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ARCHIT
FÜR
NATURGESCHICHTE
GEGRÜNDET VON A. E A. WIEGMANN,
FORTGESETZT VON
W. E ERICHSON UND E H. TROSCHEL.
HERAUSGEGEBEN
DR. ED. VON MARXENS,
PROFESSOR AN DER FRIEDRICH- WILHELMS-UNIVERSITÄT ZU BERLIN.
SIEBEN UND VIERZIGSTER JAHRGANG.
Zweiter Band.
Berlin,
Nicolaische Verl ags -Buch h an dlung
R. Stricker.
1881.
Inhalt des zweiten Bandes.
Seite
Bericht über die Leistungen im Gebiete der Arthropoden wäh-
rend des Jahres 1880. Von Dr. Philipp Bertkau in Bonn 1
Allgemeines 1
Crustacea 7
Myriapoda 38
Arachno'idea . 43
Insecta 76
Bericht über die Leistungen in der Naturgeschichte der Säuge-
thiere während des Jahres 1880. Von Troschel . . . 257
Bericht über die Leistungen in der Herpetologie während des
Jahres 1880. Von Troschel 286
Bericht über die Leistungen in der Ichthyologie während des
Jahres 1880. Von Troschel 305
Bericht über die Leistungen in der Naturgeschichte der Mol-
lusken während des Jahres 1880. Von Troschel . . . 330
Cephalopoda 348
Gasteropoda 353
Pteropoda 383
Lamellibranchiata 3S3
Brachiopoda , 386
Bericht über die Leistungen in der Naturgeschichte der Vögel
während des Jahres 1880. Von August von Pelzeln
in Wien 389
IV Inhalt.
Seite
Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen in der Natur-
geschichte der niederen Thiere während der Jahre 1880
und 1881. I. Theil. Von Dr. M. Braun (Dorpat) und
Dr. von Linstow (Hameln) 465
1. Allgemeines, von Dr. M. Braun 465
2. Ringelwürmer (einschliesslich der Gephyreen) von
Dr. M. Braun 474
3. Entozoen von Dr. v. Linstow 529
4. Freilebende Plattwürmer von Dr. M. Braun . . 626
5. Orthonectiden von Dr. M. Braun 643
Bericht über die Leistungen im Gebiete der
Arthropoden während des Jahres 1880.
Von
Dr. Philipp Bertkau
in Bonn.
Karsch reproducirt Thorell's Stammbaum derGlie-
derthiere und dessen Bemerkungen über die Scheidung
von Descendenz und Darwinismus. Doch scheint
Karsch die Ableitung der Soli fugen von den Insekten
desshalb bedenklich, weil der einzige Grund, den man
hierfür anführen könnte, die Gliederung des Thorax, hin-
fällig ist, da sich dasselbe Merkmal auch bei den Tarta-
riden (Gatt. Nyctalops) Cambr. findet. 8. Jahresb. Westf.
Prov.-Ver. f. Wissensch. u. Kunst p. 29 ff.
Liönard zeigt, dass die bei den höheren Crustaceen
und einigen Insekten beobachtete Quercommissur hinter
dem oberen Schlundganglion in sehr weiter Verbreitung
unter den Tracheaten vorkommt, und stellt nach dem spe-
ciellen Verhalten dieser Commissur zu dem übrigen Schlund-
ring vier verschiedene Gruppen auf: Typus der Crustaceen,
von Dytiscus, Cossus ligniperda (Raupe) und Typus der
saugenden Insekten. Bull, de l'Acad. Royale . . de Belgique
(2. ser.) T. XLIX p. 176 ff.
Grenacher liefert gewissermaßen ein Supplement
zu seiner im vorigen Bericht (p. 235 (3)) angezeigten aus-
führlichen Abhandlung über das Sehorgan der Arthropoden,
indem er die Resultate seiner Untersuchungen über die
Augen einiger Myriapoden mittheilt und zugleich an-
gebliche Berichtigungen Graber's (ebenda p. 236 (4)) als
Arch. f. Naturgesch. XXXXVII. Jahrg. 2. Bd. A.
2 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
irrig zurückweist; Archiv f. mikroskop. Anatomie, XVIII
p. 415 ff., Taf. XX, XXI. Nach Grenacher hat sich nem-
lich Graber gröblich getäuscht, indem er kugelige Körper
unbekannter Natur für Kerne angesehen und auf Grund
der Mehrzahl dieser vermeintlichen Kerne eine Vielzellig-
keit des Retinaelementes behauptet hat ; die wahren Kerne
sind Grab er ganz entgangen. Dann fügt Grenacher
hier noch hinzu, dass der Dimorphismus der Spinnenaiigen
nur ein theilweiser ist, indem in den Hinteraugen mit (nach
Graber'scher Bezeichnung) präbacillärem Kern im äusseren
Winkel sich Zellen mit postbacillärem Kern und ohne prä-
bacillären vorfinden. Ein direkter Zusammenhang der
Optikusfaser mit dem Stäbchen ist noch unerwiesen, und
ebenso ist die Zwischenlamelle, bei Scorpionen zwar deut-
lich und auch bei einigen Spinnenaugen noch wahrnehmbar,
wohl nicht Gemeingut des Arthropodenstemma. — Auf diese
Bemerkungen über das Arachnidenauge lässt Grenacher
seine Untersuchungen des Myriapodenauges folgen, das er
in den meisten wesentlichen Eigenthtimlichkeiten anders
gebaut fand als Grab er. An den Augen der Scolopen-
driden lässt sich der Uebergang der Hypodermiszellen in
die des Glaskörpers sehr leicht beobachten^ namentlich bei
frisch gehäuteten Exemplaren, -bei denen der Glaskörper
sehr stark entwickelt, die Linse aber noch dünn ist. Nur
bilden die Zellen desselben keine einfache Lage epithe-
lialer gleich langer und radiär zum Linsenceutrum gestellter
Zellen wie bei den Arachniden, sondern laufen nahe der
Mitte der Linse deren Oberfläche parallel. Ebenso stehen
auch die Stäbe nicht senkrecht zur Linse, sondern vielmehr
radical senkrecht zur Linsenachse. Das Retinaelemcnt hat
(nur) einen postbacillären Kern; das Stäbchen besitzt ein
an seinem vorderen Ende sich verjüngendes Lumen. Das
Auge ist von einer Cuticula umgeben, die sich auch auf den
Optikus fortsetzt. — Das Auge von Lithobius Hess einen
eigentlichen Glaskörper vermissen; hinter der Linse, auf
deren höchster Wölbung flach ausgebreitet, waren mehrere
Male 2 — 5 Kerne zu sehen; im Umkreise der Linse liegt
ein Kranz grosser prismatischer Zellen, an die sich in der
Tiefe die Retinazellen anfügen. Die erwähnten Zellen
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 3
bilden einen Hohlcylinder, der von feinen Häärchen ange-
füllt ist, die von den Innenwänden des Hohlcylinders in
dessen Lumen convergirend hineinragen. Die Basis des
Hohlcylinders wird von den prismatischen Stäben ausge-
füllt. Auch hier ist das Auge von einer Cutikula umgeben.
Bei dem Auge von Julus ist zunächst bemerkenswerth,
dass die Linse aussen flach ist, dagegen innen als ein stark
abgestutzt konischer Zapfen vorspringt. Ein Glaskörper
fehlt auch hier. Die Stäbchen der Retinazellen scheinen
aus zahlreichen Fäserchen oder Borsten verschmolzen und
stehen in der Mehrzahl senkrecht zur Linsenachse. Aehn-
lich verhält sich das Auge von Glomeris. Ganz eigen-
thümlich ist das Auge von Scutigera: äusserlich einem
Facettenauge gleich und diesem auch gleich hinsichtlich
seiner Function zu stellen; dabei ist aber jedes Einzelauge
in einer von allen bisher bekannten Augen abweichenden
Weise gebaut. Hinter der innen fast flachen Linse erhebt sich
nemlich ein Kegel, der die Krystallkegel vertritt und als
Krystallkörper bezeichnet wird; er scheint aus meh-
reren Elementen zusammengesetzt, die aber ihrer Herkunft
und Natur nach ganz unklar sind. Die Retinula ist trich-
terförmig gebildet und umgibt den erwähnten Krystall-
körper. Die Retinulazellen sind nun in 2 Gruppen zu
sondern: 4, mit breiter Basis einer inneren Cutikula auf-
sitzende liegen ganz tief, und die von ihnen an der In-
nenseite ausgeschiedenen Stäbe berühren einander; diese
Zellen enden ungefähr an der Spitze des Krystallkörpers.
Der Mantel desselben ist aber ebenfalls von (ca. 10) Re-
tinulazellen umgeben, deren Stäbe somit einen Hohlkegel
um den Krystallkörper bilden. Bei den ersteren Hess sich
ein Zusammenhang mit je einer Optikusfaser nicht nach-
weisen; dagegen zeigten die letzteren an ihrer Aussenseite
abgehende Fortsätze, die sich bis zur Cutikula verfolgen
Hessen, hinter der unmittelbar der Optikus sich ausbreitet.
— Auf Grund der abweichenden Richtung der Stäbchen
hält Grenacher auch beim Myriapodenauge die Erzeugung
eines Bildes durch die bei manchen Arten wenigstens in
hohem Grade dazu befähigte Cornealinse für die Gesichts-
wahrnehmung für unwesentlich, und die meisten Myriapoden
4 Bertkau: Bericht üb. die wisseDSchaftl. Leistungen
nur für vermögend, Hell und Dunkel zu unterscheiden.
Dagegen funetionirt das zusammengesetzte Auge von Seu-
tigera wie die zusammengesetzten Insekten- und Crusta-
ceenaugen. — lieber das Auge von Cermatia forceps s.
auch Mason und Packard, Amer. Natur. 1880 p. 602.
Jul. Notthaft. Ueber die Gesichtswahrneh-
mungen vermittelst des Facettenauges. Abhandl.
Senckenberg. Naturf. Gesellsch. XII. 1. u. 2 p. 35 ff. mit
3 Tafeln. Der Verfasser hat sich eine doppelte Aufgabe
gestellt. Einmal nämlich sucht er unter Annahme der
Müller 'sehen Theorie von dem musivischen Sehen zu
einem Urtheil über die Deutlichkeit des Sehens mittels des
Facettenauges zu gelangen und kommt an der Hand stich-
haltiger Berechnungen zu dem Resultat, dass bei den In-
sekten bereits in einer Entfernung von 60 Centimetern vom
Auge die Grenze des deutlichen Sehens liegt, so dass in
grösserer Entfernung die Unterscheidung selbst charakte-
ristisch gestalteter Gegenstände vollständig aufhört. Zwei-
tens sucht der Verfasser dann aber auch die Frage zu
beantworten, wie denn trotz dieses unvollkommenen Erken-
nens der Gegenstände die Insekten sich orientieren können.
Um diese Frage zu beantworten, macht der Verfasser die
Annahme, dass die Wölbungen der einzelnen Cornea-
facetten nicht als lichtbrechende, sondern nur als
lichtsondernde Apparate fungiren, so zwar, dass nur
ein sehr feines Bündel ganz paralleler Strahlen wirksam
sei, nämlich das Bündel, dessen Querschnitt dem hinteren
Ende des Krystallkegels gleich sei. Unter dieser Voraus-
setzung würde die Helligkeit, unter der eine Fläche dem
Facettenauge erscheint, dem Quadrat der Entfernung um-
gekehrt proportional , also bei entfernten Gegenständen
sehr gering sein. Die Facettenaugen würden also nicht
sowohl zum Erkennen von Gegenständen, als zur
Leitung der Ortsbewegung durch den Unterschied
von Hell und Dunkel dienen.
Krukenberg berücksichtigt in seinen Versuch,
zur vergl. Physiologie der Verdauung und vergl.
phys. Beiträge zur Kenntniss der Verdauungs-
vorgänge auch einige Arthropoden; Unters, a. d. physiol.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 5
Inst. d. ünivers. Heidelberg I. 4 p. 327 ff. und IL 1 p. 1 ff.
Der erste Aufsatz dient, wenigstens soweit er sich auf
Arthropoden bezieht, mehr zur Orientierung über die bis-
herigen Untersuchungen mit ihren z. Th. widersprechenden
Resultaten, als dass eigene Untersuchungen von Bedeutung
mitgetheilt würden. In dem zweitgenannten Aufsatz werden
dagegen wichtige Verdauungsversuche mitgetheilt, die sich
auf Astacus fluviatilis, (Squilla mantis), Hydrophilus piceus
und Periplaneta orientalis beziehen. Das Lebersekret von
Ast. fluv., das sauer reagirt, enthält 4 Enzyme: ein dia-
statisches, ein peptisches, ein tryptisches und ein Fett zu
einer Emulsion verwandelndes, so dass die ,,Leber^ des
Flusskrebses Eigenschaften des Pankreas und der Leber
von Wirbelthieren vereinigt, vgl. d. Ber. 1880 p. 245 (13).
Von dem gleichzeitigen Vorkommen eines peptischen und
tryptisehen Enzyms überzeugte sich Krukenberg dadurch,
dass er ersteres durch längeres Digeriren mit Sodalösung,
letzteres mit Salzsäure bei 40^ C. vernichtete. Im ersteren
Falle fand nur noch eine Verdauung in alkalischer, im
letzteren in saurer Lösung Statt, während das Sekret sonst
sowohl in neutraler, als auch in alkalischer und saurer
Lösung verdaut (nur bei Oxalsäure blieb hier wie bei
den übrigen Arthropoden die Wirkung aus). Für die
Speicheldrüse der Peripl. orientalis wird die rein dia-
statische Wirkung bestätigt; die Resorbtion des gebildeten
Zuckers geht im Magen vor sich, wo aber zugleich unter
der Wirkung des diastatischen Sekretes der Blinddärme
noch verdaut wird. Das Sekret der letzteren stimmt (bis
auf die emulsionierende, die nicht geprüft wurde?) mit dem
von Astacus übereiu, nur dass es mehr peptisches als tryp-
tisches Enzym enthält. Die Blinddärme ergiessen ihr
Sekret übrigens nicht in den Chylusdarm, der immer neu-
tral oder alkalisch reagirt, sondern in den Magen, und
der sog. Kaumagen kann auf die schon verdaute Nahrung
keine zerkleinernde Wirkung mehr ausüben, wie bereits
Plateau aussprach; vgl. d. Ber. 1874 p. 279 (27). Bei
Hydrophilus piceus (und bei Squilla mantis) sind die
verdauenden Drüsen über den Mitteldarm zerstreut; ihr
Sekret ist, wie ebenfalls bereits Plateau angab, alkalisch
6 Bert kau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
und enthält neben einem diastatischen ein tryptisches und
peptisches Enzym, ersteres in reicherer Menge, also um-
gekehrt wie bei der Schabe. — In einem weiteren Beitrage
zur Verdauung bei den Krebsen führt derselbe
aus, dass Maia verrucosa und squinado, Palinurus vulgaris,
Carcinus maenas ebenfalls peptisches und tryptisches Enzym
enthalten, bei Homarus tritt das letztere stark zurück und
scheint bei Nephrops ganz zu fehlen; beiEriphia spinifrons
und Squilla mantis fehlt umgekehrt das peptische Enzym.
Das Arthropodenpepsin wird wegen seiner Unfähigkeit, in
Oxalsäurehaitigen Lösungen zu verdauen Homaropepsin
genannt. Das Arthropodentrypsin (ausser bei den genannten
Krebsen auch bei Peripl. orientalis, Hydroph. piceus, Ca-
rabus auratus und Melolontha vulg. untersucht) scheint die
Eigenschaft zu besitzen, gekochtes Fibrin in essigsaurer
(2%) Lösung zu peptonisieren, demselben gegenüber in
schwachen (0,5 Voigen) Lösungen anderer organischer Säu-
ren aber unwirksam zu sein. Das Vorkommen eines dia-
statischen Enzyms scheint bei den Krebsen nach dem be-
schränkten Untersuchungsmaterial an das tryptische ge-
bunden zu sein: bei Homarus und Nephrops fehlt dasselbe,
Hess sich aber bei allen anderen nachweisen^ Ebenda IL 3,
p. 261 ff.
L. Camerano. Dell' equilibrio dei viventi
merce la reciproca loro distruzione; Atti d. R.
Accad. d. Sei. di Torino. Vol. XV. Die Schlussfolgerungen,
zu denen der Verfasser gelangt, sind: L Das Gleichgewicht
zwischen der Vegetation und den Thieren, und zwischen
den verschiedenen Gruppen der Thiere wird von diesen
selbst aufrecht erhalten. 2. Die vom Menschen verursach-
ten Störungen des Gleichgewichtes sind bisweilen ohne
Folgen, weil sie von anderen, von verschiedenen Gruppen
der Thiere ausgehenden Ursachen selbst zerstört wer-
den. 3. Selbst das vollständige Verschwinden irgend
einer Gruppe von Thieren kann entweder eine nur kleine,
oder eine bedeutende Wirkung ausüben. Selbst im letzte-
ren Falle wird dieselbe über kurz oder lang durch andere
von den Thieren selbst ausgehende Wirkungen zerstört.
4. Der Einfluss des Menschen sowohl auf die Aenderung
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 7
des Gleichgewichts zwischen den verschiedenen Thiergrup-
pen, als auch auf die Zerstörung der einen, die abnorme
Entwickelung einer anderen Art ist sehr gering, weil ihm
von den verschiedenen Gruppen der Thiere selbst ent-
gegengearbeitet wird.
Crustacea.
On some New Crustacea from tbe Cementstone
Group of the Calciferous Sandstone Series of Eskdale
and Liddesdale; by B. N. Peach; s. Proc. R. Soc.
Edinburgh 1879—80 p. 711 (Ceratiocaris 2 A., Anthrapa-
laemon 5 A., Palaeocrangon 1 A., Palaeocaris 1 A. (P.
Scoticiis)).
Th. Marsson behandelt die Cirripedien und
Ostracoden der weissen Schreibkreide der Insel
Rügen, von denen mehrere neue Arten aufgestellt werden;
da es sich hier um fossile Arten handelt, so gehe ich nicht
näher auf dieselben ein. Mitth. naturw. Ver. von Neu- Vor-
pommern und Rügen. 12. Jahrg. p. 1 ff. Taf. I — III.
In einer Notice of newforms of fossil Crustaceans
from the Upper Devonian Rocks of Ohio zeigt R. P.
Whitfield, dass Ceratiocaris (Aristozoe) puncta-
tus Hall nicht zu dieser Ostracodengattung, sondern zu
einer Phyllopodengattung gehört, die Echinocaris genannt
und in ihren Unterschieden von den verschiedenen Schalen-
tragenden Gattungen beleuchtet ist; es werden von ihr 3
weitere Arten beschrieben. Ferner wird ein Palaemon-
artiger Krebs, der älteste bis jetzt bekannte Decapode, be-
kannt gemacht. Amer. Journal Sei. a Arts Vol. XIX. No. 109
p. 33ff.; vergl. auch Neues Jahrbuch f. Min. etc. 1881. II
p. 117.
Grgbben studierte die Antennaldrüse bei Estheria
und Branchipus, Cetochilus helgolandicus, Gammarus ma-
rinus, Mysis und die grüne Drüse bei Palaemon und Asta-
cus. Er findet eine grosse Aehnlichkeit im Bau derselben
mit der Schalendrttse der anderen Crustaceen, und die An-
nahme, dass beide homolog sind, wird durch den meso-
8 Bertkau: Bericlit üb. die Wissenschaft!. Leistungen
dermalen Ursprung beider unterstützt. Hinsichtlich ihrer
Function lässt sich der Endsack mit den caps. Malpigh.,
und die vielfach verschlungenen Ausführungsgänge mit den
tubul. contorti der Wirbelthierniere vergleichen. Arb. a. d.
Zool. Inst, der Univ. Wien III p. 93; nach einem Referat
inj Journ. R. Microsc. Soc. III p. 785.
F. Müller fand in den Wassertümpeln der Brome-
liaceen einen Ostracoden, den er wegen seiner Aehnlich-
keit mit dem aus dem Silur bekannten Elpe pinguis Elpi-
dium (n. g.; Thiel stellte 1876 eine Holothuriengattung
Elpidia auf) Bromeliarum nennt; derselbe gehört in die
ganz marine Familie der Cytheriden und fand sich 60
Meilen von der Küste entfernt fast in jeder Bromelia. Die
Uebertragung von einem Baum zum anderen findet wahr-
scheinlich durch Käfer (Agabus, Hister) Statt. Unter an-
deren Verhältnissen ist er bisher noch nicht gefunden,
obschon die benachbarten Tümpel eine grosse Menge an-
derer Crustaceen (Cyclops, Cypris, Chydorus u. a.) enthalten.
Kosmos III p. 386 ; nach dem Referat im Journ. R. Microsc.
Soc. III p. 260.
A. Milne-Edwards theilt die Resultate von Dredg-
untersuchungen im Golf von Biscaya mit ; C R. XCI p. 355.
Von Crustaceen fanden sich keine litoralen Formen vor;
interessant sind Geryon tridens und Munida tenuimana mit
phosphorescirenden Augen, und Gnathophausia zoea, die
bis dahin nur von der Challenger-Expedition (von den
Azoren und Brasilien) erlangt worden war. Für Amathia
Carpenteri und Scyra umbonata bildet er die n. G. Scy-
ramathia.
In der Nähe der Küste fand Lortet im See Tiberias
eine kleine Garneele und Telphusa fiuviatilis ; ebenda p. 500.
Kingsley veröffentlicht in den Proc. Acad. Nat. Sei.
Philadelphia 1880 eine Reihe von CarcinologicalNotes
mit der Absicht, Beschreibungen neuer Arten, Berichtigun-
gen zur Synonymie, Beiträge zur geographischen Verbrei-
tung und andere Mittheilungen bezüglich der Decapoden
zu liefern. Note I p. 34 ff. enthält die Beschreibung von
Pseudotelphusa latifrons, sinuatifrons; Dilocarcinus spini-
frons n. sp.; Telphusa 3 nn. spp.; II p. 135 ff. Revision of
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 9
the Gelasimi; III p. 179 ff. Revision of tlie Genus Ocy-
poda; IV p. 187 ff. Synopsis of the Grapsidae.
F. Richters hielt einen Vortrag über die Organi-
sation der Crustaceen; Bericht üb. d. Senckenberg.
naturf. Gesellsch. 1879—80 p. 241 ff.
Kingsley macht Bemerkungen über die geogra-
phische Verbreitung der Crustaceen, namentlich Gelasimus-
Arten von weiter Verbreitung; Amer. Naturalist 1880 p. 209.
Einige Crustaceen (incl. Pycnogoniden) von der Küste
Neu - Englands sind in Proc. U. S. Nation.-Museum 1879
p. 227 (in Smiths. Mise. Coli. XIX No. 2) namhaft gemacht.
Miers zählt die wenigen von Whymper in den
Grönländischen Meeren gesammelten Arten auf und erwähnt
einige zusätzliche Arten zu dem Verzeichniss der auf der
letzten Britischen Arktischen Expedition gesammelten Arten.
Journ. Linn. Soc. London, Zool., Vol. XV. No. 81.p. 59 ff.
Microscopic Entomostraca, by C. L. Herrick;
VII th Ann. Report Geol. a. Natural Hist. Survey of Min-
nesota, 1879 p. 81—123 PL 21. — Ich habe das Werk nicht
gesehen; dasselbe erfährt eine wenig günstige Kritik von
Kingsley im Amer. Natur. 1880 p. 121.
G. M. Thomson beschreibt (6) neue Arten von Neu-
seeland und macht Bemerkungen zu zwei bereits beschrie-
benen (Melita tenuicornis Dana und Corophium contractum
Stimps.j welche letztere nur von Japan bekannt war). Ann.
a. Mag. Nat. Hist. (5) VI. p. 1 ff. PI. I.
Von R. Kossmann's „Zoolog. Ergebnisse einer
etc. Reise in die Küstengebiete des Rothen Mee-
res"^' ist die zweite Hälfte, erste Lief, erschienen; Leipzig
1880. Malacostraca. (Anomura; Macrura; Schizopoda;
Isopoda; Amphipoda).
W. Faxon handelt On some points in the struc-
ture of the Embryonic Zoea von Carduus Maenas und
Panopeus Sayi; Bull. Mus. Compar. Zoology, Vol. VL No. 10
p. 159 ff. mit 2 Tafeln.
G. Browne Goode macht einige Mittheilungen über
die Lautäusserungen gewisser Crustaceen (Alpheus-arten ;
Gonodactylus chiragra; Palinurus americanus); Smiths.
Mise. Collect. XIX, 1. p. 7.
10 Bertkau; Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
F.Plateau untersuchte die Wirkung verschie-
dener Giftstoffe auf das Herz von Decapoden
und macht dabei einige anatomische Angaben ; Archives de
Biologie, I p. 595 ff. PL XXVI, XXVII.
Jourdaiu verfolgt die Ausbildung der sensitiven
Zapfen etc. an dem ersten Antennenpaare bei verschiedenen
Decapoden und Edriophthalmen ; nach ihm liegt kein Grund
vor, sie mit der Geruchsempfindung zu betrauen. C. R. XCI
p. 1091—1093.
Evertebratfaunan i Sibiriens Ishaf. Förlelö-
pande studier grundade pä de zoologiska undersökningarna
under Prof. A. E. Nordenskiölds Ishafsexpedition 1878—79.
Af Anton Stuxberg. Bih. tili K. Sv. Vet.-Akad. Handl.
V. N. 22, p. 1 — 76 mit einer Karte. Es sind zahlreiche
Crustaceen, darunter auch einige neue Gattungen und Arten
erwähnt, aber nur eine beschrieben; s. unten.
No. 1 von Vol. VIII des Bull. Mus. Compar. Zoology
enthält als VIII. der Reports on the results of dredging
Etudes preliminaires sur les Crustaces; par A.
Milne- Edwards. (214 Arten der Oxyrrhynchen, Portu-
niden, Canceriden, Carcinoplagiden, Oxystomen, Leuco-
siaden, Dorippiden, Dromiaden, Homoiiden, Raniniden, Por-
cellaniden, Paguriden, Galatheiden, Scyllariden).
Miers erwähnt als bei Vera-Cruz gefangen Panopeus
sp., Pachygrapsus socius Stimps. (= P. transversus var.?)
und Pinnotheres angelicus Loclcingt. Journ. Linn. Soc. Lond.,
Zoology, XV. No. 82, p. 85 f.
Storm zählt in seinem Bidrag til Kundskab om
Throndhjemsfjordens-Fauna II auf S. 109—116 49
Decapoden, Schizopoden, Amphipoden und Isopoden auf;
Det K. Norske Vid. Selsk. Skrifter 1879.
Part. III von Stossich's „Prospetto della fauna
del mare Adriatico'' behandelt die Crustaceen, deren
369 Arten aufgezählt sind; BulL Soc. Adriat. Sei. Natur.
VI. p. 178 ff.
Miers schreibt On a Collection of Crustacea
from the Malaysian Region; Ann. a. Mag. Nat. Hist.
(5) V. p. 226, 304, 370, 457 ff PI XIII— XIV. Er macht
dabei folgende synonymische Berichtigungen: Doclea sebae
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 11
Bleek. = brachyrrhynclius Bleelc. junior, microcbir Bl. =
macracautba Bl. jiin.; Lambrus Rumpbii 5?. — lamelliger
WJiite; Meuippe granulosa Strahl = (Myomeuippe) dupli-
cidens Hügend. = panope Herbst \ Epixantbiis dilatatus
Man = dentatus Wlnte\ Eripbia trapeziformis Hess =
laevimana Latr. ; Coenobita Olivieri Owen = cavipes Stimps.
= compressa Milne-Edw.
Phyllopoda.
Echinocaris (n. g.; 4 bedornte Abdominalaegmente, 3
Schwanzdornen ; für Ceratiocaris punctatus Hall und) suhlevis p. 36,
pustulosa, muUinodosa p. 38 (fossil in den Erie shales (Ober-Devcjn)
von Ohio); Whitfield, Amer. Journ. Sei. a. Arts XIX. No. 109. p. 33 ff.
Lynceidae. Plenroxus puteanus (Helgoland in einem Brunnen);
Rehberg, Zool. Anz. 1880 p. 301.
Apusidae. Apus diikianus (Afghanistan; Rückenschild schmal,
ganzer Körper gestreckt). F. Day, Proc. Zool. Soc. Lond. 1880
p. '392 mit Holzschnitt.
Branchipusidae. Gissler macht einen neuen Fall von Varia-
bilität eines Branchiopoden in Abhängigkeit von äusseren Umständen
bekannt. Amer. Natur. 1880 p. 531.
Streptocephalus floridanus (nicht TÖllig beschrieben, sondern
nur in seinen Beziehungen zu S. texensis, Holmanii und Watsoni
erörtert); Packard, Amer. Natur. 1880 p. 53,
Branchipus Grubii in der Umgebung von Würzburg;
Fraisse, Zool. Anz. 1880 p. 284 f., von Frankfurt, a. M.; Richter
ebenda p. 359.
Trilobita etc.
The Trilobite: New and old Evidence relating to its Orga-
nization. By C. D. Wale Ott. Bull. Mus. Compar. Zoology, Vol. VIII.
No. 10. p. 191 ff. PI. I — VI. Die mit grossem Scharfsinn angestell-
ten Untersuchungen zur Ermittelung des Baues der Trilobiten haben
zu dem Resultat, geführt, dass Walcott sie als eine Ordnung der
Unterklasse Palaeadae ansieht, die mit der Unterklasse Merosto-
mata (Ordn. Xiphosuren und Eurypteriden) die Klasse der Poecilo-
poden bildet. Die beiden Unterklassen werden auf folgende Weise
unterschieden :
Merostomata: Pöcilopoden mit Ocellen neben den zusam-
mengesetzten Augen; alle Gliedmaßen als Mundwerkzeuge dienend;
Mund hinten mit Metastom;
12 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Palaeadae: Pöcilopoden mit zahlreichen Brust- und Abdo-
min alanhängen; Ocellen unbekannt. Die Trilobiten sind diagnosticirt
als Paläaden, deren Mund mit einem grossen Hypostom und 4 Paaren
von Anhängen versehen ist, deren Thorakalsegmente (2 — 26) geglie-
derte Beine mit Kiemen, vind deren gelenkende (2 — 28) Abdominal-
segmente ebenfalls gegliederte Anhänge trugen.
A. S. Packard macht nach Dünnschliffen Angaben über das
Auge der Trilobiten, die durch einige Holzschnitte illustriert sind;
Amer. Natur. 1880 p. 503 ff.
R. Hoernes. Die Trilobitengattungen Phacops und
Dalmanites und ihr vermuthlicher genetischer Zusammenhang. —
Dalmanites socialis findet sich in der Etage D des böhmischen Silurs
in 2 Zweigen, von denen der eine zum obersilurischen D. Hausraanni
führt, der andere den Uebergang zur Gruppe des Phac. Glockeri
vermittelt. In der Etage E und den höheren Ober-Silur-Etagen
differenzieren sich diese beiden Zweige immer mehr. Jahrb. K. K.
Geol. Reichsanstalt 1880 p. 651 ff. mit Holzschnitten.
Kayser gründet auf Philippsia Verneuli Barr, die neue Gat-
tung DecJienella (glabella am Grunde breit, nach vorn sich rasch
verschmälernd, mit langen, starken Seitenfurchen) ; in dieselbe Gat-
tung gehört Archegonus verticalis J5wrw2. ; sie ist somit bis jetzt dem
Devon eigenthümlich. Zeitschr. deutsch, geol. Gesellsch. XXXH.
p. 703 ff., Taf. 27.
Unter den Nouvi fossili siluriani di Sardegna von G.
Meneghini ist auch Dalmanites Lamarmorae beschrieben und ab-
gebildet; Atti R. Accad. dei Liucei. Memorie, V. p. 213, Fig. 1,2.
Dalmanites (Odontochile) rhenaniis (Dachschiefer von Bunden-
bach); Kayser, Zeitschr. deutsch, geol. Gesellschaft XXXII. p. 19 ff.,
Taf. III, Fig. 1.
A. W. Vogdes beschreibt Calymene rostrata aus dem Oberen
Silur Georgias und macht Bemerkungen zu C. Clintoni; Proc. Ac.
Nat. Sei. Philadelphia 1880 p. 176 ff. mit 4 Holzschnitten.
G. Holm. Anteckningar om Wahlenbergs Illaenus
crassicauda; Öfv. K. Vet. Akad. Förh. 1880. No. 4, p. 3 ff. Taf. V.
Phacops Ferdinandi (Dachschiefer von Bundenbach); Kayser,
Zeitschr. deutsch, geol. Gesellsch. XXXH. p. 19 ff. Taf. HI, Fig. 2.
Poecilopoda.
Nach Packard besteht das Gehirn von Limulus polyphe-
mus aus folgenden 4 Elementen: Grössere Ganglienzellen; kleinere
Ganglienzellen, „ähnlich denen im Gehirn des Hummer", Nerven-
fasern und rundliche Massen, die ganz aus Kernen bestehen und
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 13
in ein Netzwerk von Fasern eingeschlossen sind; sie färben sich mit
Osmium stark braun. In der Vergleichung mit den Elementen des
Gehirns der übrigen Arthropoden leugnet Packard das Vorhan-
densein der kleinen Ganglienzellen „so zahlreich in dem Gehirn der
Insekten und Crustaceen", ebenso ist nach Packard keine „Ballen-
substanz" vorhanden, während mir No. 4 das Homologon dessen zu
sein scheint, was Paekard bei den Insekter^ mit dem Wort Ballen-
Substanz bezeichnen will (Markballen). — Ann. a. Mag. Nat. Hist.
(5) VI. p. 29 ff. und Zool. Anz. 1880 p. 306 ff.
Derselbe stellt einen Vergleich zwischen den Augen der
Trilobiten und Limulus an, und findet, dass die hornigen Bestand-
theile in beiden übereinstimmen, während natürlich über die weichen
Bestandtheile der erstem nichts gesagt werden kann. Somit bestä-
tigen auch die Augen die nahe Verwandtschaft der Trilobiten und
Merostomen. Amer. Naturalist 1880 p. 502 mit Holzschnitten.
Das Auge von Limulus zeichnet sich durch sehr einfachen
Bau, den Mangel von Kegeln und Stäbchen (? rod) aus; der-
selbe ebenda p. 212,
Desselben Anatomy, Histology, and Embryology of
Limulus polyphemus in den Anniversary Memoirs Boston Sog.
Nat. Hist. 1880 ist mir noch nicht zugekommen.
Limulus syriacus (fossil in der Kreide des Libanon); Wood-
ward, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (5) IV. p. 320.
Copepoda.
Gnathostomata.
Hartog beobachtete, dass bei mehreren Copepoden (Cyclops,
Canthocamptus, Diaptomus) eine Darmrespiration Statt findet, indem
in bestimmten Zwischenräumen Wasser durch den After eingepumpt
"wird. — Den Schluss bilden einige Betrachtungen über die Verwandt-
schaft der Botiferen mit dem Nauplius und ein Verzeichniss der
Thierklassen, bei denen Darmrespiration gefunden ist. Aus der
weiten Verbreitung derselben bei aquatischen Insektenlarven schliesst
er auf einen gemeinsamen Ursprung mit den Crustaceen. Quart.
Journ. Microsc. Sei. XX. p. 244.
A. Gruber. Beiträge zurKenntniss der Generations-
organe der freilebenden Copepoden. Zeitschr. w. Zoologie
XXXII. p. 407 ff. Taf. XXIV— XXVH. Ist eine weitere Ausführung
der bereits früher (s. d. Ber. 1878 p. 285 (67)) mitgetheilten Unter-
suchungen, die jetzt auf eine grössere Zahl von Arten ausgedehnt
sind. Gegenüber Claus bestreitet Grub er das Vorhandensein be-
sonderer Anhangsdrüsen im männlichen Geschlecht bei den Cyclo-
14 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
piden. Die Spermatozoen gehen im rec. sem. aus ihrer ursprüng-
lichen fadenförmigen Gestalt in eine kugelige über. In manchen
Fällen, wo ein rec. sem. fehlt, wird der Same in die Scheide auf-
genommen.
Weitere Bemerkungen über die freilebenden Süss-
wasser-Copepoden von Herm. Rehberg (Abh. naturw. Ver.
Bremen VII. p. 60 ft. Taf. IV) sind hauptsächlich nomenklatorischer
Natur. Für Cyclops annulicornis, bistriatus Koch, tenuicornis Cls.
wird albidus Jurine, für signatus Koch, coronatus Cls. fuscus
Jur.f für strenuus Fisch., brevicaudatus Cls. rubens Jur. restituirt.
C. gigas Cls. wird zu brevicornis gezogen. Die weiteren Bemerkun-
gen beziehen sich auf C. pulchellus Koch, helgolandicus Behb., affinis
Sars, agilis Koch, longicornis Vernet] Pleuroxus puteanus; Cantho-
camptus trispinosus Brady und C. fontinalis n. sp.; Cyclops pug-
maeus Behh. ist wahrscheinlich mit C. affiuis Sars identisch.
Gyclopidae. Die im vorigen Bericht (p. 253 (27)) erwähnten
Mittheilungen Hartog's über Cyclops finden sich auch in den
Proc. Manchester Litterary and Philosophical Societ. XVIII. p. 48;
XIX. p. 41, 61.
Cyclops helgolandicus (H. in einem Brunnen); Rehberg, Zool.
Anz. 1880 p. 302.
Harpacticidae. Nach Einsicht in die Originalabhandlung von
Aurivillius über Balaenophilus unisetus nehme ich Gelegen-
heit, mein Citat vom vorigen Bericht (p. 253 (21)) zu berichtigen und
zu vervollständigen: P. 0. Chr. Aurivillius: On a new geuus
and species of Harpacticida; Bih. t. K. Sv. Vet.-Akad. Hand-
lingar. Bd. V. No. 18; p. 1 — 16 mit 4 Tafeln. Die Gattungscharak-
tere sind folgendermaßen angegeben: Balaenophilus n. g. Har-
pacticinorura Thalestris Claus affine. Corpus fere cylindricum ; ant.
anticae octoart, , post. biart., ramo secundario articulo uno parvo.
Palp. mando minimus, tuberculo setigero formatus; palp. max. simplex;
maxillipedes anteriores processibus cyliudraceis duobus ; posteriores
validi, subcheliformes. Pedes I prehensiles, rami ambo triart. ; II
ramo interno bi-, externo triarticulato; III et IV ramo intcrno uno-,
externo triarticulato; V rudiraentarii. Sacculi ovigeri duo; larva
naupliformis trausversaliter ovalis pedum tribus })aribus non articu-
latis, brevibus. Die Art, B. unisetus, fand sich zahlreich in allen
Stadien der Entwickelung auf Balaenoptcra Sibbaldii Gray und ist
nebst ihrer Entwickelunsr in allen Einzelheiten der äussern Structur
beschrieben und abofebildet.
Tachidius littoralis (Ems; Jade); Poppe, Abh. naturw. Ver.
Bremen VII. p. 149 ff. Taf. VI.
Canthocamptus trispinosus (England; auch bei Bremen, Walle
u. s, w.); Brady, Monogr. of the free and semi-parasitic Copepoda
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 15
etc. II. p. 55. PI. 45. Fig. 15—22; vgl. auch Rehborg, Abh. naturw.
Ver. Bremen VIT. p. 65. Taf. III. Fig. 1— ö, 7, 8.
Galanidae. Temora afflnis (im Brak- und Süßwasser der Weser,
Elbe und des Rheines (?)); Poppe, Abh. naturw. Ver. Bremen VII.
p. 55 £f. Taf. II. — Diese Art ist die von Weber als Mageninhalt
von Alausa vuljjaris naeligewioscue und für T. velox gehaltene Art.
T. Clauaii Hoch ist synonym mit T. velox Lilljeh. ; vgl. d, Ber. 1876
p. 244 (36).
Siphonostomata.
Van Beneden macht darauf aufmerksam, dass die
Heider'sche Entdeckung eines doppelten Gefässsystems
und zwei Arten von Blutflüssigkeit, ähnlich den Anneliden,
von ihm bereits früher bei mehreren Gattungen parasiti-
scher Crustaceen (Clavella, Congericola, Lernanthropus)
bekannt gemacht sei, und lässt den Argwohn durchblicken,
dass Claus eine mündliche Mittheilung hierüber absicht-
lich verschwiegen habe. Zool. Anzeiger 1880 p. 35 u. 55;
Claus vertheidigt sich gegen diesen Verdacht ebenda p. 106
und Heider nimmt, wenn auch nicbt die Priorität, so doch
die Selbständigkeit seiner Entdeckung in Anspruch ; eben-
da p. 93; s. auch Bull, de l'Acad. Koyale de Belgique
(2. ser.). Tome XLIX. p. 5.
A. Valle zählt die (70) Crostacei Parassiti dei
Pesci del Mare Adriatico mit Angabe ihrer Synonymie
und Wohnthiere auf; Bull. Soc. Adriat. Sei. Natural Vol.
VI. p. 55 ff.
Corycae'idae. A. Della Valle handelt Sui Coriceidi paras-
siti; e suir anatomia del gen. Lichomolgus; Atti. d, R. Acc.
dei Lincei. Memorie. V. p. 107 if . mit 2 Tafeln. Die Anatomie und
Entwickelungsgeschichto ist hauptsächlich nach Untersuchungen von
L. Sarsii Clap. geschildert; als neu sind beschrieben L. Äeliniae
p. 118. Fig. 27—32, Pteroidis (auf Pt. spinulosus) p. 119. Fig. 33—42,
Ghromodoridis p. 120. Fig. 43 — 48; Anthessius (n. g. . . . mandi-
bulae pedibus maxillaribus primi paris in Lichomolgo siraillimae,
i. e. falciformes marghie convexo dentibus fortibus numerosis armato,
margine conuvo appendice palpiformi, ciliata instructo . . •) Solecurti
p. 122. F\g. 49—55, Pkurobranclieae p. 123. Fig. 56—58.
Lichomolgidae. Stellicola Kossmanniana (Straße von Constan-
tinopel auf Pteroeides griseum longespinosum Köllik.)] Valle, Bol-
lettino Soc. Adriat. Sei. Natur. Vol. VI. p. 52. Tav. I.
16 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Philichthyadae, Philicbthys fiatolae (auf Stromateus fiatola;
nicht ausführlich beschrieben); Richiardi, Zool. Anz. 1880 p. 69,
{Bichiardi (Adriat. Meer, auf Box salpa); s. Boll. Soc. Adriat. Sei.
Natur. VI. p. 81).)
Chondracanthidae. Chondracanthus Laevirajae (Adriat. Meer
auf L. oxyrrhynchus) ; s. Boll. Soc. Adriat. Sei. Natur. VI. p. 73.
Lernaeopodidae. Brachiella ramosa (auf „pesce spada"); Ri-
chiardi, Zool. Anz. 1880 p. 69, oblonga (Adriat. Meer auf Mugil
cephalus und saliens); s. Boll. Soc. Adr. Sei. Nat, VI. p. 76.
Lernaeenicus sprattae auch im Mittelländischen Meer (auf
seinem gewöhnlichen Wirth, der ebenfalls neu für das Mittelmeer
ist); Richiardi, (Atti Soc. Toscana di Sei. Natur.) und Zool. Anz.
1880 p. 642.
Argniidae. Kellicott beschreibt den Jugendzustand eines
Argulus aus dem Niagara von Stizostethium salmoneum, den er
für neu hält; The North Amer. Entom. I. p. 57 ff. mit Holzschnitt;
derselbe ist im Amer. Journ. Microsc. V. p. 53 genauer beschrieben
und Ä. Stizostethii genannt; s. auch Nature 1880 p. 114 und Journ.
R. Microsc. Soc. III. p. 633.
A. foliaceus auf Goldfischen; Zeitschr. ges. Naturw. 1880
p. 903.
Cirripedia.
Lacazo-Dutliiers macht einen neuen, auf einer
Koralle der Gattung Gerardia schmarotzenden Krebs be-
kannt, für den er die Gattung Laura und die Unterord-
nung Ascothoracida oder Rliizothoracida errichtet. Der
nierenförmige Körper desselben ist in das Cönosark der
Gerardia eingebettet; der Panzer besteht aus zwei längs
der Mittellinie verbundenen Schalen. Der Köpf des Thieres
liegt an dem tiefsten Punkte des Nabels des nierenförmi-
gen Körpers; gegenüber ist eine Oeffnung in den ver-
wachsenen Schalen, welche dem Schwänze entspricht. Der
Körper ist nur 1 Centimeter lang, während der Panzer die
3 — 4fache Länge erreicht. Der Panzer ist aussen hart und
hornig, innen von einem weichen Lager ausgekleidet, in
dem ausser dem Eierstock und der Leber ein reiches Ge-
fässsystem eingelagert ist. Aussen ist der Panzer von
einer grossen Zahl kleiner Canäle durchbrochen, deren
äussere Oeffnungen von einer Haut bedeckt sind, welche
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 17
von feinen Fäden umgeben ist. Diese haben eine knor-
pelige Beschaffenheit und einen centralen Canal, der in
den ersterwähnten Canal einmündet. Das Gefäßsystem
besteht aus einem reichen Plexus von Capillaren, die alle
Organe umgeben und sich zu Lacunen erweitern. Diese
stehen ihrerseits mit der inneren Mündung der Haut-Canäle
in Verbindung, so dass man sagen kann, Laura gebe tau-
sende von Wurzeln ab, die sich in das Gewebe von Ger-
ardia einsenken. Der Körper besteht aus 11 Segmenten,
von denen das letzte in vier ungleiche Girren endet; die
5 ersten Segmente tragen je ein Gliedmaßenpaar, das
mehr als Hülfsorgan bei der Fortpflanzung denn als Be-
wegungsorgan dient ; ein sechstes Gliedmaßenpaar ist nahe
am Körperende. — Am Verdauungsapparate scheinen Mund-
und Afteröffnung zu fehlen. Die Nahrung wird durch den
Panzer absorbiert und durch die „Leber" gereinigt. — Das
Thier ist zwitterig, die Eileiter münden am ersten Bein-
paar, die 4 Hodenpaare liegen an der Basis von ebenso
viel Beinpaaren, die Jungen sind Nauplius-formen. Arch.
Zool. experim. et gener. VIII. p. 537 ff. (Nach dem Refe-
rat in Journ. R. Microc. Soc. (2) I. p. 242 f.).
SacGulina rotimdata (ß\iiida.See, auf Eriphia laevimana); Miers,
Ann. a. Mag. Nat. Hist. (5) Y. p. 470 PI. XV. Fig. 18, 19,
Miers meldet den erneuten Fund von Alepas tuhulosa Dario.
auf Palinurus Hügeli Hell; Ann. a. Mag. Nat. Hist. (5) V. p. 379 Anm.
Ostracoda.
W. Müller liefert einen Beitrag zur Kenntniss
der Fortpflanzung und der Geschlechtsverhält-
nisse der Ostracoden; Zeitschr. ges. Naturw. 1880.
p. 221 ff. Taf. IV, V. Nach einem historischen Ueberblick,
der zwei einander gegenüberstehende Ansichten ergiebt
(Hermaphroditen und Männchen ohne Parthenogenesis),
zeigt Müller, dass die Ostracoden in zwei Gruppen zer-
fallen: in der einen (Cypris ovum, punctata, dispar; Noto-
dromus monacha; Caudona Candida, fabaeiformis ; Cythe-
riden und Cypridiniden) sind die Männchen zahlreich vor-
handen und pflanzen sich die Arten meist nur nach der
Archiv für Naturg. XXXXVH. Jabrg. 2. Bd. B
18 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Begattung fort. Bei der andern Gruppe (Cypris ornata,
fasciata, pubera, virens, fuscata, aurantia, aculeata, affinis,
hicölor) sind die Männeben selten und kommt Partbenoge-
nesis vor. Letztere wurde konstatiert bei Cypris ornata,
aurantia und Candida, kommt dagegen wabrscbeinlicb
nicbt bei C. ovum und punctata vor. Das Zablenverbält-
niss zwiscben beiden Geschlecbtern variiert übrigens, wie
Tabellen zeigen, nach den verschiedenen Jahreszeiten: die
im Frühling und Sommer große Zahl der Männchen nimmt
im Herbst beträchtlich ab. Hinzugefügt sind noch einige
Einzelheiten über die Geschlechtsorgane und äußeren Un-
terschiede der Geschlechter bei Cypriden und Cytheriden;
der Schleimdrüse erkennt er die von Zenker ihr bei-
gelegte Bedeutung zu.
Auch Weismann beobachtete bei mehreren Ostra-
coden Parthenogenesis ; Cypris incongruens pflanzte sich
9 Monate hindurch rein parthenogenetisch fort; einge-
schlechtliche Colonieen wurden auch bei C. fuscata, vidua
und reptans beobachtet; Candona Candida und Cypr. vi-
dua hatte im Frühjahr und Sommer zw^eigeschlechtliche
Colonieen, im Spätherbst dagegen nur Weibchen. — Die
sog. ^^Schleimdrüse" Zenker 's ist dagegen nach Weis-
mann ein Ejakulationsapparat. Zool. Anz. 1880. p. 82 ff.
Ostraooda of Scottland; by D. Robertson; Appcnd. I
zu Proc. Nat. Hist. Soc. Glasgow IV. — Enthält 41 Arten, unter
denen Cypris granulata] Candona euplecteila und nitcns als neu be-
schrieben sind. Wegen eines ausführlichen Referates s. Jonrn. R.
Microsc. Soc. III. p. 788.
lieber Elpidiiim Bromeliarum F. Müll. s. oben p. 8.
Cypris bicolor (Erfurt; Arnstadt); W. Müller a. a. 0, p. 23G
Taf. IV. Fig. 24—26.
Artlirostraea.
Ampliipoda.
S. J. Smith schreibt über Nest-building Amphipods;
Transact. Conn. Acad. 1880; s. Nature XXII. p. 595 und Journ. R.
Microsc. Soc. III. p. 945.
W. A. Haswell giebt einen Preliminary Report
on the Australian Amphipoda, der sich hauptsächlich
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 19
auf die von ihm in den Trans. Linn. Soc. New - South
Wales gemachten Mittheihingen stützt; vgl. d. Ber. 1880.
p. 258 (26) ff.; Ann. a. Mag. N. H. (5) V. p. 30 ff.
Derselbe beschreibt some new Amphipods from
Australia and Tasmania; Proc. Linn. Soc. New- South
Wales V. p. 97 ff. PI. V-VII.
OlmanNebeski macht Bemerkungen über verschie-
dene Organe von Amphipoden und zählt die Arten auf,
die er (im Adriatischen Meere) beobachtet hat. Claus'
Arbeiten III. p. 111—163 mit 4 Tafeln.
Laemodipoda. Caprella gigantea (Nordsee) p. 742. Fig. 1 — 3, äen-
iairt (Ischia) p. 744. Fig. 4—9; Hall er, Zeitschr. ges. Naturw. 1880.
Protella Banae p. 126 Taf. XII. Fig. 1—7, subspinosa p. 128
Fig. 8, 9 (Kothes Meer); Kossmann a. a. 0.
Gheluridae. lieber Chelura terebrans 8. Proc. U. S. Nat.
Mus. 1879 p. 232 mit Holzschnitt., in Smiths, Mise. Coli. XIX. No. 2.
Corophiadae. AmpJiitho'ides (n. g. Podocerin.) longicornis
(Rothes Meer); Kossmann a. a. 0. p. 135.
Cyrtophium (an huj. gen.?) hystrix (Port Jackson); Ha s well
a. a. 0. p. 104 PI. VII. Fig. 3.
Amphithoe erythraea (Roth. Meer); Kossmann a. a. 0. p. 134
Taf. XIV. Fig. 12, 13.
Coloraastix liamifer (ibid.) p. 136. Taf. XV. Fig. 1 — 10;
Synopia oneMiaZ*'« (ibid.) p. 137. Fig. 11 — 13; derselbe ebenda.
Orchestiadae. Aspidophoreia (n. g., differt a Stenothoe ramo
Ultimi pleopodum paris uniarticulato, ab Allorcheste cauda squami-
formi) diemenensis (Tasmanien); Haswell a. a. 0. p. 101. PI. VI. Fig. 1.
Aus einem Referate über Uljanins' Mittheilung auf der VI.
Versammlung russischer Naturforscher und Aerzte über die Embryo-
nalentwickelung von Orchestia Montagui und mediterranea hebe ich
hervor, dass das kugelförmige Organ dann auftritt, wenn die Bil-
dung der Blastodermscheibe vollendet ist. Nach üljanin ist das-
selbe ein Homologon der Schalendrüse der Mollusken und scheidet,
wie diese die Schale , die Blastodermalcutikula ab. Zool. Anz.
1880 p. 163.
0. fissispinosa (Rothes Meer); Kossmann a. a. 0. p. 129
Taf. Xin. Fig. 1—5.
Talitrus assimüis (Tasmanien); Haswell a. a. 0. p. 97, PI. V.
Fig. 1.
Talorchestia limicöla (Mangrove - Sümpfe in Queensld.) PI. V.
Fig. 2, terrae-reginae (Port Denison) Fig. 4. p. 98, marmorata (an
huj. gen.?) (Tasmanien) Fig. 3. p. 99, pravidaetyla (! ibid.) Fig. 5.
p. 100; Haswell a. a. 0.
20 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Gammaridae. Bowallius giebt eine Literaturübersicht, de-
taillierte Beschreibung und Abbildung, Fundpuukte etc. von Ptery-
gocera arenaria ()S?rt&?>er), auf die er eine besondere Unterfamilie
mit folgender Diagnose gründet:
Pterygocerinae: Cephalon rostrum ferens miuimum, art. pri-
mum antenn. non tegens. Labium sup. breve, apice rotundatum;
mand. magnae, palpo elongato, articulo palpi secundo tertio longiore;
max. I parvae, palpo biarticulato; pedes maxillares palpo laminari;
antennae sup. flagello appendiculari instructae; gnathopoda I dactylo
unguiculato, II dactylo minimo duplici; pereiopoda I et II articulis
ultimis ligulas formantibus; sequentia dactylis carentia; die Gattungs-
diagnose lautet: Corpus latum, vix compressum; caput in rostrum
parvum elongatum; oculi minuti; coxae magnae; gnathopoda non
cheliformia, pereiopoda I et II articulis ultimis ligulas duplices for-
mantibus; trium parium ultimorum articulis valde dilatatis; segmen-
tum plei tertium valde elongatum, semicyiindricum, segmenta se-
quentia tegens; telson simplex, latum et longius incisum. Bih. tili
K. Svensk. Vet.-Akad. Handl. IV. No. 8. p. 1—24. PI. I— IV.
Weyprechtia (n. g. „ex familia Gammarinarum JBoecfc; inter
congeneres valde insignis est et ab iis bene diversum, neque cum
ejusdem familiae generibus similitudinem praebet quam cum genere
Amathillarum"; Charaktere in der Speciesbeschreibung enthalten)
mirabilis (Nördl. Eismeer, zwischen Cap Vankarema und Behrings-
straße, auf sandigem Grunde in 4 — 6 Faden Tiefe) ; Stuxberg, Bih.
tili K. Sv. Vet.-Akad. Handl. V. N. 22. p. 27.
Panoploea (n. g. Stegocephal.; differt a Pleuste, cui valde
affine, uonnisi coxa maxillipedum squaraa bene evoluta instructa
et gnathopodibus tenuioribus plus minus cheliformibus) spinosa Fig. 2,
dehüis (Dunedin Harbour) Fig. 3; Thomson, Ann. a. Mag. Nat. Ilist.
(5) VI. p. 3. PI. I.
Aty\us microdeuteropus (Port Jackson) Fig. 3, niegalophthalmus
(ibid.) Fig. 4; Haswell a. a. 0. p. 102. PI. VI.
Oedicerus aequimanus (Rothes Meer); Kossmann a. a. 0.
p. 130. Taf. XIII. Fig. G— 8.
Leucothoe crassimana (ibid.); derselbe ebenda p. 131. Taf.
XIII. Fig. 9, 10.
Pherusa australis (Botany Bay); Haswell a. a. 0. p. 103.
PL Vn. Fig. 1.
Probolium tergestinum (Golf von Triest); Nebeski, Arbeiten
a. d. Zool. Inst. d. Univers. Wien III. p. 33. Fig. 39.
Dexamine dolichonyx (Triest); Nebeski, Arb. a. d. Zool. Inst.
d. Univ. Wien etc. III. p. 35. Fig. 40. 50.
Amphilochus squamosus (Neu-Seeland); Thomson, Ann. a.
Mag. Nat. Eist. (5) VI. p. 4. PI. I. Fig. 4.
ira Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 21
Eiisirns cuspidatus var. antarcticus (Nen-Seeland) ; Thomson,
Ann. a. Mag. Nat. Hist. (5) VI. p. 4.
Moera crassipes (Botany Bay); Ha s well a. a. 0. p. 103. PI.
VJI. Fig. 2, erythraea p. 132. Taf. XIV. Fig. 1—8, massavensis p. 133.
Fig. 9 — 11 (Rothes Meer); Kossmann a. a. 0.
Megamoera fasciculata (Dunedin Harbour); Thomson, Ann.
a. Mag. Nat. Hist. (5) VI. p. 5. PI. I. Fig. 5.
lieber Niphargus puteanus Koch s. C. Parona in den
Atti d. Soc. Ital. di Sei. natur. XXIII.
Isopoda.
0. Harger giebt Notes on New-England Iso-
poda; Proc. U. S. National-Museum 1879 p. 157 in Smitbs.
Mise. Coli, XIX. No. 2.
Derselbe liefert einen Report on the marine Isopoda
of New England and adjacent waters; Rep. of the ü. S. Com-
missioner of Fish and Fisheries, Part. VI, for 1878; p. 297—462.
PI. I— XIII.
Tanaidae. Leptochelia rapax (Annisquam, Mass.); Harger,
Proc. ü. S. Nat. - Mus. 1879 in Smiths. Mise. Collect. XIX. No. 2.
p. 163.
Paratanais iewm's (Dunedin Harbour); Thomson, Ann. a. Mag.
Nat. Hist. (5) V. p. 2. PI. I. Fig. 1, erythraea p. 103. Taf. VII. Fig.
1 — 4, Kroyeri p. 105 (Rothes Meer); Kossmann a. a. 0.
Pranizidae. Anceus Mhinohatis (Rothes Meer); Kossmann
a. a. 0. p. 105. Taf. VIII. Fig. 1—6.
Cymotüoadae. Benocila (n. g. Anilocrae affine) ovata (Indo-
Malayische Meere); Miers, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (5) V. p. 464.
PL XV. Fig. 11—14.
Corilana er^/i/i'raea (Rothes Meer); Kossmann a. a. 0. p. 115.
Taf. IX. Fig. 5—12.
Syscenus (n. g. Aegin. oculis destitutum; palpus maxillipe-
dum biarticulatus; pedum par VI et VII elongata; pleon abrupte
angustius quam thorax; pleopodes inermes) infelix (Cape Cod);
Harger, Rep. of Commissioner of Fish and Fisheries, Part VI, for
1878, p. 387.
Cymothoa spinifera (Bahia, in Mund- und Kiemenhöhle von
Lubotes auctorum); Halle r, Zeitschr. ges. Naturw. 1880. p. 752.
Fig. 12, rotundifrons (Mauritius) p. 375. Fig. 1 — 4, paradoxa (Ind.
Ocean, auf Caranx carangus) p. 378. Fig. 5—6; derselbe, dies. Archiv
1880. Taf. XVIII.
Livoneca plagulophora (Mauritius) p. 380. Fig. 8, 9, Lunelii
22 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
o'
(Macassar, auf Upeneus indicus) p. 381. Fig'. 10—12, cumulus Guade-
loupe, in der Mundhöhle von Acanthurus chirurgus) p. 383. Fig. 13
—15, ellipso'idea (?) p. 386. Fig. 16, 17; Haller, dies. Archiv 1880
Taf. XVIII.
Anilocra acuminata (Bourbon); Ha 11 er, dies. Archiv. 1880.
p. 399. Taf. XVIII. Fig. 18, 19.
Nerocila laevinota (Borneo); Miers, Ann. a. Mag. Nat. Hist.
(5) V. p. 467. Pl.XV. Fig. 15,16, ardbica (Rothes Meer); Kossmann
a. a. 0. p. 114. Taf. VIII. Fig. 7—12, IX. Fig. 1—4.
Sphaeromidae. Toduro referiert über eine in den Atti ab-
zudruckende Arbeit Bellonci's „Sistema nervoso ed organi
dei sensi dello Sphaeroma serratum;" Trans. B. Accad. dei
Lincei. V. 11. p. 228.
Idotheadae. E. Brandt. Ueber das Nervensystem von Idothea
entomon. 0. R. 1880 (22. März) p. 713 und Zool. Anz. 1880. p. 187.
Das Nervensystem der genannten Art wird aus 14 Ganglien gebil-
det, 3 Kopf-, 7 Rumpf- und 4 Postabdominalganglien. Das dritte
Kopfganglion (neben dem Supra- und Infraösophagealganglion) in-
nerviert die Maxillarfüsse und lässt sich daher passend als g. pcdo-
maxillare oder maxillopedale bezeichnen. Da es bei den Insekten
fehlt (?), so ist es ein neuer Beweis dafür, dass der Kopf der Arthro-
straka nicht dem der Insekten homolog, sondern ein Cephalothorax
ist; vgl. d. Ber. 1880. p. 272 (40); s. auch Ann. a. Mag. Nat. Hist.
(5) VI. p. 98.
Asellidae. Janira spinosa (Banquereau);H arger, Smiths.
Mise. Collect. XIX. No. 2. p. 158.
L. F. Henneguy fand auch in den Eiern von Asellus aqua-
ticus zwei Richtungsbläschen; Bull. Soc. Philom. 10. April 1880 und
Ann. a. Mag. N. H. (5) VI. p. 465.
Bopyridae. Cepouwzessom (Rothes Meer); Kossmann a.a.O.
p. 122. Taf. XL Fig. 1—7.
Zeuxo longicollis (ibid. auf Chlorodius exaratus); derselbe
ebenda p. 125. Fig. 8—9.
Oniscidae. Titanethes Fcneriensis (in lacunis cavernarum Montis
Fenerae, Val. Sessitis); Parona, Atti Soc. Ital. Sei, uatur. XXIII.
p. 13 if. (Separat.) Tav. 2. e. 3. Der Autor beschreibt eigenthümliche
über die ganze Oberfläche verbreitete Tastorgane, die von ge-
wöhnlichen Haaren dicht umgeben sind.
Thoracoslraca.
J. G. de Man handelt on some Podophthalmous
Crustacea . . . Red. Sea; Notes from the Leyden Museum
II. p. 171 fif. Zur Sprache kommen Menoethius monoceros;
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 23
Actaea uodipes, rnfopimctata, hirsutissima; Etisus macula-
tus; Chlorodius uiger; Pbymodius obscurus; Trapezia rufo-
punctata, guttata, digitalis, cymodoce, ferruginea; Tetralia
cavimana; Thalamita prymDa, Savigiiyi, Poissoni; Ncptunus
pelagicus; Metopograpsus messor; Macroplitlialmus Verre-
aiixi; Doto sulcatus; Calappa tuberculata; Pagiirus varipes;
Coenobita rugosa; Palinurus peuicillatus; Penaeus canali-
culatus, semisulcatus.
E. Nauck. Das Kaugerüst der Bracbyuren,
Zeitscbr. w. Zool. XXXIV. p. 1 ff., Taf. I nebst 2 Holz-
scbuitten. Gegenstand der Abbandlung sind die Kalkplatten
in dem cardiakalen Tbeile des Magens der Bracbyuren,
in deren Benennung Nauck eine glückliebe Vereinfacbung
trifft, indem er sie nacb ibrer Lagerung als vorderes, mitt-
leres, binteres Superomedianum und Superlaterale, o., m.,
b. und unteres Zwiscbenstück, Inferomedianum, vorderes
und binteres Inferolaterale und endiicb Seitenplatte unter-
scbeidet. Von den 4 Muskelbündeln des Magens inserirt
sieb das vordere an das vordere Superomedianum, das
bintere an die mittleren Superolateralia und das bintere
Superomedianum. Durcb Kontraktionen des ersteren wird
die Nabrung zwiscben dem „Mittelzabn" und Inferome-
dianum zerquetscbt, durcb die des letzteren zwiscben den
Seitenzäbnen. Nacb der Bescbaffeubeit des „Mittelzabnes",
der sieb an der unteren Seite des mittleren Superomedi-
anum befindet, unterscbeidet Nauck die Pinnotberiden
und Gelasimiden, bei denen die Mittelzäbne nie aus ein-
facben Querlamellen besteben und außerdem die Supero-
lateralia vor dem Superomedianum liegen, als Hetero-
dontea von den Cyclodontea, bei dcDcn der Mittelzabn
(Xantbo ausgenommen) aus Lamellen bestebt, die meist
im Kreisbogen verlaufen und die vorderen Superolateralia
neben dem vorderen Superomedianum liegen. Unter letzteren
unterscbeidet er dann nocb dieCoelostylidea (— das
mittlere Superomedianum ist verbältnissmäßig scbmal und
mit starken Seitenranderböbuugen verseben — ) undPlaty-
stylidea (— m. S. breit und ebne oder mit nur scbwacben
Seitenranderböbuugen — ). Der Verfasser giebt dann eine
allgemeine Cbarakteristik der einzelnen Stücke sowobl bei
24 Bertkau: Bericht üb. die wissenscbaftl. Leistungen
den Brachyuren überhaupt, als auch eine speciellere der
einzelnen der genannten Gruppen, und beschreibt dann das
Kaugerüst genauer bei folgenden Arten: (Heterodontea)
Macrophthalmus definitus; Heloecius signatus; Gelasimus
bellator; Myctiris longicarpis; Pinnotheres Rouxi, villosus,
Mytilorum, flavtis; HolothuriopJiilus trape^iformis; (Coe-
lostylidea) Cardisoma hirtipes; Gecarcinus ruricola; Sesarma
intermedia; Heiice Leachii; Platynotus depressus; Varuna
literata; CoelocJiirus crmipes; Pachystomum phüppi-
nense] Acanthopus planissimus ; Metopograpsus latifrons;
Grapsus strigosus; Paratelphusa sinensis; Telphusa Lechen-
audii; Ocypoda longecornuta; Micippe cristata; Doclea
muricata; Camposcia retusa; Mala verrucosa; Hyas aranea;
Egeria indica, Chorinus aries; Inachus thoracicus; Nascia
sp.; Cryptopodia fornicata; Partlienope horrida; (Platysty-
lidea) Calappa lophos, tuberculata; Matuta picta; Ranina
dentata; Myra fugax; Leucosia pallida, marmorea; Philyra
platycliira; Persepliona Guia; Dorippe quadridentata;
Xantho octodentatus ; Chlorodius eudorus; Ozius lobatus;
Pilumnus vespertilio; Rüppellia Rumphii; Actaea areolota;
Galene ochtodes ; Platycarcinus pagurus ; Carcinus Maenas ;
Carpilius convexus; Atergatis dilatatus; Etrsus utilis; Eri-
phia laevimana; Scylla serrata; Hedrophthalmus tJiala-
mito'idcs; Lissocarcinus hoholensis] Podopbtbalraus vigil ;
Thalamita sima; Platonyx bipustulatus; Goniosoma cruci-
ferum; Neptunus pelagicus ; Lupocjalns pMlippineitsis; Tra-
pezia fusca. — Aus dem Befunde des Kaugerüstes bei den
genannten Arten ergiebt sich nun nach Nauck die Be-
stätigung der anderweitig gewonnenen Ansicht von der
einheitlichen Abstammung aller Bruchyuren, von denen
die Gelasimiden, Pinnotherideu, Portuniden und Cancrinen
die ältesten sind.
Stomatopoda.
Eine Mittheilung über Herz und Gefäßsystem der Sto-
matopoden fasst Claus in folgendes Resume zusammen: Das Sto-
matopodenhcrz zerfällt in einen vorderen herzartig erweiterten Ab-
schnitt und in ein langgestrecktes vielkammeriges Rückengefäß. Der
erstere entspricht dem Dekapodenherzen und liegt in der Maxillar-
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 25
und vorderen Kieferfußregion. Derselbe ist von einem g-rossen
Ostienpaar durchbrochen und entsendet am Vorderrande eine mediane
Kopfaorta mit den Augeno-efäßen und 2 seitliche, die Schale (?),
Gehirn und Antennen versorgende Arterien, am hinteren Rande zwei
quergerichtete hintere Herzarterien. Das Rückengefäß ist von 12
Ostienpaaren durclibrochen und entsendet 13 Paare von seitlichen
Arterien, sowie am Hinterende eine das 6. Abdominalsegment und
das Telson durchsetzende hintere Aorta. Es ist eine mediane Bauch-
arterie vorhanden, welche von der linken oder rechten hinteren
Herzaterie entspringt und ventralwärts in ganzer Länge der Bauch-
ganglienkette anliegt, diese mit Gefäßschlingen versorgend. Ein
sympathischer Nerv verläuft an der Dorsalseite des Rückengefäßes,
an jeder Kammer derselben eine grosse Ganglienzelle bildend. Zool.
Anz. 1880 p. 611 £f.
On Necroscilla Wilsoni, a supposed Stomatopod Crusta-
cean from the Middle Coal-Measures, Cossal, near Ilkeston, Derby-
shire; Woodward, Proc. Geol. Soc. London, 28. May J879.
Squillidae. Eine Revision dieser Familie giebt E. Miers in
den Ann, a. Mag. N. H. (5) V. p. 1 ff. PI. I— HI, p. 108 ff. Miers
nimmt die 6 Gattungen L e ptos quill a (n. g. für Sq. Schmelzii
M.-Eäio.), Lysiosquilla , Chloridella (= Chlorida n. praeocc),
Squilla, Pseudosquilla und Gonodactylus an und giebt von diesen
Gattungen eine synoptische Tabelle sowie eine eingehendere Charak-
teristik vor der Artbeschreibung. Es sind 53 Arten aufgeführt und
beschrieben, darunter einzelne ganz oder theil weise abgebildet. Squilla
monodactyla Milne-Ediv. ist zur Gattung Pseudoquilla, Sq. indefensa
Kirlc mit einem Fragezeichen zu Lysiosquilla (Coronis) spinosa ge-
zogen. Folgende Arten sind als neu boschrieben: Lysiosquilla 5ra-
zieri (Sow-and-Pigs Bank) p. 11. PL I. Fig. 3—6, Chloridella (für
Chlorida nom. praeocc.) rotundicauda (Formosa) p. 15. PL H. Fig.
5, 6; Pseudosquilla ornata (Philippinen; = Ps. oculata Heller'^ nee
Bndle) p. 111. PL HL Fig. 5, 6; Gonodactylus trispinosus var. pul-
chellus (Ceylon) p. 122, excavatus (?) p. 123. Fig. 11, 12, furcicau-
datus p. 124. Fig. 13—16.
Squilla WetherelU (London Clay of Highgate), Leicisii (Creta-
ceous deposits of Häkel, Lebanon); Woodward, Proc. Geol. Soc.
London, 28. May 1879, massauensis (Rothes Meer); Kossmann
a. a. 0. p. 98,
Cumacea. Cyclaspis Sarsü (Rothes Meer) p. 88. Taf. IV. Fig. 3;
Nannastacus Sarsii (ibid.) p. 90. Fig. 4 — 9, Taf. V. Fig. 1; Koss-
mann a. a. 0.
26 Bertkau: Beriebt üb. die wisseuscbaftl. Leistunsfen
ScMzopoda.
Mysidae. Ein Resume über Czernjanisky's Vortrag über
die Genealogie der Mysideu s. im Zool. Anz. 1880 p. 213.
Haplo Stylus (n. g.) (Gastrosacci Norm, pars) erythraeus
(RotbesMeer); Kossraann a. a. 0. p. 95. Taf VI. Fig. 1— 8.
Siriella Paulsoni (ibid.); derselbe ebenda p. 95. Taf. VI.
Fig. 9—14.
Mysis denticulata (Dunedin Harbor); Ann. a. Mag. Nat. Hist,
(5) VI. p. 1.
Stebbing liefert eine erneute Beschreibung und Abbildung
von Gastrosaccus spinifer Goes; Ann. a. Mag. N. H. (5) VI.
p. 114 ff. PI. III. und p. 328,
Decapoda.
Studien über die Criistacea Decapoda. Von
J. E.V. Boas. Skrift. K. Dansk. Vidensk. Selsk. I. (1880)
p. 25—210 mit 7 Tafeln. — Mir sind diese Studien nicht
zugänglich gewesen, und indem ich auf das im vorigen
Ber. p. 276 (44) abgedruckte Beferat über eine vorläufige Mit-
theilung hinweise, liefere ich eine fast wortgetreue Ueber-
setzung der Besprechung vorliegender Studien im Journ.
K. Microsc. Soc. (Ser. 2) I. p. 450 ff. Es heisst dort:
„Boas hat das Hautskelet dieser Formen untersucht. Aus-
gehend von den Penaeiden findet er einerseits, das ihnen
alle die anderen „Garneelen" nahe stehen, die eine zwar
natürliche und verwandte, aber doch wohl unterschiedene
Gruppe darstellen, für die er den Nemen Eukyphotae
vorschlägt. Andererseits haben wir als die Abkömmlinge
der Penaeiden die Macruren-f-Anomala und die Brachyuren
anzusehen, welche zusammen eine große, natürliche Ab-
theilung bilden. Von den bekannteren Formen stehen Ho-
niarus (incl. Nephrops) ihnen am nächsten; von dieser in
der Vorzeit wohl vertretenen Gruppe haben wir die Gat-
tung Polycheles und die Loricaten als Abkömmlinge.
Astacus steht zwischen letzteren undHömarus in der Mitte;
sie haben ihrerseits die Anomala hervorgehen lassen, die
wieder in 3 Gruppen zerfallen. Porccllana ist eine modi-
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 27
ficirte Galathe'ide, Lithodes ein Paguride. Die Bracbyuren
haben sich von einem der Anomala entwickelt; unter
ihnen stehen die Dromiaceen letzteren am nächsten.
Diese Anschauungen sind in folgender phylogene-
tischer Tabelle dargestellt: Subordo I. Natantia. 1. Pcnae-
idae. 2. Eukyphotae. Subordo IL Reptantia. 3 Homa-
ridae (+ Astacus). 4. Eugonidae. 5. Loricata. 6. Thalassi-
nidae. 7. Anomala (a. Hippidae; b. Paguro'idae; c. Gala-
thaeidae); 8. Brachyura. a. Dromiaceae; b. Br. genuina.
Der Autor machte die Entdeckung, dass die unter den
Namen Cerataspis longiremis und monstruosus bekannten
Formen Penaeiden im Mysisstadium sind, aber zu Arten
gehören, die im erwachsenen Zustand noch nicht bekannt
sind; zu den Schizopoden, wie Dohrn meinte, haben sie
keine Beziehung. So zahlreich auch die Penaeiden in der
Jura- und anderen Formationen vertreten sind, so unterschie-
den sie sich doch nicht sehr von den lebenden Formen.
Die Jurassischen Gattungen Udora und üdorella
gehören zu den Eukyphota, weil die Epimeren des zweiten
Abdominalsomits die des ersten bedecken; ebenso gehört
Hefriga hierher.
Die Loricaten machen eine eigene, aber von Homarus
nicht weit entfernte Gruppe aus; der Besitz eines inneren
Anhanges an den Abdominalfüßen im weiblichen Geschlecht
ist in der That ein Unterschied ; da aber derselbe Charakter
sich bei den Thysanopoden, aber nicht den Penaeiden,
und bei den Eukyphoten, aber nicht bei Homarus, und
auch bei Axius findet, so ist der Autor der Meinung, dass
hier ein paläontologischer Charakter vorliegt, der durch
Atavismus in einigen Formen erhalten ist. Die Jungen
sind durchsichtig und wahrscheinlich pelagisch; die Seiten-
stücke des Panzers sind von dem Rücken, wie bei Phxllo-
soma, durch eine Leiste geschieden; aber diese Leiste ist
niedrig. Archaeocarabus Bowerbanki scheint ein echter
Palinurus zu sein; Cancrinus steht zwischen den Palinu-
riden und Scyllariden; und der von von Märten s kürz-
lich beschriebene Palinurellus scheint der älteste der jetzt
lebenden Vertreter dieser Gruppe zu sein.
Die Thalassiniden passieren, wenn Axius als ihre
28 Bertkau: Bericht üb. die Wissenschaft!. Leistungen
typische Gattung angesehen werden kann, sicherlich ein
schwimmendes Stadium; die Jungen, obwohl in den äus-
seren Punkten den Alten ähnlich, haben kleine Epipoditen
an ihren Thorakalgliedmaßen und größere Abdominalan-
hänge als die erwachsenen. Boas kann die von Claus
vorgeschlagene Spaltung der Anomala (Paguriden und Ga-
lathaeiden zu den Macruren, Hippiden und Porcellaniden
zu den Brachyuren) nicht annehmen; als auf wichtige Cha-
raktere, die den Anomalen gemeinsam sind, weist er auf
die Bildung der Thorakal- und Mundgliedmaßen hin.
Die Dromiaceen haben zahlreiche verwandtschaftliche
Beziehungen zu den Anomalen, aber ihr Vorfahr muss dem
Axius näher gestanden haben.
Wenn wir einen allgemeinen Ueberblick auf die ge-
wonnenen Resultate werfen, finden wir, dass wir von halb
durchsichtigen, weichen und behend schwimmenden Formen
(Natantia) zu solchen mit dicker Schale kommen, die
schlecht zum Schwimmen, aber durch ihren kräftigen
Schwanz befähigt sind, weite Sätze zu machen. (Homari-
dae). Dann kommen wir zu den am höchsten differenzierten
Decapoden, den Brachyuren, bei denen im Zusammenhang
mit der Verkümmerung des Hinterleibes die Thorakalan-
hänge eine mächtige Entfaltung erlangt haben. Die Haupt-
züge in der phylogenetischen Entwickelung dieser Gruppe
zeigen eine sehr auffallende Analogie mit der der Wirbel-
thiere.
Diese Studien werden ohne Zweifel einen bedeutenden
Einfluss auf die Carcinologie haben; ein Auszug kann keine
Vorstellung geben von den sorgfältigen Beschreibungen der
untersuchten Formen, von denen zahlreiche abgebildet sind,
im ganzen in 216 Figuren. Von den Gruppen und Gat-
tungen sind lateinische Diagnosen gegeben, und das Ge-
sammtresultat ist einem französischen Resumö zusammen-
gefasst."
Hartog fand bei den Zoea's einiger Decapoden
(Cancer; Sergestiden?) eine ähnliche Darmrespiration, wie
er früher bei den Copepoden beschrieben hatte; Quart.
Journ. Microsc. Sei. XX. p. 485, vergl. oben p. 13; (nach
einem Referat im Journ. Roy. Microsc. Soc. III. p. 944).
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 29
Nach F. Müller dient bei Palaemon das erste, bei
Alpheus das zweite, bei den Einsiedlerkrebsen, Porcellani-
den, Galatheaden das fünfte Beinpaar zum Keinigen des
Körpers und der AtLcmhöble; bei den Krabben haben die
Kieferfüssc dieselbe Aufgabe, während bei Astacus, Palin-
urus und der Garneele kein Fußpaar hierzu geeignet
scheint. Kosmos II I. p. 148.
Macrura.
Sergestidae. Brooks hebt aus der Embryologie und Ver-
wandeln ngsgeschichte der Sergestiden folgende Punkte für
Leucifer hervor: Das Ei macht eine regelmäßige totale Furchnng
durch, und die Theihingslinien erstrecken sich bis zum Centrum, wo
eine centrale Furchungshöhle gebildet ist; bei Leucifer kommt das
Stadium einer invaginirten Gastrula vor. Die Larve verlässt das
Ei im Naupliusstadium, geht dann inj ein Proto-Zoea-stadium, und
mit üeberspringen des Elaphocaris- und Acanthosoma-stadiums in
eine Schizopodenform über, die im Allgemeinen dieselbe Gestalt wie
der erwachsene Leucifer hat. Das fünfte Thorakalsegment fehlt nebst
seinen Anhängen auf jedem Stadium der Entwickelung. BeiAcetes(?)
geht die Proto-Zoea in eine Elaphocaris-ähnliehe, diese in Acantho-
soma und letztere durch eine Reihe von Häutungen allmählich in
Acetes über. — Die Vorgänge der Embryonal- und späteren Ent-
wickelung von Leucifer sind ausführlicher beschrieben. Zool. Auz.
1880 p. 563 ff. und Amer. Naturalist 1880 p. 806.
Carididae. Pal aeo palaemon (n. g., am nächsten mit Pygo-
cephalus Huxley verwandt; ausgezeichnet durch die überaus starke
Entwickelung der Basaltheile der Fühler, die eine ungewöhnliche
Function dieser Theile vermuthen lassen) Neioberryi (fossil in den
Erie shales (Ober-Devon) von Ohio, der älteste bekannte Decapode);
Whitfield, Amer. Journ. Sei. a. Arts. XIX. No. 109. p. 40 f.
Penaeus Joyneri (Yokohama); Miers, Ann. a. Mag. Nat. Hist.
(5) V. p. 458 Anm.
No. IX von P. Mayers „Carcinol.-M ittheilungen" be-
handelt die Metamorphose von Palaemonetes varians Leach, von
dem 7 Stadien beschrieben werden. Ein Vergleich der Entwickölung
dieser Art mit der von P. vulgaris (s. d. Ber. 1880 p. 278 (46)) und von
Palaemon potiuna Müll, zeigt, dass die beiden im süßen Wasser
vorkommenden Arten verschiedener Gattungen größere Aehnlich-
keiten in ihrem Entwickelungsgang darbieten, als sie zwischen dem
Palaemonetes varians und P. vulgaris besteht. Die Zoea der Bra-
chyuren und Macruren ist eine cänogene tische Form und beweist
30 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
keine gemeinsame Abstammung unter einander und mit den Stoma-
topoden und Scbizopoden. — P. varians ist in Süßwasseransammlungen
der Umgegend Neapels verbreitet; Mitth. Zool. Station Neapel II.
p. 197 ff. Taf. X.
In der Entwicklung des Palaemon Potiuna (F. Müll.) wird
das Zoea-stadium, in dem die übrigen Süßwassergarneelen Brasiliens
das Ei verlassen, übersprungen, und aus den wenig zahlreichen, aber
sehr großen Eiern schlüpfen 5 mm lange Larven, die denen der
Hippolyte polaris zu vergleichen sind und noch 4 Häutungen durch-
zumachen haben, ehe sie in die definitive Gestalt des geschlechtsreifen
Thieres übergehen. F. Müller, Zool. Anz. 1880 p. 152 und Berich-
tigung p. 223.
Astacidae. L. Fredericq. Note sur le sang du Homard.
Bull, de l'Acad. Roy de Belgique, (2. ser.) Tome XL VIT. p. 409.
Derselbe und G. Vandeveide. Physiologie des mus-
cles et des nerfs du Homard; ebenda p. 771 ff. und C. R. ^XCI.
p. 239. — Die Muskeln zeigen eine vollkommene Uebereinstimmung
in ihren physiologischen Eigenschaften mit denen des Frosches. Die
motorischen Nerven verhalten sich ebenfalls denen des Frosches ähn-
lich; der hauptsächlichste Unterschied ist die geringere Geschwin-
digkeit, womit sich die Bewegungserregung fortpflanzt, die etwa V5
der des Frosches beträgt.
Some Notes on the physiology of the nervous System
of the Cray fish; Journal of Physiology IL p. 214 ff.
Holdsworth schickt eine Note on the distribution of
the Crayfish (Astacus) in Spain ein, nach der der Flusskrebs in
unmittelbarer Nähe Madrids häufig und auch sonst verbreitet ist,
aber im Duero, Tage und Ebro fehlt; Proc. Zool. Soc. Lond. 1880
p. 421.
Die sog. Krebspest, ihre Ursuche und Verhütung. Von Prof.
Dr. CO. Harz; Oesterr.-Ungar. Fischerei-Zeit. 1880—81 und separat,
Wien 1881.
Ca.mhdirus typhlohius (Grotten Krains; C. pellucidus (Td^\) ähn-
lich, aber in seinen Unterschieden von demselben nicht eingehender
behandelt); Joseph, 57. Jahresb. Schlcs. Gesellsch. f. vaterl. Cultur
p. 202.
C. primaevus (fossil im Tertiär Wyomings); Packard, Amer.
Naturalist 1880 p. 222.
Palinuridae. Die Panzerkrebse des Hamburger Mu-
seums. Von Dr. G. Pfeffer. Verb. Naturw. Ver. Hamburg-Altona
i. J. 1880. N. F. V. p. 22 ff. Der Verfasser knüpft an das im Ham-
burger Museum befindliche Material Bemerkungen an, die meist
zu specieller Natur sind, als dass sie hier alle wiedergegeben wer-
den könnten. Bei der Gattung Palinurus findet er, dass die bisher
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 31
zur Unterscheidimg' angewendeten Merkmale unzuläng-lich gewesen
sind. Als brauchbare Merkmale betrachtet Pfeffer die relative
Länge der inneren und äusseren FüVderstiele, das VorhauJensein
oder Fehlen einer bürstc^nartigen Längsreihe von Haaren auf der
Geißel der großen Fühler; ferner die Bestachelung des Panzers
mit gewissen Einschränkungen und Vorsichtsmaßregeln, die Art der
Behaarung der Stacheln resp. Tuberkeln, u. s. f. Den durch ein
Anagramm gebildeten Namen Panulirus ersetzt Pfeffer durch Senex
p. 30. Zu S. guttatus Latr. zieht er P. japonicus De Haan, Ameri-
canus (Lam.) M.-Ediv., sowie vielleicht P. echinatus Smith] ferner
wird P. dasypus (Latr.) M.-Edw., sulcatus {Lam.) M.-Edio., fascia-
tus Fabr. zusammengezogen, nach den oben erwähnten neuen Ge-
sichtspunkten charakterisirt und mit dem neuen Namen longipes
belegt, p. 41, nach einem Princip, das ganz logisch ist, auch von
Kraatz befürwortet und angewandt ist, das sich aber in der heu-
tigen Nomenklatur noch keine allgemeine Geltung verschafft hat, die
vielmehr in der Erhaltung eines alten Namens die einzige Bürg-
schaft für eine stabile Benennung sieht. Aus demselben Grunde
wird für eine Art, in der P. ornatus Fahr, enthalten ist, der Name
hrevlpes eingeführt, p. 44. Als neu wird Scyllarus Martensii p. 48;
Paribacus autarcticus f. carinatus (Südsce) p. 49; Pseudibacus Ger-
staeckeri (Atlant. Ocean) p. 51 beschrieben.
Palinustus (n. g. Palinuro affine) trimcatus (Cariacou);
Milne-Edwards, Bull. Mus. Comp. Zoology VIIL No. 1. p. 66.
S. J. Smith handelt on some points in the structure
of a species of the „Willemoesia group of Crustacea;"
Ann. a. Mag. Nat. Hist. (5) V. p. 269 ff. Der tiefe Orbitalsinus ist
zum größten Theil von einem Augenlappen ausgefüllt, dessen Haut
undurchsichtig und verkalkt ist; nur im Grunde des Orbitalsinus
findet sich eine eingedrückte Stelle mit du rcbsch einender Haut, die
allen Schein einer wahren Cornea hat, obwohl Facetten an ihr nicht
wahrzunehmen sind. Auf der Unterseite entsendet jeder Augenlap-
pen einen fast cylindrischen, stumpf kegelförmigen Fortsatz nach
aussen, dessen Spitze wieder ein fast kreisrund begrenztes Cornea-
ähnliches Feld einnimmt. Smith meint, es sei kein Zweifel, dass
diese Stellen gegen Licht empfindlich seien, und dass also hier jeder-
seits 2 einfache Augen vorliegen. — Die Mündung der grünen
Drüse, deren Vorhandensein Willemoes-Suhm geleugnet hatte,
findet sich auf einem röhrenähnlichen Fortsatze des Basalgliedes der
äußeren Antennen. Der äußere Ast des ersten Kieferfußes bildet
die untere Wand einer an die ausführende Kiemenöffnnng sich an-
setzenden Fiöhre. — Das letzte Schwimmfußpaar endet nur unvoll-
kommen scheerenförmig.
Die Art, die zur Untersuchung gedient hatte, ist von Smith
32 ßertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
in den Proceedings of the National -Museum, Washington 1879 als
Polycheles sciäptus beschrieben und war bei Neuschottland in 250
Faden Tiefe gefangen worden.
Willemoesia forceps] Milne-Edwards, Bull. Mus. Comp. Zool.
VIII. No. 1. p. 64.
Pentacheles validus (St. Domingo, Martinique), Agassizii (Bar-
badoes) p. 65, spinosus (Guadeloupe) p. 66; Milne-Edwards, Bull.
Mus. Comp. Zool. VIII. No. 1.
J. Youngh (On the head of the Lobster, Journ. of Anat.
a. Physiol., XIV. p. 348 ff. PI. XVIIl) wünscht die Aufmerksamkeit
auf folgende Punkte zu lenken. Die Kopfgrube ist von 2 Furchen
begrenzt, von denen die eine von den Antennen herkommt und das
prästomiale Segment abschneidet, die andere hinter den Kieferfüßen
herkommt. Nach ihrer Entstehung sind die Mandibeln mit den
übrigen Gliedmaßen nicht zu vergleichen, und nach ihrer Anatomie
verhalten sie sich gleich dem hohlen Epistom. Die Nerven des prä-
stomialen Segments und Mandibularpalpus werden von dem Supra-
ösophagealganglion geliefert, in dem vielleicht der Rest einer ter-
galen Kette zu sehen ist. — Palinurus hat die ursprünglichen Verhält-
nisse getreuer bewahrt als die meisten Entomostraka.
Galatheadae. Galacantha (n. g.) rostrata (Bequia) p. 52,
spinosa (St. Domingo) p. 53; Galathodes (n. g.) erinaceus (St.
Vincent) jj. 53, spinifer (St. Kitts), robustus (Granada) p. 54, serrati-
frons (St. Domingo), ahbreviatus (Martinique; Guadeloupe) p. 55,
Begnoldsi (Frederickstadt), simplex (Guadeloupe), Sigshei (ibid.) p. 56,
latifrons (Barbadoes), tridens (St. Kitts) p. 57; Or opliorrhynclius
(n. g.) aries (Bequia), spinosiis (Domingo), squamosus (Martinique)
p. 58, Sharreri (Sta. Cruz), nitidus (Guadeloupe), spinoculatus (St.
Domingo) p. 59; Elasmonotus (n. g.) longimanus {Marimique; Ste.
Lucie), hrevimanus (Barbadoes) p. 60, armatus (Frederickstadt), ab-
dominalis (Barbadoes) p. 61; Diptychus (n. g.) nitidus (Barbadoes
etc., in Chrysogorgia lebend) p. 62, uncifer (ibid.), armatus (Cariacou),
rugosus (St. Domingo), intermedius (Cariacou) p. 63; Ptychogaster
{n. g.) spinifer (Guadeloupe, Barbadoes) p. 64; Milne-Edwards,
Bull. Mus. Comp. Zool. VIII. No. 1.
Galathea Agassizii (Barbadoes), rostrata (Jolbos Isis.); Milne-
Edwards, Bull. Mus. Comp. Zool. VIII. No. 1. p. 47.
Munida Stimpsoni p. 47, afßnis (St. Kitts), robusta (Cariacou)
p. 48, iris (Barbadoes), irrasa (Barb. etc.), cariboca, forceps p. 49,
longipes (St. Kitts etc.) p. 50, miles (Barbadoes), microplithalma (Mar-
tinique; St. Vincent) p. 51, constricta (St. Kitts etc.) p. 52; Milne-
Edwards, Bull. Mus. Comp. Zool. VIII. No. 1.
Thalassinidae. Callianidca mucronata (Rothes Meer); Koss-
m a n n a. a. 0. p. 80.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 33
Paguridae. Xylopagurus (n. g.) rcctus p. 37; Pylocheles
(n. g.) Agassizii p. 38; Mixtopagurns (n. g.) paradoxus p. 39;
Ostraconottis (n. g.) spntulipes p. 45; Gatapagurus (n. g.) /S7iar-
ren (Barbadoes) p. 46; Milne-Edwards, Bull, Mus. Comp. Zool.
VIII. No. 1.
J. E. V. Boas begründet die anerkannte Verwandtschaft zwi-
schen Lithodes und Pagurus durch eine vergleichende Betrach-
tung des Schwanzes und der Kiemen und zeigt, dass Lithodes
sich speciell von Eupagurus ableitet und dass seine Organisation
nur durch die Annahme verständlich wird, er sei ein Eupagurus,
der sich des schützenden Schneckenhauses begeben hat; ebenso
ist ßirgus ein umgewandelter Coenobita. Als Ausgangspunkt der
ganzen Gruppe ist Paguristes anzusehen, von dem sich Eupagurus
und Pagurus y (= Pagurus s. str., Aniculus, Clibanarius, Calcinus,
Diogenes) direkt ableiten lassen. Zool. Anz. 1880. p. 349 £f.
Eupagurus viacrocheles p. 40, discoidalis, Bartletti p. 41, erosus,
gibbosimanus p. 42, püimanus, hicristatus p. 43; Milne-Edwards,
Bull. Mus. Comp. Zool. VIII. Nr. 1.
Paguristes sericeus (Flannegan Passage), spinipes (Grenade);
Milne-Edwards, Bull. Mus. Comp. Zool. VIII. Nr. 1. p, 44.
Spiropagurns iris (Barbadoes); Milne-Edwards, Bull. Mus.
Compar. Zool. VIII. Nr. 1. p. 44.
Aniculus Fetersii (Barbadoes); Milne-Edwards, Bull. Mus.
Comp. Zool. VIII. Nr. 1. p. 40.
Coenobita perlata? var. affitiis (an n. sp.?; Batjan); Miers,
Ann. a. Mag. Nat. Hist. (5) V. p. 372. PI. XIV. Fig. 8.
Bracliyura.
Porcellanidae. Porceliana Stimpsoni (Florida), Sigsheiana (Flan-
negan Passage); Milne-Edwards, Bull. Mus. Comp. Zool. VIII.
Nr. 1. p. 35.
Pachycheles Äckleianus (lolbos Isis.), rugimanus (Florida);
Milne-Edwards, Bull. Mus. Comp. Zool. VIII. Nr. 1. p. 36.
Dromiadae. Acanthodromia (n. g. Dromiin. inter Dromiam
et Dynomenen) erinacea (Guadeloupe) p. 31; Dicranodromia (n. g.)
ovata (ibid.; Barbadoes) p. 32; Homolodromia (n. g. Homolin.)
paradoxa p. 33; Homolopsis (n. g.) rostratus p. 84; Milne-Ed-
wards, Bull. Mus. Comp. Zool. VIII. Nr. 1.
Epidromia (n. g. Dromiad.; Cephalothorax, zumal in der
vorderen Hälfte, sehr convex, ziemlich genau so lang als breit; der
Anterolateralrand setzt sich bis zum vorderen Mundwinkel fort;
der vordere Ausführungsgang der Kiemenhöhle ist durch eine Leiste
Archiv f. Naturg. XXXXYH. Jahrg. 2. Bd. Q
34 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
gegen die Gaumenplatte abgegrenzt; Beine denen der Cryptodromien
ähnlich) granulata (Rothes Meer) ; Kossmann a. a. 0. p. 59.
Nach W. A. Haswell in den Ann. a. Mag. Nat. Hist. (5) V.
p. 302 f. ist die von Miers aufgestellte Gattung Paratymolus
(d. ßer. 1880. p. 281 (49)) mit Teimessus White nahe verwandt
und bildet mit dieser eine eigene Familie, die einerseits mit den
Homoliden, anderseits mit den Corystiden verwandt ist. Zwei neue
Arten sind P. bituherculatus PI. XVI. Fig. 1, 2 und latipes Pig. 3—5
von Port Denison, letztere auch von Port lackson.
Dromia (Dromidia) orientalis (Indo-Malayische Meere); Miers;
Ann. a. Mag. Nat. Hist. (5) V. p. 360. PI. XV. Fig. 1, 2.
Homola vigil (Martinique, Guadeloupe); Milne-Edwards,
Bull. Mus. Comp. Zoolog. VIII. Nr. 1. p. 33.
Corysto'ides abhreviatus (La Plata); Milne-Edwards, Bull.
Mus. Comp. Zool. VIII. Nr. 1. p. 20.
Dorippidae. Coryeoäus (ICorystodus? n. g.) bullatus p. 23;
Cyclodorippe (n. g.) nitida p. 24, antennaritty Ägassisii p. 25;
Cymonomus (n. g.) quaäratiis p. 26; Cymopolus (n. g.) asper
p. 27; Milne-Edwards, Bull. Mus. Compar. Zool. VIII. Nr. 1.
Cymopolia ohesa p. 27, dilatata, dentata, cristatipes p. 28,
cursoTj gracilipesj sica p. 29, acutifrons p. 30; Milne-Edwards,
Bull. Mus. Compar. Zool. VIII. Nr. 1.
Ethusa americana (Florida); Milne-Edwards, Bull. Mus.
Compar. Zool. VIII. Nr. 1. p. 30.
Raninidae. Baninops (n. g.) constrictus (Sombrero), Stimpsoni
(Florida); Milne-Edwards, Bull. Mus. Comp. Zoolog. VIII. Nr. 1.
p. 35.
Raninoides nitidus (Granada); Milne-Edwards, Bull. Mus.
Comp. Zool. VIII. Nr. 1. p. 34.
Leucosiadae. Haswell führt als bei Port Denison vorkom-
mend an Leucosia pulcherrima Miers, und eine andere nicht benannte
Art; Myra affinis Bell, australis Hasw.; Phlyxia lambriformis Bell]
Nursia gracilis Bell, dentata Bclly Oreophorus nodosus Milne-Edw.;
Proc. Linn. Soc. New -South- Wales IV. p. 403 f.
Arcania novemspinosa White var. asper a\ Miers, Ann. a. Mag.
Nat. Hist. (5) V. p. 317.
Myropsis constricta (ßarbadoes), goliath (Cariacou); Milne-
Edwards, Bull. Mus. Compar. Zoolog. VIIL Nr. 1. p. 21.
Lithadia rotundata (Bermeja), granulosa (Sta. Cruz); Milne-
Edwards, Bull. Mus. Compar. Zool. VIU. Nr. 1. p. 22.
Ebalia Stimpsonii (Barbadoes); Milne-Edwards, Bull. Mus.
Compar. Zool. VIII. Nr. 1. p. 22.
Spelaeophorus triangulus (Charlotte Harbor; Sand Key); Milne-
Edwards, Bull. Mus. Compar. Zool. VIII. Nr. 1. pag. 23.
Calappldae. Trichopeltarion (n. g.; non diflfert a g. Peltario
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 35
nisi lorica valde bombata et pilosa ut in g. Dromia) nobile (Ste.
Lucie) Milne- Edwards, Bull. Mus. Comp. Zool. VIII. Nr. 1.
p. 20. PI. IL
Calappa angusta (Sta. Cruz; Barbadoes); Milne-Edwards,
Bull. Mus. Comp. Zool. VIII. Nr. 1. p. 18.
Matuta circulifera (Indo-Malayische Meere); Miers, Ann. a.
Mag. Nat. Hist. (5) V. p. 315. PL XIV. Fig. 5.
Oxyrrhyncha. Haswell handelt On the Australian Bra-
chyura Oxyrrhyncha; Proc. Linn. Soc. New-South- Wales, IV. p.
431 ff., indem er 56 (58) Arten aufzählt, die bekannten mit Bemer-
kungen über die geographische Verbreitung, Synonymie, versieht und
die neuen (17) beschreibt und auf Taf. 25 — 27 abbildet. Die Anord-
nung ist nach dem durch Miers (dies. Ber. 1880. p. 283 (51)) mo-
dificirten System Dana's getroffen. Auf Grund dieses Materials
macht er in den Ann. a. Mag. Nat. Hist. (5) V. p. 145 ff. Notes
on the Australian Maioid Brachyura, die mit Bezug auf die
marine Fauna die Erhebung Australiens zu einer besondern Provinz
nicht rechtfertigen; sie theilen sich in 2 Gruppen, von denen die
eine, mehr der nördlichen Hälfte angehörig, nach der Fauna der
Sunda-Inseln weist, während die andere, den südlichen Küsten ent-
stammend, Beziehungen zu Neu-Seeland, Japan und Europa hat. Die
ersteren gehören größtentheils zu den Periceriden und Parthenopi-
den, die letzteren zu den Inachiden und Maiiden.
Gonatorrhynchus (n. g. Inachid., vom Autor ans Ende hin-
ter Menoethius gestellt. Die Gattungscharaktere mit der Artbe-
schreibung ver woben) iwmicZws (Port Jackson) ; Haswell, Proc. Linn.
Soc. New-South-Wales IV. p. 437. PI. XXV. Fig. 4.
Chlorino'ides (n. g. Chlorino aculeato Milne- Edw., longi-
spinae de Haan, acanthonoto ^cZ.-TF/wie affine; differt praecipue ar-
ticulo basali antennarum spina instructo et pedibus longioribus et
gracilioribus) tenuirostris (Torres-Str.); derselbe ebenda p. 443.
PL XXVI. Fig. 1.
Cyclocoeloma (n. g. Othoniae affine) tuberculatum (Amboina);
Miers, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (5) V. p. 229. PL XHI. Fig. 1, 2.
Trachymaia (n. g. prope Halimum et Amathiam) cornuta
(Barbadoes) p. 3; Lispognathus (n. g. inter Euprognathum et
Anisonotum) furcatus (Granada); Anasimus (n. g.) fugax (Barbadoes)
p. 9; Milne-Edwards, BulL Mus. Comp. ZooL VlIL Nr. 1.
Achaeus breviceps (Port Jackson); Haswell, Proc. Linn. Soc.
New-South-Wales IV. p. 433.
Oncinopus angulatus (Port Jackson, Cape Grenville); Haswell,
Proc. Linn. Soc. New-South-Wales IV. p. 433.
Halimus laevis (Tormanien), (subg. u. Microhalimus) deflexi-
frons PL XXV. Fig. 2; Haswell, Proc. Linn. Soc. New-South-Wales
IV. p. 435,
36 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
Nibilia armata (St. Vincent; Barbadoes); Milne- Edwards;
Bull. Mus. Comp. Zool. VIII. Nr. 1. p. 4.
Tiarinia wawmZZaict (Port Darwin); Haswell, Proc. Linn. See.
New-South- Wales IV. p. 448.
Euprognatha acuta (St. Kitts, St. Vincent etc.); Milne-Ed-
wards, Bull. Mus. Compar. Zool. VIII. Nr. 1. p. 7.
Micippoides ?o>i^ima?iws (Port Jackson); Haswell, Proc. Linn.
Soc. New-South- Wales IV. p. 444. PI. XXVI. Fig. 5.
Micippa inermis ('Queensland) p. 445. PI. XXVI. Fig. 3, super-
ciliosa (Torres Str.) Fig. 2, curtispina (Port Denison^ PI. XXV. Fig.
1. p, 446; derselbe ebenda.
Mesorrhoea cristatipes (St. Vincent); Milne-Edwards, Bull.
Mus. Comp. Zool. VIII. Nr. 1. p. 5.
Leptomithrax spimilosus (Tasmanien): Haswell, Proc. Linn.
Soc. New-South-Wales IV. p. 441. PI. XXV. Fig. 3.
Apocremnus septemspinosus; Milne-Edwards, Crust. du
Mexique I. p. 185. PI. 35. Fig. 5; vgl. d. Ber. 1880. p. 284 (52).
Lambrus spinifer (Cap Grenville; Port Denison) PI. XXVII.
Fig. 1. p. 451, (Parthenope) Sandrockii (Port Denison; Queensland)
Fig. 2. p. 452; Haswell, Proc. Linn. Soc. New-South-Wales IV.
Zebrida longispina (Torres Str.); Haswell, Proc. Linn. Soc.
New-South-Wales IV. p. 454. PI. XXVII. Fig. 3.
Gonatonotus crassimanus (Port Jackson); Haswell a. a. 0.
p. 455. PL XXVI. Fig. 4.
Harrovia tuherculata (Darnley Isl.); Haswell a. a. 0. p. 455.
PI. XXVH. Fig. 1.
Cyclometopa. Hedrophthalmus (n. g. Portunid neben Pod-
ophthalmus; die Augen stehen aber nicht auf langen Stielen, son-
dern sind kurz wie bei den übrigen Portuniden) thdlamitoides (Phi-
lippinen); Nauck a. a. 0. p. 59 und 67.
Xanthodes &i(lentoii<s (Granada); Milne-Edwards, Bull. Mus.
Comp. Mus. VHI. Nr. 1. p. 12.
Panopeus xanthiformis (St. Domingo, Barbadoes); Milne-Ed-
wards, Bull. Mus. Compar. Zool. VIII. Nr. 1. p. 13.
Pilumnus Bleekeri (Neii-Guinea); Miers, Ann. a. Mag. Nat.
Hist. (5) V. p. 235.
Pilumnopocus gramdosiis (Indo-Malaiische Region); Miers,
Ann. a. Mag. Nat. Hist. (5) V. p. 236. PI. XIII. Fig. 4—6.
Lissocarcinus boholensis Semper i. 1. (Bohol); Nauck a. a. 0.
p. 60 und 67.
Lupocyclus philippinensis Semper i. 1. (Ph.); Nauck a. a. 0.
p. 62 und 68.
Dilocarcinus spinifrons (Oberer Amaz.); Kingsley, Proc. Ac.
Nat. Sei. Philad. 1880. p. 35.
Kingsley verzeichnet 45 Arten der Gattung Telphusa (incl.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 37
Geotelphusa Stm.) mit Vaterlandsangabe und beschreibt T. emargi-
nata (Westafr.; Natal), enodis (Ceylon) p. 36, rugosa (ibid.) p. 37;
Proc. Acad. Nat. Sei. Philad. 1880. p. 35 ff.
Telphusa sumatrensis (S., Agam); Miers, Ann. a. Mag. Nat.
Hist. (5) V. p. 304. PI. XIV. Fig. 1, 2.
Gatometopa. Coelochirus (n. g.; Füße wie Pseudograpsus,
Stirn vorgeschoben, äußere Mundtheile nicht klaffend; Ischiognathus
nach unten verengt, länger als der Merognathus; Scaphognathus
eben so breit oder breiter als der Ischiognathus, auffallend dick und
mit langem Fühler; Basiserit zwischen Stirn und ünteraugenhöhlen-
lappeu; Finger an der Spitze stark ausgehöhlt) mmjpes (Philippinen,
Süßwasser); Nauck a. a. 0. p. 30 und 66.
Pachystomtim (n. g.; Füße wie bei Pseudograpsus; Stirn
leicht nach unten geneigt; äußere Mundtheile wenig klaffend, Ischi-
ognathus länger als Merognathus, letzterer stark geöhrt und oben
zur Aufnahme des Palpus ausgeschnitten; Jugalgegend mit regel-
mäßigen feinen Granulationen besetzt, die sich auf die Mundtheile
fortsetzen; Stellung der Antennen wie Coelochirus; Körper fast qua-
dratisch) philippinense (Ph.); Nauck a. a. 0. p. 30 und 67.
Frevillea (n. g. Carcinoplag.) harbata, rosaea! p. 15, Sigshei,
triäentata] Bathyplax (n. g. prope Carcinopl.) typhlus p. 16;
Eucratoplax (n. g., transitum a Panopaeis ad Euryplagem vel
Panoplagem formans) guttata p. 18, celata p. 19; Milne-Edwards,
Bull. Mus. Comp. Zool. VIII. Nr. 1.
Holothuriophilus trapeziformis (in Holothuria maxima;
„Cephalothorax breiter als laug; Stirn in flachem Bogen verlaufend;
Hinter- und Seitenränder geradlinig; Oberfläche abgerundet; Me-
rognathus in der Mitte nach innen verbreitert; Außenseite unten leicht
eingebogen; Karpognathus größer als der Proguathus, oben stark
eingebogen, Prognathus zugespitzt; Daktylognathus länger als die
vorigen, nach dem Ende zu keulenförmig verbreitert"); Nauck
a. a. 0. p. 24 und 66.
Pinnotheres flavus (Philippinen); Nauck a. a. 0. p. 66.
Metopograpsus messor ForsJc'dl var. frontalis (CeleloeB) ; Miers,
Ann. a. Mag. Nat. Hist. (5) V. p. 311.
Euchirograpsus americanus (Barbadoes); Milne-Edwards,
Bull. Mus. Comp. Zool. VIIL No. 1. p. 18.
Kings ley giebt eine Revision der Gattung Gelasimus;
Proc. Acad. Nat. Sei. Philad. 1880. p. 135 ff. PL IX, X. Als kon-
stantes Artmerkmal sieht er die größere Scheere der Männchen an,
die von 33 Arten abgebildet ist. Im Ganzen sind , nachdem G.
cordiformis zu Heloecius Dana und G. telescopius Owen zu Macro-
phthalmus gebracht sind, 41 Arten beschrieben, darunter G. longidi-
gitum (! Moreton Bay) PI. IX. Fig. 13, Smithu (Natal) Fig. 14,
p. 144 neu.
38 Bert kau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Derselbe unterzieht die Gattung Ocypoda einer Kevision;
Proc. Acad. Nat. Sei. Philadelphia 1880 p. 179 ff. 16 unter diesem
Gattungsnamen beschriebene Arten gehören anderen Gattungen an;
3 weitere Arten ließen sich nicht identificiren ; beschrieben sind
11 Arten, darunter 0. Byderi (Natal) p. 183 neu.
Kingsley giebt eine Revision der Grapside n, Proc. Ac.
Nat. Sei. Philad. 1880 p. 187 ff., in der er Orthograpsus (subg.
nov. von Grapsus) p. 194 und Brachygrapsus (n. g. „Carapax
broader than long, arcuate, without transverse lineation, sides nearly
straight, with one tooth behind the angle of the orbit. Meros of the
externa! maxillipeds shorter than broad, its external distal angle
prominent, the internal one bearing the palpus"; vereinigt die Merk-
male von Cyclo- und Catometopa) p. 203 aufstellt. Die Arten sind
0. Hillii (Westindieu; Florida) und Br. laevis (Neu-Seeland).
Sesarma granosimana (Indo-malaiisches Meer); Miers, Ann. a.
Mag. Nat. Eist. (5) V. p.312. PI. XIV. Fig. 3.
Myriapoda.
Die wichtigste Arbeit, die über diese Klasse erschie-
nen ist, ist R. Latzel: Die Myriapoden der öster-
reichisch-ungarischen Monarchie. Erste Hälfte. Die
Chilopoden p. I— XV; 1—228; Taf. I~X. Der Plan des
Werkes ist insofern weiter angelegt wie der Titel besagt,
als alle beschriebenen Gattungen darin aufgeführt und in
den analytischen Bestimmungstabellen charakterisiert sind.
Die Einleitung über den allgemeinen Bau und die Embryo-
nalentwickelung ist in diesem Werke, das sich die Erken-
nung der Art zur Hauptaufgabe gestellt hat, kurz gefasst.
Auf dieselbe folgt eine Tabelle der Ordnungen mit ihren
Unterordnungen, von denen in diesem ersten Theile die
Chilopoden behandelt werden. Diese werden dann genauer
beschrieben; auf eine Aufzählung aller aufgestellten Chi-
lopodengattungen folgt ein Schlüssel zur Bestimmung der
genauer beschriebenen. Wie der Ordnung, ist auch jeder
Gattung eine ausführlichere Charakteristik und Arttabelle,
jeder Art neben der Diagnose eine eingehende Beschrei-
bung hinzugefügt. Besonders werthvoU sind bei letzterer
die Angaben über die verschiedenen Altersstufen, die in
ihren Merkmalen nicht unerheblich von einander abweichen;
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 39
dieselben werden als fetus, pullus, immaturus und juvenis
unterschieden. Auf den Tafeln sind einzelne charakteri-
stische Theile, namentlich Mundtheile und Körperende, in
vergrößerter Abbildung dargestellt; es werden einige Bil-
dungen; so z. B. ein Porus zwischen den Fühlern und Augen
der Lithobien; eine mit feinen Häärchen und spindelför-
migen Körperchen dicht besetzte Stelle an dem Unterkiefer
von Scutigera, beschrieben, deren Natur noch unbekannt
ist. — Als in Oesterreich beobachtet sind hier 15 Gattun-
gen mit 67 Arten von Chilopoden aufgeführt und meist in
der vorhin angegebenen ausführlichen Weise behandelt,
nur wenige Arten blieben dem Verfasser in natura unbe-
kannt. Das Buch wird dem Studium dieser Thiere in
hohem Maße förderlich sein. Das Werk ist besprochen von
G. A. Six in Tijdschr. v. Entom. XXIV. p. 97 ff.
Scudder bespricht The structure and affinities
of Euphoheria, a genus of Carboniferous Myriapoda;
Amer. Journ. Sei. a. Arts, XXI. p. 182 ff. Von den nächstver-
wandten Diplopoden unterscheidet sich die fossile Gattung
durch die spindelförmige Gestalt ihres Körpers, dessen
Rückenschilder nur etwa zwei Drittel des gesammten Kör-
perumfanges einnehmen und (keine foramina repugnato-
ria(?), wohl aber) 3 (oder 5) Reihen verästelter Dornen
besitzen. Entsprechend der geringeren Entwickelung der
Rückenschilder sind die Bauchschilder grösser als bei
den jetzt lebenden Diplopoden; sie tragen in quer elli-
ptischen Gelenkgruben die Beine, deren zweites Glied den
übrigen insgesammt an Länge gleich kommt, und die durch
ihre abgeplattete Gestalt die Vermuthung rechtfertigen,
dass sie Schwimmbeine gewesen sind. Die Stigmata sind
sehr gross und in der Mitte der Bauchplatte gelegen
(?; Scudder scheint die eigenthümlichen Anhäufungen
von Hautporen an den Bauchschildern einiger Chilopoden
nicht zu kennen); an dem Vorderrande jeder Bauchplatte
befindet sich ein Paar kleiner dreieckiger Becher, die als
Stützapparat für hypothetische Kiemen erklärt werden.
(Was Scudder weiter von Kiemen sagt, ist entweder un-
richtig oder von mir unrichtig verstanden worden), lieber
die Kopfgliedmaßen gab der mangelhafte Konservierungs-
40 Bertkau: Bericht üb. die wissenscliaftl. Leistungen
zustand der Exemplare keinen Aufschluss. Scudder hält
die angegebenen Differenzen für ausreichend, um danach
eine besondere Unterordnung, Archipolypoda, aufzustellen.
Kyder macht Scolopendrella zum Typus einer
neuen Ordnung, die er Synipliyla nennt, weil er in ihr
eine gemeinsame Aehnlichkeit mit Myriapoden und Insek-
ten findet. Er charakterisiert sie folgendermaßen: Kopf
Insektenähnlich, wie bei Campodea, mit Mandibeln, Maxil-
len und einer Zunge. Ober- und Unterlippe sind wohl aus-
gebildet und erstere ist von den Epikranialstücken durch
eine wohlmarkierte Furche abgetrennt. Körper aus 14 Seg-
menten gebildet mit 12 Paaren 5-gliedriger Beine, deren
jedes mit 2 Klauen endigt. An der Basis eines jeden
Beinpaares mit Ausnahme des ersten befindet sich ein
Paar haariger Anhänge. Geschlechtsöffnung auf der Bauch-
seite am dritten oder (?) vierten (?) Segment in beiden
Geschlechtern. Tracheensystem aus einer Reihe von ein-
fachen röhrigen Bogen bestehend, ohne Spiralfaden, an der
Basis der Beine entspringend und offenbar in einer nahen
Beziehung zum Herzen endend. Darm gerade, mit 2 sehr
langen Malpighischen Gefäßen. Amer. Natural. 1880 p. 375.
Derselbe giebt ebenda eine Note^ on a larval
Lithobius-like Myriapödmit 7 einklauigen Beinpaaren.
C. 0. V. Porat. Om nägra exotiska Myriopoda; Bih.
tili. K. Sv. Vet.-Akad. Handl. IV. No. 7. p. 1—48.
Tömösvary liefert ein Verzeichniss der (46) in
Ungarn und Siebenbürgen beobachteten Chilopoden allein,
das incl. 4 neuer Arten gerade doppelt so viel Arten ent-
hält als das vorigjährige Verzeichniss in den Term. Füzet
III.; vergl. d. Ber. 1880. p. 288(50); Zool. Anz. 1880.
p. 617.
Cavanna zählt die während einer Escursione in
Calabria gefundenen Myriapoden auf; Bull. Soc. Ent.
Ital. XII. p. 265 ff (53 A.).
Karsch macht Mitthoilungon über die von Finsch in Poly-
nesien gesammelten Myriapoden; Sitzber. Ges. Naturf. Freunde
Berlin 1880 p. 77 ff.
im Gebiete der Artlropoden im Jahre 1880, 41
Peripatina.
Peters, der dieMittheiluDg Moseley's (d.Ber. 1880. p.290 (58))
nicht gesehen hat, spricht ebenfalls über die Variabilität der Zahl
der Fußpaare bei verschiedenen Peripatus-arten; er hatte Amerika-
nische Exemplare mit 30, 31 und 32; Capische mit 17, 18, 19, 20,
21, 22 Beiiipaaren vor sich und glaubt daher an eine Idendität von
P. Edwardsii mit juliformis und P. capensis mit brevis denken zu
können. Sitzber. Ges. naturf. Freunde Berlin 1880 p. 28 und 165.
Ghilognatha.
Hirudisoma (u. g.; Caput minimum, subrotundatum, infra
segmentum cephalicum positum omninoque absconditum ; os sugen-
tiforme; Oculi ocellis 3 — 4 uniseriatis; ant. breves, crassae, 7-art.;
art. 7-mo brevissimo; corpus ellipsoideum, supra in medio lougitu-
dinaliter non sulcato, segmentis 14 — 41 maxime carinatis; segm.
cephalicum magnum, caput antennasque recondens; pedes carinis
segmentorum oranino abseonditi; corpus in turbonem vel spiran
contractile) für Piestodesmus pallidus Fanzago; Oavanna, Bull.
Sog. Ent. Ital. Xll. p. 277. Tav. II.
Megalosoma (n. g.) Canestrinii, atherinum; Fedrizzi, Atti
Sog. Veneto-Trent. V; s. Bull. Soc. Ent. Ital. XI. p. 137; vgl. d.Ber.
1878. p 291 (78).
Julus anguinus {Olinda.) -^ Kar seh, Sitzber. Ges. naturf. Freunde
Berlin 1880. p. 78; zameniscölor (Monte Pecoraro) p. 272, Blasioi
(Palizzi) p. 273; Cavanna, Bull. Soc. Ent. Itial. XII, seticaudus
(Nubien), lepidus (Aegypten); v. Porat, Bih. tili. K. Sv. Vet.-Akad.
Handl. IV. No. 7. p. 29.
Polydesmus siculus (S.); Fanzago, Att. Soc. Veneto-Trentina
Sei. Nat. VI. p. 20, (Fontaria) Dönitzi (Japan); Kar seh, Zeitschr.
ges. Naturw. 1880 p. 847 f.
Atractosoma nigrum (blinder Höhlenbewohner); Fanzago,
Att. Soc. Veneto-Trent. Sei. Natur. Vol. VI. p. 21.
Craspedosoma Levicanum ; Fedrizzi, Atti d. Soc. Venet.-Trent.
V; s. Bull. Soc. Entom. Ital. XI. p. 127; vergl. d. Ber. 1878. p. 291 (73).
Cryptodesmus Getschmanni (Asturien, der erste europäische
Vertreter dieser bisher nur aus Amerika und Afrika bekannten Gat-
tung); Karsch, Sitzber. Ges. naturf. Freunde Berlin 1880 p. 58.
Spirobolus costulatus (Bogota), monilicornis (Brasil.) p. 31,
univittatus (ibid.) p. 32, laevigatiis (Azoren), capiicinus (Singapore)
p. 33, älbido-limbatus (Olinda, Bras.) p. 34, impressus (Pernambuco),
42 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Goesi (St. Barthelmy ; Java) p. 36, suturalis, heteroporus (Java) p. 37;
V. Porat a. a. 0.
Spirostreptus rugifrons (Ecuador) p. 38, papillaris (Brasil.)
p. 39, flavicornis (Suriuam), microps (Pernambuco) p. 40, ochrurus
(Brasil.) p. 41, ventralis (St. Thomas), alicollis (Java) p. 42, collaris
(ibid.) p. 43, aciculatus (Neu-Holland) p. 44; derselbe ebenda.
Alloporus crenatus (Montevideo); derselbe ebenda p. 45.
Ryder erwähnt eine blasse Varietät vonPolyxenus fasci-
culatus Say^ die er var. pallidus nennt. Amer. Natur. 1880. p. 811.
Ghilopoda.
Geophilidae. Sseliwanoff will jedes nur 1 Beinpaar tragende
Körpersegment der Geophiliden als aus 2, einem vorderen und einem
hinteren, zusammengesetzt ansehen. S. Zool. Anz. 1880 p. 167.
Stigmatogaster n. g., (von BothriogSiStev Szeliio. verschieden
dadurch, dass sich am Seitenrande einiger benachbarten Bauchschil-
der, und zwar ziemlich weit vorn rechts und links ein tiefes Grüb-
chen befindet), für B. gracilis Meinert; Latzel, Myriop. Oesterr.-
Ungar. Mon. Erste Hälfte p. 20 und 21.
Notiphilides n. g. prope Himantarium : für Notiphilus Maxi-
miliani Humh. et Sauss.; Latzel a. a. 0. p. 20 und Zool. Anz. 1880.
p. 546 f.
Geophilus gorizensis (Görz) p. 170, strictus (Küstenland) p. 174,
condylogaster (ibid.) p. 178, pygmaeus (ibid. und Kärnthen) p. 182;
Latzel, Myriap. Oesterr.-üng. Monarch. Erste Hälfte, sudeticus {AM-
vater); Haase, Zool. Anz. 1880. p. 68, paradoxus (Südungarn);
Tömösvary, ebenda p. 619.
Mecistocephalus hungaricus (Süd-Ü.); Tömösvary, Zool. Anz.
1880. p. 619.
Scolopendridae. Otostigmus (n. g. „Spiracula auricularia 1.
compresse circularia, obliqua 1. transversa, membrana corrugata intus
vestita, in segm. 3, 5, 8, 10, 12, 14, 16, 18, 20 obvia. Segm. I mar-
ginem post. laminae cephalicae obtegens; pedum plurimorum art.
penult. infra apice armatus; ped. anal, unguis calcaribus duobus (num
semper?)) orientalis (Bombay) p. 19, scaber (China), carinatus (ibid.)
p. 20, rugulosus (Mauritius) p. 21, spinosus (Java) p. 22, inertnis
(Buenos Ayres), appendiculatus (Kio- Janeiro ; = Branchiost. scabri-
cauda Sauss.?) p. 23; v. Porat, Bih. tili K. Sv. Vet.-Akad. Handl.
IV. No. 7.
Scolopendra nitida (Nördl. Brasil.) p. 8, calcarata (China) p. 10,
impressa p. 13; v. Porat, Bih. tili K. Sv. Vet.-Akad. Handl. IV. No. 7.
Cormocephalus impressus (St. Domingo) p. 15, marginatus (ibid.),
monilicornis (Sydney) p. 16, laevigatus (Montevideo) p. 17, mirabilis
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 43
(Weiss. Nil; Kordofan) p. 18; v. Porat, Bih. tili K. Sv. Vet.-Akad.
Handl. IV. No. 7.
Branchiostoma immarginatum (Manilla) p. 24, öbsoletum (Mel-
bourne) p. 25; V. Porat, Bih. tili K. Sv. Vet.-Akad. Handl. IV. No. 7.
Lithobiadae. Haase giebt eine erneute Diagnose des vermeint-
lichen Lithobius sibiricus Gerstf.] Zool. Anz. 1880 p. 223, der aber
nicht die Art Gerstfeldt's ist; letzterer hatte vielmehr als L.
Sibiricus 2 Arten zusammengeworfen, die Sseliwanoff als L. affinis
und Orientalis beschrieb, während der L. sibiricus Sseliw. wieder
eine andere Art ist. Sseliwanoff, ebenda p. 541 f.
L, leptopus (Kärnthen, Oberösterreich etc.) p. 53, dälmaticus
(D.) p. 61, peregrinus (Oesterr. Küstenl.) p. 63, nigrifrons (Westöster-
reichj namentlich Tirol) p. 71, aulacopus (Oesterreich) p. 84, pygmaeus
(Kärnthen, Krain, Tirol) p. 87, anodus (Kärnthen, Krain, Steiermark)
p. 88, snhtilis (Tirol) p. 91, pusiUus (Kärnthen, Krain) p. 108, stygius
(Höhlen Krains) p. 113, illyricus (Küstenl.) p. 115; Latzel a. a. 0.,
nodulipes (Steiermark, Kärnthen, Krain), cyrtopus (Böhmen, Mähren,
Schlesien); derselbe, Zool. Anz. 1880. p. 225, pelidnus (Schlesien,
Steiermark); Haase, Schles. Chilopod. I. Chil. anamorpha (s. Latzel
a. a. 0. p. 95), dubius (Ungarn), Dadayi (Siebenbürgen); Tömös-
väry, Zool. Anz. 1880 p. 618, Thetidis (China); Karsch, Zeitschr.
ges. Naturw. 1880 p. 848, Calabrensis (Aspromonte) p. 269, depressus
(Bagaladi) p. 270; Cavanna, Bull. Soc. Entom. Ital. XII; brachy-
cephalus (Avellana); Fanzago, Resoc. Soc. Ent. Ital. 1880. p. 16.
Scutigeridae. Eyes and Brain of Cermatia forceps;
Mason & Packard, Amer. Natur. 1880. p. 602.
Arachnoidea.
Eine Abhandlung von A. Croneberg „Ueber die
Mundtheile der Arachniden", dies. Arcliiv 1880. p.
285 ff. Taf. XIV— XVI, ist namentlich der Darstellung und
Deutung des sog. „Rostrum", „Zunge" oder „Oberlippe"
gewidmet. Indem Croneberg dieses Organ durch die
verschiedenen Ordnungen verfolgt, findet er, dass es über-
all paarig angelegt ist und z. Th. so auch erhalten bleibt.
Es entspricht daher einem Paar Kopfgliedmaßen und
zwar, nach der Lage desselben beim Embryo, einem ersten
Antennenpaare. Vielleicht ist das Rostrum sogar 2 Extre-
mitätenpaaren aequivalent.
Das 11. Memoire der Etudes arachnologiques
44 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
von E. Simon behandelt Arachnides recueillis aux en-
virons de Pekin; Ann. Ent. France 1880. p. 97 ff. PI. 3.
Es sind im Ganzen 38 Arten, von denen 9 (oder 11) auch
in Europa vorkommen: Synema globosum; Thomisus onu-
stus; Tibellus oblongus; Epeira sclopetaria; Drassus lapi-
dicolus; Pholcus opiliono'ides; Drepanodus mandibularis ;
(= Epeira diversa Blackw. ; Zilla Rossii Thor eil) ; Theri-
dium tepidariorum, formosum; vielleicht auch Agalena la-
byrinthica und Drassus fugax; 19 sind vicarierende Formen
europäischer Arten; 2 sind mit Japan gemeinsam, und 2
andere gehören einer in Japan und Nordamerika vertrete-
nen Gruppe der Gattung Coelotes an. Eine Art ist in
die bisher nur aus Polynesien bekannt gewordene Gat-
tung Dictis gestellt, und für je eine andere sind 2 neue
Gattungen (Sparassid. und Thomisid.) aufgestellt worden.
Das 12. Memoire enthält Descriptions de gen-
res et especes de Fordre des Scorpions; ebenda
p. 377 ff
Karsch lässt Dekas I Arachnologischer Blät-
ter erscheinen; Zeitschr. ges. Naturw. 1880. p. 373 ff. Taf.
XII. In dem fünften derselben beschwert.' er sich mit bit-
terbösen Worten über des Referenten „Ausfälle" gegen ihn
in diesen Berichten und giebt eine Blüte von dessen
„Kritikkunst" zum Besten.
Bert kau liefert ein Verzeichniss von (74) in Brasilien
und La Plata gesammelten Arachniden (3 Scorpione, 58
Spinnen, 14 Opilionen, 4 Milben); zahlreiche der Arten
sind als neu beschrieben und abgebildet, zu anderen Be-
merkungen gemacht; Mem. cour. et Mem. d. sav. Strang,
publ. p. l'Acad. roy. des sciences, des lettres et des beaux-
Arts de Belgique. T. XLIII; p. 1-120, PI. I, IL
E. Simon beschreibt (15) Arachnides nouveaux
de France, d'Espagne et d'Algerie; Bull. Soc. Zool.
de France pour l'ann. 1879. (Seance du 23 decembre 1879.)
Becker macht die Namen von 60 in Ungarn gefan-
genen Arachniden bekannt (58 Spinnen, 1 Chcrnetinen, 1
Scorpion); C. -R. Ent. Belg. 1880. p. XIV.
Derselbe verzeichnet die von ihm auf den lies
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 45
d'Hyeres gesammelten Arten; ebenda p. 140; desgl. einige
in Belgien gesammelte, p. 143, 181, 188.
Pavesi beginnt seine Studi s. Araenidi Africani
mit I. Araenidi di Tuuisia; Ann. Mus. Civ. Genova XV.
p. 283 ff. Aus Tunis sind 115 Arachniden (5 Scorpione,
1 Chernetide, 4 Solifugen, 4 Opilionen, 96 Spinnen und 5
Milben dem Autor bekannt geworden. Von diesen sind 11
neu; von den übrigen 104 sind 77 auch in Algier, 73 in
Italien und seinen Inseln, 66 in den östlichen und 60 in
den westlichen Mittelmeerländern aufgefunden.
L. Koch beschreibt die Arachniden aus Sibirien
und NovajaSemlja, die auf den Expeditionen von N Or-
dens kjöld und Stuxberg nach Novaja Semlja und den
Mündungen des Jenissej eingesammelt worden waren ; Kgl.
Sv. Vet.-Akad. Handl. XVI. Nr. 5. p. 1—136. Taf. I-VIL
„Die Gesammtzahl der von diesen Expeditionen herstam-
menden Arten mit Einrechnung der von Herrn G. Streb-
low in der Umgegend von Krasnojarsk gesammelten Spin-
nen und Phalangiden beläuft sich auf 205'', nämlich 156
echte Spinnen, 7 Opilionen, 42 Acariden; mehr als die
Hälfte dieser Arten, 76 Spinnen, 3 Opilionen, 35 Milben,
sind neu für die Wissenschaft. Unter den Spinnen sind
am zahlreichsten die Theridiadae, namentlich Gattung
Linyphia, und Micryphantidae vertreten (zusammen mit
85 A.), dann Drassidae(21A.), Lycosidae, Thomisidae (je 11),
Epeiridae (9), Pachygnathidae (7), Attidae (6), Agalenidae,
Dictynidae (je 2), Amaurobiadae, Argyronetidae (je 1). Mit
Einschluss der von Cambridge, Thoreil und White veröf-
fentlichten Arten sind nun aus dem hohen Norden 275
Arten von Arachniden bekannt ; einige derselben sind fast
Kosmopoliten; dann kehren aber auch einige in Europa
dem Hochgebirge eigenthümliche Arten wieder. Mit dem
weiteren Vordringen nach Norden verschwinden zuerst die
größeren Formen, und es bleiben neben zahlreichen Mil-
ben von Spinnen die kleinen Linyphien und Erigonen.
Karsch macht Mittheilungen -über die von Finsch in
Polynesien gesammelten(Myriapoden und) Arach-
niden; Sitzber. Gesellsch. naturf. Freunde. Berlin 1880.
p. 77 ff.
46 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
E. Simon verzeichnet in seinen Mat^riaux pour
servrir ä une faune arachnologique de la Nouv.-
Caledonie 41 Arten, von denen 20 neu sind; C. R. Ent.
Belg. 1880. p. 164 ff.
Lingnatulina.
F. J. Bell benutzt die Gelegenheit, dass er von einer Boa
constrictor Pentastomum polyz onum iZarZe^/ erhielt, zu einer er-
neuten Beschreibung dieser Art und zu einer Revision der in
Schlangen gefundenen verwandten Species; die Ersetzung des Ru-
dolphi'schen Namens P. proboscideum durch den Diesing'schen
späteren moniliforme durch Megnin verwirft er mit Recht, da
Diesing entweder eine bloße Varietät, oder wahrscheinlich eine an-
dere Art mit seinem Namen bezeichnete. P. teretiusculum Baird
und annulatum Baird sind besondere Arten; mit der letztern ist
P. multicinctum Harley synonym. Ann. a. Mag. N. H. (5) VI.
p. 173 £f.
Acarina.
Acarinologisches. Von Dr. G. Haller; dies. Ar-
chiv 1880. p. 355 ff. Taf. XVII. Haller beschreibt zunächst
in vollständigerer Weise als der erste Autor der Gattung
Pontarachna punctulum FJiil. und hebt dabei hervor,
dass die meisten von Brady als Salzwassermilben beschrie-
benen Arten Landmilben sind, die im Meere ihren Tod
gefunden hatten. Ferner beschreibt Haller eine neue Me-
gamerusart und handelt von der Gattung ausführlicher,
mit der die Gattungen Scyphius, Penthaleus und Eupodes
C. L. Koch zu vereinigen sind. — Bei einer Trombidium-
art fand Hall er an Stelle der Augen „halterenförmige"
Organe, in denen er Gehörsand gefunden zu haben glaubt
und die er daher als Gehörorgane in Anspruch nimmt.
Oudemans' Ansichten über die systematische Stel-
lung der Acarinen s. Tijdschr. v. Entomolog. XXIV; Versl.
p. CXVII.
Desselben Bemerkungen über einige holländische
Arten ebenda p. XV.
Id, Jets over Acarina in't Algemeen; ebenda
p. 101 ff. PI. 11, 12.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 47
Die Milben als Parasiten der Wirbellosen und
besonders der Arthropoden von Dr. G. Haller in
Bern. Halle 1880. Scbwetscbke'scher Verlag. Das 90 Seiten
starke Bücbelcheu ist eine Einleitung in das Studium der
Milben und als solches recht brauchbar.
Sarcoptidae. G. Canestrini. Intorno ad alcuni Acari
parassiti; vgl. d. Ber. 1880. p. 295 (63). Canestrini erörtert hier
die Synonymie der von ihm beschriebenen Arten (s. u.) mit den von
Robin und Ha Her beschriebenen und giebt folgende üebersicht
der Gattungen:
I. Beine in beiden Geschlechtern gleich:
1. beide Geschlechter einander sehr ähnlich, Weibchen unge-
schwänzt; die vorderen Beinpaare bedeutend länger
Freyana Haller.
2. beide Geschlechter verschieden gestaltet
a. Keine geschwänzte Weibchen .... Pteroleichus Böbin.
b. Geschwänzte Weibchen vorhanden: Proctophyllodes Mohin.
IL Beine in beiden Geschlechtern verschieden;
1. Das vierte Beinpaar ^ das kürzeste, mit Kralle endend,
alle übrigen enden mit einer Borste. . . . Xoloptes n. g.
2. Das vierte Bein ^ das längste AUoptes n. g.
3. Das dritte Bein (^ das stärkste, alle mit einer Borste endend
Dimorphus Haller.
4. Das dritte Bein ^ das stärkste, mit Klaue endigend, die
übrigen mit Borste Anaiges Nitzsch.
Die Gattung Crameria Haller, als nur auf die Körpergestalt
begründet, erkennt Canestrini nicht an.
Es gehört nun:
Dermaleichus Squatarolae Can. zu Pterol. Squat.;
„ lyra Oan. zu Pterol. major Hall.;
„ Strigis passerinae Can. zu Pterol. (Crameria Hall.)
lunulata (Hall.)]
ff Charadrii Can. zu Pterol. Charadr.;
„ Porzanae Can. zu Pterol. Porzanae;
„ Ardeae Can. zu Pterol. Ardeae;
„ Cypseli Can. zu Pterol. securigerus Boh. ;
„ paleatus Can. zu Pterol. cultriferus Bob.;
„ Anthi Can. zu Proctophyllodes bilobatus Bob.;
„ Hirundinis Can. zu Proctophyllodes rutilus Boh.;
„ Coturnicis Can. zu Xoloptes claudicaus Boh.;
„ Ortygometrae Can., Totani Can., Numenii Can., Acti-
tidis Can. gehören in die Gattung Pteroleichus; Colymbi Can.,
Buchholzi Can. zu Proctophyllodes; auf D. crassipes und Geramby-
cis Can. wird die neue Gattung AUoptes gegründet, aus der
48 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
außerdem A. pahnatus (auf Fringilla caelebs) beschrieben wird;
Atti Sog. Venet.-Trent. Sei. Nat. VI. p. 32 ff.
Dermaleichus Sqiiatarolae (S. helvetica), Strigis passerinae
(!St. p.) p. 47, Charadrii (Ch. hiaticula), p. 48, Porzanae (Ortygo-
metra porzana) p. 49, lyra (Strix otus) p. 50, Ardeae (A. minuta) p.
51, Antlii (A. arboreus) p. 52, Cypseli (C. apus) p. 53, Nisi (N. com-
munis) p. 55, Ninnii (Numenius arcuatus) p. 56, Actitidis (A. hypo-
leucus) p. 57, Ortygometrae (0. pusilla) p. 58, Totani (T. calidris;
Mergus serrator; Tringa pugnax, alpina) p. 60, Numenii (N. phae-
opus) p. 61, Vanelli (V. cristatas) p. 62, Colymhi (Podiceps minor)
p. 63, Bucliholzi (Limosa melanura) p. 64, paleatus (!Cyps. apus) p.
65, Hirundinis (H. urbica) p. 66, Goturnicis (C. dactylis.) p. 67,
crassipes (Limosa melanura; Tringa pugnax, alpina; Sterna minuta)
p. 68, Ceramhycis (C. cerdo) p. 69; Canestrini, Atti R, Istit. Ve-
neto Sei., Lettere ed Arti (5) V; vgl. d. Ber. 1880. p. 295 (63).
Ueber die Synonymie des Anaiges passerinus C. und A. Halleri
Oud. (= Pulex Sturni Bedi\ Dermal, passerinus De Gecr) s. Oude-
mans in Tijdschr. v. Entomol. XXIV; Versl. p. CXVIII.
Tyroglyphidae. G. Haller. ZurKenntniss der Tyrogly-
phen und Verwandten. Zeitschr. w. Zool. XXXIV. p. 255 £f. Taf. IX
— XI. Haller kritisiert zunächst Canestrini's beiden Arbeiten (s.
oben) und bespricht dann die Gattung Listrophorus Pagenst., von der
er eine neue Art, L. Pagenstecheri vom Eichhörnchen und Wiesel, be-
schreibt p. 257 £f. Taf. IX. Fig. 1—2. Hierauf spricht er über die Gat-
tung Homopus Koch, mit der Hypopus Duj, und Läbidophorus Kram.
synonym ist und die nur eine Jugendform, wahrscheinlich von Der m-
acarus n. g. ist. Diese neue Gattung und die Art (D, sciurinus)
wird auf p. 268 fif. eingehend beschrieben und diente neben Tyrogly-
phus Megninn (p. 273) als Material zum Versuch einer Schilderung
der inneren Anatomie von Dermacarus und Tyroglyphus. Ich ent-
nehme derselben folgende Angaben: Das Nervensystem ist eine com-
pacte, vom Ösophagus durchbohrte Masse; gewisse Zapfen an den
Füßen, und keulenförmige Haare, die mit der äußeren Luft durch
eine Oeffnung communicieren sollen, werden ziemlich willkürlich als
Tast- resp. Geruchsorgane gedeutet. Die Deutung der von Gl apa-
rede als Excretionstaschen beschriebenen Blasen wird als richtig
bestätigt. Die Begattungsöffnung liegt hinter dem After und führt
in eine Samentasche, in der Haller allerdings nie Spormatozoen
fand; aus ihr führen 2 Canäle zu je einem der beiden Eileiter, in
denen die Befruchtung Statt findet.
Derselbe stellt Kramer gegenüber (d. Ber. 1880 p. 297 (65))
das Vorhandensein einer äußeren Geschlechtsöffnung bei Larven und
Nymphen von Tyroglyphus in Abrede. Die äußere Geschlechts-
öffnung zeigt sich erst bei der ersten Weibchenform, und tritt durch
unregelmäßiges Zerreißen der Zwischenwand mit den inneren Ge-
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 49
Bchlechtsorganen in Communikation. Die Begattung findet durch
eine bei Tyroglyphus hinter dem After, liegende Oeffnung Statt;
Mitth. Schweiz, ent. Ges. VI. p. 9 fi'.
Cheyletus heteropalpus Meg7i. hüllt seine Eier in Gespinnst
ein; die ausschlüpfenden jungen Larven besitzen bereits 8 Füße;
Megnin, C. R. XC (7. Juni) p. 1371 und Ann. a. Mag. N. H. (5) VI.
p. 99, Bull. Soc. Ent. Fr. 1880. p. LXXXIII.
Claviceps (?) trimaculatus (Jugor Sharr) p. 134. T. VII. Fig. 8,
bimaculatus (ibid.) Fig. 9, rugosus (Möller Bay) Fig. 10. p. 135; L.
Koch, Arachn. a. Sibir. etc.
Trombidiädae. A. v. Szaniszlö berichtet über das massen-
hafte Auftreten des Phytoptus vitis Land, in Ungarn i. J. 1878.
Nach seinen Beobachtungen überwintert nicht das Ei, sondern das
Thier zwischen den Schuppen der Knospen. Trotz der großen
Menge, in der diese Milbe an manchen Stellen auftritt, hat sie weder
die Stöcke, noch deren Ertrag beeinträchtigt ; Maßregeln zur Ver-
tilgung scheinen daher auch nicht geboten. Termesz. Füzet. IV.
p. 197.
Tetranychus horealis (Troitzkoj; Jugor Sharr etc.); L. Koch,
Arachn. a. Sibir. etc. p. 129. Taf. VI. (!) Fig. 7.
Actineda setosa (Melnitschni ; Troitzkoj); L. Koch, Arachn. a.
Sibir. etc. p. 127. Taf. VI. Fig. 5.
Rhyncholophus sucidus (verbreitet) Taf. VI. Fig. 1, signatus
(Krasnojarsk) Flg. 2. p. 124, albicomus (ibid.) Fig. 3. p. 125, tonsus
(Selivaninskoj) p. 126. Fig. 4; L. Koch, Arachn. a. Sibir. etc.
Rhyncholophus plumipes auch in der Schweiz; Haller,
Bull. Soc. Murith. du Valais, IX. p. 81.
Tro^mbidium fucicolum Braäy auch auf Helgoland in
Brunnen; Rehberg, Abh. naturw. Ver. Bremen. VII. p. 63.
Tr. fragum (Niesky), L. Koch, Abh. Naturf. Ges. Görlitz
XVH. p. 71, audiens (Schweiz); Haller, dies. Arch. 1880. p. 869.
Taf. XVn. Fig. 7-9.
Larve von Tr. fuliginosum Herrn, ein Feind der Gallenbe-
wohnenden Form der Phylloxera vastatrix; Coste, C. R. XCI.
p. 460 ff.
Penthal eus horealis (Möller B. ; Matotschkin) p. 129. T. VI. Fig,
8, crassipes (Matotschkin) p. 130. T. VII. Fig. 1; L. Koch, Arachn.
a. Sibir. etc.
Megamerus Haltica (Schweiz, im Moos am Fuß von Obst-
bäumen); Haller, dies. Archiv. 1880. p. 364. Taf. XVIL Fig. 5, 6.
Gamasidae. Gamasus armatus (Besimannaja B.) p. 119. T. IV.
Fig. 8, tenellus (ibid.) Taf. V. Fig. 1, horealis (Schaitanskoj) Fig. 2.
p. 120, ovalis (Jefremow Kamen) p. 121. Fig. 3; L. Koch, Arachn.
a. Sibir. etc., inaequipes (Cordoba, Arg., auf einer „Guanquero" ge-
nannten Hummelart); Conil, Period. Zool. III. p. 65 ff.
Archiv für Naturg. XXXXVH. Jahrg. 2. Bd. D
/
50 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
G. viridis Megn. ein Feind der Phyll. gallicole; Coste, C. R.
XCI. p. 460 ff.
Sejus excisus (Troitzkoj) p. 122. Taf. V. Fig. 4, semitectus
(Gänsekap, auf Myodes obensis) p. 123. Fig. 5; L. Koch, Arachn.
a. Sibir. etc.
Oribatidae. Michael bringt A further Contribution to
the knowledge of British Oribatidae; Journ. R. Microsc. Soc.
m. p. 32 ff., 177 ff., PI. III— VI. Aus der Lebensgeschichte hebt
er zunächst hervor, dass die Gattungen Murcia, Celaeno, Hy-
pochthonius C. L. Koch nur Nymphenformen enthalten (vgl. dazu
die Bemerkung Haller's über Hyp. rufulus C. L. Koch; dies. Ber.
1880. p. 298 (66)). In manchen Gattungen (Nothrus, Damaeus) hat
die Nymphe mit dem vollkommenen Zustande große Aehnlichkeit,
in anderen (Oribates, Tegeocranus, Liosoma) sind beide so unähnlich,
dass sich ihre Zusammengehörigkeit nur durch die Zucht nachweisen
lässt. — Bei jungen Thieren lässt der Hinterleib noch oft dort Spu-
ren einer Segmentierung erkennen, wo dieselben bei den erwachsenen
ganz verschwunden sind. Ferner bespricht der Autor die verschie-
dene Art und Weise, in der Tegeocranus latus, Oribates quadri-
cornutus, Liosoma palmicincta, Damaeus verticilipes, Nothrus segnis
ihre abgestreifte Haut auf dem Rücken mit sich herumtragen; die
letztere behält von derselben nur zwei schmale Streifen auf je einem
Fortsatz am Hinterleibsende zurück. Oribates Sphagni führt eine
aquatische Lebensweise; Nothrus bistriatus NicoL (nee. Koch) findet
sich sowohl zwischen Sphagnum, als auch auf dem trockenen Lande.
Zu den 44 in der früheren Abhandlung bekannt gemachten Arten
weist der Verfasser 15 weitere aus England nach, so dass nunmehr
59 englische Angehörige dieser Familie bekannt sind. Als neu be-
schreibt er Oribates Sphagni p. 179. PI. IV. Fig. 6, quaäricornutus
p. 181. Fig. 1, 2; Liosoma 'palmicincta p. 184. PI. III. Fig. 1—4;
ferner werden die Nymphen von folgenden Arten beschrieben und
z. Th. abgebildet: Oribates lapidarius; Notaspis bipilis, lucorum;
Scutovertex sculptus; Eremaeus oblongus; Damaeus verticilipes;
Tegeocranus coriaceus, labyrinthicus ; Hermanuia bistriata (Nicol.).
Letztere Art hatte Nicole t als Nothrus bistriatus (C. L. Koch)
für die Nymphe von N. palustris Koch erklärt. Nach Michael ist
aber der N. bistriatus Nicol. eine andere Form als die gleichnamige
Koch'sche und keine Nymphe, wae aus der beobachteten Häutung
hervorgeht; da sie nur eine Kralle hat, so gehört sie nicht in die
Gattung Nothrus. (Da Nicolet sich in der Deutung der Art geirrt
hatte, so wäre ein anderer Artname am Platz gewesen. Ferner will
ich bemerken, dass ich Michael's Schreibweise Oribata nicht adop-
tiert und Oribates als gen. masc. behandelt habe. Refer.)
Oppia sphaerica (verbreitet) p. 117. T. IV. Fig. 5, oblonga
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 51
(Dudino, Werschininskoj) p. 118. Fig. 6; L. Koch, Arachn. a.
Sibir. etc.
Oribates reticxdatiis (Werschininskoj), lucens (verbreitet) p. 115.
T. IV. Fig. 2, crassipes (K. Gostinij; Matotschkin) p. 116. Fig. 3,
nitens (Dudino) p. 117. Fig. 4; L. Koch, Aracbn. a. Sibir. etc.
Nothi'Lis nigro-femoratus (Wajgatsch) p. 112. Taf. III. Fig. 23,
scäber (verbreitet) p. 113. Fig. 24, punctatus (Gänsekap) p. 114. Fig.
25; L. Koch, Arachn. a. Sibir. etc.
Bdellidae. Bdella palUpes (Besimannaja; Krestowskoj) p. 131.
T. VII. Fig. 4, hrevirostris (verbreitet) Fig. 5, mollissima (Matotsch-
kin; Besimannaja) Fig. 6. p. 132, grdndis (verbreitet) p. 133. Fig.
7; L. Koch, Arachn. a. Sibir. etc.
Hydrach nidae. Eine für die Artkenntniss wichtige Arbeit ist
C. J. Neuman's: Om Sveriges Hydrachnider; Kongl. Sv. Vet.-
Akad. Handl. 17. Nr. 3. p. 1—123 mit 14 Tafeln. Auf eine Litera-
turübersicht lässt der Verfasser eine (lateinische) Diagnose und kurze
(schwedische) Beschreibung der Familie folgen ; daran schließt sich
dann sofort eine analytische Tabelle der in Schweden vertretenen
Gattungen an. Der Aufzählung und Beschreibung der schwedischen
Wassermilben ist in jeder Gattung eine analytische Arttabelle vor-
angeschickt. Die Artdiagnosen sind in lateinischer, die ausführliche
Beschreibung and sonstigen Bemerkungen in schwedischer Sprache
abgefasst. Viele der Arten sind in hübsch colorirten Abbildungen
des ganzen Thieres und einzelner Theile dargestellt. Aus Schweden
werden hier 20 Gattungen mit 72 Arten aufgeführt. Folgende sind
neu: Nesaea miräbüis (Vestergötland) p. 31. Taf. III. Fig. 3, despi-
ciens p. 32 (Björkelund), alpicola (Lappland) p. 37, hrevipalpis (ibid.)
p. 38, decorata (Äsund) p. 39. Taf. VIII. Fig. 1, spectabüis (Torneä)
p. 40, horealis (Lappland), älpina (ibid.) p. 44, hrevipes (Äsund) p.
49. Taf. II. Fig. 3, unguiculata (Götakanal) p. 50. Taf. V. Fig. 3;
Piona lappoiiica (Qvickjock), mira (Skara) p. 55, Taf. II. 1, abnormis
(ibid.) p. 56. Taf. VIII. 3; Hygrobates impressus (Vestergötland) p.
63. Taf. IV. 4; Megapus (n. g. Oculi bini utriusque lateris in
animali adulto in unum concreti; palpi non cheliformes; epimera in
tres partes divisa; pedum parlsecundo et tertio longius; labium li-
berum) spinipes (Vestergötl.) p. 64. Taf. I. 4; Mideopsis (n. g. ut
antea; epimera utriusque lateris approximata non inter se concreta,
corpus durum; palpi breves; dorsum stigmatibus carens) depressa
(Vener-, Mälars.) p. 67. Taf. V. 1; Lehertia (n. g. ut antea; epi-
mera omnia, primi paris exceptis, inter se concreta; corpus supra
saltem moUe; pedum par quartum unguibus instructum) insignis
(Asund; Skara; Östersund; Qvickjock) p. 69. Taf. VIII. 4; Pseudo-
marica (n. g. differt a praecedente pedum pari quarto unguibus
destituto, für Marica oblonga C. L. Koch =?) formosa (Vestergöt-
land) p. 71. Taf. V. 2; Arrhenurus virens (Ronneby) p. 81, Kjerr-
52 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
manni (Björkelund) p. 83. Taf. VI. 3, forcipatus (Vestergötland) p.
90. Taf. VI. 2, nohüis (Mälarsee) p.92. Taf. X. 1, castaneiis (Björke-
lund) p. 93. Taf, IX. 3; Änurania (n. g. Oculi bini in unum con-
creti; palpi cheliformes; corpus molle, laeve, stria dorsuali carens,
für Acercus elegans Neum., gotlandicus Neum.) p. 95.
Zur Entwickelung der Hydrachniden bemerkt der-
selbe, dass Limnesia pardina mit Ueberspringen des ersten
Larven- und sog. Puppenstadiums das Ei im zweiten Entwickelungs-
stadium der Hydrachniden verlässt. Die Larven von Eylais schma-
rotzen wahrscheinlich wie die von Limnochares auf Insekten an der
Oberfläche des Wassers, z. B. Hydrometra. Entomol. Tidskrift I.
p. 169.
Smaris plana (Nischnij Jubatsk); L. Koch, Arachn. a. Sibir,
etc. p. 127. Taf. VI. Fig. 6.
Pantopoda.
Auf S. LXXXVII. des Verslag der Nederl. Dierk. Vereeniging
(Vergadering 21 Nov.) spricht Hoek über die Kopfgliedmaßen der
Pantopoden. Nach ihm stellt Nymphen die ursprüngliche
Form am reinsten dar, von der man die übrigen Gattungen in
zwei Reihen ableiten kann. Während bisher das dritte Paar von
Kopfgliedmaßen als das unbeständigste angesehen wurde, ist dieses
nach Hoek am konstantesten, mindestens in dem einen Geschlechte,
vorhanden; dagegen ist bei der einen Reihe, wozu die Gattungen
Achelia, Colossendeis gehören, das erste Paar Gliedmaßen, die Man-
dibeln, rudimentär geworden, bei der zweiten (Pallene, Phoxichili-
dium) das zweite Paar, die Palpen. Von den letzteren lassen sich
dann Phoxichilus und Pycnogonum ableiten, durch eine vom Autor
bekannt gemachte Form mit rudimentären Mandibeln und
ohne Palpen. Tijdschr. Ned.-Dierk. Vereenig. V.
The Pycnogonids, dredged during the cruises of the
„Willem Barents" in the years 1878 and 1879. By Dr. P. P. C. Hoek;
Niederl. Arch. f. Zool., Supplementb. I. Lieferung. PI. I, II. Hoek
giebt zunächst eine Uebersicht der Autoren, die über arktische und
subarktische Pyknogoniden gehandelt haben, und dann ein Ver-
zeichniss der als arktisch bekannt gewordenen Arten: Nymphen
hirtum i^., pallenoides Äars, gracile Leach, megalops Äars, macronyx
Sars, glaciale Lilljeh.; Ascorrhynchus abyssi Sars; Zetes hispidus
Kröyer; Colossendeis angusta Sars\ Pallene spinipes F., intermedia
Kröy.; discoidea Kröy.^ malleolata Sars\ Phoxichilidium femoratum
RatMe, petiolatumiCrö?/. ; Phoxichilus spinosus Montag.; Pycnogonum
litorale Ström, und folgender, die auch bei den Fahrten des W. Ba-
rents erbeutet wurden und die eingehender behandelt werden: Nym-
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 53
phon hirtipes Bell, Strömi Kröy., grossipes Oth. Fabr., Sluiterii n.
sp., longitarse Kröy., serratum Sars, robustum Bell; Colossende'is
proboscidea Sabine.
Nymphon Sluiterii Lat. 75« 16' N.; long. 45" 19' 0. in 160
Faden Tiefe); Hoek, Niederl. Archiv f. Zoologie, Supplementb. I.
1. Lief. p. 18. PI. IL Fig. 30—34.
Opilioues.
Ueber die Geschlechtsorgane der Opilionen liegen 3 Arbei-
ten vor:
H. W. de Graaf: Beiträge zur Kenntniss des anatomi-
schen Baues der Geschlechtsorgane bei d en Phalangiden;
Zool. Anz. 1880. p. 42 f. ;
J. C. C. Lomann: dito; ebenda p. 90 ff.;
H. Blanc: Anatomie et physiologie de l'appareil se-
xuel male des Phalangides; Spermatogenese; fecondation; her-
maphroditisme. Bull. Soc. Vaudoise Sei. natur. (2. S.) Vol. XVII.
p. 49 ff., PI. IV, V, VI. Die beiden ersten Autoren führten ihre Unter-
suchungen auf Veranlassung einer von der Philos. Fakultät der Universi-
tät Leiden gestellten Preisfrage aus, und geben von den Resultaten der-
selben eine vorläufige Mittheiluug, aus der ich folgendes hervorhebe :
Graaf fand bei einigen ^ den ganzen Hoden in ein Ovarium
umgewandelt, was Lomann nicht beobachtete, der dafür bemerkte,
dass die Umwandlung der Epithelzellen des Hodens in Eizellen erst
gegen das Ende der Fortpflanzungs- und Lebensperiode eintrete,
was mit anderweitigen Beobachtungen, auch an Isopoden, überein-
stimmt. Am Ovipositor giebt Graaf 3, Lomann 2 Scheiden an, deren
äußerste muskulöser Natur ist, während die anderen aus Chitin be-
stehen. 2 kleine Drüsen, welche Graaf am Ende des Oviduktes
beobachtet hatte, erklärt Lomann (und Blanc) für Samentaschen.
Ersterer schreibt den accessorischen Drüsen in beiden Geschlechtern
eine* bedeutende Bolle beim Coitus zu und den erwähnten kleinen
Drüsen am Ende des Oviduktes die Rolle von Kittdrüsen; letztere
fehlen aber nach Lomann vollständig. Penis und Ovipositor sind
nach den Arten verschieden gestaltet, so dass sie sich zur Artunter-
scheidung benutzen lassen. Die Bemerkung Graaf 's: „Die Phalangi-
den besitzen 2 Augenpaare" klingt etwas paradox ; Lomann's Schluss-
bemerkung: „Die Phalangiden kommen auch in Nordamerica vor,
(was bisher geleugnet wurde)" sagt dem, der mit der Literatur ver-
traut ist, Nichts Neues (cfr, Mitopus biceps Thor. u. a.).
Blanc weist an dem Penis von Ph. longipes und! Liob. ro-
tundum eine Tasche nach, die 2 kleine accessorische Drüsen um-
schließt, denen „irgendwelche" Rolle bei der Begattung zuge-
54 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
schrieben wird. Die Spermatogenese schildert Blanc in derselben
Weise, wie La Valette das allgemeine Schema aufgestellt hatte:
Epithelzellen des Hodens werden größer und wandeln sich zu Keim-
zellen mit granuliertem Kern um; letzterer theilt sich wiederholt
(8 — 12), die Tochterkerne umgeben sich mit Plasma und bilden da-
mit die Spermatocysten. Die Granula des Kernes der letzteren häufen
sich zusammen, nehmen Hufeisengestalt an und zerfallen in 8 klei-
nere Stücke, die sich mit Plasma umgeben, und damit sind die Sper-
mazellen fertig. Ihre volle Größe erreichen dieselben erst, nachdem
die Wand der Spermatocyste zerrissen ist, in dem Lumen der Mut-
terzellen, aus denen sie durch Zerreißung der Wand in das Lumen
des Hodens gelangen. Die fertigen Spermatozoen sind linsenförmige
Körperchen mit einem Kern; letzterer, den Lomann in Abrede
gestellt hatte, bedingt eigentlich die biconvexe Gestalt des Sper-
matozoids.
Pbaiangodidäe. Equitius (n. g.; tuber oculorum in tuberculo
longo erecto productum, acephalothoracis margine frontali sat longe
remotum; pedes breves; metatarsi biarticulati, articulo secundo bre-
viore, tarsi I 5-, II 10-, III et IV 4-articulati ; tarsi III et IV ungue
unico ad basim bicalcarato instructi) Doriae (Neu -Süd -Wales);
Simon, C. R. Ent. Belg. 1880. p. 100 f.
Gonyleptidae. Ibalonius (n. g. Epedano affine) Jagorii (Lu-
zon) p. 400; Hinsuanius (n. g.) insulanus (Anjoani): Adaeum (n.
g.) asperatiim (Cap) p. 402; Kar seh, Zeitschr. ges. Naturw. 1880.
Mischonyx (n. g. Gonyleptid., unguiculis tarsorum binis
stylo forti in apice tarsorum art. ultimo insertis) squälidus (Copa
Cobana) p. 107. Fig. 38;
Collonychium (n. g. praecedenti peraffine; stylo illo disco
agglutinante instructo) bmispidatiim (ibid.) p. 108. Fig. 39; ßertkau,
Verz. ... in Bras. und La Plata ges. Arachniden.
Gonyleptes vatius (Brasilien) p. 95. Fig. 35, piceiis (Copa Co-
bana) p. 98. Fig. 36; Bertkau, Verz. ... in Bras. und La Plata
ges. Arachniden.
Caelopygus granulatus (Brasilien); Bertkau, Verz. ... in
Bras. und La Plata ges. Arachniden p. 101.
Ancistrotus acantlioscdis (Pedra ac^m) p. 103. PI. IL Fig. 37,
urceolaris (Copa Cobana) p. 104; Bert kau, Verz. ... in Bras. und
La Plata ges. Arachniden.
Cosmetidae. Dampetrus (n. g.) australis (Westaustr.); Kar seh,
Zeitschr. ges. Naturw. 1880. p. 403.
Cosmetus flavopictus (Neu-Granada); Simon, C. R. Ent. Belg.
1880. p. 101.
Poecilaema leucomelas (Amazon.); Simon, C. B. Ent. Belg.
1880. p. 102.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 55
Mermerua Savesi (Noumea); Simon, CR. Ent. Belg. 1880.
p. 175.
Phalängiadae. Sclerosoma sicanum Pavesi = Phalang. (Masto-
bunus) tuberculiferum Luc; Simon, Bull. Soc. Ent. Fr. 1880.
p. cxv.
Phalangium NordensJciöldi p. 107, personatum p. 109 (Krasno-
jarsk); L. Koch, Arachn. a. Sibir. etc.
Platybunus arbuteus (lle de PorqueroUes) ; Simon, Arachn.
nouveaux etc. p. 13.
Acantholophus hidens (Pecking); Simon, Ann. Entom. France
1880. p. 126, diversicolor (Südaustr.); Kar seh, Zeitschr. ges. Naturw.
1880. p. 404.
Nemastomatidae. Nemastoma crassipdlpis (Nischnij Jubatsk,
Podk. Tunguska); L. Koch, Arachn. a. Sibir. etc. p. 111. T. III.
Fig. 19.
Chernetina.
Hagen macht Bemerkungen über amerikanische Arten dieser
Ordnung, über die Pi,eduktion ihrer Sehorgaue, über ihre Gewohnheit,
sich von anderen Tracheaten transportieren zu lassen und ihre Sy-
stematik; Zool. Anz. 1879, p. 399 f.
E. V. Daday nimmt aus einer in Aussicht gestellten Mono-
graphie Ungarischer Pseudoscorpione den den Circulationsapparat
behandelnden Theil heraus; Termesz. Füzet. IV. p. 277 und 331;
Taf. XT. Das Herz reicht als langgestreckter Schlauch vom hinteren
Rande des zw^eiten Kopfbrustringes bis in das fünfte Hinterleibsseg-
ment, v\^o es rosettenartig erweitert und mit 4 Paar Anhängen versehen
ist. Der vorderste Theil ist ebenfalls ein wenig erweitert und ent-
behrt der Spaltöffnungen, deren je zwei auf die vier ersten Hinter-
leibsringe kommen; jeder der Rosettenanhänge hat ebenfalls ein
Paar Spaltöffnungen ; daher werden diese Rosettenventrikel entstanden
gedacht aus 4 Herzkammern, die dem fünften bis achten Hinterleibs-
segment angehörten.
Chthouius (Blothrus) PacJcardi (Mammuthhöhle) ; Hagen, Zool.
Anz. 1879. p. 399 und The Amer. Entomolog. 1880. p. 83, mit Holz-
schnitt.
Olpium OUvieri (lle de PorqueroUes); Simon, Arachn. nouve-
aux etc. p. 12, microstethum (Tameghza, Tunis); Pavesi, Aracn. di
Tunisia p. 315 (39).
Obisium antipodum (Noumea); Simon, C. R. Ent. Belg. 1880.
p. 174.
56 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Scorpiones.
L. Becker schreibt ]&tu des sur les Scorpions; Ann. Eut.
Belg. XXIV. p. 134 £f. PI. 2, 3.
Grosphiis (n. g.; caracteres generaux deButhus, seulement
dents des peignes heterogenes, la basilaire en large palette ovale,
les suivante^ etroites, allongees et semblables) für G. raadagascari-
ensis Gervais; Simon, Ann. Ent. France 1880. p. 377.
Cypliocentrus n. g. für Diplocentrus sulcatus Krsch.; Kar seh,
Zeitschr. ges. Naturw. 1880. p. 408.
Derselbe ändert ebenda Telegonus als bereits früher vergeben
in M[d]ecocentrus um. und nennt die Familie Acanthochiroidae;
für Hormurus Thor, wird mit einigem Zweifel Liocheles Sunclev. als
berechtigter älterer Name eingeführt.
Simon giebt eine analytische Tabelle der Gattungen der Fa-
milie der Bothriuridae; zu den drei bekannten derselben (Meco-
centrus = Telegonus, Bothriurus und Cercophonius) stellt er 2 neue
auf: Timogenes (wie Bothriurus, aber Cephalothorax antice atten-
atus et rotundatus; manus subquadrata extus acute carinata, cauda
longissima, parum robusta, segmentis cunctis longioribus quam lati-
oribus, IV et V depressis) für T.Sumatranus (Benkolen) p. 396 und
Thestylus (wie Cercophonius, aber cephalothorax haud marginatus,
antice ante oculos haud canaliculatus; pectinum series intermedia
partibus 5 vel 7 composita; oculi medii intervallo convexo, haud
sulcato) für Cercoph. Glasioui BertJc. ; Ann. Ent. France 1880. p. 392 fif.
Buthus Confucius (Pecking); Simon, Annal. Entom. France
1880. p. 124, Saulcii (Mossoul); derselbe ebenda p. 378.
Isometrus vescus (Australien); Kar seh, Sitzber. Ges. naturf.
Freunde Berlin 1880. p. 56, De Vülei (Guayaquil); Becker, Ann.
Ent. Belg. XXIV. p. 144. PI. 3. Fig. 4.
Cercophonius Glasioui (Pedra agu, Bras.); Bertkau, Verz. . . .
Bras. und La Plata ges. Arachn. p. 10. PI. I. Fig. 2. (Wird von Si-
mon, Ann. Ent. France 1880. p. 393 f., zum Typus der neuen Gat-
tung Thestylus gemacht).
Chaerilus horneensis (B.); Simon, Ann. Ent. France 1880.
p. 379.
Simon stellt die Charaktere der drei Gattungen Brote as,
Teuthraustes und Chactas nebeneinander p. 386 und beschreibt
von letzterer die beiden neuen Arten Ch. riibrolincatus (Rio Ica)
p. 383, Amazonicus (Pevas) p. 385; Ann. Soc. Ent. France 1880.
Opisthophthalmus Chaperi (Cap) p. 387, Colesbergensis (ibid.)
p. 388; Simon, Ann. Ent. France 1880.
BrotesLa Paramsis (P.); Simon, Ann. Ent. France 1880 p. 381,
der ebenda eine analytische Tabelle der 5 Arten dieser Gattung giebt.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 57
Chactas qiiinque- äentaüis (Indien) p. 405, Scliamii (ibid.) p. 406;
Kar seh, Zeitschr. ges. Naturw, 1880.
Becker giebt eine Abbildung des Teuthraustes atramentarius
Sini, PL 3. Fig. 6 und beschreibt ferner T . Ecuador ensis (E.) Fig. 5;
Ann. Ent. Belg. XXIV. p. 141 f.
Diplocentrus Keyserlingü (Oaxaca); Karsch, Sitzber. Ges. na-
turf. Freunde. Berlin 1880. p. 57, Pnrvesii (Antigua); Becker, Ann.
Ent. Belg. XXIV. p. 142. PI. 3. Fig. 2, (die letzte Art macht Simon,
Ann. Ent. France 1880. p. 398, zum Typus der neuen Gattung O'i-
clus), Gundlachii (Trinidad; Cuba); Karsch, Zeitschr. ges. Naturw.
1880. p. 407.
Becker giebt eine Differentialbeschreibung von Scorpio Roe-
seli Sim., imperator C. Koch und Simoni Beck, und beschreibt ferner
Sc. crassimanns (Niederl. Indien); Ann. Ent. Belg. XXIV. p. 138 ff.
PI. 2. Fig. 1, 2, 3; PI. 3. Fig. 1.
Ischnurus De Changd (Manilla); Becker, Bull. Ent. Belg.
XXIV. p. 143. PL 3. Fig. 3.
P. Mantegazza stellte (wahrscheinlich mit Euscorpius ita-
licus) Versuche sul veleno dello Scorpione an, die einen ver-
schiedenen Erfolg hatten; Bull. Soc. Ent. ItaL XI. p. 73 ff.
Phrynidae.
In einem zur Kenntniss der Tarantuliden überschriebenen
Aufsatz in diesem Archiv 1880 p. 244 ff. Taf. X, Fig. 26 versucht
Karsch die Gültigkeit der von ihm auf Grund der Zahl der Hinter-
schienenglieder gebildeten Gattungen gegenüber Butler 's Einwen-
dungen nachzuweisen; vgl. d. Ber. 1880. p. 313 (81).
Araneae.
Barrois' Embryologische Untersuchungen sind in englischer
Uebersetzung in den Ann. a. Mag. N. Hist. (5) V. p. 197 ff. PI. IX.
reproducirt; vgl. d. Ber. 1880. p. 314 (82).
üeber Balfour's Notes on the Development of the
Araneina s. dies. Ber. 1880. p. 316 (84).
F. Maule Campbell beschreibt in den Unterkiefern
mehrerer Spinnenarten Drüsen, deren (bisweilen chitinisierte)
Ausführungsgänge auf der Oberseite der Maxillen, meist
in charakteristischer Anordnung, ausmünden, lieber die
Structur der Drüsen, die wahrscheinlich einzellig sind,
58 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
sagt er nichts; es scheinen dieselben Drüsen zu sein, die
Grab er, dessen Mittheilung Campbell nicht kennt, als
flaschenförmige bezeichnete. Journ. Linn. Soc. London,
Zoology, Vol. XV. Nr. 83. p. 155 ff. mit Holzschnitten.
J. Mac Leod lehrt in einer Notice sur Tappareil
v6nimeux des Araneides die histiologischen Bestand-
theile und deren Eigenschaften etwas genauer kennen. Der
Muskelbeleg, der die Drüse umgiebt, besteht aus längs-
und quergestreiften Fasern ( — einen Vertreter der Tetra-
sticta mit ungestreiften Muskeln hat der Verfasser nicht
untersucht — ), die sich an ihrem Ende übereinlagern und
zuspitzen. Dieser Muskelbeleg findet sich zwischen einer
äußeren und inneren Bindegewebsschicht, welche beide
durch Querwände mit einander in Verbindung stehen; in
jedem auf diese Weise gebildeten Fach verläuft eine Mus-
kelfaser. Die secernierenden Zellen sind cylindrisch bis
kelchförmig, und in einigen Drüsen ist jede Secretionszelle
eine einzellige Drüse, die ganze Drüse also zusammenge-
setzt. Dieselben Bestandtheile finden sich auch im Aus-
führungscanal, nur ist die Muskellage durch wenige Fasern
vertreten und kann bei kleinen Arten ganz fehlen. Archives
de Biologie I. p. 573 ff. PI. XXIV. und Bull, de l'Acadö-
mie Royale ... de Belgique (2. ser.) L. p. 110 ff.
F. Maule Campbell beschreibt Stridulationsappa-
rate bei Steatoda bipunctata, guttata; Linyphia tenebricola,
ohne die Mittheilungen Landois' und Graber's, wie es
scheint, zu kennen. Auch scheint er sich die Bedingungen
einer Tonerzeugung nicht klar gemacht zu haben und
deutet bei S. guttata die wenigen, sehr kräftigen Riefen,
die sich hinten am Thoraxende finden, als Theil des Stri-
dulationsapparates, während er die zahlreichen Leistchen
nur nebenher erwähnt ; so kommt er auch dazu, dem Weib-
chen der genannten Art eine Lautäußerung zuzuschreiben.
Bei Linyphia tenebricola werden feine Querstreifen, die sich
vorn in beiden Geschlechtern an den Mandibeln finden,
nebst einer Stelle am zweiten Tasterglied, die über diese
Leisten gerieben werden kann, mit einer Tonerzeugung
in Verbindung gebracht. (Aehnliche Streifen finden sich
bei zahlreichen Erigone-arten ; sie scheinen mir aber nicht
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 59
mit der angegebenen Funktion betraut werden zu können,
weil sie zu schwach sind.) Journ. Linn. Soc. London,
ZooL, Vol. XV. Nr. 82. p. 152 ff. nebst Holzschnitten.
Bertkau spricht über die sekundären Geschlechts-
unterschiede bei den Spinnen, nach Beispielen von einhei-
mischen Arten; Correspondenzbl. Naturh. Ver. der preuß.
Rheinl. und Westfalens 1880. p. 158.
H. J. Hansen theilt einige Einzelheiten über die
Zeichnungen Dänischer Spinnen in Schiödte's „Zoo-
logia Danica" mit, die nur bekannte Dinge betreffen.
Dasselbe gilt von W. Sörensen's Bemerkungen Sur
le rapprochement des sexes chez quelques Araig-
nees, Entom. Tidskrift I. p. 169; 171.
Unter der Ueberschrift Breeding habits of Spi-
ders beschreibt Emerton die Begattung einer Xysticus-
art; Amer. Natural. 1880. p. 595.
Keyserling beschreibt Neue Spinnen aus Ame-
rika; Verh. Zool. Bot. Ges. Wien XXX. p. 547 ff. Taf. XVI.
Von L. Koch's Arachniden Australiens ist Lief.
26 und 27, die Fortsetzung der Attiden enthaltend, er-
schienen.
Durch die Güte des Autors liegt mir nun 0. P. Cam-
bridge's ,,The Spiders ofDorset^' vollständig vor, und
ich will daher hier über das ganze Werk berichten (vgl.
d. vor. Ber. p. 320 (88)). Dasselbe ist abgefasst in 2 Bän-
den 80, S. I— XLIII, 1-625, mit 6 Tafeln. Die Einlei-
tung enthält die nöthige Orientierung über die systemati-
sche Stellung, den äußeren und inneren Bau, die Lebens-
erscheinungen, Feinde, Klassifikation der Spinnen, und ist
durch einen Nachtrag (S. 582 ff.) vermehrt, mit einigen
zusätzlichen Bemerkungen über die Sinne, Gewohnheiten
und Oeconomie derselben, unter denen namentlich die
Beobachtungen eines unzweifelhaft feinen Gehörs (bei
Epeira) beachtenswerth sind. Eine Synopsis der Familien
der Britischen Spinnen ist der systematischen Aufzählung
und Beschreibung nicht vorangestellt, sondern folgt zum
Schluss (S. 599 ff.), nebst einer systematischen (bloßen)
Aufzählung sämmtlicher englischen Arten. In der ausführ-
licheren Aufzählung und Beschreibung sind die in Dorset
60 Bertkau: Bericht üb. die wissen schaftl. Leistungen
beobachten Arten (373) zuerst behandelt, und dann die
übrigen aus Großbritannien gemeldeten (145); unter letz-
teren sind indessen einige zweifelhafte Arten. Die Be-
schreibungen heben diejenigen Artmerkmale heraus, die in
dem als Britisch bekannten Artenkreise einer jeden Gattung
für die einzelnen Arten charakteristisch sind und zur Un-
terscheidung ausreichen. Den Beschreibungen sind Anga-
ben über Zeit, Ort und Umg^ebung des Vorkommens hin-
zugefügt. Die Namen sind, soviel als möglich, die jetzt
allgemein für die Arten angenommenen; von Synonymen
ist nur der Autor des Artnamens und manchmal noch eine
zweite Beschreibung citirt,. namentlich solche englischer
Autoren. Eine Tabelle zeigt die Vertheilung der Spinnen
in Dorsetshire (resp. ganz Großbritannien) in folgender
Weise: Teraphosiden 1 G., 3 A.; Dysderiden 4 (5) G., 6
(8) A.; Drassiden (incl. Anyphaena) 11 G., 47 (56) A.;
Eresiden 1 G., 1 A.; Dictyniden (incl. Amaurob.) 3 G., 11
(17) A.; Agaleniden (incl. Argyroneta, Cryphoeca und
Hahnia) 6 (7) G., 14 (20) A.; Scytodiden 1 G., 1 A.;
Pholciden 1 G., 1 A.; Theridiaden (incl. Micryphantidae)
17 G., 186 (267) A.; Epeiriden 7 G., 27 (32) A.; Ulobori-
den ] (2) G., 1 (2) A.; Thomisiden (incl. Thanatus, Tibel-
lus, Micrommata) 9 G., 33 (43) A.; Lycosiden 6 G., 26 (35)
A.; Oxyopiden 0 (1) G. und A.; Salticiden 9 (13) G., 16
(31) A.; im Ganzen 77 (85) G., 373 (518) A.
Th. Workmann zählt 111 Irische Spinnen auf; The
Entomologist 1880. p. 125 ff.
Leprieur lässt die Namen von 46 Arachnides
(d. h. Spinnen) alsato-vosgiens drucken; Bull. Soc.
d'Hist. Nat. Colmar 20. et 21. ann6es p. 441 ff.
Bertkau stellt ein Verzeichniss der bisher bei
Bonn beobachteten Spinnen zusammen; Yerh. Naturh.
Ver. preuß. Rheinl. u. Westf. 1880. p. 215 ff. Taf. VI. Die
Ucberscln'ift ist insofern nicht ganz zutreffend, als nur die
Mehrzahl der aufgeführten Arten aus der Umgebung Bonns
stammen ; es sind auch einige Arten von entlegeneren Punkten
der Rlieinprovinz, namentlich der Eifel, aufgeführt. Den
einzelnen Arten sind einige synonymische, kritische und
biologische Bemerkungen hinzugefügt, sowie Bemerkungen
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 61
über die geographische Verbreitung; doch sind in letzterer
Hinsicht nicht alle in der Literatur vorliegenden Anga-
ben vervverthet. Aufgeführt sind 315 Arten, darunter
einige neue und mehrere noch nicht in Deutschland nach-
gewiesene.
Derselbe bespricht die kosmopolitischen und die sel-
tenen Arten dieses Verzeichnisses und stellt auf Grund des-
selben Vergleiche der Bonner Arachnidenfauna mit denen
einiger anderer Punkte Deutschlands und der Schweiz an;
ebenda, Correspondenzbl. p. 154 ff. und Sitzgsber. Niederrh.
Gesellsch. f. Natur- u. Heilk. 1880. p. 282.
L. Koch liefert Beschreibungen (14) neuer von
Herrn Dr. Zimmermann bei Niesky in der Oberlau-
sitz entdeckter Arachniden; Abb. Naturf. Gesellsch.
zu Görlitz XVII. p. 41 ff. Taf. H. Nachdem in zwei frü-
heren Abhandlungen, theils von Zimmermann, theils von
L. Koch, für die Gegend von Niesky 149, resp. 216 Arten
nachgewiesen waren, werden hier 99 weitere Arten bekannt
gemacht, so dass die Gesammtzahl derselben 315 beträgt,
von denen 309 echte Spinnen, 3 Chernetinen, 2 Acarinen
sind.
Tetrasticta.
Theraphosidae. Tlialerothele (n. g. Tapinocephal. Diplurae,
Macrothelae et lechnothelae proximum; a Diplura differt scüpularum
absentia, a Macrothele magnitudine oculorum mediorum anticorum,
ab Ischüothele pedum proportione, parte cephalica distinetissima)
fasciata (Tijuca); Bertkau, Verz, . . . in Brasilien und La Plata
ges. Arachn. p. 24. Fl. I. Fig. 6.
Pachypelma n. g. für Mygale oculata i^^^co?ei p. 389; Ortho-
t[h]richus (n. g. Selenocosmiae affine?) müpinus (Chili) p. 390;
Acanthogonatus (n. g. Leptopelmati ?^ffme) Franclcii (ibicl.)p. 391
Kars eh, Zeitschr. ges. Naturw. 1880.
Cyrtauchenius maculatus (Tijuca); Bertkau, Verz. .. in Brasil,
und La Plata ges. Arachn. p. 14. PI. I. Fig. 7.
Nemesia anomala (Pedra agu) p. 17. Fig. 3, fossor (ibid.) p. 19.
Fig. 4; Bertkau, Verz... in Bras. und La Plata ges, Arachn. PI. 1.
Diplura gymnognatha (Pedra agu); Bertkau, Verz. .. in Bras.
und La Plata ges. Arachn. p. 21. PI. I. Fig. 5.
Macrothele annectens (Pedra agu); Bertkau, Verz. .. in Brasi-
lien und La Plata ges. Arachniden p. 26.
62 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Ischnocolus tunetanus (Keruan); Pavesi, Aracn. di Tunisia
p. 362 (86).
Crypsidromus fallax (Tijuca); Bertkau, Verz. . . in Brasilien
und La Plata ges. Arachniden p. 27. PI. L Fig. 8.
Trechona a(?6;|) erso. (Pedra agu); Bertkau, Verz. .. in Brasilien
und La Plata ges. Arachniden p. 30. PI. I. Fig. 9.
Tapinauchenius reduncus {Costa Rica); Kar seh, Zeitschr. ges.
Naturw. 1880. p. 387.
Karsch zeigt, dass Sericopelma Äuss. mit Theraphosa zusam-
menfällt, und giebt von letzterer Gattung eine erneute Diagnose
und Uebersicht der Arten , unter denen Th. panamana (Chiriqui)
neu ist; Zeitschr. ges. Naturw. 1880. p. 843 ff.
Homoeomma familiaris (Tijuca); Bertkau, Verz. . . in Brasil,
und La Plata ges. Arachniden p. 37. PI. I. Fig. 11.
Lasiodora Benedenii (Chapeo d'Uvas); Bertkau, Verz... in
Brasilien und La Plata ges. Arachniden p. 34. PI. L Fig. 10.
Pachylomerus rugosus (Costa Rica); Karsch, Zeitschr. ges.
Naturw. 1880 p. 388.
Liphistiadae. Van Hasselt bestätigt nochmals, dass Liphi-
stius desultor Spinnröhren an den Spinnwarzen besitze; das Ende
des Ausführuugsganges der Drüse ragt als ein feines Röhrchen noch
etwas über die „Spinnspule" hervor. Versl. en Meded. K. Akad. von
Vetensch. Afd. Natuurk..
Tristicta.
Attidae. Taczanowski -eählt 64 in Peru gesammelte Arten
dieser Familie auf, von denen 54 als neu beschrieben werden. Bull.
Soc. Imp. Nat. Moscou, 1878. IL p. 278 ff. PI. IV.
Chirothecia (n. g.; das erste Beinpaar kräftiger als die übri-
gen, mit sehr stark angeschwollenem Schienenglied, das an seiner
Innenseite ausgehöhlt ist; die Ränder der Aushöhlung sind mit 3
starken Stacheln besetzt; für Attus clavimanus und) eheliferoides p. 363.
Fig. 1, 2, crassipes p. 364. Fig. 3, 4, WrsesniowsJcii p. 366. Fig. 5, 6,
formicina p. 397; Taczanowski a. a. 0.
Karsch setzt die Unterschiede zwischen den von Thorell
für synonym gehaltenen Gattungen Synemosyna, Toxeus und Jani-
gen a (== Janus G. L. Koch nom. praeocc.) auseinander; Zeitschr.
ges. Naturw. 1880. p. 392 ff.
{Mulciber =) Chaleoscirtus n. g. für Calliethera infima
Sim., auf die Verschiedenheit der Mandibeln, Copulationsorgane und
Körperbekleidung begründet. Bertkau, Verh. Naturh. Vereins preuß.
Rheinl. u. Westf. 1880 p. 227 und Sitzgsber. Niederrh. Ges. f. Natur-
u. Heilk. 1880 p. 284.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 63
Opisthoncus (n. g., durch den Besitz eines Knötchens zwi-
schen den hinteren Augen ausgezeichnet) lineativentris (Sydney; Rock-
hampton) p. 1185, Taf. CII, Fig. 5, pallidulus (Sydney) p. 1190, T. CHI,
Fig. 1, moräax (Sydney) p. 1192, Fig. 2, hitaeniatus (Sydney; Gayn-
dah) p. 1195, Fig. 3 , alborufescens (Rockhampton; Gayndah; etc.)
p. 1197, Fig. 4, 5, mandibularis (Sydney) p. 1202,* Fig. 6, parcedenta-
tus (Sydney; Peak Downs; Bowen) p. 1205, T. CIV, Fig. 1,2, magni-
dens (Caigan; Rockhampton) p. 1209, Fig. 3,4, abnormis (Peak Downs;
Sydney) p. 1221, T. CV, Fig. 1, 2, conßnis (Peak Downs) p. 1225,
Fig. 3, albiventris (Sydney) p. 1228, Fig. 4, 5, serrato-fasciatus (ibid).
p. 1233, T. CVI, Fig. 1, unicolor (Peak Downs) p. 1235, Fig. 2, ne-
cator (Sydney; Rockhampton; Gayndah) p. 1237, Fig. 3;
Jotus (n. g.) auripes (Sydney) p. 1243, T. CVII, Fig. 1, micro-
phthalmus (Tahiti) p. 1246, Fig. 2, 3, älbocircumdakos (ibid,) p. 1250,
Fig. 4, debilis (Sydney) p. 1252, Fig. 5; braceatus (Gayndah) p. 1254,
Fig. 6, minutus (Peak Downs) p. 1257, T. CVIII, Fig. 1, ultimiis (?)
p. 1259, Fig. 2;
Ergane (n. g.) cognata (Pelew) p. 1261, Fig. 3, diäleuca (Syd-
ney; Port Mackay) p. 1263, Fig. 4, insulana (Pelew) p. 1265, Fig. 5,
sciitulata p. 1268, Fig. 6;
Astia moUicoma (Gayndah; Bowen; Rockhampton; Sydney)
p. 1158, T. C, Fig. 6, 7, minitabunda (Sydney; Shelley's Fiats) p. 1160,
T. Gl, Fig. 1, respersa (Sydney; Port Mackay; Peak Downs) p. 1163,
Fig. 2, 3, aurea (Sydney) p. 1167, Fig. 4, 5;
Amycus splendidus (Cap York) p. 1171, Fig. 6, mkans (Cap
York) p. 1173, T. CII, Fig. 1, modestus (ibid.) p. 1176, Fig. 2, miea-
ridides (ibid. und Port Mackay) p. 1178, Fig. 3, tristriatus (Pelew)
p. 1181, Fig. 4; L. Koch, Arachn. Australiens.
Synemosyna pumilio (Bengalen), opaca (Samar); Karsch,
Zeitschr. ges. Naturw. 1880 p. 395.
Salticus ruficeps p. 369, discicöllis^. 371 (Peru); Taczanowski,
Bull. Soc. Imp. Moscou 1878. II, furcatus (Bengalen), praviis (Ceylon)
p. 395, denticulatiis (Külek), contractus (Ceylon), attenuatus (Luzon),
dilatatus (Nyassa) p. 396; Karsch, Zeitschr. ges. Naturw. 1880.
Die Gattung Portia gehört, wie ich vermuthet, (d. Ber. 1878
p. 318(100)) hierher und ist am nächsten mit Eris {C. L. Koch) Sim.
verwandt; Karsch, Zeitschr. ges. Naturw. 1880 p. 384.
Maevia fenestrata p. 327, Stolzmanni p. 329, susiformis p. 330,
trilineata p. 331, gracilipes p. 332 (Peru); Taczanowski, Bull. Soc.
Imp. Nat. Moscou LIII. 2, luzonica (L.); Karsch, Zeitschr. ges.
Naturw. 1880 p. 398.
Janus (= Janigena) wmitZZae/brw/s (Peru); Taczanowski, Bull.
Soc. Imp. Nat. Moscou 1878 II. p. 372.
Hyllus fuscomanus p. 336, Cambridgei p. 337, calUetherinus
64 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
p. 339, quaärilunatus p. 341, heliophaninus p. 342, tumbezanus p. 343
(Peru); Taczanowski, Bull. Sog. Imp. Natur. Moscou LTII, 2,
Homalattus Gambeyi (Cavala, Neu-Caled.); Simon, C. R. Ent.
Belg. 1880 p. 166, deplanatus (Luzon); Karsch, Zeitschr. gas. Naturw.
1880 p. 396.
Phidippus aene'idens (Peru); Taczanowski, Bull. Soc. Imp.
Nat. Moscou LIII, 2. p. 333.
Hyctia insignipes (Cavala, Neu-Caled.); Simon, C. R. Ent.
Belg. 1880 p. 165.
Eris harbatus (! Luzon); Karsch, Zeitschr. ges. Naturw. 1880
p. 397.
Philaeus huTbosus (Mexico); Karsch, Zeitschr. ges. Naturw.
1880 p. 397.
Plexippus lividus, setosus, eaeruleus, unicolor, simplicissimus,
intermedius, platiiceps (Lxizon), calcaratus (Macassar); Karsch, Zeit-
schrift ges. Naturw. 1880 p. 398 f.
Alcmena vittata (Caracas); Karsch, Zeitschr. ges. Naturw.
1880 p. 397.
Amycus fuscomanus p. 347, Steindachneri p. 349, lechugalensis
p. 351, thoracicus p. 353, crocutus p. 355, mystacalis p. 358, lycosi-
formis p. 360 (Peru); Taczanowski, Bull. Soc. Imp. Nat. Moscou
1878, IL
Aitns fascigerip. 99. PI. 3. Fig. 1, niveo-signatus g. 100 (Pecking);
Simon, Ann. Entom. France 1880.
Dendryphantes hisquinqiiepunctatus p. 309, centromaculatus
p. 311, seriatus p. 312, cuprinusg. 313 (Peru); Taczanowski, Bull.
Soc. Imp. Nat. Moscou LIII, 2, comatus (Syrien); Karsch, Zeitschr.
ges. Naturw. 1880 p. 397.
Euophrys lunatus (Rio); Bertkau, Verz. . . in Bras. und La
Plata ges. Arachniden p. 41 (vielleicht = E. albipalpis Tacz.; s. u.);
peruvianus p. 280, quinqiieradiatus p. 282, cnix p. 284, Keyserlingi
p. 285, matirus p. 287, nigriceps p. 288, albipalpis p. 291, Pelzeini
p. 292, vestitus p. 293, lencodon p. 294, andinus p. 297, quadricolor
p. 298, SantiMatei p. 300, leucopalpis p. 301, sinapicolor p. 303, fer-
rum equinum p. 304, nanclionensis p. 306, aurifrons p. 308 (Peru);
Taczanowski, Bull. Soc. Imp. Nat. Moscou 1878, IL
Euophrys erratica Mücken mittels Fäden fangend?;
Lucas, Bull. Soc. Ent. France 1880 p. CVIIL
Marptusa (als Marpissa) Baimondii p. 317, Lubomirshii p. 319.
PI. IV. Fig. 8, modesta p. 320, hieroglxjphica p. 321, mystacina p. 322,
isabelUna p. 325 (Peru); Taczanowski, Bull. Soc. Imp. Nat. Moscou,
LIIL 2.
Hasarius coelestis (Luzon); Karsch, Zeitschr. ges. Naturw.
1880. p. 398.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 65
Ictidops constrictus, deruptus (Luzon); Karsch, Zeitschr. ges.
Naturw. 1880. p. 398.
Neon punctulatus (Bolivien); Karsch, Zeitschr. ges. Naturw.
1880. p. 397.
Thomisidae. Pedi^iopisthe {n. g. Philodr. intergenera Opitis
et Pandercetes L. Koch locaudum) petulcum p. 79, Finschii
(Olinda) p. 80; Karsch, Sitzber. Ges. naturf. Freunde Berlin 1880.
Dieta (n. g. Diaeae affine; di£fert- oculis verticalibus multo
magis approximatis uno alteri quam lateralibus poster. et fronta-
libus inter se) parallela (Peckmg)', Simon, Ann. Entom. France 1880.
p. 108. PI. 3. Fig. 7.
Philodromus &Zaw(?MS (Warschininskoj ; Krasnojarsk) ; L. Koch,
Arachn. a. Sibir. p. 95; Glarae (Bonn; vielleicht identisch mit Ph.
Clsirkn Blachw.)] Bertkau, Verh. Naturh. Ver. pr. Rheinl. u. Westf.
1880. p. 246. Taf. VI. Fig. 1 a, b.
Thomisus granulatus (Nyassa), hlandus (Südafrika). Taf. 12.
Fig. 10, musculus (Bintang) Fig. 11; Karsch, Zeitschr. ges. Naturw.
1880. p. 382.
Cerinius luzonicus (L.); Karsch, Zeitschr. ges. Naturw. 1880.
p. 383.
Diaea Kanakana (Haleakala); Karsch, Sitzber. Gesellsch. na-
turf. Freunde Berlin 1880. p. 80, mfoannidata (Noumea, Neu-Caled.);
Simon, C. R. Ent. Belg. 1880. p. 167, devoniensis (England); Cam-
bridge, Spiders of Dorset p. 535.
Oxyptila septentrionalium (verbreitet); L. Koch, Arachn. a.
Sibir. etc. p. 96. Taf. III. Fig. 11, pseudo-hlitea (Pecking); Simon,
Ann. Entom. France 1880. p. 109.
Bomis duricoria (Neu-Caled.); derselbe, C. R. Ent. Belg.
1880 p. 167.
Xysticus austerus (Worogowa); L. Koch, Arachn. a. Sibir.
p. 99. Taf. III, Fig. 12, ephippiatus (Pecking); Simon, Ann. Ent
France 1880. p. 107. PI. 3. Fig. 6.
Em ertön beschreibt die Begattung einer Xysticus(?)art; Amer.
Natural. 1880. p. 595.
X. cor Can. = comptulus Ä'm.; Simon, Bull. Soc. Ent. Fr.
1880. p. CXV.
Coriarachne melanclioUca (Pecking); Simon, Ann. Ent. France
1880. p. 110.
Sparassidae. Eine Revision dieser Familie giebt Simon in
den Actes de la Societe Linneenne de Bordeaux 1880 (p. 1 ff. des
Separatabdr.). In der Einleitung bespricht er die systematische
Stellung derselben und der Unterschiede, die sie von den Philodro-
minen und Drassiden entfernen, ignoriert aber unter denen zwischen
Sparassiden und Philodr ominen den von Bert kau angegebenen, von
der verschiedenen Form des Tracheensystems hergenommenen. Als
Arch. f. Naturgesch. XXXXVXI. Jahrg. 3. Bd. E
6Q Bertkau: Bericht üb. die Wissenschaft!. Leistunsfen
wesentlichen Unterschied zwischen Drassiden und Sparassiden sieht
er den bei ersteren gekrümmten, bei letzteren geraden Schenkel der
Vorderbeine an. Die Familie zählt folgende Gattungen: Selenops,
Piator, Pyrnus, Bebilus, Hemiclaea, Delena, Damastes, Holco-
nia, Zachria, Prychia, Clastes, Spariolenus, Va-ndercetes, Ädr astis,
Miciommata, Phidyle, TycMcus, Palystes, Tortula, Pediana,
Heteropoda, Pelmopoda, (Ethilla Sim. ist mit Heteropoda synon.), Pan-
aretus, Cebrenuus, Isopeda, Themeropis, S'parianthis^ Sparassus,
Olbus, Nisueta, Vindullus, Olios, Midamus, Sarotes, Sadala
und 204 Arten. Als neu sind beschrieben: Selenops malabariensis
(Malabar) p. 14, Coclieleti (Paraguay) p. 15; Piator (n. g. , Ann.
Ent. France 1880 p. 105; für Delena cimicoides iVzc., laminus Nie,
Piator insolens n. sp. (Pecking) p. 106, PI. III. Fig. 4, 5 und) niger
(Amazon.) p. 16; Pyrnus n. g. für Hemiclaea fulva und flavitarsis
L. Koch; Rehilus n. g. für Hem. lugabris, praesignis und diversa
L. Koch p. 18; Damastes (n. g. Delenae affine; differt cephalotho-
race latiore quam longiore, oculis med. 2 lin. multo magis approxi-
matis quam lateralibus, pedibus robustis brevibus, 3ii paris longi-
oribus quam quarti ; der Name neben Damaster Col. unpraktisch)
Grandidieri (Madagascar) p. 22, Coquereli (ibid.) p. 23, flavomacu-
latus (ibid.) p. 24; Tychicus (n. g. pedibus longissimis, scopula
valde evoluta insigne; für Delena plumipes Dolesch., Olios longipes
Wich und) Gaymardi (Neu-Irland) p. 35; Tortula (n. g. Isopedae
affine; differt clypeo latiore quam sunt oculi anteriores) gloriosa
(Cochinchiiia) p. 37; Pediana n. g. für Heteropoda reginsi L. Koch
p. 38; Panarctus (n. g.) javanus (Java) p. 40, ignichelis (Saigon)
p. 41; Palystes Chaperi (Cap) p. 43, Kochi (Singapore) p. 45, cru-
cifer (Port Said) p. 46; Heteropoda flavimana (Sumatra) p. 55, vie-
diocris (Java) p. 56, crassa (ibid.) p. 57, meticulosa (Pevas) p. 58;
Spariolenus (n. g. Panderceti affine, a quo differt oculorum ser.
ant. valde procurva, clypeo valde elevato et maxillis oblique carina-
tis; für Olios taprobanicus Walclc{?) und) tigris (Calcutta) p. 61;
Adrastis (n. g. a Pandercete cephalothorace longiore quam latiore,
piano .. . diversum) atomaria (Java) p. 63; Micrommata ophthahnica
(Algier) p. 65 und Bull. Ent. France 1880. p. XCHI; Phidyle (n. g. ;
a Micrommata differt clypeo humili . . . ; der Name neben Phidole
Formic. unpraktisch, für Spar, punctipes Nicol. und) Bergi (Argen-
tinien) p. 125; Vindullus (n. g.) viridans (Amazon.) p. 68; Spa-
rassus (Walckenaerius Äud. in beiden Geschlechtern beschrieben),
Fontanieri (Persien?) p. 74; Olbus n. g. für Olios sparassoides
Nicol. p. 75; Olios senilis (Ceylon) p. 83, zulu (Lessuto) p. 84, pu-
sillus (Madagascar) p. 85, fasciiventris (Zanzibar) p. 86, fasciculatus
(Mariposa) p. 87, atomarlus (Pevas) p. 89; Midamus (u. g. für
Spar. Baulnyi Sim. und) auricomis (Zanzibar) p. 92; Sarotes cocci'
neiventris (Moluccen; Neu-Guinea) p. 95; Sadala (n. g. für Spar.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. . 67
aiitiguensis, rufus, pellucidus (?), hiteus (?), paraensis Keys., Olios ven-
trosas Nicol. uud) pictitarsis (Amazon.) p. 100, nigristernis (ibid.)
p. 102, Keyserlingi (Para) p. 103, velox (Pevas) p. 105, Mathmii
(ibid.) p. 107, ptmicca (ibid.) p. 108; Nisueta (n. g. cephalothorace
brevi, bombiformi, pedibus 111 et IV multo brevioribus quam I et II
distinctum) quadrisinlota (Zanzibar) p. 110; Cehrennus (= Cebrenis
olim) castaneüarsis (Oran) p. 113, aetliiopiciis (Massawa) p. 114;
Themeropis orichahea (Borneo) p. 116, papuana (Dorey) p. 118;
Sparianthis (n. g. für Themeropis granadensis Keijs. und) amazo-
nica (Teffe; Pevas) p. 120. — Aus der Familie werden ausgeschlossen:
Sparassus abnormis BlacTcw., suavis Cambr.; Olios guineensis Luc,
Ol. rufipes iwc, der eine Zoropsis ist und 0. madagascariensis Vins.,
der eine Drasside und Typus der neuen Gattung Ucluba ist; ferner
Delena hastifera Walck. (Thomisops sp.); Micrommata undata (= ser-
rata und carolinensis) pinicola, subinflata und marmorata Hents, welche
letztere Lycosiden sind ; [unsicher sind 0. grapsus WaJcJc., pagurus,
Francklinus, provccator, fuscus, morbillosus, craboides ejusd., testa-
ceus Dolesch.; Philodromus Diardi DoL, der ein Sarotes -ist],
Piator (n. g. . . . labium valde elongatum, plus duplo longius
quam latius, apice paullatim attenuatum et rotundatam . . ., sternum
multo latius quam longius, planum, trapezoideum, antice angustius
quam postice . . .) insölens (Pecking) derselbe, Ann. Soc. Ent. France
1880. p. 105. PI. 3. Fig. 4, 5.
Cehrennus (für Cebrenis nom. ^vd^Qocc) pulcherrimus (Algier);
derselbe ebenda. Bull. p. LXIV. (Kar seh hatte bereits den Gat-
tungsnamen Cebrenis Sim., und nicht, wie Simon glaubt, Ethilla
Sim. durch Ipsithilla ersetzt; s. d. vorig. Bericht p. 327(95).)
Thanatus miniaceus (Pecking); derselbe, Ann. Ent. France
1880. p. 110, picUis (Niesky); L. Koch, Abh. Naturf. Ges. Görlitz
XVII p. 61. Taf. II. Fig. 11.
Sparassus extensipes (Cairo); Karsch, Zeitschr. ges. Naturw.
1880. p. 383. Taf. 12. Fig. 12.
Micrommata ophthalmica (Algier); Simon, Bull. Soc. Ent. Fr.
1880. p. LXIV.
Änyphaenidae. Anyphaena trivittata (Pedra agu); Bertkau,
Verz. ... inBras. und La Plata ges. Arachniden p. 44. PI. I. Fig. 13.
Vgl. auch Heteromma bei der folgenden Familie.
Drassidae. Ctenophthalmus (n. g. Leptocteno affine; difFert
Serie tertia oculorum aequilata ac secunda, maxillis rectis, apice atte-
nuatis ; nach dem Autor selbst in diese Familie, in die Nähe
von Zora gehörend) lineatus (Noumea); Simon, C. R. Ent. Belg.
1880. p. 173 f.
Der Gattungsname wird von C. Ritsema Gz., als bereits von
Kolenati bei den Flohen vergeben, durch Sim onus ersetzt. Tijdschr.
V. Entom. XXIV; Versl. p. CXI.
68, Bertkau: Bericht üb. die Wissenschaft!. Leistungen
Uduha n. g. Agroecae et üliodonti affine; difi'ert pedibus an-
terioribus longioribus quam posterioribus, . . . . ; für Olios madagas-
cariensis Vinson; E, Simon, aus Actes de la Soc. Linneenne de
Bordeaux; 1880. Revision de la famille des Sparassidae, p. 123 des
Separatabdr.
Heteromma (n. g. ; „Im Habitus der Gattung Anyphaena
zunächst verwandt" ; über das Vorhandensein oder Fehlen der Tra-
cbeenspalte ist nichts gesagt) Fuegiana (Punta Arenas) ; Kar seh, Zeit-
schr. ges. Naturw. 1880. p. 380. Taf. 12. Fig. 9.
Adcatomus (n. g. Chiracanthio affine, sed pedum par II om-
nium longissimum) ciudadus (Lima); derselbe ebenda p. 386. Fig. 13.
Tylophora (n. g. Phrurolitho, Hypsinoto et Clubionae affine)
Antinorii (Tritois-see in Afrika); Pavesi, Rend. R. Istit. Lombarde
(2) XIII, adun. d. 18 marzo 1880 u. Ann. Mus. Civ. Genov. XV. p. 345.
Chiracanthium Strebloiüii (Krasnojarsk); L. Koch, Arachn.
a. Sibir. etc. p. 93. Tab. III. Fig. 10.
Clubiona interjecta (Krasnojarsk) p. 89. T. III. Fig. 7, propin-
qua (ibid.) p. 90. Fig. 8; L. Koch, Arachn. a. Sibir. etc., paduana
(Punta Arenas); Karsch, Zeitschr. ges. Naturw. 1880. p. 379. Taf. 12.
Fig. 8, venusta (Scikli Ins., Tunis); Pavesi, Aracn. di Tunisia p. 342
(66), Lusatica (Niesky); L. Koch, Abh. Naturf. Ges. Görlitz XVII.
p. 58. Taf. II. Fig. 9.
Prosthesima oryx (Oase Biskra) p. 10, stolida (Alger) p. 11;
Simon, Arachn. nouveaux etc. (Separat.) im Bull. Soc. Zool. France
1879, foveolata (Pecking); derselbe, Ann. Entom. France 1880.
p. 118. PI. 3. Fig. 17, Kerimii (Ludien) p. 348 (72), incompta (El-
Gem) p. 350 (74); Pavesi, Aracn. di Tunisia.
Drassus Stuxbergi (Selivaninskoj); L. Koch, Arachn. a. Sibir.
etc. p. 87. T. III. Fig. 6, myogaster (Bonn; wahrscheinlich nur das
Weibchen von Dr. lapidicola nach dem Eierlegen); Bertkau, Verh.
Naturh. Ver. d. preuß. Rheinl. u. Westfalens 1880. p. 267. Taf. VL
Fig. 5, pugnans p. 118. Fig. 20, 21, rebellatus p. 119. Fig. 18, 19
(Pecking); Simon, Aniial. Entom. France 1880. PI. 3, pcrexiguus
(Noumea); derselbe, C. R. Ent. Belg, 1880. p. 173.
Pythonissa flavitarsis (Pecking); Simon, Ann. Entom. France
1880. p. 120. PI. 3. Fig. 25.
Gnaphosa ?>/7meate (Potapowskoj) ; L. Koch, Arachn. a. Sibir.
etc. p. 86. T. III. Fig. 5, Inctiflca (Ile de Porquerolles); Simon,
Arachn. nouveaux etc. p. 10 (Separ.) in Bull. Soc. Zool. France,
sinensis (Pecking); derselbe, Ann. Entom. France 1880. p. 121.
PI. 3. Fig. 22—24, zeugitana (Tunisi) p. 352 (76), recepta (Tozer)
p. 355 (79); Pavesi, Aracn. di Tunisia.
MiltiajLetoMrneMiCi(Alexandr.); Simon, Bull. Ent. Fr. 1880 p. 56.
Phrurolithus scalaris (Bonn); Bert kau, Verh. Naturh. Ver.
d. preuß. Rheinl. u. Westfalens 1880. p. 273. Taf. VI. Fig. 6.
»
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 69
Leptodrassus sc?fiatMS (Oase Biskra); Simon, Arachn. nouveaux
etc. p. 12 (Separ.) im Bull. Soc. Zool. France 1879.
Bertkau beschreibt und bildet ab den Taster des ^ von
Trachelas nitescens L. Koch: Verh. Naturh. Ver. d. preuß.
Rheinl. und Westfalens 1880. p. 265. Taf. VI. Fig. 4.
Ilypsinotus cruentus (Rio) p. 50. PI. I. Fig. 14, loricatus (Pe-
dra agu) p. 52. Fig. 15, inermis (Tijuca) Fig. 16. 'plumipes (There-
sopolis?) Fig. 17. p. 54, Selysii (Barbacena) p. 114; Bertkau, Verz.
in ßras. und La Plata ges. Arachniden PI. I.
Liocranum luhricum (Pecking); Simon, Ann. Entom. France
1880. p. 122. PI. 3. Fig. 26, 27, Alcxandranum (AI.); derselbe
ebenda Bull, p. XCIX, hacmorrhoum (Brasil.); Bertkau Verz... in
Bras. und La Plata ges. Arachniden p. 47, PalUardii (von L. gra-
cilipes (Blackvv.) und Liocr. gracilipes Cbr. verschieden! Franzens-
bad; Nürnberg); L. Koch, Abh. Naturf, Ges. Görlitz XVIL p. 60.
Taf. II. Fig. 10.
Agi'oeca maculata (Krasnojarsk); L. Koch, Arachn. a. Sibir.
etc. p. 92. T. III. Fig. 9, celeris (England; = Liocranum (Drassus)
Palliardii Chr. nee X. Koch}] Cambridge, Spiders of Dorset p. 40
und 570.
(Ctenoldae.) Isoctenus (n. g., = Ctenus Keys, nee Walck.)
foUiferus (Rio); Bertkau, Verz. . . Bras. und La Plata ges. Arach-
niden p. 61, hicolor (in Lüttich im Bromelienhause) ; derselbe, Bull.
Acad. Roy. de Belgique (2. ser.) XLIX; juin 1880, p. 655.
In einer Etüde sur le genre Labdacus Camhr. spricht Si-
mon die Ansicht aus, dass diese Gattung zu den Cteniden gehöre,
und dass sie durch Acanthoctenus Keys, mit den typischen Gattungen
dieser Familie verbunden werde. Zu der einzigen von Cambridge
beschriebenen Art (L. monastoides) macht Simon fünf weitere aus
Südamerika bekannt, nemlich L. iricolor (Amazon.), plumosus (Para),
ruficapülus (ibid.), purpureus (Panama), parallelus (Amazon.); Bull.
Soc. Zool. France pour l'ann. 1880 (Seance du 13 juillet).
Ctenus cyclothorax iT\}\xc2^\ Bert kau, Verz.... in Bras. und
La Plata ges. Arachniden p. 56. PI. I. Fig. 18, rubripes (Panama);
Keyserling, Verh. Zool. Ges. V^ien XXX. p. 577. Taf. XVL Fig. 23.
Microctenus ciirvipes (Panama); Keyserling, Verh. Zool. Bot.
Ges. Wien XXX. p. 579. Taf. XVI. Fig. 24.
Caloctenus variegatus (Brasilien); Bertkau Verz... in Bras.
und La Plata ges. Arachniden p. 59. PI, I. P'ig. 19.
Lycosldae. Äncylometes (n. g. Doloraedi affine; oculi latera-
les ser. I. cum mediis ser. IL unara lineam formantes ; ocul. fron-
tales a margine frontali diametro sescuplo distantes) vulpes (Barba-
cena); Bert kau, Verz. . . Bras. und La Plata ges. Arachniden p. 114.
Dolomedes senilis (Pecking); Simon, Ann. Ent. France 1880.
70 Bertkau: Bericht üb. die wissenscliaftl. Leistungen
p. 101, albicoxa (Brasilien); Bertkau, Verz. . . in Bras. und La
Plata ges. Arachniden p. 63.
Anoteropsis flavovittata (Noumea, Neu-Caled.), Simon, CR.
Ent. Belg. 1880. p. 166.
L. (Trochosa) termmalis (Bonn); Bert kau, Verh. Naturh.
Ver. d. preuß. Rheinl. und Westfalens 1880. p. 283. Taf. VI. Fig. 8,
humicola (Rio); derselbe, Verz. . . in Bras. und La Plata ges. Arach-
niden p. 65. PI. I. Fig. 20.
Lycosa (Arctosa) versicula (Olinda); Karsch, Sitzber. Ges.
naturf. Freunde Berlin 1880. p. 81, vigilans (Niesky); L. Koch,
Abb. Naturf. Ges. Görlitz XVII. p. 69. Taf. II. Fig. 13.
Becker beschreibt die Erdwohnungen von L. (Tarentula) nar-
bonensis und einer nicht benannten amerikanischen Art (T. tigrina
M'Gook^)', C. R. Ent. Belg. 1880. p. 155.
Lycosa (Tarent.) immanis (Omsk); L.Koch, Arachn. a. Sibir.
etc. p. 100. T. III, Fig. 13, erudita (Pecking); Simon, Ann. Ent.
France 1880. p. 102, mjclithemera (Brasilien) p. 68. Fig. 21, Volxe-
mii (ibid.) p. 70. Fig. 22, pugil (ibid.) p. 71. Fig. 23, sternalis (ibid.)
p. 73. Fig. 24, pardalina (Rio) p. 75. Fig. 25; Bertkau, Verz. . .
in Bras. und La Plata ges. Arachniden PL II, magallanica (Punta
Arenas); Karsch, Zeitschr. ges. Naturw. 1880. p. 378. Taf. 12.
Fig. 6.'
Lycosa (Pardosa) chionopMla (Krasnojarsk) p. 102. Taf. III.
Fig. 15, lasciva (Lusino, Selivaninskoj) p. 103. Fig. 16, indecora
(Dudino) p. 104. Fig. 17, Atalanta (Selivaninskoj) p. 105. Fig. 18;
L. Koch, Arachn. a. Sibir. etc., calvatal, virgata, caduca p. 82,
aliusmodilj hruta nebst var. ßUcum p. 83 (Olinda); Karsch, Sitzber.
Ges. naturf. Freunde Berlin 1880, multivaga (Pecking); Simon,
Ann. Ent. France 1880. p. 104. PI. 3. Fig. 2, 3; molitor (Tijuca);
Bertkau, Verz... in Bras. und La Plata ges. Arachniden p. 76,
PI. II. Fig. 26, festiva (Tozer); Pavesi Aracn. di Tunisia p. 369
(98), neglecta (Niesky); L. Koch, Abh. Naturf. Ges. Görlitz XVIL
p. 65. Taf. IL Fig. 12.
Agalenidae. Thai da (n. g. Cybaeo affine) peculiaris (Chili);
Karsch, Zeitschr. ges. Naturw. 1880. p. 389.
Cambridgea fasciata hat eine einfache schmale Tracheen-
spalte vor den Spinnwarzen und gehört daher nicht zu den Argy-
ronotiden; Bertkau, Verh. des Naturh. Ver. d. preuß. Rheinl. u.
Westf. 1880. p. 295.
Coelotes Plancyi p. 115. Fig. 12 — 14, modestus Fig. 15, spini-
vulva Fig. 16. p. 116 (Pecking); Simon, Ann. Eutom. France 1880.
PI. 3, Munieri (Dalmatien); derselbe ebenda Bull., Seance du 25
Fevrier, p. XXXVI.
Cybaeus antarcticus (Punta Arenas); Karsch, Zeitschr. ges.
Naturw. 1880. p. 379. Taf. 12. Fig. 7.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880, 71
Dictynidae. Biotima (n. g. ; Cephaloth. ovalis, parum convexuB ;
oculi approximati; postici fere aequi, aequidistautes, in lineara rectam
dispositi; antici lincam pauh) procurvam formantes, medii a latera-
libus haud separati et paullo majores; laterales disjuncti; pars la-
bialis fere duplo lougior quam latior, antiee sensira attenuata et
truncata; laminae maxillares rectae, haud inclinatae, in medio impres-
sae; chefae parallelae, haud emargiuatae; pedes ^^ 1, 4, 2, 3, ^ 4,
1, 2, 3, longe et parce setulosi; tibiae metatarsique III et IV spinis
longis armata) hirsutissima (Ilyeres; Rhouemündung); Simon, Bull.
Ent. France 1880, Seance du 14 avril, p. LV.
Lethia spinigera (England); Cambridge, Spiders of Dorset
p. 468.
Argonna pallida (Niesky; Nürnberg); L. Koch, Abh. Naturf.
Ges. Görlitz XVII. p. 56. Taf. II. Fig. 8.
Dictyna alho-vittata p. 570. Taf. XVI. Fig. 17, flavo-mttata
p. 571. Fig. 18, vultuosa p. 572. Fig. 19 (Peru), sedentaria (Balti-
more) p. 573. Fig. 20; Keyserling, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien XXX.
L. Koch beschreibt D. ammophila ^ Menge .eingehender;
Abh. Naturf. Gesellsch. Görlitz XVII. p. 57.
D. scalaris C anestr. = hicolor Sim.\ Simon, Bull. Soc. Ent.
France 1880. p. CXV.
Uloboridae. Uloborus sinensis (Pecking); Simon, Annal. Entom.
France 1880. p. 111. PI. 3. Fig. 8, 9.
Dinopidae. Jelskia röbusta (Amable-Maria, Peru); Tacza-
nowski. Bull. Soc. Imp. Nat. Moscou 1878. II. p. 373.
Zoropsididae. nov. fam. (Wegen des wohl entwickelten Cribel-
lums und eines eigenthümlich ausgebildeten Calamistrums kann
Zoropsis nicht bei den Drassidcn bleiben; ich errichte für dieselbe
eine eigene Familie, die durch den Mangel einer Afterkralle unter
allen anderen mit Cribellum versehenen hinreichend ausgezeichnet ist.)
Olios rufipes Luc. gehört in die Gattung Zoropsis; Si-
mon, Revis. de la fam. des Sparassidae a. a. 0. p. 124 des Sepa-
ratabdr.
Z. Albertisn (Galitone Ins., Tunis); Pavesi, Aracn. di Tunisia
p. 338 (62). ■
Amaurobiadae. Titanoeca Sibirien (Krasnojarsk); L. Koch,
Arachn. a. Sib. etc. p. 84. T. III. Fig. 4.
Amaurobius longipalpis Kronenh. = Nurscia albosignata Sim.]
Simon, Bull. Soc. Ent. Fr. 1880. p. CXV.
Scytodidae. Die Gattung Hexophthalma (Hexomma olim)
Karsch ist vielleicht von Thomisoides nicht zu trennen; für den
von Keyserling geschaffenen Familiennamen Sicaroidae schlägt
Karsch, weil von Latreille der Name Sicarii schon auf Dipteren
angewandt sei, den Namen Hexophthalraoidae vor; vgl. d. Ber.
1880. p. 317 (85); (wenn die Gattung Hexophthalma keinen Bestand
72 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
hat, ist auch die Ableitung eines Familiennamens von ihr nicht
praktisch); Kar seh, Zeitschr. ges. Naturw. 1880. ]). 385.
Dictis nigroUneata (Pecking); Simon, Ann. Entom. France
1880. p. 123.
Micryphantidae. Cambridge liefert auf PI. YI. Fig. 7 der
Spiders of Dorset die Abbildung seines Robert us astutus; vgl. d.
vor. Ber. p. 334 (102).
Neriene dolosa (Bloxworth) p. 126, jugulans (Dorset) p. 138,
demissa (Bloxworth Heath) p. 438, Campbellii (Hertfordshire) p. 590,
rustica (Bloxworth) p. 593; Cambridge, Spiders of Dorset.
Walckenaera ingrata (Bloxworth) p. 443, jucundissima (ibid.)
p. 449. PI. VI. Fig. 8, laudata (Bloxworth Heath) p. 594, melano-
cephäla (ibid.) p. 596; Cambridge, Spiders of Dorset.
Lophomma vittatum (Bonn; identisch mit Er, nigro-limbata
Chr.; d. Ber. 1876. p. 291 (83)); Bertkau, Verh. Naturh. Ver. d.
preuß. Rheinl. u. Westfalens 1880. p. 306. Taf. VI. Fig. 10.
Erigone horea (Besimannaja Bay) p. 40. Taf. I. Fig. 28, aqui-
lonaris (Jenissei, Nov.-Semlja) p. 42. Fig. 29, granulosa (verbreitet)
p. 43. Taf. IL Fig. 1, mirdbilis (Werschininskoj) p. 49, Fig. 4, in-
certa (Krestowskoj) Fig. 6, mendica (verbreitet) Fig. 7. p. 52, oxy-
cephala (verbreitet) p. 54, Fig. 8, succinea (Worogowa Selo) p. 55,
Fig. 9, caliginosa (ibid.) p. 56. Fig. 10, vulnerata (zw. Tomsk und
Kainsk) p. 57. Fig. 11, semiflava (Werschininskoj) p. 59. Fig. 12,
barbata (Cap Grebeni; Mesenkin) p. 60. Fig. 13, püifrons (Mesenkin)
p. 62. Fig. 14, laeviceps (verbreitet) p. 63. Fig. IB, barbigera (Cap
Grebeni) p. 65. Fig. 16, incondita (verbreitet) p. 66, Fig. 17. formosa
(Aninskoj) Fig. 18, laesa (Krasnojarsk) Fig. 19. p. 67, submissa (Je-
nisseisk) p. 69, Fig. 20, Aesopea (ibid.) Fig. 21, proterva (Podk. Tun-
guska) Fig. 22. p. 70, hyperborea (Tomsk-Kainsk) Fig. 23. p. 71,
faceta (Dudino) p. 72. Fig. 24, brachyopis (Cap Grebeni) Fig. 25,
deserta (Krasnojarsk) Fig. 26, p. 73 innda (ibid. und Worogowa Selo)
p. 74. Fig. 27, mollicula (Jenisseisk) p. 75. Fig. 28, excelsa (Jerma-
kowa) p. 76. Fig. 29, diversa (Krestowskoj) p. 77. Taf. III. Fig. 1,
repudiata (Paklanowskij) p. 78. Fig. 20; L. Koch, Arachn. a. Sibir.
etc., Plancyi (Pecking); Simon, Ann, Entom. France 1880. p. 113.
PI. 3. Fig. 10. 11, jubata p. 47. Fig. 2, equestris p. 48, Fig. 3, re-
sima p. 50. Fig. 4, büacunata p. 52. Fig. 5 (Niesky); L. Koch, Abh.
Naturf. Ges. Gr)rlitz XVII. Taf. II.
Theridiadae. Pavesi stellt auf die Gattung JEnoplognatha,
für Therid. mandibulare Luc, nigromarginatum Luc, Zilla crucifera
Thor., mordax Thor. ; dieselbe scheint der Gattung Drepanodus Menge
sehr nahe zu stehen; Rendic. R. Istit. Lombardo. (II) XIII, adun.
d. 18 marzo 1880 und Ann. Mus. Civ. Genov. XV. p. 325.
Taphiassa (n. g. aspectum Linyphiae e. g. circumspectae
praebens; differt: sterno latissimo, latiore quam longiorc; maxillis sat
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 73
brevibus, intus curvatis, extus rotundatis, labio subquadrato, paullo
latiore quam longiore, dimidium maxillarura superante, . . .) impressa
(Noumea); Simon, C. R. Ent. Belg. 1880. p. 172.
Lithj^phantes atro-cyaneus (Noumea); Simon. C. R. Ent. Belg.
1880. p. 171.
Nesticus ercmita (Var; Grotte des Fades); Simon, Arachn.
nouveaux etc. p. 8 (Separ.).
Oroodes {= Stegosoma Cambr.y nom. praeoceup.) nmsivus
(Noumea); Simon, C. R. Ent. Belg. 1880. p. 171.
Cambridge schreibt On some new and little-known Spi-
ders of the Genus Argyrodes Sim.; Proc. Zool. Soc. Lond. 1880.
p. 320 fif. PI. XXVIII— XXX. Von dieser in mannigfacher Hinsicht
merkwürdigen Gattung sind mit den neu beschriebenen 50 Arten
aus Südeuropa, Asien, Afrika, Südamerika, Samoa-Inseln, Australien
u. s. w. bekannt. Ihrer metallischen Farben wegen gehören sie zu den
brillantesten Formen der Ordnung; der über die Spinnwarzen hin-
aus verlängerte oder erhobene Hinterleib erinnert an einige Epeiriden ;
bei den J" ist die Stirn durch einen Quereinschnitt in zwei Theile
getheilt, von denen immer nur der obere (hintere) die Augen trägt;
eine eigenthümliche Bildung an derEpigyne (Sekret?) der Weibchen
harrt noch der Aufklärung. Sie leben meist in einem unregelmäs-
sigen Gew^ebe in unmittelbarer Nachbarschaft von Radnetzen grös-
serer Epeiriden. Ob ihre Stellung bei gegenwärtiger Familie richtig
ist, wäre wohl noch zu untersuchen. Als neu sind beschrieben: A.
fiavescens (Ceylon) p. 321. Fig. 1, concmna (Amazon.) p. 322. Fig. 2,
Samoensis (S. Isl.) p. 323. Fig. 3, argentata (Ceylon, Madagascar,
Amazon.) p. 325. Fig. 5, jucunda (Parana) p. 326. Fig. 6, antipo-
diana (Sydney; Neu-Seeland), lugens (Amazon.) p. 327. Fig. 2 a', b',
c', abscissa (Madagascar) p. 328. Fig. 7, procrastinans (Bombay)
p. 330. , Fig. 9, scintillulana (Ceylon) p. 332. Fig. 10, nasuta (ibid.)
p. 333. Fig. 11, bicornis (Parana) p. 334. Fig. 12, sextuberctilata
(Amazon.) p. 335. Fig. 13, ululans (ibid.) Fig. 14, minax (Madagas-
car) Fig. 15. p. 336, afßnis (Parana) p. 337. Fig. 16, obtusa (Amazon.)
p. 338. Fig. 17, amplifrons (ibid.) p. 339. Fig. 17 a', b', c', d', e' f, g\
h', infelix (ibid.) Fig. 18, felix (Parana) Fig. 19. p. 340, nigra (Cey-
lon) p. 341. Fig. 20; A. inguinalis Thor. (d. Ber. 1878. p. 345(127))
= A. fissifrons Cambr. (ebenda 1871. p. 301).
Theridium serrato-signatum (Krasnojarsk; Jenisseisk) p. 79,
bellissimum (Nischnij Jubatsk) p. 80. Tab. III. Fig. 2, oleatum (Möller
Bay) p. 81, Fig. 3; L.Koch, Arachn. a. Sibir. etc., suaveolens {^eine-
et-Marne; Gironde) p. 6, leticojylagiatum (Südfr.) ip. 8 \ Simon, Arachn.
nouveaux etc., haemoriwidale (Rio); Bert kau, Verz. ... in Bras.
und La Plata ges. Arachniden p. 78, todinum, ludius p. 170, flavo-
aurantiacum p. 171 (Noumea); Simon, C. R. Ent. Belg. 1880, pa-
lustre (Goletta, Tunis); Pavesi, Aracn. di Tunisia p. 328(52), dro-
74 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
medarius (Aegypten); Simon, Bull. Ent. Fr. 1880. p. X('IX, impres-
sum (Niesky); L. Koch, Abh. Naturf. Gesellsch. Görlitz XVII. p. 45.
Taf. II. Fig. 1.
Euryopis dentigera (Basses- Alpes, Var.) p. 1, argenteo-maculata
(Frankreich; = E. quinqueguttata Tlior.'?) p. 2, scricata (Hautes-
Alpes) p. 3, procax (Fontainebleau), nigro-reticulata (ibid.) p. 4, py-
ramidalis (Basses -Pyrenees) p. 5; Simon, Arachn. Nouv. etc. im
Bull. ZooL France (Separat.), qiiinquenotata (Palermo); derselbe,
Bull. Soc. Ent. France 1880. p. CVIII.
Linyphia conspersa (Nischnij Jubatsk, Surgutskoj, Tunguska)
p. 9. Tab. I. Fig. 1, cultrigera (ibid. und Chantaiskoj) p. 11. Fig. 2,
mordax (Dudino, Werschininskoj etc.) p. 13, Fig. 3, albula (Nischnij
Jubatsk) p. 16t Fig. 4, incesta (Werschininskoj) p. 17. Fig. 5, tru-
cidans (Surgutskoj; Podk. Tunguska) p. 18, Fig. 6, latehricola (ver-
breitet) p. 19. Plg. 7, luteipes (Aninskoj, lutsarewo) p. 21. Fig. 8,
picturata (Dudino, Nischnij Jubatsk) p. 22. Fig. 9, proletaria (Cap
Gostinij) p. 23. Fig. 10, vidua (Krasnojarsk) p. 24. Fig. 11, humilis
(Briochowskij öarne) p. 25. Fig. 12, polita (verbreitet) p. 26. Fig. 13,
semiatra (Krasnojarsk) Fig. 14, Eumenis (Nischn. Jub., Aninskoj,
Intsarewo) Fig. 15. p. 27, similior (Aninskoj) p. 28. Fig. 16; simil-
lima (Melnitschni etc.) p. 29. Fig. 17, ccrina (Krasnojarsk) p. 30.
Fig. 18, terrena (ibid.) p. 31. Fig. 19, ingloria (Nischn. Jubatsk)
p. 32. Fig. 20, decipiens (Baklanowskij) p. 33. Fig. 21, nigrimntris
(Krasnojarsk) p. 34. Fig. 22, hebescens (Mesenkin) p. 35. Fig. 23, clara
(Surgutskoj) Fig. 24, pigra (Krasnojarsk) Fig. 25.' p. 36, concinna
(Tomsk, Kainsk) p. 37. Fig. 26, desolata (Worogowa Selo) p. 38, Fig. 27;
L. Koch, Arachn. a. Sibir. etc., Frederici p. 186, decipiens p. 208,
pholcommoides p. 212 (Dorset), angulata (Cheviots) p. 519; Cam-
bridge, Spiders of Dorsetshire, inciliiim p. 53. Fig. 6, umhratica
p. 55. Fig. 7 (Niesky); L. Koch, Abh. Naturf. Ges. Görlitz XVII.
Taf. II.
Pachygnathidae. Tetragnatha borealis (Nischnij Jubatsk; T.
obtusa nahestehend); L.Koch, Arachn. a. Sibir. etc. p. 5, Olindana
(Olinda); Kar seh, Sitzber. Ges. naturf. Freunde Berlin 1880. p. 81,
cladognatlia (Rio); Bert kau, Verz. ... in Bras. und La Plata ges.
Arachniden p. 79. PI. II. Fig. 27.
Eugnatha Isidis (Alexandrien); Simon, Bull. Soc. Ent, Fr.
1880. p. XCVIII.
Epeiridae. Pronous (n. g.) tubercidifer (Peru); Keyserling,
Verh. Zool. Bot. Ges. Wien XXX. p. 548. Taf. XVI. Fig. 1.
Eurymachus (n. g. Arcyin. Oarci affine) latus (Peru); der-
selbe ebenda p. 568. Fig. 16.
Meta longimana Tacz. i. 1. p. 555. Taf. XVI. Fig. 6, satulla
p. 556. Fig. 7, speciosissima Tacz. i. 1. p. 557. Fig. 8, opulenta p. 558.
Fig. 9, mariana Tacz. i. 1. p. 560. Fig. 10 (Peru), imicolor (Neu-
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880, 75
Granada) p. 5G6. Fig. 15; Keyserling, Verh. Zool. Bot. Ges.
Wien XXX.
