. 168, valida, abnormis, alicna p.
169, breviseta, erratica, cingulata p. 170. clypeata (aus Nematus
Valisnierii und Cryptocampus sp.), 'proterva p. 171, ensifera p. 172,
stigmatica, troMsicn^, p. 173; Brischke, Schriften .... Danzig,
N. F. IV, 4, robusta, spreta, (Schlesien); Woldstedt, a. a. 0.
XXII. p. 894.
CsLuidia, cingulata. umbrata (Preussen); Brischke, Schriften . . .
Danzig, N. F., IV, 4 p. 176.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 471
Dimophora robusta, similis, cogtmta ; derselbe ebenda und
p. 177.
Porizon horcalis (Canada) ;Provancher, Le Natur. Canad. IX.
p. 14, rvgosKS (ibid.); derselbe ebenda 1879 Septemberheft.
Banchus ferrugineiis (Canada); derselbe ebenda.
Thersilochus tripartüus, ensifcr, stramineipes (Nematus Valis-
uierii u. polypus) p. 194, hrevis, longulus, düatatus p. 195, rußventris
p. 196 und 3 weitere Arten aus Preussen; Brischke, Schriften...
Danzig-, N. F. IV. 4.
Die meisten Arten der Gattung Mesochorus sind Schmarotzer-
Schmarotzer; neue Arten sind: M. stigmaticus p. 183, palUdus (aus
Microgaster in Sm. populi und Amph. betularia und aus Rogas in
Porth. auriflua), brunneus (Microgaster in Eup. pimpinellaria) p. 184,
rufoniger (Leuc. Salicis), fiiscicornis p. 185, sulphuripes, petiolaris, pi-
ctus p. 186, ocellatus, femoralis p. 187, sericeus, gracüentus p. 188,
ritfipes, ruficornis, clavatus p. 189, gracilis (Microg. in Ocn. dispar),
dispar (Microg. in Harp. bifida, Sm. populi und Lophopt. camelina)
p. 190, pallipcs (aus Hyponomeuta variabilis), crassipes, albitarsis
p. 191, nigriceps, striatiis p. 192; Brischke, Schriften.... Danzig,
N. F., IV, 4, flaviceps (Canada); Pro van eher, Le Natur. Canad.
1879 Septemberheft.
Exetastes ri( f o- f emoratus {CaLUSida.); Provancher, Le Natur.
Canad. IX. p. 14, matricus (ibid.); derselbe ebenda 1879 Septem-
berheft.
Joppa hilaris, variolosa, pulchripennis p. 232, elegantüla, mo-
desta, maculosa p. 233 (Costa Rica); Smith, Descriptions etc.
Braconidae. Megischus Antinorii (Mahal-Uonz) ; G r i b o d o s
Ann. Mus. Civ. Genova XIV. p. 346.
Bracon Martinii (Mahal Uonz) ; G r i b o d o , Ann. Mus. Civ.
Genova XIV. p. 346, Zaey/s (Costa Rica); Smith, Descript. etc. p. 234.
Calyptus Magdalis (aus M. olyra) ; Cresson, Psysche,II.
p. 189.
Evaniadae. In den C. R. Eut. Belg. 1879 p. X. f. wird die
Frage erörtert, obTrigonalis nigra Westio. 24- oder 28-gliede-
rige Fühler habe.
Aulacus Galitae (Ins. G.); Gribodo, Ann. Mus. Civ. Genova
XIV. p. 339.
Procto trypidae. Proctotrypes crew^?a^MS (Connect.); Patton,
Canad. Ent. XI. p. 64.
Gonatopus contoi'ttdus (Connect.) ; P a 1 1 o n , Canad. Entom.
XI. p. 65.
G. Mayr zieht die Gattungen Telenomus und Phanurus Thoms.
zusammen und stellt die Gattung Telenomus zu den Scelioninen, da die
Unterschiede, die Thomson sowohl zwischen Telenomus und Phanurus,
als auch zwischen seinen Telenomini und Scelionini angegeben hatte
472 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
nicht vorhanden oder wenigstens schwankend sind. Als neu sind be-
schrieben T. cultratus (Wien in Pentatoma-eiern), tumidiis (Nieder-
österreich) p. 703, Simoni (Wien) p. 705, Pentoplierae (in Eiern von P.
morio), Heydeni ('?)p. 706, Wullschlegeli (Eier von Bombyx lanestris und
castrensis), Harpyiae (H. vinula), Bomhycis (Eier vonB.rubi) p. 711, um-
hripennis (aus Eiern eines Spinners), Hofmanni (aus Eiern von Lita
psilella ?) p. 712, gracüis (Bombyx Rubi), Kolbei (?), Tabani (Taba-
nus-Eier), p. 713 coccivorus (Triest in einem auf Quercus lebenden
Coccus); Verh. Zool. Bot. Ges. Wien (1879) XXIX.
Diapria coccophaga (Neu Seeland, in Ctenochiton perforatus
MasJcell schmarotzend); Maskeil, Trans. New Zeal. Inst. XI. p. 228
PI. IX, Fig. 1—5.
Chalcididae« C. G. Thomson. Hymenoptera Scandina-
viae. T. V. Pteromalus (Svederus). Continuatio. Lund. 1878-
307 S. mit 1 Tfl. Aus dem reichen Inhalt dieses Bandes werde ich
nur die neuen Gattungen namhaft machen: Platygerrhus (subtrib.
Cleonym.) p. 13, Fliotismus (desgl.) p. 15, Colotrechnus (subtr. nov,
Colotrechn.) x>. 46, Dimachus (subtr. Pteromal.) p. 50 (mit den
Untergattungen Caenocrepis, Dimachus s. str.. Hemitrichus, Habritys,
Dinarmus, Picroscytus), Homoporus (subg. n. von Merisus) p, 6Q,
Miotropis (trib. Elachistin.) p. 197, Teleogmus (trib. Euloph.) p. 212,
Sympieziis (desgl.) p. 217, Cratotechus (desgl.) p. 219, Microlycns
(desgl.) p. 223, Necremnus (desgl.) p. 234, Diglyphis (desgl.) p. 235,
Solenotus (desgl.) p. 237, Pleurotropis (trib. Entedoniu.) p. 239 u. 248.
Leucaspis ^amcai*dla (Ungarn); Mocsäry, Termesz. Füzet. III.
p. 119.
Diomorus Zabriskii (New-York, aus Nestern von Crabro stir-
picola); Cresson, Psyche, II. p. 189.
Syntomaspis druparum JBoli. aus Weissdornfrüchten er-
zogen ;Schlechtendal, Jahresber. Ver. f. Naturk. Zwickau (1879) p. 25.
G. Mayr handelt über die Gattung Eurytoma, deren meiste
Arten Parasiten pflanzenfressender Larven von Hymenopteren, Cole-
opteren und Dipteren sind; nur wenige sind Schmarotzer-Schma-
rotzer. Durch Zucht erhielt Mayr folgende neue Arten : E. Waehtli
(aus Magdalis rufa Germ.), dentata (aus Diplosis Loti Deg.) p. 308,
Laserpitii (wahrscheinlich aus Lasioptera caropbila F. Löiv), robusta
(aus Urophora Cardui L.) p. 309, Diastrophi (D. Rubi Hart, und
Mayri Reinh.) p. 311, tristis {aus Urophora Cardui L.) p. 312, Ctir-
culionum (aus Cleonus Campanulae und Gymnetron asellus) p. 314,
fmncoma (aus Ilylurgus minor etc.) p. 321, JVo&&a (Cecidomyia sali-
ciperda) p. 325, saliciperdae (desgl.) p. 326, Phanacis (aus Phanacis
Centaureae Forst.) p, 327, setigera (aus Cynipidengallen) p. 330,
Ononis (aus Apion Ononidis) p. 331, jaceae (aus Aulax jaceae) p. 332;
E, Rosae Nees erhielt Mayr aus 56 verschiedenen Cynipidengallen ;
Verh. Zool. Bot. Ges. Wien XXVIII. p. 297 ff.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 473
Aphelinus aspidioticola (aus den Eiern von Aspidiotus citri-
cola); Ashmead, Cauad. Ent. XI. p. 159.
Eulophus mulierosiis (18 auf einem Eichonblatt liegende Pup-
pen lieferten 17'^, 1 f^); Karsch, 7. Jahresber. Westf. Provinz.-
Ver. pro 1878. p. 31 ff.
Cirrospilus esurus (Amerika, aus Aletia argillacea); Riley,
Cauad. Ent. XI. p. 162.
Trichogramma pretiosa (aus Eiern der Aletia argillacea) ;
Riley, Canad. Ent. XI. p. 161.
Cynipidae. Onychia nigripes (Norwich); Cameron, Tr. Ent.
Soc. Lond. 1879 p. 112.
AWoiviB, pleuralis (Clyde, near Newton); Cameron, Tr. Ent.
Soc. Lond. 1879. p. 113.
Psichacra Ddlei (Dorsetshire); Cameron, Tr. Ent. Soc. Lond.
1879. p. 115.
Ghrysididae. Abeille dePerrin hat eine Synopsis criti-
que et synonymique des Chrysides de France zusammen-
gestellt; Ann. Soc. Linn. Lyon und separat, 8 vo, S. 1^ — 112 mit 2
Tafeln. Auf eine Einleitung, in der die Merkmale, Lebensweise, Er-
scheinungszeit u. s. w. dieser Familie mitgetheilt werden, folgt eine
analytische Tabelle zum Bestimmen der (9) Gattungen und Arten
Frankreichs. Folgende sind neu aufgestellt: Homalus sculpticollis
(Marseille und Lamaion, in Rubusstengeln) p. 21 , appendicinns
(Ukraine) p. 22, (auratus var.) trianguUfer', Holopyga caudata (Bone)
p. 28, deflexa (Biskra) p. 29, miranda (Corsica, Escorial) p. 30,
hifrons [Bone] ^.^l', (die Gattung zerfällt in die drei Untergattungen
Holopyga s. str. (les 4 dents des crochets fortes, egalement espacees,
de longueur croissante), Pseudohedychrum (les quatre dents des cro-
chets inegales, les deux premieres tuberculiformes, les deux dernieres
terminales et aigues), Philo ci ei es, (trois dents terminales); Hedgchri-
dium (n. g. Hedychro affine, differt ungiüculo tarsorum dentato, für
anale, incrassatum, ahenum, flavipesetc.und) gratwsum{Tou\ou9G)i[>.37 ;
Chrysis (sect. Zonatae) bidentata L. var sicula und var. feneMrata^. 51,
gemma (bei Odynerus Reaumurii, Italien) p. 52, cyanopyga var.
dominiila (Toulon) p. 54, (sect. Bicolores) Mulsanü (Provence, Mont-
pellier, bei Osmia aurulenta) p. 57, mendax (Lambessa) p. 59, pustu-
losa (Marseille; Aegypten) p. 60, sinuosiventris (Ponteba) p. 62,
hgdropica (Marseille) p. 65, adulterina (Gavarnie, Genua) p. 69
insoluta (Madrid) p. 70, uncifer (Lorgues) p. 72, ignita var. riitili-
ventris, var. longida p. 74, (sect. Auratae) purpureifrons (Marseille)
p. 78, caeriileiventris (Alpen ?) p. 79, angustifrons (Marseille) p. 81,
aureicolUs (Madrid) p. 82, phryne (Lorgues) p. 84, fugax (ibid.)
p. 86, spinifer (ibid., Marseille und Montpelher) p. 88, goliath (Spa-
nien) p. 89, varidens (Montpellier, Lorgues) p. 91, bicolor var. Gri-
hodoi p. 93, aurotecta (Corsika, Sardinien) p. 103. — Holopyga sma-
474 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
ragdina Tournier (d. Ber. 1879 p. 20 (364)) = chloroidea JDalüh.
Ausserdem ist die Synonymie der nicht gedeuteten Förster 'scheu
und Fo urcroy 'sehen Arten gegeben.
Ein Anonymus glaubt einige Irrthümer von Abeille de
Perrin berichtigen zu müssen; Le Naturaliste 1879 p. 92; der Autor
repliciert hierauf p, 107; Duplik p. 138.
Polyodontus (n. g. prope Stilbum) Stschurovsky (!) p. 25
PL III. Fig. 2; Brugmoia (n. g. Euchroeo Sifüne) pellucida (Kizilkum)
p. 26 PI. II. Fig. 12; Radoszkovsky a. a. 0.
Cleptes Morawitzi (Samarcand) ; Radoszkovsky a. a. 0.
p. 1. PI. 111. Fig. 3; aliena (Wyoming); Patton, Canad. Ent. XL
p. 66; semicyanea (Sarepta); Tournier, Ann. Ent. Belg. XXII. p. 88.
Homalus triangulifer (St. Baume); E. A. d e Perrin, Feuill.
j. Nat. VII. p. 65; vgl. oben; curtiventris (Sarepta); Tournier,
Ann. Ent. Belg. XXII. p. 88.
Pyria Drewseni (Australien) p. 325, simillima (Ostafrika) p.
326; Gribodo, Ann. Mus. Civ. Genova XIV.
Notoxus marginalis (Connectic); Patton, Canad. Ent, XL p.
66; rufitarsis (Sarepta) p. 90, biimrtitus (Peney) p. 91; Tournier.
Ann. Ent. Belg. XXII.
Holopyga similis p. 120, belUpes p. 121 (Ungarn); Mocsäry,
Termesz. Füzet. III, Bogdanovi (Sarafschan) ; Radoszkovsky a. a.
0. p. 5. PI. I. Fig. 1.
Hedychrum Erschooi (\) ^. Q. I. 2, SolsTcy -p. 7. III. 1; Radosz-
kovsky a. a. 0.; sculpturatum, longicolle (Südfrankreich); E. A. de
Perrin, Feuill. j. Nat. VII. p. 65, Cirtanum (Algier); Gribodo,
Ann. Mus. Civ. Genova XIV. p. 338.
Spintharis pcdlipes (Sarepta); Tournier, Ann. Ent. Belg.
XXII. p. 99.
Chrysis lais (Var), Gribodoi, virgo (La Penne) p. 66, dominiüa
(Toulon), Chevrieri (Schweiz) p. 67, igniventris (La Penne), cerastes
(ibid. u. Lorgues) p. 68; E. A. de Perrin, Feuill. j. Nat. VII,
vagans PI. I. Fig. 3 p. 11, Fcdtschenkol 5. p. 12, maracandicus 8 p.
14, dentipes 9 p. 15, speciosa PI. IL Fig. l.p. 17, JcoJcandica 2 p. 18'
superha p. 20, Kessleri 6 p. 21, UUanini 8 p. 22, sahulosa 11 p. 24
(Turkestau) ; Radoszkovsky a. a. 0.; verticalis (Connect.), Martia
(Canada); Patton, Canad. Ent. XL p. 67; (Gonochrysis) Gogorzae
(Nava-Cerrada) ; Lichtenstein, Bull. Ent. Fr. 1879 p. CLXV;
lativentris p. 91, similaris p. 92, aimeipes (Peney) p. 94, superha p.
9b,brevidens p. 96; Tournier, Ann. Ent. Belg. XXII.; (Tetrachrysis)
placida (Ungarn); Mocsary, Term. Füzet. III. p. 122, Smithii
(Ostafrika) p. 325, anceps (Brasil.) p. 327, cognata (Amer. ?) p. 328,
texana (T.) p. 329, imperforata (Cayenue) p. 330, opaca (Ostafrika)
p. 331, Äbeillei (Syrien) p. 332, Frey- Gessneri (Texas) p. 333'
longirostris (Bras.) p. 334, Ghilianii (Natal), ItadoszliOVskyi{P^viQivdl.)
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 475
p. 335, resecta (Mariposa), Californica (C.) p. 336, priina (Algier)
p. 337, Scioensis (Scioa) p. 344; Gribodo, Ami. Mus. Civic. Genov.
XIV; patriarchalis (Etschmiadzin) p. 142, pulchra (?) p. 143, analis
Spin. var. Perrisi, var. rifbescens, var. mccrta; undiüata p. 145, api-
calis, Erivanensis p. 14G; Radoszkovsky, Ilor. Ent. Ross. XV.
Chrysis fulgida imd ignita schmarotzen bei Symmorphus
crassicornis ; Ch. austriaca beiOsmia anthocopoides Sclhclc. (=^caemen-
taria Garst, = adunca P^. var.); Mocsäry E. Nachr. 1879 p. 92.
Chrysogoua tarsata (Syracus); Tournier, Ann. Ent. Belg.
XXII. p. 98.
Parnopes carnea Rossi var. unicölor ; Gribodo, Ann. Mus.
Civ. Geuova XIV. p. 338.
Crabronidae. Maindron beschreibt die Brutzellen einiger
Sphegiden des Indischen Archipels und Neu-Guineas; Ann. Ent. Fr.
1879 p. 173 ff. PI. 5. Macromeris splendida Lep. legt ihre Zellen,
zu 2 — 3 vereinigt, in der rissigen Rinde der Bäume an. Sie sind
von kleinen Pflauzentheilchen gebildet , die durch einen im Wasser
unlöslichen Kitt zusammen geleimt sind. Als Nahrung wird eine
grosse Spinne, vermuthlich ein Phyllodromus (? — Philodromus ?)
eingetragen, und zwar in jede Zelle nur ein Exemplar. Eine Lar-
rada modesta hatte einen aus Erde aufgeführten, aus 4 Zellen be-
stehenden Bau zwischen den Brettern eines P'ensterladens angelegt
und in jede Zelle 7 — 8 kleinere Spinnen eingetragen. In den ver-
schiedenen Zellen waren die Einwohner auf sehr verschiedenen
Stadien der Entwicklung. Tachytes morosus legt seine, denen des
Pelopoeus ähnlichen, aber viel kleineren Erdbauten längs Mauern
an. Pison nitidus wurde aus kleinen an einer Mauer angebrachten
Erdnestern erzogen, die mit 20 kleinen Attiden verproviantiert
waren. Maindron vermuthet aber in Pison nicht den Verfertiger,
sondern einen Parasiten dieser Nester.
Buller beschreibt die Brutzellen und die Lebensweise einer
Raubwespe, die er den Pompiliden zuzählt, die aber wahrschein-
licher in die Nähe von Pelopoeus gehört ; Proc, New Zeal. Inst,
IX. p. 343. ff. PL III.
W. H. Patton giebt in dem Bull. U. S. Geol. a. Geogr. Surv.
Terr. V. p. 341. ff. eine Monographie der Amerikanischen Bembeci-
dae, Tribus Stizini. Es sind 15 Arten: Sphecius speciosus (Drur.),
nevadensis Cress. , Hogardii Latr., spectabilis (Taschbg.), nigri-
cornis (Duf.); Bembecinus tridens (F.); Stizus brevipennis Walsh,
texanus Cresson , unicinctus Say , Servillii (Lep.) , moneduloides
(Smith), cinguiatiis, dubius, agilis (Smith), bicinctus (Taschbg.). Auf
St. brevipennis Walsh wird Megastizus n. g., auf St. nigricoruis
Duf. Sphecienus n. g. gegründet.
Derselbe errichtet ebenda p. 364 für Bembex monodonta
Say die n. G. Mici'obembex.
476 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Crahronini. 0 xyhelo'i de s (n. g.) fasciatus (Turkesidin); Ra-
doszkovsky a. a. 0. p. 68. PI. VIII. Fig. 3.
Oxybelus FedtschenTcoi PI. VIII. Fig. 7, Sarafschani 8 p. 69,
parvulus 6, elongatus 5 p. 70, maracandicus, Kizühumii (!) 12 p, 71,
Sölskii 3, eburneus 4 p. 72, canaliculatus 11, albo-pictiis p. 73(Turke-
stau); Radoszkovsky a. a. 0., elegans p. 138, meridionalis p. 140
(Ungarn); Mocsary, Termesz. Füzet. III.
0. uniglumis und bipunctatus tragen Homalomyia in-
cisurata und scalaris ein; Kohl, Ferdinandeum XXIV. p. 221.
Crabro UropJiori p. 78, fdiformis, PL VIII. Fig. 14, Ulianini
1 3 p. 79 (Turkestan) ; R a d o s z k o v s k y a. a. 0., affinis (Kauai), mandihu-
laris (Maui) p. 677, denticornis (ibid.) p. 678 ; S m ith , Journ. Linn. Soc.
Lond. XIV; higeminus (Comiect.) Patton, Canad. Ent. XI. p. 213,
Kriechhaumeri (Bozen) p. 395, J5^(feanens^s (ibid.) p. 397 ; Kohl, Verh,
Zool. Bot. Ges. Wien XXIX.; (Crossocerus) melanogaster (Gries) p. 215,
Heydeni (ibid.; Bozen) p. 216; derselbe, Ferdinandeum XXIV.
Cr. (Clytochrysus) sexcinctus trägt Syrphys pyrastri, (Cros-
socerus) subterraneus Sciaphila argentea Imago, Thyreopus
peltarius Pollenia rudis, anxius Tachysta arrogans, (liindenius)
Panzer i Carphotricha guttularis ein; derselbe ebenda p. 212 ff.
Blepharopus uniciis (Counect.); Patton , Canad. Ent. XI. p. 214.
Femphfedonini. Stigmus minutissimus (Turkestan); R a-
doszkovsky a. a. 0. p. 65.
Passaloecus parvwZws (Turkestan) ; Radoszkovskya. a. O.p. 65.
Pliila n tli ini. Eucerceris imicornis (Kansas) ; P a 1 1 o n , U. S.
Geol. a. Geogr. Surv. Terr. V. p. 359.
Cerceris acuta PI. VII. Fig. 6, sirdariensis 13 p. 54, octo-
notata, rufonodis (!) p. 56, maracandica 9, maculata VIII. 2, Frey-
muthi VII. 8. p. 57, mixta, quadripunctata 12. p. 58, pallido-picta
11, SolsJcii 1^. 59, Saussurii 7 p. 60, vagans p. 61 (Turkestan); Ra-
doszkovsky a. a. 0.; penicillata p. 130, crihrata p.l31 (Ungarn);
Mocsary, Termesz. Füzet. III, liortivaga (Lewico) ; Kohl, Ferdinan-
deum XXIV. p. 223 (trägt Hylaeus-Arten ein).
C. bupresticida trägt folgende Buprestiden ein: Poecil. festiva^
Ancyl. 8- guttata, punctata, Chrys. affinis, Cor. bifasciatus, undatus, rubi,
Agril. biguttatus, Ptos. 0-maculata, Melanoph. cyanea, Anth. 4- pun-
ctata, Acm. taeniata, sexpustulata; C. arenaria Curculioniden, na-
mentlich Brachyd. incanus; Kohl, Ferdinandeum XXIV. p. 226.
Philanthus Jcolcandicus p. 52, Kizilkumii (!) p. 53. PI. VII. Fig.
5; Radoszkovsky a. a. 0.; inversus (Kansas); Patton, Bull. U.
S. Geol. a. Geogr. Surv. Terr. V. p. 355.
Bembecini. Bembex düatata PI. V. Fig. 12, bicolor Fig. 15
p. 47, femoralis VI. 4, Sarafschani (!) V. 13 p. 48, lutescens VI. 2,
eburnea V. 14. p. 49, pallida VI. 1, bipunctata 3. p. 50 (Turkestan);
Radoszkovsky a. a. 0.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 477
Nyssonini. Olgia (n. g.) modesta (Kisil-kum, Sarafschan)
p. 33. V. 2; Alysou maracandensis IV. 16. p. 34; Stizus Fedtschen-
koi IV. 12, rufiventris V. 11, lutescens 12, p. 36, Eversmanni, Kizll-
Jcumii (!) 1. p. 37, Ulianini IV. 14. p. 38, unifasciatus V. 3. p. 39;
Hoplisus rufo-nodis V. 5. p. 41, luxuriosus 4. p. 42; Kaufmannia
(n. g.) maracandica V. 10. p. 43 ; Nysson grandissimus V. 9, argen-
teo-fasciatus 7. p. 44, castaneiis 8, hicertus 6 p. 45; Enthomoseri-
cus (!) Kaufmani (!) VII. 4. p. 46 (Turkestaii); Kadoszkovsky
a, a. 0.
Nysson aeg[ualis (Massach.); Patton, Canad. Ent. XI. p. 212,
Chevrieri (Bozen); Kohl, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien XXIX, p. 399.
Hoplisus graciUs (Connect.); Patton, Canad. Ent. XI. p. 210;
anceps p. 133, nigrifacies p. 134, minutus (Ungarn), Ottomanus
(Kleinas.) p. 136; Mocsary, Termesz. Füzet. III, laevigatus {Bozen) \
Kohl, Ferdinandeum XXIV. p. 229.
Harpactes tumidus trägt „grössere Cicadinen" ein; Kohl,
Ferdinandeum XXIV. p. 231.
Alyson /es^^'ywm (Ungarn); Mocsary, Termesz. Füzet. III. p. 129.
Larrini. Astata maculata PI. IV. Fig. 9, frontalis p. 31,
quadri-pimctata Fig. 8. p. 32 (Turkestan); Kadoszkovsky a. a. 0.
Dryudella modesta, lineata (Ungarn); Mocsary, Termesz.
Füzet. III. p. 127, 128.
Gastrosericus maracandiciis (Samarcand); Kadoszkovsky a.
a. 0. p. 23 PI. IV. Fig. 3.
Pison iridipennis ^ (Honolulu), hospes > $ (Sandw. I.) ;
Smith, Journ. Linn. Soc. Lond. XIV. p. 676.
Larra divisa (Kansas); Patton, Bull. U. S. Geol. a. Geogr.
Surv. Terr. V. p. 369.
Tachytes vaga p. 25, PL IV. Fig. 5, maracandica Fig. 7, Kisil-
Jcumii (!) Fig. 6. p. 26, incerta p. 28, mieans p. 29 Fig. 4, fugax p.
30 (Turkestan); Kadoszkovsky a. a. 0.; caelehs {Kansas)] Patton,
Bull. U. S. Geol. a. Geogr. Surv. Terr. V. p. 355; strigosus {Ungarn);
Mocsary, Termesz. Füzet. III. p. 126, psammobia (Bozen); Kohl,
Ferdinandeum XXIV. p. 235.
T. (rufipes iJ. JL^c7J. =) spoliata Gir. trägt Locustiden-, obso-
let a Stenobothr. rufipes-, pectinipes St. variabilis-, acrobates
Hemipteren-Larven ein; Kohl, Ferdinandeum XXIV. p. 233.
Mellinus arvensis besucht frischen Koth und raubt die
dort sich einfindenden Fliegen für seine Brut (Musca corvina, My-
ospila meditabunda, Pollenia rudis, Lucilia cornicina, Dasyphora
pratorum); Kohl, Ferdinandeum XXIV. p. 231.
Sphegini. Sphex Stschurovskii PI. IV. Fig. 1. p. 7, sirdari-
ensis^ conica p. 9 (Turkestan); Kadoszkovsky a. a. 0., Scioensis
(Scioa); Gribodo, Ann. Mus. Civ. Genova XIV. p. 343.
Sph. maxillosus überwältigt Locustiden-Larven von ihrer
478 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
eigenen Grösse und schleppt sie in seinen Brutraum (Thamnotrizon
siriolatus und dorsatus); Kohl, Ferdinandeum XXIV. p. 236.
Chlorion (Ampulex) compressum F. trägt wahrscheinlich Blatta-
arten (Bl, americana) für ihre Brut ein; die Art ist auch in Neu-
Caledonien einheimisch; Lucas, Bull. Ent. Fr. 1879 p. CLIX«
Chlorion aerarium (Connecticut); Patton, Canad. Entom. XL
p. 133, funereum (Mahal Uonz); Gribodo, Ann. Mus. Civ. Genova
XJV. p. 343.
Dynatus (sub Podion) maracandims (m) (Samarkand); Radosz-
kovsky a. a. 0. p. 7. PI. IV. Fig. 2; über die Gattung s. Gribodo
in den Ann. Mus. Civ. Genova XIV. p. 341.
Ammophila Baetliica (Bozen); Kohl, Verh. Zool. Bot. Ges.
Wien XXIX p. 400.
Pompilidae. Aporus testaceus, ater (Tschardara) ; Eadosz-
kovsky, Fedtschenko's Turk. p. 11. T. VL Fig. 5.
Salius niger, micans p. 12. PL VI. Fig. 7, albo-notatus p. 13,
Fig. 6 (Kisil-kum); Radoszkovsky, Fedtschenko^s Turkestan.
Ceropales Sölskii Fig. 8, Bogdanovii Fig. 9 p. 13, nigra Fig.
10. p. 14 (Turkestan); Radoszkovsky a. a. 0. PI. VI; hrevicornis
(Kansas); Patton, Bull. U. S. Geol. Surv. Terr. V. p. 368 ; 2:)ygmaeus
(Bozen); Kohl, a. a. 0. p. 402.
Pompilus argenteo-fulvus (script.-vo) p. 15 P'ig. 13, testaceus
vagans p. 16, niger, macidatus p. 18, aJbo-fasciatus, rufiventris Fig.,
14, Kizilkumi p. 19 (Turkestan); Radoszkovsky a. a. 0. PI. VI,
iclmeumoniformis p. 351, Willistoni p. 352 (Kansas); Patton, Bull.
U. S. Geol. & Geogr. Surv. Terr. V; subserricornis {Bozen; vielleicht
einer anderen Gattung angehörend); Kohl, a. a. 0. p. 401, luctuo-
sus p. 124, laesus, lateritius p. 125 (Ungarn); Mocsäry, Termesz.
Füzet. III.
Smith beschreibt in seineu Descriptions etc. p. 140 — 156 51
neue Pompilus-Arten.
P. trivialis trägt für seine Brut Drassus pubescens, chaly-
beatus Lycosamonticola; Pogonius intermedi us Xyst. lanio ein;
Kohl, Ferdinandeum XXIV. p. 238.
Pepsis soUtarius, optinms (Costa Rica); Smith, Descriptions
etc. p. 156 f.
Priocnemis Sarafschani (!) PI. VII Fig. 3, Moravitzy (!) Fig. 1
(Sarafschan) ; Radoszkovsky a.a.O., laevis (Costa Rica) ; Smith,
Descriptions etc. p. 157.
Pr. affin is macht an Mauern auf Amaurobius claustrarius und
jugorum Jagd für seine Brut; Kohl, Ferdinandeum XXIV. p. 238.
Cyphonyx Ahyssinica (Mahal Uonz); Gribodo, Ann. Mus. Civ.
Genova XIV. p. 343.
A-genidi. per Sonata (Scioa); Gribodo, Ann. Mus. Civ. Genova
XIV. p. 344.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 479
Ag. punctum und albifrons füttern ihre Brut mit Spinnen,
denen die erstere die Beine abbeisst (Clubiona trivialis und brevi-
pes ; Auyph. accentnata); erstere frisst auch selbst Spinnen: Kohl,
f'erdinandeum XXIV. p. 237.
Thynnidae. Smith beschreibt in seinen Descriptions etc. p.
158 — 173 43 neue Arten der Gattung Thynnus.
Aelurus antliracinus (Queensl.); derselbe ebenda p. 174.
Antliobüsca errans (Zulul.; Natal), antennata (Brasil.) p. 174,
actliiops (Champion Bay) p. 175; derselbe ebenda,
Rhagigaster aethiops (Adelaide), fuscipennis (Queensl.) p. 175,
rugosus (Adelaide), laevigatus (Nordwestaust.) p. 176, clypeatus
(Austr.) p. 177; derselbe ebenda.
Elaphroptera carbonaria (Rio); derselbe ebenda p. 177.
Scoliadae. Scolia (Discolia) Erivanensis (Kurguluchay) p. 153,
caucasica p. 154; Radoszkovsky, Hör. Ent. Ross.XV, alboßmbriata
(Costa Rica); Smith, Descriptions etc. p. 189.
Pseudoscolia ferruginea ^; Radoszkovsky, Hör. Ent. Ross.
XV. p. 154.
Dimorphoptera cognata (Swan River), laevifrons (Südaustr.);
Smith, Descr. p. 188.
Tiphia fulmpennis (Albanien), consueta (Ceylon), natdlensis (N.)
p. 184, rugosa (Zulul.), penetratrix (Sierra Leone), soUtaria, parallela
p. 185, salutatrix, campanula (Ega) p. 186 , oblonga (Columbien)
clypeata, subspinosa (Mexico) p. 187, intricata (Süd-Mexico) p. 188;
Smith, Descriptions etc.
Myzine ruficornis (Sicilien), nigrifrons (ibid.), torrida (Sene-
gambien) p. 178, insularis (Madag.), combusta (?), pallida (Indien),
Orientalis (Beladschistau) p. 179, simillima, jucunda (S.Paulo) p, 180,
cdbomaculata (Parä), iridipennis (Ega) p. 181, confusa (ibid.), agilis
(Nicaragua), bicincta (Brasil.) p. 182, fallax (Mexico), flavicornis
(Chili) p. 183; Smith, Descriptions etc.
Sapygidae. Sapyga caucasica (Eriwan); Radoszkovsky, Hör.
Ent. Ross.XV. p. 156.
Mutillidae. Mutilla incerta p. 38, PI. III Fig. 7, Fedtschenkoi
8. p. 39, anceps 9. p. 40, Sarafschani (1) 11 u. 12 p. 41 (Turkestan);
Radoszkovsky a.a.O., binotata,caeca (Kaukasus)) derselbe. Hör.
Ent. Ross. XV. p. 150.
Smith beschreibt 116 neue Mutilla-arten ; Descriptions etc.
p. 189—227.
Apterogyna Mlolwseoitzii (Kaukasus; = globularia var. vom
Cap?); Radoszkovsky, H.E. Ross. XV. p. 151, ci7ii^es (Algier), vorax
(ibid.) p. 65, curla (Alger) p. 66; Marseul, Nouv. et Faits 1878
Nr. 16 et 17; vgl. d. Ber. 1878 p. 470 (252).
Methoca nigriceps (Brasil.?), constricta (Ega); Smith, Descr.
etc. p. 228.
480 Bert kau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Formicidae. Catalogue des Formicides d'Europe par
Einery . . . et . . . Forel; Mitth. Schweiz, entom. Gesellsch. V
p. 441 ff. Enthält gesondert die in Europa einheimischen und die
eingeschleppten Arten mit ihren Synonymen, Rassen, geographischen
Verbreitung. Hinzugefügt ist ein Verzeichniss der wichtigsten die
Ameisen behandelnden Werke und Abhandlungen.
Forel fährt in seinen Etudes myrmecologiques mit Con-
tributions ä la faune generale des fourmis fort; Bull. Soc. Vaud.Sci.
natur. XVI, 81 p. 53 fi., PI. I.
Mac Cook. The Natural History of the Agricultural
Ant of Texas. A monograph of the habits , architecture and
structure of Pogonomyrmex barbatus Sm. Philadelphia 1879 ; 208
S., 24 Tafeln in Lichtdruck. Der Verfasser schildert die Lebens-
weise dieser Art und ihre Beziehungen zur übrigen Natur in sehr
eingehender Weise; einige Einzelheiten aus der Anatomie derselben
sind von dem bewährten Forel mitgetheilt, so namentlich der
Bau des Stachels und der Giftdrüse.
Mac Cook trug in der Acad. Nat. Sei. Philadelphia, Procee-
dings, 11. Febr. 1879 j)- 33 £f., seine Beobachtungen On the Ar-
chitecture and Habits of the Cutting Ant of Texas (Atta
fervens) vor. Diese Ameise führt Erdhügel von zweierlei Form auf;
in einem Falle war der Bau ein 21' langer, 4' hoher Damm , der
rund um den Stamm einer Quercus virens lief; gewöhnlich aber ist
er auf einem länglichen von Gras entblössten Platze angelegt und
in Gestalt von 20 — 30 kreisrunden , halbkreis- oder S - förmigen Er-
hebungen auf diesem länglichrunden Platze ausgeführt. Die Ameisen
sind bei Tage meist in ihrem Bau; Nachts kommen sie hervor und
schliessen Morgens die Ausgangsöffnungen, indem sie dieselben mit
kleinen Holzstückchen ausfüllen. Ihr wesentlichstes Geschäft scheint
in dem Sammeln und Schneiden von Blattstückchen zu bestehen,
wovon sie ihren Vulgärnamen erhalten haben. Sie bevorzugen
weiche Blätter, ohne übrigens an bestimmte Pflanzenarten gebunden
zu sein. Sie fangen am Rande des Blattes an und führen mit ihren
Mandibeln einen kreisförmigen Schnitt aus; die abgefallenen Stück-
chen häufen sich unter dem Baume an und werden von ihren Kame-
raden in den Bau getrngen , wobei sie auf dem Kopfe und dem
Thorax ruhen und mit den Mandibeln festgehalten werden ; der
Kopf ist auf der Oberseite etwas ausgehöhlt und der Rand dieser
Höhlung sowie der Thorax mit nach aussen gerichteten Dornen be-
setzt. Im Bau werden die Blattstückchen zu einer papierartigen,
sehr zerbrechlichen Masse verarbeitet, aus der eine Art von Waben
mit Zellen verschiedener Grösse hergestellt werden. In einzelnen
der Waben enthielten die Zellen Larven. Die Ansicht Belt's, dass
die Papiermasse als Mistbeet für kleine Pilze diene , von denen die
Ameisen sich nähren, theilt Mac Cook nicht, der vielmehr glaubt,
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 48i
ihre Nahrung bestehe in dem Saft der Blätter. Die unterirdischen
Höhlen dieser Art erreichen oft die Grösse eines kleinen Kellers
(12' Durchmesser und 15' tief). S. auch Ann. a. Mag. Nat. Hist.
(5) III. p. 442 ff.
Derselbe macht ebenda Mittheilungen über einzelne Züge aus
dem Leben der Ameisen, die grösstentheils bekannt sind. On an
Adoption of auAnt-Queenp. 137; Mode ofDepositing Ant-
eggs; On the Marriage-f lights of Lasius flavus and Myrmica
laticornis p. 140; OnMound-making Ants (Form, exsectdides)
p. 154; Combats and Nidification of the Pavement Ant, Tetra-
morium caespitiim -p.lbQ', 0 n Myrmecocyst u sMexicanus p. 197.
Lioponera (n. g. prope Typhlattam et Eciton) longitarsus
(Caloutta) p. 667;
Holcomyrmex (n. g. Monomorio affine) scahriceps (Cal-
cutta), criniceps (Tranquebar) p. 672; Mayr, Verh. Zool. Bot. Ges.
Wien XXVIII.
Camponotus Fedtschenkoi p. 3, interjectus p. 4 (Turkestan);
Mayr, Fedtsch. Putesh. Turk. a. a. 0., opaciventris (Calcutta) ; der-
selbe, Verh. Z. Bot. Ges. Wien XXVIII. p. 648; süvaticus Oliv, in-
dianus n. st. p. 68, Mae Cooki n. st. (Mexico) p. 69, sexguttatus
F. Landolti n. st. (Columbien) p. 71, ustus (St. Thomas) p. 75,
micans Nyl. Eugeniae n. st. (Transvaal) p. 77, natalensis Smith
corvus n. st. (ibid.) p. 78, didbolus n. st. (Lessato, Orange R.) p. 81,
Mina (Calif.) p. 83, Naegelii (K.io Janeiro) p. 84, foramifiosus (Cap
Verd.) p. 87, Vcddeziae (Transvaal) p. 90, Mayri (ibid.) p. 92 Fig. 1,
senex Smith Zoc u. st. (Venezuela) p. 100, appressisetosus (Bahia) p.
101, Saicssurei (St, Thomas) p. 103 Fig. 3, depressiceps (Brasilien)
p. 106 Fig. 2, Berthoudi (Transvaal) p. 108 Fig. 6, Emeryi (Austr.)
p. 113 Fig. 4; Forel, Bull. Soc. Vaud. Sei. natur. XVI Nr. 81.
Polyrrhachis militaris F. Cafroriim n. st. (Transvaal) p. 120,
cupreopubesce)is n. st. (Africa) p. 120, Tschu (China) p. 123, Schang
(ibid.) p. 123; Forel, Bull. Soc. Vaud. Sei. nat. XVI Nr. 81, spini-
ger (Indien) p. 653, aculeata, puhescens p. 657; Mayr, Verh. Zool.
Bot. Ges. Wien XXVIII.
Formica aherrans (Sarafschanthal); Mayr a. a. 0. p. 7.
Hypoclinea gracilipes (Calcutta); derselbe, Verh. Z. B. Ges.
Wien. XXVIII, p. 658.
Acropyga mohiccana (Ceram); derselbe ebenda.
Anochetus punetiventris (Calcutta); derselbe ebenda p. 659.
Diacamma compressum (Indien) ; derselbe ebenda p. 660.
Lobopelta punetiventris (Calcutta); derselbe ebenda p. 666.
hepiogenys insularis (Oahu); Smith, Journ. Linn. Soc. Lond.
XIV. p. 675.
Amblyopone reclinata (Java); Mayr, Verh. Z. B. Ges. Wien
XXVIII. p. 667.
Aa-chiv f. Naüu-g. XXXXVI, Jahrg. 2. Bd. Fjj"'
462 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Typhlatta hengalensis, hrevicornis (Calcutta); derselbe ebenda
p. 669.
Stenamma gällarum (lässt sich in alten Gallen von Gelechia
gallae-Solida^inis und Cynips spongifica häuslich nieder); W. H.
Patton, Amer. Nat. 1879. p. 126.
lieber die Gewohnheiten und Mittel zur Abwehr der Angriffe
von Atta cephalote« s. P. Z. S. Lond. 1879. p. 713 ff.
Monomorium harhatum (Kizilkum); Mayr a. a. 0. p. 17, orieyi-
tale (Calcutta); derselbe, Verh. Z. B. Ges. Wien XXVIII. p. 670.
Colobopsis improiwia (Columbien); Forel, Bull. Soc. Vaud.
Sei. natur. XVI. Nr. 81 p. 125.
Tetramorium Smithi (Calcutta); Mayr, Verh. Zool. Bot. Ges.
Wien XXVIII. p. 673.
Cataglyphis 2}a???Wrt (Kizilkum); Mayr a. a. 0. p. 9,
Pheidolo striativentris (Calcutta), rhomhinoda (ibid.) p, 678,
indica (ibid.) p. 679; derselbe, Verh. Z. B. Ges. Wien XXVIII.
Ischnomy rmex rhaphidiiceps (Sarafschanthal); derselbe a.a.O.
p. 12.
Cremastogaster suhdentata (Turkestan); derselbe ebenda p. 19,
suhnuda (Calcutta), Bolirni (Ceylon) p. 682, Bogenhoferi (Ceylon und
Calcutta) p. 683, artifex (Bangkok) p. 684, Eothneyi, contempta (Cal-
cutta), subcireularis (Borneo) p. 685; derselbe, Verh. Z. Bot. Ges.
Wien XXVIII.
Vespidae. C. Ritsema Cz. verzeichnet die in den Nieder-
landen beobachteten Vespiden (5 G., 37 A. ; Polistes fehlt); Tijd-
schr, V. Ent. XXII. p. 186 ff.
L. J. Kristof macht Mittheilungen über besonders grosse
Wespennester (V. germanica, vulgaris, silvatica, crabro). Mitth.
naturw. Ver. Steiermark 1878 und E. Nachr. 1879 p. 139 ff. Am
letzteren Ort p. 240 ff*, beschreibt Cornelius ein Nest von V. ger-
manica aus dem Fußboden einer menschlichen Wohnung.
Brandt schildert das Nervensystem der Wespen und seine
Verwandlung während der Metamorphose an V. vulgaris. Der em-
bryonale Zustand hat 17 Knoten, die sich in der Larve durch Ver-
schmelzung des 2., 3. und 4. zum G. infraoes. und der 3 letzten
auf 13 reducieren (2 Kopf-, 3 Brust-, 8 Bauchknoten), die beiden
hintersten Brustknoten der Larve verschmelzen mit einander und den
beiden ersten Bauchknoten; ebenso gehen die beiden letzten Bauch-
knoten der Larve eine Verschmelzung ein, so dass die Imago nur 2
Knoten in der Brust und 5 im Flinterleibe hat. Protok. S. Petersb.
Obschestwa Estestwoispytatelei. Tom. VII, str. XCIII. (St. Petersb. 1878).
Th. Kirsch beschreibt (9) Neue Vespiden des Dresdener
Zoolog. Museums. Mitth. k. Zool, Mus. Dresden. 3. Heft p. 372 ff.
Kriechbaumer veröffentlicht in den E. Nachr. 1879 p. 1 ff.,
57 ff., 85 ff., 201 ff., 309 ff. Eum cniden-Studien. Er beschreibt
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 483
darin eine Colonie von Leijmzellen , die zwischen der Wand und
einem Fensterladen angebracht waren und die als Futter für die
Larve Spinner- und Spannerraupen (Zonosoma pendularia, Cabera
pusaria) beherbergten. Aus den Zellen entwickelte sich eine Art,
die Kriech baumer für E. coarctata L. zu halten geneigt ist
(p. 310), obwohl diese Art ihre Brutzellen an Pflanzensteugeln an-
legen soll (vgl. p. 30). Für den Gattungsnamen wird die Form
Eumenis vorgeschlagen. E. arbustorum Pzr. ist wahrscheinlich
Amadei Lep.^ jedenfalls eine von E. arbustorum H.-Sch. verschie-
dene Art, für welche der Name E. laminata in Vorschlag gebracht
wird, p. 59, während desselben Autors E. Frivaldszkyi, die Saussure
und Smith zu pomiformis ziehen , wahrscheinlich eine Varietät von
arbustorum Fz. ist. Ein Studium der (5) Typen der E. pomiformis
in Fabricius' Sammlung zeigte, dass nur 3 Exemplare der genann-
ten Art mit grösserer oder geringerer Wahrscheinlichkeit zuzu-
zählen sind ; ein Exemplar ist wahrscheinlich E. arbustorum P^. und
das fünfte gehört zu der von Kriechbau mer als E. mediterranea
(p. 85) neu unterschiedenen Art.
Ueber das (anfangs einer Ammophila sabulosa zugeschriebene)
Nest einer Eumenes-art (E. Amadei Xep.) s. Pet. Nouv. Ent. Nr. 212
p. 294 und Le Naturaliste 1879 p. 99, 144.
E. nanus (Columbien), pusio (Brasilien); Kirsch a. a. 0.
p. 376.
Odynerus localis (Kauai) p. 678, maurus (Honolulu), ruhritinctus
(Kauai) p. 679, montanus (Oahu), congruus (Honolulu) p. G80, dubio-
sus (ibid.), agilis (Maui) p. 681; Smith, Journ. Linn. Soc. Lond.
XIV und Descriptious etc. p. 134 — 137 (Hypancistrocerus) carinifer
(Cayenne) p. 378, (Liouotus) pacificus (Woodlark) p. 379, caviventris
(Nyassa), Micado (Japan) p. 380; Kirsch a. a. 0.
Saunders charakterisiert die britischen Odynerus-arten (spini-
pes, melanocephalus, laevipes, reniformis, quadrata, parietum, Anti-
lope, trimarginatus, trifasciatus, parietinus, pictus, crassicornis, gra-
cilis, sinuatus). E. M. M. XV. p. 249 f.
0. basalis auf der Insel Purbeck gefangen; ebenda p. 257.
F. Low beschreibt das Nest eines Symmorphus crassicornis,
das aus 4 in dem Bohrloche eines Käfers übereinandergeschichteten
Zellen bestand. Da die ausschlüpfenden Wespen die dicke Seiten-
wand nicht durchbrechen konnten (?) und die unterste Zelle als die
älteste zuerst das fertige Insekt lieferte, so wurden die oberen stets
durch die unteren gestört. Sitzber. Zool. Bot. Ges. Wien 1879. p. 33.
Lucas beschreibt Polybia arnaciata (Amerika) und ihren
einem Tatua morio oder Chartergus chartarius ähnlichen Bau.
Derselbe unterscheidet sich aber von dem der genannten Arten da-
durch, dass die äussere Wand nicht aus einer papierähnlichen Masse,
sondern ans Erde besteht und das Einschlüpfloch nicht unten, son-
484 Bertkaii: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
dem seitwärts ist. Von einer unbekannten Art wird ein ähnlicher
Bau beschrieben. Ann. Ent. Fr. 1879 p. 3G3 ff. PI. 9.
Zethus (Zethusculus) Jvica (Columb.); Kirsch a. a. 0. p. 375.
Belonogaster Melenikii (Mahal-Uonz) ; Gribodo, Ann. Mus.
Civ. Genova XIV. p. 342.
Rhynchium Nyassae (N.); Kirsch a. a. 0. p. 378.
Montezumia Saitssiirei (Woodlark); Kirsch a. a. 0. p. 377.
Änthopbila« Die Hymenoptera Mellifera der Umgegend
von Jekaterinoslaw, von K. L. ßramson; Bull. Soc. Imp. Nat.
Moscou LIV. Nr. 2. p. 253 fi". Der Inhalt dieser fleissigen Arbeit
ist in folgende Abschnitte vertheilt: Geographische und numerische
Verhältnisse; Erscheinungszeiten und Frequenz des Vorkommens;
Beziehungen zur Flora; Systematische Uebersicht und Beschreibung
neuer Arten. Das Jahr hat 3 Maxima der Frequenz von Bienen,
im April, Juli und October; die Minima fallen in den Mai und Sep-
tember; die Frequenzverhältnisse der einzelnen Familien und Unter-
familien sind unter einander und von den allgemeinen etwas ab-
weichende. Die 188 Arten der Fauna von Jekaterinoslaw sind mit
55 ^Iq über den grössten Theil Europas verbreitet, gehören zu 26 °/o
der west- oder mitteleuropäischen Fauna, zu ll"/o dem südlichen,
47o dem östlichen Eussland und IV2 7o <iem nördlichen Europa an.
C. Henrich verzeichnet 51 bei Hermannstadt beobachtete
Blumenwespen; Verb. u. Mitth. Siebenb. Ver. f. Naturw. in Hermann-
stadt XXX. p. 179 ff.
Ritsema Cz. liefert ein neues Verzeichniss der in den Nieder-
landen bisher beobachteten ('212) Arten. Tijdschr. v. Ent. XXII.
p. 21 ff. nebst Suppl., ebenda XXIII. Verslag p. XXIV ff.
J. Perez bringt eine Contribution ä la faune des
Apiaires de France; Act. Soc. Linn. Bordeaux (4. Ser.) tome
III. p. 119 ff.
Bombomelecta n. g. für Melecta thoracica Cress. ; Patton,
Bull. U. S. Geol. a. Geogr. Surv. Terr. V. p. 370.
Mydro soma (n. g. Andren.; venarum distributio paene ut
in g. Ptiloglossa; antennae aliter coustructae et lingua obtusa) metdl-
Ucum (Ega) p. 6;
Stilpnosoma (n. g. Andren.; venarum distributio similis
atque in g. Prosopidis div. secunda ; lingua ut in g. Lioprocto)
laevigatum (Queensl.) p. 16;
Cacosoma (n. g. Andren.; palp. max. articuli 3 robusti,
3 graciliores , abdomen clavatum) discolor (Mexico) , abdominale
(Chili), agile (Brasilien) p. AO, marginatum (Chili), jucundum {BrsLsiheu)
p. 41;
Pachymelus (n. g. Apid.) micrelephas (Madag.), conspicuus
(Nyassa) p. 117, 118; Smith, Descript. etc.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 485
In einem „Generic Arrangement of the Bees allied to Melissodes
and Anthophora" giebt Patton die Charaktere einiger Bieuengattungen
der mit Eucerae und Anthophorae bezeichneten Gruppen an, die
durch das Längen- Verhältniss zwischen Nebenzungen und Lippen-
tastern, Länge der Fühler im männlichen Geschlecht u, s. w. unter-
schieden worden. Bei der Gattungsdiagnose verwendet der Verfasser
auch die Beschaffenheit des Clypeus, der Oberlippe, der Genital-
segmente, namentlich der (^ u. s. w. Die behandelten Gattungen
sind: (Eucerae) Eucera, Melissodes, Tetralonia, Xenoglossa, Sy ti-
li alonia (n. g. ; Type: Melissodes fulvitarsis Cress.)\ (Anthophorae)
Diaddsia (n. g.; Type: Melissodes e>2rt'yafa CVess.j, Emi^hor (n. g.;
Type: M. bombiformis Cress.), Eutechnia (n. g. ; Type: Anthoph.
taurea Say), Habropoda, Anthophora, Clisodon (n. g. ; Type: An-
thophora terminalis Cress. )'^ Bull. U. S. Geol. a. Geogr. Surv. Terr.
V. p. 471 ff.
Patton giebt eine Synopsis of the (7) New England
species of Colletes, unter denen G. aestivalis (W3i.terhnry,Conn.),
armata (Conn.), scitiila (New Hampsh.) neu sind ; Proc. Bost. Soc.
XX. p. 142 ff.
Colletes ciliata (Kansas); Pattou, Bull. U.S. Geol. a. Geogr.
Surv. Terr. V. p. 369, perplexus (Orizaba) p. 1, nitidus (Florida),
intricatus, griseus (Orizaba) p. 2, mfipes (Bahia) senilis (Parä), bicolor
(Mendoza) p. 3; Smith, Descript. etc.
ParacoUetea nitidus (Austr.) p. 3, fervidus, marginatuSy db-
donmialis (ibid.) p. 4; derselbe.
Lioproctus ß,m'briatus (?) p. 6, vigilans (Swan River);
Caupolicana p?/6esce?i5, fimehris (Chili) p. 7 ', lugiibris (Uruguay);
LamprocoUetes metallicus, providus (Australien) p. 8, fulvus
(Queensl.), nanus (Westaustr.), amabilis (Austr.) p. 9, ruflcorms (West-
austr.), himaculatiis, bicolor, antennatus p. 10, argentifrons (alle vom
Swan R.) ;
Dasycolletes humerosus (Melbourne), vittifrons (Swan River)
p. 11;
Euryglossa quadrimaciüata (Queensl.), simüUma, rubricata
(Swan R.) p. 12, nigra (Austr.), blanda (Westaustr.), jncimda, macu-
lata (Swan R.) p. 13, nitidifrons^ rubricata, flavopicta p. 14, halicti-
formiSy villosula, tricolor (Swan R.) p. 15; Smith, Descript. etc.
E. Saunders macht Bemerkungen über die Gattung P r o s o p i s,
deren Arten er (ohne Zuhülfenahme der äusseren Geschlechtstheile?)
zu charakterisieren sucht; zu den in England beobachteten Arten
fügt er P. confusa Nyl. hinzu. E. M. M. XVI. p. 38 f.
Prosopis Blackburni (Maui), fuscipen7iis (Sandw. Ins.) p. 682,
facüis, hilaris (Maui), volatilis (Kauai) p. 683; Smith, Journ. Linn.
Soc. Lond. XIV.
486 Bert kau: Bericht üb. die wisseuscliaftl. Leistungen
Derselbe beschreibt (Descriptions etc. p. 17 — 26) 28 neue
Arten, meist aus Neu-Holland und Polynesien.
Nach W. Breitenbach schmarotzt Sphecodes gibbus doch bei
Halictus quadricinctus F., wie man früher allgemein angenommen
hatte, bis Smith diese Angabe bestritt; Stett. Ent. Zeit. 1878.
p. 241 ff.
V. Dalla-Torre zählt die (12)Tiroler Sphecodes-Arten auf
und macht diejenigen (7) unter ihnen bemerkbar, die zugleich im
Norden (Schweden) gefunden sind. Zool. Anz. 43 p. 623.
S. pervei'sus (Niederl.); Ritsema Gz., Tijdschr. v. Ent. XXII
p. 56, volatüis (Sibirien), rufiventris (Natal), aTbifrons (Bombay)
p. 26, montanus, iridipennis (Indien) p. 27, püosuliis (Mexico), crassi-
cornis (Bombay), sodalis (Calcutta) p. 28; Smith, Descriptions etc.
Temnosoma smaragdinum (Mexico), aeruginosum (Ega), laevi-
gatum (St. Paulo); derselbe ebenda p. 29 f.
J. H. Fahre veröffentlicht eine Etüde sur les moeurs et
la Parthenogenese des Halictes; Ann. d. Sei. natur., Zool.,
T. IX. Nr. 2, 3 et 4, Art. 4. Beobachtet wurden H. cylindricus und
sexcinctus, die im Allgemeinen in ihren Sitten übereinstimmen, mit
dem Unterschiede jedoch, dass erstere Art einen Complex von 6 — 8
zusammenhängenden Zellen baut, während bei letzterer jede Zelle
isoliert ist; die Thätigkeit derselben beginnt im Mai. Bekanntlich
wird die Wohnung im Boden angelegt, und mehrere Weibchen be-
nutzen dasselbe Einschlüpfloch, um erst unter der Erde je in ihren
Corridor sich zu vertheilen, von dem aus erst die Zellen angelegt
werden. Bei H. cylindricus wird der Boden um die Zelle herum ge-
lockert und dann die nächste Schicht durch Speichel zusammenge-
kittet; da die Zellen dicht bei einander angelegt werden, so kleben
auch die Wände der Nachbarzellen an einander; es ruht so das
Nest als isoliertes Bauwerk in der Erde. Anders bei H. sexcinctus;
hier besteht die Zelle aus einer einfachen Höhlung im Boden, und
ihre Wände unterscheiden sich in nichts von demselben , nur
dass sie, wie auch bei der anderen Art, mit einer dünnen Schicht
des firnissartigen Speichels ausgekleidet sind, der kein Wasser durch-
läset, und diesen zur Verpuppung kein Gespinnst verfertigenden (?) Lar-
ven denCocon, in den gewöhnlich die Hymenopterenpuppen eingehüllt
sind, ersetzt. Die Zeit für diese Erdarbeiten und das Eintragen
von Pollen sind die Nacht- und frühen Morgenstunden bis zur neunten;
hernach bleiben die Bienen in ihrem unterirdischen Bau. In der
ersten Woche des Juli beginnt die junge Brut auszuschlüpfen und
zwar lauter Weibchen, die alsbald, natürlich unbefruchtet, ebenfalls
an das Brutgeschäft gehen; unter dem Einfluss der grösseren Wärme
ist die neue Generation bereits Ende August entwickelt, und zwar
die Männchen zuerst und in Mehrzahl. Diese verlassen auch ihr
Nest und treiben sich auf Blumen herum, während die Weibchen meist
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 487
in ihrem Erdbau. bleiben und hier auch die Begattung durch die
Männchen erwarten ; ktztere gehen im Laufe des Herbstes zu Grunde ;
die befruchteten Weibchen aber überdaueren unterirdisch den Winter
und beginnen im nächsten Frühjahr das Treiben ihrer Grosseltern.
— V. Siebold's Beobachtungen sind Fahre unbekannt geblieben, und
so meint er denn, dass die Halictus neben den Aphiden das erste
Beispiel einer Aufeinanderfolge von geschlechtlicher und partheno-
genetischer Generation seien. Das Verhältniss ist aber bei Halictus
ähnlich wie bei Polistes z. B., mit dem Unterschied jedoch, dass bei
Halictus die unbefruchtete Sommergeneration (nach Fahre wenigstens)
sowohl Männchen wie Weibchen hervorbringt, während bei Polistes
nur die Männchen von den diesjährigen unbefruchteten Weibchen,
die Weibchen hingegen noch von der überwinterten befruchteten
Stammmutter abstammen.
Als Schmarotzer v. H. sexcinctus erzog Fahre den Myiodytes
subdipterus. Vgl. auch C. R. 89. p. 1079.
Halictus Kessleri (Jekateriuoslaw); Bramson a. a. 0. p. 286,
longiceps, hreviceps, puncticollis (aus verschiedenen Theilen Englands);
Saunders, E. M. M. XV. p. 200, senescens (Bombay), vernalis p. 30,
timidus (Ceylon), proxiynatus, familiaris (Hakodadi) p. 31, alhozonatus
(Punjab), torridus (Natal), niloticus (W. Nil) p. 32, albofasciatus,
communis (Südafr,), diversus (Natal) p. 33, vitripennis var., lanugi-
nosiis, conspieuus (Australien) p. 34, ohlitus, vividus (Swan R.), con-
vexus (Victoria), urhanus p. 35, humilis, punctatus (Champion Bay)
p. 36, agilis, exiguus, vagans p. 37, poUtus, desertus p. 38 (alle von
Mexico), providens (Guatemala), placidits (Chili) p. 39; Smith,
Descriptions etc.
Breitenbach beschreibt das Nest von H. quadricinctus
Fabr.; Stett. Ent. Zeit. 1878 p. 241 ff. nebst Holzschnitt.
Augochlora hiimeralis (Kansas); Patton, Bull. ü. S. Geol.
a. Geogr. Surv. Terr. V. p. 365; Aciddlia p. 41, Berenice (Uruguay),
Callisto (Monte Video) p. 42, Äcis (ibid. und Uruguay), Ätropos,
Deidamia (St. Paulo) p. 43, Feronia (Constancia), Calypso (Santarem),
Gliryseis (Guatemala) p. 44, festiva (Santarera), laeta (Ega), Alcyone
(St. Domingo) p. 45, nana (Santarem), TJialia (St. Paulo), Briseis
(ibid.) p. 46. Äspasia, Aurora (Mexico), hebescens (Ega) p. 47;
Smith, Descriptions etc.
Megalopta purpurata, nigrofemorata (Ega), pilosa (St. Paulo)^
vivax (Para) p. 48, cuprifrons, ornata (St. Paulo) p. 49; derselbe
ebenda.
Andrena liolosericea p. 287, squamigera p. 289 (Jekaterinoslaw);
Bramson a. a. 0., dilecta (Ungarn); Mocsary Termesz. Füzet. III
p. 11, torrida, moUis, communis (Indien) p. 50, vitiosa (China), den-
tata (Yokohama), fastuosa p. 51, discreta, sodalis, simidata p. 52,
agilis, modesta (Orizaba), commoda p. 53, flavoclypeata, miranda,
maesta p. 54 (Canada), errans, coerulea, subtilis p. 55, Candida, auri-
488 Bert kau: Bericht üb. die vvissenschaftl. Leistungen
C07na (Vancouver Isl.), arrogans (Südafr.) p. 56, fausta,neglecta{'Ndi.idA)
p. 57; Smith, Descriptions etc.
Ctenoplectra apicalis (ßurmah) p. 57, terminalis (Natal) p, 58;
derselbe ebenda.
Megacilissa vestita (Peru) p. 58, generosa (Venezuela), tenui-
marginata, clypeata (Oajaca) p. 59; derselbe ebenda.
W. H. Patton theilt Observations on the genus Ma-
cropis mit; Silliman's Amer. Journ. Sei. a. Arts. XVIIINr. 105. p.
211 fif. und Ann. a. Mag. N. H. (5) IV. p. 286 ff. Er berichtigt zu-
nächst Lubbock, der ohne Rücksicht auf andere Angaben diese
Gattung ausschliesslich Lysimachia besuchen Hess, glaubt aber auch,
dass H. Müller nicht Recht habe mit seiner Meinung, dass diese
Biene mit ihrer Zunge das saftige Zellgewebe anbohre, um zum
Nektar zu gelangen; vielmehr beobachtete Patton sie auf verschie-
denen Pflanzen, deren Blüthen freien Honig absondern; er glaubt
auch, dass der Nektar den Stoff liefere, durch welche diese Bienen
(eine Ausnahme in ihrer Verwandtschaft) den Blüthenstaub zusam-
menballe. Bei Besprechung der systematischen Stellung verwirft
Patton die Eintheilung der Bienen in Apidae und Andrenidae und
weist ihr den Platz zwischen den Andrenoides und Scopulipedes an.
Hylaeus nigrifacies (Jekaterinoslaw); Bramson, a. a. 0.
p. 281.
Chelostoma quadrifidum (Bozen); Kriech baumer, E. Nachr.
1879. p. 312.
Meliturga caudata (Südfrankreich); Perez, a. a. 0. p. 174.
Systrophdi difformis (Burmah); Smith, Descriptions etc. p. 60.
Osmla minuta (Jekaterinoslaw) ; Bramson, a. a. 0. p. 292,
argyropyga (Marseille) p. 175, laticincta (ibid. und Aragon.) p. 177,
entoprocta (?) p. 179, didens (Pyrenaeen) p. 181, lahilis (ibid.) p. 182,
niveocincta (ibid.) p. 184, cyanoxantJia (Frankreich und Spanien)
p. 185, Anceyi (Marseille) p. 187, detrita (ibid. und Bordeaux; in
Rubusstengeln nistend) p. 188, laevifrons (Pyren.) p. 190, lanosa (Süd-
frankr. ; Algier) p. 194, Iracliypogon (Marseille) p. 195, Latreülei
(= adunca Latr. pars) p. 197, Moraiüitsi (Marseille, Montpellier)
p. 199, hyhrida (Marseille) p. 200, difformis (Pyrenaeen, meist auf
Lotus corniculatus zu finden) p. 202, hacillus (Marseille) p. 203 ;
Perez a. a. 0., ephippiata, rubripes, rufitarsis (Sibirien, Angarafl.)^
Smith, Descriptions etc. p. 60, 61.
Lichtenstein macht Mittheilungen über den Nestbau ver-
schiedener Chalicodoma-arten; Bull. Ent. Fr. 1879. p. XXXV und
CLXVI; an letzterer Stelle beschreibt er eine neue Art, Ch. Perezi
aus Aragonien.
Ch. rufescens (Ostfrankreich); Perez a. a. 0. p. 219.
Megachile diUgens (Honolulu); Smith, Journ. Linn. Soc. Lond.
XIV. p. 084, vicina (Budapest) p. 8, Dacica (Crasso) p. 9, squami-
im Gebiete der Arthropoden im Jabre 1879. 489
gera (Syrien) p. 10; Mocsary, Termesz Füzet. III; Antinorii
(Mahal-Uonz) ; Gribodo, Ann. Mus. Civ. Genova XIV. p. 342, dor-
salis (Bordeaux etc.) p. 223, alhocincta (Montpellier und Marseille)
p. 224; Perez a. a. 0.
Smith (Descript. etc. p. 61—83) beschreibt 63 neue Arten aus
verschiedeneu Welttheilen.
M. centuncular is schneidet nicht bloss von Rosen, sondern
auch von einer ganzen Reihe anderer Holzarten ihre runden Blatt-
stücke ab; Nördlinger, Lebensweise der Forstinsekten p. 55.
Aiit\ii6imm.'ten€Uiim p. 48, nanum p. 51 (Südungarn); Mocsary,
Mathem. es terra. Közl. XVI, compactum (Sierra Leone) p. 83, lani-
ficum (Alt-Calabar), apicatum (Natal) p. 84, imitator (Nord-Indien)
ardens, rufipes (Bombay) p. 85, japonicum (Yokohama), ordinatum
p. 86, laclirymosum (! Bombay), multiplicatum (S. Paulo) p. 87, flavo-
marginatum (Petrop. Bras.), hicoloratum, confusum (Mendoza) p. 88,
elegantidum (Santarem ; Bras.) cognatum (St. Paulo) p. 89, flavolineatum^
impatiens, atriventre (Mexico) p. 90, deceptiim (Parä) p. 91; Smith,
Descriptions etc.
CersitinQ, Hungarica (Südangarn); Mocsary, Mat"hem. es terra.
Közl. XVI. p. 23, compacta (Philippinen) p. 91, lepida (Nordindien),
sexmaculata (Hongkong; Celebes), per/bra^na? (Burmah) p. 92, /Zawjpes
(Hakodadi), unimaculata, rugifrons p. 93, cognata (Celebes, Makassar),
puhescens (Ega) p. 94, rotundiceps (Para), viridida (S. Paulo), bicolo-
rata p. 95, longiceps, cupreiventris (Ega), diUgens (Santarem)
capitosa p. 96, rufipes (Mexico), stremia (Texas) p. 97; Smith,
Descriptions etc.
Allodape Candida (Abyss.) p. 97, cordata (Cap), jiicunda (Zulul.)
parvida (Bombay) p. 98; Smith, Descript. etc.
Nomada dentipes (Perleberg, aus dem Nest der Andrena ful-
vescens); Rudow, Ent. Nachr. 1879. p. 211, subpetiolata (Bombay),
infreqiiens (St. Paulo), nigrocincta (Nordam.) p. 99, intercepta (Van-
couver Isl.), volatüis, albifasciata ( ! Canada) p. 100, Montezumia
(Mexico) p. 101; Smith, Descript. etc.
Ammobates rw^^a?*sis (Sibirien, Angara Fl.) ; derselbe ebenda
p. 101.
Epeolus natalensis (N.) p. 101, fervidus (Bombay), intrepiäus
p. 102, flavofasciatus (Mexico), vagans (Ega), nigriceps (Calif.) p. 103,
albifrons (Para) p. 104; derselbe ebenda.
E. Saunders macht Bemerkungen zu den englischen Arten
der Gattung Coelioxys (vectis, quadridentata, rufescens, simplex
und acuminata); E. M. M. XVI. p. 1.
C. fallax (Südungarn); Mocsary, Mathem. es terra. Közl.
XVI. p. 67; Scioensis ßlahaX-Vonz); Gribodo, Ann. Mus. Civ. Genova
XIV. p. 342, clypeata (Tunantins), ignava (Ega) p. 104, agüis (St.
490 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Paulo), vigilans (S. Domingo) p. 105, argentipes (Sierra Leone), pene-
tratrix (Natal), minuta (Bombay) p. 106; Smith, Descript. etc.
Crocisa elegans (Sumatra, Borneo) liigubris (Austral.) p. 107,
quinquefasciata (Madagascar) p. 108; Smith, Descript. etc.
Melissa insignis (Orizaba) derselbe ebenda. p.l08.
Osiris tarsatus (Tunantins); derselbe ebenda, p. 109.
Eucera Echii = Anth. flabellifera Lep. p. 12, spectabüis (=
tomentosa Mor. nee Dours)', p. 15, sedula p. 17 (Südungarn); Moc-
sary, Mathem. es term. Közl. XVI, curvitarsis (Budap.) p. 238,
excisa (Slavonien) p. 239, favosa (ibid.) p. 240, nitidiventris (ibid.)
p. 242; derselbe, Termesz. Füzet. III, chrysopyga (Südfr.);
Perez a. a. 0. p. 157, terminalis (Südfr.), deceptrix (Italien) p. 109,
rufipes (Ukraine), nigrifrons (Üalmatien), velutina (Syrien ; Magdala)
p. 110; Smith, Descript. etc.
Tetralonia S'ca&iosae (Südungarn); Mocsary, Mathem. es term.
Közl. XVI. p. 21, J5^rdi p. 233, tenellä p. 235, tarsata p. 236, Lyncea
p. 237; derselbe, Termesz. Füzet. III, (Macrocera) Dufourii (Lot,
Spanien) p. 148, albitincta Lep. var. Jidliani (Marseille), griseola
(Bordeaux; = albida Lep. ^ ?) p. 150; Perez a. a. 0., reversa
(Tijuca), flagellicornis (Mexico), gyrosa (Ega) p. 111, melectoides
(Villa Nova), fervens (Mendoza), decorat a (Ega) p. 112; Smith,
Descriptions etc.
Melissodes obscura (S.Paulo), pubescens (Villa Nova), rubricata
(Oajaca) p. 113, californica (C), assimüis, atrata p. 114, modesta
(Oajaca), Ätropos (Santarem) p. 115, ambigua, hirsuta (Mexico) p. 116;
Smith, Descriptions etc.
Habropoda Montezumia, agüis p. 118, bombiformis, terminata
(Oajaca), fidva (Guatemala) p. 119; derselbe ebenda.
Anthophora sp. (nicht benannt); Patton, Bull. U. S. Geol.
Surv. Terr. V. p. 366, bombylans p. 7, pipiens p. 9 (Südungarn);
Moczäry, Math, es terra. Kösl. XVI; retusa L. var. meridionalis,
leucopliaea (Toulouse, Montpellier, auch in Spanien), p. 137, puncti-
labris p. 138, ochroleuca (Gironde) p. 140, nigripes, Candida p. 142;
Perez a. a. 0., vwida, torrida, fallax (Sierra Leone) p. 120, rapida,
terminata (Natal), modesta (Cap St. Vincent) p. 121, advena (Nyassa),
fimbriata (Silhet), Candida (Punjab) p. 122, florea (Shanghai), hilaris
(S. Domingo), emendata {knstv.) p. 123, insularis, cineraria (Vancou-
ver Isl.) p. 124; Smith, Descript. etc.
Taschenberg verzeichnet die (38) Xylocopa-arten des Halle'-
schen Museums, unter denen eine, X, armata (Cap?) p.574, neu sein
soll, die hernach p. 897 als X. capensis //ep. erkannt wird; Giebel's
Zeitschr. LH p. 563 fif.
X. bombo'ides (Formosa); Smith, Descript. etc. p. 124, vari-
puncta (Arizona); Patton, Canad. Ent. XI p. 60.
Exomalopsis iridipennis (Ega), flaviceps (Tunantins), tarsata
I
im Gebiete der Arthropoden im Jahro 1879. 491
(Santarem) p. 125, artifex (Para), rufitarsis (Jamaica) p. 126, flava
(St. Paulo), flavofasciata (Bahia), fiilvescens (Oajaca) p. 127; Smith,
Descript. etc.
Tetrapedia volatilis, fervida (Constancia) p. 128, amplipennis,
hasalis (Bras.), plumipcs (Ega) p. 129, laevifrons, punctifrons (Bras.)
p. 130; derselbe ebenda.
Epicharis lateralis (Trinidad); derselbe ebenda p. 130.
Bombus pratorura und lapidarius in Zaunkönignestern?; Stein,
Mitth. Münch. 1879 p. 139.
B. mastrucatus, ein Dysteleolog unter den Blumenbesuchern,
raubt den Honig durch seitlich in die Blüthe gebissene Löcher;
H. Müller, Kosmos, V p. 422 ff.
B. belUcosus (Sumatra) , montivagus (Mulai) , senilis (! Japan)
p. 131, buccinatoris, personatus (Nordindien), hicoloratus (Formosa)
p. 132, ardens (Japan), unifasciatus (Guatemala), exccUens (Venezuela),
opifex (Santjago; Meudoza) p. 133, lateralis y&r. (Guatemala) p. 134;
Smith, Descriptions etc.
B. silvarum var. nigrescenSy pyrenaeus (P.) p. 127, mollis (ibid.
und Genf) p. 129; Perez a, a. 0.
Weitere Forschungen im Haushalte der Bienen, mit-
getheilt von A. v. Plan ta-Reichenau in den Verh. Schweiz. Na-
tnrf. Ges. Bern, 61 p. 177 ff., haben dargethan, dass die Bienen in
der Kopfspeicheldrüse ein Ferment von stark invertierender Kraft be-
sitzen, dass mit Hülfe dieses Fermentes im Bienenbrod, großentheils
aus Pollen bestehend , der Zuckergehalt steigt und dass ebenso im
Honig eine langsame Umwandlang der gummiartigen Verbindungen
in Zucker vor sich geht. Ausser in der Giftdrüse besitzen sie jeden-
falls auch anderswo Ameisensäure, da diese sich im fertigen Honig
findet. Die Streitfrage , ob Fette aus Kohlehydraten oder Albumi-
naten entstehen , scheint durch die Bienen zu Gunsten der Liebig'-
schen Ansicht entschieden zu sein; wenigstens ging bei einer Fütte-
rung mit Kohlehydraten der Wabenbau ungehindert vor sich, da-
gegen erkrankten bei ausschliesslicher Ernährung mit verschiedenen
Albuminaten die Bienen und bauten nur, wenn den Albuminaten
eine gewisse Menge Kohlehydrate beigemengt waren.
C. Berg. Sobre la vida de las Abejas. Memoria 1. en
el VI Anivers. d. 1. Soc. Cient. Argent. Buenos Aj^res 1878.
J.D.Hyatt. The structure of the tongue of the Honey-
b e e. Amer. Quart. Microsc. Journ. I Nr, 4 p. 287 ff.
W. Henneber g's Chemische Untersuchungen auf api-
stischem Gebiete bezweckten, die Ursache der Faulbrütigkeit
festzustellen. Es gelang nicht, einen Unterschied in der Zusammen-
setzung des Futters in einem faulbrütigen Stock nachzuweisen und
das geringere Körpergewicht der Einwohner eines solchen kranken
Stockes ist demnach als eine Folge der Krankheit, die eine
492 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Infectionskrankheit ist, anzusehen. Götting. Nachrichten 1878 p. 341
ff. und Journ. f. Landwirthschaft XXV p. 377 ff., 461 ff.
Flett macht einen Zwitter der Honigbiene bekannt: die rechte
Seite ist Arbeitsbiene , die linke Drohne. Scot. Natur. XXIX.
p. 199.
EinSchwarm der amerikanischen Bienenart Trigona
lineata iep. lebend in Europa; von A. Tomaschek; Zool. Anz.
42 p. 582 ff. Die Mittheilungen von Cornelius, Müller und
Girard über diesen Gegenstand sind dem Verfasser unbekannt ge-
blieben.
Tr. Beccani (Keren); Gribodo, Ann. Mus. Civ. Genova XIV.
p. 340.
Coleoptera.
Das Nervensystem der Käfer zeigt alle möglichen
Zwischenformen zwischen einem sehr concentrierten, mit
einem g. supraoes. und einer centralen, in der Brust ge-
legenen Nervenmasse, und einem aus getrennten Brust- und
Bauchknoten bestehenden; die höchste Zahl der letzteren
ist nicht, wie bisher geglaubt, 7, sondern 8 (cT von Dicty-
opterus sanguineus). Auch die Larven haben entweder
getrennte Bauchganglien, oder eine rosenkranzförmige cen-
trale Nervenmasse in der Brust. Aus der ersteren Form ent-
wickelt sich das Nervensystem der Image durch Verschmelzung
einzelner Knoten, aus der zweiten Form (falls sie nicht un-
geändert bleibt) durch AbschnUrung und Auseinanderrücken
einzelner Knoten (gewöhnlich vorn und hinten); E.Brandt,
Hör. soc. Ent.Ross.XV Taf.XI-XIII (durch einen Druck-
fehler tragen die Tafeln die Bezeichnung X— XII).
Camerano (Richerche intorno alla struttura dei
Peli-ventose dei Tarsi dei Coleotteri, in den Att.
d. R. Accad. d. Sei. d. Torino XIV p. 1148 ff. Tav. XIII,
XIV) beschreibt und bildet ab die Bürstenhaare von den
Tarsen einzelner Vertreter folgender Familien : Cicindelidae,
Carabidae, Dytiscidae, Gyrinidae, Staphylinidae, Silphidae,
Scarabaeidae, Buprestidae, Tenebrionidae, Curculionidae,
Cerambycidae, Chrysomelidae. Bei Geniates barbatus fin-
den sie sich auch an dem Kinn der J".
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 493
Reitter hat den Plan gefasst, in Verbindung mit
anderen Coleopterologen analytische Bestimmungs-
tabellen der europäischen Coleopteren zu ver-
fassen , deren Gesamnitheit ein Handbuch für den Samm-
ler werden soll, aus welchem er die wichtigsten Unter-
schiede und Merkmale jeder Gattung und Art schöpfen
kann , ohne jedoch den Werth einer eingehenden Natur-
geschichte zu beanspruchen. Die geographischen Grenzen
sollen nicht zu enge gezogen werden: der Kaukasus und
die Nordafrikanischen Länder werden mit in dasEuropäische
Faunengebiet hineingezogen. Als Anfang stellt Reitter
selbst in gedrängter Form Tabellen der Familien der Cu-
cujidae, Telmatophilidae, Tritomidae, Mycetaeidae, Endo-
mychidae, Lyctidae, Sphindidae auf. Verb. Zool. Bot. Ges.
Wien XXIX. p. 71 ff.
V. Harold's Coleopterologische Hefte XVI enthalten
auf S. 1 — 224 einen Bericht über im Loanda-Reiche und in
Angola gesammelte Coleopteren, S. 225—233 Diagnosen
neuer Arten, beides vom Herausgeber.
lieber Herbst- und Winterkäfer. Von J. Ger-
hardt. Zeitschr. f. Entomologie. Breslau, N. F. 7. Heft
p. 6ß ff. (Ausführlicher behandelt sind Orochares angusta-
tus, Acidota crueutata, Longitarsus suturalis; ausserdem
sind 136 Arten aufgezählt.)
Beitrag zur Synonymie der Coleopteren von
E. Reitter; Verb. Zool. Bot. Ges. Wien XXIX p. 507 ff.
Austin's Geographica! Distribution of North Ameri-
can Coleoptera in Psyche, IL p.217 ff., ist eine reine Auf-
zählung von Lokalverzeichnissen mit Angabe der Zahl der
aufgeführten Arten.
J. L. Le Conte liefert Part II seiner Coleoptera
of the Alpine Rocky Mountain Region. Bull. U. S.
Geol. a. Geogr. Surv. Terr. V p. 499 ff. Vgl. d. Ber. 1878
p. 403 (185).
F. Gardiner zählt die Coleoptera of the White
Mountains auf; Psyche II. p. 212.
S. de ühagon fährt in der Atifzählung der Coleo-
pteros de Badajoz fort; An. Soc. Esp. Hist. Nat. VIII.
p. 187 ff. (Silphidae-Ptinidae).
494 Bertkati: Bericht üb. die wissenscliaftl. Leistungen
Coleoptera of Scotland; by D.Sharp (Fortsetz.)
Scott. Nat. IV p. 213, 322, 362; V. p. 44, 137, 188.
Additional Localities of Scottish Coleoptera
by A. B. Hepburn; ebenda IV. p. 248.
J. Sparre Schneider giebt ein Verzeichniss von
134 von ihm bei Troms^ erbeuteten Arten; Troms(^ Mus.
Aarshefter. IL p. 1 — 57.
Supplement til H. Siebke's Enumeratio inse-
ctorum Norvegicorum Fasciculus I — II (Hemiptera,
Orthoptera und Coleoptera). Af. W. M. Sch^yen. Förh.
Vidensk. Selsk. i Christiania Aar 1879 Nr. 3. Diese Er-
gänzungen weisen theils für die Fauna neue Arten (12
Rhynchoten, 1 Orthopterum, 290 Coleoptera), theils neue
Fundstellen für die von Siebke angeführten Arten nach.
L. B e d e 1 lässt als Beilage zu den Ann. Soc. Ent.
Fr. eine „Faune des Coleopteres du bassin de la
Seine et de ses bassins secondaires" erscheinen.
Bis jetzt haben 2 Lieferungen die Presse verlassen , die
Bestimmungstabellen der Gattungen und Arten der Cicin-
delidae und Carabidae (bis Oodini) enthaltend ; das Werk
verspricht für seinen Zweck recht brauchbar zu werden.
M Ulsan t und ßey setzen ihre Hist. nat. d. Co-
16opt. de France, BrevipSnnes, fort mit Pederiens
et Euestethiens; Ann. Soc. Linn. Lyon XXIV.
Histoire des Coleopteres de France. Par. . . .
Seriziat precede d'une Introduction a l'Entomolo-
gie par Ch. Naudin. Paris 1880. 8vo, 375 S. mit Holz-
schnitten.
Eine (Tauschzwecken dienende) Lijst der Neder-
landsche Coleoptera, gerangschikt volgens Stein en
Weise's Cat. ; Haag, 1. Oct. 1879.
In einem ersten Nachtrage zu dem Verzeichniss der
Käfer von Nassau und Frankfurt macht v. Hey den
(meist) nomenklatorische Berichtigungen und Ergänzungen
zu seinem Verzeichniss, dem 81 weitere Arten hinzugefügt
werden, so dass jetzt aus dem Gebiet 3242 Arten bekannt
sind. Jahrb. Nass. Verein f Naturk. XXXI und XXXII.
S. 116 ff.
E. Hofmann führt 524 für die württembergische
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 495
Fauna neu aufgefundene Käferarten auf; Jahresh. Ver.
vaterl. Naturk. Württcmb. XXXV. p. 198 ff.
Kittel setzt seine „SystematischeUebersiclit der
Käfer, welche in Baiern und der nächsten Umgebung vor-
kommen", fort; Corrbl. zool. -mineral. Ver. Regensburg;
XXXIII. p. 39, 47, 93, 110, 115, 183 (Lamellicornia zu
Ende, Buprestidae, Eucnemidae, Elateridae, Dascillidae).
Eine coleopterologische Reise durch Krain,
Kärnten und Steiermark i. S. 1878. Von L. Miller;
Verh. Z. B. Ges. Wien XXVIII. p. 463 ff.
K. V. Dalla Torre beginnt ein Systematisches
Verzeichniss der in Oberösterreich bis jetzt beob-
achteten Käfer; Ber. Ver. f. Naturk. in Oberösterreicb,
X. p. 1 — 125. Dasselbe reicht bis zu den Dascillidae incl.
Unnöthiger Weise sind eine Menge Farbenvarietäten , die
bereits benannt waren , mit neuen Namen belegt worden.
V. Ragazzi. Catal. d. Coleott. . . . Modenese. Bull.
Ent. Ital. X. p. 179 ff
E. Reitter bucht die Coleopterologischen Er-
gebnisse einer Reise nach Croatien undSlavonien;
Verh. Zool. Bot. Ges. Wien XXIX p. 35 ff.
Den Status der schlesischen Coleopteren-
Fauna am Ende des Jahres 1878 s. im 56. Jahres-
bericht der Schlesischen Gesellschaft f. vaterl. Cultur pro
1878 p. 185 ff. (4239 Arten).
Erster Nachtrag zum ^^Verzeichniss der bis jetzt in
der Umgegend von Jaroslav aufgefundenen Käfer des Herrn
M. V. BelP, von N. Kokujew; Bull. Soc. Imp. Nat.
Moscou. LIV Nr. 2. p. 218 ff. Der Nachtrag fügt dem
früheren Verzeichniss von 504 Arten 238 weitere hinzu.
Dr. 0. Schneider und H. Leder bringen ihre Bei-
träge zurKenntniss der kaukasischen Käferfauna
zu Ende; Verh. naturf Ver. Brunn XVII p. 3 ff. Taf. V
und VI; vgl. d. Ber. 1878 p. 407 (189;. Es sind hier viele
Arten als n. sp. bezeichnet, deren erste Bekanntmachung
bereits früher erfolgt ist.
Leder bringt einen zweiten Beitrag zur caucasi-
schen Käfer-Fauna; Verh. Zool. Bot. Ges. Wien XXIX
p. 451 ff.
Neue Käfer von Amur, beschrieben von Dr. G.
496 Bert kau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Kraatz, H. v. Kiesenwetter, Reiter, Candeze. D. E.
Z. XXIII p. 120 ff., 145 ff, 213 ff, 229 ff, 253 ff, 281 ff
Beiträge zur Käferfauna von Japan (Fünftes
Stück). Von J. Weise; ebenda p. 147 ff. ; R o e 1 o f s
p. 297 ff., V. Kiesenwetter p. 305 ff., v. Hey den p.
321 ff., V. Harold p. 366 ff.
G. Lewis. A Catalogue of Coleoptera from
the Japanese Archipelago. London 1879. 8-vo. Aus-
führliclier besprochen in Ent. Monthl. Mag. XVI. p. 137.
Sharp beschreibt 30 neue Käferarten von den Sand-
wichinseln ; Trans. Ent. Soc. Lond. 1879. p. 77 ff.
C. Brown macht Notes on the Coleoptera of
Auckland; Trans, a. Proc. New Zeal. Inst. VIII p. 262 ff.
L. Fairmaire's „Descriptions de Coleopteres nou-
veaux du nord de l'Afrique" führen neben neuen auch
manche bereits früher in den Pet. Nouvelles beschriebene
Arten auf. Ann. Ent. Fr. 1879 p. 155 ff, 244 ff.
Ch. 0. Water house giebt An account of a small
Series of Coleoptera of the Island of Johanna ;
Ann. a. Mag. Nat. Hist. (5) III p. 360 ff (9 A.)
Osborne beschreibt die Cocons von Hypera Rumicis
und Cionus Scrophulariae , von denen die ersteren den
Fraßstellen der Larve im Blatt, die letzteren den Samen-
kapseln der Nährpflanze täuschend ähnlich sehen. Hyp.
Rumicis ist aber dennoch sehr den Angriffen zweier para-
sitischer Klassenverwandten ausgesetzt, deren Cocons eben-
falls beschrieben werden. Bei Cion. Scroph. wird ein Irr-
thum Westwood's berichtigt, der angegeben hatte, dass
der Cocon ein Netzwerk von Fäden sei ; Osborne be-
merkt richtig , dass er (dem unbewaffneten Auge) als ho-
mogene, transparente Haut erscheine; da die zarte Puppe
an der Luft sehr rasch vertrocknet, so vermuthet er, dass
ein hermetischer Abschluss zur Entwickelung nothwendig
sei. E. M. M. XVI p. 16 ff
Die Beobachtung eines Falles einer Copulation zwi-
schen 2 ^ von Melolontha vulgaris giebt Osten- Sacken
Veranlassung, ähnliche Beobachtungen zusammenzustellen.
Bei der genannten Art ist eine solche widernatürliche
Copula wiederholt beobachtet und zwar spielt dabei das
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 497
grössere Individunm die Rolle des 5 ; sein Penis ist dabei
entweder herausgezerrt oder zurückgeschoben. In dem von
0. -Sacken beobachteten Falle war das active Individuum
am anderen Morgen todt , das passive aber anscheinend
gesund und munter. Stett. Ent. Zeit. 40 p. 116 ff.
Brauer nimmt aus der künstlichen Zucht der Lytta
vesicatoria (s. unten) Veranlassung, den Begriff der Hyper-
metamorphose zu definieren und auf die Verschiedenheit
hinzuweisen, die bei den Meloiden hinsichtlich des Larven-
stadiums , das zum Puparium wird, besteht (bei Zonitis
das letzte (L. oppressa Brauer's) , bei Lytta das vorletzte,
bei Meloe das vorletzte und letzte). Sitzber. Zool. Bot.
Ges. Wien 1879. p. 32.
M. Rupertsberger bringt in der Stett. Ent. Zeit. 40
p. 211 ff. einen Catalog der (1225) bekannten europäischen
Käfer-Larven als Vorläufer zu einem ausführlicheren Ver-
zeichnisse mit Angabe des Ortes, wo die Beschreibung
erschienen ist.
B. Bargagli (La flora della altiche in Europa) giebt
die Futterpflanzen der Europäischen Haiti ci da e an; Bull.
Ent. Ital. X. p. 43 ff., 126 ff., 204 ff.
Zunächst lasse ich hier einige Arten folgen, deren systema-
tische Stellung mir unbekannt ist.
Bolbogaster Hehridarum (N. H.); Fairmaire, Pet. Nouv. II.
p. 282.
Filobalia i/rta^r (!Peru); Fairmaire, Revue et Mag. de Zool.
1878 p. 269.
Hemidendroides Peyroni (Libanon); Reiche, Bull. Ent. Fr.
1878. p. LXXIII.
Olaus costulicolUs (Viti); Fairmaire, Pet. Nouv. II. p. 279.
Pimelops Hühneri (Duke of York I.); Fairmaire, Le Natu-
raliste, 1870 p. 46.
Stephanops warginipmnis (Peak Downs), striicoUis (Austr.) ;
Fairmaire, Le Naturaliste 1879 p. 75.
Corylophidae. Sacium Mgnttatum (Colorado); Le Conte
Bull. U. S. Geol. a. Geogr. Surv. Terr. V. p. 512.
Coccinellidae. Bestimmungstabelle der europäischen Arten
von J. Weise; Zeitschr. f. Entomol. Breslau, N. F. 7 H. p. 88 ff.
Chelonitis (n. g.; antennae capite longiores ; corpus supra
glabrum; lineae femorales conspicuae, simplices, quadrantemformantes ;
unguiculi dentati, dens obtusus; scutcUum conspicuum; clava antenn.
Arch, f. NaturgescL. XXXXVI. Jahrg. 2. Bd. GG
498 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
compsicia) venusta (= Adalia rufocincta mit.); Weise, Zeitsclir. f.
Eutomolog. Breslau, N. F. 7. H. p. 126.
'E^U.ach.nabüiiberculata (Medellin); Waterhouse, Cist. Entom.
II. p. 429.
Exochomus iindulatus (Chramthal, Kauk.); Weise, Verh. na-
turf. Ver. Brünu XVII. p. 93, Taf. VI, Fig. 55.
Pentilia 7iigra (Japan); Weise, D. E. Z. XXIII. p. 149.
Hyperaspis testaceicornis (Japan); Weise, D. E. Z. XXIII. p.
149, transver so guttata (Heleneudorfj; derselbe, Verh. naturf. Ver.
Brunn XVII. p. 94, Taf. VI, Fig. 56.
Novius concolor (Hiogo) ] Lewis, Ann. a. Mag. N. H. (5) IV.
p. 466.
Soymnus Hareja p. 150, Hoffmanni p. 152 (Japan); Weise,
D. E. Z. XXIII.; Ludyi (Griechenland); derselbe ebenda p. 153;
glohosus (Italien, Griechenland) p. 145, Damryi (Corsica) p. 149 ;
derselbe, Zeitschr. f. Entom. Breslau, N. F. 7. H., plagiatus (Ka-
rasu, Eriwan) ; derselbe, Verh. naturf. Ver. Brunn XVII. p. 95,
Taf. VI. Fig. 57, polUtcs (Neu-Granada); Schaufuss, Nunquam
Otiosus III. p. 480.
E. Schindler beobachtete, dass die Larve des Sc. aualis F.
(gleich der des Sc. fasciatus Fowcr., von der schon Reaumur ähn-
liches meldet) mit einem WachsüberKuge bekleidet ist; Mitth. Schweiz.
Ent. Gesellsch. V. p. 494 f.
Noda Tasmanica (T.); Jacoby, P. Z. S. Loiid. 1879 p. 777.
Coccinella Schneiden (Tiflis etc.); Weise, Verh. naturf. Ver.
Brunn XVII. p. 91; Crotchi (Japan); Lewis, Ann, a. Mag. N. H.
(5) IV. p. 466.
Adalia apicalis (Kaukasus); Weise, Zeitschr, f. Entomol.
Breslau, N. F. 7. H. p. 104.
Endomychidae. Lycoperdina crassicor^iis (Siebenbürgen); Reit-
ter, Verh. Zooi. Bot. Ges. Wien XXIX. p. 97.
Dapsa Lederi (Kaukasus); Reitter, Verh. Zool. Bot- Ges.
Wien XXIX. p. 97 und 487; (subg. Phylira) nigripennis (Alexander-
hilf); derselbe, Verh. naturf. Ver. Brünu XVII. p. 89.
Trycherus recticollis (Loanda) ; v. Harold, Col. Heft. XVI.
p. 220.
Erotylidae. Pseudotriphyllus n. g. für suturalis Fbr., col-
chicus JRttr.; Litargops n. g. für L. pictus WoJl; Reitter,
Verh. Zool. Bot. Ges. Wien XXIX. p. 89.
Lithophilus TFezsei (Kaukas.), Graecus (Gr.; Kleinasien); Reit-
ter, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien XXIX. p. 94, CaMcasiCws (Borshom) ;
Weise, Verh. naturf. Ver. Brunn XVII. p. 97.
Reitter stellt die Oesterreichisch-ungarischen Orestia-arten
analytisch zusammen, unter denen 0. Carpathica und puncticollis neu
sind; Verh. Zool. Bot. Ges. Wien XXIX. p. 54 f.
im Gebiete der Arthroijoden im Jahre 1879. 499
0. Caucasica (Suram); derselbe ebenda p. 487.
Aegithus Walckenaeri Lacord. hat Bahia zu seinem Vater-
lande; Do hm, Stett. Ent. Z. 1878 p. 364.
Cyclomorphus glahratus (Medellin); Water house, Cistul.
Entom. IL p. 428. PK 9, Fig. 5.
Anlacochilus decoratus p. 223, Sibiriens \). 224 (Amur); Reit-
ter, D. E. Z. XXIII.
Tritoma irrorata, atra p. 224, antcnnata p. 225 (Amur);
Reitter, D. E. Z. XXIII.
Triplax signaticollis p. 221, seminigra, Ämurensis, nigrina,
cinnaharina p. 222, fidvus p. 223 (Amur); Reitter, D.E.Z. XXIII.
Megalodacne flavofasciata (Amur); Reitter, D. E. Z. XXIII.
p. 223, rufovittata (Angola); v. Harold, Col. Heft. XVI. p. 219.
D o h r n macht Bemerkungen zu Episcapha coeca F., repanda
Klg. vmd beschreibt E. Schweitzeri p. 447, neutra p. 448, Chapuisi
p. 449 von Monrovia ; Stett. E. Z. 1878 ; K liamata (Hakodate), Gor-
hami (Yezo) ; Lewis, Ann. a. Mag. N. H. (5) IV. p. 465.
Die Beiträge zur Kenntniss der Languria-Arten aus
Asien und Neuholland von E. v. Harold in den Mitth. Münch.
III. p. 48 ff. nehmen die Gattung noch in dem weiten Umfange,
selbst Macromelea mit inbegriffen, indem eine Eintheilung in Gat-
tungen nach der Zahl der Keulenglieder (bei den Asiatischen Arten
wenigstens) dadurch unmöglich wird, dass sich dieGrenze zwischen Stiel
und Keule hier nicht genau angeben lässt. Zur Artunterscheidung
werden in erster Linie Sculptur- und Formverhältnisse benutzt (Gra-
nulierung der Augen, Prosternum, Seiten der Flügeldecken, Keil-
linien auf der zwischen die Hinterhüften sich hineindrängenden
Spitze des ersten Abdominalringes; als unbrauchbar verworfen ist
die Gestalt der Flügeldeckenspitze). Beschrieben werden 59 Arten,
darunter 40 neue : L. bomeensis (Saravvak), amoena (ibid.) p. 56,
punctata (Darjeeling) p. 58, geniculata (Hiogo) p. 59, bipartita (In-
dien) p. 62, Stenosoma (Sarawak), elegantula (Luzon) p. 64, atrocy-
anea (Celebes) p. 66, papuana (Dorey, Ramoi, Wokan. Mysol, Ce-
ram), violaceipemiis (Ramoi) p. 68, pavida (Ternate, Hatam) p. 69,
timorensis (Timor) p. 70, cordieoUis (Ternate) p. 71, tenuis, glabri-
collis (Ternate) p. 72, ceylonica p. 73, birmanica p. 74, Crotchi (Ko-
rido) p. 75, manicata (ibid.), Nietneri (Ceylon) p. 76, scrratula (Ha-
tam) p. 77, trifoUata (Ceylon), Doriae (Sarawak) p. 78, brevis (ibid.)
p. 79, militaris p. 80, Albertisi p. 81 (Somerset), melanosterna (Lu-
zon) p. 82, pulona (Pulo Penang) p. 83, filaria (Tschibodas) p. 84,
Gestroi (Kandari), JDolirni (Birma) p. 85, insidaris (Fahor) p. 86,
plebeja (Ternate, Amboina), capitdlis (Kandari) p. 87, verticalis (Neu-
Guinea) p. 89, futilis (Neu-G., Aru) , vidgaris (Somerset) p. 90, ser-
vida (Hatam, Andai) p. 91 , guineensis (Guinea) p. 94.
5ÖÖ Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Chrysomelidae. Baly zählt die von Cherinell in Assam
gesammelten Arten auf; Cist. Entom. No. XXI. p. 435 ff.
Cassidini. Kraatz stellt die Cassiden von Ost- Sibi-
rien und Japan zusammen; D. E. Z. XXIII. p. 267 ff.
Aspidomorpha fenestrata (Mozambique) ; Bertoloni, Mem.
dell' Acc. delle Sei. dell' Ist. di Bologna (ser. III.) Tomo VII, vica-
ria (Angola); v. Harold, Col. Heft. XVI. p. 216.
Omoplata Weijenberghi {T\icu.m2i.r\, Argent.); Dohrn, Stett. E.
Z. 1878 p. 452.
Poecilaspis discedens (Catamaica argen tina); Dohrn, Sett. E.
Z. 1878 p. 453.
Mesomphalia cribellata (Buenos Aires); Dohrn, Sett. E. Z.
1878 p. 455.
Coptocycla amurensis (A.); Kraatz, D. E. Z. XXIII. p. 141,
crucifera (Japan); derselbe ebenda p. 271.
Cassida diaboUca (Amur); Kraatz, D. E. Z. XXIII. p. 142,
rugifera (Japan) p. 274, higuttidata (Amur) p. 275; derselbe
ebenda, stictica (Angola); v. Harold, Col. Heft. XVI. p. 216.
Hispini. Hispa excisa (Amur); Kraatz, D. E. Z. XXIII.
p. 140, Taf. II. Fig. 10.
Monochirus caucasicus (Elisabetpol); v. Heyden, Verh. na-
turf. Ver. Brunn XVII. p. 87 Taf. VI. Fig. 54.
Arescus laevicollis (Medellin) ; Waterhouse, Cist. Entom. II.
p.. 427.
Prosopodonta costata, punctata (ibid.) p 428 PI. 9 Fig. 4;
derselbe ebenda.
Stenispa attenuata (Panama); T. S. Baly, Cist. Ent. IL p. 185.
Galcrucini. Eupliyma (n. g. prope Ematheam) coUaris
p. 457; Eustena (n. g.) pretiosa p. 458; Parastetha (n. g. prope
Hylaspcm) nigricornis p. 4G1; Acroxena (n. g.) nasiita p. 463, har-
bata, eximia p. 464 (alle von Assam); Baly, CistuL Entom. IL
No. XXI.
Aenidea bipartita (Sumatra); Baly, P. Z. S. Lond. 1879 p. 792.
Eustetha limbata (Assam); derselbe, Cist. Entom. II. p. 462.
Monolepta cavipennis (Assam); Baly, Cist. Entom. II. p. 459.
Hylaspes Ässamensis (A.); derselbe ebenda p. 460.
Cerotoma atrofasciata (Guatemala); Jacoby, P. Z. S. Lond.
1879 p. 792.
Antipha chinensis (N.-Ch.) p. 115, Nietneri (Ceylon), imlchella
(Sarawak) p. 116, pretiosa, disco'idalis (ibid.) p. 117, Bretingliami
(Ind.), costata (Sarawak) p. 118, /'ro?2irtZ?s (Singapore) p. 119, Benneti
(Nepal) p. 120; Baly, Ann. a. Mag. N. H. (5) IV, posticata p. 455,
flavofasciata, histrio p. 456 (Assam); derselbe, Cist. Entom. IL
Galerucida ebiirata (Japan) ; v. Harold, D. E. Z. XXIII.
p. 368.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 501
Leptarthra fraternalis (Assam); ßaly, Cist. Entoro. II. p,455;
die Gattung Merista Chap. vereinigt derselbe mit Leptarthra.
Galerucella tropica (Guinea); ßaly, Ann. a. Mag. N. H. (5)
IV. p. 110, parvicollis (Dondo); v. Harold, Col. Heft. XVI. p. 214.
Galeruca suhmetallcscens, tarsalis (Assam); Baly, Cist. Entom.
II. p. 451, 452.
Haplosouyx concinnus, speciosus (Cehhes) p. 113, Moiilioti {Si&m)
p. 114, sexplagiatus (Flores) p. 115; ßaly, Ann. a. Mag. N. H. (5)
IV, adustus (Angola); v. Harold, Col. Heft. XVI. p. 211, scutellatus
(Assam); Baly, Cist. Entom. II. p. 452.
Mimastra quadripartita p. 448, limbata p. 449, ChenneUi p.
450 (Assam); derselbe ebenda.
Pacbytoma dircemoides (Cuanza); v. Harold, Col, Heft. XVI.
p. 213.
Doryxenu geniculata (Assam); Baly, Cist. Entom. II. p. 451.
Chapuis giebt die Mittelschiene der $ der Gattung Meso-
donta irrig als unbewaffnet an; eine n. A. ist M. marginata (Ca-
maroons); Baly, Ann. a. Mag. N. H. (5) IV. p. 111.
Nestinus flavomarginatiis (Mexico); Jacoby, P. Z. S. Lond.
1879 p. 789.
Monocesta approximata (Peru); Baly, Tr. Ent. Sog. Lond.
1879 p. 258.
Coelomera nigricoUis (Costa Rica) , Godmani (Nicaragua) ;
Jacoby, P. Z. S. Lond. 1879. p. 785.
Luperus nigrocyaneus (Colorado); Le Co nie, Bull. U. S.
Geol. a. Geogr. Surv. Terr. V. p. 517; viridipennis var. caucasicus
(Kobi); Weise, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien XXIX. p. 486, Arme-
niacus (A.); v. Kiesen wetter, Verh. naturf. Ver. Brunn XVII. p.
81, elegans (Sansibar); v. Harold, Stett. Ent. Zeit. 40 p. 336.
Chthone'is Jansoni (Chontales), smaragdipennis (Guatemala) ;
Jacoby, P. Z. S. Lond. 1879 p. 78G.
Scelida viridis (Mexico); Jacoby, P. Z. S. Lond. 1879 p. 787.
Oedicerus apicipennis (Indien); Baly, Ann. a. Mag. N. H.
(5) IV. p. 110.
Agetocera flaviventris (Indien); Jocoby, P. Z. S. Lond. 1879.
p. 788.
Malacosoma flavipcs (Lenkoran); v. Hey den, Verb, naturf.
Ver. Brunn XVII. p. 80.
Agelastica Immeralis (Moreton B.) p. 108, melanocephala
(Queensl.) p. 109; Baly, Ann. a. Mag. N. H. (5) IV.
Diabrolica marginella (Costa Rica) p. 789, fovcipennis, tri-
punctata (Guatemala) p. 790, imitans (Venezuela), fenestralis (Costa
Rica) p. 791; Jacoby, P. Z. S. Lond. 1879; dorsalis p. 523, imde-
cimpunctata, sangiiinicollis p. 524, terminaJis, ahdominaUs, Balyi p.
525, viridipennis^ minuta p. 526 (Peru); derselbe, Cist. Entom, II.
502 ßertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Nr. XXII, eximia (Boliv.) p. 73, rufolimhata (La Plata), viridilinibata,
(?) p. 74, nigriceps (Guatemala), interrupto-fasciata (Oaxaca) p. 75,
octosignata (ibid.), Jacobyi (Ecuador), p. 76, generosa (ibid.), fulvo-
signata (Guatemala) j). 77, Pascoei (Cayenne) p. 78, speciosissima
(Ecuador), fraterna (Guatemala) p. 79, elegans, Buckleyi (Ecuador)
p. 80, sexmacidata (Guatemala), düaticornis (Amaz.) p, 81, erytlirodera
(Peru), opacipennis (Ecuador) p. 82, divisa (ibid.) p. 83, rugata (ibid.)
p. 84; Baly, Ann. a. Mag. N. H. (5) III, limbifera, setifera (Peru);
derselbe, Tr. E. Soc. Lond, 1879.
Oidcs Älbertisi (Somerset, Austr.); Jacoby, P. Z, S. Lond.
1879. p. 788; indica p. 443, inornata p. 444 (Assam); Baly, Cist.
Entom. IL
Aulacophora cornuta p. 445, piäcliella p.446, perplexa p. 447,
(ibid) ; derselbe ebenda.
Diacantha aperta (Pungo Audongo); v. Harold, Col. Heft.
XVI. p. 210.
lialticini. Stegnea (n. g. Crepidoderae affine, differt tibiis
4 ant. apice iuarmatis necnon forma prosterni) nigripes (Peru) p. 248;
Eugonia (n.g. prope Crepidoderam ; Name bereits bei denGeo-
raetrideu vergeben) dimidiat ipennis (ihid.) p. 249 ; Baly, Tr. E. S.
Lond. 1879.
Gyclophysa (n. g. Nephricae affine, differt forma corporis
cum Sphaerodermate couveniente) albicornis (Peru); Baly, Tr. E. S.
Lond. 1879. p. 241 f.
Johia (n. g. Oxygon., differt a Chalaeno TFesiw. tibiis posticis
mucronatis, a Sojjhraena anteuuis longioribus etc.) atra (Jobi, Neu
Guin.); Kirsch, Mitth. k. Mus. Dresd. IIL p. 159.
Flatycepha (n. g.) eximia (Nichol B.); Baly, Journ. Linn.
Soc. XIII. p. 476; Sphaerophyma (n. g. al) Argopiste distinctum
elytris striato-punctatis) Simoni (Rockhampton); derselbe ebenda
p. 479.
Dibolia maculata (Natal); v. Ilarold, Col. Heft. XVL p. 232.
Xuthea Niponica (Nagasaki); Lewis, Ann. a. Mag. N. H. (5)
IV. p. 462.
Hermaeophaga nitidissimä (Peru); Baly, Tr. E. S. Lond. 1879
p. 246.
Lactica Jacobyi, clypeata p. 244, perimana p. 245 (P.); Baly,
Tr. E. S. Lond. 1879.
Omototus rufolimbatus, rubripennis (Chanchomayo); Jacoby,
Cist. Ent. II. p. 521, 522.
Cerichrestus Thamni (Peru); Baly, Tr. Ent. Soc. Lond. 1879.
p. 256.
Allochroma Umaculata (Nicaragua); Jacoby, P. Z. S. Lond.
1879 p. 784.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 503
Octogonotes limbatus (Peru); Baly, Tr. E. S. Lond. 1879.
p. 255.
Hapalotrius ßavofasciatus (Chanchömayo) ; Jacob y, Cist. Ent.
IL p. 521.
Omotyphus Erichsoni (Peru); Baly, Tr. E. S. Lond. 1879.
p. 255.
Monoplatus /"«??;ifs (Peru); Baly, Tr. E. S. London 1879.
p. 254.
Hypbasis indica (Assani) ; derselbe, Cist. Entom. IL p. 442.
Rhoicus trifasciatus (Chanchömayo); Jacoby, ebenda p. 520.
Oedionychis Howittii (Sydney); Baly, Journ. Linn. Soc. Lond.
XIII. p. HS, signifera p. 2b2 pulchra p. 253 (Peru); derselbe, Tr.Ent.
Soc. London 1879, qiiadrifasciata (Peru), fusconotata (Rio), trans-
versalls (Nicaragua) p. 444, insularis (Mexico), Nicaraguensis (N.)
p. 445, septemmaculata (Peru) p. 446; Jacoby, P. Z. S. Lond. 1879.
Sebaethe pallidipennis (Assam); Baly, Cist. Entomol. IL
p. 442.
Asphaera apicalis (Bras.), Bdlyi (Peru), amazonica (A.) p. 442,
pallida (Costa Rica) p. 443; Jacoby, P. Z. S. Lond. 1879, octopunctata,
maculipennis (Chanchömayo); derselbe, Cist. Entom. IL p. 522 f.,
Thamni, discofasciata p. 251, Umbifera (Peru) p. 252; Baly, Tr. E.
S. Lond. 1879.
Longitarsus peTuvianus (Peru); Baly, Tr. E. S. Lond. 1879.
p. 249.
Disonycha Erichsoni (! Peru), im<w(Bras.); Jacoby, P. Z. S.
Lond. 1879. p. 439 f., piächdla, Erichsoni ('.Peru); Baly, Tr. Ent.
Soc. Lond. 1879. p. 242 f.
Pelonia elegantula (Peru); Baly, Tr. E. S. London 1879.
p. 240.
J. Spängberg meldet das schädigende Auftreten von Phyllo-
treta vittula auf Gerste und anderen Getreidearten an verschie-
denen Punkten Schwedens; An. Soc. Esp. Hist. Nat. VIII. p.
339. £f.
Ph. Caucasica (Suram) ; v. Harold, Col. Hefte 16. p. 231 und
Verh. Zool. Bot. Ges. \Yien XXIX. p. 486.
Haltica facialis (Peru); Baly, Tr. E. S. Lond. 1879. p. 239.
Epithrix carinata (Peru); Baly, Tr. E. S. Lond. 1879. p. 238.
Chaetocuema cribrifrons, aeneola (Colorado); Le Conte, Bull.
U. S. Geol. a. Geogr. Surv. Terr, V. p. 517 f., cristata (Sansibar),
mexicana (M.) p. 231, fraterna (Madag.), solida (Columb.) p. 232;
V. Harold, Col. Heft. XVL
Euphitrea hirmanica (B.) ; dersel be ebenda p. 231, assamensis
(A.); Baly, Cist. Entom. IL p. 443.
Nephrica marginata (Peru); Jacoby, P. Z. S. Lond. 1879.
p. 440, hasalis (ibid.); Baly, Tr. Ent. Soc. Lond. 1879. p. 240.
504 Bert kau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Nisotra badia (Ceylon), Groudoti (Madag.) p. 230, unicdlor (Siam)
p. 231; V. Harold, Col. Heft. XVI.
Arsipoda picipes (West-Austr.) ; Baly, Journ. Linn. Sog. Lond.
XIII p. 477.
Blepharida flavopustulata (Assam); derselbe, Cist. Entom. IL
p. 441.
Monotia viridis (Guatemala); Jacoby, P. Z. S. Lond. 1879.
p. 787.
Homammatus ClarJci (Amaz.); Jacoby, P. Z. S. Lond. 1879.
p. 783.
Homophoeta variahilis (Venez., Columb., Bras.) p. 440, albo-
fasciata (Costa Rica) p. 441; Jacoby, P. Z. S. Lond. 1879.
Notozona himttata (Peru?); Jacoby, P. Z. S. Lond. 1879.
p. 439, Jansoni (Peru); Baly, Tr. E. S. Lond. 1879. p. 238.
QvimiB^d, nigro-ornata (Columb.); Jacoby, P. Z. S. Lond. 1879.
p. 783.
Trichaltica Thamni (Peru); Baly, Tr. Ent. Soc. Lond. 1879.
p. 247.
Chrysonielini. Gyclonoda n. g. für (Chalcomela) pilula
ClarTc', Paralepta (n. g.) foveicollis (N. S, Wales); Baly, Journ.
Linn. Soc. Lond. XIII. p. 474.
Acanthodon n. g. für Phytodecta lineata Gene] Weise,
Ent. Monatsbl. II. p. 76.
üeber die Verwandten der Phytodecta viminalis L. ; von Dr.
G. Kraatz.. Zeitschr. f. Entomologie. Breslau, N. F. 7. H. p. 45
£f. Ph. rufipes, viminalis, triandrae, tibialis, affinis, nivosa sind gute
Arten, deren Kennzeichen auseinandergesetzt werden.
Ph. graeilicornis nebst 6 Varietät, p. 135, ritfa p. 189 (Amur);
derselbe, Deutsche Ent. Zeitschr. XXIII.
Paropsis Chennelli (Assam); Baly, Cist, Entom. II. p. 438.
Kraatz macht Bemerkungen über die sibirischen Ento-
moscelis -Arten, hält Cysticnemis Mots. für E. discoidea nicht
aufrecht und benennt eine Var. derselben als concolor, ebenso eine
Yar. von E. orientalis mßpennis; D. E. Z. XXIII. p. 266.
E. assamensis (A); Baly, Cist. Ent. II. p. 437.
Timarcha Kiesemvetteri (Jaen) p. 382, Seidlitsi (Sierra Nevada),
Paulinoi (Portugal) p. 383, asturiensis (A.) p. 384; Kraatz, D.
E. Z. XXIII.
Doryphora verrucosa (Bras.) p. 351, Buclcleyi (Ecuador) p. 352,
undulata (Columb.) p. 353, moesta (ibid.), Jacohyi (Ecuador) p. 354,
Baly, Journ. Linn. Soc. Lond. XIV, approximata (Parana), God-
mani (Trinidad) p. 194, fulvopustidata (Columbien) p. 196, anchoralis
p. 235, Thamni^ p. 236, decipiens (Peru) p. 237; derselbe, Trans.
Ent. Soc. Lond. 1879, opacicollis, fulvicolUs p. 516, transversofasciata,
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 505
elegantula p. 517, glahraia, fiilvonotata'p. 6 iS (alle vom Cauchomayo);
Jacüby, eist. Ent. II. Nr. XXII. .
Labidomera imperialis (Rio); l>aly, Journ. Linn. Soc. Lond.
XIV. p. 355.
Deuterocampta Saundersi (Brasil.); Baly, Journ. Linn. Soc.
Lond. XIV. p. 356.
Leptinotarsa Kirschi (Peru); Baly, Tr. E. S. London 1879.
p. 237.
Stilodes Belti (Chontales), flavomarginata (Br2is\\ieu); Jacoby,
P. Z. S. Lond. 1879. p. 782, fidvipennis (Chauchomayo) ; derselbe,
eist. Entom. IL p. 519.
Zygogramma Cliampioni (Guatemala); Jacoby, P. Z. S. Lond.
1879. p. 781.
Baly stellt in den Trans. Ent. Soc. London 1879. p. 174 ff.
eine synoptische Tabelle der zur 11. Gruppe (Suffr.) der Gatt. Ghry-
somcla geliörigen Arten auf und diagnosticiert dieselben unter Berück-
sichtigung der Pencs. Neu sind ehr. Adamsi (Oo Bay) p. 190, rufo-
marginata (Mesopot.) p. 191.
ehrysomela Kenderesyi (Siebenbürgen) ; v. K i e s e n w e 1 1 e r , D.
E. Z. XXIII. p. 256; Lederi (Armenien); Weise, Verh. naturf. Ver.
Brunn XVII. p. 76 , (Taeniosticha) instahilis (Instarewo , Sib.) ;
Mäklin, Öfv. Finsk. Vet.-Soc. Förh. XIX. p. 30.
^rosita caelestina (Nordchina, Indien, Persien); Baly a. a. 0.
p. 193.
Ritze ma Bos schildert die Verwand elungsgeschichte des
Colaspidema Sophiae, der bisweilen auf Kohlpflanzen schädlich
wird; Tijdschr. v. Entom. XXIIL p. 139. ff. PI. 9.
J. A. Osborne. Parthenogenesis in a beetle (Gastro-
physa raphaui); Nature, Vol. XX. p. 430. Von 8 — 900 von einem in
der Gefangenschaft aus dem Ei gezüchteten und isoliert gehaltenen
Weibchen gelegten Eiern machte eines die volle Embryonalent-
wickelung (Augen, Beine, Mandibeln, Palpen) durch, ging dann aber
zu Grunde.
Eumolpini. Euhracliis (n. g. ; Prothoracis episterna an-
tica margine antico concavo aut recto, angulo antero-interno non
libero; characteribus ceteris ut in Pseudocalaspide, für (Pseudocola-
spis) cylindrica und) spinipes p. 248 (Gameroons), indica (Masuri) p.
249; Parascela n. g. für Pseudocolaspis cribrata Schauf. p. 252;
Cheiridea (n. g. prope Scelodontam; differt absentia fossularura
supraorbitalium et thoracis lateribus serrulatis) Chapuisi (Sierra
Leone) p. 253; Mouliotia (n. g. a Typophoro prosterno transverso,
unguibus appendiculatis, tibiis 4 posticis extus emarginatis distin-
ctum) femorata {Co^mhodad) p. 262; Jansonius (n. g. prope Pachne-
phorum) alternatus (ehili) p. 264; Baly, Journ. Linn. Soc. Lond. XIV.
eolaspo'ides J5a?2/^ (Costa Rica), Peneawa (Chanchomayo) p. 779,
506 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
australis (Queensland), unicölor (Nicaragua) p. 780, decemmaciüata,
variabilis (?) p. 781: Jacoby P. Z. S. London 1879; xanthopus
(Queens!.); v. Plarold, Col. Heft. XVL p. 230.
Corynodes assamensis (A,); Baly, Cist. Eni. IL Nr. XXI.
p. 439.
Eury demus Jansom (Cameroons); Baly, Journ. Liun. Soc.
Lond. XIV. p. 258.
Syagrus rugifrcns (Süd-Afr.); Baly, Journ. Linn. Sog. Lond.
XIV. p. 263.
Pachnephorus torridus (Niger), Bretingliami (Indien) p. 256,
Letvisi, porosa (China) p. 257; Baly, Journ, Linn. Soc. Lond. XVI.
Amasia falcata (Birma); v. Harold, Col. Heft. XVL p. 230.
Colaspejsoma sellatum (W.-Austr.) ; Baly, Journ. Linn. Soc.
Lond. XIV. p. 254, coeruleatum (Assam); derselbe, Cist. Entom.
II. Nr. XXI. p. 440, ardens, suhsericum (Cap), antiquum (Natal),
harbatum (Queensl.) p. 229, sansibaricum (S.) p. 230; v. Harold,
Col. Heft. XVI.
J. Lichtenstein et V. Mayet. Etüde sur le Gribouri ou
ecrivain de la vigne (Cryptocephalus vitis Geoff'r. = Eumolpus vitis).
Montpellier; 12 S.
Rhyparida maculicollis (Rockhampton); Baly, Journ. Linn.
Soc. Lond. XIII. p. 473, luteola (Viti), punctatissima (Tonga), subaenei-
collis (Saraoa), trapezicollis (Ovalau); Fairmaire, Le Naturaliste
1879. p. 75 f.
Pseudocolaspis longicolUs (S.-Indien) p. 259, Lefevrei (Persien)
p. 260, femorata (S.-Africa) p. 261; Baly, Journ. Linn. Soc.
Lond. XIV.
Leprotes fulva (Tartarei) p. 250, icmsi (China, Japan) p. 251;
Baly, Journ. Linn. Soc. Lond. XIV.
Fidia Guatemalensis (G.); Jacoby, P. Z. S. London 1879.
p. 778.
Aoria MoiiJioti (Cambodia); Baly, Journ. Linn. Soc. Lond.
XIV. p. 247.
Scelodonta Simoni (Rockhampton); Baly, Journ. Linn. Soc.
Lond. XIV. p. 251.
Sc. egregia Lef. = bidentata Baly] Baly a. a. 0. p. 252.
Chalcophana gigcis, unifasciata {Chanchomnyo)) Jacoby, Cist.
Entom. II. p. 515.
Otilea tarsalis (Chanchomayo); derselbe ebenda.
Geloptera igneo-nitcns (W.-Austr.) p. 472, vestita (Port Bowen)
p. 473; Baly, Journ. Linn. Soc. Lond. XIII.
Prionodera Godmani (Guatemala); Jacoby, P. Z. S. Lond.
1879. p. 778. "^
Colaspis Ilaroldi (Chanchomayo); Jacoby, Cist. Entom. II.
Nr. XXII. p. 514.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 507
Terillus foveolatiis (West.-Autr.) p. 469, squamosus, perplexus
p. 470, Duhoulayi (ibid.), vittatus (Queensland) p. 471 ; Baly, Journ.
Linu. Soc. Lond. XIII.
Ocnw^ pallidiis (Nicol Bay) ; Baly, Journ. Liun. Soc. Lond.
XIV. p. 255.
BqAq\\^ persica (Persien); Baly, Journ. Linn. Soc. Lond. XIV.
p. 259.
Chrysolampra piceipes (Assam); derselbe, Cist. Entom. IL
Nr. XXL p. 440.
Chalcoplacis instdbilis (Guatemala); Jacoby; P. Z. S. Lond.
1879. p. 777.
Lampr osomini. Lämprosoraa i?•^coZor p. 346, Batesi (Amaz.),
hypochryseum (Mexico) p. 347, cupricolle, amazonum (Ega) p. 348,
tridentatum (Bras.), canaliculatum (Pebas) p. 349, cuneatum (Am.)
p. 350, armatum (Columb.) p. 351; Baly, Journ. Linn. Soc. Lond.
XIV, Niearaguense (N.) Jacoby, P. Z. S. Lond. 1879. p. 776.
Chlamydini. Chlamys velutina (Amaz.) p. 343, placida (ibid).
p. 344, chinensis (China), fulvipes (Indien) p. 345; Baly, Journ.
