ARCHIV
FÜR
MTTJE&ESCHICHTE.
GEGRÜNDET VON A. F. A. WIEGMANN,
FORTGESETZT VON
W. F. ERICHSON, F. H. TROSCHEL
UND E. VON HÄRTENS.
HERAUSGEGEBEN
VON
Prof. Dr. F. HILGENDORF,
CUSTOS DES K. ZOOLOG. MUSEUMS ZU BERLIN.
SECHSllNDFUNFZIOSTER JAHRGANG.
U. B a u d.
Berlin 1890.
^ICOLAlSCHE VERLAGS-BUCHHANDLUNG
R. STRICKER.
Inhalt des zweiten Bandes.
Erstes Heft.
(Ausgegeben Juni 1893.)
Seite
Dr. Ernst Schaff. Bericht über die Leistungen in der Naturgeschichte
der S^äagethiere während des Jahi-es 1889.
Allgemeines 1
Anatomie und Physiologie 3
Entwicklung 26
Biologie (Land- und Forstwirthschaft) 32
Geographische Verbreitung und Faunen 43
Fossile Säugethiere 50
Systematik 62
Ant. Reichenow. Bericht über die Leistungen in der Naturgeschichte
der Vögel während des Jahres 1889.
1. Geschichte, Litteratur, Museologie, Taxidermie 81
2. Anatomie, Embryologie, Physiologie 84
3. Hautbedeckuug, Pterylographie, Flugvermögen 90
4. Mauser, Abänderungen, Bastarde 91
5. Palaeontologie 93
6. Geographische Verbreitung, Wanderung, Faunistik 94
7. Lebensweise 125
8. Jagd, Schutz, Pflege, Hausgeflügel 131
9. Systematik 136
Prof. Dr. Oskar Böttger. Bericht über die Leistungen in der Herpe-
tologie während des Jahres 1889.
Reptilia. Allgemeines 159
Anatomie, Ontogenie, Biologie, Palaeontologie (vergl.
auch die einz. syst. Abtheil.) 162
Faunistik (desgl.) 178
IV
Seite
Systematik (Lacertilia, Rhiptoglossa, Pythoiiomorpha,
Ophidia, Omithosauria, Dinosauria, Crocodilia, Chelonia
Sauropterygia, Ichthyopterygia, Rhynchocephalia, Thero-
mora) 186
Batracliia. Allgemeines 235
Anatomie, Ontogenie, Biologie, Palaeoutologie (vergl.
auch die einz. System. Abth.) 237
Faunistik (desgl.) 242
Systematik (Ecaudata, Caudata, Apoda, Stegocephala). 246
Dr. F. Hilgendorf. Bericht über die Leistungen in der Ichthyologie
während des Jahres 1888.
Allgemeines 275
Anatomie und Physiologie 275
Entwicklung (incl. Phylogenie) 300
Biologie 317
Nutzen und Schaden. Fischerei und Fischzucht 320
Faunen 323
Fossile Fische 332
Systematik (Acanthopteri, Pharyngognathi, Anacanthini, Physostomi,
Lophobranchii, Plectognathi, Gauoidei, Dipnoi, Selachii, Cyclostomi,
Leptocardii) 336
Dr. Joh. Thiele und Dr. W. Kobelt. Bericht über die wissenschaftlichen
Leistungen im Gebiete der ülalakolog^ie während des Jahres 1889.
I. Bericht über All^., Physiol., Auat. u. Entwickl. v. Dr. Thiele.
Zeitschr., Jahresber., Sammelwerke, Lehrbücher u. Vermischtes . 381
Vermischte Mollusken 385
Amphineura 391
Scaphopoda 393
Cephalopoda 394
Lamellibranchiata 397
Gastropoda 406
II. Bericht üb. die ^eogr. Yerbreitung, Systematik, Biologie
etc. You Dr. Kobelt.
Verzeichuiss der Publikationen 425
1. Geographische Verbreitung 436
2. Systematik 446
3. Biologie, Verwendung, Zucht etc 468
Zweites Heft,
(Ausgegeben August 1890)
Dr. Ph. Bertkau. Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen im
Gebiete der füiitoniologie während des Jahres 1880.
Allgemeines 1
Arachno'idea 26
Linguatulina 28
V
Seite
Acarina 29
Pantopoda 36
Opiliones 37
Chernetina 38
Pedipalpi 38
Scorpiones 39
Araneae 40
Solifiigae 57
Myriapoda 57
Peripatina 60
Ohilognatha 61
Chilopoda 63
Insecta 64
Thysanura und Collembola 64
Rhynchota 64
Orthoptera 81
0. Genuina 88
0. Pseudonenroptera 91
Neuroptera 98
Diptera 100
Aphaniptera 126
Lepidoptera 128
Hymenoptera 187
Coleoptera 214
(Der Bericht über die Ci'nstaceen für 1889 erscheint im folgenden
Jahrgang.)