Epeira hiplaglata (Brasilien) p. 86. Fig. 30, caerulea (Rio Grande)
p. 87. Fig. 31, undidata (Copa Cobana) p. 89. Fig. 32, l2-tuherculata
(Brasil.) p. 91. Fig. 33; Bertkau, Verz. . . . in Bras. und La Plata
ges. Arachniden, flavicoma (Canala) p. 168, Noiimeensis (Nouinea),
Savesi (ibid.) p, 169; Simon, CR. Ent. Belg. 1880, liractrepida
(Georgia); Keyserling, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien XXX. p. 549.
Taf. XVI. Fig. 2.
Epeira nox Sini. = pilula Thor. ; Laglaizei Sim. = telura Thor.;
Simon, Bull. Soc. Ent. Fr. 1880. p. CXV.
Zilla guttata (Peru) p. 551. Taf. XVI. Fig. 3, guyanensis
(Cayenne) p. 554. Fig. 5; Keyserling, Verh. Zool. Bot. Ges.
Wien XXX.
Bertkau beschreibt das Männchen von Z. Kochii Thor., die
er im unteren Moselthal auffand; Verz. der bisher in Bonn beobach-
teten Spinnen, a. a. 0. p. 342 f.
Cyclosa _pM527Za (Noumea, Neu-Caled.); Simon, C. R. Ent. Belg.
1880. p. 168.
Herennia *Samp«iana (Borneo); Kar seh, Zeitschr. ges. Naturw.
1880. p. 381.
Paraplectana semialba (Noumea, Neu-Caled.); Simon, C. R.
Ent. Belg. 1880. p. 168.
Solifugae.
In einem Zur Kenntniss der Galeodiden betitelten Auf-
satz in dies. Archiv 1880. p. 228 ff. Taf. X. macht Kar seh sfeine Be-
merk ungen zu Simon's „Essai etc. (d. Ber. 1880. p. 338 (106))
und beschreibt neue oder minder bekannte Galeodiden.
Karsch möchte Solpnga Licht, (anstatt Caerellia Sim.) beibehalten.
Bei der Deutung der von C. L. Koch unter dem Gattungsnamen
Gluvia beschriebenen Arten ist Simon mehrfach in Irrthümer ge-
fallen, die indessen bei der Unvollständigkeit der Koch'schen Be-
schreibungen verzeihlich waren und zeigen, dass es vielleicht am
besten ist, sich um die älteren Beschreibungen nicht zu kümmern.
Auf Gluvia praecox und gracilis C. L. Koch, die nicht zur Gattung
Datames Sim. gehören, gründete Karsch die neuen Gattungen
Daesia und Zerbina p. 233, 234, und stellt ferner Biton n. g.
(tarsi II et III 2-, IV 4-art., metat. pedum max. non spinosus, pilis
setiformibus longioribus et brevioribus circum (!) vestitus (in $ ) ;
cephal. margine anteriore subrectus, paullo prodiictus; pedes IV
longi, femoribus latioribus compressis) für B. Ehrenbergi und Gno-
sippus n. g. (tarsi II et III 1. ant., IV? (incorapl.); coxaelV valde
76 Bert kau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
elongatae, femoribus vix breviores; mandibularum dens fixus antice
furcatus, intus flag-ella brevi subsemiluuari instructus) für G. Klun-
zingeri p. 234. — Gaetulia vincta Sim., die nicht S. vincta C. L. Koch
ist, ist S. producta genannt, p. 236; Gluvia geuiculata C. L. Koch
und Gl. Martha Karsch sind Cleobis Sim.; Datames geniculatus
Sim. ist von ersterer verschieden. Als neu beschreibt Karsch
Solpuga niassa (N.) p. 237, nasuta (Zanzibar) p. 238, Sclnoeinfurthi
(Djur), scopulata (Hantam) p. 238; Biton EhrenJjergi (Arabien; Don-
golah) p. 240; Gnosippus Klunzingeri (Aegypten) p. 241; Gylippus
quaestiuncuUis (Küiek) p. 242.
Blossia (n. g. „voisin du genre Cleobis, dont . . il differt
par le front peu arque et par le tarse de la 4© paire de pattes forme
de deux articles seulement . .") spinosa (Unterägypten) p. 399 f.;
Barr US (n. g, „se rapproche da genre Cleobis, . . s'en
eloigne par le maraelon oculaire tres-convexe en avant, les hanches
anterieures plus larges que longues, les femurs posterieurs ä peine
elarges, enfin par les tarses posterieurs uniarticules) Letourneuxi
(ibid.) p. 401 f.; Simon, Ann. Ent. France 1880.
Gluvia furcillata Sim. gehört in die Gattung Biton Karsch]
derselbe, ebenda p. 401.
Insecta.
Puten sagt einige beherzigenswertlie Worte gegen
die einseitige Anwendung des Prioritätsgesetzes in der en-
tomolo^ischen Nomenklatur; Ann. Sog. Ent. Fr. 1880.
p. 33 ff.
Hagen weist Grabe r einige fatale Unrichtigkeiten
und Nachlässigkeiten in der Darstellung von Insekten-
speciell Neuropterenlarven in den „Insekten etc." nach.
Stett. Ent. Zeit. 1880. p. 100.
Max T äschler: Ueber die Stellung der Insekten
und der Entomologie in der öffentlichen Meinung;
Bcriclit . . . St. Gallischen naturw. Ges. 1878/79. p. 101 ff.
Insect Variety: its propagation and distribution,
treating of the odours, dances, colours, and music in all
Grasshoppers, . . . ., and exhibiting the bearing of the sense
of Entoniology on Geology. By A. H. Swinton; London,
Cassell, Petter, Galpin u. Co. 1880. 8», 326 pp. (s. E. M.
M, XVII. p. 143.)
Souvenirs entomologiqucs; ötudes sur l'instinct
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 77
et les moeurs des insectes, par J, H. Fabre. Paris, libr.
Ch. Delagrave 1879. Wie der ausführliclie Titel besagt,
ist das Büclielchen ganz der Lebensweise der Insekten
gewidmet und durch seine Originalmittheilungen ein werth-
voller Beitrag zur Kenntniss derselben. Den Hauptantheil
an diesen Beiträgen nehmen die Hymenopteren, namentlich
die Grabwespen in Anspruch, von deren Lebensweise der
Verfasser manche neue Züge mittheil t und zugleich eine
Erklärung versucht. So weist er z. B. nach, warum Cer-
ceris bifasciata gerade Buprestiden in ihr Nest trage; dass
die Stiche, mit denen die Grabwespen ihre Beute lähmen,
je nach der Natur des Opfers an verschiedenen Stellen des
Körpers und in verschiedener Zahl applicirt werden. Fer-
ner wurden auch über das Orientirungsvermögeu interes-
sante Untersuchungen angestellt, die wiederum den bekann-
ten Satz bestätigen, dass Bienen, weit von ihrem Stock
weggeführt, sehr bald den Weg dorthin zurückfinden, dass
sie aber das, wenn auch nur wenig, verrückte Nest nicht
leicht wiedererkennen. Die Inhaltsangabe ist kurz folgende:
Cap. T, IL Scarabaeus sacer und seine Entwickelung; Be-
richtigung einiger verbreiteter Irrthümer. III. Cerceris bi-
fasciata ; ihre Vorräthe von Buprestiden. IV. Gewohnheiten
von 8 anderen Cerceris-arten, von denen 7 Küsselkäfer,
eine Hymenopteren einträgt. V. Weitere Beobachtungen
über Cerceris und über die von Raubwespen an Insekten
künstlich hervorgebrachte Paralyse. VI— XII. Ueber ver-
schiedene Sphex-arten und ihre Jagd auf Orthopteren.
XIII, XIV. Besteigung des Mont Ventoux; entomologische
Beobachtungen auf dem Gipfel. XV. Ammophila-arten und
ihre Jagd auf Raupen. XVI. Bembex und ihr Leben;
Verzeichnisse der Dipteren, welche in den Nestern von 6
Bembex-arten gefunden wurden. XVII, XVIII. Weiteres
über Bembex und ihren Parasiten, Miltogramma. XIX.
Beobachtungen und Versuche über den Ortssinn der Nest-
bauenden Hymenopteren. Grenzen des Instinktes.XX — XXII.
Chalicodoma muraria und sicula; ihre Sitten. Versuche mit
ihren Instinkten.
E. Taschenberg spricht über Insektenschwärme
oder Insektenzüge, als deren Veranlassung er Ueber-
78 Bertkau: Bericht üb. die wissenscbaftl. Leistungen
völkening, Geschleclitstrieb, Aufsuchen von Nahrung, Auf-
suchen von Brutplätzen für die Nachkommen und den
Wandertrieb ansieht; Giebel's Zeitschr. d. ges. Naturw.
1880. p. 903.
Karsch beschreibt neue Zoocecidien und Ceci-
dozoen; Zeitschr. ges. Naturw. 1880. p. 286 ff. Taf. VI,
VII. Die ersteren finden sich an Quercus macrocarpa, Q.
obtusiloba, Q. rubra, Q. Hex, Q. Benthami, Q. macrolepis,
Q. nigra, Q. suber, Q. Vallinea; Acacia sp.; Alsophila mi-
crophylla; Artemisia herba alba; Astragalus arenarius
Boswellia Carterii; Chartia dioica; Chrysophyllum sp.
Combretum Hartmannianum; Fagonia sp.; Heliotropium sp.
Hieracium pratense; Larea mexicana; Populus euphratica
Rumex acetosella; Salix tristis; Smyrnium rotundifolium
Sonchus oleraceus ; Cotoneaster vulgaris ; Triticum rigidum
Utricularia vulgaris; Carex praecox; Agrostis vulgaris
nicht näher bestimmten Arten aus den Familien der Ru-
biaceen, Rhamnaceen, Sapotaceen, Urticaceen.
Beiträge zur Kenntniss der Gallen erzeugen-
den Insekten Europas von F. A. Wachtl; Verh. Zool.
Bot. Ges. Wien XXX. p. 531 ff. Taf. XVIII. (Asphondylia
Hornigi n. sp., 3Ii]ci n. sp.; Andricus cryptobius n. sp.;
Spathegaster ohteda n. sp., agyregata n. sp.; Isocolus Ro-
genhof cri n. sp.; Cynips majalis (T^>.; Andricus burgundus
Gir.) Aulax Jaceae SchencJc).
P. Cameron. Notes on the coloration and de-
velopment of Insects. Trans. Ent. Soc. London 1880.
p. 69 ff. — Die rothbraunen Flecken der (jungen) Raupen
von Smerinthus Popopuli ahmen die Rostflecken von Me-
lampsora populina Lep, nach und sind daher dem Thier
von Nutzen, um nicht gesehen zu werden. Die Aenderun-
gen in der Färbung mancher Blattwespenlarven kurz vor
der Verpuppung dienen ebenfalls dazu, dieselben weniger
augenfällig zu machen. — Nematus capreae P^., histrio
Lep.] Cimbex saliceti haben dimorphe Larven. Blattwes-
penlarven, die auf der Oberseite der Blätter leben und
leicht zu bemerken sind, haben gewöhnlich Haare auf ihrem
Körper, deren Gestalt und Nutzen verschieden ist. — Bei
Nematus miliaris P^.; Strougylogaster cingulatus; Phyllo-
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 79
toma nemorata; Hemichroa rufa, (Eriocampa ovata; Poeci-
losoma pulveratum) kommt Parthenögenesis vor.
The flowering Plauts of New-Zealand and
their relation to the Insect Fauna; by G. M. Thom-
son; Trans, a. Proc. Bot. Soc. Edinburgh. XIV. 1. p. 91 ff.
Die Zalil der Insekten ist weit größer, als Wallace in
seiner Geogr. distrlbut. angab; von 262 genauer beobach-
teten Pflanzen sind 110 einer Selbstbefruchtung durchaus
unfähig; 63 sind Insekten-, 47 Windblilthig; aber von den
übrigen 152 hängen 96 mehr oder weniger von Insekten
ab. Die Sehlussfolgerungen, welche die Selectionstheorie
aus dem vermeintlichen Mangel an befruchtenden Insekten
auf die Unscheinbarkeit der Blüthen zog, sind daher tiber-
eilt gewesen.
Malm berichtet über einen Fall, wo die Larve von
Scaeva scambus Stgr. mit den Excrementen lebend den
Darmkanal eines Patienten verlassen und sich zum voll-
kommenen Insekt entwickelt habe; Entomol. Tidskrift I.
p. 170.
H.A.Hagen theilt noch einige gelungene Infektions-
Versuche von Insekten mit Hefepilzen mit und erwähnt
einige andere Insektenpilze (Isaria, Entomophthora, deren
geschlechtliche und ungeschlechtliche Form Empusa -und
Tarichium ist); Canadian Entomol. XIL p. 81 ff.; übersetzt
von Dohrn in der Stett. Ent. Zeit 1880. p. 355 ff.
Derselbe erwähnt Cordyceps Ravenelii auf einer
Phyllophaga-larve; ebenda p. 89.
Dagegen kann Prentiss auf Grund zahlreicher er-
folgloser Experimente in der Hefe kein Mittel zur Bekäm-
pfung von Insekten, namentlich Aphiden, sehen; Americ.
Naturalist 1880. p. 575, 530.
A. Giard (Syrphes et Entomophthoröes) bezwei-
felt ebenfalls, dass der Hefepilz im Insekt die Entomo-
phthora erzeuge, und hebt hervor, dass die meisten Ento-
mophthora-arten an bestimmte Insektenarten gebunden sind
und sich nur auf nahe verwandten Formen gleichzeitig
einfinden. Wenn daher die Hefe Insekten tödtet, so ist
diese Wirkung ihr direkt zuzuschreiben. Ob sie aber gegen
Aphiden zweckmässig angewendet wird, ist die Frage, da
80 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
vielleicht auch Syrphiden, deren Larven bekanntlich unter
den Aphiden grosse VerheeruDgen anrichten, durch sie ge-
tödtet werden. C. R. XC. p. 504.
E. Metschnikoff bespricht einige Insektenkrank-
heiten, namentlich solche, die durch Pilze hervorgerufen
werden, und fand bei den verschiedenen Krankheiten spe-
cifische Pilze, die sich aber leicht in Biermaische züchten
lassen. Auf diese Weise erklärten sich vielleicht Hagen^s
und Prentiss' widersprechende Resultate: reine Biermai-
sche ist ohne Einfluss, und in der von Hagen angewand-
ten hatten insektenfeindliche Pilze fruktificiert. Zool. An-
zeiger 1880. p. 44.
Die Zerstörung von Insekten, namentlich Fliegen,
durch Entomophthoreen s. Bull. Ent. France 1880. p. XVIII ff.
Tabelle zum Bestimmen der den Apfelbäumen
schädlichen Insekten. Von Prof. Dr. W. Hess. 29. u.
30. Jahresber. Naturh. Ges. Hannover p. 34 ff.
Eighth Report of the State Entomologist on
the Noxious and Beneficial Insects of the ^State
of Illinois; Third annual Report by Cyrus Thomas,...
Springfield 1879. 8vo, pp. 212.
Ninth Report etc.; Springfield 1880: 8vo, pp. 142.
(Habe ich nicht gesehen.)
Die schädlichen Insekten Russlands. Von F. T.
Koppen. St. Petersburg 1880. 8vo. pp. 526.
Notes of observations of injurious Insects
by Miss Omerod; Rep. 1879. London 1880. 8vo. pp. 44,
with cuts.
In Russland sind neuerdings Eurytoma Hordei
W. (?) und Cecidomyia cerealis Ä. F. dem Getreide
sehr schädlich geworden ; über ihre Lebens- und Entwicke-
lungsweise sind Angaben gemacht; Bull. Soc. Imp. Nat.
Moscou 1880. in. p. 12G ff.
Barth cnogen es is bei Nematus curtispina TJioms. und
palliatus Thoms.\ Ent. Monthl. Mag. XVI. p. 269 und XVIL
p. 21.
Wahrscheinliche Parthcnogenesis bei Cecido-
myia destructor; The North Amer. Entom. L p. 65; bei
Orgyia autiqua?; ebenda p. 227.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 81
Parthenogenesis bei Nematus miliaris Fb. ; Strongylo-
gaster ciügulatus; Phyllotoma nemorata; Hemichroa rufa;
(Eriocampa ovata; Poecilosoma pulveratum) ; Trans. Ent.
Soc. Lond. 1880 p. 76.
Parthenogenesis bei Ostracoden, s. Zool. Anz. 1880.
p. 82 und Zeitschr. f. d. ges. Naturw. 1880. p. 221 ff.;
(vgl. oben p. 17 f.)
0. M. Reuter giebt eine Statistik von Begattungen
zwischen verschiedenen Arten angehörigen Insekten; Ento-
mol. Tidskrift I. p. 174.
Trimen beobachtete Salamis Anacardii </ in copula
mit Aphelia ApoUinaris $; Proc. Eutom. Soc. Lond., July
7th 1880 p. XXIII und Ent. Monthl. Mag. XVII. p. 72.
lieber Paarung zwischen verschiedenen Arten siehe
auch A. Wailly in The Entomologist. 1880. p. 154, und
Psyche III. p. 112.
Agelastica Halensis ^ in copula mit Chrysomela Bruns-
vicensis ?; de Rossi, Ent. Nachr. 1880. p. 57.
Einen weiteren Fall von copulatio inter mares s. Tijd-
schr. V. Entom. XXIV, Versl. p. XX.
Kraatz fährt in der Beschreibung und Abbildung der
Missbildungen von Insekten fort; Deutsch. Ent. Zeit-
schrift 1880. p. 339 ff. Taf. II.
Eine Tipula mit 5 Vorderkörpern, Flügelpaaren u. s. w.
und nur einem Hinterleib findet sich erwähnt in den
Mitth. Schweiz, ent. Ges. VI. p. 21.
Leistus rufomarginatus $ mit Seitenast an dem sonst
normalen Fühler; Schroeder, Entom. Nachr. 1880. p. 94.
Zwitter von Bombus mastrucatus Gerst. und Nomada
succincta Fans.) Tijdschr. v. Entom. XXIV, Versl. p. CXI.
Zwitter von Smerinthus Populi; Ennomos angularia;
eine Acronycta megacephala mit nur 2 Flügeln ; Proc. Ent.
Soc. Lond. 1880 p. XXX.
H. F. Jayne liefert Descriptions of some mon-
strosities . . . Coleoptera; Trans. Am. Ent. Soc. VIII.
p. 155 ff. PL IV. (Calosoma triste mit gespaltener rechter
Antenne; Cychrus angusticollis; Metrius contractus mit 2
Schienen und 3 Tarsen an einem Bein; Pasimachus pun-
etulatus mit 7 Beinen; Scarites substriatus; Dyschirius glo-
Arch. f. Naturgesch. XXXXVH. Jahrg. 2. Bd. F
Ö2 Bert kau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
bulosus; Chlaenius difficilis ; Lichnanthe vulpina; Polyphylla
decemlineata ; Strategus Antaeus ; Telepliorus rotundicollis;
Prionus californicus mit 12 Beinen, indem entweder bereits
die Schenliel gespalten sind, oder die Schienen sich dicht
über der Insertion gabeln; die Fühler sind einfach. Da-
gegen lassen die Taster bereits eine Neigung zur Gabelung
ihrer Endglieder erkennen; Eleodes pilosa; Helops sulci-
pennis).
R. Hertwig spricht die Resultate seiner Untersu-
chungen über die Anlage der Keimblätter bei den
Insekten (Käfer und Schmetterlinge) mit folgenden Worten
aus: ^Mesoblast und Entoblast bilden ursprünglich ein
gemeinsames Keimblatt, welches sich in seinen einzelnen
Theilen nur durch den verschiedenen Dotterreichthum seiner
Zellen unterscheidet. In Folge des Dotterreichthum s des
Eies nimmt das Darmdrüsenblatt nur sehr langsam den
Charakter einer epithelartigen Zellenschicht an; da dies
zuerst im Anschluss au das Darmfaserblatt geschieht, so
kann man auf eine ursprüngliche Kontinuität beider Blätter
schließen. Diese Kontinuität wird unterbrochen, wenn die
paarigen Anlagen in der Mitte verwachsen, so dass dann
das Darmdrüsenblatt der einen Seite in das der andern
Seite übergeht, und ebenso das Darmfaserblatt. Die Art,
wie der Zusammenhang zwischen Mesoblast und Entoblast
unterbrochen wird, ... ist derselbe Vorgang, der bei Chä-
tognathen und Brachiopoden zuerst beobachtet wurde.
Diese Ansicht findet noch darin eine Stütze, dass der Darm
und die Leibeshöhle wie bei den Sagitten lange Zeit mittels
einer centralen spaltförmigen Oeffnung unter einander zu-
sammenhängen, was besonders deutlich darin zum Ausdruck
kommt, dass ein Theil der Dotterzcllen vom Darmlumen
aus in das Lumen der Leibeshöhle hineinragt. Aus alle-
dem kann man schließen, dass der Mesoblast der Insekten
durch Einfaltung vom Entoblast abgeschnürt wird, und
dass die Leibeshöhle ihrer ersten Entstehung nach ein
Divertikel desUrdarms ist". Jenaische Zeitschr. f. Naturw.
XIV. Supplement lieft I. (Sitzungsber. f. d. J. 1880.) p. 124 ff.
Nachträglich sei noch auf Grab er 's Vergleichende
Embryologie der Insekten hingewiesen, die ich im
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 83
Yorigen Bericht neben dessen „Insekten, 2. Theil, 2. Hälfte"
unberücksichtigt gelassen hatte; Archiv f. mikrosk. Anat.
XV. p. 630.
Auf der VI. Versammlung russischer Naturforscher
und Aerzte hielt Nassono w einen Vortrag über den ana-
tomischen Bau und die nachembryonale Entwick e-
lung derAmeise und stellt mit Rücksicht auf die letztere
Frage folgende Thesen auf: 1) die Hautdecken des Kopfes
der Imago erscheinen als Neubildungen, die der Brust und
des Bauches hingegen sind direkt aus dem Larvenstadium
überkommen. 2) In den Organen des Kopfes und der
Brust lassen sich keine destruktiven Processe, sondern nur
Umbildungen wahrnehmen. (Nach dem Referat von A.
Brandt im Zool. Anz. 1880. p. 162.)
H. Michels bringt eine Beschreibung des Ner-
vensystems von Oryctes nasicornis im Larven-,
Puppen- undKäferzustande, Zeitschr. w. Zool. XXXIV.
p. 641 ff., Taf. 33—36, hauptsächlich in der Absicht, die
Frage zu entscheiden, ob das definitive Nervensystem sich
aus dem der Larve durch Um- und Ausbildung, oder durch
Histolyse entwickelt. Zu diesem Zwecke wird das Nerven-
system in den drei Stadien sehr eingehend, eingehender
als bisher geschehen, studiert und auch das Tracheensystem,
namentlich soweit es das Nervensystem versorgt, mit in
den Kreis der Betrachtung gezogen. Von Einzelheiten
hebe ich folgende hervor (Larve): Die beiden in gleicher
Höhe mit den Antennennerven, mehr nach innen ent-
springenden Nerven, die hernach zur Bildung des g. fron-
tale zusammentreten, entsenden vor ihrer Umbiegung einen
Ast zur Oberlippe. Von dem g. front, entspringt zunächst
vorn ein auf dem Schlünde zum Mund verlaufender Nerv;
von der hinteren Fläche neben dem bekannten unpaaren je
ein seitlicher Nerv. Der mittlere bildet eine ganglionäre An-
schwellung, aus der 2 Hauptnerven nach hinten, und außer-
dem 3 Paare schwächerer austreten, von denen das eine nach
vorn, die beiden andern nach hinten ziehen. Von der Unter-
seite des Gehirns entspringt dann auch noch ein paariger
Mundmagennerv, der am Schlünde ein langgestrecktes Gang-
lion bildet, dessen vorderer Theil seitlich, dessen hinterer
84 Bertkaü: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Theil unten liegt. Auch bei dieser Art kommt innerhalb des
Schlundringes noch eine Querverbindung der beiden Gehirn-
hälften vor (vgl. oben p. 1). Die Zahl der Knoten in der sehr
koncentrierten Bauchkette ist nach Michels 11 ; doch sind
Anzeichen dafür vorhanden, dass der vierte aus 2 und der
elfte aus 3 Knoten verschmolzon ist, so dass also eigent-
lich die Zahl der Knoten der Bauchkette mit der der
Segmente übereinstimmen v^ürde, vrie schon Swammerdam
behauptet hatte. Der erste Knoten sendet 4, die 3 folgenden
je 2 (1 für die Beine und 1 an die Haut), der fünfte eben-
falls 2 (für das vierte und fünfte Segment), die folgenden je
ein Paar Nerven in das entsprechende Körpersegment, und
der elfte 3 Paar für das IL, 12. und 13. Segment aus. In der
Puppe sind die beiden ersten Knoten von einander und
von der übrigen Nervenmasse durch lange Commissuren
getrennt, indem sich die Verbindungen zwischen diesen
Knoten in die Länge gestreckt haben, vrährend der übrige
Theil schwieriger als in der Larve die Zusammensetzung
aus 9 Knoten erkennen lässt. Außer dem Auftreten ge-
wisser neuen peripherischen Nerven in der Puppe und
Imago lässt sich aber kein wesentlicher Unterschied von
dem Larvennervensystem auffinden. Aehnlich ist es mit
dem Tracheensystem, dessen feine Verästelungen Michels
mittels Injektion im Vacuum sehr deutlich zu machen
verstand. Im speciellen sei hier erwähnt, dass neben den
ventralen Längsstämmen auch eine schwächere dorsale
Längsverbindung zwischen den aufeinanderfolgenden Stig-
men hergestellt wird. — Das Resultat dieses Theils der
Untersuchung stimmt nun genau mit dem der umfang-
reicheren Untersuchungen E. Brand t's überein, dessen
Name von Michels nicht einmal erwähnt wird: „das defi-
nitive Nervensystem der Imago geht nus dem der Larve
durch Umbil düng, nicht durch Histolysc hervor"; vgl. d.
Ber. 1879 und 1880 a. a. 0. Und ganz dasselbe gilt auch
von dem feineren Bau. Mit Rücksicht auf diesen seien
noch folgende Einzelheiten hervorgehoben. Von den beiden
Hüllen des Bauchmarkes nimmt die innere, das „granulär-
zellige Neurilemm" in den Einschnürungen zwischen den ein-
zelnen Knoten eine beträchtliche Entwickelung, namentlich
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 85
in der ventralen Hälfte der Bauchkette an. Neben Gan-
glienzellen von sehr verschiedener Größe kommen nur
noch Fasern vor; das Vorhandensein einer Punktsubstanz
wird, vielleicht mit Unrecht, in Abrede gestellt. Die Längs-
fasern entspringen aus dem Gehirn und ziehen, in je 3
Bündel geordnet, durch die Schlundcommissuren und die
ganze Bauchmarkkette. Querfasern, die die beiden Hälften
der Knoten verbinden sollen, existiren nicht; die vor-
handenen sehr zahlreichen Qu er fasern entspringen
vielmehr den Ganglienzellen der einen Seite und
treten an der gegenüberliegenden in die peri-
pheren Nerven ein, verstärkt durch einen Theil von
Längsfasern, von denen an jeder Einschnürung einige eben-
falls seitlich austreten,
G. Hauser. Physiologische und histiologische
Untersuchungen über das Geruchsorgan der In-
sekten. Zeitschr. w. Zool. XXXIV. p. 367 ff. Taf. XVIII—
XIX; vgl. auch Journ. R. Microsc. Soc. (2) I. p. 33. In
der Einleitung giebt der Verfasser einen nicht vollständigen
Ueberblick über die Literatur dieser Frage und führt dann
eine Reihe von Versuchen an, die beweisen, dass bei den
Insekten der Geruchssinn seinen Sitz in den Fühlern hat.
Er zeigt dies durch das verschiedene Verhalten der In-
sekten bei Annäherung stark riechender Substanzen, beim
Aufsuchen der Nahrung und des anderen Geschlechtes,
wenn die Fühler unverletzt sind, und nach Exstirpirung
derselben oder nachdem sie durch einen Ueberzug von
Paraffin von der äußeren Luft abgesperrt sind. Eine mit
den neueren Hülfsmitteln der mikroskopischen Technik
angestellte Untersuchung der zuerst von Erich son als
Geruchsorgane gedeuteten Gruben an den Fühlern der In-
sekten ergab nun folgendes Resultat. Bei Orthopteren (ge-
nauer untersucht wurden Oedipoda caerulescens und Ca-
loptenus italicus) tragen die Fühlerglieder vom achten an
neben den Tastborsten auch Gruben, die nicht ganz kugelig,
sondern etwas breiter als hoch sind, und durch Einstülpung
der Chitinhaut entstanden sind. Ob die von der gewöhn-
lichen Chitinhaut frei bleibende Oeffnung durch eine feine
Membran geschlossen ist, Hess sich hier nicht ermitteln;
86 Bertkau: Bericht üb. die wissenscliaftl. Leistungen
aber selbst, wenn dies nicht der Fall sein sollte, so kann
an dieser Oeffnung kein Blut austreten — der Hohlraum
ist nämlich mit Serum angefüllt, — eben weil sie zu klein
ist. An jede Grube tritt ein Nervenästchen heran, das in
einer grossen eiförmigen Zelle endigt. Diese Zelle, — wie
die entwickelungsgeschichtliche Untersuchung an der Wespe
lehrte, eine modificierte Hypodermiszelle, — durchbriclit mit
ihrem spitzen Ende den Boden der Grube, und sendet
einen Stift in den Hohlraum derselben hinein. Der weit-
aus größte Theil, — eigentlich alles mit Ausnahme der
in die Grube hineinragenden Spitze, soll vom Zellkern
eingenommen sein, der eine große Zahl von Kernkörperchen
umschließt, davon jedes wiederum eine Menge kleiner
Körnchen enthält. Die gleichen Gruben wurden auch bei
Stenobothrus und Gryllotalpa, von Hicks auch bei Tettix
gefunden, bei Mantis dagegen vermisst; bei den Libelluliden
kommen wahrscheinlich größere, durch Zusammenfließen
mehrerer entstandene Gruben mit einer größeren Zahl
von Nervenendigungen vor. Bei den Neuropteren wurden
keine Gruben, sondern (dieselben wahrscheinlich vertretende)
Zapfen gefunden, die Endigung der Nerven in diesen
Zapfen aber nicht studiert.
Auch bei Hemipteren konnte Haus er keine Gruben
auffinden. Die Gruben der Fliegen beschreibt der Ver-
fasser ähnlich wie Mayer (d. Ber. 1880. p. 396 (164)) als
offen und ohne den „Otolithen" Graber's; sie sind bald
einfach, mit einem Stift, bald zusammengesetzt mit einer
größeren Zahl (bis 100) Stiften; bei Tipuliden scheinen
nur einfache vorzukommen ; bei Tabaniden, Asiliden, Bom-
byliaden, Leptiden, Dolichopodiden, Stratiomyiden kommen
beide, und bei den übrigen Familien, wie es scheint, nur
zusammengesetzte Gruben vor. Die Gruben an den Fühlern
der Tagschmetterlinge haben große Aehnlichkeit mit den
einfachen der Fliegen; gleich diesen sind sie offen, ihr
Eingang ist aber durch convergirende Chitinfortsätze ge-
schützt. Sie enthalten gewöhnlich nur einen Stift, seltener
deren 2. Bei den übrigen Schmetterlingen konnte Haus er
keine Gruben auffinden. Ebenso vermisste er dieselben
unter den Coleopteren bei den Carabiden, Cerambyciden,
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 87
Chrys«)melideD, Curculioniden, Cantliariden ; er fand da-
gegen bei Silpba, Necropliorus, Staphylinus, Philonthns und
Tenebrio zahlreiche einfache Grübchen, bei Philonthns
auch eine nach Art der Fliegen zusammengesetzte. An den
Fühlerlamellen von Melolontha finden sich je nach dem
Geschlecht 35—39000 Gruben, die sich in einen schmalen
Canal, der die ganze üicke der Chitinwand durchdringt,
fortsetzen ; in diesen Canal sendet eine Nervenendzelle einen
fadenförmigen Fortsatz hinein; wahrscheinlich entspricht
diese Nervenzelle der Stiftzelle bei den übrigen Insekten.
Bei Dytiscus finden sich neben den Gruben auch Zapfen
vor, denen eine gleiche physiologische Bedeutung zuge-
schrieben wird. Bei den Hymenopteren sind diese Zapfen
weit verbreitet; sie erheben sich als ein Hohlkegel aus
einer Vertiefung der Chitinhaut, über deren Niveau sie
beträchtlich hinausragen. In ihren Hohlraum ragt der Stift
einer Nervenzelle hinein, die ihrerseits z. Th. in einem
unter dem Zapfen liegenden Canal der Chitinhaut, z. Th.
(Kern) in der Hypodermis gelegen ist. Unterhalb des
Stiftes finden sich hier an dem halsförmig verschmälerten
Theil der Zelle ein doppelter „Strahlenkranz*'; neben der
Nervenzelle liegen regelmäßig 2 kleinere, die einen langen,
peitschenförmigen Fortsatz in den Canal hineinsenden.
Neben den Geruchszapfen kommen in größerer Ausdehnung
auch die gewöhnlichen Gruben vor. Die Entwickelungs-
geschichte lehrt, dass die Nervenendzelle eine umgewandelte
Hypodermiszelle ist. Zum Schluss zieht der Verfasser
noch die „Gesetze*' der natürlichen und geschlechtlichen
Zuchtwahl zu Rathe; das Ergebniss aber, dass Insekten,
die vermöge ihrer Lebensweise eines feinen Geruchs be-
dürfen, auch zahlreiche und wohlausgebildete Geruchs-
gruben und -zapfen haben, verlangt zu seiner Erklärung
nicht nothwendig die natürliche Zuchtwahl.
A. Foettinger. Sur les terminaisons des nerfs
dans les muscles desinsectes. Onderz. g. i. h. Phy-
siol. Laborat. d. Utrechter Hoogschool. (3) V. p. 293 ff.
PL VII. Der Verfasser zeigt durch seine Untersuchungen
an den Muskeln verschiedener Käfer (Chrysomela caerulea;
Lina tremulae; Passalus glaberrimus; Hydrophilus piceus)
88 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
und Raupen, dass die Kontraktion der Muskeln immer an
den Stellen beginnt, wo ein Doyere'scher Hügel sich be-
findet. In dem letzteren Hess sich in zahlreichen Fällen
eine Streifung nachweisen, die durch eine Auflösung des
Achsencylinders in feine Fibrillen entsteht. Diese Fi-
brillen begeben sich zu den Zwischenscheiben
des Muskels, die also in direkter Weise den Nervenreiz
empfangen. Foettiuger bestätigt somit die Vermuthung
Engelmanns, dass die Zwischenscheibeu des Muskels aus
modificirter Nervensubstanz bestehen.
B. Th. Lowne. On the modificatious of the
simple and Compound eyes of insects. Proc. R. Soc.
London 1878. p. 261 ff. und ausführlicher Philos. Trans. R.
Soc. London 169. P. 2. p. 577 ff. PL LII-LIV. Lowne giebt
in manchen Punkten eine andere Darstellung und Deutung
des Sehorgans als Grenacher. Bei dem Stemma von
Eristalis fehlt der Glaskörper und die Stäbchenzellen gehen
durch Vermittelung spindelförmiger Zellen in den Optikus
über. Die Nematocera, ein grosser Theil der Hymenoptera
und Coleoptera, wahrscheinlich auch die Hemiptera, haben
aggregirte Augen. Die Retinula Grenacher's nennt Lowne
facellus; in den spindelförmigen Zellen desselben setzt
sich der Achsenfaden vorn in die Stäbchen, hinten in die
„Stemons" fort, die den facellus mit der Retina verbinden.
Wie der facellus so hat auch jeder Stemou 7 Zellen, we-
nigstens bei den Larven; in der Imago sind dieselben
vielfach verschmolzen. Die zusammengesetzten Augen ha-
ben hinter dem Krystallkegel einer jeden Facette ein
„Rhabdion", das aus 4 bei der Imago verschmelzenden
Zellen besteht. Neben den 4 Semper'schen Kernen hat
der Krystallkegel 4 Zellen, die je einen Quadranten des
Kegels abgeschieden haben und sich fadenförmig in das
Rhabdion fortsetzen. Hinter dem letzteren liegt der facellus.
Die Retina besteht bei Eristalis aus folgenden Schichten
(von außen nach innen): 1. einer doppelten großer sternför-
miger, 2. einer einfachen kleiner runder Zellen, 3. der facel-
loiden und 4. einer einfachen Schicht sternförmiger Gang-
lienzellen, welche letztere mit einem Ganglion des Seh-
nerven in Verbindung treten. Die facelloide Schicht ist
im Gcbioto der Arthropoden im Jahre 1880. 89
bei Agrion durch eine dreifache prismatischer, bei Vanessa
spindelförmiger ersetzt. Tipula hat nur eine Schicht stern-
förmiger Ganglienzellen, nach innen davon mehrere Schichten
runder und dann spindelförmiger Zellen.
A. Batelli macht Mittheilungen über die Beschaffen-
heit und den Sitz des Pigments bei einigen Schmettcrlings-
augen; Bull. Soc. Ent. Ital. XL p. 139.
F. Meinert. Sur la conformation de la tete et
sur Interpretation des organes buccaux chez les
Insectes, ainsi que sur la syst^matique de cet
Ordre. Bericht über die 12. Versammlung Skandinavischer
Naturforscher zu Stockholm, 1880. Entomol. Tidskrift I.
p. 147 ff. Meinert scheidet zunächst die Kopfscheibe mit
den Antennen aus der Reihe der den Kopf zusammen-
setzenden Segmente aus; die Antennen der Insekten er-
klärt er „Sans doute" als homolog den Augenstielen der
podophthalmen Crustaceen, während die beiden Antennen-
paare der letzteren unter den Insekten keine Homologa
haben. Der Kopf der Insekten besteht daher mindestens
aus 3 Segmenten, zu denen aber bei den Orthopteren (auch
den chilopoden Myriapoden) und den Rhynchoten noch ein
viertes Segment hinzukommt. Nur selten haben alle
diese Segmente gegliederte Anhänge, und nur wenn
dies der Fall ist, sind diese Anhänge den Beinen der Brust-
segmente homolog zu setzen. Sehr oft werden sie vertretei^
durch nicht artikulierende und ungegliederte Fortsätze, und
diese können nicht als ein Homologon von Gliedmaßen an-
gesehen werden (?). Die Reihenfolge in der die bekann-
ten 3 Paare von Mundwerkzeugen (von vorn nach hinten)
den einzelnen Kopfsegmenten zugehören, ist: 1. Unterlippe;
2. Unterkiefer; 3. Oberkiefer. (Das „Labium^^ der Orthop-
teren und Hemipteren ist dem gleichnamigen Theil der
übrigen Insekten nicht homolog, sondern eben das vierte
Metamer mit seinen Exponenten. Hemimerus mit seinen
4 Paar Kopfgliedmaßen (außer den Fühlern) steht daher
auch nur insofern isoliert, als hier ein Segment, das sonst
keine Gliedmaßen entwickelt, ebenfalls Gliedmaßen trägt;
(vgl. d. Ber. 1880. p. 376 (144)). Nach der oben berührten
Verschiedenheit zwischen den Mundwerkzeugen modificiert
90 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
nun Me inert eine bereits vor 13 Jahren versuchte Cha-
rakteristik der beiden Haiiptgruppen, in die die Insekten
nach ihren Mimdtheilen zerfallen: die erste Gruppe enthält
Formen, bei denen die Mundwerkzeuge lest, nur seitlich
beweglich und gegliedert sind; die zweite solche, bei
denen die Mundtheile nur vor- und rückwärts bewegt werden
können, ungegliedert (mit Ausnahme der Lippentaster der
Dipteren) und bloße Fortsätze der Metameren oder des
Pharynx sind. Zur ersten Gruppe gehören die Coleoptera,
Synistata, Hymenoptera, Lepidoptera, Mallophaga, Ulonata,
Thysanura, (Chilognatha, Chiiopoda); zur zweiten die Di-
ptera, Siphonaptera, Siphunculata, Rhynchota.
In einer vorläufigen Mittheilung über den Bau der
Stigmen bei den Insekten unterscheidet 0. Kr ancher
folgende 5 Haupttypen:
I. Stigmen ohne Lippen:
a) Das einfachste Stigma repräsentiert ein Loch, das
von einem Chitinringe stets offen erhalten wird;
b) das Stigma besteht aus einer Reihe von Einzel-
stigmen, die meist von einem gemeinsamen Chitin-
ringe umgeben sind und deren röhrenförmigen
Fortsätze sich nach unten zu einer Trachee ver-
einigen (Larven und Puppen der Dipteren).
IL Stigmen mit Lippen:
c) Die Lippen sind einfach gebaute, spärlich behaarte
Chitinwülste.
d) Die Lippen sind dachförmig nach innen ausgezo-
gen und zeigen eine üppige Behaarung.
e) Das runde Stigma zeigt an der einen Seite ein
nach dem Centrum vorspringendes Mittelstück.
Es kommen nie mehr als 10 Paare Stigmen vor und
gewöhnlich am Pro- und Mesothorax nicht gleichzeitig
je 1 Paar; bei den Puliciden trägt aber jeder Brustring
ein Paar Stigmen, von denen das erste „unter der Kopf-
krause des Flohs" versteckt ist. In systematischer Hinsicht
lässt sich die Beschaffenheit der Stigmen nicht verwerthen.
Zool. Anz. 1880. p. 584 ff.
Adolph hat das Studium abnormen Flügelgeä-
ders weiter ausgedehnt und die Resultate desselben in den
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 91
Nov. Act. K. Leop.-Carol.-Deutscli. Ak. Naturf. XLI, P. IL
Nr. 4. p. 295 ff. Tab. XXXIII. niedergelegt. Von Blunien-
und Raubwespen wurde eine gr()ßere Zahl von Gattungen
und Arten untersucht, von anderen Hymeno])terenfamilien
nur einzelne Vertreter. Neben den schon früher gewonne-
nen allgemeinen Gesichtspunkten, zu denen die Betrachtung
von Aderanomalieen hinführt, (vgl. d. Ber. 1880. p. 347
(115)) kommt der Verfasser zu folgenden Schlüssen: Wenn
ein Flügel einen Defect aufweist, so ist damit überhaupt
die Neigung zu einfacheren Aderverhältnissen gegeben.
Es bilden sich meist auch andere Defekte aus, überzählige
Venen treten nur selten auf; die Einwirkung der Rudi-
mente auf die Spannungsverhältnisse ist geringer, das
Adernetz ist weniger eckig. Das Umgekehrte tritt ein,
wenn eine überzählige Ader auftritt: es vergesellschaften
sich mit ihr andere, die Rudimente erzeugen stärkere Bie-
gungen, das Adernetz wird eckiger. Alle diese Erschei-
nungen werden aber beherrscht von dem Gesetz der Ho-
mologie (Homotypie, Homodynamie und Homonomie).
lieber das Flügelgeäder des Lasius umbratus
Nyl. von demselben s. unten.
Meinert möchte in den Flügeldecken der Coleo-
pteren Horaologa der tegulae der Hymenopteren und der
Pterodes der Lepidopteren und in den alulae (ailettes, aile
secondaire) der Coleopteren Homoioga der Vorderflügel
der Hymenopteren und Lepidopteren sehen. — Derselbe
glaubt bei einigen Schmetterlingen (Noctueliden) am vier-
ten Brustsegment (!„segment mediaire = segmentum me-
diale) ein den Halteren der Dipteren homologes Organ
entdeckt zu haben; Entom. Tidskrift I. p. 168.
N. Poletajew hielt auf der VI. Vers, russisclier
Naturforscher und Aerzte einen Vortrag über die Flug-
muskeln der Lepidopteren und Libellen, dessen
Referat man im Zool. Anz. 1880. p. 212 nachlesen möge.
Aus einer vorläufigen Mittheilung über Innervation
und Entwickelung der Spinnorgane der Insekten
von G. Joseph ziehe ich als wichtig heraus, dass die
Spinnorgane vom unteren Schlundknoten und vom Ver-
dauungsnervensystem aus innerviert werden. Zool. Anz.
92 Bertkau: Bericht üb. die wisseuschaftl. Leistungen
1880. p. 326 u. 58. Jahresber. Schles. Ges. f. vaterl. Cultur
1880. p. 116.
Me inert zeigt, dass die Mandibeln der Larven der
Myrmeleontiden und Herne robiaden nicht hohl, sondern
an der Innenseite nur mit einer Rinne versehen sind, die
diclit neben dem kleinen, spaltförmigen Munde mündet.
Aehnlich ist es bei den Dytisciden-larven. (Ist schon seit
30 Jahren von Brauer, wenigstens für die Neuroptereu-
larven, richtig gestellt.) Vidensk. Meddelels. naturhist.
Forening. Kjöbenhaven 1879—1880. p. 69 ff.
Als neue Weinschädlinge führt P. Cavauna auf:
Sinoxylonmuricatum; Otiorrhynchns globus, armatus; Rhi-
zotrogus ochraceus; Rhynchites alni; Peritelus griseus,
hirticornis; Phyllobius pomonae, betulae; Metallites atoma-
rius, marginatus; Agrotis fimbria; Ino ampelophaga; Zeuzera
aesculi; Chelonia dominula; Bull. Soc. Ent. Ital. XII.
p. 151 f.
V.' T. Chambers schreibt über die auf Robinia
pseudacacia lebenden Insekten; The Amer. Ent. 1880. p. 59.
E. A. Fitch zählt Insects bred from Cynips
Kollari-Galls auf; es ist eine ganze Fau^ia, in der die
Hymenopteren natürlich am zahlreichsten vertreten sind.
The Entomologist 1880. p. 252 ff.
Hubbard theilt die Ergebnisse zweitägigen Sammeins
in der Mammuthhöhle mit; The Amer. Entomol. 1880. p.
34 ff, 79 ff
Die Einleitung zu den Notes on the Entomology
of Portugal von A. E. Eaton schildert den Charakter
des Landes, seiner Flora und Fauna, wie sie sich bei einem
Besuch während der zweiten Hälfte des April und Mai
darstellte; Ent. Monthl. Mag. XVII. p. 73 ff.
Reib er zählt einige interessante Insekten von Elsass
auf; Bull. Soc. d'Hist. Nat. Colmar, 20^ et 21^ ann^es
p. 446 f.
Fascicule IX des Bulletin des travaux de la Societö
Murithienne du Valais enthält auf S. 36 ff. Contributions
a la faune entomologique du Valais (Insectes rares
captures sur le Simplou; Coleoptera, Hemiptera, Lepido-
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1889. 93
ptera; liste des Papillons Rhopaloceres » . . dans la vallöe
du Rhone; Contributiön a la faime des Coleopteres du
Valais).
'P. Magretti. Seconda escursione zoologica
all' Isola di Sardegna; Atti d. Sog. it. di Sei. nat.,
Vol. XXIII; Milauo 1880. Zählt, außer Arachniden, einige
Käfer und Orthopteren auf.
A. Becker liefert Beiträge zu seinem Verzeich-
nisse der um Sarepta und am Bogdo vorkommenden
(Pflanzen und) Insekten; Bull. Soc. J. Nat. Moscou LV.
Nr. 1. p. 145 ff.
In A. A. Fauvel's Promenades d'un naturaliste dans
l'Archipel du Chusan ... (Chine) finden sich auf S. 337
die Gattungsnamen einiger Insekten aufgezählt; Mem. Soc.
Nation. Sei. natur. et math. de Cherbourg; XXII. p. 287 ff.
H. G 0 s s' Einleitung in das Studium fossiler Insekten
ist z. Th. übersetzt von P. Bargagli in dem Bull. Soc.
Ent. Ital. XII. p. 127 ff. (Recente und Tertiärfauna); vgl.
die früheren Berichte u. unten.
Scudder theilt die Hauptresultate einer Abhandlung
über die devonischen Insekten von Neu-Braunschweig, die
mir noch nicht zugekommen ist, in dem Amer. Journ. Sei.
a. Arts, XXI. p. 111 ff., mit: Relation of Devonian In-
sects to later and existing types. Dieselben sind
z. Th. Wiederholungen früher von demselben über Kohlen-
insekten ausgesprochener Ansichten (vgl. d. Ber. 1880. p.
353 (121)), mögen aber hier nochmals vollständig abge-
druckt werden. 1. Der allgemeine Typus des Flügelbaues
ist von den ältesten Zeiten an unverändert geblieben.
2. Die ältesten Insekten waren sechsfüßig; vorangingen
Arachniden und Myriapoden. 3. Alle waren die niedrige-
ren Heterometabola. 4. Fast alle sind synthetische Typen
aus einem verhältnissmäßig engen Kreise. 5. Fast alle
bieten Verwandtschaftsmerkmale mit den Palaeodictyoptera
der Kohlenformation dar, sind aber anderseits 6. nicht von
niedrigerer, sondern höherer Organisation als die meisten
Palaeodietyoptera und haben 7. nur geringe speciellere
Beziehungen zu den Kohleninsekten. 8. Sie waren von
beträchtlicher Größe, hatten häutige Flügel und führten in
94 Bertkau: Bericlit üb, die wissenschaftl. Leistungen
der Jugend wahrscheinlich ein Wasserleben. 9. Einige
von ihnen sind unzweifelhaft Vorläufer jetziger Formen, wäh-
rend andere keine Spur von Nachfolgern hinterlassen haben.
10. Sie zeigen eine bemerkenswerthe Verschiedenheit im
Bau und verrathen damit einen großen Reichthum an
Insektenleben in jener Epoche. 11. Sie sind von allen
anderen Typen, sowohl ausgestorbenen wie lebenden, be-
trächtlich verschieden und einige von ihnen scheinen com-
pliciiter gebaut gewesen zu sein als ihre nächsten leben-
den Verwandten. 12. Es scheint demnach, dass wir in
der devonischen Periode dem Anfang der Dinge nicht näher
sind als in der Kohlenformation. 13. Während daher
einige Formen gefunden sind, die sich nach der allgemei-
nen Descendenztheorie erwarten ließen, haben sich andere
unerwartet gefunden, und das Auftreten dieser kann
durch jene Theorie nicht erklärt werden „ohne Voraus-
setzungen, für welche gegenwärtig keine Thatsachen an-
geführt werden können".
H. Goss behandelt in den beiden letzten Nr. seiner
Introductory papers on fossil Entomology den
Rest der Tertiärzeit und der Quarternärperiode ; Ent.
Monthl. Mag. XVL p. 176 ff. und 198 ff. •
M. Bleicher. Note sur la decouverte d'un ho-
rizon fossilifere ä Poissons, Insectes, Plantes,
dans le Tongrien de la Haute-Alsace; Bull. Soc. Geolog,
de France (3) VIII. p. 222 ff.
H. Müller. Ein Käfer mit einem Schmetter-
lingsrüssel. Kosmos III. p. 302. Nachdem H. Müller auf
die verschiedene Ausbildung der Mundtheile bei Apiden
und Lepidopteren und auf die weite Kluft hingewiesen
hat, welche die Rüssel der letzteren von den Unterkiefern
der Phryganiden, ihren Vorfahren, trennt, führt er die
Beobachtung seines Bruders F. Müller an, der bei einer
brasilianischen Art der Melo'iden-gattung Nemognatha einen
Rüssel aufgefunden hatte, der sowohl dem Bau als auch
der Function nach mit einem Schmetterliugsrüssel überein-
stimmt (?). Bei der europäischen N. chrysomelina sind die
Unterkiefer zwar auch stark verlängert, aber doch von
dem normalen Bau der Käfer, während sie sich bei der
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 95
brasilianischen Art von einem Schmetterlingsrüssel nur
dadurch unterscheiden, dass sie sich nicht aufrollen lassen.
So haben wir also in derselben Gattung einen Uebergang
von beißenden zu saugenden Mundwerkzeugen und können
annehmen, dass die Vorfahren der Schmetterlinge sich durch
einen ähnlichen Vorgang aus den Phryganiden entwickelt
haben. (Nach dem Referat im Journ. Koy. Microsc. Soc.
III. p. 239; die Thatsache, in richtiger Weise ausgedrückt,
ist längst bekannt.)
Tbysauura.
0. M. Reuter, fitudes siir les CoUemboles, I — III.
Acta soc. sei. Fenuicae XIII. Die erste dieser Studien beschäftigt
sich mit dem accouplement du Sminthurus, bezüghch dessen
Reuter die Angabe Alfers' bestätigt, dass das ^' das ^ auf
seinem Rücken, und zwar dos ä dos trägt ; hierbei hat das ^ , dessen
Fühler durch Haken einen eigenthümlichen secundären Geschlechts-
unterschied zeigen, dieselben um die des ^ geschlungen und wird so
von demselben mehrere Tage lang herumgeschleppt. Diese Vereini-
gung fand zwischen Individuen Statt, die beträcbtlich kleiner als
die erwachsenen Thiere waren. Die eigentliche Begattung wurde
nicht beobachtet. — In der zweiten Etüde theilt Reuter mit, dass
er beobachtete, wie mehrere Sminthurus-arten mit den Krallen der
Vorder fuße die nächste Antenne rieben bis an der Spitze der An-
tenne ein Tropfen Wassers erschien, der von den Krallen zum Munde
geführt wurde. Aber noch bevor er ganz aufgesogen war, traten
aus dem Ventraltubus die laugen Säcke hervor , divergirten An-
fangs, und vereinigten sich dann wieder, nachdem sie von dem
Tropfen an der Kralle einen großen Theil zwischen sich genommen
hatten, worauf sie wieder rasch in den Tubus zurückgeziogen wur-
den. Reuter vermuthet daher, dass der Ventraltubus die Aufgabe
hat, neben dem Munde das nöthige Wasser aufzunehmen, welches
sich zwischen den Körperhaaren vermöge deren hygroskopischer Be-
schaffenheit angesammelt hat. — In der dritten Studie werden die
beiden neuen Arten Sm. apicalis und elegantulns besc-hrieben. S.
auch Entom. Tidskrift I. p. 159 ff. und Entom. Nachr. 1S80. p. 75 f.
der Literar-Revue.
Lubhoclcia (n. g. Podurae et Achoruti affine; antennao gra-
ciles, 5-art., capite longiores; abdomen postice spinia quatuor per
paria positis instructum) caerulea (Schweiz); Haller, Mitth. Schweiz.
Ent. Ges. VI. p. 4 und Zeitschr. ges. Naturw. 1880. p. 749. Fig. 10, 11.
Podura aquatica in ungeheueren Mengen auf dem Schnee;
96 Bertkaii: Bericht üb. die Wissenschaft!. Leistungen
Sitzber. Ges. naturf. Freunde Berlin 1880. p. 55; Achorutes pur-
purascens Lubh. und rufescens Nicol. ebenfalls in großen Massen;
Haller, Mitth. Schweiz. Ent. Ges. VI. p. 1 ff .
lieber Podura glacialis s. Verh. Ver. f. Natur- u. Heilk. Press-
burg, N. F. 4. Heft p. 72 f.
Lipura aitrantiaca (England); Ridley Ent. Monthl. Mag.
xvn. p. 1.
Isotoma turicensis {Zürich)} Haller, Mitth. Schweiz. Ent. Ges.
VI. p. 6.
Machilis brevicornis (England); Ridley, Entm. Monthl. Mag.
XVII. p. 2.
Rhynchota.
Eine aus den hinterlassenen Papieren C. Stal's ab-
gedruckte Untersuchung beschäftigt sich mit der Frage
sur les characteres distinctifs des Heteropt^res
et desHomopteres; Bihang tili K. Sv. Vet.-Akad. Handl.
V, Nr. 11. . . . „Bei den Heteropteren verlängert sich der
hintere Theil des Kopfes in einen Hals von wechselnder
Länge. Um diesen Hals, der sich in den Thorax einsenkt,
ist der Kopf drehbar, wie um eine Längsachse, wenn nicht,
was sehr selten der Fall ist, eigenthümliche Umstände
diese Bewegung hindern . . . Bei dem einzigen mir bekann-
ten Exemplar von Helotrephes ist die Trennung zwischen
Kopf und Prothorax undeutlich, und beide Theile scheinen
in einen zusammengeschmolzen zu sein. Durch die Gestalt
und allgemeine Bildung des Kopfes; die Art, wie er ge-
tragen wird, indem sein Apicaltheil nach unten und hin-
ten gerichtet ist und zwischen die Vorderhüften oder über
diese hinausragt; durch die Richtung des Schnabels, der
nicht gegen die Unterseite des Kopfes geschlagen ist,
sondern sich in der Richtung des Apicaltheiles des Kopfes
verlängert: durch alle diese Umstände nähern sich No-
tonecta und Corisa den Homopteren. Aber diese haben
den Kopf hinten plötzlich abgestutzt und besitzen keinen
concentrischen Hals, der sich gegen den Thorax stützt; ihr
Kopf kann sich in Folge dessen nur von oben nach unten
(durch Nutationen) bewegen, und wenn er bisweilen die
Fähigkeit hat, sich leicht zu drehen, so vollzieht sich diese
Bewegung nur, nachdem der Kopf ein wenig aus dem
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 97
Thorax herausgetreten ist. Bei einigen Homopteren kann
sich der Hinterrand des Scheitels unter den Vorderrand
des Thorax schieben; bei anderen, Bythoscopus z. B., kann
er, wie bei Corisa, auf demselben Rande gleiten (?glisser).
In den anderen Fällen dagegen stoßen beide Ränder ein-
fach aneinander."
Hemiptera Gymnocerata Europae. Hemipteres
Gymnocörates d'Europe, du bassin de la Mediterranee et
de l'Asie Russe, decr. par 0. M. Reuter. Helsingfors.
Tome I, T. IL Beginnt mit den Capsiden, von denen
im 2. Bande die Oncotylaria Beut, mit 22 Gattungen (8
neuen) und 82 Arten behandelt werden; von den letzteren
sind 31 auf den 4 letzten der 5 dem Texte beigefügten
Tafeln abgebildet; vgl. Ent. Monthl. Mag. XV. p. 19 und
XVI. p. 215.
0. M. Reuter beginnt unter dem Titel: F Inlands
och den Skandinaviska halföns Hemiptera-Hete-
roptera eine systematische Beschreil)ung der aus Skandi-
navien und Finnland bekannt gewordenen Heteroptern;
bis jetzt sind die Pentatomidae und Core'idae beendet.
Entom. Tidskrift I. p. 113.
Microphysa elegantula Bär.-, Hebrus pusillus
FaTl.\ Sigara minutissima Z.; Miridius quadrivirga-
tus Bossi; Ceratocoris n. sp. in den Niederlanden; Fok-
ker, Tijdschr. v. Eutomol. XXIV, Versl. p. XIX.
F. Westhoff beginnt ein Verzeichniss bisher in
Westfalen aufgefundener Arten aus der Gruppe:
Hemiptera heteroptera mit den Familien Corisidae (18
A.), Notonectidae (2 A.), Nepidae (2 A.), Naucoridae (1 A.),
Hydrometridae (10 A.), Saldidae (7 A.), Reduviadae (+ Na-
bidae) (9 A.), Aradidae (4 A.), Acanthiadae (1 A.); 8. Jah-
resb. Westf. Prov.-Ver. f. Wissensch. u. Kunst p. 55 ff.
Reib er und Puton ergänzen den früheren Catalo-
gue des Hemipteres-Heteropteres de TAlsace et de
la Lorraine durch ein Supplement, das 24 in dem Ge-
biete bis dahin nicht beobachtete Arten und neue Fund-
orte anderer Arten enthält. Bull. Soc. d'Hist. Nat. de
Colmar. 20« et 21^ annees p. 78 ff.
Dieselben geben ebenda p. 49 ff. einen Cat. des H6-
Archiv für Naturg. XXXXVH. Jahrg. 2. Bd. G
98 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
mipteres-Homopteres (Cicadines et Psyllides), der 302 Arten
nachweist.
Fritsch. Jährliche Periode der Insectenfauna
in 0 esterreich -Ungarn. V. Die Schnabelkerfe (Rhyn-
chota). (Mit graphischen Darstellungen auf 3 Tafeln.)
Denkschr. Kaiserl. Akad. der Wissenschaften in Wien,
Mathemat.-Naturw. Klasse. XLII. p. 217 ff. Vgl. die frü-
heren Berichte.
Horvath führt 29 für die Fauna Ungarns neue Ar-
ten (Heteroptera und Homoptera) auf; Termesz Füzet. IV.
p. 190.
Derselbe erstattet ebenda p. 187 einen hemiptero-
logischen Sammelbericht von der hohen Tatra.
B. E. Jakowleff. Poluschestkrokilija (Heteroptera)
Kawkaskago kraja, aus Arb. russ. ent. Gesellsch. 1879.
Jakowleff liefert ein Verzeichniss der 445 in Kaukasien
aufgefundenen Heteroptera mit ihren Synonymen, Verbrei-
tung und specielleren Fundorten. Die Arten vertheilen
sich folgendermaßen auf die einzelnen Familien: Penta-
tomidae 101, Coreidae 41, Lygaeidae 98, Tiugitidae 35,
Phymatidae 1, Aradidae 11, Capsidae 89, Acanthiadae 11,
Saldidae 9, Nabidae 8, Reduviadae 24, Hydrometridae 9,
Pelegonidae 1, Naucoridae 1, Nepidae 2, Notonectidae 2,
Corisidae 2.
Jakowleff beschreibt Neue Hemiptera Hetero-
ptera (zumeist) der Russischen Fauna; Bull. Soc. J. Nat.
Moscou, LV. Nr. 1. p. 127 ff., 157 ff.
On a collection of Hemiptera from Japan; by
J. Scott, Trans. Ent. Soc. Lond. 1880. p. 305 ff.
Farasitica.
Piaget hat einen Essai monographique, „Les Pedicul ines",
Leide, 1880 erscheinen lassen. „Diese treffliche Monographie um-
fasst sämmtliche bisher beschriebene und zahlreiche, vom Verfasser
zum ersten Male aufgeführte Mallophagen und echte Läuse in einem
starken Quartbande nebst einem Atlas von 56 Tafeln. Die Arten
sind, sofern sie dem Verf. vorlagen, sehr ausführlich beschrieben
und übersichtlich geordnet, so dass durch dieses Werk zum ersten
Male die Möglichkeit einer sicheren Bestimmung gegeben wird . . . ."
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 99
Da ich selbst das Werk noch nicht habe einsehen können, so be-
gnüge ich mich mit dem Abdruck dieses Referats 0. Taschenberg's
aus Giebd's Zeitschr. f. d. ges. Naturw. 1880. p. 886.
Mallophagä- Piaget beschreibt und bildet ab als neu für die
Niederländische Fauna Docophorus leucogaster Gieb. Fig. 1 ; Üncopho-
rus (Nirmus Gieb.) cephalotes Gieb. (?) Fig. 2; Lipeurus (2) zonatus
(Zool. Garten von Amsterdam, auf Buceros nepalensis) Fig. 3; Meno-
pon acutovidvaUim (auf Buc. malabaricus) Fig. 4; Tijdschr. v. Ent.
XXIV. p. 1, 2, 3 und 5, PI. I.
Ueber Polyctenes s. unten bei den Pupipara.
Pliytoplithires.
Coccidae. Coccus Oowan (C. pal ustre bei Königsberg); Künow,
Entom. Nachr. 1880. p. 46 und Ent. Monthl. Mag. XVII. p. 90.
Planchonia Hederae (H. helix); Lichtenst ein, Bull. Ent. Fr.
1880. p. XLV.
F. B. White nimmt die Schreibweise Orthezia (anstatt Dor-
thesia) an und setzt die Unterschiede zwischen 0. ürticae L. und
0. Signoreti White auseinander; The Entomologist 1880. p. 304 ff.
Haller macht die Larve eines noch unbeschriebenen
Ortheziaähnlichen Insektes bekannt; die Unterschiede liegen in
dem Ueberzuge des Thierchens und im Bau der Fühler und Füße;
Mitth. Schw. nat. Ges. VI. p. 6.'
P. Gennadius. Nouveau procede pour la destruetion du
kermes du figuier (Ceroplastes rusci L.)] Comp. Rend. Paris XCI.
p. 914.
Aleurodes Vaccinii (V. uliginosum bei Königsberg); Künow,
Entom. Nachr. 1880. p. 46 und Ent. Monthl. Mag. XVII. p. 90.
Aphididae. Der erste Theil von L. Courchet'.s „Etüde sur
les galles produites par les Aphidieus", Montpellier 1879, ist
rein botanisch; im zweiten Theile (p. 76 ff. Taf. IV — VI) handelt der
Autor von den Erzeugern der Galle. Für die auf der Terebinthe
und Lentiscus lebenden Arten (Pemphigus cornicularius, utricularius,
pallidus, folücularius, semilunarius) nimmt Courchet in Ueberein-
stimmung mit Derbes einen zweijährigen Entwickelungscyklus an mit
mindestens 7 Generationen: 1) eine aus dem Winterei entstandene unge-
geflügelte, 2) von dieser abstammende ungeflügelte Generation, welche
3) geflügelte Insekten hervorbringt, die sich auf die Wanderung bege-
ben und 4) wieder lebendig gebärende ungeflügelte hervorbringen, die
ihrerseits mindestens noch einer 5) gleichartigen Nachkommenschaft
das Leben geben ; 6) eine geflügelte Generation, deren 7) Nachkommen
sich zu schnabellosen Geschlechtsthieren entwickeln; mit dem von
100 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
den weiblicben Individuen dieser Generation abgelegten Ei beginnt
der Entwickelungskreis von Neuem. Die Generationen 1 — Serscheinen
im ersten Jahre, die 6. und 7. im zweiten Jahre. Wo die 3. Gene-
ration ihre Nachkommen absetzt, ist noch ebenso unbekannt, wie
das Schicksal der vierten und fünften Generation. Nach dieser all-
gemeinen Darlegung beschreibt Courchet sehr eingehend die ver-
schiedenen Zustände der oben genannten sowie folgender Arten:
(H)Aploneura Lentisci auf Lentiscus; Pemphigus spirothecae, populi
Courch., bursarius, affinis, vesicarius; Pachypappa marsupialis auf
Populns nigra; Tetraneura Ulmi, alba; Schizoneura Ulmi, lanuginosa
auf Ulmus campestris.
In seinem Aggiunte alla Flora degli Afidi italiani.. .
führt Pas s er ini neue Futterpflanzen von italienischen Aphidenarten
in alphabetischer Reihenfolge auf. Bull. Soc. Ent. Ital. XI. p. 44 ff.
J. Lichtenstein glaubt die „Pseudog. pupifera" der 5 auf
der Terebinthe beobachteten Pemphiginen aufgefunden zu haben, von
denen nur 2 den Gattungscharakter von Pemphigus (fünfgliederige
Fühler) tragen; diese Gliederzahl der Fühler ist daher nur ein
Merkmal der „Pseudog. migrans"; Ent. Monthl. Mag. XVI. p. 224 ff. ;
vgl. auch Sitzber. Zool. Bot. Ges. Wien 1880. p. 13.
Derselbe beschreibt den Entwickelungsgang des P. bursarius
wie folgt: Die aus dem überwinterten Ei sich entwickelnde Form
(Pseudog. fundatrix) veranlasst die Gallenbildung, in der ihre Nach-
kommen („Keimungen") leben und zuletzt geflügelte Thiere (Ps. mi-
grans) hervorbringen, die ihrerseits auf Filago germanica auswan-
dern, hier die Form „Ps. gemmans" hervorbringen, welche der letzten
Form, „Ps. pupifera", ^das Leben giebt, die wieder auf die Pappel
zurückkehrt. Diese bringen sexuierte, ungeflügelte und uugeschnäbelte
Läuse hervor, die sich begatten; das Weibchen legt ein Ei, oft in
eine alte Galle (!), und damit ist der Kreis geschlossen. Stett. Ent.
Zeitschr. 1880. p. 218 ff. und 474 ff. und C. R. Ent. Belg. 1880. p. 162,
C. R. Paris XC. p. 804 und XCI. p. 339.
F. Low beobachtets, dasn die von der „Pseudog. pupifera" der
Schizoneura lanigera hervorgebrachten Individuen sich viermal häuten
(in Zwischenräumen von je 3 Tagen) und dabei auch veränderen,
bevor sie sich fortpflanzen; die jungen, durch Parthenogenesis von
geflügelten Exemplaren hervorgebrachten Individuen kommen in eine
Embryonalhaut eingeschlossen zur Welt und sind daher als Eier
anzusehen; dasselbe scheint bei allen Pcmphigiuen der Fall zu sein;
Verh. Züol. Bot. Ges. Wien XXX. p. 615 ff.
A. V. Szaniszlo beschreibt eine der Gerste und dem Weizen
schädliche angeblich neue Aphidenart, Schizoneura cerealwm, Termesz.
Füzet. IV. p, 193, die von Horväth als S. venusta Pass. erkannt
wird ; ebenda p. 275.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 101
Durch den Autor ist mir nachträglich J. Lichtenstein: Hi-
stoire du Phylloxera, Montpellier u. Paris 1878, zugekommen;
S. I — X, 11 — 39, mit 5 Tafeln. Der Verfasser setzt hier zunächst
seine Ideen über die Fortpflanzung auseinander und schildert dann
die der Aphiden. Darauf folgt eine Classification naturelle des Aphi-
diens und die Darstellung des Lebensganges der Ph. vastatrix.
Die Phylloxera (Reblaus). Ihr Wesen, ihre Erkennung
und Bekämpfung, 4 Vorträge; Zürich am 9, und 10. April 1880;
Aarau 1880.
J. Moritz. Die Wurzellaus des Weinstocks (Phyllo-
xera vastatrix). Berlin 1880.
G. Haller. Auftreten und Bekämpfung der Reblaus
imKanton Neuenbürg. Mitth. Naturf. Ges. Bern ; No. 1004 — 1017;
Sitzber. p. 24.
L. Torelli. Sulla Phylloxera vastatrix. (Verbreitung,
Gegenmittel); Atti d. R. Ist. Veneto di Scienze etc. (5) V. p. 3 ff.
Trois empfiehlt als neues Mittel das empyreumatische Oel
der Birke (1 zu 5 Alkohol) ebenda p. 620.
Mednyanszky theilt die Resultate des zu Lausanne am 2. Aug.
1877 zur Erörterung der Phylloxera-Frage versammelten inter-
nationalen Congresses mit. Jahresb. Ver. f. Natur- und Heilkunde.
Pressburg (N. F.) 4. Heft p. 124 ff.
A. Milardet: Pourridie et Phylloxera; etude compara-
tive de ces deux maladies des la vigne; Mem. . . . Bordeaux (2. 5.)
IV. p. 213 ff.
G. Papasogli: La Fillossera e la Nitrobenzina; Bull. Soc.
Eni Ital. XH. p. 101 ff.
La fillossera a Valmadrera; ibid. XI. p. 129 ff.
Coste: Les ennemis duPh. gallicoUe. C. R. Paris XCI.
p. 411. (Larve von Trombidium fuliginosum Herrn.', Gamasus viridis
Megn.] ein Heliothrips und eine Scymnuslarve).
Laliman: Sur le Ph. gallicole et lePh. vastatrix; ibid.
p. 275.
Fahre: Etudes sur les moeurs du Phylloxera pendant la peri-
ode d'aoüt ä novembre 1880. p. 800;
Henneguy: Observ. sur le Phylloxera; p. 749;
Boiteau: . . . remarques sur l'emploi des insecticides ; p. 753;
Valery-Mayet: Sur l'oeuf d'hiver du Phylloxera;
p. 715. (Von ungef. 1000 geflügelten Individuen wurden Eier gelegt,
von denen sich von Beginn des Octobers an 6 zu geschlechtlich
differenzierten Individuen entwickelten).
Campagna: Sur la decouverte de l'oeuf d'hiver dans les Py-
renees-Orientales ; p. 963;
Lafitte: Sur l'essimage du Phylloxera en 1880; p. 906;
Poirot: Sur les effets produits par la culture de l'absinthe
102 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
comme insectifuge et sur son application preventive contre le Phyl-
loxera; p. 607; alles C. R. Paris XCI.
Phylloxera caryae-scissa, caryae-avellana (auf Carya alba Gallen
erzeugend); Riley, The Americ. Entomolog. 1880. p. 230.
Aphis Orobanches (0. ramosa) p. 45 , candicans (ibid.) p. 46,
phelipaeae (ibid.) p. 47, TormentiUae (T. erecta) p. 48; Passerini
a. a, 0.
Sipfconophora hifrontis (Inula bifrons); Passe rinia. a. 0. p. 45.
Phorodon Chamaedrys (Teucrium eh.); Passerini a. a. 0.
p. 48.
Psyllidae. Turkestanische Psylloden. ... F. Low, Verh.
Zool. Bot. Ges. Wien XXX. p. 251 ff. Taf. VL Es sind hier 10 von
Fedtschenko gesammelte Arten aufgezählt, die den Gattungen
Rhinocola, Aphalara, Diaphorina, Psylla, Bacterium und Trioza ange-
hören; nur 2 sind bereits bekannt gewesen.
Aphalara lurida (Kaukasus), unicolor (Sarepta), bicolor; Scott,
Ent. Monthl. Mag. XYL p. 250 f., signata (Kisilkum und Sarepta)
p. 254. Taf. VI. Fig. 3, maculosa (Alaj) p. 256. Fig. 4; die Unter-
schiede letzterer Art von der nahverwandten A. Artemisiae Frst.
sind besonders hervorgehoben; Low a. a. 0.
Rhinocola Fedtsc}ienkoi> (Turkestan) p. 252. Taf. VI. Fig. 1,
turkestanica (Tschardara) p. 253. Fig. 2; Low a. a. 0.
Diaphorina propinqua (Kisil-kum) ; Lö w a. a. 0. p. 257. Taf. VL
Fig. 5.
Psylla fasciata (Gulscha) p. 259. Taf. VI. Fig. 6, Beuterii p. 261.
Fig. 7; Low a. a. 0.
Triozsb Elaeagni (Kaukasus, auf E. angustifolius); Scott, Ent.
MOnthl. Mag. XVL p. 252, furcata (Taschkent); Low a. a. 0. p. 265.,
Taf. VI. Fiff. 10.
Homoptera.
Jassidae. Signoret führt seinen Essai sur les Jassi-
des ... Acocephalides zu Ende; Ann. Soc. Ent. Fr. 1880.
p. 41 ff., PI. 1, 2, p. 189 ff., PI. 6, 7, p. 347 ff. PI. 9, 10. Hecalus
Lynchii Berg ist die Spängbergiella vuhierata (UM.). Als neu be-
schreibt Signoret Dorydium foveolatum (Wcstaustr.) p. 44. PI. I.
Fig. 39; Beuteriella flavescens (Tasmanien) p. 46. Fig. 40; Ecto.
mops (n. g. inter Euscelidem et Chelusam) chinensis (Ch.) p. 50.
Fig. 42; Thomsoniella für Hecalus Kirschbaumii Stld p. 52; Di-
stantia (n. g. Selenocephalo affine) frontalis (Port Natal) p. 66.
PI. II. Fig. 53; Fieheriella u. g. für Seienocephalus Flori Stsil
p. 67; Phlepsius XrtcercZae (Bahia) p. 69. Fig. 55; Stegclytra Bolwari
(Spanien) p. 203. PI. 7. Fig. 07; Caelidio'ides carinatum (! Madag.)
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 103
p. 206. Fig. 70; Dabrescus ncrvosopunctatus (Indien) p. 209. Fig. 72,
angulatus (ibid.) p. 210, Fi,2:. 73; Tartessus subniger (Neu-Holland)
p. 350. PI. 9. Fig. 75, Sahlbergii (ibid.) p. 351. Fig. 76, SmU,
(Neu-Caled.) p. 352. Fig. 77, Beuteri (ibid.) p. 361. PI. 10. Fig. 86;
Macroceps! fasciatas (Neu-Holland) p. 364. Fig. 89.
Acocephalus pdrts (Lothringen) ; R eiber & Put on, Catal. etc.
a. a. 0. p. 62.
Zygina Frauenfeldi (Deutschland; Remireraont); Reib er &
Puton, Catal. etc. a. a. 0. p. 74.
Chlorita aurantiaca (Lyon etc.); Reiber&Puton, Catal. etc.
a. a. 0. p. 72.
Notus Schmidtii Leth. in Belgien (Fallais); C. R. Ent.
ßelg. 1880. p. 161. N. (Erythria) Montandoni (Karpathen); Puton,
Bull. Sog. Eut. France 1880. p. LXXXL In dieselbe Gattung gehört
Deltocephalus Ferrarii Put.
Athysanus ocellaris (Metz; Oesterreich) p. 65, erythrostictus
(Frankreich) p. 66, laevis (Elsass; Algier) p. 67, pellucidus (Remire-
mont; Nordfrankreich) p. 68; Reiber & Puton, Catal. etc. a.a.O.
Thamnotettix picta (Lyon); Reiber & Puton, Catal. etc.
a. a. 0. p. 64.
Cicadula ea:^Y^osa (Maryland, etc.); Uhler, The Amer. Entomol.
1880. p. 72.
Graphocraerus ventralis Fall, in Belgien (Marbehan) ; C.
R. Ent. Belg. 1880. p. 161.
Tettigonia assamensis (A.); Di staut, Ent. Monthl. Mag. XVI.
p. 203.
Cercopidae. Triecphora mactata Germ, in Belgien (Yvoir);
C. R. Ent. Belg. 1880. p. 161.
Fulgoridae. In dem Fase. I u. II des Jahrg. 1879 (in Bonn
erst 1881 eingetroffen) von Revue et Magas. de Zool. etc. ist auf
S. 65 — 160 die Fortsetzung der Fieber-Reiber'schen Bearbeitung
der europäischen Arten dieser Familie enthalten (Gattungen Libur-
nia, Jassidaeus, Metropis, Dicranotropis, Achorotile, Stiroma).
Liburnia latifrons (Deutschi.) p. 73, alhifrons (Süddeutschi.)
p. 85, fiiscifrons (Arleux) p. 92, melanocepliala (Baiern) p. 101; Fie-
ber-Reiber a. a. 0.
Fulgora andamanensis (A..): Distant, Trans. Ent. Soc. Lond.
1880. PI. V. Fig. 7.
Flata (Colobostethus) Pryeri (Borneo; Penang); Distant,
Trans. Ent. Soc. Lond. 1880. p. 153.
Hemiptera. '^
Pleidae. Ploa Letoumeuxi (Aegypten); Signoret, Bull. Soc.
Ent. Fr. 1880. p. XXXIV.
104 Bert kau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Nepidae. Ranatra vicina (Aegypten); Signoret, Bull. Soc.
Ent. Fr. 1880. p. CXXXV.
Hydrometridae. Puton verweist in seiner Synopsis des Hemi-
pteres Heteropteres de France p. 144 die Gattung Aepophilus
(s. d. Ber. 1880^ p. 370 (138)), auf die er eine besondere Unterfa-
milie gründet, in vorstehende Familie.
Saldida6. Reuter hält im Widerspruch zu Douglas und
Scott den Namen Acanthia gegenüber Said a aufrecht und macht
Bemerkungen zu den Brittischen Arten dieser Gattung; für Acanthia
s. str. Fahr. (A. lectularia) hat der Gattungsname Cimex einzutre-
ten; E. M. M. XVI. p. 172; später adoptiert er die Ansicht von
Douglas; ebenda XVII. p. 14.
J. R. Sahlberg. Ueber Arktische Salda-arten und ihre Ver-
breitung; Entomol. Tidskrift I. p. 467.
S. luctuosa (Münster); West hoff, 8. Jahresb. Westf. Prov.-
Ver. f. Wissensch. u. Kunst p. 65, gracilipcs p. 149, fenestrata p. 150
(Kaukasus); Jakowleff, Polusch. Kawkask. kraja.
Reduviadae. Dacnister (n. g. Nabid.) ßavescens (Nagasaki);
Scott, Trans. Ent. Soc. Lond. 1880. p. 316.
Ploearia culiciformis De Geer in Belgien, C. R. Ent. Belg.
1880. p. 85.
PI. pilosa Fieb. und vagabunda L. sind zusammenzuziehen;
Puton, Bull. Soc. Ent. Fr. 1880. p. VII.
Reduvius ciliatus (Kaukasus); Jakowleff, Polusch. Kawkask.
kraja p. 163.
Holotrichius Grimmii p. 160, apterus p. 161 (Kaukasus); Ja-
kowleff, Polusch. Kawkask. kraja.
Tiarodes Meldolae (Andaman Isl.); Distant, Tr. Ent. Soc.
Lond. 1880. p. 152.
Durganda nigripes p. 543 ; Velitra marginata p. 544 (Neu-
Guinea) ; Signoret, Ann. Mus. Civ. Genova XV.
Reuter nimmt den Gattungsnamen Coriscus Schranlc für
Nabis Fahr, an; C. Poweri Snd. = lineatus Dahlh.; dagegen sind
C. major JDougl. u. Scott und Stälia boops Scliiödte verschiedene Ar-
ten; Ent. Monthl. Mag. XVI. p. 174.
Horvath beschreibt die langflügelige Form von Nabis bre-
vipennis Hahn, die zwei Mal in Ungarn gefunden wurde; Termesz.
Füzet. IV. p. 186.
N. Eeuterianus (Montpellier); Puton, Bull. Soc. Ent. Fr. 1880.
p. XLIII.
Alloeorrhynchus parvulus (Kandari); Signoret, Ann. Mus.
Civ. Genova XV. p. 540.
Coranus lateralis (Kaukasus); Jakowleff, Polusch. Kawkask.
kraja p. 156.
Aradidae. -4.c or2?f w (n. g. propeAneurum) ^/meoZ^m; Cinyphus
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 105
furcatus] Neuroctenus vicinus (Neu- Guinea); Signoret, Ann. Mus.
Civ. Genov. XV. p. 540 f.
Aradus spinieolUs (Wladiwostok) p. 166, mdas (ibid.) p, 168;
Jakowleff, Bull. Soc. J. Nat. Moscou LV. Nr. 1.
Mezira setom (Wladiwostok); Jakowleff, Bull. Soc. I. Natur.
Moscou LV. Nr. 1. p. 171.
Aneurus macrotylus (Wladiwostok); Jakowleff, Bull. Soc. I.
Nat. Moscou LV. Nr. 1. p. 169.
Tingitidae. Jakowleff stellt in dem Bull. Soc. I. Nat. Moscou
LV. Nr. 1. p. 129 eine analytische Tabelle der Galeatus-arten (leider
russisch) auf und beschreibt als neu G. hrevispinus (Sarepta) p. 131,
Komaroffii (Derbent) p. 133, decorus (Chwalynsk) p. 134.
Leptodictya Lewisi (Japan); Scott, Trans. Ent. Soc. Lond.
1880. p. 314.
Eurycera hrevicornis (Kaukasus); Jakowleff; Polusch. Kaw-
kask. kraja p. 101.
Monanthia (Tropidochila) Caucasica (Derbent) p.- 136, tenui-
cornis (Sarepta) p. 138, (Physatocliila) distinguenda (Sarepta) p. 139,
(Catoplatus) düatata (Derbent) p. 140; Jakowleff, Bull. Soc. L
Natur. Moscou LV. Nr. 1, (Platychila) Bdlassogloi p. 103, (Tropido-
chila) angiistipennis p. 105 (Kaukasus); derselbe, Polusch. Kaw-
kask. kraja. ^
Orthostira acutangula (Sarepta) p. 127, paradoxa (ibid.) p. 128;
Jakowleff, Bull. Soc. Imp. Nat. Moscou LV. Nr. 1.
Campylostira verna Fall, in Belgien (Vezin); C. R. Ent.
Belg. 1880. p. 161.
Anthocoridae. Piezostethus signatus (Kaukasus); Jakowleff,
Polusch. Kawkask. kraja p. 146.
Triphiebs majuscula Beut, in Belgien (Ecckeren, Forest);
C. R. Ent. Belg. 1880. p. 161.
Capsidae. Pronototropis (n. g. Oncotyl.) für Oncotylus
punctipennis Fieh. ; p. 248 ;
Voruchia (n. g. Oncotyl.) vittigera (Turkestan) p. 251. Taf. L
Fig. 10;
Malthacosoma (n. g. Oncotyl.) punctipenne (ibid.) p. 253.
Taf. L Fig. 11;
Lette opterum (n. g.) longicolle (Turkestan), candidatum p. 260,
fasciatum p, 261, pällens p. 262 (Südrussland) Taf. I. Fig. 13;
Pastocoris (n. g.) für Oncotylus Putoni Beut. p. 271;
Eurycolpus (n. g.) für Oncot. flaveolus /S'iäZ = fenestratus Fieh.
p. 284;
Onychumenus (n. g.) für 0. decolor Fall. p. 286;
AtomopTiora (n. g.) eximia p. 289, alba p. 290 (Turkestan),
/i<sco-w2ac2«Za<a (Kaspi-See) p. 291; Reuter, Hemipt. Gymn. Europ. II.
106 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Euryopicoris Beuteri (Kaukasus); Jakowleff, Polusch. Kaw-
kask. kraja p. 132.
Calocoris tricolor (Japan); Scott, Trans. Ent. Soc. Lond. 1880.
p. 313.
Campylomma wr/t^w?« (Astrachan, Sarej)ta); Jakowleff, Bull.
Soc. I. Nat. Moscou LV. Nr. 1. p. 143.
Phytocoris intricatus Flor in Belgien; C. R. Ent. Belg.
1880. p. 85.
Lygus elegantulus p. 121, (Orthops) caucasicus p. 123 (Kauka-
sus); Jakowleff, Polusch. Kawkask. kraja.
Orthops cervinus II.- Seil, in Belgien (Yvoir); C. R. Ent.
Belg. 1880. p. 161.
Ortliotylue parvulus ^Qni. i. 1. (Astrachan); Jakowleff, Bull.
Soc. I. Nat. Moscou LV. Nr. 1. p. 142.
0. concolor Kirsclib. in Belgien (Fallais); C. R. Ent. Belg.
1880. p. 161.
Pachytoma taurica (Krim); Horvath, Termesz. Füzet. IV.
p. 185.
Oncotylus Komarofß (Kaukasus); Jakowleff, Polusch. Kaw-
kask. kraja p. 137, vitticeps p. 276, desertorum p. 277, Beuteri p. 283
(Turkestan), persicus (Nord-P.) p. 281, caspicus {K.) p. 282, Reuter,
Hern. Gymnoc. Europae II.
Tinicephalus flavopilosus (Corsica); Reuter, Hem. Gymnoc.
Europ. II p. 234.
Macrotylus &i2>wwcto^ws (Süd-Frankreich); Reuter, Hem. Gymn.
Eur. II p. 207.
Plagiognathus annulicornis (Turkestan); Reuter, Hem. Gy-
mnoc. Europae p. 299.
Pachyxi^^hos caesareus (Spanien); Reuter, Hem. Gymnoc.
Europ. p. 243.
Amblytylus (?) ornatulus (Kaukasus); Jakowleff, Polusch.
Kawkask. kraja p. 138, testaceus (Ungarn); Reuter, Hera. Gymnoc.
Europae p. 215,
Macrocoleus Signoreti (Süd-Frankreich) p. 219, Bolivari (Spa-
nien) p. 220, naso (Corsica) p. 221, femoralis (Elsass) p. 230, Krueperi
(Algier, Syrien) p. 231; Reuter, Hem. Gymnoc. Europ. II.
Lygaei'dae. Äcompomorpha (n. g. Myodochin. prope Neu-
rocladern) aterrima (Kaukasus); Jakowleff, Polusch. Kawkask. kraja
p. 87 ff.
Tropistethus flavicornis (Celebes) p. 538; Geocoris (Ophthal-
micus) annulicornis', Ectatops nigroscutellatus (Neu-Guinea) p, 539;
Signoret, Ann. Mus. Civ. Genov. XV.
Seit Horvath's Monographie der Ungarischen Lygaeiden (s.
d. Ber. 1877. p. 376 (408)) siuA. folgende weitere Arten in Ungarn
aufgefunden worden: Orsillus depressus Muls.; üiplonotus luridus
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 107
Hahn; Macrodema micropterura CurL; Peritrechus Inniger ScJull.,
gracilicornis Put.: Trapezonotus anorus Fhr\ Drymus pilicornis
Miüs.\ Scolopostethus grandis Horv. n. sp.; mit Hinzufügung der-
selben zählt demnach die Ungarische Fauna 108 Arten dieser Fa-
milie; Horvath, Term. Füzet. IV. p. 186.
Pyrrhocoris soräidus (Schaku), äisimr (Japan); Jakowleff,
Bull. Soo. I. Nat. Moscou LV. Nr. 1. p. 159 f.
Ischuodemus ohsoletns (Kaukasien); Jakowleff, Polusch. Kaw-
kask. kraja p. 68.
The Chincb Bug (Blissus leucopterus): its history, Cha-
rakters and habits and the means of destroying it or counteracting
its injuries; by Cyrus Thomas, .. . with a map showing the distri-
bution. 44 pp. Washington 1879.
Sajo macht die langflügelige Form und Larve von Bl.
Doriae Ferr. bekannt; Ent. Nachr. 1880. p. 235.
Pamera picta (Japan; China); Scott, Trans. Ent. Soc. London
1880. p. 311.
Horvath beschreibt die langflügelige Form von Plinthisus
convexus; Termesz. Füzet. IV. p. 185; vgl. Ent. Nachr. 1880. p.
141 und 238.
Ischnocoris intermedius (Belgien; Norddeutschland); Horvath,
Bull. Soc. Ent. Fr. 1880. p. LXHI.
Scolopostethus ^rawfZis (Mehadia) ; Horvath, Termesz. Füzet.
IV. p. 187.
Rhyparochromus Lederi (Transcaucas.) ; Horvath, Termesz.
Füzet. IV. p. 184.
Rhyparochromus birsutus Fieh. und antennatus Schill, sind zu-
sammenzuziehen; Puton, Bull. Ent. Fr. 1880. p. VII.
Goreidae. Stenocepbalus Orientalis (Bombay); Distant, Ent.
Monthl. Mag. XVI. p. 202.
Centrocarenus coroniceps (Ararat); Jakowleff, Polusch. Kaw-
kask. kraja p. 50.
Pentatomidae. Geratocephala (n. g. Scutellerin. Psacastae
simiilima) caiicasica (K.); Jakowleff, Polusch. Kawk. kraja p. 8.
Trochiscus (n. g. Pentatomin.) bemipterus (Kasumkent); der-
selbe ebenda p. 44 f.
Pachymeroides (n. g. Cydnid.) Bolivari (Ecuador) p. VII;
Amnesto'ides (n. g. Cydnid.) Bitzemae (Java) p. VIII;
Macrymenus (n. g. Cydnid.) membranaceus (Australien)
p. XVHI;
Peltoxys n. g. für Legnotus brevipennis F., Stsd p. XXXIV
und CXXXVI;
Stenocoris n. g, für Oethus longulus Dali.; p. XLIV; Sig-
noret, Bull. Soc. Ent. Fr. 1880.
Äspideurus (n. g. Pentatom. prope Euryaspidem et Flami-
108 Bortkau: Bericht üb. die Wissenschaft!. Leistungen
niam) quadrimaculatus (Neu- Guinea) p. 535, variegatus (Kandari) ;
p. 536; Oestopis acuta (Persien) p. 534; Spudaeus Doriae p. 533;
Allocotus Mayrii (Neu -Guinea) p. 532; derselbe, Ann. Mus. Civ.
Geoov. XV.
Acanthosoma Idbiäurdides (Raddowka; Wladiwostok) p. 387,
crassicauäum (Wladiwostok) p. 390, forficula (ibid.) p 392, denticau-
dum (Nikolsk) p. 394, spinicollis (Raddowka) p. 396, ayigulatum
(Sretensk) p. 397; Jakowleff, Bull. Soc. Imp. Natur. Moscou LV.
Piezoderus Leprieuri (Aegypien); Signoret, Bull. Soc. Ent.
Fr. 1880. p. CXXXV.
Tropicoris Davidi (China); Signoret, Bull. Soc. Ent. Fr. 1880.
p. XXXV.
Gynenica affinis (Bombay); Distant, Ent. Monthl. Mag. XVI.
p. 202.
Cyrtochilus persictis (Schaku) p. 163, fuscus (Schaku) p. 165;
Jakowleff, Bull. Soc. I. Nat. Moscou LV. Nr. 1.
Oncoscelis antennatus (Torres-Str.) ; Distant, Trans. Ent.
Soc. Lond. 1880. p. 150. PI. V. Fig. 6.
Strachia fZ/simcia (Kaukasus) ; Jakowleff, Polusch. Kawkask.
kraja p. 42.
Asoi^us japonensis (J.); Scott, Trans. Ent. Soc. London 1880.
p. 808.
Barbiger 7now;famfs (Kaukasus); Jakowleff, Polusch. Kawkask.
kraja p. 39.
Picromerus vicimis (Pecking); Signoret, Bull. Soc. Ent. Fr.
1880. p. XXXIV.
Scotinophora scuteJlata (Japan); Scott, Trans. Ent. Soc. Lon-
don 1880. p. 307.
Brachymena signata (Kaukasus); Jakowleff, Polusch. Kaw-
kask. kraja p. 35.
Alcimus jap onensis (J.); Scott, Trans. Ent. Soc. Lond. 1880.
p. 310.
Aethus pallidüarsus (Japan); Scott, Trans. Ent. Soc. Lond.
1880. p. 309.
Cydnus Äbmcw'o/)^ (Kaukasus); Jakowleff, Polusch. Kawkask.
kraja p. 12.
Sehirus impr es siis {Kö,rnthen); Horväth, Teripesz. Füzet. IV.
p. 184, cowT/ener (Kaukas,); Jakowleff, Polusch. Kawkask. kraja p. 23.
Palomena amplificata (China) p. 148. Fig. 2, spinosa (Sind) p.
149. Fig. 3; Distant, Trans. Ent. Soc. Lond. 1880. PI. V.
Caura excelsa (Calabar) p. 149. Fig. 4, marginata (ibid.) p.
150. Fig. 5; Distant, Trans. Ent. Soc. Lond. 1880.
Phimodera protracta (Kaukasus); Jakowleff, a. a. 0. p. 5.
Lobothyreus ohscurus (Peru); Distant, Trans. Ent. Soc.
Lond. 1880. p. 147. PI. V. Fig. 1.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 109
Odontoscelis Komarofß (Kaukasus); Jakowleff, Polusch. Kaw-
kask. kraja p. 12.
Ortlioptera.
Genuina.
Von C. Stäl sind weitere Observations ortho-
pterologiques erscliienen; Bih. tili K. Sv. Vet.-Akad.
Handl. IV. No. 5. p. 1-58; V. No. 9. p. 1-20.
S. H. Scudder verzeichnet die von A. S. Packard
1877 in den V/estlichen Staaten gesammelten Orthopteren;
IL Rep. U. S. Entom. Commiss. App. IL p. 23 ff. PL XVIL
Frey-Gessner zählt die (45) Orthopteren des
Kantons Aargau (Forficulidae , Blattidae, Acridiadae,
Locustidae, Gryllidae) auf; Mitth. d. Aargauischen Natur-
forschenden Gesellschaft, IL Heft. p. 1 ff.
A. P. Ninni. Contribuzione per lo studio degli Or-
totteri veneti. IP Catalogo degli Ortotteri genuini.
— Boll. d. Comizio agrario di Treviso. No. 9; s. Bull. Soc.
Entom. Ital. XII. p. 287.
G. Malfatti. Intorno ad alcune specie di Or-
totteri genuini lombardi: lettera al Prof. Ad. Targioni
Tozzetti. Atti. d. Soc. it. di Sei. nat. in Milano ; Vol. XXII.
Forficulidae. Etüde sur quelques Forficulides exotiques
du musee Royal d'histoire naturelle de Bruxelles, par A. de Bor-
mans; C. R. Ent. Belg. 1880 p. 68 ff.
L. Camerano beschreibt das (Ende Januar abgelegte) Ei und
ausgeschlüpfte Junge von Forficula auricularia L.; Bull. Soc. Entom.
Ital. XII. p. 46.
Anisolabis tasmanica (T.); A. de Bormans a. a. 0. p. 68 ff.
mit Holzschnitt des Ilinterleibsendes.
Blattidae. Geinitz giebt eine Revision der Blattinen aus
der unteren Dyas von Weissig bei Pillnitz, Nov. Act.'' Ac.
Caes. Leop. Carol. Germ. Nat. Cur. XLI. IL p. 421 ff. Taf. XXXIX.
Von den 7 unterschiedenen Arten ist am interessantesten Anthraco-
blattiüa ahnormis {= didyma Gein. nee. Genn., sopita Scudd.) desshalb,
weil der rechte und linke Flügrel so bedeutende Verschiedenheiten
der Nervatur zeigen, dass dadurch die Zuverlässigkeit der meist nur
nach dem subtilen Aderverlauf getroffenen Artbestimmung zwei-
felhaft wird; daher würde wohl auch die große Zahl der von Scud«
110 Bertkau: Bericht üb. die Wissenschaft!. Leistungen
der unterschiedenen Arten bedeutend reducirt werden. Außer der
genannten Art sind besprochen A. spectabilis, porrecta Gein., Etobl.
flabellata Germ. var. dyadica Gein., carbonaria Germ. var. Deichmül-
leri Gein., elongata Scudd., Weissigensis Gein.
Mantidae. Systema Mantodeorum. Essai d'une systemati-
sation nouvelle des Mantodees. Par C. Stäl. Bih. tili. K. Sv. Vet.-Akad.
Handl. IV. No. 10. p. 1—91 mit 1 Tafel. Indem Stäl sich auf die
Resultate seiner früheren Recherches etc. (s. d. Ber. 1875. p. 187
(211)) bezieht, stellt er sein neues System auf, in dem er die 6 Un-
terfamilien Amorphoscelidae, Eremophilidae, Mantidae, Vatidae, Har-
pagidae, Empusidae unterscheidet. In jeder Unterfamilie ist ein
Conspectus generum zusammengestellt mit der Beschreibung von
neuen oder typischen Arten. Folgende neue Arten sind aufgeführt:
(Amorphoscel.) Paraoxypilus lohifrons (Queensl.) p. 8; (Eremophilidae)
Annia n. g. für Chaeteessa Brunneriana aSamss. p. 10; Ariusia (n.
g. p. 12) conspersa (Daraara) p. 16; Galepsus tenuis (Westafrika);
Pyrgocotis (n. g. p. 14) gracilipes (Ceylon) p. 17; Lygäamia n.
g. für Chiropacha lenticularis und capitata Sauss. p. 14; Dysaiiles
(n. g. p. 15) longicolUs (Bengalen) p. 18; (Mantidae) Arria (n. g.
p. 20) cinctipes (Indien); Myrcinus (n. g. p. 21) tuhcrosus (Borneo)
p. 46; Theopompa n. g. für Humbertiella ophthalmica und Servillei
Sattss.] Elaea n. g. für Humb. perloides Sauss. p. 22; Hapalopeza
(n. g. X'- 23 für Iridopteryx nitens Sauss. und) nigricornis (Mnlacca)
p. 48; Armene n. g. für Ameles alata Sauss. \^ Entella n. g. für
Gonypeta Delalandei Sauss. \ Bolhe n. g. für Ameles pygm^iea Sauss.
p, 25; Ligaria (n. g. p. 25) quadrinotata, hrevicollis (Transvaal)
p. 50; Tropidomantis (n. g. p. 26) für Mantis tenera SUil und)
guttatipennis (Indien) p. 51; Fulcinia n. g. für Nanomantis alacris
Sauss. p. 27; Solygia n. g. p. 32 für Thespis sulcatifrons Serv.]
Deiphobe n. g. p. 33 für Thespis ocellata Sauss.; Bolivaria n. g.
p. 34 für M. brachyptera P«?Z. und Fischeria Moseri Sauss.; Sphen-
dale n. g. p. 34 für Fischeria infuscata Sauss.; Statilia n. g. p. 36
für Pseudomantis nemoralis Sauss. und Maut, apicalis Sauss.; Hiero-
dula dentifrons (Australien) p. 56, rosemervis (Madag.), gracilicollis
(Sarawak), malaya (Malacca) p. 58, lingulata (Java), Titania (Mo-
luccen) p. 59; Callimantis n. g. p. 39 für Iris Antillarum Sauss.;
Thespis trifasciata (Bahia) p. 62; Tithrone n. g. p. 42 für vVcon-
tista roseipennis Sauss.; Ardesca (n. g. p. 43) vitreola (Columbien)
p. 63; Photina hreviceps (Rio Janeiro) p. 64; Bantia n. g. p. 44
für Oligonyx pygmaea Sauss.; Astape (n. g. p. 44) denticollis (?)
p. 65; Musonia lineativentris (Columbien); Oligonyx Uhleri (Louisiana)
p. 66; (Vatidao) Oxyops acutipennis (Peru), media (S. Paolo) p. 71
obtusa (Brasil.) p. 72; Theoclytcs pectinicornis (Chiriqui), serraticor-
7iis (Neu-Granada) p. 73; Pseudovates hrevicornis (Columbien) p. 74;
(Empusidae) Empusa Hedenhorgii (Bahr el Abiad) p, 77 ; (Harpagidae)
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 111
Harpax discolor (Caffr. ; Transvaal) p. 85; Creoboter episcopalis (Bor-
neo); Helvia carrZmaZit? (Malacca) p. 86; Anaxarcha grammea (Darjee-
ling) p. 87; Ambivia iwpa (Calcutta); Antemna rapax (Cliiriqui)
p. 88; Metilla intcgra (Brasil.) p. 89; Acanthops /aZca^a (Neu- Granada),
erosula (Peru) p. 90.
Sigerpes (u, g. Harpagin. prope Oxypilum et Hestiam; für
Sibylla tridens und) occide7italis {Wesi-Ah'ika); Wood-Mason, Proc.
Asiat. Soc. Bengal, Nov. 1879 und Ann. a. Mag. Nat. Hist. (5) V.
p. 263.
Eremiaphila Arisbidis (Suez); Lucas, Bull. Soc. Ent. Fr. 1880.
p. LXXV.
Wood-Mason giebt eine Synopsis der (7) Arten der Gattung
Choeradodis, von denen Ch. Servillei (Costa Rica) neu ist; p. 161;
Ann. a. Mag. N. H. (5) VI. p. 160 ff.
Phasmidae. Bacillus ^is^^amcz^s (Spanien); Bolivar, Ann. Soc.
Esp. Hist. Natur. VII. p. 423. L. IV. Fig. 2.
Acridiadae. Stäl beginnt im Bih. tili K. Sv. Vet.-Akad. Handl.
V. Nr, 4 ein Systema Acridiodeorum, Essai d'une systematisation
des Acridiodees mit den Acrididae. Er theilt die ganze Unter-
familie in 13 Divisionen, indem er in erster Linie den Abstand der
Metasternallappcn und den Besitz oder Mangel eines Enddorns am
Außenrande der Hinterschienen berücksichtigt. Doch w^eicht er in
einzelnen Fällen im Interesse einer natürlichen Eintheilung von die-
sem Prinzip ab, und meint auch, dass Dicaearchus mit seinem klei-
nen Dorn vielleicht besser in die Nähe von Agesander ohne Dorn
gestellt würde. Es werden wieder folgende neue Gattungen aufge-
stellt; (1. Div.) Alcamenes p. 14, Catreiis p. 15 (für Tropinotus
ornaticollis Blanch. und sulcaticollis Blanch.; (2. Div.) Anaua p.
18; Prionacris p. 19; (3. Div.) Antandrus (Type: Podisma viri-
dis Blanch.) p. 19; (4. Div.) Abüa p. 21; (6. Div.) Nuceria p. 23;
Anthermus p. 24; Aleuas p. 25; ;(8. Div.) Ecpliantus p. 26;
AltJiaemenes (Type: Acridium macnla lutea); Bibracte (Type:
Acr. Hagenbachii Haan) p. 27; Mesamhria; Gerenia; Sedulia
(Type: Traulia specularia *%äZ) p. 28; Abisares {Type: Monachidium
viridipenne Barm.) p. 29; Nicarchiis p. 34; Antiphanes (Type:
Ommatolampis nodicollis Burm.); Demonax, Agesander p. 35;
Anniceris] Dellia p. 37; Adimantus (Type: Oxya ornatissima
Burm.) p. 38; (10. Div.) Mastusia p. 39; (11. Div.) Cranae;
Lucretilis; Pliemono'e p. 41; Nautia p. 42; Mezentia p. 43;
Hisychius (/); Dicaearchus p. 44; Lentula p. 45; (12. Div.)
Gesonia (T3'pe: Oxya punctifrons Stäl); Garyanda (T.: 0. spuria
Stkl); Digentia (T.: 0. punctatissima Stäl) p. 47; Tauchira (für
0. polychroa Stäl und abbreviata Äeru.); Racilia p. 48; Praxilla',
Ger ein a; Lorijma (T.: Platyphyma vittipeunis Stäl) p, 49; (13.
Div.) Metapa p. 51; Xenippa p. 52; Cervidia; Garsula p. 53.
112 Bertkau: Bericht üb, die wissenschaftl. Leistungen
Die Gattungen Trigonophymus, Dichroplus, Melanoplus, Hermistria
StM, Hesperotettix und Paroxya Scudd. werden mit Pezotettix Burm.
vereinigt; Calliptenus carbonarius Scrv. wird zu Cirpliula, Ommato-
lampis carinipes Gerst. zu Taeniophora Stsd gebracht. Als neue Arten,
meist Typen der neuen Gattungen, beschreibt Stäl Alcamenes
hrcvicollis (Corrientes); Anaua ßssa^. 54; Prionacris compressa
(Neu-Granada) p. 55; Antiphon gallus (Brasilien); Ähila latipes
(Brasilien) p, 56; Phaeoparia rotundata (Chiriqui) p. 57, macidipennis
(Neu-Granada), obtusa (Peru) p. 68, emarginata (Venezuela) ; Coryphi-
stes nigrinervis (Peak Downs) p. 59, nutans (Rockhampton), validi-
cornis (Peak Downs) p. 60; Vilerda rugidosa (Peru); Nuceria ro-
seipennis (Brasilien) p. 61; Goniaea maculicornis (Queensl.) p. 62,
ensicornis (Cap York), carinata (Gayndah), limhata (Queensl.) p. 63,
fuscula (Sydney), plana (Peak Downs) p. 64; Stropis rufipes (Sydney),
pictipes (Peak Downs) p. 65, tricarinata (Nordaustr.), bivittata
(Gayndah), rugifrons (Victoria) p. 66, retiailata (Nordaustr.) p. 67,
limhatdla (Peak Downs), vermiculata (Rockhampton), cristulata
(Gayndah); Antliermus granosus (Natal) p. 68; Aleiias vitticoUis
(Montevideo) p. 69, gracüis (Brasilien), lineatus (Buenos Ayres) p.
79; Ecphantus quadrüohus (Queensl.); B ihr acte cristulata (Java)
p. 71; Traulia sanguinipes (Borneo); Mesamhria maculipes (Cele-
bes) p. 72, geniculata (Ceylon); Gerenia obliquinervis (Indien) p.
73, amhulans (Cambodja) p. 74; Calliptenus pedarius (Indien) p. 75;
Rhytidocbrota ensicornis (Panama), varicolor (Columbien) p. 76, pilosa
(Peru) p. 77, laevifrons (Auiazon.), Brunneri (Columb.); Nicarchus
erinaceus (Panama) p. 78; Demonax cristulatus (Peru) p. 80; Omma-
tolampis palpata (Peiu); Agesander ruficornis (Columbien) p. 81;
Anniceris genicidatus (Peru) p. 82, nigrinervis (Neu-Granada);
Dellia insulana (Cuba) p. 83; Mastusia qiiadricarinata (Peru) p.
84; Cranae patagiata (Amboina); Lucretilis taeniata (ISiimatra)
p. 85; Phemonoe rufovittata {Amhoina) p. 86; Nautia ßavosignata
(Panama); Ophthalmolampis cinctipennis (Peru) p. 87; Taeniophora
piächripes (Santa Marta); Mezentia ^ift&era (Panama) p. 88; Hisy-
chius nigrispinus (Peru); Dicaearchus cribellatus (Columbien) p.
89; Euthymia hrcvifrons (Borneo); Lentiila obttisifrons (Natal) p.
90; Bermius brachycerus (Sydney), odontocerus (Nordaustr.), inßrmus
(ibid.) ß. 92, acutus (Gayndah) p. 93; Hieroglyphus tarsalis (Silhet;
China); Bacilia femoralis (Philippinen) p. 94; Praxilla laminata
(Ncti-Süd-Wales, p. 95, latipennis (Lord Ilowes Isl.), geniculata
(Nordaustr.) p. 96; Cercina obtusa (Ceylon); Spathosternum venu-
losum (Indien); Metapa natalensis (N.) p. 97; Xenippa viridula
(Chartum) p. 98; Cervidia lobipes (Cap York) p. 99; Carsula
sulcipcs (Philippinen) p. 100.
Derselbe bespricht les genres des Acridiodees de la
faune Europeenne und giebt einen Conspectus subfamilia-
im Gebiete der Artiiropoden im Jahre 1880. 113
rum und generum Acridiodeorum der Europäischen Fauna;
ebenda IV. Nr. 5. p. 1 — 35, und ein Apergu des genres des
Acridiodees de l'Araerique du Nord, p. 36 — 47. In Phloeoba
StU wird Duronia subg. nov. aufgestellt p. 21, für Oedipoda api-
calis Egnatiiis n. g. p. 25.
Derselbe stellt auf a. a. 0. p. 54 Äristia n. g. für Phae-
oparia mordax Stkl und Mazaea n. g. für M. granulosa aus West-
afrika; Protomachus n. g. Spbenario et Ichtbydio affine, für P.
depressus aus Peru.
Derselbe theilt die Gattung Pezotettix in 7 Gruppen und
beschreibt P. Bergii (Argentinien) p. 6, robustulus (San Leopolde),
peruvianus (P.) p. 7, amoenus (?) p. 8, varicolor (Columb.) p. 9,
pilosus (Mexico) p. 10, pimctatus (Texas) p. 11, plehejus (Texas) p.
12, rusticus (ibid.) p. 13, Bohemani (Colorado) p. 15; a. a. 0. V.
Nr. 9.
Sitalces (n. g. ad Pezotettigem maxime appropinquans) Volxemi
(Brasil.) p. 18, vittiventris (ibid.) p. 17, punctifrons, coxalis (Caracas)
p. 18; derselbe ebenda.
Psinidia Wallula (Washington; Calif. ; Oregon); Scudder,
IL Rep. ü. S. Entom. Comm. Append. IL p. 27. PI. XVII. Fig. 13, 14.
Trimerotropis latifasciata (Washington; Utah) p. 26, similis
(Washington), caeruleipes (Oregon; Calif.) p. 27; Scudder, IL Rep.
U. S. Entom. Comm. Append. IL
Oedipoda ohliterata (Californ.); Thomas, Canad, Entomol. XII.
p. 221 und IL Report. U. S. Entomol. Commiss. p. 257.
C. Berg giebt die Synonymie des Acridium (Schistocerca)
peregrinum (Oliv.) folgendermaßen an; Acr. peregrinum Oliv.} Gryl-
lus migratorius var. C Thunbg., Gr. rufescens Thmibg.; Acr. flavi-
ventre Burm.^ A. cancellatum Serv., A. carneipes Serv., A. paranense
Burm.; A. (Schist.) peregrinum Stäl; beobachtet ist die Art nach
Berg in: Argentinien; Banda oriental del Uruguay; Paraguay; Chili;
Brasilien, Mexico, Senegambien, Teneriffa, Madeira, Argel, Aegypten,
Nubien, Arabien, Indien, Syrien, Mesqpot., Jon. Inseln, Gibraltar,
Cadiz, Huelva, Südengland; Anal. Soc. Cientif. Argent. IX. p. 275 fif.
Circotettix maculatus (Sierra Nevada) ; Scudder, IL Rep. U.
S. Entom. Commiss., App. IL p. 26. PI. XVII. Fig. 10.
Der vom Departement of the Interior herausgegebene IL Re-
port of the U. S. Entomol. Commission for 1878 u. 1879 behandelt
ausschließlich The Rocky Mountain Locust (Caloptenus spretus) and
the Western Cricket (Anabrus purpurascens und simplex). Nament-
lich die erstere Art ist (jetzt zum zweiten Male; vgl. d. Ber. 1879.
p. 52(396)) in einem so weiten Umfange und von so vielen Gesichts-
punkten aus studiert, dass eine bloße Inhaltsangabe der Kapitel schon
einen beträchtlichen Raum füllen würde; Verbreitung des durch sie
Archiv f. Naturg. XXXXVH. Jahrg. 2. Bd. H
114 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
angerichteten Schadens, ihre Entwicklung, Wanderungen, Anatomie
und Histologie, natürlichen Feinde u. s. w. Dazu sind eine ganze
Menge von Tondrucktafehi und Holzschnitten gegeben, so dass sich
außer der Biene und dem Seidenspinner vielleicht kein anderes In-
sekt einer ähnlichen aufmerksamen Behandlung zu erfreuen gehabt
hat. Als Feinde sind hier (außer den im ersten Bericht erwähnten)
angeführt und in ihrer Lebensweise geschildert: Chauliognathus penn-
sylvanicus, Systoechus oreas und Triodites mus.
Calliptenus calcaratiis (Massaua) p. 13 , Brunneri (Brussa)
p. 14; Stäl, Bih. t. K. Svenska Vet.-Akad. Hand!. IV. Nr. 5.
L. Camerano. Osservazioni intorno allo Stenobothrus
Sibiriens L.; Atti d. R. Accad. delle Sei. di Torino XV. Beziehen
sich auf die secundären Geschlechtsunterschiede (Anschwellung der
Vorderschienen und Bildung des Pronotum beim J^).
Gomphocerus shastanus (Mt Shasta); Scudder, IL Rep. U. S.
Entoni. Commiss., App. IL p. 25. PI. XVIL Fig. 15, 18.
Euprepocnemis Char'pentierii p. 15, coerulescens (Massaua) p.
16; Stäl, Bih. t. K. Sv. Vet.-Akad. Handl. IV. Nr. 5.
Cuculligera maculinervis (Amasia; Stäl a. a. 0. IV. Nr. 5. p. 28.
Platyphyma platycerca (Syrien), rugulosa (Külek; Taurus);
Stäl a. a. 0. p. 18.
Pamphagus (Eunapius) granosus (Algier) p. 31, BoUvarii (Ma-
laga), rugulosus (ibid.) p. 33, Brunneri (Algier) p. 34; Stäl a. a. 0.
IV. Nr. 5.
Bradynotes opimws (Sierra Nevada; Calif.); "Scudder, IL Rep.
U. S. Entom. Commiss. App. II. p. 24.
Tropidonotus rosiilentus (Neu-Granada), scabripes (Sao Leo-
polde) p. 19, laevipes (ibid.) p. 20; Stäl, Bih. tili K. Sv. Vet.-Akad.
Handl. V. Nr. 9.
Pyrgomorpha granosa (Beirut); Stäl a. a. 0. IV. Nr. 5. p. 35.
Pezotettix pacificus (Calif.); Scudder, IL Rep. U. S. Entom.
Commiss., App. IL p. 24. PI. XVIL Fig. 16.
Colpolopha latipennis (Peru); Stäl, Bih. tili K. Sv. Vet.-Akad.
Handl. V. Nr. 9. p. 19.
Eremobia gibbera (Syrien); Stäl a. a. 0. IV. No. 5. p. 27.
Locustidae. Stäl macht Bemerkungen sur Anostostoma
et quelques genres voisins; a, a. 0. IV. No. 5. p. 47 ff'. Er
hebt hier nochmals hervor, dass, wenn man die Grylliden und Locu-
stiden nicht in eine Familie vereinigen, oder in mehrere Familien
spalten wolle, man als Unterscheidungsmerkmal zwischen beiden die
Vorderhüften anzusehen habe, welche bei den Grylliden länger als
breit, oder wenigstens so lang als breit sind, oder sich nach innen
in einen schiefen Fortsatz verlängern, der bei den Locustiden* stets
fehlt. Dann giebt Stäl eine Uebersichtstabelle der Gattungen Rha-
phidophora Serv., Ceutophilus Scudd., Anostostoma {Serv.) St^l, Me-
im Gebiete der Arthropoden im Jabre 1880. Il5
somedes n. of. p. 50 (für Stenopelmatus chilensis Sauss.), Onosan-
drus n. g. für 0. fasciatus, impictiis (SüJafr.) p. 51, Nasidius Stäl
(N. truncatifrons aus Südafrika), Mimnermus Stkl (M. prodigiosus
aus dem Caplande) p. 52, Maxeutius Stäl und Stenopelmatus Burm.
Derselbe unterscheidet ebenda die mit Ancylecha verwandten
Gattungen Holochlora, St-U, Psyra n. g., Elhenia n. g. p. 55, Ar-
nohia n. g. (für Phaneroptera pilipes Haan), Phygela n. g., p. 56,
Ancylechsi Serv. undheschTeiht Psyramelanonota (Malacca); Elbenia
nigrosignata (ibid.) p. 56; Phygela Haanii (ibid.) p. 57.
Ar etliaea n. g. Tylopsi affine, oculis angustioribus, lobis
pronoti pone medium fortius angustatis, elytrorum lateribus parallelis,
Spina coxarum ant. minutissima, tympanis ovalibus, lateralibus distin-
guendum ; für Ephippitytha gracilipes Tliom.; derselbe ebenda p. 55;
Furnia (n. g. ad Eurycorypham, Microcentrura et affinia
appropinquans) malaya (Malacca), insularis (Samoa); derselbe ebenda
p. 57.
In einer Note surlesLocustiens cavernicoles d' Europa
giebtBolivar eine analytische Tabelle der Gattungen Doliclio-
poda n. g., Hadenoecus Scudd., Rhaphidophora Serv., Troglophilus
Krauss, Ceutophilus Scudd.; die Gattung Dolichopoda ist auf
Locusta palpata Sulz. = Phalangopsis Linderi Du f. gegründet; Ann.
Soc. Ent. Fr. 1880. p. 71 f.
Anostostoma alatum (Antananarivo; mit Flügeln und Flügel-
decken, aber sonst mit dem Gattungstypus übereinstimmend);
Butler, Proc. Zool. Soc Lond. 1880. p. 152 ff. mit Holzschnitt.
Amblycorypha ühleri (Texas) p. 57, parvipennis (ibid.) p. 58;
Stäl a. a. 0. IV. No. 5.
Psendonenroptera.
Psocidae. Ein sehr wichtiger Beitrag zur Kenntniss dieser
kleinen Insektenfamilie ist von H. Kolbe geliefert worden: Mono-
graphie der deutschen Psociden mit besonderer Berück-
sichtigung der Fauna Westfalens. 8. Jahresb. Westf. Prov.-
Ver. f. Wissenschaft und Kunst p. 73 ff. mit Taf. I— lY. Der Ver-
fasser behandelt die Psociden nicht in dem engen Umfange der
geographischen Grenzen, der in der üeberschrift angedeutet ist,
sondern berücksichtiot auch ausländische, ja sogar fossile Arten
des Bernsteins. Auf eine Besprechung der Stellung dieser Thiere
im System folgt eine Beschreibung der äußeren Theile mit Erklärung
der im speciellen Theil angewandten Terminologie; dann geogra-
phische Verbreitung und in einem sehr interessanten Abschnitt die
Beobachtungen des Verfassers über Lebensweise und Nahrung, Ent-
116 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
wickelungsgeschichte, Zahl der Generationen, Erscheinungszeit dieser
Thierchen. Hierauf wird die Geschichte der Literatur und unter
der missbräuchlichen Ueberschrift: Natürliche Systematik und
Darwinismus die erstere besprochen. Die Principien, welche
Kolbe für dieselbe aufstellt, sind die allgemein bekannten und aner-
kannten. Im speciellen Theil werden die 35 deutschen Arten, von
denen 33 auch in Westfalen beobachtet sind, eingehend beschrieben
und besprochen, außerdem noch über mehr oder weniger nahe lie-
gende außerdeutsche Arten wichtige Bemerkungen gemacht. Auf
Grund von Verschiedenheiten im Flügelgeäder werden 4 neue Gat-
tungen auf Kosten bestehender geschaft'en ; eine vom Verfasser neu
aufgefundene Art gehört einer fünften neuen Gattung an. Die 12
Gattungen sind: Ämphigerontia (n. g.), Psocus, Mesopsocus (n.
g.), Elipaocus, Philotarsus (n. g.), Caecilius, Graphopsocus (n.
g.), Stenopsocus, Peripsocus, Hyperetes (n. g.), Troctes, Atropos.
Die neuen Gattungen sind auf folgende Arten gegründet:' Ämphi-
gerontia p. 104 für Ps. subnebulosus, Stepfi., bifasciatus Latr., fa-
sciatus F., (picicornis =) variegatus Latr.; Mesopsocus p. 112 für
Hem. unipunctatus Müll.', Philotarsus für Hem. picicornis JP. ;
Graphopsocus p. 124 für Hem. cruciatus L.; Hyperetes p. 132
(Corpus alis alarumque rudimentis destitutum; ant. 23-art. ; caput ma-
gnum, oculis prominentibus; . . . meso- et metathorax separata) für
H. guestfalicus (häufig auf Abies excelsa) Fig. 22. Für Psocus ne-
bulosus Steph. (^) = Ps. similis Steph. {^) wird der combinierte
Name Ps. nehuloso - similis p. 107 in Vorschlag gebracht; in der
Gattung Caecilius wird neben Caec. s. str. Pterodela subg. nov.
unterschieden. Außerdem werden als neue Arten (aus Westfalen)
beschrieben: Elipsocus laticeps Fig. 6, Abietis Fig. 8. p. 114; Caec.
(Pterodela) Quercus Fig. 13. p. 120; Stenopsocus Lachlani (auf Pi-
nus silvestris) Fig. 17. p. 127.
Derselbe macht Bemerkungen zu Dr. Jacob Späng-
berg's Psocina Sueciae et Fenniae, (d. Ber. 1879. p. 68(407));
Stett. Ent. Zeit. 1880. p. 176 fi". und theilt in einem Abschnitt aus
seiner ausführlicheren Arbeit seine Ansichten ül)er das Flügelge-
äder derPsociden und seine systematische Bedeutung mit,
die von denen Mac Lachlan's in einigen Punkten abweichen; auch
werden die Genera, soweit deren Merkmale in dem Flügelgeäder
liegen, charakterisiert; ebenda p. 179 ff.
Myopsocus Eatoni (Portugal); M'Lachlan, Ent. Monthl. Mag.
XVH. p. 103.
Termitidae. J. Leidy handelt von The Parasites of the
Termite s; Journ. Acad. Nat. Sciences Philadelphia (2) VIII. Part IV.
p. 424 ff. PI. 51, 52. Als Schmarotzer von Termes flavix^es und
(nach Lespes) lucifugus sind namentlich Protozoen (Trichonympha
agilis; Pyrsonympha vertens; Dinenympha gracilis; Isacis migrans;
im Gebiete der Arthropoden im Jalire 1880. 117
Gregarina Termitis) , dann Vibrio Termitis, Arthromitus cristatus
(Alge?) und eine Gamasus-Art namhaft gemacht.
C. Berg schrieb eine populäre, von einer Tafel begleitete
Schilderung „La vida y costumbres de los Termitos"; Buenos
Ayres 1880.
Ephemeridae. Zimmermann fand, dass bei mehreren Larven
dieser Familie das Herz am Körperende drei Gefäße für je eine
der Schwanzborsten aussendet. Die letzte Herzklappe ist so be-
schaffen, dass bei der Systole das Blut aus ihr nicht nach vorn,
sondern nach hinten, eben in die Schwanzborsten getrieben wird.
Die Gefäße derselben haben gegen das Ende hin Oefifnungen, aus
denen das Blut in den das Gefäß umgebenden Hohlraum treten
kann. Die Schwanzborsten dienen daher nicht bloß als Steuerapparat,
sondern auch der Hautathmung. — Ferner wird am Herz der Larve
von Cloe diptera eine im Mesothorax befindliche Blase beschrieben,
deren Funktion unbekannt ist. Zeitschr. wiss. Zoolog. Bd. 34. p. 404
mit 4 Holzschnitten.
Vayssiere züchtete Prosopistoma punctifrons bis zur Sub-
imago; die Imago hat 4 Flügel und 3 Schwanzborsten und gleicht
Coenis; s. Ent. Monthl. Mag. XVH. p. 46, C. R. 1880. (7. Juni)
p. 1370, Ann. a. Mag. N. H. (5) VI. p. 252, Bull. Soc. Ent. Fr. 1880.
p. LXXV.
Ferlidae. Kolbe deutet Phryganea flavilatera L. auf Sialis
lutaria aut. (S. flavilatera (Z/.)), während der Hemerobius lutarius
L. nicht S. lutaria aut.^ sondern eine Nemura, wahrscheinlich N. va-
riegata Ol. (N. lutaria {L.)) ist; Stett. Ent. Zeit. 1880. p. 351 ff.
Hagen erklärt dagegen Phr. flavilatera für Neuronia lapponica;
ebenda p. 104.
Odonata. Hagen berichtigt in seinem Beitrag zur Kennt-
niss des Tracheensystems der Libellen-Larven einige un-
richtige, respektive zu allgemein gehaltene Angaben Palmen's; Zool.
Auz. 1880. p. 157. Das Tracheensystem der Libellenlarve ist nicht
geschlossen, sondern alle Stigmen des Leibes sind_ geöffnet. — Bei
Epitheca wenigstens wird das ganze Gewebe der Darmtracheenkiemen
bei der Verwandlung in die Imago abgeworfen und die Caloptery-
ginen unter den Agrioniuen besitzen ebenfalls eine Darmrespiration
neben den Stigmen und den 3 Kiemenblättern am Körperende. Die
Gattung Euphaea hat sogar noch ein viertes Athmungsorgan in
Gestalt kegelförmiger Kiemen zu beiden Seiten des Leibes, ähnlich
wie Sialis. — Bei vielen Libellenlarven liegt am Vorderrande des
fünften Bauchschildes eine schräge Spalte, die in einen Sack führt;
die Bedeutung des Organs ist vielleicht. Gelenkschmiere abzusondern.
Brandt fand das Nerv^cnsystem der Odonaten, nach Unter-
suchung an 11 Arten, aus Ober- und Unter schlundganglien, 2—3
118 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl, Leistungen
Brust- und 7 Bauchgauglien bestehend. Jedes der 3 Stemmata hat
einen besonderen Nerv. Außerdem ist noch ein, g. frontale und 2
Paar g. pharyngealia vorhanden. Die Larve hat (beobachtet in 2
Fällen) 8 Bauchknoten, von denen der erste mit dem letzten Brust-
knoten der Imago verschmilzt. Hör. Ent. Boss, XV.
N. Poletajew macht eine Mittheilung Des glaudes sali-
vaires chez les Odonates, nach der sich diese bisher vermissten
Drüsen im Prothorax vorfinden. Sie besitzen einen acinösen Bau;
die Ausführungsgänge der einzelnen Acini vereinigen sich jederseits
in einen Hauptgang. Bei den Aeschuinen und Libellulinen sind
sie stärker entwickelt als bei den Agrioninen. C. R. Paris XCL
p. 129.
P. Stefanelli liest eine Seconda Memoria intorno alla
conservazione delle Libellule a colori fugaci; Bull. Soc. Ent.
Ital. XL p. 29 f., Tav. VI. Das Verfahren besteht darin, dass lebend-
frische Thiere unter der Luftpumpe, deren Becipient noch einige
Gefäße mit Schwefelsäure enthält, rasch ausgetrocknet werden.
Nota delle Libellule nelle carapagne Livornesi e Pisane;
ebenda p. 68 ff.
Brauer stellt ein Verzeichniss der von Fedtschenko
in Turkestan gesammelten Odonaten zusammen; Verh. Zool.
Bot. Ges. Wien XXX. p. 229 ff.
Göldlin berichtet über eine Libellen wander u ng. Zool.
Garten 1880. p. 125. Die Art, welche den großen Schwärm zusam-
mensetzte, wird für Calopt. virgo erklärt; aber sowohl die Erschei-
nungszeit (17. Sept.), als auch der „starre Glanz der bräunlich
schimmernden Flügel" bei beiden Geschlechtern lassen vermuthen,
dasa es eine andere Art war.
Schaitter meldet Schwärme von L. 4-maculata und depressa;
Ent. Nachr. 1880. p. 133, 1G7 und Sitzber. Zool. Bot. Ges. Wien
1880. p. 40.
Brauer beschreibt Sj'^mpycna paedisca p]versm., die nach
ihm von S. fusca, womit Selys sie verwechselt hatte, verschieden
ist; Verh. Zool. Bot. Ges. Wien XXX. p. 231.
M'Lachlan macht Bemerkungen über folgende Calopterygina
von Borneo: Neurobasis chinensis L.; Vestalis lugens C^7?;.) De Sei.;
Euphaea variegata Ramh.) Rhinocypha angusta De Sei.; neu ist
Euphaea BocM (Ms. Paio) p. 204; Ent. Mouthl. Mag. XVI. p. 203 ff.
Hagen macht einen Essai d'un Synopsis des larves de
Calopterygiens (Calopteryx, Iletaerina, Anisopleura, Cora), C. R.
Ent. Belg. 1880. p. 65 ff.
Derselbe beschreibt ebenda Psolodesmus maudarinus ^ M''
Lachl; Anisopleura comes (Amballa; Ilimalaya) p. 53; Euphaea for-
mosa Hag. p. 54.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 119
Die seitlichen Kiemen am Abdomen der Larve von Euphaea
(s. auf vorvoriger Seite) sind auch bei der Imago noch vorhanden; in
den Schwanzkiemen hat diese Art eine große Zahl glatter, ungestreifter
Muskelfasern, Hagen, Zool. Anz. 1880. p. 304; vgl. Ent. Monthl.
Mag. XVII. p. 90.
Lais DeviUei (Baisa, Ecuador); de Selys-Longchamps, C.
R, Ent.. Belg. 1880. p. 49 f., wo auch die nahe verwandten L. Haux-
wellj, fulgida und cupraea nochmals beschrieben sind.
Libellula fulva in Livland; Sitzber. Naturf. Gesellsch. Dor-
pat V. p. 379.
Cordulia alpestris de Sclys und arctica Zeit, in der Schweiz;
Mitth. Schweiz, ent. Ges. VI. p. 17 und 51.
Aeschna pratensis in Livland; Sitzber. Naturf. Gesellsch. Dor-
pat V. p. 379.
Neuroptera.
lieber die Bestimmung dervonLinn^ beschrie-
benen Arten der Gattung Phryganea äußert Hagen
einige von Wallengren (d, Ber. 1880. p. 392 (160)) ab-
weichende Ansichten; Stett. Ent. Zeit. 1880. p. 27 ff.
Derselbe macht in etwas boshafter Weise auf un-
richtige Abbildungen von Neuropterenlarven in Graber's
„Insekten" aufmerksam; ebenda p. 106.
M. von zur Mühlen liefert ein Verzeichniss der
inLiv-, Ehst- und Kurland bisher aufgefundenen
Neuropteren (85 Trichoptera, 40 Planipennia); Archiv
f. d. Naturkunde Liv-, Esth- und Kurlands. (2. Serie) IX.
p. 221 ff
Trichoptera. F. Müller hat seine frühep^n in verschiedenen,
z. Th. nicht wissenschaftlichen Zeitschriften zerstreuten Mittheilun-
gen über Trichopterengehäuse von Sta. Catharina in Brasilien in
Vol. III. der Archiv, do Musen national do Rio de Janeiro p. 99 if.,
209 £f., im Zusammenhange veröffentlicht, und von hier ist eine
üebersetzung von H. Müller in Zeitschr. w. Zool. XXXV. p. 47 ff.
mit Taf. IV und V erschienen. Es sind hier von Rhyacophiliden 4,
Hydropsychiden 3 (für die Verfertiger der einen Sorte wird der
Name 3Iacronema vorgeschlagen), Leptoceriden 12 (darunter Te-
tracentron, der auch in Grumichella-futteralen sich festsetzt, einige
Setodes-arten, u. a. S. gemma p. 80, Marilia major, minor; Phyll-
oicus (richtiger — oecus) major, medius, BromeliaTum^ die in dem
120 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
zwisclien den Bromeliaceenblättern sich ansammelnden Eegenwasser
lebt p. 81), Sericostomatiden 4 der Gattung Helicopsyche angehörige,
Hydroptiliden 9, darunter das von Diaulus Ladislavii; Lagenopsyche
Spirogyrcie, hyalina; Rhyacopsyche Hagenii; Peltopsyche Sieholdii,
(P. Mac Lachlani) Gehäuse beschrieben. Bei der Gattung Phylloecus
macht Müller darauf aufmerksam, dass sie die Regel, dass Verschieden-
heit in der Bewaffnung der Schienen mit Sporen zu generischer
Trennung ausreiche, zunichte mache, da Ph. major und medius 2, 4,
4, Bromeliarum 2, 4, 2 Schienensporen habe; im übrigen sind sich
Ph. major, medius und Bromeliarum, namentlich aber die beiden
letzteren so ähnlich, dass eine Trennung derselben nicht möglich ist.
In einer Note sur l'Helicopsyche sperata berichtigt R o u-
gemont zwei Irrthümer in seiner früheren Mittheilung' (d. Ber. 1880.
p. 393 (161) f.), erzählt von seinen vergeblichen Bemühungen, das
Insekt auch diesseits der Alpen aufzufinden und theilt einige brief-
liche Notizen F. Müller's mit; Bull. Soc. Sei. Nat. Neuchatel XII.
p. 29 ff. ,
Flänipennia. Dilar Prestoni (Rio Janeiro ; der erste Vertreter
dieser Gattung in der Neuen Welt) ; M'Lachlan, Ent. Monthl. Mag.
XVII. p. 39.
Ueber eine neue Rasse des Ascalaphus baeticus JRarnb.
vom Montserrat s. de Selys -Longchamp s in den C. R. Ent. Belg.
1880. p. 48.
Diptera.
F. Meinert. Sur la construction des orgaues
buccaux chez les Dipteres. Bericht über die 12. Ver-
sammlung Skandinavischer Naturforscher 1880 in Stock-
holm. Entom. Tidskrift I. p. 150. Die Dipteren gehören
nach Meinert (s. oben p. 89) zu denjenigen Insekten, deren
Mundtheile bloße Fortsätze der Kopfsegmente oder des
Pharynx, nicht aber Gliedmaßen sind. Eine wichtige Rolle
spielen der Epipharynx und der Hypopharynx, von denen
der erstere gewöhnlich mit der Dorsalhälfte des ersten
Segments verschmilzt und einen wesentlichen Bestandtheil
des „Labium'' ausmacht ; die Entwickelung des Hypopha-
rynx correspondiert mit der des Labium; dieses ist der
ventrale Theil des ersten Kopfsegments und die Lippen-
taster sind die Exponenten dieses Segments. Die Unter-
kiefer gehören als bloße Fortsätze dem zweiten Segment
an, und selbst die Kiefertaster sind gewöhnlich (nicht bei
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 121
Culex und Tipula) einfache, ungegliederte Fortsätze. Das
dritte Segment, das gewöhnlich die Mandibeln trägt, ist
hier ohne Gliedmaßen und gewöhnlich selbst ohne Fort-
sätze (ausgen. z. B. bei Culex und Tabanus).
Denselben Gegenstand behandelt in ausführlicherer
Weise M. A. Menzbier in dem Bull. Soc. J. Natur. Moscou
LV. Nr. 1. p. 8 ff. Tab. II, III: Ueber das Kopfskelett
und die Mundwerkzeuge der Zweiflügler. In einem
ersten Theile giebt Menzbier einen historisch-kritischen
Ueberblick über die Ansichten früherer Forscher und ent-
scheidet sich dann für folgende Anschauungen: Der Kopf
der Insekten besteht aller Wahrscheinlichkeit nach aus 6
Segmenten, deren jedes sich aus einem Histoblastenpaar
entwickelt. Das erste (I) Segment bildet den Hinterkopf
mit den Ocellen, das 2. (II) den Vordertheil mit den An-
tennen, das 3. (VI) die Unterlippe, das 4. (V) die Maxillen,
das 5. (IV) die Mandibeln (diese bei den Dipteren gewöhn-
lich verkümmert), das 6. (III) die Oberlippe, die den
Körper dieses anhangslosen Segmentes ausmacht. Die
durch die arabischen Ziffern angedeutete Reihenfolge ist
die durch den Umfang der betreffenden Segmente gegebene ;
Mandibeln, Maxillen und Labialtaster begründen als Seg-
mentanhänge eine Homologie der Reihe, von der die
Oberlippe als anhangloser Segmentkörper ausgeschlossen
ist. — Das vergleichende Studium der Mundwerkzeuge
von Tabanus, Syrphus, Musca u. a. ergiebt nun folgendes
Resultat: Unter den Dipteren giebt es sowohl Formen mit
vollkommen entwickelten Mundtheilen (Haematopota etc.),
als auch solche mit vereinfachten (Syrphus, Empis, Musca,
Stomoxys, Sargus). Bei vielen existiren Epi- und Hypo-
pharynx als Auswüchse der oberen und unteren Schlund-
wand; ersterer verwächst gewöhnlich mit dem Labium;
der Hypopharynx dient als Rinne zur Fortleitung des Spei-
chels und bisweilen (Stomoxys, Empis) als Lancette. Bei
Musca bestehen die Mundtheile aus Labrum, Epipharynx,
Labium und Maxillartastern; auch Labrum und Labium
entwickeln sich bei Musca aus 2 gesonderten Paaren von
Histoblasten.
G. Macloskie geht ebenfalls nach einer durch
122 Bertkaii: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Holzschnitte erläuterten Darstellung des Rüssels einer Haus-
fliege auf die Homologie der Theile desselben mit den
Mundtheilen anderer Insekten ein; Amer. Naturalist 1880.
p. 153 ff. Nach ihm liegt die Basis der Mundtheile in der
Mitte des Rüssels, indem er die dahinter gelegenen Theile
(fulcrum Lowne's) als Endocranium deutet. Die davorste-
henden Palpen ,, scheinen aus den Maxillen zu entspringen"
(?point out) und die von dem Autor operculum genannte,
vor dem Fulcrum auf der Oberseite des Rüssels liegende
Chitinplatte deutet er als verwachsene Mandibeln, die noch
vielleicht die Oberlippe zwischen sich haben. Bei dem
Vorstrecken des Rüssels scheinen neben den Muskeln auch
die Tracheen eine wichtige Rolle zu spielen.
A. Hammond sucht in einer On the Thorax of the
Bio w - üj (Musca vomitoria) geschriebenen Abhandlung die
Ansicht zu begründen, dass gleich dem Thorax der Lepido-
pteren undHymenopteren auch der der Dipteren hauptsächlich
vom Mesothorax gebildet sei und dass der Pro- und na-
mentlich der Metathorax in der Entwickelung sehr zurück-
trete. Die Regel, dass der Metathorax nie Stigmen habe,
gilt auch für die Dipteren, wenn auch das scheinbar meta-
thorakale Stigma hier einem anderen Segment angehört
als bei den Hymenopteren, wo es eigentlich das erste ab-
dominale ist. Bei den Dipteren gehört es nemlich dem
Mesothorax an. Mesothorakal ist auch das Metasternum
Burmeister's und Lowne's, und zwar, wie aus dem Ver-
lauf der Muskeln hervorgeht, das mesothorakale Epimeron.
An dem Prothorax der Puppe finden sich 2 dorsale An-
hängsel, die ohne Zweifel dasselbe wie die größeren Pro-
thorakalhörner der Puppen von Microdon sind und denen
Bertkau die Funktion zuschrieb, das Tracheensystem an
dieser Stelle zu öffnen; nach Hammond sind es, wie
schon P. Mayer wollte, Homologa der Flügel des Meso-
und der Schwinger des Metathorax. — Journ. Linn. Soc.
London, Zoology, Vol. XV. Nr. 81. p. 9 ff. PI. I, II.
Viallanes weist in der Haut von Eristalis und
Musca, an Stellen, wo weder Haare noch andere Cutiku-
largebilde sind, eine große Zahl von Nervenzellen nach.
Dieselben befinden sich zwischen der Hypodermis und der
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 123
nach innen gelegenen bindegewebigen Haut und besitzen
gewöhnlich 4 — 5 Fortsätze, von denen der eine, der „cen-
tripetale", stärker ist und mit einer Hauptfaser zusammen-
hängt; die übrigen anastomosieren entweder oder enden
unterhalb oder zwischen der Hypodermis. C. R. XCI. p.
1089 ff. -
Derselbe: Sur Tappaveil respiratoire et circu-
latoire de q uelques larves deDipteres. ebenda XC.
p. 1180. Die Beobachtungen des Verfassers, die mit denen
Jaworowski's über das Herz von Mückenlarven und
Dohrn's über das von Gryllotalpa nicht im Einklänge
stehen, zeigen das Herz als einen anfangs nur vorn und
hinten offenen Schlauch. Derselbe ist im hinteren Körper-
theile von den vom Verfasser sog. Perikardialzellen um-
hüllt, die sich an den Seiten stark vermehren und durch
Fortsätze an die Körperwand anheften; so wird der pri-
mitive Perikardialsinus gebildet. Die seitlichen Ostien
entstehen einfach durch locales Zerreißen der Herzwandung.
Porczinsky hielt auf der VI. Vers, russischer Na-
turforscher und Aerzte einen Vortrag über die bisher be-
kannten viviparen Museiden in biologischer Bezie-
hung, dessen Inhalt mir unbekannt geblieben ist.
Brass macht die vorläufige Mittheilung, dass die
verschiedenen Lautäußerungen der Fliegen durch die
Schwingungen der Flügel und der Bekleidung des Körpers
bedingt werden, nicht durch die Stigmen des Thorax; Zeit-
schr. ges. Naturw. 1880. p. 683.
J. Mik macht Dipterologische Mittheilungen;
Verh. Zool. Bot. Ges. Wien XXX. p. 587 ff. Taf. XVII.
(I. Ueber einige Dipteren aus der Sammlung Dr. Emil
Gobert's in Mont-de-Marsan; IL Zwei neue Dipteren aus
Oesterreich ; IH. Ueber das noch nicht bekannte Männchen
von Trichonta obesa Winn.)
F. Brauer. Die Zweiflügler des Kaiserlichen
Museums zu Wien L 1. Die Kaiserliche, Winthem'sche,
Wiedemann'sche und Egger'scbe Sammlung. 2. Systema-
tische Uebersicht. 3) Die Tabanus-Arten der Europäischen,
Mediterranen und Sibirischen Subregion. Am wichtigsten
von diesen 3 Theilen ist der zweite, in dem Brauer eine
124 Bertkau: Bericlit üb. die wissenschaftl. Leistungen
Charakteristik aller Hauptgriippen der ganzen Ordnung
und der Familien der D. ortliorrhaplia in Form einer ana-
lytischen Tabelle giebt. Zunächst theilt Brauer die Ord-
nung in die beiden Unterordnungen Orthorrhapha und Cy-
clorrhapha wie früher, führt aber für die Berechtigung
dieser Eintheilung neue Argumente vor und lehrt nament-
lich diese beiden Unterordnungen auch an der Imago un-
terscheiden. Die Imagines der Cyclorrhapha haben nem-
lich eine Bogeunath am Kopf, welche über die Ansatzstelle
der Fühler (sog. lunula) hinwegläuft und den Kopf in eine
obere Hälfte mit Scheitel, Stirn, Augen und Wangen, und
eine untere mit Fühlern, Untergesicht, Backen und Mund-
theilen zerlegt. Diese Nath ist aus der Spalte entstanden,
aus welcher während des Sprengens des Pupariums die
Stirnblase hervortritt; ist die Funktion derselben beendet,
„so tritt sie zurück, und ihre festen Ränder schließen an-
einander zur Begrenzung jener Bogennath". Bei den Ca-
lypteren ist die Bogennath immer sehr deutlich zu sehen,
bei den Acalypteren ist sie in der Mitte oft unter dem
vorgezogenen Stirnrande versteckt und nur an ihren seit-
lichen Enden unter den Wangen zu sehen. Eine Mittel-
gruppe zwischen Cyclorrhapha und Orthorrhapha bilden
die Syrphiden, bei denen die Bogeunath sehr verkürzt ist.
Dieses ist namentlich bei den Gattungen der Fall, bei
welchen (z. B. Microdon) die Fühler dicht bei einander in
einer unpaaren Grube entspringen. Sowohl lunula als
Bögenhath fehlt den Orthorrhapha. Nach diesem Merkmal
gehört die Gattung Diopsis, deren Stellung nach dem
Flügelgeäder zweifelhaft blieb, zu den Cyclorrhapha. Bei
den Orthorrhapha wird ferner die Discoidalzelle stets von
der Discoidal- (vierten Längs-)ader allein gebildet, bei
den Cyclorrhapha von ihr und der fünften. Bei den Ne-
matoceren, zeigt ferner Brauer, hat man zwei Qucrnäthekles
Rückenschildes zu unterscheiden; bei den Oligoneura und
Euce])hala sind beide rudimentär, oder nur die vordere
vollständig, bei den Polyneura die vordere rudimentär
und die hintere an der Flügelbasis sehr vertieft. Ptycho-
ptera, die durch den Kopf der Larven zu den Eucephalen
gehört; hat auch eine entwickelte vordere und rudimentäre
im Gebiete der Arthropoden im Jahre, 1880. 125
hintere Natb. Die Cyclorrliapba werden nach Ausschluss
der Pupipara, Syrphiden, Pipunculiden und Platypeziden
in die beiden Gruppen Schizometopa und Holometopa und
die letzteren wieder in 4 ünterabtbeilungen getheilt. Eine
weitere Eintbeilung in Familien ist nicht durchgeführt; die
letzteren sind nur aufgezählt, erfahren aber z. Tb. eine
andere Begrenzung als bisher üblich war.
Bigot's Fortsetzungen seiner Dipteres nouveaux
ou peu connus in den Ann. Soc. Ent. France 1880 ent-
halten: Genres Plagiocera, Formosia et Rutilia p. 85 ff.;
Diopsidae (G. Anaeropsis, Laglaisia, Zygotricha, Teleopsis)
p. 90 ff.; Quelques Dipteres de Perse et du Caucase p.
139 ff.; G. Eristalis p. 213 ff.; Notes et melanges: Tabanidae
p. 369 ff.; Tableau synoptique des genres presenteraent
formes par les auteurs aux depens des anciens genres Pan-
gonia et Tabanus p. 373 ff.
J. Mik liefert die Beschreibung neuer Dipteren,
zumeist aus Oesterreich, mit bekannter Genauigkeit; Verb.
Zool. Bot. Ges. Wien XXX. p. 347 ff.
Osten-Sacken spricht über einige merkwürdige
Fälle von Verschleppung und NichtVerschleppung
der Dipteren nach anderen Welttheilen; Stett. Ent,
Zeit. 1880. p. 326 ff. Eristalis tenax, bis 1875 in Nord-
amerika noch nicht beobachtet, wurde in dem genannten
Jahre zum ersten ;Male in einem Exemplar, im folgenden
in mehreren Exemplaren, und 1877 „zu Hunderten" gefan-
gen, in Massachusetts, Illinois, Georgien, Missouri und
Washington Territory. Zur Erklärung dieses fast gleich-
zeitigen Auftretens an mehrere Tausend Kilometer ent-
fernten Punkten stellt 0. -Sacken zwei Hypothesen auf, von
denen die eine, die das autochthoue Vorhandensein dieser
Fliege in den westlichen Staaten, und eine rapide Ver-
breitung seit der Berührung derselben mit der Cultur an-
nimmt, am plausibelsten ist; es würde dann also keine
Verschleppung nach einem anderen Welttheile vorliegen.
— Ferner ist der in Europa weit verbreitete Syrphus py-
rastri in den Pacilischen Staaten aufgefunden worden, in
den Atlantischen Staaten dagegen nicht; aus Lappland
kann er nicht nach Amerika eingewandert sein, da er in
126 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Lappland noch nicht gefunden ist. Ferner ist der Euro-
päische Psilopus pallens in einigen Seehäfen Nordamerikas
gefunden worden; da derselbe sich gerne an menschlichen
Wohnungen aufhält, so ist er wahrscheinlich zu Schiff
nach Amerika gebracht worden. — Als Art, deren Ver-
schleppung man am ehesten erwarten könnte, die aber doch
in Amerika noch nicht gefunden ist, erwähnt O.-Sacken
Sarcophaga carnaria.
Cecidomyia Persicariae L.\ Sciara lutea Meig.; Scio-
phila alacris Winn.; Empalia vitripennis Jfei^.; Asyndulum
femoratum Meig.j Tanytarsus hilarellus Zett.'j Dixa macu-
lata Meig.; Tipula marginata Meig.-^ Erioptera propinqua
Egg.) Dasypogon teutonus in Holland; v. d. Wulp, Tijd-
schr. V. Ent. XXIV. Verslag p. CXIX.
E. Taschenberg hält die sog. Giftfliegen für eine
Fabel und schreibt die Erkrankungen, die allgemein mit
dem Biss, resp. Stich dieser Fliegen in Zusammenhang
gebracht werden, anderen Ursachen zu ; Zeitschr. f. d. ges.
Naturw. 1880. p. 197 f.
Die „Bestimmung" der Stubenfliege ist, das „Unge-
ziefer" (d. h. Pilzsporen u. s. w.) zu vertilgen; Steltzner,
Verh. Ver. f. Natur- u. Heilk. Pressburg. N. F. 4. Heft
p. 79 ff.
J. Mik giebt über das Präpariren der Dipteren
Unterweisung; Verh. Zool. Bot. Ges. Wien XXX. p. 359 ff.
Nematocera.
Gedidomyidae. E. A. Fitsch beobachtete an Blättern cleaRa-
nunculus repeus eine Cecidomyiagalle, die vielleicht vou C. Rauun-
culi herrührt; The Entomologist 1880. p. 145.
Derselbe zählt in alphabetischer Reihenfolge der Artnamen
die Englischen Gallmücken auf und giebt dazu bibliographische No-
tizen; ebenda p. 146 ff.
In der Einleitung zu seinem Aufsatze ül)er neue Gallmücken
und neue Mückengallen (Verh. Zool. Bot. Ges. Wien XXX. p.
31 ff.) setzt Loew die Gründe auseinander, die ihn abhalten, die von
Karsch vorgeschlagene Aendenmg in der Nomenklatur dieser Fa-
milie anzunehmen; vgl. d. Ber. 1879. p. 179 (523). Es werden darauf
beschrieben: Cec. galiicola (G. moUugo) p. 33, Violae (V. tricolor)
im Gebiete der Artbropoden im Jahre 1880. 127
p. 34; Diplosis nntliophthora (Verbascum Orientale) p. 36; Asphon-
dylia Dorycnii (D. snffniticosum) p. 37, sowie neue Gallen auf Ver-
bascum lychnitis, Hieracium pilosella, Ononis columnae, Rhus cotinus.
Wachtl beschreibt Asphondylia "Hornigi (in Blüthen von Ori-
<j:annm vulgare) p. 531. Fig. 1, Ililci (Hülse von Medicago sativa)
p. 534 Fig. 2 und maclit Bemerkungen über die Puppen und Gallen
der Asphondylien inj. Allgemeinen; Verh. Zool. Bot. Ges. Wien XXX.
Taf. XVIII.
Bull. No. 4 der U: S. Entom. Commission enthält:
The Hes sian fly, its ravages. habits, enemies, and means
of preventing its increasc; by A. S. Packard; mit 2 Tondruck-
tafeln, die Entwickelungsgeschichte darstellend, und einer Karte ihrer
geographischen Verbreitung.
H. A. Hagen nimmt aus dieser Broschüre Anlass, den auch
hier wiederholten Irrthum eines Importes durch die hessischen Trup-
pen zu bekämpfen. Er kommt zu folgenden Schlüssen: I. die Fliege
kann nicht durch hessische Truppen importiert sein. II. Sie war
wahrscheinlich vor dem Kriege bereits in Amerika. III. Sie war
vor 1857 in Deutschland unbekannt. Canad. Entomol. XII. p. 197 fif.
Derselbe erinnert an seine im Corrbl. naturf. Ver. Riofa XL
p. 147 gemachte Mittheilung über die wahrscheinliche Parthenoge-
nesis dieser Art.
lieber Cecid. cerealis A. F. (non Saut.)^ s. Bull. Soc. Imp. Nat.
Moscou 1880. III. p. 133 ff.
C. Gollmeri (Caracas auf einer Rubiacee); Kar seh, Zeitschr.
ges. Naturw. 1880. p. 297.
Miss E. A. Ormerod beschreibt eine Galle von Tanacetum
vulgare, die w^ahrscheinlich von Oligotr. tanaceticolus Kar seh (d.
Ber. 1880. p. 398 (166)) herrührt; Proc. Ent. Soc. London 1880.
p. XXVII.
Mycetophilidae. Mik beschreibt das bisher noch nicht be-
kannte Männchen von Trichonta obesa Winn., Verh. Zool. Bot.
Ges. Wien XXX. p. 607. Taf. XVII. Fig. 13—15, sowie Tr. Immata
^ ^ n. s]3. p. 604 ff. Fig. 9—12 aus Galizien und Oberösterreich.
Slmuliadae. Bamard beschreibt Eier, Larve und Puppe
einer nicht näher bestimmten Simuliumart. Die Eier werden an
Felsen in großen Massen abgesetzt; die jungen Larven suchen das
Wasser auf und lieften sich mit dem Afterende an. um nicht durch
die starke Strömung fortgerissen zu werden. Außerdem lassen sie
noch einen im Wasser erhärtenden Faden eines flüssigen Secretes
austreten, an dem sie festhangen, wenn der Hinterleib abgelöst ist.
Die Puppe liegt in einem stiefeiförmigen Cocon an Felsen und streckt
aus der Oeffnung gabelförmige Fortsätze aus, die von Barnard
für Tracheenkiemen erklärt werden. The Amer. Entomol. 1880.
p. 191 f.
128 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Blepharoceridae. F. Müller macht die Larven einer Palto-
stomaart (P. torrentium) bekannt, aus denen er ^ und Q erhielt;
die letzteren sollen dimorph sein; die einen haben nach dem Plane
der Tabaniden gebaute Mundwerkzeuge, den anderen fehlen die
Mandibeln, wie den Männchen ; andere Unterschiede bestehen in der
Größe der Augen und der Bildung des letzten Tarsengliedes. Kos-
mos, Octob. 1880. — Osten-Sacken begleitet diese Mittheilung
mit einigen kritischen Bemerkungen, nach denen es zweifelhaft ist,
ob die Art zur Gattung Paltostoma gehört; E. M. M. XVII. p. 130;
vgl. auch Brauer im Zool. Anz. 1880. p. 134, der die Müller'-
sche Art zur Gattung Paltostoma (= Hapalothrix Low) rechnet und
von Blepharocera fasciata eine ähnliche Lebensweise kennen lehrt.
Tipulidae. F. Westhoff bringt als Beitrag zur Kennt-
niss der westfälischen Arten der Abtheilung Tipulinao
Scliiner ein Verzeichniss der um Münster beobachteten (44) Arten; 8.
Jahresber. Westf. Prov.-Ver. f. Wissenschaft und Kunst p. 41 ff. mit
Tafel.
Tipula rufescens (Oberes Ruhrthal); Westhoff a. a. 0. p. 50.
Pachyrrhina guestfdlica (Münster); Westhoff a. a. 0. p. 51.
Fig. 7—12.
Brachycera.
Xylophagidae. Beling schildert die Metamorphose von
Coenomyia ferruginea Scop.; Verh. Zool. Bot. Ges. Wien XXX.
p. 343 ff. mit 2 Holzschnitten. Die Larven leben als gefräßige Räu-
ber in der Erde, namentlich an kleinen Erhöhungen.
Stratiomyidae. Subula irmo^afa* (Persien); Bigot, Ann. Soc.
Ent. Fr. 1880. p. 148.
Pachygaster Pini Perr. == P. minutissimus Zeit.; Mik,
Verh. Zool. Bot. Ges. Wien XXX. p. 590.
Tabanidae. Mcgalomyia (n. g. Acanthomerae simillimum;
differt articulo tertio ant. abbreviato, apice chaeta longa setiformi
instructo; für Ac. seticornis Wicd. und) argyropasta (Panama); Bi-
got, Bull. Ent. Fr. 1880. p. V.
Acanthomera ruhriventris (Guatemala), fulvida (Guyana); der-
selbe ebenda.
Pangonia tigris (Persien); Bigot, Ann. Soc. Ent. F'r. 1880.
p. 143.
Auf S. 119 ff. der Denkschr. Kaiserl. Acad. Wissensch., Ma-
theni. Naturvv. Cl., XLll, behandeltt Brauer die europäischen
Arten der Gattungr Tabanus L. s. str. mit Rücksicht auf die
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 129
Arten der mediterranen und sibirischen Subregion. Zunächst be-
spricht Brauer die Arbeiten seiner Vorgänoei' und stellt nach den
an Typen reichen Sammlungen des Wiener Museums die Synonymie
zahlreicher von Linne, Meigen, Wiedemann, Low u.a. beschriebener
Arten fest; das von Osten-Sacken angegebene Merkmal behaarter
und unbehaarter Angen und des Besitzes oder Mangels eines Ocel-
lenhöckers am Scheitel der Weibchen wird als von großer Wichtig-
keit für die Artbestimmung anerkannt und begründet die Unter-
gattungen Tabanus s. str., Atj'lotus O.-S., Therioplectes (Zeit.) O.-S.
Es werden hierauf die Männchen von 55 und die Weibchen von 62
Arten in analytischer Tabelle charakterisiert und dann 63 Arten
(das 0 von T. cyanops ist unbekannt) eingehender beschrieben, und
die Taster beider Geschlechter und Stirnstriemen der Weibchen in
neunfacher Vergrößerung auf 6 Tafeln abgebildet. Von diesen 63
Arten gehören 21 zu Therioplectes, 18 zu Atylotus und 24 zu Ta-
banus. T. flavipes ist aus Nordamerika und vom üssuri bekannt;
bei einer genaueren Durchforschung Sibiriens, sowie der Westküste
und des nördlichen Theiles von Amerika steht zu erwarten, dass
mehr gemeinsame Arten nachgewiesen werden.
Tabanus niveipalpis (Persien), Abazos (ibid.); Bigot, Ann.
Soc. Ent. Fr. 1880. p. 145 f., (Therioplectes) Mülilfeldi (Kleinasien ;
Amur) p. 149. Taf. I und V. Fig. 11, Erberi (Corfu) p. 151. Taf. II
und V. Fig. 13, cyanops (Syrien) p. 153. Fig. 15, (Atylotus) rupium
(Geisberg bei Salzburg) p. 163. Fig. 26, latestriatus (Spanien; Corfu;
Dalmatien) p. 170. Taf. III. Fig. 33, (Tabanus) MiJcii (Oesterreich)
p. 195. Taf. IV und VI. Fig. 52, {GerJcei = fraterculus Wied. nom.
praeocc. p. 205); Brauer a. a. 0.
Chrysops Mlokosiewiczi (Persien); Bigot, Ann. Ent. Fr. 1880.
p. 146.
Haematopota öbscura (Persien); Bigot, Ann. Soc. Ent. Fr.
1880. p. 147.
Midasidae. Phyllomydas (n. g. Ectypho proximum) phyllo-
cerus (Rocky Mts.); Bigot, Bull. Soc. Ent. Fr. 1880. p. XLVI.
Leptidae. Clinocera barbatula (Oesterreich, Ungarn), plectrum
(Oesterreich, Galizien), p. 347, tibiella (Tirol, Salzburg), Storchn
(Salzburg, Galizien) p. 348, hastata (Oberösterreich), longipennis (Un-
garn) p. 349, pirata (Böhmen), pliantasma (Niederösterreich; Baiern)
p. 350, WacMlii (Niederösterreich), impudica (Norwegen) p. 351,
Braueri (Galizien) p. 352; Mik, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien XXX.
ÄSilidae. Alcimus ponticus (Persien); Bigot, Ann. Soc. Ent.
Fr. 1880. p. 148.
Bombyliadae. Systoechus oreas und Triodites mus in den Ei-
häufen von Caloptenus spretus schmarotzend; s. Ent. Monthl. Mag.
XVII. p. 161 und II. Rep. U. S. Entom. Commiss. p. 262 £f. PL XVI.
Karsch spaltet die Gattung Systropus Wied. in zwei Gat-
Arch. f. Naturgesch. XXXXVn. Jahrg. 2. Bd. J
130 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
tungen: Systropus, als deren Type er S. macilentus Wied., und Ce-
phenus Lätr. (von diesem für Systropus eingeführt), als deren Type
er S. nitidus Wieä. ansieht. Die Unterschiede beider Gattungen
beruhen auf dem Flügelgeäder, und die erstere ist bis jetzt auf
Afrika beschränkt. Neue Arten sind: S. clavatiis (Cap); Cephenus
columhianus (Bogota), angulatus (Dallas), infuscatus (ibid.) p. 657, femo-
ratus (St. Joao de Key), imhecillus (Georgia) p. 658; Zeitschr. f. d.
ges. Naturw. 1880. p. 654 £f.
Empidae. Enoplempis (n. g. Empidi proximum) tnira (Calif.);
Bigot, Bull. Soc. Ent. Fr. 1880. p. XLVII.
Megacyttarus (n. g. Ocydrora. vicinum) ar;grmifews (Colorado) ;
derselbe ebenda.
Dolichopodidae. Rhaphium tibiale Perr. = Rh. longicorne
Fall; Mik, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien XXX p. 589.
Die Beschreibung, die Perris von Medeterus ambiguus
entwirft, passt nicht auf diese Zetterstedtsche Art, sondern am bes-
ten auf M. nitidus Macg.) ob die Larve und Puppe, die Perris von
M. ambiguus beschreibt und abbildet, dieser Art oder M. nitidus
angehört, bleibt fraglich; Mik, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien XXX.
p. 590 f.
Hercostomus papülifer (Niederösterreich); Mik, Verh. Zool.
Bot. Ges. Wien XXX. p. 353 ff. mit Holzschnitt.
Teuchophorus Simplex (Oberösterreich; ausgezeichnet durch
den Besitz von nur einer Borste an den Mittelschienen des (^);
Mik, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien XXX. p. 602. Taf. XVII, Fig. 8.
Conopidae. Sphyxosoma flavicauda (Persien); Bigot, Ann. Ent.
Fr. 1880. p. 149.
Syrphidae. lieber Mesograpta Löio und Allograpta
Ost.-Sach s. v. d. Wulp in Tijdschr. v. Entom. XXIV. Verslag
p. cxx.
Brischke erzog Chilosia gigantea Zeit, aus den Wurzel-
anschwellungen der Scrophularia nodosa; Ent. Nachr. 1880. p. 56.
Plagiocera magnißca (Columbien) p. 85, nitcns (Dorei) p. 86;
Bigot a. a. 0.
A. Bat eil i liefert Contribuzione all' anatomia ed alla fisio-
logia della Larva dell' Eristalis tenax; Bull, Soc. Entom. Ital.
XI. p. 77 ff. Tav. I— V.
E, harhatus p. 214, ursinus, albihasis p. 215 (Hindostan), pa-
rens (Nordam.) p. 216, sonatus (ibid.), Inca (Peru) p. 217; Bigot
a. a. 0.
Orthoneura varipes (Persien); Bigot, Ann. Ent. Fr. 1880.
p. 150.
Eristalomyia pana p. 218, picta p. 219 (Hindostan), Fo (Amoy),
flaveola (Senegal) p. 220, rufoscutata (Mexico) p. 221, incerta (an huj.
gen.?; Brasil.), zehrina (Ternate) p. 222, tricolor (Tidore) p. 223,
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880, 131
SacTcenis (!), imcliypoäa p. 224, fulvipes p. 225 (Mexico), müesio'ides
(Bras.) p, 226, croccipes (Südam.), calops (Columb.) p. 227, Soulou-
qiiensis (! Haiti), alhiventris (Montevideo) p. 228, calomera (!an huj.
gen.?; Südamer.) p. 229, saphirina (Neu-Guinea) p, 230; derselbe
ebenda.
Oestridae. Eine Larve von liypo derma bovis im Gehirn
eines Pferdes i?); Mejrnin, Bull. Sog. Ent. Fr. 1880. p. LXIX f.
Muscidae. Psecacera (n. g. Tachinid. Meigeniae vicinum)
chiliensis (Gh.); Bigot. Bull. Sog. Ent. Fr. 1880. p. LIII.
Anoxycampta (n. g. Petagniae proximum) hirta (Alpen; aus
Heterog. penuella); derselbe ebenda p. CLL
Tryphera nigrifacies Perr. und Clista maura Perr. fallen mit
Tachina melanocephala Meig. zusammen; Schiner stellte die Art
in die Gattung Phyto P.-Desv. und Rondani gründete darauf die
neue Gattung Sa via; letztere sieht Mik als berechtigt an und un-
terscheidet sie in derselben Weise wie Rondani von Phyto durch
die Beschaffenheit der Stirn, Krallen und Pulvillen und den Besitz
oder Mangel von Borsten an den Vorderschieneu. Pliyto nigra H.-
Desv. ist das Weibchen von Savia melanocephala. Mik, Verb. Zool.
Bot. Ges. Wien XXX. p. 587 fif.
E. Bugnion beschreibt Larve, Pupi3e und Imago der Mei-
genia bisignata {Meig.), die außer in anderen Käfer-, Hymeno-
pteren- und Schmetterlingslarven auch in Lina tremulae schmarotzt ;
Bull. Soc. Vaudoise (2. S.) XVII. p. 17 £f. PI. I, IL
Formosia papiia (Neu-Guinea); Bigot a. a. 0. p. 87.
Rutilia castanipes p. 87, ruficornis, castanifrons p. 88, semifidva
p. 89 (Australien); Bigot a. a. 0.
Theria persica p. 150, flavidula p. 151, hirufa p. 152 (Persien);
Bigot, Ann. Ent. Fr. 1880.
M e a d e bandelt in ausführlicher Weise über Musca hortorum
Fall, und die verw^andten Arten, die bei Robineau-Desvoidy die
Gattung Morel lia bilden; Ent. Monthl. Mag. XVII. p. 22 ff.
Holmgren giebt die Entwickelungsgeschichte der Aricia flo-
ralis Zett.: Entom. Tidskrift I. p. 189 ff.
Aricia Gohertii (Frankreich; Oesterreich); Mik, Yerh. Zool.
Bot. Ges. Wien XXX. p. 599.
Die Larve von Hom alomyia prostrata Bouclie im mensch-
lichen Darm; Resoc. Soc. Ent. Ital. 1879. j). 16 f.
Pyrgota Fa^ae (1 Wagae ? ; Persicn); Bigot, Ann. Ent. Fr.
1880. p. 152.
Lauxania hispanica (Sp.), Mik, Yerh. Zool. Bot. Ges. Wien
XXX. p. 597. Taf. XVII. Fig. 6, 7.
Celyphua Dohrni (Kandahar); Bigot, Bull. Soc. Ent. Fr. 1880.
p. CLL
Osten -Sacken recognoscirte Trypeta gibba Ltv. aus
132 Bertkau: Bericht üb. die Wissenschaft!. Leistungen
Gallen von Ambrosia und macht darauf aufmerksam, dass von den
6 Amerikanischen Arten, deren Lebensweise bekannt ist, 4 in Gallen
und nur 1 in Compositenkörbchen leben, während in Europa die
Fliegen gerade die letzteren mit Vorliebe aufsuchen, und von 60
Arten nur 3 Gallen erzeugen. Psyche IIL p. 53.
Spilographa caucasica (C); Bigot, Ann. Ent. France 1880.
p. 153.
Joseph berichtet über die Lebensweise der Actora aestuum
Meig., deren Larve in dem vom Meer ausgeworfenen, aber von der
Fluth noch erreichbaren Fucus vesiculosus lebt und sich 10 — 12 cm
tief im Sande verpuppt. Die Imago ist gegen die Benetzung durch
das Seewasser durch einen wachsähnlichen üeberzug geschützt, der
z. Th. von kleinen, über den ganzen Körper zerstreuten, z. Th. von
größeren, den Schweißdrüsen mancher Säugethiere ähnlichen (!)
Drüsen geliefert wird. Das Secret dieser Drüsen ist Anfangs ölig,
und breitet sich über den ganzen Körper aus, erhärtet aber später
durch Verdunstung flüchtiger Bestandtheile. Als Schmarotzer der
Puppe der Fliege beobachtete Joseph eine einer Smicra clavipes
ähnliche „ Schlupf wespe". 57. Jahresb. Schles. Ges. vaterl. Cultur
p. 202 f. und Zool. Anz. 1880. p. 250.
Ochthiiphila, pallipes (Persien); Bigot, Ann. Ent. France 1880.
p. 154. *
Laboulbene beschreibt Mine und Imago von Phytomyza
aquifolii Goureau und tadelt Kaltenbach, der diesen Namen
in Ph. Jlicis umgeändert habe; Ann. Soc. Ent. Fr. 1880. p. 95 f.
Rondani lässt von seinen Species Italicae OrdinisDi-
pterorum Stirps XXV. Copromyzinae .^eii. erscheinen; Bull. Soc.
Ent. Ital. Xn. p. 3 fif. Bie Behandlung dieser Gruppe ist dieselbe
wie die der früheren. Als neu beschreibt Rondani: Borborus ni-
gripes p. 10, limbinervis, Boserii p. 12; Sphaerocera curvinal p. 16,
palUdimana p. 17; Gonioneura bisangulal p. 18; Elachisoma
(für Limosina nigerrima Hai. und) atomiisl p. 19; Limosina akka
p. 25, nana, exigua p. 26, reträcta p. 27, liliputana p. 28, plumosula,
ciliosa p. 29, ciUfera ! p. 31, simplicimana, furcata p. 33, luteilabris
p. 34, puerula, fulviceps p. 36, caenosa p. 38, roralis p. 39, hirtula
p. 40, albipennis p. 41.
Diopsidae. Bigot giebt a. a. 0. p. 91 eine synoptische Ta-
belle der Gattungen dieser Familie (Achias, Zygotricha, Plagioce-
phala, Anaeropsis, Laglaisia n. g., Zygocephala, Sphyracephala,
Teleopsis , Diopsis, Diasemopsis, Hexechopsis) und beschreibt La-
glaisia calopt er a{Amherhaki) p.92; Zygotrich robusta (Neu-Gui-
nea) p. 93; Teleopsis fulviventris (Indien) p. 94.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 133
Pupipara.
Hippoboscita Italica in familias et genera distri-
buta a Prof. C. Rondani; Bull. Soc. Ent. Ital. XI p. 3 ff . Italien
enthält die 3 wohl durch ganz Europa verbreiteten Familien der
Braulidae, Nycteribiadae und Hippoboscidae, welche der Autor in
analytischer Weise unterscheidet; ebenso werden die Gattungen in-
nerhalb der Familien behandelt und die Arten in den Gattungen.
Nur die Arten sind auch eingehender beschrieben. Die Abhandlung
ist in lateinischer, aber nicht immer correcter und leicht verständ-
licher Sprache abgefasst. Neue Arten scheinen bisweilen nach ge-
ringen Aenderungen in der Farbe und Größe, die z. Th. mit dem
Alter und Ernährungs- und Entwickelungszustand zusammenhängen
mögen, beschrieben zu sein. Misslich erscheint die Benennung der
neuen Arten nach bestimmten Wirthen, wenn die letzteren ganz un-
bekannt sind. ^Folgende Neuigkeiten sind beschrieben : Nycteribia
Ercdlanii (von Myotus murinus) p, 7; Melophagus rupicaprinus (R.
rupicapra; Rüssel sehr kurz; Hinterleib am Ende stark ausgehöhlt)
p. 12; Lipoptena capreoU (Wohnthier unbekannt; von L. cervi nur
wenig verschieden) p. 14; Clielidomyia (n. g. für Stenopteryx
Leach, welcher Name wegen der Aehnlichkeit mit Stenopterus und
Stenoptera mit Unrecht beanstandet wird; übrigens ist Chelidomyia
auch nicht richtig gebildet;) Cypseli (auf Cypselns und Hirundo) p. 16,
meWae (C. melba) p. 17; Ornithomyia Gestroi (auf Falco Eleonorae)
p. 18; Ornithophila (n. g.) vagans p. 20; Olfersia Botauri (Ardea
purpurata) p. 22, garzettae (Wohnthier unbekannt), falcinelli (Wohn-
thier unbekannt) p. 23; Hippobosca canina (auf verschiedenen Säuge-
thieren) p. 24, taurina (auf Rind) p. 25.
Fiori verzeichnet 10 von ihm bei Modena gefundene Arten;
Resoc. Soc. Ent. Ital. 1880. p. 12 f.
Wa t er ho use beschreibt einePolyctenes-artjP.Zow^iceps (Gua-
temala, auf Molossus abrasus Temm.\ nahe verwandt mit P. furaa-
rius Giglioli & Westw.) ; dieselbe hat abgestutzte, verwachsene Flü-
geldecken, die Waterhouse bei den früheren Arten als Dorsal-
platten des Mesothorax bezeichnet hatte. Auf Grund dieser Elytra
findet nun der Autor seine frühere Meinung (d. Ber. 1880. p. 405
(173)) über die systematische Stellung der Gattung unhaltbar und
neigt sich zur Ansicht Westwood' s, dass sie zu den Rhynchoteu
zu stellen sei; Trans. Ent. Soc. Lond. 1880. p. 319 f. PI. IX.
Aplianiptera.
C. Ritsema Cz. macht den Versuch einer chronologischen
üebersicht der bisher beschriebenen oder benannten (40) Arten
134 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
der Gattung Pulex Linn., mit Berücksichtigung ihrer Synonymen
und Angabe des Wirthes; Zeitschr. ges. Naturwissenschaft 1880.
p. 181 ff.
Derselbe liefert eine Nieuwe Naamlijst van Neder-
landsche Suctoria (16 A.) , nebst einer Bestiramungstabelle
nach Taschenberg's Monographie; Tijdschr. v. Entom. XXIV; Versl,
p. LXXXI ff.
Pulex Kergiielensis (K. auf Pelecanoides urinatrix Gmel.);
Tascheabsrg, Notes from the Leyden Museum Jl. p. 169; cf. d.
Ber. 1880. p. 406 (174).
Es ist noch unerwiesen, dass, wie Taschenberg in seiner
Monographie „die Flöhe" angiebt, Sarcopsylla am Löwen vor-
komme: das Objekt, auf das Taschenberg seine Angabe grün-
dete, stammte von einer brasilianischen Katzenart; Ehlers, Zool.
Anz. 1880 p. 430; vgl. d. Ber. 1880 p. 406 (174).
Lepidoptera.
Bürge SS erläutert an Danais Archippus den Bau des
Schmetterlingsrilssels und den Mechanismus des Saugens.
In den den Rüssel bildenden Maxillen sind keine Ringmus-
keln, wie Newp ort wollte, vorhanden, sonde-rn nur Längs-
resp. Quermuskeln, die von der unteren Seite schräg nach
vorn und oben laufen. Burgess meint nun, dass die Kon-
traktion dieser Muskeln ein Einr ollen des Rüssels bewirke,
was in der That eine höclist unpraktische Einrichtung der
Natur wäre und auch durch den Umstand als unrichtig
erwiesen wird, dass der Rüssel auch im Tode eingerollt
bleibt. Der Rüsselkanal führt in die Mundhöhle, an deren
Wandung sich Dilatatoren mit ihrem einen Ende ansetzen,
während das andere Ende an die Kopfwand sich inserirt;
der Eingang in diese Mundhöhle vom Rüsselkanal her ist
durch eine Klappe verschließbar. Der Mechanismus des
Saugens ist hiernach klar: durch Erweiterung der Mund-
höhle mittels der Dilatatoren wird dieselbe mit Nektar
gefüllt, bei Erschlaffung der Muskeln schließt sich die
Klappe am Eingange und der Druck der elastischen Wände
der Mundhöhle ])resst einen Theil des Inhaltes durch den
Oesophagus in den sog. Saugmagen. American Naturalist
1880 p. 313 ff.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 135
W. Breitenbach lässt aus einem umfangreicheren
Aufsatze ein Stück abdrucken, in welchem er den Nach-
weis zu führen sucht, dass die Chitingebilde an dem
Schmetterlingsrüssel als „Saftbohrer" (Opotrypen) fungi-
ren, wie bereits bekannt war; Entom. Nachr. 1880 p. 29 ff.
Der gedachte umfangreichere Aufsatz ist in der
Jenaisch. Zeitschr. f. Naturw. XV. p. 151 ff., Taf. IV- VI
als Beiträge zurKenntniss des Baues des Schmet-
terlingsrtissel erschienen. Auch Breitenbach nimmt
an, dass die Kontraktion der Quermuskeln den Rüssel ein-
rollen und dass dieser sich beim Erschlaffen derselben
ausstrecke.
Tichomirow trug auf der VI. Vers, russischer Naturf.
und Aerzte die Resultate seiner Untersuchungen über den
Bau der Sexualdrüsen und die Entwickelung der
Sexualproducte bei Bombyx mori vor; "ein Referat
über diesen Vortrag lieferte A. Brandt im Zool. Anz. 1880
p. 235 f., dem ich Folgendes entnehme: Zwischen Dotter-
und Eifach ist in der Mitte der beide Fächer trennenden
Epithelschicht ein Kanal, durch' den Dottersubstanz in den
Dotter einwandert. Die Epithelzellen schließen dicht
aneinander an und sind Anfangs bei Dotter- und Eifächern
gleich, werden aber später bei ersteren flacher, bei letzte-
rer höher. Jede Epithelzelle eines Eifaches bildet je ein
kleines Plättchen, dass mit seinen Nachbarn verschmilzt
und so zuletzt eines der kleinen Felder des Chorion bildet.
Die Testiculi „stellen zwei Säcke dar, in deren Höhlung
Tracheen eindringen nnd sich daselbst reichlich verzwei-
gen. Die beiden Säcke sind mit einer enormen Menge
kleiner Säckchen angefüllt, welche nach Form und Inhalt
verschieden sind, je nach ihrem jeweiligen Entwickelungs-
stadium." Die Innen wandung der Testikel ist nicht mit
einem Epithel ausgekleidet. „Die ganze Menge der mit
Spermatoblasten angefüllten Follikel wäre nicht als Inhalt
der Genitaldrüse, sondern als ein Theil derselben anzu-
sehen." Die Spermatozoen bilden sich aus den Sperma-
toblasten nach dem von La Valette St. George und
Bütschli angegebenen Schema. Zool. Anz. 1880 p. 235 f.
Nach Cholodkowsky besteht dagegen der Hoden
136 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
bei allen Schmetterlingen aus je 2x4 einfachen Schläuchen,
die bei Hepiolus, wie bereits E. Brandt zeigte, in dieser
einfachen Gestalt verbleiben. Bei den meisten aber werden
entweder jederseits die 4 Hodenschläuche, oder gar alle 8
von einer gemeinsamen Kapsel umhüllt; der Hoden zeigt
sich dann also (scheinbar einfach) paarig oder unpaar;
zwischen beiden steht die Form mit in der Mitte einge-
schnürter Kapsel, wie er sich z. B. bei Lycaena findet.
Zool. Anz. 1880 p. 115 (und 214).
J. Spängberg. Sur les nervures des alles chez nos
Papillons; Entom. Tisdskrift I. p. 154.
In einer Note on the structure of the scale of
the genus Mormo theilt Beck mit, dass er bei den
Schuppen dieser Art dieselbe !-ähnliche Zeichnungen aufge-
funden habe, wie sie von den Schuppen der Lepidocyrtis
bekannt sind. Er findet die Ursache auch hier in unregel-
mässigen Fältelungen auf der Außenseite der unteren (dem
Körper zugewendeten) Hälfte der Schuppe, während auf
der Außenseite der oberen Hälfte regelmäßige Längsrippen
vom Stiel bis zur Spitze verlaufen. Den Beweis dafür,
dass die Rippen und Fältelungen auf der Außenseite
liegen, sieht er in dem Umstände, dass Flüssigkeit in den
Vertiefungen sich hin und her bewegt. Journ. R. Microsc.
Soc. n. p. 8i0f.
Dagegen fand Bur meiste r bei Castnia, deren Schup-
pen die größten unter allen Schmetterlingen sind, eine
ganz andere Struktur; Physik. Beschr. der Argentinischen
Republik; Vol. V. Part. I. Buenos Ayres, Paris und Halle
1878. Die Schuppe ist anfänglich mit einer gefärbten
oder farblosen Flüssigkeit erfüllt, die allmählich eintrocknet;
die gefärbte Flüssigkeit lässt dann, namentlich an der
oberen Hälfte der Schuppe, ein Pigment zurück, das die
Farbe der Schuppe bedingt; die Flüssigkeit wird gleich-
zeitig durch die Luft ersetzt, die durch die Membran ein-
dringt. Darin stimmt nun Burmeister mit Beck über-
ein, dass nur die obere Hälfte der Schuppen die regel-
mäßige Längsstreifung besitzt, während die untere eine
große Zahl kurzer, unregelmäßiger Querlinien hat, die eine
Zeichnung ähnlich der der inneren Handfläche hervorrufen.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 137
Aber nach Burmeister liegen beide Systeme von Leisten
auf der inneren Seite der Wandung, aber olme den ganzen
Hohlraum zu durchsetzen, (lieber Burmeister's Angaben
habe ich nach den Mittheilungen im Journ. R. Microsc.
Soc. IL p. 866 f. referirt.)
Die Abbildung der Schuppen von Morpho cypris
und Sulkowskyi von Blake s. in den Proc. Ent. Sect.
Acad. Nat. Sei. Philad. 1879 p. XIV.
Bei Plectroctena Dohrni Petersen i. 1. hat der
innere Mittelsporn an den Hinterfüßen die Gestalt eines
einseitig gekämmten Schmetterlingsfiihlers (ähnlich den
Vorderschienen bei manchen Hymenopteren ; s. unten);
Snellen, Tijdschr. v. Entom. XXIV; Versl. p. CXXL
lieber sekundäre Geschlechtscharaktere Nor-
discher Tagfalter. Von Chr. Aurivillius. Bih. tili K.
Svensk. Vet.-Akad. Handl. V. No. 25. p. 1— 50; Taf. I-IIL
Nach einer geschichtlichen Einleitung beschreibt der Ver-
fasser bei 73 Tagschmetterlingen der Nordischen Fauna
die sekundären Geschlechtsunterschiede, die er als Farben-,
Formenverschiedenheiten und Neugebilde klassificirt. Eine
besondere Aufmerksamkeit widmete er den eigenthum-
lichen, zuerst von Baillif beschriebenen Schuppen, die
B. Deschamps als nur dem männlichen Geschlecht zu-
kommend erkannte, und die Aurivillius mit dem neu-
tralen Namen ^^Männchenschuppen" bezeichnet. Er theilt
dieselben ein in: Federbuschschuppen (plumulae peni-
cillatae), an der Spitze in ein Büschel von kleinen, feinen
Borsten aufgelöst; Spitzschuppen (pl. subulatae), mit
der Spitze in ein ungetheiltes Haar ausgezogen; Haar-
schuppen (pl. capillares) , gleichweit, haarfein, mit
stumpfer, etwas ausgebreiteter Spitze ; Gljederschuppen
(pl. articulatae) ; dieselben sind stabförmig, gegliedert und
zerfallen leicht in einzelne hintereinanderliegende Stücke;
sie sind nur beiHesperiaden beobachtet und haben Schnei-
der zu der Meinung veranlasst, dass der Flügel an den
betreffenden Stellen mit einem Staube bedeckt sei; Fächer-
schuppen (pl. flabelliformes), lang und schmal, an der
Spitze in eine gerundete, stark gestreifte Scheibe verbrei-
tert; Blasenschuppen (pl. papillosae), klein, birnförmig,
138 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
mit in Reihen geordneten gestielten Knöpfen; Punkt-
scliuppen (pl. punctulatae), den Normalschnppen beinahe
ganz ähnlich, aber ganzrandig, mit feinerer Sculptur und
an bestimmten Stellen des männlichen Flügels auftretend.
Hinsichtlich der Bedeutung der Männchenschuppen
bezweifelt Au ri villi us die allgemeine Gültigkeit der
Müller'schen Erklärung derselben als Duftschuppen
und ist eher geneigt, sie für eine Art Empfindungsorgan
zu halten. Die Entstehung derselben durch eine vom
Weibchen ausgeübte Wahl weist er ebenso zurück, wie
die der schöneren Farben der Männchen, aus dem Grunde,
weil das Männchen das Weibchen aufsuche und wähle;
mit diesem Einwände erkläre ich mich um so mehr einver-
standen, als ich bei Gelegenheit der Mittheilung über den
Duftapparat von Hepiolus hecta dieselbe Meinung geäußert
habe. — Auf die feinere Struktur der Schuppen geht der
Autor nicht ein.
In folgender Tabelle stellt der Verfasser die Haupt-
resultate übersichtlich zusammen:
A) die Geschlechter sind secundär unterschieden
a) Nur der Farbe nach:
1) der Manu mit intensiverer Farbe : Zerene Palaeno,
Hyale, Nastes; Colias rhamni.
2) das Weib mit intensiverer Farbe und reicherer
Zeichnung: Zerene Hecla; Heteropterus Sylvius.
ß) nur durch plastische Charaktere, nemlich:
1) verschiedene Ausbildung des Vorderfußes: Chry-
sophanus Phlaeas ; Cupido Alexis, Eumedon;
Hamearis Lucina; Vanessa; Brenthis; Nymphalis;
Melitae^ ; Pararga Achina ; Erebia; Coenonympha
Hero, Arcania, Tiphon;
2) eigenthümliche Schuppen beim Manne: Aporia;
3) einen pergamentähnlichen Eiersack (!) beim be-
fruchteten Weib: Parnassius.
4) Sowohl durch verschiedene Ausbildung der Vor-
derbeine als Mäuncheuschuppen: Coenonympha
Pamphilus; Hipparchia Hyperanthus;
5) Sowohl durch Costalumschlag mit Männchen-
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 139
schuppen als Haarbüschel an denHinterschienen:
Hesperia; Thanaos.
y) Sowohl durch Farbe als plastische Charaktere:
1) Männchenschnppen, Vorderfüße und
a) auf den Männchenschuppen beruhende Farben-
~ Verschiedenheit: Pararga; Satyrus; Argynniss.
Str.; Thecla W-album, rubi;
b) von den Mäunchenschuppen unabhängige Far-
benverschiedenheit: einige Cupido-Arten;
c) sowohl auf den Männchenschuppen beruhende
als von diesen unabhängige Farbenverschie-
denheit: Thecla Pruni; Epinephele Justina;
2) Männchenschuppen, auf ihnen beruhende Farben-
verschiedenheit, Vorderfüße und Flügelform:
Oeneis;
3) Vorderfüße und Farbenverschiedenheit allein:
Zephyrus; Thecla Ilicis; Chrysophanus (Phlaeas
exe); Cupido Orion;
4) Männchenschuppen und Farbenverschiedenheit
allein, die
a) theils auf jenen beruht, theils von ihnen unab-
hängig ist: Pamphila comma, Sylvanus ; Zerene
Edusa;
b) auf jenen beruht: Pamphila Thaumas, lineola;
c) von jenen unabhängig ist: Euchloe; Pieris.
B) Sekundäre Geschlechtsunterschiede fehlen: Leptidia
sinapis, Parnassius (so lange die Weiber unbefruchtet
sind); Papilio Machaon, Podalirius; Heteropterus Pa-
laemon.
Den Farbenunterschieden widmet Aurivillius noch
eine besondere Besprechung und hält dafür, dass man we-
der sagen könne, dass der Mann sich von der normalen
(ursprünglichen) Färbung entfernt habe (Darwin), noch das
Weib (Scudder); vgl. dies. Ber. 1879, p. 75 (419).
Ch. Darwin. Sexual colours of cevtain But-
terflies; Nature 1880. p. 237.
Eine von denBoers „Zand-Bestje" genannte und für
giftig gehaltene (Psychiden-) Larve der Karroo macht ein
Gehäuse aus Sand und Steinsttickchen, das einem Myria-
140 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
poden, speciell Peripatus, sehr ähnlich sieht; Proc. Ent.
Soc. Loüd. 1880. p. XXXIV.
Nach H. Müller erzeugt die eigenthtimliche Körper-
haltung der Raupe von Stauropus Fagi ein spinnenähn-
liches Ansehen und schreckt Schlupfwespen ab (!); auf die
Autorität Fleddermann's hin sollen in der That die Raupen
dieses Spinners nie von Ichneumoniden angestochen wer-
den. Kosmos, 1879. p. 123; Journ. R. Microsc. Soc. III.
p. 780 und Proc. Ent. Soc. London 1880. p. III f. Dazu
bemerke ich, 1) dass schon mehrere Schlupfwespen aus Spin-
nen und von ihrer Mutter bewachten Spinneneiern erzogen
sind; 2) dass das erste und einzige Exemplar einer Raupe
von St. Fagi, das ich gefunden habe, von Schlupfwespen
(30 — 40 Stück) einer kleinen Art angestochen war.
W. H. Edwards untersuchte den Einfluss der Kälte
auf einige Nordamerikanische Tagfalter, namentlich Papilio
Ajax. Dieser kommt in einer helleren Wintergeneration
(P. Telamonides und Walshii) und einer dunkleren Som-
mergeneration (P. Marcellus) vor. Neben der Farbe ist
auch der Schnitt der Flügel in beiden Varietäten ein an-
derer. Durch Kälte ließ sich nun künstlich die Färbung
von P. Telamonides, resp. Walshii, bei solchen Puppen
erzielen, die eigentlich P. Marcellus hätten liefern müssen;
der Flügelschnitt v^urde nicht verändert. Je länger die
Kälte dauerte, um so ausgeprägter die Verschiedenheit;
im Minimum sind 11 Tags erforderlich, und mehr als 30
Tage sind überflüssig; die Puppe muss aber spätestens 3
Tage nach ihrer Verwandlung in die Eiskammer gebracht
werden, und je früher sie der Kälte ausgesetzt wird, um
so besser ist es. Doch erträgt sie einen solchen Versuch
nicht vor 2 Stunden nach dem Abstreifen der Raupenhaut.
Die anderen Arten, mit denen Edwards experimentierte,
waren Grapta interrogationis und Phyciodes tharos. Psyche,
III. p. 1, 15, 75.
Künckel macht über die x\rt und Weise und die
Organe, mit denen die Puppe (namentlich Stürzpuppe) be-
festigt ist, Mittheilungen, die nur Bekanntes bringen; C.
R. XCI. p. 395.
Jousset de Belle sme vermuthet in der Lebens-
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 141
tbätigkeit der Puppe eine Quelle von Wärme, die sie zum
Widerstände gegen große Kälte befähigt (?); La Nature
VIII. p. 82.
Oberlaender berichtet, dass eine große Zahl männ-
licher Zygae na filipendulae seine Hand umschwärmten
und sich ohne Scheu darauf niederließen, auf der eine
(wahrscheinlich weibliche) Puppe derselben Art lag; Bull.
Soc. des amis de Rouen, XIV; s. Bull. Soc. Ent. Ital. XL
p. 221.
On Synonyms of Heterocerous Lepidoptera.
By A. G. Butler; Trans. Ent. Soc. Lond. 1880. p. 55 ff.
Butler verweist mehrere von Sn eilen beschriebene Arten
in andere Gattungen und deutet einige der von Möschler
als neu beschriebenen Arten auf bereits bekannte; vgl. d.
Ber. 1880. p. 208 ff. und 1873. p. 154.
Schöyen will einige Prioritätsberechtigte Le-
pidopteren-Namen aus H. Ström's entomologischen
Abhandlungen einführen; Stett. Ent. Zeit. 1880. p. 133 ff.
Fritsch. Jährliche Periode der Insekten-
fauna von Oesterreich -Ungarn. IV. Die Schmetter-
linge (Lepidoptera. 1. Die Tagfalter (Rhopalocera). (Mit
graphischen Darstellungen auf 4 Tafeln). XXXIX. p. 79 ff.
2. Die Nachtfalter (Heterocera). (Mit graphischen Darstel-
lungen auf 4 Tafeln.) XLI. p. 53 ff. Denkschr. Kais. Akad.
d. Wissensch. Wien. Math.-Naturw. Classe. Vgl. die frü-
heren Berichte.
Notes on unknown or little-known larvae of
Microlepidoptera. By E. L. Ragonot; Ent. MonthL
Mag. XVL p. 271 ff; XVII. p. 15 ff.
Lafaury liefert Descriptions de chenilles de
Microlepidopteres inedites ou peu connues; Ann.
Soc. Ent. Fr. 1880. p. 73 ff. (Botis ferrug;alis; Pempelia
subornatella; Eucarphia ilignella; Bactra lanceolana; Co-
ptoloma janthinana; Tinea fuscipunctella, argentimaculella;
Dasycera oliviella; Laverna Schranckella.)
Part VIII der See. Ser. von W. H. Edwards' But-
terflies of North America enthält die Lebensgeschichte von
Limenitis Artemis; Chionobas Invallda und Grapta rusticus.
Möschler bringt den 3. seiner Beiträge zur Schmet-
142 Bertkau: Bericht üb. die wisseuschaftl. Leistungen
terlingsfauna von Surinam, die Noctuiden und Del-
toiden behandelnd; Verh. Zool. Bot. Ges. Wien XXX. p.
379 ff. Taf. VIII, IX.
List of Diurnal Lepidoptera collected in the
Sierra Nevada of Santa Marta, Colombia, and the
Vicinity; by F. Du Cane Godman u. 0. Salvin; Trans.
Ent. Sog. Lond. 1880. p. 119 ff, PL III, IV.
J. J. Walker giebt Notes on the Lepidoptera
in the West of Irelaud nach Sammlungen vom 24. Fe-
bruar bis 21. Juli; Entom. Monthl. Mag. XVIL p. 79 ff.
In The Entomologist 1880. p. 249 ff. und 289 ff. sind
25 Macro- und 18 Microlepidoptera von den Shetlands-
insein aufgezählt. Die dortigen Arten sind sehr variabel;
namentlich gilt dies von Hepialus Humuli var. Hethlandica
Stgr.^ von dem 9 Varietäten männlichen, und 3 weiblichen
Geschlechtes auf PL 3 abgebildet sind; auch die meisten
anderen Großschmetterliuge sind auf PL 4 in colorierter
Abbildung dargestellt.
J. Sparre-Schneider verzeichnet in seinem Lepi-
dopterologischen Beitrag zu Norwegens arkti-
scher Fauna 97 Arten, die er in Bejern (67^ n. Br.) am
16. — 24. Juli beobachtet, und 52 Arten, dre er bei Grötö
am 27. Juli bis 2. August gesammelt hat; Tromsö Museums
Aarshefter IIL p. 53 ff
Ploetz fügt in einem Nachtrag dem früheren Ver-
zeichniss der Schmetterlinge von Neu-Vorpommern und
Rügen 25 weitere Arten hinzu. Mitth. naturw. Ver. von
Neu-Vorpommern und Rügen. 12. Jahr^ p. 78 ff.
Die Pommerschen, insbesondere die Stettiner
Mikrolepidoptern, verzeichnet von F. 0. Büttner...
mit Zusätzen von H. Hering und Schleich; ebenda
p. 383 ff.
Sintenis führt als neuentdeckte Angehörige der Liv-
länder Fauna auf: Acronycta abscondita Tr,\ Catocala
adultera Mm. ; Conchylis griseana Haw. ; Peuthina sellana
Hh.^ turfosanaÄ-^Sc/i. ; Eudemis artcmisiana Z^,; Bryotropha
umbrosella Z. ?; Hypatima binotella Tkibg.; Sitzber. Na-
turf. Gesellsch. Dorpat. V. p. 289 f.
Derselbe führt in einem ersten Nachtrag zum (1876
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 148
erschienenen) Neuen Verzeiclmiss der Schmetterlinge in
Liv-, Esth- und Kurland und auf Ösel (d. Ber. 1877. p. 286
(318)) 51 Arten auf, deren Bürgerrecht entweder ange-
zweifelt oder ganz unbekannt gewesen war. Arch. f. d.
Naturkunde Liv-, Esth- und Kurlands. (2. Serie) IX.
p. 217 ff.
Teich fügt den 1769 den Ostseeprovinzen angehöri-
gen Arten folgende neue hinzu: Biston lapponarius jBois^^.;
Taeniocampa sp.; Agrotis cerasina Fr.^ Ireni Hh.'^ Orrho-
dia 6-punctata Hh.\ Mesogona acetosella. Corrbl. Naturf.-
Ver. Riga. 23. p. 98.
Ein zweiter Nachtrag zum Verz. der bei Han-
nover . . . vorkommenden Schmetterlinge von C. T. Glitz
fügt 18 weitere Arten hinzu. 29. u. 30. Jahresb. Naturf.
Ges. Hannover, p. 40 ff.
In Giebel's Zeitschr. f. d. ges. Naturw. 1880. p. 756 ff.
ist ein Verzeichniss der Macrolepidopteren der Um-
gegend von Leipzig begonnen. (92 ßhopalocera, 40
Sphinges.)
A. Fuchs berichtet über die Ergebnisse des Le-
pidopteren-Fanges an Haideblüthe im August und
September bei Oberwesel im Rheinthal. Es wurden na-
mentlich Noctuen und Geometriden, darunter einige für
die Nassauische Fauna neue, erbeutet; Stett. Ent. Zeit. 1880.
p. 88 ff.
Derselbe bespricht (57) interessante Mikrolepi-
doptera des Rheingaues; ebenda p. 227 ff.
Derselbe macht Lepidopterologische Mitthei-
lungen aus dem unteren Rheiugau; ebenda p. 115 ff.
(Polyommatus Phl^eas L. ab Eleus F.; Lycaena Argiolus
L. var. geuer. IL parvipuncta; Zygaena Trifolii Esp. var.
gracilis; Bombyx quercus var. ^em^a^a ; Eupithecia pusillata
ab. Laricis, E. indigata.)
Unter der Ueberschrift „Beitrag zur Kenntniss
der Schmetterlings-Verbreitung" verzeichnet P. Maas-
sen 163 von ihm innerhalb 4 Wochen bei Kissingen, resp.
Münster am Stein gesammelte Arten, und versieht einzelne
derselben mit nicht immer werthlosen Anmerkungen. Stett,
Ent. Zeit. 1880. p. 158 ff.
144 Bertkäü: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Macker hat die zweite Ausgabe von P eye rim hoff s
Catalogue des Lepidopteres d'Alsace redigirt und
durch werthvolle Verbesserungen und Zusätze bereichert.
Vorläufig sind nur die Großschmetterlinge behandelt. Bull.
Soc. d'Hist. Nat. Colmar, 20^ et 21^ annees p. 187 ff.
Die Lepidopteren der Schweiz, von Prof. Dr.
H. Frey; Leipzig. Engelmann. 1880. 454 S. gr. 8. — Ist
kein bloßer Katalog, sondern sucht auch hier und da
schwierige und interessante Fragen zu lösen, z. B. nach
der Herkunft der Schweizer Lepidopteren, nach der Arten-
zahl der Gattung Melitaea, Syrichthus. In dem allgemei-
nen Ueberblick sind die Falterregionen im Anschluss an
die sie bedingenden Pflanzenregionen behandelt. Die syste-
matische Reihenfolge ist eine von Staudinge r-Wocke
etwas abweichende.
Verzeichniss aargauischer Geometriden von
J. Wull Schlegel; Mitth. d. Aargauischen Naturf. Gesell-
schaft, II. Heft. p. 47 ff. (214 Arten, resp. Variet.)
G. Höf ner fügt in einem 1. Nachtrag seiner früheren
Aufzählung der Schmetterlinge des Lavantthales
und der beiden Alpen „Kor- und Saualpe" 44 Macro- und
2 Microlepidopteren hinzu; Jahrb. Naturh. Landes-Museums
von Kärnthen, XIV. p. 259 ff.
A. Curö setzt seinen Saggio di un cataloge de
Lepidotteri d'Italia fort; Bull. Ent. Ital. XL p. 49 ff.,
p. 142 ff. (Geometridae); XII. p. 51 ff. (Pyralidina) und p.
111 ff. (Ergänzungen zu den Macrolepidopteren.)
E. Turati liefert eine Contribuzione allaFauna
Lepidotterologica Lombarda; ebenda XL p. 153 ff.
Christoph beschreibt Neue Lepidopteren (Span-
ner) des Amurgebietes; Bull. Soc. Imp. Nat. Moscou
1880. III. p. 33 ff. (erschienen 1881).
Von Butler's Lepidoptera heterocera ist Part.
III. erschienen, Arten aus China und Japan enthaltend.
(Mir nicht zugekommen.)
Butler schreibt über eine Sammlung von • Groß-
schmetterlingen von Candahar; Proc. Zool. Soc. Loud. 1880.
p. 403 ff. PI. XXXIX. Außer Bemerkungen über Zeit,
Häufigkeit u. s. w. der Erscheinungen sind auch solche
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1889. 145
über Raupe, Puppe und Futterpflanze einiger Arten ge-
macht; das Verzeichniss enthält 28 Arten.
On .. Lepidoptera . . . Formosa; by A. G.But-
ler; Proc. Zool. Sog. Lond. 1880. p. 666 ff. (155 A.).
P. C. T. Snellen bringt Part III. (Geometrina)
der Lepidoptera van Celebes...; Tijdschr. v. Entom.
XXIV. p. 69 ff., bildet die bereits früher beschriebenen
Arten ab (Hypena leucotaenia PL 5. Fig. 1, semifuscalis 2,
sublividalis 3, rhynchalis 4, semifascialis 5, argialis 6, in-
conspicua 7, foutinalis 8, robustalis 9; Hypenodes jucun-
dalis 10; Schranckia calligrapha PI. 6. Fig. 1; Rivula sca-
pularis 2; Simplicia spurialis 3; Nodaria fracturalis 4;
Echana plicalis Moore 5; Hydrillodes lentalis Guen. 6;
Epizeuxis pupillalis 7, inductalis 8, tenuipalpis PI. 7. Fig.
1 ; Silophora fenisecalis 2 ; Heterogramma pseudospodos 3,
didyma 4, fuscicollis 5, nigricans 6, clavalis 7, aeripalpis
8) und macht kritische Bemerkungen zu den auf Taf. 4 — 8
des XXIII. Jahrganges gelieferten Abbildungen.
Saalmüller beschreibt (93) neue Lepidopteren
aus Madagaskar (Nossi-Be) des Senckenbergischen Mu-
seums; Bericht üb. d. Senck. naturf. Gesellschaft 1879—80.
p. 258 ff.
Diagnoses (42) Lepidopterorummalgassicorum
auctore P. Mabille; C. R. Ent. Belg. 1880. p. XVI. ff.
Note sur une Collection de Lepidopteres . . .
Madagascar; derselbe ebenda p. 104 ff.
Butler berichtet über eine Sammlung Madagassischer
Schmetterlinge, die bei Fianarantsoa gemacht worden war;
dieselbe enthielt 59 Arten; Ann. a. Mag. Nat. Hist. (5) V.
p. 333 ff., 384 ff.
C. Ploetz bringt ein Verzeichniss der in Westafrika
gesammelten Schmetterlinge; Stett. Ent. Zeit. 1880. p. 76 ff.,
298 ff. Heterocera (134 A.), 189 ff. Rhopalocera (incl. 45
Hesperiaden, die früher (d. Ber. 1880. p. 451 (219) aufge-
zählt sind, 281 A.).
Oberthür zählt 117 Arten von Scioa (äquatoriales
Afrika) auf und versieht sie mit Bemerkungen; die Mehr-
zahl sind Rhopaloceren ; Ann. Mus. Civ. Genova XV. p.
143 ff. Tav. I.
Arch. f. Naturgesch. XXXXVII. Jaiirg. 2. Bd. K
146 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Meyrick fährt in seinen Descriptions of Austra-
lian Micro-Lepidoptera fort; Proc. Linn. Sog. New-
South- Wales V. p. 132 ff., 204 fp. Von Gracilariadae werden
47 Arten beschrieben, von denen erst 5 bekannt waren, dar-
unter die verbreitete Bedellia somnulentella Z. ; von Glyphi-
pterygidae und Erechthiadae werden 53 beschrieben,
darunter 42 als neu. Von den meisten Arten ist auch die
Futterpflanze und Verwandlungsgeschichte bekannt gemacht.
Oberthür schreibt eine fitude sur les collections
de Lepidoptöres Oceaniens appartenant au mus6e
civique de Genes; Ann. Mus. Civ. Genova XV. p. 461 ff.
Taf. II— IV (233 Rhopalocera).
Microlepidoptera.
Pterophorldae. Pterophoridae of California and Ore-
gon; by Lord Walsingham. 8vo; 66 pp., 3 PI. Ich kann von
diesem Werke, in das ich selbst keine Einsicht habe nehmen kön-
nen, nur sagen, dass es 41 Arten, von denen 3 nicht zur Pacific-
fauna gehören, in Abbildungen vorführt; 27 sind neu. Von Euro-
päischen Arten sind 4 (Piatypt. Bertrami; Amblypt. cosmodactylus ;
Pteroph. monodactylus; Alucita hexadactylus) , auch in Oregon
gefunden.
Lioptilus sericidactylus (nebst Verwandlung; Larve auf Ver-
nonia uovaboracensis); Murtfeldt, The Amer. Entom. 1880. p. 235.
Oedematophorus Ambrosiae (nebst der auf A. artemisiaefolia
lebenden Larve); Murtfeldt, The Amer. Entomol. 1880. p. 236.
Tineina. Epicephala (n. g. Gracilar.) cölymbetella (Sydney);
Meyrick a. a. 0. p. 169.
Arctocoma (n. g. Bedellid.) ursinella p. 171;
Stegommata (n. g. Lyonet.) leptomitella, siilfuratella (Sydney)
p. 172;
Ätalopsycha (n, g. Phyllocnist.) atyphella p. 177;
Crobylophora (n. g.) daricella, chrysidiella p. 178;
Hypertropha (n. g. Glyphipteryg.) thesaurella p. 209;
Eupselia (n. g., für percussana, carpocapsella, beatella und)
aristonica p. 218, satrapella p. 220, theorella p. 222, melanostrepta
p. 223;
Acolocosma (n. g.) iridozona, marmaraspis p. 225;
Apistomorpha (n. g.) argyrosema p. 247;
Phryganostola (n. g.) drosophaes p. 249, eiithybelemna p.
250, oxymachaera p. ,251, achlyoessa p. 252;
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 147
HippiocJiaetes (n. g. Erechthiad.) chrysaspis p. 253;
Comodica (n. g.) tetracercella p. 255;
Eschatotypa (n. g.) melichrysa p. 257;
Ereunetis (n. g.) selenopJianes, brontoctypa p. 259, iuloptera
p. 260;
Ercchthias (n. g., für Tin. mystacinella, Argyr. stilbella,
Elachista subpavonella PFfcr. und) chasmatias p. 264, acontistes p.
266, elaeorrhoa p. 267, charach'ota, chionodira p. 268, tiiphadopla,
aellopliora p. 270; derselbe ebenda.
Die 5 letzten Gattungen vereinigt derselbe in die neue Familie
der Erechthiadae.
Prodoxus (n. g. Pronubae affine, sed $ palpis max. procursu
spirali destitutis; larvis apodibus) decipiens (auf Yucca-arten); Riley,
The Amer. Ent. 1880. p. 155, 182; die Art ist = Hyponomeuta
quinque-punctella Chambers?; ebenda p. 177; in derselben schma-
rotzt Exothecus Prodoxi Cress.
V. T. Chambers macht Bemerkungen über die Larven fol-
gender Arten; Antispila nyssaefoliella und cornifoliella; Aspidisca
lucifluella; Aeaea purpuriella; Coleophora sp. ; Gelechia pseudaca-
ciella; Gracilaria negundella; Laverna Gleditschiacella; (Argyresthia
undulatella) ; Nepticula nyssaefoliella n. sp., quercicastanella, casta-
neaefoliella; Ornix prunivorella; Phyllocnistis und Tischeria; Psyche
III. p. 63 ff.
Derselbe schreibt On the changes that take place in the
mouth-parts and legs of sorae leaf-mining lepidopterous larvae; The
Amer. Entomolog. 1880. p. 257 ff. mit zahlreichen Holzschnitten.
Th. Lord Walsingham schreibt On some new and little
known species of Tineidae; Proc. Zool. Soc. of London 1880. p. 77.
PI. XI, XIL
Micropteryx pardella Fig. 11, aiirosparsella Fig. 12 (S.-Oregon);
Walsingham, Proc. Zool. Soc. London 1880. p. 83. PI. XL
Nepticula nyssaefoliella (nach der Larve aufgestellt!); Cham-
bers, Psyche 111. p. 66.
Opostega orestias, stirieUa p. 175, gephyraea p. 176; Meyrick
a. a. 0.
Bucculatrix Eucalypti p. 179, lasselJa p. 180, asphyctella p. 181
Meyrick a. a. 0.
Phyllocnistis diaugella p. 173, iodocella p. 174; Meyrick a. a. 0.
Heyiaerts theilt seine Erfahrungen über die in Phragmites
communis minierende Raupe der Cosmopteryx Scribaiella und
deren Zucht mit; Stett. Ent. Zeit. 1880. p. 188.
Butalis alseriella (Lombardei) ; Turati, Bull. Soc. Entom. Ital.
XL p. 204. Tav. VIII. Fig. 16, 17, ericivorella (Montlhery) p. CXX,
hinotiferella (Bouray), fasciatella (Alicante) p. CXXI; Ragonot, Bull.
Soc. Ent. Fr. 1880.
148 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Coleophora linosyricleTla (Rheingau ; Raupe auf Chrysoc. lino-
syris); Fuchs, Statt. Ent. Zeit. 1880. p. 113.
Coriscium ochridorsellum p. 166, aeolellum p. 167 (Australien);
Meyrick a. a. 0.
G. Dimmock beschreibt die Mundwerkzeuge von Gracilaria
syringella ; Psyche III. p. 99 ff. mit Holzschnitten.
G. oenopella, xanthopharella p. 141, Adelina p. 142, aiicheti-
della, aethalota p. 143, lepidella, ordinatella p. 145, tricuneatella p.
14^, autadelpha p, 147, caenotheta p. 148, haplocala p. 149, cliälco-
ptera p. 151, ethela p. 152, Ida p. 155, mnesicala p. 156, lyginella
p, 157, aellomacha, thalassias p. 158, eumetalla, eupetdla p. 160,
alysidota p. 161, ochrocephala p. 162, Nere'is p. 163, didymella, la-
cinella p. 164 (Australien); Meyrick a. a. 0.
Glyphipteryx chrysolitella p. 229, cometophora p. 231, iometalla
p. 232, triselena p. 234, asteriella p. 235, euastera p. 236, meteora
p. 237, chrysoplanetis p. 238, leucocerastes p. 239, asteronota p. 240,
actinohola p. 241, palaeomorpha p. 242, iocheaera p. 243, acrotliecta
p. 244, astrapaea p. 245; Meyrick a. a. 0., semüunaris (St. Helena);
E. Wollaston, Ann. a. Mag. N. Hist. (5) III. p. 436.
Lecithocera briantiella (Lombardei); Turati, Bull. Soc. Entom.
Ital. XL p. 202. Tav. VIII. Fig. 15.
Gelechia insularis (Fianarantsoa); Butler, Ann. a. Mag. Nat.
Hist. (5) V. p. 394.
Cryptolechia argillacea (Fianarantsoa); Butler, Ann. a. Mag.
Nat. Hist. (5) V. p. 394.
Depressaria oenochroa (Lombardei); Turati, Bull. Soc. Ent.
Ital. XL p. 200. Tav. VIII. Fig. 13, 14.
Psecadia xanthorrhoa Zell. (d. Ber. 1879. p. 167 (511)) = ?.
notatella Walck.\ neu sind: P. cupreonivella (Espir. Santo, Bras.) p.
86. PI. XII. Fig. 2, monticöla (Siskiyou) p. 87. Fig. 3, arctostaphy-
lella (Mendocino, Calif., auf A. glauca Lindl.) p. 88. Fig. 4, suhcae-
rulea (ibid.) Fig. 5, albistrigella (Siskiyou) Fig. 6. p. 89, ernmieella
Fig. 7, Hockingella Fig. 8 (Punjaub) p. 90; Waisin gh am, Proc.
Zool. Soc. London 1880, nigroapicellaiJ^o^Bi'BQ)] Saal mül 1er a. a. 0.
p. 310.
Cerostoma Luehderella (Eningo); Ploetz, Stett. Ent. Zeit.
1880. p. 306.
Plutella polaris (Wide Bay, Spitzbergen); Stainton, Ent.
Monthl. Mag. XVII. p. 108.
Eine Argyresthia-larve in Blättern von Abies nigra minierend;
H. A. Hagen in Canad. Entomol. XII. p. 121.
Guenee's „lEtude etc." (d. Ber. 1880. p. 421 (189)) giebt C.
Berg Veranlassung zu Observaciones acerca de la familia
Hyponomeutidae; Anal. Soc. Cientif. Argentina X. p. 85 ff., 99 ff.
Nach denselben ist Y, grossipunctella Gn. = H. internellus {Walk.)
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 149
Zell.; die als neu beschriebenen Cyclosia-arten gehören sämmtlich
der einen variabelen Art, Crameria nobilitella {Cram.) Zell, an;
die Gattungen Scintilla und Syblis werden nicht anerkannt, sondern
mit Atteva vereinigt, und Sybl. glaucopidella als Oeta fulviguttata
Zell, erkannt. Von Att. punctella {Cram.) beschreibt Berg die auf
Ailanthus glandulosa lebende Raupe. Außerdem werden auch Be-
merkungen über die Arten anderer Autoren gemacht. Vergl. auch
Bull. Soc. Ent. France 1880. p. CXIV.
0. Th. Sandahl: Quelques observations sur le developpe-
ment de l'Hyponomeuta evonymella Sc; Entom. Tidskrift I. p. 158.
H. lapidellus (Punjaub) ; Walsingham , Proc. Zool. Soc. Loud.
1880. p. 86. PI. XII. Fig. 1.
H. A. Hagen erhielt Pronuba yuccasella aus fuß losen,
in Y. filamentosa lebenden Larven ; auch die Puppe stimmte mit der
von Riley gegebenen Beschreibung nicht überein (Rücken glatt);
Canad. Entom. XII. p. 128 f.; Riley erklärt das von Hagen für
Pron. yuccasella gehaltene Insekt für Prodoxus decipiens (s. oben
p. 147); ebenda p. 263.
Ueber Pr. yuccasella und die vielfachen Irrthümer, zu denen
diese x\rt Anlass gegeben hat, schreibt Riley in The Amer. Entomol.
1880. p. 141 ff.
Th. Lord Walsingham giebt ein synonymisches Verzeich-
niss der Nordamerikanischen Adela-arten und beschreibt als neu
A. septentrionella (Calif.) p. 79. PI. XI. Fig. 1, singulella (ibid.) Fig.
4, lactimaculella (ibid.) Fig. 5, 6. pag. 80, simpliciella (S.-Oregon)
Fig. 7, gemmella (Punjaub) Fig. 8. p. 81, griseella (ibid.) p. 82. Fig.
9; Proc. Zool. Soc. London 1880.
Incurvaria sölenohiella (San Francisco); Walsingham, Proc.
Zool. Soc. Lond. 1880. p. 82. PI. XI. Fig. 10.
Lampronia oregonella (0.) p. 91. PI. XII. Fig. 11, tripunctella
(Nordara.) p. 92. Fig. 10; Walsingham, Proc. Zool. Soc. Lond. 1880.
Tinea ilfa>2CMmeWa (Manchester) ; Hodgkinson, The Entomo-
logist 1880. p. 10.
Euplocamus /ae^eWws (Madagascar) ; Mabille, Bull. Ent. Belg.
1880. p. 26. •
Simaethis sycopola p. 211, melanocephala p. 212; Meyrick
a. a. 0.
Tortricina. CG. Barrett bringt weitere Notes on British
Tortrices; Ent. Monthl. Magaz. XVL p. 189, 238; XVII. p. 35,
82 ff. (Gatt. Antithesia, Sericoris, Dichrorrhampha, Catoptria, Asthe-
nia, Eupoecilia, Argyrolepia, Loxopera).
Part. IV. der lUustr. of typical specimeus ofLepidopt. Heteroc.
in the Coli, of the Br. Mus. enthält North- American Tortrici-
dae. By Lord Walsingham. London 1879. 4to. Ich habe das
150 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
"Werk nicht benutzen können; vgl. über dasselbe The Entomol. 1880.
p. 287 und Entom. Monthl. Mag. XVII. p. 95.
C. H. Fernald giebt (synonymische) Notes on Walker's
Types of Tortricidae of North America; The North Ameri-
can Entomologist I. p. 36 f.
Phoxopteryx loricata (Ohio); Grote, Canad. Entomol. XII p. 218.
lieber Carpocapsa pomana und splendana s. Teich in dem
Correspbl. Naturf. Ver. Riga 23. p. 27.
C. semilunana (Nossi-Be); Saalmüller a. a. 0. p. 310.
Grapholitha nigricana life-history; Ent. Monthl. Mag.
XVII. p. 155.
G. corticana Hbn. verfertigt an den Gallen von Andricus
ramuli L. feine Gespinnste, die früher für die der genannten Gall-
wespe gehalten wurden; Six, Tijdschr. v. Entomol. XXIV. p. 7 f.
Catoptria tripoliana (Raupe auf Aster tripolium; Imago der
in Frage gezogenen aemulana /5c7iL ähnlich); Barrett, Ent. Monthl.
Mag. XVI. p. 243 und XVII. p. 84.
Paedisca Ferndldana (Colorado); Grote, The North Amer.
Entom. I. p. 98.
Penthina cyanana (auf Rosen); Murtfeldt, The Amer. Ent.
1880. p. 14.
Retinia Malgassana (Nossi-Be); Saalmüller a. a. 0. p. 309.
Eupoecilia Thiileana (Shetland Ins.); Vaughan, The Entomol.
1880. p. 293. PI. 4. Fig. 3.
Aemene nigropunctana (Nossi-Be) ; Saalinüller a. a. 0.
p. 309.
Teras contaminana ist zuerst von Ström kenntlich unter
dem Namen Tortrix reticulata bekannt gemacht worden; Schö-
yen, Stett. Ent. Zeit. 1880. p. 135.
Pyralidina. Nymphaeella (n. g.; ocelli nulli; proboscis bre-
vis; antennae simplices; palp. lab. porrecti, art. tertio distincto, lon-
giore ; . . . oculi nudi; al. ant. cellulae 12, post. 8, . . .) dispar
(New-York, auf Nymphaea); Grote, The North. Am. Ent. I. p. 97.
Ämbessa (n. g. Phycid.) ZaefeWa (Colorado); Grote, The North
Amer. Entom. I. p. 98.
Ceratamma (n.g. Phycid.) I?b?;50m(Formosa); 'Butler, Proc.
Zool. Soc. Lond. 1880. p. 689.
Tatobotys (n. g.) argillacea (Formosa); Butler, Proc. Zool.
Soc. Lond. 1880. p. 686.
Tegulifera (n. g.) ruhicimdalis p. 305, tristiculalis, albostri-
galis p. 306 (Nossi-Be); SaalmülUr a. a. 0.
M'Lachlan beschreibt merkwürdige vierhörnige Gallen von
Eucalyptus gracilis, deren Bewohner eine Schmetterlings- (wahr-
scheinlich Pyraliden-) Raupe ist; Ent. Monthl. Mag. XVII. p. 145 fif.
mit Holzschnitt.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 151
Achroea ßliella (Nossi-Be); Saalmüller a. a. 0. p. 308.
Melissoblaptes obsciirellas (Nossi-Be) ; S a a 1 m ü 1 1 e r a. a. 0.
p. 308.
lieber Ephestia Kühniella Zell. s. Snellen, Tijdschr. v.
Entom. XXIV; Versl. p. XXL
Anerastia vicina (Nossi-Be); Saalmüller a. a. 0. p. 307.
Phycis (Myelois?) saturatella (Madag.); Mabille, Bull. Ent.
Belg. 1880. p. 26.
Myelois morosalis (Nossi-Be); Saalmüller a. a. 0. p. 307.
Trachonitis punctigera (Formosa); Butler, Proc. Zool. Soc.
Lond. 1880. p. 688.
Tetralopha diluculella (New- York); Grote, The North Amer.
Entom. I. p. 60.
Nephopteryx liyemalis (Formosa); Butler, Proc. Zool. Lond.
1880. p. 689.
Pinipestis reniculella (New-York; New England); Grote, The
North Amer. Entom. I. p. 67.
Etiella Madagascariensis (Nossi-Be) ; S a a 1 m ü M e r a. a. 0.
p. 307.
'!^ym^\in\& luteivittalis (Madagascar) ; Mabille, Bull. Eut. Belg.
1880. p. 26.
Jartheza simplex (Formosa); Butler, Proc. Zool. Soc. Lond.
1880. p. 690.
Apurina gratiosella (Formosa) {Walker i. 1.?); Butler, Proc.
Zool. Soc. Lond. 1880. p. 690.
Crambus culmellus Natural History ; Bu ekler, Ent. Monthl.
Mag. XVII. p. 91 f.
Crambus punctistrigellus (Madagascar); Mabille, Bull. Ent.
Belg. 1880. p. 27.
Spilomela trivirgalis (Madagascar); Mabille. C. R. Ent. Belg.
1880. p. 108.
Cataclysta pusülalis (Nossi-Be); Saalmüller a. a. 0. p. 295,
nymplia (Formosa); Butler, Proc. Zool. Soc. Lond. 1880. p. 688.
Hydrocampa minimdlis (Nossi-Be) ; S a a 1 m ü 1 1 e r a. a. 0, '
p. 298.
Fernald giebt eine Geschichte der Gattung Argyria Hübn.
und der typischen Art derselben, Phalaena (Pyralis) nivalis Drury,
Hydrocampa nivalis Westw., Geom. argeniata EmmonSy Catharylla
nummulalis Zell., Urola microchrysella WcdJc., Argyr. argentata Grote,
A. nivalis Fern.; The North Amer. Entom. I. p. 100.
Cymoriza minima (Formosa); Butler, Proc. Zool. Soc. Lond.
1880. p. 684.
Agrotera retinalis (Nossi-Be); Saalmüller a. a. 0. p. 304.
Stenia modestalis (Nossi-Be); Saalmüller a. a. 0. p. 299.
Scopula exigiia (Maui); Butler, Ent. Monthl. Mag. XVII. p. 9.
152 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Antigastra cinnamomalis (Nossi-Be); Saalmülller a. a. 0.
p. 297.
Glyphodes Boseae p. 296, testiidinalis p. 297 (Nossi-Be); Saal-
müller a. a. 0., Malayana (Formosa); Butler, Proc. Zool. Soc.
Lond. 1880. p. 684.
MargBiVodeB {'?) septempunctata (Madag.); Mabille, Ball. Ent.
Beig. 1880. p. 25.
Endio^tis JBeninalis (Aburi), Bonjongalis (C^mevoona); Ploetz,
Stett. Ent. Zeit. '1880. p. 305.
Spoladea spilotalis, avunculalis (Nossi-Bo); Saalmüller a, a. 0.
p. 299 f.
Pbryganodes abnormalis (Aburi); Ploetz, Stett. Ent. Zeit.
1880 p. 305.
Botis Pandaiis Natural history; Ent. Monthl. Mag. XVII.
p. 28 und 156.
B. aburalis (Aburi), mungdlis (Mungo); Ploetz, Stett. Ent.
Zeit. 1880 p. 304, stenopalis, venilialis, bifenestralis (Madag.); Ma-
bille, C. R. Ent. Belg. 1880 p. 25, chrysotalis (ibid.); derselbe
ebenda p. 108, prasinalis p. 301, disthictcäis, ferruginalis, carnosalis
p. 302, gravitalis , ochracedlis p. 303, posticalis p. 304 (Nossi-Be) ;
Saalmüller a. a. 0.
Ceroctena (Gattung näher beschrieben) Agatha (Surinam);
Möschler, a. a. 0. p. 470. Taf. IX. Fig. 21.
Scoparia altivolans (Hawaii); Butler, Ent. Monthl. Mag.
XVII. p. 9.
Samea divcs (Formosa); Butler, Proc. Zool. Soc. Lond. 1880
p. 682, vespertinalis (Nossi-Be); Saahnüller a. a. 0. p. 300.
Asopia haematinalis (Nossi-Be); Saalmüller a. a. 0. p. 295,
rufipicta (Formosa); Butler, Proc. Zool. Soc. Lond. 1880 p. 682.
Pyralis tenuis (Formosa); Butler, Proc. Zool. Soc. Lond. 1880
p. 681.
Actenia (?) signata (Fianarantsoa); Butler, Ann. a. Mag. Nat.
Bist. (5) V. p. 393.
Cledeobia (?) Malgassalis (Nossi-Be); Saalmüller a. a. 0.
p. 298.
Geometridae. Atrooloplia (n. g.) Cabylaria; Oberthür in
Seriziat's „Catal. des Lep. des environs de Collo" (d. Ber. 1880
p. 409 (177)), ist nach einer N. R. unterzeichneten Note im Naturaliste
1880 p. 156 eine Var. von Fidonia chrysitaria und mit dieser und
pennigeraria von Lederer in die Gattung Athroolopha gestellt
worden, so dass die Benennung lauten muss: Athroolopha (Led.)
chrysitaria //. G. var. cabylaria Oherth.
Psilocerea (n. g.) tigrinata (Nossi-Be); Saalm.üller a. a. 0.
p. 293.
Rliodophthitus (n. g. Zeren. Icterodi et Vindasurae affine)
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 153
formosus (Fianarantsoa); Butler, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (5) V.
p. 392.
Phoenix (n. g. Pyriniae affine; ramis omnibus medianis bene
separatis) ins (Darjiling); Butler, Ann. a. Mag. N. H. (5) VI. p. 122.
Dissophthalmus (n. g. Ophthalraophorae affine) iridis (Bor-
neo); derselbe ebenda p. 219.
Callahraxas (n. g. Abraxati affine) amanda (Darjiling);
derselbe ebenda p. 226.
Pogonitis (n. g. prope Baptam) cumulata p. 61;
Sericophara (n. g. prope Seleniam?) guttata p. 65 (Wladi-
wostok) ;
Ptychoptera (n. g. ; Name bereits bei den Nematoceren ver-
geben) Staudingeri (Raddefka) p. 85 ;
Leptostegna (n. g. Lobophorae et Spartae affine) tenerata
(Wladiwostok) p. 88;
Tyloptera (! n. g. prope Eupitheciam) eburneata (ibid.) p. 116;
Christoph a. a. 0.
Hering liefert mit den Geometriden Pommerns den
Schluss des seit 1840 unterbrochenen Verzeichnisses der Pommer-
schen Makrolepidopteren ; Stett. Entom. Zeit. 1880 p. 309 fi".
Collix &oarm'iaia (Lokka) ; Snellen, Tijdschr. v. Entom. XXIV.
p. 93. PI. 10. Fig. 9.
Eupithecia tenuata (Colorado); Hülst, Bull. Brookl. Ent. Soc.
III. p. 45, hemileucaria (Madagascar); Mabille, Bull. Ent. Belg. 1880
p. 24, tristrigosa (Formosa); Butler, Proc. Zool. Soc. Lond. 1880
p. 688, zihelUnata p. 117, agilata p. 118, amplexata p. 119 (Amur-
land); Christoph a. a. 0., eatocalaria (Makassar); Snellen, Tijdschr.
V. Entom. XXIV. p. 92. PI. 10. Fig. 2.
Bursada vestigiata (Makassar; Bonthain) PI. 9. Fig. 5, Pieper-
siata (Mak.; Tondong) Fig. 4; Snellen, Tijdschr. v. Entom. XXIV.
p. 91.
Remodes eupitheciata (Makassar; Java); Snellen, Tijdschr. v.
Entom. XXIV. p. 94. PI. 10. Fig. 7, 8.
Emmelesia sublutea (Fianarantsoa); Butler, Ann. a. Mag. Nat.
Hist. (5) V. p. 392.
Aplodes viridicaria (Colorado); Hülst, Bull. Brookl. Ent. Soc.
HI. p. 41.
Sauris ignohilis (Darjiling); Butler, Ann. a. Mag. N. H. (5)
VI. p. 227.
Lygranoa cinerea (Darjiling); Butler, Ann. a. Mag. N. H. (5)
VI. p. 228.
Cid. trifasciata Blili. ist zuerst von Ström kenntlich als
Geometra autumnalis beschrieben worden; Schöyen, Stett.
Ent. Zeit. 1880 p. 135.
154 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Raupe von C. alaadaria an Atragene alpina; Gross, Entom.
Nachr. 1880 p. 95.
Cidaria erythrata, luteölata (Colorado); Hülst, Bull. Brookl.
Ent. Sog. III. p. 42, fissisignis (Darjiling) p. 228, delecta, relata p. 229,
aurigena (Himalaja), aliena (Bhotan) p. 230; Butler, Ann. a. Mag.
N. H. (5) VI, semistrigata p. 99, lepidaria p. 100, siiavata p. 101,
muscicapata p. 102, semiorbmilata p. 103, pudicata p. 105, inanata
p. 106, defectata p. 108, chlor ovenosata p. 109, pervagata p. 110,
caespitaria p. 112 (Amurgebiet); Christoph a. a. 0., eucUdiata
(Lokka); Snellen, Tijdschr. v. Entom. XXIV. p. 95. PI. 9. Fig. 7,
soldaria (Lombardei); Tu rat i, Bull. Soc. Entom. Ital. XL p. 186,
Tav. VIII. Fig. 11, 12, Maphaelaria (Scioa); Oberthür, Ann. Mus.
Civ. Genova XV. p. 180. Tav. I. Fig. 5.
Lygris tigrinßta (Wladiwostok; Askold); Christoph a. a. 0.
p. 96.
Scotosia syngrammata (Madag.); Mabille, Bull. Ent. Belg.
1880 p. 24.