Linn. Soc. Lond. XIV; sex-tuberculata (Guatemala); Jacoby, P.Z.S.
Lond. 1879. p. 775.
Idiocephala nigripennis (Queensland); Baly, Journ. Linn. Soc.
Lond. XIIL p. 459.
Rhombosternus sulplmripennis (Adelaide) p. 459, antennatus
p. 460, gracilicornis p. 461 (V/est.-Austr.); Baly, Journ. Linn.
Soc. Lond. XIIL
Diaspis Batesi (Ega); Baly, Journ. Linn. Soc. Lond. XIV.
p. 342.
Cryp tocephalini. Kraatzscbreibtüberdie Gry ptocephalen
von Sibirien und Japan und ihre geographische Verbreitung.
Deutsch. Ent. Zeitschr. XXIII. p, 257 £f.
F. Chapuis beschreibt (29 n. A.) Cryptocephalides
australiens du musee Godeffroy; Journ. Mus. Godeffr. 14.
p. 75 £f.
Cryptocephalus iyaro?cZi p. 130. Fig. 12, Raddei-g.l^tl, Fig. 11,
nöbilis p. 132, pallescens p. 133, splendens p. 134 (Amur); Kraatz,
D. E. Z. XXIII. Taf. II; euchinis (Nordpersien); derselbe ebenda
p. 288, Mayeti (Montpell.); Marseul, Nouv. et Faits. (2; Nr. 21. p. 82.
Ditropidus phalacroides, laetus (Gawler Town) p. 464, costi-
pennis (Champion B.) p. 465, facialis (Gawler Town), Jansoni
(Queensl.), semicircularis (Austr.) p. 466, ornatus (West-Austr.) p. 467,
pulcliellus (Adelaide), serenns (Süd- Austr.) p. 468; Baly, Journ. Linn.
Soc. Lond. XIIL
Polyachus marginicollis (Swan R.); Baly^ Journ. Linn. Soc,
Lond. XIIL p. 463.
508 Bei'tkau: Bericht üb. die Wissenschaft!. Leistungen
Bucharis Chapuisi (Süd-x\ustr.), granulöses (West-Austr.) p. 462,
martius (Moreton B.) p. 463; Baly, Jouni. Linn. Soc. Loud. XIll.
Clythrini. Urodera G^oc??«a?2i (Guatemala); Jacoby, P. Z. S.
Lond. 1879 p. 775.
Dinophthalma fasciatüj nigriceps p. 179, consimüis p. 180
(Amazon.); J. S. Baly, Cist. Ent. IL
Proctophana amazona (A.); Baly, Cist. Ent. IL p. 180.
Themesia grandis (Brasil.); Baly, Cist. Ent. II p. 181.
Megalostomis generosa p. 181, interrupto-fasciata p. 182, cae-
rulea (Amazon.) p. 183; Baly, Cist. Ent. II, placida (Ega); der-
selbe, Journ. Linn. Soc. Lond. XIV p. 341.
Coptocephala hilaris (Nord-Persien) ; Kraatz, D. E. Z. XXIII
p. 288.
Megalopodini. Clythraxeloma (n. g. Megalopodinarum; la-
brum emarginatum; ant. art. 4 — 10 subserralis; thorax marginibus
basali apicalique fortius elovatis, apicali truncato; scutellum apice
emarginatum ; metasternum planiusculum ; femora subtus ante medium
uuidentata, tibiae fortiter curvatae ; habittis et summa affmitas gene-
ris Temnaspis) cyanipennis (Amur); Kraatz, D. E. Z. XXIII p. 143.
Pedrillia higuttata p. 119 Fig. 8, hicolor p. 120 Fig. 9 (Amur);
Kraatz, D. E. Z. XXIII Taf. IL
Megascelidini. Megascelis posticata (Amaz.), femorata (ibid.)
p. 339, basalis (Rio Janeiro) p. 340; Baly, Journ. Linn. Soc.
Lond. XIV.
Cr iocerini. Crioceris scutellaris (Amur); Kraatz, D. E. Z.
XXIII p. 130. Taf. II. Fig. 4.
Lema pygmaea (Amur); Kraatz, D. E. Z. XXIII. p. 129,
Championi (Guatemala) p. 773, Nicaraguensis (Chontales), antcnnalis
(Guatemala) p. 774; Jacoby, P. Z. S. Lond. 1879, peruana (Chancho-
mayo); derselbe, Cist. Entom. II Nr. XXII. p. 514.
Zeagopbora himaculata (Amur); Kraatz, D. E Z. XXIII. p.
129. Taf. II Fig. 6, Beineckn; Grote, N. Amer. Ent. Nr. 1 p. 5.
Sagrini. Kraatz bespricht die systematische Stellung der
Gattung Khacbus und findet sie am besten als verbindendes Glied
zwischen Mycteriui und den Bruchiden untergebracht; D. E. Z.
XXIIL p. 276.
Sagra longipes (Burmah) p. 337, fera (S. Afr. , Kibe) p. 338;
Baly, Journ. Linn. Soc. Lond. XIV.
Cerambycidae. J. C. Schi ö dt e beschreibt und bildet ab die
Larven und Puppen zahlreicher Bockkäfer; Nat. Tidskr. (3) X. p.
369 ti; T. XII-XVIU.
Ueber die Bockkäfer Ost- Sibiriens, namentlich die am Amur
gesammelten. Von Dr. G. Kraatz. D. E. Z. XXIII. p. 77 ff., Taf. L
Es sind (incl. 25 n. A.) 144 südost-sibirische Arten bekannt gewor-
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 509
den/ von denen 58 in Europa und eben so viele auch in Japan vor-
kommen.
Burrae ister bringt Nachträge zu seinem früheren Verzeich-
nisse der Longicornia Argentina (1865); Stett. Ent. Zeit. 40.
p. 196 fF.
Lawiini. F seudocaTfimohiiis n. g. für Calamobius japoni-
cus Bates; Kraatz, D. E. Z. XXIII. p. 116.
Callundine (n. g. Mallodermati affine) Lacordairei (Indien);
Thomson, Bull. Ent. Fr. 1879 p. LVII.
P in ac 0 s t e r n a (u. g. Sternotom.) Nachtigali (Angola);
V. Horold, Col. Heft. XVI p. 190.
Siernoiomis polyspila (Angola) p. 181, confluens p. 183, chloro-
leiica p. 188; v. Harold, Col. Heft. XVI.
Oberea 7norio (Amur); Kraatz, D. E. Z. XXIII p. 117.
Phytoecia sim]3lonica (Simplon); Stierlin, Mitth. Schweiz.
Ent. Ges. V p. 438.
Nupserha Homeyeri (Pungo Andongo); v. Harold, Col. Heft.
XVI p. 205.
Glenea Clytia (Malaisia) p. 7, Beatrix (Mindanao) , cm'ona
(Nicobaren) p. 8, Hygia (Buru) p. 10, Partlienope (Neu Guinea),
Tlietis (Boraeo) p. H, Bellona (Sumatra) p. 12, Wlaia (Molucceu),
Niohe (Borneo) p. 13, CalUope (Malacca), Sylvia, Mephisto (Gaboon)
p. 14, hiapicalis (Malacca) p. 15, Trincomalica (Tr.) p. 16 , tenui-
lineata (Malacca), palaeographa p. 17, Neiomannii (Ceram), Alcyone
(Singapore) p. 18, Sophia, Cleanthe (Borneo), Laodice (Laos) p. 19,
Jacintha p. 20, Cryllis (Andaman Isl.), hrunnea (Malacca), Anna
p. 21, Theodosia (Borneo), colenda (Japan) p. 22, Georgiana (Ma-
lacca?), Aeolis (Birma) jj. 23, Simplex (Malacca), Mouhotii (Laos)
p. 24, chloromelas (China) p. 25; Thomson, Typ. Ceramb. App. la;
chrysochloris (Yezo); Lewis, Ann, a. Mag. N. PI. (5) IV. p. 467.
Kraatz giebt eine Diagnose der Gattung Asaperda Bates
und beschreibt A. stenostola vom Amur; D, E. Z. XXIII. p. 227.
üeber eine monströse Saperda carcharias s. oben p. 352 (120).
S. tetrasticta (Japan); Lewis, Ann. a. Mag. N. H. (f)) IV.
p. 466.
Agapanthia anmr ensis (Amm-) ] Kraatz, D.E.Z, XXIII. p. 115.
Liopus albivittis (Amur); Kraatz, D. E. Z. XXIIL p. 112.
Rhopaloscelis hifasciatus (Amur); Kraatz, D. E. Z. XXIIL
p. 113. Taf. I. Fig. 10.
Pogonöchoerus (dimidiatusvar. ?) hicristatus, tristiculus (Amur);
Kraatz, D. E. Z. XXIIL p. 114, 115.
P. dentatus polyphag; Bull. Soc. Zool. Fr. 1878. p.312 ff.
Oopsis striatellus (Viti; Tonga) , semigranosus (Gua- Tonga)
p. 289, granicornis , brimneocaudatus , fusco-apicatus (Viti), lateri-
51Ö Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
picttis (Tonga), variivestis p. 290 ; Fairmaire, Pet. Nouv. Ent.
Nr. 211.
Apomecyna macularia (Pungo Andongo); v. Harold, Col.
Heft. XVI. p. 204.
Cylindrepomus oxypterus (Duke of York I.); Fairmaire, Le
Naturaliste 1879 p. 75.
Homelix fusca (Angola); v. Harold, Col. Heft. XVI. p. 203.
Phryneta macnlaris (Angola); v. Harold, Col. Heft. XVI.
p. 202.
Gnatboenia zonifera (Angola); v. Harold, Col. Heft. XVI.
p. 200.
Moecha adusta (Angola); v, Harold, Col. Heft. XVI, p. 198.
Ceroplesis arcuata (Pungo Andongo) p, 196, fissa (Angola)
p. 197, heroka (Sansibar) p. 228; v. Harold, Col. Heft. XVI.
Phymatosterna inhamhanensis (Mozambique) ; Bertoloni,
Mem. delP Acc. delle Sei. delP Ist. di Bologna (ser. III) Tom. VII.
Tragocephala Jo (Madagascar); Thomson, Bull. Ent. Fr.
1879 p. LVII, opulenta (Chiuchoxo); v. Harold, Col. Heft. XVI.
p. 228.
Prosopocera aliena (Angola); v. Harold, Col. Heft. XVI.
p. 180.
Hammoderus Batest (Columbien); Thomson, Bull. Ent. Fr.
1879. p. LXXXIII.
Monochamus Deyrollei (Gaboon); Thomson, Bull. Ent, Fr.
1879 p. XXVI, sellatus (Angola); v. Harold, Col. Heft. XVI p. 177.
Apriona Tigris Tlioms. = A. punctatissima Kanp\ die Art
ist in vortrefflicher colorierter Abbildung dargestellt; Oberthür,
Ann. Mus. Civ. Genova XIV. p. 572. PI. I. Fig. 3.
Leprodera discoidea (Angola); v. Harold, Col. Heft. XVI.
p. 178.
Phrissoma retrospinosiim (Angola); v. Harold, Col. Heft. X VI.
p. 175.
Ceramhycini. Ty-pi Cer ambycidarumMusaei Thomso-
niani par M.J.Thomson; Paris, Deyrolle, 1878 und Appendix la.
(Rev. et Mag. Zool. 1879). Am letzteren Orte werden neue Typen
gemacht.
Megasemum (n. g. Asemo et Criocephalo affine, differt ab
illo . . . ant. multo longioribus et validioribus) quadricostidatmn ;
Kraatz, D. E. Z. XXIII p. 98.
Chlidones (n. g. post Clytinas collocandum) lineolatus
(Fianarantsoa); Water house, Tr. Ent. Soc. Lond. 1879 p. 320 f.
Elytroleptus (n. g. prope Ptcroplatum) Alfredi (Guanajuato,
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 511
auf Schinus molle), luteus (ibid. auf einer Mimose); Duges, La
Naturaleza IV. p. 184, 185.
Anosternus n. g. inter Trachyderem et Xylocharira, für A.
(Trachyd. olim) sangninolentus; Burmeister, St. E. Z. 40. p. 198.
Änthrihola (n. g. Lepturid., Sagridolae affine, diiTert rostro
elongato, parallele, antennis gracilioribus, scapo elongato etc.) deco-
ratus (! Madagascar); Bates, E. M. M. XV. p. 251.
Ops amates (n. g. prope Taurotagum) dimidiatus (Fianarant-
soa); Waterhouse, Tr. Ent. Soc. Lond. 1879. p. 26B ff.
Xjetzneria n. g. für Leptura lineata Letzner ; Kraatz, Zeit-
sehr. f. Entomologie, Breslau. N. F. 7. H, p. 63 ff.
Bates stellt in der Cistul. Entom. II Nr. XXI folgende neue
Gattungen der Callichromini auf: Amjyliionthe (Polyschisis ver-
wandt; Fühler doppelt so lang als der Körper) für A. doris (Neu-
Granada) p. 395 ; Synaptola (Mecaspis nahe stehend, Hinterschenkel
spitz gezähnt) für S. hrevicornis (Sierra Leone) p. 400 etc.; Euli-
topus für Callichr. glabricollis Murr. p. 407; Amhlyontium
(Leontium nahe stehend) für A. inerme (Borneo) p. 409 f.; Mom-
hasius (bei Promeces ; Clypeus durch tiefe Nath von der Stirn ge-
trennt; Fühlerkeule nicht so deutlich abgesetzt) für M frontalis
(Ribe) p. 417, und beschreibt weitere neue Arten in den Gattungen
Colobus, Pachyteria, Phyllocnema, Mecaspis, Callichroma, Chlori-
dolum, Leontium, Oxyprosopus, Anubis, Polyzonus, Hypocrites, Eu-
porus, Phrosyne, Ipothalia und Closteropus.
Ebenda Xr. XXII. p. 534 f. beschreibt Waterhouse Tereti-
cus (n. g. Tragosomin. prope Micropharum) pectinicornis (Madag.).
Kraatz stellt in der D. E. Z. XXIII p. 118 drei neue mit
Xylosteus verwandte Gattungen in folgender Weise auf:
A. Antennae longe ante oculos ad frontis bituberculatae mar-
ginem anteriorem insertae; palpi filiformes . Xylosteus
(Spinolae Friv.).
B. Ant. ad oculorum marg. anter. insertae; frons haud de-
clivis.
a. Palpi filif., oculi modice emarginati . Psilorrhah-
dium (caucasicum Krtz*).
b. Palpi art. ultimo securiformi, oculi fortius emar-
ginati (reniformes) Leptor{r)hahdium (gracile
Kraatz),
vix emarginati (subrotundati) globosi . . Micror-
(r) habd ium macilentum (Amur).
Hierzu macht Beitter eine vierte Gattung, Xylostyloii, be-
kannt ; die Art, X Ledert, stammte aus dem Kaukasus (vom Suram-
pass) ; E. Nachr. 1879 p. 82 und Verh. Zool. Bot. Ges. Wien XXIX.
p. 484.
512 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Vesperus Xatarti neuerdings in Frankreich in grosser
Menge und die Larve an den Wurzeln verschiedener Pflanzen, nament-
lich der Weinrebe, schädlich. Bull. Ent. Fr. 1879 p. VL
Tylosis Jimenezii (Guanajuato auf Malva angustifolia); Duges,
La Naturaleza IV p. 186.
Clytus (subg. n. Brachyclytus) singularis p. 107. Taf. L
Fig. 6, (Plagionotus) Christophi p. 108 Fig. 4, (Clytus) nigritulus
p. 109, (Xylotrechus) ciineipennis p. 110 Fig. 5, acutivittis p. 111
Fig. 1; Kraatz, D. E. Z. XXIII; Schneiden (Borshom); Kiesen-
wetter, Verh. naturf. Ver. Brunn XVII. p. 57, admirabüis
(Scaradill); v. Hey den, ebenda p. 58. Taf. VL Fig. 52; (Cyllene)
murinus (Paraguay); Burmeister, Stett. E. Z. 40 p. 201.
Clytarlus microgaster (Honoluln) p. 103 , modestus (Maui) p.
104; Sharp, Tr. Ent. Soc. Lond. 1879.
Callidium MaaU (Amur); Kraatz, D. E. Z. XXIII p. 106.
Rosalia alpina an verschiedenen Punkten Frankreichs ; Pet.
Nouv. Ent. Nr. 211 p. 290; 212 p. 295.
Euporus Simplex (Angola); v. Harold, Col. Heft. XVI.
p. 173.
Oxyprosopus lutulentus, filiformis (Angola); v. Harold, Col.
Heft. XVI p. 172.
Hhopalizus tricolor (Angola); v. Harold, Col. Heft. XVI.
p. 171.
Callichroma Japonicum (J.); v. Harold, Stett. Ent. Zeit. 40
p. 335, dives p. 168, Poggei p. 169, longinum, conforme (Angola)
p. 170; derselbe, Co!. Heft. XVI.
Pachyteria polychroma, collaris (Borneo) ; v. H a r o 1 d , Col.
Heft. XVI. p. 228.
Nach Dohrn gehört die Gattung Pachylocerus zu den
Hammaticheriden neben Dymasius, Pachydissus u. s. w. ; eine neue
Art ist P. unicolor (Birmah) p. 360: Stett. Ent. Zeit. 1878. p.
359 ff.
Molo rebus rufescens (Borshom); v. Kiesenwetter, Verh. na-
turf. Ver. Brunn XVII p. 60.
Necydalis morio (Amur); Kraatz, D. E. Z. XXIII p. 106;
pemiata (Japan); Lev/is, Ann. a. Mag. N. H. (5) IV p. 464.
Straugalia angulicollis p. 67 , scapularis p. 69 (Iladschyabad
Pers.); v. Hcyden, Verh. naturf. Ver. Brüun XVII.
Pidonia rufa (Amur); Kraatz, D. E. Z. XXIII p. 101, spe-
ctabilis (vielleicht Weibchen zur vorhergehenden?); derselbe ebenda
p. 228.
Leptura martialis (Cordova Arg.) p. 457, pugnax (ßirma) p.
459; Dohrn, Stett. E. Z. 1878 p. 459, laetißca (Quebec); Provan-
cher, Pet. Faun. Ent. Canad. I p. 630 (= mutabilis Neivm. var. ;
derselbe, Lc Nat. Can. IX p. 332); ^/irA'^ (Asterabad) ; v. Hey den,
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 518
Verh. naturf. Ver. Brunn XVII p. 70; simplonica (S.); Stierlin,
Mitth. Schweiz. Ent. Ges. V. p. 550, succedanea (Nipon); Lewis,
Ann. a. Mag. N. H. (5) IV p. 464.
Grammoptera simüis p. 102, alticollis p. 103, (nebst var. tri-
stieula und malthinoides), dehilis p. 104, elegantula p. 105 (Ost-Sibi-
rien); Kraatz, D. E. Z. XXIII.
Fallacia mingrelica^. 279, Ledert (Kaukasus) p. 280; Kraatz,
D. E. Z. XXIII und Verh. Zool. Bot. Gea. Wien XXIX. p. 485.
Kraatz schreibt über die Verwandten von Pachyta interro-
gationis L. und variabilis Gehl; D. E. Z. XXIII. p. 65 fif. P.
punctata Falderm. sieht er als selbständige Art an und beschreibt
P. Solslcyi vom Baikalsee p. 71 Taf. I. Fig. 15.
Toxotus amurensis (Amur); Kraatz, D. E. Z. XIII. p. 100;
minutus Gehl. var. Heinii (Japan); v. Hey den, ebenda p. 359 und
Ber. Senck. naturf. Ges. 1878—79 p. 88.
Mastodera coccinea, difformi'pcs (Madagascar) ; Bates, E. M.
M. XV. p. 252.
Tritocosmia latecostata (Sidney); Fairmaire, Le Naturaliste
1879 p. 75.
Obrium ohlongo-giittulum (Viti); Fairmaire, Pet. Nouv. Ent.
No. 211 p. 289.
Pachydissus tematensis (T., Yule, Dake of York J); Fair-
maire, Le Naturaliste 1879 p. 70.
Stierlin unterscheidet neben der Stammform 3 Varietäten
von Cerambyx Scopoli Laich. (Cerdo F.); Mitth. Schweiz, ent. Ge-
sellsch. V. p. 442.
Asemum amurense (Amur), tenuicorne (Krim); Kraatz, D.
E. Z. XXIII. p. 97.
Prionini. Psephactus (n.g. Tragosom.; .... ant. $ corpo-
ris dimidium vix superantes , art. 3 — 11 subdepressis , utrinque
carinulis 3—4 acutis longitudinalibus ; .... tibiae posticae margine
superiore foliaceo-dilatato . . . .) remiger (Japan); v. Harold, D.
E. Z. XXIII. p. 367.
Jamiüonus (u. g. post Acanthophoridas locandum) suhcostatus
(Angola); v. Harold, Col. Heft. XVL p. 158.
Sobariis (n. g. iuter Tragosominos et Pyrodinoa locandum)
Poggei (Angola); derselbe ebenda p. 164.
Tithoes frontalis (Angola); v. Harold, Col. Heft. XVL p. 154.
Prionu8 brevicornis bringt durch Reibung der Innenseite
der Hinterschenkel an dem Aufsenrande der Flügeldecken einen Ton
hervor; Le Conte, Psyche, IL p. 126. (Dasselbe ist, wie ich
La ndo is früher bereits mitgetheilt habe, mit unserem P. coriarius der
Fall, der nach Landois, Thier stimmen p. 100, stumm sein soll; Ref.).
Schaufuss revidierte die auf seramerikanischen Prionus-arten;
neu ist P. Henkei (Kirgiseusteppe) p. 475; Nunq. Otiosus III.
Archiv für Naturg., XXXXVI. Jahrg. 2. Bd- HH
514 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Micropsalis Durnforäii (Patagonien) ; Burmeister, Sett. Ent.
Zeit. 40 p. 196.
Parandra striaUfrons (Viti I.); Fairmaire, Pet. Nouv. Ent.
No. 211 p. 289.
Brucllidae. lieber die Verbreitung des aus Amerika stammen-
den Bruchus obtectus s. Bull. Ent. Fr. 1879 p. XXXIII, XXXIX,
und XLV.
B. fulvipes (Japan); Roelofs, C. R. Ent, Belg. 1879 p. LV.
Änthribidae. Äcarodes (n. g. Xenoschesti similis, sed sine
facultate saliendi) gutta (St. Helena); Wollaston, Col. St. Helenae
p. 206.
Notioxenus suhfasciatus p. 179, Janischi p. 184, Ddlii p. 185,
Grayi p. 186, aeneiis p. 187, congener p. 188, rotundatus p. 190
St. Helena); Wollaston a. a. 0.
Bra.chytB,vs\is niveovariegatus (Japan); Roelofs, C. R. Ent.
Belg. 1879 p. LV.
Parablops (?) oculatus (Sicilien); Baudi, Bull. Ent. Ital. IX.
p. 135.
Phloeobius gibhosus (Japan); Roelofs, C. R. Ent. Belg. 1879
p. LV.
Anthotribidus (Anthribidus tVir.) sellatus (Japan); Roelofs
D. E. Z. XXIII. p. 302.
hitocev US jap onicus, rufescens (Japan); Roelofs, C. R. Ent.
Belg. 1879 p. LV; Boelofsi (Nagasaki); Lewis, Ann. a. Mag. N.
H. (5) IV p. 465.
Homoeodera elatero'ides p. 193, nodidipennis p. 194, Edithia
p. 195, major, Compositarum p. 197, pumilio p. 199, Ästeris p. 202,
Paviae p. 203, globulosa p. 205 (St. Helena); Wollaston a. a. 0.
Deuteroerates cavicollis (Angola); v. Harold, Col. Heft. XVI.
p. 153.
Proterhinus nigricans p, 95, collaris (Kauai), humeralis (Maui)
p. 96, pusillus, longulus (Honolulu) p. 97, hasalis (Kauai), sternalis
(Maui) p. 98, Lecontei (Maui) p. 99, paradoxus (Honolulu) p. 100;
Sharp, Tr. Ent. Soc. Lond. 1879.
Brenthidae. Baryrrhynchus Poweri (Japan); Roelofs, CR.
Ent. Belg. 1879 p. LIV, Uneicollis (Moluccen) p. 297, Beijrollei (Me-
nado), Andamanicus (A.), rugosicollis (Malacca) p. 298; Power^
Pet. Nouv. Ent. No. 213.
Scolytidae. Eich hoff hat die Diagnosen der Gattungen und
Arten von neuen oder noch unbeschriebenen Tomicinen auch in der
Stett. E. Z. 1878 p. 383 ff. veröffentlicht; s. d. Ber. 1878 p. 526 (308).
Derselbe zeigt ebenda 1879 p. 501 ff., dass die meisten
Borkenkäfer (alle vielleicht mit Ausnahme von Scolytus) eine dop-
pelte Generation haben und legt als Beispiel den Entwicklungsgang
von Hylurgus piniperda dar. Die überwinterten Käfer schwärmen
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 515
und legen ihre Eier im März; ihre Nachkommen sind Anfangs Juni
entwickelt und die erste diesjährige Generation, deren Nachkommen
sich noch im Sommer desselben Jahres zu vollkommenen Insekten
entwickeln. Eichhofif hält in günstigen Jahren sogar drei Genera-
tionen für möglich. Dass diese Kenntniss einen anderen Modus der
Bekämpfung nöthig macht, ist selbstverständlich.
Pityophthorus deletus (Colorsido) ; Le Conte, Bull. U. S. Geol.
a. Geogr. Surv. Terr. V. p. 519.
Tomicus Mannsfeldi (Niederösterreich auf der Schwarzkiefer ;
dem duplicatus und rectangulus verwandt); F. Wachtl, Sitzber.
Zool. Bot. Ges. Wien 1879 p. 51 (eine ausführliche Beschreibung
nebst Abbildung ist im III. Bd. der „Mitth. a. d. forstlichen Ver-
suchsw. Oesterreichs" iu Aussicht gestellt); vgl. auch unten bei
Bostrychus.
Xylocleptes Cucurbitae (Colorado); Le Conte, Bull. U. S.
Geol. a. Geogr. Surv. Terr. V. p. 519.
Cryphalus mucronatus (Colorado); Le Conte, Bull. U. S.
Geol. a. Geogr. Surv. Terr. V p. 519.
Hypothenemus maculicollis (Oahu); Sharp, Tr. Ent. Soc.
Lond. 1879 p. 101.
Phloeotribus pitherulus (Colorado); Le Conte, Bull. U. S.
Geol. a. Geogr. Surv. Terr. V p. 519.
Eichhoff hält seine Gattung Blastophag us für genügend
begründet und neben Hylurgus aufrecht, schlägt aber für den (be-
reits bei den Chalcidiern) vergebenen Namen Myelophilus vor;^
Stett. E. Z. 1878 p. 399 f.
K. Lindemann 's Fortsetzung seiner „Monographie der
Borkenkäfer Russland's in dem Bull. Soc. I. Natur. Moscou
LIV p. 53 ff. Tab. II. ist der Gattung Dendroctonus gewidmet.
Aus der eingehenden Beschreibung hebe ich hervor, dass an den
7 Abdominalstigmen ein kegelförmiger Verschlusspfropfen angegeben
wird, der bei den übrigen Gattungen nicht beobachtet wurde. Beim
Nervensystem ist eine Verschmelzung der Abdominalganglien einge-
treten der Art, dass die Bauchkette aufser dem Infraoesophageal-
ganglion nur noch zw^ei Ganglien, das eine im Prothorax, das
andere im Metathorax hat; von dem letzteren soll am Ende ein
unpaarer Strang ins Abdomen bis an dessen Ende verlaufen, wo er
sich verästelt; in Anbetracht der Untersuchungen seines Lands-
mannes Brandt, die ein ähnliches Verhalten bei keinem anderen
Käfer nachgewiesen haben, hätte sich L in de mann wohl zu etwas
näheren Angaben veranlasst sehen können.
Curcülionidae. Echinocnemus truncatus (Nordchina), adustus
(Siam), dorsalis (Tibet); Chevrolat, Le Naturaliste 1879 p. 117.
Phaeopholus major (Japan) ; R o e 1 o f s , C. R. Ent. Belg.
1879 p. LIII.
516 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Physarcbus conspicülatus (Polynes.) ;Fairmaire, Pet. Nouv.
II. p. 286.
Pseudocneorrhinus setosiis, Ädamsi, minimus (Japan); Roe-
lofs, C. R. Ent. Belg. 1879 p. LIII.
Rhachiodes conformis (Swan R.), ijosticus (Austr.), dentiferus
(Schnh.) (Austr.), granulifer (Van Diemensl.), multidentatus (ibid.) p.
309, signaticolUs, nigropunctatus (Victoria) p. 310; Chevrolat,
Pet. Nouv. Ent. No. 216.
Trigonus semicrihrosus (Ovalau), anthrax, aeneo-niveus, mero-
physio'ides (Viti); Fairmaire, Le Naturaliste. 1. Mai 1879 p. 8.
Cossonini, Wollaston beschreibt von St. Helena folgende
neue Gattungen und Arten in seinen Col. St. Helenae : Stenoscelis hylastol-
des p. 84: Fig. l; Pseudostenoscelis {n. g.) sculptiirata -p. 86, aste-
riperda p. 87, longitarsis p. 88, alutaceicolUs p. 89, Compositarmn p. 90,
minima p. 91; Pachymastax (n. g. praec. affine) crassus p. 93; Hexa-
coptus (n. g.) ferrugineus p. 96; Fentarthrodes (n. g.-Peutar-
thro simile, sed scutello obsoleto, oculis miuimis etc.) Dicksoniae p.
97, Filicump.^Q) Pseudomesoxenus minutissimus ip. lOlj scrohiculatus
p. 108; Isotornus (n. g.) retractilis p. 105, aterrimus p. 106;
Microxylobius trituratus p. 108, Whiteheadi p. 109, ocülatus p. 110,
calcaratus p. 113, hisectus p. 115, sculpturatus p. 116, bicaudatus
granulosus p. 117, opacus p. 119 ; Acanthomerus ellipticus p. 127,
similis p. 130, cylindricus p. 132, asperatus p. 134; Eucoptoderus
(n. g.) vermiculatus p. 138, affmis p. 139; Chalcotrogus (n. g.)
apionides p. 140, oblongiorf semipoUtus -p. 142; Xestophasis (n. g.)
nasalis p. 149; Tapir omimus (n. g.) yihbirostris p. 150; Tychi-
örrhinus{n. g.) variolosus p. 152, porrectus p. 153, inaeqiialiSy suho-
chraceus p. 154, lineatus p. 155; Cryptommata (n. g.) cucullata]). 157.
Sipalini. Nassophasis (n, g. Sipalo affine) foveata (in
einem Orchideenhause auf Aerides Fieldingi von Khasia Hills) ;
Waterhouse, Tr. Ent. Soc. Lond. 1879, p. 17 f.
Mesocordylus gracilicornis (Medellin); Waterhouse, Cist.
Entom. II. p. 425.
Stromboscerini. Dryophthoro'ides (n.g.) swZca^ws( Japan);
Roelofs, C. R. Entom. Belg. 1879. p. LIV.
Calandrini. Perissoderes (n. g. ; Scutellum lobo mediano
margin. post. pronoti obtectum) ruficollis (Isl. of Johanna); Water-
house a. a. 0. p. 362 f.
Trocliorrhop alus n. g. für Sphenophorus strangulatus
Schh.', Tb. Kirsch a. a. 0.' p. 156.
Ueber die Larve etc. von Sitophilus grauarius s. Ormerod
in The Entomologist 1879. p. 51 ff.; über denselben und S. oryzae
E. A. Fitch ebenda p. 41 ff.
Sphenophorus niidicollis (Mysol); Th. Kirsch a. a. 0. p. 156,
seminitidus (Pungo Andongo) ; v. Ilarold, Col. Heft. XVI. p. 152,
1
im Gebiete der Artbropoden im Jabre 1879. 517
costatus, tibialis (Medellin); Waterhouse, Cist. Entomol. II.
p. 425 f.
Cyrtotrachelus Davidis (Cl)ina); Faimaire, Ann. Soc. Ent.
Fr. 1878. p. 127; elegans (Manilla); Dohrni. 1. ebenda p. 128 Anm.
1.; diclirous (Cochincbina); Faimaire, ebenda p. 273.
Baridiini. ')i2iV\AmB cgrjptus (lAeg.); Kirscb, Eut. Monatsbl.
II. p. 13.
Baris maculata p. 299, flavosignata p. 301 (Japan); Roelofs,
D. K Z. XXIII, Reinii (ibid.); derselbe, C. R. Entom. Belg. 1879.
p. LIV.
Pa ntotelini. Pantoteles diplostigma^ welanostictus (Brasilien),
(?) variabiUs (Guadeloupe); Cbevrolat, Bull. Entom. Fr. 1879'.
p. CLXIII.
Ceutorrhynchini. Phytobius lineatus, rectirostris ( Gay enne);
Cbevrolat, Bull. Ent. Fr. 1879. p. CXLIV.
Ceutorrbyucbus Venediciis (Sommerfeld); Weise, D. E. Z.
XXIII p. 153; auritus (Helenendorf} p. 45, Caucasicus (Rion) p. 46;
Kirsch, Verb, naturf. Ver. Brunn. XVII.
Coeliodes massageta (Elisabetpol); Kirsch, Verb, naturf. Ver.
Brunn XVII. p. 43. Taf. VI. Fig. 51.
Tacliygonini. Ixalma Hüleri (Japan), indicd (I.); Roelofs,
C. R. Ent. Belg. 1879. p. LIV.
Zygopini. Homogaster (n. g.) quehecetisis; Provancher,
Pet. Faune Ent. Canad. I. p. 530 (= Piazurus subfasciatus LeC;
derselbe, Le Natur. Canad. IX. p. 327).
Asytesta Doriae (Ins. Yule); Kirsch, Ann. Mus. Civ. Genova
XIV p. 19.
Arachnopus w^eZrtnoS29?7^«5 p. 563, acutipennis p. 564 (Fly River);
Gestro, Ann. Mus. Civ. Genova XIV.
Timorus saUator, personatus (Bras.), Pliäo (Cayenne); Cbe-
vrolat, Bull. Ent. Fr. 1879. p. LXXI f.
Copturus pulcher, brevis (Medellin); Waterhouse, Cist. Ent.
II. p. 423 f.
Cryptorrhynchini. Dyspeithes (n. g. EuthyrThin.) dentifer
(Mafur) p. 153; Parendymia (n. g. prope Endymiam) pilipes (Jobi)
p. 154; Th. Kirsch a. a. 0.
Trichodocerus (n. g. Conotrachelo affine) Spinolae, lateralis
(Cayenne); Cbevrolat, Bull. Ent. Fr. 1879 p. XCII f.
Petomis nigrüarsis (Neu Guinea); Cbevrolat, Pet. Nouv. ü.
p. 189.
Cryptorrhyncbus nigricolUs (Japan); Roelofs, D. E. Z. XXIII.
p. 298; anniiUpes^ obscurus (ibid.) derselbe, C. R. Ent. Belg. 1879
p. LIV,
Euthyrrhinus frontalis (Neu Guinea); Th. Kirsch, Mitth. k.
Mus. Dresd. II. p. 152.
518 Bert kau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistuugen
Euscepes frontalis (St. Domingo); Chevrolat, Bull. Ent. Fr.
1879. p. CL, crassirostris, ornatipennis p. 109, pilosellus p. 126
(Guadeloupe); derselbe, Le Naturaliste 1879.
Lembodes furcicolUs (Columb.); Chevrolat, Bull. Ent. Fr. 1879
p. CV, alhosignatiis (Chili); derselbe ebenda, p. CXXVII ; ulula
(Haiti); derselbe p. CXLIX.
Acalles rufipes (Spanien); Chevrolat, Bull. Ent. Fr, 1879. p.
CXL, leporinus (Guadeloupe); derselbe, Le Naturaliste 1879.
p. 126.
Tragopus gazella Lac. ist nicht Rhynch. gaz. Oliv., sondern
= Asytesta vittata Fasc.\ aber auch die Olivier'sche Art gehört in
die Gattung Asytesta Fase.., die ihrerseits mit Arachnopus nahe
verwandt (also eine Zygopine?) ist. Dohru, Stett.Ent.Ze.it. 40 p. 364.
Blepiarda marmorata (Neu-Guinea); Th. Kirsch, a. a. 0.
p. 155.
Acallodes gonoderu.s, laevirostris, costulatus, clunaris (Guade-
loupe) ; Chevrolat, Le Naturaliste 1879. p. 108 f.
Nettarrhinus Rojasi (Caracas), denticollis (Bras.), collaris p.
LV, bisignatus (ibid.) p. LVI; Chevrolat, Bull. Ent. Fr. 1879.
Orobitis cyaneus L. in Mehrzahl aus den Kapseln von Viola
canina erhalten; Schlechtendai, Jahresber. Ver. f. Naturk. Zwickau
(1879) p. 29.
Ithyporus asperulatus (Angola); v. Harold, Col. Heft. XVI.
p. 149.
CTiolini. Sternozus (! Sternoxys ?; n. g. für Cure, laticollis Ol.
und) pleuroleucus (Amaz.), trilineatus (Cayenne, Surin., Neu Gran.);
Chevrolat, Bull. Ent. Fr. 1879 p. XVI, nivisparsus (! Cayenne),
nigrofasciatus (Mexico); derselbe ebenda p. XXVHI.
Pseudosclerosomus (n. g. Scleros. simile; differt margine
anteriore prosterni recto, sine vibrissis; femoribus brevibus, fortibus,
Spina margine interiore subtus destitutis) rufosetosus (Brasil.); der-
selbe ebenda p. XXXII.
Gymnonotus n. g., auf Cholus geometricus Schh. gegründet;
derselbe ebenda p. XXXIX.
Lonchocerus n. g., für Cholus rhomboidalis Fhs.) ebenda
p. XL.
Platypacliys (n. g., Type: Amerhinus Bohemanni ManTi,)
trifasciatus p. XLIV;
Acrotomopus{n. g.) graniger (Montevideo); derselbe ebenda
p. XLV.
Dionychus IS-guttatus (Amaz.), alhonotatus (Bras.), Rojasi^
(Venezuela) p. V, carinatus (Bras.) p. VI; Chevrolat, Bull. Ent.
Fr. 1879.
Aphyorrhamphus hiflexuosus (Rio Janeiro); Chevrolat, Bull.
Ent. Fr. 1879. p. XXXIII.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 519
Sclerosomus dlhomarginatas, tuberculosus p. 293, humeralis,
alhosciiteUatiis p. 294 (Brasilieü); Chevrolat, Pet. Nouv. Entom.
Nr. 212.
Haplonychini. Haplonyx {Spencei),l)identattis (Adelaide) p. 60
Watei'housei (Austr.) p.30, Macleayi (Adel.), JDonovani (Austr.), rusticu-
lus (Qaeer\B\.), occipitalis {kde\Mde),msolitus {Ansir. )i^.3\ , punctum ( Ade-
laide), anormisi}. ibid.), melaspis (ibid.), frontalis (Van Dimensl.) p. 38,
cioniformis (K. George's Sd.), sexvittatiis (Adel.), posticalis (Austr.),
mediocinctus (Tasmau.), albofasciatus (ibid.), suturalis (Victoria),
rufulus (Ins. Fidji) p. 54, vicinus (Adelaide), alboguttatus, pectoralis
(Austr.), tubicen (! Port Augusta), nigrirostris (Victoria) p. 60; Che-
vrolat, Le Naturaliste 18/9.
Alcidini. Pocoesthes (n. g.) frigidus (Caracas); derselbe,
Bull. Ent. Fr. 1879 p. LXIV.
Aleides gemmatus (Angola) p. 150, Homeyeri (Loanda) p. 151 ;
V. Harold, Col. Heft. XVI.
Gymnetrini. Gymnetron incanus (Andalusien), niloticus
(Aegypt.); Kirsch, Ent. Monatsbl. II. p. 8.
Cionini. MicropJiyes (n. g, prope Cionum; Rostrum cylin-
lindricum, antice paullo deplanatum; ant, ante medium rostrum in-
sertae, scapus oculos attiugens, funiculus 5-art.; oculi rotundati^ de-
pressi ; scutellum minutissimum ; pedes mediocres, femora subclavata,
mutica, tibiae rectae, unguiculis liberis) cyanipennis (Kaukasus);
Weise, Verb. Zool. Bot. Ges. Wien XXIX. p. 482.
Nanophyes testaceus (Japan); Roelofs, D. E. Z. XXIII. p. 297,
japonicus (ibid.); derselbe C. R. Ent. Belg. 1879. p. LIV.
Cionus Wittei (Jaffa); Kirsch, Ent. Monatsbl. IL p. 8.
C. Scrophulariao, blattariae und hortulanus auf der auslän-
dischen Buddleya cornuta schädlich ; Bull. Ent. Fr. 1879. p. CVIII ;
vgl. oben p. 349 (117).
Tychiini. Lychnuchus fascicularis (Japan); Roelofs, C. R.
Ent. Belg. 1879 p. LIV.
Magdalinini. Magdalis /"aKao? (Kaukasus); Kirsch, Verh.
naturf. Ver. Brunn XVII. p. 39.
Erodiscini. Chevrolat's „Essai etc." in den Ann. Ent.
Fr. 1879. p. 5 ff. nimmt in dieser Tribus 4 Gattungen an, deren
Charaktere er angiebt. Es sind dies neben Erodiscus und(Toxeutes =)
Ludovix, die schon Lacordaire vereinigte, Atenistes Pascoe und
Hammacer HS n. g., gegründet auf Toxeutes Gronowii Sclih. Neue
Arten sind Atenistes scutellaris (Brasil.) p. 6, filirostris (Java) p. 7;
Hammacerus Esau (Cayenne) p. 8; Erodiscus ventricosiis (Parä) p. 9,
Ardea (Brasil.) p. 10, Granatensis (an n. g. ?; Neu-Gran.) p. 11.
jRhynchitini. Rhynchites Haroldi (Japan); Roelofs, C. R.
Ent. Belg. 1879. p. LIII.
520 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Äpionini. Sur les moeurs del'Apion Pisis. Le Natura-
liste 1879. p. 140.
In seinem Bijdrage tot de Kennis der Apioniden
schildert Dr. E. Everts zunächst die Eigenthümlichkeiten im äus-
seren Bau dieser Rüsselkäfer und glaubt dabei zwei irrige Angaben
Germars und Kirby's berichtigen zu können, die Kiefer- und
Lippentaster dreigliederig angegeben hatten; erstere sind nach
Everts nur 2-, letztere gar eingliederig. Der specielle Theil be-
rücksichtigt nur diejenigen (87) europäischen Arten der Gattung
Apion, die auch in den Niederlanden vorkommen können ; von den-
selben wird zunächst eine analytische Uebersicht und dann eine
systematische Aufzählung mit Angabe der wichtigsten Unterschei-
dungsmerkmale und Lebensweise, soweit dieselbe bekannt, gegeben.
Tijdschr. v. Ent. XXIL p. 133 ff. PI. 5. Fig. 1—8.
Derselbe liefert die Descr. decinq esp. nouv. du genre Apion;
ebenda p. 58. PI. 5. Fig. a — e; es sind dies A. Boelofsi, Eagusae,
viridicoeruleum, Algiricum, carhonariimi.
A. aenigineum (Mangliss) p. 48, Lederi (Mamudly) p. 50 ;
Kirsch; Schneideri (Tiflis) p. 49; Tournier, Yerh. naturf. Ver.
ßrünn XVII, Desbrocliersii (Andalusien); Kirsch, Ent. Monätsbl.
IL p. 13.
Amhatini. Ambates cTioUdiformis (Amaz.), vitticollis (Neu-Gr.);
Chevrolat, Bull. Ent. Fr. 1879. p. CXLIX.
Erirrhinini. Sraicronyx cdbofasciatus (Oran) ; Chevrolat,
Le Naturaliste 1879. p. 100.
Bagous diglyptus Boh. in England (Burton); E. M. M. XY.
p. 235.
B. hrevipennis (Borshora); Kirsch, Verh. naturf. Ver. Brunn
XVII. p. 38.
Erirrhinus viridis (Quebec); Provancher, Pet. Faune Ent.
Canad. I. p. 518' (= Phytonomus nigrirostris F., derselbe, Le
Natur. Canad. IX. p. 324).
Pachytychus erythropteriis (Oran), hirttdus (Aegypten), linei-
pennis (Valladolid); Chevrolat, Le Naturaliste 1879 p. 100.
Procas picipes Lee. ist nicht picipes Steph. und benannt P.
Le Contei; Bedel, Bull. Ent. Fr. 1879, p. LH.
Hylohiini Chrysolopus (Ze^j'ifws (Australien) ; Chevrolat, Pet.
Nouv. Ent. Nr. 215. p. 305.
Gleonini. Lixus monticola (Neu Guinea, Arfak); Th. Kirsch,
a. a. 0-. p. 152, curtirostris (Lenkoran; Mesopotamien); Tournier,
Verh. naturf. Ver. Brunn XVII p. 34, vcdidus p. 148, pungoanus
(Pungo Andongo) p. 149, Hildebrandti (Kitui) p. 148 Anm.; v. Ha-
rold, Col. Heft. XVL
Larinus acuminatus (Angola) ; v. H a r o 1 d , Col. Heft. XVI.
p. 146.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 521
Cleonus Martorellü (Carthagena) ; Fairmaire, Ann. Ent. Fr.
1879. p. 244.
Hyp erini. Tylopterus leucozona (Brasilien); Chevrolat,
Bull. Ent. Fr. 1877. p. CLXYIII.
Chloropholus biocidatus (Madagascar): Waterhouse, Cist.
Entom. II. p 534.
Scythropini. Scythropus nodicollis (Portugal); Chevrolat,
Le Naturaliste 1879. p. 126.
Tanyrrhynchini. 'N esioies barhatus ^. 161 , fimbriatus p. 162,
breviusculus p. 163, gracilis p. 165, minor, simplex p. 166, ascendens
p. 169 (St. Helena); Wollaston, Col. St.-Helenae.
Trachodes ovatus (Kaukasus); Weise, Verh. Zool. Bot. Ges.
Wien XXIX. p. 482.
Myorrhinus Schneidert (Kiptschakh); Kirsch p. 32, Kirschii
(Karasu); Tournier p. 33; Verh. naturf. Yer. Brunn XVII.
Molytini. Chevrolat führt 12 Arten der Gattung An-
chonus von Guadeloupe auf, von denen A. Delauneyi, rufescens^
rudis, {leprosus Dej. Cat.), trossülus, Lherminieri neu sind; Le Na-
turaliste 1879 p. 84 f.
Plinthus Fischeri Germ, in Steiermark (Rain.); Jahresber.
ak. naturw. Ver. Graz. V (1879) p. 75.
Meleus Schneideri (Baku); Tournier, Verh. naturf. Ver. Brunn
XVII. p. 36.
Lithinini. Lithinus penicillatiis (Antananarivo); Water-
house, Ann. a. Mag. N. H: (5) III. p. 381.
Gylindrorrliini. Burraeister behandelt die patagoni-
schen Arten der Gattung Cylindr orrhinus und beschreibt C. (cla-
thratus JBlanch. var. marinus, soll wohl murinus heissen) dentipennis
(Rio Chico), obesus (ibid.) p. 205, sordidus (ibid.), lactifer (oder
laetifer?, ibid. und Rio Sa. Cruz) p. 206, melanoleucus (Rio Sa. Cruz),
farinosus (Sa. Cr uz) p. 207, horridus (ibid.), gravidus (zwischen
Rio Chuleut und Rio Negro) p. 208; Stett. Ent. Zeit 40. p. 203 ff.
Rhyparo somini. Dichotrachelus concavicollis (Col deFenetre),
gaUicus (Südfr.), semimidiis (Col de Balme), sulcirostris (ibid.), de-
pressipennis, [arbutus?) (Col de Fenetre); Tournier, Ann. Ent. Belg.
XXII p. 115 ff,; eine synoptische Tabelle der Arten dieser Gattung,
in der diese neuen Arten bereits berücksichtigt sind, giebt Stierlin
in Mitth. Schweiz. Ent. Ges. V. p. 545 ff.
Byrsopini. S caphosternus (n. g.) rugosiiSy scrobiculatus
(Japan); Roelofs, C. R. Ent. Belg. 1879 p. LIII.
Minyops depressicolUs (Rhodus), opidenta (Beirut); Reiche,
Ann. Ent. Fr. 1879. p. 240.
Leptopini. Tropiphorus caesws (Balkan); Frivaldszky,
Term. Füz. III. p. 232.
522 Bertkau: Bericht üb. die Wissenschaft!. Leistungen
Otiorrliychini. Micronyclius (n. g.) sulcatiis\ Provan-
cher, Pet. Faune Ent. Canad. I. p. 508 (= Cyphomimus dorsalis
Hörn; derselbe, Le Nat. Canad. IX. p. 323).
H. Tournier liefert Materiaux pour servir ä une Monographie
des Especes Europeennes & circumeuropeennes du genre Myllo-
cerus Schti. und beschreibt M. Sibiriens (S.), similis (Baikal S.) p.
112, 3IiUingeni (Kleinasien) p. 113, biformis (Arabien) p. 114; Ann.
Ent. Belg. XXII. p. 109 ff.
Phyllobius monstruosus (Calabrien); Tournier, C. R. Ent.
Belg. 1879 p. III; rußpemiis {B2^^\i), Ärmeniacus [BoiBhom)', Kirsch,
Yerh. naturf. Ver, Brunn XVII. p- 24 f.
Pholicodes argentatiis (Syrien), Persicus (Persien), murinus
(Smyrna); Chevrolat, Bull. Ent. Fr. 1879 p. CLXIX f., quadri-
vittatus, elongatus { Armenien ; Mesopotamien); Tournier, Verh.
naturf. Ver. Brunn XVII. p. 27 f.
Otiorrhynchus attenuatus (Syrien), p. 433, auroguttatus (Türkei)
p. 512, longicornis (Griechenland), r^/^/irosiris (Banat) p. 514, Getsch-
manii (Asturien) p. 560, protensiis (ibid.) p. 562, venustus (Alp. marit.)
p. 563, Clairi (ibid.) p. 564, deformis (Constautinopel) p. 565, hirsutus
(Greta) p. 567, bosphorcmiis (! Const.) p. 568, MerUü (Rhilo Dagh)
p. 569; Stierlin, Mitth. Schweiz. Ent. Ges. V, tricar inatus (S^a^nien);
Chevrolat, Bull. Ent. Fr. 1879 p. CXXXIX; cantabricus (Galliz.) ;
Seoane, Not. para la Fauna Galleca, 1878, Fcrrol; bidentatus, tri-
striatus, dispm% cmerews (Kaukasus); Stierlin, Mitth. schw. ent. Ges.
V. p. 427 £f. und Verh. Zool. Bot. Ges. Wien XXIX, p. 480 f., lage-
naria p. 75, clavicrus (Trebisonde) p. 76; Marseul, Nouv. et Faits
(2) Nr. 19, (Tournieria) ^/^^ser (Mittelmeerk.) p. 3, spartanus (Taygetus),
excellens (ibid.) p. 4, laconicus (ibid.) p. 14; Kirsch, Entom.
Monatsbl. II.
0. fuscipes ^ mit niger ^ wiederholt in copula; Stierlin,
Mitth. Schweiz, ent. Ges. V. p. 433.
Sphaeropterus bituberculatus (Jobi); T h. Kirsch, a. a. 0.
p. 152.
Ely tr ur US acuticauda, dentipennis, granatus (I. Viti) ; F a i r m a i r e,
Le Naturaliste 1879 p. 46.
Brachyderini. Hoplopactus (n. g.; a Naupacto et Plectro-
phoro differt antennis tenuibus, minus elongatis, art. secundo funiculi
duplo longiore quam primo; .... femoribus anterioribus subtus
Spina vel una vel tribus armatis ; für N. injucundus, pavidus; Mimo-
graphus dentipes und) inustus (Caracas), impuber (Neu-Granada) ;
Chevrolat, Bull. Entom. Fr. 1879. p. LXXXIV f.
Cyphopsis (n. g.) Jekelii, dathratiim (Brasilien); Roelofs,
C. R. Ent. Belg. 1879. p. LH.
Cnemidothrix (n. g. Apocyrtis affine; scrobibus cavernosis,
nuUo modo elongatis, fere rotundis, rostro paullo breviore, funiculi
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 628
articulis subaequalibus et pedibus posticis longe pilosis differre vi-
detur) protensus (J. Viti); Faimaire, Le Naturaliete, 1. Mai
1879. p. 3.
J^^ i so weZrw s (n. g. scrobibus ad medios oculos directis, ut in
Episomiuis, sed unguibus liberis; inter Rhinoscapham et Celebiam
locandura) papuanus (Neu-Guinea) ; Th. Kirsch, Mitth. k. Mus.
Dresd. II p. 151.
Apocyrtus impressiis, viridis (Neu-Guinea, Dorey); Chevrolat,
Le Naturaliste 1879 p. 133 f.
Pachyrrhynchus decempustulatiis (Fly River); Gestro, Ann.
Mus. Civ. Genova XIV. p. 562, Croesus (Shanghir Ins.); Oberthür,
ebenda p. 570, PI. I. Fig 2.
Psalidium planicolle (Rhodus), rufescens (Levante), suhfasciatum
(Syrien); Chevrolat, Le Naturaliste 1879. p. 133.
Eupholus qainquefasciatus (Goram); Chevrolat, Ann. Ent.
Fr. 1877 p. 173. PI. IV. Fig. 6, Broivni (Duke of York Isl.); Bat es,
Proc. Zool S. Lond. 1877 p. 155 PL IV. Fig. 2, LatreilUi, magnificus
p. 148, quadrimaculatus, alterncms p. 149, admirandus p. 150 (Neu-
Guinea); Th. Kirsch, Mitth. k. Mus. Dresd. II, Benetti (Nen-Gmnea);
Gestro, Ann. Mus. Civ. Gen. VIII. p. 387. (Früher übersehen).
Rhinoscapha viridula (Neu-Guinea); Th. Kirsch, a. a. 0.
p. 147.
Exophthalmus sulphuratus, maculosus (Cuba), hieroglypMcus
(St. Domingo), Martinicensis (Mart.); Chevrolat, Bull. Ent. Fr. 1879
p. XCVII f.
Prepodes annulonotatus (Medellin); Waterhouse, Cist. Ent.
U. Nr. XXL p. 423. PI. 5. Fig. 3.
Cyphus OUveirae (Brasil.), elegans (Bahia); Roelofs, C. R.
Ent. Belg. 1879. p. LH.
Hadropus (?) &rev«2?ewni's (Cayenue) ; Chevrolat, Bull. Ent. Fr.
1879. p. CV.
Platyaspites linibatus, vdlidus (Chili), lateralis (Valparaiso);
Chevrolat, Bull. Ent. Fr. 1879 p. CXXVL
Siderodactylus ornatus (vom Cap nach Ascension verschleppt,
dort auf Wein und Kohlrabi sehr schädlich); Pascoe, E. M. M.
XV. p. 185, gravidus (Loanda) ; v. Harold, Col. Heft. XVI. p. 145.
Polycleis Livingstoni, augusticollis (Zambesi); Ancey, Le Na-
turaliste 1879. p. 140, vittatiis (Angola); v. Harold, Col. Heft. XVL
p. 144.
Tanymecus angustulus (Sierra-Morena); Fairmaire, Ann. Ent.
Fr. 1879. p. 243, setulosus (Spanien); Chevrolat, Le Naturaliste
1879. p. 126.
Piazomias Letvisi (Japan); Roelofs, CR. Ent. Belg. 1879.
p. LIII.
524 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Thylaeites inflaticöllis (Sierra Morena) ; Fairmaire, Ann. Ent.
Fr. 1879 "p. 243.
Taenophthalmus Crotcliii (KaspiSee); Kirsch, Ent. MonatsbL
II p. IG.
Polj'drosus Jonicus (Corfu); Chevrolat, Bull. Ent. Fr. 1878
p. CXXXIX; Keitteri (Kaukasus); Kirsch, Verb, naturf. Ver. Brunn
XVII p. 26.
Metallites Lusitanicus (Portugal); Chevrolat, Bull. Ent. Fr.
1879 p. CXXXIX.
Plectrophorus hifasciatus, unicolor, aciiminatus, älhüahris (Neu-
Granada), impressicollis (Cayenne); Chevrolat, Bull. Ent. Fr. 1879
p. LXXYII f.; Immeralis (Amazona) ; derselbe ebenda p. CXLVIII.
Brachyderes circiimcinctiis, cinctelli(S,apicaUs, cme?*e?<s (Spanien);
Chevrolat, Bull. Ent. Fr. 1879 p. CXIX fi"., 7iigrosparsns, aquüus,
pallidüarsis (Algier); derselbe, Le Naturaliste 1879 p. 93.
Eusomus j9MZc7zer (Kaukasus); Kirsch, Verh. naturf. Ver. Brunn
XVII. p. 29. Taf. VI. Fig. 50.
Platytarsus cruciatus (Kaukasus); Stierlin, Mitth. Schweiz,
ent. Ges. V p. 431 und Verh. Zool. Bot. Ges. Wien XXIX. p. 481.
Strophosonnus ocularis (Ungarn); Chevrolat, Bull. Ent. Fr.
1879 p. CXXXIX, (Neliocarus) huelvanus (Iluelva) p. 5, pelUtus (An-
dalusien) p. 6; Kirsch, Ent. Monatsbl. II.
Blosyrus aequdlis (Angola); v. Harold, Col. Heft. XVI p. 148.
Oedemeridae. Hörn giebt in den Trans. Amer. Ent. Soc. VII
eine Revision der nordamerikanischen Mycteriden. Mycterus flavi-
pennis Hörn wird als Varietät zu M. concolor Lee. gestellt; neu
sind M. canescens (Nevada; Calif.) p. 337; Lacconotus pinicola
(Colorado) p. 338.
Sessinia holoxantha (Loanda) ; v. H a r o 1 d , Col. Heft. XVI.
p. 143.
Rosenhauer meldet das häufige Vorkomnaen des Ditylus
1 a e V i s bei Kronach in Oberfranken. Die Larven leben in den
Pfählen eines Wehres von Weifstannen, die durch das Wa.sser feucht
gehalten werden. Dar Käfer ist in den Pfählen bereits im Septem-
ber entwickelt , zeigt sich aber erst im Mai des folgenden Jahres.
Corrbl. Zool. Mineral. Vereins Regensb. XXXIII. p. 37.
MelOldae. Iselma (n. g., a Zoniti differt ungue superiore non
dentato et corpore pube deusissima vestito ; für die bisher als Zon.
morio Dej. benannte Meloe ursus Thunb., hirsutus Thunh. und)
flavipennis (Dej.) p. 404, rufipennis (Germ.), briimieipes (Chevr.) p.
405, ruhripennis (Dej.), pdllidipennis p. 406, erythroptera p. 407;
Haag-Rutenberg, D. E. Z. XXIIL
Nemognatha rtM^oZensts (A) ; v. Harold, Col. Heft. XVI. p. 142.
Diaphorocera promelaena (Biskra); Fairmaire, Pet. Nouv. II.
p. 49.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 525
Sitaris (Criolis) pectoralis (Kaschgar); Bäte 3, Cist. Entom. II.
p. 484.
Criolis Muhanti (Caramanien); Reiche, Bull. Ent. Fr. 1878.
p. LXXIII.
Zonitis hipartita (Auatr.), ohscuripes (Peak Downs), seminigra
(Swan R.), sphndida, rugosipennis, flavicrus, nigro-aenea (Austral.);
Fairmaire, Le Naturaliste 1879 p. 46.
Palaestra eucera (Gayndah); Fairmaire, Pet. Nouv. Ent. II.
p. 167.
Haag-Rutenberg behandelt in dem zweiten seiner Bei-
träge zur Kenntniss der Canthariden die Gattung Spaatica,
deren (16) Arten zunächst analytisch und dann durch Diagnosen und
ausführlichere Beschreibung unterschieden werden; neu sind: S.chi-
lensis (Ch.), variabilis (Bahia) p. 514, glohicolUs Germ. i. coli. (Bras.)
p, 515, margindlis (ibid.) p. 518, corcdlicollis (ibid.) p. 519; Stett.
Ent. Zeit. 40 p. 513 ff.
Epicauta taishoensis (Tsusima); Lewis, Ann. a. Mag. N. H.
(5) IV. p. 464, Haagi (Kaschgar); Bates, Cist. Ent. II p. 483.
Lichtenstein beschreibt die Entwickelungsgeschichte von
Cantharis vesicatoria vom Triungulinus (bis zur Pseudonymphe;
C. R. LXXXV p. 628 f. und) bis zum vollkommenen Insekt; C. R.
T. 88 p. 1089 und E. M. M. XVI p. 34. Die Triungulinen verzehr-
ten zuerst von dem mit Honig dargereichten Ei der Ceratina chal-
cites das letztere, warfen bei der Häutung dann die Schwanzborsten
ab, bekamen stumpfe Mandibeln und nährten sich fernerhin von
Honig; nach zwei weiteren Häutungen ging die nun einem Enger-
linge ähnliche Larve in die Erde und verwandelte sich dort in eine
einer „Fliegenpuppe ähnliche" Pseudonymphe, in welcher Form sie
den Winter über verblieb. Mitte April fand eine neue Häutung
Statt, aus der eine weichhäutige Larve mit 6 rudimentären Beinen
hervorging, die sich Ende April in die wahre Puppe verwandelte;
aus dieser schlüpften am 23. Mai die Käfer aus; s. auch Sitzber.
Zool. Bot. Ges. Wien 1879 p. 31 f., wo Brauer hervorhebt, dass
damit der dunkele Punkt, wie die Lebensweise und Nahrung der
Larve im Freien sei, noch immer nicht aufgeklärt sei.
SeineBeiträge zur Kenntniss der Canthariden eröffnet
Haag-Rutenberg mit I: Tetraonyx. Von dieser auf Amerika
beschränkten Gattung , die ihren Hauptreichthum in Brasilien ent-
faltet, waren bisher 26 Arten bekannt, zu denen Haag weitere 49
Arten kennen lehrt. Die ^ haben verbreiterte Vordertarsen. Sie
machen ihre Verwandlung im Holze durch; wenigstens fanden sich
Puppen im Rothholz. (Sollte nicht in demselben Holze, wie so oft
beobachtet, ein Meliponenstock gewesen sein, der die Anziehungskraft
auf den Tetraonyx ausgeübt hat?) Auf eine Bestimmungstabelle
lässt der Verfasser Diagnosen und ausführlichere Beschreibung der
526 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Arten folgen: T. pectoralis (Columbien), anthracmus (Bras.) p. 257,
aTbomaciüatus (ibid.), imäulatus (Cayenne) p. 258, lugubris (Bras.)
p. 259, Proteus (Mexico, Honduras, Granada) p. 260, Kraussi (Bv2i.^.)
p. 262, Borrei (ibid.) p. 263, zonatus (ibid.) p. 264, Haroldi (Rio J.)
p. 265, intermedius (Bras), croceicollis {Rio J.) p. 266, bipartitus,
Bätesi (Mexico) p. 267, hrimnescens (Bras.) p. 268, decipiens (Mexico)
p. 269, angulicolUs (ibid.?) p. 270, Eogenlioferi (Bras.), Badeni
(p]cuador) p. 271, Mniszechi (Columh.) ^. 273, varidbilis (Bras.)p. 274,
nigricornis Klg. i. 1. (CoL, Bras.) p. 275, Brucki (Bras.) p. 288, dy-
tliroides, Ddhrni (Bras.) p. 290 , humeralis Buq. i. 1. (ibid.) p. 291
qradrüineata Dej. Cat. p. 292, pallidus (ibid.) p. 294, Kirschi
(Mendoza) , Deyrollei (?) p. 295, Chevrolati (Boliv.) p. 296, cyani-
pennis (Columb.), nigrifrons (Peru) p. 298, thoracicus Buq. i. 1. (Bras.),
Sallei (Cordova) p. 299, ^nanns, teleplioro'ides p. 300, macitUcollis p.
301, chrysomelinus Klg. i. 1. p. 302, scutellaris Dej. Cat. p. 303, ni-
griceps, albomarginatus Chevr. i. c. (Bras.), 3Ioritzi (Venezuela) p. 304,
minor (Bahia), circumscriptus (Bras.) p. 305 , quadrinotatus (Col.) p.
308, dilutus (La Guayra), Marseuli (Bol.) p. 309, bilineatus Deyr.
i. c. (Pernamb.) p. 311; Stett. Ent. Zeit. 40.
Chinesische Mylabris-arten liefern das Cantharidin in noch
reichlicherer Menge als unsere Lytta vesicatoria; Giebel's Zeit-
schr. LH p. 459.
M. andongoana (Pungo Andongo); v. Harold, Col. Heft. XVI
p. 138 (unter dem Gattungsnamen Zonabris v. Har.), Marseuli,
vittata (Hyrcanien); Kirsch, Entom. Monatsbl. H p. 77.
Meloe servulus (Kaschgar); Bates, Cist. Entom. IJ. Nr. XXL
p. 483.
Strepsiptera. Ed. Brandt untersuchte das Nervensystem von
Stylops melittae und Xenos Vesparum. Er fand dasselbe folgender-
mafsen gebaut: Der Kopftheil hat nur ein g. supraoesoph., wäh-
rend ein g. infraoes. fehlt. Der Brusttheil besteht aus einem
grofsen Ganglion , das in einen kleineren vorderen , dem g. infr.
und ersten Brustknoten entsprechenden, und einen gröfseren hinteren
Abschnitt zerfällt, der den beiden hinteren Brustknoten und meh-
reren Bauchganglien gleich zu setzen ist. Der Bauchtheil besteht
aus einem Bauchknoten am Ende des Bauches, der drei Paar Nerven
für das 5., 6. und letzte Segment nebst rectum aussendet. Protok.
Trudov Russk. Ent. Obschestwa XI mit Holzschnitt.
Rhipiphoridae. Myiodytes subdipterus aus Nestern von
Halictus {Hylaeus) sexcinctus; Larve und Puppe beschrieben von
Fahre, Ann. Sei. Nat. (6 ser.) Zool. Tome IX Nr. 2, 3 et 4, Art.
Nr. 4 p. 26.
Pyrochroidae. Pyrochroa ja^omca (Japan); v. Heyden, D.E.
Z. XXIII p. 354 und Ber. Senck. nat. Ges. 1878—79 p. 88.
Anthicidae. Änthicodes (n. g. Anthico affine, capite longiore.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 527
thorace amplo, subquadrato, scutello et alis obsoletis, tarsis robustio-
ribiis) maculatus p. 237, fragilis p. '238 (St. Helena); WoUaston,
Col. St.-Helenae.
Marse ul's Abeille enthält in ihrem T. XYII (1879) eine Mo-
nographie dos Anthicides de l'ancien monde vom Heraus-
geber; S. 1 — 268 mit 2 colorierten Tafeln. Es sind darin aufgeführt:
Macratria 1, Notoxus 20, Mecynotarsus 5, Amblyderus 2, Formi-
comus 12, Tomoderus 4, Anthicus 178, Ochthenomus 6 Arten. Als
unsicher oder zweifelhafte Arten sind 52 weitere bloß aufgezählt.
Die neuen Arten sind als solche nicht recht hervorgehoben.
Anthicus Wollastoni (St. Helena) ; F. H. W a t e r h o u s e,
Journ. Linn. Soc. Lond. XIV p. 532, (Leptaleus) Ärahs (Hedjas) p.
72, (Stenidius) Saulcyi (Jerusalem) p. 75, inderiensis (Bogdo) p. 78,
femordlis (Montpellier), coniceps (Portug., Alg.) p. 83, laevipennis
(Aegypt.) p. 85, hicarinula (Cypern) p. 86, pJioxus (Mesopot.) p. 87,
Lameyi (Bona) p. 88, lucidicollis (Alger) p. 89, thessalius (Griechenl.)
p. 97, Ehagis (Mesop.) , lotus (Russl.) p. 98, turca (Türkei) p. 99,
quadrispilus (! vox hybr. ; Mesop.) p. 104, laevaUceps (ibid.) p. 105,
cinctomus (! vox hybr.; Palaest.) p. 106, lateriguttatus p. 107, rufi-
vestis (Alg.) p. 108, collacicidus (Alg.) 113, elvatiis (Arab.) p. 115,
Tobias (Mesop.) p. 125, peplifer, rarepunctatiis p. 126, megdlops p. 127,
Heydeni (Span.) p. 132, desertus (Sibirien) p. 134, flavisternus (Meso-p.)
p. 149, liiteipes (Palaest.) p. 149, maurus (Alg.) p. 150, sabidosus
(Daurien) p, 172, proximus (Algier) p= 179, laticollis (Arab.) p. 196,
tortiscelis p. 192, vai'ns p. 194, tumidipes p. 195, cinctus (Algier)
197, digitalis (Oran) p. 198, fiiscipes (Spanien) p. 199, bispiUfasciatus
(ibid.) p. 202, violaris (Oran) p. 217, calliger (Hyeres; Griechenl.)
p. 225, Volxemi (Portugal) p. 228, Mohammedis (Arab.) p. 232, (Lederi
(Kaukas.?)) p. 252; Marseul a. a. 0.
Notoxus Haagi (Japan); Marseul a. a. 0. p. 28.
Mecynotarsus Tn/gtm (Syrien) p. 41, bicinctus (Mesopotamien);
Marseul a. a. 0. p. 42. PI. I. Fig. 2.
Tomoderus itcdicus (Orbitello, Portici); Marseul a. a. 0. p. 61.
Formicomus suratus (Tingis); Baudi, C. R. Ent. ßelg. 1879
p. LXXXVII; parallelus (Mesopotamien); Marseul a. a. 0. p. 50.
Pedilidae. Ischalia patagiata (S. Japan); Lewis, Ann. a. Mag.
N. H. (5) IV p. 463.
Egestria griseölineata (Peak Downs), pallitibia (Rockhampton);
Fairmaire, Le Naturaliste 1879 p. 70.
Lagriadae. F. W. Mäklin beschreibt von neuem die Statira-
arten Fabricius' und Erichson's: St. ruficollis, fulvicollis, abdomina-
lis, fuscipennis, caelata ; Öfv. Finsk. Vet.- Soc. Förh. XXI p. 243 ff.,
sowie die neuen Arten sumpituosa, nubecülosa p. 105, hrevicöllis^ im-
pressipennis, hilaris p. 106, terminalis, ciipripennis p. 107, gratiosa,
Steinheili -p. 108, nigella, picipennis p. 109, cribripennis, fusca p. 110,
528 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
ferruginea, laevigata p. 111, virescens, trilineata, lateralis p. 112,
meäialis, sordida p. 113, quadrimaculata, sexmaculata p. 114, Ute-
rata, exigua p. 115, cyanipetinis, trifasciata, cylindricollis p. 116,
validicornis p. 117, alle von Neu-Granada ; ebenda XX p. 104 ff.
Lagria elliptica (Spanien); Fairmaire, Ann, Eni. Fr. 1879
p. 242, apicata (Loanda) ; v. Harold, Col. Heft. XYI p. 133, indi-
cola (Kaschgar); Bat es, Cist. Ent. II p. 483.
Melandryadae. Lederia (n. g. Orcheaiae affine) Suramensis
(Kaukasus); Reitter, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien XXIX p. 478.
Nothus ZMiews(Californien); Hörn, Trans. Amer. Ent. Soc. VII
p. 339.
Zilora nuda (Canada); P r o v a n c h e r ; Le Natural. Canad. IX
p. 321.
Neogonus Faustii (Baku); Reitter, Verli. Zool. Bot, Ges.
XXIX p. 546.
Opsigonus Krüperi Baudi (d. Ber. 1878 p. 510 (292)) = Neo-
gonus Plasonii Hampe (d, Ber. 1874 p. 361 (109)); v. Hey den,
Deutsch. Entom. Zeitschr. XXIII p. 167; über die systematische
Stellung vgl. d. Ber. 1876 p. 420 (212).
Tetratoma concolor (Colorado); Le Coute, Bull. ü. S, Geol.
a. Geogr. Surv. Terr. V p. 518.
Pythidae. Lissodema denticolle in Belgien (Namur);
C. R. Ent. Belg. 1870 p. CLXXVIL
Monommatidae. Monomma qiuidrimaculatum (Philippinen), pi-
losum p. 379, ahstriisum p. 380 (Fianarantsoa, Mad.); Waterhouse,
Ann. a. Mag. N. H, (5) III.
Cistelidae. Hypocist da (n, g. Cteniopodi affine, sed. ant.
articulus tertius quarto niulto brevior) tenuipes (Kaschgar); Bat es,
Cist. Entom. II p. 482 f.
Labetis (n. g. Alleculae affine; tibiae antioae Microzoi sub-
similes, quamquam magis elongatae et edeutatae) tibialis{iiono\\i\\ji);
Waterhouse, Entom. Monthl. Mag. XV. p. 267.
Anaxo fusco-violaceus (Rockh,) p. 167, rufujanthiniis (Viti);
Fairmaire, Pet. Nouv. II p. 279.
Licymnius strigicollis (Peak Downs); Fairmaire, Pet. Nouv.
Ent. II p. 167.
lle\iot&u.r HS pimctosulcatus (Sierra Morena); Fairmaire, Ann.
Ent. Fr. 1879 p. 242.
Mycetochares bipustulata Illig. var. croceipes (Suram); Weise,
Verh. Zool. Bot. Ges. Wien XXIX p, 478.
Euboeua viridis wird von Allard noch zwei Mal als n. sp.
beschrieben: Pet, Nouv. II p. 98 und Verh. Ver. Brunn XVI. p. 241.
Taf. IV. Fig. 38; vgh d. Ber, 1878 p. 507 (289); nach Reitter,
Verh, Zool. Bot. Ges. Wien XXIX p. 511, gehört die Art wegen der
gezähnten Fui'sklauen zur Gattung Cistela F.
ini Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 529
Allecula (Dietopsis) costipennis (Kaschgar) ; Batee, Cist. Ent.
II. p. 482.
Tenebrionidao. Haag-Kutenberg bringt Nachträge zu den
Heteromeren-Monograpliieen der Moluriden, Eurychoriden und Ades-
miideo; D. E. Z. XXIIl. p. 289 ff.
F. Bates beschreibt die auf der Forsyth'schen Expedition
nach Kaschgar von Sloliczka gesammelten Arten; Cistul. Eutom. II.
Nr. XXI p. 467 ff.
Aspidostertmm antiquum, sumptuosum (Innerafr,); v. Harold,
Mitth. Münch. 1878 p. 107; costatum (Cap Palmas); derselbe, Col.
Heft. XVI p. lU.
Bradymerus suhJaevicolUs^ cancellatus (Viti); Fairmaire, Pet.
Nouv. II p. 286.
Copidita laeta (St. Domingo) p. S06, lateralis, elegans (ibid.),
tenclla (St. Thomas) p. 307 , simplex (St. Barthelemy) , lineata (Ja-
maica) p. 308, ruhricollis (St. Thomas) p. 309; Waterhouse, Tr.
E. S. Lond. 1878.
Eutochia amaro'ides (Scioa); Gestro, Ann. Mus. Civ. Gen. XIII
p. 321.
Strongyliini. Azonoderus {n. g. prope Strongylium; oculi
diatantes, fortiter granulati, modice emarginati; clypeus a vertice
eutura arcuata profunda divisus; palpi max. art. ult. securiformi;
thorax subglobulosus, lateraliter postice tantum subtiliter margina-
tus; tibiarum calcaria apicalia brevissima fere obsoleta; mesoster-
num angustum, antice in triangulum impressum) tristis (Pungo An-
dongo); v. Harold, Col. Heft. XVI p. 126.
Bionesus (n. g. Dicyrtis sat affine, corpore pubescente, ely-
tris haud tuberosis , antennis filiformibus differt) cmereosparsus
(Fidji I.); Fairmaire, Le Naturaliste, 1879 p. 70.
Platyesthus (n. g. prope Poecilesthum ; . . . antennae capite
cum prothorace breviores, robustae et apicem versus sat dilatatae et
compressae, crebre punctatae, art. 2-do nodoso, tertio parum elon-
gato, quarto latitudine parum longiore, articulis 5 — 11 longitudine
latioribus . . . ; prosternum sat latum, pone coxas triangulariter
productum) palUdipennis (Brasil.); Mäklin, Öfv. Finsk. Vet.-Soc.
Förh. XX p. 92.
In einem Nägra bidrag tili kännedom af slägtet Talanus
Dej. Cat. giebt Mäklin zunächst eine Beschreibung dieser manch-
mal mit Strongylium verwechselten Gattung und dann folgender
Arten : T. cribrarius Dej. Cat., insularis (Porto Rico) p. 98, colum-
hianus (C.) p, 99, hrasiliensis (Br.) p. 100, humilis (Columb.) p. 101,
subexaratus (N. Granada) p. 102; Oefv. Finsk. Vet.-Soc. Förh. XX
p. 95 ff.
Strongylium ?amcoWe (Jobi); Th. Kirsch, Mitth. k. Mus. Dresd.
II. p. 146.
Arch. f. Naturgesch. XXXXVI. Jahrg. 2. Bd. JJ
530 Bertkau; Beriebt üb. die wissenschaftl. Leistungen
Poecilesthus deeoratus (Südbrasil.) p. 65, flavomaculatus (Pa-
ramaribo; Cayenne) p. 66, albomarginatus (Bahia) p. 68, laticornis
(Columbien) p. 69, angiilicollis (Ega) p. 70, gibbosus (Rio Janeiro)
p. 71, curvipes (Peru) p. 73 , qitadrisignatus (ibid.) p. 74 , infimiis
(St. Paul.) p. 75, hasalis (Brasil.) p. 76, hrevicornis (Brasil.) p. 78,
octopunctatus (script.-tis; Brasilien) p. 79, octotiotatus (Bras.) p. 80,
marginicolUs (ibid.) p. 82, decemsignatus (ibid.) p. 83, lineolatus (ibid.)
p. 84, pygmaeus (ibid.) p. 85, tumidus (Peru) p. 87, circumcinctus
(Ega) p. 88, eximius (Peru) p. 89, marginipennis Dej. Cat. (Cayenne)
p. 91; Mäklin, Oefv. Finsk. Vet.-Soc. Förb. XX.
Amarygmini. Amarygmusifart^i (Neu Guinea); Th. Kirsch,
Mitth. k. Mus. Dresd. II p. 146.
Megacanthini. Hoplonyx angolensis (Loanda); v. Harold,
Col. Heft. XVI. p. 123.
Helopini. Helops montanus (Colorado); Le Conte, Bull. ü.
S. Geol. a. Geogr. Surv. Terr. V p. 518.
Ueber Euboeus viridis AU. s. o. bei den Cisteliden p. 528 (296).
Laena Heydeni (Balkan); Weise, Ent. Monatsbl. II. p. 102.
Bat es gruppiert in einer analytischen Tabelle die (37) A. der
Gattung Cardiothorax Motsch. (Thoracophorus Hope, Atrypho-
des, Otriatus Pascoe) ; als neu sind bezeichnet G. armipes, femoratus,
valgipes, fraternalis, politicollis, longipes, curvipes, chalceus, crassicor'
niSf angulatuSj grandis, aeutangulus, captiosus, ameus, distitictus,
crenulieollis, hmneralis, Haagi, und dieselben später ausführlicher
beschrieben und mit einer Vaterlandsangabe versehen; E. M. M.
XVI p. 30 ff., 70 ff., 131 ff.
Thesilea impressicollis (Duke of York J.); Fairmaire, Le
Naturaliste 1879 p. 70.
Cnodalonini. Pseudocamaria (n. g. Type: Camaria alter-
nata Fairm.) consobrina (Fianarantsoa) p. 288;
Actanorie n. g. (Type; C. undaticollis Fairm.) p. 289;
Thettea (n. g.) tenuitarsis (Antananarivo) p. 290;
Drocleana n. g. (Type: Camaria chalcoptera Klug) p. 291;
Chemolanus n. g, (Type: Tetraphyllus consobrinus Fairm.)
p. 296;
Charianus n. g. (Type: T. purpuratus Cog[.);
Amarsenes n. g. (Type: T. oblongo-camelus Fairm.) p. 297;
Psilonesogena (n. g.) hybrida (Antananarivo) p. 305; Bates,
Tr. Ent. Soc. Lond. 1879.
CdimsLridi parvicollis, o&scwrma (Madagascar) ; Fairmaire, Pet.
Nouv. II p. 137.
Tetraphyllus Fairmairiij tubercuUpennis (Antananarivo) ; B at e e,
Tr. Ent. Soc. Lond. 1879 p. 295.
Nesogena (purpureo-limbata Cat. Dej., Gemm.-Har. = iodi-
limbata Fairm.) gigantea, speciosa p. 299, rutilia, lucida p. 300,
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 531
venusta, Fairmairii p. 301, castaneipes, genicidata p. 302, varicolor
p. 303, Haagi, Croesiis p. 304, (alle von Madagaskar, zumeist Fiana-
rantsoa und Antananarivo); Bates, Tr. Ent. Sog. Lond. 1879.
Heterotarsini. VhymRiodes macuUcollis (Isle Royal, Mich.);
Le Conte, Proc. Am. Phil. Soc. XVII. No. 101 p. 614.
Tenebrionini. Dolichoderus mitcronatus p. 279, puncticeps
(Mad.), politipennis p. 280, heterocerus, lucifugus und var. (?) tumidi-
collis p. 281, approximatus (Fianarantsoa), distinctiis p. 283, pecto-
ralis, connexus p. 284, pulchripes, gibbipennis (Antananarivo) p. 285;
Bates, Tr. Ent. Soc. Lond. 1879.
Ulomini. Toxicum rufipes (Neu Guinea); T h. Kirsch,
Mitth. k. Mus. Dresd. II. p. 145.
Achthosus Pascoei (Jobi); Th. Kirsch, Mitth. k. Mus. Dresd.
II. p. 144.
Uloma büuberosa (Mafur); Th. Kirsch, Mitth. k. Mus. Dresd.
II. p. 145.
Palorus delicatidus (Indien); Reitter, Mitth. Münch. 1877
p. 140.
Phr enapatini. Pycnochilus (n. g. inter Phrenapatem et
Delognath^m) advenus (Antananarivo); Waterhouse, Tr. E. Soc.
Lond. 1879 p. 263 f.
Diaperini. Zur Kenntniss der Gattung Ceropria von E.
V. Ilarold; Stett. E, Z. 1878 p. 345 fif. Als neu sind beschrieben
C. ti'istis (Timor) p. 349, sulcifrons (Japan) p. 353, intermedia (Neu-
Guinea), opulenta (Sumatra) p. 354, humeralis (Amboina) p. 355.
Diaperis ruhrofasciata (Amur); Reitter, D. E. Z. XXIII.
p. 226.
Opatrini. Hadrodes (n. g. Hadro affine, dense sulcatum,
labrum integrum etc.) Helenensis (St. Helena); Wollaston, Col.
St.-Helenae p. 227.
Tarphiophasis (n. g. praeced. affine, aspectus ut in Tarphio ;
capite tuberculato, abd. segm. 1 et 2 connatis etc.) tuberculatus p.
228; derselbe ebenda.
Penthicus (Loboderus) graeilis (Kaschgar); Bäte a, Cist. Entom.
n. p. 482.
Opatrum Tcashgarense (K.) ; Bates, Cist. Entom. II. p. 481.
Pedinini. Bioramyx (n. g. prope F\&iy scelidem) pamirensis,
ovalis p. 478, puncticeps, asido'ides p. 479;
Chianalus (n. g. praecedenti affine) costipennis (Kaschgar)
p. 479 ;
Myatis (n. g.) humeralis p. 480, quadraticdUis, variabilis p.
481; Bates, Cist. Entom. IL
Pedinus Jonicus p. 66, Taygetanus (T.), Olympicus (0.) p. 67,
debilis (Tayg.) p. 68; v. Kiesenwetter, Ent. Monatsbl. II, der
532 Bert kau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
ebenda p. 69 f. auch eine Bestimmungstabelle für die Männchen dieser
Gattung giebt.
Opatrinus rufimaniis (Pungo Andongo)} v. Harold. Col.
Heft. XVI. p. 116.
Molurini. Trachynotus moerms (Cap); Haag-Rutenberg;
D. E. Z. XXni. p. 294.
Psammodes giganteus (Delagoa) p. 290, laevipennis (Bechuan.);
transversicollis (Delagoa) p. 291, gibbiis (Nyassa) p. 292, crinicolUs
(Bechuan.) p. 293; Haag-Rutenberg, D. E. Z. XXIH.
Ogcoosoma planicolle (Nyassa); Haag- Rutenberg, D. E. Z.
XXIII. p. 289.
Pimeliini. Trigonoscelis setosa, Zaceraia (Kaschgar); Bates,
eist. Entom. IL p. 475.
Pterocoma tibialis, serrimargo, convexa p. 476, semicarinata
p. 477 (ibid.); derselbe ebenda.
Ocnera sublaevigata (ibid.) derselbe ebenda p. 477.
NycteliinL Cerostena crassicosta (Chili); Fairmaire, Re-
vue et Mag. de Zool. 1878 p. 269.
Blaptini. Coelocnemodes (n. g. femoribus ant, dentatis
insigne; a Dila differt superficie granulata et Coelocnemidis habitu)
Stoliczkanus (Kaschgar); Bates, Cist. Entom. IL p. 474 f.
C. F. Gi ssler macht eine kurze Mittheilung über die grö-
beren anatomischen Verhältnisse der Stinkdrüsen von Eleodes gigantea
und deutipes, die ihr Secret seitlich wegspritzen. Es hat eine sauere
Reaktion; eine genauere Analyse wurde nicht vorgenommen. Psyche
H. p. 209 f.
Prosodes trisukata p. 473, vicina p. 474 (Kaschgar) ; Bates,
Cist. Entom. IL
Blaps japonensis (J.); Marseul, Nouv. et Faits (2) No. 25
p. 99; StoUczkana p. 471, indicola, perlonga, ladakensis p. 472, Tcas7i-
garensis (K.) p. 473; Bates, Cist. Entom. IL
Scaurini. Diastolinus fuscicornis (Porto -^ico); Chevrolat,
Bull. Soc. Ent. Fr. 1877 p. VIII.
ATcisini. Cyphogenia ^J^awa, humeralis (Kaschgar); Bates,
Cist. Ent. IL p. 471.
Leptodini. Leptodopsis (n. g. Leptodid.) insi^ms (Tarba-
gatai); Haag-Rutenberg, D. E. Z. XXIIL p. 409.
Adelostomini. Adelostoma grande (Mesopotamien); Haag-
Rutenberg, D. E. Z. XXIII. p. 294.
Tentyriini. /S^^/^^'**^ (^- g"- pi'ope Capnisam et Ascelosodem)
himalaicus, picicornis; Bates, Cist. Entom. IL No. XXI. p. 467.
Ascelosodis assimilis, ciliatus, concinnus p. 468, grandis, inter-
medius, Haagi p. 469 (Kaschgar); derselbe ebenda.
Gnophota angolensis (Loanda; Pungo Andongo); v. Harold,
Col. Heft. XVI. p. 110. .
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 533
Anatolica montivaga (Kaschgar); Bates , Cist. Ent. II. p. 470.
Microdera laticolUs, parvicollis (ibid.); derselbe ebenda.
Adesmiini. Stenocara nervosa (ßenguela), verrucifera (Süd-
Africa) ; Haag-Rutenberg, D. E. Z. XXIII. p. 295 f., Livingstoni
(Mozambique) ; Bertoloni, Mom. dell' Accad. d. Sei. dell' Istit. di
Bologna (ser. III.) Tomo VII.
Apolites angustics (Kleinasien); Marseul, Nouv. et Faits (2)
No. 19 p. 75.
Äspidiphoridae. Die merkwürdige Gattung und einzige deutsche
Art, welche diese Familie bildet, ist von H. v. Kiesenwetter ein-
gehend beschrieben in Bd Y. der Ins. Deutschi., Coleopt., 1
Lieferung, p. 198 — 200. Nach Kiesenwetter hat die Art die meisten
Beziehungen zu den Dermestiden weniger zu den Bostrychiden
(namentlich Dorcatoma) und Byrrhiden.
Reitter möchte die Gattung nebst Sphindus als besondere
Familie bei den Cryptophagiden und Cio'iden belassen und beschreibt
Sphindus major (Mendoza), Kiesenwetteri (Mendoza), castaneipennis
(Japan) p. 201, brevis (ibid.), atnplithorax (Texas), Cuhensis (Cuba);
Aspidophorus Japonicus p. 202 ; Verh. Z. ß. Ges. Wien XXVIII.
Sphindus obesus (Japan); v. Kiesenwetter, D. E. Z. XXIII.
p. 318.
Cioidae. Cis seriatulus (Japan); v. Kiesenwetter, D. E. Z.
XXIII. p. 820; Lederi (Suram); Reitter, Verh. Zool. Bot. Ges.
Wien XXIX. p. 477; alienus, pacificiis (Honolulu) p. Öl, porcatus^ si-
gnatus (Oahu) p. 92, bicolor (HonoL), tabidus (Kauai) p. 93, dimi-
niitivuSj laeticidiis (Honolulu) p. 94, evanescens (Oahu) p. 95; Sharp,
Tr. Ent. Soc. Lond. 1879.
Episernus analis (Japan); v. Kiesen wetter, D. E. Z. XXIII.
p. 319.
Lyctidae. Reitter bringt einen Beitrag zur Kenntniss
dieser Familie, indem er zunächst eine üebersicht der Gattungen
giebt ; zu Lyctus F. und Trogoxylon Le ConU macht er Lyctoxylon
und Lycto pholis nn. g^. bekannt und beschreibt die nu. Aa.
Lyctus nitidicollis (Bogota; Chili), longicornis (Bogota) p. 197, Sim-
plex (Columbien), tomentosus (Mexico) p. 198 ; Trogoxylon recticolle
(La Plata); Lyctoxylon Japonum (J. ; Indien); LyctophoUs
foveicollis (St. Domingo), stichothrix (Bogota) p. 199; Verh. Z. B.
Ges. Wien XXVHI p. 195 fif.
Lyctus seriehispidus (Japan); v. Kiesenwetter, D. E. Z.
XXIIL p. 319.
Bostrychidae. Bostrychus unicomis (Isl. of Johanna); Water-
house a. a. 0. p. 361 (ist ein Tomicus ?), Plumeriae (u. sp. ?;
Venezuela, aus PI. alba), sidneyanus (n. sp. ?, aus einer Ficus-art);
Nördlinger, Lebensweise der Forstinsekten p. 66.
J. Reviczky adresse divers documents tendant ä demontrer
534 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
l'innocuite du B. typographus; C. R. 89 p. 139 (die „documents" sind
nicht mitgetheilt; bei unseren Forstleuten dürfte B. mit diesem
Versuch wohl kaum Glück haben).
Sinoxylon Ucuspidatum (Aegypt., Arab.) ; Ancey, LeNatura-
liste 1879 p. 139.
Apate Canarii n. sp. ? (aus Can. australianum); Nördlinger,
Lebensweise der Forstinsekten p. 66.
Ä. hicolor (Mozambique) ; Bertoloni, Mem. dell' Acc delle
Sei. dell' Ist. di Bologna (ser. III.) Tomo VII.
Ptinidae. Ernobius tristis, gracüis, luteipennis, filicornis (Co-
lorado; Massachusetts); Le Conte, Bull. U. S. Geol. a. Geogr. Surv.
Terr. V. p. 516 f.
Dorcatoma Sibirica (Amur); Reitter, D. E. Z. XXIII. p.
226; granulum (Japan); v. Kiesen wetter, ebenda p. 318.
Xyletinus ^ec^mz/erMS (Djemorah, Nordafr.); Fairmaire, Ann.
Ent. Fr. 1879 p. 258.
Ptilinus ramicornis (Japan); v. Kiesenwetter, D. E. Z.
XXIII. p. 317.
Gaslrallus marginipennis (Colorado); Le Conte, Bull. ü. S.
Geol. a. Geogr. Surv. Terr. V. p. 517.
Ptinus (Gymnopterus) senilis (Japan); v. Kiesenwettcr,
D. E. Z. XXIII. p. 317; Capellae (Croatien); Reittor, Verh. Zool.
Bot. Ges. Wien XXIX. p. 52; biformis (Suram); derselbe ebenda
p. 476.
Hedobia eristata, exilis (Japan); v. Kiesenwetter, D. E. Z.
XXIII. p. 316, magnißca (Suram); Reitter, Verh. Zool. Bot. Ges.
Wien XXIX. p. 476.
Gleridae. ÄchUimys (n. g. prope Pallenidam; oculis magis
prominentibus; antennis distinctius clavatis) uniformis (Madagas-
car) p. 530 ;
Lissaiilieus (n. g., ab Aulico differt elytris glabris, palpo-
rum art. apic. securiformi, ant. clava lata) laeviSj ebiirifcra, tiiber-
cuUcoUis p. 532, laevicollis, inclita p. 533 (Madagascar); Water-
house, eist. Entom. IL No. XXIV.
Corynetes morulus (Japan); v. Kiesenwetter, D. E.Z. XXIII.
p. 314.
Omadius viucronatus (Mysol); Th. Kirsch, Mitth. k. Mus.
Dresd. IL p. 144.
Pseudoclerops (mutillarius ? var.) dealbatus (Amur); Kraatz,
D. E. Z. XXIII. p. 128.
Trichodesma Lewisit (Japan); v. Kiesenwetter, D. E. Z.
XXIII. p. 315.
Clerus piloselles (Japan); v. Kiesenwetter, D. E. Z. XXIU.
p. 312.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 535
Cymatodera strangulata (Japan); v. Kiesen wetter, D. E. Z.
XXIII. p. 314.
Stenocylidr US frontalis (Madagascar) ; Waterhouse, Cist,
Entern. II. No. XXIV. p. 530.
Tillus Leioisii (Japan); v. Kiesenwetter, D. E. Z. XXIII.
p. 313.
Cladiscus rugosüs (Madagascar); Waterhouse, Cist. Entom.
IL No. XXIV. p. 529.
Malacodermata. Chas. 0. Waterhouse bietet in den Illu-
stratious of typical specimens of Coleoptera in the
Coli, of the British Museum Part I. eine Beschreibung und
theilweise oder vollständige Abbildung der typischen Exemplare des
Britischen Museums aus der Abtheiluug der Lyciden. Die früher
nur kurz diagnosticierten Gattungen desselben Autors (d. Ber. 1878
p. 486 (268)) sind hier ausführlicher charakterisiert. Im Ganzen sind
179 Arten, darunter 82 neue, aufgeführt; ich werde mich darauf be-
schränken, die Namen der neuen Gattungen und deren Arten anzu-
geben. Demosis (für Lycus scrobicollis Waterh. neoBoh. ==) pel-
tatiis (N' Gami) p. 8, 9, PI. 2 Fig. 5; Lijpernes (prope Lycosto-
mum) perspectus (Shanghai) p. 9 Fig. 11, Broxylus (für Calopt.
Pfeifferae Waterli.) p. 20, Eurrhacus (für Lycus tristis Waterh.)
p. 24, Dill am 771 a tu s cribripennis, palUpes (Sarawak) p. 29 PL 7
Fig. 6, 7, Melampyrus (prope Platerotem et Ditonecem; der Name
übrigens schon bei den Scrophuiariaceen vergeben; für Lycus alter-
nans) p. 30, Ditoneces rufescens (Java) p. 31 Fig. 8, propinquus
(China) Fig. 11, sohrimis (Birma) PI. 8 Fig. 2, terminalis (Ceylon)
Fig. 3 p. 32; Ditua p. 33 für Lycus deplanatus Walk.; Bulenides
(für L. obsoletus Waterh. und) pauper etc. p. 34 fif . ; Gautires con-
gener (Java) p. 36; Erotiäes (für Eros oblitus Neion.) p. 37;
Xylobanus (für L. costifer, humerifer Walk und) gratiosus (An-
daman) p. 38 PI. 9 Fig. 11 etc.; Synchonnus (für Porrostoma
clientulun Waterh.) p. 58; Conderos (für Calopt. signicoUe Kirsch
und) major (Allahabad) p. 60 PI. 15 Fig. 6; Stadenus (für Porro-
stoma dichroum und inquilinum Waterh.) p. 60; Achras (für
P. limbatum Waterh.) p. 61; Eniclases (für Lycus luteolus) p.
66; Enylus segrcgatus (Mysol) p. 72 PI. 17 Fig. 10; Strophicus
nigellus (Mysol) Fig. 11; Metanoeus (für Lycus dispar und con-
formis Waterh. und) fulvus (Pinang) p. 73 f., PI. 18 Fig. 2; Dilo-
photes (für Lyc. exilis Waterh. und) pygmaeiis (Borneo) p. 76
Fig. 9.
Melyrini. Prionocerus fuscipennis (Yokohama); Lewis,
Ann. a. Mag. N. H. (5) IV. p. 464.
Idgia deusta (China); Fairmaire, Ann. Soc. Eut. Fr. 1878
p. 118.
536 Bertkau: Bericlit üb. die Wissenschaft!. Leistungen
Melyris Sansibarica (Kitui) p. 334, nigriceps (N'Yassa) p. 335;
V. Harold, Stett. Ent. Zeit. 40.
Chalcas SalUi (Venezuela) p. 267, abnormis (ibid.) p. 268 ;
Fairmaire, Revue et Mag. de Zool. 1878.
Carphurus ruhrosegmentatus (Duke of York J.); Fairmaire,
Le Naturaliste, 1879 p. 46.
Ebaeus caspins (Helenendorf); Reitter, Verh. Zool. Bot. Ges.
Wien XXIX. p. 475.
Pseudebaeus ohscurus (Colorado); Lo Conte, Bull. U. S. Geol.
a. Geogr. Surv. Terr. V. p. 515.
Attalus xanthopus (Amur); v. Kiesen wetter, D. E. Z. XXIII.
p. 146.
Molachius C^) Sibiriens, Christoplii (Amur); v. Kiesenwetter,
D. E. Z. XXIII. p. 146; Oberthürii (Badajoz); S. de Uhagon,
An. Soc. Esp. Eist. Nat. VIII. p. 209 L. IV. Fig. 3.
Drilini. Dr Hast er (n. g. Dril. ; ant. simplices, serra-
tae ; mandibulae liberae, falcatae, palpi art. ultimo securiformi; abd.
segm. 6 subaequalibus; tarsi distincte 5- art., art. 2 penultimis
sublobatis) axillaris p. 311; Cyphonoeerus (n. g. Dril.; ant. ^T
bipectinatae, $ serratae; mand. simplioes, liberae, tenues, falcatae,
palp. max. breviusculae, filiformes, art. ultimo elongato, ovato, apice
acuminato; abd. segm. 7 compositum) riifieollis p. 312 (Japan); v.
Kiesenwetter, D. E. Z. XXIII.
Telephorini. Malthodes sulcieollis (Japan); v. Kiesen-
wetter, D. E. Z. XXIII. p. 309.
Malthinus miäilatus p. 308 , mucoreus p. 309 (Japan); v.
Kiesenwetter, D. E. Z. XXIII.
Ichthyurus Niponieus (Hiogo); Lewis, Ann. a. Mag. N. H. (5)
IV p. 463, oetopunetaUis (Java) p. 76, bifaseiaUis (ibid., Ms. Ardjoeno)
p. 77, suturalis (Sumatra) p. 78, planifrons (ibid.) p. 81, Gestroi (Keren,
Abyss.) p. 82; Ritsema Gz., Notes from the Leyden Museum I.
SiMs madagascariensis (Antananarivo; Fianarantsoa) ; Water-
house, Ann. a. Mag. N. H. (5) III. p. 380.
Hapalocbrus formosus (Pungo Andongo) ; v. Harold, Col.
Heft. XVI. p. 107.
Cantharis Beinii (Japan); v. Kiesenwetter, D. E. Z. XXIII.
p. 307, posticalis {Queens].) ; Fairmaire, Le Naturaliste 1879 p. 46.
Podabrus Heydeni (Japan); v. Kiesenwetter, D. E. Z.
XXIII. p. 306, Beinii (ibid); v. Hey den, ebenda p, 351 und Bor.
Senck. naturf Ges. 1878—79 p. 87.
Lampyrini. Luciola fuscipes {Vnw^o Andongo); v. Harold,
Col. Heft. XVI p. 106.
Lycini. I. Bourgeois beginnt einen Catalogue des
Lycides recueillis ..... (Colombie) mit den Gattungen Lycus,
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 537
Lygistopterus und Calopteron, aus denen 1, 3, 47 Arten aufgeführt
werden. Ann. Ent. Fr. 1879 p. 13 £f. PI. 4.
Derselbe verzeichnet die von Van Volxem in Brasilien ge-
sammelten Arten; C. R. Ent. Belg. 1879 p. XV fif.
Haplobothris (n. g. Eraplecti Er. vicinum, für Charactus
pumihis Dej. und) Immer dlis, scapularis (Brasilien); Bourgeois,
C. R. Ent. Belg. 1879 p. XXIII; Plateros (Waterh. mss.) n. g.
Eroti affine, für Lycus sanguinipes, Dictyopterus crocatus etc.; der-
selbe ebenda p. XIX,
Lucaina (n. g. prope Lycum) Schini (Guanajuato, auf Schi-
nus mollis); Duges, La Naturaleza Tome IV p. 180.
Cerceros (n. g.Lycidarum; Palpi (maxillares) articulo ultimo
magno, securiformi; ant. basi fere contiguae, fortius pectinatae, art.
2-do brevissimo . . . .; elytra lineis 4 modice elevatis, interstitiis band
areolatis, . . . (7' abdominis segm. 7*^ ventrali apice profunde trian-
gulariter exciso, 8*^ ventrali dorsalique laciniato productis, stylum
apice dilatatura includentibus) pectinicornis {Amur); Kraatz, D. E.
Z. XXIII p. 126 f., Taf. II. Fig. 2.
Cladophorus nigriceps (Neu-Guinea) ; Th. Kirsch, Mitth. k.
Mus. Dresd. II. p. 143.
Calochromus hasalis (Schwanenfluss) Fig. 2, melannrus (Penang,
Java, Sumatra) Fig. 3 p. 196, orhatus (Philipp.) Fig. 4 p. 197,
aemulus (Sarawak) Fig. 6 p. 198, rugatus Fig. 7, ruher Fig. 8
(AÜahabad), velutinus (Burmah) Fig. 9 p. 199, vestitus (Penang)
Fig. 10 p. 200, lepiäus (Java) Fig. 11, longipennis (Sumatra) Fig. 12
p. 201, dispar (Borneo) Fig. 13 p. 202; C. 0. Waterhouse, Cist.
Entom. II.
Eros granicollis, atrortifus (Japan); v. Kiesenwetter, D. E.
Z. XXIII p. 305; Wankowiczi (Litthauen); Bourgeois, Bull. Ent.
Fr. 1879 p. XXXIX.
Caenia Bourgeoisi (Hakone); v. Harold, Stett. Ent. Zeit. 40
p. 333, Dondonensis (D.) p. 105, calida (ibid.) p. 106; derselbe,
Col. Heft. XVI.
Calopteron semwittatum (Rio Negro, Col.) p. 26 PI. 4 Fig. 14
vagepietum (Ubaque) p. 28, pyrrliomelas (La Luzera) p. 31 Fig. 17,
pennatum p. 32 Fig. 18, ruhrotestaceum (Medellin) p. 33, insidiosum
(La Vega) p. 34, lepidum (Medellin) p. 35, Nandulum (ibid.) p. 37,
Mulüenhecki (Muzo) p. 38, exile (Näre-Honda), acupalpe (ibid.) Fig.
20 p. 39; Bourgeois, Ann. Ent. Fr.; Volxemi, juvenile, anxium
Dej. Cat. (Brasil.); derselbe, C. R. Ent. Belg. 1879 p. XVI f.,
Jimenezii (Mexico); Duges, La Naturaleza, Vol. IV p. 181.
Dictyoptera atricolUs (Amur), rufiventris (Külek); Kraatz,
D. E. Z. XXIII p. 125.
Lygistopterus Umhangi (La Luzera, Col.); Bourgeois, Ann*
Ent. Fr. 1879 p. 18.
538 Bert kau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Lycus Fernandesii (Mexico); Duges, La Naturaleza IV p.
175, inermis, spinosus (Pungo Audougo) ; v. Harold, Col. Heft.
XVL p. 104.
Dascyllidae. Eucinetus caucasicus (Suram); Reitter, Verh. Zöol.
Bot. Ges. Wien XXIX p. 475.
Elateridae. Elaterides de l'Amur decrits par le Dr.
Candeze; D. E. Z. XXUI p. 281 fif., . . . du Targabatai; der-
selbe u. Kraatz; ebenda p. 283.
Morostoma (n. g. Allotriin., artic. ultimo palporum elongato
insigne) palpale (Madagascar) ; Candeze, Cist. Entom. II No. XXII
p. 468 PI. 10 Fig. 1.
Telesus (n. g. Monocrepid.) Bitsemae (Congo); derselbe,
Notes from the Leyden Museum II p. 10.
Elius elegans (Borneo); Candeze, Notes from the Leyden
Museum IL p. 8.
Parhemiops angustus (Sumatra); Candeze, Notes from the
Leyden Museum IL p. 5.
Psephus seniculus (Zanzibar); Candeze, Notes from the
Leyden Museum II p.. 7.
Silesis sanguinolentus (Sumatra); Candeze, Notes from the
Leyden Museum II p. 5.
Tetrigus grandis (Nagasaki); Lewis, Ent. Monthl. Mag. XVL
p. 155.
Glyphonyx frontalis (Sumatra); Candeze, Notes from the
Leyden Museum II p. 5, posticus (Mindanao), erraticus (Luzon);
derselbe, C. R. Soc. Ent, Belg. XVIII p. CXXVIL
Agonischius lateralis p. 3, fasciatus, bimaculatus p. 4 (Sumatra),
ornatus (Andai) p. 10; Candeze, Notes from the Leyden Museum IL
Lepturoides inaequalis (Amur); Candeze, D. E. Z. XXIII.
p. 282.
Agriotes pueriUs (Amur); Candeze, D. E. Z. XXIII. p. 282,
sepes (Kawachi), sericans (Awomori Bay) ; Lewis, Ent. Monthl. Mag.
XVL p. 157.
Ectinus Simoni (Syrien); Stierlin, Mitth. Schweiz. Entom.
Ges. V. p. 511.
Corymbites ChristopM (Amur); v. Kiesenwetter , D. E. Z.
XXIII. p. 145; ligneus, ferrugineipennis p. 281, puheriilus p. 282,
(Amur); Candeze ebenda; depressus, corpulentus p. 283, derselbe
ebenda, (Diacanthus) songoricus (Targabatai); Kraatz, ebenda; in-
formis (Ala-Tau, Songar.); derselbe ebenda p 287, mundulus (Kii;
Yanato); Lewis, Ent. Monthl. Mag. XVL p. 157.
Penia stictica (Sumatra); Candeze, Notes from the Leyden
Museum II p. 3.
Cardiophorus rübiginosus (Sumatra); Candeze, Notes from
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 539
the Leyden Museum II. p. 2; rameus (Japan); Lewis, Ent. Monthl.
Mag. XVI. p. 156.
Cryptorhypnus vaZesiacws (Val Entremont, Schweiz) ; Stierlin,
Mitth. Schweiz, ent. Gesellsch. V. p. 440, telluris (Haagi) ; Lewis,
Ent. Monthl. Mag. XVI. p. 150.
Melauoxanthus confusus (Sumatra); Candeze, Notes from the
Leyden Museum II. p. 2.
Elater Caiidezei, simülimus p. 123, palUpes p. 124 (Amur);
Kr a atz, D. E. Z. XXIII, lepidus (Baklanowsky, Sibir); Mäklin,
Öfv. Fiiisk. Vet.-Soc. Förh. XIX. p, 30, Byei (Taisho), ruhridorsus
(1 ibid ) p. 155, pimiceus, carhunculus (Awomori Bay, Nipon) p. 156;
Lewis, Ent. Monthl. Mag. XVI.
Melanotus hapatesus (Sumatra); Candeze, Notes from the
Leyden Museum II p.3, Bernhardinus (Schweiz); Stierlin, Mitth.
Schweiz, ent. Ges. V. p. 439, caudex (Wakayama) ; Lewis, Ent.
Monthl. Mag. XVI. p. 156.
Limonius Kraatzi (Amur); Candeze, D. E. Z. XXIII. p. 281,
atricolor (Kii); Lewis, Ent. Monthl. Mag. XVI. p. 157.
Athous Zae^MS (Amur); Candeze, D. E.Z. XXIII. p. 281 ; Längs-
dorffi (Riviera); Stierlin, Mitth. Schweiz, ent. Ges. V. p. 590,
aerosus (Kii); Lewis, Ent. Monthl. Mag. XVI. p. 157.
üeber A. niger und seine Verwandte s. L. v. Heyden in der
D. E. Z. XXIII. p. 372 ff.
Anchastus Compositarum (St. -Helena) ; Wollaston, Col. St.-
Helenae p. 69, spectahilis (Sumatra); Candeze, Notes from the
Leyden Museum II. p. 1.
Melanthoides nitidus (Sumatra); Candeze, Notes from the
Leyden Museum IL p. 1.
Eucnemidae. Frivaldszky giebt eine Darstellung der aus
Ungarn bekannt gewordenen Arten ; die Diagnosen sind in lateinischer
Sprache, sonstige Bemerkungen in ungarischer abgefasst ; Termesz.
Füzet. III. p. 204 ff.
'DTQTüQ.eolns angusticöUis (Sumatra); Bonvouloir, Notes Leyd.
Mus. IL p. 54.
Henecocerus angusticollis Bonv. var.; Notes from the Leyden
Mus. II p. 56.
Throscidae. Trixagus longulus (Japan); Weise, D. E. Z. XXIII
p. 148.
Baprestidae. Thomson fügt seinem vorigjährigen Verzeichniß
der Typi Buprestidarum Mus. Thoms. eine Appendix la hinzu.
Paris, DeyroUe 1879. In demselben werden 187 weitere neue Arten
seiner Sammlung, größtentheils mit den handschriftlichen Namen
Laferte's beschrieben: Sternocera 2, Dystaxia 1, Steraspis 3, Chryso-
dema 4, Lampetis 7, Dicercomorpha 2, Bubastes 2, Diceropygus 1,
540 Bert kau: Bericht üb. die Wissenschaft!. Leistungen
Melobasis 20, Torresita 1, Cinyra 2, Aristosoma (n. g.) 2, (Chal-
cogenia n. g. für Anthaxia cuprea Gory), NotograpJius (n. g.) 1,
Melanophila 1, Anthaxia 3, Änilara (n. g.) 2, Dactylozodes 1, Stig-
modera 22, Colobogaster 2, Chrysobothrys 16, Hijpocisse'is (n.g.) l,
Cisseis 12, Choraebus 2, Sambus 2, Corydon 1, Synechocera 1, Amor-
phosoma 1, Agrihis 48, Paragrilus 1, Aphanisticus 2, Callimicra 3,
Trachys 4, Bracbys 1, Taphrocerus 2, Lius 6, Lioplenra 1^ P^chy-
scelis 4.
Derselbe löst (Rev. et Mag. d. Zool. 1878) die Gattung Poly-
bothrys Spin, in 18 Gattungen auf und giebt von diesen eine tabel-
larische Uebersicht, deren Latein weder leicht verständlich noch
grammatisch richtig ist. Zu den 07 Arten des Saunders'schen Katalogs
macht Thomson 42 neue bekannt, so dass die Zahl der jetzt be-
schriebenen 109 beträgt, von denen 90 sich in der Thomson'schen
Sammlung befinden. Die neuen Arten sind: Polybothrys gloriosa,
superha; Hemisohothy'ys i7tfrasplendens, caeruUifinis; Pseudo-
pJithaltna videns', AmpMsbeta Spinolae; Laconides chalybeo-
ventraUs; Phobetodes vespertilio; Enharpya {!) chaotica; Car-
cinias spectralis; Er eb ödes Jansonii. Deywllei, Sqiialus; Alam-
petis grmiulosissima, dissimilis, incongrua, qiiadriplicata, extrema,
soror, pisciformis, simulatrix ambigua; Ap l a x obscura, Pycnobothrys
ruficauda, viridichalybea, molesta, silpho'ides, subsilphoides, obscurella,
elongata, adelpha, ovularis ] Coccinellopsis puncticollis, orbicidaris,
aenea, circulum, caudalis, cordiformis, mystica, moesta, obsoleta, decolor;
ausserdem werden noch 8 weitere neue Gattungen aufgestellt: Palaeo-
bothrys (Type: P. ochreata Oliv.), Cornelia (Type: C. pyropyga Coq.)
und Icaria (Type: I. alata Gor.). Die Gattung ist, wie bekannt,
auf Madagaskar beschränkt und die hier aufgeführten Arten stammen
von Antananarivo und Fianarantsoa her.
Derselbe lässt (ebenda 1879) die Groupedes Psilopterites
Revue passieren. Es sind aus dieser Gruppe (einschliesslich 13 neu
beschriebener) 21G Arten in Thomson's Sammlung vertreten; aufB.
serripennis Gory ist die neue Gattung Chalcoplia gegründet.
Callistroma (n. g. prope Plionam, sed mesost. et metast.
a.equ2diai) oxypyra (Upolu); Fairmaire, Pet. Nouv. Ent. II p. 153.
Trachys bifrons (Amur); v. Kiesen wetter, D. E. Z. XXIII.
p. 256.
Brachys orichalcea (Amur); v. Kiesenwetter, D. E. Z.
XXXIL p. 255.
Agrilns Sallei (Mexico); Duges, La Naturaleza IV. p. 172;
peregrimis (Amur); v. K i e s e n w e t te r, D. E. Z. XXIII. p. 145,
impressifrons p, 254, Bibbei p. 255 (Amur); derselbe ebenda.
Paracu p ta JBec/iwawa (Zarabezi) ; Thomson, Bull. Ent. Fr.
1879. p. CXXXI.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 541
Dicercomorpha caerulcipennis {Ysi\d.o); Fairmaire, Pet. Nouv.
IL p. 153, pyroclüora (Kands.on) p. 166; derselbe ebenda; farinosa
(Andam. I.) Thomson, Bull. Ent. Fr. 1879. p. LXIII.
Chalcotaenia australis (Rockhampton), Telamon (Gayudah);
Fairmaire, Pet. Nouv. E. II p. 166; a/ncawa (Zambezi); Thomson,
Bull. Ent. Fr. 1879. p. CXXX, SalamandraiAxx^iT.); derselbe ebenda
p. GL VIII.
Iridotaenia cupreo-varia, purpureipennis (Andaman I.) ; Water-
house, Tr. Ent. Sog. Lond. 1877. p. 5; DeZia (Andaman I.) ; Thom-
son, Bull. Ent. Fr. 1879. p. LXIII.
Coraebus bifasciatus Oliv, im Jahre 1877 in Eichenbe-
ständen bei Mühlhausen sehr häufig; Stett. E. Z. 1878. p. 197 f.
Belionota intermedia (Sumatra), iZz7ae (Amboina) ; Lansberge,
C. R. Ent. Belg. 1879. p. CXLVIII.
Sphenoptera pyrogastrica, Bechuana, validiapex (Zambezi);
Thomson, Bull. Ent. Fr. 1879 p. CLXIV.
üeber die Variabilität der Ptosima no ve mmaculata s.
Bland in den Pet. Nouv. Entom. Nr. 216. p. 311.
Stigmodera sternocero'ides (Austr.) p. XIII, Imperator (SwanR.),
ilf6?iaZcas (Victoria) p. XIV ; Thomson, Bull. Ent. Fr. 1879; Aloyone
(Queensl.), Atalanta (Austr.); derselbe ebenda p. LXXVIII f., osten-
tatrix (Austr.) derselbe ebenda p. XCIII, Delia (Paroo), DeyroUei
(Austr.) p. CXXIV f; derselbe ebenda.
Anthaxia Scorzonerae (Olymp) p. 129, Maschelii (Kaukasus)
p. 130, pinguis (Parnes), Olympica (0.) p. 131; v. Kiesenwetter,
Ent. Monatsbl. II, hyrcana (Astrabad); Kirsch, ebenda p. 132.
Dicerca moesta bei Stettin im April (1878) gefangen; Stett.
E. Z. 1878. p. 415.
Capnodis Indica (Almora) ; Thomson, Rev. et. Mag. 1879.
Rev. d. Psilopt. p. 20.
Perotis longicollis (Kleinasien); Kraatz, Ent. Monatsbl. II.
p. 142.
Psiloptera (Xerxes Mars. var. ?) viriditarsis (Florenz); Schau-
fuss, Nunq. Otios. III. p. 480.
LUmpetis spissiformis (Zambezi, wird später zum Typus von
Damarsila erklärt) p. CXXXVII; Bechuanorum, lethalis (ibid.) p.
CXLIII f., ocelliger, chrysogastricay suhcatenulata (ibid.) p. GL f.
Thomson, Bull. Ent. Fr. 1879., margaritacea (Gayenue), JEva (Ins.
Flores), costicella (Sansibar); derselbe, Rev. et Mag. 1879.
Damarsila Hercides, Omphale, conturbata (Zambesi), sid)um-
hrosa, Baffrayi (Sansibar), Transvaalensis (Tr.), suspectus substriata
(Natal), Gerstaeckeri (Mozambique) ; derselbe ebenda.
Ghrysodema foraminifera (Flores); Lansberge, G. R. Ent.
Belg. 1879 p. CXLVIIL
542 Bert kau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Chalcophora cMnensis (^üd-Ch.); Schaufuss, Nunq. Otios. III
p. 480.
Chrysüchroa Bimanensis (I. Bima), Lansberge, C. R. Ent.
Belg. 1879. p. CXLVn.
Catoxantha JVeisc/ien (Sumatra); Lansberge, C. R. Ent. Belg.
1879. p. XLVII, purpurascens (Borneo); Ritsem a Gz., Notes from
the Leyden Museum I. p. 48.
Sternocera JEschschoUzi (Zanzibar) ; Thomson, Bull, Ent. Fr.
1879 p. CXII, pulchra (üsangare Mts.); Waterhouse, Trans. Ent.
Lond. 1879 p. 319.
Scarabaeldae. Wie bekannt , zeichnet sich das Nervensystem
der Angehörigen dieser Familie durch eine grosse Concentration
der Bauchkette aus , indem alle Ganglien , sogar das g. infraoes.
(Rhizotrogus ) zu einer gemeinsamen in der Brust gelegenen Masse
verschmolzen sein können, an welcher die dem Abdomen zugehöri-
gen Knoten als ein wenig entwickelter, hinterer Anhang erscheinen.
Doch können auch die vorderen Brustknoten getrennt bleiben. Bei
Glaphyrus micans verschmilzt sogar nur der erste Bauchknoten mit
dem letzten Brustknoten, während die übrigen Bauchknoten (bis auf
die beiden letzten) getrennt bleiben, aber allerdings zumeist in die
Brust hinaufgerückt sind. Das Nervensystem von Glaphyrus führt
somit zu dem der Pectinicornier mit getrennten Baucbknoten hinüber.
E. Brandt, Protok. Trud. Russk. Ent. Obschestwa X.
Die Scarabaei'den des Amur-Gebietes von Dr. G. Kraatz; D.
E. Z. XXIII p. 229 fif.
Cyphochilus vestitus (Cambodja) p. 82, ohscurus (Laos), proxi-
mus (Burmah) p. 83; Sharp, Col. Heft. XV.
Goprini. Saphobius 'P^afce/?eZt^^(Neu-Seeland); Sharp, Ent. M.
M. XIII p. 192.
Intelligence in Canthon; Brendel, Amer. Natur. 1879
p. 654.
Epilissus morio (Madag.); v. Harold, Col. Heft. XVI p. 225.
Heliocopris Sturleri (Java); v. H a r o 1 d , Col. Heft. XVI.
p. 225.
Caccobius Christophi (Amur); v. Harold, D. E. Z. XXHI
p. 229.
Catharsius Timorensis (T.) ; Lansberge, CR. Ent. Belg.
1879 p. CXLVIII.
Onthophagus laminatus Bxxvm.. '\. c. (China, Ind.); E. Taschen-
berg, Giebel's Zeitschr. LII p. 107, penicülatus (Birma) p. 225,
remotus, hirmanicus, pollicatus (ibid.), niloticus (Kordofan) p. 226;
v. Harold, Col. Heft. XVL
OmticeWus martialis (Birma), tessellatus (Java); v. Harold,
Col. Heft. XVI p. 227.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 543
Oxyomus porcellus (Ungarn); Frivaldsky, Termesz. Füzet. III
p. 5.
Aphodius melanostiutus in Grossbritannien; E. M. M. XV.
p. 280.
A. pacificus (Sandwich I.); Sharp, Tr. Ent. Soc. Lond. 1879
p. 90, hrahminus, segmentarius (Birma); v. Harold, Col. Heft. XVI
p. 227.
Rhyssemus mddagassus (M.) ; v. H a r o 1 d , Col. Heft. XVI
p. 228.
Fairmaire lichtet das Dunkel, das bisher über die Gattung
Eremasus Muls. verbreitet war ; Ann. Ent. Fr. 1879 p. 168 f. Die
Fühler sind achtgliederig , die Augen klein und von oben nicht
sichtbar ; die Gattung steht zwischen den Aphodiinen und Tro-
ginen; Tolisus Sharp ist mit ihr synonym, T. aeneus Sharp = E.
unistriatus Muls.; Aegialia Marmottani (Fairm.). die Sharp für E.
unistriatus erklärt hatte, gehört zur Gattung Millingenia Sharp, und
M. fossor 67tarp = M. Marmottani (Fairm.). (Ob Fairmaire hierin
Recht hat, bleibt fraglich, da er der Gattung Eremasus eine kurze
doppelte Kralle zuschreibt, während Mulsant nur eine einzige
Kralle angab.)
Orphnini. Hybalus granicornis (Batna) p, 171, redinans
(Marocco) p. 172; Fairmaire, Ann. Ent. Fr. 1879.
Geotrupini. Geotrupes pyrenaeus Charp. auch in den
Vogesen; Stett. Ent. Zeit. 40 p. 156.
G. lateridens Guer.-Menev. ist G. subarmatus Fairm. aus der
Türkei und Griechenland. Die Angabe Chili's als Vaterland des
G. lateridens beruht auf einem Irrthum; Gilnicki, Le Naturaliste
1879 p. 100.
Trogini. Trox Whit eheadi {&t.Ee\en2i); Wollaston, Coleopt.
St.-Helenae p. 61; Haroldi (Aschaffenburg); Flach, D. E. Z. XXIII
p. 155.
Liparochrus raticiis, crenatulus, asperulus, aberrans (Austral.)
Fairmaire, Pet. Nouv. Ent. II p. 166.
Melolonthini. Hoplia aurajitiaca (Java), Bowringi (Penang)
p. 265, fulgida (Malacca), aurata (Sarawak) p. 266, scutellaris (N.
China) p. 268; Waterhouse, Cist. Entom. H; J^eirnj (Japan);
v. Heyden, D. E. Z. XXIII p. 339 und Bericht Senck. naturf. Ges.
1878—79 p. 87.
Hymenoplia distincta (Badajoz); S. de ühagon. An. Soc. Esp.
Hist. Nat. VIII. p. 203. L. IV. Fig. 2.
Serica rufolineata (Pungo Andongo); v. Harold, Col. Heft.
XVI p. 44.