Drittes Heft.
(Ausgegeben November 1893.)
Dr. Aut. Colliii. Bericht über die Brachiopoden-Litteratur des
Jahres 1889.
1. Verzeichnis der Publikationen (mit Bericht über Anatomie
und Entwicklung) 1
2. Uebersicht nach dem Stoff 3
3. Faunistik 3
4. Systematik 4
Dr. Ant. CoUin. Bericht über die Leistungen in der Naturgeschichte der
Tnnikaten während der Jahre 1888 und 1889.
1. Verzeichnis der Publikationen (mit Bericht über Anatomie und
Entwicklung) 5
2. Uebersicht nach dem Stoft' 12
3. Faunistik 12
4. Systematik 13
VI
Seite
Dr. C. Matzdorff. Jahresbericht über die Bryozoen für 1889.
A. Anatomie, Physiologie, Biologie 15
B. Systematik, Faunen 22
1. Marine Formen 23
2 Süsswasser-Formen 35
C. Palaeontologie (Verzeichnis der Publikationen) 37
Dr. Aut. Collin. Bericht über die Rotatorien-Litteratur im Jahre
1889, mit Nachträgen aus den Vorjahren.
1. Verzeichnis der Publikationen (mit Bericht über Anatomie und
Entwicklung 89
2. Uebersicht nach dem Stoff 51
3. Faunistik 52
4. Systematik 54
Dr. von Linstow. Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen in der
Naturgeschichte der Helniintlien im Jahre 1889.
Allgemeines 56
Nematoden 62
Gordiaceen und Mermithen 75
Acanthocephalen 78
Trematoden 79
Cestoden 85
Dr. Ant. Collin, Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen in der
Naturgeschichte der freilebeudeu Wiiriiiei" während des
Jahres 1889.
1. Verzeichnis der Publikationen (mit Bericht über Anatomie und
Entwicklung) 97
2. Uebersicht nach dem Stoff 126
3. Faunistik 127
4. Systematik 131
Dr. Maximilian Meissner. Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
in der Naturgeschichte der licliiiiodernien während des Jahres
1889.
1. Verzeichnis der Publikationen (mit Bericht über Anatomie und
Entwicklung) 135
2. Uebersicht nach dem Stoff 149
3. Faunistik 150
4. Systematik 150
Dr. W. Weltner. Bericht über die Leistungen in der ^pons;ioIog;ie
während der Jahre 1888 — 91.
Litteraturverzeichnis (recente Spongien) 161
Allgemeines 175
vir
^ Seite
Methode der Untersuchung 177
Schwammzucht und -G-ewinnung 179
Anatomie und Histiologie 180
Nadelnomenclatur 193
Physiologie 194
Ontogeuie 199
Phylogenie 207
Systematik und Faunistik 210
Fossile Spongien (Litteratur- Verzeichnis) 255
Bericht
über
die Leistungen in der Naturgeschiclite der Säugetiere
während des Jahres 1889.
Von
Dr. Ernst Sehäff, Berlin.
Allgemeines.
Bodington, A., The Mammalia: Extinct Species and Surviving
Forms. — Journ. Microsp. Nat. Sc. (2) Vol. IL p. 33—57. Mit
2 Tfln.
(Büchner), Wissenschaftliche Resultate der von N. M. Prze-
walski nach Central - Asien unternommenen Reisen. Zoologischer
Teil. Bd.I. Säugetiere, bearb. von Eug. Büchner. Liefg. 2 und 3.
St. Petersburg 1889.
Es werden die Nagetiere weiter fortgesetzt. Vergl. unter
Systematik, Muridae. Besonders schöne Farbentafeln sind dem Werk
beigegeben.
Chauveau, A., Traite d'anatomie comparee des animaux
domestiques. 4. Edit. revue et augm. avec la coUaboration de
S. Arloing. Avec 455 figg. Paris, J. B. Bailliere et fils. 1889.
Dogiel, A. S., Eine neue Imprägnationsmethode der Gewebe
mittelst Methylenblau. — Arch. mikrosk. Anat. 33. Bd. p. 440—445.
Mit 1 Tfl.
Verf. berücksichtigt vielfach Säugetiere.
(Studer), Die Forschungsreise S. M. S. „Gazelle" in den
Jahren 1874—1876. III. Teil. Zoologie und Geologie von Th. Studer.
BerHn 1889.
p. 88 — 92 enthält Mitteilungen, meist biologischer Natur, über
die Säugetiere von Kerguelen. Beobachtet wurden Mus invscidus L.