Euschema regalis (Malacca) p. 119, proba (Borneo, Darjiling)
p. 120; Butler, Ann. a. Mag. N. H. (5) VL
Eucosmia excuUata p. 93, veternata p. 94 (Askold); Christoph
a. a. 0.
Lobophora expressata p. 88, carpinata var. insontata p. 90,
ustata p. 91 (Amurg.); Christoph a. a. 0.
Erosia hiniala (Darjiling); Butler, Ann. a. Mag. N. H. (6) VI.
p. 221.
Aspilates -yzoZewiana (Wladiv^rostok); Christoph a.a.O. p. 82.
Phasiane curvata (Nevada; Colorado); Grote, Bull. Brookl.
Ent. Soc. III. p. 47.
Loxogramma bifilata (Colorado); Hülst, Bull. Brookl. Ent.
Soc. III. p. 44.
Gorytodes dülciaria (Colorado); Grote, Bull. Brookl. Ent. Soc.
III. p. 46.
Psamatodes aremdaria (Madag.); Mabille, Bull. Ent. Belg.
1880 p. 24.
Racheospila cupedinaria (Florida); Grote, Canad. Entom.
XU. p. 218.
Thamnonoma pervolata (Colorado); Hülst, Bull. Brookl. Ent.
Soc. III. p. 42.
Panagra racliicera (Fianarantsoa) ; Butler, Ann. a. Mag. Nat.
Ilist. (5) V. p. 391.
Hoyningen-Huene macht Mittheilungen über Halia
loricaria Ev. (vinctaria Lienig); Corrbl. Naturf. Vor. Riga 23.
p. 81 ff., 177 ff. ; die Raupe lebt auf Betula alba und humilis.
Noreia sericea (Himalaya); Butler, Ann. a. Mag. N. H. (5)
VI. p. 225.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 155
Eremia wa^m'ari'a (Nikolsk ; Askold); Christoph a, a. 0. p. 81.
Pagrasa rufescens (Darjiling); Butler, Ana. a. Mag. N. H.
(5) VI. p. 224.
Fidouia cristataria (Cameroons); Ploetz, Stett. Ent. Zeit.
1880 p. 303.
Plutodes discigera (Indien), flavescens (Himalaya), exquisita
p. 223, siihcaudata p. 224 (Darjiling); Butler, Ann. a. Mag. N. H.
(5) VI.
Gnophos aereus (Darjiling); Butler, Ann. a. Mag. N. H. (5)
VI. p. 128, hiafaria (Mungo); Ploetz, Stett. Ent. Zeit. 1880 p. 303.
Argidava punctata (Darjiling); Butler, Ann, a. Mag. N. H.
(5) VI. p. 128.
Boarmia plumdlis (Darjiling); Butler, Ann. a. Mag. N. H. (5)
VI. p. 126, Siiifunaria (S.) p. 74, crassestrigata (Wladiwostok) p. 75,
Doerriesiaria (Askold) p. 77, Hedemanni (Askold) p. 79; Christoph
a. a. 0., inflexaria (Macassar) p. 72. Fig. 2 , spilotaria (Bonthain)
Fig. 5, fidoniaria (Lokka) Fig. 4. p. 74; Sn eilen, Tijdschr. v. Entom.
XXIV. PI. 8.
Hypochroma crocina p. 126, vigens]). 127 (Darjiling); Butler,
Ann. a. Mag. N. H. (5) VI, Batiaria (Cameroons); Ploetz, Stett.
Ent. Zeit. 1880 p. 302.
Hemerophila virescens (Darjiling); Butler, Ann. a. Mag. N. H.
(5) VI. p. 126, tetragraphicata (Nossi-Be); Saalmüller a. a. 0,
p. 294.
Biston virginarius (Shasta); Grote, Canad. Entomolog. XII
p. 220.
Hyposidra albomacularia (Maros, Bonthain) p. 89. PI. 9. Fig. 2,
vampyraria (?) p. 90. Fig. 3; Sn eilen, Tijdschr. v. Entom. XXIV.
Phyle Banakaria (Cameroons); Ploetz, Stett. Ent. Zeit. 1880
p. 302.
Tanaorrhinus smaragdus (Himalaya); Butler, Ann. a. Mag. N.
H. (5) VI. p. 128.
Hyperythra Sivinlwei (Indien); Butler, Ann. a. Mag. Nat.
Eist. (5) V. p. 223.
Eversmannia illotata p. 69, erasaria (!) p. 70 (Amurgebiet);
Christoph a. a, 0.
Orsonoba pallida (Himalaya); Butler, Ann. a. Mag. N. H. (5)
VI. p. 125.
Garaeus cruentatus (Himalaya); Butler, Ann. a. Mag. N. H.
(5) VI. p. 124.
Rumia baltearia (Minnesota; Colorado); Hülst, Bull. Brookl.
Ent. Sog. III. p. 43, sulpJiurea (Darjiling); Butler, Ann. a. Mag.
N. H. (5) VI. p. 123.
Decetia arenosa (Himalaya), rufescens (Sarawak); Butler,
Ann. a. Mag. Nat. Eist. (5) VI. p. 121.
156 ßertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Oxydia cälamina (Darjiling); Butler, Ann. a. Mag. N. H. (5)
VI. p. 121.
Urapteryx clara (Hiraalaya); Butler, Ann. a. Mag. N. H. (5)
VI. p. 120.
Crocinis piperata (Nossi-Be); Saalmüller a. a. 0. p. 294.
Evarzia inclica (Darjiling); Butler, Ann. a. Mag. N. H. (5)
VI. p. 222.
Macaria respersata (Colorado); Hülst, Bull. Brookl. Ent. See.
III. p. 42, crassilembaria (Madagascar); Mabille, Bull. Ent. Belg.
1880, p. 23, elongaria (Makassar); Snellen, Tijdschr. v. Entomol.
XXIV. p. 86. PI. 10. Fig. 3.
Mabille ändert den Namen seiner Micronia fasciaria (d. Ber.
1880. p. 427 (195)) wegen M. fasciaria Gram, in M, lohularia um;
C. K. Ent. Belg. 1880. p. 104.
M. oppositata (Makassar); Snellen, Tijdschr. v. Entom. XXIV.
p. 84. PI. 9. Fig. 6.
Anisopteryx membranaria (Nikolsk); Christoph a. a. 0. p. 73.
Auxima restituaria var. aegrota (Darjiling); Butler, Ann. a.
Mag. N. H. (5) VI. p. 125.
Ellopia pidchra (Himalaya); Butler, Ann. a. Mag. N. H. (5)
VI. p. 124.
Epione gynopteridia (Himalaya); Butler, Ann. a. Mag. N.
H. (5) VI. p. 123, malefidaria (Madagascar); Mabille, Bull. Ent.
Belg. 1880. p. 22, emundata (Eaddefka); Christoph a. a. 0. p. 72.
Endropia lugens (Darjiling); Butler, Ann. a. Mag. N. H. (5)
VI. p. 123.
Marcala(?) modesta (Fianarantsoa) ; Butler, Ann. a. Mag. N. H.
(5) V. p. 390.
Corycia vestigiata (Darjiling); Butler, Ann. a. Mag. N. H. (5)
VI. p. 222.
Eugonia fu sc an tar i a JTit5w. Naturgeschichte; Torge, Stett.
Ent. Zeit. 1880. p. 213.
Odontoptera consociaria (Amurgebiet); Christoph a. a. 0.
p. 68.
Selenia versicoloraria (Amurgebiet); Christoph a.a.O. p. 66.
Cabera vulgaria (Cameroons); Ploetz, Stett. P]nt. Zeit. 1880.
p. 302.
Caberodes insiüaria (Madag.) ; Mabille, Bull. Ent. Belg.
1880. p. 22.
Stegania ustulataria (Wladiwostok); Christoph a. a. 0. p. 63.
Abraxas pusilla, conspersa (Darjiling) p. 225, consocia (Hima-
laya) p. 226; Butler, Ann. a. ^ag. N. II. (5) VI, festinaria (Wla-
diwostok) p. 57, (?) Asköldaria (A.) p. 59; Christoph a. a. 0.
Panaethia iridicolor (Darjiling); Butler, Ann. a. Mag. N. H.
(5) VI. p. 227.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880, 157
Anisodes punctifera, Lidderdalii (Darjiling); Butler, Ann. a.
Mag. N. H. (5) VI. p. 220, suspiearia (Bonthain ; Maros; Amparang)
p. 80. PI. 8. Fig. 6, sirictaria (Makassar) p. 81. Fig. 7; Snellen,
Tijdschr. v. Entom. XXIV.
Tephrina vialesignaria p. 23, univirgaria p. 24 (Madag.); Ma-
bille. Bull. Ent. Belg. 1880.
Marmopteryx dryadata (Colorado); Hülst, Bull. Brookl. Ent.
Soc. Ifl. p. 43.
Timandra atroviridata (Nossi-Be); Saalmüller a. a. 0. p.
293, (?) cancettata (Wladiwostok); Christoph a. a. 0. p. 55.
Zanclopteryx puella (Fianarantsoa); Butler, Ann. a. Mag.
Nat. Hist. (5) V. p. 391, fragiUs (Formosa); derselbe, Proc. Zool.
Soc. Lond. 1880. p. 687.
Acidalia minutularia (Florida) p. 44, quaesitata (Colorado) p.
45; Hülst, Bull. Brookl. Ent. Soc. HI; faeculentaria, punctistriata
(Madag.); Mabille, Bull. Ent. Belg. 1880. p. 23, aequifasciata p.
42, plumhoscriptaria, nudaria p. 44. effusaria p, 45, suhfalcaria p. 46,
accurataria p. 47, 'nisaria p. 49, multisignata p. 50. salutaria-^.hl,
disclusaria p. 52, apicipunctata p. 54 (Amurgebiet); Christoph a.
a. 0., dimorphata (Makassar); Snellen, Tijdschr. v. Entom. XXIV.
p. 81. PI. 10. Fig. 6.
Chlorodes pastor (Darjiling); Butler, Ann. a. Mag. N. H. (5)
VI. p. 216.
Comibaena stibölepida (Fianarantsoa); Butler, Cist. Entom.
II. p. 394, pictipennis (Darjiling); derselbe, Ann. a. Mag. N. H.
(5) VI. p. 215, aTboviridata (Nossi-Be); Saalmüller a. a. 0. p. 292.
Jodis nere'idaria (Amparang); Snellen, Tijdschr. v. Entom.
XXIV. p. 76. PI 10. Fig. 10, 11, alliata (Kärnthen); Höfner, Jahrb.
Naturh. Landesmus. Kärnthen, XIV. p. 266.
Thalera Cowani (Fianarantsoa); Butler, Ann. a. Mag. N. H.
(5) V. p. 390, textilis (Darjiling); derselbe ebenda VI. p. 219,
atroviridaria (Madag.); Mabille, Bull. Ent. Belg. 1880. p. XXII.
Nemoria pruinosa (Kurrachee, Indien); Butler, Ann. a. Mag.
Nat. Hist. (5) V. p. 224.
Agathia sciituUgera (Darjiling) p. 216, gigantea (Java) p. 217,
visenda, heata (Darj.) p. 218; Butler, Ann. a. Mag. N. H. (5) VI.
Fascellina cervinaria (Macassar) ; Snellen, Tijdschr. v. Entom.
XXIII. p. 71. PI. 8. Fig. 1.
Thalassodes glacialis (Fianarantsoa); Butler, Ann. a. Mag.
Nat. Hist. (5) V. p. 391, opälina (Darjiling); derselbe ebenda VI.
p. 214, pallidulata (Madag.) wieder beschrieben; Mabille, Bull. Ent.
Belg. 1880 p. XXI, saiwraia (Bonthain); Snellen, Tijdschr. v. Ent.
XXIV. p. 77. PI. 8. Fig. 3.
Phorodesma leucochloraria (Madagascar); Mabille, Bull. Ent.
Belg. 1880. p. XXII, malachitica (Nossi-Be); Saalmüller a. a. 0.
158 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
p. 291, eogenaria (Bonthain; Maros); Snellen, Tijdschr. v. Entom.
XXIV. p. 78. PI. 10. Fig. 1.
Geometra grata (Darjiliüg); Butler, Ann. a. Mag. N. H. (5)
VI. p. 129, dioptasaria (Wladiwostok); Christoph a. a. 0, p. 41.
Noctuidae. Grote bespricht North American Noctuidae in the
„Zuträge". First Hundred, Canad. Entom. XII. p, 84; second and
third hundreds p. 116.
Derselbe handelt On the synonymy of North American
Noctuidae; ebenda p. 184 ff.
Möschler bespricht 214 Arten aus Surinam; zahlreiche Arten
sind als ueu beschrieben und z. Th. abgebildet; Verh. Zool. Bot.
Ges. Wien XXX. p. 379 ff. Taf. VIII, IX.
He sp er imorplia (n. g. ; Flügelgeäder dem von Spintherops
ähnlich) paradoxa (Nossi-Be); Saalmüller a. a. 0. p. 283.
Stenopis (n. g. Sphingomorphae affine) reducta (Madagas-
car); Mabille, C. K. Ent. Belg. 1880. p. 108.
Megacephalon (n. g. Hypenariae affine) rivulosum (Nossi-Be)
p. 286 f.;
Cryptomeria (n. g.; Name vergeben) MahiUei (ibid.) p. 290;
Saalmüller a. a. 0.
Erioscele (n.g. Eriopodi Tv*. affine) rureo'ides p.385; Daeda-
lina (n. g. incertae sedis) Clevia (Paramaribo) p. 386. Taf. IX.
Fig. 44; Amphodia (n. g.) prolata p. 387. Fig. 45; Thelidora
(n. g.) splendens (Jamaica; Paramaribo) p. 392. Fig. 46; Gonuris
(n. g.) Flaminia (Paramaribo) j). 398. Fig. 43; Smyra (n. g.) recur-
meornis Fig. 50, chlorolimbis Fig. 51. p. 409; Flaconia (n. g.)
Selene p. 410. Taf. VIII. Fig. 1; Arotinia (n. g. prope Athyrmam)
diffumata Fig. 25, suffumata Fig. 24; Amabela (n. g.) delicata (Pa-
ramaribo) p. 435. Fig. 34; Gahyna (n. g.) coeridina p. 445. Fig. 47,
erratrix p. 446; Adyroma (n. g.) reposita p. 456; Clapra (n. g.)
astheno'ides p. 457. Taf. IX. Fig. 37, Ei'o p. 458. Fig. 36, qua-
drata p. 459. Fig. 38; Buphana (n. g.) Zopissa p. 462. Fig. 35;
Arbinia (n. g. al. ant. cellul. append. destitutis; ocelli uulli) To-
dilla p. 467, Fig. 20; Bavilia (n, g.; ocelli adsunt) flavocostata p.
472; Fig. 30; Cladenia (n. g.) MorJm p. 474 Fig. 32; Synalissa
(n. g.) Tempaca p. 475. Fig. 31; Mindora (n.g.) tortriciformis (Pa-
ramaribo); p. 483. Fig. 33; Möschler a. a. 0.
Docela affinis (Kurrachee, Indien); Butler. Ann. a. Mag. Nat.
Ilist. (5) V. p. 225.
Agamana insignis (Fianarantsoa); Butler, Ann. a. Mag. Nat.
Hist. (5) V. p. 393.
Ilypena hjperalis, gJyptalis p. XIX, angnlalis, contortalis, liemi-
grammalis p. XX (Madagascar); Mabille, Bull. Ent. Belg. 1880,
fuscomacidalis, obscurobasalis p, 288, bigranimica, fusculalis (p. 340)
p. 289, strigatalis p. 290, (Nossi-Be); Saalmüller a. a. 0., affinialis,
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 159
ametliystalis p. 478, suavalis, iiniformalis p. 479 (Surinam); Mö sch-
ier a. a. 0., siihcyanca, suhviolncea (Formosa); Butler, Proc. Zool.
Sog. Lond. 1880. p. 681;
Hypenaria superba (Surinam); Möschler a. a. 0. p. 460.
Palthis Äiica (Surinam); Möschler a. a. 0. p. 476.
Euclystis dccUnata (Surinam); Möschler a. a. 0. p. 481.
Taf. VIII. Fig. 5, der ebenda p. 480 das Weibchen von E. colum-
balis Guen. eingehend beschreibt und dessen Unterschiede von E.
Cynara Cr., Gyges Cr. hervorhebt.
Chadaea(?) ortliogonia (Paramaribo); Möschler a. a. 0. p. 474.
Taf. VIII. Fig. 15.
Megatomis terricola (Surinam); Möschler a. a. p. 472.
Ramphidium Surinamense (Paramaribo); Möschler a. a. 0.
p. 468. Taf. IX. Fig. 19.
Pangrapta taenaria (! Paramaribo) p. 463. Taf. IX. Fig. 39,
sphragis (ibid.) Fig. 40, privigna (ibid.) Taf. VIII. Fig. 18. p. 465;
Möschl er a. a. 0.
Palyna amahilis (Surinam); Möschler a. a. 0. .p. 462.
Plaxia Drusüla (Surinam); Möschler a. a. 0. p. 461.
Zanclognatha vanica (Surinam), bicolor Taf. IX. Fig. 22. p. 476,
histrio p. 477, Fig. 23; Möschler a. a. 0.
Hydrillodes indistincta (Formosa); Butler, Proc. Zool. Soc.
Lond. 1880. p. 681.
Marmorinia conjuncta (Paramaribo); Möschler a. a. 0. p. 452.
Hypopyra Bosei (Nossi-Be); Saalmüller a. a. 0. p. 279.
Renodes humilis (Paramaribo); Möschler a. a. 0. p. 450.
Taf. VIII. Fig. 11.
Capnodes albooculata, (?) porrecta (Nossi-Be); Saalmüller a.
a. 0. p. 286, spectanda p. 452. Taf. IX. Fig. 29, steropio'ides p. 453,
melano'ides, stulta p. 454, contenta Taf. VIII. Fig. 16. p. 455 (Suri-
nam); Möschler a. a. 0.
Dichromia Banaka (Camaroons); Ploetz, Stett. Ent. Zeit.
1880. p. 300.
Ephyrodes mensurata (Paramaribo); Möschler a. a. 0. p. 449.
Cyligramma BuchJiolzi (Aburi); Ploetz, Stett. Ent. Zeit. 1880.
p. 301.
Selenis macarioides p. 447. Taf. VIII. Fig. 10, specifica p. 448.
Fig. 17 (Surinam); Möschler a. a. 0,
Hypospila infima p. 446, infimoides (!) p. 447; M ö schier a. a. 0.
Orthogramma veneflca (!), recessa (!) Taf. VIII. Fig. 8, flaccida
p. 441, decorosa Fig. 9. p. 442; Möschler a. a. 0.
Hermima periplocalis (Madag.); Mabille, C. R, Ent, Belg. 1880.
p. XXI, campanalis (ibid.); derselbe ebenda p. 108.
Chytolita^eifreaZ^s (Ohio); Grote,Canad. Entomolog. XII. p. 219,
160 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Focilla laceroides p. 438. Taf. VIII. Fig. 13, homoptero'ides p.
439 (Paramaribo); Mos ch 1er a. a. 0.
Remigia sobria (Surinam; Südbrasilien) p. 436. Taf. IX. Fig. 42,
Guenei (ibid.) p. 437. Taf. VIII. Fig. 12; Mö schier a. a. 0.
Madopa parallelalis (Madagascar); Mabille, Bull. Ent. Belg.
1880. p. XXL
Coenipeta Tlietis (Surinam); Möschler a. a. 0. p. 412.
Helia serralis (Madagascar); Mabille, Bull. Ent. Belg. 1880.
p. XXL
Thermesia (?) Lunima (Akkra) p. 300, apistis (Aburi) p. 301;
Ploetz, Stett. Ent. Zeit. 1880, lacinia (Nossi-Be); Saalmüller
a. a. 0. p. 384, prona p. 443, coenosa p. 444 (Surinam); Möschler
a. a. 0.
Gonodonta superha (Paramaribo und Inneres von Surinam);
Möschler a, a. 0. p. 393. Taf. IX. Fig. 48.
Hypogramma (?) Oha (^Abo); Ploetz, Stett. Ent. Zeit. 1880-
p. 301, Ines (Paramaribo) p. 413, Amphitrite (Surinam) p, 415. Taf.
VIIL Fig.7; Möschler a. a. 0.
ßendis dupUcans (Surinam); Möschler a. a. 0. p. 429.
Toxocampa noctivolans (Haleakala); Butler, Ent. Monthl.
Mag. XVII. p. 8.
Raupe von Apopestes phantasma Eversm. beschrieben; Proc.
Zool. Soc. Lond. 1880. p. 414.
Plecoptera dolosa (Formosa); Butler, Proc. Zool. Soc. Lond.
1880. p. 678.
Entomogramma pardälis (Nossi-Be); Saalmüljler a. a. 0.
p. 280.
Poaphila dividua (Paramaribo); Möschler a. a. 0. p. 434.
Spaelotis lucicolens (Honolulu) p. 7, cremata (Oabu ; Maui) p.
8; Butler, Ent. Monthl. Mag. XVIL .
Athyrma nodosa Taf. IX. Fig. 26, orhana Fig. 27; Möschler
a. a. 0. p. 431.
Stictoptera poecilosoma und abb. flavohasaUs, laetißca, semi-
partita, antemarginata (Nossi-Be); Saalmüller a. a. 0. p. 276 ff.
Ophiusa diatonica (Paramaribo); Möschler a. a. 0. p. 433.
Taf. IX. Fig. 28.
Ophisma Ihona (Abo), Ningi (Eningo); Ploetz, Stett. Ent.
Zeit. 1880. p. 300, Ebenaui, externesig nata (Nossi-Bc) -, Saalmüller
a. a. 0. p. 281 f., perßnüa (Surinam); Möschler a. a. 0. p. 430.
Ophiodes Cameroms(C.); Ploetz, Stett. Ent. Zeit. 1880. p. 299.
Ophideres Banakus (Ober-Guinea); Ploetz, Stett. Ent. Zeit.
1880. p. 298, Boseae (Nossi-Be); Saalmüller a. a. 0. p. 278.
Letis {aluco? p. 423,) faleo (Paramaribo) p. 424, suava (!) p.
425, Sophia p. 426, Cytheris p. 427 (Surinam); Möschler a. a. 0.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 16l
Ercheia Charon (Foriuosa); Butler, Proc. Zool. Soc. Lond.
1880. p. 678.
G. D. Hülst macht Bemerkunj^fen zu den (81) Nordamerika-
nischen Catocala-arten; Bull. Brooklyn Ent. Soc. III. p. 2 fF.; H.
Edwards ebenso; ebenda p. 53 fF.
C. Bosalinda (Albany) p. 55, violenta (Colorado) p. 58, Cal-
phurnia (! Kansas) p. 59, Cordelia (Georgia, Texas, etc.) p. 59, Ti-
mandrä (Texas) p. GO; Edwards a. a. 0.
Möschler zieht Brujas Circe Gn. und festonata Feld. u. Ro-
genh. zu Br. malitiosa Guen.; als neu beschreibt er Br. defleta aus
Surinam; a. a. 0. p. 420 ff.
Achaea hilaris (Cameroons), locra (ibid.), mariaca (Akkra),
Durfu (Bonjongo); Ploetz, Stett. Ent. Zeit. 1880. p. 290, sinistra
(Madag.); Mabille, Bull. Ent. Belg. 1880. p. XIX, Stumpffii (Nossi-
ße); Saalmüller a. a. 0. p. 282.
Agnomonia Orontes (Cameroons); Ploetz, Stett. Ent. Zeit.
1880, p. 298.
Alamis albangtda, lituraria (Nossi-Be); Saalmüller a. a. 0.
p. 284 f.
Bolina Surinamensis (S.), spTiaerita (ibid.) p. 417. Taf. VIII.
Fig. 4; Möschler a. a. 0.
Leucanitis Philippina (Algier); Austaut, Natural. 1880. p. 237.
Agro-phi\a. flavonitens (Algier)', Austaut, Natural. 1880. p. 156.
Yrias crepuscula p. 406, mollis p. 407. Taf. VIII. Fig. 3 (Su-
rinam); Möschler a. a. 0.
Sylectra/?cii7ma (Surinam); Möschler a. a. 0. p. 440. Taf. VIII.
Fig. 14.
Safia praeusta p. 402. Taf. VIII. Fig. 2, Lucilia p. 404, pla-
cida p. 405, inconspicua p. 406 (Surinam); Möschler a. a. 0.
Horaoptera Lydia (Paramaribo und Columbien) p. 400. Taf.
IX. Fig. 49, focillatrix (Paramaribo) p. 402; Möschler a. a. 0.
Acropteris albaria (Aburi); Ploetz, Stett. EnL Zeit. 1880.
p. 302.
Kr Sistria, apicimacula, leiicoglene {Msidag.); Mabille, Bull. Ent.
Belg. 1880. p. XVIII, sororcida p. 271, pulhda, matercula p. 272
(Nossi-Be); Saalmüller a. a. 0., deltoides (Paramaribo; Jamaica);
Möschler a. a. 0. p. 399.
Eustrotia dividua (Texas); Grote, The North Amer. Entom.
I. p. 46, parvimacula (Texas); derselbe ebenda p. 66.
Thalpochares aeiheria (! Tampa, Florid.) ; Grote, The North
Amer, Entom. I. p. 47, partita (Madag.); Mabille, Bull. Ent. Belg.
1880. p. XVIII, costimacula (Nossi-Be); Saalmüller a. a. 0. p. 271,
deliciosa (Paramaribo); Möschler a. a. 0. p. 399.
Pyrrhia stilla (Idaho Springs, Color.); Grote, The North
Amer. Entom. I. p. 45.
Archiv^für Naturg. XXXXVn. Jahrg. 2. Bd. L
162 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Tarache swij'za; (Colorado); Grote, Canad. Entom. XII. p. 154.
Micra lacteola (Madag.); Mabille, Bull. Ent. Belg. 1880. p. XIX.
Melicleptria Hoyi (Wiscons.); Grote, Bull. Brookl. Ent. Soc.
III. p. 30.
Heliothis interjacens (Calif.); Grote, Bull. Brookl. Ent. Soc.
in. p. 80.
Acantholipes inconspicua (Formosa); Butler, Proc. Zool. Soc.
Lond. 1880. p. 677.
Penicillaria (?) histrio (Nossi-Be); Saalmüller a. a. 0. p. 270.
Sypna complicata (Fianarantsoa; die erste Art außerhalb der
Indischen Region); Butler. Ann. a. Mag. Nat. Eist. (5) V. p. 389.
Anoi^hm trispüosa, nigropicta (Nossi-Be); Saalmüller a. a. 0.
p. 275.
Plusia Buchholzi (Eningo); Ploetz, Stett. Ent. Zeit. 1880. p.
298, pertusa (Paramaribo); Mö schier a. a. 0. p. 390.
PI. moneta F. bei Arnhem auf Aconitum napellus; Tijdschr.
V. Entom. XXIV; Versl. p. XXIII,
Ueber Plusia gamma s. Berg im Corrspbl. Naturf.-Ver. Riga.
23. p. 71.
Nolaphana lahecula (N. York) Grote, Canad. Entom. XII,
p. 217.
Palindia Diana (Paramaribo); Möschler a. a. 0. p. 394. Taf.
IX. Fig. 41.
Lithophane contenta (Calif.); Grote, Canad. Entomol. XII.
p. 216.
Xylomiges dolosa (Nordamerika); Grote, Canad. Entom. XII.
p. 88.
Orrhodia Sebdouensis (Algier); Austaut, Naturaliste 1880.
p. 221.
Euperia pallescens (Nossi-Be); Saalmüller a. a. 0. p. 269.
Xanthia flavago ist zuerst von Ström kenntlich als No-
ctua lutea beschrieben worden; Schöyen, Stett. Ent. Zeit. 1880.
p. 134.
Orthosia eruhescens (Neilgherris) ; Butler, Ann. a. Mag. Nat.
Hißt. (5) V. p. 224.
Odontina Pierrown (Madag.); Mabille, Bull. Ent. Belg. 1880.
p. XVIII, (?) triobliqiia (Nossi-Be); Saal mü 11 er a. a. 0, p. 274.
Dyomyx Antigone (Surinam); Möschler, a. a. 0. p. 396.
Caradrina venosa (Honolulu); Butler, Ent. Monthl. Mag.
XVII. p. 7, albispilosa (Nossi-Be); Saalmüller a. a. 0. p. 268, Seb-
ghana (Algier); Austaut, Natural. 1880. p. 212.
Anomis illito'ides (Surinam); Möschler a. a. 0. p. 397.
Leucania circulus (Nossi-Be); Saalmüller a. a. 0. p. 268,
rosea (Surinam), punctifera (Paramaribo); Möschler a. a. 0. p. 389,
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 163
percussa, insularis (Formosaj; Butler, Proc. Zool. Soc: Lond. 1880.
p. 674.
Sesamia tranquillaris (Formosa); Butler, Proc. Zool. Soc.
Lond. 1880. p. 674.
Nonagria Sparganii in England; The Entomologist 1880.
p. 49.
N. gracüis (Formosa); Butler, Proc. Zool. Soc. Lond. 1880.
p. 675.
Gortyna flavago var. cinarea (! Raupe in Artischocken) ; Goos-
sens, Ann. Soc. Ent. Fr. 1880. p. 155 ff.
Spodoptera frica (Formosa); Butler, Proc. Zool. Soc. Lond.
1880. p. 675.
Eriopus miranda (Nossi-Be) ; Saalmüller a. a. 0. p. 273.
Perigea falsa (Calif.) p. 215, albolabes (Arizona) p. 216;
Grote, Canad. Entomol. XII.
Baecula myrina (Surinam); Mö schier a. a. 0. p. 383.
Homohadena chorcla (Colorado) p. 256, fortis (Nevada), picina
(Californ.) p. 257; Grote, Canad. Entomolog. XII.
Hadena cylindrica (Nevada), tonsa (ibid.) p. 214, (Pseudanarta)
singula (Texas) p. 215; Grote, Canad. Entomol. XII, (Hadena)
adnixa (Nevada), characta (ibid.) p. 243, ehryselectra (Colorado) p.
244; derselbe ebenda, tortüis (Washingt. T.); derselbe. Bull.
Brookl. Ent. Soc. III. p. 46, statiimcula (Paramaribo), segressa (ibid.);
Möschler a. a. 0. p. 381.
Polia ae<^on (Nevada) p. 154, epichysis (Shasta) p. 219; Grote,
Canad. Entom. XII.
Packardia Goodellii (Massachus.); Grote, Canad. Entom. XII.
p. 242.
Coelodasys telifer (Texas, Georgia); Gr.'ote, The North Americ.
Entom. I. p. 99.
Cilla distema (Texas; der Amolita fessa ähnlich); Grote, The
North Amer. Entom. II. p. 99.
Oncocnemis cibalis (Colorado) p. 244, levis (ibid.) p. 254;
Grote, Canad. Entomolog. XII.
Mamestra defessa (Californien) p. 88 , acutipennis (Nevada)
p. 214; Grote, Canad. Entomol. XII, Crotchii (Oregon; Color.); der-
selbe, Bull. Brookl. Ent. Soc. HI. p. 29.
Ueber Raupe, Zucht u s. w. der Mamestra Leineri var. (?)
Pomerana s. Stett. Ent. Zeit. 1880. p. 46.
Grote giebt eine Preliminary list of 4he North-ameri-
can species of Agrotis, with descriptions. Bull. ü. S. Geol. a.
Geogr. Survey Terr. V^I. p. 149 ff. Eine Vergleichung der europäi-
schen Fauna mit der nordamerikanischen zeigt A. Chardiuyi, baja,
C-nigrum, fennica, ypsilon, saucia, carnea, plecta, occulta, pra-
sina sowie die Isländischen Arten islandica und rava gemeinsam,
164 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
andere Arten sind vicarirende Formen beider Gebiete. Der Beschrei-
bung dreier neuen Arten geht eine Besprechung einiger von anderen
Autoren beschriebenen Arten vorauf; die neuen Arten sind A. airi-
calis (Colorado), cloantlmdes (ibid.) p. 153, ruhefactalis (Washington)
p. 154. Das Verzeichniss enthält 205 Namen, von denen 196 auf
Agrotis s. Str., 1 auf Anytus, 5 auf Ammoconia und 3 auf Pachno-
bia kommen.
Agrotis hilaris (Texas), stellaris (Wash. T.; Nevada) p. 153,
citricolor (Colorado) p. 154; Grote, Canad. Entom. XII, verticalis
(Colorado); derselbe, Bull. Brookl. Ent. Soc. III. p. 39,basalis, mu-
nis p. 38, mirabüis p. 39, Concliis^ olivalis p. 43, pare^italis, caenis,
catenula p. 44, decipiens, minimalis p. 45 (Colorado, Idaho Springs);
derselbe, The North Amer. Entom. I, consentanea (Madagascar) ;
Mabille, CR. Ent. Belg. 1880. p. 107.
Triphaena fimbria monstr. s. Resoc. d. Soc. Ent. Ital.
1880. p. 9.
Heliophila patricia (Colorado); Grote, Bull. Brookl. Ent. Soc.
III. p. 46.
Lygranthoecia tumida (Colorado) p. 30, rußmedia (P'lorida) p.
31; Grote, Bull. Brooklyn Ent. Soc. III.
The Cotton worm; Summaryofits Natural History, with an
account of its enemies and the best means of Controlling it; . . by
Chas. V. Riley; Washington. 1880.
Aletia formosana (F.); Butler, Proc. Zool. Soc. Lond. 1880.
p. 675.
Notodontidae. Hyperaeschra (n. g. Oleni affine) pallida p.
65; Prismosticta (n. g. Trilochae et Norasumae affine) fenestrata
p. 68 (Darjeeling); Butler, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (5) VI.
Cnethocampa cadica (! Aburi); Ploetz; Stett. Ent. Zeit. 1880.
p. 85.
Phalera stigmigera (Bhotan), arenosa (Darjeeling); Butler, Ann.
a. Mag. Nat. Hist. (5) VI. p. 66.
Datana floridana (F.); Graef, Bull. Brooklyn Entom. Soc. II.
p. 87.
Clostera cdpina (Digne; Raupe auf Weide und Pappeln ?);
Bellier de la Chavignerie, Ann. Soc. Ent. Fr. 1880. p. 367 f.
PI. 11. Fig. 10. "
Jana cosima (Abo); Ploetz, Stett. Ent. Zeit. 1880. p. 85.
Lophoptera squamulosa (Nossi-Be) ; S aa 1 m ü lle r a. a. 0. p. 278.
Berg fügt der früheren Aufzählung der Arten der Gattung
Strebiota (d. Ber. 1879. p. 139 (483)) zwei vorher übersehene
Sepp'sche Arten (Noctua dicolou und plugma) hinzu; Ann. Soc.
Cientif. Argent. X. p. 40 f.
Somera lichenina (Borneo); Butler, Ann. a. Mag. Nat. Hist.
(5) VI. p. 67.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 165
Notodonta marmor (Madag.); Mabille, Bull. Ent. Belg. 1880.
p. XVII, circumcincta (Nossi-Be); Saal mü Her a. a. 0. p. 268.
Callaenia elongata (Darjeeling); Butler, Ann. a. Mag. N. H.
(5) VI. p. 67.
Drepanulidae. Rosema sicularia (Cameroons); Ploetz, Stett.
Ent. Zeit. 1880. p. 304.
Saturniadae. Samia PZoei^f (Victoria; Abo, Westafr.); Ploetz,
Stett. Ent. Zeit. 1880. p. 86.
Antheraea loepo'ides (Borneo); Butler, Ann. a. Mag. Nat.
Hist. (5) VI. p. 61.
Tropaea gnoma Biitl. (d. Ber. 1879. p. 138 (482)) = Artemis
Brem.; Maassen, Stett. Ent. Zeit. 1880. p. 71.
C. Berg fügt seinen früheren „Unters, über die Gattung Mi-
mallo etc." (d. Ber. 1877. p. 319 (351)) einige Zusätze hinzu; Anal.
Soc. Cientific. Argent. X. p. 34 ff. Mit Mimallo despecta Walk, ist
M. Curtisea Weijenh., Perophora sanguinolenta Feld., Euclea diago-
nalis Weijenh.; mit M. (Empretia) paenulata Clem. ist Parasa incisa
Harv. identisch. Von M. (Perophora) sirigif eva. {Feld, sine descr.) ist
eine Beschreibung geliefert, und von M. incerta Moeschl., (Peroph.)
Trailii Butl. und Bactriana Biitl. sind die Beschreibungen der Auto-
ren reproducirt.
Copaxa subocellata (Fianarantsoa) ; Butler, Ann. a. Mag. Nat.
Eist. (5) V. p. 387.
Caligula Jonasii BwiZ. (d. Ber. 1879. p. 137 (481)) = Sat. Bois-
duvalii Everstn.; Maassen, Stett. Ent. Zeit. 1880. p. 72.
Clement, beschreibt und bildet ab einen Attacus Pernyi
mit ebenso ausgeschweiften Flügeln, wie Referent mitgetheilt hat
(s. d. Ber. 1879. p. 481 (137)); außerdem erhielt er Exemplare, bei
denen die Flügel unsymmetrisch ausgeschweift waren; Ann. Soc.
Ent, Fr. 1880. p. 181 f. mit Holzschnitt.
Observations sur les Metamorphoses de l'Attacus
Atlas, par M. G.-A. Poujade; ebenda p. 183 ff. PI. 8.
Clement beobachtete innerhalb des Puppengespinnstes von
Actias Selene ein Netz von Fäden, an welchem die Raupe und
später die Puppe mittels eines Hakenkranzes befestigt ist; A. Isa-
bellae, Mimosae und wahrscheinlich auch luna zeigen dieselbe Eigen-
thümlichkeit; Ann. Soc. Ent. France 1880. p. 161 ff., PI. 4. Fig. 4.
Saturnia (Heniocha) smilax Westivood gehört nach Berg in
die Felder'sche Gattung Holocera und ist unter dem Namen
Holocera smilax nochmals beschrieben; Anal. Soc. Cientif. Argent.
X. p. 38 f.
S. Antinorii (Mahal-Uonz) ; Oberthür, Ann. Mus. Civ. Go-
uova XV. p. 178. Tav. I. Fig. 4.
BwriQ^eo. Buclihölzi (Aburi, Westafr.); Ploetz, Stett. Eut. Zeit.
1880. p. 87.
166 Bertkau: Bericht, üb. die vvissenschaftl, Leistungen
Bombycidae. BracJiysoma (n. g.) Codeti (Daya, Algier);
Austaut, Le Naturaliste 1880. p. 284.
Plegapteryx (?) syntomia (Eningo) p. 85, (?) silacea (Abo,
Westafr.) p. 86; Ploetz, Stett. Ent. Zeit. 1880.
Odonestis (?) minima (Eningo, Westafr.); Ploetz, Stett. Ent.
Zeit. 1880. p. 85.
Lasiocampa Bosei (Nossi-Be); Saal mül 1er a. a. 0. p. 266.
Butler behauptet, dass Brahmaea lunulata und und u lata
Brem. = B. Certhia Fabr. seien; B. Certhia Walk., Butl. ist B.
concliifera genannt ; Ann. a. Mag. N. H. (5) V. p. 188.
B. rufescens (Bengalen); derselbe ebenda VI. p. 62.
Brahmaea nigrans (Japan); Butler, Ent. Monthl. Mag. XVII.
p. 110.
Borocera punctifera (Madagascar) ; Mabille, Bull. Ent. Belg.
1880. p. XVII.
Clisiocampa fulgurita (Nossi-Be); Saalmüller a. a. 0. p. 265.
Bombyx (Bc^v.) echinata (Nossi-Be); Saalmüller a. a. 0. p. 265.
E. Quajat. Compendio di Bacologia presentato in 20 lezioni.
2. ed. Verona e Padova, 1878. Drucker e Tedeschi. — Der Verfasser
leugnet in üebereinstimmung mit Verson die Parthenogenesis und
meint, die Eier seien bei strenger Isolirung nicht fruchtbar (!).
Liparidae. Pyramocera (n. g. Lymantriae affine, costa al.
ant. longiore, antennis longioribus, ad basim latioribus, gradatim ad
apicem pyramidatis, pectinibus longissimis cirratis; corpus alaeque
subtus lanuginea) fuliginea (Fianarantsoa) ; Butler, Journ. Linn.
Soc. Lond., Zoology, XV. Nr. 82. p. 85 mit Holzschnitt.
Xanthodura (n. g. Orgyiae affine) trucidata p. 385;
Lechriolepis (n. g.) anomala (Fianarantsoa);
B{h)aphipesa n. g. für R. (Gogane olim) turbata JBwiL p. 386;
Chrysopsyche n. g. für C. (Chaerotricha olim) mirifica Butl.,
p. 387: Butler, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (5) V.
Liparis hinotata (Madagascar); Mabille, C. R. Ent. Belg.
1880. p. 107.
Area sulphurea (Mungo), (?) xanthospila (Aburi, Westafr.);
Ploetz, Stett. Ent. Zeit. 1880. p. 84.
Porthesia depauperata (Madag.) ; Mabille, Bull. Ent. Belg.
1880. p. XVII.
Leucoma parva (Aburi), alhina (Bonjongo, Westafr.); Ploetz,
Stett. Ent. Zeit. 1880. p. 84, translucida (Scioa); Oberthür, Ann.
Mus. Civ. Genova XV. p. 177. Tav. I. Fig. 6.
Euproctis (?) batoides (Bonjongo); Ploetz, Stett. Ent. Zeit.
1880. p. 85.
Dasychira procmcia (Nossi-Be); SaalraüUer a. a. 0. p. 267.
Phricodia (?) albida (Bonjongo); Ploetz, Stett. Ent. Zeit.
1880. p. 87.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 167
Eine W. S. B. unterzeichnete Note in The Amer. Entomol.
1880. p. 227 behauptet mit einem kühnen Schluss bei Orgyia anti-
qua Parthenogenesis („all of the winter-brood are females, and
must reproduce, without the Cooperation of a male, by
parthenogenesis"); vgl. d. vor. Ber. p. 442 (210).
0. (?) cat'ca (Ogova, Westafr.); Ploetz, Stett. Ent. Zeit. 1880.
p. 84, JosepJiina (Algier); Aus taut, Natural. 1880. p. 212, 220.
Heterolepis (?) s^'^rsa (Victoria, Westafr.); Ploetz, Stett. Ent.
Zeit. 1880. p. 87.
Psychidae. Observations relatives ä des Psychides,
par ... Heylaerts fils; Bull. Ent. Belg. 1880. p. 20 ff. Die erste
dieser Bemerkungen bezieht sich auf die von Snellen beschriebene
Fumea pronubella (d. Ber. 1879. p. 134 (478)), von der Heylaerts
nach Besichtigung die Ueberzeugung gewinnt, dass sie eher zu den
echten Psychiden als zu Fumea gehört, und einen üebergang zwi-
schen Psyche und Epichuopteryx herstellt. Sie bildet die neue
Gattung Heckmeyeria p. 29. In der zweiten Bemerkung berichtigt
er einen Irrthum Herrich-Schaeffers, der den Animulin-a und Psychina
nur 1 Costa dorsalis zugeschrieben hatte; nach Heylaerts besitzen
aber Animula dichroa, sowie die Gattungen Psyche, Epichuopteryx,
Diabasis, Bijugis, Ileckmeyeria, Fumea, Apterona eine zweite innere
(Ib), die sich wegen einer Falte leicht der Beobachtung entzieht.
3. Alle Psychiden sind mit Schuppen bekleidet. 4. Oeceticus varie-
gatus Snell (d. Ber. 1880. p. 444 (212)) = 0. Crameri Westw.
Nach C. Berg ist Nyctemera Pagenstecheri Geyer synonym
mit Heliconisa impar Walk. excl. ^, welches das $ von Dirphia
costosa H.-Sch. ist; demnach ist aber N. Pagenstecheri nicht syno-
nym mit D. costosa, wie Herrich-Sch. angenommen hatte. Die
Gattung Heliconisa Walk, ist berechtigt und gehört zu den Psychi-
den. Von der Gattung und von H. Pagenstecheri liefert Berg
eine erneute eingehende Beschreibung. Anal. Soc. Cientif. Argent. X.
p. 42 ff.
Oeceiicns (?) BuchhoJzi (Ahnri, Westafr.); Ploetz, Stett. Ent.
Zeit. 1880. p. 88.
Turati beschreibt sehr ausführlich die früheren Entwicke-
lungsstände und die Imago von Psyche Turatii Stgr.; Bull. Soc.
Ent. Ital. XI. p. 166. Tav. VH. Fig. 4, VIII, 1—10.
Bombyx atra L. ist Psyche plumifera 0.; daher muss letz-
tere jetzt Ps. atra (L.) heißen, die Psyche atra Esp. aber den
nächstältesten Namen, Ps. angustella H.-Sch., erhalten; Heylaerts,
Stett. Ent. Zeit. 1880. p. 186 ff.
Ps. sera (Sicilien); Wiskott, Ent. Nachr. 1880. p. 242.
Limacodidae. Crothaema (n. g. Edibessae simile) sericea
(Fianarantsoa) ; Butler, Ann. a. Mag. Nat, Hist. (5) V. p. 388.
168 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Limacodes fiexuosa, caesonia (New York); Grote, The North
Amer. P]ntoni. I. p. 60.
Heterogenea exsanguis, mannorata, pinguis (Nossi-Be); Saal-
müller a. a. 0. p. 263 f.
Parasa pastoralis (Bhotan); Butler, Ann. a. Mag. Nat. Hist.
(5) VI. p. 63.
Monoleuca sulfurea (Enterprise, Flor.); Grote, The North
Americ. Entom. I. p. 60.
Scopelodes sericea (Darjeeling); Butler, Ann. a. Mag. Nat.
Hist. (5) VI. p. 63.
Miresa hracteata (Darjeeling); Buttler, Ann. a. Mag. Nat.
Hist. (5) VI. p. 64.
Aphendala conspersa (Formosa); Butler, Proc. Zool. Soc.
Lond. 1880. p. 673.
Gossidae. JDuomitus (n. g.) ligneus (Darjeeling); derselbe,
Ann. a. Mag. N. H. (5) VI. p. 68.
Cossus hreviculus (Fianarantsoa); Mabille, Ann. Soc. Ent. Fr.
1880. p. 344. (Die Art wird von Butler zur Gattung Hypopta
gestellt; Ann. a. Mag. N. H. (5) V. p. 388).
ZeuzeraJ.&Mrae (Westafrika) ; Plo et z, Stett. Ent. Zeit. 1880. p.77.
Hypopta Bertholdi (Colorado); Grote, Bull. Brookl. Ent. Soc.
m. p. 45.
Siculidae. Siculodes sordidula (Aburi); Ploetz, Stett. Ent.
Zeit. 1880. p. 304, terreola (Madagascar) ; Mabille, CR. Ent. Belg.
1880. p. 108, minutula (Nossi-Be); Saalmüller a." a. 0. p. 295.
Hepialidae. lieber die Anatomie von He pialus humuli von
E. Brandt s. Zool. Anz. 1880. p. 186.
Hepialus marcidus (Darjeeling); Butler, Ann. a. Mag. Nat. Hist.
(5) VI. p. 69.
Arctiadae. Mydrodoxa (n. g. „(Zygaenoid) Arctiid.") splen-
dens p. 341;
Epicausis (n. g. „(Typical) Arctiid.") lanigera p. 342 (Fia-
narantsoa); Butler, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (5) V.
Halesidota trigona (Colorado); Grote, The North Amer. Ent.
I. p. 46.
Euhalesidota longa (Enterprise, Florid.); derselbe, Canad.
Entomol. XII. p. 213.
Spilosoma eyrälpenus (! Victoria); Ploetz, Stett, Ent. Zeit.
1880. p. 83, Melanimon (Madagascar); Mabille, Bull. Ent. Belg.
1880. p. XVI.
Leptosoma (Pitthea Wllc.) Mungi (Mungo), (Lept.) xanthura
(Victoria), lipara (ibid.), dolens (Mungo) p. 82, curema (ibid.), (West-
afr.) p. 83; Ploetz, Stett. Ent. Zeit. 1880.
Ocnogyna deserticola J5er(/, Raupe beschrieben; Berg, An.
Soc. Cient. Argent. X. p. 231; vgl. d. Ber. 1879 p. 128 (472) f.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 169
Arctia (Areas) galactina (Madagascar); Mabille, C. R. Eut.
Belg. 1880. p. 107.
Antarctia miiltifarior, Raupe beschrieben; C. Berg, An.
Sog. Cient. Argent. X. p. 231.
Berg beschreibt die Raupe vonDiopeia omatrix (L.)Burm.]
An. Soc. Cieutif. Argentina X. p. 230.
'D.(T)acrisia (Victoria, Westafr.); Ploetz, Stett. Ent. Zeitschr.
1880. p. 83.
Künckel d'Herculais schildert die Metamorphoses et
Moeurs de la Deiopeia cribraria Linn.] die Raupe lebt auf
einer Leguminose, Crotalaria juncea Linn., deren Blätter und Hülsen
sie verzehrt; Ann. Soc. Ent. Fr. 1880. p. 159 f., PL 4. Fig. 3.
Zatrephes (?) hiseriata (Abo, Westafr.); Ploetz, Stett. Ent.
Zeit. 1880. p. 84.
Pseudocallimorpha Doriae (Mahal -üonz) ; Oberthür, Ann.
Mus. Civ. Genova XV. p. 175. Tav. I. Fig. 7.
Cycnia Scioana (Scioa); derselbe ebenda p. 176. Fig. 8.
Hydrias graphiptera (Nossi-Be); Saalmüller a. a. 0. p. 264.
Amerila vitrea (Eningo, Westafr.); Ploetz, Stett. Ent. Zeit,
1880. p. 84.
Lithosiadae. Isorr(h)o2')US (n.g. Dyphlebiae affine; alis latiori-
bus) tricolor (Fianarantsoa); Butler, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (5)
V. p. 342.
Barsine fläbelligera (Nossi-Be); Saalmüller a. a. 0. p. 263.
Sommeria extensa (Fianarantsoa); Butler, Ann. a. Mag, N. H.
(5) V. p. 343.
Gnophria(?) Eningae (E., Westafrika); Ploetz. Stett, Ent, Zeit.
1880. p. 80,
Pitasila inconstans (Formosa); Butler, Proc. Zool. Soe. Lond.
1880. p. 672.
Caryatis (?) mridis (Victoria, Westafr.); Ploetz, Stett. Ent.
Zeit. 1880. p. 80.
Katha immaculata (Formosa); Butler, Proc, Zool. Soc. Lond.
1880. p. 671,
Lithosia Agonchae (A., Westafr.); Ploetz, Stett. Ent. Zeit.
1880. p, 80, trispüota, (Capissa?) notifera (Nossi-Be); Saalmüller
a. a. 0. p. 262.
Setina immimita (Nossi-Be); Saalmüller a. a. 0. p. 262.
Deilemera uniformis, (Eningo, Westafr.); Ploetz, Stett. Ent.
Zeit. 1880. p. 83.
Nychthemera Antinorii (Scioa); Oberthür, Ann. Mus, Civ.
Genov. XV. p. 174. Tav. I. Fig. 1.
Paidia (?) rufostria (!), gibba (Victoria, Westafr.); Ploetz,
Stett. Ent. Zeit, 1880, p. 81.
170 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
Nudaria (?) sexmaculata, Tosola (Victoria, Westafr.) ; Ploetz,
Stett. Eut. Zeit. 1880. p. 81, infantula (Nossi-Be); Saalmüller
a, a. 0. p. 261.
lieber die Gespinuste von Nola cucullatella, centonalis und
confusalis s. Tijdschr. v. Entomol. XXIV; Versl. p. XV.
Nola centonalis natural history; Tugwell, Ent. Monthl.
Mag. XVI. p. 206 ff.; die Larven nehmen Trifolium- und Medicago-
arten, namentlich Tr. procurabens an; s. auch The Entomologist
1^80. p, 42.
N. miisculaUs (Nossi-Be); Saalmüller a. a. 0. p. 261, in-
nocua, spreta (Formosa); Butler, Proc. Zool. Soc. London 1880.
13. 671.
Nycteolidae. Ty2k.n'd speculatrix (DarjeeUug) p. 64, lancina (Bho-
tan) p. 65: Butler, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (5) VL
Sarrothripa virgulana (Madag.); Mabille, Bull. Ent. Belg.
1880. p. XVII.
Syntomidae. Antichloris (?) solora (Bonjongo), (?) flavifrons
(Mungo), (?) rufidorsis (Eningo); Ploetz, Stett. Ent. Zeit. 1880.
p. 80.
Diospaga (?) triplex (Eningo, Westafr.); Ploetz, Stett. Eut.
Zeit. 1880. p. 79.
Naclia (?) /Szj^^^m (Camer oons); Ploetz, Stett. Ent. Zeit. 1880.
p. 78, ampUficata (Nossi-Be); Saalmüller a. a. 0. p. 261.
Vsychotoe {'^)pallata (Abo, Westafr.); Ploetz, Stett. Ent. Zeit.
1880. p. 78.
Syntomis negritina (Mungo; = Tomasina Biitl. var.?), Victo-
rina (Victoria), (?) Ponga (Abo; Mungo) p. 78, (?) setipes (Aburi),
Cleta (Victoria), (?) chrysopyga (Camaroons), (?) Idda (ibid.) p. 79;
Ploetz, Stett. Ent. Zeit. 1880, ntfina (Scioa); Oberthür, (Etud.
Entom. III. PI. III. Fig. 4 und) Ann. Mus. Civ. Genov. XV. p. 173.
Zygaenidae. Christ bespricht die Zygaenen der Schwei-
zer Südalpen; Mitth. Schweiz, ent. Ges. VI, p. 35 ff. Taf. L Es
sind dies Z. Triptolemus Freyer, deren Verhalten zu der sehr ähn-
lichen Z. Scabiosae Schev. eingehender erörtert wird, Z. Charon
Huhn., stoechalis BJchsn., var. dubia Staud., var. major Frey, Och-
senheimeri Zell., transalpina Fsp.
Ino Orana (Oran); Austaut, Natural. 1880. p. 284.
Hetorogynidae. Heterogynis pennella auch in der Schweiz ;
vgl. d. Ber. 1879. p. 121 (465); Christ, Mitth. Schweiz, nat. Ges.
VL p. 15 f.
Agaristidae. Eusemia grandis (Mongo-ma Lobah), Hornimani
(ibid.), Medeha (Old Calabar); Druce, Ent. Monthl. Mag. XVI. p.
268 f., metagrius p. 339, tranqiälla p. 340 (Fianarantsoa) ; Butler,
Ann. a. Mag. Nat. Hist. (5) V, Biichholzi (Aburi, Westafr.); Ploetz,
Stett. Ent. Zeit. 1880, p. 81.
im Gebiote der Arthropoden im Jahre 1880. 171
Sesiadae. Mellittia (?) awmtntjra^a (Westafvika) ; Ploetz, Stett.
Ent. Zeit. 1880. p. 77.
Trochilium lustrans (Dayton); Grote, Canad. Entomol. XII.
p. 213.
Sphingidae. Butler's „Revision of the . . . Sphin^idae" (d.
Ber. 1879. p. 116 (460)) wird von P. Maassen superrevidiert in der
Stett. Ent. Zeit. 1880. p. 49 ff. und dabei Butler einer großen Zahl
von Irrthümern beschuldigt.
Deilephila Livornica in Schweden; Entom. Tidskrift I.
p. 153; in Hawaii; Ent. Monthl. Mag. XVII. p. 7.
D. Hobertsi (Candahar, nebst der auf einer Euphorbia-art leben-
den Raupe und Puppe); Butler, Proc. Zool. Soc. Lond. 1880. p. 412 f.
PI. XXXIX. Fig. 9, 10.
Sphinx Hdlicarniae (Florida); Strecker, Bull. Brookl. Ent.
Soc. III. p. 35 mit Holzschnitt, Buchholzi (Westafrika); Ploetz, Stett.
Ent. Zeit. 1880. p. 76, Strecken (Wladiwostok); Staudinger, Ent.
Nachr. 1880. p. 252.
Reich enau beschreibt nochmals den Duftapparat von Sph.
Ligustri; Ent. Nachr. 1880 p. 41; vgl. ebenda p. 166 und 206 und
d. Ber. 1879 p. 424 (80).
lieber eine aquatisch (von den Blättern einer Nymphaea)
lebende Philampeluslarve s. Psyche IIL p. 113.
Protoparce Blaclcburni (Honolulu); Butler, Ent. Monthl. Mag.
xvn. p. 6.
Basiana jEZbrwmawi (Mougo-ma Lobah, Westafr.); Druce, Ent.
Monthl. Mag. XVI. p. 268.
Roberts beschreibt die auf Weide lebende Raupe von Eu-
smerinthus Kinde rmanni Led.; Proc. Zool. Soc. Lond. 1880. p.
413. PI. XXXIX. Fig. 11, 12.
Notizen von Sintenenis über Smerinthus tremulae, seine
Artberechtigung, geographische Verbreitung, den eigenthümlichen
Flug s. in den Sitzgsber. Naturf. Gesellsch. Dorpat V. p. 287.
Hesperiadae. Hesperia fervida (Fianarautsoa); Butler, Ann.
a. Mag. Nat. Hist. (5) V. p. 339, Boseae (Nossi-Be); Saalmüller
a. a. 0. p. 259.
Roberts beschreibt Raupe und Puppe von Erynnis Mar-
rubii; Proc. Zool. Soc. Lond. 1880. p. 411.
Erycides spurius, decolor (bisher mit E. Palemon Gram, ver-
einigt); Mabille, Bull. Soc. Ent. Fr. 1880. p. XLVI.
Tagiades Homeyeri (Pungo-Andongo); Ploetz, Stett. Ent.
Zeit. 1880. p. 307.
Ple[u]sioneura Fritz Gaertneri (! Salvador, in einem Bergwerke
Kühlung suchend); Bailey, Bull. Brookl. Ent. Soc. IIL p. 62.
Ismene ATbertisi (Andai); Oberthür, Ann. Mus. Civ. Genova
XV. p. 528. Tav. II. Fig. 2.
172 Bert kau: Bericht üb. die wissenscbaftl. Leistungen
Paraphila byssifs (Florida); W.H.Edwards, Canad. Entomol.
XII. p. 224, dukolum (Costa Rica); Blake, Proc. Ent. Sect. Acad.
Nat. Sei. Philad. 1879. p. IX.
Ploetz behandelt die Hesperiinen-Gattung Goniurus Hiib.
und ihre (58) Arten; Bull. Soc. Imp. Nat. Moscou. 1880. III. p. 1 ff.
Eine Verschmelzung dieser Gattung mit Goniloba zu Eudamus
H.-Sch. hält Ploetz für unthunlich; 22 der hier aufgeführten Arten
fehlen in Kirby's Katalog, und 20 sind hier zum ersten Male benannt.
Pyrgus evanidus (Beludschistan); Butler, Ann. a. Mag. Nat.
Eist. (5) V. p. 223.
Lycaenidae. Lampides contracta (Candahar) ; Butler, Proc.
Zool. Soc. London 1880. p. 406. PI. XXXIX. Fig. 3, Butleri (Scioa) ;
Oberthür, Arm. Mus. Civico Genova XV. p. 170. Tav. I. Fig. 2.
Chrysophanus stygianus (Candahar); Butler, Proc. Zool. Soc.
Lond. 1880. p. 408. PI. XXXIX. Fig. 5.
Zeritis Äderiia (Cameroons); Ploetz, Stett. Ent. Zeit. 1880.
p. 203.
Phytala eurema (Accra); Ploetz, Stett. Ent. Zeit. 1880. p. 199.
Hypolycaena lielUna (Aburi); Ploetz, Stett. Ent. Zeit. 1880.
p. 200.
Aphnaeus liitosus (Aburi) p. 200, giittatus (Abo), Ästerius
(Aburi) p. 201; Ploetz, Stett. Ent. Zeit. 1880.
Sithon Camerona (Cameroons); Ploetz, Stett. Ent. Zeit. 1880.
p. 201.
Lycaenesthes Bttchholzi (Victoria, Westafr.), Maeandcr (Eningo);
Ploetz, Stett. Ent. Zeit. 1880. p. 202.
Lycaena bracteata (Candahar); Butler, Proc. Zool. Soc. Lon-
don 1880. p. 407. PL XXXIX. Fig. 4, Togara (Bonjongo) p. 202,
Mirza (Victoria, Westafr.), Locra (Bonjongo) p. 203; Ploetz, Stett.
Ent. Zeit. 1880, Artemenes (Madag.); Mabille, Bull. Ent. Belg.
1880. p. XVL
Cupido Arinia (Soron); Oberthür, Ann. Mus. Civ. Genova
XV. p. 523.
Castalius (Plebejus) Falkensteinii Dewitz (d. Ber. 1880. p. 454
(222)) =:C. juba Fabr.)
Castalius auratus (Fianarantsoa) ; Butler; Ann. a. Mag. Nat.
Hist. (5) V. p. 336.
Deloneura marginata (Cameroons); Ploetz, Stett. Ent. Zeit.
1880. p. 204.
Thecla Cimelium p. 203. Fig. 2, cnienta p. 204, Fig. 4, Ivelia
p. 205. Fig. 3 (Corrientes) ; Gosse, The P]ntomologist 1880. PI. 2.
Satyridae. CallyphtJiima n. g. (Pseudonymphae et Yphthimae
affine) für Pscudonympha Wardii Bittl (Cist. Ent. IL p. 390); But-
ler, Ann. a. Mag. Nat. Eist. (5) V. p. 335.
Lamproglenis (n. g. prope Mycalesim) nitida (Neu-Guiuea);
I
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 173
Godman & Salvin, Proc. Zool. See. Lond. 1880. p. Gll. PI. LVI.
Fig. 2.
Moore schreibt on the Asiatic Lepidoptera referred
to the genu s My calesis . . . ; Trans. Ent. Sog. Lond. 1880. p. 155 ff.
Er theilt die Arten in 3 Gruppen: 1. mit einem Drüsenbeutel und
-Büschel an beiden Flügelpaaren; 2. nur an den Hinterflügelu; 3.
mit 2 Drüsentaschen- und Büscheln an den Hinterflügeln. Ans jeder
Gruppe wird nun nicht etwa eine Gattung gemacht, sondern es
werden im Ganzen auf leichte Unterschiede der Flügelgestalt, des
Flügelschnittcs und Verlaufes der Adern 23 Gattungen unterschie-
den; nemlich (1) Virapa p. 155, Gaberris p. 156, Satoa, Sa-
darga p. 157, Dalapa p. 158. Suralaya p. 159 Orsotriaena, (2)
Calysisme! p. 161, Jatana p. 164, Culapa, Pachama p. 165,
Indalosa, Samanta p. 166, Telinga p. 167, Kahanda p. 168,
Martanda, Nissanga p. 169, Mydosama (= Dasyomma Feld.
praeocc.) p. 170, Nehdara p. 173, Sevanda p. 174, Lohora p.
175, Nasapa p. 176, (3) Loesa p. 177. Als Type von Mycalesis
sens. Moore (2. Gr.) wird M. Evadne angenommen. Als neue Ar-
ten werden beschrieben Sadarga oculata (Silhet) p. 158; Calysisme
indistans (Calcutta) p. 164; Samanta rudis (N. Indien) p. 166,
Lepcha (Nepal) p. 167.
Mycalesis Soplirosyne (Victoria, Bonjongo, Westafr.), Nuwa
(Aburi) p. 196, Istaris (ibid.), Tolosa (Abo, Victoria), Peitho (Abo,
Agoncho) p. 197, decira (Ahuri), Gerda (ihid.) ]). 198; Ploetz, Stett.
Ent. Zeit. 1880, difficüis, cingulina (Madag.); Mabille, C. R. Ent.
Belg. 1880. p. 105, melanopis (Neu-Guinea); Godman & Salvin,
Proc. Zool. Soc. Lond. 1880. p. 610. PL LVL Fig. 1.
Idiomorphus Una (Agoncha), MassaUa (ibid.) p. 195, Vala
(Agova) p. 196; Ploetz, Stett. Ent. Zeit. 1880.
W. H. Edwards macht Bemerkungen zu einigen Satyrus-
arten: Canad. Entomol. XII. p. 90, 109.
S. süvicola (Algier); Aus taut, Natural. 1880. p. 284.
Yphthima ordinata (Bengalen); Butler, Proc. Zool. Soc.
Lond. 1880. p. 148. PI. XV. Fig. 3.
Hipparchia diffusa (Ravee Bsisin, Indien); Butler, Proc. Zool.
Soc. Lond. 1880. p. 147.
Pseudonympha Cow;a7ii, turbata (FiSiTia.rB.ntsoa); Butler, Ann.
a. Mag. Nat. Eist. (5) V. p. 334.
Euptychia Summandosa (Corrientes); Gosse, The Entomolo-
gist 1880. p. 202, periboea Fig. 2, lineata Fig. 3 (Columbien); God-
man & Salvin, Trans. Ent. Soc. Lond. 1880. p. 128. PI. IIL
Epinephele Pasiphae ab. tessalensis (Algier) ; Austaut, Natu-
ral. 1880. p. 156.
Physcaeneura Pione (Gnuru Hills, O.-Afr.); Godman, Proc.
Zool. Soc. Lond. 1880. p. 183. PI. XIX. Fig. 2, 3.
174 Bert kau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Lymanopoda caeruleata (Columbien); Godman & Salvin,
Trans. Ent. Soc. London 1880. p. 129. PI. III. Fig. 4.
Pedaliodes polyxo Fig. 8, leucoch[e\ilus Fig. 5. p. 129, symma-
chus Fig. 7. PI. III, tyrrheus Fig. 6. PI. IV. p. 130; Godman &
Salvin, Trans. Ent. Soc. Lond. 1880.
Erebia Soßa (Hudsons Bay), Magdalena (Colorado); Strecker,
BulL Brooklyn Ent. Soc. III. p. 35.
E. Eriphyle Freyer ist eigene Art und zv^riscben E. Pharte
undManto zu stellen; G. Höfner, Jahrb. Naturli. Landesmus. Kärn-
then XIV. p. 260.
Strabena dyscola (Madagascar) ; Mabille, C. R. Ent. Belg.
1880. p. 105.
Erycinidae. Charis Zahua (Corrientes); Gosse, The Entomo-
logist 1880. p. 202. PI. 2. Fig. 5.
Libytheidae. Siseme pomona (Columbien); Godman & Salvin,
Trans. Ent. Soc. Lond. 1880. p. 132. PI. IV. Fig. 14.
Esthemopsis Zmeans (Columbien) ; Godman & Salvin, Trans.
Ent. Soc. Lond. 1880. p. 132. PI. IV. Fig. 13.
Acraeidae. Acraea Chilo (Abyssinien) Fig. 4, 5; Godman,
Proc. Zool. Soc. Lond. 1880. p. 184. PI. XIX, insignis (Magila);
Distant ebenda Fig. 6 (= A. Buxtoni Hew. nee Butler?; cfr. d.
Ber. 1879. p. 104 (448) und 1878. p. 302 (334)), Orestina (Bonjongo);
Ploetz, Stett. Ent. Zeit. 1880. p. 190, Zitja var. fumida (Madag.);
Mabille, C. R. Ent. Belg. 1880. p. 106, Boseae (ibid.); Saalmül-
ler a. a. 0. p. 259, Antinorii (Scioa); Oberthür, Ann. Mus. Civ.
Genova XV. p. 157. Tav. I. Fig. 3.
Morphidae. MorpJiopsis (n. g. ; differt a Morpho cellula al.
infer. clausa et corpore longiore; ante Cyllo locandum) Älbertisi
(Andai); Oberthür, Ann. Mus. Civ. Genova XV. p. 513. Tav. II.
Fig. 3.
Tenaris chionides (Neu -Guinea); Godman & Salvin, Proc.
Zool. Soc. Lond. 1880. p. 611.
Morpho rhodopteron (Columbien); Godman & Salvin, Trans.
Ent. Soc. Lond. 1880. p. 130. PI. IV. Fig. 9.
Danaidae. Euploea Diocletia Hühner = Midamus L. var.,
Hübneri Moore = Swainsoni God.) polita ^nc7i-9. = Eleusina Cram.]
Kadu Esch. — Eunice God. (?); Snellen, Tijdschr. v. Entom. XXIV.
Veröl, p. XXII; die Varietäten vertreten die auf Java einheimische
Stammart auf den Philippinen und umgekelirt.
Danais formosa (Gnuru Hills, O.-Afr.); Godman, Proc. Zool.
Soc. Lond. 1880. p. 183. PI. XIX. Fig. 1.
Ceratinia p7w7«d5as (Columbien); Godman & Salvin, Trans.
Ent. Soc. Lond. 1880. p. 127. PI. IlL Fig. 1.
Nymphalidae. Ei, Raupe und Puppe von Agraulis Vanillae
L beschrieben von H.A. Edwards, Canad. Entomol. XII. p. 122 fif.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 175
Terinos alurgis (Neu-Guinea); Godman & Salvin, Proc.
Zool. Soc. Lond. 1880. p. G12.
Westwood beschreibt und bildet ab zwei gynandromorphe
Exemplare von Cirrochroa Aoris T)oi(bleä.\ Trans. Ent. Soc.
Lond. 1880. p. 113 ff. PI. IL
Euptoieta Claudia Ei, Larve, Puppe; W. H. Edwards,
Canad. Entomol. XU. p. 231 ff.
Ei, Raupe und Puppe von Argynnis Cybele F.] W. H.
Edwards, Canad. Entomolog. XII. p. 141.
Argyn. selene var.; Kirby, Proc. Ent. Soc. Lond. 1880. p.
XXX. mit Holzschnitt.
In einer Note sur les varietes suedoises de Brenthis
Selene (W. V.) liefert J. Spängberg Beschreibung und Abbildung
der verschiedenen Varietäten dieses P'alters mit Angabe der Ver-
breitung derselben. Bih. tili. K. Sv. Vet.-Akad. Handl. V. Nr. 12.
p. 1—10 mit 1 Tafel.
Melitaea Bobertsi (Candahar); Butler, Proc. Zool. Soc. Lond.
1880. p. 406. PI. XXXIX. Fig. 2.
Vanessa Antiopa aberr.; Turati, Bull. Soc. Ent. Ital. XI.
p. 158.
V. Cardui var.; Phipson, Proc. Ent. Soc. Lond. 1880. p. XX.
mit Holzschnitt.
Precis actia (Masassi, O.-Afr.); Distant, Proc. Zool. Soc.
Lond. 1880. p. 185. PI. XIX. Fig. 7.
Doleschallia JDascon Fig. 3, Dascylus Fig. 4; Godman &
Salvin, Proc. Zool. Soc. Lond. 1880. p. 612. PI. LVI.
Anartia Corona (Corrientes); Gosse, The Entomologist 1880.
p. 199. PI. 2. Fig. 1.
Crenis Amazoula (Madag.); Mabille, Bull. Ent. Belg. 1880.
p. XVI.
Perisama gisco (Columbien); Godman & Salvin, Trans. Ent.
Soc. Lond. 1880. p. 131. PI. IV. Fig. 12.
Pyrrhogyra Arge (=P. Tipha L. var.?, Corrientes); Gosse,
The Entomologist 1880. p. 199. PI. 2. Fig. 6.
Panopea diffusa (Fianarantsoa); Butler, Ann. a. Mag. Nat.
Hist. (5) V. p. 336.
Limenitis Eros (Florida, nebst der auf der Weide lebenden
Raupe und Puppe); Edwards, Canad. Entom. XII. p. 246.
Neptis gratüla (Madagascar) ; Mabille, C. R. Ent. Belg. 1880.
p. 106.
Euryphene laetitia (Mungo); Ploetz, Stett. Ent. Zeit. 1880.
p. 192.
Aterica BuchhoUi (Mungo); Ploetz, Stett. Ent. Zeit. 1880.
p. 193.
176 Bertkaii: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Harma Ogova (0., Westafr.) p. 193, Beinholdi (Bonjongo) p.
194; Ploetz, Stett. Ent. Zeit. 1880.
Melanismus bei Apatura Iris und Ilia; Corrbl. Naturh. Ver.
preuß. Rheinl. u. Westf. 1880. p. 161.
Charaxes Watti (Upp. Assam); Butler, Proc. Zool. Soc. Lond.
1880. p. 148. PI. XV. Fig. 2, relatus (Fiauarantsoa); derselbe,
Ann. a. Mag. Nat. Hist. (5) V. p. 394.
Phyciodes catenarius Fig. 11, castianira Fig. 10 (Columbien);
Godman & Salvin, Trans. Ent. Soc. Lond. 1880. p. 131. PI. IV.
Pieridae. Euterpe lycurgus {Co\umhien)] Godman & Salvin,
Trans. Ent. Soc. Lond. 1880. p. 132. PI. IV. Fig. 15.
Euchloe venosa (W. Tybet); Butler, Proc. Zool. Soc. Lond.
1880. p. 151. PI. XV. Fig. 5.
Roberts beschreibt Raupe und Puppe von Synchloe iranica
Bien.; Proc. Zool. Soc. Lond. 1880. p. 410.
Elwes macht Bemerkungen On the genus Colias; Trans.
Ent. Soc. Lond. 1880. p. 133 ff.
Colias Heia (Hudsons Bay) p. 33, -Moina (= Nastes Boisd.
var.?; ibid.) p. 34; Strecker, Bull. Brookl. Ent. Soc. IIL
Idmais philiimene (Madagascar) ; Mabille, C. R. Ent. Belg.
1880. p. 106.
Catopsilia decipiens p. 338, rufosparsa p. 395 (Fiauarantsoa);
Butler, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (5) V.
Terias aliena (Fiauarantsoa); Butler, Ann. a. Mag. Nat. Hist.
(5) V. p. 337, Hohsoni, ungidifera (Formosa); derselbe, Proc. Zool.
Soc. Lond. 1880. p. 668.
Derselbe macht Übservations upon certain species of
the Lepidopterous genus Terias und beschreibt von Japan
T. Mariesii p. 198. PI. VI. Fig. 1—6, hyhrida'? p. 199. Fig. 7, con-
nexiva (Hybride zwischen auemone und mandarina ?) Fig. 12.
Leptalis Perrensii (Corrientes); Gosse, The Entomologist
1880. p. 195.
Roberts beschreibt Raupe und Puppe von Beleno'is me-
sentina Gram.; Proc. Zool. Soc. Lond. 1880. p. 400.
B. coniata (Fiauarantsoa); Butler, Cist. Entopi. IL (1879)
p. 391.
Ixias Dharmsalae (N. W. Himalayas) Fig. 8,9. p. 150, frequens
(Bengalen) Fig. 6,7, Watti (ibid.) Fig. 1. p. 151; Butler, Proc.
Zool. Soc. Lond. 1880. PI. XV.
Pieris Bemhina (Rembo Fl., Westafr.; = P. cliloris F. var.?);
Ploetz, Stett. Ent. Zeit. 1880. p. 205, hecyra (Madagascar); Ma-
bille, C. R. Ent. Belg. 1880. p. 105, Oniytion (Neu-Guinea); God-
man & Salvin, Proc. Zool. Soc. Lond. 1880. p. 613. PI. LVL Fig.
5, Albertisi (Andai) p. 480. Fig. 4, Enniana (ibid.) p. 481. Fig. 3;
Oberthür, Ann. Mus. Civ. Genova XV. Tav. IV.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 188Ö. 177
PapiliOQidae. Bei Thais Polyxena strömen beide Geschlech-
ter bei der Berührung einen Geruch ähnlich dem der Nährpflanze
der Raupe aus; Lelievre, Le Naturaliste 1. Juni 1880 und Ent.
Nachr. 1880. p. 1G6.
Papilio Homeyeri (Pungo-Andongo) ; Ploetz, Stett. Ent. Zeit.
1880. p. a06, Goldid p. 613. PI. LVI. Fig. 6, Lesclies p. 614 (Neu-
Guinea); Godman & Salvin, Proc. Zool. Soc. Lond. 1880, Alber-
tisi (Andai; Philippus, Pericles Wallace und Peranthus Fahr, nahe
stehend); Oberthür, Anu. Mus. Civ. Geuova XV. p. 469. Tav. II.
Fig. 1, der ebenda p. 475 ff. die Varietäten von P. severus Cram.
bespricht, und eine derselben unter dem Namen P. Beccarii (Am-
boina; oder eigene Art ?) auf Tav. III. Fig. 1, 2 abbildet.
Hymenoptera.
In Part VII seiner „Observations etc.'' . behandelt
Lubbock noch einige z. Th. bereits früher berührte Fra-
gen aus der Lebensweise der Ameisen; Journ. Linn. Soc.
London, Zoology, Vol. XV. Nr. 82. p. 167 ff. Er richtete
jetzt einen anderen Versuch ein, um zu zeigen, dass die
Ameisen ein Mittel der Verständigung, das sich einiger-
maßen der Sprache nähert, besitzen. Nemlich auch dann
erschien eine Ameise, die einen guten Fund gethan hatte,
bald mit zahlreichen Genossen aus ihrem Neste wieder,
wenn sie nichts mitgebracht hatte; es konnten ihre Ka-
meraden also nur in Folge einer Mittheilung Seitens" der
heimgekehrten, und nicht etwa desshalb, weil sie die-
selbe mit Beute beladen hatten ankommen- sehen, zum
Mitgehen veranlasst worden sein. — Ferner wurden nicht
nur die aus Puppen, sondern auch die aus Eiern bis zur
Reife erzogenen und dann in ihr Stammnest gebrachten
Exemplare von den Einwohnern desselben als Angehörige
aufgenommen; freilich waren sie auch von Angehörigen
dieses Nestes verpflegt worden ; jedenfalls aber folgt daraus,
„dass das Einverständniss zwischen den Angehörigen des-
selben Nestes nicht dem Umstand zu verdanken ist, dass
jede Ameise individuell mit jedem anderen Giiede ihres
Gemeinwesens bekannt ist." — Aus zahlreichen von Ar-
beiterinnen gelegten Eiern entwickelten sich nur Männchen.
— Bezüglich der Lebensdauer erwähnt Lubbock, dass 2
Archiv f. Naturg. XXXXVH. Jahrg. 2. Bd. M
178 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
1874 eingefangene Königinnen noch am 3. Aug. 1880 am
Leben waren. — Versuche mit dem Telephon, um über das
Gehör der Ameisen etwas zu ermitteln, ergaben ein nega-
tives Resultat. — Den rudimentären Stachel von Formica
liältLubbock nicht wie Dewitz für ein auf einer niedrigen
Stufe der Entwickelung stehen gebliebenes, sondern für
ein zurückgebildetes Organ. — Die Aphideneier, die man in
den Nestern von Lasicus flavus findet, rühren nicht von
den in denselben an Graswurzeln lebenden Blattläusen her,
sondern von einer im Sommer an den Blättern von Bellis
lebenden verschiedenen Art (oder nur Generation?), die
die Ameisen ihres Honigs wegen pflegen. Die Eier, die
diese Aphiden gegen den October hin an die Blätter
ihrer Nähr pflanze ablegen, werden von den Ameisen
in ihr Nest getragen und so den Unbilden der Witterung
entzogen; die im Frühjahr ausschlüpfenden Jungen ver-
lassen z. Th. freiwillig das Nest der Ameisen, werden
aber auch z. Th. von diesen selbst hinausbefördert. (Lub-
bock scheint Lichtenstein 's Angaben nicht zu kennen;
sonst hätte er sich wohl etwas eingehender über den even-
tuellen Zusammenhang zwischen den in , den Nestern an
Wurzeln und den außerhalb an Maßliebchen lebenden
Blattläusen zu orientieren versucht.)
A. Netter. Fait experimental d6montrant que,
chez les fourmis, il n'y a nilanguage antennal ni
echange d'idees. C. R. Paris XCL p. 411.
Derselbe. Nouveaux exemples d'erreurs com-
mises par des savants dans la question de Tintel-
ligence et de l'instinct chez les animaux, et causes de
ces erreurs; ebenda p. 556 (und 1004); beide Noten sind
nicht abgedruckt.
G. Canestrini e A. Berliese. La stregghia de-
gli Imenotteri; Att. d. Soc. Ven. Trentina di Sei. Nat.
Anno 1880 ; con una tavola (VII). Die Verfasser verfolgen
die eigenthümliche Bildung, die bei der Honigbiene schon
längere Zeit an den Vorderschienen bekannt war, durch
die ganze Ordnung. Gemeinsam ist allen ein (seltener 2)
„Sporn" an der Spitze der Tibien, dessen Innenseite
manchmal eine feine Membran, bisweilen auch dicht ge-
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 179
drängte Zähuchen trägt. Diesem Sporn gegenüber befindet
sich an dem ersten Tarsenglied eine eingedrückte Stelle,
oft fast halbkreisförmig ausgeschnitten, in deren Mitte
eine gewöhnlich gezähnelte Leiste verläuft. Der „Sporn''
kann also gegen diese Leiste ungefähr wie die eine Hälfte
einer Zange gegen die andere wirken. Als Funktion dieses
Organs nehmen die genannten Beobachter nicht (wenigstens
nicht ausschließlich) die Reinigung der Fühler an, son-
dern der Zunge; eine vorläufige Mittheilung hierüber s.
Zool. Anz. 1880. p. 421; vgl. oben Plectrocteua.
Nach Breitenbach sind die Falten, in die der Hy-
menopterentlügel im Puppenstadium zusammengelegt ist,
an der Imago durch Verdünnungen der Tracheen und deren
Chitinmantel, sowie durch Unterdrückung der Häärchen,
mit denen sonst die Oberfläche des Flügels besetzt ist, ge-
kennzeichnet. Zool. Anz. 1880. p. 522; Adolph will dies
nicht gelten lassen; ebenda 1881 p. 187.
Hymenoptera nova ex variis orbis terrarum parti-
bus ab A. Mocsäry descripta; Termesz Füzet. IV. p. 267.
Taschenberg bringt Ergänzungen zu früheren
Arbeiten in Giebel's Zeitschr. f. d. ges. Naturwissensch. ;
ebenda 1880. p. 769 ff.
Westwood liefert die Beschreibung und Abbildung
einiger kleiner schmarotzenden Hymenopteren, den Gat-
tungen Anaphes, Mymar, Alaptus, Oligosita und Tricho-
gramma angehörig; Trans. Linn. Soc. Lond. (2)1. p. 583 ff.
PI. 73.
P. Cameron. Notes on Tenthredinidae and
Cynipidae; Ent. Monthl. Mag. XVL p. 220, 247, 265;
XVII. p. 66.
Descriptions of new North AmericanHymeno-
ptera in the collection of the American Entomological
Society; by E. T. Cresson; Trans. Am. Entom. Soc. VII.
p. 61 ff, 201 ff. (Apidae); p. 255 ff. (Evaniadae); VIIL p. 1 ff.
(Tenthredinidae) mit Holzschnitten.
Synopsis of the British Heterogyna and Fos-
sorial Hymenoptera; by E. Saunders; Trans. Ent.
Soc. Lond. 1880. p. 201 ff, PI. VII, VHI. In dieser Syn-
opsis, die sich zumeist an Thomson's Hymen. Scandina-
180 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
viae anlehnt, sind 30 Formiciden und 121 Fossores be-
schrieben, während Smith in seinem letzten Catalog (1871)
124 Fossores im Sinne Saunders' aufzählte, indem er
einige Arten hinzunahm, deren britisches Bürgerrecht sehr
zweifelhaft ist. Außer der Artbeschreibung giebt Saun-
ders die Verbreitung und Art des Vorkommens; auf den
beiden Tafeln ist das Flügelgeäder der meisten Gattungen
dargestellt. Synonyme sind nur ausnahmsweise angegeben.
C. Ritsema Cz. giebt ein neues Supplement der
Niederländischen Bienen, durch welches die Zahl der Gat-
tungen auf 30, die der Arten auf 230 gestiegen ist; Tijd-
schr. V. Entom. XXIV, Versl. p. CXXIII ff. Hinzugekommen
sind: Prosopis obscurata, ScJienck; Sphecodes reticulatus
Thoms.^ pilifrons Thoms., variegatus v. Hag., puncticeps
Thoms.j longulus v. Hag.; Halictus costnisitns, Kriechh.; An-
drena Flessae P^., bimaculata Khy., fulvago Christ, rufula
Pere^ i. 1., Shawella Kby.; Macropis labiata P^, ; Halicto-
'ides inermis Nyl.; Osmia Solskyi Mor.; Nomada bifida
Thoms.; Coelioxys recurva ScJicJc., simplex Nyl.; Bombus
Soroensis F.
Gribodo macht Bemerkungen So pra alcuni Imen-
otteri di Tunisia, die während der Kreuzfahrt derVio-
lante gesammelt waren ; Ann. Mus. Civ. GenovaXV. p. 399 ff.
B. 16 T. II der Zoogeographitscheskia iszledowania
von Fedtschenko's Turkestan, 44 S. mit 2 Tafeln, enthält
die Bearbeitung eines Theiles der Grabwespen von H.
Saussure, nemlich der Sapygii (2 A.), Mutillii (4 A.),
Scolii (23 A.). Die allgemeine Einleitung und der größte
Theil des Textes ist russisch abgefasst; die analytischen
Tabellen und Artdiagnosen lateinisch. In der ersten der
analytischen Tabellen unterscheidet Saussure Scolidae
nonfossores (= Sapygidae), Subfossores (= Mutillidae),
Plane fossores (= Scoliadae und Thynnidae).
Blackburn und Kirby geben Notes on Species
of Aculeate Hymenoptera occurring in theHawai-
ian Islands; Ent. Monthl. Mag. XVII. p. 85 ff. Dieselben
beziehen sich auf einen Theil der von Smith im Journ.
Linn. Soc. XIV und Descriptions of new Species of Hy-
menoptera u. s. w. beschriebenen Arten; vgl. d. Ber. 1880.
p. 461 (229).
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 181
Malfatti macht 2 Hymenopteren aus Sicilianischem
Bernstein bekannt; das eine wird für einen Mymariden,
das andere für eine Tapinoma oder Micromyrma naheste-
hende Formicide erklärt; beide sind im Holzschnitt abge-
bildet. Transimti R. Acc. Lincei V. p. 80.
Tenthredinidae. Catalogue of the Tenthredinidae &
Uroceridae of North America. By E. T. Cresson. Trans.
Am. Ent. Soc. VIII. p. 53 £f.
Lyda discolor (Canada; Pennsilv.; Nevada), vertiealis (Calif.)
p. 26, simüaris (Nevada), Morrisoni {\h\^.) , atripes (N. Carolina)
p. 27, luteomacidata (White Mts.), montivaga, nigripes, nevadensis
p. 28, nifiventris, termindlis (Nevada), hucepliala (Calif.), hrunniceps
(White Mts.), marginiventris (New-York) p. 29, albomarginata (Colo-
rado), nigrita, atrata (Nevada), ochreipes p. 30, fascipennis (! White
Mts.), pidlata (Missouri), perplexa (Massach.), semidea (Mt. Washingt.)
p. 31, nigropectus (!), meUiventris (Nevada), riifocmcta (Colorado), Bi-
leyi (Missouri) p. 32; Cresson a. a. 0.
Monoctenus Andrei (Brussa); Mocsäry, Termesz. Füzet. IV.
p. 267.
Lophyrus lateralis (Georgia), JRileyi (Florida), fidviceps (Ne-
vada) p. 25, melliceps, suffusus (Massachusetts) p. 26; Cresson
a. a. 0.
Fetcher beobachtete beiNematus curtispina und palli-
atus Thoms. Parthenogenesis; die unbefruchteten Eier entwickelten
sich zu ^ ; Ent. Monthl. Mag. XVI. p. 269 und XVII. p. 21.
Cresson beschreibt auf S. 4 — 10 der Trans. Am. Ent. Soc.
VIII. 25 neue Nematus-Arten aus Nordamerika.
Euura albiricta (Nevada); Cresson, Trans. Am. Ent. Soc.
VIII. p. 4.
Emphytus zonarius (Persien), ruficrus (Beyrut); Mocsary,
Termesz. Füzet IV. p. 268, improhus (Nevada) p. 11, stramineipes
(Washington Terr.) p. 52; Cresson, Trans. Am. Ent. Soc. VIII.
Dolerus coloradensis (C.) p. 11, tihialis (Washingt. Terr.) p. 52;
Cresson, Trans. Am. Ent. Soc. VIII.
Aulacomerus (?) e&ewMs (Colorado); Cresson, Trans. Am. Ent.
Soc. VIII. p. 10.
Phyllotoma Aceri s Kalt, in den Niederlanden; Tijdschr. v.
Entomol. XXIV; Versl. p. XVI.
Seiandria Vollenlioveni (Calabrien) ; Gribodo, Resoc. Soc. Ent.
Ital. 1880. p. 7, carbonaria (Georgia), parva (Color.), floridana (F.),
hipartita (Texas), diliita (Canada), nigella (Nevada) p. 12, irrogata
(! Color.), nevadensis, montivaga (N.), Bäeyi (Miss.), parca (Texas)
p. 13, scelesta (Nevada), spissipes, gentilis, lenis, sodalis (Color.) p. 14,
182 Bertkau: Bericht üb. die wisseuscbaftl. Leistungen
ohscurata (ibid.), Belfragei (Texas), decolorata (Colorado), curialis
(Mexico) p. 15; Cresson, Trans. Am. Ent. Soc. VIII.
Dineura luteipes (Maine); Mesoneura älbipes (Nevada); Cresson,
Trans. Am. Ent. Soc. VIII. p. 11.
Blennocampa sanguinicollis (Pesth) ; Mocsary, Termesz. Fü-
zet. IV. p. 268.
Monophsiänus japoniciis (Nangasaki); Mocsary, Termesz. Fil-
zet. IV. p. 268.
Strongylogaster fidus (Colorado; Nevada), tibialis (Nevada) p.
19, rubripes (Colorado), (politus Prov., soriculatipes Prov.) p. 20;
Cresson, Trans. Am. Ent. Soc. VIII.
Tenthredo picticornis (Dobrudscha), BaXkana (B.) p. 272, hasi-
macula (Dalmatien) p. 273, propinqua (Syrien), poecilopus (Oesterreich),
fallax (Kaukasus) p. 274; Mocsary, Termesz. Füzet. IV, öbscuri-
pennis, scaevola p. 20, lacticincta, suavis, luteipes (Nevada), hella
p. 21, feirugineipes, sectUis (Colorado), parvtda (Calif.), nupera, ru-
hella p. 22, rubeola (Nevada), morosa, mimula, occidentalis, addenda
(Colorado), lateraria (Calif.) p. 23, vittatipes, rubens, Edwardsii (Ne-
vada), diluta (Calif.) p. 24; Cresson a. a. 0.
P. Camer on giebt eine analytische Tabelle der Brittischen
Allantus-arten; Ent. Monthl. Mag. XVI. p. 221.
A. fulviventris (Malaga), Sabariensis (S., Ungarn) p. 269, similis
(Persien) p. 270, Caucasicus (K.), obesus (Balkan), albiventris (Kau-
kasus) p. 271; Mocsary, Termesz. Füzet. IV, opimus (Vancouver's
Isl.) p. 15, ornaticeps, nigriceps p. 16, elegantulus. afflictus, neva-
densis (N.), limbatus (Calif.) p. 17, occidaneus ('.Nevada; New Me-
xico) p. 18; Cresson, Trans. Am. Ent. Soc. VIII.
Macrophya annidipes, maura (Nevada), jugosa^ subviolacea p. 18,
hicolorata (Calif.), oregona (0.), snccincta (Georgia; Texas) p. 19,
texana (T.) p. 52; Cresson, Trans. Am. Ent. Soc. VIII.
Sericodera Edwardsii (Mazatlan); Cresson, Trans. Am. Ent.
Soc. VIII. p. 2.
Schizocera Krugii (! Porto Rico), brunniventris p. 2, maura,
invita p. 3 (Nevada), tristis (Washington Terr.) p. 52; Cresson,
Trans. Am. Ent. Soc. VIII.
Ptilia mexicana (M.); Cresson, Trans. Am. Ent, Soc. VIII. p. 3.
Pristiphora JocMZms (Nevada); Cresson, Trans. Am. Ent. Soc.
VIII. p. 3.
Hylotoma syriaca (S.), scita (ibid.; Rhodus); Mocsary, Ter-
mesz. Füzet. IV. p. 267, meWma (Nevada); Cresson, Trans. Am. Ent.
Soc. VIII. p. 3.
Athalia Scutellariae (Gloucester; Larve auf Sc. galericulata) ;
Cameron, Ent. Monthl. Mag. XVII. p. 66.
Amasis similis (BQyrai); Mocsary, Termesz. Füzet. IV. p. 267.
Zarea americana (Calif.); Cresson, Trans. Am. Ent. Soc.
vm. p. 1.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 183
Cimbex ruhida (Nevada), semidea (White Mts.) p. 1, pacifica
(Washingt. Terr.) p. 51; Cresson, Trans, Am. Ent. Soc. VIII.
J. 0. West wo od giebt eine Monographie der australischen
Gattung Perga Leach; Proc. Zool. Soc. Lond. 1880. p. 359 fif. PI.
XXXIII— XXXVII. Von der Bildung der Mundwerkzeuge ist die
basale Verschmelzung der Unterkiefer mit Unterlippe zu bemerken.
Die Gattung zählt 35 Arten, von denen die meisten in colorierter
Abbildung dargestellt sind. Als neu sind aufgeführt: P. Klugii
(Albanyetc.) p. 363. PI. XXXIV. Fig. 1,2, Schiödtei (Adelaide) Fig. 3,
4, Brullei (S. -Austr.) Fig. 6. p. 364, Vollenhovii (! Austr.) Fig. 5.
Bitsemei ! (Adelaide) Fig. 7, Esenbeckii (Swan R.) PI. XXXV. Fig. 5.
p. 365, Gravenhorstn (Austr.) Fig. 7, Christn (Swan R.) PL XXXVII.
Fig. 2. p. 366, Giierinii (A.) PI. XXXV. Fig. 1, Cameronii (A.) PI.
XXXVII. Fig. 3. p. 367, Foerstcri (Neu-Holland) PI. XXXVI. Fig. 1,
Cressonii (Swan R.) PL XXXVII Fig. 1, Walkeri (Sydney) XXXVI.
5. p. 368, Ddlmanni (Neu-Holl.) 2, Hartigii (ibid.) p. 369, Peletierii
(ibid.) XXXV. 6, Neivmanni (Austr.) p. 370, Spinolae (Austr.) p. 371,
XXXVI. 4, Madean (Austr.) p. 372, XXXV. 2, Leachii- (Melbourne),
Halidaii (Adelaide) p. 377. XXXVII. 5, Jurinei (Melbourne, Swan R.)
XXXVII. 6, 3Iayrii (Swan R.) 7. p. 378.
üroceridae. Xycla major (Texas); Cresson a. a. 0. p. 34.
Xiphydria rufimntris (New York); Cresson a. a. 0. p. 34, Pro-
vancheri (= Xiphidion canadense Prov.) p. 49; derselbe ebenda.
Urocerus caerideus (Vancouver's Isl.) p. 34, Behrensii (Calif.),
fitlvus (Colorado), Morrisoni (ibid.; Utah; Washingt. Terr.) p. 35,
tarsalis (Washingt. Terr.) p. 52; Cresson a. a. 0.
Cephus rufiventris (Calif.). abdominalis (Nevada), bifasciatus,
fasciatus (Colorado); Cresson a. a. 0. p. 33.
Macrocephus ulmariae Schlecht. = Phyllaeus Giraudi Perr. ? ; Ent.
Nachr. 1880. p. 189.
Oryssus occidentalis {Co\orB.do] Nevada), mexicanus (}ä.) ; Cres-
son, Proc. Ent. Sect. Acad. Nat. Sei. Philad. 1879. p. IX, X.
Ichneumonidae. Brachycyrtus (n. g. Cryptin.; caput breve.
transversum; antennae ($) elongato-clavatae, porrectae; mesothorax
longitudine altior; metathorax brevissimus, postice perpendiculariter
declivis, subcomplete areolatus; abdomen petiolatum, convexiusculum,
$ terebra porrecta, alae areola incompleta, nervo transverso-anali
fracto) ornatus (München); Kriechbauraer, Corrbl. Zool. min. Ver.
Regensb. XXXIV. p. 163.
Cecidonomus (n. g., vom Ansehen einer Pimpla, aber wohl
zwischen Phygadeuon und Hemiteles zu stellen) Wetsoni, gallicola,
rufus (aus Gallen des Cynips Kollari); Bridgman, The Entomologist
1880. p. 263 £f.
Paniscus thoracicus (Amu Darja; Südrussland .^) ; Woldstedt,
Stett. Ent. Zeit. 1880. p. 174.
184 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Anomalen (Habronyx gigas (Dalmatien, aus Lasiocampa otus .
Drury); Kriechbaumer, Ent. Nachr. 1880. p. 75.
Perilissus Vollenhoveni (Calabrien); Gribodo, Resoc, Sog. Ent.
Ital. 1880. p. 8.
Metopius basalis (Florida), röbustus (Maryland), nevadensis (N.)
p. XXVII, hellus, concinnus (ibid.), comptus, montanus p. XXVIII,
mirandus, laticinctus (Colorado), sciUdus (Nevada) p. XXIX; Cres-
sou, Proc. Ent. Sect. Acad. Nat. Sei. Philad. 1879.
Bassus (Zootrephes) /iiZaris (Olenek, Nord-Sibirien); Woldstedt,
Stett. Ent. Zeit. 1880. p. 175.
Quay beschreibt, wie Rhyssa atrata ihren Legestachel, der
beträchtlich länger als ihr Körper ist, in Holz einbohrt; bei Beginn
der Bohrthätigkeit wird der Bohrer z. Th. in einem Sacke aufgerollt;
The Amer. Entomol. 1880. p. 219.
Brischke vermuthet, daas Goniocryptus annulitarsis Tlioms.
und titillator X., die sich in Spinneneiern entwickeln sollen, von den
Larven eines Pompilus oder Salius leben, die ihrerseits an den alten
Spinnen schmarotzten. Entom. Nachr. 1880. p. 27.
Kriechbaumer beschreibt das ^ seines Ichneumon 9-albatus
p. 51, das vermuthliche (^ seines J. mordax, p. 83, sowie p. 99 ein
blaues Ichneumon- (Amblyteles- oder Heplopelmus-)männchen, dessen
Weibchen unter den beschriebenen blauen sich wohl nicht findet (viel-
leicht J. patruelis Holmgr.); Amblyteles chalybeatus muss wegen der
„tarsi subtus brevissime tomentosi, setis nuUis vel subnallis" aus dieser
Gattung ausscheiden und entweder zu Hepiopelmus oder in eine neue
Gattung gestellt werden; Corrbl. Zool. min. Ver. Regensb. XXXIV.
Ichneumon 2^re2/«(Simplon) p. 12, inaZöai?*s(Chandolin-Luc)p. 13,
acosmus (Reculet im Jura) p. 14; derselbe, Mitth. Schw. ent. Ges VI.
Braconidae. F^xoihecus Prodoxi (aus Pr. decipiens JiiZ.); Cres-
son, The Amer. Entom. 1880. p. 156.
Rhytigaster bicolor (Massach.; New York; Pennsilv.); Cresson
Proc. Ent. Sect. Acad. Nat. Sei. Philad. 1880. p. XVII.
Das 5. Stück von H. Reinhardts ,, Beiträge zur Kennt-
uiss einiger Braconiden-Ga ttungen" in der Deutsch. Ent.
Zeitschr. 1880. p. 353 ff. enthält einige Erläuterungen zur Gattung
Microgaster, deren Spaltung in Microgaster, Microplitis und
Apanteles durch Förster auch Reinhard seiner Abhandlung zu
Grunde legt. Von jeder derselben giebt er eine analytische Bestim-
mungs-Tabelle, die sich auf 23, 17, 59 Arten erstreckt. Angeschlos-
sen sind Bemerkungen zu einigen Arten und die Beschreibung der
neuen: M. nohilis p. 356, minutus, Uro p. 357, (Microplitis) cremüa
(aus Dryocarapa ramosa), (= stremms gracilis Butlie nee Gurt.) p. 360,
(Apanteles) tetricus p. 367, vülanus p. 308, acuminatus (aus Melitaea
Phocbe und maturna) p. 370.
Evaniadae. Aulacus ocddentaUs (Color.; Nevada), melleus (Ne-
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 185
vada), consors (ibid.) p. 255, firmns (Colorado), montamis (Nevada),
pacificus (Vancouver's Isl.) p. 256; Crcsson, Trans. Am. Ent. Soc.
VII, palUpes (Massachus.); derselbe ebenda Proc. p. XVII, editus,
?Miwor (Nevada), abdominalis (Georgia); derselbe, ebenda VIII, Proc.
p. V und VI.
Stepbanus cinctipes (Washington Terr.); Cresson, Proc. Ent.
Sect. Acad. Nat. Sei. Philad. 1880. p. XVIIl.
Ghalcididae. Euplectus Comstockii (Nordamerika, aus Aletia
argillacea); Howard, Canad. Entomologist XII. p. 158.
Eupelmus Beduvii (aus den Eiern von Reduvius novenarius)
p. 207, floridanus (aus einer Tineidenlarve) p. 209; Howard, Canad.
Entomol. XII.
Joseph beschreibt von Diplolepis puparum 2 Generationen,
von denen die eine, in den Raupen von Pieris ßrassicae lebend, ein
Spinnorgan besitzen und einen Cocon verfertigen, die anderen, in den
Puppen lebend, sich ohne Gespinnst verpuppen soll. 57. Jahresber.
Schles. Ges. vaterl. Cultur p. 203. (Sollte es sich im ersteren Falle
nicht um Microgaster glomeratus handeln?); vgl. dies. Ber. 1879.
p. 25 (369).
Trichogramma (Aprobosca) erosicornis (Ceylon); Westwood,
Trans. Linn. Soc. Lond. (2) I. p. 592. PI. 73. Fig. 24.
Westwood bespricht die systematische Stellung von Prest-
wichia aquatica Luhh. und kommt zu der Vermuthung, dass
dieses Insekt zu den Chalcidiern gehöre und einen abweichenden
Typus der Eulophinen darstelle; vielleicht ist die Gattung Oligosita
Halid. mit ihr synonym. Neu sind 0. subfasciata (Richmond Park)
Fig. 14—19, Staniforthii (Ceylon) Fig. 20, 21. p. 591, (an h. g. ?)
nodicornis (ibid.) p, 592. Fig. 22 ; Trans. Linn. Soc. Lond. (2) L
p. 587 fr. PI. 73.
Torymus Campanulae (England, aus Gallen der Cecid. Cam-
panulae); Cameron. Ent. Monthl. Mag. XVH. p. 40.
Ueber Eurytoma Hordei s. Bull. Soc. Imp. Natur. Moscou
1880. p. 127 ff. und 378 ff.
Procto trypidae. Didictyum (n. g.) zigzag (aus der Puppe
von Aletia argillacea); Riley, The Amer. Entomolog. 1880. p. 52.
Proctotrypes meridionalis (Calabrien); Gribodo, Resoc. Soc.
Ent. Ital. 1880. p. 8.
Scleroderma epJiippium (aus Prosopis rubicola); Saunders,
Proc. Ent. Soc. Lond. 1880. p. XXVII.
Westwood liefert eine genauere Beschreibung und Abbildung
von Mymar pulchellus Curt. Fig. 3, Taprobanicus Wa7'd Fig. 4, 6
und [Mymarilla subg. nov. ?) WoUastoni (St. Helena) Fig. 8, 9;
Trans. Linn. Soc. Lond. (2) I. p. 584, 585, PL 73.
Nach Westwood gehören Ichneumon punctum Sliaio und Po-
186 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
lynema natans Lubb. zur Gattung Anaphes Halid.', Trans. Linn. Soc.
Lond. (2) I. p. 583.
Alaptus excitus (Salisbury aus einer Tine'iden- (Lithocolletes?)
Mine in Eichenblättern); West wo od, Trans. Linn. Soc. Lond. (2)
L p. 586 f. PL 73. Fig. 10, 11.
Anisopelma Lycti (L. striatus), iitüis (Trogoxylon parallelepi-
pedum), minima] Cresson, The Amer, Entom. 1880. p. 24.
Cynipidae. Ein Kleiner Beitrag über Eichengallen aus
der Nähe Berns von J. Uhlmann zählt 27 Gallen auf, die alle
von Angehörigen dieser Familie herrühren. Mitth. Schweiz, ent.
Ges. VI. p. 23 £f.
Nach Beyerinck erzeugt Biorrhiza aptera die Gallen,
aus denen Anfangs Juni Andricus terminalis sich entwickelt, so
dass beide als dimorphe Generationen zu einer Art gehören. Entom.
Nachr. 1880. p. 45, 71 und Zool. Anz. 1880. p. 179. Die Frage
Mac Lachlan's, wie Biorrhiza auf die Spitzen hoher Eichen gelan-
gen könne, wo man die Gallen von Andricus terminalis nicht selten
finde, ist zu gegenstandlos, um die Angabe Beyerinck's unwahr-
scheinlich zu machen.
Diplolepis (diesen Geoffroy'schen Namen nimmt Kar seh als
Collektivnamen fürNeuroterus, Aphilotrix, Dryophanta, Spathegaster,
Andricus und Trigonaspis an) Quercus-macrocarpae (Texas) p. 291.
Fig. 1, sctifer (Mexico) Fig. 2, q.-oUusilohae (Texas) p. 292. Fig. 3,
Q^.-ruhrae p. 293. Fig. 4, spongiosus (Texas) Fig. 5; Kar seh, Zeit-
schr. ges. Natarw. 1880. Taf, VI.
Andricus Ädleri (Wien auf Quercus cerris); Mayr, Sitzber.
Zool. Bot. Ges. Wien 1880. p. 5 ff., cryptohius (desgl.); Wachtl,
ebenda p. 538. Taf. XVIII. Fig. 3.
Die an den Gallen von A. ramuli L. bekannten Gespinnste
rühren nicht von dieser Wespe, sondern von Grapholitha corticana
Huhn, her; Six, Tijdschr. v. Entom. XXIV. p. 7 f.
Spathegaster obtecta (an Terminal-, Lateral- und Axillar-Knos-
pen von Quercus cerris) p. 540. Taf. XVIII. Fig. 4, aggregata (an
Aesten und Stämmen von Q. cerris) p. 541. Fig. 5; Wachtl, Verb.
Zool. Bot. Ges. Wien XXX.
Xestophancs Tormentillae (Zwickau, aus Galleu an Pot. silve-
stris; von der nahe verwandten X. Potentillae Vill. durch eine
Differcntialdiagnose unterschieden); v. Schlechtendal, Ent. Nachr.
1880. p. 176 ff.
Isocolus JRogenhoferi (im Blüthenkörbchen von Centaurea sca-
biosa); Wachtl, Vcrh. Zool. Bot. Ges. Wien XXX. p. 542. Tai".
XVIIl. Fig. 6.
Ibalia rußpcs (Nevada), montana (Colorado); Cresson, Proc.
Ent. Sect. Acad. Nat. Sei. Philad. 1879. p. XVII.
Chrysididae. On the Chrysides of North America. By
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 187
Edw. Norton, Trans. Amer. Entom. Soc. VII. p. 233 ff. (Elampus
7, Holopyga 1, Hedychrum 12, Chrysis 9 A.).
Euchroens Edwardsii (Calif., der erste Vertreter dieser Gat-
timg in Nordamerika); Cressou, Proc. Ent. Sect. Acad. Nat. Sei.
Philad., 1879. p. IV.
Chrysis Blancoburgensis (Thüringen) p. 174, tlmringiaca (Tli.)
p. 193; Schmiedeknecht, Ent. Nachr. 1680, striatclliis (Massach.;
lUin. etc.); Norton a. a. 0. p. 241.
Elampus iridescens (Connect.; Pennsilv,), coruscans (Cauada;
Connect.) p. 234, versicolor (Dacota), viridicyanciis (Massachusetts)
p. 235; Norton a. a. 0.
Hedychrum Louisianae (L.) p. 238, caeriileum (Dacota), Cres-
soni (Mexico) p. 239; Norton a. a. 0.
Cleptes piirpiirata (Vancouver's Isl.), americana (Colorado; Ne-
vada); Cresson, Proc. Ent. Sect. Acad. Nat. Sei. Philad. 1879. p. X.
Crabronidae. Oxybelus rufipes (Abyssinien); Taschenberg
a. a. 0. p. 781.
E. Saunders macht Bemerkungen über Crabrö elongatu-
lus und stellt eine Tabelle der schwarzen Crabro-arten aus England
auf; Ent. Monthl. Mag. XVII. p. 3 £f.
C. stygius (Oahu); (Blackburn &) Kirby, ebenda p. 88.
Trypoxylon scutigerum (Abyssinien); Taschenberg a. a. 0.
p. 780.
Cerceris Äntoniae, Julii (Frankreich); Fahre, Souvenirs en-
tomologiques (E. M. M. XVII. p. 117).
Eucerceris fidviceiJS (New-Mexico), ruhripes (Color.), elegans
p. XXIII, simüis, vittatifrons p. XXIV (Nevada); Cresson, Proc.
Ent. Sect. Acad. Nat. Sei. Philad. 1879.
Philanthus (Trachypus) alhopictus (Ahyssimen); Taschenberg
a. a. 0. p. 782, suhlimis, caUfornicus (C), pacificiis (Nevada; Oregon)
p. XXXII, scelestus, basilaris (Colorado), sehratus (Nevada) p. XXXIII,
scutellaris (Kansas) p. XXXIV ; Cresson, Proc. Ent. Sect. Acad.
Nat. Sei. Philad. 1879.
Bembex Ji(7u (Frankreich); Fahre, Souvenirs entomologiques
Appendix (E. M. M. XVII. p. 117).
Gorytes Smithii (Illinois); Cresson, Proc. Ent. Sect. Acad.
Nat. Sei. Philad. 1880. p. XVIII.
lieber die Lebensweise des Stizus speciosus Drur., der Cicada
eanieularis Harr, einträgt, s. The Amer. Entomol. 1880. p. 167.
Astata dimidiata (Peru); Taschenberg a. a. 0. p. 779.
Larra Brendeli Tschhg. ist Megastizus brevipennis {Waish)
Patton; neu ist L. erythr acephala (Abyssinien); Taschenberg
a. a. 0. p. 779, 780.
Tachytes ßavogenictdatus (Abyssinien); Taschenberg a. a. 0.
p. 778.
188 Bertkau: Bericht üb. die wisseDSchaftl. Leistungen
Psen Sumatranus (W,-S.) ] Ritsema, Notes . . . Leyden Museum
II. p. 225.
Chalybion curvatum (Japan); Ritsema, Notes . . . Leyd. Mus.
II. p. 226.
Ferreola chdlybea (Guinea); Taschenberg a. a. 0. p. 775.
Chlorion fttlni'pes (Guinea); Taschenberg a. a. 0. p. 776.
Ammophila Julii (Frankreich); Fahre, Souvenirs entomolo-
giques (E. M. M. XVII. p. 117), Koppenfelsi (Guinea); Taschen-
berg a. a. 0. p. 777.
Priononyx Isseli (Gaiita ins.); Gribodo, Ann. Mus. Civ. Ge-
nova XV. p. 401.
Fompilidae. Pompilus latentius (Abyssinien) p. 772, tomento-
sus (ibid.) p. 773, seminiger (ibid.), anthracinus (Peru) p. 774; Ta-
schenberg a. a. 0.
P. atrox Dahlh. geographische Verbreitung: C. Ritsema
Cz. in Tijdschr. v. Entom. XXIV; Versl. p. CXI.
P. niger F. trägt Clubiona pallidula und Philaeus bicolor ein ;
Bull. Soc. Ent. Fr. 1880. p. XXXIX.
Priocnemis tricolor (Peru) p. 770, violascens (Guinea) p. 771,
bicolor (Peru) p. 772; Taschenberg a. a. 0.
Trigonalys mexicanus, laeviceps (M.), nevadensis i^.)\ Cresson
Proc. Ent. Sect. Acad. Nat. Sei. Philad. 1879. p. VI.
Sapygidae. Cresson stellt eine analytische Tabelle der (21)
Nordamerikanischen Sapyga- Arten auf, in der ruhripes (Texas),
proxima, emarginata, confluenta !, coloradensis "(Color.), verticalis,
nigripes, puinila, moesta, truncata, obscura, fulvieornis, montana,
elegans, nevadica (N.), oMgustata, cälifornica (C), americana (New-
York) als neu behandelt sind; Proc. Ent. Sect. Acad. Nat. Sei. Philad.
1880. p. XX f.
Scoliadae. Plesia JPe^^fsc/iewfe* (! Fan, Dschusak, Woruch); Saus-
sure a. a. 0. p. 29. Taf. IL Fig. 12.
Triebs Fedtschenki (! Turkestan) Taf. I. Fig. 9, Tartara (ibid.)
Fig. 10, 11; Saussure a. a. 0. p. 24.
Tiphia minuta n. sp.! (Samarkand; Kaukasus); Saussure
a. a. 0. p. 33. Taf. IL Fig. 15.
Moria tartara (Kisil-kum; Karak) p. 38. Taf. IL Fig. 19, ra-
dialis (Samarkand) p. 39. Fig. 20, Timurella (Kisil-kum; Taschkent)
p. 40. Fig. 21; Saussure a. a. 0.
Pseudomeria Tamerlanella (Samarkand); derselbe ebenda p.
41. Fig. 22.
Mutillidae. Ch. A. Blake liefert einen Catalogue of thc
Mutillidae ofNorth America, with descriptions of uew species;
Trans. Am. Ent. Soc. VII. p. 243 ff. Von Mutilla sind 156, von Agama
Blalce 31, Myrmosa und Methoca je 2 Arten bekannt geworden; von
den beiden ersten Gattungen die allermeisten freilich nur in einem
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 189
Geschlecht. Blake beschreibt als neu Mnt. quadridens . 2 (Panama)
Marpesia $ (Kansas; Utah), ochracea J" (Nevada) p. 247, aiiraria ^
(Nevada), rutilans $ (Calif.), Gahhii $ (Costa Rica) p. 248, floriden-
sis J' (Fl.), Tisiplione $ (Texas), Euterpe (Florida) p. 249, texana
$ (T.), Aspasia $ (Nevada), Zenobia $ (Calif.), caneo $, pygm{a)ea
$ (Texas) p. 250, mixtura $ (Color.), Phaedra $ (Nevada), CUo $
(Vancouver's Isl.), Erato $ (Texas) p. 251, puteola (Texas); Agama
hicolor ^ (Texas), ampla ^ (Color.), rustica ^ (Calif.) p. 252, con-
tracta J", atrata ^ (Nevada), uro^ (Texas) p. 253, Astyanax (Texas),
ferrnginea J" (Nevada); Myrmosa rufiventris (Nevada) p. 254.
FedtscJienlcia (n. g.; sexus subsimiles, uterqiie alatus; corpus
nitidum; . . alae areolis cubitalibus 4 sese sequentibus in seriem
dispositis; $ pygidium acutum, ^ inerme subtruncatum) grossa
(Turkestan; Taschkent; Kaukasus); Saussure a. a. 0. p. 15. Taf. I.
Fig. 6, 7.
Myrmosa (Paramyrmosa) BadoszhowsJcyi (Kaukasus) ;Saussure
a. a. 0. p. 12. Taf. I. Fig. 5.
Formicidae. Lubbock giebt einen Auszug aus einer größeren,
in den Transact. Linnean Society of London erscheinenden Abhand-
lung über die Anatomie der Ameisen in dem Journal derselben
Gesellschaft (Vol. XIV. No. 80. p. 738), indem er dabei aber mehr
die Punkte namhaft macht, auf die sich seine Untersuchungen ge-
richtet haben, als er das Resultat dieser Untersuchungen mittheilt.
Er neigt sich zu Ratzeburgs Ansicht hinsichtlich der Zahl der die
Brust zusammensetzenden Segmente, dass das fünfte Larvensegment
den hinteren Theil des Thorax bilde, und sieht in dem Verhalten
der Stigmen eine kräftige Stütze für diese Ansicht. In der Tibia
zeigt die Haupttrachee ein ähnliches Verhalten wie bei Gryllus, in-
dem sie nicht nur anschw^illt, sondern auch einen sich später wieder
mit dem Hauptstamm vereinigenden Ast aussendet. —
Die Abhandlung selbst (Transact. (2) IL p. 141 ff. PI. XI, XII)
beschäftigt sich hauptsächlich mit den Muskeln und dem Chitinskelet
des Kopfes und der Brust; ein drüsiges Organ des Metathorax ist
seiner Bedeutung nach nicht weiter untersucht.
Emery und Cavanna zählen die während einer Escursione
in Calabria gesammelten (27) Arten auf; Bull. Soc. Ent. Ital. XII.
p. 123 ff.
Emery zählt in den Ann. Mus. Civ. Genova XV. p. 389 ff.
die während der Kreuzfahrt der Vi ol ante in Tunis gesammelten (19)
Arten auf.
Formica rufa raubt aus anderen Nestern der eigenen
Art Arbeiterinnen, um den eigenen Stock mehr zu bevölkern; Bi-
gnell, Ent. Monthl. Mag. XVL p. 267.
Ant-Battles beschrieben von A. Miller; Amer. Naturalist
1880. p. 209.
190 Bert kau: Bericlit üb. die wissenscbaftl. Leistungen
Mac Cook beobachtete Polyergus lucidus, bei dem For-
mica Scbaufussi als Sclave lebt; Proc. Ac. Nat. Sei. Philadelphia
1880. p. 376.
Ueber die Beziehungen zwischen Blattläusen und Ameisen s.
Lichtenstein, Bull. Soc. Ent. Fr. 1880. p. CHI ff.
On a supposed female of Dorylus helvolus L. s. Proc.
Ent. Soc. Lond. 1880. p. XXIV mit Holzschnitt und p. XXXIII,
Phidole pennsilvanica eine harvesting Ant; Morris, Am.
Natur. 1880. p. 669.
E. Adolph beschreibt die Abweichungen vom normalen Bau
des Flügelgeäders, die er bei 110 Männchen und 60 Weibchen von
Lasius um brat US Nyl. beobachtet hatte; auch hier zeigten die
Männchen mehr Abweichungen als die Weibchen. Verb. Naturh.
Ver. preuß. Rheinl. und Westf. 1880. p. 35 ff. Taf. I.
Camponotus inflatus (Australien; gleich dem Myrmecocystus
mexicanus Wesm. eine „Honigameise"); Lubbock, Journ. Linn, Soc,
Zoology, Vol. XV. No. 82. p. 185 ff. PI. 8.
Mac Cook beschreibt Atta septentrionalis (New Jersey) ;
Proc. Acad. Nat. Sei. Philadelphia 1880. p. 359 ff. Gleich der süd-
lich lebenden A. fervens beißt auch diese Art Blätter (von Melam-
pyrum americanum) und Fichtennadeln ab, und trägt sie in ihren
Bau, wo sie zu einer papierähnlichen, leicht zerbrechlichen Masse
verarbeitet werden. Der Bau ist unterirdisch, sphärisch von etwa
3 Zoll Durchmesser, mit einem kleineren Vorraum, der mit ihm
und der Oberfläche durch eine etwa 1 '/a Zoll lange Röhre communicirt.
Vespidae. Euparagia (n. g. Masarin.?) scutcllaris (Nevada);
Cresson, Proc. Ent. Sect. Acad. Nat. Sei. Philad. 1879. p. V.
Pterochilus mirandus p.XVlI, decorus, zonatus, comptus p. XVIII,
Morrisoni (Nevada), biplagiatus (Calif.) p. XIX; Cresson, Proc.
Ent. Sect. Acad. Nat. Sei. Philad. 1879.
Odynerus extraneus (Kauai) p. 86, BlacTcburni (ibid.) p. 87;
(Blackburn &) Kirby a. a. 0.
Apidae. Cresson stellt einen Catalogue of North Ame-
rican Apidae zusammen; Trans. Am. Ent. Soc. VII. p. 215 ff.
Coelioxo'ides (n, g. ; Charaktere in der Artbeschreibung
enthalten; das Hinterleibsende des $ wie bei Osiris; Geäder der Vor-
derflügel von allen bekannten Gattungen abweichend; beim ersten
Anblick einem Co elioxys ähnlich) punctipennis (Mexico); Cresson,
Trans. Am. Ent. Soc. VII. p. 94 mit Holzschnitt, den Vorderflügel
darstellend.
Panurgus Ca-yanwae (Calabrien) ; Gribodo, Resoc. Soc. Entom.
Ital. 1880. p. 8, clialyhaeiis (Calif.), maiirus (Colorado) p. 61, rcgularis
(Calif.), andrenoidcs (Colorado), 7iigrifi'ons (Texas), marginatus (Kan-
sas) p. 62, halicttdus, fimbriatus (Colorado) p. 63, nevadensis (N.) p.
214; Cresson, Trans. Am. Ent. Soc. VH.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 191
Dufourea minuta (?) in England (Hants); Bjnt. Monthl. Mag.
XVI. p. 181.
Macropis ciliata p. 31, ijatellata p. 33 (Connect.); Patton,
p]ut. Monthl. Mag. XVII.
Calliopsis coloradensis p. 68, zebratus, seitulus (Colorado), Ed-
wardsii (Califor.) p. (34 und var. lateralis p. 201, pictipes (Colorado),
lateralis (Calif.), mexicanus (M.) p. 65, illhioiensis (I.), pauper (New
York; Color.) p. 66, californicus (C), atricornis, clypeatus (Colorado),
atriceps (Calif.) p, 67, lepidus (Georgia), abdominalis (Texas) p. 68,
cinctus (Nevada), zonalis (Calif.), öbsciirellus {ih'idi.) p. 201; Cresson,
Trans. Am. Eut. Soc. VII.
Perdita hyalina p. 68, zebrata, afßnis p. 69 (Colorado), obscu-
rata (Georgia), inteirupta (Calif.) p. 70, zonalis (Nevada) p. 202;
Cresson, Trans. Am. Ent. Soc. VII.
Macrotera texana p. 70, megaccphala (Texas), californica (C),
cephalotes (Nevada) p. 71; Cresson, Trans. Am. Ent. Soc. VII.
Nomada Ediüardsii (Calif.), Morrisoni (Color.), Belfragei (Te-
xas) p. 72, zebrata (Colorado; Kansas), opposita (Cälif.), adducta
(Color.) p. 73, affabilis (New York; Illinois), Ridingsii {Color.}, suavis
(Calif.; Oregon) p. 74, Snoiüii (Color.), Reiligbrodtii (Texas), Krugii
(Porto Rico) p. 75, limata, mexicana (M.) p. 76, pilosida (New York),
scita (Color.), accepta (Color.; Kansas) p. 77, vitticollis (Mexico), ci-
vilis, vicinalis (Color.) p. 78, rivalis (Calif.), fragilis (Color.), citrina
(Calif.) p. 79, munda, dilucida, libata p. 80, parata, pacata (Color.),
CrotcJiii (Calif.) p. 81, crudelis (Georgia), melliventris (Calif.) p. 82,
vinnula, jocularis {[) p. 202, verecunda, suda p. 203 (Nevada); Cres-
son, Trans. Am. Ent. Soc. VII.
Osiris mexicanus p. 82, marginatiis p. 83 (Mexico); Cresson,
Trans. Am. Ent. Soc. VII.
Phileremus americanus (Canada; Color.), montanus (Nevada),
fulviventris (Calif.) p, 83, (an h. gen.?) pidclielliis (Colorado) p. 84,
productus (Nevada) p. 203; Cresson, Trans. Am. Ent. Soc. VII.
Epeolus distinctus (Georgia), bardus (Texas) p. 84, zacatecus
(Mexico), concaviis (New Mex.; Calif.; Georgia; Louisiana), robustus
(New Mex.) p. 85, nevadensis (N.), californicus (C), scelestus (Texas)
p. 86, totonacus (Mexico), texanus (T.). occidentalis (Color.) -p. 87,
tepanecus (Mexico), mercatus (Virginia), lectus (Kansas) p. 88, agnatus
(Dakota Terr.), compactus (Texas), aztecus (Mex.) p. 89, mexicanus
(M.), glahratus (Georgia) p. 90; Cresson, Trans. Am. Ent. Soc. VII.
Crocisa (?) lata (Texas); Cresson, Trans. Am. Ent. Soc. VII.
p. 91.
Melecta californica, pacifica p. 91 und var. fulvida p. 204, Ed-
wardsii p. 92 (Calif.), separata, macidata p. 204, mucida p.205 (Ne-
vada), Cresson, Trans. Am. Ent. Soc. VII.
Stelis australis (Georgia), laticincta (Calif.), (an h. g.?) nitida
192 Bertkau: Bericht üb. die Wissenschaft!. Leistungen
(Canada) p. 92, (?) siibemarginata (Colorado), (?) suhcaerulea (Calif.)
p. 93, (?) monticola (Colorado) p. 94, interrwpta (Nevada) p. 205;
Cresson, Trans. Am. Ent. Soc. VII.
Coelioxys tolteca (Mexico), aperta (Colorado) p. 95, deplanata
(Kansas; Colorado), Cow?stocÄ:n (New York) p. 96, cMchimeca (Mexico),
luerosa (New York) p. 97, ßoridana (F.), eoloradensis (C.) p. 98,
sodalis (New York), mexicana (M.), zapoteca p. 99, azteca, tepaneca
p. 100, otomita p. 101, totonaca (Mexico), germana (Illinois) p. 102;
Cresson, Trans. Am. Ent. Soc. VII.
Osmia mandibularis (Colorado) p. 102, faceta (Canada; New
York, Georgia), nigyifrons (Colorado) p. 103, armaticeps (ibid.), qua-
driceps, maura, cobaltina (Calif.) p. 104, eoloradensis (C), georgica
(G.), azteca (M.), ahnormis p. 105, integra, marginipennis (Colorado)
p. 106, 4-dentata (New York), inurhana, hella (Color.), exigu[u]a
(Calif.) p. 108; Cresson, Trans. Am. Ent. Soc. VII.
Heriades (?) denticulatum (! Colorado) p. 108, rotundieeps, cu-
hiceps (Nevada) p. 205; Cresson, Trans. Am. Ent. Soc. VII.
Chelostoma californicum (C); Cpesson, Trans. Am. Ent. Soc.
VIL p. 108.
Alcidamea irwwcaia (Georgia); Cresson, Trans. Am. Ent. Soc.
VII. p. 108.
Anthidium cognatum (Georgia), aztecum (M.) p. 109, 7naciilosum
(Utah), mormonum (ibid.), montivagum (Color.) p. 110, atriventre
(Calif.), jocosum (Colorado), Bidingsü (Georgia) p. 111, crassipes
(Florida), Edwardsii (Calif.), formosum p. 112, venustum (Colorado),
texanum (T.) p. 113, parvum (Colorado), palUventre (Calif.) p. 114,
lepidum (Georgia), ÜTkei (Utah), Gahhii (Costa Rica) p. 115, mexi-
canum, apicale, hivittatum p. 116, toUecum, agnatum (Mexico) p. 117,
californicum (C), placitum, blanditum, illustre und var. consonum p.
206, conspicuum, singulare -p, 207, pudicum, pudens p, 208; Cresson,
Trans. Am. Ent. Soc. VII.
Megachile lanatajP. geographische Verbreitung; C. ßit-
sema Cz. in Tijdschr, v. Entom. XXIV; Versl. p. CX.
M. totonaca (Mexico) p. 117, mucida, gemula (Georgia) p. 118,
Palmeri (Guadeloupe), azteca (Mex.), Sayi (verbreitet) p. 119, fidelis
p. 120, mellitarsis (Color.), integra (Texas) p. 121, manifesta (Color.),
ingcnua p. 122, georgica^ avara (Georg.), otomita (Mexico) p. 123,
addenda (Mass. etc.), montivaga (Colorado) p. 124, deflexa (Kansas),
texana (T.), generosa (Carolina) p. 125, pinguis (Georgia), mendica
(Canada), relativa (ibid.) p. 126, infragilis (New- York) , petulans
(Carolina), perbrevis (Texas), mexicana p. 127, zapoteca, tuxtla, te-
paneca p. 128, montezuma, toluca, Sumiclirasti p. 129, clhichimeca^
coelioxoides, zaptlana, abacula p. 130, izucara p. 131 (Mexico), car-
bonaria, subnigra p. 208, legalis, nevadensis p. 209 (N.); Cresson,
Trans, Am. Ent. Soc. VII.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 193
0. Schraiedeknecht schreibt über einige seltene, z. Th.
neue Arten der Bienen<?attung Andrena aus Thüringen; Entom.
Nachrichten 1880 (Andrena pretiosa p. 1 und 52, fumipennis p. 13,
nasuta Gir.^ sqnamigera Sehende, curvungula Thomson).
Prosopis flavifrons (Kauai); (Blackburn &) Kirby a. a. 0.
p. 85.
Cer aiiriB. tncxicana, azteca p. 131, ignara, cöbaltina (Mexico) p.
132; Crcsson, Trans. Am. Ent. Soc. VII.
Melissodes nevaäensis p. 209, acerha j). 210 (Nevada); Cres-
son, Trans. Am. Ent, Soc. VII.
Anthophora carbonaria, ignava, maculifrons p. 210, flexipcs,
exigua p. 211, sodalis, centriformis p. 212; Cresson, Trans. Am.
Ent. Soc. VII.
Xylocopa tuberciiliceps (Cap) p. 220, assiniiUs (Sumbawa) p.
221, mcompleta (Java, Sumatra), p. 222; Ritsema, Notes . . . Leyden
Museum II, azteca (Mexico) p. 133, arizonensis (A.) p. 212, suhvire-
scens (Mexico) p. 213; Cresson, Trans. Am. Ent. Soc. VII.
Exomalopsis limata^ mexicana, otomita p. 133, tepaneca, melli-
pes p. 134 (Mexico); Cresson, Trans. Amer. Ent. Soc. VII.
Tetrapedia maura p. 134, luguhris, moesta p. 135, apicalis,
terminalis, fraterna, calcarata p. 136 (Mexico); Cresson, Trans.
Am. Ent. Soc. VII.
Centris montezuma, totonaca p. 214, otomita p. 215 (Mexico);
Cresson, Trans. Am. Ent. Soc. VII.
Apathus (?) californicus (C); Cresson, Trans. Am. Ent. Soc.
VII. p. 214.
F. Moravi^itz handelt über die (37) russischen Bombus-
Arten in der Sammlung der Kaiserlichen Academie der
Wissenschaften; Bull. Acad. I. des Sei. de St.-Petersbourg XXVII.
p. 213 ff. Es werden den einzelnen Arten ergänzende Zusätze zur
Beschreibung früherer Autoren, manchmal auch vollständige Diagno-
sen, hinzugefügt, in denen namentlich die männlichen Genitalanhänge
besondere Berücksichtiffungf finden. Hierdurch werden dann zahl-
reiche als neue Arten beschriebene Formen als Synonyme erkannt,
deren einzelne Aufführung ich unterlassen werde, da sie doch meist
ohne genaue Literaturangabe werthlos sein würde. Als neu ist be-
schrieben B. Tilingi ^ $ (Kamtschatka) p. 217, Schrenclci (Araur-
land; Padun, Oleneck) p. 250. B. variabilis SchmiedeJcn., den Dalla
Torre für synonym mit B. senilis erklärte, behandelt Morawitz als
selbständige Art; vgl. d. Ber. 1879. p. 8 (352).
Tomasche k fährt in seinen Mittheilungen über den in
Brunn beobachteten Schwärm der Trigona lineata fort; Zool. Anz.
1880. p. 60; vgl. d. Ber. 1880. p. 492 (260).
A. J. Cook. The tongue of the Honey bee; Amer. Na-
turalist. Ist eine Zusammenfassung der von anderen Autoren ge-
Arch. f. Naturgesch. XXXXVH. Jahrg. 2. Bd. N
194 Bertkaii; Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
wonnenen Resultate, controliert durch Cook's eigene Untersuchun-
gen; Wolff's treffliche Beobachtungen sind nicht verwerthet.
Packard theilt eine Beobachtung L. Thompson's mit, der-
zufolge Honigbienen die von einer Asclepiadee (Arauja albens) ge-
fangenen Exemplare einer Eule (Plusia precationis) tödten und ver-
zehren; Amer. Natur. 1880. p. 48; Darwin hält für möglich, dass
die Bienen es hierbei auf den vom Schmetterling aufgesaugten Nek-
tar abgesehen hätten; Nature 1880. p. 308.
Coleoptera.
Eine verdienstvolle Arbeit hat M. Rtipertsberger
unternommen, nemlich eine Zusammenstelhmg der biolo-
gisclien Literatur der Käfer Europas. Das Buch ist
erschienen in Linz a. D. im Selbstverläge des Verfassers
und führt den Titel: Biologie der Käfer Europas.
Auf ein kurzes Vorwort, das den Plan und die Grenzen
des Werkes auseinandersetzt, folgt auf S. VII — XII ein
Verzeichniss der benutzten Werke, Zeitschriften u. s. w.,
S. 3—94 ein alphabetisches Verzeichniss der Autoren mit
Angabe des Titels ihrer biologische Notizen enthaltenden
Werke, resp. Abhandlungen und Literaturnachweis, S. 99 —
266 ein systematisches, nach dem neuen Stein -Weis e'-
schen Katalog angelegtes Verzeichniss derjenigen Käfer-
arten, über deren Biologie Angaben in der Literatur vor-
liegen, mit Hinweis auf das vorangegangene Autoreuver-
zeichniss. S. 267—289 enthalten einen Larven-Catalog,
und S. 290 — 295 ein alphabetisches Gattungsverzeichniss.
Für die Benutzung des Werkes ist der zweite Haupttheil
der wichtigste. Die Ausstattung ist würdig und der Druck
durchweg correct. Das Buch ist allen zu empfehlen, die
sich über die biologische Literatur orientiren wollen und
unentbehrlich für die, die biologische Mittheiiungen nicht
blindlings, sondern mit Berücksichtigung der etwa schon
vorhandenen Angaben machen wollen.
F. G. Schaupp stellt eine List of the described
coleopterous larvae of the United-States auf; Bull.
Brooklyn Eut. Soc. I. p. 29.
L. Camerano. La scelta sessuale cd i carat-
teri sessuali secondari nei Coleotteri. Toriuo,
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 195
Fodratti. 1880. 8vo, 128 S. mit 12 Taf. Nach einem Re-
ferate in dem Bull. Soc. Entom. Ital. XII. p. 286 kommt
der Verfasser zu folgenden allgemeinen Schlussfolgerungen.
1. Nicht alle (!) secundären Geschlechtsauszeichnungen der
Käfer haben eine Beziehung zur Fortpflanzung. 2. Dieje-
nigen, welche in einer mehr oder minder engen Beziehung
zur Fortpflanzung stehen, sind ein Produkt dtsc natürlichen
Zuchtwahl. 3. Die anderen sind entweder ein Produkt der
natürlichen Zuchtwahl oder der rückschreitenden Meta-
morphose oder eine Hemmungsbildung. 4. Eine wahre
Wahl, die von dem einen der beiden Geschlechter aus-
geht, existirt bei den Käfern ebenso wenig, wie 5. ein
Kampf zwischen den Männchen. 6. Die natürliche Zucht-
wahl ist also ausreichend, um die Bildung der secundären
Geschlechtsunterschiede zu erklären. Sie kann in unserem
Falle den Namen einer geschlechtlichen Zuchtwahl anneh-
men, aber nur in dem Sinne, dass die besagte Biklung zur
Erhaltung der Art dient, während die natürliche Zucht-
wahl zur Erhaltung des Individuums dient. In diesem
Falle ist also die geschlechtliche Zuchtwahl ein singulärer
Fall der natürlichen.
Jousset de Bellesme sucht die Frage nach der
Phosphorescenz von Lampyris auf anderem Wege zu lösen,
als die früheren Zoologen, die sich zumeist mit dem Bau
des Leuchtorganes beschäf^gt hatten, indem er, den Spuren
Matteucci's folgend, die Bedingungen untersuchte, unter
denen das Leuchten eintritt. Das Spektrum des Lumpyris-
lichtes fand er continuierlich; violette Strahlen fehlten ganz,
rothe dagegen und namentlich grüne sind reichlich vor-
handen, und dies veranlasst den Autor, auf die Nothwen-
digkeit nochmaliger thermoskopischer Prüfung hinzuweisen.
Ein geköpftes Thier leuchtete zeitweilig noch während 4
Tage, sowohl freiwillig als auch nach mechanischen Reizen;
das aus dem Thier herausgenommene Organ, das einen
knoblauchartigen Geruch hat, leuchtet bekanntlich immer
eine Zeit lang. Eine hohe Temperatur veranlasst kein
Leuchten, dagegen fand der Autor in der Electricität ein
Mittel, um sowohl bei unverletzten, wie bei decapitierten
Thieren jederzeit nach Belieben Phosphorescenz hervorzu-
196 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
rufen. Wenn ein Thier zu leuchten beginnt, so werden
zuerst 2 Punkte am siebenten Ringe sichtbar, und beim
Erlöschen bleibt der sechste Ring noch am längsten am
Leuchten. In Kohlensäure, Stickstoff und Wasserstoff tritt
kein Leuchten auf; reiner Sauerstoff wirkt wie atmosphä-
rische Luft , nur dass das Licht weit intensiver wird.
Sind die Zellen durch Schwefelwasserstoff getödtet, so
leuchten sie auch nicht mehr. Aus allen diesen Versuchen
ist zu schliessen, dass die lebenden Zellen des Leucht-
organs einen leuchtenden Stoff secernireu, der wahrschein-
lich Phosphorwasserstoff ist. Journal de Fanatom, et de
la Physiologie par Robin & Ppuchet, XVL p. 121 ff., C. R.
XC. p. 318; s. auch Entom. Monthl. Mag. XVL p. 244,
Ann. a. Mag. N. H. (5) V. p. 345.
Natürliches System der carnivoren Coleo-
pteren. Von H. Kolbe; Deutsche Entom. Zeitschr. 1880.
p. 258 ff.« Kolbe giebt hier der oft ausgesprochenen und
sich jedem, der sich mit einer vergleichenden Betrachtung
der 4 ersten Familien des Käfersystems beschäftigt, auf-
drängenden Wahrnehmung einen erneuten Ausdruck, indem
er dieselben als Carnivora in eine Familie zusammenfasst,
deren Charaktere indessen nicht sehr scEarf ausgedrückt
sind. Diese Familie theilt nun Kolbe in sechs Sectionen:
1. Ephydrodephaga (= Gyrinidae), 2. Enhydrodephaga {=r
Dytiscidae); 3. Amphidephaga (?= Omophronini), 4. Hete-
rodephaga (= Amphizoini, Trachypachini, Carabini, Pam-
borini), 5. Mesodephaga(= Cicindelidae, Elaphrini, Metriini,
Loricerini, Promecognathini, Hiletini, Scaritini, (Escheriini),
Siagonini, Ozaenini, Mormolycini), 6. Holodephaga (= Pseu-
domorphini, Lebiini, Odacanthini, Brachynini, Dryptini,
Helluonini, Graphipterini, Anthiini, Bembidiini, Trechini,
Feroniini, Morionini, Broscini, Panagaeini, Chlaeniini, Lici-
nini, Orthogoniini, Harpalini, Ditomini). Alle diese Sectio-
nen, mit Ausnahme der Ephydrodephaga sind nach Kolbe
gleichwerthig, und die „Unterschiede jeder Abtheilung
wohl die alleinige Folge der Anpassung an die Lebens-
weise". Mir scheint aber die bisherige Klassification weit
eher gleichwerthige Gruppen geschaffen zu haben als Kolbe :
die 2. Gruppe Kolbe's und die Cicindelideu aus der 5. Kol-
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 197
be'schen Gruppe sind mit der 1. und den übrigen Gruppen
zusammengenommen gleichwerthig; dagegen scheint auch
die Erhebung der Omophronini zu einer den Dytisciden
gleichberechtigten systematischen Kategorie ein Missgriff.
Bezüglich der Meinung Kolbe's, die Gattung Carabus sei
nur in der palä-, nearktischen und neotropischen Region
verbreitet und daher jünger als die kosmopolitische Gat-
tung Calosoma, sei an den allerdings aberranten C. Deckeni
Gerst. aus Afrika erinnert. Ferner ist die Verwechselung
oder Confundirung von Darwinismus und Descendenzlehre
nicht zu billigen. Sonst sind in dem kleinen Aufsatze
manche anregende Gedanken enthalten.
Im Anschluss hieran sei auf D. Sharp's Avis p re-
liminaire d'une nouvelle Classification de la fa-
mille des Dytiscidae in den CR. Ent. Belg. 1880. p.
147 ff. hingewiesen. Die Haliplinen schließt er mit Le
Conte und Thomson aus, und überlässt sie den „Carabo-
philen" zur weiteren Entscheidung. Die Familie zerfällt
in D. fragmentati mit Pelobius an der Spitze und den
Tribus der Noterini, Vatellini und Laccophilini und D.
complicati mit Amphizoa an der Spitze und den Tribus
Hydroporini, Colymbetini, Hydaticini.
J. B. Gehin. Nouvelles lettres pour servir ä
l'histoire des insectes de la tribu des Carabides.
Nancy 1879.
Ueber die Unterschiede der Rhizophaginen
von den Nitiduliden s. Everts in Tijdschr. v. Entomol.
XXIV, Versl. p. XVII.
Recueil des Coleopteres anormaux par feu
Mr. S. Mocquerys avec introduction par Mr. J. Bour-
geois; Ronen 1880. p. I— XVI, 1—143 avec 109 fig.; vgl.
Deutsch. Entom. Zeitschr. 1880. p. 339.
Hörn giebt die Synonymie einiger von Bland in
den Proc. Ent. Soc. Philadelphia und von Provancher
in dessen Petite Faune Entom. de Canada aufgestellten
Arten. Des Letzteren Micronychus n. g. ist ein Cj^pho-
mimus; Homogaster ein Piazurus; Proc. Ent. Sect. Acad.
Nat. Sei. Phil. 1880. p. X ff.
Le conte macht ebenfalls Bemerkungen über die Syn-
198 Bert kau: Uericht üb. die wisseiiscbiifil. Leistimgen
onymie (und VerbreitiiDg) einiger Arten; ebenda j).
XXIII f.
Desselben Short studies of North American
Coleoptera, ebenda Transact. p. 163 ff., beschreiben
meist neue Arten.
Hörn macht Bemerkungen über Mycterus-, Lacco-
notus- und Nothus-arten Nordamerikas, mit Beschreibung
neuer; Trans. Am. Ent. Soc. VII. p. 336 ff.; s. auch ebenda
Proceed. p. VIII.
Contributions to the Coleopterology of the
ü. St., Nr. 2; G. H. Hörn, Trans. Am. Ent. ^Soc. VII.
p. 51 ff (16 A.); VHI. p. 139 ff PI. IIL (19 A.).
On a Collection of Phytophageous Coleoptera . . .
Eastern Ecuador; by Martin Jacoby; Proc. Zool. Soc.
London 1880. p. 588 ff. PL LIV, LV. (92 A., 35 neue).
Die 3. der Bestimmungs-Tabellen der europä-
ischen Coleopteren ist wieder von E. Eeitter, ent-
haltend die Familien Scaphidiadae, Lathridiadae und Der-
mestidae, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien XXX. p. 41 ff. be-
arbeitet; Langelandia wird wegen ihrer viergliederigen
Tarsen zu den Colydiaden gestellt; vgl. dazu unten, p. 236,
Lathridiadae.
L. von Heyden stellt ein Verzeichniss von Kä-
fern aus Asturien zusammen, mit Beschreibung neuer
Arten von Candeze, v. Heyden, Kraatz, Kirsch und Stierlin;
Deutsch. Ent. Zeitschr. 1880. p. 281 ff.
D. Sharp fährt in der Aufzählung der Coleoptera
of Scotland fort; The Scottish Naturalist V. p. 237, 285,
311, 332, 371.
Naturgeschichte der in Deutschland einhei-
mischen Käfer nebst analytischen Tabellen zum Selbst-
bestimmen. Von Dr. W. v. Fricken. 3. Aufl. Werl 1880.
H. Donckier deDonceel stellt aus den in den 20
ersten Jahrg. der Ann. Soc. Ent. Belg. niedergelegten No-
tizen ein Suppl. au catalogue des Colöopteres de
la faune beige zusammen; Ann. Soc. Ent. Belg. XXIV.
p. 55.
Liste de (52) Coleopteres nouveaux pour la
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 199
faune beige par H. Donckier de Donceel; C. R. Ent.
ßelg. 1880. p. 191.
Eiiiiire bemerkeuswertlie Käfer aus der Umgegend
von Maastriclit s. in der Tijdscbr. v. Entoni. XXIV, Versl.
p. XIX; von Rimrlo ebenda p. XXIV.
Preudbomme de Borre fäbrt in seiner Etüde sur
les especes de ia tribu des Feronides qui se ren-
contrent euBelgique fort; Ann. Soc. Ent. Belg. XXXIII.
p. 131 ff.
In einem Bijdrage tot de Kennis der Nitidu-
larien giebt Everts eine kurze Cbarakteristik der Fa-
milie, eine analytiscbe Tabelle ibrer Unterfamilien und
Gattungen und ein Verzeicbniss der in den Niederlanden
aufgefundenen oder zu erwartenden Arten ; Tijdscbr. v. Ent.
XXIV. p. 9 ff. PL 2—4.
Zugänge zur Scblesiscben Coleopterenfauna s. im
57. Jabresb. Scbles. Ges. vaterl. Cultur p. 351 ff. (Im
Ganzen 4270 A.)
Von L. Bedel's „Faune des Coeleopteres . . . . (d.
Ber. 1880. p. 494 (202)) sind S. 162-268, den Scbluss
der Carabiden, die Dytisciden und Gyriniden enthaltend,
erschienen.
St. de Bertolini berichtet über die Ausbeute an
Käfern während einer Excursion in die Alpen; Bull. Soc.
Ent. Ital. XL p. 36 ff.
Kittel setzt seine Systematische Uebersicht der
Käfer Bayerns fort; Correspondenzbl. zool.-mineral. Ver.
Regensburg XXXIV. p. 29, 35, 64, 89, 104. 127, 143, 181 ff.
(Cyphonidae-Meloidae).
Reiber zählt einige Coleopteres nouveaux (9)
ou interessants pour l'Alsace et la chaine des Vosges
auf; Bull. Soc. d'Hist Natur. Colmar, 20^ et 2P annees,
p. 443 ff.
Der 11. Jahres-Bericht des Vereins für Naturkunde
in Oesterreich ob der Ens zu Linz enthält auf S. 1—81
den Scbluss von Dalla Torre's System. Verz. der in
Oberösterreich bisher beobachteten Käfer; vgL
d. Ber. 1880. p. 495 (263). „Nach dieser Aufzählung finden
200 Bert kau: Bericht üb, die wissenschaftl. Leistungen
sich im Gebiete 3415 bisher beobachtete Arten in 850
Gattungen und 61 Familien."
L. Miller erstattet Bericht über eine im Frühjahr
1879 nachDalmatien unternommene coleopterologische
Reise; Verh. Zool. Bot. Ges. Wien XXX. p. 1 ff.
Reitter desgl. über eine nach Croatien, Dalmatien und
der Herzegowina unternommene Reise; ebenda p. 201 ff.
J. Frivaldszky führt Coleoptera nova ex Hun-
garia meridionali auf; Termesz. Füzet IV. p. 179 ff.
Die in dem 7. Jahrg. der Jahrb. Ung. Karpathenver-
eins p. 14 ff. von G. Geyr zusammengestellten zoophä-
nologischen Beobachtungen beschränken sich auf
diese Ordnung.
E. Rözsay. Enumeratio Coleopterorum Poso-
niensium (Umgegend Pressburgs); Verh. Ver. f. Natur-
und Heilkunde zu Pressburg. N. F. 3. Heft. Jahrg. 1873—
75. p. 25 ff.
Ein zweiter Nachtrag zum Verz. . . . Jaroslav
. . . Käfer von N. Kokujew fügt 72 weitere Arten hinzu,
darunter einige charakteristische und geographisch-
charakteristische; Bull. Soc. Imp. Natur. Moscou 1880.
m. p. 23; vgl. d. Ber. 1880. p. 495 (263)."
Leder bringt einen dritten Beitrag zur kauka-
sischen Käfer-Fauna; Verh. Zool. Bot. Ges. Wien XXX.
p. 501 ff.
V. Peragallo. Les insectes Coleopteres du de-
partement des Alpes Maritimes. Nice 1879.
Percus Villae; Asida Pirazzolii; Barynotus pyrenaeus
var.; Otiorrhynchus scabberrimus, globus; Arten appar-
tenenti alle fauna cacuminali della Terra di La-
voro (Camporaca, Monte Cairo, Mte. Miletto); Baudi &
Ca van na, Bull. Soc. Ent. Ital. XIL p. 139 f.
Fairmaire fährt in den Descriptions de Cole-
opteres nouveaux du Nord de l'Afrique fort; Ann.
Soc. Entom. France 1880. p. 5 ff. (Art 54—102), 245 ff.
(Art 103-115).
Derselbe beschreibt Coleopteres du Nord de
l'Afrique, alte und neue; Revue et Mag. de Zool. 1879.
p. 178 ff.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 201
Oestro zählt 49 Käferarten, die für Tunis nach Fair-
maire's Katalog neu sind, auf; Ann. Mus. Civ. Genova XV.
p. 420 ff.
Beschreibungen neuer., in Ostafrika, vorzüg-
lich in den Distrikten von Taita und Ukamba . . gesam-
melter Coleopteren, . . von von Harold; Monatsb. Kgl.
preuß. Akad. d. Wissensch. 1880. p. 260 ff. (43 A.).
Diagnoses de (7) Coleopteres de Tile de la
Reunion par L. Fairmaire; Naturaliste 1880. p. 293,300.
Descriptions de quelques Col6opteres de
Nossi-Be; par M. L. Fairmaire; Ann. Soc. Ent. France
1880. p. 321 ff. Es werden hier im Zusammenhang (37)
Arten beschrieben, die der Autor bereits früher in Le
Naturaliste diagnosticirt hatte.
J. Sahlberg beginnt in Bd. 17 No. 4 der Kongl. Sv.
Vet.-Akad. Handling. einen Bidrag tili Nordvestra Si-
biriens Insekt fau na mit einem Verzeichniss der 1876
und 1877 während der Nordenskjöld'schen Expedition an den
Ob und Jenessey gesammelten Käfern. In diesem ersten
Stück sind 750 Arten aus den Familien Cicindelidae, Cara-
bidae, Dytiscidae, Hydrophilidae, Gyrinidae, Dryopidae,
Georyssidae, Limnichidae, Heteroceridae, Staphylinidae und
Micropeplidae aufgezählt, unter denen 67 als neue Arten
beschrieben und auf einer Tafel theilweise abgebildet sind.
Sonst sind auch einige weniger oder unvollkommen ge-
kannte Arten beschrieben. Dem Territ. montosum gehören
190 (69 o/o europäische, 31 Vo asiatische), dem t. silvosum
554 (89 o/o und 11 Vo), t. arcticum 216 (81 o/o und 19 o/o),
t. frigidum 152 (53 o/o und 47 o/o) an; also auch hier ist
die Fauna überwiegend europäisch; vgl. den Ber. 1879.
p. 202 (546).
W. Roelofs' „Additions a la faune du Japon"
enthalten die genaueren Beschreibungen neuer Arten von
Curculioniden und verwandten Familien. Anual. Soc. Ent.
Belg. XXIV p. 5 ff.
R. Oestro beschreibt in einer Note sopra alcuni
Coleotteri dell' Arcipelago Malese e specialmente
delle isole della Sonda 11 neue Arten; Ann. Mus. Civ,
Genova XV. p. 49 ff.
202 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Käfer aus dem Äschanti-Gebiete nach Familien
aufgezählt und beschrieben; Deutsch. Ent. Zeitschr. 1880.
p. 145 ff. (Cetouiaden von Kraatz, Lyciden von Bourgeois;
Cassididen von Wagener; Brenthiden von Power; Histeriden,
Nitiduliden, Trogositiden, Cucujiden, Bostrychiden, Eroty-
liden und Endomychiden von Eeitter).
ßegimbart beschreibt (7) neue Dytisciden und (4)
Gyriniden von Sumatra; Notes . . . Leyden Museum IL
p. 209 ff.
D. Sharp. On some Coleoptera from the Ha-
waiian Islands; Trans. Ent. Soc. Lond. 1880. p. 37 ff.
(Bezieht sich nur auf Staphyliniden.)
E. ßeitter bringt Beiträge zur Käferfauna von
Neu-Seeland, Verh. Brunn. XVIII. p. 169 ff., indem er
96 von R. Helms bei Grymouth gesammelte Arten bekannt
macht; die Beschreibung der neuen Arten aus den von
Sharp bearbeiteten Familien der Carabiden, Silphiden,
Colydiaden, Curculioniden, Anthribiden, und der (von Ep-
pelsheim bearbeiteten Familie) der Staphyliniden soll
an einem anderen Orte erscheinen.
Catastygnus costulipennis (Madagascar); Fairmaire, Natural.
1880. p. 175.
Cyrtonastes seriatoponis (Greta); Fairmaire, Ann. Soc. Ent.
France 1880. p. 243.
Corylophidae. Alexia pubescens, pilosissima (Brussa); Fri-
valdszky, Termesz. Füzet. IV. p. 265, 266.
Coccinellidae. Epilachna NevilU (Andaraan J.); Dohrn, Stett.
Ent. Zeit. 1880. p. 369.
Leconte stellt in seinen Short studies, a. a. 0. p. 186, eine
Tabelle der (26) Nordamerikanischen Hyperaspis-Arten auf; dar-
unter sind H. Bolteri (Illinois) p. 186, cruenta (Texas), discreta
(Massach.), taedata (Floriä.), osculans (Calif.) p. 187, gemina (Georgia;
Texas), postica (Calif.), punctata (Texas), tristis (Colorado) p. 188 als
n. sp. bezeichnet,
Observations sur les premiers etats du Scymnus minimus
Paylc; par M. A.-L. Clement; Ann. Soc. Ent. Fr. 1880. p. 341 ff.
PI. 12.
Eine Scymnus-larve der Gallenbewohneuden Form von Phyll.
vastatrix feind; C. R. Paris XCI. p. 411 ff.
Hippodamia i?»j3zct«29enms (Oran); Fairmaire, Ann. Soc. Ent.
France 1880. p. 31.
Endomychidae. Xenomycetes (n. g. Dapsin. prope Helio-
im Go.biüte der Arthropoden im Jahre 1880. 203
bletum) Morrisoni (Nevada); Hörn, Trans. Amer. Ent. Sog. VIII.
p. 141. PI. III. Fig-. 4.
Syrabiotes armatus (Croaticu); Reitter, Yerli. Zoo). Bot. Ges.
Wien XXX. p. "227.
Phyniapliora californica {S. Francisco] Nevada); Ilorn, Trans.
Am. Ent. Sog. VIII. p. 142. PI. III. Fig. 5.
Erotylidae. Aegithus sanguinans (Süd-Amerika); Dohrn,
Stett. Ent. Zeit. 1880. p. 152 und 293.
Tritomidea rubripes (Nen-Seelaud); Eeitter, Verb. ... Brunn
XVIII. p. 183.
Cryptodacne ferrugata (Neu-Seeland); Reitter, Verb. . . .
Brunn XVIII. p. 183.
Chrysomelidae. F. Chapuis giebt eine Aufzählung und Be-
schreibung der Phytophages Abyssiniens du musee civique
d'histoirc naturelle de Genes, deren Heraasgabe nach des Verfassers
Tode Candeze besorgte; Ann. Mus. Civ. Genova XV. p. 5 ff .
On the eggs and larvae of some Chrysomelidae ... by J. A.
Osborne; Ent. Monthl. Mag. XVII. p. 150.
Cassidini. Aspidomorpha Simonis, semiramosa (Aschanti);
Wagener, Deutsch. Ent. Zeitschr. 1880. p. 162.
Chirida iniberula (Keren, Bogosld.), setosa (Goundet, Adoua);
Chapuis a. a. 0. p. 30.
Chelyraorpha omissa (Guatemala); Dohrn, Stett. Ent. Zeit.
1880. p. 155.
Coptocycla Kraatzi (Aschanti); Wagener, Deutsch. Ent. Zeit-
schr. 1880. p. 161, andamanica (A.-Ins.); Dohrn, Stett. Ent. Zeit.
1880. p. 370.
lieber ein neues Unterscheidungsmerkmal zwischen Cassida
chloris Suffr. und Ci denticoUis Suffr. (Skulptur des Pronotum) s.
Letzner in dem 57. Jahresb. Schles. Ges. vaterl. Cultur p. 354 f.
C. Artemisiae (Aranjuez); Ch. Brisout, Ann. Ent. France
1880. p. 234, Weinmanni (Hamazen); Chapuis a. a. 0. p. 30, in-
voluta (Sicil.; Tunis); Fairmaire ebenda p. 419.
Platyauchenia titubans (Brasilien; seine unterschiede von P.
(Sj)haeropalpus) Deyrollei Baly weitläufig auseinandergesetzt) ; Dohrn,
Stett. Ent. Zeit. 1880. p. 153.
Hispini. Hispa Gestroi (Tzana-See); Chapuis a. a. 0. p. 29.
Coelaeuomenodera Le Boi/i (Madagascar) ; Fairmaire, Natu-
raliste 1880. p. 316.
Galerucini. Hyperacantlia (n. g. Diacanthae proximum,
differt tarsorum unguiculis appendiculatis, tibiis 4 tantum posteri-
oribus mucronatis) fenestrata (Keren, Mahal Uonz), inaequdlis
(Goundet, Adoua) p. 19, colorata (Scioa, Mahal üouz) p. 20;
Gastrida (n. g. prope Diabroticam; antennis moniliformibus,
204 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
o'
basi aitenuatis, apicem versus dilatatis insigne) abdominalis (Keren
etc.) p. 21;
Candezea n. g. Monoleptae proximum, für C. (Monolepta)
occipitalis Beiche; p. 24;
Paralepta (n, g. für Diacautha ornata Reiche und) fossulata
(Scioa) p. 26;
Ergana (n. g. Cerotomin.) Proteus (Keren, nebst 5 Varie-
täten) p. 28; Chapuis a. a. 0.
Xenarthra orpUana (Ainsaba, Bogosld. ; auf den Blüthen von
Kanabia Delilei); Chapuis a. a. 0. p. 28.
V. Harold giebt eine erneute eingehende Beschreibung
der veränderlichen Ochralea (Galer uca) nigripea Oliv, und der
neuen Arten: 0. straminea, ceylonica (C), pectoralis (Indien; Suma-
tra); Stett. Ent. Zeit. 1880. p. 147 ff.
Monolepta postrema (Scioa etc.), Haroldi (Goundet, Adoua) p.
22, sordida (Agaos), longiuscula (Goundet, Adoua), alternata (ibid.),
puncticeps (ibid.) p. 23; Chapuis a. a. 0.
Monolepta flaveola Gerst. gehört zur Gattung Candezea Chap.;
eine neue Art ist C. basalis (Mombassa-Kenia) ; v. Harold, Monatsb.
Ak. Wiss. Berl. 1880. p. 269.
Cerotoma trifasciata (Ecuador); Jacoby, Proc. Zool. Soc.
Lond. 1880. p. 606. PI. LV. Fig. 10.
Merista variabilis (Darjeeling) p. 142, fallax, flaviventris p. 143,
rufipennis p. 144 (ibid.); v. Harold, Stett. Ent. Zeit. 1880.
Galerucida magica (Nord-Indien) p. 145, singulaiis, indica
(Darjeeliug) p. 146, bombayana (B.) p. 147; v. Harold, Stett. Ent.
Zeit. 1880.
Leptarthra ventralis (?); v. Harold, Stett. Ent. Zeit. 1880-
p. 145.
Galerucella geniculata (Mombassa-Kenia); v. Harold, Monatsb.
Ak. Wiss. Berl. 1880. p. 270.
Dircema rufipennis (Ecuador); Jacoby, Proc. Zool. Soc. Lond.
1880. p. 607. PI LV. Fig. 12.
Coelomera Buckleyi (Ecuador); Jacoby, Proc. Zool. Soc.
Lond. 1880. p. 606. PI. LV. Fig. 11.
Liiperus quaternus (Nossi Be); Fairmaire, Natural. 1880.
p. 316 und Ann. Soc. Ent. Fr. 1880. p. 340.
Chthonei's apicaZis (Ecuador) ; Jacoby, Proc. Zool. Soc. Lond.
1880. p. 608.
Ootheca cyaneovittata (Nossi-Be) ; Fairmaire, Natural. 1880.
p. 316 und Ann. Soc. Ent. Fr. 1880. p. 340.
Malacosoma unipunctata (Mombassa-Kenia); v. Harold, Mo-
natsb. Ak. Wiss. Berl. 1880. p. 269, viridipennis {= Asb. cyani-
penuis v. Har.-^ s. folg. Seite; Keren, Bogosl.) p. 21, nigritula {Goun-
det, Adoua) p. 22; Chapuis a. a. 0.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 205
Bei Gastrida abdominalis Cliap. sind die Klauen weniger ge-
spalten, als vielmehr mit einem Anhang versehen; die Gattung gehört
daher in die Nachbarschaft von Agelastica; v. Ilarold, Monatsb.
Ak. Wiss. Berl. 1880. p. 269.
Diabrotica translucida, verrucosa Fig. 6. p. 603, flavonotata
Fig. 7, nigroplagiata Fig. 9. p. 604, quadrimaculata Fig. 5, hasalis
Fig. 8. p. 605, atriventris p. 606 (Ecuador); Jacoby, Proc. Zool.
Sog. Lond. 1880. PI. LV.
Aulacophora aeneipennis Baly und Ivlalacosoma viridipennis
C7?.rt^^. = Asbecesta cyanipennis v. Har.] v. Harold, Monatsb. Ak.
Wiss. Berl 1880. p. 269; vgl. d. Ber. 1878. p. 555 (337) und vor.
Seite.
Au. cavicollis (Nossi-Be); Fairmaire, Natural. 1880. p. 316
und Ann. Sog. Ent. Fr. 1880. p. 339. PI. 11. Fig. 9, formosa (Bogos-
land) p. 16, albicans (Scioa; Argu - Agher); Diacantha Lacordairei
(Scioa) p. 17; Chapuis a. a. 0.
Halticini. Psylliodes aethiopica (Goundet, Adoua, Abyss.);
Chapuis a. a. 0. p. 16.
Sphaeroderma dorcatommdes (Nossi-Be); Fairmaire, Natu-
ral. 1880. p. 316 und Ann. Soc. Ent. Fr. 1880. p. 339.
Mniophila Wröbletvslcii (Litthauen); Wankowicz, Bull. Soc.
Ent. Fr. 1880. p. CXVIII.
Lactica africana (Goundet, Adoua, Abyss.); Chapuis a. a. 0.
p. 16.
Hiraatium conicum („Penington Gap, Va.^'); Leconte, Short
studies p. 218.
Oedionychis qiiinquevittata (Honduras), ornata (Guatemala) p.
174, crucigera (Brasil.) PI. XVIII. Fig. 4, variegata {ih'idi.) Fig. 5. p.
175, \2-maculata (Guatemala), ohscuripennis (Chanchamayo) Fig. 6.
p. 176, b-macidata (ibid.) Fig. 7, hinotata (Amaz.) Fig. 8, \o-macU'
lata (Mexico) p. 177, nigricolUs (?) Fig. 10, Godmani (Chontales,
Costa Rica) p. 178, Salvini (Guatemala), Steinheili (Columbien) Fig.
9. p. 179, ahhreviata (Amaz.), marginicollis (Rio Janeiro) Fig. 11,
sexplagiata (Amaz.) Fig. 12, p. 180, laticollis (Guatemala, Columb.)
p. 181; Jacoby, Proc. Zool. Soc. Lond. 1880, terminata (Peru),
extrema (Mexico), Kraatzi (Brasil.) p. 220, virgata (Mexico), Wag-
neri (Costa Rica), nohilis (Ecuador) p. 221; v. Harold, Deutsch.
Ent. Zeitschr. 1880.
Rhoicus maculicollis (Ecuador); Jacoby, Proc. Zool. Soc. Lond.
1880. p. 600. PI. LV. Fig. 1.
Asphaera tomentosa Fig. 2, hasalis Fig. 3. p. 601, decemmü'
culata Fig. 4. p. 602 (Ecuador); Jacoby, Proc. Zool. Sog. Lond.
1880. PI. LV.
Longitarsus fulviceps (Goundet, Adoua, Abyss.); Chapuis
a. a. 0. p. 15.
206 Bert kau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Disonyclia dorsata (Mexico); v. Harold, Deutsch. Ent, Zeit-
Sühr. 1880. p. 220.
Homophoeta müitaris p. 172, afßnis (Guatemala), hitaeniatus !
(Cayenne, Boliv.) p. 173. PI. XVIII. Fig. 3; Jacoby, Proc. Zool.
Sog. Lond. 1880.
Pbyllotreta tricolor (Goundet, Adoua, Abyss.), collaris (ibid.);
Chapuis a. a. 0. p. 15.
Haltica convexicollis (Brasilien); v. Harold, Deutsch. Ent.
Zeitschr. 1880. p. 218.
Crepidodera corrusea (Scioa, Mahal Uodz); Chapuis a. a. 0.
p. 14.
Chlamophora colorata p. 218, opacicollis, Sellol, costulata, scul-
pturata, strigulata p. 219, aene'ipennis p. 220 (Brasil,); v. Harold,
Deutseh. Ent. Zeitschr. 1880.
Chaetocnema pn?Za (Goundet, Adoua, Abyss.); Chapuis a. a. 0.
p. 14.
BalRjiomoriphs. aethiopica (Keren, Bogosland); Chapuis a. a. 0.
p. 13.
Mantura cylindrica (Dalmatien) ; Miller, Verh. Zool. Bot. Ges.
Wien XXX. p. 2.
Nisotra testacea (Scioa, Mahal Uonz, Sciotel); Chapuis a. a. 0.
p. 13.
Amphimela geminata (Massaua, Asmara, Abyss.); Chapuis
a. a. 0. p. 13.
Blepharida Antinorii {kinsahR, Bogos); Chapuis a. a. 0. p. 12.
Chrysomelini. Phytodecta 7frm/'ma?^m (Dalmatien) ; Miller,
Verh. Zool. Bot. Ges. Wien XXX. p. 7.
Australica violacea (Neu-Guinea) ; Jacoby, Proc. Zool. Soc.
Lond. 1880. p. 171. PI. XVHI. Fig. 2.
Cyrtonus Martorellii (Estremadura); Fairmaire, Bull. Ent.
Fr. 1880. p. XXVH.
Timarcha vermiculata (Portugal), laevisterna (Cueuca), tenui-
cornis (Valencia), oblongicla (Spanien), convexifrons (Portugal) p. 332,
janthinipes (Portugal) p. 333; Fairmaire, Naturalistc 1880.
Desmogramma marginella {FjCu.Q.dor); Jacoby; Proc. Zool. Soc.
Lond. 1880. p. GOO.
Doryphora rudis (Neu-Granada), Kraatzi (Columbion), höliviana
(B.); V. Harold, Deutsch. Ent. Zeitschr. 1880. p. 217, funehris p.
597. Fig. 11, scxgiittata Fig. 9, marginicollis Fig. 10. p. 598, conncxa
p. 599. Fig. 8 (Ecuador); Jacoby, Proc. Zool. Soc. Lond. 1880.
PI. LIV.
Prosicela simplicipennis p. 595. Fig. 7, bicruciata p. 596. Fig.
6 (P]cuador); Jacoby, Proc. Zool. Soc. Lond. 1880. PL LIV.
Stilodes Chapuisi (Chontales) p. 169, StelnheiU (Columbien)
p. 170. PI. XVHI. Fig. 1; Jacoby, Proc. Zool. Soc. Lond. 1880.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 207
Chrysomela meuthastri Sujfr. monstr. ; Resoc. Soc. Ent.
Ital. 1880. p. 11.
Chrysomela sansiharica (Mombassa-Kenia); v. Harold, Mo-
riatsb. Akad. Wiss. Bcrl. 1880. p. 269, Camerani (Piemont; am nächsten
mit Chr. haemoptera L. verwandt); Piolti, Atti d. R. Accad. d. Sei.
di Torino. XV, Adun. dell' 11 Gennaio 1880.
Plagiodera quadrimaculata (Costa Rica); Jacob y, Proc. Zool.
Soc. Lond. 1880. ]3. 171, sexmaculata (Ecuador); derselbe ebenda
p. 595. PI. LIV. Fig. 12.
lieber die Lebensgeschiehte von Gastrophysa Raphani a.
Osborne in Ent. Monthl. Mag. XVII. p. 49 ff., 127 ff.; vgl. d. Ber.
1880. p. 505 (273).
Eumolpini. Colaspoi'des ciipreipennis ip. 6Q4:, elongatus p. 595
(Ecuador); Jacoby, Proc. Zool. Soc. Lond. 1880.
Eurydemus oculatus (Massaua-Ain, Abyss.); Chapnis a. a, 0.
p. 10.
Colaspidea grandis (Bithynien); Frivaldszky, Termesz. Fü-
zet. IV. p. 264.
Pachnephorus testace'ipes (Nossi-Be); Fairmairc, Natural.
1880. p. 316 und Ann. Soc. Ent. Fr. 1880. p. 338.
Euryope Batest (Nguru Mts., Afr.), mmuta (Cap); Jacoby,
Proc. Zool. Soc. Lond. 1880. p. 169.
Colasposoma perlata (Innere Südafr.); v. Harold, Deutsch.
Ent. Zeitschr. 1880. p. 220.
Trichostola fiiscitarsis (Goundet, Adoua, Abyss.); Chapuis
a. a. 0. p. 10.
Pseudocolaspis viridis (Goundet, Adoua, Abyss.) p. 9, fiiscO'
aenea (ibid. und Keren) p. 10; Chapuis a. a. 0.
Scelodonta vittata (Sciotel); Chapuis a. a. 0. p. 9.
Nodostoma vulgaris (Goundet, Adoua, Abyss.); Chapuis a. a. 0.
p. 9.
Chalcophana Bucldeyi, ignicöllis (Ecuador); Jacoby, Proc.
Zool. Soc. Lond. 1880. p. 593.
Colaspis Buckleyi p. 591. PI. LIV. Fig. 5, fulvilahris, nigri-
pennis Fig. 3, foveicollis Fig. 4. p. 592 (Ecuador); Jacoby, Proc.
Zool. Soc. Lond. 1880.
Metaxyonycha rufolimbata Jacoby (d. Ber. 1878. p. 544 (326))
= Colaspis cruentata Lefevr. (ebenda p. 545 (327)) und gehört in
die der Art von Lefevre angewiesene Gattung; Jacoby, Proc.
Zool. Soc. Lond. 1880. p. 181.
L a mp roso m i n i. Lamprosoma ignicöUe, violaceum p. 167, poli-
tum (Honduras), Guatemalense (G.) p. 168; Jacoby, Proc. Zool.
Soc. Lond. 1880.
Cryptocephalini. Dia chus (n. g. für Cryptoceph. auratus F.,
208 Bert kau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
lacvis Hald., sqiialens, catarius, pallidicornis, chlorizans Suffr. und)
erasus (Calif.), aeruginosiis (Colorado) p. 196 ;
TriachusivL. g. für Crypt. atomus Suffr. und) cerinus (Florid.),
vacuus (Illin.; Kansas), postremus (Texas) p. 197; Leconte, Short
studies a. a. 0.
Leconte stellt eine analytische Tabelle von 39 Nordamerika-
nischen Crypt ocephalus-Arten auf; Short studies p. 198 £f. Neu
sind Cr. (Bassareus) croceipennis (Florida) p. 199, (Cr. gen.) cribri-
pennis (Texas), castaneus (Calif.) p. 200, defectus (Texas) p. 201,
carinatus (Kansas) p. 202, fulguratus (Texas), tinctus (Massach.;
Florida; Illin.; Texas) p. 203, striatnlus (Illin.) p. 204.
Cryptocephalus sansibariciis, Hildehrandti (Mombassa-Kenia) ; v.
Harold, Monatsb. Ak. Wiss. Berl. 1880. p. 268, jucundus (Madagasc),
pragmaticus (Nördl. Zanzibar); Dohrn, Stett. Ent. Zeit. 1880. p. 367.
In einer analytischen Tabelle (Short studies a. a. 0. p. 205 ff.)
unterscheidet Leconte folgende neue Pachybrachys-Arten: P.
striatus (Texas, Kansas), virgatns (Nebraska) p. 205, dubiosus, cru-
entus (Texas) p. 206, lustrans (Calif.), renidens (Color.), subvittatus
(Texas), turhidus, brevicollis (ibid.) p. 208.
Clythrini. Gynandrophthalma Lefevrei (Goundet, Adoua, Ab.);
Chapuis a. a. 0. p. 7, ochropus (zwischen Mombassa und Kenia);
V. Harold, Monatsb. Akad. Wissensch. Berlin 1880. p. 268.
Melitonoma Hildebrandti p. 267, inconspicua p. 268 (Mom-
bassa-Kenia); V. Harold, Monatsb. Ak. Wiss. Berl. 1880.
Miochir impressa (Mombassa-Kenia); v. Ha'rold, Monatsber.
Akad. Wiss. Berl. 1880. p. 268.
Megalopodini. Poecilomorpha so&nwa (Mombassa-Kenia); v.
Harold, Monatsb. Ak. Wissensch. Berl. 1880. p. 267.
Agathomerus simplicipennis (Ecuador); Jacoby, Proc. Zool.
Soc. Lond. 1880. p. 590.
Mastostethus Chontalensis (Ch.), Bogersi (Costa Eica) p. 166,
modestus (Ecuador) p. 589, PI. LIY. Fig. 2; Jacoby. Proc. Zool.
Soc. Lond. 1880.
Criocerini. Crioceris inaequalis (Nossi-ße) ; Fairmaire,
Natural. 1880. p. 316 und Ann. Soc. Ent. Fr. 1880. p. 338.
Lema viridana, semicyanea p. 588. PI. LIV. Fig. 1, flavicornis
p. 589 (Ecuador); Jacoby, Proc. Zool. Soc. Lond. 1880, Eaffrayi
(Ilamazen); Chapuis a. a. 0. p. 5.
Sagrini. De Borre modifizirt nach dem Weibchen von
Rhagiosoma Madagascariense Chapuis' Gattungsdiagnosc; C. R. Ent.
Belg. 1880. p. 152.
Cerambycidae. Food habits of the Longicom beetles
or Wood-borers. Riley zählt die Arten, deren P^utterpflanze
bekannt ist, mit Angabe der letzteren und Literaturnachweis auf.
The Amer. Entom. 1860. p. 237, 270.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 209
G. H. Hörn liefert Notes on aome genera of Ceramby-
cidae of the United States; Trans. Amer. Entom. Soc. VII. p.
41 fif., VIII. p. 115 fi-.
Lamiini, Calliphenges (n. g. Colobotheae affine, prothorace
postice angustiore, lateribus spina armato) cuprascens (Chiguinda)
p. 296;
Ites (n. g. prope Clyihraschemdi) plagiatus (Gualaquisa) p. 298;
Waterhouse, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (5) V.
Theraistonoe reticulata (Chiguinda) p. 300, humeralis (Sarayaca)
p. 301, delectahiUs (Bogota) p. 302; Waterhouse, Ann. a. Mag.
Nat. Hist. (5) V.
Lycaneptia antiqua (Brasilien); Waterhouse, Ann. a. Mag.
Nat. Hist. (5) V. p. 300.
Lycidola flavofasciata (Cuenga), felix (Chiguinda) p. 298, reti-
fera (ibid.) p. 299; Waterhouse, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (5) V.
Nach Hörn gehören Tetraopes mancus, basalis und varicornis als
Variet. zu T. femoratus Lcc; annulatus Lee. = canescens Lee; texana
Variet. von quinquemaculata Hald., so dass die Zahl der bekannten
Arten sich auf die genannten und discoideus Lee, canteriator Drap.j
tetraophthalmus Forst, beschränkt; als neu ist T. collaris (New-Mexico)
aufgeführt; Trans. Amer. Entom. Soc. VII. p. 49.
Hörn stellt eine Bestimmungstabelle der (11) Nordamerikani-
schen Oberea-Arten auf; Trans. Amer. Entom. Soc. VII. p. 45,
nebst ausführlicherer Beschreibung und vollständiger Synonymie;
als neu ist 0. texana (T.) p. 47 beschrieben.
Oberea sansibaricttj pagana (Mombassa-Kenia) ; v. Harold,
Monatsb. Ak. Wissensch. Berl. 1880. p. 267.
Phytoecia Gougeletii (Marocco); Fairmaire, Ann. Soc. Ent.
France 1880. p. 251.
Nupserha glohiceps (Mombassa-Kenia); v. Harold, Monatsb.
Ak. Wiss. Berl. 1880. p. 267.
Exocentrus Madegassus (Nossi-Be); Fairmaire, Ann. Soc.
Ent. Fr. 1880. p. 338.
Leptostylus nehulosus (Nevada), terraecolor (Florida); Hern
a. a. 0. p. 122.
Liopus Wiltti (Texas); derselbe ebenda p. 124.
Alcidion pulchrum (Neu-Granada), laetulum (Bahia) p. 273, de-
lettim (Cayenne), venosum (Rio), Immerosum, nebulosum (Ecuador) p.
274; Bat es, Ent. Monthl. Mag. XVI.
Acanthoderes vetustus (Süd.-Bras. ; Ecuador), longitarsis (Ecua-
dor), Satanas p. 58, Thammi (Chanchamayo), zonatus (Granada),
siibtessellatus (Ecuador) p. 59, laetifictis (ibid.), luctuosus (Rio Ja-
neiro), pupülatus, ahstersus (Neu-Granada) p. 60, leucodryas, croco-
stignia (Ecuador), fiexistigma (Para), carinicollis (Brasil) p. 61;
Archiv für Naturg. XXXXVH. Jahrg. 2. Bd. 0
210 Bert kau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Bat es, Ent. Monthl. Mag. XVII, peninsülaris (Lower Calif.); Hörn
a. a. 0. p. 116.
Discopus eques (Chanchamayo) p. 253, patricius , BiwMeyi,
comes (Ecuador) p. 254, princeps (Pebas) p. 255; Bates, Ent. Monthl.
Mag. XVI.
Xylorrhiza Dohrnii (Sumbawa); Lansberge, CR. Ent. Belg.
1880. p. 139.
Cochliopalpus suturalis (Mombassa -Kenia); v. Harold, Mo-
natsb. Ak. Wiss. Berl. 1880. p. 266.
Rhaphidopsis pulchra (Antananarivo); Waterhouse, Ann. a.
Mag. N. H. (5) VI. p. 461.
Gnoma cniciata (Mysol); Th. Kirsch. Mitth. k. Mus. Dresd.
IL p. 158.
Calloplophora Graafii (Soerian); Ritsema, Notes . . . Leyd.
Mus. IL p. 246.
Protemnemus Thomsoni (Arfak); Lansberge, C. R. Ent. Belg.
1880. p. 138.
Ba.tocer?i Bruijnii (Sanghir); Lansberge, C. R. Ent. Belg. 1880.
p. 138.
Nemophas zonatus, bicinctiis (Sula Bessi); Lansberge, C. R.
Ent. Belg. 1880. p. 137.
Ceramhycini. Coenopeus n. g. Lagochiro affine; für Le-
ptostylus Palmeri Lee, p. 117;
Urographis n. g., für Graphisurus triangulifer Hdlä., fasia-
tus Be Geer p. 128;
Sicyobius (n. g. Hippopsin.; antonnis brevibus, oculis bipar-
titis distinctum) Brousii (Kansas) p. 137. PI. II. Fig. 9;
Idoemea (n. g. Styloxo Lee. affine) Füller i (Texas) p. 138,
Fig. 10; Hörn a. a. 0.
Panchylissus (n. g. Lissonoto affine) cyaneipennis (Sarayacu);
Waterhouse, Ann. a. Mag. N. H. (5) V. p. 294 f.
Acdoeus (n. g. pone Artelidam locandum) geniculatus (An-
tananarivo); Waterhouse, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (5) V. p. 416;
Äppedesis (n. g. ante Leptui-am locandum) vidiia (ibid.);
derselbe ebenda p. 418.
Dicentrus (n. g. Asemin.) Blt(tlmeri{Ca\\f.)\ Leconte, Short
studies p. 195.
Catorthontus (n. g. Rhinotrag., forma prothoracis cum Cly-
tello congruentis distinctum) coZ?am (Sarayacu), Waterhouse, Ann.
a. Mag.' Nat. Hist. (5) V. p. 487.
Cometes apicalis (Medellin); Waterhouse, Ann. a. Mag. N.
H. (5) V. p. 296.
Distenia humcralis (Chiguinda); Waterhouse, Ann. a. Mag.
Nat. Hist. (5) V. p. 295.
Aethecerus latecinctus (Arizona) ; Hörn a. a. 0. p. 134.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 211
Alloesia bicolor (Chiguinda); Waterhouse, Ann. a. Mag. N. H.
(5) V. p. 488.
Iresioides sericeovittata (Fianarantsoa); Waterhouse, Ann.
a. Mag. N. H. (5) V. p. 215.
Leptocera Uneatoptmctata (Antananarivo); Waterhouse, Ann.
a. Mag. N. H. (5) V. p. 419, favovittata (Fianarantsoa); derselbe,
Trans. Ent. Soc. Lond. 1880. p. 61.
Clytus Tliomsoni (Mombassa-Kenia); v. Harold, Monatsb. Ak.
Wiss. Berl. 1880. p. 266.
Hörn stellt eine synoptische Tabelle der Nordamerikanischen
Cyllene-Arten auf; a. a. 0. p. 134 £f., PI. II. Fig. 8.
Hypocrites limbalis, longicollis, geniculatus (Mombassa-Kenia);
V. Harold, Monatsb. Ak. Wiss. Berl. 1880. p. 266.
Polyschisis rufitarsalis (Sarayacu); Waterhouse, Ann. a. Mag.
Nat. Hist. (5) V. p. 294.
Cartallum tlioracicum (Jeddah) ; Sharp, Ent. Monthl. Mag.
XVI. p. 246.
Desmocerus auripennis Chevr. hat dimorphe Weibchen;
Proc. Ent. Sect. Acad. Nat. Sei. Philad. 1879. p. XXX.
Logisticus siäuralis (Fianarantsoa) p. 416, angustatus, simplex
p. 417, obsc7irus p. 418 (Antananarivo); Waterhouse, Ann. a. Mag.
Nat. Hist. (5) V.
Typocerus halteatus (Colorado; Arizona); Hörn, Trans. Am.
Ent. Soc. VII. p. 55.
Artelida as^erato (Antananarivo) ; Waterhouse, Ann. a. Mag.
Nat. Hist. (5) V. p. 415.
Nothus luteus (Calif.); Hörn, Trans. Am. Ent. Soc. VIT. p. 339.
Anisogaster s?'(7m'/er, luteosparsus (Reunion); Fairmaire, Na-
tural. 1880. p. 300.
Haruspex laevifemoratns (Sarayacu); Waterhouse, Ann, a.
Mag. Nat. Hist. (5) V. p. 294.
Mallocera costifera (Sarayacu); Waterhouse, Ann. a. Mag
Nat. Hist. (5) V. p. 486.
Xestia polita (Sarayacu); Waterhouse, Ann. a. Mag. N. H.
(5) V. p. 486.
Criodion pictum p. 292, plagiatum p. 293 (Gualaquisa); Water-
house, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (5) V.
Opsamates purpureipennis (Fianarantsoa); Waterhouse, Trans.
Ent. Soc. Lond. 1880. p. 60.
Coccoderus sexguttatus (Chiguinda); Waterhouse, Ann. a.
Mag. Nat. Hist. (5) V. p. 292.
Oeme strangidata (Utah); Hörn a. a. 0. p. 133 u. 138. PI. II.
Fig. 7.
Prionini. Protorma (n. g.; aspectus ut in Navosomate, tho-
racis structura similis Strongylaspidis, a quo differt oculis antice vix
212 Bertkau: Bericht üb. die Wissenschaft! . Leistungen
emarginatis . . .) scäbrosa (Sarayacu); Waterhouse, Ann. a. Mag.
Nat. Hist. (5) V. p. 288 f.
Episacus (n. g. Callocteno proximum; differt scutello trans-
verso, processu prosternali conico, metasterno impressione longitu-
dinali profunda instructo) pilosicollis (Chiguinda) ; derselbe ebenda
p. 291.
Mallaspis BucMeyi (Sarayacu); Waterhouse, Ann. a. Mag.
Nat. Hist. (5) V. p. 290.
Ud^terus elegans (Chiguinda); Waterhouse, Ann. a. Mag.
Nat. Hist. (5) V. p. 290.
Megopis Coquerelii (Reunion); Fairmaire, Natural. 1880.
p. 300.
Macrotoma obscura (Antananarivo), laeta (Fiauarantsoa) p. 410,
asperata (Antananarivo) p. 411, vicina (ibid.). Pfeifferae (Madag.) p.
412, sodalis p. 413, mutica (Fianarantsoa), Wrightii (Seychellen) p. 414;
Waterhouse, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (5) V.
Psahdognathus gloriosus (Ecuador); Thomson, Bull. Soc. Ent.
Fr. 1880. p. LX.
Brucbidae. E. Duges schildert die Verwandlungsgeschichte
des Bruchus Barcenae (Guanajuato, auf Barcena guanajuatensis);
Annales Soc. Ent. Belg. XXIV. p. 37 ff. PI. I.
Änthribidae- Bawasia (n. g. Ecelonerid. prope Eucorynum,
tarsorum articulo tertio grandissimo, rotundato bilobo, undique visi-
bili distinctum) Bitsemae (Palembang, Sumatra); Roelofs, Notes .. .
Leyden Museum II. p. 203 ff.
R e i 1 1 e r giebt eine erneute Beschreibung von Phaenotherion
Pulszkyi Friv., der auch im Kaukasus vorkommt; vgl. d. Ber. 1878.
p. 530 (312); Verh. Zool. Bot. Ges. Wien XXX. p. 517.
Brachytarsus UneicolUs (Martinique); Chevrolat, Natural.
1880. p. 198.
Phloeobius gihhosus (Japan); Roelofs, Ann. Soc. Ent. Belg.
XXIV. p. 26.
Xylinades marmoratus Dej. Cat. (Sumatra): Roelofs, Notes
. . . Leyden Museum II. p. 237.
Fairmaire ändert Tropideres tessellatus Coqu. wegen des
gleichen Bohemann'schen Namens in T. Coquerelii um; Natural. 1880.
p. 300.
Brenthidae. Trachelizus cylindricomis (Datar, Sumatra); Po-
wer, Notes from the Leyden Mus. II. p. 187.
Scolytidae. Tesserocerus Belli (Chontales) ; Sharp, Ent.
Monthl. Mag. XVII. p. 112.
Xyleborus {7) punctatissimus (Alahan pandjang, Sumatra); Eich-
hoff, Notes . . . Leyden Museum II. p. 189.
Renseiguements sur le Blastophagus {My e[o]yhih\s Eichh.) pi-
niperda; C. R. Eut. Belg. 1880. p. 151.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 213
Carculionidae. F. P. Pascoe beschreibt New Neotropical
Curculionidae; Ann. a. Mag. Nat. Hist. (5) V. p. 419 fif., 490 ff.,
VI. p. 176 ff.
Dialtates dispar (Fly R., Neu-Gnin.); Chevrolat, Naturaliste
1880. p. 333.
Laodice viridisparsa (Hebriden), fimehris (Neu-Guinea); Che-
vrolat, Bull. Soc. Ent. Fr. 1880. p. CII f., consultus (! Yule Isl.);
derselbe, Natural. 1880. p. 333.
Odontorrhynchus (n. g.) eormirostris {\), puncticolUs (Guade-
loupe); derselbe ebenda p. 316.
Litotropis (n. g. Basitropidi valde affine) lateritius (Nossi-
Be); Fairmaire, ebenda j). 316 und Ann. Ent. France 1880. p. 337.
Cossonini. Phloeophagus/?Z^/w? (Martinique); Chevrolat, Na-
tural. 1880. p. 198.
Cossonus maculosus, Coquerelii (Reunion); Fairmaire, Natu-
raliste 1880. p. 293.
Sipalini. Mesocordylus subparallelus (Mexico) p. CXXIV, coe-
lomerus (Brasil.) p. CXXV; Chevrolat, Bull. Soc. Ent. Fr. 1880.
Oxyrrliynchini. Oxyrrhynchus si(^wraZ25 (Sumatra); Roelofs,
Notes . . . Leyden Museum II. p. 235, hydropicus (Andaman J.); Che-
vrolat, Bull. Soc. Ent. Fr. 1880. p. CXXIV.
Calandrini. Sphenophorus tetraspilosus, erythrurus (Guade-
loupe); Chevrolat, Bull. Soc. Ent. Fr. 1880. p. XXXI, atricolor,
pygidialis (Martinique); derselbe, Natural. 1880. p. 198. (S. erythru-
rus verweist er a. a. 0. p. 295 in die Gattung Nanus.)
Nach Hörn (oder Leconte?) besitzt die Larve von Rhyn-
chophorus nur ein (prothorakales) Stigmenpaar; Trans. Amer.
Entom. Soc. VII. p. 39.
Rhynchophorus laniiginosus, depressus (Guadeloupe); Chevro-
lat, Naturaliste 1880. p. 315.
Baridiini. Eisonyx ('• n. g. prope Microcholum; Füße mit
nur einer Klaue; der Name wohl nicht annehmbar) crassipes (Te-
xas); Leconte, Short atudies p. 217.
Glycaria (n. g.) tetrasticta (Brasil.) p. 182;
Änexantha (n. g.) castanea (Parana) p. 183;
Azygides (n. g.) stygius (Parana) p. 183; Pascoe, Ann. a.
Mag. N. H. (5) VI.
Madarus crassirostris (Chontales) ; Pascoe, Ann. a. Mag. N.
H. (5) VI. p. 184.
Centrinus arcufascia, politus, pulchellus, sociatus, lanaefaucis !
(Guadeloupe); Chevrolat, Naturaliste 1880. p. 307.
Microcholus erasus (Kansas); Leconte, Short studies p. 217.
Baris scissa, picea, tmdti striata, Callaidis (Guarleloupe); Che-
vrolat, Naturaliste 1880. p. 300.
214 Bertkau: Bericlit ül). die wissensc&aftl. LeistuDgen
Bsivile-pton lutescens, albescens {Texd.s); Leconte, Short studies
p. 218.
Peridinetini. Feridineius distinctus (Mexico) p. 180, cretaeeus
(Chontales), cinctits (Ega) p. 181; Pascoe, Ann. a. Mag. Nat. Hist.
(5) VI, insignis (Guadeloupe); Chevrolat, Bull. Ent. Fr. 1880.
p. XXVII.
Geittorrliyncliini. Ceutorrhynchus Fairmairei (BriauQou) ;
Ch. Brisout, Bull. Soc. Ent. Fr. 1880. p. CXXXIII.
Trypetini. Trypetes politus (Peru); Pascoe, Ann. a. Mag.
N. H. (5) VI. p. 180.
Zygopini. Mnemyne (n. g., rima pectorali usque ad ab-
domen protensa, apice aperta distinctum) viduata (Para); Pascoe,
Ann. a. Mag. N. H. (5) VI. p. 179.
Sphadasmus cZejoressMS (Mombassa-Kenia) ; v. Harold, Monatsb,
Ak. Wiss. Berl. 1880. p. 265.
Copturus coiijunctus (Cayenne), expletus (Para) p. 494, hisellatiis
(S. Paulo), lyra (Brasil.) p. 495, parotictis, musculus p. 496, crux
(Parana), collaris (Ega) p. 497, eximius (Columbien) p. 498; Pas-
coe, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (5) V, lineolatus (Guadeloupe); Che-
vrolat, Natural. 1880. p. 295.
Cryptorrliynchini. Discophorus (n. g. für Cryptorrh.
circulus BoJiem., bicirculus Kirsch, clitellarius Boliem. und) duplicatus
(Montevideo), {10-guttatus (Martinique); Naturaliste 1880. p. 294);
Graphonotus n. g. (für Cr. albocaudatus JRld., guadeloupen-
sis Eid., balteatus Salü. und vielleicht auch Macromerus insignis
Chevr.)] Chevrolat, Bull. Soc. Ent. Fr. 1880. p. XCVI.
Neotylodes (n. g. pro^DC Acallem) dentipes p. 150, soliduSy
setulosus, neglectus, (nodulosus), ursus p. 235 (Guadeloupe); Chevro-
lat, Natural. 1880.
Epitasis (n. g.) niveosparsa (Brasilien) p. 491;
Thrasyormis (n. g.) tumens (Chontales), angulatus (Nauta)
p. 493; Pascoe, x\nn. a. Mag. Nat. Hist. (5) V.
Atenismus (n. g. prope Cratosomum) spinipennis (Brasil.);
Chevrolat, Bull. Soc. Ent. Fr. 1880. p. L.
Dysopeomus (n. g.) Borrei (Amboiua?); Roelofs, C. R. Ent.
Bclg. 1880. p. 52.
Dysopirrhinus (n. g.) Gcstroi (Ramoi); derselbe ebenda
p. 54.
Hemilius (n. g. Sympiezoscel. Weskv. affine) glabrirostris (Co-
lumbien), nudicollis (Mexico); Chevrolat. Bull. Soc. Ent. Fr. 1880.
p. CXII.
Rhinochenus scutellaris , triangulifer (Brasil); Chevrolat,
Bull. Soc. Ent. Fr. 1880. p. CXIII f.
Macromerus culiricollü (Guadeloupe); Chevrolat, Bull. Soc.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 215
Ent. Fr. 1880. p. XXVII, fimehris (Brasil.); derselbe ebenda
p. CXIII.
Cylindrocorynus thoracicits (Guadeloupe); Chcvrolat, Natu-
ral. 1880. p. 286.
Cryptorrbyncbus quadripunctatuSj quadrifoveatus p. 252, capu-
cimis, cJericus, orthodoxus, interstiticdis , dentatus p. 253 (Guade-
loupe), ttodidosus (ibid.) p. 235 und 261, pallidicornis (ibid.) p. 294;
Chevrolat, Natural. 1880.
Pseudonius singidaris (Guadeloupe) p. 278, albosparsus (Cuba),
proximus, nitidicutis, punctatissimus (Haiti), mexlcanus (M.) p. 279;
Chevrolat, Natural. 1880.
Euscepes für (Guadeloupe), erinaceus (Cuba) p. 151, hirsutus,
tonsus (Guadeloupe) p. 252; Chevrolat, Natural. 1880.
ülosomus pallidicornis (Cuba); Chevrolat, Natural. 1880.
p. 236.
Lembodes araclinipes (! rect. arachnopus ; Martinique); Che-
vrolat, Natural. 1880 p. 198, nocturnus (Guadeloupe); derselbe
ebenda p. 236.
Acalles scrtpw7an's (Guadeloupe) p. 150, albivertex (ibid.) p. 151;
Chevrolat, Natural. 1880, Hidibardi (Florida); Leconte, Short
studies p. 216.
Pachyonyx nmcoreus (Old-Calab.), quadridens (Indien); Che-
vrolat, Bull. Soc. Ent. Fr. 1880 p. CXVII.
Nettarrhinus rudis (Brasilien); Pascoe, xVnn. a. Mag-. Nat.
Hist. (5) V p. 492.
Chalcodermus insularis (Martinique); Chevrolat, Natural.
1880 p. 198.
Rhyssomatus sexcostatus, fasciatus (Guadeloupe); Chevrolat,
Natural. 1880 p. 252.
Cleogonus marginesulcatus (Brasil.), distinctus (Cayenne), Co-
lumhianus (Neu-Granada) p. LXVI, proximus (Haiti) p. LXVII;
Chevrolat, Bull. Soc. Ent. Fr. 1880.
Desmidophorus hiteovestis (Nossi-Be); Fairmaire, Natural.
1880 p. 316 und Ann. Soc. Ent. Fr. 1880 p. 336.
Conotrachelus piiniceomacidatus (Cayenne); Chevrolat, Bull.
Soc. Ent. Fr. 1880 p. LXXIII, rectecostatus, scapidaris, ndjer p. 229,
marginiceps, frontalis, ainoenus, ocidaris p. 230, niveiceps p. 251,
serripennis (ibid.) p. 285 (Guadeloupe); derselbe. Natural. 1880.
Ectatorrhinus Hasselti (Malacca); Roelofs, Deutsch. Ent.
Zeitschr. 1880. p. 141 und Notes . . Leyd. Mus. II. p. 231, rugati-
collis (Indien): Chevrolat, Bull. Soc. Ent. Fr. 1880. p. LXXIII.
Cholini. Cholomus (n. g.) Villei (Ecuador); Roelofs, Bull.
Ent. Belg. 1880. p. 50 f.
Calliuotus protensus (Brasil.), disco'ideus (Quito); Chevrolat,
Bull. Soc. Ent. Fr. 1880. p. CXLII.
216 Bertkau: Beriebt üb. die wissenscbaftl, Leistungen
Erethistes fasciatomaculatus (Brasil.?); Chevrolat, Bull. Sog.
Ent. Fr. 1880. p. CXLII.
Rhinastus graniilatus (Guarayos); Roelofs, Bull. Ent. Belg.
1880. p. 39.
Alcidini. Pocoestbes frigidus CJievr. = Pithecomus birsutus
Pascoe; Cbevrolat, Bull. Sog. Ent. Fr. 1880. p. XCI; vgl. d. Ber.
1880. p. 519 (287).
Aleides humerosus (Mombassa-Kenia) ; v. Harold, Monatsb.
Ak. Wiss. Berl. 1880. p. 265, exornatus (Fly R., Neu-Guin,); Cbe-
vrolat, Naturaliste 1880. p. 333.
Cionini. Microphyes (vgl. d. Ber. 1880. p. 519 (287); Name
bereits 1871 von Maeleay an eine Teuebrionidengattung vergeben)
alutaceus (Kaukasus); Reitter, Verb. Zool. Bot. Ges. Wien XXX.
p. 516.
Prionomerini. Prionomerus trianguUfer (Guadeloupe); Cbe-
vrolat, Natural. 1880. p. 229.
Tbemeropis divergens (Parana); Pascoe, Ann. a. Mag. N. H.
(5) VI. p. 176.
Camptocbirus ornatus (Columbien), abstersus (Para) p. 178,
angustus (Columbien) p, 179; Pascoe, Ann. a. Mag. N. H. (5) VI.
Erodiscini. Ilammacerus Delauneyi (Guadeloupe; beißt beim
Ergreifen empfindlicb); Chevrolat, Bull. Sog. Ent. Fr. 1880. p. XXVI.
ßhinomacerini. Diodyrrhyncbus hyturoides (Calif.); Le-
conte, Short stud. p. 215.
Rhynchites seminiger (Kaukasus); Reitter, Verb. Zool. Bot.
Ges. Wien XXX. p. 516, velatus (Sierra Nevada, Calif.); Leconte,
Short studies p. 216.
Attelahini. Apoderus (Strigapoderus) criientatus (Sumatra)
p. 227, (Hoplapoderus) spiniferus (ibid.) p. 228; Roelofs, Notes.. .
Leyd. Mus. II.
Äpionini. Apion Lemoroi (Loire-Inf.) p. 231, Bonvouloirü
(Brienz) p. 232; Ch. Bris out, Ann. Ent. Fr. 1880.
Note sur les moeurs d'Apion Pisi s. Naturaliste 1880.
p. 155, 173.
Amhatini. Ambates elegans (Macas) p. 176, cretifer (Chon-
tales) p. 177; Pascoe, Ann. a. Mag. N. H. (5) Vif.
JErirrhinini. Mecinus suhlineellus (Alger); Fairmaire, Ann.
Ent. France 1880. p. 27.
Ilylohiini. Pimelocerus (n. g.) cinctus (Java); Roelofs,
Deutsch. Ent. Zeitschr. 1880. p. 143.
Ileilipus tripunctatus (Guadeloupe); Chevrolat, Natural. 1880.
p. 229,
Pileophorus jp?*ocerws (Cayenne); Pascoe, Ann. a. Mag. Nat.
ilist. (5) V. p. 490.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 217
Hyperini. Hypera biglohosa (Asturien); Kirsch, Deutsch.
Ent. Zeitschr. 1880. p. 303.
Molytini. Anchonus reticiilatus, pUcaticollis, alveolatus, den-
ticulatus, Simplex, püiger p. 213, hispidus, trossidus, cirrigcr p. 214
(Guadeloupe); Chevrolat, Natural. 1880.
Litliinini. Rhytidopliloeus nigroperlatus (Madagascar) ; Fair-
maire. Natural. 1880. p. 175.
JRhypar osomini. Styphlus extensus (Asturien), pilosus (Süd-
russl.), Ledcri (Kaukas.); Chevrolat, Bull. Soc. Ent. Fr. 1880.
p. CXXXIV.
Eremnini. Beiträge zur Kenntniss der Tropiphor us-Arten
von Dr. Stierlin; Mitth. Schweiz, ent. Ges. VI. p. 71 ff. Behandelt
werden die Arten T. micans Friv., pedemontanus n. sp. (P.) p. 73,
mercurialis F., longicollis n. sp. (Macugnaga), cinereus Sclili., caesiiis
Friv. i. 1. (Rhilo Dagh) p. 75, globatus Herbst, carinatus Müll., tri-
cristatus Deshroch., ochraceo-signatus Boh., ahbreviatns n. sp. (Krain,
Oesterreich, Schlesien, Schwarzwald) p. 78.
Otiorrhyncliini. Ceratocrates (n. g. Episomo proximum;
funiculi articulo secundo primo non longiore, scutello nuUo, elytris
basi non arcuatis sicut et unguiculis brevioribus diversum) Hilde-
brandti, dubius (Mombassa-Kenia); v. Harold, Monatsb. Ak. Wiss.
Berl. 1880. p. 264, 265.
Myllocerus scapiilaris (Sumatra); Roelofs, Notes . . . Leyden
Museum II. p. 207.
Nach Flach sind Phyllobius alneti F. und calcaratus F., die
Desbrochers des Loges vereinigt hatte, zwei durch Lebensweise,
Erscheiuungszeit, Größe wohl unterschiedene Arten; erstere lebt
hauptsächlich auf Brennnesseln, letztere auf jungen Erlen; Deutsch.
Ent. Zeitschr. 1880. p. 225.
Pholicodes semicalvus (Kaukasus); Reitter, Verh. Zool. Bot.
Ges. Wien XXX. p. 516.
Aomus (?) ventricosus (Syrien); Chevrolat, Bull. Ent. Fr.
1880. p. V.
Cathormiocerus attaphiliis (Belle-Ile-en-Mer, in Nachbarschaft
von Atta barbara); Ch. Brisout, Ann. Soc. Ent. France 1880.
p. 233.
Ptochus later cdis (Lenkorsiu); Chevrolet, Bull. Soc. Ent. Fr.
1880. p. CXXXV.
Embrithes suturalis (Mombassa-Kenia); v. Harold, Monatsb.
Ak. Wiss. Berl. 1880. p. 264.
Systates vidgaris, aeneohis (Mombassa-Kenia); v. Harold,
Monatsb. Ak. Wissensch. Berl. 1880. p. 264.
Otiorrhynchus Getschmanni p. 300, protensus p. 301 (Asturien);
Stierlin, Deutsch, ent. Zeitschr. 1880, simplex Faust i. 1. (Altai)
p. 52, Strebloffi (Krasnojarsk) p. 53, Hopffgarteni (Dalmatien) p.
218 Bertkau: Bericht üb. die vvisseuschaftl. Leistungen
54, Herzegoioinensis (H.) p. 55, Jiorridus (?) p. 57, Stussineri (Istrien)
p. 58, calabrus (! C.) p. 59; derselbe, Mittb. Schweiz, ent. Ges. VI.
Stomodes rotundicollis (Rhilo-Dagh); Frivaldszky, Termesz.
Füzet. IV. p. 264, convexicollis (Herzegowina); Miller, Verb. Zool.
Bot. Ges. Wien XXX. p. 226.
In einer Note sur les Elytrurus des iles Viti reproducirt
Fairmaire die Beschreibung der 9 in den letzten 10 Jahren von
den Fidji-inselu bekannt gemachten Elytrurus-arten; Stett. Ent. Zeit.
1880. p. 207 £f.
Bracliyderini. Trichoptus n. g. für Rhigus myrmosarius
Pei-t ;
Ericydeus n. g. für Cyplius Hancockii 7f irZ>. ; Pascoe, Ann.
a. Mag. Nat. Hist. (5) V. p. 422.
Claeoteges (n. g. Compso et Eustali affine) virosus (Chonta-
les); Pascoe, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (5) V. p. 428.
Ctiriades n. g. für Flü,iyomua Boisduvalu Bohr, Pascoe, Ann.
a. Mag. Nat. Hist. (5) V. p. 420.
Roelofs gründet auf Piazomias tigrinus, griseus Boel. die
neue Gattung Copanopachys', Ann. Soc. Ent. Belg. XXIV. p. 7.
Apocyrtus Boelofsi Vollenh. i. 1. (Hatam, Neu-Guin.); Ancey,
Natural. 1880. p. 205.
Synthlibonotus tristis (= Epicaerus carinatus BoJi. var. Boli.;
Vera Cruz), viator (Guatemala), albosquamosiis {Mexico); Chevrolat,
Bull. Ent. Fr. 1880. p. XLII f.
Brachyomus metallescens (Sarayacu); Pascoe, Ann. a. Mag.
Nat. Hist. (5) V. p. 427.
Artipus grisescens (Jamaica) p. 253, porosicollis, ungiiiculatus
(Cuba), albo scutellatus (Guadeloupe) p. 254; Chevrolat, Ann. Soc.
Ent. Fr. 1880.
Eupholus Baffrayi (! Neu-Guinea = magnificus Kirsch p. XCI),
Giierini (Amberbaki) p. XVI, Desmaresti (Amboina) ]). XVII; Che-
vrolat, Bull. Soc. Ent. Fr. 1880, Baffrayi (! Neu-Guinea) p. XC,
Thomsoni (Molucceu) p. XCI; derselbe ebenda, Arfaki (Neu-Gui-
nea), Celehesusl (C.) derselbe. Natural. 1880. p. 333.
Cratopus Coquerelii (Reunion); Fairmaire, Natural. 1880.
p. 293. »
Lachnopus lineicolUs p. 175 und 191, adspersus p. 191 (Gua-
deloupe); Chevrolat, Natur. 1880.
Diaprepes interruptus (Guadeloupe), variegatus, reticulatus
(Martinique), rcvestitus (Cuba) p. 165, marginicollis (auf Cassia gran-
difolia), foveicoJUs (Guadeloupe) p. 175, quadritaenia (ibid.) p. 190,
hemigrammus (Martinique) p. 197; Chevrolat, Natural. 1880.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 219
Exophthalmus mixtus (Cuba), chrysopm (S. Domingo), sulphu-
ratiis, GiinälacM (Cuba); Chevrolat, Natural. 1880, p. 165
Eustales corusciis, cometes (Macas), stellarls (Pauama) p. 425,
sejunctus (Brasil.), interruptus (Macas) p, 426, impositus (Chontales)
p. 427; Pascoe, Ann. a. Mag. Nat. Eist. (5) V.
Compsus vestalis (Macas), mirandus (Cohimb.), virgineus (Tri-
nidad (Peru)) p, 423, vespcrthms, euchloris (Sarayacu) p. 424; Pas-
coe, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (5) V, scutellaris (Martinique); Che-
vrolat, Natural. 1880. p. 197.
Platyomus ostracion (Brasilien); Pascoe, Ann. a. Mag. Nat.
Hist. (5) V. p. 420.
Cyphus effusus (Macas), sigiUatus (Para); Pacoe, Ann. a. Mag.
Nat. Hist. (5) V. p. 421, maj-ginicollis, viridis (Martinique) p. 197,
strangidatus , leucocephalus (Guadeloupe) p, 213; Chevrolat, Na-
tural. 1880.
Chevrolat nimmt die Gattung As emus Scliönli. in der Form
Esamus an, Bull. Soc. Ent. France 1880. p. CLI und beschreibt
E. productus p. 256, hiteocinctus (Aegypten), falsus, lineola p. 257,
aJbicinctus, polygrammus, leucoceplicdiis p. 258, viridiventris (Indien)
(subg. nov. Cercophorus) floccostis (Timor), fistidosus (Cambodja)
p. 259, crassipes (Siam), xantliurus (Indien) p. 260; ebenda Ann.
Tanyraecus oculatus (Gaboon), vagabundits (Algier); Chevro-
lat, Bull. Soc. Ent. Fr. 1880. p. XXXVHI.
Polydrosus curtidus (Cartagena); Ch. Brisout, Ann. Soc.
Ent. France 1880. p. 232, dichrous (Spanien); Fairmaire, ebenda
Bull. p. XXVII.
Metallites hrevipennis (Asturien); Kirsch, Deutsch. Ent.
Zeitschr. 1880. p. 302.
Polydacrys moestus, nigrosparsus (Guadeloupe); Chevrolat,
Natural. 1880. p. 190.
Pandeleteius minax (Bogota); Dohrn, Stett. Ent. Zeit. 1880.
p. 157.
Barypithes asturiensis (A.); Kirsch, Deutsch. Ent. Zeitschr.
1880. p. 303.
Cneorrhinus Martini (Lissabon); Fairmaire, Ann. Soc. Ent.
France 1880. p. 242.
Blosyrus Nossihianus (Nossi-Be) ; Fairmaire, Naturaliste 1880.
p. 316 und Ann. Soc. Ent. Fr. 1880. p. 336.
Oedemeridae. Opsimea (n. g. ... oculi magni, intus emargi-
nati; .. . tarsorum articulus penultimus subtus tomentosus, praecedente
multo brevior; palp. max. art. ultimo angusto, apice oblique trun-
cato ; lab. art. ult. minuto, cylindrico, apice truncato . . .) ventralis
(Hohe Capeila); Miller, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien XXX. p. 225.
Mycterus canescens (Nevada; Calif.); Hörn, Trans. Am. Ent,
Soc. VII. p. 337.
220 Bertkau: Bericht üb. die wisseuschaftl. Leistungen
Lethonymus difformis (Brussa) ; Frivaldszky, Termesz. Füzet.
IV. p. 263.
H. L. Moody beschreibt das Ei von Nacerdes melanura;
die Larven leben vielleicht von trockenem Fichtenholz und ent-
wickeln sich ungemein langsam; Psyche III. p. 68.
Meloidae. lieber den „Rüssel" (?) von Nemognatha sp. s. oben
p. 94.
Leconte charakterisiert in einer analytischen Tabelle der (18)
Nordamerikauischen Arten N. punctt'iHmnis (Arizona) p. 214 als neu;
Short studies, a. a. 0. p. 212 ff.
In einer Revision des Zonitis (incl. Tmesidera und Pa-
laestra) d'Australie in der Stett. Ent. Zeit. 1880. p. 261 ff. beschreibt
Fairmaire folgende neue Arten: Z. pallicolor (West-A.), nigro-
apicata (Rockhampton) p, 264, Umhipennis (Swan R.) p. 265, opaco-
rufa (Adelaide), Unuicornis (Sydney; Victoria) p. 269, cylindracea
(Richmond R.) p. 270, nigroplagiata (Gantheaume Bay) p. 271, ven-
trcdis (?) p. 272, semirufa (Wost-A.) p. 274, rugata (Swan R.) p. 275,
indigacea (Champion B.) p. 276, janthinipennis (ibid.), Sedilloti (Gan-
theaume B.) p. 277.
Palaestra eucera (Gayndah), platycera (West-Austr.) p. 280, ru-
focincta (ibid.), quadrifoveata (Austr.) p. 281; Fairmaire, Stett.
Ent. Zeit. 1880.
Calospasta moesta (Calif.), Fidleri (ibid.); Hörn, Trans. Am.
Ent. Soc. VII. p. 59.
Als eine Fortsetzung seiner Beiträge zui* Kenntniss der
Canthariden giebt Haag-Rutenberg die Beschreibung einer
großen Anzahl (89), meist neuer Arten der Gattung Lytta. Bei
dem reichen Material, das ihm zu Gebote stand, erklärt er es für
unthunlich, die Gattung Lytta, wie sie Lacordaire definiert hatte,
nach dem Vorgange Le Conte's und Horns in mehrere Gattungen zu
zerspalten; allerdings müssen einige Arten (famosa Germ., testacea
coccinea F.) ausgeschieden werden und wegen ihrer gezähnten
Klauen ein neues Genus in der anderen Abtheilung der Canthariden
bilden. Die neuen Arten sind: L. fissiceps p. 21, Kraatzi p. 22,
älhicificta p. 23, Nattereri p. 24, Kraussi p. 25, assimüis, hierogly-
pliica p. 26, vicina p. 27 (Brasilien), hrunneipennis p. 29, leopardina
p. 30, flavogrisea p. 31, Steinheili, talpa p. 32 (Argentinien), latitarsis
p. 33, sanguinithorax p. 34 (Peru), sanguinea, corallifera p. 35, Pro-
teus p. 37 (Mexico), Koltzei p. 38, humilis p. 39 (Panama), sangui-
ncoguttata (Guatemala) p. 40, forticornis p. 41, diversicornis p. 42,
curvicornis (Mexico), Candezei (Guatemala) p. 43, Haroldi (Costa
Rica) p. 44, Dohrni (Panama) p. 45, niveolineata p. 46, subvittata
p. 47, hasimacida p. 48, clavipalpis p. 50 (Mexico), decorata (Guate-
mala) p. 52, modesta p. 53, mus p. 55, Sartorii (Mexico), intermedia
(Columbien) p. 56, Gestroi (Bogos) p. 58, iridescens (Zanzibar) p. 59,
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880, 221
amabüis (Nyassa) und var. ? affinis (Zanzibar) p. 60, coelestina (Be-
chuanal.) p. 61, Nyassensis (N.) p. 62, discolor (Senegal) p. 63, Hil-
dehrandti (Zanzibar) p. 64, pallidipennis Dej. cat. (Cap) p. 66, nigro-
notata (Cordofan) p. 67, grandiceps (Abyssinien) p. 68, picticollis
(Zanzibar) p. 70, Beccarii (Kursi-Aden), apicalis (Himalaya) p. 71,
Heydeni (Kleinasien) p. 73, tricolor (Persicn) p. 76, Badeni (Indien,
China) p. 77, hirticornis (Assara), WaterJiousei (Indien, Formosa) p.
79, insularis (Philippinen) p. 80, textilis (Mesopotamien) p. 82, suavis
(Persien) p. 83, griseovittata (Indien), niveoUneata (Himalaya) p. 85,
haematocepliala (Ceylon) p. 86, cognata (?) p. 87, Maldini (Siam) p.
88, coromandelensis (C.) p. 90; Deutsch. Ent. Zeitschr. 1880. p. 17 ff.
Cantharis (Ancistronycha) astur (A.); v. Hey den. Deutsch.
Ent. Zeitschr. 1880. p. 298.
Macrobasis Gissleri (New Mexico); Hörn, Trans. Am. Ent.
Soc. VII. p. 58.
Eletica rugiceps (Zanzibar); Ancey, Natural. 1880. p. 205.
Becker beschreibt die Larve einer nicht näher bestimmten
Mylabris (Zonabris v. Har.) -Art; Bull. Soc. J. Natur. Moscou LV.
No. 1. p. 156.
Nach einer Beobachtung Schöyens streichelt das -^ von
Meloe violaceus mit seinen hakigen Antennen die des ^, was von
Schöyen als Einladung zur Paarung gedeutet wird; Entomol. Tid-
skrift I. p. 178.
Stylopidae. üeber Hylechthrus und seine Beziehungen zu
Prosopis rubicola s, Saunders in den Proc. Ent. Soc. Lond. 1880.
p. XXV.
RMpiphoridae. Zu den 6 bekannten Myodites-Arten Nord-
amerikas beschreibt Leconte folgende 5 neue: M. Popenoi (Colorado)
p. 210, nevadicus (N.), californicus (C), Zeschii (Buifalo), Schwärzt
(Florida) p. 211; Short studies a. a. 0.
Bhipiphorus paradoxus in Belgien (Dilbeek); C. R. Ent.
Belg. 1880. p. 161.
Pyrrhochroidae. H. L. Moody beschreibt die Larve von Den-
droides canadensis als den Typus der Familie; Psyche III. p. 76.
D. picipes (Calif.); Hörn, Trans. Am. Ent. Soc. VIII. p. 154.
Anthicidae. Anthicus hamicomis (Tunis); Marseul, Ann.
Mus. Civ. Genova XV. p. 418.
Lagriadae. Lagria Simoni p. 253, subcostata, macrocepJiäla
p. 254, sid)seriata (Afrika), ventralis p. 255, conspersa, distincticornis
p. 256, dicliroa \}. 2hl (Darjeeling); Reitter, Deutsch. Ent. Zeitschr.
1880, elliptica (Spanien); Fairmai re, Ann. Soc. Entom. France
1880. p. 242.
Melandryadae. Lederia AnatoUca (Brussa); Frivaldszky^,
Termesz. Füzet. IV. p. 262.
222 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Tenebrionidae. Isopedus pUcatulus, nodifer (Asturien), hery-
tensis (B.); Kraatz, Deutsch: Ent. Zeitschr. 1880. p. 299.
Strongyliini. Xanthothopeia S'cZitoeiY^m (Monrovia); Dohrn,
Stett. Eut. Zeit. 1880. p. 381.
Strongylium Simulator (Birma) p. 373, pdllidicauäa (ibid.) p.
375, sohrinum (Darjeelingf) p. 376, metallescens (ibid.), vexativuni
(Assam) p. 377, nigrum (Monrovia) p. 378, monrovianum (ibid.) p. 380;
Dohrn, Stett. Ent. Zeit. 1880.
Camarimena Nietneri (Ceylon); Dohrn, Stett. Ent. Zeit. 1880.
p. 380.
Helopini. Helops viridimicans (Tampa, Florid.), difßcilis
(Colorado); Hörn, Trans. Am. Ent. Sog. YII. p. 57, perforatus (Te-
xas), spretus (Nevada); derselbe ebenda VIII. p. 153.
Nalassus latiuscidus {Asturien) ; Kraatz, Deutsch, ent. Zeitschr.
1880. p. 300.
Laena Ifarf/iae (Herzegowina); Eeitter, Verh. Zool. Bot. Ges.
Wien XXX. p. 224.
Cnodalonini Ein Beitrag zur Kenntniss der asiati-
schen Cnodaloniden von Kraatz in der Deutsch. Ent. Zeitschr.
1880. p. 97 £f. hebt als Kennzeichen der asiatischen Gattungen dieser
Gruppe (Scotaeus, Eucyrtus, Gauromaia, Phaedis, Elixota, Oedemutes,
Tromosterna) das horizontale, vorn stark concave Mesosternum her-
vor. Dazu macht K r a a t z einige neue Gattungen bekannt, von denen
sich einige durch habituelle Aehnlichkeit mit Chrysomeliden-Gattun-
gen auszeichnen: Pseudahax (n. g.) formosus p. 108, opacus (Luzon),
viridipennis p. 109; Tearclius (n. g.) anmdipes (Assam) p, 110;
Pseudeumolpus (n. g.) hicolor (Sarawak) p. 112, ovcdipennis (Me-
nado), pretiosus (Malacca) p. 113, superhus (Manilla) p. 114; Pseu-
dostrongylium (n. g.) Seniperi (Luzon) p. 116, viride p. 117, hra-
süicnse (an h. g.?) p. 115. Anm. 3, a'eneum (Java) aberrans (Luzon)
p. 118, cyaneiim (Moluccen) p. 119, viridipenne (Queensl.) p. 120.
Eucyrtus nigripes (Luzon), DeyroUei (Malacca), gloriosus
(Borneo) p. 100, semicyaneus (Java) p. 101, cupricollis (ibid.), opa-
cus (Himalaya), anthraciniis (Sumatra, Malacca) p. 102, annulipes
(Java) p. 103, (Platycrepis) magnificus (Sarawak), Wallacei (Malacca)
p. 104, Lina (Borneo), Lisae (Manilla) p. 105, riUilans (Malacca) p.
106; Kraat z a. a. 0.
Oedemutes virididus (Philippinen); Kraatz a. a. 0. p. 114.
Tenehrionini. Zophobas Haagi (Columbien), spectahilis \
(Brasilien) p. 123, tridentatuSj spectahilis ! (ibid.) p. 124, quadrifa-
sciatus (?), quadrinotatus (Parä) p. 125, tihialis (Rio), Kling elhö ff et'i
(Mexico) p. 126, crosicollis (Brasilien), Kirschi (Venezaela) p. 127,
macretus (Mexico) p. 130, alternans (ibid.), laticollis [Brasilien) p. 131;
Kraatz, Deutsch. Ent, Zeitschr. 1880.
Proderops foveölatus (Mexico) p. 133; Exerestus peruanus (P.),
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 223
elegans (St. Carlos) p. 134, hdopioides (Oaxaca) p. 135; Kraatz,
Deutsch. Ent. Zeitschr. 1880.
JEutelini. Eutelns decurtatus (Madagascar) ; Fairmaire,
Naturaliste 1880. p. 308.
Ulomini. Latheticus (n. g. Tribolio simile) Oryzae (Cal-
cutta; Arabien; in Reis); Ch. 0. Waterhouse, Ann. a. Mag. N. H.
(5) V. p. 147 f.
Plypophloeus rufosellatus, dimidiatus (Nossi-Be); Fairmaire,
Ann. Sog. Ent. Fr. 1880. p. 335.
Diaperini. Hoplocephala inaequidens, cercyonoides (Nossi-
Be); Fairmaire, Natural. 1880. p. 308 und Ann. Soc. Ent. Fr.
1880. p. 334, 335.
Bolitophagini. Bolitophagus horhonicus (Reunion); Fair-
maire, Natural. 1880. p. 293.
Opatrini. Micrositus compactus (El-Aghouat) ; Fairmaire,
Ann. Ent. Fr. 1880. p. 16.
Pseudolamus pusillus (Andalusien); Fairmaire, Ann. Ent.
Fr. 1880. p. 18.
Observations sur les Opatrum par J. Miodel; s. Deutsch.
Ent. Zeitschr. 1880. p. 136 ff.
0. insidiosum (Mogador); Fairmaire, Ann. Ent. Fr. 1880.
p. 16.
Coniontini. Crypticus pimctatolineatus (Fez); Fairmaire,
Ann. Soc. Ent. France 1880. p. 251, puhens (Cartagena); derselbe
ebenda Bull. p. CXXXII, griseovestis (Biskra); derselbe, Rev. et
Mag. de Zool. 1879. p. 192.
Pimeliini. Pimelia bipunctata bei Dortmund?; Bertkau,
Corrbl. Naturh. Ver. pr. Rheinl. und Westf. 1880. p. 162.
Pimelia anomali'pes (Biskra), Letourneuxi (Marraarica) p. XXIV
und XXXIX, Damasei (D.) p. XLVIII, Theveneti (Aegypten) p. XLIX;
Senac, Bull. Ent. Fr. 1880 und Ann. p. 261, 263, 265, 267, Tunisea
(Sfax); Fairmaire, Rev. et Mag. de Zool. 1879. p. 191.
Äsidini. Asida Favieri (Fez) p. 249, acuticosta (Ouazzan),
tenuecostata (Fez) p. 250; P'airmaire, Ann. Soc. Ent. France 1880
und Le Naturaliste 1880. p. 190, mancipata (Grant Co., New Me-
xico), acerba (Utah); Hörn, Trans. Am. Ent. Soc. VII. p. 56, qua-
tZncoZZzs (New Mexico); derselbe ebenda VIII. p. 151. PI. III. Fig. 9.
Microschatia morata (Grant Co., New Mexico); Hörn, Trans.
Am. Ent. Soc. VH. p. 56.
Blaptini. E. Allard beginnt einen Essai de Classifica-
tion des Blapsides de l'Ancien Monde; Ann. Soc. Ent. France
1880. p. 269 ff. In der alten Welt sind die Gattungen Tagona,
Gnaptor, Dila, Coelocnemodes, Prosodes, Leptomorpha, Blaps ver-
treten, deren Arten zunächst in analytischen Tabellen und dann
ausführlicher unterschieden werden. Die meisten sind durch Holz-
224 Bertkau: Bericht üb. die wissenscliaftl. Leistungen
scnnitte im Umriss abgebildet. Vorliegende Abhandlung bricht mit
der Gattung Blaps ab, deren Arten nur in der analytischen Weise
behandelt sind. Als neu sind beschrieben: Dila Mniszeclii (Persien)
p. 277; Prosodes vestita (Astrabad) p. 289, transverso-sulcata (Iw
dien) p. 292.
Scaurini. Scaurus contractus (Mogador); Fairmaire, Ann.
Ent. Fr. 1880. p. 13, vagecostatus (Bätna) p. 189, planidorsis (Djebel-
Aures) p. 190; derselbe, Rev. et Mag. de Zool. 1879.
Stenosini. Stenosis Havasinii (El-Gem, Tunis); Gestro,
Ann. Mus. Civ. Genova XV. p. 417.
Zopherini. 'N oserus emarginatus (S.Antonio, Texas); Hörn,
Trans. Am. Ent. Soc. VII. p. 55.
Nosoderma (?) cordicolle (Usambala Hills, Ost-Afr.); Water-
house, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (5) V. p. 214.
Die in dies. Ber. 1876. p. 410 (202) als „Beetle of good omen"
erwähnte, aber nicht benannte Art ist Zopherus Bremei; Proc.
Litt. a. Philosoph. Soc. Manchester XVHI. p. 50.
Epitr agini. Hima(n)tismus Justi (Nossi-Be); Fairmaire,
Natural. 1880. p. 246 und Ann. Soc. Ent. France 1880. p. 333. PI.
11. Fig. 8.
Tentyriini. Scelosodis ustus (Mogador); Fairmaire, Rev.
et Mag. de Zool. 1879. p. 189.
Pachychila Violantis (Tunis); Gestro, Ann. Mus. Civ. Genova
XV. p. 416.
Kraatz kommt zu dem Schlüsse, dass Homala und Thalpo-
philamitRhytinota enge verwandt sind und beschreibt von letzterer
Gattung die neuen Arten rugipennis (Bombay), laevis (Sansibar)
p. 92, Haagi (Indien) p. 93, brevis (ibid.) p. 94, fossulata (W. Nil),
fovcolata (Nordafrika), undulata (Niger) p. 95 ; Deutsch. Ent. Zeitschr.
1880 p. 91 ff.
Tentyria subelegans Fairm. ist ein Eulipus und von Bat es
als E. BruUaei von Mogador gemeldet worden; Ann. Soc. Ent. Fr.
1880 p. 249.
T. Kantarae (El-Kantara), transversicollis p. 187, scuticollis,
leptidea (Souf) p. 188; Fairmaire, Rev. et Mag. de Zool. 1879.
Cioidae. Ennearthron Boettgerip. 181, ohsoletum p, 182 (Neu-
seeland); Reitter, Verh. . . . Brunn XVIII.
C'is Zeelandicus (! Neu-Seeland); Reitter, Verh. . . Brunn XVHI.
p. 181.
Bostrychidae. Xylopertha Pierronn (Nossi-Be); Fairmaire,
Natural. 1880 p. 246 und Ann. Soc. Entom. Fr. 1880. p. 333. PI. 11.
Fig. 7.
A patc confossa (Nossi-Be) ; Fairmaire, Naturaliste 1880. p. 308
und Ann. Soc. Ent. Fr. 1880. p. 332.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 225
Ptinidae. Mesocaelopus creticus (C); Fairmaire, Ann. Soc.
Eni. France 1880 p. 241.
Ptinus (Gynopterus) hasicornis (Croatien) p. 222, (Pt. in sp.)
Kaufmamn (Zd,rsi) p.223; Reitter, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien XXX.
Cleridae. Trichodes Simulator (Arizona); Hörn, Trans. Amer.
Ent. Soc. yill. p. 149.
Trogodendron Edioardsn (Arizona); Horu, Trans. Am. Ent.
Soc. VIII. p. 149.
Cleronomus ornaticolUs (Ohio); Leconte, Short stiidies p. 194.
Cymatodera gigantea (Texas); Hörn, Trans. Am. Ent. Soc.
VIII. p. 148.
Tillus rugulosiis (Oberösterreich ; „von T. elongatus deutlich
unterschieden durch die sehr tiefe Skulptur des Körpers und die
glanzlose Oberfläche"); (Henschel und) Dalla Torre, 11. Jahres-
ber. f. Naturk. in Oesterreich ob der Ens, p. 8.
Taneroclerus Girodi (Cuba); Chevrolat, Bull. Ent. Fr. 1880
p. XXXI.
Malacodermata. Melyrini. Chaetocoelius (n. g.) setosus
(Texas); Leconte, Short studies p. 194.
Pelecophora margindlis (Reunion); Fairmaire, Natural. 1880
p. 293.
Dolichosoma tenuiforme (Texas); Hörn, Trans. Am, Ent. Soc.
VIII. p. 150.
Danacaea fusco-aenea (Spanien); Fairmaire, Ann. Soc. Ent.
Fr. 1880 p. 241.
Troglops exophthalmus (Biskra); Fairmaire, Ann. Ent, Fr.
1880 p. 6.
Malachius semimarginatus (Lambessa) p. 5, palUtarsus (Biskra)
p. 6; Fairmaire, Ann. Ent. France 1880.
Laius politus, anomalipus (Nossi-Be) ; Fairmaire, Natural. 1880
p. 246 und Ann. Soc. Ent. Fr. 1880 p. 331 und 832, PI. 11, Fig. 6.
Telephorini. v. Hey den erklärt Rhagonycha rhaetica. Stier l.