Camenta Westermanni Dej. i. 1. (Angola); v. Harold, Col.
Heft. XVI p. 46.
544 Bertkäü: Bericht üb. die Wissenschaft!. Leistungen
Msiechidixis hidentulus, hilobiceps, Albertisi (Austral.) ; Fair-
maire, Pet. Nouv. Ent. II p, 166.
Faula lineata (Medelliu); Waterhouse, Cist. Ent. II Nr.XXI
p. 421.
Flatipalpus dlholanosus (Souf); Fairmaire, Ann. Ent. Fr.
1879 p. 249.
Pachydema xantJwchroa, rufma (Tucis) ; Fairmaire, Le Na-
turaliöte 15. Avr. 1879 und Ann. Ent. Fr. 1879 p. 247.
Tanyproctus peltates (Algier?); Marseul. Nouv. et Faits (2)
Nr. 25 p. 99.
Apogonia proxima (Andaman Isis.) p 223, polita (Siam), cori-
acea (Ceylon) ip. 226, pallescens (Penang) p.227; Waterhouse, Cist.
Entom. II, laevicollis (Java, Sumatra), heptagona (Boriieo) , cribrata
(Java), rugosa (ibid.); Lansberge, C. R. Ent. Belg. 1879 p. CXLIX,
SangJiira (Sanghir Ins.); Oberthür, Ann. Mus. Civ. Genova XIV.
p. 568. PI. I. Fig. 1.
Rhizotrogus Bleicherii (Oran) p. 250, TJiiebaultii (Constantine),
ohtusiolobus (Algier) p. 251, subcristatus (Batna), Arianae (1 Naxos),
Bruckii (Taygetus) p. 253, modestus (Oran) p. 254; Fairmaire,
Ann. Ent. Fr. 1879; fallax, serrifunis p. 472, arcüabrus p. 473;
Marseul, Verb. Zool, Bot. Ges. Wien XXIX.
Ancylonycha Celebensis (C); Laus berge, CR. Ent. Belg.
1879 p. CL.
Lachnosterna squamuligera, nigricollis (N.-Guinea); Th. Kirsch,
Mitth. k. Mus. Dresd. II p. 141.
Schizonycha modesta (Cuanza); v. Harold, Col. Heft. XVI
p. 47.
Meloloutha vulgaris mit monströsen Vorderbeinen; Verh. und
Mitth. Siebenb. Ver. Hermannstadt XXIX p. 108.
M. soror (Suram); Marseul, Verh. Z. B. G. Wien XXIX p. 474.
Rhopaea Aruensis (A.) ; Lansberge, C. R. Ent. Belg. 1879
p. CL, uniformis (Duke of York L), Vitiensis (Fidjil.); Fairmaire,
Le Naturaliste 1879 p. 70.
Exo^holis pinguis (Sumatra); Lansberge, C. R. Ent. Belg,
1879 p. CL.
Elaphocera Martorellii (Carthagena); Fairmaire, Ann. Ent.
Fr. 1879 p. 241, ftmebris (Magenta, Algier); derselbe ebenda p.
249, rufidens (Helenendorf); Marseul, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien
XXIX p. 474'
Butelini. E. Metschnikoff. 0 bolsniach lizinok chleb-
nawo schuka (Krankheiten der Larve der Anisoplia austriaca).
Odessa 1879.
Phyllopertha Ma-sare?m (N.); Marseul, Nouv. et Faits (2)
Nr. 18 p. 71.
Spilota Burmeisteri (Malaisia); Lansberge, C. R. Ent. Belg.
1879 p. CLII.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 645
i
Aüomala pygidialis (Neu-Guinea); Th. Kirsch, Mitth. k. Mus.
Dresd. II. p. 141; anchordlis (Java), luctuosa (Amboina, Ceram),
Ternatana {T., Batchian, Gilolo) , (Euchlora) pulchripes (Sumatra,
Borneo) p. CLI, Scheeptnakeri (Java), crassa (ibid.) p. CLII; Lans-
berge, C. R. Ent. Bi'lg. 1879.
Mimela awoma^a (Amur); Kraatz, D. E. Z. XXIII p. 234; nana
(Java); Lansberge, C. R. Ent. Belg. 1879 p. CLIII.
Popilia minuscula (Sansibar); v. Harold, Stett. Ent. Zeit. 40
p. 333.
Adoretus qundridcns (Aegypten) p. 71 , evanescens (Laghouat)
p. 72; Marseul, Nouv. et Faits (2) Nr. 18.
Camerano giebt eine Monographie der Gattung Geniates
Kirhy; Att. d. R. Acc. d. Sei. d. Torino, XIV p. 229 ff. Auf das
Literaturverzeichniss folgt die Charakteristik der Gattung, analy-
tische Tabelle der (32) Arten und dann deren ausführliche Beschrei-
bung. Die meisten Arten ( ,alle bis auf 2, die in Montevideo, resp.
Sydney vorkommen,) sind in Brasilien zu Hause und auf dieses Land
beschränkt; 2 kommen auch in Venezuela und eine in Neu-Granada
vor. Als neu sind G. bituherculatus p, 239 , multicornis p. 246,
Trugiii p. 248, rugosus p. 253, immaculatus p. 260, affinis p. 261,
fuscescens p. 264, incertus p. 267, laevis p. 273 beschrieben.
Dynastini. Orisahus (n. g., Vertreter der australischen
Gattung Chiroplatys in Mexico ; die Unterschiede seheinen sehr
geringfügiger Natur zu sein: „un peu plus, un peu moins") cuUripes
(Orizaba) p, 261, Sallei (Jalapa), marginatus p. 262, isodonoides
(! Toluca) p.263; Fairmaire, Rev. et Mag. de Zool. 1878.
Pentoden variolo-punctatus (Norddifr.); Fairmaire, Ann. Ent.
Fr. 1879 p. 172.
Isodon subcornutus (Austral.); Fairmaire, Le Naturaliste
1879 p. 46.
Scaptophilus Fabius (La Plata?), striatellus (Buenos Ayres;
Entre Bios) p. 264, quadratus (Bolivien) p. 265, cribratus (Brasil.)
p. 266; Fairmaire, Revue et Magas. de Zool. 1878.
Horonotus variolicollis (Bowen); Fairmaire, Le Naturaliste
1879 p. 46.
Dipelicus lobatus (Amboina); Oryctes bituberculatus (Sumatra,
Celebes); Lansberge, CR. Ent. Belg. 1879 p. CLIIL
Xyloryctes Florensis (Flores) ; Lansberge, C. R. Ent. Belg.
1879 p. CLIII.
Mixigenius Leander Thoms. = Scarabaeus barbicornis
Latr. = Podischnus Tersander Burm.; Fairmaire, Revue et Mag.
de Zool. 1878 p. 266.
Lycomedes Burmeisteri (Medellin); "Waterhouse, Cist. Ent.
II Nr. XXI. p. 422. PI. 9. Fig. 1.
Archiv für Naturg. XXXXVI. Jahrg. 2. Bd. KK
546 Bert kau: Bericht üb. die wiBsenschaftl. Leistungen
Chalcosoma Beccarii Oestro J; Lansberge, C. R. Ent. Belg.
1879 p. CLIII.
Cetoniini. Chas. 0. Waterhouse. A third contribution
to the knowledge of the Cetoniidae of Madagascar. Ann. a. Mag.
N. H. (5) IV p. 74 flf.
J. 0. Westwood. A Decade of new Cetoniidae. Trans. Ent.
Soc. London 1879 p. 199 ff. Pls. III, IV.
R. Gestro. Nuove contribuzioni allo studio dei Cetonidi Ma-
lesi et Papuani. Ann. Mus. Civ. Genova XIV p. 5 ff.
Nyassinus (n. g. ; a Genucho, Lissogenio, Scaptobio differt
tibiis ant. in utroque sexu muticis , in ^. tantum angulum loco
dentis exhibentibus) macuUpes p. 199 Fig. 1, lugubris (Nyassa S.)
p. 200 Fig. 2; Westwood, Trans. Ent. Soc. Lond. 1879. PI. III.
Neptunides (n. g. Caelorrhinae affine) polychrous (Zanzibar),
äbundans (ibid.); Thomson, Bull. Ent. Fr. 1879 p. CVI f.
Gnorimimelus (I) n. g. für Ceratorrhina Batesii p. 18; Hae-
matotus (n. g.) Fritschii (Südafrika) p. 20; Melinesthes (n. g.
für Genyodonta umbonata und) simillima (Südafrika) p. 25; Chon-
drorrhina n. g. f. PI. abbreviata p. 26; Dyspilophora n. g. f.
Gnath. trivittata p. 27; Taeniesthes n. g. f. Heterorr. specularis«
Smaragdesthes (n. g. für Coryph. alternata p. 28 und) affinis, nigri-
collis (Guinea) ; Scythropestes n. g. für Gen. bicolor p. 29; Kraatz,
Entern. Monatsbl. II.
Ranzania Bertolonii (Bagamoyo); Lucas, Bull. Ent. Fr. 1879
p. LXXXI; Thomson macht auf die Unterschiede dieser Art von
R. splendens aufmerksam und ist geneigt, darauf eine neue Gattung
Mephistia zu gründen; ebenda p. CXIII.
Plesiorrhina TFafÄ;twsoma>2a (Isubu,W.-Afr.); Lewis, E. M. M.
XV p. 198; septa (Südostafr.) ; v. Harold, Stett. Ent. Zeit. 40
p. 332.
Ceratorrhina loricata (Angola); Jansen, Cist. Ent. 11 p. 141;
gemina (W.-Africa); Lewis, E. M. M. XV p. 198 und 234; (Aphe-
lorrhina) Julia p. 87 , bella (Mongo-ma-Lobah), tibialis (Angola) p.
88; Waterhouse, Ann. a. Mag. N. H. (5) III, Batesii (Camaroons);
Rutherford, Trans. Ent. Soc. 1879 p. 169. PI. I Fig. 2. (Das von
letzterem als (^ zu C. quadrimaculata beschriebene und abgebildete
Exemplar gehört nach Lewis zu einer anderen Art, die C. viridi-
pygus genannt ist; C. quadrim. hat ein rothes Pygidium , wenig-
stens das $; Ent. Monthl. Mag. XV p. 113; vgl. indessen d. Ber.
1878 p. 473 (255).)
Eudicella tetraspilota (Pungo Andongo); v. Harold, Col. Heft.
XVI p. 59.
Coelorrhina excavata (Pungo Andongo?); v. Harold, Col.
Heft. XVI p. 60.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 547
Prigenia squamosa (Sumatra); Ritsem a Cz., Notes from the
Leyd. Museum I p. 233.
Heterorrhina hypoxantha (Kittah); v. Harold, Col. Heft. XVI
p. 64 Anm.
Gymnetis Buckleyi (Ecuador); Janson, Cist. Entom. II No.
XXII. p. 539.
Cotinis Antonii (Mexico); Duges, La Naturaleza IV. p. 170.
CliDteria cariosa (Nyassa); Janson, Cist. Ent. IL p. 247.
Ischiopsopha Lagleizei (Amberbaki) ; Lansberge, C. R.
Ent. Belg. 1879 p. CLIV, nigriloba (Dorey) p. 185, emarginata(Ne\i-
Guin.) p. 186; Ritsema Cz., Notes from the Leyd. Museum I.
Loniaptera fuscipennis (Neu -Guinea); Tb. Kirsch, Mitth. k.
Mus. Dresd. IL p. 142, Yorkiana (Cape York) p. 248, Nicolarica
(N.) p. 250; Janson, Cist. Ent. II; hrunneipennis (Timor), luctuosa
(Indien); Thomson, Bull. Ent. Fr. 1879 p. XXVII; awm<a(Tawan);
Gestro, Ann. Mus. Civ. Genov. XIV p. 6.
Clerota Brahma (Sumatra); Gestro, Ann. Mus. Civ. Genova
XIV p. 8.
Chalcothea Bockii (Sumatra); Lansberge, C. R. Ent. Belg.
1879 p. CLIV. virens^. 235, Hasseltii p. 237 (ibid.); Ritsema Cz.,
Notes from the Leyd. Museum I.
Digenethle spilophora (Neu-Guinea); Gestro, Ann, Mus. Civ.
Gen. XIV p. 14.
Macronota Sumatrana (Ms. Singalan) p. 10, aenea p. 11, mon-
ticöla p. 12 (ibid.); Gestro, Ann. Mus. Civ. Genova XIV.
Stenotarsia picta (Antananarivo) ; Waterhouse, a. a. 0. p. 74.
Neophonia i)^^&o^<?a2/^ (Salomon J.); Thomson, Bull. Ent. Fr.
1879 p. XCVI.
Liostraca rufoplagiata (Madagasear) ; West wo od, a. a. 0. p.
206 PI. IV. Fig. 4.
Euchilia picipes, costifera p. 75, cupricölliSj tarsalis p. 76 (An-
tananarivo); Waterhouse a. a. 0.
Pygora bella, puncticollis p. 77, versicolor, hirsuta p. 78 (An-
tananarivo); Waterhouse a. a. 0., ignita (Madagasear); West-
wood a. a. 0. p. 204 PI. IV Fig. 1.
Pantolia rufohasalis (Antananarivo) ; Waterhouse a. a.
0. p. 79.
Anochilia hydrophiloides Fig. 2, herbacea Fig. 3 (Madagasear);
Westwood a. a. 0. p. 205 PI. IV.
Coptomia elegans (Fianarantsoa) p. 79, fulgida, lucida p. 80,
modesta, marginata p. 81, laeviSf uniformis, crucigera p. 82, crassa
p. 83 (Antananarivo); Waterhouse a. a. 0.
Gnathocera rufipes p. 250, lurida p. 251, gracilis p. 252 (An-
gola), cruda (Nyassa) p. 253, villosa (Angola) p. 254; O.E. Janson,
Cist. Ent. II,
548 Bert kau: Bericht üb. die wissenschafll. Leietungen
Schizorrhina Nerä (Ins. Thursday); Gastro, Ann. Mus. Civ.
Genova XIV p. 15.
Phymatopteryx gläberrimus (N'gami); Westwood a. a. 0. p.
202 Fig. 4.
Glycyphana scutellata (Borneo) p. 142, Andamensis (A.) p. 143,
Nicöbarica{ß.)^. 144 ; 0. E. J an s on, Cist. Ent. II, rw^ipenrns (Sumatra) ;
Ritsema Gz., Notes from the Leyden Museum I. p. 153.
Gametis clytus (Madagascar) ; West wo od a. a. 0. p. 206
PI. IV Fig. 5.
G. H. Hörn giebt eine Synopsis der (14) Euphoria -arten
der Verein. Staaten; Proc. Am. Philos. Society, XVIII p. 397 fif.
PI. IV Fig. 12 — 16. Als neu sind JE. verticalis (Arizona), aestuosa
(Kansas) p. 400, hirtipes (Nebraska) p. 401, devulsa (Texas) p. 402
beschrieben.
Elaphinis levis (Nyassa); Janson a. a. 0. p. 256.
Anoplochilus indutus (Nyassa); Janson a. a. 0. p. 257.
Oxythyrea lucens (Nyassa); Janson a. a. 0. p. 258, sübcalva
(Biskra); Marseul, Nouv. et Faits (2) No. 18 p. 72.
Leucocelis spoliata (Pungo Andongo); v. Harold, Col. Heft.
XVI p. 72.
Tephraea rufo-ornata (Nyassa); Janson a. a. 0. p. 259, an-
cilla (St. Thome); v. Harold, Col. Heft. XVI p. 68.
Cetonia (submarmorea var. ?) nigrocyanea (Amur); Kraatz,
D. E. Z. XXIII. p. 238 ; itisperata (Yezo), Irevitarsis (Nagasaki) ;
Lewis, Ann. a. Mag. N. H. (5) IV. p. 463, hicostula (Kairo); Mar-
seul, Nouv. et Faits (2) Nr. 19 p. 74, dominula (Pungo Andongo);
V. Harold, Col. Heft. XVI. p. 77, impavida (Nordindien), famelicd
(Nord-China); Janson, Cist. Entom. II. Nr. XXII. p. 538 f.
C. papalis Mohn. = Bremei Schaum,] Dohrn, Stett. Ent. Zeit.
40. p. 185.
Verschiedene Cetonia-arten wiederholt als Honigräuber in
Bienenstöcken beobachtet; Girard, Bull. Ent. Fr. 1879. p. CVII.
C. aurata L. am Amur in Eurygonia- und Glycyphana-arten
verwandelt; = Protaetia Bensoni Westw. vom Himalaya; Kraatz,
D. Ent. Zeitschr. 1879. p. 241 ff., 304.
Protaetia Ändamananim (A.) p. 145, advena (Cap York) p.
260, conspersa (Borneo) p. 261; Janson a. a. 0., cidta (Formosa);
Water house, Ann. a. Mag. N. H. (5) IV p. 247.
Pachnoda Simonsi (Nyassa); Janson, a. a. 0. p. 262; perdix
(Südafrika); v. Harold, Mitth. Münch. 1879 p. 142.
Diplognatha viridula (Cap) 146, striata (Nyassa) p. 263; Jan-
son a. a. 0., pagana (Pungo Andongo); v. Harold, Col. Heft.
XVI. p. 80.
Anthracophora ScheepmaJceri (Ardjoeno, Java); Lansberge,
C. R. Ent. Belg. 1879 p. CLIV.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 549
Scaptobius Farrianus (Transvaal); Westwood, a. a. 0. p.
201 Fig. 3.
G. H. Hörn giebt eins monographische Revision der Crema-
stochilus-Arten aus den Vereinigten Staaten; Proc. Amer. Philosoph.
Societ. XVIII p. 382 fif. PI. IV Fig. 1—11. 7 der von Westwood
in seinem Thesaur. Entomol. Oxou. als neu beschriebenen Arten
werden als Synonyme beseitigt: C. Lecontei = Castaneae; Walshii =
retractus; cicatricosus undPercheronii = variolosus; junior = squamu-
losus; crassipes ^ Schaumii; crenicollis = Knochii; ein C. Westwoodi
von Owens Valley (Calif.) ist als neu beschrieben auf S. 389.
Cremastochilus Villadae (Mexico); Duges, La Naturaleza IV
p. 171.
Inca JDavisi (Peru); C. 0. Waterhouse, Cist. Ent. np.228.
Gnorimus Bönitai (Japan); v. Harold, D. E. Z. XXIII. p. 366.
Valgus dlholineatus (Antananarivo); Waterhouse a. a. 0. p.
83, pilosus p. 238, Vethii p. 240 (Sumatra); Ritsema Gz., Notes
from tbe Leyden Museum I.
Lucanidae. Anoplocnemis dorsoiwtatus, semicinctus, albogutta-
tus^ fulviis (Australien, Swan R.), Chevrolat, Pet. Nouv. Ent. No.
215 p. 305.
Prosopocoelus Bruijnii (Sanghir Ins.); Oberthür, Ann. Mus.
Civ. Genova XIV p. 567 PI. I Fig. 4—6.
Oberthür macht das Weibchen von Odontolabis Duiven-
bodi Beyr. bekannt; Ann. Mus. Civ. Genova XIV p. 566.
Mastochilus obliquus (Jobi) ; Th. Kirsch, Mitth. k. Mus.
Dresd. II p. 140.
Dorcus nitidus (Neu-Guinea) ; T. Kirsch, Mitth. k. Mus.
Dresd. II p. 138.
Gnaphaloryx cwr^MS (Neu-Guinea); Th. Kirsch, Mitth. k. Mus.
Dresd. II p. 138.
Macrodorcus Vanvolxemi (lYezo); Lewis, Ann. a. Mag. N. H.
(5) IV p. 462.
Trichostigmus gldber (Jobi); Th. Kirsch, Mitth. k. Mus.
Dresd. II p. 139.
Nigidius Licktensteinii (Celebes); Ritsema Gz., Notes from
tbe Leyden Museum I p. 129.
Figulus marginalis (Sumatra, Borneo); Ritsema Gz., Notes
from the Leyden Museum I p. 189.
Pelops Gestroi (Ins. Yule); Kirsch, Ann. Mus. Civ. Genova
XIV p. 18.
Passalus cornutus bringt durch Reibung der Hinterleibs-
segmente an der Innenseite der Flügeldecken einen Ton hervor; Le
Conte in Psysche, II p. 126.
Heteroceridae. Heterocems JB«5ifere»?SiS (B.); Fairmaire, Ann.
Ent. Fr. 1879 p. 169; amoem^s (Bona, Alger); (H. maritimus iHfoisc/i.
560 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
ist wegen der gleichnamigen Guerin'schen Art H, Motschoulskii ge-
nannt); Reiche, ebenda p. 239; Fausti (Baku); Reitter, Verh.
Zool. Bot. Ges. Wien XXIX p. 545.
Parnidae. Limnius fusdpes (Blidah), vüloso-costatus (Oran) ;
Reiche, Ann. Ent. Fr. 1879 p. 238.
Elmis 6rMWwews (St. Helena); F.H. Waterhouse, Journ. Linn.
Soc. Lond. XIV p. 532; velutinus (Algier); Reiche, Ann. Ent. Fr.
1879 p. 238.
Potamophilus abdominalis (Madagascar); Waterhouse, Cist.
Entern. II. No. XXH, August 1879.
Georyssidae. Geofyssus canaliculatus (Spanien, Algier), cu-
preus (Algier); Reiche, Ann. Ent. Fr. 1879 p. 237.
Byrrhidae. Chelonarium Orientale (Sumatra); Reitter, Notes
from the Leyden Museum II p. 43.
Le Conte giebt eine synoptische Tabelle der amerikanischen
Arten der Gattung Limnichus, unter denen montanus, nehulosus,
analis^ californicus, lutrochinus (Colorado) neu sind; Bull. ü. S.
Geol. a. Geogr. Surv. Terr. V p. 515.
Syncalypta ^mea (Colorado) ; Le Conte, Bull. U. S. Geol. a.
Geogr. Surv. Terr. V p. 514.
Dermestidae. Anthrenus Scrophulariae ist wahrscheinlich mit
Skeletten von Europa (England) nach Amerika importiert worden.
Psysche, II p. 126; vgl. d. Ber. 1878 p. 462 (244).
lieber die Unterschiede des europäischen A. pimpinellae und
nordamerikanischen A. thoracicus s. Hagen in den Proc. Bost. Soc.
XX p. 57 f.
Bellevoye fand A. fuscus ^ mit Ögliederigen Fühlern in
copula mit A. museorum L. (Verbasci Pz.) J mit Sgliederigen
Fühlern und vermuthet, dass fuscus Ol. (claviger Er.) das ^ zu
museorum sei; Le Naturaliste 1879 p. 93.
Attagenus posticalis (Biskra); Fairmaire, Ann. Ent. Fr.
1879 p. 169.
Derraestesvulpinus in bearbeitetem Tabak lebend; Le
Naturaliste 1879 p. 76.
Thorictidae. Thorictus foveicolUs [Baku, bei einer „grofsköpfigen"
Ameise mit Paussus Turcicus zusammen); Reitter, Verh. Zool.
Bot. Ges. Wien XXIX p. 545, Lethierryi (Biskra) ; Fairmaire, Ann.
Ent. Fr. 1879 p. 168.
Mycetophagldae. Propalticus{u.g.)oculatus(OQhu); Sharp,
Trans. Ent. Soc. Lond. 1879 p. 88.
Litargus vestitus (Oahu); Sharp, Tr. Ent, Soc. Lond. 1879
p. 88.
Thriphyllus curticollis (Bona); Fairmaire, Ann. Ent. Fr.
1879 p. 167.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 551
Lathrldiadae. Merophysa acuminata (Biekra) ; Fairraaire,
Ann. Ent. Fr. 1879 p. 168.
Myrmecoxenus Beturiensis (Spanien); Reitter, Verh. Zool.
Bot. Ges. Wien XXIX p. 93.
Corticaria Amurensis (Amur); Reitter, D. E. Z. XXIII p. 224.
Lathridius (Latridulus) approximatus (St. Helena) ; Wo Ila-
ston, Col. St.-Helenae p. 52.
Monotomidae. Hörn schreibt eine Synopsis der nordameri-
kanischen Arten dieser Familie, die er in Uebereinstimmung
mit Erichson den Lathridiaden zutheilt- Die Gattung Nomo-
phloeus Lee. wird mit Earops Woll. vereinigt. Neu sind Monotoma
texana (T.) p. 261; Europs longicolUs (Calif.) p. 264; Bactridium
Fryi (Rio) p. 266 , cavicolle (Pensilv.) p. 267 ; Trans. Am. Ent. Soc. VII.
Gryptophagidae. Zavaljus {d. g. inter Antherophagum et Leu-
cochimatium) Fausti (Kasan); Reitter, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien
XXIX p. 544.
Äpytho {u. g.) aeneipennis (Abyssinien) p. 318; Tristaria (n. g.
prope Hypocoprum et Amydropam) GrouveUei (Rockhainpton) p. 321,
fulvipes (Austr.) p. 322; Reitter, Stett. E. Z. 1878.
Antherophagus convexulus (Colorado); Le Conte, Bull. ü. S.
Geol. a. Geogr. Surv. Terr. V p. 512.
Elacatis Kraatzii (Amur); Reitter, D. E. Z. XXIII p. 226.
Cryptophagus ohsoletus (Amur); Reitter, D. E. Z. XXIII p.
221, Croaticus (C; Berlin); derselbe, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien
XXIX p. 51; lapidicola (Kaukasus); derselbe ebenda p. 471.
Emphylus americanus (Colorado); Le Conte, Bull. ü. S.
Geol. a. Geogr. Surv. Terr. V p. 513.
CaCQjidae. Neue Cucujidae des königl. Museums in
Berlin beschrieben von E. Reitter, Verh. Z. B. Ges. Wien
XXVIII p. 185 fif.
Passandrina{ii.g. prope Hectarthrum, a quo differt ant. 11-
art., art. 1-mo incrassato, ovali, secundo minore, transverse quadrato,
3io elongato, apice incrassato, 4 — 10 valde transversis, incrassatis,
intermediis latissimis, subtus excavatis et dense fulvo tomentosis,
ultimo haud majore, subtriangulari) e^re^m (Madagascar) ; Reitter,
a. a. 0. p. 186 f.
Monanus (n. g. inter Psammoecum et Telephanum) crenatus
(Oahu); Sharp, Trans. Ent. Soc. Lond. 1879 p. 85.
Silvanus lateritius (Ceylon); Reitter, Verh. Z. B. Ges. Wien
XXVIII p. 194; reflexus (Sicilien); derselbe, ebenda XXIX p. 85.
Cathartus angulicolUs, cryptopliagoides (Colnmhien) ; Reitter,
Verh. Z. B. Ges. Wien XXVIU p. 194 f.
Laemophloeus hituher culatus (PoTiorico); Reitter, Stett. E.Z.
1878 p. 316, albipennis {Colnmhien) ip. 191, cowcavMS (Cuba), carinatus
(Aragua) p. 192; derselbe, Verh. Z. Bot. Ges. Wien XXVIII, cari-
552 Bertkäu: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
nulatus (St. Helena); Wollaston, Coleopt. St.-Helenae p. 44-
Ribbei (Amur); Reitter, D. E. Z. XXIII p. 220; TFma (Deutschi.),'
Krüperi (Griechenland); derselbe, Yerh. Zool. Bot. Ges Wien
XXIX p. 78.
Uliota puberula (Indien) ; Reitter, Stett. E. Z. 1878 p. 316.
Telephanus pulchellus (Neu Valencia) ; Reitter Verh Z
B. Ges. Wien XXVIII p. 190.
Pseudino Fritschn (Cap) ; Reitter, Stett. E. Z. 1878 p. 315.
Airaphilus serricollis (Indien); Reitter, Stett. E. Z. 1878 p.
Sld-, Siculus (S.), Grouvellei (Csivtagensi) ; derselbe, Verh Zool
Bot. Ges. Wien XXIX p. 82 f.
Inopeplus aeneomieans (Jamaica)p. 213, violaceipennis (Dorey),
terminatus p. 214, biguttatus (Java) p. 215; Waterhouse, Ann a'
Mag. N. H. (5) III.
Ino snbocreseens (! Fidji I.) ; Reitter, Stett. E. Z. 1878 p.
314; elongatula (Ceylon), flavidorsis (Columbien) p. 190, immunda
(Tenessee) p. 191; derselbe, Verh. Z. B. Ges. Wien XXVIII.
Platamus Richten (Neu-Valencia) ; Reitter, Verh. Z. B.
Ges. Wien XXVIII p. 189.
Platisus integricolUs, angusticolUs (Neu-Holland) ; Reitter,
Verh. Z. B. Ges. Wien XXVIII p. 188 f.
Cucujus imperialis (Assam) ; Lewis, E. M. M. XV p. 234.
Catogenus acutangidus (Aragua) ; Reitter, Verh. Z. B. Ges.
Wien XXVIII p. 185.
Hectarthrum büineatum (Madagascar) ; Reitter, Verh. Z.
B. Ges. Wien XXVIII p. 186.
ColydiadaS- Antilissus (n. g. inter Bupalam et Ciconem) aper
(Sandw. I.); Sharp, Tr. E. Soc. Lond. 1879 p. 86.
Pycnomerus verrucicoUis (Astrabad) ; Reitter, Verh. Zool.
Bot. Ges. Wien XXIX p. 543.
Teredu s politus (S. Japan) ; Lewis, Ann. a. Mag. N. H. (5) p. 462
Trogositidae. Peltastica Amurensis (Amur) ; Reitter, D.
E. Z. XXIII p. 220.
Nitidulidae. G. Hörn bringt in den Trans. Am. Ent. Soc.
VII eine Revision der nordamerikanischen Arten dieser Familie.
Bei den Brachypterini, Carpophilini, Nitidulini, Cychramini und Ipini
sind die Tarsen 5-, die Fühler 11-gliederig, bei den Rhizophagini
10-gliederig, bei den Cybocephalini Tarsen 4-, und bei den Smicripini
3-gliederig. Neue Gattungen sind : (Brachypterini) J.wi^owaet<s (für
Colastus agavensis Grotcli) p. 273; (Nitidulini) Perthalycra p. 309
(Vorderfüfse nur im männlichen Geschlechte erweitert ; Vorder-
schienen aufsen gezähnt ; P. Murrayi (Oregon, Nevada) p. 309 PI.
3 Fig. 25) ; Orthop eplus ^. Sil (von der nahe verwandten Epuraea
durch unbehaarten Körper und die nur beim ^^ erweiterten Vorder-
tarsen verschieden) ; 0. quadricolUs. (Colorado) p. 312.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 553
Brachyleptus Motsch. wird mit Amartiis Lee. vereinigt; Tri-
brachys Lee. mit Carpophilus Steiih., Omosiphora, Haptoncura und
Micruria Beut, mit Epuraea Eriehs., dagegen Phenolia Erichs, von
Soronia Erichs, getrennt.
Pityophagus verticalis (Color.); Hörn, Trans. Am. Ent. Soc.
VII p. 325.
Ips rubromaculätus Reitt. = sanguinolentus Oliv, var ; d e r-
selbe ebenda.
Ips Christoph! , rufiventris (Amur) ; Reitter, D. E.Z. XXIII
p. 219.
Cryptarcha pantherina p. 217, hinaeva^ ipso'ides (!) p. 218
(Amur); R ei t te r , D. E. Z. XXIII.
Cr. bella Beitt. = concinna Melsh. ; coucinna Beitt. nee Melsh.
= strigata F. var; Hörn a. a. 0.
Cybocephalus Beitterii (Badajoz) ; S. de ühagon, An. Soc.
Esp. Hist. Nat. VIII p. 190, californicus (C); Hörn, Trans. Am.
Ent. Soc. Vn p. 320.
Amphicrossus niger (Arizona); derselbe ebenda p. 317.
Cychramus Zimmermanni (Süd-Carolina); Hörn, Trans. Am.
Ent. Soc. VII p. 319.
StrongyluB hinotatiis (Amur); Reitter, D.E. Z. XXIII. p. 217.
Meligethes semirufus (Amur); Reitter, D. E. Z. XXIII p.
216, (Acanthogethes) pinguis (New Foundl.); Hörn, Trans. Am. Ent.
Soc. VII p. 314.
Stelidota Sihirica (Amur); Reitter, D. E. Z. XXIII p. 216.
Ipidia variolosa (Amur); Reitter, D. E. Z. XXIII p. 215.
Epuraea integra (Arizona) p. 292, fidvescens (Canada) p. 296,
ovata, pelto'ides (Michigan) p. 298, umbrosa (Fort Cobb), scapho'ides
(Colorado) p. 300; Hörn, Trans. Am. Ent. Soc. VII, latissima
(Sumatra); Reitter, Notes from the Leyden Museum II p. 42.
Conotelus distinetus p. 478, irregiilaris p. 479 (Neu Granada);
Schaufuss, Nunq. Otiosus HL
Brachypeplus tinetus (Oahu) p. 83, explanatus (Honolulu) p.
84, protinoides (Halea Kala) p. 85 ; Sharp, Trans, Ent. Soc. Lond.
1879.
Carpophilus decipiens (Calif.) p. 279; Colastus Yuccae Crotch
gehört ebenfalls in diese Gattung ; Hörn a. a. 0., (subg. Ecnomor-
phus) Sibiriens (Amur); Reitter, D. E. Z. XXIII p. 215.
Phalacridae. Phalacrus dispar (Colorado); Le Conte, Bull,
ü. S.Geol. a. Geogr. Surv. Terr. V. p. 513.
Histeridae. Enumeration des Histeridesrapp. de 1' Archipel
Malais, de la Nouvelle Guinee et de l'Australie boreale etc. par M.
S. A. de Marseul; Ann. Mus. Civ. Genova XIV p.254£f. (77 Arten,
35 neue).
554 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Acritus Komani (Nagasaki); Lewis, Ann. a. Mag. N. H. (5)
IV. p. 461, permirus (Java), cingulidens (Hatam) p. 282, Wdkauensis
(Aru), torquülus (Andai) p. 283, auctus (Tcibodas), hemisphaeroides
(Hatam) p. 284, insipiens (Aru) p. 285; Marseul a. a. 0.
Onthophilus Ordinarius (Irkutsk), ostreatus (China); Aeletes
flavitarsis (Honolulu); Lewis, E. M. M. XVL p. 78 f.
Plegaderus Marseuli (Japan); Reitter, D. E. Z. 1877.
p. 371.
Teretrius Somerseti (Austral.); Marseul a. a. 0. p. 281, hrun-
«CMS (Arabien); Lewis, E. M. M. XVL p. 78.
Trypanaeus Gestroi (Dorey); Marseul a. a. 0. p. 255.
Paromalus debilis (Colorado); Le Conte, Bull. ü. S. Geol. a.
Geogr. Surv. Terr. V. p. 515, leo (Java) p. 272, davis (Key Ins.)
p. 274, evanescens (Aru) p. 275, vittula (Ramoi), acistrigus (Java)
p. 276, honoratus (Somerset), keicola (Key Ins.) p. 277, Boberti
(Andai), Teibodae (Java) p. 278, sculptipectus (ibid.) p. 279; Mar-
seul a. a. 0.
Bacanius Niponicus (Nagasaki); Lewis, Ann. a. Mag. N. »H.
(5) IV. p. 461.
Apobletes expansus (Ansus) p. 258, diopsipygus (Java) p. 259 ;
Marseul a. a. 0., angolensis (A.); Lewis, E. M. M. XVI p. 77.
Pachychroeus arabicus (A.), Baffrayi, cylindricus (Abyssinien)
p. 77; Epierus sylvanus (Neu Seel.) p. 78; derselbe ebenda.
Hetaerius ferrugineus kommt vorzugsweise bei Formica
fusca, seltener bei F. sanguinea, Lasius niger, Tapinoma erraticum
und Polyergus rufescens vor; v. Hagens, E. Nachr. 1879. p. 259.
Spathochus meridianus (Sansibar); Monoplius pinguis (Cap)
p. 60; Phoxonotus Fryi (Brasilien); Teretriosoma festivum (Paranä),
facetum (Canada) p. 61; Lewis, Ent. Monthl. Mag. XVL
Phelister specuUpygus (Neu Guinea); Marseul, a. a. 0.
p. 271.
Hister Ghristophi (Amur); Reitter, D. E. Z. XXIII. p. 214,
margine-punctatus (Hakododi), simpUcisternus (Hiogo); Lewis, Ann.
a. Mag. N. H. (5) IV. p. 461.
Platysoma Sibiricum (Amur); Reitter, D. E. Z. XXIII. p. 214,
platypygum (Raraoi) p. 260, fallaciosum (Andai), comes (Cap York),
p. 261, Soronense (Neu Guinea) p. 262, ramoicola (Ramoi) p. 263,
Hatamense (H.) p. 464, jobiense, hemistrium (Neu Guinea) p. 265,
tribistriatum (Hatam) p. 266, suturistrium (ibid.) p. 267, retrospectum
(Somerset) p, 268, discrepans p. 269, contritum (ibid.) p. 270; Mar-
seul a, a. 0.
Plaesius laevis (Assam), Mouhoti (Laos), planulus (Nicobaren) ;
G. Lewis, E. M. M. XVL p. 76.
Macrosternus Marseuli (Angola); Lewis, E. M. M. XVI. p.76.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 555
Hol olepta awiMre^zsis (Amur); Reitter, D. Ent. Zeitschr. XXIII.
p. 213.
Scaphidiadae. Scaphisoma elongatum (Rio); F. H. Waterhouse,
Journ. Linn. Sog. Lond. XIV. p. 533.
Scaphidium Eeitteri (Hiogo); Lewis, Ann. a. Mag. N. H. (5)
IV. p. 460, aterrimiim (Sumatra); Reitter, Notes from the Leyden
Mus. II. p. 41; cyanipenne p. 559, metallescens p. 560 (Fly River),
atripenne {Somerset) p. 561; Gestro, Ann. Mus. Civ. Genova XIV.
Trichopterygidae. A. Matthews macht in der Cist. Entom.
II. p. 165 fF. Bemerkungen zu (19) Arten, die Crotch in Amerika
gesammelt hatte; es finden sich 9 neue darunter.
Tr. Laetitiae in England; Fowler, Ent. Monthl. Mag. XVI.
p. 160.
Trichopteryx vicina, castanea, xantlwcera, californica, pardlle-
lopipida (!), cognata; n» A., meist aus Brit. Columb. ; M atthe w s a. a. 0.
p. 172 ff.
Ptilium colunibianum (Br. C), humile (San Diego), ohscurum
(Br. C); Matthews, a. a. 0. p. 170 f.
'PiineWa. Matthew siana (St. Helena); Wollas ton, Col. St.-Helenae
p. 21.
Actidium Grotchianum (Br. Col.), j9oZ*Y wm (Calif.) ; Matthews
a. a. 0. p. 168.
Silphidae. Ciambus vulneratus (Colorado); Le Conte, Bull.
U. S. Geol. a Geogr. Surv. Terr. V. p. 512.
Colenis foveicollis (Badajoz); S. d. ühagon, An. Soc. Esp.
Bist. Nat. VIII. p. 188. L. IV. Fig. 1.
Hydnobius longidens, curvidens, pumilus, obtusus, longulus,
latidens (Rocky Mts.); Le Conte, Bull. U. S. Geol. a. Geogr. Surv.
Terr. V. p. 511 f.; apicicornis (Lambessa); Fairmaire, Le Natu-
raliste, 1879. p. 5 und Ann. Ent. Fr. 1879. p. 165.
Catopsimorphus Bedelii (Oran); Fairmaire, Ann. Ent. Fr.
1879. p. 167.
Pholeuon MerJclü (Balkan); Frivaldszky, Term. Füz. III.
p. 232.
Choleva Falklandica (Falkl. Isl.); F. H. Waterhouse, Journ.
Linn. Soc. Lond. XIV. p. 531; orchesio'ides (Oran) p. 165, cunäformis
(Aetna) p. 166 Anm.; Fairmaire, Ann. Ent. Fr. 1879.
Apatetica hrunnipes (Sumatra); Ritsema Cz., Notes from the
Leyden Museum I. p. 48.
Ptomascopus plagiatipennis (Japan; Pecking) , carhunculus
(Amaz.); Lewis, Ann. a. Mag. N. H. (5) IV. p. 460.
Die Larven verschiedener Silpha-arten sind phytophag; E.
Nachr. 1879. p. 153.
Nodynus leuco-fasciatus (lYamato); Lewis, Ann. a. Mag. N. H.
(5) IV. p. 460.
556 Bertkau: Beriebt üb. die wisseiischaftl. Leistungen
Scydmaenidae. v. Heyden bespricbt die europäischen
Arten der Gattung Mastigus Latr., die am Boden unter Gras
und Laub, meist zu Klumpen zusammengeballt, leben; (M. palpalis,
praelongatus, Heydeni, dalmatinus, ruficornis); D.E. Z. XXIII. p. 369.
M. pilifer (Neapel?); Kraatz, ebenda p. 371.
Cephennium Saulcyi (Capella G., Croat.) p. 47, Asturicum (A.),
delicatulum (Süd-Ungarn) p. 537, fovangidum (Bulgarien) p. 538;
Reitter, Verb. Zool. Bot. Ges. Wien XXIX.
Eutbia longula (Colorado), impressa (ibid.); Le Conte, Bull.
U.S. Geol. a. Geogr. Surv. Terr. V. p. 513; parallela (Biskra); Fair-
maire, Ann. Ent. Fr. 1879. p. 161.
Euconnus Schlössen p. 48 und 470, Tlwmayi p. 49 (Capella);
Reitter, Verb. Zool. Bot. Ges. Wien XXIX, Simoni (Asturien);
derselbe ebenda p. 542.
Scydmaenus (elongatulus var.?) semicastaneus (Capella, Croat.)
p. 47, Hopffgarteni (ibid.; Südungarn) p. 48, convexicollis, suhsulcatus,
Asturiensis (A.), plicicollis, Bulgariens (B.), nodifer, ornatus (Ser-
bien) p. 538—541; Reitter, Verb. Zool. Bot. Ges. Wien XXIX;
delphinus, colchicus, cribrum (Kaukasus); Saulcy, ebenda p. 469 f,
Eumicrus Türicii (Messina); Reitter, Verb. Zool. Bot. Ges.
Wien XXIX. p. 542.
Fselapbidae. C.Brown macht Remarks on the Pselaphidae of
New Zealand; Trans, a. Proc. New. Zeal. Inst. VIII p. 271 fif.
Ebenda p. 273 ff. wiederholt Sharp die Beschreibung neuer
Arten aus den Trans. Ent. Soc. London 1874 (vgl. d. Ber. 1874. p.
323 (71)).
EinBeitrag zurKenntuiss europäischer Pselaphidae
und Scydmaenidae von E. Reitter in den Verb. Zool. Bot. Ges.
Wien XXIX. p. 533 fif. besteht wie gewöhnlich die gleichnamigen Auf-
sätze aus der Beschreibung neuer Arten.
L. W. S c h a u f u s s. Pselaphiden Siams. Dresden 1877,
25 S. 4to.
Octomicrus (n. g. pone Bryaxim; antenn. art. 8-vus nono vel
septimo brevior) longulus (Bangkok); Nunquam Otios. II p. 452 und
Psel. Siams p. 14;
Metaxoides (n.g. Metaxi affine; ant. art. 9-11 aeque longi ac
1 — 7) hruchiformis ', N. 0. p. 453 und P. S. p. 13;
Mar garis (n. g., aspectus ut in Tmesiphoro; robustus, an-
tennae pedesque crassi, palpi maxiil. tenuissimi) imperialis (Rock-
hampton); N. 0. p. 454;
Filiger (n. g. pone Gambam; palp. max. art. ultimus acu-
minatus, filiformis) ampliventris , cariniventris , conicicollis (Siam);
N. 0. p. 454 u. P. S. p. 17;
Somatipion (n. g. Chennio vicinum) glohulifer (K. George's
Sd.); N. 0. p. 457;
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 557
Enantius {n. g. Cher\mo B^iüne) punctipennis (Bangkok); N. 0.
p. 459 und P. S. p. 18;
Suhulipalp US (n. g. Narcodi affine; palp. max. art. quartus
minutissimus, subuliformis) spinicoxis (ibid.) ; N, 0. p. 459 und P.
S. p. 23;
Tetratarsus (n. g. ; auch Tetrameres geschrieben!;
Tamoto affine; omnes tarsi quadri-art.) plicatulus (Siam); N. 0. p.
460 und P. S, p. 24; Schaufuss.
Scotoplectus (n. g., ab Euplecto difi'ert oculis alisque de-
ficientibus, elytris brevibus connatis, antennis tenuibus, antennarum
sulcis ad latera capitis conspicuis) Capellae (Croatien); Reitter,
Verb. Zöol. Bot. Ges. Wien XXIX. p. 44, Stussineri (Krain);
Saulcy, ebenda p. 46.
Amicrops (n. g. ab Amaurope differt capitis lateribus acu-
minatis, oculorum praesentia, tibiis posticis calcari terminali armatis,
für Amaurops Saulcyi Bttr. und) Lederi (Suram); Saulcy, Verh.
Zool. Bot. Ges. Wien XXIX. p. 467.
Euplectus hipposideros p. 12, Solskii p. 13 (Siam); Schau-
fuss a. a. 0.; (Kirbyi Denn. var. ? ; Waterhouse, Ent. Monthl.
Mag. XVI. p. 123).
E. minutissimus Äub. in England und genau beschrieben;
Fowler, Ent. Monthl. Mag. XVI. p. 158.
Metopioides setifer (Brasil.); Schaufuss, N. 0. II. p. 451.
Trimium latiuscidum (Gorizo. Cr osit.) ; R ei tt er, Verh. Zool. Bot.
Ges. Wien XXIX. p. 46.
Bythinus Heydeni (Croatien) p. 42, Brusinae (Capella ibid.)
p. 43, elephas p. 467, giraffa p. 469 (Kaukasus), curticollis p. 533,
Ästuriensis, monstripes p. 434 (Asturien), sculptifrons, Simoni, Bulga-
ricus p. 535 (Bulgarien); Reitter, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien
XXIX.
Bryaxis Baumeisteri p. 7, cordata, 7namilla, siamensis p. 9, fo-
rensis, nigrocephala p. 10 (Siam); Schaufuss, P. S.
Stratus zt/'smws (Yucatan, Teapa) ; Schaufuss, N. 0. II p. 452.
Zethus opacus (Siam); Schaufuss, P. S. p. 12.
Batrisus septem-foveolatus p. 15, exeisus p. 16 (Bangkok) ; Schau-
fuss, P. S.
Tychus semiopacus p. 3, testaceus p. 4 (Bangkok); Schau-
fuss, P. S.
Pselaphus multangulatus, canaliculatus, hifoveolatus, articularis
(Bangkok); Schaufuss, Psel. Si. p. 4 fi"., Merklii (Bulgarien);
Reitter, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien XXIX. p. 536.
Jubus denticollis (Mexico) p. 455, subopacus, semipunctatus,
spinicollis (Neu-Granada) p. 456; Schaufuss, N. 0. II.
Centrophthalmus Clementis, forticornis, punctipennis, 4'Striatus
(Siam etc.); Schaufuss, Psel. Siams p. 20 ff.
558 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Staphylinidae. YonMulsant-R ey'sTribu des Brevipennes
sind 5 Fortsetzungen erschienen: Trois. Farn.: Pederiens; Ann.
Soc. Linn. Lyon XXIV. p. 1 fif. PI. I— V. Quatr. Fam.: Euestethiens
p. 289 ff., PI. VI; Cinq. Fam.: Oxyporiens; Ann. Soc. d'Agricult.
etc. de Lyon (4) X. p. 443 ff., PI. I, Six. Fam.: Oxyteliens p. 453 ff. ;
PI. I — VII; Sept. Fam.: Phleochariens; Ann. Soc. Linn.
Lyon. XXV. p. 191 ff., Huit. Fam.: Trigonuriens p. 211 ff.,
Neuv. Fam.: Proteiniens p. 217 ff., Dix.. Fam.: Phleobiens p.
253 ff., PI. I u. n.
A. Fauvel's Notices entomologiques. 6 Partie. I Les
Staphylinides de l'Afrique boreale. II. Revision du genre
Cyrtothorax, Caen 1879, sind mir nicht zugekommen; ebenso des-
selben: Les Staphylinides des Moluques et de la Nouvelle Guinee.
Nach Eppelsheim ist die Synonymie einiger kritischer Sta-
phylinen folgende: Quedius aetolicus Kr. = cruentus Ol., proximus
Kr. = semiaeneus Steph., nivicola Kiesw. (nicht = cruentus Oliv.,
sondern) Josue Saulcy, affinis Brancsik = picipennis Scriba, Rey, pici-
pennis Heer = attenuatus, fallaciosus Kr. = boops, marginalis Kr.
= obliteratus Er., muscorum Bris. = suturalis Ksw. ; Stenus raaculiger
Weise nicht = laevigatus Rey, sondern eigene Art; tylocephalus
Kr. = Guynemeri Duv., trivialis Kr. = morio; lepidus und Reitteri
Weise sind eigene Arten; Bledius pygmaeus Fauv. = pusillus Er.,
Kr., Baudii Fauv. = Bl. agricultor var. pygmaeus Kr. ; Ent. Nachr.
1879. p. 193 ff.
Edaphus Xed!m (Kaukasus); Eppelsheim, Verh. Ver. Brunn
XVI. p. 118. Taf. I. Fig. 7.
Narthecius claviceps (Indien); Reitter, Stett. E. Z. 1879. p.
317; flaroZfii (Madagaskar), truneatipennis (Ceylon); derselbe, Verh.
Z. B. Ges. Wien XXVIR. p. 193.
Ophioglossa Novae-Guineae (Hatam); Fauvel, Ann. Mus. Civ.
Gen. XII. p. 308. PI. IL Fig. 39.
Orobanus Simulator (Georgetown, Colo. und Vancouver Isl.);
Le Conte, Bull. U.S. Geol. a. Geogr. Surv. Terr. IV. Nr. 2. p. 452.
Pelioptera specularis (Sydney); Fauvel, Ann. Mus. Civ. Gen.
XIII. p. 579.
Siagonium Haroldi (Japan); Weise D. E. Z. XXIIJ. p. 148.
Prote'ini. Micropeplus ohliquus (ßr. Columbien) ; Le Conte,
Tr. Am. Ent. Soc. VI, p. 252.
Pseudopsis obliterata (Colorado); Le Conte, Bull. U. S. Geol.
a. Geogr. Surv. Terr. V. p. 511.
Homaliini. Anthobium (Eusphalerum) Sareptanmn; Eppels-
heim, Stett. E. Z. 1878. p. 423.
Homalium divergens p. 26, affine, confusum p. 27, saginatum,
angustatum p. 28, languidum p. 29, curtipenne p. 30 (Sibirien); Mäk-
lin, Öfv. Finsk. Vet.-Soc. Förh. XIX.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 559
Deliphrum expansum (Color.); Le Conte, Bull. ü. S. Geol.
a. Geogr. Surv. Terr. V, p. 510.
Olophrum Umbatum (Sibirien); Mäklin, Öfv. Finsk. Vet.-Soc.
Förh. XIX. p. 23.
Pycnoglypta sibirica (S.); Mäklin, Öfv. Finsk. Vet.-Soc. Förh.
XIX. p. 24.
Boreaphilus NordenskiÖldii (Sibirien); Mäklin, Öfv. Finsk.
Vet.-Soc. Förh. XIX. p. 25.
Microcalymma 2)icÄ;som (Sibirien); Mäklin, Öfv. Finsk. Vet.-
Soc. Förh. XIX. p. 24.
Piestini. Le Conte stellt eine analytische Tabelle der nord-
amerikanischen Gattungen auf und beschreibt Ancaeus joroZiiCMS (New
York); Tr. Am. Ent. Soc. VI. 249 f.
Oxytelini. Thinophilus (n. g. für Thinobius brevicollis,
major etc. p. 764 und) luteipennis (Lyon) p. 771; Mulgant-Rey, Ann.
Soc. d'Agric. etc. de Lyon (4). X.
Thinodromus hirticollis (Lyon); Mulsant-Rey, Ann. Soc.
d'Agric. etc. de Lyon, (4) X. p. 695.
Thinobius gigantulus (Texas) p. 239, oxytelinus (Calif.), brachy-
pteriis, fimbriatus (Michigan), flavicornis (New York) p. 240, macro-
pterus (Cal.) p. 241; Le Conte, Trans. Am. Ent. Soc. VI.
Apocellus stüicoides (Florida), analis (Louisiana); Le Conte,
Tr. Am. Ent. Soc. VI. p. 243.
Trogophloeus rufipennis (Griechenland); Eppelsheim, Stett.
E. Z. 1878. p. 422, simplarius, convexidus, blediinus, uniformis^
litJwcharinus, areifer, caloderinus, phloeoporinus (Nordamerika); Le
Conte, Tr. Am. Ent. Soc. VI. p. 244 £f., suspectus (Lyon) p. 712,
siibopacus (Beziers) p. 721, (subg. Taenosoraa) obsoletus (Lyon) p. 739,
(subg. Troginus) luteicornis (Hyeres) p. 761; Mulsant-Rey, Ann.
Soc. d'Agric. etc. de Lyon (4) X.
Oxytelus niger (Cal.) p. 235, convergens (Flor.), punctatus (Van-
couver) p. 236, sobrinus (Cal.), placusius (Washingt.) p. 237; Le
Conte, Tr. Am. Ent. Soc, VI.
Platystethus Quedenfeldti (Japan); Weise, D. E. Z. XXIII.
p. 147.
Bledius adamus (fossil in den Green Rivershaies); Scudder,
Bull. U. S. Geol. a. Geogr. Surv. Terr. IV. p. 762.
Bl. (Blediodes subg.) rw/icorms p. 597; Mulsant-Rey, Ann.
Soc. d'Agric. etc. de Lyon (4) X; für Bl. bicornis Ähr. werden
Elbidus p, 573, für Bl. Verres Er. Pucerus (!, in der richtigen
Form Podocerus schon vergeben) p. 654, für Bl. angustus Muls.-
Mey Belidus p. 657 subgg. novv. aufgestellt.
Bledius vilis (Sibirien); Mäklin, Öfv. Finsk. Vet.-Soc. Förh.
XIX. p. 22.
Bledius gularis (Mittelstaaten) p. 218, fortis (Texas), brevidens
560 Bertkau: Bericht üb. die wissenscliaftl. Leistungen
(New York) p. 219, ferratus^ jacobinus p. 220, cribricolUs p. 221,
cuspidatus p. 222, rotundicollis p. 223, nitidiceps, opacifrons p. 224,
punctatissimus p. 226, laticollis, luteipennis p. 227, siniiatus, confusus
p. 228, pleuralis p. 229, tau p. 230, cognatus p. 231, dimidiatus
p. 232; Le Conte,Tr. Am. Ent. Sog. VI, vilis (Sibirien); Maeklin,
Öfv. Finsk. Vet-.Soc. Förh. XIX. p. 22.
Ancyrophorus ^/awMS (Oberer See), aMweciews(Calif.); Le Conte,
Tr. Am. Ent. Sog. VI. p. 241 f.
A. flexuosus in Spanien; Act. d. 1. Sog. Esp. de Hist. Natural.
VL p. 46.
Osorius politus (Florida), planifrons (Südstaaten_^; Le Conte,
Trans. Am. Ent. Sog. VI. p. 215.
Stenini. Stenus capitatus Fauv. i. 1. (Oran) ; Eppelsheim,
Stett. E. Z. 1878. p. 421, Hopffgarteni (Capella, Croat.); derselbe,
Verh. Zool. Bot. Ges. Wien XXIX p. 40, micropterus p. 465, Sura-
mensis p. 466 (Kaukasus); derselbe ebenda.
Paederini. Throbaliuml n. g. für Lathrobium dividuum
JEr. p.99; Pseudobium n. g. für L. labile Er. p. 1(6; Muls.-Rey;
Ann. Sog. Linn. Lyon XXIV.
Sunius vestitus (Marseille) p. 273, unicolor (Südfrankr.) p. 276,
subditus (Beaujolais, Lyon) p. 279; Mulsant-Rey a. a. 0.
Medon muscicola (Frankreich) p. 128, incertus (Tarbes, Pyr.)
p. 137; Mulsant-Rey a. a. 0.; für M. obsoletus und obscurelles
wird die Unterg. Pseudomedon errichtet p. 166; für M. propin-
quus, bicolor etc.: Hypomedon p. 156.
Eppelsheira ändert den Namen seines Lathrobium sibiricum
(s. d. Ber. 1877. p. 381 (173)) wegen der gleichnamigen Fauvel'schen
Art in L. baicalicum um; Stett. E. Z. 1878. p. 424.
L. limüatum (Krasnoyarsk); Maeklin, Öfv. Finsk. Vet.-Soc.
Förh. XIX. p. 22, crassipes (Frejus, Hyeres); Mulsant-Rey, Ann.
Sog. Linn. Lyon XXIV. p. 32. PI. II. Fig. 9.
Eppelsheim bespricht die Variabilität der Lathrobium-arten
hinsichtlich der Ausbildung ihrer Flügel und der damit zusammen-
hängenden Länge der Decken; L. quadratum und terminatum hält
er für eine Art; D. E. Z. XXIII p. 182 ff.
Kraatz hebt dagegen verschiedene Punkte hervor, die eine
Artverschiedenheit beweisen sollen, und bildet das 7te Hinterleibs-
segment des Weibchens beider Arten im Holzschnitt ab ; ebenda p.
193 ff.; J. Sahlberg schliefst sich der Ansicht Kraatz's an und
giebt synonymische Bemerkungen; ebenda p. 202.
Ochthephilus oblitus (Ain) p. 807, praepositus (Pyrenaeen; =
Ancyrophorus praepositus Pandelle i. 1.) p. 812; Mulsant-Rey,
Ann. Sog. d'Agric. etc. de Lyon (4) X.
Staphylinini. Oxyporus elegans (Louisiana), lepidus (New-
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 561
York); Le Conte, Tr. Am. E. S. VI. p. 215; procerus (Amur);
Kraatz, D. E. Z. XXIII. p. 122. Taf. II. Fig. 3.
In einem Ueber vicarirende Flügeldeckenfärbung
bei den Quedien betitelten Vortrag auf der Vers. d. Naturf. u.
Aerzte in Baden-Baden, 20. Sept. 1879, erinnert Eppelsheim daran,
dass bei Q. cruentus und transcaucasicus die rothe und schwarze
Farbe der Flügeldecken sowohl in verschiedener Ausdehnung ge-
mischt, wie auch jede für sich allein vorkomme, und dass das
letztere auch bei mehreren Arten der fulgidus-Gruppe der Fall sei (Q.
curtus, fulgidus, maurus), die zwar mit beiden Farben der Flügel-
decken bekannt sind, doch so, dass die eine Farbe die gewöhnliche,
die andere ein seltener Ausnahmefall ist. S. Mitth. Schweiz. Ent.
Ges. V. p. 577 £P.
Quedius abdominalis (Kaukasus); Eppelsheim, Stett. E. Z.
1878. p. 419; grandiceps (Amur); Kraatz, D. E. Z. XXIII. p. 122.
Gabrius pubens (Var; im Geniste der Garonne) ; Muls.-Rey,
Ann. Soc. Linn. Lyon XXV. p. 259.
Philonthus flavo-terminatus (St. Helena); Woll'aston, Col.
St.-Helenae. p. 26.
Ocypus sim ulator (Griech. , Kleinas.) ; E p p el s h e i m , Stett. E. Z.
1878. p. 420.
Xautholinus arwaiws (St. Helena) ; Wollaston, Col. St.-Helenae
p. 32, nasutus (Angola); v. Harold, Col. Heft. XVI. p. 27.
Pachycorynus analis (Salvatti); Fauvel, Ann. Mus. Civ. Gen.
XII. p. 240; tabuensis (Tonga Tabu), caledonicus (Fichten Ins.);
derselbe ebenda XIII. p. 536.
Sterculia simplicicollis (Medellin); Waterhouse, Cist. Entom.
XXI. p. 421.
Tachyporini. Hörn giebt in den Tr. Am. Ent. Soc. VI.
p. 81 ff. PI. I eine Synopsis der Gattungen und Arten der Verei-
nigten Staaten aus dieser Tribus, in der er noch die Unterabthei-
lungen Hypocypti, Tachypori, Bolitobii, Habroceri unterscheidet.
Folgende neue Gattungen werden aufgestellt: Anacyptus (antenn.
art. 3 — 7 simul sumpti pauUo longiores quam art. secundus) für
Hypoc. testaceus iec. p. 87; Tr ichopsenius für H. depressus Lee.
p. 88; Physetoporus (Tachino et Erchomo intermedius) für
Coproporus grossulus Lee. p. 106.
Mycetoporus tenuis (Oberer See); Hörn a. a. 0. p. 122;
(Ischnosoma) thoracicus (Helenendorf) p. 463, myops (Suram) p. 464;
Eppelsheim. Verb. Zool. Bot. Ges. Wien XXIX. ^
Conosoma bisignatum p. 110, castaneurrij parvulum p. 111,
scriptum p. 112 (Nordam.) ; Hörn a. a. 0.
Erchomus inflatus (Arizona); Hörn a. a. 0. p. 107.
Bolitobius intrusus p. 115, anticus p. 117; Hörn a. a. 0.;
praenobilis (Amur); Kraatz, D. E. Z. XXIII p. 121 Taf. II Fig. 1.
Archiv f. Naturg. XXXXVI. Jahrg. 2. Bd. LL
562 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Habrocerus Schwärzt (Michigan); Hörn a. a. 0. p. 124.
Leucocraspedum sidneense (Sydn.); Fauvel, Ann. Mus. Civ.
Gen. X. p. 281.
Tachinus semirufus , tachyporo'ides p. 94, agilis, angustatus
p. 95, debilis, repandus p. 96, mimiis, addendus p. 97, parallelus p. 98,
canadensis p. 99, Schwarzi'p. 100, Crotchi p. 101, nitidulo'ides p. 102;
Hörn, a. a. 0.
Tachyporus elegans (Canada), californicus (C); Hörn, a. a.O.
p. 103 f.
Hypocyptus Croic?ii (Br. Columb.); Hörn, Trans. Am. Ent. Soc.
VI. p. S6,nigritulus (Rocky Mount.); LeConte, Bull. ü. S. Geol. a.
Geogr. Surv. Terr. V p. 510.
Äleocharini. Myllaena cawcasica (K.); Eppelsheim, Verh.
Zool. Bot. Ges. Wien XXIX. p. 463.
Lomechusa strumosa wird von Ameisen gefangen ge-
halten; K. Laker, Jabresb. ak. naturw. Ver. Graz; V. (1879) p. 88.
Phyto sus J)arw;mn (Falkland Isl.); F. H. Waterhouse, Journ,
Linn. Soc. Lond. XIV. p. 531.
Leptusa jSmom (Württemberg); Eppelsheim, Jahresh.
Ver. vaterl. Naturk. Württemb. XXXV. p. 218 ff.; Beuten (C&^eWa-G.) ;
derselbe, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien XXIX p. 38.
Homalota Helenensis (St. Helena); Wo) las ton, Coleopt. St.-
Helen. p. 25; serricauda (Derbent) p. 417, armata (Griechenland)
p. 418; Eppelsheim, Stett. E. Z. 1878; (Alaobia) Heydeni (Capella,
Croat.); derselbe, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien XXIX p. 39, (Liogluta)
trigemina (Kaukasus) p. 459 , (Atheta) chefsurica (Kasbek) p. 461,
(Geostiba) Uiberiventris (Alexanderhilf) p. 4G2; derselbe ebenda.
Myrmedonia laeviceps (Suram); Eppelsheim, Verh. Zool. Bot.
Ges. Wien XXIX p. 459.
Paussidae. Paussus Andreae (Buitenzorg); Ritseraa Gz.,
Notes from the Leyden Museum, Vol. I p. 44.
Hydrophilidae. Sharp macht einige Gegenbemerkungen zu
von Harolds remarks on Japanese Hydrophilidae in
dessen ,, Beiträge zur Käferfauna von Japan*'; E. M.
M. XV p. 278. (Megasternum distinctum Sharp ist nicht Pachy-
sternum haemorrhoum Motsch., und die von Harold unter letzterem
Namen beschriebene Art wahrscheinlich auch nicht die Motchuls-
ky'sche; die Tibien von Cercyon dux sind nicht „unbewaffnet", son-
dern „einfach", d. h., am Ende nicht scheinbar ausgerandet, wie
es bei C. litoralis der Fall ist; Cyclonotum breve Shp. ist nicht
C. orbiculare L. und auch C. hispanicum ist eine von beiden ver-
schiedene Art).
Prosthetops (n. g. prope Helophorum ; ocellis duobus
in fronte pone oculos sitis distinctam) Capensis {Ca,^)\ F. H.Water-
house, Journ. Linn. Soc. Lond. XIV. p. 533.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879, 563
Omicrus (n. g. inter Anacaenam et Volvulum; Charaktere
in der Speciesbeschreibung) hrevipes (Oahu); Sharp, Trans. Ent.
See. Lond. 1879 p. 81.
Hydrochus smaragdineus (El-Amri); Fairmaire, Ann. Ent.
Fr. 1879 p. 159; ohtusicollis (Marocco); derselbe, Pet. Nouv. II
p. 141 und Le Naturaliste 1879 p. 5.
Berosiis teniiis, sexstriatus (fossil in den Green River shales);
Scudder, Bull. ü. S. Geol. a. Geogr. Surv. Terr. IV p. 760.
B. spinosus in den Soolteichen Salzburgs; v. Friedenfels
in den Verb, und Mitth. Siebenb. Ver. f. Naturw. in Hermannstadt,
XXX. p. 169.
Laccobius elongatus (! fossil in den Green River shales);
Scudder, Bull. ü. S. Geol. a. Geogr. Surv. Terr. IV p. 761; ther-
mariiis (Baden im Aargau in Thermen, deren Temperatur zwischen 20^*
und 49° schwankt) p. 436, elongatus (! Tanger) p. 437; Tournier,
Mitth. Schweiz, ent. Ges. V.
Helochares dilutus im Salzwasser der Soolteiche bei Salz-
burg; v. Friedenfels, Verh. u. Mitth. Siebenb. Ver. f." Naturw. in
Hermannstadt XXX. p. 171.
Philhydrus Sahariensis (El-Amri); Fairmaire, Ann. Ent.
Fr. 1879 p. 160.
Hydrobius decineratus (fossil in den Green River shales);
Scudder, Bull. U. S. Geol. a. Geogr. Surv. Terr. IV p. 761.
Tropisternus saxialis, sculptilis (fossil in den Green River
shales); Scudder, Bull. ü. S. G. S. IV p. 759 f.
Dytiscidae. Regimbart's Versuch einer neuen Klassifikation
der Dytisciden (d. Ber. 1878 p. 432 (214)) ist reproduciert in den
E. Nachr. 1879 p. 125 ff.
lieber das Summen vonAcilius sulcatus nnd Colymbetes
fuscus s. Laker, Entom. XII p. 21 ; vgl d. Ber. 1878 p. 434 (216).
Hydaticus subsignatus (Pungo Andongo); v. Harold, Col.
Heft. XVI p. 24.
lieber einen monströsen Dytiscus marginalis <-/" s. oben p, 351 (119).
Trogus Provmicheri (Quebec); Burque, Le Natural. Canad.
XI p. 125 ff.
Cybister Roeselii ein Bewohner der Soolteiche- bei Salz-
burg; v. Friedenfels, Verh. u. Mitth. Siebenb, Ver. f. Naturw.
in Hermannstadt, XXX p. 170.
Hydrovatus Äristides (Aegypten); Leprieur, Bull. Ent. Fr.
1879 p. LXXXII und CXH.
üeber den Unterschied des hochnordischen Ilybius angustior
Gyllh. und aenescens Thoms. (= guttiger Gyllh.) s. Lentz in den
E. Nachr. 1879 p. 19 f.
Colymbetes fuscus Gasterosteus (leiurus, pungitius, tracby-
urus) und Dytiscus angreifend; C. R. Ent. Belg. 1879 p. CLV.
Hydroporus (njgrolineatus?) in den Soolteichen Salz-
564 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
burgs; v. Friedenfels, Verh. und Mitth. Siebenb. Ver. f. Naturw.
in Hermannstadt, XXX p. 170.
Carabidae. Brandt lehrt in dem Nervensystem dieser Familie
eine größere Mannigfaltigkeit kennen , als bisher bekannt war;
die Zahl der Kopf- und Brustknoten ist übereinstimmend 2, resp.
3; aber die Zahl der Bauchknoten schwankt bei den Carabiden
(incl. Cicindela) zwischen 2 und 7. Die Larven haben 8 Bauch-
knoten, von denen gewöhnlich die letzten verschmelzen (so dass das
letzte Abdominalganglion der Imago das größte ist) und 1 — 2 vor-
dere an den letzten Brustknoten heranrücken; bei Carabus ver-
schmelzen die beiden ersten Bauchganglien untereinander, während
alle Brust- und übrigen Bauchgauglien einfach bleiben. Protok.
Trudov. Eussk. Entom. Obschestwa. XI nebst einer Tafel.
De Chaudoir fährt in seiner Enumeration (des Cicinde-
letes et) des Carabiques recueillis par M. A. Raffray dans
les lies de Zanzibar etc. fort; Revue et Mag. de Zoologie 1878
p. 145 ff., 175 ff.
Verschiedene Carabiden (Diachromus germanus ; Harpalus rufi-
cornis ; Amaraobsoletau. a.) Pflanzenfresser; Nördlinger, Lebens-
weise der Forstinsekten p. 1.
Dyscherus Chaudoiri (Madagascar) ; v. Harold, Stett. Ent.
Zeit. 40 p. 329.
Ferus_procerws(N.-Granada); Putzeys, Mitth. Münch. 1878 p. 55.
Rhysotrachelus patricius (Sansibar); v. Harold, Stett. Ent.
Zeit. 40 p. 330.
Bembidiini. Apteromimus (Bembicid. subg., apterus, oculi
perparvi, proth, postice angulatus) platydero'ides; Pseudophilo-
chtlius (subg. n., proth. postice rotundatus, antennae filiformes) nübi-
gena,Grayanum,si(blimhatiim,trec7w'ides; Endosomatium (subg. n.,
ant. monilif.) megälops, Dicksoniae, rufo-suffiisum, gemmuUpenne,
fossor, evawescews (St. Helena); Wollaston, Coleopt. St.-Helen. p. 7 ff.
Scotodipnus hrevipennis (Ungarn); Frivaldszky, Termesz.
Füz. III p. 4.
Bembidium stabile (Colorado) , rubiginosum (ibid.) p. 508,
acutifrons, praecinctus (ibid.), tigrinum (Calif.) p. 509; Le Conte,
Bull. U. S. Geol. a. Geogr. Surv. Terr. V; ignicöla (Hawaii); Black-
burn, Ent. Monthl. Mag. XVI p. 109, iricolor ( ! Mittelmeerk.) p. 35,
(Lymnaeum) Äbeülei (Toulon) p. 36 ; Bedel, Faune du bassin de
la Seine.
Tachyta subvirens (Zanzibar); Chaudoir, Rev. et. Mag. de
Zool. 1878 p. 193.
Tachypus anguUcollis (Sicilien); Stierlin, Mitth. Schweiz, ent.
Ges. V p. 441.
Pogonini. Trechus (Anophth.) G^OMweZZa (Plateau d. Lantes);
Bedel, Bull. Ent. Fr. 1879 p. CXXXVI, cognatus (Ungarn) p. 3,
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 565
Bälcünicus (B.) p. 231; Frivaldszky, Termesz. Füz. III; Budae
(Ungarn) p. 6; Kenderessy ebenda.
Äncliomenini. A, Preudhomme de Borre beginnt eine
Etüde sur les Especes de la Tribu des Ferouides qui se rencon-
trent en Belgique mit I. Anch'omeniens. Ann. Ent. Belg. XXII
p. 31 fif. Eine Charakteristik der Feronides oder Anchomeniens
giebt der Verfasser ebensowenig, wie von der Gattung Anchome-
nus, mit der er Agonum vereinigt, indem er das Hauptgewicht auf
die Arten , ihre geographische Verbreitung und die Art ihres Vor-
kommens legt ; eine analytische Tabelle am Schluss der Aufzählung
dient zur vorläufigen Orientierung.
Megalonychus angolensis (A.) ; v. H a r o 1 d , Col. Heft. XVI
p. 23.
Platynus senex (fossil in den Green River shales); Scudder,
Bull. ü. S. Geol. a. Geogr. Surv. Terr. IV. p. 759.
Xystosomus Belti, olivaceus (Chontales); Bates, Proc. Zool.
Soc. Lond. 1878. p. 601.
Anchomenus lucipetens (Oolaa, Hawaii), incendiarnis (Kilauea);
Blackburn, Ent. Monthl. Mag. XVI p. 105, (Platynus) proximus
(Balkan); Frivaldszky, Term. Füz. HI p. 230.
Cyclothorax Pete (Kilauea), bembidio'ides (Mauna Loa) p. 107,
paradoxus (ibid.), Deverilli, Vulcanus (Hawaii) p. 108; Blackburn,
Ent. Monthl. Mag. XVI.
Calathus semiserieeus (Marocco); Fairmaire, Le Naturaliste
1879 p. 5 und Ann. Ent. Fr. 1879 p. 137.
Feroniini. Coronacanthus (n. g.) sulcatus (Pt. Darwin);
Mac Leay, Proc. Linn. Soc. N. S.Wales II p. 216.
Amara Cervini (A. patriciae var?; Gornergrath am Mte. Rosa);
Stierlin, Mitth. Schweiz, ent. Ges. V p. 510.
Feronia (Platysma) Stuxhergi p. 17, Theeli p. 18, gelida, scita
p. 19, fragiliSf infima p. 20 (Sibirien); Mäklin, Oefvers. Finsk. Vet.-
Soc. Förh. XIX, (Pterostichus) IferfcZä (Balkan); Frivaldszky, Ter-
mesz. Füz. IH. p. 231.
Pterostichus PUtvicensis (Croatien); v. Hey den, Verh. Zool.
Bot. Ges. Wien XXIX p. 37.
Nach Bates ist die Gattung Eudromus 57^. von Lacordaire,
Harold u. e. w. mit Unrecht als Synonymen von Feronia behandelt
worden. Die Arten derselben gehören auch nicht Neu-Holland, son-
dern den centralen Gebirgen Madagaskars an und sind habituell
durch die Länge und Schlankheit der Beine und Fühler ausgezeich-
net. Zu E. alternans Klug (= Omalosoma striatocollis Brülle),
Omal. laevicollis Brüll, und Eudr. emarginatus Putzeys (ined.?) be-
schreibt Bates eine vierte und fünfte Art, E. trisulcatus p. 184
und E. lucidipennis p. 251 ; Entom. Monthl. Mag. XV.
566 Bert kau: Beriebt üb. die Wissenschaft!. Leistungen
E. minor (Madagaskar); v.Harol d, Stett. Entom. Zeit. 40. p.331.
Molops latiusculus (Croatien); Kraatz, D. E. Z. XXIII p. 154
und Verb. Zool. Bot. Ges. Wien XXIX. p. 38.
CeneuB speeiiliferns (Fidji I.); Fairmaire, Le Natural. 1879
p. 70.
Harpalini. Tachycellus subditus (Hiogo); Lewis, Ann. a.
Mag. N. H. (5) IV p. 459.
Putzeys liefert Description des (112) Selenopborus de
PAmerique; Stett. E. Z. 1878 p. 1 ff. Neu sind S. disünctm (Co-
lumbien) p. 12, apicalis, tessellatus (Amazon.) p, 14, Sallei (Mexico)
p. 17, Bodrigiiezi (Guatemala) p. 22, seriatoporus (Mexico) p. 23,
yucatanus (Y.), rufescens (Venezuela) p. 24, obscuricornis (?), opacus
(Amazon.) p. 26, mundus (Antillen) p. 29, emarginatus, cardionotus
(Brasilien) p. 30, suhsimiatus (Mexico) p. 31, cordatus (Cayenne) p.
32, foveatus (Cumana), striatopunctatus (Antillen) p. 33, puncticollis
(Haiti), genuinus (Cayenne) p. 34, suhcordatus, satyrus p. 35, men-
dieus (Brasilien) p. 36, xantholomus (Col., Neu-Gr., Bras.) p 37, lugu-
bris (Buenos Ayres) p. 38 , flavipes (Mexico), vilis (Amazon.) p. 39,
rufulus (Venezuela) p. 40 , barysomoides (Pampas) p. 41 , assimilis
(Mexico), cariniger (Haiti) p. 44, cinctus (Cuba) p. 45, dilutipes (Neu-
Gr., Bras.) p. 47 , tarsalis (Mexico) p. 49 , punctipennis , illustris
(Bras.) p. 50, fulmcornis (Neu-Freib.) p. 51, agilis (Amazon.) p. 52,
misellus (Bras.), pusio (Caracas) p. 53, tihidlis (Babia) , dubius (?)
p. 54, quadrieollis (Mexico) p. 55, Batcsi (Amazon.) p .56, pleuriticus
(ibid.) p. 57, modestus (Columbien), obscuriis (Brasil.) p. 58, thoraci-
cuSf excisus (Haiti) p, 59, poecilo'ides (Bras.) p. 61, splendidus (Gnsite-
mala, Mexico, Columb.) p. 64, pimctatulus (Yucatan) p. 65, glabri-
pennis (Columbien) p. 66, liodiscus (ibid.) p. 67, rugulosus (Amaz.),
velutinus (Columbien) p. 68, pubifer (Antillen; Venez.), circumfusus
(Columb.), rugipennis (Amaz.) p. 69, crassiuscülus p. 70, arcuatus
(Mexico), curvipes (?) p. 71.
Harpalus alienus (Veta Pass, Rocky Mts.); Le Conte, Bull.
ü. S. Geol. a. Geogr. Surv. Terr. V p. 508.
Bradycellus cordatus (= cordicollis Fairm. nee Lee); Schau-
fuss, Nunq. Otios. III p. 478.
Änisodactylini. Gynandropus placidus (Bras.) p. 289, mexi-
canus (Cordova) p. 291, acutangulus (Bras.) p. 292, intermedius
(Oaxaca), subquadratus (Haiti) p. 293 , cydogonus (Venezuela), ago-
noides (Mexico) p. 294; Putzeys, Stett. E. Z. 1878.
Anisodactylus Bewsheri (J. Johanna); Waterhouse, Ann. a.
Mag. Nat. Hist. (5) IH p. 351, gracilis (Pungo Andongo); v. Harold,
Col. Heft. XVI p. 23.
Licinini. Bedel errichtet für Lic. Hoffmann seggi die
neue Gattung Orescius (Prosternalspitze ungerandet; sonst wie
Licinus); Faune du bassih de la Seine p. 59.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 567
Chlaeniini. Chlaenius PM^m(Birma); Camerano, Atti d. R.
Acc. d. Sei. d. Torino, XIV p. 146.
Panagaeini. Euschizomerus metallicus (Indien)', v. Harold,
Stett. Ent. Zeit. 40 p. 331.
Scaritini. De Chaudoir liefert den ersten Theil seiner
Monographie des Scaritides; Ann. Ent. Belg. XXII p. 124 fi'.
In der kurzen Einleitung bespricht Chaudoir die isolierte Stellung,
die diese Gruppe unter den Carabicinen einnimmt, bedauert die ge-
ringe Kenntniss ihrer Larven und geht dann etwas näher auf die
geographische Verbreitung ein. Für den beschreibenden Theil hat
Chaudoir das Wort paragena eingeführt zur Bezeichnung des
Theiles , der sich zv/ischen der Furche , in welche sich das erste
Fühlerglied legt, und der Basis der Mandibeln befindet. Folgende
neue Gattungen und Arten sind aufgestellt: Oxylobus foveiger
(Indien) p. 133, alveolatus (ibid.), costatus (Malabar) p. 134; Geo-
scaptus Mac Leayi (Austr.) p. 138; (Ochyropus lucano'ides (Mt. Ca-
meron); Putzeys p. 141 Anm,); Otophthalmus n. g. für Scarites
politus Wied. p. 146; Haplogaster (n. g.) ovatus p. 159, {hicmera-
lis Putz. p. 151 Anm. (Hindostan)) ; Glyptogaster (n. g. p. 152
und 241, für Scarites glypticus Perf^/ und) boliviensis (B), sulcipennis
(Bahia) p. 155, coiivexiusculus (Am2izon.) p. 156; Anomoderus (n. g.)
costatogramdatus (Neu-Caledonien) p. 157; Coptolobus awo£?on(Ceyl.)
p. 160 , Taprobanae (ibid.) , omodon (ibid.) p. 161 ; Haplotrachelus
pasiviacho'ides p. 164, rugososidcatus (Zulu) , rugosostriatus (Natal)
p. 165, gibbosus (Caffrar.), ignobilis (Cap) p. 169, Dregei (Cap) p.l70,
Grandini p. 171, oviventris (Natal), transivaalensis (! T.) p. 172.
Scarites fatalis (Angola); v. Harold, Col. Heft. XVI p. 17.
Dyschirius montanus (Color.); Le Conte, Bull. U. S. Geol.
a. Geogr. Surv. Terr. V p. 507.
Durch Ansicht des Originalexemplars von Spelaeodytes mira-
bilis kommt Reitter (Verh. Zool. Bot. Ges. Wien XXIX p. 547) zu
der Ueberzeugung, dass diese Gattung mit Unrecht als mit Reichea
Saulcy zusammenfallend und nur eine Untergattung von Dyschirius
ausmachend angesehen wurde; sie ist eine, zwar mit Dyschirius ver-
wandte, aber doch davon ganz verschiedene Gattung.
Mouhotia Batesi (Burmah); Lewis, E. M. M. XV p. 186.
Carenum Darwiniense (Pt. Darwin); Carenidium Spladingi
(ibid.); W. Macleay, Proc. Linn. Soc. N. S. Wales II p. 214.
Morionini. Nach Putzeys sind die Angaben Westwood's,
Le Conte's über die Zunge von Platynodes ungenau; dieselbe ist in
der That hornig, sehr breit, und besitzt sehr schmale, häutige
Nebenzungen. Die 4 ersten Tarsenglieder sind bei Platynodes so-
wohl wie bei Morio im ^ breiter als im $; bei ersterer Gattung
haben Glied 2 und 3 unterseits 2 Reihen gedrängter Haare (nicht
568 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Schuppen); bei Morio findet sich diese Bekleidung auch an Glied 1;
überdies hat PI. breit gerundete, M. winkelige Schultern.
Anthiini. Eccoptoptera (n. g.; a Polyhirma elytris valde
truncatis et emarginatis . . . distinctum ; für Anthia mutilloides
JBertol., Polyh. lagenula Gerst. und) cupricollis (Ms. Schimba; das
erste Beispiel einer Art mit metallischem Pronotum in dieser Gruppe) ;
Chaudoir, Rev. et Mag. de Zool. 1878 p. 189 f.
Polyhirma perspicilläris (Ms. Schimba) p. 187, tenuicollis (ibid.)
p. 188; Chaudoir, Rev. et Mag. de Zool. 1878.
Anih'ia, ampliata (Bagamoyo; Caffrar.); Chaudoir, Rev. et
Mag. de Zool. 1878 p. 187, caÜda (Angola); v. Harold, Col. Heft.
XVI p. 17.
Graphipterus distichus (Angola); v. Harold, Col. Heft. XVI
p. 15.
Lehiini. Cylindrocranius (n. g. incertae sedis; propeDe-
metriam collocatum sed forma valde diversa capitis) rufulus (Zan-
zibar); vielleicht gehört Callida castanea Bohem. in dieselbe Gat-
tung; Chaudoir, Revue et Mag. de Zool. 1878 p. 152 £f.
Polyaul acus (n. g.; ligula Callidarum; palpi apice cylindrici,
subattenuati ; tarsi supra glabri, articulo quarto simplici ; unguiculi
fortius tridentati, dente interraedio longiore; caput dense fortiusque
plurisulcatura; prothorax cribratus; cetera ut in Callidis) brunneus
(Zanzibar, Mombaz) ; derselbe ebenda p. 157;
Demetridula (n. g. inter Demetriam et Aetophorum) pallida
(Mombaz); derselbe ebenda p. 160.
Chaudoir giebt als Unterschied der Gattung Micro us von
Mazoreus den Zahn in der Ausrandung des Kinns und die stark
perlschnurförmigen Antennen an; von Capliora unterscheidet sich
die Gattung durch die vorn ausgerandete Oberlippe; neu ist M.
Mocquerysii (Zanzibar und auf einem Schiff in Ronen) ; Rev. et Mag.
de Zool. 1878 p. 146.
Philophenga Horni (Nevada) p. 245, subcordata (Ver. Staaten)
p. 247; Chaudoir, Bull, Soc. Imp. Nat. Moscou LH.
Tetragonoderus subsulcatus (Isl. Pemba), insignicollis (Natal,
Mombaz); Chaudoir, Rev. et Mag de Zool. 1878 p. 149.
Nematoptera melanacra p. 175 , Uvidipennis , fumata p. 178
(Mombaz und Zanzibar); Chaudoir, Revue et Mag. de Zool. 1878.
Lebia zanzibar ica (Z.) p. 176, albidipennis (Mombaz) p. 177;
Chaudoir, Revue et Mag. de Zool. 1878.
Lebistina (?) bicolor (Zanzibar); derselbe ebenda p. 178.
Menidius monogrammus (Chili); Chaudoir, Bull. Soc. Imp.
Nat. Moscou LH p. 232.
Apristus latipennis (Za.nzihsir ; Natal); Chaudoir, Rev. et Mag.
de Zool. 1878 p. 160.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1879. 569
Dyscoleus Tantdlusy Palmae p. 147, mutabiUs, caliginosus p.
148 (Oahu Mts.); Blackburn, E. M. M. XIV.
Dromius communimacula (Bou-Saada); Fairmaire, Ann. Ent.
Fr. 1879 p. 155, trapezicolUs (Zanzibar); Chaudoir, Rev. et Mag.
de Zool. 1878 p. 158.
Singilis Sonata (Mombaz) ; Chaudoir, Rev. et Mag. de Zool.
1878 p. 179.
Callida levistriata (Zanzibar) p. 150, praestans (Ms. Schimba)
p. 151; Chaudoir, Rev. et Mag. de Zool. 1878.
Brachifnini. Crepidogaster&iocwZafMS (Mombaz); Chaudoir,
Rev. et Mag. de Zool. 1878 p. 185.
Pheropsophus Baffrayi (Mombaz) p. 180, (senegalensis var.?)
nigriventris (Zanzibar) p. 181, stenopterus (Pemba) p. 183; Chau-
doir, Rev. et Mag. de Zool. 1878.
Ph. de Rougemont beschreibt an dem Bombardierapparat
des Brachynus ein ,,organe condensateur**, welches ein Gas liefert und
enthält von der Zusammensetzung 0= 73,1 <^/o, COg = 20,6 7o, N =
6,3 °Iq. Der von der Analdrüse gelieferte Saft (Buttersäure) ist
„passif", so lange er eingeschlossen ist und wird erst „actif", wenn
er durch das comprimierte Gas herausgetrieben wird. — Aus der
Literatur sind Rougemont nur die Angaben Dufour's über diesen
Gegenstand bekannt; die bildliche Darstellung der Drüse ist etwas
roh und nicht mit der Leydig's übereinstimmend. Bull. Soc. Sei.
nat. Neuchatel XI p. 471 ff. mit einer Tafel.
Br. scriptus (Pemba); Chaudoir, Rev. et Mag. de Zool. 1878
p. 184.
Helluonini. Planetes quadricollis (Isl. Pemba); Chaudoir,
Rev. et. Mag. de Zool. 1878 p. 191.
Ctenodactylini. Leptotrachelus pluriseriatus (Peru) ; Chau-
doir, Bull. S. J.Nat. Mose. LH. 1. p, 264.
Odontacanthini. Odontacantha dubia (Fly River); Gestro,
Ann, Mus. Civ. Genova XIV p. 558.
Casnonia seriepunctata (Zanzibar) ; Chaudoir, Bull. S. J.
Nat. Mose. LH. 1. p. 267 und Rev. et Mag. de Zool. 1878 p. 193.
Trigonodactylini. Hexagonia pallida (Zanzibar); Chau-
doir, Rev. et Mag. de Zool. 1878 p. 192.
Carabini. Kraatz bespricht die Varietäten des Cychrus ro-
stratus L. (var. major, elongatus Hoppe und var. minor, pygmaeus
Chaud. nebst Unterformen); D. E. Z. XXIII p. 70 ff.
C. armeniacus (A.); Chaudoir, Le Naturaliste 1879 p. 109.
Cychrus testeus (fossil in den Green River shales); Soudder,
Bull. ü. S. Geol. a. Geogr. Surv. Terr. IV p. 758.
Kolbe beschreibt die Puppe von Carabus nemoraiis, die er im
April einige Zoll tief in der Erde fand, und aus der nach 6 Tagen
der Käfer aussehlüpfte ; D. E. Z. XXIII p. 48.
Archiv f. Naturg. XXXXVI. Jalirg. 2. Bd. LL
570 Bertkau: Bericht üb. die wisaenschaftl. Leistungen etc.
C. frater (Sibirien); Kraatz, ebenda p. 397; Gossarei (Amur);
Haury, E. Nachr. 1879 p. 114, acutangulus {Kleindisien) ; Chaudoir,
Le Naturaliste 1879 p. 109.
Monströses Exemplar von Carabus intricatus; Sitzber. Z.
B. Ges. Wien XXVIII p. 17. Die Carabus-Arten der Hudsonsbay
von Dr. L. v. Hey den; D. E. Z. XXIII p. 161 £f.; C irregularis
var. maj. bucephalus ; Kraatz, ebenda p. 170; über einige Mot-
schulsky'sche C.-Arteu; derselbe ebenda p. 171 ff.; C. amoenus
Chaud. p. 173; über die bei Trapezunt vorkommenden Carabus p.
175, über die Varietäten und Verwandten des C. Sibiriens Fisch,
und obliteratus Fisch, p. 387 ff. ebenda; die schlesischen Varietäten
des C. cancellatus; derselbe, Zeitschr. f. Entom., Breslau. N. F.
7. Heft. p. 57 ff.
Kraatz bespricht die Arten der Gattung Tribax Thoms,
(Tr. Nordmanni, Bonplandi, lamprus, chalconatus (I), torosus, Calleyi) ;
D. E. Z. XXIH p. 25 ff., 385—386.
Ceroglossa ferrugitiea (Zanzibar) p. 151, piceola (Amur) p. 152;
Chaudoir, Rev. et Mag. de Zool. 1878.
lieber einige Varietäten des Procrustes coriaceus (var. immi-
nutus aus dem Plisevica- Gebirge); Kraatz, D. E. Z. XXIII p. 63 f.
Nebria Bhilensis (Balkan); Frivaldszky, Term. Füzet. III
p. 230.
Elaphrini. Elaphrus tuberculatus (Jenisei); F.W. Mäklin,
Oefv. Finsk. Vet.-Soc. Förh. XIX p. 16.
Cicindelidae. Styphloderma (n. g. Tetrachae affine; apterus;
tarsi anter. ^ ut in Megacephala) asperatum (Nyassa); Water-
house, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (4) XX p. 424,
Distypsidera papuana (Fly& Katau Rivers); Gestro, Ann.
Mus. Civ. Genova XIV p. 556.
Cicindela Willistoni (Wyoming); Le Conte, Bull. ü. S. Geol.
a. Geogr. Surv. Terr. V p. 507, platycera (Somerset) p. 553, Alber-
tisii (Fly River, Neu-Guin.) p. 554; Gestro, Ann. Mus. Civ. Ge-
nova XIV.
Gissler giebt eine rohe Anatomy of Amblychila cylin-
driformis; Psyche, II. p. 233 ff. mit einer lithographierten Tafel.
Bericht über die wissenschaftliclien Leistungen in
der Naturgeschichte der niederen Thiere während
der Jahre 1876—1879.
(Schluss)
Von
Dr. Rud. Leuckart.
3. Anthozoa (Polypi).
Haacke veröffentlicht in der Jenaischen Zeitschrift
für Naturwissensch. (Bd. XIII S. 269—320 Taf. XV) eine
morphologische Studie ;^zur Blastologie der Korallen" und
sucht darin den Nachweis zu liefern , dass diese Thiere
weder „regulär - radiär", noch „bilateral - symmetrisch" ge-
baut seien, sondern eine „heterostaure Grundform" (Haeckel)
besitzen. Er glaubt auch so glücklich gewesen zu sein,
diese Grundform selbst, die Ontogenie der Corallen, die
Entstehung von sechszahligen aus vierzahligen und die in
den Zahlenverhältnissen gelegentlich vorkommenden Ab-
weichungen sämmtlich auf eine einzige Ursache, auf die
Stockbildung, in befriedigender Weise zurückgeführt und
damit dem Verständniss erschlossen zu haben.
Die Folgerungen, welche sich aus dieser Studie für
das System und den Stammbaum der Corallenklasse er-
geben, hat derselbe in dem Zoolog. Anzeiger Jahrg. II
S. 261 und 262 mitgetheilt.
Klunzinger veröffentlicht ein dreibändiges mit zahl-
reichen Tafeln ausgestattetes Werk über „die Korallen-
thiere des rothen Meeres" (Berlin 1877—1879), einer Locali-
tät, die seit Forskai, Savigny und Ehrenberg als eine
Archiv für Naturg XXXXVI. Jahrg. 2. Bd. MM
572 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
der ergiebigsten Fundstätten für diese Geschöpfe bekannt
ist und bis in die neueste Zeit hinein den Forschern ein
reiches Beobachtungsmaterial geliefert hat. Das vorliegende
Werk ist die Frucht eines langjährigen Aufenthaltes in
Koseir, während dessen Verf. den Korallen eine besondere
Aufmerksamkeit gewidmet hat, und erhält noch dadurch
besondern Werth , dass dem Verf. durch die Munificenz
der Kgl. Akademie der Wissenschaften in Berlin, welche
auch die Herausgabe ermöglichte, die in deren Besitze be-
findlichen Handzeichnungen Ehrenberg's zur Verfügung
standen. Dieselben sind sogar zum grossen Theile dem
vorliegenden Werke einverleibt worden. Für die Arten-
kenntniss ist dasselbe von grosser Bedeutung, wie schon
daraus erhellt, dass Verf. darin 235 Species, von denen
die Mehrzahl (159) den Steinkorallen zugehört, nach eigenen
Untersuchungen beschrieben hat. Dieselben vertheilen sich
über 85 Genera und enthalten nicht weniger als 60 neue
Formen, die in den zwei letzten, den Steinkorallen gewid-
meten Bänden, durch vortrefflich gelungene Photographieen
dem Leser vorgeführt werden. Leider beziehen sich diese
Darstellungen ausschliesslich auf die Skeletgebilde , so
dass unsere Kenntnisse von dem morphologischen Verhalten
und der Organisation der betreffenden Geschöpfe nur wenig
dadurch gefördert werden. Und doch bedürfen unsere Er-
fahrungen nach dieser Richtung hin noch einer grossen
Erweiterung, bevor wir uns eines befriedigenden Einblickes
in die natürlichen Verwandtschaften der Korallen berühmen
können. Bis dahin aber werden alle Versuche, die syste-
matischen Einheiten schärfer zu umschreiben und zu be-
grenzen, nur von relativem Werthe sein. Uebrigens ist
der Verf. redlich bemüht gewesen, auch hier zu bessern,
soweit es anging. Die Synonymie wurde vielfach berich-
tigt, nicht selten auch eine ältere Benennung restituirt, die
Gattungsdiagnose und damit auch deren Inhalt hier und da
anders gestaltet. Ebenso erfuhren die gegenseitigen Be-
ziehungen einzelner Gruppen eine nähere Erörterung, wie
z. B. die der Poritiden und Astraeen. Psammocera wurde
von den Madreporiden und Coscinaraea von den Poritiden
entfernt und mit den Fuugiaceen vereinigt. In den Zoan-
in d. Naturgeach. d. nied. Thiere währ. d. Jahro 187G— 1879. 578
tliaria sieht Verf. eine UebergangsordDung von den Alcyo-
naria zu den Malacodermata. In Betreff der geographischen
Verbreitung ist der Umstand hervorzuheben, dass die Fa-
milien der Turbinoliden imd eigentlichen Oculiniden in
dem rotheu Meere keine Vertreter finden. Ebenso fehlen
die Pennatuliden. Mit der Südsee hat die Fauna nur wenige
Formen gemein.
Der erste Band des Werkes (98 Seiten in Quart
mit 8 Tafeln) behandelt die Ordnungen der Alc5^onarien,
Antipathiden, Zoantharien und Actinarien , die insge-
sammt durch 76 Arten vertreten sind. Mit Ausnahme
von vier Species (2 Antipathiden, 2 Zoantharien) gehören
dieselben je zur Hälfte den Alcyonarien und Actiniarien
an. In der artenreichen Familie der Alcyoninen unter-
scheidet Verf. nach der Beschaffenheit resp. Retractilität
der Polypen die Gruppen der A. retractiles, A. capituli-
ferae und der A. excretae (Xenidae), die alle drei im rothen
Meere ihre Vertreter haben. Aus der Familie der Gor-
goniden finden sich Arten des Gen. Plexaura, Verrucella,
luncella und Mopsea. Die ersten drei Genera bilden mit
andern zusammen die Gruppe der Ceratolithophyta, die.
sich durch den Besitz einer zugleich hornigen und kalkigen
ungegliederten Achse von den Gorgoniden mit bloss hor-
niger Schale (Ceratophyta) unterscheiden sollen. Bei Paly-
thoa tuberculosa beschreibt Verf. neben den Sandkörnchen
in der Leibeswand noch eigenthümliche Kalkkörperchen.
Als neu werden aufgeführt A) von Alcyonarien : Alcyonium
globidiferum, Ä. digüatulum, Ä. pacJiyclados, Ä. gyrosum,
Siphonogorgia mirahilis, Plexaura torta, Juncella hepatica^
B) von Actiniarien: Paradis medustda^ Bunodes Koseiren-
siSj Thelactis (n. gen.) Simplex, Edwardsia piidica n. Edw.
arenosa, Peachia tacniata, Heteranthus (n. gen.) verru-
culatus , Triactis (n. gen.) producta, Cryptodendron
(n. gen.) adhaesivum. In Ammothea virescens wurde Litho-
phyton arboreum Forsk., in Palythoa flavoviridis Ehrbg. das
Alcyonium tuberculosum Esp. , in Epicladia quadrangula
Ehrbg. der Thalassianthus aster Lt. wiedererkannt, Formen,
deren Bezeichnung denn auch gebührend wieder hergestellt
wurde. Die neuen Genera werden charakterisirt wie folgt:
574 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
Gen. n. Thelactis e fam. Actinin., subfam. Bunodin. Seitlich
am Rumpfe eine einzige Querreihe von conischen spitzenartigen
Warzen.
Gen. n. Heteranthus e fam. Discosomat. Die Scheibe trägt
aussen kurze conische, gegen innen warzenartige Tentakel, welche
letztere radiäre Zonen bilden. Rumpf besonders gegen oben mit
klebenden Saugwarzen; Scheibenrand mit vielwarzigen Läppchen be-
setzt. Tentakel und Scheibe fast ganz retractil.
Gen. n. Tr (actis e fam. Thalassianth. Aussen am Scheiben-
rande verästelte Tentakel, dann folgen nach innen 2 — 3 Reihen sehr
kurzer, meist kuglig endigender Tentakelchen, und endlich auf dem
sehr pro- und retractilen Mundtheil der Scheibe zugleich dünne
fadenförmige Tentakel. Rumpf glatt, ohne Warzen.
Gen. n. Gryptodendron e fam. Thalassianth. Tentakelscheibe
dicht mit sehr kurzen Tentakelchen besetzt , von denen die der
äussersten Reihe und die innern den grössten Theil der Scheibe ein-
nehmenden verästelt, der mittlem einfach und klebend sind.
Die beiden andern Bände sind den Steinkorallen ge-
widmet, so dass der erste derselben (88 Seiten mit X Taf.)
die Madreporaeeen und Oculinaceen enthält , der zweite
(100 Seiten mit X Tafeln) die Astraeaceen und FuDgiaeeen).
In einem kurzen Anhange werden noch die wenigen im
rothen Meere lebenden Hydrocorallia (3 Milleporaarten,
1 Distichopora) berücksichtigt. Unter den zahlreichen neuen
Arten ist nur eine, die Verf. als Repräsentanten einer
neuen Gattung (ßclerophyllia) betrachtet. Nach Analogie
von Rhodopsammia Semp. könnte man freilich auch die
zum ersten Male hier beschriebene Balanophyllia gemmi-
fera, die zwischen den solitären Arten von Balanophyllia
und den kelchästigen Dendrophyllien vermittelt, ihrer
kleinen, wahrscheinlich abfälligen Knospen wegen zu einer
besondern Gattung (Blastop sammia) erheben. Die den
Fungien zugehörige Trachypora aspera Ell. u. Sol. wurde,
da der Verrill'sche Genusnaaien schon anderweitig ver-
geben, als Echinophyllia Klz. aufgeführt. Dafür aber sind
die Genera Goniastraea, Prionastraea, Cyphastraea (incl.
Solenastraea), Leptastraea (incl. Baryastraea), Echinopora
von unserm Verf. anders umgrenzt, als das bei den neue-
ren Autoren, auch bei Verrill und Dana, denen sich
Verf. sonst noch am meisten anschliesst, der Fall ist.
Ebenso hält Verf. die Gen. Coeloria und Leptoria M.-Edw.
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879, 575
H. für so wenig verschieden , dass man dieselben leicht
zusammenziehen könnte. Die Gruppe der Astraeiden hat
auch sonst in systematischer Hinsicht mancherlei Aende-
rung erfahren. So kann der Verf. namentlich eine Tren-
nung der Formen mit centraler innerer Knospung und sol-
cher mit Wachsthum durch Theilung nicht anerkennen,
da es dafür keine Kennzeichen gibt. Aus diesem Grunde
setzt er die Gattung Favia nicht zu den Maeandrinen,
sondern den Astraeinen, und ebenso einen Theil der von
MilneEdwards und Haime dem Gen. Prionastraea zu-
gezählten Arten, welche centrale innere Knospung zeigen,
zu Goniastraea, deren Charakter Wachsthum durch Theilung
sein soll. Bei der überaus schwierigen Gattung Madrepora
wurde auf die Beziehung und Darstellung der Kelche be-
sonderes Gewicht gelegt, auch zum ersten Male der bi-
laterale Charakter vieler dieser Kelche hervorgehoben. Die
Eintheilung nach der Form der Colonieen wurde als un-
natürlich verworfen und durch eine solche ersetzt, welche
die Beschaffenheit der Endkelche und deren Beziehung
zu den davon abweichenden Seitenkelchen zum Ausgangs-
punkte hat. Einzelne Arten, wie besonders Madrep. varia-
bilis, sind durch eine grosse Variabilität in Gestalt der
Kelche und in der Colonieform ausgezeichnet. In manchen
Fällen Hessen sich solche Varietäten mit leidlicher Sicher-
heit auf äussere Einwirkungen zurückführen, wie z. B. bei
M. pyramidalis und M. corymbosa, bei denen durch das
Betreten von Seiten der Fischer und anderer Personen
das Höhenwach sthum der Aeste derart gehemmt wird, dass
eine flache massive Colonie (Var. depressa) entsteht. Eine
eigenthümliche Gestaltung, wie durch Zusammenrollung,
wurde als Var. globata bei Madrep. cytherea beschrieben.
Bei Madrep. vagabunda zeigte sich eine für diese Art
charakteristische Umwachsung der Korallensubstanz , so
dass die Stöcke als freie, nirgends angewachsene Kugeln
oder Walzen sich umhertreiben, wie man Aehnliches zu-
weilen auch bei den durch äussere Gewalt getrennten
Aesten anderer Korallen, besonders Milleporen, beobachtet.
In der Feststellung der Synonymie musste vielfach von den
früheren Autoren abgewichen werden. Manche der Ehren-
576 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
bergischen Arten erhielten neue Namen, wie Madrepora
superba (statt laxa), M. spinulosa (statt prolifera), Monti-
pora villosa und tuberosa (statt foliosa), Porites uodifera
(statt clavaria), Coeloria arabica (statt Platygyra labyrin-
thica), Favia Ehrenbergii (statt versipora). Für Pavonia
boletiformis M. Edw.-H. wurde die Bezeichnung P. angu-
laris eingeführt und Cyphastraea Bottai M. Edw.-H. als
eine Leptastraea erkannt. Ebenso gelang es, dieForskal-
schen Millepora alcicornis, damicornis und lineata auf
Stylophora pistillata, subseriata und Seriatopora augula
zurückzuführen. Andere Benennungen von Forskai wur-
den in das Prioritätsrecht wieder eingesetzt, wie Ma-
drepora (Montipora) monasteriata = Porites circumval-
lata Ehrbg., Madrepora (Porites) solida == P. conglomerata
Lamk., M. (Hydnophora) contignatio = H. Ehrenbergii
M. Edw.-H., M. (Favia) cavernosa = M. radiata Esp.,
M. (Goniastraea) favus = G. solida M. Edw.-H., M. (Cyph-
astraea) serailia = Solenastraea Forskalii M. Edw.-H.,
M. (Calyptastraea) chalcidium , M. (Calypt.) incrustans =
Solenastraea sarcinula Milne Edw.-H., M. (Echinopora) con-
camerata = Explanaria Hemprichtii Ehrbg., M. (Coscinaraea)
monile = Astraea maeandrina Ehrbg. Von Esper's Arten
restituirte Yerf. M. (Prionastraea) pentagona = Pr. meli-
certum M. Edw.-H., von Eh re n b e r g : Platygyra (Coeloria)
pachychila, Astraea (Goniastraea) pectinata, Stephauocora
(Echinopora) fruticulosa, Haliglossa pectinata, = Herpetoli-
thus Ehrenbergii Lt., Herpolitha foliosa = Herpetolithus stel-
laris Lt. Schliesslich erwähnen wir die vom Verf. neu aufge-
stellten Arten: Madrepora ohtusata, M. pustulosa, M. ocel-
lata, M. pallida, M. pyramidalis^ M. canalicidata^ M. vaga-
hunda, M. eiirystoma, M. scandenSj M. suhtitiSj M. capüla-
ris, Montipora gracilis, Porites columnaris, P. echimdata,
Synaraea undidata, Balanophyllia gemmipara^ Stylophora
p>rostatay Phyllangia fuscomarginata, Ph. pallida^ Sei er o-
phyllia (n. gen.) margariticola^ Mussa distans, Isophyllia
erythraea, Coeloria leptotieha^ Favia tuhulifera, Primno-
astraea vasta, Pr. spinosa^ Pr. gibhosa, Orhicella mamillosa^
0. laxa, Leptastraea inaequalis, L. immersaj L. transversa,
Echinopora Carduus, Fungia scruposa, F. placunaria, F.
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 577
grcmtdosaj Siderastraea lilacea, Psammocora gonagra. Das
neue Genus wird charakterisirt wie folgt :
Gen. n. Scleropliyllia e fam. Astraeid. Polypen mit sehr
entwickelter Epitheca, an der Basis breit, aufgewachsen, im Alter
nicht frei, niedrig, ziemlich breit. Kippen in der Nähe des Kelch-
randes wohl entwickelt, oben mit einigen Dörnchen, weiter herab
durch die Epitheca ganz verdeckt. Septa debordireud, breit, zahl-
reich; die grössern dick, sehr grob und ungleich gezahnt, auch innen
und unten. Die Columella hat die Tendenz, compact zu werden.
Auch die Interseptalräume der Kelche zeigen die Neigung, sich aus-
zufüllen mit compacter Substanz.
Die von Storm in seinem Bidrag til kundsk. om
Throndjhemfj Ordens fauna (1. c. p. 22) aufgezählten Antho-
zoen belaufen sich auf eilf Arten, die fast sämmtlich den
Octactinien zugehören.
Smith und Harger führen unter den von ihnen an der
St. Georgs Bank gedredgten Art 5 x4.nthozoen auf, darunter
Cerianthus boralis Verr. und Epizoanthus americanus Verr.,
von denen sie eine Abbildung liefern. Transact. Connect.
Acad. T. III. p. 54, 55 PL VIII.
Unter den von V er rill und Smith aus dem Vine-
yard-Sund beschriebenen Anthozoen (Report u. s. w. p. 443
— 446) finden sich keine neuen Arten. Die Steinkorallen
sind nur durch eine Species vertreten.
Pourtales untersucht (Bullet. Museum compar. zool.
Vol. V. p. 197 — 212 PI. I) die von A. Agassiz auf dem
U. St. Steamer „Blake" im südlichen und östlichen Theile
des Mexikanischen Meerbusens gefischten Tiefsee-Korallen
und findet darunter ausser 12 Hydroiden 6 Antipathiden
und 43 Madreporinen. Die neuen Arten werden später noch
besonders angezogen werden.
Polyactiniae. Die von Lacaze-Duthiers (Arch.
zoolog. exper. T. VI p. 377 — 384) veröffentlichten „obser-
vations sur la deglutition et la vitalit6 des Caryophyllies
de Smith et Balanophyllie royale" lassen kaum noch einen
Zweifel , dass der sog. Magen der Polypen diesen Namen
nur mit Unrecht trägt, da er die Speise nicht verdaut,
sondern nur nach Art eines Schlundrohres passiren und in
das Coelenteron übertreten lässt. Der Schluckact selbst
geht (wenigstens bei den genannten Formen) ohne Theil-
578 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
nähme der Tentakel, bloss durch eine Zusammenziehung
des Peristoms vor sich. Die Thiere, die zu den Fütterungs-
experimenten dienten, hatten ohne Wasserwechsel mehrere
Jahre hindurch in einem verschlossenen Glase gelebt, ohne
gefüttert zu sein, waren während dieser Zeit aber stark
verschrumpft, wenn auch nicht in demselben Maasse, wie
die gleich ihnen gehaltenen Corynactiden, die binnen vier
Jahren ihren Durchmesser (ursprünglich mindestens 1 cm)
so verringert hatten, dass sie schliesslich nur noch die
Grösse eines Nadelknopfes besassen. Die Caryophyllien
hatten sich im Laufe der Zeit von dem Mauerblatte abge-
löst und auf die Columella zurückgezogen, ja in einem
Falle verliess der Polyp sein Gehäuse vollständig, so dass
er wie eine kleine Actinie frei und nackt auf dem Boden
des Glasgefässes gefunden wurde. Eine der Länge nach
zerschnittene Caryophyllia lebte in ihren beiden Hälften
mehrere Monate und entfaltete nicht selten ihre Tentakel,
wie im unverletzten Zustande.
Nachdem Krukenberg schon früher (vergl. S. 593)
auf Grund seiner Experimentaluntersuchungen die Er-
nährungsvorgänge bei den Coelenteraten im Allgemeinen
behandelt hatte, untersucht er jetzt „denVerdauungsmödus
der Actinien" insbesondere (vergleichend-physiol. Studien
an den Küsten der Adria, Heidelberg 1879 S. 38— 57). Er
findet dabei, dass die Mesenterialfäden es sind, welche
durch die in ihnen enthaltenen (aber nicht darin secer-
nirten) Encyme bei der Berührung Eiweissstoife — jedoch
nur in frischem Zustande — zersetzen. Später wird das
Eiweiss in veränderter Form wieder an die Gastralflüssig-
keit abgegeben und aus dieser dann von den Zellen des
Entoderms resorbirt.
Korotneff erkennt in den von Schneider und
Rotte ken aus den Randkörperchen von Actinia mesem-
bryanthemum beschriebenen Retinastäbchen das, was sie
in Wirklichkeit sind (J. B. 1871 S. 383), nämlich Nessel-
kapseln, glaubt aber trotzdem die betreffenden Organe als
Sinnesorgane , und zwar als Tastapparate , in Anspruch
nehmen zu müssen, da ausser den Nesselkapseln und den
dazwischenliegenden cylindrischen Ectodermzellen in ihnen
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 579
noch lange nach aussen aufsteigende dünne Fasern vor-
ikommen, die auf ihren freien Enden Tasthaare (Cnidocils
von Schneider und Rötteken für Linsen gehalten) tragen
und in ihrem Verlaufe eine oder mehrere Spindelzellen ein-
schliessen. (Organes des sens des Actinies, Arch. Zoolog,
exper. T. V. p. 203—208 Tab. VI.)
Den Beobachtungen zufolge, welche Kling (Morphol.
Jahrbuch Bd. IV. S. 327) über die „Muskelepithelien bei
Anthozoen" angestellt hat und in Kürze mittheilt, sind nicht
bloss die zuerst bei Hydra (von Kleinenberg) aufgefun-
denen ectodermatischen „Nervenmuskelzellen" bei den ge-
nannten Thieren weit verbreitet , sondern ganz ähnliche
Bildungen auch an dem Entoderm zu constatiren.
Jourdan liefert eine vorläufige Mittheilung über die
Resultate von Untersuchungen, welche er über den feineren
Bau von Cerianthus und Actinia angestellt hat; und schildert
dabei in Kürze das histologische Verhalten der Leibes -
wände , des Magens (tube oesophagien) und der Septa.
Die letztern sollen bei Actinia auf beiden Flächen mit
Längsmuskeln versehen sein. Bei Calliactis überzeugte
sich Verf. von der Anwesenheit besonderer mit einem kleinen
Sphincter versehener Hautporen. Die Geschlechtsproducte
sollen bei Cerianthus im Mesoderm entspringen. Sur les
Zoanthaires malacodermes des cotes de Marseille, Compt.
rend. T. 89. p. 452, 453.
Bei Sagartia trogiodytes fand v. Heider, der diese
Actinie einer eingehenden anatomischen und histologischen
Untersuchung unterwarf, die Muskulatur der Septa, wie
das auch für andere Polypen bekannt ist, in Form eines
mehr oder minder kräftigen Längsfaserbündels immer nur
an der einen Seite und zwar constant an jener, welche die
den einzelnen Tentakeln entsprechenden (resp. zusammen-
gehörenden) Septenpaare einander zukehren. Dabei wechseln
die Septenpaare derart, dass zwischen den „vollständigen",
welche durch die ganze Länge der oberen Körperhöhle
reichen und am Magenrohre sich inseriren, andere liegen
(„unvollständige'^^), welche mit ihrem ganzen Innern Rande
frei in die Körperhöhle hineinhängen. Die erstem gehören
zu den Tentakeln des ersten, zweiten und dritten Cyclus,
580 Leuckart: Bericht üb. d. wisseuschaftlichen Leistungen
die anderen zu denen der nächsten drei Cyclen. In der
Gegend der Lippe sind übrigens auch die vollständigen
Septen mit der Magenwand nicht verwachsen, so dass hier
ein Ringkanal entsteht , der den Anfangstheil des Magen-
rohres umfasst, trotz seiner Aehnlichkeit mit dem Ring-
kanale der Quallen aber kaum als morphologischer Ver-
treter desselben betrachtet werden darf. In der Leibes-
wand vermochte Verf. keine Gefässe aufzufinden, sondern
höchstens (namentlich in der Mundscheibe) Lücken und
Oeffnungen, die freilich immerhin zur Aufnahme und Fort-
bewegung der Chylusflüssigkeit dienen könnten. Eine Zu-
sammensetzung aus Ectoderm, Mesoderm und Entoderm war
überall nachweisbar. Das Mesoderm besteht aus einer am
Magenrohre zellenreichen Bindegewebsschicht, welche an
einer oder an beiden Flächen von glatten Muskelfasern
bedeckt ist. Das Entoderm wird von einem Flimmer-
epithelium gebildet, das überall ziemlich gleichmässig ge-
baut ist, während das Ectoderm verschiedene Verhältnisse
zeigt, je nachdem dasselbe von der Körperwand oder der
Mundscheibe geliefert wird. Die letztere zeigt mitsammt
den Tentakeln unter der nach aussen gekehrten Schicht,
die aus Nesselkapseln, Drüsen- und Flimmerzellen besteht,
ein Stratum von feinkörniger Substanz, welches dem Meso-
derm aufliegt. Dabei zeigen die Ectodermzellen der be-
treffenden Organe , sowie die des Magenrohrs , an ihrem
untern Ende dünne fadenförmige Ausläufer, die gegen das
Mesoderm gerichtet sind, bis zu den aufliegenden Längs-
muskeln sich verfolgen lassen und mit verbreiterter Basis
vielleicht direct in die Fasern übergehen. Der Körperwand
fehlt die subepitheliale feinkörnige Ectodermlage, so dass
die Zellen direct auf dem Mesoderm aufsitzen. Da
Nesselkapseln nicht vorhanden sind, trifft man bloss auf
Drüsen- und Flimmerzellen. Die als Saugwarzen fungiren-
den Erhebungen bestehen aus spindelförmigen Drüsenzellen,
durch deren Secret fremde Körper festgeklebt werden.
Aus eben solchen Drüsenzellen besteht das Ectoderm der
Fussplatte. Das Austreten von Wasserstrahlen oder Me-
senterialfilamenten aus der Körperwand wird auf zufällige
Berstungen zurückgeführt, da Verf. vergebens nach vorge-
iu d. Naturgesoh. d. uied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 581
bildeten Oeffnuugen suchte. Nerven wurden nirgends auf-
gefunden. Die Muskulatur der Septen bestellt ausschliess-
lich aus Längsfasern, die in dendritisch verzweigten ßinde-
gewebsfalten liegen. In den Mesenterialfilamenten erkannte
Verf solide, im Querschnitte nierenförmige Stränge, in der
sich eine mit dem freien Septalrande zusammenhängende helle
Bindegewebsaxe unterscheiden liess. Die umgebende Zellen-
schicht besteht aus Drüsen- und Flimmerzellen, in welchen
ein von zweierlei Nesselkapseln gebildetes Längsband ein-
gelagert ist. Bisweilen entstehen aus einem Septalrande
auch mehrere Mesenterialfilamente. Verf. betrachtet die-
selben nicht bloss als Secretionsorgane , sondern weiter
auch als Einrichtungen zur Lähmung und Tödtung der
Beute. Die Mundwinkelfurche des Magenrohres (die sog.
Cardiacalrinne) zeigt histologisch keinerlei Besonderheiten
und erhält ihr glattes Aussehen nur dadurch, dass das
Mesoderm an dieser Stelle eine breite Furche bildet, oder
dass hier der Zwischenraum zwischen zwei Falten und
demnach auch zwischen zwei Septalinsertionen ein sehr
grosser ist, und das Ectoderm glatt darüber wegstreicht.
Ein Sphincter liess sich am untern Ende des Magenrohres
nicht nachweisen. „Sagartia troglodytes, ein Beitrag zur
Anatomie der Actinien", 52 Seiten mit 6 Tafeln (aus dem
LXXV. Bande der Sitzungsberichte der Wiener Akademie
L Abth. 1877 bes. abgedruckt).
Als weitern Beitrag zur Anatomie der Actinien ver-
öfi'entlicht H e i d e r später (a. a. 0. Bd. LXXIX 1879)
einen Aufsatz über ^Cerianthus membranaceus^ (51 Seiten
mit VI Kupfertafeln). In Betreff des anatomischen Baues
bietet die Darstellung — der trefflichen Monographie
J. Haime's gegenüber (J.-B. 1854 S. 422) — nur wenig
Neues. Dahin gehört u. A. der Nachweis, dass die in drei
Cyclen hintereinander stehenden Rand- und Mundtentakel
durch ihre regelmässige Stellung keinen Zweifel darüber
lassen, dass beide Gruppen ursprünglich aus je einem ein-
zigen Kreise alternirend gestellter Fangarme bestanden. Die
spätere Anordnung in Cyclen ist erst nachträglich ent-
standen , indem die während der Jugendzeit nachwachsen-
den Tentakel aus Platzmangel in alternirender Anordnung
582 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
hintereinander sich gruppirten. Auf diese Weise erklärt
sich denn auch die Thatsache, dass die an Zahl natürlich
gleichfalls wachsenden Septalräume je einem Rand- und
Mundtentakel (1 + 2, 11 + 1,111 + 3) entsprechen. EineCom-
munication der einzelnen Septalräume findet nur vermittelst
der centralen Leibeshöhle statt, da die Septen in ganzer
Länge dem Magenrohre anhängen. Alternirend tragen diese
Septen unterhalb des Magens je ein geschlängeltes ver-
zweigtes Filament oder einen Genitalwulst, der übrigens in
der Nähe des untern Endes nicht selten gleichfalls in
einige Mesenterialfilamente ausläuft. Ausser diesen zweierlei
Septen, die sämmtlich in einiger Entfernung von dem unteren
Ende des Magenrohres auf gleicher Höhe endigen, findet
sich nun aber noch ein ^^continuirliches" Septenpaar, das
von der grösseren der beiden Mundwinkelfurchen des
Schlundrohres bis zum aboralen Körperende hinläuft und
in ganzer Länge mit verzweigten Filamenten besetzt ist.
Die Angabe, der zufolge es gleichfalls Geschlechtsproducte
erzeugen sollte, konnte Verf. nicht bestätigen. In histo-
logischer Hinsicht ist zunächst zu bemerken , dass Verf.
die granulirte Substanzlage , die sich bei Cerianthus in
ganzem Körperumfange unter der ectodermatischen Zellen-
lage (Flimmerzellen, Drüsenzellen, Nesselkapseln) hinzieht,
jetzt als ein ungemein feinmaschiges Netzwerk erkannt
hat, welches von den fadenförmigen Fortsetzungen der
Ectodermzellen ausgeht und vonAesten gebildet wird, die
denselben allseitig aufsitzen, sich vielfach verzweigen und
schliesslich mit einander verschmelzen. Verf. sieht in
diesem „Interbasalnetze" eine Art Stütze für die feinen
Fasern, die, wie er auffand, in den Maschen desselben ver-
laufen und in der Mitte der Körperwand, wo das Netzwerk
undeutlich wird, zu parallelen Zügen sich zusammen grup-
piren, von denen rechtwinklig nach Aussen Zweige zu
den Ectodermzellen, nach Innen in das Mesoderm abgehen.
Verf. hegt jetzt kaum noch Zweifel, dass diese Faserlage den
Nervenapparat der Actinien repräsentire. Damit stimmt auch
die Thatsache, dass das Interbasalnetz mit dem darin
enthaltenen Fasersysteme in der obern Körperhälfte am
meisten ausgebildet ist. Auch die Nesselkapseln glaubt
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 583
Vevf. mit dem Nerveuapparat in Beziehimg setzen zu müssen.
Wenngleich zunächst und Anfangs blosse Waffen, sollen
dieselben im Laufe der fortschreitenden Entwicklung doch
allmählich auch zu Perceptionsapparaten geworden sein.