= Rh. atra ^ und Rh. Scopolii Gredl. cT $ == femoralis Brülle und
nigripes Bedt., welche beiden letzteren genauer unterschieden wer-
den; Deutsch. Ent. Zeitschr. 1880 p. 227.
Rh. cantabrica (Asturien); derselbe, ebenda p. 298.
Lampyrini. Gorham trägt Materials for a revision
of the Lampyridae zusammen, indem er meist neue Arten be-
schreibt; Trans. Ent. Soc. Lond. 1880 p. 1 £f., 83 ff.
Pliaenopholis (n. g.) laciniatus (Nicaragua) p. 10, ustulatus
(Guatemala), ochraceus (Nicaragua) p. 11;
Pyrocoelia (n. g. für bicolor F. und) terminata (Indien), la-
teralis (Ceylon) p. 92, plagiata (?), fumigata (Malacca), Foucliowensis
(China) p. 93, Peclzinensis p. 94; Gorham a. a. 0.
Le Conte hielt einen Vortrag On lightning bugs, haupt-
Arch f. Naturgescli. XXXXVII. Jahrg. 2. Bd. P
226 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
sächlich sj'stematischen Inhaltes; Amer. Assoc. Adv. Sei., Aug. 1880
und Canad. Entomol. XII. p. 174 fr.
Gorhara. Structure of the Lampyridae with refe-
rence to their Phosphorescen ce , Trans, Entom. Soc. Lond.
1880 p. 63 ff. Bezieht sich auf die Ausbildung der Augen, Fühler
und Flügel in Beziehung zum Leuchtverraögen in einem oder beiden
Geschlechtern; vgl. auch oben p. 195.
Photuris tristissima, fumosa (Brasil.) p. 106, collaris (Guate-
mala), rufieollis (?), lucidicollis (Gu2item?da', Costa Rica) p. 107, mexi-
cana (M.), amoena (Guatemala) p. 108, scutellata (Columb.), funestis
(ibid.) p. 109, mollis p. 111; Gorham a. a. 0.
H. S.King schildert die Life history of Pleotomus pallens
Lec.'j die Larve nährt sich von Schnecken. Psyche, III, p. 51.
Luciola mnpUpennis (Nossi-Be); Fairmaire, Natural. 1880
p. 246 und Ann. Soc. Entom. France 1880. p. 330. PI. 11. Fig. 5,
substriata (Bombay) p. 100, affmis (Madrid), Malaccae, tabida (Fer-
nando Po) p. 101. pallescens (Java), costipenfiis (Chm^) ]). 102, xanth-
ura (Indien) p. 103, carinata (Java), spectralis (Neu-Seeland), disco'i-
dea (Senegal) p. 104; Gorhara a. a, 0.
Megalophthalmus Guatemalae (G.); Gorham a. a. 0. p. 98.
Diaphanes limbatus (Indien), guttatus (Bengalen) p. 90, Javanus
(J.) p. 91; Gorham a. a. 0.
Lampyris Huddii (Bombay); Gorham a. a. 0. p. 96.
Aspidosoma aegrotiim (Guatemala) p. 84, depictum (Costa Rica)
p. 85, diaphcma (Honduras), pulchellum (ibid.), büineatum (Mexico)
p, 86, costatum (Panama) p. 87; Gorham a. a. 0.
Pyrectomena striatella (Guatemala); Gorham a. a. 0. p. 33.
Photinus coronatus (Columb.), cinctellus (Nicaragua) p. 24,
Guatemalae (G.) p. 26, lunicoUis, rufieollis (ibid.) p, 27, fumigatus,
affmis p. 28, plumbeus, perluccns, pidchelhis p, 29, concinnus (ibid.),
sanguinicollis, atirora, amabilis (Costa Rica) p. 30, perelegans (Gua-
temala) p, 31; Gorham a. a. 0.
Lucidota Californica (C), cxstincta (Guatemala) p. 17, Bolimana
(B.), bella (Guatemala), süplmdcs (Honduras) p. 18, apicalis, ruhricöl-
lis, fulgurans (Brasil.) p. 19, apicicornis (Nicaragua), limhata (ibid.)
p. 20, tricolor (Brasil.), quadriguttata (Bahia) p. 21; Gorhama. a. 0.
Aethra despecta (Nicaragua), concolor (Costa Rica) p. 12, l)7'mt-
nipennis (?) p. 13 ; Gorham a. a. 0.
Lamprophorus crassus (Pondicherry); Gorham a. a.D. p. 88.
Hyas bipunctatus (! Bras,), rJwmbo'idea (! Nicaragua) p. 6, an-
gularis (Mexico) p. 7; Gorham a. a. 0.
Cladodcs stdlata (Rio de Janeiro), ventralis (?), nigricollis (Ecua-
dor) p. 8, pliimosa (Nicaragua) p. 9; Gorham a. a, 0.
Cratomorphus bifenestratus (Bahia) p. 34, elongatus (?), insignis
(Brasil.) p. 35, parmatus (Cayenne) p. 36; Gorham a. a. 0.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 227
Lamprocera tristior (Bras.), praeusta (Buenos- Ayres) p. 4, picta
(Nicaragua), hrcvicolMs (Buenos-Ayres) p. 5; Gorham a. a. 0.
Ditoneces ohscurus (Malabar); Waterhouse, Ann. a. Mag.
Nat. Bist. (5) V. p. 213.
Caenia Hirschii (Costa-Rica); Bourgeois, Natural. 1880 p. 163,
Baillyi (Nossi-Be); Fairmaire, Ann. Soc. Ent. France 1880 p. 31.
Lycini. Lyropaens &i^«<^^a^2<s (Malabai-); Waterhouse, Ann.
a. Mag. Nat. Hist. (5) V. p. 213.
Calopteron G^or/irtm?' (Mittelamerika); Bourgeois, Bull. Soc. Ent.
Fr. 1880 p. CXLVIII, insigne (Peru); derselbe, Natural. 1880. p. 163.
Lygistopterus puniceus (Costa-Rica), elegans (Brasil.); Bour-
geois, Naturaliste 1880 p. 163.
Lycus aciäeatus (Aschanti); Bourgeois, Deutsch. Entom.
Zeitschr. 1880 p. 160.
Dascyllidae. Synopsis of the Dascyllidae of the Uni-
ted States; by G. H. Hörn; Trans. Am. Ent. Soc. VIII. p. 76 ff.
PI. I. Hörn zieht zu dieser Familie auch die Cyphonidae, die
er unter dem Namen Helodidae als Unterfamilie neben die Dascyl-
lidae stellt und durch den Mangel eines Trochaotins an den Vorder-
hüften von den selben unterscheidet. Es werden die neuen Gattungen
Allopogon (Macropogoni affine) p. 80; Änchycte'is (differt ab An-
chytarso structura antennarura, . . . coxis post. contiguis) p. 87;
Äcneus (Ectopriae affine) p. 97; Placonycha p. 111 (für Dicra-
nopselaphus Edwardsii Lee.) aufgestellt.
Macropogon rußpes (White Mts.; Illinois) p-79;
Eurypogon californicus (Geysers) p. 80;
Allopogon villosus (Mariposa) p. 81; Hörn a. a. 0.
Änchycte'is velutma (Calif); Hörn a. a. 0. p. 87. PI. I. Fig. 4.
Dascyllus plumbeus (Mariposa); Hörn a. a. 0. p. 84.
Ptilodactyla angustata (Florida); Hörn a. a. 0. p. 91.
Dicranopselaphus variegatus (Illinois; Maryland) p. 97;
Äcneus quadrimaculatus (Calif.) p. 98, PI. 1. Fig. 10; Hörn
a. a. 0.
Helodes maculicollis (Canada; New - Hampshire; Pennsilv.);
Hörn a. a. 0. p. 104.
Cyphon exigims (Mariposa); Hörn a, a. 0. p. 107.
Rhipiceridae. Lucas beschreibt Larve und Puppe von Callir-
rhipis (Dejeani?) sp. ; Bull. Soc. Ent. Fr. 1880. p. CXXVf.
Gebrionidae. C^hrio Älleonis (Albanien); Fairmaire, Natural.
1880 p. 150.
Elateridae. Liste des Elaterides decrits posterieurement
au catalogue de Munich, par E. Candeze; C, R. Ent. Belg. 1880.
p. 52ff., 77 fi"., 87 ff., 110 ff.
Hörn macht (meist synonymische) Bemerkungen über Nordame-
rikanische Arten; Proc. Eut. Sect. Acad. Nat. Sei. Philad. 1879 p. XIV ff.
228 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Candeze liefert eine Addition au releve des Elateri-
des Malais; Ann. Mus. Civ. Genova XV. p. 188 ff., in der 18 neue
Arten beschrieben werden.
Arrhaphes nigriceps (Ms. Singalan); Candeze a. a. 0. p. 194.
Melanotus brevicornis p, 195, atractodes (Ms. Singalan), cribrum
(Ajer-Mantcior) p. 196; Candeze a. a. 0.
Agonischias montanus (Ms. Singalan); Candeze a. a. 0. p. 197.
Betarmon vittatus (Asturien); Candeze, Deutsch. Ent. Zeit-
schr. 1880 p. 297.
Glyphonyx ruficaudis (Ajer-Mantcior) p. 197, siibopacus (Kaju-
Tanam) p. 198; Candeze a. a. 0.
Megapenthes basalis p. 193, infumatus p. 194 (Ms. Singalan);
Candeze a. a. 0.
Smilicerus Belti (Chontales); Sharp, Ent. Monthl. Mag. XVII.
p. 112.
Aphanobius discoidälis (Ms. Sicgalan); Candeze a. a. 0.
p. 197.
In den Notes on the species of Asaphes of Boreal
America liefert Hörn die Beschreibung, Synonymie, geographische
Verbreitung von 11 Arten; Trans. Am. Ent. Soc. VIII. p. 69ff.
Csirdiophorus Getschmamii (Asturien); Candeze, Deutsch. Ent.
Zeitschr. 1880 p. 297.
Elater ochropterus Küst. var. straminipennis (Asturien) ; v.
Hey den, Deutsch. Ent. Zeitschr. 1880. p. 289.
Melanoxanthus cylindricus (Ms. Singalan); Candeze a. a. 0.
p. 194.
Monocrepidius cnstafMS (Fly R.), Torresi (Somerset); Candeze,
a. a. 0. p. 190.
Anchastus Albcrtisi (Fly R.) p. 191, nigripennis (Ms. Singalan)
p. 193; Candeze, Ann. Mus. Civ. Genova XV.
Chalcolepidius Candezei {Ega)', Dohrn, Stett. Ent. Zeit. 1880.
p. 295.
Alaus velutinus (Fly River); Candeze a. a. 0. p. 189.
Eine stark leuchtende Käforlarve, die vermuthungsweise der
Gattung Melanactes zugeschrieben wird, ist abgebildet in The Ame-
ric. Naturalist 1880. p. 202.
Melantho Candezci (Madagascar); Fairmaire, Natural. 1880.
p. 175.
La^con hyd,ropicus (Reunion); Fairmaire, Natural. 1880. p.
293, Beccarii (Ms. Singalan); Candeze a. a. 0. p. 192.
Agrypnus Gestroi (Fly R.); Candeze a. a. 0. p. 188.
Eucnemidae. Cryptostoma Dohrni (S. Diego, Cal.); Hörn,
Trans. Am. Ent. Soc. VII. p. 54.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 229
Fornax suhflahellatus, siihquadricollii; (Nossi-ße); Fairmaire,
Natural. 1880. p. 2-lG und Ann. Sog. Ent. Fr. 1880. p. 329, 330.
Buprestidae. Ch. 0. Waterhouse giebt ein Verzeichniss der
Arten, die er für Madagaskar für typisch hält, und die Beschreibung
neuer; Trans. Ent. Sog. Lond. 1880. p. 179 ff.
Cyphogastra lionensis (R.) p. 132, Bruijnii (Humboldt- Bai) p.
133, caudata (Arfak), flammana (Flores. Timor) p. 134; L ans berge,
C. R. Ent. Belg. 1880, Lanshergei (Timor); Oestro, Ann. Mus.
Civ. Genova XV. p. Gl.
G. H. Hörn giebt eine Revision of the species of A c-
maeodera of the United St., deren (36) Arten er nach der Be-
schaffenheit des Prosternums und der Tarsen in die Abtheilungen
der A. sinuatae, emarginatae, truncatae, lobatae und graciliformes
bringt. Als neu beschreibt er (A. sinuatae) amahilis (Arizona) p. 7.
PI. I. Fig. 3, macra (Texas) p. 8. Fig. 5, robusta (Owen's Valley,
Calif.) Fig. 6, puhiventris (ibid.) Fig. 7. p. 9,~ plagiaticauda (Mari-
posa) Fig. 8, miliaris (Texas) Fig. 9. p. 10, sparsa (Colorado) Fig. 10,
tuta (Utah) Fig. 11. p. 11, (emarginatae) /Zaws^icia (Nieder-Californ.)
Fig. 16, Dohmi (Calif.) Fig. 21. p. 15, (truncatae) ohtusa (Texas)
p. 19. Fig. 29, consors (ibid.) Fig. 30. p. 20, versuta (Mariposa) Fig.
33. p. 21, mariposa (! M.) Fig. 35. p. 22, gemina (Calif.) p. 23, Fig.
37, (graciliformes) alacris (Calif.) Fig. 40. p. 25; Trans. Amer. Entom.
Soc. VH. p. 2 ff.
A. lanata (Utah); derselbe ebenda VIII. p. 148.
Castalia mocrens (Timor, Flores etc.); Lansberge, CR. Ent.
Belg. 1880. p. 137.
Melobasis variabiUs (SumhBiWü), modesta {Arfok) ; Lansberge,
C. R. Ent. Belg. 1880. p. 136.
Hemisobothris paralUla (Antananarivo); Waterhouse a. a. 0.
p. 182.
Laconides aeqiialis (Madagaskar); Waterhouse, Trans. Ent.
Soc. Lond. 1880. p. 182.
Carcinias an{n)idifer (Antananarivo), caeruleipes (Mad.); Wa-
terhouse a. a. 0. p. 184.
Erebodes fulgidiventris (Fianarantsoa) ; Waterhouse a. a. 0.
p. 185.
Alampetis scintillans (Madagaskar); Waterhouse a. a. 0.
p. 180.
Pycnobothris compacta p. 194, truncatella p. 195, crassa p. 196
(Antananarivo); Waterhouse a. a. 0.
Coccinellopsis cribraria (an h. g. ?; Mad.) p. 185, lateralis
(Fianarantsoa) p. 186, punctiventris (Mad.) p. 187, ovalis, dejecta p.
188, multigtittata (Mad.), elliptica (Fianarantsoa) p. 189, propinqua
(Antananarivo), sodalis (ibid.) p. 190, plagiata (Mad.; Fianar.) p. 191,
histrigata (Ant.), terminalis (Madag.) p. 192; Waterhouse a. a. 0.
230 Bertkau: Bericht üb. d. wissenschaftl. Leistungen
Iridotaenia Biedelii (Timor); Lansberge, C. R. Eni. Belg.
1880. p. 135.
Chrysodema Florensis (Flores); Lansberge, C. R, Ent.
Belg. 1880. p. 132.
van Lansberge ergänzt die vorigjährige Beschreibung seiner
Chrysochroa ßimauensis nicht unwesentlich; vgl. d. Ber. 1880. p. 542
(310); C. R. Ent. Belg. 1880. p. 131.
Sternocera i'^isc/ieri (Bagamojo); Quedenfeldt, Deutsch. Ent.
Zeitschr. 1880. p. 347.
ScarabaeMae. E. v. Harold liefert ein Verzeichniss der (94) von
E. Steinheil in Neu -Granada gesammelten coprophagen La-
mellicornien; Stett. Ent. Zeit. 1880. p. 13 ff.
Goprini. Xynophron (n. g. Scatonomid.) Eitsemae (Suma-
tra); V. Harold, Notes .... Leyden Museum, H. p. 199 f.
Sisyphus penicülatus (Ostafrika); v. Harold, Monatsb. Ak.
Wiss. Berl. 1880. p. 263.
Canthon plagiatus p. 15, Steinheüi p. 16 (Neu-Granada) ; v.
Harold, Stett. Ent. Zeit. 1880.
Deltochilum punctatum (Ocaüa, Neu-Gran.); v. Harold, Stett.
Ent. Zeit. 1880. p. 17.
Preudhomme de Borre sucht zu zeigen, dass Macroderes
Greeni {Kirh.) nicht = M. Bias (Oliv.) ist, indem er von beiden Ar-
ten eine ausführliche Beschreibung entwirft; außerdem beschreibt
er 3 neue Arten: M. Westiooodi Reiche i. 1. (Cap) p. IX, undulatus
(ibid.) p. X, politulus (Caffr. ?) p. XI; von dieser Gattung sind dem-
nach 6 Arten (außer den genannten auch M. nitidus v. Har.) be-
kannt; Bull. Ent. Belg. 1880. p. VII ff.
Sharp ergänzt obige Mittheilung und beschreibt M. fornicatus
p. 37, pilula, pristinus p. 38 (Südafrika) ; ebenda p. 36 ff.
Uroxys sidcicollis (Fnsagsbsugk), corniculatus (Miizo) ; v. Harold,
Stett. Ent. Zeit. 1880. p. 18.
Trichillum externepunctatmn (Columbien; = Uroxys hirta G^wer.
i. 1., welche nicht = Tr. Heydeni Har. ist); Preudhomme de
Borre, Bull. Ent. Belg. 1880. p. 27.
Onthocharis cw^^rarm (S. Carlos, Neu-Gran.); v. Harold, Stett.
Ent. Zeit. 1880. p. 19.
Heliocopris Sturleri Harold $; Notes ... Leyd, Museum
II. p. 197; vgl. d. Ber. 1880. p. 542 (310).
Catharsius Brutus (Mombassa-Kenia); v. Harold, Monatsb.
Ak. Wissensch. Berl. 1880. p. 263.
Canthidium Steinlieili (Paime, La Mesa) p. 19, calidum (Muzo ;
Columb.) p. 20; v. Harold, Stett. Ent. Zeit. 1880.
Pinotus Alyattes (Ibague, S. Rosa etc.) p. 24, Belus (Medellin ;
Ocana) p. 25, fallax (La Mesa; Caraccas) p. 26; v. Harold, Stett.
Ent. Zeit. 1880.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 231
Phanaeus Persms (Medelliu) p. 27, auricolUs (Ubaque) p. 28;
V. Ilarold, Stett. Eat. Zeit. 1880, mimaeformis (Costa Rica); Ancey,
Natural. 1880. p. 205.
Eiirysternus plchejus (Neii-Grauada) ; v. Harold, Stett. Ent.
Zeit. 1880. p. 14.
Onthophagus Kraatzi (Neu-Guiuea), p, 349, planicollis (Somer-
set), Nietmri (?) p. 350, falcifer (Birma) p. 351, cupreus (Senegal) p.
352; V. Plarold, Deutsch. Eut. Zeitschr. 1880, rugicolUs (Moeara
Laboe, Sum.) p. 193, laevis (ibid.) p. 194; derselbe Notes ... Ley-
den Museum II, acuminatus (Fusagasusa etc.) p. 30, marginicöUis
Dej. Cat. (Ambalema) p. 31, Steinheili (Fusag.), LandoUi (Ocaüa) p.
34; derselbe, Stett. Ent. Zeit. 1880.
V. Harold stellt seine Aulonocnemia monstrosa (d. Ber.
1878. p. 466 (248)) vorläufig zur Gattung Ataenius ; die Elug'sche
Gattung Aulonocnemis gehört zu den Copriden; Notes ... Leyden
Museum IL p. 198.
Aphodiini. Aphodius columbicus (Bogota etc.) p. 36, pacatus
(Coper; Fusagasusa) p. 37; v. Harold, Stett. Ent. Zeit. 1880, (Meli-
nopterus) Mossulensis (M.), (Aph.) Beloni (ibid.); Mulsant & Go-
dart, Ann. Soc. Linn. Lyon XXVL p. 121 und 123.
Saprosites convexus (Bogota etc.); v. Harold, Stett. Ent. Zeit.
1880. p. 38.
Ataenius columhicus (übaque, Medelliu etc.) p. 39, aeqiialis
(Ambalema) p. 40, nugator (Ubaque, Ibague etc.) p.41; v. Harold,
Stett. Ent. Zeit. 1880.
Orphnini. Aegidium Steinheili (S. Carlos); v. Harold,
Stett. Ent. Zeit. 1880. p. 42.
Geotrupini. Atbyreus vidpinus (La Mesa); v. Harold,
Stett. Eut. Zeit. 1880. p. 44.
Geotrupes occidentalis (Calif.); Hörn, Trans. Am. Ent. Soc.
VIII. p. 144.
Trogini. Liparochrus derasus (Simawoeng, Sumatra); v. Ha-
rold, Notes ... Leyden Museum H. p. 195.
Melolonthini. Coelothorax (n. g. Pachypodid. ä elytres non
retreciesen arriere) Oberthüri (Südaustr.); Ancey, Natural. 1880. p. 212.
Leconte stellt eine analytische Tabelle für die 12 Nordame-
rikanischen Hoplia- Arten auf und beschreibt als neu H. Sackeni
(Calif.), dispar (ibid. und Nevada) p. 192, Uirta (Nevada), equina
(Massachus.) p. 193; Short studies a. a. 0. p. 191 ff.
Apogonia Papua (Neu-Guinea); Lansberge, C. R. Ent. Belg.
1880. p. 119.
Euaria rufofidva (Nossi-Be); Fairmai re. Natural. 1880. p.
308 und Ann. Soc. Ent. Fr. 1880. p. 327.
Rhizotrogus variolatiis (Sierrsi-'Slovensi), Carthagenae (C); Fair-
maire, Ann. Soc. Ent. France 1880. p. 239.
232 Bert kau: Bericht üb. die wisseuschaftl. Leistungen
Hörn giebt eine Revision der Nordamerikanisclien Arten der
Gattung Listrochelus, stellt eine Tabelle zur Unterscheidung der
bekannten J*, ^ und eine solche auf, die nicht nur das eine Ge-
schlecht berücksichtigt. Als neu beschreibt er disparilis (Colo-
rado, New -Mexico; Arizona) p. 141, opacicollis (Arizona; New-
Mexico) p. 145, sociatus (Nevada; Idaho; Oregon), timidus $ (Ari-
zona) p. 146, senex $ (Texas ?) p. 148; Trans. Am. Ent. Soe. VII.
p. 138 £f.
Plectrodes palpalis (Calif.); Hörn, Trans. Am. Ent. Soc. VHI.
p. 146. PI. m. Fig. 70.
Butelini. Spodochlamys mirdbüis (Chiguinda); Waterhouse,
Ann. a. Mag. Nat. Bist. (5) V. p. 287.
Spilota Biedelii (Celebes) insignis (Sumatra); Lansberge, C.
R. Ent. Belg. 1880. p. 120.
Cotalpa flavida (Utah); Hörn, Trans, Am. Ent. Soc. VH. p. 53.
Adoretus Senator ius (Mombassa-Kenia): v. Harold, Monatsb.
Ak. Wiss. Berl. 1880. p. 263.
Dynastini. Endebius (n. g. inter Archontem et Xylotru-
pem) für Xylotrupes (Xyloryctes) florensis Lansb. (d. Ber. 1880. p.
545 (313)); Lansberge, C. R. Ent. Belg. 1880. p. 122.
Oryctoderus Candezei (Amberbaki); Lansberge, C. R. Ent.
Belg. 1880. p. 121.
Oryctes grypus lUig. = 0. nasicornis var.; Piccioli, Resoc.
Soc. Ent. Ital. (Adunaüza 16 marzo) 1879. p. 4 ff.
Lycomedes Buckleyi (Chiguinda); Waterhouse, Ann. a. Mag.
Nat. Hist. (5) V. p. 288.
Pycnoschema scrofa (Mombassa-Kenia); v. Harold, Monatsb.
Ak. Wissensch. Berl. 1880. p. 263.
Cetoniini. Platynocnemis (n. g. Goliath.) marginicoUis
(Aschanti) p. 148. Fig. 1;
Eccoptocnemis n. g. für Tmesorrhina Thoreyi Schaum,
p. 150;
Cyclophorus (n. g. Dyrausiae affine) cinctieoIUs p- ^^^- Fig. 4;
Eucosma (n. g. Leucocelidi affine) viridula p. 154. Fig. 5;
Cosmesthes (n. g.) lineatocollis p. 155. Fig. 3;
Ächromisetes (n. g.) Simonis p. 157. P'ig. 2; .
Pseudinca (n. g. poneDiplognatham locandum) für Dipl. ad-
mixta Hope p. 158. Fig. 6; Kr a atz, Deutsch. Ent. Zeitschr. 1880.
Taf. L
Niphobleta (n. g.) niveo-sparsa p. 173; Macrclaphinis
n. g. für Cet. dorainula Har. p. 173; derselbe ebenda.
Pogoniotarsus n. g. für Pogonot. Vescoi; Linotarsia
n. g. für Stenot. discoidalis p. 306; Isclinotarsia n. g. für Ste-
not. scapulata; Chllamblys n. g. für Parach. bufo p. 307; Mi-
cropeltis n. g. für Cet. cingulata p. 308; Pseudepixanthis n.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 233
g. für Ep. Stella p. 309; Pareiichilia n. g, für Euch, tarsalis p
310: Cratomolops u. g. für Euch, quadratus; Pyrrhopodn (n
g. für Pyg. hirsuta und) mantis, cyanescens n. sp. (Madag.) p. 312
Moriaphila für Anoch. princcps; llyphelithia n. g. für Anoch
stupida p. 313; Coquerelia n. g. für Anoch. republicana p. 314
Hemilia n. g. für Pantol. striata p. 316; Stygnochroea n. g
für Euch. Desmaresti; Tetraodorrhina n. g. für Cet. scapha p
317; Mesorrhopa u. g. für Pant. polita; Percnobapta b. g
für Pant. ebenina p. 319; Eccoptomia (n. g. für E.) sexsulcata
(Daube) p. 320; derselbe ebenda.
Derselbe bespricht die Genera Cetonidarum Austra-
liae, ebenda p. 177 ff. und stellt folgende neue auf: Poecilopha-
ris p. 182, für Hem. Whitei etc.; Pliaeopliaris p. 184, für Ph.
Browni Kirl).; Panglapliyra p. 185. für Neophon. Du Boulayi
Tlioms.] Dysdiatlieta für Diaph. viciua Jans.; Dysectoda für
Diaph. dispar. Newm. p. 187; Lyraphora p. 190, für Schiz. obli-
quata Wesüo.; Poly Stigma p. 191 für Eup. octopunctata I>onov,\
Micropoecila p. 192, für M. cincta Donov.; CacocJiroa p. 194,
für Neoph. gymnoptera Mac Leay; Aphanesthes, für Eup. puUata
Jans.; Chlor oh abta für Schiz. Besti Westiv. p. 195; Tricliaulax
p. 196, für Seh. Philipsii Schreib.; Platedelosis p. 198, für Seh.
Bassii White; Hemichnoodes p. 201, für Diaph. Mniszechii Jaw5.;
Poecilocephala, für succinea Hope; Metallesthes, für Seh. me-
tallescens White p. 202; Chondropyga p. 203, für Diaph. gulosa
Jans.; Periphanesthes p. 213, für Macr. aurora Motsch.; ferner
noch Dysephicta p. 208. Anm. 2, für die angeblich ostindische
Schiz. bifida Oliv.
Latemnis n. g. für Cotinis Antonii Duges; Badelina n. g.
für Gymn. aterrima Gory; Hoplopyga n. g. für Gymn. margine-
signata Gory; Tinclireal n. g. für Clint. hilsivis Burm.; Balsameda
n. g. für Cotinis pulverulenta Biirm.; Melasictes n. g. für Cot.
erythropus Burm.; Moscheuma n. g. für Stethod. Reichii Thoms.
p. 268; Aurelia n. g. (Name vergeben!) für Macronota thoracica
Wall.) Ixorida n. g. für Macron. Mouhotii Wall; Carolina n. g.
für M. Annae Wall.; Euselates (n. g. fürE.) magna (Cochin- China);
Oncosterna n, g. für Macron. Celebensis Wall. p. 277; Polydomia
n. g. für Macr. marmorataTFaZL; Meroloba n. g. für M. antiqua Gory;
Adonides n. g. für Coptomia crassa Waterh.; Philhelena n. g.
für Cet. afflicta Gory; Oxyperas n. g. für Protaetia spectabilis
Schaum; Progastor n. g. für Prot, regalis Burm.; Palaeopragma
n. g. für Pachnoda Petersii Gerst.; Lydinodes n. g. für Cet. cincta
De Geer; Marmylida n. g. für Pachn. hilaris TTesitü. p. 278; Cy-
prola'is n. g. für C. Horniraanni Bates; Platinocnema n. g. (=
Coelorrhina Westw. ?) für P. tibialis Waterh.; Oraniola n. g. (==
Melinesthes Kraatz) für 0. Algoensis TFesi^ü, ; Isandula n. g. (=
234 Bert kau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Smaragdesthes Kraatz) für J. Africana Drury; JEvanides u. g.
für E. Bakevvellii White; Ählacop[o]iis n. g. für A. trapezifera (!)
TJioms.; Lethosesthes n. g. für L. nigerrima Vollenh.; Camilla
n. g. für C. decorticata Mac Leay; Melohastes n. g. für M.
xauthopyga Germ.; Tapinoschetna u. g. für T. impar Mac Leay;
p. 294; Thomson, Natural. 1880.
Thomson ersetzt den bereits vergebenen Namen Westwoodia
Cast. durch Theodos ia und beschreibt ferner Heliconica (n. g.
praecedenti affine) Westwoodi (Borneo); Bull. Soc. Ent. Fr. 1880.
p. CI f.
Epistalagma (n. g. Liostracae et Epixanthi affine) nudtiim-
pressa(Nossi-Be); Fairmaire, Natural. 1880. p. 236 und Ann. Soc.
Ent. Fr. 1880. p. 329. PI. 11. Fig. 4.
Eutelesmus (n. g. prope Ranzauiam ; clypeo (in ^) antice
tridentato et antennarum clava longissima distiuctum) simplcx (Ost-
afrika); Waterhouse, Ann. a. Mag. N. H. (5) VI. p. 92, 93.
Goliathus (Goliathinus) Fluto (A))yssin.); Raffray, Bull. Soc.
Ent. Fr. 1880. p. CXXIII.
Die Frage: Gehört die Goliathiden-gattung Ilypselogenia S'wm.
zu den Goliathideu? ist Kraatz geneigt zu verneinen; nach seiner
Ansicht steht sie zwischen den Goliathiden undDynastiden; Deutsch.
Ent. Zeitschr. 1880. p. 168 ff.
Nach Lucas hat Ranzauia splendens Bertohni die Priorität
von Ceratorrhina (Rhamphorrhina)' Petersiana Klug; R. Bertolonii
Luc. wird nochmals in beiden Geschlechtern beschrieben und ab-
gebildet ; zum Vergleich ist auch der Kopf von R. sjDlendens im
Profil dargestellt; Ann. Soc. Ent. Fr. 1880. p. 165 ff. PL 4. Yig. 1, 2 ;
vgl. dies. Ber. 1880. p. 546 (314).
Mecynorrhina Haroldii (Congo); Thomson, Bull. Soc. Ent.
Fr. 1880. p. CXI.
Kraatz zeigt, dass Aphelorrhina simillima Westiv. nicht A.
simillima Waterh. ist und benennt dieselbe A. Westwoodi; Deutsch.
Ent. Zeitschr. 1880. p. 165 ff.
Ceratorrhina (Eudicella Wliite) T/iOWSOwi (Zanguebar); Ancey,
Naturaliste 1880. p. 317.
Eudicella Darwiniana (Aschanti); Kraatz, a. a. 0. p. 170.
Taf. I, Fig. 15, 16, Gralli Buquet var. Mechoioi (Angola) p. 346, Smithi
Mac Leay var. trilineata (Bagamojo) p. 347; Quedenfeldt ebenda.
Agestrata pwwciaio-s^nVtto (Sumbawa J., Flores); Lansberge,
C. R. Ent. Belg. 1880. p. 122.
Ischiopsopha Bruijnii (Mafor J.); Lansberge, C. R. Ent.
Böig. 1880. p. 123.
Lomaptera rufa, diaphonia (= cinnaraomea Thoms.T) p. 215,
pygmaea p. 215 (Südosten von Neu-Guinea); Kraatz, Deutsch. Ent.
Zeitschr. 1880, tristis p. 241, castanea p. 243 (Timor); Ritsema,
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 235
Notes . . . Leyd. Mus. II, Ädolphinae (Arfak) p. 124, distincta (Neu-
Guinea) p. 125, dichropus (ibid.), humeralis (Amberbaki) p, 126,
angidicollis (Cap Has) p. 127; Lansberge, C. R. Eut. Belg-. 1880.
Digenethle Baffrayi (Amberbaki; Arfak); Lansberge, C. R.
Eut. Belg. 1880. p. 128.
Parachilia compacta (Fiaiiarantsoa); Waterhouse, Ann. a.
Mag. Nat. Hist. (5) V. p. 409.
Pantolia &rmcoZ?is (Madagaskar) ; Waterhouse, Ann. a. Mag.
N. H. (5) VI. p. 399.
Coptomia celata (Antananarivo); Waterhouse, Ann. a. Mag.
N. H. (5) VI. p. 461, nifovaria (Madag.); derselbe, Trans. Ent.
Soc. Lond. 1880. p. 60.
Diaphonia seminigra (Inner-Südaustr.); Kr a atz, Deutsch. Ent.
Zeitschr. 1880. p. 208. Anm. 1.
Eupoecilia neglecta (Westansir.); Thomson, Bull. Soc. Ent. Fr.
1880. p. XC.
Celidota splendens (Madagaskar); Waterhouse, Trans. Ent.
Soc. Lond. 1880. p. 59.
Glycyphana pilifera ilibisc/?-. nicht = Cetonia aurata; Harold,
C. R. Ent. Belg. 1880. p. IV.
Glycyphana fallaciosa (Neu-Guinea); Kr a atz-, D. E. Z. 1880.
p. 323, plicata (Flores; Sumbawa); Lansberge, C. R. Ent. Belg.
1880. p. 129.
Cetonia vestita Sa^/ (= C. hirtella X.) in Nordamerika (Mas-
sachusetts) ? ; Proc. Ent. Sect. Acad. Nat. Sei. Philadelphia 1880.
p. XIX.
Westwood hält seine Protaetia Bensoni für verschieden von
Cet. aurata; Trans. Ent. Soc. Lond. 1880. p. 82; vgl. d. Ber. 1880.
p. 548 (316).
* Cetonia Boelofsi (Japan), crassa (Pecking), Dohmi (Himalaya),
mimula (Pecking); v. Harold, C. R. Ent. Belg. 1880. p. Vf.
Pachnoda pygmaea (Aschanti); Kraatz, Deutsch. Ent. Zeit-
schr. 1880. p. 157.
Kraatz spricht über die Varietäten der Pachnoda flavi-
ventris Gory] Deutsch. Ent. Zeitschr. 1880. p. 174.
Protaetia OoZZ/sü (Sumbawa) p. 129, Candezei (Flores), Sanglii-
rensis (S.) p. 130; Lansberge, C. R. Ent. Belg. 1880.
Goniochilus Haroldi (Zanzibar); Witte, Deutsch. Ent. Zeitschr.
1880. p. 230.
Lucanidae. L. Melise liefert eine vollständige Naturge-
schichte der Lucaniden Belgiens, nemlich Lucanus cervus; Dor-
cus parallelepipedus; Platycerus caraboides; Sinodendron cylindricum;
Ann. Soc. Ent. Belg. XXIV. p. 41 £f.
Cylindrocaulus (n. g. Passalin.) hiicems (China); Fair-
mai re, Le Naturaliste 1880. p. 164.
236 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Passalus sansiharicus (S.); v. Harold, Monatsb, Ak. Wiss.
Berl. 1880. p. 262.
Del Sinodendron muricatum Fabr. in Piemonte; L. Ga-
rn er an o, Annali d. II. Acad. di Agricoltura di Toriuo, XXIII.
Enrytrachelus Arfdkianus (A.); van Lausberge, C. K. Ent.
Belg. 1880. p. 118.
Figulus Lanshergei (Sumbawa); Ritsema, Notes . . . Leyden
Museum II. p. 217.
Georyssidae. Georyssus nepos (La Chiffa); Fairmaire, Rev.
et Mag. de Zool. 1879. p. 182.
Byrrhidae. Chevrolat liefert Diagnoses de (14) Chelo na-
rium de la coli. Chevr.; Natural. 1880. p. 260 f., darunter Ch. pi-
losellmn (Guadeloupe), yucaianwm (Y.), succinctum (Teapa), ruficolle
(Bra&il.), alhosparswn (ibid.), fasciatopunctatmn, hicolor, gijrinoides
(ibid.) p. 260, ventricosum (Columb.), adspersiim (Malacca) p. 261,
hipunctatum (Brasil.) p. 267, subpubeseens (ibid.) p. 268 neu.
Pedilopborus Helmsi (Neu-Seeland); Reitter, Verb. ... Brunn
XVIIL p. 180.
Dermestidae. Anthrenus (Anthrenops) albido-flavus (Griechen-
land; Biskra) p. 91, (Florilinus) Oberthüri p. 92, Caucasicus (K.)
p. 93; Reitter, Verb. Zool. Bot. Ges. Wien XXX.
Trogoderma nobile (Cypern), megatomoides (Mexico); Reitter,
Verb. Zool. Bot. Ges. Wien XXX. p. 85.
Attagenus Calabricus p. 77, simplex (Italien) p. 78; Reitter,
Verb. Zool. Bot. Ges. Wien XXX.
Dermestes vulpinus Larve und Puppe; 57. Jahresb. Schles.
Ges. vaterl. Cultur p. 356 ff.
Mycetophagidae. Diplocoelus püiger (Australien); Reitter,
Verb. Brunn. XVIII. p. 6.
Lathridiadae. InMulsant's „Hist. nat. d. Coleopt. de France"
ist eine Bearbeitung vorstehender Familie von M.-J. Belon begon-
nen; Ann. Soc. Linn. Lyon XXVI. p. 157 ff. Er theilt dieselbe mit
Reitter in die Merophysiaires, Latbridiaires und Corticariaires, deren
beiden ersten Zweige in vorliegender Arbeit abgehandelt werden.
Auf eine wahrscheinlich aus Afrika importierte Art, Colovocera per-
egrina Heiclie i. 1., wird Neoplotera n. g. (Ant. 8-art., fronti inser-
tae; oculi globulosi, latera capitis j)lane occupantes; pronotum antice
constrictum, basi bisinuatum) aufgestellt, p. 185; der Reiche'sche
Artname ist beibehalten. Reitter gegenüber, der die Gattung
Langelaudia wegen ihrer viergliederigen Tarsen aus dieser Familie
zu den Colydiern verwiesen hatte, behauptet Belon die Dreiglie-
derigkeit derselben und behält daher die Gattung in vorstehender
Familie.
Gorticarina n. g.; Reitter, Verb. Zool. Bot. Ges. Wien
XXX. p. 68. Neue Arten sind: C. splendens (Neu-Seeland) p. 32,
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 237
SteinheiU (Bogota), conferta (Victoria) p. 33, illustris (Neu- Seeland)
p. 179; derselbe, Verh. naturf. Ges. Brüiiu XVIII.
Myrmecoxenus atomaroides (! Neii-Seeland); Reitter. Verh. . . .
Brunn XVIII. p. 179.
Cartodere ScMippeli (Deutschland); Reitter, Verh. Zool. Bot.
Ges. V^ien XXX. p. 57, Godarti (Algier); Belon a. a. 0. p. 302.
Metophthalmus ohesus Kiesemo. i. 1. (Corsica); Reitter, Verh.
Zool. Bot. Ges. Wien XXX. p. 51.
Holoparamecus tenuis (Neu-Seeland); Reitter, Verh. . . . Brunn
XVIII. p. 178.
Corticaria convcxa (Algier) p. 60, Kaufmanni (Constantine)
p. 61, riigipennis (Aegypten) p. 66; Reitter, Verh. Zool. Bot. Ges.
Wien XXX, concolor (Corsica); H. Bris out, Ann. Soc. Ent. France
1880. p. 236.
Lathridius Bergrothi (Finnland); Reitter, Verh. Zool. Bot.
Ges. Wien XXX. p. 53, laticeps (Morgon); Belon a. a. 0. p. 271.
Monotomidae. Ilorn giebt eine Synopsis der Amerikanischen
Arten dieser Familie;, der er wieErichson 3 Tarsenglieder an allen
Füßen zuschreibt. Aus Nord-Amerika sind 20 (21) Arten bekannt
gewordeo, folgende neu: Monotoma texana (Waco) p. 261; Europs
longicollis (Calif. ; Nevada) p. 264; Bactridiura Fryt (Rio de Janeiro)
p. 266, cavicoUe (Peimsilv.) p. 267; Trans. Am. Ent. Soc. VII. 257 ff.
Gryptophagidae. Micrambina Helmsi, insignis (Neu-Seeland);
Reitter, Verh Brunn XVIII. p. 177.
Cryptophagus serricollis (Surampass); Reitter, Verh. Zool. Bot.
Ges. Wien XXX. p. 515.
GuGUJidae. A. Grouvelle beschreibt und bildet ab weitere
Cucujides nouveaux ou peu connus, nem.lich Telephanus pro-
cerulus Beut., argentatus Reitt., duhius p. 170. Fig. 3, fallax Fig. 4,
micans Fig. 5. p. 171 (Columbien), signatus (Cauca) Fig. 6, dccoratus
(Columbien) Fig. 7. p. 172, ornatus Beitt., niger Beitt., insignis
(Columbien) p. 174. Fig. 10, terminatus (Caracas) p. 175. Fig. 11,
paradoxus Beitt.; Ann. Soc. Ent. France 1880. p. 169 ff. PI. 5.
Parabrontes picturatus (Neu-Seeland); Reitter, Verh....
Brunn XVIII. p. 176.
Ino reclusa (Texas); Leconte, Short studies p. 186.
In einer Notes onHemipeplus Latr., womit Nemicelus
Z)^J. und Ochrosanis Pa.scoe synonym sind, stellt Hörn folgende Syn-
ouymie fest: H. marginipenni s Lee. = hemiptenis f Latr., Dej.;
marginipennis f Dej., Waterh., Ochrosanis Dohrni Pasc, Hem. De-
jeanii Waterh., Nemicelus microphthalmus Schivarz. Die Synonymen
beziehen sich z. Th. nur auf das eine Geschlecht; Proc. Ent. Sect.
Acad. Nat. Sei. Philadelphia 1880. p. XII ff.
Palaestes nigriceps (Chiguinda) p. 286, tenuicornis (Sarayacu)
p. 287; Waterhouse, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (5) V.
238 Bert kau: Eericlit üb. die wissenschaftl. Leistungen
D
Hectarthrum Uneicolle (Westk. Afrik.); Reit t er, Verh. Brunn
XVIII. p. 31.
Rhysodidae. Cliuidium aperümi (Himalaya) p. 29, Chevrolati
(Neu-Granada) p. 80; Reitter, Verh. Brunn XVIII.
Colydiadae. Cerylon ampUcolle (Nossi-Be); Fairmaire, Na-
tural. 1880. p. 236 und Ann. Soc. Ent. France 1880. p. 327.
Philothermus hicaous (Neu-Seeland); Reitter, Verli. . . . Brunn
XVIII. p. 175.
Phormesa costicolUs (Neu-Seeland); Reitter, Verh. . . . Brunn
XVIII. p. 174.
V enthe\isp?i. sulcatissima (Neu-Seeland); Reitter, Verh. Brunn
XVIII. p. 5.
Anommatus Kiesenwetteri (Andalusien); Reitter, Verh. Zool.
Bot. Ges. Wien XXX. p. 47.
Lasconotus pinicola (Colorado; Nevada); Hörn, Trans. Am.
Ent. Soc. VII. p. 338.
Epistranus Sharpi p. 173, fulviis p. 174 (Neu-Seeland); Reit-
ter, Verh Brunn XVIII.
Coxelus Helmsi (Neu-Seeland); Reitter, Verh. . . . Brunn XVIII.
p. 175.
TrogOSitidae. Peltoschema (n. g. Ostomati et Promano af-
fine, antennarum articulis elongatis, apicem versus paullulum incras-
satis, ultimis 3 indistincte majoribus diversum) ßUcornis (Austra-
lien); Reitter, Verh. Ver. Brunn XVIII. p. 5. .
Ancyrona /Smom (Aschanti); Reitter, Deutsch. Ent. Zeitschr.
1880. p. 163, Gestroi (Somerset; Yule); derselbe, Ann. Mus. Civ.
Genov. XV. p. 459.
Acrops cicatricosa (Himalaya); Reitter, Verh. Brunn XVIII.
p. 29.
Narcisa bimaculata (Sumatra); Gestro, Ann. Mus. Civ. Genova
XV. p. 59.
Nitidulidae. Fairmaire schreibt Diagu oses de Nitidu-
lides d'Afrique; Natural. 1880. p. 181.
Revision of the Nitidulidae of the U. States; by G.
H. Hörn; Trans. Am. Ent. Soc. VII. p. 267 ff. PI. III.
Reitter beschreibt Neue Nitiduliden des Mus. Civ, . .
Genua; Ann. Mus. Civ. Genova XV. p. 124 ff., 454 ff.
Xanthopeplus (n. g. Halopeplis affine.) hraclielytrus (Abyss.);
Fairmaire a. a. 0.
Antlionaeus n. g. Brachypt., für (Colastus) agavensis Crotch.
p. 273; Perthalycrn (n. g. Thalycrae affine, a quo differt tibiis
anterioril)us extus dentatis et tarsis ant. nonnisi in J" dilatatis)
Mttrrayi (S. Francisco; Oregon) p. 310; Orthopeplus (n. g.) qua-
dricolUs (Colorado) p. ,312; Hörn a. a. 0.
Pityophagus verticalis (Colorado); Hern a. a. 0. p. 325.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 239
Cryptarcha marmorata^ testuäinea (Abyssin.); Fairmaire,
Natural. 1880. p. 181 f.
Pallodes limhicollis (Australien); Reitter, Verh. Brünu. XVIII.
p. 4, hioculatus (Abyssiu.); Fairmaire, Natural. 1880. p. 182.
Amphicrossus viger (Arizona); Horu a. a. 0. p. 317, Simplex^
suhopacus (Somerset); Reitter, Ann. Mus. Civ. Genova XV. p. 458.
Cybocephalus californicus (S. Diego, Calaveras, Owen's Valley) ;
Hörn a. a. 0. p. 320.
Cychramus Zimmcrmanni (S. Carolina); Hörn a. a. 0. p. 319.
Strongylus ruficeps (Yule); Reitter, Ann. Mus. Civ. Genov.
XV. p. 459.
Lasiodactylus Monrovianus (M.) p. 2, vultur (Java) p. 3 ; Reitter,
Verh. Brunn. XVIII, ATbertisi (Somerset); derselbe, Ann, Mus.
Civ. Genova XV. p. 457.
Pocadius dorsälis (Calif.); Hörn a. a. 0. p. 311,
Lordites biplicattis, sinuatipennis (Zanzibar); Fairmaire,
Natural. 1880. p. 181.
Meligethes pinguis (Newfoundl.) ; Hörn a. a. 0. p. 314.
Thalycra striolata, castanescens (! Zanzibar); Fairmaire, Na-
tural. 1880. p. 181.
Circopes adelopiformis, simplex (Somerset); Reitter, Ann.
Mus. Civ. Genova XV. p. 458.
Ithyphenes Gestroi (Neu-Guinea) p. 125, cucujiformis (Fly R.)
p. 454; Reitter, Ann. Mus. Civ. Genova XV.
Ischaena /bve^coZZ^s (Java) ; Reitter, Verh. Brunn. XVIII. p. 2,
interstitialis (Fly R,); derselbe, Ann. Mus. Civ. Genova XV. p. 456.
Prometopia quadripmictata (Cap York); Reitter, Ann. Mus.
Civ. Genova XV. p. 127.
Soronia ampliotiformis (Adelaide); Reitter, Verh. Brunn.
XVIII. p. 1, ocidata (Nen-Seel-and) ; derselbe ebenda p. 173.
Epuraea integra (Arizona,; Colorado) p. 292, fidvescens {Cansido.)
p. 296, ovata (Michig.; Canada; Calif.), peltoides (Michig.; Maryl.)
p. 298, iimhrosa (Fort Cobb, Ind. Terr.), scapho'ides (Colorado) p. 300;
Hörn a. a. 0.
Adocimus nigripennis (Hatam); Reitter, Ann. Mus. Civ. Ge-
nova XV. p. 125.
Conotelus nitidissimus (Mexico) ; Reitter, Verh. Brunn. XVIII.
p. 1.
Haptoncus litercUus (Hatam) p. 127, ATbertisi (Yule) p. 455;
Reitter, Ann. Mus. Civ. Genova XV.
Haptoncura Jilipiitana (Somerset); derselbe ebenda p. 456.
Cillaeus proUxus, comirus (Zanzibar); Fairmaire, Natural.
1880. p. 182.
r.rachypeplus agyzimhanus (Zanzibar); Fairmaire, Natural,
240 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
1880. p. 181, (Selis) fimhriatus (Ternate); Reitter, Ann. Mus. Civ.
Genova XV. p. 124.
Carpophilus decipiens (Calif. ; Arizona); Hörn a. a. 0. p. 279.
üeber den Dimorphismus des Cercuspediculariuss. Everts
in der Tijdschr. v. Eutomol. XXIV; Verslag p. XVIII.
Histeridae. Marseul fügt in einer Addition ä i'enume-
ration des Histerides rapp. de l'Archip. Malais, de la Nou-
velle Guinee et de l'Australie boreale . . . . (s. den vor. Ber.
p. 553 (321)) seiner früheren Aufzählung 32 weitere Arten hinzu,
unter denen 9 neu sind; Ann. Mus. Civ. Genova XVI. p. 149 ff.
Idister (n. g. ; Gattungscharaktere in die Artbeschreibung
verwoben) morplwn (Sumatra, Sungei Bulu); Marseul a. a. 0. p. 154.
Peploglyptus (n. g. Glymmae affine) Belfragei (Texas);
Leconte, Short studies p. 189.
Homalister (n. g. Carcinopi proximum) ornatiis (Lenkoran);
Reitter, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien XXX. p. 513.
Abraeus Bolteri (Californien) ; Leconte, Short studies p, 190.
Teretrius placitus (Nevada), montanus (Colorado) ; Hörn, Trans.
Am. Ent. Soc. VlIL p. 143.
Bacanius lotus (Java, Tcibodas); Marseul a. a. 0. p. 159.
Epierus biscissus (Neu-Guinea); Marseul a. a. 0. p. 158, ru-
fescens (Neu-Seeland) ; Reitter, Verh. ... Brunn. XVIII. p. 172.
Phelister discordans (Sumatra, Ms. Singalan); Marseul a. a. 0.
p. 155.
In den Notes on some species of Hister hebt G. H.
Hern die Wichtigkeit der Streifen auf dem Prosternum für eine
natürliche Anordnung der Arten hervor und stellt folgendes Schema
auf: 1) Prosternum convex, ohne Streifen, a) Mesosternum ausge-
randet: Gruppe 1—7; b) Mesosternum abgestutzt: Gruppe 8, 9; 2)
Prosternum mehr oder weniger abgeflacht, 2streifig; Mesosternum
sehr schwach ausgerandet: Gruppe des H. servus. Von letzterer
Gruppe, zu der 3 Arten gehören, giebt er eine Unterscheidungsta-
belle. Trans. Am. Ent. Soc. VII. p. 1.
H. perpunctatus (Massach.), tornatus (Florida); Leconte,
Short studies p. 190, stcrcoriger (Sumatra) p. 156, singalmms (ibid.,
Ms. Singalan) p. 157; Marseul a. a. 0.
Platysoma phwiale (Ms. Singalan) p. 151, sumatrense (ibid.)
p. 152; derselbe ebenda.
Hololcpta /"eroic (Sum., Sungei Bulu); derselbe ebenda p. 149.
ScapMdiadae. Reitter zählt die Gattungen und Arten
dieser Familie in seiner Sammlung auf, Verh. Brunn. XVIII. p. 35 ff.,
indem er zunächst eine analytische Tabelle der Gattungen (Diatelium,
Scaphium, Scaphidium, Cyparium, Homalocera, Alexidia, Scaphi-
schema, Bacocera, Scaphisoma, Scaphicoma, Toxidium) und dann eine
solche der Arten aufstellt. Die neuen Arten werden dann in An-
im Gebiete der Arthropoden im Jalire 188Ö. 241
merkungen mit Diagnosen versehen; es sind: dies Scaphidium rubi-
cimdum (Cartageua, Süd-Amer.), antennatum (Texas) p. 37, margi-
nale (Calcutta), testaceum (Brasil.), fascipenne (ibid.) p. 38, Philip-
pense (Philippinen) p. 89, orhiculosum (Borneo), coronatum (Neu-
Holland), pulclielluni (Madagascar) p. 40, ferrugineum (Cap?); Cypa-
rium pice lan {C^'p) p. 41, substriatum (Alabama), ovale (St. Domingo),
siibmetalliciim (Indien?); Homalocera (?) pimctatissima (Celebes) p.
43; Alexidia (n. g.) Hogenlioferi (Neu-Granada); Baeocera rubri-
pennis (Colamb.) p. 44, Chüensis (C), Bogotensis (B.), Mexicana (M.)
p. 45, gyrino'ides Chevr. i. 1. (Teapa); Scaphisoma impimctatimi
(Missouri) p. 46, laeve (Nordam.), immundum (Cartagena, Col.) p. 47,
humerosum (Caracas), Oiibense (C), BiUmeTci (Mexico) p. 48; Scaphi-
coma longipes (Mysol); Toxidium Japonicum (J.) p. 49.
Scaplii Schema n. g. (. . . antennae filiformes, scutelhim incon-
spicuum, tarsi tibiis paullo breviores; elytrorum stria suturali nuUa)
für Sc. Poupillieri Reiche \ Reitter, Verb. Zool. Bot. Ges. Wien.
XXX. p. 44.
Scaphidium grande (Sarawak) p. 50, semiflavmn (Sumatra) p.
51, Picconii (ibid.) p. 52, sondaicmn (ibid. und Celebes) p. 54, inor-
natum (Sarawak), striatipenne (Java) p. 55, sulcipenne (Sumatra),
Chapuisii (ibid.) p. 57; Gestro, Ann. Mus. Civ. Genova XV.
Scaphisoma subalpinum (Schlesien, Ungarn, Kaukasus); Reit-
ter, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien. XXX. p. 44.
Baeocera Schirmeri (Narentathal) ; Reitter, Verh. Zool. Bot.
Ges. Wien XXX. p. 45 und 221.
Silphidae. Hörn ist durch ein vergleichendes Studium der
europäischen Gattungen zu dem Resultat gekommen, dass die Gat-
tung Adelops in Europa nicht vertreten ist; die unter diesem
Namen beschriebenen Arten gehören zu Bathyscia Schiödte, die
keine Augen hat, während Adelops zwar Augen hat, die aber des Pig-
mentes entbehren. — Die Gattungen Drimeotus und Pholeuon sind
zusammenzuziehen, ebenso ist Loricaster Muls. mit Clambus zu ver-
einigen. Bei den amerikanischen Colon-arten haben beide Geschlech-
ter die gleiche Zahl von Hinterleibssegmenten, während Tour-
nier für die europäischen bei den ^ 5, bei den Weibchen 4 Seg-
mente nachwies. Auf Catops cryptophagoides Mannh. gründet
Hörn die Gattung Pinodytes; es ist dies die einzige augenlose
Silphide der Vereinigten Staaten. Bull. Soc. Ent. Fr. 1880. p.
LXXXVHI ff.
Derselbe giebt eine Synopsis of the Silphidae of the
United States with reference to the genera of other coun-
tries; Trans. Am. Ent. Soc. VIH. p. 219 ff. PI. V-VII. In derselben
gründet er auf Necrophilus latus Mann, die neue Gattung Pelates
p. 244, auf Catops cryptophagoides Mann. Pinodytes (vgl. oben),
die er zum Typus einer neuen Tribus, Pinodytini zwischen den
Archiv f. Naturg. XXXXYII. Jahrg. 2. Bd. Q
242 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Lyrosomini und Cholevini macht, p. 248 ; auf Ptomaphagus leptin-
oides Crotch Platycholeus p. 254; auf Catops opaca Say Friono-
chaeta p. 260; Isoplastus p. 295 auf J. fossor, eine Art, die
in den meisten Sammlungen mit Cyrtusa blandissima, der sie zum
Verwechseln ähnlich ist, vereinigt ist. Die größeren und kleineren
G]'uppen bis zu den Gattungen und Arten sind zuerst in analyti-
scher Weise unterschieden und hernach ausführlicher charakterisiert.
Die Zahl der neuen Arten ist beträchtlich; s. unten.
Clambus seminuhim (Arizona); Hörn, Trans. Amer. Ent Soc.
Vm. p. 313.
Agathidium dentigerum (Lee Co., Virg.), californicum (C. ; Ne-
vada; Washington Terr.), sexstriatum (Nevada) p. 803, histriatum
(Nevada), estriatum (Colorado), repentinum (White Mts., New-Hampsh.)
p. 304; Hörn a. a. 0.
Liodes Blanchardi (Massach.), obsoleta (verbreitet) p. 298, gc-
minata (verbr.), confusa (Nevada) p. 299; Hörn a. a. 0.
Anisotoma humeralis (Calif. ; Oregon) p. 286, valida (im Nor-
den verbreitet) p. 287, difficiUs (Owen's Valley, Calif.) p. 288, eca-
rinata (Nevada) p. 292; Hörn a. a. 0.
Hydnobius strigüatus (Nevada; Vancouver); Hörn a. a. 0.
p. 281.
Colon paradoxum (Pennsilv.), Hubhardii (Michig.; Tennessee)
p. 270, celatum (Nevada) p. 271, putum (Penns.) p. 272, pusillum
(Maryl. ; Virg.; Colorado) p. 273, thoracieum (Missouri), asperatum
(Michig.; Canada; Illinois) p. 274, nevadense (N.) p. 275; Hörn
a. a. 0.
Choleva egena (Alaska) p. 257, decipiens (Washington Territ.)
p. 259; Hörn a. a. 0.
Adelops (Bathyscia Schiödte) insignis p. 181, PaveZ* p. 183 (Me-
hadia); Frivaldszky, Termesz. Füzet. IV.
Necrophilus P^f^ziü (Canada bis Kentucky); Hörn a. a. 0. p.243.
Ptomaphagus nevadicus (N.); Hörn a. a. 0. p. 263.
Scydmaenidae. Leptomastax Mehadiensis (M.); Frivaldszky,
Termesz. Füzet. IV. p. 180, SUissineri (Dalmatien); Reitter, Verh.
Zool. Bot. Ges. Wien XXX. p. 220, Simonis (Istrien, Lesina etc.);
Stussiner, ebenda p. 499.
Enihisi Mericlii (Siebenbürgen); Simon, Deutsch. Ent. Zeitschr.
1880. p. 96.
Euconnus Kraussi (Kaukasus); Reitter, Verh. Zool. Bot.
Ges. Wien XXX. p. 512.
Scydmaonus regdlis (Surampass); Reitter, Verh. Zool. Bot.
Ges. Wien XXX. p. 511.
Pselaphidae. Eutrichites (n. g. Bryaxi affine) Zimmcrmanni
(Columbia-Texas) p. 184;
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 243
Pselapttis (u. g., a Bryaxe differt elytris non striatis) Bei-
fraget (Texas);
Scalenarthrtis (n. g.) Hornii (Arizona) p. 185;
Eutyphlus (n. g. Euplecto simile) similis (Washington) p.
186; Leconte, Short stadies a. a. 0.
Pygoxyon (n. g. prope Tychum locandum) scydmaeniforme
(Surampass); Reitter, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien XXX. p. 509.
Byraxis (n. subg. Reichenbachiae affine) monstrosa (Neu-
seeland); fteitter, Verh. .. Brunn XVIII. p. 167.
Sagola monstrosa (Neu-Seeland); Reitter, Verh. ... Brunn
XVIII. p. 168.
Triraium piincticeps (Herzegowina), cavicolle (Dalmatien); Reit-
ter, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien XXX. p. 219.
Euplectus cephalotes, tricJioniforniis (!) p. 171, incertus p. 172
(Neu-Seeland); Reitter, Verh Brunn XVIII, tenehrosus (Knin,
Dalmatien); derselbe, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien XXX. p. 218.
Bythinus cavifrons (Norddalmatien) p. 214, Kninensis (ibid.),
CarnioUcus (Laibach) p. 215; Reitter, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien
XXX, MartJcopius, Ahastumanus p. 510, Steindachneri p. 511 (Kau-
kasus); derselbe ebenda.
Leconte unterscheidet in einer analytischen Tabelle 33 Nord-
. amerikanische Bryaxis-Arten, von denen Belfragei (Texas) p. 181,
gemmifer (Mich.), radians (Illin.), divergens (Massach.) p. 182, trigona
(Missouri), sagax (Calif.), complectens (Texas; Florida), deformata
(Calif.), tumida (Texas) p. 183 neu sind; Short studies a. a. 0. p.
181 fif.
Trichonyx longicolUs p. 168, microcephalus p. 169, brevicollisy
rotundicollis p. 1870 (Neu-Seeland); Reitter, Verh Brunn XVIII.
Tychus Dalmatinus (Knin) p. 216, monüicornis (Metkovich),
hirtiilus (ibid.) p. 217; Reitter, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien XXX.
Staphylinidae. Donckier de Donceel stellt eine Revision
du catalogue des Staphylinides de la faune beige an; Ann.
Soc. Ent. Belg. XXIV. p. 70 fi".
Ebenda p. 114 ff. verzeichnet Hey laerts die S taphylinides
trouves ä Breda et dans les environs; ebenso Lethierry
die im Departement du Nord gefundenen Arten; ebenda p, 118 ff.
Eppelsheim macht folgende synonymische Bemerkun-
gen: Oxypoda rufula MotscJi. = Silusa rubiginosa Er., Gobanzi Gredl.
= Platyola fusicornis Bey, cinctella ikfoisc/i. = Leptusa analis Gllh.j
Sipalia maura Motsch. = Homol. caesula Er. ; Microglossa hadrocera
Kr. = Polystoma taxicornis Bey = Aleoch. picipennis Gllh. ; Aleoch.
monticola Bosh. = villosa Mannh., nigricornis Gredl. = bilineata
Gllh. ; Oxypoda nigricornis Motsch. = opaca Grv. ; Horaalota silvicola
Fuss, Sharp = Liogluta hypnorum Thoms. (nee Kstv.), gibbera Bey
= fungivora TJwms., brevipennis J. SahJb. = arcana Er., robusta
244 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Jtey = valida Kr. ; Gyrophaena signatipennis Gredl. = affinis Sahlb.,
clavicornis Eppelsh. = Hom, clavigera Scriba; Stenus coxalis J. Sahlb.
= scrutator JS'r.; Arpedinm libanicum Fauv. = Lathrim. fratellum
Rottbg. ; Anthobium puncticolle Gredl. = minutum Fbr.^ montanum
^r. =: alpinum Heer:, Proteinus longicollis Gredl. = Acrulia inflata
Gyll.\ Ent. Nachr. 1880. p. 49 ff.
In den Ann. Soc. Linn. Lyon XXVIL p. 1 ff. PL I— VL ist
von Mulsant & Rey's Tribu des Brevipennes die XI. und XII.
Farn., Omaliens, Pholidiens, bearbeitet; auf S. 415 ff. folgt ein
Supplement aux Pederiens.
A. Fauvel liefert ein 2® Memoire über Les Staphylinides
des Moluques et de la Nouvelle Guinee; Ann. Mus. Civ.
Genova XY. p. 63 ff. Zu den früher bekannt gemachten Arten (s. d.
Ber. 1878. p. 436 (218)) werden hier weitere Arten beschrieben, so dass
die Gesammtzahl auf 187 steigt, von denen 88 Arten auf die Piestini,
17 auf die Oxytelini, 4 auf Stenini, 27 Paederini, 51 Staphylinini,
19 Tachyporini, 31 auf die Aleocharini entfallen. Die meisten der
Arten sind den Moluccen oder Neu-Guinea eigenthümlich, und nur
30 von den 187 verbreiten sich entweder in die Indoraalayische,
oder Australische oder polynesische Subregion. Auf einer beige-
fügten Tabelle ist die Verbreitung von 88 dieser Arten übersichtlich
dargestellt.
Dinusa taygetana (T.); Eppelsheim, Stett. Ent. Zeit. 1880
p. 865.
Compsochilus procerus (Dalmatien); Eppelsheim, Verh. Zool.
Bot. Ges. Wien XXX. p. 211.
Proteinini. Micropeplus laevipennis (Südnnga.rn); Eppels-
heim, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien XXX. p. 213, Eppelsheimi (Kau-
kasus); Reitter ebenda p. 514, interstitialis, (Sibirien, terr. silv.);
J. Sahlberg a. a. 0. p. 112.
Lispinodes (n. g. vom Ansehen eines Lispinus, aber näher
mit Glyptoma verwandt) explicandus (Oahu) ; Sharp, Trans. Ent.
Soc. Lond. 1880. p. 53.
Glyptoma Blackburni (Haw. Isis.), brevipenne (Oahu); Sharp,
Trans. Ent. Soc. Lond. 1880. p. 53.
Anthobium rufo - scutellatiwi (Suramgebirge) ; Eppelsheim,
Verh. Zool. Bot. Ges. Wien XXX. p. 508, subjectum (vielleicht A,
alpinum var.; Var); Mulsant & Rey, Ann. Soc. Linn. Lyon XXVII.
p. 352. PI. V. Fig. 10.
Omaliini. Hypopycna n. g. für Homal. rufulum Erichs.
und distincticorne Baudi; Mulsant & Rey, Ann. Soc. Linn. Lyon
XXVII. p. 274.
Omalium rugatum (= 0. caesum var.?; Provence); Mulsant &
Rey, Ann. Soc. Linn. Lyon XXVII. p. 217.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 245
Deliphrum frigidum (Sibir., terr. frigid.); J. Sahlberg a. a. 0.
p. 108.
Phyllodrepa pucUa (Sibirien, terr. arct.); J. Sahlberga. a. 0.
p. 111.
Lathrimaeum tenue (Suramgeb.) ; Eppelsheim, Verb. Zool.
Bot. Ges. Wien XXX. p. 507.
Olophrum puncticolle (Südungarn); Eppelsheim, Verb. Zool.
Bot. Ges. Wien XXX. p. 212.
Arpedium puncticolle (Sibir., terr. silv. und arct.); J. Sahl-
berg a. a. 0. p. 106.
Lesteva curvipes (Grande-Chartre.use ; Hautes-Pyrenees etc. ; =
L. luctuosa Fauv.1) p. 79, Villardi (grotte du Brudon, Dröme)p. 413;
Mulsant & Rey, Ann. Soc. Linn. Lyon XXVII.
Phloeocharini. Phloeocharis iwibratilis {Astur ien)-, Eppels-
heim, Stett. Ent. Zeit. 1880 p. 288.
J. Sahlberg beschreibt a. a. 0, p. 105 die Larve von Oli-
sthaerus megacephalus Zeit, und substriatus PayJc.
Piestini. Hypotelus capito (Texas); Leconte, Short studies
p. 181.
Chasolium impressicolle, Raoultii (Nossi-Be) ; Fairmaire, Na-
tural. 1880 p. 236 und Ann. Soc. Ent. France 1880 p. 326.
Lispinus quadriUum (Dorei) p. 76, diversicollis (Mysol) p. 77;
Fauvel, Ann. Mus. Civ. Genova XV.
Leptochirus hifurcatus (Dorei, Amberbaki), rugosus (Amber-
baki); Fauvel, Ann. Mus. Civ. Genova XV. p. 74.
Oxytelini. Thinobius appendiculatus (Sibirien, terr. arct.);
J. Sahlberg a. a. 0. p. 100. Fig. 16.
Trogophloeus senilis p. 51, fontinalis, abdomincdis -p. 52 (Oahu);
Sharp, Trans. Ent. Soc. Lond. 1880, latipennis (Fly River), pa-
puensis (Dorei); Fauvel, Ann. Mus. Civ. Genova XV. p. 81.
Oxytelus aurantiacus (Nossi-Be); P^airmaire, Natural. 1880
p. 236 und Ann. Soc. Ent. Fr. 1880 p. 325, advena (Oahu); Sharp,
Trans. Ent. Soc. Lond. 1880 p. 50.'
Bledius ignohilis (Kaukasus); Eppelsheim, Verh. Zool. Bot.
Ges. Wien XXX. p. 506.
Ancyrophorus biimpressus, von Märkel aus dem rus-
sischen Amerika beschrieben, kommt auch in den Pyrenäen vor;
Fauvel, Bull. Soc. Ent. Fr. 1880. p. LXXIX.
Holotrochus minusculus (Mysol ; Borneo; Java); Fauvel, Ann.
Mus. Civ. Genoy. XV. p. 79.
Osorius discicollis (Fly R., Neu-Guinea); Fauvel, Ann. Mus.
Civ. Genova XV. p. 78.
Stenini. Nordenskiöldia (n. g. Euaestheto affine, sed
tarsis 5-articulatis, mandibulis infra dentem longum medium muti-
cis distinguendum ; sculptura elytrorum staturaque corporis generi
246 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Euplecto haud dissimile) glacidlis (Sibirien, terr. arct.); J. Sahl-
berg a. a. 0. p. 96. Fig. 15.
Stenus latipennis (Sibir., terr. frig. und arct.) p. 78, sibiricus
(verbreitet) p. 79, gibbicoUis (t. arct.) p. 80; J. Sahlberg a. a. 0.
Pinophilini. Palaminus Umbifer (Neu - Guinea) ; Fauvel,
Ann. Mus. Civ. Genova XV. p. 82.
Paederini. Paederus combustus (Fly River), cyanellus (Neu-
Guinea) p. 88, Doriae (Fly R.) p. 89; Fauvel, Ann. Mus. Civ. Ge-
nova XV.
Sunius misellus (Var); Mulsant & Rey, Ann, Soc. Linn.
Lyon XXVIL p. 416, strigiceps (Dorei), bicinctus (ibid.; Mysol;
Batcian) p. 84, rufus (Dorei) p. 85; Fauvel, Ann. Mus. Civ. Ge-
nova XV.
Liparocepbalus cordicoUis (Calif.); Leconte, Short studies
p. 177.
Mulsant & Rey machen die Larve von Stilicus fragilis
Grav. (und affinis) bekannt; dieselbe ähnelt der von Philonthus,
aber der Kopf ist hinten stärker verengt und der Hinterleib nach
seiner Spitze zu weniger verschmälert; Ann. Soc. Linn. Lyon XXVIL
p. 416.
St. quadriceps (Mass.), opaculus (Calif.), biarmatus (Mass.);
Leconte, Short studies p. 178, hierogJyphicus (Dorei)', Fauvel, Ann.
Mus. Civ. Genova XV. p. 86.
Scopaeus dentiger (Massachusetts), brunnipes (Vancouver ; Calif.) ;
Leconte, Short studies p. 179.
Lithocharis Brancsiki (Steiermark; Slavonien); Eppelsheim,
Stett. Ent. Zeit. 1880 p. 287, immanis (Amberbaki); Fauvel, Ann.
Mus. Civ. Genova XV. p. 87.
Leconte beschreibt die (33) Nordamerikanischen Lathro-
bium-arten in einer synoptischen Tabelle; L. bicolor (Mich.), niti-
dulum (ibid.; Florid.), finitimum (Vancouver), puncticeps (Calif.), sub-
seriatum (ibid.; Vancouver), othioides (Oregon) p. 175, simplex (Oberer
See), divisum (Vancouver), debile (Mich.), confusum (Massach.), par-
cmn (Flor.) p. 176, ambiguum (verbreitet), ventrale (Penns. ; Florid.;
Kansas), anale (Penns.; Louis.), pallidulum {Vqxi\iq.\ Flor.), lituarium
(Arizona; Texasj p. 177 sind in gleicherweise als neu diagnosticirt;
Short studies, a. a. 0. p. 174 ff.
Hypophylladobius anophthalmus (Ungarn; Serbien); s. Ent.
Nachr. 1880. p. 50.
Achenium ustulatum Fauvel i. 1. (Omsk); J. Sahlberg a. a.
0. p. 75.
Cryptobium squalidipes p. 91, lucidipes p. 92 (Neu - Guinea) ;
Fauvel, Ann. Mus. Civ. Genova XV.
Staphylinini. Microsaurus ater (Sibir., Jenisseisk); J. Sahl-
berg a. a. 0. p. 72.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 247
Hörn bringt eine Synopsis of the Quediini of the Uni-
ted States, in der er zunächst eine analytische Tabelle der Gat-
tungen und dann der xVrteu aufstellt; außerdem sind (4) Gattungen
und (27) Arten vollständiger beschrieben; die Mehrzahl der Arten
(18) kommen auf die Gattung Quediusi von der Q. desertus {CaMf.,
Arizona, Utah) p. 161, limbifer (Calif.) p. 162, dehüis (ibid. und Van-
couver), prostans (ibid.) p. 165, serkitus, pimcticeps (Vancouver)
p. 166, als neu beschrieben werden; Trans. Am. Ent. Soc. VII.
p. 149 ff.
Raphirus Jenisseensis (Sihir., terr. silv.); J. Sahlber g a. a. 0.
p. 72.
Philonthus calidus {Ost&frika) ', v. Harold, Monatsb. Ak, Wiss.
Bari. 1880 p. 262, hyperboreus (Sibir., terr. frig.); J. Sahlberg a. a. 0.
p. 70, qiiadricolor (Amberbaki) p. 99, discipennis (FJy R.) p. 100,
Sharpi (Dorei) p. 101, picticolUs (Amberbaki) p. 102, occipitalis (Fly
R.) p. 103, longiceps (ibid.; Celebes; Borneo; Malacca) p. 104, squali-
dus (Neu-Guinea) p. 105; Fauvel, Ann. Mus. Civ. Genova XV.
Belonuchus mutator (Gilolo; Celebes; Pnlo-Pinang; Malacca);
Fauvel, Ann. Mus. Civ. Genova XV. p. 106.
Hörn stellt eine Synopsis of the species of Staphyli-
nns and the more closely allied genera (Leistotrophus. Hadrotes,
Creopliilus, Thinopinus) inhab. the U.S. zusammen; Trans. Am. Ent.
Soc. VII. p. 185 ff. S. rutüiccmda (Oregon), viridanus (Neu-England,
Canada, etc., bisher unter dem Namen femoratus F. bekannt, der
aber seltener und auf den Süden beschränkt ist) p. 196 neu.
Leucitus paradiseus (Fly R.); Fauvel, Ann. Mus. Civ. Genov.
XV. p. 96.
Mysolius diversipes (Aru); derselbe ebenda p. 98.
Emus insularis (Batjan; Sumatra) p. 94, Albertisi (Fly R.)
p. 95; Fauvel, Ann. Mus. Civ. Genova XV.
Pachycorynus discedens (Honolulu); Sharp, Trans. Ent. Soc.
Lond. 1880 p. 50.
Metaponcus floridaniis (Enterprize) ; Leconte, Short studies
p. 170.
Leptacinus brunnescens (Calif.), nigrüulus (Michig.). palliduhs
(Calif.), seriatus (Michig.) p. 169, cephalicus (Süd-Carolina) p. 170;
Leconte, Short studies a. a. 0.
Xantholinus ferox (Ostafrika) ; v. H a r o 1 d, Monatsb. Akad. Wiss.
Berl. 1880. p. 262, temporalis (Florida), picipennis (Calif.) p, 172,
dimidiatus (Calif.), gularis (Mich.) p. 173, sanguinipennis (Penns.),
nanus (S. Diego) p. 174; Leconte, Short studies a. a. 0., Baffrayi
(Gilolo); Fauvel, Ann. Mus. Civ. Genov. XV. p. 93.
Leptolinus rubripennis (Mittel- u. Weststaaten), 'piisio (Columb.);
Leconte, Short studies p. 171.
248 Bert kau: Bericht üb. die Wissenschaft!. Leistungen
Othius stenocephalus (Helenendorf); Eppelsheim, Verh. Zool.
Bot. Ges. Wien XXX. p. 506.
Tacliyporini. 'Kenistusa (n. g. Trichopsenio Hörn valde
affine) cavernosa, fossata, pressa (Columbus, Texas); Leconte, Short
studies p. 167.
Cilea aspera (Dore'i) p. 107, partita (ibid.) p. 108; Fauvel,
Ann. Mus. Civ. Gen. XV.
Mycetoporus ignidorsmn (Herzegowina): Eppelsheim, Verh.
Zool. Bot. Ges. Wien XXX. p. 209, picipennis (Meskisches Gebirge);
derselbe ebenda p. 505.
Bolitobius nigricollis (Sibirien, terr. silvos. in Baumpilzen); J.
Sahlberg a. a. 0. p. 104. Fig. 17.
Trichopsenius depressus lebt in den Nestern von Termes
flavipes; The American Entomol. 1880. p, 15.
Tachinus biciispidatus (Sibir., terr. arct.) p. 102, brevipennis
(Ochotsk) p. 103; J. Sahlberg a. a. 0.
Conurus ocellarius (Mysol) p. 109, laeviceps (Fly R.) p. 110;
Fauvel, Ann. Mus. Civ. Genova XV.
Äleocharini. Liophaena graciUpes (Hawaii), flaviceps
(ibid.); Sharp, Trans. Ent. Soc. Lond. 1880. p. 47.
Geostiba a&&rmaia (Sibirien, terr. frig. u. arct.); J. Sahlberg
a. a. 0. p. 95.
Myllaena vicina (Maui), familiaris (Honolulu) p. 48, ciirtipes
(Oahu), discedens (Honolulu) p. 49; Sharp, Trans. Ent. Soc. Lond. 1880.
Silusa papuana (Fly R.); Fauvel, Ann. ^Mus. Civ. Genova
XV. p. 116.
Encephalus angusticollis (Jenisseisk, in einer kleinen Agaricus-
art); J. Sahlberg a. a. 0. p, 82.
Gnypeta canaliculata p. 84, cavicollis, aenescens p. 85 (Sibirien) ;
J. Sahlberg a. a. 0.
Alionta cwr^a (Sibirien, terr. silv.) ; J. Sahlberg a. a. 0. p. 90.
Oligota cZam'corm's (Honolulu ; wahrscheinlich importiert) p. 44,
polita (Oahu) p. 45, glabra (Hawaii), mutanda (ibid.) p. 46; Sharp,
Trans. Ent. Soc. London 1880.
Diestota plana (Honolulu) p. 38, parva (ibid.) p, 39, laiifrons
(Kauai), palpalis (Hawaii) p. 40, puncticcps (Honolulu), carinata (ibid.)
p. 41, riifescens (Kauai) p. 42; Sharp, Trans. Ent. Soc. Lond. 1880.
Phloeopora cmr/ifcZaia (Honolulu), diluta (Kdiuai) -, Sharp, Trans.
Ent. Soc. Lond. 1880. p. 44.
Microcerus annw^er (Mombassa-Kenia); v. Harold, Monatsb.
Ak. Wiss. Berl. 1880. p. 265.
Hydrosmeta transversalis (Sibir., terr. arct.); J. Sahlberg
a. a. 0. p. 86.
Ocalea an^fMZa^a (Süd-Ungarn); Eppelsheim, Verh. Zool. Bot.
Ges. Wien XXX. p. 205.
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 249
Oxypoda praecellens (Croatien); Eppelsheim, Verh. Zool.
Bot, Ges. Wien XXX. p. 206, ancüla (Sibirien, terr. silv.); J. Sahl-
berg a. a. 0. p. 86.
Thectura hicuspis (Gilolo); Fauvel, Ann. Mus. Civ. Genov.
XV. p. 112.
Leptusa Astimensis (A.) p. 282, granulipennis (ibid.) p. 283;
Eppelsheim, Stett. Ent. Zeit. 1880, difficäis (Herzegowina); der-
selbe, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien XXX. p. 205, fumida Er. var.
xanthopyga (Martkopi); derselbe ebenda p. 504.
Homalota (Liogluta) Letzneri (Glazer Schneeberg; Friedland;
Böhmerwald); Eppelsheim, Stett. Ent. Zeit. 1880. p. 285, capitu-
lata (Südungarn) p. 207, (Geostiba) croatica (C.) p. 208; derselbe
Verh. Zool. Bot. Ges. Wien XXX, (H.) lacrymosa (Dorei); Fauvel,
Ann. Mus. Civ. Genov. XV. p. 111.
Atheta suhplana (Sibirien, terr. frigid.) p. 90, rivtilaria (t. arct.),
Trybomi (t. frig.) p. 92, frigida (ibid.) p. 93; J. Sahlberg a. a. 0.
Tachyusa pumila (Maui); Sharp, Trans, Ent. Soc. London
1880. p. 38, divisa (Dorei; Celebes), usta (Dorei) p. 115, thoracica
(Fly R.) p. 116; Fauvel, Ann. Mus. Civ. Genova XV.
Bolitochara annularis (Dorei); Fauvel, Ann. Mus. Civ. Ge-
nov. XV. p. 118.
Falagria laeviuscula (Dalmatien); Eppelsheim, Verh. Zool.
Bot. Ges. Wien XXX. p. 204, currax (Honolulu); Sharp, Trans.
Ent. Soc. London 1880. p. 37, cavicollis (Gilolo) p. 119, formicaria
(Fly R.) p. 120; Fauvel, Ann. Mus. Civ. Genov. XV.
Paussidae. Paussus (Ceraptems) molUcellus (Lagos); Dohrn,
Stett. Ent. Zeit. 1880. p. 151, Pierronii (Nossi-Be); Fairmaire,
Natural. 1880. p. 236 und Ann. Soc. Ent. France 1880. p. 327. PI.
11. Fig. 3.
Platyrrhopalus irregularis (Java); Ritsema, Notes .... Leyd.
Mus. II. p. 249.
Hycfrophilidae. Hydraena armata (Tbatani, Kaukasus); Reit-
ter, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien XXX. p. 504.
Asiobateso&ews?'.s (Sibir., terr. silv.) ; J. Sahlberg a. a. 0. p. 60.
Ochthebius parvicoUis (Boghari) p. 179, auropdllens (Biskra),
atriceps (Boghari) p. 180, crenatuhis (ibid.), grandipennis (Batna) p.
181; Fairmaire, Rev. et Mag. de Zool. 1879.
Helophorus niger (Sibir., terr. frigid.) p= 61, Bergrothi (t. arct.
u. silv.), splendidus (t. frig.) p. 62; J. Sahlberg a. a. 0.
Gyrinidae. Zur Lebensweise des Orectochilus villosus
Müll, bemerkt Kolbe, dass er gleich den Gyrinus-arten, nur unru-
higer, auf der Wasserfläche raschfließender Bäche schwimme, na-
mentlich an buschigen Stellen; Deutsch. Ent. Zeitschr. 1880. p. 228.
Leesberg erinnert daran, dass er bereits vor 5 Jahren dieselbe
Beobachtung mitgetheilt und die irrigen Angaben über eine nacht-
250 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
liehe Lebensweise dieses Käfers berichtigt habe; Tijdschr, v. Entom.
XXIV; Versl. p. XXIIL
0. spiniger p. 214, subsulcatus, scalaris p. 215 (Sumatra); Re-
gimbart, Notes . . . Leyden Museum II, palUdocinetus (Nossi-Be);
Fairmaire, Natural. 1880. p. 236 und Ann. Soc. Ent. France 1880.
p. 325.
Dineutes fulgidus (Sumatra); Regimbart, Notes ... Leyden
Museum IL p. 213.
Dytiscidae. L. Camerano. Note intorno ai Ditiscini
del Piemonte; Bull. Soc. Ent. Ital. XIL p. 116 ff.
Derselbe. Ricerche intorno alle solcature delle
elitre dei Ditiscidi come carattere sessuale secondario;
Atti R. Accad. d. Sei. di Torino XV. Die Furchen sind nicht durch
geschlechtliche Zuchtwahl entstanden, sondern ein ererbter Besitz,
den die natürliche Zuchtwahl auszulöschen strebt, da er die Bewe-
gung des Thieres hindert (?), (Schon vor mehreren Jahren von v.
Kiesenwetter ausgesprochen.)
Hydaticus litigiosus (Sumatra); Regimbart, Notes . . . Leyden
Museum II. p. 210, sesquivittatus (China); Fairmaire, Natural.
1880. p. 164.
J. R. Sahlberg spricht über den bekannten Dimorphismus
der Dytiscus-Weibchen. Er glaubt, dass die Exemplare mit ge-
furchten Flügeldecken im Allgemeinen eine mehr nördliche Ver-
breitung haben. Trotzdem die frühere Ansicht, die Furchung der
Flügeldecken solle dem ^ das Festhalten während der Begattung
erleichtern, durch die direkte Beobachtung widerlegt ist, bezeichnet
Sahlberg doch die eine Form als ä sculpture favorable ä l'ac-
couplement. Entomol. Tidskrift I. p. 166.
Leprieur macht ein Weibchen einer nicht bestimmten Art
bekannt, bei dem die inneren P^urchen nicht die Mitte und die
äußeren nicht ein Drittel der Flügeldeckenlänge übersehreiten;
Bull. Soc. Ent. Fr. 1880. p. CXXX.
Copelatus tenebrosus (Sumatra); Regimbart, Notes . . . Leyden
Museum IL p. 210.
Gaurodytes punctipennis (Sibir., terr. frig,), nigripalpis (ibid.)
p. 56, amnicola (ibid.) p. 58, Slovzovi (Omsk) p. 59; J. Sahlberg
a. a. 0.
Laccophilus Eitsemae (Moeara Luboe, Sum.); Regimbart,
Notes . . . Leyden Museum IL p. 209.
Hydrocanthus Eitsemae (Sumatra); Regimbart, Notes. , . Ley-
den Museum IL p. 213.
Hydroporus intermedius (Sibir., terr. silv.), Sibiriens (t. arct.
u. frig.) p. 49, punctipennis (t. frigid.), aenescens (ibid.) p. 50, pe-
ctoralis (t. silv.) p. 51, ohovatus (t. arct.) p. 52; J. Sahlberg a. a. 0.,
dorsoplagiatiis (Algier) p. 247, cribratellus, productus (Batna) p. 248;
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 251
Fairmaire, Ann. Soc. Ent. France 1880, strigicollis (Reunion);
derselbe, Naturaliste 1880. p. 293.
Coelambus unguicularis (Sibir., terr. arct. u. silv.); J. Sahl-
berg a. a. 0. p. 47. Fig. 14.
Hyphydrus Äumatme (Solok); Regimbart, Notes ... Leyden
Museum II. p. 211.
Hydrovatus atricolor (Solok), consanguineus (Boekit Kandang,
Sumatra); Regimbart, Notes ... Leyden Museum II. p. 212.
Wehncke giebt eine Uebersicht der europäischen Ver-
wandten des Haliplus ruficollis De Geer nebst einer ausführ-
lichen Beschreibung der Arten; Deutsch. Ent. Zeitschr. 1880. p.
223 f.
H. natalensis (N.) p. 72, syriacus (S.), ahhreviatus (Mesopot.)
p. 73, havaniensis (Cuba), Slimyi (China; Japan) p. 74, hrevis (China;
Kia-Kiang), histriatus (Adelaide) p. 75; derselbe, Stett. Ent. Zeit.
1880, Samojedorum (Sibirien, terr. frig.); Sahlberg a. a. 0. p. 45,
tumidiis (Texas); Leconte, Short studies p. 166.
Carabidae. Bemhidiini. J. Sahlberg giebt a'. a. 0. p. 12
eine Uebersicht der (44) sibirischen Bembidium-arten und be-
schreibt B. Jenissense p. 14, (Peryphus) frigidum (terr. arct.), sulci-
penne (terr. silv.) Fig. 2, parvicolle (t. mont. u. silvosum) p. 16, ma-
croptemm (t. frig.) p. 17. Fig. 3, sulcicolle (t. frigid.) p. 18.
Änchonoderini. Anchonoderus qimdnnotatus (Texas); Hörn,
Trans. Am. Ent. Soc. VII. p. 53.
Pogonini. Anophthalmus intersUtiaUs (Mammuthhöhle) ;
Hubbard, The Amer. Entomol. 1880. p. 52, Hegedüsii (Mehadia)
p. 179, Turcicus (Constantinopel) p. 261; Frivaldszky, Termesz.
luzet. IV, BeiUeri (Südkroatien); Miller, Verh. Zool. Bot. Ges.
Wien XXX. p. 203, Targionii (Oliero, Veneto); della Torre, Bull.
Soc. Ent. Ital. XII. p. 253, Tav. I, Lantosqiiensis (Piemont) p.
CXXVIII, Clairi (ibid.), Simoni (Grotte der Minerva, Herault) p.
CXXIX; Abeille de Perrin, Bull. Soc. Ent. Fr. 1880.
Trechus curvatus (Sibirien, terr. montos. u. silvos.); J. Sahl-
berg a. a. 0. p. 20.
Patrobus clavipes und rubripes Th. sind Varietäten von P.
excavatus und septentrionalis; Schöyen, Entom. Tidskrift I. p. 185.
Anchomenini. Änchomenidius (n. g. ab Anchomeno
differt praesertim unguiculis omnibus evidenter denticulatis) für A.
astur Sharp — melanocephalus Dej. ?; v. Hey den, Deutsch. Ent.
Zeitschr. 1880. p. 295.
Olisthopus Sibiriens (Sibir., terr. silv.); J. Sahlberg a. a. 0.
p. 40.
J. L. Le Conte stellt eine Synopsis der (82) Nordameri-
kanischen Platynus-arten auf, unter denen piceolus (Oregon),
erasus (I Vancouver Isl.) p. 52, deceptims (Neu-Schottland), Hardyi
252 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
(New-Foundland) p. 53, gemelliis (Vancouver Isl.) p. 54 neu sind;
Bull. Brooklyn Entora. Soc. II. p. 45 £f.
Feroniini. Celia laevicoUis (Krasnojarsk); F. W. Maeklin,
Oefv. Finsk. Vet. Ak. Förh. XIX. p. 21.
Amara (Celia) silvicola Zimmerm. in Schweden; Entom.
Tidskrift I. p. 156.
A. (Cyrtonotus) nificornis (Sib., terr. arct.) p. 32, siibsulcata
(terr. frig.) p. 33. Fig. 9, (Bradytus) Tryhomi (t. frig.) p. 34. Fig.
11, (Amara) laevissima (t. mont.) p. 36. Fig. 12; J, Sahlberg a.
a. 0., (Percosia) fortis (Texas); Leconte, Short studies p. 164.
Zohrus asturiensis, estrellaniis {A.); v. Hey den, Deutsch. Ent.
Zeitschr. 1880. p. 296, deßexieolUs (Marocco); Fairmaire, Ann.
Soc. Ent. France 1880. p. 246.
Haptoderus procerulus (Asturien); v. Hey den, Deutsch. Ent.
Zeitschr. 1880. p. 295.
Ferouia (Adelosia ?) suhlaevis (Sib., terr. frigid.) p. 24. Fig. 5,
Nordenslciöldii (terr. silv.) Fig. 6, Samojedorum (terr. frig.) Fig. 7,
p. 25, (Abax?) abnormis (terr. frig.) p, 27. Fig. 8, (Pseudocryobius)
punctigera (t. frig.) p. 29, (Argutor) longiuscula (t. frig.) p. 31; J.
Sahlberg a. a. 0.
Platyderus dalmatinus (Nareuta); Miller, Yerh. Zool. Bot.
Ges. Wien XXX. p. 203.
Pterostichus (Peristethus) Hamütoni (Penusilv.) p. 139, agonus
(Alaska) p. 140. PI. III. Fig. 2; Hörn, Traus. Am. Ent. Soc. VIII.
Trigonotomini. Abacetus rufoguttatus (Nossi-Be); Fair-
maire, Natural. 1880. p. 308 und Ann. Soc. Ent. France 1880.
p. 324.
Harpalini. Hypolithus lugubris (Ostafrika); v. Ha r cid,
Monatsb. Akad. Wiss. Berl. 1880. p. 260.
Harpalus simulans (Sibirien, t. silv.); J. Sahlberg a. a. 0.
p. 44, obliquus (New-Mexico) ; Hörn, Trans. Am. Ent. Soc. VIII.
p. 140. PI. III. Fig. 3.
Ophonus aterrimus (Asturien); v. Hey den. Deutsch. Ent.
Zeitschr. 1880. p. 296, Cunii (Catalonien) ; Fairmaire, Ann. Soc.
Ent. France 1880. p. 237.
Hörn giebt Critical Notes on the Species of Seleno-
p hör US of the United States, nemlich S. palliatus F., pedicu-
larius Dej., fatuus Lee, breviuscidus n. sp. (Fort Cobb, Indian Ter-
ritory) p. 181, opalinus Lee, gagatinus Dej., iripennis Say, sub-
tinctus Lcc, fossulatus Dej., ovalis Dej., ellipticus Dej.; Proc. Amer.
Philosoph. Soc. Philadelphia, XIX. Nr. 107. p. 178 ff.
Dichirotrichus angustulus (Sibir., terr, mont.); J. Sahlberg a.
a. 0. p. 44.
Anisodactylini. G. H. Hörn giebt eine Review of the
Species of Anisodactylus inhabiting the United States;
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 258
Proc. Amer. Philos. Soc. XIX. p. 162 ff. Er unterscheidet wie bis-
her zunächst die 3 Gruppen nach der Bildung- des Endsporns an
den Vorderschienen (A. dreispaltig-, B. in der Mitte verbreitert, C.
dünn) und dann in jeder 2 ünterabtheiluntren nach der Beschaffen-
heit der Hiutertarsen und Sculptur und Bekleidung der Flügeldecken.
Er erhält auf diese Weise folgende 6 Gruppen: Aa. Hiutertarsen
platt, kürzer als die Tibia, das erste Glied sehr wenig länger als
das zweite; haarige Arten.
Ab. Hintertarsen dünn, so lang wie die Tibia, das erste Glied
beinahe so lang wie die beiden folgenden zusammen.
Ba. Hintertarsen dünn, so lang wie die Tibia, das erste Glied
lang; das erste Glied der Mitteltarsen beim ^ an der Spitze haarig;
schwarze Arten.
Bb. Hinterarsen platt, erstes Glied kurz; erstes Glied der
Mitteltarsen beim (j^ unten glatt; zweifarbige oder metallische Arten.
Ca. Flügeldecken mit deutlich eingedrückten dorsalen Punk-
ten, glatt, Oberfläche mehr oder weniger metallisch; erstes Glied
der Mitteltarsen beim ^ unterhalb glatt oder mit einer kleinen
behaarten Stelle.
Cb. Flügeldecken ohne eingedrückte dorsale Punkte, fein
punktiert, behaart, Oberfläche schwarz ; erstes Glied der Mitteltarsen
beim (-^ über die Hälfte behaart.
Aa. (Dichirus) ist der Pacifischen Region, Cb. der Atlantischen
eigenthümiich; die übrigen Gruppen sind auf beiden Seiten des
Continentes vertreten. Es sind 31 Arten bekannt geworden, darun-
ter (Aa.) pilosus (Californien), immanis (ibid.) p. 165, (Bb.) nivalis
(Nevada, Oregon, Vancouver) p. 173 neu.
Licinini. Leconte giebt eine Tabelle der Nordamerikani-
schen Badist er- Arten und beschreibt B. elegans (Bosque Co.) p. 165,
reflexus (New- York; Michigan; Louisiana) p. 166; Short studies
a. a. 0.
Licinus MerUii (Bithynien); Frivaldszky, Termesz. Füzet.
IV. p. 260.
Derostichus setosus {Biblr., Krasnojarsk); J. Sahlberga. a. 0.
p. 40.
G. H. Hörn beschreibt die Larve einer Dicaelus-Art (wahr-
scheinlich von D. splendidus oder costatus); dieselbe erinnert durch
ihren kleinen Kopf an die von Chlaenius; Trans. Amer. Entora. Soc.
VIT. p. 37.
Chlaeniini. Larve von Chlaenius laticollis Say p. 17, leuco-
scelis Chevr. p. 25; Bull. Brooklyn Ent. Soc. III.
Chi. scuteUaris, improlms, Hildebrandti, Maximiliani (Ostafrika);
v. Harold, Monatsb.Ak. Wissensch. Berl. 1880. p. 261.
Panagae'ini. Panagaeus (Epicosraus) Micliardi (Madagascar);
Fairmaire, Naturaliste 1880. p. 307.
254 Bertkau: Bericht üb. die wissenscbaftl. Leistungen
Microcosmus Pierronii (Nossi-Be); Fairmaire, Natural. 1880.
p. 236 und Ann. Soc. Ent. France 1880. p. 324. PI. 11. Fig. 2.
Scaritini. DeChaudoir beendet seine Monographie dieser
Abtheilung; Ann. Soc. Ent. Belg. XXIII. p. 5£f.; vgl. d. Ber. 1880.
p. 567 (335). Es werden hier die Gattungen behandelt: Crepido-
pterus, Pachyodontus p. 9 für Scar. IsiUgmdus Wied., Menigius
p. 12 für M. Schaumi (Guinea) p. 13; Macrotelus p. 14 für M.
sulciger (Zanzibar) p. 16; Scaris p. 17 für Taeniolobus Guerini
Chaud., Taeniolobus (neu: T. stibcostatus (Para) p. 23, rugatus
(Brasil.) p. 25, holcocranius (Bahia) p. 26, convexnisculus (Brasil.) p. 34,
Beichei (Cayenne) p. 35, honariensis (B.-A.) p. 37, lucidus (N'gami)
p. 42, stygicus (Bahr el Abiad) p. 43), Distichus (neu: D. moestus
(Argent.) p. 44, angustiformis (Amazon.) p. 46, muticus (Montevideo)
p. 50, trivialis (Amazon.) p. 51, striaticeps (Indien), dicaelus (Singa-
pore) p. 52, pachycerus (Nubien) p. 56, lucidulus (Rangun), modestus
(Indien) p. 57; auch Taeniol. octocoelus Ghaud. ist ein Distichus),
Scaritodes p. 60 für Scarites morio Dej. und Sc. semicarinatus
(Bahia) p. 62, Scarites (neu: Sc. similis (Ostasien) p. 83, ceylonicus
(C.) p. 85, longiusculus (Philippinen) p. 86, liopterus (Indien) p. 87,
suhproductus (Siam) p. 90, iUustris (Venezuela), siibcrenatus (Amazon.)
p. 91, texanus (T.) p. 94, subrugatus (Amazon.) p. 95, praedator
(Rangun) p. 97, denticulatiis (Cochinchina), simogonus (N'gami), Bou-
cardi (?) p. 98, Epapliius (Cap l'Aguilhas) p. 106, angulifrons (Trans-
vaal) p. 111, cycloderus (Indien) p. 112, quadricostis (Brasil.) p. 118).
Dyschirius laevifasciatus (Oregon); Hörn, Trans. Am. Ent. Soc.
VII. p. 52.
Carenum Nicherli (Austral.); Ancey, Natural. 1880. p. 221.
Pasimachus tolucanus (Mexico) p. LXXXV, quadricollis (ibid.)
p. LXXXVI; Chaudoir, Bull. Soc. Ent. Fr. 1880.
Molobrus cardioderus (Guatemala) p. LXXXVI, intermedius
(Costa Rica), aurocinctus (Mexico) p. LXXXVII, metallicus (ibid.) p.
LXXXVIII; derselbe ebenda.
Morionini. Chaudoir liefert einenEssai monographique
sur les Morionides; Bull. Soc. Imp. Natur. Moscou LV. p. 317 fif.
Der Verfasser gesteht ein, diese Tribus von den Feroniini durch
keine durchgreifenden Merkmale unterscheiden zu können, und ver-
einigt in ihr solche Gattungen, welche eine augenfällige Verwandt-
schaft mit der Gattung Morio haben. Es sind dies: Hyperion, Mega-
morio (für Platynodes Mniszechi Chaiid.) p. 323, Morio mit den
neuen Arten M. UÄlbertisi (Katau, Fly River), stolidus (Fly River,
Hatam) p. 336, stihconvexus (Java?) p. 340, suhtnarginaUis (Borneo?)
p. 342, cordicollis (Borneo) p. 343, intermedius (Batchian, Ternate)
p. 344, angustus (Philippinen) p. 346, constrictus (= Platyn, Wester-
manni Chaud. nee Westiv.) p. 350, Mmeratus (Neu-Guinea) p. 352,
pachysomus (Endeavour R., Austr.) p. 358, germanus (Neu-Holland)
im Gebiete der Arthropoden im Jahre 1880. 255
p. 361; Platynodes, Homalomorpha, Buderes, Moriosomus und Mo-
rionidius p. 380, für M. Doriae (Sarawak) p. 383.
Änthiiti i. Polyhirma chaJcodera, liamifera (Ostafrika) ; v. H a-
rold, Monatsb. Ak. Wissensch. Berl. 1880. p. 260.
Pericalini. Eurydera ohscurata (Nossi-Be); Fairmaire,
Natural. 1880. p. 308 und Ann. Soc. Ent. Fr. 1880. p. 323.
Lehiini. Loxopeza tcstacea (Texas) (von L. tricolor nur
durch die Farbe unterschieden); Leconte, Short studies p. 164.
Dromius angusticolUs (Sibir., terr. silv.); J. Sahlberg a. a. 0.
p. 22. Fig. 4, proderus (Marocco); Fairmaire, Ann. Soc. Ent. Fr.
1880. p. 246, atriceps (Bayou Sara); Leconte, Short studies p. 163.
Axiuopalpus nigriceps (Colorado); Leconte, Short studies
p. 164.
Galeritini. Galerita leptodera Chaud. = attelaboides JF.;
G. nigrocyanea Chaud. auch von der Goldküste in einem rothgelben
Exemplar; als neu ist beschrieben G. peregrina (Hongkong); Dohrn,
Stett. Ent. Zeit. 1880. p. 290 f.
G. Madecassa (Nossi-Be); Fairmaire, Natural. 1880. p. 236
und Ann. Soc. Ent. Fr. 1880. p. 322.
Calophaena alboguttata (Copataza R., Südam.); Water house,
Ann. a. Mag. Nat. Hist. (5) V. p. 286.
Drypta dimidiata (Soeroelangoen, Sumatra); Putzeys, Notes
. . . Leyden Museum H. p. 191.
Odontacanthini. Od(ont)acantha Nossibiana (Nossi-Be);
Fairmaire, Natural. 1880. p. 236 und Ann. Soc. Ent. France 1880.
p. 322. PL 11. Fig. 1.
Cychrini. Hörn giebt eine Synopsis of the species of
Cychrus inhabiting Boreal America; Trans. Am. Ent. Soc.
VH. p. 168 ff.; C. Hemplüllii (Wahsatch Mts., Utah) p. 184 neu.
Damaster viridipennis (Nipon); Lewis, Ent. Monthl. Mag.
XVII. p. 161.
Carahini. Calopachys (n. g., in seiner Gestalt die Cha-
raktere von Calosoma und Carabus vereinigend) vmc^mMwws (Mexico);
Haury, Naturaliste 1880. p. 164.
Calosoma procerum (Ostafrika); v. Harold, Monatsber. Ak.
Wiss. Berl. 1880. p. 260.
G. Kraatz. üeber Scuiptur- Abweichungen bei Cara-'
bus; Deutsch. Ent. Zeitschr. 1880. p. 337. Taf. IL Fig. 1, 2, 3.
Gehiu. Note sur le C. monilis et ses Varietes; Naturaliste
1880. p, 325, 331.
C. Favieri var. piraticus (Larache); Fairmaire, Ann. Soc.
Ent. France 1880. p. 246.
C. alticola (Basses Alpes); Bellier, Natural. 1880. p. 301 (=
C. regularis Knoch. sec. Gehin ibid. p. 305).
256 Bertkau: Bericht üb. die wissenschaftl. Leistungen
Leistus amplicolUs (Marocco) ; Fairmai re, Natural. 1880.
l^. 190.
Elaphrini. Elaphrus latipennis (Sibir., terr. frigid.) p. 10,
longicollis (terr. silvos. und arct.) p. 11. Fig. 1 ; J. Sahlberg a.a.O.,
pallipes (Oregon; Brit, Columb.) p. 51, viridis (Calif.) p. 52; Hörn,
Trans. Am. Ent. Soc. VII.
Gicindelidae. G. H. Hom liefert die Beschreibungen der Lar-
ven Nordamerikanischer Gattungen dieser Familie ; Transact. Amer.
Entom. Soc. VII. p. 28 fi"., PI. II. (Arablychila cylindriformis Say;
Omus Dejeani J^e^'c/ze; Tetracha Carolina i.; Cicindela repanda De/.).
E. Duges beginnt in T. V. p. 17 ff. PI. II von La Naturaleza
seine Descripciones de coleopteros indigenos mit dieser Familie, aus
der er als in Mexico einheimisch anführt: Tetracha genicu lata (T/ievr.,
mexicana Chevr. ; Cicindela mexicana Klug, luteolineata Clievr.^ uni-
color Dej.^ flavopunctata Chevr., carbonaria Chcvr., papulosa Chatid.,
Meilyi Chaud., Sommeri Mannerh.
Kraatz entzieht die Cicind. trisignata var. subsuturalis Som-
vcrb. der Vergessenheit; Bull. Ent. Fr. 1880. p. XXXI.
Cincindela Pierronii (Nossi-Be); Fairmaire, Natura]. 1880. p.
236 und Ann. Ent. Fr. 1880. p. 321, antJiracina (Nevv^ Mexico); Hom,
Trans. Am. Ent. Soc. VIII. p. 139, Beccarii (Sumatra); Oestro,
Ann. Mus. Civ. Genova XV. p. 49.
Auch Do hm gelangte durch Ansicht einer von Costarica
stammenden Ctenostoma zu der von Chaudoir ausgesprochenen
Meinung, dass Ct. insigne, nigrum, Sal.lei Modifikationen von Ct.
metallicum seien; als neue Art von Costarica beschreibt derselbe C.
ibidion; Stett. Ent. Zeit. 1880. p. 371 f.
Therates Sumatrensis (Moeara Laboe); Putzeys, Notes . . .
Leyden Museum II. p. 191.
Styphloderma laevicolle (Ost- Afrika) ; Water liouse, Ann. a.
Mag. Nat. Hist. (5) VI. p. 92.
Oxychila glabra (Macas, Südam,); Waterhouse, Ann. a. Mag.
Nat. Hist. (5) V. p. 285.
Bericht über die Leistungen in der Naturgeschichte
der Säugethiere während des Jahres 1880.
Von
Troschel.
Krueg hat seine Untersuchungen auch auf die Fur-
chen auf der Grosshirnrinde der zonoplacentalen Säuge-
thiere ausgedehnt. Bei den Carnivoren unterscheidet er 3
Grenzfurchen, 9 Hauptfurchen und 12 Nebenfurchen. Er
beschreibt dann die Familien Canidae, Felidae, Hyaenidae
und Protelidae, Viverridae, Mustelidae, Procyonidae, ürsi-
dae. Diese fissipeden Carnivoren unterscheiden sich von
den pinnipeden durch folgende Merkmale: die Fissura
suprasylvia ist immer mehr oder weniger stark von hinten
oben nach vorn unten herabgebogen, die suprasylvia po-
sterior verläuft ziemlich genau von oben nach unten, jeden-
falls ist sie nie stark nach vorn geneigt. Beide Furchen
sind, äusserst seltene Ausnahmen abgerechnet, immer mit
einander verbunden, ihre freien Enden kommen der F.
rhinalis und rhinalis posterior ziemlich nahe, nie aber ist
das vordere Ende der F. suprasylvia mit der F. coronalis
verbunden. — Von pinnipeden Carnivoren hat Verf. nur
je eine Species der Phocidae und Otaridae untersucht.
Danach läuft die F. suprasylvia horizontal über der F. Syl-
vii, ihr oberes Ende ist gegen die F. coronalis gerichtet
und häufig mit dieser verbunden. Die F. suprasylvia po-
sterior ist von hinten oben gegen die Mitte der Höhe der
F. Sylvii gerichtet. Die einander zugeneigten Enden der
F. suprasylvia und suprasylvia posterior vereinigen sich
selten vollständig, die entgegengesetzten Enden sind immer
Arcli, f. Naturgesch. XXXXVH. Jahrg. 2. Bd. R
258 Troschel: Bericht üb. d, Leistungen in d. Naturgeschichte
weit von der F. rliinalis und rhinalis posterior entfernt.
— Dann folgen die Chelophoren mit den Familien Hyra-
cidae und Elephantidae. — Es werden nun die Furchen
der Zonoplacentalen mit denen der Ungulaten verglichen.
Bei den ersteren atrophirt die Gegend unter der F. su-
prasylvia und suprasylvia posterior, und beide Furchen,
die bei den Ungulaten horizontal verlaufen, neigen sich
nach unten derart zusammen, dass sie nur an ihrer Ver-
einigungsstelle in der ursprünglichen Höhe fixirt bleiben,
mit den freien Enden aber mehr oder weniger stark nach
abwärts rücken. Die über ihnen gelagerten Furchen folgen
dann in verschiedenem Grade derselben Bewegung. Während
aber auf der Vorderhälfte des Gehirns dadurch ein grös-
serer Raum für die Entwickelung der über der F. supra-
sylvia gelegenen Furchen geschaffen wird, gelangt auf der
hinteren Hälfte die Gegend über der F. suprasylvia posterior
nicht zu höherer Ausbildung, die Gegend unter ihr wird
hingegen noch mehr reducirt als jene unter der F. supra-
sylvia. — Aus den vom Verf. aufgestellten Ergebnissen
heben wir nur hervor, dass sich bei den Carnivoren nir-
gends vergängliche Furchen fanden, dass eine einmal
angelegte Furche sich in dem späteren Verlaufe der Ent-
wickelung nie wieder in zwei Theile trennt, und dass
die wichtigeren Furchen in der Entwickelung vorausgehen.
Zeitschr. wiss. Zoologie 33. p. 595—672 mit Taf. 34—38.
Salensky lieferte einen Beitrag zur Entwickelung
der knorpligen Gehörknöchelchen bei Säugethieren. Als
Untersuchungsmaterial dienten ihm besonders Embryonen
des Schafes. Bei der Bildung des Hammers und Ambosses
nimmt allein der erste Schlundbogen resp. der Meckel'sche
Knorpel Thcil; der zweite Bogen resp. der Reichert'sche
Knorpel, im Gegensatz zu der Behauptung von Parker,
spielt hierbei gar keine Rolle. Schon in ziemlich frühem
Entwickelungsstadium trennt sich von dem ersten Knorpel-
bogen ein hinterer Theil ab und stellt die Anlage des
Ambosses dar, während der übriggebliebene vordere Theil
zur Anlage des Hammers nebst MeckeFschem Knorpel
wird. — Der Stapes bildet sich unabhängig von den an-
dern Gehörknöchelchen; er erscheint in Form eines Zell-
der Säiigethiere während des Jahres 1880. 25Ö
haiifens um die Arteria mandibiilaris, bekommt später die
Form der trapezoiden Platte, welche sich darnach in eine
fünfeckige und endlich in eine glockenförmige verwandelt;
der Stapes stellt von seinem ersten Auftreten an eine durch-
löcherte und nicht solide Platte dar, wie das letztere von
allen Embryologen angenommen wurde; der Verlauf der
Arteria mandibularis und die Entstehungsweise des Stapes
in ihrer Umgebung hat bedeutenden Einfluss auf die Form
der Stapesanlage ; die mandibularis bedingt die Durchlö-
cherung des Stapes, sie bedingt auch die rinnenförmige
Aushöhlung des vorderen Stapesschenkels; die Arteria
mandibularis spielt nur eine provisorische, für die Entste-
hung des Stapes wichtige Rolle und geht später gewöhnlich
zu Grunde, sie bleibt nur ausnahmsweise bei einigen Thieren
im ausgebildeten Zustande bestehen. Morphologisches Jahr-
buch VI. p. 415 mit Taf. XX.
Honigschmied hat im Anschluss an seine frühere
Mittheilung (1877) die Resultate seiner Beobachtungen
über die Vertheilung der Geschmacksknospen mitgetheilt,
wie er sie beim Marder, litis, Spitzmaus, Murmelthier und
Siebenschläfer gewonnen hat. Zeitschr. für wiss. Zoologie
34. p. 452.
Allen stellte Betrachtungen an über die Homologien
der Bezahnung bei den Raubthieren, Insectivoren und Chi-
ropteren, und suchte die Formen der Molaren von der
subconischen Form der Eckzähne abzuleiten. Proc. Phila-
delphia 1880. p. 226.
Cope hat seine Aufmerksamkeit auf die Foramina
des hinteren Theils des Schuppenbeins der Säugethiere
gerichtet. Er beschreibt sie von einer grossen Anzahl von
Arten aus allen Ordnungen. Proceedings of the American
phil. Soc. XVm. p. 452.
Albrecht sucht nachzuweisen, dass bei den amnioten
Wirbelthieren ein Proatlas vorhanden sei, ein Wirbel der
zwischen dem Occipitale und dem Atlas gelegen sei und
durch welchen der Nervus spinalis primus s. proatlanticus
trete. Zool. Anzeiger HL p. 450 und p. 472.
Sabatier hat eine umfangreiche Abhandlung ,^Com-
paraison des ceintures thoracique et pelvienne dans la
260 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
s6rie des vert6br6s" in den Mem. de Montpellier IX. p. 277—
707 veröffentlicht. Nach einer allgemeinen Einleitung be-
ginnt Verf. mit dem Schultergürtel und dem Becken der
Amphibien, wendet sich dann zu den Reptilien, ferner zu
den Vögeln und Säugethieren mit Rücksicht auf die Kno-
chen. In einem zweiten Abschnitt stellt er eine Verglei-
chung der Muskeln der beiden Gürtel an. Der dritte Ab-
schnitt enthält eine Vergleichung der vorderen Gliedmassen
mit den hinteren. Die Arbeit bringt eine solche Fülle von
Beobachtungen, und einen solchen Reichthum von Betrach-
tungen und Schlüssen, dass ich ganz davon absehen muss,
in Einzelnes einzugehen. Verf. schliesst mit folgenden
Sätzen: Les Vert^bres presentent dans la Constitution de
leurs ceintures et de leurs membres des tömoignages ecla-
tants d'une parente qui leur a legue ä tous les dispositions
communes et un type commun ä realiser; L'observation
attentive parvient sürement ä de voller ces temoignages de
consanguinite malgre les modifications parfois profondes qui
resultent de l'action combinee de l'adaptation et de l'here-
dite; car si l'h^redite des formes ancestrales conserve le
caractere du type commun, l'heredite des dispositions
acquises tend de plus en plus ä modifier le type primitif
et ä masquer la genealogie.
Durand setzte in der Association frangaise seine
Untersuchungen über die vergleichende Osteologie der
Thoraxgliedmassen und der Schulter-Torsion auseinander.
Er glaubt, dass diese letztere keine virtuelle, sondern eine
reelle sei. Er geht von den Vordergliedmassen der Ceta-
ceen aus, und betrachtet sie als die primitive Form der
Vordergliedmassen der Säugcthiere. Er legt Gewicht auf
die immer wachsende Amplitude der Schulter-Torsion von
den Reptilien und den Cetaceen an bis zu den Primaten
durch die Monotremen, Marsupialien, Pinnipedien, Chiro-
pteren u. s. w. Dagegen opponirt Sabatier; er erklärt die
ganze Schulter-Torsion für eine Illusion. Association fran-
^aise, Montpellier p. 766.
Allen verglich die Schläfen- und Masseter-Muskeln
der Säugethiere. Er schliesst: Während es passend ist,
diese Muskeln zu trennen, muss daran erinnert werden,
der Säagethiere während des Jahres 1880. 261
dass bei manchen Säugethieren die Tendenz vorhanden
ist, den Masseter und den Schläfenmuskel zu vereinigen,
da der tiefere Theil des ersteren mit dem oberflächlichen
Theil des letzteren verschmilzt. Der Mensch und einige
Nager sind Ausnahmen davon, bei ihnen ist der temporalis
von dem^ Masseter getrennt. In derselben Ordnung, wie
bei Coelogenys und Dasyprocta fehlt der tiefere Theil des
temporalis, oder ist durch eine kreisförmige Masse verti-
caler Fasern repräsentirt. Da diese Muskeln sehr vernach-
lässigt sind, wird eine sorgfältige Untersuchung bei allen
Säugethieren empfohlen. Proc. Philadelphia p. 385.
Koster hat die Homologie der Handmuskeln beim
Menschen und den höheren Affen untersucht, und bespricht
die seit seiner früheren Mittheilung über diesen Gegenstand
(Verslagen en Mededeelingen XIV) erschienenen Arbeiten
von Langer und BischofP. Verslagen en Mededeelingen
koninklyke Acad. van Weteuschappen XV. p. 179.
Watson schrieb über die Homologie der Geschlechts-
organe, illustrirt durch vergleichende Anatomie und Patho-
logie. Die weiblichen Geschlechtsorgane der Hyäne werden
beschrieben. Humphrey and Turner Journ. of anatomy
XIV. p. 50.
Brass berichtete über den Bau und die verschiedene
Entwickelung der weiblichen Geschlechtsapparate der
Säugethiere. Zeitschr. für die ges. Naturwissenschaften
53. p. 672.
Macleod beschrieb die Ovarien von Vespertilio
pipistrellus, Talpa europaea und Mustela putorius. Archiv
für Biologie I. p. 241 mit 2 Tafeln.
Milne -Edwards Nouvelles causeries scientifiques
Paris 1880. p. 235 handelt über das Rennthier und seine
Lebensweise, und ferner p. 255 in mehreren Abschnitten
über die Thiere, welche Pelz liefern. Die Raubthiere
spielen dabei natürlich die Hauptrolle.
Semper, Die natürlichen Existenzbedingungen der
Thiere. Leipzig 1880.
Max Schmidt giebt ein langes Verzeichniss von
Säugethieren mit Angabe der Lebensdauer im Zoologischen
Garten zu Frankfurt a. M. Proc. zool. soc. p. 299.
262 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgescliichte
Trouessart erörterte die Einwürfe, welche gegen
den Transformismus gemacht worden sind. Er zieht zahl-
reiche Beispiele von fossilen Säugethieren herbei, um zu
erweisen, dass sogenannte Zwischenformen bekannt sind.
Er ist der Ansicht, dass wenn die organischen Formen
sich in Gruppen oder Gattungen diflferencirt haben, dies
auf eine plötzliche Weise, durch einen regelmässigen Pro-
zess, für eine ganze Summe von Individuen, geschehen
musste, nicht durch ein zufälliges Umhertappen. Er for-
dert für die Lösung dieser grossen und schwierigen Fragen
das Zusammenwirken der Anatomie, Embryologie, Terato-
logie, Paläontologie und zoologischen Geographie. Allem
Anschein nach seien die kritischen Epochen mit denen
zusammengefallen, welche die Geologen für die Geschichte
der Erde annehmen. Kevue scicntifique de la France
1880. p. 363.
Huxley machte eine Anwendung von den Gesetzen
der Entwickelung auf die Classification der Wirbelthiere,
namentlich der Säugethiere. Ausgehend von der Gruppe
der Equidae, bei denen sich die Zahl der Zehen im Laufe
der Zeit vermindert hat, bei denen die Ulna und die Fi-
bula verkümmert sind u. s. w., fühlt er sich berechtigt,
anzunehmen, dass noch weiter zurück mesozoische Formen
existirt haben mit fünf Zehen an allen plan tigraden Füssen,
mit vollständigen Knochen im Unterarm und Unterschenkel,
mit Schlüsselbeinen und mit 44 Zähnen, ferner mit sehr
niedrig entwickelter Placenta. Solch' ein Thier würde in
unserem System keine Stelle finden, es würde am nächsten
noch den Lemuroiden und den lusectivoren kommen. Aehn-
liches finde sich in allen Ordnungen der Säugethiere, in
denen eine längere Reihe von Formen ans Licht gekommen
ist. Eine natürliche Classification muss dreierlei berück-
sichtigen: die Aehnlichkeiten und Verschiedenheiten der
erwachsenen Individuen, die der verschiedenen Stadien
der individuellen Entwickelung und die der ancestralen
Entwickelung. Er erklärt danach die Monotremen für das
älteste Stadium der Säugethier-Organisation; die Marsu-
pialien nehmen eine Mittelstellung zwischen den Prototherien
und den höheren Säugethieren ein, und werden Metatheria
der Säugethiere während des Jahres 1880. 263
genannt, die höheren Säugethiere endlich heissen Eutheria.
Ihnen allen gehen Formen vorher (Hypotheria) die nicht
mehr aufbewahrt, und daher nicht zur Beobachtung gekommen
sind. Die Eutheria haben entweder eine Non-deciduate
Placenta, wie die Lemuroiden, Sirenen, Ungulaten, Cetaceen
und Manis, oder sie haben eine deciduate Placenta, wie
die Primates, Rodentia, Proboscidea, Hyracoidea, Insectivora,
Carnivora, Cheiroptera, Edentata. Proc. zool. soc. p. 649.
Die Fortsetzung von Trouessart's Catalogue des Mam-
miferes vivants et fossiles, im ßull. Soc. d' Angers 1880.
p. 58, bringt den Anfang der Nagethiere. Seine Classifi-
cation weicht ein wenig von der Brandt'schen ab. Er
unterscheidet Subordo L Glires, Tribus 1. Sciuromorpha
mit den Familien 1. Anomaluridae, 2. Sciuridae (Sciurinae,
Arctomynae), 3. Ischyromydae, 4. Haplodontidae, 5. Ca-
storidae. Tribus 2. Myomorplia Fam. 6. Myoxidae, 7. Lo-
phiomydae, 8. Muridae (Sminthinae, Hydromynae, Plata-
canthomynae, Gerbillinae, Phlaeomynae, Dendromynae,
Cricetinae, Murinae, Arvicolinae, Siphneinae), 9. Spalaci-
dae (Spalacinae, Bathyerginae), 10. Geomydae (Geomynae,
Heteromynae), 11. Theridomydae, 12. Dipodidae (Jaculinae,
Dipodinae, Pedetinae). Tribus 3. Histricomorpha Fam. 13.
Octodontidae,(Ctenodactylinae, Octodontinae, Echinomynae),
14. Hystricidae (Sphiggurinae, Hystricinae), 15. Castoroidae,
16. Chinchillidae, 17. Dasyproctidae, 18. Dynomydae, 19.
Caviidae. Subordo IL Buplicidentata. Tribus 4. Lago-
morpJia Fam. 20. Lagomydae, 21. Leporidae. — In vor-
liegendem Hefte sind die ersten sieben Familien enthalten.
In ihnen laufen die Gattungsnummern von 371 — 427, und
die Speciesnummern von 1101 — 1329.
Albrecht hat einen Stammbaum der Hufthiere und
Edentaten, die er als C/'^^w^ec^ew^a^a vereinigt, entworfen.
Sie zerfallen in ü. anatoxa, bei denen der Nervus cervicalis
II durch den Atlas, und ü. -katatoxa^ bei denen derselbe
durch den Epistropheus tritt. Zu ersteren gehören die
Bradypodoidea (Faulthiere), Mutica (Ameisenfresser), Tubu-
lidentata (Erdferkel) und Squamata (Schuppenthiere) ; zu
den zweiten die Loricata (Gürtelthiere) und Üngulata (Huf-
thiere). Die Üngulata zerfallen dann wieder m Diatreta
264 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
mit Foramen intratransversariiim atlantis und in Ätrefa
ohne Foramen intratransversariiim atlantis. Zu den Diatreta
gehören die Tapiroiden (Tapiriden mit Palaeotherien, Ta-
pirinen, Rhinoceronten und Equinen, Macrauchenier und
Tylopoden) und Suinen; zu den Atreta die Anoplotheriden
Traguliden, Moschiden, Cervidae und Cavicornia. Die
Cerviden werden weiter in Alcina, Camelopardulina und
Cervina getheilt, die Cavicornia in Ovina, Caprina, Anti-
lopina und Bovina. Weitere Schlüsse des Verf. auf den
Stammbaum möge man in dem Aufsatze selbst nachsehen.
Schriften der phys. ökon. Ges. zu Königsberg 21. p. 22.
Von Martin Illustrirte Naturgeschichte der Thiere,
mit zahlreichen Abbildungen in Holzschnitt erschien das
erste Heft. Verlag von Brockhaus in Leipzig 1880. Ent-
hält die Affen.
Polack, Illustrirte Naturgeschichte der drei Reiche in
Bildern, Vergleichungen und Skizzen. Dritte Auflage. Witten-
berg 1880. Lehr- und Lernbuch für Mittelschulen, höhere Bür-
ger- und Töchterschulen, Lehrerbildungsanstalten und andere
gehobene Lehranstalten. Mit vielen hübschen Holzschnitten.
OttoKörner schrieb über die homerische Thierwelt,
als einen Beitrag zur Geschichte der Zoologie. Archiv f.
Naturgesch. p. 127—214, von denen sich p. 137— -178 mit
den Säugethieren beschäftigen.
Europa. Tauber schrieb über das Vorkommen der
Meersäugethiere an der Dänischen Küste, eine Abhandlung,
die mir im Separatabdruck durch die Güte des Verfassers
zugegangen ist, ohne dass mir bekannt wurde, in welcher
Zeitschrift sie abgedruckt ist. Er bespriclit von Pinnipe-
dien Halichoerus Grypus, Phoca vitulina und hispida, Tri-
chechus rosmarus; von Bartenwalen Balaena mysticetus
und bicayensis, Megaptera boops, Balaenoptera Sibbaldii,
musculus, laticeps und rostrata, von Zahnwalen Physeter
macrocephalus, Hyperoodon diodon und latifrons, Ziphius
cavirostris und bidens, Delphinus delphis, tursio, acutus
und albirostris, Phocaena communis, Pseudorca crassidens,
Orca gladiator, minor und Eschrichtii, Delphinapterus leu-
cas und Globiocephalus melas, also zusammen die grosse
Zahl von 27 Arten.
der Säugethiere während des Jahres 1880. 265
Steenstrup berichtete über einige dem Universitäts-
Museura in Kopenhagen zugekommene Funde, als Beitrag
zu der prähistorischen Fauna des Landes. Es handelt sich
um den Schädel von Ursus arctos aus einem Torfmoor auf
Langeland; Schädel und Knochen von einem Wildschwein,
Sus scrofa, aus der Steinzeit mit scharfen Steinsplittern
in die Knochenmasse nach einem Schuss eingewachsen;
Geweih eines Elenn, Cervus alces, anscheinend von einem
Knochenpfeil durchschossen. Oversigt Vidensk. Selsk.
Forhandl. 1880. p. 132 mit einem Holzschnitt und einer
Tafel.
Hansson fügte den Verzeichnissen Cederströms über
die Wirbelthierfauna des nördlichen Bohuslän (vergl. vorj.
Ber. p. 102) von Säugethieren Vespertilio Nattereri und
Arvicola agrestis hinzu. Ofversigt Veteusk. Akad. För-
handlingar 1880, 4. p. 19.
Nachträglich sei hier bemerkt, dass Nordenski öl d
beim Besuche des Karischen Meeres folgende Säugethiere
fand: Rosmarus arcticus, Phoca barbata, foetida, groen-
landica, Delphinapterus leucas, Balaenoptera rostrata. Bi-
hang tili k. svenska Vetenskaps -Akademiens handlingar
V. p. 58. 1877.
0. V. Loewis verzeichnete die wildlebenden Säuge-
thiere Livlands : 7 Fledermäuse, 6 Insektenfresser, 12
Raubthiere, 2 Robben, 17 Nager, 2 Wiederkäuer, 1 Delphin,
zusammen 47 Arten. Zool. Garten 21. p. 135, 171, 196,
261 und 303.
Nach Van Bemmelen kommt Phoca foetida auch
an der holländischen Küste vor. Tijdschr. Nederl. dier-
kundige Vereeniging p. XXVII. Ferner theilt derselbe
mit, dass der Hamster und Myoxus glis bei Mastricht ge-
fangen worden sind.
Ne bring gab eine üebersicht über vier und zwanzig
mitteleuropäische Quartär -Faunen in der Zeitschr. der
Deutschen geol. Ges. 1880. p. 468. Er verzeichnet an
Säugethieren von Thiede bei Wolfenbüttel 25 Arten, Wester-
egeln bei Magdeburg 33, Seveckenberg bei Quedlinburg 19,
Sudmerberg bei Goslar 11, Lindenthaler Hyäneuhöhle bei
Gera 25, Zwergloch bei Pottenstein (Oberfrauken) 36,
266 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
Hoesch's Höhle im Ailsbachthal (Ober franken) 30, Elisa-
bethhöhle im Ailsbachthal 17, Knochenhöhle bei Ojcow
in Russisch Polen 29, Höhle auf dem Berge Novi in der
hohen Tatra 17, Nussdorf bei Wien 14, Zuzlawitz bei Win-
terberg im Böhmerwalde 21, Räuberhöhle am Schelmen-
graben zwischen Nürnberg und Regensburg 26, Ofnet bei
Utzmemmingen im Ries 17, Hohlefels im Achthal bei Ulm
18, Spaltausfüllungen der Molasse bei Baitringen unweit
Biberach 11, Thayinger Höhle bei Schaffhausen 13, Langen-
brunn bei Sigmaringen 27, Löss von Würzburg 29, Fuchs-
löcher am Rothenberge bei Saalfeld 40, Steeten an der
Lahn a) Wildscheuer 30, b) Spaltausftillungen der Dolomit-
felsen 34, Unkelstein bei Remagen am Rhein 12, Balve in
Westfalen 29, Trou de Sureau bei Dinart in Belgien 30.
Auch die Vögel, Amphibien und Conchylien sind dabei ver-
zeichnet. Angehängt ist eine Uebersichtstafel nach den 24 an-
gegebenen Fundorten. Darin sind 71 Säugethiere aufgeführt,
nämlich 4 Fledermäuse, 6 Insectenfresser, 18 Raubthiere, 23
Nager, 14 Wiederkäuer, 1 Sus, 2 Einhufer und 3 Vielhufer.
Nehring hat nachgewiesen, dass die Säugethierfauna
des Löss im Wesentlichen eine Steppenfauna repräsentirt,
welche mit derjenigen der südwestsibirischen Steppen über-
einstimmt. Alactaga jaculus, Spermophilus altaicus, Arcto-
mys bobac, Lagomys pusillus hat der Vortragende bei
Westeregeln, Quedlinburg, Jena, Saalfeld, Würzburg nach-
gewiesen. Jahresb. Vereins zu Braunschweig 1879—80 p. 13.
Africa. B et che meldet über das Thierleben bei
Uitenhaje, einem kleinen Städtchen an der Midland-Railway
und dem Swartkops-River, Capland, dass der Löwe sich
seit dem Bau der Fahrstrasse durch die Zuurberge ganz
zurückgezogen hat; dass in den dichtbewaldeten Schluchten
der Berge der Gepard, Felis jubata, als harmloses Thierchen
lebt; dass der Elephant noch ziemlich häufig sei und sich
des Schutzes der Regierung erfreue. Zool. Garten 21. p. 30.
Peters verzeichnet 14 durch Hildebrandt auf Nossi-
Be und Madagaskar gesammelte Säugethiere. Berliner
Monatsberichte p. 508.
Asien. Danford und Als ton lieferten einen weiteren
Beitrag zur Keuntniss der Säugethiere Kleinasicns (Vergl.
der Säugethicre während des Jahres 1880. 267
Ber. ü. d. J. 1877. p. 88). Sie konnten dem früheren Ver-
zeichnisse 11 Arten hinzufügen, wogegen 3 Arten falsch
bestimmt waren, so dass sich die ganze Zahl nunmehr
auf 46 beläuft. Ein neuer Arvicola. Proc. zool. soc. p. 50.
Aug. V. Pelz ein berichtete über die Ergebnisse der
Reise des Herrn Alois Kraus nach Aegypten, Sumatra und
Java. Er verzeichnete die Thiere, welche lebend für die
Menagerie zu Schoenbrunn mitgebracht wurden. Zool.
Garten 21. p. 37.
Friedken bildete als charakteristische Thiere der
nordtibetanischen Wüste im Holzschnitt ab : den wilden Jak
Poephagus grunniens, nebst dem zahmen Jak; das Felsschaf
Ovis Polii und die Hörner der Orongo-Antilope Antilope
Hodgsonii. Der Naturhistoriker III. p. 4.
Fauvel nennt als die Säugethiere der Chusan- Inseln :
Noctilio, Canis sinensis, Canis vulpes, Felis catus, Manis
javanicus, Sus leucomystax?, Equus caballus, Equus asinus,
Bos taurus. Mem. Soc. de Cherbourg 22. p. 355.
Ploem macht Bemerkungen über die Fauna von
Banka und Palembang. Auf Banka kommt ein Bär, Ursus
arctictis, vor, als dessen Vaterland bisher nur Malacca
angegeben wurde. Auch soll in den Wäldern von Sumatra
ein behaarter Ameisenbär leben, was doch recht unw^ahr-
scheinlich ist. Ausserdem wird von Palembang 1 Manis,
1 Tapirus, 2 Rhinoceros, 2 Sus, 2 Tragalus, 1 Cervus,
1 Cervulus, 1 Antilope, 1 Bos, 2 Hystrix, Mäuse und Sci-
uriden, 1 Sorex, 1 Tupaja, 1 Paradoxurus, 1 Mephitis,
1 Viverra, 1 Mustela, 1 Canis, 1 Felis, 2 Ursus, 1 Cerco-
leptes, zahlreiche Fledermäuse, 2 Halbaffen, 6 Affen. Na-
tuurk. Tijdschr. Nederl. Indie. 39. p. 77.
Günther machte Bemerkungen über einige Japanische
Säugethiere. Proc. zool. soc. p. 440. pl. 42.
Peters zeigt an, dass Hilgendorf acht Fledermäuse
aus Japan mitgebracht hat, unter denen eine neue Art.
Berliner Monatsber. p. 23.
Australien. Zadd ach bezeichnet die Säugethierfauna
Neu-Seelands als sehr arm. Ausser einigen Robben giebt
es nur zwei Fledermäuse. Schriften der phys.-ökon. Ges.
zu Königsberg 21. p. 25.
268 Troschel: Bericht üb. d, Leistungen in d. Naturgeschichte
Peters imclDoria zählten die von Beccari, d' Albe rtis
und Bruyn in Neu-Giünea gesammelten Säugethiere auf.
Es sind im Ganzen 57 Arten, die also einen werthvollen
Beitrag zur Fauna dieser Insel bilden. Von ihnen sind
22 Marsupialia (3 Phascogale, 4 Perameles, 8 Phalangista,
1 Petaurus, 2 Macropus, 2 Dorcopsis, 2 Dendrolagus), 1
Tachyglossus, 19 Chiroptera, 1 Insectivor (Crocidura), 1 Sus,
13 Nager (8 Mus, 4 Uromys, 1 Hydromys). Die neuen
Arten sind unten entsprechenden Ortes namhaft gemacht.
Abgebildet sind: Phascologale Thorbeckiana Schlegel, Pha-
langista (Distoechurus) pennata Ptrs. Schädel, Phalangista
dorsalis Ptrs. Doria, Perameles aruensis Schädel, Phalan-
gista Albertisii Schädel, Ph. gymnotis Schädel, Perameles
longicauda Ptrs. Doria, Phalangista (Pseudochirus) Alber-
tisii Ptrs., Ph. (Pseudochirus) Bernsteinii Schi., Ph. (Disto-
echurus) pennata Ptrs., Ph. (Cuscus) gymnotis Ptrs. Doria,
Macropus papuanus Ptrs. Doria, Uromys Bruynii Ptrs.
Doria und Hydromys Beccarii Ptrs. Annali del Museo ci-
vivo di Genova XVI. p. 564 mit Tafel V— XVIII.
America. G. v. Hayek hielt einen Vortrag über die
Säugethiere des nördlichen Stillen Oceans. Er bespricht
darin folgende Arten : Rhachianectes glaucus Cope, Balaeno-
ptera velifera Cope, Megaptera versabilis Cope, Balaenoptera
Davidsonii Scammon, Balaena mysticetus L., B. Sieboldii
Gray, Sibbaldius sulphureus Cope, Physeter macrocephalus
L., Globiocephalus Scammoni Cope, Orca rectipinna und ater
Cope, Monodon Monoceros ; Macrorhinus angustirostris Gill,
Phoca Pealii Gill, Eumetopias Stelleri, Callorhinus ursinus
Gray, Enhydra marina. Schriften des Vereins zur Verbreitung
der naturwissenschaftlichen Kenntnisse in Wien XX. p.465.
Coues gab eine kurze Uebersicht über die Leistungen
in der Mammalogie in den Vereinigten Staaten während
des Jahres 1879. Amer. Naturalist p. 161 — 166.
Aus Ratzel „Die Vereinigten Staaten von Nordame-
rika. 2. Band Culturgeographie der Vereinigten Staaten
von Nord- Amerika. München 1880" ist ein Abschnitt p. 27
über die Hausthiere, Zähmung des amerikanischen Büffels
und Aufzählung bemerkenswerther nützlicher und schäd-
licher Thiere zu erwähnen.
der Säugethiere während des Jahres 1880. 269
Sil er machte kurze Bemerkungen über die Säuge-
thiere des südlichen Utah: Bären, ein Hirsch, Panther, wilde
Katzen, Stachelschweine, Dachse und andere kleine Thiere
kommen vor. Amer. Naturalist XIV. p. 673.
Thomas bestimmte eine Sammlung Säugethiere von
Ecuador, welche 41 Arten enthielt, nämlich 10 Quadru-
manen, 5 Fledermäuse, 7 Carnivoren, 3 Multungula, 4 Na-
ger, 9 Edentaten und 3 Beutelthiere. Eine neue Art. Proc.
zool.- soc. p. 393 mit pl. 38.
Le Moyne brachte in „La nouvelle-Grenade, Santi-
ago de Cuba, la Jamaique et l'Isthme de Panama. Paris
1880" auch einige zoologische Notizen; z. B. IL p. 212 spricht
er von den wilden Thieren im Becken der Magdalena und
namentlich von Ameisenbär, Tapir und von den Affen.
Qnadrnmana.
Catarrhlnae. Virchow beschrieb einen jungen Gorilla-
Schädel des Dresdener Museums, der ein noch unvollständiges Milch-
gebiss zeigt. Berliner Monatsberichte p. 516 mit zwei Tafeln Ab-
bildungen.
Blasius äusserte sich über die Geschlechtsunterschiede bei
den Gorilla-Schädeln. Jahresb. des Vereins zu Braunschweig 1879 —
1880. p. 61.
Martin, über den Gorilla Sav. Der Naturhistoriker III. p. 25;
und über die Meerkatzen, Cercopithecus, deren 15 Arten aufgezählt
werden. Ib. p. 37.
Kelly beschrieb den Sartorius-Muskel im rechten Bein des
Gorilla traglodytes. Proc. Philadelphia 1880. p. 128.
Schubert schildert den Chimpanse des Berliner Aquariums.
Zool. Garten 21. p. 53.
Chapman berichtete über den Bau des Orang-Utang, Simia
satyrus, nach einem dreijährigen Männchen, welches im Zoologischen
Garten zu Philadelphia gestorben war. Seine Bemerkungen beziehen
sich auf das Muskelsystem, besonders der Gliedraassen, auf den Nah-
rungskanal, die Athmungsorgane, Gefässsystem, Genito-Urinarsystem
und Nervensystem. Er kommt zu dem Schluss, dass Gorilla und
Mensch in einiger Hinsicht übereinstimmen und sich von dem Chim-
panse und Orang-Utang unterscheiden; in anderen Punkten nähere
sich der Orang dem Menschen mehr als der Gorilla und der Chim-
panse; ferner besitzen Mensch und die niederen Affen gewisse Mus-
270 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschiclite
kein, die den Anthropoiden fehlen. Er schliesst daraus, dass die
Stammform des Menschen eine Zwischenstufe zwischen den lebenden
Anthropoiden und den niederen Affen gewesen sei. Der Orang ist
verwandt mit den Gibbons, der Chimpanse mit den Makaken, und
dip Kluft zwischen diesen und den Semnopithecus ist überbrückt
durch den Mesopithecus vou Gaudry. Proc. Philadelphia 1880. p. 160.
Kraus giebt eine kurze Schilderung über ein Paar von
Orang-Utan's im Zoologischen Garten von Weltevreden auf Java.
Zool. Garten p. 321.
Giebel erörtert die Schädeldifferenzen des Hylobates synda-
ctylus, lar und leuciscus. Der letzte untere Molare ist fünfhöckerig,
wodurch sie von den Orangs sogleich abweichen; übrigens zeigen
auch die drei Hylobates- Arten unter sich Verschiedenheiten. Der
Schädel hat nur bei den Hylobates eine Stirnbeinnaht, alle anderen
Affen haben nur ein Stirnbein; ferner werden die Differenzen der
Arten erörtert. Zeitschr. ges. Naturwiss. 53. p. 193.
Schubert machte Bemerkungen über einige Affen des Ber-
liner Aquariums, namentlich über den Hulman, Semnopithecus entellus.
Zool. Garten p. 365.
Sclater erkannte den Colobus palliatus Peters als identisch
mit seinem Colobus angolensis. Proc. zool. soc. p. 68.
Nach einer Anzeige im Zool. Garten p. 337 sollen sich die
Affen von Gibraltar, die im Jahr 1869 auf drei zusammengeschmolzen
waren, wieder recht vermehrt haben, nachdem General Codrington
sie vor dem Aussterben durch ein« frische Importation aus Africa
bewahrt hatte.
Platyrrhinae. Forbes lieferte eine Abbildung von Bra-
chyurus und dessen Kopf und beschrieb dessen Aeusseres und seine
Anatomie, welche letztere durch einige Holzschnitte erläutert ist.
Er unterscheidet drei Arten: Br. melanocephalus Humboldt, ater,
dorso lateribusque cum brachiis posticis plus minusve casianeo-
brunniis pl. 73; Br. caivus Geoffr., corpore fulvido-albicante, subtus
saturatiore; und B. rubicundus Geoffr., corpore castaneo-rufo, collo
pallidiore, pl. 71, 72. Nach diesem Verf. bewohnen diese drei Arten
verschiedene Localitäten, Br. melanocephalus lebt längs dem Rio Ne-
gro von Marabitanes bis zum Rio Branco, Br. caivus zwischen dem
Amazonas und dem Japura River und Br. rubicundus zwischen dem
Amazonas und dem Ica River. So ist es auf einer kleinen Karte
verzeichnet. Proc. zool. soc. p. 627.
Proslmii. Lcmur nigerrimus Sclater Proc. zool. soc. p. 451
mit Holzschnitt des Kopfes, dem zum Vergleiche auch der Kopf von
Lemur macaco beigefügt ist.
Schlegel wies nach, dass Gray den echten Hapalemur griseus
der Säugethiere während des Jahres 1880. 271
gar nicht gehabt habe, dass er den H. olivacens Geoflfr,, der eine
Varietät von griseus ist, für verschieden gehalten und dass sein
Exemplar von H. simus ein sehi' schlechtes Exemplar gewesen sei.
H. simus wird dann nach seinen unterscheidenden Merkmalen be-
schrieben und für ein sehr seltenes Thier erklärt. Notes Leyden
Museum II. p. 45.
Volitantia.
Dobson erstattete der British Association 1880 in
Swansea p. 169 einen Bericht über die Erweiterung unserer
Kenntnisse der Chiroptera während der letzten zwei Jahre
1878—1880. Er fügt den Subordines neue Charaktere
hinzu und bespricht dann eine Menge Arten, die theils
seit seinem Catalogue of the Chiroptera in the Collection
of the British Museum neu beschrieben sind, theils erwähnt
werden, weil sonstige Bemerkungen über sie zu machen
waren.
Von Dobson 's Catalogue of the Chiroptera in the
Collection of the British Museum (vgl. Ber. üb. d. J. 1878.
p. 238) hat Robin eine Uebersetzung im Auszuge gegeben.
Annales des sc. nat. IX. Article 6.
Regalia, L'extremite carpienne du Cubitus existe
dans les Cheiropteres. Zool. Anzeiger III, p. 519.
Allen wies darauf hin, dass bei manchen Fleder-
mäusen das Endglied des zweiten Fingers knöchern ist
(Molossus perotis), während es bei den anderen (Rhinopoma)
knorplig bleibt; man könne das Glied also als Phalanx
zählen. Proc. Philadelphia p. 359.
Allen hat Beobachtungen über die Milchdrüsen der
Fledermäuse angestellt. Sie sind als postaxillar und in
der Zweizahl beschrieben worden. Für Desmodus ist dies
richtig, für Phyllorhina, Nycteris und Atalapha novebora-
censis nicht. Verf. hat nur diese vier Arten untersucht;
es wäre zu empfehlen, weitere Untersuchungen über Lage
und Beschaffenheit der Zitzen bei den Fledermäusen zu
machen. Proc. Philadelphia 1880. p. 133.
Ballon gelang es, eine erstarrte Fledermaus durch Er-
wärmung ins Leben zurückzurufen. Amer. Naturalist p. 130.
272 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
Pteropidae. Cynopterus (Ptenochirus) Lucasii Dobson. Annais
nat. bist. VI. p. 163 von Sarawak.
Robin machte auf einige anatomische Charaktere der Fleder-
mäuse der Gattung Cynonycteris aufmerksam. Er untersuchte Gyn.
amplexicaudata, und zwar die Speicheldrüsen und den Geschlechts-
apparat. Comptes rendus 90. p. 1369.
Nycteridae. Megaderma gigas Dobson Proc. zool. soc. p. 461.
pl. 46 aus Australien; nebst Bemerkungen über einige andere seltene
Fledermäuse im Göttinger Museum.
Vespertilionidae. Adolf Müller schildert wie Plecotus
auritus an den Bäumen seines Gartens die Raupen des Frostspan-
ners, Acidalia brumata, fängt, und weist dadurch ihre Nützlichkeit
nach. Zool. Garten 21. p. 254.
Jäckel, über die Verbreitung der nordischen Fledermaus,
Vesperugo Nilssonii, sucht ihre Eigenschaft als Wanderthier zu ent-
kräften, indem sie überwinternd in Schlesien, im April in Mähren,
Nassau und in Bayern, im Mai in Mähren und Bayern, im Sommer
in der Schweiz, im August in Oberungarn , und im bayerischen
Schwaben beobachtet ist. Zool. Garten 21. p. 237.
Vesperugo angulatus Peters Sitzungsber. Ges. naturf. Freunde
zu Berlin p. 122 von der Papua-Insel Duke of York.
Vesperugo (Vesperus) brunneus Thomas Annais nat. bist. VI.
p. 165 von Cid Calabar. — V. papuanus Peters et Doria Annali
Mus. civico di Genova XVI. p. 696 von Neu-Guiana.
Vesperus sinensis Peters Berliner Monatsberichte p. 258 von
Peking.
Harpyiocephalus Hilgendorfi Peters Berliner Monatsber p. 24
mit Abbild.
Jentink fand durch Untersuchung der Originalexemplare,
dass Vespertilio akokomuli Temm. synonym ist mit N. abramus
Temm., und V. erytbrodactylus Temm. = V. georgianus F. Cuv. sei.
Notes Leyden Museum II. p. 37.
Kerivoulä javana Thomas Annais nat. bist. V. p. 472 von
Java. — K. Smithii Thomas ib. VI. p. 166 von Old Calabar.
Natcüus micropus Dobson Proc. zool. soc. p. 443 von Jamaica,
mit Holzschnitt des Kopfes.
Emballonuridae. Emhallonura Bcccarii Peters et Doria An-
nali Mus. civico di Genova XVI. p. 693 von Neu-Guinea, Insel Jobi.
Bot ton i stellt alle Angaben über die geographische Verbrei-
tung von Nyctinomus Cestonii Savi zusammen. Er ist der Ansicht,
dass sie auf einen Gürtel zwischen dem 30" n. Br. und dem 30 ^^
8. Br. beschränkt sei. R. Istituto Lombardo. Rendiconto XIII. p. 436.
Fhylostomidae. Vampyrops infuscus Peters Berliner Monats-
berichte p. 259 aus Peru.
der Säugfethiere während des Jahres 1880. 273
Insectivora.
Leche, Zur Morphologie der Beckenregion bei Insec-
tivora findet für die Griippirung der Insectivoren in Bezug
auf die Bescliaifenheit des Beckens folgende Sectionen:
a) Becken mit langer Symphysis pubis (Macroscelidae,
Tupaiidae, Galeopithecidae), b) Becken mit kurzer Sym-
physis pubis (Erinaceidae, Centetidae, Potamogalidae, My-
ogale), c) Becken ohne Symphysis pubis (Talpidae excl.
Myogale, Chrysochloridae, Soricidae. Morphologisches Jahr-
buch VI. p. 597.
GOntetina. Trouessart beleuchtet in BezAig auf die Arbeit
von Jentink (vorj. Ber. p. 114) die Syuonymie der Centetinen. Er
verwirft den Gattungsnamen Setiger, und behält dal'ür Ericulus und
nennt die Art E. spinosus anstatt setosus; für Hemicentetes varie-
gatus Geoffr. setzt er semispinosus Cuv. Le Naturaliste I, p. 178.
Soricina. Trouessart unterwarf die Spitzmäuse (Soricidae)
Europa's einer Revision, mit Bemerkungen über Insectivoren im
Allgemeinen. Bull. Soc. d'Etudes scieot. d' Angers 1880. p. 179.
Bekanntlich kommen nur Erinaceus, Sorex, Mygale und Talpa in
Europa vor. Die Classification der Spitzmäuse beruht hauptsächlich
auf dem Gebiss. Bei jeder Art ist die Zahl der Zähne unveränder-
lich und der Zahnwechsel scheint schon im Foetus statt zu finden,
auch ihre Gestalt und Färbung sind in jeder Species constant.
Darauf wird die Unterscheidung der vier Gattungen und neun euro-
päischen Arten, sowie deren Beschreibung gegeben.
Crocidura {Pachyura) Coquerelii Trouessart Le Naturaliste
1880, April von Madagascar, s. auch Notes Leyden Museum II. p. 85
und Annales des sc. nat. X. Art 3. pl. 19. Derselbe Verf. beschreibt
ib. Art. 4 Sorex murinus (^ray von Cochinchina, die einerseits die
Zahnformel von Pachyura, anderseits die von Crocidura hat. — Cr.
Echvardsiana Trouessart Le Naturaliste Dec. 1880 von den Sulu-Inseln.
Talpina. Talpa mizura Günther Proc. zool. soc. p. 441 aus
Japan.
Günther Hess Urotrichus talpoides Temm. aus Japan und
^ Gibsii Bd. a^g ]V[ordamerica abbilden, und bildete aus letzterer
eine eigene Gattung Neurotrichus, weil sie Va Prämolaren hat,
wogegen Urotrichus ^/^ besitzt. Proc. zool. soc. p. 440. pl. 42.
Carnivora.
ürsina. Bassaricyon ÄUeni Thomas Proc. zool. soc. p. 397.
pl. 38 aus Ecuador.
Ä.rcbiv f. Naturg. XXXXVH. Jahrg. 2. Bd. S
274 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
Mastelina. Fries bestätigte, dass die Brunstzeit des Dachses
auf Ende Juli und Anfang August falle, wie schon von Herbst und
Schacht angegeben war. Zu dieser Zeit treten auch die Eier aus
und werden befruchtet, machen aber nach Ablauf der Furchung ein
Ruhestadium durch, ähnlich wie es von Bischoff für das Reh nach-
gewiesen ist. Er vermuthet solches auch für andere Säugethiere,
namentlich Winterschläfer. Zool. Anzeiger III. p. 486.
Marnock meldet, dass Mephitis putorius die einzige Art
ihrer Gattung sei, welche die Fähigkeit hat, auf Bäume zu klettern.
Amer. Naturalist XIV. p. 896.
Burmeister bestätigt die Existenz von d'Orbigny's Mustela
patagonica = Lyncodon Gerv. im westlichen Patagonien und beschreibt
das Thier, von dem man bisher nur den Schädel kannte. Archiv f.
Naturgesch. p. 111.
Viverrina. Young beschreibt die Myologie von Viverra civetta.
Man hat wohl die Viverren für nahe verwandt mit den Hyänen ge-
halten, indessen ist doch das Muskelsystem beider sehr verschieden.
Humphrey and Turner Journal of anatomy XIV. p. 166.
Ganina. Huxley hat eine sehr eingehende Arbeit über die
Charaktere des Schädels und des Gebisses der Familie Canidae ge-
liefert. Er möchte die Arten in zwei Reihen ordnen, ausgehend
von Otocyon als dem nächsten Verwandten des untersten Gliedes
jeder Reihe; und möchte dann die Thooide und Alopecoide Reihe
als Genera betrachten, für die er die alten Namen Canis und Vulpes
beibehält, und in denen er weiter je drei Subgenera zulässt. Wir
müssen uns eines weitereu Eingehens in den Inhalt des Aufsatzes
enthalten. Proc. zool. soc. p. 238 — 288 mit schönen Holzschuitten.
Scott, über den Bau des Stiels in der Zunge des Hundes.
Dieser sogenannte Wurm ist knorplig und fast ganz zellig. Die
Bewohner von Stirlingshire sollen diesen Wurm in der Jugend aus-
reisseo, als Preventiv gegen die Hundswyth. Humphrey and Turner
Journ. of anatomy XIV, p. 288.
0. von Loewis spricht von der Mordlust eines Wolfes. Zool,
Garten p. 348.
Salzmann erzählt einige Erlebnisse von Intelligenz bei Hun-
den. Zool. Garten 21. p. 313.
Flower hatte Gelegenheit, den Icticyon venaticus zu zerlegen.
Das ganze Thier ist auf pl. X abgebildet, die Fusssohlen, das Coecum,
die Leber und das Gehirn in Flolzschnitten. Proc. zool. soc. p. 70.
Feiina. Liebe meldet, dass im Frankenwalde wieder eine
Wildkatze geschossen worden, wo sie seit Menschengedenken ver-
schwunden war, Zool. Garten p. 349.
Blasius, der in den Besitz eines Balges und Schädels von
Felis maniculata gekommen ist, spricht sich dahin aus, dass sie von
der Säugethiere während des Jahres 1880. 375
der Hauskatze grössere Differenzen aufweist, als die einheimische
Wildkatze. Jahresb. des Vereins zu Brauuschweig 1879 — 80. p. 85.
Hoff mann erzählt, dass eine Katze in Arizona Territory
vier Junge zur Welt brachte, deren Vater augenscheinlich ein Luchs
(Felis rufa) war. Proc. zool. soc. p. 380.
Pinnipedia.
Trichechina. Allen Hess den Foetus eines Walross von 1" 9'"
Länge im Holzschnitt abbilden. Proc. Philadelphia 1880. p. 38.
Rodentia.
Sciurina. Trouessart theilt in einer Revision du genre
ecureuil (Sciurus), Le Naturaliste Oct. 1880 die Gattung Sciurus fol-
gendermassen ein: A. Europäisch -Asiatische Arten. 1. Eosciurus
Tr. Kopf rund, kurz und deprimirt, Nase rund, Schwanz länger als
Körper und Kopf, breit und zweizeilig, Backenzähne ^j^, sehr gross.
5 Arten. 2. Reithrosciurus Gray Kopf breit und kurz, deprimirt,
Schwanz breit, buschig, kürzer als Körper und Kopf, Schneidezähne
breit, abgerundet, vorn fein längsgestreift, Backenzähne ^Z^, gross
oder mittel, 2 Arten. 3. Het er o sciurus Kopf rund mit mehr
comprimirtem Gesicht, Schwanz rund oder wenig deutlich zweizeilig,
von Länge des Körpers, Backenzähne ^U, Grösse mittel, 18 Arten.
4. Nanno sciurus Kopf kurz, rund, Nasengegend vorn verschmä-
lert, Schwanz kurz cylindrisch, kürzer als der Körper, Backenzähne %,
sehr klein, 2 Arten. 5. Funambulus Lesson. Kopf länglich, Nasen-
gegend schmal und comprimirt, Schwanz von Körperlänge oder
kürzer, cylindrisch, Backenzähne ^'4, der erste Präraolare gut ent-
wickelt, Pelz erinnert an Tamias mit dunklen Längsstreifen am
Rücken, mittel oder klein, 10 Arten. 6. Rhinosciurus Gray, Kopf
verlängert, seitlich comprimirt, mit schmaler und vorstehender
Naserigegend, Nase spitz, Schwanz von Körperlänge, zweizeilig und
buschig, untere Schneidezähne sehr lang, Backenzähne ^j^, mittel,
2 Arten. 7. Sciurus s. str., Kopf kurz, hinten breit, Nasengegend
comprimirt, Schwanz länger als Körper und Kopf, buschig und zwei-
zeilig, Backenzähne ^Z^, eine Art. B. Amerikanische Arten. 8. N eo-
sciurus Kopf ziemlich verlängert, hinten wenig breit, Schwanz
von Körperlänge, buschig wohl behaart, selten zweizeilig, Backen-
zähne ^/4, mittel oder gross, 5 Arten. 9. Parasciurus Kopf ver-
längert, Schwanz breit und buschig, länger als der Körper, Backen-
zähne ^Z4) gross, eine Art. 10. Macroxus Cuv. Kopf verlängert, in
der Nasengegend comprimirt, Schwanz ruud, cylindrisch von Körper-
276 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
länge, Backenzähne ^U in <ier Jugend, oft ^4 i"i Alter, mittel oder
klein, 6 Arten. 11. Ecliinosciurus Kopf verlängert, Pelz grob
und storr, unten wenig behaart, Schwanz lang, rund, meist schlank,
Backenzähne % mittel, 3 Arten. 12. Tamiasciurus Kopf ver-
längert, Schwanz sehr kurz, schlank, zwei Drittel der Körperlänge,
Backenzähne ^j^, der erste oft hinfällig, eine schmale dunkle Linie
an den Seiten, klein, eine Art. C. Africanische Arten. 13. Hello-
sciurus Kopf oval mit platter Stirn, Naseugegend kurz, Parietalia
geschwollen, Schwanz cylindrisch, wenig behaart, so lang oder länger
als der Körper, Backenzähne ^4? mittel oder klein, 11 Arten. 14.
Funisciurus Kopf kurz, oval, Schwanz buschig, länger als der
Körper, Pelz sehr weich und reichlich, am Rücken längsgestreift,
Backenzähne ?, mittel, 1 Art. 15. Spermosciurus Lesson Kopf oval,
verlängert, Schwanz länger als Körper und Kopf, meist wohl behaart,
zweizeilig, Pelz hart, trocken und zerbrechlich, am Bauche oft dünn,
fast nackt, Backenzähne ^U, mittel, 11 Arten. 16. Geosciurus Smith
Kopf verlängert, Stirn platt, Postorbitäre Apophysen wenig vorste-
hend, Nasengegend comprimirt, Schwanz länger als der Körper, cy-
lindrisch, Ohren sehr kurz und rudimentär, Krallen der Vorder-
gliedmassen stark und gebogen, Pelz stachlig, Bauch nackt, Haare
steif und Stacheln platt, Rücken gestreift, Backenzähne ^U, 2 Arten.
17. Xerus Hempr. Ehrbg. Pelz fast ausschliesslich aus platten ge-
rieften Stacheln, Rücken nicht gestreift, Geschlechtstheile der Männ-
chen sehr entwickelt, Lebensweise terrester, rqittel, 3 Arten. —
Später hat Verf. einen Carton mit einigen Verbesserungen drucken
lassen.
Hu et hat Studien über die africanischen Eichhörnchen im
Pariser Museum gemacht. Er erkannte zwei Arten als neu. Es
werden zwei Gruppen unterschieden. I. Xerus mit kurzen Ohren,
storrem, kurzen, anliegenden Haar, mehr oder weniger zweizeiligem
Schwänze. A. Binden an den Seiten des Körpers a. Ohren ohne
Lappen, X. capensis. aa. Ohren mit Lappen, b. Binden an den
Seiten, Farbe gelblich, X. leucoumbrinus, erythropus, albovittatus,
Farbe braun X. congicus. bb. Binden auf dem Rücken und an den
Seiten, Rücken gleichfarbig, X. rutilus und fiiscus n. sp. aus Abys-
sinien, Rücken heller als der übrige Körper. — IL Sciurus mit
weichem Haar. A. Ohne Binden. S. Stangeri, Haar oben dunkel,
gelb oder roth gesprenkelt, Schenkel innen weiss oder hellgelb,
S. calliurus, Schwanz geringelt, S rufobrachiatus Innenseite der
Gliedmassen lebhaft roth, S. Ebii Haar dunkel, gelbgrün gesprenkelt,
S. Poensis Schwanz geringelt, S, annulatus und Aubrii, Seiten und
Pfoten grau, S, minutus Seiten und Pfoten gelb, S. multicolor Haare
an der Spitze grau, S. cepapi Haare weich, an der Spitze gelb. B.
Mit Binden, a. Binden auf dem Rücken. S. Isabella, b. Binden nur
an den Seiten. S. ochraceus n. sp. von Zauguebar, Farbe ockergelb,
dor Säugetliiere während des Jahres 1880. 277
S. leucostygma Wangen roth, Ohren weiss, S. pyrrhopns Kopf ganz
roth. Die beiden neuen Arten, sowie S. flavus Edw. und poensis
Smith sind abgebildet. Nouvelles Archives du Museum III. p. 131
mit pl. 6 und 7.
Liebe spricht sich nochmals über die Färbung von Sciurus
vulgaris aus. PJr hat sich durch erneute Untersuchungen von der
Richtigkeit der v. Loewis'schen Ansicht (vergl. vorj. Bericht p. 118)
überzeugt, in sofern es sich um die Eichhörnchen in den gesammten
Ostseeprovinzen handelt, wo die Männchen einen schwarzen Schwanz
und schwarze Ohrbüschel haben. Dagegen kommen in bergigen
Gegenden häufig schwarze Eichhörnchen vor, sowohl Männchen wie
Weibchen. Zool. Garten 21. p. 97.
Osborn beschreibt eine Varietät von Sciurus hudsoniue. Amer.
Naturalist XIV. p. 523.
Lum begegnete in Oregon einem weissen Eichhörnchen (Sci-
urus fossor). Amer. Naturalist XIV. p. 528.
Änomaliirus orientalis Peters Berliner^Monatsber. p, 164 von
Zanzibar, mit colorirter Abbildung.
Valentin, Beiträge zur Kenntniss des Winterschlafes der
Murmeltbiere. Einige Versuche an Nerven und Muskeln. Mole-
schott's Unters, zur Naturlehre des Menschen und der Thiere. XII.
p. 239.
Blanford machte eine kurze Mittheilung über die Murmel-
tbiere vom Himalaya. Proc. zool. soc. p. 453.
Myoxina. ßergonzini hat die Structur der Magenschleimhaut
von Myoxus avellanarius untersucht und fand sie von anderen Na-
gern, wie vom Kaninchen und der Wanderratte verschieden. Bei
Myoxus avellanarius mündet der Oesophagus in eine Art Vormagen
mit dicken Wänden. Dann folgt nach einer Einschnürung der Ma-
gen von gewöhnlicher Gestalt. Im Vormagen ist die Schleimhaut
sehr reichlich und bildet Päckchen in verschiedener Richtung, wäh-
rend im Magen die Schleimhaut glatt bleibt. Unter dem Microscop
zeigt sich die Schleimhaut des Vormagens erfüllt mit röhrigen Drü-
sen, die nebeneinander gestellt und im Innern von rundlichen Zellen
mit granulösem Inhalt bedeckt sind. So bilden sich die einander
genäherten Päckchen und daher ebensoviele Blindsäcke, worein sich
alle die röhrigen Drüsen umher ergiessen. Die Schleimhaut des
eigentlichen Magens zeigt auch röhrige Drüsen, aber diese sind von
verschiedener Gestalt. Sie sind einander weniger genähert, etwas
weniger laug und mit ziemlich durchsichtigem Cylinder-Fpithel be-
deckt. Annuario deila Soc. dei Naturalisti in Modena XIII. p. 127.
Adolph Müller fand eine Haselmaus, Muscardinus avella-
narius, in ihrem zierlichen Neste im Winterschlaf, und beobachtete
sie dann in der Gefangenschaft. Zool. Garten 21. p. 147.
Thomas tauft den Myoxua elegaus Temminck in M. lasiotiö
278 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
um, weil Ogilby den Namen elegans bereits au eine südafricanisclie
Art vergeben batte. Obgleich er später sah, dass Schinz dieselbe
Art M. javanicus genannt hat, verwirft er auch diesen Namen als
incorrect und irreleitend. Proc. zool. soc. p. 40.
Palmipedia. Siemiradski hat im Sommer 1879 an einem
Nebenfluss der Pripetz in Polen einen Biber und eine Biberburg
beobachtet. Correspondenzblatt des Vereins zu Riga 23. p. 188.
Lum thut eines Albino's vom Biber Erwähnung, welcher bei
Olympia, Washington Ter. gefangen wurde; Körper und Schwanz
waren ganz weiss, Amer. Naturalist XIV. p. 528.
Saccoinyidae. Als ton wies nach, dass Gray's Perognathus
bieolor in die Gattung Heteromys gehöre, und nicht aus Honduras
stsmme, sondern von Venezuela. Er nennt also die Art Heteromys
bieolor und beschreibt sie besser. Annals nat. bist. VI. p. 118.
Murina- Brunn fand, dass bei jungen aus dem Nest genom.
menen Ratten, Mus decumanus, die noch blind waren, die Höcker
der Backzähne auf deit Spitze keinen Schmelz hatten, sondern das
Zahnbein nur durch eine mehrfache Lage platter Epithelzellen von
dem umgebenden Bindegewebe getrennt wurde, Archiv f. mikrosk.
Anatomie. 17. p. 241 mit Tafel 27.
Semper bespricht eine chamoisfarbene Spielart der Hausmaus,
die im zoologischen Institut zu Würzburg in zwei Exemplaren ge-
fangen wurde. Ihre Jungen, welche man erzielte, hatten dieselbe
Farbe. Zool. Garten p. 360.
Buchardt zeigte singende Mäuse vor. Er- konnte nicht er-
mitteln, wodurch sie zum Singen gebracht werden können. Sie
scheinen dann zu singen, wenn sie beunruhigt werden. Correspon-
denzbl. Riga 28. p. 44.
Gestro zeigt an, dass Lophiomys Imhausii Milne Edw. (vergl.
Ber. 1867. p, 27) aus dem nördlichen Abyssinien stammt. Annali
del Museo civico di Genova XV. p. 122.
Mus molUpilosus, ringens, Beccarii und Albert isii Peters et Doria
Auuali Mus. civico di Genova XVI. p. 698 aus Neu-Guinea.
Mus Huegeli Thomas Proc. zool. soc. p. 11 von den Fidschi-
Inseln.
Jentink erkannte die von ihm beschriebene Maus, Mus leu-
copus von Celebes (vergl. vorj. Ber, p. 119) für verschieden von
Mus leucopus Gray, und nennt sie nun Mus Beccarii. Notes Leyden
Mus. IL p, 11.
Jentink beschrieb ib. p. 13 folgende neue Arten: Mus Di-
ardii West-Java, neglectus Borneo, ephippium Sumatra, jcssoolc Neue
Hebriden, Mülleri Sumatra, lepturus Java, ruher Neu-Guinea.
Pachyuromy s n, gen. subfam, Gerbillinae Lataste Le Na-
turaliste IL p. 313, Schwanz kurz, keulenförmig, geschwollen, nackt,
indem die kleinen Ringel und die weissen Haare die rosige Färbung
der Säugethiere während des Jahres 1880. 279
der Haut am lebenden Thier nicht verbergen; am Schädel sind die
Gehörblasen sehr stark entwickelt. P. Duprasi aus Algerien. Vergl.
auch Annais nat, hist. VII. p. 71.
Ctenomys fuegimis Philippi Archiv f. Naturgesch. p. 276 mit
Tafel XIII von der östlichen Insel des Feuerlandes.
Arvicola Stracheyi Thomas Annais nat. hist. VI. p. .322 aus
Kumaon im nördlichen Indien. — A. Blanfordi Scully ib. p. 399 aus
Kaschmir. — A. Giientheri Danford und Aiston Proc. zool. sog. p. 62'.
pl. V aus Kleinasien.
Ballon erzählt, dass Fiber zibethicus zuweilen Menschen und
Thiere grimmig angreift. Amer. Naturalist XIV. p. 524.
Bei Gelegenheit der Beschreibung einer neuen Art Beithrodon
Aistoni giebt Ol field Thomas die Hauptcharaktere der vier Arten
der Gattung Reithrodon in folgender Weise an. A. Vorderrand
der Jochbeinwurzel coucav, der fünfte Finger kurz. a. Posterior
näres contracted, Gaumen verlängert. «. Schnauze schlank, Ohren
ziemlich kurz, R, cuniculoides. ß. Schnauze stumpf, Ohren länger,
Tarsen kürzer, R. typicus. b. Posterior nares nncoutracted, Gaumen
gegenüber dem letzten Backenzahn endigend, R. Aistoni. B. Vor-
derrand der Jochbeinwurzel senkrecht, fünfter Finger lang. c. Pos-
terior nares und Gaumen wie in R. Aistoni, R. chinchilloides. Proc.
zool. soc. p. 691.
Macropoda. Money macht eine kurze Bemerkung über die
Lebensweise von Alactaga indica. Sie leben in Höhlen und sind
nächtliche Thiere. Proc. zool, soc. p. 539.
SubUDgulata. Fitzinger beschrieb einen langhaarigen Fer-
kelhasen (Cavia cobaya, longifilis), angeblich aus Japan. Er ergeht
sich in Vermuthungen über seine Abstammung, hält C. aperea und
C. cobaya für specifisch verschieden, und scheint geneigt die vorlie-
gende langhaarige Form für einen Bastard von Cavia cobaya und
Lagomys zu halten, wofür die Gründe jedoch nicht recht stichhaltig
erscheinen. Wiener Sitzungsber, 80. p. 431.
Leporina. Giebel untersuchte 22 Arten von Hasen auf ihre
Schädel, und hebt die für Systematik wichtigen Unterschiede hervor.
Schliesslich stellt er die Unterschiede übersichtlich zusammen, ver-
wahrt sich aber, dass einige derselben vielleicht noch individuell
sein möchten. Abgebildet sind : Lepus borealis, mediterraneus, cas-
pius , brachyurus , callotis , campestris , canescens und sylvaticus
in drei Ansichten. Zeitschr. ges. Naturwiss. 53. p. 318 mit Tafel
VIH— XI.
Liebe verglich das Knochengerüst des Schneehasen, des Le-
pus variabilis Pall (timidus L.), und des gemeinen Feldhasen, Lepus
vulgaris und machte auf einige Differenzen aufmerksam. Zool. Garten
21. p. 231.
Berg glaubt, daas bei Lepus variabilis und bei Lepus timidus
280 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
der Haarwechsel im Frühjahr statt finde. Er setzt die Nordgrenze
von L. timidus auf den 60. Grad, während L. variabilis, mit Aus-
nahme seines Vorkommens im Hochgebirge, in Kurland seine Süd-
grenze habe, Correspondenzblatt zu Riga 23. p. 21.
Kölliker machte eine vorläufige Mittheilung über die Ent-
wickeluug der Keimblätter des Kaninchens, gegründet auf zahlreichen
Schnittserien. Sie haben die Richtigkeit seiner früheren Darsteihmgen
über die Entstehung des Mesoderms ergeben, anderseits aber auch
die Angaben Rauber 's über seine Deckschicht bestätigt und zugleich
die Entwicklung des Ectoderms in ein neues Licht gesetzt. Dagegen
vermag sich Verf. mit den Annahmen E. van Benedens nicht im
Einklang zu erklären. Zool. Anzeiger HL p. 370 und 390.
Moniez behauptet, dass das Kaninchen wiederkäue, weil man
fast immer in dem Cardia-Theile des Magens wohl geknetete Kugeln
finde, die aus fein zerriebener Substanz bestehen, auch fast beständig
kauen, auch wenn sie ruhen. Er hat dies durch Experimente be-
stätigt gefunden. Dieses Wiederkäuen soll auch bei anderen Nage-
thieren, z. B. beim Meerschweinchen vorkommen. Bull, scientifique
du Dep. du Nord I. 1878. p. 169.
Krause gibt an, dass die ersten Kaninchen im Westen Deutsch-
lands im Jahr 1149 eingeführt seien. Mecklenburger Archiv 34.
p. 229.
Lepus Sälae Jentink Notes Leyden Museum II. p. 57 von Ben-
guela. — L. Netscheri Schlegel ib. p. 59 von Sumatra.
Edentata.
Gingulata. Dujes ergänzt in einer brieflichen Mittheilung
die Beobachtungen von Milne Edwards über die Placentation des
Dasypus novemcinctus (vorj. Ber. p. 121). Annales des sc. nat. IX.
Article 3.
White beobachtete den Chlamydophorus truncatus lebend,
und schilderte seine Lebensweise. Proc. zool. soc. p. 8.
In dem Journal of Anatomy and physiology XIV. p. 147 wird
auf die verschiedenen Schlüsse aufmerksam gemacht, welche Joly
über die Placenta von Bradypus tridactylus ausgesprochen hat, indem
er sie zu den Halbafi'en setzen wollte, und welche Turner bereits
1873 von Choloepus Hoffmanni gezogen hatte, wonach die Placenta
von den Lemuren sehr verschieden ist.
*
Solidungula.
Steel führt die zahlreichen Variationen an, welche ihm bei
den anatomischen Untersuchungen der grossen Menge von Equus
asinus vorgekommen sind. Proc. zool. soc. p. 2.
der Sängethiere ^Yäbrend des Jahres 1880. 281
Multungula.
Proboscidoa. A. v. Mojsisovics machte weitere ijemoikungen
zur Anatomie des africanischeu Elephauten. Es handelt sich hier
um die Lagerung des abdominalen Theiles des Verdauungsapparates,
Oesophagus, Magen, Milz, Duodenum, Leber, Lunge, Herz. Mittheil.
Vereins für Steiermark 1880. p. 158.
Thin, Note on the ganglion-cells of the elephants retina; er
giebt einige Maassc. Hiimphrey and Turner Jouj-nal of anatomy
XIV. p. 287.
Young fügte mit Rücksicht auf Miall und Green wald's Ana-
tomie des Indischen Elephanten (Ber. 1878, p. 248) Bemerkungen
über einige Muskeln bei. Ib. p. 289.
Chapman giebt eine Notiz über die Placenta des Elephanten.
Amer. Naturalist XIV. p. 376.
Arthur Brown berichtete über die Geburt eines. Elephanten
in Philadelphia. Das Junge war zwei Fuss hoch und wog eine
Stunde nach der Geburt 213 Pfund. Proc. zool. soc. p. 222.
Heysham erzählt, dass Elephanten in der Gefangenschaft
nach einer Tragezeit von 19 Monaten gekalbt haben. Proc. zool.
soc. p. 23.
Obesa. Gar r od bildete das Gehirn von Hippopptamus amphi-
bius ab, und machte Bemerkungen über Magen, Darm und Leber.
Transactions zool. soc. of London XI, p. 11 mit Tafel III und IV.
Änisodactyla, Fr i edel hat nach der Arbeit von L. v, Schrenck
über einen in Sibirien gefundenen Leichnam von Rhinoceros Merckii
berichtet. Zool, Garten p. 353.
Seligera. Reinhardt berücksichtigt in einer Abhandlung
über die in den brasilianischen Knochenliöhlen gefundenen Nabel-
schwein-Arten auch die Schädel der lebenden Arten Dicotyles tor-
quatus und labiatus. Meddelelser Naturh. Foren. iKjöbenhavu 1879 —
80. p, 271.
Ruininantia.
Gameli, Stricker berichtet über die Kamelstuterei zu San
Rossore bei Pisa. Die Stuten werfen zwischen Januar und März
und werden trächtig bis zum Alter von 21 Jahren. Manche Dro-
medare erreichen daselbst ein Alter von 30 Jahren. Zool, Garten
21, p. 24.
Von Stricker findet sich eine Notiz über die Acclimatation des
Kameeis in Australien. Zool. Garten 21. p. 57.
Devexa. Richiardi gibt an, bei der Giraffe bestehe die
282 Troschel: Bericht üb. d. Leistangen in d. Naturgeschichte
Muskelhaut des Oesophagus aus gestreiften Fasern, welche in der
äusseren Schichte kreisförmige Richtung haben wie die der inneren
Schichte, aber nahe dem Magen behalten sie an der vorderen Seite
diese Richtung, an den beiden Seiten richten sie sich schief nach
unten, hinten verlaufen sie longitudinal und passiren in kleine Bän-
der vereinigt nur über der hinteren Wand der Magengegend, welche
zwischen Rumen und Reticulum liegt, auf welcher sie ausstrahlen
und sich mit Bündeln contractiler- Zellen von 12 Centimeter an der
Mündung des Oesophagus mischen. Zool. Anzeiger III, p. 92.
Cervina. v. Pelz ein giebt Nachricht von einem geweihlosen
männlichen Hirsch, der sonst wohl ausgebildet war. Verhandl. zool.
bot. Ges. in Wien XXX. p. 611.
Brown und Caton machten Bemerkungen über die Domesti-
cation von zwölf Hirsch-Arten. Amer. Naturalist XIV. p. 393.
Boiau beschreibt eine neue Art Cervus Lühdorßi aus dem
Amurlande. Abhandl. Naturwiss. Vereins zu Hamburg 1880. p. 33>
Taf. »V; Zool. Garten 21. p. 268. Abbildung des Geweihes in Holz-
schnitt. — Fitzinger macht es sehr wahrscheinlich, dass Bolau's
Cervus Lühdorfi identisch ist mit Cervus xanthopygus A. Milne-Ed-
wards, so wie mit Cervus eustephanus Blanford. Wiener Sitzungsber.
82. p. 373.
Antilocapridae. Blasius stimmte unter Vorlage des Schädels
einer Antilocapra americana der Ansicht zu, dass unter den Wieder-
käuern die Familien der Kameele, Giraffen, Zwerghirsche, Moschus-
thiere, Hirsche, Gabelgemfien und Hohlhörner uüterschieden werden
müssen. Jahresb. Vereins zu Braunschweig 1879 — 80. p. 62.
Forbes beobachtete das Abwerfen und die Neubildung der
Hörner bei Antilocapra americana, und bildete das allmähliche Wachs-
thum derselben in Holzschnitt ab. Proc. zool. soc. p. 540.
Cavicornia. Girtanner giebt Winke für die Erhaltung der
Gömse in der Gefangenschaft. Der zoologische Garten 21. p. 1
und p. 44.
Turner untersuchte die Fötal-Membranen der Elend-Antilope,
Oreas canna, und fand eine grosse Zahl Cotyledonen oder Carunkeln
an der äussern Oberfläche des Chorion, so dass sie mit den übrigen
Hohlhörnern unter den Po]ycotyledontophora zu classificiren ist.
Humphrey and Turner Journ. of Anatomy XIV. p. 241.
Tragelaphiis gratus Sclater Proc. zool. soc. p. 452 pl. 44 von
Gaboou.
Neotragus Kirkii von Brava im südlichen Somali und dama-
rcnsis aus dem Damara-Lande. Günther Proc. zool. soc. p. 17.
Tayon über die Variabilität der Zitzen bei den Ovideen der
Basses Cevennes. Comptcs rendus 90. p. 930 und 1085.
Rochcbruue beschreibt die Osteologie einer Rasse des
Kmdcs, welche in Senegambien vorkommt. Sie ist sehr kräftig, hat
der Säiigetbiere während des Jahres 1880. 283
einen Fetthöcker wie der Zebu (Bos Indiens), aber zeichnet sich
dadurch aus, dass sie auf der Nase ein Hörn trägt. Nouvelles Ar-
chives du Museum III. p. 159. pl. 8.
Das landwirthschaftliche Institut zu Halle hat zwei lebende
Exemplare des Bos frontalis erhalten, die sich daselbst trotz der
langen Reise ganz wohl befinden. Halle'sche Zeitung 22. Juni 1880,
Natautia.
Jouan schrieb über die grossen Cetaceen, welche während
der letzten zehn Jahre an den Küsten Europa's gestrandet sind. Er
kennt 13 Fälle. Mem. Soc. de Cherbourg 22. p. 228.
Sirenia. Murie, Further Observations on the Manatee. Nach
einem kurzen Rückblick auf die neuesten Untersuchungen am Ma-
nati, folgt eine Schilderung des lebenden Thieres in der Gefangen-
schaft in London, dann Bemerkungen über das todte Thier. Abge-
bildet ist das Thier in verschiedensten Stellungen, ebenso die Schnauze.
Dann werden einige Muskeln, die Hirnnerven, das Gehirn beschrieben.
Transactions zool. soc. of London XI. p. 19. pl. V — IX.
Hartmann beschrieb einen jungen Dugong, Halicore cetacea.
Sitzungsb. Ges. naturf. Freunde p. 156.
Cetacea. Flower brachte sehr gute colorirte Abbildungen von
Delj)hinus delphis und tursio zum Vergleich der äusseren Charaktere
beider Arten. Transactions zool. soc. of London XI. p. 1 mit pl. I.
Howes besprach einige Punkte aus der Anatomie der Pho-
caena communis. Er konnte einen Fötus untersuchen, männlich, 22
Zoll lang, auch einen weiblichen Fötus des Beluga von 13 Zoll
Länge u. s. w. Humphrey and Turner Journ. of anatomy XIV.
p. 476 mit Tafel 29.
Jourdain fand in einem todten Weibchen von Phocaena com-
munis einen Fötus von 0.32 Meter, und beschreibt einige Eigen"
thümlichkeiten. Comptes rendus 90. p. 138.
Reinhardt bezeichnete Mesoplodon bidens als Zuwachs zu
der dänischen Meeresfauna. Das Thier wurde am 3. Febr. 1880 an
der Ostküste von Jütland gefunden. 0 versigt K. danske Videnska-
bernes Selskabs forhandliugar 1880. p. 63 — 72 mit einer Tafel.
vonHaast bildete ein Exemplar von Ziphius novae-zealandiae
ab, welches mit zahlreichen Narben bedeckt war, ein Beweis, dass
die Weibchen vielfachen Angriffen ausgesetzt sind. Proc. zool. soc.
p. 232. pl. 23.
Wilson, Das Wundernetz des Narwal. Humphrey and Turner
Journal of anatomy XIV. p. 377 mit Taf. 22 und 23.
Zaddach Hess bei der 53. Versammlung Deutscher Natur-
284 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschiclite
forscher in Danzig', Tageblatt, das Finnwal-Skelet vom Jahr 1874
besichtigen. Er erörterte, ob seine Bestimmvnig des Skelets (Archiv
f. Naturgeseh. 1875) als Balaenoptera musciilus Flem. oder Physalus
antiquorum Gr., oder die von Menge (Naturf. Ges. in Danzig 1875)
als Pterobalaena laticeps die richtige sei. Natürlich sprechen die
vorgebrachten Gründe für seine Bestimmung.
Marsupialia.
Y 0 11 ng beschreibt die inneren Handmuskeln derBeu-
telthiere. Humphrey and Turner Journ. of Anatomy XIV,
p. 149.
Dasyurina. Schlegel theilt die Gattnng Dasyunis in drei
Gruppen. Die erste hat einen rudimentären Daumen und einen
nicht buschigen Schwanz, dahin D. maculatus oder macrourus von
Südostaustralien, Geoffroyi von Westaustralien, hallucatus von Port
Essington und älbopiinctatus von Papua; die zweite hat kein Dau-
menrudiment und einen buschigen Schwanz, gleich wie die erste
weisse Flecken, dahin D. viverrinus oder Maugei von Südostaustra-
lien; die dritte ohne weisse Flecken, dahin D. ursinus von Tasmania.
Notes Lej'-den Museum II. p. 51.
Dasyurus fuscus A. Milne-Edwards Comptes rendus 90. p.
1518; Annais nat. hist. VI. p. 171 vom Arfak-Gebjrge an der Nord-
küste von Neu-Guinea.
Phascologale (Chaetocercus) pilieauda Peters et Doria Annali
del Mus. civico di Genova XVI. p. 668 von Neu-Guinea.
Aiston hat Einiges von der Anatomie der Gattung Antechi-
nomys lanigera beleuchtet, auch eine hübsche Abbildung des Thieres
gegeben. Er charakterisirt die Subfamilie Phascologalinae der Fa-
milie Dasyuridae folgendermassen: Gebiss y~'q~ i ' fi i q ' i ' ^^®
mittleren oberen Vorderzähne grösser, Backzähne mit sehr spitzen
Höckern; hinterer Daumen entgegensetzbar, nagellos, selten fehlend;
Schwanz am Endtheil buschig oder mit kurzen Haaren bekleidet.
Dahin folgende Gattungen: a. Kletternde. Hinterfüsse kurz und breit.
Sohlen nackt bis zum Hacken, mit quergestreiften Polstern; Magen
quer verlängert. 1. Phascologale. Mittlere obere Vorderzälme sehr
gross, stark nach vorn geneigt, mit Andeutungen einer inneren Spitze ;
kein Beutel, Schwanz buschig am Ende, Pelz weich. 2. Antechinus.
Mittlere oberen Vorderzähne kleiner, mehr senkrecht gestellt ; Beutel
vorhanden, obgleich zuweilen sehr flach ; Schwanz mit kurzen Haaren
in ganzer Länge, b. Laufende Hinterfüsse schlank, Sohle am Mcta-
tarsus mehr oder weniger behaart, mit höckerigen Schwielen am
Grunde der Zehen; Magen fast kuglig, 3. Podabrus. Beutel vor-
der Säugethiere während des Jahres 1880. 285
handen, Beine massig-, Danmen der Hinterfüsse vorhanden, Schwanz
ganz mit kurzen Haaren. 4. Antechinomys. Beutel fehlt, Vorderarm
und Hintei'fuss sehr verlängert, Daumen mit seinem Metatarsus fehlt;
Schwanz am Ende buschig. Proc. zool. soc. p. 454 pl. 45.
Monotremata.
Via il an es untersuchte die Speicheldrüsen von Echidna. Sie
haben Parotid-Drüsen, zwei Paar Submaxüiar-Drüsen und Sublino-ual-
Drüsen. Die Parotid-Drüsen waren von Cuvier und Owen übersehen;
ebenso der gemeinsame Ausführungsgang der tiefliegenden und ober-
flächlichen Submaxillardrüsen von Cuvier und Duvernoy, ist aber
theilweise von Owen beschrieben. Comptes rendus 1879. p. 910 ;
Annais nat. bist. V. p. 83; Guide du Naturaliste II. p. 9.
R. Owen überzeugte sich von dem Vorhandensein von Eiern
der Echidna hystrix in dem Uterus. Er fand sie sehr- ähnlich mit
denen von Ornithorhynchus. In dem Beginn der Furchung der
Dottermasse sieht er den Beweis für das Lebendiggebären der Mo-
notremen. Philosophical Transactions Royal Soc. Vol. 171. p. 1051
mit Tafel 39.
Bericht über die Leistungen in der Herpetologie
während des Jahres 1880.
Von
Troschel.
Von Bronnes Klassen und Ordnungen des Tliierreichs
fortgesetzt von Hoff mann erschien in den Jahren 1879—
80 des sechsten Bandes III. Abtheilung, Reptilien, die Lie-
ferungen 1—15 in sechs Heften. In ihnen sind die Schild-
kröten in ausführlicher Weise behandelt, und fast zu Ende
geführt. In der systematischen Anordnung folgt Verf.
Strauch. Der Text dieses Abschnittes, obgleich die Schild-
kröten noch nicht ganz beendet sind, umfasst 400 Seiten,
ist also recht ausführlich behandelt, und darf als ein wich-
tiges Lehrmittel angesehen werden.
Von Kuhn erhielten wir eine Arbeit über das häutige
Labyrinth der Amphibien. Er beschreibt das innere Ohr
der Batrachier, dann das häutige Labyrinth der Urodelen, und
stellt dann eine Vergleichung des inneren Ohres der Fische
und Amphibien an. Die Hauptunterschiede findet er in
der Gestaltung und Zusammensetzung der pars inferior
der beiden Wirbelthierklasseu. Archiv f. mikrosk. Anatomie
17. p. 479—550 mit Tafel 40—45.
Bunge stellte in seiner Dissertation, Dorpat 1880,
„Untersuchungen zur Entwickelungsgeschichte des Becken-
gürtels der Amphibien, Reptilien und Vögel" an. Die
gewonnenen Resultate werden vom Verfasser also bezeichnet:
Die Annahme hat die relativ grösste Wahrscheinlichkeit,
nach welcher in dem ventralen Abschnitt des Beckengürtels
der urodelen Amphibien ein Puboischium vorläge, das da-
Troschel: Ber. üb. d. Leist. in d. Ilerp. währ. d. J. 1880. 287
durch zu einem Pubis und einem Ischlum sich differeuzire,
dass neben dem Foramen obturatorium auf dem Wege eines
partiellen Schwundes des einheitlichen , plattenförmigen
Skelettheils derselbe durchbrochen werde. Die verschie-
denen Formen des Beckengürtels bei Chelonicrn und Sau-
riern können auf verschiedene Grade einer solchen Fenster-
bildung bezogen werden, die bei den Crocodilinen, lateral-
wärts fortschreitend, das Os pubis vom bisher einheitlichen
ßeckengürtel abgegliedert und als selbststäudigen Knochen
hingestellt habe. Ueber die Frage, ob der Gegenbaur-
Davidoff'schen oder der Thacher-Mivart'schen Ansicht der
Vorzug zu geben sei, so wie über die Frage nach dem
Ursprung des Beckengürtels und seinen Beziehungen zu
dem ihm ansitzenden Extremitätenskelet hat sich Verf.
noch keine bestimmte Antwort gebildet.
Born lieferte Nachträge zu Carpus und Tarsus. Sie
beziehen sich auf die anuren Batrachier, die cianocranen
Saurier, Chamaeleon. Gegenbaur Morphologisches Jahrbuch
VI. p. 49 mit Tafel I.
Batelli lieferte Beiträge zur Kenntniss des Baues
der Reptilienhaut. Er giebt zunächst eine übersichtliche
Beschreibung des Gesammtbaues, und lässt dann eine spe-
cielle Schilderung der wichtigeren Verhältnisse der Haut
von Python javanicus, Tropidonotus natrix, Lacerta viridis
und Anguis fragilis folgen. Archiv f. mikrosk. Anatomie
17. p. 346 mit Taf. 34 und 35.
Pfitzner hat die Epidermis der Amphibien am ge-
neckten Salamander untersucht, und stellt die gewonnenen
Resultate folgendermassen zusammen: die Epidermis besteht
aus einem einschichtigen Stratum corneum und einem
mehrschichtigen Stratum mucosum. Die Hornschicht be-
steht aus einer einfachen Lage verhornter Zellen ohne
Intercellularbrücken und -lücken und bildet einen mit
Ausnahme der Mündungen der grossen mehrzelligen Haut-
drüsen weder durch inter- noch durch intracellulare Oeff-
nungen unterbrochenen Ueberzug über die ganze Körper-
oberfläche. Sie ist durch Umbildung aus Zellen der
Schleimschicht entstanden, und wiederholt sich dieser Vor-
gang periodisch während des ganzen Lebens. Die Schleim-
288 Tr ose hei: Bericht üb. d. Leistungen in der Herpetologie
scliiclit lässt keine Untersclieidung in weitere Unterabthei-
liingen zu. Sie besteht aus mehrfachen Lagen wohl aus-
gebildeter, streng von einander geschiedener Zellen, die
sich auf dem Wege der sogenannten indirecten Zelltheilung
vermehren. Die Flaschenzellen gehen durch Umbildung
aus Schleimschichtzellen hervor, welcher Vorgang sich
gleichzeitig mit der Bildung einer neuen Hornschicht peri-
odisch wiederholt; eine directe Vermehrung durch Theiluug
findet nicht statt. Sie gehören morphologisch und physio-
logisch zur Hornschicht und haben gleich dieser eine rein
mechanische Function. Die Intercellularlücken sind, wie
bei der Larve, die Bahnen für eine aus der Cutis einströ-
mende Flüssigkeit, welche die Ernährung der Zellen ver-
mittelt. Diese Ernährung ist hier jedoch nur in den unteren
Lagen der Schleimschichtzellen energisch genug, um eine
Vermehrung derselben zu veranlassen; je näher der Ober-
fläche die Zellen liegen, desto weniger Lebensenergie
besitzen sie. Es ist wahrscheinlich, dass das Stratum
mucosum Nervenfasern enthält und dass diese hauptsächlich
in den Intercellularbahnen verlaufen. Das diffuse Pigment
der Epidermis bewirkt die Zeichnung, die Chromatophoren
eine mit reflectorischen Vorgängen zusammenhängende
Veränderung der Färbung. Die Cornea bewahrt zeitlebens
den Bau, welchen sie und die ganze übrige Epidermis zur
Zeit der Geburt besass. Gegenbaur Morpholog. Jahrbuch
VL p. 469.
F. Müller brachte einen Ersten Nachtrag zum Kata-
log der herpetologischen Sammlung des Basler Museums.
Basel 1880. Seit dem Katalog 1878 hat der Arten-Bestand
der Sammlung um 52 Amphibien, 61 Schlangen, 93 Saurier
und 10 Schildkröten zugenommen. Einige neue Arten und
zwei neue Gattungen sind unterschieden, aber nicht mit
Namen versehen, nur für eine derselben in der Familie
der Iguaniden wird ein Name vorgeschlagen, für den Fall,
dass sie noch nicht beschrieben sein sollte; letztere ist auch
abgebildet.
J. G. Fischer beschreibt einige neue Arten. Archiv
für Naturgeschichte p. 215.
Europa. Ilansson zeigte Bufo vulgaris und Triton
während des Jahres 1880. 289
punctatus als iin nördlichen Bohuslän vorkommend an; sie
fehlten beide in Cederström's Verzeichuiss. Öfversigt Ve-
tensk. Akad. Förhandlingar 1880. 4. p. 20.
Nehring gab einige Daten über die Verbreitung von
Lacerta viridis, Alytes obstetricans, Pelobates fuscus und
Coluber flavescens in Deutschland. Zool. Garten 21. p. 298.
Boettger erhielt kleine Sammlungen von Reptilien
und Amphibien vom Tatra-Gebirge, aus Dalmatien und
Südcroatien, von der Insel Euboea und aus den Kaukasus-
ländern, und erstattete über dieselben Bericht in dem 19. —
21. Bericht des Offenbacher Vereins für Naturkunde p. 81.
Africa. Peters zählte die von den Herren Rohlfs
und Stecker auf der Reise nach der Oase Kufra gesammelten
Amphibien auf. Es sind 2 Schildkröten, 13 Eidechsen,
6 Schlangen und 1 Batrachier. Darunter eine neue Ei-
dechsengattung aus der Geckonenfamilie. Berliner Monats-
berichte p. 305.
Günther beschrieb neue Reptilien von Ostafrica, die
dem Britischen Museum durch Kirk und Bewsher zuge-
kommen waren. Annais nat. bist. VI. p. 234.
Boettger veröffentlichte Diagnosen von Reptilien
und Batrachiern, die von Carl Ebenau auf der Insel Nossi-
Be bei Madagascar gesammelt wurden. Zool. Anzeiger
p. 279.
Peters bestimmte eine Sammlung Amphibien, welche
Hildebrandt auf Nossi-Be und Madagascar zusammenge-
bracht hatte: 1 Crocodil, 3 Schildkröten, 12 Eidechsen,
9 Schlangen und 5 Batrachier. Zwei Eidechsen werden
als neu beschrieben. Berliner Monatsber. p. 508.
Asien. Boettger hat die sämmtlichen bisher be-
kannten Reptilien und Amphibien von Syrien, Palästina
und Cypern zusammengestellt, wozu ihm neue Sendungen
Veranlassung gaben. Das Verzeichniss ergiebt 27 Schlan-
gen, 38 Eidechsen, 1 Crocodil, 6 Schildkröten und 8 Ba-
trachier. Eine neue Gattung und eine neue Species. Am
Schluss Bemerkungen über die geographische Verbreitung,
woraus sich namentlich eine grosse Uebereinstimmung der
Syrischen Amphibien mit Aegypten und Nordafrica ergiebt.
Ber. Senkenbergische Ges. 1879—80. p. 132.
Archiv für Naturg. XXXXVH. Jahrg. 2. Bd. T
290 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in der Herpetologie
Hub recht bestimmte eine Sammlung von Amphibien
von Beludschistan, welche von Duke zusammengebracht
war. Sie enthält 5 Eidechsen, 2 Schlangen und 2 Batra-
chier. Proc. zool. soc. p. 620.
Hilgendorf machte Bemerkungen über die von ihm
in Japan gesammelten Amphibien, nebst Beschreibung zweier
neuen Schlangen. Das Verzeichniss enthält 4 Schildkröten,
3 Eidechsen, 8 Schlangen, 9 Batrachier. Die beiden neuen
Schlangen s. unten. Sitzungsber. Ges. naturf. Freunde zu
Berlin p. 111 mit einer Tafel.
America. Lockington verzeichnete die Reptilien
und Amphibien, welche durch Dünn, und Fisher in Cali-
fornien gesammelt waren: 3 Batrachier, 3 Schlangen, 11
Eidechsen. Amer. Naturalist XIV. p. 295.
Ghelonii.
Gerard gab Kenntniss von einem kleinen gedruckten Circular,
wonach im September 1811 eine Lederschildkröte, Testudo coriacea,
bei Sandy Hook gefangen wurde, die 900 Pfund wog. Amer. Natu-
ralist p. 129.
Thälassoehelys Kempii und Chelonia depressa Garmau Bull.
Mus. Comp. Zoology V. No. 6 aus dem Mexicanischen Meerbusen.
Ein neues Werk, Memoires concernant l'histoire naturelle de
l'empire chinois par des peres de la compagnie de Jesus,
Changhai 1880, eröffnet im ersten Hefte die Reihe der Abhandlungen
mit einem Memoire sur les Trionyx von Heude S. J. Verf. ist
nach langem Zweifeln zu dem Resultat gekommen, nicht weniger
als neun Gattungen dieser Schildkröten mit zusammen 13 Arten
unterscheiden zu müssen. Die Gattungen sind die folgenden: 1. Yuen
corpore ingenti; scuto dorsali integro, clause; vertebrarum tractu
lato, piano; sterni mediis ossibus crasso callo confertis, posterioribus
vero laevibus; rostri ora solida, acuta, oblique basim versus serru-
lata; superficie autem molari plana, asperis conulis rugosa: inframa-
xillari fossa lata, profunda, obtuse lanceolata, antice brevissima;
maxillaribus cum vomere, non inter se ipsa, conglutinatis; postnaribus
ovatis, magnis; ossis hyoidei corpore ossiculis octo constante; pelvis
latissimae apertura transversim longa. Fünf neue Arten Y. leprosus,
maculatus, elegans, viridis, pallens. 2. Psilognathus scuto tectato,
imperfecto; sterno quadri-calloso; cranio debili, compresso, antice
attenuato; inframaxillari fossa profunda, longa, lanceolata; postnarium
i;vährend des Jahres 1880. 291
aperturis angulatis, latis; rostri tenuis, acuti superioris raaxillae facie
molari vix plana, inferioris autem subrecta. Ps. laevis. 3, Tem-
nognathus capite depresso, longo; rostri ora per totum, infra su-
praque acuta; facie vero molari laevi, vel subcarinata, aliqiiando
vix trita, fossae maxillaris latitudinem aequante; postnarium aper-
turis longis et latis; fossa maxillari profunda, obtuse hastata; scuto
dorsali ovoideo, planissimo; fimbria latissima; vertebralium lami-
narum suturis naturaliter inconspicuis. T. mordax. 4. Gompho-
pelta capite mediocri, fönte subproclivi; facie iDolari postnarium
aperturam oblique obtegente; rostri ora suberosa; inferioris maxillae
parte antica subcanaliculata, attenuata; scuto dorsali cuneato, elato;
suturis Omnibus conspicuis. G. officinae, 5. Coelognathus capite
crasso, antice breviato, rostri superioribus maxillis valde approxi-
matis, medio canali conspicue cavatis, dilatatis; inferioribus etiam
ex adverso concavis, uempe ad angulum; scuto dorsali discoideo, ad
latus incurvo, vertice subplano; vertebralium laminarum suturis in-
visibilibus, sterno subelevato; callo infra supraque sat distincto.
C. novemcostattis. 6. Tortist er 7ium capite crasso, lato, vittato,
punctato; maxillae superioris facie molari lata, erosa, inaequali; ca-
nali medio sat stricto, antice paulatim valde se dilatante; maxilla
inferiori postice eroso-cavata, antice procliviter canaliculata, angulo
stricto ; scuto dorsali ellipsoideo, medio profunde canaliculato, eca-
rinato; sterni costis mediis subretortis. T. novemcostatum. 7. Cera-
wo^eZia capite subdepresso, latissimo; rostri posterioribus oris con-
trito-dilatatis, subcavatis; anterioribus vero acutis, integerrimis;
inframaxillari fossa profunda, lata, antice circulari; postnaribus
latis; scuto dorsali tegulato, fimbria postice latissima; verte-
bralium laminarum suturis invisibilibus. C. latirostris. 8. Copto-
pelta capite depresso, fronte obliqua; rostri cordati facie molari
supera rhombea, erosa; ora vero subacuta per totum ; canalis infra-
maxillaris oris subparallelis, postnarium fossis duplo majoribus;
maxilla inferiore paulo dilatata, angulo rotundato, apice canaliculato,
attenuato; scuto dorsali supra piano, sensim proclivi, antice abrupte
truncato; vertebralium laminarum suturis inconspicuis, C. septem-
costata. 9. Ginctisternum capite crasso, fronte brevi, obtusa;
latis vittis ornato, punctulato; maxillae superioris faciebus mo-
laribus in canali medio fere convenientibus, dilatatis, obliquis, oris
erosis; rostri parte antica lateraliter compressa, integra; maxillae
inferioris apice attenuato, subplano; facie molari valde comj^ressa
dilatata; scuto supra lato, piano, satis elato; sterno transversim se-
cundum mediam suturam conspicue depresso. C. oicinctum. Sollten
dies wirklich mehr als Varietäten einer Species sein?
292 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in der Herpetologie
Saurii.
Balfour, On the early development of the Lacertilia,
together with some observations on the nature and rela-
tions of the primitive streak. Studies from the morpho-
logical laboratory in the university of Cambridge.
Wieder sheim will bei einer Eidechse aus der Gruppe
der Agamen den Säugethiertypus erkennen, indem sich
Vorderzähne, Eckzahn und Backzähne unterscheiden lassen,
wie er es auch abgebildet. Zool. Anzeiger III. p. 493. —
Boettger macht ib. p. 551 darauf aufmerksam, dass dies
schon Dumeril und Bibron bei Agama und Stellio beschrie-
ben. Nach des Ref. Ansicht ist dieser Vergleich doch nur
ein sehr oberflächlicher.
Crocodilini. LeMoyne schildert die Kaimans als träge, unbe-
weglich und durchaus nicht gefährlich auf dem Lande. La Nouvelle
Granade 1880. L p. 115.
V. Möllendorff kündigte das Vorkommen einer Krokodil-Art,
Alligator sinensis in China an. Sitzungsber. Niederrhein. Ges. in
Bonn p. 32.
Lacertae. Körner beobachtete, dass Lacerta agilis in der
Ebene und im Taunus nie höher als 1450' vorkommt, Lacerta vivi-
para dagegen in der Ebene nur an einigen Stellen, häufig aber im
hohen Taunus; nie beide Arten zusammen. Zool. Garten 21. p. 189.
Pohlig zeigte ein Eidechsenweibchen, Lacerta agilis, mit
doppeltem Schwänze von der Hofgartenwiese in Bonn vor. Sitzungs-
ber. niederrhein. Ges. in Bonn p. 146.
Simroth beobachtete ein Eidechsenmänncheu mit doppeltem
Schwänze, an welchem er sich überzeugen konnte, dass beide Spi-
tzen Neubildungen waren. Zeitschr. für die ges. Naturwissenschaften
53. p. 753.
J. V. Bedriaga hat im Bull. Soc. zool. de France Dec. 1879
eine Abhandlung über die europäischen Varietäten der Lacerta mu-
ralis veröffentlicht. Er unterscheidet vier Gruppen, jede mit ihren
Varietäten. Abgebildet sind auf ieiner Tafel Lacerta muralis Var.
Lilfordi ^ et ^ , Var. balearica, Var. Latastei und Var. neapolitana.
Derselbe schrieb über Lacerta oxycephala Kitzinger und L.
judaica Camerano, Archiv f. Naturgesch. p. 250.
Ophiops Scitlueteri Böttger Ber. der Senkenbergischen Ges.
1879-80. p. 176. Taf. III. Fig. 3 aus Syrien.
Gbamaeleontes. Parker theilte einen Auszug einer Abhand-
lung über den Bau des Schädels vom Chamaeleon mit, welche in den
während des Jahres 1880. 293
Trausactions zool. Sog, of Londou erscheinen wird. Er präparirte
den Schädel eines erwachsenen und eines jungen Chamäleon vulgaris
und eines erwachsenen Ch. pumilus. Er überzeugte sich, dass die
Chamäleons eine sehr eigenthümliche Gruppe seien, noch weiter von
den gewöhnlichen Lacertilien entfernt als selbst die Neuseeländischen
Hatteria (Sphenodon). Proc. zool. soc. p. 188.
Grube, lieber die Familie der Chamaeleonten. Kurze Notiz.
57. Jahresbericht der Schlesischen Ges. für vaterländische Cultur.
p. 229.
A. V. Mojsisovics schilderte das Betragen eines Chamaeleo
vulgaris in der Gefangenschaft. Es starb durch Vergiftung, weil
es einen Triton cristatus in der Nackengegend gebissen hatte. Wiener
Abendpostj Beilage 14. April 1880.
Krukenberg stellte Versuche über die Mechanik des Farben-
wechsels bei Chamaeleo vulgaris Cuv. an, und bediente sich dazu
namentlich der Gifte. Vergl, physiol. Studien zu Tunis, Mentone
und Palermo. III. Heidelberg 1880. p. 23.
Chamaeleo cephaJolepis Günther Annais nat. bist. VI. p. 237
von den Comoren. — Ch. Ebenaui Boettger Zool. Anzeiger p. 280
von Nossi-Be.
Chamäleo Kerstenii Peters wird von Günther Annais nat. hist.
VI. p. 238 in die Gattung Rhampholeon gebracht.
Iguanini. ÄnoUs Buckleyi O'Shaughnessy Proc. zool. soc. p.
492. pl. 49 aus Ecuador, nebst Aufzählung von 7 Arten derselben
Gattung ebendaher.
Agama Tournevillei Lataste Le Naturaliste 1880. p. 325 von
Ouaryla.
Uromastix princeps O'Shaughnessy Proc. zool. soc. p. 445. pl«
43 von Zanzibar.
Zerzoumia n, gen. Lataste. Le Naturaliste 1880. p. 299.
Zwischen den Gattungen Notopholis Wagl. und Tropidosaura F'itzin-
ger. Z. Blarei aus Algerien.
Tropidocephalus n. gen. Müller Erster Nachtrag ^um Ka-
talog des Basler Museums p. 45. Von Leiodera (Proctotretus) durch den
mit Kielschuppen bekleideten Kopf, durch gekielte Schuppen am
Bauch, durch Mangel von Analporen und Gaumenzähnen unterschie-
den. T. azureus von Uruguay ist abgebildet.
J. v. Fischer schildert die Ringelagame (Oplurus torquatus),
in der Gefangenschaft als sehr bewegliche, lebhafte, gefrässige Thiere.
Zool. Garten p. 16.
Geckones. Pachydactylus laticauda Boettger Zool. Anzeiger
p. 280 von Nossi-Be.
Ptyodactylus Oudrii Lataste Le Naturaliste 1880. p. 299 von
der Nordgrenze der Sahara.
294 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in der Herpetologie
Geclcolepis maculata Peters Berliner Monatsber. p, 509 von
Anfica im nordwestlichen Madagascar.
Tropiocolotes n. gen. Peters Berliner Monatsberichte p. 306.
Squamae carinatae imbricatae, digiti compressi, omnes unguiculati»
hypodactyliis carinatis. T. tripolümius aus dem üadi M'bellem.
Scalahotes n. gen. Peters Berliner Monatsber. p. 795. Squa-
mae notaei granulatae ; pupilla orbicularis, digiti unguiculati; primus
muticus tenuis, reliqui phalange antipenultima serie lamellarum trans-
versalium duplici dilatata. Sc. thomensis von St, Thome, Westafrica,
entdeckt durch Greeff. Abbildung.
Ptycbopleurae. Chamaesaura miodactyla Günther Annais nat.
bist. VI. p. 235 von Peri-Bush in Ostafrica.
Scinci. ßocourt machte im 3. Theile der Zoologie du Me-
xique allgemeine Bemerkungen über die Familie der Scincoiden.
Er findet in erster Linie die Beschaffenheit der Schuppen für die
Classification wichtig, je nachdem sie eine knöcherne Unterlage
haben (osteo-dermiques) oder nicht. Es sind denn auch zahlreiche
Schujjpen beider Arten auf 2 Tafeln abgebildet. Schliesslich giebt er
eine üebersicht der 12 Gruppen und der 39 Gattungen. L Äspido-
scincus. Haut mit verknöcherten Schuppen. A. Schuppen regel-
mässig, mit Längskanälen, die in der Mitte mit einem Querkanal
anastomosiren. a. drei vordere Kanäle. 1. Ein Paar Supero-nasalia,
Euprepisidae mit 5 Gatt. 2. Keine Supero-nasalia, KumorpJiu-
sidae mit 2 Gatt. b. Vier vordere Kanäle. 3. -Ein Paar Supero-
nasalia, Scincidae mit 7 Gatt. 4. Keine Supero-nasalia. Somadro-
sidae mit 1 Gatt. — B. Schuppen unregelmässig, a. Schuppen mit
einem Querkanal, der mit Längskanälen anastomosirt, keine Supero-
nasalia. 5. Rostrale normal, Lygosomidae mit 11 Gatt. b. Rostrale
gross und kapseiförmig, Äcontiadae mit 1 Gatt. b. ohne Quer-
kanal. 7. die Hauptkanäle gehen von einem Mittelpunkt aus und
ihre Verästelungen erstrecken sich nicht bis zu dem peripherischen
Theil, Diploglossidae mit 5 Gatt. — IL Anaspidoscincus-
Keine verknöcherte Schuppen. A. Rumpf normal mit grossen Schup-
pen. 8. Unterkieferschilder sehr entwickelt, Tretio scincidae mit
3 Gatt. B. Rumpf sehr verlängert, mit kleinen Schuppen, a. Schuppen
gekielt, keine Vordergliedmassen, die hintern platt und ohne Zehen. 9.
Superonasalia und Ohröffnungen vorhanden, Fygopidae mit 1 Gatt.
b. Schuppen glatt, keine Gliedmassen. 10. Ohröffnuugen deutlich, Prä-
analporen, Li alisidae mit 1 Gatt. 11. keine Ohröffnungen, Rostrale
etwas nach oben gekrümmt, Anniellidae mit 1 Gatt. 12. keine
Ohröffnungen, Rostrale gross und die Schnauze umfassend, Typhli-
nidae mit 1 Gatt.
Gongylus Johannae Günther Annais nat. bist. VI. p. 236 von
den Comoren. — Gongylus Bedriagai nov. subspecies von G. ocella-
während des Jahres 1880. 295
tus Costa Anales Soc. espanola de bist, natural IX. p, 495, von der
Iberischen Halbinsel. Unterschieden durch kleinere Gliedmassen;
die vorderen reichen nicht über das Ohr hinaus, die hinteren haben
Va der Länge des Körpers; nur zwei Lendenwirbel.
Sohne ck hat drei Exemplare von Eumeces fasciatus mit Ga-
belschwanz gesehen, alle aus der Gegend von New Harmony, Ind.
American Naturalist p. 55.
Leposoma dispar Peters Berliner Monatsber. p. 217 von Neu-
Granada.
Äcontius Hüdebrandti Peters Berliner Monatsber. p. 510 vom
nordwestlichen Madagascar.
Sepacontias n. gen. Günther Annais nät. bist. VI. p. 235.
Rostrale ziemlich gross, deprirairt und hinten von zwei Nasalia be-
grenzt, welche zusammen eine Nath hinter dem Rostrale bilden, und
deren jedes von einem grossen runden Nasenloch durchbohrt ist,
mit einem kurzen Schlitz nach dem hintern Rande des Schildes,
sonst wie Gongylus; Schuppen glatt, Ohröffnung sehr klein, Augen-
lieder schuppig, Beine schwach. S. modestus von Mpwapwa, 200
Meilen von Zanzibar.
Amphisbaenae. Geocalamus n. gen. Günther Annais nat;
bist. VI. p. 234. Verwandt mit Baikia; Kopf sehr kurz mit compri-
mirter conischer Schnauze; Rostrale gross, zwei grosse Frontalia
bilden zusammen eine Naht hinter dem Rostrale; Verticale klein,
viereckig, zuweilen mit den Stirnschildern verschmolzen; zwei Occi-
pitalia mit kleinen accessorischen Schildern an den Seiten und hin-
ten; Nasalia sehr klein über dem ersten Labiale; Oculare über dem
zweiten und dritten Labiale ; drei obere Labialia; Mentale viereckig?
von massiger Grösse; drei untere Labialia ; Gularschilder klein, ziem-
lich zahlreich; Sternalschilder ähnlich denen des Körpers, länglich
viereckig, klein; zwei dreieckige Praeanalschilder; vier Praeanal-
poren ; Seitenlinie deutlich. G. modestus von Mpwapwa 200 Meilen,
landeinwärts von Zanzibar.
Monopeltis (Pliractogonus) jugularis Peters Berliner Monatsber.
p. 219, Fig. 1 aus Westafrica.
Serpentes.
Sehne ck beobachtete auch ein Geräusch durch Be-
wegung des Schwanzes bei Coluber Emoryi Cope (vergl.
vorj. Ber. p. 136). American Naturalist p. 54. Er ver-
muthet, dass es allen Species der Gattung eigen sei.
Lockwood sah gleichfalls den Schwanz von Pitu-
296 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in der Herpetologie
ophis melanoleucus in vibrirender Bewegung. Er fand auch
seine Eier. Ib. p. 528.
Hill beobachtete das Zittern des Schwanzes mit Ge-
räusch bei einer Schlange (Fox-snake), während er sie mit
einem Stock festhielt. Ib. p. 672.
Emery hat die Drüsen am Kopfe einiger protero-
glyphen Schlangen, Acanthophis australis, Pelamis bicolor
und Platurus fasciatus, untersucht; sowohl die Palpebral-,
Sublingual- und Nasaldrüsen, die oberen und unteren La-
bialdrüsen und vorzüglich die Giftdrüsen. Ihre Structur
ist durch Holzschnitte veranschaulicht. Atti del Museo ci-
vico di Genova XV. p. 546.
Tiegel. Notizen über Schlangenblut. Pflüger's Archiv
für Physiologie 23. p. 278.
Lataste beobachtete, dass bei der Begattung der
Schlangen die sogenannten mit Stacheln besetzten Penis
in die Cloake des Weibchens dringen, um sie festzuhalten.
Erst beim Nachlassen der Erection stülpen sie sich wieder
ein, und die Stacheln lösen sich schmerzlos aus. Associa-
tion frangaise, Montpellier p. 765.
Epanodonta. Typhlops (Ophthalmidion) mücronatus Boettger
Zool. Anzeiger p. 279 von Nossi-Be. — T. depreasus Peters Berliner
Monatsber. p. 220 von der Insel Duke of York.
üropelta. Plectrurus aureus Beddome Proc. zool. soc. p. 182
aus Malabar.
Peropodes. Pytlwn Breitensteini Steindachner "Wiener Sitzungs-
ber. 82. p. 267 aas Borneo.
Piesigaster n. gen. Sevane Abhandl. der Senckeubergischen
naturf. Ges. XII. p. 217. pl. I. Habitus gen. Enygri Wagl. ; corpus
valde compressum, duplo altior quam latior; cauda prehensilis*
Dentes antici maxillarum maximij recurvi; os intermaxillare denti-
bus non instructum. Nares inter duo scuta sitae; praenasalia in
medio rostri contigua; postnasale rhombicum; praefrontalia anteriora
regularia, posteriora in scuta irregularia divisa; frenale unicum; su-
pralabialia siraplicia, fossulis non instructa, aut septimum solum aut
sextum septimumque bulbum attingentia; pupilla verticalis; squamae
laeves, lanceolatae; anale simplex; subcaudalia siraplicia. P. Boettgeri
von den Philippinen.
Zipperlen beschreibt, wie eine Boa constrictor eine Taube
fing und verschlang. Zool. Garten 21. p. 282.
während des Jahres 1880. 297
Ungalia Taczanowskyi Steiiidachner Wiener Sitzungsber. 80.
p. 522 mit Abbildimo: von Tombillo in Peru.
Calamaridae. Leptocalamus triUneatus Peters Berliner Monats-
ber, p. 221. Fig. 2 aus Brasilien.
Braehyorrhos albus, Kühl Var. conjimctics Fischer Archiv für
Naturgesch. p. 226 aus Ternate.
Coronellidae. Flesch sah eine junge Coronella laevis von
18 cm. ein anderes gleich grosses Exemplar verschlingen. Zool.
Garten p. 372.
Günther erhielt Tachymenis vivax von der Insel Cyperu.
Aunals nat. bist. V. p. 436.
Natrici^ae. E ding er fand im Pylorustheil des Magens von
Tropidonotus natrix die Schleimdrüsen, welche Partsch vermisst hatte.
Archiv für mikrosk. Anatomie XVII. p. 212.
Xenodon j^unctatus Peters Berliner Monatsber. p. 221. F'ig. 3
aus Brasilien.
Dendrophidae. Chrysopeloa viridis Fischer Archiv für Natur-
gesch. p. 222. Taf. IX. Fig. 13—17 von Tabukan auf Sahgi.
Dipsadidae. Dipsas hetsileana Günther Annais nat. bist. VI.
p. 238 von Madagaskar. — D. subaequalis Fischer Archiv für Natur-
gesch. p. 224. Taf. IX. Fig. 18 — 21 ohne Vaterlandsangabe.
LyCOdontidae. OpMtes japonicus Günther Annais nat. bist. VI.
p. 462 aus Japan. — 0. orientalis Hilgendorf Sitzuugsber. Ges. na-
turf. Freunde zu Berlin p. 115, Fig. 1 — 5 aus Japan.
Elapsidae. Peters hat ermittelt, dass Elaps Sundevallii Smith
zu der Gattung Elapsöidea Bocage gehört, und ist daher Elapsoidea
Sundevalli zu benennen. Berliner Monatsberichte p. 797,
Trimeresurus Miukiuanus Hilgendorf Sitzungsber. Ges. naturf.
Freunde zu Berlin p. 118. Fig. 6—10.
Stenocephala. Elapomorphus erythronotus Peters Berliner Mo-
natsber. p. 222 von San Paulo in Brasilien.
Micrelaps Böttger Bericht Senckenbergische Ges. 1879—80.
p. 136. Affinis gen. Elapomorpho Wiegm., sed dentibus perpaucis
simplicibus anticis denteque singulo solum canaliculato majore po-
stico supramaxillari, nee binis ; frenalia et praeocularia nulla, post-
frontalia utrimque supralabiale tertium attingentia. M. Mülleri aus
Palaestina. Taf, III, Fig, 2,
Viperini. Albertoni, üeber die Wirkung des Viperugiftes.
Unters, zur Naturlehre des Menschen und der Thiere. XU. p. 251,
In Mückenberg, Reg.-Bez. Merseburg starb ein Mädchen in
Folge eines Bisses der Kreuzotter. Zool. Garten p. 30.
Lessona berichtet, dass Vipera aspis L. am 2, October Junge
zur Welt brachte, was mit sonstigen Angaben nicht stimmt. Atti
della Accad. di Torino XV. p. 613.
298 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in der Herpetologie
Bothriechis scutigera und mummifera Rüpp. Var. notata Fi-
scher Archiv für Naturgesch. p. 218. Taf. VIII aus Guatemala.
Grotalini. Ballou spricht von einem neuen Mittel, die Klap-
perschlangen (Crotalus confluentus) unschädlich zu machen. Man
lässt sie in ein Tuch beissen, und reisst ihr dann die Giftzähne aus.
Dieses Mittel bei der Brillenschlange angewendet ist längst bekannt.
Amer. Naturalist XIV. p. 523.
Batrachia.
Wiedersheim hebt hervor, dass bei den Amphibien
in der Ausbildung des Gehirns bei verschiedenen Indivi-
duen einer und derselben Art grosse Schwankungen vor-
kommen. Sie betreffen das Cerebellum und die Medulla
oblongata von Rana esculenta. Zool. Anzeiger III. p. 497.
Löwitt, Beiträge zur Kenntniss der Innervation des
Froschherzens. Pflüger's Archiv für Physiologie 23. p. 313.
Camerano untersuchte die grüngefärbten Knochen
von Pseudis paradoxa und Cystignathus gracilis. Er fand
darin phosphorsaures Eisen. Atti Accad. di Torino XV.
p. 789.
Sauvage untersuchte die Wirkung des Giftes von
Alytes obstetricans, Bombinator igneus und Pelobates fus-
cus, um zu entscheiden, ob dieselbe mehr Aehnlichkeit
mit dem der Kröte, oder des Salamander habe. Das Gift der
Kröte und von Triton wirken auf das Herz, dessen Schläge
schnell aufhören; das des Landsalamander bringt heftige
Convulsionen hervor. Es ergab sich, dass das Gift von
Bombinator igneus wirkt wie das Gift der Kröte, das Gift
von Pelobates fuscus wie das des Salamanders. Association
frangaise, Montpellier p. 778.
Nussbaum, Ueber die Endigung der Wimpertrichter
in der Niere der Anuren. Zool. Anzeiger III. p. 514.
Camerano über die geschlechtliche Auswahl (della
scelta sessuale negli Anfibi anuri) bei den ungeschwänzten
Amphibien. Er führt nach melireren Funden aus verschie-
denen Gegenden die Zahl der Männchen und der Weibchen
an, meist aber in so kleinen Zahlen, dass daraus nicht
wohl sichere Schlüsse gemacht werden können. Er be-
während des Jahres 1880. 299
spricht ferner die seeundären Geschlecbtscliaraktere, die
er in eine Art System bringt. Atti Accad. di Torino XV.
p. 683.
Van Bambeke untersuchte die Embryologie der
Batrachier. Er schildert die Eihüllen und die äusseren
Veränderungen des Embryo von Triton und dem Axolotl
und ferner die Eifurchung der Batrachier im Allgemeinen.
Er unterscheidet 17 Stadien bis zum Austritt des Embryo
aus dem Ei. Die Dotterfurchung hat er bei Triton alpe-
stris, punctatus und palmipes, bei Siredon und bei Pelo-
bates fuscus verfolgt. Archiv für Biologie I. p. 305 mit
4 Tafeln.
Parker theilte einen kurzen Auszug aus einer Ab-
handlung über die Entv^ickelung des Schädels der Urodelen
Batrachier mit. Er erkennt an, dass die ungeschwänzten
Amphibien eine edlere Gruppe bilden als die geschwänzten,
mit reicherer Begabung; aber sie entspringen von einem
anderen Wurzelstock und streben aufwärts zu einem anderen
Gipfel. In den Anuren haben wir die ersten Linien der
Säugethiere, wir sehen die Glieder der Sauropsiden in
lesbaren Schriftzügen geschrieben in der sich entfaltenden
Liste der Urodelen. Proc. zool. soc. p. 544. S. auch Jour-
nal Linnean Soc. 14. p. 717.
Die bereits im vorj. Berichte p. 144 erwähnte Ab-
handlung von St Öhr zur Entwickelungsgeschichte des üro-
delenschädels ist nunmehr in der Zeitschr. für wiss. Zool.
33. p. 477 vollständig erschienen. Sie ist von zwei Tafeln
begleitet. Aus den Resultaten der Untersuchungen heben
wir Folgendes hervor: In den jüngsten Stadien erblickt
man die knorpligen Anlagen des ersten Visceralbogens,
welcher sich jederseits in zwei Stücke, das Quadratum und
den Meckerschen Knorpel theilt ; dann bildet sich der Hy-
oidbogen und vier Kiemenbogen. Diese fünf Visceralbogen
hängen in der ersten nicht knorpligen Anlage mit einander
zusammen, verknorpeln aber von getrennten Punkten aus
und sind deshalb wie der erste Visceralbogen als paarig
zu betrachten. Dann entwickeln sich die seitlichen Schä-
delbalken. Sie sind anfangs paarig, verschmelzen aber
bald dicht vor der Chordaspitze. Nicht lange darauf ent-
300 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in der Herpetologie
springt die Occipitalanlage, zugleich bildet sich selbststän-
dig die knorplige Ohrkapsel. Später tritt an Stelle des
Knorpels Knochen. Ausser diesen knorplig vorgebildeten
Knochen betheiligen sich am Aufbau des Kopfes Hautver-
knöcherungen, die sogenannten Deckknochen. — Wie der
grösste Theil des Knorpelkranium, so geht auch der grös-
sere Theil der Schädelchorda zu Grunde, nur der hinterste
Abschnitt derselben erhält sich noch, erleidet aber insofern
eine Veränderung, als die Chordazellen in Knorpel umge-
wandelt werden. Dieser Abschnitt der Schädelchorda löst
sich vom Kranium und verwächst mit dem ersten Eumpf-
wirbel, dessen Processus odontoideus er darstellt.
Scott und Osborn On some points in the early
development of the common Newt erschien in Studies from
the morphological laboratory in the University of Cam-
bridge. 1880. p. 34—61 mit 2 Tafeln. Vergl. vorj. Ber.
p. 144.
Gas CO lieferte eine längere Abhandlung „Gli amori
del Tritone alpestre (Triton alpestris) e la deposizione
delle sue uova". Er schliesst: Wahrscheinlich bei allen
Urodelen legt das Männchen seine Spermatophoren vor
dem Weibchen ab, es findet daher keine eigentliche Be-
gattung statt. Das Weibchen begiebt sich auf die eben
abgelegte Spermatophore und lässt sie an die ausgespreizten
und ausgestülpten Lippen der Cloake anhängen. Die Be-
fruchtung der Eier ist daher immer eine innere und erfolgt
genau in dem letzten Ende des Oviductes. In Wasser
von 22 0 C. nehmen die Spermatophoren von Triton alpe-
stris, 4 — 5 mm lang und 1—1,5 mm breit, wenige (4 — 6)
Minuten nach ihrem Austreten die Gestalt weisser abge-
rundeter Körper an; in den ersten 2 — 3 Stunden zeigen
sich die Spermatozoiden sehr lebhaft, nach 2 Stunden
haben sie schon ihre Beweglichkeit zum grossen Theil
verloren, nach 6 Stunden zeigt kein Spermafaden ein
Zeichen von Leben mehr. Dasselbe Männchen kann in
wenigen Tagen verschiedene Weibchen befruchten, da er
in derselben Stunde 3 bis 4 Spermatophoren ablegen kann^
sieh aufregend durch seine Schwanzschläge und aufgeregt
von dem Weibchen, welches die Kloake beriecht, betastet
während des Jahres 1880. 301
und kitzelt, die zarten Papillen, welche den hinteren Rand
bekleiden, und das unpaarige, erectile, pilzförmige Organ,
welches irrthümlich als Begattungsorgan beschrieben wor-
den ist. Das isolirte Weibchen fängt an, wenige (7 — 8)
Tage nach der Befruchtung, die Eier abzulegen, und fährt
damit 40 Tage hindurch fort ohne weitere Beziehungen
zum Männchen zu haben. Ein Weibchen kann hundert
und mehr Eier von einer Befruchtung legen. Annali del
Mus. civico di Genova XVI. p. 5—58.
Derselbe Verf. beschreibt ib. p. 83 — 148 mit Tafel
I— IV die Entwicklung von Triton alpestris vom Ei bis
zum ausgewachsenen aber noch mit Kiemen versehenen
Thier.
Fraisse zeigt in einer vorläufigen Mittheilung im
Zool. Anzeiger III. p. 12, dass das Schwanzende der üro-
delen und vielleicht auch einiger Reptilien das ganze Leben
hindurch einen embryonalen Character behält.
Pipae. H. von Ihering untersuchte die Wirbelsäule von
Pipa, namentlich um die Frage zu entscheiden, ob Stannius Recht
hat, der die sieben praesacralen Wirbel durch Verwachsung des
ersten mit dem zweiten erklärt, oder Fürbringer, der dies in Abrede
stellte. Verf. stellt nun zwei fundamentale Sätze auf: 1. Bei Pipa
sind nur sieben praesacrale Wirbel vorhanden, also einer weniger
als bei den übrigen Anuren. 2, Die Spinalnerven von Pipa stimmen
Nerv für Nerv mit denen der anderen Anuren überein und die drei
ersten von ihnen setzen in derselben Weise wie .bei den übrigen
Anuren den Plexus brachialis zusammen. Er erklärt dies dadurch,
dass bei Pipa ein Wirbel excalirt ist, während der zugehörige Spinal-
nerv unverändert sich erhalten hat. Gegenbaur, Morphologisches
Jahrbuch VI. p. 297.
Hylae. Hyla Pcrezii Bosca Anales Soc. espafiola de bist, na-
tural IX. p, 181. Facies Hylae arboreae L., aed fortior, ejusque
coloratione absque fascia ad latera thoracis abdominisque, osse prae-
frontali angusto, arcuato, ^ sacco buccali contracto longitudinaliter
ac regulariter late plicato, dilatato quadrantem capitis latitudinem
superante, coaxatione diversa, fortiore et alteriore Hylae arboreae.