Eigentliche Nervencentren vermochte Verf. freilich nirgends
aufzufinden , dafür aber ist er weiter geneigt , die in der
Bindesubstanz des Mesoderms verlaufenden Fasern, die im
Allgemeinen eine Querrichtung einhalten und feine Aeste
nach Aussen entsenden, gleichfalls als Theile des Nerven-
apparates zu deuten. Daneben enthält die Mesodermsub-
stanz besonders der Mundscheibe zahlreiche feine Canäle,
welche Verf. durch eine temporäre Zerklüftung entstanden
sein und bei der Weiterführung der vom Entoderm auf-
genommenen oder bereiteten Nährflüssigkeit eine Rolle
spielen lässt. Die Zellen der Bindesubstanz hält Verfasser
sämmtlich für Wanderzellen. Der Umstand, dass dieselben
hauptsächlich sich zeigen , wenn die Geschlechtsproducte
gebildet werden und sich in Nichts von den amoeboiden
Zellen der Genitalsepten unterscheiden, legt selbst den Ge-
danken nahe, dass sie Geschlechtszellen seien, welche in
die Bindesubstanz einwanderten, um schliesslich zu Eiern
und Spermakapseln sich zu entwickeln. Eine so sym-
metrische Anordnung der Septalmuskulatur , wie bei den
echten Actinien, konnte bei Cerianthus um so weniger
constatirt werden, als nicht selten beide Flächen des Sep-
tums mit Muskelfasern belegt sind. Ein Sphincter am
untern Ende des Magenrohres fehlt eben so , wie bei Sa-
gartia. Wo die Septen an dasselbe sich ansetzen , sah
Verf. das Mundrohrectoderm direct auf den Rand der
erstem übergehen und in den Zellenbeleg der Mesenterial-
filamente sich umbilden, so dass dessen Uebereinstimmung
mit dem Ectoderm kaum mehr auffallen kann.
Auch die Gebrüder Hertwig machen den Bau der
Actinien und der verwandten Formen zum Gegenstande
eingehender Untersuchungen, und veröffentlichen darüber
ein Werk, welches, gleich ausgezeichnet durch den Reich-
thum seines Inhaltes, wie die wissenschaftliche Verarbei-
tung des empirischen Materiales, ein würdiges Seitenstück
der früher angezogenen Medusenarbeiten darstellt („die
584 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
Actinien, anatomisch und histologisch untersucht von 0. und
R Hertwig", Jena 1879, 224 Seiten in Octav, mit 10 Tai,
aus dem Bande XIII der Jen. Zeitschr. f. Natur wissensch.
abgedruckt). Das Werk zerfällt in einen speciellen und
in einen allgemeinen Theil, von denen der erstere die Ana-
tomie und Histologie des Gen. Actinia (Sagartia parasitica,
Adamsia diaphana, Anthea cereus und A. cinerea Contar.,
Actinoloba dianthus und Tealia crassicornis, S. 15 — 106),
sovi^ie die von Cerianthus (C. membranaceus und Cerian-
thus solitarius Rapp), Edwardsia und Zoanthus enthält
(S. 107 — 128), der andere aber die Systematik der Coelen-
teraten behandelt (129—174) und die Consequenzen ent-
wickelt, welche aus den Befunden unserer Verff. für die
Blättertheorie und die Histogenese resultireu. Die An-
sichten , welche die Verff. über die verwandtschaftlichen
Beziehungen der den Coelenteraten zugehörigen Gruppen
darlegen, haben wir schon bei einer frühern Gelegenheit
(S. 592) angezogen; wir können uns demnach in Betreff
des systematischen Theiles hier auf die Angabe beschrän-
ken, dass sie die Gruppe der Fleischpolypen keineswegs
für eine den Steinkorallen gegenüberstehende natürliche
Einheit halten, vielmehr der Meinung sind, dass die Antho-
zoen nach dem Verhalten der Septen, das hier in erster
Linie in Betracht kommt, in mehr als zwei Ordnungen zu
zerfallen seien. In Betreff dieser Septen kommt aber
weniger die Zahl in Betracht, als vielmehr der Bau, die
Anordnung um das Schlundrohr und die Entwicklung. So
zeigen die Actiniden, Edwardsien, Alcyonarien, die blei-
bend oder (Actiniden) vorübergehend sämmtlich acht seit-
lich symmetrische Septen besitzen, drei verschiedene Typen,
nach denen diese Gebilde um das Schlundrohr vertheilt sind.
Während bei den ersten die vier Muskelstreifen (Fahnen)
der vier dorsalen Septen nach abwärts, die der vier ven-
tralen nach aufwärts gekehrt sind, und bei den Alcyonarien
alle acht Fahnen nach derselben Richtung sehen, ist die
Gruppirung bei den Edwardsien der Art, dass die 3 sonst
dorsalen Fahnenpaare eine ventrale, das ventrale Paar aber
eine dorsale Gruppirung hat. Uebrigens glauben die Verff.
nicht bloss die Edwardsien, sondern auch die Zoanthinen
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 565
und Cerianthiden auf Grund ihrer anatomischen Eigenthüm-
lichkeiten von den Actiniden abtrennen zu müssen. Wenn
die Verff. die Actinien als dreischichtige Organismen be-
zeichnen, so stützen sie diese Betrachtungsweise zunächst
nur auf die anatomische Anordnung der Gewebe, die An-
wesenheit einer äussern und innern Epithelhige nicht bloss,
sondern auch einer von histologischen Elementen durch-
setzten Stützlamelle. Sie sprechen von einem Mesoderm
überall da, wo zwischen Ectoderm und Entoderm noch be-
sondere Organe vorhanden sind, gleichgültig, ob diese aus
einer besonderen Keimschicht (Mesoblast) hervorgehen oder
nachträglich von den anliegenden Zellenschichten geliefert
werden, wie das in der That bei unsern Thieren der Fall
ist. Es ist übrigens vornehmlich das Entoderm, welches
bei den Actinien an der Entwicklung der mesoderpaatischen
Organe einen grossen Antheil nimmt, indem von diesen
nicht bloss die Septen, Mesenterialfilamente, Acontien und
Geschlechtsorgane geliefert werden , sondern auch der
grösste Theil der Körpermuskulatur und sogar, wie die
Untersuchungen unserer Verff. das nachwiesen, ein Theil
des Nervensystems. Andererseits besitzen aber Ectoderm
und Entoderm der Actinien in Betreff der aus ihnen her-
vorgehenden histologischen Elemente eine ungewöhnliche
Aehnlichkeit, indem beide nicht bloss in derselben Weise
Epithel- mit Nessel- und Drüsenzellen liefern, sondern
gleichmässig auch die Zellen des Nervenmuskelsystems.
Der Nachweis , dass die Actinien in der That, wie schon
Heider in seiner letzten Arbeit das vermuthete, mit einem
distincten Nervenapparate versehen sind, darf wohl als das
wichtigste und bedeutungsvollste Resultat der vorliegenden
Untersuchungen bezeichnet werden. (Die Verff. haben
die darauf bezüglichen Beobachtungen schon vor Publi-
kation ihres Werkes durch eine vorläufige Mittheilung in
den Sitzungsberichten der Jenaischen Gesellsch. f. Medicin
und Naturwissensch. Juli 1879 bekannt gemacht.) Sie ver-
danken diesen Nachweis zum grossen Theile den von ihnen
in Anwendung gebrachten Untersuchungs- resp. Macerations-
methoden, die sie in der Einleitung ihres Werkes des
Weitern auseinandersetzen. Seiner anatomischen Entwick-
586 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
lung nach steht das Nervensystem der Actinien übrigens
auf einer tiefen Stufe, indem es ziemlich gieichmässig über
die gesammte Körperoberfläche, und zwar sowohl im Ecto-
derm wie im Entoderm verbreitet ist. Damit harmonirt
auch die Entwicklung der Sinnesapparate, die nirgends zu
specifischen Organen concentrirt sind — die sog. Augen
der Act. mesembryanthemum u. a. erklären dieselben gegen
Kölliker und Korotneff, wie dies auch früher schon
mehrfach gescheben ist, für Nesselknöpfe — sondern in
Form von indifferenten Sinneszellen eben so gieichmässig
über den Körper sich vertheilen. Was Heider als Inter-
basalsubstanz beschrieben hat und schon bei Cerianthus
mit dem Nervenapparate in Beziehung brachte, ist nach
ihrer histologischen Beschaffenheit nichts anderes, als eine
Nervenfaserschicht, die über ansehnliche Strecken des
Ectoderms in ziemlich gleicher Stärke entwickelt ist. Sie
besteht aus äusserst zahlreichen feinen Fibrillen, die mehr-
fach übereinanderliegen und sich nach den verschiedensten
Richtungen in einer Ebene durchkreuzen und durchflechten.
Dadurch kommt ein dichtes Netzwerk zu Stande mit engen
Maschen, durch welche die flimmernden Stützzellen hin-
durchtreten , um mit ihrer basalen Verbreiterung auf der
Muskel- und Stützlamelle sich zu befestigen. Ihre grösste
Stärke erreicht die Nervenschicht im Bereiche der Mund-
scheibe, von wo sie sich auch, allerdings mit abnehmender
Entwicklung, über die gesammte Oberfläche der Tentakel
ausbreitet. Die von den basalen Enden der Sinncs-
zellen entspringenden Fibrillen lassen sich bei geeigneter
Behandlung deutlich in die Nervenschicht hinein verfolgen.
Die Ganglienzellen liegen meist auf der Aussenfläche der
Nervenschicht, sind aber zum Theil auch direct in die-
selbe eingeschlossen. Sie haben eine verschiedene Grösse
und geben eine ansehnliche Zahl von Ausläufern ab , die
sich nicht selten eine längere Strecke weit verfolgen lassen.
Am zahlreichsten finden sie sich zwischen den Basal-
theilen der Tentakel, sowie auf der Mundscheibe, an der
sie meist radienartig in Streifen zusammengeordnet sind.
Die Muskelfasern der Mundscheibe bilden eine der Stütz-
lamelle fest aufliegende eigene Schicht. Im Bereiche des
in d. Naturgesch. d, nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 587
Maiierblattes und der Fussscheibe gestalten die Verhältnisse
sich einfacher. Die Muskelfasern, die ausschliesslich cir-
culär verlaufen , bilden keine besondere Muskellamelle.
Die Nervenschicht ist verkümmert. Ebenso sind die Sinnes-
zellen vereinzelt. Das Entoderm lässt unter den mit nur
einfacher Geissei versehenen Flimmerzellen tiberall eine
Muskellage erkennen, deren Elemente aber nicht, v^ie die
des Ectoderm, mit einem eigenen Kerne versehen sind, son-
dern mit der Basis von je einer cylindrischen Ectoderm-
zelle in fester Verbindung stehen. Auf dieser Muskel-
lamelle breitet sich nun, besonders in den Septen, ein zarter
Fibrillenplexus aus, der sich durch die damit im Zusammen-
hang stehenden bald bipolaren, bald auch multipolaren
Ganglienzellen, die zwischen den Körpern der cylindrischen
Epithelmuskelzellen gelegen sind, als nervös zu erkennen
gibt. Die Mesenterialfilamente werden von besonders
starken Zügen von Nervenfibrillen begleitet. Durch die
unter dem Epithel des Magenrohres hinziehende Nerven-
schicht tritt das entodermale Nervensystem mit dem ecto-
dermalen in directe Verbindung. Die bei Anthea das Ecto-
derm in ganzer Ausdehnung durchsetzenden gelben Zellen
können die Verff. nicht ftir normale Bestandtheile der
Epithelmuskelzellen halten. Sie sehen darin eingewanderte
und dann üppig gedeihende parasitäre Algen. Der Nach-
weis der zwischen Magenrohr und Leibesraum bestehenden
Communication wird irriger Weise auf A g a s s i z und
Holland zurückgeführt. Dass Ref. es gewesen, der den
Sachverhalt zum ersten Male richtig dargestellt und seiner
fundamentalen Bedeutung nach erkannt kannt, scheint den
Verff. unbekannt geblieben zu sein. Ausnahmslos existirt
bei allen Actinien ein Ringkanal, welcher die Mündung um-
fasst. Daneben aber treten bei manchen Arten noch weiter
nach aussen in den Scheidewänden Löcher auf, wie es scheint,
aber nur bei solchen, die einen Ringkanal im Mauerblatt
besitzen. Die Muskulatur der Septen repräsentirt zwei
durch die Stützlamelle getrennte Systeme , ein transver-
sales und ein longitudinales. Das letztere ist am stärksten
entwickelt und besteht aus Fasern, deren Hauptmassen einen
wulstartig vorspringenden Strang (Fahne) bilden. Die Septen
Archiv f. Naturg. XXXXVI. Jahrg. 2. Bd. NN
688 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
sind bekanntlich paarig angelegt, aber in einer Weise, die
sich bei den zwölf ersten, den Hauptsepten, anders voll-
zieht, als bei den übrigen. Die erstem entstehen
an vier ziemlich gleich weit von einander entfernten
Punkten, an zwei einander gegenüber liegenden Punk-
ten successive je zwei Paare, an den beiden andern
nur ein einziges. Dabei aber erleiden die sechs Paare
insofern eine Umgruppirung, als vier mit zugewandten
und zwei mit abgewandten Muskelfahnen entstehen.
Die übrigen Septen treten in Paaren mit zugewandten
Muskeln und von Anfang an in ihrer dauernden Anord-
nung auf. Sie bilden Cyclen, von denen ein jeder eben
so viele Septen enthält, wie die frühern zusammengenom-
men. Sie sind stets mit Geschlechtsorganen versehen und
inseriren sich entweder alle, oder nur theilweise oder über-
haupt nicht am Schlundrohre. Was die Geschlechtsverhält-
nisse betrifft, so sind die von unsern VerfP. untersuchten
Arten sämmtlich diöcisch. Männliche und weibliche Organe
sind nach demselben Principe gebaut. Nicht bloss , dass
da, wo dieselben in den Septen gelegen sind, beide Male
die Muskulatur fehlt, sie bestehen auch beide aus quer-
gestellten Follikeln, welche zur Zeit der Reife bald strahlig
angeordnete Samenfäden, bald ein Ei enthalten. Das letz-
tere ist durch Hülfe eines streifigen Fortsatzes dauernd mit
der Oberfläche des Epithels in Zusammenhang, und so
gewissermaassen selbst in die Reihe der Epithelzellen
hineingerückt. Die Mesenterialfilamente bestehen in ihrem
obern Verlaufe aus drei Theilen , einem mittlem , der die
Nesselzellen und Drüsen trägt, und zwei seitlichen Flimmer-
streifen, die so scharf gegeneinander sich absetzen , dass
Hei der dieselben als gesonderte Filamente deutete.
Von diesen Mesenterialfilamenten verschieden sind die sog.
Acontien, die nur bei gewissen Arten vorkommen (Adamsia,
Sagartia), irrthüml icher Weise aber vielfach , auch von
Heider, mit denselben zusammengeworfen wurden. Sie
entspringen von der Basis der Septen und erscheinen als
fadenförmige Nesselbatterien, die auf Reize theils durch
den Mund, theils auch durch die mit Unrecht geleugneten
Oeffnungeu der Körperwand (sogen. Cinclides) hervorge-
schleudert werden, durch die in der Achse verlaufenden
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 589
zarten Muskelfasern aber auch wieder zurückgezogen wer-
den k()nnen. Der histologische Bau von Cerianthus wieder-
holt mit gewissen Modificationen die von Actinia hier in
Kürze angezogenen Verhältnisse. Bedeutungsvoller und
durchgreifender sind die morphologischen Unterschiede,
welche zwischen beiden obwalten. Es gilt das namentlich
für die Septen , die mehr oder weniger gleichartig sind
und sich sämmtlich an das Magenrohr befestigen. Eine
paarige Anordnung lässt sich ebensowenig nachweisen, wie
Cyclen verschiedener Ordnungen. Statt zweier an den ab-
gewandten Muskelfahnen kenntlichen Richtungssepten , die
den Schlundrinnen entsprechen, kommt nur ein einziges Paar
vor, das, durch seine Verbindung mit der gleichfalls ein-
fachen Schlundrinne und seine grössere Länge ausgezeich-
net, in Betreff der Muskulatur keinerlei Besonderheiten auf-
weist. Die Septen sind überhaupt muskelarm und an
beiden Flächen nur mit Transversalfasern bedeckt, welche
zur Erweiterung des Schlundrohres dienen. Dafür aber
ist das Mauerblatt (im Gegensatze zu den Actinien) mit
einer mächtigen Längsmuskulatur ausgestattet, durch deren
Contraction sich der Körper auf ein Viertel seiner Länge
zu verkürzen vermag. Die bekanntlich zwitterhaften Ge-
schlechtsorgane finden sich an allen Septen, aber nur unter-
halb des Schlundrohres. Samen- und Eierkapseln liegen
unregelmässig neben einander. Die letzteren entbehren
des streifigen Protoplasmafortsatzes, sind aber nichtsdesto-
weniger, gleich den Samenzellen, Abkömmlinge des Ento-
derms und keineswegs, wie Heider das wollte, von dem
Mesoderm abzuleiten. Auch darin weichen die Verff. von
Heider ab, dass sie die Mesenterialfilamente entschieden
als entodermale Bildungen in Anspruch nehmen. Bei den
Edwardsien vermissten die Verff. eine ectodermale Längs-
muskulatur und mit ihr eine auf Querschnitten nachweis-
bare Nervenschicht, während sie in Betreff der Tentakel,
der Mundscheibe und des Schlundrohres eine Uebereinstim-
mung mit den Actinien beobachteten, lieber die Morpho-
logie der Septen haben wir schon oben das Wichtigste
beigebracht. Wir haben nur noch hinzuzufügen, dass die
Verff. in gewissen (1864 von Claus beschriebenen) pela-
gischen Larven, die auf den ersten Blick an junge Cteno-
590 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
phoren erinnerten, die Jugendzustände entweder einer Ed-
wardsia oder eines nahe verwandten Polypen erkannten.
Dass die Septen der Zoanthinen durch eine eigentliümliche
Structur und Anordnung sich auszeichnen, ist schon oben
hervorgehoben.
Koren und Danielsse n beschrieben (Fauna littor.
Norvegiae p. 77—80) einige neue norwegensche Coelen-
teraten: PJiellia tuhicola (Tab. IX. Fig. 1 u. 2), PL abyssi-
cöla aus einer Tiefe von 250 Faden (Tab. IX. Fig. 3, 4)
und Zoanthus norvegicus (Tab. IX. Fig. 5, 6). Ebenso ver-
öiFentlichen sie (Tab. IV, Fig. 8, 9) eine Abbildung des
Cerianthus Lloydii Gosse, den sie eine Zeit lang gleichfalls
für neu hielten und als Cer. borealis benannt hatten.
Studer berichtet über die von der Gazelle gesam-
melten Actiniden und Zoantharien (Berl. Monatsber. 1878
S. 542—548 Tab. IV, V) und beschreibt dabei als neu:
Calliactis marmorata N.-W.-Austr. , Bunodes Kerguelensis,
Bolocera Kerguelensis , Äctinopsis rosea Norweg. Küste,
Paractis alba Patag. , Halcampa purpurea Kerguelen, Ed-
wardsia Kerguelensis.
Palythoa violacea n. Madagascar auf Madrepora monti-
culosa. Brüggemann, Philos. Transact. Vol. 168 p. 569.
Moseley berichtet in den Transact. Linnaean Society
(See. Ser. T. I. 1879 p. 295—303. PI. XLV) über eine An-
zahl neuer Actiniaden, die während der Fahrt des Chal-
lenger theils pelagisch, theils auch aus grösserer Tiefe
gefischt wurden. Die ersteren gehören zu der bis jetzt
nur durch wenige Formen vertretenen Gruppe der Minya-
dinen und zwar — von einer nur 1,5 mm grossen, ten-
takellosen und überall flimmernden Larvenform abgesehen
— zu Nautactis [N. purpureus. in der Nähe der Hebriden
gesammelt) und zu einem neuen Genus mit durchbohrter
Basis, für welches Verfasser die Bezeichnung Oceanactis
(0. rhododactylus von Neu-Seeland) in Anwendung bringt.
Die andern sind, von dem aus einer Tiefe von 2750 Faden
zwischen den Bermudas-Ins. und den Azoren gedredgten
Cerianthus hathymetricus abgesehen, echte Actinien : Äctinia
dbyssicola (Bermudas-Ins. 13—1900 Faden) u. A. gelati-
nosa (Banda-Ins.), beide mit eigenthümlich verlängerter
Basis, mittels deren dieselben auf den Sceleten abgestorbe-
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 591
ner Octactinien aufsitzen, Edwardsia coriacea (Cap St. Vin-
cent, 600 Faden) und CorallimorpJms profundtis (Molvikken,
1400 Faden) und C. rigidns (Banda-Ins. 1435 Faden), zwei
Arten , die mit ihren geknöpften Tentakeln und ihrer
starren Mundscheibe ein bisher unbekanntes Genus reprä-
sentiren , dem sich übrigens noch andere von Challenger
gesammelte Formen anreihen. Ein gleichfalls gelegentlich
erwähnter Cerianthus von den Philippinen, der eine Länge
von 6 Zollen hat, baut Röhren von 1 Fuss 4 Zoll Länge,
deren Wandungen von zahlreichen Nematoden bewohnt
sind. Zur Charakteristik der neuen Genera fügen wir deren
Diagnose bei :
Oceanactis e subfam. Minyad. Body transparent in the con-
tracted condition, smooth and spherical in shape; when expanded
hemispherical, provided with rounded costal ridges and a single row
of costal tubercles. Tentacles simple, elongate, conical,- and in two
rows. Base very small, entirely invisible in the contracted condition,
with one aperture in the centre communicating with the body-
cavity.
Corallimorphus e subfam. Actinin. Body rigid, smooth, gela-
tinous, not contractile, witbout pores, but with an adherent base ;
diso circular and large; tentacles not-retractile, elongate, conical,
with a rounded terminal knob, of several sizes, disposed in regulär
series at the margin of the disk in two circlets on its surface.
An g. Andres beschreibt unter dem Namen Panceria
(n. gen.) spongiosa eine neue, den weichhäutigen Zoan-
thinen zugehörige Polypenform aus Port Natal, die sich
besonders dadurch in auffallender Weise auszeichnet, dass
ihre Septen im hintern Ende des Körpers zu einem förm-
lichen Labyrinthe verwachsen sind. Auf den ersten
Blick gleicht das Thier mit eingestülptem Tentakelapparate
mehr einer Phallusia, als einem Polypen, und in der That
wurde es dafür auch gehalten, bis Ref., der die betreffen-
den Thiere in dem Leipziger zoologischen Museum auf-
fand, deren wahre Natur erkannte. (Der ursprünglich dems.
gegebene Namen Hyalotichus Lt. ist vom Verf. willkürlich
geändert.) Die äussern Körperhüllen enthalten eine dicke
Lage von Bindesubstanz und sind während des Lebens
besimmt auch durchsichtig. Mesenterialfilamente finden sich
nur an etwa 12 Scheidewänden, während die Gesammtzabl
592 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
ö*
derselben, wie die der Tentakel, auf 42 sich belauft. Die
Geuusdiagnose wird vom Verf. folgendermassen festgestellt:
Panceria n. geu. Coenecium in juventute solum existens,
saxis adnatum, tenue, parvum , expansum. Polypi liberi, erecti ;
pariete corporis crassa ; tentaculis biserialibus ; peristomo parvo
veloque carente ; lamellis mesentericis inferne lobatis varioque modo
coalescentibus.
Unter dQml^SLmen Äctinernus nobilis und Spnanthus
mirahilis beschreibt Verri 11 (Americ. Journ. Vol. XVII.
p. 474) zwei neue Polypenformen von der Ostküste Nord-
Amerikas mit folgender Genusdiagnose :
Actinernus Verr. Body large, short, smooth. The margin
below the tentacles is deeply divided into acute lobes or teeth,
continuous with the body wall. The tentacles are rather large and
adnate to the marginal lobes for a considerable part of their length.
Disk large, with the margin undulate or frilled in large specimens.
The disk and tentacles apparently are not retractile.
Synanthus Verr. Actiniae which have a broadly expanded
thin base, from which new zooids arise by budding, so as to con-
stitute a small colony connected together by a common base. In-
tegument thin and smooth. Tentacles numerous, retractil. (Die zu-
gehörige Art lebt gewöhnlich parasitisch auf den Zweigen von
Primnoa reseda und Paragorgia arborea.)
Den Mittheilungen, welche v. Koch (Jenaische Ztschft.
f. Naturw. Bd. XL S. 375-381 Tab. XXII.) über die
„Anatomie von Stylophora digitata" macht, entnehmen wir
die Notiz, dass das Skelet nur minimale Mengen organi-
scher Substanz enthält, morphologisch aber mit dem von
andern Steiukorallen übereinstimmt. Die Polypen sind
gewöhnlich mit 6 grösseren und ebenso vielen kleineren
Tentakeln versehen und im Innern von 12 Scheidewänden
durchzogen, doch kommen daneben auch solche mit nur
10 Tentakeln und Scheidewänden vor. Während des
Wachsthums der Polypen füllt sich entweder der Boden
derselben durch fortschreitende Verkalkung des Binde-
gewebes mit fester Kalkmasse aus, oder es werden kalkige,
wahrscheinlich aber durch weiche Querscheidewände prä-
formirte Dissepimente gebildet, welche den basalen Theil
der Magenhöhle abschnüren. Die Scheidewände besitzen
starke Längsmuskelwülste, die den Sternleisten zugewendet
zu sein scheinen, und tragen an ihrem freien Rande die
iu d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ d, Jahre 1876 — 1879. 593
Geschlechtsorgane, die, männliche wie weibliche, einander
sehr ähnlich sind.
Im weitern Verlauf seiner Untersuchungen über die
Skeletbildungen der Polypen tritt v. Koch auch der An-
sicht entgegen, dass das Mauerblatt der Korallen durch
Verkalkung aus dem basalen Theile der Bindesubstanz der
Polypenwand den Ursprung nehme. Bei Caryophyllia
cyathus und andern Eporosa hat derselbe vielmehr die
Ueberzeugung gewonnen, dass das Mauerblatt frei nach
Innen von der weichen Leibessubstanz sich befindet und
mit dieser nur an dem basalen Theile des Polypen in
Zusammenhang steht. Er schliesst daraus, dass Leibes-
wand und Mauerblatt von einander unabhängige Bildungen
sind, und entnimmt den zwischen den Sternleisten und
dem Mauerblatt obwaltenden Beziehungen weiter die That-
Sache, dass das letztere aus Verdickungen hervorgehe,
welche erst secundär an den Sternleisten sich bilden. Das
Skelet von Clavularia {Gl. ochracea n. sp. von Neapel), so
bemerkt Verf. weiter, besteht aus zwei von einander ver-
schiedenen Theilen, einem Mesoskelet, das von einer mit
Kalknadeln durchsetzten hyalinen Zwischensubstanz reprä-
sentirt ist, und einem chitinigen Ectoskelet, welches ecto-
dermatischen Ursprungs ist und den basalen Theil der
Polypen, soweit dieser sich nicht einstülpen kann, über-
kleidet. Bemerkungen über das Skelet der Korallen,
Morpholog. Jahrb. Bd. V. S. 316-322 Tab. XX.
Duncan bestätigt das schon früher bekannte Vor-
kommen parasitischer Thallophyten in den Skeletmassen
lebender Madreporen und beschreibt dieselben als Achlya
penetrans. Proceed. roy. Soc. Vol. XXV. p. 238—257
PI. VI und VII.
Hartmann findet bei Cyathina cyathus an den Ten-
takeln eine reiche Längs- und Quermuskulatur und interes-
sante Nesselorgane. Sitzungsber. der Gesellschaft naturf.
Freunde 1879, S. 165.
Nach einer Mittheilung in Silliman's Amer. Journ.
1877. Febr. (Ann. nat. bist. Vol. XIX p. 276) wurde auf
einem bei Port Darwin vier Jahre vorher versenkten Ka-
bel eine Koralle gefunden, die fünf Zoll hoch war und
594 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
vorn einen Durchmesser von sechs Zoll besass, also ein
sehr energisches Wachsthum gehabt haben muss.
Auch Duncan schliesst aus derGrösse von Steinkoral-
len, welche sich auf dem erst wenige Jahre vorher versenk-
ten atlantischen Kabel angesiedelt hatten, auf ein rapides
Wachsthum dieser Thiere. „On the rapidity of growth and
variability of some Madreporaria on the Atlantic cable/^
Proc. roy. Soc. Vol. XXVI p. 133— 137, Ann. nat. bist. Vol.
XX p. 361.
Klunzinger 's Beobachtungen „über das Wachsthum
der Korallen, besonders ihre Vermehrung durch Ableger
und über Wachsthumstörungen" (Württemberg. Jahreshefte
Jahrg. 32, S. 62—71) sind grösstentheils in das oben er-
wähnte Werk über die Korallenthiere des rothen Meeres
übergegangen.
Rathburn handelt (American Naturalist 1877, July)
über die Korallenriffe in der Bay von Bahia, und liefert
dazu später (Proceed. Bost. Soc. 1878. Vol. XX p. 39—41)
noch einige Nachträge.
lieber die riffbauenden Polypen der Bermudas-Inseln
vergl. Wyv. Thomson, Atlantic T. I. p. 32 ff. Die Phy-
siognomie dieser Riffe weicht mehrfach von jener der West-
indischen ab, besonders durch gänzliches Fehlen von Madre-
pora, Cladocora und Astrangia.
Unter dem Titel „les recifs de Corail, leur structure
et leur distribution" erschien 1877 eine französische Ueber-
setzung des bekannten Darwinschen Werkes über die
Korallenriffe.
Brüggemann giebt im Cosmos (Bd. I. S. 394 „fossile
recente Corallen") eine Aufzählung der im Verlaufe der von
Tiefseeforschungen lebend aufgefundenen fossilen Corallen.
Wyville Thomson berichtet über die von dem
Challenger in dem Atlantischen Ocean aufgefundenen Tief-
seekorallen, die vielfach mit den von Pourtales im Mexi-
canischen Meerbusen beobachteten Formen übereinstimmen
(1. c. T. I. p. 265—273). Gleichzeitig liefert derselbe Abbil-
dungen von Trochocyathus coronatus Pourt. und Deltocya-
thus Agassizii Pourt., mit der dazu gehörigen Var. cornuta.
In dem „preliminary report on the Corals dred-
in d. Naturgesch, d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 595
ged by H. M. S. Cliallenger in deep water" (Proceed. roy.
Soc. Vol. XXIV p. 544— 569) giebtMoseley zunächst eine
Zusammenstellung aller der in einer Tiefe unter 50 Faden
gefischten Arten mit specieller Nachweisung der Fund-
stätte und des Vorkommens. Es sind im Ganzen 54 ver-
schiedene Formen, von denen aber einige, die zu den
Stylasteriden gehören, auszuscheiden haben. Aus geringerer
Tiefe wurden nur fünf Species gehoben. Eine Verglei-
chung mit den Tiefseekorallen, die bei Gelegenheit der
Amerikanischen Küstenuntersuchung und der Porcupine-
Expedition gesammelt wurden, stellt die Thatsache heraus,
dass nicht bloss die Zahl der Tiefseekorallen weit ansehn-
licher ist, als bisher bekannt war, sondern auch die bathy-
metrische Verbreitung derselben eine weit beträchtlichere
Ausdehnung besitzt. Noch in einer Tiefe von 1000 Faden
leben zahlreiche Arten aus den Gen. Caryophyllia, Bathy-
cyathus, Deltocyathus, Ceratotrochus, Desmophyllia, Am-
phihelia und Solenosmilia). Zwei Species (Caryophyllia
formosa, Fiabellnm apertum (daneben noch Cryptohelia
pudica) wurden aus der Tiefe von 1500 Faden hervor-
gezogen, und Fungia symmetrica steigt sogar bis zu 2900
Faden hinab. Dazu kommt die weite geographische Ver-
breitung der Tiefseekorallen, von denen manche von West-
indien oder der Küste Portugals bis in den Indischen
Ocean und die Südsee hinein verbreitet sind, eine Er-
scheinung, die sich freilich in gleicher Weise auch bei
den übrigen Tiefseethieren wiederfindet. Auch die Zahl
der bisher nur im fossilen Zustande bekannten Formen
erfährt durch die vorliegenden Beobachtungen eine neue Be-
reicherung, so dass wir jetzt nicht weniger als 20 Genera
kennen, die zum Theil aus der Secundärzeit bis in die
heutige Fauna hinein sich erhalten haben. Formen, welche
zur Gruppe der Rugosa zu rechnen wären, kamen übrigens
nicht zur Beobachtung. Unter den zahlreichen, der ersten
Liste unseres Verf.'s angehängten Bemerkungen über die
aufgefundenen Arten finden wir als neu bezeichnet und
beschrieben: Deltocyathus magnificus Ke-Isl., PlatytrocJms
ruhescens ebendah. , Ceratotrochus diadema Pernambuco,
C. platypuSj C. discoides Pernambuco, C. nobilis Azoren,
596 Leiickart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
Flabelliim aldbastrum Azoren, Fl. apertum in weiter Verbr.,
Fl. angulare Neu- Schott!., Stephanophyllia complicata und
St. formosissimaj beide aus der Nähe der Ke-Isl. Ob die
zwei letztgenannten Arten freilich mit Recht dem Gen.
Stephanophyllia zugerechnet werden und nicht vielmehr
ein neues Genus bilden müssen, stehet dahin. Einstweilen
wurden sie desshalb demselben vereinigt, weil die Septa
sämmtlich mit Ausnahme der sechs primären vor ihrer Ver-
bindung mit der Columella früher oder später unter sich
in complicirter Weise verwachsen.
Eine Anzahl der hier aufgezählten neuen Arten sind
schon vorher in dem von Wyv. Thomson herausgegebenen
Reisewerke (Atlantic T. II) erwähnt und abgebildet. So
besonders Flabellum alabastrum und Ceratotrochus nobilis
Fig. 12 und 13, C. diadema Fig. 30. Flabellum apertum und
Fl. angulum Fig. 60 und 61.
Duncan veröffentlicht den zweiten Theil der von
ihm untersuchten Tiefseekorallen des „Porcupine" (a de-
scription of the Madreporaria dredged up during the expe-
dition of H. M. S. Porcupine in 1869 and 1870 Part II.,
Transact. zoolog. Soc. Vol. X. p. 235—249 PI. XLIII-
XLV) und beschreibt darin abermals 12 neue Species,
die bis auf eine Astraeide sämmtlich den Turbinoliden
zugehören. Caryophyllia Carpenteri und G. simplex aus
dem Canale schliessen sich durch ihre schlanke Form und
die geringe Zahl ihrer Septen an die schon im ersten
Theile (J. B. 1874 S. 484) beschriebene C. vermiformis an.
Bathycyathus minor wurde an der Spanischen Küste aus
grosser Tiefe (1095 Faden) hervorgezogen. Das Mittelmeer
lieferte (aus relativ geringer Tiefe, bis 480 Faden) sechs
neue Arten des Gen. Paracyathus, P. insigniSj P. monilis,
P. Immilis^ P. inornatuSy P. africanus, P. costatus, von
denen eine (P. inornatus) der Costae entbehrt, eine andere
(P. africanus) aber stellenweise mit einer dichten Epitheca
versehen ist. Ein neues Flabellum {Fl. minus ^ 990 Faden,
gleichfalls aus dem Mittelmeere) steht dem tertiären Fl.
siciliense nahe. In Blastulatr ocJms simplex beschreibt
Verf. ein mit Smilotrochus verwandtes mittelmeerisches
neues Genus ohne Pali, das Knospen treibt wie Blasto-
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 187(1—1879. 597
trochus, die Knospensprösslingc aber nicht abwirft. Auch
das den Astraeiden zugehörige Gen. nov. JBlastosmilia
(Bl. Pourtalesi, Mittelmeer) ist eine proliferirende Form.
Geu. n. Blastulatrochus e Farn. Turbinol. The corallum is
Compound, is fixed by a broadish base, and is conico-cylindrical in
shape. The wall is thik; and there is a well marked epitheca, the
costae being rarely visible. The calice is very deep, and there is
a rudimentary columella. The septa are stout. Budding takes place
from the wall high up; and the buds adscent and frequently Joint
by their walls to others of different corallites, so as to constitute
a bush-shaped corallura.
Gen. n. Blastosmilia e Farn. Astraeid. The corallum is
Compound; and there ar repeated geramations from the wall of the
parent corallite, and occasionally from the walls of buds. The
corallites are conico-cylindrical, long, bent, except the parent; and
the calice is circular in outline and deep. The wall is thin and
is covered with a granulär epitheca, the rudimentary costae being
only visible close to the calices. The columella is rudimentary, but
exists as trabecnlae from the septal ends. The septa are very thin,
slightly exsert, not incised, project but little into the calicle and
the primaries and sometimes the secondaries unite at the base of
the fossa with the small deeply seated columella. There are six
Systems of septa; and the fourth cycle is usually incomplete in some
Systems. The dissepiments are wide apert and are formed at the
buttom of the calicle by the septal ends becoming oblique and wide
and occluding the space below.
Von d e m s e 1 b e n Ve r f . erhielten wir weiter (Proceed.
zoolog. Soc. 1876 p. 428-442 PL XXXVII— XLI) „notices
on some deep-sea and littoral corals from the Atlantic
ocean, Caribdean, Indian, New-Zealand, Persian gulf and
Japanese etc. seas", mit Beschreibung zahlreicher neuer
Arten: Conocyathiis Zelandiae (dem mioconen C. sulcatus
verwandt), Beltocyathus orientalis Jap., Faracyathus per-
dcus^ P. coronatus Pers. GoUjPlatycyathus (n. gen.) atlan-
ticiis St. Helena, Agelacyathus (n. gen.) Helenae, A. persi-
cus, Javania (n. gen.) insiynis Japan, Brachy trochus
(n. gen.) simplex Gaspar-Str., Oculina ctihaensiSj Antülia
Lonsdaleia Jap. (bisher bloss fossil bekannt), Dendrocora
fissipara W. Africa, Astrangia minuta St. Domingo, A. epi-
thecata West-Ind., Cylicia fenella Port Natal, Balanophyllia
Helenae, B. striata St. Helena, Placopsammia Banvini Gal-
lopagos. Besonders interessant unter den neuen Genera
598 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
sind die zwei erstgenannten, auf welche Verf. unter dem
Namen Turbinolidae reptantes eine neue Subfamilie mit fol-
gender Diagnose gründet: Corals rising from a Prolongation
of the basal structures, sometimes distant, sometimes very
close; the septa are piain; and there is no endotheca.
Gen. n. Platycyathus Dune, e Fam. Turbinol. An epitheca
covering the costae; pali are present; the columella is usually deeply
seated.
Gen. n. Agelacyathus Dune, e Fam. Turbin. No epitheca,
nor endotheca; the costae well developed, especially near the calices;
septa more or less exsert; pali and columella present.
Gen. n. Javania Bunc. e Fam. Turbin. Corallum simple, tall,
compressed at the calyx, adherent by a broad base; epitheca com-
plete, dense inferiorly, pellicular superiorly, large septa very exsert,
primary and secundary costae projecting; no columella; calicular
fossa very deep.
Gen. n. Brachytrochus Dune, e Fam. Turbin. Corallum
short, free or incrusting (on Annelid shells), calyx circular; deep
centrally; no columella; septa exsert papillose; costae well developed,
merging into a granulär structure on the rounded centre of the base.
Gen. n. Dendroeora Dune, e Fam. Cladocor. Corallum
bushy, branches short, frequeutly forming groups in one plane;
wall thick, except near the calices ; costae distinct, thicker than
the septa; collumella lax and trabecular; pali placed before the
tertiary septa in perfect Systems; fissiparity common in the terminal
calices, presenting short broken series; no epitheca; endotheca tole-
rably abundant.
Caryophyllia polygona, Faracyathus floSj Thecocyathus
recurvattis, Ceratotrochus hispidus, Turhinolia corhicula,
Amphihelia rostrata, Änthemiphyllia (n. gen.) patera,
Montivaultia poculum^ Colangia sitnplex, Cylicia inflata,
Balanophyllia pali f er a, Trochopsammia infundibulum^ sämmt-
lich neu, aus der Tiefe des Mexikanischen Meerbusens werden
vonPourtales (1. c. 198 — 208) beschrieben und theil weise
abgebildet. Das neue Genus hat folgende Diagnose:
Änthemiphyllia Pourt. Corallum free or pedicellate, with
rudimentary epitheca, no collumella; thick and having the edge
beset with transversaly flattened processes. It is allied to Lepto-
phyllia and Montivaultia, but differs from them by the mode of
division of the border of the septa, which in these generally consists
in simple spines.
Die ,,Contributions to the actinology of the atlantic
ocean" von Lindström (Stockholm 1877, 26 Seiten in
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 187G— 1879. 599
Quart mit 3 Kiipfertafeln, aus der Kgl. sv. vetensk. acad.
handling. Bd. XIV. bes. abgedruckt) enthalten eine Auf-
zählung der dem Atlantischen Ocean entstammenden
Korallen des naturhistorischen Museums zu Stockholm.
Es sind im Ganzen 52 Arten, die hier verzeichnet und,
so weit das nöthig war, mehr oder minder eingehend be-
schrieben sind. Die Mehrzahl derselben gehört dem
westindischen Meere an, doch finden sich daneben auch
viele Arten von der Portugiesischen Küste und den Azoren,
die während der Expedition der Josephine (1869) gesam-
melt wurden. Auf diese Weise wurde es möglich, die
Zahl der auf beiden Seiten des Atlantischen Oceans ge-
meinsam vorkommenden Formen , die bisher nur drei
betrug, um noch sieben weitere zu vermehren. Sechs der
hier beschriebenen Formen sind neu: CalyptropJiora Jose-
phmae (eine mit C. trilepis Pourt. nahe verwandte Prim-
noade), Leptocyathus (?) Jielianthus^ F. aracyathus arctiatus,
Parasmilia (?) punctata, Dendrophyllia Goesiij und die schon
oben (S. 730) aufgeführte Cryptohelia virginis. Andere sind
schon früher von Pourtales beschrieben. Von diesen er-
wähnen wir namentlich Duncania barbadensis, die Verf.
übrigens durchaus nicht der sonst ausgestorbenen Gruppe
der Rugosen zuzurechnen geneigt ist, Schistocyathus fissilis
und Stenocyathus vermiformis. Manche der hier aufge-
zählten Formen zeigen eine ungewöhnliche Knospung, die
bald von der Basis ausgeht und durch Stolenenbildung ver-
mittelt zu sein scheint (Stenotrochus intermedius Münst.,
Paracyathus arcuatus Lindst., Stenocyathus vermiformis
Pourt.), bald auch der Mundfläche, so dass der neue Calyx
dann dem alten, selbst in mehrfacher Wiederholung, auf-
sitzt. So besonders bei Schizocyathus fissilis Pourt., der
auch sonst mancherlei Eigenthümlichkeiten zeigt, nach Zer-
störung der Epitheca z. B. in Segmente auseinander fällt,
die dann von ihren Weichtheilen aus durch Ergänzung oder
vollständige Neubildung einen neuen Polypen bilden. In
der Einleitung spricht sich Verf. gegen die bisher übliche
Eintheilung der Polypen in Malacodermata und Scleroder-
mata aus. Er hebt dabei u. a. hervor, dass das Thier von
Caryophyllia clavus vollständig mit Corynactis viridis über-
600 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
einstimme und auch lange Zeit hindurch der Skeleteinlage-
rungen entbehre, während andererseits die Sagartia Schil-
leriana in ihrem Innern (nach Stoliczka) ein Skelet
ausscheide, wie die sog. Perforata.
Studer handelt (Sitzungsber. der Gesellsch. naturf.
Freunde Berlin 1877 S. 214—216) „über einige Korallen,
welche während der Reise der Gazelle gesammelt wurden",
besonders über Madracis asperula M. E. (= Coelosmilia
foecunda Pourt.), die nach ihrem ganzen Habitus, so wie
nach der zugleich terminalen und lateralen Knospung am
besten den Cladocoraceeu zugerechnet wird, hier aber
ein besonderes Genus {Äno mo cor a Sind.) bilden muss, so
wie über Lopliohelia Uibulosa n. sp.
Weiter giebt derselbe (Berl. Monatsber. 1877. S.
625—654 Tab. I— IV) eine Uebersicht der Steinkorallen
aus der Familie der Madreporaria aporosa, Eupsammina
und Turbinarina, welche auf der Reise S. M. S. Gazelle
um die Erde gesammelt wurden, und beschreibt darin als
neu: JBathycyathus eleyans Atl. Oc, Desmophyllum gracile
Ind. Oc, Flahellum latum Still. Oc, Fl. Martensii ebendas.,
Lopholielia tuhulosa Atl. Oc, Cyphastraea capitata Neu-
Hannov., Phyllangia papuensis, Echinopora striatula Neu-
Brittan., Pachyseris involuta, Fimgia acutidens Neu-Irland,
F. carcharias Kaiserin- Augusta-Bay, F. plana Neu-Brittan.,
F. pliculosa K. Aug.-Bay, Dendrophyllia granulosa West-
austral. Nachträglich wird noch TrocJiosmÜia elongata aus
Congo-Mündung ebend. 1878 S. 675 hinzugefügt.
Später behandelt derselbe (a. a. 0. 1878 S. 524-550
Tab. I — V) die übrigen vielstrahligen Polypen, von denen
gleichfalls eine Anzahl neu ist. So: Madrepora patella
K, Aug.-Bay, M. selago Neu-Hannover, M. candelabrum
Neu-Irland, M. rubra ebendas., M. nana Fidji-Archip.,
Seriatopora JeschJcei Südsee, L. compressa Bougainv., S,
contorta ebendah.
Die während der englischen Venus-Expedition auf
Kodriguez gesammelt und von Brüggemann (Philos.
Transact. Vol. 168 p. 569—579) untersuchten Korallen
gehören zu 19 verschiedenen Species. Sie gehören sämmt-
lich der Küsteufauna an und schliessen sich ihrem allge-
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 601
meinen Charakter nacli den von Mauritius, Madagaskar
und den Seychellen bekannten Formen an. Als neu dar-
unter wird beschrieben: Galaxea laevis, Mussa umhellata^
Äcanthastraea angtdosa, Frionastraea rodericana Fr. scabra,
Ecliinopora spimdosa, Madrepora inoniicidosa, Montipora
divaricataj M. explanafa.
Brügge mann untersucht auch die Steinkorallen des
brittischen Museums und beschreibt dabei (Ann. nat. bist. Vol.
XIX. p. 415—421) zunächst zwei neue Turbinariiden:
Ttirhinaria bifrons und Astraeopora expansa, beide von
unbekanntem Fundort, w^orauf er sodann Bemerkungen über
die Arten des Gen. Seriatopora mit S. pacifica n. Fidschi-
Ins., S. Güntheri n. Neu-Guinea und S. stricta n. Cap d.
g. H. folgen lässt.
In einer späteren Mittheilung (ibid. Vol. XX. p. 300—
313) giebt derselbe eine Revision der solitär lebenden
Mussaceen der Jetztzeit mit einer Charakteristik der dahin
gehörenden Genera und Arten. Unter den letzteren wer-
den als neu aufgeführt und beschrieben : Scolymia vitiensis
Fidschi-Ins., Cynarina (n. gen. von Scolymia durch An-
wesenheit einer dichten Epitheca verschieden) Savignyi
Roth. Meer, Antillia constricta Borneo.
Ebenso handelt Brügge mann (Abhandl. des Bremer
naturwiss. Vereins 1878 S. 550) über die Nomenclatur der
Trachyphyllien und hebt dabei unter Hinweis auf die bis-
her übersehene Beschreibung der Madrepora amaranthus
S. Müll, hervor, dass diese künftighin als Tr. amaranthus
zu bezeichnen sei.
In seinem Aufsatze „über einige Steinkorallen von
Singapore" (a. a. 0. S. 539— 550) berichtet derselbe über
Orbicella aucta n., Echinopora (Acanthopora Verr.), horrida
Dana, Oxypora (Tachypora Verr.) lacera Verr., Leptoseris
(Pavonia) venusta Dana, Madrepora laxa Lam., Forites
saccharata n., Rhodaraea Lagrenaei M. Edw. H., Gonio-
pora malaccensis n.
Aus dem rothen Meere und von Mauritius beschreibt
Brüggemaun(ebendas.l877.Bd.V.S.395-400Tab.VIIu.
VIII) LopJwseris repens, Flesiastraea HaecJceliij Stylopliora
smaiticüj Madrepora Scher seriana^ Montipora incrustans
602 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
und Pocillopora mauritiana. Die Arten sind sämmtlich
neu und bis auf die zwei letzten im Rothen Meere ge-
sammelt.
Schliesslich berichtet derselbe Verf. im Journal des
Museums Godrefroy Heft XIV (1879 S. 201—212) „über
die Korallen der Insel Ponape I". Er beschreibt dabei
27 Species, unter denen sich mindestens 10 neue befinden.
Die letztern sind Pocillopora pulchella, Galaxea tenellüj
Astraea delicatula, Pavonia seriata, P. minor, Pacliyseris
carinata, P. prismatica, Montipora prolifera^ Porites deci-
piens, P tumiäa. Die Bearbeitung des zweiten Theiles
ist durch den plötzlichen Tod des Verf.'s unterbrochen.
Flabellum Goodei n. sp. Ostküste Nordamerikas, Ver-
rill, Amer. Journ. arts and sc. Vol. XVI. p. 373.
TenisonWoods findet an der Australischen Küste
eine Anzahl von Korallen, die bisher nur als fossil bekannt
waren, wie Trochocyathus Victoriae und Sphenotrochus
variolaris. Andere haben mit fossilen Formen eine auf-
fallende Verwandtschaft, wie Conocyathus Zelandiae mit
dem C. sulcatus aus den Europäischen Miocen. Obwohl
diese Form sowohl von Neuholland, wie von Seeland be-
kannt ist, zeigt die Korallenfauna dieser beiden Districte
doch sonst sehr auffallende Unterschiede. Riifbauende
Formen giebt es nur einige wenige (Arten des Gen.
Stylaster und Plesiastraea), und auch diese liefern nur ge-
ringe Massen und immer nur in der Nähe der Küste.
Von den eilf vom Verf. neu beschriebenen Arten sind zwei
als Repräsentanten neuer Genera zu betrachten. Die eine
{Dunocyathus parasiticus) ist von unbedeutender Grösse
und lebt parasitisch an dem Stamm von Lunulites cancellata
Busk, während die andere (Crispatotrochus inornahis) an
Ceratotrochus sich anschliesst, davon aber durch die ein-
fachere Rippenbildung, Tiefe und Weite des Calyx, sowie
den Besitz einer grossen spongiösen Columella und breiten
Ansatzfläche verschieden ist. Von den übrigen Arten ge-
hört eine zu Endopachys {E. Austrdliae n.) und eine
zu Heteropsammia {H. elliptica). Extratropical Corals of
Australia (Proceed. Linnaean Soc. New South Wales. Vol.
IL p. 292, extrahirt Journ. roy. microscop. Soc. 1879
in d. Naturofechs. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 603
p. 282). Ein Naclitrag „on some extratropical corals" er-
schien 1. c. T. III. p. 131.
Derselbe Verf. beschreibt (ibid. Vol. III, p. 8 und 17)
eine neue Species von Desmophyllum (D. quinarium) und
von Psammoseris {Ps. cylicicoides), sowie den Jugendzustand
von Cycloseris sinensis.
Ebenso weiter (ibid. p. 128 und 131) SymphjUia
hemispJiaerica, Mussa solida, M. laciniatay Cylicia Huttoni,
(7. vacna und Flacotrochus pedicellafus sämmtlich von Darn-
ley-Isl.
Ferner beschreibt derselbe Vasillum (n. gen.) tuber-
cidcdum n., Diachoraea (n. gen.) boletiformis n., Phyllo-
pora (n. gen.) spinosa n. und Bdlanophyllia dentata n.
(ibid. p. 92. Extr. Journ. roy. microscop. Soc. 1879 p. 741).
Das Genus Vasillum gehört zu den Turbinoliden und
ähnelt Sphenotrochus, nur dass die Columella fehlt, und
die Septa am untern Ende unter sich verschmelzen. Dia-
choraea vertritt in der Jetzwelt das fossile Poritidengenus
Microsolena, unterscheidet sich aber dadurch, dass die
Septa nicht zusammenfliessen. Phyllopora ist eine Seriato-
poride mit festem dornigen Coenenchym, kaum sichtbaren
Platten, abstehenden Calices und deutlichen Scheidewänden.
Giebel handelt (Hallische Zeitschrft. für Naturw.
1879. S. 322, 323) über eine vermuthlich mit Zoopilus echina-
tus Dana identische Pilzkoralle von den Fidschi-Inseln.
A. Agassiz und Pourtales berichten (Bull. Mus.
compar. zool. Vol. III. p. 287—291 mit 1 Tafel) über zwei
Korallen, die, obwohl der recenten Meeres-Fauna ange-
hörig, 20 (engl.) Meilen von der peruanischen Küste in einer
Höhe von etwa 3000 Fuss petrificirt gefunden wurden und
somit ein neues Zeugniss dafür abgeben, dass die West-
küste des südlichen Amerika erst vor verhältnissmässig
kurzer Zeit gehoben ist. Beide Arten sind neu und wer-
den als Isophijllia duplicata und Convexastraea (?) peruviana
bezeichnet. „Recent corals from Tilibiche."
Waters erwähnt (Journ. roy. microscop. Soc. 1879
p. 390. PI, XV) zweier lebender Arten des sonst nur durch
fossile Repräsentanten bekannten Genus Heteropora, der
H. pelliadata n. von Japan und H. cervicornis von Austra-
Archiv für Naturg. XXXXVI. Jahrg. 2. Bd. 00
604 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
lien (= Plethopora cervicornis d'Orb. ?). Busk fügt den-
selben (Journ. Linn. Sog. 1879. Vol. XIV. p. 724. PI. XV)
eine vielleicht mit der zuerst erwähnten identische dritte
Art von Neu-Seeland hinzu, ohne sie jedoch besonders zu
benennen.
Die Annais of nat. history bringen in ihrem 18. Bande
(1876 p. 1—16) die englische Uebersetzung einer Abhand-
lung von Lind ström, die ursprünglich in den Berichten
der Schwedischen Akademie 1873 veröffentlicht wurde
und auf Grund eingehender und umfassender Untersuchung
den Nachweis liefert, dass die Gruppe der Tabulaten, wie
sie gewöhnlich von den Palaeontologen begrenzt wird,
keinen Anspruch darauf machen kann, eine natürliche zu
sein, vielmehr Formen aus sehr verschiedenen Abtheilun-
gen (Steinkorallen, Anthozoen, Hydroiden und selbst Bryo-
zoen) in sich einschliesst, wie das Verf. an dem Verzeichniss
der von Milne Edwards und J. Haime aufgezählten
Genera specieller nachweist. Ein grosser Theil der
wichtigsten Arten gehört nach Verf. in die Familie der
Favositinen, der noch eine zweite vielleicht zumeist den
Helioporiden verwandte Familie der Heliolithiden ange-
reiht wird.
Auch Alleyne Nicholson kommt durch umfang-
reiche und eingehende (zum grossen Theil auch mikros-
kopische) Untersuchungen zu dem Ergebnisse, dass die
Gruppe der Tabulaten im früheren Sinne nichts weniger
als natürlich sei, da sehr verschiedene Thierformen derselben
zugerechnet würden. Nichtsdestow^eniger aber glaubt er nach
wie vor eine solche Gruppe unter den Zoantharien bei-
behalten zu dürfen, eine Gruppe, der er von recenten
Formen neben einer Anzahl Favositinen auch die Pocillo-
poriden und Milleporiden, die unter den palaeözoischen
Polypen nicht repräsentirt sind, glaubt zuzurechnen zu
müssen. „On the structure and affinities of the tabulate
corals of the palaeozoic period" (Edinbourg and London 1879).
J. Thomson und A. Nicholson setzen ihre Unter-
suchungen über die Haupttypen der palaeözoischen Korallen
fort. So handeln sie (Ann. and. Mag. nat. bist. T. XVII
p. 68-70 PI. VI. und VII) über das Gen. Cyathophyllum
in d. Naturgesch. cl. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879 605
und Campophylhim (ibid. p. 123-128 Tab. VIII), über
Diplyphyllum und Lopliopbyllum (ibid. p. 290 — 305, PI.
XII — XVIII), über Litbostrotion, Koninckopbyllum, Lons-
daleia (ibid. p. 451-462 PL XXI~XXV), über Clisiopbyl-
lum, Acropbyllum, Dibunopbyllum, Aspidophyllum (ibid.
T. XVIII. p. 68-73 PI. I— III), über Rbodopbyllum (ibid.
p. 85—95. PL V), über Cbaetetes div. sp., Constellaria
antbeloides, Dekayia attrita, Streptelasma corniculum.
Weitere Untersuchungen von Nicholson und Ethe-
ridge betreffen die Arten des silurischen Gen. Tetradium
(ibid. Vol. XX. p. 161 — 169), das n. gen.Proso2^ora (ibid.
p. 388-392) und Palaeacis (ibid. Vol. I. p. 206—227. PL
XII). Weiter liefern dieselben (ibid. Vol. III. p. 216—226,
p. 265 — 285. PL XIV) ,,descriptions of palaeozoic corals
from northern Queensland, with observations on the Gen.
Stenopora", sowie (Journ. Linnaean Soc, Vol. XIII. p. 353—
380. PL XIX und XX) „notes on the genus Alveolites."
Nicholson allein behandelt (Ann. nat. bist. 1878
Vol. I. p. 44—54) die Genera Heliophyllum und Crepido-
phyllum.
Auch Dybowski veröffentlicht in den russisch ge-
schriebenen Berichten der kaiserl. mineralog. Gesellschaft
in Petersburg 1876 (16 Seiten, 1 Tafel) Untersuchungen
über die Gattung Stenopora, mit bes. Berücksichtigung der
Stenopora columnaris Schloth., und giebt darin eine Dar-
stellung von der Structur und Beschaffenheit des Polypen-
stockes. Ebenso liefert derselbe (a. a. 0.) die „Beschrei-
bung einer Permischen Koralle, Fistulipora LaJmseni^^ die
auf den ersten Blick leicht gleichfalls für eine Stenopora
gehalten werden könnte.
Antipatharia. v. Koch sucht in seiner Abhandlung
über „die Phylogenie der Antipatharia" (Morpholog. Jahr-
buch Bd. IV. Supplem. S. 74-86. Tab. V) auf Grund einer
Untersuchung sowohl von Antipathes larix, wie einer auf
den ersten Blick actinienartigen Polypenform {Gephyra
Dohrnii n. gen. et n. sp.), die nach ihrer Befestigungs-
weise (auf Isis elongata) als eine isolirt lebende Antipa-
thide in Anspruch genommen wird, den Nachweis zu
liefern, dass die letztern aus actinienartigen Polypen her-
606 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
vorgegangen seien. Dieselben sollen, wie Gephyra, an
ihrer Basalfläche eine hornige Fiissplatte ausscheiden,
cylindrische Gegenstände, wenn sie denselben in grössern
Gruppen aufsitzen, damit überziehen (Gei'ardia Lac.-Duth.),
aus einander durch Knospung hervorgehen und schliesslich
durch Auscheidung eines eignen Achsenskeletes und Re-
duction sowohl der Grösse, wie der Radienzahl (Tentakel,
Scheidewände, Geschlechtsorgane) zu gewöhnlichen Anti-
pathiden werden. Das neue Genus Gephyra wird folgen-
dermaassen charakterisirt:
Gephyra v. Koch. Polypen mit mehr als 24 conischen
Tentakeln, welche unter eine Ringfalte zurückgezogen werden
können. Sitzen einzeln oder zu Colonien vereinigt auf den Skeleten
von Isis (und auch wohl andern Gegenständen) und umgeben ihre
Unterlage mit einer schwarzen, in dünnen Schichten gelblichen
hornartigen Masse, welche von einem Theil des Ectoderms ausge-
schieden wird und mit dem Achsenskelet der Antipatharier homolog
zu betrachten ist.
Nardo lenkt die Aufmerksamkeit auf eine in dem
Giornale d'Italia spettante alla scienza naturale 1765 ver-
öffentlichte, aber kaum beachtete posthume Abhandlung
von Donati „sull' antipathe delP Adriatico", über eine
Form, die von Nardo schon im Jahre 1843 auf der ita-
lienischen Naturforscher-Versammlung in Lucca auf Grund
der grössern Fühlerzahl (14) als Typus eines eignen Genus
Savaglia (S. Donati) in Anspruch genommen wurde, später
aber von Haime-Milne Edwards, welche Nardo's
Mittheilung nicht kannten, als Leiopathes (Sav. Donati
= L. Lamarckii) beschrieben ist. Die von Haime im
Coenenchym derselben beobachteten Kieselnadeln konnten
von Nardo nicht aufgefunden werden. Atti Instituto
Veneto 1876/77 p. 673-678.
Octactiniae. v. Koch handelt (Morphol. Jahrbuch
Bd. III. S. 112—125. Tab. IV) über die „Anatomie von
Isis neapolitana", eine Form, die er anfangs für neu hielt,
bis er sich später (ebendas. S. 126) von ihrer Identität
mit Isis elongata Esper, die schon Philippi im Neapoli-
tanischen Golfe aufgefunden hat, überzeugte. Das Achsen-
skelet derselben besteht aus einer theils verhornten, theils
auch verkalkten structurlosen Bindegewebsmasse, die der
in (1. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 607
Länge nach von einem gleichfalls mit Bindesubstanz aus-
gekleideten Canale durchzogen ist. In den ältesten Zwei-
gen wird dieser von einer structurlosen Kalkschicht ge-
füllt. Die Zweige beginnen je mit einem selbständigen Cen-
tralkanale. Auch das Coenenchym besteht seiner Hauptmasse
nach aus hyaliner Bindesubstanz, die nicht einmal scharf
gegen das Achsenskelet sich absetzt. Es enthält die Er-
uährungskanäle, die der Länge nach verlaufen und da,
wo keine Polypen abgehen, sehr regelmässig in zwei
Kreisen, einem tiefern, der engere Canäle enthält, und
einem mehr oberflächlich gelegenen mit weitern Canälen, an-
geordnet sind. An den Ansatzstellen der Polypen bilden die
Canäle ein unregelmässiges Netzwerk, mit Lacunen, deren
grosseste in den Leibesraum übergeht. Die Polypen, die
nicht retractil sind, besitzen in ihrer Körperwand keine
Muskeln, wohl aber in den Septen und den Tentakeln. In
letztern treten dieselben aber nur an der Innenfläche auf, so
dass die Anhänge nur nach dem Munde zu sich einkrümmen
können. Die dicke Aussenfläche der Tentakelwand ent-
hält zahlreiche stumpfe Kalkuadeln. Die Mesenterialfila-
mente sind nur sehr gering entwickelt, und die Eier- und
Spermasäckchen am Rande der Septa angebracht.
Während v. Koch in dieser Abhandlung noch der
Ansicht zuneigt, dass das Achsenskelet ein erhärterter
Theil des bindegewebigen Coenenchyms sei, erklärt er das-
selbe später auf Grund der bei Gorgonia verrucosa angestell-
ten Untersuchungen (Mittheilungen über Gorgonia verru-
cosa, ebendas. S. 269—278. Tab. XV) mit Bestimmtheit —
wenigstens^ für gewisse Formen — als Ausscheidungspro-
duct eines Epithels, welches wahrscheinlicher Weise vom
Ectoderm abzuleiten sei. An den Spitzen jüngerer Zweige,
in denen die dem Achsenstrange aufliegenden Horn-
schicht des Skeletes eine erst sehr geringe Dicke besitzt,
erkennt man an der letztern ein Cylinderepithel, wel-
ches während der Ausbildung der Kernlage immer niedri-
ger wird und zuletzt eine dünne, zwischen Kern- und Bin-
desubstanz hinziehende Lage polyedrischer Platten von kör-
niger Structur bildet. In einem anhangsweise zugefügten
Nachtrage werden die verschiedenen Ansichten über die
Ö08 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlicheu Leistungen
Entstehung des Achsenskelets zusammengestellt und kri-
tisch beleuchtet.
Angeregt durch die hier vorgefundenen Thatsachen
unterwirft v. Koch (ebendas. Bd. IV. S. 447—479. T.
XXII und XXIII) „das Skelet der Alcyonarien" einer
eingehendem Untersuchung, in deren Verlauf sich heraus-
stellt, dass die ältere Ansicht von Milne Edwards von
der ectodermatischen Natur des Achsenskelets bei den
echten Gorgoniden, die von Lacaze-Duthiers und K Ol-
li k er bestritten wurde, völlig zu Recht besteht. Nach den
von Verf. über Sclerogorgia mexicana n., Mopsea erythraea,
Melitaea, Muricea placomus, Isis elongata, Primnoa verti-
cillaris, Pennatula rubra, Halisceptrum Gustavianum und
Kophobelemnoh Leuckarti angestellten und in ihren wesent-
lichen Resultaten dargelegten Beobachtungen kann es keinem
Zweifel mehr unterliegen, dass das Achsenskelet d. h. die
in der Achse des Stammes und der Zweige hinlaufende
feste Skeletsäule, die man bisher als Hauptkriterium der
sog. Gorgoniden betrachtete, eines doppelten Ursprungs
ist, indem sie bald (bei Sclerogorgia, Mopsea, Melitaea,
den Pseudaxoniern unsers Verf.'s) durch eine Verschmel-
zung oder Verklebung der auch sonst im Körper verbrei-
teten Kalkkörperchen entsteht, bald auch das Absonderungs-
product einer besonderen Epithellage darstellt, die dem
Ectoderm angehört und an den Ansatzstellen der Polypen
gelegen ist. In seinen jüngsten Theilen besitzt dasselbe
eine weiche Beschaffenheit, während es später verhornt
und mehr oder minder verkalkt. Die in der Horusubstanz
(namentlich in den centralen Partien) auftretenden Lücken
werden durch ein spongiöses Gewebe oder durch eine
sehr kalkreiche Masse von krystallinischer Structur aus-
gefüllt. Manchmal wechseln auch hornige und kalkreiche
Lamellen mit einander ab, oder es ist die ganze Achse
abwechselnd aus hornigen und kalkigen Gliedern zusam-
mengesetzt. Ausser diesem Achsenskelete finden in der
Arbeit des Verfassers auch die übrigen Skeletbildungen
der x^lcyonarier, namentlich das sog. Mesoskelet, das
zwischen Endoderm und Ectoderm gelegen ist und von
unserem Verf. gleichfalls als ein Absonderungsproduct von
%
in (1. Naturgescli. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876— 1879. ü09
Zellen betrachtet wird , eine nähere Darstellung. Unter
BerUcksiehtigang der hier erörterten Fragen hat Verfasser
schliesslich noch den Versuch eines natürlichen Systemes
der Alcyonarier hinzugefügt. Er zertheilt dieselben zu-
nächst hinsichtlich der Beziehungen der einzelnen Polypen
zu einander in drei, ihrem Inhalte nach sehr verschiedene
Ilauptgruppen, die Haimeaden mit isolirten Polypen, die Cor-
nulariden und Tubiporiden, welche Colonien (Büsche Verf.)
bilden, deren Individuen fast vollkommen selbständig
bleiben und nur durch Stolonen oder plattenförmige Aus-
breitungen in Verbindung stehen, und schliesslich in die
übrigen coenenchymatösen Formen, bei denen die einzelnen
Polypen der Art zurücktreten, dass sie fast nur als Organe
der gemeinschaftlichen Leibesmasse erscheinen. Diese letzte
Hauptgruppe enthält wieder zwei Untergruppen, die eine
mit Formen, welche ein blosses Mesoskeiet besitzen (Al-
cyoniden, Pseudaxonier, Helioporiden), die andere durch
die Anwesenheit eines ectodermatischen Achsenskelets
ausgezeichnet (Pennatuliden, Axiferen).
In seinen Mittheilungen „zur Entwicklungsgeschichte
der Alcyoniden" veröffentlicht Kowalewski Beobachtun-
gen über Sympodium coralloides und Clavularia crassa.
Er schildert bei ersterm namentlich die Veränderungen
des Ectoderms, die während der Umwandlung der Larve
in den festsitzenden Polypen ablaufen und zu der Bildung
eines sog. Mesoderms hinführen, das in Wirklichkeit aber
nur aus den durch G-allerteinlagerung von einander ge-
trennten tiefern Ectodermzellen hervorgeht. Die Spicula
dieses Gewebes entstehen, wie die Spicula der Spongien,
in Zellen, die Anfangs neben der Einlagerung noch einen
deutlichen Kern erkennen lassen. Die Eier der Clavularia,
die in Form eines gallertartigen Klumpens oder Ringes
auf das Ende des Polypids abgelagert werden, bilden sich
nach vollendeter Furchung zunächst in eine Larve um,
zwischen deren Ectoderm und Entoderm schon frühe eine
sehr entwickelte Membrana propria sich einschiebt. Das
Entoderm repräsentirt Anfangs die ganze Innenmasse der
Larve, scheidet sich aber später in zwei Schichten, von
denen die innere eine dotterartige Beschaffenheit annimmt
610 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
und während der Metamorphose verbraucht wird. Die
Umwandlung selbst geschieht wie bei Sympodium, nur
dass die Spicula viel später auftreten. (Zoolog. Anzeiger
Jahrg. II. S. 491--493.)
V. Koch macht die Beobachtung, dass sich die sog.
Zooide von Pennatula bisweilen an dieser oder jener
Stelle zu vollständigen Polypen entwickeln. Zoolog. An-
zeiger Jahrg. I. S. 103.
Von Koren und Danielsen erhielten wir (Fauna
littoralis Norvegiae Fase. III. p. 82 — 103) eine mit schönen
Abbildungen ausgestattete „Contribution to the natural
history on the Pennatulidae, living on the Norvegian
coast^', die unsere Kenntnisse von den nordischen Penna-
tuliden mehrfach berichtigt und deren Zahl durch eine
ganze Keihe neuer Arten bereichert. Die Darstellungen
der Verff. betreffen Ptilella grandis Ehrbg. (= Pennatula
borealis Sars, Tab. XL Fig. 1 — 7), Pennatula aculeata
(Tab. XL Fig. 9, 10) mit Var. rosea, P. distorta n. sp.
(Tab. XL Fig. 10, 11) mit langen, mehrfach um die Achse
gedrehten, aber nur spärlich mit Polypen besetzten Strahlen,
P. phosphorea Lin. mit Var. variegata, Virgularia affinis
Kor. et Dan. (Tab. IV. Fig. 1—7 = V. glacialis Sars),
Bulenia (n. gen.) dbyssicöla n. (Tab. X und XIL Fig.
1 — 3) mit Var. smaragdina, D. (Stylatula) elegans Dan.,
Lygomorpha (n. gen.) Sarsii n. (Tab. IX. Fig. 7 — 12),
Gladiscus (n. gen.) gracilis n. (Tab. IX. Fig. 13—15).
Die neuen Genera werden folgendermassen charakterisirt :
Duhenia Kor. et Dan. The habitus has some resemblance
to the Stylatula. The stalk is furnished with a terminal bladder.
The rhachis has a rather long lateral band of zooids, and radial
canals issuing as well from the dorsal as from the ventral canal,
and forming close to the fins a slight swelling on the dorsal and
ventral surfaces. The fins are rudimentary and supported by a
calcareous plate composed of shorter or longer calcareous needles,
which project far up beyond the rudimentary fin. The polyps with-
out cells, long, cylindrical and not easely contractile, connate at the
basal part. The sexual organs in the hypogastric cavity of the
fully developed polyps. The zooids lateral. The axis round with
numerous radial fibres.
Lygomorpha Kor. et Dan. Small sea-pens with stout
polypary. The end of the stalk club-chaped; the ventral surface
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. öll
round, broad and uaked. The cells thick, sessile, alternating on the
back and sides, have a semilunar aperture furnished with two streng
teeths. The polyps are retractile. The zooids few, scattered on the
dorsal surface. Calcareous spicula in the cells, the tentacles and
the sarcösoma. The axis round. (Zumeist mit Halipteris KöU.
verwandt.)
Gladiscus Kor. et Dan. The polypary small and rigid.
The cells situated separately on the rhachis in alternating rows
with 8 longitudinal ribs and 8 papillae round the aperture. The
polyps stout and retractile. The zooids ventral. No calcareous
matter in the polyps, cells and sarcösoma.
Stil der dredgte an der Westküste Afrikas eine Anzahl
Polypen. Unter ihnen Eunicea filiformis n. sp., Gorgonia
furcata n. sp., Äcanthogorgia Jacksoni n. sp. Sitzungsber.
der Gesellsch. naturf. Freunde. 1878. S. 138.
Später veröffentlicht derselbe „eine Uebersicht der
Anthozoa alcyonaria, welche während der Reise S. M. S.
Gazelle um die Erde gesammelt wurden" (Berl. Monatshefte,
1878. S. 632—687. Tab. I— V), durch die wir mit zahlreichen
neuen Arten bekannt werden. Hieher Glavularia rosea
Kerguelen, Gl. fnagelhaenica, Gl. capenis Cap d. g. H.,
SclerantJielia (n. gen.) musiva Still. Oc, Niddlia atlan-
tica, Narella niodesta Still. Oc, N. divaricata Ind. Oc,
Primnoella distans Still. Oc, Pr. magelhaenica^ Fr. flabellum
Ind. Oc, Galligor gia ventilabrum Neu-Seeland, Plumarella
Hilgendorfi Japan, Muricea umhraticoides West-Austral.,
Echinogorgia intermedia Nord-West-Austral., Paramuricea
gracilis Salom.-Arch., Leptogorgia divergens N.-W.-Austral.,
Gorgonella miniacea W.-Austral., G. distans ebendah., Jim-
cella flexilis Mauritius, Eliseila (Char. emend.) maculata
W.-Austral., E. calamus ebendah., Isis antarctica, Sei er i-
sis (n. gen.) pidchella Still. Oc, Keratoisis grandiflora
Fidji-Arch., K. japonica, K. Siemensii N. Atl. Oc, Isidella
capensis, Suheria (n. gen) KölliJceri Neu-Seel., S. clavaria
Ostk. Südamer., Solenocaidon Grayi N.-W.-Austral., Pavo-
naria africana^ Gavermdaria tnadeirensis. Auf die zahl-
reichen systematisch wichtigen Angaben des Verf's., die
durch bessere Charakteristik der Arten vielfach zur Abklärung
unserer Kenntnisse besonders von den Gorgoniden bei-
tragen^ können wir leider nicht näher eingehen. Wir
612 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
beschränken uns auf einige wenige Anmerkungen und die
Keproduction der den neuen Genera beigegebenen Diagnosen.
Scleranthelia n. sp. Gemeinschaftliche inkrustirende Basis,
von der sich in unregelmässigen Abständen Polypen erheben.
Die Knospung neuer Individuen findet dicht an der Basis der alten
statt, so dass mitunter der Anschein geringer Yerästehmg entsteht.
Vordertheil der Polypen und Tentakel vollkommen einziehbar. Die
Leibesvvand ist erfüllt mit pflasterartig gelagerten breiten poly-
gonalen Kalkplatten. die an der Aussenseite mit Warzen besetzt sind.
(Zwischenform zwischen Clavularia und Telesto.)
Narella Gray (sens. amplif. incl. Stenella Gr.) e fam. Prim-
noid. Corallum verzweigt, die Zellen mit breiten und niedrigen
warzigen Schuppen bedeckt, deren Vorderrand fein gezähnelt ist.
Calligorgia Gr. (sens. amplif. incl. Xiphocella Gr., Callicella
Gr., Fanellia Gr.). Stamm verzweigt, meist in einer Ebene, die
Kelche keulenförmig, sitzen am Stamm meist zerstreut, an den
Aesten in Wirtein von 8 — 10. Die Kelchscbuppen sind mehr oder
weniger fächerförmig, warzig, mit fächerförmig gestellten Rippen,
welche am oberen Rande dornig vorragen. Man kann sie den
ctenoiden Fischschuppen vergleichen.
Plumarella Gr. (sens. ampl. incl. Cricogorgia M. E.). Koralle
fächerförmig verzweigt, die Aeste mit fiederförmig oder wirteiförmig
abgehenden Zweigen, Rinde dünn. Die Kelche stehen in zwei
Reihen an den Aesten und Zweigen.
Elisella Gr. (sens. emend.). Stamm einfach oder gabelästig,
Warzen kaum vorspringend, in zwei Reihen seitlich am Stamm an-
geordnet. In der Rinde nur Doppel keulen und Spindeln.
Sclei'isis n. gen. Aufrecht verzweigt, die Kaikglieder sehr
lang, fein gestreift, die hornigen Glieder kurz, scheibenförmig. Die
Aeste entspringen von den kalkigen Gliedern. Die Rinde sehr
dünn, ohne Spicula. Kelche glockenförmig, mit eingeschnürter
Basis und bedeckt mit grossen gebogenen dornigen Spindeln, welche
im Sklerenchym dicht bei einander liegen und sich mannichfach
kreuzen und um die Kelchmündung, senkrecht stehend, einen acht-
klappigen Deckel bilden.
Silber ia n. gen. (e fam. Briareac). Stamm einfach oder ver-
zweigt, aufrecht, mit einer Achse, die aus unverschmolzenen, von
Hornsubstanz umgebenen stabförraigen Spicula gebildet wird und
der Ernährungskanäle entbehrt. Rinde dick, enthält spindelförmige
stachlige Spicula. Die Polypenwarzen sind gross, senkrecht vom
Stamm abstehend, die Oeffnung an der Spitze der Warzen achtstrahlig.
Die Polypen von der Basis bis in die Tentakel mit feinen spindel-
förmigen Spicula. Um die Achse ein Kranz von Längskanälen,
(Steht Spongioderma Köll. nahe.)
iu d. Naturg-esch. d. uied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 613
Norman erwähnt in seinen Beiträgen zur Biologie
der Valorous-Fahrt (Proceed. roy. Soc. Vol. XXV, p. 210)
einer neuen nordischen Art des Gen. Mopsea, die sich in
mancher Hinsicht mehr, als M. borealis Sars, an die
Formen der tropischen Meere annähert (31. arhuscida n.).
Verrill beschreibt dieselbe Form(Amer. Journ. Arts and
sc. Vol. XVI. p. 212) als Acanella Normani. Daneben als
neu noch Keratoisis ornata und Paranmricea borealis.
Ebenso (ibid. Vol. XVII. p. 239) Virgularia grandiflora
n., eine Form, die dem Gen. Halipteris Köll. sich annähert,
aber durch die Beschaffenheit der Polypenzellen und Ab-
wesenheit der Spicula davon abweicht, sowie Funiculina
armata u. sp.
Hart mann berichtet in der Gesellschaft der natur-
forscheuden Freunde in Berlin (Sitzungsber. 1876 S. 167)
über das Vorkommen der Funiculina quadrailgularis in
den Scheeren von Bohuslän und macht dabei einige Mit-
theilungen über den Bau der Polypenköpfchen.
Älcyonium fnäicosiim n. sp. Norwegen, Koren und
Danielssen a. a. 0. p. 81 Tab. III. Fig. 8—11.
V. Mar enz eller beschreibt (Coelenteraten u. s. w.
der österreichisch-ungarischen Nordpol-Expedition a. a. 0.
S. 16 — 23) als neu: Ammotliea LütJceni Grönld. (mit nicht
retractilen Tentakeln), und Gersemi a (n. gen.) loricata.
Die Merkmale des zunächst auf Gorgonia florida Zool. Dan.
gegründeten Genus werden folgendermaassen zusammen-
gefasst :
Gersemia v. Mar. ZoanthOdein aufrecht, ästig oder knollig-
unverästelt. Polypenleiber cylindrisch, wohl entwickelt, Hinterleib
beträchtlich lang, gar nicht oder nur zum Theil retractil. Sarko-
sora von geringer Mächtigkeit. Keine Spicula in den Septen. Die
Leibeswand der Polypen, sowie die Tentakel bis in die Pinnulae
reichlich mit Spicula versehen.
Ebenso berichtet V er rill (Amer. Journ. Arts and sc.
1878 Vol. XVI. p. 372) über einige neue Arten von der
Ostküste Nord-Amerikas: Anthomastus (n. gen.) grandi-
florus und Acanthogorgia armata.
Anthomastus Verr. Alcyonarian forming a large rounded
polypiferous mass, raised on a short, stout, harren peduncle.
614 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlicheu Leistungen
Polyps few, very large, spiculose, entirely retractile into 8-rayed
cells. Rudimentary zooids numerous, miniite, scattered between
the polyps. Coenenclayma abandant, firm, finely spiculose.
Anthopodium austräte n. sp. Neu -.Seeland , V er rill,
Bull. Unit. St. natur. Mus. N. III. p. 68.
Weiter charakterisirt Verrill (Amer. Journ. sc. T. VII.
p. 40) ein mit Cornularia und Telesto verwandtes neues
Genus Cornulariella (C. modesta n. sp.).
V. Willemoes Sulim erwähnt in seinen Reisebriefen
(Ztschrft. f. wissensch. Zoologie Bd. XXVII. S. CV) einer
zwei Zoll grossen Cornularia, die im Stillen Ocean aus
grosser Tiefe von dem Cballenger gefischt wurde.
4. Porifera.
Wenige Abtheilungen des Thierreichs haben sieb in
dem hier zu behandelnden Zeitabschnitte einer so gründ-
lichen Bearbeitung nach allen Richtungen, besonders nach
der anatomischen und entwicklungsgeschichtlichen, zu
erfreuen gehabt, wie die Poriferen ; ja eine wissen-
schaftliche Palaeontologie der Spongien, deren Leistun-
gen uns freilich nur ganz beiläufig beschäftigen können,
ist eigentlich erst während der Jahre 1876 — 79 entstanden.
Unter den zahlreichen Arbeiten, die wir in dieser Hin-
sicht hervorzuheben haben, ist übrigens, wie schon an
dieser Stelle hervorgehoben sein mag, keine, die in so
grossem Maasse auf unsere Kenntnisse über den Bau und
die Entwicklung der Spongien eingewirkt hat, wie die
Reihe von Mittheilungen, welche Fr. E. Schulze hier-
über in der Zeitschrift für wissenschaftliche Zoologie (a.
versch. 0.) veröffentlichte.
Dabei hat die Ansicht des Ref. ^), dass die Spongien
den Coelenteraten zuzurechnen seien, immer mehr Boden
gewonnen, so dass heute nur noch wenige Forscher ihr
1) Ich verfehle übrigens nicht, dankbar hier hervorzuheben,
dass ich den nachfolgenden Bericht zum weitaus grössten Theile
der kundigen Feder meines Assistenten, Herrn Dr. W. Marshall,
verdanke.
in d. Naturgescb. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 615
entgegentreten. In dieser Hinsicht sei zunächst erwähnt,
(lass Saville Kent, (Ann. a. Mag. of nat. hist. Sei*. 5,
Vol. I, pg. 1 — 17) immer noch an der Ueberzeugnng von
der Protozoennatur der Spongien festhält und auch von
diesem Standpunkt aus eine, später zu berücksichtigende,
Abhandlung über deren Entwicklungsgeschichte geliefert hat.
A. Hyatt (Proc. Boston Soc. Nat. hist. Vol. 19, 1876
pg. 12—17) giebt zu, dass die Spongien den dreiblätterigen
Thieren zugehören, und dass ein zelliges Ectoderm, ein Meso-
und ein Entoderm mit seinen Geisseikammern (monadigerous
lining layer), alle drei in sackartiger Anordnung (schema-
tisch), mit einer Auswurfungsöffnung und zahlreichen Ein-
strömungsöffnungeu für dieselben essentiel sind, ist dabei
aber doch der Ansicht, dass die Gesammtorganisation nach
dem Auftreten der Skeletelemente und Geisseizellen (monad-
like cells) die Spongien von allen andern Thieren abtrennt.
In dem Besitz der Geisseischicht vornehmlich sieht er den-
jenigen Charakter, der für alle andern Eigenthümlichkeiten
maassgebend ist. Im Uebrigen wünscht H. nicht als ein
Gegner von HaeckeTs Gastraea-Theorie angesehen zu
werden; er ist im Gegentheil der üeberzeugung, dass die-
selbe der vergleichenden Entwicklungsgeschichte namentlich
betreffs der frühern Zustände einen sehr wichtigen und
kräftigen Impuls gegeben habe.
In seinen „Beiträgen zur Morphologie der Spongien^
(Zeitschr. für wiss. Zool. Bd. XXVII pg. 275—286) kritisirt
Metschnikoff, auf umfassende Untersuchungen gestützt,
die Haeckel'sche Lehre von der Zweiblätterigkeit der
Spongien. Zunächst gelaug es ihm an Präparaten von
Reniera aquaeductus und Halisarca sp.? das von F. E.
Schulze bei Sycandra raphanus entdeckte Ectoderm
durch Behandlung mit 17o Höllenstein- und 0,5 7o Gold-
chloridlösung zur Anschauung zu bringen, und auf diese
Weise zu constatiren, dass der Schwammklasse überhaupt
ein Ectoderm in Form einer äusserst dünnen, aus platten,
epithelialen, kernhaltigen Zellen bestehenden Schicht zu-
kommt. Nachdem M. sich weiter davon überzeugt hat, dass
die skeletogene Schicht der Spongien dem Mesoderm an-
derer Thiere (zunächst der Coelenteraten und Echinodermen)
616 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
entspreche, drängte sich ihm die Vermuthung auf, dass die
mächtig zwischen den Zellen entwickelte Gallertmasse nicht
Sarcode oder amorphes Protoplasma sei, wie man anzu-
nehmen so gern bereit war, dass sie vielmehr der Gallerte
der Medusen und anderer Coelenteraten entspreche, eine
Vermuthung, die durch die Untersuchung vollauf bestätigt
wurde. So war denn der Schluss gerechtfertigt, dass die
Spongien überhaupt dreiblättrige Thiere, ebenso wie ihre
nächsten Verwandten, die Coelenteraten im engeren Sinne,
seien, dass ferner das Mesoderm nicht nur allgemein
den Schwämmen zukomme, sondern oft sogar bei den
skeletlosen Repräsentanten, eine hervorragende Stellung
habe. Die Annahme F. E. Schulze's, dass sich zwischen
Ectoderm und Entoderm der Kalkschwammlarven eine
dünne Lage hyaliner Substanz ausscheide, in welcher
wahrscheinlich zuerst die dünnen, nadeiförmigen Spicula
angelegt würden, ist nach M. hinfällig, da er bereits bei
freischwimmenden Sycandralarven fertige Nadeln in der
geissellosen Schicht nachzuweisen vermochte, und zwar auf
einem Stadium, auf dem noch keine Spur einer hyalinen
Zwischenschicht vorhanden war. Die Schicht der geissel-
losen Zellen würde also (ob ganz oder nur theil weise ?) dem
Mesoderm entsprechen. Nach Constatirung dieser Thatsache,
kann die vollkommene Parallele zwischen den Kalkschwamm-
larven und den Gastrulae der echten Coelenteraten un-
möglich noch länger aufrecht erhalten werden.
An einer andern Stelle (Zeitschr. für wiss. Zool. Bd.
XXXII S. 374—409) entwickelt unser Verf. seine Ideen
über die Morphologie und die Verwandschafts Verhältnisse
der Spongien ausführlicher. Trotz aller Analogie repräsen-
tiren die Spongien einen viel niederen Zweig der Metazoen
als die echten Coelenteraten, bei denen eine parenchyma-
tische Verdauungsweise, wie sie bei Spongien und den
niedersten Würmern (Turbellarien) vorkommt, nicht zu con-
statiren ist. Ento- und Mesoderm sind bei den Schwämmen
nur wenig geschieden und wohl auch insofern verwandt,
als Elemente beider es sind, welche die Verdauung be-
sorgen. Dazu kommt, dass die Geisselzellen des Ento-
derms beim Eintritt einer niederen Temperatur und auch
in d. Natargesch. d. nied. Thieve währ. d. Jahre 1876 — 1879. 617
sonst unter ungünstigen Lebensbedingungen schwinden, jeden-
falls mit Verlust der Geissei ihre charakteristischen Eigen-
schaft einbüssen und die Merkmale gewöhnlicher amö-
boider Pareuchyrazellen annehmen. Die drei Blätter der
Metazocn haben somit bei den Spongien noch nicht den
Grad der Selbstständigkeit und Unabhängigkeit, wie bei
den höher stehenden Thieren erreicht. Wenn man bei
ihnen überhaupt von drei Blättern spricht, so darf man
darunter nicht die scharf abgesonderten Keimblätter der
höheren Thiere, sondern viel weniger fixirte und leicht in
einander übergehende Gebilde meinen. Auch zeichnen
sich die Spongien dadurch aus, dass bei ihrer Entwick-
lung das Mesoderm verhältnissmässig sehr frühe erscheint
und als Matrix des sich später bildenden Entoderms fungirt.
Als primäre Keimblätter könnte man nur die äussere Epi-
dermis und die, so zu sagen, neutrale parenchymatische
Innenschicht bezeichnen, aus der das definitive Meso- und
Entoderm als secundäre Gebilde hervorgingen. Die weitere
Differenzirung dieses Innern Blattes in zwei besondere
Schichten bildet nur den ersten Schritt in der Richtung,
welche von höher stehenden Thierformen weiter und be-
stimmter verfolgt wird. Die niedrigsten Schwammformen
(Ascetta) zeichnen sich in ihrer Entwicklung durch den Mangel
eines Gastrulastadiums und durch die Ausbildung einer
Parenchym Schicht aus und schliessen sich damit eng an
Halisarca, sowie an die meisten übrigen Spongien an. In
den Aquarien können allerdings durch Verdunstung und
dadurch bedingten stärkeren Salzgehalt des Seewassers an
der Pianula eine ganze Reihe künstlicher Invaginations-
erscheinungen auftreten, Erscheinungen, aus denen sowohl
die Gastrula, wie auch die Blastula invaginata leicht abzu-
leiten sind. Auch die niedern Coelenteraten schliessen sich in
dieser Beziehung noch an die Schwämme an; eine Gastrula
erscheint erst bei hr)hern Formen und wird somit erst eine
secundäre Bildung sein. Damit stimmt auch das Vorkommen
einer Pseudogastrula (bei Kalkschwämmen) und das Auf-
treten zweier in topographischer Beziehung ganz verschie-
dener Gastrulaformen (der oralen und aboralen). Alle
diese Verhältnisse gestatten die Annahme der Hypothese,
618 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlieben Leistungen
dass sowohl bei Spongien, als auch bei Hydroiden das
niedrigste freie Stadium, die Blastula, deren Körper nur
aus einer Schicht gleichartiger Elemente gebildet ist, den
Volvocineen und Monadencolonien entspricht, deren einzelne
Elemente ja gleichfalls unter einander vollkommen über-
einstimmen. Es würden dann einzelne Zellen der Ober-
fläche ihre Geissei verlieren, kuglig werden und in die
Tiefe dringen, wie bei Volvox, der Blastula von Ascetta
und vielen Hydroidpolypen, und sich hier vermehren. Die
Verwandlung übersättigter Geisselzellen in amöboide und
das Auswandern von Entodermzellen in das Parenchym
bei Halicasca deutet auf die Möglichkeit hin, dass Nähr-
zellen nach Nahrungsaufnahme ihre gewöhnliche Stätte ver"
lassen und von der äussern Oberfläche in die Innenhöhle
dringen, wodurch Anlass zur Bildung eines besondern, die
Verdauung besorgenden Innenparenchyms gegeben würde.
Eine eigne Magenhöhle hätte sich dann erst unter Ansamm-
lung grösserer Nahrungsmassen differenzirt. Auch eine
fixirte einzige Mundöfi*nung wäre, wie eine Magenhöhle, als
später erworben zu betrachten, indem nämlich die Nahrung
nicht mehr auf vielen Punkten der Oberfläche aufge-
nommen wurde, sondern vielmehr durch eine Oeffnung
der Oberflächenschicht zum verdauenden Parenchym gelangt.
Metschnikoffs russisch geschriebene Untersuchun-
gen über Spongien (Mem. Soc. nouv. Russ. T. IV) sind
Ref. unbekannt geblieben.
Balf our (Quat. Journ. microsc. Sc. Vol. XIX new ser.
1879. pag. 103 — 109 „morphology and systematic position
of Spongidae") betrachtet die Spongienlarven als Ueber-
gangsformen zwischen Protozoen und Metazoen ; sie stellen
nach ihm Protozoencoionien dar, an denen die eine Hälfte
der Individuen — Sycandralarven liegen der Speculation zu
Grunde — zu ernährenden Formen, die andern zu bewegenden
und respirirenden geworden ist; die körnchenreichen amö-
boiden Zellen sind die erstem, die Geisseltragenden die letz-
teren. Wenn die Verdauung der Spongien durch die Zellaus-
kleidung der Canäle und nicht durch die Geisseizellen vor
sich geht, so entsprechen Ento- und Ectoderm der Spon-
gien nicht den ebenso benannten Blättern der übrigen
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 619
Thiere, und die Schwämme würden eine Gruppe für sich
bilden.
Hyatt endlich möchte die Schwämme als eine beson-
dere Haupfcabtheilnng (subkingdom) des Thierreiches be-
trachtet wissen. Proceed. Boston nat. hist.Soc. 1876. Vol. XIX.
In Betreff der Individualitätslehre der Schwämme, die
kaum von der Frage nach der systematischen Stellung
derselben zu trennen ist, erwähnen wir der Ansicht von
Merejkowsky, der zufolge (etudes sur les eponges de
la mer blanche, Mem. Acad. St.-Petersbourg T. XVI p. 13)
die Geisseikammer, wie auch Hyatt es annimmt, mit
dem umgebenden Gewebe als Individuum zu betrachten
sei. Mer. glaubt auch diese Auffassung mit der Annahme
vereinigen zu können, dass die Schwämme Coelenteraten
seien, denn jene Geisseikammern sind nach ihm nicht etwa
einem ganzen Hydroidpolypen zu vergleichen, sondern den
einzelnen, diesen zusammensetzenden Theilen, für die der Verf.
bekanntlich (J. B, 1871 S. 691) gleichfalls eine Individuali-
tät in Anspruch nimmt. Nur insofern würde sich dann ein
Unterschied zwischen den Schwämmen und Hydroiden her-
ausstellen, als bei letztern die Einzelindividuen (Tentakel)
mehr isolirt und nach bestimmten Zahlenverhältnissen an-
geordnet, bei den erstem aber unregelmässig zu einer com-
pacten Masse vereinigt wären.
Dass 0. Schmidt den Schwämmen eine Individua-
lität völlig abspricht, die Spongien für „animalia Imper-
sonalia" erklärt, werden wir bei einer spätem Gelegenheit
(s. Bericht über die Schwammfauna Mexicos) noch weiter
hervorheben.
Carter (Ann. and Mag. nat. bist. 1878 Vol. IV. pg.
374—386) weist darauf hin, dass er schon im Jahre 1857
— also vor Mets chnikoff — Fütterungsversuche mit Farbe-
stoffen an Spongien gemacht habe, wobei es ihm gelungen
sei, die Aufnahme derselben durch die Geisselzellen zu
constatiren. Er bespricht . hierauf die geschlechtlichen
Verhältnisse der Spongien und die Vermehrung mittelst
Gemmulae.
Krukenberg macht in seinen „vergleichend physio-
logischen Studien an den Küsten der Adria" (Heidelberg
Archiv f. Naturg. XXXXVI. Jahrg. 2. Bd. pp
620 Leuckart: Bericht üb. d, wissenschaftlichen Leistungen
1871, Th. I. S. 64—75) Mittbeilungen über die Verdauung
der Spongien und liefert darin den Nachweis, dass ausser
den schon früher aufgefundenen peptischen Enzymen viel-
fach von diesen Tbieren auch solche mit tryptischer
Wirkung erzeugt werden. Rohes Fibrin, welches bei
Suberites domuncula und Chondrosia reniformis in die
Rindenschicht eingesenkt wurde, war nach Tagesfrist
resorbirt, während es in dem Körperparenchym nach 24
Stunden später unverändert aufgefunden wurde. Bei Rin-
denschwämmen dagegen konnte ein Unterschied in der
Verdauungsfähigkeit von Rinde und Marksubstanz nicht
bemerkt werden. Die Aussenfläche ist (Hircinia, Spongelia,
Euspongia) ausser Stande, Fibrin zu verdauen, während
Stücke, die in die Oscula eingebracht wurden (Suberites)
der Resorption unterlagen. Eine saure Reaction war
weder bei Bohrschwämmen, noch bei andern Arten nach-
weisbar. Trotzdem aber vermuthet Verf. eine solche auf
Grund der Beobachtung, dass die nach Zusatz von Alka-
lien entfärbten Schwämme durch Behandlung mit Säuren
wieder ihre normale Färbung annehmen.
Das bei Spongien weit verbreitete rothe Pigment ist
nach Krukenberg (Centralbl. f. med. Wissensch. 1879
Nr. 40) Tetronerythrin.
Carter handelt über die Parasiten der Spongien (Ann.
and Mag. of Nat. bist. Vol. II, pg. 157-172) und zählt
unter diesen ausser gewissen Amphipoden und Cirripedien
auch eine Anzahl Actinozoen und Hydroidpolypen. Die
pflanzlichen Parasiten sind noch viel häufiger und manch-
faltiger, theils Algen und Oscillatorien, theils auch Sapro-
legnien. Zu diesen letztern rechnet Verf. auch die Fila-
mente der Filiferen als Spongiophaga communis, von der
eine Abbildung in Holzschnitt die beiden kugelförmigen
Endanschwellungen zeigt.
Zum Einbetten von Kalk- und Kieselschwämmen
empfiehlt Selen ka (Zool. Anzeiger, 1878, p. 131) Hühner-
eiweiss.
Eine ,, Stammesgeschichte der Spongien" giebt Zittel
(Gratulationsschr. d. philos. Facul. an K. Th. von Sie-
bold, München 1873, 20 pg.). In der Einleitung kommt
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 621
derselbe kurz auf die Ontogenie zu sprechen und empfiehlt
dann folgende Eintheilung der Klasse der Spongien oder
Poriferen :
l)Ordn. :Myxospongiae Haeck. (Carnosa Cart.)
^N ^ -. ^ . „ ((Ceratina Cart.)
2)Ordn.:Ceratospongiae Bronn;, -r, ^ ^.
^ ((rsammonemataC.)
3) Ordn. : Monactinellidae Zittel. Kieselspongien
mit einaxigen Nadeln (Rhaphidonemata, Echinonemata und
Holoraphidota z. Th. Carter)
4) Ordn.: Tetractinellidae Marshall, Kiesel-
spongien mit ankertörmigen Nadeln oder mit den Nadeln
des pyramidalen Typus (Holoraphidota z. Th. Carter.)
5) Ordn.: Lithistidae 0. Schm. (Holoraphidota z.
Th. Carter).
6) Ordn.: Hexactinellidae 0. Schm. (Carter).
7) Ordn.: Calci spongiae Blv. (Calcarea Carter).
Von diesen sieben Hauptordnungen reichen, wie Verf.
im phylogenetischen Theile constatirt, alle erhaltungsfähigen
bis in das paläolithische Zeitalter zurück, namentlich sind
Lithistiden und Hexactinelliden schon in den ältesten Silur-
schichten reichlich vorhanden. Auch sind bei den fossilen
Formen die Ordnungsmerkmale bereits eben so bestimmt
ausgesprochen, wie bei ihren jetzt lebenden Nachkommen;
die Hauptfamilien stehen sich schon von Anfang an schroff
gegenüber. Die Palaeontologie giebt demnach für die
monophyletische Entstehung der Spongien keine Anhalts-
punkte; wir müssen die hypothetischen Stammformen in
vorsilurische Ablagerungen versetzen, die uns bis jetzt keine
organischen Reste lieferten. Auch wird es der Palaeonto-
logie niemals gelingen zu entscheiden, ob der gemeinsame
Ahn aller Schwämme eine den Myxospongien ähnliche oder
eine mit Nadeln versehene Urform gewesen ist.
Von dem schon oben angedeuteten Standpunkte berichtet
W.SavilleKent über die Entwicklungsgeschichte der Spon-
gien (Ann. and Mag. Nat. bist. 1877. Vol. II pg. 139—153,
Tafel 6—7) in einer Weise, die von allem bis jetzt Er-
zielten sehr auffallend abweicht. Nach unserm Verfasser
nämlich sind die sogenannten Wimperembryonen oder Lar-
622 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
ven nicht das Aequivalent einer einzelnen Person, sie sind
vielmehr eine Anhäufung unzähliger Individuen, für die
der Name zusammengesetzte Wimper-Gemmulae (Compound
ciliated gemmules) oder Schwärm-Gemmulae (swarm-gem-
mules) vorgeschlagen wird. Was die übrigen Forscher für
ein einfaches Ei mit amöboider Bewegung gehalten haben,
wird nach der Auffassung Kent's durch fortgesetzte Thei-
lung zu einer ovalen Aggregation von eng an einander
liegenden Kragenzellen, von Gebilden, deren Kragen merk-
würdiger Weise noch von keinem Beobachter gesehen
worden sind (has apparently been overlooked by other
observers), — die aber ganz den Kragen tragenden
Schwamm-Monaden oder Spongozoa gleichen, aus denen der
erwachsene Schwammleib zusammengesetzt ist. Früher
oder später, wenn die Schwamm-Gemmula einen geeigneten
Ort zum Festsetzen gefunden hat, werden Geissein und
Kragen von den einzelnen Monaden eingezogen, es bildet sich
ein Syncytium, und die Verwandlung in einen Schwamm-
stock ist dann bald vollzogen. Niemals ist der „sogenannte"
Schwammembryo eine aus den Furchungskugeln hervorge-
gangene Blastula, wie bei den Metazoen, vielmehr hat jede
Kragenzelle, die ihn zusammensetzt, ihre vollständige eigene
und unabhängige Existenz. Das „sogenannte" Ei mit amöboi-
der Bewegung, welches nach Hae ck el u. A. das unabhängige
Produkt „eines eingebildeten (!)Entoderm- Gewebes darstellt",
ist nach unserm Verfasser nichts als eine metamorpho-
sirte kragentragende Schwamm-Monade, die, nachdem sie
zu einem gewissen Lebensalter gekommen, ihrer Geissei
und ihres Kragens überdrüssig wurde, sie einzog und nun
eine amöboide Lebensweise begann, ganz wie wir es bei
gewissen einzeln lebenden Monaden (Magosphaeraetc.) sehen.
Aehnlich wie die Schwärmgemmulae entstehen auch die
Geisseikammern — nur umgekehrt, d. h. sie sind auch
das Resultat der Entwicklung einer amöboiden Zelle, nur
liegen dieses Mal die Kragen- und Geisselenden der Mona-
den nicht nach Aussen, sondern einem Innern Hohlraum
zugewendet. Aus den beigegebenen Abbildungen kann
man sehen, dass das die einfachste Sache auf der Welt
ist! Man braucht, nach unserm Verfasser, so eine Geissei-
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 623
kammer nur umzudrehen wie einen Handschub, und die
Cilienlarve ist fertig!
Barrois untersucht (Ann. des Sc. nat. Zool. T. III,
Art. 9, 84 Seiten, 5 Tafeln „memoire sur Tembryologie de
quelques eponges de la Manche'') die Entwicklungsgeschichte
einiger Kalkschwämme (Sycandra compressa S., coronata
S. ciliata, Ascandra contorta), von Halisarca, Gummina (?),
Verongia (Aplysina), Isodyctia (Reniera) und Desmacidon
(Esperia). Die Eier entstehen im Mesoderm, zeigen eine
amöboide Beweglichkeit und wandern in das Entoderm
ein, wo sich dann ihre Weiterentwicklung vollzieht. Die
Furchung ist total und regelmässig; nach der 4. Theilung
bildet sich eine Furchungshöhle, die bis zur beginnenden
Metamorphose persistirt. Am vollständig gefurchten Ei
kann man schon sehr deutlich die Zellen, aus denen sich
die Keimblätter der freien Larve entwickeln werden, er-
kennen. Die Zellen der Amphiblastula differenziren sich
mehr und mehr, die einen, lang und durchscheinend, bilden
die vordere Hälfte des Embryo, die andern, abgerundet
und oval, die hintere. Diese dicken Zellen stülpen sich
in die von den vordem Zellen gebildete Hohl-Halbkugel
ein: die Amphigastrula ist fertig. Dies vollzieht sich bei
den untersuchten Arten im Innern des mütterlichen Körpers.
Nach kurzer Zeit aber schwindet dieses Stadium, indem die
sich verlängernden Zellen der vordem Hälfte die Furchungs-
höhle immer mehr reduciren, während die dicken Zellen fort-
während wachsen und am hintern Ende der Larve schliess-
lich eine compakte Masse bilden. In diesem Zustande, in
dem die Einstülpungshöhle oblitterirt, die Furchungshöhle
aber ungemein reducirt ist, verlässt die Larve den elter-
lichen Leib; sie bekommt Geissein an den Zellen der vor-
dem Hälfte und fängt an frei umherzuschwimmen. Wäh-
rend des freien Zustandes wachsen die dicken Zellen
der hintern Hälfte bedeutend; die in der Umgegend des
hintern Poles gelegenen Zellen dagegen verlieren allmälig
ihre Selbständigkeit, während die an den Geissei zellen an-
grenzenden einen regelmässigen Ring bilden, der sehr
wahrscheinlich die Bildungsstätte des Mesoderms ist. Nach
dem Festsetzen, das mit dem hintern Ende geschieht, voll-
624 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
endet die Larve ihre Entwicklung. Die beiden ursprüng-
lichen Keimblätter schliessen dicht an einander, so dass
die junge Spongie keine Spur mehr von einer Furchungs-
oder Invaginationshöhle zeigt. Das Canalsystem ist eine
Neubildung im Mesoderm. Nachdem dasselbe durch Aus-
höhlung entstanden, besteht der junge Schwamm aus zwei
Blättern : einer äussern Lage heller, durchscheinender, kern-
haltiger Zellen mit amöboider Beweglichkeit, Vacuolen und
Poren, dem Ectoderm, und einem Innern Blatte, das eine mehr
körnige, opake Beschaffenheit hat, nur wenig distinkte, zellige
Elemente erkennen lässt und als Ectoderm und Mesoderm
zugleich zu betrachten ist. In ihm bilden sich zuerst Stab-
nadeln, dann später die mehrstrahligen. Bald wird der
junge Schwamm zu einem Cylinder, und die Skeletelemente
nehmen eine reguläre Lage an. Erst jetzt bildet sich das sog.
Osculum, ein Organ, dem Verfasser bei den verschiedenen
Spongien einen sehr verschiedenen morphologischen Werth
beilegt, indem er es bei den einen für ein wahres Oscu-
lum (d. h. einen ausführenden Porus) erklärt, bei andern
aber als gemeinsame Cloaköffnung in Anspruch nimmt.
Was die Entwicklung der beiden Arten von Halisarca (H. lo-
bularis und Dujardini) betrifft, so vollzieht sich diese bei
beiden auf folgende Art. Die Furchung der im Mesoderm
gebildeten Eier ist total, führt aber erst sehr spät zur
Bildung einer Furchungshöhle, die dafür jedoch bis zur Meta-
morphose persistirt und niemals nach Aussen offen ist.
Die Zellen der Blastula fangen erst an sich zu differen-
ziren, nachdem die Larve frei geworden ist. Die des vor-
deren Theils bleiben hell, durchscheinend, während dagegen
die des hintern dick werden und sich pigmentiren. Sie
tragen auch viel kürzere Geissein als die vordem. Später
werden die prismatischen Zellen der hintern Partie unregel-
mässig. Sie verlieren die frühere deutliche Umgrenzung
und vermitteln schliesslich bei beginnender Metamorphose
die Befestigung der Larve. Auch hier besteht der junge
Schwamm aus zwei Blättern, einem geisseltragenden Ecto-
derm und einer Innern Sarcodemasse mit Geisseikammern,
in der sich das Canalsystem anlegt. Die Oscula bilden
sich erst sehr spät an irgend einer beliebigen Stelle. Von
u d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ, d, Jahre 1876—1879. 625
der fraglichen Gumminee konnte nur constatirt werden,
dass der Gang der Entwicklung mehr mit dem der Kalk-
schwämme, als mit dem von Halisarca übereinstimmt. Bei
ihr glaubt Verfasser auch ein achtes Gastrula-Stadium be-
obachtet zu haben. Bei Verongia macht die Undurchsich-
tigkeit der in der reifen Spongie nesterweise zusammen-
liegenden Eier die Untersuchung sehr schwer. Indessen
hat es den Anschein, als wenn von allem Anfang an in
der Beschaffenheit der Furchungskugeln eine Differenzirung
auftrete, die zunächst in der Färbung sich kund thut.
Wenn das Ei schliesslich aus einer grossen Masse sehr
kleiner in einer Lage stehender Zellen besteht, dann er-
kennt man einen von rothen Elementen gebildeten Abschnitt,
in dem die Zellen keine Geissein tragen, während um sie
herum ein Kranz verlängerter Geissein steht. Während
letztere nun immer stärker sich entwickeln, platten die
rothen Zellen sich ab. Am entgegenstehenden Pole da-
gegen verlängern sich die Zellen, bis sie unter Verlust
der Geis sein zu einer Art Papille werden. In dem auch
bei gewissen Kieselschwammlarven vorkommenden gefärbten
Abschnitt möchte B. mit Metschnikoff das Homologon
der grossen Zellen der Kaikschwamm-Embryonen sehen.
Uebrigens ist dieser hintere Abschnitt bei den Embryonen
der Kieselschwämme viel entwickelter, als bei denen
der übrigen Spongien, indem er — obwohl erst später
angelegt — das ganze Innere ausfüllt. Im Umkreis
desselben ist eine Geisseikrone vorhanden, welche viel-
leicht mit dem Munde einer Gastrula verglichen wer-
den kann. Das Ectoderm der Larve besteht aus einer
dünnen Lage von Geisseizeilen, die bis auf den vordem
Abschnitt einen continuirlichen Mantel bildet. Erst bei der
Weiterentwicklung durchbricht die, vom hintern Abschnitt
stammende, Innenmasse diesen Exodermmantel. In der Regel
geschieht solches am hintern Pole, bisweilen auch an an-
derer Stelle. In allen Fällen aber bezeichnet die Durch-
bruchstelle zugleich die Auheftungsstelle , bei der Reniera
gewöhnlich den vordem, bei der Esperia dagegen den hin-
tern Pol. Die eben festgesetzte Spongie besteht aus zwei
Blättern, dem Exoderm und einer Innern Sarcodemasse
626 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
mit den Sceletelementen, in der bald auch die Geissei-
kammern auftreten. Diese innere Masse entspricht einer
Vereinigung (richtiger einer noch nicht vollzogenen Tren-
nung) von Ento- und Mesoderm. Das Canalsystem höhlt
sich zwischen den Geisseikammern aus. Die Oscula sind
den Poren homolog. Die Hornfasern stammen vom Ecto-
derm und bilden sich nach Anheftung der Larve, aber
viel später als die Nadeln.
Halisarca Dujardini ist nach Metschnikoffs Unter-
suchungen („Spongiologische Untersuchungen", Zeitschr. f.
wiss. Zool. Bd. XXXII S. 349-387. T. XX— XXIII) herma-
phroditisch. Sie kommt in Neapel in zwei verschiedenen
Varietäten vor, von denen die eine mehr in der Tiefe lebt
und doppelt so grosse Larven erzeugt als die zweite,
welche mehr an der Oberfläche des Wassers gefunden wird.
Auch die Zeit der Geschlechtsreife scheint eine verschie-
dene zu sein, indem die zweite meist im Mai geschlechts-
reif wird, zu einer Zeit, in der die erste schon so weit
vorgeschritten war, dass sie nur noch ganz fertige Lar-
ven enthielt. Das Ei ist Anfangs von den gewöhnlichen
feinkörnigen Elementen des Mesoderms nicht zu unterschei-
den. Es charakterisirt sich zunächst durch stärkeres Her-
vortreten des Kernkörperchens und Abstumpfung der Proto-
plasmaausläufer, lässt sich aber erst dann mit voller Sicher-
heit erkennen, wenn es eine beträchtlichere Grösse erreicht
hat. Während des Wachsthums füllt sich das feinkörnige
Protoplasma mit regelmässig vertheilten gröberen Körnchen.
Gleichzeitig treibt das Ei eine Anzahl keulenförmiger,
radienartig dem runden Zellkörper anliegender Fortsätze,
die aber lediglich protoplasmatischer Natur sind und bei
der Reifung sich wieder einziehen. Eine besondere Mem-
brana fehlt; das Ei (aber nur das reife) liegt, wie die Samen-
drüse, in einer Endothel- Membran. — Bei dem totalen,
nicht ganz regelmässigen Zerklüftungsprocesse sind die
ersten vier Zellen noch ziemlich unter sich gleich; später
kann man grössere und kleinere, radienartig um die
Furchungshöhle gruppirte Elemente unterscheiden. Nach-
dem sich die Segmentationshöhle erst verkleinert, dann
wieder vergrössert hat, sind in ihrem Innern bereits die
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jabrc 1876—1879. 627
Zellen des zweiten Blattes bemerkbar. Ihr Eindringen
bat sich der Beobachtung entzogen, indessen dürfen die-
selben wohl als Einwandrer vom Blastoderm her an-
zusehen sein. Invagination oder etwas derartiges war
nicht aufzufinden. Auf Durchschnitten gehärteter Em-
bryonen erscheinen die Zellen in Form von Rosetten.
Ihre Zahl wächst so rasch, dass sie bald die ganze Seg-
raentationshöhle ausfüllen. Die schwärmreife Larve hat
ein geisseltragendes, aus Cylinderepithelzellen gebildetes
Ectoderm, das in zwei Abschnitte getrennt • ist. Der
vordere, der grösser ist und fast die ganze Oberfläche
einnimmt, besteht aus cylindrischen kernhaltigen Geissel-
zellen, mit einer Körnchenmasse unterhalb der Kerne, der
hintere dagegen, der das kleinere Schlussstück bildet aus
dickeren, gleichmässig von Körnchen durchsetzten Geissei-
zeilen. Das Innere ist vollkommen von Zellen erfüllt, welche
zu Rosetten zusammengetreten sind. Die Larve ist einfach
zweiblätterig. Bei der Verwandlung wird die verlängerte,
meist lateral zusammengedrückte Larve platt-scheibenförmig.
Beim Festsetzen nimmt sie öfters auch die Gestalt einer
Chinesenmütze an. Wahrscheinlich geschieht die Anheftung
mit dem hintern, aus dickern Geisseielementen bestehenden
Körperpole. In diesem ersten Stadium der Metamorphose
verth eilen sich die Körnchen gleichmässig im Protoplasma
der Ectodermzellen. Die rosettenförmigen Zellengruppen
werden dabei durch eine Zwischenmasse getrennt, deren
feinkörnige Elemente ihrem Bau nach mit den amöboiden
Zellen des Mesoderms übereinstimmen und als solche
zu deuten sind, da sie als Derivate der Ectodermzellen
ihren Ursprung nehmen. Bei der Weiterentwicklung ver-
ändern sich die Geisseihaare zu langsam kriechenden Fort-
sätzen, die sich schliesslich einziehen. Auch die Grenzen
der Ectodermzellen werden undeutlich, lassen sich aber
durch Zusatz P/o Höllensteinlösung immer noch nachweisen.
Bei der Weiterentwicklung wird die äussere Schicht des
Ectoderms fester und in eine Pseudocuticula umgewandelt.
Die unterliegenden Zellen, die nach der Peripherie proto-
plasmatische Ausläufer entsenden, werden durch Ansamm-
lung einer homogenen wasserhellen Intercellularsubstanz
628 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftliclien Leistungen
von einander getrennt. Auf diesem Stadium verharrt der
junge Schwamm ein paar Tage mit dünnem Ectoderm und
mächtigem Mesoderm. In letzterm bilden sich dann die
Canäle aus angehäuften feinkörnigen Mesodermzellen, ohne
dass dieselben Anfangs mit der Aussenschicht in Zusammen-
hang stehen. Sie entstehen auch sonst als isolirte Bildun-
gen, die erst später zu einem System sich vereinigen. Es
bildet sich mithin bei H. Dujardini eine Keimblase, deren
Zellen sich einzeln ablösen und in die centrale Höhle
einwandern, um dort das sogenannte Mesoderm zu er-
zeugen.
In demselben Aufsatze veröffentlicht Verf. auch Ent-
wicklungsgeschichtliches über Kalkschwämme, zunächst über
Ascetta primordialis. Die aüfangs kleine Segmentations-
höhle wächst hier zu grossen Dimensionen aus und ist
von einer einschichtigen, bald Geissein erhalteuden Keim-
schicht umgeben. Während die Planula noch im Mutter-
leibe verweilt, dringen einzelne Zellen von der Peripherie
in ihr Inneres. Am untern Ende sammeln sich auffallend
grosse und körnerreiche Zellen mit rundem glashellen Kerne.
Daneben finden sich im ganzen Hohlräume vertheilt kleinere,
an Körnchen ärmere Zellen, die ebenso, wie die erste-
ren, als Derivate der Geisselzellen anzusehen sind, obwohl
es nicht gelang, den Uebergang direct zu beobachten.
Die noch nicht ausgeschwärmte Planula zeigt also dreier-
lei Elemente, ein geisseitragendes Ectoderm und in der
Furchungshöhle zweierlei Zellen, von denen die grössern,
körnerreichern als Mesodermzellen, die kleinern, körner-
ärmern als Entodermzellen gedeutet werden können. Bei
der Weiterentwicklung der ausgeschlüpften Larve vermehren
sich zunächst die Innern Elemente, meist besonders die
grösseren Zellen, doch machen sich dabei auch mancherlei
individuelle Verschiedenheiten geltend. Im letzten Planula-
stadium erscheinen die Zellen des Ectoderms dicker und
kürzer und mit regelmässig angeordneten Protoplasma-
körnchen. Das erste Stadium des festgesetzten Schwammes
unterscheidet sich von der Planula durch rundlichere Form
und Abwesenheit der Geissein. Wenn später das Ecto-
derm sich abgeplattet hat, dann besteht die eine Hälfte
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 629
aus cylindrischen, die andere schon aus flachen Epithel-
zellen. Im Innern vereinigen sich die beiden Zellenformen
zu einem vom Ectoderm durch einen weiten Zwischenraum
getrennten Ganzen. Sehr ähnlich verläuft die Entwicklung
bei Ascetta blanca, nur dass sich im Innern der Planula
hier bloss eine Zellenform mit wenigen Körnchen findet. Ein
Gastrulastadium kommt bei Ascetta nicht vor, indem die
Zellen der Innenschicht zu einem parenchymartigen Haufen
zusammentreten, nie aber eine epithelförmige innere Blase
bilden. Bei den altern Larven von Sycandra, auf deren
Entwicklung M. seine Untersuchungen gleichfalls ausdehnt,
findet sich in der hintern geissellosen Hälfte ein Hohlraum,
der den ganzen Abschnitt in zwei Theile sondert und
oft bedeutende Dimensionen annimmt, bisweilen aber fast
ganz von kleineren Zellen ausgefüllt ist. Die Aussen-
schicht bildet eine dünne Epithellage. Da sich in dem
inneren Zellenhaufen öfters mehrere Nadeln finden, kann
man denselben als Mesoderm deuten. Die Einstülpungs-
stadieu sind leicht zu beobachten. Schliesslich verschwin-
den Blastoporus und Invaginationshöhle vollkommen, und
die Larve wird zu einem compacten Körper mit einer ober-
flächlichen Schicht platter Ectodermzellen und einem Haufen
verschieden grosser Zellen im Innern. Das homogene Ecto-
derm verlängert sich in conische Ausläufer, die in Folge
mechanischer Reize alsbald eingezogen werden, wobei
die Contouren der Ectodermzellen deutlich hervortreten.
Die Nadeln bilden sich im Protoplasma von Mesodermzellen.
Leucandra aspera entwickelt sich sehr ähnlich. Die Flimmer-
larve ist eine Amphiblastula, auf die später ein Gastrula-
stadium und ein mundloses Kugelstadium folgt. Die Ent-
wicklung der Kalkschwämme geht somit nach zwei Typen
vor sich, von denen der erste durch Ascetta, der andre durch
Sycandra, Leucandra und Ascandra repräsentirt wird.
lieber die Entwicklung von Halisarca lobularis
macht F. E. Schulze in der zweiten Mittheilung seiner
reichhaltigen Untersuchungen „über den Bau und die
Entwicklung der Spongien'^ (Zeitschr. f. wissensch. Zool.
Band XXVIII, S. 1~48, Tafel I-V) ausführliche An-
gaben. Die Entwicklung vollzieht sich bis zur Aus-
630 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftliclieu Leistungen
bildung der kleinen Larven im mütterlichen Mesoderm und
zwar in besondern vonEndotlielzellen ausgekleideten Höhlen.
Die beiden ersten Furchungskugeln können gleich gross
oder sehr ungleich sein. Bis zum 8. Stadium liegen alle
Furchungskugeln in einem compakten Haufen beisammen, und
erst bei 16 Furchungskugeln tritt eine centrale Furchungshöhle
auf. Nun vermehren sich die Zellen rasch durch Theilung,
wobei sie durch seitliche Compression allmälig zu schmalen
Cylindern werden, die einschichtig um einen mit Eiweiss-
reicher Flüssigkeit gefüllten Hohlraum liegen. Am äussern
Ende tritt an jeder Zelle eine lange Geissei auf, während
sich am hintern Drittel ein braunrothes Pigment ansammelt.
Die Geissein der vordem zwei Drittheile stehen radiär, die
des hintern sind schräg angedrückt und bilden am hintern
Pol einen Schopf. Die jungen Schwämme, deren Anhef-
tung sich der Beobachtung entzog, haben ein einschichtiges,
aus einfachen Plattenzellen bestehendes Ectoderm, das
auch in die Vertiefungen und Einstülpungen der Ober-
fläche eindringt und ganz besonders hier mit Geissein ver-
sehen ist. In dem darunter liegenden Gallertgewebe, dem
mit amöboiden Sternzellen versehenen Mesoderm, finden
sich die Geisseikammern, die zuweilen in Verbindung mit
den eingestülpten Vertiefungen des Ectoderms gesehen
wurden.
Die Furchung bei Chalinula fertilis ist nach Keller
(Zeitschr. f. wiss. Zool. Bd. XXXHl, S. 332-342, Tafel
XVni — XX ^,Studien über Organisation und Entwicklung
der Chalineen") eine rasch verlaufende totale, aber inäquale.
Schon nach der zweiten Theilung tritt der Vorbote einer
künftigen Sonderung in Ento- und Ectoderm auf, indem
3 kleinere Zellen die Basis einer Kugeipyramide bilden,
auf der eine vierte, bedeutend grössere helle ruht Die erstem
sollen die Stammzellen des Ecto-, die letztere die des
Entoderms sein. Der weitere Furchungsprocess verläuft
nun im zukünftigen Ectoderm rascher, als im Entoderm,
so dass z. B. auf einem Stadium mit 14 Furchungszelleu
das Ectoderm aus 12, das Entoderm dagegen aus nur 2
schon stark von jenen umwachsenen, grossen Furchungs-
kugeln besteht. An dem Embryo, der zu keiner Zeit
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 631
eine Fiirchungshöhle besitzt, zeigt sich oberflächlich ein
deutlich umgrenztes, aus grösseren Zellen bestehendes Feld,
das dem nicht vollständig umwachsenen Entoderm ange-
hört und später zum hintern, dem Urmunde entsprechen-
den Pol der Larve wird. Auf diesem Stadium ist die
Larve eine Gastrula mit unvollkommener Invagination des
Entoderms, bei welcher der Urmund durch einen Dotter-
pfropf verschlossen ist. Noch im mütterlichen Mesoderm
streckt sich der Embryo zu einer ovalen Larve, deren
cylindrische Ectodermzellen eine helle oder einfache Schicht
bilden und Geissein hervortreiben. Die oberflächlichen
Zellen des Dotterpfropfs sind anfangs ohne Geissein. Das
primäre Entoderm zerfällt nun in eine peripherische Lage
(bleibendes Mesoderm) und in eine centrale (bleibendes
Entoderm), welcher Vorgang sich durch das Auftreten der
stets peripherisch liegenden in Zellen entstehenden Kie-
selgebilde bemerkbar macht. Am Urmundrand treten diese
zuerst und an allen Punkten gleichzeitig auf; hier ist dem-
nach die Stelle, wo das Mesoderm sich zuerst differenzirt.