Hab. in Hispania, Lusitania, Gallia.
Limnodytes ulcerosus Boettger ZooL Anzeiger p. 282 von
Nossi-Be.
Hemimantis horrida Boettger Zool. Anzeiger p. 282 von
Nossi-Be.
Hylomantis n, gen. Peters Berliner Monatsber. p. 223. Fig. 4,
302 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in der Herpetologie
Maxillarzähne, aber keine am Gaumen, sonst wie Hyla. Zunge herz-
förmig, Trommelfell deutlich, Tuben sehr eng ; keine Parotiden ; Fin-
ger und Zehen mit deutlichen Haftscheiben, letztere mit sehr ent-
wickelten Schwimmhäuten ; Querfortsätze der Sacralwirbel sehr
verbreitert; Sternalapparat wie bei Hyla. H. fallax von Ost- Au-
stralien.
Cophyla n. gen. Micrhylinarum Boettger Zool. Anzeiger p.
281. Peraffinis gen. Micrhylae Tsch., sed fere habitu gen. Hylae.
Palatum longe infra choanas valde distantes armatum acervulo con-
globato singulo median© dentium perparum validorum; pedes basi
breviter palmati; disci scansorii magni, trapezoidales, apice distincte
truncati, supra a digitis incisura transversa disjuncti mediaque parte
sulco longitudinali bipartiti. Lingua lata longissima postice nullo
modo emarginata. C. phyllodactyla von Nossi-Be.
Dendrohates Ebenaui Boettger Zool. Anzeiger p. 281 von
Nossi-Be.
Ranae. Nach Boettger kommt Rana agilis Thomas auch in
Deutschland vor. Herr Stud. Andreae hat ihn bei Strassburg ge-
funden. Zool. Anzeiger HI. p. 551.
Born fügte den Unterschieden zwischen Rana fusca Rösel
(platyrrhinus Steenstr.) und Rana arvalis Nilss (oxyrrhinus Steenstr.)
zwei neue hinzu: die vollständige Verschiedenheit der Spermatozoen
und eine andere Bildung der Zehen. 57. Jahresbericht der Schle-
sischen Ges. für vaterländische Cultur p. 232. -
Felobatides. Nehring machte Bemerkungen über die Ver-
breitung von Pelobates fuscus. Jahresber. des Vereins zu Braun-
schweig 1879 — 80. p. 8. — Einige Angaben über Vorkommen um
Braunschweig machten ib. p. 15 Steinacker, Blasius, Geitel.
DisCOglOSSidae. Schacht machte eine kurze Mittheilung über
die Geburtshelferkröte, Alytes obstetricans. Zool. Garten p. 376.
Dyscophus sanguineus Boettger Zool. Anzeiger HI. p. 567 von
Madagascar.
Lessona ist durch die Note von Bedriaga (vergl. vorj. Ber.
p, 143) veranlasst worden, das Skelet von Bombinator igneus zu
untersuchen» Er glaubt mit Bedriaga, dass der Sacralwirbel und
das Steissbein, wie es von Gene angegeben ist, nicht die normale
Form von Bombinctor igneus ist, sondern eine Anomalie, und dass
bei dieser Art solche Anomalie häufig vorkommt. Die Frage, ob
Bombinator igneus und Bombinator pachypus verschiedene Species
sind, bleibt noch ungelöst. Atti del Accad. di Torino XV. p. 445.
Bufones. Boulenger hat eine Monographie der paläarctischen
und äthiopischen Arten von Bufo gearbeitet. Er unterscheidet 10
Arten, die durch Diagnosen und Beschreibungen kenntlich gemacht
werden. Die Synonymie ist angegeben. Bufo viridis, mauritanicus und
während des Jahres 1880. 303
regularis sind abgebildet. Die Arten sind: Bufo calamita Laur.,
Raddei Strauch, viridis Laur., mauritanicus Schi., regularis Reuss,
angusticeps Smith, carens Smith, vulgaris Laur., tuberosus Gthr. und
taitanus Peters. Proc. zool. soc. p. 545. pl. 50—52.
Boettger beschreibt eine neue Varietät Bufo variabilis var.
halearica von den Balearen. Zool. Anzeiger III. p. 642.
Eliomhophryne n. gen. Engystomidarum Boettger Zool.
Anzeiger III. p. 567 nahe verwandt mit Breviceps Merr. hat aber
Gaumenzähne. Bh. testudo von Nossi-Be bei Madagascar.
Salamandrina. Benecke machte Erfahrungen an zahlreichen
Erdsalamandern (Salamandra maculosa). Die Geschlechter waren in
ganz gleicher Zahl vertreten. Die Tragezeit nimmt er auf ein volles
Jahr an. Zool. Anzeiger III. p. 13.
Wiedersheim beschreibt das Skelet von Pleurodeles Waltlii.
Dieses Thier vereinigt in seinem Skelet Charaktere, welche auf
Triton, Salamandra und Spelerpes vertheilt sind. Morphologische
Studien I. p. 27 mit Tafel I.
Vaillant beobachtete die Eiablage von Pleurodeles Waltlii
in der Menagerie des Museums. Comptes rendus 1880. p. 127; An-
nais nat. bist. VL p. 244.
Fraisse bearbeitete Beiträge zur Anatomie von Pleurodeles
Waltlii als Inaugural-Dissertation, Würzburg 1880 mit einer Tafel.
Die Bippenstacheln. Epidermis, Hautsinnesorgane, Cutis, Schwanz-
wirbelsäule und Rückenmark sind die Ueberschriften der abgehan-
delten Abschnitte. In einem Nachtrage berichtigt er, dass die
Wirbel opisthocoel seien, während sie Wiederheim als procoel be.
schrieben hatte.
Monks schildert die Lebensweise von Diemyctylus viridescens,
und hält D. miniatus für dieselbe Art. Amer. Naturalist XIV. p. 371.
Körner fand, dass bei Frankfurt a. M. und im Taunus die
bekannten vier Arten von Triton vorkommen, und zwar nur in der
Ebene Tr. taeniatus und vereinzelt Tr. cristatus. Tr. igneus ist im
Gebirge überall häufig, findet sich aber auch hier und da in der
Ebene. Tr. palmatus kommt nur im Gebirge vor. Zool. Garten
21. p. 190.
Wiedersheim zeigt an, dass er unter sechs Exemplaren von
Amblystoma nur bei einem einzigen beiderseits ein einfaches Centrale
carpi fand, die andern hatten bis drei. Er meint, das ungemein
häufige Vorkommen eines mehrfachen Centrale deute darauf hin,
dass die Zeit vielleicht noch gar nicht weit hinter uns liegt, in der
jeder Axolotl constant ein doppeltes oder dreifaches Os centrale be-
sessen hat. Gegenbaur, Morphologisches Jahrbuch VI. p. 581 mit
Tafel 30.
Apoda. Wiedersheim berichtigt seine Angaben über den
304 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in der Herpetologie
Tentakel in seiner „Anatomie der Gymnophionen" (vergl. Ber. 1879.
p. 148) dahin, dass es sich bei der Ausstülpung zugleich um einen
Erections-Vorgang handelt. Er konnte auch constatiren, dass der
innere Tentakelschlauch zugleich mit der erigirten Papille vorge-
trieben wird, womit eine Erklärung für den Längsmuskel des Ap-
parates erzielt ist. Zool. Anzeiger IIL p. 493.
Peters giebt die Eigenthümlichkeiten von den Schädeln zweier
Caecilien, Hypogeophis rostratus und Seraphini an. Sitzungsber. Ges.
naturf. Freunde zu Berlin p. 53.
Caecilia polyzona und natäns Fischer Archiv für Naturgesch.
p. 215. Taf. VIII aus Neugranada.
Bericht über die Leistnngen in der Ichthyologie
während des Jahres 1880.
Von
Troschel.
Günther, An introduction to the study of fishes. 8^.
Edinburgh 1880. Da mir das Buch noch nicht aus eigener
Anschauung bekannt geworden ist, entnehme ich die kurze
Anzeige aus den Annais nat. bist. VIL p. 63: Das Werk
ist entstanden aus den Notizen und den übrigen Materialien,
die Verf. als Vorbereitung zu dem Artikel „Ichthyology"
in der neuen Ausgabe der „Encyclopedia Britannica" ge-
sammelt hatte und kann daher gewissermassen als eine
Erweiterung dieses Artikels angesehen werden. Er beginnt
mit einer Geschichte der ichthyologischen Forschung, wo-
rauf eine allgemeine Beschreibung des Baues der Fische
und seiner Modificationen in den verschiedenen Gruppen
folgt, woran sich weiter Bemerkungen über die Fortpflan-
zungs-Erscheinungen der Thiere dieser Klasse, ihr Wachs-
thum und die Verschiedenheiten in ihrer Entwickelung
schliessen. Andere Kapitel sind der Verbreitung der Fische
in Zeit und Raum gewidmet, letzterer Gegenstand in an-
sehnlicher Länge behandelt und das Ganze gipfelt in einer
Bemerkung über diejenigen Tiefsee-Fische, deren Kenntniss
man den Schleppnetz - Unternehmungen der letzten Jahre
verdankt. Der Rest des Bandes (mehr als die Hälfte) ist
der systematischen Ichthyologie gewidmet, und giebt die
Charaktere der Ordnungen, Familien und Hauptgattungen
mit Bemerkungen über die wichtigeren Punkte ihrer Na-
turgeschichte. Reiche Illustrationen.
Arch. f. Naturgescli. XXXXYH. Jahrg. 2. Bd. U
306 Troschel: Bericht über die Leistungen in der Ichthyologie
Day schrieb über Instinct und Gemüthsbewegungen
der Fische. Er bringt zahlreiche Beispiele bei von mono-
gamen Fischen, von Nestbauern, von Mutterliebe und
Brutpflege, von Zuneigung, Zähmung, Aerger und sonstigen
geistigen Eigenschaften. Journ. Linneau Soc. 15. p. 31.
Brass entdeckte in den Augen der Knochenfische
einen Muskelapparat, der bisher verkannt wurde. Es ist
die Glandula choroidalis der Autoren. Dies Gebilde lässt
ausser einem feinen Capillarnetz eine sehr beträchtliche
Zahl glatter Muskelfasern erkennen, welche radiär zum
Sehnerv verlaufen. Diesen Muskel bezeichnet Verf. als
Musculus choroidalis, und nimmt ihn als Accommodations-
apparat in Anspruch. Zeitschr. für die ges. Naturwissen-
schaften 53. p. 901.
Bellonci, üeber den Ursprung des Nervus opticus
und den feineren Bau des Tectum opticum der Knochen-
fische. Zeitschr. wiss. Zoologie 35. p. 23 mit Tafel I und IL
Solger's Neue Untersuchungen zur Anatomie der
Seitenorgane der Fische schliesst mit dem dritten Abschnitt,
die Seitenorgane der Knochenfische, ab. Archiv für mi-
krosk. Anat. XVIII. p. 364 mit Tafel 17. — Derselbe
beschreibt in den Sitzungsber. der naturf. Ges. zu Halle,
Nov. 1880, bei Acerina cernua einen Verbindungsstrang der
Endorgane, der aus marklosen Nervenfasern besteht.
M'Kendrick machte Experimente über die Athem-
bewegungen der Fische. Es wird eine Tabelle zusammen-
gestellt, in der von 22 Fischen die Länge des Fisches in
Zollen, die Zeit einer Athmung, und die Zahl der Ath-
mungen in einer Minute angegeben sind. Die grösste Zahl
der letzteren, 120, zeigen Leuciscus phoxinus und Gastero-
steus, die geringste, 15, Motella und Labrus.
Grube sprach über die Haftapparate einiger Fische,
der Neunaugen, Echeneis, Lumpfischen, Lepadogaster und
Syciases. 57. Jahresbericht der Schlesischen Ges. für vater-
ländische Cultur p. 231.
Sappey, Etudes sur l'appareil mucipare et sur le
Systeme lym^atique des poissons, Paris 1880. Fol. 64
Seiten mit 12 Tafeln. Vergl. eine Anzeige in Guide du
Naturaliste IL p. 29.
während des Jahres 1880. 307
Bridge untersuchte die Pori abdominales der Wir-
belthiere. Hinten und seitlich von der Cloake liegt bei
den Selachiern jederseits eine Grube (Cloacal- Grube) und
eine Papille (Peritoneal-Papille). Verf. untersucht nun die
verschiedenen Familien und Gattungen der Selachier auf
dieselben, namentlich ob sie durchbohrt sind, oder nicht;
die Durchbohrungen der Peritonealpapillen sind die Pori
abdominales. Ebenso sind sie untersucht bei den Marsipo-
branchiern, Chimaeren, Gauoiden, Dipnoi und Teleostiern.
Von letzteren kommen die Pori abdominales in drei Fami-
lien der Physostomen vor, bei den Salmoniden, Muraeniden
und Mormyriden. — Unter den Amphibien kommen sie
nur bei Schildkröten und Crocodilen vor. — In Betreff
der Natur der Abdominalporen stimmt Verf. Balfour's An-
nahme bei, dass sie ein hinteres Paar von Segmentalröhren
darstellen. Humphrey and Turner Journ. of anatomy
XIV. p. 81.
Turner machte ib. p. 101 einige ergänzende Bemer-
kungen.
Ho ff mann hat an zahlreichen Fischen Untersuchungen
über die ersten Erscheinungen der Entwickelung im Ei
angestellt. Er hat sie nur bis zur Beendigung des Fur-
chungsprocesses verfolgt, aber interessante Kesultate erhalten.
Vorläufige Mittheilung. Zool. Anzeiger III. p. 607 und 629.
Henneguy erörtert einige Facta der ersten Erschei-
nungen der Entwickelung der Knochenfische. Bull. Soc.
Philomath. de Paris. April 1880; Annais nat. bist. VL
p. 402.
Lütken brachte eine schöne Arbeit unter dem Titel Spo-
lia atlantica, Bidrag til kundskab om formforandringer hos
fiske under deres Vaext og Udvikling saerligt hos nogle
af Alanterhavets Höisöfiske. Vidensk. Selsk. Skrifter. 5.
Kaekke XH. 6. Kjöbenhavn 1880 mit französischem Re-
sume. Die Abhandlung hat hauptsächlich den Zweck,
Kunde von der Veränderung mancher Fische zu geben,
besonders von denen, die pelagisch und in grossen Tiefen
leben, die aber in jugendlichem Zustande wohl an die
Oberfläche kommen. Er nennt diese Umänderungen Hemi-
metamorphose und diese ist so auffällig, dass man danach
308 Troschel: Bericht über die LeifBtungen in der Ichthyologie
viele Gattungen und Arten aufgestellt hat, die nach rich-
tiger Erkenntniss der Abstammung eingehen müssen. Speciell
werden dann abgehandelt Cephalacanthus als Jugendzustand
von Dactylopterus; Khynchichthys, Rhinoberyx, Ehampho-
beryx als Jugendzustand von Holocentrum und Myripristis;
Tetragonurus atlanticus und Cuvieri sind identisch, Verf.
neigt zu der Ansicht, dass sie zu den Scomberoiden ge-
hören; Machaera und Histiophorus fallen zusammen, Xi-
phias ist davon zu trennen; die Beziehungen zwischen
Trichiurus und Gempylus; Thynnus, Orcynus, Pelamys,
Cybium und Acanthocybium ; von Coryphaena, identisch
mit Lampugus, werden nur zwei Arten anerkannt; die
Gattungen Brama, Taractes, Pterycombus und Pteraclis
hält er nur für Altersverschiedenheiten; Nauclerus und
Xystrophorus sind jugendliche Naucrates, Porthmeus argen-
teus ist eine junge Form von Lichia amia, und da sie von
Lichia glaucus zu trennen, soll sie Porthmeus amia heissen;
Lichia calcar gehört zu Chorinemus, letztere Gattung wird
gespalten, je nachdem Pterygoidzähne vorhanden sind
(Oligoplites Gill) oder nicht, auch Paropsis hat Pterygoid-
zähne, Psenes und Cubiceps sind nicht zu- trennen ; Stro-
mateus und Apolectus fallen zusammen ; von den von Caranx
abgetrennten Gattungen werden nur anerkannt: Trachurus,
Megalaspis, Decapterus, Caranx, Gallichthys und Selene;
Zeus faber und pungio sind specifisch nicht verschieden;
Zanclus und Gnathocentrum sind zu vereinigen; die Arten
von Scomberesox ändern im Wachsthum sehr die Länge
des Schnabels ; Pomacanthus und Holacanthus haben in der
Jugend keine Tholichthus-Form, dagegen scheint eine
solche bei allen wahren Chaetodonten vorzukommen; Acro-
nurus und Keris sind Jugendformen von Acanthurus und
Naseus; Fistularia villosa Klunz. ist Jugendform von ser-
rata, Centriscus brevispinis von gracilis, Centriscops und
Orthichthys sind zu streichen. — Diese sehr werthvolle
Abhandlung ist im Auszuge ins Englische übersetzt in
Annais nat. bist. VIL p. 1 und 107.
Girdwoyn, Pathologie des poissons, traite des ma-
ladies des monstruosit^s et des anomalies des oeufs et des
embryons. Paris 1880. Fol. 19 Seiten und 11 Tafeln.
während des Jahres 1880. 309
Steinda ebner lieferte einen neunten ichthyolo-
gischen Beitrag. Wiener Sitzungsber. 82. p. 238 mit sechs
Tafeln. Derselbe enthält: 1. eine Sammlung von Fluss-
fischen von Tohizona auf Madagaskar, 2. zwei neue Ago-
nus -Arten aus Californien, 3. einige Fischarten aus dem
nördlichen Japan, gesammelt vom Prof. Dybowski im
Meerbusen Strietok. Mehrere neue Gattungen, Arten und
Bemerkungen über bereits beschriebene.
Pavesi machte Mittheilungen über die lebenden
Fische auf der Berliner Fischerei- Ausstellung. Besonders
interessirte ihn die Frage von den männlichen Aalen.
R. Istituto Lombardo, Rendiconti XIII, p. 452.
Europa. Den Norske Nordhavs-expedition 1876—78,
erschien die Abtheilung der Fische, bearbeitet von Collett
in dänischer und englischer Sprache in schöner Ausstat-
tung mit 5 Tafeln. Der Text umfasst 162 Seiten. Es
werden im Ganzen 32 Arten beschrieben. Die Synonymie,
die geographische Verbreitung, Fortpflanzung, Lebensweise
und Nahrung finden dabei Berücksichtigung. Mehrere
neue Arten sind bereits 1878 vorläufig aufgeführt und in
unserem damaligen Berichte angezeigt. Hier wird nur
eine neue Art Lycodes beschrieben, die früher vom Verf.
als L. reticulatus bestimmt war. 23 Arten sind abgebildet.
Hansson vermehrte die Fisch-Fauna des nördlichen
Bohuslän gegen Cederström's Verzeichnisse (vorj. Ber. p.
154) um 8 Arten. Ofversigt Vetensk. Akad. Forhandlingar
1880, 4, p. 20.
Gemeinfassliche Mittheilungen aus den Untersuchungen
der Kommission zur wissenschaftlichen Untersuchung der
Deutschen Meere. Herausgegeben im Auftrage des Königl.
Ministeriums für Landwirthschaft, Domänen unnd Forsten.
Kiel 1880. Diese kleine Schrift beabsichtigt, den prac-
tischen Fischern Interesse an einer genaueren Kenntniss
der Fische und ihrer Lebensweise zu verschaffen. Nach
einem Abschnitt: „Etwas von den physikalischen Eigen-
schaften der Ostsee und Nordsee" von Karsten, folgt
eine Abhandlung von Mob ins, welche in folgende Ab-
theilungen zerfällt: Wissenschaftliche Untersuchungen der
Fische nützen der Fischerei, Einiges über den Bau des
310 Troschel: Bericht über die Leistungen in der Ichthyologie
Herings, lieber die Unterscliiede des Meeresherings und
des Ktistenherings, Was veranlasst die Heringe zu wan-
dern und Schaaren zu bilden?, Vergleichung des Herings
und des Sprotts, die Larvenform der Plattfische, Einiges
über die Nahrung der Fische. Den Beschluss macht ein
Aufsatz von Hensen, lieber das Verhalten der Fische des
Meeres beim Laichen und die Wichtigkeit dieses Vorganges
für die Fischer. Die Schrift ist anschaulich geschrieben
und wird gewiss ihren Zweck nicht verfehlen.
Heincke bearbeitete die Gobiidae und Syngnathidae
der Ostsee nebst biologischen Bemerkungen. Archiv für
Naturgesch. p. 30L
Max von dem Borne bearbeitet im Auftrage des
Deutschen Fischerei -Vereins ^Die Fischerei -Verhältnisse
des Deutschen Reiches, Oesterreich-Ungarns, der Schweiz
und Luxemburgs". In den drei bisher erschienenen Heften
sind enthalten: die Elbe mit ihren Zuflüssen, die Weser,
die Oder und die Ems mit den Küstenflüssen zwischen
Ems, Weser, Elbe, Oder und Weichsel, sowie die Weichsel
selbst mit einer Mittheilung des Herrn v. Nowicki über
die Fische Galiziens. üeberall ist der Ursprung und der
Verlauf der einzelnen Flüsse durch die verschiedenen For-
mationen beschrieben, und namentlich sind die in den
einzelnen Gebieten vorkommenden Fische angegeben. Vor-
zugsweise wird festgestellt, wie sich der Charakter des
Flusses oft auf kurzen Strecken ändert, indem stärkere
oder schwächere Strömung, tiefes und flaches Wasser,
felsiger, steiniger, kiesiger, schlammiger Grund mit einan-
der abwechseln, womit denn auch eine Aenderung der
Fischfauna zusammenhängt. Es giebt dies eine Deutsche
Fischfauna, wie sie nicht specieller gedacht werden kann.
Blanck, Die Fische der Seen und Flüsse Mecklen-
burgs, Mecklenburger Archiv 34, p. 94, schildert die zahl-
reichen Gewässer, deren Gesammtareal 15,51 [H-Meilen be-
trägt als ausserordentlich fischreich. Bei der Aufzählung
der 45 Arten wird, ausser einer kurzen Beschreibung, die
Laichzeit, der ortsübliche Name und das Vorkommen in
den einzelnen Seen angegeben. In einem Anhang wird
das Vorkommen von Tinea aurata nur im Schweriner See
während des Jahres 1880. 311
bestätigt. Auch wurde im Schweriner See ein Albino von
Carassius vulgaris gefangen.
Häpke hat seinen ichthyologischen Beiträgen vom
Jahr 1876 einen Nachtrag „Fische und Fischerei im We-
sergebiete" folgen lassen. Die Weser-Fauna zählt 45 Arten
Fische, von denen 11 ins Meer wandern. Verf. giebt dann
Nachricht über das Vorkommen mehrerer Arten. Nament-
lich ist die Thatsache interessant, dass der Zander, Luci-
operca Sandra, seit der Verbindung durch mehrere Wasser-
strassen, namentlich des Kanals, welcher den See von
Bederkesa mit der Geeste verbindet, in 'der Weser und in
der Geeste gefangen wird, während er sonst seine Grenze
im Elbegebiet hatte. Es folgen dann beachtenswerthe Mit-
theilungen über die Fischerei in der Weser und deren
Nebenflüssen, besonders in Bezug auf den Lachsfang. Ab-
handl. vom Vereine zu Bremen VI, p. 577.
Frais se bearbeitete die Fische des Maingebietes von
ünterfranken und Aschaffenburg. Würzburg 1880. Aufge-
zählt sind 39 Arten und ausserdem zwei Bastarde. Die
kleine Schrift wurde für die Fischerei-Ausstellung in Würz-
burg verfasst.
Günther legte ein Exemplar von Holacanthus tricolor
vor, welches bei der Insel Lewes an der britischen Küste
gefangen war. Proc. zool. soc. p. 23.
Blanchard, Les poissons des eaux douces de la
France. Anatomie, physiologie, description des especes,
moeurs, instincts, Industrie commerce, ressources alimen-
taires, pisciculture, legislation concernant ä la peche. Deu-
xieme tirage avec 32 planches hors texte et 115 figures
dessinees d'apres nature. Paris 1880. Ein Band von 656
Seiten.
Chatelanat brachte einen Artikel über die Fisch-
zucht im Canton de Vaud. Bull. Soc. Vaudoise XVI.
p. 521.
Jacoby hat in einer besonderen Schrift „der Fisch-
fang in der Lagune von Comacchio nebst einer Darstellung
der Aalfrage. Berlin 1880" von diesem interessantesten
und bedeutendsten Fischfangorte Europas nähere Kunde
gegeben. Er schloss daran eine Darstellung der Aalfrage
312 Troschel: Bericht über die Leistungen in der Ichthyologie
bis auf die neuste Zeit (Capitel 5—7) und gab Nachricht
über die Fangvorrichtungen , die Stastitik des Fanger-
trages, die Zubereitung der Fische, den Markt und die
Preise.
Africa. Sau vage bearbeitete die ichthyologische
Fauna von Ogove im südlichen Africa. Nouvelles Archives
du Museum III, 1880, p. 5—56 mit drei Tafeln. Im ersten
Kapitel stellt er allgemeine Betrachtungen über die afri-
canische Fischfauna im Allgemeinen an, auf deren Ein-
zelnheiten hier einzugehen nicht thunlich ist. Ich will nur
hervorheben, dass von den 3414 SUsswasserfischen der
Erde, die bisher bekannt geworden sind, 241 in Afrika leben;
es braucht jedoch kaum daran erinnert zu werden, dass
die letztere Zahl stark erhöht werden wird, wenn man
erst alle Gebiete wird hinreichend erforscht haben. Cha-
rakteristisch für die Fauna von Ogove ist der Reichthum
an Arten der Mormyrideen, obgleich die Gattung Mormyrus
selbst, so zahlreich im Nil, fehlt. Im zweiten Kapitel
folgt die Aufzählung und Beschreibung der Arten. Da
finden wir viele, die bereits im Bull. Soc. philomatique
1878 verzeichnet sind, eine Zeitschrift, die mir seiner Zeit
nicht zugänglich war und daher für unsere Berichte nicht
benutzt wurde. Ich führe sie nun diesmal als neu an.
Auch einige neue Gattungen sind aufgestellt. Nach Fa-
milien vertheilen sich die Fische dieser Fauna: Lepido-
sirenidae 1 Art, Chromidae 4, Mastacembelidae 2, Laby-
rinthici 4, Siluridae 8, Characini 5, Cyprini 4, Mormyridae 9.
Die neuen Gattungen und Arten sind unten namhaft gemacht.
Asien. Bergroth machte Bemerkungen über die
Fischfauna im unteren Irtisch und Ob. Er beobachtete 18
Arten, meist die überall auch in Deutschland vorkommen.
Verf. findet es auffallend, dass im Ob gar kein Lachs
vorkommt, während er doch überall in den sibirischen
Flüssen östlich vom Ob und sogar in der Petschora ge-
funden wird. 16 Coregonus- Arten sind angeführt. Ofver-
sigt Finska Vetensk. Soc. Förh. XXII.
Bojling gab ein Verzeichniss der im Jenissej vor-
kommenden Fische. Es sind 29 Arten, von deuen jedoch
nur 15 bestimmt wurden: Acipenser sturio, ruthenus; Gore-
während des Jahres 1880. 313
gonus njelma, tschir, muksun, peljat, ornul, lavaretus; Salmo
taimen; Thymallus vulgaris; Tinea vulgaris; Cyprinus
carassius, gobio, dobula; Lota vulgaris. Bihang tili k.
Svenska Vetenskaps-x\kademiens Handlingar V. p. 74, 1878.
Francis Day lieferte einen Beitrag zur Kemtniss
der Fische von Afghanistan. Er beschreibt zehn Arten,
worunter nur eine als neu bezeichnet ist. Proc. zool. sog.
p. 224.
Vinciguerra lieferte einen Beitrag zu der ichthy-
ologischen Fauna der Insel Borneo, indem er die von Doria
und Beccari gesammelten Siluroiden beschrieb. 18 Arten,
unter denen zwei neue. Annali Museo civico di Genova
XVI. p. 161.
In dem Special-Katalog für die Japanische Abthei-
lung der Internationalen Fischerei - Ausstellung zu Berlin
1880 vonMatsubara ist ein Verzeichniss von 127 Fischen
enthalten; ferner ein Verzeichniss von Fischen von dem
Nordbezirke (Hoku-kaido), welcher die Insel Yeso und die
Kurilen umfasst.
Australien. Lockington sucht nachzuweisen, dass
der pacifische Ocean eben so reich oder reicher an Fischen
sei, als der atlantische. Er führt dafür einige Beispiele
an. Amer. Naturalist XIV. p. 595.
America. Ratzel notirt denReichthum an nutzbaren
Fischen im Osten und Süden der vereinigten Staaten Nord-
amerikas und nennt die wichtigsten Arten. Verein. Staaten
von Nordamerika II, 1880, p. 33.
Der 14. Jahresbericht der Commissioners on Inland
Fisheries für 1879, Boston 1880, befasst sich mit den
Fischwegen, und einigen Lachs- Arten.
Lee zeigte das Vorkommen von Prionotus carolinus
an der Küste von Maine an. Amer. Naturalist XIV. p. 896.
Po ey veröffentlichte in Anales Soc. espanola dehistoria
natural IX, p. 243 eine Revision der Cubensischen Fische.
Er bespricht Anisotremus virginicus, für dessen Jugendzu-
stand er den A. spleniatus ansieht, Acanthurus caeruleus BL,
chirurgus BL, Phlebotomus C. V. und tractus Poey (chirurgus
C. V.), Labrosomus nuchipinnis (Clinus nuchipinnis Q. G.),
und L. macrolepidotus , Limia cubensis Poey, Rivulus
314 Troschel: Bericht über die Leistungen in der Ichthyologie
cylindraceus, und marmoratus Poey, Congromuraena impressa
und analis Poey, Muraenesox Savanna, Leptoconger (Neo-
conger 1874) perlongus, Ophichthys latimaculatus, longus
und pisivarius, Oxyodontichthys limbatus nebst einer frag-
lichen neuen Art, Gymnothorax infernalis und picturatus.
Steindachner lieferte einen zweiten Beitrag zur
Kenntniss der Flussfische Südamerika's, worin Siluroiden,
Characinen und Chromiden beschrieben werden. Denk-
schriften der Wiener Akademie 43, p. 103 mit 7 Tafeln.
Günther verzeichnet 59 Fische aus demLaPlata, die
durch Mr. White an das Britische Museum gekommen sind.
Er hat 153 Arten als durch die Ichthyologen aus diesem
grossen Flusssystem beschriebenen Fische zusammengestellt,
steht aber von der Veröffentlichung dieser Liste ab, weil
diese Zahl zu gering ist, um ein Bild der Fauna im Ver-
gleich zu den benachbarten zu geben. Mehrere neue Arten.
Annais nat. bist. VI. p. 7.
Acanthopteri.
EtheOStomidae. S. A. Forbes untersuchtQ den Mageninhalt
der Gattungen Pleurolepis, Alvordius, Boleosoma, Poecilichthys, Per-
cina, Nanostoma, Etheostoma, Boleichthys, Microperca, und fand sie
meist in lusectenlarven und kleinen Crustaceen bestehend. Er ver-
gleicht diese kleinen Fische den Kolibris unter den Vögeln. Amer.
Naturalist XIV, p. 697.
Gataphracti. Ti liier hat sich mit den Variationen bei den
Trigla der französischen Küste beschäftigt. Er hat die sechs be-
kanntesten Arten untersucht, und fand dass alle Organe einer ge-
wissen Varietabilität unterworfen sind. Besonders sind die verschiedenen
äusseren Knochen des Kopfes, die Dornen, die Zähne, die Granula-
tionen sehr variabel, sowohl in der Gestalt wie in der Grösse; ebenso
die Dornen an der Seite der Ptückenfurche; auch die Dimensionen
der Flossen im Vergleich zur Körperlänge; wenig veränderlich ist
die Seitenlinie ; die Farben sowohl wie die allgemeine Körpergestalt
sind sehr variabel. Mem. Soc. de Cherbourg 22, p. 259.
Agonus (Bracliyopsis) BarTcani und Annae Steindachner Wiener
Sitzungsber. 82. p. 253, Taf. V und Tafel VI, Fig. 1 aus Californien.
Hilgendorf gab eine Uebersicht über die japanischen Se-
bastes-Arten. Es sind 13 Arten aufgezeichnet, darunter neu S. Mat-
subarae, nivosus, trivittatus, Schlegelü (inermis Schleg.), Steindachner i^
während des Jahres 1880. 315
glaucus. Diese neuen Arten sind nicht beschrieben, aber in einer
Tabelle durch Angabe der Maasse und Farben kenntlich gemacht.
Sitzungsber. Ges. naturf. Freunde p. 166. — S. Taczanowskii Stein-
dachner Wiener Sitzungsber. 82. p. 256. Taf. II. Fig. 1 von Japan.
Gasterostel. Gasterosteus japonieus Steindachner Wiener Sitzungs-
berichte 82. p. 264. Taf. III. Fig. 2 von Japan.
Squamipennes. Ryder erkannte, dass die drei Tage alten
Jungen von Parephippus faber phosphorescirten. Er findet die Ur-
sache davon in der Gegenvyrart amoebenförmiger Zellen an gewissen
Körpertheilen. Amer. Naturalist XIV. p. 675.
Labyrinthici. Micracanthus n. gen. Sauvage Nouv. Archives
du Museum III. p. 37. Körper rund, spindelförmig; keine Zähne-
lungen oder Dornen am Deckel; Mundöffnung quer und klein, Zähne
an den Kiefern, keine am Gaumen ; Stacheln in Bücken- und After-
flosse in geringer Zahl, Anale länger als die weiche Dorsale ; Caudale
nicht ausgeschnitten; die Ventralen bestehen aus einem schwachen
Stachel und vier Strahlen, der äussere Strahl ein wenig verlängert;
keine Seitenlinie. M. Marchei pl. III. Fig. 4 von Doume.
Mugiloidei. Mugil platanus Günther Annais nat. bist. VI
p. 9 von Buenos-Ayres.
Scomberoidei. Day hat Scomber punctatus Couch wieder auf-
gefunden, findet ihn aber so übereinstimmend mit Scomber scomber
L., dass beide Arten nicht getrennt werden dürfen. Journ. Linnean
Soc. 15. p. 146. pl. VII.
Verrill zeigte an, dass Cybium maculatum in der Chesapeake
Bay laicht. Die Eier schlüpfen in weniger als 24 Stunden nach der
Befruchtung aus. Amer. Journal of sc. XX. p. 251.
Brown Goode theilte mit, dass Auxis Rochei an der Küste
von Neu-England in Menge gefangen wurde. Amer. Naturalist
XIV. p. 808.
Mastacembelidae. Mastacemhelus Marchei pl. I. Fig. 1 und
niger Sauvage Nouvelles Archives du Museum III. p. 36 von Doume.
Chromides. Ptycliochromis n. gen. Steindachner Wiener
Sitzungsber. 82. p. 248. Bezahnung der Kiefer wie Chromis Gthr. ;
erster Kiemenbogen im obersten Theile wie bei Geophagus mit einem
lamellenförmigen, comprimirten Lappen versehen. Pt. oligacanthus
Tafel I von Madagascar.
Acara Maronii Steindachner Wiener Denkschr. 43. p. 141.
Taf. II. Fig. 4 aus dem Maronifluss in Guiana.
Haplopteri.
Gobioidei. EUotris Tolüzonae Steindachner Wiener Sitzungsber.
82. p. 245. Taf. II. Fig. 2 von Madagascar.
316 Troschel: Bericht über die Leistungen in der Ichthyologie
Blennioidei- Vinciguerra beschrieb die Blennioiden des
Golfes von Genua. Er kennt 11 Arten Blennius, 1 Cristiceps und
1 Tripterygiam. In Holzschnitt abgebildet sind Blennius galerita L-,
trigloides Cuv. Val. und Cavennae n. sp. Atti del Museo civico di
Genova XV. p. 430.
Centronotus DyhowsMi und Taczanoivskii Steindachner Wiener
Sitzungsber. 82. p. 259 von Japan. Letztere Art ist Taf. III. Fig. 1
abgebildet.
Neozoarces n. gen. Steindachner Wiener Sitzungsber. 82.
p. 263. Körper langgestreckt, comprimirt, nach hinten in eine
Spitze ausgezogen, an der sich die Dorsale und Anale ohne Bildung
einer besonderen Caudale vereinigen; Dorsalstrahlen sehr zahlreich,
niedrig, die in der vorderen, grösseren Längenhälfte gelegenen steif,
ßtachelähnlich, die übrigen gespalten und sehr zart; Anale mit einem
einzigen einfachen, stachelähnlichen Strahle und zahlreichen gespal-
tenen Gliederstrahlen, weit vor der Mitte der Rumpflänge beginnend;
Mundspalte sehr lang, mit zahlreichen stumpfen, conischen Zähnchen
in mehreren Reihen in den Kiefern, am Vomer und Gaumen; Kie-
menöffnung ziemlich weit; Kiemenhäute an der Kehle vereinigt und
mit dem Isthmus nicht verbunden; Kiemenstrahlen jederseits 6;
Pseudobranchien vorhanden; Kiemenbogen 4, nur eine sehr kleine
Spalte hinter dem vierten, Ventralen fehlend; Rumpfschuppen klein,
in die Haut eingebettet. N. pulcher Taf. VI. Fig. 2 von Japan;
Anacanthini.
Lycodidae. Lütken hat die Lycodes-Arten von Grönland und
Island beleuchtet, mit Bemerkungen über andere nordische Arten.
Er bringt die Arten in folgende Uebersicht: A. Forma corporis
zoarcina, plus minus elongata ; series dentium palatinorum linearis
elongata. a) Linea lateralis singula, infero-lateralis. L. Vahlii Rhdt.,
lugubris Ltk., und frigidus Coli, b) Linea lateralis duplex, medio-
et infero-lateralis. L. Esmarkii Coli, c) Linea lateralis singula, medio-
lateralis. L. reticulatus Reinh., reticulatus Coli, von Reinh., semi-
nudus Reinh., mucosus Risch. B. Forma corporis longissima, anguilli-
formis; series dentium palatinorum brevissima; linea lateralis singula,
infero-lateralis. L. muraena Coli. Meddelelser naturh. Foren, i Kjoben-
"havn 1879—80. p. 307.
Lycodes Lütl^eni Collett (L. reticulatus Coli, von Reinh.) Norske
Nordhavs exped. Fiske, p. 103. pl. III. Fig. 25 von Spitzbergen.
Gadoidei. Day verkündet das Vorkommen von Morrhua ma-
crocephala au der Themseraündung. Er unterscheidet die Species
folgendermassen: M. vulgaris, Auge Vs des Kopfes, Oberkiefer ^j^ der
während des Jahres 1880. 317
Kopflänge, After mitten zwischen der Schnauzenspitzo und der Basis
der Caudale. M. macrocephala, Auge Vi des Kopfes, Oberkiefer V2
der Kopflänge, After mitten zwischen der Schnauzenspitze und der
Spitze der Caudale. Journal Linnean Soc. XIV. p. 689.
Leucopsarion n. gen. Ililgendorf Berliner Monatsber. p. 339.
Körper gestreckt, hinten comprimirt, vor der Schwanzflosse abge-
stutzt, schuppenlos; eine Rückenflosse und eine Afterflosse, beide in
der hintern Körperhälfte gelegen und von der Schwanzflosse durch
einen weiten Raum geschieden; Bauchflossen rudimentär mit 6 Strah-
len jederseits, beide durch einen gemeinschaftlichen Hautüberzug
vereinigt, ihre Insertion ist thoracal; Zähne im Zwischen- und Unter-
kiefer in einfacher Reihe, keine am Vom er und Gaumen; untere
Schlundknochen getrennt, mit einem Fleck scharfer gekrümmter
Zähne; keine Schwimmblase; Darmkanal ohne Windungen und An-
hänge, der After unmittelbar vor der Anale ; die Ovarien dicht da-
neben mündend; Kiemenöffnungen sehr weit, die Membran nicht am
Isthmus befestigt; 4 Kiemen; keine Pseudobranchien; 4 Kiemenhaut-
strahlen. L. Petersii, Japan. In Holzschnitt abgebildet. — Wie
diesen Fisch möchte Verf. auch die Gattung Luciogobius Gill zu
den Gadidae versetzen.
Ophidiidae. Hypoptychus n. gen. Steindachner Wiener Sit-
zungsber. 82. p. 257. Körperform gestreckt, Ammodytes ähnlich,
Kopf und Rumpf schuppenlos; Kopf nach vorne zugespitzt, oberer
Mundrand nur vom zarten, schmalen Zwischenkiefer gebildet; Kiemen-
öffnung sehr weit, Kiemenstrahlenhaut unten vollständig vereinigt,
doch mit der Kehlhaut nicht verbunden; sämmtliche Deckelstücke
zart, unbewaffnet; Dorsale und Anale von zarten gegliederten Strah-
len, von denen die mittleren auch getheilt sind, gebildet und hinter
der Mitte der Rumpflänge beginnend; Analmündung unmittelbar vor
der Anale gelegen; Pectorale ziemlich lang; Ventralen fehlend; eine
niedrige, durchsichtige, farblose Hautfalte längs der Bauchlinie, von
der Analmündung bis zur Pectoralgegend reichend, Kiemenstrahlen
4. H. JDyhowskii Taf. IL Fig. 2 aus Japan.
Pleuronectae. Braun berichtet von dem Vorkommen junger
Flundern im Schmachter-See auf Rügen und in dem von ihm nach
dem Meere abfliessenden Graben. Zool. Anzeiger III. p. 594.
Scomberesoces.
Scomberesoces. Whitman hat auf einer Reise von San Fran-
cisco nach Jokoharaa den Flug von Exocoetus beobachtet. Er be-
spricht die verschiedenen Ansichten über den Flug dieser Thiere
und kritisirt dieselben. Er beobachtete, dass der Flug häufig 20
318 Troschel: Bericht über die Leistungen in der Ichthyologie
bis 30 Sekunden dauerte, er sah auch, dass die Richtung sich drei-
mal im Zwischenraum von wenigen Secunden änderte, und dass der
Flug bei einer Briese gewöhnlich die Richtung gegen den Wind
oder in einem spitzen Winkel zu dem Winde hatte, aber dass er
häufig auch mit dem Winde oder im rechten Winkel zu ihm ge-
richtet war. Da er auch den Schlag der Flossen gesehen hat, hält
er es für unglaublich, dass ein Flug von mehreren hundert Fuss
zwei oder drei Fuss über Wasser der Kraft eines Sprunges zuge-
schrieben werden sollte. Amer. Naturalist XIV. p. 641.
Jordan behauptet von Exocoetus californicus, dass er fast
eine viertel Meile weit fliegt, nicht höher als drei bis vier Fuss.
Die Bewegung des Schwanzes setzt sich auch ausser dem Wasser
fort, die Brustflossen sind in kräftiger Vibration, die Ventralen sind
gefaltet. Wenn die Thätigkeit des Schwanzes aufhört, werden die
Pectoralen und Ventralen ausgespreizt und bleiben in Ruhe. Wenn
der Fisch anfängt zu fallen, berührt der Schwanz das Wasser, die
Bewegung der Pectoralen beginnt wieder, und er kann den Flug
wieder fortsetzen. In gewissem Grade kann der Fisch seine Rich-
tung ändern. Die Bewegung scheint von der Richtung des Windes
unabhängig. Ib. p. 804.
E. V. Danckelmann liefert einen Beitrag zur Kenntniss der
Verbreitungsgrenzen der fliegenden Fische im Südindischen Ocean.
Archiv für Naturgesch. p. 280.
Physostomi.
Siluroidei. Job er t ist der Ansicht, dass die Töne gewisser
welsartiger Fische durch den gezähnelten Kopf des ersten Brust-
flossenstrahles hervorgebracht werden, welcher sich in einer gleich-
falls gezähnelten Gelenkfläche bewegt. Fast alle Siluroiden des
Amazon besitzen diesen Apparat, der zugleich eine furchtbare Waffe
ist. Ferner spricht er von anderen Tönen, die von einigen Doras
und Corydoras durch die Wirkung von Muskeln auf zwei Scheiben
hervorgebracht werden, welche auf der Schwimmblase ruhen. Asso-
ciation frangaise, Montpellier p. 743.
Plant sprach über Silurus glanis. Der Wels soll auch in
Loch Bad -a- Luacradh vorkommen. Zur Frage, ob er in England
einheimisch oder nur eingeführt sei, führt er an, dass man seine
Brustflossen-Stacheln im Eocen gefunden habe. Proc. Manchester
Soc. XVIII. p. 107.
Artus Doriae Vinciguerra Annali Mus. civico di Genova XVI.
p. 174 von Borneo.
Ato'pochilus TL. gen. Sauvage Nouv. Archives du Museum
während des Jahres 1880. 319
ni. p. 42. Naslöcher bei einander, das hintere mit einer Klappe;
Kopf oben knochig ; Mund unterhalb, als Längsspalte, Zähne seiden-
artig, beweglich in zahlreichen Reihen am Oberkiefer, am Unter-
kiefer in geringerer Zahl, eine Reihe borstenförmiger Zähne am
Vomer, Unterlippe dick, hängend, warzig, ein Bartfaden an der
Vereinigung der Kiefer; Kiemenspalte klein, Isthmus sehr breit; ein
kurzer Dorn an der Dorsale und an der Pectorale, Fettflosse kurz.
A. Savorgnani pl. III. Fig. 3 von Doume.
Äncharius n. gen. Steindachner Wiener Sitzungsber. 82.
p. 251. Habitus Arius- ähnlich, Stellung der Narinen und Bezah-
nung der Mundspalte wie bei Pimelodus, Kiemenhaut mit dem Isth-
mus an der Unterseite des Kopfes verwachsen, doch so, dass ein
schmaler Randsaum die breite Verbindungsstelle frei nach hinten
überragt; zwei Oberkiefer-, vier Unterkieferbarteln; Fettflosse sehr
stark entwickelt, fleischig; Ventrale mit 6 Strahlen; Dorsale kurz,
mit kräftigem Stachel; Kopf oben zum grössten Theile granulirt.
A. fuscus Taf. III. Fig. 3 und Taf. IV, von Madagascar.
Pimelodus platanus Günther Annais nat. bist. VI. p. 10 aus
dem Parana. — P. Balayi Sauvage Nouv. Arch. du Museum III.
p. 44 von Lope im Lande Adouma.
Piramutana macrospüa Günther Annais nat. bist. VI. p. 10
aus dem La Plata.
Hemi'pimelodus intermedius Vinciguerra Annali Mus. civ. di
Genova XVI. p. 178 von Borneo.
Doumea n. gen. Sauvage Nouv. Archives du Museum III.
p. 41. Körper gestreckt, unten platt, Schwanz lang; Mund fast
terminal, quer, unterhalb, Oberlippe warzig, 6 Bartfäden, wovon
zwei am Unterkiefer, Naslöcher etwas entfernt, Kopf mit Haut be-
deckt; Dorsale und Anale kurz, Fettflosse kurz, Brust- und Bauch-
flossen horizontal; keine Zähne am Gaumen, Augen von der Haut
bedeckt. D. typica pl. III. Fig. 1 von Doume.
Boras (Ehinodoras) depressus Steindachner Wiener Denkschr.
43. p. 103. Taf. I. Fig. 3 aus dem Lago Alexo am mittleren Laufe
des Amazonenstroms.
Oxydoras Nattereri Taf. II. Fig. 1 Amazonenstrom, Morel
Taf. I. Fig. 2 Rio Negro, affinis Taf. I. Fig. 1 Rio Puty Steindachner
ib. p. 104.
Malapterurus electricus Var. ogooensis Sauvage Nouv. Arch.
du Museum IH. p. 45.
Carbonnier beschreibt die Befruchtung und Eiablage von
Callichthys fasciatus Cuv., auch die weitere Entwickelung. Die Jun-
gen werden erst zwei Jahr nach der Geburt erwachsen. Im La
Plata laichen sie im October und November; nach Europa gebracht
320 Troschel: Bericht über die Leistungen in der Ichthyologie
im August und September, und deren Nachkommen im Juni. Comptes
rendus 1880 p. 940; Annais nat. hist. YII. p. 73.
Plecostomus cordovae Günther Annais nat. hist. VI. p. 11 von
Cordova. — PL carinatus Taf. IV. Fig. 2 Amazonenstrom und Ännae
von Parä Steindachner Wiener Denkschr. 43. p. 108. Daselbst sind
auch PI. bicirrhosus Gron., pardalis Casteln. und emarginatus CV.
beschrieben.
Steindachner beschreibt ausser Chaetostomus punctatus
Gthr., gibbiceps Kner, lituratus Kner, scaphirhynchus Kner, Stannii
Ltk., nudirostris Ltk., cirrhosus Val., depressus Gthr., macrops Ltk.
und mystacinus Kner, als neue Arten : Chaetostomus vittatus Taf. II.
Fig. 5, Amazonenstrom. Branichii Taf. VL Fig. 1, Peru, punctatissi-
mus Taf. III. Fig. 3. Peru, guairensis Taf. III. Fig. 1 von Caracas.
Wiener Denkschr. 43, p. 113.
Cyprinoidel. Berg machte Mittheilungen über Rhodeus ama-
ru9 Bl. Corresp.-Bl. zu Riga 23. p. 58.
Barynotus Compinei Sauvage Nouv. Arch. du Museum III. p. 49.
pl. I. Fig. 4 von Ogove.
Scaphiodon microphthalmus Day Proc. zool. soc. p. 227 von
Quetta, Afghanistan.
Catostomus cypho Lockington Proc. Philadelphia p. 237 aus
dem Colorado River.
Gharacini- Curimatus platanus Günther Annais nat. hist. VI.
p. 12 aus dem La Plata.
Prochilodus scrofa Steindachner Wiener Denkschr. 43- p. 129.
Taf. VI. Fig. 2 von Rio Janeiro. Ferner werden Pr. insignis Val.,
lineatus Val., taeniurus Val., nigricans Ag., oligolepis Gthr. besprochen.
Tetragonopterus cordovae Günther Annais nat. hist. VI. p. 12
von Cordova.
Chalcinus paranensis Günther Annais nat. hist. VI. p. 13 aus
dem Parana.
Myletes Knerii Steindachner Wiener Denkschr. 43. p. 27. Taf.
VII. Fig. 2 aus dem Maronifluss in Guiana.
Salmones. Mioscher-Ruesch lieferte statistische und bio-
logische Beiträge zur Kenntniss vom Leben des Rheinlachses im
Süsswasser, gestützt auf ein reiches Untersuchungsmaterial. Verf.
stimmt der Ansicht Barfurth's zu, dass der Rheinsalm vom. Aufsteigen
aus dem Meer, bis er verlaicht hat, niemals Nahrung zu sich nimmt,
und auch nachher in der Regel nicht. Er behauptet dagegen, dass
alle Rheinsalmen zusammengehören, dass sie vom angeblich sterilen
Winter lachs bis zum abgemagerten Laichlachs sämmtlich Stufen
einer ununterbrochen im Rheine verlaufenden Entwickelung darstellen.
Er glaubt beweisen zu können, dass die von November bis März in
Basel anlangenden Wintersalmen auch durch den ganzen Sommer
■während des Jahres 1880. 321
und Herbst in unserer Gegend bleiben, und dass sie gemeinsam
mit den vom Maan heraufkommenden grösseren Schaaren späterer
Einwanderer allmählich die Geschlechtsreife erreichen, um dann
mit ihnen von Mitte November bis Mitte December zu laichen. Dass
einzelne Exemplare vielleicht in unreifem Zustande zurückwandern,
"will er nicht absolut bestreiten, doch deuten keine ihm bekannten
Beobachtungen darauf hin. Späte Einwanderer, wie sie Barfurth
angiebt, gelangen nicht mehr nach Basel. Alle in Basel-Laufenburg
gefangenen Rheinsalmen machen ihre ganze Geschlechtsreife, ihr
ganzes Eierstockwachsthum im Rhein, auf Kosten ihres Körpers
durch. Was das Alter der Lachse betrifft, so würde ein im Dec.
1874 gezeugter Lachs, am 1. Febr. 1875 aus dem Ei geschlüpft, die
erste Reise als Sälmling nach dem Meer Frühjahr 1876, 1 Jahr,
mitmachen, erste Laichzeit als St. Jacobssalmen theils Dec. 1877,
theils 1878, 2^/^ — 3^/^ Jahr, zweite Laichzeit als Lachs von 372 — 6V2
Kilo Dec. 1878, theils 1879, S^U—i^U Jahr, dritte Laichzeit als
Lachs von 6^2—13 Kilo Dec. 1879, theils 1880, 4:^U—b^U Jahr. Der
Zwischenraum zwischen den drei letzten Etappen mag aber um 1
Jahr länger sein. Der Umstand, dass die meisten Thiere nicht jede
in ihrem Alter mögliche Laichzeit mitmachen, hat vielleicht allein
den Lachsfang im Rhein vor dem Verfall bewahrt. Die Winter-
salmen hält Verf. für Thiere, Vielehe einen grösseren Fettgehalt aus
dem Meere mitgebracht haben, als die Sommersalmen, und ihre
Mittel erlauben ihnen, ein halbes Jahr länger zu hungern. Als Ur-
sache des verschiedenen Fettgehaltes der einwandernden Lachse
nimmt er die verschiedene Dauer der Mästungszeit, des Aufenthaltes
im Meer, an. Die Wintersalmen seien also länger im Meer gewesen,
indem sie entweder die ganze zweite Laichperiode übersprungen
haben, oder zwischen der zweiten und dritten ein Jahr länger war-
ten. Die Wanderzeit von Holland bis zum Oberrhein beträgt im
Mittel 54 bis 55 Tage. Schweizerische Litteratursammlung zur Fi-
scherei-Ausstellung in Berlin 1880. p. 154—231.
Lockington giebt in einer Note über die Californischen
Salmoniden ein Verzeichniss der Arten der pacifischen Küste. Er
nimmt 7 Süsswasser-Arten, 5 aufsteigende, d. h. in den Flüssen lai-
chende und im Meere fressende, und 4 marine Arten an. Amer.
Naturalist XIV. p. 366.
Day erklärt sich für die Identität von Argentina hebridica
und A. sphyraena, und meint diese Art müsse denen hinzugefügt
werden, von denen man weiss, dass sie in Europa und bei den An-
tipoden vorkommen. Die Art ist abgebildet. .Journ. Linnean Soc.
15. p. 78. pl. 4.
Glupeoidei. Ben nett hat beim gewöhnlichen Häring ausser
dem Luftgang zwischen der Schwimmblase und dem Magen eine
ArcMv für Naturg. XXXXVH. Jahrg. 2. Bd. V
322 Troschel: BericM über die Leistungen in der Ichthyologie
zweite Verbindung zwischen der Schwimmblase und der Aussenwelt
entdeckt. Dieser Gang öffnet sich in der Cloake zwischen dem
After und der ürinöffnung. Humphrey and Turner Journal of Ana-
tomy XIV. p. 405.
Milne-Edwards hat bei Gelegenheit der internationalen
Ausstellung 1878, Nouvelles causeries scientifiques verfasst, die 1880
Paris erschienen sind. Darin ist p. 105 ein Kapitel über den Heriugs-
fang und einige Punkte der Geschichte dieses Fisches enthalten.
Die Härings-Fischerei, die Abhängigkeit des Härings von äus-
seren physikalischen und biologischen Verhältnissen. Aus „Ljung-
man's Bohus-Läns hafsfisken och de vetenskapliga hafsfiske-under-
sökningarna, Göteborg 1878" (vergl. vorj. Ber. p. 309 übersetzt von
Finn). Stettin 1880.
Lockington erwähnt in einer Notiz über die Häringe der
pacifischen Küste mehrere Arten: Clupea mirabilis, Clupea sagax,
Engraulis ringens. Thaleichthys pacificus, Clupea pilchardus und
Albula vulpes. Die beiden ersteren sind charakterisirt. American
Naturalist XIV. p. 518.
Boas hat den Artci-ienstiel, den er Conus nennt, von Butirinus
untersucht, und stellt folgendes Resultat zusammen: Bei den Sela-
chiern und Ganoiden, mit Einschluss der Dipnoi ist das Herz in
drei Abschnitte getheilt, Atrium, Ventrikel und Conus; der letztere
stellt sich als ein deutlich gesondertes, selbstständiges letztes Glied
des Herzens dar, und ist mit mehreren Querreihen von Klappen
ausgerüstet; seine Wand ist mit einer dicken Lage quergestreifter
Muskelzellen versehen. Bei den Teleostiern ist der Conus in der
Regel völlig rudimentär, entbehrt der Musculatur, trägt nur eine
Querreihe von Klappen, die der vordersten Reihe bei den Ganoiden
entspricht. Nur bei einigen, nicht allen, Clupeiden ist der Conus
noch mit Musculatur versehen, die natürlich quergestreift ist; aber
auch bei diesen kann der Conus als rudimentär bezeichnet werden.
Nur bei der Gattung Butirinus sind zwei Querreihen von Klappen
im Conus vorhanden. So bildet im Bau des Herzens einerseits Amia,
anderseits Butirinus das schönste Verbindungsglied zwischen den
Ganoiden und Knochenfischen. Meddelelser nat. Foren, i Kjöbenhavn
1879—80. p, 333. Vergl. auch Gegenbaur Morphol. Jahrbuch VL
p. 527.
Esoces. Swirski schrieb eine Dissertation über die Ent Wicke-
lung des Schultergürtels und des Skelets der Brustflosse des Hechts.
Dorpat 1880 mit 2 Tafeln. Er wies das Coracoid bei der Ent-
wickelung des Schultergürtels als transitorisches Gebilde nach; im
Skelet der Brustflosse zeigte die Reduction des 9., 11. und 12.
Knorpelstücks in der auf die Basalien folgenden primären Reihe,
dass diese in phylogenetisch früheren Zuständen aus mehr Skelet-
während des Jahres 1880. 323
theilen bestanden haben muss. Die ganze Untersuchung ist vom
Standpunkte der Descendenzlehre aus gemacht.
Mormyri. Mormyrus 3Iarchei, M. (Petrocephalus) simus und
affinis Sauvage Nouv. Archives du Museum III. p. 50. pl. II. Fig. 5,
3 und 2 von Ogove.
Mormyrops sphekodes Sauvage ib. p. 55. pl. II. Fig. 4 von
Doume.
Gymnotini. Stemopygus ohtusirostris Steindachner Wiener
Denkschr. 43. p. 143 aus dem Amazonenstrom.
Muraenoidei. Robin stellt Betrachtungen an über einige Cha-
raktere und über das Schwanzherz von Anguilla, Conger und Lepto-
cephalus. Er weist zunächst nach, dass die Leptocephalus keineswegs
die Jungen von Anguilla oder Conger sind. Der zweite Abschnitt
beschäftigt sich mit der Skeletbildung der Schwanzflosse der Murä-
noiden, der dritte mit dem Schwanzherzen der Muränoiden. Die
Herzen von Anguilla und Conger werden ausführlich mit ihren Venen
beschrieben. Endlich beschreibt Verf. auch die Schwanzherzen von
Leptocephalus. Robin et Pouche! Journal de l'Aüatomie XVI, p.
593—628 mit pl. 24—26.
Brock hat Untersuchungen über die Geschlechtsorgane einiger
Muränoiden angestellt, und seine Resultate in Mittheil, aus der
zoolog. Station zu Neapel II. p. 415 — 494 veröflentlicht. Sie beziehen
sich auf die männlichen Geschlechtsorgane bei Muraena helena L.,
Myrus vulgaris Kaup, Conger vulgaris Cuv., Anguilla vulgaris Flem.;
auf die weiblichen bei Muraena helena L., Ophichthys serpens Lac,
Myrus vulgaris Kaup, Conger vulgaris Cuv. und Anguilla vulgaris
Flem. Durch diese Untersuchungen ist sowohl der anatomische wie
der histologische und entwickelungsgeschichtliche Beweis für die
Hodennatur des Lapenorganes als erbracht anzusehen. Die Abhand-
lung schliesst dann mit interessanten Bemerkungen zum Vergleich
der Geschlechtsorgane der anderen Teleostier.
In einem Aufsatze über die lebenden Wasserthiere auf der
internationalen Fischerei -Ausstellung zu Berlin hat Friede 1 eine
kurze Uebersicht der Anschauungen über die Fortpflanzung des
Flussaals zusammengestellt, freilich keineswegs vollständig. Zool.
Garten 21. p. 293.
Cattie hat die Genitalien der männlichen Aale und ihre Se-
xualunterschiede untersucht. Er führt die Beobachtungen von Syrski,
Dareste, Packard an. Dass die Funde männlicher Aale mit lebenden
Spermatozoen so selten sind, darf uns nicht wundern, da die jungen
Aale ins tiefe Meer wandern ; da kommen die Fortpflanzungsorgane
in 6 bis 8 Wochen zur Entwickelung, dann wird gelaicht und die
alten Aale, männliche wie weibliche, gehen nach dem Fortpflan-
zungsact zu Grunde. Verf. schildert dann den histologischen Bau
/
324 Troschel: Bericht über die Leistungen in der Ichthyologie
des Syrski'schen Organs, die er auch für die Hoden hält. Er glaubt
nun auch äusserlich die männlichen und weiblichen Thiere unter-
scheiden zu können. Die Weibchen haben eine höhere Rückenflosse
und eine breitere Schnauze. Fr fand durchschnittlich 25% Männ-
chen, wenn er aber nach den genannten Merkmalen die vermuthlich
männlichen Exemplare aussuchte, so fanden sich 80 — 90 ^Jq Aale
mit dem Syrskischen Organ. Zool. Anzeiger III. p. 275.
Nehrkorn berichtet, dass er junge Aalbrut von Grösse einer
Stopfnadel in einem grossen Teich aussetzte, und dass er davon nach
anderthalb Jahren Thiere von durchschnittlich einem Pfund Gewicht
wiederfing. Zool. Garten p. 375.
PlectognatM.
Gymnodontes. Stossich beschreibt ein Exemplar von Ortha-
goriscus Planci Bp. Bolletino Soc. Adriatica in Trieste VI. p. 163.
Ganoidei.
Holostei. V. David off hat über das Skelet der hin-
teren Gliedmasse der Ganoidei holostei ^ und der physo-
stomen Knochenfische Untersuchungen angestellt, wovon
er eine vorläufige Mittheilung macht. Amia und Lepido-
steus weichen von den Physostomen in unwesentlichen
Punkten ab, dagegen lassen sie sich durch Polypterus mit
den Selachiern verbinden. Polypterus repräsentirt eine
Zwischenstufe, welche durch den Besitz eines zwar sehr
reducirten Beckens, aber noch wohlausgebildeter Radien
ausgezeichnet ist. Bei den Physostomen, wie bei Amia
und Lepidosteus fehlt das eigentliche Becken, während
die Radien in verschiedenen Stufen der Reduction sich auch
bei den Physostomen noch nachweisen lassen. Der bei
den Ganoidei holostei und den Physostomen allgemein als
Beckenknochen bezeichnete Skelettheil entspricht nicht
dem Becken der Selachier, Sturionen, Amphibien und der
amnioten Wirbelthiere, sondern dem Basale metapterygii
der Selachier. Gegenbaur Morphol. Jahrb. VI. p. 125.
Ausführlicher behandelt er den Gegenstand ib. p. 433
mit Tafel 21—23.
während des Jahres 1880. 325
Boas hat das Herz und die Aortenbogen von Cera-
todus und Protopterus mit denen der Knochenganoiden
Lepidosteus, Polypterus, und Amia verglichen. Er glaubt,
dadurch zugleich einen Beitrag zu der Feststellung der
verwandtschaftlichen Beziehungen von Ceratodus abzugeben.
Ceratodus, und mit ihm Protopterus und Lepidosiren, steht
den Knochenganoiden am nächsten, zeigt sich aber anderer-
seits in mehreren Stücken als eine primitivere Form und
bietet gewisse Beziehungen zu den Amphibien dar. Einen
VergleichspuÄkt mit den Knochenganoiden bietet die Weise,
in der das Atrium bei Ceratodus sich mit dem Conus ver-
bindet, einen anderen der Befund der Klappen des Conus,
einen dritten der Ursprung der Lungenarterien, einen
vierten die tibereinstimmenden Kiemen, endlich die Ver-
hältnisse der Lungen. Gegenbaur Morphol. Jahrbuch VI.
p. 321 mit Taf. XIII-XV.
Balfour undParker berichteten in der British asso-
ciation 1880. p. 599 über die Entwickelung von Lepidosteus,
und theilten kurz die Hauptresultate mit. 1. die Furchung
ist vollständig wie bei den Stören, aber die Segmente des
unteren Poles des Eies verschmelzen bald zu einer einzigen
Masse, welche den Dottersack bildet. 2. das Epiblast ist
in eine Nerven- und Epidermis-Schicht getheilt. 3. der
Cerebro-Spinal-Strang wird aus einer kielartigen Verdickung
des Epiblast's gebildet, wie bei den Teleostiern und Petro-
myzon. In dieser Beziehung contrastirt Lepidosteus auf-
fallend mit den Stören, bei denen der Cerebro-Spinal-Strang
in gewöhnlicher Weise der Vertebraten gebildet wird.
4. So ist es ein Pronephros (head-kidney) des Teleostier-
Typus.
Wiedersheim beschreibt das Skelet und Nerven-
system von Protopterus annectens. Als bedeutsamstes
Resultat hebt er hervor, dass die Extremität ausser Hypo-
glossusfasern einen kräftigen Kiemennerven, einen Ast des
Vagus erhält, wodurch er die Gegenbaur'sche Hypothese
über die Entstehung des Schultergürtels znr festen, unum-
stösslichen Thatsache geworden erklärt. Morphologische
Studien I. p. 43 mit zwei Tafeln.
Ghöndrostei. Metschnikoff spricht sich in einer
326 Troschel: Bericht über die Leistungen in der Ichthyologie
Notiz über den Beckenbogen des Scaphirhynchus Hermann!
gegen die Ansicht von Davidoff aus. Als Hauptergebniss
seiner Untersuchung hebt er hervor, dass wir im Becken-
bogen der Knorpelganoiden überhaupt und des Scaphi-
rhynchus insbesondere das Beispiel eines der primitivsten
uns bekannten Zustandes des uniserialen Archipterygium
vor uns haben. Zool. Anzeiger III. p. 21.
Selachii.
Rabl-Rückhard bespricht das gegenseitige Verhält-
niss der Chorda, Hypophysis und des mittleren Schädel-
balkens bei Haifischembryonen, nebst Bemerkungen über
die Deutung der einzelnen Theile des Fischgehirns. Er
ist zu folgenden Ergebnissen gekommen: Zu keiner Zeit
der Entwickelung ragt die Spitze der Chorda dorsalis
bei Acanthiasembryonen über denjenigen Theil der Schä-
delbasis hinaus, welcher später zur Sattellehne wird ; die
Hypophysis entsteht unmittelbar vor der Spitze der Chorda
dorsalis im basalen Theil der bindegewebigen Anlage, die
man als mittleren Schädelbalken bezeichnet; der Scheitel
dieser Anlage (Processus sellae turcicae Reichert's) geht in
die spätere Sella turcica nicht mit ein, sondern wird zur
bindegewebigen Adventitia eines basalen Hirngefässes.
Gegenbaur Morphol. Jahrb. VI. p. 535 mit Taf. 27 und 28.
Poey hat sich über die Copulationsorgane der Elas-
mobranchier geäussert. Er hält sie für Greiforgane, meint
aber, dass sie nicht zugleich als Befruchtungsorgane dienen,
dagegen möchten sie zugleich Reizorgane sein. Anales
Soc. espaiiola de historia natural IX. p. 258.
Squali. ScyUium ventricosum Garnian Bull. Mus. Comp. Zoo-
logy VI. Nr. 11 p. 167 von Valparaiso.
Turner hat aufs Neue den Bau der kammartigen Kiemenan-
hänge der Selache maxima untersucht. Er gieht zuerst eine histo-
rische Uebersicht der Litteratur über diesen Gegenstand, und zeigt
dann, dass die Substanz histologisch der Zahnsubstanz ähnlich ist.
Proc. Royal Soc. of Edinburgh 1879—1880. p. 457; Humphrey and
Turner. Journal of aaiatomy XIV. p. 273.
Rajae, Roujet legt das Resultat seiner Arbeiten über
das electrische Organ der Rochen vor. Er vergleicht die
während des Jahres 1880. 327
Nervenendigungen denen der Bewegungsnerven in den
Muskeln und möchte die electrischen Organe für atrophirte
Muskelmassen ausgeben, die unfähig sind, ihre physiolo-
gische Rolle zu spielen. Die organischen Kräfte, ang'ehäuft
durch die Aenderung in den Nerven der electrischen Or-
gane, würden sich nicht mehr in Bewegung, sondern in
Electricität umsetzen. Es sei das nur ein besonderer Fall
von Umsetzung organischer Kräfte in cosmische Kräfte,
und keinesweges eine mit der Leidener Flasche vergleich-
bare Thätigkeit. Lataste geht in eine Discussion ein.
Association frangaise, Montpellier p. 753.
Parker hat eine grössere Zahl von Arten der Gat-
tung Raja in Beziehung auf die Spiralklappe des Darmes
untersucht, nachdem er den Darm nach Ausspülung in
Chromsäurelösung erhärtet hatte. Die verschiedenen Formen
werden beschrieben und abgebildet. Transactions zool.
soc. of London XL p. 49. pl. 10 und IL
Ehinobatus lentiginosus von Florida, und planiceps von Peru
Garman Bull. Mus. Comp. Zoology VI. Nr. 11. p. 168.
Trygon brachyurus und reticiilatus Günther Annals nat. hist.
VI. p. 8, ersterer von Buenos Ayres, letzterer von Surinam. — Tr.
lata von den Sandwichinseln, longa von Mexico und brevis Garman
Bull. Mus. Comp. Zoology VI. Nr. 11. p. 170.
TrigonorMna alveata Garman Bull. Mus. Comp. Zoology VI.
Nr. 11. p. 169.
Cyclostomi.
Wiedersheim beschrieb das Gehirn von Ammocoetes
und Petromyzon Planeri, mit besonderer Berücksichtigung
der spinalartigen Hirnnerven. Nach ihm ist das Gehirn
der Wirbelthiere als keine Bildung sui generis, sondern
als fortentwickeltes, durch äussere Einflüsse transformirtes
Rückenmark aufzufassen. Die erste Entwickelungsphase
ist die des Amphioxus, wo nur dorsale Wurzeln figuriren,
die zweite diejenige von Ammocoetes, wo schon ventrale
Wurzeln aufgetreten sind, welche sich, mit den dorsalen
in regelmässiger Weise bei ihrem Durchtritt durch die
skeletogene Schicht alternirend bis zum Acusticus und Fa-
cialis fortsetzen; die dritte Stufe endlich wird durch alle
328 Tr ose hei: Bericht über die Leistungen in der Ichthyologie
Übrigen Wirbelthiere, von den Selachiern an, repräsentirt.
Morphologische Studien I. p. 1.
Gegen die Auffassung Wiedersheim's vertheidigt
Schneider seine früher in den „Beiträgen zur verglei-
chenden Anatomie und Entwickelung der Wirbelthiere"
ausgesprochene Ansicht, dass die Nervenlöcher bei Ammo-
coetes schon vorhanden sind wie bei Petromyzon. Er bleibt
auch bei seiner früheren Ansicht, dass Petromyzon Planeri
und fluviatilis nur Varietäten sind; auch in dem Gehirn
beider findet er nach neueren Untersuchungen keinen Un-
terschied. Zool. Anzeiger p. 331.
Hierauf hat auch Wiedersheim ib. p. 446 Veran-
lassung genommen, seine Untersuchungen zu wiederholen,
wodurch er zu der Ueberzeugung gekommen zu sein mit-
theilt, dass weder seine noch Schneider's Angaben der
Wirklichkeit vollkommen genau entsprechen, sondern dass
die Wahrheit in der Mitte liegt. Er erkannte, dass die
Vagusstränge den allergrössten individuellen Schwankungen
unterworfen sind; er behauptet aber auch, dass Schneider
unter dem Hypoglossus etwas anderes versteht als er.
Verf. erkennt auch nicht an, dass P. Planeri und fluviatilis
nur Varietäten sein sollen.
Scott machte vorläufige Mittheilung über die Ent-
wickelungsgeschichte der Petromyzonten. Zool. Anzeiger
III. p. 422 und 443. Er konnte die früheren Angaben von Ca-
berla, Benecke, Huxley etc. theils bestätigen, theils ergänzen.
Benecke hat die Metamorphose des Flussneunauges
beobachtet. Er meint, während Petromyzon Planeri als
Larve seine volle Grösse erreicht, und nach der Metamor-
phose nur noch lange genug lebt, um für seine Fortpflan-
zung zu sorgen, so mache P. fluviatilis seine Verwandlung
schon in der Jugend durch, um wahrscheinlich noch meh-
rere Jahre zu wachsen, ehe es seine Geschlechtsreife er-
reicht. Zool. Anzeiger III. p. 329.
Leptocardii.
Rice hat genaue Untersuchungen über die Lebens-
weise, den Bau und die Entwickelung von Amphioxus
während des Jahres 1880. 329
lanceolatus angestellt. Er fand drei erwachsene Exemplare,
zwei Männeben und ein reifes Weibchen, sowie 20 junge
bei Fort Wood. Er hebt als Punkte, durch welche sich
x\mphioxus von den übrigen Vertebraten unterscheidet, die
folgenden hervor: eine mittlere Bauchflosse, die sich in
eine mittlere Caudodorsalflosse fortsetzt und sich bis vor
den After und bis zum vorderen Körperende erstreckt;
eine Afteröffnung an der linken Seite der Mittellinie, eine
Abdorainalöffnung oder Branchiopore; eine longitudinale
Mundöffnung; ein Kreis von Mundtentakeln, eine asymme-
trische Nasenhöhle; Augen und Ohren scheinen ganz zu
fehlen. Von inneren Organen eine blindsackförmige Leber,
ein mit Flimmern besetzter Nahrungsschlauch; die Chorda
dorsalis ohne vordere Hirnauschwellung ist dem Verf. noch
fraglich; die übrigen Organe stellen embryonale Formen
derselben Organe höherer Thiere dar. So sieht er den
Amphioxus als ein sehr eigenthümliches Thier an, welches
durch den gewimperten Pharynx und die Pharyngeal-
Tentakeln einige Aehnlichkeit mit den Tunicaten hat, aber
offenbar als eine embryonale Form enger mit dem grossen
Zweige der Wirbelthiere verwandt ist, als mit irgend einem
der Evertebraten. American Naturalist p. 1 und p, 73.
Bericht über die Leistungen in der Naturgeschichte
der Mollusken während des Jahres 1880.
Von
Troschel.
Von Sowerby's Thesaurus Conchyliorum or Figures
and descriptions of recent shells erschien bereits 1879 die
Doppellieferung 33, 34, enthaltend die Monographie der
Gattung Murex, und im Jahre 1880 die Doppellieferung
35, 36 mit den Monographien der Gattungen Trophon, Fu-
sus, Pjrula und Ficula. Das weitere s. unten bei den
einzelnen Gattungen.
Küster 's Conchylien-Cabinet, fortgesetzt von Kobelt
und Weinkauff hat durch die Lieferungen 287 — 299 eine
Fortsetzung erfahren. Der Inhalt bezieht sich auf die
Gattungen Cypraea, Avicula, Helix, Neptunea, Fusus, Pa-
ludomus, Mactra, Rissoina, Euthria, Ancylus. Das specielle
s. unten.
Von Tryon's Manual of Conchology erschien im Jahr
1880 der zweite Band mit den Muricinae und Purpurinae,
die auf 70 Tafeln abgebildet sind. In der Einleitung
giebt er eine Uebersicht der Anatomie der Prosobranchiaten
mit Benutzung von Keferstein in Klassen und Ordnungen
des Thierreichs, und erörtert dann die Classification, wobei
der Radula eine grosse Rolle zugestanden wird. Die
zahlreichen Arten sind durch einen kurzen Text charak-
terisirt und sämmtlich abgebildet. Die Abbildungen kön-
nen für die Bestimmung der Sammlungen recht nützlich
werden.
Troschel: Ber. üb. d. Leist. in d. Naturg. d. Moll. währ. d.J. 1880. 331
Auch von Semper's Reisen im Archipel der Philip-
pinen erschienen einige Fortsetzungen. Im fünften Heft
des dritten Bandes ist eine FortsetzAing der Landmollusken
enthalten. Es bringt die Gattung Chloraea Alb. mit 16
Arten, Chloritis Alb. mit 5 Arten. Damit sind die odon-
tognathen Heliceen abgeschlossen. Verf. fügt jedoch einige
Bemerkungen über die nicht Philippinischen Formen hinzu.
Diese beziehen sich auf die Eintheilung der Xerophilen
und Fruticolen, ferner auf Binney's Angaben über die Deu-
tung der Genitalien von Arionta. Die Gruppen Gonio-
gnatha und Agnatha Mörch sind nur kurz abgehandelt,
da aus ihnen nur eine Art auf den Philippinen gefunden
wurde. — Die Familie Onchididae wird p. 250 begonnen.
— In einem ersten Supplementheft des zweiten Bandes
der malakologischen Untersuchungen lieferte Bergh Nach-
träge und Ergänzungen zu den Nacktkiemern. Diese, so-
wie die neuen Gattungen und Arten sind unten berück-
sichtigt.
Als eine Fortsetzung von Pfeiffer's Novitates concho-
logicae hat E. von Martens ein neues Unternehmen be-
gonnen : Conchologische Mittheilungen, Cassel bei Tb. Fi-
scher. Im Jahre 1880 sind die ersten vier Hefte erschie-
nen. Das Werk erscheint in Octav, nach Wunsch der
Abnehmer mit colorirten oder schwarzen Abbildungen.
Gleichsam als Einleitung erklärt von Martens seine Me-
thode des Messens der Schalen und seine Terminologie.
Das erste Doppelheft bringt Arten der Gattungen Nanina,
Helix und Buliminus, das dritte Heft Pleurotomaria, Pleu-
rotoma und Buccinum, das vierte die Pupa- Arten Ocea-
niens von Boettger. Die neuen Arten werden wir unten
namhaft machen ; alle beschriebenen und abgebildeten Ar-
ten anzugeben ist nicht wohl thunlich.
Fischer et Crosse, Etüde sur les Mollusques ter-
restres et fluviatiles. Paris 1880. Der erste Band ist be-
endigt mit 31 Tafeln, die achte Lieferung bildet den An-
fang des zweiten Bandes.
Fischer hat ein Manuel de Conchjiiologie ou Hi-
stoire naturelle des Mollusques vivants et fossiles, Paris
1880 begonnen. Das erste Heft ist erschienen.
332 T rose hei: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
Simroth besprach,, anknüpfend an seine früheren
Darstellungen, die Locomotion der Mollusken. Er führt
die verschiedenen Arten des Schwimmens an, und kommt
dann namentlich auf das Kriechen von Cyclas, deren leb-
haftes Umherklettern zwischen Pflanzen er auf die Erhal-
tuug der Bjssusdrüse zurück führt, aus welcher ein Faden
den hinteren Theil des Fusses festheftet. Endlich erinnert
er an das Kriechen der Wasserschnecken an der Ober-
fläche des Wassers, als wenn sie eine dünne feste Decke
wäre. Er fordert die Physiker auf, dieser Frage näher
zu treten. Zeitschr. für die ges. Naturwissenschaften 53
p. 500.
Balfour, Atreatise on comparative embryology Vol.I.
1880. Das neunte Kapitel p. 186—241 behandelt die Mol-
lusken. Dieselben zerfallen in I. Odontophora, 1. Gaste-
ropoda, (Prosobranchiata, Opisthobranchiata, Pulmonata,
Heteropoda), 2. Pteropoda (Gymnosomata, Thecosomata),
3. Cephalopoda (Tetrabranchiata, Dibranchiata), 4. Polypla-
cophora, 5. Scaphopoda. II. Lamellibranchiata (Dimya, Mo-
nomya). — Die Branchiopoden sind von den Mollusken ab-
getrennt und nehmen das IL Kapitel p. 257 — 263 ein.
Fischer spricht in aller Kürze, ohne nähere Begrün-
dung seine Ansichten über die Classification der Mollusken
aus. Er nimmt vier Abtheilungen an: 1. die eigentlichen
Mollusken, 2. die Tunicaten, 3. die Brachiopoden, 4. die
Bryozoen. Er hält es für unmöglich, die drei letzten unter
dem Namen Molluscoiden zu vereinigen. Die Brachiopoden
haben mehr Beziehungen zu den Bryozoen als zu den Tu-
nicaten und eigentlichen Mollusken; gewisse Charaktere
nähern sie ein wenig den Würmern, aber man kann auch
Beziehungen zwischen den Mollusken und den Würmern
finden. Die eigentlichen Mollusken zerfallen dann in Me-
roblastea (Cephalopoden) und Holoblastea, letztere wieder
in Glossophora (Pteropoda, Gastropoda und Scaphopoda)
und Aglossa (Pelecypoda). Er verwirft die Ueberweisung
von Chiton zu den Würmern. Journ. de Conchyl. 28 p. 238.
Bayle führt einige neue Gattungsnamen für Mollus-
ken ein, so Magellania für Waldheimia King, Mühl-
feldia für Megerlia King, Sycum für Liostoma Swainh.,
der Mollusken während des Jahres 1880. 338
Macrochilina für Macrocheilus Phillips, Norrisia für
Trochiscus Sow., Scobina für Pholas Adams. Buccinum
undatum will er Tritouium genannt wissen. Dann berich-
tigt er die Speeiesuamen von 30 Cerithien. Journ. de Con-
chyl. 28 p. 240.
Kobelt hat von seiner Arbeit über die geographische
Verbreitung der Mollusken (vergl. Ber. 1878 p. 322) eine
Fortsetzung und den Schluss der Inselfaunen gebracht.
Jahrbücher der D. Malak. Ges. VII p. 1 und 241 mit Zahl-
zeichen Verzeichnissen der auf einzelnen Inseln und Insel-
gruppen vorkommenden Conchylien.
Scharff weist darauf hin, dass das Alluvium der
Flüsse eine gute Gelegenheit zum Sammeln von Conchy-
lien bietet. Journ. of Conchology II p. 322.
Bach mann empfiehlt die Wickersheimer'sche Flüs-
sigkeit zum Conserviren von Mollusken. Nachrichtsbl. p. 74.
Berg über Faden ziehende Schnecken. Corresp.-Bl.
zu Riga 23 p. 172.
Europa. d'Urban gab Nachricht über die Zoologie
des Barents- Meeres, zwischen Spitzbergen und Novaya
Zemlya. Von Mollusken werden daselbst erwähnt Tere-
bratula cranium, Clio borealis, Limacina arctica, Siphonen-
talis affinis, Hero formosa, Pecten isiandicus, septemradia-
tus, abyssorum, Cardium ciliatum und Panopaea norvegica.
Annais nat. bist. VI. p. 276.
Clessin veröffentlicht ein von Anderson zusammen
gestelltes Verzeichniss der in der Landschaft Medelpad im
nördlichen Schweden gesammelten Land- und Süsswasser-
Conchylien. Die Gegend liegt längs der Küste des Bott-
nischen Meerbusens, unter 62^ 10' nördl. Br. und hat eine
mittlere Jahrestemperutur von 5,20 ^ Geis. Der Boden ist
hügelig und sehr steinig. 21 Landschnecken, 6 Wasser-
schnecken und 1 Muschel. Malak. Bl. IL p. 151.
Storm nennt in einem Beitrag zur Kenntniss der
Fauna der Bucht von Drontheim eine Reihe von Mol-
lusken. Det k. Norske vidensk. Selskabs Skrifter 1879
p. 116.
Borcherding lieferte einen Beitrag zur Mollusken-
fauna der Küste des nordwestlichen Deutschlands, indem
334 Troscliel: Bericht üb. die Leistucgen in der Naturgeschichte
er die an den einzelnen Fundorten gesammelten Arten
namhaft macht, meist Süsswasser-Arten. Nachrichtsbl. p. 21.
Schumann zählte die Binnen -Mollusken der Umge-
bung von Danzig auf. Er fand daselbst 122 Arten, 100
Schnecken und 22 Muscheln. Schriften d. Naturf Ges. zu
Danzig.
Borcherding fand bei Osnabrück und Umgebung
78 Arten von Mollusken, nämlich 65 Schnecken und 13
Muscheln. Nachrichtsbl p. 89 und 101.
Berg fand eine Flussperlenmuschel , Alasmodonta
elongata, mit einer erbsengrossen Perle, in dem Marien-
bach bei Moritzberg, welcher Fundort neu ist; auch hat
sich Dreissena polymorpha dort angesiedelt. Correspon-
denzbl. zu Riga 23 p. 121.
Hesse bearbeitete die Molluskenfauna von Pyrmont.
Er verzeichnet 80 Arten, nämlich 53 Landschnecken, 19
Süssvs^asserschnecken und 8 Muscheln. Malak. Blätter II p. 1.
Riemenschneider hat einen Beitrag zur Mollusken-
fauna des Harzes geliefert. Sein Verzeichniss enthält 84
Species, nämlich 6 Nacktschnecken, 53 Landschnecken, 19
Süsswasserschnecken und 6 Muscheln. Zeitschr. für die
ges. Naturwissenschaften 53 p. 431.
Boettger machte Nachträge zur Fauna von Thürin-
gen, nach Sammlungen vom Eichsfelde, vom Hainichwalde
und von Ruhla. Nachrichtsbl. p. 53.
Boettger bestimmte die von Jickeli in derEifel ge-
sammelten Mollusken. Es sind 22 Arten; neun von ihnen
sollen neu für den linksrheinischen Theil der Rheinprozinz
sein, nämlich Vitrina maior, Hyalina nitens, Ilammonis,
Helix costata, granulata, liberta, Papa minutissima, pyg-
maea und Carychium minimum. Nachrichtsbl. p. 15.
Diemar fand auf dem Gipfel des Schöneberg bei
Hofgeismar sowohl Daudebardia rufa Fer. und Acme po-
lita, wie früher auch schon Carl Pfeiffer, und ausserdem
noch 18 Arten. Nachrichtsbl. p. 109.
Kinkelin sammelte auf dem Yogelsberg eine An-
zahl Conchylien und verzeichnete dieselben. Nachrichtsbl.
p. 44.
Kinkelin sammelte auf dem Rossert und Hainkopf
der Mollasken während des Jahres 1880. 335
im Taunus einige Gehäusschnecken, die auf grünem Scliie-
fer leben. Nachrichtsbl. p. 58.
Andreae nannte 19 Schnecken als Nachtrag zu der
Fauna der Bergstrasse. Nachrichtsbl. p. 61.
Clessin zählt als Beitrag zur Molluskenfauna von
Unterfrankeu 83 Arten Mollusken auf, die er in der Um-
gegend seines Wohnortes Ochsenfurt gesammelt hat. Es
sind 54 Landschnecken, 14 Süsswasserschnecken und 15
Muscheln. Malak. Blatt, p. 138—150.
V. Martens machte eine Ergänzung zur Schnecken-
fauna von Reichenhall. Nachrichtsbl. p. 62.
Graf V. Degenfeld-Schonburg nennt 17 Conchy-
lien als Nachtrag zur Molluskenfauna des Nordabfalls der
deutschen Alpen. Er fand ferner mit Hülfe alter Brett-
chen, welche er auf einer feuchten Wiese des ^chlossgar-
tens zu Eybach ausgelegt hatte, 8 Arten und an einem
etwa 100 Meter höher gelegenen Platze weitere 18 Arten.
Nachrichtsbl. p. 12.
Auch P. Hesse gab ein Verzeichniss der in den
deutschen Alpen gesammelten Mollusken, 46 Arten. Nach--
richtsbl. p. 40.
Fischer hat die malakologische Fauna des Thaies
des Mont Dore (Puy de Dome), durch welches die Dordogne
fliesst, untersucht. Er sammelte in einer Höhe zwischen
1000 und 1500 m, darüber fand sich kein Mollusk mehr.
Diese Fauna ist sehr arm sowohl an Arten wie an Indi-
viduen; die meisten kleinen Landschnecken leben am Fusse
der Buchen und unter Steinen. Verf. verzeichnet 26 Arten :
2 Limax, 2 Vitrina, 5 Zonites, 2 Arion, 6 Helix, 1 Zua,
1 Balea, 1 Clausilia, 1 Vertigo, 2 Limnaea, 1 Ancylus und
1 Hydrobia. Journal de Conchyl. p. 289.
Breviere, Catalogue des Mollusques testaces, terre-
stres et fluviatiles, observes dans le departement de la
Nievre. Paris 1880. Enthält 110 Arten.
Fagot, Histoire malacologique des Pyrenees frangai-
ses, L PjTenees-Orientales. Bull. Soc. de Toulouse 1879
ist mir nicht zugänglich geworden.
Gwyn Jeffreys hatte an der französischen Tiefsee-
Erforschung des biscayischen Meerbusens mit dem Schiff
336 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
Travailleur Theil genommen, und verzeichnet 152 erlangte
Mollusken, nämlich 5 ßrachiopoden, 65 Conchiferen, 8 So-
lenoconchier, 68 Gasteropoden und 6 Pteropoden. Annais
nat. hist. VI. p. 315. — Durch einen Nachtrag wird die
Zahl auf 199 Arten erhöht, indem 1 Brachiopode, 12 Con-
chiferen, 7 Solenoconchier, 24 Gasteropoden, 2 Pteropoden
und 1 Cephalopode hinzugefügt werden. Ib. p. 374. —
Es wurden, wie Report British Assoc. Swansea p. 378 mit-
getheilt wird, 23 Schleppnetzzüge gemacht, in der Tiefe
von 337 bis 2600 Meter. Die zahlreichen neuen Arten
sind nur namhaft gemacht, noch nicht beschrieben.
Hidalgo hat seine Moluscos Marinos de Espana,
Portugal y las Baleares mit der 15. und 16. Lieferung
fortgesetzt.
Unter dem Titel „Zur Molluskenfauna der Schweiz^
sind vereinigt: 1. die Microconchylien von Siders (Sierre)
im Kanton Wallis von Boettger, 38 Arten; 2. zur Fauna
namentlich der Nordost-Kantone von Boettger, 28 Arten;
3. Zur Fauna von Delsberg (Delemont) im Berner Jura
von Andreae, 23 Arten mit einer neuen Art von Boettger;
4. Zur Fauna des Genfer Sees, Kanton ^Waadt von An-
dreae, 47 Arten. Jahrb. d. D. Malak. Ges. VII. p. 31.
Roffiaen verzeichnete die von ihm in der Schweiz
gesammelten Conchylien und zwar 27 Arten von Servoz
und Gorges de la Diodaz im Thal von Chamonix, und 16
von Argentiere in demselben Thale, ferner 34 Arten von
Chillon und Gorge de Chaudron. Proct^s-verbaux Soc.
Malac. de Belgique VIII. p. 99.
Craven gab ebenfalls ein Verzeichniss von Conchy-
lien der Schweiz, 35 Arten von Frütigen im Thale der
Kander in einer Meereshöhe von 800—1000 Meter, 14
Arten aus dem Thal von Gasteren in einer Meereshöhe von
1600 Meter. Ib. p. 100.
Forel hielt einen Vortrag über die lacustren Faunen
der subalpinen Region. Er bezeichnet damit alles einst
von alpinen Gletschern, südlich und nördlich von der Al-
penkette, bedeckte Land, welches dadurch eigenthümliche
geologische und biologische Charaktere bekommen hat. Er
unterscheidet drei Regionen: die littorale, die pelagische
der Mollusken während des Jahres 1880. 337
und die Tiefenregion. In letzterer leben 4 Gasteropoden und
2 Lamellibranchien. Association frangaise, Montpellier p. 474.
xAsper giebt Beiträge zur Keuntniss der Tiefseefauna
der Schweizerseen. Er notirt von vielen Seen auch das
Vorkommen der Mollusken, namentlich Pisidien, Valvaten
und Limnaeen. Zool. Anzeiger III. p. 130 und 200.
S Ute r-Naef verzeichnete die Tiefsee-Mollusken einer
Anzahl schweizerischer Seen. Zool. Anzeiger III. p. 207.
Boettger bestimmte einige durch Loretz gesam-
melte Mollusken aus dem Vorderrheinthal aus der Umge-
bung von Chur. 15 Arten. Nachrichtsbl. p. 57.
Von Locard erschien ein grösseres Werk Etudes sur
les variations malacologiques d'apres la faune vivante et
fossile de la partie centrale du Bassin du Rhone, Lyon et
Paris 1881. In zwei Bänden. In seinem gerechten Zweifel
an der Haltbarkeit der zahlreich aufgestellten Species, ob
sie wirklich als Species anerkannt zu werden verdienen,
hat er alle Arten des genannten Gebietes genau studirt.
Er hat sich die Aufgabe gestellt, die verschiedenen Fundorte
anzugeben, soviel möglich ihren Ursprung oder das Zeitalter
ihres ersten Auftretens zu erforschen, alle Abänderungen auf-
zuzählen, die Aehnlichkeiten und Verschiedenheiten mit ihren
Verwandten anzuzeigen, endlich ihre Anomalien und Mon-
strositäten zu bezeichnen. Das bildet den ersten oder ana-
lytischen Theil der Arbeit. In dem zweiten oder synthe-
tischen Theil hat er nach den Gesetzen gesucht, welche
diesen Modificationen und Variationen zu Grunde liegen,
welchen Ursachen sie ihre Entstehung verdanken, welchen
Grad von Festigkeit sie erhalten können. Er zeigt, dass
die malacologische Species in sehr weiten Grenzen variiren
kann und dass viele als Species beschriebene Formen
schliesslich nur das Resultat der angegebenen Variationen
sind. Eine vollständige Behandlung der ganzen Malacolo-
gie würde seine Kräfte überschritten haben, daher hat er
sich auf sein engeres Gebiet beschränkt. In das Detail
der Studien in diesem umfangreichen Werke einzugehen,
gestattet uns der Raum nicht. Wir geben nur noch seine
Definition des Begriffes Species in seinen eigenen Worten :
La denomination d'espece ne devra donc etre appliquee
Arch. f. Natui'gesch. XXXXVH. Jahrg. 2. Bd. W
338 Tr ose hei: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
qu'ä des etres semblables entre eux dans leur generalite,
et en nombre assez grand pour que ce degre de similitude
ne repose pas sur de simples individualites, ou meme pour
qu'il ne soit pas le resultat de quelques cas teratologiques
plus ou moins complexes. En outre, on devra s'assurer
que les caracteres ont acquis avec le temps, sinon une
fixite absolue, immuable, du moins une certaine constance
pendant plusieurs generations, sous peine de n'etre que le
resultat de modifications passageres et purement acciden-
telles. Enfin, toute differenciation entre deux groupes spe-
cifiques voisins devra toujours porter non pas sur des
caracteres isoles ou difficilement saisissables, mais bien,
au contraire, sur tout un ensemble de l'orginisation tant
interne qu'externe, affectant aussi bien Tanimal que sa co-
quille, et pouvant etre encore manifeste meme apres la
fossilisation du test.
Nevill hat die Landschnecken, sowohl ausgestorbene
wie lebende, aus der Umgebung von Mentone untersucht.
Sie gehören drei Perioden der quaternären Epoche an,
von denen er jedoch keine für wirklich fossil hält: die
Höhlen-Periode, die Zwischen-Periode und- die gegenwärtige
Periode. Das Verzeichniss bringt 1 Testacella, 1 Daude-
bardia, 1 Vitrina, 5 Limax, 4 Milax, 1 Zonites, 12 Hyalina,
2 Arion, 1 Leucochroa, 41 Helix, 2 Buliminus, 14 Pupa,
6 Clausilia, 1 Stenogyra, 2 Ferussacia, 5 Caecilianella,
1 Acme, 1 Renea n. gen., 2 Pomatias, 3 Cyclostoma, zu-
sammen 106 Arten. Von den neuen Arten nennen wir
nur diejenigen, denen Verf einen Namen gegeben hat.
Proc. zool. soc. p. 94 — 142.
Strobel giebt die Fundorte einiger Land- und Süss-
wasserschnecken an, als Ergänzung zu Adami's Aufsatz
über die Mollusken des Oglio (1876), und fügt zwei kleine
Berichtigungen gegen Brusina und gegen die Marchesa
Paulucci bei. BuUettino Soc, malac. italiana VI. p. 260.
Frau Marchesa Paulucci in Florenz hat auf der
Fischerei- Ausstellung in Berlin im Jahre 1880, Italienische
Abtheilung p. 40 von Fluss- und Binnenweichthieren Ita-
liens 93 Arten ausgestellt, unter denen vier neue, die ib.
p. 71 beschrieben sind. S. unten.
der Mollusken während des Jahres 1880. 339
M. Paulucci, Excursione scientifica nella Calabria,
Fauna malacologica. Specie terrestri e fluviatili enumerate
e descritte. Koma 1880. Die Verfasserin zählt 97 Arten
aus Calabrien auf, unter denen nur eine Muschel, Pisidium
casertanum, 4 Daudebardia, 11 Hyalinia, 26 Helix, 8 Clau-
silia. Zwei Hyalinia und zwei Clausilia werden als neu
beschrieben. Vergl. die Anzeige von Fischer im Journ.
de Conchyl. 28 p. 257.
Grem blich, Die Conchylien Nordtirols. Programm
des k. k. Obergymnasiums. Hall. 1879 ist mir nicht zu
Händen gekommen.
Gredler durchforschte die Vallarsa in Welschtirol
nach Conchylien und fand sie sehr arm, indem viele ge-
meine Arten diesem Thal gänzlich fehlen, und die vorhan-
denen spärlich auftreten. Er sammelte 28 Arten. Nach-
richtsblatt p. 85.
Hirc veröffentlichte die Mollusken-Fauna des libur-
nischen Karstes, und verzeichnete 102 Species, unter denen
fünf neue, 19 bisher in Croatien noch nicht beobachtete
Arten. Sie vertheilen sich auf die Gattungen: 1 Cyclo-
stomus, 8 Pomatias, wovon 3 neu, 3 Zonites, 4 Hyalina,
36 Helix, 4 Bulimus, 1 Ferussacia, 1 Oleacina, 1 Steuo-
gyra, 10 Pupa, 1 Acme, 1 Carychium, 20 Clausilia, 1 An-
cylus, 2 Lithoglyphus, 4 Bythinella, 1 Melania, 1 Melanopsis,
1 Neritina und 1 Unio. Verhandl. zool. bot. Gesellsch.
30. p. 519.
Neumayr -beabsichtigt in Verbindung mit Kobelt
und Hörn es, eine Geschichte der jetzt lebenden Mittel-
meerconchylien bis zurück zur Zeit der Schio-Schichten
auszuarbeiten. Um die Uebernahme solcher schwierigen
und weitgehenden Arbeit zu begründen, setzt er seine An-
sichten über die Beziehungen der Forschungsmethode bei
den lebenden und fossilen Formen auseinander, und will
die von Waagen angeregte Richtung weiter ausbilden, wo-
nach Formenreihen, Mutationen und Varietäten unterschie-
den werden, was denn auch einen Einfluss auf die Nomen-
clatur ausüben würde. Jahrb. d. D. Malak. Ges. VIT. p. 201.
Monterosato hatte früher die Conchylien der Litto-
ralzone und die der Tiefenzone des Mittelmeers bearbeitet,
340 Troschel: Bericlat üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
deren erstere durch Schwämme charakterisirt ist, die letz-
tere durch einen schlammigen oder gallertigen Grund. In
jeder verzeichnete er 120 Arten, von denen keine in beiden
Zonen zugleich vorkommt. Die einzige Uebereinstimmung
zwischen beiden besteht in der Abwesenheit der Brachio-
poden. Nun bespricht er einige Arten der Korallenzone,
eine Zwischenzone, welche eine Anzahl ihr eigenthümlicher
Arten besitzt. In ihr, die die reichste an Arten ist, findet
sich der grösste Theil der der Laminarienzone angehörigen,
und die Brachiopoden sind in ihr sehr häufig. Es werden
11 Muscheln, und 7 Schnecken erwähnt. Bullettino Soc.
malac. italiana VI. p. 243.
Tiberi hat ein langes Verzeichniss der Cephalopoden,
Pteropoden und Heteropoden des Mittelmeers nebst den
italienischen Tertiär-Fossilen zusammengestellt. Er hat 51
lebende und 18 fossile Cephalopoden, ferner 19 lebende
und 23 fossile Pteropoden, endlich 12 lebende und 5 fossile
Heteropoden angenommen. Unter den letzteren befinden
sich freilich auch die Gattungen Janthina, Sagitta und
Phyllirhoe, die nicht dahin gehören. Bullettino della Soc.
malacologica italiana VI. p. 5 — 49.
Jeffreys bringt von seinem Verzeichnisse solcher
Molluskenarten des Mittelmeers, die noch nicht aus dem
Atlantischen Ocean bekannt sind, und welches 222 Arten
enthielt (1873) noch 41 Arten in Abzug, die seitdem auch
als atlantisch bezeichnet sind. Es bleiben also nur noch
181 ausschliesslich mittelmeerische. Er glaubt, dass weitere
Nachforschungen im nördlichen atlantischen Ocean diese
Zahl noch mehr verringern, wenn nicht ganz verschwinden
lassen werde. Report of the British Association, Swansea
p. 601.
Gran g er, Catalogue des Mollusques testacös observes
sur le littoral de Cette. Actes Soc. Linn. de Bordeaux 33
ist mir nicht zu Händen gekommen. Er hat daselbst 190
Species gesammelt.
In einer anziehenden frischen Schilderung von Sici-
lien hat Kobelt auch manche conchyliologische Bemer-
kungen eingewebt, auf deren Einzelnheiten wir hier nicht
eingehen können. Hervorzuheben möchte sein, dass Verf.
der Mollusken während des Jahres 1880. 341
aus der Sclineckenfauna schliesst, dass Südsicilien und
Algerien keineswegs früher zusammengehangen haben,
während der Zusammenhang von Spanien und Maroeco
einerseits, und von Kumelien und Anatolien anderseits
entschieden durch die Molluskengeographie bestätigt wer-
den. Bericht über die Senckenbergische naturf. Gesellsch.
1879—80. p. 220.
Monterosato hat 121 Conchylien aufgezählt, die er
aus Tiefen von 300 Metern bei Palermo und Ustica ge-
dredscht hat. Er zeigt, dass eine grosse Analogie zwischen
der Tiefenfauna des Mittelmeers und der des Meeres von
England und namentlich von Norwegen bestehe, sowie
auch mit den Fossilien des Monte Pellegrino und Ficarazzi.
Unter den aufgezählten Arten sind 42 Conchiferen, 6 Sole-
noconchien, 51 Gastropoden, 6 Heteropoden, 16 Pteropoden.
Bullettino della Soc. malacologica italiana VI. p. 50—82.
Stossich, Prospetto della Fauna del mare Adriatico,
Mollusca. Boilett. Soc. adriatica di scienze naturali V.
fasc. 2. Das Verzeichniss enthält 13 Cephalopoden, 373
Gasteropoden, 187 Muscheln, 7 Brachiopoden.
Böttger zählte die von Reitter in Süd-Croatien und
Dalmatien gesammelten Mollusken auf: 1 Glandina, 4 Hy-
alinia, 3 Zonites, 15 Helix, 5 Buliminus, 1 Cochlicopa,
1 Stenogyra, 5 Pupa, 11 Clausilia, 1 Succinea, 1 Alexia,
1 Cyclostomus, 4 Pomatias, 1 Truncatella, 1 Paludina,
1 Bythinia, 1 Amnicola, 2 Limneus, zusammen 59 Arten.
Davon sind 3 Arten neu für Dalmatien, eine neue Art aus
Süd-Croatien. Jahrb. d. D. malak. Ges. VIT. p. 224.
Derselbe hatte ferner Gelegenheit, die von Reitter
im Frühjahr 1880 im westlichen Montenegro, in Süd-Dal-
matien und in Süd-Croatien gesammelten Mollusken zu
bearbeiten. Von den 67 aufgezählten Mollusken -Arten
fanden sich 14 in Süd-Croatien, 51 in Süd-Dalmatien und
10 im westlichen Montenegro. Darunter drei neue Arten.
19. — 21. Bericht des Offenbacher Vereins p. 100.
Clessin giebt zur Molluskenfauna Podoliens ein Ver-
zeichniss von 23 Arten, die durch Retowski im Geniste
des Bug im Kreise Olgopol gesammelt waren. Eine neue
Hyalina. Malak. Bl. IL p. 200.
342 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
Westerlund und Blanc, Apercu sur la Faune Ma-
lacolog-ique de la Grece, inclus l'Epire et la Thessalie,
Coquilles extramarines. Naples 1879 ist mir nicht zugäng-
lich geworden.
Kobelt brachte einen Beitrag zur griechischen Fauna,
indem er Helix Codringtonii var., H. cyclolabris var. eu-
boea Parr., H. Thiesseae Mouss., H. chalcidica Blanc, Buli-
minus Thiesseanus Mouss. abbildete und zwei neue Arten
s^on Chondrus hinzufügte. Jahrb. d. D. Maiak. Ges. VII
p. 235 mit Tafel VI Fig. 5—17.
Böttger hat wieder eine Sammlung von Conchjdien
aus dem Kaukasus untersucht und bearbeitet, die Leder
gesammelt hatte. Er schildert die dortige Gegend als
überaus arm an Mollusken. Es sind 77 Arten aufgezählt,
von denen mehrere abgebildet sind. Fünf neue Arten.
Jahrb. d. D. Malak. Ges. VII. p. 109. Taf. IV.
Wein kauf f, zur Fauna des Schwarzen Meeres, ver-
zeichnet 23 Arten, wodurch diese Fauna um 7 Arten er-
weitert wird. Nachrichtsbl. p. 38.
Africa. Morel et hat im Journal de Conchyl. 28 p. 5
die malakologische Fauna von Marocco zusammengetragen,
wie sie im Jahr 1880 sich stellt. Viele Theile des Landes
sind noch nicht erforscht und Verf. stimmt Mousson bei,
dass uns bis jetzt ein Drittel der Fauna bekannt ist. Auf-
gezählt werden 1 Arion, 1 Milax, 1 Geomalacus, 2 Par-
macella, 1 Testacella, 1 Succinea, 70 Helix (unter denen
Xerophila mit 20, Macularia mit 13 Arten die meist ver-
tretenen Gruppen sind), 5 Bulimus, 10 Ferussacia, 1 Azeca,
5 Pupa, 1 Clausilia, 2 Alexia, 2 Melampus, 2 Planorbis,
3 Limnaea, 4 Physa, 2 Ancylus, 3 Cyclostoma, 3 Hydrobia,
1 Assiminea, 1 Melanla, 6 Melanopsis, 2 Neritina, 2 Unio.
Einige neue Arten s. unten.
Dohrn lieferte einen Beitrag zur Kenntniss der See-
conchylien von Westafrica, nachdem er auf den Capver-
dischen Inseln und der Prinzeninsel gesammelt, und ferner
von Bathurst am Gambia, aus Liberia, von der Goldküste
und von Benguela Material erhalten hatte. Er behandelt
hier die Conchiferen. Neue Arten sind nicht beschrieben,
aber werthvolle Notizen über Fundorte und Kritik über
der Mollusken während des Jahres 1880. 343
einzelne Arten geboten. Jahrb. d. D. Malak. Ges. VII.
p. 161.
Issel verzeichnete die Land- und Süsswassermollus-
ken, welche auf der Kreuzungsfahrt der Violante unter Ca-
pitain d'Albertis im Jahre 1877 in Tunesien, Carthago und
Utica, sowie auf der unbewohnten Insel Galita gesammelt
wurden. Es sind 51 Arten: 1 Hyalina, 1 Leucochroa, 27
Helix, 3 Bulimus, 3 Ferrussacia, 1 Albertisia, 2 Clausilia,
1 Limnaea, 2 Alexia, 1 Pomatias, 1 Hydrobia, 1 Bythi-
nella, 3 Amnicola, 1 Melania, 1 Melanopsis, 1 Neritina.
Einige neue Arten. Annali del Museo civico di Genova
XV p. 259.
Desor sucht in einem Briefe an Tournouer seine An-
sicht aufrecht zu erhalten, dass die Sahara einst Meeres-
grund gewesen sei, indem die dort gefundenen Conchylien
nicht durch Menschen dahin gebracht sein können, nament-
lich Nassa gibbosula und Baianus miser. Bull, de Neu-
chätel XII p. 16.
Edgar Smith gab die Diagnosen von 18 neuen Mol-
lusken aus dem See Tanganyika und Ostafrica. Darunter
auch zwei neue Gattungen. Annais nat. bist. VI p. 425.
Edgar Smith bearbeitete ferner eine Sammlung von
Conchylien aus dem See Tanganyika und der Umgebung
von Ujiji in Africa. Von den 18 Arten sind neun neu, zwei
derselben bilden sogar neue Gattungen. Proc. zool. soc.
p. 344 mit pl. 31.
Derselbe bearbeitete eine kleine Sammlung von
Land- und Süsswasser- Mollusken aus dem Usambara- Ge-
biete in Ostafrica. Es sind 13 Arten worunter 7 neue. Ib.
p. 216.
Craven beschrieb drei neue Conchylien von der In-
sel Nossi-Be bei Madagascar. Proc. zool. soc. p. 215.
V. Martens hat die Mollusken der Maskarenen und
Seychellen nach den Sammlungen von Möbius zusammen-
gestellt. Diese Abhandlung erschien in „Beiträge zur Mee-
resfauna der Insel Mauritius und der Seychellen, Berlin
1880". Sie zerfällt in zwei Abschnitte: A. Land- und Süss-
wassermollusken der Maskarenen und Seychellen. Man
kennt auf beiden Inselgruppen 150 Arten von Landschnecken
344 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
von denen 5 eingeführt, die übrigen 145 einheimisch and
nicht weiter verbreitet sind. Ausgestorben scheinen da-
von 14 zu sein. Die meisten sind auch innerhalb des
Gebietes auf eine einzige Insel oder kleinere Inselgruppe
beschränkt. So hat Mauritius 67, Bourbon 24, Rodriguez
15, Seychellen 16 ganz eigenthümliche Arten. Mauritius
und Bourbon haben 19, Mauritius und Rodriguez 4, Mau-
ritius und Seychellen 5, alle vier zusammen nur 2 Arten
gemeinsam. — Von den 23 Süsswasserschnecken kommen
16 auf Mauritius, 12 auf Bourbon, 7 auf Rodriguez, 9 auf
die Seychellen. — B. Meeres -Mollusken, der Seychellen,
Maskarenen und Madagaskars. Von diesen werden auf-
geführt 9 Cephalopoden, 3 Pteropoden, 985 Gastropoden,
233 Bivalven und 3 Brachiopoden, mit interessanten Be-
merkungen über die geographische Verbreitung. In einem
Anhange giebt Schacko die Anatomie einiger Landschnecken.
Craven hat eine Sammlung von Land- und Süss-
wasser-Conchylien aus dem Transvaal und Orange Frei-
staat in Südafrica bestimmt. Es sind 20 Arten, nämlich
2 Helix, 3 Vitrina, 3 Bulimus, 2 Ennea, 3 Achatina, 1
Cyclostoma, 1 Succinea, 1 Limnaea, 1 Physa, 1 Ancylus.
1 Corbicula und 1 Unio. Unter ihnen befinden sich 9
neue Arten, die auf Taf. 57 abgebildet sind. Proc. zool.
soc. p. 614.
Asien, v. Martens verzeichnete wieder 11 Conchy-
lien, welche Virchow bei der Ausgrabung des Hanai-Tepe,
nahe dem Austritt des Skamander aus dem Gebirge in die
Ebene von Troas gefunden hatte. Sitzungsber. Ges. na-
turf. Freunde zu Berlin p. 63.
Böttger bearbeitete auch eine Sendung Armenischer
und transkaukasischer Mollusken von Sievers in Tiflis.
Er übergeht die bereits früher von ihm von den entspre-
chenden Fundorten angegebenen Arten, und zählt nur 26
Arten auf. Zwei neue Arten. Jahrb. d. D. malak. Ges. VII.
p. 151 mit Tafel V.
Blanford veröffentlichte nach zehnjähriger Unter-
brechung No. XII seiner Contributions to Indian Malaco-
logy mit Beschreibungen neuer Land- und Süsswasser-
Mollusken vom südlichen und westlichen Indien, Burmah,
der Mollusken während des Jahres 1880. 345
den Andamanen u. s. w. Er macht zunächst kritische Bemer-
kungen über einige inzwischen erschienene bezügliche Ar-
beiten, und beschreibt dann 36 Arten von denen 24 neu
sind ; meist abgebildet. Die neuen Arten machen wir unten
namhaft. Journal Asiat. Soc. of Bengal 49 p. 181 mit 2
Tafeln.
Australien, v. Märten s bearbeitete die von Finsch
auf den Carolinen gesammelten Landschnecken. Es sind
10 Arten, 1 Nanina, 4 Trochomorpha, 1 Partula, 1 Torna-
tellina, 1 Stenogyra, 1 Cyclophorus, 1 Scarabus. Zwei
neue Arten. Sitzungsber. Ges. naturf. Freunde zu Berlin
p. 143.
Tapparone Canefri beschrieb einige neue Land-
schnecken als Beitrag zu einer Fauna der Papua-Inseln.
Annali Mus. civico di Genova XVI. p. 59.
An gas bezeichnete 16 marine Mollusken als neu für
die Provinz Süd-Australien, darunter 7 neue Arten. Proc.
zool. soc. p. 415. pl. 40.
Brothers sagt, aus Tasmania seien bisher 115Land-
und Süsswasser- Mollusken bekannt. Davon gehören 79
der Gattung Helix an, meist klein und hornig, dazu 2
Bulimus, 3 Vitrina, 2 bis 3 Succinea, 3 bis 4 Truncatella.
Von den 36 Süsswassermollusken sind 3 Limnaea, 9
Physa, 3 Planorbis, 3 Ancylus, 1 Gundlachia, 1 Pomia-
topsis, 7 Bythinia, 1 Amnicola, 1 Unio, 1 Cyclas und 2 Pi-
sidium. Proc. Manchester Soc. XIX. p. 101.
Gassies veröffentlichte von seiner Faune conchylio-
logique terrestre et fluvio-lacustre de la Nouvelle - Cale-
donie den dritten Theil. Paris 1880. Er fügt darin den
früheren Arten 81 hinzu, was die Fauna auf 380 Arten
bringt. Zwei neue Gattungen und mehrere neue Arten. Mir
ist das Buch nicht zugänglich geworden. Vergl. die An-
zeigen im Journ. de Conchyl. 28 p. 263.
Hut ton hat auf Veranlassung des Gouvernements von
Neu -Seeland ein Buch über die Mollusken Neu -Seelands
herausgegeben: Manual of the New Zealand Mollusca. A
systematic and descriptive Catalogue of the Marine and
Land Shells and of the soft Mollusks and Polyzoa of New
Zealand and the adjacent Islands. Wellington 1880. Ent-
346 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
hält 224 Seiten in 8^. Von etwa 400 Arten sind nur 65 auch
anderswo gefunden. Neun Gattungen sind Neuseeland eigen-
thümlich, nämlich Laoma, Janella, Konophora, Latia, Po-
tamopyrgus, Anthora, Cryptoconchus, Vanganella, Waltonia.
Die Land- und Süsswasser- Mollusken nähern sich mehr
den Neu-Caledonischen als den Australischen. Als neu
werden ein Octopus und eine Acmaea beschrieben. Vergl.
die Anzeige im Journ. de Conchyl. p. 366.
Kirk diagnosticirte vier marine Mollusken von Neu-
seeland. Annais nat. bist. VI. p. 15.
Bei Gelegenheit der Anzeige von Smith's Zoology of
Kerguelen Island und Studer's Fauna von Kerguelensland
hat Fischer alle von dieser Insel bisher bekannten Mol-
lusken zusammengestellt, und ihre Zahl auf 58 gebracht.
Journ. de Conchyl. 28 p. 199.
America. Wimmer gab einen Beitrag zur Conchy-
lienfauna der Galapagos - Inseln. Die von ihm benutzte
Sammlung enthielt 103 Arten, nämlich 90 Gasteropoden
und 13 Conchiferen. Von den Gasteropoden sind 84 rein
marine Formen, 6 theils Land- theils Süsswasserschnecken,
(2 Bulimulus, 1 Ellobium, 1 Melampus, 1 Tralia, 1 Pedi-
pes). Keine neue Art. Wiener Sitzungsber. 80 p. 465.
Binney hat über eine Keihe von Landschnecken
Bemerkungen gemacht, als ein Supplement zu seinen Ter-
restrial Mollusks and Shells of the United States. Daselbst
werden auch einige neue Arten beschrieben. Annais New
York Academy I p. 355.
Böttger untersuchte einige durch Simon gesammelte
Süsswasserschnecken der Hudsonsbai. Nachrichtsbl. p. 32.
Walker stellte einen Catalog der schalentragenden
Mollusken von Michigan zusammen. 130 Schnecken und 85
Muscheln. Journ. of Conchol. II p. 325
Verrill lieferte ein Verzeichniss der marinen Mol-
lusken von der Küste von Neu -England. Es sind etwa
175 Arten gesammelt, von denen 120 vorher nicht von
dieser Küste bekannt waren, und 65 Arten sind ein Zu-
wachs der American ischen Fauna. Von diesen hält er 30
Arten für neu und beschreibt sie. kurz, darunter auch drei
neue Gattungen. Amer. Journal of sc. XX. p. 390.
der Mollusken während des Jahres 1880. 347
Verrill fand bei Newport TruDcatella truncatula und
Assiminea Grayana, die bisher an den amerikanischen
Küsten nicht gefunden worden sind. Amer. Journ. of seien ce
XX. p. 250. — Derselbe berichtet über die schnelle Ver-
breitung von Littorina littorea an den Amerikanischen
Küsten. Ib. p. 251.
White zeigte, dass in den tertiären Schi'chten Ameri-
ka's bereits viele Untergattungen von Limnaea, Planorbis,
Physa, Helix, Pupa, Succinea und ünio vertreten waren-
Amer. Journ. sc. and arts XX. p. 44; Annais nat. bist. VI.
p. 247. — Call macht dazu eine kleine Correctur. Amer.
Journ. p. 158; Annais nat. bist. ib. p. 252.
Em ertön, Life on the Seashore, or Animals of our
coasts and bays; Salem Mass. 1880. Ist mir nur aus der
Anzeige im Amer. Journ. of sc. XX. p. 432 bekannt.
Walker berichtet über die Schalenhaufen an der
Tampa-Bay in Florida. Annual Report of the board of
regents of the Smithsonian Institution for the Year 1879.
p. 413.
Von Strebel, Beitrag zur Kenntniss der Fauna
mexicanischer Land- und Sttsswasser-Conchylien, unter
Berücksichtigung der Fauna angrenzender Gebiete, erschien
der vierte Theil, Hamburg 1880. An der Bearbeitung, so-
weit sie den anatomischen Theil betrifft, betheiligte sich
Pfeffer. Dieser Theil behandelt die Familien Vitrinidae,
Tebennophoridae, Xanthonycidae, Helicidae, Eucalodiid-ae,
Cylindrellidae und Pupidae. Die neuen Gattungen und
Arten sind unten namhaft gemacht. Sie sind auf 7 Tafeln
in Lichtdruck abgebildet; die Tafeln 8—15 geben anato-
mische Details, namentlich vom Gebiss und den Geschlechts-
organen.
Dali hat aus der vorläufigen Prüfung der unter A.
Agassiz im Golf von Mexico auf dem Schiff Blake gedred-
schten Mollusken allgemeine Schlüsse gezogen. Es wurden
462 Species in 146 Gattungen erhalten. Von diesen haben
etwa 20^/0 eine verticale Verbreitung von der Littoralen-
bis zur Tiefen-Zone, weniger als 50 Faden bis zu Tiefen
von 250 — 2000 Faden. Von den Arten mit grosser verti-
caler Verbreitung, weniger als 100 bis mehr als 500 Faden
348 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
gehören 10% zu nordischen Gruppen, 20 7o zu Gruppen
der tropischen Gewässer, mehr als 60 o/o zu Gruppen, die
nicht speciell charakteristisch von den Littorale einer
Region sind. Von den Arten der Tiefen-Fauna sind 10%
boreal, 13% tropisch, 75 % sind uncharakteristische For-
men. Er hält es für höchst wahrscheinlich, dass die Tie-
fen-Regionen ihre besonderen Localfaunen haben , dass
aber eine allgemeine exclusive Tiefenfauna nicht existirt.
Eine vergleichende Tabelle der Littoral- und Tiefenfauna
von Westindien und dem Golf ist angeschlossen. Bull.
Museum comp. zool. Cambridge VL Nr. 3.
Weinland vervollständigte die Kenntniss der Mol-
lusken-Fauna von Haiti, indem er 55 Arten von Land-
ßchnecken beschrieb. Viele neue Arten. Jahrb. d. D.
Malak. Ges. VIL p. 338.
V. Martens besprach zwei Muscheln aus den soge-
nannten Muschelbergen Südbrasiliens. Die eine war Cy-
therea macrodon Lam., die andere ist eine neue Corbula,
s. unten. Sitzungsber. Ges. naturf. Freunde zu Berlin p. 123.
Cephalopoda.
Brock hat in einer grösseren Arbeit, die er „Versuch
einer Phylogenie der dibranchiaten Cephalopoden" nennt,
und die im Morphologischen Jahrbuch VL p. 185 mit zwei
Tafeln erschienen, auch als Inaugural-Dissertation in Er-
langen benutzt ist, sich mit der Anatomie der Cephalopoden
beschäftigt, um sie für den phylogenetischen Zweck zu
verwerthen. Er zeigt, dass die Klasse der Dibranchiaten
in drei anatomisch wohl begrenzte Phylen zerfällt, von
denen die Ögopsiden das älteste sind, die Myopsiden und
Octopoden in einem abhängigen genealogischen Verhältniss
zu ihm stehen. Die Ögopsiden zerfallen wieder in zwei
Gruppen, Ommastrephiden und Loligopsiden, deren gegen-
seitiges Altersverhältniss noch nicht festgestellt werden
konnte. Verf. hält es für wahrscheinlich, dass ögopsiden-
ähnliche Formen anfangs mit echten Belemniten, später
mit reducirteren Schalen direct auf Sepia hinleiten, von
der Mollusken während des Jahres 1880. 349
welcher Linie die Decapoden mit einfachen Hornschalen
als unabhängige Seitenzweige zu verschiedenen Zeiten sich
ablösten. Die Octopoden nimmt er für das höchst differen-
zirte Phyliim, dessen Organisation eine sehr frühe Abzwei-
gung annehmen lässt, und er hält es für wahrscheinlich,
dass die Octopoden nicht direct von Loligopsiden abstam-
men, sondern beide Gruppen auf eine gemeinsame deca-
pode Stammform mit 10 gleichmässig entwickelten Armen
zurückzuführen sind, wie eine solche für die Ur-Dibran-
chlaten überhaupt angenommen werden muss. — Der
werthvollste Theil der Arbeit scheinen mir die anatomischen
Untersuchungen über die Musculatur, das Nervensystem,
Excretionssystem, Geschlechtsapparat u. s. w. zu sein, die
recht interessante Resultate geliefert haben. Der Stamm-
baum wird wohl, wie bisher alle Stammbäume, noch manche
Wandlungen erfahren.
VonJhering hat von Neue^n seine Aufmerksamkeit
auf die Verwandtschaftsbeziehungen der Cephalopoden ge-
richtet. Er ist von der Ansicht zurückgekommen, dass
die Cephalopoden zunächst mit den Pteropoden vergleich-
bar seien, glaubt nunmehr, dass die Muscheln, Dentalien
und niedersten Arthrocochliden den Cephalopoden weit
näher stehen als die Pteropoden. Verf. geht besonders
auf die Genitalorgane und die Niere ein, und will daraus
schliessen, dass die Tetrabranchiaten von den Dibranchiaten
abzuleiten seien, nicht umgekehrt. Endlich behandelt er
den Nackenknorpel der lebenden Decapoden, nach seiner
Verschiedenheit bei Loligo, Sepia, Onychoteuthis, Enoplo-
tenthis u. s. w. und hält den sogenannten Aptychus der
Ammoniten für einen partiell verkalkten Knorpel, der dem
Nackenknorpel entspricht. Zeitschr. wiss. Zool. 35. p. 1.
Vigelius stellte Untersuchungen über das Excreti-
onssystem der Cephalopoden an. Niederländ. Archiv für
Zoologie 1880 mit drei Tafeln. Verf. zeigt, dass die Venen-
anhänge in der ganzen Cephalopodenklasse nach einem und
demselben Plan gebaut und als die wahren Exretionsorgane
zu betrachten sind; ferner dass die Excretionsproducte bei
den Cephalopoden immer im festen und nicht im wässerig
flüssigen Zustande auftreten. Was die weiteren Schluss-
350 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
folgerungen betrifft, so verweisen wir auf die Abhandlung
selbst.
V er rill stellte eine Synopsis der Cephalopoden der
Nordostktiste von America zusammen. Es werden die
Vorkommnisse der Architeuthis-Arten verzeichnet. Die in
jenen Gegenden vorkommenden Cephalopoden sind die
folgenden: Architeuthis Harveyi Verr. und princeps Verr.,
Stenoteuthis n. gen. Verr., Ommastrephes illecebrosa Verr.,
Taonius pavo und hyperboreus Steenstr., Histioteuthis Col-
linsii Verr., Kossia Hyatti und sublaevis Verr., Sepiola
leucoptera Verr., Loligo Pealei Les., und pallida Verr.,
Parasira catenulata Steenstr., Octopus Bairdii, piscatorum,
obesus und lentus Verr., also zusammen 17 Arten. Amer.
Journ. of sc. XIX. p. 284.
Ausführlicher hat V er rill diese Arbeit in Transactions
of the Connecticut Academy V. Part. 1. p. 171—257 mit
14 Tafeln veröffentlicht. Daselbst werden auch zwei neue
Gattungen aufgestellt, s. unten.
Philonexidae. Älloposus n. gen. Verriil Amer. Journ. of sc.
XX. p. 393. Verwandt mit Philonexis und Tremoctopus. Körper
dick und weich, glatt, Arme alle bis zur Spitze durch Haut ver-
bunden (beim Männchen nur sieben), die Arme von den dorsalen
zu den ventralen abnehmend; Saugnäpfe sitzend, einfach, in zwei
Reihen; Mantel mit dem Kopfe durch eine ventrale und zwei seit-
liche Commissuren fest vereinigt, die erstere in der Mittellinie am
Grunde des Sipho liegend, und durch ein breites dorsales Band; das
freie Ende des Sipbo kurz. Beim Männchen ist der rechte Arm
des dritten Paares hectocotylisirt und entwickelt sich in einer Blase
vor dem rechten Auge; in der Blase ist er aufgeringelt und hat
i^wei Reihen Saugnäpfe, die Furche längs seinem Rande ist gefranzt,
nahe dem Ende führt die Furche in einen gerundeten, schief ge-
stellten, seitlichen, concaven Lappen mit inneren Falten ; der End-
theil des Arms ist ein lanzettförmiger verdickter Fortsatz mit Lei-
sten an der inneren Fläche. A. mollis von Neu-England.
Octopodidae. Octopus obesus und lentus Verrill Amer. Journal
sc. and arts XIX. p. 137. M-stere aus dem Magen eines Halibut an
der Ostküste Amerikas; letztere von Nova Scotia. — 0. Maorum
Hutton Manual of New Zealand Mollusca von Neu-Seeland.
Myopsidae. Edgar Smith berichtet, dass Rossia Awenii an
der Küste von North Wales gefunden sei. Annais nat. bist. VI
p. 398.
der Mollusken während des Jahres 1880. 351
Steenstrup erkennt nach Untersuchung zahlreicher Exem-
plare die Gattung Sepiella an, dagegen nur zwei Arten inermis und
orriata. Er erklärt nämlich Sepiella microcheirus Gray für das
Weibchen von Sepiella inermis v. Hass. Meddelelser. nat. Foren, i
Kjöbenhavn 1879 — 80 p. 347 mit einigen Holzschnitten.
Brooks hatte Gelegenheit einen Embryo von Loligo Pealii
mit dem Embryo eines Süsswasser-Pulmonaten (die Species wird
nicht genannt) zu vergleichen. Er glaubt danach weder für die
Arme noch für den Sipho eine Analogie mit irgend einem Organ
der typischen Gasteropoden annehmen zu dürfen, Amer. Journal
of sc. XX. p. 288.
Oigopsidae. Calloteuthis n. gen. Verrill Amer. Journal of
sc. XX. p. 393. Wie Histioteuthis, aber ohne Häute zwischen den
Armen; Körper kurz, verschmälert nach dem freien Ende; Flossen
klein, hinten vereinigt; Sipho an den Kopf durch zwei dorsale Bän-
der angeheftet, mit innerer Klappe ; Mantel mit den Seiten des Sipho
durch seitlich verlängerte Knorpel und Gruben verbunden; Arme
lang, frei, Saugnäpfe in zwei Reiben, die grössten in der Mitte der
seitlichen und dorsalen Arme; Augen gross, mit ovalen Oeffnungen;
Mundhaut einfach, sackförmig. C. reversa von Neu-England.
Heteroteuthis tenera Verrill Amer. Journal of sc. XX. p, 392
von Neu-England.
Steenstrup hat das gegenseitige Verhalten der Ommatostre-
phes-artigen Tintenfische eingehend besprochen. Er scheidet mehrere
Genera, und benutzt zur Unterscheidung die Beschaffenheit der Trichter-
grube und die Beschaffenheit der Saugnäpfe und Haftkissen an den Keu-
len der Greifarme. Er bringt die Gattungen in folgende Uebersicht: A.
Fovea tubuli locomotorii seu siphunculi profunda, ad marginem anteri-
orem plicata, plicis decurrentibus deorsum evauescentibus, mediis velo
transversario semitectis; clavis tentaculorum apparatu connexivo, i. e.
Serie brevi cupularum et pulvillorum invicem alternantium instructis;
brachiis lateralibus, imprimis inferioribus (3. paris) aliferis, alis latis
seu latiusculis, membranaceis, nervigeris, nervis paralleiis. 1. Oni'
mato streplie s di'Orh. dahin 0. gigas d'Orb., pteropus Stp., Bartramii
Les., oualaniensis Less.. pelagicus Bosc. 2. Dosiclicus Stp, differt
a genere Ommatostrephis imprimis brachiis, in exteriore parte dimi-
dia attenuatis, numero et densitate cupularum longepedunculatarum,
confertissimarum insignibus, dahin D. Eschrichtii Stp. B. Fovea si-
phunculi sat profunda, plicata ad marginem superiorem seu anteri-
orem, plicis obvelatis fere ut in genere Ommatostrephis ; clavis ten-
taculorum omni apparatu connexivo destitutis; brachiis lateralibus
non aliferis. 3. Todarodes Stp. mit T. sagittatus Lam. und paci-
ficus Stp. C. Fovea siphunculi sirnplici (sine plicis et velis) ; clavis
tentaculorum sine omni apparatu connexivo; brachiis lateralibus ala
352 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgescliiclate
membranacea destitutis. 4. Illex n. gen. mit J. illecebrosus Les.
und J. Coindetii Ver. — Verf. hat diese Gruppirung ohne Rücksicht
auf die Geschlechtsverschiedenheiten gemacht, da diese noch nicht
hinlänglich bekannt sind. Dann werden noch 13 Arten besprochen,
von denen die Hälfte gewiss nicht zu Ommatostrephes gehört, die
andere Hälfte sich nicht mit Sicherheit bestimmen lässt. Auf einer
Tafel ist die Art der Anheftang der Spermatophoren in der Leibes-
höhle der Weibchen bei Illex Coindetii und Enoploteuthis Veranyi
dargestellt. — Wir begnügen uns mit diesem kurzen Auszuge aus
dem reichen Inhalt der Abhandlung. Oversigt over d. K. D. Vidensk.
Selsk. Forhand. 1880. p. 73—110.
Hilgendorf bespricht -einen riesigen Dintenfisch aus Japan,
der zwar verstümmelt war, aber sich doch als in die Nähe von Om-
matostrephes gehörig kenntlich machte. Wegen der bedeutenderen
Länge der 8 kürzeren Arme, welche die des Mantels übertrifft, der
Dünnheit der längsten Arme, der Breite des Schulpes bildet er aus
ihm eine eigene Gattung Megateuthus. Die Art heisst M. Mar-
tensii. Sitzungsber. Ges. naturf. Freunde zu Berlin p. 65.
Yi gel ins untersuchte Thysanoteuthis rhombus Trosch. ana-
tomisch an einem Exemplar von 0,44 Meter Länge. Nach diesen
Untersuchungen steht die Gattung sehr nahe bei Ommatostrephes,
bildet aber ein Verbindungsglied zwischen Ommatostrephes und Lo-
ligo, mithin eine bis jetzt unbekannte üebergangsform zwischen
Oigopsiden und Myopsiden. Die Radula ist in Holzschnitt abgebildet.
Mitth. zool. Station zu Neapel IL p. 150.
Stenoteuthis n. gen. Verrill Transact. Connecticut Acad. V.
p, 177 gegründet auf Architeuthis megaptera Verrill, verschieden
von Architeuthis durch die grosse Schwanzflosse und die breite Mem-
bran der sitzenden Arme, von Ommastrephes durch die Bewaffnung
der Greifarme, an denen am Grunde der Keule Saugnäpfe mit rund-
lichen Höckern abwechseln. Dahin auch Ommastrephes pteropus
Steenstr.
Lestoteuthis n. gen. Verrill ib. gegründet auf A. Kamscha-
tica Middendorf, hat zahlreiche Saugnäpfe an den Keulen der Greif-
arme und wenige grosse centrale Haken, die sitzenden Arme sind
ungleich, die unteren mit vier Reihen Saugnäpfe, die oberen mit
zwei centralen Hakenreihen und mit marginalen Saugnäpfen jeder-
seits, Schale mit einem langen Endkegel.
Spirulaceä. Owen beschrieb die äusseren und inneren Organe
des Männchens von Spirula australis. Die Baucharme sind für die
Copula eingerichtet, sie haben aber jede Spur von Saugnäpfen ver-
loren. Proc. zool. soc. p. 352. pl. 32.
der Mollusken während des Jahres 1880. 353
Heteropoda.
Krukenberg beschreibt den Mechanismus der pen-
delartigen Bewegungen des Fusses von Carinaria mediter-
ranea. Das untere Schlundganglion, welches dicht am An-
fang der Flossenbasis liegt, hat als das automatische Cen-
trum für die Bewegungen des Fusses zu gelten. Vergl.
physiol. Studien in Tunis, Mentone und Palermo. III. Hei-
delberg 1880 p. 177.
Craven verfasste eine interessante Monographie der Gattung
Sinusigera d'Orb., nachdem er zahlreiche Exemplare an der Ober-
fläche des Meeres gefischt hatte. Man hat vielfach diese kleinen
Thiere für embryonale Zustände anderer Mollusken, namentlich der
Gattung Murex erklärt. Verf. macht es wahrscheinlich, dass sie
doch erwachsene Schnecken sind, und eine eigene Gruppe bilden.
Bei der ünkenntniss über ihre systematische Stellung' fügen wir
sie hier ein. Er beschreibt 16 Arten und bildet sie auf drei Ta-
feln recht hübsch ab, und fügt noch vier Arten von A. Adams
hinzu, so dass nunmehr 20 Arten bekannt sind. Als neu werden
beschrieben : Sinusigera reticidata, perversa, minima, braziliensis, fusi-
formis, Broeckiana, striata, dubia, Nysti, tecturina, Colbeauiana, rosea,
meist aus dem indischen Ocean. Annales Soc. malac. de Belgique
XII. p. 105—127. pl. II— IV. Der Band datirt vom Jahre 1877, ist
mir aber jetzt erst zugekommen.
Sinusigera caledonica Crosse, Journ. de Conchyl. 28. p. 146.
pl. 4. Fig. 2 aus Neu-Caledonien.
Gasteropoda.
Macdonald lässt wieder einen Blick thun in seine
Anschauung;en von einer natürlichen Classification der Ga-
steropoden. Bei seiner früheren Classification (1860) hatte
er besonders die sexuellen Charaktere, das Gebiss und die
Gehörsteine zu Grunde gelegt. Jetzt will er noch die
;^Kepräsentativen Verwandtschaften" als vierten Führer hin-
zufügen. Als solche sieht er Luftathmung oder Kiemen-
athmung, Deckel oder Fehlen desselben, Schale oder Scha-
lenlosigkeit au. Das wendet er zunächst auf die Gastero-
poda Monoecia an. Er theilt sie in zwei Unterabtheilun-
Archiv f. Naturg. XXXXVH. Jahi-g. 2. Bd. X
354 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
gen mit pflasterartiger und mit bandförmiger Zungenbe-
waffnung, zu letzteren gehören die Chiton, Patella, Tectura,
Dentalium, Fissurella, Haliotis, Trochus, Nerita, Helicina.
Diese sind alle getrennten Geschlechts, Verf. basirt also
seine ganze Classification auf irrthümlicher Grundlage.
Journ. Linnean Soc. 15 p. 161.
Sochaczewer zog das Riechorgan der Landpulmo-
naten von Neuem in Betrachtung. Als Ergebniss der an-
gestellten Untersuchungen fasst er kurz zusammen, dass
von den drei Annahmen, wonach die Tentakel, oder das
Semper'sche Organ, oder die Fussdrüse der Riechfunction
dienen sollten, die letztere am meisten Wahrscheinlichkeit
hat. Während gegen die Tentakel die physiologischen
Bedingungen und die Experimente sprechen, während das
Semper'sche Organ drüsiger Natur ist und wohl als eine
besondere Lippendrüse aufzufassen ist, sind auf dem Boden
des Ausführungsganges der Fussdrüse deutliche Sinneszellen
zu erkennen, die vollkommen in ihrer Form den haartragen-
den Sinneszellen in der Haut der Mollusken gleichen. Die
Function dieser Sinneszellen bleibe allerdings bei der
durch die Lage des Organes gegebenen Schwierigkeit,
Versuche anzustellen, zweifelhaft. Aber wir dürfen immer-
hin sagen, es sei in hohem Grade wahrscheinlich, dass
die Fussdrüse das Riechorgan der Landschnecken ist.
Zeitschr. wiss. Zoologie 35. p. 30 mit Tafel IIL
Simroth hat das Fussnervensystem der Paludina
vivipara untersucht und abgebildet. Es hat vier Quer-
kommissuren, und Verf. fragt sich, wie man danach das
V. Jhering'sche System zu beurtheilen habe, ohne vorläufig
darauf eine sichere Antwort geben zu können. Er fordert die
Untersuchung anderer Gattungen, namentlich Cyclostoma,
Neritina und Valvata. Schon dadurch erhofft er einen
Anhalt zur Entscheidung über die functionelle und phylo-
genetische Bedeutung des Fusskommissurensystems. Zeitschr.
wiss. Zoologie 35. p. 141.
Maly hat sich mit der erneuten Untersuchung des
Secretes der sogenannten Speicheldrüsen von Dolium ga-
lea beschäftigt. Er kam zu dem Resultat, dass das Secret
mit der Verdauung nichts zu thuu habe, und ohne eine
der Mollusken während des Jahres 1880. 855
bestimmte Meinung auszusprechen glaubt er, dass man dem-
selben eine Verwendung überhaupt nicht zuzuschreiben
brauche, dass es vielleicht, wenn es einmal secernirt ist,
seinen Dienst schon gethan habe. Wiener Sitzungsber. 81,
zweite Abtheilung p. 376.
ßarfurth unterschied in der Leber der Gastropoden
Fermentzellen, Leberzellen, und bei vielen Gattungen (Arion,
Helix, Limax) noch eine dritte Art Zellen, die mit licht-
brechenden Körnern erfüllt sind. Er nennt daher diese
Leber ein Hepatopaucreas. Zool. Anzeiger IIL p. 499.
Longe und Mer beschäftigten sich mit der Bildung
der Schale bei den Helices. Sie fanden, dass die äussere
Hautschicht durch einen Apparat gebildet wird, den sie
den Hautbildenden Apparat (appareil cutogene) nennen,
und der aus zwei besonderen Organen dicht hinter dem
Kragen besteht. Der eine besteht aus der Mantelfurche
parallel dem Mantelrande, in deren Grunde sich drüsige
Blindsäcke münden, der andere liegt hinter dem ersteren
und erscheint wie ein Epithelialkeil in der Substanz des
Mantels. Er besteht aus langen verticalen flaschenförmigen
Zellen, die sich am Grunde des Organs öffnen; sie nennen
dies das Epithelial-Organ. Der cutogene Apparat ist schon
im Embryo vorhanden. Das Epithelialorgan zeigt sich als
ein weisser Saum um den Mantelrand und verschwindet
im Alter. Dadurch wird die Ausbiegung des Schalenran-
des erklärt. Alle dahinter liegenden Theile des Mantels
tragen zur Bildung des Perlmutters bei. Comptes rendus
1880 p. 882; Annais uat. bist. V p. 430.
Carriere, Studien über die Generationserscheinun-
gen bei den Wirbellosen. I. Die Regeneration bei den
Pulmonaten. Würzburg 1880. Verf. fasst die Resultate
dahin zusammen, dass er sagt: 1. dass Spallanzani's An-
gaben über die Regeneration bei den Schnecken bestätigt
werden mit Ausnahme der Behauptung, dass mit dem
Schlundring abgetrennte Köpfe nachwüchsen. 2. Dass die
Regeneration des Epithels bei den Schnecken in derselben
Weise vor sich geht, wie bei den Wirbelthieren. 3. Dass
abgetrennte Organe, wie z. B. das Auge, bei ihrer Neu-
bildung genau denselben Grad der Vollkommenheit wieder
356 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
erhalten, den sie im normalen Zustande vor der Operation
besassen. 4. Dass die Bildung des Auges bei der Rege-
neration genau in derselben Weise stattfindet, wie bei der
embryonalen Entwickelung. Die Schrift ist von 2 Tafeln
begleitet.
Batelli hat histologische Studien über die comple-
mentären Geschlechtsorgane einiger Landschnecken ge-
macht. Er beschreibt den Bau des Pfeilsackes, die multi-
fiden Drüsen, das Receptaculum seminis (Sacca copulatrice),
den Oviduct, Ovispermiduct und Prostata, das Vas deferens,
den Penis, die Eiweissdrüse. Atti della Soc. Toscana di
sc. nat. in Pisa. IV. p. 203. pl. 15 und 16.
Fol hat sich mit der Entwickelung der Lungen-
schnecken beschäftigt. Er fand die Eier von Planorbis am
geeignetsten zur Untersuchung. Von Landschnecken benutzte
er Helix, Arion und Limax, aber die harte Schale von
Helix ist sehr hinderlich, bei Limax sind die Embryonen
zu undurchsichtig und ihre Rotation ist zu rapide. Er
benutzte zur Untersuchung das Pressen im Compressorium
und die Schnittmetbode. Archives de Zoologie experimen-
tale VlII. p. 103. Leider scheint diese -Zeitschrift nicht
mehr nach Bonn zu kommen, daher kenne ich von dea*
Abhandlung nur die Anzeige im Journ. of the Microscopical
Soc. III. p. 414 und p. 605. Verf. kommt zu dem Schluss,
dass es unmöglich ist, die Molluskenlarve mit einer seg-
mentirten Wurmlarve zu vergleichen; sie entspricht nur
dem Kopftheil einer Annelidenlarve, oder einem ganzen
Rotifer; die Mollusken sind nicht segmentirte Thiere, welche
ihre Metameren verschmolzen haben, sondern sie sind
Thiere, welche einfach geblieben sind. Die neueren
Beobachtungen sprechen zu Gunsten der Wiederherstel-
lung der Linne'schen Vermes ; die Larvenform kann durch
die Würmer, Annaliden, Bryozoen, Brachiopoden und
selbst Echinodermen verfolgt werden, und sie alle bilden
ein von dem der Arthropoden einerseits und der Chor-
data (Tunicata,) und Vertebrata anderseits verschiedenes
Phylum.
Rabl verr)ffentlicht eine kurze Notiz der Planorbis-
Entwickelung. Er wendet sich darin gegen Ray Lankester
der Mollusken während des Jahres 1880. 357
im Januarhefte des Quarterly Journal und gegen Fol im
Januarhefte der iVrchives de Zoologie experimentale.. Lei-
der sind mir beide Abhandlungen nicht zu Gesichte ge-
kommen. Morphol. Jahrbuch VI. p. 317.
Rabl schrieb ferner über den „pedicle of invagina-
tion^^ und das Ende der Furchung von Planorbis. Er hält
in allen Punkten seine früheren Angaben gegen Fol auf-
recht. Nur in zwei Punkten berichtigt er sich, lieber
Lankester's pedicle of invagiuation ist er nach wie vor
der Ansicht, dass man von einem solchen nicht sprechen
dürfe, findet aber, dass ein Strang oder eine Platte exi-
stirt, aus welcher nicht bloss die Wand des Enddarms,
sondern auch die Cylinderzellen des Mitteldarms ihren
Ursprung nehmen. Ueber das Ende der Furchung besteht
der Unterschied gegen des Verf. frühere Darstellung we-
sentlich darin, dass die Sonderung der dreierlei Zellen
des Keimes nicht im Stadium von 24, sondern in dem
von 25 Zellen vollendet ist. Ib. p. 571.
Dohrn bringt auch eine Kritik der zweiten Hälfte
von Miller's BiunenmoUusken von Ecuador (vergl. vorj.
Ber. p. 199). Wir heben daraus einige Bestimmungen der
als neu beschriebenen Arten hervor. So ist Isomeria Lo-
xensis == Helix Hartwegi Pfr., Borus Garcia -Moroni =
B. Popelairianus Nyst, Zebra loxensis = Bulimus Hart-
wegi, Zebra fulgur = Bulimus bifulguratus Reeve, Mor-
mus catamayensis = B. Sachsei Albers, Mormus occiden-
talis = B. nitidus Brod., Melampus Wolffi = M. globulus
Fer., Cyclophorus nigrofasciatus = C. Cumingi Sow., Cy-
clophorus esmeraldensis = C. purus Forbes, Helicina ecua-
doriana = H. concentrica Pfr. Jahrb. d. D. Malak. Ges.
VII. p. 83.
Taenioglossa.
Pomatiacea. Pomatias Hirci und Clessini Stossich, sowie Stos-
siclii Clessin bei Hirc Verhandl. zool. bot. Gesellsch. in Wien 30.
p. 521 vom liburnischen Karst. — P. herciilaens Bourguignat Ms.
bei Nevill Proc. zool. soc. p. 139; pl. 14. Fig. 8 von Mentone.
Cyclotacea. Cyclotus dlabastris Craven Proc. zool. soc. p. 619.
pl. 57. Fig. 9 von Cap Recif an der Algoa Bay.
358 Troschel: Bericht üb. d. LeistuDgen in d. Naturgeschichte
Spiraculum travancoricmn Beddome Journ. Asiat. Soc. of Ben-
gal 49. p. 212. pl, III. Fig. 6 aus dem südlichen Indien.
Cyclophorus magilensis Craven Proc. zool. soc. p. 218 von Ma-
gila, Ostafrica.
Crosse zeigt, dass die Gattungen Dacrystoma Fischer und
Mascaria Angas identisch seien mit Hainesia, welche Pfeiffer bereits
1856 als Subgenus von Megalomastoma getrennt hat. Er zerlegt
die Gattung in zwei Sectionen : 1. Hainesia (Mascaria Angas) testa
epidermide destituta, aufractus convexiusculi, mit Cyclostoma croceum
und bisfasciata Sow.; 2. Dacrystoma testa epidermide tenuissima
decidua induta, anfractus planiuscu.li, mit D. arboreum Crosse et
Fischer und Megalomastoma liturata Morelet. Journ. de Conchyl.
28. p. 135.
Cataulus costulatus und albeseens Blanford Journ. Asiat. Soc.
49. p. 213 aus dem südlichen Indien; erstere pl. III. Fig. 7 abgebildet.
Choanopowa Gonavense, Blandii, laceratum und latius Wein-
land Jahrb. d. D. malak. Ges. VII. p. 340. Taf. 12. Fig. 2, 3 von Haiti,
Bealia Ändersoni, pallida und decussata Blanford Journ. Asiat.
Soc. of Bengal 49. p. 216 von den Andamanen; die beiden ersten
pl. IL Fig. 18 und 19 abgebildet.
Gyclostomacea. Gychstomus HabichU und dentilohatus Wein-
land Jahrb. d. D. Malak. Ges. VII. p. 343 von Haiti.
V. Martens führte für die gerundeten kleineren africanischen
Cyclostomen mit einfachem, geraden Mundsaum und schwächerer
Spiralsculptur den Gruppennamen Ligatella ein. Typus Cycl. li-
gatum Müll. Moll, der Maskarenen und Seychellen p. 10.
Ghondropoma Lindenianuni, Inaguense, KissUngianum, Brownia-
num. Weinland Jahrb. d. D. Malak. Ges. VII. p. 344. Taf. 12. Fig.
5, 13 und 14 von Haiti.
TrUQCatellacea. Reinhardt sprach über die Acme-Arten des
Banats und Siebenbürgens. Er beschreibt ausser Acme banatica
und polita zwei neue Arten Ä. perpusilla und similis. Sitzungsber.
Ges. naturf. Freunde zu Berlin p. 44. — A. Foliniana Nevill Proc.
zool. soc. p. 136. pl. 14. Fig. 4 von Mentone; nebst zwei Varietäten
emaciata und pachystoma.
Benea n. gen. Nevill Proc. zool. soc. p. 137. Testa imperfo-
rata, perelongata, cylindrica, anfractibus numerosis, compressis ac
costulatis, labro externo prope angulum superiorem scissura notabili
munito; margine peristomatis obtuso, intus incrassato, extus costa
callosa nuUa, sicut semper in genere Acme plus minusve existit. M.
Bourguignatiana pl. 14. Fig. 7 von Mentone.
Bourguignat hat in einer Broschüre, „Description de diverses
especes de Coelestele et de Paladilhia decouvertes en Espagne, Anger
der Mollusken während des Jahres 1880. 359
1880," 11 neue Arten, Coelestele und eine neue Paladilhia be-
schrieben; nämlich Coelestele africana und aegyptiaca aus Aegypten,
laevigata, gastroiana und hispanica von Sevilla, Isseli aus Arabien,
Servaini, tumidula, Letourneuxiana und raphidia von Sevilla; Pala-
dilhia Servaini von Saragossa.
ÄmpuIIariacea. Lanistes Farleri Craven Proc. zool. soc. p. 219.
pl. 22. Fig. 7 von Magila, Ostafrica.
Faludinacea. Clessin äussert sich weitläufig unter der Ueber-
schrift ..Studien über die Familie der Paludinen" über die zahlreichen
Gattungen, welche von verschiedenen Autoren in dieser Gruppe
aufgestellt worden sind, und glaubt sie in folgendes Schema bringen
zu müssen: Farn. Paludinidae. Gatt. Vivipara Lam., Campeloma
Raf. = Melantbo Bowdich, Tulotoma Haldeman, Lioplax Trosch.
Cleopatra Trosch., Farn. Bissoidae. 1. Subfam. Bythiniinae, Gatt.
Bythinia Gray, Nematura Bens., Euchilus Sandberger. 2. Subfam.
Benedictiinae, Gatt. Benedictia Dybowski. 3. Subfam. Hydrobiinae,
Gatt. Hydrobia Hartra., Yitrella Cless., Belgrandia Bourg., Tryonia
Stimps., Frauenfeldia Cless., Bythinella Moq. Tand. 4. Subfam. Flu-
minicolinae, Gatt. Lithoglyphus Ziegl. , Gillia Stimps., Cochliopa
Stimps., Somatogyrus Gill., Amnicola Gray. 5. Subfam. Emmericinae,
Gatt. Emmericia Brus., Nematurella Sandberger, Stalioa Brus., Nystia
Tourn., Fossarulus Neum.. Prososthenia Neum. 6. Subfam. Boma-
tiopsinae, Gatt. Pomatiopsis Tryon. Farn. Assimineidae. Gatt. As-
siminea Gray. Malak. Bl. II. p. 161—196.
Paludina Colbeaui Craven Proc. zool. soc. p. 216 von Nossi-
Be. — P. SpeTcei Edgar Smith ib. p. 484. pl. 48. Fig. 11 von der
Ostküste Africa^s.
Neothauma n. gen. Edgar Smith Proc. zool. soc. p. 349.
Schale ähnelt der von Vivipara, hat aber eine efifuse Mündung mit
schwachem Kanal an der Basis, und die Aussenlippe in der Mitte
tief und weit ausgebuchtet. — N. tanganyicense pl. 31. Fig. 7 aus
dem See Tanganyika.
Beauchamp fand Bythinia tentaculata L. bei Oswego, im
Champlain-Kanal und im Erie-Kanal. Muss von Europa eingeschleppt
worden sein. Amer. Naturalist XIV. p. 523.
Bythi7iia Evezardi Blanford Journ. Asiat. Soc. of Bengal 49.
p. 220 von Bombay.
Amnicola Pesmei Morlet Journ, de Conchyl. p. 355 aus der
Sahara, subfossil. — A. Pauluccianus Clessin Fischerei- Ausstellung
in Berlin, Italienische Abth. p. 41 aus Äem Fluss Tronto,
Hydrobia gracilis Morelet Journ. de Conchyl. 28. p. 66. pl. III.
Fig. 10 aus Marocco.
Bythinella croatica Clessin bei Hirc Verhandl. zool. bot. Ge-
sellsch. in Wien 30. p. 530 von dem liburnischen Karst.
360 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
Locardia n. gen. Folin Journ. de Conchyl. 28. p. 236. testa
elongato-conica; apice obtuso, rotundato; anfractibus valde rapide
accrescentibus, parum convexis, sutura satis profunda separatis; aper-
tura inferne dilatata; margine columeilari obliquo; operculata. L.
apocrypha pl. X. Fig. 5 aus den Alluvionen des Khone.
Lithoglyphus neritinoides und rufofilosiis Edgar Smith Annais
nat. hist. VI. p. 426 aus dem See Tanganyika. — L. Clessinianus
Paullucci Fischerei - Ausstellung in Berlin, italienische Abth. p. 42
aus Norditalien.
Jeffreysia edivardiensis Watson Journ. Linn. Soc. 15. p. 99
von Prinz Edward-Insel, zwischen dem Cap und Kerguelen.
Limnotrochus n. gen. Edgar Smith Annais nat. hist. VI.
p. 425. Testa trochiformis, umbilicata, epidermide haud induta, spi-
raliter lirata; anfractus ultimus in medio carinatus; apertura intus
non lirata, labro exteriore obliquo, margine basali late sinuato, colu-
meilari aliquanto reflexo, calloque labro superne juncto. Operculum
corneum, paucispirale. L. Thomsoni und Kirhli aus dem See Tan-
ganyika.
Syrnolopsis n. gen. Edgar Smith Annais nat. hist. VI.
p. 426. Testa umbilicata, laevis, imperforata; apertura ad basim
late sinuata; labrum leviter incrassatum, in medio late sinuatum,
inferne aliquanto productum, longe intus liris 1 — 2 prominulis muni-
tum; columella incrassata, plica valida superne instrueta, labri ex-
tremitati callo tenui juncta. S. lacustris aus dem See Tanganyika.
Brot hat in der 293. Lieferung von Küster 's Conchylien-
Cabinet die Gattung Paludomus auct. bearbeitet. Sie besteht aus den
Gruppen Tanalia mit 7 Arten, Stomatodon 1 'Art, Philopotamis 9
Arten und Paludomus 26 Arten, Schluss. Neu sind: Paludomus ra-
paeformis p. 30. Taf. 5. Fig. 10 ohne Fundortsangabe, infiatus p. 44.
Taf. 8. Fig. 25, 26 von Travancore, madagascariensis p. 48. Taf. 8.
Fig. 7 von Madagaskar.
Paludomus travancorica Beddome Journ. Asiat. Soc. of Bengal
49. p. 219. pl. II. Fig. 22 von Travancore.
Melaniacea. Melania (Sermyla) admirahiUs, M. tanganyicensis
und 31. Horei Edgar Smith Annais nat. hist. VI. p. 427 aus dem
See Tanganyika. — M. Brazieri Ancey Le Naturaliste 1880. p. 334
von den Salomons-Inseln.
Lartetia cornucopia Stephani Bull. Soc. malac. italiana VI.
p. 83 aus den Auswürfen des Flusses Arbia bei Siena.
Tiphohia n. gen. Edgar Smith Proc. zool. soc. p. 348. Schale
fast kegelförmig, Spira deprimirt, Windungen oben flach, winklig,
mit Dornen, Spindel und Mündung in einen Kanal verlängert, keine
Epidermis. Gleicht durch den Kanal einigen Arten der Gattung Jo
der Mollusken während des Jahres 1880. 361
und wird vorläufig in die Familie der Melanien gestellt. T. Horei
pl. 31. Fig. 6 aus dem See Tanganyika.
Rissoacea. Bissoa {Alvania) Mauritiana v. Martens Moll, der
Maskarenen p. 109. Taf. 20. Fig. 17 von Mauritius.
Barleia? microthyra v. Martens Moll, der Maskarenen p. 109.
Taf. 20. Fig. 18 von Mauritius.
Die Gattung Rissoina ist in der 297. Lieferung des Küster'-
schen Conchylien-Cabinets mit der 14. — 48. Art fortgesetzt.
Bissoina elegantula und lirata Angas Proc. zool. soc. p. 417.
pl. 40. Fig. 10, 11 aus Südaustralien.
Pyramidellacea. Turbonilla Batlihuni und formosa Verrill et
Smith Amer. Journ of sc. XX. p. 398 von Neu-England.
Chemnitzia clirysozona v. Martens Moll, der Maskarenen p. 125
Taf. 20. Fig. 21 von Mauritius. — Cli. Lordii Edgar Smith Annais
nat. hist. VI. p. 288 von Vancouver Island.
Littorinacea. Echinella tectiformis Watson Journ. Linn. Soc.
15. p. 94 von Japan.
Lacmia picta atlant. Ocean und L. {Heia) margaritifera pacif.
Ocean Watson Journ. Linn. Soc. 15. p. 96.
Fossarus cereus Watson Journ. Linn. Soc. 15. p. 97 von Cap
York.
Gerithiacea. Cerithmm matukense stiller Ocean, phoxum Fid-
schi Watson Journ. Lini), Soc. 15. p. 105.
Triforis crassula v. Martens Moll, der Maskarenen p. 106.
Taf. 22. Fig. 1 von Mauritius. — T. levuTcense Fidschi, bigemma St.
Thomas, hebes Nachtigal -Insel, südl. atlant., inflatum St. Thomas
Watson Journ. Linn, Soc. 15. p. 100.
Bittium lissum Fidschi, amblypterum Azoren, mamülatum Per-
nambuco, amboynense Amboina. pigrum Nachtigal-Insel, Uisciniae
und phüomelae ebendaher, rjemmatiwi Setubal, pupiforme Cap York,
enode Peruambuco, oosimense Japan, cylindricum Sydney, abruptum
Azoren, delicatum Nachtigal-Insel, aedonium ebendaher Watson Journ.
Linn. Soc. 15. p. 107.
Cerühiopsis balteata Fidschi und fayälensis Azoren Watson
Journ, Linn. Soc. 15. p. 124.
Litiopa limnaeiforniis Watson Journ. Linn. Soc. 15. p. 123.
Prinz Edward-Insel, zwischen Cap und Kerguelen.
Turritellacea, Turritella concava v. Martens Moll, der Mas-
karenen p. 107. Taf. 20. Fig. 19 von Mauritius.
Vermetacea. Ph, de Rougemont beobachtete ein Exemplar
von Vermetus gigas, wie es aus dem Munde ein schleimiges Segel
hervorstreckt, an welches sich die kleinen Organismen ansetzen, und
welches dann durch die Radula wieder eingezogen wird. Bull, de
Neuchatel XII. p. 94.
362 TroBchel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
Lamellariacea. Lameilaria pellucida Verrill Amer. Journ. of
8C. XX. p. 395 von Neu-England.
Sigaretina. Amauropsis glohulus AngasTroc. zool. soc. p. 416,
pl. 40. Fig. 5 aus Süd-Australien.
Cypraeacea. Weinkauf f's Catalog der Arten der Gattung
Erato Kisso umfasst 18 Arten. Jahrb. d. D. Malak. Ges. VII. p. 107.
Die Gattung Cypraea ist in Küster 's Conchylienkabinet von
Nr. 16 bis 83 fortgesetzt. C. gemmula Weinkauff Taf. 16. Fig. 1
von Massaua wird als neu beschrieben.
Cypraea decipiens Edgar Smith Proc. zool. soc. p. 482. pl. 48.
Fig. 8 von Nordaustralien.
Giebel beschrieb eine monströse Cypraea tigris aus dem
indischen Ocean. Zeitschr. ges. Naturwissenschaften 53. p. 664.
Sycotypidae. Sowerby bildet im Thesaurus von der Gattung
Ficula vier Arten ab.
Rhipid oglossa.
Helicinacea. Trochatella Blandü und Brownia Weinland Jahrb.
d. D. Malak. Ges. VII. p. 350. Taf. 12. Fig. 17 und 11 von Haiti.
Helicina cruciata, Newcomhiana und Anaguana Weinland
Jahrb. d. D. Malak. Ges. VII. p. 351. Taf. 12. Fig. 7 u. 8 von Haiti.
Alcadia Blandiana und Gonavensis Weinland ib. p. 353 von Haiti.
Neritacea. NeriUna Hidalgoi Crosse Journ. de Conchyl. p. 320.
pl. XI. Fig. 2 aus Spanien.
Trochacea. Turbo eepoides Edgar Smith Annais nat. bist. VI.
p. 397 unbekannten Fundortes. — T. ^rawsmwa Watson Journ. Linn.
Soc. 14. p. 714 von Japan.
Gollonia roseopunctata Angas Proc. zool. soc. p. 417. pl. 40.
Fig. 8 aus Südaustralien. — C. induta Watson Journ. Linn. Soc. 14.
p. 715 von St. Thomas.
Calcar Jienicus Watson Journ. Linn. Soc. 14. p. 713 von den
Fidschi-Inseln.
Pomaulax taylorianus Edgar Smith Proc. zool. soc. p. 483.
pl. 48. Fig. 9.
Leptothyra roseotincta v. Martens Moll, der Maskarenen, pag.
118. Taf. 20. Fig. 22 von Mauritius.
Liotia crassibasis Edgar Smith Proc. zool. soc. p. 484. pl. 48.
Fig. 10.
Adeorbis vincentiana Angas Proc. zool. soc. p. 417. pl. 40.
Fig. 9 aus Südaustralien.
CalUostoma Bairdii Verrill et Smith Amer. Journ. of sc. XX.
p. 396 von Neu-England.
Trochus (Aphanotrochus) chrysolaemus v. Martens Moll, der
Maskareuen p. 120. Taf. 20. Fig. 20 von Mauritius.
der Mollusken während des Jahres 1880. 363
Clanculus bicarinatus Angas Proc. zool. soc. p. 419. pl. 40.
Fig. 4 aus der Torresstrasse.
Ziziphimis Copperingi Edgar Smith Annals nat. hist. VI. p. 320
von der Mündung des Rio de la Plata. — Z. stirophorus und tiara
Watson Journ. Linn. Soc. 14. p. 695 von St. Thomas; transenna
ib. p. 698 von den Philippinen. — Z. arruensis Watson ib. 15. p. 91
von den Arru-Inseln.
Solariella philippensis von Port Philipp, lamprus Fidschi,
albiigo Sydney Watson Journ. Linn. Soc. 15. p. 94.
Gibbula glyptus Watson Journ. Linn. Soc. 14. p. 694 von Syd-
ney. — G. leaensis Watson ib. 15. p. 90 von Lea Point, Cape Town.
BasiUssa oxytropis Watson Journ. Linn. Soc. 14. p. 693 von
der Insel Ascension.
- Margarita vancouverensis Edgar Smith Annais nat. hist. VI.
p. 288 von Vancouver Island. — M. regdlis und lamellosa Verrill
et Smith Amer. Journ. of sc. XX. p. 397 von Neu-England. — M.
brychius 1300 Meilen südöstlich von Kerguelen, charopus von Ker-
guelen, pompholugotus von St. Thoraas, lima Azoren, aeglees St. Tho-
mas, clavatus St. Thomas, rhysus St. Thomas, infundibulum Bermu-
das, pae%c/w7es Philippinen, azorensis kzoYQn, (inojpi^erMS Pernambuco,
scintillans St. Thomas Watson Journ. Linnean Soc. 14. p. 699.
Pleurotomaria Beyrichi Hilgend. aus Japan (1877) ist bei Mar-
tens Conchol. Mittheil. I. p. 33. Taf. 7 abgebildet.
Schismope Morleti Crosse Journ. de Conchyl. 28. p. 144. pl. 4.
Fig. 3 von Neu-Caledonien.
Toxoglossa.
Conoidea. Conus consanguineus, neptunoides Australien, Tay-
lorianus Australien und albospira Edgar Smith Proc. zool. soc. p. 478.
pl. 48. Fig. 1, 2, 3, 4.
Terebracea. Terebra Mariesi Edgar Smith Proc. zool. soc.
p. 480. pl. 48. Fig. 5 aus Japan.
Plearotomacea. Pleurotoma vancouverensis Edgar Smith xinnals
nat. hist. VI. p. 286 von Vancouver Island. — PI. Agassizii und
Carpenteri Verrill et Smith Amer. Journal of sc. XX. p. 394 von
Neu-England. — PI. (Surcula) clara Martens Conchol. Mittheil. I.
p. 35. Taf. 8. Fig. 1 von Patagonien. — PI. declivis aus Japan und
oxyclathrus von Neu- Guinea. Martens ib. p. 39. Taf. 3.
Clathurella crassina Angas Proc. zool. soc. p. 416 pl. 40 Fig. 6
von Südaustralien. — Gl. rußnodis v. Martens Moll, der Mascarenen
p. 51 Taf. 20 Fig. 2 von Mauritius.
Daphnella trivaricosa v. Martens Moll, der Maskarenen p. 52.
Taf. 20. Fig. 1 von Mauritius.
364 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
Glyphostoma 'paucimaculata Angas Proc. zool. soc. p. 416. pl. 40.
Fig. 7 aus Südaustralien.
Rliacliiglossa.
Volutacea. Petterd machte eine Liste der australischen Vo-
luten. 35 Arten. Journ. of Conchol. II, p. 340.
Voluta (Aulica) Bednalli Brazier Proc. zool. soc. p. 418. pl. 40.
Fig. 1 von der Torresstrasse.
V. Martens zeigte eine Voluta Ellioti vor, an welcher die
Farbenzeichnung durch eine frühere Verletzung auffällig gestört ist.
Sitzungsber. Ges. naturf. Freunde zu Berlin p. 67.
Voluta Rückeri var. ceraunia ist Journ. de Conchyl. 28. p. 148,
pl. 4. Fig, 1 abgebildet,
Marginellacea. Weinkauff verfasste einen Catalog der Gat-
tung Marginella Lam. mit 219 Arten. Er giebt folgende Eintheilung :
I. Arten mit Baaalsinus. 1. Section. Marginella Jouss, a. Marginella
Adams, 11 Arten, b. Glabella Adams, 26 Arten, c. Eratoidea Weink.,
31 Arten, 2. Section, Persicala Gra3^ a. Bullata Jouss., 12 Arten,
b. Persicula Adams, 19 Arten, c, Gibberula und Granula Jouss., 29
Arten. 3. Section, Zwischenforraen. a. Closia Gray, 6 Arten, b.
Cryptospira Adams, 13 Arten, c. Volutella Sw., 5 Arten. II. Arten
mit geschlossener Mündung. 1. Section, Prunum Adams, a. Labia-
tae, 7 Arten, b. Guttatae, 10 Arten, c. Marginatae, 16 Arten. 2. Sec-
tion, Volvaria Adams, 5 Arten, 3. Section, Canalispira Jouss., 1 Art,
4. Section, Volvarina Adams, 28 Arten. Jahrb. d. D. Malak. Ges.
VII. p. 40.
Marginella majuscüla v. Martens Moll, der Maskarenen p. 81.
Taf. 22. Fig. 2 vom Cargados.
Carriere stellte eine neue Gattung Pseudomarginella
auf, die bei einem Gehäuse von grosser Aehnlichkeit mit Marginella
glabella ganz andere Thiere zu Bewohnern hat, deren Radula auch
abgebildet ist. Bei der einen Art, Ps. leptopi(Sj ist die Radula, ähn-
lich wie Buccinum, bei der anderen, Ps. platypiis, ähnlich wie Murex
oder Purpura. Beide kommen mit Marginella glabella zusammen
bei der Insel Goree vor. Die Sache ist so räthselhaft, dass weitere
Bestätigung abgewartet werden muss. Zool. Anzeiger III. p. 637. —
Vergl. auch v. Maltzan Nachrichtsblatt p. 108.
Mitracea. Garrett hat einen Catalog der Polynesischen Mi-
tridae zusammengestellt, mit Bemerkungen über ihre geographische
Verbreitung, Fundort und Beschreibung der neuen Arten. Er nimmt
die Familie noch in weiter x^usdehnung, denn er zählt auf: 71 Mi-
tra, 9 Strigatella, 76 Turricula, 4 Cylindra, 5 Imbricaria, 1 Mitroi-
dea, 1 Dibaphus, zusammen 167 Arten. Davon kommen 132 in West-
polynesien vor, von denen 72 in Ostpolynesien nicht gefunden sind ;
der Mollusken während des Jahres 1880. 365
96 leben in Ostpolynesien, von denen 35 in Westpolynesien fehlen.
Zunächst sind die sämmtlichen Arten in einer Tabelle zusammen-
gestellt mit den Columnen: Viti 117, Tonga 46, Samoa 73, Kingsmill
42. Carolinen 36, Cooks 41, Gesellschaftsinseln 64, Paumotu 75, Mar-
quesas 6 und Sandwich-Inseln mit 31 Species. Dann werden sämmt-
liche Arten einzeln mit Bemerkungen versehen. Die neuen Arten
s. unten. Schliesslich werdea noch 29 Arten hinzugefügt, die Verf.
nicht selbst gefunden hat, die aber sonst als von den Polynesischen
Inseln bekannt gemacht sind. — Ich kann nicht unterlassen, daran
za erinnern, dass diese Genera zufolge ihres Gebisses verschiedenen
Familien angehören. Journ. of Conchol. III. p. 1 — 73.
Mitra ehurnostoma, eburnea und humeralis von Paumotu, pro-
pinqiia imd suhtexturata Geseilschaftsiuseln, spiripuncta Vitiinseln,
tahitensis Societätsinseln Garrett Journ. of Conchology XII. ;p. 16.
Fascioiariacea. Latirus nagasakiensis Edgar Smith Proc. zool.
soc. p. 482. p]. 48. Fig. 7 aus .Japan.
Plicatella (Peristernia) honasia v. Martens Moll, .der Maskare-
nen p. 70, Taf. 20. Fig. 6 von den Seychellen.
Fusacea. Sowerby, Thesaurus, unterscheidet in der Gattung
Fusus vier Sectionen; 1. mit langer Spira und langem Kanal, 66
Arten, 2. kürzer und mehr winklig, 33 Arten, 3. mehr plump, Buc-
cinoid, meist nordische Arten, mit kurzem offenen Kanal (Gatt.
Neptuuea oder Tritonium), 18 Arten. 4. die helleren schlankeren,
verhältnissmässig glatten, nordischen Arten (Sipho), mit 15 Arten.
InKüster's Conchylien-Cabinet ist die Gattung Fusus in der
Lief. 291, 292 und 296 mit 77 Species zum Schluss gekommen. Als
neu sind beschrieben: Fusus Adamsi (ventricosus Adams) p. 152.
Taf, 47. Fig. 3 von der Angulhasbank, F. Lobeckei p. 154. Taf. 48.
Fig. 1 unbekannten Fundortes, letzterer ist von Kobelt auch im
Jahrb. d, D. Malak. Ges. VII. p. 82 bekannt gemacht worden. F.
spadiceus p. 179. Taf. 55. Fig. 5 und 6 und F. hemifusus p. 186.
Taf. 59. Fig. 4 und 5, beide unbekannten Vaterlandes.
Die Gattung Neptunea ist in Küster's Conchylien-Cabinet
Lief. 291 und 298 von Nr. 76 bis 88 zum Schluss gefördert, mit
Zusätzen und Berichtigungen.
Pisania naevosa und ampliodon v. Martens Moll, der Maska-
renen p. 64. Taf. 20. Fig. 8, 9 von Mauritius.
Siplio angiistiis Edgar Smith Annais nat. bist. VI. p. 287 von
Vancouver Island.
Die Gattung Euthria ist in Küster 's Conchylien-Cabinet Lief.
298, bearbeitet von Kobelt, mit den ersten 20 Nummern begonnen.
Buccinacea. Gwyn Jeffreys hatte Gelegenheit eine überaus
grosse Zahl von Originalexemplaren der Nordischen Arten Bucci-
num zu prüfen. Er erkennt nur 8 Arten mit 46 Synonymen an.
366 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
glaubt aber, dass selbst diese Zahl der Arten sich noch verringern
werde, wenn noch mehr Zwischenformen beobachtet sein werden.
Ihre Fruchtbarkeit und weite Verbreitung, sowie die verschiedenen
Bedingungen des Wohnortes und der Temperatur mögen die grosse
Veränderlichkeit der Species veranlasst haben. Buccinopsis verbindet
Buccinum mit Fusus. Die acht Arten sind : Buccinum glaciale L,,
undatum L., groenlandicum Gh., hydrophanum Hanc, humphrsianum
Benn., Totteni Stimps., tenue Gray und ciliatum Fabr. Annais nat.
bist. VI. p. 423.
Buccinum [Ghlanidota) vestitum Martens ist Conchol. Mittheil.
I. p. 43. Taf. 9. Fig. 3 abgebildet.
Cominella nodicinctum Martens (1873) ist Conchol. Mittheilun-
gen I. p. 42. Taf. 9. Fig. 4 abgebildet.
Eburna australis Sow. ist durch Kobelt Jahrb. d. D. malak.
Ges. Vn. p. 335. Taf. 7. Fig. 5—8 abgebildet.
Sowerby hält den Namen Pyrula in seinem Thesaurus auf-
recht und zählt in der Monographie dahin 33 Arten, die als ver-
schiedenen Gattungen angehörig anerkannt sind. Dies ist um so
unbehaglicher, als er, nach seiner Gewohnheit, gar keine Synonymie
angiebt.
Nassacea. Nassa {Caesia) simplex Edgar Smith Annais nat.
bist. VI. p. 319 von der Mündung des Rio de la Plata.
Golumbellacea. Golumhella spiratella und eincinnata v. Mar-
tens Moll. d. Maskarenen p. 72. Taf. 12, 14 von 'Mauritius.
Columbella {Nitidella) Dalli Edgar Smith Annais nat. bist. VI.
p. 287 von Vancouver Island.
Ollvacea. Weinkauff's Catalog der Gattung Ancillaria Lam.
enthält 46 Arten, die in 5 Abtheilungen zerfallen : 1 . Ancilla und
Ancillaria Adams, 21 Arten, 2. Anaulax Adams, 10 Arten, 3. Amalda
ex p. Adams, 7 Arten, 4. Amalda ex p. Adams, 5 Arten, 5. Dipsaccus,
3 Arten. Jahrb. d. D. Malak. Ges. VII. p. 101.
Strigateilacea. Strigatella zehra Garrett Journ. of Conchology
III. p. 35 von den Viti- und Samoa-Inseln.
Turricula bicolor Samoa und Paumotu, castanea Samoa und Viti,
plexicosta Paumotu und Viti, festiva Viti, fusco- nigra Viti, Hoyti
Viti, instricta Viti, laevicostata Paumotu, modicella Paumotu, loul-
chra Viti und Samoa, Peaseii Viti, propinqua Viti, unilineata Viti
Garrett Journ. of Conchology III. p. 38.
Turricula (Thala) simulans v. Martens Moll, der Maskarenen
p. 79. Taf. 20. Fig. 18 von Mauritius.
Muricea. Sowerby theilt in seinem Thesaurus die Gattung
Murex in zwei Divisionen und 10 Sectionen: I. Drei Varices. 1. Mit
Stacheln und langem Kanal, 22 Arten. 2. Wie vorige, aber mit
blattartigen Ausbreitungen zwischen den Stacheln auf den Varices,
der Mollusken während des Jahres 1880. 367
32 Arten. 3. Die Varices mit verzweigtem Laub, 47 Arten. 4. Die
Varices geflügelt, 29 Arten, 6. Varices flach, 8 Arten. II. Vier oder
mehr Varices. 6. Keulenförmig mit Stacheln oder Höckern, 10 Ar-
ten. 7. Birnförmig mit Gruben an der Naht, 10 Arten. 8. Varices
ästig, knotig, stachlig oder geflügelt, 65 Arten. 9. Varices unregel-
mässig, 10' Arten. 10. Varices undeutlich, Kanal röhrig, 13 Arten.
Es mögen einige neue Arten darunter sein, aber Verf. hat sie nicht
als solche bezeichnet.
Murex (Pteronotus) BednalU Brazier Proc. zool. soc. p. 418.
pl. 40. Fig. 2 aus der Torresstrasse.
Murex (Pteronotus) percoides Löbbecke, Murex Löbbeckei und
Murex recticornis Martens n. sp. von Ostaustralien sind Jahrb. d.
D. Malak. Ges. VII. p. 79. Taf. 3 abgebildet.
Die Monographie des Subgenus Trophon enthält in Sowerby*8
Thesaurus 36 Arten, wozu noch 5 Arten zweifelhafter Stellung kom-
men. Sie sind auf 3 Tafeln abgebildet.
TropJion Stuarti Edgar Smith Proc. zool. soc. p; 481. pl. 48.
Fig. 6 von Vancouver Island.
Ptenoglo^sa.
Scalariacea. Scalaria WelUngtonensis Kirk Annais nat. bist.
VI. p. 15 von Neu Seeland. — Sc. Poiirtalesii und Dalliana Verrill
und Smith Amer. Journal of sc. XX. p. 395 von Neu -England.
Docoglossa.
Acmaeacea. Acmaea corticata Hutton Manual of New Zealand
Mollusca von Neu -Seeland.
Lepetella n. gen. Verrill Amer. Journ. of sc. XX. p. 396.
Schale klein, glatt, oval oder oblong schüsseiförmig, conisch, mit
einem einfachen subcentralen Apex, nicht spiral. Thiere wie Lepeta
aber mit deutlichen Augen. Radula täniogloss, mit sieben Platten-
reihen. L. tubicöla von Neu-England.
Gadiniacea. Gadinia Mauritiana v. Martens Moll, der Mas-
karenen p. 134. Taf. 22. Fig. 3 von Mauritius.
Ghitonidae. Chiton scabridus Gwyn Jeffreys Annais nat. bist.
VI. p. 33 von Englischen Küsten.
Dentaliacea. Dentalium Huttoni und ecostatum Kirk Annais
nat. bist. VI, p. 15 von Neu -Seeland.
Siplionodentalium honoliduense Watson Journ. Linn. Soc. 15.
p. 89 von Honolulu.
Cadulus Pandionis Verrill und Smith Amer. Journ. of sc. XX.
p. 399 von Neu-England.
368 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
Pulmonata.
Helicoa. Dohrn setzt in der 290. Lieferung von Küster's
Concliylien-Cabinet die Monographie der Gattung Helix von Pfeiffer
fort, da die Pfeiffer'sche Sammlung in seinen Besitz gekommen ist.
Diese Fortsetzung umfasst die Nummern 1165 — 1204.
Strebel bringt 1. c. p. 28 in der Familie Helicidae 11 Grup-
pen zur Sprache, unter denen einige neu: Patula Held mit 2 Arten,
Mieroconusnov. gen. mit M. Wilhelmi Pfr., Thysanophora nov., 3
Arten, neu Th. paleosa, Acanthinula Beck, 2 Arten, neu A. granum,
Trichodiscus nov., 4 Arten, T. cordovanus Pfr., coactiliatus Fer.,
pressulus Morelet, Oajacensis Koch, Arionta Leach, 1 Art, Odontura
Crosse Fischer, 3 Arten, Praticola nov., 6 Arten, neu P. Ocampi,
Strobila Morse 1 Art, Polygyra Say, 7 Arten, Corasia Albers, 2 Arten.
Longe et Mer über die Bildung der Schale bei Helix. Comp-
tes rendus 00. p. 882.
Ashford, Suggestious for a serial arrangement of the varia-
tions of otir banded land shells. Journ. of Conchology HI. p. 89.
Brazier berichtigt die Fundorte für eine Anzahl Helix- Arten
auf den Australischen und Südsee -Inseln, die von Cuming und
Strange irrthümlich angegeben waren. Journal de Conchyl. p. 300.
Ashford fand eine Helix virgata sinistrorsa bei Yarmouth
auf der Insel Wight, und Hey eine Helix aspersa sinistrorsa bei
Redcar. Journ. of Conchology III. p. 73.
Tschapeck machte Bemerkungen über Helix edentula Drap,
und H. unidentata Drap. Jahrb. d. D. Malak. Ges. VII. p. 183.
Helix Linnaeana Pfr., Quoyi De^h. und Stumpffi Kobelt sind
von Kobelt Jahrb. d. D. Malak. Ges. YIL p. 329. Taf. 7 und 8 ab-
gebildet.
Helix usamharica und zanguebarica Craven Proc. zool. soc.
p. 216. pl. 22. Fig. 6 und 4 von Ostafrica. — H. Stumpft Kobelt
Nachrichtsbl. p. 31 von Nossi-Be bei Madagascar. — H. Nicolai
Klecak ib. p. 106 aus Dalmatien. — H. Yaliouensis Gassies Journ.
de Conchyl. p. 326. pl. 10. Fig. 1 aus Neu - Caledonien, verwandt
mit H. luteolina. — H. Viikotinovici Hirc Verhandl. zoo!. bot. Ges.
in Wien 30. p. 524 von Buccariza im liburnischen Karst. — II. sym-
metrica Craven Proc. zool. soc. p. 614. pl. 57. Fig. 2 aus Transvaal
(vielleicht eine Vitrina).
Gibbons beschreibt Rhytida caffra Fer., die er lebend hatte
und mit gekochten Kartoffeln fütterte.
Helix (Patula) Inaguensis Weinland Jahrb. d. D. Malak. Ges.
VII. p. 369. Taf. 12. Fig. 22 von Haiti. — P. Lederi Boettger ib.
p. 380 aus der Kaspischen Provinz Talysch.
Clessin, Farblose Helix obvulata. Malak. Bl. II. p. 155.
der Mollusken während des Jahres 1880. 369
Helix iTrochomorplioides) Bertiniana Tapparone Canefri Anuali
Mus. civico di Genova XVI. p. 60 von Neu- Guinea.
Mesodon Andrewsi'Q'vimQ'j Annais New-York I. p. 360. pl. XIV.
Fig. F vom Roan-Gebirge N.-C.
Less^ona fand, dass Helix hispida L. in Piemont eine grössere
x^nzahl von Varietäten bietet, als in ihrem eigentlichen Vaterlande,
dem mittleren Europa. Er bildet dann 7 Varietäten ab, und be-
schreibt Helix globus und segusina als neu. Atti della Accad. di
Torino XV. p. 291 mit Tafel 6 und 7.
Helix Taliscliana v. Martens Conchol, Mitth. I. p, 7. Taf. 3.
Fig. 4 — 7 von der südlichen Küste des Kaspischen Meeres (verwandt
mit Schuberti Roth und Circassica Charp.)
Helix {Ehagada) bordaensis Angas Proc. zool. soc. p. 419. pl. 40.
Fig. 3 von der Känguruh-Insel, Südaustralien.
Helix (Xero2)hila) suhcespitum und sclera Nevill Proc. zool.
soc. p. 120 von Mentone.
Helix (Xerophila) acutistria Boettger Jahrb. d. D. Malak. Ges.
VII. p. 152. Taf. 5. l'ig. 2 — 4 von Tiflis. — X. dumivaga Morelet
Journ. de Conchyl. 23. p. 47 aus Marocco.
Helix idanica Locard Catalogue des Moll, du dep. de l'Ain
p. 51 von Lyon.
Tiirricula hesperidum Morelet Journ. de Conchyl. 28. p. 38.
pl. III. Fig. 2 aus Marocco.
Nach Ashford kommt Bulimus acutus Var. bizona auf der
Insel Wight vor. Journ. of Conchology III. p. 116.
Gl essin berichtet, dass Helix cingulata Stud. durch Herrn
Study in Coburg am Staflelberg in Oberfranken gefunden sei; er
hält sie für dort eingeschleppt. Malak. Bl. II. p. 203.
Helix {Campylaea) maureliana Bourgiguat MS. bei Nevill Proc.
zool. soc. p. 114 von Mentone.
Sidebotham fand bei Mentone eine Helix, die er H. Men-
tonensis benannte. Er sieht sie für eine hybride Form von H. pi-
sana und virgata an, die sich durch fortgesetzte Kreuzung zu einer
besonderen Species entwickelt habe. Proc. Manchester Soc. XIX.
p. 155.
Helix [Tachea) mentonica, oedesima, Bennettiana^ Williamsiana
Nevill Proc. zool. soc. p. 109 von Mentone.
K ob elt beschäftigt sich in einer Fortsetzung seiner Excur-
sionen in Süditalien mit den italienischen Iberus. Jahrb. d. D. Ma-
lak. Ges. VII. p. 65.
Iberus stdtana Morelet Journ. de Conchyl. 28. p. 35. pl. II.
Fig. 4 aus Marocco.
Helix [Coryda] Vigiensis Weinland Jahrb. d. D. Malak. Ges.
VII. p. 374. Taf. 12. Fig. 20 von Haiti.
Arch. f. Naturgesch. XXXXVn. Jahrg. 2. Bd. Y
370 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
Jourdain hat die Geschlechtsorgane der jugendlichen Helix
aspersa untersucht. Die Zwitterdrüsse ist aus einer kleinen Zahl
von Schläuchen zusammengesetzt und sie giebt einen ausführenden
Canal von geradem Verlauf ab. Dieser wächst schnell im Durch-
messer und theilt sich der Länge nach in einen ausführenden und
einführenden Halbkanal. Ersterer zeigt noch keine Spur von einer
Prostata, letzterer hat die Rudimente der Eiweissdrüse. Beide Boh-
ren trennen sich bald und der abführende Halbkanal wird ein voll-
ständiger Kanal. Sobald dies geschehen bildet der letztere eine
Schlinge, welche allmählich zu dem Penis auswächst. Das Flagellum
ist noch nicht entwickelt. Noch ist kein Pfeilsack und keine Schleim-
drüsen vorhanden. Die letzteren entspringen zur Zeit aus zwei
kleinen Diverticula an der Basis des Oviducts. Bev. sc. nat. L
p. 449, vergl. auch Journ. microsc. Soc. HL p. 608.
Lock wo od erzählt ein Beispiel von Lebenszähigkeit der
Helix aspersa, von denen eine 14 Monate ohne Nahrung lebte. Amer.
Naturalist XIV. p. 214.
Godet, welcher von Fräulein Thiesse in Chalcis auf Euboea
Landschnecken zugesandt erhalten hat, äussert sich über zwei neue
von Kobelt 1878 aufgestellte Arten, Helix Thiesseniana und Gode-
tiana. Erstere hält er für ein Mittelglied zwischen den östlichen
und westlichen Formen der Gruppe melanostoma; ebenso bildet Go-
detiana ein Mittelglied zwischen Helix prasinata und Helix aspersa.
Bull, de Neuchatel XIL p. 24.
Helix (Polymita) constantior und Calacala Weinland Jahrb. d.
D. Malak. Ges. VII. p. 371. Taf. 12. Fig. 19 und 21 von Haiti.
Semper, Anatomische Beschreibung von Helicophanta magni-
fica Fer. Nachrichtsbl. p. 60.
Zu der Angabe von Viguier, (dass Helix Studeriana lebendig
gebärend sei (vorj\ Ber. p. 217) bemerkt Steenstrup, dass dies
ßchon 1840 von Dufo bekannt gemacht sei. Meddelelser Naturh.
Foren, i Kjöbnhavn 1879—80. p. 302.
Semper, Anatomische Beschreibung von Caracollus marginella.
Nachrichtsbl. p 37.
Helix {Ampelita) percyana Edgar Smith Proc. zool. soc. p. 485.
pl. 48. Fig. 12 von Madagascar. — H. Shavi Edgar Smith Journ.
of Conchol. II. p. 339 von Madagascar.
Helix {Papuina) pelechystoma Tapparone Canefri Annali Mus.
civico di Genova XVI. p. 60 von Neu Guinea.
Helix (Macrocydis) Covani Edgar Smith Journ. of Conchol,
II. p. 3^8 von Madagascar. — Macrocydis Hemphilli Binney Annais
New York I p. 356. pl. 15. Fig. M von Oregon.
Sagda BlandiiW emlaud Jahrb. d Ü. Malak. Ges. VII. p. 367.
Taf. XII. Fio-. 23 von Haiti.
der Mollusken während des Jahres 1880. 871
Das 5. Heft des III. Bandes von Semper's Reisen im Archipel
der Philippinen bringt zunächst die Nachricht, dass PfeifFeria micans,
wie die anatomische Untersuchung ergeben hat, eine echte Cochlo-
styla sei. Dann folgt p. 226 die Gattung Chloraea Alb. mit 16
Arten, Yon denen neu Clil. benguetensis, Änto7in, carinifera und dissi-
milis von Luzon; ferner p. 234 die Gattung Chloritis Alb. mit 5 Ar-
ten, von denen neu Chi. spinosissima vou Mindanao.
Bulimus notahilis Edgar Smith Annais nat. hist. VI. p. 427
zwischen dem See Nyassa und der Ostküste. — B. magilensis Craven
Proc. zool. soc. p. 217 von Magila, Ostafrica.
Kobelt hat Jahrb. d. D. Malak. Ges. VII. p. 286. Tafel IX
Bulimus daedaleus Desh., Brakebuschii, Weyenberghii, Chancaninus
und Kobeltianus Doering abgebildet und beschrieben.
Gassies bildet eine links gewundene Varietät von Bulimus
senilis ab. Journ. de Conchyl. p. 327. pl. 10. Fig. 8.
Cr 0 8 se beschreibt einige Monstrositäten von Placostylus fibra-
tus Martyn Journ. de Conchyl. 28. p. 323. pl. XI. Fig. 3.
Achatina (Limicolaria) Martensiana und rectistrigata Edgar
Smith Proc. zool. soc. p. 345. pl. 31. Fig. 1, 2 vom See Tanganyika.
Achatina Thomsoni und Kirhü Edgar Smith Annais nat. hist.
VI. p. 428 Ostafrica. — A. mamillata Craven Proc. zool. soc. p. 215.
pl. 22. Fig. 8 von Nossi-Be. — A. Kirkii Craven ib. p. 218. pl. 22.
Fig. 9 von Magila, Ostafrica. — A.Smithii Craven ib. p. 617, pl. 57.
Fig. 1 aus Transvaal.
BuUminus ptychaxis Edgar Smith Proc. zool. soc. p. 346.
pl. 31. Fig. 3 vom See Tanganyika. — B. lahiellus Mo^rtens Conchol.
Mittheil. I. p. 24. Taf. 6. Fig. 1, 2 von Tarbagatai in der Dsun-
garei. — B. secalinus und asiaticus Mousson ib. p. 27. Taf. 6. Fig.
6—8 und Fig. ^12— 14 von Kuldscha in Centralasien.
BuUminus {Napaeus) Reitteri v. Martens Oflfenbacher Verein
p. 106 von Montenegro. — B. tachyschanus Boettger Jahrb. d. D.
Malak. Ges. VII. p. 381 aus der Kaspischen Provinz Talysch.
Bidiminus (Chondrula) Komarowi Boettger Jahrb. d. D. Malak.
Ges. VII. p. 154. Taf. V. Fig. 5 aus Armenien. — B. didymodus
Boettger ib. p. 380 aus der Kaspischen Provinz Talysch.
BuUminus (Chondrus) Godetianus von Samos und Hippolyti
von Euboea Böttger Jahrb. d. D. Malak. Ges. VII. p. 240.
Geostilbia Marlei von der Insel Nossi-Be und blandiana aus
Brasilien Crosse Journ. de Conchyl. 28. p. 149.
Godwin-Austen beschrieb die Anatomie von Ferussacia
gronoviana Risso. Die Thiere, von Mentone mitgebracht, scheinen
eine grosse Lebenszähigkeit zu haben, da sie in einer verkorkten
Flasche mehrere Wochen lebend geblieben waren. Sie hatten einige
ihrer Mitgefangenen aufgezehrt, sind also carnivor. Das Gebiss und
372 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
die Geschlechtsorgane sind abgebildet. — Im Anschluss daran giebt
Nevill einen Bericht über die Classification dieser kleinen Gruppe,
der Familie Stenogyridae Crosse et Fischer. Er bringt zur Gattung
mit einem Schleimponis, Ferussacia, die Subgenera Proceruliana
Bourg., Agrauliua Rang, Cylichnidia Lowe, Hypnophila Bourg.
Hohenwartiana Bourg. und Pseiidostieptostyla Nevill. Ohne Schleim-
porus sind die Gattungen Zua Leach und Azeca Leach. Proc. zool.
soc. p. C62. pl. 64.
Ferussacia dactylopMla Issel Annali del Museo civico di Ge-
nova XV. p. 271 mit Holzschnitt, ans der Oase Gafsa.
Ferussacia ahnormis Nevill Proc. zool. soc. p. 134. pl. 14.
Fig. 3 von Mentone. Wird ib. p. 665 zu einem neuen Subgenus
Pseudostreptostyla erhoben.
TornatelUtm gigas v. Martens Sitzungsber. Ges. naturf. Freunde
zu Berlin p. 146 von der Insel Ruck, Carolinen.
Stenogyra Carolina v. Martens Sitzungsber. Ges. naturf. Freunde
p. 147 von der Insel Ruck, Carolinen.
Suhulina solidiuscula und lenta Edgar Smith Annais VI. p. 428
vom See Tanganyika.
Aus der F'amilie Pupidae hat Strebel 1. c. p. 91 nur eine
Art in Mexico gefunden, Puj)a pellucida Pfr.
Boettger bearbeitete die Pupa-Arten Oceaniens in Conchol.
Mittheil. I. p. 45 mit 3 Tafeln. Er bringt die 12 ihm bekannten
Arten in die Sectionen 1. Vertigo Müll, mit 9 Arten, 2. Leucochilus
Boettger mit 2 Arten, 3. Columella West, mit 1 Art. Neu sind
Fupa eapensis Taf. 11. Fig. 11 von der Insel Eap, Carolinen und
F. Ffeifferi Taf. 12, Fig. 18 von der Insel Pitcairn, Tuamotu-Gruppe.
Ihnen v\7erden noch sechs Arten hinzugefügt, von denen Verf. keine
Exemplare gesehen hat.
Reinhardt sagt, das Vorkommen von Pupa doliolum bei
Danzig beruhe auf einer Verwechselung. Nachnchtsbl. p. 32.
Fupa cafaeicola Craven Proc. zool. soc. p. 215. pl. 22- Fig. 10
von Nossi-Be. — P. usamharica Craven ib. p. 218. pl. 22. Fig. 2
von Magila, Ostafrica. — F. desiderata und ovu7?i formicae Wein-
land. Jahrb. d. D. malak. Ges. VII, p. 377 von Haiti.
Fupa {Torqiiilla) ohliqiia Nevill Proc. zool. soc, p. 126. pl. 13.
Fig. 4 von Mentone.
Fupa {Vertigo) sinistrorsa Craven Proc. zool. soc. p. 618 pl. 57.
Fig. 8 vom Cap.
Fupa {Sphyradium) Bourguignatiana, Jolyana und austeniana
Nevill Proc. zool. soc. p. 127. pl. 13. Fig. 5. 8, 9 von Mentone.
Reinhardt erörterte die zum Subgenus Orcula gehörigen
Pupa-Arten und deren geographische Verbreitung. Sitzungsber. Ges.
der Mollusken während des Jahres 1880. 373
naturf. Freunde zu Berlin p. 12. — In einem Nachtrage ib. p. 44
unterscheidet er eine neue Art Pupa Moussoni von Aleppo.
Partula Mooreana Hartman Proc. Philadelphia p. 229 vonMoorea.
Älbertisia punica Issel Annali del Museo civico di Genova XV
p. 275 mit Holzschnitt von Utica. Die Gattung stellt Verf. zwischen
Pupa und Clausilia.
Streb el trennt 1. c. p. 53 die Familie Eucalodiidae und Cy-
lindrellidae von einander. Zu ersterer gehören die Gattungen
Coelocentrum, 10 Arten, C. anomalum neu, und Ecalodium 19 Ar-
ten, neu E. densecostatum, ccreum und Martensn, — zu letzterer die
Gattungen Anisospira mit 2 Arten, Metastoma nov. auf Roemeri
Binney et Bland gegründet, Bostricocentrum nov. auf B. Tryoni
Pfr., Holospira 4 Arten, Epirohia nov. 4 Arten, und die Gattung
Macroceramus Guild. mit 2 Arten.
Cylindrella Klatteana, rudis, mahuja, monticola Weinland Jahrb.
d. D. Malak. Ges. VII. p. 357. Taf. 12. Fig. 16, 17 von Haiti.
Clausula Paulucciana Nevill Proc. zool. soc. p. 132. pl. 14.
Fig. 1 von Mentone. — (Cl. Oligoptycliia) Gustavi Boettger Jahrb.
d. D. malak. Ges. VII. p. 381 aus der Kaspischen Trovinz Talysch.
— Cl. transitans und Delmrghiae Paulucci Excurs. nella Calabria.
— Cl. {Alhinaria) Thiesseae aus Acarnanien und compressa von der
Insel Cerigo Boettger Nachrichtsbl. p. 48. — Cl. (Papülifera) Jo-
sephinäe Boettger ib. p. 50 von Delphos. — Cl. (Nenia) adusta
qiiadrata, Jolyi und trigonostoma Boettger ib. p. 111 aus Peru. —
Cl. Belluceii Issel Atti del Museo civico di Genova XV. p. 278 vom
Monte Resas; Holzschnitt.
V. Möllendorf reclamirt gegen eine Aeusserung Boettger's
in Betreff der Clausilia pygmaea MUdff. Nachrichtsbl. p. 69.
Clessin hat die Succineen Deutschlands seiner Sammlung revi-
dirt. Nachrichtsbl. p. 25.
Streb el führt 1. c. p. 25 in der Familie Xanthonycidae nur
die Gattung Xanthonyx mit zwei Arten an.
Vitrinidae. Von den ünterfamilien der Familie Vitrinidae
kommen bei Strebel 1. c. vier in Betracht, 1 Neozonitinae mit
den Gatt. Moreletia Gray, 7 Arten, M. angiomphala neu, Zonyalina,
5 Arten, neu Z. venusta und Jalapensis, Patulopsis n. gen. flach
gewunden, scharf gekielt, mit feinen rippenartigen Falten, die sich
etwas über den wulstigen Kiel hinausziehen, P. carinatus. 2. Hya-
liniinae, Gatt. Hyalinia Agass., 3 Arten, neu H. permodesta, Cha-
rt omphalus n. gen. Gehäuse flach aufgerollt, ziemlich flach ge-
nabelt, durchsichtig, massig glänzend und von heller Färbung, mit
rippenartigen Falten, dahin Ch. minusculus Binney und elegantulus
Pfr., Pycnogyra n. gen. Schale vielwindig mit flach kegelför-
migem Gewinde und breitem sich langsam verjüngenden Nabelloch,
374 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
von heller Färbung, mit rippenartig-faltiger Skulptur, dahin P. Be-
rendti Pfr. 3. Limacinae, Gatt. Limax mit drei neuen Arten L.
stenurus, Jälapensis, Berendti. 4. Comilinae, Gatt. Habroconus,
2 Arten, neu II. elegans. — In einem Nachtrage wird p. 93 noch
eine neue Art Moreletia Dohrnii beschrieben.
Vitrina globosa Böttger Jahrb. d. D. Malak. Ges. VII. p. 115.
Taf. IV. Fig. 4 aus dem Kaukasus. — V. (Trochovitrina) subcarinata
Boettger ib. p. 379 aus der Kaspischen Provinz Talysch. — V.
(Phenacolimax) Beuten Boettger Offenbacher Verein p. 102 von
Montenegro.
Borcherding macht einige neue Fundorte von Vitrina dia-
phana Drap, bekannt. Nachrichtsbl. p. 83.
Vitrina transvaalensis und vandenhroeckii Craven Proc. zool.
soc. p. 615. pl. 57. Fig. 3 und 4 aus Transvaal.
Godwin-Austen, On the Land-Molluscan genus Girasia Gray,
with remarks on its anatomy and on the form of the capreolus of
Lister (or Spermatophore) as developed in species of this genus of
Indian Helicidae. Proc zool. soc. p. 289 mit 4 Tafeln. Er beschreibt
die Anatomie von Girasia shillongensis und Austenia gigas mit Be-
vorzugung der Genital- Organe. Zu Girasia bringt er 9 Arten, zu
Austenia 7 Arten und lässt provisorisch bei Helicarion 19 Arten.
Nanina Doriae Tapparone Canefri Annali Mus. civico di Ge-
nova XVI. p. 61 von Neu -Guinea.
Helix oriunda Gassies Journ. de Conchyl. p. 325. pl. 10. Fig. 2
von Neu-Caledonien, verwandt mit H. Baladensis-
Helix {Paryphanta) Gilliesii Edgar Smith Annais nat. bist.
VI. p. 159 vom Neu-Seeland.
Macrochlamys platycJilamys und Wynnei Blanford Journ. Asiat.
Soc. of Bengal 49. p. 195. pl. II. Fig. 9 von Bombay und p. 197.
pl. III. Fig. 5 vom Himalaya.
Xestina älbata Blanford Journ. Asiat, Soc. of Bengal 49. p. 189.
pl. III. Fig. 3 aus dem südlichen Indien.
Hemiplecta Unostoma und enisa Blanford Journ. Asiat. Soc.
of Bengal 49. p. 187. pl. III. Fig. 1, 2 aus dem Gebirge Tinne-
velly Ghats in Südindien.
Oxytes sylvicola Blanford Journ. Asiat. Soc. of Bengal 49.
p. 185 aus Bengalen.
Simroth findet in der Bildung des Fusses einen Ausdruck
der Verwandtschaft zwischen Limax cinereoniger und Vitrina pellu-
cida. Zool. Anzeiger III. p. 93.
Rolleston erörtert die geographische Verbreitung von Li-
max agrestis, Arion hortensis und Fasciola hepatica. Zool. Anzeiger
III. p. 400. Es handelt sich hauptsächlich um das Vorkommen in
Grönland.
der Mollusken während des Jahres 1880. 375
Limax (Krynickellus) mentoniciis Nevill Proc. zool. soc. p. 103.
Fischer fand einen Albino von Limax maxiraus mit hell-
braunen Augen bei Savigny-sur-Orge (Seine - et - Oise). Das Thier
war sehr lichtscheu. Journ, de Conchyl. p. 299.
Crosse hat Parmacella Valenciennesi nach dem Leben abge-
bildet und beschrieben. Das Verzeichniss der Arten, mit der Syno-
nymie enthält 2 asiatische, 3 canarische, 3 africanische, 3 europäische
und zwei fossile. Journ. de Conchyl. 28. p. 329. pl. IX.
Aus der P'amilie Tebennophoridae wird bei Strebel 1. c.
p. 25 eine neue Art Tebemiophorus Crosseanus beschrieben.
Arionidae. Ärion austenianus Nevill Proc. zool. soc. p. 108
von Mentone.
Zonitidae. Sem per kritisirt und berichtigt einige Angaben
von Pfeffer über den Kalksack des Samenleiters der Zonitiden. Er
beharrt dabei, dass der Kalksack nicht das Flagellum sei, wie Pfef-
fer will. Nachrichtsbl. p. 8.
Rouzaud secirte genau den Zonites algirus, und fand in den
Theilen des Geschlechtsapparates manches bisher Unbekannte, na-
mentlich am Penis Er hält danach die Gattung Zonites mit dem
Typus von Zonites algirus für eine gute ; sie ist eben so alten Ur-
sprunges wie Helix; die Gattungen Limax und Arion möchten wohl
aberrante, neuere, detachirte Gruppen sein, Limax von Zonites,
Arion von Helix. Association frangaise, Montpellier p. 757.
Zonites Bugeli und Andreiüsi Binney Annais New York I.
p. 357. pl. XV. Fig. H und D vom Roan-Gebirge N. C.
HyaUnia (Polita) Lederi und pygmaea Böttger Jahrb. d. D.
Malak. Ges. VIL p. 117. Taf IV. Fig. 2 und 8 aus dem Kaukasus.
— H. cäspia Boettger ib. p. 379 aus der Kaspischen Provinz Ta-
lysch. — H. Carotii und fragrans Paulucci Excursione nella Cala-
bria. — H. {Vitrea) Beitteri Boettger Offenbacher Verein p. 103
von Lesina.
Clessin zählt die Arten der Section Vitrea des Genus Hya-
lina auf. Malak. Bl. IL p. 204.
HyaUnia (Vitrea) Andreaei Boettger Jahrb. d D. Malak. Ges.
VII. p. 37 von Delemont in der Schweiz. H. angystropha Boettger
ib. p. 380 aus Talysch.
Hyalina (Betinella) Wkes Nevill Proc. zool. soc. p 105 von
Mentone. — H. mentonica Nevill ib p. 107. pl. 13. Fiü. 3 ehendaht^r.
— H. depressa Sterki Nachrichtsl)!. p. 1(>4 vom Jura und aus dem
Wuhtacbthal. — H. podoUca Clessin Mal. Bl. p. 201 aus Podolien.
— H. aruensis Tapparone Canefri Annali Mus. civico XVL p. 59
von Arn.
Testacellacea. Testacella WiUiamsiana Nevill Proc. zool. soc.
p. 101. pL 13. Flg. 1 von Mentone.
376 Troschel: Bericlit üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
Daudehardia Isseliana Nevill Proc. zool. soc. p. 102. pl. 13.
Fig. 2 von Mentone. — D. Sieversi und Paivlenlcoi Böttger Jahrb.
d. D. Malak. Ges. VIT. p. 112. Taf. IV. Fig. 3 und 1 aus dem Kaukasus.
Ennea lata und ujißlensis Edgar Smith Proc. zool. soc. p. 347.
pl. 31. Fig. 4, 5 vom See Tanganyika. — E. crassilabris und infans
Craven ib. p. 616. pl. 57. Fig. 5, 6 aus Transvaal. — E. natalensis
Craven ib. p. 619. pl. 57. Fig. 7 von Port Natal. — E. macrodon,
stibcostulata, exilis, stenostoma, Beddomei, canarica Blanford Journ.
Asiat. Soc. of Bengal 49. p. 205. pl. II aus dem südlichen Indien.
Ennea intermedia Morelet ist in einer Varietät durch Kobelt
Jahrb. d. D. malak. Ges. VII. p. 333. Taf. 8. Fig. 4—7 abgebildet.
Streptaxis Craveni, gigas und mozamhicensis Edgar Smith
Annais nat. bist. VI. p. 429 von Ostafrica. — St. compressus, perso-
natus, concinnus und pronus Blanford Journ. Asiat. Soc. of Bengal
49. p. 201. pl. II. Fig. 13 vom Sivagiri-Gebirge, Fig. 10 von Madura,
Fig. 11 von Mysore, Fig. 12 von Tinevelly, sämmtlich im südlichen
Indien.
Glandina Pethionis und denticulata Weinland Jahrb. d. D.
Malak. Ges. VII. p. 355 von Haiti.
Auriculacea. CaryoMum Lederi Boettger Jahrb. d. D. Malak.
Ges. VII. p. 383 aus der Kaspischen Provinz Talysch.
Melampiis caledonicus Gassies Journ. de Conchyl. p. 328. pl. 10.
Fig. 4 von Caledonien.
Limnaeacea. Nelson beobachtete an verschiedenen Orten das
gemeinschaftliche Vorkommen von Limnaea glabra, Physa hypnorum
und Planorbis spirorbis. Journ. of Conchology III. p. 115.
Physa lirata Craven Proc. zool. soc. p. 617. pl. 57. Fig. 10
aus Transvaal.
Pyrgophysa Mariei Crosse, vorj. Ber. p. 223, ist Journ. de
Conchyl. 28. p. 140. pl. 4. Fig. 5 abgebildet.
Planorbis Pollandi Morlet Journ. de Conchyl. p. 355 aus der
Sahara, subfossil. — PI. Pauluccianus Caroti Ital. Abth. der Fische-
rei-Ausstellung in Berlin p. 41 aus Toscana.
Clessin erklärt Planorbis dispar Westerl. für eine von con-
tortus gut unterschiedene Art und giebt die Unterschiede an.
Malak. Bl. II. p. 158.
Clessin erhielt eine Planorbis vorticulus Trosch. Var. hel-
vetica aus einer älteren Schweizer Sammlung, und zeigt, dass diese
Art einen ausgedehnten Verbreitungsbezirk hat. Malak. Bl. IT. p. 208.
Planorbis Rossiteri Crosse, 1871, ist Journ. de Conchyl. 28.
p. 142. pl. 4. Fig. 4 abgebildet.
Bunker sah eine Wasserschnecke, Limnaea elodes Say, ihr
am Munde zerbrochenes Gehäuse in sechs Wochen vollständig aus-
bessern. Amer. Naturalist XIV. p. 522.
der Molinsken während des Jahres 1880. 377
Whitfield beobachtete, dass Limnaea megasoma in einem
Aquarium Eier legte, und dass die daraus hervorgehenden Jungen
eine viel geringere Grösse erlangten, als ihre Vorfahren. Proc. Bo-
ston Sog. Darüber berichtete Hyat American Naturalist p. 51.
Clessin beschreibt von Limnaeus Karpinski eine neue Va-
rietät lon^ula von Jamburg in Russland, und als neue Art Lim-
naea taiirica aus der Krim. Malak. Bl. II. p. 197.
Derselbe macht ib. p. 199 eine Bemerkung zur Biologie
von Limnaea auricularia L.
Limnaea viölacea Paulucci Ital. Abth. der Fischerei-Ausstellunsr
in Berlin p. 40 von Rom.
Chilina Portillensis Hidalgo Journ. de Conchyl. p. 322. pl. XL
Fig. 1 von Portillo in Südamerika.
Onchidiacea. Sem per hat (Reisen in den Philippinen IIL p. 250)
von der Gattung Onchidium 22 Arten untersucht und theilt sie in
6 Gruppen: 1. Onchidien mit Nebendrüse des Penis und Knorpel-
rohr im Penis, 8 Arten, 2. mit Nebendrüse und ohne Knorpelrohr,
4 Arten, 8. ohne Penisdrüse mit Knorpelrohr, 8 Arten, 4. ohne Pe-
nisdrüse und ohne Knorpelrohr, 3 Arten, 5. ohne Penisdrüse und
ohne Knorpelrohr, Mantelraud mit deutlichen Einkerbungen und
Papillen und auf diesen mündenden grossen Drüsensäcken, 8 Arten,
6. ohne Penisdrüse und mit langer knorpeliger Penispapille, 1 Art.
Von den Arten sind die ersten acht beschrieben, von denen neu
0. nebulosum von Palaos, Savignyi Rothes Meer und Philippinen,
tiimidum Singapore und Nordaustralien, gldbrum Nord-Luzon, am-
higaum Palaos, Singapore.
Xotobraneliiata.
Collingwood nennt eine Anzahl neuer Arten von Nudi-
branchiern aus den östlichen Meeren, die in den Transactions er-
scheinen sollen, ohne hier mehr zu geben als die Namen. Journ.
Linnean Society 14. p. 737.
Tiberi schrieb über die Nudibranchier des Mittelmeeres. Auf-
gezählt werden, nach einer üebersicht über die verschiedenen Schrif-
ten, wobei es auffällt, dass Bergh dem Verf. unbekannt geblieben
zu sein scheint, 2 Glossodoris, 3 Actinocyclus, 22 Doris, 18 Dori-
prismatica, 1 Aegires, 1 Polycera, 1 Pelagella, 5 Idalia, 6 Tritonia,
1 Tethys, 1 Meliboea, 1 Scyllaea, 1 Lomanotus, 1 Janus, 1 Doto,
22 Aeolis, 1 Facelina, 2 Costaea n. gen. branchiarum fasciculi
seorsim conglobati, communi petiolo insidentes (Doris affinis Gmel.
und Aeolis digitata Costa), 5 Flabellina, 2 Montaguia, 1 Favorinus,
2 Coryphella, 1 Calliopaea, 1 Fiona, 3 Hermaea, 1 Hermaeopsis, 1
Tenellia, 1 Alderia, 2 Cloelia, 1 Physopneumon, 1 Caliphylla, 6 Ely-
sia. Bull. Soc. malac. italiana VI. p. 182.
H. V. Jhering, Beiträge zur Kenntniss der Nudibranchien
378 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
des Mittelmeeres. Der erste Beitrag, Malakoz. Blätter IL p. 57 —
112 mit drei Tafeln, bringt die Gattungen Chromodoris, Doriopsis
und Cadlina. Von ersterer sind dem Verf. aus dem Mittelmeer 14
Arten bekannt, von denen Ch. messinensis neu; von Doriopsis kom-
men zwei Arten, von Cadlina eine neue Art C. Clarae im Mittel-
meer vor.
Blaschka hielt einen Vortrag über die Nacktschnecken des
Meeres, wovon ein kurzer Auszug in dem Sitzungsberichte der na-
turw. Ges. Isis in Dresden 1880. p. 23.
Bergh Hess in Dall's Exploration of Alaska Vol. L p. 189
mit 8 Tafeln die zweite Abtheilung seiner Arbeit über die Nudi-
branchien des Nordpacifischen Oceans, mit besonderer Rücksicht
derer von Alaska, erscheinen. Behandelt werden darin die Gattun-
gen Diaulula Bgk., Jorunna Bgh., Akiodoris Bgh., Lamellidoris Aid.
Hanc, Adalaria Bgh., Acanthodoris Bgh., Polycera Cuv. Vergl. auch
Proceed. Philadelphia 1880. p. 40—127.
Bergh, Beiträge zur Kenntniss der japanischen Nudibranchien.
L Verhandl. der zool.-bot. Ges. in Wien. 1880. p. 155 mit 5 Tafeln.
Die Objecte der Untersuchung stammen alle von der Ostküste Süd-
japans. Zur Sprache kommen die Gattungen Rizzolia Trinchese,
Melibe Rang, Scyllaea L., Pleurophyllidia Meckel, Linguella Blv.,
Doriopsis Pease, Euplocamus Phil., Plocamopherus Leuck., Treve-
lyana Kelaart, Haigerda n. gen., von denen meist eine neue Art be-
schrieben wird, welche unten namhaft gemacht ist.
Dorididae. Bergh fügte in Semper's Reisen in den Philippi-
nen erstes Supplement 11 Arten Cryptobranchus auf, wovon neu
Cr. Budolphi von Tahiti, cardinalis von Huaheine, — Der Gattung
Ceratosoma fügte er eine achte Art C. pohjomma p. 29 von der Insel
Palau hinzu. — Von Hexabranchus, Archidoris, Staurodoris wird je
eine Art, von Peltodoris 2 Arten, neu P. atromaculata p. 45 von
Neapel, von Discodoris 1 Art beschrieben.
Haplodoris Bergh ib. p. 51. Corpus fero ut in Discodori-
dibus, sicut margo anterior podarii et tentacula. Armatura labialis
e baculis minutissimis formata. Armatura lingualis fere ut in Disco-
doribus. Ventriculus liber. Prostata magna ; penis fere ut in Pla-
tydoridibus armatus, glandula hastatoria et hasta cornuformis. II.
desmoparypha von der Insel Palau.
Ferner ib. p. 62 4 Arten Platydoris, neu PI. vicina von der
Insel Tonga und variegata von Tahiti. Ebenso 2 Arten von der
Gattung Asteronotus Ehrbg., neu A. mabilla von den Seychellen
und Samoa.
Endlich Dictyodoris n. gen. Bergh. ib. p. 75. Corpus de-
pressum, consistentia coriacea, notbaeum laeve, apertura branchialis
rotundata, brachia paucifoliata, foliolis compositis, tentacula digiti-
der Mollusken während des Jahres 1880. 379
formia, podarium antice vix bilabiatum. Armatura labialis nulla;
lingua rhachide nuda, pleuris multidentatis, dentibus hamatis, exter-
nis apice pectinatis; penis inermis.
Dahin D. Incii Alder Gray und eine neue Art D. tessellata
von Palau.
Doris complanata Verrill Amer. Journ. of sc. XX. p. 399 von
Neu-England.
Älciodoris lutescens Bergh Explor. of Alaska I. p. 202 von Na-
zan Bay ; Proc. Philadelphia p. 53.
Peltodoris n. gen. Bergh. Mittheil. zool. Station Neapel IL
p. 222. Taf. XI. Corpus subdepressum, circumferentia ovali, subri-
gidum, supra niinutissime granulatum; tentacula digitiformia; aper-
tura branchialis rotundata, branchia paucifoliata, foliis tripinnatis.
Armatura labialis nulla; Lingua rhachide nuda, pleuris multidentatis,
dentibus hamatis. Prostata magna, j)enis inermis. P. atromaculata
aus dem Golf von Neapel.
Haigerda n. gen. Bergh Verhandl. zool. bot. Ges. in Wien
1880. p. 190. Corpus subdepressum, subrigidum, supra laeve ; aper-
tura branchialis ovalis, foliis tripinnatis paucis; tentacula nulla; po-
darium sat angustum. Armatura labialis nulla ; lingua rhachide nuda,
pleuris multidentatis, dentibus hamatis, externis serrulatis; prostata
magna, penis inermis. H. formosa von der Insel Reunion.
Bergh schrieb über die Gattung Goniouoris Forb. in Malakoz.
Blatt. IL p. 115—137 mit Tafel lY. Dahin zählt Verf. acht Arten,
von denen er G. nodosa Mtg. und castanea Aid. Hanc. genauer ana-
tomisch untersucht und ausführlich beschrieben hat.
Adalaria pacifca und virescens Bergh Explor. of Alaska I.
p. 227 von Unalashka; Proc. Philadelphia p. 78.
Bergh bearbeitete die Doriopsen des Mittelmeeres. Er unter-
scheidet zwei Gattungen: 1. Doriopsis Pease, corpus molle, supra
laeve, deren zwei Arten D. limbata Cuv. und grandiflora Rapp aus-
führlich beschrieben werden. 2. Doriopsilla n. gen. corpus non-
nihil rigidum, supra granulosum. Dahin D. areolata n. sp. aus dem
Mittelmeer und fraglich D. granulosa Pease. Jahrb. d. D. Malak.
Ges. VII. p. 297.
Bergh beschreibt ferner zwei Arten Doriopsis in Semper's
Reisen Supplementheft, wovon J). grisea p. 11. Taf. A. Fig. 3 — 6
von Huaheine neu.
Polyceridae. Bergh lieferte zu seinen Beiträgen zu einer
Monographie der Polyceraden eine zweite Abtheilung. Darin sind
abgehandelt die Gattungen Ancula Loven 2 Arten, Drepania Lafont
2 Arten, neu D. Graeffei aus dem adriatischen Meere, Triopa John-
ston 5 Arten, Issa n. gen. forma corporis fere ut in Triopis, vagi-
nae rhinophoriales calyciformes obliquae, rhinophoria retractilia,
380 Troschel: Bericlit üb. d. Leistaügen in d. Naturgeschiclite
clavo perfoliato; tentacula auriformia; dorsum papilligerum, prae-
sertim margine frontali et dorsali; branchia pauci- (4 — 5) foliata,
foliis bi- vel tripinnatis. Lamellae mandibulares trianguläres, fortes;
radula fere ut in Polyceris, dentibus lateralibus et externis, sed
praeterea dentibus medianis (spuriis) instructa, gegründet auf Tripa
lacer Müll., Aegires Loven 3 Arten, Nembrotha Brgh. mit einer Art.
Verhandl. zool. bot. Ges. in Wien 30. p. 629. pl. 10 — 15.
Polycera {Polio) palUcla Bergh Explor. of Alaska I. p. 257;
Proc. Philadelphia p. 108 von den Aleuten.
Trevelyana inornata Bergh Verhandl, zool. bot. Ges. in Wien
1880. p. 186 von Japan.
Acanthodoris caerulescens Bergh Explor. of Alaska I. p. 252;
Proc. Philadelphia p. 103 aus dem Beringsmeere.
Triopidae. Triopha n. gen. Bergh Explor. of Alaska I. p. 261,
Proc. Philadelphia p. 112, Forma corporis fere ut in Triopis, sicut
quoque margo frontalis, margo dorsalis appendicibus nonnullis no-
dosis vel breve ramosis; tentacula compresso-poculiformes, rhino-
phoria retractilia, clavo perfoliato ; branchia quinquefoliata, foliis
tripinnatis, Os lamellis duabus fortioribus e baculis minutis cora-
positis armatum; lingua rhachide dentibus spuriis (4), pleuris den-
tibus lateralibus 3 — 4 et serie dentium externorum (10 — 11) ar-
matis. T. modesta von Yukon Harbor,
TritoniidaO- Hartmann schilderte die Organisation und Le-
bensweise von Tethys fimbriata, Sitzungsber. Ges'. Naturf. Freunde
zu Berlin p. 9.
Melihe vexüUfera Bergh. Verhandl, zool. bot. Ges. in Wien
1880. p. 162 von Japan.
Scyllaea hicolor Bergh Verhandl. zool. bot. Ges, in Wien 1880.
p. 167 von Japan.
Äeolidiadae. PizzoUa modesta Bergh Verhandl, zool, bot. Ges.
in Wien 1880. p. 156 von Japan. — Die Gattung Bizzolia Trin-
chese, aufgestellt 1877 in Rendiconto Acad. di Bologna ist damals
in unseren Berichten nicht erwähnt, daher trage ich hier die Cha-
raktere nach: Corpus gracilius, elongatum; Rhinophoria simplicia;
podarium antice angulis tentaculatim productis; papillae dorsales
non caducae, pedamentis humilibus impositae. Processus mastica-
torius raandibulae grosse denticulatus ; radula paucidentata, dentibus
uniseriatis, cuspidatis, denticulatis, penis inermis.
Elysiadae. Bergh beschreibt zwei Arten Elysia aus dem
Mittelmeer und einen Placobranchus von Huaheine in Sempers Rei-
sen Supplementheft.
Bullacea. Vayssiere hat eine werthvolle Arbeit „Recher-
ches anatomiques sur les Mollusques de la famille des Bullides" in
den Annales des sc, nat. IX. Article I, 123 Seiten und 12 Tafeln.
der Mollusken während des Jahres 1880. 381
Er schildert zuerst in ausführlicher Weise die Anatomie von Ga-
steropteron, welcher sechs Tafeln gewidmet sind; dann die Ana-
tomie der Gattungen Doridium, Philine, Scaphander und Bulla,
welche die Beziehunpen und die Dififerenzen dieser Gattungen zu
Gasteropteron hervorheben. Für Gasteropteron bestätigte Verf. das
Vorhandensein der von Krohn zuerst beschriebenen, nautilusförmigen
Schale und fand einige noch nicht bekannte Drüsen, berichtigte
auch einige Theile des Nervensystems, die Ihering entgangen waren.
Die übrigen genannten Gattungen fand er zwar abweichend in meh-
reren Beziehungen, lässt sie jedoch mit Gasteropteron in einer Fa-
milie vereinigt. Er theilt sie nur in zwei Abtheilungen, die erste,
welche nur Gasteropteron enthält, unterscheidet sich durch die
starke Entwickelung der seitlichen Ausdehnungen des Fusses (Para-
podien); durch die Gegenwart einer kleinen Schale im Mantel, und
durch den Schlundring, der aus einem Paar Hirnganglien, einem
Paar Fussgauglien und sechs Visceral-Ganglien besteht, wovon drei
links und selbständig von einander, drei rechts und durch ein
gemeinsames Neurilem vereinigt wie ein einziges Ganglion erscheinen.
Die zweite Abtheilung hat rudimentäre Parapodien, die Schale ist
nicht nautilusförmig, sondern ist eingerollt, oft sehr gross; der
Schlundring besitzt ausser den Hirnganglien und Fussganglien nur
drei Visceralganglien, eins links und zwei rechts. Der Branchialnerv
entspringt bald vom letzten rechten Visceralganglien (Doridium),
bald von der Commissur der rechten Visceralpartie (Philine), bald
von einem neben der Mitte dieser Commissur gelegenen Ganglion
(Scaphander und Bulla).
Doridium vittatum v. Martens Moll, der Maskarenen p. 130
von Mauritius.
Cylichna zeälandiea Kirk Annais nat, bist. VI. p. 15 von Wai-
kanae, Neu-Seeland.
Diaphana {Utriculus) gemma Verrill Amer. Journ, of sc. XX.
p. 399 von Neu-England.
Actaeonidae. Mo riet giebt in einem Nachtrage zu seiner
Monographie der Gattung Ringicula Desh. einige früher ihm noch
nicht bekannte Fundorte und beschreibt sieben neue Arten, wo-
durch sich die Zahl der ihm bekannten lebenden Arten auf 33 be-
läuft: M. Mariei von Nossi-Be, Salleana Cap Breton, caledonica und
Noumeensis Neu-Caledonien, Oehlertiae China, Passieri Cap Breton,
Terquemi Smyrna. Dazu sind ihm 55 fossile Arten bekannt. Er
theilt die Gattung folgendermassen ein: 1. Labrum gezähnelt, 2
lebende und 7 fossile Arten, 2. Labrum nicht gezähnelt, a) Spindel-
rand mit 2 Falten, fünf fossile Arten, von denen eine auch lebend
gefunden ist; b) Spindelrand mit 3 Falten, mit 25 lebenden Arten,
von denen drei auch fossil vorkommen, und 40 fossile Arten; c) Spin-
382 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
delrand mit 4 Falten, mit 2 lebenden Arten, von denen eine auch
fossil, und 5 fossilen Arten. Journ. de Conchyl. 28. p. 150 — 181 und
Taf. V, VI.
Aplysiacea. Äplysia nigrocincta v. Martens Moll, der Maska-
renen p. 131. Taf. 21. Fig. 3 von Mauritius.
Dobson erhielt eine Aplysia dactylomela Rang von Bermuda.
Er bildet die Radula und die Zähne des Kaumagens ab. Journ.
Linn. Soc. 15. p. 159.
Solenopodidae. Proneomenia n. gen. Hubrecht Zool. An-
zeiger III. p. 589. Schliesst sich eng an Neomenia carinata Tullb.
an, unterscheidet sich aber durch den Besitz einer Radula und von
Speicheldrüsen. Die in der Barentssee gefundene Art soll im Sup-
plementband des Niederl. Archivs für Zoologie beschrieben werden.
Moiioplenrobranchiata.
Äncyloidea. Clessin bearbeitete in der 299. Lieferung von
Küster's Conchylien-Cabinet die Subfamilie Ancylina. Er zählt dahin
die Gattungen Ancylus Geoifr., Poeyia Bourguignat, Brondelia Bourgt.,
Latia Gray, Gundlachia Pfr, und als neue Gattung Lanx. — Gund-
lachia mit 5 Arten, Poeyia 1 Art, Brondelia 2 Arten, Latia 2 Arten,
darunter Navicella Gould von Neu-Seeland, Lanx n. gen. Testa
magna, patelliformis, antice et postice elevata; tenuis, striis concen.
tricis ornata, vertice obtusissimo, rotundato, apertura ovata, margi-
nibus acutis. Animal: dentes laterales radulae lati, bicuspidati, dens
centralis minutus, simplex. Gegründet auf Ancylus Newburgi Lea
und patelloides Lea, beide aus Californien, — Ancylus wird in 4
Gruppen getheilt: Ancylastrum Bourgt. Gehäuse kegelförmig, mit
rechts oder links geneigtem Wirbel, Mündung eiförmig oder rund-
lich, Europa, Asien, Africa, 18 Arten, fortzusetzen; Cumingia Gehäuse
kegelförmig mit eingerolltem Wirbel, Mündung eiförmig, Australien
1 Art; Velletia Gehäuse gedrückt kegelförmig, mit rechts oder links
geneigtem Wirbel, Mündung länglich eiförmig, Europa, America,
Asien; Haldemannia Gehäuse kegelförmig, mit nicht zurückgebogenem
nur etwas aus der Mittellinie des Gehäuses gerücktem Wirbel, Mün-
dung rundlich bis eiförmig, Nord- und Mittelamerica, 20 Arten,
Neue Arten: Ancylus (Ancylastrum) subcircularis p.SS. Taf. 4. Fig. 13
von Reichenberg in Böhmen, Dybowskii p. 38. Taf. 7. Fig. 1 vom
Baikalsee, ellipticus p. 39. Taf. 3. Fig. 12 aus Griechenland.
Ancylus modestus Crosse Journ. de Conchyl. 28. p. 150 von
Nossi-Be. — A. transvaalensis Craven Proc. zool. soc. p. 617. pl. 57.
Fig. 11 aus Transvaal.
Pleurobranchidae.. Vayssiere hat die Schalen der verschie-
denen Arten von Pleurobranchus aus dem Busen von Marseille näher
der Mollusken während des Jahres 1880. 383
untersucht. Er beschreibt die Schalen von PI. aurantiacus Risso,
plumula Mont., testudinarius Cantr., membranaceus Mont. und fügt
eine neue Art Monterosati hinzu. Die mikroskopische Structur lässt
sie gut unterscheiden. Journ. de Conchyl. 28. p. 205 und pl. VII.