Das bis dahin gleichmässig vertheilte gelbbraune Pigment
sammelt sich bei den Larven, die nicht aus dem Osculum,
sondern aus den grösseren Desmalostien austreten, am
Entodermpropf. Die Mutterschwämme gehen nach der Ge-
burt der Larven, welche mit dem vordem spitzen Pol die
Endothelkapsel durchbrechen, rasch zu Grunde. Die Zellen
des Larven-Ectoderms und der oberflächlichen Lage des
am hintern, abgeflachten Pole zu Tage tretenden Entoderms
sind mit Geissein von gleicher Beschaffenheit versehen, nur
dass dieselben an letzterm Blatte bloss temporär sind und
vor dem Festsetzen verschwinden. Während des Freilebens
bildet sich am hintern Pole, der respiratorisch funktioniren
soll, eine napfförmige Vertiefung, die Verf. als Andeutung
einer primitiven Magenhöhle betrachten möchte. Das Fest-
setzen erfolgt normal am zweiten und dritten Tag, und wird
dadurch vorbereitet, dass die Larven, unter Verlust der Geis-
sein am hintern Pole, sich in einer zur Längsachse senk-
rechten Richtung stark abflachen. Als Anheftungsstelle
fungirt eine der Breitseiten, die somit zur Basis des künf-
tigen Schwammes wird. Sobald die Befestigung stattge-
632 Leuckart: Bericht üb. d, wissenschaftlichen Leistungen
funden hat, verschwinden die Geissein des Ectoderms,
dessen Zellen dabei unter gleichzeitiger Abflachimg in ein
sehr contractiles Epithellager übergehen und den von Ecto-
derm entblössten Pol vollständig umfliessen. Der pigmen-
tirte Pol der ca. 1 mm breiten jungen Spongie ist ver-
schwunden. Die Innenmasse, die aus einem nadelfreien
Entoderm und einem mit Kieselnadeln ausgestatteten Meso-
derm besteht, erscheint wieder gleichmässig gefärbt; das
Ganze wird von einer einschichtigen Lage platter, contracti-
1er, farbloser Ectodermzellen überzogen. Nach der Fest-
setzung sind unter normalen Verhältnissen an den jungen
Schwämmen zunächst keine Veränderungen zu beobachten.
Nur in der Mitte des Fladens kommt es zur Erhebung eines
kegelförmigen, soliden Zapfens. Am Ende des dritten,
sicher zu Anfang des 4. Tages vereinigen sich hier und
da im Innern des Schwammes einzelne intensiver gefärbte
Entodermzellen zu geschlossenen Zellengruppen, die dann
etwas auseinanderweichen und Blindcanäle bilden, welche
nach einem inzwischen entstandenen, centralen Hohlraum
(Anlage des Magenraumes) durchbrechen und die Geissei-
kammern in erster Anlage darstellen. Am fünften Tage öffnet
sich der Centralraum nach Aussen. Es entsteht ein deut-
liches Osculum und mit demselben gleichzeitig auch eine
Anzahl von Hautporen.
Nach M. Ganin (Zoolog. Anzeig. 1878 S. 195-199)
wird das Ei von Spongilla nach totaler äqualer Furchung
zu einer Morula. Diese verwandelt sich, indem die peri-
pherischen Zellen sich schneller vermehren und kleiner
werden, als die grössern Innern Zellen, in einer zwei-
blättrigen (mit Ectoderm und primärem Entoderm ver-
sehenen) Embryo. Gleichzeitig bildet sich durch Auflösung
einiger centraler Zellen eine embryonale Centralhöhle, die
Magenhöhle, die während der Embryonalentwicklung und
des freien Larvenlebens geschlossen bleibt. Die Zellen
der inneren, die Magenhöhle unmittelbar begrenzenden
Lage des primitiven Entoderms differenzireu sich sehr
bald zum definitiven Entoderm, während der Rest in das
Mesoderm der Larve sich umbildet, dessen Zellen sehr
bald die Spicula in sich entwickeln. Die ovale, frei-
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 633
schwimmende Larve hat ein aus Geissel-Cylinderzellen
gebildetes Ectoderm, ein aus runden, amöboiden Spindel-
zellen bestehendes Mesoderm und ein Entoderm, das eine
einfache Schicht flacher, polygonaler Zellen darstellt. Am
hintern, spitzen Larvenpol sammeln sich die Mesoderm-
zellen zu einer dicken Masse, die ein Drittel bis halb so
lang ist, wie die ganze Larve, und das skelettogene Ge-
webe abgiebt. Im vordem hellen Larventheil liegt die
grosse allseitig geschlossene Magenhöhle. Zwischen Ecto-
und Mesoderm ist ein deutlicher Zwischenraum, die Leibes-
höhle nach Ganin. Nach der Befestigung, die sich mit-
telst der Ectodermzeilen, des hinteren Poles vollzieht, flacht
sich die Larve zu einer Scheibe ab, in der die durch
starke Wucherung des Mesoderms veränderte Centralhöhle
zur bleibenden Magenhöhle sich umwandelt. Die Entwick-
lung der Geisseikammern, die in grosser Zahl gleichzeitig
im Mesoderm auftreten, geschieht durch Entodermaussttil-
pungen, indessen entstehen die Geissein erst nach Bil-
dung der Mundöffnung, die durch Auseinanderweichen
der Meso- und Entodermzellen ihren Ursprung nimmt,
aber nicht direct nach Aussen durchbricht, sondern in
eine besondere Höhle (Leibeshöhle) einmündet. Nach
Auftreten dieser Mundöffnung, deren Känder nicht mit
den Ectodermzeilen verschmelzen sollen, bilden sich auch
die sogenannten Ingestionsöffnungen, die der erstem ganz
homolog sind. Aus dem Ectodermblatt entsteht die Epi-
dermis, aus dem Entoderm der einschichtige Ueberzug der
inneren Oberfläche aller innern Höhlungen, der Canäle (die
Leibeshöhle ausgenommen), der äussern Oberfläche der
verschiedenen Mesodermsepten, Balken etc. Das Mesoderm
ist ein einfaches Bindegewebe mit zahlreichen zelligen
Elementen und einer geringen Menge structurloser, gallertiger
Zwischensubstanz. Bei Verschmelzung verschiedener Spon-
gillen kommt es nie zur Bildung eines von Ectoderm be-
kleideten Intercanalsystem.
Dieser vorläufigen Mittheilung lässt Ganin später
eine ausführliche, russisch geschriebene Abhandlung (War-
schau 1879, 83 pg. mit 7 Tafeln) folgen, die Ref. nicht
zu Gesicht gekommen ist.
634 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
Die Larven von Aplysilla sulfurca sind nach F.
E. Schulze (Zeitschr. für wiss. Zool. Bd. XXX, S. 215)
unregelmässig', von eiförmiger Gestalt und während ihres
Aufenthaltes im elterlichen Körper in Mesodermkapseln
eingeschlossen. Mit langen feinen Geissein bekleidet, setzen
sie sich aus einer, von radiär gerichteten, schmalen und
einschichtig angeordneten Zellen gebildeten Rinde und
einem gallertartigen Gewebe zusammen, das darin ein-
geschlossen ist. In der hyalinen, sulzigen Grundsubstanz
dieses Gewebes liegen zahlreiche, sternförmige Zellen
ziemlich gleichmässig vertheilt; die äussern liegen etwas
radiär und verbinden sich mit den basalen Enden der
äussern Geisselzellen durch ein oder zwei Fortsätze. Bei
altern Larven kommen zwischen diesen Zellen noch
solche von unregelmässig runder Form ohne Fortsätze vor,
die den amöboiden hellen Zellen der ausgewachsenen
Spongie vollkommen gleichen.
Die Furchung der Eier der Spongelien (F. E. Seh ulze,
Zeitschr. f. wiss. Zool. B. XXXII S. 117—157, Taf. V- VIII,
Untersuchungen u. s. w., sechste Mittheilung) ist eine totale,
und die Theilung der Elemente erfolgt in zwei, scheinbar
wenigstens, gleiche Hälften. Eine Furchungshöhle war
nicht wahrnehmbar ; es wird eine wahre Morula gebildet.
Weiter wurde noch die reife Flimmerlarve beobachtet. Sie
ist von cylindrischer Form, am einen Ende mit convexer
Abrundung, am andern, intensiv brauDroth pigmentirten,
flach eingezogen. Die Lage der schmalen Geisseizellen
umschliesst eine compakte centrale Gewebsmasse, welche
ganz dem gallertigen Bindegewebe höherer Thiere gleicht.
Die Färbung der Geisseizellen am concav eingezogenen
Ende rührt von kleinen, braunrothen Pigmentkörnchen her,
die im Endtheil der Zellen liegen. Jeder Zelle des Epi-
thels kommt nur ein Geisselhaar zu. Eine Greuzmembran
zwischen Cylinderepithel und centraler Binuenmasse konnte
nicht nachgewiesen werden. Die innere Substanz besteht
aus einer hyalinen, allenfalls gegen das Centrum hin ein
wenig getrübten Gallerte mit verschieden geformten, darin
eingebetteten Zellen. Im Innern sind letztere unregel-
mässig sternförmig, unter dem Geisselepithel cylindrisch
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 685
oder schwach sanduhrförmig und rechtwinklich zur Ober-
fläche gestellt mit Enden, die beiderseits in Faserbtindelchen
auslaufen.
Seine fünfte Mittheilung „über Bau und Entwicklung
der Spongien" widmet F.E.Schulze (Zeitschrift für wis-
senschaftl. Zoolog. Bd. XXXI, S. 262—295, Taf. XVIII
u. XIX) der Metamorphose von Sycandra raphanus. Die
eben frei gewordene Flimmerlarve ist von einer ei- oder
eichelförmigeu Gestalt. Ihre obere Hälfte wird aus radiär
gerichteten hellen und prismatischen Geisselzellen gebildet,
während die untere, die den Kelch der Eichel darstellt,
aus etwa 30 breiten, stark vorgewölbten dunkelkörnigen
Zellen sich zusammensetzt. In der Mitte des Larvenkör-
pers zeigt sich eine kleine runde Furchungshöhle, deren
Wand in der obern Hälfte von den bräunlich pigmentirten
Innenflächen der Geisselzellen, unten aber von den Körner-
zellen gebildet wird. Indem der untere Theil der Furchungs-
höhle sich aufbläht, geht dieselbe in eine Birnform über. Dar-
auf Verbreiter!; sich der äquatoriale Durchmesser der Larve
unter Abflachuug der Geissei- und (in geringerem Grade)
auch der Körnerzellen. Die Larve wird planconvex mit
einem aus 15 — 16 Körnerzellen bestehenden Ringgürtel.
Die Randzellen biegen sich nun um die in den plancon-
vexen Körnerzellenkelch sich einstülpende Geisselzellenlage
dergestalt nach innen um, dass sie schliesslich allein
die weite Älündung der jetzt eine wahre Gastrula darstel-
lenden mützenförmigen Larve bilden und begrenzen. Das
Geisselzellenblatt legt sich darauf dicht an die Innenseite
des Körnerzellenkelchs, während die Randzellen, in der
Richtung der Invaginations-Oeffnung radiär nach innen
wachsend, letztere bedeutend verengen. Später setzt sich
die Larve mit dem Gastrulamund fest, wobei die Rand-
zellen eine Anzahl unregelmässiger, hyaliner Fortsätze
oder einen continuirlichen hyalinen Saum bilden. Gleich-
zeitig verschliessen sie nach innen wachsend den Gastrula-
mund. Während nun in der so geschlossenen Invagina-
tionshöhle die Zellen des Geissellagers sich verkürzen und
ihre Färbung in etwas einbüssen, werden die 28—32 Körner-
zellen der äussern Lage nicht bloss unter starker Ausdeh-
Archiv für Naturg. XXXXVI. Jahrg. 2. Bd. QQ
636 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
nung heller, sondern gehen nach innen auch in eine hya-
line, zwischen den beiden concentrisch sich umschliessen-
den Keimblättern gleichsam eine helle Grenzschicht bildende
Substanz über. In dieser entstehen zuerst die Skeletele-
mente in Gestalt zarter tangential liegender Stäbchen,
die sich allmählich verlängern und dabei zwischen und
in die Zellen der äusseren Lage hineinwachsen. Unter
Streckung der Larve in einer zur Basis senkrechten Rich-
tung vermehren sich sodann die Zellen der äusseren Lage,
bis sie schliesslich, während zwischen ihnen gleichfalls
eine helle Substanzmasse auftritt, ihre Grenzen völlig ein-
büssen. Die Skeletelemente vergrössern ihre Zahl und ändern
ihre Form, indem neben den einfachen stabförmigen Nadeln
jetzt auch zahlreiche dreispitzige auftreten. Am obern Ende
der Larvenröhre weichen die Zellen der inneren Lage
auseinander, bis die äussere Gewebsschicht durchbrochen
wird. Auf diese Weise entsteht das bleibende Osculum,
und gleichzeitig bildet sich auch an der Seitenwand eine An-
zahl kleiner Löcher, die Pori. Die Cylinderzellen der Innen-
lage treiben Geissein und erhalten den charakteristischen
Kragen. Am Rande des flachen Oscularfeldes entstehen
ausser symmetrisch angeordneten Vierstrahlern auch zahl-
reiche, einen Röhrenkranz bildende Stabnadeln und end-
lich in der Basalpartie der äussern Gewebslage mit
Widerhaken versehene Keulennadeln, und der junge Olyn-
thus ist fertig. Die Radialtuben bilden sich als Ausbuch-
tungen des Magenraumes, in die sich die Lage der Kragen-
zellen hineinschlägt. Aus diesen Beobachtungen folgt, dass
der Körper der Spongien ebenso, wie derjenige aller Meta-
zoen, aus zwei diiferenten Zellenlagen oder Keimblättern her-
vorgeht, einem Entoderm und Ectoderm, welches letztere sich
sodann in ein secundäres Entoderm und ein Mesoderm trennt.
0. Schmidt wendet sich (Arch. f. micr. Anat. Bd. XII,
S. 550— 556) gegen die Ansichten, welche Ha e ekel über die
Entwicklung der Kalkschwämme ausgesprochen hat, und
betont, dass es ihm so wenig wie Goette habe gelingen
wollen, ein Gastrula-Stadium bei denselben aufzufinden.
Dabei konnte Goette zahlreiche Larven des Amphibla-
ötula-Stadiums (Haeckel) beobachten, die in ihrer Körner-
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 637
Zellenhälfte bereits fertige Skeletelemente zeigten, was
eine Bestätigung der Metschnikoff'schen Ansicht ist;
denn dass diese Nadeln etwa mit invaginirt würden, dürfte
wenig wahrscheinlich sein. Bei Untersuchung des von
Ha e ekel selbst erhaltenen Materiales erwiesen sich die
jüngsten festsitzenden Stadien von Ascandra variabilis und
von Ascetta coriacea auch nicht als Olynthusformen, da sie
des Osculums entbehrten, das erst später durch Durchbruch
der centralen Höhlung nach Aussen gebildet wird.
Zum Theil hieran anknüpfend veröffentlicht 0.
Schmidt weiter (ebendas. Bd. XIV, S. 249—263, Taf.
XV u. XVI.) die Resultate, zu denen er durch Untersuchung
der Larvenstadien von Ascetta primordialis und Ascetta
clathrus gekommen ist. Die Beobachtungen, auf welche
Verf. verweist, beginnen alsbald mit dem Blastulastadium
und knüpfen an Larven an, welche eine eiförmige Gestalt
besitzen, etwas plattgedrückt sind und einen Mantel geissel-
tragender Cylinderzellen aufweisen, der eine grosse, von
eiweissartiger Flüssigkeit erfüllte Furchungshöhle ein-
schliesst. Am Vorderende, das den stumpfern Eipol ein-
nimmt, sind die Geisselzellen etwas schlanker. Die ersten
Veränderungen vollziehen sich am hintern, spitzen Pol,
indem die Zellen hier unter Auflockerung an Breite zu-
nehmen und sich mit ihren Kuppen etwas mehr nach
Aussen vorwölben. Dabei verbreitert sich eine dieser
Zellen (aber nie die Polzelle selbst) unter Einziehung der
Geissei und Verkürzung des Längsdurchmessers auf das
Dreifache und erhält einen grobkörnigen Inhalt. Eine
gleiche Veränderung erleiden sodann zwei benachbarte
Zellen, die aber stets derselben Seite angehören, also nicht
etwa rechts und links daneben gelegen sind. Die ver-
grösserte Zelle tritt dann nach Innen in die Furchungs-
höhle und wird zur ersten Entodermzelle. Nachdem die
in Folge dessen im Ectoderm entstandene Lücke sich ge-
schlossen hat, wiederholt sich die Umwandlung und Ein-
wanderung an den benachbarten Ectodermzellen. Ob dieser
Vorgang bloss an einer Stelle sich vollzieht, konnte Verf.
nicht feststellen, doch ist es ihm wahrscheinlich, da er
an einer andern Stelle Aehnliches nie beobachten konnte.
638 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
Die eingewanderten Zellen ordnen sich übrigens nicht zu
einem regelmässigen Lager, einem eigentlichen Entoderm.
Nach 48—72 Stunden fixiren sich die Larven in Gestalt
platter, unregelmässiger Fladen. Die Ectodermzellen ziehen
dann ihre Geissein ein und fangen an zu verschmelzen. Das
jetzt zu Stande gekommene Protoplasma (Syncytium) ver-
längert sich in feine Fortsätze, die zum Theil direct aus
Ectoderm-Geisseln hervorgegangen sein mögen, wie wenig-
stens dadurch wahrscheinlich wird, dass Verf. derartige zu-
fällig losgelöste Fortsätze sich in Geissein verwandeln sah.
Die Fortsätze können eingezogen werden, wobei die junge
Spongie ihren Rand abrundet. Auch die verwischten Zell-
konturen werden wieder deutlich, aber es stellt sich dabei,
merkwürdig genug, eine Abnahme in der Zahl derselben
heraus, so dass nichts übrig bleibt, als die Annahme, es
möchten mehrere ursprüngliche Geisselzellen zu den grossen
amöboiden Aussenschichtzellen geworden sein. Schmidt
glaubt jedoch nicht, dass aus diesem larvalen Ectoderm
die Plattenzellenschicht der jungen Spongie hervorgehe,
da diese in ihrer Gesammtheit zu wenig massenhaft erscheine,
als dass man gegenüber der larvalen Cylinderschicht an
eine Homologie des Inhalts denken könnte. Unter solchen
Umständen erscheint es ihm nicht unwahrscheinlich, dass
das Syncytium der sesshaften Form auf die umgewandelte
Cylinderzellenschicht der freien Larve hinweise. Die Ent-
wicklung der zweiten Art (Ascetta clathrus) stimmt mit
der von Ascetta primordialis vollkommen überein. Eine
frühere Meinung des Verfassers, der zufolge sich bei den
Larven jener das grüne Pigment nur oberflächlich, wie
eine Ausscheidung, auf den Cylinderzellen befände, hat
sich als irrig herausgestellt, da dieses Pigment über und
durch die ganze Zelle verbreitet, ja besonders in deren
centralwärts gelegenem Theile angehäuft ist. Unser Verf.
macht weiter darauf aufmerksam, dass bei gequetschten
Larven das Hinterende leicht platzt und dann oftmals eine
Anzahl eingewanderter Zellen hervortreten lässt — eine
Erscheinung, welche leicht einen normalen Gastrulazustand
vortäuschen könne und vielleicht Haeckel's Auffassung
erklärlich mache.
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 639
Die Beobachtungen C. Keller's über die Entwick-
lung von Kalkscliwämmen, besonders Sycandra raplianus
(Unters, über Anat. u. Entwicklungsgesch. einig. Spongien
des MittelmeerSj Basel 1876), liefern Bestätigungen der An-
gaben F. E. Schulze's über diesen Gegenstand. Nur ver-
legt K. die erste Andeutung von Ecto- und Entoderm in
eine etwas frühere Periode, bereits in das Szellige Sta-
dium des Euibryo.
Abweichend von seiner früheren Meinung constatirt
F. E. Schulze („Zur Entwicklungsgeschichte von Sycan-
dra", Zeitschr. f. wiss. Zool. Bd. XXVII, S. 486-487) die
schon früher von Barrois beobachtete Thatsache, dass aus
der Amphiblastula der Kalkschwämme durch Einstülpung
des dunkelkörnigen Zellenlagers (Entoderm) zunächst eine
Gastrula hervorgehe, die dann erst durch gewaltiges Aus-
wachsen und Wiedernachaussendrängen der dunkelkörni-
gen Zellen die oft beschriebene freie eifömige Larve liefere.
Vermehrung durch Knospung bei Spongien beobachtete
Selenka („über einen Kieselschwamm von achtstrahligem
Bau und über Entwicklung von Schwammknospen", Ztschr.
f. wiss. Zool. Bd. XXXIII, S. 467-476, Taf. XXVII u.
XXVIII) in Rio de Janeiro bei Tetilla euplocamus 0.
Schm., T. radiata n. sp. und Tethya masa n. sp. Bei den
beiden ersten, die getrennten Geschlechtes sind, fanden sich
bei cT wnd $ zahlreiche Knospen (40 — 100 pro Individuum)
in allen Entwicklungsstufen. Ihre erste Anlage geschieht
durch eine Zellenvermehrung dicht unter der Oberfläche.
Nach stärkerer Vermehrung der Mesodermzellen grenzt sich
dann eine sphärische Zellenmasse ab, in deren Mitte 12—20
Geisseikammern eingeschlossen sind. Die Knospe drängt
sich über die Oberfläche des Mutterthieres hervor und
gleitet auf einem ihrer Nadelbüschel fort, bis sie nur noch
durch eine schwache Substanzbrticke mit der Geburtstätte
verbunden ist. Es bilden sich darin inzwischen Stabnadeln,
von denen einige, bald an Grösse überwiegend, den in der
Längsachse gelegenen, übrigens zu den Achsen und zu der
Richtung der Nadelbündel des Mutterthiers in keiner Be-
ziehung stehenden Wurzelschopf darstellen. Die Knospe
wird birnförmig und bricht nach Schwund der Zellenbrücke
640 Leuckart: Bericht üh. d. wissenschaftlichen Leistungen
ab. An der reifen Knospe unterscheidet man ein äusseres
einschichtiges Zellenlager, das Ectoderm, ein den grössten
Theil der Knospe bildendes, aus dicht verpackten mem-
branlosen Zellen bestehendes Mesoderm und eine geringe
Anzahl Geisseikammern. Die Bildung des Gastrovascular-
apparates entzog sich der Beobachtung. Dem Anschein
nach schliessen sich geschlechtliche und ungeschlechtliche
Vermehrung zeitlich aus. Aehnlich vollzieht sich der Vorgang
der Knospung auch bei Tethya maza. In der Nachbarschaft
der radiären Nadelfascikel werden die gestreckten Elemente
der Rinde zu grosskernigen kleinen Zellen, die sich rasch
um ein Beträchtliches vermehren. Wenn die Knospen-
anlage nun aus etwa 500—1000 Zellen besteht, dann
wuchern vom Innenparenchym des Mutterthieres her in
Gestalt vielbeeriger Trauben Geisseikammern hinein.
Während die Knospe aus der Rinde des Mutterthieres her-
auswächst, steigt die Zahl dieser Kammern auf viele
Hunderte, bis das Canalsystem von Mutterthier und Knospe
getrennt ist. So lange beide noch mit einander verbunden
sind, bilden sich an und in den Sprösslingen weder Mund-
öffnung, noch Subdermalräume, noch findet auch eine
Communication der Geisseikammern mit der Aussenwelt
statt. Die zwischen der Rindenschicht und dem Innen-
parenchym von Tethya gelegenen Höhlräume entstehen nach
Verf. durch Spaltung des Mesoderms. Sie gleichen daher,
in Bezug auf ihre Entstehung, der Leibeshöhle höherer
Thiere und treten erst später mit den Geisseikammern,
die Selenka der Darmhöhle der höheren Thiere gleich-
setzt, in Verbindung. Das Canalsystem von Tethya maza
soll demnach von zwei genetisch und morphologisch ver-
schiedenen Hohlräumen (anscheinend Keimblättern) gebildet
werden. Verfasser kommt zu dem Schlüsse, dass die gemein-
samen Stammformen der Spongien und Cnidarien in zwei-
schichtigen, eines Mesoderms noch entbehrenden, nicht
radiär-symmetrischen Thieren zu suchen seien. Bei den
letzteren bildete sich dann in Folge der höheren Differen-
zirung des Ectoderms die Radiärsymmetrie, während bei
den Spongien eine colossale Entfaltung des Mesoderms
auftrat. Das Mesoderm der Spongien soll dabei dem der
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. G41
Cnidarien nicht homolog, sondern nur homodynam sein;
es soll mit andern Worten in beiden Gruppen in gleicher
Weise, aber selbstständig seinen Ursprung genommen haben.
Auch Bela Dezsö studirt den Sprossungsvorgang
bei Tethya lyncurium (Arch. f. micr. Anat. ßd. XVI pg.
626—651, Taf. 30—33) und kömmt zu der Ueberzeugung,
dieselbe beruhe auf der Thätigkeit einer einzigen sich
theilenden Zelle. Eine Zelle der kleinsternigen Schicht der
Rinde soll sich zunächst vergrössern und die von einer
endothelhaltigen Kapsel (dem „Sprossenstock") umgebene
,, Sprossenzelle" darstellen, die sich dann weiter in 2 und
4 Zellen theile. Eine dieser Zellen wird die Stamm-
mutter des Entoderms, um welche das Ectoderm herum-
wächst, um sich dann zu differenziren und so die verschiedenen
Mesodermschichten (Rinde und Mark) zu liefern. Auf den
radiären Nadelbüudeln rutscht dann die Sprosse nach Spren-
gung der Sprossenkapsel hin nach Aussen. Diese Sprossung
soll keine Sprossung im gewöhnlichen Sinne des Wortes
sein, sondern ein Vorgang, welcher der geschlechtlichen
Entwicklung analog sei. Verfasser bezeichnet denselben als
„Sprossenkeimblatt-Entwicklung^'. Ja die ganze Eikeim-
blatt-Eutwicklung soll nur eine ontogenetische Wiederho-
lung der „phylogenetisch altern Sprossenkeimblatt-Entwick-
lung" sein!
Auch bei Pdnalda arctica n. beobachtete Merej-
kowsky in seinen Etudes sur les eponges de la mer
blanche (Mem. d. l'acad. imp. d. sc. de St.-Petersb. Taf.
XXVI Nr. 7, pg. 1—14 PI. I— III) eine Fortpflanzung
durch Sprossung. Der Schwamm ist mit kegelförmigen
langen Fortsätzen bedeckt, in welche die Enden radiär
gruppirter Nadelbündel eintreten. An den Spitzen der Fort-
sätze lösen sich dann oft in kurzen Zwischenräumen
mehrere (bis 3 und 4) Theile der Spongie als kugelförmige
kleine, mit Nadeln versehene Sprossen zu einem selbstän-
digen Leben los. Was die anatomischen Verhältnisse des
neuen Kieselschwammes betrifft, so bemerkt Verf., dass
die Fasern der Rindenschicht keineswegs muskulös ,^seien,
wie 0. Schmidt das für verwandte Formen annimmt,
sondern blosse Sternfasern darstellten. Die Oscula schliessen
642 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
sich, wenn ihr Rand berührt wird, bleiben aber unverän-
dert, wenn die Reize den übrigen Körper trefiPen. Bei
einer neuen Halisarca findet Verf. im Umkreis des Oscu-
Inm eine Anzahl einzelliger Drüsen mit flaschenförmig aus-
gezogenem Halse, die wahrscheinlich den die Oberfläche
des Schwammes bedeckenden Schleim liefern.
Einen neuen Fall von Knospenbildung beobachtete
derselbe Verf. (reproduction des eponges par bourgeon-
nement, Arch. Zool. exp6r. Vol. VIII p. 417) bei Tethya
norwegica. Der nur etwa 1cm grosse aufgelockerte Schwamm
trägt eine Anzahl langer, bisweilen verzweigter Fäden, auf
deren Enden Knospen von verschiedener Form und Grösse
aufsitzen. Bisweilen sind schon die letztern wieder mit
gestielten Knospen versehen, so dass förmliche Colonien
von eigenthümlichem Aussehen entstehen.
Eine ähnliche Vermehrungsart entdeckte F. E. Schulze
(Zool. Anz. 1879 pg. 636—641 „über die Bildung schweben-
der Brutknospen bei einer Spongie") bei Halisarca lobularis.
Die kleinen Zapfen an der Basis der Schwammkrusten
wurden zu ballouartigen Auftreibungen, schnürten sich an der
Ansatzstelle bis zum Abtrennen ein und bildeten so blasen-
artige freischwebende Kugeln von 2—3 mm Grösse, deren
Wand sich in kleine fingerförmige Erhebungen von ver-
schiedener Länge und solider Beschaffenheit fortsetzte.
In diesen letztern entwickelten sich dann kleine mit Geissel-
zellen ausgekleidete Kammern, welche in das wahrschein-
lich mit Seewasser gefüllte Lumen der Blase mündeten.
Die äussere Oberfläche der Blasenwand und ihrer Fort-
sätze waren von Ectodermzellen überzogen, die an den
Endkuppen der Fortsätze pseudopodienartige Plasmaaus-
läufer zeigten, mittelst deren sich die Kugeln, nachdem
sie längere Zeit (bis 14 Tage) frei umhergeschwommen
waren, festsetzten, um schliesslich wieder zu Halisarca-
Krusten sich abzuflachen. Diese Art der Entwicklung
transportabler Brutknospen dürfte, falls dieselbe wirklich
typisch aufritt und nicht etwa auf die unnatürlichen Be-
dingungen der Aquarien etc. zurückzuführen ist, für die Er-
haltung der Art höchst vortheilhaft sein.
Ueber die Aufzucht des Badeschwammes aus Theil-
in
d. Naturgesch. d. nitd. Thiere währ, d Jahre 1876— 1S79. 648
stücken, die im Auftrag der k. k. Regierung vom Tele-
graphenbeamten Buccich bei der Insel Lesina in Dal-
matien vorgenommen wurden, berichtet E. v. Marenzel-
1er (Verhandl. d. k. k. zool.-bot. Gesellschaft zu Wien,
Jahrg. 1878, S. 687-694).
Bei den Versuchen, ein Plattenepithel bei den Spon-
gien nachzuweisen, kam C. Keller in der schon oben an-
gezogenen Abhandlung (Unters. Anat. u. Entwicklgsg. einig.
Spongien d. Mittelmeers, Basel 1876, 39 S. 2 Taf.) zu einem
negativen Resultat. Bei Sycandra raphanus zeigte sich zwar
stellenweise auf der Gastralfläche eine epithelartige Zeich-
nung, aber das Vorkommen dieses Bildes war durchaus
inconstant. Häufiger traten entsprechende Verhältnisse bei
Sycandra elegans auf, aber auch hier nicht an allen Stellen
der Gastralfläche. In den quadratischen Intercanälen dieses
Kalkschwamms findet sich allerdings eine oberflächliche
Lage sehr regelmässig vertheilter Kerne, die vielleicht als
epitheliale Lage in Anspruch genommen werden könnte. In-
dessen gelang es an zahlreichen, von lebenden Schwämmen
entnommenen und mit Höllenstein und Chlorgold behan-
delten Schnitten niemals, bestimmte Zellengrenzen nachzu-
weisen. Bei Untersuchung von Leucandra aspera, Ascan-
dra Lieberkuehnii und einer Ascetta war das Resultat durch-
aus negativ. Das Liniennetz, das gelegentlich ein Epithel
vortäuschte, ist nach K. auf gewisse Contractionszustände
des Syncytiums zurückzuführen. Auch bei Reniera alba
0. Schm. kam Verfasser zu keinem positiven Resultat;
dagegen gelangt es bei Suberites massa nach Behandlung
mit Höllenstein und Goldchlorid bisweilen eine Zeichnung
hervorzurufen, die einem Epithelium täuschend ähnlich sah.
Bei starker Vergrösserung sollen die Grenzlinien der ver-
meintlichen Zellen dicht varicös und perlenschnurförmig
sein, auch die Zellkerne niemals in den Maschen, sondern
nur in den Knotenpunkten derselben liegen, bisweilen auch
wohl in den Verlauf einer Linie eingeschoben sein. Unter
solchen Umständen drängte sich unserm Verf. die Ver-
muthung auf, er habe es auch bei diesen scheinbaren
Zellgrenzen nur mit Netzen oder Anastomosen von Körn-
chen zu thun. Die skeletogene Schicht, das s. g. Syncy-
644 Leackart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
tium, betrachtet K. mit Hae ekel als das wahre Ectoderm.
Die Spiculascheiden der Spongien besitzen bei Behand-
lung frischer Exemplare mit Höllenstein in hohem Grade
die Eigenschaft, Silber zu reduciren und lassen sich so
leicht zur Anschauung bringen. Die Beobachtung F. E.
Schulzens, dass die Bindesubstanz in Form von Brücken,
Verbindungssträngen und Fäden die Intercanäle von Sycan-
dra raphanus der Quere nach durchsetze, konnte K. für
diese Art und für die Astcanäle von Leucandra aspera
bestätigen. Bei Sycandra elegans und S. Humboldtii da-
gegen kam etwas Aehnliches nicht vor. Fortpflanzungs-
fähige Individuen aller drei Kalkschwammfamilien kamen
zu den verschiedensten Jahreszeiten, je nach den Arten,
zur Beobachtung; manche scheinen sehr lange in diesem
Zustande zu verweilen.
Die Wirkung von Aetzkali auf die Skeletelemente
einiger Kieselschwämme (Hexactinelliden, Tetractinelliden
und Monactinelliden) untersucht W. S. Sollas (Ann. and
Mag. of nat. bist. 1876, Vol. XX pg. 285-300, Taf. IX),
der dabei zu folgenden Resultaten kommt. Bei Kochen mit
Kalilauge lösen die Kieselnadeln sich auf, und zwar ebenso
wohl von ihrer Oberfläche aus, wie innen an den Wan-
dungen der Axencanäle. Bei den secundären Fasern der
dictyoninen Hexactinelliden zeigt sich die innere Auflösung
zunächst in Gestalt von Hohlräumen von der Form der
ursprünglichen Skeletelemente. Diese Hohlräume vergrös-
sern sich nach und nach und vereinigen sich, so dass sie
schliesslich in der secundären Kieselfaser einen zusammen-
hängenden Canal bilden. Die zarten sog. „flesh-spicules'' lösen
sich in toto auf, ehe die sechsstrahligen Hohlräume im
Innern sich vollkommen gebildet haben. Dadurch erklärt
sich nach unserm Verf. auch die Thatsache, dass diese
NadeHormen bis jetzt (1877) nicht häutig gefunden sind.
Die Dornen und Tuberkel des Gittergewebes leisten
im Gegensatze dazu ziemlich langen Widerstand und über-
dauern die „flesh-spicules" bei Weitem. Nur bei Euplectella
aspergillum zeigt die Kieselfaser die Neigung beim Kochen
mit Kali schichtenweise sich abzulösen, bei den andern
nicht. (Natürlich; denn die Kieselfaser von Euplectella
in d. Naturgechs. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 645
ist ganz etwas anderes, als die der Dictyoninen.) Die
gewöhnlichen Nadeln löst die Kalilauge nicht bloss von den
Enden, sondern von der ganzen Oberfläche her auf, indem
sie zwischen die einzelnen Kieselschichten eindringt, diese
von einander absprengt und so die ursprüngliche Structur
des Skeletgebildes vernichtet, Kieselkugeln lösen sich von
innen nach aussen und umgekehrt zu gleicher Zeit auf: es
bildet sich eine Höhle mit Radien im Innern, die ein ge-
naues Negativ der soliden (?) Kieselkugel darstellt. Eine
Lösung, die hinreichend ist, die verschiedenen Schichten
einer grossen Nadel zu trennen, zerstört kleine Nadeln
vollständig; dabei kann die Oberfläche an der einen Stelle
mehr, als an der anderen angegriffen werden und dann
grubig erscheinen. Zur Auflösung abgestorbener Nadeln
gentigt schon kohlensäurehaltiges Wasser.
Betreffs der Stellung der Nadeln im Spongienkörper
macht Carter (Ann. a. Mag. of nat. bist. 1877, Vol. I,
pg. 170—173) darauf aufmerksam, dass alle stabförmigen
stumpfspitzen Nadeln, die ein Product des Schwammes
selbst sind, mit den Spitzen centrifugal, alle fremden Nadeln
(eingedrungene oder usurpirte) umgekehrt mit den Spitzen
centripetal gelegen seien.
Die k. k. östr. ung. Nordpolexpedition hat 13 Spon-
gienarten gesammelt (E. v. Maren zell er, die Coelente-
raten, Echinodermen und Würmer der k. k. östr. ung.
Nordpol-Exp. S. 6—16 Tab. L, aus der Denkschrift der
math.-natw. Classe der k. Akad. d. Wissensch. Bd. XXXV,
besonders abgedruckt), einen Hornschwamm {Cacospongia
Schmidtü n. sp. circa 179^ Lat. sep. 62» Läng., 183—200
Meter tief), neun Kieselschwämme (Chalinula cavernosa
n. sp. circa 75^ N. Br. 55^ Läng. 130 Meter, Isodictya
tenera n. sp. 79^ N. Br. 60^ Läng. 178 Meter, Stylocor-
dyla longissima Sars 79« N. Br. 62« L., 178—207 Meter,
Thecophora semisuberites 0. Schm, 79» N. Br. 62« L.
161 — 225 Meter, Th. elongata n. sp. gleiche Localität,
207— 240 Meter., Rinalda uberrima 0. Schm. gleiche Locali-
tät, 183 Meter, Halicnemia hemisphaerica Sars, gleiche
Localität, gleiche Tiefe, Microciona ambigua Brb. 79^
Br. 61 0 L. 231 Meter, Cladorhiza abyssicola Sars, 79»
646 Leuckart: Bericht üb. d. wissenscliaftliclien Leistungeu
N. Br. 630 L. 230 Meter) und drei Kalkschwämme (As-
cetta coriacea Mont. 79^ N. Br. 63» L. 230 Meter, Sycaltis
glacialis Haeck. 79^» N. Br. 59» L. 245 Meter, Sycandra utri-
culus 0. Schm. 79« N. Br. 62^ L. 183 Meter).
Carter beschreibt (Ann. a. Mag. Ser. 4, Vol. XVIII.
pg. 226—240, 307-324, 388-410, 458—479, Taf. 12—17)
von der Expedition des „Porcupine" eine ganze Reihe neuer
atlantischer Tiefseeschw'ämme : Halisarca cruenta Cap St.
Vincent, 374 Faden tief, Corticium parasiticiim Kanal,
862 Faden tief auf abgestorbenen Aesten einer neuen
Esperia, Äplysina naevus zwischen Schottland und den
Faröer, 312—345 Faden tief, Bictyocylindrus dbyssorum
ebendaher, 345—440 Faden, Dictyocylindrus simplex eben-
daher, PlumohalicJiondria microcionides ebendaher, 440
Faden, Microciona longispicultim Atlant. Ocean, 345 Faden,
M. plana Cap St. Vincent, 374 Faden, M. intexta^ dieselbe
Localität und Tiefe, M. pusilla (Tropisches Meer?), Cor-
nulum textüe N. W. von Shetland-Inseln, 345 Faden,
Isodictya spinispictdum Cap St. Vincent, Beniera crassa,
etwas südlich von den Faröer, 167 Faden, Halichondria
phlydenodes Cap St. Vincent, 374 Faden, Esperia pla-
coides Shetland Inseln, 345 Faden, E. horassus Cap St.
Vincent, 374 Faden, Cometella pyrula Orkney Inseln 290
Faden, Hymeraphia microcionidts Cap St. Vincent, 374
Faden, Folymastia stipitata zwischen Schottland und den
Faröer, Cometella simplex Kanal (?) 500 Faden, Geodia
nodastrella zwischen Schottland, Shetland, den Faröer,
auch bei Cap St. Vincent, in tiefem Wasser, G. meg-
astrella Cap St. Vincent (?) Stelletta pachastrelloides ebenda-
her, 374 Faden, Pachastrella amygdaloides ebendaher, 292
Faden, P. geodioides mit der vorigen, P. intexta eben-
daher, P. parasitica von unbekannter Localität, Ophira-
phidites tortuosus, wahrscheinlich von Cap St. Vincent. Im
Ganzen kamen zur Beobachtung: aus dem tiefen Wasser
zwischen Nordschottland, den Orkney-Inseln, Shetland und
den Faröer 65 Arten mit verschiedenen Varietäten (darunter
Rossella velata und Holtenia Carpenteri), aus dem Canal
14 Arten (darunter Aphrocallistes Bocagei, Farrea occa,
Holtenia Carpenteri und Nadeln von Corallistes) und end-
in d. Naturgesch. d. nied, Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 647
lieh aus der Nachbarsehaft von Cap St. Vincent 32 Arten
(darunter Corallistes Bowerbanki, Discodermia polydiscus,
Corallistes azorica, Leioderniatium Lynceus, Askonema
setubalense, Rossella velata. Zur Charakteristik des neuen
Genus dient folgende Diagnose.
Gornulum Carter. General form an ohconic sheath, horn-
shaped, more or less twisted or bent upon itself, fixed by the narrow
end, open at the large one, which is filled up by a protruding portion
of the internal structure. Surface of the sheath or dermis smooth,
presenting a number of circular ridges marking tho degrees of
growth; composed of a horny sarcodic membrane densely charged
with spicules, so as to resemble a textile fabric. Internal struc-
ture consisting of a conical fibrous mass eorresponding in form
with that of the sheath, consisting of bundles of spicules dividing
and subdividing from the conical to the expanded end, where they
terminate iu thin plumose laciuulations ; spicules of two kinds:
skeleton- and flesh -spicules, Skeleton-spicules of two forms :
1) large, subfusiform, smooth, sometimes slightly inflated at the
ends, which are round and microspincd, 2) subskeleton-spicules extre-
mely thin, arcuate, smooth and pointed, subundelous. Flesh-spicules
of two forms: 1) very sniall, equianchorate, navicular, 2) tricurvate
or bow-shaped, smooth and pointed.
Derselbe berichtet über eine kleine Sammlung ark-
tischer und antarktischer Schwämme (Ann. a. Mag. of. nat.
bist. 1876. Vol. XX, pg. 38—42, Taf. 1). Neu darunter ist
eine Species : Semisuherites arctica von Smithsund, Cap
Napoleon, 50 Faden (trichterförmig, Poren äusserlich
microscopisch, Oscula auf der Innenseite gleichmässig
vertheilt, gross und zahlreich, stumpfspitze Skeletnadeln).
Die wenigen während der englischen Venus-Expedition
bei den Kerguelen gesammelten Spongien (Transact. philos.
Soc. P. 168 p. 286—288) tragen nach den von Carter dar-
über gemachten Mittheilungen einen durchaus europäischen
Charakter. Es sind im Ganzen nur 8 Species, die bis
auf eine Kalkspongie der Gruppe der Halichondrien zuge-
hören und sämmtlich mit mittelmeerischen und englischen
Formen übereinstimmen.
Die von der Dampfyacht „Argo" im Jahre 1876 in
der Caraibischen See erbeuteten Schwämme werden von
Th. Higgin beschrieben (Ann. a. Mag. nat. bist. 1876,
Vol. XIX pg. 291-299, Taf. XIV). Wir erwähnen davon
648 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
Halichondria hirotulata n. sp., ausgezeichnet durch den
Besitz von Fleischnadeln, die den so gen. Amphidisken der
Hexactinelliden gleichen, Donatia parasitica n. sp. und ein
neues Genus Higginsia mit folgender Diagnose:
Higginsia n. g. Schwammkörper krustig, ästig bis auf-
recht, Oberfläche mit tiefen Verticalfurchen ; die Erhöhungen zwischen
den Furchen sind schmal, in der Jugend mit zahnartigen Tuberkeln,
die im höheren Alter sich verbreitern und abrunden. Zweierlei
Nadeln (spitz-spitze glatte und kleinere spitz-spitze gedornte) bilden
ein Netzwerk mit rautenförmigen Maschen und sind nur durch Sar-
kode, nicht durch Hornsubstanz zu Fasern vereinigt; die letztere
tritt blos an den Kreuzungsstellen auf. Die Fasern erscheinen rauh-
haarig durch glatte, zu ihrer Längsrichtung in verschiedenen Win-
keln stehende, in das Lumen der Maschen hineinragende Nadeln.
Eine Art: H. coralloides mit zwei Varietäten, liberenvis und arcuata.
S tu der findet unter den von der Gazelle an der West-
küste Afrikas gedredgten Tiefseethieren einige durch ihre
Form ausgezeichnete Arten. So eine an Siphonia pyrifor-
mis der obern Kreide erinnernde Suberitidine und eine
eben solche Lithistide (Sitzungsber. der Gesellsch. naturf.
Freunde in Berlin 1878 S. 137). Weiter (ebendah. S. 138)
ein mit Cometella Schm. verwandte Form.
Czerniavsky giebt in einer russisch geschriebeneu
Abhandlung (Bull. Soc. imper. "Naturw. Moscau 1871 p.
374-398 Tob. V— VIII) eine vorläufige Mittheilung über
die littorale Spongienfauna des Schwarzen und Caspischen
Meeres mit einer Aufzählung der bis jetzt daselbst beobach-
teten Arten, unter denen zahlreiche neue — einstweilen aber
bloss dem Namen nach aufgeführte — Formen. So Ämor-
phina dubia u. Ä. protochalinüy Protoschmidtia (n. Gen.)
Simplex mit Var. caucasica u. tanrica, Fr. transitanSj Fr.
foramininosa mit 7 Unterarten, Fr. Grimmi (= Reniera
flava Gr.) mit 3 Varietäten, Schmidtia intermedia mit 4
Varietäten, Follina longispicula mit Forma Jaltensis,
F. SacJiumensis u. F. Tahanroensis, F. foramininosa, Reniera
nigricans, Tedaniella (n. Gen.) cylindrica, Fellinula (n.
Gen.) cribrosa^ F. Schmidtii, Cacochalina irregularis, Sub-
erites prototypus, Cliona pontica, Frotoesperia (n. gen.)
Simplex^ Fr. lohimana, Esperia Stepanovii, E. irregularis^
E. muscoides , E. dubia , Geodia stellosa. Im Ganzen
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 649
werden 44 Species mit zahlreichen Unterarten aufgeführt.
Die Nadelformen besonders der neuen Arten sind vielfach
durch Abbildungen erläutert.
C. Merejkowsky beschreibt (Mem. de Tacad. imp.
des sc. de St. Petersburg, VIL Ser. Tom. XXVI No. 7 p.
15 PI. II Fig. 1—5, im Auszuge Ann. nat. bist. Vol. I. p.
70 PI. V) ein neues Spougiengenus aus der Familie der
Asconen, Wagnerella, charakterisirt durch die Anwesen-
heit einfacher langer Kalknadeln. In sehr constanter Weise
ist ein oberer mehr oder weniger runder Kopftheil und
ein langer dünner, diesen tragender Stieltheil differenzirt;
der letztere erweitert sich zu einem Anheftungskegel.
Kleine Geschöpfe von 7,5 — 15 mm vom Habitus derPhyse-
marien. W. borealis aus dem weissen Meer, Umgegend
der Insel Solowetzky. In derselben Arbeit macht Ver-
fasser auch Angaben über anatomische Verhältnisse einer
neuen dritten Halisarca-Art {H. Schuhii von derselben
Localität). Das Osculum, das jedes Exemplar am Ende
einer cylindrischen Röhre besitzt, hat einen vierlappigen
Rand, wenigstens in den altern Exemplaren. Es reagirt
durch Formveränderungen etc. stark auf Reize und ist
von einem Sphinkterartigen Faserring umgeben. Unter
einer structurlosen Cuticula (wohl dem Ectoderm mit un-
deutlichen Zellen) finden sich auf der ganzen Oberfläche
des Schwammes eigenthümliche flaschenförmige, einzellige
Gebilde, deren langer Hals sich mit der Cuticula vereinigt.
M. deutet diese Körper als einzellige Drüsen, die eine
leimige, die Schwammoberfläche überziehende Feuchtigkeit
liefern sollen. Ob das richtig ist, steht dahin. Jedenfalls
sind daneben noch drei andere Deutungen möglich. Erstens
kann die Oberhaut wirklich eine Cuticula sein, unter der
sich das Ectoderm noch wird nachweisen lassen, vielleicht
das erstarrte Secret der einzelligen Drüsen, die sich dann
den von F. E. Schulze beschriebenen Spongioblasten bei
Hornschwämmen gut würden homologisiren lassen, oder es
sind die betreffenden Gebilde rudimentäre Organe, die den
Nesselorganen der höheren Coelenteraten an die Seite zu
stellen wären, oder aber, und das scheint das wahrschein-
lichste, es handelt sich hier um parasitische Organismen,
650 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
vielleicht einzellige Algen, deren enorme Verbreitung in
niedern Thieren und besonders in Spongien wir immer
mehr kennen lernen. Weiter werden noch einige ana-
tomische Details einer neuen Reniera (S. arctica) gegeben
und Mittheilungen über Eigenthümlichkeiten ihrer Ent-
wicklungsgeschichte gemacht (s. oben). Zum Schluss
entwirft Verf. ein Bild der Spongienfauna des weissen
Meeres.
Unsere Kenntniss der Myxospongien ist durch die
Untersuchungen F. E. Schulze's über Halisarca lobularis
(Zeitschr. für wiss. Zool. Bd. XXVIII pg. 3-48, Taf. I-V,
„zweite Mittheilung über Bau und Entwicklung der Spon-
gien'') ganz wesentlich bereichert worden. Dieser Schwamm
tritt im Winter in Gestalt kleiner, flacher Krusten auf,
während er im Sommer, besonders gegen den Herbst hin,
handflächengrosse, mit Wülsten und Erhöhungen versehene
Fladen bildet, die ihrer Unterlage, Steinen, Muscheln etc.
der Art anliegen, dass meist nur die Randpartie und einige
Vorsprünge fest darauf angewachsen sind. Die Fär-
bung ist sehr schwankend. Es lassen sich in dieser Be-
ziehung sechs Varietäten unterscheiden: Var. caerulea, vio-
lacea, rubra, purpurea, brunnea und pallida. Das Ectoderm
ist besonders leicht zu erkennen. Es besteht aus einer
continuirlichen einschichtigen Lage sehr deutlich ausge-
bildeter, scharf gegen einander abgesetzter polygonaler
Zellen von einer gewissen Dicke, die in ihrer Mitte je
eine sehr bewegliche Geissei besitzen. An der Aussen-
fläche der schlotförmigen Oscularröhren und auf einzelnen
papillenförmigen Hervorragungen der Aussenseite ist das
Platten epithel ohne Geissein. Ueberhaupt sind die Zellen
an den Vorsprüngen etwas anders beschaffen; sie bilden,
zu 3— 6 oder auch mehr vereinigt, scharf begrenzte rundliche
Gruppen und erscheinen dabei höher, selbst cylindrisch und
dunkelkörnig. Vielleicht sind diese Zellengruppen die
Vermehrungsherde des Ectoderms. Das Mesoderm unter-
scheidet sich von dem der übrigen Spongien nur durch
Abwesenheit jeglicher Skeletbildung und ist sowohl stellen-
weise an derselben Spongie, wie auch namentlich an ver-
schiedenen Krusten von einer deutlichen Differenz in der
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 651
Consistenz. In den Wandungen der Eikapseln nimmt das
Mesoderm die Beschaffenheit eines Endothels an. Die
Zellen des Entoderms darf man gerade bei Halisarca lo-
bularis nicht schlechtweg als Geisselzellen bezeichnen, da
ja auch das Ectoderm aus geisseltragenden Zellen besteht,
welche freilich einfach glatt sind, während die des Ento-
derms einem kragenartigen Fortsatz um die Wurzel der
Geissei besitzen, und also wohl besser Kragenzellen ge-
nannt werden. Diese Kragenzellen allein enthalten den
sehr vergänglichen Farbstoff. Bei Untersuchung der gröbern
anatomischen Verhältnisse zeigt sich der Schwamm aus
zwei differenten Partien zusammengesetzt, nämlich aus
einer äussern dicken und dichten, von feinen Canälen durch-
zogenen, mit Geisseikammern reichlich versehenen Rinden-
schicht und einem darunter gelegenen, von geisseltragen-
den Ectodermzellen äusserlich überzogenen, aber der Geis-
seikammern entbehrenden, unregelmässigen Balkennetzwerk.
Das Wasser strömt nicht direct durch Poren in das Canal-
system derSpongie; es tritt vielmehr durch Spaltöffnungen
zunächst in senkrecht nach abwärts ziehende sich allmälig
verschmälerende, bisweilen auch sich theilende Gänge, die
jedoch die Rindenschicht nicht vollkommen durchsetzen.
In ihren Seitenwandungen entspringen Porencanäle, durch
die das Wasser ebenso, wie durch die untern Zweig-
röhren der Spaltgänge, in die ringsherumgelegenen Geis-
seikammern eintritt. Nur in solche Geisseikammern,
welche zunächst unter der Schwammoberfläche gelegen sind,
gelangt das Wasser unmittelbar von aussen durch kleine
Poren. Die Eintrittsöffnung liegt der Austrittsöffnung
gegenüber, die abführenden Canälchen aber sammeln sich
zu grösseren Canälen, welche mit weiter Oeffnung in das
Lakunensystem des Balkennetzwerkes einmünden. Aus
letzterem gelangt das Wasser direct zu den weiten Ausströ-
mungsöffnungen, und durch diese nach Aussen. Das un-
regelmässige, spongiöse Gerüst der Balkenschicht, dessen
Dicke sehr verschieden sein kann, ist eine directe Fort-
setzung des Mesoderms der Rinde. In diesen Balken ent-
wickeln sich auch die Geschlechtsproducte.
Nach V. Koch (morphol. Jahrb. B. II S. 53) besitzt
Archiv f. Naturg. XXXXVI. Jahrg. 2. Bd. RR
652 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
Halisacra Dujardini ein Entoderm, das cylindrische Röhren
bildet, die sehr unregelmässig verlaufen. Das Mesoderm
zeigt in einer sehr elastischen, structurlosen Zwischensubstanz
zerstreute unregelmässige Zellen meist mit kurzen Fortsätzen.
Daneben finden sich noch kuglige Zellen mit sehr deut-
lichem Kerne, die wahrscheinlich junge Eier sind. Das
Ectoderm bildet eine einfache, von einer Cuticula über-
zogene Zellschicht.
Ausser neun schon bekannten Arten Chondrosien
untersuchte F. E. Schulze (Zeitschr. f. wiss. Zool. Bd.
XXIX, pg. 87—122, Taf. VIII u. IX) für seine dritte
spongiologische Mittheilung noch zwei neue Chondrillen
{Chondrüla mixta aus dem rothen Meer und distincta von
Ponape). Der Schwerpunkt der Arbeit liegt in der Unter-
suchung von Chondrosia reniformis Nardo und Chondrilla
nucula 0. Schm., die mit Eecht als typische Repräsentan-
ten der betreffenden Gruppe betrachtet werden. Die erstere
lebt nie, wie Nardö angegeben hat, frei, sondern ist immer,
freilich meist nur mit einzelnen Partien der Basis festge-
wachsen; die Farbe variirt von weisslich-grau bis violett-
schwarz. Die glatte Oberfläche zeigt bei kleinen Exem-
plaren meist nur ein Osculum, bei grösseren (handgrossen)
Krusten deren drei und mehr, die 1—3 mm Durchmesser
haben und auf papillenartigen, kleinen Erhebungen liegen.
Der Rand dieser Oscula ist bisweilen leicht gekerbt und
zeigt sehr langsame Bewegungserscheinungen. Die Ein-
strömungsöffnungen sind von zweierlei Art. Die grössern,
von Seh. als Makroporen bezeichneten, haben 0,03 — 0,04 mm
Durchmesser und stehen am Ende eigenthümlicher, grosser
Pigmentsterne oder in den dunkeln Grenzzonen zwischen
grossen hellen Flecken. Die weit zahlreichern Oeffnungen
der zweiten Art (Mikroporen) sind viel enger und dicht-
stehend. Bei einem Durchschnitt der Chondrosie bemerkt
man eine etwas durchscheinende 1 — 3 mm dicke, je nach
der Pigmentirung verschieden intensiv gefärbte Rinde von
der Consistenz festen Leders, die ein weissliches speckig-
glänzendes Mark allseitig umschliesst und auch in das
Gastrovaskularsystem sich einschlägt, in den Wandungen
des Kanalapparates aber in demselben Maasse wie das
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 187G— 1879. 658
Lumen der Canäle selbst an Stärke abnimmt. Die Mark-
masse ist in ziemlich reichlicher Menge vorhanden. Die
weiten und engen Einströmungscanäle dringen schräg durch
die äussere Rindenzone und münden in grössere, der Ober-
fläche parallel verlaufende Canäle, die zu 5 — 10 radiär in
einen Vereinigungspunkt zusammenkommen und ein Stern-
system bilden, das etwa auf der Grenze des äussern und
mittleren Dritttheiles der Rinde liegt. Von den Vereini-
gungspunkten steigt je ein Canal senkrecht durch den
übrigen Rindentheil nach unten und verzweigt sich baum-
kronenartig auf der Grenze zwischen Rinde und Mark.
Diese Zweigcanäle dringen, wie die sie begleitende Rin-
densubstanz, mit ihren unregelmässig sich verästelnden
Enden in die weisse Markmasse ein und münden dann in
den stumpfen Pol der birnförmigen Geisseikammern. Aus
den spitzen Polen der Geisseikammern entspringen die sehr
feinen abführenden Canälchen, welche sich unter spitzen
Winkeln miteinander vereinigen. So entsteht ein System
von immer grösser und weiter werdenden Gängen, das
schliesslich in ein grosses, mit Osculum versehenes Aus-
flussrohr ausmündet. Die Geisseikammern, die auf diese
Weise zwischen die in entgegengesetzter Richtung durch-
einander geschobenen grösseren Zweige des zu- und ab-
führenden Canalsystems eingeschaltet sind, halten eine an-
näherend einschichtige Lage ein. Die specielle Analyse der
einzelnen Theile des ganzen Organismus ergab zunächst,
dass die Rinde mit ihren die Wandungen der Canäle bil-
denden Fortsätzen ein Fasergewebe ist. Im Allgemeinen
verlaufen die Fasern derselben parallel zur Oberfläche.
Sie bilden zahlreiche rechtwinklig sich durchflechtende
Züge oder flache Lagen mit alterinirendem Verlauf. Die
Fasern selbst sind 0,001—0,005 mm breite Bündel äusserst
zarter, ziemlich fest vereinigter Fibrillen. In den Bündeln
und Platten werden sie durch eine helle Grundsubstanz
zusammengehalten. An der äussersten Schwammoberfläche
findet sich eine 0,005 mm dicke Limitans von feinfaseriger,
hier und da selbst hyaliner Beschaffenheit. Die Faser-
massen erwiesen sich weder als leimgebend, noch gelang
die Reaction auf Cellulose, so dass ihr chemischer Charakter
654 Leuckart: Bericht üb. d. wissenscbaftlichen Leistungen
noch festzustellen bleibt. Daneben kommen in der Kinde
zahlreiche Bindegewebskörperchen von spindelförmiger Ge-
stalt vor, die mit ihrer Längsachse in der Kichtung der
Fasern liegen. Ihnen sehr ähnlich, aber etwas dicker und
durch die Entwicklung kleiner runder, dunkelbrauner
Körner ausgezeichnet sind Pigmentzellen, die besonders
zahlreich in der äussern Partie der Schwammrinde liegen,
deren Färbung sie bedingen, gegen die Markschicht aber
an Zahl abnehmen und in deren untersten Theilen sogar
vollständig fehlen können. Bisweilen sind auch die die
Rinde durchsetzenden Canäle von solchen Pigmentzellen
umgeben. Endlich kommen noch Reservenahrungs-Zellen
vor, Bindegewebszellen mit fettartigem Inhalt und knolliger
Form. Das auf die nächste Umgebung der Geisseikammern
beschränkte und deren gemeinsames Stroma darstellende
Grundgewebe der Markmasse besteht aus einer körnigen
Grundsubstanz, in der, ziemlich gleichmässig zerstreut,
kleine rundliche oder ovale bläschenförmige Kerne mit
feinkörnigem Plasmahofe liegen. Die zelligen Elemente
der Rinde, Pigment- und Fettzellen, kommen nur sehr
sparsam vor. Genau lässt sich übrigens die Grenze
zwischen Rinde und Marksubstanz an vielen Stellen um
so weniger bestimmen, als regelmässig vereinzelte starke
Fasern von der Rinde in das Mark übertreten und da-
durch, dass sie die Markmasse in Gestalt eines weit-
maschigen Netzes durchkreuzen, Verbindungsstränge be-
nachbarter Fasermassen darstellen. Ein epitheliales Zellen-
lager als solches ist auf der Oberfläche des Schwammes
nicht nachweisbar, aber wahrscheinlich bildet es, indem seine
Elemente schmelzen, die hyaline Grenzlamelle der Rinde.
In dem ab- und zuführenden Theile des Canalsystems war
es, allerdings oft nur mit Schwierigkeit, erkennbar. Die
Kragenzellen der Geisseikammern sind prismatisch, 0,006—
0,01 mm lang. Das Plattenepithellager betrachtet Verf.
als Ectoderm, die Zellen der Geisseikammern als Entoderm,
die Rinden- und Marksubstanz dagegen als Mesoderm.
Bei Chondrilla nucula 0. Schm. ist die Consistenz des
Schwammes geringer als bei Chondrosia. Die zahlreichen
und sehr gleichmässig vertheilten Poren sind von einer
in d. Naiurgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 655
Art. Die kleinern Knollen haben eine, die breiten flachen
Krusten mehrere Oskularöffniingen. Bei Durchschnitten
erkennt man aber die gleiche Zusammensetzung aus zwei
Substanzen wie bei Choudrosia, nur dass die Rinde im
Verhältniss zum Mark sehr viel weniger dick ist. Auch
in der Architectur des Canalsystems gleichen sich beide
Schwammgattuugen, obgleich die Anordnung desselben bei
Chondrilla lange nicht so regelmässig erscheint. Ebenso
ist der histologische Bau beider Spongiengenera im Grossen
und Ganzen derselbe. Die glashelle, dünne Limitans ex-
terna lässt Spuren einer der Oberfläche parallel verlaufenden
Streifung, ja selbst Faserung erkennen. Die Rinde ent-
hält Faserzüge von weniger regelmässigem Verlauf und
daneben noch kieselige Skeletelemente, welche die Gestalt
zackiger Kugeln besitzen und die faserige Hülle der Wasser-
canäle in wechselndem Maasse begleiten, ilusser den
Kugeln besitzen die zwei neuen Arten noch Kieselsterne
ohne kugligen Centralkörper. Bei Chondrilla nucula aus
der Adria finden sich nur Zackenkugeln, bei Ch. mixta
aus dem rothen Meere Kugeln und Sterne in der Rinde
und im Innern neben und durcheinander. Ch. distincta von
Ponap6 endlich hat Kugeln nur in der Rinde, Sterne nur
im Innern. Am Schluss macht Seh. die Ascidiennatur von
Schmidt's Cellulophana höchst wahrscheinlich.
lieber eine ganze Reihe neuer Kieselschwämme macht
Carter Mittheilung (Ann. and Mag. of Nat. bist. 1878,
Vol. III, pg. 284-304, Taf. 25—27 u. pg. 343-360, Taf.
28—29). Neue Arten sind: Äxos fldbelliformis (mit stumpf-
spitzen Hauptnadeln und sechsstrahligen Fleischnadeln, die
Enden der Strahlen kuglig verdickt und dornig, — wahr-
scheinlich von Australien), Axos spinipoculum (mit stumpf-
spitzen Hauptnadeln und stabförmigen Fleischnadeln, die
ausser den verdickten und gedornten Enden zwei knoten-
förmige Anschwellungen besitzen , aus Australien , Port
Jackson), Trikentrion laeve (dem T. muricatum nahe ver-
wandt, aber noch mit sehr dünnen seidenartigen Nadeln
neben den gewöhnlichen Formen, von der Westküste von
Afrika), Bictyocylindus laciniatus und D. Pyhi, beide von
Mauritius, Latruncula corticata aus dem rothen Meere (neben
656 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
den spitzspitzen Hauptnadeln kurze Fleischnadeln mit scharfen
Dornen an den Enden und auf dem Schaft), Chondrilla sacci-
formis Mauritius, Baphidhista spectabüis von Mauritius
(neben den spitzspitzen Hauptnadeln noch schraubenförmige
Fleischnadeln mit Dornen auf den erhöhten Windungsum-
gängen), Hymeraphia spiniglobata aus der Südsee, Amor-
pJiina stellifera von Südaustralien (mit spitzspitzen Haupt-
nadeln und sternförmigen Fleischnadeln mit acht oder
mehr zartgedornten Strahlen, beide Formen durch den
ganzen Schwamm gleichmässig verbreitet), Suherites spini-
spirulifer Port Elisabeth, Kap der guten Hoffnung (Haupt-
nadeln stumpf spitz mit einer gürtelartigen Anschwellung
kurz vor dem stumpfen Ende, Fleischnadeln korkzieher-
artige Spiralen von IV2 Umdrehung, über und über mit
Dornen) , Suherites angulospiciüatus von Jamaica (eine
Art Nadeln spitzspitz wellig, keine Fleischnadeln), Suheri-
tes fuliginosus (keine Fleischnadeln, zweierlei Hauptnadeln:
stumpfstumpfe mit angeschwollenen, dornigen Enden, sonst
glatt und kürzer, dickere stumpfstumpfe, über und über
gedornt; wahrscheinlich von der Torresstrasse). Weiter
beschreibt Verf. noch Trachycladus (n. gen.) laevispiru-
lifer Süd- Australien und zwei Arten des neuen Gen. Stel-
lettinopsis. Zwei neue Nadelformen bezeichnet Carter
als Spinispirula (Stäbe mit gedornten Spiralleisten) und
Sceptrella (Stäbe mit gedornten und geknoteten Endgürtelu).
Die neuen Genera charakterisirt derselbe wie folgt:
Trachycladus n. g'en. Buschförmig, mehr oder weniger
comprimirt, anfangs dichotomisch, weiter nach oben polytomisch ver-
zweigt; von fester, dichter Consistenz; Oberfläche wabig mit kleinen
Erhöhungen. Spitzspitze Nadeln im Achsentheil der Aeste zu Zügen
angeordnet, die nach oben und aussen verlaufen und mit ihren
Enden zum Theil in die oberflächlichen Erhöhungen eintreten. Da-
zwischen Fleischnadeln von zweierlei Art: faden- bis wurmförmige
Spiralen von IV2 Umgang, glatt, und kurze cylindrische Stäbe mit
abgerundeten Enden und schmaler mittlerer Anschwellung. Die
Fleischnadeln, und nur diese, bilden ein Dermalskelet.
Stellettinopsis n. gen. Kieselschwämme mit spitzspitzen
Hauptnadeln und zweierlei Fleischnadeln, nämlich Sternchen und
kurzen Stabnadeln. St. corticata n. sp. von Australien (mit Einde,
Sternchen meist achtstrahlig, Stabnadeln kurz und dick, cyliudrisch
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 657
mit abgerundeten Enden und vollständig fein bedornt, daneben
Fremdkörper in der Rinde.) St. simplex. n. spec. (ohne Rinde,
Sternchen von sehr verschiedener Form, Stäbchen sehr klein, an
den Enden und an zwei Gürtelstellen in gleichen Abständen unter
sich und mit den Nadelenden, bedornt.)
Von fünf neuen Arten, die Dr. A. B.Meyer von den
Philippinen und Neu-Guiuea mitgebracht hat, giebt Bower-
bank Beschreibungen (Proc. Zool. Soc. Lond. 1877, pg.
456 — 464). Hierher zunächst Ophilotospongia Meyeri n.sp.
von Kordo, Mysore und Neu-Guinea, Isodictya aspera n. sp.
von Cebu, Halispongia stellifera von Neu-Guinea, Hydlo-
nema anomalum sp. von Cebu. Die fünfte Art gehört einem
neuen Genus an:
Folyfihrospongia n. gen. Skeleton keratofibrous. Fibres solid,
cylindrical, aspiculous. Rete symmetrical. Skeleton-lines polyfibrous;
primary lines of the skeleton radiating from the base of the sponge
to the distal margin; secondary lines disposed at nearly right an-
gles to the primary ones. P. flabelUfera n. sp. von Neu-Guinea.
(Synonym mit Phyllospongia Ehlers?)
Flocamia plena ist eine neue Kieselschwamm-Species
von Westafrika, die Sollas beschreibt (Ann. and Mag. of
nat. bist. 1878, Vol. IV, pg. 44—53, Taf. 6 u. 7). Aus
dem Genus Plocamia 0. Schm., das mit der neuen Art
drei Species zählt, macht S. eine neue Gruppe: Plocamia-
nina, die zur Familie Ectyonidae Carter und damit zur
Carter'schen Ordnung der Echinonemata gestellt wird.
Die recht verschiedenen Nadelformen werden als Varia-
tionen einer Grundform aufgefasst ; ihr Verhalten gegen Al-
kalien wird eingehend gewürdigt.
Ein andrer von Sollas ausführlich abgehandelter Kie-
selschwamm (Ann.a.Mag. of Nat. bist. 1878 Vol. III,pg. 17—27
Taf. 4—7) ist synonym mit Trikentrion muricatum Ehlers
= SpongiamuricataEsp. Auch hier versucht Verf. die mehr-
strahligen Nadeln aus der spitzspitzen Stabnadel abzuleiten.
Mit einer neuen Cladorhiza [Ch, grandis) von Neu-
Schottland macht uns A. E. Verrill (Proc. U. S. Nat. Mus.
1879 pg. 204—205) bekannt.
Von Jamaica beschreibt Sollas (Ann. a. Mag. of Nat.
Eist. 1878, Vol. III, pg. 404—407, Taf. 30) eine neue
Renieride, Fharetronemaj mit nachfolgender Diagnose:
658 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
Pharetronema n. gen. Handförmig, Stamm kurz, comprimirt,
Aeste fingerförmig comprimirt oder drehrund, knotig. Convexe
Aussenseite glatt, mit unregelmässig vertheilten, zartgerundeten
Höckern ; concave Innenseite mit unregelmässigen, parallel zur Basis
verlaufenden Runzeln. Oscula und Poren unbemerkbar. Skelet
aus einem axialen und dermalen Netzwerk spitzspitzer Nadeln,
Maschen des Dermal-Skelets sehr klein. Fleischnadeln gerade oder
unregelmässig gekrümmt, haarartig. Ph. zingiheris n. sp.
Perc. Wright macht Mittheilungen über einen 2— 4mm
grossen gestielten Sternschwamm mit Kieselnadeln, den er
vorläufig als Halispongia Archeri bezeichnet (Journ. micros-
cop. sc. Vol. XXIV, p. 340).
In seinen Untersuchungen über den Bau von Reniera
semitubulosa (Zeitschr. für wissensch. Zool. Bd. XXX, pg.
563-573, Taf. XXXVI u. XXXVII) berichtet C. Keller,
dass es ihm stellenweise gelungen sei, auf der Oberfläche
mittelst Silberbehandlung eine epithelartige Zeichnung her-
vorzurufen. Trotzdem aber sieht derselbe hierin kein Ecto-
derm, da er vorläufig noch an dem zweischichtigen Bau
von Reniera festhält. Das Syncytium besteht aus einer
glashellen Rindenschicht und einer ebenso starken, weiss-
lich oder bläulich gefärbten Rindenschicht, in der die
Geisseikammern liegen. An manchen Stellen zeigt das
Plasma nicht mehr das hyaline Aussehen, sondern in Folge
seines Reichthums an Vacuolen eine schaumige Beschaffen-
heit. Von zelligen Elementen kommen im Syncytium ver-
schiedene Formen vor. Zunächst spindelförmige, den
glatten Muskelzellen ähnliche Gebilde, die Verf. übrigens,
obwohl sie in der Nähe der Einströmungsöffnungen sich
nicht selten regelmässig concentrisch (sphinkterartig) an-
ordnen, nicht für muskulöse Elemente ansprechen möchte.
Bei dieser Auffassung stützt Verf. sich darauf, dass Bewegungs-
erscheinungen (Porenverschluss etc.) bei dem fraglichen
Schwämme auch ohne solche Spindelzellen vorkommen,
sich auch ferner Anhäufungen solcher Zellen an Stellen
finden, wo keine auffallende Bewegung beobachtet werden
konnte, und drittens endlich darauf, dass die mit derartigen
Sphinkteren versehenen Poren bei electrischem Reiz nicht
eher und energischer, als solche sich zusammenzogen, die
derselben entbehrten. Ausserdem constatirte K. noch die
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 659
Anwesenheit besonderer Zellen, die, Anfangs nur von un-
bedeutender Grösse, in der Umgebung der Geisseizellen
liegen, hier allmählich zu grossen kugligen Ballen heran-
wachsen, mit grossen Körnern sich füllen, und in diesem
Zustande dann in die helle ßindeuschicht übertreten. Für
diese Zellen, deren grosse Inhaltskörner protoplasmatischer
Natur zu sein scheinen, schlägt Verf. den Namen „nutritive
Wanderzellen" vor, da er annimmt, dass dieselben die von
den Zellen der Geisseikammern aufgenommene und assi-
milirte Nahrung nach entfernteren Stellen des Syncytiums
übertragen. Problematischer ist eine dritte Art Zellen, die
K. bei sieben Kieselschwämmen, von denen einer dem süs-
sen Wasser entstammt, auffand, kugelige Gebilde, die sich
nach Zusatz von Jod intensiv blau färben und vermuth-
lich Amylum in gelöstem Zustande enthalten. Nach Zu-
satz von Kalilauge entfärben sich die Zellen, wobei sie bis
auf das 8- und lOfache ihres ursprünglichen Volumens
anschwellen. Da dieselben bei Spongilla (nach Abbildung
und Tafelerklärung zu urtheilen) grünen Farbstoff ent-
halten, werden sie vielleicht auf parasitische Algen zu be-
ziehen sein.
Grimm beschreibt in seiner Fauna des kaspischen
Meeres eine Reniera flava n., die sich am meisten der R.
alba Schm. nähert. Sie sitzt in Form dünner Blättchen
auf Steinen, ist orangefarben und besitzt Kieselnadeln, welche
in unregelmässigen Büscheln zusammengruppirt sind. Eine
zweite Art kam nur in Larvenform zur Beobachtung. A. a.
0. Th. I. p. 80—84 PI. IL Die letztere, die Anfangs
gleichfalls auf eine Reniera bezogen wurde, wird später
(ibid. T. II, pg. 37) als MetsckniJcowia intermedia be-
schrieben. Ebendaselbst wird weiter noch aufgezählt
MetschniJc. tuberculata und Amorphina caspia nn.
Bei einer neuen Chalinula {Ch. fertilis) von Neapel
reicht, nach der Untersuchung Keller's (Zeitschr. für wiss.
Zool. Bd. XXXIII S. 317-349, T. XVIII— XX „Studien
über Organisation und Entwicklung der Chalinula'') das
Ectoderm als eine einfache Lage von platten Epithelzellen
bis zum Osculum und bis an die Dermalostien, wo es das
Entoderm berührt. Dasselbe ist, wovon man sich an jungen
660 Leuckart: Bericht üb. d, wissenschaftlichen Leistungen
Exemplaren überzeugen kann, bedeutend contractu und
wird wahrscheinlich auch im erwachsenen Thiere das
OeffnenundSchliessen der wandelbaren Hautporen besorgen.
Diese Dermalporen durchbrechen die Dermalmembran
siebartig und führen in sehr regelmässig angeordnete Sub-
dermalräume, die gleichfalls von einem Plattenepithel aus-
gekleidet sind, dessen Herkunft Verf. vorläufig noch un-
entschieden lässt. Die amöboiden Elemente des Mesoderms,
das besonders gegen die Gastralfläche massig und zellen-
reich erscheint, sind von sehr mannigfacher Gestalt. Unter
denselben sind besonders erwähnenswerth Spindelzellen
mit fadenförmigen Ausläufern, die sich in der Umgebung
der Poren öfters zu förmlichen Sphinkteren anordnen. Die
vom Verf. bei Reniera entdeckten amylumhaltigen Zellen
sind im Mesoderm der Chalinula an Zahl und Grösse nur
unbedeutend. An dem Fasergerüst des Skelets lassen sich
drei Fasersysteme unterscheiden, radiale, longitudinale und
Kreisfasern, von denen die ersteren die stärksten sind
und die meisten Kieselnadeln (bis 3 und mehr neben
einander) enthalten. Ausser den Kieselgebilden der Fasern
finden sich auch noch solche als „Fleischnadeln'' frei im
übrigen Mesoderm. Die Bildung des Gerüstes und die
Anordnung der Nadeln zeigt bei jungen Spongien keine
besondere Regel, aber unter Eiufluss der Wasserströmungen
nehmen beide allmählich eine bestimmte Lagerung an.
Das Canalsystem ist sehr ausgebildet und lässt einen cen-
tralen und einen peripherischen Theil unterscheiden. Der
erstere besteht aus dem auf Querschnitten kreisrunden
Magenraume, dessen Wandungen von zahlreichen Gastral-
ostien, den Einmündungsöffnungen des peripherischen Ca-
nalsystems, durchsetzt sind. Dieser letztere Abschnitt be-
steht aus radiär verlaufenden, die Hautoberfläche direct
durchsetzenden Hauptcanälen und unregelmässigen kleinern,
in die linsenförmigen Subdermalräume einmündenden Neben-
canälen. Die hohlkugelförmigen Geisseikammern sind
Aussackungen der zuführenden Canäle. Die Spongie ist
getrennten Geschlechts und zeigt in männlichen und
weiblichen Individuen insofern einen auffallenden Unter-
schied, als die erstem zur Zeit der Brunst einen
I
in d. Natargesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 661
schlanken Bau besitzen und immer von braungelber
Farbe bleiben, während die doppelt und dreifach so
grossen Weibchen von viel massigerer Körperform sind
und mit Eintritt der Eireife ein röthliches Colorit an-
nehmen, das bisweilen nahezu pfirsichblüthenroth wird, nach
der Befruchtung aber wieder einer ockergelben Färbung
Platz macht. Die Spermazellen liegen einzeln oder in
grössern Ballen im Mesoderm, in letzterm Falle in endo-
th ölhaltigen Kapseln. Auch das reife Ei ist in einer der-
artigen Kapsel eingeschlossen, nur dass hier in der Nach-
barschaft stets körnerreiche Zellen in grösserer Zahl liegen,
wahrscheinlich Nutritivzellen für die werdende Frucht.
Die jungen Eier zeigen amöboide Bewegung. Zum Schluss
spricht Verf. die Ueberzeugung aus, dass die Ansichten
über die natürliche Verwandschaft der Spongien, wie sie
Eef. und nach ihm Haeckel entwickelt hat, vollständig
naturgemäss und ausreichend sind. Auch Verf. sieht in den
Spongien echte Coelenteraten, die in ihrem histiologischen
Verhalten den Korallen am nächsten stehen.
lieber ein neues bohrendes Schwammgenus aus dem
nördlichen atlantischen Ozean zwischen Nordschottland und
denFaröer aus einer Tiefe von 363 Faden, das in Amphihelia
oculata schmarotzt, macht Carter (Journ. roy. micr. Soc.
Vol. II pg. 493—497, Taf. 17) Mittheilnng.
Älectonan. g. Amorph., bohrend, häutig, zellig, aus einfacher,
faserloser, aber von Nadeln durchsetzter Sarcode bestehend, treibt
der Schwamm Fortsätze von verschiedener Gestalt und Grösse, von
denen einige bis zur Oberfläche treten, an der sie als verbreiterte
Papillen erscheinen. Daneben finden sich auch kleinere Fortsätze,
welche mehr oder weniger in die Substanz der Koralle sich
ausbreiten. Die zur Oberfläche dringenden Papillen sind von
zweierlei Art: die einen mit imregelmässig rundem, mehr oder
weniger abgeflachtem Ende, an dem die in Sarcode eingeschlos-
senen Nadeln ein Sieb mit Oefi"nungen von schwankender Zahl
und Grösse bilden; die andern mit kegelförmigen Enden und
radiär geordneten Nadeln. Skeletelemente von viererlei Gestalt:
die grossesten sind spitzspitz, stark gebogen oder besser in der
Mitte geknickt, mit 12 Längsreihen von Tuberkeln, andere kleinere
haben dieselbe Form, sind aber unregelmässig mit Tuberkeln
besetzt, die bisweilen auch vollständig fehlen. Eine dritte Form
ist spitz -spitz, äusserst fein, haar artig, in der Mitte verdickt, etwas
662 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftliclien Leistungen
auch an den Enden, und die letzte Form (flesh-spicules) spitz-spitz mit
2 von einander und von den Nadelenden gleich weit entfernten, sehr
veränderlichen Tuberkelzonen,
Carter sieht in den Vioen, denen er diesen
Schwamm zurechnet, eine Familie seiner Holorhaphido-
ten. Er bezeichnet dieselben als Eccoelonida, und cha-
rakterisirt sie als Schwämme, welche in harten, kalkigen
Gegenständen organischer oder anorganischer Natur bohren,
mit der Aussenwelt durch kleine fensterartige Oeffnungen
communiciren und aus Sarcode bestehen, welche der
Fasern entbehrt, aber von Nadeln durchsetzt ist.
Ebenda (pg. 497— 499, Taf. 17*) beschreibt derselbe
von der nämlichen Localität eine neue Bhaphidotheca
affinis und Nadeln einer unbekannten Spongie, die
denen von Esperia villosa ähnlich sind, sich aber auf der
Oberfläche einer Aphrosina (informis) fanden.
Verrill's ,,note on boring of a sponge in Italian
marbre^ (Amer. Journ. arts and sc. 1878. T. XVI p. 406)
handelt über Bohrgänge von Cliona sulphurea, die 1 — 2
Zoll tief waren und in Marmorstücken beobachtet wurden,
welche 6 Jahre vorher bei Gelegenheit eines Schiffbruches
an der Küste von Long Island versunken waren.
Eine populäre Darstellung der Bohrschwämme giebt
John A. Ryder (Amer. Naturalist, Vol. XIII, 1879 pg.
279 — 283). Er erwähnt dabei u. a. „dass er Geisseizellen
in den untersuchten Exemplaren nicht aufzufinden ver-
mochte".
In einem Stück von Isis fand W. J. Sollas (Ann.
and Mag. of. nat. bist. 1877 Vol. I pg. 54-67 pl. I u. II)
drei neue Arten von Cliona (Vioa) Ä, mucronata^ ensifera^
suhulata, und in Kalkstein der englischen Küste eine neue
Varietät von A. velata, Var. linearis. Die Bohrgänge
bilden ein System runder Kammern, welche durch schmälere
Oeffnungen mit einander communiciren. In diesen Oeffnun-
gen finden sich, als Theile des Schwammes, Scheidewände
(Diaphragmen), die aus dicht aneinander liegenden Nadeln
von Stecknadelform bestehen. Die Spitzen derselben bilden
die innere, die runden Köpfchen aber die äussere Ober-
fläche der Scheidewände,
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 663
Auch Bowel* bauk beschreibt (Proc. Zool. Soc. Lond.
1876 p^. 768—775, pl. 78—81) eine Anzahl Kieselschwämme:
Besmacidon pliimosa von West-Australien, Oplitospongia
fucoides ebendaher, EhapJiiodesma (eine Esperia) radiosa
von Stidamerica, und Chdlina verticülata von Fremantel,
Australien. Dieser letzte Schwamm gehört ofifenbar zu
dem Genus Foliolina 0. Seh. (syn. Caulospongia S.
Kent).
Waller's Abhandlung „on a new british sponge of
the Genus Microciona" (monthly microsc. Journ. Vol. XVIII
p. 261) ist Ref. nicht zu Gesicht gekommen.
Dybowsky handelt über die Spongillen der Ostseepro-
vinzen und unterscheidet deren 3 Arten: Sp. lacustris
Jonst., Sp. fluviatilis Jonst. u. Sp. erinaceus Ehrenberg.
Sitzungsber. der naturf. Gesellsch. zu Dorpat 1877 S.
527—533.
Ebenso berichtet der s elbe in vorläufiger Mittheilung
über Untersuchungen, welche er an den in Russland über-
haupt vorkommenden Schwämmen gemacht hat. Im Bai-
kalsee leben nach ihm eine Anzahl von Formen, die den
Typus eines neuen Gen. Luhomirshia bilden. Dem Gen.
Spongilla nahe verwandt unterscheidet sich Lubomirskia
ebensowohl durch den äussern Habitus und die Beschaffen-
heit der Skeletelemente, wie durch Abwesenheit der Gem-
mulae, und die sternförmigen oder grübchenartigen, aus
mehrern Oeffnungen bestehenden Oscula. Hierher 4 Arten :
L. baicalensis Pallas, mit 3 Var., L. hacüUfera n. sp.,
gleichfalls mit 3 Var., L. intermedia n. sp., mit 1 Var.,
und L. papiracea n. sp. gleichfalls mit 1 Var. (Zoolog. An-
zeig. 1878S. 30— 32,S..54u. 55.) Das vonMiklucho-Maclay
neu aufgestellte Genus Veluspa sieht Verf. als wohlbegründet
an, entfernt aber aus der Reihe der Varietäten drei, als zu
andern Gattungen gehörig, nämlich: Var. gracilis = Reniera
gracilis, Var. arctica = Pachychalina arctica und Var. bai-
calensis = Lubomirskia baicalensis. Zu den aus Russland
schon bekannten drei Süsswasserschwämmen , Spongilla
lacustris, Trachyspongilla MüUeri undEphydatia fluviatilis
fügt D. noch eine vierte neue Art hinzu: Spongilla sihirica
aus dem Pachabicha-See, mit höckrigen, grossen und
664 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
stäbchenförmigen Belegnadeln der Gemmiüae. Aus dem
schwarzen Meer kennt Verf. nur eine einzige Scliwamm-
species, nämlich eine Reniera, während im kaspischen
Meere nach den Untersuchungen Grimm's, wie oben er-
wähnt, deren vier vorkommen.
Bei Spongilla scheinen nach 0. Kell er 's Beobach-
tungen (Zool. Anzeig. 1878, pg. 314—315) die Geschlechter
getrennt zu sein, und kleinere männliche, wie grössere
weibliche Individuen vorzukommen. Die im reifen Zu-
stande sehr lebhaften Sammelelemente sind in besondern,
von zahlreichen Zellen (nutritiven Wanderzellen) umgebenen
Behältern eingeschlossen, nach deren Platzen sie sich zer-
streuen und, in grosser Anzahl mit den Köpfchen anein-
ander gelegt, stundenlang lebhaft umherbewegen. In den
jüngeren Follikeln trifft man nur zahlreiche, dicht gedrängte
kugelige Elemente. Wahrscheinlich, dass der Spermafoilikel
mit seiner Inhaltsmasse aus einer einzigen Zelle durch
fortgesetzte Theilung hervorgeht.
F ullagar veröffentlicht (Sc. Gossip June 1877 and
Monthly microsc, Journ. Vol. XVIII pg. 45), „note on the
development of the spicules of Spongilla fluviatilis". Konnte
vom Ref. nicht eingesehen werden.
Ebenso wenig Waller's Mittheilung „on Variation
in Spongilla fluviatilis^', J. Quek. Club 1878 N. 37 p. 53
PI. V.
Tethea muricata Bwb. ist nach Carter (An. a. Mag.
of nat. bist. 1877 vol. IL, pg. 174 — 177) synonym mit
Wyvillethomsonia Wallichii Wright=Dorvillia agariciformis
S. Kent = Stelletta agariciformis Wyv.Thoms. = Tisiphonia
agariciformis Wyv.Thoms.=Normaunia crassaBwb. (die eine
sessile Varietät ist) und Hymeniacidon placentula Bwb.
(eine ähnliche Varietät). C. schlägt als positiven Namen
vor: Tethea muricata Bwb. und für die sessile Varietät
T. crassa Bwb.
Tethya lyncurium soll nach Bela Dezsö (Arch. micr.
Anat. B. XVI pg. 626—651, Taf. 30—33) aus lauter Zellen
ohne Spur von körniger Zwischensubstanz bestehen, die
sogenannte Faserschicht aus kleinen länglichen Zellen, die
in der Rinde concentrisch angeordnet sind, die Marksub-
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 6G5
stanz dagegen aus grösseren. Die Dreiblättrigkeit ist deut-
lich. Das Mesoderm zerfällt in zwei Schichten, in die
Faserschicht, welche die Rinde bildet und besonders auch
in der Nachbarschaft der Canäle stark entwickelt ist, und
in die Markschicht, welche sich aus rundlichen resp. poly-
gonalen Zellen zusammensetzt. Die Kieselsterne sollen in
Zellen entstehen, und zwar zunächst unter Umwandlung
des Kerns. Es finden sich grosse und kleine, nach deren
Vorkommen man an der ßindenschicht wieder zwei Lagen,
eine gross- und eine kleinsternige unterscheiden kann.
Die Nadeln sollen mit einer aus zwei Zellenschichten be-
stehenden Scheide umgeben sein, von ^denen die äussere
von den Zellen des „Tethya-Gewebes" gebildet wird,
während die innere aus eigenen Scheidenzellen besteht,
welche sich viel stärker färben und viel kleiner sind, als
die Zellen der äusseren Schicht. Die Wassercanäle sind
von Faserzellen, wie von Kreisfasern, umgeben; auf sie
folgen nach dem Lumen zu eckige Zellen in zwei Schichten
(„Gangzellen" genannt) und zuinnerst ein Ueberzug von
„Canalzellen'^ oder „Endothelzellen^'.
Eine Tetractinellide mit radiärem Bau (Tetilla radiata
n. sp.) beschreibt Selenka aus der Bai von Rio de Ja-
neiro (Zeitschr. für wiss. Zool. B. XXXIII S. 467—472
Taf. XXVII.) Der mittelst eines Wurzelschopfs im Schlamm
festsitzende monozoische Schwamm (10 mm) hat eine
birnförmige Gestalt und besitzt ein einfaches Osculum,
dass in einen kleinen, trichterförmigen Magenraum führt.
Dieser strahlt in mehrere (meist 4 mal 2) Radiärcanäle
aus, welche sich in unregelmässige, anastomosirende Ra-
mificationen auflösen. Die kugligen Wimperkammern sind
sehr zahlreich durch das gesammte Parenchym zerstreut,
und je mit einem kurzen zu- und einem abführenden Ca-
nälchen versehen. Die Skeletelemente haben dreierlei
Gestalt. Die einen, welche die Hauptmasse des Skelets
ausmachen und im Wurzelschopf eine bedeutende Länge
erreichen, sind spitzspitze Einachser. Daneben finden
sich radiär ausstrahlende, die Oberfläche durchsetzende
concave Vierstrahler, die als Waffen und Fangapparate
dienen, da an deren Zinken öfters Thierreste aufge-
666 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
spiesst beobachtet wurden, und scbliesslich im Wurzel-
schopf noch lange convexe Vierstrahler. Die Geschlechter
sind getrennt, doch pflanzen sich beide, Männchen so gut,
wie Weibchen, durch abschnürende Knospen fort (s. S. 639).
Durch die Ausbildung von vier Mal zwei Längscanälen do-
cumentirt sich der Schwamm als ein Radiärthier, trotzdem
aber bildet er deshalb noch keine Uebergangsform zu den
höheren Coelenteraten, da die radiäre Symmetrie auf die
Längscanäle beschränkt bleibt, in der Anordnung der
Geisseikammern und in der Beschaffenheit der Körper-
oberfläche aber Nichts aufgefunden wird, was auf ein ähn-
liches Verhalten hinweist. Wahrscheinlich, dass die Ra-
diärsymmetrie eine Anpassung sui generis ist, die eine
gewisse Constanz erlangt hat. In Gesellschaft dieser neuen
Tetilla findet sich noch Tetilla euplocamus 0. Schm. und
Tethya maza n. sp.
Das erste Heft von 0. Schmidt's „Spongien des
Meerbusens von Mexico" (Jena, 1879. 32 Seiten in Folio
mit zwei Tafeln) ist den Lithistiden gewidmet und lehrt
uns eine ganze Reihe neuer Formen resp. Genera kennen.
Verf. folgt in der allgemeinen Anordnung dem Systeme
Zittel's und unterscheidet:
Anomocladinen, die seit dem Jura verschwunden zu sein
schienen, mit dem neuen Genus
Vetulina. Einfache Platten von 0,5 — 2 cm Dicke, ohne beson-
deres oberflächliches Skelet. Die typischen Skeletelemente haben
vier aus einem verdickten Centrum entspringende, an den Enden
gegabelte und hier in einander greifende und verschmelzende Arme.
Vet. stalactües, n. Barbados, 100 Faden.
Tetracladinen:
Sereopsis n. gen. Kurzstielig, birnförmig, Gipfel abgeflacht
mit unregelmässig zerstreuten Mündungen von Vertikalröhren. Keine
Oberflächenkörper, Skeletelemente treffen sich meist regelmässig unter
"Winkeln von 2C, Hauptäste mit einfacher oder doppelter Gablung.
Bim eil a, n. gen. Keulenförmig, Stiel drehrund, Keule bisweilen
etwas breitgedrückt, ganz mit ziemlich regelmässig verlaufenden
spiraligen Längsfurchen bedeckt, die durch Wülste von etwa der-
selben Breite getrennt sind. Auf dem Gipfel münden feine Vertikal-
röhren. Basalstrahlen der Skeletelemente oft fast rechtwinklig zum
Stielstrahl, an ihrer Unterseite mit knopfförmigen Höckern, Rücken
platt. JR. clava n. Habanna, 292 Faden.
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876 — 1879. 667
Collinella n. gen. Birnförmig, Basis verbreitert. Auf dem
Gipfel öffnet sich eine fast bis zum Stiel reichende Magenhöhle.
Aeste der Skeletelemente unregelmässig im Verhältniss zu ihren
Axen, glatt; Axen oft verschwunden, vierstrahlige Anlage dann
völlig verwischt. Coli, inscripta n. Morro light, 292 Faden.
Aus der Discodermia-Reihe sind folgende neue Arten:
Discodermia amphiaster Habanna, D. clavatella (syn. Corallistes
clavatella 0. Schm.) mit Var. nodosa, D. nuceruim Habanna,
121—240 Faden.
Rhizomorinen:
Poritella n. gen. Poren ziemlich gross mit auffallend zackigen
Rändern, keine Oberflächenkörper. Skeletkörper ohne erkennbare
Axen, nur wenig mit einander verflochten; Schwamm lässt sich
drücken. Körper plump, unregelmässig napfförmig. P. decidua n.
verschiedene Localitäten, 100 — 805 Faden.
Suleastrella n. gen. Krustig, ohne Oscula, Poren fein ; stern-
förmig sich vereinigende Furchen. Skeletkörper z. Th. auffallend
dreistrahlig mit finger- oder klauenförmigen Fortsätzen. Daneben
schlanke, stumpf-spitze Nadeln. S. clausa n. Sand-Bay, 129 Faden.
Ä mp hibleptulan, gen. Körper ziemlich unregelmässig, knollig,
Scheitel in einer Vertiefung mit fein verzweigten Furchen und den
Oeffnungen feiner Vertikalröhren. Oscula je eins oder zwei auf
flachen Erhöhungen unregelmässig zerstreut. Skeletkörper höchst
unregelmässig. Anipli. madrepora n. Barbados, 100 Faden, Habanna,
292 Faden.
Siphonidium (syn. Leiodermatium 0. Schm.). Durch über den
Körper hervorragende, auf dem Gipfel die Oscula tragende Röhren
charakterisirt. Körper meist unregelmässig cylindrisch. Skeletkör-
per bilden ein feines, dichtes Deckgeflecht. In der Rindenschicht
ein grünliches Pigment. S. ramosum n. Sombrerro, 240 Faden,
Morro light 212 Faden.
Sclesitoderma n. gen. Flach, napfförmig, dickrandig, ohne
Osculum und grössere Poren. Die Skeletelemente sind in der
Jugend spindelförmig und bilden eine Rindenschicht, im erwachsenen
Zustande unregelraässig und knorrig. Sc. Paccardi n. (Fundort ?).
ÄcicuUtes n. gen. Polsterförmig oder krustig, ein oder einige
Oscula in flachen, theilweise von einer besondern Verschlussmem-
brane bedeckten Vertiefungen. Oberflächliche Schicht von Stabna-
deln, die aus der Cuticula entstehen ; dergleichen auch als Auskleidung
in den Canälen. Skeletelemente sehr knorrig. Äc. Rigginsii n. Ha-
banna, 100 Faden.
Gastrophanella n.gen. Keulenförmig, ohne besondern Stiel-
theil, mit verbreiteter Basis. Poren nur die Maschen des Deckge-
Ä.rcliiv f. Naturg. XXXXVI. Jahrg. 2. Bd. SS
668 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
flechts. Gastralhöhle sehr eng von der Kuppe des Körpers bis fast
zur Basis. Intermarginalräume zu bogenförmig schräg aufwärts
steigenden Röhren vereinigt, münden in umwallten Vertiefungen
theils direct in den Magen, theils spalten sie sich unmittelbar
ausserhalb der Magenwand. G. implexa n., 25° 23' N. 83° 31 S.,
101 Faden; 22° 9' 16" N., 82^ 20' 80" S. 127 Faden.
Setidiumn. gen. Becherförmig, dickrandig, Basis etwas verbrei-
tert; aussen und innen, aber nicht auf dem Rande, zahlreiche, kaum
1 mm hohe Höcker mit einem Bündel von 16 — 18 Borstennadeln, die als
Mundkranz die Oscula umgeben; alle Canäle mit ähnlichen Nadeln
ausgekleidet. Skeletelemente äusserst knorrig und dicht in einan-
der verwachsen. Schwamm im höchsten Grade spröde und steinig.
S. obtectum n. Habanna 128—240 Faden.
Tremaulidium n. gen. Körper krustenförmig, mit drehrund be-
ginnenden und comprimirt endigenden Fortsätzen ; zweierlei Vertikal-
röhren : oberflächliche ohne Oscula kranzförmig um den Fortsatz, in
diesem centrale, die sich z. Th., wie es scheint, mit verschliessbarem
Osculum direct öfifnen. Oberfläche von einer Cuticula überzogen,
die nach Innen röhrenförmige Fortsätze als funktionelle Aequivalente
der Poren entsendet; aus ganz analogen Fortsätzen entwickeln sich
die Nadeln. Tr. geminum n. 25° 33' N. 83° 1' W. 131 Faden.
Im allgemeinen Theile seiner Untersuchung hebt
Schmidt hervor, dass er bei den Lithistiden ein continuir-
liches oberflächliches Zellenlager nicht finden konnte. Nur
bei Aciculites waren in der Umgebung der Oscula Zellen als
Bestandtheile der Oberflächenschicht nachzuweisen. Sonst
zeigt die Körperoberfläche eine structurlose Cuticula und
unmittelbar darunter eine Lage von Zellen, welche sich nicht
berühren, sondern in eine farblose Masse eingebettet sind.
Unter der Intercellularschicht liegt nach innen noch eine
Schicht dichten gelblichen Protoplasmas ; auch sind hier
die Canäle von einer Membran ausgekleidet, die in ihrer
Zusammensetzung mit dem ßadialfasertheile der Oscular-
sphinkteren tibereinstimmt. Geisseizellen waren bei keiner
Lithistide aufzufinden (was natürlich am Erhaltungszu-
stande des Materials liegt). Die stecknadelförmigen und
stumpfspitzen Kieselkörper, die bei vielen Lithistiden im
Innern zwischen den Skeletelementen als Beleg der Wan-
dungen der Canäle, namentlich aber in der Rindenschicht,
vorkommen, wachsen von der Cuticula aus und lösen sich
erst nach völliger Ausbildung von letzterer los. Die An-
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 669
heftuDg geschieht mit dem Nadelkopfe. Dieser ist im
Anfang nicht abgerundet, sondern fast dreiseitig, oben
quer abgestutzt und durch äusserst feine Fortsätze innig
mit der Cuticula verbunden. Bis zur Reife sieht man in
ihm auch feine Striche, die als Porencanäle gedeutet werden
können und den Axenstrang mit der Cuticula verbinden.
Die junge Nadel besteht nur aus organischer Masse. Die
übrigen Skeletkörper entwickeln sich aus einer einfachen
linearen Grundlage, doch so, dass die Zipfel und Aus-
wüchse völlig unabhängig vom primären Centralcanal
ihren Ursprung nehmen. Uebrigens sind die Configura-
tions- Verhältnisse der Skeletelemente auch bei demselben
Individuum oft äusserst schwankend. Auch die Verhält-
nisse des Canalsystems sind nicht der Art, dass sie zu
Gattungsdiagnosen dienen können. Die Individualitätslehre
betreffend constatirt unser Verf., dass in der Spongien-
klasse bei der Wandelbarkeit aller Kennzeichen auch der
Begriff des Organismus als einer begrenzten oder centra-
lisirten Individualität schwindet; an Stelle von Individuum
und Stock tritt die in Organe sich differenzirende Masse.
Die Spongien sind „Zoa Impersonalia".
Durch eine Reihe vorläufiger Mittheilungen macht
uns Wyville Thomson in dem so vielfach schon von
uns angezogenen Reisewerke the Atlantic mit der Spongien-
Ausbeute des Challenger bekannt, die besonders an
Hexactinelliden reich ist. Schwämme, so erfahren wir
durch unsern Verf. (Vol. II pg. 332 u. 343), kommen in
allen Tiefen vor, scheinen aber ihre höchste Entfaltung
zwischen 500 und 1000 Faden zu erreichen. Mit Aus-
nahme der Kalkschwämme sind alle Ordnungen noch in
sehr bedeutenden Tiefen repräsentirt, doch scheinen hier
die besonders auf Kalkfelsen (Vol. I pg. 141) lebenden
Hexactinelliden vorzuherschen, und neben diesen höchstens
noch die Esperiaden, Geodiden und Lithistiden. Die ge-
wöhnlichen Halichondrien und Hornschwämme gehen nur
wenig über die Korallenzone hinaus, werden in dieser aber
in Menge angetroffen. Schon im Atlantischen Ozean
sind Hexactinelliden in einer Tiefe von circa 1000 Faden
(an der portugiesischen und brasilianischen Küste) sehr
670 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
häufig. Charakteristisch bei den Tiefseeschwämmen ist der
Umstand, dass sie gestielt sind oder Wurzelschöpfe tragen.
Eine neue Euplectella wird als U. suherea beschrieben
und abgebildet (Vol. I, pg. 139, Fig. 29). Sie ist 25 cm
lang, hat 5 cm Durchmesser und ist mit unverschmolzenen
Skeletelementen versehen. Die Siebplatte besteht aus
einer netzartig zusammenhängenden gelatinösen Substanz,
die durch Bündel feiner Nadeln gestützt wird. Im Ueb-
rigen gleicht der Schwamm der Eupl. aspergillum in so
hohem Grade, dass W. Th. anfangs glaubte, diesen Schwamm
unter andren Bedingungen vor sich zu haben. Fundort
10 22' N. Br., 260 36' ^. l. Eine zweite mit Hyalonema
verwandte Hexactinellide (Vol. I, pg. 175, fig. 38) bildet
ein neues Genus Poliopogon (P. amadon). Die Form ist die
eines Agaricus, von 60 cm Breite. Beide Oberflächen zeigen
ein zartes Gitterwerk mit quadratischen Maschen. Der
Rand ist mit einem Saum feiner Nadeln eingefasst, während
an der Basis ein grosser Büschel derber, glasartiger Wurzel-
nadeln mit je zwei grossen, comprimirten Ankerhaken steht,
die den Hautnadeln der Synapta sehr ähnlich sind. Lebend
hat der Schwamm ein zart rahmfarbiges Aussehen. Fund-
ort 250 45' N. B., 200 12^ W. L. In der Nähe von St.
Thomas wurde auch ein neues Hyalonema {H. toxeres) ge-
dredgt (Vol. I, pg. 273—277, Fig, 66—59), das anderen
Arten sehr ähnlich ist. Das Oberende des Schwamm-
körpers ist flach concav und mit einem Saume zarter
Nadeln besetzt. Unter dem Namen Ze/'ro^/eZZa f^ecora wird
schliesslich noch (Vol. I, pg. 403, fig. 106) eine dictyonine
Hexactinellide von Bermudas (aus 1600 Faden Tiefe) be-
schrieben, die vielleicht mit Marsh all's Periphragella
synonym ist. Von den zwei Exemplaren war das grösste
120 mm lang, von Gestalt eines spitzen Champagnerglases.
Die Ansatzbasis ist sehr fest, und der centrale Hohlraum
dringt bis in den Fuss. Die Aussenfläche zeigt Spiral-
riffe , während die Innenseite durch tiefe Längsfurchen
und zwischenstehende hohe Riffe ausgezeichnet ist. Das
Skelet besteht aus verschmolzenen Kieselelementen. Aeusser-
lich dem von Aphrocallistes ähnlich, trägt es auf der Innen-
seite ein regelmässigeres Gitterwerk. Die Maschen sind
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 671
voll kleiner Sechsstrahler, die theils frei sind, theils auch
an das Gitterwerk angeschmolzen.
Auf Grund früherer Untersuchungen entwirft W.
Mars hall (Zeitschr. für wissenschaftl. Zool. Bd. XXVII
S. 113— 136) folgendes System der Hexactinelliden:
Hexactinellidae:
Kieselschwämme, deren Hartgebilde fast auschliesslich aus
drei in den drei Dimensionen des Raumes verlaufenden und sich
unter rechten Winkeln schneidenden Röhren gebildet werden.
I. Synauloidae.
Das Lumen der Röhren der verschiedenen Nadeln hängt, wie
diese selbst, continuirlich zusammen, so dass das ganze Gitterge-
webe des Schwammes von einem gleichfalls zusammenhängenden
Röhrensystem durchzogen ist.
Genus : Sclerothamnus Marsh. Species : Sc. Clausii.
IL Asynauloidae.
Das Lumen der Schenkel verschiedener Nadeln hängt nie zu-
sammen, jede Nadel ist, was den Centralfaden betrifft, ein selbst-
ständig entwickeltes Individuum. Wo sich Gitterwerke finden, sind
sie das ausschliessliche Resultat der vom Syncytium abgeschiedenen
geschichteten Kieselsubstanz.
a) Monakidae.
Es findet sich nur eine Nadelform, der reine Sechsstrahler.
Genus: Eurete Semp. Species: E. simplicissima.
b) Pleionakidae.
Hauptmasse des Skelets besteht aus reinen wohlentwickelten
Sechsstrahlern, daneben Besengabeln oder Rosetten, oder beide zu-
sammen. In den Maschen des Skelets herrscht die cubische
Form vor.
* Nadeln unverschmolzen.
Genus: Lanuginella 0. Schm, (L. pupa), aberranteForm: Asko-
nema P. Kent (A. setubalense).
** Ursprünglich freie Nadelformen, durch vom Syncytium abge-
schiedene Kieselsubstanz zu Gittern verschmolzen.
Gen. Farrea Bwb. (F. occa), Dactylocalyx Stillbury (D. pumiceus,
D. crispus). Periphragella Marshall (P. Elisae), Aulodictyon S. Kent
(A. facundum), aberranteForm: Fieldingia S. Kent (F. lagettoides)
Aphrocallistes Gray (A. Beatrix, A. Bocagei).
672 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
c. Pollakidae.
Hexactinelliden mit zahlreichen Nadelformen, mit besonderem
Dermalskelet und Auskleidung der Magenhöhlungen ; meist mit eigen-
thümlichen, die Befestigung vermittelnden Schopf- oder Wurzel-
nadeln. In den Maschen, besonders des Dermalskelets, herrscht die
einfach quadratische Form vor.
* Holteniadae.
Dermalskelet aus Kreuznadeln und Fünfstrahlern, Hautporen-
verschluss durch Tannenbäumchen. Oscula nackt. Wurzelschöpfe
unregelmässig. Rosetten sechsstrahlig mit geknöpften Radien.
Gen. Holtenia 0. Schm. (H. Pourtalesii), Crateromorpha Gray
(Cr .Meyeri), Rossella Carter (R.velata, antartica,philippinensis), Sympa-
gella 0. Schm. (S. nux); aberr. Placodictyon 0. Schm. (PI. cucumaria).
** Euplectellidae.
Pollakide Hexactinelliden von Röhrenform, monozoisch. Oscu-
lum mit einer Siebplatte geschlossen, im Wandungsgewebe Längs-,
Ring- und Spiralbündel. Dermalskelet besonders aus Sechsstrahlern
gebildet, zwischen denen die kleineren Hautporen; grössere auf
kraterförmigen Erhöhungen des Wandungsgewebes. Ausserdem an-
sehnliche, direckt in die Leibeshöhle führende, durch compassförmige
Nadeln verschliessbare Dermalostien. Rosetten von der floricomo-
hexaradiaten Form.
Gen. Euplectella Owen (Eupl. Owenii, E. aspergillum), Habro-
dictyon W. Thoms. (H. speciosum).
*** Hyalonematidae.
Monozoische oder polyzoische Pollakiden. Oscula mit wohl
differenzirten Peristomapparaten, Wurzelschöpfe meist regelmässig,
Dermalskelet grösstentheils aus Vier- oder Fünfstrahlern gebildet.
Verschluss der Hautporen oft auch der Oscula, durch Tannen-
bäumchen. Charakteristische (Rosetten-) Nadeln, Doppelschirme oder
s. g. Amphidisken. Magenhohlräume mit Fünf- oder Sechsstrahlern.
Gen. Labaria Gray (L. hemisphaerica), Pheronema Leidy (Ph.
Annae, Carpenteri, Grayi), Semperella Gray (S. Schultzei), Hyalonema
Gray (H. cebuense, Thomsonis, Sieboldii).
Entgegen seiner frtilieren Meinung ist übrigens Mars-
liall (AmtL Bericht S. 50 Versamml. deutsch. Naturf. und
Aerzte Mtinch., S. 187) später zu der Ansicht gekommen,
dass Euplectella eine polyzoische Spongie sei. Der innere
Hohlraum könne keine Magenhöhle sein, da in ihm jede
Spur der die Magenräume der pollakiden Hexactinelliden
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 673
stets auskleidenden Gastralnadeln fehle. Die auf den Spi-
ralriffen auftretenden prononzirten, mit einer grösseren
Oeffnung versehenen Erhöhungen seien als einzelne Per-
sonen aufzufassen. Sie seien innen hohl, conimunicirten
mit einander und würden von feinen Sechsstrahlern ausge-
kleidet. Die Siebplatte sei ein Pseudostom-Apparat, die
grosse von Krebsen bewohnte Höhlung ein Pseudogaster,
wie etwa der Innenraum von Pyrosoma.
lieber ,, philippinische Hexaetinelliden" machen Mar-
shall und Meyer Mittheiluug (Mittheil. Königl. Zool. Mus.
Dresden, Heft II S. 263-279, Taf. 24 u. 25.) Neue Spe-
cies werden beschrieben : Myliusia Zitteliiy Aulodictyon
costiferum, intermedium (syn. Eurete farreopsis Cart.) und
ein neues Genus Ryalocaulus, polyzoisch, von Keulenforn,
mit einem Gitterskelet, das aus verschmolzenen Sechs-
strahlern gebildet ist. Im Basaltheil praeponderiren un-
regelmässige Sechsstrahler, im übrigen Körper Einaxer.
Daneben als freie Nadeln noch lange Einaxer in der Keule
und reguläre kleine Sechsstrahler. Der Schwamm lebt para-
sitisch auf Euplectella und benutzt die Kieselsubstanz des
fremden Skelets zum Aufbau des seinigen. Die Laternennadeln
bei Myliusia sind anfangs unverschmolzene Sechsstrahler
mit ganz platten Schenkeln, ohne blätterige Structur und
mit Centralkanälen, welche an den Spitzen offen sind. Diese
schliessen sich zunächst, dann entwickeln sich auf den
Nadelschenkeln Deckschichten, die vor der Kreuzungsstelle
der Axen aufhören, so dass das mittlere Axenkreuz ledig-
lich aus Axencylindern besteht. Die centralwärts gelegenen
Endstellen der Decksubstanz wuchern und verbinden sich
durch Kieselbrücken mit ihren Nachbarn der Art, dass
endlich jeder Nadelstrahl centralwärts mit seinen vier Nach-
barn durch schräge Kreuzschenkel vereinigt ist. Auf diese
Weise entsteht ein Octaeder mit Kieselaxen und Kiesel-
kanten: die Laternennadel. Wo die Kieselkanten noch
weiter wuchern, kann der Octaeder schliesslich dichte
Wandungen von Kieselsubstanz erhalten.
Sollas beschreibt (Journ. roy. Mic. Soc. Vol. II, pg. 122,
Taf 5 — 8) eine neue Varietät von Dactylocalyx pumiceus
und giebt eine genaue Analyse ihrer Skeletelemente.
674 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
Ebenso beschreibt Carter die Skelettheile einer
neuen Eurete (Eur. farreopsis] von den Philippinen
(Ann. and Mag. of nat. bist. 1876, Vol. XIX, pg. 121—131
Tafel 9). Er unterscheidet ausser Skelet- und Fleisch-
nadeln noch eine dritte Nadelart, die er als „sub-
skeleton-spicules" bezeichnet. Die Skeletnadeln sind sechs-
strahlig, ganz gedornt, die „subskeleton-spicules" theils
spitzspitze mit Widerhaken, die nach einer Richtung zu-
rückgebogen sind, theils Besengabeln mit 4 Zinken, während
die Fleischnadeln als sechsstrahlige Rosetten erscheinen,
deren Strahlen sich am Ende wie bei Euplectella en fleur-
de-lis auflösen. Ausserdem macht Verf. noch einige Detail-
Mittheilungen überMyliusia Grayi Bwbk. von St. Vincent,
West-Indien.
Das Genus Farrea wird von Bowerbank (Proc.
zool. Soc. Lond. 1876 pg. 535—540, Taf. 56 u. 57) um
drei neue Species vermehrt: F. inermis Westindien (?), F.
perarmata Westindien und F. irregularis von Algier. Da-
neben noch Beschreibung einer neuen Art von Deanea, D.
favoideSj wahrscheinlich auch von Westindien.
JJnter ö.Qm'Hsimen Dendr ospongia Steerii beschreibt
James Murie eine Schwammform, die, wie er am Schluss
seiner Arbeit (Transact. Linn. Soc. Lond. Ser. II, Zoolog.
Vol. I pg. 219—234, Taf. 36 u. 37) selbst hervorhebt, mit
Marshai l's Sclerothamnus Claussi identisch ist. Während
aber das Exemplar des letztern von unbekanntem Fund-
orte und, einer alten Sammlung entnommen, stark be-
schädigt war, stammt das neue aus dem engen und tiefen
Kanal zwischen den Philippinen-Inseln Negros und Cebu
aus einer Tiefe von 400—600 Fuss und ist ausgezeichnet
schön erhalten. Die Aeste sind hier mit einer Reihe von
Manschetten besetzt, die mehr oder weniger vollständig in
einander übergehen und eine Art continuirlicher Spirale
darstellen, so dass dieselben einzeln mit den Hörnern der
Antilope cervicapra eine grosse Aehnlichkeit haben. Diese
Manschetten bestehen aus langen parallel gelegenen Nadel-
bündelu, die zur Axe der Aeste senkrecht stehen. Ober-
flächlich sind dieselben mit einem Netzwerk feiner Nadeln
wie überreift. Zwischen den Manschetten fehlen die langen
in d. Natui'gesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876 — 1879, 675
horizontalen Nadelbifndel. Hier liegen auch die zahl-
reichen Oscula und Poren, tiberzogen von einem feinen
Nadelnetzwerk mit rechtwinkligen Maschen.
V. Willemoes-Suhm erwähnt in seinen letzten
Briefen von der Challenger-Expedition einer Reihe von
Spongienfunde. So wurden (Zeitschr. für wiss. Zool. Bd.
XXYI S. XLVII-LVIII) bei den Key-Inseln in einer
Tiefe von 129 Faden Hyalonema, grosse Holtenien und
Aphrocallistes gedredgt; auf der Fahrt von den Aru-Inseln
nach Hongkong und von da nach Manilla bei 360 Faden
Aphrocallistes und bei 375 Faden Farrea und Hyalonema.
Euplectella lebt (ebend. S. LXXIII ff.), obwohl den Tief-
seeformen zugehörig, bei den Philippinen an ziemlich flachen
Stellen (100 Faden), und mit ihr, merkwürdiger Weise,
noch eine Anzahl anderer Thierformen, die sonst gleich-
falls grosse Meerestiefen zu bewohnen pflegen. .
Auch Payer macht (Austrian arctic voyage London
1876 Vol. II p. 53) Mittheilungen über das Vorkommen
von Hyalonema. Nicht gesehen.
Hyalonema longissimum Sars und Thecophora ibla
Wyv. Th. werden von Smith und Harger auch an der
St. Georg' s Bank aufgefunden. Transact. Connect. Acad.
T. III p. 55.
A. Hyatt macht (Mem. ofBost. Soc. Nat. Hist. 1877,
Vol. II, part IV, pg. 11-84, Taf. 15—17) die Horn-
schwämme zum Gegenstand einer eingehenden systema-
tischen Untersuchung, der manchfache Excurse über hori-
zontale und verticale Verbreitung (mit steter Berücksich-
tigung der Temperaturverhältnisse des Wassers etc.) hinzu-
gefügt werden. Verf. entwirft folgendes System:
Unterordnung Sponginae.
Farn. Spongiadae:
Genus: SpongiaAuct. = Euspongia Bronn, Cacospongia 0. Schm.
Species; S. officinalis Linn, mit der Subspecies mediterranea,
S. tubuUfera von Key West, Nassau, West-Ind. Sp. discus D. et M.
Australien, Sp. Ugnea u. sp. Neu Süd-Wales, Sp. graminea n. sp.
Key West, Sp. equina 0. Schm. (mit den Subspecies gossypina Key
West und Nassau, West-Ind., Sp. meandriniformis ebendaher, dann
von Havanna, Fernando Noronha und Mauritius, Sp. cerebriformis
676 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
Amerikas Ostküste von Florida südwärts), Sp. agaricina Pallas (mit
den Subspecies dura Bahama Inseln, Sp. punctata Nassau, Sp. cor-
losia ebendaher), Sp. vermiculata D. et M. Florida, Teneriffa (mit
den Subspecies mollicula von Zanzibar, Sp. Cookii ebendaher, Pacifik),
Sp. lapidescens D. et M. Havanna, Bermuda (mit den Subspecies
dentata Havanna, Mauritiana, Mauritius, Stille Südsee).
Genus: Stelospongos 0. Schm.
Species : St. Maynardii n. sp. Key West, St. levis n. sp. Pacifik,
Australien, St. friahüis n. sp. Zanzibar, St. cribriformis n. sp. West-In-
dien, St. Pikei n. sp. Mauritius, St. intertextus n. sp. Mauritius.
Genus: Spongelia Nardo = Dysidea Johnston p.p., Spongionella
Bwbk,, Cacospongia 0. Schm. p. p.
Species: Sp.incerta n. sp. Australien, C. velata n. sp. Zanzibar,
C. dubia n. sp. Bay von Biscaya, Florida, G. cana n. sp. Noronha
Pernambuco, C. spinosa, n. sp. Florida, C. Farlovii n. sp. Australien,
C. rectilinea, n. sp. Australien, C. pälmata, n. sp. Pacifik, Australien,
C. enormis n. sp. Mauritius, C. anceps n. sp. Herkunft unbekannt,
C. ligneana n. sp. Zorritos, Peru, C. Kiskii n. sp. Australia.
Fam. Phyllospongiada. Blätterige Stöcke, deren Fasern
von einer centralen Masse oder von einer Lage unregelmässigen
Faserwerks ohne charakteristische Hauptfasern nach einer oder nach
beiden Seiten radiär ausstrahlen. Die secundären Fasern können sehr
regelmässig oder höchst unregelmässig sein, oder ganz fehlen. Am
meisten gleichen sie denen der Spongelien, sind aber weniger elastisch.
(jQnn^'.Carteriospongia gen. nov. Unregelmässig, mit zahl-
reichen blattartigen Aesten, die häufig anastomosiren. Scheinbar
eine solide Masse darstellend , wird die blattartige Structur bei
näherer Untersuchung deutlich. Fasern mittelstark, wie von Spongia,
nach der Art wie bei Spongelia angeordnet, sehr regelmässig.
Species: C, Otahitica (syn. Spongia otahitica Esper) Zanzibar,
C. radiata, n. sp. Madagaskar, Zanzibar, Madagascariensis n. sp.
Madagascar, C. vermifera, n. sp. Australien, C. perforata, n. sp. eben-
daher, G. mystica n. sp. (? Carteriospongia) ebendaher.
Genus : Phyllospongia Ehlers.
Species : Ph. papyracea Ehlers, Kap der guten Hoffnung.
Fam. Hirciniadae.
Genus: Dysidea Johnst. = Spongelia 0. Schm. et Bwbk. p.p.
Species: D. fragilis Johnst. Zanzibar, Bai von Biscaya.
Genus: Hircinia Nardo = Filifera Lieberk., Sarcotragus 0. Schm.,
Polytherses D. et M.
Species: H. campana Nard. Florida, Westindien, H. arbus-
culum 0. Schm. Kingsmills Inseln, H. acuta n. sp. Florida, West-
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 677
Indien, H. cartilaginea Esper Florida, H. purpiirea Hyatt (syn.
Rubeni D. et M.) Florida, Pacifik.
Farn. Ceratelladae:
Genus: Ceratella Gray (c. Dehitella Gray).
Species: C. labyrintMca n. sp. Mauritius.
Von einer ganzen Reihe der Arten und Unterarten sind noch
besondere Varietäten unterschieden.
Die Aplysiniden bilden den Gegenstand der vierten
spongiologischen Mittbeilung F. E. Schulze 's (Zeitschr. f.
wiss. Zool. Bd. XXX S. 379-420 Taf. XXI- XIV.) Unter-
sucht wurden 4 Arten, von denen zwei (neue) ein Gen. n.