FUurohranclius scutatus v. Martens Moll, der Maskarenen
p. 133. Taf. 21. Fig. 8 von Mauritius.
Pleurobranchaea tarda Verrill Amer. Journ, of sc. XX. p. 398
von Neu-England.
BCypobranchiata.
Borgh beschreibt eine Art Phyllidia in Semper's Reisen,
Supplementheft.
Pleurophyllidia comta Bergh Verhandl. zool. bot. Ges. in Wien
1880. p. 173 von Japan.
Linguella fallax Bergh ib. p. 177 von Japan.
Pteropoda.
Cymhulia calceola Verrill Amer. Journ. of sc. XX. p. 394 von
Neu-England.
Lamellibranchiata.
Pectiniformia.
Ostreacea. Brooks lieferte eine grössere Arbeit über die
Entwickelung der Auster. Studies from the Biological Laboratory of
the John Hopkins University Nr, 4. Die Untersuchungen beziehen
sich auf Ostrea virginiana List. Eine Auster enthält 18 Millionen
Eier. Sie sind getrennten Geschlechts; die Eier werden ausser dem
Mutterkörper im offenen Meere befruchtet, die Furchung geht aus-
serordentlich schnell vor sich. Die Abhandlung ist von zehn Tafeln be-
gleitet.— Brooks bringt ferner ib. p. 107 eine Tafel Abbildungen zur
Erläuterung, dass die Molluskeneier einen Nahrungs-Dotter erhalten
lind wieder verlieren können: The acquisition and loss of a foody-
yolk in Molluscan eggs.
Fischer erzählt, dass die portugiesische Auster seit 1866
sich an der Südwestküste Frankreichs an der Mündung der Gironde
acclimatisirt habe. Ein Schijff mit Austern vom Tago beladen auf
dem Wege nach Bordeaux, warf einen Theil seiner Ladung, die es
für verdorben hielt, in die Gironde. Die Austern fielen auf die Bank
Richard bei Verdon, neun Meilea von der Mündung der Gironde.
Sie haben eine reiche Bank gebildet. Journ. de Conchyl. 28. p. 83,
384 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
Fauvel spricht von einer Auster aus der Bucht von Taichou,
die eine bedeutende Grösse, bis 3 Fuss Länge, erreichen soll, Ostrea
talienwanensis Crosse. Er möchte sie Ostrea gigantissima nennen,
und 0. talienwanensis, gigas Mart. von Japan, virginica, canadensis,
rostrata als Synonyme annehmen. Mem. Soc. de Cherbourg 22.
p. 304.
Issel, Sulla Ostricoltura in Francia ed in Italia. 1879. Bericht
an die Handelskammer in Genua ; ist mir nicht zugänglich geworden.
Ryder beschreibt den Verlauf des Darmkanals bei der ame-
rikanischen Auster, Ostrea virginiana. Amer. Naturalist XIV. p. 674.
Nuculacea. Nucula uruguayensis Edgar Smith Annais nat.
bist. VL p. 320 vom Uruguay.
Yoldia vancouverensis Edgar Smith Annais nat. bist. VI. p. 289
von Vancouver Island.
liUCiniforiiiia.
Aviculacea. Pinna aeqiiilatera v. Martens Moll, der Maska-
renen p. 141. Taf. 22. Fig. 4 von Mauritius.
D unk er lieferte in Küster's Conchylien-Cabinet Lief. 288 den
Schluss der Gattung Avicula. Neu sind A. Jeffreysii von Guinea,
Mcolor und fluctuosa.
Mytiläcea. Modiola poUta Verrill und Smith Amer. Jouru. of
sc. XX. p. 400 von Neu-England.
NajadeS. Friedel machte einige interessante Bemerkungen
über die Flussperlen und über riesige Anodonten, die sich in ger-
manischen Kjökkenmöddinger der Bronzezeit auf der Oder -Insel
Neuenhageu in der Neumark finden; sowie über andere Muscheln,
die in der Fischerei -Ausstellung zu Berlin ausgestellt waren. Zool.
Garten p. 323.
Unio Horei und Thomsoni Edgar Smith Annais nat. bist. VI.
p. 429 aus dem See Tanganyika. — U. tanganyicensis Edgar Smith
Proc. zool. soc. p. 351. pl. 31. Fig. 9 ebendaher.
Gl essin erhielt aus der Oka und Sestra im Wolgagebiete
durch Milaschewitsch 5 Unionen, unter denen neu: Unio Schren-
kianus und Gerstfeldtianus. Nachrichtsbl. p. 79.
Call hält Anodonta grandis Say, plana Lea, decora Lea, ho-
ckingensis Moores und somersii Moores für eine und dieselbe Spe-
cies. Amer. Naturalist XIV. p. 530.
Spatha tanganyicensis Edgar Smith Proc. zool. soc. p. 350.
pl. 31. Fig. 8 aus dem See Tanganyika.
Astartacea. v. Martens machte auf vorspringende Linien an
der Innenfläche einiger Muschelschalen aufmerksam, die er bei Astarte
und Crassatella als von der Lage der Kiemen herrührend deutet. Er
vermuthet, dass die Arten, bei denen diese Linien gut ausgebildet
der Mollusken während des Jahres 1880. 385
sind oder ganz fehlen, getrennten Geschlechts, diejenigen, bei denen
sie an allen Exemplaren deutlich erscheinen, Zwitter seien. Sitzungs-
ber. Ges. naturf. Freunde zu Berlin p. 22. — Derselbe führte ib»
p. 59 weitere Beispiele von markirten Linien an der Innenseite ge-
wisser Muscheln an. Sie kommen vor bei einigen Astarte, Galatea,
Cytherea, Venus, Lucina u. s. w.
Crassatella uruguayensis Edgar Smith Annais nat. hist. VL
p.. 321 von Uruguay.
Lucinacea. Lucina {Divariceila) angulifera v. Martens Moll,
der Maskarenen p. 145. Taf. 22. Fig. 14 von Mauritius. Verf. führt
für die Lueinen mit auseinander weichenden tiefen Streifen den Na-
men Divaricella ein.
Loripes Uns Verrill u. Smith Amer. Journ. of sc. XX. p. 400
von Neu-England.
Veneriforniia.
Gycladea. M. Paulucci üebersicht der Arten aus den Gat-
tungen Sphaerium Scop., Calyculina Cless., Pisidium Pfr. und ihre
geographische Verbreitung, als Beitrag zur Fauna italica. Aufgezählt
werden Sphaerium Spinellii, Scaldianum Norman, corneum L., ovale
Fer.; Calyculina lacustris Müll.; Pisidium amnicum Müll., interme-
dium Gassies, italicum Cless., fossarinum Cless., casertanum Poli,
targionianus, pusillum GmeL, subtruncatum Malm, obtusale Lam.,
nitidum Jenyns, Sordellianum Pini, obtusatum Cless. Bullettino della
Soc. malac. italiana VL p. 159 — 181.
Corhiciila oliphantensis Craven Proc. zool. soc. p. 618. pl. 57.
Fig. 12 aus dem Oliphant-River in Transvaal. — C. Bavayi Ancey
Le Naturaliste 1880. p. 334 von Guyana.
Veneracea. Sunetta Clessini Ancey Le Naturaliste 1880. p. 206
ohne Angabe des Vaterlandes.
Tellinacea. Victor Bertin verfasste eine „Revision des Ga-
ridees du Museum d'histoire naturelle" in Nouvelles Archives du
Museum III. p. 57 — 129. Nach einem Abschnitt über die geogra-
phische Verbreitung der Garideen, wonach die europäischen Meere
6 Arten besitzen, der africanische Atlantische Ocean 7 Arten, die
Nordamerikanischen Küsten 1 Art, die Antillen 2, Chili 1, Colum-
bien 1, Panama 4, der Golf von Californien 8, die Ufer der Califor-
nischen Halbinsel 6, Japan 17, China 12, Philippinen 50, Sunda-
Archipel 12, Neu-Caledonien 10, Neu-Seeland 11, Neuholland 16, Cey-
lon 11, Madagaskar 8, Zanzibar 5, Rothes Meer 10 Arten. — In
dem zweiten Abschnitt zählt Verf. dieser Gruppe 5 Gattungen zu:
Asaphis mit 5 Arten; Sanguinolaria 5 Arten; Hiatula zerfällt in
3 Subgenera (Hiatula mit 29 Arten, neu H. ovalis unbekannten
Fundortes, Jousseaumeana Japan, inflata ohne Vaterlandsangabe,
Arch, f. Naturgesch. XXXXVn. Jahrg. 2. Bd. Z
386 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
Clouei Nossi-Be, Psammotaea 23 Arten, neu Ps. micans Sumatra,
sordida Sumatra, complanata und subgJobosa unbekannten Fundortes,
Psammotella 8 Arten, neu Ps. innominata woher?); Gari zerfällt
gleichfalls in drei Subgenera (Gari mit 51 Arten, neu G. Jousseau-
meana woher?, pusilla Neu-Caledonien, mirahilis Madagaskar, Psam-
mocola 29 Arten, Amphichaena 9 Arten) und Elizia 2 Arten. Die
neuen Arten sind auf Taf. 4 und 5 abgebildet.
Fischer fand eine Monstrosität von Tellina plicata Valenc,
indem das hintere Schalenende nicht nach rechts, sondern nach
links gerichtet war. Journ. de Conchyl. 28. p. 234.
Mactracea. Die Gattung Mactra ist in Küster 's Conchylien-
Cabinet Lief. 294 von der 6. — 34. Art gefördert.
Pholacii form ist «
Anatinacea. Edgar Smith schrieb über die Gattung Myo-
dora Gray (Pandora Q et G.). Er zählt 22 Arten auf, von denen
8 als neu beschrieben und auf Taf. 53 abgebildet sind, nämlich M.
novae Zealandiae, subrostrata, antipodum, Boltoni sämmtlich von
Neu-Seeland, proxima von Japan, Beeveana von China, tenuisculpta
und compressa unbekannten Vaterlandes. Proc. zool. soc. p. 578.
Gorbulacea. Corhula Tryoni Edgar Smith Annais nat. bist. VI.
p. 321 von Uruguay. — G. {Potamomya) pmca Martens Sitzungsber.
Ges. naturf. Freunde p. 124 aus den Muschelbergen in Südbrasilien.
Gastrochaenacoa. Aspergillum Kobeltianum Löbbecke und
Cumingii Chenu sind Jahrb. d. D. Malak. Ges. VIL p. 78. Taf. 2
abgebildet.
Brachiopoda.
Oehlert hat nach den Arbeiten von Morse die Gründe
für die systematische Stellung der Brachiopoden zusam-
mengestellt. Ohne gerade den Ansichten Morse's zuzustim-
men, dass sie zu den Würmern gehören sollen, rühmt er
die Geschicklichkeit, mit welcher M. dieselben vertheidigt;
die Wissenschaft verdanke ihm eine Keihe von neuen Be-
merkungen, welche zeigen, dass die Brachiopoden und die
Würmer eine gewisse Anzahl wichtiger Charaktere gemein
haben. Journ. de Conchyl. 28. p. 109. — Derselbe er-
örtert ib. p. 216 die entgegengesetzten Ansichten von Dali,
der die Verwandtschaft der Brachiopoden mit den Mollus-
ken annimmt. Unser Verf. hält auch danach noch seine
der Mollusken während des Jahres 1880. 387
Meinung zurück und meint, bei solchem Gegensatze der
Meinungen derjenigen Forscher, die diese Thiere so spe-
ciell studirt haben, sei es noch nicht an der Zeit, den
Brachiopoden einen definitiven Platz im System anzuwei-
sen. Er wiederholt seine Ansicht, dass diese Thiere einige
Verwandtschaft mit den Mollusken, noch mehr mit den
Würmern haben, aber doch eine hinreichende Menge Cha-
raktere besitzen, um sie zu berechtigen einen besonderen
Typus darzustellen.
Davidson stellte eine Liste der Bücher, Abhand-
lungen und Notizen zusammen, welche direct oder indirect
über lebende und fossile Brachiopoden handeln, sie ist al-
phabetisch nach Autoren geordnet. Annales Soc. malac.
de Belgique XIL p. 55.
Gwyn Jeffreys konnte Argiope Capsula lebend untersuchen.
Er fand sie angeheftet an der Unterseite grosser Steine in Jersey.
Annais nat, hist. VI. p. 406.
Tunicata.
Ascidiae. Her dm an erstattete vorläufigen Bericht über die
auf der Challenger -Expedition gesammelten Tunicaten. Proc. R.
Soc. Ol Edinburgh 1879 — 80. p. 458. Hier werden die Ascidiadae
besprochen. Er charakterisirt sie so : Körper sitzend, angeheftet,
Kiemenöffnung achtlappig, Afteröffnung sechslappig, Mantel pallert-
artig oder knorplig, Kiemensack nicht deutlich gefaltet, mit Pa-
pillen besetzt, Tentakeln unverästelt, fadenförmig. Vertreten sind
die Gattungen Ciona Flem. mit 1 Art, Ascidia L. 8 Arten, Pachy-
chlaena n. subgen. 3 Arten, Abyssascidia n. gen. 1 Art und Cerella
Hancock 1 Art. Von diesen 14 Arten sind 12 neu: Ciona Flemingi
von Gomera; Pachychlaena n. subgen. von Ascidia, mit sehr
dickem und festem Mantel, P. oblonga Bassstrasse, öbesa Bassstrasse,
gigantea Simons Bay; Ascidia meridionalis Buenos-Ayres, vasculosa
Kerguelen, translueida Kerguelen, tenera Magellaustr. und Buenos-
Ayres, pyriformis Port Jackson, fähiger a Nova Scotia; Abyssasci-
dia n. gen. Mantel knorplig, durchscheinend, Kiemenöffnung zwölf-
lappig, Afteröffnung achtlappig mit der Bauchfläche angeheftet, A.
Wyvillii Süd-Australien, Corella japonica Jokohama.
In einer zweiten Mittheilung ib p. 714 werden ferner als neu
beschrieben : Ascidia cylindracea Australien , despecta Kerguelen ,
placenta Kerguelen. Darauf folgt die Familie Clavelinidae, die in 4
388 Troschel: Bericht üb. d. Leistungen i. d. Naturgeschichte etc.
Gattungen zerfällt. I. Kiemensack mit inneren Längsleisten, 1.
Längsleisten mit Papillen, Rhopalaea, 2. ohne Papillen, Ecteina'
scidia n. gen. IL Kiemensack ohne innere Längsleisten, 3. ohne
Papillen, Clavelina, 4. mit Papillen, Perophora. Als neue Arten
sind beschrieben : Ecteinascidia crassa Ki Island, fusca Banda, tur-
hinata Bermuda, Clavelina oblonga Bermuda, enormis Simon's Bay.
Traustedt gab eine üebersicht der von Dänemark und seinen
nördlichen Nebenländern bekannten Ascidiae simplices. Er hat 11
Gattungen und 30 Arten untersucht. Die Genera bringt er in fol-
gende üebersicht: I. Mundöffnung vierlappig, Kloakenöffnung vier-
lappig oder zweilappig. A. Die Längsachsen der Kiemenspalten
einander parallel, a. Verzweigte Tentakeln. 1. Körper lang gestielt.
Gatt. Boltenia, 2. Körper sitzend Gatt. Cynthiä. b. ünverzweigte
Tentakeln. 1. Falten im Kiemensack, Gatt. Styela, 2. Keine Falten
im Kiemensack, Gatt. Pelonaia. B. Die Kiemenspalten bilden mehr
oder weniger zirkeiförmige Gruppen um Centren, die in Reihen lie-
gen, parallel mit der Längsachse der Falten, Gatt, Glandula. IL
Mundöffnung sechslappig, Kloakenöffnung vierlappig, a. Falten im
Kiemensack, Gatt. Molgula. b. Keine Falten im Kiemensack, Gatt.
Eugyra, III. Mundöffnung sechslappig, Kloakenöffnung sechslappig,
Gatt. Chelyosoma. IV. Mundöffnung achtlappig, Kloakenöffnung
sechslappig. A. Kiemenspalten in jedem Felde concentrisch um
einen Mittelpunkt geordnet, Gatt. Corella. B. Die Längsachsen der
Kiemenspalten einander parallel, a. Körpermuskulatur stark, regel-
mässig (12 — 14 Längsstränge) Gatt. Ciona. b. Körpermuskulatur
schwach, findet sich fast nur an der oberen Seite des Körpers ent-
wickelt, Gatt. Phallusia. — Die Arten vertheilen sich so : 1 Boltenia,
7 Cynthia, 6 Styela, 6 Pelonaia, 1 Glandula, 9 Molgula, neu M.
psammodes Dänemark, groenlandica Grönland, 1 Eugyra, 1 Chelyo-
soma. 1 Corella, 1 Ciona, 7 Phallusia- — Anhänglich wird noch
Oikopleura flabellum J. Müll, angeführt. Meddelelser nat. Foren i
Kjöbenhavn 1879 — 80, p. 397. — Eine vorläufige Mittheilung war
schon im Zool. Anzeiger III, p. 467 in Form einer Clavis synoptica
gegeben.
Nach Verill kommt Ciona (Ascidia) ocellata Ag. bei Newport
R. J. vor, scheint aber in ihrer Verbreitung sehr local zu sein.
Amer. Journal of sc. XX. p. 251.
Salpae. Krukenberg schrieb über den Herzschlag bei den
Salpen. Vergl, physiol. Studien zu Tunis, Mentone und Palermo,
III. Heidelberg 1880. p. 151.
Todaro beobachtete die ersten Entwickelungserscheinungen
der Salpen. Atti R, Accad. dei Lincei, Transunti IV. p. 86. Im
Auszuge Journ. microsc. Soc. III. p, 419.
J,
Bericlit über die Leistungen in der Naturgeschichte
der Vögel während des Jahres 1880.
Von
Aug. V. Pelzeln
in Wien.
Die Zahl der im Laufe des Jahres 1880 erschienenen
ornithologischen Publicationen ist eine sehr bedeutende.
Vollständig erschienen ist; Wallace's Island Life;
in diesem Jahre begonnen und abgeschlossen wurde
Graessner: Vögel Mitteleuropa's.
Begonnen sind: Gould: Supplement to the Mono-
graph of the Trochilidae, Gould: A Monograph of thePit-
tidae, Salvadori Ornitologia della Papuasia e delle
Molucche, C. Gronau: Die Hühnervögel, Baldamus: lllu-
strirtes Handbuch der Federviehzucht 2. Auflage, F. R.
Rathbun: Bright Feathers (America).
Fortsetzungen erschienen von Schlegel: Museum
des Pajs-bas, Sclater: Monograph of the Galbulidae and
Bucconidae, Salvin and Godman: Biologia Centrali-
Americana, D. G. Elliot: Monograph of the Bucerotidae,
Reichenow: Vogelbilder aus fernen Zonen, Russ: Fremd-
ländische Stuben vögel, Dresser: Birds of Europe, A.New-
ton: Yarrell's British Birds new edition, Dubois: Faune de
la Belgique, Giglioli e Manzella: Iconografia dell' Avi-
fauna Italiana, Gould Birds of Asia, A. Hume and Mar-
shall: Game Birds of India, Jones and Shulze: lUustr.
390 Pelz ein: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
Nests ands Eg:gs Birds Ohio, Maynard: Birds of Florida,
Gould: Birds of New-Guinea.
Ihren Abschluss haben gefunden: Shelley: Monograph
of the Cinnyridae and L egge's Birds of Ceylon.
Eine neue periodische Schrift ist: Blätter des Böh-
mischen Vogel- Schutz -Vereines in Prag, Redacteur Dr.
Wladislaw Schier Nr. 1. October 1880.
Gross ist die Zahl der Männer, deren in diesem Jahre
erfolgten Tod die Wissenschaft zu beklagen hat: Dr. P. V.
Lun d, der Erforscher der Höhlenfauna Brasiliens, in Lagoa-
Santa, S. Berthelot, Verfasser der Ornithologie canarienne,
der Oiseaux voyageurs et poissons de passage zu Santa Cruz
de Tenerife, E. Mulsant, Autor der Histoire naturelle des
Oiseaux mouches zu Lyon, T. M. Brewer, der treffliche
americanische Oologe und Ornithologe, T. Campbell Ey ton,
Verfasser der Monographie der Anatiden und der Osteo-
logia Avium, der Erforscher Abyssiniens P. W. Schimper,
der berühmte Reisende und Naturforscher F. Graf Castei-
nau, zuletzt französischer Consul in Melbourne, D. A. Go-
dron, Verfasser des ausgezeichneten Werkes: De l'espece,
der rühmlich bekannte Ornithologe Kammerherr 0. L. von
Krieger aus Sondershausen zu Prag, E. Hearle Rodd
zu Peazunce in Cornwall sehr verdient um die Ornis von
Cornwall und den Scilly-Inseln, L. Hausmann in Berlin,
G. A. Frank in Amsterdam, der Africaforscher Abbe De-
baize zu Udschidschi am Tanganyika-See, Capitain Carter
und H. Cardenhead, Führer der K. belgischen Forschungs-
Expedition in Central- Africa ermordet, J. E. Sturge auf
der westindischen Insel Montserrat.
Nekrologe: Prof. Garrod Ibis 146 mit Aufzählung
seiner Schriften, Th. M. Brewer, Bull. Nutt. Orn. Club
V. 102. Kürzere Notizen über die in diesem Jahre ge-
schiedenen Todten im Ibis, Journal für Ornithologie und
dem Ornithologischen Centralblatt. H. Schalow, Aus dem
Todtenbuche der Ornithologen 1879. Orn. Centralbl. 11.
Ueber Henglin's Denkmal. Orn. Centralbl. 7.
Enthüllung des Naumann-Denkmals. Orn. Central-
bl. 169.
A. Brandt, Ueber den literarischen Nachlass des am
der Vögel während des Jahres 1880. 391
15./3. Juli 1879 verstorbenen Gelieimrathes und Akademikers
Prof. Dr. J. F. von Brandt, Zool. Anzeiger III. 1880. 379.
H. Schalow und L. Olph. Galliard: Jean Crespon,
eine biographische Skizze. Orn. Centralbl. 105.
Allgemeines.
Zoological Record edited by E. C. Rye, Vol. XV pro
1878. London 1880 Aves by Howard Saun der s. Vol. XVI
pro 1879. London 1881 Aves by Howard Saunders, in
gewohnter Weise durchgeführt.
Zoologischer Jahresbericht für 1879. Herausgegeben
von der zoologischen Station zu Neapel. Redigirt von
Prof. J. V. Carus. Leipzig 1880. 8. Der Bericht über
die Vögel II 1108 ist von den Referenten Dr. A. Reiche-
now und H. Schalow verfasst.
Carus Zoologischer Anzeiger 1880.
Rundschau im Ornithologischen Centralblatte 1880.
R. Collett Zoologiske Litteratur Aarene 1879 og 1880
u. Kgl. Norske Vid. Selsk. Skrift. 1880.
Naturae Novitates. Von R. Frie dl ander 1880.
Dr. Elliott Coues Ornithological Bibliography vgl.
Europa und America.
A. Reichenow und IL Schalow Compendium der
neu beschriebenen Gattungen und Arten Journ. f. Orn. 97
(II, III) 194 (III, IV), 314 (IV), vergl. auch Orn. Cen-
tralbl. 63.
Dr. G. Jäger, Handwörterbuch der Zoologie, Anthro-
pologie und Ethnologie. Mit Holzschn. I. Bd. Aal-Byzeres.
Breslau 1880. 8.
Taczonowski Ptaki (Vögel) in Encyklopedia Rol-
nictwa (Landwirthschaftliche Encyklopädie) Warschau 1879.
Bd. V 206.
J.F.Brandt lieber die Fortschritte, welche die zoo-
logische Wissenschaft den von der K. Akad. zu St. Peters-
burg von 1831—1879 herausgegebenen Schriften verdankt.
Beitrag zur Kenntniss des russischen Reiches. IL Folge.
1. Bd. 1879.
K. W. della Torre Repertorium der zoologischen
392 Pelz ein: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
Literatur von Oesterreich-Ungarn aus dem Naturhistoriker
vonKnauer. 2. Jahrg. N. 6. 7.
S. Brusina Jeden Decennium nase Zoologiske Lite-
ratura (1867—1877). Zagreb 1880. 8. Separat-Abdruck aus
Bd. VII der ^^Rod^ (Arbeiten) d. Akad. d. Wissensch. in
Agram.
Dr. A. B. Meyer, Ueber den Iudex zu L. Reichen-
bachs ornithologischen Abbildungen Ibis 374.
0. Gracklauer Verzeichniss sämmtiicher Schriften
über Geflügelzucht, Stuben-, Zier- und Singvögel, Naturge-
schichte der Vögel und ihrer Eier etc. Leipzig 1880. 8.
Fr. G. Hahn, Bemerkungen über thiergeographische
Karten in Mitth. Ver. f. Erdkunde Leipzig 1879. 1—21.
A. Milne-Edwards Recherches sur la faune des
regions australes Annal. des sc. nat. 6. ser. IX. N. 5 et 6.
Art. 9. Von grosser Wichtigkeit für Zoologie und geogra-
phische Verbreitung.
Une exploration italienne au pol sud Rev. scientif.
Aout 1880. 212.
Bericht über die (IV.) Jahres- Versammlung d. allgem.
Deutschen Ornithologischen Gesellschaft abgehalten zu
Stettin vom 23.-26. Mai 1879. Journ. f. Orn. 1880. 1.
Bericht über die (V.) Jahres- Versammlung d. allgem.
Deutsch. Ornith. Gesellsch. abgehalten zu Berlin vom 27.—
31. Mai 1880. ib. 337.
P. L. Sclater, Remarks on the present State of the
Systema Avium Ibis 340 et 399.
P. L. Sclater, The Classification of Birds Nature
XXII 549.
Dr. A. Reich enow, Die wissenschaftlichen Benen-
nungen der Vögel. Nebst einer Bemerkung zu L. Martin's
Beurtheilung des Wickersheimer'schen Conservirungs- Ver-
fahrens. Orn. Centralbl. 25, 68, 156, 164.
H. T. Staun ton, What is meant by the term spe-
eies? in Entomol. Monthl. Mag. 270.
Graf Berlepsch, Ueber Verwendung von Genusnamen
als Speciesnamen. Journ. f. Orn. 223.
F. P. Pas CO e, Zoological Classification; a Handy
der Vögel während des Jahres 1880. 393
Book of Reference etc. 2 ed. with Additions and a Glossaiy.
London 1880. 8.
Fellner, Compendium der Naturwissenschaften (von
Rhabanus Maiirus) 1880?
F. Martinez y Saez Distribucion metod. de los
Vertebratos e la caracteristica de las clases, subclases, or-
denas, familias, subfamilias y generös. Madrid 1880. 8.
Dr. E. L. Trouessart, De la necessite d'une Zoogra-
phie a propos de la Pliytographie de M. A. de Candolle
Le Naturaliste 248.
Die Revue de Zoologie erscheint von 1879 aninFasci-
keln für 3 Monate; Ref. ist nur Fase. I zugekommen.
Buffon Hist. nat. Les Oiseaux Tom IL Livr. 1—7
nouv. edit. Paris 1880. 4.
H.Schlegel, Museum d'hi st. nat. desPays-bas Tom.
VIII. monogr. 41 Tinamous par Schlegel Mars 1880. 1,
monogr. 42. Megapodii par Schlegel Juin 1880. 52.
A. R. Wallace, Island Life: or the Phaenomena
and Causes of Insular Faunas and Floras including a re-
vision and attempted Solution of the Problem of Geological
Climata London 1880. 8.
A. Cory, Beautiful and curious Birds of the World.
Boston, gr. fol. Oct. 1880. Didus ineptus and Ptilorhis
paradiseus. Abbild, ohne Text.
K.Sem per, Die natürlichen Existenzbedingungen der
Thiere. Mit 106 Abb. in Holzschn. und 2 lith. Karten.
2. Th. Leipzig 1880.
Dr. A. Reichen ow, Vogelbilder aus fernen Zonen
(Papageien) Lief. IV— VI.
Dr. K. Russ, Die fremdländischen Stubenvögel. III.
Bd. Die Papageien. Hannover 1880. 8.
Dr. K. Russ, Ueber die fremdländischen Stubenvögel
mit besonderer Berücksichtigung der wissenschaftlichen
Ergebnisse ihrer Züchtung, Vortrag gehalten in der 53.
Versammlung deutscher Naturforscher und Aerzte inDanzig.
Tagebl. d. 53. Vers. Naturf. 887 und Gefied. Welt 505,
517. 529, 539, 551 u. 563.
W. A. Blakiston, W. Swaysland and A. F. Wie-
394 Pelzein: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
ner, The Illustrated Book of Canaries and Cage Birds
London 4. with 56 col. pl. and wood engrav.
J. E. Harting and E. P.Robert Glimpses ofBird-
life pourtrayed with Pen and Pencil with 20 col. pl. and
43. woodcuts and initial letters London 1880. Fol.
H. G. Adams, Nests and eggs of familiär Birds de-
scribed and illustrated. New ed. 1880. 8.
P. Robert et E. Rambert, Les oiseanx dans la
nature Paris 1880. Fol. Avec 20 pl. chromolith. et 10 grav.
sur bois. T. IL
C. Dixon, Rural Bird Life; being Essays on Orni-
thology.
P. L. Sclater, Water fowl, Abstract ofa Davis Lec-
ture before the Zool. Soc. of London 8. July 1880 Nature
XXII. 295. (Holzschn. von Upland Goose f. 1. Ringbilled
Duck f. 2. Paradise Duck f. 3).
Ö. vonRiesenthal, Das Waidwerk, Handbuch der
Naturgeschichte, Jagd und Hege aller in Mitteleuropa jagd-
baren Thiere. Mit 69 Holzschn. und 13 Farbendrucktafeln
nach Originalen des Verfassers Berlin 1880.
Dr. M. Wilkens, Grundzüge der Naturgeschichte der
Hausthiere Dresden 1880.
A. E. Brown and J. D. Catou, The Domestication
of certain Ruminants and aquatic Birds. Amer. Naturalist
XIV. 393.
Blätter des Böhmischen Vogelschutz-Vereins in Prag.
Redacteur Dr. Wladisl. Schier. Von October 1880 an
erschienen.
Dr. A. Günther, Opening Address, Section of Bio-
logy of Brit. Assoc. (über Museen) Report 50 Meet. Brit.
Assoc. 606; Nature 1880. 393.
Acquisitions of the British Museum in the Class of
Birds in 1879-80. Ibis 379.
Dr. L. Fitzinger, Geschichte des K. K. Hof Natu-
ralien-Kabinetes, Fortsetzung. Sitzgsber. der Kais. Akad.
d. Wissensch. Wien. LXXXI. Mai 1880. 267.
Dr. W. Blasius, Oeffentliche Anstalten f. Naturgesch.
und Alter thumskunde in Holland und dem nordw. Theile
der Vögel während des Jahres 1880. 395
von Deutschland. Reise-Skizzen. Braiinschweig 1880. 8.
Auszug im Orn. Centralbl. 37, 41, 49, 58.
Dr. W. Blasius, lieber das naturhistorische Museum
in Braunschweig Journ. f. Orn. 6.
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Journ. f. Orn. 152 (Finken), 277 (Ammern).
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der Zoologischen Gärten in Sammlung gemeinverständl.
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und Entwicklung der zoologischen Gärten. Vortrag, Cin-
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Frankfurt a. M. Das Vogelhaus (mit Ansicht und Grund-
riss) Zool. Gart. 193.
Dr. Max Schmidt, On the Duration of Life of the
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Pelzeln, Ueber die Ergebnisse der Reise der H.
Alois Kraus nach Aegypten, Sumatra und Java. Zool.
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A. Kraus, Der vicekönigliche Thiergarten von Gezi-
reh nächst Cairo in Aegypten Zool. Gart. 257.
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auf Java. Zool. Gart. 321.
P. L. Martin, Die Praxis der Naturgeschichte. 2. Th.
396 Pelzein: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
Dermoplastik und Museologie 2. Aufl. mit Atlas von 10
Tafeln. Weimar 1880. 8.
Wicke rsheimer, Ueber sein Conservirungsverfahren.
Journ. f. Orn. 110.
L. Martin, Das Conservirungsverfahren Wickershei-
mers in Bezug auf Ornithologie, Separatauszug aus dem
Msc. über Conservirung. Orn. Centralbl. 1. u. 9.
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Skrift. 1879. 127.
0. Koerner, Die homerische Thierwelt. Troschels
Archiv f. Naturgesch. XLVL 1880. Heft 1, 127. Heft 2,
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of the Ancients Illustr. London 1880. Bespr. Nature 151.
A Pompeian Bird Shop Zoologist Febr. 60.
Bolle, Die Vögel in den Sagen der Wenden. Journ,
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Dr. L. Jakoby, Ueber die Nachahmung von Natur-
stimmen in der deutschen Poesie. Heidelberg 1880.
Ueber die vermeintlichen Klauen vom Greif oder Vo-
gel Ruck (in Kosmos vonCaspary, 3. Jahrg. ll.Hft. 357).
Fr. Böckmann, Vogelalbino des Hamburger natur-
historischen Museums. Orn. Centralbl. 19 u. 27.
J. Palmen, Die periodischen Veränderungen und
Homologien in den Trachten der Vögel. Vortrag in Verh.
zool. Sect. VI. Versamml. russischer Naturf. und Aerzte.
Auszug von Dr. A. Brandt. Zoolog. Anzeiger 1880. 237.
Dr. R. Schroeder, Pterographische Untersuchungen
Dissert. inaug. Halle 1880. Zeitschr. f. d. ges. Naturwiss.
3. F. VI. 849.
E. Legel und P. Reichel, Zur Mechanik des Vo-
gelfluges in: Der Naturforscher 749. 46. Auszug.
E. Legel und P. Reichel, Ueber die Beziehungen
der Grösse der Flugmuskulatur sowie der Grösse und Form
der Flügelfläche zum Flugvermögen, und über die Aender-
ungen dieser Beziehungen bei Aenderungen des Körperge-
der Vögel während des Jahres 1880. 397
wichtes. Ber. naturw. Sect. Schi es. Gesellsch. f. vaterl.
Ciiltur 1872. 22 mit einer Tafel.
P. Frais se, lieber Zähne bei Vögeln. Vortrag in der
phys.-med. Gesellsch. Würzburg. 2. Aufl. Würzburg 1880.
Prof. Giebel, Dr. Fraisse's Vortrag über Zähne bei
Vögeln. ^ Zeitschr. f. d. ges. Naturwiss. 3. F. V. 1880. 208.
N. F. Bieletzky, Materialien zur Physiologie des
Auges der Vögel. Charkow 1879. gr. 8. 3 Taf. In rus-
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des poches aeriennes des oiseaux. Zool. Anzeiger 286.
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sis des centralen Nervensystems der Wirbelthiere in Mitth.
embryol. Instit. Wien. 2. Bd. Heft 1, 1—10 mit 2 Taf.
Masier, De la regeneration de la moelle epiniere.
Avec 1 pl. Arch. de Biologie T. I. fasc. 4. 696.
A.Raub er, Ueber das System der spinalen Ganglien.
Sitzunggber. nat. Ges. Leipzig 1880. N. 2. 15.
H. Leboucq, Recherches sur ie mode de disparitiou
de la chorde dorsale chez les Vertebres superieurs. Avec
1 pl. in Arch. de Biologie T. 1. F. 4. 718.
F. Merkel, Ueber die Endigungen der seusibeln
Nerven in der Haut der Wirbelthiere. Mit 15 Taf. Ro-
stock 1880. 4.
Anrep, Ueber die Ursache des Todes nach Vagus-
durchschneidung bei Vögeln. Verh. phys.-med. Gesellsch.
398 Pelzela: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
Würzburg XIV. 1880. 1—2. S. 35; Kobert, Zeitschr. f. d.
ges. Naturwiss. 3. T. V. 362.
A. Sabatier, Comparaison des ceintures et des mem-
bres anterieurs et posterieurs dans la serie des Vertebres.
Avec 9 pl. Montpellier et Paris 1880. 4. Aus Mem. Acad.
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Lavocat, Homotypie des membres, Conformation
de l'humerus des Vertebres Mem. Acad. Sc. etc. de Tou-
louse 1880. 8.
A.Bunge, Untersuchungen zur Entwicklungsgeschichte
des Beckengürtels der Amphibien, Reptilien und Vögel.
Inaug.-Diss. Dorpat 1880. 8. 1 Taf.
H. Gadow, Zur vergleichenden Anatomie der Mus-
culatur des Beckens und der hintern Gliedmassen der
Ratiten. Mit 5 col. Taf. Jena 1880. 4.
The Tarsus and Carpus of Birds. American Naturalist
XIV. 882.
Dr. E. Morse, On the identity of the ascending pro-
cess of the Astragalus in Birds with the Intermedium-An-
niversary Memoirs of the Boston Soc. Nat. Hist. Besp.
Annal. Zool. experiment. et generale (Lacaze Duthiers) IX.
1881. X.
W. Behrens, Untersuchungen über den Processus
uncinatus der Vögel und Krokodile. Inaug.-Diss. Göttingen
1880. 8.
W. A. Forbes, Contributions to the Anatomy of Pas-
serine Birds, Part. I. On the Structure of the Stomach in
certain Genera of Tanagers. Proc. Z. S. 143 mit Holzschn.
Part. IL On the Syrinx and other Points in the Anatomy
of the Eurylaimidäe ib. 380 mit Holzschn. Part. III. On
some Points in the Structure of Philepitta and its Position
amongst the Passeres ib. 387 mit Holzschn.
W. A. Forbes, Remarks on Dr. Gadow's Papers on
the Digestive System of Birds. Ibis 234.
C. Aeby, Der Bronchialbaum der Säugethiere und
des Menschen nebst Bemerkungen über den Bronchialbaum
der Vögel und Reptilien. Leipzig 1880. .gr. 8 mit 10 Taf.
A. Angelucci, SuUo sviluppo e struttura del tratto
uveale dei Vertebrate Atti Accad. Lincei Vol. IV. 178.
äer Vögel während des Jahres 1880. 399
Dr. S. Stieda, lieber den Bau und die Entwicklung
der Bursa Fabricii. Zeitschr. f. wissensch. Zool. XXXIV.
Heft 2. 296 mit 5 Holzschnitten.
A. A. Torre, Cenni preventivi sulla Ematopoesi negli
Uccelli. Atti Accad. Sc. Torino XV. disp. 3, 390.
C. Dareste, Recherches sur le mode de formation
des monstres otocephaliens Compt. rend. Acad. Paris XC.
1880. 191.
de Quatrefages, Bemerkungen über Oeuvres des
Dr. Guerin ib. XCI. 1880. 794 (Teratologie).
J. M. Balfour, Handbuch der vergleichenden Em-
bryologie. Mit Bewill. d. Verf. übers, v. B. Vetter. Jena
1880. I. Bd. 1. Hälfte.
A. Sedwick, Mi not A Sketch of Comparative Em-
bryology I. The History of the Genoblasts, and the Theory
of Sex. American Naturalist 96.
A. Raub er, Die Gastrula der Wirbelthiere und die
Allantois. Zool. Anzeiger 1880. 180.
A. Raub er, Formbildung und Formstörung in der
Entwicklung von Wirbelthieren. I. Abschnitt Forts. Gegen-
baur's Morphol. Jahrb. Bd. VI. Hft. 1. 1880. 1.
A. Milner Marshall, Sur le doveloppement des nerfs
craniens chez le poulet Quart. Journ. Micr. Sc. XVIII. 1878.
10. Arch. Zool. experim. VIII. H. 2. p. XVII.
A. Sedgwick, Development of the Kidney in its
relation to the Wolffian body in the chick with 2 pl.
Quart. Journ. Microsc. Sc. XX. 146.
A. Sedwick, On the development of the structure
known as the „glomerulus of the head Kidney" in the
chick Proc. Cambridge. Philos. Soc. Vol. III. 3.
Budge, lieber ein Canalsystem im Mesoderm von
Hühnerembryonen. Arch. f. Anat. und Entwicklgsgesch.
1880. 4. und 5. Heft. 320. Mit 1 Tafel.
Gass er, Die Entstehung der Cloakenöffnung bei Hüh-
nerembryonen ib. 297 mit 2 Taf.
C. Koller, lieber die Bildung des Keimblattes im
Hühnerei. Anzeiger K. Akad. Wiss. Wien H. XXVII. 249.
C. Koller, Beiträge zur Kenntniss des Hühnerkeims
400 Pelz ein: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
im Beginn der Bebrütung mit 1 Tafel und 5 Holzschn.
Sitzgsber. Akad. Wien LXXX. 3. Abth.
J. Dansky und J. Kostenitsch, lieber die Ent-
wicklungsgeschichte des Keimblattes und des Wolff'schen
Ganges im Hühnerei. 2 Taf. Mem. Acad. St. Petersburg
XXVII. N. 13.
E. F. von Homeyer, Ueber die Wanderungen der
Vögel, Vortrag im Tagebl. 53. Versammlung Deutscher
Naturforscher und Aerzte 212.
F. F. von Ho mey er, Ueber den Zug der Vögel Journ.
f. Orn. 5 und Discussion darüber.
E. F. von Ho mey er, Das Vorkommen seltener Vögel
und der Vogelzug. Orn. Centralbl. 33.
E. F. von Homeyer, Ueber das scheinbare und
wirkliche Vorrücken mancher Vogelarten. Zool. Gart. 129.
Karl Peter mann, Wandertrieb und Leben der Zug-
vögel. Gefied. Welt 318 et 338.
W. H. Ballon, Theory of Birds Migrations. Amer.
Naturalist XIV. 527.
Prof. Alfr. Newton, On the Migrations of Birds and
M. M. Brown and Cordeaux's Method of obtaining syste-
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ships. Rep. 50 Meet. Brit. Assoc. 605.
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J. A. Allen, Origin of the instinct of migration in
Birds. Bull. Nat. Ornith. Club. V. 151.
J. A. Harvie Brown Rare Birds and the Autumnal
Migration. Zoologist No. 455.
Bartels, Das Hin- und Herwandern der Zug- und
Strichvögel. Orn. Centralbl. 14.
F. B. W. The Migration of Birds in The Scott. Na-
turalist July 309.
L.Schütz, Der sogenannte Verstand der Thiere oder
der animalische Instinct. Paderborn 1880, 8.
Fei. Hement, De l'instinct et de rintelligence.
Paris 1880. 8 avec vignett.
Soaring of Birds S. E. Peal. Nature XXIIL 60. W.
Larden ib. 77.
der Vögel während des Jahres 1880. 401
Songs of Birds A. N. Nature XXII. 97. — Alfr. New-
ton ib. 122. — Frank. J. Collin ib.
Von den Lautäusserungen der Thiere: in Knaiier,
Der Naturhistoriker 3. Jahrg. N. 429. 34.
A. A. Smith, Two species of Birds laying in the
same nest. Zoologist 59.
K. Th. Liebe, Vier Pfahlbauer unter den Singvögeln.
Monatsschr. d. Ver. Schutz d. Vogelw. V. 8 et 9. 146.
J. Neu, Ueber die Nachahmungslust der Vögel. Gefied.
Welt 244.
R. Service, Starlings versus Sky. Larks Zoologist
Sepl. 403 (Starlings destroy the eggs).
Aus der Vogelstube des Prinzen Ferdinand von
Sachsen-Koburg-Gotha. Gefied. Welt 254 u. 521.
E. von Schlechtendal, Beiträge zur Kenntniss
fremdländischer Stubenvögel. Monatsschr. d. Ver. Schutz
d. Vogelw. H. 9. 163 (Gracupica nigricollis). II. Der kleine
Elsterling (Cissopis, minor) ib. N. 11. 205.
Dr. Karl R US s, Aus meiner Vogelstube. Gefied. Welt
199, 288, 555.
A. Frenze 1, Aus meiner Vogelstube. Monatsschr. d.
Ver. Schutz d. Vogelw. V. N. 11. 198 (Sialia sialis, Sper-
mestes striata, Pyrrhula vulgaris).
A. Frenzel, Mittheilungen aus der Vogelstube. Gefied.
Welt 178. 361.
Dr. Frenzel, Züchtungsbericht für das Jahr 1879.
Gefied. Welt 72.
Dieter ich. Aus meiner Vogelzucht ib. 233.
E. Hald, Aus der Vogelstube ib. 417.
K. Baron Dr a eben fei s, Bericht über meine befie-
derten Freunde und die für dieselben getroffenen Einrich-
tungen ib. 462, 474, 484, 496, 506.
A. Förster, Plaudereien aus meiner Vogelzucht ib. 442.
Nehrkorn, Zur Liebhaberei für fremdländische Stu-
benvögel ib. 120. Bemerkg. v. Dr. Russ.
Neue und seltene Erscheinungen des Vogelmarktes
ib. 169, 203, 234, 257 (Dr. Russ), 308, 390 (E. Hald) 503,
566 (Dr. Russ).
Arch. f. Naturgesch. XXXXVH. Jahrg. 2. Bd. AA
402 Pelzeln: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
Noenty, Mittheilungen aus dem Park von Beaujar-
din ib. 254.
E. Rüdiger, Ueber Nestbau in Gefangenschaft ib. 350.
Die diesjährige Herbst-Thierversteigerung in Antwerpen
ib. 381.
A. F. Wiener, Ueber Vogelhandel und Vogelzucht
ib. 338.
H. Schal ow, Ornithologisches von der Internationalen
Fischerei-Ausstellung in Berlin. Orn. Centralbl. 121, 137, 153.
Die 2. Ausstellung der „Ornis" in Berlin. Gefied.Welt
118, 130, 142, 166, 178, 200, 222, 232, 242.
Dr. Böhm, Die Ausstellung des Vereines Fortsetz.
Deutsch. Acclimatation 1 u. 5.
Das Ausfallen der Federn bei Vögeln. (Aus L' Accli-
matation N. 21 übersetzt von M. Reichenow. Orn. Cen-
tralbl. 99.
Mehlwürmerzucht ib. 117. — Schmeltzpfennig ib. 125.
E. L. Layard, The Papoe (als Futter von Vögeln
besonders Zosterops). Nature 201.
W. Spallek, Meine allmähliche Entwicklung in der
Fütterung der einheimischen insectenfressenden Stuben-
vögel. Gefied. Welt 358 u. 378.
J. Neu, Auch etwas zur Fütterung der Wurmvögel
ib. 258.
J. Neu, Luft und Reinlichkeit für Vögel ib. 149.
Dr. K. Russ, Bergmann's Futter- und Fangkasten
(mit Abbildungen) ib. 542.
0. Schubert, Ueber meine Käfige für insectenfres-
sende Vögel ib. 10 u. 19 mit Holzschn.
W. Cerveny, Die Geschichte meiner Käfige ib. 28
u. 38.
W. Völckers, Ein zerlegbarer Käfig für Insekten-
fresser ib. 431 u. 444 mit Abbildungen.
Zum Vogelschutz. Gefied. Welt 27 (Dr. Russ) 49 (Prof.
Semper), 60, 82, (J. Hellern) 81 (Dr. Russ) 117 (Witt)
129, 347 (Josephy) 357, 407.
Dr. K. Russ, Vogelschutz seitens städtischer Behör-
den ib. 2.
Dr. K. Russ, zum Thierschutz ib. 317.
der Vögel während des Jahres 1880. 403
J. Kolazy, Der Vogelschutz. Mitth. Orn. Ver. Wien
82 u. 86.
The Wild Birds Protections Act. 1880. Zoologist 437.
de Montessus, Sur les causes de la diminution des
Oiseaux. Reunion Delegu^s et Le Naturaliste 227.
G. Burbach, Der einheimischen Vögel Nutzen und
Schaden. 3. Aufl. Gotha 1880. Fol.
6. Geschäftsbericht des Vereins für Vogelschutz und
Vogelkunde für Grossenhain und Umgegend 1879/80.
Ed. Perris, Birds and Insects in American Entomo-
logist March. 69. Apr. 96 (from Bull. Soc. d'Acclimat. 1873).
S. A. Forbes and F. M. Webster, Studies of the
food of Birds, Insects and Fishes made at the Illinois State
Laboratory of Nat. Hist. in Illin. State Labor. Bull. N. 3.
H. Schacht, Am Futterplatze. Orn. Centralbl. 45. 65.
E. Rüdiger, Zur Ueberwinterung insektenfressender
Vögel. Gefied. Welt 553.
E. F. vonHomeyer, Ueber das Aussetzen von Vögeln
behufs deren Einbürgung (Briefliches a. d. Redaction) Orn.
Centralbl. 61.
A. R., Zur Einbürgerung ausländischer Vögel (aus Nutt.
Orn. Club 1880). Orn. Centralbl. 124.
0. Bendler, Ein Beitrag zur Nistkastenfrage. Mo-
natsschr. d. Ver. Schutz d. Vogelw. N. 4. 87.
A. E. Baldamus, Illustrirtes Handbuch der Feder-
viehzucht. Zweite durchaus umgearbeitete und stark ver-
mehrte Auflage. Bd. I, 1880 mit Holzschn. Dresden 8.
0. Grünhol dt. Die künstliche Geflügelzucht. Eine
Anleitung zum Ausbrüten und zur Aufzucht aller Arten von
Hausgeflügel. 2. Aufl. Mit 9 Holzschn. Dresden 1881. (Dec.
1880). 8.
L. Landois, Brutapparat mit elektromagnetischer
Vorrichtung zur Regulirung eines constanten Temperatur-
grades, Mitth. naturwiss. Vereins von Neu -Vorpommern
und Rügen in Greifswald (red. von Dr. Marsson). Jahrg. XII.
1880/81.
E. L emoin e, Elevage des animaux de Basse-Cour avec
60 dess. par E. Allonge. Paris 1880. 16.
C. Gronau, Die Hühnervögel vgl. Gallinae.
404 Pelz ein: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
Neunter Jahresbericht des Vereins für Geflügelzucht
in München für 1879. Gefied. Welt 94.
Geflügel-Börse. Organ zur Vermittlung des Kauf- und
Tausch - Verkehres unter den Geflügelzüchtern. Leipzig.
I. Jahrg. Redacteur: L. Fraisse.
L. Pasteur, Sur les maladies virulentes et en par-
ticulier sur la maladie appelee vulgairement cholera des
poules. Compt. rend. Acad. Paris XC. 1880. 239.
L. Pasteur, Sur le cholera des' poules ib. XC. 952
et 1030.
L. Pasteur, Experiences tendant a demontrer que
les poules vaccinöes par le cholera sant refractoires au
Charbon ib. XCI. 1880. 315.
L. Pasteur, De l'attenuation du virus du cholera
des poules ib. XCI. 670.
Talmey, Sur les analogies qui semblent exister entre
le cholera des poules et la maladie du sommeil ib. XC.
1014; Declot ib. 1688, vgl. auch A. Nicolas ib. 1128.
Rivolta e Del Prato L'Ornitojatria ossia la medi-
cina degli üccelli domestici e semidomestici Pisa 1880. 8.
Wird vollst, in 8 Lieferungen erscheinen.
Prof. Dr. Heller, Diphteritis bei Vögeln (Auszug aus
Schlesw.-Holst. Blätter f. Geflügelzucht). Orn. Centralbl. 130.
P. Megnin, Maladies des Oiseaux, causes, nature et
traitement. Fontainebleau 1880. 8.
Zur Heilung der Legenoth. Gefied. Welt. 244. —
Borges ib. 332.
Ein Kapitel über Vogelkrankheiten ib. 309. 321 u. 331.
W. vonReichenau, Die Nester und Eier der Vögel
in ihren natürlichen Beziehungen betrachtet. Ein Beitrag zur
Ornithopsychologie und zur Kritik der Darwin'schen Theorien :
in Darwinistische Schriften N. 9. Leipzig 1880. 8.
W. von Nathusius-Königsborn, Ueber Eier-Dünn-
schliffe. Journ. f. Orn. 341.
H. Schalow, Ueber die Eierschliffe des Herrn von
Nathusius-Königsborn und über die Entwicklung der Oo-
logie im Allgemeinen. Discussion hierher. Journ. f. Orn. 106.
Dr. Kutter, In eigener Angelegenheit (Polemik gegen
W. V. Nathusius). Journ. f. Orn. 102.
der Vögel während des Jahres 1880. 405
Dr. Kutter, Bemerkungen über einige oologische
Streitfragen ib. 157.
Dr. Kutter, Ueber Eierfalsifieate ib. 347; Ausspruch
der hierüber bestellten Commission ib. 348.
RHöhl, Die Autbewahrung des Eies. Zeitschr. Orn.
Ver. Stettin IV. 114.
T. C. Win ekler, De Eier verzamelaar. Leiden 1880. 8.
Dr. A. Eeichenow, Vögel der Vorwelt. Orn. Cen-
tralbl. 129 u. 145.
0. C. Marsh, Odontornithes ; a monograph on the
exstinct toothed Birds ofN. -America. Newhavn 1880. Imp.
4. W. 40 woodc. and 34 pl. in 4 et in roy. fol. (I. Bd. der
Memoirs of the Peabody Museum of Yale College).
V. Lemoine, Notice sur les Oiseaux fossiles des
terrains tertiaires inferieurs des environs de Reims. Bull.
Soc. Zool. France VII. 1879. N. 6. 398 u. 401.
C. Vogt, Archaeopteryx macroura an Intermediate
Form between Birds and Reptiles (Transl. from Rev. scien-
tif. 13. Sept. 1879). Ibis 434. t. 13 m. Holzschn., vgl. auch
Ann. nat. bist. V. 1880. 185.
Dr. A. Reichenow, Ueber Archaeopteryx. Orn. Cen-
tralbl, 71.
J. Paszlavsk}^, Der Archaeopteryx macroura als
wahre Uebergangsform (in ungarischer Sprache) Termesz.
tod Koslony (Monatshefte d. Ver. f. Naturwissensch.) 1880.
XII. 260.
R. Lydekker a Sketch of the History of the Fossil
Vertebrates of India Journ. A. S. B. XLIX. 1880. (fossil
Birds, Mio.-Pliocene Siwalik.) 22. List 33, vgl. auch Ly-
dekker, Rec. Geol. Survey India L Vol. X. 52 u. Davies
in Geol. Mag. January 1880. 18. (Graculus sp. Dav., Pelecanus
Cautleyi (Davies), P. sivalensis (Dav.) Megascelornis sivu-
lensis (Lyd.), M. sp. Argala Falconeri (M. Edw.), Struthio
asiaticus M. Edw., Dromaeus sivalensis (Lyd.) Gen. inect.
Struthionid); vgl. auch Giebel, Zeitschr. ges. Naturw.
p. VI.
Dr. Nehring, Ueber in einer Höhle der hohen Tatra
ausgegrabene Knochen (darunter Schnee- und Moorhuhn,
Ente, Schnepfe u. s. w.)
406 Pelzelu: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
A.Ne bring, Uebersicht über vierundzwanzig mittel-
europäische Quartär -Faunen, zusammengestellt und mit
Bemerkungen versehen. Zeitscbr. d. deutsch, geol. Gesellsch.
1880. 468. (Lagopus albus u. mutus, Tetrao tetrix, Otis
tarda, Strix nyctea, Anas- und Strix-Arten).
Dr. J. Woldrich, Diluviale Fauna von Zuslowitz bei
Winterberg im Böhmerwalde. Sitzungsber. K. Akad. Wiss.
Wien LXXXIL I. Abth. Juni-Heft 1880 mit 2 Tafeln. In
der Glacialfauna fand sich Lagopus (albus oder alpinus)
und Nyctea nivea, ferner mit ihnen Corvus corax und Anas,
in der Waldfauna Gallus. Abbild.: Nyctea nivea t. 4.
f. 10 — 11 tibia, Anas boschas ib. f. 12 — 13 (ulna), Anas
sp. ib. t. 5. f. 13 coracoid, Corvus corax ib. f. 15 tarsus,
Gallus domesticus ib. f. 16—17 (ulna?)
Cope, Charadrius Shepardianus aus den Amyzow
Shales, Colorado. Bull. ün. St. Geol. Surv. Terr. 35.
Europa.
Von Dresser's History of the Birds of Europe er-
schienen im Jahre 1880: P. LXXVII-LXXIX (April),
LXXX, LXXXI, LXXXII (Decbr. 1880). Reviews of Ge-
nera 1 — 229, Table of Contents with Title pages etc. of
Vol. II-VIII.
F. Graessner, Die Vögel von Mittel-Europa und ihre
Eier. 3. sehr vermehrte und gänzlich umgearbeitete Auflage
des früher erschienenen Werkes : Die Eier der Vögel Deutsch-
lands von Naumann und Buhle. Mit 441 Abbildungen
auf 24 col. Kupfertaf. in 12 Lief. Dresden 4.
A. Marchand, Notes sur les Poussins des Oiseaux
d'Europe. Rev. de Zool. 3. ser. t. VII. 1879. fasc. I. 60.
Ibis falcinellus t. 3, Stercorarius catarractes t. 4, Pelidua
cinclus t. 5, Scolopax major t. 6.
J. J. Dalgleish, List of Occurrences of N.-American
Birds in Europe. Bull. Nutt. Orn. Club V. 65. P. II. 141.
P. III. 210.
Percy Evans Freke, A comparative Catalogue of
Birds found in Europe und N.-America. Dublin 1880. 8.
(from Proc. R. Dublin Soc.)
der Vögel während des Jahres 1880. 407
Howard Saun der s, On the Sea-birds obteined during
the Voyage of Lord Lindsays Yacht „Venus" from Ply-
mouth to Mauritius in 1874. Proc. Z. S. 161.
H. A. Hart, Notes on the Ornithology of the British
Polar-Expedition 1875—1876. Zoologist Apr. 121, May 204.
H. J. Elwes, Field notes on the Birds of Denmark.
Ibis 385 (auch Eier, Nester).
H. Seebohm, A Visit to the Valley of the Petcho-
rain North East Russia With Map and Illustrations by Ch.
Whymper and other Artists. London 1880.
H. Seebohm, Siberia in Europe: a visit to the
Valley of the Petchora in N. E. Russia with description
of the natural history, Migration of Birds etc. With Map
and Illustrations. London 1880. 8. Abbildg.: Gray Plover
S. 1, little Stint S. 15, Willow Grouse S. 124, Gray Plovers
nest and young S. 194. a Swans nest S. 197, little Stints
nest, eggs and young S. 226, the Lighthouse at Heligoland
on a migration night S. 242, migration of Geese S. 284.
J. F. von Brandt, Avium Provinciae Petropolitanae
Enumeratio. Aufzählung der in der Provinz Petersburg
beobachteten Vögel. Journ. f. Ornith. 225 (aus Brandts
Nachlass).
Th. Pleske, Die Vögel des St. Petersburger Vogel-
markts (Schluss). Orn. Centralbl. 12.
Fr. Th. Koppen, Ueber heuschreckenvertilgende Vö-
gel, in Beitr. z. Kenntniss d. russischen Reiches. N. Folge
IIL 1880. (Schädliche Insecten Russlands).
Val. Russow, Die Ornis Esth-, Liv- und Curlands,
mit besonderer Berücksichtigung der Zug- und Brutver-
hältnisse. Nach dem Tode des Verf herausgegeben von
Th. Pleske. Mit 5 Tabellen. (Aus Archiv f. Naturk.
Liv-, Esth- und Curlands). Dorpat 1880. 8.
Finska Fogelägg. — Finnische Vogeleier, abgebildet
von G. Sundman. Mit Text von J. A. Palmen, Helsing-
fors. Querfolio Heft IL (1880). Der Text ist gegenwärtig
auch in deutscher und englischer Sprache.
Dr. Palmen, Notizen aus Finnland. Orn. Centralbl. 85.
K. Kessler, Reisebriefe aus der Krym. Orn. Cen-
tralbl 22 u. 29.
408 Pelz ein: Bericht üb. die Leistungen in d. Naturgeschichte
H. Schalow, Modest Bogdanow. Die Vögel des Kau-
kasus. Kasan 1879. Journ. f. Orn. 254. Ausführl. Analyse
und Uebersetzung der Beschreibung der neuen Arten.
III. Jahresbericht (1878) des Ausschusses für Beobach-
tungsstationen der Vögel Deutschlands. Journ. f. Orn. 1880.12.
IV. Jahresbericht (1879) des Ausschusses für Beobach-
tungsstationen der Vögel Deutschlands. Journ. f. Orn. 355.
Prof. AI tum, Forstzoologie IL Bd. Vögel. 2. Aufl.
Mit 81 Holzschnitten. Berlin 1880. 8.
Dr. Böhm und H. Schalow, Ornithologisches Ta-
schenbuch für Deutschland, bestimmt zum practischen Ge-
brauch auf Excursionen. Im Auftrage des Ausschusses
für Beobachtungsstationen der Vögel Deutschlands bear-
beitet. Berlin 1880. 12.
E. F. von Homeyer, Meine ornithologische Samm-
lung. Journ. f. Orn. 152 (Finken) 277 (Ammern).
Ad. Walter, Miscellen. Orn. Centralbl. 81.
Karl Krezschmar, Ornithologische Characterbilder
aus dem deutschen Walde. Gefied. Welt 348, 451.
H; Neumeyer, Die gefiederten Sänger unserer Laub-
waldungen ib. 483.
Dr. W. Wurm, Die deutschen Waldhühner. III. Das
Birkhuhn. Zool. Gart. 87, 109, IV, Das Kackelhuhn ib. 152,
175, V. Das Haselhuhn ib. 201 u. 270.
Prof. Dr. Glaser, Beobachtungen aus dem Thierleben
im verflossenen Winter. Zool. Gart. 279.
Dr. Quistorp, üeber den Zug der Wandervögel
durch die Provinz Neuvorpommern im Frühjahr 1880. Orn.
Centralbl. 100.
H. Schalow, Wenige Notizen über einige Vögel Rü-
gens ib. 147.
Spalding, Tagebuchnotizen aus dem Jahre 1879
gesammelt in Zymna bei Turoscheln (Ostpreussen) ib. 393.
H. Hintze, Ornithologischer Jahresbericht über die
Ankunft und den Herbstzug einiger Vögel nebst Bemer-
kungen über ihre Brütezeit im Jahre 1879 in der Umgegend
von Stettin. Zeitschr. Ornith. Ver. Stettin IV. 1880. 128.
Holland, Vogelleben im pommerschen Wald und an
der Vögel während des Jahres 1880. 409
der Küste zur Winters- und Frühjalirszeit. Zeitschr. Orn.
Ver. Stettin IV. 1880. 120.
R. Böhm, Im Sande der Mark ib. 125.
Bolle, Aus alter Zeit (über märkische Ornis), Journ.
f. Orn. 220 u. 230. Diseussion und Zusätze Verschiedener.
Ein Versuch zur Bevölkerung der städtischen Park-
anlagen von Berlin mit Singvögeln. Bericht von A. Grun-
ack u. C. Lehmann, Orn. Centralbl. 91.
C. F. Wiepken, Ornithologische Notizen ib. 12.
A. Herold, Beobachtungsnotizen gesammelt in Cronen-
berg vom 1. December 1878 bis 1. December 1879 ib. 21.
L. Sylva, Der Vogelfang im Harz sonst und jetzt.
Gefied. V^elt 118, 143, 157.
G. Ruhm er, Beiträge zur Ornithologie des Werra-
thales in Thüringen. Journ. f. Orn. 144 auch Nisten.
K. Th. Liebe, Ornithologische Skizzen I.Vier Grau-
röcke unserer Gärten. Monatsschr. Deutsch. Ver. Schutz
d. Vogelw. N. 4, 74. Mit Abbild, von Sylvia cinerea, hor-
tensis, curruca und Butaiis grisola).
P. Ko llib ay, Ornithologische Mittheilungen aus Ober-
Schlesien. Orn. Centralbl. 132 u. 154.
Aug. Müller, Meine während der Brutzeit gemachten
ornithologischen Beobachtungen am Salzigen See bei Eis-
leben. Zool. Garten 20, 48 u. 82.
A. Reiner, Nachträge zu dem Verzeichnisse der
Säugethiere und Vögel des vorm. Herzogthums Nassau,
insbesondere der Umgegend von Wiesbaden. Jahrb. Nas-
sauischen Ver. f. Naturk. Jahrg. XXXI u. XXXII. 1878 u.
1879. 245.
M. Naumann und A. Grünewald, Beobachtungs-
Notizen über das Jahr 1879. Gesammelt in Grossenhain
und Umgegend. Orn. Centralbl. 161, 177.
Dr. Lotz, Jagdbeute der Entensteiler zu Biebesheim
(Hessen) im Jahre 1583. Zool. Gart. 383.
F. Arnold, Beobachtung über die Vogelwelt des bo-
tanischen Gartens in München. Gefied. Welt 264, 284, 296
u, 308.
E. Tauber, Halieus carbo undEudytes septentrionalis
bei Tückelhausen, Baiern. Journ, f. Orn. 108.
410 Pelzeln: Bericht üb. die Leistungen in der Nat Urgeschichte
V. Freyberg, Die gefiederten Bewohner des Amraer-
sees und seiner Umgebung. Zool. Gart. 284.
E. F. von Homeyer, Reise nach Helgoland, die
Nordseeinseln Sylt, Lyst etc. Frankfurt a. M. 1880. 8.
Reich an wichtigen ornithologischen Beobachtungen.
H. Gätke, On the Birds of Heligoland. Proc. Unit.
St. Nat. Mus. IL 51.
Kronprinz Rudolf von Oesterreich. Allerlei gesam-
melte ornithologische Beobachtungen. Wien 1880. 8. Nicht
im Buchhandel erschienen.
V. Tschusi zu Schmidhoffen, Ornithologische Mit-
theilungen aus Oesterreich- ÜDgarn (1879). Journ. f. Orn.
1880. 133.
A. F. Graf Marschall, Arten der Ornis Austriaco-
Hungarica, welche in West-Sibirien vorkommen nach Finsch,
Brehm u. Graf Waldburg. Mitth. Orn. Ver. Wien 18, 28, 37.
A. F. Graf Marschall, Arten der Ornis Austriaco-
Hungarica in Nord- America (nach Coues, Chesney, Sennett)
ib. 49.
A. F. Graf Marschall, Vorkommen von Arten der
Ornis Austriaco-Hungarica ausser Europa. Afghanistan, (W.
Ramsay), Ostindien (A. Hume) ib. 76.
A. F. Graf Marschall, Arten der Ornis Austriaco-
Hungarica, welche ausser Europa vorkommen (nach Ibis IV.
N. 13, 14, 15) ib. 89.
Aug. Hof er, Unsere Thier- und Pflanzennamen mit
Rücksicht auf die altdeutschen und mundartlichen Formen
in 7. Jahresber. d. niederösterr. Landes -Lehrerseminars
in Wiener Neustadt 1880. 3—87.
J. Newald, Die Falkenjagd, insbesondere in Nieder-
österreich. Mitth. Orn. Ver. Wien 65 u. 71.
Pelzeln, Ueber drei abnorme Vögel aus Nieder-
Oesterreich, von H. Pleban erlegt. (Gimpel mit weisser
Kopfplatte, Goldammer mit einem Auswuchs an der Schna-
belbasis, Butalis grisola mit durch den Schnabel gezogener
Zunge) ib. 83.
von Tschusi zu Schmidhoffen, Aufzeichnungen
über den Frühjahrs- und Herbstzug der Vögel in der Ge-
gend von Hallein (1878) ib. 8.
der Vögel während des Jahres 1880. 411
P. Blasius Hanf, Ornithologische Beobachtungen aus
Ober-Steiermark. Orn. Centralbl. 113.
P. Blasius Hanf, Ornithologische Beobachtungen aus
Ober-Steiermark (Brief an Dr. R. Blasius). Orn. Cen-
tralbl. 148.
P. B. Hanf, Orn. Notizen. Sitzb. Zool. Bot. Ges. Wien
1880. II. 42.
Dr. W. Schier, Die Zugstrassen der Vögel in Böh-
men. Blätter des Böhmischen Vogel schütz- Vereines in Prag
1880. N. 1. S. 2, 4, 33 mit einer Karte.
Dr. W. Schier, Rundschau ib. 25, 39, 61, 77, 92.
Schilderung des Böhmischen Gebiets.
J. Talsky, Beitrag zur Ornithologie Mährens, Fort-
setzg. Mitth. Orn. Ver. Wien 5, 14, 26, 34, 46 u. 53.
Graf Wladimir Dzieduscycki, Catalog des gräfl.
Dzieduscycki'scheu Museums in Lemberg 1880. Bildet durch
seine genauen und ausführlichen Angaben eine treffliche
Ornis Galiziens.
Dr. Lazarus, Beobachtungen über einheimische Sing-
vögel. Gefied. Welt 17 etc. (bei den einzelnen Arten ein-
getragen).
Dr. Lazarus, Seltenere deutsche Käfigbewohner ib.
441, 466, 577.
Dr. R. Blasius, Crna Prst and Terglou-Seen, Tou-
ristische und botanische Notizen. Zeitschr. des Deutschen
und Oesterreichischen Alpenvereines.
Dr. B. Schiavuzzi, Aggiunti e correzioni all' „Elenco
degli ucelli viventi nell' Istria ed in specialita nel agro
piranese publicato in questo Bollet. Ann. IV. N. 1. Osser-
vazioni ornitologiche fatte durante l'anno 1879. Bolletino
Soc. adriatica di sc. nat. in Trieste Vol. V. fasc. 2. 1880;
enthält auch Annotazioni suU passaggio primaverale ed
autumnale dell anno 1879.
Dr. B. Schiavuzzi, IL Serie di Aggiunti e corre-
zioni ib. Vol. VI. fasc. 1. 1880; enthält auch Annotazioni
ornitologiche fatte durante l'anno 1880 non che note di
revisione par l'elenco publicato nella IV. Annata undPas-
saggi 1880.
E. Hodek, Ornis und Jagd zwischen Unna und
412 Pelz ein: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
Drina. Frühjahrs-Reisebericht 1879 (Schluss). Mittü. Oru.
Ver. Wien 2.'
0. Hermann, Ein Bild aus der Vogelwelt unseres
Landes (in ungarischer Sprache). Termesz. tod Közlöny
(Monatshefte des Vereins f. Naturwiss. 1880. 1 — 9.
A. Alleon, Catalogue des Oiseaux observes aux en-
virons de Constantinople Bull. Soc. Zool. France V. 80.
A. Newton, Yarrell's Brit. Birds new edit. P. XIII
(Juni 1880).
Dr. Elliott Coues, List ofFaunalPublications relating
to British Birds-Fourth instalment of Ornithological Biblio-
graphy in Proc. Un. St. Nat. Museum Vol. II 359-477.
Tuns t all 's Ornithologia Britannica (1781). Edited
by Alfr. Newton, London 1880. fol. (Willoughby Society).
Dr. Th. Lamb's Ornithologia Bercheria (written
1814) edit. by J. E. Harting. Zoologist 313.
C. A. Johns, British Birds in their haunts with illu-
str. drawn by Wolf, engraved by Whymper. New edit.
London 1880. 8.
H. D. Mi not, English Birds compared with American.
American Naturalist XIV. 561.
J. C. and Th. Wood, The Fields Naturalists Hand-
book (Botany, Entomology, Ornithology) London 1880.
C. Dixon, Rural Bird Life; being Essays on Orni-
thology. London 1880. 8.
H. G. Adams, Nests and eggs of familiär birds, de-
scribed and illustr. New ed. 1880. 8.
J. Harvie Brown, Ornithological Journal of the Win-
ter of 1878—79 with Collected Notes regarding its Effects
upon Animal Life, including Remarks on the Migration
of Birds in the autumn of 1878 and the Spring of 1879.
Proc. Nat. Hist. Soc. Glasgow 1879.
J. A. Harvie Brown and J. Cordeaux, Report on
the migration of Birds in the autumn of 1879. Zoologist
May 161.
J. Cordeaux, Migration on the East Coast of Eng-
land in the autumn of 1880. Zoologist 486.
The Birds of Cornwall and the Scilly Islands, By
the late E. Hearle Rodd, Edited with an introduction,
der Vögel wälirend des Jahres 1880. 413
Appendix and brief Memoir of the Author by J. E. Har-
ting with Portrait and Map. London 1880.
J. Gatcombe, Ornithological Notes from Devon, and
Cornwall. Zoologist 46.
J. Gatcombe, Ornithological Notes from Devon and
Cornwall ib. 247.
A. Beaumont, Notes on some varieties of Birds. The
Naturalist (Yorkshire) Vol. V. 88.
W. Eagle Clarke, Ornithological Notes from York-
shire. Zoologist 353.
J. Cordeaux, Ornithological notes from North Lin-
colnshire in the autumn of 1879. Zoologist 8.
J. Corde au X, Bee-eater, Gray Phalarope and Teng-
raalmi's Owl in Lincolnshire. Zoologist 511.
H. Stevenson, Ornithological Notes from Norfolk
for 1878. Zoologist 325. (Suppl. zu Zoologist 1879. 153.)
T. E. G u n n, Ornithological Notes from Norfolk and
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J. Ä. Harvie Brown, The Shiant Islands and their
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W. A. Durnford, Ornithological Notes from North
Lancashire. Zoologist 241.
Edw. Hamilton, Ornithological Notes from S. W.
Sutherland. Zoologist 502.
J. H. Gurney, Ornithological Notes from Lowestoft.
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J. H. Gurney jun., The autumn Migration of Birds
at Cromly. Zoologist 510.
J. Vaughau, Ornithological Notes from Guernsey.
Zoologist 360.
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Owls and the song of the Redwing. Zoologist 379.
J. A. Harvie Brown, Second Report on Scotish Orni-
thology Octob. 1879. to. 30. Sept. 1880 (?). Proc. Nat.
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near Stanley in Perthshire in Scott Naturalist. Apr. 28.
H. M. Drummond-Hay, Notes on the Birds of the
basin of the Tay Scott Naturlist. April 1880. 241.
414 Pelzein: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
H. M. Drummond-Hay, Notes on the Birds of the
basin of Tay and the its Tributaries. ib. V. July 298 et 337.
H. G. Tomlinson, Ornithological Notes from Ork-
ney. Zoologist 297.
Howard Saunders, On the Skuas and some other
Birds, observed in the Shetland Islands. Zoologist 1.
A General View of the Fauna of Ireland E. Frie-
del. Zoologist July 293.
R. Warren, Ornithological Notes from the County
Mayo. Zoologist Ap. 129.
P. L. Patterson, The Birds, Fishes and Cetacea
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P. Lloyd Patterson, Some of the Wading Birds
frequenting Belfast Lough. Proc. Belfast Nat. Hist. Sog.
1878—1880. 85.
J. H. von Baien, Onze Vogels of de Vogels van Ne-
derland in hersne levenswijze geschätzt Groningen 1880.
gr. 8. 50 Holzschn.
W. E. Clarke, Notes on Birds observed in Dutch
Brabant. The Naturalist (Yorkshire) V. 90, 99.
Wickevoort-Crommelin, Aanteekeningen over Ne-
derlandsch Vogels in Tijdschr. d. Nederl. Dierk. Ver. 3.
Afl. V2 XXXL
A. Dubois, Faune illustr. des vertebres de la Belgi-
que, Oiseaux. livr. 28, 29.
Dr. A. Gir tanner, Fremdlinge am Bodensee. Zool.
Gart. 28.
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Bielersee während des Winters 1879—1880. Zool. Gart.
213 u. 249.
A. Gentil, Ornithologie de la Sarthe Passereaux. Le
Maus. 1880. p. 131—204.
E. Olivier, Essai sur la faune de TAllier ou cata-
logue raison^ des animaux sauvages observes dans ce
departement. Premiere Partie. Vertebres. Moulins et Paris
8. 1880.
E. Olivier, Supplement a Tessai sur la Faune de
PAUier. Le Naturaliste IL 298.
F. Lescuyer, Classification des Oiseaux de la vallee
der Vögel während des Jahres 1880. 415
de la Marne basee sur la nature, rutilitö, la puissance, le
Heu, l'epoque et la duree de leurs travaux Chalons s. Marne
1880. 8 av. 5 Tabl
E. H. Giglioli, Elenco dei Mammiferi, degli uccelli e
dei Rettili ittiofagi appartenenti alla Fauna italica, e Cata-
logo degli amfibi e deiPesei italiani 8. Firenze 1880.
E. H. Giglioli e A. Manzella, Iconografia dell'
Avifauna Italiana Part IV. (Febr. 1880).
A. P. Ninni, Materiali por una Fauna Veneta de lui
raccolti VI. Aves Atti R. Itit. Veneto Sc. T. VI. 173.
L. Paulucci, Sopra alcune specie rare di uccelli
italiani Acc. dei Lincei (?) Vol. V. fasc. 3. 84.
P. Magretti, Sopra alcuni casi di scoloramento delle
penne in Uccelli nostrali Atti Soc. Ital. sc. nat. Vol. XXII.
A. Fiori, Note sur alcuni (6) uccelli dei Modenese
Annuario Soc. Natural. Modena XIII. Disp. 3. 135 et XIV.
disp. 2. 97-^170 (contin. e fine).
A. Fiori, Contribuzione all' Avifauna dei' Modenese
e dei Reggiano ib. XIV. 1 — 20. sp. 88. (contin.).
A. Fiori, Nouvi Uccelli dei Modenese ib. XIV. disp.
2. 176.
P. Pavesi, Vertebrati della Provincia di Pavia inter-
essenti la Pesca iniati coli Esposizioe Catal. Esp. Italian.
Berlino 63, 141.
Asien.
Von Gould's Birds of Asia erschien 1880 P. XXXII
mit den Beschreibungen und Abbildungen von: Erythropus
amurensis, Irena cyanea, I. criniger Sharpe, Pitta Kochi
Brüggem., Upupa nigripennis Gould, Carcineutes pulchellus
Horsf., C. melanops, C. amabilis Hume, Pyrrhula major
Brehm, P. erithacus Blyth, Euspiza elegans Teum., Ery-
throspiza githaginea.
Die Nordpolarreisen Adolf Erik Nordenskiöld's
1858—1879. Aus d. Englisch. Autor, deutsche Ausgabe.
Leipzig 1880. 8.
C. G. Danford, A further Contribution to the Orni-
thology of Asia minor. Ibis 81. t. 2. (Karte).
416 Pelz ein: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
Pelzein, lieber eine Serie von Raubvögeln aus Sy-
rien. Mitth. Orn. Ver. Wien 10.
A. F. Graf Marshall, Limites nord extremes d'Oi-
seaux europeens observes dans la Siberie occidentale par
M, M. Finsch, Brehm et Comte Waldburg et dans l'Oural
par M. Brandt (Mem. soc. zool. Vienne XXIX) Bull. Soc.
Philomath. Paris 7 ser. IV. (1879, 1880) 60; especes des
environs d'Omsk selon les donn^s de M. le Professeur Stro-
goff ib. 69; especes du Haut Altai ib. 70.
H. Seebohm, Contributions to tbe Ornithology of
Siberia (cont. from Ibis 1879, 163) concluded Ibis 1880, 179
Sammlungen von M. Kibort and Dr. Theel.
Dr. H. Bolau, Verzeichniss der von Fr. Dorries auf
Askold an der ostsibirischen Küste gesammelten Vögel.
Journ. f. Orn. 113. Mit Nachweisungen über die Ver-
breitung der Arten.
Memoires concernant l'histoire naturelle.de Fempire
Chinois par des Peres de la Compagnie de Jesus, Chang-
Hai et Paris 1880. 4. Premier cahier avec 12 pl. (enthält
noch nichts Ornithologisches).
Capt. Gill, The River of Golden Sand; the Narra-
tive of a Journey through China and Eastern Tibet to Bur-
mah. With an Introductory Essay by Col. H. Y u 1 e 2 Vol.
London 1880.
Notes and Sketches from the Wild Coasts of Nipon,
with Chapters on cruising after Pirates in Chinese waters
By Capt. H. C. St. John. 8. Edinb. 1880.
H. Schalow, lieber H. 0. Schütt's Reise nach Japan.
Orn. Centralbl. 72.
La mission scientifique fran^aise dans le Turkestan
Rev. scientif. France et Etranger 13/11 1880. 476.
lieber Dr. Rad de 's Reise nach Persien. Orn. Cen-
tralbl. 151.
H. Leder, Briefliches aus Lenkoran am s. w. Ufer
des Caspisees, 3./15. Dec. 1879. Zool. Gart. 121.
N. Severzow, Etudes sur le passage des Oiseaux
dans TAsie centrale, particulierement dans le Ferghanah
et le Pamir. Avec carte. Bull. Soc. Moscou 1880. N. 2.
234. t. 6.
der Vogel während des Jahres 1880. 417
R. G. Wardlaw Ramsay: Onithological Notes from
Afghanistan N. II. On the Birds of the Hariab District.
Ibis 45 auch Eier, Nester.
Major St. John : lieber Vögel von Afghanistan. Ibis 145.
H. E. Barnes, Notes on the Nidification of certain
species in the neighbourhood of Chaman, S. Afghanistan
Stray Feath. IX. 212.
Von Stray Feathers sind Ref. von Band IX (1880)
nur N. 1—4 zugekommen.
A. Hume and Marshall, The Game Birds of India.
— The Game Birds of India (reprint from the Asian)
Addenda et Corrigenda Edited by A. 0. Hume, Stray Feath.
IX. 198.
V. Ball, lungle Life in India; or the Journeys and
Journals of an Indian Geologist, London 1880. 8.
A. 0. Hume, Remarks on some species recently de-
scribed by Mr. Brooks. Stray Feath. IX. 96.
A. Hume, Additional Notes on some of our Indian
Stonechats (Pratincola) ib. 133.
A. Hume, Nomenclatur asiatischer Schnepfen ib. 283.
T. F. Bourdillon, Noten über neuerlich gefundene
Nester, ib. 279.
Addition to the Sind Avifauna ib. 282.
A. Hume, A second list of the Birds ofNorth-Eastern
Cachar. ib. 241.
S. B. Do ig, Birds Nesting on the Eastern Narra
Additions and alterations. ib. 277.
G. W. Vidal, First list of the Birds of the Soutb
Konkan. ib. 1 mit Karte (auch Eier, Nester).
W. F. Dique, Seltenere Funde (Madras, ob alle von
dieser Localität?]. ib. 298.
Capt. C. T. Bingham, Additional Notes on the Birds
of Tenasserim and specially on those of the Thoungyeen
Valley, ib. 135 mit Karte (auch Eier, Nester).
A. Hume, The Birds of the Western Half of the Ma-
lay Peninsula Third notice. ib. 107.
G. Tirant, Les Oiseaux de la Basse Cochinchine.
Paris 1880. 8.
Legge, History of the Birds of Ceylon HI. Schluss mit
Archiv f. Naturg. XXXXVH. Jahrg. 2. Bd. BB
418 Pelzeln: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
termin. Taf. u. Karte. — Besprechung A. H u m e Stray
Feath. IX. 239.
E. L. Layard, Notes on the Ornithology of Ceylon
Ibis 279.
Notes from Java, Brief von H. 0. Fbrbes an H. N.
Moseley. Nature XXII. 148.
R. G. Wardlaw Ramsay, Contribution to the Orni-
thology of Sumatra. Report on a Collection from the neigh-
bourhood of Padang Proc. Z. S. 13. t. 1. (Sammlung von
Dr. Bock).
Pelzeln, Dr. Breitensteins 2. Sendung aus Borneo.
Sitzgsb. z. b. Ges. Wien 1880. I. 26.
F. W. Burbridge, The Gardens of the Sun; a Na-
turalists Journey on the Mountains and in the Forests and
Swamps of Borneo and the Sulu Archipel. London 1880. 8.
J. C. Ploem, Eenige aantekeningen omtrent de Fauna
von Banka an Palembang in Natuurk. Tijdschr. v. Nederl.
Indie39D. 7 ser. D. 9. 1880. 77,84. (Ob Ornithologisches?)
Africa.
R. B. Sharpe, Tableau synoptique des especes afri-
caines du genre Loriot (Oriolus) Guide du Naturaliste.
N. 3. 80.
Desfontaines, Memoire sur quelques nouvelles espe-
ces d'Oiseaux des Cotes de Barbarie; (aus Hist. Acad. Roy
Sc.) edited by Alfr. Newton, reprinted for the Willough-
by Society.
Barboza du Bocage, Aves das possess. portug. d'A-
frica Occidental, Decima nona lista. Jörn. Sc. Math. Phys.
Nat. Lisboa XXVIII. 1880. (Arten von Caconda).
Barboza du Bocage, Aves das possess. portug. d'A-
frica Occidental, Vigesima lista. ib. XXIX. 1880.
Barboza du Bocage, Aves de Bolana e da Ilha do
Principe, ib.
Barboza du Bocage, Especes nouvelles, rares ou peu
connues d' Angola et de la cote de Loango ib. (Caconda
S. Anchieta, Loango M. M. Lucan et Petit).
Barboza du Bocage, Riferimentos a: Reichenow über
eine Vögelsammlung aus Malange. ib. XXVII. 1880.
der Vögel während des Jahres 1880. 419
Barboza da Bocage, Rifer. a Oustalet Catal. me-
thod. ois. recueill. par M. Marche dans son voyage sur Ogo-
oue. ib.
Prof. Cabanis, lieber die Sammlungen des Afrika-
reisenden Otto Schutt. Journ. f. Orn. 105.
Neue Vögel aus Angola. Orn. Centralbl. 174. (Tricho-
phorus flavigula Gab., T. flaveolus Gab,, Andropadus graci-
lis Gab.); von H. Schutt gesammelt.
Sir Andrew Smith's, Miscellaneous Ornithological
Papers 1830 — 1834. Reprinted from the South African
Quarterly Journal. London. Willoughy Society 1880.
F. H. Waterhouse, On the Dates of Publication of
the Parts of Sir Andrew Smith's, Illustrations of the Zoo-
logy of South Africa. Proc. Z. S. 489.
Dr. Emil Holub, Sieben Jahre in Südafrika (1872 —
1879) mit Original-Illustr. und 4 Karten. Wien 8.
Th. Ayres, Additional Notes on the Ornithology of
Transvaal Gommunicated by J. H. Gurney, Ibis 99. 257.
(Auch Eier, Nester).
Barboza duBocage, Aves de Zambezia e do Trans-
vaal collegidas pelo major Serpa Pinto. Jörn. Sc. Math.,
Phys. Nat. Lisboa XXVII. 1880. 133.
A. Rabaud: L'Abbe Debaise et sa Mission geogra-
phique et scientifique dans TAfrique centrale. Marseille
1880?
Dr. G. A. Fischer und Dr. A. Reichenow, lieber
eine dritte Gollection von Vogelbälgen aus Ost- Afrika, ge-
sammelt von Dr. G. A. Fischer. Journ. f. Orn. 139.
Dr. G.A. Fischer, Briefliche Berichte aus Ost- Afrika.
Journ. f. Orn. 187 (auch Eier, Nester).
Neue Vögel aus Ost- Afrika (Burbatula Fischer i Rei-
chenow und Mrymecocichla leucolaema Fisch, und Reichenow).
Orn. Gentralbl. 181.
G. E. Shelley, Descriptions of four new species of
Fast African Birds. Ibis 333. t. 7. 8.
The Socotran-Expedition. Ibis 250 et 380.
Dr. G. Hartlaub, lieber einige neue von Dr. Emin
Bey, Gouverneur der Aequatorialprovinzen Aegyptens um
Ladö, Central- Afrika, entdeckte Vögel. Journ. f. Orn. 210.
420 Pelzein: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
Sorella (n. g. Ploccid.) Emini Bey, Dryoscopus cinerascens,
Acrocephalus albotorquatus, Authreptes orientalis.
Dr. G. Hart lau b, On some new Birds discovered
and collected by Dr. Emin Bey in Central-Africa between
50 and 20 N. lat. and 31 0 and 32 « E. longit. Proc. Z. S.
624. t. 60 (Tricholais flavotorquata, Cisticola hypoxantha,
Eminia (n. g.) lepida, Drymocichla incana, Muscicapa in-
fulata).
lieber die Reisen von Dr.Mook und Herr von Holz-
hausen, zum Fettet- und Atbara-Flusse. Nature XXII. 67.
A. Milne-Edwards, Observations sur quelques ani-
maux de Madagascar. Compt. rend. Aead. Paris XCI.
1034. Sammlung von M. Humblot.
L. Stejneger, Zweiter Beitrag zur Ornithologie Ma-
dagascars. Nyt Mag. für Naturvidensk. 26. Bd. 1. Heft.
1880. 1—11.
J. M. Hildebrandt, lieber die Berginsel Nosi-Kombo
und das Fluggebiet des Seruberäno auf Madagascar. Mo-
natssber. Berliner Akad. Febr. 213 (auch über Vögel).
Howard Saun der s, On the See-birds obtained during
the Voyage of Lord Lindsay's Yacht ^Venus" from Ply-
mouth to Mauritius. Proc. Z. S. 161.
Einiges über die Fauna von Mauritius und über die
Seychellen. Möbius in Beitr. zur Meeresfauna der Insel
Mauritius und der Seychellen bearbeitet von Möbius,
F. Richters und E. v. Martens. Berlin 1880.
H. B. Tristram, Description of a new Genus and
Species of Owls from the Seychelles Islands (Gymnoscops
insularis). Ibis 456. t. 14.
America.
Bulletin of the Nuttall Ornithological Club. Vol. V
in 4 Parts General Notes 46, 115, 181, 236. — J. H. A.
Minor Ornithological Papers 43, 112. (Diese Revue enthält
Aufsätze aus wenig zugänglichen und nicht ausschliesslich
ornithologischen Zeitschriften; die hier citirten Arbeiten
datieren noch aus 1878 u. 1879.)
R. Ridgway, A Catalogue of the Birds of North
America in Proc. Un. St. Nat. Mus. III (1880). 163—246.
der Vögel während des Jahres 1880. 421
Dr. EUiott Coues, Sketch of North American Orni-
thology 1879. American Naturalist XIV. 1880. 28.
Dr. Elliott Coues, Third Instalment of American Or-
nithological Literature in Bull. Un. St. Geol. and geogr.
Survey Territ. Vol. V. N. 4. 522—1072. (Fourth Instalment
of Ornith. Bibliogr. vgl. Europa).
Dr. Elliott Coues, Notes and Queries concerning the
Nomenclature of N. American Birds Bull. Nutt. Orn. Club.
V. 95.
R. Ridgway, Revision of Nomenclature of certain
North American Birds. Proc. Un. St. Nat. Mus. III. 1880. 1—16.
R. Ridgway, On occurrent objectionabie names of
North American Birds. Bull. Nutt. Orn. Club V. 36.
Annual Report of the Curator of the Museum of
Comparative Zoology at Harvard College for 1879—80.
Cambridge 1880 (auch über die aus dem Nachlasse T. M.
Brewer's erhaltene Eiersammlung).
Capt. G. M. Wheeler, Annual report for 1879 (auch
Ornithologisches).
H. D. Minot, English Birds compared vrith American.
American Naturalist XIV. 561.
P. E. Freke, A comparative Catalogue of Birds
found in Europe and N. America. Dublin 1880. 8. from
Proc. R. Dublin Soc.
J. J. Dalgleish, List of Occurrences of North American
Birds in Europa. Bull. Nutt. Orn. Club. V. 65. P. II, 141,
P. III, 210.
H. N e h r 1 i n g. Etwas über Verbreitung der Vögel in den
Vereinigten Staaten (aus der in Milwaukee erscheinenden
Cultur- und Gartenbau-Zeitung). Orn. Centralbl. 73, 97.
H. Nehrling, Nordamerikanische Vögel im Freileben
geschildert. Gefied. Welt: Quiscalus purpureus 4, Q. major
30, Coccygus americanus 50, C. erythrophthalmus 60, Vireo
noveboracensis 188, V. gilvus 212, V. flavifrons 233. Ueber-
sicht der in den Ver. Staaten vork. Vireo-Arten 254, Pro-
tonotaria citrea 285, Troglodytes aedon 318, T. hyemalis
338, Mimus polyglottus 359, 369 u. 377, Troglodytes
palustris 398, Wilsonia mitrata 427, Parus atricapillus 452,
P. carolinensis 476, Lophophanes bicolor 575.
422 Pelz ein: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
J.A. Allen, On recent additions to the Ornithological
Fauna of North America. Bull. Nutt. Orn. Club. V. 85.
T. M. Brewer, Catalogue of Humming Birds in the
Society's Museum. Proc. Bost. Sog. Nat. Hist. XX. 335
et 353.
Frank R. Ratlibun, Bright Feathers; or some North
American Birds of Beauty P. I. Auburn N. Y. 1880. 4. 1 pl.
R. Ridgway, Notes on the American Vultures (Sar-
corhamphidae) with special reference to their generic No-
menclature. Bull. Nutt. Orn. Club. V. 77.
S. Lock wo od, Some noteworthy Birds. Americ.
Naturalist. Oct. 915.
Ruthven Deane, Additional Cases of Albinism and
Melanism in N. American Birds. Bull. Nutt. Orn. Club V. 25.
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ib. 131.
Dr. Elliott Coues, ^^Behind the veiF^ (Wilsoniana and
Auduboniana) ib. 193.
E. Dreier, Vogelhandel und Vogelwirthschaft in
America. Gefied. Welt 388.
H. D. Minot, The Diary of a Bird. Boston 1880.
8. cuts.
H. W. Feil den, Mammals and Birds from Port Leo-
pold. Zoologist Nov. 482.
H. Chichester Hart, Notes on the Ornithology of the
British Polar-Expedition 1875—1876. Zoologist Apr. 121,
May 284.
E. W. Nelson, An after-noon in the vicinity of St.
Michaels, Alaska. Bull. Nutt. Orn. Club. V. 33.
Maynard, The Birds of Eastern North America
(früher Birds of Florida) vgl. Anhang. Besprechung Bull.
Nutt. Orn. Club. V. 170.'
T. G, Gentry, Illustrations of Nests and eggs of
Birds of the Middle States with text. part I. 1880. 4.
E. A. Mearns, A List of the Birds of the Hudson
Highlands with Annotations. Bull. Essex Inst. Vol. XL
N. 1—3. p. 43, N. 7 u. 9. 154, Nro. 10. p. 189.
W. A. Stearns, List of Birds of Fishkill on Hudson
N. Y. 1880. 8.
der Vögel während des Jahres 1880. 423
W. H. Gregg, Revised Catalogue of the Birds of
Chemung County N. Y. Elvira N. Y. 1880.
T. M. Brewer, Additional Notes on bis lists ofNew
England Birds. Proc. Boston Soc* Nat. Hist. Vol. XX. p. III.
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Ann. Arbor and Vicinity; Michigan 1880. 8.
Th. A. Bruhin, Phaenologisches. Potosi. Wisc. 12.
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"with Keys and Descriptions of the Groups of greatest in-
terest to the Horticulturist. Indianopolis 1880 (aus Trans-
act. Indiana Horticultural Soc. 1879. 89).
FrankW. Laugdon, Ornithological Field Notes with
five Additions to the Cincinnati Avian Fauna. Journ. Cin-
cinnati Soc. Nat. Hist. July 1880. 121.
Th. S. Roberts and F. Benner: A Contribution to
the Ornithology of Minnesota. Bull. Nutt. Orn. Club. V. 11
auch Nester, Eier,
J. G. Cooper, On the migrations and nesting habits
of West-Coast-Birds. Proc. Un. St. Nat. Mus. IL 1880. 241.
Genev. E. Jones and Eliza J. Shulze, Illustrations
of the Nests and Eggs of the Birds of Ohio with Text fol.
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0. B. Johnson, List of the Birds of the Willamette
Valley, Oregon. American Naturalist XIV. 485 und 635.
Lebensw., Eier, Nester.
R. Ridgway, On six Species of Birds, new to the
fauna of Illinois, with notes on other rare Illinois Birds.
Bull. Nutt. Orn. Club. V. 30.
H. Nehrling, Beiträge zur Ornis des nördlichen Illi-
nois. Journ. f. Orn. 418. Lebensw., Eier, Nester.
W. H. Ballon, Bird Arri\^als at Gaveston. 111. Amer.
Naturalist XIV. 525.
H. D. Mi not, Notes on Colorado Birds. Bull. Nutt.
Orn. Club. V. 223, auch Nisten, Eier.
E. D. Cope, On the Zoological Position of Texas.
Bull. Un. St. Nat. Mus. N. 17. 1880. Washington 8.
America y Oceanica. Documentos de America. Colec-
424 Pelz ein: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
cion de documentos ineditos relatives al descubrimiento,
conquista y Organization de las antiguas possessiones espa-
noles de America y Oceania. T. XXX. Madrid 1880.
P. L. Sclater, Monograph of the Jacamars and Puff-
Birds (Galbulidae and Bucconidae) P. IL (Jan. 1880) III.
(May 1880).
0. Salvin and Godman Biologia Centrali-Americana.
p. m. IV.
Taczanowski, Fauna ornitologiczna Ameryki zwrot
ni Kowny (Ornith. Fauna des trop. America) Pryroda i
Przemisl (Zeitschr. f. Natur- und Gewerbekunde. Warschau
1878/79). Bd. 8. N. 5—15. (Geschichte der ornithologischen
Forschungen im tropischen America und Characteristik
aller daselbst lebenden Vögel-Familien.)
H. Graf Berlepsch; Preliminary Descriptions of new
Birds from South America and Remarks on some described
Species. Ibis 112.
G. N. Lawrence, Descriptions of two new Species
of Parrots and a new Pigeon from South America in Ibis
237 with notes of the Edd. (Chrysotis coeligena, Broto-
gerys ferrugineifrons, Melopelia plumbescejas).
P. L. Sclater, Notes upon some West-Indian Birds.
Ibis 70. t. 1.
F. A. Ober, Ornith ological Explorations of the Les-
ser Äntilles. Bull Essex Inst. Vol. XL N. 1-3. p. 39.
F. A. Ober, Camps in the Caribbes: the Adventures
of a Naturalist in the Lesser Äntilles. Edinburgh 1880.
Mr. Ober's new Expedition to the Äntilles. Ibis 380.
C. E. Lister Field Notes on the Birds of St. Vin-
cent, West-Indies. Ibis 38 auch Nisten.
J. A. Allen, List of the Birds of the Island of Santa
Lucia, West-Indies. Bull. Nutt. Orn. Club. V. 163.
A. B. Cory, Birds of the Bahama Islands, containing
many Birds new to the Islands and a number of undescri-
bed Winter plumages of North American Birds. Illustr.
Boston 1880. 4. 8 col. pl. Auch über Eier und Nester.
Eine Tabelle über Verbreitung der Species.
A. Goering: Ornithologische Erinnerungen aus Ve-
der Vögel während des Jahres 1880. 425
nezuela Nro. IT. Monatsscbr. d. Ver. Schutz d. Vogelw.
V. 60 mit Abbild.: III ib. N. 11. 194.
0. Salvin and F. du Cane Godman: On the ßirds
of the Sierra Nevada of Santa Marta, Columbia. Ibis 114.
t. 3, 169. t. 4, 5. (Sammlungen von Mr. Simons.)
Lesseps Reconnaissance du Napo. Reise des fran-
zösischen Vice-Consuls Wiener in Quito nach Parä. Compt.
rend. Acad. Paris XCI. 841.
P. L. Sclater and 0. Salvin, On new Birds collected
by Mr. C. Buckley in Eastern Ecuador. Proc. Z. S. 155.
t. 16. 17.
L. Taczanowski, Liste des Oiseaux recueillis au
Nord du Perou par M. Stolzman pendant les derniers
mois de 1878 et dans la premiere moitie de 1879. Proc.
Z. S. 189. t. 20 et 21. Auch über Eier.
A. R. Vogelreste aus dem Todtenfelde von Ancon in
West-Peru (von den Herrn Dr. Reiss und Stübel gesammelt).
Orn. Centralbl. 187.
Herbert H. Smith, Brazil; The Amazons and the
Coast. Illustrated by sketches by Champney etc. New-York
1879. 8. Bespr. Americ. Naturalist XIV. 1880. 436.
Mr. W. A. Forbes, Expedition to Brazil. Ibis 378.
E. Gibson, Ornithological Notes from the Neigh-
bourhood of Cape San Antonio, Buenos Ayres. Ibis 1. (Con-
tin. from 1879. 424) et 153. Lebensw., Eier, Nester; reich
an interessanten Beobachtungen.
0. Salvin, A List of Birds collected by the late
Henry Durnford during bis last Expedition to Tucuman
and Salta. Ibis 351. t. 9 et 10.
Henry Durnford's last Expedition to Tucuman and
Salta. Ibis 411. t. 12 (Karte), (Tagebuch).
F. P. Moreno, Voyage dans la Patagonie austräte
(1876-1877) 2. edit.
Australien.
T. Salvadori, Prodromus Ornithologiae Papuasiae
et Moluccarum IX. Menuridae — Certhiidae — Nectari-
niidae — Dicaeidae — Meliphagidae. Ann. Mus. Genova
XVI (1880). 62.
426 Pelz ein: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
T. Salvadori, Prodromus Ornithologiae Papuasiae
et Moluccarum X. Bracliypodidae — Pittidae — Timoliidae
Saxicolidae — Sylviidae — Motacillidae — Ploceidae —
Sturnidae — Oriolidae — Corvidae ib. 183.
T. Salvadori, Ornitologia della Papuasia e delle
Molucche Parte Prima (Accipitres, Psittaci , Picariae) Torino
1880. 4. Bericht von Dr. A. B. Meyer. Journ. f. Orn. 310.
Dr. 0. Finsch, Ornitliological Letters from the Pa-
cific N. I. Honolulu 25. July 1879. Ibis 75 (besonders über
die Vögel der Sandwich-Inseln). — N. IL Taluit Sept. 20.
1879. ib. 218 (Seevögel, Vögel von Taluit). N. III. Taluit
Nov. 15. 1879. ib. 329 (Seevögel, Vögel der Marshall-Inseln).
— N. IV. The Gilbert Islands, Kingsmill Group ib. 429
(auch Seevögel).
Ueber Dr. Finsch 's Reise in die Südsee. Peterman
MittheiL October 1880 in Nature XX. 596.
America y Oceanica vgl. America.
R. B. Sharpe, Description of two remarkable new
Species of Kingfishers Ann. nat. bist. 5 ser. VI. 1880. 231
(Tanysiptera Danae et Clytoceyx rex).
E. L. Layard, Remarks on two Speeres of Halcyon.
Ibis 459. t. 15 (H. Juliae et H. Tristramii).
Oustalet, Description de deux oiseaux nouveaux des
iles Sooloo. Bull. hebd. Assoc. Scient. France. N. 39. 1880.
205—206. (Buceros Montani, Ninox Reyi).
Gould, Birds of New Guinea Part XI (Febr. 1880).
Chaetorhynchus papuensis Meyer, Pitta cyanonota Gray,
Gymnophaps poecilorrhoa Brüggem., Ptilopus Fischeri Brüg-
gem., Epimachus Ellioti Ward, Sauromarptis Gaudichaudii,
Halcyon nigrocyanea Wall., H. stictolaema, Chlamydodera
Orientalis Gould, Megacrex inepta d'Albertis e Salvad.,
Sittella albata P. Ramsay, Artamides Temmincki, Microcea
assimilis Gould.
Dr. A. B. Meyer, Auszüge aus den auf einer Neu-
Guinea-Reise im Jahre 1873 geführten Tagebüchern als
Erläuterung zu den Karten der Geelvink Bai und des
Maocluer-Golfes. Dresden 1875 mit einer Photographie der
Original-Manuscriptkarte. Vgl. hierüber auch Ibis 253.
L. M. d'Albertis, Alla Nuova Guinea: ciö che ho
der Vögel während des Jahres 1880. 427
veduto e cio che ho fatto. Roma e Londre 1880. 8. 2 Vol.
with col. pl. and woodcuts.
E. Oustalet, Description de quelques oiseaux nou-
veaux de la Nouvelle Guinee Bull. hebd. N. 4. 10. Juin
1880. 171. (Drepanornis Bruijnii, Cyclopsittacus Salva-
dorii, Chloromyias Laglaizei, Pomaropsis semiatra).
P. L. Sclater, On a Fifth Collection of Birds made
by M. G. Brown on Duke of York Island and in its Vi-
cinity Proc. Z. S. 65. t. 6—8.
E. L. C. Layard; Notes of a Collections - trip in
the New Hebrides, the Solomon Islands, New Britain, and
the Duke of York Island. With Remarks by E. L. Lay-
ard. Ibis 290. Auch Eier.
E. L. Layard, Notes on the Avifauna of New Ca-
ledonia and the Loyalty Islands. Ibis 336. Auch Nester, Eier.
E. L. Layard, Short Notes from New Caledonia.
Ibis 381.
T. Salvador!, Remarks on two recently published
Papers on the Ornithology of the Solomon Islands. Ibis
126. (Ramsay Proc. Linn. Soc. N. S. W. IV. 65 and Tri-
stram. Ibis 1879. 437).
H. B. Tristram, Bemerkungen hierzu. Ibis 246.
Edgar L. Layard and E. Leopold Layard, Notes
on the Avifauna of the Loyalty Islands. Ibis 220.
Dr. 0. Finsch, Beobachtungen über die Vögel der
Insel Ponape (Carolinen). Journ. f. Orn. 283. Lebensw.,
Nisten, Eier.
Dr. 0. Finsch, Beobachtungen über die Vögel der
Insel Kuschai (Ualan), Carolinen ib. 296. Lebensw., Nester,
Eier.
Dr. 0. Finsch, A List of the Birds of the Island of
Ruk in the Central Carolines. Proc. Z. S. 574.
Dr. 0. Finsch, On two Species ofPigeons from the
Caroline Islands. Proc. Z. S. 577.
Dr. 0. Finsch, Eine hawaiische Vogel-Legende (Gal-
linula sandvicensis betreffend). Mitth. Orn. Ver. Wien 1.
E. Hart Everett, M. A. R. Wallace Australasia Na-
ture XXL 535. — A. R. Wallace ib. 562.
428 Pelz ein: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
Von den Proc. Linnean Soc. New South Wales sind
Ref. keine Lieferungen zugekommen.
Louisa Meredith, Tasmanian Friends and Foes.-Fea-
thered, Furred and Finned, With col. pl. London 1880.
T. W. Kirk, Remarks on some curious speeimens of
New Zealand Birds Transact. N. Zealand Institute XIL 248.
Accipitres.
Dr. A. Nehring, Die Raubvögel und die prähistorischen
Knochenlager. Corresp. -Blatt d. deutsch. Gesellsch. f. Anthr., Eth.
und Urgeschichte 1879. 57.
Gypäetidae. Dr. A. Brehm, Ueber einen Bartgeier aus Dal-
matien, welchen S. K. u. K. Hoheit Kronprinz Rudolf erhielt. Orn.
Centralbl. 164, Journ. f. Orn. 111.
J. von Csato, Beobachtungen über den Bartgeier „Gypäetus
barbatus Cuv." in Siebenbürgen. Mitth. Orn. Ver. Wien 75 und 79.
Yaltoridae. R. Ridgway, Notes on ihe American Vultures
(Sarcorhamphidae) with special reference to their generic nomencla-
ture. Bull. Nutt. Orn. Club. V. 77 (auch über ein Ei von Sarco-
rhamphus aequatorialis Sharpe? aus Chile).
Abbildung: Gyps fulvus ad et juv. Dresser B. Europe LXXVII
— LXXIX.
Falconidae. J. H. Gurney, Notes on a „Catalogue of the
Accipitres in the British Museum by R. Bowdler Sharpe (1874)
(Fortsetz. v. Ibis 1879. 470) Ibis 1880. 195 (Peruinae) 312 (Leptodon,
Regerhinus), 462 (Baza).
Salvadori, Ornitologia Papuaia e Moluche I. 3. Falconidae.
J. E. Harting, Hawks und Hawking. Zoologist July 273.
Dr. Karl Steiskal, üeber Falkenjagd im Mittelalter, insbe-
sondere das allegorische Gedicht: der Minne Falkner (herausgegeben
von Schmeller 1850). Wiener Abendpost 14. August 1880.
J. Newald, Die Falkenjagd, insbesondere in Niederösterreich.
Mitth. Orn. Ver. Wien 65 u. 71.
J. H. Gurney, Berichtigung hinsichtlich ürubitinga anthracina.
Ibis 247.
W. V. Reichenau, Ein fünfzehiger Raubvogel (Archibutro
lagopus) in Kosmos von E. Krause. 4. Jahrg. 4. Heft. 318.
E. Schauer, Steinadler — Goldadler. Mitth. Orn. Ver. Wien
43 u. 58.
Dr. A. Girtanner, Steinadler. Zool. Gart. 159.
0. V. Krieger, Ueber bei Sondershausen erlegte Adler. Orn.
Centralbl. 3.
der Vögel während des Jahres 1880. 429
E. Cavendish Taylor, lieber Aquila Culleni Bree. Ibis 143.
Hugon, Ueber Circaetus galliciis. Le Naturaliste 225.
Circaetus gallicus bei Melk geschossen. Mitth. Orn. Ver. Wien 70.
Elisha S 1 a d e, Note on the Fish Hawk (Paudion carolinensis).
American Naturalist XIV. 528.
A. Hume, Lophotriorchis Kieneri Stray Feath. IX. 273.
A. Dietz, Brief!. Mittheil, über Haliaetus albicilla Erdeszeti
lapok (Blätter für Forstwirthschaft) 1880. XIX. 289.
D. Douglas, Iceland Falcon in Mid Lothian in the Scotch.
Natural Jan. 1880. (Decbr. 1879) 203.
R. Ridgway, Description of the adult plumage of Hierofalco
gyrfalco obsoletus. Buli. Nutt. Orn. Club. V. 92.
A. Müller, Beobachtungen an einem Wanderfalkenpaar (Falco
peregrinus). Offenb. Ver. f. Naturk. 19. u. 20. Jahresber. f. 1880.
Coester, üeber den Harst von Milvus regalis. Zool. Gart. 124.
J. H. Gurney, Note on the Immature Plumage of Dryotri-
orchis spectabilis (Schleg.). Proc. Z. S. 621. t. 58.
J. H. Gurney, Notes on Sumatran specimens of Accipiter
Stevensoni. Ibis 217.
A. Hume, Ueber Accipiter gularis, virgatus and Stevensoni.
Stray Feath. IX. 231.
W. Raine, Nesting of Montagus Hurrier (Circus Montagui).
Zoologist 362 et 443.
H. H ad fiel d, Nesting of Montagu's Harrier. Zoologist 404.
G. A. Widdas, Nesting of Montagu's Harrier ib. 512.
Neue Art: Urospizias pallidiceps Salvad. Ornit. Papuas. 1.65.
(cruentus et Auct.j Buru Wallace, Mus. Lugd.
Abbildungen: Aquila rapax Dresser B. Eur. LXXVII— LXXIX.
— A. chrysaetos ib. — Harpyopsis Novae Guineae d'Albertis Alla
Nouva Guinea t. 92. — Erythropus amurensis Gould Birda Asia
XXXII. t. 1. — Dryotriorchis spectabilis (Schleg.) juv. Gurney Proc.
Z. S. t. 58. — Eier von Falco vespertinus, F. aesalon, F. subbuteo
2 Fig., F. peregrinus, F. gyrfalco, F. tinnunculus 2. F. Palmen und
Sundman Finska Fogelägg II. 1880.
Strigidae. Salvadori, Ornitologia della Papuasia e delle
Molucche. I. 79 (Strigidae).
J. H. Gurney, On the nesting in confinement of the Snowy
Owl. Ibis 481.
J. H. Gurney, Ueber Verschiedenheit der Geschlechter bei
Nyctea scandiaca. Ibis 144,
Joh. Schroeder, Ueber Schneeeulen in Norwegen. Gefied.
Welt 348. Sehr interessante Beobachtungen über das Brutgeschäft.
R. Warren, On the cry of the white Owl. Zoologist Oct. 446.
Dr. EUiott Coues, Shuffeldt's Memoir on the Osteology of
'430 Pelzein: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte.
Speotyto cunicularia hypogaea. Bull. Nutt. Orn. Club. V. 129.
t. 1—3.
W. Hausmann, Bubo maximus, der Uhu, Ver. f. Naturwiss.
in Hermannstadt 1880. XXX. 49.
J. H. Gurney, Notes on a Sumatran specimen of Scops lem-
piji. Ibis 217.
J. Stengel, Der Waldkauz (Strix aluco) eine geflügelte Wald-
katze. Monatschr. d. Ver. Schutz d. Vogelw. 1880. N. 4, 91.
H. B. Tristram, Ueber Syrnium butleri (Hume). Ibis 246.
H. Chich. Hart, Supposed occurrence of the Tawny Owl in
Ireland. Zoologist 254.
A. G. M ar e, Does the long, eared Owl hoot ? Zoologist Nov. 487.
R. J. Ussher. Au unidentified Owl shot in Ireland. Zoolo-
gist 262.
Neue Gattung: Gymnoscops H. B. Tristram. Ibis 456.
(G. insularis n. sp.)
Neue Arten: Ninox Beyi Oustalct Bull. hebd. Ass. Sc. France.
N. 39, 1880. Sulu Ins. — Gymnoscops insularis H. B. Tristam. Ibis
456. Mabe Ins. Sechelles.
Neue Subspecies: Strix nebulosa Älleni Ridgway Proc. ün.
St. Nat. Mus. 1880. 8. Florida.
Abbildungen: Speotyto cunicularia hypogaea Shuffeldt Bull.
Nutt. Orü. Club V. t. 1, Skelet, 2. 3. (Osteologie). — Gymnoscops
insularis Tristram. Ibis t. 14. — Eier von Strix ulula, otus, brachy-
otus, passerina, lapponica, uralensis, tengmalmi, nyctea, bubo, aluco.
Palmen u. Sandman, Finska Fogelägg IL 1880.
Passeres fissirostres.
Caprimulgidae. Podargidae et Caprimulgidae. Salvadori,
Ornitol. della Papuasia e delle Molucche I. 513 et 528.
Observations sur le Steatornis peruvien Extrait d'une lettre
adressee par M. J, Stolzmann ä M. L. Taczanowski Bull. Soc.
Zool. France 1880. 98.
F. L. Harvey, Voraciousness of Chordeites popetue Baird.
American Naturalist XIV. 86.
Neue Gattung: Phalaenoptilu s Ridgway Proc. ün. St.
Nat. Mus. 1880 (Caprimulgus Nuttalli).
Cypselidae. Cypselidae Salvadori, Orn. Papuas, e Mol. I. 534.
Dr. Brehm, üeber den Zug von Cypselus apus. Journ. für
Orn. 334.
T. Salvadori, Osservazioni intorno ad alcune specie del
genere CoUocalia G. R. Gray, Atti Accad. Sc. Torino Vol. XV. 343.
der Vögel während des Jahres 1880, 431
A. Hume, Ueber Collocalia brevirostris Mc. Clelland. Stray
Feath. IX. 290.
G, B. Corbin, On the occurrence of the Needle-tailed Swift
(Acanthylis) for the second time in England. Zoologist 81 with a plate.
Prof. A. Newton, Ueber Chaetura caudacuta in England
erlegt. Proc. Z. S. 1.
A. Hume, Ueber Chaetura caudacuta (nudipes). Stray Feath.
IX. 230 et 286.
Neue Art: Collocalia infuscata Salvad. Atti Accad. Sc. Torino
XIV. 343 et Ornit. Papuas, e Mol. I. 547. Ternate S. Beccari,
Morotai? Wallace.
Abbildung: Acanthylis caudacuta Dresser B. Eur. P. LXXVII —
LXXIX.
Hirundinidae. Z. Gerbe, Observations pour servir ä l'hi-
stoire de l'Hirondelle rustique (Hirundo rustica). Bull. Soc. Zool.
France 1880. 72.
A. Bernard, Observations pour servir a l'histoire de l'Hi-
rondelle rustique (H. rustica). Keponse a M. Z. Gerbe ib. 205.
Alfr. Newton, Winter Swallows. Nature XXII. 89.
J. Gatcombe. A brood of white Swallows. Zoologist 24.
Chatel, The Stone in the Nest of the Swallow. Nature
XXII. 459.
Th. South well, Tenacity of life in young House Martins.
Zoologist 401.
S. Lockwood, On Iridoprocne bicolor. Americ. Naturalist
XIV. 54.
Neue Art: Hirundo leucopygia Stolzm. msc. Taczanowski.
Proc. Z. S. 192. N. Peru. Stolzmann.
Abbildung: Hirundo hyperythra Legge B. Ceylon t; Ei
dieser Art ib. f. 3.
Coraciadae. Dr. Brehm, Ueber die europäische Mandelkrähe
Journ. f. Orn. 333.
Burboza duBocage, Notice sur une nouvelle espece africaine
du Genre Coracias. Jörn. Sc. Math. Phys. Nat. Lisboa XXVIII. 226.
W. A. Forbes, On the Anatomy of Leptosoma discolor
Proc. Z. S. 465 mit Holzschn.
Neue Art: Coracias dispar Bocage Jörn. Sc. Math. Phys. Nat.
Lisboa XXVIII. — C. spatulatus Trimen. Proc. Z. S. 30. S.-Africa.
Dr. Bradshaw, vgl. auch Cabanis Journ. f. Orn. 33 (nach Cabanis
aus Angola von H. von Mechow), ist nach ihm = C. dispar Boc,
siehe auch Bocage a. a. 0. XXIX. 4.
Abbildungen: Holzschn. des Schwanzes von Coracias spatu-
latus Trimen. Proc. Z. S. 32. — Leptosoma discolor, Holzschn, d.
432 Pelze In: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
Fusses S. 466. f. 1, der Flügelmuskeln S. 470. f. 2, Sohle, Sehnen
S. 472. f, 3, syrinx S. 473. f. 4, 5. W. A. Forbes. Proc. Z. S.
Eurylaimidae. W. A. Forbes, On the Syrinx and other
Points in the Anatomy of the Eurylaemidae. Proc. Z. S. 380 mit
Holzschn.
Abbildungen: Holzschnitt des Fusses von Cymbirhynchus
macrorhynchus (Muskeln) S. 382. f. 1, Syrinx von Eurylaemus ochro-
melas S. 384. f. 2 und Cymbirhynchus S. 385. f. 3, 4. W. A. Forbes.
Proc. Z. S.
Todidae. R. B. Sharpe, Tableau synoptique des Todiers
(Todus) Guide du Naturaliste N. 3. 80.
Bucconidae. Abbildungen: Bucco coUuris Sclater Monograph
Bucconidae III. t. 19. — B. macrorhynchus ib. t. 20. — B. Dj^soni
ib. t. 21. — B. hyperrhynchus ib. t. 22. — B. Swainsoni ib. t. 28.
— B. pectoralis ib. t. 24. — B. Ordi ib. t. 25. — B. tectus ib. t. 26.
— B. subtectus ib. t. 27. — B. macrodactylus ib. P. IV. t. 28. —
B. ruficollis ib. t. 29. — B. bicinctus ib. t. 30. — B. tamatia ib. t. 31.
f. 1. — B. pulmentum ib. f. 2. — B. maculatus ib. t. 32. — B.
striatipectus ib. t. 38. — B. chacuru ib. t. 34. — B. striolatus ib. t. 35.
Alcedinidae. Alcedinidae T. Salvadori, Ornit. Papuas, e Mol.
I. 407.
E. L. Layard, Remarks on two Species ofHalcyon (H. Juliae
et H. Tristrami n. sp.). Ibis 459. t. 15 (Note von H. B. Tristram).
L. Nicaud, Observations sur deux nids, de l'Alcedo ispida
avec 1 pl. Bull. Soc. Sc. Nat. Neuchatel T. XI. 3 cah. 395.
Neue Gattung: Clytoceyx R. B. Sharpe Ann. nat. bist.
5. ser. VI. 1880 (Cl. rex n. sp.)
Neue Arten: Tanysiptera Danae R. B. Sharpe Ann. nat.
bist. 5. ser. VI. 231. S. 0. N.-Guinea Mr. Hustein. — Halcyon Tri-
strami E. L. Layard. Ibis 460. Salomons-Ins. — H. palUdiventris
Caban. Journ. f. Orn. 349 (Subspecies von senicoerulea) Angola 0.
Schutt. — Gyanälcyon quadricolor Oustalet Le Naturaliste II. 324.
N. N.-Guinea. — Melidora jdbiensis Salvad. Ornit. Papuas, e Mol.
I. 502. Ins. Jobi S. Beccari, Bruijn. — CZ^ioce^/^ rea; R. B. Sharpe
Ann. nat. bist. 5. ser. VI. 231. S. 0. N.-Guinea Mr. Hustein.
Abbildungen: Sauromarptis Gandichaudii Gould. B. N.-Gu-
inea P. XI. — Halcyon nigrocyanea Wall. ib. — H. stictolaema ib.
— H. Tristrami Layard Ibis t. 15. — Carcineutes pulchellus Ilonsf.
Gould B. Asia XXXII. t. 6. — C. melanops ib. t. 7. — C. amabilis
Hume ib. t. 8.
Meropidae. Meropidae Salvad. Ornit. Papuas. Mol. I. 401.
Galbulidae. Abbildungen: Galbula leucogastra Sclater Mo-
nograph Galbulidae IL t. 9. — G. chalcothorax ib. 1. 10. — Brachy-
gulba lugubris ib. t. 11. — ß. Gaeringi ib. t. 12. — R. Salmoni ib.
der Vögel während des Jahres 1880. 483
t. 13. — B. albigularis ib. t. 14. — B. raelanosterna ib. t. 15. —
Jacamaralcyon tridactyla ib. t. 16. — Galbalcyrhynchus leucotis ib.
t. 17. — Jacamerops grandis ib. t. 18.
Passeres tenuirostres.
Upupidae. Dr. Lazariis, Der Wiedehopf. Gefied. Welt 577.
H. Tetzner, Einiges über den Wiedehopf ib. 507.
M. Carrow, Hoopoe near Basingstoke. Zoologist 298.
Neue Art: Drepanornis Bruijnü Oustalet Bull. hebd. N. 11.
10. Juin 1880. 172 and Annal. sc. nat. VI. ser. IX. N. 2—4. Art. V.
N. Guinea.
Abbildungen: Upupa nigripennis Gould ß. Asia XXXII.
t. 5. — Epimachus Ellioti Ward. Gould B. N. Guinea XI. — Dre-
panornis Albertisi d'Albertis Alla Nouva Guinea t. S. 80. — Ptilorhis
paradiseus A. Cory Beautiful and curious Birds t.
Premeropidae. Capt. G. E. Shelley, Monograph of the Cin-
nyridae or Family of Sun Birds. Part. XI, XII Schluss, Introduction,
Classific. Geograph Destrib. Literat.
Neue Gattung: Urocharis (Dicaeidae) Salvad. Annal. Mus.
Genova XVI. 69 (U. longicauda Salvad.).
Neue Arten: Ginnyris Fischeri Reich. G. A. Fischer und
Reich. Journ. f. Orn. 142. Mozambique Dr. G. A. Fischer. —
Chdlcomitra deminuta Caban. Orn. Centralbl. 143 u. Journ. f. Orn.
419. S. W. Africa 0. Schutt. — Äuthreptes orientalis Hartl. Journ.
f. Orn. 213 Central-Africa Dr. Emin Bey. — Dicaeum Layardorum
Salvad. (sp.? Layard. Ibis 1880. 308). Ann Mus. Genova XVI. 67.
N. Britannien Layard.
Abbildungen: Nectarinia capreonitens Shelley Monogr. Cin-
nyrid. XI, XII. — N. Bocagii ib. — Ginnyris Corneliae ib. — C.
concinna ib. — C. aurora ib. — C. flagrans ib. — C. Zenobia ib. —
C. microrhyncha ib. — C. affinis ib. — C. venustus ib. — C. Co-
quereli ib. — C. Hartlaubi ib. — C. Oustaleti ib. — Hedypipua
platura ib. — Aethopyga eximia ib. — Ae. nipalensis ib. — Ae. Hors
fieldii ib. Ae, Gouldiae ib. — Ae. Temminekii ib. — Ae. mystacalis
ib. — Ae. flavostriata ib. — Ae. Seheriae ib. — Ae. Shelleyi ib. —
Authreptes Anchiatae ib. — A. rectiröstris ib. — A. Zambesianus
ib. — A. hypatra (?) ib. — A. tephrolaema. — Endrepanis dubia
ib. — Pachyglossa vincens. m. f. Legge B. Ceylon t.
Gaerebidae. NeueRasse: Certhiola magnirostris Taczanoweki
(sp.? ante) Proc. Z. S. 193. N. Peru Stolzmann.
Trochilidae. Mulsant, Histoire naturelle des Oiseaux Mouches
Suppl. Tafeln. 4. (datirt 1877; aber erst 1880 erhalten).
Archiv für Naturg. XXXXVn. Jahrg. 2. Bd. CC
434 Pelz ein: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
Gould, Supplement to the Monograph of the Trochilidae or
Humming Birds Part I. 1880. fol. Die Monographie wurde 1860
geschlossen; das Supplement wurde auf 4 Theile berechnet. Durch
den seither eingetretenen Tod des Verfassers ist das Erscheinen
unterbrochen worden; nach einer Mittheilung T. Salvadori's in
Goulds Necrolog ist jedoch Aussicht vorhanden, dass Mr. R. B.
Sharpe die Gould 'sehen Werke fortsetzen werde.
E. Endes Deslongchamps, Catalogue descriptif des Trochi-
lides QU Oiseaux mouches, aujour d'hui conuus. Rev. d'apres les exempl.
du Musee de Caen. fasc. I avec 6 PL Caen et Paris 1880. 8. (auch
in Annuair. Mus. de Caen.).
E. Deslongchamps, Catalogue descriptif des Oiseaux du
musee de Caen., appartenant a la famille des Trochilides ou oiseaux
mouches 1880.
T. M. B r e w e r, Catalogue of Humming Birds in the Society's
Museum. Proc. Boston Soc. nat. bist. Vol. XX. 335, 353.
Prof. A. Waga, Zywe Kolibry in Europa. (Lebendige Koli-
bri-Vögel in Europa Pryroda i Przemisl. (Zeitschr. f. Natur- und
Gewerbekunde). Warschau 1879—80. Bd. 7. 353.
Prof. A. Waga, Obyczaja Kolibrow (Gewohnheiten der Koli-
bris) ib. Bd. 8. 1878—80. 173.
Dr. A. Zipperlen, Kolibris in der Gefangenschaft. Gefied.
Welt 439.
Prof. W. J. Beal: Fertilisation of flowers- by Humming Birds.
Americ. Naturalist XIV. 126.
J. Gould: Description of two new Humming Birds from Bo-
livia. Ann. nat. bist. 5. ser. V. 489.
E. Deslo ngchamps, Etüde sur le groupe des Jacobines (Flo-
risuga) e le nouveaux sousgenre Melanotrochilus Guide du Natu-
raliste 2. Annee. N. 1. 7 — 9.
L. Taczanowski, Beschreibung von Diphlogaena Warsewiczi
(Reich.). Proc. Z. S. 204.
E. Oustalet, L'architecture des Oiseaux; le nid du Rham-
phomicron microrhynchus. La Nature 1880. N. 378 avec flg.; le Nid
de rOxypogon ib. N. 398.
Dr. G. Elliot, On Cynanthus bolivianus Gould. Ann. nat.
bist. 5. ser. VL 232.
Rediscovery of Loddigesia mirabilis. Ibis 152 (durch H. Stolz-
mann bei Chachapoyos in Peru gefunden).
Howard Saunders, lieber Loddigesia mirabilis. Ibis 247.
Ueber das Genus Orthorhyuchus J. A. Allen, Bull. Nutt.
Orn. Club. V. 167, 168.
E. Deyrolle, Note sur l'Hylonympha macrocerea, oiseau
peu connu de la famille des Trochilides. Rev. de Zool. 1879. 63.
der Vögel während des Jahres 1880. 435
Neue Gattung: Pinarolaema Gould Ann. nat. hist. 5. ser.
V. 489 (P. Buckleyi n. sp.).
Neue Untergattung: Melanotrochilus E. Deslongchamps
Guide du Naturaliste II. N. 1. 7 — 9. (Florisuga fusca).
Neue Arten: Eamphomicron dorsale Salv. and Godm. Ibis
172. Sierra Nevada, Columbia Mr. Simons. — Oxypogon cyanolaemus
Salv. and Godm. ib. 172. Sierra Nevada, Columbia Mr. Simons. —
Cynanthus bolivianus Gould Ann. nat. hist. 5. ser. V. 489. Bolivien
Mr. ßuckley. — Pinarolaema Buckleyi Gould ib. Bolivien Mr.
Buckley.
Neue Subspecies: Hylocharis cyanea subsp. viridiventris
Gf. Berlepsch. Ibis 113. Venezuela, Trinidad, Orinoco-District.
Abbildungen: Sapho Phaon Mulsant Hist. nat. Ois. Mouch.
Suppl. t. — Philodice Mitchelli ib. — Thaumastura Cora ib. — He-
liactin cornuta. — Eupetomena Hirundo ib. — Petasophora cyanotis
ib. — Augustes Lumachellus ib. — Metallura smaragdinicollis ib. —
Mellisuga minima (auch Nest) ib. — Doricha Evelynae ib. — Cy-
nanthus coelestis ib. — Eudosia Traviesi. — Leslia Nuna ib. —
Calliperidia Angelae ib. — Eulampis holosericeus ib. — Acestura
Mulsanti ib. — Telamon strictilophus ib. — T. regulus ib. — Erio-
cnemis chrysoroma ib. — Rhamphomicron olivaceus ib. — Saturia
Isaacsoni ib. — Heliangelus Spencei ib. — Jolaema Schreibersi ib.
— Eriocnemis Dyselia ib. — Rhamphomicron microrhynchus ib. —
Bellona cristata ib. — Aricia Boucardi ib. — Eustephanus galeritus
ib. — Circo magica ib. — Lampropygia boliviana ib. — Chalybura
malmorrhoa ib. — Oreopyra hemileuca ib. — Eugenia imperatrix
ib. — Thelurania hypochlora ib. — Oxypogon Guerini ib. — Oreo-
pyra calolaema ib. — Calypta Helenae ib. — Lucaria costea ib. —
Oreopyra cinereicauda ib. — Eucephala subcoerulea ib. — Cepha-
lolepis Delalandii ib. — Panoplites Jardinei ib. — Eustephanus Fer-
nandensis ib. — Chaetocercus bombillus ib. — Pygmornis Longue-
mareus ib. — Panterpe insignis ib. — Clytolaema Mathewsi ib. —
Leucolia viridifrons ib. — Heliopaedica Xanthusi ib. — Eupherusa
poliocerca ib. — Cyanomyia microrhyncha ib. — Doleromya sor-
dida ib. — Phaetornis Bourcieri ib. — Ph. eurynome ib. — Leu-
colia Candida ib. — Eutoxeres Condaminei ib. — Thalurania glau-
copis ib. — Oreopyra leucaspis ib. — Thalurania hypochlora Gould
Suppl. Trochil. P. I. — Hylonympha macrocerca ib. — Sparganura
glyceria ib. — Zodalia Ortoni ib. — Cyonanthus bolivianus ib. —
Microchera parvirostris ib. — Elvira cupreiceps ib. — Oreonympha
nobilis ib. — Lophornis adorabilis ib. — Lampornis calosoma ib.
— Aglaeactis caumatonota ib. — Pinarolaema Buckleyi ib. — Hy-
lonympha macrocerea DeyroUe Rev. de Zool. 1879. t. 2 (schon im
vorigen Berichte erwähnt). — Campylopterus phainopeplus Salv. et
436 Pelz ein: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschiclite
Godm. Ibis t. 4. f. 1. — Rhamphomicron dorsale Salv. and Godm.
ib. t. 5, f. 1, 2. — Oxypogon cyanolaemus Salv. and Godm. Ibis
t. 4. f. 2.
Meliphagidae. Neue Gattungen: Meliarehus Salvad. Ann.
Mus. Genova XVI. 75 (M. Sclateri Gray). — Pycnopygius Salvad.
ib. 78 (P. stictocephalus Salvad.). — PhilemonopsisSalYSidt.. ib. 79
(Ph. Meyeri Salvad.),
Neue Arten: Ptilotis flavirictus Salvad. Ann. Mus. Genova
XVI. 76 N.Guinea, Fly River d'Albertis. — PL montana Salv. ib.
77 N. Guinea, Arfak-Geb., Bruijn, Beccari. — Zosterops hrunnei-
caudus Salv. (rufifrons Salv. 1874) ib. 82 Molukken.
Neuer Artname: Zosterops Kittlitzei Finsch. (eventuell für
Drepanis cinerea Kittl.). Journ. f. Orn. 300.
Abbildung: Zosterops ceylonensis Legge B, Ceylon t., auch
Ei f. 14.,
Anabatidae. F. Norgate, On the Nesting of the Nuthatch
(Sitta) as observed in Norfolk, Zoologist 41.
Fr. Arnold, Der Kleiber (Sitta caesia). Gefied. Welt 461.
Neue Arten: Geositta antarctica Landb. Troschel's Arch. f.
Naturg. XL VI. 1880. 274. Feuerland. — Äutomolus dorsalis Sclater
et Salv. Proc. Z. S. 158. Ecuador Mr, Buckle y. — Pseudocolaptes
costaricensis Boacard Bull. Soc. Zool. France 1880. 230. Costa Rica,
Abbildungen: Geositta antarctica Landb. Trosch. Arch. f.
Naturg. XLVI. t. 12, — Sittella albata Ramsay Gould B. N, Guinea
P. XI.
Troglodytidae. Eine Hummelart in Zaunkönigsnestern. Orn.
Centralbl, 4.
Neue Arten: Thryothorus hyperythrus Salv, and Godm.
Biologia Central! -Amer. 91. Central- America. — Th. hypospodius
Salv. and Godm. (rutilus ante) ib. 92 nota Columbien. — Thryophihts
Zeledoni Lawr. sasc. Ridgway Proc, Un. St. Nat. Mus. I, 252 ; Salv.
and Godman Biol. Centr. Amer. 94. Costa Rica.
Neue Artnaraen: Thryothorus Bairdi Salv. and Godm. (Re-
wickii var. leucogastra Auct.) Biol, Centr. Amer. 95. — Thr. La-
wr encii Salv. and Godm. (felix ß Lawrencii Ridgw.) ib. 91.
Abbildungen: Thryophilus thoracicus Salv. and Godm. Biol.
Centr. Amer. t. 6. f. 1, 2. — Th. semibadius Salv, ib. f. 3. — Thry-
othorus atrigularis ib. f, 2. — Th. felix ib. t. 7. f. 1. — Th. albi-
nucha ib. f. 2. — Cistothorus polyglottus (elegans) ib. f. 3. — Mi-
crocerculus philomela ib. t. 5. f. 3. — M. lascinia ib. f. 4.
der Vögel während des Jahres 1880. 437
Passeres dentirostres.
Lascinidae. H. Seebohm, Various Corrections of Synonyray
in the Family Sylviidae. Ibis 273 sehr wichtig.
A. Hume, lieber Prinia poliocephala Anders. Stray Feath.
IX. 286.
A. Hume, lieber Suya albogularis ib. 227.
Müller, lieber Eier und Nester von Cisticola schoeniclus.
Journ. f. Orn. 217.
A. Müller, Zur Naturgeschichte der Cisticola schoenicola Bp.
Offenb. Ver. f. Naturk. N, 19 u. 20. Jahresber. f. 1880.
A. Hume, lieber Burnesia gracilis. Stray Feath. IX. 228.
H. Seebohm, Field Notes on the Reed and Marsh Warbier
Zoologist 377.
W. Eagle Clark e, Nidification of the Reed Warbier. Zoolo-
gist 449.
W.E.Brooks, A few remarks on Schoenicola platyura. Stray
Feath. IX. 209. — Note by A. Hume ib. 211; Hume ib. 234 et 260
(auch Nisten).
W. E. Brooks. Note on Tribura Mandellii ib. 240.
H. Hart, Blackcap (Sylvia atricapilla) in Ireland. Zoologist 512.
Dr. Baldamus, Zur Nahrung der Zaungrasmücke (a. d. Vogel-
welt). Orn. Centralbl. 116.
Dr. Gronen, üeber Wartung und Pflege der Grasmücken.
Zool. Gart. 336.
Text von Sylvia momus und S. deserticola Dresser B. Eur.
LXXVII-LXXIX.
W.EdwinBr ooks, Phylloscopus plumbeitarsusSwinboe. Ibis 382.
A. Hume, üeber Phylloscopus sindianus Brooks. Stray Feath.
IX. 99.
A. Hume, üeber Regaloides-Arten ib. 290.
A. Hume, üeber Hypolais pallida ib. 231.
Dr. Lazarus, Der Gartenlaubvogel (Sylvia hypolais). Gefied.
Welt 105.
A. Hume, üeber Abrornis Jerdoni Stray Feath. 228.
Dr. Lazarus, Einiges über Sprosser. Gefied. Welt 165.
Dr. Lazarus, Neuere Erfahrungen über Sprosser ib. 485, 497,
508 u. 519.
W. Conraetz, üeber Sprosser ib. 408. 418 u. 440.
0. Rawton, Le rossignol Journ. d. conaiss. ut. 1880. 46.
Th. Koppen, Ansiedlung von Nachtigallen bei Coburg (Briefl.
an Dr. Golz). Orn. Centralbl. 85.
438 Pelz ein: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschiclite
Th. Koppen, Bericht über die Wiederkehr und Eingewöhnung
von Nachtigallen in Coburg. Gefied. Welt 211, 221, 231, 241.
G. T. Porritt, Abundance of Nightingales. The Naturalist
(Yorkshire) Vol. V. 168.
H. Nehrling, Der Blauvogel oder Hüttensänger (Sialia Wil-
sonii Swains). Monatschr. d. Ver. Schutz d. Vogelw. V. N. 12. 214.
E. V. Schlechtendal, Mein Hüttensänger und seine Familie
ib. 224.
S. A. Forbes, The food of the Bloebird (Siolia sialis L.)
Americ. Entomologist Sept. 215, Oct. 231.
A. Hume, Additional Notes on some of our Indian Stouechats
(Pratincola). Stray Feath. IX. 133.
Müller, Männchen von Ruticilla tithys im Gefieder des
Weibchens. Journ. f. Orn. 333.
C. G. Friederich, Ein verläumdeter Vogel (Ruticilla phoeni-
lurus) (a. d. Stuttgarter N. Tagebl.). Orn. Centralbl. 140.
Neue Gattungen: Eminia Hartlaub Proc. Z. S. 625 (E.
lepida n. sp.). — JDrymocichla Hartl. ib. (D. incana n. sp.).
Neue Arten: JDrymoica grandis Bocage Jörn. Sc. Math.
Phys. Nat. Lisboa XXIX. Caconda, W. Africa S. Anchieta. — D.
modesta Bocage ib. Loango- Küste Lucan et Petit. — Gisticdla
rhodoptera Shelley. Ibis 333, üsumbara Berge, 0. -Africa Dr. Kirk.
— C. hypoxantha Hartl. Proc. Z. S. 624. Central-Africa Dr. Emin
Bey. — C. sp. (ruficeps Sclater nee Gould) Sälvadori Ann. Mus.
Genov. XVI. 189 York Ins. — Eminia lepida Hartl. Proc. Z. S. 625
Centr.-Africa Dr. Emin Bey. — Drymociclüa incana Hartl. ib. 626
C.-Africa Dr. Emin Bey. — Megalurus interscapularis Sclsiter Froc.
Z. S. 65 N. Britannien Mr. Brown. — Äcrocephalus albotorquatus
Hartl. Journ. f. Orn. 212 Centr.-Afr. Dr. Emin Bey (part. Albino
von A. baeticatus Vicill. Hartl. ib. 325). — JDumeticdla intermedia E.
W. Gates. Stray Feath. IX. 220, W. E. Brooks ib. 221, A. Hume
ib. 224. — Tricholais flavotorquata Hartl. Proc. Z. S. 624. Centr.-
Africa Dr. Emin Bey. — Phyllopseuste curvirostris J . v. Madarasz.
Journ. f. Orn. 326 Ungarn. — Phylloscopus hurmanicus W. E. Brooks.
Stray Feath. IX. 272, Pegu, Moulmein. — Thamndbia munda Gab.
Orn. Centralbl. 143 u. Journ. f. Orn. 419. Angola 0. Schutt. —
Myrmecoeichla leucolaema Fisch, u. Reichenow. Orn. Centralbl. 181.
O.-Africa. — Poecilodryus aethiops Sclater Proc. Z. S. 66 N. Britan-
nien Mr. Brown.
Abbildungen: Drymoeca insularis Legge B. Ceylon t. auch
Ei f. 13. — D. valida ib. — Drymocichla incana Hartl. Proc.
Z. S. t. 60. f. 2. — Eminia lepida Hartl. ib. f. 1. — Megalurus inter-
scapularis Sclater ib. t. 6. — Sylvia cinerea, hortensis, curruca K.
Th. Liebe, Monatsschr. d. Ver. Schutz d. Vogelw. 44. — S. momus
der Vögel während des Jahres 1880. 439
Dresser B. Eiir. LXXX-LXXXI. — Phylloscopus Bonellii ib. —
Poecilodryus aethiops Sclater Proc. Z. S. t. 7. f. 1.
Paridae. J. v. Madarasz. Daten zur Anatomie und Systematik
der Meisen mit besonderer Berücksichtigung der ungarländischen
Arten. Budapest 1880. 8.
Dr. E.Schatz, Die Lasurmeise, Parus cyanusPall. Gefied. Welt 1.
Gf. Berlepsch, Ueber Acredula caudata und verwandte Ar-
ten. Journ. f. Orn. 218.
Tauber, üeber Acredula caudata. Ornith. Centralbl. 143 u.
Journ. f. Orn. 421.
Neue Art: Parus {Pentheres) insignis Gab. Journ. f. Orn. 419
Angola 0. Schutt.
Abbildung: Polioptila albiloris Salv. and Godm. Biol. Centr.-
Amer. t. 5. f. 1, 2.
Mniotiltidae. Neue Gattung: Gatharopesa Sclater. Ibis
73 (Leucopeza bishopi Lawr.) vgl, auch ib. 40.
Neue Arten: Helminthopliaga cincinnatiensis T. W. Langdon
Bull. Nutt. Orn. Club V. 208 Ohio vgl. R. Ridgway ib. 237. — Ba-
süeuterus conspicillatus Salv. and Godm. Ibis 117 Sierra Nevada,
Columbia Mr. Simons. — B. trifasciatus Stolzmann Taczanowski.
Proc. Z. S. 191 Peru H. Stolzmann.
Abbildungen: Catharopeza Bishopi (Lawr.) Sclater Ibis t. 1 ;
Holzschn. V. Kopf, Flügel und Fuss ib. S. 73. — Helminthophaga
cincinnatiensis Langdon Bull. Nutt. Orn. Club V. t. 4. — Parula inor-
nata Salv. and Godm. Biol. Centr.-Amer. t. 8. f. 1. — P. superciliosa
ib. f. 2. — P. gutturalis ib. f. 3.
Motacillidae. Neue Subspecies. Siurus naevius notabilis
Ridgway Proc. Un. St. Nat. Mus. 1880. 12. Wyoming.
Tnrdidae. J. Vian, Notice sur les Merles du genre Oreocincla.
Bull. Soc. Zool. France 1880. 210. Monographie. — Boucard ib.
XXXIII.
Pfannenschmid-Emden, Der Drosselzug des Herbstes 1880.
Gefied. Welt 565.
Jäckel, Ein Nistplatz von Turdus pilaris in Mittelfranken.
Zool. Gart. 284.
K. Krezschmar, Turdus musicus and T. viscivorus. Gefied.
Welt 451.
Aug. Müller, Turdus atrigularis wiederholt in Deutschland
gefangen. Orn. Centralbl. 12.
Mittheilungen und Beobachtungen über selbst aufgezogene
Drosseln ib. 37 u. 58.
S. Lockwood, Auother black Robin (Turdus migratorius).
Freehold IV. Jahrg. u. Americ. Naturalist XIV. 521.
J. E. Todd, Note on the wintering of the Robin ib. 601.
440 Pelz'eln: Bericht üb. die Leistungen iu der Naturgeschichte
Th. A. Brüh in, üeber Turdus migratorius. Zool. Gart. 284.
de Rougemont, Note sur le merle du Labrador (T. labra-
dorus) (an der norwegischen Küste). Bull. Soc. Sc nat. Neufchatel
XIL 1880. 97.
Prof. C. Sem per. Mein Amsel-Process, die Amsel- Fanatiker
und der Vogelschutz. Würzburg 1880. 8.
Dr. E. Bai dam US, Der Würzburger Ämselprocess und die
Amsel. Frankfurt a. M. 1880. 8.
Zum Schutze der Amsel. Zweite ausserordentliche Beilage zu
N. 1 der Monatschr. d. Ver. Schutz d. Vogelw. 1880 (v. Schlechten-
dal. Weitere Beiträge zur Amselfrage).
Zur Amselfrage. Mitth. Tiroler Jagd- und Vogelschutz-Ver.
277 und 302 (N. 13 Juni).
J. Kolazy, Die Amsel. Mitth. Orn. Ver. Wien 57.
Ad. u. Karl Müller, Auch hier einmal unsere Schwarzamsel.
Zool. Gart. 104.
C. H. Hoff, Ueber die Schwarzamsel, Turdus merula ib. 346
L. Schmidt, Was meine Amsel singt (in Noten gesetzt). Ge-
fied. Welt 518.
Fr. Arnold, Der Steinröthel (Turdus saxatilis L.) ib. 177.
H. Th., Züchtung der Steindrossel (Turdus sacatilis L.) ib. 357.
A. G. More, The blue Thrush Monticola cyana euroneovily
recorded as a straggler in Ireland. Zoologist Febr. 67.
H. Seebohm, Notes on Geocichla innotata^Blyth. Stray;Feath.
IX. 99. Bemerkung dazu v. A. Hume ib. 101.
A. Hume, Geocichla dissimilis. Blyth. ib. 103.
Neue Arten: Turdus >»arawomcws Stolzmann (sp. Tacz. Proc.
Z. S. 1879). Taczanowski Proc. Z. S. 1880. 189. N. Peru Stolz-
mann. — Margarops Sanctae Luciae Sclsiter Ibis 73 Ins. St. Lucia.
— M. Dominicensis Lawr. Proc. Un. St. Nat. Mus. III. 1880. 16 Ins.
Dominica. — MyiopTioneus castaneus Wardl. Ramsay Proc. Z. S. 16.
Sumatra Dr. Bock.
Abbildungen: Turdus maranonicus Stolzm. Tacz. Proc. Z. S.
t. 20 — Turdus spilopterus Ei Legge B. Ceylon f. 8. — Mimocichla
plumbea Cory Birds Bahama. — Myiophoneus castaneus Wardl. Ram-
say Proc. Z. S. t. 1. — M. Blighi m. et j. Legge B. Ceylon t.
Hydrobatidae. üeber Cinclus -Arten. H. Seebohm, Ibis 190.
Karl Müller, Der Wasserschwätzer Cinclus aquaticus oll
Fischer. Zool. Gart. 65 u. 188.
Pycnonotidae. A. Hume, üeber Garrulax leucogaster Waiden
Stray Feath. IX. 292.
Neue Arten: PJiyllatsrephus Sharpei Shelley Ibis' 334 Ost-
Africa Dr. Kirk. — Criniger muUicolor Bocage Jörn. Math. Phys.
Nat. Lisboa XXIX Loango- Küste MMr. Lucan et Petit. — Tri-
der Vögel während des Jahres 1880. 341
chopharus flavigula Cab. Allg, D. Orn. Gesellsch. Novb.-Sitzung 1880
und Orn. Centralblatt 174 Angola H. Schutt. — T. ßaveolus Cab.
Angola H. S ch ütt. — Andropadus gracüis Cab. ib. Angola H. Schutt.
— A. minor Bocage Jörn. Sc. Math. Phys. Nat. Lisboa XXIX Loango-
Küste MMr. Lucan et Petit. — Trochalopteron meridionale W, T.
Blauford Journ. As. Soc. Bengal Vol. XLIX. P. II. 1880. 142. Tra-
vancore.
Abbildungen: Rubigula melanictera Legge B. Ceylon t; Ei
ib. f. 5. — Pomatorhinus melanurus Ei ib. f. 2. — Malacocercus
rufescens Ei ib. f. 6. — Pallorneiim fuscicapillum ib. t. und Ei f. 17.
Dicruridae. N e u e A r t : Dicrurus sumatranus Wardl. E, a m s a y
Proc. Z, S, 15. Sumatra Dr. Bock.
Abbildungen: Chaetorhynchus papuensis Meyer Gould B.
N. Guinea P. XL — Buchanga leucopygialis Ei Legge B. Ceylon f. 1.
— Irena cyanea Gould B. Asia XXXII. t. 2. — J. criniger Sharpe
ib. t. 3.
Oriolidae. R. B.Sharp e, Tableau synoptique desespeces afri-
caines du genre Loriot (Oriolus) Guid. du Naturaliste N. 3. 80.
Dr. Lazarus, Der Pirol oder die Goldamsel (Oriolus galbula).
Gefied. Welt 69.
Abbildung: Chlamydodera orientalis Gould B. N. Guinea. P. XL
Pittidae. Gould, AMonograph of the Pittidae or short-tailed
Thrushes. Auf 4 Parts berechnet.
W. A. Forbes, On some Points in the Structure of Phile-
pitta, and its Position amongst the Passeres. Proc. Z. S. 387 mit
Holzschn.
Abbildungen: Pitta cyanonota Gray Gould B. N. Guinea
P. XL — R. Kochi Brüggem. Gould B. Asia XXXII. t. 4. — Phi-
lepitta Gaumen S. 881 f. 1, syrinx S. 389. f. 2—4. W. A. Forbes.
Proc. Z. S.
Formicariidae. Neue Arten: Grallaria dignissima Sclater
et Salv. Proc. Z. S. 160 Ecuador M. Buckley. — G. albüoris Ta-
czanowski ib. 201 N. Peru H. Stolzmann. — Hypocnemis stellata
Sclat. et Salv. ib. 160 Ecuador M. Buckley. — H, lepidonota Sclat.
et Salv. ib. Ob. Amazon (Hauxwell) Ecuador (Buckley). — Pithys
melanosticta Sclat. et Salv. ib. Ecuador M. Buckley. — Terenura
humeralis Sclat. et Salv. ib. 159. Ecuador M, Buckley. — Herpsi-
lochmus frater Sclat. et Salv. ib. Ecuador M. Buckley. — Myrmo-
therula spadionota Sclat. et Salv. ib. Ecuador M. Buckley. — Dy-
sühamnus subplumheus Sclat. et Salv. (plumbeus Sei. ante) ib. 158. 0.
Peru (Whitely) Zamora (Fräser) Ecuador (Buckley).
Abbildung: Grallaria dignissima Sclat. et Salv. Proc.Z.S. 1. 17.
Aegithinidae. Neue Gattung: Malia Schlegel Notes from
the Leyden Museum IL Note XIX. 165 (M. grata u. sp.).
442 Pelzelu: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
Neue Arten: Malia grata Schlegel Notes from the Leyden
Museum II. Noto XIX. 165 Celebes. — Stachyrls poUogaster Hume
Stray Feath. IX. 116. Malayische Halbinsel. — Turdinus marmoratus
Ward). Ramsay Proc. Z. S. 15. Sumatra Dr. Bock.
Abbildungen: Elaphrornis Paliscri Legge B. Ceylon t. —
Pyctoris nasalis ib. auch Ei f. 4. — Alcippe nigrifrons ib. auch Ei
f. 16.
Muscicapidae. W. E. Brooks, Additional Note on Alseonax
cinereo-alba or latirostris and A. terricolor Stray Feath. IX. 225,
Note by A. Hume ib. 226.
A. Hume, lieber Niltava sundara ib. 234.
A. Hume, Ueber Cyornis poliogenys Brooks ib. 96 et 295.
E. Oustalet, L'Architecture du nid ä la Rhipidura albiscapa
av. fig. La Nature 1880. N. 348 et 349.
Neue Arten: Chloromyias Laglaizei Oustalet Bullet, hebdom.
N. 11. 10. Juin 1880. 173. Arfak-Geb. — Pomareopsis semiatra Ou-
stalet ib. 173. N. Guinea. — Muscicapa infulata Hartl. Proc. Z. S.
626. Centr.-Africa Dr. EminBey. — Cyornis frenatus B.ume Stray
Feath. IX. 114 Malayische Halbinsel. — Philentoma intermedius A.
Hume ib. 113 Malayische Halbinsel.
Abbildungen: Butalis grisola K. Th. Liebe, Monatschr. d.
Ver. Schutz d. Vogelw. N. 4. — Microcca assimilis Gould B. N. Gui-
nea P. XI. — Artamides Temminckii ib.
Tyranuidae. P. L. Sclater, Remarks or some Species of the
Genus Tyrannus. Proc. Z. S. 28. t. 3.
Dr. Elliott Coues, On the Nesting in Missouri of Empidonax
aeadicus and E. Trailli. Bull. Nutt. Orn. Club. V. 20.
Neue Arten: OchtJioeca poUogastraSsly. and Godm. Ibis 123.
Sierra Nevada. Columbia M.Simons. — Platyrhynchus senex ^clsit.
et Salv. Proc. Z. S. 156. Ecuador M. Buckley. — Serpophaga albo-
grisea Sclat. and Salv. ib. Ecuador M. Buckley. — Syristes alboci-
nareus Sclat. and Salv. (albogriseus ante) ib. Ecuador M. Buckley.
Ob. Amazon, Columbia. — Myiochanes nigrescens Sclat. and Salv. (cine-
reus Sei. ante) ib. 157 Ecuador M. Buckley.
Abbildungen: Cnipolegus cinereus Sclat. and Salv. Ibis t. 10.
m. et f. — Tyrannus niveigularis Sclater Proc. Z. S. t. 3, Holzschn.
des Flügels ib. S. 30. f. 3. — Tyrannus albiguiaris Bums Sclat. ib.
29 Holzschnitte des Schwanzes und Flügels f. 1, 2.
Ampelidae. Dr. Lazarus, Der Seidenschwanz. Gefied. Welt 466.
Nach Dr. Bolle am 10. April noch ein starker Schwärm von
Bombiciila garrula in der Nähe von Potsdam H. S. Orn. Centralbl. 85.
J. K. L u m, Occurrence of the Bohemian Waxwing in Western
Washington Territory. American Naturalist XIV. 521.
der Vögel während des Jahres 1880. 443
Gotingidae. K. Petermann, Beobachtungen über den Glocken-
vogel im Freileben. Gefied. Welt 60.
E. Dulitz, Einiges über den Glockenvogel (Chasraarhyuchus
nudicollis Vll.) ib. 6.
T. Salvador!, üeber Jodopleura (Prionochilus pipra Less.)
Ibis 144.
Neue Arten: Ptüochloris BuckleyiS)c\a,ier smASaU. Proc.Z. S.
158. Ecuador M. Bück ley. — Heterocercus aurantiivertex Sclsit. and
Salv. ib. 157 Ecuador M. Buckley.
Abbildung: Ptilochloris Buckleyi Sclat. and Salv. Proc. Z. S.
t. 16 (ad. et pull.)
Vireonidae. H. Nehrling, Uebersicht der in den Vereinigten
Staaten vorhandenen Vireo-Arten. Gefied. Welt 254.
W. Brevt^ster, Notes on the Habits and Distribution of the
Philadelphian Vireo (Vireo philadelphicus). Bull. Nutt. Orn. Club. V. 1.
Neue Arten: Hylophüus fuscicapillus ^c\siier and Salv. Proc.
Z. S. 155 Ecuador M, Buckley. — Cyclorhis altirostris Salv. Ibis
352 Salta, Argentina M. Durnford.
Laniidae. E. L. and E. L. C. Layard, Note ou Pachycephala
assimilis J. Verr. et 0. des Murs. Ibis 460. (Note von H. B. Tristram).
E. F. V. Homeyer, Die europäischen grossen Würger. Journ.
f. Orn. 148.
H. Seebohm, üeber Lanius Homeyeri, major und verwandte
Arten. Ibis 184 et 185.
J.Reinhardt, Om Lanius major Pall., og dens Forekomst her
i Landet Ved, Meddel. nat. Foren. Kjöbenhavn 1879—80. 387.
L. Stejneger, Er Lanius excubitor L. og L. major Pall.
distinkte aller ei? — andet svar til H. Rob. Collett Arch. for Math.
y Naturvidcnsk. 1880. 1, 3, 274.
Prof. C abanis, üeber Fiscus Souzae Bocage. Journ. f. Orn. 220.
0. Bender, Zur Kenntniss des rothrückigen Würgers. Mo-
natschr. d. Ver. Schutz d. Vogelw. 1880. N. 4, 95.
W. vonGloeden, Etwas über den Neuntödter (Lanius collurio)
als Wildfang. Gefied. Welt 273; noch etwas über den Neuntödter
ib. 367.
A. Schulte, Der rothrückige Würger (Lanius collurio L.) ib. 337.
Neue Arte n: Laniarius atrocroceus R. Trimen Proc. Z. S. 623
S.-Africa Dr. Bradshaw. — Dryoscopus cinerascens Haril. Journ. f.
Orn. 222 Centr.-Africa Dr. Emin Bey.
Neue Subspecies: Dryoscopus major mossamhicus Fisch, u.
Reichenow . Journ. f. Orn. 141. Mozambique.
Abbildung: Laniarius atrocroceus Trimen Proc. Z. S. t. 59.
444 Pelz ein: Beriebt üb, die Leistungen in der Naturgeschichte
Passeres conirostres.
Corvidae. C. Noguey, Gas d'albinisme du Garrulus glandarius
Act. Soc. Linn. Bordeaux. Proc. verb. 1879. CXX.
Dr. Lazarus, Der Eichelheher. Gefied. Welt 441.
W D. Campbell, Notes on the Nesting Habits of the Orange
wattled Crow (Glaucopis cinerea) Transact. N. Zeal Insfit. XII. 249.
A. Hume, lieber Pica rustica, bottanensis etc. Stray Feath.
IX. 293.
Dr. A. B. Meyer, lieber Streptocitta torquata and St. cale-
donica. Ibis 249 et 373.
Capt. Xamben, Passage de Corbeaux et notice sur le corbeau
commun Corvus maximus. Le Naturaliste 171.
Dr. Lazarus, Der Kolkrabe (Corvus corax L.) Gefied. Welt 263.
K. Beyer, Varietäten der Rabenkrähe. Orn. Centralbl. 141.
Böhm, lieber die Verbreitung von Corvus fragilegus, corone
und cornix. Journ. f. Orn. 7. ^'
v. Heinburg-Albersen, Gegen die Saatkrähe. Zool. Gart. 63.
L. A. Zeregas, Note on the Northern Range of the Fish
Crow (Corvus ossifragus) with some account on its Habits. Bull.
Nutt. Orn. Club. V. 205.
Neue Art: Corvus sp. (orru Salvad. et d'Albertis nee S. Müller)
Salvadori. Annal. Mus. Genova XVI. 198. Papuasia.
NeueSubspecies: Perisoreus canadensis fumifrons Ridgway
Proc. Un. St. Nat. Mus. 1880. 5. Alaska.
Paradiseidae. Endes Deslongchamps, Tableau des genres
de la famille des Paradisiers. Guide du Naturaliste N. 22, 53 (Catal.
Mus. Caen.).
Abbildung: Lophorhina superba d'Albertis. Alla Nuova
Guinea t. S. 72. — Paradisea Raggiana ib. t. S. 155.
Sturnidae. A. Hume, lieber Acridotheres siamensis. Stray
Feath. IX. 285.
A. Hume, lieber Acridotheres melanosternus Legge ib. 295.
A. Hume, lieber Gracupica nigricollis ib. 288.
E. V. Schlechtendal, lieber Gracupica nigricollis. Monatschr.
d. Ver. Schutz d. Vogelw. V. N. 9, 163.
A. Hume, Ueber Sturnia Blythi. Stray Feath. IX. 228; E.
Butler ib. 237 et 267.
A. Hume, Ueber Sturnia incognita ib. 295.
H. Seebohm, Ueber asiatische Staararten. Ibis 182.
Dr. Brehm, Beobachtungen über das Nisten von Sturnus vul-
garis. Journ. f. Orn. 424. (Discussion darüber).
der Vögel während des Jahres 1880. 446
Ad. Walter, Ueber das Brutgeschäft des Staares in der
Mark. Orn. Centralbl. 17.
Neue Arten: Amydrus Walleri Shelley Ibis 335. 0. Africa
Dr. Kirk. — Calornis inornata Salvador! Annal. Mus. Genova XVI.
194 Mysore S. Beccari. — C. fusco-virescens Salv. (mysolensis Salv.
nee Gray) ib. Sarong d'Albertis, Brujin, Salwatti Mus. Brit.
Abbildungen: Eulabes ptilogenys Legge B. Ceylon t. auch
Ei f. 11. — Sturnornis senex f. ad. et j. ib. — Acridotheres mela-
nosternus ib. auch Ei f. 7. — Sturnus purpurascens Dresser B. Eur.
LXXVII — LXXIX. — Heteralocha acutirostris Holzschn. eines ver-
bildeten Schnabels W. T. Kirk Transact N. Zeal. Instit. XII. S. 249.
— Amydrus Walleri Shelley Ibis t. 8.
Icteridae. Th. A. B ruhin, Ueber Sturnella neglecta. Zool.
Gart. 375.
Neue Art: Icterus Oheri Lawrence Proc. Un. St, Nat. Mus.
1880. 351. W. Indien.
Abbildung: Cassicus persicus am Rio Escalante Goering Mo-
natschr. d. Ver. Schutz d. Vogelw. V.
Ploceidae. W. A= Forbes, On two rare Ploceine Birds now
er lately living in the Society's Menagerie. Proc. Z, S. 475. t. 47.
E. L. Layard, Weaver Bird and Fire Flies. Nature 201.
Dr. Franken, Bastarde von Ploceiden. Gefied. Welt 412.
Prof. Cabanis, Ueber Pen thetria Ilartlaubi Bocage. Orn. Cen-
tralbl. 7 und Journ. f. Orn. 105 u. 106.
Franz Wagner, Ueber die Züchtung der Tigerfinken (Pytelia
amanduva) in Gefangenschaft. Monatschr. d. Ver. Schutz d. Vogelw.
1880. N. 4, 89.
Katharina Hub er, Zebrafinken-Zucht. Gefied. Welt 328.
Salvador!, Ueber Munia melaena Sclater. Annal. Mus. Genova
XVI. 192.
Neue Gattung: Sorella Hartl. Journ. f. Orn. 210 (S. Emini
Bey n. sp.).
Neue Arten: Hyphantornis fusco-castanea Bocage Jörn. Sc.
Math. Phys.Nat. Lisboa XXIX Loango-Küste MM. Lucan et Petit.
- H. temporalis Bocage ib. XXVIII. (19. liste. N. 82) Caconda, An-
gola. — Sycöbrotus amaurocephalus Gab. Journ. f. Orn. 349 Angola
0. Schutt. — Hyphantica cardinalis Harth ib. 325 Lado, Central-
Africa Dr. Em in Bey. — Sorella Emini Bey Hartl. ib. 211 et 325
Central- Africa Dr. Em in Bey. — Euplectes Gierowi Cab. Orn. Cen-
tralbl. 6 u. Journ. f. Orn. 106 S. W. Africa 0. Schutt u. Gierow,
Munia melaena Sclater Proc. Z. S. 66. Neu Britannien Mr. Brown.
Abbildungen: Sycöbrotus amaurocephalus Cab. Journ. f.
Orn. t. 3. f. 1. — Euplectes Gierowi Cab. ib. t. 3. f. 2. — Vidua
splendens Reich. W. A. Forbes. Proc. Z. S. t. 47. f. 1. — Pytelia
446 Pelz ein: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
Wieneri Finsch W. A. Forbes ib. t. 47. f. 2. — Munia melaena
Sclater Proc. Z. S. t. 7. f. 2. — Munia Kelaarti Legge B, Ceylon t.
auch Ei f. 15.
Tanagridae. W. A. Forbes, On the Structure of the Sto-
mach in certain Genera of Tanagers. Proc. Z. S. 143. Mit Holz-
schnitten.
E. V. Schlechtendal, üeber Cissopis minor. Monatsschr. d.
Ver. Schutz d. Vogelw. V. N. 11, 205.
Neue Gattung: Conothraupis Sclater Ibis 252 (für Schi-
stochlamys speculigera Gould), vgl. auch Taczanowski Proc. Z. S. 198.
Neue Arten: Tanagra Sclateri Gf. Berlepsch (glaucocolpa
Sei. nee Gab.) Ibis 112. Orinoco District oder Trinidad. — Tachy-
phonus intercedens Gf. Berlepsch ib. 113. Orinoco District oder Tri-
nidad. — Poecüothraupis melanogenys Salv. and Godm. Ibis 120.
Sierra Nevada, Columbia Mr. Simons. — Nemosia chrysopis Sclat.
and Salv. Proc. Z. S. 155. Ecuador Mr. Buckley. — Conothraupis
speculigera Taczanowski ib. 198. N. Peru H. Stolzmann. — Ärre-
mon nigriceps Taczan. ib. 196. N. Peru H. Stolz mann. — Buarre-
mon melanocephalus Salv. and Godm. Ibis 121. Sierra Nevada, Co-
lumbia Mr. Simons. — Chlorospingus Berlepschi Taczanowski Froc.
Z. S. 195 C. Peru H. lelski.
Abbildungen: Spindalis zena Cory Birds Bahamas. — Poe-
cüothraupis melanogenys Salv. and Godm. Ibis t. 3. — Conothraupis
speculigera Tacz. Proc. Z. S. t. 21. — Magen von Tachyphonus me-
laleucus S. 193. f. 1 und von Euphonia violacea ib. 145. f. 2. W. A.
Forbes Proc. Z. S.
Fringillidae. E. F. von Homeyer, Meine ornithologische
Sammlung. Journ. f. Orn. 152 (Oregithus indicus n. sp. Montifringilla,
Fringilauda, Pyrrhula, Carpodacus, Linaria, Chrysomitris, Pinicola
flammula n. sp.).
L. Füssl, Ueber Züchtung und Fütterung einheimischer Fin-
ken. Gefied. Welt 253.
Dr. Sedlitzky, üeber Fringilla linaria, F. canescens, F. spi-
nus und Pyrrhula vulgaris im Käfige und deren Zucht. Gefied. Welt
93, 129 u. 283.
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Punktirsystem ib. 420, 429, 443, 455, 477, 487 u. 498.
W. Böcker, Ueber den Ankauf von Harzer Kanarien und
deren Behandlung ib. 520, 531, 541, 554, 566 u. 578.
Dr. K. Russ, Die Entwicklung der Harzer Kanarienvogelzucht,
ihre Mängel und Gefahren ib. 8.
D. Benecke, Zur Zucht der Harzer Kanarien ib. 190.
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ib. 380.
Naujock, Einige Gefahren bei der Kanarienvogelzucht ib. 444.
0. Geyer, Pflege und Gesangsausbildung der Jungen Harzer
Kanarienhähne ib. 214, 224, 234, 257, 266, 276, 287 u. 308.
A. Lud ewig, Woher kommt es, dass so viele junge Kanarien-
vögel nicht die Vollkommenheit der Alten im Gesänge erreichen ib. 73.
Deyl, Sind Kanarienvögel abzuhärten? ib. 110.
Naujock, Ueber Abhärtung der Kanarienvögel ib. 133.
0. Geyer, Abhärtung der Kanarienvögel ib. 178.
E. Götschke, Brutapparat und warmhaltendes Nest für junge
Kanarien ib. 145.
Dr. Lazarus, Ueber Kanarienbastarde ib. 330, 340, 352, 362
u. 398.
448 Pelzeln: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
F. Withum, Zur Bastardzucht ib. 390.
J. Neu, Junge von einem Hänflingsbastard und einem Kana-
rien Weibchen ib. 478.
K. Seewald, Junge von Girlitzbastarden und Kanarienweib-
chen ib. 533.
A. Förster, Gimpel- Aufzucht durch Kanarienweibchen ib. 402.
E. P., Ein im Freien überwinterter Kardinal ib. 286.
0. Leibnitz, Zucht des rothen Kardinals. Orn. Centralbl. 181.
J. Reinhardt, Er Loxia leucoptera Gm. wirkelig truffen o
Danmark? Vid. Meddel. nat. Foren. Kjöbenhavn 1880.
C. P. Bicknell, Remarks on the Nidification of Loxia cur-
virostra americana with a description of its nest and eggs. Bull.
Nutt. Orn. Club. V. 7.
E. A. Göldlin, lieber eine sonderbare Gewohnheit von Frin-
gilla linaria in Gefangenschaft. Orn. Centralbl. 114.
J. C. Merrill, Notes on the Winter Plumage of Leucosticte
tephrocotis Sw. and L. tephr. var. littoralis Bd. Bull. Nutt. Orn.
Club V. 75.
Neue Arten: Oraegithus indicus v. Homeyer. Journ. f. Orn.
152 Ost-Indien. — Pinieola flammula v. Homeyer ib. 156. N. W.
America.
Abbildungen: Coryphospingus pusillus Salv. Ibis t. 9. f. 1.
— Poospiza melanoleuca (Vieill.) Salv. ib. f. 2. — Pyrrhula major
Brehm Gould B. Asia XXXII. t. 9. — P. erithacus Blyth. ib. t. 10.
— Erythrospiza githaginea ib. t. 12.
Emberizidae. E. v. Homeyer, Meine ornithologische Samm-
lung II. Ammer. Journ. f. Orn. 277.
V. Tschusi, Emberiza hortulana bei Hallein erlegt. Journ. f.
Orn. 4.
Z. Gerbe, Note sur une deuxieme mue partielle effective du
Cynchrame schoenicle. Le Naturaliste 234.
Neue Art: Polymitra {Fringiliaria) major Caban. Journ. f.
Orn. 349 Angola II. 0. Schutt.
Abbildungen: Euspiza elegans Temm. Gould B. Asia XXXII.
t. 11. — Polymitra (Fringiliaria) major. Cab. Journ. f. Orn, t. 2.
f. 2. — Emberiza schoeniclus m. et f. Dresser B. Eur. LXXVII—
LXXIX.
Alaudidae. Dr. Lazarus, Die Haubenlerche (Alauda eristata
L.). Gefied. Welt 187.
A. H u m e, lieber Calaudrella tibetana Brooks, C, minor, C.
Ileinei. Stray Feath. IX. 97.
Neue Art: Mirafra angölensis Bocage Jörn. Sc. Math. Phys.
Nat. Lisboa XXIX. Cäconda, W. Africa S. Anchieta.
der Vögel während des Jahres 1880. 449
Musophagidae. Neue Art: Corythaix Meiclienoioi G. A. Fischer.
Oru. Centralbl. 174. 0- Africa Dr. G. A. Fischer.
Bucerotidae. D. G. Elliot, Monograph of the Bucerotidae
or family of the Hornbills London fol. P. VII et VIII 1880 with 12
col. pl. (nicht gesehen).
Salvadori, Bucerotidae Ornitol. della Papuasia e delleMoluc-
che I. 392.
Neue Arten: Buceros Montani Oustalet Bull. hebd. Ass. Sc.
France N. 39. 1880. 205 Sulu-Ins. — Bycanistes suhquadratus Caban.
Journ. f. Orn. 350. Angola H. 0. Schutt.
Abbildung: Bycanistes suhquadratus. Journ. f. Orn. t. 1.
Scansores.
Rhamphastidae. P. L. Sclater, Ueber Rhamphastös ambiguus.
Proc. Z. S. 356.
Fsittacidae. Dr. Reichenow, Vogelbilder aus fernen Zonen.
(Papageien). Lief. IV— VI. 1880.
Reichenow, Perroquets L'Acclimatation N. 34 — 35, 36, 37.
Dr. A. Reichenow, lieber das System der Papageien. Orn.
Centralbl. 182.
Salvadori, Psittaci Ornitologia della Papuasia e delle Mo-
lucche I. 94.
M. Braun, Aus der Entwicklungsgeschichte der Papageien
I. in Verh. phys. med. Ges. Würzburg XIV. Bd. Heft V2 121, dann
Tagebl. d. 52. Vers. Deutsch. Naturf. 227, II. Verh. phys. med. Ge-
sellsch. Würzburg XIV. Hf. ^k 251, III. ib. Bd. XV. Hf. V2 120, IV.
ib. 173.
Dr. K. Russ, Die fremdländischen Stubenvögel. III. Bd. Die
Papageien, ihre Naturgeschichte, Pflege, Züchtung und Abrichtung
mit 10 chromolith. Taf. Hannover.
Rousse, Elevage des Perruches Bull. mens. Soc. Acclimat. VII.
5. Mai 1880.
E. Rüdiger, Meine Papageien. Gefied. Welt 119, 144 u. 222.
J. Neu, Meine Erfahrungen über den Graupapagei und andere
Papageien ib. 463.
Bastard von Platycercus Barrabaudi und PI. melanurus. Orn.
Centralbl. 127.
E.Rüdiger, Der Keilschwanz-Kakadu oder Nymfensittich
(Psittacus Nouva Hollandiae). Gefied. Welt 275.
Dr. K. Russ, Der Wellensittich. Seine Naturgeschichte, Pflege
und Zucht. Hannover 1880.
Archiv f. Naturg. XXXXVH Jahrg. 2. Bd. DD
450 Pelz ein: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
V. Hinkeldey, Beitrag zur Naturgeschichte der Wellensittiche.
Monatschr. d. Ver. Schutz d. Vogelw. V. 64
0. Wigand, Einiges über Wellensittiche und Schopf wachtein.
ib. N. 4. 82.
Etwas über gelbe Wellensittiche (L. von der Snickt in L'Ac-
climatation). Gefied. Welt 51.
J. Neu, lieber das Zähmen der Wellensittiche ib. 319.
Dr. Lazarus, Einige Mittheilungen über Wellensittiche ib. 428.
Sofie P i t e y, Ueber die Behandlung der Fusslähmung der
Wellensittiche ib. 577.
N. Kheil, Zur Kenntniss des blaustirnigen Sittich. Blätter
des Böhmischen Vogelschutz -Vereines in Prag. 1880. 19, 24 u. 37.
Dr. Nowotny, Züchtung des Karolina-Sittichs (P. carolinensis).
Gefied. Welt 108.
J. Wenzel, Züchtung des Goldstirn- oder Halbmondsittichs
(P. aureus Gm.) ib. 399.
A. Frenzel, lieber Fledermauspapageien (Gattung Coryllis).
Monatschr. d. Ver. Schutz d. Vogelw. N. 1 mit 1 Tafel.
P. L. Sclater, lieber einen grünen Eclectus polychloras im
Nestkleide, Proc. Z. S. 66.
E. Roemmich u. A. Volger, Zur Züchtung von Edelpapa-
geien {J" P. polychlorus, $ P. grandis). Gefied. Welt 371. Dr. Russ
hierüber ib. 372 u. 373.
H. Scheuba, lieber P. intermedius Bp. -m. u. P. Linnei f.
ib. 41.
A. Eberle, Ein zahmer Edelpapagei ib. 132.
H. T. Wharton, On a Parrot (Nestor notabilis) performing a
surgical Operation in living sheep. Zoologist 57 u. Orn. Centralbl. 52.
A. R., lieber Poeocephalus fuscicapillus. Verr. Orn. Central-
bl. 183.
P. L. Sclater, lieber Chrysotis Bodini und Chr. erythrura
(Kühl). Proc. Z. S. 23.
W. A. Forbes, Ou some Points in the Structure ofNasiterna
bearing on the Affinities. Proc. Z. S. 76. Eine Familie Eclectinae
wird in Vorschlag gebracht.
P. L. Sclater, Ueber Cacatrea ophthalmica von Duke ofYork
Island. Proc. Z. S. 67.
Neue Arten: Brotogerys ferrugineifrons Lawrence. Ibis 238
Bogota. — Chrysotei caeligena Lawr. ib. 257 et Sclater, Proc. Z. S.
68. Guiana Mr. Alexander. — Chr. Nichollsi Lawr. Proc. Un. St.
Nat. Mus. 1880. 284 Ins. Dominica. — Chr. apophaenica Reichenow
Orn. Centralbl. 16 u. Journ. f. Orn. 111. P. L. S. Ibis 378. — Cyclo-
prithaeus Sdlvadorii Oustalet Bull. Ass. sc. France 1880. 172. N. Guinea.
Abbildungen: Coryllis galgulus Frenzel. Monatschr. d. Ver.
der Vögel während des Jahres 1880. 451
Schutz d. Vogelw. — Chrysotis erythrura (Kühl) Sclater Proc. Z. S.
t. 2. — Ch. coeligena Sclat. ib. t. 9. — Chr. Dufresniana ib. — Dr.
Reichenow's Vogelbilder aus fernen Zonen Lief. IV— VI enthalten
Abbildungen von Papageien aus den Familien der Stringopidae,
Plistolophidae, Platycercidae, Trichoglossidae, Palaeoruithidae, Conu-
ridae und Pionidae, welche Ref., da ihm die Lief, nicht rechtzeitig,
zugingen, nicht speciell citiren kann.
Gapitonidae. Neue Arten: Pogonorhynchus frontatus Caban
Journ. f. Orn. 351 Angola H. 0. Schutt. — Barhatula oUvacea Shel-
ley. Ibis 334. Robboi 0. Africa Mr. Wakefield. — JB. Fischeri
Reichenow. Orn. Centralbl. 181. 0. Africa.
Abbildungen: Pogonorhynchus frontatus Gab. Journ. f. Orn.
t. 2. f. 1. — Megalaema flavifrons Ei Legge B. Ceylon t. f. 12. —
ßarbatula olivacea Shelley. Ibis t. 7.
Picidae. R. Rozsay, Einige Worte im Interesse der Spechte
(in ungarischer Sprache). Erdoszeti lapok (Blätter für Forstwirth-
schaft) 1880. XIX. 200.
A. Kovacs, Im Interesse der Spechte ib. 672.
Dr. Lazarus, Die Spechte. Gefied. Welt 577.
C. Butler, Albinoid von Chrysocolaptes striatus Harf. Stray
Feath. IX. 238.
Ad. Müller, Zur Lebensgeschichte des grossen Bunt- oder
Rothspechtes (Picus major), sowie einige Aphorismen über unsere
Spechte. Zool. Gart. 161.
J. A. Harvie Brown, On the decreasc in Scotland of the
Greater spotted Woodpecker (Picus major). Zoologist March. 85.
Duke of Argyll, The Lesser Spotted Woodpecker. Nature
XXII. 95.
V. Tschüs i. Ein zweischwänziger Grauspecht. Orn. Central-
bl. 46.
Neue Arten: Caleus immaciilatus Gf. Berlepsch. Ibis 113.
Panama? — C. spectäbilis Sclat. and Salv. Proc. Z. S. 161 Ecuador.
Mr. Buckley. — Centurus iemco?or Gf. Berlepsch. Ibis 113. Orinoco
District oder Trinidad. — Dendrobates congicus Bocage Jörn. S. Math.
Phys. Nat. Lisboa XXIX. Loango-Küste MMr. Lucau et Petit. —
— Coleptes Stolzmanni Taczan. (rupicolus Sclater 1878). Proc. Z. S.
209. N. Peru H. Stolzmann.
Abbildung: Picus nisma Dresser B. Eur. LXXVII— LXXIX.
Guculidae. Salvadori, Cuculidae, Ornitologia della Papuasia
e delle Molucche I. 328.
E. F. Sandemann, On the habits of the Honey-bird (Indi-
cator). Ibis 286. (Aus Sandemann: „Eight Months in an Ox Wag-
gon). Uebersetzt von Dr. Reichenow, Orn. Centralbl. 123.
452 Pelzein: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgescliiclite
Dr. Volckmar, Einige Beobachtungen an unserem Kukuk (Cu-
cruloi canorus. Zool. Gart. 344.
Dr. A. Girtanner, Kukuk im Neste von Accentor alpinus
ib. 28.
R. Fluck, lieber Fütterung derKukukein der Gefangenschaft.
Gefied. Welt 150.
J. Birmingham, Notes of the Cuckoo. Nature XXII. 76.
Cuckoo denuded of feathers Kermode Zoologist 257, J. E.
Harting ib. 258, F. Norgate ib. 295, J. A. Harvie Brown ib. 298.
Th. Southwell, Average Date of Arrival of the Cuckoo in
England. Zoologist 447.
A. Newton, Ueber den Kukuk (Briefl. Notiz, a. d. Red.). Oru.
Centralbl. 78.
Ad. Walter, Bemerkungen und Betrachtungen über aufge-
fundene Kukukseier. Orn. Centralbl. 185.
Ph, deRougemont, Observations sur quelques oeufs du Cou-
cou cendre (C. canorus). Bull. Soc. Sc. Nat. Neuchatel t. XL 3 cah.
509 avec 1 pl.
H. Seebohm, Blue eggs of the Cuckoo. Zoologist 361.
A. Cl. Smith, The Colour of Cuckoo's Eggs. Zool. 399. —
Gat combe ib. 405.
Neue Gattung: Uroäynamis Salvadori Ornit. Papuasiae
I. 370 (Cuculus taitiensis Sparrm.)
Abbildungen: Saurothera Bahamensis ,Bryaut Cory Birds
Bahamas-Crotophaga ani ib.
Columbae.
Golumbidae. Dr. 0. Finsch, Ueber Ptilopus pouapensis. Proc.
Z. S. 578.
Dr. 0. Finsch, Carpophaga oceanica von Ponape. Ibis 433 nota.
C. Swinhoe, Ueber Palumbus casiotis, Stray Feath, IX. 237;
Butler ib. 298-
J. Gärtner, Ein starker Zug von wilden Tauben in Böhmen.
Mitth. Orn. Ver. Wien 63.
Louis Wright, Der praktische Taubenzüchter. Herausgegeben
V. d. Ver. f. Geflügelzucht in München. Mit 72 lUustr. München
1880. 8. (üebers. v. T. Trefz).
Laperre deRoo, Monographie des Pigeons. L'Acclimatation
N. 34—35, 36, 37, 38.
J. C. Lyell, Faucy Pigeons, containing füll Directions for the
Breeding and Management of Faucy Pigeons, with descriptions of
every known variety etc. Illustr. 1. 2. London 1880.
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Diseases. New York 1880. 8. 8 col. pl. and woodcuts.
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F. Chapuis, Le Pigeou voyageur dans les forteresses et au
Zanzibar. Verviers 1880. 8.
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V. Ball, Nisten von Caloenas nicobarica. Jungle Life in India.
0. Salvin and F. du Cane G od man, On an apparently new
Species of Pigeons of the Genus Otidiphaps from Southern N. Guinea.
Ibis 364. t. IL
Neue Arten: Treron Schalowi ReAchenow Orn. Centralbl. 108.
S. Africa H. Veethu s en, — Ptüopus (Bhampiculus) Marchei Oustalet.
Le Naturaliste IL 324 Lugon. — Pt. Hernsheimi Finsch. Journ. f.
Orn. 303 u. Proc. Z. S. 577 Ins. Kuschai (üalan.), Carolinen. — Me-
opelia plumbescens Lawrence. Ibis 238 Guiana. — Otidiphaps regälis
Salv. and Godm. Ibis 364 S. N. Guinea. M. Goldie. — Phlegoenai
Kubariji Finsch. (erythroptera? Finsch Proc. Z. S. 1877—78). Journ.
f. Orn. 1880. 292. Ins. Ponape.
Abbildungen: Ptilopus Fischeri Brüggem. Gould B. N. Gui-
nea P. XL — Gymnophaps poecilorrhoa Brüggem. ib. — Palumbus
Torriugtoniae ad et juv. Legge B. Ceylon III. t. — Otidiphaps re-
gälis Salv. and Godm. Ibis t. 11.
Dididae. Abbildung: Didus ineptus A. Cory Beautiful and
Curious Birds t.
Gallinae,
0. Gronau, Die Hühnervögel mit besonderer Rücksicht auf
ihre Pflege und Zucht in Gefangenschaft. Berlin I. Bandes I. Ahth.
1880. 8. Mit Atlas von 25 Tafeln in Querfolio.
Fteroclidae. M. Bogdanow, Bemerkungen über die Gruppe
der Pteroclidae. Bull. Ac. St. Petersb. T. XXVII. 164.
A. Hume, lieber Pterocles coronatus. Stray Feath. IX. 296.
Dr. Brehm, Ueber ein im August 1879 bei Graz erlegtes
Steppenhuhn (Syrrhaptes). Orn. Centralbl. 16.
Neue Arten: Pterocles Severzowi Bogdanow (caudacutus Gm.,
alchata Gm., chata Pall., caspius Menetr.). Bull, Ac. St. Petersb.
XXVIL 164. Aralo-caspische Steppen, Turkestau, Transkaukasien).
— Pt. Ellioti Bogd. ib. (Abyssinien?)
Cracidae. P. L, Sclater, lieber das Weibchen von Pauxis
galeata. Proc. Z. S. 648.
454 Pelzeln: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
Megapodidae. H. Schlegel, Les Megapodes. Megapodii. Mu-
seum d'Hist. nat. des Pays-bas VIII. Monogr. 42 (Juin 1880). 52.
E. Oustalet, Observations sur les Megapodes Compt, rend. Ae.
Paris XC. 996 geogr. Verh. Systemat, etc.
Oustalet, Monographie sur les Oiseaux de la famille des Me-
gapodiides Premiere partie. Annal. des sc. nat. VI. ser. X. 1880.
art. 5. Anatomie, Systematik.
Prof. Giebel, Osteologie von Megacephalon maleo. Zeitschr.
f. d. gesammt. Naturwiss. 3. F. V. 1880. 205.
NeuesSubgenus: Äegypodius (subg. v. Talegallus) für Tale -
gallus pyrrhopygius und Bruijnii Oustal. n. sp. Compt. rend. XC.
906 et Guide du Naturaliste N. 9 et 10. Mai 1880. 192, vgl. auch
Naturaliste 1880. N. 41.
Neue Arten: Äegypoidus Bruijnii Oustalet Compt. rend. XC.
906. Guide du Naturaliste N. 9 et 10 et Naturaliste N. 41 N.Guinea?,
Weigeu. — Megapodius Sangliirensis Schlegel Notes from the Leyden
Mus. Vol. II. Note XVI 91 et Mus. Pays-bas VIII. 73. Sanghir-Ins.
und Siao.
Abbildungen: Megacephalon maleo Oustalet. Annal des sc.
nat. VI. ser. X. t. 20 (Skelet), t. 21. f. 2—16 (Osteol.) — Megapodius
Duperreyi ib. t. 22 (Skelet), t. 23. f. 18—22 (Osteol.).
Fhasianidae. Schröder, Ueber nicht ausgefärbte Eier (einer
Pfauhenne). Zeitschr. f. die gesammt. Naturwiss. 3. F. V. 1880. 218.
W. B. Tegetmeier: Pheasants, their Natural History and
Practical Management 2 edit. Illustr. w^ith füll page Engravings,
drawn from life by T. W. Ward. London folio 1881.
A. Goedde, Die Fasanenzucht. 2. Aufl. Berlin 1880. 8.
Friedr. Gf. Pocci, Ueber abnorme Fasanen und H. Cronau's
Fasanengarten. Mitth. Orn. Ver. Wien 11.
Lord Lilford, Ueber Bastarde zwischen Phasianus Reevesii
u. Ph. colchicus. Proc. Z. S. 421.
Laperre de Roo, Monographie des Poules. L'Acclimatation
N. 33, 34—35, 39.
J. Völschen, Die Hühnerzucht. Ein Leitfaden angehender
Züchter. Hamburg 1881. (Nov. 1880). 8.
W. Böcker, Vom Hühnerhofe. Gefied, Welt 391 u. 402.
A. Hume, On the Chinese Crimson Tragopan. Stray Feath.
IX. 286.
P. L. Sclater, Ueber Numida Ellioti. Proc. Z. S. 539.
Abbildung: Gallus Lafayettii ra. et pall., f. et m. Legge,
Birds Ceylon III. 2 Taf., auch Ei f. 10.
Tetraonidae. Dr. W. Wurm, Die deutschen Waldhühner.
III. Das Birkhuhn. Zool. Gart. 87, 109. IV. Das Rackelhuhn ib. 152.
175. V. Das Haselhuhn ib. 201 u. 270.
dor Vögel während des Jahres 1880. 455
E. F. von Homeyer, Zu den Waldhühnern ib. 364.
Barboza du Bocage, Diagnoses de duas species novas de
Francolins. Jörn. Sc. Math. Phys. Nat. Lisboa XXV. 68.
Prof. Alt um, Ueber die Formen unseres Rebhuhnes. Journ.
f. Orn. 215, früher in Danckelmann's Zeitschr. f. Forst- und Jagd-
wesen XXII. 1880. 279, vgl. Orn. Centralbl. 56.
G. E. D 0 b s 0 n, Ueber eine Missbildung des Intermaxillar-
knochens bei einem Rebhuhn. Proc. Z. S. 539.
J. Stengel, Bemerkungen über Rebhühner und deren Aufzucht.
Monatssehr. d. Ver. Schutz d. Vogelw. V. 66.
H. Simroth, Eine treue Rebhuhnmutter ib. 93.
Graf P 0 c c i, Ertrunkene Rebhühner. Mitth. Orn. Ver. Wien 64.
0. Wigand, Einiges über Wellensittiche und Schopfwachteln.
Monatssehr. d. Ver. Schutz d. Vogelw. N. 4. 82.
A. Graf zur Lippe, Ueber Steinhühner. Orn. Centralbl. 173.
C. Smith, Red legged Partridge in Guernsey. Zoologist 397.
Dr. A. Girtanner, Zar Eingewöhnung des Alpenschneehuhns
(Lagopus mutus) in Gefangenschaft. Zool. Anzeiger 1880. 71 und Zool.
Gart. 76.
A. W. Malm, Om hybriditatrne inom de Skandinaviska Tetra-
onidernas grupp och sassköldt om en ny form utef sü dena förs-
legsenis kalled Morip-Orre Lagopotetrix Dicksonii Öfvers. Kongl.
Vetensk. Akad. Förh. 1880. N. 7. Stockholm 7—36.
Job. Schröder, Das Einfangen, die erste Verpflegung und
die Versendung von lebenden Waldhühnern. Gefied. Welt 410.
Joh. Schröder, Beobachtungen über Auer- und Birkwild in
Gefangenschaft. Mitth. Orn. Ver. Wien 69 (auch über Bastardirung).
Lothar Prinz zuYsenburg, Ueber die Verbreitung des Auer-
und Birkwildes. (Briefl. Mitth.) Orn. Centralbl. 134.
R.Hesse, Beobachtungen über das Auerwild. Journ. f. Orn. 332.
R. Hesse, Das Auerwild (Briefl. Notizen an Dr. Brehm). Orn.
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wildes. Journ. f. Orn. 332.
J. A. Harvie Brown, The Capercaillie in Scotland in the
Scott Naturalist July 259.
R. Finckh, Ueber das Vorkommen von Tetrao tetrix L. in
Württemberg. Jahresheft f. vaterl. Naturk. Württemb. 37. Jahrg. 141.
0. von L 0 e w i s , Eine merkwürdig gezeichnete Birkhenne.
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E. F. von Homeyer, Uebernachten der Birkhühner. Zool.
Gart. 377.
* Ueber den Rackelhahn. Mitth. Orn. Ver. Wien 41. Sehr inte-
ressante, wichtige Untersuchung.
456 Pelzein: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
Ueber einen vonH. Spatuy in der Wiener Central-Markthalle
gekauften Rackelhahn ib. 30.
Dr. Brehm, Ueber ein in Böhmen erlegtes Ex. von Tetrao
medius. Journ. f. Orn. 334.
NeueArten: FrancoUnus (Scleroptera) Schuetti Caban. Journ .
f. Orn. 351. Angola H. 0. Schutt. — Tetrastes grisciventris Menz-
bier Bull. Soc. Nat. Moscou 1880. I. 105 Tscherdyn, Gouv. Perm.
Abbildungen: Galloperdix biculcarata Legge Birds Ceylon
in. t. auch Ei f. 9. — Ammoperdix Bonhami Dresser B. Eur. LXXVII
— LXXIX. — Tetrastes grisciventris Menzbier Bull. Soc. Nat. Moscou
1880. L t. 4. — Eier von Lagopus albus 2 fig., L. mutus 2 f., Orty-
gion coturnix, Starna perdix, Tetrastes bonusia, Tetrao urogallus,
T. tetrix Palmen und Suudmann Finska Fogelägg P. II. 1880.
StrutMones.
Fossil Asiatic Ostriches. Ibis 251 (M. W. Davics, über Reste,
denen des Struthio Camelus äusserst ähnlich, und eine Phalange
eines dreizehigen Struthioniden ; Lydekker, über Knochen eines
Dromaeus, alle aus den Siwalik-Schichten).
Struthionidae. Alix: Sur l'anatomie de l'Autruche. Bull. Soc.
Philomath. Paris 1878—79. 281.
0. Taschenberg, Inhalt eines Straussenmagens. Monatsschr.
d. Ver. Schutz d. Vogelw. N. 4. 93.
J. Oudot: Le fermage des Autruches en Algerie, Incubation
artificielle. Paris 1880. 8.
MerlatOj Incubation des oeufs d' Autruche. Bull. Soc. Acclimat.
VII. Sept. 1880.
Ueber Straussenzucht in S. Afrika. Zool. Gart. 29.
Dr. F. C. Noll, Die Verbreitung der Zucht des Strausses ib. 359.
Rlieidae. E. Remouchamps; Sur la glande gastrique du
Nandou d'Amerique (Rhea americana). Bull. Acad. Belgique T. 50.
N. 8. 114 et Arch. de Biologie T. L 583 mit 1 Tfl.
Neue Art: Bhea alhescens E. L. Arribalziga et E. L. Holm-
borg El Naturalista Argentino I. (1878) 1 — 4 Carhue an der Grenze
von Buenos Aires (als Albino erwähnt Zool. Beagle III. 121 nota,
nach dem Zool. Rec. pro 1879. 64.)
Casuariidae. A.W. Malm, Om luftrör sacken hos Emu eller
Nyholländiska Strutsen., Dromaeus Novae Hollandiae. Öfv. K. Vet-
Ak. Förh. Stockholm 37. Arg. 7. Hft. 33—43 mit 1 Tafel.
W.Powell, Field notes on the Morroop (Casuarius Bennetti)
of New Britain. Proc. Z. S. 493.
der Vögel während des Jahres 1880. 457
P. L. Sclater. üeber ein Ei von Casuarius ßennetti aus Neu
Britannien. Proc. Z. S. 27.
Pelz ein, lieber die beiden Ex. von Casuarius Beccarii in der
Menag-erie zu Schoenbrunn. Zool. Gart. 42.
Dinornitbidae. C. D. Voy, On the Occurrence of footprints of
Dinornis at Poverty Bay, New Zealand. American Naturalist XIV.
682 mit Holzschnitt.
W. Colenso, On the Moa. Transact. N. Zealand Instit. XII.
63—108. t. IV, V.
Apterygidae. J. Verreaux, Note sur l'Acteryx maxima (pu-
blice par A. M. Edwards). Bull. Soc. Philomath. Paris 1878, 1879, 120.
Tinamidae. H. Schlegel, Les Tinamous. Tinami. Museum
d'hist. nat. des Pays-bas VIII. Monog. 41. (Mars 1880). 1.
Taczanowski, Uebor Nothoprocta curvirostris Sei. et Salv.
Proc. Z. S. 213, auch Eier.
Grallae.
Otididae. J. E. Hartiug, The great Bustard in France during
the winter 1879/80. Zoologist 252. — Attempted doraestication of
the great Bustard ib. 254.
Otis tarda im Winter 1880 in Frankreich. Le Naturaliste
169, 170.
R. Christy, Great Bustard in Essex. Zoologist 296.
Dr. Volckmar, Die Grosstrappe, Otei tarda (Kurhessen). Zool.
Gart. 315.
W. A. Forbes, Note on a Specimen of Denham's Bustard
(Eupodotis Denhami). Proc. Z. S. 477.
Sir Walter Elliot, Notes on the Indian Bustard (Eupodotis
Edwardsi) with special e reference to the Gular Pouch. Proc. Z. S. 486.
Gharadriidae. C. Swinhoe, Ei von Esacus recurvirostris.
Stray Feath. IX. 237.
V. Tschüs i, Nächtliche Wanderer} (Croldregenpfeifer). Orn.
Centralbl. 46.
A. C. Kennedy, Scarsity of Golden Plover in the South of
Scotland. Zoologist 66.
H. A. Dombrain, Habits of the Kentish Plover. Zoologist 138.
T. W. Kirk, On the Occurrence of the Red-capped Dotterel
(Hiaticula ruficapilla) in New Zealand Transact. New Zeal. Instit.
Xn. 246.
N e u e A r t : Aegidlites Jerdoni Legge (curonica et minuta Auct.)
Proc. Z. S. 38 et B. Ceylon III. 956 Ostindien, Ceylon.
458 Pelz ein: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
Glareolidae. L. Picaglia, Note sul Cursorius gallicus Bp. in
Annuario Soc. Natural. Modena Anno XIII. Disp. 3. 130.
Graidae. Th. S. Roberts, The Convolution of the Trachea in
the Sandhill and Whooping Crane (Grus americana et G. canadensis).
Americ. Naturalist XIV. 108.
J. D. Caton, The Sandhill Crane (Grus americana) ib. 773
auch Nisten.
W. B. Tegetmeier, On the Syuonyray of the Kaffir Crane
(sollte statt Bulearica regulorum, B. chrysopelargus (Licht) heissen.)
Abbildungen: Holzschnitte der Luftröhre von Grus cana-
densis f. 1; G. americana f. 2; Th. C. Roberts. Americ. Naturalist a. a. 0.
Ardeidae. Dr. Brehm, lieber Vorkommen von Reiherarten,
Journ. f. Orn. 331.
A. Nehrkorn, Ueber Eier von Tigrisoma brasiliense. Zool.
Gart. 370.
Rossignol: Notice sur la nichee du Bihoreau (Ardea
nycticorax) in Mem. Soc. Sc. nat. de Säone et Loire 1880. T. IV.
N. 1. 1880.
A. Hum e, lieber Goisakius melanolophus. Stray Feath. IX. 230.
Neue Arten: Ärdea cyanirostris Cory Birds Bahamas 168,
auch Eier. — G. Ruteiil)ergi Hartl. Proc. Z. S. 39. N. Madagascar.
Abbildungen: Ardea cyanirostris Cory B. Bahamas. — A.
alba Dresser B. Eur LXXVII— LXXIX. — A. garzetta ib. — Ardetta
minuta ib. — Scopus umbretta Nature XXIII. 35.
Giconiidae. Die Ankunft des weissen Storches. Nach Beobach-
tungen von H. J. B. Both. Zool. Gart. 362.
R. Boulart, Sur les sacs cervicaux de la Cigogne commune
et du Jabiru. Bull. Soc. Philomath. Paris 1878—79. 189.
R. Boulart, Sur les sacs aeriens du Marabout ib. 129.
A. Hume, Ueber Eier von Leptoptilus. Stray Feath. IX. 235.
Neue Art: Anastomus madagascar iensis K\^\\. Milne Edwards
Compt. rend. Acad. Paris XCI 1037 Madagascar.
Plataleidae. H. Seebohm, A Visit to the colony of Spoon-
bills near Amsterdam. Zoologist 457.
J. Gatcombe, Spoonbill in Cornwall ib. 513.
Herb. Lang ton, The trachea of the Spoonbill (Platalea) ib. 488.
Tantalidae. P. L. Sclater, lieber Geronticus comatus. Proc.
Z. S. 356.
E. W. Gates, Ei und Nest von Graptocephalus Davisoni, Stray
Feath. IX. 300.
Abbildungen: Ibis comata Dresser B. Eur. LXXVII — LXXIX.
— J. falcinellus pall. Murchand Rev. de Zool. 1879. t. 3.
Scolopacidae. J. E. Harting, Bartrams Sandpiper in Lin-
colnshire (Actiturus Bartramius). Zoologist 508 u. Proc. Z, S. 543.
der Vögel während des Jahres 1880. 459
H. NichoUs, Avociet (Recurvirostra) in South Devon. Zoolo-
gist 486.
P. Herb. Hart, Avocet in Cornwall ib. 481.
J. E. Harting, Reported discovery of tho eggs of the Curlew
Sandpiper (Tringa subarquata) ib. 104.
J. H. Gurney, Green Sandpiper choked by swallowing a small
„Millers thnmb" in the Naturalist (Yorkshire) VI. 75.
Newbold T. Lawrence, The greater Long-beak Macrorham-
phus scolopaceus (Say). Bull. Nutt. Orn. Club V. 154.
R. Ridgway, On Macrorhamphus griseus (Gm.) and M. sco-
lopaceus (Say) ib. 157.
A. Hume, Ueber Nomenclatur asiatischer Schnepfen. Stray
Feath. IX. 283.
E. Hearle Rodd. The large Russet variety of the commun
snipe. Zoologist 23.
Prof. AI tum, Das Meckern der Bekassine: Schluss. Orn. Cen-
tralbl. 149.
H. Schalow, Ueber Prof. Altums. Untersuchungen über das
Meckern der Bekassine (Scolopax gallinago). Journ. f. Orn. 420, Dis-
cussion darüber ebend. 422, 423.
C. Zöppritz, Ueber den Balzlaut der Bekassine. Orn. Central-
bl. 172.
L. P. Fisher, „Humming" of the Snipe. Zoologist 212.
Lilford, Solitary Snipe (Scolopax major) in Northamptonshire.
Zoologist 444.
A. Matthew, Nesting of the Woodcock ib. 63.
Dr. Quistorp, Waldschnepfe mit verbundenen Ständern. Zool.
Gart. 254.
J. Davidson, Schwimmen von Rhynchaea bengalensis. Stray
Feath. IX. 236.
Neue Art: ArquateUa Couesi Ridgway Bull. Nutt. Orn. Club
V. 160. Alaska.
Abbildungen: Pelidua cinclus pull. Marchand Rev. d. Zool.
1879. t. 5. — Gallinago coelestis Dresser B. Eur. LXXVII— LXXIX.
— Scolopax major pall. Marchand Rev. d. Zool. 1879. t. 6. — Holz-
schnitt von Bein und Fuss von Scolopax rusticola und Gallinago
nemoricola Legge B. Ceylon III. S. 815, Schwanz von Gallinago
stenura, Achselfedern von G. stenura und scolopacina ib. S. 827.
Rallidae. P. L. Sclater, Note on the Rallus sulcirostris of
Wallace and its Allies. Ibis 309. t. 6.
R. Ridgway, On Rallus longirostris Bodd. and its geographi-
cal races. Bull. Nutt. Orn. Club V. 138.
W. Thienemann, Das Tüpfelsumpfhühnchen (Gallinula por-
zana). Orn. Centralbl. 89.
460 Pelz ein: Bericht üb. die Leistungen in der Naturgeschichte
Dr. Reichenow, üeber ein Ex. der Ortygometra pusilla Gm.
aus Madagascar. Orn. Centralbl. 8 u. Jouru. f. Orn. 334.
N e u c A r t e n : Hypotaeniäia satiirata Salvad ra sc. Sclater. Ibis
310. Salawatti u. N". Papuasieu. — H. (Rallus) insignis Sclat. Proc.
Z. S. 66 et Ibis 312. N. Britannien Mr. Brown. — Porzana oenops
Sclat. et Salv. Proc. Z. S. 161. Ecuador Mr. Buckley.
Neue Varietät: Balkis longirostris Bodä. var. caribaeus
Ridgway. Bull. Nutt. Orn. Club V. 140.
Abbildungen: Megaorex inepta Albert, e Salvad. Gould: B.
N. Guinea T. XI. — Hypotaenidia (Rallus) sulcirostris Wall. Sclater.
Ibis t. 6. Holzschn. d. Kopfes ib. S. 311. — H. (R.) insignis Sclater
Proc. Z. S. t. 8.
Gallinulidae. 0, Finsch, Eine hawaiische Vogel-Legende (Gal-
linula sandvicensis betreffend). Mitth. Orn. Ver. Wien 1.
Abbildung: Porphyrie Alleni Dresser B. Eur. LXXVII —
LXXIX.
Anseres.
Phoenicopteridae. Lord L i 1 f o r d;, On the Breeding of the
Flamingo in Southern Spain. Proc. Z. S. 446.
Abbildung: Phoenicopterus ruber Cory Bird Bahamas t.
Anatidae. P. L. Sclater, List of the certainly known Spe-
cies of Anatidae, with Notes ou such as have been introduced into
the Zoological Gardens of Europe and Remarks on their Distribu-
tion. Proc. Z. S. 496.
W. V. Nathusius, üeber Eierschliffe von Anser domesticus,
cinereus, segetum und arvensis. Jörn. f. Orn. 345.
Bartels, Verspätete Züge von Gänsen. Orn. Centralbl. 14.
Ch. Darwin: Fertility of Hybrids from the Common and Chi-
nese Goose Nature 207 (Chinese goose = Anser cygnoides).
Lewis Wright. Chinese Goose ib. 302.
P. E. Lemetteil, Capture dans le departeraent de la Seine
inferieure d'une Oie a cou roux, Anser ruficoUis. Pall. Bull. Soc.
Zool. France 78.
J. H. Gurney jun., Bewick's Swan in Norfolk. Zoologist 139.
Wiepken, Berichtigung zu seinen Beobachtungen wegen Cy-
gnus minor. Journ. f. Orn. 339.
J. Mac Leod, Sur la structure de la glande de Hurder du
Canard domestique. Arch. d. Biologie (Gaud.) T. I. fasc. 1. 45.
Schröder, Ei im Ei (bei der Ente). Zeitschr. f. d. ges. Na-
turwiss. III. F. Bd. V. 1880. 665.
der Vögel während des Jahres 1880. 461
Prof. Hut ton, On Anas gracilis. Bull. Trans. N. Zeal Instit.
Xn. 271.
H. L. C 0 X , Breeding of the Pochard and Scoup in Ireland
(Fuligula). Zoologist 255.
J. Cordeanx, King-Eider at the Faroe Islands ib. 514.
Reveliere, lieber einen Flug von Eiderenten im Departement
Morbihan. Le Natur allste 170.
A. Hume, Ueber Erismatura leucocephala. Stray Feath. IX. 296.
H. G. Henke, Fortpflanzung der Scharben ente, Erismatura
mersa. Pall. Zool. Gart. 142.
A. Hume, Mergus serrator. Stray Feath. IX. 268.
Neue Gattung: Momonyx Ridgway Proc. ün. St. Nat. Mus.
1880. 15 (Erismatura dominica).
Abbildungen: Cygnus olor und dessen Kopf Dresser B. Eur.
LXXYII — LXXIX. — Dafila bahamensis Cory Birds Bahamas t.
Golymbidae. E. Tauber, Ueber das Vorkommen des roth-
kehligen Seetauchers in Baiern (Eudytes septentrionalis). Orn. Cen-
tralbl. 5.
Abbildung: Colymbus glacialis Dresser B. Eur. LXXVH —
LXXIX.
Podicipidae. Schröder, Oberhaut der Eier von Podiceps
minor. Zeitschr. f. d. ges. Naturwiss. 3. F. V. 350,
Abbildung: Podiceps fluviatilis Dresser B. Eur. LXXVII —
LXXIX.
Alcidae. Eggs of the Great Ank. Ibis 380.
Abbildung: Alca impennis Dresser B. Eur. LXXVII— LXXIX.
Spheniscidae. A. Milne Edwards, Recherches sur la faune
des regions australes. Ännal. des sc. nat. 6. ser. IX. N. 5 et 6. Art. 9.
Revision der Spheniscidae und höchst wichtige Aufschlüsse über
ihre geographische Verbreitung.
Dr. Mulvany, Ueber eine Mauser der Schnabelhornscheide
bei einem Eueyptes. Proc. Z. S. 2.
Uriidae. J. Cordeaux, Call note of the young Guillemot
(Uria) and Razorbill. Zoologist 402.
Procellariidae. Abbildung: Astrelata haesitata Dresser B.
Eur. LXXVII— LXXIX.
Laridae. Howard Saunders, On the Skuas and sorae other
birds observed in the Shetland Islands. Zoologist 1.
Howard Saunders, The Skua Gulls (Stercorarius) and their
recent migration ib. 90.
T. H. Nelson, Extraordinary Arrival of Skuas in the York-
shire Coast. ib. 18.
J. Borkhouse, Skuas in Yorkshire ib. 21.
462 Pelzein: Bericht üb. die Loistimgen in der Naturgeschiclite-
J. Gatcombe, Skuas off the coasts of Devon and Cornwall
ib. 21.
C. Smith, Pomatorhine Skuas in Somersetshire ib. 19; A.
Murray Matthew in the Bristol Channel, ib. 20.
T. H. Nelson, Pomatorhine Skua on the Durham and York-
shire Coasts ib. 511.
H. Charbonnier, On specimens of the Pomarine Skua killed
in England Proc. Bristol Naturalists Soc. IV. Ser. VIII. part. 1.
1879, 1880.
Dr. Peck, Lestris pomarina und parasitica in Schlesien erlegt.
Orn. Centralbl. 14.
Howard Saunders, The Young of the Jvory Gull (Pagophila
eburnea.) Zoologist 484.
Lord Lilford, lieber Larus Andouini. Ibis 480.
Text von Larus affinis Dresser B. Eur. LXXX— LXXXIL
Fr. Arnold, Lachmöven auf der Isar bei München. Gefied.
Welt 166.
J. C. H. Fischer, Larus Rossii auf den Faröer-Inseln a. d.
Dänischen von A. Grunack. Orn. Centralbl. 13.
Dr. B. Schiavuzzi . Sulla comparsa del „Larus tridactylus
Linne" volg. Gabbiano terragnolo nella rada di Pirano. Boll. delle
scienze naturali N. 5. Annata V. Trieste.
R. Ridgway, Description of the Eggs of the Caspian Tern
(Sterna caspia). Bull. Nutt. Orn. Club V. 221.
Th. W. Wilson, Forsters Tern (Sterna Forsteri Nutt.) in
Florida. Americ. Naturalist 738.
Abbildungen: Stercorarius catarractes pull. Marchand Rev.
de Zool. 1879. t. 4, — Sterna anaesthaeta Cory Birds Bahamas t. —
Holzschnitte der Füsse von Sterna fuliginosa and St. anaesthaeta
Legge B. Ceylon III. S. 1042.
Felecanidae. E. T. Booth, Gannets breeding in confinement
(Sula). Zoologist 363.
Cormorant-fishing in China Ibis 375 (aus Special Catalogue of
the Ningpo Collection in the International .Fishery -Exposition at
Berlin).
E. Tauber, Halieus Carbo alis Gast in Baiern. Orn. Centralbl. 4.
A. E. Blaauw, Ein Nistpaar Pelikane. Gefied. Welt 180.
Abbildung: Sula bassana Dresser B. Eur. LXXVII— LXXIX.
der Vöffol während des Jahres 1880. 463
Anhang,
Von Maynard's Birds of Florida wurde zuletzt P. III im
Jahresberichte für 1874 S. 17 besprochen. — Nach längerer Unter-
brechung sind Ref. später zugegangen:
Unter dem Titel: „The Birds of Florida with the Water and
Game Birds of Eastern N. America".
P. IV. 1878. Abbild.: Passerculus princeps t. 3.
V. — — Pipilo leucopis n. sp. t.4. M. W., Nest.
Ammodromus melanoleucus t. 5.
VI. — — Köpfe, Füsse, Anat. v. Turdiden u.
Lusciniden t. 7.
Sitta pusilla und Deudroeca dominica
t. 8.
VII. — — Micropulama himantopus t. 9.
Empidonax acadicus m. Nest u. Eiern
t. 10.
Köpfe, Füsse, Anat. v. Passerinen 1. 11.
VIII. — ■ — Phaeton flavirostris (auch Ei) t. 12.
Certhiola bahamensis t. 13.
Vireo philadelphicus t. 14.
Unter dem geänderten Titel: The Birds of Eastern North
America with Original Descriptions of all the Species which occur
East of the Mississippi River between the Aratic Circle and the
Gulf of Mexico etc.
P. IX. 1879. Abbild.: Aegialitis vociferus, A. montanus 1. 15.
Köpfe, Anat. etc. v. Scansores t. 16.
X. — — Deudroeca Kirtlandi t. 17.
Köpfe, Anat, von Piciden t. 18.
P. XI. — Abbild.: Köpfe, Anat. von Piciden t. 19.
Helospiza Lincoln! t. 20.
XII. — — Köpfe, Füsse, Anat. von Psittaciden
und Strigiden t. 21.
Helminthophaga leucobronchialis t, 22.
464 Pelze In: Bericht üb. die Leistungen in d. Naturgeschichte etc.
P. XIII. 1879. Abbild.:Köpfe, Osteol.vonStrigident.23u.24.
XIV. — — Köpfe u. Osteol. v. Strigiden und Fal-
coniden t. 25, 26.
XV. — — Dendroeca discolor t. 27.
Köpfe u. Osteol. v. Sumpf- und Was-
servögeln t. 32.
Das Schlussheft XVI wird im nächsten Jahresbericht bespro-
chen werden.
Bericht
über die wissenscliaftliclien Leistungen in der
Naturgeschichte der niederen Thiere während
der Jahre 1880 und 1881. I. Theil.
Von
Dr. M. Braun (Dorpat) imd Dr. von Linstow (Hameln).
1. Allgemeines, von Dr. M. Brann.
Von Bronn's ^,Klassen und Ordnungen des Thier-
reichs^' sind die Protozoen von Bütschli neu bearbeitet
worden und bereits 9 Lieferungen erschienen ; es steht zu
hoffen, dass die neuen Mitarbeiter des wichtigen Werkes
dasselbe rasch fördern, und den Abschluss in absehbare
Nähe bringen.
Das gross angelegte Werk von H. Milne- Edwards:
Legons sur la Physiologie et 1' Anatomie comparee etc.
Paris ist mit dem 14. Bd., der allgemeine Betrachtungen
und das Generalregister enthält, beendet.
Von Handbüchern erwähnen wir:
C. Keller: Grundlehren der Zoologie für den öffent-
lichen und privaten Unterricht, mit 565 Holzschnitten.
Leipzig 1880.
A. Brass: Abriss der Zoologie für Studirende, Aerzte
und Lehrer mit 102 Holzschnitten. Leipzig 1881.
H. A. Pagenstecher: Allgemeine Zoologie. Berlin
1881. 4. Theil (Schluss).
Archiv für Naturg. XXXXVII. Jahrg. 2. Bd. EE
466 Braun u. v. Linstow: Bericht üb. d. wissensch. Leistungen
A. Milne-Edwards: Elements d'histoire naturelle
des aniraaux. I. Zoologie methodique et descriptive.
Paris 1882.
Von Atlanten:
W. Hagelberg: Zoologischer Handatlas. Berlin 1880
bis 81; enthält in F. und G. Mollusken, Würmer, Stachel-
häuter, Strahlthiere und Urthiere.
R. Leuckart und H. Nitzsche: Zoologische Wand-
tafeln zum Gebrauch an Universitäten und Schulen. Taf.
X. XI. Cassel 1881.
Max Alpine: Zoological Atlas. 294 Fig. London
1881 (behandelt wirbellose Thiere mit erläuterndem Text).
Neue Auflagen und Uebersetzungen :
A. S. Packard: Zoology for high schools and Collegs
New- York 1880. 2. Auflage.
O.W. Thome: Lehrbuch der Zoologie für Realschulen
etc. Braunschweig 1880. 4. Auflage.
C. Gegenbaur: Manuale di Anatomia comparata.
Napoli 1880—81 von C. Emery.
A. Mojsisovics Edl. v. Mojsvar: Manuel de Zootomie
etc. Paris 1881, von J. L. de Lanessan.
A. Brehm: Merveilles de la nature, von J. Künckel
d'Herculais.
H. Milne-Edwards: Cahiers d' histoire naturelle.
Zoologie. Paris. 2 edit. 1881.
Huxley's and Martins course of elementary Instruction
in practical biology ist von 0. Thamhayn ins Deutsche
übersetzt worden (1881 Stuttgart, Enke.); leider ist die Ueber-
setzung nicht frei von verschiedenen Mängeln, die den
Anfänger, für den flas Buch bestimmt ist, nur verwirren.
In dem von L. Hermann herausgegebenen „Hand-
buch der Physiologie" batV. Hensen im G. Bd. die Phy-
siologie der Zeugung bearbeitet, und dabei in gebührender
Weise auch auf die Verhältnisse bei niederen Thieren
Rücksicht genommen.
Durch die Gebrüder Hertwig erhalten wir einen
,, Versuch einer Erklärung des mittleren Keimblattes'' (die
Coelomtheorie. Jen. Zeitsch. f. Naturwiss. XV. Bd. 1881.
3 Taf.), basirt zum Theil auf eigene Untersuchungen. Die
in d. Natiirgesch. der iiiedern Thiere während d. J. 1880 u. 1881. 467
Autoren machen es sich 7au' Aufg-abe zuerst zu unter-
suchen, auf welche Weise der ursprüng-lich zweischichtige
Keim mehrschichtig wird, ferner was für Struktur- und
Verwandtscliaftsverhältnisse die aus dem mittleren Keimblatt
hervorgehenden Gewebe, Organe und Organsysteme be-
sitzen, wobei besonders der Struktur der Muskeln gedacht
und oft aus dieser die Herkunft aus einem Keimblatt (mit
Recht? Ref.) abgeleitet wird, und die Resultate für eine
„durchaus naturgemässe systematische Anordnung der
Thierformen" zu verwerthen. Alle Bilateralieu zerfallen
demgemäss in Pseiidocoelier und Enterocoelier\ zu
den ersteren gehören die Plattwürmer, Rotatorien, Bryozoen
= Scoleciden und Mollusken, den letzteren die Nema-
toden, Chaetognathen, Brachiopoden, Anneliden und Gephy-
renen,Enteropneusten, Timikaten(?) = C 0 e 1 h e 1 m i n.t h e n, die
Echinodermen, Arthropoden und Vertebraten, Das
Mesoderm der Pseudocoelier besteht in seiner ersten Anlage
aus wenigen vereinzelten Zellen, welche von den primären
Keimblättern aus in den Zwischenraum des Blastocoels
gelangen; im ausgebildeten Zustande fehlt ihnen eine
Leibeshöhle oder wird nur durch Gewebsspalten repräsen-
tirt, die selten zu einem einheitlichen Schizocoel zusam-
menfliessen; sie sind ferner ungegliedert, ihre Musku-
latur besteht aus contractilen Faserzellen, während ihr
Nervensystem m e s o d e r m a 1 e n Ursprungs zu sein scheint ;
ferner scheint bei ihnen der Gastrulamund in den blei-
benden Mund tiberzugehen. Bei den Enterocoeliern entsteht
das Mesoderm als seitliche Ausstülpung des Urdarms
und zwar in der Nähe des Gastrulamundes, der mit Aus-
nahme der Echinodermen bei allen Enterocoeliern verloren
zu gehen scheint. Sie besitzen eine vom Epithel ausge-
kleidete Leibeshöhle, welche früher und unabhängig vom Blut-
gefässsystem entsteht und deren Epithel zum Theil die Ge-
schlechtsprodukte liefert; ihre Körpermuskeln (Primitivfibril-
len) zeichnen sich durch die Regelmässigkeit der Anordnung
aus, und ihr Nervensystem ist stets ectodermalen Ursprungs;
auch sind fast alle hierhergehörigen Gruppen gegliedert.
Bei der von den Hertwigs gegebenen Eintheilung
der Bilateralieu ist vor allem wichtig, dass der „Stamm"
468 Braun u. v. Linstow: Bericht üb. d. wissensch. Leistungen
der Würmer in zwei Stämme : die Scoleciden und Coelhel-
mintheu aufgelöst wird, dass ferner die Mollusken und
Brachiopoden getrennt werden, indem erstere zu den Pseu-
docoeliern, letztere zu den Enterocoeliern zu stehen kommen,
drittens, dass die bisher von vielen Seiten angenommene
Verwandtschaft zwischen Rotatorieu und Anneliden resp-
deren Larven aufgehoben wird, und viertens, dass die
Stämme der Bilateralien „nicht ohne Weiteres an einander
gereiht, sondern zu zwei grossen Gruppen vereinigt werden."
Die Auflösung der „Vermes" ist schon von verschiedenen
Seiten gefordert und ausgeführt worden (Semper, Ray
Lankester, Giard, Hatschek etc.), jedoch in anderer Weise;
mit der Trennung der Brachiopoden von den Mollusken wird
man sich gewiss einverstanden erklären, wofür ja die ent-
wicklnngsgeschichtlichen Arbeiten von Kowalewsky und
Morse genügend Anhaltspunkte bieten, dagegen wird der
Mangel einer Verwandtschaft der Rotatorien mit der Tro-
chosphaeralarve zu wenig begründet. Die Aehnlichkeit ist
nicht zu leugnen und wird doch kaum durch die Annahme,
dass die Trochosphaerenform in den einzelnen Abtheilun-
gen sekundär, durch Anpassung an pelagische Lebensweise
unabhängig erworben sei, genügend erklärt, da es ja pela-
gisch lebende Larven andrer Thiere giebt, die nicht die
Trochosphaeraform besitzen. Uebrigens nennen die Au-
toren selbst ihre Arbeit einen Versuch und machen oft
genug auf die Unvollständigkeit der Begründung ihrer
Ansichten wegen mangelnder Untersuchungen über diese
und jene Punkte aufmerksam.
Auch Balfour hat in seineu Essays on Embryology
(Quart. Jouru. of micr. sc. 1880) Gelegenheit genommen,
sich über die Verwandtschaftsverhältnisse der Thiere aus-
zusprechen, wobei er zuerst die Entwicklung des Meso-
derms und hierauf die Larvenformen betrachtet ; im Gegen-
satz zu den Hertwigs sieht er in der Entwicklung des
Mcsoderms zu viel sekundäre Abänderungen, um auf diese
hin verwandtschaftliche Beziehungen aufstellen zu können;
er basirt die letzteren vielmehr auf die Larvenformen
und sagt, dass man alles Recht habe, die Typen mit einer
Trochosphaeralarve, d. h. die Rotiferen, Mollusken, Chaeto-
in d.Naturgesch. der niedern Thiere während d. J. 1880 u. 1881. 469
poden, Gephyreen und Polyzoen (Bryozoen) als von einer
gemeinschaftlichen Vortahrenform abstammend anzusehen
(p. 53 des S.-A.); auch eine allgemeine Verwandtschaft
der Brachiopoden mit diesen Typen ist sehr wahrscheinlich,
ebenso dass diese Typen und die Plathelminthen einen
noch entfernteren gemeinsamen Vorfahren besitzen ; die
Echinodermen stammen von einem radiären Vorfahren ab,
während die Beziehungen der Tornaria- und Actinotroeha-
larve noch unklar sind.
Beide Essays finden sich übrigens auch im zweiten Band
von Balfour's Vergleichender Embryologie, wo der
Autor Gelegenheit nimmt, sich gegen die allgemeinen Fol-
gerungen der Hertwigs unter kurzer Begründung seiner
Ansicht auszusprechen.
C. Fr. W. Krukenberg giebt seine physiologischen
Untersuchungen, die sich auch auf niedere Thiere beziehen,
gesondert heraus: Vergleichend - physiologische
Studien etc. Heidelberg 1880—81, 5 Hefte mit 12 Taf.
8^, auf die wir bei den einzelnen Ordnungen zurückkommen ;
leider fehlt dem Ganzen ein einheitlicher Plan, auch schei-
nen die Resultate durchaus nicht so sicher zu sein.
J. Chatin hat seine in der Sorbonne gehaltenen Vor-
träge über die Sinnesorgane bei den Thieren herausgegeben
und mit zahlreichen Abbildungen versehen (Les org. des
sens dans la serie animale etc. Paris 1880. 8^).
„Das vitale Temperaturminimum wirbelloser Thiere"
untersuchte H. Roedel; seine Studien erstrecken sich
über Mollusken, Insekten, Spinnen, Kruster und Würmer;
er kommt zu folgenden nicht uninteressanten Resultaten:
„niedere Thiere erfrieren, je nach Genus und Species, bei
sehr verschiedenen Temperaturen, die für den Spezialfall
eigens bestimmt werden müssen ; in den einzelnen Entwick-
lungsstadien widerstehen die Thiere in verschiedener Weise
der Kälte, der Widerstand wächst aber nicht mit dem
Grade der Vollkommenheit, bisweilen nimmt er sogar ab;
die geographische Verbreitung der Thiere gestattet ohne
Weiteres keinen Rückschluss auf das Vermögen der voll-
kommensten Entwicklungsform, Kälte zu ertragen; völlig
gefrorene niedere Thiere, die einen Circulationsapparat
470 Braun u. v. Linstow: Bericht üb. d. wissensch, Leistungen
besitzen, beleben sich nicht wieder." (Halle In.-Diss. 1881.
36 p.)
Gross ist die Zahl der faunistischen Arbeiten und
Berichte, namentlich über die Meeresbewohner; vor allen
erwähnen wir die Berichte über die Keise des „C hal-
lenger" (Reports of the Scientif. results of the
voyage of H. M. 8. „Challenger" etc. of Ch. Wyville
Thomson. Zoology. vol. 1—3 London 1879—81. 4«. mit
239 Taf.) Bd. 1 enthält eine von W. Thomson gege-
bene allgemeine Einleitung, dann von T h. Davidson
die Brachiopoden, von A. v. Kölliker die Pennatuliden,
von G. St. Brady die Ostracoden, von W. Turner die
Cetaceen, von W. R. Parker die Entwicklung von Chelone
viridis und von A. Günther die Küstenfische; für Bd. 2
hat geliefert H. N. Moseley die Hydroiden, Alcyonarien
und Madreporen und Ph. L. Sclater die Vögel unter
Mitarbeiterschaft anderer Autoren; den 3. Bd. füllen der
Bericht von A. Agassi z über die Echiniden und von P.
P. C. Hoch über Pycnogoniden.
„Die zoologischen Ergebnisse der zwei in den
Jaliren 1878 und 79 ausgeführten Fahrten des
Schoners „Willem Barents'^ (Spitzbergen und Barents-
See) sind in einem stattlichen Suppleraentband zum nieder-
ländischen Archiv für Zoologie erschienen; der Bericht
enthält in 11 Arbeiten wirbellose Thiere, in 3 Wirbelthiere,
von denen die ersteren weiter unten angeführt werden.
W. S. M. d'Urban erwähnt aus der Barentssee
153 Arten, nämlich 1 Foramiuifere, 4 Spongien, 13 Hydro-
zoen, 2 Actinozoen, 16 Echinodermen, 15 Anneliden, 1 Ge-
phyree, 24 Crustaceen, 32 Bryozoen, 2 Brachiopoden, 36
Mollusken und 6 Fischarten. (iVun. of nat. bist. vol.
6. 1880).
G. M. R. Levinsen's Smaa Bidrag til den gron-
landske Fauna betrifft ein neues Rhizopod mit frag-
licher Stellung, einige Rotatorien, eine Chaetosoma-Art,
und ein neues Genus der Hirudineen (Vedensk. Meddel.
fra nat. Foren. Kjobenhavn. 1881.)
A. Stuxberg's Evertebratenfaunan i Sibiriens
Ishaf ist eine vorläufige Uebersicht des von Nordenskiöld
in d. Natnrgescb. der uiederu Thiere während d. J. 1880 u. 1881. 471
mitgebrachten Materials und bezieht sich in erster Linie
auf die physikalische Beschaftcnhcit des Meeresgrundes,
des Wassers, giebt dann eine Aufzählung der an den ein-
zelnen (102) Stationen gefundenen Thiere, und bespricht
die fünf „charakteristischen Thierformen": Idotea Sabinei,
I. entomon, Diastylis Rathkei, Atylus carinatus und Acan-
thostephia Malingreni. Hierauf bespricht der Autor die von
ihm aufgestellten Thierformationen, das sind Gebiete,
in denen ein oder mehrere Arten an Individuenzahl vor-
herrschen ; im ganzen werden 20 solcher Formationen unter-
schieden und nach der vorherrschenden Gattung oder
Gruppe benannt. Wegen des Eises existirt keine Strand-
fauna. Eine Tabelle aller arctischen Amphopoden (115)
ergiebt, dass 60 Arten im sibirischen Eismeer vorkommen
und 17 ihm ausschliesslich angehören.
Auch über die von 1876—78 ausgeführte „Norske
Nordhavs-Expedition" liegen drei Berichte vor; 1.
behandelt die Chemie von H. Tornoe bearbeitet, 2. die
Fische von R. Collett und o. die Gephyreen von D. C.
Danielssen und J. Koren (Christiania 1880/81); über
letzteres siehe unten.
A. Milne-Edwards berichtet der Pariser Akademie
über die Ergebnisse der Fahrten des Travailleur im
Golf von Biscaya in zoologischer Beziehung (Compt.
rend. hebd, del'Acad. Sc. Paris T. 91. 1880. p. 311. 355. T. 93.
1881. p. 931). lieber denselben Gegenstand macht auch
A. M. Norman in den Ann. of nat. bist. vol. 6. 1880.
p. 430 Mittheilungen.
Die von W. Czerniawsky in den Arbeiten des
ersten russ. Naturf. Congresses (Petcrsb. 1868) sowie in
den Arbeiten der Charkower Naturforscher-Gesellschaft
1880 herausgegebenen „Materialia ad Zoographiam
ponticamcomparatam" werden unter diesem Titel in den
Bull, de la Soc. Imp. des Natural, de Moscou 1880. Nr. p.
213—363 und 1881. Nr. 2 p. 338—420 fortgesetzt und behan-
deln die „Vermes'', über die wir weiter unten berichten. Es
werden zahlreiche neue Arten und Gattungen beschrieben
(mit lat. Diagnose) und leider nur zum Theil abgebildet; es
ist zu bedauern, dass dieser reiche Beitrag zur Fauna
472 Braun u. v. Linstow: Bericht üb. d. wissensch, Leissuugen
des schwarzen Meeres nicht besser ausgestattet werden
konnnte.
Derselbe Autor giebt in den „Arbeiten der Naturf.
Gesellsch. Charkow'' T. XIII. 1880 p. XI-XX einen
russisch geschriebenen Bericht über eine Reise zum schwar-
zen Meer und zum Gebirgssee Abrau im Kaukasus; er
konstatirt das Vorkommen zahlreicher Seethiere, nament-
lich Crustaceen, in den Zuflüssen zum schwarzen Meer
bei Kertsch und in dem genannten kaukasischen See.
Ueber die von Italien zwischen Sardinien und Neapel
ausgeführte Tiefseeuntersuchung erhalten wir durch H. H.
Giglioli Kenntniss (ItalianDeep-sea explora-
t i 0 n in the Mediterranean Nature. 25. Aug. 1881. p. 381),
die eine Anzahl oceanischer Tiefseeformen zu Tage förderte.
Die zoologische Station in Neapel beginnt eine grös-
sere Reihe von Monographien über „die Fauna und
Flora des Golfs von Neapel" (Leipzig. Engel-
mann), von denen erschienen sind: C. Chun: die Cteno-
phoren (18 Taf.), C. Emery: Fierasfer (19 Taf.) und
A. Dohrn: die Pantopoden (18 Taf.)
Auch der „Travaillcur" hat 1881 im Mittelmeer
gearbeitet, worüber A. M i 1 n e - E d w a r d s der Pariser
Akademie einen vorläufigen Bericht giebt (Compt. rend.
tom. 93. Nr. 22. p. 876), aus dem hervorgeht, dass das
Mittelmeer vom atlantischen Ocean aus bevölkert wurde;
interessant ist das Vorkommen von lebenden Infusorien in
grossen Tiefen.
J. de Guerne et Th. Barrois: la faune littorale de
Concarneau und G. L e s 1 i e and W. A. H e r d m a n n : The
intervertebrate fauna of the Firth of Forth Edinburg 1881
sind Ref. leider nicht zu Gesicht gekommen.
A. A g a s s i z berichtet kurz : o n the d r e d g i n g
Operations of the U. S. coast survey Sr. „Blake"
during June and July 1880 (Bull, of the Mus. of compar
zoology at Harvard Coli. vol. VI. Nr. 8. Cambridge 1880),
besonders über die Fauna des Golfstromes, der sehr reich
an pclagischen Thieren ist, in tieferen Schichten dagegen
sehr arm.
Von H. J. Carter liegt ein „Report on spec.
in cl. Naturgesch. der iiiodern Thiere während d. J. 1880 n. 1881, 473
(i r e d g". u p f r o m t h e G o 1 f o f M a n a a r" in den Ann.
of nat. bist. vol. 5 p. 437. vol. G p. 35 vor, der IG Fora-
minifereu, 61 Spongien, 1 Hydroidcn, 3 Alcyonarien, 1
Tunikaten und 1 Gastropoden anfülirt.
K. M 0 e b i u s bespricbt in seinen ,,Beitr. z. Meeresf.
d. Insel Mauritius" (22 Taf. Berlin 1880) besonders die
gefundenen Foraminiferen, über die an zugeböriger Stelle
berichtet wird; in der einleitenden Reisebescbreibung findet
sich ein Verzeiehniss der gefundenen Ecbinodermen, dar-
unter zahlreiche neue Arten von Holothurien von Dr. W.
H a a c k e beschrieben.
Auch über die Fauna der Süsswasserseen sind einige
Arbeiten erschienen :
L 0 r t e t dredgte im Mai 1880 im See von Tibe-
r i a s (Drag. prof. exec. dans le lac de Tib6riade, Compte
rend. Ac. Sc. Paris T. 91. p. 500— 502), berichtet jedoch
nur über Fische, Mollusken und erwähnt das Vorkommen
von Foraminiferen.
G. A s p e r giebt „Beiträge zur Kenntniss der Tief-
seefauna der Schweizer Seen" (Zool. Anz. 1880. p. 130.
p. 200, in denen interessante Mittheilungen besonders über
Polypen gemacht werden; derselbe bearbeitete in dem
Schweiz. Katal. Intern. Fischerei-x^usstellung Berlin p. 127
— 129 die pelagische und Tiefseefauna der Schweiz.
Die kurze Notiz von P. P a v e s i über pelagische
Fauna der italienischen Seen (Bull. Soc. Ven.-Trent. 1881)
hat Ref. nicht einsehen können.
A. ß r a n d t's Bericht von den armenischen Alpen-
seen (Zool. Anz. 1880. p. 111) berücksichtigt Fische, Mollus-
ken und Crustaceen, fällt daher nicht in unseren Bericht,
was von mehreren anderen Arbeiten über Süsswasser- und
Höhlenfauna gilt.
F. Ve j d 0 V s k y's Notiz über Rhizopoden und
Turbellarien der Brunnenwässer Prags, so-
wie die Arbeit des Referenten: Beiträge zur Kenntniss
der Fauna baltica I über D or p a t e r B r u n n e n p 1 a n a-
rien werden untenerwähnt; auch die ausgedehnte Arbeit
Fr. V. L e y d i g's : lieber Verbreitung der Thiere im
Rhöngebirge etc. (Verh. d. Nat. Ver. d. preuss. Rheinl. und
474 Braun u. v. Linstow: Bericht üb. d. wissensch. Leistungen
Westf. 38 Jahrg. 1881), welche die Resultate langer und
mühsamer Beobachtungen enthält, den niedersten Thieren
jedoch wenig Aufmerksamheit schenkt, wird an den be-
treifenden Stellen angezogen.
S. Ringelivüriiier
(einschliesslich der Gephyreen)
von Dr. M. Brauu.
Am Typus der „Vermes", den noch immer einige
Autoren festhalten, wird, wie bereits oben erwähnt, von
neuem gerüttelt; so erhebt B. Hatschck die Anneliden
zu einem besonderen Typus oder Phylum und nimmt in
demselben 4 Classen an: 1. Archiannelides (Polygordius),
2. Chaetopodes oder Chaetiferi mit Saccocirriden, Poly-
chaeten, Echiuriden und Oligochaeten als Ordnungen,
3. Hirudinei und 4. (Anhang) Sipunculacea mit Sipunculiden,
Priapuliden und Phoroniden (Entwickl. v. Echiurus etc.
Arb. a. d. zool. Inst. d. Univ. Wien III. 1880. p. 28 (72.)
Auch die H e r t w i g's stellen die Gephyreen zu den
Anneliden und bilden aus diesen mit den Nematoden, Chae-
tognathen, Brachiopoden, Enteropneusten und (?) Tunikaten
die Coelhelminthen, die eine echte Leibeshöhle besitzen
(Jen. Zeitsch. f. Naturw. XV. 1881).
Die nahen Beziehungen zwischen Gephyreen und
Anneliden betont auch F. Vejdovsky in seinen Unter-
suchungen über Anatomie, Physiologie undEnt-
wicklung vonSternaspis und unterscheidet in der
Classe der Anneliden vier „natürliche Ordnungen'' : 1. Hiru-
dinea, 2.01igochaeta, 3. Polychaeta, 4. Gephyrea; Polygordius,
Polyophthalmus, Saccocircus und Protodrilus stellt er als ein-
heitliche Gruppe, welche B a 1 f o u r Achaeta nennt, zu
ind. Naturgesch. der niedern Thiere während d. J. 1880 u. 1881. 475
den Pülychaeten. Von den Coelenteraten ausgehend gelangt
man in dem vom Autor publicirten Stammbaum zu den
Turhellarien, aus denen sich 2 SeitenUste entwickelt haben:
der eine führt durch Sternaspis zu den Gephyreen und
Polychaeten, der andere zu den Amedullaten (Aeolosoma)
und von diesen einerseits direkt zu den Oligochaeten, an-
drerseits durch die Discodriliden zu den Ilirudineen (Denk-
schr. d. K. k. Akad. d. W. Wien, math.-naturw. Cl. 43. Bd.
Arb. V. Nichtmitgl. p. 80. 81.)
Wie sehr übrigens die Anschauungen in Bezug auf
die Verwandtschaftsbeziehungen der einzelnen Classen der
Vernies noch schwanken, zeigt eine Mittheilung von A r-
n 0 1 d Lang; während man in der Neuzeit fast allgemein
die Hirudineen zu den Anneliden stellte und die Bezie-
hungen zu den Trematoden als durch die ähnliche Lebens-
weise bedingt ansah, kommt Lang durch das Studium einer
neuen segmentirten Turbellarie, der Guncla segmentata^ auf
die frühere Anschauung, die noch heut durch Leuckart
vertreten wird, zurück, und sieht in den Hirudineen, nament-
namentlich den Rüsselegeln sehr nahe Verwandte seines
Strudelwurmes, sowie überhaupt der monogonoporen, den-
drocoelen Turhellarien, die er alle als „T r i c 1 a d e n"
bezeichnet.
V. Czerniawsky theilt die Anneliden in zwei
Ordnungen: 1. Ächaeta, 2. Chaetopoda, und die letztere
in zwei Unterordnungen: a. Oligochaeta, b. Polychaeta;
die Achaeta werden charakterisirt:
„Corpus saepissime annulatum, chaetis et appendicibuslateralibus
institutum; caput vei exappendiculatum, vel antenuis 2-bu8 vel
brauchiis iiistr actum; disci suctorii nulli; maricolae littorales, libere
viventes"; sie bilden zum Theil einen üebergang zu Nemertinen,
zum Theil zu Nematoden und umfassen die Genera Ramphogordius
Rathke, Protodrilus n. g., Polygordius Sehn., Phoronis Wrgt. und
Gymnosoma Qutrf. (Bull, de la Soc. imp. Nat. Moscou 1880. Nr. 4
p. 278—290.
Ref. hält auch dafür, die „Würmer" aufzulösen und
wird demgemäss den Stoff in seinen Jahresberichten an-
ordnen; er unterscheidet einstweilen unter den Anneliden
zwei Gruppen, die eine bestehend aus Polychaeten, Gephy-
reen, Oligochaeten und Hirudineen, die andere aus Rota-
476 Braun u. v. L instow: Bericht üb. d. wissensch. Leistungen
torien und Bryozoen statt Anneliden müsste ein andrer
Name gewählt werden.
Polychaeteii. L. C. Cosmovici veröffentlicht
in den „Arch. de Zool. experim. et generale Tom VIII. p. 233
—378 eine mit 8 Tafeln versehene Arbeit über die
Ge seh le c h t s- und Se g m e n talor gane d e r po ly-
chaeten Anneliden, von denen er besonders die
Sedentaria berücksichtigt und gelegentlich auch Angaben
über das Nervensystem, Blutgefässe, Entwicklung etc.,
macht. Er untersuchte in Roseoff: Arenicola piscatorum,
Terebella gigantea, T. conchilega, Ophelia bicornis, Chae-
topterus Valencinii, Sabella arenilega, Myxicola modesta,
Clymenia zostericola, Pectinaria belgica und Hermella
crassissima, von den freilebenden Anneliden nur fünf:
Herraione fallax, Sthenelais Edwardsii, Cirratulus filifor-
mis, Nereis bilineata und Marphysa sanguinea. Seine
Funde geben ihm Anlass zu der Ansicht, dass das, was
man bisher Segmentalorgan genannt hat, aus zwei ver-
schiedenen Organen besteht; das eine grössere und drüsige
ist dem Bojanus'schen Organ der Mollusken zu vergleichen
und auch so zu benennen; die muskulöse Wand hat ein
mehrschichtiges Epithel, dessen oberste Lage flimmert, ent-
hält zahlreiche Blutgefässe und in den Zellen farbige
Concretionen; durch eine Oeffnung kommunicirt dasselbe
mit der Aussenwelt, auch lassen sich Harnsalze nachweisen,
so dass die Aehnlichkeit mit den Harnorganen der Mollus-
ken gross ist. Das zweite Organ beginnt mit einem zwei-
lippigen gefranzten Trichter, der sich in eine verschieden
lange Röhre fortsetzt; die letztere steht mit dem Drüsen-
organ in offener Verbindung und durch dieses mit der
Aussenwelt oder mündet gesondert aus ; dieses „Segmen-
talorgan" functionirt bei Weibchen als Eileiter, bei Männ-
chen als Samenleiter. Das Verhältniss der beiden Organe
zu einander ist je nach den Arten verschieden: Arenicala
hat 6 Paar Boj. Organe und 6 Paar mit ihnen verbundene
Segmentalorgane, Terebella gigantea 8 Paar B. 0., davon
1 Paar im Kopftheil, dagegen nur die letzten 7 Paar
haben Segmentalorgane; T. conchilega 2 Paar B. 0., eins
vor, eins hinter dem Kopfdiaphragma und 2 Paar Segmen-
in d. Natnrgescb. der niedern Thiere während d. J. 1880 u. 1881. 477
talorgane hinter den ersteren ; bei Ophelia brevicornis
liegen die 3 Paar Segmentalorgane vor den 5 Paar Boja-
nus'sehen Organen; Cbaetopterus und Clymenia verhält
sich ähnlich wie T. gigantea und Arenicola, d. h. die Ex-
cretionsorgane stehen in Relation mit den Segmentalorga-
nen; Sabella und Myxicola haben nur 1 Paar vorn aus-
mündende Excretionsorgane, dagegen zahlreiche S. 0. in
den hinteren Segmenten; von den 3 Paar B. 0. bei Pec-
tinaria haben nur die beiden hinteren Segmentalorgane,
während die Segmentalorgane von Hermella ganz ohne
Excretionsorgane sind. Hier fehlen Bojanus'sche Organe
wie bei allen untersuchten Errantien. Jedes Segmental-
organ steht nur mit dem Segment in Verbindung, in dem
es liegt.
Die Geschlechtsdrüsen der Anneliden sind constante
Bildungen, die während der ungünstigen Jahreszeit ausser-
ordentlich reducirt sind, aber auf der Höhe der Entwick-
lung (im Sommer) traubenförmige Organe darstellen, deren
einzelne Acini durch eine zarte Membran eine protoplas-
matische, mehrkernige Masse enthalten; um die einzelnen
Kerne, die künftigen Keimflecke, gruppirt sich später das
Protoplasma; die reifen Eier fallen in die Leibeshöhle, aus
der sie durch die Segmentalorgane nach aussen gelangen.
Bei den Hoden zerfällt jede Mutterzelle in zahlreiche
Kugeln, die sich ablösen und in der Leibeshöhle reifen.
Die Eiablage hat C o s m o v i c i bei Terebella con-
chilega und Hermella crassissima beobachtet; die Terebella
lag auf einer Seite und entleerte durch ihre 2 Oeffnungen
die Eier nach einander; darauf kehrte sie sich um, stiess
aus den Segmentalorganen der anderen Seite ebenfalls Eier
hervor und so fort während zwei Stunden.
Die Eier von Ophelia entwickelten sich zu einer poly-
trochen Larve. Zu letzterem macht A. G i a r d die Bemer-
kung, dass es sich hier um Embryonen von Arenicola pis-
catorum gehandelt hat (Compt. rend. Ac. sc. Paris T. 9L
p. 343).
H. Eisig macht interessante Mittheilungen über
das Vorkommen eines schwimmblasenähn-
lichen Organes bei Anneliden (Mitth. d. zool.
478 Braun u. v. Linstow: Bericht üb. d. wissensch. Leistungen
Stat. in Neapel Bd. IL p. 255—304 mit 3 Taf.) und zwar
bei Hesione siciila delle Chiaje (= Telamone Clap. = Fullaria
Quatref.), Syllis aiirantiaca Clap. und anderen Formen;
die Schwimmblasen der Syllis aur. sind die bisher in der
Litteratur als T-förmige Drüsen bezeichneten Körper. Bei
Hesione sicula unterscheidet der Autor am Darmkanal
drei Abschnitte: den vorderen, stark muskulösen Rtissel-
Oesophagus, dessen Wand vorzugsweise aus radiär ange-
ordneten Muskelplatten besteht, den hinteren, drüsigen
Magendarm mit einer dünnen Längs- uud Ringsmuskellage
und einem sehr reichlichen Netz von Blutgefässen, und
den mittleren Vormagen, der sich durch seine Dehnbarkeit
auszeichnet und bald einen kuglig angeschwollenen Sack,
bald ein dünnes Rohr darstellt. Von der ventralen Wand
des Vormagens entspringen zwei nach dem Kopf zu ge-
richtete Blindsäcke, die Schwimmblasen, die man wegen
gleicher Struktur mit dem Vormagen als Ausstülpungen
desselben auffassen kann. Das Blutgefässsystem und die
Circulation in demselben ist nun derart, dass die Haupt-
masse des venösen Blutes zum Darm strebt, und von dort
als arterielles Blut nach allen Richtungen vertheilt wird;
Kiemen fehlen hier bekanntlich. — Von anderen Hesioni-
den konnten Tyrrhena Claparedii und Ophiodromus fle-
xuosus untersucht werden; bei ersterer Art ist der Rüssel-
oesophagus schmächtig entwickelt, im Magendarm fehlen
die Gefässe; an der Uebergangsstelle beider liegen zwei
konische, ventrale Blindsäcke, welche den Schwimmblasen
bei Hesione entsprechen; noch weniger entwickelt sind
dieselben bei Ophiodromus flexuosus.
Auch bei den Syllideen unterscheidet Eisig drei Darm-
abschnitte: der Rüsseloesophagus zerfällt in drei Uuterab-
theilungen, die früher als selbständige Theile aufgefasst
wurden; von dem im Ruhezustande meist herzförmigen
Vormagen entspringt jedenfalls eine T-förmige Blase, welche
wegen ihrer mit dem Vormagen gleichen Struktur eben-
falls als Ausstülpung derselben aufgestellt werden kann;
vom Magendarm ist nichts besonderes zu melden. Die
Blase von T-Form findet sich bei allen Arten von Syllis
uud zahlreichen verwandten Formen, die in einer Tabelle
in d. Naturgesch. der niedern Thiere während d. J. 1880 u. 1881. 479
zusammengestellt werden, })is zum allmählichen Schwund
des Organes.
Was die Funktion der Blasen anlangt, so interessirt
vor Allem, dass sie stets nur eine wasserhelle Flüssigkeit
und ein Gas, niemals Speisetheile, Secrete und dergl.
enthalten. Die Flüssigkeit ist von aussen aufgenommenes
Seewasser, wie Verf. durch Experimente zeigt, dagegen
konnte niemals ein Schnappen nach Luft wahrgenommen
Averden. Der Autor versucht wahrscheinlich zu machen,
dass das Gas in dem mit Blutgefässen reichen Darmab-
schnitt bei der Athmung gebildet, und in den Blasen auf-
gespeichert wird, bis das Thier durch äussere Umstände
gezwungen von diesem Respiratiousgas wieder Gebrauch
macht z. B. während des Fressens, der Verdauung; erst
sekundär erreichen die Blasen, wenn sie mit Sauerstoff
gefüllt sind, nothwendig die Funktion eines hydrostatischen
Apparates, in erster Linie sind sie ein Reservoir für über-
schüssigen Sauerstoff.
Morphologisch sind die „Schwimmblasen" Ausstülpun-
gen des Vormagens und stammen wahrscheinlich wie dieser
vom Entoderm ab; verwandte Bildungen finden sich auch
noch bei Nereiden, während Phyllodoce Gas im Magen-
darm enthält — dabei ist zu berücksichtigen, dass bei
keiner der vier erwähnten Familien Kiemen vorkommen.
Anhangsweise werden noch die Geschlechtsorgane von
Hesione sicula besprochen ; die Art ist h e r m a p h r o-
d i t i s c h, was auch von Tyrrhena gilt,
J. W. S p e n g e 1 fand in der Leibeshöhle von Bo-
nellia in Neapel einen parasitischen Chaetopo-
den, Oligognathiis B on elliäe n. g. nov. sp., zu
den Euniceen gehörig, den er im 3. Bd. der Mittheilungen
a. d. zool. Station in Neapel (p. 15—52. 3 Taf.) ausführ-
lich beschreibt. Wie der Autor hervorhebt, ist dies erst der
zweiteFall von Parasitismus unter den Polychaeten,der bekannt
wird. Aus der eingehenden, anatomischen Beschreibung,
die vielfach andere Lumbricouereiden, namentlich Arabella
quadristriata, Halla parthenopeia und Lumbriconereis sp.
berücksichtigt, theilen wir Folgendes mit: unter der zarten
Cutieula liegt eine an Drüsenzellen reiche Epidermis,
480 Braunu. v.Linstow: Bericht üb. d. wissensch. Leistungen
welcher der aus einer dünnen Ringsfasersehicbt und star-
ken Längsmuskeln zusammengesetzte Muskelscblauch
folgt; nach innen ist derselbe vom Peritonealepithel über-
zogen; die Dissepimente scheinen geschlossen, nur vom
Darmkaual und den Segmentalorganen durchbohrt. Bei
den Längsmuskeln bemerkt der Autor gegen Quatrefages,
dass bei Oligognathus und Marphysa sanguinea die Fasern
sich über mehrere Segmente erstrecken. Die Borsten
entstehen in Follikeln auf einer grossen Besalzelle, wie es
Spengel früher bei Echiurus Pallasii, jetzt auch bei Halia
und Sternaspis thalassemoides Otto gefunden hat. Der
Darm ist ein einfaches von den Dissepimenten kaum
eingeschnürtes Rohr, das von hohem, nicht flimmerndem (?)
Cylinderepithel ausgekleidet ist; nur der vordere Abschnitt
ist wegen der Entwicklung von Falten, die sich auch bei
Halia, Arabella und Lumbriconereis finden (bei Halia mit
becherförmigen Organen) und von Wülsten und Säcken
für die Kiefer complicirter gebaut. Der Kieferap parat
ist einfach und besteht aus einem U-förmigen Unterkiefer,
einem linken, dreispitzigen und rechts einem vordem, drei-
spitzigen und hintern zweizähnigen Oberkiefer, sowie dem
langen Kieferträger, dem sich ein kürzerer, accessorischer
zugesellt. Der letztere ist, wie Spengel gefunden hat, für
das Gebiss der Prionognathen typisch, auch haben diese
stets, wie Oligognathus nur einen Kieferträger neben
dem accessorischen. In den Kiefersack münden zwei grosse
Drüsen, sowie ein Kanal, der vielleicht dem Nebendarm
der Capitelliden entspricht. Sehr eingehend wird das
Nervensystem beschrieben und dabei auch der eigen-
thümlichen „Nacken wülste" gedacht, deren Bau und Vor-
kommen bei zahlreichen Anneliden geschildert wird, beim
Bauchmark werden die „röhrenförmigen Nervenfasern^' der
Anneliden besprochen und die darauf bezügliche Litteratur
gegeben; die peripheren Nerven gehen zwischen Musku-
latur und Epidermis nach der Basis der Parapodien, er-
halten hier eine ganglionäre Verdickung, hinter der jeder
Nerv auf die Dorsalseite tritt, um sich mit dem der ande-
ren Seite r i n g f ö r m i g z u verbinden; blasse Ner-
venstränge, die unter den erwähnten „Nebenganglien"
in d. Naturgesch. der niedern Thiere während d. J. 1880 u. 1881. 481
von einem zum andern ziehen, werden als sympathi-
sches Nervensystem gedeutet. Das Blutgefäss-
System, wegen der hellen Blutfarbe schwer zu verfolgen,
wird in den Hauptpunkten geschildert. In den meisten
Segmenten finden sich je zwei S e g m e n t a 1 o r g a n e,
die mit einem Trichter beginnen und erst im folgenden
Segment ausmünden. Die untersuchten Parasiten hatten
die Geschlechtsreife noch nicht erlangt; von Halla und
Arabella wird angegeben, dass die Eier an den in der
Seitenlinie angehefteten Gefässbündeln sitzen und von
einem Plattenepithel überzogen sind, aus dem sie wohl
entstehen.
In der VI. Vers. russ. Naturf. und Aerzte in Peters-
burg macht N. Bobretzky Mittheilungen über Copu-
lationsorgane bei Hesioneen und zwar bei Microph-
thalmus fragilis und M. similis von Sebastopol, die beide
Zwitter sind; die Geschlechtsprodukte entwickeln sich —
die männlichen vorn, die weiblichen hinten — in einem
Bindegewebe, welches die Leibeshöhle fast völlig ausfüllt;
die Copulationsorgane finden sich zwischen den 2. und 3. bor-
stentragenden Segmenten und bestehen aus einem von zwei
Lippen umfassten Penis, auf dessen Spitze das vas defe-
rens ausmündet; letzteres macht im Körper neben dem
Oesophagus einige Schlingen und besitzt im selben Segment
eine flimmernde Mündung, dürfte also ein Segmentalorgan
sein. In der hinteren, weiblichen Körperhälfte sind die in
jedem Segment vorkommenden Segmentalorgane zu recepta-
cula seminis umgewandelt. (Zool. Anz. 1880. p. 139. 140.)
Die ausführliche russisch geschriebene Arbeit dessel-
ben Autors „Beiträge zurKenntniss der Geschlechts-
organe der Anneliden" bringt denselben Stoff unter
Beigabe von Abbildungen auf einer Tafel. (Schriften —
Sapiski — der Kiewer Naturforscher-Gesellschaft. Tom. VI.
Heft 1. Kiew 1880. p. 57—86.)
Anatomische Angaben über Sylliden finden sich auch
bei Langerhans (Nov. Act. Acad. Caes. 42. Bd.); ihm
war in dem Zahn der Schlundröhre bei Syllis, Opistho-
syllis, Pronosyllis und Opisthodonta ein Kanal seit länge-
rer Zeit bekannt; jetzt gelang es ihm bei Syllis auran-
Archiv für Naturgesch. XXXXVII. Jahrg. 2. Bd. FF
482 Braun u. v. Linstow: Bericht üb. d. wissenscb. Leistungen
tiaca eine in den Kanal mündende Giftdrüse aufzufinden.
Zum Scbluss bemerkt L., dass die von Eisig (cf. oben)
als S. aurantiaca bestimmte Form die species hamata ist.
Ueber Scoloplos arm ig er 0. F. Müll, in anatomi-
scher Beziehung berichtet W. M a u, dessen Material aus
der Ostsee bei Kiel stammt; die Würmer sind 20—30 mm
lang, bei einer Breite von 1,5 — 2,2 mm; die Segmentzahl
variirt zwischen 160 — 200. Nach einer eingehenden Be-
schreibung der äusseren Form folgen Angaben über die
Haut, das Muskelsystem, die Leibeshöhle (nur hinten durch
Dissepimente völlig abgeschlossen), Verdauungsorgane,
Nervensystem (Neuralkanal!), Gefässsystem und Fortpflan-
zungsorgane, zu denen Mau auch die Segmentalorgane rech-
net. Den Schluss bilden kurze Beobachtungen über die Rege-
neration dieser Anneliden, die jedoch nicht auf die feineren
Vorgänge bei der Regeneration eingehen. (Zeitsch. f. wiss.
Zool. Bd. XXXVI. p. 389-432 mit 2 Taf.)
Durch J. E. Blomfield und A. G. Bourne wird das
Vorkommen von Blutkörperchen auch im Blute von Eunice
sp.? und Nereis sp.? konstatirt. (Quart. Journ. of micr. sc.
1881. XXL p. 500. 501.)
J. Gaule untersucht das Flimmerepithel von
Aricia foetida und findet, dass die Cilien sich in die Zellen
in Form von dickeren, körnigen Strängen (Wimperwurzeln)
fortsetzen und dass die von Claparede abgebildeten riesi-
gen Cilien aus zahlreichen, verklebten Wimpern bestehen,
die sich durch Reagentien trennen lassen. (Arch. f. Anat.
u. Phys. Phys. Abth. 1881. p. 153—160. mit 1 Taf.)
Auf die verwandtschaftlichen Beziehungen von Poly-
gordius zu den Opheliiden macht A. Giard aufmerksam.
(Compt. rend. Ac. sc. Paris T. 91. p. 341—343.)
Einen neuen Anneliden aus einem kleinen Salz-
see bei Messina beschreibt B. Hatschek unter dem Namen
JProtodrilus LeucJcartii n. g. n. sp.; die Thiere leben
an flachen Stellen im Sand, und bewegen sich nemertinen-
ähnlich, da die Bewegung vorzugsweise durch eine ven-
trale Wimperrinne verursacht wird. Der langgestreckte
Körper ist ohne äussere Segmentirung. Am Kopf finden
sich zwei sehr bewegliche Tentakel, am Hinterende zwei
in d, Naturefesch. der niedern Thiere während d. J. 1880 u. 1881. 483
&
meist ungleiche Zacken. Ausser den Wimpern in der
ventralen Rinne kommen noch Wimperringe vor, und zwar
ein doppelter vor dem Mund, ein einfacher hinter dem-
selben, vier in der postoralen Kopfregion, die hier sehr
entwickelt ist, und endlich an jedem Rumpfsegment je ein
vorderer und ein hinterer Ring; die Segmente sind durch die
Dissepimente und die Segmentalorgane angedeutet, sowie
durch feine Grenzlinien, welche in der aus kubischen Zellen
bestehenden Epidermis liegen. Vom Nervensystem wird das
centrale eingehend nach Querschnitten geschildert; von Mus-
kelnkommen nur Längs- und Transversalmuskeln vor, erstere
sind in Felder angeordnet. Der Darm ist ein einfaches Rohr,
nur am Oesophagus findet sich ein in der Funktion unbe-
kanntes, muskulöses Anhangsorgan, das in denselben mün-
det. Von Blutgefässen kommt ein Rücken- und ein Bauch-
gefäss vor; ersteres bildet in der hinteren Kopfregion
einen kontraktilen Bulbus, von dem aus ein Gefäss nach
dem Scheitel geht, und dann sich in zwei kontraktile Aeste
für die Tentakel theilt; die rücklaufenden Aeste bilden
das Bauchgefäss; das Blut fliesst zum Rückengefäss aus
Lakunen zwischen Darmdrüsen- und Darmfaserblatt, deren
unmittelbare Fortsetzungnach vorn das Lumen des Gefässes ist.
In allen ausgebildeten Rumpfsegmenten liegen Seg-
mentalorgane, von denen das erste Paar im Kopfabschnitt
beginnt und im ersten Rumpfsegment ausmündet. Die
Thiere sind Zwitter, ihre Ovarien liegen in den sieben
vorderen, die Hoden in den hinteren Rumpfsegmenten.
Ueber die Entwicklung wurde nichts beobachtet. (Arb.
a. d. zool. Inst. d. Univ. Wien. Bd. III. Heft 1. 1880.
2 Taf.)
W. Repiachoff theilt im Zool. Anzeiger (IL p.
518—520) „B e 0 b a c h t u n g e n z u r E n t w i c k 1 u n g s-
geschichte des Pol y g o r d i u s fla vo cap i ta tus
Uljan. undSaccocirruspapillocercusBob r."
mit, denen wir entnehmen, dass bei beiden die totale Fur-
chung bis zu 8 Zellen ganz regelmässig ist; hierauf be-
ginnen sich die Zellen eine nach der andern zu theilen,
womit auch die Furchungshöhle auftritt. Durch Ein-
stülpung entsteht eine Gastrula, aus deren unterem Blatt
484 Braun u. v. Linstow: Bericht üb. d. wissensch. Leistungen
bei Polygordius das Mesoblast eutstebt, wäbreud bei
Saccocirrus scbon vor der Eiustülpimg die sogenannten
Urmesoderinzellen vorbanden sind ; bei beiden Arten scbliesst
sich der das Vorderende bezeichnende Blastosporus. Die
Larve des Polygordius, die schon während des früheren
Stadiums rotirend umherschwamm, streckt sich in die
Länge, auf ihrer Oberfläche erscheinen bewegliche, nicht
wimpernde Haare, und schliesslich sprossen am Kopfende
zwei Cirren hervor; es fehlt also bei dieser Art eine frei-
schwimmende Larve vom Loven'schen Typus.
E. B. Wilson untersuchte die ersten Entwick-
lungsvorgänge bei Clymenella torquata und
Arenicola torquata; bei ersterer Art verläuft die Furchung
ähnlich wie bei Euaxes und Tubifex d. h. es entstehen
zuerst zwei ungleich grosse Kugeln, von denen die kleine
in zwei gleiche, die grössere in eine kleinere und eine
grössere zerfällt; von diesen vier primären Blastomeren
werden durch die dritte Furchungsebene vier sehr kleine
Zellen (Micromeren) abgeschnürt. Ihre Zahl vermehrt sich
durch Theilung ihrer selbst so wie der Macromeren, von
denen schliesslich zwei von den Micromeren umwachsen
werden. Der Mund erscheint auf der Neuralseite entgegen-
gesetzt dem Pol, an dem die vier ersten- Micromeren ent-
standen, während der Anus am Hinterende des Embryo
auftritt; hierauf erhält die Larve dorsale Augenflecke und
drei Wimperschnüre. Bei Arenicola cristata Stimps., deren
Eier in eine mehrere Fuss lange gelatinöse Masse einge-
bettet sind, verläuft die Furchung ebenso, die Larve ist
telotroch, ihre Cuticula ist die Eihaut. Von Diopatra
cuprea Clap. wurden als jüngste Stadien atroche Larven
beobachtet; die Larve von Spiochaetopterus oculatus
Webst, ist mesotroch und gleicht der von Claparede
und Metschnikoff abgebildeten Larve von Phyllochaeto-
pterus. (Zool. Anz. HL p. 455. 456; Amer. Journ. of Sc.
Ac. vol. 20. p. 291 und Ann. of nat. bist. vol. 6 p. 407.)
Auch R. Horst berichtet in „Bijdrage tot de
kennis der Anneliden van onze kust met
1 pl." über mehrere Annelidenlarven; im Laich von Areni-
cola piscatorum Lam. fand er Eier auf schon vorgeschritte-
in d. Naturgesch. der niedern Thiere während d. J. 1880 u. 1881. 485
nem Stadium der FurcbuDg, mit kleinen Zellen an einem
Pol und grösseren am anderen; während sich die Fur-
chungshöhle durch Theilung der letzteren füllt, streckt sich
der Embryo, erhält einen vorderen und hinteren Wimper-
kranz und zwei Augenflecke; das Mesoderm erscheint in
Form von zwei Zellstreifen neben dem Entoderm. Das
auf der Bauchseite verdickte Ectoderm bildet das Nerven-
system; mit dem Auftreten der Segmentirung treten auf
jedem Segment Wimpern auf und nachdem 13 Segmente
gebildet sind, erhält das 9, (beim Erwachsenen das 7.)
die ersten Kiemen. In einem zweiten Theil schildert
der Autor mesotroche Larven mit Wimperschopf aus grü-
nen Laichmassen, die er als Larven von Phyllodoce an-
sieht und beschreibt schliesslich eine V2 mm lange Larve
einer Nerine mit 14— 15 Segmenten. (Tijdschrift d. nederl.
dierkund. Vereenig.V deel. Leiden 1881. p. 121-130. 1 Taf.)
Derselbe berichtet ferner „over bevruchting
en ontwickeling van Hermella alveolata
Milne-Edw.", worüber von Vosmaer imbiol. Centralbl.Bd. lein
Referat erschienen ist; die Untersuchung geschah ankünstlich
befruchteten Eiern. Nach dem Contakt mit Sperma zieht sich
der Dotter von der Eihaut zurück und entsendet eine Anzahl
Fortsätze nach dieser zu, von denen einige Speramtozoen zur
Befruchtung aufnehmen; nachdem zwei Richtungskörper aus-
getreten sind, tritt die Furchung ein, die ähnlich abläuft wie
bei Najaden und Mytilus. Die Larve ist mesotroch mit vor-
derem Wimperschopf und zwei Bündeln provisorischer Bor-
sten ; die weitere Umbildung konnte nicht verfolgt werden.
(Versl. en Mededeel. d. konikl. Akad. v. Wetenschappen. Afd.
Naturk. 2 reeks. 16 deel. Amsterd. 1881. p. 207-214. 1 Taf.)
AI. G 0 e 1 1 e hat die Entwicklung v 0 n N e r e i s
Dumerilii verfolgt, deren Eier am aboralen Pol aus feinkör-
nigen, gelblichem Protoplasma, am oralen aus einer bläu-
lichen Masse mit ölartigen Tropfen bestehen; auch über
S p i r 0 r b i s nautiloides werden einige Bemerkungen gemacht;
da wir über die ausführliche Arbeit im nächsten Bericht
zu referiren haben werden, so möge dieser Verweis auf die
vorläufige Mittheilung genügen. (Zool. Anz. 1881. p. 190. 191.)
Die wohl ebenfalls vorläufige Mittheilung von N.
486 Braun ii. v. Linstow: Bericht üb. d, wisseiisch. Leistuugen
Kleinenberg über die Entwicklung des Cen-
tralnervensystemsbei A.nneliden in den Mem.
R. Accad. d. Lincei vol. 10 1880 — 81 ist Ref. nicht zu-
gänglich.
Das Ei vonSpio crenaticornis Mont. besitzt nach A.
Giard einen aequatorialen Ring von etwa 20 hellen Bläs-
chen, die den Follikelelementen der Biscidieneischale ver-
glichen werden können; vor der Reife erscheint in den
Eiern ein zellähnliches Gebilde, aus dem sich eine den
Nucleolus umhüllende Membran entwickeln soll, die später
mit diesem ganz verschmilzt. (Compt. rend. de TAcad. d.
sc. Paris. T. 93. p. 600—602.)
C. Fr. W. Krukenberg lenkt in seinen ,,vergl.
p h y s. Studie n" 3. Abth. p. 79—82 die Aufmerksamkeit
auf die Blutfarbstoffe bei Polychaeten und berichtet zum
Theil über eigene Untersuchungen, zum Theil über Mit-
theilungen von Ray Lankester. (Jouru. of anat. aud phys.
vol. II. p. 115 etc.)
P. Langerhans macht einige Bemerkungen über
Grube's Annulata Semperiana und zwar über Sylliden;
S. uncinigera und singulisetis gehören in das Subgenus
Haplosyllis; S. violaceo-flava ist mit Haplosyllis liamata
Clap. identisch u. s. w. (Nov. Act. Acad. Caes. Leop. Carol.
Germ. Nat. Cur. 4 XII. Nr. 3).
Derselbe giebt ein Verzeichniss canarischer
Anneliden, im Ganzen 57 Arten und unter diesen 9
neue; 36 Arten sind in Madeira gefangen, von denen 26
einen weiten Verbreitungsbezirk haben (zwei: nämlich Nereis
procera und floridana gehören zur westind. Fauna). Unter
den 48 Arten gehören 33 zum europäischen Foimenkreis,
deren so weite Ausdehnung nach Süden hier constatirt
wird. Von den neuen Arten Typosyllis pulvinata, Ehlersia
ferrugmeaj Gruhea Arminii, Linopherus canariensis, Periner-
eis taorcia, Äncistrosyllis Älbini, Marphysa saxicola^ Bran-
chiomaldane (n. g.), Vincentii n. sp. und ÄmpJdtrite
Orotavae sowie anderen bekannten Formen werden Abbil-
dungen gegeben. Branchiomaldanen. gen.: „Theletusen
mit einfach-fadenförmigen Kiemen^' (ibidem).
R. Horst zählt 51 Arten Anneliden auf, welche von
in d. Naturgeach. der iiiederii Thiero vvähroud d. J. 1880 u. 1881. 487
der nieclcrl. Nordpolexpedition aus der Barentssee mitge-
bracht wurden; dieselben gehören 22 Familien an, und
finden sich bis auf 14 auch in der Karasee; ausführlicher
werden beschrieben und zum Theil abgebildet Nephthys
lougosetosa Oerst., N. Malmgreni Theel = N. lougisetosa
Malmy., Onuphis conchilega Sars und Netomastus lateri-
ceus. (Niederl. Arch. f. Zool. Suppl. I. Leiden. 1881. p.
1-27. 1 Taf.)
Von derselben Lokalität berichtet W. S. M. d'Urban;
er traf 15 Anneliden. (Ann. of nat. bist. vol. 6. 1880).
G. A. Hanse n's Mittheil, über Anneliden der „norske
Nordpolexped.'' in Nyt Mag. f. Nat. Vid. Bd. 25. mit 5
Taf. ist Ref. nicht zugänglich; die ausführliche Arbeit wird
im nächsten Jahresber. besprochen werden.
Aus dem Fjord von Throndhjem erwähnt Storm
16 Arten Polynoiden (kgl. Norske Vid. Selsk. Skrifter.
1879. p. 109—125).
Auf der Dredgetour des „Travailleur" fand Milne-
Edwards an allen Stationen zahlreiche Chaetopoden, unter
denen Maldanien, Clymeneen und Euniceen überwiegen;
eine grosse Art Hyalinoecia ist besonders bemerkenswerth ;
ferner werden von der zweiten Tour erwähnt eine grosse,
blinde Eunice (E. Ämphihdiae Marion n. sp.), eine der
Aricia Kupferi nahestehende Form u. a. m.
Als reich an niederen Thieren erweist sich nach den
Mittheilungen von V. Czerniawsky das schwarze Meer;
der Autor erwähnt 38 Polychaeten, welche 22 Genera ange-
hören, aber darunter befinden sich von Capitella 3 neue Arten,
3 neue Arten von Arenicola, Parasjno n. g. 1 n.s\). Parascoloplos
n. subg., von Cirrineris 1 n. sp., Glycera 1 n. sp., Zoidea
1 n. sp., Langerhansia n. subg. mit 2 neuen Arten, 1 n.
sp. von Pronosyllis, 1 neue Art von Grubea und eine Anzahl
neuer Familien.
Par aspio n. gen. Caput antennis destitutum, in fronte late
rotundatum, parte anteriore a poster. subdivisa; oculis 4 postice
sitis. Segmenta similia, posticum papillis 4 angustis terminatum.
Branchiae simplices in omnibus segmentis setigeris."
Parascoloplos u. subg, „Ocelli 2 minimi; pedum rami superio-
res setis simplicibus semiannulatis armati ; rami inferiores in segm. ante-
488 Braun u. v. Liustow: ßericlit üb. d. wissensch. Leistungen
rioribus setis siraplicibus semiannulatis, in segm. poster. setis unci-
natis armati ; anus 4 papillis circumdatus."
Langerliansia n. subg.: „fasciculi setarum in omnibus seg-
mentis maxime compositi, setarum 2-7-3 generibus (setis pubertatis
except.) formati: 1) aciculis validis 2 — 4, 2) setis compositis (2 — 15),
et 3) setis simplicibus 1 — 2 acutis vel truncatis.
Ferner stellt der Autor nocli einige neue Genera resp.
Subgenera in einigen Uebersichten grösserer Familien oder
Genera auf, so Faranerine, Protopolydora,
Fseudomalacoceros, Pseudonerine, Pseudo-
letccodoreyHeterospio, Pseiidopylodora unter
den Spioniden ; Pr ot oscoloplo s, Ärchiaricia,
Protoaricia, Paraaricia neue Subgenera zu Aricia.
Haplosyllis hamata Langerh. wird als H. mader ensis n, sp.
bezeichnet und von H. hamata Clap. unterschieden. Leider
dürften die zugegebenen Abbildungen, welche nur Borsten
bringen, nicht ausreichen, um die neuen Formen trotz der
lateinischen Beschreibung wieder zu erkennen. (Bull, de
la Soc. imper. des natur. de Moscou. LVI 1881. 1. part.
p. 338—420. 1 Taf.; wird fortges.)
A. E. Verrill beginnt eine grössere Arbeit über die
Anneliden von Neu-England (Nord Amerika) mit
Aufzählung der in früheren Schriften schon erwähnten Arten
aus diesem Gebiet, unter Beifügung der von ihm selbst
als gültig angenommenen Namen, und giebt eine Anzahl
Abbildungen verschiedener nordamerikanischer Anneliden,
welche unter seiner Direktion für die United States Fish
Commission gemacht wurden (Transactions of the Connec-
ticut Academy vol. IV. part 2. 1881. p. 285-324. pl. 3—12.
Webster's Annelida Chaetopoda of New Jersey (32.
Rep. New York State Mus. Nat. bist. (1879) 1880) ist Ref.
nicht zugänglich.
Ed. Grube beschreibt „neue Anneliden des
zool. Mus. Berlins" und zwar Nereis Larentukana n.
sp., Eunice Januarii n. sp. aus Rio Janeiro, Nephthys laci-
niosa n. sp. Rio Janeiro, ferner Sabella rufovittata Gr. von
Singapore, Serpula tricornis Gr. von Manila und S. Luzo-
nica Gr. ebendaher (Stzgsber. d. Ges. naturf. Freunde zu
Berlin. Nr. 7. 1881.)
Das vonSpengel aufgestellte n. gen. OligognatJius
in d. Naturgesch. der niederu Thiere während d. J. 1880 u. 1881. 489
gebort zu den prionognathen Euniceen mit rudimentärem
Kieferapparat, Kopf ohne Anhänge, mit 2 Paar Augen,
einfache Borsten, keine Girren ; die neue Art 0. Bonelliae
10 cm hing lebt in der Leibeshöhle von Bonellia sp. ? Neapel.
(Mitth. d. zool. Stat. Neapel III. Bd. p. 16—17 mit Taf.)
Als Litlio gnatha Wor slei n. g. n. sp. wird
von Stewart eine Eunicee bei Singapore beschrieben
und abgebildet, deren Unterkiefer verkalkt ist. (Journ. R.
micr. Soc. London, vol. 1. p. 717—719.)
A. Giard fasst alle diöcischen Polygordiusarten
zu der Gattung Linotrypane Mc. Intosh. zusammen, wäh-
rend er für die hermaphroditischen den Namen Polygordius
belässt; zu ersterer gehören L. lactea Schneider (Helgo-
land), L. apogon Mc. Int. (Shetland), L. Villoti Perr. (Ros-
eoff.) und L. erythropMliahna n. sp. von Concarneau, zu
Polygordius P. purpurens Sehn. (Helgoland, Sebastopol)
und P. flavocapitatus Ulj. (Sebastopol). Polygordius ist nicht,
wie man gewöhnlich sagt, ein intermediärer Typus, son-
dern eine alte und abweichende Annelidenform, deren
nächste Verwandte die Opheliiden sind. (Compt. rend. Ac.
Sc. Paris 91. p. 341—343 und Association frangaise, 9.
Session. Reims 1880. p. 715—718.)
Protodrilus n. g. Hatschek schliesst sich eng
an Polygordius an, unterscheidet sich jedoch durch die
ventrale Wimperrinne, die Wimperringe des Körpers, Ner-
ven- und Blutgefässsystem sowie durch das Verhalten des
Mitteldarmes von diesem; wahrscheinlich ist Polyg. Schnei-
deri Langerh. zu Protrodrilus als P. Schneider! zu ziehen
(Arb. a. d. zool. Inst. Wien. IH. 2 Taf.). Vgl. oben S. 482.
Czerniawsky hat mit dem Namen Protodrilus eine neue
Gattung der Oligochaeten belegt, cf. unten.
Auch über fossile Anneliden liegen Arbeiten
vor, von denen Ref. die folgenden einsehen konnte:
R. E t h e r i d g e jun. behandelt die „British c a r-
b 0 n i f e r 0 u s t u b i c o 1 a r A n n e 1 i d a" und zwar vom
Genus Spirorbis Section Microconchus 1 Art, Section Spi-
rorbis mit 9 Arten, darunter 3 neue ; vom Genus Serpulites
2 Arten, von Serpula 3 irrten, 1 neue, von Vermilia 1
unbestimmte Art, von Ortonia 1 Art und 1 neue Art von
490 Braun u. v. Linstovv: Bericht üb. d. wissensch. Leistungen
Ditrupa; alle Arten sind auf einer Tafel in den Röhren
abgebildet. (Geol. Magaz. p. 109—115, 171—174, 215—222,
258-266, 304—307, 362-369. London 1880.)
Derselbe bespricht auch in seiner ,,analysis and
distribution of the British palaeozoic fossils" die bekannten
Vorkommnisse von Anneliden in England (Quart. Journ.
of Geol. Soc. Lond. vol. 37. p. 51-235.)
Im 3. Bande der Monographie: of the silurian fossils
of the Girvan district in Ayrshire etc. (1880 Edinburgh)
werden von Nicholson und Etheridge neben Echi-
nodermen auch die gefundenen Anneliden besprochen; es
fand sich nur Stipulites longissimus Murch. ; als Wurmspuren
werden Nereites, Myrianites, Nematites und Crassopodia
gedeutet.
G. J. Hinde behandelt „annelid jaws from
the Cambro-Silurian, Silurian aud Devonian formations
in Canada and from the lower carboniferous in Scotland";
im Ganzen werden aufgezählt und beschrieben von Euni-
cites 14, Oeuites 10, Arabellites 19, Staurocephalites 1,
Lumbriconereites 4, Nereidavus 1, Glycerites 3 und 3 frag-
liche Formen, in Summa 55 (Quart. Journ. of geol. Soc.
1879. vol. XXXV. 3 Taf.)
Aus den silurischen Schichten Englands (Wenlock
and Ludlow formations of the west of England) führt
derselbe 25 Arten und 2 Varietäten von polychaeten
Anneliden auf, und zwar 7 Arten von Eunicites, 7 von
Oenonites, 8 von Arabellites, 1 Lumbriconereites, 1 Stau-
rocephalites uüd 1 Nereidavus; alle vom Autor aufgestellten
Formen (nach den Kiefern) sind abgebildet. (Quart. Journ.
of geol. Soc. London. 1880. p. 368-378. pl. XIV.)
Ueber Annelidenröhren aus dem Tertiär und Quartär
von Calabrieu handelt G. Segnen za, der im Ganzen
30 Gattungen mit 56 Arten aufzählt, darunter 7 neue der
Gattungen Serpula (1), Spirorbis (2), Vermilia (2), Psyg-
mobranchus (1) und Filigrana (1). (Le formationi terz.
nella prov. di Reggio. 17 Tab. Atti Accad. d. Lincei. Me-
morie d. fis. etc. vol. 6. 1880).
4 Arten von Serpula, darunter eine neue nicht benannte
erwähnt C. G e r s t c r aus den Pläncrbildungen um Orten-
iu d. Naturgesch. der niedern Thierc während, d. J. 1880 u. 1881. 491
bürg bei Passau (Nov. Act. Acad. Cacs. Leop. Carol. Bd.
12. Nr. 1.)
Von W. D a V i e s werden in der Kreide Englands
vorkommende, langgestreckte Körper, die von Mantell als
Muraena Lewesiensis, später als Dercetis elongatus Agass.
bezeichnet wurden, als Gehäuse sehr langer Anneliden
gedeutet und Terebella Lcivesiensis genannt. (Geolog. Mag.
u. ser. IL vol. VI. 1879. p. 146-148.)
Endlich möchte der Ref. auf eine Arbeit von A. G.
Nathorst hinweisen, welche zwar keine neuen Anne-
liden bringt, sondern eine Anzahl fossiler Pflanzen auf Fuss-
spuren von verschiedenen niederen Thieren zurückführt;
diese Arbeit, durch eine Uebersetzung ins Französi-
sche auch weiteren Kreisen zugänglich gemacht, dürfte
auch das Interesse des Zoologen erwecken (kongi. Svenska
Vetensk.-Akad. Handl. 1880. Nr. 7. mit Uebers. 11 Taf.)
Oephyrea. Als eine Uebergangsform zwischen
Polychaeten und Gephyreen betrachtet Fr. Vejdovsky
Sternaspis, von welchem interessanten Thier der Autor
eine schöne Monographie geliefert hat (Unters, über die
Anat., Phys. u. Entw. von Sternaspis mit 10 Taf.), in der
auch Thalassema gigas berücksichtigt wird. Stern, scutata
findet sich häufig in der Bucht von Muggia bei Triest und
wird mehr als 3 cm lang und 1 cm breit. Der Körper
zählt im Ganzen etwa 19—22 Segmente, der einstülpbare
Vorderkörper 7, das paarige Schild auf der Bauchfläche
9- -10 Paar Borstenbündel, fast alle Segmente haben Bor-
sten, doch treten die der 8—15 nicht aus der Leibeshöhle
heraus; oberhalb der Afteröffnung liegen zwei dichte
Büschel von spiralig gewundenen Kiemenfäden. Die Haut
besteht aus der nur in bestimmten Regionen des Körpers
zellig differenzirten Hypodermis und aus der geschichteten,
bis 0,3 mm dicken Cuticula, als deren Modification das
paarige Schild aufzufassen ist; auf der Cuticula stehen
zahlreiche, mit den tieferen Schichten durch Poren in Ver-
bindung tretende hohle Girren, welche in der Gestalt
nach den Körperregionen variiren und welche, da Blut-
gefässe in sie eintreten, Respirationsorgane zu sein scheinen.
Die Ringsmuskelschicht bildet vorn eine einheitliche
492 Braun u. v. L in stow: Bericht üb. d. wissensch. Leistungen
Lage, hinten dagegen trifft man sie nur an den Seiten-
tlieilen; die Längsmuskel schiebt ist eine Lage von
Bändern, die also hinten auf der Ventral- nnd Dorsalseite
direkt auf die Hypodermis folgen; von ihr entspringen die
paarigen Retractoren des Vorderkörpers. Sehr eigenthüm-
lich sind die Borsten vertheilt, auf dem 2., 3. und 4.
Segment stehen sie in paarigen Halbkränzen, dem 5. — 7.
Segment fehlen sie, vom 8. — 14. sind sie rudimentär und
durchbohren nicht die Leibeswand, und darauf folgen die
Schildborsten, unter denen man Seiten- und Randborsten
unterscheiden kann. Wegen der Form der Borsten ver-
weisen wir auf das Original; bemerkenswerth ist, dass
sich die Muskelbündel der Schildborsten an das Bauchmark
ansetzen; alle Borsten sitzen in Hautfollikeln und nehmen
ihren Ursprung wahrscheinlich von 3 grossen Basalzellen,
während Spengel bei Echiurus und Bonellia bekanntlich
nur 1 grosse Basalzelle gefunden hat, was auch mit dem
Verhalten bei Chaetopoden übereinstimmt. Das Gehirn-
ganglion füllt den sogenannten Kopfzapfen aus; es ent-
sendet nach hinten 2 nur aus Fasern bestehende Stränge,
die sich im dritten Segment zum Bauchmark verbinden;
letzteres tritt in der Region des Bauchschildes mit dem
Ectoderm in Verbindung, daselbst zu einem dicken Knoten
anschwellend. Der gewundene Darmkanal besteht aus
der ventral zwischen Kopf läppen und Mundsegment lie-
genden Mundöffnung, die in eine kurze Mundhöhle führt,
ferner dem muskulösen, vom Flimmerepithel ausgekleideten
Pharynx, dem bis ins 6. Segment reichenden Oesophagus,
der vor dem Uebergang in den Darm kropfartig anschwillt,
dem Magendarm und Darm und dem kurzen, beim Ab-
tödten der Thiere nach aussen sich stülpenden Enddarm.
Auch das durch die reiche Entwicklung der Seitengefässe
complicirte Gefäss System wird ausführlich geschildert.
Die äussere Oeffnung des einen Paars der im 5. und 6. Segment
liegenden Segmentalorgane fehlt wie bei Capitella, die
Wandung enthält stark lichtbrechende Concretionen. Ster-
naspis ist getrennt geschlechtlich; die Geschlechtsorgane
fügen sich den Windungen des Darmkanales an; aus ihnen
entspringen ventral ein Paar Geschlechtsgänge, welche
in d. Naturgesch. der niedern Thiere während d. J. 1880 u. 1881. 493
zwischen dem 7. und 8. Segment mittelst zwei Legröhren
nach aussen münden. Sehr bemerkenswerth sind die Vor-
gänge bei der Eientwicklung: die einzelnen Eier hängen
nämlich an einer von einem platten Epithel == Keimepithel
überzogenen Gefässschlinge, die Vejdovsky als oogenes
Gefäss bezeichnet und die „offenbar zur Ernährung des
sich bildenden Eies dient;" später wird die ursprünglich
einfache Dotterhaut dicker und erhält Porenkanäle; von
der Wandung des Keimbläschens gehen eigenthümliche
Fasern (Connectivfilamente) nach dem Deutoplasma radiär
aus, welche als ein Befestigungsapparat für das Keimbläs-
chen gedeutet werden. Auch das Ovarium von Thalassema
gigas wurde untersucht, jedoch hierbei andere Verhältnisse
als die von Spengel geschilderten gefunden. Aehnliche
Beziehungen wie im Ovarium zwischen Eiern und Gefässen
werden auch vom Hoden angegeben. Die Geschlechtsgänge
betrachtet Vejdovsky nicht als umgewandelte Segmental-
organe, sondern als spezielle Organe, die erst mit der Ent-
wicklung der Geschlechtsorgane entstehen.
An künstlich befruchteten Eiern konnte der
Autor einige der ersten Entwickiungsstadien verfolgen,
leider nicht das Verhalten des Eies während der Befruch-
tung, sowie den Verbleib der „Connectivfdamente" er-
kennen ; bei der Furchung trennt sich die kleinere Hälfte der
protoplasmatischen Hälfte des Eies am animalen Pol von
dem Deutoplasma-haltigen Theil ; der erstere theilt sich
in zwei, dann in vier Zellen und nun erst theilt sich auch
die vegetative Zelle in 4, die übrigens rasch durch die
fortschreitende Theilung der Zellen am animalen Pol über-
wuchert werden, wobei sie sich selbst theilen. Bereits
nach 16 Stunden ist ein länglicher, 0,4 mm langer Embryo
mit langem vorderen Wimperschopf entstanden, dessen äussere
Cuticula die ursprüngliche Dottermembran ist; durch die
Poren dieser treten mit Ausnahme des hinteren, wimper-
losen Körperdrittels die Cilien der Ectodermzellen. Da
eine Mund- oder Afteröffnung fehlt, auch zwischen Ecto-
derm und Entoderm keine Höhle vorhanden ist, so ähnelt
„der freischwimmende Embryo von Sternaspis einer Pla-
nula der Hydromedusen". Nach kurzer Zeit verschwinden
494 Braun u. v. Linstow: Bericht üb. d, wissensch. Leistungen
die Wimpern, löst sicli die alte Cuticnla ab und es entsteht
als Ausscheidung des Ectoderms eine neue ebenfalls poröse
Cuticula; am hinteren Ende tritt in einer nicht näher
erkannten Weise doch im innigen Connex mit dem Ento-
derm das mittlere Keimblatt auf. Mit Ausnahme eines
Paares in der Körpermitte gelegener Kanäle sowie der Bil-
dung des Kopflappens und zahlreicher Hautdrüsen konnten
weitere Differenzirungen, welche die Verwandlung der
Larve begleiten, nicht beobachtet werden. (Denkschr. d. k.
Akad. d. Wiss. math. naturw. Cl. Wien. 43. Bd. 2. Abth. p.
33—90. 10 Taf.)
Mit diesen Angaben stimmen die Mittheilungen von
Max Rietsch über denselben Wurm gut überein (E tud es
sur quelquespoints de l'anatomie de Ster-
naspis scutata), wenn auch die Deutungen manchmal
verschieden sind; so fasst unser Autor die auch von Vej-
dovsky erwähnten Girren, die Rietsch Haare nennt, als
die einzigen Theile der Epidermis auf, obgleich er nach
innen von der „Zone fibreuse" (Cuticula V.) eine granu-
lirte Lage bemerkt, in der man manchmal Kerne erkennen
kann; auch deutet Rietsch die Girren als nervöse Gebilde.
Im Sekret der Magenwandung gelang es durch die Gme-
lin'sche und Pettenkofer'sche Reaktion Gallenfarbstoffe
nachzuweisen. An künstlich befruchteten Eiern wurde die
Entwicklung studirt, doch gelang es auch hier nicht, die
ganze Metamorphose zu beobachten. (Gompt. rend. Ac. Sc.
Paris, t. 92. p. 926—929. 1066-1069. 1881.)
J. W. Spengel veröffentlicht als zweite Abhandlung
seiner „Beiträge zur Kenntniss der Gephyreen" die aus-
führliche Arbeit über „die Organisation des E c h i u-
r u s P a 1 1 a s i i", den er in Norderney untersuchte. Die
Haut besteht aus einer homogenen Cuticula, der aus
Cylinderzellen zusammengesetzten Epidermis mit Haufen
einzelliger Drüsen und der Cutis; die Drüsen münden auf
in Reihen angeordneten Papillen aus, in denen die hohen
C34inderzellen sich ähnlich gruppiren wie in den becher-
förmigen Organen; die Haut der Ventralseite des „Kopf-
lappens" (Rüssel der Autoren) trägt Wimperzellen, Die
Muskulatur zeigt deutlich drei Schichten, Rings-,
.•i
in d. Naturgesch. d. niedern Thiere während d. J. 1880 u. 1881. 495
Längs- und Schrägfasern; complicirter ist sie am Vorder-
und Hinterende. Von Borsten finden sich Bauch- und
Analborsten, die ihrer Entwicklung nach geschildert wer-
den; sie entstehen in Follikeln auf einer grossen Basal-
zelle, die selbst, wie die Untersuchung der Follikel der
sogenannten Ersatzborsten lehrt, eine Follikelzelle darstellt.
Das Bauch mark theilt sich hinter dem Mund in zwei
in den Kopflappen (Rüssel) eintretende Schenkel, die sich
vorn wieder vereinigen ; dasselbe hat einen gleichmässigen
Belag von Ganglienzellen, während am jungen Thier durch
die Anhäufung von Ganglienzellen an einigen Stellen eine
unregelmässige Gliederung entsteht; wie bei Sipunculus
bilden die aus dem Bauchmark tretenden Nerven dadurch,
dass sich die gegenüber entspringenden auf der Dorsal-
seite vereinigen, vollkommene Ringe; im ganzen Mark ver-
läuft ein Längskanal, der vorn an dem Schenkel sich theilt
und in diese eintritt. Complicirt ist der Darm; Spengel
unterscheidet Mundhöhle, Pharynx, Oesophagus, Kropf,
Zwischendarm, Mitteldarm, Enddarm und Afterdarm; inter-
essant ist, dass auch hier ein Nel)endarm insofern vor-
kommt, als der Zwischendarm in zwei Aeste zerfällt, die
sich am Enddarm wieder vereinigen; an der Grenze von
After- und Enddarm münden die beiden, langgestreckten
Analschläuche ein, eigentlich auf der äusseren Haut, da
der. Afterdarra der Struktur nach zu dieser gehört; die
morphologische Deutung dieser Excretionsorgane lässt Sp.
unentschieden, doch spricht er sich gegen die allgemeine
Auffassung derselben als Segmentalorgane aus und scheint
geneigt, sie mit den Wassergefässen der Plattwürmer in
Beziehung zu bringen, worüber weitere Mittheilungen in
Aussicht gestellt w^erden. Ueber dem Bauchmark verläuft
das Bauchgefäss, hinten blind endend, vorn sich gleich
dem Mark in zwei Schenkel (Seiten- oder Randgefässe)
spaltend und in den Kopf läppen eintretend; aus dem Ver-
bin dungsbogen der Schenkel entspringt ein „medianes Kopf-
lappengefäss," das dann in die Rumpfhöhle tritt und neben
dem Darm verläuft (Rückengefäss) ; hinter dem Kropf
spaltet sich dasselbe, umfasst den Anfang des Mitteldarmes,
vereinigt sich darauf, trennt sich von neuem, um den Ba-
496 Braun u. v. Linstow: Bericht üb. d. wissensch. Leistungen
salmuskel der Baucliborsten durchzulassen und mündet
endlich als ein Gefäss in das Bauchgefäss; nur amöboide
Körperchen circuliren in der farblosen Blutflüssigkeit und
finden sich in der Leibeshöhle ; zwischen letzterer und den
Gefässen konnte der Autor einen Zusammenhang nicht
erkennen ; auch fasst er zahlreiche der von Greefif beschrie-
benen Gefässe und Bluträume als Theile der Leibeshöhle
auf. Den gewöhnlich als „Rüssel" bezeichneten Theil am
Körper von Echiurus benennt Sp. durchweg „Kopflappen",
wie das homologe Gebilde bei Anneliden; ob ein „Rüssel"
im Sinne der Anneliden bei Gephyreen vorkommt, ist
noch fraglich. Die Segmentalorgane (2 Paar) funktio-
niren wohl nur als Ausführwege für die Geschlechtspro-
dukte, ihre Wandung enthält keine Concremente. Von der
am hinteren Körperende auf dem Endabschnitt des Bauch-
gefässes gelegenen Geschlechtsdrüse trennen sich Zellballen
ab und fallen in die Leibeshöhle, in der sich erst aus der
Entwicklung dieser das Geschlecht bestimmen lässt; im
Gegensatz zu Greeff, der nur ein Weibchen unter zahl-
reichen Männchen traf, findet Spengel die Geschlechter
auf gleiche Zahlen vertheilt. Als „braune Körper" werden
Zellhaufen mit einem braunen Pigment aus verschiedenen
Geweben des Körpers erwähnt; ihre Bedeutung ist ganz
fraglich (Zeitsch. f. wiss. Zool. Bd. XXXIV. p. 460—538.
4 Taf., 2 Holzschn.)
Ueber „Thalassema neptuni Gaertner" berichtet E.
RayLankester im Zool. Anz. (188L p. 350—356). Das
Gefässystem gleicht demjenigen, das Greeff bei Echiurus
beschrieben hat, nur der Stamm auf dem hinteren Theil
des Darms ist hier atrophirt; die Flüssigkeit ist farblos
und enthält kleine Körperchen, die denen der Leibeshöhle
ähnlich sind. Die von Greeif vermissten inneren Oeffnun-
gen an den Trichtern der Analtaschen hat R. Lankester
aufgefunden ; von Segmentalorganen (genital ponches) fin-
den sich 2 Paar.
Wie bereits erwähnt, macht F. Vejdovsky auch Mit-
theilungen über Thalassema gigas in seiner Monographie
von Sternaspis ; er bespricht die Bildung der Reservebor-
sten, die von einer Basalzelle des Follikels ausgeht, erwähnt,
in d. Naturgesch. derniedern Thiero während d. J. 1880 u. 1881. 497
dass GanglieDzellen am Bauchmark ganz fehlen, bezeichnet
die Neuralkanäle als „Neurochord" und schildert die Ei-
bildung bei Thalassema (1. c.)
Von den Trichtern der Segmentalorgane von Echiii-
rus unicinctus n. sp. aus Japan bemerkt R. v. Dräsche,
dass von^ ihnen zwei spiralig gewundene Rinnen in die
Leibeshöhle ragen, resp. aus dieser nach dem Trichter
führen; die neue Art ist ferner durch den Besitz nur
eines geschlossenen Kranzes von 11 Analborsten bemer-
kenswerth (Zool. Änz. 1880. p. 517—519).
Ausführlichere Mittheilungen über den genannten,
neuen Echiurus liegen von demselben Autor vor; doch
bringen diese wenig Neues; im Anschluss an seinen Echiu-
rus unicinctus berichtet Dräsche über Thalassema ery-
throgrammon F. S. Leuck., welcher an der Westküste der
Insel Bourbon gesammelt wurde; die vorliegenden Exem-
plare besitzen 3 Paar Segmentalorgane, an den Analschläu-
chen Wimpertrichter und am Hinterdarm ein Divertikel,
die von Spengel beschriebene schräge Muskulatur fehlt hier
ganz (Verh. d. k. k. zool. bot. Gesellsch. in Wien Jahrg. 1880.
Wien 1881. 1 Taf. p. 621—628).
In dem Bericht von D. C. Danielssen und J. Koren
über die Gephyreen der „norske nordhavsexpedition"
finden sich zahlreiche anatomische Bemerkungen über
bereits bekannte, sowie die neuen Formen: von letzteren
interessirt, dass bei Stephanostoma Hanseni n. g.
n. sp. 4 Retraktoren, 2 Segmentalorgane vorhanden sind,
sowie ein dorsales und ventrales, hinten blind endigendes
Gefäss; neben dem Bauchmark verläuft jederseits ein
Muskelband. Bei Hamingia arctica n. g. n. sp. fehlt
unter der dünnen Cuticula das Epithel völlig, dagegen
findet sich nach innen von den beiden Muskellagen die an
die Leibeshöhle grenzenden schrägen Muskeln; der durch ein
ventrales und dorsales Mesenterium angeheftete Darm hat
im Allgemeinen den Verlauf wie bei Bonellia, das ihn
überziehende Peritonialepithel wimpert; die zwei mit zahl-
reichen Trichtern versehenen Analschläuche, welche von
einem pigmentirten Flimmerepithel ausgekleidet sind, wer-
den den sogenannten Wasserlungen der Holothurien homo-
Archiv für Naturgesch. XXXXVII. Jahrg. 2. Bd GG
4Ö8 Braun ü. v.Linstow: Bericht üb. d. wissenacli. Leisiungen
logisirt. Das Bauchmark besitzt einen gleichmässigen Be-
lag von Ganglienzellen, spaltet sich hinten in zwei Aeste
für den Darm und bildet vorn den Schlundring; nur weib-
lich Thiere wurden gefunden; die Ovarien liegen am Bauch-
strang, 2 Segmentalorgane; Borsten fehlen, Kopflappen
ganz rudimentär. — Die Epidermis des ebenfalls borsten-
losen Saccosoma vitreum n. g. n. sp. besteht aus Cuti-
cula und Epithel, darauf folgt Bindegewebe, Rings- und
Längsmuskulatur, von denen die letzteren in dem Hinter-
körper ein Netzwerk bilden; der Darm besteht aus Oeso-
phagus, Magen, stark gewundenem Darm, und muskulö-
sem Rectum ; das eine gefundene Exemplar ist ein Weib-
chen, es besitzt ein linksseitiges, mit Trichter versehenes
^egmenisilov^sin. — Bei Epith et OS oma norvegicum n. g.
n. sp. hat die Muskulatur 3 Schichten zwar, doch ist
die innerste wie die äussere eine Ringsmuskellage; der
gerade Darmkanal ist dorsal durch ein Muskelband, ven-
tral durch ein Mesenterium befestigt; Analschläuche fehlen;
nur ein rechtsseitiges Segmentalorgan scheint vorzu-
kommen. — Auch Priapulus bicaudatus Dan. = Priapuloides
typicus Kor. et. Dan. wird anatomisch näher beschrieben;
die Cuticula ist mit Chitinpapillen besetzt, verhältniss-
mässig dick, das Cylinderepithel einschichtig, das Binde-
gewebe der Cutis dick; letzteres schliesst das durch ein
Querband in zwei Bänder getheilte Bauchmark ein. An
der Basis der cylindrischen Stacheln des Rüssels liegen
rundliche Drüsen, die auf der Spitze der Stacheln aus-
münden; nur 2 Muskellagen; die 25 Längsmuskeln des
Rüssels zerfallen im Körper in 50 Bänder, von denen 14
in jeden schwanzförmigen Anhang treten. Darm grade,
Schlund mit Chitinpapillen, Oesophagus und Darm haben
Wimperepithel, ersterer sehr komplicirt angeordnete Mus-
keln und Längsfalten, letzterer Ringsfalten.
Eine neue Art der Gattung Hamingia und zwar gla-
cialis wird von R.Horst beschrieben (Zool. Anzeiger 188L
p. 448. Niederl. Arch. f. Zool. Suppl. L); wir entnehmen
derselben, dass entgegen den Angaben von Danielssen
und Koren unter der dünnen Cuticula ein deutlich ent-
wickeltes, einschichtiges Epithel mit Drüsenzellen vor-
in d. Naturgescli. der niedern Thiere während d. J. 1880 u. 1881. 499
kommt; in der Epidermis sowie der stark entwickelten
Cutis findet sich grünes Pigment. Der durch zahlreiche,
theils längs, theils quer verlaufende Mesenterien an der
Körperwand festgeheftete Darm besteht aus Pharynx, Oeso-
phagus, Kropf, Zwischendarm, Darm und Enddarm; von
dem vorletzten Abschnitt geht ein bis an den Enddarm
reichender, jedoch auf der hintern Strecke nicht völlig
vom Darmlumen getrennter Nebenkanal = Nebendarm, als
dessen Vorläufer der Verf. die von Hatschek und Salensky
bei Echiuruslarven beschriebene flimmernde Rinne auffasst.
Die beiden braunen Analschläuche sind mannigfach ver-
zweigt. Neben dem Bauchmark verläuft das Bauchgefäss,
während das Rückengefäss nur V4 der Körperlänge ein-
nimmt und durch einen Bogen mit dem ersteren in Ver-
bindung steht. Das Ovarium liegt im hinteren Theile an
der Oberseite des Bauchgefässes; bei der Entwicklung der
Eier kommt es nicht zur Bildung einer Zellkappe wie bei
Bonellia; als Ausführgänge funktioniren zwei neben dem
Oesophagus gelagerte, dünnwandige Schläuche, die in die
Leibeshöhle durch einen Trichter sich öffnen.
In seinen „Beiträgen zur Anatomie und Histo-
logie der Sipunculus nudus L." legt J. Andreae
das Hauptgewicht auf die histologischen Verhältnisse; der
Verf. schildert zunächst eingehend die äussere Körperform
und hierauf das Integument, welches aus Cuticula, Hypo-
dermis und Cutis besteht; letztere enthält in einem areo-
lären Bindegewebslager Pigmentballen, zwei und vielzellige
Hautdrüsen und Nervenendigungen; an der Eichel sind
nur vielzellige Hautdrüsen vorhanden, an die von unten
her eine unzweifelhafte Nervenfaser tritt; die am ganzen
Rüsselkörper vorkommenden Nervenendigungen sind becher-
förmige Anhäufungen von langgestreckten Zellen, an die
eine Nervenfaser herantritt, um sich wahrscheinlich für
jede Zelle zu theilen. Eine Rings-, eine Diagonal- und
eine Längsmuskellage bilden die Muskulatur ; erstere bildet
am After und an den Mündungen sphincterartige, elliptische
Muskelringe, wie sie überhaupt am ganzen Körper aus
einzelnen Bändern besteht; die im Ganzen schwach ent-
wickelte, mittlere Diagonalmuskulatur fehlt in der Eichel
1)00 Braun u. v. Linstow: Bericht üb. d. wissensch. Leistungen
dem hinteren Körperende, die in dieses übertretenden Dia-
gonalmuskeln ändern ihren Verlauf und verstärken die
Ringmuskulatur; constant finden sich 32 Längsmuskel-
bänder. xVlle Muskeln bestehen aus 1,0—2,5 mm langen,
an beiden Enden zugespitzten Fasern, welche wiederum
ein dünnes Sarcolemm, eine dieses ausfüllende, zart fibril-
läre Masse und einen centralen Hohlraum erkennen lassen ;
etwa in der Mitte der Faser tritt ein Nerv heran, theilt
sich, durchbohrt das Sarcolemm und scheint in der fibril-
lären Masse zu enden, Im Anschluss an die Muskeln wer-
den die Tentakeln, die Rüsselpapillen und die Integumen-
talfelder besprochen; letztere entstehen dadurch, dass die
Haut oberhalb jeden Längsmuskels der Ringsmuskulatur
dicht angewachsen, dazwischen aber vollkommen frei und
emporgewölbt, jedoch in den Zwischenräumen der Rings-
muskeln eingesenkt ist, ohne festgewachsen zu sein; da-
durch entstehen zwischen Haut und Muskulatur die ,,Inte-
gumentalhöhlen'^ welche für die Athmung von Bedeutung
sind. Das Centralnervensystem besteht aus dem biscuit-
förmigeu Oberschlundgauglion, auf welchem vorn fingerför-
mige, hohle Anhänge sitzen und wovon seitlich Aeste zu den
Tentakeln abgehen, den beiden Schlujidkommissuren mit
Aesten zu den Retraktoren des Rüssels und dem gleich-
massig verlaufenden Bauchstrang, der hinten in der Eichel
anschwillt ; die regelmässig entspringenden Seitenäste
bilden Ringe; die Schlundkommissuren und ein Theil des
Bauchstranges werden jederseits von einem Muskelband
begleitet. Auf einem Querschnitt des Bauchstranges er-
kennt man eine äussere bindegewebige Hülle, unter der
ein röhrenförmiger von körniger Masse, Kernen und Pig-
mentballen ausgefüllter Raum liegt, dessen Centrum von
dem Mark eingenommen wird; letzteres hat wieder eine
eigne Hülle, inneres Neurilemm, und enthält zahlreiche,
durch Bindegewebe getrennte Längsnervenbündel, sowie
ventral Ganglienzellen; in der Anschwellung des Markes
in der Eichel sind die Ganglienzellen mit transversal ver-
laufenden Fasern in eine besondere Scheide eingeschlossen
(Zeitsch. f. wiss. Zool. Bd. 36. p. 201-258. 2 Taf. Zool.
Anz. 1881. p. 477-481).
in d. Naturgesch. der niedern Thiere während d. J, 1880 u 1881. 501
Von den „Segmental Organen und Geschlechts-
drüsen einiger Sipunkuliden des Malayischen
Archipels", die frisch nntersucht wurden, bemerkt C. Ph.
Sluiter, dass bei ersteren die innere Oeffnung gewöhnlich
dicht neben dem Hinterende liegen, nur bei Äspidosiphon
fuscus n. sp. findet sich ein vorderer Trichter und bei
Phascolosoma Priöki n. sp. konnte keine Oeffnung erkannt
werden. Die Geschlechtsdrüsen liegen bei Sipunculus edulis
Lam. Mxi&Thascolosoma nigritorquatum n. sp. vorn zwischen den
dorsalen Retractoren als einige wurstförmige Körper, die
bei der Reife ihren Inhalt durch Platzen in die Leibes-
höhle entleeren; bei Asp. fuscus und Ph. falcidentatum
sind die Geschlechtsdrüsen vom Epithel überzogene Leisten,
die zwischen Rings- oder Längsmuskeln gelegen sind und
direkt ihre Produkte in die Leibeshöhle abfallen lassen;
dies gilt mit Ausnahme von Asp. fuscus nur für Ovarien,
da nur weibliche Thiere untersucht werden konnten (Zool.
Anz. 188L p. 523—527).
Die ausführlichen Mittheilungen desselben Autors
(Beitr. z. Kenntn. der Gephyreen a. d. Malay. Arch.) in
der Nat. Tijdsch. v. Nederl. Ind. 41, Bd. konnten vom Ref.
nicht eingesehen werden.
Das Blut von Sipunculus nudus zeigt nach C. W.
Fr. Krukenberg frisch eine röthliche Farbe, welche
durch blassröthlich tingirte Blutkörperchen bedingt wird;
beim Schütteln mit Luft oder Sauerstoff wird das Blut
tiefroth, beim Schütteln mit Kohlensäure entfärbt es sich
rasch; der Autor nennt den rothen Sauerstoffträger Haem-
erythrin und sein zugehöriges Chrom ogen Haemery-
throgen; das rothe Blut zeigt keine Absorptionsstreifen im
Spectrum und wird durch Schwefelwasserstoff dauernd
zersetzt. Die Einwirkung der Kohlensäure ist Kr. geneigt
als einen Desoxydationsprocess anzusehen. (Vergl. phys.
Studien III. Abth. Heidelberg 1880. p. 83 u. ^.)
Derselbe Autor erwähnt gelegentlich, in den Mus-
keln von Sipunculus nudus kein Inosit gefunden zu haben
(Unters, d. Fleischextrakte etc. in Unters, d. phys. Inst.
Heidelberg. Bd. IV. Heft 2. p. 55).
Gegen die obige Mittheilung von Krukenberg betref-
502 Braun u. v. Linstow: Bericht üb. d. wissensch. Leistungen
fend den Blutfarbstoff der Gephyreen wendet sich E. Ray
Lankester, da es ihm spectroskopisch gelungen ist, Hae-
moglobin in der Leibeshöhlenflüssigkeit von Thalassema j
Neptuni nachzuweisen, sowie in den Muskeln, dem Leibes- \
höhlenepithel und der Bekleidung der „genital ponches" \
(Zool. Anz. 188L p. 351 u. ff.). ]
B. Hatschek fand im pelagischen Auftrieb in Mes- '
sina eine Echiuridenlarve, die sich von der von Sa-
lensky beschriebenen durch die Grösse und namentlich den
Besitz eines doppelten Borstenkranzes am Hinterende unter-
scheidet; es gelang ihm die weitere Entwicklung dieser j
Larve zu verfolgen, worüber in den ,,Arb. a. d. zool. Inst,
d. Univ. Wien" (Bd. IIL Heft 1. 3 Taf.) berichtet wird.
Der Verf. theilt die ganze Entwicklung von der Larve an
in 5 Perioden; die erste umfasst die ungegliederten Sta-
dien, die Trochophoraform. Sie besitzt am Kopf einen
doppelreihigen praeoralen, einen einreihigen postoralen
Wimperkranz und zwischen beiden die adorale Wimper-
zone; ausserdem zieht ventral ein Wimperstreif vom Mund
zum After, auch ist die Scheitelplatte bewimpert. Von
den am After gelegenen Polzellen erstreckt sich nach vorn
jederseits ein einzelliger Mesodermstreifen, der nur ganz
vorn zweizeilig ist ; zu diesen Mesodermelementen gesellen
sich eine Anzahl Muskelfasern zwischen Scheitelplatte und
Mundregion, zwischen dieser und dem Mesodermstreifen
= ventraler Längsmuskel, dem ein dorsales Längsmuskel-
paar gegenübersteht, ferner die Muskeln des Oesophagus
und an der Innern Oberfläche der Leibeswand^ ein System
von zarten Muskelfäden, die theils ringförmig, theils un-
regelmässig verlaufen, sowie zahlreiche verästelte Zellen,
die fast eine selbständige Schicht bilden. Parallel dem
ventralen Längsmuskel verläuft der zarte Kanal der Kopf-
niere, die im Innern wimpert. Vom Darm ist eine flim-
mernde Rinne erwähnenswerth, die sich direkt in den
flimmernden Enddarm fortsetzt. Im weiteren Wachsthum
dieser Larve vergrössert sich besonders der Rumpfabschnitt,
die Mesodermstreifen werden von vorn nach hinten fort-
schreitend zweireihig, dann mehrreihig und zweischichtig,
woran das Ectoderm gar keinen Theil hat; vor dem After
in d. Naturgesch. der niedern Thiere während d. J. 1880 u. 1881. 503
entsteht der präanale Wimperkranz, der präorale wird ein-
reihig, die Muskeln bilden sich hier mehr aus, namentlich
gilt dies von den verästelten Zellen unter der Haut, die
sich immer mehr verdichten und einen besonderen Sack
bilden; an der Kopfniere sprosst ein sekundärer Ast, wäh-
rend der primäre allmählich zu Grunde geht. Nun beginnt
die zweite Entwicklungsperiode, in welcher die Mesoderm-
streifen sich vorn gliedern und nach hinten bei gleichzei-
tigem Wachsthum des ganzen Rumpfes sich verlängern;
bald treten in den Ursegmenten Höhlungen auf, wodurch
die Darmfaserplatte von der Hautmuskelplatte sich abhebt.
Ferner treten die Schlundkommissur und die seitlichen
Ganglienmassen aus dem Ectoderm hervor, sowie die ven-
tralen, im ersten Rumpfsegment gelegenen Borstensäcke.
Die dritte Entwicklungsperiode wird durch die fortschrei-
tende Ausdehnung der Hautmuskel- und Darmfaserplatte
eingeleitet; die Segmentirung findet ihren Abschluss, wenn
15 Segmente im Rumpf aufgetreten sind, die auch äusser-
lich durch die Entwicklung segmentaler Wimperkränze
und durch die Pigmentirung erkennbar sind; auch das
Nervensystem ist besser ausgebildet: zu den seitlichen
Ganglienmassen gesellt sich ein aus dem Epithel der ven-
tralen Flimmerrinne stammender Mittelstrang, der sich
bis in die hintere Kopfregion erstreckt; bemerkenswerth
ist auch die segmentale Anordnung der Zellen in den
seitlichen Ganglienmassen. Die Borsten entstehen in An-
fangs ganz geschlossenen Säcken auf 2 Basalzellen und
brechen erst sekundär durch die Haut; ebenso entstehen
die je 8 Borsten am 14. und 15. Rumpfsegment. Auffallender-
weise entstehen die Analblasen nicht vom Enddarm aus,
sondern wie Segmentalorgane im Endsegment vom Haut-
muskelblatt; auch münden sie Anfangs durch die Rings-
muskulatur nach aussen neben der Afteröffnung. Auch
die Kopfniere erfährt durch Sprossung seitlicher Aeste
eine weitgehende Ausbildung. In der 4. Entwicklungs-
periode gehen die Larvenorgane rasch zu Grunde, der
Körper streckt sich, der Darm nähert sich allmählich dem
Verhalten des ausgebildeten Darmes, doch bleibt selbst
auf diesem dem Echiurus sehr nahe stehenden Stadium
504 Braun u. v. L in stow: Bericht üb. d. wissensch. Leistungen
durch die Entwicklung von segmental angeordneten Pap illen-
kränzen auf der Epidermis die Gliderung erkennbar. Im
5. Stadium ist der junge Echiurus ganz ausgebildet. Im
zweiten Abschnitt seiner schönen Arbeit verwerthet der
Verf. die gewonnenen Resultate zur Beleuchtung der inni-
gen Beziehungen der borstentragenden Gephyreen zu den
Chaetopoden, eine Anschauung, die sich wohl bald allge-
mein Bahn brechen wird, während die postulirte Trennung
der Sipunculiden von den Echiuriden wegen der grossen
Uebereinstimmung im Bau nicht gebilligt werden kannn.
In letzterem Sinne spricht sich auch J. Andreae am
Schluss seiner oben erwähnten Arbeit über Sipunculus
nudus aus.
Die Verwandlung von 2 Arten Actrinotrocha hat
E. B. Wilson in der Chesepeake Bay 1879 beobachtet;
im ersten Theil der darüber vorliegenden Publikation (the
origin and the significance of the metamorphosis of Acti-
notrocha) werden die Beobachtungen, welche übrigens mit
den Angaben von Metschnikoff ganz übereinstimmen, mit-
getheilt, während im zweiten zuerst die systematische
Stellung von Phoronis — Gephyreen — und dann die Bedeutung
der eigenthümlichen Metamorphose unter ^ Heranziehung
analoger Vorgänge erörtert wird. (Quart. Journ. of micr.
sc. XXI Bd. 1881. 2 Taf. p. 202—218). Eine unter dem
Titel: the metamorphosis of Actinotrocha vom selben
Autor in Amer. Natur, vol. XIV. Dec. 1880 publicirte
Mittheilung ist Ref. nicht zugänglich.
,,Die Gephyreen, gesammelt während der zwei
ersten Fahrten desWillem Barents" sind vonR. Horst
bearbeitet worden, doch liegt für dieses Berichtsjahr nur
der erste Theil Echiurida vor, der eine neue Art des neuen
von Daniellssen und Koren aufgestellten Genus Hamingia,
H.^Zacm??'5 behandelt und abbildet; ein älteres und jüngeres
Exemplar wurden gefunden, ersteres 100 mm lang, 27 mm
breit, schwarzgrün, aus 220 Faden Tiefe unter 74<> 10' N. Br.
und 230 20' 0. L. ; das andere gelblichweiss, 68 mm lang
aus 192 Faden Tiefe (Niederl. Arch f. Zool. Suppl I.)
D. C. Daniel ssen und J. Koren berichten über
die von der „norske nordhavs-expedition 1876—78 gesammel-
in d. Naturgesch. der niedern Thiere während d. J. 1880 u. 1881. 505
ten Gephyreen; es wurden gefunden Sipunculus pria-
puloides Kor. et Dan., Pbascolosoma strombi Mont.,
Ph. eremita M. Sars, Ph. margaritaceum M. Sars, Ph.
squamatum Kor. et Dan., Fh. LiUjeborgii n. sp. (Abb.),
Stephanostoma Ha n s eni n. g. n. sp. (Abb.),
Onchnesoma Steenstrupii Kor. et Dan., On. glaciale n. sp.
(Abb.), Äspidosiphon armainm n. sp. (Abb.); Priapulus
caudatus Lam., Priapuloides typicus Kor. et Dan. (= Pr.
bicaudatus Dan.), Halicryptus spinulosus v. Sieb., Hamin-
gia arctica n. g. n. sp. (Abb.), Saccosoma vitreum
n. g. n. sp. (Abb.) und Epithetosoma norvegicum n. g.
n. sp. (Abb.)
Stephanostoma n. g. „Oral disk exceedingly broad, bearing
10 large tentacular groups, disperscd between which are a few iso-
lated tentacles; anal opening immediately posterior to the base
of the proboscis".
Hamingia n. g. „body cylindrioal; mouth at the anterior
extremity, nearest the ventral surface; anal opening in the centre
of posterior extremity; a lunate somewhat prominent fold round
the mouth (rudim. proboscis); on the anterior portion of the ven-
tral surface two long cylindrical papillae, having each at the apex
a round aperture for the eferent duct of the corresponding uterus;
no bristles; the intestinal canal with numerous circumvolutions,
but no Spiral coil; it disembogues into a cloacum from both sides
of which issues a ramifying glandulär apparatus; the central nervous
chord smouth, destitute of nodes or ganglious; one ovary, proten-
ding along the nervous chord in the posterior half of the perivis-
ceral cavity ; two uteri, each with an eferent duct and funnel-sha-
ped tube".
Saccosoma n. g. „body cucurbit-like in form; the anterior
portion cyliudric, opaque, with a round buccal opening at the free
extremity; the posterior portion, containing the whole of the intestinal
canal, almost globular, hyaline, terminating in an opaque conus, at
the apex of which is the anal aperture; the ovary in the anterior
portion of the perivisceral cavity; no bristles".
Epithetosomatidae n. f.: „Body furnished with a cylindrical,
hollow tube, communicating with the perivisceral cavity; posterior
to this tube, on either side of the anterior extremity of the trunk,
a cleft, or fissure, the bottom pierced with apertures; no bristles.
Epithel osom an. g. : Body cylindric. furnished at the anterior
extremity with a long, non-retractile, tubiform appendix (proboscis) ;
posterior to the appendix, on the ventral surface, the round buccaL
opening; on either side of the anterior extremity of the trunk, a
506 Braun u. v. Linstow: Bericht üb. d. wissensch. Leistungen
cleft or fissure, the bottom pierced with several apertures; no anal
appendices; the anus on the posterior extremity of the truuk".
(Den norske nordh.-exp. 1879 — 78. III. Zoologi. Gephyrea ved
D. C. Danielssen og J. Koren. 6 pl. Christiania 1881.)
Die wahrscheinlich auf denselben Gegenstand Bezug
habende Mittheilung derselben Autoren im 26. Bd. des
Nyt mag. f. Nat.-vid. sind Ref. nicht zugänglich.
Wie aus der oben citirten Arbeit C. Ph. Sluiter's
zu entnehmen ist, werden im 41. Bd. der Natuuurk. Tijdsch.
V. Nederl. Indie als neu beschrieben: Äspidosiphon fuscus,
Phascolosoma falcidentatum, Fh. nigritorquatum und Ph.
Prioki aus dem malayischen Archipel.
R. V. Dräsche beschreibt als neu Echiurus unicinctus
von der Ostküste von Süd-Japan und spricht sich für die
Identität von Thalassema erythrogrammon F. S. Leuck.
von der Insel Bourbon mitTh. Moebii Greeff von Mauritius aus
(Verh. d. zool. bot. Ges. Wien. Jahrg. 1880. p. 621—629. ITaf.)
Unter den vom „Travailleur" im Ocean an der portu-
giesischen und spanischen Küste erbeuteten Würmern
erwähnt A. Milne-Edwards zwei schöne nordatlantische
Sipunculiden Ocnesoma Steenstrupii und Sipunculus norve-
gicus, sowie zwei Arten von Phascolion resp. Äspidosiphon;
Ocnesoma Steenstrupii ist auch im Mittelmeer gefunden
worden (Compt. rend. Ac. Sc. Paris T. 93. 1881).
Auch im ersten Bericht wird das Auffinden von Gephy-
reen und zwar zum Theil arktischer Formen aus dem Golf
Gascogne erwähnt (Compt. rend. T. 91. p. 358).
V. Storm: Bidrag til kundskab om Trondhjemsfjor-
dens fauna in K. norske vid. Selsk. Skrift. 1879 ist Ref.
nicht zugänglich.
Oligochaeti. E. Perrier fährt in seinen „fitudes
sur l'organisation des Lombriciens terrestres" fort und be-
richtet =,,IV. Organisation des Pontod rilus". Die Lei-
beswand besteht bei P. Marioni n. sp. aus Marseille —
aus fünf Schichten, 1. einer wie bei Lumbricus und Uro-
chaeta beschaffenen Cuticula, 2. einer zelligen Hypodermis
mit ovalen Drüsen und kleinen Stäbchen, 3. Transversal-
(Rings-)muskeln mit Gefässverzweigungen zwischen densel-
ben, 4. Längsmuskeln, deren Elemente jedoch nicht die
gefiederte Anordnung zeigen wie bei Lumbricus, sondern
in d. Naturgescb. der niedern Thiere während d. J. 1880 u, 1881. 507
durch Bindegewebe in Längsbtindel abgetheilt sind und 5
Peritonealmembran; zwischen Epithel und Ringsmuskeln
findet sich eine feinkörnige Lage, welche dem Nervensystem
angehört; über Vertheilung und Form der Borsten siehe
unten. Die Borsten besitzen keinen von der Hypodermis
abstammenden Follikel (? Ref.), sondern nur eine sie zum
Theil bekleidende Cuticulartasche, sowie von der Ringsmus-
kulatur abgezweigte Fasern; wie bei Urochaeta findet sich
auch hier ein muskulöses Längsband, welches über die
einzelnen Borsten jeder Körperseite hinzieht. Poren, welche
aus der Leibeshöhle bei Lumbricus nach aussen führen,
fehlen bei P. und Urochaeta; die Dissepimente sind von
dem wohl entwickelten Peritonealepithel bekleidet und be-
sitzen Muskelfasern. Der Darmkanal, dem auffallender
Weise der Muskelmagen fehlt, besteht aus der Mundregion,
dem mit Speicheldrüsen versehenen Pharynx, dem Oeso-
phagus (Kalkdrüsen fehlen), dem Darm und dem Rectum;
dem Darm fehlt die Typhlosolis. Die Segmentalorgane
bieten einige Besonderheiten, erst vom 15. Ring an finden
sie sich ,, normal", in den vordem Segmenten fehlen sie
wie bei Naiden, wo statt ihrer die Ausführgänge der Ge-
schlechtsorgane liegen ; die vier ersten Paare der Segmen-
talorgane bestehen aus je einem drüsigen, innen wimpern-
den Tubus, der sich mehrfach windet, dann sich verjüngt,
das vor ihm liegende Dissepiment durchbohrt und mit
einem Trichter im vorhergehenden Segment endet; vom
19. Ring ab werden beide Theile selbständiger, die Drüse
füllt fast den ganzen Raum zwischen Darm und Leibeswand
aus und auf ihr verläuft die wimpernde, gewundene Röhre
des Segmentalorganes, welche im vorhergehenden Segment
mit dem Trichter ausmündet. Die mitgetheilten Beobach-
tungen geben P e r r i e r Veranlassung sich gegen C o s m o v i c i
(cf. oben Polychaeten) so wie die Auffassung der aus-
führenden Geschlechtswege als umgewandelter Segmental-
organe auszusprechen.
Im Vorderkörper finden sich 5 Längsgefässe : 1. ein
Dorsalgefäss, 2. ein Dorsointestinalgefäss oder Typhlosolis-
Gefäss, 3. ein Ventralgefäss und 4. zwei Seitengefässe dem
Darm dicht anliegend. Das Dorsal- und Dorsointestinal-
508 Braun u. v. Linstow: Bericht üb. d. wissensch, Leistungen
gefäss kommuniciren durch seitliche Schlingen mit dem
Ventralgefäss, mit den übrigen durch Capillaren; die Seiten-
schlingen des 12 und 13 Ringes sind wahre Seitenherzen;
(auch die vordem Schlingen und das Rückengefäss sind
contraktil); im Ring 14 und 15 fehlen Seitenschlingen, aber
in den folgenden Ringen entspringen stets drei Paare jeder-
seits, die zum Darm und zur Haut gehen; wegen der
weiteren Angaben muss auf das Original verwiesen werden.
Das Nervensystem gleicht ganz dein von Perichaeta;
von den beiden wohl begrenzten Oberschiundganglien wird
angegeben, dass sie im 8. Segment liegen, doch dürfte
hier ein Druckfehler vorliegen und statt dessen 2 zu lesen
sein; auch das erste Bauchganglion liegt in demselben
Segment, die anderen wiederholen sich bei abnehmender
Grösse bis Ring 17 incl. das Ganglion ist sehr stark ent-
wickelt; aus jedem entspringen 3 Paar Nerven. In seinem
Schlundnervensystem bietet Pontodrilus einen sehr redu-
cirten Zustand dar, es existirt nur ein Ganglienpaar, welches
zahlreichen, sich auf dem Oesophagus verzweigenden
Nervenfasern zum Ursprung dient. Der Gürtel umfasst
5 Ringe (13 — 17), die männlichen Geschlechtsöffnungen
liegen auf dem 18. Segment, da wo bei anderen Segmenten
die Segmentalorgane ausmünden; diese Lage ist auch für
die Mündungen der Begattungstaschen charakteristisch,
welche zwischen 7—8 und 8—9 sich öffnen; die Oviducte
münden auf dem 14. Ring aus. Zwei Paar Hoden liegen
in 11 und 12, ein Paar Ovarien im 13. Segment. Verf.
beschreibt die Spermatozoenentwicklung bei Pontodrilus
und Dero und bemerkt, dass bei keinem Lumbriciden,
Enchytraeiden oder Naiden Köpfchen an den Sperraatozoen
vorkämen ; unter dem Einfluss von Wasser entstehen kopf-
ähnliche Bildungen. Auf jeder Körperseite existirt ein vas
deferens, welches vom 18 — 13 Ring einfach, in 12 sich
gabelt und im 12. resp. 11. Segment mit einem Trichter
vor den Hoden sich öffnen. Dabei bemerkt der Autor,
dass bei Titanus Forguesi n. sp. ähnlich wie bei Rhynchelmis
der eine Hoden jederseits vom 12 — 58 Ring reicht. Das
vas deferens steht im 18. Ring mit dem Ausführungsgang
einer grossen, tubulösen Drüse in Verbindung, wie bei
in d. Naturgesch. der niedern Thiere während d. J. 1880 u. 1881. 509
Pericbaeta, Eudrilus, Acanthodrilus, Digaster und Plutellus,
also bei allen postrectelliden Lumbriciden. Die Oviducte
sind kurz, 13—14 Segment; die 2 Paar Begattungstaschen
liegen um den 8. und 9. Ring. Im Anschluss hieran dis-
kutirt der Verf. die Frage über die Homologie der Seg-
mentulorgaue und der Ausführgänge der Geschlechtspro-
dukte so wie der Begattungstaschen und spricht sich gegen
eine solche aus. (Arch. de Zool. experim. tom. IX. 1881
p. 175-248 6 Taf.)
Die Entwicklung der Spermatozoen vonLum-
bricus (welcher Art?, wahrscheinlich terrestris L., Ref.)
bespricht J. E. Bloomfield, nachdem er übereinstimmend
mit den bekannten Angaben von Hering (Z. f. w. Zool.
VIII.) die Lage der Geschlechtsorgane erläutert hat. Nach
Ray Lankester nennt Bloomfield die vom Keimepithel
abstammenden Hodenzellen „Spermatos poren*'; durch
Theilung ihrer Kerne entstehen ,,Spermatosphaeren"
oder „Spermpolyplasten^'; jedes Element eines solchen mit
Ausnahme des centralen Theiles, des Blastophors ist ein
„Spermatoblast", aus denen durch Theilung die Sper-
matozoen hervorgehen. Die Spermatosporen sind in jungen
Hoden der Regenwürmer rund, 0,01 mm im Durch-
messer; die nächsten Stadien trifft man in jungen Samen-
reservoirs, wo durch fortgesetzte Kerntheilung der von den
Hoden in diese abgefallenen Spermatosporen die Sperma-
tosphaeren entstehen; während nun in der Peripherie der-
selben die Theilung der Kerne fortschreitet, auch sich das
Protoplasma um die Kerne zu sondern beginnt, und das
ganze Gebilde wächst, bleibt der centrale Theil einheitlich
— Blastophor; auch eine Theilung der Spermpolyplasten
ist beobachtet worden. Später entstehen dann an dem
Protoplasma der radiär um den Blastophor gestellten Sper-
matoblasten kurze Geissein und während der Verlängerung
dieser wird der ursprünglich runde Kern stäbchenförmig
und damit zum Kopf der Spermatozoen (cf. oben Perrier).
Mit eingetretener Reife lösen sich die letzteren von den
kernlosen Blastophoren, deren weiteres Schicksal unbekannt
ist; neben diesen Elementen kommen in den Samenreser-
voirs, deren Bau und Entwicklung Anfangs der Arbeit ge-
510 Braun u. v. L instow: Bericht üb. d. wissenscli. Leistungen
schildert wird, noch braune kernhaltige Zellen mit einem
Fadennetzwerk im Protoplasma vor, deren Bedeutung und
Herkunft noch fraglich ist. (Quart. Journ. of micr. Sc.
vol. XX. 1880 p. 79—89. 2 pl. und Zool. Anzeiger 1880
p. 65-67).
H. Eisen beschreibt die Anatomie von Eclipodrilus
frigidus n. g. n. sp., der 10 000 Fuss hoch in kalten
Quellen der Sierra Nevada in Californien gefunden wurden
(Nov. Akt. R. Soc. Sc. Upsala 1881 2 Taf.).
P. Buczinski liefert eine in russischer Sprache ge-
schriebene „Entwicklungsgeschichte von Lumbricus
terrestris"; wir entnehmen derselben, dass in den Ei-
kapseln sich nicht alle Eier entwickeln, sondern zahlreiche
zerfallen und vom Eiweiss aufgenommen werden; derartige
Eier können leicht für normale Entwicklungsstadien ange-
sehen werden. Mit der Furchung hebt sich das Ei von
der Eihaut ab, die ersten beiden Furchungskugeln sind
ungefähr gleich gross, nicht selten jedoch von verschiedener
Grösse; eine dieser Zellen theilt sich weiter, so dass im
Ganzen drei Zellen vorhanden sind; dann theilt sich ge-
wöhnlich jede der drei u. s. w., selten nur eine zuerst und
die beiden anderen später. Die Segmentationshöhle ist
Anfangs klein, spaltförmig, bald aber kuglig; sehr bald
sind auf dem Blastulastadium die Furchungskugeln diffe-
renzirt, man trifft kleine mit feinkörnigem Protoplasma
an einem Pol und grössere, grobgranulirte, mit hellem
Kern am andern Pol; durch Abflachung und Einstülpung
der grösseren Zellen entsteht eine Gastrula, deren ürmund-
ränder sich bald nähern. Das Mesoderm entsteht durch
Abschnürung der inneren Theile der Ectodermzellen an der
dem Gastrulamund entgegengesetzten Pol und vermehrt
sich durch eigene Theilung, nicht durch weiteren Zuschuss
vom Ectoderm her. Es sondert sich in die bekannten
Keimstreifen, welche vorn am dicksten sind, nach hinten
sich verschmälern, schliesslich aus einer Zellreihe bestehen
und mit einer grossen Zelle enden. Während sich das
Mesoderm auf der Bauchseite ausbreitet, treten die Ur Seg-
mente auf, die sich später von ihrer medialen Seite aus
aushöhlen; dabei entstehen auch die Dissepimente, die
in d. Naturgesch. der niedern Thiere während d. J. 1880 u. 1881. 511
stets aus zwei Zelllagen bestehen, die vordere derselben
ist die liintre Begrenzung eines Ursegmentes, die andre
die vordre des folgenden. Erst sekundär treten die einzelnen
Höhlen der Segmente durch Risse in den Anfangs kompakten
Dissepimenten in Verbindung; durch weiteres seitliches,
resp. dorsales Auswachsen der Leibeshöhle bis zu der
ventralen und dorsalen Mittellinie entstehen das ventrale
und dorsale Mesenterium. In das Kopfsegment tritt früh
Mesoderm hinein und umwächst den Oesophagus; es steht
mit dem Mesoderm des Rumpfes in direkter Verbindung
wie auch die Kopfleibeshöhle. Die Segment alorgane
scheinen aus zwei Anlagen zu entstehen, aus in den Seg-
mentalhöhlen gelegenen Röhren und aus paarigen, segmental
angeordneten Ectoderm Vertiefungen ; beide Theile ver-
wachsen erst später mit einander. Gegen die Angaben
vonHatschek leitet Buczinski die Borstensäcke vom
Ectoderm ab, da im Ectoderm Vertiefungen an den den
Borstensäcken entsprechenden Stellen zu beobachten sind;
doch ist die Sache nicht ganz sicher; die Borstenbildung
geht von einer Zelle aus, erst später bricht die Borste
durch das Ectoderm. Die zwischen Darm und Muskel-
faserplatte liegenden Blutgefässanlagen sind ursprüng-
lich solid, nur ein Theil ihrer Zellen wird zur Gefässwand,
der andre zu Blutzellen. Die Schluck beweg un gen des
Embryo, durch welche derselbe Eiweiss aufnimmt, werden
von den stark verlängerten Ectodermzellen des Mundwulstes
hervorgebracht. Das Oberschlundganglion ist Ecto-
dermbildung, die sich später abschnürt; was die Bauch-
ganglienkette anlangt, so ist Verf. entschieden der An-
sicht, dass die auch hier vorkommende, wimpernde Bauch-
furche sich nicht zu einem Rohr schliesst, sondern allmäh-
lich durch das Wachsthum der ectodermalen Nervenplatten
sich abflacht und verstreicht; der Centralkanal entsteht se-
kundär. Die Anlage des Nervensystems besteht aus einer
jederseits neben der Bauchfurche gelegenen Nerven- oder
Ganglienplatte, die sich auch vom Ectoderm ablösen und
einem medialen unabhängig von den ersteren aus dem Ec-
toderm entstehenden Strang; dazu treten vom Mesoderm
unter den Ganglienplatten je ein Strang Zellen und eben-
512 Braun u. v. Linstow: Bericht üb. d. wissensch. Leistungen
falls ein medialer Zellstrang (chorda); diese 6 Theile ver-
einigen sich allmählich vollkommen, so dass nicht möglich
ist, anzugeben, ob aus dem Mesodermantheil der Bauch-
markanlage das Neurilemm oder auch nervöse Theile her-
vorgehen; nur der mediale Mesodermstrang (chorda) v^ird
zu den riesigen Leydig'schen Fasern; die ganze Bauch-
markanlage erhält später eine Bekleidung der Mesoderm-
zellen, die zu Muskelfasern werden. (Schriften (Sapiski)
der Neuruss. Naturforsch. Gesellsch. Odessa tom. VII Hft. 2
1881 p. 11—71 3 Taf.).
Ch. Darv^in's letztes Werk ,,the formation of vege-
table mould through the action of worms, v^ith observations
on their habits^ London 1881, ins Deutsche tibersetzt von
J. V. Carus Stuttgart 1882. Die Bildung der Ackererde
durch die Thätigkeit der Würmer etc. ist voll von interes-
santen biologischen Beobachtungen über die erst durch
Hensen zu Ehren gekommenen Regenwürmer; in den
ersten beiden Capiteln wird die Lebensweise der Regen-
würmer ausführlich geschildert, die Schärfe ihrer Sinnes-
organe, ihre Nahrung, Verdauung, der Bau ihrer Röhren
und ihre Excremente behandelt, während in Cap. 3—6 die-
jenigen Veränderungen auf der Erdoberfläche vorgeführt
werden, welche auf Rechnung der stillen Thätigkeit der
Erdwürmer zu setzen sind.
C. Fr. W. Krukenberg untersucht die Einwirkung
von Kohlenoxydgas auf Lumbricus complanatus, einen
Wirbellosen, bei dem Haemoglobin durch Rollett nach-
gewiesen worden war; bald nach dem Beginn der Durch-
leitung eines kräftigen Stromes von Kohlenoxydgas durch
einen Behälter mit den genannten Regenwürraern wurden
die letzteren unruhig, doch bald prägte sich in ihren Be-
wegungen kaum Unbehagen aus; nach 2—3 stdg. Durch-
leiten sind die gewöhnlich bräunlichen Würmer roth ge-
worden und das aus beigebrachten Wunden fliessende Blut
zeigte den für Kohlenoxydhämoglobin charakteristischen
bläulichen Farbenton; innerhalb 24 Stunden starben die
Regenwürmer ab (Vergl. phys. Studien. 1. Abth. 1880. p.
165—167).
Derselbe berichtet über die Gewinnung des wäss-
in d. Naturgesch. der niedern Thiere während d. J. 1880 u. 1881. 513
rigen Extractes des Hautmuskelschlauches von Lumbricus
complanatus im Vergleich mit anderen wirbellosen Thieren
(ibidem. 2 Abth. p. 9. 10), ferner über den Fettgehalt
eines alkoholischen Extraktes desselben Oligochaeten (ibi-
dem p. 41), und über das quantitative Verhältniss von
Wasser zu den festen Theilen bei derselben Art (ibidem
p. 102. 103).
E. Perrier spricht sich gegen die übliche Eintheilung
der Oligochaeten in limicole und terricole aus, weil es
eine Anzahl Formen giebt, welche in ihren Charakteren
zwischen diesen beiden Gruppen vermitteln, wie Pontodrüus
Marionis n. sp. u. A. Die genannte Art lebt am Mittel-
meergestade in Marseille in den vom Meer ausgeworfenen
Pflanzenresten, wie Ref. hinzufügt in grosser Zahl; sie unter-
scheidet sich von dem in Villafranca durch Grube unter
denselben Bedingungen gefundenen P. littoralis Gr. durch
die verschiedene Lage der Geschlechtsorgane resp. der
Ausführgänge derselben; die Borsten sind bei Pontodrilus
grade, in der Mitte am dicksten, an beiden Enden etwas
verhängt; ihre Vertheilung ist eine ganz eigenthümliche.
Bei derselben Gelegenheit wird aus la Plata eine neue
Art von Titanus beschrieben, T. Forguesi n. sp., sowie
erwähnt, dass nach einer Sendung von Ch. Darwin die
bisher für tropisch gehaltene Perichaeta (aus Calcutta,
Cochinchina und Philippinen) in ihren drei Arten auch bei
Nizza vorkommt, wenn nicht, wie P. mit Recht bemerkt,
eine Verwechselung der Etiketten vorliegt; übrigens sind
die Perichaeten nach Maupas und Viguier auch im bota-
nischen Garten in Algier, nach Perrier in den Gewächs-
häusern des Museums in Paris und nach L. Vaillant auch
in Montpellier acclimatisirt. (Arch. de Zool. experim. T. IX
1881. p. 241. 217. 236.)
Unter den von Dr. P. Fraisse 1876 in Menorka
gesammelten Lumbr i einen fand Lad. Oerley zwei neue
Arten, Allolohophora Fraissei n. sp. und Ä. mediterranea
n. sp., die beschrieben werden; ausserdem wurden bestimmt
A. foetida Sav., A. mucosa Eis., A. turgida Eis., Enterion
rubellum Hoffm. u. Lumbricus terrestris L. (Zool. Anzeig.
1881. p. 284—287. Die Mittheilung desselben Autors: new
Archiv für Naturgesch. XXXXVII. Jakrg. 2. Bd. HH
514 Braun u. v. Linstow: Bericht üb. d. wissensch. Leistungen
Lumbricina in Journ. R. microsc. Soc. (2) vol. 1. p. 5. Oct.
p. 737 hat Ref. nicht einsehen können.
Derselbe hat die „magyar. Oligoch. Fauna"
bearbeitet und Theil I Terricolae publicirt — leider nur
in ungarischer Sprache (Budapest 1881. Akad. Math. s.
Termersz. Köslem XVI. Kötet 1880).
Aus dem Rhöngebirge und Mainthal zählt F.
V. Leydig die gefundenen Anneliden auf; als besonders
erwähnenswerth erscheint uns das Vorkommen von Dero
digitata bei Würzburg (Verh. d. naturf. Ver. d. preuss.
Rheinl. und Westf. 31. Jahrg. 1881. p. 146-148.
Die im Sommer 1881 in der Umgebung Dorpats
gefundenen Regenwurmarten (6) zählt Ref. in den Sitzungs-
berichten der Dorpater Naturforscher-Gesellschaft 1881 p.
186—188 auf.
V. Czerniavsky behandelt in seinen Mater, ad
Zoogr. pont. auch einen TheiH'der Anneliden; in seiner
neuen Ordnung Achaeta stellt er als Repräsentanten einer
neuen Familie das neue Genus Protodrilus auf, das,
wie folgt, charakterisirt wird:
„Corpus filiforme, longissimum et breviter annulatum, exappen-
diculatum; os terminale ; ocellinulli; anus terrainalis; canalis intesti-
nalis simplicissimus, rectus, dilatationibus nuUis; vasa sanguinifera
duo longitudinalia subiateralia simplicia, sanguine rubro; partes
solidae (setae, pili, armatura pharyngis) nullae; cilia nulla; limi-
colae marinae littoralis".
Wir stellen dieses neue Genus, von dem eine neue
Art aus der Bucht Suchum beschrieben wird, einstweilen
zu den Oligochaeten; das Hatschek'sche Genus Protodrilus
wird einen anderen Namen erhalten müssen.
Im übrigen werden vom Autor als aus dem schwarzen
Meer stammmend angeführt: Mesopachys Oerst. 1 sp.,
Chaetodemus Leidy 1 sp., Nais 0. F. Müll. 1 sp., Stylaria
Lam. 1 sp., Pterostylarides n. g. 1 sp. (ßarasita 0.
Schm.), Paranais n. g. 2 sp. (littoralis Oerst.? u. uncinata
Oerst), Chaetogaster Baer. sp.V, Dero Oken. 1 sp., Pachy-
drilus Clap. 7 n. sp., Enchytraeus Henle 3 sp., Clitellio
Sav. 3 n. sp. Saenuris HofFm. 5 sp., darunter 3 neue;
Pododrilus n. g. Isp. (neurosoma Fr. u. Leuck.), Ärchaeo-
ryctes n. g. 1 sp. (batillifer Schmank.), Psammoryctes
in d. Naturgesch. der niedern Thiere während d. J. 1880 u. 1881. 515
Vejd. 1 sp., Lumbriciilus Grube 1 n. sp., Ärchaeodrilus
n. g. 2 n. sp., und von Lumbricus L. 2 sp.? Wie aus
dieser Aufzählung schon ersichtlich, sind eine Anzahl bereits
bekannter Arten in wohl zu weitgehender Spalterei zu
Vertreter^ neuer Genera gemacht worden, so Stylaria
parasita 0. Schm. zum einzigen Repräsentanten von Pte-
rostylarides n. g., die Oersted'sche Nais littoralis und
uncinata vertritt das n. g. Paranais, Saenuris neurosoma
Frey und Leuck. repräsentirt Pododrilus n. g., und Sae-
nuris batillifera Schmauk. wird zum n. gen. Archaeoryctes.
Wegen der Diagnosen dieser neuen Gattungen verweisen
wir auf das Original; Ärchaeodrilus n. g. (Lumbrici-
darum) mit zwei neuen Arten wird wie folgt charak-
terisirt :
„Medium inter genera Euaxes Gr. et Helodrilus Hoffm., corpus
sat longum et sat angustum; Caput processu posteriore non instruc-
tum; clitellum nullum; segmenta sat profunde divisa, magis brevia;
setarum fasciculi utrimque biseriäti, uncinis binis fortiter sigmoideis
et incrassatione mediana insignibus formati; ventriculus distinctus, anus
terminalis; limicolae marinae et cavaticae." (Bull, de la Soc. Imp. des
Naturalistes de Moscou. 1880. tom. LV. Hft.4. p. 291— 344. 2 Taf. —
im Text in den Citaten verwechselt — und reichhaltiger Literatur-
übersicht.)
Die bereits erwähnte neue Familie der Limicolen,
die Eclipidrilidaej werden von H. Eisen folgendermassen
charakterisirt : Zwei primäre Längsgefässe, ein pulsirendes
dorsales und ein nicht pulsirendes ventrales. Die aus-
führenden Gänge des männlichen Geschlechtsapparates
sind nicht mit den Hoden verbunden und ihre freien
Innern Enden besitzen keine Ausführungstrichter, sondern
sind beträchtlich verlängert und schliessen eine schlauch-
förmige Vesicula seminalis ein; die Spermatozoen treten
durch drei kleine kreisförmigeOeffnungen in den ausführenden
Gang ein und kommen auf ihrem Wege nach aussen an
der Oeffnung der Vesicula seminalis vorbei, wo sie von
dem Wimper-Epithelium Ihrer Innenfläche angezogen und
gleichsam abgefangen werden, um für die Copulation auf-
gespeichert zu werden. Zwei Oviducte, die nicht mit den
ausführenden Gängen des männlichen Apparates direkt
verbunden, noch in dieselben eingeschachtelt sind. Stacheln
516 Braun u. v. Linstow: Bericht üb. d. wissensch. Leistungen
einfach und paarweise, 4 Paar auf jedem Segment, wie
bei den Tubifieidae und Lumbriculidae. Nur eine Gattung:
Eclipidrilus. Die seitlichen oder secundären Gefässe
verlaufen theils an oder dicht bei dem Darmkanal, theils
frei im perigastrischen Raum, und beide entspringen nicht
in denselben Segmenten; in den 30 unpaaren letzten Seg-
menten ist Rücken- und Bauchgefäss nicht durch Quer-
äste verbunden. Die Oeffnung des männlichen Geschlechts-
apparates im 9. Segment, die der Eileiter zwischen dem
9. und 10.; drei Paar Eierstöcke, je eines im 8., 9. und
10. Segment, je ein Paar Hoden im 10. bis 13. Segment.
Nur eine Art, E. Frigidus in der Sierra Nevada von Cali-
fornien, aus einer Höhe von mindestens 10,000 Fuss, im
Bodenschlamm und Moos an Felsen, über welche das
kalte Wasser einer Quelle strömt, das Kopfende meist
eingebohrt, der Schwanz frei im Wasser sich bewegend,
an einer Stelle, wo das Wasser 9 Monate im Jahre ge-
froren sein muss und in den übrigen 3 nicht leicht wärmer
als 40 0 F. (4^ C.) werden kann. G. Eisen Nova Acta
R. Soc. Upsal. (3) XI. 1881, mit 2 Tafeln.
In einem Wasserbecken der Grotte von Potiskavez
in Unterkrain fand G. Joseph einen mit rothem Blut
versehenen Enchytraeus, den er als E. cavicola n. sp.
beschreibt. (Zool. Anzeig. 1880. p. 358. 359.)
Jos. Leidy's ;,notice of some aquatic worms of the.
family Naides" hat Ref. nicht einsehen können (Amer.
Naturalist, vol. 14. June 1880. p. 421-425.)
Hirudinei. Auf Discoglossus pictus beobachtete C. Vi-
gui er einen Egel, den er Batracohdella Lastastein. g.
n. sp. nennt ; in der ausführlichen Abhandlung werden
besonders Darmkanal, Geschlechtsorgane, Gefäss- und Ner-
vensystem behandelt. Hinter dem erweiterbaren, von einer
Vorder- und Hinterlippe begrenzten Mund folgt ein sehr
zarthäutiger Oesophagus, in welchem der Rüssel sich
bewegt; jenseits des Rüssels ht.t der bis zum 6. Bauch-
ganglion reichende Darmabschnitt einige seichte Ausbuch-
tungen. Auf der Höhe des 7. Bauchganglions liegt das
erste Paar der Magenblindsäcke vor dem ersten Hodenpaar ;
diesem folgen dann, alternirend mit den Hodenbläschen,
\
in d. Naturgesch. der niedern Thiere während d. J. 1880 ii. 1881. 517
noch 6 Paar, die streng segmental angeordnet sind, und
endlich vier, zwischen denen keine Hoden liegen, dem
14.— 16. Ganglion entsprechend; der Enddarm ist einfach,
leicht gebogen verlaufend. Speicheldrüsen wie bei Clepsine,
als Leber wird eine Drüsenmasse gedeutet, welche am
Oesophagus vor den ersten Magenblindsäcken liegt. Die
Geschlechtsorgane bestehen aus 6 Paar, zwischen den
Magentaschen gelegenen Hodenbläschen, die mit kurzen
Stielen am vas deferens hängen; dieses erweitert sich am
6. Bauchganglion bedeutend, windet sich (epididymis) und
mündet am 5. Bauchganglion aus; die Vulva liegt ein
Segment tiefer, Ovarium klein. Das Gefässsystem stimmt
sehr mit Clepsine überein, dasselbe gilt vom Nerven-
system, welche beide eingehend beschrieben werden.
(M^m. sur l'organisation de la Batracobdelle in Arch. de
Zool. experim. et gen^r. VIII. Paris 1879. 1880. p. 373—
390. 2 pl.)
V. Lemaine's „Eech. sur l'organisation des
Branchiobdelles^ sind Ref. nicht zu Gesicht gekommen
(Assoc. frang. p. Tavanc des sc. Reimes. 1880. 3 Taf.), er
verdankt jedoch einen Auszug dieser Arbeit der Hand von
Herrn Prof. v. Martens und entnimmt diesem Folgendes:
Die Anzahl der Ringe ohne Kopf beträgt 21, der Kopf
ist aus mehreren Segmenten wie das seitlich eingekerbte
Unterschlundganglion ergiebt, verschmolzen; in den ersten
15 Körperringen liegen 8 Ganglien des Bauchmarkes, die
folgenden Ringe sowie die zugehörigen verschmolzenen
Ganglien grenzen sich weniger deutlich ab. Branchiobdella
astaci unterscheidet sich von Br. parasita durch geringere
Deutlichkeit der Ringe, schlankere Form des Vorderkör-
pers und durch völlige Farblosigkeit der Hautdecken, der
Gefässe und des Darms. Aus der nun folgenden, anato-
mischen Beschreibung sei bemerkt, dass die Wand der
Muskelfasern quergestreift ist; der Darmkanal zeigt bei
jüngeren Exemplaren mit Ausnahme der Schlundanschwel-
lung 8 Erweiterungen, von denen jedoch 5—7 durch die
sich entwickelnden Geschlechtsorgane verengt werden.
Am Mund wird eine Ober- und Unterlippe, ein Kreis von
Höckern und die beiden Kiefer unterschieden; bei Br.
518 Braun u. v. Linstow: Bericht üb. d. wissensch. Leistungen
parasita sind die Kiefer gleichschenklig, dl-eieckig, mit
7 Zähnen, bei Br. astaci am freien Rand concav mit 6 Zäh-
nen. An den Seiten des Pharynx sowie am Enddarm
liegen zahlreiche Drüschen. Die 4 Segmentalorgane liegen
nicht ganz symmetrisch, öffnen sich jedoch immer auf
der Oberfläche des 6. Segmentes; den wimpernden, mit
der Leibeshöhle durch einen Trichter in Verbindung stehen-
den Abschnitt fasst der Autor als Respirationsorgan, die
anderen als Excretionsorgan auf. Das im Kopftheil pul-
sirende Rücken- und Bauchgefäss stehen durch Schlingen
in den 5 ersten Segmenten in Verbindung ; die klare Blut-
flüssigkeit enthält ovale, körnchenreiche Zellen. Im 8.— 10.
Segment liegen die Hoden, im 12. — 14. die Ovarien, im 11.
der umstülpbare Penis, dessen hinterer Theil sich in einen
gegabelten Gang fortsetzt, der durch einen Flimmertrichter
in den Hoden sich öffnet; die vesicula copulatrix (uterus
von Odier) ist bei Br. parasita gross und weit, bei Br.
astaci klein und gekrümmt. Zum Schluss folgen einige An-
gaben über die Entwicklung und die Eier.
C. K. Hoffmann's ^^Untersuchungen über den
Bau und Entwicklung der Hirudineen^^ erstrecken
sich in ihrem anatomischen Theil auf das Nervensystem
von Pontobdella, Clepsine, Haemopis, Hirudo und Nephelis.
Die Commissuren des Bauchstranges bestehen aus 3 Ner-
venstämmen, 2 grösseren und einem diesen dorsal anliegenden
kleineren. Nach dem Eintritt in die 23 Ganglien von
Pontobdella, wo sie dorsal liegen, verschmelzen sie im Gang-
lion zu einem von Bindegewebe umhüllten Strang; von letz-
terem treten 6 Scheidewände zwischen die Ganglienzellen ab
und geben für diese ein reticuläres Stützgewebe; in den Gang-
lien sind alle Zellen, deren Grösse variirt, unipolar, ihrenFort-
satz nach dem Nervenstrang richtend; die Leydig'sche
Punktsubstanz ist Bindegewebe. Zwischen den Nerven-
fasern der Commissuren und den von den Ganglienzellen
stammenden findet eine Kreuzung statt, auch treten letztere
in die Commissuren ein; aus jedem Ganglion entspringt
ein dorsal und ein ventral laufender Seitennerv, welche
an den Stellen, wo sie sich zu verzweigen beginnen, einen
Belag von Ganglienzellen haben. Die sogenannten „seit-
in d. Naturgesch. der niede'?n Thiere während d. J. 1880 u. 1881. 519
liehen Ganglien" von Pontobdella sind an der Ursprungs-
stelle der Seitennerven liegende, riesige Ganglienzellen.
Im Bau weicht das Analganglion etwas ab. Der Schlund-
ring, Gehirn, besteht aus oberer und unterer Gehirnportion;
erstere enthält dorsal fast nur Nervenfasern, erst an den
Seitentheilen treten Ganglienzellen auf, und häufen sich
ganz besonders in der unteren Hirnportion. Clepsine ist
im Nervensystem sehr ähnlich gebaut. Was über das
Nervensystem von Haemopis, Hirudo und Nephelis gesagt
wird, stimmt fast ganz mit den bekannten Angaben von
Leydig, Hermann und H. Schultze; in den Ganglien von
Hirudo sollen nach HofiPmann nur unipolare Zellen vor-
kommen, auch hat der Autor die von Hermann beschrie-
benen kleinen, multipolaren Ganglienzellen in den Gang-
lien nicht gefunden. (Natuurk. Verhandel. d. Hollandsche
Maatschappij der Wetensch. 3 Verz. Deel IV. 1 St. Haar-
lem 1880. p. 1—26. tab. I-VII.)
E. Ray Lankester beschreibt den feineren Bau
der Epidermis beim Blutegel: sie besteht aus der
von Drtisenausführungsgängen durchbohrten Cuticula, einer
darüber gelegenen Schicht cylinderförmiger Zellen, deren
peripheres Ende verbreitert ist, und Drüsenzellen. Zwischen
den Epidermiszellen dringen Blutgefässschlingen und Pig-
ment ein und unterhalten die Hautathmung. (Quart. Journ.
of micr. sc. vol. XX. 1880. p. 303—306. 1 pl.)
In einer folgenden Abhandlung nennt derselbe
;,skeletotrophisc hes Gewebe" eine natürliche Gruppe
von Gewebe, welche enthält 1. „Skeletalgewebe" (fibril-
läres und adenoides Bindegewebe, Fett-, Knochen- und
Knorpelgewebe), 2. „Vasifactivgewebe" (Capillaren und
embryonale Blutzellen), 3. „Haemolymphe" (rothe und weisse
Blutzellen); je nachdem nun die weitere Metamorphose der
Zellen auf der Oberfläche oder in der Zellsubstanz statt-
findet, spricht er von ectoplastischem oder entopla-
stischem Gewebe (z. B. Knorpel, Fett). Beim Blut-
egel findet man ectoplastic connective jelly, ähnlich
gebaut wie das Gewebe im Nabelstrang (entoplastic c. j.
kommt bei Mollusken vor) und entoplastisches, skeletotro-
phisches Gewebe, das „vasofibröses Gewebe" genannt
520 Braun u. v. Linstow: Bericht übi d. wissensch. Leistungen
wird. Ersteres findet sich besonders zwischen Haut und
Darmkanal, letzteres in Form eines von braunen Strängen
gebildeten Netzwerkes auf der Oberfläche der Segmental-
organe, der Hoden und des Darmes, welches mit den
Enden der Blutgefässe in Verbindung steht. Die ebenfalls
hierher gehörigen, bisher als Leber bezeichneten braunen
Zellhaufen des Darmes, die den Enden der Blutgefässe
in dicken Massen aufsitzen, nennt L. Botryoidalge-
webe. (Quart. Journ. of micr. sc. vol. XX. 1880. p.
307—317. 2 pl. Zool. Anz. 1880. p. 85-90, wo sich auch
Mittheilungen über die Betheiligung der Darmzellen des
Blutegels bei der Verdauung finden.)
A. G. Bourne untersucht die Struktur der Ne-
phridien des Blutegels mit Hilfe verschiedener Rea-
gentien und Methoden; er unterscheidet an jedem Segmen-
talorgan eine Blase, Drüse und den beide verbindenden
Blasengang; die Drüse hat die Form eines Hufeisens,
dessen Schenkel verlängert und fast verwachsen sind,
gleicht also einem plattgedrückten fast geschlossenen Ring,
der in einen Apical-, Haupt-, Hoden- und rücklaufenden
Lappen zerfällt. Die Zellen des Lappens sind gross, von
verästelten Kanälen durchzogen und von Blutgefässen
umsponnen ; die Axe der Lappen, mit Ausnahme des
Hodenlappens, wird von einem weiten, von dicker Cuticula
ausgekleideten Kanal eingenommen, zwischen welchem mit
den Kanälchen der Zellen keine Verbindung gesehen
werden konnte; dieser ist nicht verästelt, entsendet jedoch
in den rücklaufenden Lappen einen Gang. Er geht schliess-
lich in den von einfachem Epithel ausgekleideten Blasen-
gang über, der in die von Capillaren und Mukelfasern
umsponnene Blase mündet; letztere hat Flimm^repithel
und enthält oft nadeiförmige, krystallähnliche Gebilde.
Eine Verbindung des Hauptganges in den Lappen mit der
Leibeshöhle durch einen Trichter existirt nicht. (Quart.
Journ. of micr. Sc. vol. XX. 1880. p. 283—302. 2 pl. Zool.
Anz. 1880. p. 85—90).
A. Lang ist es bei Clepsinen gelungen, die an weni-
gen Stellen erfolgende Einmündung der die Zellen durch-
ziehenden Kanälchen in den Hauptgaug des Segmental-
in d. Naturgesch. der niedern Thiere während d. J. 1880 u. 1881. 521
organes zu finden. (Mitth. d. zool. Stat. Neap. III. Bd.
p. 235.)
Die Mitth. v. Rob. Templeton über Aulostoma
heluo bezieht sich auf Haut und Vertheilung der Augen.
(Ann. of nat. bist. (5) vol. 8. Aug. p. 137—139. 1 pl.)
Nach A. Schneider finden sich im Hoden und
Ovarien von Nephelis, Aulostomum und Hirudo amöboide
Zellen, welche Spermatoblasten und Eier zerstören; letz-
tere gehen auch zum Theil durch fettige Degeneration
zu Grunde. (Zool. Anzeiger 1880. p. 19—21.)
In seinen „vergleichend-toxicologischen Un-
tersuchungen" bespricht C. W. Fr. Krukenberg
zuerst die Einwirkung von Chloroform oder Aether auf
Blutegel: Aufenthalt von 40 Minuten in mit Chloroform-
oder Aetherdampf gesättigter Atmosphäre verursacht Starre
und Unerregbarkeit der Muskeln ; wurde ein Blutegel durch
eine Ligatur in zwei Stücke getheilt, und das eine derselben
in Chloroform- oder Aetherwasser getaucht, so trat in die-
sem Theil bald Starre und Unerregbarkeit der Muskeln
auf, während der andere Theil normal funktionirte ; wurde
der mittlere Theil eines Egels abgebunden und dem Chloro-
formwasser ausgesetzt, so geschah dasselbe; in reinem
Wasser erholten sich die unbeweglichen Theile bald, wenn
die Einwirkung nicht bis zur Abtödtung der Ganglien
anhielt. Auffallender Weise wirkt nach Krukenberg
Atropin auf die Muskeln der Egel wie Chloroform und
Aether, dagegen wirken Kampher, Strychnin, Morphin und
Coffein, ferner Kupfervitriol und Sublimat auf das Nerven-
system und erst nach längerer Einwirkung auf die Mus-
keln; Curare wirkt auf nervöse Apparate der Peripherie,
wahrscheinlich auf die motorischen Nervenendapparate,
Veratrin in sehr geringen Dosen auf die Empfindungs-
centren. (Vergl. phys. Studien 1. Heft Heidelberg 1880.
p. 82-116.)
Gegen diese Angaben wendet sich Luchsinger,
der mit Guillebau die Einwirkung von Morphin, Strych-
nin und Kalisalzen auf den Blutegel untersuchte und
dabei zuerst, manchmal ausschliesslich eine Lähmung der
gangliösen Apparate auftreten sah. (Mitth. der naturf.
522 Braun u. v. Linstow: Bericht üb. d. wissensch. Leistungen
Ges. in Bern aus dem Jahre 1880. Bern 1881. Stzgsber.
p. 12—14.)
Auch Carl Arnold, der die Wirkung der ver-
schiedensten Gifte auf wirbellose Thiere, namentlich
Insekten prüfte, stimmt nicht ganz mit Krukenberg in
Bezug auf die Wirkung des Atropin auf Blutegel überein;
er konstatirt allerdings eine schwache Wirkung auf die
Muskeln, die hauptsächlichste aber auf das Nervensystem.
(Mitth. nat. Ges. Bern. f. 1880. Bern 1881. Abhandl.
p. 190—192.)
Die Wirkungen der Kälte auf verschiedene wirbel-
lose Thiere untersucht H. Roedel; für Aulostomum gulo
findet er, dass ganz durchfrorene Egel selbst beim vor-
sichtigsten Aufthauen nicht mehr zum Leben zurückkehren;
sind dagegen nur die peripheren Körperschichten gefroren,
so erwacht das Leben wieder; dasselbe gilt für Clepsine
complanata Sav. (Ueber das vitale Temperaturmini-
mum wirbelloser Thiere. Inaug. - Diss. Halle. 1881.
p. 26—28.)
A. Schneider hat die Befruchtungsvorgänge
belHirudineen untersucht; bei allen (Nephelis, Clepsine,
Aulostomum, Hirudo) dringen die Spermatozoen in die in
den Follikeln der Ovarien eingeschlossenen Eier und zwar
stets zu mehreren in den Dotter, eine grössere Zahl
bleibt zwischen Dotterhaut und Dotter liegen und wird,
wenn die Eiweissschicht entsteht, resorbirt; bei Nephelis
macht hierauf das Keimbläschen des Eies noch im Ova-
rium amöboide Bewegungen, auch treten 2 — 3 Sterne auf
und dann wird das Keimbläschen durch dunkle Körner
im Protoplasma verdeckt, während es sich bei Clepsine noch
nachweisen lässt; ein Amphiaster tritt hier wie auch bei
Aulostomum erst später auf. (Zool. Anz. 1880. p. 252—257.)
Derselbe giebt in einer folgenden Mittheilung an,
dass die eingedrungenen Spermatozoen, deren Zahl bei
Aulostomum und Piscicola bis hundert, bei Nephelis
tausend (!? Ref., wenige Zeilen weiter wird von 8 gleich-
zeitig eindringenden Spermatozoen bei Nephelis gesprochen)
entweder unmittelbar in kleine Stücke zerfallen oder resor-
birt werden, nachdem sie sich zu kugelförmigen Zellen mit
in d. Naturgesch. d. niedern Tbiere während d. J. 1880 u. 1881. 523
Kern zusammengezogen haben. Der erste Amphiaster tritt
bei befruchteten wie unbefruchteten Eiern von Aulostomum und
Nephelis auf; selbst in unreife Eier dringen Spermatozoen bei
Piscicola und Aulostomum ein. (Zool. Anz. 1880. p. 426 — 427.)
Wie hier beiläufig bemerkt sein mag, spricht sich E.
Selenka gegen das massenhafte Eindringen der Sper-
matozoen in die Eier der Hirudineen auf Grund eigner
Untersuchungen aus. (Zoolog. Studien. IL Zur Entw. d.
Seeplanarien Leipz. 1881. p. 10.)
Der entwicklungsgeschichtliche Theil der bereits oben
citirten ArbeitHoffmann's beschäftigt sich mit Clep sine;
der Autor stellt selbst einige Angaben seiner früheren Ar-
beit (cf. Jahresbericht pro 1876 — 79 p. 182) zurecht, nähert
sich in Bezug der Entstehung und Umbildung des Keim-
streifens bedeutend den Anschauungen andrer Autoren,
namentlich Whitmann's, ist aber trotz erneuter Studien
an Clepsinen nicht im Stande anzugeben, was man bei
diesen Keimblätter nennen soll, da sich mit Ausnahme der
Epidermis alle Organe aus dem Keimstreifen entwickeln;
wichtig erscheinen vor allem die Mittheilungen über die
Entwicklung der Bauchganglienkette, weil darüber noch
wenig bekannt ist. (Unters, über Bau u. Entw. der Hiru-
dineen 12 Taf. 1. c. 1880. p. 26—28.)
Auf die Anschauungen A. Lang's in Betreff der Be-
ziehungen der Hirudineen besonders der Rüsselegel zu
segmentirten Turbellarien ist schon oben hingewiesen
worden; im coelenterischen Apparat wird eine sehr weit-
gehende Uebereinstimmung, namentlich im Bau des Rüssels
gefunden; aber auch in den übrigen Organen sind mannig-
fache Beziehungen vorhanden, welche nach Lang eine
nähere Verwandtschaft der Rüsselegel mit den Tricladen
rechtfertigen. (Mitth. d. zool. Station zu Neapel III. Bd.
1880. p. 231—242.)
Ueber „Haemopis sanguisuga dans la bouche
des chevaux" berichtet P. Megnin in Ann. de la Soc.
entom. de France (6). T. 1. Trim. 3. Bull. p. XCL
G. M. R. Levinsen beschreibt aus Grönland ein
neues Genus der Hirudineen: Notostomum:
Corpus elongatum, laeve, indistincte annulatum; utrumque
524 Braun u. v. Linstow: Bericht üb. d. wissenscli. Leistungen
acetabulum a corpore valde sejunctum, incisura superiore et in-
feriore in duas partes divisum, quarum margines inter se angulum
obtusum formant; margines acetabuli anterioris seriebus dua"bus vel
tribus papillarum conicarum instructi; fistula suctoria longa per
aperturam in medio margine superiore acetabuli sitam extensilis;
apertura genitalis singula modo visa in parte quarta anteriore
corporis sita; tractus intestinalis non ut in Piscicola parte poste-
riore multo angustiore, dilatationibus obsita, instructus, sed pars
posterior ubique aeque lata, in cameras divisa constrictionibus qua-
ternis instructas; vesiculae testicalares multae dense confertae,
antice sensira minores, in duas series longas a parte tertia poste-
riore corporis usque ad partem posteriorem suctoriae extensae, latera
tractus intestinalis tegentes; ductus deferentes brevissimi; long.
123 mm., lat. 11 mm." N. laeve n. sp. vom Körper von Hippo-
glossus pinguis und Somniosus microcephalus (smaa bridrag til den
grönlandike Fauna. Vidensk. Meddel. fra naturh. Foren, i Kjoben-
haven 1881. 1. p. 133—136. mit Abb.)
Derselbe beschreibt und bildet ab eine neue Art
Piscicola — P. redangulata von den Kiemen von Gadus
sp. aus dem Amurlande (ibid. p. 137 — 140.).
Batracohdella n. g. Viguier: 2 unregelmässig vier-
eckige Augenflecke, Körper abgeplattet, 65—70 Ringe;
auf dem 21. Ring liegt die männl. Geschlechtsöffnung,
Penis klein; weibl. Geschlechtsöffnung zwischen 23. und
24. Ringe gelegen ; hinterer Saugnapf gross ; Farbe mehr
grün als braun, fast ganz undurchsichtig. Grösse schwankt
zwischen 7—24 mm. B. Latastei n. sp. auf Discoglossus
pictus aus Algerien. (Arch. de Zool. exp6r. Tom. VIII.
p. 373—390. 2 Taf.)
F. V. Leydig erwähnt Aulacostomum nigrescens,
Nephelis vulgaris, Piscicola geometra, P. respirans, Clep-
sine complanata, C. bioculata?, C. papulosa? und Bran-
chiobdella parasita und astaci aus dem Main, der Rhön
und der Eifel. (Verh. d. naturh. Ver. d. pr. Rheinl. 38.
Jahrg. 1881. p. 145. 146.)
Entoropneusta. Der bisher den „Würmern'' ange-
reihte Balanoglossus wird von El. Metschnikoff wegen
seiner Organisationsverhältnisse und der Larvenform, deren
Aehnlichkeit mit Echinodermenlarven überall zugegeben
wird, mit den Echinodermen zu einem neuen Typus, dem
der Ambulacralia vereinigt, in welchem er zwei Subtypen,
in d. Naturgesch. der niedern Thiero während d. J. 1880 u. 1881. 525
die Radiata s. Ecliinodermata und die Bilateralia oder
Enteropneusta unterscheidet. (Zool. Anz. 1881 p. 189— 142
p. 153-157.)
Echinoderiden. W. Reinhard hat in Odessa Ge-
legenheit, diese in ihrer Stellung noch zweifelhaften Formen
zu studiren; er findet bei Echinoderes unter der Ober-
haut eine Zellschicht den Längsmuskelbändern anliegen,
deutet das von Greeff als Ganglion angesprochene Organ
als vier im Grund des Rüssels mündende Drüsenschläuche
und schliesst sich Metschnikoff in der Deutung der
von Greeff für Hoden aufgefassten Organe als Ovarien an;
Hoden wie Ovarien münden am Hinterende; die Exkre-
tionsorgane sind ein Paar im 9. Segment jederseits ge-
legener Säcke, die sich in ein in das folgende Segment
eintretendes, wimperndes Canälchen fortsetzen, welches
auf der Rückenseite ausmündet. Zu gleicher Zeit werden
als neu aus der Umgebung von Odessa beschrieben: Ech.
dentatuSj ponticus, pellucidus, parvulns und spinosus, sowie
zwei neue Arten von Des mos co lex, nämlich D. Greeffii
und medius. (Zool. Anz. 1881 p. 588—592.)
Chaetosomidae: lieber eine grönländische Chaetosoma-
Art, Ch. gronlandica n. sp. berichtet G. M. R. Levinsen;
sie zeichnet sich von den bisher beschriebenen durch das
Vorkommen einer dritten Stäbchenreihe aus, Länge 1,5 mm.
(Vidensk. Meddelelser f. naturh. foren. i Kjobenh. 1881.
p. 132.)
Chaetognathi. Eine sehr ausführliche Monographie
über „die Chaetognathen" liefert 0. Hertwig; die
Epidermis besteht aus einem mehrschichtigen Plattenepithel,
welches einer homogenen „Stützlamelle*' aufsitzt; als mo-
dificirte Theile des Epidermis sind die Stützplatten, Stacheln
und Greifhaken des Kopfes so wie die mit einer Stütz-
gallerte versehenen Flossen zu bezeichnen; bei Spadella
cephaloptera, die sich mit der Ventralseite des hintern
Körpertheiles an fremde Gegenstände festsetzen kann,
kommen hier in der Haut eigenthümliche Drüsenzellen vor,
die wohl mit ihrer höckrigen Oberfläche das Festhaften
vermitteln. Am ganzen Körper finden sich mit Tastborsten
besetzte Hügel zerstreut, die bei verschiedenen Arten Mo-
526 Braun u. v. Linstow: Bericht üb. d. wissensch. Leistungen
difikationen erleiden ; die beiden am Kopf stehenden Augen
erweisen sich als aus drei Ocellen zusammengesetzt, da in
jedem Auge sich drei Linsen finden und jede dieser von
einer Retina umgeben ist; ein in der Nähe der Augen
liegender, manchmal sich auf einen grossen Theil des
Rumpfes ausdehnender, aus feinen Cylinderzellen gebildeter
Epithelstreif, der zarte, lange Cilien trägt, zu dem zwei
starke Nerven herantreten, wird als Geruchsorgan gedeutet.
Das besonders von Sagitta hexaptera studirte Nervensystem
besteht aus einem ectodermalen und einem mesodermalen
Theil; ersterer wird aus dem oberen Schlund und Bauch-
ganglion, den peripheren Nerven mit ihrem Plexus gebildet;
das sechsseitige Schlundganglion entsendet 5 Paar Nerven;
2 vordere motorische Nerven, 2 Commissuren zum Bauch-
ganglion, 2 sensible Nerven für die Haut des Vorderkopfes,
2 Nn. optici und 2 Nn. olfactorii; von dem grösseren in
der Mitte des Rumpfsegmentes und zw^ar in der Epidermis
gelegenen Bauchganglion entspringen vorn die Commissuren
zum Schlundganglion, an den Seiten 10 — 12 für den vorderen,
mittleren und hinteren Theil des Körpers bestimmte Nerven
und hinten 2 nach hinten verlaufende Stämme, welche mit
ihren Aesten sich in der mannigfachsten Weise durchkreuzen
und verflechten und in diesem Endplexus auch Ganglien-
zellen führen; auch von den Commissuren verbreiten sich
Fasern im vorderen Drittel des Rumpfsegmentes. Die beiden
vorderen motorischen Nerven biegen sich vorn am Kopf in
das Mesoderm ein und schwellen zu den seitlichen die
Kopfmuskeln innervirenden Kopfganglien an, neben denen
sich noch zwei Paar sehr kleine Ganglien finden; vielleicht
— doch nicht sicher — gehen die Aeste von diesen Gang-
lien zur Körpermuskulatur, während der Plexus von den
peripheren Nerven des Bauchganglions vielleicht rein sen-
sibel ist. Die Muskeln, deren Anordnung im Kopf etwas
complicirt ist, bestehen aus an beiden Enden sich zuspitzen-
den Blättern, die jedoch trotz der Querstreifung den Muskeln
der Coelenteraten am nächsten stehen. Die Beschreibung
des Darms liefert wenig Neues. Die langgestreckten Ova-
rien bestehen aus dem am Mesenterium verlaufenden Ovi-
duct und dem Eischlauch; beide sind von einer Membran
in d. Naturgesch. der niedern Thiere während d. J. 1880 u. 1881. 527
umkleidet; in dem Eischlauch trifft man ein rinnenförmiges
Keimlager, dann in der Conkavität desselben eine Anzahl
reifender Eier und endlich in einer Reihe die grossen,
reifen Eier; zwischen der Höhlung des Eischlauches und
dem Ovidukt, der meist Spermatozoen enthält und wohl
als Samentasche funktionirt, besteht keine auf Schnitten
nachweisbare Verbindung, so dass man annehmen muss,
es gelangen die reifen Eier nur am Ende des Eischlauches
durch den Druck der nachfolgenden in den Endabschnitt
des Oviduktes. Von den strangförmigen Hoden lösen sich
unreife Spermatoblasten ab und fallen in die Höhlen des
Schwanzsegmentes, wo sie weiter sich entwickeln; die
Spermatozoen sind sehr lang und fein, bei Spadella cepha-
loptera quergestreift. Sie gelangen durch einen seitlich
am Körper verlaufenden Kanal, der mit flimmernder Mün-
dung beginnt, in die am Schwanzsegment jederseits ge-
legenen Samenblasen und von da nach aussen. Die Leibes-
höhle wird durch zwei Querscheidewände in eine Kopf-,
Eumpf- und Schwanzhöhle geschieden, womit auch der
Körper als aus Kopf-, Rumpf- und Schwanzsegment be-
stehend betrachtet werden kann. Die entwicklungsgeschicht-
lichen Mittheilungen über Sagitta bestätigen und erweitern
die Angaben von Kowalewsky und Bütschli; nach der
„typischen Gastrulabildung" vergrössern sich zwei Zellen
des Entoderms und rücken allmählich in die Urdarmhöhle,
wo sie sich theilen, es sind die Urgeschlechtszellen, von
denen zwei die Anlagen der Ovarien, zwei die der Hoden
geben; die Falten des Entoderms, welche die Urdarmhöhle
in die Leibes- und Darmhöhle trennen, entstehen von der
aboralen und ventralen Wand des Urdarms. Schlund- und
Bauchganglion, wie Sinnesorgane sind ectodermalen Ur-
sprungs, Muskeln wie mesodermale Ganglien scheinen Me-
sodermgebilde zu sein. Der Darmkanal der freischwimmen-
den Larve, deren Flossen ohne Betheiligung des Mesoderms
nur vom Ektoderm gebildet wurden, reicht bis in den
Schwanz, der Schwanzdarm bleibt jedoch solid und wird
wie bei Wirbelthierembryonen resorbirt. (Jen. Zeitschr.
f. Naturwiss. XIV. Bd. N. F. 7. Bd. 1880. p. 196-312, mit
528 Braun u. v. Linstow: Bericht üb. d. wissensch. Leistungen
6 Taf.; ferner Sitzgsbr. der Jen. Naturf. Ges. ibidem Suppl.
p. 7—11 und p. 38—41.)
lieber die systematische Stellung der Chaetognathen
spricht sich 0. Hertwig in seiner Monographie nicht be-
stimmt aus, betont jedoch die Beziehungen zu — nament-
lich niedrig organisirten — Anneliden; doch geschieht dies
in der „Coelemtheorie", wo, wie bereits erwähnt, die Chae-
tognathen mit den Nematoden, Brachiopoden, Anneliden,
Gephyreen, Enteropneusten und Tunicaten die erste Gruppe
der Enterocoelier, die Coelhelminthen bilden, deren Leibes-
höhle wie bei Echinodermen, Arthropoden und Vertebraten,
den anderen Gruppen der Enterocoelier, von der Urdarm-
höhle abstammen soll. (Jen. Zeitsch. f. Naturg. XV. Bd.
1. Hft. 1881.)
Einen besonderen Abschnitt der Monographie (p. 254 —
270) widmet 0. Hertwig dem „System der Chaetognathen",
in welchem alle bekannten Arten beschrieben werden:
I. Genus Sagitta Slabber.
Unpaare Schwanzflosse, 2 Paar Seitenflossen;
1. S. hexaptera d'Orb. \
2. — lyra Krohn y
3. — magna Langerh. [ 3— 7 cm lang.
4. — tricuspidata Kent. j
5. — bipunctata Quoy and Gaim. K ^^
6. — serratodentata Krohn. j ^^'
Arten, deren Original-
beschreibungnicht ein-
8. - pontica Ulj. ^ gesehenwerdenkonnte.
9. — diptera d'Orb. )
10. - triptera d'Orb. | ^^^sichere Arten.
II. Genus Spadella Langerh.
Unpaare Schwanzflosse, 1 Paar Seitenflossen.
1. Sp. cephaloptera Busch.
2. — draco Krohn.
4. — hamata Moeb.
Abgebildet sind bei Hertwig von Sagitta Art 1 — 6
und die drei Spadellaarten.
Die Arbeit von G. B. Grassi: lutorno ai Chetognathi
7. — Mariana Lewes.
in d. Naturgesch. der niedern Thiere während d. J. 1880 u. 1881. 529
in Rendic. del R. Instituto Lombardo (2) vol. 5 fasc. 6
15 pag. ist Ref. nicht zugänglich; es werden drei neue
Arten beschrieben.
B. Ul janin theilt eine Diagnose seiner Sagitta pon-
tica, welche zu der Gattung Spadella gehört, mit (Zool.
Anz. 188(1 p. 588); demgemäss ist das obige Verzeichniss
Hertwig's zu modificiren.
3. Untozoen
von Dr. v. Linstow.
Allgemeines. In seiner vergleichenden Embryologie
behandelt Balfour zuerst die Bildung von Ei- und Samen-
zelle, dann die Reifung und Befruchtung des Eies, die
Furchung im Allgemeinen und speciell die Embryonen
der Platyhelminthen ^pag. 156—180 der englischen, pag.
182—212 der deutschen Ausgabe), der Nemathelminthen
und Acanthocephalen (pag. 307—315 resp. pag. 352—362).
Verf liefert eine interessante Uebersicht über die Embryo-
nalbildung des gesammten Thierreichs, die auch für die
Helminthologie durch die Kennzeichnung des Verhältnisses
zu der der verwandten Thierfamilien wichtig ist, beson-
ders für die Helminthen aber nichts neues bietet. Wenn
Verf. angiebt, dass der Entwicklungsgang von Holostomum
noch unermittelt sei, so ist ihm des Ref. Beschreibung
der Entwicklung des Embryo's von Holostomum cornuco-
piae entgangen, welcher (im Arch. f. Nat. 1877 S. 195 tab.
XIV Fig. 30) beschrieben und abgebildet ist mit Flimmer-
kleid, Augenflecken und Wimpertrichtern und seinen Te-
tracotyle- artigen vorderen Hülfssaugnäpfen. Die Entwick-
Herrn Professor v. Martens und Herrn Dr. Braun sage ich
für ihre mir bei dieser Arbeit so vielfach geleistete Hülfe meinen
verbindlichsten Dank.
Archiv für Naturg. XXXXVII. Jahrg. 2. Bd, JJ
530 Braun u. v. Linstow: Bericht üb. d. wissensch. Leistungen
luDg von Polystomum integerrimum und Diplozoon para-
doxum nach Zeller wird etwas ausführlicher besprochen,
für Gyrodactylus elegans wird die Einschachtelung meh-
rerer Embryonen in einander festgehalten. Nicht richtig ist
es, wenn Verf. angiebt, bei den Cestodenformen mit
fester Eischale finde die Entwicklung statt, nachdem das
Ei ins Wasser abgelegt sei ; fast alle Tänien liefern hierzu
den Gegenbeweis; wenn der Blasen wurm mit der Sporo-
cyste der Trematoden verglichen wird, so ist dieser Ver-
gleich wohl lediglich bei Echinococcus und Coenurus eini-
germassen zutreffend, und wenn Verf. den sogen. Kopf
des Cysticercus im eingestülpten Zustande entstehen lässt,
so beruft er sich hierbei nicht auf eigene Untersuchungen.
Der Ausdruck „Scolex" wird bei den Cysticerken für
„Kopf und Eumpf ' mit Ausschluss der Schwanzblase an-
gewandt, so dass man bei der entwickelten Tänie alsdann
von einem Scolex nicht mehr sprechen könnte. Die Ver-
muthung, dass Ascaris lumbricoides sich ohne Zwischen-
wirth entwickelt, ist in der Entwicklungsgeschichte ande-
rer Ascaris-Arten nicht begründet, auch ist der Entwick-
lungsgang der Gattungen Ascaris und Strongylus nicht
richtig wiedergegeben, und wenn alle Acanthocephalen
für vivipar erklärt werden, so ist das auch ein Irrthum.
(Der Verfasser ist im Juli 1882 durch einen Sturz von
der Aiguille blanche am Montblanc ums Leben gekommen.)
F. M. JBalfour's Treatise on comparative emhryologie, Lon-
don 1880^ vol. I. Deutsch: Handbuch der vergleichenden
Emhryologie, ühers, v. JB. Vetter, Bd. i, Jena 1880.
Der Gegenstand sehr eingehender Untersuchungen
ist das Excretionsgefässsystem der Plattwürmer gewesen.
Die Wimpertrichter, welche Thiry (1860) bei Cerearia
macrocerca und Bütschli (1879) bei Cerearia armata, wahr-
scheinlich auch Walter bei Distomum hepaticum und lan-
ceolatum fanden, sind von Fraipont bei einer so grossen
Zahl von Platyhelminthen nachgewiesen, dass man ihr Vor-
kommen ein ganz allgemeines nennen kann; mit diesen
Wimpertrichtern steht ein Cölom in Verbindung und ent-
springt von ihnen ein feines System unverzweigter Canäle,
welche sich gruppenweise an die bekannten grossen Insel-
in d. Naturgesch. der niedern Thiere während d. J. 1880 u. 1881. 531
bildenden, vielfach unter einander anastomosirenden Längs-
gefässe inseriren. In die Räume, welche die Trichter um-
geben, strahlen kleine Canälchen aus, welche von den
Bindegewebszellen begrenzt werden. Gefunden wurden die
Organe bei Distomum squamula. D. appendiculatum, D.
hepaticum, T). divergens, einem D. aus Trigla gurnardus,
Polystomum integerrimum, Octobothrium lanceolatum, Di-
plozoonparadoxum, Caryophyllaeusmutabilis, Taeniaserrata,
echinococcus, cucumerina, Bothriocephalus infundibulifor-
mis, rugosus, punctatus, Triaenophorus nodulosus, Scolex
Trygonis pastinacae, Tetrarhynchus tenuis. Bei Scolex
Trygonis pastinacae und Bothriocephalus punctatus existiren
an den Seitenwänden des Körpers Ausmündungen des
grossen Excretionsgefässsystems. Die Wimpertrichter (enton-
noirs cilies) sind cylindrische kleine Räume, in denen ein
beständig schwingendes Wimperläppchen eingeschlossen
ist; die von ihnen ausgehenden feinen Canälchen münden
bei Distomum squamula in die grossen Getässe in drei
Gruppen und bilden dicht vor der Mündung Anastomosen
unter einander, während des ganzen übrigen Verlaufes
aber sind sie, wie schon bemerkt, unverzweigt. Am
äusseren Ende haben die Trichter eine Art Deckelzelle
(chapeau); der grösste Theil ihres Innenraums ist von
dem Wimperläppchen ausgefüllt und seitlich findet sich
ein ovales Fenster, durch welches das Innere mit dem
Cölom (Systeme des espaces lacunaires), welches durch
Gewebslücken dargestellt wird, in Verbindung steht. Bei
Diplostomum volvens bilden die Kalkkörperchen die Aus-
gangspunkte des grossen Excretionsgefässsystems, die als
Analoga der Nieren anzusehen sind und aus Kalksalzen
und Guanin bestehen. Bei Caryophyllaeus mutabilis wird
an dem grossen Excretionsgefässsystem eine dreifache
Gruppirung unterschieden, nämlich ein oberflächliches
Gefässnetz, ein mittleres aus aufsteigenden und ein inneres
aus absteigenden Canälen bestehend ; das hier neu gefun-
dene feine, von den Wimpertrichtern entspringende Canal-
system ergiesst seinen Inhalt in das oberflächliche Ge-
fässnetz. Die grossen Gefässe münden in eine Schwanz-
blase, welche nach aussen führt. Bei Distomum divergens
1
532 Braun u. v. Linstow: Bericht üb. d. wissensch. Leistungen
entspringt jedes der feinen Gefässe aus zwei solcher Wim-
pertrichter, und da, wo die grossen Gefässe in die Schwanz-
biase münden, sind deren Innenwände eine Strecke mit
feinen Flimmern dicht besetzt; im Ganzen findet man bei
dieser Art 14 solcher Trichterpaare. Die sich seitlich
nach aussen öffnenden Zw^eige der absteigenden Canäle,
welche die Cuticula durchsetzen, und ausser bei den ge-
nannten Formen auch bei Tetrarhynchus tenuis gefunden
wurden, werden Foramina secundaria genannt. Somit
stellt Verf. den allgemeinen Satz auf, dass bei den Trema-
toden und Cestoden ein Excretionsgefässsystem besteht,
das durch eine Schwanzblase nach aussen mündet; von
dieser gehen grosse Gefässe ab, die sich durch den ganzen
Körper erstrecken ; in letztere mündet ein kleines Gefäss-
system, das an seinen Endpunkten durch kleine Wimper-
läppchen enthaltende Trichter mit einem Systeme lympha-
tique lacunaire in Verbindung steht. In einer Schluss-
bemerkung wendet sich Verf. gegen Pintner und sagt,
dieser sehe die Wimpertrichter geschlossen, so dass sie
nicht mit den Lymphräumen communiciren und derselbe
leugne dieses Lymphgefässsystem überhaupt; auch die
Foramina secundaria leugne er, und macht übrigens Verf.
Pintner gegenüber seine Prioritätsansprüche geltend.
Die Segmentorgane der Cestoden sind nicht denen der
Anneliden zu vergleichen, sondern der Kopfniere dieser
letzteren sowie der Gephyreen und Mollusken als homolog
zu erachten. J. Fraipont, Appareil excreteur des Trema-
todes et des Cestoides, Bull. Äcad. Beige XLIX pag. 397—
402, L pag. 106 — 107, 265 — 270; Recherches sur V appareil
excreteur des Trematodes et des Cestoides, Ärch. de Biolog.
t.Ipag.415— 456, pL XVIII— XIX; {suite): Ärch. de Biolog.
t. II, 1881, pag. 1—40, pl. I—II; Ärch. zool. experim. t.
9 pag. VII -X, XXII— XXIV; Journ. R. Microscop. Soc.
vol. I pag. 602—604, 741—742; L'appareil urinaine des
" Trematodes et Cestodes, Conference faite ä la Soc. Beige de
Microscop. dans la seance du 27. Nov. 1880, pag. XXXI—
XLII; Bullet, de la Soc. Beige de Microscop. seance du
30. Octobre 1880.
Piutner hat denselben Gegenstand bei den Cestoden
in d. Naturgesch. der niedern Thiere während d. J. 1880 u. 1881. 533
untersucht und ist dabei, wie die Bemerkung Fraipont's
andeutet, zu etwas anderen Resultaten gekommen. Nach
ihm liegen die Wimperzellen in einer Zone des Körpers,
die zwischen dem Epithel und dem Parenchym sich befin-
det und sind die capillären Verbindungen zwischen ihnen
und den grossen Gefässstämmen sehr lang. Letztere durch-
setzen den ganzen Körper und scheint der ursprüngliche
Typus der einer einfachen Schlinge zu sein mit einem
dorsalen und einem ventralen Aste, welche Neigung zur
Anastomosen-Bildung hat. Bei Taenia, Tetrabothrium und
Tetrarhynchus laufen 4 Längsstämme durch die Glieder-
kette, bei Bothriocephalus, Caryophyllaeus und Ligula 10—
24; sie münden hinten in eine contractile Schwanzblase;
die dorsal gelegenen Stämme atrophiren schliesslich. Verf.
bemerkt, Fraipont halte die Fortsätze der Sternzellen,
welche die Geisseizellen schliessen, die sich mit den Fort-
sätzen der Sternzellen des Körperparenchyms verbinden,
für Canälchen, die Geisseizellen selber für Hohlräume.
In der zweiten Arbeit werden in der Einleitung zunächst
die Artcharactere von Acanthobothrium coronatum van Ben.,
Anthobothrium musteli van Ben. und Phyllobothrium gra-
cile Wedl. besprochen und darauf das Wassergefässsystem
einer Untersuchung unterzogen, wobei zunächst constatirt
wird, dass Schneider (Unters, über Plathelminthen, pag. 29)
der erste gewesen ist, welcher die Wimpertrichter richtig
erkannt hat. Die Trichter sind durch eine an ihrem freien
Ende sitzende Geisselzelle vollständig geschlossen; die
Wellenbewegung des Flimmerläppchens ist eine durch die
Trichterwände modificirte Pendelschwingung des ersteren.
Diese Wimpertrichter führen den grossen Längsstämmen
des Wassergefässsystems die auszuscheidende Flüssigkeit
zu und finden sich bei allen Cestoden aller Altersstufen
in allen Körpertheilen, auch im sogen. Kopfe; alle Ca-
pillären beginnen mit solchen Wimpertrichtern und sind
völlig geschlossen, stehen also mit Lacunen des Gewebes
nicht in Verbindung. Die Stämme des Wassergefässsy-
stems sind im Gegensatz zu den Capillären mit doppelt
contourirten Wandungen und einem Epithel versehen und
bilden vielfache Anastomosen. Bei Triaenophorus nodu-
534 Braun u. v. Linstow: Bericht üb. d. wissensch. Leistungen
r
losus finden sich zahlreiche nach aussen mündende Quer-
äste des Wassergefässsystems im Kopf- und Halstheil.
Bei den jüngeren Exemplaren sind die 4 in die Schwanz-
blase einmündenden Längsstämme ziemlich gleich stark,
während bei älteren auf jeder Seite einer weiter als der
andere gleichseitige ist; am hinteren Rande einer jeden
Proglottide sind alle früher anastomosirenden Gefässe
getrennt; in der Stirngegend findet sich eine Queranasto-
mose, welche bei den Tänien gespalten ist und ringförmig
das Rostellum umfasst; wenn keine 4 Längsstämme vor-
handen sind, so beträgt die Zahl, wie bemerkt, 10—24.
Die Längsgefässe münden, wenn die Schwanzblase nicht
mehr vorhanden ist, durch eine der Zahl der Längsstämme
entsprechende Anzahl von Oeffnungen am Hinterrande der
letzten Proglottide nach aussen. Was den Nutzen der
Bewegung des Flimmerlappens betrifft, so meint Verf.
denselben in der Verhinderung von Niederschlägen und
von Verstopfungen zu sehen. Die den Flimmertrichter
abschliessende Zelle und deren Ausläufer sind vollkommen
solid; das lebendige Protoplasma selbst besorgt Weiter-
führung und Ausscheidung der zu secernirenden Säfte;
die Trichterzellen sind also die ausscheidenden Drüsen,
gewissermassen Nieren. Die Plathelminthen haben keine
Leibeshöhle oder Cölom, sie sind Acölomaten. T. Fintner,
Unters, über den JBau des JBandwurmkörpers mit bes. Be-
rücksichtigung der Tetrdbothrien und TetrarJiynchen. Ar-
beiten des ^oolog. Inst, in Wien und der soolog. Station in
Triest, 1880, Band III, pag. 163-242, tab. XIV— XVIII,
auch separat. Journ. B. microsc. Soc. vol. Ipag. 458 — 460. —
Fortssg. ibid. Heft 2, 80 pag. tab. I—V. — Ueber das
Wasser gefässsystem der Bandwürmer, ibid. Band IV, Heft 1,
1881, pag. 121-123.
Mace fand in einem Distomum aus dem Darm von
Vespertilio murinus, das dem Distomum ascidia ähnlich
aber nicht identisch ist, das den Wimpertrichtern analoge
Organ anders als Thirj, Bütschli und Fraipont es beschrie-
ben haben; das Organ ist nur einfach vorhanden, es hat
die Form eines Tönnchens, liegt in der Mittellinie im hin-
teren Körperdrittel unter dem transversalen Dottergang,
in d. Naturgesch. d. niedern Thiere während d. J. 1880 u. 1881. 535
sein Durchmesser ist etwa halb so gross wie der Bauch-
saugnapf und seine an der Bauchseite gelegene Mündung
ist mit einer Reihe langer Flimmern bekleidet; vier Gefässe
gehen von diesem Organ aus. Das Distomum hat bis
kaum zum Bauchsaugnapf reichende Darmschenkel und
die Dotterstöcke liegen im hinteren Theil des Körpers.
E. MacSj Sur une forme nouvelle d'organe segmentaire
ches les Trematodes. Comptes rendus t. 92 pag. 420—421. '
Ann. of. nat. hist. 5. ser. vol. 7. pag. 354 — 355.
Lankester giebt an, bereits früher gezeigt zu haben,
dass das nach aussen mündende Gefässsystem der Platy-
helminthen aus zwei Th eilen besteht, dem Excretionsorgan
oder Nephridium, einem Capillarsystem, das mit dem Cölom
oder der Körperhöhle in Verbindung stehe, und einem
mit dem Porus verbundenen Gefässsystem. Die gewim-
perten Endkörper des Nephridium seien von Bütschli nach-
gewiesen und von Fraipont bestätigt; durch letzteren
Forscher ist Verf. überzeugt, dass die Nephridium-Canäle
feine Gefässe seien und dass das Cölom als Intercellular-
Raum anzusehen sei. Die Unterschiedlichkeit dieses zwie-
fachen Canalsystems sei auch dem Verf. bekannt gewesen
und Fraipont habe die Beschreibung nicht in des Verf.
Sinne aufgefasst.
Gegen diese Darlegung führt van Beneden an, Frai-
pont möchte doch wohl Lankester's Angaben nicht falsch
verstanden haben; auch er hat L.'s Darstellung so aufge-
fasst, als ob das sogen. Wassergefässsystem zugleich als
Nieren und Blut- und Lymphgefässe aufzufassen sei. L.
habe einen Unterschied des appareil urinaire und des
Systeme sanguino-lymphatique nicht gekannt, vielmehr
seien ihm bisher die von Fraipont zuerst gesehenen Maschen-
räume des Lymphgefässsystems unbekannt gewesen; er
habe einen Theil des bekannten Gefässsystems für das
Systeme sanguino-lymphatique gehalten. Dagegen bemerkt
Lankester, schon in einer Veröffentlichung vom Jahre
1873 habe er dargelegt, dass die urinary canals und das
blood-system differencirte Theile von ursprünglich einem
Canalsystem seien; van Beneden müsse mit seinen Schil-
derungen nicht genau bekannt gewesen sein. K R. Lan-
536 Braun u. v. Linstow: ßericlit üb. d. wissensch. Leistungen
hester. On the hody-cavity (coelom) and nepTiridia of Pla-
tyelmia. Zoolog. Anzeiger 1881^ pag. 308—310, 572 — 575.
Journ. B. microscop. Soc. vol. I. pag. 604. E. van Beneden^
Sur Vappareü urinaire et les espaces sanguino-lymphatique
des Piatodes, ibid. pag. 455—459.
0. und ß. Hertwig — Die Cölomtheorie, Jena 1881 —
rechnen die Platyhelminthen den Pseudocöliern zu und ver-
gleichen das als Leibeshöhle gedeutete Lückensystem mit
den lacunären Hohlräumen der Schnecken, insofern diesel-
ben Spalten im Mesenchym sind.
Betreffend die Entwicklungsgeschichte der Helminthen
versucht Megnin die bisher geltenden Anschauungen zu
ändern; wenn derselbe, wie im vorigen Jahresberichte
erwähnt ist, aus einem und demselben Cysticerkus zwei
grundverschiedene Tänien hervorgehen lässt, je nachdem
sie in den Darm eines Fleischfressers oder eines Pflanzen-
fressers gelangen, findet er nun, dass Triaenophorus nodu-
losus alle Entwicklungsstadien im selben Wirth durch-
machen kann. In der Leber des Barsches findet er den
polycephalen Cysticerkus und meint, ein selbständig gewor-
dener Scolex könne sich durch die Leber hindurch seinen
Weg in den Darm des Wohnthiers hinein bohren. Die
hakenlose Form im Peritoneum ist die Ligula nodosa.
Diese Entwicklung wird nur für einzelne Fälle angenommen
und sollen die Larven, nachdem die sie umhüllende Kap-
sel durchbrochen ist, sich entweder durch das Leberparen-
chym hindurchbohren oder durch die erweiterten Gallen-
gänge und durch den Ductus choledochus in den Darm
gelangen, ebenso wie der Cysticercus pisiformis des Hasen
im selben Individuum zur Taenia pectinata werde. Moniez
weist diese Ansicht Megnin's zurück, meint aber, dass
sich die Tänien unter Umständen wohl direct ohne Zwischen-
wirth entwickeln könnten, während Masse dieselbe ganz
verwirft. Wenn Megnin behaupte, dass das Tänienei,
welches in den Muskel, in die Leber gerathe, sich dort
encystire und zum Cysticerkus werde, während es, wenn
es in' den Darm gerathe, ohne Wanderung sofort zum
Bandwurm werde, so sei diese, die ganze bisherige Anschau-
ung der Wissenschaft umstürzende Lehre wohl nicht genü-
in d. Naturgesch. der niedern Thiere während d. J. 1880 u. 1881. 537
gend bewiesen; da nun Meguin ferner bewaffnete und
unbewaffnete Tänien auf denselben Ursprung zurückführe
und die Differenzirung durch die verschiedenen Nährboden
entstehen lasse, in welche sie gerathen, so weist Verf.
auf die Unterschiede zwischen Taenia solium und saginata
hin und zeigt, dass in einzelnen Ländern, wie Russland,
Syrien, Algier, Indien, Abyssinien die Finnenkrankheit
der Rinder und die T. saginata der Menschen in gleicher
Weise häufig sei, während Megnin behauptet, die Finnen-
krankheit der Rinder sei eine künstlich durch Experimente
hervorgerufene Abnormität. Die Beweise Megnin's für
seine Lehre sind die, dass er einmal Echinococcus und
Taenia perfoliata in demselben Pferde gefunden hat, dass
er in der Peritonealhöhle wilder Kaninchen eine unbewaff-
nete Taenia (pectinata) beobachtete, welche der Taenia
serrata identisch sein soll, und dass er umsonst versucht
hat, durch Verfütterung von Gliedern der T. saginata
Rinder finnig zu machen; diese Experimente findet Masse
ungenügend. Ref. meint, dass, wenngleich es a priori
nicht unmöglich erscheint, dass sich eine Tänie ohne
Zwischenwirth entwickelt, doch dieser Modus nicht eher
behauptet werden dürfe, als er durch das Experiment
erwiesen sei; alle Experimente aber beweisen das Gegen-
theil, und wenn man bewaffnete wie unbewaffnete Cysti-
cerken in Menge kennt, deren Anzahl sich mit jedem
Jahre mehrt, wenn ihre Träger immer solche Thiere sind,
die von dem Wirth der Tänie gelegentlich verschlungen
werden, wenn Experimente mit Tänieneiern und mit
Cysticerken immer und immer wieder zu denselben Resul-
taten führen und man die Bildung der erzogenen Thiere
Schritt für Schritt verfolgt hat, so wird man Megnin's
Behauptung vorläufig als unerwiesen und unwahrscheinlich
zurückweisen müssen. P. Megnin^ Sur le developpement du
Tricuspidaria nodulosa ou Triaenopliorus nodulosus et son
Cysticerque. Journ. de VAnat. et FJiys. XVII pag. 419—
426, pl. XXV; Comptes rendus t. 92 pag. 924—926]
Journ. E. microsc. Soc. vol. I pag. 604—605. R. Monier,
Cestodes et Helminthologistes, Revue internation. des Sciences
hiolog. deLanessan, 3 annee Nr. 9, 1. Sept. 1880 pag. 268—
538 Braun u. v. Linstow: BericM üb. d. wissensch. Leistungen
275. Bullet, scientif. du Nord. Nr. 7 pag. 281—291,
Postscript de Giard, ibid. pag. 292 — 293\ ibid. 1880 pag. 233;
Bidlet. Sog. centr. med. vet. Mai 1880 ; Thierarsi 1880 pag.
196. E. Masse, De Vorigine du Tenia inerme, de Vhomme.
Bullet, de VÄssoc. frang. VIII. Paris, pag. 783 — 794.
P. Megnin, Sur la caducite des crochets et du scolex lui-
meme dies les Taenias, Comptes rendus de VAcad. Paris^
90 pag. 715— 717 : Bull. Soc. Zool. Fr. 1880 pag. 117—121;
Journ. de VAnat. et Phys. XVII. pag. 27—44, pl.IV—V.j
Paris 1881.
In letztgenannter Arbeit beobachtet Megnin, dass
einzelne Tänien ihre Haken, ja sogar den ganzen Scolex
verlieren, eine Anschauung, auf welche wir weiter unten
zurückkommen.
Eine Uebersicht der dänischen Helminthen giebt
Krabbe; nach gefälliger brieflicher Mittheilung des Ver-
fassers ist die Arbeit halb populär abgefasst und giebt
eine Uebersicht der wichtigsten Helminthen, soweit diese
in Dänemark vorkommen, enthält aber zoologisch nichts
Neues, auch keine weiteren Aufschlüsse in faunistischer
Beziehung. H. Krabbe, Entosoa in der Zoologia danica
edit. von Sehiödte, Kopenhagen 1881, 34 pag., 3 Tafeln.
Die Schmarotzer im Allgemeinen behandelt Heller
und giebt eine populäre Darstellung der gesammten pflanz-
lichen und thierischen Parasiten. In der Einleitung wird
die Entstehung der Schmarotzer, die durch sie bedingten
Nachtheile, die Thierklassen, denen sie angehören, bespro-
chen. Die Parasiten sind nach ihren Wirthen, besonders
Mensch und Hausthiere, geordnet und giebt die Arbeit
eine dem Stande der Wissenschaft entsprechende gedrängte
Uebersicht über das grosse Gebiet der Parasiten, bietet
aber zoologisch nichts Neues (Nematoden pag. 62—70,
72-101, 135—139, 141-142, 145—146, 148-149, 169-
174; Acanthocephalen pag. 139 — 140; Trematoden pag. 70 —
72,125—129, 142; Cestoden pag. 30-62, 129—135, 146—
148, 155, 193. A. Heller, Die Schmarotzer mit bes. Berüch-
sichtigung der für den Menschen ivichtigen, München und
Leipzig 1880, 248 pag. mit 74 Hohschn. ; aus „Die Natur-
hräfte, 30. Band.
in d. Naturgesch. d. niedern Thiere während d. J. 1880 u. 1881. 539
Die menschlichen Parasiten werden von Dyrenfurth,
Küchenmeister und Zürn, Heller, Krabbe, Stein und Leuckart
behandelt; letztere drei Forscher bearbeiten in den vorlie-
genden Werken nur die Cestoden und finden weiter unten
Erwähnung.
Dyrenfurth's Arbeit war Ref. nicht zugänglich;
vermuthlich ist es eine Uebersetzung der populären Dar-
stellung, die Parasiten des menschlichen Körpers, ihre
Entstehung, Lebensweise und Vertreibung, in: Die Haus-
apotheke, Berlin (ohne Jahreszahl) Heft 36 und 37, 86 pag.
mit 27 Holzschn., die zoologisch nichts Neues bringt.
M. Byrenfurth, de parasiten van het menschelijk lichaam.
Gravenh. 1880.
Küchenmeister und Zürn geben die Schlussliefernug
der zweiten Auflage des bekannten Ktichenmeister'schen
Parasitenw^erkes, in der ersterer besonders die Cestoden
und Trematoden, letzterer die Nematoden und Acanthoce-
phalen behandelt. Den Anfang machen pag. 20 — 256 die
im vorigen Jahresberichte erwähnten Cestoden, dann
folgen pag. 257 — 377 die Trematoden: Monostomum lentis,
Distomum hepaticum, lanceolatum, Buskii, sinense, con-
junctum, heterophyes, haematobium ; Amphistomum hominis,
Tetrasoma renale, Hexathyridium venarum und pinguicola;
die Nematoden, pag. 374 — 486, werden nach Schneider
in Polymyarier, Meromyarier und Holomyarier getheilt,
und werden angeführt: Ascaris lumbricoides, Eustrongylus
gigas, Filaria medinensis, loa, lentis, labialis, hominis oris,
bronchialis, trachealis, sanguinis hominis, Oxyuris vermi-
cularis, Strongylus longevaginatus, duodenalis, Leptodera
stercoralis, intestinalis, Trichina spiralis, Trichocephalus
dispar, Filaria peritonei hominis (pag. 574); Acanthoce-
phalenpag.486— 488: Echinorhynchus gigas = hominis. Die
Therapie der Helminthenkrankheiten wird pag. 487 — 498
besprochen; die photographischen Abbildungen auf den
Tafeln sind sehr wohl gelungen, muthen aber zum Theil
dem Auge zu viel zu, da sie in einem grösseren Maass-
stabe wiedergegeben sein müssten, soweit sie nach Zeich-
nungen gemacht sind. Das Werk giebt eine vollständige
Biologie der menschlichen Parasiten, der feinere Bau der
540 Braun u. v.Linstow: Bericht üb. d. wissensch. Leistunsren
o'
letzteren ist weniger berücksichtigt, was kein Nachtheil
ist, wenn man die Schrift mehr für Mediciner als für Zoo-
logen geschrieben ansieht. Küchenmeister und Zürn, die
Parasiten des Menschen 2. Aufl. 3. (Schluss-) Lieferung,
582 pag. mit vielen in den Text gedr. HoUsch. und 15 Tfln.
in photo graphischer Ausführung. Leipzig s. a.
Heller behandelt die menschlichen Darmparasiten,
von denen 24 Arten angeführt werden, darunter 20 Hel-
minthen: Taenia solium, saginata, cucumerina, nana, fla-
vopunctata, madagascariensis., eine unbestimmte Art, Bothrio-
cephalus latus, cordatus, Distomum crassum, heterophyes,
Ascaris lumbricoides, mystax, maritima, Oxyuris vermicu-
laris, Trichocephalus dispar, Trichina spiralis, Anchylosto-
mum duodenale, Rhabditis stercoralis, Echinorhynchus
gigas.
Die Häufigkeit des Vorkommens in Bezug auf das
Lebensalter der Parasitenträger ist bisher noch nicht ge-
hörig constatirt; so ist die Annahme, dass Kinder häufiger
an Ascariden leiden als Erwachsene, nicht allgemein rich-
tig, da von einzelnen Kliniken das Gegentheil berichtet
wird. Verf. giebt einen geschichtlichen Ueberblick über
die Kenntniss der Darmschmarotzer, bespricht die Aetio-
logie, Pathologie, Symptomatologie, Diagnose, Prophylaxe
und Therapie der durch sie verursachten Leiden und die
Anatomie und Lebensgeschichte der Parasiten selbst. Die
künstlichen Fütterungsversuche werden mit ihren Resul-
taten theils summarisch, theils als neue mitgetheilt, so
u. A. eine Beobachtung, nach der ein Phthisiker 25 frische
Schweinefinnen verschluckte und 14 Tage nachher bei der
Section 14 Exemplare von Taenia solium gefunden wurden,
darunter eins mit 6 Saugnäpfen und 28 Haken; bei den
Embryonen von Taenia saginata werden einzelne mit 12,
16 und selbst 32 Häkchen gefunden und wird ein Fall von
Coexistenz von Taenia solium und Cysticercus cellulosae
berichtet. Merkwürdig ist ferner das Vorkommen eines
Cysticercus cellulosae frei in einem Aneurysma aussen an
der Arteria vertebralis und das eines traubigen Cysticercus
(C. racemosus) im Gehirn des Menschen. Die noch unbe-
stimmte, neue Tänie im Erlanger pathologischen Institut
in d. Naturgesch. der niedern Thiere während d. J. 1880 u. 1881. 541
Stammt aus einem Kiude. Die geographische Verbreitung
der Parasiten wird gebührend berücksichtigt und erwähnt
Verf. die Beobachtung von Miram und Huber, nach der
ein scharfer Stoff in Ascaris lumbricoides vorhanden ist
und constatirt, niemals Reizung der Darmschleimhaut durch
diesen Parasiten bemerkt zu haben; vorhanden ist aber
ein solcher Stoff, der vielleicht vielen oder gar allen As-
cariden eigen ist, denn Ref. bekam noch kürzlich nach
der Betrachtung aufgeschnittener Exemplare von Ascaris
ensicaudata regelmässig eine intensive Conjunctivitis, die
nach einigen Stunden wieder verschwand. Ä. Heller, die
Bamischmarotzer in v. Ziemssen, Handb. d. speciellen Pa-
tJwlogie und Therapie, VII. Band, 2. Hälfte, Leipzig 1878,
pag. 875—690, mit 57 Hohschn.
Ref. bringt die Beschreibung bekannter und neuer
Nematoden, Trematoden und Cestoden, welche unten an-
gezogen werden. 0. v. Linstoiv, helminthölogische Unter-
suchungen, Arch. für Natur gesch. Bd. XL VI pg. 41— 54^
tah. IIL
Einige Seltsamkeiten werden von Lockwood ange-
geführt, der ausser einigen abentheuerlichen, nicht hier-
hergehörigen Funden erwähnt, eine Mermis in einem
Apfel und Taenia solium in einem Brunnen gefunden zu
haben. S. Lochvood, Abnormal entozoa in man. Virginia
medical monthly. vol. V, 1881, pag. 851—856.
Krabbe's Angaben über die Helminthen des Pferdes
sind bereits im vorigen Berichte erwähnt; H. Krabbe, ün-
dersögelser angaande Forehomsten af Indvoldsorme i Hestens
Tarmhanal, Overs. Dan. Vidensh. Selsk. Forhandl. 1880
pag. 33—40'., Ann. of nat. hist. 5 ser. vol. VI pag. 96 — 96.
Eine Mittheilung über Pilzparasiten der Helminthen
macht Mouiez, der in Taenia expansa und denticulata
Psorospermien fand, die in erstaunlicher Menge das ganze
Körpergewebe durchsetzten; ebenso fand er encystirte Pso-
rospermien in Echinorhynchus proteus, die F. 0. Müller
für junge Echinorhynchen genommen hat; nach Leuckart
handelt es sich hier nicht um Psorospermien, sondern um
Micrococcen (Panhistophyton). B. Monier, Note sur les Pa-
542 Braun u. v. Linstow: Bericht üb. d wissensch. Leistungen
rasites des Helminthes, Bullet, scentif. du Depart du Nord
2 ser. 2 annee No. 8 und 9 pag. 304.
In dem aus einem Schlachthause in Nancy stammen-
den Rindfleisch findet Poincare cylindrisclie Schläuche,
0,28 mm lang, 0,05 mm breit im Durchschnitt, mit gerade
und bogenförmig verlaufenden Querlinien, die an der
Aussenseite mitunter einen Wimperbesatz hatten und in
denen Verf. Helminthen-Embryonen vermuthet, die vielleicht
zur Entwicklungsphase von Taenia saginata gehören. Die-
selben Gebilde werden in mit Cysticerken besetzten
Schweinemuskeln gefunden und stand oft ihre Menge in
umgekehrtem Verhältniss zur Zahl der letzteren. Die
einschliessenden Muskelfasern waren unverändert und auch
hier waren die Aussenwände der Körper oft mit Cilien
besetzt; auch hier werden die Körper für eine frühe Ent-
wicklungsphase der Cysticerken (C. cellulosae) gehalten.
Da man die Entwicklung der Cysticerken von Stufe zu
Stufe genau verfolgt hat, so ist diese Deutung der Schläuche
wohl kaum zu billigen, die Abbildungen machen es aber
zweifellos, dass es sich um Miescher'sche oder Rainey'sche
Psorospermienschläuche (Pseudonavicellen) handelt, die
bei Schweinen, Schafen, Rindern, Pferden, Ratten so häufig
gefunden werden; die Cuticula löst sich vielfach in einen
Stäbchenbesatz auf und ist die unrichtige Deutung als Ent-
wicklungsstadien der Finnen schon früher (Rainey) ge-
macht und berichtigt. M. PoincarSj Sur une alteration par-
üciäiere de la viande de houcherie^ Comptes rendus t. 91,
Paris 1880^ pag. 177 — 179 : Bur les embryons acco^npagnant
les Cysticerques dans la viande duForCj ibid. pag. 362—363.
Nematoden. Grassi verschluckte 6 Weibchen von
Oxyuris vermicularis und fand nach 15 Tagen viele mit
Eiern erfüllte Weibchen in seinen Fäces ; wenn Verf. auch
100 Ascariden-Eier mit lebenden Embryonen verschluckt
und nach einem Monat Ascariden-Eier in seinen Fäces
sah, so dürfte letztere Beobachtung vorläufig wohl noch
mit Reserve aufzunehmen sein, da man von anderen Asca-
ris - Arten eine Entwicklung mit Zwischenwirth kennt.
B. Grassi, Note intorno ad alcuni Parassiti delV uomo. Estr.
della Gasetta degli Ospedali, Anno 11^ 7 pag.
in d. Naturgesch. der niedern Thiere während d. J. 1880 u. 1881 543
Einen neuen Wirth für Ascaris lielicina giebt Payesi
in Alligator missisipiensis an; das Männchen der Parasiten
war 12, das Weibchen 35 mm gross und die unregelmässig
ovalen Eier waren 0,09 mm lang und 0,04 mm breit. P.
Pavesi, Sopra due elminti rari dei rettili, Rendiconti Istit.
Lombard. Pisa 1881, ser. II, vol. XIV, fasc. VII, pag.
292—297.
ßel*. erhielt durch die Güte des Herrn Professor
Moebius in Kiel eine Anzahl Helminthen, unter denen sich
mehrere neue Arten befanden; es werden beschrieben As-
caris patagonica n. sp. aus Phoca jubata (Patagonien),
Ascaris arctica n. sp. aus Diomedea leucops (nördliches
stilles Meer), A. angulata Rud. aus Cottus scorpius, A. cla-
vata Rud. aus Gadus morrhua, A. rotundata Rud. aus Raja
radiata, A. osculata Rud. aus Halichoerus grypus, A. cap-
sularia Rud. aus Phocaena communis, A. constricta Rud.
aus Trachinus draco; Filaria Strigis wird eingekapselt in
der Darm- und Oesophaguswand, im Peritoneum und in
der Magenmuskulatur von Strix noctua gefunden; Filaria
horrida Latham aus dem Oberschenkel von Rhea americana,
Oxyuris bidentata n. sp. aus einer Froschlarve, Angio-
stomum sanguinolentum n. sp. aus der Brusthöhle von
Strix flammea; Strongylus depressus Duj. aus Crocidura
leucodon, Strongylus filaria aus den Bronchien des Kalbes,
Pseudalius minor Kuhn aus den Höhlen unter den Augen
von Phocaena communis und dem Cavum tympani von
Delphinus phocaena, Pseudalius inflexus Duj. aus Schlund
und Bronchien von Delphinus phocaena, Trichosoma Felis
cati Bellingh. aus der Harnblase von Felis catus (fer.),
Trichosoma obtusum aus dem Darm von Strix noctua.
Verf. ist der Meinung, da er von Angiostomum entomelas,
macrostomum und sanguinolentum stets nur Weibchen ge-
funden hat, dass diese Arten mit „Ascaris" nigrovenosa
(Rhabdonema nigrovenosum Leuck.) in dasselbe Genus ge-
hören und sich die Eier in der Erde ebenso wie bei letz-
terer Art zu kleinen, geschlechtlich differencirten Thieren
entwickeln, deren Nachkommen wieder in die Lungen oder
die Pleurahöhle ihrer definitiven Wirthe einwandern, um
hier zu grossen parthenogenetischen Weibchen auszuwachsen,
544 Braun u. v. Linstow: Bericht üb. d. wissensch. Leistungen
eine Vermuthung, die sich wenigstens für A. entomelas
nachträglich bestätigt hat (1. c.)-
Eine durch Nematoden hervorgerufene Anämie der
Arbeiter des St. Gotthard-Tunnels ist der Gegenstand sehr
eingehender Untersuchungen geworden und ist von dieser
Krankheit auch vielfach in der Tagespresse die Rede ge-
wesen. Unter den Forschern nennen wir zuerst Perron-
cito, welcher folgende Darstellung giebt: Eine beträchtliche
Anzahl der Arbeiter des St. Gotthard-Tunnels erkrankte
unter dem Bilde einer perniciösen Anämie und fanden sich
in ihrem Darm, ausser den gewöhnlichen Parasiten, 3 Ne-
matoden-Arten, nämlich Strongylus (Dochmius, Anchylo-
stoma) duodenalis Dubini, Anguillula intestinalis und An-
guillula stercoralis ; diese drei Arten produciren im mensch-
lichen Darm Eier, welche mit den Fäces abgehen und
von Anguillula stercoralis finden sich ausserdem Larven.
Die Eier von Strongylus sind 0,052 mm lang und 0,032 mm
breit und während sie in der Temperatur des menschlichen
Körpers unverändert bleiben, entwickeln sie in den Fä-
calmassen in der niedrigeren Temperatur von nicht über
24— 25<^ C. in wenig Tagen einen Embryo von 0,2 mm
Länge und 0,014 mm Breite; der Oesophagus zeigt eine
doppelte Anschwellung und in der hinteren einen Zahn-
apparat; nun findet im Freien eine Grössenzunahme statt
bis auf 0,5 mm Länge und 0,02 — 0,024 mm Breite und das
Leben bleibt im Wasser über 50 Tage lang erhalten.
Während nach Grassi und Parona, welche früher die Em-
bryonalentwicklung verfolgten, eine zweimalige Häutung
stattfindet, betont Verf., die Embryonen erführen keine
Häutung, sondern kapselten sich ein, d. h. die Thiere lebten
in einer den Körpercontouren überall angepassten, den
Bewegungen desselben folgenden, membranösen Chitin-
kapsel. Anguillula intestinalis Bavay producirt Eier, die
0,05—0,06 mm lang und 0,03—0,036 mm breit sind und
einen dem eben geschilderten ähnlichen Embryo von 0,2 —
0,24 mm Länge und 0,012 mm Breite geben; auch sie ver-
langen zur Entwicklung dieselbe Temperatur wie die oben
bezeichnete; die Entfernung vom After zur Schwanzspitze
ist erheblich kürzer als bei Str. duodenalis. Während die
in d. Naturgesch. der niedern Thiere während d. J. 1880 u. 1881. 545
Strongyliis-Larven vor der Einkapselimg nicht im Wasser
leben, ziehen diese dasselbe vor und wachsen darin
bis auf 0,5 mm Länge; der früher nadelspitz endende
Schwanz erscheint nun stets gerade abgestutzt oder schwach
gabelförmig gespalten, und auch hier findet nun eine Ein-
kapselung^tatt, welche Grassi und Parona ebenfalls früher
als Häutung bezeichneten. Dasselbe gilt schliesslich von
Anguillula stercoralis Bavay; die Embryonen sind 0,2 —
0,26mm lang und 0,014— 0,016 mm breit; die Genital-
anlage ist viel grösser und deutlicher als bei den beiden
vorher angeführten Arten. Alle 3 Embryonen- Arten sterben
schnell, wenn man sie in eine Temperatur von 50^ C. bringt.
Die Vermuthung, dass Anguillula intestinalis in das Genus
Strongylus gehöre, scheint bei unserer jetzigen Kenntniss
derselben nicht gerechtfertigt.
Verf. bespricht nun den als Häutung bezeichneten
Process der Neraatodenlarven, wie er an Strongylus (Doch-
mius) trigonocephalus, Ascaris lumbricoides, Heterakis
versicularis und inflexa beschrieben und abgebildet sei (und
an zahlreichen Arten dieser und anderer Gattungen: Cu-
cullanus, Spiroptera, Oxyuris, Filaria, Sclerostomum, bei
einigen derselben 2 und 3 mal, Ref ), der aber auch hier
keine Häutung, sondern eine cuticulare Einkapselung sei.
Die Kapsel gehöre dem Wohnthiere des Parasiten an,
und um eine solche könne es sich bei freilebenden Larven
nicht handeln. Für diese seine einigermassen befremdliche
Ansicht führt Verf. drei Gründe an: 1. eine Kapsel diene
zum Schutz des Thieres während einer längeren Periode
seines Lebens, ein Häutungsproduct aber werde nur vor-
übergehend getragen und werde stets und in kurzer Zeit
abgelegt, das Thier aber lebe dann in demselben Medium
wie früher weiter. 2. Das Häutungsproduct sei histolo-
gisch der Cuticiila gleich, eine Kapsel aber habe keinen
zelligen Bau, sei dagegen oft, weil nach und nach ab-
gesondert, lamellös geschichtet. 3. Die Kapseln unterliegen
oft einer Verkalkung, die Häutungsproducte nicht, welche
letzteren auch kein Dickenwachsthum erführen.
Wie Verf. nach dieser Darstellung behaupten kann^
es handele sich hier „auf keinen Fall" und „durchaus
Archiv für Naturgesch. XXXXVII. Jahrg. 2. Bd. KK
546 Braun u, v. L instow: Bericht üb. d. wissensch. Leistungen
nicht" um eine Häutung, ist nicht recht einzusehen; der
erste Grund, dass die Cuticularkapsel von den Larven
längere Zeit getragen wird, während das Häutungsproduct
nach kurzer Zeit abgeworfen wird, erscheint nicht ausrei-
chend, denn einmal ist der Satz, die Häutung müsse rasch
geschehen, ein ganz willkürlicher und ausserdem sind
diese Larven nicht lange genug beobachtet, um sagen zu
können, die hier beschriebenen Larven würden nie wäh-
rend ihres Freilebens aus ihrer Hülle befreit. Der zweite
Grund, dass das Häutungsproduct die Structur der Cuticula
haben müsse, während die Kapsel structurlos sei, kann
hier nicht herangezogen werden, denn die Cuticula aller
hier angeführten Larven ist structurlos. Einen unwiderleg-
lichen Gegenbeweis bildet aber die Art der Häutung ande-
rer Formen, z. B. der Ascaris- und einiger Spiroptera- Arten,
wo bei der ersten Häutung der embryonale Bohrzahn im
Zusammenhange mit der ersten Haut abgelegt wird, unter
der sich eine ganz andere Kopfformation entwickelt hat;
auch wird man ein fein zugespitztes Schwanzende nie als
Abguss eines gerade abgestutzten auffassen können; unter
der demnächst abzustreifenden Embryonalhaut mit pfrie-
menförmigem Schwanzende hat sich hier ein abgestutztes
Schwanzende gebildet und in Fig. 11 und 12 der erstcitir-
ten Arbeit wird offenbar eine zweite Häutung vorbereitet;
wenn, wie es in der Regel geschieht, mit der Cuticula
auch die innere Auskleidung des Oesophagus mit abge-
worfen wird, so wird man wohl von keiner Einkapselung,
sondern nur von einer Häutung sprechen können. Der
dritte Grund, dass abzustreifende Häute nicht verkalken,
ist ein unbewiesener Satz, auch ist Verf. den Beweis, dass
die gezeichneten rundlichen Körper Kalksalze seien, schuldig
geblieben.
Ref. sucht den Unterschied zwischen Einkapselung
und Häutung darin, dass erstere sich ausserhalb, letztere
innerhalb der Cuticula vollzieht. Betrachtet man nun Fig. 5
des Verf., so sieht man, wie sich die unter der Cuticula
gelegene Schicht von derselben zurückgezogen hat und
dass eine neue Cuticula unter der ursprünglichen gebildet
wird; auch kann ohne Häutung wohl nie aus einem pfrie-
in d. Naturgesch. d. niedern Thiere während d. J. 1880 u. 1881. 547
menförmigen, fein zugespitzten Schwänzende ein gerade
abgestutztes, oft gabelförmig gespaltenes werden. Somit
hält Ref. den hier geschilderten Vorgang nicht für eine
Eiukapselung, sondern für eine Häutung; teleologisch auf-
gefasst mag die Membran eine Zeit lang als Kapsel
funktioniren, physiologisch müssen wir sie für ein Häutungs-
product ansehen.
Der dem Str. duodenalis sehr nahe verwandte Str.
trigonocephalus macht nach Leuckart eine der der ersteren
genau entsprechende Entwicklung durch und häutet sich
als Larve 4mal, 2mal im Freien und 2mal nach der
Einwanderung der Larven in den Darm. Nach der ersten
Häutung geht die pfriemenförmige Schwanzspitze verloren,
nach der zweiten der Zahnapparat im Oesophagusende,
nach der dritten bildet sich der Mundbecher und nach
der vierten entstehen die Geschlechtsorgane.
Nach einer weiteren Beobachtung des Verf. erkrankte
ein robuster, junger Arbeiter des St. Gotthard-Tunnels,
der im Innern 6500 m vom Eingange beschäftigt war, an
einem kothigen Ort, wo der Boden feucht und von mensch-
lichen Dejectionen verunreinigt war, an Blutarmuth und
fanden sich in seinen Excrementen Eier von Anguillula
intestinalis, stercoralis und Anchylostomum duodenale, bald
auch Larven von Anguillula stercoralis; diese entwickelten
sich in den Excrementen nach ivurzer Zeit weiter und
waren nach 2 Tagen schon fast geschlechtsreif geworden.
Bei Erwachsenen ist in beiden Geschlechtern das
Schwanzende zugespitzt, die Haut ist fein quergeringelt,
eine Leimdrüse an der Schwanzspitze findet sich nicht;
die Spicula des Männchens sind klein, gleich lang, 0,025 mm
gross und wenig gekrümmt, mit einem accessorischen
Chitinstück.
Das Männchen ist 0,68 mm lang und 0,034 mm breit,
der Oesophagus misst 0,096 mm, der Schwanz 0,055 mm
und findet man jederseits 4 postanale kleine Papillen.
Das Mundende zeigt eine kugelförmige Einbuchtung, unter
der hinter einander 2 Paar Chitinkörper liegen.
Das Weibchen ist 0,95 mm lang und 0,048 mm breit;
der Schwanz misst 0,08 mm, der Oesophagus 0,110 mm;
548 Braun a. v. Linstow: Bericht üb. d. wissensch. Leistungen
die Vulva liegt etwa in der Mitte des Körpers und die
Eier sind 0,04 mm lang und 0,024—0,028 mm breit.
Die im Freien künstlich aus Embryonen erzogenen
Larven sowohl wie die mit den Dejectionen entleerten
kapseln sich, wie Verf. sich ausdrückt, ein, und werden in
den „Kapseln" geschlechtsreif. Als bestes Mittel gegen diese
Parasiten wird Extr. Filic. mar. aether. angegeben ; dasselbe
tikltet die Larven in 5 — 10 Minuten und erzielt praktisch ange-
wendet völlige Heilung, auch bei einem Kranken, der die
Parasiten so massenhaft beherbergte, dass er nach einer
Berechnung etwa 1500 Strongylen bei sich tragen musste.
Betreffend die Stellung im System, so ist Ä. stercoralis
sicher keine Rhabditis, mit Anguillula rigida Schneider
(= Leptodera rigida Sehn. = Cephalobus oxyuris Bütschli)
hat es aber die allernächste Verwandtschaft und w^ird es zu
Anguillula . in Bütschli's Sinne zu stellen sein. Bastian
verlangt für Anguillula eine nicht quergeriugelte, glatte
Cuticula, während Bütschli die letztgenannte Art als fein
quergeringelt beschreibt. Zu Rhabditis kann die Form
wegen des Mangels einer Bursa am männlichen Schwanz-
ende nicht gestellt werden und die Gattungsbezeichnung
Pseudo-Rhabditis scheint nicht glücklich gewählt und wird
wohl durch Anguillula zu ersetzen sein. Uebrigens ist
die Beobachtung von höchstem Interesse, für welche wir
dem Verf. dankbar sein müssen; die Entwicklung werden
wir uns so vorzustellen haben, dass die mit den Excre-
menten entleerten Larven in denselben oder in der umge-
benden Erde geschlechtsreif werden; ohne Zwischenwirth
gelangen die Nachkommen dann mit unreinem Trinkwasser in
den mensehlichenOrganismus; aber auch im menschlichen Kör-
per muss eine Fortpflanzung stattfinden, da so massenhaft Eier
und Larven producirt werden, und ist also die Entwicklungs-
geschichte noch nicht ganz aufgeklärt. E. Pcrroncito, Osscr-
vasioni elmintologiche relative alla mdlatUa sviluppatasi endemica
fra fjli operai del Gottaräo. Atti äella B. Äccad. dei Lincei,
Roma 1880, t.T.pag. 381-433; MolescJiotfs Untersuch. XII,
1881, pag. 532 — 563. Comp)tcs rendus, Paris, t. OOpag. 1373 —
1375. Ohsnrvations dn dhcloppement de VAnguilhda Stercoralis
JBavay, Pseudorhahditis stercoralis mihi, hors de Vorganisme
in d. Naturgesch. der nicdern Thiere während d. J. 1880 u. 1881. 549
htmiain; Journ. de VAnat, et Fhys. XVll pag. 499—519,
pl. XXIX\ Bohins Journ. 1881. Sullo svüuppo clella cosi
detta Anguilhda stercoralis Bavai/j Fseiidorhahditis ster-
coralis (Bavay) mihi, etc, Ärchivio per le seiende mediche V
Nr. 2, Torino 1881, auch separat. Note sur Vaction de Vex-
trait d'Äspidium filix mas sur les ouvriers du Gothard at-
teints d'oligemie epidanique, Äccad. med. Torino 10. Dec. 1880.
Gazetta delle cliniche di Torino 1880, Nr. 16, 25. Nota sidV
azione deV estratto etereo di felce maschio neimalatti di oligemia
epidemica proveniente del Gottardo. R. Äccad. di med. di Torino
1880. Äzione di reagenti chimici e di sostanze medicamen-
tose diverse sopra le larve del Dochmius duodenalis e sopra
quelle di Änguillule: R. Äccad. di med. di Torino 1880.
Vanemia dei contadini, fornaciai e minatori, Torino 1881.
Ämial. B. Äccad. di ÄgricoU. vol. XXIII, Torino 1880.
Traitement de Vanemie du Gotthard par la fougere male, Bevue
medic. de la Suisse Bomande 1881, Geneve, pag. 163—168.
Ausführlich ist die Krankheit von Bugnion behandelt,
welcher zuerst die geographische Verbreitung von Anchy.
lostoma (Anchylostomum) duodenale bespricht, die sich
auf Italien, Egypten, Ostindien, Abyssinien, Südamerika,
Centralamerika, einzeln auch Wien, erstreckt und der die
Krankheitserscheinungen und deren Behandlung, sowie
die historische Entwicklung der Kenntniss derselben anführt.
Die verwandtschaftlichen Beziehungen mit anderen Stron-
gylen werden besprochen and eine Artbeschreibung mit
Abbildungen gegeben. Verf. ist geneigt, die 4 starken
Zähne der Mundhöhle an die Bauchfläche und die ihnen
gegenüberstehende conische Erhabenheit an die Dorsalfläche
zu verlegen, so dass die Mundhöhle nach der Rückenfläche
hin abgeschrägt wäre. Die Bursa zeigt eine dorsale und
fünf laterale Rippen, von denen die hinterste aus der
Dorsalrippe entspringt, die drei folgenden eine gemeinsame
Wurzel haben und die vorderste isolirt ihren Ursprung
nimmt. Die Eier sind 0,06 mm lang und 0,04 mm breit.
Der Arbeit ist eine ausführliche Litteraturangabe über A.
duodenale, Anguillula stercoralis und intestinalis beigegeben.
E. Bugnion, VÄnkylostome duodenal et Vanemie du Saint-
Gothard. Bevue medicale de la Suisse romande^ Geneve
550 Braun u. v. Linstöw: Bericht üb. die wissensch. Leistunsren
G'
1881, pag. 269—289, pl. V. Tr ansäet. Internat, medical.
Congr. London 1881 pag. 189, 437 — 440. On the epidemic
caused hy anhylostomum among the worJcmen in the St.
Gothard- Tunnel. British medical Journ. 1881.
Es hat nicht an Stimmen gefehlt, welche die Ver-
muthung ausgesprochen haben, die Nematoden möchten
nicht die Ursache, sondern eine mehr zufällige Begleit-
erscheinung der Anämie sein, und so ist auch Soiideregger
früher zweifelhaft in diesem Punkte gewesen, ob nicht die
Strongylen eine blosse Complication der durch das Berg-
werksleben hervorgerufenen Anämie der Arbeiter sei, über-
zeugt sich aber an einem Falle, wo ein junger, gut gestellter
Ingenieur allmählich während seines mehrjährigen Tunnel-
aufenthaltes an Anämie erkrankte, dass hier massenhaft
Strongylen vorhanden waren. Sondereg ger, Ankylostoma
duodenale^ Correspondenzhl. für Schiveizer AersteX^JBasell880^
pag. 646 — 648. Bullet, de la Soc. med. Lausanne 1880, pag.
366. Die Jcranhen Gotthardtunnel-Ärheiter. Bericht an das
Eidgen. Dep. des Innern. Correspondenzhl. für Schweizer Äerzte,
Basel 1880. Bullet, de la Soc. med. iMusanne 1880 pag. 228.
Die angeführte Ansicht vertreten auch Bozzolo und
Pagliaiii, welche ebenfalls meinen, die Anämie der St.
Gotthard-Arbeiter sei nicht durch Helminthen, sondern
durch schlechte Luft, Temperaturverhältnisse, mangelndes
Licht und ungenügende Nahrung hervorgerufen ; die Menge
der kleinen Parasiten sei für solche Veränderungen nicht
gross genug. Perroncito weist aber nach, dass bei einigen
Kranken täglich 8,800,000 Strongylus-Eier entleert werden,
was auf eine enorme Menge Parasiten schliessen lässt und
dass eine gegen die Helminthen gerichtete Cur stets von
gutem Einfluss auf das Befinden sei und endlich, dass die
Erkrankten an anderen, gesunden Orten ohne eine solche
Cur nicht genesen, sondern häufig ihren Leiden erliegen.
Bozzolo e Pagliani, L'anemia al traforo del Gottardo, Gior-
nale della societä italiana dHgiene^ LI, Milano 1880 Nro. 3
und 4. Bozzolo, Doliarin gegen Anchylostoma Bubini,
Centralhl. für Min. Med. Bonn 1880. Bozzolo, über die
Anwendung der Thymolsäure als Wurmmittel in der Anchy-
lostomen- Anämie. Centralhl. für Min. Med. Bonn 1881.
in d. Naturgesch. der niedern Thiere während d. J. 1880 u. 1881. 551
Auch Schnltliess hat Gelegenheit, Arbeiter der St.
Gotthard-Bahn, die an Ankylostomen erkrankt sind, in
Zürich zu behandeln und findet in den Eiern der Parasiten
lebende Embryonen. W. Schulthess, Anlcylostoma duode-
nale^ Zoolog. Anzeiger 1881 pag. 379. Andere Autoren,
welche dia Krankheit mehr vom clinischen Standpunkte aus
behandeln, sind Paroiia, Bäumler, Lava, Concato, Lombard,
Schönbäcliler. Bäumler (über Strongylus duodenalis) Corres-
jpondenzbl. für Schiveiser Äerzfe, Basel 1881. (über dens.):
On Tunnel Trichinosis, The Times, 20. März 1880. Ein
•weiterer Fall von liochgradiger Anämie. CorrespondenM.
für Scliiveizer Aerzte^ Basel 1881. Lava, Gazzetta delle
clinkJie di Torino 1880 Nr. 6. Concato et Perroncito, Sur
V Anchilostomiase. Comptes rendus, Paris 1880 pag. 619;
Gaz. med. de Paris 1880 pag. 207. Lombard, La maladie
des ouvriers employees au percement du Saint Gotthard.
Ar eh. d. sc. Geneve 1880. Schönbächler, Anchylostoma duo-
denale, Correspondenzbl. für Schweizer Aerzte, Basel 1881,
pag. 89. E. Parona, L anchilostomiasi e la malattia dei
minatori äel Gottardo, Annali univers. di medicina, vol. 253,
1880. L'estratto etereo di felce maschio e Vanchilostomiasi dei
mina tori dei Gottardo, Reale Accad. di Torino, 17. Bec. 1880.
Bnguioii constatirt, dass Strongylus (Dochmius) Baisami
Grassi undParona aus Felis catus identisch mit D. tubaeformis
aus demselben Wohnthier ist; die Form ist als neu aufgestellt,
weil sie mit Molin's Abbildungen von D. tub. nicht tiberein-
stimmte, jedoch bemerkt Verf. mit Recht, dass diese Abbil-
dungen der Wirklichkeit oft sehr wenig entsprechen (1. c.)
Einen neuen Strongylus aus dem amerikanischen
Strauss beschreibt Cobbold, welcher den Vormagen bewohnt
und dem Wirthe mitunter tödtlich wird, und erwähnt Verf.
zugleich Strongylus pergracilis, welcher Verheerungen unter
den kleinen schottischen Rebhühnern, den Grouse (Lagopus
scoticus) anrichtet und mit der neuen Art, die Strongylus
Douglassii genannt wird, Aehnlichkeit hat, aber viel
länger ist als dieser. F. Spencer Cobbold, New Entozoa
from the Ostrich, Linn. Soc. Journ. Zool. vol. XVI, London
1881, pag. 184-188, pl. 4.
Eine Lungenwurmknotenkrankheit der Schafe be-
552 Braun u. v. Linstow: Bericht üb. die wissensch. Leistungen
schreibt Lydtiii, die auch von Utz und Feuglingen beob-
achtet ist; unter der Pleura pulmonalis finden sich nadel-
knopf- bis erbsengrosse, gelblich, braun oder schwärzlich
gefärbte Knötchen im injicirten Lungengewebe, die einen
aufgerollten Nematoden, Nematoideum ovis pulmonale,
enthalten. Der Parasit ist 56 mm lang und 0,17 mm breit
und wurden ganz junge Exemplare, so gross wie Muskel-
trichinen und grössere Weibchen gefunden (obgleich sich
die Beschreibung einer glockenartigen Erweiterung und
Fortsetzung der Körperhaut am hinteren Körperende auf
Männchen zu beziehen scheint, Eef.) Zürn hält nach eigenen
Untersuchungen die Form für Strongylus filaria. (Das
encystirte Vorkommen der Larven von Strongylus filaria
in Schaf lungen ist übrigens schon seit 1866 durch Delpech
bekannt; Merlan und Tigri hielten sie für Trichinen, Ref.)
Lydtin, dieLungemvurmhnotenlcranh lieit der Schaf e, Thierär^tl.
Mittheüimgen XV. Jahrg. 1880 Nr. III pag. 33, V pag.
68, VI pag. 69.
Nörner meint, die Unterscheidung der Strongylus-
Arten liesse sich besser als durch die Bildung der männlichen
Bursa und deren Rippen durch die Form und Grösse der
Spicula bewirken und giebt eine Darstellung der Spicula
von Strongylus contortus, filaria, retortaeformis, paradoxus,
commutatus, auricularis. G. Nörner, zur Kenntniss der
Spiciäa der Strongyliden, Oesterr. Monafsschr. für Thier-
heüJcimde 1880, 8 pag. mit Hohschn.
Chatin beobachtet in einem 4 Monate alten Schwein,
das an Broncho-Pneumonie krepirt war, den Strongylus
paradoxus in solchen Massen, dass er die Bronchien völlig
verstopfte, dieser Parasit, vor 15 Jahren von Baillet noch
selten gefunden, ist jetzt häufig in Frankreich, und giebt
Verf. die Artcharactere an. J. Chatin, Ohservations siir le
strongle paradoxal, Bullet. Soc. Philomat. 7 ser., Paris 1881,
pag. 58.
Syngamus primitivus Molin = trachealis v. Sieb, wird
von Megnin in Beziehung auf seinen Bau und seine Fort-
pflanzung besprochen, welche letztere übrigens nicht, wie
Verf. meint, bisher gänzlich unbekannt war, denn 1869
beschrieb Leuckart die Embryonalentwicklung und 1871
in d. Naturgesch. der niederu Thiere während d. J. 1880 u. 1881. 553
wies Elllers die Einwanderung ohne Zwischenwirth nach;
letzterer flösste einer Kohlmeise (Parus major) in einem
Tropfen Wasser eine grössere Menge Eier mit reifen Em-
bryonen ein; nach 17 Tagen fing der Vogel an zu husten
und bei der Section fanden sich in der Trachea zwei Paar
geschlechtsreife Thiere; ein Kanarienvogel zeigte nach
7 Tagen schon dieselben Erkrankungssymptome. Die
Bursa des Männchens verlöthet bekanntlich bei der Copula
fest mit dem Weibchen und die Embryonalentwicklung
beginnt schon im Uterus des letzteren. In einem feuchten
Medium und bei einer Temperatur von 20—25 Grad wird
der Embryo im Ei lebhaft und verlässt dasselbe ; in 28—30
Tagen vollzieht sich die Bildung des Embryo bis zum
x4.usschltipfen, bei 35 Grad aber in schon 15 Tagen und
verliess der bereits im Ei fertig gebildete Embryo bei letz-
terer Temperatur in wenig Augenblicken die EihüUe. Verf.
meint, dass nicht nur durch Larven, welche sich im Freien
entwickelt haben, sondern auch durch reife Embryonen
enthaltende Eier die Uebertragung erfolgt, indem die aus-
geschlüpften jungen Thiere die Oesophageal- oder Darmwand
durchbohren, um ein kurzes Larvenstadium in den Luft-
säcken und Lungenbronchien zu verleben, was er daraus
schliesst, dass er im Oesophagusschleim leere Eihüllen
und in den Luftsäcken Larven gefunden hat, welche doppelt
so gross wie die Embryonen waren. Nach aussen werden
die ganzen, von Eiern erfüllten Thiere durch Hustenstösse
befördert und wird der innere und äussere Bau der
geschlechtsreifen Thiere ausführlich besprochen. P. Megnin,
sur le Syngmnus trachealis v. Sieh, des Faisans, Bullet. Soc.
zoolog. Paris 1880 pag. 121—142, pl. V—VI; Journ. B.
microscop. Soc. vol. I pag. 602.
Auch Renne bespricht eine meist tödtliche Infection
junger Fasanen mit Syngamus primitivus; die Thiere
fangen an zu niesen, die Haut unter der Kehle und von
da weiter abwärts bis zur Brust füllt sich mit Luft und
bald tritt der Tod ein. lieber eine fast immer tödtliche
Infection der Fasanenhüchlein mit Syngamus primitivus,
8. Jahresher. d. westph. Frov.-Ver. für Wissensch. u. Kunst.
Münster 1880, pag. 11—12.
554 Braun u. v. Lins low: Bericht üb. d. wissensch. Leistungen
von Dräsche hatte Gelegenheit, die typischen Exem-
plare zu untersuchen, nach denen Diesing das Genus
Peritrachelius aufstellte und findet, dass die Form trotz
der äusseren Aehnlichkeit mit Ascaris eine besondere
Gattung bilden muss der inneren Organe wegen. Das
Männchen hat gleichlange Spicula, 6 post- und 48 prä-
anale Papillen jederseits und eine vorstülpbare Cloake.
Eigenthtimlich ist ein bandförmiges Organ, das unsymme-
trisch links oder rechts seitlich fadenförmig am Kopfe
beginnt, sich ansehnlich verbreitert und dann w^ieder all-
mählich dünner werdend am ersten Körperdrittel endigt;
auf Querschnitten zeigt es Hohlräume und ein scharfrandiges
Längsgefäss. Da übrigens die Seitengefässe in den Quer-
schnitten fehlen, so scheint das Organ als von der Körper-
wand losgelöstes, einseitig entwickeltes, überzähliges Seiten-
feld mit darin eingeschlossenem Seitengefäss aufzufassen
zu sein. R. von Dräsche, mir CharaMeristik der Nematoden-
Gattimg Peritrachelius Diesingy Verhandl. d. 7c. Je. zoolog.-
botan. Gesellsch. Wien 1881, pag. 187—194, m. Tfl.
Die merkwürdige Gattung Pterygodermatites wird
von Macdoiiald in Megaderna frons aufgefunden, welcher
eine neue dieser Gattung zugehörige Art aus diesem Thiere
beschreibt ohne sie zu benennen; dieselbe ist etwa einen
halben Zoll lang, ohne Segmentiruug, der Körper ist bewaff-
net mit 37 Paar Lamellen, die am ersten Körperviertel
flossenartig aussehen, aber wohl nicht, wie Verf. meint,
apparently branchial sind; an den hinteren drei Vierteln
des Körpers sind sie mehr dolchförmig; es ist ein weib-
liches mit Eiern erfülltes Exemplar, das zur Untersuchung
diente. Dobson benennt den vorstehend geschilderten
Helminthen Pterygodermatides Macdonaldi u. sp.,
ohne der Beschreibung Neues hinzuzufügen. Ersichtlich
gehört die Art in dasselbe Genus mit Wedrs Pterygoder-
matites plagiostoma aus Erinaceus auritus und bemerkt
Verf. dabei, dieser Name sei im Compendium of Helmin-
thology, womit wohl das des Ref. gemeint ist, nicht ange-
führt, was aber unrichtig ist, denn daselbst ist pag. 16
unter den Parasiten von Erinaceus auritus auch Ophiosto-
mum spinosum notirt und dabei auf Nr. 60 zurückver-
in d. Naturgesch. der niederu Thiere während d. J. 1880 u. 1881. 555
wiesen, wo (pag. 12) als Synonym dieser Art auch Ptery-
godermatides plagiostoma steht, nach der x\ngabe von
V. Willemoes-Suhm, welcher (Zeitschr. für wissensch. Zoolog.
XXIII pag. 332-333) erklärt, er habe Wedl's Original-
exemplare verglichen und sie für identisch mit seinem Ophio-
stomunr spinosum oder Rictularia spin. erkannt, und müsse
der Gattungsname Pterygodermatites als überflüssig ein-
gehen. J. Z). Macdoncdd, on tlie anatomy of a new para-
sitic ivorm found in the intestine of a hat [Megaderma
frons), Ann. and 3Iagas. of nat. hist., London, 5. ser., F7,
pag. 409—411, pl XXI. G. E. Bohson, Note on Ptery-
godermatites Macdonaldi ., the type of a new order of tvorms.
Ann. and Ilagas. of nat. hisf., London, 5 ser., VI pag.
412-414.
Moiiiez fand unter der Magenschleimhaut der Kanin-
chen und Hasen eine Spiroptera leporum n. sp., deren
Beschreibung in Aussicht gestellt wird. R. Moniez, im
spiroptere d'espece nouvelle, Bidlet. scientif. du Bep. du Nord
1880, pag. 447.
Chatin vergleicht die von ihm 1875 aufgestellte Form
Spiroptera Erinacei mit den anderen bekannten Nematoden
aus demselben Thiere und findet, dass sie mit keinem der
letzteren verwechselt werden könne. Der weissliche,
halbdurchsichtige, cylindrische, fadenförmige Körper ist
13 mm lang und 0,3 mm breit; nach hinten und vorne
verschmälert, die Haut zeigt Querringel mit 0,05 mm Ab-
% stand, das Schwanzende eine kleine conische Spitze, der
Kopf 2 Papillen. J. Chatin, Ohservations sur le Spiroptera
Erinacei; Ann. sc. natur. 6 ser., t. XIII, 1881; Bullet. Soc.
Philomat. 7 ser. t. VI, 1881—82, pag. 180.
Mehrere Exemplare einer Filaria fand Laiigtoii zwischen
Periteneum und dem serösen Ueberzug an der Rückseite
von Leber und Magen von Falco peregrinus, lange, faden-
artige Körper, vom Gewebe fest umwachsen, 10 V2 Zoll
lang, die von Cobbold als Filaria attenuata bestimmt wurden.
H. Langton it. T. Sp. Gohhold, Suhcutaneous tvorms in Pere-
grine Falcon, The Zoologist, 3. ser. vol. V, London 1881,
Nr. 55 pag. 309—310.
Leidy beschreibt einen 26 Zoll langen Nematoden,
556 Braun u. v. Linstow: Bericht üb. d. wissensch. Leistungen
den ein 50jähriger Mann aus seiner Urethra hervorgezogen
haben soll; die Tage vorher enthielt der Urin Schleim
und Blut. Die Dicke des Wurms beträgt 1,5 mm, das
Kopfende ist stark verdünnt, 0,375 mm breit, der Mund ist
ohne Lippen und Papillen, das Schwanzende ist abgerundet,
der Oesophagus misst 1,125 mm; Geschlechtsorgane sind
nicht beobachtet, und wird die Form mit Filaria resti-
formis n. sp. bezeichnet. J. Leidy, On a Filaria reported
to have come from a man. Proc. Äcaä. nat. sc. Philad. 1880
pag. 130—131.
Derselbe Verf. giebt an, dass Filaria immitis in Süd-
Carolina über 30 Jagdhunde in 2 oder 3 Jahren tödtete.
In der Flüssigkeit, die ein Hund aushustete, wurden 2
lebende Filarien gefunden, die über 6 Zoll lang waren,
und nach dem Tode fand man Herz und Leber des Thieres
voll von Filarien; bei einem anderen erfüllten sie das
Herz, die grossen Blutgefässe und die Lungen. Bei Leb-
zeiten litten die Hunde an Husten und wurden, wenn sie
schnell liefen, plötzlich steif und unempfindlich, erholten
sich dann aber in kurzer Zeit wieder, ausserdem zeigten
sie Blasen- oder Nierenblutungen. J. Leidy, Notice ofthe
cruel thread worm, Filaria immitiSy of the dog. Poceed. Acad.
nat. sc. Philad. 1880 pag. 10 — 12.
Cobbold giebt eine historische Uebersicht unserer
Kenntniss von Filaria Bancrofti (= sanguinis hominis) und
macht die merkwürdige Mittheilung, sich berufend auf die
brieflichen Mittheilungen mehrerer überseeischer Forscher,
dass gleich nach Sonnenuntergang die Filiarien-Embryonen
im Blute der mit ihnen Behafteten erscheinen, dass ihre
Zahl bis Mitternacht steigt und sich von da bis Mittag
verringert, während sie von 2 bis 6 Uhr Nachmittags fast
ganz im Blute fehlen und trifft ihre Anwesenheit im Blute
mit dem Erscheinen der Mosquito's zusammen. Die Erschei-
nung ist nicht abhängig von der kühleren Temperatur des
Nachts oder anderen äusseren Einflüssen, denn man kehrt
den Rhythmus um, wenn man die Kranken Nachts wachen
und Tags schlafen lässt; diese filarial periodicity wurde
zuerst von Mauson beobachtet und muss man also anneh-
in d. Naturgesch. der niedern Thiere während d. J. 1880 u. 1881. 557
men, dass die Erscheinung durch das Schlafen und Wachen
bedingt wird.
Mortiiner-Graiiville sieht die Ursache der Periodicität
darin, dass die Geschwindigkeit des Blutstroms in den
Adern im Schlafe abnehme, so dass die Filarien sich an
den Gefässwandungen halten konnten, auch sei die Oxy-
genation des Blutes Nachts weniger vollständig als am
Tage oder das Blut unterliege Nachts vielleicht Tempera-
turschwankungen, wodurch die Dislocation der Filarien
bedingt sei. Maiisoii findet es bewunderungswürdig, wie
die Natur die Gewohnheiten der Filarien denen der Mos-
quito's angepasst habe.
Eine intermittirende, tägliche Production derEmbryonen
seitens der weiblichen Filarien kann natürlich nicht der Grund
sein ; dazu ist ihre Zahl viel zu massenhaft, mit der sie im Blute
auftreten; auch hatman im Blute nie abgestorbene Embryonen
gefunden. Die Erscheinung ist eine räthselhafte, denn man fragt
sich erstaunt, wo denn im Wachen die Filarien bleiben, da sie
doch das geschlossene Blutadersystem nicht periodisch
verlassen und wieder aufsuchen können ohne die gefähr-
lichsten Störungen zu verursachen , und sieht Ref. die
Erklärung darin, dass die Hautcapillaren sich im Wachen
wahrscheinlich in geringem Grade contrahiren und im
Schlafen erweitern, so dass die Thiere, deren Durchmesser
den der rothen Blutkörperchen um ein Geringes übertrifft,
im Schlafen wohl, im Wachen aber nicht das Capillar-
system der Haut passiren können, so dass sie bei dem
wachenden Menschen in den tiefer liegenden Gefässen
bleiben müssen ; denn die Blutproben, die beim wachenden
Menschen ohne Filarien waren, sind immer nur der äusseren
Haut entnommen.
Wesentlich gefördert ist unsere Kenntniss durch
Baiicroft, welcher die erwachsenen Filarien in einer ver-
grösserten Lymphdrüse aufgefunden hat. Die Eier sind
V750" lang und Vsoo" breit, die Embryonen haben einen
Durchmesser von Vsooo" und gelangen durch den Ductus
thoracicus in den Blutkreislauf. Nachts saugen Mosquito's
mit dem Blute die Filarien ein und in ihnen geht, wie
Mansoii angiebt, die Veränderung der Embryonal- in die
558 Braun u. v. Li n stow: Bericht üb. d. wissensch. Leistungen
Larvenform vor sich; der Saugrüssel der weiblichen Mos-
quito's scheint ganz besonders geeignet, die jungen Filarien
aus den Capillaren herauszusaugen. Mit den Mosquito's
sollen die Filarien ins Wasser gelangen und dann durch
Trinkwasser in den Menschen gelangen; freie microscopisch
kleine Nematoden-Larven, welche der Filaria Bancrofti-
Larve gleichen, fand Magalhäes im Trinkwasser aus dem
Rio. Die Krankheitserscheinungen sind: Anämie, Milz-
anschwellung, Fieber, Chylurie, Hämaturie, lymphatische
Anschwellung von Hoden, Scrotum und Beinen, Leisten-
drüsenanschwellung, Elephantiasis, Lymphangoitis, Fila-
rien im Blut, Urin und Chylus, in letzterem gelegentlich
auch Eier. Die Blutfilarien sind nach Patersoii in der
Regel von einer feinen Hülle umgeben, von der, da die
Eibildung noch nicht genügend bekannt ist, nicht feststeht,
ob es sich hier um ein Häutungsproduct oder um eine
persistirende Eihülle, wie sie bei Filaria Corvi torquati
beobachtet ist, handelt.
Somerville bemerkt, dass man kaum einen Hund,
der in China einige Zeit gelebt hatte, seciren könne, ohne
in den Gefässen oder im rechten Herzventrikel Filaria
immitis zu finden. Der Zwischenwirth dieses Parasiten
ist nach Baiicroft Trichodectes latus.
Von Cobbold wird die Filaria Mansoni in den Augen von
chinesischem Hausgeflügel erwähnt und die Blutfilarien aus
dem indischen und egyptischen Corvus splendens werden
mit Wahrscheinlichkeit auf Filaria attenuata zurückgeführt.
Pica media beherbergt constant 2 scheinbar ver-
schiedene Arten von Blutfilarien, von denen die eine V250"
lang und Vsoco" breit, die andere Vi 10" lang und V5000"
breit ist; die Eltern der grösseren Form leben paarweise
in Tuberkeln der Pulmonar- und Aortenklappen; das
Männchen ist ^U" lang und V135'' breit, das Weibchen IV2"
lang und V125" breit; Filaria Picae mediae Cobbold
und Manson n. sp.
Ein Drittel der untersuchten Exemplare von Corvus
torquatus enthält 2 Blutfilarien, die eine Vioo — V120"
lang und V5000" breit, die andere Vio^'' lang und V5500"
breit; beide finden sich immer neben einander; die Eltern
in d. Naturgesch. der niedern Thiere während d, J. 1880 u. 1881. 559
leben im rechten Herzventrikel und den Lun^enarterien
und ihren Verästelungen; das Männchen ist Vs" lang und
Vi5o" breit, das Weibchen misst V4— 1", resp. Voo". Die
Embryonen verm()gen ihre feine Chorionhiille, in der sie
Anfangs aufgerollt liegen, so zu strecken, dass sie schliess-
lich dem gestreckten Thiere eng anliegt und wie ein Häu-
tungspröduct aussieht. Filaria Corvi torquati Cobbold
und Manson n. sp.