Aplysilla bilden, das dadurch charakterisirt erscheint,
dass seine Arten unregelmässig gestaltete Krusten von meist
geringer Höhe (6 — 10 mm), seltener höhere Polster oder
Klumpen auf festen Körpern, Steinen etc. bilden. Die eine
Art {A. sulfiired) ist schwefelgelb, die andere {A. rosea) blass-
rosa, beide häufig bei Triest. Das Ectoderm überzieht
als einschichtige Lage 4—6 eckiger, platter Zellen mit
rundem Kern und kleinen, glänzenden Kernkörperchen die
ganze Oberfläche und alle Canäle des Schwammes mit
einziger Ausnahme der Geisseikammern. Wird dasselbe
beschädigt, so scheint sich statt seiner ein zartes ab-
hebbares Häutchen, eine cuticulare Abscheidung des
Grenzzellenlagers, zu bilden. Das Grundgewebe des Meso-
derms gleicht (besonders bei Aplysilla) dem gallertigen
Bindegewebe der Wirbelthiere. Zwei Schichten lassen
sich unterscheiden, eine äussere, oberflächlich und in Um-
gebung der Wassercanäle gelegene, helle Lage, die ohne
scharfe Grenze in die zweite dunkelförnige Schicht, welche
die Umgebung der Geisselzellen bildet und durch zahl-
lose, stark lichtbrechende Körnchen ausgezeichnet ist, über-
geht. In der structurlosen Grundsubstanz der erstem
finden sich sternförmige, seltener spindelförmige Zellen
mit langen, bisweilen verästelten Ausläufern, die häufig
mit den benachbarten Zellen anastomosiren. Meist sind
die Ausläufer unregelmässig angeordnet, aber an gewissen
Stellen (am massigsten am Rand der Oscularöffnungen,
auch an den Poren, besonders überhaupt in der äussern
Rindenschicht) nehmen sie einen mehr spindelförmigen
678 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
Charakter an und ordnen sich .in parallele Züge und
Bündel, oft wie zu Sphinkteren. Weiter finden sie sich in
der Innenwand der Wassercanäle mit Ausnahme der alier-
engsten. Muskelfasern möchte S. diese Gebilde nicht nennen,
obwohl sie als solche funktionjren, da er den Begriff
„Muskelfaser" mit Haeckel nur auf solche Zellen resp.
Zellenfusionen beschränkt wissen will, die mit Nerven-
fasern in Verbindung stehen. Aus diesem Grunde schlägt
Verf. den Namen contractile Faserzellen vor. Daneben treten
noch amöboide Wanderzellen auf und eine eigenthümliche
Art unregelmässig rundlicher Körper, die eine intensiv
schwefelgelbe Farbe besitzen, dieselbe, welche auch dem
lebenden Schwämme zukommt, beim Absterben desselben
aber einer tief blauen Platz macht. Durch Essigsäure, Aether
und Alkohol wird der gelbe Farbstoff ohne Aenderung der
Farbe gelöst. Im Innern enthalten die Körper einen bläschen-
förmigen Zellkern und eine Anzahl kleiner, kugliger, hya-
liner Gebilde. Die Reaction auf Stärke hat F. E. Schulze
nicht gemacht; würde sich die Anwesenheit derselben er-
geben, so wären die Körper, die übrigens nur bei A. sul-
furea erwähnt werden, trotz ihres constanten Vorkommens
vielleicht doch nur Parasiten, so dass dann möglicher
Weise ein ähnlicher Fall von Symbiose vorliegt, wie bei
den Hircinien und ihren sog. Hornfädchen. Weiter finden
sich im Mesoderm noch äusserst feine, glatte, wenig licht-
brechende Fasern, die besonders in der Nähe der Wasser-
canäle und in der Rindenschicht bündelweise in verschie-
dener Richtung verlaufen. Die Hornfasern des Skelets
die (in frischen Schwämmen) drehrund sind, lassen eine
Markmasse und eine Rindensubstanz unterscheiden, welche
bei jüngeren Fasern weit dünner ist, als bei alten. Das
Mark, eine halbweiche Masse von schwach graugelblicher
Färbung, besteht aus einer hyalinen Grundsubstanz mit zahl-
reichen fadenförmigen Zügen einer das Licht etwas stärker
brechenden Materie, die, durch Querfasern verbunden, ein
äusserst feines Netzwerk darstellen. Obwohl die lamellösen
Faserwandungen zunächst durch Apposition vom umgeben-
den Mesoderm her wachsen, ist doch auch eine Vergrösse-
rung durch Intussusception nicht völlig ausgeschlossen. Die
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 679
Geisseikammern zeigen je nach dem FüUungs- und Aus-
dehnungsgrad des Wassercaualsystems ein verschiedenes
Aussehen. Ist dasselbe collabirt, so sind sie oft gänzlich
geschlossen. Im gefüllten Zustande besitzen sie einen stumpf
abgerundeten Pol, in den die zuführenden Canäle einmünden,
und einen verschmälerten, der in den abführenden Canal
übergeht.
Unter dem Namen Aplysina pedicellata führt Hyatt
(Proc. Acad. Nat. Sc. Philadelph. 1878, pg. 163-164,
Taf. 1) einen Hornschwamm von unbekanntem Fundort
auf, dessen Zugehörigkeit zum Genus Aplysina durch die
Anwesenheit zahlreicher Fremdkörper in den Hauptfasern
zweifelhaft erscheint.
Die Gattung Spongelia; welche F. E. Schulze in
seiner sechsten Mittheiluug über den Bau und die Ent-
wickelung der Spongien (Ztschr. f. wiss. Zool. B. XXXII
S. 117—157, Tfl. V— VIII) behandelt, hat einfache grosse
Geisseikammern, welche, mit zahlreichen Poren versehen,
eine weite, runde Ausgangsöffnung besitzen, mit der sie in
einen ableitenden Canal direct ausmünden. Dabei entbehrt
der Schwamm in der Grundsubstanz des die Geisseikammern
umgebenden Bindegewebes der stark lichtbrechenden
Körnchen. Die Hauptfasern derselben zeichnen sich durch
reiche Sandeinlagerung aus, während die in der Regel vor-
handenen Verbindungsfasern entweder ebenfalls mit Fremd-
körpern durchsetzt oder von solchen mehr oder minder frei
sind. Schliesslich entwickeln sich auf der ganzen Oberfläche
des Schwammkörpers, mit Ausnahme der Oscularbezirke,
V2 — 8 mm hohe und ebensoweit auseinanderstehende Er-
hebungen (conuli). InderAdria unterscheidet Verf. 4 Art.:
Sp. avara 0. Seh., Sp. pallescens Seh. mit zwei Subspecies
(Sp. fragilis und elastica), Sp. elegans Nardo und Sp.
spinifera n. sp., theils durch die in einfache dornartige
Spitzen auslaufenden langen Conuli charakterisirt, theils
auch dadurch, dass zwischen den sandreichen, einfach
verzweigten Hauptfasern keine Verbindungsfasern sich
ausspannen, das Skelet also auch kein Netzwerk bildet.
Diese vier Arten werden nun nach einer eingehenden
geschichtlichen Einleitung in Bezug auf ihre macro-
680 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
scopischen und microscopisclien Eigenthümliclikeiten ein-
gehend besprochen. Dabei erfahren wir zunächst, dass die
bald einfachen, bald mehrzackigen Conuli bei Sp. avara
2 — 5 m hoch sind und etwa 3 — 6 mm auseinander stehen.
Die Haupt- und Nebenfasern des Skelets bilden ein ziemlich
verworrenes Netzwerk und bestehen zum grössten Theil
aus Fremdkörpern, welche von einer lammellösen Horn-
substanz überzogen sind. Die Beschaffenheit des Materials
richtet sich nach äussern und innern Faktoren (Strömungen
des Wassers im Spongienleib, Zufuhr, Grösse der Fremd-
körper u. s. w.) und ist keineswegs durch eine Prüfung und
Auswahl von Seite des Schwammes bedingt. Die rund-
lichen Dermalporen führen in unregelmässige Subdermal-
räume, welche zahlreiche verästelte Canäle nach innen ab-
geben, die dann ihrerseits mit den sackförmigen Geissei-
kammern in Zusammenhang stehen. Die letztern münden
mit grosser Oeffnung direct in die abführenden Canäle,
die sich allmählich in grösseren Räumen sammeln und
schliesslich in die weiten, mit einem Sphinkter artigen
Diaphragma am Mund umgebenen Magenräume tibergehen.
Die Conuli von Sp. pallescens, die in zwei Subspe-
cies (Sp. fragilis, deren Fasern sämmtlich sandhaltig
sind, und Sp. elastica, deren tangentiale Zwischenfasern
der Einlagerungen entbehren) mit einer Anzahl Varietäten
zerfällt, sind nur 1 — 3 mm hoch, mit einfachen Spitzen,
welche 1 — 3 mm aus einander liegen. Sp. elegans ist eben
sowohl durch die in dichter Menge neben einander stehen-
den niedrigen Conuli ausgezeichnet, wie dadurch, dass die
Oscula keine terminale Lage besitzen, sondern an den
Seiten der Zweige angebracht sind. Die Hauptfasern sind
sandreich, in den Axen der Aeste zu Bündeln vereinigt,
die Verbindungsfasern aber ohne Fremdkörper, oder nur
sehr spärlich damit ausgestattet. Betreffs der feinern
anatomischen Verhältnisse gilt für alle Arten dasselbe.
Alle haben eine die Oberfläche und das Innere des Canal-
systems mit Ausschluss der Geisseikammern überziehende
„Zellenschicht' ^ (eine Bezeichnung, welche Seh. an Stelle
von Ectoderm vorschlägt) mit platten polygonalen Zel-
len, und eine Bindesubstanzschicht (= Mesoderm), die
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 681
allentlialbeD, auch in der Nachbarschaft der Geisselkammern,
(abweichend von den eigentlichen Spongiden) gleichmässig
hyalin ist und der lichtbrechenden Körperchen entbehrt.
Neben den Bindegewebskörpern, die eine spindel- bis stern-
förmige Gestalt haben, treten in der gallertigen Grund-
masse klumpige, den amöboiden Wanderzellen von Aplysilla
u. a. entsprechende Zellen auf. In den Wandungen der
Hauptcanäle, wie in den Maschen der Haut findet man
noch lange spindelförmige Elemente, die contractu sind,
indessen bei Mangel eines Nervensystems nicht als Muskeln,
sondern nur als contractile Faserzellen bezeichnet werden.
Die Kragenzellen sind im Grundtheil mit violetten oder rothen
Pigmentkörnchen erfüllt, die auch dem ganzen Schwamm
seine Färbung geben. Für Sp. pallescens constatirte Verf.
noch die Anwesenheit zweier parasitischer Algen , einer
roseurothen Floridee, welche im Hornskelete vegetirt,
und einer Phycochromacee (Oscillaria spongeliae Seh.),
welche die Weichtheile bewohnt und schon bei den Em-
bryonen in der Bindesubstanz aufgefunden wird.
Die siebente spongiologische Mittheilung Fr. E.
Schul ze's (Zeitschr. für wissensch. Zool. Bd. XXXII, S.
593—660, Taf. XXXIII— XXXVIII) handelt über die Fa-
milie der Spongiden. Diese Familie beschränkt sich auf
diejenigen Hornschwämme, bei denen die Geisseikammern
halbkugelig und klein, mit besonderem Ausführungsgang
versehen und von einem körnchenreichen Bindegewebe
umgeben sind, das Skelett aber aus einem Netze concen-
trisch geschichteter solider Fasern besteht, die hier und
da wohl fremde Körper, aber niemals eigene Kieselbil-
dungen einschliessen. Die geknöpften Hornfäserchen (Fi-
lamente) der Hirciniden fehlen beständig. In die so um-
grenzte Familie gehören mit Sicherheit die Gattungen
Euspongia Bronn, Cacospongia 0. Schm., Phyllospongia
Ehlers, Carteriospongia Hyatt und Stellospongia 0. Schm.
Gleich den übrigen Schwämmen bestehen auch die Spon-
giden aus Ectoderm, Mesoderm und Entoderm, aus drei
Gewebsschichten, für welche Verf. jedoch, da ihre Homo-
logien noch nicht mit Sicherheit erkannt sind, jetzt die
Namen: äussere Zellenschicht, Bindesubstanzschicht und
682 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
Kragenzellenschicht in Anwendung bringt. Die erstere ist
von derselben Beschaffenheit wie bei andern Schwämmen,
auf der Oberfläche nur mit Schwierigkeit nachweisbar, und
in manchen Exemplaren von Euspongia officinalis von
einer zarten, structurlosen Cuticula tiberdeckt. In der
mittlem Schicht finden sich ausser den bekannten zelligen
Elementen noch rundliche Stränge von 0,1 — 0,3 mm Durch-
messer, glänzendweisser Farbe und zweifelhafter Funktion.
Vermuthlich sind dieselben jedoch blosse Modificationen
der contractilen Faserzellen. Ihr Vorkommen zeigt
übrigens einen grossen Wechsel, indem sie nicht selten
völlig fehlen, in andern Fällen aber sehr zahlreich vor-
handen sind. Am häufigsten sind sie neben den Oscular-
gängen, an denen sie oftmals förmliche Züge bilden. Wo
sie mehr einzeln liegen, zeigen sie eine reiche Verzweigung,
auch hier und da eine Anastomose.
Auf der Naturforscher- Versammlung zu München 1879
(Amtl. Bericht S. 187) legt W. Marshall einen neuen,
aus der Bass-Strasse stammenden Hornschwamm vor, der
zur Gruppe der Spongelien gehört und sich (an 4 fast
ganz gleichen Exemplaren) constant durch sein sehr
merkwürdig entwickeltes Intercanalsystem und einen von
diesem gebildeten Pseudogaster auszeichnet. Der Schwamm
erhält den vorläufigen Namen Geratodendr on Haeckelii.
Auch Schulze beschreibt in der achten, sonst den
Hir einladen gewidmeten Mittheilung über den^Bau und
die Entwicklung der Spongien (Zeitschr. f. wissensch. Zool.
Bd. XXXIII S. 3—38, Taf. I— V), einen, wie es scheint,
zumeist mit Cacospongia verwandten neuen Hornschwamm
aus Lesina, der sich freilich durch den Mangel eines eigent-
lichen Fasernetzes von den übrigen verwandten Formen
in sehr auffallender Weise unterscheidet. Verf. bezeichnet
diQu^QVoQn 2^^ ölig oce ras collectrix und schildert das neue
Gen. in folgender Weise.
Gen.n. Oligoceras Schulze. Der Schwamm bildet corapakte,
kuchenförniige oder unregelmässig gestaltete Massen. Die Ober-
fläche ist grösstentheils von Fremdkörpern, Muschelschalen etc. in-
crustirt, tief sammtschwarz, meist glatt, hier und da aber mit Höckern,
den Conuli andrer Schwämme entsprechend und als solche zu be-
in d. Naturgesch. d. nied, Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 683
zeichnen. Die Bnichfläche der für einen Hornschwamm sehr zer-
brechlichen Spongie erscheint namentlich durch zahlreiche einge-
backene Fremdkörper manchfachster Art sehr unregelmässig; sie ist
weiss mit gelblich rothem Schimmer. Ein eigentliches Hornfasernetz
fehlt; es finden sich einzelne hirschgeweihähnliche, nur hier und da
durch Anastomosen verbundene rundliche Fasern mit eingeschlossenen
Fremdkörpern in der Achse, deren äusserste, sich verjüngende
Enden bis in die Cornuli hineinragen. Die Bindesubstanz ist, abge-
sehn von den eingelagerten Fremdkörpern, gleichmässig hyalin, und
um die Geisseikammern herum finden sich die zahlreichen, stark
lichtbrechenden Körnchen. Das Arrangement des Gastrovaskular-
Systems ist wie bei Cacospongia. Die Form scheint, trotz des nur
mangelhaft entwickelten Hornskelets, dem Genus Cacospongia nahe
verwandt.
Von den (durch 0. Schmidt) aus der Adria be-
schriebenen Arten des Gen. Hircinia Nardo (=^ Sarcotra-
gU,s Schm.) kann unser Verf. nur vier anerkennen : H.
spinulosa, H. foetida, H. muscarum und H: variahilis
Schulze, eine Art, in welche die von Schmidt auf
zweifelhafte Charaktere hin aufgestellten H. dendroides,
H. typica, H. flavesceus, H. hirsuta, H. hebes und H. varia-
hilis zusammengezogen werden. Sie charakterisiren sich
sämmtlich durch das reichliche und gleichmässige Vor-
kommen der sog. Filamente. Die äussere KörperbeschafPen-
heit freilich ist äusserst variabel: bald sind es Krusten,
bald massige Stöcke, mit wenig bestimmtem Verhalten von
Magen und Mund und mit schwankendem Sandgehalte der
Rindenschicht. Das Gastrovaskularsystem schliesst sich
eng an das der Spongiaden an, und ebenso sind auch die
histiologischen Details bis auf die Filamente sehr ähnlich.
Was nun diese letzteren betrifft, so ist Verf., obwohl es
ihm nicht gelang, die Algennatur derselben ausser Zweifel
zu stellen, doch der Ansicht, dass sie nach Bauart, Lagerung
und chemischer Beschaffenheit wirklich, wie Carter will,
Fremdlinge und nicht Producte des Schwammorganismus
sind. Isoliren kann man sie durch Maceration von frischen
Schnittst itcken mit 10% Salzsäure und nachheriges Aus-
waschen. Eine glatte häutige Scheide umschliesst an ihnen
eine, in den Endanschwellungen geschichtete Markmasse;
sie sind sehr stickstoffhaltig (9,2 7o der Masse) und gegen
Alkalien äusserst widerstandsfähig.
Archiv f. Naturg. XXXXVI. Jahrg. 2. Bd. TT
684 Leiickart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
Auch 0. S c li m i d t konnte die Fibrillen der Fili-
feren (Zeitschr. für wiss. Zool. Bd. XXX, pg. 661-662)
isoliren und constatiren, dass dieselben 1,4 — 1,6 mm lang
und an beiden Enden mit kugeligen Anschwellungen von
0,008- 0,01 mm versehen sind. lieber die Bedeutung der-
selben kam Verf. nicht in's Reine.
Unter dem Namen Kallispongia führt Perceval
Wright ein doch wohl recht zweifelhaftes Geschöpf in die
Wissenschaft ein (Proc. ofRoy. Irish x\cad. Ser. II, Vol. 2,
pg. 113 — 116, mit einer Tafel). Die Diagnose dieses neuen
Genus lautet:
KallispongiaF.Yfr. Sponge-substance keratose, consisting of
three distinct and well marked portions; firstly, a small basal disk;
secondly, an elongated stem, on the suranit of which expands the
third portion or capitulum. The disk is button-shaped, flat, and is
formed of an irregulär horny framework, twice to three times as
broad as the stem. The stem varies in height, and presents the
appearances in some cases of a series of margined rings, some
twenty in number, fastened together one on the top of the other;
in others the margins of the rings will be more prominent, and
the bodies of the rings will be, as it were, more deeply sunk;
the horny framework is of a latticed character, the longitudinal
lines very prominent. The more or less spherical head portion has
an indication of being divided into four nearly equal parts, the
open Space between these leading into the body-cavity of the sponge;
the framework is here densely reticulated. K. Ärcheri, n. sp. 2 — 3 mm
in height. Coasts of Australia.
Metschnikoff macht in den schon oben (S. 616)
angezogenen „spongiologischen Studien" (Zeitschr. f. wiss.
Zool. XXXII. Bd. pg. 349—387, Taf XX-XXIII) Mit-
theilungen über die Anatomie von Ascetta, und constatirt
zunächst den in der Gruppe des Asconen besonders deut-
lichen Epithelüberzug (das Ectoderm). Ein frisch mit
Essigsäure behandeltes Schwammstück zeigt an Zupfprä-
paraten die Gesammttheile der Ectodermzellen am deut-
lichsten. Die isolirten Zellen sollen den Elementen aus
der Oberfläche der menschlichen Zimge gleichen, nur be-
deutend kleiner sein. Bei den Olynthusformen von Ascetta
blanca ist das Ectoderm noch stärker und gewöhnlich in
Gestalt eines Cylinderepithels oder als eine Mittelform
in d. Naturgescb. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 685
zwischen diesem und dem Plattenepithel entwickelt. Das
Mesoderm tritt am schönsten bei Ascetta clathrus auf und
zwar in Form grosser, gelber, körnerreicher Zellen, die
im isolirten Zustande mittelst deutlicher Protoplasraafort-
sätze amöboide Bewegungen ausführen. Bei Ascetta pri-
mordialis sind die Körner der Mesodermzellen schwarz-
braun. Bei ihr kann auch die Bildung der Skelettelemente
in diesen Zellen, und nur in diesen, leicht beobachtet wer-
den. Neben den körnerreichen Zellen kommen noch viel
kleinere, weniger zahlreiche Elemente vor mit körner-
losem, durchsichtigem Zellinhalt. Die Olynthusform von
Ascetta blanca besitzt ein Mesoderm, das aus blosen Elemen-
ten mit weniger feinen Körnchen besteht. Bei Anwesenheit
von Eiern und Larven verliert dasEntoderm vonAsc. clathrus,
z. Th. auch von andern Arten, seine regelmässige Anord-
nung, indem einige Elemente sich in Haufen vereinigen,
andere aber in weiten Abständen von einander zu liegen
kommen. Nach Fütterung mit Carmin und Indigo er-
scheinen (Halisarca) die Mesodermzellen in der Nachbar-
schaft von Sammelcanälen besonders reich an FarbstofP-
körnern, desgleichen auch die Entodermzellen. Auf
welche Weise die farbige Substanz in die tiefer liegenden
Mesodermelemente eindringt, liess sich durch directe Be-
obachtung nicht constatiren, indessen darf man wohl als
wahrscheinlich annehmen, das Carminkörnchen haltende
Zellen aus dem Entoderm dahin eingewandert sind. Am
Innenrande der Canäle sieht man in der That auch Ento-
dermzellen mit Protoplasmaausläufern und solche, die
ganz ausgetreten sind. In Fällen einer Ueberfütterung
verschwanden die Canäle einigemal vollständig, so dass das
ganze Schwamminnere aus einer Masse carminhaltiger
amöboider Zellen bestand, was jedenfalls den innigen
Zusammenhang zwischen Meso- und Entodermzellen nach-
weist. Auch bei Ascetta primordialis gehen die Carmin-
körnchen nicht nur in das Innere des Entoderms, sondern
auch in die Mesodermzellen über. Einmal wurde auch
beobachtet, dass die Pigraentkörnchen aus einer fixirten
Zelle durch eine spontan gebildete Oeffnung heraustraten.
In den Zellen des Ectoderm dagegen fanden sich niemals
686 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
fremde Körper. Ebenso sind auch bei frisch mit Carmin
gefütterten Spongillen die Zellen des Entodernis und Meso-
derms mit Pigmentkörnchen angefüllt. Bei Reniera aquae-
ductus und besonders bei Siphonochalina coriacea lässt sich
Farbstoff leicht in die Mesodermzellen einführen, während
die Zellen des Entoderms auch bei stärkster Fütterung
frei bleiben. Auch der Verdauungsvorgang lässt sich an
ganz jungen Spongillen verfolgen. So löste sich eine lebend
aufgenommene Oxytricha schon binnen einer Viertelstunde
vollständig auf, wonach dann die Ueberreste derselben,
auch die Chlorophyllkörner, von den Mesodermzellen ver-
schluckt wurden. Ein Trachelius ovum dagegen war in
fünf bis sechs Stunden noch nicht vollkommen verdaut.
Von den in Mengen aufgenommenen Euglenen wurde nur
das Protoplasma aufgelöst, während die Chlorophyllkörner
unverdaut in ganzen Haufen oder vereinzelt neben einan-
der liegen blieben.
Von neuen Kalkschwämmen beschreibt -.0. S ch u f f n e r
(Jen. Zeitschr. für Naturw. Bd. XI, S. 403-431, Taf.
XXIV— XXVI) : Ascaltis compacta Mauritius, Ascandra
tenuis Norwegen, Leucaltis Nausicaae Corfu, Leucaltis
curva Barbados, Leiicandra ecMnata Mauritius, Leucandra
claviformis ebendaher, Leucandra f aleiger a gleichfalls,
Leucandra elongata Norwegen, Sycortis sycüloides Mauri-
tius, Sycandra tahulata ebendaher, Sycandra quadrata Nor-
wegen, Sycandra horealis ebendaher, Sycandra Barhadensis
Barbados.
Mit dem Namen TeicÄo?^e?Za bezeichnet Carter (Ann.
and Mag. of nat. bist. Ser. 5, Vol. II, pg. 35—40, tab. 2)
ein neues Kalkschwammgenus, das er als Repräsentanten
einer neuen Familie Teichonellidae ansieht:
Teich 0 71 eil a n. g. Vallate or foliate, without cloaca. Venis
numerous, confined to the margin or general on one side of the
lamina only; naked. S, prolifera n. sp. Aiistralia (eine Leucone!)
T. labyrinthica n. sp. Australia (eine Sycone!).
An dieser Stelle dürfen wir wohl auch der Mitthei-
lungen gedenken, die Häckel über „Physemarien, Gastrae-
aden der Gegenwart'^ gemacht hat.
Bekanntlich hat Bowerbank einst unter dem Namen
Haliphysema Tumanowiczii eine Thierform beschrieben,
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ, d. Jahre 1876—1879. 687
die er für einen pygmaeenhaften Schwamm hält. Ein in
mancher Beziehung ähnliches Geschöpf wurde von Carter
für eine Rhizopode gehalten und als Squamalina scopula
benannt (J. B. 1870 S. 467). Diese Thiere sind nun mit
einigen anderen nahe verwalndten Arten von Häckel
einer nähern Untersuchung unterzogen und als Coelente-
raten in Anspruch genommen, die zwischen den ein-
fachsten Formen der Spongien und den einfachsten
Formen der Hydroiden in der Mitte stehen sollen, ohne
jedoch direct weder den einen, noch den andern ver-
bunden werden zu können. Es bleibt deshalb nach An-
sicht des Verfassers Nichts übrig, als für dieselben eine be-
sondere Klasse zu begründen, die, weil sie als einfache
schlauchförmige Thiere mit einer Zeitlebens aus den
beiden primären Keimblättern bestehenden Leibeswand
bleibend den Zustand einer Gastrula repräsentiren, am
besten als die der Gast raea den zu bezeichnen sein
dürfte. In dieser Klasse unterscheidet Haeckel nun
zwei Ordnungen, die der hypothetisch angenommenen frei
lebenden Gastremaria, welche er als die Stammgruppe
sämmtlicher Metazoen ansieht, und der Physemaria mit
den oben erwähnten Formen, die sich dadurch charakte-
risiren sollen, dass ihr Körper am aboralen Pole festge-
wachsen ist. Das Exoderm ist ohne Flimmerhaare und
stellt durch Verschmelzung der es zusammensetzenden
Zellen ein sog. Syncytium dar, welches sich durch Auf-
nahme fremder Körper (Sand, Schwammnadeln, Foramiferen-
schalen, Coccolithen u. s. w.) in ein Pseudoskelet ver-
wandelt. Die innere Schicht, das Darmblatt oder Ento-
derm, bildet nach unserm Verfasser ein Geisselepithel (mit
Kragenzellen), das nach dem Munde zu in ein spiraliges
Geisselperistom übergeht. Die Fortpflanzung soll auf ge-
schlechtlichem Wege, mittelst amöboider nackter Eizellen
geschehen, die sich gleich den stecknadelförmigen Sperma-
zellen aus den Geisseizeilen entwickeln. Wenn die Innen-
höhle, wie bei einzelnen Arten (Gastrophysema) durch
Einschnürungen in Kammern getheilt ist, dann dient der
hintere Raum für die Aufnahme und Entwicklung der Eier.
In seltenen Fällen (Haliphysema ramulosum) ist der Körper
688 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
verästelt, so dass er kleine Stöckchen bildet. Die ßewegungs-
erscheinungen beschränken sich auf eine langsame Ver-
engerung und Erweiterung der Mundöffnung, der einzigen,
die, bei dem Mangel seitlicher Poren, an unsern Thieren
gefunden wird. Die Bildung der Körperhöhle rechtfertigt
die Aufstellung zweier Genera: Haliphysema Bow. mit
einfacher Schlauchhöhle und einem bald soliden, bald auch
hohlen Stiele, und G astrophysema n. mit einer Schlauch-
höhle, die durch Einschnürungen der Leibeswand in mehrere
(2 — 5) hinter einander liegende coramunicirende Kammern ge-
theilt ist. Zu ihnen gehören die Arten : Haliphysema primor-
diale n. Mittelmeer, H. echinoides n. Norwegen (Verf. ist ge-
neigt, auch Wy villethomsonia Wallichii hierher zu rechnen), H.
globerina n. Tiefe des nordatl. Oceans, H. Tumanowiczii Bow.
H. ramulosum Bow._, Gastropliysema dithalamium n. Smyrna,
G. scopula Gart. (Jenaische Zeitschr. für Naturwiss. Bd.
XI, S. 1 — 54, Tafl. I —IV) im Auszuge — nach einem 1876
auf der brittischen Naturforscherversammlung gehaltenen
Vortrage — Nature Vol. XIV p. 685).
Dieser Darstellung Häckel's müssen wir übrigens
die Bemerkung hinzufügen, dass die spätem Untersuchun-
gen den Deutungen desselben keineswegs günstig ge-
wesen sind.
Zunächst protestirt Carter (Ann. nat. bist. Vol. XX
p. 333—337 u. new ser. Vol. I, p. 173) sowohl gegen die
Behauptung von der Identität der Wyvillethomsonia mit
Haliphysema, wie von der Coelenteratennatur seiner Squa-
mulina copula, der eine entschiedene Rhizopode sei.
AuchKent kann sich mit Häckel's Auffassung des
Baues der Physemarier nicht befreunden. Er hält letz-
tere (Observations upon Häckel's group of the Physe-
maria, Ann. and Mag. nat. history 1878, T. I. p. 1—17)
für Schwämme, allerdings für solche, die sich von der
gewöhnlichen, den Poriferen oder, wie Verf. sie nennen
möchte, den Polytrematen, durch den Besitz einer einzigen
Oeffnung unterscheiden, für Monotremata, wie er die be-
treffende Gruppe bezeichnet. Daneben giebt es nach
der Ansicht Kent's aber auch Atremata unter den Schwäm-
men, d. h. Formen, welche, wie das Cienkowski'sche
in d. Naturgesch. d. nied. Tbiere wäbr. d. Jahre 1876—1879. 689
Protozoeugeniis Phalansterium, der Iimenböble und damit
auch des Osculums, wie der Poren vollständig entbehren.
Diese Eiutbeiluug hängt damit zusammen, dass Kent die
Schwämme überhaupt nicht für Coelenteraten gelten lässt,
sondern (mit Clark) für Colonieen von kragentragenden
Geisseizellen, die nur nach bestimmten Kegeln in eine ge-
meinschaftliche Sarcodemasse eingelagert seien. Selbst
der Umstand, dass die Schwämme eine flimmernde Larve
erzeugen, kann ihn in dieser Deutung nicht beirren; die
flimmernde Larve ist für ihn ja (S. 622) nur eine durch wie-
derholte Theilung entstandene zusammengesetzte Gemmula.
Durch spätere, an frischen und lebenden Exemplaren
von Haliphysema Tumanowiczii angestellten Untersuchungen
ist Kent sogar (ibid. Vol. II, p. 68-78, PI. IV u. V) zu
der Ueberzeuguug gelangt, dass die Darstellung, welche
Häckel von der Organisation dieses Geschöpfes gegeben
hat, eine durchaus irrige ist. Zunächst hat sich dabei
unzweifelhaft die Thatsache herausgestellt, dass der be-
treffende Organismus in hohem Grade die Fähigkeit der
Pseudopodienbildung besitzt, wie das durch die Anordnung
und Wahl der zum Aufbau des Pseudoskelets verwendeten
Fremdkörper auch eigentlich schon von vorn herein zu
erwarten war. An und für sich würde dieser Umstand
nun wohl noch nicht direct gegen die von Häckel seinen
Physemarien angewiesene Stellung geltend gemacht wer-
den können, da auch sonst bei den Coelenteraten gelegent-
lich Pseudopodien und pseudopodienartige Ausläufer zur
Beobachtung kommen, aber Kent behauptet nun noch
weiter und mit aller Bestimmtheit, dass Haliphysema weder
eine zweischichtige Körperwand, noch überhaupt zellen-
artige Elemente und namentlich auch keine Kragenzellen
aufweise. Der Körper des Thieres soll — ganz wie Carter
das für seine Squamuliua angiebt — Nichts, als eine
Sarcodemasse darstellen, die, wie bei den Sandforaminferen,
den Innenraum eines Pseudoskelets ausfülle und aus der
vordem Oeffnung nicht selten in mehr oder minder grosser
Menge hervortrete, um dann über die Aussenfläche des
Gehäuses sich auszubreiten und einen reichen Besatz
anastomosirender langer Pseudopodien zu bilden. Natur-
690 Leuckart: Bericht üb. d, wissenschaftlichen Leistungen
lieh, dass Verf. unter solchen Umständen mit Entschieden-
heit für die Ansicht von der Foraminiferennatur der Phy-
semarien eintritt. Die Jungen sollen zunächst die Form und
Bildung einer Amöbe haben und sich erst nachträglich in fest-
sitzende keulenförmige Körper verwandeln, welche anfangs
noch nackt und mit kurzen Pseudopodien besetzt sind, später
aber mit dem Skelete sich umkleiden. Da die Form
dieses Skeletes ebenso vielfach wechselt, wie die Beschaf-
fenheit seiner Einschlüsse, trägt Verf. auch kein Bedenken
die Carter'sche Squamuliua copula nicht bloss mit dem
Haliphysema Tumanowiczii, sondern auch mit H. echinoi-
des Haeck. zu vereinigen.
Da mit diesen Angaben im Weseütlichen auch, wie
wir das später sehen werden, die Beobachtungen von
Ray Lancaster, Mob ins u. A. übereinstimmen, werden
wir Alles, was weiter über diese eigenthümliche Thier-
form zu bemerken ist, bei Gelegenheit der Rhizopoden
nachtragen. Andererseits hat übrigens die Darstellung
Hacke Ts auch manchen Anhänger gefunden. So zunächst
in Mereschkowsky, der (Ann. nat. bist. T. I. p. 70)
die schon oben angezogene Wagnerella borealis für eine
neue Verwandte der HäckeTschen Physemarien hält und
daraufhin denn auch diese — trotz der (wie er angiebt,
auch bei Cladorhiza) fehlenden Poren — den Kalkschwäm-
men zuzählt.
Auch Norman erklärt (ibid. Vol. I. p. 265—284 PI.
XVI, on the genus Haliphysema) die HäckeTschen Physe-
marien für Schwämme, kann sich aber nicht mit der Ansicht
einverstanden erklären, dass Wagnerella derselben zuge-
höre, da die Kalknadeln derselben keine Fremdkörper seien,
sondern genuine Producte ihrer Träger. Die Anwesenheit
von Fremdkörpern aber hält er für eine so charakteri-
stische Auszeichnung der Physemarien, dass er dieselben
lieber Psammoteichioa nennen möchte. Die Genera Gastro-
physema und Haliphysema glaubt er übrigens vereinigen
zu sollen. Auch die Carter'sche Squamulina, die unmög-
lich dem gleichnamigen Schultze'schen Genus zuge-
rechnet werden könne, betrachtet er als synonym. Von
einzelnen Arten charakterisirt er H. Tumanowiczii Bow.,
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 691
H. ramiilosum Bow., H. echiuoides Haeck., H. globigerina
Haek. und H. confertum n. sp. Davis-Str. Als vielleicht
mit Halipbysema verwandt betrachtet er dann noch Tee Jini-
tella legumen n. Irland, T. mclo n. Porcupine-Exped. und
Marsipella elongata n. Porcupine-Exped., Repräsentanten
zweier neuer Genera, denen er folgende Diagnose giebt.
Technitella Norm. Test elliptical, cylindrical or
fusiform, composed of the broken fragments of sponge-
spicula arranged parallel to the axis and enclosed entirely,
or rarely only partially, in the body-wall. Unattached
below and closed. A tubulär mouth-opening formed by
the contraction for a short distance of the body-wall so
as to form a short tube.
Marsipella Norm. Test elongated, fusiform, centrally
cylindrical, and drawn out to gradually attenuated extre-
mities, open at both ends, monothalamous; anterior extre-
mity much produced into a narrow contracted mouth-ope-
ning. Extraneous matter of body-well consisting for the
most part of sand-grains, but at the oral extremity com-
posed almost solely of fragments of sponge-spicula longitu-
dinally arranged.
Carter erklärt sich übrigens (ibid. Vol. III, p. 412)
auf Grund seiner Untersuchungen gleichfalls für die Fora-
miniferennatur der Physemarier.
Ebenso erkennt P. Mayer in Mereschowski's
Wagnerella, die auch in Neapel nichts weniger als selten
ist, eine zur Gruppe der Scleletophoren gehörende Heliozoe
(Zool. Anzeiger Bd. II, S. 357).
Andererseits tritt Parfitt wieder für die Schwamm-
natur von Haliphysema ein. Er wiederholt zugleich die
schon früher von ihm gemachte Beobachtung, dass der
basale Theil desselben von Scheidewänden durchzogen werde,
die eine radiäre Structur aufweisen. Unter der Aussen-
kruste soll ein Skelet von Hornfasern vorkommen, welches
von Poren durchsetzt sei (Ibid. p. 88—90 „on the structure
of Haliphysema").
Von den überaus zahlreichen, meist allerdings blosse
Spezies-, oft vielleicht nur Individuen-Beschreibungen ent-
haltenden Publicationen über fossile Spongien können wir
692 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
hier nur die Epoche machenden Arbeiten Zittel's einge-
gehender würdigen, da sie für die Spongiologie überhaupt,
besonders aber für die systematische, von der grössten
Wichtigkeit sind.
Die erste dieser Abhandlungen ist eine Monographie
über Coeloptychium, ein Hexactinelliden-Genus der Kreide
(Abhandl. k. bayer. Acad. d. Wiss. IL Cl. Bd. XII, Abth.2;
80 S. 7 Taf.). Die gestielten, tischförmigen Schwämme be-
sitzen ein aus verschmolzenen Kieselelementen gebildetes
Gitterskelet mit hohlen Kreuzoctaedern. Daneben fand
Verf zaiilreiche Kieselkörper, die ihrer Bauart nach dem
pyramidalen Typus folgen. Da dieselben in den Canälen
von Coeloptychium vorkamen, hielt Verf. sie für genuine
Einlagerungen, so dass er geneigt war, in seiner Spongie
eine s. g. Sammelform zu sehen, einen Typus, der eine
Anzahl jetzt auf verschiedene Familien localisirter Charak-
tere repräsentirte. Später hat er sich jedoch davon über-
zeugt, dass die betreffenden Gebilde Fremdlinge sind, die
von Lithistiden herrühren und eingeschwemmt waren.
Dieser Monographie S. 1 — 63 lässt V erf. dann die erste
xlbtheilung seiner „Studien über fossile Spongien" folgen
(ebend. Bd. XIII, Abth. 1 mit 3 Tafeln). Dieselbe behandelt
die Hexactinelliden, für welche Verfasser folgendes
System aufstellt:
Unter-Ordnung D i c t y o n i n a. Skeletnadeln derart verschmolzen,
dass jeder Arm eines Sechsstrahlers sich an den entsprechenden
Arm einer benachbarten Nadel anlegt, wobei beide von einer ge-
meinsamen Kieselhülle umschlossen werden. Die zusammenhängen-
den Skelete bestehen aus einem Gitterwerk mit Maschen von cubi=
scher und unrcgelraässiger Form. Fleischnadeln vorhanden oder
fehlend.
Farn. Astylospongidae. Schwammkörper sehr dickwandig,
ungestielt, frei (zuweilen auch mit breiter Basis angewachsen). Wasser-
gefässsystem aus radialen von der Oberfläche nach dem Centrum
gerichteten Canälen bestehend, zu denen meist noch Verticalröhren
kommen, die ebenfalls zu 8—10 in radialen Reihen stehen. Gittergerüst
ziemlich unregelmässig mit dichten Kreuzungspunkten. Nur im Silur.
Farn. Euretidae. Schwammkörper becherförmig, cylindrisch,
kreiseiförmig oder ästig, festgewachsen. Skelet gitterförmig, die
Kreuzungsknoten der verschmolzenen Sechsstrahler undurchbohrt.
Oberfläche nackt oder durch Verdichtung der äusseren Skelet-
iü d. Natuigesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 693
Schicht geschützt, zuweihjn mit eiucm «ehr zarten Netz verschmol-
zener Nadeln überzogen, welche in der Form von denen des übrigen
Skelets wenig abweichen. Diese maschige Oberhaut überspinnt auch
die Ostien. Wurzelstruktur jener des übrigen Schwammkörpers ähn-
lich. Fleischnadeln fehlend oder vorhanden.
a) Canalsystem wohl entwickelt, Ostien der blinden Radialcanäle
abwechselnd auf beiden Oberflächen; vom Silur an. Lebend Sclero-
thamnus.
b) Canalsystem fehlend oder kaum entwickelt. Von der Kreide
an lebend: Farrea, Eurete, Aulodictyon.
Fam. Goscinoporidae. Schwamrakörper becherförmig, stern-
förmig oder ästig, öfters zusammengedrückt. Radialcanäle sehr
zahlreich, einfach, gerade, blind. Ostien klein, Skelet feinmaschig,
dicht, steinartig, durch die zahlreichen Radialcanäle an einer regel-
mässigen Bildung cubischer Maschen gehindert. Kreuzungsknoteu
der Sechsstrahler dicht, selten durchbohrt. Deckschicht meist feh-
lend oder nur durch Verdichtung der äussersten Skeletlage gebildet.
Nicht lebend bis jetzt gefunden.
Fam. Mellitionidae. Schwammkörper ästig, kuglig oder
plattenförmig. Wand von zahlreichen röhrenförmigen Wassercanälen
vollständig durchbohrt und dadurch in wabenähnliche Zellen einge-
theilt. Skelotnadeln mit dichten Kreuzungkuoten. Oberfläche
{? nackt oder) mit einer zarten, maschigen oder porösen Kieselhaut
übersponnen, welche auch die Oeifnnngen der Canäle bedeckt.
Wurzel fehlt. Lebend Aphrocallistes, Fieldingia.
Fam. Ventriculitidae. Schwammkörper einfach oder poly-
zoisch, becher-, trichter-, cylinder-, kreiseiförmig oder ästig. Wand
mäandrisch gefaltet. Gittergerüst mit octaedrischen durchbohrten
Kreuzungsknoten. Canalsystem meist wohl entwickelt. Radialcanäle
blind. Beide Oberflächen mit Ostien oder Längsfurchen. Deck-
schicht selten fehlend, in der Regel durch Verdichtung der äusseren
Skeletlage entstanden. Wurzel aus verlängerten, durch Querbrücken
verbundenen Kieselfasern ohne Axencanäle bestehend. Nur fossil
vom Jura bis in die Kreide.
Fam. Staurodermidae. Schwammkörper kreisel-, trichter-,
cylinderförmig, selten ästig. Gitterskelet mehr oder weniger regel-
mässig. Kreuzungsknoten dicht oder octaedrisch durchbohrt.
Aeussere oder beide Oberflächen der Wand mit sternförmigen Nadeln
versehen, welche sich in der Form von denen des übrigen Skelets
unterscheiden und entweder nur lose mit einander verkittet sind,
oder in einer zusammenhängenden Kieselhaut eingebettet liegen.
Nur fossil, vom Jura bis zum Miocän.
Fam. Maeandrospongidae. Schwammkörper aus mäandrisch
verschlungenen und anastomosirenden, dünnwandigen Röhren oder
694 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
Blättern bestehend. Canalsystem fehlend oder kaum entwickelt.
Intercanalsystem stets vorhanden. Deckschicht fehlend oder eine
zusammenhängende Kieselhaut auf der Oberfläche bildend. Lebend
Dactyiocalyx, Periphragella und Myliusia.
Farn. Callodictyonidae. Schwammkörper becherförmig.
Wand aus regelmässigem weitmaschigem Gittergerüst mit octaedri-
schen Kreuzungsknoten bestehend; Canalsystem fehlend oder auf die
zuweilen sehr dicke Deckschicht der Aussenseite beschränkt. Im
Innern der Wand findet die Wassercirculation direct durch die
Maschen des Gitterskelets statt. Nur fossil in der Kreide.
Fani. Coeloptychidae. Schwammkörper schirmförmig, gestielt.
Wand dünn, tief gefaltet, die Centralhöhle in radiale Kammern zer-
legt. Oberseite flach oder vertieft, ganz von einer zusammenhängen-
den Deckschicht überzogen, welche in der Regel aus abwechselnd
grob und fein porösen Streifen besteht. Canalostien nur an der
Unterseite des Schirms auf dem Rücken der Falten, zuweilen auch
auf dem Stiel. Gittergerüst mit grossen, regelmässigen cubischeu
Maschen. Die Kreuzungsknoten der verschmolzenen Sechsstrahler
octaedrisch durchbohrt; Arme der Sechsstrahler mit dornigen und
wurzelartigen Fortsätzen. In der Kreide.
Unter-Ordnung Lyssa kina. Ganzes Skelet aus Nadeln be-
stehend, welche nur durch Sarkode (ausnahmsweise auch durch
plattige Kieselsubstanz in unregelmässiger Weise) verbunden sind.
Fleischnadeln meist reichlich vorhanden und sehr differenzirt.
Farn. Monalcidae. Ganzer Schwammkörper nur aus gleich-
artigen Nadeln zusammengesetzt.
Fam. PleionaTcidae. Hauptmasse des Skelets aus reinen
Sechsstrahlern, daneben Besengabeln und Rosetten. Lebend: Asko-
nema, Lanuginella.
Fam. PoUalcid ae. Form der Skelet- und Fleischnadeln sehr
mannigfaltig. Besonderes Dermalskelet und Auskleidung der Magen-
höhlungen vorhanden. Basis meist einen Wurzelschopf mit langen
Kieseluadeln bildend. Lebend: Holtenia, Pheronema, Crateromorpha,
Rosella, Sympagella, Placodictyon, Euplectella, Hyalonema, Sem-
perella.
Die Hexactinelliden waren auch in der Vorzeit Tief-
seebewohner ersten Ranges, wodurch das sprungweise,
durch lange Unterbrechungen geschiedene Auftreten der-
selben bedingt wird. Dies erklärt auch am besten die funda-
mentalen Verschiedenheiten der im Alter aufeinander folgen-
den Spongienfaunen im Silur, Jura, in Kreide und Miocän.
Eine zweite Abhandlung (ebenda pg. 67—154, 10
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 695
Tafeln) ist den Litliistidcn gewidmet, für welclie dabei
das nachfolgende System aufgestellt wird.
Ordnung; Lithistidae. Massive, steinartige, sehr dickwandige,
meist festgewachseue Kieselschwärame von sehr manchfaltiger
äusserer Form. Monozoisch oder polyzoisch. Mit centraler Magen-
höhle oder zerstreuten Osculis. Magenhöhle zuweilen durch verti-
cale Röhren ersetzt. Schwammkörper aus mehr oder weniger deut-
lich vierstrahligen oder unregelmässig ästigen, an den Enden der
Aeste oder auch ihrer ganzen Länge nach mit knorrigen oder
wurzelartigen Ausläufern versehenen, gebogenen, innig verflochtenen
aber nicht verwachsenen Skeletelementen, zuweilen auch aus diesen
und aus Oberflächen-Nadeln von vieraxigem oder einaxigem Typus
zusammengesetzt. Die Oberflächen-Nadeln entweder Gabel- Anker
mit langem nach Innen gerichtetem Schaft oder kurz gestielte
Anker mit gebogenen, zuweilen knorrigen oder ästigen Zinken oder
kurzgestielte Kieselscheiben oder endlich einaxige Nadeln von ver-
schiedener Form und Grösse. Ausserdem in der Sarcode winzige
Fleisch-Nadeln von einaxigem Typus.
Fam. Bhizomorina. Skeletkörper unregelmässig ästig, mit
kürzeren oder längeren, einfachen oder zusammengesetzten wurzel-
artigen Ausläufern oder knorrigen Auswüchsen besetzt, mit ein-
fachem oder ästigen Centralcanal. Skeletelemente zu wirren Faser-
zügen zusammengruppirt oder locker in einander verflochten.
Oberflächengebilde häufig denen des übrigen Skelets ähnlich, aus-
serdem einaxige Njideln und Gabel-Anker vorhanden.
*) Skeletkörperchen massig verzweigt, mit kurzem, einfachem
Canal im Hauptstarame ; locker mit einander verflochten.
**) Skeletkörperchen stark verästelt, mit ziemlich weitem ver-
zweigtem Canal, häufig zu Faserzügen verflochten.
Farn. Meg amorina. Skeletelemente gross, verlängert, platt,
gebogen, unregelmässig ästig oder nur an den Enden gegabelt, mit
einfachem Axencanal ; locker in einander verflochten. Dazwischen
zuweilen kleine Skeletkörperchen von rhizomorinem Typus. Ober-
flächen-Nadeln einaxig oder Gabelanker.
Fam. Anomocl adina. Skeletelemente aus 4 oder mehr platten,
in einem verdickten Centrum zusammenstossenden Armen bestehend,
welche an ihren Enden gegabelt sind. Ausserdem Stabnadeln in
grosser Menge vorhanden.
Fam. Tetr ad adina. Skeletelemente vierstr ahlig, die vier
Arme an den Enden verästelt oder verdickt, mit vier unter Win-
keln von 120^ zusammenstossenden Axencanälen. Oberflächen-Nadeln
in der Regel reichlich vorhanden (Gabelanker, lappige oder ganz-
randige Kieselscheiben, Stabnadeln).
Wie die lebenden Lithistiden, so bewohnten auch die
696 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
Yorweltlichen vorzugsweise das tiefere Wasser, Localitäten
also, in denen sie häufig auch mit Hexactinelliden zu-
sammen gefunden werden. Andrerseits fehlt es aber nicht
an Oertlichkeiten, wo sie ganz immens praeponderiren,
was wohl darauf hinweisen dürfte, dass die Existenzbe-
dingungen für beide Spongien- Ordnungen zwar ähnlich, aber
doch verschieden waren. Die äussere Gestalt der Lithisti-
den ist sehr manchfach und auch innerhalb einer Gattung
nichts weniger als beständig. Von den Hexactinelliden
unterscheiden sie sich im Allgemeinen durch viel dickere
Wandungen und durch das dichtere Kieselskelet; dünn-
wandige Röhren oder mäandrisch gewundene zarte Blätter
kommen bei ihnen nie vor. Von grossem Einfluss auf die
äussere Erscheinung ist das Vorhandensein oder der Mangel
von Magenräumen. Häufig ist der einfache Magenraum
durch eine grössere oder geringere Anzahl Verticalröhren
vertreten, die theils zu Bündeln gruppirt sind, theils in
Reihen oder unregelmässig angeordnet waren und die
Schwammmasse ziemlich senkrecht, meist bis zur Basis,
durchsetzen. Wenn man jede solche Röhre als besondere
Magenhöhle betrachtet, dann bieten uns die hierhergehöri-
gen Spongien Beispiele von „syndesmotischen" Formen,
bei denen die Individuen nur in Verbindung mit andern
zu existireu vermögen. Auch bei den becherförmigen
Lithistiden werden wir es wahrscheinlich mit polyzoischen
Formen zu thun haben, die in ihrer äussern Erscheinung
einem Einzel-Individuum gleichen und in gewissem Sinne
auch einem solchen gleichwerthig sind. Das Wassercircu-
lationssystem der Lithistiden ist sehr manchfach, und lassen
sich für dasselbe eine ganze Anzahl verschiedener Modifi-
kationen unterscheiden. In dem einen Falle fehlt ein be-
sonderes Canalsystem überhaupt vollständig. Bei anderen
Formen dringen von einer oder beiden Oberflächen aus
feine oder gröbere, gebogene, häufig auch verzweigte
Canäle mehr oder weniger tief in die Wand ein. Eine
dritte Modifikation charakterisirt sich durch einfiiche oder
ästige, mehr oder weniger gebogene Canäle, die in nahe-
zu horizontaler Richtung von Aussen nach Innen verlaufen
und in der Magenhöhle endigen , während ein zweites
io d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 697
System ähnlicher Radialcanäle in centrifugaler Richtung die
Wand durchzieht und an der Oberfläche ausmündet. Weiter
giebt es Formen, bei denen die einfachen geraden, oft haar-
feinen Radialcanäle die Wand in centrifugaler Richtung von
Innen nach Aussen durchziehen, während daneben noch zu-
weilen ein zweites System von mehr oder weniger paral-
lelen Canäleu gefunden wird, die sich bei bogenförmigem
Verlaufe dem äussern Umfange anpassen und schliesslich
in die Magenhöhle einmünden. Bisweilen wird der Schwamm-
körper auch einfach von verticalen Röhren durchzogen,
zu denen häufig noch Radial- Canäle hinzukommen. Oder
es besteht die ganze Wand mehr oder weniger deutlich
aus senkrechten Skeletlamellen, resp. aus keilförmigen Ab-
schnitten, zwischen denen die Wassercirculation in radialer
Richtung stattfindet.
Die letzte der Zittel'schen Abhandlungen (ebenda ßd.
XIII, 2. Abth. pg. 93-138, Taf. XI u. XII) beschäftigt
sich mit den Monactinelliden, Tetractinelliden und Kalk-
schwämmen. Wir heben daraus nur die Thatsache her-
vor, dass Vioa schon im Silur aufzutreten scheint.
VI. Protozoa,
Während Haeckel eine längere Zeit hindurch ge-
neigt war, neben seinem Protistenreiche noch eine beson-
dere Gruppe der thierischen Protozoen aufrecht zu erhal-
ten, hat er sich später überzeugt (Jenaische Zeitschr. der
Naturwiss. Bd. XI, S. 69—73, „Protozoen u. Metazoen''),
dass ein derartiger Versuch verfehlt und praktisch unaus-
führbar ist. Gegenwärtig erklärt er nur die vielzelligen
Thiere mit Keimblättern, seine Mesozoen, für echte Thiere,
die übrigen aber sämmtlich für Protisten. Theoretisch
freilich wird zwischen beiden noch ein Unterschied zuge-
standen, insofern nämlich die Infusorien mit Einschluss
der Amoeben und Moneren die Wurzel des Metazoenstamm-
baums abgeben sollen, während die übrigen indifferente
und völlig neutrale Organismen seien, welche weder mit
698 Leuckart: Bericht üb. d. wissen scliaftlichen Leistungen
echten Thieren, noch mit echten Pflanzen in verwandt-
schaftlichem Zusammenhange ständen und phylogenetisch
ganz unabhängigen Ursprungs seien.
Was übrigens ein Protist eigentlich ist, wodurch er
sich charakterisirt und von den übrigen Organismen unter-
scheidet, darüber suchen wir vergebens nach einem ge-
nügenden Aufschluss. Und das nicht blos in dem eben
angezogenen Aufsatze, sondern auch in der bald darauf
von unserm Verf. herausgegebenen selbständigen Schrift
über „das Protistenreich" (Leipzig 1878, 102 Seiten in
Octav mit Holzschnitten, aus dem Kosmos 1877 besonders
abgedruckt), das als eine populäre Uebersicht über das
Formengebiet der niedrigsten Lebewesen bezeichnet wird
und in seinem wissenschaftlichen Anhange (S. 86 — 102)
auch ein System der Protisten mit Classen und Ordnungen
entwickelt. Wir erfahren über die Natur der Protisten
nur soviel, dass letztere dem Begriffe von Thier und Pflanze
nicht entsprächen, vielmehr ein neutrales Gebiet zwischen
beiden, ein eignes Reich also, bildeten und in der „auto-
nomen Selbständigkeit und der permanenten Individualität
ihres einfachen Zellenleibes" die „wesentlichste Eigen-
thümlichkeit ihrer Organisation" zum Ausdrucke brächten.
Sie entbehren mit andern Worten jener Arbeitstheilung
der associirten Zellen, durch welche die verschiedenen Ge-
webe und Organe entstehen. Wir wollen die Frage nicht
erörtern, ob dieser Umstand Angesichts der Thatsache,
dass der Grad dieser Arbeitstheilung bei den Thieren so-
wohl, wie bei den Pflanzen die auffallendsten und weit-
greifendsten Unterschiede zeigt, zur Aufstellung eines
dritten Naturreiches — die doch im Grunde genommen
nichts Anderes ist, als die systematische Verkörperung
der Erkenntniss, dass Thier und Pflanze keineswegs, wie
das früher angenommen wurde, principiell verschiedene
Organismen seien — ausreicht. Andererseits aber wird
das, was Häckel als die wesentlichste Eigenthümlicbkeit
seiner Protisten bezeichnet, eines jeden diagnostischen
Werthes dadurch entkleidet, dass auch die Pilze (nicht
etwa bloss die Schleimpilze), die doch keineswegs als
Organenlose Wesen bezeichnet werden können, denselben
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 699
zugerechnet werden. Auch sonst enthält das Protistenreich
gar manchfach verschiedene Geschöpfe, so dass Verf. sich
veranlasst sieht, darin nicht weniger als vierzehn Klassen
zu unterscheiden, die dann einzeln wieder, wie das die
nachfolgende Uebersicht zeigt, in eine Anzahl von Ord-
nungen zerlegt werden.
C\. Bioner a, Urlinge, mit den Ordnungen Lobomonera (Gen.
Protamoeba), Rhizonionera (Gen. Protomyxa, Vampyrella, Bathy-
bius), Tachymonera (= Schizomycetes, Gen. Bacterium, Vibrio,
Spirillum).
Gl. Lohosa, Lappinge (= Amoebina). Ord. Gymnolobosa
(Gen. Amoeba, Podostoma, Petalopus), Thecolobosa (Gen. Arcella,
Difflugia, Quadrula).
Gl. Gregarinae. Ord. Monocystida (Monocystis) und Poly-
cystida (Didymophyes).
Gl. Flagellata, Geisslinge. Ord. Nudoflagellata (Gen.
Euglena, Astasia, Phacus), Thecoflagellata (Gen. S9,l]3ingoeca,
Dinobryon), Cilioflagellata (Gen. Peridinium, Ceratium), Cysto-
flagellata (Gen. Noctiluca, Leptodiscus).
Gl. Catallacta, Mittlinge, mit den Gatt. Magosphaera und
Synura.
Gl. Ciliata, Wimperlinge. Ord. Holotricha (Gen. Glau-
coraa, Paramaecium, Trachelius, Prorodon), Heterotricha (Gen.
Bursaria, Stentor, Freia, Spirostomum), Hypotricha (Gen. Chilodon,
Euplotes, Oxytricha, Aspidisca), Peritricha (Dictyocysta, Ophry-
dium, Trichodina, Vorticella).
Gl. Äcinetae, Starrlinge. Ord. Monacinetae (Gen. Podo-
phrya, Acinetella), Synacinetae (Deudrosoma).
Gl. Labyrinthuleae, Labyrintlinge. Hieher Gen. Labyrinthula.
Gl. Bacillariae, Schachtlinge. Ord. Naviculatae (Gen. Navi-
cula, Cocconeis), Echinatellae (Gen, Cocconema, Achnantes),
Lacernatae (Frustulia, Gloeonepia).
Gl. Fungi, Pilze. Ord. Goniomycetes, Ascomycetes,
Gastromycetes, Hym enomycetes.
Gl. Myxomycetes, Netzlinge. Ord. Physareae, Stemoni-
teae, Trichiaceae, Lycogaleae.
Gl. Thalamophora, Kammerlinge (= Acyttaria). Ord. Mono-
stegia (Gen. Gromia, Lagj^nis, Squamulina, Cornuspira), Polyste-
gia (Gen. Miliola, Peneroplis, Lituola, Parkeria), Monothalamia
(Gen. Orbulina, Entosolenia, Lagena), Polythalamia (Gen. Nodo-
saria, Rotalia, Globigerina, Textularia, Alveolina, Nummulites).
Gl. Heliozoa, Sonnlinge. Ord. Aphrothoraca (Gen. Actino-
phrys, Actinosphaerium), Ghalarothoraca (Gen. Acanthocystis,
Heterophrys), Desraothoraca (Hedriocystis, Hyalolampe).
Archiv für Naturg. XXXXVI. Jahrg. 2. Bd. UU
700 Leuckart: Bericht üb. d. wissenscliaftliclien Leistungen
Cl. Badiolariae, Strahlinge. Ord. Pancollae (Gen. Thalassi-
colla, Collozoum, Thalassosphaera, Sphaerozoum), Panacanthae
(Gen. Actinometra, Dorataspis), Pansoleniae (Gen. Aulacantha,
Aulosphaera , Coelodendron), Plegmideae (Gen. Acanthodesmia,
Spongurus, Spongodiscus, Spongasteriscus), Sphaerideae (Gen. Eth-
mosphaera, Collospliaera, Cladococcus, Haliomma, Actinomma), Dis-
cideae (Gen. Trematodiscus, Euchitonia, Coccodiscus, Astromma),
Cyrtideae (Gen. Cyrtocalpis, Petalosphyris, Eucecryphalus, Encyr-
tidium, Botryocampe).
Kent ist der Ansicht, dass man die Protozoen am
besten und natürlichsten nach der Art ihrer Nahrungs-
aufnahme eiutheile, und hiernach in die Gruppen der Mono-
stomata (Ciliaten und Flagellaten mit einfacher Mundöff-
nung), Discostomata (Monaden mit geisseltragender Kragen-
zelle), Polystomata (Acinetinen) und Holostomata (Rhizo-
poden) zu zerlegen habe. Der Kragen der Discostomata
ist nach Verf. eine flächenhaft entwickelte Sarcodemasse,
die sich beliebig verlängern und verkürzen kann, auch
gelegentlich gänzlich zurückzieht und fremde Objecte in
dieselbe Körnchenströmung hineinzieht, die sich an den
Pseudopodien so schön beobachten lässt. Auf der Aussen-
fläche des Kragens steigen die Körnchen empor, um dann
von der Innenfläche aus in das Körperprotoplasma über-
tragen zu werden, so dass gewissermassen die ganze Area
des Kragens als Mund fungirt. Dass Kent seinen Disco-
stomata auch die Poriferen zurechnet, ist schon oben (S 621)
bemerkt worden. Annais and Mag. nat. history Vol. I,
p. 4—6 mit Holzschnitt.
Eyferth giebt (Braunschweig 1877, 60 Seiten mit
einer Tafel) eine gedrängte *Uebersicht über „die micro-
scopischen Süsswasserbewohner'', pflanzliche sowohl, wie
thierische, die zur ersten Orientirung über diese interes-
santen Wesen dienen soll. Die Darstellung ist trotz der
populären Behandlung des Stoffes durchaus wissenschaft-
lich gehalten.
Die günstige Aufnahme, welche dieses Werkchen ge-
funden hat, veranlasste den Verf. denselben Gegenstand
in ausführlicher Weise zu behandeln („die einfachsten
Lebensformen, systematische Naturgeschichte der micro-
scopischen Süsswasserbewohner" Braunschweig 1878, 104
Seiten in Quart mit 5 Tafeln). Besonderes Gewicht legt
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876 — 1879. 701
Verf. dabei auf eine kurze, aber möglichst präcise Charak-
teristik der Arten.
Durch die neueren Publikationen, besonders Stein's,
sieht Verf. sich später veranlasst, den über die Flagellaten
handelnden Abschnitt umzuarbeiten und unter dem Titel
„Schizophyten und Flagellaten" (Braunschweig 1879, 22
Seiten mit 2 Tafeln) als Supplement zu dem letzten Buche
zu veröffentlichen.
Grimm veröffentlicht in Russischer Sprache eine
Abhandlung „zur Lehre von den einfachsten Thieren"
(Petersburg 1877). Nicht gesehen.
Gleiches gilt vonMaggi, Cenni sulla storia naturale
degli esseri inferiori (Milano 1874 mit 8 Tafeln und 119
Figuren), sowie von Barnard's „Protozoan studies'' (Pro-
ceed. Amer. Assoc. XXIV, p. 240—242).
Nach den Beobachtungen von Maupas ist" die An-
wesenheit einer grössern Anzahl von Kernen bei thierischen
sogut, wie bei pflanzlichen Protorganismen viel häufiger,
als man anzunehmen bisher geneigt war. Unter den Cili-
aten constatirt Verf. ein solches Verhalten bei Enchelydion,
Enchelys, Uroleptus und Oxytricha, unter den Rhizopoden
bei einer neuen, von Sarkodesträngen durchzogenen nackten
Süsswasserform. Bei Opalina ranarum sah er die Kern-
theilung durch die hier bisher noch nicht nachgewiesene
Fasermetamorphose eingeleitet werden. Durch seine Beobach-
tungen ist Verf. auch zu der Ansicht gekommen, dass die
Protozoen keineswegs durch eine unübersteigliche Kluft von
den Metazoen geschieden sind. (Sur quelques protorganismes
animaux et vegetaux multinuclees, Compt. rend. T. 89 p.
250-253.)
Der Referent giebt in der zweiten Auflage seines
Parasitenwerkes bei der Darstellung der im Menschen
schmarotzenden Protozoen eine Schilderung der allgemeinen
Organisations- und Entwicklungsverhältnisse dieser Orga-
nismen, und schliesst sich dabei auf Grund zahlreicher
eigner Beobachtungen in den wesentlichsten Punkten an
die Darstellungen an, welche Stein, Schnitze, Bütschli,
Hertwig und andere neue Forscher von dem Baue und
der Lebensgeschichte dieser Geschöpfe entworfen haben.
702 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftliclien Leistungen
Nach Ausschluss der zumeist an die Pilze sich anreihenden
Schizomyceten unterscheidet er in der Protozoengruppe
die Classen der Rhizopoden (mit den Amoebinen), der Grega-
rinen und der Infusorien, nur dass er für die Gregarinen
und die damit nahe verwandten sog, Psorospermien die Be-
zeichnung Sporozoa in Anwendung bringt. (Die Parasiten
des Menschen T. I. S. 221—334.)
Grass i veröffentlicht eine Abhandlung „dei protozoi
parassiti e specialmenti di queili che sono nell' uomo"
(Gazetta med. Ital.-Lombard. 1879, Nr. 45, 8 Seiten) und
zählt darin nicht weniger als 28 verschiedene Arten, von
denen die grosse Mehrzahl den Flagellaten angehört, und
viele neu sind. Wir werden später Gelegenheit haben,
auf die Arbeit zurückzukommen.
Norsa durchforscht die Gewässer bei Mantua nach
Protozoen, fand darin aber nur 3 Ciliaten, 5 Flagellaten
und 2 Amoeben. (Intorno ci Protisti del Mantovano, Bellet,
scientif. 1879, I. p. 13—15.)
1. Infus oria.
cm ata. Bütschl i lässt der schon im letzten Berichte
(S. 518) von uns angezogenen vorläufigen Mittheilung
„über die Conjugation der Infusorien" eine ausführliche
Darstellung seiner Untersuchungen folgen („Studien über
die ersten Entwicklungsvorgänge der Eizelle, die Zellthei-
lung und die Conjugation der Infusorien", Frankfurt a. M.
1876, 250 Seiten in Quarte, Abdruck aus den Abhandig.
der Senkenb. naturf Gesellsch. Bd. X, S. 50—168), und
knüpft an diese sodann eine Reihe von Betrachtungen
über die Natur der sog. Infusorienembryonen, die Bedeu-
tung der sog. Nucleoli, die Lehre von der geschlechtlichen
Fortpflanzung der Infusorien und deren morphologische
Auffassung. Später folgt noch (S. 201 — 220) ein Excurs
über das Wesen und die Bedeutung der Conjugation und
(S. 231 ff.) eine Darstellung der Fortpfiauzungsvorgänge
bei den Vorticellinen. Die übrigen Detailaugaben betref-
fen Paramaecium bursaria, P. Aurelia und P. putridum,
Cyrtostomum leucas, Colpidium colpoda und Glaucoma
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jabre 1876—1879. 703
sciutillaus, Blepharisma lateritia, Chilodon cucullus, Con-
dylostoma vorticella, Bursaria truncatella , Stylonychia
mytilus und St. pustulata, Euplotes Charon, Vorticella
campamila. Der ungemeiue Reicbtliiim der hier niedergeleg-
ten Beobachtungen macht es unmöglich, den Darstellungen
des Verf.'s bis in's Einzelne zu folgen. Wir begnügen uns
deshalb unter ausdrücklichem Hinweis auf die hohe Bedeu-
tung, welche diese Beobachtungen für eine richtige Deu-
tung und Aulfassung des infusoriellen Lebens haben, die
Hauptresultate derselben in Kürze hervorzuheben, und
dürfen das um so eher, als die vom Verf. speciell berück-
sichtigten Formen grossentheils dieselben sind, die schon
in der vorläufigen Mittheilung und dem darüber von uns
erstatteten Referate Berücksichtigung fanden. Das wichtigste
Ergebniss der hier vorliegenden Forschungen finden wir
in dem Nachweis, dass die Infusorien in Wirklichkeit ein-
zellige Wesen sind, und solches namentlich auch insofern
documentiren, als die Erscheinungen, welche ihre Fort-
pflanzung begleiten, im Wesentlichen mit den Vorgängen
der Zelltheiluug übereinstimmen. Die Metamorphosen,
welche der Nucleolus dabei erleidet, sind im Grunde ge-
nommen dieselben, wie jene, welche die Kerntheilung der
Zelle bedingen und einleiten, Erscheinungen, welche seit
den ersten darauf bezüglichen Entdeckungen (von Bütschli
und Auerbach) gar vielfach untersucht sind und überall
x\ner kennung gefunden haben. Wenn man die Fäden der
sich theilenden Nucleoli als Samenelemente deutete, so
war das nicht minder ein Irrthum, als wenn man die
Theilstücke des zerfallenden Nucleus als Eier in Anspruch
nahm, Nucleolus und Nucleus mit andern Worten für die
Geschlechtsdrüsen der Infusorien hielt. Das Auftreten eines
von den echten Zellkernen (Nucleoli) verschiedenen sog.
Nucleus ist allerdings ein aufi'allendes Factum, auch seiner
physiologischen Bedeutung nach unklar, aber morpholo-
gisch erscheint dieser Nucleus nur als ein zu ansehnlicher
Grösse herangewachsener und modificirter Zellenkern, der,
wie bei Paramaecium bursaria und Stylonychia mit Sicher-
heit nachgewiesen wurde, nach dem Ausstossen der aus dem
altern Nucleus hervorgegangenen Theilstücke durch Aus-
704 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
wachsen eines Nucleolus seinen Ursprung nimmt. Eine
vom Nucleus ausgehende Fortpflanzung Hess sich bei
keinem der hierauf näher untersuchten Infusionsthiere con-
statiren, wohl aber gelang es, bei drei Arten die parasi-
tische Natur der damit in Zusammenhang gebrachten sog.
Embryonen nachzuweisen. Der Umstand, dass somit bei
den Infusorien zwei Kerne, und oftmals sogar (in Folge
fortgesetzter Theilung von Nucleolus und Nucleus) deren
noch weit mehr gefunden werden, die Infusorien also viel-
kernig sind, verbietet übrigens durchaus nicht, diese Thiere
für einzellig zu halten, denn nicht der Kern ist es,
welcher die Individualität bestimmt, sondern die Lebens-
thätigkeit des einheitlichen Organismus. Bisweilen stehen
übrigens die vermeintlich isolirten Kerne (Oxytrichinen)
durch sehr feine Verbindungsstränge unter sich in Zu-
sammenhang ; in andern Fällen (Paramaecium bursaria und
Euplotes charon) tritt auch ein Verschmelzen derselben
ein. Die Conjugation ist nach dem Vorausgegangenen
natürlich nichts weniger, als eine Begattung. Dagegen
aber lässt sich dieselbe mit Recht dem Befruchtuugsacte der
höhern Thiere vergleichen, der ja in letzter Instanz gleich-
falls auf einer Verschmelzung von Massentheilen beruht,
welche die Eigenschaften zweier Individuen repräsentiren.
Besonders evident erscheint das bei den Vorticellinen, bei
denen die Copulation eine vollständige ist und durch
dimorphe Individuen vollzogen wird. Auch darin besteht
zwischen beiden Vorgängen eine Uebereinstimmung, dass,
wie bei der Befruchtung ein Theil des Eikernes, so auch
bei der Conjugation der frühere Nucleus mit seinen Bruch-
stücken eliminirt wird. An seine Stelle tritt, wie das
schon oben erwähnt wurde, ein neuer Nucleus, der aus
einem Nucleolus hervorgeht. Da gleichzeitig auch im
Aeussern der Thiere mehr oder minder ausgebreitete Neu-
bildungen stattfinden, so gewinnt die Conjugation zu-
gleich die Bedeutung eines Verjüngungsactes. Und das
um so mehr, als dieselbe ~ ganz wie das auch bei
den Pflanzen nach der durchaus ähnlichen Copulation
der Fall ist — eine erhöhte Fortpflanzungsfähigkeit durch
Theilung zur Folge hat und eine Reihenfolge von Gene-
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 705
rationen einleitet, in deren Verlauf die Lebensenergie und
Körpergrösse allmählich abnimmt, bis eine neue Conjuga-
tionsperiode eintritt und eine Verjüngung herbeiführt.
Wenn man den Vorticeilen früher den Nucleolus absprach,
so beruht das auf einem Irrthume. Derselbe kommt ihnen
in gleicher Weise zu, wie den übrigen Infusorien, und
durchläuft während und nach der Copulation auch die
gleichen Veränderungen. Bei Carchesium polypinum Hess
sich mit Sicherheit sogar die Thatsache feststellen, dass
die Zahl der Kerne bei den aus der Copulation hervorge-
gangenen Thieren am grossesten ist und in den nachfol-
genden Generationen immer mehr abnimmt, da jeder
Theilsprössling annäherungsweise die Hälfte derselben in
sich überträgt. Die Umwandlung in die definitiven Kerne
(Nucleus und Nucleolus) geschieht in der Regel erst dann,
wenn die Zahl der bis dahin kugelförmigen Gebilde bis
auf drei oder vier herabgesunken ist.
Maggi's „nota critica intorno all' incistamento del
Proteo di Quanzati" (Amphileptus moniliger, Rencond. Instit.
Lombard. 1877. Vol. X Fase. 8, 8 Seiten), die vornehm-
lich historischen Inhaltes ist, soll den Antheil klar stellen,
den Quanzati durch seine schon im Jahre 1796 gemachte
Beobachtung an der Lehre von der Einkapselung der Infu-
sorien genommen hat.
Nach den Untersuchungen von Gert es (Legons sur
les phenom. de la vie par Claude Bernard, Paris 1878/79
p. 91j ist unter den Infusorien die Glycogenbildung eben
so allgemein verbreitet, wie bei den übrigen Thieren. Sie
geschieht in der gesammten Leibesmasse mit Ausschluss
der Kerne, contractilen Blasen, der Cuticula und der
Cilien. Bei Amoeben und andern Rhizopoden ist dieselbe
weniger constant nachzuweisen.
Wenngleich es schon auf Grund der bisherigen Erfah-
rungen für ausgemacht gelten durfte, dass die contracti-
len Behälter der Infusorien ihren Inhalt wenigstens theil-
weise nach aussen entleeren, ist es doch immer noch inte-
ressant und wichtig, durch Engelmann auf ein Infuso-
rium [Chilodon propellus n. sp.) aufmerksam gemacht zu
werden, bei welchem sich diese Entleerung in evidentester
706 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
Weise beobachten lässt. Sie geschieht (in Intervallen von
etwa '/2 Minute) so rasch und so kräftig, dass das Thier
bei jeder Zusammenziehung stoss weise vorwärts bewegt
wird oder, falls es schwamm, seine Vorwärtsbewegung
beschleunigt, ohne die Thätigkeit seiner Wimpern irgend-
wie zu ändern. Zoolog. Anzeiger Jahrg. I, S. 121—122.
Wrzesniowski's ,, Beiträge zur Naturgeschichte der
Infusorien" (Zeitschr. für wissensch. Zoologie Bd. XXIX,
S. 267—323, Teb. XIX -XXI) betreffen folgende Arten:
Urnula epistylidis CL-L., Acineta hyphidri St., Dendroco-
metes paradoxusSt., Oxytricha pernix n. sp., 0. Kessleri n. sp.,
beide von der Ostküste Rügens, Zoothammm Gienlwivsldi n. sp.,
ebendaher auf Florideen, Epistylis Sieinii n. sp. von den
Kiemen des Gammarus pulex in Warschau und auf Rügen,
Ep. flavicans Ehrbg. und Ophrydium versatile Ehrbg. Aus
den darüber mitgetheilten Bemerkungen heben wir zunächst
die Thatsache hervor, dass Acineta hyphidri, wie Ac.
operculariae und andere verwandte Formen, an der ziem-
lich tief im Parenchym liegenden Vacuole einen deutlichen
Ausflusscanal besitzt, der mit einer kreisrunden Oeffnung
versehen ist. Die Arme von Dendrocometes sind nach den
Beobachtungen des Verf.'s exquisite Saugröhren, wie solche
auch sonst bei den Acinetinen vorkommen, nur dass sie
verhältnissmässig selten in Thätigkeit gesetzt werden. Die
Gattung Oxytricha glaubt Verf. am besten in zwei Gruppen
spalten zu können, von denen die eine (Oxytricha s. st.)
die Arten mit continuirlichen, die andere {Holosticha n.)
die mit unterbrochenen Bauchwimperreihen umfassen würde.
Der letztern Gruppe, die sich zumeist an Stylonychia an-
schliesst, gehören die von unserm Verf. neu beobachteten
Formen an. Epistylis flavicans hält Verfasser trotz der
schiankern Stockbildung für identisch mit Ep.grandis Ehrbg.,
die nur deren ältere Generationen darstelle. Die Ansich-
ten, welche Greeff über die Organisation der Vorticellen
ausgesprochen hat (J.-B. 1870 S. 451) kann Verf. nicht
theilen. Er hält den Inhalt der Greeff'schen Verdauungs-
höhle für das Innenparenchym des Infusors, beschreibt
dabei aber sowohl für Epistylis, wie für Ophrydium eine
lange und schlanke Fortsetzung des Pharynx, die auch
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahro 1876—1879. 707
Elireiiberg und Greeff sclioii gesehen haben. Die im
Hinterkörper unterhalb der Cuticula gelegenen glänzenden
Läugsstreifen ergeben sich als eine unmittelbare Fort-
setzung des Stielmuskels und sind somit, wie die ent-
sprechenden Gebilde von Stentor — nicht aber die da-
zwischen liegenden körnigen Streifen — als contractile
Fibrillen anzusehen. Die canalartigen Nebengebilde des
contractilen Behälters von Ophrydium geben Verfasser
Veranlassung, die Anwesenheit und Bedeutung dieser Ap-
parate bei den Vorticellinen und andern Infusorien weiter
zu verfolgen. Bei Ophrydium selbst besitzt der Behälter
zweierlei Ausläufer, tropfenartige zuführende Canäle, die
nach der Entleerung vergehen, und einen langen in's
Vestibulum ausmündenden Ausführungsgang von bleiben-
der Beschaffenheit. Eine knospenförmige Conjugation
wurde häufig beobachtet. In Betreff der Bildung der
Gallertkugel bestätigt Verf. die Angaben Ehrenberg's,
die bekanntlich dahin gehen, dass dieselbe aus einzelnen
Hülsen sich zusammensetze. Die in die Gallertmasse ein-
gesenkten Stiele communiciren in derselben Weise, wie
die verästelten Stiele von Epistylis. Was in dieser Form sich
markirt, ist aber eigentlich nur der Axenfaden des Stieles,
der ursprünglich eine beträchtliche Dicke besitzt, auch in
der Nähe des Thierkörpers solche beibehält, allmählig
aber seine peripherischen Schichten in eine Gallertmasse
umwandelt. Die Individuen, welche sich zur Ablösung
anschicken, bekommen hinter der Körpermitte einen feinen
Wimperkranz. Sie bilden neue Colouien, aber nicht bloss
durch Verästelung, sondern oftmals auch durch Aggrega-
tion, so dass die Stiele dann isolirt neben einander hin-
laufen. So wenigstens die gewöhnliche grüne Form, während
die kleinen Colonien der farblosen Varietät (Oph. hyali-
nimi) immer nur von einem einzigen Individuum ausgehen.
Grub er veröffentlicht in den Berichten über die
Verhandlungen der naturf. Gesellschaft zu Freiburg i. Br.
(Bd. VII, S. 543—555 Tab. X) „kleine Beiträge zur Kennt-
niss der Protozoen mit Beobachtungen über Acineta mysta-
cina, Chilodon cucullus und Calcaria contorta (n. gen. et
n. sp.). Ob die erstgenannte Form freilich mit der ge-
708 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
wohnlichen A. mystacina identisch ist, stehet dahin.
Nicht bloss, dass dieselbe (in Genua) massenhaft auf
Carchesiumbüscheln aufgefunden wurde, während die echte
A. mystacina bisher nur vereinzelt auf Algenfäden zur
Beobachtung kam, sie unterscheidet sich auch dadurch
von letzterer, dass ihr Panzer zum Durchlassen der Saug-
füsschen nur mit drei (nicht sechs) schlitzförmigen Spalten
versehen ist. Die Thiere vermehrten sich durch einfache
Theilung, welche durch Zerfall des Kernes eingeleitet
wurde und meist zwei ungleich grosse Sprösslinge lieferte,
von denen der grössere noch vor Ablösung des kleinern
gewöhnlich abermals sich theilte. Die Saugfüsschen blie-
ben während der Theilung ausgestreckt. Flimmerhaare
wurden niemals entwickelt; die Thiere fielen einfach aus-
einander und waren bereits von vornherein mit ihrer
kapselartigen Umhüllung versehen. Bei Chilodon war
es vornehmlich die Aufnahme langer Oscillatorienfäden
und die dadurch erzeugte Formveränderung des Körpers,
welche die Aufmerksamkeit Grube r's in Anspruch nahm,
Erscheinungen, welche nach der Ansicht des Verf.'s nicht
bloss gegen die Existenz einer Leibeshöhle, sondern gegen
eine jede Differenzirung des Körperparenchyms sprechen.
Die aufgenommenen, nach Verf. eingesogenen Algenfäden
bleiben im Innern unverändert und gelangen schliesslich
durch Platzen der Cuticula und Aufrollung wieder nach
aussen. (Aehnliche Beobachtungen sind von Leidy auch
bei Amoeben gemacht, Freshwater-Khizopods p. 86 u. a.)
Das neue Gen. Calcaria gehört zu den hypotrichen Infusorien,
unter denen es aber durch die Eigenthtimlichkeiten seiner
Körperform ganz isolirt steht. Der Leib ist ganz unsym-
metrisch und gleicht einer kurzen ein Mal gewundenen
Schraube, deren Spindel nach einer Seite hin in einen
dünn zulaufenden Stift ausgeht, während die Schraube
selbst nach der andern Seite klappenförmig abgerundet
ist. Am freien Rande des gewundenen Körpers zieht ein
Wimpersaum hin, durch dessen Hülfe das Thier wirbelnd
durch das Wasser treibt. Die Bauchseite ist durch die
Lage des Mundes und sehr lange und starke borstenför-
mige Cilien bezeichnet. Eine Formveränderung wurde
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 709
niemals beobachtet. (Einer spätem Angabe zufolge fällt
Calcaria contorta mit Gyrocorys oxyura St. zusammen.)
Unter dem Titel „neue Infusorien'^ beschreibt Gruber
in der Zeitschr. für wissenschaftl. Zoologie (Bd. XXXIII,
S. 439-466, Tab. XXV u. XXVI, in vorläufiger Mitthei-
lung Zool. Anzeiger Jahrg. II, S. 519) mehrere von ihm
entdeckte Ciliaten, sämmtlich durch gewisse Eigenthtim-
lichkeiten ihres Baues oder ihrer Lebensweise in hohem
Grade ausgezeichnet. Dahin gehört zunächst eine als
Stichotricha socialis benannte Form, einem Genus zuge-
hörig, das auch Chaetospira Lachm. und Stichochaeta Gl.
et Lach, umfasst und Arten enthält, die, wie es scheint,
sämmtlich die Fähigkeit besitzen, Röhren zu bauen. Bei
Stich, socialis entwickelt sich dieser Bau mit der Zeit zu
ansehnlichen, mehrere Millimeter grossen Bäumchen, deren
Stamm sich dichotomisch verzweigt und mit der Krone
nach abwärts an allerlei feinen auf dem Wasser treiben-
den Abfällen befestigt ist. Die Röhren bestehen aus einer
gallertartigen Substanz, die sich allmählig bräunt und an
den Zweigenden je einen Insassen in sich enthält, welcher
darin vor- und rückwärts rückt, gelegentlich auch tiefer
sich zurückzieht oder ausschwärmt, um dann eine neue
Colonie zu gründen. Die Vermehrung der Zweige wird
jedesmals durch eine Theilung der Infusorien eingeleitet,
die der Quere nach erfolgt, obwohl später beide Insassen
auf gleicher Höhe neben einander gefunden werden. Verf.
vergleicht das Röhrensystem mit der Gallertkugel von
Ophrydium, in Betreff deren er die Angaben Wrzes-
niowski's vollständig bestätigt. Auch bei einer Oxy-
tricha (0. tiibkola n. sp.) beobachtete Verf. eine Gehäuse-
bildung, nur dass die Röhren hier vereinzelt blieben und
einfache, an beiden Enden offene Cylinder darstellten. Eine
dritte in demselben Aquarium aufgefundene gleichfalls ge-
häusebildende Art wird als Mary na socialis n. gen. et
n. sp. beschrieben. Die Röhren sind, wie die von Sticho-
tricha socialis, dichotomisch verästelt und auch in ihrem
Aussehen sehr ähnlich, obwohl die Insassen eine durch-
aus verschiedene Bildung haben und am natürlichsten
wohl der Familie der Tracheliden zugerechnet werden.
710 Leiickart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
Der Körper ist becherförmig und vorn mit einem trichter-
artigen Zapfen versehen, der aus der Höhlung hervor-
ragt und auf seinem Rande einen Kranz langer zarter
Borsten trägt. Trichter und Körperrand sind an einer
Seite der Länge nach geschlitzt, gerade da, wo in der
Tiefe der zwischen beiden hinziehenden Rinne die Mund-
öffnung gefunden wird. Aus der Familie der Paramaecinen
beschreibt Verf. den Repräsentanten eines neuen Genus
Tillina (T. magna), ein Thier von bohnenförmiger Gestalt,
seitlich etwas comprimirt und ein wenig gewunden, so
dass die äussern Contouren über einander greifen. Der
Mund, der dem Hilus angehört, steht mit einem horn-
förmig gekrümmten ansehnlichen Schlünde in Verbindung,
der von langen Wimpern ausgekleidet wird. Das Rinden-
parenchym ist von der Innenmasse scharf getrennt und
von stabförmigen Körperchen durchsetzt. Die Theilung
geht, wie bei Colpoda, im encystirten Zustande vor sich,
scheint aber nur bis zur Vierzahl der Sprösslinge fortzu-
schreiten. In Cothurnia socialis n. sp. lehrt Verf. uns
eine Art kennen, die, anstatt einzeln, wie die verwandten
Formen, an Stengeln und dergl. festzusitzen, mit ihren Stie-
len zu förmlichen netz- oder kettenartig aufgebauten Co-
lonien vereinigt sind und Gehäuse tragen, welche allmäh-
lich eine tiefschwarze Färbung annehmen. Wo der Deckel
sich vom Peristom abhebt, da besitzt das Thier eine wulst-
artige Verdickung, die nach dem Zurückziehen den Ein-
gang in das Gehäuse schliesst, wie das Operculum bei
den Schnecken. Ein ähnlicher Verschluss findet sich bei
Cothurnia operculata n. sp., nur dass derselbe hier der
Schale angehört und durch eine feine Cuticularhaut, wie
durch einen Muskel, vermittelt wird, die sich am untern
Ende des Thierkörpers fixirt, so dass sie bei dem Zurück-
ziehen des Insassen nach abwärts gezogen wird. Die bei
den Ophrydinen und Vorticellinen in der obern Wand des
Vestibulums eingepflanzte starre Borste wurde von unserm
Verf. als eine äusserst zarte und durchsichtige Membran
erkannt, die sich unterlippenartig vor der Mundöffnung
ausbreitet und dazu dient, die Speise in den Schlund zu
leiten.
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 711
Entz veröifentliclit in einer ungarisch geschriebenen
Zeitschrift einen Aufsatz „über einige Infusorien des Salz-
teiches zu Szaniosfalva^' (Termeszetrazii Füzetek Vol. IIT,
P. 1, 40 Seiten mit 3 Tafeln), in Betreif dessen ich aus
dem von Bütschli darüber gegebenen Berichte Folgen-
des entnehme. Verf., der die Infusorieufauna dieser Localität
schon bei einer frühern Gelegenheit untersucht hat, findet
die schon damals ausgesprochene Behauptung, dass die-
selbe einen unverkennbar marineu Charakter trage, durch-
aus bestätigt. Manche der daselbst lebenden Arten sind über-
haupt bis jetzt nur im Meere beobachtet, andere repräsen-
tiren Formen, die im Meere, wie im Süsswasser leben
oder doch Geschlechtern angehören, deren Vertreter zu-
meist marin sind. Unter den aufgezählten Arten finden
sich auch drei neue: Litonotus grandis, Ervilia salina
und Sparotrichavexillifer. Das Gen. n. der letztern ist mit
Stichotricha Perty (= Chaetospira Lachm.) verwandt, indem
beide den Oxytrichinen zugehören, im Gegensatze zu den
übrigen Hypotrichen aber auf dem Rücken mit unregel-
mässig zerstreuten Wimpern versehen sind. Die zur Unter-
scheidung der Ordnungen von Stein betonten Charaktere
sind nach der Meinung des Verf.'s überhaupt nicht durch-
aus natürlich, wie u. a. auch dadurch bewiesen wird,
dass die Chlamydodonten ihre nächsten Verwandten unter
den Holotrichen besitzen. Was Verf. über den Conjuga-
tionsprocess besonders von Litonotus fasciola mittheilt,
schliesst sich im Ganzen an die Beobachtungen und An-
sichten an, welche Bütschli über diesen Vorgang ver-
öffentlicht hat. Abweichend dagegen ist die Schilderung,
welche Verf. von der Fortpflanzung der Acineten ent-
wirft, indem er annimmt, dass der Sprössling ausschliess-
lich aus dem Kerne hervorgehe, und die mitunter vor-
kommende protoplasmatische Belegschicht desselben nur
für die Ernährung des Kernzapfens Bedeutung habe.
Die in Form eines feinen Canales auf dem vordem
Körperende vorhandene Mündung der contractilen Blase
soll zugleich als Geburtsöffnung dienen. Bei manchen
Arten sollen zweierlei Schwärmer gebildet werden, solche,
die ganz bewimpert sind und dann eine grosse Aehnlich-
712 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
keit mit Placus hätten, so dass man diesen fast eine im
Schwärmzustande verharrende Acinete nennen könne,
und andere mit 4—5 Cilienkränzen. Die Diiferenzirung
der Tentakel hält Verf. nicht für eine constante Eigen-
schaft, da auch die Fangfäden gelegentlich zum Saugen
benutzt würden und beide Formen auch sonst in einander
tibergingen. In Bezug auf die cuticulare Streifung von
Litonotus u. a. wird bemerkt, dass die hyalinen Streifen
und nicht die körnigen den Sitz der Contractilität und
Irritabilität abgeben. Die Bildung des Schlundes bei den
Enchelyden zeigt eine verschiedene Complication, indem
derselbe bald einen einfachen dünnhäutigen Trichter dar-
stellt, bald auch von Stäbchen gestützt w^ird, die als con-
tractile und elastische Gebilde gedeutet werden. Verf.
hält diese Verschiedenheiten für Entwicklungszustände und
meint sogar, dass sie bei derselben Art in den verschie-
denen Generationen wechselten. Enchelys nebulosa, die im
Süsswasser stets Schlundstäbchen aufweist, entbehre der-
selben im Salzteiche- Dieselbe encystirt sich in den Ge-
häusen der von ihr gefressenen Vaginicolen und theilt sich
unter dem Schutze der Cyste in 2—4 Stücke.
Dign. gen. n.Sparotriclia Entz. Gestalt lauggestreckt, spindel-
förmig, Körper biegsam, jedoch nicht contractu. Unregelmässig zer-
streute borstenförmige Wimpern auf Bauch- ujid Rückseite, sowie längs
der Seitenränder des Körpers. Adorale Wimperzone vertreten durch
eine von der Mundöffnung bis zur Mitte zwischen dieser und der
vordem Körperspitze linkerseits hinziehende Reihe von ansehnlichen
Wimpern, die unter einander zu einer Art undulirender Membran
verbunden sind. Zwei Kerne, eine contractile Vacuole dem linken
Seitenrande genähert, dicht hinter der Mundöffnung.
In den „Studien über Protozoen des nördlichen Euss-
lands" (Archiv für microscop. Anatomie Bd. XVI, L. 153 —
248, Tab. X u. XI) beschreibt v. Mereschkowsky die
von ihm im weissen Meere und dem benachbarten Süss-
wasser aufgefundenen Infusorien nach äusserer und innerer
Gestaltung. Dem beschreibenden Theile lässt er sodann
einen Abschnitt folgen, in dem er die Resultate seiner Be-
obachtungen faunistisch verarbeitet und die geographische
Verbreitung unserer Thiere einer nähern Erörterung unter-
in (1. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876 — 1879, 718
zieht. Zum Schlüsse werden dann noch emige morpholo-
gische und biologische Auseinandersetzungen allgemeiner
Natur angefügt. Aus den hierher gehörigen Mittheilungen
geht hervor, dass die marine Protozoenfauna weit davon
entfernt ist, so gleichförmig zu sein, wie wohl angenommen
wird. Gleich den übrigen Thieren sind auch die marinen
Infusorien dem Einflüsse der äusseren Lebensbedingungen
unterworfen — sie weichen sogar, wie Verf. meint und
durch einen Hinweis auf den fast völligen Mangel der doch
sonst für die Verbreitung der Infusorien so bedeutungsvollen
Encystirung zu erklären sucht, in den verschiedenen Meeren
weit auffallender von einander ab, als die Süsswasser-
formen der verschiedenen Länder. Der morphologisch-
biologische Theil betrifft vornehmlich die Asymmetrie der
Infusorien, welche Verf. durch deren Abstammung von
den gleichfalls asymmetrischen Amoeben zu erklären sucht,
und die Beschaffenheit der Pseudopodien, deren Form auf
die mehr oder minder starre Beschaffenheit des Exoplasma
zurückgeführt wird, der Art, dass die stumpfen und kurzen
Pseudopodien jedesmal auch dem mehr flüssigen Proto-
plasma entstammten. Im Ganzen hat Verf. mehr als 150 ein-
zelne x\rten beobachtet, darunter viele neue. So von Ciliaten:
Cothurnia arcuata, Vorticella pyynmiy Zoothamnium mari-
num (an Hydroiden), Epistylis halanonim, Tintinnus Ussowi,
Oxytricha Wr^esniotüsJcii, 0. ocidata, Äspidisca Ändreewi,
JBalantidium (?) medusarum (nicht bloss sehr gemein in
kleinen Medusen, sondern auch in den Eingeweiden von
Brada, selbst frei im Seewasser), Glaucoma Wr^esniotvs'kiiy
Holophrya Kessleri, PodopJirya conipeSj Dinophysis arctica.
Unter den Flagellaten glaubt Verf. zunächst eine neue
Familie der Uvellinen aufstellen zu müssen. Dieselbe ent-
hält solche coloniale Monadinen, deren Individuen mit
einer oder mehrern Wimpern versehen und zu kugelför-
migen, meist — ausgenommen ist bloss Anthophysa — frei im
Wasser umherschwimmenden nackten Massen vereinigt
sind. Die Bildung der Colonien geschieht durch successive,
nicht, wie bei den Moneren, gleichzeitige Theilung des
Mutterkörpers. Von neuen Arten beschreibt Verf. Astasia
guttula {= A. inflata From.), Merotricha (n. gen.) bacillata,
714 Leuckart: Beriebt üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
JJrceolus(n. g.) Äleni^ini, Heterömita inflata, II. cylindrica,
H. adunca. Das neue Gen. 3IerotricJia ist ebenso wohl
durch die seitliche Lage der Geissei, die aus einer beson-
dern Grube hervorgeht, wie durch einen Stäbchenbüschel
am vordem Ende des grüngefärbten ovalen Körpers charak-
terisirt. Urceolus besitzt einen flaschenförmigen , vorn
verengten Körper mit einem weiten, den Hals durchziehen-
den Schlünde, aus dem eine lange und dünne Geissei
hervorragt. (Die von unserm Verf. neu beschriebenen Rhizo-
poden werden weiter unten aufgezählt werden.)
Unter den von Grimm im kaspischen Meere auf-
gefundenen 11 Infusorien (1. c. T. I p. 70—80) finden
sich von neuen Arten Lacrymaria caspia mit ringförmigem
Nucleus, Climacostomum longissimum und Tintinnus mitra
mit glockenförmiger Schale.
Nach den Beobachtungen von du Plessis und
Forel (Mater, faune prof du lac Leman, Bullet. Soc. Vaud.
Vol. XIV, p. 236, XV p. 450, XVI p. 473) ist die Tiefen-
fauua des Genfer Sees an Infusorien so arm, dass
deren bis jetzt nicht mehr als acht Arten aufgefunden
werden konnten: 4 Heterotrichen, darunter 3 Arten des
Gen. Stentor, und 4 Vorticellinen. Die Ktistenfauna ist frei-
lich, den bis jetzt darüber angestellten Beobachtungen zu-
folge, gleichfalls nur wenig reichhaltig.
Maggi veröffentlicht „Ricerche di Infusori ciliati
nella Valcuvia" (Varese 1876, 32 Seiten) und giebt darin
eine Aufzählung der von ihm daselbst aufgefundenen
Arten. Es sind deren im Ganzen 38, zu 30 Geschlechtern ge-
hörig, sämmtlich bekannt und auch in Deutschland zu Hause.
In der Umgebung Mailands fand Maggi (intorno
agli Infusori di Milano, Varese 1876, 14 Seiten) 22 Arten,
grossentheils dieselben, die auch von Valcuvia aufgezählt
wurden. Die zur Illustration der bathymetrischen Ver-
breitung beigegebene Tabelle lässt bis zu einer Höhe von
480 m kaum bemerkenswerthe Unterschiede auffallen.
Später macht auch Cattaneo einige Mittheilungen
über die von ihm bei Pavia aufgefundenen Protozoen.
Prime ricerche sul Protozoi (dal Laboratorio d'Anat. e
Fisiol. comp, di Pavia 1877, 12 Seiten).
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ, d Jahre 1876—1879. 716
Schon fritber erhielten wir von demselben einen
„prirao elenco degli Tnfiisori della Lanca di S. Lanfranco
presso Pavia" (Pavia 1875, 21 Seiten) mit 24 Arten, die
über 20 Genera sich vertheilen und mit deutschen Formen
zusammenfallen.
Sterki handelt in seinen „Beiträgen zur Morphologie
der Oxytrichineu'' (Zeitschrift für wissensch. Zoologie Bd.
XXXI, S. 29-58, Tab. III) von der Körperform und Grösse,
der Körpersubstanz und Consistenz, sowie vornehmlich von
der Peristombildung und der Bewimperung dieser Thiere.
Er hebt dabei u. a. hervor, dass man denselben nur mit
Unrecht den Besitz eines Panzers zuschreibe, da unter
ihnen die Fähigkeit, die Körperform durch Krümmungen
und Streckung zu verändern, sehr weit verbreitet sei, ja
manche Arten sogar in auffallendem Grade metabolisch
seien. Eine Oeffnung der contractilen Blase durch die
Cuticula, wie solche bei andern Infusorien existirt, wird
in Abrede gestellt und bemerkt, dass das Körperparen-
chym unter Umständen durch Vacuolenbildung eine netz-
artige Beschaffenheit annehme. Ein Schlund ist fast
überall deutlich erkennbar und im Innern mit einer Reihe
langer feiner Wimpern besetzt, die Engel mann irriger
Weise für eine undulirende Membran gehalten hat. Die
Bildung dieser endoralen Wimpern zeigt im Einzelnen
übrigens grosse Verschiedenheiten, wie denn auch sonst
das Peristom bei den einzelnen Arten mancherlei charak-
teristische Eigenthümlichkeiten bietet. In noch höherm
Grade ist dieses bei den stärkern sog. Griffeln und Borsten
der Fall, die vielfach eine abgeplattete lamellöse Bildung
besitzen und am Ende zerfasert sind. Es gilt das nament-
lich für die adoralen Wimpern, die (wie bei den Euplo-
ten, Aspidiscinen, auch Halteria und Stentor) förmliche
membranöse Bildungen darstellen. Davon verschieden sind
die feinen, bis jetzt übrigens nur wenig beobachteten Dor-
salwimpern, die freilich nicht allen Arten zukommen. Die
Quertheilung möchte Verf. unter Berücksichtigung der da-
bei zu beobachtenden Erscheinungen eher als eine Art
Knospung in Anspruch nehmen. Anhangsweise behandelt
Verf. noch eine Anzahl neuer Arten und Genera: Stylony-
/Archiv f. Naturg. XXXXVI. Jahrg. 2. Bd. VV
716 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
chia macrostyla n., St. mytilus var. ptisillttj Histrio (n. gen.),
Steinii d., eine Art, die sich durch wesentliche Abweichun-
gen im Bau des Peristoms und die Gestaltung der Rand-
wimperreihen von Stylonychia unterscheidet. Das arten-
reiche Gen. Oxytricha, das sich vornehmlich durch die
Gestaltung des Peristomausschnittes charakterisirt, glaubt
Verf. in dem von Stein ihm gegebenen Umfange nicht
beibehalten zu können. Die Ox. gibba St. und Ox. multi-
seta n. vereinigt er in einem neuen Gen. Ämphisia. Eben-
so wird Ox. afifinis St. zum Typus eines gen. n. Gonosto-
mum. Die Gattung Gastrostyla Engelm. wird durch zwei
neue grosse und ausgezeichnete (aber nicht benannte) Arten,
Urostyla durch deren 5 oder 6 bereichert. Daneben liefert
Verf. noch eine kurze Charakteristik der neuen Genera
Stylonetes, Allotricha, Strongylidina, Trichogaster , die
folgen dermassen lautet :
Stylonethesu.gen. Körpervorn verschmälert, hinten gerundet,
stark gewölbt. Auf der vordem Hälfte des Stirnfeldes viele (15 — 20)
zerstreute Wimpern, zwei Bauchwimperreihen, keine After wimpern.
Die linke Randseite beginnt auf dem Stirnfeld und überspringt das
Peristom. St. tardus n.
Ällotricha n. gen. Die Stirn-, Bauch- und Afterwimpern der
Oxytrichen, ausserdem rechts zwei Reihen borstenförraiger Wimpern
(ähnlich den Pleurotrichen). Körper metabolisch, Perisom, Consi-
stenz, Aussehen, Färbung und Bewegungsweise der Urostylen. A.
mollis n.
Strongylidiumn. gen. Gestalt der von Uroleptus piscis ähn-
lich, aber etwas dicker und mehr gewölbt, so dass die Bauchseite
kaum flacher erscheint; Körper nach links um die Achse gedreht.
Peristom schmal. Circa sechs stärkere Stirhwimpern, zwei schräge
(spiralige) Reihen von dünnen Bauchwimpern, keine After-, drei
Schwanz wimpern. Dorsalwimperu sehr kurz. St. crassum n.
Trichogaster n. gen. Peristom von stark V» der Körperlänge,
weit, in Form dem der Urostylen am nächsten. Ganze Stirn- und
Bauchfläche mit feinen und kurzen Wimpern dicht bedeckt. Da-
zwischen einige etwas stärkere Wimpern, sowie ein Büschel After-
wimpern. Adorale Wimpern kurz und dichtstehend. Ebenso ist
die Peristomfläche dicht bewimpert. Tr. pilosus n.
Sterki's Abhandlung über „Tintinnus semiciliatus"
(Zeitschr. für wissensch. Zoologie, Bd. XXXII, S. 460-465,
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 717
Tab. XXVIII, T. 5—9, in das Englische übersetzt. Annais
nat. bistory Vol. IV, p. 290 ff.) macht uns mit einer
neuen Infusorienart bekannt, die sich insofern sehr eigen-
thümlich verhält, als nur der vordere, bis kaum zur Mitte
reichende Theil des Körpers bewimpert ist, der hintere
Theil mit dem Stiele aber völlig nackt bleibt. Die ado-
ralen Wimpern sind keine einfachen Borsten, sondern, wie
das auch für andere Infusorien nachgewiesen ist, zerfaserte
Membranellen, die aber nicht in continuirlicher Reihe
stehen, sondern schief auf die Reihe gestellt sind. Inner-
halb dieses Wimperkranzes steht eine Reihe von kurzen
und feinen Cilien, welche die hügelartig vorgebauchte
vordere Körperfläche mit dem einfachen Peristomraume um-
fassen. Ein besonderer Schlund oder Mund ist in dem-
selben nicht zu bemerken, was dadurch seine Erklärung
findet, dass der betreffende Körpertheil der festen Rinde
entbehrt, so dass die Nahrungsstoffe auch so leicht in das
Innere eindringen. Ein zweiter kleiner, seitlich am Körper
angelegter Wimperkranz, der einige Male zur Beobach-
tung kam, wird wohl mit Recht auf eine beginnende Thei-
lung bezogen.
Grube r entdeckt (Zoolog. Anzeiger, Jahrg. I, S. 390)
„die Haftorgane der Stentoren^', die sich als amöboide
Fortsätze, die vom hintern Körperende ausgehen und der
hier frei zu Tage liegenden, von den Muskelstreifen nicht
bedeckten structurlosen Sarcode angehören. Finden die
Thiere keine Gelegenheit zum Anheften, dann werden die
Fortsätze zurückgezogen.
Cox handelt in dem Amer. Natur. (Vol. Xp. 275—278,
Monthly microsc. Journ. Vol. XVI 201) über „multiplica-
tion by fission in Stentor Mülleri".
'k Maggi erkennt in den von Panceri (Atti Soc. Ital.
1861) und Ninni (Atti Inst. Venet. 1865) auf den Kiemen
der Krebse aufgefundenen Vaginicolen eine Cothurniaform,
die er als C. Ninnii bezeichnet und genauer beschreibt,
als das bisher geschehen ist. Sie lebt nur auf kranken
Krebsen. Ein Gleiches gilt von einer zweiten neuen Art, die
wegen der völligen Abwesenheit eines Stieles vom Verf.
dem FromenteTschen Subgenus Pianicola zugerechnet
718 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
und als PL Pancerii beschrieben wird. Andere Arten
(C. Sieboldii, C. curva, C. astaci) werden auch bei gesun-
den Krebsen gefunden. Intorno alle Cothurnie })arassiti
delle branchie dei gamberi nostrali (Rendicond. Instit. Lom-
barde Vol. XII Fase. 11 u. 12, 10 Seiten, im Auszuge
Bollet. scientific. T. I pg. 23-35.
Auch Dallas beschreibt (Journ. micr. Soc. Vol. X p.
653 — 675, PI. XX) eine neue Art des Gen. Cothurnia
(C. corrugata) mit langem Stiel und gerunzeltem Skelet.
Am vordem Körperende findet sich ausser zwei starken
am Ende gespaltenen Cilien ein förmlicher Deckel.
Eine mit Deckel am Gehäuse versehene Cothurnia,
die Maggi in der Nähe des Lago maggiore beobachtete,
steht der Coth. pyxidiformis d'Ud. so nahe, dass Verf. sie
als eine Varietät (var. lacustris) beschreibt (Bolletino scien-
tifico, 1879, I, p. 69, 70).
Die Untersuchungen desselben Forschers über Uro-
centrum turbo (Rendicond. Instit. Lomb. 1875, Vol. VIII,
fasc. 2) sind Ref. nicht zu Gesicht gekommen.
A. Schneider findet bei der in der Nachbarschaft
von Poitiers an Cyclostomen sehr häufigen Trichodonopsis
paradoxa unter der Cuticula eine ununterbrochene Lage
kleiner Stäbchen, die wie Pallisaden neben einander stehen
und an die auch sonst bei Infusorien nicht seltenen Tricho-
cysten erinnern, obwohl es unmöglich war, einen Nessel-
faden in ihnen nachzuweisen. In dem von Claparede
für muskulös gehaltenen problematischen Körper erkennt
Verf. den Kern, nicht bloss auf Grund des Umstandes, dass
er nach Kernart sich färben lässt. sondern auch desshalb
weil er durch Lage und Form durchaus dem Kerne ge-
wisser Trichodinen gleicht und nicht selten in Stücke zer-
fällt, wie der Nucleus anderer Infusorien. Dicht neben
demselben entdeckt man auch einen kleinen Nebenkern.
Was Stein und Claparede als Kern in Anspruch nahmen,
ist in seiner Form und Beschaffenheit sehr wechselnd und
nicht selten völlig abwesend, stets aber bei solchen Exem-
plaren, die zugleich in der Bildung ihres obern Endes und
der Anordnung ihres Darmapparates von den gewöhn-
in d. Naturgesch. d. iiied. Thiere währ. d. Jahre 1876 — 1879. 719
liehen sieh untersehieden. (Sur la Trichoclonopsis para-
doxa, Cpt. reiid. T. 87 p. 537, 588.)
R. Hartwig schildert in der Jenaischen Zeitschrift
für Naturwissenschaften (Bd. XI, S. 148—187 Tab. X-XII)
„den Bau und die Entwicklung der Spirochona genimipara",
und liefert dadurch eine ebenso erwünschte, wie wichtige
Ergänzung der altern Darstellung Stein's. Aus dem ersten
den Bau betreffenden Abschnitte heben wir nur so viel
hervor, dass der schon im frischen Zustande leicht wahr-
nehmbare Kern eine ausserordentliche Vielgestaltigkeit be-
sitzt, wie kaum ein anderes Infusor sie aufweist. Frei-
lich gewinnt man bald die Ueberzeugung , dass die
wechselnden Formen des Kerns mit dem jedesmaligen
Entwicklungszustande des Organismus oder bestimmter
vielmehr mit den Vorgängen der Knospung in inniger Be-
ziehung stehen. Für gewöhnlich besteht der Kern aus
zweien scharf gegen einander abgesetzen Theilen, aus
einem grössern, der feinkörnig ist, und einem zweiten von
homogener Beschaffenheit. Ausser ihm enthält das Proto-
plasma noch drei kleine Nebenkerne (Nucleoli), die aber
leicht tibersehen werden. Sobald die Spirochona sich zur
Fortpflanzung, die hier bekanntlich stets unter der Form
einer Knospung geschieht, anschickt, hat der Kern durch
eine Reihe von eigenthümlichen Veränderungen hindurch
sich in ein fast zellenartig aussehendes Gebilde verwandelt,
indem die Stelle der zwei früheren Abschnitte von einer
feinkörnigen Masse vertreten ist, welche eine helle Vacuole
mit nucleolusartigem centralen Körperchen in sich ein-
schliesst. Das Erste, was von der spätem Knospe ent-
steht, ist die Anlage eines neuen Peristoms. Dasselbe
bildet sich durch Ausstülpung aus dem Peristom des Mutter-
thieres und zwar an einer Stelle, die sich sehr bald in
Höckerform gegen den übrigen Körper absetzt. In dem-
selben Maasse nun, als die Knospenanlage wächst, schnürt
sie sich von dem Mutterthiere ab, und zwar von vorne
nach hinten, so dass das Peristom des letztern dabei sehr
merkliche Veränderungen erleidet. Mit der Anlage der
Knospe beginnt nun aber eine neue Umwandlung des
Kernes. Das frühere Aussehen geht in Folge einer leb-
720 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
haften amöboiden Bewegung sowohl der Rinde, wie des
Nucleus verloren. Die Vacuole verschwindet, und die
ganze Masse zerfällt in Stücke, die eine radiäre Anord-
nung annehmen und schliesslich wieder in einem homo-
genen Haufen zusammeniliessen. Nach kurzer Zeit aber
beginnt die Masse sich zu strecken und an den Enden
eine homogene Substanz auszuscheiden. Das Mittelstück,
die Hauptmasse des Kerns, nimmt dann ein streifiges Gre-
füge an, streckt sich immer mehr und zerfällt schliess-
lich — nach Verlauf von etwa einer Stunde — in zwei
Theile, die je aus einem homogenen Abschnitte, der frühern
Endplatte, und einem grössern Stücke bestehen, das den Faser-
bau wieder mit einer feinkörnigen Beschaffenheit vertauscht
hat. Der eine Kern bleibt im Parenchym des Mutterthieres,
während der andere schon im Verlaufe der Theilung in den
Knospensprössling übergetreten ist. Wie der Nucleus, so
theilen sich übrigens auch die Nebenkerne, ohne dass es
jedoch möglich ist, die Vorgänge, die dabei ablaufen,
näher zu verfolgen. Wenn diese Veränderungen zum Ab-
schluss gekommen sind, dann ist die Knospe nur noch
durch ein dünnes Stielchen mit dem Mutterthiere in Ver-
bindung. In diesem Zustande aber scheint die Knospe
nun eine längere Zeit zu verharren, während deren sie die
einzelnen Körpertheile und namentlich die Peristomanlage
weiter zur Ausbildung bringt. Anfangs ein einfacher und
geschlossener wimpernder Spalt, öffnet sich derselbe nach
aussen und bildet eine Furche, die an der vordem Seite
der Knospe beginnt, hier auch ihre grösste Breite be-
sitzt, von da aber an der einen Körperseite bis an das
hintere Ende hinläuft. Um dieses entsteht eine eigen-
thümliche radiäre Figur von protoplasmatischen Stäbchen.
Nach der Ablösung schwimmt die Knospe mittelst der
die Furche umkleidenden kurzen Wimpern eine Zeitlang
langsam umher, bis sie sich mit dem eben erwähnten Ra-
dienkranze festsetzt, der alsbald nach dem Anheften ver-
schwindet und der cuticularen Basalplatte der Spirochoua
Platz macht. Das Vorderende hat schon während der
kreisenden Bewegung dadurch seine Form verändert, dass
der Rand der Wimperfurche nach aussen sich umschlägt,
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 721
und zu einer wulstigen Lippe wird, die sich vorn durch
eine halsartige Einschnürung gegen den übrigen" Körper
absetzt und durch Einfaltung nach innen die Anlage des
Spiraltrichters abgiebt, während der übrige Theil der
Furche in ganzer Ausdehnung sich schliesst. Mundöffnung
und Speiseröhre entstehen erst später, nachdem der Spiral-
trichter bereits die erste halbe Windung gebildet hat.
Unter dem Namen Ichthyophthirius multifilis be-
schreibt Fouquet (Archiv. Zoolog, exper. T. V. p. 159 — 165,
PI. V) ein Infusorium, welches auf den Forellen lebt und in
den Bassins des College de France seit etwa 10 Jahren
eine förmliche Epizootie bedingt. Das Thier hat im aus-
gebildeten Zustande eine Kugelgestalt und ist mit einem
uniformen Wimperkleide und äusserst kleinen Tricho-
cysten ausgestattet. Mund und After fehlt, doch zeigt sich
am Vorderende ein eigenthümliches, von grösseren Cilien
umgebenes saugnapfartiges Organ, welches leicht als Mund
gedeutet werden könnte, allein keine Nahrung aufnimmt
und nach Verfasser eine Art Saugnapf darstellt. Der
Nucleus ist halbmondförmig; ein Nucleolus fehlt. In die-
sem Zustande lebt das Thier in der Epidermis seines
Trägers, deren Zellen sich im Umkreise desselben warzen-
artig anhäufen. Später aber löst es sich aus dieser Um-
hüllung, um im Wasser zu Boden zu sinken und hier sich
einzukapseln. Unter dem Schutze der Kapsel zerfällt dann
der Leib in immer kleinere und zahlreichere Stücke, so
dass deren Menge schliesslich bis gegen tausend sich be-
laufen mag. Dieselben bedecken sich schliesslich mit
Flimmerhaaren und schwärmen als kleine mehr gestreckte
Thierchen mit rundlichem Kern und kleinem Nucleolus
aus. Was aus ihnen wird, liess sich bis jetzt noch nicht
nachweisen. Verf. vermuthet in ihnen — wohl wegen des
jetzt anwesenden Nucleolus — die Vertreter einer zweiten
geschlechtsreifen Generation. Uebrigens haben auch die
parasitären Formen Anfangs eine mehr längliche Körper-
form. Vermuthlich sind unsere Thiere mit jenen identisch,
die von Hilgendorf und Pauli cki früher auf verschie-
denen Fischen als Parasiten aufgefunden und beschrieben
sind. vJ.-B. 1868, S. 507.)
722 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlicben Leistungen
Ebenso fand Hallez im Darmkanale von Planaria
nigra oftmals ein holotricbes Infusorium von mehr oder
weniger birnförmiger Gestalt, das übrigens nicht näher
beschrieben wird. Ein zweites auf der Körperoberfläche
lebendes Infusorium ist sonder Zweifel mit Trichodina
mitra v. Sieb, identisch, die auch bei uns durchaus nicht
selten auf den Planarien lebt. (Contribut. bist. nat. Turbel-
laries Tab. V, Fig. 20-25.)
Ob die von Grassi (1. c. p. 8) unter den von ihm
beobachteten 6 parasitischen Ciliaten als neu aufgeführte
Trichodina tritonis aus dem Darme von Triton cristatus
von der bekannten Form aus der Harnblase verschieden
ist, lässt sich bei dem Mangel einer Beschreibung nicht
entscheiden.
Leuckart behandelt (Parasiten 2. Aufl. Th. I, S. 321—
332) den Bau und die Lebensgeschichte des Balantidium
coli. Er findet die Bildung der Mundwimpern in Ueber-
einstimmung mit der Darstellung Stein's, giebt aber von
dem Theilungsprocess insofern eine abweichende Beschrei-
bung, als er die erste Andeutung desselben in einem nahe-
zu continuirlichen Wimperkranze sieht, der ungefähr um
die Mitte des verlängerten Körpers herumgreift. Die Be-
obachtung encystirter Zustände in erkaltendem Schweine-
kothe legt die Annahme nahe, dass in diesem Zustande
die Uebertragung in den neuen Wirth geschehe. Das
Schwein betrachtet Verfasser überhaupt als den genuinen
Träger, so dass die Infection des Menschen dann nur die
Bedeutung eines Zufalls hat.
Nach Grassi (1. c. p. 8) findet sich das Balantidium
coli auch in der Lombardei sehr häufig beim Schweine.
Leidy fand im Darmkanale der nordamerikanischen
Regenwürmer (Lumbricus, Enchytraeus, Lumbriculus) eine
Anzahl mundloser Schmarotzerinfusorien, zum Theil über-
einstimmend mit der Europäischen Anoplophrya lumbrici.
Auch der Enddarm von Paludina decisa wird von zahl-
reichen Exemplaren einer Anoplophrya (A. vermicularis n.)
bewohnt. Proceed. Acad. nat. sc. Philadelphia 1877, p.
359, 360.
Ebenso enthält der Darmkanal von Termes flavipes
in d. Naturgechs. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 723
massenhaft lebende Infusorien, die gleichfalls von Leidy
als Trichonympha{\\. gen.) agilis, Pyrson ympha (n. gen.)
vertens, Dinenympha (n. gen.) ^raß?7i5 beschrieben werden.
Die erstere ist in gleicher Weise durch die Bildung und
Anordnung ihres Flimmerapparates, wie durch die Anwesen-
heit eines geschlossenen Darmes (mit Pharyngealtasche und
Magen) ausgezeichnet, so dass Verf. geneigt ist, sie eher den
Rhabdocoelen als den eigentlichen Infusorien zuzuweisen.
Proceed. Acad. nat. sc. Philad. 1877, T. II, p. 147—149.
Durch Zeller's ,, Untersuchungen über die Fortpflan-
zung und die Entwicklung der in unsern Batrachiern schma-
rotzenden Opalinen'^ (Zeitschr. für wissensch. Zool. Bd.
XXIX S. 232-379, Tab. XXIII u. XXIV) haben unsere
Kenntnisse von der Lebensgeschichte dieser Schmarotzer
ihren Abschluss gefunden. Es hat sich in Folge derselben
herausgestellt, dass die erwachsenen Opalinen — ^^und zwar
sämmtliche Arten: Opalina ranarum aus Rana temporaria,
0. obtrigona ans Hyla, 0. dimidiata aus Rana esculenta,
0. sinilis n. (= Anoplophrya intestinalis St.) aus Pe-
lobates, 0. caudata aus Bombinator — im Frühjahre
durch fortgesetzte, rasch sich folgende Theilungen nach
der Länge und Quere in eine schliesslich sehr grosse
Zahl von Thierchen zerfallen, welche sich dann einkapseln
und mit dem Kothe nach aussen gelangen. Diese Cysten
werden nun von den den Grund der Gewässer durchwüh-
lenden Kaulquappen gefressen und so in den Mastdarm über-
tragen, wo die Thiere ausschlüpfen, um dann in der
von Engelmann (J.-B. 1875, S. 520) beschriebenen Weise
sich weiter zu entwickeln. Bei den drei erstgenannten
xA.rten haben die eingekapselten Schmarotzer noch mehrere
Kerne, die aber später einem einzigen, der wahrscheinlich
durch Neubildung entsteht, nachdem die frühern aufgelöst
wurden, Platz machen. Das Wachsthum ist so rasch, dass
die Thierchen, die anfangs sämmtlich die gleiche Bildung
haben, schon nach wenigen Monaten ihre volle Grösse und
Gestalt besitzen, auch vielfach sich durch Theilung ver-
mehren. Bei Opalina dimidiata geht diese Theilung in
Jüngern Fröschen sogar bis zur Bildung kleinster Thiere,
die sich einkapseln, während sonst die Cystenbildung aus-
724 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
schliesslich auf die Frühlingsmouate beschränkt ist. Ny-
ctotherus cordiformis, der mit den Opalinen zusammen lebt,
zeigt einer beiläufigen Notiz des Verf s. zufolge, genau die
gleiche Fortpflanzungsweise, während man bei Balantidium
vergebens nach Cysten sucht. Die Uebereinstimmung, die
bei den einheimischen Opalinen in Betreif der Fortpflan-
zung obwaltet, spricht sich auch im Körperbau aus. Sie
entbehren nicht bloss sämmtlich des Mundes und Afters,
wie der contractilen Behälter, sondern besitzen auch ein
völlig gleiches Parenchym mit zahlreichen, glänzenden
Kügelchen und bläschenförmigen Kernen, die jederzeit
die Bedeutung gewöhnlicher Zellkerne besitzen. Eine Cu-
ticula fehlt, und die Leibeshülle besteht aus zahlreichen
breiten Muskelbändern, welche eng an einander schliessen
und einen sehr charakteristischen Verlauf haben, so dass
sie auf beiden Flächen sich kreuzen. Trotzdem aber trägt
Verf. kein Bedenken, die erwachsenen Thiere so gut, wie
die einkernigen Jugendformen in morphologischer Bezie-
hung einer einzigen Zelle gleichzusetzen.
In der Leibeshöhle und dem Darme gewisser Enchy-
traeiden, besonders E. galba und E. hegemon, findet Vej-
dowsky (Beiträge zur vergl. Anat. der Anneliden I, S. 16,
Anm.) die hier schon früher von Buchholz beobachteten
Opalinen. Verfasser hält dieselben für identisch mit
Op. filum Clap. (aus Clitellio) und überzeugt sich, dass der
Nucleus unter der Form eines schmalen Bandes fast die
ganze Länge des Körpers durchzieht. Da mitunter ganze
Ketten von 3—4 an einander hängenden Individuen zur
Untersuchung kamen, schliesst Verf. auf eine Vermehrung
durch Theilung.