In Gracupica nigricollis leben gar 3 verschiedene
Blutfilarien, von denen die eine mit Filaria Picae mediae
identisch scheint; eine andere Form findet sich im Blute
von Goura coronata und wurden von diesen letzteren die
geschlechtsreifen Exemplare nicht gefunden. Ohservations
on Filariae hy P. Manson, R. Somerville, J. Bancroft,
J, da Silva-Lima, J. Paterson, P. de Magalhäes, J. Mor-
timer-Granville, mitgetheilt von Cohhold. Journ. of the
Quekett microscop. Club, vol. VI Nr. 43, London, Mai 1880,
pag. 58. P. Manson, Further ohservations on Micro-Filiaria
ivith descriptions of neiv species, mitgetheilt von Cohhold,
ihid. Nr. 44, August 1880, pag. 130—138, tah. VlII—X.
Cohhold, On the Periodicity of Filarial Migrations, ihid.
Jidi 1881. Cohhold, Additional Notes, The Lancet. 1. Jan.
1881 ; Medical Times and Gazette 4. Juni 1881, pag. 615.
i?, Abbe^ On Chyluria, Neiv-YorJc, Med. Journ., Febr.
1880, pag. 129 ; J. Fayrer, La Clinica Veterinaria, März
1880, pag. 115. The Lancet 1881, pag. 397, 707.
Bei der grossen Bedeutung, welche heutzutage die
Trichinenfrage gewonnen hat, die sogar in den Parlaments-
verhandlungen mehrerer europäischer Staaten discutirt
wird, scheint es geboten, über das statistisch ermittelte
Vorkommen etwas eingehender zu berichten.
Eulenberg verdanken wir die folgenden, Preussen
betreffenden Mittheilungen. Im Jahre 1878 wurden 2,524,105
Schweine untersucht, von denen 1,222 trichinös befunden
wurden, also kam auf 2065 Schweine ein trichinöses;
noch besteht nicht überall die obligatorische Fleischschau.
In der Stadt Pleschen, Regierungsbezirk Posen, wurde die
sehr bedeutende Zahl von 54 trichinösen Schweinen gefun-
den, weshalb auf Kosten der Stadt eine Massenvertilgung
560 Braun u. v. Linstow: Bericht üb. d. wissensch. Leistungen
der Ratten angeordnet wurde; überhaupt wurden in diesem
Regierungsbezirk 388 trichinöse Schweine gefunden, in
amerikanischem Schweinefleisch im Ganzen 965 mal. Tri-
chinenerkrankungen kommen häufig vor; 12 Fälle im Reg.-
Bez. Cöln, 27 im Reg.-Bez. Königsberg, von denen 6 tödt-
lich verliefen ; im Reg.-Bez. Marienwerder 8 Erkrankungen
mit 5 Todesfällen, im Reg.-Bez. Potsdam 102, von denen
8 tödtlich endeten, im Reg.-Bez. Stettin erkrankte in Gollnow
eine ganze Ackerbürgerfamilie, ausserdem 50 Personen,
von denen nachweislich 1 gestorben ist. Durch reichlichen
Genuss von Spirituosen scheinen die Trichinen getödtet
zu werden, wie ein im Reg.-Bez. Minden beobachteter Fall
beweist. Ein Schlächter hatte in betrunkenem Zustande
trotz eindringlicher Warnung 100 Gramm rohes Schweine-
fleisch gegessen, in dem zahlreiche lebende Trichinen nach-
gewiesen waren und gleich darauf, wie in den folgenden
Tagen reichliche Mengen Spirituosen genossen, worauf
nach etwa 14 Tagen sich zwar die Symptome der Trichi-
nosis, wie Athembesch werden, Muskelschmerzen und Ge-
sichtsanschwellung, jedoch in so geringem Grade einstellten,
dass der Betreffende nicht genöthigt war, das Bett zu hüten.
In Folge mangelhafter Untersuchung des Fleisches erkrank-
ten im Reg.-Bez. Merseburg 30 Personen", von denen 15
starben; unter den letzteren befand sich auch der fahr-
lässige Fleischbeschauer, der wegen schwerer Erkrankung
nicht mehr vernehmungsfähig war. Die Erkrankung war
nach dem Genuss von rohem Hackfleisch und schwach
geräucherten Bratwürsten erfolgt; in den Schinken der
geschlachteten Schweine konnten Trichinen noch nachge-
wiesen werden. Das Zahlenverhältniss der Trichinenraenge
wurde in Uebereinstimmung mit früheren Beobachtungen
so gefunden: im Zwerchfellspfeiler 17, im Zwischenfell 7,
in den Zwischcnrippenmuskeln 5, in den Vorderschenkeln 4,
in den Hals-, Kehlkopf- und Hinterschenkelmuskeln 2.
Im Jahre 1879 wurden in Preussen 3,164,656 Schweine
auf Trichinen untersucht und 1938 trichinige Schweine
(1:1632) gefunden; ausserdem fand man 3126 mal Trichinen
in amerikanischen Schweinefleischpräparaten; die Trichinen
haben sich also im Vergleich mit dem vorigen Jahre
in d. Naturgesch. der niedern Thiere während d. J. 1880 u. 1881. 561
beträchtlich vermehrt. Erkrankuugen an Trichinose beim
Menschen kamen besonders in folgenden Bezirken zur
Kenntniss: im Reg.-Bez. Königsberg 55 Erkrankungen mit
5 Sterbefällen, im Reg.-Bez. Frankfurt a. 0. 93, welche
alle genasen; in Berlin 82; hier konnte die Quelle der
Erkrankung nicht aufgefunden werden ; im Reg.-Bez. Marien-
werder 7. In Beigard erkrankten mehrere Personen an
Trichinose, obgleich das von ihnen genossene Fleisch unter-
sucht und für trichinenfrei erklärt war. Auffallend gross
war die Menge der als trichinös befundenen Schweine in
Posen, da hier auf 117 Schweine ein trichinöses kam; trotz-
dem zeigten sich Fälle von Trichinose nur ganz vereinzelt,
da die dortige Bevölkerung das Schweinefleisch in der
Regel nur stark gebraten, gekocht, gepöckelt oder geräu-
chert geniesst. Bemerke nswerth ist die Beobachtung, dass
Trichinen in Schweinen, welche von den kleinen polnischen
Wirthen in schmutzigen Ställen gehalten werden, seltener
vorkommen, als in solchen, w^elche reinlich gehalten und
gefüttert werden. Im Reg.-Bez. Schleswig erkrankte eine
Mutter mit zwei Kindern nach dem Genüsse von rohem
Hackfleisch, und starb die Mutjjer, während der Vater und
zwei andere Kinder, welche dasselbe Fleisch gekocht
genossen hatten, gesund blieben. Im Reg.-Bez. Erfurt
erkrankten 60 Personen an Trichinose nach dem Genuss
von rohem Hackfleisch und genasen alle ; einer der Fleisch-
beschau^ hatte das Fleisch für trichinenfrei erklärt und
wurden nachträglich in 23 Präparaten nur 4 Trichinen
gefunden, woraus der günstige Verlauf zu erklären ist.
Wiederholt kam es vor, dass Personen nach dem
Genuss von rohem Schweinefleisch erkrankten, das für
trichinenfrei erklärt war, und ein solcher Fall endete im
Reg.-Bez. Merseburg tödtlich; daselbst kamen im Ganzen
25 Erkrankungen mit 3 Todesfällen vor und auch in
der Landdrostei Hildesheim zeigt sich die Trichinose in
nicht unerheblichem Grade. Die Regierung in Minden
stellt den jedenfalls nur mit grosser Vorsicht aufzunehmen-
den Satz auf, dass die in amerikanischen Speckseiten
enthaltenen Trichinen stets todt seien. H. Biäenherg, über
die im Jahre 1878 — und 1879 — in Preussen auf Tri-
Archiv für Naturg. XXXXVII. Jahrg. 2. Bd. LL
562 Braun u. v. Linstow: Bericht üb. d. wissensch. Leistungen
cMnen uud Finnen untersuchten Schweine. Vierteljahr sehr,
für ger. Med. und öffentl. Sanitätswesen, neue Folge Bd.
XXXII, Berlin 1880, pag. 126—129; — und ihid. Bd.
XXXIV, Berlin 1881, pag. 166—171.
Ganz anders stellen sich diese Zahlen für Amerika;
so wurden nach Müller in der Nähe von Boston bei 5,77 %
der untersuchten Schweine Trichinen gefunden, bei Ratten
aber auf der Abdeckerei in Boston bei 76,47%; in einer
grossen Exportschlächterei bei Boston waren lOOVo der
Ratten trichinös, von anderen Ratten in verschiedenen
Ställen von Boston gefangen, in denen keine Schweine
gehalten wurden, 10%. Müller, das häufige Vorhommen
der Trichinen hei Schiveinen in den vereinigten Staaten von
Nord-ÄmeriJca. Archiv für tviss. u. pract. Thierheilkunde
7. Band, Berlin 1881 pag. 143—145.
Mit Rücksicht auf die grosse Menge der in Amerika
vorkommenden Trichinen hat die italienische Regierung
bereits am 20. Febr. 1879, und die österreichische am 10.
März 1881 die Einfuhr jeder Art Schweinefleisch aus Nord-
amerika verboten, am 25. Juni 1880 verbot das deutsche
Reich den Import von gehacktem oder sonst zubereitetem
Schweinefleisch und Würsten von dort und Frankreich
untersagte am 18. Februar 1881 die Einfuhr von nord-
amerikanischem. Pöckelfleisch.
Perroncito giebt eine ausführliche Monographie über
Trichina spiralis, der wir folgendes entnehmen :0m Jahre
1877 meldete Verf. den ersten Fall vom Auffinden der
Trichinen in Italien und zwar in einem grossen Hunde;
demselben wurde mit einer galvanocaustisch glühend
gemachten Drahtschlinge die Zunge amputirt, in der Tri-
chinenkapseln gefunden wurden. Verf. benutzt diesen Fall,
um die Anatomie, Entwicklung und Geschichte dieses Para-
siten darzulegen und constatirt, dass in Italien in aus
Amerika importirten Schweinefleischpräparaten viele Tri-
chinen gefunden werden. Die Menge des aus Nordamerika
nach Europa gebrachten Schweinefleisches ist sehr gross
und übersteigt 25 Millionen Kilogramm im Jahre. Daher
räth P. auch für Italien eine sorgtältige Fleischschau an,
und macht praktische Vorschläge zur Ausführung dieser
in d. Naturgesch. der niedern Thiere während d. J. 1880 u. 1881. 563
Massregel. Die Beschreibung des Tbieres, das erste Auf-
finderij die Feststellung der Krankheitserscheinungen, die
es bedingt, die geographische Verbreitung, das Vorkommen
in den verschiedenen Thierarten, die Entwicklung der
Darmtrichinen, deren Fortpflanzung, die Auswanderung
und Einkapselung der Jungen, die Krankheitssymptome
an den Schweinen sind Themata, die ausführlich behandelt
werden. Es folgt die Besprechung der Krankheitsbehand-
lung, der Frage, durch welche Temperaturgrade die Tri-
chinen getödtet werden, die Hygiene, die Beschreibung von
Fütterungsversuchen; Koch- und Bratversuche wurden an
Fleischstücken gemacht, um deren Temperaturen im Innern
festzustellen und ist das mit zahlreichen Abbildungen ver-
sehene Werk eine übersichtliche italienische Monographie
von Trichina spiralis. E. Perroncito, Le Trichine spiralis
in Italia, 59 pag. c. 2 tah., Torino 1880.
Ticliomirow giebt ebenfalls eine umfängliche Beschrei-
bung von Trichina spiralis mit Darlegung ihrer Anatomie
und Lebensgeschichte; erstere wird mit der von Trichd*-
cephalus dispar verglichen. Holzschnitte im Text und fei-
nere Abbildungen auf der beigegebenen Tafel illustriren
das Gefundene. Auf den Durchschnittsbildern erkennt man,
dass die Seitenfelder sehr entwickelt sind und weit in den
Hohlraum des Körpers hineinragen; während sie in der
vorderen Körperhälfte in der mathematischen Seitenlinie
liegen, ziehen sie sich in der hinteren weit nach der Bauch-
linie herab, so dass die beiden oberen, durch die Rücken-
linie geschiedenen Muskelfelder weit grösser sind, als die
beiden unteren, welche die Bauchlinie trennt; letztere fehlt
in dem vorderen und hinteren Körpertheil, so dass die
Muskulatur der Bauchhälfte hier zu einer Masse verschmilzt.
Schon bei den Embryonen unterscheidet Verf. Mund, Oeso-
phagus, Zellkörper, Chylusmagen, Chylusdarm und Anus.
Merkwürdig ist ein Durchschnitt durch eine Kapsel, bei
welchem die Trichine in ihren Windungen 8 mal getroffen
ist. M. Ticliomirow^ Materialien zur näheren Kenntniss
der Biologie und des Baues der Trichinen {Trichina spiralis
Oiven), Moshau 1880 {russisch). 25 pag. mit Taf. Schriften
564 Braun u. V. Linstow: Bericht üb. d. wissensch. Leistungen
d. Jcaiserl. russ. Gesellsch. für Naturkunde, Änthropol. und
Ethnogr. Bd. XXXVII.
Chatin verfüttert Trichinen enthaltendes gesalzenes
Schweinefleisch an Cavia cobaya mit Erfolg ; das eine
Thier starb am 8., das andere am 15. Tage nach der Fütte-
rung an constatirter Trichinose ; derselbe findet, dass Tri-
chinen auch im Fettgewebe vorkommen, was auch practisch
von grosser Bedeutung ist, und ferner in den Darmwänden
des Schweines. Die Frage nach dem Ursprünge der Tri-
chinenkapsel beantwortet Verf. dahin, dass nicht die Trichinen
den Stoff zur Kapsel absondern, dass diese auch nicht
durch das Sarcolemm gebildet wird, sondern aus dem
interfasciculären Gewebe. Bei dem Aufbau der Kapsel
treten sehr feine Granulationen auf, welche alle Reactionen
der glycogenen Substanz zeigen. Da sich auch im Speck
reguläre Kapseln bilden, so ist damit der Beweis geliefert,
dass die eigentliche Muskelsubstanz zum Aufbau der Kapsel
nicht nöthig ist. (Wenn auch das Bindegewebe des Wohn-
thiers den Stoff liefert, so muss doch die Trichine selber
einen ganz specifischen Reiz auf das Bindegewebe ausüben,
da andere Parasiten oder Fremdkörper nicht von der so
charakteristischen, citronenförmigen Kapsel umgeben wer-
den; übrigens kann eine im Fett gefundene Kapsel sehr
wohl im Muskelgewebe entstanden sein, wie man auch
Kapseln in Carcinommassen findet, wo dann das Muskel-
gewebe fettig resp. carcinomatös entartet ist Ref.) Die
Kapseln zeigen dreierlei Entartungserscheinungen, die pig-
mentöse — gelbes, bräunliches, schwärzliches Pigment — ,
die fettige und die kalkige Degeneration; letztere ist bedingt
durch Ablagerung von kohlensaurem und dreibasisch phos-
phorsaurem Kalk, der schliesslich auch der Parasit erliegt ;
bis zu 7 Trichinen fand Verf. in einer Kapsel, die mitunter
auch mehrfächerig ist. J. Chatin, Sur la presence de la
Trichine dans le tissu adipeux. Comptes rendus t. 92 pag.
737 — 739. Trichines enkystees dans les parois intestinales
du porc. ibid. t. 92 pag. 1065 — 1066. Ohservations sur
Venlcystement de la Trichine spirale. Ann. sc. natur. 6. ser.
XI Art. 10. Sur la formation du Kyste dans la Trichi-
nose musculaire, Comptes rendus t. 92 pag, 1528—1530.
in d. Naturgesch. der niedern Thiere während d. J. 1880 u. 1881. 565
Gontribution ä Veüide de la Trichinose, ibid. pag. 463—465.
Developpement de Vovule chez la Trichine spircde, 3Icm. de
la Soc. Biolog. 1881.
Andere Berichte über Trichinen, die weniger zoolo-
gische Bedeutung haben, sind folgende: [s. n.): Trichinae
in relation to jmblic Health^ Americ. monthly microscop.
Journ. vol. 11 Nr. 3 pag. 41—49. BilUnfjs, Häufigheit
der Trichinen in Boston, Berl. Min. Wochenschr., November
1880. Boiiley, De la Trichinose, Comptes renclus 1881—
82, Bullet, de Vacad. de Medec. 1881—82. Cobbold,
Populäre Vorlesung über Trichinosis und die Gefahr der
animalen Kost, Sanitary Record 1880, Lltalia Ägricola,
Becember 1880. G. Colin, Sur les Trichines, Bidlet.
Äcad. Med. 22. Febr. 1881. pag. 248; Trichines et Tri-
chinose, ibid. pag. 263. Cornil et Ranvier, Traite
dliistologie pathologique t. 1, 2. edit. 1881. JDavaine,
(gestorben) Sur les Trichines, Bidl. Äcad. Med. 1881.
Mnnes, Bes moyens de p)reve7zir la Trichinose, Ann. dliy-
giene, September 1881. Glasier (Erschöpfender Bericht
über Trichinen und Trichinosis), Washington 1881. Laboul-
bene, La Trichinose de Crepy-en-Valois. Btdlet. Äcad.
Med. Febr. 1881. Wattier, Quelques mots sur les muscles
trichines. Btdl. Soc. Neuchdtel Xllptag. 295. 303. Laboiil-
bene, Be Vinfectiou par les Trichines et des moyens de la
reconnaitre, Ann. cVhygiene, Mai 1881 pag. 401. JPabst,
Trichiniges Fleisch, Bie Natur, 2. April 1881. Hoth,
Trichinose du larynx ches deux hommes n'ayant pas quitte
la Suisse, CorrespondenM. d. Schweizer Äerste, September
1880. Mueffert, microscopische Fleischschau, Leipzig
1880. 6r. See, Comment peut-on reconnaitre la trichi-
nöse chez Vhomme 1881. Vacher, Sur la Trichine et la
Trichinose, Gazette medicale 1881. Valiin, Resistance des
Trichines ä la chaleur et temperature .centrale des viandes
preparces. Bidl. Äcad. Med. Febr. 1881. JJhde, Häufig-
keit der Trichinen und Finnen bei Schiveinen im Herzogth.
Braunschiveig. Virchow's Ärch. Bd. 84, 1881, pag. 419.
Beutsche Zeitschr. für Thiermed. und vergl. Path. B. VIL
pag. 244 — 245. Micklin, La Trichinose, diagnostih et
traitement, Gazette medicale Nr. 9, 1881.
566 Braun u. v. Linstow: Bericht üb. d. wissensch. Leistungen
Megnin bezweifelt, dass die Ratte der eigentliche
Träger der Trichinen sei, auch werde angeblich der Mensch
nicht allein nach Genuss von Schweinefleisch , von der
Trichinose befallen, da nach Le Spallanzani Soldaten der
Garnison Thionville nach dem Genuss von Gänsefleisch an
der Trichinose erkrankt seien (!), ferner hätte Demarchi
und Barkodes (sie !) Trichinen im Huhn gefunden, ersterer
in den Muskeln, letzterer in der Darmwand (die letztere
Form des Bakody ist keine Trichine, sondern eine Spirop-
tera- oder Filarien-Larve, Ref.) Verf. führt nun 5 verschie-
dene encystirte kleine Nematodenlarven an, die nicht mit
Trichinen zu verwechseln seien; von denselben gehören
scheinbar 4 zum Genus Filaria oder Spiroptera, eine zu
Physaloptera. Die Larve von Spiroptera strumosa, 6 mal
grösser als eine Muskeltrichine, rosa roth, in gestielten
Cysten an der Aussenwand des Magens und Darms von
Talpa europaea wird wohl niemand für eine Trichine
halten ; ferner Larven von Physaloptera abbreviata aus
der Darm- und Magenwand von Chrysolamprus ocellatus;
die Form ist wahrscheinlich identisch mit der sogen.
Trichina agilissima Molin. Die dritte Form, eine Filarien-
larve, ist neu, und wurde im Intervisceral- und subcutanen
Bindegewebe von Machetes pugnax entdeckt ; der Helminth
ist 2 mm lang und 0,1 mm breit; die vierte wurde unter
dem Peritoneum und zwischen den Epiploon-Blättern von
Erinaceus europaeus gefunden und dürfte der „Ascaris"
pusilla Rud. entsprechen; die letzte endlich wurde im
Muskel von Rana temporaria gefunden und ist augenschein-
lich die von Hannover (Jagttagels. over indk. Indvolds.
hos Fröen, Kjöbenhavn 1864, pag. 9 — 10, tab. I flg. 3)
beschriebene Form. Die beiden ersteren Arten sind vielleicht
als verirrt anzusehen, denn da in der Regel kein Maulwurf
den andern und kei|ie Eidechse die andere frisst, was in der
Gefangenschaft allerdings beobachtet ist, so dürften, da die
entsprechenden geschlechtsreifen Formen die eigentlichen
Parasiten dieser Thiere sind, die in ihnen eingekapselten
Larven meistens dem Untergange geweiht sein, die in ihren
definitiven anstatt in den Zwischenwirth gelangt sind, in dem
sie sich einkapselten und am Leben blieben, weil ihr Orga-
in (I. Naturgesch. der niedern Thiere während d. J. 1880 u. 1881. 567
nismus, wenn auch für eine spätere Lebensepoche, auf
diesen Nährboden berechnet ist. Warum übrigens Verf.
die Zoologen vor einer Verwechslung dieser Larven aus
diesen Wohnthieren mit Trichinen warnt, ist nicht recht ein-
zusehen. P. Megnin, Sur de petits Hehninthes agames enhystes^
qui peuveiit etre confondus et qui Vont ete avec la Trichina
spiralis. Bull. soc. zoolog. VI pag. 189 — 198, pl. VI—VIII.
Ueber Cysten in den Muskeln des Pferdes, ähnlich
denen der Trichinen, aber grösser, berichtet (xiard Asso-
ciation francaise, 9. session Reims 1880 p. 705.
Die beiden wichtigsten Arbeiten auf dem Gebiete
der freilebenden Nematoden von de Man und Oerley
sind schon im vorigen Berichte erwähnt worden, die des
letztgenannten Verfassers ist ungarisch geschrieben und ist
ihr ein deutscher Auszug beigegeben. «7. G. de Man^
die einheimischen, frei in der reinen Erde und im süssen Wasser
lebenden Nematoden, Separatahdruch aus Tijdschr. Nederl.
Dierlx. Ver. Vp)cig. 1—104, Leiden 1880 ; TJeher einige neue oder
noch unvollständig bel'annte Arten von frei oder in der reinen
Erde lebenden Nematoden, ibid. pag, 138 —148. L, Oerley ^
Monographie der Anguilluliden Term. fü^etch. IV pag. 1 —
138, 7 Tfln.\ deutscher Auszug pag. 139 — 165. Budapest
1880. Journ. E. microscop. 2 ser. 1881. vol. I pag. 739—740.
Perrier beschreibt einen Nematoden unter dem Namen
DionyxLacaziin. sp., welcher in den Muskeln von Ponto-
drilus Marionis eingekapselt lebt; rechts und links vom Oeso-
phagus findet sich ein sichelförmiger Haken, die Männchen
haben 2 wenig gekrümmte Spicula, die grösseren Weibchen
scheinen schon in der Kapsel geschlechtsreif zu werden und
übrigens stimmen dieseNematoden in allenCharakteren mitden
Ireilebenden überein. E. Perrier, Organisation des Lombriciens,
Arch. Zoolog, experim. t. IX, 1881 pag. 242—243 c. Fig.
Eine neue grönländische Chaetosoma-Art beschreibt
Levinsen, welche er Chaetosoma groenlandicum n.
sp. nennt. Dieselbe unterscheidet sich von den bekannten
Arten durch eine dritte Stäbchenreihe, welche in der Mitte
zwischen den beiden anderen liegt; in den beiden äusseren
stehen 24 resp. 26 Stäbchen, die der mittleren sind nicht
gezählt; sie nehmen nach hinten an Länge ab und sind
568 Bräun u. v, Linstow: Bericht üb. d. wissensch. Leistungen
ungleich dick. G. M. B. Levinsen, Smaa Bidrag til den
grönlandshe Fauna, Vidcnsk. Medd. fra den naturh. Foren
i Kjöbenhavn 1881 pag. 127—140, tab. IL Om en grön-
landsk Ghaetosoma-Art, ibid. pag. 6—7.
Goette beschreibt die Entwicklung des Embryo's im
im Ei von „Rhabditis" nigrovenosa (zu Rhabditis gehört
die Art entschieden nicht, Leuckart benennt sie Rhabdo-
nema, Ref. rechnet sie zur Angiostomum). Die erste Dotter-
furchung geschieht quer zur Längsachse des Ei's und sind
diese Blastomeren die Anlagen des Ectoderms und des
Entoderms; von letzterem entwickelt sich das Mesoderm,
welches die Genitalanlage bildet. Das Entoderm oder
Darmblatt umschliesst Anfangs eine Darmhöhle und wird
später ein scheinbar solider Strang ; Mund- und Schlundhöhle
entstehen durch Einstülpung des Ectoderms, aus dem sich
auch das Nervensystem entwickelt. A. Goette, Zur Enhviclc-
hingsgesch. d. Würmer, Zoolog. Anzeiger 1881 pag. 189—191.
Ueber eine neue Art Rhabditis genitalis macht
Schreiber Mittheilung. Die Männchen sind etwas über 1 mm
lang, die unreifen Exemplare 0,2 — 0,25 mm; sie wurden ent-
deckt im Urin eines Frauenzimmers und sind vorläufig ganz
problematischer Natur. The Lancet, d. 18. Juni 1881 pag. 1004.
An Bord des englischen Schulschiffs Cornwall erkrankte
und starb ein Junge unter Umständen, welche 2 Monate
nach dem Tode eine Exhumation veranlassten. In den
Muskeln wurden kleine Nematoden in grosser Menge gefun-
den, die für Trichinen gehalten wurden ; Cobbold erkannte
sie aber für Rhabditiden und nannte die Form Rhabditis
Cornwalli, Bastian dagegen Leptodera setigera, und Derby
fand, dass sie identisch mit Rhabditis teres Schneider sei.
Dass diese Nematoden den Tod verursacht haben, ist wohl
kaum anzunehmen, vielmehr wird man bei der ohne Zweifel
stark vorgeschrittenen Fäulniss das Auftreten derselben
für eine Leichenerscheinung halten, und so lösst sich das
Räthselhafte dieses Falles in einfacher Weise, der in Eng-
land in den Zeitungen und sogar in beiden Parlaments-
häusern verhandelt wurde. W. M. I*oiver, Eejwrt to
the Locol Governm. Board on an Outhreah of Fever etc.
1880; Cobholdf Journ. of the QueJcett microscop. Club.
in d. Naturgesch. der niederu Thiere während d. J. 1880 u. 1881. 569
August 1880 pag. 148. Sanitary Becord. Mai 1880 pag.
407, ibid. Juni 1880 pag. 449; Osservatore 1880; LItalia
Agricola, 15. u. 23. Becenib. 1880; The Times S.Mai 1880.
The Lancetj 8. Mai 1880 \ Medical Press and Circidar for
7. April 1880 pag. 289, Medico-Parliamentary Report in
British Med. Journ. 27. Mars 1880 pag. 497.
Kulm berichtet über Heterodera Schachtii, einen
Nematoden, welcher ebenso gefährlich für die Cultiir der
Zuckerrübe ist wie die Reblaus für den Weinbau. Die
Nematoden treten in dem Boden, in welchem Rüben bereits
gebaut sind, so massenhaft auf, dass die neugepflanzten
Rüben von ihnen zerstört werden; der Landmann nennt
dann einen solchen Boden „rübenmüde". Jedoch wird der
Zustand nicht durch Nährstoffmangel' des Bodens, sondern
lediglich durch Ueberhandnehmen der Helminthen hervor-
gerufen; durch Vernichtung derselben wird der Boden wie-
der voll ertragsfähig. Wirksam zur Vernichtung der Thiere
ist ein Erhitzen des Bodens bis auf 100^ C, wodurch sie
getödtet werden. Besser werden die Nematoden mit ihrem
Pilzparasiten, Tarychium auxiliare, durch Fangpflanzen
beseitigt, wozu sich besonders Kohlarten eignen. Dieselben
werden gepflanzt, um die Nematoden an sich zu ziehen
und dann ausgezogen und vernichtet. Die im Rübenabfall
vorhandenen Helminthen lassen sich durch Aetzkalk tödten.
Frost schadet ihnen im Boden nichts und sie leben in
verschiedenen Pflanzen, von denen 27 namhaft gemacht
werden. Verf. stellt eine genaue Schilderung der Entwick-
lung in Aussicht; einstweilen giebt er an, dass das Hinter-
ende der Larven nach der ersten Häutung nicht mehr
spitz, sondern abgerundet ist und der Körper dicker wird,
unregelmässig cylindrisch oder flaschenförmig; das Kopf-
ende ist zugespitzt mit dem Tylenchus-Stachel. Die die
Larven deckende Rindenschicht der Rübenwurzel schwillt
an und reisst endlich über dem Hinterende des Nematoden,
so dass dieses nach aussen frei wird. Im Innern der Lar-
venhaut bildet sich nun bei den Männchen ein langer, dünner,
mehrfach verschlungener Wurm; diese Larvenhaut wird
von A. Schmidt als Cyste bezeichnet. Das Männchen ver-
lässt diese Larvenhaut um das Weibchen zu befruchten,
570 Braun u. v. Linstow: Bericht üb. d. wissensch. Leistungen
welches letztere dann zu einem citronenförmigen, mit blossem
Auge sichtbaren Körper anschwillt. J. Kuhn, Bericht über
die Ergehnisse der im Auftrage des Vereins für Bühen^ucJcer-
Industrie des deutschen Reiches angestellten Versuche zur
Ermittelung der Ursache der RübenmiidigJceit des Bodens
und zur Erforschung der Natur der Nematoden. Ber. aus
d. phys. Lahorat. und d. Versuchsanst. d. landw. Inst. d.
Univers. Halle. 3. Heft, Halle 188t 153 pag.
Derselbe Verf. berichtet über Edelweis-Anguillulen,
Tylenchus nivalis in der Magdeburger Zeitung vom 13 .
Juni 1880 und ferner über Luzernälchen, Tylenchus
Havensteinii, einen neuen Feind der Landwirthschaft,
in der Neuen freien Presse vom 27. Juni 1881, der massen-
haft in Luzerne und Rothklee wohnt und mit Tylenchus
vastatrix nahe verwandt ist.
Münster findet im sogenannten weissen Brande des
Weizens Anguillula tritici, 8. Jahresber. des westph. Prov.
Vereins für Wissensch. und Kunst, Münster 1880 pag. 12
und Thomas giebt an, dass Dryas octopetala an verschie-
denen Gallenbildungen leidet, von denen die eine Form
durch einen kleinen Nematoden hervorgerufen wird; der-
selbe wird nicht benannt und bewohnt der Nematode das
Innere des entarteten Blattgewebes. Fr. Thomas, Synchy-
trium und Anguillula auf Dryas, Botan. Centralbl. 1880,
2 pag.
Gordiaceen. Villot beklagt sich, dass seine Unter-
suchungen an Gordien so wenig wiederholt und seine
Arbeit so wenig kritisirt sei, bedenkt dabei aber wohl
nicht, dass das Material hierzu in vielen Gegenden gänz-
lich fehlt und überhaupt schwer zu erlangen ist. Die
Begattung, bei der das Männchen das Weibchen umschlingt,
wird geschildert, ebenso die Ueberführung der Spermato-
phoren in den weiblichen Organismus und die Ablage der
Eischntire (cordons ovigeres). An den Embryonen werden
drei Muskelbänder beschrieben, welche die 3 Leisten des
Rüssels bewegen und an der Stelle entspringen, wo das
Schwanzende vom Körper abgesetzt ist. Was die weitere
Entwicklung betrifft, so unterscheidet Verf. eine premiere
und deuxieme forme larvaire ; erstere, vom Ref. mit ;,Em-
in d Naturgesch. der niedern Thiere während d. J. 1880 u. 1881. 571
bryo" oder ,, Embryonalform ^ bezeichnet, was Verf. für
unrichtig hält, weil man den Ausdruck Embryo nur für
noch im Ei enthaltene Thierformen anwende, obgleich er
selber pag. 9 sagt: „Leydig a figure un „embryon" de
Gordius aquaticus enkyste dans le mesentere d'un Rana
temporaria" — gleicht dem im Ei enthaltenen Embryo in
allen Stücken und ist encystirt gefunden ausser im Mesen-
terium von Rana temporaria, in der Darmschleimhaut von
Phoxinus laevis, Cobitis barbatula, Petromyzon Planeri,
in Insektenlarven, nämlich von Ephemera, Corethra, Chi-
ronomus, Hydrophilus piceus, in Enchytraeus . vermicularis,
in Planorbis und Limnaeus vulgaris. Verf. sieht hierin
einen Beweis, dass die Gordius-Embryonen sich ihre Wirthe
wählen, und sich in beliebigen Wasserthieren entwickeln
können, berücksichtigt dabei aber nicht, dass hier alle
bekannten Fundorte der Embryonalformen von Gordius auf-
gezählt sind, nicht etwa nur die einer Art, und die ein-
zelnen Arten werden sich doch vermuthlich auf ein Wohn-
thier oder einige im System verwandte Species beschränken.
Diese eingekapselten, winzig kleinen Embryonalformen
verändern sich in ihren Kapseln nicht und sind ganz die
bekannten, am Kopfe bewaffneten Embryonen.
Die andere Form, von Ref. mit „Larven^ bezeichnet,
wird dargestellt durch grosse, oberflächlich betrachtet den
Nematoden ähnliche Würmer, welche in sehr zahlreichen
Fällen gefunden sind in Insekten, als Coleopteren, Neu-
ropteren, Hymenopteren, Hemipteren, Dipteren, Lepidop-
teren; in Arachniden (Drassus fuscus u. lucifugus, Epeira
ceropegia und diadema, Aranea), Crustaceen (Apus, Cari-
dina) und Fischen (Cobitis fossilis, Petromyzon fluviatilis,
Thymallus vexillifer, Salmo), endlich im Wirbelkanal von
Rana temporaria.
Nun scheint nichts näher zu liegen, als anzunehmen,
dass die Embryonalform, wenn sie sammt ihrem Wirth
z. B. von einem Wasserkäfer verschlungen wird, sich in
diesem zu einer Larve entwickelt, was Verf. aber bestreitet,
da in diesem Sinne angestellte Fütterungsversuche resultat-
los geblieben sind, was nun allerdings noch kein Grund
ist, eine solche Entwicklungsweise zu leugnen. Verf. nennt
572 Braun u. v. Linstow: Bericht üb. d. wissensch. Leistungen
den Parasitismus der Gordien eine Entwicklungsbedingung,
aber keine normale Existenzbedingung und ist der Meinung,
dass die Entwicklung in nur einem und demselben Wirth
durchlaufen wird. Ob Verf. nun meint, dass sich die
encystirten Embryonalformen selbst aus ihren Cysten
befreien oder wie die Entwicklung sonst gedacht wird,
erfahren wir nicht. An den freilebenden, erwachsenen
Thieren werden die Haut, der Bauchstrang, das Muskel-
system, der Verdauungsapparat, die Geschlechtsorgane,
das Nervensystem und das Körperparenchym einer Unter-
suchung unterzogen, welche im wesentlichen dasselbe
bietet, was in des Verf's Monographie des Dragonneaux
enthalten ist; wenn Ref. an der Haut 4 verschiedene Lagen
unterscheidet und Verf. nur 2, indem er des Ref. 2.-4.
Lage als eine auffasst, so dürfte das wohl noch kein
Grund sein, zu sagen: „la structure de la couche profonde
a ete tres-inexactement interpretee" etc. Die Hypoder-
mis, von Meissner Perimysium genannt, eine ununterbrochene
Schicht zwischen Haut und Muskeln, am Kopfe zu einer
Calotte verdickt, hält Verf. auch nach seinen neueren
Untersuchungen für das Nervensystem ebenso wie den
mit ihm in Zusammenhang stehenden Bauchstrang, obgleich
das Kopfganglion rings von der Hypodermis eingeschlossen
wird. Bütschli und Ref. haben, wie Verf. erklärt, die
Hypodermis viel zu schematisch dargestellt; was man in
der Natur sieht, ist weit entfernt, so sauber gezeichnet zu
sein, ihre Figuren entsprechen durchaus nicht der Wirk-
lichkeit.
Die Männchen haben 2 Hoden und 2 Vasa deferentia,
die Weibchen 2 Ovarien und 2 Oviducte; bei beiden
Geschlechtern findet man eine Cloake; die weibliche des
Verf.'s entspricht Grenacher's Receptaculum seminis, Uterus
und Cloake. Verf. hält v. Siebold's Ordnung der Gordia-
ceen für unhaltbar und stellt Mermis und Sphaerularia
zur Ordnung der Nemato'iden, während die Gordiaceen
eine Ordnung für sich unter den Nemathelminthen bilden.
In einer anderen Arbeit bemerkt Verf., dass die 3
Stilette am Rüssel der Embryonalformen durch 3 beson-
dere Muskeln bewegt werden. Die beiden Larvenformen
in d. Naturgesch. der niedern Thiere während d. J. 1880 u. 1881. 573
leben wahrscheinlich in demselben Wirth; sie suchen als
Wohnort die verschiedensten Thiere, und zwar besonders
solche, die im Wasser leben; in Landthieren kommen sie
nur ausnahmsweise und abnormer Weise vor, auch ist ihr
Vorkommen in Insekten nicht so häufig wie man annimmt,
da dasselbe besonders von Entomologen registrirt wird,
die wohl manche nicht hierhergehörige Form als Gordius
bezeichnet haben. Das Gehirnganglion entsteht aus einem
den Oesophagus umschliessenden Ringe, wie man ihn bei
den Nematoden überall findet; da nun später der Oesopha-
gus atrophirt, so verschmilzt der Ring zu einer soliden
Masse; das secretäre Organ Meissner's ist der Darm.
A. Villot, Sur V Organisation et le developpement des Gordiens^
Comptes rendus, Paris, t. 90 pag. 1569—1571; Denxieme
note ibid. t. 91 pag. 774 — 776. Ann. of nat. hist. 5. ser.,
vol. VI pag. 169—171, 466—467. Nouvelhs recherches
sur Vorganisation et le developpement des Gordiens, Ann.
sc. nat. 1881, t. XI pag, 1—41, pl. 4—5.
Weyenbergh erwähnt Gordius acridiorum, den er
1875 genau beschrieben hat und hält ihn für identisch
mit Eschricht's Art aus Locusta (Forh. Skand. Natuurf.
fjerde Moede Christiania 1847, t. III pag. 369). Die Länge
beträgt 500mm, die Breite 1,25 mm; die Art lebt als Larve,
dunkelgelb von Farbe und glänzend, in Acridium para-
nense Burm., der Körper war hier in einem Fall 100 mm
lang, nach dem Aufenthalt von einigen Wochen im Wasser
wurde er 400 mm gross ; in den Jahren, wo grosse Mengen
von Acridium paranense vorkommen, ist die Art besonders
häufig (ein Beweis gegen die vorstehend augeführte Ansicht
Villot's). Erwachsen und im Wasser ist das Thier dunkel-
braun, das Kopfende ist etwas verdickt. Gordiustenuis
n. sp. ist in erwachsenem Zustande glänzend schwarz und
lebt in Wasserläufen; der Körper ist sehr dünn, nur so
stark wie ein Pferdehaar; die Grösse beträgt 190 mm;
die weisse, 7—8 Decim. (sie! soll wohl Centim. heissen)
grosse Larve, die vermuthlich hierher gehört, lebt in Mantis
precaria L; während des Lebens in den Insekten ist die
Farbe gelblich. Gordius dubiusn. sp. gleicht an Grösse
und Form der vorigen, die Farbe ist aber blass gelblich,
574 Braun u. v. Linstow: Bericht üb. d. wissensch. Leistungen
im Leben zuweilen etwas nach orangegelb spielend; sie
wird bis 300 mm gross. Verf. hielt diese Form Anfangs
für Larven, doch weil bei den gelblichen Exemplaren die
Mundöffnung bereits völlig geschlossen war und weil von
der vorigen nie grössere Exemplare als 200 mm lang gefun-
den wurden, so wird hier eine besondere Art angenommen;
die Art lebt in Canälen und Gebirgs wässern.
Diese Formen müssen nicht selten sein, denn sie sind
den Landleuten bekannt, welche sie für belebte Pferde-
haare halten. Auf die Bildung der Cuticula, den besten
Anhalt zur Artunterscheidung, wird keine Rücksicht
genommen. D. WeyenbergJi, Descriptiones de nuevos gusa-
nos, Boletin de la academia nacional de ciencias de la Re-
publica Ärgentina, tomo III, Cordohi^ 1879 pag. 216—218.
Periodico Zoolog. Ärgent. t. 3 pag. 106—111.
Verschiedene Gordien bespricht Oerley, wie Gordius
fasciatus, fulgur, aquaticus, aeneus, platyurus, sphaerurus,
pustulosus, violaceus, subbifurcus, tricuspidatus, trilobus,
verrucosus, und ferner zwei neue Arten, diblastus und
pachydermus. Die Abbildungen geben die Cuticula-
Bildung von 7 Arten, darunter der beiden neuen; letztere
stammen aus Neu-Seeland; diblastus, 160-^400 mm lang,
zeigt doppelt contourirte , sich unter spitzem Winkel
kreuzende Linien und blasse Flecken, pachydermus,
160 — 200 mm lang, ganz unregelmässige, zum Theil wink-
lig begrenzte Papillen. L. Oerley, On Hair-tvorms in the
Collection of the British Museum^ Ann. of nat. hist. 5. ser.
t VIII pag. 327-332. pl. XVIII
Einen Weiblichen Gordius von der Gruppe Chordo-
des, gefunden in einem Thal nördlich von Tiflis in einem
aus einem Salzsee abfliessenden Bache, beschreibt Rosa.
Das Thier ist 185 mm lang und 1,5 mm breit. Die noch
vorhandene Mundöffnung beweist, dass das Exemplar noch
vor kurzer Zeit dem Larvenzustand angehörte; die Farbe
ist braun und ist die Haut mit regellos vertheilten, weiss-
lichen Papillen bedeckt. Microscopisch betrachtet ist aber
die ganze Haut mit 0,01 mm grossen Papillen besetzt, die
dort, wo man mit blossen Augen die grossen bemerkt, in
Gruppen von grösseren zusammentreten, welche cylindrisch
in d. Naturgesch. der niedern Thiere während d. J. 1880 u. 1881. 575
gestaltet sind ; die grössten stehen in der Mitte der Gruppe
und sind ihrer ganzen Länge nach von einem Caual durch-
bohrt, an dessen Mündung ein Cilienkranz steht; das Thier
erhält den Namen Gordius de Filippii. B. Rom^
Nota intorno cid una nuova specie äel gencre Gordius, pro-
veniente da Tiflis, Torino 1881, Atti R. Äccad. Sc. Torino
vol 16, pag. 572—574.
Asper findet Mermis aquatilis in mehreren von ihm
auf die Thierwelt durchforschten Schweizer Seen im
Schlamm des Grundes. G. Asper, Beiträge zur Kenntniss
der Tiefseefauna der Schweizer Seen, Zoolog. Anzeiger 1880
pag. 130 — 134, 200 — 208. Bie ^oelagische Fauna und
Tiefseefauna der Schweizer Seen, Intern. Fischereiausstellung
in Berlin, Schweizer Catalog pag. 127 — 129.
In Budapest fand Babesin in einer 30—40 Jahre
alten Frau einen todten, zum Theil verkalkten 170 (an
anderer Stelle wird 140 angegeben) mm langen Helminthen
von 0,35 mm Durchmesser, in einer Kapsel, die Milz und
Zwerchfell verlöthete, zwischen den Lamellen des Liga-
mentum gastro-duodenale. Die Cuticula zeigt niedere
Längsleisten, ausserdem Querstreifen, aus in spitzem Winkel
sich kreuzenden Linien gebildet, das „Chorion" ist sehr
mächtig, die Mundöffnung klein, becherförmig; der Anus
steht 0,3 mm vom Schwanzende, die Vulva findet sich
nur 0,06 mm von der Mundöffnung entfernt; terminal am
Schwanzende bemerkt man eine trichterförmige Oeffnung.
Die Eier waren nicht ausgebildet; die Muskeln zeigten
die Anordnung der Holomyarier und sieht man ausserdem
6 angedeutete, subcutane Mundpapillen; benannt wird die
Form Filaria peritonei hominis n. sp. Eine Filaria
kann sie schon der Muskelbilduug wegen nicht sein und
würde Ref. sie dem Habitus, der Haut- und Muskelbildung
nach für eine verirrte Mermis halten, wenn nicht die Lage
der Vulva und das Vorhandensein des Anus dagegen
sprächen. V. Babesin, TJeher einen im menschlichen Peri-
tonium gefundenen Nematoden, Ar eh. für path. Anat. u.
Phys. Berlin 1880, pag. 158—165, tob. V Pig. 1-5.
Acanthocephalen. Baltzer theilt die Ergebnisse
seiner Untersuchungen an Echinorhynchus proteus, angu-
576 Braun u. v. Linstow: Bericht üb. d. wissenscb. Leistungen
Status, gigas und polymorphus mit, die sich besonders
auf das Hautgewebe, den Bau des sogenannten Halses und
des Rostellum, des Eeceptaculum mit seinen Muskeln und
dem grossen Ganglion, sowie der weiblichen Sexualorgane
erstrecken. Eine geschichtliche Einleitung wird voraus-
geschickt und zunächst die Structur der äusseren Decken
erörtert, welcher complicirter ist, als man bisher ange-
nommen hat; zu äusserst unterscheidet Verf. eine Cuticula,
darunter eine Streifencuticula; diese Gewebe bedecken die
sehr mächtige Subcuticula, welche zunächst aus Circulär-
fasern besteht, zwischen deren einzelnen Züge helle Körn-
chen, als Körnchenstreifen bezeichnet, eingelagert sind;
weiter nach innen folgt dann das starke Radiärfaser-System,
dessen einzelne Bündel eingelagerte Zellen einschliessen
und grosse Gefässräume zwischen sich freilassen; darauf
folgt das die Leibeshöhle begrenzende Bindegewebe. Am
Halstheil von Ech. proteus hat die Subcuticula wesentlich
an Stärke abgenommen, als deren Anhangsgebilde die
Lemnisken anzusehen sind; diese sind aus 3 Fasersystemen
zusammengesetzt; bedeckt werden sie von einer Binde-
gewebsschicht, unter der eine Parallelfaserschicht liegt,
dann folgen von aussen nach innen eine Längs-, eine
Radiär- und eine Circulärfaserschicht; Gefässräume sind
auch hier vorhanden und wird die Funktion der Lemnis-
ken darin gesucht, für den Hals und Rüssel die Nahrung
aufzunehmen und zu verarbeiten, also eine Art Darmthätig-
keit auszuüben.
Das grosse Ganglion hat keine besondere Hülle und
die Ausläufer der einzelnen Ganglienzellen vereinigen sich
zu mehreren zur Bildung eines Nerven, von denen 6 beson-
ders starke vorhanden sind, ein vorderer und ein hinterer
Mediannerv, zwei vordere und zwei hintere Seitennerven;
der vordere Mediannerv setzt sich in den Rüssel bis zur
Spitze fort, wo bei einzelnen Formen zwei auffallende
Zellen liegen. Am weiblichen Genitalapparat unterscheidet
Verf. 3 Abtheilungen, eine obere, die Glocke, welche zur
Aufnahme der in der Leibeshöhle flbttirenden Eier dient,
eine mittlere, die als Uterus anzusehen ist und eine untere,
die zum Ausstossen der reifen Eier und zur Aufnahme des
in d. Naturgesch, der niederu Tbiere während d. J. 1880 u. 1881. 577
Samens dient die Vagina. Die Glocke öffnet bei ihren
Bewegungen ihren Mund und nimmt die ihr zunächst
befindlichen Eier auf, worauf diese weiter bewegt werden,
so dass ein Theil durch die hintere Oeffnung der Glocke
wieder in die Leibeshöhle zurücktritt, während ein anderer
durch ein" zwischen den beiden Seitenzellen gelegenes,
gewissermassen siebartiges Maschenwerk gepresst wird,
durch das nur die reifen, spindelförmigen Eier dringen
können, die dann weiter in den Uterus befördert werden.
Die Rüsselscheide sowohl wie die Uterusglocke und der Uterus
zeigen eine Muskulatur, welcher auf der Innenseite eine mäch-
tige Schicht von Papillen aufsitzt. Der sehr complicirte Bau
der Uterusglocke ist durch Querschnitte veranschaulicht. Die
beiden Zellen am Vorderende des Rüssels von Ech. proteus
scheinen die Ganglienzellen eines hier localisirten Tastorgans
zu sein. C. Baltser^ Zur Kenntniss der EcMnorliynchen^
Archiv für Naturgesch. Bd. XLVI pag. 1—40, tob. I—Il.
Megnin bemerkt, dass die Lemnisken, welche Duj ar-
din für Speicheldrüsen halte, während alle übrigen Autoren
erklären, über die Function dieser Organe im Unklaren
zu sein, bei Echinorhynchen-Larven mitunter die ganze
Länge des Körpers ausfüllen und sich an der Basis des
Rüssels öffnen mit einer grossen, von fein gefalteten Lippen
umgebenen Mündung; bei Echinorhynchus brevicollis aus
dem Walfisch sind die Lemnisken 2 lange, cylindrische
Tuben, die sieb in einer Furche an der Basis des Rüssels
öffnen und deren Lumen von polygonalen Zellen ausge-
kleidet ist. Die Lemnisken atrophiren bei den erwachsenen
Exemplaren mehr oder weniger und entsprechen dem Darm
derTrematoden. Ref. bemerkt dazu, dass auch bei geschlechts-
reifen Echinorhynchen mitunter die Länge der Lemnisken
diejenige des Körpers übertrifft und dass er bereits im Jahre
1872 (Arch. f. Naturgesch.) die Ansicht ausgesprochen und
motivirt hat, dass die Lemnisken die Function eines
Darms hätten. M. Megnin, Note sur quelques points encore
ohscurs de Vorganisation et du developpement des Echinor-
hynques. Comptes rendus^ Paris 1881, t. 93 pag. 1034 — 1036,
Als neu beschreibt Ref. Echinorhyncbus capi-
tatus aus Pseudorca crassidens (1. c).
Archiv für Naturgesch. XXXXVII. Jahrg. 2. Bd. MM
578 Braun u. v. L in stow: Bericht üb. d. wissensch. Leistungen
Trematoden. Eine sehr umfangreiche Arbeit über
die Entwicklung der Trematoden verdanken wir Ercolani,
zu welcher ein reiches Material benutzt ist. An bekannten
Formen werden beschrieben Cercaria chlorotica Dies.
aus Paludina vivipara und achatina, Cerc. brunnea aus
Paludina vivipara, C. vesiculosa Dies, aus Paludina achatina
und vivipara, C. triloba de Fil. aus Planorbis corneus und
Paludina achatina, C. gibba de Fil. aus Limnaeus stag-
nalis und obscurus und Paludina vivipara, C. armata v.
Sieb, aus Planorbis corneus, von der Verf. C. armata
Steenstrup aus Limnaeus obscurus und stagnalis trennt;
die Unterschiede beider hätten sich wohl sicherer aus
Form und Grösse des Bohrstachels als aus der sehr
schwankenden Körpergrösse und der Länge der Darmschenkel
nachweisen lassen; ferner C. tripunctata (= C. s. Histrio-
nella ephemera Nitzsch) aus Planorbis corneus, C. echi-
nata aus Limnaeus stagnalis und obscurus, Paludina vivi-
para und achatina, Planorbis corneus, C. ocellata de la
Vai. (= Histrionella fissicauda Dies.) aus Planorbis corneus,
C. cristata de la Val. (= Lophocercaria fissicauda Dies.)
aus Limnaeus auricularius, C. polymorpha (= Bucephalus
polymorphus Baer) aus Anodonta anatina.
Als neu beschreibt Verf. Cercaria microcotyla
aus Paludina vivipara und achatina, Limnaeus obscurus
und Planorbis corneus, Cercaria Limnaei obscuri
aus Limnaeus obscurus und stagnalis, Cercaria buce-
phalus aus Unio pictorum und Anodonta anatina.
Was die Nomenclatur der Cercarien anbelangt, so dürfte
es wohl an der Zeit sein, die alten „Genera" Cercaria, Cer-
cariaeum, Histrionella, Histrionellina,Lophocercaria, Bucepha-
lus etc. aufzugeben, da man doch weiss, dass alle Formen nur
die Larvenzustände von Distomum, Monostomum und Am-
phistomum darstellen. So gehört Cercaria oder Histrio-
nella ephemera zu Monostomum, Cercaria oder Histrionella
ocellata (= fissicauda) zu Distomum, und wäre es dem
Stande des Wissens wohl angemessener, alle genannten
Genera eingehen zu lassen und an deren Stelle Distomo-
cercaria, Monostomocercaria, Amphistomocercaria zu setzen,
ohne Rücksicht darauf, ob die Cercarie geschwänzt oder mit
in d. Naturgesch. der niedern Thiere während d. J. 1880 u. 1881. 579
Aiigenflecken versehen ist oder nicht, und ob der Riider-
schwanz ganz oder getheilt ist; bringt man doch die
Schmetterlingsraupen auch nicht in besondere Genera.
Verf. zeichnet tab. I Fig. 58 eine merkwürdige Redie von
Cercaria echinata v. Sieb, mit 2 Mundöffnungen und 2
Magensäcken, welche im Begriff ist, sich durch Einschnü-
rung zu theilen und bei Cercaria bucephalus bildet Verf.
auf tab. I Fig. 40 das merkwürdige Vorkommen ab, dass
in dem Ruderschwanz der Cercarie durch äussere Keimung
sich Sporocysten bilden, wie Baer solches schon bei Buce-
phalus polymorphus beobachtete.
Eingekapselte, geschlechtslose Distomen werden be-
schrieben: Distomum luteum (= Cercariaeum ovatum Dies.)
aus Paludina vivipara, ferner „Distoma pacifica" aus Palu-
dina und eine dritte Form aus Paludina vivipara und
achatina, die aber nicht, wie Verf. meint, mit „Distoma
tarda" zu vereinigen ist, sondern zu Cercaria echinata gehört.
Hieran schliesst sich eine Beschreibung von Tetra-
cotyle typica aus Paludina vivipara und achatina und
Planorbis corneus, und führt Verf. den Nachweis, wie
Ref. solches schon im Jahrg. 1877 dieses Archivs that,
dass Tetracotyle der Larvenzustand von Holostomum ist.
Der zweite Theil der Arbeit beschreibt interessante
Cercarienformen aus Landmollusken, die leider nicht
benannt sind, und zwar eine in Sporocysten aus Helix
carthusianella und eine andere aus Helix maculosa; erstere
hat, wie die durch Moulinie aus Landmollusken bekannt
gewordene Art, keinen Ruderschwanz, sondern nur einen
kurzen Schwanzstummel; ferner freie oder encystirte
Cercarieu und zwar aus Helix carthusianella.
Auf dem Wege, welchen Verf. in dem dritten Theile
seiner Arbeit einschlägt, vermag Ref. ihm nicht zu folgen ;
hier werden encystirte, geschlechtslose Distomen an Thiere
verfüttert, in denen sie in natürlichen Verhältnissen nicht
gefunden werden; so werden junge Exemplare von Disto-
mum mentulatum aus der Blindschleiche in Rana tempo-
raria gebracht und dann von einer „Anpassung" an diesen
neuen Wirth gesprochen; nach Meinung des Ref. passt
sich ein Helminth, der in ein ihm nicht zusagendes Wohn-
580 Braun u. v. Linstow: Bericht üb. d. wissensch. Leistungen
thier gebracht wird, demselben nicht an, sondern geht,
wenn dieses seinem eigentlichen Wirth sehr heterogen ist,
sofort, sonst nach einiger Zeit zu Grunde. Wenn man
eine Erica aus der Haideerde in fetten Marschboden ver-
pflanzt, so wird sie zwar in manchen Fällen eine Zeit
lang am Leben bleiben, aber nicht sich dem ihrem Orga-
nismus nicht zusagenden Nährboden anpassen.
Wenn Megnin (Developpement et metamorphoses des
Taenias des Mammiferes) meint, dass Echinococcen zur
Taenia echinococcus oder zur Taenia perfoliata werden,
je nachdem sie in den Darm eines Fleischfressers oder eines
Pflanzenfressers gelangen, und dass Cysticercus pisifor-
mis im Hunde zur Taenia serrata, im Hasen zur Taenia
pectinata wird, so sind das ähnliche Auffassungen von
„Anpassung'^ welche zwar eine Uebersetzung der Dar-
win'schen Evolutionstheorie in's Practische sind, mit dem
aber, was die wissenschaftliche Zoologie bisher ihre Er-
fahrungen nannte, in schroffem Widerspruch stehen; von
Darwin's Theorie unterscheiden sie sich übrigens noch
darin, dass hier in einer Generation geschehen soll, was
nach jenem Forscher auf tausende von Generationen ver-
theilt wird. G. Urcolani, DelV adattamenfo della specie alV
amhiente. Nuove ricercJie sulla storia genet. dei Trematodi.
Mem. Äccad. Sc. Istit. Bologna, 1881, 4. ser, t. 2 pag. 237 —
334. Rendicont. Äccad. sc. Ist. Bologna 1880—1881, pag.
28—37. Darüber Megnin, Journ. de VAnat. et Phys. XVII
pag. 434—436.
Eine genaue Schilderung der Embryonalentwicklung
von Distomum hepaticum theilt Thomas mit und kommt
im Hinblick auf die Distomum-Arten, deren vollständige
Entwicklung bekannt ist, zu der üeberzeugung, dass auch
hier ausser dem Cercarien-Stande ein Einkapselungssta-
dium durchgemacht werden müsse. Da nach Rolleston
auf den Shetland-Inseln, wo D. hepaticum vorkommt, an
Mollusken nur Arion ater, Limax cinereus, Vitrina pellu-
cida, Helix alliaria und Limnaeus pereger leben, so wird
nur eine dieser Arten der Zwischenwirth sein können.
Umsonst hat Verf. versucht, Arion ater und hortensis, wie
Limax agrestis und cinereus mit den Distomen-Embryonen
in d. Naturgesch. derniedern Thiere während d. J. 1880 u. 1881. 581
ZU inficiren, nur einmal wurde in Arion ater die Cercaria
Limaeis = trigonocerca gefunden ; ein Kaninchen wurde mit
mehreren lausenden von Sporocysten dieser Form gefüttert,
aber später l^eine Spur von D. hepat. in der Leber gefun-
den und kommt Verf. zu dem Schluss, dass die Cercarie
nicht zu _D. hepat. gehöre; ebenso erfolglos wird mit
Planorbis marginatus, Succinea amphibia, Limnaeus peregcr
und truncatulus und Gammarus pulex experimentirt. Verf.
schlug nun einen anderen Weg ein, den Zwischenwirth zu
suchen; er durchforschte Wiesen, auf denen Schafe an
der Leberfäule in auffallender Weise erkrankt waren; die
hier gefundenen Mollusken, Cyclas, Physa fontinalis, Limax
agrestis, Arion ater und hortensis, Limnaeus truncatulus
und pereger, Succinea putris und amphibia, Planorbis dis-
cus, Pisidium wurden gesammelt und auf Trematoden-
Larven untersucht. In Limnaeus truncatulus wurde eine
cylindrische Redie mit 2 kurzen Fussstummeln hinten und
2 noch kürzeren vorn gefunden, die Cercarien hatten einen
Schwanz von doppelter Körperlänge; der Bauchsaugnapf
lag in der Mitte und war ebenso gross oder wenig grösser
als der Mundsaugnapf; der vordere Körpertheil führte sehr
feine Stacheln; sie waren sehr lebhaft und hatten grosse
Neigung, sich an Gegenständen zu encystiren. (Hier ist
offenbar die Larve von Dist. hepat. gefunden. Ref.) Ferner
wurde Leucochloridium in Succinea, eine Histrionella mit
ungetheiltem Schwanz in Planorbis discus, ein Distomum
in Gammarus pulex und Cercaria Limacis in Limax agrestis
gefunden, so dass auch diese Untersuchungen scheinbar resul-
tatlos blieben. Was die Lebensweise von D. hepat. betrifft,
so entdeckte Verf., dass das Thier öfter wandert, denn er
fand Exemplare in den Mesenterialfalten und im Uterus.
Die Geschlechtsreife wird in 5—6 Wochen erlangt und
die Lebensdauer kann ein Jahr übersteigen. Zum Schluss
geben Rolleston und Thomas verschiedene Rathschläge zur
Vermeidung der Erkrankung an Distomen, von denen die
praktischsten zu sein scheinen, alle inficirten Lebern sorg-
fältig zu vernichten und die Weiden, bevor sie von dem
Vieh besucht werden, durch Schweine, Enten und Gänse
absuchen zu lassen. F. Thomas, Report of experiments on
582 Braun u. v. Linstow: Bericht üb. d. wissensch. Leistungen
the development of the Liver-Fluke (Fasciola hepatica).
Journ. B. Agric. Soc. vol. 17, 1881. Journ. R. microsc.
Soc. vol. I pag. 740—741.
Rolleston constatirt, dass die Distomenkrankheit der
Schafe vorwiegend auf niedrigen, gelegentlich über-
schwemmten Wiesen auftritt oder überhaupt auf feuchten
Orten, wo ein einmaliges Grasen genügt, um die Krank-
heit hervorzurufen, besonders in der zweiten Hälfte des
Sommers und im Herbst. Verf. wiederholt die Angabe
von V. Willemoes -Suhm, nach welcher auf den Fär-Oern,
wo D. hepat. viel vorkommt, nur 8 Schneckenarten leben,
von denen doch eine der Zwischenwirth sein müsse und
vermathet, es sei Arion ater, weil Schafe, die mit Rüben
gefüttert waren, welche diese Schnecken beherbergten, an
der Distomen-Seuche starben; ausserdem kommen diese in
Sibirien, wo auch das Distomum fehle, nicht vor.
In einer weiteren Arbeit modificirt Verf., der inzwi-
schen bereits verstorben ist, seine Meinung dahin, dass
die kleinere Form Arion hortensis, von welcher Species
die Synonymik ausführlich besprochen wird, der Zwischen-
wirth oder einer der Zwischenwirthe von D. hepat. sein
müsse. Die geographische Verbreitung ,von D. hepat. und
seines Zwischenwirths müssten sich decken und so wird
constatirt, dass D. hepat. in Grönland und Nordamerika
vorkommt, aber in Island fehlt, wo doch Arion ater, A.
hortensis, Limnaeus pereger, L. truncatulus, Planorbis
rotundatus und marginatus leben; der Grund des Fehlens
werde in Island wie in Sibirien das Vorwiegen des Salz-
wassers sein, in welchem der Distomen-Embryo sich nicht
entwickeln kann. G. Rolleston, On the Rot in Sheep, Zoolog.
Am. 1880 pag. 258—260; The Times, 14. April 1880.
Note on the geographical Distribution of . . . . and Fasciola
hepatica. ibid. pag. 400 — 405.
Der vielgesuchte Zwischenwirth des dem Viehstande
so verderblichen Leberegels ist nun aber von anderer
Seite endlich gefunden und zwar von dem um die Wissen-
schaft so hochverdienten Leuckart. Derselbe entdeckte, dass
die dem Ei entschlüpften Embryonen vonD. hepaticum in Lim-
naeus pereger und truncatulus einwandern um sich hier
in d. Naturgesch. der niedern Thiere während d. J. 1880 u. 1881. 583
weiter zu entwickeln, aber nur in ganz jungen Exemplaren ;
halbwüchsige und ältere Thiere bieten den Embryonen
keinen geeigneten Boden zur Entwicklung. Die sich bil-
denden Keimschläuche produciren im Innern zunächst
Redien mit Pharynx und Darraapparat, ausgezeichnet durch
einen ringförmig um den Körper verlaufenden Gürtel; die
Weiterausbildung der Cercarien in diesen Redien ist noch
nicht beobachtet. (Leuckart und Thomas haben nunmehr
die weitere Bildung beschrieben und abgebildet, worüber
erst im nächsten Berichte referirt werden kann.) B. Leu-
ckart^ Zur Entwicklungsgeschichte des Leberegels, Zoolog.
Ans. 1881 pag. 641-646.
Auch Baillet verfolgt die Embryonalentwicklung von
Distomum hepaticum; dieselbe erfolgt mit gleicher Schnellig-
keit in reinem Wasser wie in mit organischen Substanzen
versetztem und in feuchter Erde. Die Entwicklungszeit
betrug im Sommer durchschnittlich 50 — 52 Tage, im Winter
dauerte sie in einem Falle 196 Tage; unter Umständen
vertragen die Eier eine starke Winterkälte. In Betreff
der Weiterentwicklung war Verf. auf dem richtigen Wege,
denn er suchte den Zwischenwirth in Limneen, experi-
mentirte aber ohne glücklichen Erfolg. Die Bewegungen
der im Wasser schwimmenden Embryonen werden vom
zweiten Tage an matter, und werden an diesen auch die
Wimpertrichter beobachtet. 31, Baillet, Note sur le deve-
loppement de Vemhryon dans les oeufs de la douve hepatique.
Mem. Acad. Sc. Toulouse 1879, 19 pag., 1 Tfl.
Als neue Form beschreibt Levinsen Bucephalus
crux in Leber und Geschlechtsorganen von Mediolaria dis-
cors. . G. M. B. Levinsen^ Bidrag fil kundskap om Grön-
lands Trematodfauna, Kjöhenhavn 1881, Oversigt. K. Dansk.
Vidensk. Selsk. Verhandl. Nr. 1 pag. 49—84, tab.lI—lIL
Cobbold giebt an^ dass nach v. Willemoes-Suhm Cercaria
cystophora aus Planorbis marginatus der Larvenzustand
von Distomum lanceolatum ist und nach Leuckart Limnaeus
truncatulus die Larve von Distomum hepaticum beherbergt,
entgegen den Angaben von J. Harley, welcher die Entwicklung
ohne Zwischenwirth anzunehmen scheint. T. Sp. Cobhold,
On the rot in sheep, Zoolog. Ans. 1880 pag. 257—258.
584 Braun u. v. L instow: Bericht üb. d. wissensch. Leistungen
Evarts beschreibt Cercaria liyalocauda in Physa
heterostropha Say, welche, sobald sie den Wirth verlässt
um sich zu encystiren, den Schwanz abwirft, der noch
geraume Zeit nachher lebensfähig bleibt. H. G. Evarts^
Cercaria hyalocauda, Ämeric. monthly microscop. Journ.
vol. I pag. 230-232.
Für Diplostomum volvens wird von Fraipont als neuer
Wirth Chondrostoma nasus angegeben, dessen Linse es
bewohnt (1. c). Eingekapselte, jugendliche Distomen im
Schweinefleisch findet Duncker, von denen er, aber mit
Unrecht, vermuthet, dass sie in die Entwicklungsformen-
reihe von Distomum hepaticum hineingehören. H. C. J.
Duncker^ Distomeen im Schweinefleisch, Zeitschr. für microsc.
Fleischschau, 2. Jahrg. Nr. 3 1881 pag. 23—24.
Harz fragt, nachdem er die Verwüstungen geschildert
hat, welche die sogenannte Krebspest seit 1879 angerichtet
hat, nach deren Ursache und findet diese im Parasitismus
des Distomum cirrigerum v. Baer; das gleichfalls den
Krebs bewohnende Distomum isostomum Rud., von Diesing
mit dem ersteren identificirt, ist viel seltener und soll keine
Krankheitserscheinungen machen; dieses lebt frei in seinem
Wohnthier, während D. cirrigerum eingekapselt ist; letzte-
res findet sich in den Muskeln, der Magen-, Darm- und
Herzwandung, den Hoden und Ovarien. In allen kranken
Krebsen fanden sich diese Distomen, bis zu 200 Exem-
plaren in einem Thiere. Die Kapseln sind 0,5 — 0,75 mm
lang und 0,5 — 0,51 mm breit. Das Distomum hat eine
Länge von 1,41— 1,83 mm und eine Breite von 0,7 — 0,9 mm;
der Durchmesser des Mundsaugnapfes beträgt 0,31 — 0,37 mm,
der des Bauchsaugnapfes 0,25—0,33 mm; letzterer zeigt
sich mitunter gestielt. An Geschlechtsorganen findet man
Keimstock, Circusbeutel und Hoden, sowie die Mündung
des Laurer'schen Canals (Fig. XI, V). Gegen die An-
nahme H.'s, dass die Distomen die Krankheit erzeugen,
spricht, dass oft in wenig Tagen bisher gesunde, gefangene
Krebse zu Tausenden bis auf den letzten starben ; Verf.
erklärt dies daraus, dass die Krebse mit Fischdärmen
gefüttert wurden, in denen die betreffenden Distomen und
deren Eier enthalten sind. Die Entwicklung der letzteren
in d. Naturgesch. der uiedern Thicre während d. J. 1880 u. 1881, 585
denkt Verf. sich in der Weise, dass die aus den Distomen-
Eiern ausschlüpfenden Embryonen sich im Krebse zu Spo-
rocysten oder Redien umwandeln und dass erstere
ohne weiteres zu Distomen werden. Nach allem, was wir
über die Distomen-Entwicklung wissen, wird die Verfütte-
rung vofi Distomen-Eiern an Krebse ohne Erfolg- sein, da
wir keine Distomenentwicklung kennen, bei der nicht ein
Mollusk den Zwischenwirth abgäbe. Das Distomum iso-
stomum ist 2 — 2,25 mm lang und 0;88 mm breit; der Mund-
saugnapf misst 0,36, der Bauchsaugnapf 0,32 mm und ist die
Farbe, rosenroth ; die Geschlechtsorgane sind unentwickelt.
Zaddach (nunmehr verstorben) wendet sich gegen
die Meinung Harz's, nach der die Krebse durch Fütterung
mit Distomen-Eiern inficirt werden sollen: auch spreche
die Erfahrung dagegen, dass die in den Krebsen encystirt
oder frei gefundenen Distomen dieselben krank machen
und die Krebspest hervorrufen sollten. Zaddach hat früher
die beiden Distomen des Krebses, D. cirrigerum und D.
isostomum, eingebend studirt und besonders ersteres, das
encystirt in den Muskeln vorkommt, in zahlreichen Exem-
plaren gefunden, ohne dass der Wirth Krankheitserschei-
nungen gezeigt hätte; letzteres lebt frei im Körper und
bewegt sich nur zwischen den Organen. Distomum cirri-
gerum gehört zu den Formen, welche schon in der Cyste
geschlechtsreif werden und Eier produciren; die Art wird
von Verf. genau beschrieben. Sehr interessant ist die
Schilderung der Beobachtung einer Selbstbegattung, bei
welcher der erigirte Penis aus dem Cirrusbeutel hervor in
die Vulva eindrang, sich dann wieder etwas zurückzog
und nun in vollständiger Erection tief in die Vulva (Ei-
leiter) eindrang, wobei Anfangs geringe, dann heftige Samen-
ergiessungen stattfanden ; mehrere Stunden blieb der Penis
in dieser Stellung, bis die Samentasche etwa zur Hälfte
entleert war. Distomum isostomum wird gleichfalls beschrie-
ben; es ist geschlechtslos und ist Verf. der Meinung, dass
es sich unmittelbar aus den Eiern des D. cirrigerum ent-
wickele, da nicht einzusehen sei, wie es auf anderem
Wege in den Krebs kommen könne und man nicht wissen
könne, was sonst aus den Eiern des D. cirrigerum werden
586 Braun u. v. Linstow: Bericht üb. d. wissensch. Leistungen
sollte und das Vorkommen beider Formen oft zeitlich
alternirt. Diese Art der Entwicklung ist eine bei Disto-
men bisher unerhörte und wird wohl nicht eher für richtig
gehalten werden können, als sie wirklich nachgewiesen ist.
Der Meinung, dass die Krebspest nicht vom Disto-
mum cirrigerum hervorgerufen werde, kann Ref. sich nur
anschliessen ; wenn nun Harz zur Verhütung der Krankheit
vorschlägt, alle Fische aus den Krebsgewässern zu ent-
fernen, weil diese die Träger der geschlechtsreifen Di-
stomen seien, so ist auch das wieder eine unbewiesene
Vermuthung; wenn die Fütterung mit Fischen die Krebse
getödtet hat, so ist die krankheiterregende Potenz in diesen
event. an einer anderen Stelle zu suchen. Wenn nun in
den kranken Krebsen viele Distomen gefunden sind, so
wird das vermuthlich daher kommen, dass die im Wasser
sich bewegenden Cercarien sich leichter in langsame,
kranke, als in leicht bewegliche, gesunde Krebse einbohren
können. Die eingekapselten Distomen sind wohl mit den
eingekapselten Muskeltrichinen zu vergleichen, welche, so-
bald die Einkapselung vollendet ist, keine Reizzustände
mehr bedingen. C. 0. Harz, Die sogenannte Krehspest, ihre
Ursache und Verhreitung, Beitr. zur Naturgesch. v. Disto-
mum cirrigerum und isostomum, Oesterr.- Ungar. Fischerei-
Zeitung 1880—1881, auch separat Wien 1881. Eine Distoma-
tosis des FlussJcrehses, deutsches Archiv für Thiermedicin VII.
Band, München 1881. G. Zaddach, Ueher die im Flusslcrehse
vorlwnimendenBistomum cirrigerum v.Baer und Distomum iso-
stomum Rud. Zoolog. Anz. 1881 pag. 398—404, 426-431.
Perroncito fand in der Leber von Rana esculenta
ein eingekapseltes Distomum, 3,5 mm lang und 1,6 mm
breit ; der Bauchsaugnapf war wenig grösser als der Mund-
saugnapf; der Cirrusbeutel und die schräg hinter einander
liegenden, kreisrunden Hoden waren bereits entwickelt,
ebenso der Darm; benannt ist die Form nicht. Perron-
cito, Cercaria senza coda, incistidata nel fegato di una
Rana (Rana esculenta). Veterin. LIII pag. 454 — 457
c. tah.j Annali della R. Accad. d'Agricultura di Torino
Bd. 21. 1879.
Als neu wird von Glreeff ein Distomum Echiuri be-
in d. Naturgesch, der niedern Thiere während d. J. 1880 u. 1881. 587
schrieben, welches in den Saraenblasen von Echiurus Palla-
sii lebt. Greeff, Nov. Act. Äcad. Leop.-Carol. XIIj Leip-
zig, pag. 130.
Die Anatomie des erwachsenen Leberegels wird von
Sommer mit gleicher Klarheit und Vollständigkeit behan-
delt wie die der geschlechtsreifen Glieder von Bothrio-
cephalus latus und Taenia solium. Die Mittelschicht ist
sehr viel mächtiger entwickelt als die Rindenschicht oder
der Hautmuskelschlauch ; letztere besteht aus Cuticula, der
äusseren oder subcuticularen Zellenlage, der Hautmuskel-
lage und der inneren Zellenlage; die bekannten Stacheln
sitzen in Cuticulartaschen, die Hautmuskeln bestehen aus
Ring-, Längs- und Diagonalmuskeln ; letztere beiden bilden
Faserbündel, von denen die diagonalen sich kreuzen. Ein
dreifaches Muskelsystem zeigen auch die Saugnäpfe, näm-
lich ein äquatoriales, meridionales und radiäres. Bei in
der Befruchtung begriffenen Individuen bewirken die Dia-
gonalmuskeln einen Verschluss des Genitalsinus, der dann
nur noch einen transversalen Schlitz darstellt. Der Dige-
stionsapparat besteht aus der vom Mundsaugnapt einge-
schlossenen Mundhöhle oder dem Vorhof, der vom Schlund
begrenzten Schlundhöhle und dem zweischenkligen Darm
mit seinen zahlreichen Ausbuchtungen. Der Schlund wird
von einem Muscul. protractor und retractor pharyngis
bewegt; die Epithelzellen des Darms haben an der dem
Darmlumen zugekehrten Fläche Protoplasmafäden, die
amöboide Bewegungen zu machen scheinen. Der excre-
torische Apparat ist nach durch die Einstich-Methode
injicirten Präparaten gezeichnet und bietet einen sehr
schönen Anblick dar; ein reich verzweigtes und überall
anastomosirendes Netzwerk durchzieht den ganzen Körper
und führt seinen Inhalt in einen mittleren, unpaaren Längs-
stamm, an den an der Grenze des 2. und 3. Siebentels
des Körpers vorn ventrale und dorsale Kopfäste treten.
Bei Gelegenheit der Schilderung dieser Verhältnisse wird
bemerkt, dass in den früheren Arbeiten die Nervenstränge
des Bothriocephalus irrthümlich als excretorische Canäle
und bei Taenia als plasmatische Längsgefässe bezeichnet
sind. In den Geschlechtssinus mündet das Ende des weib-
588 Braun ti. v. Linstow: Bericht üb. d. wissensch. Leistungen
liehen und männlichen Geschlechtsapparates und zwar
ersterer an der oberen Wand, letzterer am Grunde dessel-
ben. Die Scheide, die Samenblase und den Samenblasen-
gang meint Verf. vielleicht als Theile des männlichen
Genitalapparates, d. h. als Leitungsorgan des Samens auf-
fassen zu dürfen, und würde die Befruchtung dadurch zu
Stande kommen, dass durch den Verschluss des Genital-
sinus nach aussen die Verbindung nach dem weiblichen
Geschlechtsapparat hergestellt würde. Gegen diese Auffassung
dürfte sprechen, dass, da doch die reifen Eier aus der bisher
so bezeichneten weiblichen Scheide ausgeschieden werden,
dieselben nach dieser Anschauung aus einem Theile des
männlichen Genitalapparates entleert würden.
Die Hoden liegen hinter einander, sind aber in
ein vielverzweigtes Röhrensystem aufgelöst. Die beiden
Ductus deferentes münden in die Samenblase, welche
in den Ductus ejaculatorius übergeht; dieser tritt un-
mittelbar in den Genitalsinus und an der Verbindungs-
stelle beider setzen sich die Ausmündungsgänge einer
grossen Anzahl einzelliger Anhangsdrüsen, die man als
Prostatadrüsen bezeichnen könnte, an den Gang; der
Cirrusbeutel mit circulärer innerer und longitudinaler
äusserer Muskulatur umschliesst diese Theile. Der Keim-
stock liegt unsymmetrisch rechts, seltener links und die
Dotterstöcke nehmen in reichen Verzweigungen die Seiten-
ränder des Körpers ein mit Ausnahme des Kopfzapfens.
Die longitudinalen Dotterkanäle vereinigen sich durch einen
transversalen, welcher die Dotterkörnchen dem Product des
Keimstocks zuführt; dicht vorher zweigt sich vom Dotter-
gang der Laurer-Stieda'sche Canal ab, um an der Dorsal-
fläche auszumünden. An den Anfang des weiblichen Lei-
tungsrohrs legt sich ein rundlicher Schalendrüsencomplex.
Aus der Mündung des Laurer-Stieda'schen Ganges sah Verf.
auf Druck mitunter Samen austreten, was nicht wunderbar
ist, da der Same oft bis an den Ursprung des Canals
dringt; seine Function scheint die zu sein, überflüssige
Dottersubstanz auszuscheiden. Die Furchung des Eies hat
bereits begonnen, bevor eine Eischale gebildet ist, und will
Verf. das Ende des Eierganges nicht als Vagina bezeichnet
in d. Naturgesch. der niGdern Thicre während d. J, 1880 u. 1881. 589
wissen. Das Hervortreten des Cirrus, vom Verf. als Ende
des Samenganges aufgefasst, siebt derselbe als eine Folge
künstlicb gesteigerten Drucks innerbalb des Cirrusbeutels
an, der sieb nacb aussen umstülpt. Diese Vorstülpung
soll also in natürlicben Verbältnisseu niebt vorkommen;
der ,,Cirrus" sei nur das Ende des künstlicb bervorge-
pressten Samenganges und als Copulationsorgan unge-
eignet.
Dieser Deutung vermag Ref. nicbt beizutreten; bei
Distomum trigonocepbalum, wo der Cirrus scbon mit blossen
Augen siebtbar ist, findet man ibn aucb bei ganz friscben,
in keiner Weise gedrückten Exemplaren fast immer weit
vorgestülpt und die Dornen oder Spitzen an der Aussen-
wand können docb wobl zu nicbts anderem als zum Haften
an der Innenwand der Vulva dienen. Dass der Cirrus von
Distomum bepaticum sieb oft von der Vulva abwendet,
kann unsere Deutung nicbt ändern, da er völlig biegsam
ist und das Missverbältuiss zwiscben der Dicke des Cirrus
und dem Lumen der Vulva ebensowenig, da letztere obne
Zweifel debnbar ist. Passirt docb bei den Säugetbieren
der Embryo wäbrend der Geburt durch die Scbeide, die
dem Unbefangenen bierzu viel zu eng zu sein scbeint.
Obne Frage ist der Cirrus der Tänien dem der Tre-
matoden bomolog und es kann keine Rede davon sein,
die Deutung Sommer's aucb auf dieses Organ anzuwenden.
Bei den Tänien sind die Cirren oft sebr gross und bilden
einen auffallenden Anbang einer Anzabl der Proglottiden,
so bei Taenia pacbycephala, wo ibre Länge grösser als
die balbe Breite der Proglottiden ist, bei T. gracilis sind
sie ebenfalls sebr gross und bemerkt man in ibnen einen
stabförmigen Cbitinkörper, der dem Cirrus der Nematoden
entsprecben dürfte; wer den Cirrus von T. fasciata betrach-
tet, wird nimmermehr auf die Vermutbung kommen, dass
dieses Organ nur künstlich hervorgepresst sei und den-
selben Gedanken bestärken Krabbe's Abbildungen der
Cirren anderer Vogeltänien. Zum Ueberfluss ist der Cirrus
der Tänien wiederholt in seiner Function als Copulations-
organ gesehen und abgebildet, so bei T. echinococcus
(Leuckart, Menschl. Paras. L Aufl. Bd. 1 pag. 339 Fig. 78),
590 Braun u. v. Linstow: Bericht üb. d. wissensch. Leistungen
bei T. macropeos Wedl (Sitzungsber. d. K. Akad. Wien XVIII,
tab. III Fig. 41) und von Kiehm geschildert bei Dipyli-
dium latissimum (s. diesen Ber. unten). Sommer meint,
die nach vorn sehende Richtung der Stacheln hindere das
Eindringen iö die Vulva; aber der Cirrus wird offenbar
nicht in vorgestülptem, sondern aus der zurückgezogenen
Stellung in die Vulva eingeführt, in der die Stacheln nach
hinten gerichtet sind, und nach vollzogener Befruchtung
hat das Zurückziehen keine Schwierigkeiten. Bei den
Tänien sind die Dornen in der Kegel umgekehrt nach der
Wurzel der Glieder hin gerichtet und auch hier bilden
dieselben kein Hinderniss der Einführung; das Zurück-
ziehen kann hier nur durch allmählich fortschreitende
Einstülpung vom freien Ende her geschehen, wo immer
ein Hakenring nach dem andern sich aus der Vulvawan-
dung loslöst und sich nach innen einstülpt, ebenso wie
ein Echinorhynchen-Rüssel sich aus der Darmwand löst,
in die er sich eingebohrt hatte. Jeder Zweifel über die
Bedeutung des Cirrus der Distomen aber wird gelöst,
wenn wir die anschaulich geschilderte Selbstbegattung
von Distomum cirrigerum bei Zaddach lesen, wo die Immis-
sio und Ejaculatio seminis unmittelbar beobachtet ist, und
wenn hier der Cirrus Begattungsorgan ist, so wird er es
bei D. hepaticum auch wohl sein.
Nach Sommer würde die periodisch offene Geschlechts-
cloake zur Abführung des zu viel producirten Samens und
zur Abführung der Eier nach aussen dienen.
Das Nervensystem besteht aus einem Schlundring
mit 3 Ganglien, von denen die beiden seitlichen verschie-
dene kleinere Nebenäste entsenden, dann aber je einen
Hauptseitennerven, der bis fast an das Körperende ver-
folgt ist und ebenfalls zahlreiche Nebenäste abschickt.
Besonders schöne und übersichtliche Zeichnungen
erhöhen noch den Werth dieser ausgezeichneten Monogra-
phie. F. Sommer, die Anatomie des Leheregels, Distomum
hepaticum Z., Zeitschr. f. wissensch. Zoolog. XXXIV
pag. 537—640, tah. XXVII- XXKII, auch separat,
Leipsig 1880.
Denselben Parasiten hat Mace zum Gegenstand einer
in d. Naturgesch. der niedern Thiers während d. J. 1880 u. 1881. 591
eingebeuden Untersuchung gemacht undhatteVerf. seineArbeit
fast vollendet, als das Werk von Sommer erschien; Verf.
hat aber seine Studien vollendet und herausgegeben, weil
er an mehreren Punkten zu anderen Resultaten als Sommer
gekommen ist. Auch hier haben wir eine ausführliche
Monographie, an deren Spitze die wichtigsten Erscheinun-
gen in der betreffenden Litteratur angegeben und bespro-
chen sind.
In der Haut findet Verf. Kalkkörperchen wie bei den
Cestoden, aber von nicht so regelmässiger Form wie bei
diesen und bestehen sie der chemischen Reaction nach
aus kohlensaurem Kalk. Die feine Cuticula ist structurlos
und stellt Verf. die von anderen Autoren in ihr beschrie-
benen feinen Porencanälchen, die sie durchsetzen sollen,
in Abrede ; die darunter folgende, viel mächtigere Schicht,
welche die anderen Forscher zur Cuticula rechnen und
als deren tiefere Schicht schildern, erklärt Verf. für eine
elastische Schicht; die einzelnen Fasern derselben behalten
immer dieselbe Dicke bei und ist jede vielleicht so lang
wie das ganze Thier; eine oberflächliche Schicht verläuft
transversal, die Richtung der tieferen ist mehr longitudinal ;
auf Durchschnitten sind ihre Contouren für Canälchen
gehalten. Die Muskulatur besteht aus Ring-, Diagonal-,
Longitudinal- und Dorsoventral-Fasern ; die Muskeleleraente
sind aus einer elastischen Faser und einer Protoplasma-
Masse mit grossem Kern zusammengesetzt. Die hypoder-
matische Schicht besteht nicht aus Drüsen, sondern hat
die Bedeutung von Reserve-Elementen, aus denen, je nach
Bedarf, Epithelialzeilen, Bindegewebe, Muskelfasern oder
elastische Fasern entstehen können. Die Parenchymzellen
sind nicht junge Elemente, bestimmt zum Wachsthum des
Körpers, sondern sind am Ende ihrer Entwicklung ange-
kommen. Der Darm besteht aus einer Parenchymschicht,
auf die eine Lage Longitudinalmuskeln folgt, in die Trans-
versalmuskeln eingelagert sind, dann folgt eine hyaline
Tunica propria und hierauf das Epithel. Die im Muskel-
gewebe der Saugnäpfe und des Schlundkopfes gefundenen
scheinbaren grossen Zellen, bald für Drüsen, bald für
Ganglienzellen gehalten, sind Gefässerweiterungen (dilata-
592 Braun u. v. Linstow: Bericlit üb. d. wissensch. Leistungen
tions vasculaires) und geht von ihrem scheinbaren Kern-
körperchen ein Canal aus, derselbe ist also nur als Durch-
schnitt eines solchen anzusehen. Die Bezeichnung Dotter-
stock hält Verf. nicht für richtig, da sein Product nicht
der das eigentliche Ei aufbauende Dotter ist und an der
Dotterfurchung nicht participirt, und schlägt er den Namen
Eiweiss- oder accessorische Drüsen vor. In den übrigen
Punkten finden sich keine wesentlichen Abweichungen
zwischen der Darstellung des Verf. und der der früheren
Autoren, auch schliesst Verf. sich der Ansicht Sommer's
in Betreff des Cirrus an, dessen Ausstülpungen er für eine
Abnormität hält, gebraucht aber doch die Ausdrücke
„Cirrus" und ;, Vagina". E. Mace, Recherches anatomiques
sur la grande Douve du foie {JDistomum hepaticum). Paris
1881. (Die Arbeit ist nach einem schriftlichen Vermerk
von der Hand des Verf. nicht 1882, wie gedruckt ist,
sondern bereits 1881 erschienen). Recherches sur la struc-
ture du Distoma hepaticum, Bullet, de la soc. des sc. de
Nancy 1881.
Ercolani beobachtet, dass die Eibildung und die
Ablage der Eier bei D. hepaticum und lanceolatum in
zwei getrennten Perioden, die in den Frühling und Herbst
fallen, erfolgt, woraus practische Schlüsse zur Verhinderung
der Ausbreitung der Parasiten gezogen werden. G. Erco-
lani, SulV ovulazione dei Distomi epatico e lanceolato delle
pecore e dei huoi; Rendiconti Accad. Sc. Istit. Bologna
1880-81, pag. 123-130.
Arbeiten von mehr landwirthschaftlichem oder vete-
rinärwissenschaftlichem Interesse sind: Frant^en^ Die
EgeTkrankheit der Wiederkäuer , Adam^s Vierteljahr sehr.
XXIV. Jahrg. 1880, pag. 171. W. Krazl, Die Leher-
egelhranhheit, Koch's Oesierr. Monatsschr. für Thierheil-
hmde, IV. Band 1880, pag. 12. Zündelf La Distomatose
au cachexie aqueuse du mouton, sa nature, ses causes et
ses moyens de la comhattre, Strasshourg 1880.
Ein neues Distomum aus der Lunge des Menschen,
Distomum Ringe ri, beschrieben Cobbold und Manson.
Ein Chinese hustete seit längerer Zeit täglich Blut aus und
starb enlich an der Ruptur eines Aorten-Aneurysmas. In
in d. Naturgesch. der niedern Thiere während d. J. 1880 u. 1881. 593
der Lunge fand Dr. Ringer ein Distomum, nachdem die
microscopische Untersuchung schon bei Lebzeiten das
massenhafte Vorkommen von Distomeneiern in den Sputis
nachgewiesen hatte. Es wurde nur ein Exemplar gefunden,
das 11mm lang und 32/3 mm breit ist und übrigens nicht
näher beschrieben wird. Cohbold u. Manson, Journ. of
tJie Quekett Microscop. Club vol. VI Nr. 44 pag. 139—141.
Custom's China meclical Gazette, April- September 1880.
Im afrikanischen Elephanten wurden (in Kärnten) ^on
V. Lorenz mehrere Hunderte einer grossen Distomum-Art
gefunden, die Verf. als Distomum robust um n. sp.
beschreibt ; die Länge beträgt 20 mm, die Breite 6 mm ;
der Mundsaugnapf hat einen Durchmesser von 1, der Bauch -
saugnapf von 2 mm ; an Durchschnitten wird der feinere
histologische Bau untersucht; der Darm hat die gewöhn-
liche zweischenklige Form. Die Dotterstöcke nehmen den
Seitenrand der hinteren Körperhälfte ein; die kugelförmi-
gen Hoden liegen neben einander, die Eier sind am einen
Pole gerade abgestutzt und sind 0,09 mm lang und 0,05 mm
breit; auch hier wird der Laurer sehe Canal gefunden und
als Scheide gedeutet. Die Rindensubstanz besteht aus
einer feinen Cuticula, auf diese folgt eine erste Körner-
schicht, dann eine erste Ringmuskel-, auf diese eine zweite
Körner- und darauf eine zweite Ringmuskelschicht; dann
beginnt das Körperparenchym, in welchem in regelmässigen
Abständen rundliche Bündel von Longitudinal- und dicht
darunter von sich kreuzenden Diagonalmuskeln liegen.
L. von Lorenz, lieber Distoma robustum n, sp. aus dem
afrikanischen Elephanten, Verhandl. d. h. h. Zoolog, botan.
Gesellsch. Band XXX, Wien 1880—81. pag. 583—586,
tab. XIX.
An der Ostküste von Süd-Afrika bei Mozambique im
Sargassum(Tang-)Meer wurden verschiedene Thierformen
gefischt, die Jourdan untersuchte; unter diesen fanden
sich merkwürdiger Weise zwei 18—30 mm grosse, frei-
lebende Distomen, die als Distomum clavatum bestimmt
wurden, eine Art, die im Magen von Scomber pelamys und
Thynnus vulgaris vorkommt; dass es sich hier um ein
wirkliches Distomum handelt, wird übrigens schon lange
Arohiv f. Naturg. XXXXVH. Jahrg. 2. Bd. NN
594 Braun u. v. Linstow: Bericht üb. d. wissensch. Leistungen
niclit mehr bezweifelt. Die Rindenschicht besteht aus einer
Cuticula, eine Hypodermis ist nicht vorhanden, wenigstens
nicht als zusammenhängende Schicht, dagegen finden sich
in der mächtigen fibrösen Schicht dicht unter der Cuticula
Gruppen gekernter Zellen, welche der Hypodermis ent-
sprechen; die inneren Lagen der fibrösen Schicht sind
von Muskelfasern durchzogen; nach innen von letzterer
folgt die mächtige Muskulatur und an der Innenseite von
dieser ein Lager gekernter Zellen, das als Bindegewebe
aufzufassen ist. Die Saugnäpfe, das Darm-, Gefäss- und
Nervensystem sowie die Geschlechtsorgane werden einer
kurzen Betrachtung unterzogen und an Durchschnitten
demonstrirt. E. Jourdan, Note sur Vanatomie du Distomum
davatum Rud., Revue sc. natur. Montpellier 188 Ij t. 2
pag. 438-449, pl. YU-VIIL
Das von Rerbert vor einigen Jahren beschriebene
Distomum Westermani, das paarweise in dicken hornarti-
gen Kapseln des Königstigers lebt, wird unter Besprechung
der wichtigsten Litteraturerscheinungen einer eingehenden
Untersuchung unterzogen. Das Thier ist 7—9 mm lang
und 2— 4 mm breit, eiförmig, mit Dornen bewehrt und hat
fast gleich grosse Saugnäpfe von 0,78 mm Durchmesser.
Die Rindenschicht zerfällt in Cuticula, Epidermis, Basal-
membran, Hautmuskellage und Hautdrüsenlage. Als Cuti-
cula wird hier nur die äusserst dünne, structurlose Grenz-
schicht bezeichnet; was sonst diesen Namen bekommt,
nennt Verf. Epidermis, in der die Stacheln stehen. Die
Hautmuskellage setzt sich zusammen aus einer äusseren
Ring-, einer mittleren Längs- und einer inneren Diagonal-
faserschicht. Die Saugnäpfe zeigen Radiär-, Aequatorial-
und Meridionalmuskeln. Die Bindegewebszellen sind theils
membranlos, mit feinkörnigem Inhalt und excentrisch
gelegenem Kern, andere haben Ausläufer, die mit denen
anderer Zellen ein Netzwerk bilden. Es wird ein Gehirn
mit 2 nach hinten abgehenden Nervensträngen beschrieben
und ausserdem in die Muskulatur des Pharynx eingebettete
Ganglienzellen. An letzterer unterscheidet Verf. eine Meri-
dionäl-, eine äussere Aequatorial-, eine mächtige Radiär-
und eine innere Aequatorialfaserschicht, sowie einen Mus-
in d. Naturgesch. der niedern Thiere während d. J, 1880 u. 1881. 595
culus protractor pharyngis und an der Uebergangsstelle
zwischen Pharynx und Darm eine Lage Speicheldrüsen.
Auf der Basilarmembran des Darms sitzen langgestreckte
Cylinderzellen und zwischen ihnen kolbenförmige Zellen
oder Körnerkolben, die für umgeformte Cylinderzellen
gehalten werden. Die männlichen und weiblichen Ge-
schlechtsorgane werden genau beschrieben und so auch
der Laurer'sche Canal besprochen, der mit Samen erfüllt
gefunden wird und dessen Ausmündung an der Rücken-
fläche im Durchschnittsbilde gezeichnet ist. Wenn Verf.
als Anhängsel dieses Canals Fig. 12 ein Receptaculum
seminis zeichnet, so wagt Ref., allerdings nur als bescheidenen
Zweifel, die Vermuthung auszusprechen, es möchte hier
anstatt des Laurer'schen Canals der Anfang des Uterus
oder Eierganges beobachtet sein. Eine Begattung, bei
welcher der Cirrus in die dicht neben ihm mündende
Vagina eindrang, ist von Zaddach, wie oben angegeben, direct
beobachtet, und da bleibt als Funktion für den Laurer'-
schen Canal allerdings nur übrig, überflüssige Dotter- und Sa-
menmassen nach aussen abzuleiten. Kerhert, Zur Kenntniss
der Trematoden, Archiv für microscop. Anat. Bd. XIX,
Bonn 1881, Heft 4, pag. 529-578, tob. XXVI-XXVIL
Chatin macht nach einer historischen Einleitung
Mittheilungen über seine Beobachtungen der Entwicklung
der Dotterstöcke von Diporpa und Diplozoon. Anfangs
ist das Organ in Diplozoon doppelt und wird von zwei
symmetrischen Theilen gebildet, die etwa gleiche Dimen-
sionen haben und beide einen Canal nach unten entsenden.
Die beiden Hälften treten im weiteren Wachsthum mehr
und mehr in der Mittellinie zusammen, während zu dieser
Zeit die beiden Hauptcanäle noch ihren anfänglichen
Durchmesser haben; wenn aber die Verschmelzung der
beiden Theile eintritt, vergrössert sich der Durchmesser
des einen der Canäle, während der andere, sein ursprüng-
liches Caliber bewahrend, seine Seitenäste vermehrt und
in der Mitte des Netzwerks verschwindet, mit welchem
das Organ ihn umwächst, dessen Achse er nun bildet.
Nur an dem zweigespaltenen Vordertheil erkennt man
noch, dass das Organ sich aus zwei Hälften zu einem
596 Braun u. v. Linstow: Bericht üb. d. wissensch. Leistungen
Körper vereinigt hat. In diesem Entwicklungsstadium
ist der GescMechtsapparat völlig differencirt und der
Dotterstock erscheint bei Diplozoon wie ein einheitliches
Organ, das von dem Typus der Mehrzahl der Trematoden
nicht abweicht. J. Chatin, Du vitellogene dans la forme
Diporpa comparee ä la forme Diplozoon. Comptes rendus
et Mem. de la Soc. de Biolog., 30. Octoher 1880 \ Gazette
medicale, Paris, 6. Nov. 1880, pag. 591.
Ref. beschreibt Distomum semiflavum n. sp. aus
Petromyzon fluviatilis, D. spinosum n. sp. aus Sylvia
rufa und D. moleculum n. sp. aus Rallus pygmaeus (1. c.)
Unsere Kenntniss der Grönländischen Trematoden-
Fauna erweitert Levinsen durch Beschreibung von Disto-
mum varicum aus Cottus scorpius und Gadus Ovak, dessen
eingekapselte Larve in Harmothoe imbricata lebt; D.
Müll er i n. sp. im Magen von Cottus scorpius und Gadus
Ovak, D. appendiculatum im Magen von Cottus scorpius
und Gadus Ovak, D. mollissimum n. sp. im Darm von
Cottus scorpius, D. furciferum im Darm von Cottus scor-
pius, D. oculatum n. sp. im Darm und den Append.
pylor. von Cottus scorpius, D. simplex im Darm von Cottus
scorpius und Phobetor ventralis ; der Jugendzustand, davon
ein Exemplar geschlechtlich entwidkelt, lebt in Themisto
libellula; D. sobrinum n. sp. im Darm von Cottus scor-
pius, eine wohl hierhergehörende Form wurde auch bei
Aspidophorus decagonus gefunden, D. Somateriae n. sp.
im Darm von Somateria moUissima, dessen Jugendform
bei Saxicava rugosa lebt; D. pygmaeum n. sp. im Darm
von Somateria mollissima ; Gasterostomum armatum im
Darm und, auch in geschlechtsreifem Zustande, eingekap-
selt in der Haut oder den Append. pylor. von Somateria
mollissima, Gyrodactylus groenlandicus n. sp. an
der Haut von Cottus scorpius. Die neuen Arten sind
durch lateinische Diagnosen genau gekennzeichnet und
bemerken swerth ist ein auffallendes, aus einzelligen Drüsen
bestehendes Organ, welches den Samenleiter vor dem Ein-
tritt in die Vesic. semin. umgiebt, eine Art Prostata, wie
Sommer sie bei D. hepaticum und Riehm (s. unten) bei
den Tänien findet; dasselbe ist bei D. varicum, Mülleri '
in d. Naturgesch. der niedern Thiere während d. J. 1880 u. 1881. 597
und mollissimum beobachtet. Besonders interessant ist das
Auffinden so vieler Distomumlarven und ihre Zurückfüh-
rung auf die geschlechtsreifen Formen (1. c.)
Die zu den Trematoden gehörigen Parasiten des
Frosches beschreibt Mace, darunter als neu ein Poly-
stoma uncinatum aus der Harnblase von Rana tempo-
raria und esculenta, welches sich durch die Grösse
der sechs hinteren Saugnäpfe, die ebenso gross wie
der Mundsaugnapf sind und die Grösse und Form der
beiden grossen Haken zwischen ihnen von Polysto-
mum integerrimum unterscheiden soll, bei denen der
Wurzelast zweigespallen ist und zwar sind die einander
zugekehrten Hälften länger und dünner. Genau so, wie
Verf. es beschreibt und abbildet, findet man aber die
Haken bei dem erwachsenen Pol. integ., während die zum
Vergleiche abgebildeten Haken mit kleinem, ungetheiltem
Wurzelast den ganz jungen Thieren eigen sind, so dass
eine neue Art aus diesen Merkmalen nicht begründet
werden kann. Die Arbeit ist wesentlich compilatorischer
Natur und sind die Abbildungen von Zeller und Pagen-
stecher entlehnt. Wenn bei Distomum squamula angegeben
wird, die Larvenform sei nicht bekannt, so meint Verf.
wohl den Cerkarienzustand, denn eine Larve ist ja D.
squam. selbst, dessen Geschlechtsform im Darm des Iltis
lebt. Das „Dist.^' crystallinum gehört wohl zu Tetracotyle,
wie aus den saugnapfähnlichen OeflPnungen links und
rechts hinter dem Mundsauguapf angenommen werden
muss, in welche das die dicken Kaj^seln bildende Secret
ergossen wird. E. Mace, Des Trematodes parasites des
Grenouilles, Bidlet. de la Sog. d'etudes scientif. du Fini-
stere, Morlaix 1880, 31 pag. 4 Tfln.
Die Embryonalentwicklung von Gynaecophorus hae-
matobius(ßilharzia haem., Distomum haem.) verfolgt Chatin ;
es bildet sich zunächst ein Kopfvorsprung, von dem aus
ein ansehnliches Cöcum entsteht, an dem links und rechts
eine Aussackung entsteht, so dass nun drei Blinddarm-
säcke mit gemeinschaftlicher Mündung vorhanden sind.
In der Hautschicht bilden sich zierliche Gefässverzwei-
gungen, während im Innern Anfangs 3, dann zahlreiche
Braun u. v. Linstow: Bericht üb. d. wissensch. Leistungen
kugelförmige Gebilde auftreten, von Cobbold und Anderen
für Sarcode-Kügelchen, von Verf. für „Gemmen" gehalten,
die aus dem Körper heraustreten und Contractionsbewe-
gungen machen. — Die erstere Deutung ist doch wohl die
richtige und müsste die letztere, auffallende Anschauungs-
weise erst durch Beobachtung der Weiterentwicklung bewie-
sen werden (Ref.). — Die Eischale ist an dem einen Pole in
eine Spitze ausgezogen, der Eiinhalt macht einen Fur-
chungsprocess durch und die Morula-Form wird abgebildet;
in der weiteren Entwicklung entsteht ein Embryo mit
einem kurzen Flimmerkleid; vor dem Ausschlüpfen macht
er lebhafte Bewegungen, um die Eihülle zu sprengen. Die
genannten Kügelchen bewegen sich frei in der Körper-
masse; ihre Formveränderungen und Contractionen ent-
sprechen aber nach Chatin nicht den Bewegungen der
Amöben, ebensowenig ihr chemisches Verhalten. Da nun
bei den Trematoden nicht schon die Embryonen oder der
Proscolex einen Darm zeigen, sondern erst die Redien
und Cercarien, so meint Verf., dass hier eine abgekürzte
Entwicklung stattfinde, in dem Sinne, dass diese bewim-
perte Embryonalform dem Proscolex und der Redie ent-
spreche und dass die beschriebenen Kügelchen Gemmen
seien, während, wie schon erwähnt, Cobbold bei seiner
Schilderung der Erabryonalentwicklung 1872 und 1873 die
Körperchen für Sarcodetropfen hält. J, Chatin, Sur Vemhryon
cilie de la Büharda^ Comptes rendus, Paris, t. Qlpag. 554 —
556. Ann. of. nat.liist. vol. VI pag.405—406. Ohservations
sur le developpement et V Organisation du proscolex de la Bil-
harzia haematohia, Ann. sc. nat. 6 ser. t. Xlpag. 11, tob. VI.
Die Arbeit von O. Mantey^ Distomum haematohium,
die durch dasselbe hervorgerufenen Kranhheiten und deren
Behandlung, Jena 1880, ist von vorwiegend clinischem
Interesse, der zoologische Theil bietet nichts Neues.
Gastrodiscus polymastos Leuckart = Sonsinoi Cobbold
gehört nach v. Lejt^nyi zu den Amphistomen. Die Mittellage
der Haut besteht aus Ring-, Längs- und Diagonalfasern, dar-
unter eine schwächere Längs- und Ringfaserschicht. Die ganze
Bauchseite wird von zahlreichen, kleinen, accessorischen
Saugnäpfen besetzt. Während die Geschlechtsorgane sich
in d. Natargesch. der niedern Thiere während d. J. 1880 u. 1881. 599
von dem bei den Distomen gefundenen, bekannten Typus
wenig unterscheiden, ist das Excretionsgefässsystem eigen-
thümlich gebildet; es mündet am Vorderrand des hinteren
Saugnapfes und besteht aus 2 stärkeren und 4 nach innen
von diesen gelegenen, feineren Stämmen, die alle durch
ein reich verzweigtes Capillarsystem mit einander ver-
bunden sind. Die Wandung der Hauptstämme enthält
Muskelfasern, ebenso wie die Darmwand; das dorsoventrale
Muskelsystem ist stark entwickelt. Th. v. Lejtenyi^ lieber
den Bau des Gastrodiscus polymastos Leuckart = Sonsinoi
Cobboldj Äbh. d. Senckenb. Naturf. Gesellsch. 12. Bd. pag.
125 -146, 3 Tfln., Frankfurt a. M. 1881, auch Leipzig 1881.
M. Girauclf Sur le Gastrodiscus Sonsinoi Cobb., Ann.
Soc. Bntom. France, 5 ser. T. X pag. LXIX—LXX.
Der Bau von Tristomum wird von Lang beschrieben, nach
welchem das Nervensystem aus einem Gehirntheil besteht,
von dem 4 starke Längsstämme bogenförmig nach hinten
sich abzweigen, und 2 schwächeren Dorsalnerven; die
4 starken vereinigen sich am Stiel des grossen Schwanz-
saugnapfes zu einem Stamme, um in letzteren wieder
radienförmig auszustrahlen; vorn gehen vom Gehirntheil
4 Nervenstämme ab, von denen die beiden äusseren in die
Saugnäpfe treten; eine ringförmige Commissur umgiebt
das Gehirn; sehr merkwürdig sind die Quercommissuren,
welche die 4 starken Längsstämme in regelmässigen Ab-
ständen unter einander verbinden, deren etwa 13 — 15 ge-
zählt werden; an den Aussenseiten sind diese Quercommis-
suren wieder durch Längsäste unter sich verbunden und
nach aussen von diesen, in der Randzone des Thieres,
zweigt sich von ihnen ein maschenartiges Nervengewebe
ab, wie auch ein solches die Saugnäpfe durchzieht. Die
Hauptlängsstämme sind vom Verf. für identisch mit den
,,spongiösen Strängen" einzelner Forscher erkannt und
meint Verf., dass ein spongiöses Gewebe bei lebenden
Thieren nicht existirt, sondern dass hier die Nervenfaser
die sie umhüllende Röhre (Neurilemm) ganz ausfüllt und
bei ihrem grossen Wassergehalt im Tode leicht einschrumpft.
Die im Gehirntheil liegenden Augen bestehen aus einer
Pigmentanhäufung, einem lichtbrechenden Körper und einer
600 Braun u. v. Linstow: Bericht üb. d. wissensch. Leistungen
Ganglienzelle an Stelle der Retina ; durch besondere Retrac-
tor-Muskeln können sie leicht bewegt werden. Die grossen
Zellen, welche hier und bei Distomum in der Saugnapfmus-
kulatur gefunden werden, erkennt Verf. als Nervenzellen.
Das Gehirn ist aus Ganglienzellen zusammengesetzt und die
Retina des Auges entspricht einer typischen Ganglienzelle.
Bei Pleurocotyle findet Verf. einen Gehirntheil, von
dem ein Paar feiner Nerven nach vorn zu den Saugnäpfen,
ein Paar feiner nach hinten zu der Rtickenseite und ein
Paar eben solcher nach aussen und hinten verlaufen, end-
lich ein Paar starker, welche längs des ganzen Thiers
nach dem Schwanzende sich verfolgen lassen; diejenige,
welche auf der Seite der unsymmetrisch stehenden Saug-
näpfe liegt, ist bedeutend stärker entwickelt und schickt
einen Ast an jeden Saugnapf; Augen fehlen hier.
Distomum nigroflavum und hepaticum haben ein Nerven-
system, dessen Bildung von der früher von Leuckart ge-
gebenen Darstellung nicht abweicht; vom Gehirntheil, der
seinem Wesen nach nur als eine stark entwickelte Quer-
commissur aufzufassen ist, entspringen auch hier 4 Nerven-
paare, von denen eins nach vorn an die Saugnäpfe, eins
nach aussen, eins nach hinten zum Pharynx und eins, das
sehr mächtig entwickelt ist, an der Bauchseite des Darms
bis nach hinten verläuft: von dem letzteren Paare geht
oft jederseits ein starker Ast an den Bauch saugnapf; schöne
Abbildungen machen die hier angegebenen Verhältnisse
anschaulich. Ä. Lang, Untersuchungen zur vergl. Anat.
und Histologie der PlathelmintJwn, IL lieber das Nerven-
system der Trematoden, Mitth. der zool. Stat. in Neapel,
II pag. 28-52, tab. I-IlL
Nach Taschenberg ist Tristomum Molae specifisch
verschieden von Tr. coccineum Cuv. und Tr. papillosum
Dies., wie Verf. an Exemplaren, die sich an Orthagoriscus
mola fanden, erkennt. Die Art steht Tr. coccineum am
nächsten, welche wohl am Mondfische nicht vorkommt und
mit Tr. Molae verwechselt zu sein scheint. Tr. Molae hat
einen tiefen, schlitzförmigen Einschnitt am hinteren Körper-
ende, wo sich der grosse Bauchsaugnapf ansetzt, der mehr
als Vs der Gesammtlänge des Thieres einnimmt. Der
in d. Naturgesch. der niedern Thiere während d. J. 1880 u. 1881. 601
Saugnapf hat, wie die beiden genannten Arten, 7 Radien,
und finden sich 4 Augenpunkte; der Schlundkopf ist in der
Mitte eingeschnürt. Tr. cephola Risso an Orthagoriscus mola
scheint mit Tr. Molae identisch zu sein. 0. Taschenherg,
lieber Tristomum Molae, Zoolog. An^. 1880 pag. 17—18.
Eine Untersuchung der Anatomie von Archigetes
Sieboldi aus Saenuris rivulorum giebt Grruber. Die Be-
fruchtung dieses im ersten und einzigen Wirth schon ge-
schlechtsreif werdenden Thieres geschieht nach Gruber in
der Weise, dass nur ein Porus genitalis, durch den die
männlichen und weiblichen Geschlechtsproducte entleert
werden, vorhanden ist, bei dessen Verschluss der Same
direct in die weiblichen Geschlechtswege übergeleitet wird.
Dieser Befruchtungsmodus wäre ähnlich dem von Sommer für
Distomum hepaticum angenommenen, doch ist hier dieser
Act plausibler, weil ein Cirrus fehlt. A. Gruber, Zur
Kenntniss des Archigetes Sieboldi, Zool. Anz. 1881 pag.
89 -91.
Cestoden. Die Anatomie und Entwicklungsgeschichte
der Cestoden ist in den Berichtsjahren besonders sorg-
fältig studirt und kann über eine ganze Reihe ausgezeich-
neter Arbeiten referirt werden.
van Beneden macht embryologische Studien an Taenia
serrata, saginataundporosa. Das Eibesteht Anfangs aus einem
Keim, dem Deutoplasma, und der oft mit einem Anhangs-
faden versehenen Hülle ; in derDeutoplasmaflüssigkeit bemerkt
man mitunter Samenfädchen. Der Keim oder das Ovulum ist
eine Zelle mit grossem Kern und glänzendem Kernkörper-
chen; er theilt sich zunächst in zwei Zellen oder Blasto-
meren, von denen die eine, grössere die embryogene Zelle,
die andere, mit glänzenden Kügelchen gefüllt, die granu-
lirte Zelle genannt wird, deren Bestimmung nicht klar ist,
da sie in dem Augenblick, in welchem der Embryo die
Eihüllen verlässt, noch vorhanden ist. In der embryo-
genen Zelle bemerkt man häufig einen oder mehrere, durch
Picrocarmin braun gefärbte, rundliche Körper, deren Be-
deutung unbestimmt ist. Die granulirte Zelle theilt sich
nicht, sie nimmt aber an Umfang zu und bewahrt ihren
kleinen kuglichen Kern und die von ihr eingeschlossenen
602 Braun u. v. Linstow: Bericht üb. d. wissensch. Leistungen
Kügelchen färben sich nicht. Man findet auch Eier mit
3 Elastomeren, wo dann 2 von ihnen embryogene Zellen
sind. Letztere differenziren sich nun in grössere, Macro-
meren und kleinere, Micromeren; erstere stellen die Eiweiss-
schicht (couche albuminogene), letztere die embryogene
Masse (masse embryogene) dar und in der Eiweissschicht
liegt später die granulirte Zelle eingeschlossen. Beide
Arten von Zellen vermehren sich und bald umgiebt die
Eiweissschicht die embryogene Masse, wobei die Kerne
der letzteren zum Theil ihre Kernkörperchen verlieren;
diejenigen Zellen, welche sie beibehalten, bilden die chitino-
gene Schicht, aus welcher die Embryonalhüllen werden.
Ist die Entwicklung so weit vorgeschritten, so treten am
Embryo eine äussere und eine innere Markschicht auf;
in ersterer bilden sich die 6 Häkchen und endlich spaltet
sich die chitinogene Schicht in 3 Lamellen, die äussere,
die aus cylindrischen Stäbchen zusammengesetzte mittlere
und die radiär gestreifte innere; der Embryo selbst hat
nun keine sich roth färbenden Kerne mehr. Bei T. bacil-
laris und porosa fehlt die granulirte Zelle. Die Eiweiss-
schicht entspricht der mit flimmern besetzten Hülle
anderer Cestoden, als Triaenophorus, Bothriocephalus,
Ligula, Schistocephalus. * E. van Beneden^ Recherches sur
le developpcment emhryonnaire de quelques Tenias, Archiv
biolog. vol. 2, 1881, pag. 183—210, pl. XII— XIII Jour.
R. microsc. Soc. vol. 1 pag. 742.
Eine ausführliche Monographie der Cysticerken in
systematischer, physiologischer und anatomischer Bezie-
hung veröffentlicht Mouiez. Es werden beschrieben der
Cysticercus der Taenia serrata, marginata, solium, saginata,
crassicollis, crassiceps, Arionis^ coenurus, echinococcus,
der Cysticercus macrocystis, sphaerocephalus, dithyridium,
aus Tenebrio molitor und übrigens sämmtliche andere
bekannt gewordene angeführt. Die einzelnen Formen
sind durch genaue Untersuchungen scharf von einander
unterschieden und mittels der Schnittmethode genau studirt.
Die Entwicklung von Cysticercus pisiformis ist schritt-
weise verfolgt; am fünften Tage nach der Einwanderung
haben die Thiere schon 1mm Länge, am 12. 3 mm, am
in d. Naturgesch. der niedern Thiere während d. J. 1880 u. 1881. 603
22. 10 mm Länge erreicht und wurde an diesen Exem-
plaren eine merkwürdige Erscheinung wahrgenommen,
nämlich eine Abschnitrung in der Mitte des Kiirpcrs; die
beiden fast gleich grossen Körperhälften werden durch
einen dünnen, gewundenen Stiel verbunden, und scheint
die hintere Hälfte abgestossen zu werden. Etwa einen
Monat nach der Infection des Wirthes verlassen die jungen
Cysticerken die Leber, um sich in die Peritonealhöhle zu
begeben; hier beginnt die Anschwellung des Körpers durch
Aufnahme von Flüssigkeit, der sich, wie Verf. sagt, mit
liquides albumineux imbibirt, eine Bezeichnung, die, wie
Ref bemerkt, nicht auf alle Cysticerken passt, denn der
flüssige Inhalt der Echinococcen ist faöt eiweissfrei und
enthält an festen Bestandtheilen nur Kochsalz und Bern-
steinsäure, gelegentlich .auch Zucker, harnsaure Salze,
Hämatoidin und ist jedenfalls der Hauptsache nach als
ein Eigenproduct des Thieres anzusehen, wie auch das
Bersten einer Echinococcusblase in der Peritonealhöhle
einen Urticaria-Ausschlag zur Folge haben kann. Verf.
macht darauf aufmerksam, dass der Theil des Cysticer-
kus, welcher später abgestossen wird, keine Kalkkörper-
chen enthält. Eine besondere Sorgfalt hat Verf. auf die
Frage verwandt, ob der Scolex des Cysticerkus sich im
zurückgestülpten Zustande bildet oder nicht, und kommt
er zu dem Resultat, dass dieses nicht der Fall sei, auch
gar nicht möglich sei, weil der auf den Scolex folgende,
Hals genannte Körpertheil, der Anfang des späteren Pro-
glottidenkörpers, gar nicht hohl also auch nicht einstül-
pungsfähig sei; nur die umgebende Blasenwand stülpe
sich zurück und die Handschuhfinger-Einstülpung des
Scolex, bei der die Haken nach innen zu liegen kämen,
komme nicht vor. (Diese Auffassung hat übrigens schon
van Beneden in seinen schematischen Zeichnungen darge-
stellt — Mem. vers. intest, pl. XXVI ~ und die entgegen-
gesetzte wird besonders durch Leuckart vertreten, Ref.).
Als neu wird beschrieben TaeniaKrabbei, deren Cysti-
cerkus im Rennthier gefunden ist, mit 2(3—34 Haken in
doppelter Reihe und sich nach künstlicher Fütterung im
Darm des Hundes entwickelte; Cysticercus dithyridium
604 Braun u. v. L instow: Bericht üb. d. wissensch. Leistungen
der Eidechsen wird auf Taenia perlata zurückgeführt. —
Ref. bemerkt, dass bei der Revision der bekannten Tänien-
Larven die Menge der Gattungsnamen auffällt, als Cysti-
cercus, Scolex, Echinococcus, Coenurus, Milina, Grypo-
rhynchus, Staphylocystis, Piestocystis, Uroeystis, und wäre
es wohl an der Zeit, da alle genanten Formen zur Gattung
Taenia gehören, hier keine neuen „Genera" mehr zu bilden,
sondern ohne Rücksicht auf die Larvenbildung nur von
einem Taenia-Cysticercus, Bothriocephalo-Cysticercus, Te-
trarhyncho-Cysticercus etc. zu schreiben.
Was das Nervensystem betrifft, so sieht Verf von
der Commissur im Scolex 8 Nervenstämmchen abgehen,
je 2 an der Innenseite eines jeden Saugnapfes. Im Scolex,
in der Höhe der Haken, findet Verf. eine sich kreuzende
Transversalmuskulatur, die, wenn sie in Funktion tritt,
den Scolex verschmälern und verlängern muss und nach
aussen davon ein System von Muskeln, die als Elevatoren
der Haken aufzufassen sind; darüber finden sichLongitudinal-
muskeln und über diesen ist ein Rahmen (uncadre) bemerkbar,
der dem Rostellumden Halt giebt und zum Muskelansatz dient.
Die Wandung des Cysticerkus wirdgebildet durch die Cuti-
cula, dieZone sous-cuticulaire, eineLongitudinalmuskelschicht,
eine Transversalmuskelschicht und eine Scliicht, welche
der Zone centrale der zukünftigen Tänie entspricht. In
dem allgemeinen Theil bespricht Verf den Grund des
Parasitismus überhaupt und findet denselben darin, dass
die Thiere in einem ihnen zusagenden Medium, dem Wohn-
thier, und unter den günstigen Bedingungen des Schutzes
seitens desselben, sehr langsam wachsen und sich ent-
wickeln, wobei ihnen eine grosse Differenz zwischen dem
provisorischen und dem definitiven Wirth noch besonders
zu statten kommt. Die Nothwendigkeit eines Wirths-
wechsels wird daraus hergeleitet, dass die Individuen,
welche immer nur im selben Medium leben, unter verhält-
nissmässig schlechten Fortpflanzungsbedinguugen stehen.
Generationswechsel und Knospung findet nach Verf bei
den Cönuren und Echinococcen nicht statt, da der Scolex
kein neues Individium sei, sondern nur ein kleiner Theil
des sechshakigen Embryo's. Den Tänienscolex sieht Verf.
in d. Naturgesch. der niedern Thiere während d. J. 1880 u. 1881. G05
für deu liintersten Theil der Tänie an, da der sechsbakige
Embryo docb mit deu G Haken voran sieb fortbewege
und bei sieb entwickelndem Cysticerkus diese 6 Haken an
der dem Scolex entgegengesetzten Seite 7a\ finden seien.
Ref. meint, dass der letztere Umstand wobl nicbt mass-
gebend sein kann, wobl aber die Stellung oder Richtung
dieser 6 Embryonalbäkcben, und wenn man Stein 's Scolex
decipiens oder Leuckart's Cysticercus Taeniae Arionis und
Arcbigetes Sieboldi ansieht, so findet man, dass die Spitze
der Haken bier in der Rübe nacb dem Körperende ge-
richtet sind, welches wir als das hintere ansprechen, woraus
zu sehen ist, dass die Thiere sich mit dem von uns so
genannten Vorderende einbohren und also der Scolex sich
am Vorderende des Thieres entwickelt hat; gegen die
Auffassung Moniez's spricht ausserdem die Lage des Ge-
hirns in den Tänien entschieden: haben doch auch die 3
anderen Helmintbenklassen ihre Haftorgane fast immer am
Kopfende wie die Tänien. R. Monier, Essai monograpJiique
sur les Cysticerques, Paris 1880, Travaux de Vinstitut soolo-
gique de Lille et de la stat. marit. de Wimereux, tome III^
fasc. 1 pag. 1—190, Splches.
Wenn von einem wissenschaftlich gehaltenen zoologi-
schen Werke wenige Jahre nach dem Erscheinen eine neue
Auflage nöthig wird, so ist das wohl der sicherste Beweis
für die Güte und Brauchbarkeit desselben, und in der That
erfreut sich Leuckart's Werk über die menschlichen Para-
siten mit Recht einer ausserordentlichen Beliebtheit. Der
Inhalt bringt mehr als der Titel verspricht, denn wir haben
hier ausser der eingehenden Schilderung der menschlichen
Parasiten als Einleitung eine vorzügliche Schilderung der
Parasiten-Classen im Allgemeinen nach ihrem macro- und
microscopischen Bau, ihrer Lebensgeschichte und Ent-
wicklung, während bei den einzelnen Arten ihre Einwir-
kung auf den menschlichen Körper , die Uebertragung in
denselben und ihr Vorkommen erschöpfend geschildert wird.
Das vorliegende Heft umfasst zunächst das Allge-
meine der Naturgeschichte der Cestoden. Die Proglottiden
werden, da sich bei vielen Tänien die letzten loslösen und
dann einige Zeit fortzukriechen vermögen, für Thierindi-
606 Braun u. V. Linstow: Bericht üb. d. wissensch. Leistungen
viduen angesehen und die ganze Tänie also für eine Thier-
colonie gehalten, deren Scolex als Amme functionirt und
wird die Tänie mit der Strobila der Medusen verglichen;
der Scolex wäre dann ein abweichend gebautes, geschlechts-
loses Individuum; als ganz besonders beweisend für diese
Auffassung wird eine Beobachtung von van Beneden ange-
führt, nach der Proglottiden von Echinobothrium minimum
erst nach ihrer Loslösung geschlechtsreif werden und be-
trächtlich an Grösse zunehmen. Wenn es bei anderen
Cestoden niemals zu einem Losstossen von Proglottiden
kommt, ja, wenn bei einigen überhaupt nur eine Segmen-
tirung angedeutet ist, bei noch anderen selbst diese fehlt,
so sieht Verf. darin nur einen verschiedenen Grad der
Individualisirung der Glieder. Empfindung, Bewegung, Er-
nährung und Ausscheidung ist für alle Tänien eine einheit-
liche für die ganze Colonie; die einzelnen Individuen
handeln aber nach einem gemeinschaftlichen Plane, etwa
wie die Bienen eines Stockes.
Wenn andere Forscher die Tänie für nur ein Thier halten,
so kann diese Differenz wohl nur aus der Unmöglichkeit ent-
stehen, eine präcise Definition des Begriffes ^^Thierindividuum "
zu geben, und allerdings scheint die Grenzbestimmung völlig
willkürlich. Die Frage, ob ein Bienenei ein Individuum sei,
kann schon verschieden beantwortet werden; constatirt
man aber etwa die Individualisation von dem Augenblicke
der Befruchtung ab, da unbefruchtete Arbeitereier nie zu
Bienen werden, so ist man bei der Bestimmung dieser
Grenze für die Drohnen in Verlegenheit, da Drohneneier
sich parthenogenetisch entwickeln. Gegen die Auffassung
einer Tänie als Thiercolonie spricht jedenfalls das im
Scolex vorhandene Gehirn, von dem aus die Nervenstränge
sich durch die ganze Gliederkette hindurch erstrecken;
die losgestossenen Proglottiden haben aufgehört im Sinne
der Fortpflanzung zu functioniren ; sie sind nach dem
Schwunde der Sexualorgane nur noch als Eiersäcke anzu-
sehen, die abgestossen werden müssen, weil der Uterus
ohne Ausmündung ist und zwischen einer abgelösten
Tänienproglottide und einem Trematoden ist ausserdem
der schwerwiegende Unterschied; dass jedes Exemplar der
in d. Naturgesch. der niedern Thiere während d. J. 1880 u. 1881. 607
letzteren sein eigenes Gehirn hat; auch zieht sich bei den
Cestoden die Mittelschicht continuirlich durch den ganzen
Körper hindurch.
Die Tänien sind, obgleich die Sexualorgane oft ein-
seitig liegen, doch als symmetrisch gebaute Thiere anzu-
sehen. Die Kalkkörperchen werden, entgegen der Ansicht
Claparede's, als frei im Körperparenchym liegend erkannt,
ohne mit dem Excretionsgefässsystem in Verbindung zu
stehen. Die subcuticularen Zellen werden als Spindelzellen
erkannt, deren Function nicht die ist, der Cuticula als
Matrix zu dienen , sondern welche als Bindegewebszellen
aufzufassen sind. Die Längsfasern sowohl wie die Ring-
fasern sind ihrem Wesen nach Muskeln und ist das sub-
cuticulare Fasersystem also als ein Hautmuskelschlauch
anzusehen. Die Parenchymmuskeln, das Nervensystem
mit seinem Gehirntheil und den nach aussen von den
Längsgefässen verlaufenden Seitensträngen werden be-
sprochen, ebenso das Excretionsgefässsystem mit seiner
Klappeneinrichtung in den Hauptstämmen, welche nur
eine Strömung des Inhalts nach hinten zulässt. Die Ent-
wicklung, Lage und Structur der Geschlechtsorgane sowie
die Bildung der Geschlechtsprodukte finden eine erschöpfende
Darstellung; die männlichen und die weiblichen Organe
sind über die beiden Flächen des Körpers ungleich ver-
theilt und die Uterusöffnung steht, wo sie überhaupt vor-
handen ist, stets auf der Bauchfläche. Der Auffassung
Sommer's gegenüber wird als Mittel zur Befruchtung
eine Immissio penis constatirt. Bei den Bothrioce-
phalen und verwandten Formen ist die Ectodermschicht
von dem Embryo gesondert und wird nicht mit in das
spätere Leben hinübergenommen; sie trägt den Flimmer-
mantel und weiter giebt Verf. an, dass die Embryonen von
Taenia dispar nicht durch ungeschlechtliche Fortpflanzung
entstanden sind, da auch hier Geschlechtsorgaue sich
finden. Die Entwicklungsgeschichte verfolgt den sechs-
hakigen Embryo auf seinem Wege durch den Zwischen-
wirth bis in den Darm des definitiven; die Embryonen
benutzen als Mittel der Einwanderung in die Organe häufig
die Venen (von wo sie wohl durch das Herz in die Arterien
608 Braun u. v. Linstow: ßericM üb. d. wissensch. Leistungen
kommen, denn anders ist eine Einwanderung in das Ge-
hirn und das Auge kaum zu erklären). Die Wimpertrichter
sind schon in den Cysticerken vorhanden und bei diesen
bildet sich der Scolex aus hohlen Körpern, die nach innen
eingestülpt sind, so dass die Saugnäpfe und Haken nach
innen liegen, bis sich nach vollendeter Ausbildung das
Organ wie ein Handschuhfinger nach aussen umstülpt; der
entgegenstehenden Ansicht Moniez' gegenüber wird die
Richtigkeit dieser Auffassung an Schnitten dargestellt; das
Receptaculum gehört der von Muskelfasern durchsetzten
Innenschicht des Blasenkörpers an. Verf. meint, dass
Moniez seine Zeichnungen nach alten Exemplaren an-
gefertigt habe und der von letzterem für die Kopfanlage
gehaltene Theil sei nur der Scheitel des Rostellum; der
Cysticercus fasciolaris bildet allerdings eine Ausnahme,
dessen gegliederter Körper übrigens nicht mit in das
Tänienleben hinübergenommen wird. Die Flüssigkeit in
den Blasen der Cysticerken enthält 3% Salze, 0,2—0,3^0
Albumin und 0,03— 0,05Vo Fett. Bei den Tänien sowohl
wie bei den Tetrarhynchen liefert die sackförmige Ein-
stülpung des Blasenkörpers selbst den Scolex. Auch die
Triaenophorus-Larve hat einen, der Schwanzblase der
Cysticerken analogen, leblosen langen Anhang; Diesing's
Form Sparganum ist wahrscheinlich eine Bothriocephalus-
Larve. Die Annahme einer Cestoden-Entwicklung ohne
Zwischenwirth, wie Megnin und Moniez sie wollen, wird
als den Beobachtungen nicht entsprechend zurückgewiesen
und ferner constatirt, dass nicht nur die Schwanzblase der
Cysticerken, sondern auch der scheinbar dem Proglottiden-
körper entsprechende Theil mit alleiniger Ausnahme des
Scolex und des darauf folgenden schlanken sogenannten
Halstheils im definitiven Wirth zu Grunde.gehen. An Miss-
bildungen werden die sechsstrahligen Formen, die seit-
lichen, überzähligen Glieder, der Situs inversus, die gefen-
sterten Glieder, die Vermehrung der Geschlechtsöffnungen,
die unvollständige Segmentirung erwähnt. Die Ansicht
Megnin's , dass die Larven zu verschiedenen Formen wer-
den, je nachdem sie in Pflanzenfresser oder Raubthiere
gelangen, weist Verf. zurück, da das Experiment gegen
in d. Naturgesch. der niedern Thiere während d. J. 1880 u. 1881. 609
diese Annahme spreche. Die ausführliche Artbeschreibung
erstreckt sich auf Taenia saginata, solium, acanthotrias,
marginata, echinococcus, nana, flavopunctata , madagas-
cariensis (für diese Auflage neu), cucumerina, elliptica.
Als neue Formen werden gelegentlich erwähnt ein
Cysticercus (Piestocystis variabilis) aus der Lunge der
Krähe, eine verwandte Form aus dem Unterhautbindege-
webe der Nachtigal, ein Cysticercoid aus der Leber von
Limnaeus pereger, wahrscheinlich zu Taenia microsoma ge-
hörend, eine scheinbar zu Taenia torulosa gehörige Tänien-
larve aus der Leibeshöhle vom Cyclops serratulus, Tetra-
rhynchen-Scoleces in Tethys, eine Bothriocephalen-Larve
aus dem Stint, die wohl mit des Ref. Bothriocephalus
Osmeri identisch ist und ein Cysticercus aus der Leber
von Arctomys Ludovicianus mit 24 sehr kleinen Haken.
JR. Leuclcarty Die Parasiten des Menschen und die von ihnen
herrührenden KranMeiten, 2. Aufl. Band 1. Lieferung 2,
Leipzig 188 Ij pag. 387 — 856, mit vielen Hohschnitten.
Stein behandelt ebenfalls die menschlichen Cestoden
im ersten Bande der „Parasitären Krankheiten des Menschen",
und werden die Trematoden und Nematoden in derselben
Weise bearbeitet werden. Nach einer geschichtlichen Ein-
leitung wird der Finnenzustand der Tänien , die Ent-
wicklungsgeschichte, der innere Bau, die Eibildung ein-
gehend besprochen, worauf Verf. den Einfluss der Band-
würmer und deren Brut auf den menschlichen Körper
schildert und schliesslich die Behandlung der Bandwurm-
krankheiten abhandelt, ebenso wie das Echinococcen-Lei-
den. Mit Recht betont Verf., dass trotz unserer gründlichen
Kenntnisse der Tänien die Therapie der durch sie ver-
ursachten Krankheiten noch auf recht schwachen Füssen
steht und giebt er Anweisungen zur Verbesserung, die sehr
zweckmässig erscheinen. Der Schwerpunkt der Arbeit
liegt in den ^Abbildungen, welche auf photographischem
Wege dargestellt sind, und daher, sofern sie nicht nach
Zeichnungen angefertigt sind, durchaus naturgetreu sein
müssen ; erklärt sind sie durch correspondirende dem Text
eingefügte Holzschnitte und ist das Werk besonders für
Aerzte empfehlenswerth. S. Th. Stein, BntwieUungsge-
Archiv für Naturg. XXXXVn. Jahrg. 2. Bd. 00
610 Bräun u, v. Linstow: Bericlit üb. d. wissensch. Leistungen
schichte und Parasitismus der menschlichen Cestoden, Lahr
188t
Eine Uebersicht des Vorkommens der menschlichen
Bandwürmer in Dänemark nach Häufigkeit, Geschlecht,
Stand, Alter, Heimath und Aufenthaltsort der Träger giebt
Krabbe, wobei sich herausstellt, dass Frauen etwa doppelt
so oft an Tänien leiden als Männer. Verf. fand Taenia
saginata 97mal, T. solium 49mal, T. cucumerina 4mal,
Bothriocephalus latus 20mal. Taenia cucumerina wurde
nur bei Kindern, die noch nicht ein Jahr alt waren, be-
obachtet. Nicht ganz sicher constatirt sind ausserdem. 2
Fälle vonT. crassicoUis beim Menschen; unmöglich scheint
das Vorkommen nicht, da der Mensch auch mehrere
andere Helminthen mit Katze und Hund gemeinsam be-
herbergt und die Juten auf dem Lande gegen Enuresis
als Hausmittel mit Haut und Haar gehackte rohe Mäuse
einnehmen, die auf Butterbrod gestrichen oder in Pfannen-
kuchen gethan werden. H. Krahhe, om ForeJcomsten af
Baendelorme hos MennesJcet i DanmarJc. Nord. med. Arhiv
1880, Bd. XII Nr. 23.
M^gnin beobachtet an Taenia infundibuliformis, lan-
ceolata und der hierunter zu erwähnenden neuen Art
echinobothrida, dass, sobald die Eier reifen, der Scolex
aufhört zu functioniren ; er producirt dann keine Proglottiden
mehr, verliert die Haken, die Saugnäpfe schwinden, er
verkleinert sich und verschwindet endlich ganz; die Pro-
glottiden aber entwickeln sich und leben weiter, nur der
Scolex hat seine Rolle ausgespielt. Was die Tänien ohne
Scoleces und Scoleces ohne Haken betrifft, so hat auch
Ref. solche oft gefunden, sie aber immer für verstümmelte
Exemplare gehalten. P. Megnin, Sur la caducite etc. l. c.
und C. Moniez, Cestodes et Helminthologistes etc. l. c.
40 Proglottiden mit Eiern von Taenia saginata ver-
fütterte van Benneden an ein Kalb, das 21 Tage darauf
starb, mid eine enorme Menge von Cysticerken in den
Muskeln, im Herzen, in den Submaxillar- und der Thymus-
drüse, im Glaskörper des Auges, an letzterem Orte frei,
an den übrigen encystirt, zeigte. Die Thiere waren 0,3
bis 1,3 mm gross; an einem um dieselbe Zeit ebenso ge-
in d. Naturgesch. der niedern Thiere während d. J. 1880 u. 1881. Gll
fütterten Schweine fanden sich keine Cysticerken. Die
Eier der Taenia saginata und serialis zeigen in einer
frühen Entwicklungsstufe eigenthümliche, fadenförmige
Verlängerungen. Derartige Versuche, immer wieder mit
demselben Erfolg wiederholt, sind beweisend und bilden
einen sicheren Gegenbeweis gegen Megnin's Lehre von
der Anpassung; die Resultate sind stets dieselben geblie-
ben und sind, um nur einen der zahlreichen Versuche
anzuführen, 1876 von Masse und Pourquier mit demselben
Erfolge angestellt ; diese Forscher verfütterten Proglottiden
von Taenia saginata an ein Kalb, an Lämmer, Kaninchen
und Hunde, und im Kalb allein entwickelten sich haken-
lose Cysticerken. K van JBeneden^ Relation ahm cas de
Tiiberculose cestodique suivie de quelques observations sur les
oeufs du Taenia mediocanellata. Bull. Acad. Belg. XLIX
pag. 659—669.
Ohne künstliche Fütterung findet Gruillebeau den
Cysticerkus von Taenia saginata in einer Rindszunge in
Worb bei Bern ; die Saugnäpfe hatten 0,27 mm im Durch-
messer und die scheitelständige kleine Grube einen von
0,13 mm. Ä. Guilleheau, Ein I all von spontanem Vorhominen
des Cysticercus der Taenia saginata. Zoolog. Anz, 1880 pag.
21. Mittheil. d. naturf. Gesellschaft Bern 1879 pag. 21—22.
Ueber die Häufigkeit des constatirten Vorkommens
von Cysticercus cellulosae in Preussen berichtet Eulen-
berg, dass im Jahre 1878 von 2,524,105 untersuchten
Schweinen 6165 finnig befunden wurden; was ein Ver-
hältniss von 409 : 1 ergiebt; es wurden 700 finnige
Schweine mehr als im vorigen Jahre gefunden; von
den im Jahre 1879 untersuchten 3,104,656 Schweinen
hatten 9669 Finnen, was einem Verhältniss von 327: l
entspricht (1. c.) Im Herzogthum Braunschweig wurde
1878—1880 auf 2340 Schweine 1 finniges gefunden , in
der Stadt Braunschweig war dagegen das Verhältniss von
450:1, welches letztere wohl das richtigere sein dürfte;
vid. Ulide, 1. c.
Munkenbeck findet, dass Cysticercus cellulosae im
Muskel des Schweins mitunter in einem frühen Entwick-
lungsstadium entartet, wenn er noch hanf- bis hirsekoru-
612 Bräun u. v. Linstow: Bericht üb. d. wissensch. Leistungen
gross ist, und zwar zu gelblich braunen, elliptischen
Knötchen, die eine klebrige, gelbliche Eitermasse enthalten,
aber keine Scoleces und Haken. MunJcenhach , Adatn's
Vierteljahrssdir. XXIV. Jahrg. 1880 pag. 87. vid. auch
Rathery und Duguet, Ohservations de ladrerie, Soc. medic.
des Hospitattx, Fevrier 1880.
Plana giebt eine Entwicklungsgeschichte von Cysti-
cercus pisiformis in der Kaninchenleber und erwähnt da-
bei der Bildung von Riesenzellen mit Schizomycosis. Am
7. Tage nach der Einwanderung der jungen Cysticerken
war die Leber vergrössert und erschienen die Gefässe in-
jicirt; die Parasiten waren 0,7—1,3 mm lang und 0,29
bis 0,4 mm breit; in einem anderen Falle war die Leber
am 12. Tage enorm vergrössert und fand sich blutiges
Serum in der Bauchhöhle; die jungen Cysticerken hatten
eine Länge von 2—3 und eine Breite von 0,7 — 1 mm; in
einem dritten Fall fanden sich 27 Tage nach der Fütterung
freie Cysticerken in der Bauchhöhle. Die Kopfpapille
bildet sich aus einem ansehnlichen Stratum hyaliner Sub-
stanz von cylindrischer Form. Protaplasmamassen oder
Riesenzellen mit zahlreichen , meistens wandständigen
Kernen, bis 0,15 mm gross, fanden sich in Gefässerweite-
rungen der von den jungen Cysticerken durchbohrten
Lebern, diese Riesenzellen aber waren häufig ganz durch-
setzt von Bacterien; dieselben waren 0,0025 — 0,003 —
0,005 mm gross und wurden auf ihre Widerstandsfähig-
keit gegen chemische Agentien geprüft ; die Lebern waren
frisch und konnten die Bacterien nicht mit der beginnen-
den Fäulniss in Zusammenhang gebracht werden. Auch
von Trichinen bewohnte Muskeln wurden von Bacterien
durchsetzt gefunden und meint Verf., dass die Embryonen
dieselben bei ihrer Einwanderung vom Darm aus ein-
schleppen. G. P. Plana, Intorno allo sviluppo degli embrione
del Cisticerco pisiforme etc. Giornale la Veterinaria anno II
Nr. 1, 21 pag.
Villot, welcher in Glomeris limbata schon drei neue
Cestodenlarven entdeckte, findet in demselben Wirth noch
eine vierte, Cysticercus glomeridis, eine 1 mm
grosse Form mit vier Saugnäpfen und einem Kranz von
in d. Naturgesch. d. niedern Thiere während d, J. 1880 u. 1881. 613
20 Haken in doppelter Reihe; er gehört zur Gruppe des
Cysticercus Arionis; die Hacken der ersten Reihe messen
0,06, die der zweiten 0,45 mm; zu welcher Tänie dieser
Cysticerkus gehört, kann Verf. nicht angeben; Abbildungen
der Haken, welche das Auffinden der Tänie erleichtern
könnten , -^ind nicht beigegeben. M. A. Villot, Sur une
nouvelle larve de Cesfo'ide, appertenant au type du Cysticerque
de VÄrion, Paris 1881. Comptes rend. t. 72, pag. 418—420.
Am Schenkel von Dipus sagitta entdeckte Meguin
eine Geschwulst, auf welche während des Winterschlafs
des Thieres ein Einschnitt gemacht wurde, worauf eine
unregelmässig gestaltete, verästelte, knollige Geschwulst
herauspräparirt wurde, die inwendig hohl war und an
der Innenwand kleine Papillen trug, von denen die um-
fänglicheren V4— Vi mm. lang und V4— Vs mm breit waren
und sich als Scoleces erwiesen mit doppeltem Hakenkranz,
dessen Haken 0,07 und resp. 0,05 mm lang waren; die
Form erhält den Namen Coenurus polytuber culosus
n. sp. Verf. bemerkt, dass die Echinococcen an Stelle der
inneren Proliferation auch eine äussere zeigen können, so
wurde eine sehr grosse Echinococcen-Geschwulst an der
Innenseite des linken Schenkels eines Pferdes gefunden,
bei der die Tochterblasen an der Aussenwand der Mutterblase
Sassen. P. Megnin, Sur une nouvelle forme de ver vesicu-
laire, trouvee che^ une Gerhoise, Journ. de VAnat. et Fhys.
XVI pag. 181—191, pl VII- X. Comptes rendus 89 t
Nr. 24, pag. 1045—1046.
Vier Fälle von Echinococcus beim Menschen beschreibt
Hiiber, die in der Leber und den Nebennieren ihren Sitz
hatten; zwei derselben wurden von Zenker untersucht, der
in dem einen Fall einen Echinococcus multilocularis sterilis,
in dem anderen einen Echin. mult. proliferus diagnosticirte;
übrigens ist die Abhandlung von mehr klinischem als
zoologischem Interesse. Huher, Echinococcus miätilocularis,
26. Ber. d. naturhist. Ver. Augsburg. Dasselbe gibt von
E. Meyer, Ein Fall von Echinococcus multilocularis,
Göttingeiz, 1881.
Zu den soeben angeführten Cestodenlarven , welche
Villot in Glomeris limbata gefunden hat, gehört Urocystis
614 Braun u. v. Linstow: Bericht üb. d. wissensch. Leistungen
prolifer nov. gen., nov. spec, in Cysticerkus-Form frei
in der Leibeshöhle, als encystirter Cysticercoid im Fett-
körper lebend. Man findet vier Saugnäpfe und ein sehr
langes Rostellum mit Haken, die sehr klein sind, so dass
sie nicht gezählt werden konnten. Der Scolex misst 0,07 mm,
die Schwanzblase ist 0,09 mm lang und 0,06 mm breit; die
Saugnäpfe haben einen Durchmesser von 0,02 mm, die
Haken sind 0,001 mm lang. Die Blasen entstehen durch
äussere Knospung und findet man gewöhnlich 2 vereinigt:
wenn der Scolex entwickelt ist, sind die beiden Köpfchen
nur durch einen dünnen Strang vereinigt. Verf. meint,
diese Eigenthümlichkeiten rechtfertigten die Aufstellung
eines neuen Genus (das Genus heisst wohl Taenia Ref ).
Ä. Vüloty Sur une nouvelle forme de ver vesiculaire ä hour-
geonnement exogene^ Comptes rendus t. 91 pag. 938—940.
Ann. of nat. hist. 5. ser., vol. VII pag. 75—76.
Derselbe Verf. wendet sich in einer antikritischen
Bemerkung gegen Megnin, welcher sagt, Villot stelle Sta-
phylocystis zu den Echinococcen, vergesse aber dabei, dass
Echinococcus polycephal, Staphylocystis aber monocephal
sei; Villot bemerkt dagegen, er habe erklärt, die Coenuren
und Echinococcen seien Scolexcolonien, Staphylocystis
dagegen sei eine Cysticercus-Colonie, er halte also mono-
cephale und polycephale Colonien wohl auseinander. Wenn
Verf. von der importance de leurs (d. h. der Staphylocysten)
caracteres generiques spricht, so bemerkt Ref., dass von
solchen wohl keine Rede sein kann; das Genus heisst
Taenia, und wenn die Larvenform bald so und bald anders
gestaltet ist, so kann dieser Unterschied wohl nicht zur
Aufstellung eines neuen Genus Veranlassung geben, da
ja die Namen der Larven nur provisorische sind, welche
eingehen müssen, sobald man die entsprechende Geschlechts-
form kennt, was doch hier, wenigstens der Gattung nach,
der Fall ist. Ä. Villot, Sur les affinites des Staphylocystes^
Journ. de VAnat. et Fliys. XVI pag. 397—399.
Braun hält trotz Knoch's Versuchen an der Meinung
fest, dass Bothriocephalus eine cysticercoide Larvenform
habe, und findet in verschiedenen Fischen, frei in der
Leibeshöhle und in den Organen, so auch vielfach in der
in d. Naturgesch. der niederu Thierc während d. J. 1880 ii. 1881. G15
Muskulatur ciDgekapselteBothriocephalus-LarvcD, bis 1,5 mm
lang, welche vielleicht den Larven zustand von Bothr.
latus darstellen; wenigstens entwickeln sie sich im Darm
von Katzen und Hunden, wo sie sich ansaugen und wach-
sen. (Einer brieflichen Mittheilung nach ist dem Verf.
neuerdings die Erziehung von Bothriocephalus-Larven aus
dem Hecht zu Bothr. latus im Menschen gelungen, womit
er die- Helminthologie um eine ebenso wichtige wie inter-
essante Entdeckung bereichert hat.) M. Braun, Zur Frage
des Zivischenwirths von Bathrioceplialus latus Brems., Zoolog,
Anzeig. 1881 pag. 593—597.
Ein sehr umfangreiches und reichhaltiges Werk
über die Anatomie und Entwicklung der Cestoden hat
Moniez geliefert, aus dem hier nur die wichtigsten Resul-
tate angeführt werden können.
Zunächst wird die Embryonalentwicklung besprochen,
und zwar von Taenia marginata, serrata, cucumerina, sa-
ginata, expansa, pectinata, denticulata, multistriata, anatina,
laevigata, serpentulus, colliculorum, bacillaris, Barroisii,
dispar, einer Species aus der Hausente, einer aus Rallus, von
Leuckartia, Bothriocephalus latus und Bothr. des Lachses
Phyllobothrium thridax, Abothrium gadi, Ligula simpli-
cissima. Bei Taenia marginata theilt sich das Ovulum in
2 Hälften, von denen die eine in der Regel bis zur end-
lichen Entwicklung des Embryo's persistirt; neben diesen
beiden tritt bald eine Blastodermzelle auf, die sich theilt,
bis sie schliesslich zu dem bekannten Morula-Stadium
gelangt; bei anderen Arten werden im frühen Entwicklungs-
stadium ein oder mehrere kleine Polkörperchen (corpus-
cules polaires) ausgeschieden, die dann neben den Blasto-
dermzellen liegen. Von der Morula löst sich nun rings an
der Peripherie eine Zellschicht ab (couche delaminee),
welche zu der chitinisirten Stäbchenschicht wird; in eini-
gen Fällen, so bei T. expansa, lösen sich zwei Schichten
nach einander ab, von denen die erste, äussere körnig
zerfällt und die innere die Chitinhülle des Embryo mit
den beiden Ausläufern bildet, welche in diesem Stadium
mit den beiden Endzipfeln eine strahlige Granulationsmasse
umfassen. In anderen Fällen wird die couche delaminee
616 Braun u. v. Linstow: Bericht üb. d. wissensch. Leistungen
zur FlimmerliüUe, in noch anderen zerfällt sie körnig. Am
Embryo unterscheidet Verf. einen Bulbus, an dem die
beiden mittleren Haken wurzeln, und zwei Muskeln, w^el-
che von hier nach dem Hinterende des Körpers gehen.
Die Entwicklung der Spermatozoen wird so darge-
stellt, dass der Kern der Hodenzelle verschwindet und in
ihr durch endogene Zellbildung Tochterzellen entstehen;
diese treten aus der Mutterzelle heraus und bilden in
ihrem Innern Enkelzellen, aus welchen dann die fadenför-
migen Spermatozoen werden.
Verf. beschreibt dann eine mit Abothrium verwandte,
Leuckartia genannte Form aus den Append. pylor. einer
Lachsart; es werden hier Durchschnitte von traubigen
Hodenzellen gezeichnet, die scheinbar von einer starkwan-
digen Hülle umgeben sind, in welcher hellen Zone Verf.
aber Samenmassen erkennt, welche die Zellengruppe um-
geben. Bei jungen Gliedern ist die Mittelschicht (zone
centrale) sehr schwach entwickelt, die ihr beiderseits
anliegende Schicht der Longitudinalmuskeln aber sehr
mächtig, was bei den reiferen Gliedern gerade umgekehrt
ist. Zu äusserst liegt die Cuticula, dann folgt eine Schicht
von Muskelzellen, hierauf eine Bindegewebsschicht, dann
eine Längs- und eine Ringmuskelschicht und dann die
Mittelschicht; aus Zellen der letzteren entstehen das Ova-
rium und die Dotterstöcke. An der Bauchseite des Ova-
riums liegt der Uterus, der von einer Membran begrenzt
ist, die später oft zerreisst und die Eier in die Mittel-
schicht gelangen lässt.
Auch bei jungen Exemplaren von Ligula ist die
Mittelschicht wenig entwickelt, die ihr anliegendeji Mus-
kelschichten dagegen sind sehr mächtig; hier bilden die
Transversal- und Verticalmuskeln, die sich rechtwinklig
kreuzen, viereckige Maschen, in denen die Longitudinal-
muskeln verlaufen; die Subcuticularschicht ist schwach
ausgebildet. Die Kalkkörperchen entstehen aus dem Plasma
der Spindelzelle des Körperparenchyms ; die Zelle, aus
der ein Kalkkörperchen entstehen soll, vergrössert sich
und theilt sich dann in zwei ungleiche Hälften; aus der
grösseren entsteht das Kalkkörperchen, die kleinere dege-
in d. Naturgesch. d. niedern Thiere während d. J. 1880 n. 1881. 617
nerirt. Die Nervenstränge bieten das maschige Durcli-
schnittsbild wie bei Taenia und Bothriocephalus. Die
Gefässwandungen sind mit spindelförmigen Muskelzellen
radiär umgeben, welche durch ihre Contraction das Lumen
erweitern. Die Spermatozo'iden, welche sich im Umkreise
der Hodenfollikel sammeln, wandern, ohne von eigenen
Gefässen eingeschlossen zu sein, durch die Gewebsmaschen,
bis sie den Cirrusbeutel (poche peniale) erreicht haben.
Porencanäle in der Cuticula existircn nicht, sie werden
vorgetäuscht durch Faserzüge in derselben. Das Excre-
tionsgefässsystem wird eingehend geschildert und die
Entstehung der Geschlechtsorgane sowie deren Anordnung
beschrieben. Hier entsteht der Dotterstock aus der Zwi-
schenzone und ein Uterus ist nicht vorhanden. Ligula
simplicissima soll nach Form der Embryonalhaken in
mehrere Arten zertheilt werden. Bei Bothriocephalus
latus besteht die Rindenschicht zu äusserst aus einer Cu-
ticula, darunter folgt eine Schicht, in der die spindelför-
migen Muskelzellen eingelagert sind, deren Längen-Durch-
messer senkrecht zur Hautoberfläche steht; dann kommt eine
Zwischenschicht mit Kalkkörperchen, zahlreichen Längs-
gefässen und den Dotterstöcken; nach innen von dieser
bemerkt man die Längsmuskel- und darauf die schmale
Ringmuskelschicht; es sind nicht, wie andere Forscher
angegeben haben, nur 4 Längsgefässe vorhanden und meint
Verf i dass letztere die Nervenstränge für Gefässe genom-
men hätten. Unmittelbar hinter der OeflPnung des Cirrus-
beutels mündet die Vagina und durch einen ansehnlichen
Raum von dieser getrennt weiter hinten findet sich die
üterusöflPnung. Die Uteruswandungen sind von spindel-
förmigen Muskelzellen durchsetzt und bei jungen Exem-
plaren sind die spindelförmigen Zellen in der Subcuticu-
larschicht viel grösser als in erwachsenen Thieren ; bei
jenen berühren sie sich überall, während sie bei diesen
durch eine Zwischensubstanz geschieden werden. Es
scheint dem Verf., als ob am Kopfe die Gefässe an den
Rändern der Saugnäpfe in kleinen Mündungen sich nach
aussen öffnen.
Bei Abothrium Gadi entstehen die Geschlechtsorgane
618 Braun u. v. Linstow: Bericlit üb. d. wiseensch. Leistungen
in der Mittelschicht; die ausgebildeten Geschlechtsorgane
sind denen von Leuckartia sehr ähnlich. Die Vulva ist
sehr lang und auffallend entwickelt, ihre Wandung ist
mit Spindelzellen besetzt. Die grossen Nervenstränge
zeigen auf Querschnitten spindelförmige Ganglienzellen mit
Kern und Kernkörperchen; nach innen von ihnen ver-
laufen je 3 Excretionsgefässstämme und zwar jeder ein-
geschlossen von einer aus Längsmuskeln bestehenden
Scheide, in der sie spiralig aufgerollt liegen. Die Uterus-
öffnungen sind deutlich sichtbar.
Bei Schistocephalus dimorphus schliessen 3 Ringmus-
kelscliichten 2 Längsmuskelschichten ein, von denen die
innere die mächtigere ist. Die Geschlechtsorgane werden
ausführlich beschrieben; anstatt eines Gehirns findet sich
nur eine einfache Nervencommissur; als neuer Fundort
wird Larus argentatus genannt. Die Gruppe der grossen
Säugethier-Tänien, T. serrata, marginata, crassicollis, coe-
nurus, Felis pardi, Krabbei, solium, polyacantha, saginata
untersucht Verf. auf ihr Excretionsgefässsystem und fehlen
hier bei einigen die Dotterstöcke, wie auch eine Oeffnung
des Uterus nach aussen. Die Hoden liegen an der Rücken-
flache, die Vagina von T. serrata ist innen mit Cilien
ausgekleidet, die Wandung aussen mit grossen, spindel-
förmigen Muskelzellen besetzt. Von den 4 ursprünglichen
Längsgefässen degenerirt jederseits eins zu einer weiten
Lacune, ebenso degeneriren die erstere verbindenden Quer-
äste zu Lacunen,
Verf. erwähnt zweier neuer Tänien aus Anas boschas
dom. und Hirundo riparia. R. Monier, Memoire sur les
Cestodes, 1. pari. Travaux de Vinst. Zool. de Lille et de la
stat. mar. de Wimereux, tome III, fase. II, Lille und Paris
1881, 238 pag. mit 12 Tfln. Etudes sur les Cestodes,
Btdlet. scientif. du dep. du Nord, 2. ser., 2. annee 1880
pag. 240-242, 356—358, 407-409-, Umbnjogenie de la
Ligule {Ligula simplicissima) ibid. pag. 112 — 115; Note sur
les vaisseaux de V Ahrothrium Gadi, ibid. pag. 448.
ßiehm zerlegt die bisher für nur eine Art gehaltene
Taenia pectinata aus Hasen und Kaninchen in 5 SpecieS;
nämlich Taenia rhopalocephala n. sp. aus dem Hasen,
in d. Naturgesch. d. üiederii Tbitre während d J. 1880 u. 1881. 619
60—80 cm lang, die Glieder sind etwa ebenso lang wie
breit, der Scolex ist gross und keulenförmig, die Endglie-
der sind 5 mm breit, die GcschlechtsöfFnungen stehen ein-
seitig am hinteren Viertel des Proglottidenrandes; die Art
findet sich am Ende des Dünndarms und zwar besonders
im Hei-bste.
Taenia rhopaliocephala n. sp. im wilden Kanin-
chen ist 100 cm lang, die Endproglottiden sind 8 mm breit;
der Scolex ist halb so gross wie bei voriger Art; die
Geschlechtsöffnungen sind einfach, im dritten Viertel des
Gliedrandes gelegen; beide Arten sind unbewaffnet.
Die drei anderen Arten werden dem Genus Dipyli-
dium zugetheilt, dem auch D. cucumeriuum und ellipticum
angehören und das auf die Verdoppelung der Geschlechts-
organe in jeder Proglottide begründet wird; zu bemerken
ist aber, dass die 3 hier beschriebenen Arten im Gegen-
satz zu den beiden letztgenannten hakenlos sind.
Dipylidium Leuckarti n. sp. aus dem Darm des
wilden Kaninchens misst 80 cm, die Proglottiden sind 3-^6
mal breiter als lang, der Scolex ist sehr klein; die Ge-
schlechtsöffnungen stehen beiderseits im hinteren Viertel
des Proglottidenrandes.
Dipylidium pectinatum n. sp. (obgleich der
alte Name gewählt ist, ist doch die Artdiaguose neu) findet
sich im Anfang des Hasendünndarms ; der Scolex ist ausser-
ordentlich klein; die Geschlechtsöffnungen stehen beiderseits
in der Mitte der Proglottidenränder, die Länge beträgt
40 cm, die Breite 8 mm, die Glieder sind 4mal so breit
wie lang und die Anlage der Geschlechtsorgane findet
sich schon in den ersten Proglottiden.
Dipylidium latissimum n. sp. lebt im wilden
Kaninchen; die Länge beläuft sich auf SO cm, die Breite
auf 14 mm ; der Scolex ist sehr gross, die Geschlechtsöff-
nungen stehen jederseits an den zitzenartig vorspringen-
den Hinterecken der Glieder, die sehr dick und viel kürzer
als breit sind.
Verf. entdeckt neben dem auffallenden Excretions-
apparat noch ein zweites Canalsystem, welches in 2 dicht
neben einander gelegenen Oeffnungen zwischen den beiden
620 Braun u. v. Linstow: Beriebt üb. d. wissensch. Leistungen
Mündungen des ersteren in der Endproglottis seinen Ab-
schluss findet (tab. VI Fig. 2, 5, 6 etc., tab. VFig. 16 etc.);
es bildet keine Anastomosen, zeigt im Verlaufe eine Menge
Anschwellungen und hat vielleicht die Functionen eines
Darms. Eine Art Prostata findet Verf. als drtisenartiges
Organ, das sich* bald an den Cirrusbeutel, bald an das
Vas deferens, wo es in den letzteren mündet, ansetzt. Am
peripheren Ende der zum weiblichen Geschlechtsapparat
gehörigen Samenblase, die Verf. zweckmässig als Recep-
taculum seminis bezeichnet, sah er eine klappenartig wir-
kende Wulstung der Vaginalmündung, die das Zurückfliessen
des Samens verhindert, ein Organ, das Ref. früher schon
an Taenia depressa fand, (Arch. für Zoolog. 1875 pag.
187-188, Taf. II Fig, li, 2), wo es viel deutlicher aus-
gebildet und das auffälligste Organ in der ganzen Pro-
glottide ist.
Eine neue Beobachtung der Selbstbefruchtung macht
Verf. an Dipylidium latissimum ; die Glieder sind so breit,
dass sie sich in dem verhältnissmässig engen Kaninchendarm
der Länge nach rinnenförmig zusammenbiegen müssen,
so dass die beiden Ränder einer Proglottide einander
berühren; hierbei kommt nicht selten eine gegenseitige
Begattung der beiden Sexualsysteme vor; der Cirrus der
einen Seite ist in die Vulva der anderen eingedrungen
und Verf. musste dann beim Ausbreiten des Körpers „einige
Sorgfalt anwenden, um die betreffenden Cirrus nicht abzu-
reissen." Vom Nervensystem findet Verf. im Scolex 2
durch eine einfache Commisssur verbundene dreieckige
Ganglien und davor einen hufeisenförmigen Gehirntheil;
von ersteren entspringen 2 Seitenstränge, die sich durch
den ganzen Proglottidenkörper hindurch erstrecken und
in manchen Fällen am Hinterrande einer jeden Proglottide
eine schwache Anschwellung zeigen. Das Gefässsystem
wird an schön gelungenen Injectionspräparaten gezeigt.
Zum Schluss bespricht Verf. die Frage, ob eine
Tänie als ein Thierstock oder als ein einheitliches Thier-
individuum anzusehen sei, und entscheidet sich für letz-
tere Auffassung, die dadurch begründet wird, dass bei
einer Trennung zweier Proglottiden häufig Muskeln zer-
in d.Naturgesch. der niedern Thieie während d. J. 1880 u. 1881. 621
rissen werden, stets aber das Nervensystem und das
Exeretionsgefäss, und wenn nur ein Nervensystem da sei,
so könne auch die Einheit des den ganzen Organismus
beherrschenden einen Willens nicht geleugnet werden;
die Gliederung sei nur in den Geschlechtsorganen ausge-
sprochen. (Will man diese Trennung aber benutzen, jede
Proglottide für ein Individuum zu erklären, so müsste bei
Dipylidium eine jede für zwei Individuen gehalten werden,
Ref.). Ferner sind die Endproglottiden oft anders gebil-
det als die übrigen, so dass die Entwicklung, die Ana-
tomie und Physiologie alle für die monozoische Natur
sprechen. G. Biehm, Studien in Cestoden, Halle 1881, auch
Zeitschr. für d. ges. Naturw. Bd. 54 pag. 200.
Kahane veröffentlicht eine deutsche Üebersetzung
seiner im vorigen Jahresberichte erwähnten polnischen
Arbeit; in der eine vollständige Anatomie von Taenia
perfoliata gegeben wird.
Im Anschluss an die eigenen Untersuchungen bespricht
Verf. die wichtigsten früheren Arbeiten über den Bau der
Tänien. In Betreff der Synonymik kommt Verf. zu den-
selben Resultaten wie Diesing. Zunächst werden die Cuti-
cula und das subcuticulare Zelliager besprochen, dann
das excretorische Gefässsystem, der männliche und weib-
liche Genitalapparat, und meint Verf , die Geschlechtsöff-
nungen seien bei allen Tänien randständig, was nicht
ganz zutreffend ist, da sie u. a. bei Taenia acuta der
Fledermäuse und Taenia bacillaris des Maulwurfs flächen-
ständig sind. Die Hoden sind einfache Bläschen mit struc-
turlosen Wandungen, der Samenleiter hat in seiner Wand
in der Längsrichtung liegende Muskeln, und ebenso werden
Muskeln in der Wand der Samenblase gefunden. Den
Cirrus fasst Verf. als ein dem Vas deferens gegenüber
selbständiges Gebilde auf, der auch ausser Zusammenhang
mit der Muskulatur des Cirrusbeutels steht, und eine Fort-
setzung der die Geschlechtscloake auskleidenden Schicht
ist. Der Cirrusbeutel zeigt zwei Muskellagen, die äussere
Schicht bilden Meridian-, die inneren Parallelkreise dieses
sphäroiden K()rpers; dass der Cirrus als Copulationsorgan
benutzt werden kann, bezweifelt Verf. nicht. Dotterstock,
622 Braun u. v. Linstow: Bericlit üb. d. wissensch, Leissungen
Keimstock, Schalendrüse und Uterus werden besprochen
und zum Schluss neben der Muskulatur besonders das
Nervensystem ausführlich behandelt. Am Kopfe findet
sich unter der Haut zunächst eine Ringmuskelschicht, auf
diese folgt eine Längs- und auf diese eine Quermuskel-
schicht; im Centrum wird ein vorderer und ein hinterer
Muskelzapfen beschrieben, der aus über Kreuz verlaufen-
den Quermuskeln besteht. Z. Kahane^ Anatomie von Tae-
nia perfoliata Gö^e, als Beitrag sur Kenntniss der Cestoden,
Zeitschr.füriviss. Zoolog. XXXIV pag. 175—244, tah.VIIL
Im Dünndarm des Chimpanse fand Studer 2 Tänien,
die eine Länge von 110 mm bei einer grössten Breite von
15 mm hatten; der kleine Scolex zeigte neben den 4 Saug-
näpfen keine Haken; die Glieder sind sehr kurz, 1 mm
lang und 3mm dick; die GeschlechtsöfiPnungen stehen
alternirend und sind die Glieder, besonders die letzten,
schwarz pigmentirt. Eine weitere Beschreibung und Benen-
nung wird vorbehalten. Th. Studer^ Tänie aus dem Chim-
pansen; Mittheilung der natur f. Ges. Bern 1880 pag. 10—11.
Taenia Barroisii n. sp. aus Talpa europaea führt
Moniez an, die grösser und dicker als Taenia bacillaris
ist, und wird die Beschreibung nachfolgen- B. Monier,
Note sur Taenia Barroisii, Bullet, scientif. du dep. du Nord.
1880 pag. 447.
Chatin beschreibt als neu Taenia cyclocephala
aus Cona madagascariensis, die Grandidier aus Madagas-
car mitbrachte. Das Rostellum ist regelmässig rund, ohne
Haken, aber mit regelmässig gefalteter Cuticula, wodurch
der Anblick eines Kranzes feiner Plicaturen entsteht.
Gliaiin, Soc. Bhilomatique [de Paris, 13. Decemher 1879;
Bullet, de la Soc. Philomatique 7 ser., t. IV pag. 31.
Eine neue Art Taenia Wime rosa aus dem Kanin-
chen führt Moniez an. Etudes sur les Gest. etc. l. c.
Plana beschreibt als neu eine Taenia botrioplitis
aus dem Darm der Haushühner; das Thier ist 200mm
lang und 3 mm breit; der Kopf bohrt sich oft tief durch
die Darmzotten bis in die Muskularis hinein; der sogen.
Hals ist lang und dünn; die Saugnäpfe sind mit 7—8
concentrischen Hakenkreisen bewaffnet; die Geschlechts-
in d. Naturgesch. der niedern Thiere während d. J. 1880 u. 1881. 623
Öffnungen sind einseitig nnd stehen an der Mitte des Pro-
glottidenrandes. Der dazu geliörige Cysticercus, C. botrio-
plitis, 0,28 mm lang uud 0,21mm breit, wird interessan-
ter Weise in Helix (carthusianella oder maculosa) gefun-
den und gehört zu der Gruppe Cyst. Arionis, Taeniae
cucumei-inae und T. gracilis. G. P. Piana, Di una nuova
specie di Tenia clel Gallo domestico {Taenia hotrioplltis) e
di un nuovo Cisticerco della Lumacliella terrestri {Cysticer-
cus hotrioplitis), Mem. Accad. Sc. Istit. Bologna 1881 pag.
387-394, c. tav.; Rendiconf. Sc. Istit. Bologna 1880—1881
pag. 84—85.
Ebenfalls aus dem Haushuhn beschreibt Megnin als
neu Taenia echinobothrida; die Art ist 50— 100mm
lang und 1— 2 mm breit; die Saugnäpfe sind auch hier
mit einem 7fachen Kranze von Häkchen versehen; die
Haken am Scheitel des Scolex stehen in doppelter Reihe
und beträgt ihre Zahl etwa 100; ein sogen. Hals ist nicht
vorhanden; die ersten Glieder sind etwa 50 mal breiter
als lang; die Geschlechtsöffnungen stehen unregelmässig
abwechselnd, der fein bedornte Cirrus misst 0,015 mm.
Mit T. cesticillus Molin (= infundibuliformis Duj.) ist die
Art jedenfalls nahe verwandt, deren Haken Krabbe genau
wie die hier gezeichneten abbildet und deren Saugnäpfe
schon von Wagener als bewaffnet beschrieben wurden.
P. Megnin, Sur la cadticite des crochets etc. l. c.
Ref. unterzieht die Spitzmaus-Tänien einer Revision
und beschreibt Taenia scalaris Duj. aus Crocidura aranea,
Taenia uncinata Stieda aus Crucidura aranea und leuco-
don, Taenia tiara Duj. aus Crocidura aranea (1. c).
Eine Uebersicht über das Vorkommen und die Ent-
wicklung von Ligula simplicissima, digramma, reptans,
crispa, Panceri und proglottis giebt Landois, die nichts
Neues bietet. H. Landois, Bemerkungen über das VorJwm-
men der Eiememvürmer, Ligida Bloch, 8. Jahresher. d.
Westpk Prov. Vereins für Wiss. und Kunst, Münster 1880,
pag. 27-28.
Pavesi führt nach einer Aufzählung der bis jetzt
bekannten Solenophorus-Arten eine Form aus dem Darm
von Constrictor bivittatus an, die er in Fragmenten, im
624 Braun u. v. Linstow: Bericht üb. d. wissensch. Leistungen
Ganzen 2,62 m lang, fand; die mittleren Proglottiden
waren 4 mm breit und 1 mm lang, die hintersten 2 mm
lang und breit ; der Scolex konnte nicht untersucht werden
und haudelt es sich wahrscheinlich um Solenophorus mega-
cephalus (1. c).
Die Arbeit von Carruccio, Sovra una specie del
genere SoIenopJiorus forse nuova trovata nel F'ython nata-
lensiSj Modena 1880 ist bereits im vorigen Berichte
angeführt.
In dem zweiten Theil seiner oben citirten Arbeit
behandelt Pintner den feineren Bau des Kopfes von Te-
trarhynchus longicollis, dessen beide Haftscheiben aus
zweimal zwei verschmolzenen Saugnäpfen hervorgegangen
scheinen. Die Mukelbänder der Hohlwarzen sind auffallen-
der Weise quergestreift. Die Cuticula ist mit Häärchen
besetzt, unter ihr findet sich eine zarte Membran mit quer-
laufenden, unter diesen eine solche mit längslaufenden
Fibrillen; Porencanälchen konnten nicht gefunden werden.
Das sogenannte, aus Ganglienzellen bestehende Gehirn
ist platt, nach hinten zugespitzt, von einer membranösen
Hülle umgeben, welcher Muskelfasern anliegen; 2 dorsale
und 2 ventrale Nervenstämme sind in der Höhe des Gehirns
durch eine dieses ringförmig umlaufende Commissur ver-
bunden. Die beiden äusseren Stämme verlaufen im Aussen-
parenchym und geben nach rechts und links Queräste ab,
die beiden inneren im Innenparenchym und spalten sich
in 4 Stämme, welche an die 4 Muskelwalzen des Rüssel-
apparates gehen und werden von eigenthümlichen, in ihrer
Funktion nicht erklärten Gallertstäbchen begleitet. Die
Muskelcylinder haben eine öfache Schichtung der äusseren
Muskulatur, in der Längsachse- verläuft ein Musculus retrac-
tor. Die sorgfältige Arbeit bietet eine solche Fülle von
feinem, histologischen Detail, dass es unmöglich ist, alles
in einem kurzen Auszuge zu referiren. Das Gefässsystem,
das Parenchym, die Kalkkörperchen und die Muskulatur
werden geschildert und durch vortreffliche Abbildungen
erläutert (1. c).
Die Tetrarhynchen hat auch Lang auf ihren feineren *
Bau untersucht, welcher zunächst das Nervensystem, den
ia d. Naturgesch. der uiedern Thiero während d. J. 1880 u. 1881. 626
Kopftheil mit seinen Rüsseln, deren Rlickziehmuskeb,
deren Scheiden und den Rüsselkolben eingehend schildert.
Die Untersuchimgsobjecte waren besonders Rhynchobo-
thrium coroUatum, Tetrarhynchus gracilis, Anthocephalus
elongatus ufld reptans. Der stark entwickelte Gehirntheil
sendet 4 innere und 4 äussere Kopfnerven nach vorn,
nach hinten und aussen zweigen sich jederseits 2 Saug-
napfnerven ab, und übrigens geht jederseits ein mächtiger
Hauptnervenstamm nach hinten, der jederseits zahlreiche
Aestchen an die Rüsselkolben schickt, und an der Innen-
seite derselben liegt eine ansehnliche Gruppe von Gang-
lienzellen. Die starke Muskulatur der Rüsselkolben ist
bei Rhynchobothrium corollatum in sofern eigenthümlich
gebildet, als dieselbe aus concentrischen Hohlcylindern
besteht, die aber nach aussen nicht geschlossen sind, wo-
durch die Wandung hier viel dünner wird als an der
Innenseite. Bei anderen Tetrarhynchen bestehen besondere
Rtisselkolbennerven, die gesondert vom Gehirn entspringen.
Der Hauptlängsstamm verläuft in der Proglottidenkette immer
ausserhalb der Wassergefässstamme. Das Nervensystem
von Amphilina besteht aus einer dünnen Gehirncommissur,
von der nach vorn jederseits ein Saugnapfnerv, nach hinten
jederseits ein grosser Längsnerv verläuft, parallel dem
Körperrande, um sich hinten mit dem der anderen Seite
zu vereinigen. Die „spongiösen Stränge" anderer For-
scher entsprechen auch hier dem Hauptnervenstamm. Bei
Taenia verlaufen die Längsnerven ebenfalls nach aussen
von den Wassergefässen; bei Anthocephalus elongatus,
reptans und Tetrarhynchus gracilis findet Verf. am Kopf-
theil des Scolex ausmündende Drüsen, die Laczko für
Ganglienzellen hält, Verf. aber für Speicheldrüsen erklärt,
und schliesslich betont Verf. die verwandtschaftlichen
Beziehungen zwischen den Platyhelminthen, Cölenteraten
und Hirudineen. A. Lang, das Nervensystem der Cestoden
im Allgemeinen und dasjenige der Tetrarhynchen im beson-
deren ; Mittheilungen aus d. zoolog. Inst, zu Neapel, Bd, II,
Heft 3, Leipzig 1881, pag. 372-400, iah, XV-XVL
Laczkö's Untersuchungen sind an Cysticercosen
Tetrarhynchusformen verschiedener Entwicklungsstufen
Archiv für Naturg. XXXXVn. Jahrg. 2. Bd. PP
626 Braun u. v. Linstow: Bericht üb. d. wissensch. Leistungen
angestellt. Die Kolben zeigen zwei Muskelschichten, eine
nach der Aussenseite stark verdickte Längs- und eine
aussen darüber hinziehende doppelte Diagonalfaserschicht;
ausserdem werden die Kolben durch eine Ringfaserschicht
an die Wandung des Receptaculum festgeheftet. Der
Retractor proboscidis entspringt selbstständig aus dem
hintersten Ende der Kolbenwand; die Rüsselscheiden zeigen
eine ähnliche Anordnung der Muskulatur. Das von Wage-
ner abgebildete mächtige Kopfganglion mit je 4 nach den
Kolben und Rüsselscheiden verlaufenden Nervenstämmen
konnte bisher nicht wieder aufgefunden werden ; Verf. fand
an der ventralen wie an der dorsalen Seite des Scolex
eine starke Säule von Ganglienzellen, die sich dicht unter-
halb der Rüsselenden zu einem mächtigen Ganglion ver-
einigen; die Ganglienzellen sind gross, gekernt und uni-
polar. Das Wassergefässsystem besteht aus 2 seitlich
gelegenen, spiralig verlaufenden Canälen ohne selbststän-
dige Wandungen, die sich in |der letzten Proglottide zu
einer Ampulle vereinigen. K. Laczhö^ Beiträge ^ur Kennt-
niss der Histologie der Tetrarliynchen, hauptsächlich des
Nervensystems; Zoolog. Anzeig. 1880 pag. 427—429.
Dr. Jolicoeur beschreibt seine Methode, Bandwür-
mer, nachdem sie 6 — 10 Tage in schwacher Essigsäure
gelegen, trocken auf Glasplatten aufzubewahren, Association
frangaise, 9. Session^ Heims 1880 p. 713.
Sabatier behandelt die Wanderung des Cestoden, Les
causes des miryations desCestodes^ Revue scienüf.27 .Augustl881.
4. Freilebende Plattwürmer
von Dr. M. Braun.
A. Lang giebt als V. Abschnitt seiner „Untersuch.
z. vergl. Anatomie u. Hist. d. Nervens. der Plathelminthen"
eine „vergleichende Anatomie des Nervensystems'' dersel-
ben, auf die hiermit verwiesen wird. (Mitth. d. zool.
Station in Neapel. IIL Bd. p. 76—95.)
in d. Naturgesch. der niedern Thiere während d. J. 1880 u. 1881. 627
Nemertini. Die Anatomie der Nemertinen ist
durch mehrere Arbeiten von A. A. W. H u b r e c h t
gefördert worden: das Ce n tral - N e r v e n sy s t e m
der Nemertinen besteht aus dem Gehirn und den
von diesem nach hinten entspringenden „Nervenmark-
stämmen", die entweder frei am Hinterende des Körpers
enden (Schizonemertini) oder durch eine dorsal gelegene,
nur aus Nervenfasern bestehende Commissiir sich verbin-
den (Pelagonemertes, Amphiporus, Drepanophorus und
wahrscheinlich andere Hoplonemertini). Die mit einem
Ganglienzellenbelag versehenen Nervenmarkstämme ver-
laufen bald an der Bauchseite unweit der Mittellinie
(Drepanophorus, Oerstedia), oder liegen lateral (einige Ho-
plonemertini und die meisten Schizonemertini) oder nähern
sich der dorsalen Mittellinie (Langia, eine Schizonemer-
tine); sie liegen ferner bald ausserhalb der Körpermusku-
latur dicht unter der Haut (Carinella) oder in der Leibes-
höhle (Hoplonemertini) oder mehr oder weniger in den
Muskelschichten eingeschlossen (Polia, Valencinia und
Schizonemertini). Die Gehirnanschwellungen erscheinen
bei Carinella als wirkliche Verdickungen der Nervenmark-
stämme, die durch eine dicke, ventrale und sehr zarte
dorsale Commissur verbunden sind, zwischen denen, wie
bei allen Nemertinen, der Rüssel verläuft; bei Polia und
Valencinia zerfällt das Gehirn in eine dorsale und ventrale
Gehirnanschwellung, und erstere wiederum in eine grössere
vordere und hintere kleinere; zu diesen drei Gehirnab-
schnitten gesellt sich ein von Ganglienzellen verschiedener
Zellhaufen, den der Autor als Rest der während des Lar-
venlebens vorkommenden Oesophagusausstülpungen auffasst.
Bei allen Schizonemertinen findet man ein Paar obere und
ein Paar untere, durch zwei Commissuren verbundene
Gehirnanschwellungen, während das dritte Paar nach hinten
oft stumpf ausgezogen ist; bei den Hoplonemertini kommt
dazu noch jene bereits oben erwähnte Zellmasse. Bei
vielen Nemertinen verbinden sich mit dem Gehirn die
Kopfspalten, Kopfgruben, Seitenkanäle, alles dieselben Bil-
dungen, welche in verschiedener Weise entwickelt, jedoch
nach Hubrecht ohne Sinnesepithel, den Zweck haben,
G28 Braun u. v. Linstow: feericht üb. d. wissensch. Leistungen
Wasser zum Gehirn zu leiten, worüber weiter unten referirt
wird. Wegen des sehr ausführlich geschilderten histolo-
gischen Baues des Centralnervensystems muss auf das
Original verwiesen werden. Vier Systeme peripherischer
Nerven entspringen vom Gehirn: 1. die Nerven für die
Augen und die Muskulatur der Kopfspitze, 2. für den
Rüssel, 3. für Oesophagus und Vorderdarra und 4. der
mediane Dorsalnerv == Rüsselscheidennerv. Augen fehlen
ganz oder sind auf sehr wechselnder Entwicklungsstufe
vertreten, einfache Pigmentflecken (Cerebratulus), dergl.
mit Nerven versehene (Lineus, Nemertes) oder Augen mit
zelliger Linse, Retina und Pigmentschicht (Polia, Amphi-
porus, Drepanophorus). Wichtig ist, dass der Zusammen-
hang der von v. Kennel als Nerven gedeuteten Längsstränge
des Rüssels mit dem vom Gehirn entspringenden Rüssel-
nerven durch Hubrecht nachgewiesen wird. Auch von den
Nervenmarkstämmen gehen sehr schwer zu verfolgende
A estchen zur Muskulatur und der Haut, die wahrscheinlich
in bestimmtem Verhältniss zur Zahl der Körpersegmente
stehen. Bemerkenswerth ist eine zwischen den Muskel-
lagen befindliche Schicht von Zellen, welche mit den Ner-
venzellen der Markstämme in Verbindung steht = Nerven-
schicht. Zum Schluss benützt der Verfasser die gewonnenen
Resultate, namentlich die dorsale Lage des Centralnerven-
systems, sich für die durchgehende Homologie von Rücken
und Bauch bei den Thieren auszusprechen. (Zur Anatomie
und Physiologie des Nervensystems der Nemertinen. Ver-
handl. d. konink. Akad. v. Wetensch. XX. deel. Amsterdam
1880. 4 Taf. 47 pag.)
Von demselben Auto r sind im 20. Band des Quart.
Journ. of micr. sc. zwei Arbeiten erschienen, von denen die
eine unter dem Titel : „Researches on the nervous System
of Nemerteans" ein von einer Tafel begleitetes Referat
der vorstehend berichteten Arbeit ist, während die andere :
„the peripheral nervous System in Palaeo- and Schizone-
mertini, one of the layers of the body-wall'' (mit 2 Taf.
p. 431 — 442) über die „Nervenschicht" zwischen den Mus-
keln genaueren Aufschluss giebt. In dieser nur bei Cari-
nella und den Schizomertinen vorkommenden Schicht,
in d. Naturgesch. der niedern Thiere während d. J. 1880 u. 1881. 629
welche bei ersterer dicht unter der Haut wie das Nerven-
system selbst, bei letzteren zwischen den Muskelschichten
gelegen ist und die Markstämme sowie den Dorsalnerv
als Verdickungen ihrer selbst erkennen lässt, sieht der
Autor eine sehr niedrige Stufe eines peripherischen Ner-
vensystems, welches noch nicht in metamer abgehende
Queräste differenzirt ist, von dem aber selbst Aeste bei
Carinella nach innen, bei Schizonemertinen nach innen
und aussen abgehen. Bei den Hoplonemertiuen fehlt die
Nervenschicht, die Stämme sind in die Leibeshöhle gerückt.
Wegen der Lage der Nervenschicht zwischen den Muskeln
bei Schizonemertinen, meint Hubrecht, könne man die
äussere Längsmuskulatur als ectodermale Muskulatur betrach-
ten (cf. auch vorläufige Mitth. über denselben Gegenstand
im Zool. Anzeiger 1880 p. 406 — 407. sowie auch: het peri-
pherisch zenuwstelsel der Nemertinen in Tijdsch. d. Nederl.
Dierk. Vereen. 5. D. 3. tfl. p. 131—137. Leiden 1881).
In einer vorläufigen Mittheilung berichtet R. Dewo-
letzky über seine Studien ,,zur Anatomie der Nemer-
tinen", die er in Triest ausgeführt hat; das Hautepithel
enthält fadenförmige Stützzellen, Schleim- und Körnchen-
drüsen, Nerveneudzellen und Pigment oder Concretionen
absondernde Zellen; je nach den verschiedeneu Körper-
zellen finden sich durch das Ueberwiegen des einen oder
anderen Bestandtheiles besondere Modificationen. Das
von Hubrecht als Rest einer embryonalen Oesophagusaus-
stülpung aufgefasste Zellpolster, in welchem der Seiten-
kanal verläuft, ist nach unserem Autor ein Complex von
einzelligen Körnchendrüsen, die in den zum Theil mit
einem Sinnesepithel (gegen Hubrecht) ausgekleideten
Kanal münden; die Seitenorgaue werden als Spürorgane
gedeutet. Das Darmepithel besteht aus Drüsenzellen und
langen, resorbirenden Zellen. Aeussere Rings- und innere
Längsmuskeln kommen allen Nemertinen zu; zwischen der
ersteren und dem Epithel liegt das Unterhautbindegewebe,
welches bei den Rhochmocephalen fast immer zahlreiche
Längsmuskeln enthält; das Nervensystem liegt bei allen
Anoplen zwischen Ringmuskulatur und ünterhautbinde-
gewebe, bei den Enoplen nach innen von der Längsmus-
630 Braun u. v. Linstow: Bericht üb. d. wissensch. Leistungen
kulatur in der Leibeshöhle; bei Borlasia findet sich zwischen
äusseren Längsmuskeln und den Kingsmuskeln ein Ner-
venstratum mit Ganglienzellen. Im Kopf und auch im
Körper findet sich bei allen Enoplen ein zuerst von v. Kennel
gesehenes, spongiöses Gewebe; vom Excretionssystem, das
übereinstimmend mit v. Kennel geschildert wird, ist nur
zu erwähnen, dass bei Tetrastemma jederseits zwei nach
hinten verlaufende Hauptstämme von bedeutender Länge
vorkommen. (Zool. Anz. 1880. p. 375—379, 396—400.)
J. V. Kennel hat in seiner Arbeit über „die in Deutsch-
land gefundenen Landplanarien etc/' (cf. Jahresb. für
1876—79. pag. 270—271) auch Bemerkungen über das
peripherische Nervensystem der Nemertinen.
In seiner ' bereits erwähnten Arbeit theilt A. A. W.
Hubrecht auch Experimente mit, welche seine früher
ausgesprochene Ansicht von der respiratorischenFunk-
tion des Gehirns bekräftigen; die auffallend röthliche
Färbung des Gehirns bei Schizonemertineu rührt von
Oxyhämoglobin her, das durch den Spectralapparat kon-
statirt wurde; durch die Seitenkanäle und Kopfspalten
wird zum Gehirn ein Wasserzufluss für den Gasaustausch
unterhalten, der es z. ß. bewirkt, dass das durch Aufent-
halt in kohlensäurehaltigem Wasser verfärbte Gehirn bald
wieder seine normale Farbe annimmt; von den Palaeo-
und Hoplonemertinen hat nur noch Polia ein stark roth-
gefärbtes Gehirn, die übrigen schwach roth oder gelblich,
dagegen manchmal in der dritten Gehirnanschwellung noch
stärker rothgefärbte Stellen; bei vielen Hoplonemertinen
sind die Blutkörperchen hämoglobinhaltig und vermitteln
die Athmung. (Verh. d. kon. Akad. v. Wetenschapp. XX.
deel. Amsterdam 1880.)
Dewoletzky bemerkt, dass auch bei Anoplen (Cere-
bratulus geniculatus) rothe Blutkörperchen vorkommen.
(Zool. Anz. 1880. p. 399.)
Derselbe zählt die von ihm in Triest gefundenen
Nemertinen auf, im Ganzen 20 Arten; 2 kopfspaltenlose
Anopla, 9 ßhochmocephalen (Schizonemertineu Hubr.) und
9 Enopla; Lineus, in Triest häufig, soll in Neapel ganz
fehlen, während Vertreter der bei Neapel häufigen Gattung
i
% d. Naturgesch. der niedern Thiere während d. J. 1880 u. 1881. 631
Amphiporus in Triest nicht gefunden wurden. (Zool. Anz.
1880. p. 376.)
Hub recht's „new species of europ. Nemert/' in
Notes from the Leyden Museum haben dem Ref. nicht
vorgelegen.
Auch das schwarze Meer ist nach den Mittheilungen
von V. Czerniawsky reich an Nemertinen; es wurden
gefunden: 1. Polia aurita Ulj. mit forma suchumica (Abb.),
2. Borlasia melanocephala Jonst. mit f. suchumica und similis,
3. B. splendida Keferst. mit f. such. (Abb.), 4. B. Maslovs-
hyi n. sp. (Abb.), mit 2 Varietäten, 5. Tetrastemma Schultzei
n. sp. mit 1 Varietät, 6. Prosorachmus Claparedii Kfrst.,
7. Oerstedia pallida Kfrst. mit f. suchumica., 8. Nemertes
lactea Gr., 9. N. geniculata Delle Chiaje mit f. pontica
und 10. Fararhynchoscolex n. gen. lacustris n. sp.
Generi Rhynchoscolex Leidy proximus; corpus teretiusculum
exappendiculatum ; caput ccrpori continaum; apertiira proboscidem
emittens in parte posteriore capitis lateris ventralis posita; probos-
cis inermis, longissima, capitellata; os ventrale. . . . ; ocelli nulli;
aquariim dulcium et paululo subsalinarum incolae". (Bull, de la
Soc. imp. de Moscou. 1880. Nr. 4. p. 239—260.)
Turbellarien. A. Lang löst die ganze Ordnung
der Turbellarien in drei, den Cestoden, Trematoden und
Nemertinen gleichwerthige Ordnungen der Plathelminthen
auf, in die Rhabdocoela im alten Sinne sowie in die
yyPolycladen'' und ,,Tricladen^'] beide umfassen die
bisherigen Dendrocoelen, erstere die digonoporen, letz-
tere die monogonoporen. (Mitth. d. zool. Station Neapel
Bd. III. p. 188.)
In seiner bereits im Jahresber. 1876 — 79 (p. 271)
besprochenen Arbeit von J. v. Kennel über die deutschen
Landpianarien finden sich Mittheilungen vom Nervensystem
der Süsswasserplanarien. (Arb. a. d. zool. Inst. Würzburg
Bd. V. p. 32 des Separatabdruckes.)
Diese Notiz, sowie die ganz positiven Angaben von
Graff über das Nervensystem von Planaria Limuli (cf
Jahresb. f. 1876—79. p. 250) muss R. Hertwig ganz über-
sehen haben; derselbe publicirt seine Untersuchungen, weil
„es bisher nicht möglich gewesen sei, bei unseren Süss-
632 Braun u.v. Linstow: Bericht üb. d. wissensch. Leistungen
wasserplanarien ein Nervensystem aufzuweisen". (Jen.
Zeitschr. f. Naturw. XIV. Bd. Suppl. Hft. 1. p. 55 Sitzgsber.)
Die Mittheilungen bestätigen in Bezug auf das Gehirn das
Bekannte. In der „Coelomtheorie" kommen die Gebrüder
Hertwig nochmals auf das Nervensystem der Stisswasser-
planarien zurück, ohne jedoch wesentlich Neues zu bringen;
die von Graff und Kennel gefundenen Commissuren der
Seitennerven sind von den Autoren nicht gesehen worden.
(Jen. Zeitschr. f. Naturw. XV. Bd. 1881. p. 30-32). In
Bezug auf die Abstammung des Nervensystems der Pla-
narien von den Keimblättern wird lediglich auf Grund
von „Erwägungen" die Ansicht vorgetragen, dass „der
motorische Theil der Centralorgane im Anschluss an die
Muskulatur aus dem Mesenchym, der sensorielle Theil im
Anschluss an die Sinnesorgane aus dem Ectoderm stammt".
Sehr viel ausführlicher behandelt A.Lang „das Ner-
vensystem der Tricladen" unter Beigabe von Abbildungen ;
die sehr kräftigen Längsnerven von Planaria torva con-
vergiren im Kopftheil, schwellen an und stehen durch
eine breite Quercommissur in Verbindung; die Längsstämme
sind ebenfalls durch ziemlich regelmässige Quercommissu-
ren verbunden, die zum Theil sich theilen, um mit nächst-
vorderen und nächsthinteren zu anastomosiren; bei jungen
Exemplaren ist die ßegelmässigkeit der Commissuren viel
grösser, ihre Zahl entsprechend „der Zahl der rechts und
links von den drei primären Darmästen abgehenden secun-
dären". Auch die nach aussen von den Längsstämmen
entspringenden Seitenäste gehen „ziemlich'' regelmässig
ab. Die Ganglienzellen des Hirns sind grösstenteils bipo-
lar, seltener multipolar. Von Landtricladen konnte eine
Rhynchodemus-Art von den Viti-Inseln untersucht werden,
deren kräftige Längsstämme durch sehr zahlreiche, feine
Commissuren verbunden sind, die ein dichtes Geflecht
bilden. Vorn nähern sich die Längsstämme, schwellen '
an, haben jedoch keine die Anschwellungen verbindende
Gehirncommissur, sondern die Verbindung wird nur durch
das erwähnte Geflecht bewerkstelligt. Endlich wurde
auch noch eine Meerestriclade, Gimda segmentata n. sp.
aus Messina untersucht, die ein hoch ausgebildetes Ner-
in d. Naturgesch. der niedern Thicre während d. J. 1880 n. 1881. 633
vensystem besitzt; das Gehirn bestellt jederseits aus einem
motorischen, einem sensoriellen Tbeil und der motorisch
sensoriellen Commissur; aus dem ersteren entspringen die
vorderen und hinteren Längsnerven, aus dem zweiten die
mit Ganglienzellen belegten Sinnesnerven, während die
Commissur jederseits den motorischen mit dem sensoriellen
Theil verbindet; übrigens besteht auch eine motorische
(untere und hintere) und eine sensorielle (vordere und
obere) Quer commissur. Die beiden Längsstämme, welche
durch 24—25 direkte Quercommissuren in Verbindung
stehen, gehen hinten bogenförmig in einander über
und geben jederseits entsprechend den Crsprungsstel-
len der Quercommissuren Seitenäste ab, die in grader
Linie unter die Längsmuskulatur laufen und hier zu
einem ganz lateral gelegenen Randnerv zusammentreten.
Derselbe dürfte dem bei Landtricladen gefundenen Ple-
xus auf den Längsmuskeln entsprechen, vielleicht der
Durchschnitt eines ähnlichen Plexus sein. (Unters, z.
vergl. Anat. und Hist. d. Nervens. der Plathelminthen. IV.,
mit 2 Taf. in Mitth. d. zool. Stat. in Neapel. IIL Bd.
p. 53-76.)
Ueber die eben erwähnte neue Meerestriclade Giinda
segnientata handelt eine besondere Arbeit A. Lang's,
welche zugleich auch „die Verwandtschaft der Plathelmin-
then mit Coelenteraten und Hirudineen" erörtert. Diese
segmentirte Turbellarie, deren Nervensystem bereits ge-
schildert ist, hat eine den Anastomosen der Längsnerven-
stämme entsprechende Zahl von uugetheilten Darmblind-
säcken (nach Lang ist der Darm ein coelenterischer
Apparat), 27 jederseits, zwischen denen vom dritten ange-
fangen je ein Hodenbläschen, im Ganzen 25 liegen, und
zwischen dem zweiten und dritten Darmblindsack jeder-
seits ein Ovarium; auch die 27 Paar Dotterstöcke sind
den Segmenten entsprechend angeordnet und liegen regel-
mässig zwischen den Darmdivertikeln. Interessant sind
die Angaben, welche über das Verhältniss des Darmepi-
thels zu den Geschlechtsdrüsen und den Excretionsorganen
gemacht werden; es stammen die Zellen der Hodenbläs-
chen und Dotterstöcke von den Epithelzellen der Darm-
634 Braun u. v. Linstow: Bericht üb. d. wissensch, Leistungen
blindsäcke ab, bei den Ovarien stehen sie sogar zeitlebens
mit diesen in Verbindung. Das Excretionssystem besteht
aus grossen Kanälen, die den Segmenten entsprechend
grosse Aeste an die dorsale Körperoberfläche zur Aus-
mündung entsenden, ferner aus feinen, reich verästelten,
aber nicht anastomosirenden Excretionscapillaren, die in
die grossen Stämme einmünden, und den Wimpertrichtern;
letztere sind kegelförmige Ausweitungen des Endabschnittes
der Capillaren, in deren Hohlraum eine Wimperflamme
spielt; gewöhnlich findet sich in der Nähe eine Vakuole,
die ihren klaren Inhalt in den Hohlkegel entleert; Hohl-
kegel und Vakuole liegen gewöhnlich innerhalb einer Zelle,
von der aus Ausläufer zu benachbarten gehen; zahlreiche
Wimpertrichter liegen in Darmepithelzellen, die dann eben-
falls Ausläufer zu nahe liegenden Trichterzellen entsenden.
Abweichend ist die Körpermuskulatur entwickelt, da nur
Rings- und in Bündeln verlaufende Längsfasern neben
schwach entwickelten Dorsoventralfasern sich finden. —
Nach einem Vergleich des Baues und der Entwicklung
der Polycladen mit den Ctenophoren glaubt Lang die An-
sicht aussprechen zu dürfen, dass dieselben „kriechende
Ctenophoren'^ sind. (Mitth. d. zool. Station in Neapel. HL
Bd. 188L p. 187-251, 3 Taf.).
Ueber die Augen der Planarien liegen zwei Ab-
handlungen von R. Hertwig und J. Carriere vor; der
erstere imterscheidet am pigmentirten Abschnitt des Auges
den Glaskörper und die ihn von aussen umgebende Pig-
mentschicht; der Glaskörper wird aus parallelen, runden,
am Ende verbreiterten und kernhaltigen Fasern zusammen-
gesetzt. Die unter dem Epithel gelegene Retina besteht
aus „Sehzellen'S die auf der einen Seite in eine Nerven-
faser übergehen, auf der andern ein Stäbchen tragen;
der Opticus tritt von aussen an das Auge heran. (Jen.
Zeitsch. f. Naturw. Bd. XIV. Suppl. Sitzgsber. p. 55-56).
J. Carriere, der übrigens ebenfalls gegenüber den
befremdenden Angaben von Minot und Hallez das Gehirn
bei Süsswasserplanarien konstatirt, hat Planaria polj-
chroa 0. Schm. und Polycelis nigra Ehrbg. auf die Augen
untersucht. Die Augen der ersteren Art liegen seitlich
in d. Naturgesch. der niedern Thiere während d. J. 1880 u. 1881. 635
dem Ganglion opticnm auf, und erhalten aus der Faser-
masse desselben eine grössere Zahl glänzender, am Ende
kolbig verbreiteter Fasern, die den Innenkörper (Glas-
körper Hertwig's) bilden; derselbe wird aussen von dem
Pigraentbecher umgeben; unser Autor fasst die Fasern
des Innenkolbens, da andere Theile fehlen, als die Licht
percipireuden Fasern auf. Die zahlreichen Augen von
Polycelis nigra enthalten in dem Pigmentbecher eine
helle, glänzende Kugel und aussen am Becher eine kern-
haltige, halbkugelförmige Zelle. Aus gelegentlichen Beob-
achtungen über Nebenaugen sowie regenerirender Augen
von Dendrocoelum lacteum und Planaria polychroa wird
die Ansicht aufgestellt, dass überhaupt die Augen genann-
ter Arten aus Verschmelzung von Einzelaugen hervorge-
gangen seien. (Die Augen von PI. polych. u. P. nigra in
Arch. f. mikr, Anat. Bd. XX. 1883. p. 160—174. 1 Taf.)
Die Kenntniss der Excretionsorgane der Plathel-
minthen hat in den letzten Jahren eine überraschende
Förderung erfahren; nur ein Theil der vorliegenden, im
Ganzen zu gleichen Resultaten kommenden Arbeiten fällt
in unseren Bericht: P. Francotte berichtet: „sur l'appa-
reil excreteur des Turbellaries rhabdocoeles et dendrocoe-.
les", welcher vorläufigen, im Bull, de l'Acad. roy. des sc.
(50 annee. 3 Ser. Tom. 1. 1881. p. 30—34. 1 Taf.) pub-
licirten Mittheilungen bald die ausführliche unter demselben
Titel folgte. Arch. de Biologie Tom. IL 1881 p. 145—
151, 1 pL). Derostomum sp.? besitzt jederseits 2 mit ein-
zelnen Geissein versehene Hauptstämme, welche nach
einer Schlingenbildung vorn sich vereinigen und dann
durch eine die äussere Mündung enthaltende Queranasto-
mose in Verbindung stehen; dazu tritt ein System feinerer,
anastomosirender Kanälchen, die sich am Ende etwas er-
weitern und mit von Körnchen angefüllten Lacunen in
Verbindung stehen; auch letztere kommuniciren unter ein-
ander durch wandungslose Körnchenstrassen. Mit wenigen
Worten wird die von Hallez geleugnete Existenz von
Wassergefässen bei Dendrocoelum lacteum bestätigt.
Auf die zwischen Ray Lankester und v. Beneden
ausgefochtene Controverse über die Leibeshöhle und die
636 Braun u. v. Linstow: Bericht üb. d. wissensch. Leistungen
Nephridien der Plathelminthen sei hier nur hiügewiesen.
(Zool. Anz. 1881 p. 455. p. 572. 1882. p. 14.)
üeber eine besondere Art der Copulation bei marinen
Dendrocoelen; die zuniTheii 2 (Tbysonozoon und Andre) oder
9 oder 15 Penis besitzen, während nur eine weibliche
Geschlechtsöffnung vorkommt, berichtet A, Lang nach
Beobachtungen im Neapler Aquarium; die Penis werden
an beliebiger Stelle in den Körper eingestossen und treffen
die 2 den ganzen Körper durchziehenden Eileiter, in die
sie das Sperma ergiessen. (Arch. de Sc. phys. Anat.
Geneve. P. 6. Septi. 1881. p. 308—309. nach einem Ref.
von Spengel im biol. Centralbl. 1881. p. 734.)
Bei Mesostomum Ehrenbergii sollen nach A.Schnei-
der etwa 10 Spermatozoon in ein Ei zur Befruchtung ein-
dringen. (Zool. Anz. 1880. p. 426.)
A. Goette berichtet vom Entoderm der von ihm
untersuchten Stylochapsis pilidium n. sp., die er früher
als Planaria neapolitana bezeichnet hat, dass dasselbe
noch während der Gastrulabildung die Darmhöhle ent-
wickelt und direkt in die einzelnen Gewebe zwischen der
Darmhöhle und dem Ectoderm übergeht. (Zool. Anz. 1881.
p. 189.)
Als Fortsetzung seiner „zoologischen Studien" bringt
E. Selenka einen Beitrag „zur Entwicklungsgeschichte
der Seeplanarien'^ (mit 7 Taf. und 2 Holzschnitten. Leipz.
1881). Die in Concarneau und Neapel angestellten Unter-
suchungen beziehen sich auf Leptoplana treraellaris, L.
Alcinoi, Eurjlepta cristata uud Thysanozoon Diesingii;
bei letzterem sind schon vor der Befruchtung die Dotter-
körnchen in der Mitte der Eier angesammelt, während die
Peripherie körnchenfrei und demgemäss hell ist; dieselbe
Scheidung vollzieht sich bei den übrigen untersuchten Pla-
narien erst beim Auftritt der dritten Furchungsebene;
nachdem unter energischen Contraktionen des Dotters zwTi
Richtungskörper am oberen Pol ausgetreten sind, dringt
ein Spermatozoon in den Dotter und nach zweimaliger
Theilung sind vier je einem Quadranten entsprechende
Furchungszellen entstanden, aus denen sich am aboralen
Pol vier kleine, protoplasmareife Urectodermzellen
in d. Naturgesch. der uiedern Thiere während d. J. 1880 u. 1881. 637
im Sinnne einer laeotropeu Spirale abschnüren, ferner
gegen den aboralen Pol hin vier kleine, protoplasmareiche
Urmesodermzellen im Sinne einer dexiotropen Spirale,
und endlich am oralen Pole sehr kleine, körnchenhaltende
Urentodermzellen; die übrig gebliebenen, vier grossen
Zellen,- die ihre Körnchen verloren haben, bilden kein
Keimblatt, sondern werden nach Verlust der Kerne und
Umwandlung in ölige Dotterkugeln von den Entoderm-
zellen umwachsen; Selenka nennt sie daher Nahrungs-
Dotterzellen. Durch weitere regelmässige Theilung der
Urectodermzellen und Ausbreitung derselben in einer ein-
schichtigen Lage werden die übrigen Zellen umwachsen
bis auf eine kleine Oeffnung am ovalen Pol, den Blasto-
porus; Wimpern und Stäbchenzellen treten früh im Ecto-
derm auf. Die den Blastoporus begrenzenden vier Ecto-
dermzellen rücken ins Innere und bilden den Rüssel; sie
vollführen, nachdem sie bei Leptoplana verschmolzen sind,
Schluckbewegungen. Der zum bleibenden Mund werdende
Blastoporus rückt mit dem Rüssel in Folge der Ausbrei-
tung der dorsalen Dotterkugeln auf die Bauchseite, z^ls
zwei seitliche, getrennte Ectodermverdickungen, die später
mit einander verschmelzen, treten die Hirnganglien auf;
auch die Augen sind Ectodermbildungen. Die Urmeso-
dermzellen bleiben lange ungetheilt, dann wachsen sie in
vier übers Kreuz gestellte Mesodermstreifen aus, welche,
nachdem sie mit einander verschmolzen und zweischichtig
geworden sind, die Muskulatur und das Bindegewebe
bilden. Die wegen Aufnahme von dunkelbraunem Pigment
leicht kenntlichen Entodermzellen vermehren sich durch
Zweitheilung auf acht, welche die Dotterkugeln mit amö-
boiden Fortsätzen umfassen; aus diesen 8 Zellen entstehen
Zellstränge und aus letzteren die ersten Darmblindsäcke.
Von den Dotterzellen, welche morphologisch als Entoderm-
zellen aufzufassen sind, theilt sich die dorsale ziemlich
früh in zwei; der weitere Zerfall ist nicht genauer unter-
sucht worden, doch geht mit demselben der centrale Theil
des Urdarms einer Auflösung entgegen. Die Larve von
Thysanozoon Diesingii besitzt zwei hintere ventrale, zwei
hintere marginale, zwei hintere dorsale, einen medianen
638 Braun u. v. Linstow: Bericht üb. d. wissensch. Leistungen
dorsalen und einen vorderen ventralen Lappen, ferner vorn
und hinten eine lange Geissei. — Durch eine Vergleichung
der Furchung und Keimblätteranlage bei Planarien und
Ctenophoren, wobei mitgetheilt wird, dass ein der Sinnes-
kapsel der Ctenophoren entsprechendes, aus dem Ectoderm
abzuleitendes Bläschen mit Otolith auch bei Rhabdocoelen
vorkommt, kommt Selenka zu derselben Ansicht wie oben
Lang, dass nämlich die nächsten Verwandten der Turbel-
larien die Ctenophoren wären, aus denen sie unter An-
passung an die kriechende Bewegung hervorgegangen
sind; weniger sicher ist zur Zeit die Begründung der
Verwandtschaft der Turbellarien mit den Nemertinen. (cf.
auch Sitzgsber. d. phys. med. Societ. Erlangen 188L Biolog.
Centralblatt 188L p. 229-239.)
Auch die Mittheilungen desselben Autors „über
eine eigenthümliche Art der Kernmetamorphose" beziehen
sich auf reifende Eier von Thysanozoon Dresingii; hier
wird durch eine beginnende und wieder rückschreitende
Kerntheilung erzielt, dass die bis dahin gleichmässig durch
den ganzen Dotter der Ovarialeier zerstreuten Körnchen
in die Mitte des Eies zu liegen kommen, das dann nach
der Eiablage den Richtungskörper ausstösst ^tc. (Biolog.
Centralblatt 1881. p. 492—497.)
H. Boeder erwähnt in seinen Untersuchungen „über
das vitale Temperaturminimum wirbellosor Thiere" (In.-
Diss. Halle 1881. p. 28), dass Dendrocoelum lacteum schon
in Wasser von 0*^ opak wird und beim Gefrieren dieses
Wassers getödtet wird.
„Einen neuen Parasiten derTethys" beschreibt A. Lang
und zwar aus dem Fuss dieser Schnecke; die Thiere sind 3—
4 mm lang, weiss ; das Körperepithel sehr platt, wimpernd,
von Ausführungsgängen einzelliger Drüsen durchbohrt ; die
Muskulatur rudimentär; vorn auf der Bauchseite liegt die
Mundöffnung, auf diese folgt ein kugliger, in keiner besonderen
Tasche liegen der Pharynx und dann der mit wenigen Ausbuch-
tungen versehene Darmblindsack. Bindegewebe fehlt. Vom
Nervensystem wurde nur das Gehirn erkannt. Die Ovarien
sind paarige, gewundene Stränge, die Dotterstöcke liegen
in vielen Windungen unter der Haut; sie vereinigen sich
in d. Naturgesch. der niedern Thiere während d. J. 1880 u. 1881. 639.
jederseits mit dem Ovarium kurz vor der Körpermitte und
die aus ihnen entstehenden Eileiter münden im Uterus, der
von einer Schalendrüse umgeben ist; die männlichen Ge-
schlechtsorgane waren nur rudimentär; Wassergefässe?
(Mitth. d. zool. Station Neapel. IL Bd. 1880. p. 107-112,
1. TafJ
Eine dieser von dem Autor nicht getauften Form
nahe stehende Rhabdocoele wird von H. v. Ihering aus
der Niere von Murex brandaris und trunculus als Graf-
filla muricicola n. gen. n. sp. beschrieben. Diese bis
5 mm langen Parasiten haben einen schwanzartigen Hinter-
körper, in den der einfache Darm zum Theil hineinragt;
Epithel und Muskulatur bieten nichts besonderes, dage-
gen ist das Bindegewebe aus sehr grossen, gelbrothen
Zellen ohne dazwischen liegende Fasern zusammengesetzt,
nur dicht unter der Muskulatur liegen spindelförmige oder
verästelte Zellen, die vielleicht nervöser Natur sind. Der
sackförmige, afterlose Darm besitzt einen Pharynx, der
wie der Pharynx der Trematoden den Anfangstheil des
Darms umgreift, also nicht in einer besonderen Tasche
steckt. Merkwürdiger Weise entwickeln sich die männ-
lichen Geschlechtsorgane vor den weiblichen : zwei lappige
Hoden ergiessen ihr Sekret in eine ovale Samenblase und
atrophiren dann; das eine, etwas verdickte und in den
Uterus ragende Ende der Blase wird als Penis gedeutet.
Die langen, bandförmigen Ovarien münden mit den im
hinteren Körperabschnitt reich verzweigten Dotterstöcken
von jeder Seite in den Uterus ,. wohin auch einzellige
Schalendrüsen ihr Sekret ergiessen; seitlich am Uterus
sitzt mit einem Stiel das Receptaculum seminis; die grossen,
braunen Eikapseln enthalten 2—3 Eier. Der Autor charak-
terisirt die neue Gattung Graffilla wie folgt:
„Pharynx nach Art des Mesostomeenschlundes aus
Muskelfasern und eingelagerten Bindegewebszellen beste-
hend, nicht in einer Tasche gelegen, sondern direkt mit
dem Munde zusammenhängend; Bursa copulatrix und Recep-
taculum seminis durch ein Organ vertreten; Ovarien
langgestreckt, bandförmig, Dotterstöcke sehr reich verästelt".
(Zeitschr. f. wiss. Zool. Bd. XXXIV. p. 147-174. 1 Taf.)
640 Braun u. v. Linstow: Bericht üb. d. wissensch. Leistungen
Zu demselben Genus Graiiilla stellt L. v. Graff die
oben von Lang beschriebene Rhabdoeoele aus Tethys und
zwar als Gr. tetliydicola n. sp. (Zool. Jahresbericht für
1880. p. 259.)
Auf der russischen Naturforscher -Versammlung in
Petersburg 1880 berichtete A. Kowalewsky über Coelo-
plana MetscJinihowii n. gen. n. sp., einer Mittelform
zwischen Coelenteraten und Planarien aus dem rothen
Meer, welche in der Mitte der Dorsalseite ein Otolithen-
bläschen besitzt; der Mund liegt in der Mitte der Ventral-
fläche und führt in einen vierlappigen Magen, von dem
aus zahlreiche, gegen die Peripherie ausstrahlende und
am Körperrande in einen mit blinden Anhängen versehenen
Ringkanal zusammentretende Kanäle ausgehen, sowie zwei
scheinbar blind endigende Kanäle, die vor und hinter das Oto-
lithenbläschen gerichtet sind; rechts und links neben diesem
entspringt in einer Scheide je ein verzweigter, retraktiler
Tentakel; Nerven und Genitalsystem? Körperoberfläche
wimpert. (Zool. Anzeiger 1880. p. 140. cf. auch A. Giard:
sur un nouveau type de transition in Bull, scient. de dep.
du Nord 1880. p. 251-252.)
Ref. fand im Schlamm eines 9 F'aden tiefen Brunnens
in Dorpat zwei Arten eines neuen zwischen Rhabdocoelen
und Dendrocoelen stehenden Turbellariengenus, das er
jjBothrioplana^^ nennt; diese als Zwischenformen sehr
interessanten Strudelwürmer haben einen Schlund wie die
Dendrocoelen; ihr mit kurzen Seitenblindsäcken versehener
Darm ist auf der Höhe des Pharynx vollkommen getheilt,
jedoch hinter demselben wieder einheitlich ; sie besitzen
ein den Rhabdocoelen entsprechendes Wassergefässsystem
mit „Wasserbecher", der ventral in der Höhe des Schlun-
des sich öffnet, sowie davon ausgehenden Querkanälen;
vier vorn gelegene Stämme dieser Excretionskanäle konnten
am lebenden Thier erkannt werdeu. An dem abgeflachten
Kopftheil finden sich zwei resp. vier Seitengruben, die
vom Hirn aus innervirt werden; andere Sinnesorgane
ausser kurzen Tastborsten sowie den vielleicht zu Sinnes-
organen gehörigen Stäbchenpacketen der Haut kommen
nicht vor. Von Geschlechtsorganen konnten nur zwei hinter
in d. Naturgesch. der niedern Thiere während d. J. 1880 u. 1881. 641
dem Schlund gelegene, birnlormige Ovarien sowie die im
Körper zerstreuten Bläschen der Dotterstöcke erkannt
werden.
Bothrioplana n. gen.: „Kopf deutlich abgesetzt, ohne
Augen, an den Seiten desselben Wimpergruben; Darmblindsäcke
schwach entwickelt, die beiden paarigen Darmschenkel hinter dem
Schlund verschmolzen; Ovarien paarig, Dotterstöcke paarig; männl.
Geschlechtswerkzeuge? Excretionsporus mit Wasserbecher in der
Mitte des Körpers gelegen". B. Semperi n. sp. und B. dorpatensis
n. sp. aus einem Brunnen in Dorpat. (Beiträge zur Fauna baltica.
I. Ueber Dorpater Brunnenplanarien. Arch. f. Naturk. Liv-, Ehst-
und Kurlands. IX. Bd. 4 Lief. 1881. p. 1—5 f. 1 Taf. und Stzgsber.
d. Dorp. Naturf. Ges. 1881 p. 175-176).
Die Arbeit von J. Roboz: A. Polycelis nigra Ehrbg.
1 Taf. Kaposvärott, 1881 ist dem Ref. der Sprache wegen
unverständlich.
Frl. S. Perejaslawzew berichtet über 25 neue
Turbellarien aus dem schwarzen Meer, und zwar Proporus
1 sp., Convoluta 1 sp., Mesostomum 5 sp., Trigonostomum
3 sp., Enterostomum 4 sp., Turbella 1 sp., Vortex 2 sp., Micro-
stomum 1 sp., Opistomum 1 sp., Prostomum 2 sp. und von
Darwinia n. g. 1 sp. — alle bis jetzt unbenannt. Das
üljanin'sche genus Orcus wird zu Trigonostomum 0. Schm.
gestellt, ebenso Vortex ornatus Ulj. Alle marinen Rhab-
docoelen sollen der Wassergefässe entbehren, während
eine Anzahl mariner Dendrocoelen sie besitzen; die von
Metschnikoff behauptete parenchymatische Verdauung bei
Turbellarien wird in Abrede gestellt. (Zool. Anzeig. 1880.
p. 186.)
Auch V. Czerniawsky hat in seinen „Material, ad
Zoographiam ponticam comparatam" die Turbellarien in
Betracht gezogen; es werden beschrieben von Dendrocoe-
len: Leptoplana laevigata Dies., Centrostomum jaltense n.
sp. (mit Abb.), Stylochus arges n. sp., Synhaga n. g.
aurictilata n. sp. (mit Abb.), Cercyra papillosa Ulj., Pla-
naria ulvae Oerst., PI. gonocephala Duges, PI. torva 0.
F. Müll., Proteola n. g. hijalina n. sp. (mit Abb.); von
Rhabdocoelen: Convoluta paradoxa Oerst., C. Schmidtii n.
sp., C. festiva Ulj., Vortex truncatus Ehrbg., Prostomum
Archiv für Naturg. XXXXVH. Jahrg 2. Bd. QQ
642 Braun u. v. Linstow: Bericht üb. d. wissenach. Leistungen
Botterii 0. Schm., Monocelis angiüUa 0. Seh., M. imipunc-
tata Oerst., M. agilis M. Schultze, M. caudata Ulj. und
ein zweifefhaftes Thier.
Synhaga n. gen.: „Corpus depressum elongatum; caput corpori
conti nuum, autice recte-truncatum, biauriculatum; tentacula nulla:
ocelli duo; os ventrale retrorsum situm, oesophago cylindrico; aper-
tura genitalis unica retro ipsum os; Oesophagus in cavo proprio
parietibus distinctis; tractus cibarius dendritice ramosus saepe
distinctus, ramis simplicibus cum parietibus crassis, ambobus posticis
anastomosantibus: maricolae".
Proteola n. gen.: „Corpus depressiusculum elongatum pro-
teum, Caput corpori continuum ; Otolithi duo pellucidi, antrorsum
siti, paralleli, prominentiis duabus tentaculiformibus praediti; os
ventrale subterminale post otolithos positum, quadratum, oesophago
musculosa magno, elongato-pyriformi, sed vix distinguendo, dia-
phano; systema dendriticum, intestinale diaphanum, vix distinctum;
aquarum dulcium incolae".
Proteolidae n. fam, „simplicissiraa omnium Dendrocoelorum".
Unter den von F. v. Le yd ig „im Rhöngebirge und
Mainthai rait Hinblick auf Eifel und Rheinthal'' aufge-
zählten Thieren sind auch die Turbellarien berücksichtigt;
es werden erwähnt Planaria gonocephala, PI. torva, PL
lactea, Polycelis nigra, Vortex viridis, Prorhynchus fluvia-
tilis, sowie die beiden Landplanarien Rhynchodemus terre-
stris und Geodesmus bilineatus. (Verh. d. naturh. Vereins
d. preuss. Rheinlande und Westfalens. 38. Jahrg. 4. Folge.
8. Jahrg. 1881. p. 148-149).
W. A. Silliman beschreibt von einem grünen Nema-
toden, der auf Echinus sphaera schmarotzte, eine para-
sitische Rhabdocoele aus Roseoff, welche einige Charak-
tere der Trematoden trägt und Syndesmis n. g. genannt
wird; die Epidermis ist bewimpert; Muskulatur und Paren-
chym bieten nichts besonderes; Wassergefässe sind nicht
beobachtet worden; der Darm besitzt einen grossen Pharynx.
Die zahlreichen Hoden liegen im vorderen Drittel des
Körpers, ihre Ausführungen münden in einen langen,
gewundenen Penis; die lange Scheide desselben mündet
mit dem Uterus gemeinschaftlich aus. In letzterem liegt
gewöhnlich ein ovales Ei mit langem Stiel; der aus ver-
ästelten Röhren bestehende Dotterstock liegt im zweiten
Körperdrittel; zwei Dottergäuge münden in den Uterus
in d. Naturgesch. der niedern Thiere während d. J. 1880 u. 1881. 643
und dicht hinter ihnen die Ausführgänge der beiden hand-
förmigen Ovarien; auffallender Weise soll eine auf der
Dorsalseite beginnende und in den Uterus führende Vagina,
die sich zu einem receptaculum seminis erweitert, vor-
kommen. Der Autor verspricht weitere Mittheilungen in
einer Arbeit über die Turbellarien von Roseoff. (Sur un
nouveau type de Turbellaries in Compt. rend. hebd. etc.
Sc. Paris Tom. 93. Nr. 25. p. 1087—1089.)
Die grünen Körperchen verschiedener niederer Thiere,
auch einer Planarie, führt K. Brandt auf einzellige, para-
sitäre Algen (Zoochlorella) zurück, da sie einen Kern
besitzen und nach dem Tode der Träger wochenlang
weiter leben ; in morphologischer Hinsicht sind die Algen,
in physiologischer die Thiere die Schmarotzer. (Stzgsber.
d. Ges. naturf. Fr. in Berlin 1881. Nr. 9. Biolog. Central-
blatt 1881. p. 524—527.
5. Orthouectideii
von I)r. M. Braun.
Ueber diese interessanten und noch wenig bekannten
Thiere liegen mehrere Arbeiten vor; S. Jourdain entdeckte
in Leptoplana tremellaris zahlreiche hierher gehörige Para-
siten, die wohl mit den bereits von Keferstein gesehenen (1879)
und von A. Giard als Intoshia leptoplanae bezeichneten For-
men identisch sind. Die Thiere haben 9—10 mit Wimpern
besetzte Segmente und einen nicht segmentirten Endab-
schnitt; auffallend ist die Angabe, dass bei denselben eine
mit einer kontraktilen Mundöffnung beginnende Darmhöhle
vorkommt. Die Eier der bis 0,15 mm langen Weibchen
liegen einschichtig zwischen Darm und Ectoderm; die
644 Braun u. v. Linstow: Bericht üb. d. wissensch, Leistungen
kleineren (bis 0,10 mm langen) Thiere werden, obgleich
männliche Geschlechtsprodukte nicht gefunden wurden^
als Männchen angesehen. Der Autor stellt für die beschrie-
benen Parasiten das nov. gen. Prothelminthus auf, und
bezeichnet die vorliegende Art als Pr. Hessi n. sp. (Rev.
des Sc. nat. Montpellier. T. 2. 1880. p. 68—74. 1 pl.)
Bei Gelegenheit der Uebersetzung ins Englische (Quart.
Journ. of micr. Sc. vol. 20. April 1880. p. 225-240. 1 pl.)
hat A. Giard Bemerkungen zu seinem im Jour. de l'Anat.
et de la Physiologie 1879 erschienenen Artikel über
Orthonectiden gegeben, die sich auf die Natur der Spiralen
im Entoderm-Muskel (von Metschnikoff Zool. Anz. 187^
p. 619 als Spermatozoen gedeutet) sowie des inneren (ento-
dermalen) Zellhaufens beziehen.
El. Metschnikoff beschreibt in seinen „Unter-
suchungen über Orthonectiden" (Zeitschr. f. wiss. ZooL
Bd. 35. 1880. p. 282-303. Taf. XV) eine neue in Nemertes
lacteus Grbe. schmarotzende Art als Wiopalura Litoshii
n. sp. Dieselbe lebt in zwischen Darm und Epidermis
der Nemertinen gelegenen, protoplasmatischen Schläuchen^
ist aber selten, da man unter mehreren hundert Exem-
plaren von Nemertinen nur eine oder einige wenige mit
diesen Parasiten besetzt findet. Die grössten 0,12 mm
langen Weibchen bestehen aus 9 bewimperten Segmenten
und sind von einem einschichtigen Epithel überzogen,
dessen Elemente an den Segmenten kubisch, an den Seg-
mentgrenzen sehr in die Länge gezogen sind; unter der
Epidermis liegt vorn ein rundlicher Zellhaufen, vielleicht
ein rudimentärer Darmkanal, während der grösste übrige
Theil von grossen, kernhaltigen Zellen, Eier, erfüllt ist.
Die kleineren „rübenförmigen" Männchen haben 8 oder 9
bewimperte Segmente, von denen das vierte aus langge-
streckten, die übrigen aus kubischen Zellen bestehen; im
Innern liegt ein ovaler, mit kleinen wimmelnden Körper-
chen (Spermatozoen) angefüllter Sack, von dem aus sich
nach hinten ein Strang (Ausführungsgang?) erkennen lässt;
vor dem Hoden liegen kleine Zellen, die wohl dem frag-
lichen Darmrudiment beim Weibchen entsprechen. Von
der Entwicklung hat M. nur wenig erforschen können.
in d. Naturgesch. der niedern Thiere während d. J. 1880 u. 1881. 645
Weiterbin untersucht und beselireibt M. Ortbonectiden
aus Ampbiura squamata, welche Ophiure mit der von
Giard auf dieselben Parasiten untersuchten Ophiocoma
neglecta identisch ist; es leben auch hier die Ortbonec-
tiden in grossen, protoplasmatischen, sich araciboid bewe-
genden ^.md vielleicht durch Theilung sich vermehrenden
Massen in bedeutender Anzahl und in allen Entwickluno-s-
stadien. Die beiden vorkommenden Formen, von denen
Giard die grössere als Intoshia gigas, die kleinere als
Rhopalura ophiocomae bezeichnet hat, führt Metschnikoff
auf Weibchen und Männchen einer Art zurück, die er
Rhopalura Giardi zu nennen vorschlägt. Die von Giard
gesehenen „Spiralen", die unser Autor früher als Sper-
matozoenschwänze angesehen hat, Giard als Muskeln resi).
Pseudomesoderm, erkennt Metschnikoff jetzt als die schräg
gestellten Epidermiszellen der hinteren Segmente; in der
Organisation stimmen Männchen und Weibchen gut mit
Rhopalura Intoshii überein. Auch hier werden die grossen,
den Centralraum der ersteren Formen beim Weibchen
einnehmenden Zellen als Eier und der Inhalt der im dritten
Segment der kleineren liegenden Blase als geschwänzte
Spermatozoen erkannt; demgemäss ist auch Rh. Giardi
getrennt geschlechtlich. Wegen des Details sowie
der von Metschnikoff fast völlig untersuchten Entwicklung
dieser Art, die keinen Anhaltspunkt für die von Giard
angenommene Knospung bot, muss auf das Original ver-
wiesen werden ; es fehlen noch immer Beobachtungen über
die Herkunft der den Ortbonectiden zum Wohnort dienen-
den protoplasmatischen Massen, die auch Plasmodiumsäcke
genannt werden, sowie über das weitere Schicksal der
geschlechtsreifen Ortbonectiden, welche aus ihren Säcken
befreit, sehr bald im Seewasser zu Grunde gehen. Auch
über die Deutung der den Körper zusammensetzenden
Schichten ist z. Z. ebenso wenig Sicherheit zu erlangen
wie über die systematische Stellung dieser Parasiten, deren
Anwesenheit bei den Wirthen Degeneration der Geschlechts-
organe bedingt.
Im Arch. de Zool. exper. Tom. IX. p. XXXI ist von
dieser Arbeit ein Referat erschienen, auch hat J. W.
646 Braun u.v. Linstow: Bericht üb. d. wissensch. Leistungen etc.
Spengel im biolog. Centralblatt. 1881 Nr. 6 einen Bericht
über die Arbeiten von Giard und Metschnikoff gegeben.
R. Lenckart stellt die Orthoneetiden und die mit
ihnen verwandten Dicyemiden zu den Trematodeu, da
sie mit den Embryonen dieser manche Beziehungen dar-
bieten (Zur Entwicklungsgescb, d. Leberegels. Arch. f.
Naturg. 48. Jahrg Bd. 1 p 95-96) und eigentlich Trema-
todeu seien, ,,die sich trotz ihrer Geschlechtsreife nicht
über den Embryonalzustand der Distomen hinaus entwickelt
hätten. (Zool Anz. 1881. Nr. 99.)
Universitätg-Bucbrlruckproi von Carl Gfiorgi in PJonn.
M.V!.';„^"<>' IIBHARY
üiH iflöi y.
1^