In dem Mastdarme des Bufo pantherinus und Disco-
glossus pictus von Algier findet Maupas neben andern
auch bei uns vorkommenden Schmarotzerinfusorien eine
fast riesengrosse Opaline, die 1 mm misst und dem Stein'-
schen Untergeschlechte Haptophrya zugehört. Das hintere
Leibesende derselben besitzt eine saugnapfartige Vertiefung,
welche das Thier zum Anheften gebraucht. Die Bewegung
wird nur mit Hülfe der Cilien vermittelt, da der Körper,
obwohl deutlich mit einer Rindenschicht versehen, der
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 725
Contractilität ermangelt und nur elastisch ist. Im Innern
bemerkt man einen einzigen Kern von ellipsoidischer Ge-
stalt und ein contractiles, mit eigner Wandung versehenes
Längsgefäss, welches den ganzen Leib durchzieht und
mittelst 6 — 8 deutlichen Oeffnungen hinter einander nach
aussen mündet. Die Vermehrung geschieht durch eine
Quertheilung, die sich so rasch wiederholt, dass man
gelegentlich Ketten von acht Individuen sieht. (Sur
THaptophrya gigantea, opaline nouvelle de l'intestine des
Batraciens anoures de TAlgerie, Compt. rend. T. 88, pg.
921-923.)
Gleichzeitig mit Maupas wird diese interessante
Form auch von E v e r ts in Neapel und Sicilien bei dem Dis-
coglossus aufgefunden und als Opalina discoglossi neu be-
schrieben (bijdrag tot de kennis der Opalinen uit het darm-
kanal van Batrachiers, Tijdschr. nederl. dierk. vereen. D.
IX, pg. 92—96). Die aus der Theilung hervorgegangenen
kleinern Individuen sollen nach unserm Verf. in der Cloake
sich einkapseln und in diesem Zustande, wie vermuthet
wird, nach dem Austreten zu einer neuen Infection Ver-
anlassung geben. Daneben findet Verf. in den Excremen-
ten noch sehr kleine Fliramerkugeln, die er für eine
Art Schwärmsporen halten möchte und aus dem Nucleus
hervorgehen lässt. Eine zweite, gleichfalls bei Discoglos-
sus vorkommende, viel häufigere Opaline soll mit den be-
reits bekannten Froschopalinen identisch sein.
Bütschli handelt (Zeitschr. für wissensch. Zool. Bd.
XXVIII S. 48—67, Tab. VI) „über Dendrocometes para-
doxus" und knüpft daran Bemerkungen über Spirochona-
gemmipara und die contractilen Vacuolen der Vorticellen.
Die Art, wie Dendrocometes seine Nahrung aufnimmt,
blieb dem Verf. unbekannt — vgl. hierzu die Beobachtungen
Wrzesniowski's (S. 706) — dafür aber constatirte er die
Thatsache, dass das Infusorium mittelst einer, dem Acineten-
stiele entsprechenden Fussplatte den Kiemenblättern seiner
Träger aufsitzt und eine Vacuole hat, die ihren Inhalt durch
eine deutliche Ausflussröhre entleert. Der Vorgang der Em-
bryonalbildung erscheint als eine innerliche Knospenbildung,
ganz wie bei Podophrya quadripartita, nur insofern verschie-
726 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
den, als der Knospensprössling von Dendrocometes sich, so
lange er in der Bruthöhle befindlich ist; nur unvollständig
von dem mütterlichen Parenchym ablöst. Noch bei dem
Hervortreten aus der Geburtsöflfnung sieht man ihn durch
seinen Nucleus im Zusammenhange mit dem mütterlichen
Leibe. Ein Nucleolus fehlt, dagegen aber zeigt der Nu-
cleus, noch bevor er zur Theilung sich anschickt, eine deut-
liche Streifung. Ein Gleiches gilt für den Nucleus von
Spirochona, der keineswegs neu in dem Knospensprössling
gebildet wird, sondern auch hier noch eine Zeitlang für
Mutter und Tochter gemeinsam ist. Die bei gewissen
Formen von Vorticella convallaria Ehrbg. (V. margaritata
From.) mehrfach beobachteten abfallenden Knöpfchen kann
Verf. unmöglich für Knospen halten. Ihre wahre Natur
freilich konnte er nicht mit Sicherheit feststellen. Bei
Acineta mystacina besitzt die Vacuole statt einer einzigen
Austrittssteife deren mehrere, in einer geraden Linie neben
einander angeordnet. Die Vacuole von Vorticella mündet
zunächst, wie das auch andererseits schon bemerkt ist, in
das Vestibulum, welches bei der Systole deutlich an-
schwillt. Bei einer Anzahl von Arten geschieht die Aus-
mündung aber nicht direct, sondern zunächst in einen be-
sondern Raum von eigenthümlich schwammiger Beschaffen-
heit. Was übrigens den Mechanismus der Entleerung be-
trifft, so hält Verf. die Systole nicht für einen activen
Contractionsvorgang, sondern für ein Phaenomen, welches
auf die Spannung zurückzuführen ist, die im Körper des
Thieres herrscht und nach der Ansammlung der Flüssig-
keit ihre Ausgleichung findet, sobald die oberhalb der
Vacuole hinziehende dünne Haut durch den Druck der-
selben einreisst.
Die Beobachtungen, welche Bütschli (Jenaische
Ztschrft. für Naturwiss. Bd. X, S. 287-309, Tab. IX)
„über die Entstehung des Schwärmsprösslings der Podo-
phrya quadripartita angestellt hat, lassen nicht den ge-
ringsten Zweifel übrig, dass die Bildung der sog. Acineten-
embryonen sich eigentlich nur topologisch von der Knos-
pung unterscheidet. Der Kern nimmt an diesem Vorgange
erst secundär einen Antheil, indem die ersten Anzeichen
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 727
der Knospenbiidung an der protoplasmatischen Masse des
Mutterthiers auftreten, und der sog. Embryo schon längst
mit seinem Wimperapparate und seinen Vacuolen angelegt
ist, bevor der Kern eine Spur von Veränderungen gezeigt
hat. Zunächst geschieht, gewissermassen als Einleitung
des Knospungsvorgangs, eine Einsenkung der vordem Kör-
perfläche, die eine Strecke in die Tiefe dringt und durch
x\usweitung hier eine Höhle bildet, von deren Boden dann
der Sprössling sich emporwulstet. Auf dieser Hervorraguug
entsteht in der Längsrichtung des Mutterthieres sehr bald
eine flimmernde Furche, die sich im Laufe der Zeit immer
deutlicher in den Flimmergiirtel des Embryo umwandelt.
Erst wenn der letztere, immer noch mit dem mütterlichen
Leibe in ausgedehntem Zusammenhange, seine eignen Va-
cuolen erhalten hat, zeigt sich ziemlich plötzlich die erste
Veränderung des Kerns, die darin besteht, dass die Sub-
stanz desselben eine Fasermetamorphose eingeht und dann
einen kolbenförmig in den Embryonalleib hineinwachsen-
den Zapfen treibt. Die spätem Veränderungen sind leicht
zu übersehen. Sie bestehen in einer fortschreitenden In-
dividualisirung sowohl dieses Zapfens, wie des gesammten
Embryonalleibes. Nach vollständiger Isolirung nimmt der
Kern wieder seine normale Structur an. Der Embryo er-
scheint dann als ein eiförmiger Körper, der in Folge
seiner selbständigen Bewegung die ursprüngliche Querlage
in der Bruthöhle aufgegeben hat und schliesslich aus der
Geburtsöffnung hervortritt. Die an der Randstelle der
einen Leibeshälfte, also dicht neben dem Flimmergürtel
beflndliche Delle, die von Hertwig als Rudiment eines
Mundes gedeutet wird, bezeichnet, der Lage der Vacuolen
nach, die spätere Ansatzstelle, den Ort also, an welchem
später die Ausscheidung des Stieles geschieht. Die Be-
obachtungen über die Schwärmlinge der Acineta mystacina
und Trichophrya epistylidis, welche Verf. hinzufügt, tragen
einen nur fragmentären Charakter, lassen aber auch für
diese Thiere sehr ähnliche Vorgänge vermuthen.
Der Angabe von Forrest (Midland Naturalist. D. II,
S. 88), dass er gesehen habe, wie sich von dem Körper
einer Acinete eine kleine Vorticelle abtrennte und dann
728 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
fortschwamm, liegt wohl nur eine Verwechslung mit einem
Acinetenschwärmer zu Grunde.
Nach den Beobachtungen von Maupas („sur Tetat
mobile de la Podophrya fixa", Compt. rend. T. 83 pg.
910—912) wird die Podophrya nicht bloss gelegentlich
ohne Stiel gefunden, sondern mitunter auch im Schwärm-
zustande beobachtet. Sie bildet zu diesem Zwecke unter
gleichzeitiger Einziehung der Saugröhren von dem vordem,
der letztern entbehrenden Körperende aus eine Flimmer-
furche, die den Körper umgürtet und ihn befähigt, ganz
nach Art eines gewöhnlichen Wimperinfusoriums eine Zeit-
lang umherzuschwimmen. Später nimmt der Leib wieder
die gewöhnliche Kugelform an, die Flimmerhaare schwin-
den, und die Saugröhren werden wieder nach Aussen her-
vorgestreckt.
Der vorläufigen Mittheilung lässt Maupas später
eine ausführliche, mit Abbildungen begleitete Darstellung
folgen („sur l'organisation et le passage ä l'etat mobile de
la Podophrya fixa", Arch. zoolog. exper. T. V. pg. 401—428,
PL XVII). Verfasser unterscheidet von seiner Art zwei
Varietäten, eine P. algirensis und eine P. fixa s. st., von
denen die erstere nicht bloss grösser und mit zahlreichern
Saugröhren versehen ist, sondern auch weit häufiger, als
die andere ohne Stiel gefunden wird. Trotz der verschie-
denen Länge der Saugröhren hält Verf übrigens für seine
Art eine Unterscheidung in eigentliche Saugröhren und Ten-
takel, wie Hertwig sie annimmt, nicht für zulässig. Die
Vacuolen sind ohne eigne Wände und bilden sich nach
der Entleerung durch Zusammenfliessen kleiner Tröpf-
chen, wie das schon früher für andere Formen nachge-
wiesen ist. Der Uebergang in den flimmernden Schwärm-
zustaud und die Rückkehr zu der Acinetenform wird ge-
nau beschrieben, so dass dessen Realität nicht bezweifelt
werden kann. Und das um so weniger, als Verf. dieselben
Erscheinungen auch bei den parasitischen Podophr3^en be-
obachtete. Uebrigens zeigen die beiden Varietäten auch
im Schwärmzustande gewisse Unterschiede in Grösse,
Körperform und Verhalten des Flimmergürtels, der bei
der kleinern P. fixa, deren Saugröhren hinten auch.
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 729
wenngleich beträcbtlicb verkürzt, persistiren, beständig un-
vollständig bleibt. Die Cilien entstehen als Auswüchse
des Protoplasma, wie Pseudopodien, und werden auch, wie
diese, wieder zurückgezogen.
Hall er giebt gelegentlich (Zeitschr. für wissensch.
Zool. Bd. XXXm, S. 295) Beschreibung und Abbildung
einer bei den marinen Krustenthieren weit verbreiteten
Podophrya (P. crustaceormn n.), die an dem, einem langen
Stiele aufsitzenden, Köpfchen zweierlei Fortsätze trägt und
durch äussere Knospen sich fortpflanzt.
V. Koch beschreibt (zwei Acineten auf Plumularia
setacea, Jena 1876, 10 Seiten mit 2 Tafeln) ausser einer
neuen Podophrya pusilla, die ganz wie P. gemmipara
durch äussere Knospen sich fortpflanzt und diese auch
je an einem Zweige des verästelten Kernes sich ent-
wickeln lässt, ein Ophryodendron, das trotz seiner nahen
Verwandtschaft mit 0. pedicellatum Hincks, gleichfalls
für neu gehalten wird [0. peäunculatum). Gleich der Art
von Hincks tritt dasselbe in zwei verschiedenen Formen auf,
einer rüsseltragenden (A) und einer flaschenförmigen (B),
die beide bald frei, bald auch der Art in Verbindung ge-
sehen werden, dass die letztere neben dem Rüssel der
erstem aufsitzt. Obwohl bei den so verbundenen Thieren
alle Uebergänge von B bis zu knospenartigen, rundlichen
Gebilden gefunden wurden, welche mehr oder weniger mit
dem Körper des A verschmolzen erschienen und sogar mit
ihrem Kerne dem des letztern verbunden waren, trägt Verf.
doch Bedenken, die Form B als Knospensprössling von A
zu deuten, weil er dieselbe niemals mit kürzerem Stiele sah
und auch stets an ihr die Tentakel vermisste. Die
letzteren sollen übrigens durch den ganzen Rüssel hindurch
sich verfolgen lassen. Dass die neben dem Kerne bei A
aufgefundenen sog. Embryonalkugeln in Wirklichkeit eine
Fortpflanzung vermitteln, dürfte zweifelhaft sein.
Auch Fraipont handelt in seinen „Recherches sur
les Acinetiens de la cote d'Ostende", Bruxelles 1878, 142
Seiten in Octav mit 6 Kupfertafeln, aus dem Bullet. Acad.
roy. Belgique T. XLIV u. XLV besonders abgedruckt) über
das Gen. Ophryodendron, und zwar nach Beobachtungen,
730 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
die eine unzweifelhaft neue Art (0. helgicum) von Clytia
volubilis betreffen. Gleich den übrigen Arten tritt auch 0.
belgicum in zwei von einander verschiedenen Formen auf,
die sich vornehmlich dadurch von einander unterscheiden,
dass die eine mit einem rüsseiartigen Anhange versehen
ist, der die den Saugröhren der Acineten entsprechenden
Fangarme trägt und bei der zweiten Form höchstens durch
das in einen schlankem Fortsatz ausgezogene vordere
Körperende repräsentirt ist. Nach der Ansicht des Verf.'s
ist diese zweite Form übrigens nichts anderes, als die
Jugendform der erstem , die aus Knospen hervorgeht,
welche einzeln an der Basis des „Rüssels" ihren Ursprung
nehmen, aber schon auf früher Entwicklungsstufe von
ihrem Mutterthiere sich loslösen. Das körnige Körper-
parenchym lässt eine hellere Rindenschicht erkennen und
enthält (bei beiden Formen) die schon von Cl aparede und
Lachmann beschriebenen navicellenartigen Körperchen,
die Verf. für genuine Einlagerungen hält und den Tricho-
cysten der Infusorien an die Seite setzen möchte. In dem
bauchigen Körpertheil beobachtete Verf. eine oder zwei
Vacuolen, die aber niemals in Contraction gesehen wur-
den. Ausserdem noch einen Kern, der bei den Jüngern
Formen eine ziemlich einfache Gestalt hatte, bei den er-
wachsenen aber verzweigt war und ein vielfach wechseln-
des Aussehen besass. Das Protoplasma des Rüssels ist
trotz seiner hellem Beschaffenheit mit dem des bauchigen
Hinterleibes in directem Zusammenhange, so dass man es
bei den lebhaften Contractionen, die das Thier ausübt und
gelegentlich in einem solchen Grade steigert, dass der
Anhang völlig verschwindet, in den übrigen Körper über-
treten und zurückfliessen sieht. Die Knospe enthält einen
Kern, der einen Seitenzweig des mütterlichen Kernes dar-
stellt, so dass auch hierin eine völlige Uebereinstimmung
mit den echten Acineten sich ausspricht. Die Organisa-
tion der letztern studirte Verf. an nicht weniger als sieben
Species, die sämmtlich auf Hydroidenstöcken, besonders
Clytia und Campanularia dichotoma, aufgefunden wurden
und bis auf zwei (Aciueta tuberosa Ehrbg. und A. Lingbyi
Ehrbg.) als neu erkannt wurden. Drei derselben sind
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 731
gleichfalls Acineten, Ä. divisa, Ä. crenata, A. vorticelloi-
des, wäbrend die zwei andern dem Gen. Podophrya ange-
hören und als P. Benedeni und P. truncata bezeichnet wer-
den. Die Beschreibung dieser Arten, ihrer Organisation
sowohl, wie ihrer Fortpflanzung (p. 25—99), giebt dem
Verf. dann das Material zu einer Betrachtung der Acineten
im Allgemeinen (p. 100—142). Dieser letztern entnehmen
wir zunächst die Thatsache, dass die Acinetinen sämmt-
lich mit einer Leibeshülle (membrane sceletifique) versehen
sind, nur dass diese nicht bloss eine sehr verschiedene
Dicke besitzt, sondern auch zum Protoplasmakörper eine
verschiedene Beziehung hat, indem sie bald demselben,
dann meist als dünne Membran, dicht anliegt (Podophrya),
bald auch scheidenartig davon absteht. Die bisweilen vor-
kommende doppelte Umhüllung ist das Produkt einer un-
vollständigen Häutung. Auch die Saugröhren sind von einer
zarten Fortsetzung der Skeletmembran umgeben. Die
Oeffnungen, welche an der Abgangsstelle derselben hier
und da vorzukommen scheinen, bilden nur den optischen
Ausdruck einer ungleichen Dickenentwicklung, die an un-
vollkommen zurückgezogenen Saugröhren gelegentlich noch
durch eine Invagination verstärkt wird. Der Stiel zeigt
zweierlei Formen, indem er bald einen einfachen Fortsatz
der Körperhülle darstellt, bald auch, und so in der Regel,
eine Innenmasse aufweist, die keineswegs immer hell und
structurlos ist, vielmehr oftmals auch der Länge und selbst
der Quere nach (P. Benedeni) gestreift erscheint. Eine
Trennung der Anhänge in Fangfäden und Saugröhren ist
keineswegs so allgemein vorhanden, wie Hertwig anzu-
nehmen geneigt war. Sie wurde von unserm Verf. nur
bei P. Benedeni und P. truncata beobachtet, und war auch
hier insofern weniger vollständig, als die Fangfäden in
beiden Fällen, gleich den Saugröhren, einen Endknopf bei-
behalten hatten. Die eigentliche Substanz der Anhänge
besteht aus einer Sarcodemasse von mehr oder minder
specifischem Aussehen, die sich mitunter noch in den
übrigen Sarcodekörper hinein als eine scheinbar selb-
ständige Bildung verfolgen lässt. Bei P. Benedeni diffe-
renzirt sich aus dieser Masse unterhalb des Cuticularüber-
Archiv f. Naturg. XXXXVI. Jahrg. 2. Bd. WW
732 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
zuges ein spiralig gewundener Faden, den Yerf. als eine
Muskelfibrille deuten möchte. Der Kern bat sehr allge-
mein in der Jugend eine einfachere Form, als später, wo
er sich mehr oder minder stark verzweigt. Dass diese
Neubildung mit der Fortpflanzung durch Knospen zu-
sammenhängt, davon hat auch unser Verf., der bei seinen
Formen die innere so gut (Ac. tuberosa), wie auch die
äussere Knospung (Ac. Benedeni) beobachtete, auf das
Bestimmteste sich überzeugen können. Die Conjugation
Hess sich bei Ac. vorticelloides, die Einkapselung bei Ac.
truncata constatiren. Uebrigens bezweifelt Verf., dass die
inneren Embryonen sämmtlich einer Knospung den Ur-
sprung verdanken. Bei Ac. divisa wenigstens sah er die-
selben direkt auf endogenem Wege entstehen und zwar im
Innern besonderer knospenartiger Anhänge, die er als
diverticules generateurs bezeichnet. Die Embryonen waren
von unbedeutender Grösse und glichen den von Claparede
und Lach mann beschriebenen kleinen Embryonen der Po-
dophrya quadripartita. Was die Systematik der Acinetinen
betrifft, so glaubt Verf. dieselben für eine eigne den
Ciliaten gleichwerthige, obwohl denselben entstammende
Infusoriengruppe (Suctoria) halten zu müssen. Er unter-
scheidet in dieser Gruppe nicht weniger als neun Familien:
die Trichophryden, Sperophryden, Solenophryden, Acineti-
den, Urnuliden, Podophryden, Dendrosomiden, Dendroco-
metiden und Ophryodeudriden. Die Trichophrya ophrydii
Cl.-L. und T. digitata Cl.-L. wird dabei zum Typus eines
eignen Gen. Bigitiphrya (!). Ebenso wird die Acineta
notonectae Cl.-L. von ihm unter dem neuen Genusnamen
Calix den Solenophryden zugerechnet.
Auch Eobin veröffentlicht ein „Memoire sur la struc-
ture et la reproduction de quelques Infusoires tentacules,
succurs et flagelles" (Journ. Anat. et Physiol. 1879, pg.
529—583, PI. 39—43), mit Beobachtungen über Ophryo-
dendron abietinum GL et Lachm., Acinetopis rara\i.\m^
Acineta tuberosa Ehrbg., Podophrya Lingbyei Ehrbg., Tri-
chodina scorpaenae n. und Codonosiga botrytis St., die
sämmtlich von unserm Verf. eingehend beschrieben wer-
den. Was über Ophryodendron mitgetheilt wird, lautet
in d. Naturgescb. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 733
freilich vielfach anders, als bei Fraipont. Nicht bloss,
dass Verf. den Dimorphismus übersehen hat, er stellt auch
die Existenz besonderer, den Nesselorganen vergleichbarer
Gebilde in Abrede und sieht in den aufsitzenden Knospen
einen Parasiten, der mit Hülfte eines eignen Haftappara-
tes, eines Chitinankers, dem noch 5—6 kurze Haken an-
hängen sollen, seinem Träger verbunden sei, bei vorsichtiger
Behandlung davon aber ohne Verletzung sich abtrennen
lasse. Das Vorderende sei saugnapfartig gestaltet. Verf.
vergleicht denselben trotz der Abwesenheit von Mund und
After einer Nematodenlarve und möchte ihn auch am
liebsten als die Larve einer Wurmform in Anspruch nehmen.
Die als Acinetopis beschriebene neue Infusorienform ist
offenbar ein naher Verwandter des Gen. Ophryodendron.
Sie lebt, wie dieses, auf Sertularien und trägt auch einen
fingerförmigen Fortsatz, nur dass derselbe der Girren ent-
behrt, und das Aussehen des Thieres sonst acinetenartig
ist. Podophrja Lingbyei ist nach unserem Verf. dieselbe
Art, welche R. Hertwig als A. gemmipura beschrieben
und zum Gegenstande einer eingehenden Untersuchung ge-
macht hat (? Ref.). Die Sprösslinge, welche in wechseln-
der Zahl (2—8) vorkommen, sind mit dem Mutterthiere
nur durch einen seitlichen Auswuchs des Kernes in Zu-
sammenhang und nach Entstehung und Verhalten durch-
aus als äussere Knospen zu bezeichnen. Eine halbe Stunde
nach Bildung der Cilien trennen sie sich ab, um eine
Zeitlang umherzuschwimmen und sich dann wieder fest-
zusetzen. Die Anheftung geschieht mit der concaven (ven-
tralen) Körperfläche, an der auch die Cilien befindlich
sind, indem dieselbe sich zusammenzieht und schliesslich,
nach Bildung der Strahlen, den hyalinen Stiel ausscheidet.
Daneben wurde eine zweite (flimmerlose) Knospenform be-
obachtet, die noch im Zusammenhange mit dem mütter-
lichen Körper Strahlen bildete, auch leicht sich abtrennte,
deren weitere Schicksale aber unbekannt blieben. Von
Codonosiga kam eine Varietät zur Beobachtung, die Verf.
für identisch mit Pycnobryon From. und Anthophysa hält.
In einem besondern Anhange bringt Verf. zum Schlüsse
seiner Abhandlung noch eine Reihe von Betrachtungen
734 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
über die einzelligen Organismen, in denen er die Noth-
wendigkeit betont, über dem Bestreben, den histologischen
Werth eines Geschöpfes festzustellen, das biologische Moment,
die unite physiologique, nicht aus dem Auge zu verlieren.
van Rees beschreibt (Zeitschr. für wissensch. Zoolo-
gie, Bd. XXXI, S. 473-481, Tab. XXXIX od. Bydragen
tot de biologie de Infusorien, Amsterdam 1877) „einige
Fälle von Parasitismus bei Infusorien". Der eine derselben
kam bei Vorticella microstoma zur Beobachtung, der an-
dere, der durch seine Beziehungen zu den Beobachtungen
(von Cohn, Stein u. A.) über die aus dem Nucleus der
Infusorien hervorgehenden sog. Embryonen ein besonderes
Interesse darbietet, bei Oxytricha fallax. In beiden Fällen
waren es förmliche Epizootieen, in denen der Parasit auf-
trat. Bei Vorticella handelte es sich um denselben Para-
siten (Endosphaera), an dem Engelmann seine Ent-
deckung von dem Einbohren der Embryonen machte. Die
Endosphaera entvs^ickelte eine beträchtliche Anzahl von
Knospen, was je durch die Bildung einer neuen contracti-
len Vacuole und eines Wimperkreises im Innern des Pa-
rasiten angezeigt ward. Ein Mal wurde der Act des Aus-
schlüpfens und das Wiedereinbohren beobachtet. Der
zweite Fall liefert den Beweis, dass sich im Innern des
Nucleus aus äusserst kleinen Keimen Zellen entwickeln,
welche an Grösse beträchtlich zunehmen, später sich
furchen und in Form einer beweglichen kleinen Zellen-
gruppe den frühern Wirth verlassen. Die den Nucleus von
Oxytrichina bewohnenden Parasiten werden als pflanz-
liche Organismen gedeutet. (Ref. erinnert daran, dass
schon Balbiani, wie neuerdings auch Stein, im Nu-
cleus von Paramecium Aurelia stäbchenförmige Schizo-
myceten aufgefunden hat.)
Geza Entz macht im Biologischen Centralblatt (1881,
Nr. 21) darauf aufmerksam, dass er bereits im Jahre 1876
in einem ungarisch geschriebenen Berichte des med.-naturh.
Vereins in Clausenburg die parasitäre Natur der in ver-
schiedenen Infusorien vorkommenden sog. Chlorophyll-
körper nachgewiesen habe. Sie leben im isolirten Zustande
weiter, lassen sogar contractile Vacuolen erkennen, und
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876 — 1879. 735
sollen sich schliesslich in einzellige Algen verschiedener
Gattungen (Palmella, Tetraspora, Pleurococcus u. a.) umbil-
den. Ebenso ist es dem Verf. gelungen, das Eindringen
von Euglenen, Chlamydomonaden und Zellen von Palmella-
ceen und Protococcaceen in das Ectoderm farbloser Exem-
plare von Coleps, Enchelys, Enchelyodon und Hylophrya
zu beobachten. Da die von diesen Algen bewohnten In-
fusorien keine feste Nahrung mehr aufnehmen, sondern
nur Wasser in ihren Schlund strudeln, schliesst Verf., dass
sie von ihren Chlorophyllkörpern erhalten werden.
Dodel-Port lehrt uns die „Infusorien als Befruch-
tungsvermittler bei Florideen" kennen (Kosmos Jahrg. III,
S. 182 — 190). Die betreffenden Infusorien sind Vorticellen,
welche zahlreich den weiblichen Algen aufsitzen und durch
ihre Strudelung die bewegungslosen Samenkörperchen den
Trichogynen zuführen.
Maggi handelt (Rencond. Inst. Lombardo 1876, Vol. IX,
Fase. 13, 7 Seiten) über die Ausscheidung der Myelin-
tropfen bei absterbenden und zerfliessenden Infusorien.
Certes beschreibt (Cpt. rend. T. 88, pg. 433-435)
eine neue Methode zur Conservirung der Infusorien, die
darin besteht, dass er die Thiere zunächst mit einer
schwachen Solution von Ueberosmiumsäure behandelt, sie
darauf unter Vermeidung jeden Druckes mit einem Deck-
gläschen bedeckt und das Wasser schliesslich durch ein
mit Picrocarmin gefärbtes Glycerin verdrängt.
Flagellata, Nach längerer Unterbrechung veröff'ent-
licht Fr. Stein eine neue, die dritte Abtheilung seines
grossen Werkes „über den Organismus der Infusions-
thiere", die dieses Mal aber nicht den Ciliaten, sondern
den Flagellaten gewidmet ist (der Organismus der Flagel-
laten nach eignen Forschungen, Erste Hälfte, 254 Seiten
in Folio mit 24 Kupfertafeln, Leipzig 1878). Es waren
zunächst Beobachtungen an Anisonema und Peridinium,
die ihn veranlassten, seine Studien diesen bisher so sehr
vernachlässigten Organismen zuzuwenden, Beobachtungen,
welche ihn auf das Bestimmteste davon überzeugten, dass
dieselben unzweifelhafte Thiere seien. Bei Anisonema
und den verwandten Formen gelang nicht bloss der Nach-
736 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
weis eiDer Aufnahme fester Nahrungsstoffe durch einen
wirklichen Mund; es wurden auch ein Schlund, eine con-
tractile Blase und ein Nucleus, und somit alle die Cha-
raktere eines höhern Infusoriums bei denselben aufgefunden,
so dass die Unterschiede lediglich auf die geisseiförmige
Beschaffenheit der Bewegungsapparate sich beschränkten.
Ebenso entdeckte Verf. bei Ceratium cornutum in der mit
der Geissei versehenen Hälfte des Körperpanzers, welche
gewöhnlich als die vordere angesehen wird, in der That
aber die hintere ist, auf der concaven Bauchseite eine
weit klaffende, fast die ganze Länge jener Hälfte ein-
nehmende Spalte, durch welche allein Nahrung, wenn auch
nur in flüssiger Form, in das Innere gelangt, wie umge-
kehrt durch dieselbe die Körpersubstanz leicht nach aussen
hervorquillt. An diese ersten Beobachtungen reihten sich
sodann zahlreiche andere. Vom Glücke in ungewöhnlicher
Weise begünstigt, gelang es in wenigen Jahren nicht bloss
die meisten der bis jetzt beschriebenen Flagellaten wieder
aufzufinden, sondern auch eine beträchtliche Anzahl neuer
und zum Theil sehr ausgezeichneter Formen zu entdecken.
Von besonderm Interesse sind gewisse mit Bicosoeca ver-
wandte, aber reich verästelte Familienstöcke bildende
Monaden, deren äussere Erscheinung unsern Verf. in so
hohem Maagse frappirte, dass er der Ansicht zuneigt, es
möchten dieselben, wie das F. Clark einst behauptet hat,
direkt zu den Spongien hinführen, die „wohl schwerlich
mit Eechf' den Coelenteraten zugezählt würden. Im Ver-
laufe dieser Untersuchungen stellte sich dann immer mehr
heraus, dass die für Anisonema oben hervorgehobenen
Organisationsverhältnisse unter den Flagellaten weit ver-
breitet seien und sich zum Theil auch vielfach bei Formen
nachweisen Hessen, welche man seit längerer Zeit als einzel-
lige Algen resp. Schwärmsporen zu betrachten sich gewöhnt
hatte. Es gilt das namentlich für die Volvocinen, für deren
thierische Natur unser Verf. trotz der durchaus pflanz-
lichen Ernährung um so entschiedener eintritt, als sie nicht
bloss mit Kern und Vacuole versehen sind, sondern auch
durch die Chlaraydomonaden und Cryptomonaden mit den
in thierischer Art sich ernährenden Dendromonadinen und
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879 737
Monadinen eine untrennbar zusammengehörige Formenreihe
bilden. Die Existenz einer contractilen Vacuole hält Verf.
mit der Natur eines vegetabilischen Organismus für ge-
radezu unvereinbar. Die bedeutendste Errungenschaft seiner
Studien sieht Verf. übrigens darin, dass es ihm bei Chlamy-
domonas, Phacus, Euglena, Trachelomonas und einigen andern
Flagellaten gelungen sei, eine geschlechtliche Fortpflanzung
nachzuweisen, die wahrscheinlich überall, wie bei den
höhern Infusionsthieren, nach vorausgegangener Copulation
zweier Individuen vom Nucleus aus erfolge. Mit der genauem
Kenntniss der Organisation und der Entwicklung der
Flagellaten musste übrigens nicht blos deren Begrenzung,
sondern auch deren Classification eine wesentliche Umge-
staltung erfahren. Und so stellt der Yerf. auf Grund seiner
Untersuchungen — einstweilen mit Ausschluss der Ciliofla-
gellaten d. h. der Peridinaeen und anderer noch genauer fest-
zustellenden Familien — in Kürze das folgende System auf:
Farn, Monadina. Gatt. Cercomonas, Monas, Goniomonas, Bodo,
Phyllomitus, Tetramitus, Trepomonas, Trichomonas, Hexamita, Lo-
phomonas und anhangsweise Platytheca.
Fam. Dendromonadina. Gatt. Dendromonas, Cephalothamuium,
Authophysa.
Fam. Spongomonadina. Gatt. Cladomonas, Ehipidodendrou,
Spongomonas, Phalansterium.
Fam. Craspedomonadina. Gatt. Codouosiga, Codonocladium,
Codouodesmus, Salpingoeca.
Fam. BiJcoecida. Gatt. Bikoeca, Poteriodendron.
Fam. Dinohryina. Gatt. Epipyxis, Diuobryon.
Fam. Chrysowonadina. Gatt. Coelomonas, Rhaphidomonas,
Microgleua, Chrysornouas, Uroglena, Syucrypta, Syuura, Hyraeno-
monas, Stylochrysalis, Chrysopyxis.
Fam. ühlamydomonadina. Gatt. Polytoma, Chlamydomonas,
Chlamydococcus, Phacotus, Coccomonas, Tetraselmis, Gonium.
Fam. Volvocina. Gatt. Eudorina, Pandorina, Stephanosphaera,
Volvüx.
Fam. Hydromorina. Gatt. Chlorogonium, Chlorangiam, Pyra-
midomonas, Chloraster, Spüudyloniorum.
Fam. Cryptomonadina. Gatt. Chilomonas, Cryptomonas, Ne-
phroselmis.
Fam. Chloropeltidea. Gattung Cryptoglena, Chloropeltis,
Phacus.
738 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
Farn. Euglenidae. Gatt. Euglena, Colaciura, Ascoglena, Tra-
chelomonas.
Farn. Astasiaea. Gatt. Eutreptia, Astasia, Heteronema, Zygo-
selmis, Peranema.
Farn. Scytomonadina. Gatt. Scytomonas, Petalomonas, Menoi-
dium, Atractonema , Phialonema, Sphenomonas , Tropidocyphus,
Anisonema, Colponema, Entosiphon.
Viele der hier vom Verf. namhaft gemachten Genera
sind von demselben zum ersten Male aufgestellt, leider
aber noch nicht charakterisirt worden. Nur die Abbil-
dungen geben einstweilen von ihnen eine nähere Kunde
und belehren uns auch über die zahlreichen neuen Arten,
die Verf. entdeckt hat. Hieher: Cercomonas ramulosa (mit
fingerförmigen Pseudopodien), C. ohesa auf Tafel I, Bodo
glohosuSj Bodo gracilis, Phyllomitus undidans^ Tetramitus
sulcatus auf Tafel II, Hexamiia rostrata und Lophomonas
hlattarum auf Tafel III, Rhipidodendron splendidum, eine
röhrenbildende Form, deren Gehäuse zu einem reich ver-
zweigten, fächerförmigen Stocke zusammentreten, auf
Tafel IV, Cephalothamnium cydopum^ eine kleine, mit
Anthophysa verwandte Monade, die gruppenweise einem
steifen und soliden Stielgeäste aufsitzt und früher von
unserm Verf. irrthümlicher Weise als Jugendzustand der Epi-
stylis digitata gedeutet wurde (Taf.V), Cladomonas fruticulosa,
Spongomonas uvella, Phalansterium digitatum und Platy-
theca micropora, mit Ausnahme der letztern, die solitär
bleibt, sämmtlich in Familienstöcken beisammenlebend
(Taf. VI), Phalansterium digitatum (Taf. VII), Codonosiga
hotrytis und Codonodesmus phalanx, eine vielleicht nur
problematische Form von Kragenmonaden, die mit den
Seiten ihres Körpers zu einem bandförmigen Familien-
stocke verbunden sind (Taf. IX), Salpingoeca convallaria,
S. vaginicola, S. oblong a, S. Clarkii (Tafel X), Poterio-
dendron petiolatum, ein aus divergirenden Längsreihen
staifelförmig über einander stehender Individuen zusammen-
gesetzter Familienstock (Taf. XI), Binohryon stipitatum
und Ghrysopyxis hipes (Tafel XII), Hymenomonas roseola,
Stylochrysalis parasita, CUamydomonas alhoviridis (Taf.XIV),
Chi. operculata, Chi. metastigma^ Chi. grandis, CM. alata,
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 739
CJil fluviatilis (Tafel XV), Volvox minor (Tafel XVII), Ne-
phroselmis oUvacea (Tafel XVIII), Colacium cdlvum, C. arhu-
scula, Ascoglena vaginicola (Tafel XXI), Trachelomonas
rugulosa, Tr. eurystoma, Astasia proteus (Tafel XXII),
Scytomonas pusüla^ Petalomonas mediocaneUata, P. sinuata,
P. ervilittj Atractonema teres, Phialonema cyclostomum^
Sphenomonas quadr angularis (Taf. XXIII), Tropidoscyphus
octocostatus, Anisonema truncatum, Coccomonas orbicularis
(Taf. XXIV).
Was ausser den ziemlich eingehenden Tafelerklärungen
an Text bisjetzt vorliegt, repräseutirt nur die erste Hälfte
des allgemeinen Theiles, in welchem Verf. sich die Auf-
gabe gesetzt hat, die geschichtliche Entwicklung unserer
Kenntnisse über die Flagellaten in kritischer Darstellung
zu verfolgen. Einstweilen reicht dieselbe nur bis zum
Anfang der sechsziger Jahre. Dafür aber hat der Verf. seinen
Gegenstand in eingehender Weise behandelt, sich auch
nicht blos auf die Gruppe der Flagellaten ausschliesslich
beschränkt, sondern auch die Geschichte der Entdeckung
der Schwärmsporen und der pflanzlichen Spermatozoen,
die für unsere Anschauungen von der Natur der Flagel-
laten vielfach maassgebend waren, in gleicher Ausführlich-
keit dargestellt. Die kritische Behandlung des Gegen-
standes brachte es übrigens mit sich, dass Verf. nicht bloss
vielfach die Resultate seiner eignen Untersuchungen ein-
flocht, sondern dieselben gelegentlich auch in Form grösserer
Excurse ausführlich darlegte. Besonders wichtig in dieser
Hinsicht sind die Beobachtungen, welche Verf. S. 88—98
über den Bau und die Lebensgeschichte der Peridinaeen
eingefügt hat. Wir entnehmen denselben zunächst die
Thatsache, dass nicht alle Perdinaeen mit einem starren
und, wie Verf. nachweist, getäfelten Panzer, dessen Stücke
beim Wachsthum des Thieres auseinander rücken und
dann durch breite Näthe getrennt erscheinen, versehen
sind. Neben den gepanzerten Formen giebt es auch nackte
oder solche mit nur wenig festen Bedeckungen, Arten, für
welche Verf. die Bezeichnung Gymnodinium und Hemidi-
nium in Anwendung bringt. Diese nackten Formen
nehmen auch im Gegensatze zu Ceratium feste Nahrung auf.
740 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
Die Unterschiede zwischen diesen beiderlei Formen wer-
den übrigens dadurch in Etwas verwischt, als die letztern
gelegentlich ihren Panzer abwerfen und dann gleichfalls
nackt werden. Nichts desto weniger aber hat es den An-
schein, als ob nicht alle Gymnodinien in den Entwicklungs-
kreis der gepanzerten Formen hinein gehörten, manche
vielmehr zeitlebens nackt blieben. Diese nackten Formen
nehmen nun aber hauptsächlich desshalb eine besondere
Bedeutung in Anspruch, als sie den Fortpflanzungsprocess
der Peridinaeen vermitteln, indem sie je nach Umständen
eine Theilung einleiten oder nach der Auffassung des
Verfassers geschlechtlich sich vermehren. Die Theilung
erfolgt an dem kugelig contrahirten und encystirten Körper,
bei manchen Arten (Per. tabulatum) noch innerhalb des
alten, von der Körpermasse freilich abgelösten Panzers.
Da sie in diesem. Falle stets in der Querrichtung des alten
Panzers erfolgt, muss sie als eine Quertheilung aufgefasst
werden. Nach vollendeter Theilung bildet sich durch Ein-
schnürung die Querfurche, und dann später mit der Längs-
furche die definitive Körperform. Ein Ausschlüpfen der
Theilsprösslinge, die immer nur zu zweien in der Cyste
entstehen, wurde nicht beobachtet. Der geschlechtlichen
Fortpflanzung geht ein Conjugationsprocess voraus, ein
Vorgang, der schon früher beobachtet ist, aber als Längs-
theilung aufgefasst wurde. Die Verbindung, welche stets
unmittelbar über den Querfurchen beider Individuen er-
folgt, und zwar mittelst der linken ventralen Seitenhälfte
des einen und der rechten ventralen Seitenhälfte des an-
dern, ist anfangs nur lose, führt aber allmählig zu
einer vollständigen Verschmelzung, die an dem Vorder-
körper und Nucleus beginnt und mit der Incorporation
des übrigen Leibes ihr Ende erreicht. Das daraus resul-
tirende grosse Individuum stellt nach unserm Verfasser
die geschlechtliche Generation dar. Der Nucleus derselben
wird zunächst zu eintir Kugel mit Kern und Kernkör-
perchen, wie ein Ei zu einer Keimkugel, die sich auf Kosten
des Mutterthieres vergrössert, bis sie die Hälfte des ganzen
Körperraumes oder mehr noch ausfüllt, um dann schliess-
lich — bisweilen nach vorhergegangener Zweitheilung —
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ, d, Jahre 1876—1879. 741
in eine grosse Anzahl dicht zusammengedrängter runder
Kügelchen zu zerfallen, welche nur noch durch eine zarte
Hiiilmembran zusammengehalten werden. Obwohl Verf. eine
weitere Veränderung dieser Kügelchen nicht beobachtete,
betrachtet er sie als Embryonen, indem er meint, dass sie
sich zu beweglichen Keimen entwickeln, den umhüllenden
Sack durchbrechen und durch Zerfliessen des inzwischen
erschöpften Mutterthieres frei werden.
Auch Joseph lenkt in seinem Aufsatze „über Grot-
ten-Infusorien" (Zoolog. Anzeiger, Jahrg. II, S. 114 — 118
oder Sitzungsber. der Schles. Gesellsch. f. vaterl. Cultur
1878) die Aufmerksamkeit auf die Peridinaeen. Er be-
schreibt, nachdem er den Infusorien-Reichthum der Krainer
Grotten hervorgehoben — ,,mehr als die Hälfte der Infu-
soriengruppen finden in den verschiedenen Grotten ihre
Vertreter" — ein neues Peridinium (P. stygium), das be-
sonders dadurch unser Interesse erregt, als es in verschie-
denen Besuchszeiten in zwei verschiedenen Gestalten auf-
trat, welche leicht zur Annahme zweier verschiedener
Arten verleiten können. Die eine kleinere Form war voll-
kommen durchsichtig und mit einem nachgiebigen glatten
Panzer versehen (ein Gymnodinium), die andere aber (ein
echtes Peridinium) trug einen getäfelten Panzer. Bei künst-
licher Cultur nun gelang es, die erstere allmählig in letztere
umzuwandeln. Die Geschöpfe wuchsen und zersprengten
dabei den frühern Panzer in eine Anzahl von Täfelchen,
die auf der neuen Cuticula liegen blieben und dann
das oben erwähnte Aussehen bedingten. Gelegentlich wie-
derholte sich bei fortgesetzter Grössenzunahme die Ber-
stung der Cuticula, so dass die Tafeln dann doppelt
contourirt erschienen. Im getäfelten Zustande waren
die Peridinien geschlechtsreif. Sie conjugirten sich,
indem sie ihre Mundöffnungen in opponirter Stellung auf-
einander legten, trennten sich aber nach einigen Stunden
wieder von einander, ohne dass eine innigere Verschmel-
zung stattgefunden hätte. Nach der Trennung vergrössert
sich der Kern auf Kosten der übrigen Inhaltsmasse, bis
er in Kugelform den Körper allmählig vollständig aus-
füllt. Bisweilen theilt er sich auch in zwei Stücke. Die
742 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
einfache oder doppelte Kugel umgiebt sich schliesslich
mit einer weichen cuticularen Schicht und wird durch
Quertheilung des Panzers frei. Wo zwei Kugeln sich ge-
bildet hatten, wird eine jede direct wieder zu einem
Gymnodinium, während da, wo die Kugel einfach blieb,
im Innern desselben sich zahlreiche Bläschen bilden, die
allmählig an Grösse zunehmen, die Kugel zum Bersten
bringen und dann je gleichfalls in ein Gymnodinium sich
verwandeln. Ref. braucht kaum hinzuzufügen, dass die
Beobachtungen unseres Verfassers mit den Angaben, welche
Stein über die Lebensgeschichte und Fortpflanzung der
Peridinien gemacht hat, vielfache Uebereinstimmung haben.
Maupas entscheidet sich gegen Stein für die Pflan-
zennatur der Volvocinen und liefert den Nachweis, dass
Kern, contractile Vacuole und Wimpern, deren gleichzeitige
Anwesenheit von Letzterm als charakteristisch für die
thierischen Protozoen in Anspruch genommen werden, auch
bei den Zoosporen unzweifelhafter Algen neben einander
vorkommen. Compt. rend. T. 88 p. 1276--1277 (Sur la
Position systematique des Volvocinees et sur les limites
du regne vegetal et du regne animal.)
Die Mittheilungen, welche Henneguy (Compt. rend.
T. 83 p. 287—289) „sur la reproduction du Volvox dioi-
que" macht, enthalten nur insofern einiges Neue, als Verf.
geneigt ist, die Bildung der Geschlechtsprodukte von einer
Art Erschöpfung herzuleiten und die Fortpflanzung der Vol-
vocinen somit dem Entwicklungscyclus der Blatt- und Rin-
denläuse zu parallelisiren.
Ziemlich gleichzeitig mit den Beobachtungen Steins
veröffentlichte auch Bütschli „Beiträge zur Kenntniss
der Flagellaten und einiger verwandten Organismen"
(Zeitschrift für wissenschaftliche Zoologie Band XXX,
S. 205-281, Tab. XI~XV, in's Engl, übersetzt Journ.
microscop. sc. Vol. XXVII p. 63 — 102), welche zum grossen
Theil dieselben Formen betreffen, die auch von Ersterm
untersucht und abgebildet sind. Die Entwicklungsge-
schichte dieser interessanten Wesen hat durch dieselben
freilich nur geringe Aufklärung gefunden. Statt der Ent-
wicklung sind es die Form- und Bildungsverhältnisse,
in d. Naturgescli. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 743
welche den Gegenstand der Blitschli'schen Untersuchun-
gen abgeben. Und nach dieser Richtung haben dieselben
vielfach zu einer bessern Kenntniss beigetragen. In unserm
Referate müssen wir uns freilich im Wesentlichen darauf
beschränken, die vom Verf. untersuchten und abgebildeten
Formen namentlich aufzuführen und die von demselben
beigefügten Genusdiagnosen zu reproduciren. Es sind
Spumella (Monas) termo Ehrbg., Spuraella (?) truncata
Fresen., Chromulina (Monas) ochracea Ehrbg., eine Art,
deren Beschreibung Verfasser noch eine kurze Mittheilung
über eine im Darme von Trilobus gracilis Bast, schma-
rotzende Form folgen lässt, welche, wie Referent hinzu-
fügt, mit Cercomonas muscae St. sehr grosse Aehnlichkeit
hat, Anthophysa vegetans Müll., Codosiga botrytis Ehrbg.,
Salpingoeca gracilis Clark (?), S. amphoridium Gl. (?),
S. ClarJcii n., mit dem Gen. Codosiga einer Gruppe ange-
h()rig, welche durch den Besitz eines ansehnlichen, die
Basis der einzigen Geissei umfassenden Kragens in solcher
Weise ausgezeichnet ist, dass Verf. für dieselbe eine beson-
dere Familie (Cylicomastiges) aufstellt — die anhangs-
weise noch angefügte auf den Stielen von Anthophysa auf-
gefundene solitäre Form gehört vermuthlich (Ref.) zu Chry-
sopyxis St. — Bicosoeca lacustris Cl. (?), Dinobothrium ser-
tularia Ehrbg., Trepomonas agilis Duj. (= Grymaea vaccil-
lans Fres.), Hexamitus inflatus Duj.,Pyramidomonas descissa
Perty, Chilomonas paramaecium Ehrbg., Astasia trichophora
Ehrbg., Anisonema acinus Duj., A. sulcatum Duj., Lopho-
monas blattarum St., L. striata n. gleichfalls aus dem End-
darm von Blatta orientalis, Uvella virescens. Ehrb., Uro-
glena volvox Ehrbg. Auf diese „eigentlichen Flagellaten"
lässt Verf dann noch eine Anzahl von Flagellaten folgen,
welche durch die Fähigkeit der Pseudopodienbildung, die
übrigens nach Stein's neuen Untersuchungen bei den
Flagellaten häufiger vorkommt, an Rhizopoden erinnern.
Zunächst eine Form, welche je nach Umständen mit einer
Geissei schwimmt oder amoebenartig sich bewegt (== Cilio-
phrys infusionum Cienkow.), dann einen (wohl mit Stein's
Cercomona^s ramulosa identischen) geisseltragenden Rhizo-
poden und weiter noch Ehrenberg's Amoeba radiosa^ die
744 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
nicht selten eine energische Geisseibewegung an ihren
strahlenartigen Pseudopodien zeigt und in diesem Zustande
mit|Podostoma filigerum Clap. und Lachm. zusammenfallen
soll. Die Amoeba hlattae n. sp., auf welche Verf. am
Schlüsse unsere Aufmerksamkeit hinlenkt, ist dadurch aus-
gezeichnet, dass ihr Protoplasma eine deutlich faserige
Beschaffenheit hat. Zur nähern Charakteristik der hier
aufgezählten Arten fügen wir noch die von unserm Verf.
für eine Anzahl seiner Formen entworfenen Genusdiag-
nosen hinzu:
Spumella Cieukowski. Kleine, soweit bekannt farblose Fla-
gellaten, freischwimmend oder an einer fadenförmigen Verlänge-
rung des hintern Körperendes zeitweilig festgeheftet. Vorderende
mit einer ansehnlichen Geissei und zuweilen noch einer oder zweien
kleineren Nebengeisseln. Nahrungsaufnahme mittels einer an der
Basis der Geissei entstehenden Vacuole, die sich bei einigen Formen
in einem lippenartigen Fortsatze bildet. Nucleus vorhanden, Fort-
pflanzung soweit bekannt durch einfache Theilung im activen Zu-
stande. Encystirung (nach Cienko wski) durch Bildung einer Cyste
innerhalb des Protoplasmaleibes, so dass ein Theil desselben bei der
Encystirung verloren geht.
Chromulina Cienkowski. Kleine Flagellaten mit einer Geissei,
contractilen Vacuole und Farbstoffplatte. Cystenbildung innerlich
(Entocyste). Scheinen keine feste Nahrung aufzunehmen. Nucleus?
Anthophysa Bory St. Vinc. Kleine traubenförmige, colo-
nieenbildende, ungefärbte Flagellaten, durch eine kurze stielförmige
Verlängerung des hintern Körperpoles gemeinsam an einem feinen
Endaste des dicken und verzweigten braunen Stielgerüstes befestigt.
Je mit einer ansehnlichen Geissei und einer zarten Nebengeissel,
einem lippenförmigen Fortsatz zur Nahrangsaufnahme und einer
Vacuole. Nucleus? Fortpflanzung auf den Stielen durch Theilung;
ganze Colonieen, so wie Einzelthiere lösen sich aber los und schwim-
men umher, wobei die sich wieder festsetzenden Einzelthiere wohl
die Matterthiere neuer Colonieen werden.
Codosiga Clark. Kleine farblose colonieenbildende Flagel-
laten. Einzelthiere mit einer langen vordem Geissei, innerhalb
eines meist sehr ansehnlichen Kragens entspringend. Thiere nackt
ohne Gehäuse. Nahrungsaufnahme vermittelst einer Nahrun gsva-
cuole, ausserhalb des Kragens an dessen Basis stattfindend. Contra-
ctile Vacuolen und Nucleus vorhanden. Colonieenbildung wie bei
Anthophysa. Fortpflanzung durch Längstheilung.
Salpingoeca Clark. Unterscheidet sich von der vorigen
in d. Natur^esch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 745
Gattung eigentlich nur dadurch, dass die Thierchen in krystallhellen
pokal- oder flaschenförmigen Gehäusen leben. Sind bisher nur ein-
zeln, nicht coloniebildend beobachtet.
Bicosoeca Clark. Kleine, feste Nahrung aufnehmende Spu-
mellaartige Thiere mit einfacher langer Geissei am Vorderende und
einem ansehnlichen lippen- oder schnabelartigen Fortsatz zur Nah-
rungsaufnahme. Contractile Vacuole vorhanden. Nucleus? Jedes
Individuum bewohnt eine kelchartige Hülle, ähnlich Diuobryum, und
kann sich in derselben mit Hülfe eines Von dem hintern Körperpol
entspringenden sehr contractilen Fadens zurückziehen. Zuweilen
coloniebildend, ähnlich wie Dinobryon. Sowohl im Meer, wie im
süssen Wasser.
Chilomonas Ehrenberg. Ziemlich langgestreckte Flagellaten,
deren Vorderende in zwei Lippen ausläuft, zwischen welchen sich
eine recht deutliche Mundöffnung einsenkt, die sich in eine von
dunkeln verdichteten Wänden umgebene, weit in den Leib nach
hinten einragende Schlundröhre fortsetzt. Am Vorderende zwei an-
sehnliche Geissein. In der Oberlippe eine contractile Vacuole und
im Hinterende ein verhältnissmässig grosser Zellkern. Fortpflanzung
durch Längstheilung.
Dallinger handelt (Proceed. roy. Instit. 1878, Vol.
VIII, p. 391—402) „on miüute and lowly life-forms'' und
schildert dabei die Lebens- und Entwicklungsgeschichte
zweier Monadenforraen mit besonderer Rücksicht auf die
Frage nach der Generatio aequivoca. In den Hauptzügen
stimmen die Angaben mit den frühern Untersuchungen des
Verf.'s, doch finden sich daneben auch manche neue Be-
obachtungen. Bei den kleinsten der untersuchten Formen
sind die aus den ruhenden Zuständen hervorkommenden
Sporen von so geringer Grösse, dass sie mit unsern ge-
wöhnlichen Microscopen auch bei stärkster Vergrösserung
nicht gesehen werden können.
Als Cercomonas intestinalis beschreibt Marchand
(Arch. für pathol. Anatomie Bd. LXIV S. 294 ff.) eine von
ihm in den Stuhlgängen eines Typhuskranken aufgefun-
dene Infusorienform, die nach der Anwesenheit eines seit-
lichen Flimmerkammes dem Gen. Trichomonas zugerechnet
werden muss.
Dieselbe Form wird auch von Z unk er (Zeitschrift,
für practische Medicin 1878, N. 1, S. 1 ff.) mehrfach be-
obachtet. Ebenso die echte Cercomonas intestinalis.
746 Leuckart: Bericht üb. d, wissonschaftlichen Leistungen
lieber beide Formen handelt auch Leuckart in
neinera Parasitenwerke 2. Aufl. Th. T, S. 303—317.
Grassi beobachtete bei dem Menschen gleichfalls
eine Cercomonas und zwar so häufig, dass er binnen vier
Monaten (in der Lombardei) an 100 Fälle, sämmtlich bei
Individuen mit acuter oder subacuter Diarrhoe, zu ver-
zeichnen fand. Er stellt dieselbe mit der von Marchand
entdeckten Form zusammen, glaubt aber, dass die Wirbel-
bewegung am vordem Körperende nicht von einem seit-
lichen Flimmerkamme, sondern einer einzigen nach rück-
wärts umgeschlagenen Geissei herrühre. Aus diesem
Grunde benennt er seine Form auch (wegen der einfachen
Schwanzspitze) als Mono cercomonas. Das Vorderende
trägt gewöhnlich vier gestreckte Geissein, die oftmals
unter sich verkleben. Das Gen. Trichomonas betrachtet
er als ein Subgenus, das sich von Monocercomonas durch
einen starren Haarbesatz unterscheide {Tr. melolonthae n.).
Weiter erwähnt Verf. von neuen Arten : Monocercomonas caviae,
M. coronellae, M. anatis, M. batracJwrum, M. muris, M.
lacertae viridis — hinreichend, zu beweisen, dass die Cerco-
monaden als Parasiten eine weite Verbreitung haben. Da-
zu kommt, dass ausser Trichomonas auch noch andere
Subgenera aufgezählt werden: Retortamonas n. mit retor-
tenförmigem Körper (R. gryllotalpae n.) und Schedoacerco-
monas n. mit verkümmertem Schwänze (Seh. gryllotalpae n.,
Seh. melolonthae n., Seh. caviae n. und Seh. muscae dome-
sticae Burn.) Aus den Cercomonaden mit zwei Schwanz-
fäden macht Verf. das Gen. n. Dicercomonas mit zwei
Untergeschlechtern: Monomorphus (M. ranarum =B.exsimitsi
ranarum Duj.) und Dimorphus (D. muris n.), von denen die
letztere eine uhrglasartige Körperform besitzt und dess-
halb in doppelter Gestaltung sich präsentirt. L. c. p. 3—8.
Maggi beobachtete in der Umgebung Mailands ein
Distigma, das er wegen der blauen Farbe der im Lmern
enthaltenen Körner D. glaueum nennen würde, wenn er
nicht der Ansicht wäre, dass dasselbe, wie auch das D. viride
Ehrbg., nur als Farbenvarietät zu D. proteus Ehrbg. ge-
höre. Die Abwesenheit eines Kernes lässt den Verfasser
übrigens vermuthen, dass dieses Distigma, das nach der
in d. Naturgesch. d. iiied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 747
Beschaffenheit seines Körperparenchyms eine Monere nicht
sein kann, nur der Monerenzustand eines kernhaltigen In-
fusoriums, wahrscheinlich einer Euglena darstelle. Sulla
natura morfologica dei Distigma, Rencond. Inst. Lombard.
Vol. X, Fase. 9, 10, 8 Seiten mit Holzschnitt.
Seh manke witsch sah in der Feuchtkammer die
sog. Secretkörncheu von Anisonema aciuus nach Aufhören
der Bewegung am Sonnenlicht sich grün färben und stark
sich vergrössern, so dass die betreffenden Exemplare der mit
Gonidien erfüllten einzelligen Alge Chlorococcus ähnelten.
Da Verf. nun früher in einer russisch geschriebenen Ab-
handlung über das Verhältniss von Anisonema zu der
Salzseeart Diselmis Dunalii Duj. (Ber. der neuruss. Natur-
forscher Gesellsch. Bd. IV, 1876) beobachtet hatte, dass
die Gonidien des Salzsee-Chlorococcus unter gewissen
Umständen farblos werden und sich in Monaden verwan-
deln, die man für jugendliche Anisonemeu nehmen könnte,
so ist derselbe jetzt geneigt, die Secretkörner für eine Art
Gonidien zu halten. Im Dunkeln werden die grünen Se-
cretkörner farblos und sporenartig. Zoologischer Anzeiger,
Jahrg. II, S. 93.
Ob die ausserordentlich kleinen linearen Flagellaten,
welche Lewis in Calcutta bei 26 Procent der dortigen
Ratten (Mus decumauus) im Blute auffand, wirklich als
solche anzusehen sind und nicht vielmehr den von Gaule
entdeckten merkwürdigen sog. Cytozoen zugehören (Archiv
für Anatomie 1880, S. 56), dürfte zweifelhaft sein. Jeden-
falls gewinnt die letztere Vermuthung dadurch an Wahr-
scheinlichkeit, dass Verfasser angiebt, dieselben erst ge-
sehen zu haben, nachdem das Blut mit einer Salzwasser-
lösung verdünnt wurde. Flagellated organisms in the blood
of healthy rats, Journ. microscop. scienc. Vol. XXVII, p.
109—114 mit Holzschnitt.
Haller beobachtete (Zeitschr. für wissenschaftl. Zool.
Bd. XXXIII S. 394) bei Caprellen und Copepoden oftmals
eine Epizootie, welche durch fadenförmige Protozoen bedingt
wurde, die sich massenhaft an den hintern Extremitäten resp.
der Furca entwickelten und mit ihren korkzieherartig gewun-
denen Körpern auf das Manchfaltigste verschlungen waren. Die
Archiv für Naturg. XXXXVI. Jahrg. 2. Bd. XX
748 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftliclien Leistungen
Parasiten sollen durch Form und Grösse an Fromentel's
Tetrabaena Dujardini erinnern, andrerseits aber auch mit
Anthophysa Mülleri Aehnlichkeit haben. (Amoebidium
Cienk. = Enterobryon Leidy? Ref.)
Bei der isolirten Stellung, welche die Noctilucen bis-
her in der Classe der Flagellaten eingenommen haben,
erregt es ein besonderes Interesse, dass es R. Hertwig
gelungen ist, in Messina ein Thier aufzufinden, das, wenn
es auch vielleicht eine besondere von den Noctilucen
verschiedene Familie repräsentirt, doch offenbar denselben
sehr nahe verwandt ist. Die Scheiben- oder glockenförmige
Gestalt, die auf den ersten Blick an eine Meduse erinnert,
mit der das bis 15 mm grosse Thier auch die gallert-
artige Beschaffenheit und die Bewegungsweise theilt, hat
Veranlassung zu der Benennung Leptodiscus medu-
soides gegeben. Der innere Bau lässt über die wahre
Stellung des Geschöpfes keinen Zweifel aufkommen. Gleich
den Noctilucen ist dasselbe von einer ziemlich derben
Haut umgeben, die eine helle, netzförmig von verästelten
Protoplasmafäden durchzogene Grundsubstanz in sich ein-
schliesst. Im Centrum bildet dieses Protoplasma einen
ziemlich ansehnlichen compacten Klumpen, der den aus
zwei durch ihre Beschaffenheit von einander verschiedenen
Theilen zusammengesetzten Kern in sich einschliesst. Das
Cytostom liegt in einiger Entfernung von dem Mittel-
punkte an der convexen Körperfläche und repräsentirt eine
sackartige Einstülpung, an deren unterm Ende ein eigen-
thümlicher platter Strang homogener Fasern sich ansetzt.
Eine Mundöffnung im Grunde der Einstülpung Hess sich
nicht wahrnehmen, wird aber doch wohl, da Nahrungs-
stoffe von Aussen aufgenommen werden, vorhanden sein.
Die dem Cytostom gegenüberliegende Körperhälfte enthält
gleichfalls an ihrer convexen Fläche eine lange Geissei,
die aus einem bis zu der centralen Protoplasmamasse zu
verfolgenden dünnen Canale hervorkommt. Der bei Nocti-
luca vorhandene quergestreifte Faden fehlt bei Leptodi-
scus ebenso vollständig, wie der stäbchenförmige Körper.
Einige zugleich mit Leptodiscus aufgefischte Gallertkugeln
mit Protoplasmanetz werden trotz ihrer abweichenden, frei-
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 749
lieh nicht in allen Fällen übereinstimmenden Form als
Entwicklungsziistände von Leptodiscus in Anspruch ge-
nommen. Verf. vermuthet, dass dieselben auf Theilungs-
zustände zurückzuführen seien. („Ueber Leptodiscus medu-
soides, eine neue den Noctilucen verwandte Flagellate",
Jenaische Zeitschrift für Naturwiss. Bd. XI, S. 307—323,
Tab. XVII und XVIII.)
Vignal veröffentlicht „recherches histologiques et
physiologiques sur les Noctiluces" (Arch. physiolog. 1878,
T."V, p. 415-454, PL XVIII u. XIX), deren Resultate
im Einzelnen mehrfach von der sonst üblichen Auffassung
abweichen. So stellt z. B. Verf. die Anwesenheit einer
besonderen neben dem Tentakel vorhandenen Geissei in
Abrede. Die mit Nahrungsstoffen erfüllten Vacuolen be-
trachtet er trotz ihres blos temporären Bestandes als selb-
ständige Gebilde, als Mägen mit eignen Wandungen, welche
aus der protoplasmatischen Körpersubstanz um die ge-
schluckten Substanzen herum entständen und sich später
wieder derselben beimischten. Dass die Querstreifen des
Tentakels (Flagellum Verf.) nicht der Aussenhaut angehören,
ist wohl ziemlich allgemein angekannt. Verf. vergleicht
dieselben den Querstreifen einer Muskelfaser und glaubt
auch auf experimentellem Wege, durch die Resultate
seiner Reizversuche, die Uebereinstimmung der betreffen-
den Gebilde ausser Zweifel stellen zu können. An der
dem Munde abgewandten Fläche enthält der Tentakel noch
eine körnige Substanzlage. Ein mitunter doppelter Proto-
plasmastrang, der aus dem Körper in die Basis des An-
hangs übertritt und, ohne vorher sich zu verästeln, mit der
ersten Scheibe der Inhaltsmasse verschmilzt, wird auf
Grund sowohl seiner anatomischen Bildung, wie seines
Verhaltens gegen Strychnin und Curare als das Analogon
eines Nerven gedeutet. Der von Carus und Engelmann
unter der festen Aussenhaut beschriebene Zellenbelag fehlt;
was dafür gehalten wurde, ist ein zartes Netz von Proto-
plasmafäden, die zusammenfliessen, sobald das Thier einer
electrischen Reizung ausgesetzt wird. Die Leuchtfähigkeit
inhärirt der gesammten Protoplasmamasse, ist aber von
der Sauerstofifzufuhr nur insoweit abhängig, als diese für
760 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
die Erhaltung des Lebens nothwendig erscheint. Durch
electrische Keizung wird dieselbe nicht erhöht.
Eiöe wichtige Ergänzung der voranstehenden Abhand-
lung bilden Robin's „recherches sur la reproduction gem-
mipare et fissipare des Noctiluces" (Journ. anat. et physiol.
1878, T. XIV, p. 563-629, PI. XXV u. XXVI, im Aus-
züge Compt. rend. Vol. 86 p. 1482—1487). Dem eigent-
lichen Gegenstande voraus geht eine Darstellung der Or-
ganisation und Lebensverhältnisse, der wir die Angabe
entnehmen, dass die Aussenhaut nicht ein besonderes Ge-
häuse darstellt, sondern eine gewöhnliche Zellhaut (Cuti-
cula) ist, der ausser dem Tentakel auch noch, wie schon
von frühem Beobachtern hervorgehoben, eine zarte Geissei
(Flagellum Verf.) anhängt. Diese Anhänge aber gehen ver-
loren, sobald das Thier zur Fortpflanzung, der Knospung
so gut, wie der Theilung, sich anschickt. Da gleichzeitig
auch die Mundöifnung sich schliesst, und die Mundkerbe
verstreicht, repräsentirt die Noctiluce in diesem Zustande
eine einfache sphäroidale Masse — keinen eingekapselten
Körper (Huxley) — , eine Zelle mit Membran, Kern und
pseudopodienartig verästeltem Protoplasma. Der Kern
geht keineswegs verloren; im Gegentheil, er persistirt als
ein heller, fast tropfenartiger Ballen, mit dem ihn kappen-
artig umgebenden Protoplasma dicht an die Zellhaut sich
anschmiegend. Freilich bleibt derselbe während der
Knospung ebenso wenig in diesem seinem ursprünglichen
Zustande, wie das Keimbläschen des Eies während der
DotterfurchuDg. Es unterliegt vielmehr genau denselben
Veränderungen, wie wir sie durch Auerbach, Bütschli
u. A. an letzterm kennen gelernt haben, und zerfällt in
Folge derselben in eine immer grössere Anzahl von Theil-
stücken, in 2, 4, 8 u. s. w., welche sich je mit einer Pro-
toplasmaschicht umgeben und die anliegende Zellhaut
buckeiförmig vor sich hertreiben. Die Zahl dieser Buckel
vermehrt sich mit der zunehmenden Menge der Theilstücke,
bis schliesslich deren mehrere Hunderte (256 oder 512) vor-
handen sind, in dichter Gruppirung sämmtlich demselben
Segmente des Mutterthieres aufsitzend. Ein jeder enthält
in seinem Innern einen kleinen Kern und ein Protoplas-
in d. Naturgesch. d. nied. Thierc wälir. d. Jahre 1876 — 1879. 751
makliimpclien, Massen, die sich immer stärker von ihrer
Unterlage abschnüren und durch Entwickhing eines langen
Geisselfadens, wie durch specifische Gestaltung schliesslich
die bekannte Bildung und Form derSchwärmlinge annehmen.
In diesem Zustande enthalten sie auch eine oder zwei pul-
sirende Vacuolen, welche dem ausgebildeten Thiere ab-
gehen. Den Uebergang dieser Schwärmer in den ausge-
bildeten Zustand hat Verf. nicht verfolgen können, doch
giebt derselbe an, dass die kleinsten zur Beobachtung ge-
kommenen Individuen eine einfache sphäroidale Gestalt
besassen, der Anhänge und Mundöflfnung aber vollständig
entbehrten. Die letztere entsteht zuerst, die Geissei zu-
letzt, nachdem der Tentakel bereits entwickelt ist. Der
Vorgang verläuft jedoch so rasch, dass die Metamorphose
bereits nach dreiviertel Stunden vollendet ist. In Folge
einer Verschmelzung oder unvollständigen Abtrennung
zweier Knospen entstehen mitunter vollständige Doppel-
schwärmer. Die Theilung wiederholt anfangs genau die
hier geschilderten Veränderungen bis zur Zweitheilung des
Kernes. Dann aber sistirt der weitere Zerfall des Kernes
und des zugehörigen Protoplasma, w^ährend die Hälften des
Thierkörpers in der Richtung der Mundkerbe aus einander
rücken, und zunächst der Mund der Art sich theilt, dass
zwischen die beiden altern Lippen eine neue doppelte
Lippe sich einschiebt. Zur Seite der Mundöffnung ent-
steht dann an beiden Hälften ein neuer Tentakel, Anfangs
in Form eines mit Protoplasma gefüllten stumpfen Zapfens,
der schon nach kurzer Zeit eine schlingenförmige Bildung
erkennen lässt und noch vor Ablauf einer Stunde durch
Lösung des einen Schenkels seine definitive Form erhält.
Von Chlamydomonas beobachtete Schneider („Bei-
träge zur Kenntni«s der Protozoen^', Zeitschrft. für wissensch.
Zoologie Bd. XXX, Supplem. S. 446—456, Tab. XXI)
neben Ch. pulvisculus noch zwei grössere Formen, welche
er als Ch. tumicla und Ch. radiosa bezeichnet. Bei allen
unterschied er äusserlich auf dem rothen Flecke einen
stark lichtbrechenden kleinen Körper („wenn man will,
eine Linse"). Eine Copulation Hess nur bei Ch. pulvis-
culus sich nachweisen. Sie wird dadurch eingeleitet^ dass
752 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
zwei gleich grosse Individuen mit ihren hellem Enden sich
an einander legen.
Grimm beschreibt in den oben (S. 701) erwähnten
Beiträgen zur Protozoenkunde ausser andern Monaden als
neu Frotomyxa viridana und Parcella lamprosa,
Kannenberg findet bei Lungengangrän in den
Sputis fast regelmässig (neben Bacterien und Leptothrix)
zwei Monaden, die er als Monas lens und Cercomonas sp.
bezeichnet und abbildet. (Virchow's Arch. für patholog.
Anatomie 1879 Bd. 75, S. 471.)
Unter dem Namen Fryrocystis psetidonoctiluca und
P.fusiformis werden von Murray „Preliminary rep. on work
done on board of the Cballenger" Proceed. roy. Soc. Vol.
XXIV, N. 170 p. 471—544) zwei mit Noctiluca und Lepto-
discus verwandte geissellose Protozoenformen aus dem
Atlantischen Ocean abgebildet, die ein intensives Licht er-
zeugen. Wyville-Thomson ist übrigens geneigt (Atlan-
tic, T. II, p. 88 ff. Fig. 21, 22), diese Geschöpfe für Dia-
tomeen zu halten.
Bhizopoda.
Die Rhizopoden charakterisirt Hertwig (Organismus
der Radiolarien S. 142) als einzellige Organismen, welche
sich mit wechselnden Fortsätzen ihrer protoplasmatischen
Leibessubstanz, den sog. Pseudopodien, bewegen und er-
nähren. Er unterscheidet bei denselben fünf Abthei-
lungen.
Monerea, ohne Kern, von unbestimmter wechselnder
Form (Gymnomoneres ohne Skelet und Leptomoneres mit
Skelet).
Ämoehina, mit einem oder mehrern Kernen, von
unbestimmter wechselnder Form (Gymnamoebae ohne Skelet
und Leptamoebae mit Skelet).
Thalamophoraj mit einem oder mehreren Kernen
und einer chitinösen, der Anlage nach monaxonen Schale,
welche meist verkalkt ist und stets eine oder zwei Oeffnun-
gen zum Durchtritt der Pseudopodien besitzt. Hierher:
in d. Naturgesch. d. uied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 753
Monotbalamiamit einkammeriger nicht verkalkter
Schale (Amphistomata mit einer an beiden Polen
offenen Schale und Monostomata mit einfacher Oeff-
nung); Polythalamia mit verkalkter Schale und
einfacher Oeffnung, meist aus vielen Kanmiern be-
stehend (Imperforata mit solider, Perforata mit po-
röser Schalenwand).
Helio0oa, kugelförmig, mit einem oder mehreren
Kernen und strahlenartig von allen Punkten entspringen den
spitzen und fadenfömigen Pseudopodien (Aphrothoraca oder
Actinophryidae ohne Skelet, Chalarothoraca oder Acantho-
cystidae mit einem aus getrennten Stücken bestehenden Ske-
let und Dermothoraca oder Clathrulinidae mit Gitterkapsel).
Badiolaria, kugelig, mit einem oder mehreren Kernen,
welche mit einem Theile der Sarcode vereint und von
einer Membran umschlossen die Centralkapsel bilden, mit
Gallerthülle und strahlenartig vom Körper entspringenden
spitzen und fadenförmigen Pseudopodien (6 Gruppen, die
später noch besonders charakterisirt werden sollen).
Will man, wie Verf. es unter Umständen für zulässig
hält, die Heliozoen mit den Radiolarien vereinigen, dann
würde die so entstehende Gruppe am besten in Heliozoa
(ohne Centralkapsel) und Cytophora (mit Centralkapsel)
einzutheilen sein.
Ebenso könnte man möglicher Weise die Thalamo-
phoren nach der Beschaffenheit ihrer Schale in Imperforata
( + Monothalamiaj und Perforata (= Foraminifera) zerfallen.
Nahezu übereinstimmend mit den hier entwickelten
Ansichten ist auch die Classification von Leidy (fresh-
water Rhizopods p. 7), welcher die Classe der Rhizopoden
in die Ordnungen der Protoblasta, Heliozoa, Radiolaria,
Foraminifera und Monerea eintheilt.
Fr. E. Schulze entwickelt (Rhizopodenstudien, Arch.
für microscop. Anatomie, Bd. XIII S. 21 — 30) seine An-
sichten über den „hypothetischen Stammbaum der Rhizo-
poden" oder, was dasselbe besagt, über die natürlichen
Verwandtschaftsverhältnisse dieser Thiere. Für die ein-
fachsten und niedrigsten hält er mit Recht die HäckeT-
schen Moneren, die er als Rhizopoda innucleata den übrigen,
754 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
den Rh. nucleata, gegenübersetzt. Unter Berücksichtigung des
Umstandes, dass schon diese so einfachen Thierformen in
Betreff der Pseudopodienbildung beträchtliche Differenzen
aufweisen, glaubt er auch der Beschaffenheit der Scheinfüsse
eine grössere Bedeutung beilegen zu müssen, als der Aus-
bildung kapselartiger Hüllen. Er unterscheidet unter den
gekernten Rhizopoden demnach die Lobosa mit lappigen
Pseudopodien von den Filigera mit fadenförmigen Anhän-
gen, zwei Gruppen, die übrigens schon bei den kernlosen
ausgezeichnet sind, jedoch mancherlei mehr oder minder
eigenthümliche Zwischenformen zwischen sich nehmen. Zu
den Lobosen rechnet er neben den schon frühe sich ab-
zweigenden Pelomyxiden die Familien der Hyalospheniden
(mit völlig homogener, durchsichtiger Chitinschale), die
Arcellinen, Quadruliden und Difflugiden, an welche sich
dann die immer mehr der zweiten Gruppe sich nähernden
Amoebiden mit einigen aberranten Formen anschliessen.
Diese zweite Gruppe spaltet sich nach der radialen oder
reticulären Bildung der Pseudopodien in die Radiaria, die
nach Abzweigung der Heliozoen zu den am höchsten unter
den Foraminiferen entwickelten Radiolarien werden, und
die Reticularia, die dann ihrerseits wieder in die nackten
Lieberkühnien, die Imperforata und die Perforata sich aus
einander legen.
Wal lieh verwirft die von Carpenter empfohlene
Eintheilung der Rhizopoden in Lobosa, Radiolaria und
Reticularia als unnatürlich, und glaubt, dass das Verhalten
des Kernes und der contractilen Blase ein weit besseres
Eintheilungsprinzip abgebe, als die Bildung und Form der
Pseudopodien. Daraufhin macht er den Vorschlag, in der
Klasse der Rhizopoden die Gruppen der Herpnemata, Pro-
todermata und Proteina zu unterscheiden, von denen die
ersten weder Kern noch contractile Blase, die zweiten
wohl einen Kern, aber keine Blase, die dritten beide Gebilde
besässen. Zu der ersten Gruppe rechnet Verf. die Fora-
miniferen und Polycystinen, mit Ausschluss u. and. der
Acanthometriden und Thalassicollen, welche der zweiten
Gruppe zugehören, sowie der Actinophryiden und Mono-
thalamien, die mit den Amoeben der dritten zugezählt
in d. Natnrgesch. d. nied. Thisre währ. d. Jahre 1876—1879. 755
werden. Dass ein solches Verfahren nicht bloss viele nahe
verwandte Formen trennt, sondern auch mit den Ergeb-
nissen der neuem Untersuchungen über den Bau z. B. der
Foraminiferen keineswegs vereinbar ist, bedarf kaum des
nähern Nachweises. „On the fundamental error of consti-
tuting Gromia the type of the foraminiferal structure",
Ann. and Mag. nat. history Vol. XIX p. 158—174.
Cattaneo beschränkt die Gruppe der Rhizopoden
auf die Protoplasraathiere mit Kern, und unterscheidet
darin als Ordnungen die Lobosa, Thalamophora, Heliozoa
und Radiolaria. Bei der Besprechung der Organisation
(besonders der Radiolarien) schliesst sich Verf. zumeist an
Häckel an, nur dass er zwischen dem Exoplasma und Endo-
plasma mit Maggi noch ein Mesoderma annimmt, das frei-
lich nicht bei allen gleichmässig entwickelt sei. Die Cen-
tralkapsel der Radiolarien wird als das Produkt einer
Diflferenzirung des Protoplasma in Anspruch genommen.
Die Fortpflanzung geschieht durch Theilung, seltener
durch Sprossung und durch Sporenbildung, die gewöhn-
lich im eingekapselten Zustande abläuft und oftmals
durch eine Copulation eingeleitet wird. Die Entwicklung
der Sporen geht so vor sich, wie Maggi bei Amoeba und
der Verf. selbst bei Arcella (s. weiter unten) es beobachtet
haben. Am Schlüsse der Abhandlung, die vornehmlich
auf die Bedürfnisse italienischer Leser berechnet zu sein
scheint, wird eine phylogenetische Tabelle angefügt, der
zufolge die Rhizopoden aus den Moneren hervorgegangen
sind, die Lobosen aus Protamoeba, die Filigeren aus Pro-
tomyxa. Intorno ai Rhizopodi (Boll. scientif. I. 22 Seiten).
All man giebt in seiner Jahresadresse an die Lin-
naeische Gesellschaft 1876 (Journ. Linn. Soc. Vol. XIII p.
261—305, p. 385—439 mit vielen Holzschnitten) eine Ueber-
sicht über den derraaligen Stand unserer Kenntnisse von
den Süsswasserrhizopoden und den verwandten Organismen,
unter Berücksichtigung namentlich der Untersuchungen
von Schulze, Greeff, Hertwig, Häckel, Cienkowsky
u. A. (Recent researches among some of the mode simple
sarcode organisms.)
In ähnlicher Weise berichtet St.-George Mivart
756 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
in engem Anschluss an Häckel über die neuern Unter-
suchungen an Kadiolarien (ibid. Vol. XIV p. 136 — 186,
notes touching recent researches on the Radiolaria, mit
zahlreichen Holzschnitten).
Ebenso veröflPentlicht auch x4.rcher in dem Journ.
microscop. scienc. ein sehr eingehendes ,jResume of recent
contributions to our knowledge of freshwater Rhizopoda'^
Verf. behandelt darin zunächst 1. c. Vol. XXIV p. 283—309
PI. XXI p. 347-376, Vol. XXV p. 67—76 die Heliozoen,
die er am liebsten in Asceleta und Chlamydophora ein-
theilen möchte, sodann (1. c. p. 76—80, p. 107 — 124, p.
197—204, p. 330—336) die Monothalamien und schliesslich
(ibid. p. 336 — 353) die nackten Formen. Der Verf. beschränkt
sich dabei nicht etwa auf eine Zusammenstellung der allge-
meinen Resultate, sondern giebt auch eine spezielle Darstel-
lung der einzelnen Arten, mit zahlreichen eignen Beobachtun-
gen und kritischen Bemerkungen. Für Hyalolampe fenestrata
Greeff wird der etwas ältere Archer'sche Namen Pom-
polyxophrys punicea substituirt. Andrerseits wird dagegen
Amphizonella vestita Arch. zu Cochliopodium pellucidum
und C. pilosum Hertw. und Less. gezogen. Von neuen
Arten beschreibt Archer Quadnila irregularis (Vol. XXV
p. 113), Microgromia mucicola (ibid. p. 121), Euglypha
extinda (ibid. p. 330) und Ditrema flavum (ibid. p. 336).
Maggi handelt (Rencond. Instit. Lombard. 1876. Vol.
IX Fase. 14, 15 Seiten mit 1 Tafel) über die im Süss-
wasser der Lombardei bisher von ihm aufgefundenen Rhi-
zopoden. Es sind im Ganzen 25 Species, die zu 14 Ge-
nera gehören, sämmtlich mit Ausnahme der Amoeha Lieher-
Mhnia bekannte Formen. Darunter ist auch das seit
Claparede -Lachmann nicht wieder beobachtete Podo-
stoma filigerum, dessen Bau, Conjugation und Einkapselung
von unserm Verf. eingehend dargestellt wird. Die Greifpseu-
dopodien, welche das Thier in so auffallender Weise aus-
zeichnen, können sich ganz ausserordentlich verlängern.
Durch spätere Zusätze wird die Zahl der Lombardischen
Rhizopoden auf 30 erhöht, welche über 17 Genera sich
vertheilen. (Contribuzione al Catalogo dei Rhizopodi d'aq.
dolce Lombard., Atta Soc. Ital. Vol. XXI, 7 Seiten.)
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 757
In den schon oben erwähnten Studien über Protozoen
des nördlichen Russlands beschreibt v. Mereschko wsky
(a. a. 0. S. 191 ff.) als neu: Clafhndina Cienkoivskii, Pleu-
rophrys angidata, Bifflugia Solowet^Jcii, Hydlodiscus Korot-
neiüi (einem Genus zugehörig, das kaum von Placopus Seh.
verschieden ist), Amoeba miniäa, A. papiUata, A. angiäata,
A. Jelaginia, A. emittens, A. alveolata, A. filifera. Ausser-
dem noch von sog. MonQven: Haeclcelina (n. gen.) horealis
und Protamoeha Grimmi.
Dign. n. gen, HaecJcelina v. Mer. Besteht aus einer Proto-
plasmamasse ohne Kern und Vacuolen mit dünnen, keine Geflechte
bildenden Pseudopodien und einem mehr oder weniger langen Stiele,
dessen unteres Ende an fremden Gegenständen angeheftet ist,
während am obern Ende der Körper selbst sitzt. Der Stiel besteht
nicht aus Plasma, sondern ist eine Ausscheidung desselben, Fort-
pflanzung unbekannt. Lebt im Meerwasser. (Der Namen Häckeliua
ist schon früher von B esseis an eine Sandforaminifere vergeben —
vergl. J. B. 1875, S, 578, durch den Nachw^eis aber, dass diese
bereits früher als Astrorhiza beschrieben war, wieder frei geworden.)
Entz berichtet (ungarische naturhistor. Hefte 1877,
Heft 3 u. 4, Ann. nat. bist. Vol. I. p. 423) über die Rhizo-
podenfauna des Salzsees von Szamosfalva, die nach unserm
Verf. im Ganzen 12 Species aufweist. Die Mehrzahl der-
selben — darunter 5 Amoeben, von denen zwei (Amoeba
limax und A. radiosa) auch im Salzwasser Cuxhavens vor-
kommen — ist auch im Süsswasser weit verbreitet, aber
daneben finden sich Arten, die bisher überhaupt noch nir-
gends beobachtet wurden: Fleurophrys helix, Plectophrys
(n. gen.) proliferüj Euglypha pttsiUa, Microcometes tristry-
petus und Orhulinella (n. gen.) smaragdea. Zwei derselben
(Euglypha und Microcometes) haben nahe Beziehungen zu
Süsswasserformen, während Pleurophrys dem marinen
Typus zugehört, und Plectophrys, welche mit Pleurophrys,
wie mit Plagiophrys und Chlamydophrys verwandt ist, Be-
ziehungen zu marinen und Süsswasserformen hat. Orhuli-
nella schliesst sich zumeist wieder an die Perforata an.
Die gänzliche Abwesenheit von Arcellen und Difflugien
unterscheidet die Fauna auch andererseits von der unserer
Süsswasser.
Die von du Plessis (Bullet. Sog. Vaud. Vol. XV,
758 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
p. 456) in dem Bodensatze des Genfer Sees bis jetzt auf-
gefundenen Rhizopoden (Amoeba princeps Anct., A. terri-
cola Greeff und Diffliigia proteiformis Ehrbg.) gehören
sämmtlich zu den Arten mit fingerförmigen plumpen Pseu-
dopodien.
Leidy veröffentlicht, wie in den frühern, so auch
in den für unsern Bericht jetzt vorliegenden Bänden der
Proceed. Philad. Acad. eine Reihe von Abhandlungen und
Notizen über nordamerikanische Rhizopoden, Beobachtun-
gen, die dann später von unserm Verf. mit zahlreichen
andern in einem eignen umfangreichen Werke: „fresh-
water Rhizopods of North-Amerika'' (Washington 1879,
324 Seiten in Quart, mit 48, zum Theil colorirten Tafeln)
zusammengestellt werden. Dasselbe bildet den 12. Band
des von Hayden herausgegebenen Report of the united
States geological survey, ein Umstand, der sich dadurch
erklärt, dass die Beobachtungen unseres Verf's. grossen-
theils unter den Anspielen des Survey angestellt sind. Zu-
nächst ergiebt sich aus den hier niedergelegten Unter-
suchungen die eigenthümliche Thatsache, dass die nord-
amerikanischen Rhizopoden (wie das auch Proc. 1876
p. 56 ausdrücklich hervorgehoben ist) zum grossen Theile
mit Euopäischen Formen identisch sind oder denselben doch,
wenn sie davon abweichen, ausserordentlich nahe stehen.
Und das gilt eben sowohl von den beschälten Formen,
wie von den nackten. Allerdings hat sich Verf. hier und
da zur x\ufstellung neuer Genera veranlasst gesehen, allein
es geschah das meist nur in der Absicht, gewisse bis da-
hin wenig beachtete Charaktere mehr in den Vordergrund
zu stellen. Für unsere Kenntniss vom feineren Bau und
der Fortpflanzung resp. Entwicklung der Rhizopoden bieten
die Beobachtungen des Verf.'s im Ganzen nur wenig Neues.
Höchstens, dass sie für die Richtigkeit der jetzt in dieser
Beziehung ziemlich allgemein geltenden Anschauungen ein
weiteres Zeugniss ablegen. Die beschälten Amoebinen
wurden vom Verf häufig in Copulation gesehen, indessen
ist derselbe mehr geneigt, die betreffenden Zustände auf
eine Theilung zu beziehen. Noch häufiger beobachtete er
dieselben mit kuglig zusammengezogenem und encystirtem
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere wahr. d. Jahre 1876—1879. 759
Sarcodeleibe, in einem Zustande, in welchem die Oeffnung
oftmals von einem lamellösen Pfropfen wie von einem
Deckelchen geschlossen war. Leider gelang es nicht diese
Zustände weiter zu verfolgen. Andrerseits bietet übrigens
das Werk unseres Verf.'s über Vorkommen, Lebensweise,
Bewegung und Ernährung unserer Thiere, mit einem Worte
über deren biologische Verhältnisse, eine reiche Menge
interessanter Notizen, für die wir freilich zumeist auf das
Original verweisen müssen. Der Kernpunkt des vorliegen-
den Werkes aber liegt auf der systematischen Seite, in
der eingehenden Schilderung der einzelnen Formen. Die
grössere Mehrzahl dieser letztern gehört zu den sog. Pro-
toblasten, der Gruppe sowohl mit lappigen Pseudopodien
(Lobosa), wie mit fadenförmigen (Filosa), während die
übrigen Ordnungen dazu entweder gar keine, wie die Ra-
diolarien, vielleicht auch Moneren, oder nur sehr wenige
Vertreter stellen. Aus der Gruppe der Lobosen beschreibt
Verf. Amoeba proteus Lin. (= A. princeps Ehrb.), A. verru-
cosa Ehrb. (= A. quadrilineata Gart.), A. radiosa Ehrbg.
(der die als Spongilla-amoeboids aufgeführten Schwamm-
zellen sehr ähnlich sein sollen), A. villosa Wall, Uramoeba
vorax Leidy (eine durch die fast wie Pilzfäden aussehen-
den und meist zu mehrern am Hinterende zusammen-
gruppirten starren Anhänge sehr ausgezeichnete Form, die
übrigens auch schon in Europa beobachtet ist), U. botuli-
cauda Leidy, Pelomyxa villosa Leidy (= Amoeba sabu-
losa Leidy, durch Abwesenheit armartiger Pseudopodien
von der sonst durch den Zotteubesatz des hintern Körper-
endes sehr ähnlichen A. villosa unterschieden), Dinamoeba
mirabilis Leidy (incl. Amoeba tentaculata Leidy, sehr
ähnlich der Mastigamoeba aspera Seh. resp. Dactylosphae-
rium vitreum Hertw.-Less., aber ohne Flagellum), Hyalo-
discus rubicundus Hertw.-Less., Difflugia globulosa Duj.
(= D. proteiformis Ehrbg. und D. acropodia H.-L.), D.
pyriformis Perty mit zahlreichen Varietäten, D. urceolata
Cart. (= D. amphora Leidy und D. olla Leidy), B. cratera u.,
D. acuminata Ehrbg., D. lobostoma Leidy (= D. tricupis
Cart., D. crenulata Leidy), D. arcula n., D. Corona Wall.,
D. couötricta Ehrbg. (mit zahlreichen, namentlich Ehren-
760 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
berg'schen Synonymen), D. spiralis Ehrbg. (== D. helix
Cohn), Hyalosphenia (= Catharia Leidy) cuneata St. (= H.
lata Seh., H. ligata Leidy), H. papilio Leidy, H. tincta n., H.
elegans Leidy, Quadrula symmetrica Seh. (Diffl. assulata
Ehbg.),iVe&e?ia(n.gen.) collaris Ehbg. (mit zahlreichen, meist
Ehrenbergischen Synonymen), N. flagellum Leidy, N. cari-
nata Arch., N. hippocrepis Leidy, N. ansata Leidy, N. barbata
Leidy, N, caudata n., Heleopera (n. gen.) picfa (=Difflii-
gia sphagni Leidy), H. petricola n., Arcella vulgaris Ehrbg.
(mit Einschluss v. dentata Ehrbg. u. a.), A. discoides Ehrbg.,
A. mitrata H., A. dentata Ehrb. (= A. Okeni Perty und
A. stellaris Perty), A. artocrea n., Centropyxis aculeata
Ehrbg. (mit Einschluss von C. ecornis Ehrb.), Cochliopo-
dium bilimbosum Auerb. (= C. pellucidum Hertw.-L.),
C. vestitum Arch. (= C. pilosum Hertw.-L.). Die Gruppe der
Filosa ist bei unserm Verf. repräsentirt durch Pamphagus
mutabilis Bailey (= Plagiophrys scutiformis Hertw.-L.),
P. hyalinus Schlumb. (== Diffl. euchelys Schi., Lethycium
hyalinum Hertw.-L.), F. curvus n., P. avidus n., Pseudo-
difflugia gracilis Schlumb. (= Pleurophrys sphaerica Cl.-L,,
PI. compressa und PI. lageniformis Seh., PL angulata Me-
reschkowsky), Cyphoderia ampulla Ehbg. (= C. margaritacea
Schlumb.), Cö!mpa5CW5(n.gen.) corwwten.,Euglyphaalveo-
lata Duj. (mit zahlreichen von Ehrenberg besonders be-
nannten Varietäten), Engl, ciliata Ehrbg., EugL cristata
Leidy, Eugl. mücronata n., Eugl. brachiata n., Placocista
(n. gen.) spinosa Gart., Assulina seminulum Ehrbg. (= Eu-
glypha brunnea Leidy), Trinema euchelys Ehrb. (mit zahl-
reichen von Ehren berg unterschiedenen Formen), Sphe-
noderia lenta Schlumb. (= Euglypha globosa Auct.), Sph.
macrolepis n. Von Heliozoen beobachtete Verf. Actinophrys
sol Ehrbg., Ä.pictan., Heterophrys myriapoda Arch. (= He-
terophrys varians Seh. ?), Rhaphidiophrys viridis Arch., Rh.
elegans Hertw.-L. (= Sphaerastrum conglobatum Greeif),
Vampyrella lateritia Eres. (V. spirogyrae Cienk. — ? Ref),
Diplophrys Archeri Baker (= Elaeorhanis cincta Greeff),
Actinosphaerium Eichhorni Ehrbg., Acanthocystis chaeto-
phora Sehr. (== A. turfacea Gart., A. viridis Greeff), A. sp.?,
A. sp.?, Hyalolampe fenestrata Greeff (= Pompholyxo-
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 761
phrys punicea Arch.), Clathrulina elegans Cienk. (= Po-
dosphaera Haeckeliana Arch.). Die Ordnung der Forami-
feren endlich weist nur Gromia terricola Leidy auf und Bio-
myxa vagans Leidy, eine Form, die nach der Ansicht des
Ref. weit eher, als die Vanipyrella lateritia Leidy dem
Cienkowsky'schen Gen. Vampyrella zAigehören dürfte
und keinesfalls, wie schon der Mangel einer Schale be-
weist, eine Foraminifere ist.
Die vom Verf. theils schon früher, theils auch jetzt erst auf-
gestellten neuen Genera werden charakterisirt wie folgt:
üramoeba Leidy. Animal possessing the same essential Charak-
ters as the genus Amoeba, bat in addition provided with fixed fila-
mentous appendages habitually trailing form the posterior extre-
mity of the body. Filaments flexible, cylindrical, tubulär, inarticu-
late or articulate, resembling the mycelial threads of fungi, perfectly
passive and neither retractile nor exsertile.
Dinamoeba Leidy. Animal with the same essential structure
of Amoeba; when at rest spheroidal or oval, when in motion habi-
tually ovoid or slug-like and with the broader extremity in advance.
Pseudopods few or many, mostly simple extensions of the ectosac,
subulate or long conical and acute, occassionally furcate. Posterior
extremity of the body papillose; papillae very variable, few or many,
simple or Compound, retractile. Surface of the body, including the
pseudopods and papillae, bristling with minute spicules or motion-
less cils. Body of the animal often enveloped, even in the active
moving condition, with a thick layer of delicate hyaliue jelly, defi-
ned on the surface by multitudes of minute spicules. Spicules of the
surface of the body and the exterior layer of jelly with its spicules
some-times absent.
Nebelia n. gen. Shell usually compressed, pyriforme, trans-
parent colourless, with or without appendages, composed of cancel-
lated membrane or of peculiar intrinsic structural Clements of va-
riable form and size, mostly of circular or oval disks, of narrow
rectangular plates or rods or of thin less regulär angular plates,
often almost exclusively of one or the other, sometimes of two or
more intermingled in variable proportions, sometimes of chitinoid
membrane incorporated with more or less extrinsic Clements, and
sometimes of these entirely; as in Difflugia. Mouth inferior, termi-
nal, oval. Sarcode colourless, in form, Constitution and arrangement
as in Difflugia, Hyalosphenia etc.
Heleopera n. gen. Shell compressed, ovoid, composed of
cancellated chitinoid membrane, presenting a reticulated appearence
762 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
of mostly dotted or interrupted lines, often at the fundus incorpo-
rated with particles of sand. Mouth inferior, terminal, large, trans-
versely elliptical. Sarcode and its constituents as usual in Hyalo-
sphenia and Nebelia. Pseudopods numerous, digitiform.
Campascus n. gen. Animal provided with a shell having the
form like that of Cyphoderia, but provided with a pair of lateral
divergent processes of the fundus and composed of homogeneous
chitinoid merabrane. The soft part together with pseudopods as in
Cyphoderia.
Placocysta n. gen. Animal with a compressed oval hyaline
colourless shell, with acute border and terminal elliptical mouth;
the border of the latter entire, with acute commissures. Shell com-
posed of longitudinal rows of alternating oval or roundish plates
overlapping at their contiguous borders, so as to produce hexa-
hedral areas limited by zones of minute ellipses. Lateral borders
and fundus furnished with acuminate spines articulated with the
shell. Sarcode and pseudopods as in Euglypha.
Biomyxa Leidy. Initial form sphaerical , but incessantly
changing, consisting of a glairy colourless finely granulär proto-
plasm, which has the power of expanding and extending itself in
any direction and of projecting pseudopodal filaments, which freely
branch and anastomose; a circulation of minute granules in currents
along the body and pseudopods ; contractile vesicles numerous and
minute, and occurring both in the body and pseudopods. A nucleus
present or absent.
Die von Barnard (Amer. Quaterly microsc. Journ.
Vol. I. N. 2) veröffentlichten „new Rhizopods'' sind Ref.
nicht zu Gesicht gekommen.
Nuda. Brandt überzeugt sich bei seinen micro-
chemischen Untersuchungen an Protozoen von der vollstän-
digen Abwesenheit des Nucleins bei der (kernlosen) Prot-
amoeba und dem Vorkommen eines schleimigen cellulose-
ähnlichen Kohlenhydrates in der körnigen Innenmasse
aller daraufhin untersuchten Formen. Sitzungsber. der
Gesellsch. naturf. Freunde in Berlin 1878 S. 199 oder
Verhandl. der physiol. Gesellsch. zu Berlin vom 13. Dec.
dess. Jahres.
Engelmann constatirt die Thatsache, dass die plötz-
liche Einwirkung eines massigen Lichtes einen intensiven
Einfiuss auf Pelomyxa palustris ausübt, indem dieselbe
dadurch zu einer plötzlichen Zusammenziehuug und zur
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere wälir. d. Jahre 1876—1879. 763
Ruhe gebracht wird, wie durch eine electrische Reizung.
Pflüger's Archiv für Physiologie 1879, Bd. XIX S. 1.
Der frühem Entdeckung einer zu hydrostatischen
Zwecken dienenden willkürlichen (xasentwicklung im Pro-
toplasma der Arcellen (J.-B. 1869 S. 509) fügt derselbe
jetzt zwei weitere Beobachtungen hinzu, die eine an
Amoebaradiosa, die andere an Sphaerophrya hyclrostatica
n. sp. gemacht, durch welche auch für diese Thiere das
Auftreten und Verschwinden von Gasblasen im lebenden
Protoplasma constatirt wird. Zoolog. Anzeiger Jahrg. I,
S. 152 (über Gasentwicklung im Protoplasma lebender
Protozoen).
Maggi schildert unter Hinweis auf die Bedeutung,
welche die Entdeckung der sog. Moneren für die Zellen-
lehre besitzt, die Beschaffenheit dieser Wesen, um daran
dann eine Aufzählung der bis jetzt beschriebenen Formen an-
zuknüpfen und die Bemerkung hinzuzufügen, dass es ihm
gelungen sei, eine Anzahl derselben (sechs Arten) im Süss-
wasser der Lombardei wiederzufinden. Süll' esistenza dei
Moneri in Italia (Rencond. Instit. Lombard. Vol. X Fase 12,
12 Seiten),
In seinen „Studi anatomico-fisiologici intorno alle
amibe ed in particolare di una innominata" behandelt der-
selbe (Atti Soc. Ital. sc. natur. Vol. XIX fasc. 4, 53 Seit,
mit 1 Tafel), nach Aufzählung der bekannt gewordenen
(44) Arten, die Frage nach der Natur und der Organisa-
tion dieser Wesen. Er betrachtet dieselben als unzweifel-
hafte Thiere von einzelliger Beschaffenheit, deren Kern
€in deutliches Kernkörperchen einschliesse und von einem
membranlosen Parenchym umhüllt werde, in dem nicht
bloss ein Endoplasma und Ectoplasma, sondern auch ein
Mesoplasma differenzirt sei. Dem letztern gehöre auch
die contractile Blase an, die in gleicher Weise der Circu-
lation und Respiration, wie der Excretion diene. Die
bei dieser Gelegenheit als neu beschriebene Amoeba Lie-
herUihnia (so genannt, weil schon Liebe rkühu dieselbe
gesehen und in seiner Preisschrift über die Entwicklung
der Gregarinen abgebildet hat) ist nach den inzwischen
von Leidy veröffentlichten Abbildungen zu urtheilen kaum
Archiv f. Naturg. XXXXVI. Jahrg. 2. Bd. YY
764 Leuokart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
von A. villosa Wallicli verschieden. An dem vordem, den
Zotten (piccole spine) gegenüber liegenden Körperende
beschreibt Verf. eine sowohl zur Einfuhr der Nahrung,
wie zum Entleeren der Excremente befindliche Oeffnung,
die er auch bei andern Arten aufgefunden zu haben
glaubt.
Amoeba verrucosa soll, wie Maggi weiter beobachtet
(Rencond. reale Instit. Lombardo 1876, Vol. IX Fase. 12,
8 Seiten), nach der Copulation zunächst Kern und contra-
ctile Blase verlieren, dann cystenartig sich zusammenziehen
und schliesslich die eine Zeitlang im Innern hin- und her-
geschobenen Körner wie Sporen nach Aussen entleeren.
An diese Beobachtungen knüpft Verfasser die Vermu-
thung, dass die „Sporen" überwintern und im Frühling
sich zu jungen Amoeben entwickeln. Neben der Fort-
pflanzung durch Sporen besitzen die Amoeben aber auch
die Fähigkeit sich zu theilen.
In der Annahme einer Sporogonie wird Verf. noch
dadurch bestärkt, dass er in natürlichen wie künstlichen
Infusionen kleine sphärische Körperchen von ziemlich ho-
mogenem Aussehen findet, die sich in Amoeben verwandeln.
Zunächst soll sich darin der spätere Nucleolus bemerkbar
machen, dieser dann mit einem Körnerhofe, dem Nucleus,
sich umgeben, und im Wasser die übrige Masse durch An-
häufung und Bildung von Pseudopodien zu dem Protoplas-
maleibe werden. Die Ausscheidung eines Kernkörperchens
soll überhaupt bei der Entwicklung der einzelligen Wesen
den Anfang machen. Ibid. Fase. 13, 7 Seiten.
Joseph beschreibt in den Berichten der schles.
vaterl. Gesellsch. (naturhist. Abtheilung 1879 S. 195 „über
einige in den Tropf steingrotten von Krain aufgefundene
Urthiere") als neu eine Amoeha cellarum mit breiten ge-
lappten Pseudopodien.
Grassi findet bei dem Menschen nicht bloss in sechs
Fällen die bisher nur ein Mal beobachtete Amoeba coli,
sondern drei Mal auch eine sehr ähnliche Form {A. den-
talis n. = A. buccalis Steinb.?) in der Mundhöhle. Eine
pathogenetische Bedeutung kann derselbe auch der erstem
Form — seinen Beobachtungen zufolge — nicht beilegen.
in d. Naiurgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 765
Ausserdem erwähnt Verf. noch einer Ä. muris n. aus dem
Colon der Maus und der schon mehrfach bei den Fröschen
aufgefundenen A. ranarum. Im Blute einer Raganella
(Hamster ? Ref.) kam einige Male auch ein äusserst kleines
körniges Körperchen mit zahlreichen radiären Ausläufern
(eine Monere?) vor. L. c. p. 2.
Aus der im Darme der Blatta schmarotzenden Amoeba
macht Leidy (Proc. Philad. Aacad. 1879 p. 204) den
Typus eines besondern Genus Endamoeba mit folgender
Diagnose :
Endamoebagen. n. General Charakter and habit of Amoeba;
composed of colourless, homogeneous granulär protoplasma, in the
ordinary normal active condition without distinction of ectosarc
and endosarc; with a distinct nucleolated nucleus, biit ordinarely
with neither contractile vesicle nor vacuoles.
Zur Charakteristik des schon früher von Leidy
aufgestellten Gen. Dinamoeba (ibid. 1877 p. 198 od.
Ann. nat. hist Vol. I p. 260) fügt derselbe weiter die
Thatsache hinzu, dass die Nahrungsaufnahme hier nicht
am vordem, sondern am hintern Körperende geschehe.
Weiter nimmt derselbe (Proc. Philad. Acad. 1878 p.
158 od. Ann. nat. hist. Vol. II p. 271) die Amoeba quadri-
lineata Cart., wie das Carter übrigens selbst schon vor-
her gethan hat, als Jugendform von Am. verrucosa in An-
spruch. Die gleiche Art vermuthet er auch in Am. natans
Perty, Am. terricola Greeff und Thecamoeba quadripartita
From.
Archer findet neben Exemplaren des Leidy'schen
Genus Ouramoeba andere, welche, obwohl sonst demselben
gleich, der steifen hintern Anhänge entbehrten und durch-
aus mit Amoeba villosa (princeps) übereinstimmten. Journ.
microscop. sc. Vol. XXIV p. 377.
Unter der Bezeichnung Lithamoeba (n. gen.) discus
beschreibt Ray-Lankaster in dem Journal microscop.
scienc. (Vol. XXVII p. 484-487, PI. XXIII) eine neue
Amoebenform mit contractiler Vacuole und grossem Nu-
cleus, die in ihrem Protoplasma neben zahlreichen Vacu-
olen noch eine beträchtliche Menge rundlicher, das Licht
stark brechender Concretionen einschliesst. Aus der bruch-
766 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftliclaen Leistungen
sackartigen Form der Pseudopodien schliesst Verf. auf
die Anwesenheit einer besondern Cuticula.
Cattaneo widerspriclit (Atti Soc. Ital. sc. natur.
Vol. XXI) der oben (S. 744) erwähnten Angabe von
Bütschli, der zufolge Podostoma filigerum Cl.-L. mit
Amoeba radiosa zusammenfalle. Im Wesentlichen schliesst
sich derselbe bei der Schilderung dieses merkwürdigen
Wesens an die gleichfalls oben angezogene Darstellung von
Maggi an, nur hebt er hervor, dass Podostoma durch voll-
ständigere Bildung des Mesoplasma den echten Amoeben an
Differenzirung merklich überlegen sei und in den Greif-
pseudopodien Organe besitze, welche durch die Art ihrer
Bewegung, wie durch ihr ganzes Verhalten — sie sollen
an ihrem Ende sogar eine Oeffnung besitzen (un piccolo
orificio buccale) — eine Zusammenstellung mit den gewöhn-
lichen Pseudopodien geradezu ausschlössen. (Intorno alla
anatomia e fisiologia del Podostoma filigerum, 7 Seiten.)
Maggi spricht die Vermuthung aus, dass Greeffs
Amphizonella flava, die des Kernes entbehrt, nachträglich
einen solchen noch bilden werde. Daraufhin wird dieselbe
als Monerenstadium einer andern kernhaltigen Art (viel-
leicht der Corycia Dujardini Gagl.) gedeutet. Die Be-
obachtung eines noch mantellosen kleinen Exemplares
giebt dem Verf. sogar Gelegenheit, hypothetisch die Ent-
wicklungsgeschichte dieser Form zu construiren, die er
sich ähnlich denkt, wie bei den Amoeben. (Contribuzione
alla morfologia della Amphizonella, Rencond. Instit. Lom-
bard. Vol. X Fase. 9, 11 Seiten mit 1 Tafel). Später
(Atti Soc. Ital. sc. natur. Vol. XXI, contribuzione al cata-
logo dei Rhizopodi) bezweifelt übrigens Verf., dass die
von ihm beobachtete Amphizonella flava mit der gleich-
namigen Art Greeffs identisch sei, da diese nach Hert-
wig-Lesser mit Pseudochlamys patella Cl.-L. zusammen-
falle.
Als ,,Gloidium quadrifidum^^ beschreibt Sorokin
(Morphol. Jahrb. Bd. IV, S. 399—402 Tab. XX) ein kern-
loses Protozoon, das sich, wie Amoeba Schulzeana und
andere, durch Fortrollen auf seiner Unterlage bewegt,
eine pulsirende Vacuole in sich einschliesst und die Fähig-
in d. Natur gesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 767
keit der Einkapselimg besitzt, also weder zu den Amoeben,
noch auch zu den Häckel'schen Moneren sich stellen lässt.
Die Einkapselung wird übrigens immer durch eine Vier-
theilung eingeleitet und durch schichtenweise Erhärtung
der Aussenfläche herbeigeführt. Dadurch, dass diese Er-
härtung an einer Stelle nur unvollständig eintritt, entsteht
an der dicken Cyste ein trichterförmiger Canal (Keimporus
Verf.), aus welchem der Inhalt nach einer Zeit der Ruhe
wieder hervortritt, um sich dann von Neuem zu theilen
und einzukapseln. Ein Zusammenfliessen in ein Plasmo-
dium kommt niemals vor. Ebenso wenig wurden Nahrungs-
stoffe im Innern des Protoplasmakörpers beobachtet.
In Mon obia (n. gen.) conflnens lernen wir durch Aim^
Schneider eine den Moneren von ihm zugerechnete Rhi-
zopodenform kennen, die einen einfachen, mit langen und
steifen, aber zusammenfliessenden Pseudopodien besetzten
Protoplasmaklumpen ohne Kern und contractile Vacuole dar-
stellt und sich durch vielfach wiederholte Theilung fort-
pflanzt. In der Regel aber lösen sich die Theilstücke
nicht vollständig von einander los, sondern bleiben durch
Commissurstränge in Zusammenhang, so dass Colonien
von 4 und 8 und mehr Individuen entstehen, die durch
Wechsel ihrer Lage und Beziehungen dem Verbände eine
vielfach veränderliche Form geben. (Monobia confluens,
nouvelle monere, Archiv zoolog. exper. T. VII p. 585—588
PI. XXXI, in's Engl, übersetzt Annal. and Mag. nat. history
Vol. IV, p. 388-391.)
Archer berichtet über ein Vampyrellaartiges Ge-
schöpf, welches die Hüllen von Chlamydococcus anbohrt,
den Inhalt derselben verzehrt und dann unter denselben
sich einkapselt. Nach einigen Stunden schlüpfen 4 oder
5 oder 6 kleine Vampyrellen aus der Schale hervor. Journ.
microscop. scienc. Vol. XXIV p. 109.
Obwohl nach den Mittheiluugen Murray's und
Buchanan's (Proceed. roy. Soc. Vol. XXIV p. 530 u. 605)
kaum noch länger bezweifelt werden Kann, dass die als
Bathybius früher beschriebene Substanz ein Kunstprodukt
ist und einen amorphen Niederschlag von Gyps dar-
stellt, der bei der Behandlung des Seewassers mit Spiritus
768 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
entsteht, hält Hacke 1 (Protistenreich S. 68 ff. „Bathybius
und die Moneren") nach wie vor an der thierischen Natur
des Bathybius fest.
Monothalamia. Unter dem Titel „einige Rhizo-
podenstudien" veröffentlicht Bück (Ztschrft. für wissen-
schaftl. Zoologie Bd. XXX, S. 1—49 Tab. I und II) Be-
obachtungen über Fhonergates vorax n. gen. et n. sp. und
die Entwicklungsgeschichte von Arcella vulgaris, einer
wahrscheinlich mit Gromia socialis F. E. Schnitze iden-
tischen Monothalamie, die nach unserm Verf. nicht bloss
frei lebt, sondern auch in microscopischen Wasserthieren
und Pflanzen parasitirt und in ihnen zur Reife kommt.
Was Verfasser über diese Thiere mittheilt, stimmt nur
zum Theil mit den bisher bekannten Thatsachen und er-
weckt mehrfach den Verdacht einer Verwechselung mit
parasitischen Eindringlingen. Auch der von unserm Verf.
gemachte Versuch, die beobachteten Erscheinungen mit der
Fortpflanzungsweise der übrigen Rhizopoden in Einklang
zu bringen, kann diesen Verdacht nicht völlig beseitigen.
In einem Falle hat übrigens der Verf. selbst das Vor-
kommen eines Parasiten, einer bei Arcella schmarotzenden
noch unbestimmten Flagellate, hervorgehoben. Es waren
monadenartige Wesen, ähnlich der Pseudopora parasita
Cienk., die nach ihrer Aaswanderung sich einkapselten
und durch Theilung zu Amoeben wurden. Später nahmen
dieselben eine runde Form an und füllten sich mit beweg-
lichen Körnern, welche schliesslich ausschwärmten und
neue, freilich nur sehr winzige Amoeben lieferten. Die
Fortpflanzung der Arcella geschieht nach den Beobach-
tungen unseres Verf.'s in verschiedener Weise. Einmal
durch amoebenartige Sprösslinge, welche in verschiedener
Zahl durch Theilung des gesammten Protoplasma im
Innern der Schale entstehen, dieselbe aber später ver-
lassen und durch Umbildung einer ursprünglich sehr
weichen und einfachen Schale direkt wieder zu Arcellen
werden, und sodann durch eine Art Dauersporen, die durch
Theilung bald der gesammten Körpermasse, bald auch
bloss des in doppelter Anzahl vorhandenen zellenartigen
Kernes ihren Ursprung nehmen. Das neue Gen. Phon er-
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 769
(jates besitzt eine biegsame Schale von häutiger Beschaffen-
heit und kugliger Form. Die Pseudopodien sind faden-
förmig und ohne Anastomosirung, bei den nackten Jugend-
formen von einem oder zweien Stielen ausstrahlend oder
auch actinophrysartig ausgebreitet. Im Keifezustande
fehlen die Pseudopodien. Solche Formen aber findet man
nur im Innern von andern Organismen, besonders Pflanzen,
in denen auch die Fortpflanzung geschieht, indem das
Protoplasma in zahlreiche rundliche Sporen zerfällt, die
sich nur wenig bewegen, später aber zu förmlichen Amoe-
ben oder actinophrysartigen Wesen werden und dann mit
einer Schale sich umgeben. So lange sie noch nackt sind,
verschmelzen dieselben nach Art der Monas amyli oft zu
einem Plasmodium. Die Sporen gelangen nun aber oft-
mals auch in andere lebende Organismen, in denen sie
eine längere oder kürzere Zeit verweilen und im erstem
Falle zur Ruhe und Sporenbildung gelangen. Neben der
Sporenbildung kamen übrigens auch bei jungen so gut, wie
bei alten Thieren Theilungen, meist aber ausserhalb der
Schale, zur Beobachtung.
Nach Cattaneo („intorno all' ontogenesi dell' Arcella
vulgaris" Atti Soc. Ital. Vol. XXI, 15 Seiten) soll die Fort-
pflanzung der Arcellen an homoge kleine Körperchen an-
knüpfen, die durch Segmentirung aus dem mütterlichen Pro-
toplasma hervorgehen und Anfangs gewöhnlich zu zwei
oder drei mit einander verbunden sind. Noch im Innern des
mütterlichen Körpers nehmen dieselben nach einiger Zeit
bei gleichzeitigem Auftreten eines Nucleolus eine amoeboide
Bewegung an. Nachdem dieselben hervorgetreten sind,
beginnen sie Nahrung aufzunehmen und zu wachsen. Da-
bei entsteht im Umkreis des Nucleolus der eigentliche Kern,
mit dessen Bildung das Protoplasma zugleich in ein Exo-
plasma und Endoplasma sich diiferenzirt. Erst später,
wenn das Thier noch weiter gewachsen, lässt sich ein
Mesoplasma mit der contractilen Vacuole unterscheiden.
Das Exoplasma, das schon frühe eine radiäre Streifung
gezeigt hat, nimmt eine gelbliche Farbe an und scheidet
schliesslich die Schale aus.
Leidy betrachtet die schon vielfach beobachtete Ver-
770 Leuckart: Bericht üb. d. v/issenschaftlichen Leistungen
einigung zweier schalentragender Rhizopoden als das Pro-
dukt einer Theilnng und stützt sich dabei auf Beobach-
tungen, die er an zahlreichen Formen, namentlich Euglypha,
angestellt hat. Die Weichtheile der betreffenden Indivi-
duen bilden eine Zeitlang eine zusammenhängende Masse,
so dass durch sie hindurch eine continuirliche Körnchen-
strömung stattfindet. Contractile Blase und Kern treten
erst kurz vor der Trennung auf. In dieser Auffassung
sah sich Verfasser noch bestärkt, als er bei Nebela flabellu-
lum gelegentlich einen Theil des Protoplasma in Ballenform
nach Aussen hervortreten sah, ohne dass es jedoch zur
Bildung einer Schale kam — vielleicht, wie vermuthet
wird, desshalb, weil die Abtrennung vorzeitig geschah.
The birth of a Rhizopodon, Proceed. Philad. Acad. 1877,
p. 261—215.
Die in der Erde lebenden meist beschälten Rhizopoden
besitzen nach A. Schneider (Cpt. rend. T. 86 p. 1557 u.
1558), welcher deren etwa ein Dutzend beobachtete, die
Fähigkeit, beim Austrocknen sich in ihrer Schale einzu-
kapseln, nachdem sie die Oeffnung vorher durch die bis
dahin im Innern eingeschlossenen Nahrungsballen ver-
stopft haben. Wird die Erde nach einiger Zeit wieder be-
feuchtet, dann durchbrechen die Thiere ihre Cyste und
beginnen ihre Pseudopodien auszustrecken. Eine Conju-
gation wurde bei vier Arten beobachtet. Derselben folgt
gleichfalls eine Einkapselung, aber in den Kapseln bilden
sich darauf sporenartige Ballen, deren fernere Schicksale
einstweilen nicht weiter verfolgt werden konnten.
In der schon oben (S. 711) von uns angezogenen,
von dem Pester Nationalmuseum in ungarischer Sprache
herausgegebenen naturhistorischen Zeitschrift (Th. I, 1877,
p. 154 ff. Tab. IX, X) liefert Geza Entz einen „Beitrag
zur Kenntniss der Rhizopoden", in dem neben andern be-
kannten Formen als neu beschrieben wurden : Fleurophrys
(Pamphagus) helix, Fledophrys prolifera, Euglypha pusilla^
Micro cometes tristrypetus und Orhulinella smaragdea.
Tätern veröffentlicht (monthly microsc. Journ. Vol.
XVII p. 311) „note on Stein's genus Hyalophenia."
Eine mit Quadrula symmetrica verwandte neue Form
in d. Naturgescli. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 771
möchte Archer (Journ. microsc. scienc. Vol. XXIV p. 339)
als Q. irregularis bezeichnen. Weiter beschreibt Archer
(Journ. microsc. sc. Vol. XXV p. 196) Euglypha saccifor-
mis n. sp. und (ibid. Vol. XXVI p. 202) Difflugia vinosa n. sp.
Ebenso beobachtet derselbe eine mit Amphitrema
Wrig'htianum und Diplophrys Archeri verwandte neue
Rhizopodenform mit dünner, fremder Einlagerungen ent-
behrender Schale (1. c. Vol. XXIV p. 341).
Unter der Bezeichnung „Ärcellina marina n. gen. et
sp." beschreibt du Plessis (Sitzungsber. der physik.-med.
Soc. zu Erlangen 1876 Febr. 8 Seiten) eine neue Rhizo-
podenform aus der Familie der Arcelliden, die sich durch
den Besitz einer kugligen durchlöcherten Schale sofort von
den vervrandten Gattungen unterscheidet. Das Thier lebt
an der französischen und italienischen Küste überall auf
Algen und im Detritus, und besitzt fingerförmige Pseudo-
podien von hyaliner Beschaffenheit, die sich gelegent-
lich bis zu drei Körperdurchmessern verlängern, nicht sel-
ten aber auch kürzere und zottenförmige Fortsätze zwischen
sich nehmen. Die Grösse der erwachsenen Exemplare ist
die eines Stecknadelknopfes. Das Protoplasma enthält
ausser den Nahrungsresten noch Molecularkörnchen, Glanz-
körper, Kerne in maulbeerartiger Gruppirung und in
geringer Anzahl noch grosse Keimkugeln, die Verf. den
Kernen der Amoeben und Arcellen zur Seite stellt und
mitunter schon von Chitinkapseln umhüllt sah. Daneben
beobachtete Verf. nicht selten auch eine Theilung, eine
künstliche sowohl, bei der die einzelnen Theilstücke
sich je mit einer Schale umhüllten, wie eine natürliche,
in deren Folge sich an der Schalenöffnung eine kleinere
Tochterkugel bildete. Zum Schlüsse giebt Verf. seiner
Art folgende Diagnose:
Are ein na marina. Die kiiglige Chitinschale ist geschichtet
und gestreift und trägt zahlreiche durchbohrte Wärzchen. Das
Protoplasma umschliesst feine Körnchen, Kerne und Keimkugeln.
Die Pseudopodien sind fingerförmig, hyalin, träge, ohne Körnchen,
aber hier und da mit Vacuolen.
Polythalamia. F. E. Schu Iz e gewinnt (Rhizopodien-
studien, Arch.f. micr. Anat. Bd. XIII, S. 9—21) durch Unter-
772 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
suchuDg des Weichkörpers bei den vielkammerigen Poly-
stomellen und Rotalien die Ueberzeugung, dass die Poly-
thalamien keineswegs, wie es früher den Anschein hatte,
den kernlosen Rhizopoden zugehören. Während Verfasser
somit zu demselben Resultate gekommen ist, wie Hert-
wig, dessen Angaben wir bereits in unserm letzten Be-
richte anzuziehen in der Lage waren, differirt er von
diesem doch darin, dass er bei seinen Formen gewöhnlich
nur einen einzigen Kern, nicht deren mehrere, auffand.
In grossen Exemplaren lag derselbe in der Mitte einer der
mittlem Kammern, bei kleinern, mit nur wenigen Kammern,
weiter zurück, so dass man mit Sicherheit auf eine all-
mählige Wanderung desselben schliessen darf.
Die Beobachtungeu, welche R. Hertwig in seinen
Studien über Rhizopoden (a. a. 0. S. 341—347) in Bezug
auf den Bau der Thalamophoren mittheilt, liefern den
Nachweis, dass die Kerne dieser Organismen nicht in allen
Fällen gleichmässig sich verhalten. Bald vermehren sich
dieselben schon frühzeitig, so dass sie bei den ausgebildeten
Thieren stets in beträchtlicher Anzahl, aber nur gering an
Grösse, gefunden werden (Miliola, Rotalia), bald bleiben
sie (Polystomella, Globigerina) eine lange Zeit hindurch
einfach. Doch ist es kaum zweifelhaft, dass der einkernige
Zustand auch bei den Thieren der letztern Gruppe zur
Zeit der Fortpflanzung einem mehrkernigen Platz macht.
Die Beobachtungen bei Globigerina sind an einer Art
angestellt, die nach der altern Terminologie zu Gl. bulloi-
des zu ziehen sein würde, von unserm Verf. aber als iden-
tisch mit der von W. Thomson jüngst als Hastigerina
Murrayi beschriebenen Form erkannt wurde.
Ant. Schneider veröffentlicht in den schon oben an-
gezogenen „Beiträgen" u. s. w. (Ztschrft. für wissensch. Zool.
Bd. XXXI Suppl.) Beobachtungen über die Fortpflanzung
von Miliola, die er in Föhr und auf Helgoland in zwei
äusserlich nicht unterscheidbaren Species zu untersuchen
Gelegenheit hatte. Er hat dabei die Ueberzeugung ge-
wonnen, dass die im Innern der Schale sich entwickeln-
den Jungen das Produkt einer geschlechtlichen Zeugung
sind. Das Parenchym derselben löst sich — bei beiden
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 773
Arten allerdings unter abweichenden Verhältnissen — durch
fortgesetzte Theilung in zweierlei einzellige Körperchen
auf, die Verf. als Samenelemente und Eier deutet und
zum Zwecke der Fortpflanzung zusammenwirken lässt.
Die Jungen entwickeln sich einzeln im Innern der Eier
und bestehen Anfangs nur aus einer einzigen Kammer.
Das neue Genus Trichophaerium, welches im Seewasser
aus Ostende zur Beobachtung kam, glaubt Verf. am besten
bei den Foraminiferen unterbringen zu können. Es soll
einen Uebergang von Lieberkühnia zu den echten kalk-
schaligen Formen bilden. Das Geschöpf (0,3 mm) hat für
gewöhnlich eine Eiform, die nur geringem Wechsel unter-
liegt, und wird von einer festen Haut umgeben, von der
zahlreiche stachelartige Fortsätze abgehen, welche sich in
Säuren ohne Aufbrausen lösen und von frei nach Aussen
hervortretenden hyalinen Fäden durchsetzt werden.
Unter dem Titel ;^discovery of nuclei in Forami-
nifera" (Journ. microscop. scienc. Vol. XXV p. 93—100)
macht Archer seine Landsleute mit den schon im letzten
J.-B. von uns berücksichtigten Entdeckungen von Fr. E.
Schulze und Hertwig bekannt.
Carter giebt in den später noch weiter anzuziehen-
den „Notes on Foraminifera'^' (Ann. nat. bist. Vol. III, p.
407 — 414) eine Reihe von Bemerkungen über den Bau und
die Entwicklung der Polythalamien.
Norman handelt mit besonderer Berücksichtigung
der Sandforaminiferen über die Materialien, deren sich
dieselben beim Aufbau ihrer Gehäuse bedienen, und über
deren Verwendung. Ann. and Mag. nat. history Vol. I, p.
284—286.
Der Umstand, dass Bessels, wie schon im letzten
J.-B. hervorgehoben wurde, die von Sandahl im Jahre
1847 als Astrorhiza charackterisirte Sandforaminifere unter
dem Namen Haeckelina als eine neue Form nochmals be-
schrieben hat, veranlasst Gar p enter, seine frühern Mit-
theilungen über diese interessante Form (Proceed. roy.
Soc. 1869) von Neuem zum Abdrucke zu bringen. (Journ.
microscop. scienc. Vol. XXIV, p. 221-224.)
Brady veröffentlicht in dem 27. Bande des Journal
774 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
microscop. scienc. „Notes on some of tlie reticularian
Rhizopods of the Challenger-expedition"- Er handelt
darin zunächst (1. c. p. 20 — 63, PL III — V) „on new or
little known araneous types" und giebt später (ibid. p.
261—299, PI. VIII) ,,additions to the knowledge of por-
cellanous and hyaline types ^^ Das Material, welches dem-
selben zu Gebote stand, stammt von nicht weniger als
354 Localitäten und ist so reichhaltig, dass sich Verf.
einstweilen darauf beschränkt, bloss die grossen und inter-
essantem Arten in Betracht zu ziehen. Von den Sandfora-
miniferen behandelt er fast nur Tiefseearten mit compli-
cirtem Schalenbau, bei denen die Sand- oder sonstigen
Fremdkörper durch ein kalkiges Cement verkittet sind
oder einer ChitinhUlle aufliegen. Die meisten sind neu,
und manche derselben von auffallender Bildung. Unsere
bisher nur spärlichen Kenntnisse über diese eigenthüm-
lichen Wesen werden dadurch in unerwartetem Maasse
bereichert. Verfasser beschreibt seine Arten unter folgen-
den Namen: Psammophaera fusca Schulze aus dem Atlant.
Ocean und dem nördlichen stillen Meere (250—2740 Faden),
Sorosphaera (n. gen.) confusa n. ebendaher, wenn auch
mehr localisirt (900— 2900 Faden), Pelosina (n.gen.) variabi-
lisn. Ostseite von Neu-Seeland (1100 Faden), P. rotundata n.
Azoren (1675 Faden), Hyperammia elongata Br. in einer
Tiefe von 300—2600 Faden weit verbreitet, H. ramosa n.
ebenso, H. vagans n. mit langgestrecktem Rohre auf Schalen
aufsitzend, in der Tiefe des nördl. stillen Oceans (2000
Faden) und im südatlantischen Meere, Jaculella (n.gen.)
acuta n. Brasilische Küste (350 Faden), Marsipella granu-
losa n. Azoren (100 Faden), Rhahdammina linearis n. Westin-
dien (390 — 1900 Faden), Bhizammina (n. gen.) algaeformis
Juan Fernandez (2160 Faden), Sagenella (n. gen.) frondes-
cens n. Admiralitäts-Ins. (16—35) Faden), Astrorhiza cate-
nata Norm., weit verbreitet in verschiedener Tiefe (290—
2760 Faden), Ä. cornuta n. Neu-Seeland (1100 Faden),
Äschemonella (n. gen.) scabra n. Atlant. Ocean (100—2000
Faden), Thurammina (n.gen.) papillata n. sp., fast über-
all unter 1000 Faden, Th. albicans n. Süd-Amer. (1900
Faden), Th. compressa n. Nord-Atlant. Ocean (109 Faden),
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 775
Placopsüina vesicularis n. Nord- Atlant. Ocean (1250 Faden),
Beoplax difflugiformis n. Atl. Ocean (2200 — 2740 Faden),
Rh. nodulosa n. Still. Ocean (1400—2000 Faden), Rh. mem-
hranacea n. Süd-Amer. (1900 Faden), Rh. spiculifera n.
Südsee (250—2300 Faden), Trochammina trullissata n. Atl.
Ocean (390—2200 Faden), Tr. ringens n. Atlant. Ocean
(1750—1900 Faden), Tr. paucilocidata n., Tr. coronata n. Atl.
Ocean (390—1900 Faden), Tr. lifuiformis n. Atl. Ocean
(350—900 Faden), Hormosina glohulifera n. Atlant. Ocean
(1000—2000 Faden), H. ovicida n. Südsee (1900—2600,
Faden), Cyclammina cancellata Norm. (= Lituola canarien-
sis Gart.), weit verbreitet (in Tiefen von 350 — 1900 Faden).
Zur nähern Charakteristik der von iinserm Verf.
neu aufgestellten oder emendirten Genera fügen wir die
nachfolgenden Diagnosen hinzu.
Sorospliaera n. gen. Test free, irregulär; consisting of a
number of convex or sphaeroidal Chambers, either discrete or more
or less embracing, irregularly crowded together. Walls thinu, loo-
sely araneous in texture. General aperture none.
Pelosina n. gen. Test free, one- or many-chambered, widh
walls composed of a thick layer of mud, terminating in an elongated
chitonous neck.
Hyperammina Brady. Test free or adherent, elongate,
tubulär; primordial end closed and rounded; opposite extremity
open and unconstricted, formiug the general aperture. Texture
aranaceous, interior smooth.
Jaculella n. gen. Test elongate, straight or nearly so, clo-
sed and pointed at one extremity, gradually increasing in width
towards the other, which, slightly constricted and rounded, but
otherwise open, forms the general aperture. Texture aranaceous,
very compact and hard ; exterior surface rough, interior also rough,
but in a less degree. Colour rieh brown in the earlier portion of
the test, becoming gradually lighter towards the wide end.
Marsipella Norm. Test free, fusiform, tapering nearly
equally towards both ends; composed of fine sand, with very little
calcareous cement. Cavity nearly uniform in diameter; walls thicked
in the middle of the test. Exterior granulär, interior nearly smooth.
Aperture simple, one at each end of the test, often tinged brown.
Bliisammina n. gen. Test free, tubulär, branching, flexible;
forming tangied weed-like tufts of indefinite size. Texture chitono-
araneous, slightly rough externally ; colour brown.
Sagenella n. gen. Test adherent; consisting of long, finely
776 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
aranaceous covered passages, ramifying or forming a network over
the surface of shells and other bodies. Branches bifurcating, each
line ending in a neatly rounded aperture. Length indefinite.
Äschemonella n. gen. Test free, consisting of one or more
chambres of irregulär size and shape. Chambers inflated, often with
more than two tubulated apertures, any of which may produce a
fresh segment. Walls thin, compactly built; exterior slightly rough,
sometimes acerose with partially imbedded sponge-spicules. Segments
variable in size.
Thurammina n. gen. Test free or adherent; either consi-
sting of a Single rounded Chamber, sometimes enveloping a similar
one of smaller size, or of two or more (apparently) independent
Chambers adhering to each other. Texture thin; arenaceous or
chitino-aranaceous. Surface beset with numerous perforate ripple-
shaped protuberances.
Placopsilina d'Orbigny. Test adherent; composed of a
Single convex, tent-like Chamber, or of many such segments variously
corabined. Polythalamous forms spiral, crozier-shaped, acervuline
or linear in contour. Texture more or less roughly aranaceous.
Reophax de Montf. Test free, uniserial; consisting of a
Single flask-like Chamber, or of a number of segments joined end
to end in a straight curved or irregulär line. Texture aranaceous,
more or lesa rough externally; chamber-cavities simple, not labyrin-
thic, Aperture terminal, simple.
Die zwei letztgenannten Genera gehören zu der Familie der
Lituolideen (exterior more or less roughly aranaceous; septation
of the polythalamous forms rudimentary or imperfect), deren Formen
Verf. in folgender Uebersicht zusammenstellt.
A. Not labyrinthic.
a. Adherent by its flat surface . Placopsilina d'Orb.
b. Adherent columnar, attached at
one end Haliphysema Bow. (?)
c. Free, uniserial, moniliform, never
Spiral Reoplax Montf.
d. Free, partially or entirely spiral,
nautiloid or crozier-shaped . . Haplophragmium Reuss.
B. Chamber-cavities subdivided or labyrinthic.
a. Adherent by its flat surface . Bdelloidina Carter.
b. Adherent subcylindrical, colum-
nar, attached at one end . . Polyphragma Reuss (?).
c. Free, uniserial, straight or arcuate,
never spiral Haplosticha Reuss.
d. Free, partially or entirely spiral,
nautiloid or crozier-shaped . . Lituola Lam.
in d. Naturgescb. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876 — 1879. 777
In ähnlicher Weise versucht Verf. auch eine Auflösung des
Genus Trochammina Parker und Jon., dessen Arten er foigender-
maassen gruppiren möchte.
Trochammina Auct. Test thin; composed of minute sand-
grains incorporated by calcareous or other inorgauic cement of fine
texture or imbedded in a chitinous raembrane; exterior smooth,
often polished; interior smooth, rarely reticulated, never labyrinthic.
a. Test free, formed of a tube of nearly even diameter, coiled
up itself in various ways; sometimes slightly constricted
at intervals, never really septate . Ammodiscus Reuss.
b. Test rotaliform, nauliloid or trochoid, free or rarely ad-
herent, more or less distinctly septated. Trochammina s. st.
c. Test consisting typically of several segments in a single
straight or arcuate series. When the primordial segment
is large, growth is arrested and a lageniform test is the
result Hormosia n. gen.
d. Test partially or entirely adherent; consisting of a single
hemispherical, oval or subspherical Chamber, with or without
an adherent seraicylindrical neck; or of a series of test-
like Chambers united by adherent stoloniferous tubes . .
Webbina d'Orbigny.
Nor mann macht über die von dem Valorous in der
Davis-Strasse zahlreich aufgefundenen Sandforaminiferen
gleichfalls (Proceed. roy. Soc. Vol. XXV, p. 212) eine
Reihe von Bemerkungen und beschreibt als neu dabei
AstrorMza catenata.
Noch eingehender sind die Mittheilungen, welche
Carp enter (ibid. p. 223—226) über diese Funde macht.
Dieselben betreffen eine Anzahl von Formen, welche Verf.
dem Gen. Lituola zurechnet, obwohl sie ihrer Bildung nach
vielfach von einander abweichen und zum Theil sogar zu
dem Sars'schen Gen. Rhabdammina den Uebergang bilden.
Die einen derselben repräsentiren nach unserm Verf. einen
^nodosarinen'S die andern einen „orthocerinen" Typus. Zu
letzteren gehören einzelne Formen, bei denen die Gliede-
rung so stark ist, dass sie fast mit gleichem Rechte den
monothalamen, wie den polythalamen Lituolen zugerechnet
werden könnten.
Die Beobachtungen welche Ray-Lankaster in
seiner Abhandlung „on the structure of Haliphysema
Tumanowiczii*' (Journ. microscop. scienc. Vol. XXVII,
778 Leuckart: Bericht ül). d. wissenschaftlichen Leistungen
p. 476—483, PI. XXII) veröffentlicht, müssen die letz-
ten Zweifel an der Rhizopodennatur der betreffenden
Organismen verscheuchen. Die Darstellung von Häckel
(S. 689) ergiebt sich unter solchen Umständen als gänz-
lich verfehlt und illusorisch — wenn man nicht der
ausdrücklich hervorgehobenen Identität der betreffenden
Organismen zuwider annehmen will, dass die Objecte
Häckel's trotz ihrer frappanten Aehnlichkeit mit dem
echten Haliphysema in Wirklichkeit davon verschieden
gewesen seien. Obwohl es Ray-Lankaster nicht gelin-
gen wollte, an den von Kent ihm lebend übersendeten
Thieren diC' reiche Pseudopodienbilduug zu beobachten
(ein Umstand, der wohl mit Recht auf Störungen zurück-
geführt wird, die durch die Verpackung und Sendung der
Objecte bedingt wurden), konnte sich derselbe doch mit
aller Bestimmtheit davon überzeugen, dass die betreffen-
den Organismen, von dem Skelete abgesehen, aus einer
zusammenhängenden Sarkodemasse ohne Innenraum und
Zellenstructur bestanden. Im Innern derselben finden sich
zahlreiche bläschenförmige Kerne, wie solche wahrschein-
lich allen Sandforaminiferen zukommen. Es gilt das be-
sonders für die basale Hälfte, während das Protoplasma
des vordem Körpers bei einigen Exemplaren in grössere
Körperchen zerfallen war, die Verf. geneigt ist, für ei-
artige Gebilde zu halten. Die granulirte Grundsubstanz
hatte gelegentlich das Aussehen eines feinen Fibrillen-
netzes.
Während die Sandforaminiferen des Challenger eine
so reiche Ausbeute neuer Formen gaben, lässt sich das
von den Gruppen mit Porcellanschalen und Hyalinschalen
nicht in gleichem Maasse behaupten. Zum Theil liegt
das wohl daran, dass diese Thiere in viel geringerer Aus-
dehnung die Tiefe des Meeres bewohnen, die gesammelten
Grundproben aber fast durchweg nur der letztern ent-
nommen wurden. So namentlich die Milioliden, die eine
förmlich littorale Gruppe darstellen und nur in wenigen
Formen mehr die Tiefe aufsuchen. Auffallend für unsere
Thiere ist übrigens der Umstand, dass die porcellanartige
Beschaffenheit der Schale gelegentlich auch einer andern
in d. Naturgescb. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 779
Beschaffenheit Platz macht, indem dieselbe bisweilen mit
Sandkörnern sich imprägnirt und selbst chitinös wird.
Durch Haueria exigua n. geht das Genus Haueria ganz
allmählig in die ungekammerte Cornuspira über. Die Un-
terscheidung von Triloculina und Quinqueloculina wird vom
Verf. verworfen, da es auch Arten mit 7 und 8 Kammern
gebe (Miliolina alveoliniformis n.). Allen diesen Formen
ui^ den Verwandten glaubt Verf. am besten den Namen
Miliolina belassen zu sollen. Von neuen Arten beschreibt
Verf. ausser den zwei genannten noch Haueria inconstans
(in Tiefen bis zu 2300 F. weit verbreitet) und Miliolina
triquetra Austral. Ausserdem noch Daetylopora eruca P.
et J., die Verfasser trotz der neuerdings darüber ausge-
sprochenen Zweifel für eine Foraminifere hält, und Nube-
cularia tibia P. et J., die bisher nur als fossil bekannt
war, in der Südsee aber mehrfach, in nur unbedeutender
Tiefe (37 F.), lebend aufgefunden wurde. Unter den hya-
linschaligen Foraminiferen hat besonders die Familie der
Lageniden, von denen manche schöne Formen noch in
einer Tiefe von 2 — 3000 Faden leben, einen Zuwachs an
neuen x\rten erhalten. So das Gen. Frondicularia d'Orb.
durch Fr. spatulata (Kiu Isl. 129 F.) und Fr. compta
(Bass-Str. 162 F.) und das bisher nur im fossilen Zustande
bekannte Gen. Flabellina d'Orb. durch zwei Formen (Fr.
cuneata und Fr. foliaeca), die mit den gleichnamigen Fos-
silien (von Münster und Schwager) identificirt werden.
Auch das sonderbar verästelte und mit knotenartigen Kam-
mern versehene Gen. Ramulina Rup. Jon. wird (mit R. glohii-
lifera n. Südsee, 150 —600 F.) für die recente Fauna in An-
spruch genommen, üvigerina porrecta n. (Bermudas 435 F.)
und ü. interrupta n. (Humbolds-Bay 37F.) machen durch Ver-
einfachung des Wachsthums der Jüngern Kammern den
Uebergang zu Sagrina d'Orb., einem Genus, das gleich-
falls mit zwei neuen Arten {S. virgula von der Süd-Amer.
Küste und S. divaricata aus der Humbold -Bay) bereichert
wird. Aus der Gruppe der Globigeriniden beschreibt Verf.
zunächst Spirillina inaequalis n. (Südsee), Sp. limhata n.
(Bass-Str.) und Sp. ohconica n. (Kerguelen), sowie zwei
bisher nur petrificirt gekannte Arten : Chilostomella ovoidea
a.rchiv f. Natxirg. XXXXVI. Jahrg. 2. Bd. ZZ
780 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
Reuss (aus der Südsee in grösserer und geringerer Tiefe)
und Allomorphina trigona Reuss (Japan 350 F.). Die
seltene Pavonina flabelliformis d'Orb. wurde an mehrern
Localitäten (Westindien, Südsee) wiedergefunden. Ihr
Wachsthum beginnt wie bei Textularia, führt später aber
zur Bildung einer einzigen Reihe breiter Kammern. Die
Rotalinen sind nur durch Planorhulina echinata n. sp.
(Südsee) vertreten. Weit reicher wieder sind die Mitthei-
lungen über das Gen. Globigerina d'Orb., aus welchem
Verf. neben zahlreichen bekannten Formen als neu Gl.
aequilateralis y Gl. digitata und Gl. conglobata aufführt.
Einer Vergleichuug aller dieser Arten entnimmt derselbe
sodann das Resultat, dass die spiraligen Globigerinen in
drei Gruppen zu ordnen seien, von der die erste (Typ.
Gl. buUoides) an der Unterfläche mit einem Nabel versehen
ist, in der sich sämmtliche Kammern öffnen, während die
zweite (Typ. Gl. inflata) nur am Ende der letzten Kammer
eine Oeffnung besitzt, die dritte aber (Typ. Gl. rubra) da-
durch sich auszeichnet, dass ausser der kleinen Endöff-
nung noch auf der spiraligen Oberfläche supplementäre
Oeffnungen vorhanden sind. Orbulina erklärt Verf für
eine dünnhäutige kleine Globigerine, die von einer kugligen
grössern Endkammer umhüllt sei und somit nur als Typus
eines Untergeschlechtes betrachtet werden könne. In Hasti-
gerina pelagica Wyv. Th. (s. unten) erkennt Verf. nicht bloss
einen nahen Verwandten von Globigerina, sondern auch
die d'Orbigny'sche Nonionina pelagica. Ebenso gehört
auch die vom Challenger im Stillen und Atlantischen
Ocean lebend aufgefundene Candeina nitida d'Orb. in die
Nähe des Gen. Globigerina.
Zum Schlüsse fügt Brady noch „Notes on pelagic
Foraminifera" hinzu, in denen er nach einer kurzen Ueber-
sicht über die historische Entwicklung der darauf bezüg-
lichen Erfahrungen die bis jetzt bekannten 17 oder 18
pelagischen Formen (zur grössern Hälfte den Gen. Globi-
gerina und Pulvinulina an gehörig) zusammenstellt und dann
die Frage erörtert, ob die betreffenden Formen eine aus-
schliesslich pelagische Existenz führen oder auch zugleich
in der Tiefe leben. Für einzelne Arten, wie namentlich
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 781
Hastigerina trägt Verl. kein Bedenken das Erstere anzu-
nehmen, im Grossen und Ganzen aber neigt er sich der
entgegengesetzten Ansicht zu. Dabei giebt er übrigens zu,
dass die pelagisch gefischten Formen durchweg kleiner
und dünnschaliger seien, als die aus der Tiefe hervorge-
zogeneu, wie er denn überhaupt die Gründe pro et contra
in unparteiischer Weise neben einander stellt und ihrer
Bedeutung nach abw^ägt, ohne dabei jedoch, wie erwähnt,
zu einer bestimmten Entscheidung zu kommen.
Anders Wyv. Thomson, der sich entschieden dahin
ausspricht, dass die Globigerinen und Orbulinen in der
That pelagische Formen sind und keineswegs, wie er
früher annahm, dem Seeboden angehören. Man trifft die-
selben überall im Oceane, vom Aequator bis zu den Eis-
meeren, und gewinnt durch nähere Untersuchung der an
der Meeresoberfläche aufgefischten Formen die Ueberzeu-
gung, dass sie nur hier im unverletzten Zustande vorliegen.
Die Schale dieser Oberfiächenexemplare ist mit langen
Kalkstacheln besetzt, zwei bis drei Mal so lang, wie der
Durchmesser der Schale selbst, und auf der Aussenfläche
von einer dicken mit Oeltropfen durchsetzten Sarkode-
schicht bedeckt. Verf. neigt mit Schnitze u. A. der An-
nahme zu, dass die Orbulinen bloss abgetrennte Brut-
kammern der Globigerinen seien, macht aber darauf auf-
merksam, dass beide keineswegs überall in denselben
Zahlenverhältnissen angetroffen wurden. (Voy. of the Chal-
lenger T. I. p. 208—217, mit Abbildungen von Globige-
rina bulloides und Orbulina universa Fig. 46 u. 47. Ebendas.
Fig. 46, Abbildung von Pulvinulina Menardii d'Orb., der
Verf. auch die weit — bis in die kältern Meere hinein —
verbreitete P. Micheliniana d'Orb. als eine kleine Varietät
zurechnet.)
Im Gegensatze zu dieser Meinung glaubt sich Wal-
lich (deep-sea researches on the biology of Globigerina,
London 1876, vergl. Anhals nat. bist. T. XVII p. 245)
nach wie vor zu der Annahme berechtigt, dass der
kreidige Seeboden nicht von den Skeleten der pelagisch
lebenden Globigerinen herrühre, sondern von Formen,
die beständig in der Tiefe lebten und mit der Oberflächen-
782 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
fauna keine Gemeinschaft hätten. Ebenso glaubt derselbe
(ibid. T. XVIII p. 76—84) die Thatsache in Erinnerung
bringen zu müssen, dass zuerst er es gewesen sei, der den
Nachweis der wirklichen Existenz einer Tiefseefauna ge-
liefert und die methodische Erforschung des Meerbodens
in Anregung gebracht habe.
Durch die Bearbeitung der von der engl. Nordpolar-Ex-
pedition 1875/76 herstammenden Foraminiferen (u. Polysti-
stinen) hat ßrady in den Ann. nat.history Vol. Ip. 425 — 440,
PI. XX u. XXI die frühern Untersuchungen von Parker
und Jones (1865), sowie die gleichzeitigen von Norman
in willkommner Weise ergänzt, so dass wir dadurch einen
einigermaassen befriedigenden Einblick in die Verhältnisse
der arctischen Foraminiferenfauna erhalten. Eine Anzahl
von Arten ergeben sich hiernach als charakteristisch für
die boreale Meeresfauna und weit verbreitet, wie Cassidu-
lina laevigata, C. crassa, Truncatulina lobulata, Pulvinu-
lina Karsteni, Polystomella striato punctata und P. arctica,
während andere, wie besonders die Miliolinen, darin gänz-
lich fehlen. Der Verf. berichtet nach seinen Untersuchun-
gen über 18 Arten, unter denen als neu aufgeführt wer-
den: Lituola glomerata, Hyperammia (n. gen.) elongata,
Lagena Feildeniana. Zur nähern Characteristik des neuen
Genus fügen wir die Diagnose bei.
Hyperammia n. sp. Brady. Test arenaceous, in the form of
a straight or nearly straight tapering tube, the v/ide end closed
and rounded, the open narrow end constituting the general aperture.
Exterior sandy and rough, interior smooth. Length about 2,5 mm.
Siddall giebt ein Verzeichniss der im Sande der
Dee-Mündung vorkommenden Foraminiferen und zählt da-
bei nicht weniger als 100 Arten auf, sämmtlich der mari-
nen Fauna angehörig. Lebende Formen dieser Gruppe
wurden nur in der Nähe des Meeres gefunden, während
dünnschalige Formen zahlreich noch in weiterer Entfer-
nung von demselben vorkommen.* Eine Vergleichung mit
den an der Mündung des Clyde aufgefundenen Arten zeigt
im Grossen und Ganzen eine auffallende Aehnlichkeit beider
Faunen, nur enthält der Dee an seiner Mündung eine
grössere Menge von Formen, auch einige, welche für die
in d. Naturgescih. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 783
Englische Fauna neu sind. On the Foraminifera of the river
Dee, Annais and Mag. nat. bist. Vol. XVII, p. 37—47.
Ebenso handeln Rup. Jones und Parker über einige
im Canal gedredgte recente und fossile Foraminiferen.
Unter den von ihnen namhaft gemachten recenten Arten
wird PulvinuUna saccata als neu aufgeführt. Die fossilen
Arten bestehen zum Theil aus Nummulinen, die schon früher
mehrfach aus dem Canale aufgefischt wurden und möglicher
Weise durch den Golf-Strom dorthin gebracht sind. Ibid.
p. 283—287.
Perc. Wright verzeichnet (Ann. nat. bist. Vol. XIX,
p. 40—44) die von ihm auf den Seychellen und in Ca-
gliari gedredgten Foraminiferen. Ueber die an erster Locali-
tät gefundenen 38 Species vergl. auch die Zusammenstel-
lung in Proceed. Irish Acad. T. II, p. 586—588.
Buchelin's liste des Foraminiferes recents de la baie
de Bourgneur (Nantes 1879, 55 Seiten) sind Ref. nicht zu
Gesicht gekommen.
Ebenso wenig Siddall, the Foraminifera ofthe river
Dee (ehester Soc. 1879 N. 2, p. 42) — vermuthlich mit
der oben aus den Ann. nat. bist, erwähnten Abhandlung
identisch — und catalogue of british recent Foraminifera,
for the use of collectors (Chester 1879), sowie
E. V. d. Brueck, etude sur les Foraminiferes de la
Barbade (Ann. Soc. Beige micr. T. II 1876), in der auch
die Classification und Nomenclatur unserer Thiere behan-
delt sein soll.
Die von Leidy in dem Meeressande von New Jersey
aufgefundenen Foraminiferen gehören fast sammtlich zu
Nonionina polypora. Proceed. Acad. Philad. 1878 p. 336.
Im Caspischen Meere findet Grimm (Fauna u. s. w.
T.I,p. 69) ausser Rotalia veneta Seh. noch eine neue Tex-
tilaria (T. caspia).
Brady untersucht und bestimmt die einer Alge von
den Loo-Choo-Inseln aufsitzenden Foraminiferen (Journ.
microscop. sc. Vol. XXIV, p. 404—406) und findet daran
nicht weniger als 16 verschiedene Arten, von denen eine
neu ist (Calcarina hispida)^ eine andere (Quinqueloculina
ornatissima Karr.) bisher nur aus dem Miocen des Banat
784 Leuokart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
bekaont war. Gleichzeitig macht Verf. darauf aufmerk-
sam, dass die Foraminiferen in gewissen Entwicklungszu-
ständen weit häufiger festsitzen, als bisher angenommen
wird.
Wyv. Thomson veröffentlicht in der Atlantic (T. I
p. 211, Fig. 46) einen schönen Holzschnitt von Globigerina
bulloides und zwar nach einem von der Oberfläche aufge-
fischten lebenden Exemplare, das mit den aufsitzenden
langen und dünnen Kalknadeln ein ganz anderes Bild ge-
währt, als die aus der Tiefe hervorgehobenen Schalen.
Uebrt^ens ist Thomson der Meinung, dass die Orbulinen
im lebenden Zustande sämmtlich mit Nadeln besetzt seien.
Ebenso verhält sich auch die von unserm Verf. (1. c. p.
214, Fig. 47) abgebildete Orbulina universa, deren Be-
ziehungen zu Globigerina immer noch dunkel sind. Bei
den Kerguelen, wo Globiger inen in Menge gefischt wurden,
kam niemals eine Orbulina in Sicht. Wie die Globige-
rinen, so haben übrigens auch die Pulvinulinen, wenigstens
P. Menardii (Fig. 48) und P. Micheliniana, besonders die
letztere, eine weite Verbreitung. Zu den sonderbarsten
Oberflächenformen der Foraminiferen gehört übrigens eine
Art, die von Thomson als Hastigerina Murrayi (n.
gen. und n. sp.) beschrieben und (1. c. T. II, p. 294 u. 292)
abgebildet wird. Sie besteht aus einer globigerinenartigen
Schale, die nicht bloss mit äusserst langen Stacheln besetzt
ist, sondern zwischen diesen Stacheln, also in der Peri-
pherie der Schale, auch einen ansehnlichen Sarcodekörper
aufweist. Vermuthlich gehört diese in den wärmern Meeren
weitverbreitete Rhizopodenform in die Nähe der Globige-
rinen. In der Schale unterscheidet man 8—9 spiralig auf-
gerollte Kammern, deren dünne Wand von weiten Poren
durchbrochen ist und deren lange Stacheln schliesslich in
ein grosses Endstück auslaufen. Die in das Innere des Ge-
schöpfes eingeschlossene Sarkodesubstanz ist orangefarben
und mit stark gefärbten Oeltropfen durchsetzt. Bei den an der
Oberfläche gefischten unverletzten Thieren ist die grössen-
theils der Aussenfläche des Gehäuses aufgelagerte Sar-
kode von blasiger Beschaffenheit, wie bei gewissen Radio-
larien. Die Stacheln sind fast fünfzehnmal so lang, wie
in d. Naturgechs. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 785
der Durchmesser des Gehäuses, und von pseudopodien-
artigen Sarkodesträngen tiberzogen, während andere Pseu-
dopodien zwischen denselben sich erheben.
Rotalia spiculoiesta n. sp. auf Stylaster sanguineus
festsitzend, flach, mit einer Schale, die aus lauter unter
sich verkitteten spindelförmigen Kalknadeln zusammenge-
setzt ist. Carter Ann. nat. bist. Vol. XX, p. 470—472,
PI. XVL Bei einer spätem Gelegenheit (ibid. Vol. III,
p. 414) vergleicht Verf. diese Nadeln mit den Schalen-
plättchen von Euglypha (? Ref.).
Unter der Bezeichnung Rupertia stabüis (n. gen. et
n. sp.) beschreibt Wallich eine gestielte Tiefsee-Fora-
minifere aus dem Nordatlantischen Ocean, die den Rota-
linen zugehört und in ihre Gestalt manchen kleinen Ascidien
nicht unähnlich ist. Die Kammern, besonders die altern,
sind mit einem dicken glasartigen Ueberzuge versehen
und besitzen je eine halbmondförmige weite Querspalte
(Ann. nat. bist. Vol. XIX, p. 501 ff. mit Abbild.).
Ovulites margaritula gehört nach den neuern Unter-
suchungen von Parker und Jones zu den Foraminiferen
mit Porzellanschale, und zwar der Familie der Dactylopo-
riden (ibid. Vol. XX, p. 77-79).
Blake schreibt (monthly microscop. Journ. T. XV,
p. 262—264) „on Renulina Sorbyana".
Unter dem '^s.menJBdelloidina aggregata (n. gen. et
n. sp.) beschreibt Carter (Ann. nat. bist. T. XIX p. 201—209,
PI. XIII, Fig. 1 — 8) eine auf Siderastraea angeheftete, wurm-
förmig gestreckte Sandforaminifere mit Kammern, die der
Länge nach aneinander gereiht sind und in ihrem Innern
oftmals Spongiennadeln enthalten. Später wird auch (1. c.
Vol. III, p. 413) die Anwesenheit von Poren hervorge-
hoben, von Gebilden, die nach der Ansicht des Verf.'s
überhaupt bei allen Sandforaminiferen und selbst denen
mit Porzellanschale vorkommen.
Derselbe handelt in den Annais and Mag. natural
history (Vol. XVII, p. 185—214, Tab. XIII) über das
Genus Polytrema und spricht sich darin sehr entschieden
gegen die Ansicht aus, dass die von Gray als Carpenteria
beschriebene Art (Polytr. balaniforme Cart.) eine Zwischen-
786 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
form zwischen den Rhizopoden und Poriferen darstelle.
Das Vorkommen von Kieselnadeln in den Innenräumen,
das zu dieser Annahme veranlasst hat, aber keineswegs
bloss bei der genannten Art zu beobachten ist, sondern
gelegentlich auch bei dem gewöhnlichen P. miniaceum,
ist ein nur zufälliges und dadurch zu erklären, dass die
Pseudopodien fremde Gegenstände der manchfachsten Art
— und auch die Kieselnadeln gehören zu sehr verschie-
denen Schwämmen — in das Innere der Schale einziehen.
Die Genusdiagnose wird folgendermaassen festgestellt:
Polytrema Risso. Test fixed, solitary or grouped. Composition
calcareous. Structure cancellous, presenting a polygonally divided
surface with forarainated interstices, and internally cavities which
communicate with the exterior by oneor more apertures. Cavities soften
containing few or many siliceous spicules entire and fragmentary
derived from different kinds of sponges.
Als Arten werden ausser den bereits genannten noch
aufgeführt: Polytrema utriculare n. sp. auf Pachastrella
parasitica Cuba und P. planum n. aus Australien. (On
the Polytremata, especially with reference to their mythical
hybrid nature.)
Durch Carte r's Darstellung zu einer erneuten Unter-
suchung veranlasst, überzeugt sich Carpenter sowohl
von der wechselnden Gestaltung der Polytremen, wie
davon, dass die Kieselnadeln derselben fremde Ein-
schlüsse darstellen, aber er glaubt doch, bei aller Anerken-
nung der Beziehungen zwischen Carpenteria und Polytrema,
das erstere Genus beibehalten zu sollen, da es nach der
Bildung seiner ältesten Kammern an die Globigerinen sich
anschliesse, während Polytrema darin mehr den Orbicu-
linentypus repräsentire. Auch sonst finden sich in dem
Bau der Schale zwischen beiden manche Unterschiede.
Die von Carter gelegentlich ausgesprochene Vermuthung,
dass Parkeria nicht eigentlich eine Sandforaminifere sei,
sondern eine Kalkforaminifere, wird auf das Entschiedenste
zurückgewiesen. (Remarks on Mr. Carters paper on the
Polytremata, ibid. p. 380—387.)
Einer spätem Mittheilung zufolge (ibid. T. XVIII p.
187 u. XIX p. 44) hat Carter übrigens die Ueberzeugung
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 787
gewonnen, dass Parkeria überhaupt keine Foraminifere,
sondern eine Hydractinie sei (s. oben S. 718).
Für Polytrema balaniforme nimmt derselbe übrigens
hinterher selbst wieder den Genusnaraen Carpenteria an.
Er liefert zugleich den Nachweis, dass die betr. Form in den
indischen Meeren weit verbreitet sei, und beschreibt eine
neue Art aus Australien, die auf Siderastraea und Tubi-
pora angesiedelt ist, als Garp. monticularis. Dasselbe
Exemplar von Tubipora trug auch eine weisse Varietät
von Polytrema miniaceum und eine Anzahl anderer Fora-
miniferen (Planorbulina larvata, Tinoporus baculatus und
T. vesicularis u. a.), über welche Verf. gleichfalls eine
Reihe von Bemerkungen hinzufügt. (On the locality of
Carpentaria balaniformis, with description of a new species
and other Foraminifera, ibid. Vol. XIX p. 209r-219, PL
XII, Fig. 9-29.)
Später macht Carter darauf aufmerksam (ibid. Vol.
XX p. 68— 70), dass Carpenteria monticularis im ausgebildeten
Zustande bisweilen einen mehrfach gespaltenen röhrigen
Aufsatz trage, wie er in ähnlicher Form auch gelegent-
lich bei den verwandten Arten vorkomme. Vergl. über
den gleichen Gegenstand die weiter Bemerkungen C ar-
te r's (1. c. Vol. III, p. 411).
Die von Carpenter als Tinoporus vesicularis be-
schriebene Foraminifere gehört nach Carter (ibid. Vol.
XX, p. 172) gleichfalls in die Nähe von Carpenteria und
Polytrema, ist also nichts weniger als ein wirklicher Tino-
porus. Verf. schlägt dafür den Genusnamen Gypsina vor
und hebt hervor, dass auch sein Polytrema planum diesem
Geschlechte (als G. melobesioides) angehöre. Einer spätem
Bemerkung des Verf s. zufolge sind diese Gypsinen die
einfachsten aller Foraminiferen, da sie weder eine Schalen-
öffnung, noch ein Canalsystem besitzen. „There are indeed
no other means of communicating whith the exterior than
through the successive pore-tubulation of the horizontal
and the intercameral holes of the vertical walls". . Bei
dem Gen. Tinoporus Montf., finden sich daneben noch
Kammeröffnungen und Canäle (ibid. Vol. III, p. 410).
Auch auf Amphihelia oculata findet Carter (Journ. roy.
788 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
microscop. Soc. 1879, p. 500, PL XVII) eine anscheinend
mit Carpenteria verwandte neue Foraminifere, von der er
nachfolgende Darstellung giebt.
Aphrosina (n. gen.) informis Cart. Amorphous, flat spreading,
slightly convex and uneven superiorly or on the freesurfacc; smooth
and uniform below or on the fixed surface, where it is attached to
the object, on which it has grown; margin thin and irregulär. Com-
posed of a great number of vertically composed Chambers of diffe-
rent sizes and shapes, formed successively one after another, and
sometimes one upon another with the greatest irregularity, presen-
ting on the^ surface a number of convexities, corresponding with the
shapes and sizes of the Chambers below respectively. Surface presen-
tiug a minute tessellation of polygonal areae in the centre of each
of which is a punctum or pore, and irregularly scattered over this
again a great number of hemisphaerical tubercles.
Die Entdeckung eines bei Mauritius vorkommenden,
baumartig verästelten Rhizopoden, dessen Stöcke oft in
rasenartige Massen von mehreren Centimetern Länge,
Breite und Höhe auswachsen {Carpenteria raphidodendron
n. sp.) und auf Schnittflächen eine grosse Aehnlichkeit
mit den Abbildungen von Eozoon darbieten, veranlasste
Möbius zu einer eingehenden und genauen Untersuchung
dieses immer noch räthselhaften und auch neuerlich noch
mehrfach (von Hahn, würtemberg. naturwissensch. Jahres-
hefte 1870, sowie von King und Rowney, Proced.
Irish Acad. 1870, Vol. X p. 506—511, od. Ann. nat. hist.
T. XVII p. 360—378 einerseits, von Carpenter, ibid. p.
417, sowie von Dawson, ibid. 118, T. XVIII, p. 29, an-
dererseits) verschiedenem Sinne besprochenen Gebildes. Die
Resultate derselben sind unter dem Titel ,, der Bau des Eo-
zoon canadense nach eignen Untersuchungen verglichen mit
dem Bau der Foraminiferen" in dem 25. Bande der Palaeon-
tographica (1878, S. 175—192, Tab. XXIII— XL) veröffent-
licht. Die Ansicht von der thierischen Natur des Eozoon,
obwohl von der Autorität der angesehensten Foraminiferen-
forscher getragen und von den Anhängern der Descendenz-
lehre vielfach in enthusiastischer Weise verwerthet, hat
durch dieselben einen empfindlichen Stoss bekommen. Ob-
wohl der Verf , wie er hervorhebt, Anfangs keinen Zweifel
hatte, dass Carpenter und M. Schultze durchaus im
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 789
Rechte waren, wenn sie die organische Structur des Eo-
zoon behaupteten und darin ein Glied der Foraminiferen-
gruppe sahen, ist er im Verlaufe seiner Untersuchungen,
gestützt auf ein umfangreiches Material und durch einge-
hende Vergleichung mit lebenden, wie fossilen Foramini-
feren mit aller Entschiedenheit zu der entgegengesetzten
Meinung bekehrt worden. Wohl imitiren die Bilder, welche
die Schnittflächen des Eozoon zeigen, bei dem ersten Anblick
oft täuschend die Organisation eines Rhizopoden mit Poren-
kanälen und verzweigtem Kanalsystem, aber bei näherer
Untersuchung gewinnt man doch bald die Ueberzeugung,
dass die Porenkanäle (Fasern) und Kanalsysteme (Stengel)
keineswegs die sonst bei den organischen Bildungen vor-
kommende Regelmässigkeit zeigen und auch zu den sog.
Kammern (Serpentininseln) keineswegs in der sonst über-
all nachweisbaren Verbindung stehen. Zum Beweise hat
Verf. eine grosse Anzahl von Abbildungen beigegeben, die
den Thatbestand mit photographischer Genauigkeit wieder-
geben, während die frühern, besonders auch die von Car-
penter, meist nur die Grundrisse eines als Foraminifere
gedachten Eozoon darstellen. Unter solchen Umständen
kann man das Eozon denn nicht ferner mehr als eine ver-
steinerte Foraminifere, als „die Morgenröthe der organi-
schen Schöpfung" ansehen. Sie ist, wie von den Minera-
logen (auch Zirkel und Rosenbusch) schon längst be-
hauptet, ein Mineralkörper, zusammensetzt aus Serpentin
und Chrysolit, die aus Olivin hervorgingen, und aus Kalk,
in welchem Kieselsalze, als sie erstarrten, verschiedene
Stengel- und plattenartige Formen annahmen.
In einem mehr populär gehaltenen Auszuge sind die
wesentlichen Resultate der hier angezogenen Untersuchun-
gen weiter noch von Moebius selbst in der Natur (1879
Nr. 7, 8, 10) und von einem ungenannten englischen Ver-
fasser in theNature (Vol. XX, p. 272— 275 und 297-301)
dargestellt worden.
Dawson und Carpenter sind übrigens durch die
Beobachtungen und Argumente von Moebius ebenso
wenig, wie durch die früher ausgesprochenen Zweifel an
der Rhizopodennatur des Eozoon, von ihrer ursprünglichen
790 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
Ansicht zurückgekommen. Sie suchen beide die Gründe,
welche Moebius für entscheidend hält, zu entkräftigen
(Dawson im Amer. Journ. 1879, Vol. XVII, 196-202,
Carp enter in the Nature Vol. XX, p. 328 u. 329) und
verweisen schliesslich auf eine neue grössere Publication,
die sie zur Entscheidung der hier vorliegenden Frage vor-
bereiten.
Die Einwürfe Dawson's sind übrigens von Moebius
selbst schon in einer Erwiderung (Amer. Journ. Vol. XVIII
p. 177 — 185) zurückgewiesen.
Dass die Eozoonfrage durch die spätem Publicationen
Hahn's, denen zufolge das betreffende Gestein wesentlich
pflanzlichen Ursprungs sei, ihre Erledigung nicht gefunden
hat, wird Niemand bezweifeln, der das merkwürdige Buch
des Autors „die ürzelle, nebst dem Beweis, dass Granit,
Gneis, Serpentin, Talk, gewisse Sandsteine, auch Basalt,
endlich Meteorstein und Meteoreisen aus Pflanzen be-
stehen" (Tübingen 1879, 71 Seiten mit 30 Tafeln) einer
nähern Einsicht gewürdigt hat.
Duncan lenkt die Aufmerksamkeit der Zoologen auf
gewisse mehr oder weniger späroidale Kalkgebilde, welche
von Stolitzka in Indien aus triassischen Schichten gesam-
melt und auch in einem Werke über die „Mission to Yarkand"
abgebildet sind. Vauchere hat dieselben schon früher
in seiner Geologie von Kashmir unter dem Namen Spaero-
nites bekannt gemacht. Sie bestehen nach Duncan's
Untersuchungen aus lauter radiären Röhren, die gewöhnlich
gruppenweise stehen, auch gelegentlich sich spalten und
meistens auf der Aussenfläche geöffnet sind. Verfasser
unterscheidet zwei Genera Spring osphaera mit offnen und
Stolit^karia mit geschlossenen Röhren und glaubt daraus
eine besondere jetzt ausgestorbene Ordnung der Rhizopo-
den machen zu sollen. (On the Syringosphaeridae, an order
of extinct Rhizopoda, Annais and Mag. natural history,
Vol. II, p. 297-299.)
Ob die von All. Nicholson unter dem Genusnamen
Ascodictyon in mehrern Arten beschriebene sonderbare
Thierform, die auf Brachiopodenschalen und Korallen des
Devon und der Kohlenperiode gefunden wurde (Ann. and
in d. Naturgesoh. d. med. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 791
Mag. nat. history Vol. XIX, p. 463-407, PL XIX) den
Foraininiferen zugehört oder auf Wurzelausläufer von
Crinoiden zurückzuführen sind, muss einstweilen unentschie-
den bleiben. Verf. giebt seinem neuen Genus folgende
Diagnose :
Äscodictyon'Nich. Organism composite, parasitic, adherent on
foreigQ bodies, composed of numerous calcarcous cells or vesicles,
the wails of which are perforated by a greater or less number of
microscopic foramina, but which posses no simple large aperture.
The cells may be united almost directly by the intervention of short
tubulär necks; or they may be disposed in Clusters connected with
one another by hollow filamentous tubes, which usually anastomose,
and which in some cases, at any rate, are likewise perforated by
microscopic pores.
Das bisher den Milioliden zugerechnete Gen. Dacty-
lopora wird mit den verwandten Formen (Acicularia) von
Munier-Chalmas als eine Kalkalge in Anspruch ge-
nommen (Cpt. rend. T. 85 p. 816).
Die Coccosphaeren und Rhapdosphaeren haben nach
den Erfahrungen Wyv. Thomson 's gleich den Globige-
rinen eine weite Verbreitung und werden, wie diese, vor-
nehmlich an der Oberfläche gefunden. Für Thiere können
dieselben schwerlich gehalten werden ; sie sind entweder
Algen oder Sporangien von Algen. Was man früher als
Coccolithen beschrieb, besteht aus den einzelnen Bruch-
stücken dieser Gebilde, deren zierliche Formen in „the Atlan-
tic" auf S. 221 und 222 (T. I) durch schöne Holzschnitte
versinnlicht werden.
Auch Wallich giebt (Ann. and Mag. nat. bist. Vol.
XIX p. 342—350, PL XVII) die Möglichkeit zu, dass die
Coccosphaeren, welche die Coccolithen lieferten, vegetabi-
lischen Ursprungs seien und einen Fruchtkörper darstell-
ten, hält aber andererseits aaich die Ansicht einer thieri-
schen Abstammung dermalen noch nicht für widerlegt.
Die bisher beobachteten Formen führt er auf zwei Arten
zurück: Coccosphaera pelagica und C. Carterii.
Helios oa. Nach den von R. Hertwig in seinen
Studien über Rhizopoden (a. a. 0. S. 339—341) mitge-
theilten Beobachtungen lassen sich die Heliozoen nach
792 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
ihren Organisationsverhältnissen in drei Gruppen sondern,
von denen eine die Acanthocystiden mit zahlreichen ver-
vi^andten Formen (Actinolophus, Raphidiophrys, Pinaco-
cystis u. s. w.) enthält, die zweite die Familie der Acti-
nophryen und die dritte die Genera Clathrulina, Hedriocystis,
Hyalolampe. Die Formen der ersten Gruppe zeigen einen
deutlichen Unterschied von Mark- und Rindensubstanz
und sind mit starren verästelten Pseudopodien besetzt,
welche sich bis in die Marksubstanz hinein verfolgen
lassen und im Mittelpunkte derselben zu einem gemein-
schaftlichen Körper zusammenschmelzen. Die Actinophryen
verhalten sich ähnlich, unterscheiden sich aber durch den
Mangel einer centralen Verschmelzung der Fäden, während
die Arten der dritten Gruppe einen gleichförmigen Proto-
plasmakörper besitzen und der Achsenfäden entbehren.
Die Beobachtungen, welche Verf. über die Fortpflanzung
der Acanthocystiden hinzufügt, liefern den Beweis, dass
diese Organismen nicht bloss durch Zweitheilung sich ver-
mehren, sondern auch durch amöboide Keimlinge, die in
einer von dem Mutterthier abgeschnürten Brutkapsel durch
Zerfall der Inhaltsmasse entstehen und nach dem Aus-
kriechen alsbald zu kleinen und lebhaft sich bewegenden
actinophrysartigen Körperchen werden. Ob die im Innern
der Schale neben den Protoplasmakörpern gelegentlich auf-
gefundenen zellenartigen Körper, welche Verf. nach Aussen
sich hervordrängen imd einmal zwei Cilien entwickeln sah,
gleichfalls einen Fortpflanzungsmodus repräsentiren oder
parasitäre Bildungen darstellen, lässt Verf. unentschieden,
obwohl er der erstem Annahme zuneigt. Dagegen aber
zweifelt er kaum, dass die im Innern einer Actinophrys-
art von ihm einst in Menge beobachteten kleinsten Fla-
gellatenartigen Organismen, die er auch ausschwärmen
sah, von Parasiten herrührteö.
Archer berichtet in dem Journ. microscop. scienc.
Vol. XXVI (p. 203 — 208) über die hier angezogenen,
die Fortpflanzung von Acanthocystis betreffenden Unter-
suchungen.
Auch Cattaneo handelt (Atti Soc. Ital. Vol. XXII,
20 Seiten, 1 Taf.) „sulF anatomia e fisiologia deir Acan-
in d. Naturgesch. d. nied. Tluere währ. d. Jahre 1876—1879. 793
thocystis flava". Was von den frühem Autoren als Endo-
sarc beschrieben ward, nimmt Verf., weil es die contractile
Blase enthalte und die Greifpseudopodien entsende, als
Mesoplasma in Anspruch, in dem auch bei Podostoma die
Greifpseudopodien wurzelten. Das wirkliche Exoplasma
sei, wie bei den übrigen Skeletiferen, in dem Skelete zu
suchen, das durch Verkieseluug aus demselben hervorge-
gangen sei. Die Fortpflanzung geschehe durch Sporen,
die dadurch ihren Ursprung nehmen sollen, dass der Kern
sich theilt, und das eine Theilstück dann in eine ganze
Anzahl kleiner Stücke zerfällt.
Nach den Beobachtungen Brand t's (Sitzungsberichte
der Gesellschaft naturf. Freunde, Berlin 1877, S. 73—78)
kann kein Zweifel mehr sein, dass Actinosphaerium Eich-
horn! ebensowohl die Fähigkeit der Theilung hat, wie
die der Copulation, ja dass Theilung und Verschmelzung,
selbst die der früheren Theilstücke, nicht selten unmittel-
bar auf einander folgen. Beim Uebergange in die Keim-
kugelform verschwinden die Alveolen und Pseudopodien
mit ihren Achsenfäden, so dass die Gesammtmasse com-
pacter und kleiner wird. Bisweilen nimmt das Thier
während dieser Veränderung auch eine eigenthümliche
amoeboide Form und Bewegung an, indem zwischen den
verkürzten Pseudopodien zipfelförmige, oft verästelte Schein-
füsse ohne Achsenfaden hervorgestreckt werden. Das
Ruhestadium wird durch Ausscheidung einer Gallerthülle
und Reduction der Kerne eingeleitet. Später erfolgt eine
Theilung, in Folge deren der Klumpen gleich von vorn
herein in eine seiner Grösse entsprechenden Zahl (2—35)
von gekernten Theilstücken zerfällt. Ein jedes umgiebt
sich mit einer membranartigen Hülle, unter welcher es
sich abermals, jetzt aber immer nur in zwei Stücke, theilt.
Nach wochenlanger Dauer geht die umhüllende Membran
verloren, die Theilstücke verschmelzen wieder, und die
jetzt kugelrunde Masse umgiebt sich mit einer aus Kiesel-
stücken zusammengesetzten Cyste. (Aehnliche Beobach-
tungen sind übrigens früher schon von Greff — vergl.
Jahresbericht 1873, S. 588 — veröffentlicht worden, wie
dieser — Archiv für microscop. Anatomie. Band XIV,
794 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
S. 167 — selbst hervorhebt und durch Wiederabdruck
seiner bisher nur in einer wenig verbreiteten Gesellschafts-
schrift veröffentlichten Untersuchungen des Nähern be-
gründet.)
Die Achsenfäden bestehen nach demselben Verfasser
(Sitzungsber. a. a. 0. 1878, S. 171—177) in der ersten
Zeit aus reinem Vitellin, scheiden aber später eine aridere,
einstweilen noch nicht genauer untersuchte organische Sub-
stanz ab. Obwohl starr, sind dieselben doch einer Ver-
kürzung fähig, wobei sie knotenartig anschwellen. Ebenso
können sie auch mit einander vollständig verschmelzen
und in der Grundsubstanz des Thieres mehr oder minder
vollständig sich auflösen, je nach, ihrer chemischen Be-
schaffenheit. So besonders dann, wenn die Thiere durch
Wasserentziehung unter dem Deckgläschen stark sich
abplatten. Bei Zusatz neuen Wassers schiessen aus
dem hyalinen Raudsaume schon nach wenigen Secun-
den zarte Spitzen hervor, die sich rasch verlängern, An-
fangs auch einen lebhaften Formenwechsel zeigen, später
aber, nach Ausscheidung des Achsenfadens, starr werden.
Zum Zwecke eines festern Anklebens wird an Stelle der
local sich einziehenden Pseudopodien von dem Thiere ein
dünner und lappiger Saum gebildet. Das Niedersenken
geschieht durch Contraction des Thieres, in Folge deren
die Vacuolenflüssigkeit ausweicht, während das Aufsteigen
vermuthlich nicht durch Aufnahme von reinem Wasser,
sondern von gasreichem ermöglicht wird. Um eine Seiten-
bewegung vorzunehmen, wird der grösste Theil der Strah-
len nach einer Seite geneigt, worauf die Kugel sich dann
nach der andern Seite langsam herumdreht.
Die hier zunächst nur vorläufig mitgetheilten Beob-
achtungen wurden vom Verf. später mit andern zusammen
in einer eignen kleinen Schrift (über Actinosphaerium
Eichhorni, Inaugural-Dissert. Halle 1877, 54 Seiten) ver-
öffentlicht. Das Parenchym, die pulsirenden Vacuolen, die
Kerne, Pseudopodien, Theilung und Vereinigung, der En-
cystirungsprocess, die Fortpflanzung — das Alles findet
dabei eine genaue Berücksichtigung und Darstellung. Das
Einreissen der Blasenwand au den sich contrahirenden
in d. Naturgesch. d. nied. Thicre währ. d. Jahre 1876—1879. 795
Vacuolen und die Verschmelzung der Rissränder mit dem
darunter liegenden Parenchym Hess sich an Exemplaren,
die schon seit längerer Zeit von der Luft abgeschlossen
waren und in Folge des Sauerstoffmangels ihre Vacuolen
stark dilatirten, deutlich beobachten. Die Kerne verhiel-
ten sich bei Einwirkung chemischer Reagentien, nament-
lich von Haematoxylin und Essigsäure, durchaus wie echte
Zellenkerne. Die Encystirung geschieht vornehmlich in
Folge der Einwirkung von Kälte und Nahrungsmangel
und unterbleibt (auch Winters), wenn man für die Existenz-
bedingungen der Thiere genügend Sorge trägt. Die Kie-
selhülle der encystirten Individuen ist vollkommen conti-
nuirlich und die darin eingeschlossene Keimkugel eine
echte Zelle, mit Membran, grobkörnigem Inhalt und nucleo-
lushaltigem Kern. Der Entwicklungsgang gestaltet sich
der Art, dass das ausgeschlüpfte junge Thier in Folge
der Nahrungsaufnahme zunächst an Masse zunimmt und
die Zahl seiner Kerne vermehrt. Bei einer gewissen Grösse
theilt es sich in zwei dem Mutterthiere völlig gleiche
Exemplare, die, jedes für sich, wachsen und abermals sich
theilen. Werden die Thiere durch äussere Verhältnisse
in ihrer Existenz gefährdet, dann gehen sie in den Ruhe-
zustand über. Nachdem während dieses Zustandes die
Kerne sich im umgebenden Plasma vollständig aufgelöst
haben, treten neue Bildungsherde in etwa zehnfach ge-
ringerer Anzahl auf, und um jeden dieser Mittelpuncte
sammelt sich ein Theil des anliegenden Plasma an, um
eine neue Zelle zu bilden. Aus je 8—12 Zellen des frei-
lebenden Actinosphaerium wird eine einzige Keimzelle.
Sind mehrere Keimzellen entstanden, was keineswegs immer
der Fall ist, dann lösen sie sich von einander los. Jede
Keimzelle umgiebt sich mit einer zarten Hülle und theilt
sich innerhalb derselben in zwei gleiche Hälften. Mehrere
Stunden später findet eine Wiedervereinigung dieser Hälften
statt, und die nun kugelrunde Masse bekleidet sich mit
einer Kieselcyste und bleibt Monate lang unverändert. Bei
Beginn des Frühjahres findet eine vollständige Umbildung
des Cysteninhaltes statt. Aus der einfachen Keimzelle
Archiv f. Naturg. XXXXVI. Jahrg. 2. Bd. ZZ*
796 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
wird ein mehrkerniges junges Thier, das schliesslich die
Kapsel sprengt und hervortritt. Die von Greeff als Em-
bryonen beschriebenen flagellatenartigen Wesen, die auch
Verf. mehrfach beobachtete, hält derselbe für Parasiten,
obwohl es ihm nicht gelingen wollte, ihre Schicksale und
die Art und Weise, wie die Sporen, aus denen sie her-
vorgehen, in den Actinosphaeriumkörper gelangen, zu er-
mitteln. Dieselben sind übrigens keineswegs die einzigen
flagellatenartigen Parasiten, die im Protoplasma freileben-
der sowohl, wie auch encystirter Actinosphaerien auf-
treten. Was die systematische Stellung des Thieres be-
trifft, so theilt Verfasser völlig die Ansicht von Hert-
wig und Lesser, der zufolge die Heliozoen eine den
Radiolarien vollkommen gleichwerthige Protozoengruppe
bilden.
Nach An t. Schneider sind übrigens unter der Bezeich-
nung Actinosphaerium Eichhorni mindestens vier verschie-
dene Arten zusammengefasst, die sich vornehmlich durch
ihre Fortpflanzung und Entwicklungsweise von einander
unterscheiden. In diesem Umstände sieht Verf auch den
Grund, wesshalb die Angaben der einzelnen Forscher über
die genannten Vorgänge so vielfach von einander abwei-
chen. „Beiträge zur Kenntniss der Protozoen", a. a. 0.
S. 446—449.
Zwei von Grimm im Caspischeu Meere aufgefundene
Heliozoen werden als neu unter dem 1^3Lmen Protastrum
(n. gen.) marinum und Schult ^ia (n. gen.) pelagica be-
schrieben (1. c. T. I p, 64—66). Bei letzterer ist die
Oberfläche des kugligen Leibes mit tangential gruppirten
Nadeln bedeckt. Die erstere, die den skeletlosen Formen
zugehört, soll sich allmählich in eine Amoebe umwandeln
und durch Verlust des Kernes sogar zu einer Monere wer-
den. Auch im encystirten Zustande kam dieselbe zur Be-
obachtung.
In seinen „Studien über Rhizopoden'' beschreibt R.
Hertwig (Jenaische Zeitschrift für Naturwissenschaften
Bd. XI S. 324—348 Tab. XIX und XX) eine sehr son-
derbare Thierform, die in keine der bisher aufgestell-
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 797
ten Gruppen recht passen will, obwohl sie sich durch An-
wesenheit eines eignen Centralkörpers noch am meisten
an die Heliozoen oder Radiolarien anschliesst. Wegen
seiner lanzenartigen, starren, in Reihen aufgepflanzten Pseu-
dopodien erhielt der Organismus, der zu Winterszeit im
Hafen von Messina gefischt wurde, dQnl^3imQnStic7toloncha
(n. gen.) Zanclea. Der 0,08 mm lange und halb so breite
Protoplasmakörper besitzt eine Nierenform und umschliesst
einen eben so gestalteten grossen Centralkörper mit eigen-
thümlich gezeichneter fester Kapselwand, von der an der
convexen Fläche zahlreiche cylindrische Fortsätze von
ungleicher Höhe abgehen. Der Inhalt der Kapsel besteht
aus einer homogenen Masse, in die an einer Stelle ein
rundlicher, undeutlich contourirter Körper eingelagert ist.
Die in mehreren Längsreihen stehenden starren Pseudo-
podien durchsetzen das peripherische Protoplasma, treten
an die Röhrchen der centralen Kapsel und dringen wahr-
scheinlich auch durch dieselben hindurch in das Innere.
Die Aussenfläche ist von einer aus einzelnen Stücken
zusammengesetzten Skelethaut umgeben, die sich an meh-
reren Stellen buckeiförmig erhebt und auf diesen je eine
Gruppe lanzenförmiger langer Stacheln trägt, unter denen
eine durch beträchtliche Grösse sich auszeichnet. Was
Verf. in diesen „Studien" weiter über den Bau und die Ent-
wicklung der Heliozoen, wie über den Bau der Thala-
mophoren mittheilt , hat schon oben Berücksichtigung
gefunden.
Radiolaria. Unsere Kenntniss von der Organisa-
tion der Radiolarien wurde sehr wesentlich durch zwei
Abhandlungen gefördert, welche R. Hertwig über diese
Geschöpfe veröffentlichte. Die erste derselben erschien
unter dem Titel: „Zur Histologie der Radiolarien, Unter-
suchungen über den Bau und die Entwicklung der Sphaero-
zoiden und ThalassicoUiden" (Leipzig 1876, 91 Seiten in
Quart mit fünf lithographirten Tafeln), während die zweite,
welche auf die gesammte Gruppe sich ausdehnt, „den Or-
ganismus der Radiolarien'' behandelt (Jena 1879, 149 Sei-
ten in Grossquart mit 10 lithographirten Tafeln, im Aus-
zuge: Sitzungsberichte der Jenaischen Gesellsch. für Med.
798 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
und Naturwissensch. 1878, Mai, 11 Seiten). Nach den in
diesen Scliriften niedergelegten Untersuchnngen ist der
Bau der Radiolarien ein wesentlich einfacherer, als es
früher (noch nachHaeckeTs Untersuchungen) angenommen
wurde. Namentlich ist eine beträchtliche Vereinfachung
durch den Nachweis gewonnen worden, dass die hellen
Bläschen im Innern der Centralkapsel und die extra- wie
intracapsulären Alveolen keine Zellen sind, sondern erstere
die Bedeutung von Kernen, letztere die von Vacuolen be-
sitzen. Allerdings fehlt es bei unsern Organismen nicht
an Einlagerungen und Gebilden verschiedener Art, aber
sie alle — mit Ausnahme vielleicht der gelben* Zellen, die
Verf. Anfangs allerdings für integrirende Elemente des
Radiolarienkörpers zu halten geneigt war, während er sich
in seiner zweiten Arbeit, und noch mehr in der oben
(S. 587) angezogenen Abhandlung über Actinien, der
Ansicht von Cienkowsk}^ zuneigt, der darin parasitirende
Algen sieht — ergeben sich als Differenzirungen , wie sie
auch sonst im Rahmen einer einzigen Zelle möglich sind.
Die Radiolarien sind also einzellige Wesen, deren Sub-
stanzmasse durch eine allseitig geschlossene poröse Mem-
bran in eine innere kernführende Centralkapsel und einen
äussern kernlosen, aber vielfach von Alveolen durchsetzten
Theil geschieden wird, der dann einerseits wieder in den
die Centralkapsel zunächst umgebenden „Pseudopodien-
mutterboden" und eine peripherische Gallertschicht geson-
dert ist, welche letztere keineswegs etwa ein Ausscheidungs-
oder Zersetzungsproduct der extracapsulären Sarkode-
masse darstellt. Durch die Poren der Centralkapsel hin-
durch steht diese extracapsuläre Sarkode mit der intra-
capsulären in directem Zusammenhange. Die Pseudo-
podien selbst, die durch die Gallertmasse hindurch bis in
den sogenannten Mutterboden sich verfolgen lassen, sind
feine, verästelte und vielfach anastomosirende Ausläufer
mit Körnchen, aber ohne Achsenfaden. Die Formen, an
denen Verf. diesen Bau zunächst studirte, repräsentiren
zwei verschiedene Typen, die sich vornehmlich durch die
Bildung der Centralkapsel von einander unterscheiden,
insofern diese nämlich bei den einen, den Collozoen,
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876-1879. 799
schon frühe eine grössere Menge homogener Kerne ent-
hält, während bei den andern, den Thalassicollen, an deren
Stelle Anfangs nur ein einziger hochdifferenzirter Zellen-
kern, das sogenannte Binnenbläschen, vorhanden ist. Spä-
ter freilich wird dieser Unterschied ausgeglichen, indem
sich auch bei den Thalassicollen zunächst im Umkreis des
Binnenbläschens (vermuthlich durch Ablösung von Theil-
stücken) eine Anzahl homogener kleiner Kerne bildet,
deren Menge immerfort zunimmt, während das Binnenbläs-
chen dagegen einem Etickbildungsprocess anheimfällt. In
beiden Fällen umgeben sich die Kerne, nachdem sie sich
in ziemlich gleichmässigen Abständen durch die Masse der
Centralkapsel vertheilt haben, mit einem Sarkodehofe, der
immer schärfer sich begrenzt und schliesslich zu einem
geisseltragenden einzelligen Schwärmer wird, der sonder
Zweifel — obwohl auch Verf. die Entwicklung desselben
nicht zu verfolgen vermochte — die Fortpflanzung unserer
Thiere vermittelt. Auffallender Weise werden übrigens
bei Collozoum immer zweierlei verschiedene Formen von
Schwärmern erzeugt, kleine, welche neben dem Kerne je
einen eigenthümlichen wetzsteinartigen Crystall umschlies-
sen, und grössere, welche dieses Einschlusses entbehren,
dafür aber zahlreiche Fettkörperchen enthalten. Wie dieser
Dimorphismus zu erklären ist, lässt Verf. unentschieden;
er hält es indessen für möglich, dass unter der Bezeich-
nung Collozoum inerme zwei von einander verschiedene
Arten zusammengefasst sind, und stützt sich dabei be-
sonders auf den Umstand, dass die einzelnen Colonieen
stets nur eine bestimmte Art von Schwärmern erzeugen,
und keinerlei Zwischenformen zwischen den beiden For-
men vorkommen. Die Schwärmer der Thalassicollen schlies-
sen sich durch Grösse und Mangel der Krystalle, die übri-
gens, wie die Fettkörner, überall dem mütterlichen Proto-
plasma entstammen und nicht erst von den Schwärmern
producirt werden, der zweiten Form des Collozoum an.
Neben der Fortpflanzung durch Schwärmer giebt es (bei
Collozoum) wahrscheinlich noch eine zweite Fortpflan-
zungsart, die durch Theilung der Centralkapsel eingeleitet
wird. Man stösst wenigstens gelegentlich auf Individuen,
800 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
deren mehr oder weniger tief eingeschnürte Centralkapsel
kaum eine andere Deutung zulässt.
Die hier zunächst an einer nur beschränkten Anzahl von
Formen festgestellten Thatsachen haben nun durch Unter-
suchungen, welche Verf. in dem zweiten Werke nieder-
gelegt hat, Bestätigung und weitere Ausführung erhalten.
Nach Inhalt und Gesichtspuncten weit umfassender, als
die frühere Arbeit, repräsentirt dasselbe eine vollständige
Morphologie der Radiolarien, die als wichtige Ergänzung
der klassischen Arbeiten von J. Müller und Ha e ekel in
unserer Litteratur einen hervorragenden Platz verdient. In
Betreff der Anlage und Ausführung des Werkes haben wir
zu bemerken, dass Verf. zunächst (in dem sogenannten
analytischen Theile, S. 1—100) die einzelnen, vielfach neu
von ihm begrenzten und charakterisirten Familien auf
Grund seiner Beobachtungen nach Skelet und Weichtheilen
eingehend schildert und die dabei gewonnenen Eesultate
sodann (in dem sogenannten synthetischen Theile S. 101 —
149) zu einem Gesammtbilde zusammenfasst, in dem eben
sowohl die Organisation unserer Thiere, wie die Be-
ziehungen zu den verwandten Geschöpfen und die Syste-
matik gebührend Berücksichtigung finden. Wir fassen in
unserm Bericht zunächst diesen zweiten Theil ins Auge
und halten uns dabei vornehmlich an die von Hertwig
selbst herrührende Zusammenstellung in der oben erwähn-
ten kurzen Mittheilung. Als Grundform der Radiolarien
betrachtet Verf. bestimmt mit Recht die sphaerische (hom-
axonome), nur dass dieselbe in einzelnen Fällen, bei den
Disciden , Thalamophoren , Tripyleen und Monopyleen,
mehr oder minder auffallend durch secundäre Modificatio-
nen umgewandelt ist. Diese Umwandlung erstreckt sich
sogar auf die Centralkapsel, die freilich bei der weit über-
wiegenden Mehrzahl der Radiolarien eine ausserordentlich
regelmässige Kugelform besitzt, in gewissen Fällen auch
sich abplattet (Disciden) oder sich streckt (Cyrtiden)
und selbst eine lappige Bildung annimmt. Nur in selte-
nen Fällen wird die Membran der Centralkapsel von einer
zarten Haut gebildet; in der Regel aber hat dieselbe
eine derbe Beschaffenheit und deutliche doppelte Contouren.
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 801
Die Oeffnungen, welche diese Kapselwand durchsetzen und
die im Innern enthaltene Sarcode mit der extracapsulären in
Verbindung bringen, sind an allen Puncten der Oberfläche
gleichmässig entwickelt und dann in Form von zarten,
nicht einmal tiberall nachweisbaren Radiärkanälchen vor-
handen. Doch so ist es nicht immer. Bei den Cyrtiden
und Acanthodesmiden sind die Poren auf den einen Pol
des gestreckten Centralbläschens beschränkt und je mit
einem stäbchenförmigen Aufsatz versehen. Dabei bildet das
Porenfeld die Basis eines in das Innere der Kapsel hin-
einragenden kegelförmigen Aufsatzes, der bei den ein-
zelnen Arten verschieden lang ist und schliesslich mit einer
abgerundeten Spitze endigt. Eine im Innern des Kegels
sichtbare Streifung ist vermuthlich auf feine Canäle zu-
rückzuführen, durch welche das an der homogenen Spitze
eintretende Protoplasma an die Poren gelangt, um durch
diese hindurch mit den Pseudopodien sich zu verbinden.
Wiederum anders verhalten sich diese Oeffnungen bei
einer dritten Gruppe von Radiolarien, deren Glieder bis-
her an sehr verschiedenen Stellen des Systemes unterge-
bracht waren, von unserm Verf. aber (als Tripyleen) mit
um so grösserm Rechte vereinigt werden, als ihr Skelet
überall aus breiten Röhren sich aufbaut. Hier finden sich
zum Austritt des Kapselinhaltes überhaupt nur drei Oeff-
nungen, eine Hauptöffnung und zwei Nebenöffnungen,
welche der erstem gegenüber in kurzem Abstände von
einander am entgegengesetzten Pole der Centralkapsel
liegen. Die Oeffnungen erheben sich alle drei in Form
eines Flaschenhalses, der an der Hauptöffnung am weite-
sten prominirt und (nach Isolirung der Centralkapsel)
einen mehr oder minder ansehnlichen Protoplasmafaden
hervortreten lässt. Dabei besteht die Kapselwand bestän-
dig aus zwei übereinander gelegenen Membranen, welche
beide an der Bildung der Oeffnung theilnehmen, und im
Umkreis der Hauptöffnung durch radiäre Streifung der
Innenhaut ein sehr eigenthümliches Bild erzeugen. Feine
Protoplasmafäden, welche von allen Seiten auf die Oeff-
nungen zulaufen, erinnern an den Kegel, welcher bei den
Cyrtiden die Innenfläche des Porenfeldes bedeckt. Abge-
802 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
sehen von diesen für den Durchtritt des Protoplasma be-
stimmten Oeffnungen trägt die Kapselmembran bei allen
Radiolarien mit einem sogenannten innern Skelet auch
noch Löcher zum Durchtritt der nach Innen zulaufenden
Skeletstücke. Nicht selten wird dieses innere Skelet
übrigens erst nachträglich, während des Wachsthums, mehr
oder weniger vollständig in die Centralkapsel aufgenom-
men, und zwar, wie bei einer Heliosphaeride sich erkennen
Hess, dadurch, dass die Centralkapsel durch die Maschen
des Gitterwerkes hindurch blindsackartige Ausstülpungen
treibt, die dann wahrscheinlich ausserhalb der Skeletkugel
wieder zusammenfliessen. In systematischer Hinsicht ist
auf die Lage des Skelets somit nur geringer Werth zu
legen. Der von der Kapselhaut umschlossene Inhalt be-
steht seiner Hauptmasse nach aus Protoplasma und einem
einzigen grossen oder zahlreichen kleinen Kernen. Was
daneben noch vorkommt (Pigmentenkörner, Vacuolen, Fett-
körnchen, Oelkuchen u. s. w.), zeigt sich in seinem Auftreten
mannichfach verschieden. Zu den Formen mit zahlreichen
Kernen gehören nur wenige Familien: ausser den schon
früher geschilderten Sphaerozoiden nur noch die Acantho-
metren und Panzeracanthometren (Doritaspiden und Aspid-
omma). Aber auch bei diesen ist Anfangs nur ein ein-
ziger grosser Kern vorhanden, nur dass derselbe schon
frühe durch wiederholte Zweitheilung (Sphaerozoen) oder
durch Sprossung (Acanthometren) zu der spätem Bildung
hinführt. Was die übrigen Radiolarien diesen vielkernigen
Formen gegenüber auszeichnet, ist somit nur die lange
Persistenz des einkernigen Zustandes. Damit steht es denn
auch in Zusammenhang, dass der Kern (das Binnenbläs-
chen) bei ihnen eine bedeutende Grösse und einen hohen
Grad von Differenzirung erlangt. Am häufigsten hat der-
selbe die Form einer regelmässigen Kugel, doch giebt es
auch Fälle, in denen seine Oberfläche sich mit Höckern
und Ausläufern besetzt (Thalassicolla nucleata), auch wohl
wurmartig sich zusammenwindet (Th. pelagica) oder gar ge-
lappt ist, wie bei den Cyrtiden mit gelappter Centralkap-
selj bei denen der Kern in jeden einzelnen Lappen einen
knospenartigen Fortsatz entsendet. Wo das Skelet in Ge-
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 80S
stalt von Gitterkiigeln und Kieselnetzen bis tief in die
Centralkapsel hinein vordringt, da wiederholen sich auch
am Kerne ähnliche Zustände, wie wir sie in Bezug auf
das Verhalten der Centralkapsel zu dem Skelet oben kurz
erwähnt haben. Es wird nicht bloss, wie bei den Spongo-
sphaeren und Heliommen, die innerste Gitterkugel in den
Kern eingeschlossen, es umwächst der letztere nicht selten
auch (Spongosphaera) im Laufe seiner Grössenzunahme
noch eine zweite ursprünglich ausserhalb gelegene Kugel,
oder es verlängert sich derselbe in Lappen, welche in
die Maschen des Gitterwerkes sich einschieben (Tetrapyle).
Bei den Disciden werden allmählich sogar mehrere Kam-
merkreise von dem Kerne gefüllt , so dass dieser einen
grossen Theil des Skelets in sich einschliesst. Dazu kommt
dann noch weiter, dass die Dicke der Kernmembran und
die Beschaffenheit der Kernsubstanz gar mannichfach ab-
weicht. Meist homogen und feinkörnig nimmt letztere ge-
legentlich auch ein streifiges Aussehen an oder scheidet
unter gleichzeitiger Verflüssigung zahlreiche Nucleoli aus
(Heliosphaeriden, Tripyleen). Eine Gallertschicht ist über-
all vorhanden. Sie bildet, obwohl in den einzelnen Fa-
milien von verschiedener Dicke, den voluminösesten Theil
des extracapsulären Weichkörpers und bedeckt den Pseu-
dopodienmutterboden, der, je nach der Bildung des Poren-
apparates , entweder ziemlich gleich massig die Central-
kapsel überzieht, oder nur auf einzelne Stellen (das
Porenfeld oder die drei Kapseiöffnungen) sich beschränkt.
Die von demselben ausgehenden Pseudopodien sind, so
weit sie in der Gallerte verlaufen, zu Netzen verbunden,
während sie mit ihren frei hervorragenden Fäden nur
selten anastomosiren. Die nach aussen hervorstehenden
Stacheln und Röhren des Skelets geben nicht selten die
Stützen ab, auf denen die Pseudopodienmasse sich aus-
breitet. Bei den Acanthometreen stehen die Pseudopodien
dagegen in regelmässiger Anordnung zwischen den Stacheln.
Dafür aber sind dieselben hier durch Anwesenheit beson-
derer Axenfäden ausgezeichnet, die sich, wie bei den He-
liozoen, bis in das Centrum der Centralkapsel hinein ver-
folgen lassen. Ebenso giebt es unter den Disciden eine
804 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
Anzahl von Formen, bei denen zahlreiche Pseudopodien
strangförmig zur Bildung einer Sarcodegeissel zusammen-
treten. Die sogenannten Gallertcilien der Aeanthometriden
haben mit den Pseudopodien Nichts zu thun, sind viel-
mehr Bildungen eigener Art, die nicht aus Protoplasma,
sondern aus einer der Muskelsubstanz ähnlichen contractilen
Masse bestehen. Sie umfassen, zu 5—60, je nach den Ar-
ten, zusammengruppirt, in Kranzform die einzelnen Stacheln
an die sie mit ihren Spitzen sich anlegen. Bei Acan-
thochiasma Krohnii werden sie durch eine contractile
Membran ersetzt, welche vom Stachel durchbohrt ist und
fahnenartig an demselben anhängt. Was das Skelet der
Radiolarien betrifft, so lässt sich dieses keineswegs, wie
der Weichkörper, auf einen gemeinsamen Typus zurück-
führen, da sowohl die Anordnung, wie die Form und
die chemische Constitution der einzelnen Theile keine
Parallelisirung gestattet. Der Verf. sieht sich desshalb
genöthigt, mehrere von einander verschiedene Skelettypen
bei den Radiolarien zu unterscheiden: das Acanthin- oder
Stachelskelet der Aeanthometriden, Acanthophractiden und
Diploconiden, das nicht bloss dadurch sich charakterisirt,
dass es nicht aus Kiesel besteht, sondern sich auch aus ein-
zelnen, regelmässig zusammengruppirten Stücken aufbaut,
das Sphaeroidskelet, das der grössern Menge den Radio-
larien zukommt und von compacten Gitterkugeln gebildet
ist, deren Theilstücke von Anfang an zusammenhängen, das
gleichfalls aus gegitterten Kieselschalen bestehende mona-
xoneCyrtoidskelet (derMonocyrtiden, Dicyrtideu undSticho-
cyrtiden) und das Cricoidskelet der Zygocyrtiden , das in
seiner einfachsten Form aus einem dreikantigen massiven
Kieselringe besteht, welcher rings auf seinem Umfange mit
Stacheln besetzt ist, durch Zufügung von Kieselpanzer und
Gitterplatten aber auch eine complicirtere Zusammensetzung
annimmt. Daneben existiren übrigens noch andere Skelet-
formen, welche entweder gar nicht, wie die Stacheln der
Colliden und Sphaerozoiden, oder doch wenigstens nur mit
grossem Vorbehalt, wie die hohlen Sphaeroidskelete der
Tripyleen, zu Gruppen vereinigt werden können. In Be-
treff der Entwicklungsgeschichte ist Verf. nur insofern
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 805
über die frühern Resultate hinausgekommen, als er jetzt auch
bei den Tripyleen eine Theilung der Centralkapsel beob-
achtet hat. Dass dieselbe freilich auch zu einer Theilung
des extracapsulären Körpers hinführt, ist nicht beobachtet.
Jedenfalls ist die Zweitheilung nur auf wenige Gruppen
beschränkt, während die Schwärmerbildung anscheinend
allen Radiolarien zukommt. Bei der Erörterung der Frage
nach der Systematik unserer Geschöpfe glaubt Verf. ein
besonderes Gewicht auf das Verhalten der Centralkapsel
legen zu müssen. Hiernach müssen sowohl die Cyrtiden
und Acanthodesmiden mit ihrem einfachen Porenfeld eine
gemeinsame Gruppe bilden, wie die Arten mit hohlen
Skeletstücken, die, wie oben erwähnt, drei Oeffnungen an
der Centralkapsel tragen. Weiter sind wegen ihres typi-
schen Skeletbaues und des Verhaltens des Kernes die
Acanthometreen (mit den Ac. cataphractae) auszuscheiden.
Was dann noch übrig bleibt, repräsentirt entweder For-
men mit Gitterkugeln, die sich in eine einzige Entwick-
lungsreihe zusammengruppiren lassen, oder solche mit
einem lockern Skelete, und andere, die des Skelets völlig
entbehren. Formen, die sich am zweckmässigsten als Re-
präsentanten besonderer Abtheilungen betrachten lassen.
Auf diese Weise erhält Verf. nun ein System, welches —
auf die in dem analytischen Theile abgehandelten Fami-
lien weiter ausgedehnt — folgendermassen lautet:
Ord. Thallassicolleae: Einkernige monozoe Radiolarien mit
allseitig durchbohrter Kapselmembran; Skelet kieselig, «nregelmässig
oder fehlend.
Hieher nur eine Familie: CoUidae (mit Ausschluss von Aula-
cantha Haeck. u. Thalassoplaneta Haeck.). In Myxobrachia Haeck.
(J. B. 1870 S. 461) erkannte Verf. eine durch Abhäufang von Coccoli-
then und Coccosphaeren in der Gallertmasse deformirto Thalassicolla
sanguinolenta. Als neu beschreibt Verf. Thalassolampe primordialis
Messina.
Ord. Sphaerozoeae: Coloniebilden de vielkernige Radiolarien
mit allseitig durchbohrter Kapselmembran; Skelet kieselig, unregel-
mässig oder fehlend.
Hieher ebenfalls nur eine Familie: Sphaerozoideae.
Ord. Peripyleae: Einkernige monozoe Radiolarien mit all-
seitig durchbohrter Kapselmembran; Skelet kieselig, aus Gitter-
kugeln oder modificirten Gitterkugeln bestehend.
806 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftliclaen Leistungen
Unterordnung Sphaerideae : Mit regelmässig kugligem Skelet
und eben solcher Centralkapsel und Kern.
Fam. Etlimosphaeridae: Eine einzige, entweder intracapsuläre
oder extracapsuläre Gitterkugel und auf derselben meistens radiale
Stacheln, welche unter einander durch Kieselfäden (Kieselnetze) zu-
sammenhängen können. Hieher auch die Haeckel' sehen Clado-
cocciden, deren Verwandtschaft mit Heliosphaera, Arachnosphaera,
Diplosphaera keinem Zweifel unterliegen kann. Neue Arten: Helio-
sphaera insignis und Diplosphaera spinosa, beide, wie die übrigen
nn. sp, von Messina.
Fam. Ommatidae : Zwei oder mehr Gitterkugeln, welche durch
radiale Stäbe verbunden sind , die sich niemals im Centrum des
Skelets vereinigen. Die Haeckel 'sehen Acanthophractiden (auch
Gen, Tetrapyle) sind ausgeschlossen.
Fam. Spongosphaeridae : Die auch hier zu zwei und drei vor-
handenen Skeletkugeln sind zu einem spongiösen Gerüste geworden.
Hieher die von Haeckel seinen Spongiuriden zugerechneten Gen.
Spongosphaera und Rhizosphaera.
Unterord. Dyssphaerideae: Mit einem in verschiedener Weise
von der Kugelform abweichenden Skelete.
Fam. Dyssphaeridae : Von den zwei Gitterschalen ist die äus-
sere an einer oder mehreren Stellen eingedrückt, so dass freie,
durch fortgesetztes Wachsthum sich vorgrössernde Schalenränder
entstehen. Rieher ausser dem. Gen. n. JEchinosphaera {E. datura n.
sp.) mit noch ziemlich sphaerischer geschlossener Rindensehale u. a.
auch Tetrapyle Müll. Als neu Lithelius primordialis.
Fam. Discidae: Weichkörper und Skelet sind scheibenförmig
abgeplattet. Die spiralige Bildung der Rindenschale ist überall
(nicht bloss bei den Haeckel 'sehen Discospiriden) nachweisbar.
Die platten Formen des Haeckel'schen Gen. Stylodictya erhebt
Verf. zu einem loesondem Gen. Stylospira {St. quadrispina und St.
arachnia nn. sip.), an das sich 3,u.ch. do^s Gen. n. Ämphibr achium {Ä.
rhopalum n.) anschliesst, das in seiner äussern Erscheinung der Gat-
tung Euchitonia am nächsten steht, jederseits aber nur einen Arm
trägt.
Fam. Sphongodiscidae : Sind Disciden, bei denen die Gitter-
platten der Schale durch ein Reticulum feiner Kieselbälkchen er-
setzt sind.
Ord. Äcanthomet reae : Vielkernige monozoe Radiolarien mit
allseitig durchbrochener Kapselmembran. Skelet nicht kieselig, aus
20 nach Müller'schem Gesetz gestellten Stacheln bestehend.
Fam. Acanthometridae: Skelet aus einfachen Stacheln ohne
Gittertafeln, Gallerthülle mit sogenannten Gallertcilien.
Fam. Acanthophractidae: Die Stacheln tragen seitliche Fort-
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 807
Sätze, welche sich zu Gittertafeln entwickeln und zuweilen sogar zu
einer Kugel sich vereinigen. Zu der so entstandenen äussern Git-
terkugel kommt gelegentlich (Aspidomma) noch eine innere. Hieher
(ausser Aspidomma) die Ha eckel 'sehen Doritaspiden, denen nur
irrthümlich ein Kieselskelet beigelegt wurde.
Fam. Diplocomdae : Mit zwei kegelförmigen Skeletlamellen,
die aus der Verschmelzung von je vier sogenannten Tropenstacheln
enstanden sind. Einziges Genus: Dix^loconus, dessen Skelet gleich-
falls nicht kieselig ist.
Ord. Monopyleae: Einkernige monozoe Radiolarien, deren
Kapselmemhran einseitig geöffnet und mit einem Porenfelde ver-
sehen ist. Skelet kieselig.
Fam. Plagiacanthidae: Mit drei an einem Ende verschmol-
zenen Skeletstacheln. Einziges Genus: Plagiacantha M. (PI. abie-
tina n. sp.).
Fam. Acanthodesmidae : Das Skelet besteht aus Kieselringen
oder ist aus solchen durch Anwachsen neuer Theile hervorgegangen.
Hieher auch die Haeckel 'sehen Zygocyrtiden. Neue Arten: Litho-
circus produdus und Ceratospyris acuminata.
Fam. Cyrtidae: Die Skelete sind triradiale käfigartige Gehäuse,
die meistens durch Einschnürungen in zwei oder mehr hinter ein-
ander gelegene Kammern getheilt werden. Die erste Kammer wird
von den folgenden durch eine von o — 4 Kieselstäben gebildete
Scheidewand getrennt, In dieser formenreichen Gruppe beschreibt
Verf. als neu: Tridictyopus elegans, Eucecryphalus laevis u. Cyrti-
dium (n. gen.) inerme, das abweichender Weise des Skelets vollstän-
dig entbehrt, durch den Bau seiner Weichtheile sich aber als Mono-
pylee erweist.
Ord. Tripyleae: Einkernige monozoe Radiolarien mit einer
Hauptöffnung und zwei Nebenöffnungeu an der doppelten Kapsel-
membran. Skelet kieselig, aus Röhren gebildet.
Fam. ÄidacantJiidae: Mit isolirten, nicht unter einander zu-
sammenhängenden Skeletröhren. Ausser Aulacantha noch die Genera:
Thalassoplancta und Dictyocha.
Fam. Äulosphaeridae : Mit Skeletröhren, die zu einem einzigen
Stück untrennbar verbunden sind. Hieher Aulosphaera {Ä. gracilis
n.), Coelodendron u. das neue Gen.: Coelacantha (C. anchorata n.),
welches sich von Aulosphaera durch den Besitz einer innern Kugel-
schale unterscheidet, die mittels Radialstäben der äussern verbun-
den ist.
Mivart's „notes on recent researches on Radiolaria"
(Journ. Linn. Soc. XIV p. 136) London 1871 sind Ref.
nicht zu Gesicht gekommen.
808 Leuckart: Bericht üb. d, wissenschaftlichen Leistungen
Ebenso wenig Wallich, „on the Radiolaria as an
Order of the Protozoa% Pop. sc. rev. 1878 II p. 267 u.
268 PI. VI.
Unter den Namen Heliosphaera (?) Haeckelii beschreibt
Grimm eine im Kaspischen Meere von ihm aufgefundene
neue Radiolarie (1. c. T. I p. 68). Das Skelet ist höcker-
los und glatt.
Wyv. Thomson berichtet in der Reise des Chal-
lenger (1. c. T. I p. 232 Fig. 51) von einer höchst eigen-
thümlichen nackten Radiolarie, deren Centralkapsel von
kleinen stachligen Kalkkörperchen umgeben ist, welche mit
den Kalkkörperchen der Holothurien eine gewisse Aehn-
lichkeit haben und Anfangs, so lange dieselben nur in
Grundproben zur Untersuchung kamen, auch wirklich dafür
gehalten wurden. Verf. schlägt dafür den Namen Calcar-
omma calcarata vor. Sie findet sich massenhaft an der
Oberfläche der stillen Südsee. Ebendas. (p. 234, 235,
236, Fig. 52 p. 53, 54) liefert Verf. auch die Abbildungen
eines neuen Dictyopodium, einer neuen Xiphacantha und
eines neuen Haliomma.
Weitere Angaben und Darstellungen desselben For-
schers betreffen (ibid. T. II p. 321 ff.) eine zuerst von
Murray (Proceed. roy. Soc. Vol. XXIV p. 471 PI. 24)
unter dem neuen Genus-Namen Challengeria beschriebene
Rhizopodenform mit äusserst zierlich und fein gefensterter
Kieselschale, eine Gruppe repräsentirend, die in einer Tiefe
von 3—400 Faden weit verbreitet ist und in mehr als 30
Species zur Beobachtung kam. Die Schale ist trotz ihrer
wechselnden Gestaltung, die sie hier einer Kugel, dort
einer Flasche oder Linse ähnlich erscheinen lässt, be-
ständig einkammerig und von einer Oeffuung durchbrochen,
deren Rand sich in lippenartige, oftmals sehr charakte-
ristisch gestaltete Fortsätze auszieht. Die Aussenfläche ist
gewöhnlich reich sculpturirt und nicht selten mit Spitzen
besetzt, die durch ihre regelmässige Anordnung dem Ganzen
ein sehr zierliches Aussehen geben. Die im Innern enthaltene
Sarcode hat eine körnige Beschaffenheit und umschliesst
zahlreiche dunkelbraune, bisweilen selbst schwarze Körper-
chen, wie sie an Stelle der gelben Körperchen auch sonst
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 809
oftmals bei Tiefsee - Radiolarien angetroffen wurden. In
den wärmern Meeren sind dieselben mit ihren zahl-
reichen Formen weit verbreitet — Verf. liefert Abbil-
dungen von drei verschiedenen Arten, ohne dieselben jedoch
mit besonderen Namen zu bezeichnen (Fig. 58 und 59) —
aber weniger an der Oberfläche, als in der Tiefe. Viel-
leicht, so meint Verf., dass dieselben am natürlichsten in
der Nähe von Gromia unterzubringen sein dürften.
Wie gross übrigens der Reichthum an neuen Radio-
larien-Formen ist, welche die Challenger-Expedition beson-
ders aus der Tiefe des pacifischen Oceans gehoben hat,
geht daraus hervor, dass Ha e ekel, dem die Bearbeitung
dieser Sammlung anvertraut ist, seiner Angabe nach im
Stande war, darin mehr als 2000 neue Arten nachzu-
weisen.
Bei der Durchforschung dieses umfangreichen Ma-
terials hat sich nun aber die Nothwendigkeit herausge-
stellt, das System der Radiolarien in wesentlichen Punkten
umzugestalten. Schon früher waren einzelne Arten bekannt,
die durch gewisse Eigenthümlichkeiten ihrer Organisation
von den gewöhnlichen Formen abweichen, trotzdem aber An-
fangs, so lange sie nur in geringer Anzahl zur Beobach-
tung gekommen waren, unbedenklich den übrigen Familien
eingereihet werden durften. Es sind dieselben Arten, welche
von Haeckel (S. 700) wegen der Zusammensetzung
ihres Skelets aus hohlen Röhren als Pansoleniae, von Her t-
wig (S. 807) wegen der Dreizahl der Oeffnungen in der
doppelten Kapselmembran als Tripyleae von den übrigen
Radiolarien unterschieden wurden. Die Untersuchung der
dahin gehörigen zahlreichen Tiefsee-Formen hat nun aber
weiter zu der Erkenntniss geführt, dass die frühere Be-
grenzung dieser Gruppen deren natürlichen Inhalt keines-
wegs erschöpfend ausdrückt, denselben vielmehr auch For-
men ohne Kieselröhren und dreifach durchlöcherte Kap-
selmembran zugehören. Als eigenthümlicher und auffal-
lender Charakter aller dieser Rhizopoden hat sich dagegen
die Anwesenheit eines die Centralkapsel zum grossen
Theile umlagernden ansehnlichen Pigmenthaufnes (Phaeo-
dium) und die eigeuthümlich gebaute doppelte Membran
810 Leuckart: Bericht üb, d. wissenschaftlichen Leistungen
der Centralkapsel ergeben, Charaktere, welche Haeckel
veranlassten, die betreffenden Organismen mit dem Namen
Phaeodarien zu belegen, („lieber die Phaeodarien, eine
neue Gruppe kieselhaltiger mariner Rhizopoden", Sitzungs-
berichte der Jen. Gesellsch. für Med. und Naturw., Jahrg.
1879, 7 Seiten.) Trotz der ansehnlichen Grösse und der
Structur der Centralkapsel, so wie der Anwesenheit einer zum
Durchtritt der Pseudopodien bestimmten ein- bis dreifachen
Oeffnung hat diese übrigens nur den Formenwerth einer
einzigen einfachen Zelle mit einem Kerne , der früher als
Binnenbläschen beschrieben wurde. Die extracapsuläre
Sarcode ist in reichlicher Menge vorhanden und durch die
darin angehäuften dunkeln Pigmentkörner (Phaeodellen),
die übrigens keineswegs echte Pigmentzellen darstel-
len und an Form, Grösse und Menge vielfach wechseln,
zur Genüge ausgezeichnet. Extracapsuläre gelbe Zellen —
nach neuern Untersuchungen parasitische Algen — fehlen.
Das nur selten abwesende Kieselskelet ist stets extracapsu-
lär. Auf Grund dieser Eigenthümlichkeiten werden die
Charaktere der neuen Ehizopodengruppe, die vorläufig
übrigens am besten den Radiolarien noch angeschlossen
bleibt, folgendermaassen festgestellt.
Phaeodaria. Einzellige Rhizopoden, deren grosser
Zellenleib (Centralkapsel) einen mächtigen Nucleus (Binnen-
bläschen) einschliesst. Die Zellenmembran ist stets dop-
pelt, von einer oder mehreren grossen Oeffnungen durch-
brochen, durch welche das intracapsuläre Protoplasma mit
dem viel voluminösem extracapsulären communicirt. In
letzterm liegt excentrisch das Phaeodium. Dieser ganze
Körper ist umschlossen von einer dicken, oft mit Vacuolen
erfüllten Gallerthülle, welche die zahlreichen Pseudopodien
radial durchsetzen, um über ihre Oberfläche frei auszu-
strahlen. Mit sehr wenigen Ausnahmen findet sich sehr
allgemein ein entwickeltes , stets extracapsuläres Ske-
let, welches gleich dem der typischen Radiolarien sehr
mannichfaltige , oft höchst zierliche und vielfach zusam-
mengesetzte Formen bildet, meist anstrahlend in hohle
Kieselröhren.
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 811
In der so charakterisirten Gruppe unterscheidet Verf.
4 Ordnungen und 10 Familien.
Ord. Phaeocystia: Kiesel-Skelet fehlt entweder ganz , oder
besteht aus hohlen Nadeln, welche ausserhalb der Centralkapsel bald
zerstreut, bald regelmässig angeordnet sind.
Fam. Phaeodinidae: Kiesel-Skelet fehlt ganz. Genera: Phaeo-
dina n., Phaeocolla n.
Fam. Canfwrhaphidae: Kiesel-Skelet besteht aus zahlreichen
einzelnen hohlen Nadeln (Cavispicula) oder hohlen Gitterstückchen
(Caviretula), welche, rings in der Peripherie des extracapsulären
Weichkörpers zerstreut, meistens tangential gelagert sind. Genera:
Cannorhaphis n., Thalassoplancta Haeck., Dictyocha Haeck.
Fam. Aulacanthidae : Kiesel-Skelet besteht aus hohlen Radial-
Stacheln, welche rings von der Oberfläche der Central-Kapsel aus-
gehen und die extracapsuläre Gallerte durchsetzen. Die Oberfläche
der letzteren ist gewöhnlich mit einem dichten Mantel von feinen
hohlen Kiesel-Nadeln bedeckt, welche tangential gelagert und mit
einander verfilzt sind. Genera: Aulacantha Haeck., Äulancora n.,
Äulographium n.
Ord. PJiaeogr omia: Kiesel-Skelet besteht aus einer einzigen
Gitterschale, welche, bald kugelig, bald eiförmig oder verschieden
gestaltet, oft dipleurisch, stets aber mit einer grossen Hauptöfinung
oder Mündung versehen ist (seltener mit mehreren solchen Mün-
dungen). Oft finden sich höhle Stacheln und an deren Basis eigen-
thümliche Porenfelder.
Fam. Challengeridae : Kiesel-Skelet besteht aus einer einaxigen
oder dipleurischen, oft bilateral zusammengedrückten und gekielten
Gitterschale, welche meist eiförmig oder länglich-rund, und an einem
Pole der Axe mit einer weiten Mündung versehen ist. Diese Mün-
dung ist selten einfach, meist mit einem hohlen Zahne bewaffnet
oder in eine oder mehrere , oft verästelte hohle Röhren fortgesetzt.
Die Gitter-Structur der Kieselschale gleicht meist derjenigen der
Diatomeen; in jedem sechseckigen Feldchen findet sich ein feiner
Perus. Genera: Challengeria Murray, Ttiscarora n., Gazelletta n.,
Porcupinia n., Entocannula n., LitJiogromia n.
Fam. CastanelUdae : Kiesel-Skelet besteht aus einer einfachen
kugeligen Gitterschale, welche an einer Stelle ihrer Oberfläche eine
weite (oft mit besonderen Fortsätzen umgebene) Mündung besitzt.
Meistens ist die Gitterschale mit soliden oder hohlen Stacheln be-
deckt. Genera: Castanella n., Gastanidium n., Castanissa n., Casta-
nopsis n., Castanura n.
Fam. Circoporidae: Kiesel-Skelet besteht aus einer subsphäri-
schen oder polyedrischen Kieselschale, von der nach verschiedenen
Richtungen hohle radiale Röhren (einfach oder verästelt, oft mit
ArcMv f. Naturg. XXXXVI. Jahrg. 2. Bd. ZZ**
812 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
Wimper- Quirlen besetzt) ausstrahlen, und welche eine grosse Mün-
dung, sowie zerstreute Porenfelder besitzt. Die Poren bilden meistens
Kränze um die Basis der Stacheln. Genera: Gircoporus n., Circo-
spathis n., Circostephanus n., Porostephanus n., Porospathis n.
Ord. Phaeosphaeria: Kiesel -Skelet besteht aus zahlreichen
hohlen Röhren, welche in eigenthümlicher Weise zu einem grossen,
meist kugeligen oder polyedrischen Gitter-Körper verbunden sind.
Farn. Äülosphaeridae: Kieselschale eine Gitterkugel oder ein
polyedrischer Gitterkörper , dessen einzelne Gitterbalken hohle
Röhren sind. Von den Knotenpunkten des Gitterwerkes strahlen
gewöhnlich hohle Stacheln aus. Genera: Aulosphaera Haeck. , Au-
lodictyum n., Auloplegma n.
Farn. CannospTiaeridae: Kiesel-Skelet besteht aus einer einaxi-
gen, kugeligen oder eiförmigen, einfachen Markschale, welche durch
hohle Radial-Stäbe mit einer zusammengesetzten äusseren Rinden-
schale verbunden ist ; letztere besteht aus hohlen Röhren , welche
eine weitmaschige Gitterkugel zusammensetzen, und von den Knoten-
punkten der letzteren gehen einfache oder verästelte hohle Radial-
Stacheln aus. Genera: Cannacantha n., Cannosphaera n., Coela-
cantha n.
Ord. Phaeoconchia: Kiesel-Skelet besteht aus zwei getrennten
gegitterten Klappen, gleich einer Muschelschale; oft sitzen auf dem
Scheitel beider Klappen einfache oder verästelte hohle Röhren.
Fam. Concharidae: Kiesel-Skelet besteht aus zwei halbkugeligen
oder linsenförmigen, mit der Concavität einander zugekehrten Git-
terschalen, deren Ränder gewöhnlich mit einer Zahnreihe besetzt
sind. Die Zähne greifen gleich den Schloss-Zähnen einer Muschel-
Schale in einander. Genera: Concharium n., Conchopsis n., Conchi-
dkim n., Conchoceras n.
Fam. Coelodendridae: Kiesel-Skelet besteht aus zwei halbkuge-
ligen oder linsenförmigen, mit der Concavität einander zugekehrten
Gitterschalen. Von den beiden entgegengesetzten Polen der Haupt-
axe (oder von den Scheitel- Mittelpunkten der Halbkugeln) gehen
einfache oder baumförmig verzweigte hohle Stacheln ab. Genera:
Coelodendrum Haeck., Goelothamnus n., Coelodrymus n., Coelo-
thauma n.
In Bezug auf die Radiolarien der englischen Nord-
polexpedition (1871 — 76) beschränken wir uns auf die Be-
merkung, dass dieselben, den Untersuchungen Haeck el's
zufolge, nahezu mit den während der Challenger-Expe-
dition in der Tiefe des Stillen Oceanes aufgefundenen
Arten identisch sind. Annais and Mag. nat. history Vol.
I p. 438.
in d. Naturgescbichte d. uied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 813
Sporozoa (Gregarinae).
Nachdem sich im Laufe der Zeit ziemlich allgemein
die Ansicht geltend gemacht hat, dass die sog. Psoro-
spermien mit ihren verschiedenen Formen den Gregarinen
nahe verwandt seien, erweist es sich als nothwendig, für
die durch Vereinigung dieser Organismen gebildete Gruppe
eine gemeinsame, für sie alle gültige Bezeichnung zu
suchen. Referent glaubt (Parasiten des Menschen T. I.
S. 241—287) diesem Bedürfnisse durch die Bezeichnung
„Sporozoa" abgeholfen zu haben, zumal dieselbe auf ein
Moment sich bezieht, welches unsere Organismen in hohem
Grade auszeichnet und von den übrigen Protozoen unter-
scheidet. Freilich ist das, was man als Sporen oder
Psorospermien bei diesen Geschöpfen bezeichnet hat, nicht
bei allen ein gleichwerthiges Gebilde, wie das besonders
die sog. eiförmigen Psorospermien beweisen, die nach
Verf , der deren Lebensgeschichte eingehend untersucht und
dargestellt hat, den eingekapselten Gregarinen entsprechen
und erst ihrerseits die eigentlichen Psorospermien hervor-
bringen. In dieser Klasse der Sporozoen glaubt Verf. am
besten drei oder vier Ordnungen unterscheiden zu können,
die eigentlichen und echten Gregarinen, die sog. Fisch-
psorospermien, Geschöpfe, deren Protoplasmakörper der
festen Umhüllung entbehrt, auch niemals sich einkapselt
und die Psorospermienbildung bereits frühe, vor Abschluss
des Wachsthums beginnt, die sog. eiförmigen Psorosper-
mien oder Coccidien, wie Verf dieselben benennt, und
eventuell noch die Miescher'schen oder Bainey'schen Kör-
perchen. Die Coccidien charakterisirt Verf als Sporozoen,
welche in ihrer hüllenlosen Jugendform die Epithelial-
zellen verschiedener Organe bewohnen, nach Abschluss
ihres Wachsthums aber mit einer festen Schale sich um-
geben und dann frei werden. In diesem Zustande ge-
wissen Entozoeneiern zum Verwechseln ähnlich, bilden sie,
bald noch innerhalb ihres Wirthes, bald auch ausserhalb
desselben, durch Klüftung ihres Inhaltes eine grössere oder
kleinere Anzahl von Sporen mit Körnerhaufen und stäb-
814 Leuckart; Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
chenartigen Embryonalformen. Die Sporen selbst sind
ziemlich dünnhäutig und von einfach rundlicher oder elli-
psoidischer Gestalt. Zu diesen Coccidien rechnet Verfasser
nicht bloss die bekannten eiförmigen Psorospermien der
Kaninchenleber, die er als Coccidium oviforme n. in ihren
verschiedenen Entwicklungszuständen verfolgt, sondern auch ]
die von A. Schneider als Klossia, Benedenia und Eimeria ]
bezeichneten Formen, die selbständige Species repräsen- J
tiren und eventuell auch, wenn man das Gen. Coccidium ^
auf die Arten mit bloss vier Sporen beschränkt; als Reprä- '.\
sentanten besonderer Genera angenommen werden können. |
Unter den Namen der eiförmigen Psorospermien sind j
übrigens (auch von Eimer, J. B. 1870, S. 480) mancherlei "'
verschiedene Species zusammengefasst, zum Theil sogar j
Arten, die sich durch ihre Fortpflanzungsweise (Bildung, |
Zahl und Beschaffenheit der Sporen) sehr auffallend von
einander unterscheiden. Was Verf. also bezeichnet, sind,
wie gesagt, nur die bekannten Schmarotzer der Kaninchen-
leber, die übrigens gelegentlich auch — wie Ref. das noch
durch ein Paar neuer Fälle illustrirt — bei dem Menschen
vorkommen. Selbst die Coccidien des Dünndarms, die bei
verschiedenen Wirbelthieren, auch dem Menschen, vor-
kommen, hält Verf. für eine von dem C. oviforme ver-
schiedene Art ((7. perforans n.). Die Sporenbildung des
C. oviforme geht immer erst nach der Auswanderung vor
sich, die natürlich durch den Darm hindurch erfolgt, ge-
wöhnlich erst nach Verlauf mehrerer Wochen. Sie ge-
schieht durch eine Viertheilung des Inhalts, in Folge deren
die Ballen dann mit einer Hüllhaut sich umkleiden und
unter gleichzeitiger Ausscheidung eines kugligen kleinen
Körnerhaufens (nucleus de reliquat) zu einem C-förmig
gekrümmten hyalinen Körperchen werden. In diesen
letztern sieht Verfasser die eigentlichen Keime, indem er
die von anderer Seite behauptete Weiterentwicklung für
Erscheinungen des Zerfalls und der Auflösung hält. Die
Weiterentwicklung wurde allerdings nicht direct beobach-
tet, doch macht Verfasser es wahrscheinlich, dass die in
den Epithelzellen der Lebergänge von ihm aufgefundenen
jüngsten Zustände, hüllenlose Protoplamahaufen von weniger
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. Jahre 1876-1879. 815
als 0,01mm, direkt aus denselben hervorgingen.« Anfangs
haben die inficirten Epithelzellen noch die gewöhnliche
Form und Anordnung, aber während des Wachsthums des
Parasiten gehen mit denselben allmählig grosse Verände-
rungen vor sich, so dass sie schliesslich als rundliche Ge-
bilde von beträchtlicher Grösse erscheinen, welche neben dem
Kerne eine ansehnliche Körnerkugel in sich einschliessen
und in dicker Schicht der Wandung des inzwischen immer
stärker erweiterten Gallenganges aufliegen. In Folge
der Einkapselung verwandelt sich diese Kugel in ein
ovoides Körperchen, unter dessen Hülle sich dann durch
eine Art Häutung die definitive Cystenhaut bildet, die
durch eine mehr bauchige Form und den Besitz einer
micropylartigen Oeffnung am spitzen Ende zur Genüge
charakterisirt ist. Die von Lindemann in der Niere des
Menschen aufgefundenen sog. Psorospermien hält Verf.
gegenwärtig für sehr zweifelhaft. Den von demselben
Beobachter beschriebenen Haargregarinen aber wird eine
jede Berechtigung abgesprochen.
Dagegen sind die von Grassi im Kothe des Men-
schen zwei Mal aufgefundenen und als Prosospermien be-
schriebenen Körperchen (Rene. Instit. Lomb. 1879, Vol.
XII. Fase. 15, 5 Seiten mit Holzschnitt) bestimmt als
Coccidien in Anspruch zu nehmen.
Ebensolche Gebilde findet Rivolta auch in den Darm-
zotten wuthkranker Hunde uud einer Katze (sopra alcune
specie di Taenia e sopra special! cellule oviformi dei villi
di cane e del gatto, Pisa 1874, p. 16—20). Beim Hunde
sind dieselben übrigens schon 1860 vom Referenten nach
der Infection mit Trichinen mehrfach beobachtet.
Später sind die gleichen Gebilde auch von Grassi (pro-
tozoi parassiti 1. c. p. 2) bei der Katze im Dickdarm gesehen
und als Coccidium Bivoltae n. beschrieben. Die specifische
Natur derselben wird dadurch ausser Zweifel gestellt, dass
die nur in Zweizahl entstehenden Sporen je vier sichel-
förmige Körperchen (germi monerici) zur Entwicklung
bringen.
Gabriel liefert (Jahresber. der Schles. Gesellsch. für
vaterl. Cultur, Naturhist. Sect. 1876, S. 22—25) weitere
816 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
„Mittheilungen über die Entwicklungsgeschichte der Regen-
wurm- Gregarinen^' und schildert darin die Art und Weise,
wie die letztern aus den durch Zusammenfliessen der amö-
boiden Keime entstandenen (J. B. 1875, S. 594) „Syna-
moebien" hervorgehen. Die einen, so lehrt Verf., ent-
wickeln sich auf dem Wege der äussern Knospung aus
einzelnen an der Peripherie der Colonie gelegenen Theil-
stticken als zarte, jeder Granulation entbehrende protoplas-
matische Ausläufer (wahrscheinlich analog den Pseudo-
filarien vanBeneden's), die andern aber entstehen durch
Sporogonie als ein stets central gelegenes Häufchen unge-
mein kleiner, stark lichtbrechender und scharf umschrie-
bener Körnchen. Schnelligkeit des Wachsthums und der
Differenzirung in Kern und Hülle zeigen dabei nicht min-
der grosse Verschiedenheiten, als die Energie der Be-
wegungserscheinungen. Weiter verhalten sich die durch
Sporogonie entstehenden Gregarinen auch insofern ab-
weichend, als sie entweder nur aus dem Protoplasma eines
einzigen Mitgliedes der Colonie hervorgehen und auf
Kosten aller übrigen wachsen, so dass sie deren Ueber-
reste noch nach der Loslösung als rosenkranzartig ange-
ordnete Körner mit umhertragen, oder aus der Gesammt-
masse des Synamoebiums sich bilden. In letzterem Falle
bewahren dieselben die ursprüngliche Kugelform und bleiben
beständig von einem Pseudopodien treibenden Protoplasma
bedeckt. Verfasser benennt dieselben als Myxocysten.
Sie finden sich oft in grosser Zahl in den letzten Leibes-
segmenten der Regenwürmer und sind nach der Ansicht
des Verf's. zur Auswanderung bestimmt. Was die Pseudo-
navicellen und Pseudocysten betrifft, so entstehen diese
keineswegs immer auf die bis jetzt allein bekannte Weise,
sondern mitunter auch unter Ueberspringung der endstän-
digen Gregarinenform direkt innerhalb eines einzigen dem
Synamoebium zugehörenden Theilstückes. Die auf diese
Weise entstandenen Gebilde sind aber nicht bloss kleiner,
als die aus differenzirter Leibesmasse von Gregarinen her-
vorgegangenen Pseudocysten, sondern auch ohne Kern und
Nucleolus, wie man solche bei den letztern selbst nach
vollendeter Bildung noch antrifft. Verfasser meint, dass
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 817
die gleiche Entstehungsweise den Psorospermien der Wir-
belthiere zu Grunde liege, bei denen die sonst endstän-
dige Gregarinenform in Folge veränderter ungünstiger Le-
bensbedingungen überhaupt nicht, oder doch nicht voll-
ständig herausgebildet sei. Der zuweilen bei den Grega-
rinen sich findende Haarbesatz soll nicht einer Häutung
den Ursprung verdanken, sondern eine bis in die erste
Anlage des künftigen Gregarinenkörpers zurück verfolgbare
Differenzirung darstellen (? Ref).
Ebenso berichtet derselbe (a. a. 0. 1877, S. 26—30)
über die Resultate der Züchtungsversuche, die er mit den
aus ihrer ursprünglichen Lagerstätte isolirten Pseudona-
vicellencysten (in einer IV2 procentigen Lösung von kohlen-
saurem Natron) angestellt hat. Nach Verlauf einiger
Wochen sah er zunächst die Cystenwand sich lockern und
einreissen, so dass die Pseudonavicellen einzeln oder zu
Massen verschiedener Grösse vereinigt nach aussen her-
vortraten. Das Zusammenkleben rührt von äusserst kleinen
zähflüssigen Tröpfchen her, welche aus den Polenden der
Pseudonavicellen ausgesickert sind und nicht selten die
Oberfläche der Schale continuirlich bedecken. Anfangs
ziemlich farblos nimmt diese Kittsubstanz allmählich eine
gelbliche und braune Färbung an, während die davon
umhüllten Pseudonavicellen ihren frühern scharfen Contour
verlieren und durch Zusammenziehung zu rundlichen Kör-
pern werden, welche sich eine lange Zeit hindurch mit
deutlicher Begrenzung markiren und nur selten zu zwei
oder drei mit einander verschmelzen. In den isolirt blei-
benden Sporen dagegen vollziehen sich andere Verände-
rungen, indem sich der gesammte protoplasmatische In-
halt derselben, innerhalb dessen es niemals zur Differen-
zirung sichelförmiger Körper kommt, zu einer kugelförmi-
gen Masse zusammenballt, von den Schalenwänden sich
zurückzieht und allmählig zu einem ovalen Körper aus-
wächst, der von einer glashellen homogenen Plasmaschicht,
wie von einem Mantel, umhüllt ist. Ausser leeren Schalen
fanden sich in dem Untersuchungsmateriale schliesslich
noch unregelmässige Scheiben-, platten- oder spindelförmige
Gebilde, wie solche auch von Claparede neben Grega-
818 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen
rinen in der Leibesflüssigkeit von Seeanneliden beobachtet
sind.
Dieselben Gebilde fand Gabriel später (a. a. 0.
1878, S. 76 — 81 „über primitives Protoplasma") in den
keimbereitenden männlichen Organen und der Leibesflüs-
sigkeit der Lumbricinen, sowie so häufig in marinen Wir-
bellosen (Dendrocoelen, Anneliden, Crustaceen), dass er an-
nimmt, dieselben würden sich in allen denjenigen Wirthen
nachweisen lassen, deren Gregarinen ihren Zeugungscyclus
mit Encystirung und Sporenbildung beginnen, was übrigens
nach unserm Verf. durchaus nicht constant der Fall ist.
Sie erscheinen als völlig homogene Plasmastücke, bald be-
wegungslos, anscheinend ohne Leben, bald auch in eigen-
thümlicher Weise beweglich, und sind nach unserm Verf.
nichts Anderes, als die ihrer schützenden Hülle entkleide-
ten sichelförmigen Inhaltsportionen der Pseudonavicellen,
welche noch in ihrem socialen Verbände geblieben sind
und unter Umständen auch für immer bleiben, während
man daraus in andern Fällen die einzelnen Stäbchen sich
loslösen sieht. Aus den letzten sowohl, wie aus den erstem
sollen nun nach unserm Verfasser direct wieder (mit Ueber-
springung des amoeboiden Zustandes) neue Gregarinen
hervorgehen, ohne dass eine Auswanderung der Keime
nöthig ist. Die Bewegungserscheinungen, welche die pro-
toplasmatischen Körper zu gewissen Zeiten wahrnehmen
lassen, bezeichnet Verf. als Zuckungen von bald grösserer,
bald auch geringerer Ausdehnung und Zeitdauer, in deren
Folge die ursprüngliche Form nicht selten in dieser oder
jener Weise sich abändert.
Leidy findet in den amerikanischen Regenwürmern
dieselben Gregarinen und Pseudonavicellencysten, wie sie
bei uns vorkommen, und schätzt die Zahl der letztern
allein in dem letzten Hodenpaare auf mehrere Tausend.
Dabei ist er übrigens der Meinung, dass die Gregarinen
höher entwickelt seien, als die Rhizopoden, und in dem
natürlichen Systeme zwischen diesen und den Infusorien
stehen müssten. Proceed. Philadelphia Acad. 1877, p. 196
und 197.
Die zuerst von Lieberkühn in der Harnblase der
in d. Naturgesch. d. nied. Thiere währ. d. Jahre 1876—1879. 819
Hechte aufgefundenen parasitischen Gebilde sind nach Ga-
briel (a. a. 0. 1879, S. 188—195) nicht als Gregarinen, son-
dern als sporentragende myxomycetenartige Plasmodien auf-
zufassen. Freilich zeigen sie in anderer Beziehung wieder
manche Abweichungen von der Myxomycetengruppe, so
dass sie vielleicht am besten eine zwischen Myxomyceten
und Gregarinen stehende Sippe bilden, die auf dem Wege
allmähliger Anpassung an bestimmte und neue Lebensbe-
dingungen entstanden ist.
Giard findet in der Leibeshöhle von Echinocardium
fast bei jedem Exemplare einen eigenthümlichen Parasiten
von ansehnlicher Grösse (bis 1 cm lang, 4—5 mm breit)
und intensiv schwarzer Färbung, welcher meist in der
Nähe des Mundes der Schale anhängt und durch seine
ganze Beschaifenheit an das Plasmodium eines Myxomy-
ceten erinnert. Die Aussenfläche desselben enthält zahl-
reiche hyaline Kapseln von verschiedener Grösse (bis zu
2 mm), deren Innenraum neben einem Haufen kleiner
Krystalle spindelförmige Psorospermien aufweist, die den
Enden von radiär verlaufenden Fäden aufsitzen und selbst
mit je zwei seitlichen fadenförmigen Fortsätzen versehen
sind. Die einen dieser Psorospermien sind gross, die an-
dern klein, das Letztere namentlich in den kleinern Kap-
seln. Diese kleinern sind es auch, welche die Psorosper-
mien in der oben erwähnten Anordnung zeigen, denn in
den grösseren sind dieselben zu Gruppen unter sich ver-
einigt, welche durch die vorstehenden, gleichfalls zu mehrern
neben einander liegenden Anhangsfäden einer Flagellaten-
colonie nicht unähnlich sind. Der Inhalt der Psorosper-
mien besteht bald aus einem ungeformten Protoplasma,
bald auch aus 4 — 6 sichelförmigen Körperchen, neben
denen man noch einige das Licht stark brechende Körn-
chen antrifft. Die Pigmentirung der Masse rührt von den
Pigmentmoleculen des Seeigels her, der die Parasiten beher-
bergt. Zwischen denselben trifft man auf zahllose kleine
Amoeben, welche Verfasser direct von den sichelförmigen
Keimen der Psorospermien ableiten möchte. Da eigent-
liche Gregarinenartige Zustände völlig fehlen, ist Verf.
übrigens geneigt, seinen Parasiten mehr den niedern Pflan-
820 Leuckart: Bericht üb. d. wissenschaftlichen Leistungen etc.
zen (Myxomyceten oder Chytridien) zuzurechnen, als den
Thieren. Sur une nouyelle espece de Psorospermie (Litlio-
cystis Schneiden), Cpt. rend. 1876, T. 82, p. 1208—1210,
in's Englische übersetzt, Ann. and Mag. nat. hist. T. XVIII,
p. 192—194.
Nach H'allez (Contrib. hist. nat. Turbellaries p. 85)
sind auch bei Planaria fusca Gregarinen nichts weniger
als selten. Ob auch die gelegentlich vorkommenden
dickwandigen Cysten mit einer aus hüllenlosen ovalen
Körperchen bestehenden Inhaltsmasse und die frei daselbst
beobachteten amöboiden Gebilde dem Entwicklungscyclus
derselben angehören, ist zweifelhaft.
Ebenso stösst auch Vejdowsky bei Gelegenheit
seiner Untersuchungen über Enchytraeus im Hoden und
der Leibeshöhle auf zwei Gregarineuformen, von denen die
eine mit Gregarina enchytraei Köll. identisch ist, die
andere aber als Gonospora pachydriU n. beschrieben wird.
Die aus der Conjugation zweier Individuen hervorgegan-
gene Cyste ist, wie das A. Schneider bei ähnlichen
Formen beobachtete, von einer Scheidewand durchzogen.
(Beiträge zur vergl. Anat. der Enchytraeiden I. S. 39.)
Conorhynchus gibbosus n. gen. et n. sp. eine grosse
und sehr merkwürdige Gregarine aus dem Darme von
Echiurus Pallasii s. Greeff, Echiuren, Nova Act. Leop.
Car. Bd. XIL P. II S. 128.
Universitäts-Buchdruckerei von Carl Georgi in Bonn.
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