Ogmorliinus hptonyx Blainv., Macrorhinusleonhws L., Ärctocepludus
gazelln Peters, BaJaena austraUs Desmoul., Glohiceplialus melas TrailJ.,
Delphinus sp.f Junge ^ von Macrorh. hon. zeigen bei einer Länge
von 1,75 mtr noch keine Spur eines Rüssels. Derselbe entwickelt
sich, wie auch die grossen Eckzähne, erst mit eintretender Geschlechts-
reife im Alter von 6 — 8 Jahren, p. 209 — -211 werden einige all-
Arch. f. Natuigesch. Jahrg. 1890. Bd.U. H. 1. 1
2 Dr. Erust Schaff: Bericht über die Leistungen
gemeine Bemerkungen über die Säugetiere Timors gegeben. Erwähnt
werden Ceri-us Peronii Wagti., Sus sp., Macacus cynomolgiis L., Fara-
doxurvs musanga Raffl. Pteropvs Mockloti Tem.^ Pf. funereus Tem.,
ferner Pferd nnd Hund. p. 256 u. 257 giebt Verf. Mitteilungen über
die Haustiere im Bismarck-Archipel. Der Hund in Neu -Hannover
und Neu-Mecklenburg stimmt im Schädel mit dem Canis famüians
pah(8tris Rütim. überein, woraus Verf. den Schluss zieht, dass ersterer
eine Rasse darstellt, „die ursprünglich in Europa in uralter Zeit ge-
halten wurde und die den Stamm zahlreicher moderner Hunderassen
bildet." Die Schweine, schwarz und weiss geÜeckt, schliessen sich
an Sus vittatus an. Colorirte Abbildungen von Pterojms capistratus
Peters, Hapalotis macrura Peters, Aretocephahis gozeUa Peters und
A. elegans Peters. Von letzteren beiden Arten sehr schöne Schädel
— und sonstige osteologische Abbildungen. Endlich DeJphinns
{Ste7i6) perspiciUatus Peters, ganzes Tier und Osteologie. (Tfl. 1 — 2
und 9 schon früher abgedruckt).
Haeckel, Ernst, Natürliche Schöpfungsgeschichte. Achte um-
gearbeitete und vermehrte Auflage. Berlin 1889.
Abgesehen von dem allgemeinen, auch für die Säugetiere geltenden
Inhalt behandelt im II. Teil der XXVI. Vortrag die Stammesgeschichte
der Säugetiere.
Imhoff-Blumer und Keller, 0., Tier- und Pflanzenbilder
auf Münzen und Gemmen des klassischen Altertums.
Behandelt auch eine Anzahl von Säugetieren, wie Delphine, See-
hunde, Elefanten, Nilpferd, Kameele, Ziegen, Rinder, Affen u. s. w.
Möbius, K., erläutert Methoden zur Herstellung von Metall-
ausgüssen von Lungen, Nieren und Gehörlabyrinthen. — Sitzgsber.
Ges. naturf. Freunde. Berlin 1889 p. 31—33.
Moreno, E. P., Breve Resena de los Progresos del Museo la
Plata durante el Segundo Semestre de 1888. — Boll. Mus. la Plata
1889, p. 1-44.
N ehrin g, A., macht einige kurze Mitteilungen über altägyp-
tische Tiermumien von Beni Hassan und Siut. — Sitzgsber. Ges.
naturf. Freunde Berlin, 1889, p. 144—145.
Nicholson, H. A., and Lydekker, R., A Manual of Palaeon-
tology, for the üse of Students. 3. edit. re-written and greatly
enlarged. 2 Vols. Edinburgh 1889.
Enthält p. 1245 — 1474 die fossilen Säugetiere.
North American Fauna. Unter diesem Titel erscheinen seit
Okt. 1889 in einzelnen Heften, herausgeg. vom ü. S. Department of
Agriculture, Division of Ornithology and Mammalogy, Abhandlungen
über nordamerikanische Tiere. Vergl. Hart Merriam unter Rodentia.
Patzig, V., Die Tierproduktionslehre. Bearb. für Landwirt-
schaftsschulen. Marienburg 1889.
Pfitzner, W., Erfahrungen über das Teichmann'sche Knochen-
mazerationsverfahren. — Anat. Anz. IV. Jahrg., p. 687 — 703.
Eingehende Beschreibung des Verfahrens, Hervorheb uno; seiner
Vorteile, Angabe einiger geringer Modifikationen.
in dei^ Naturgeschichte der Säugetiere währeiul des Jahres 1889. 3
Solger, B., Säugetier -Mitosen im histologisclien Kursus. —
Arcli. mikrosk. Anat. Bd. 83, p. 517 — 518.
Verf. empfiehlt zur Demonstration der Mitosen von Warmblütern
das Amnion der Ratte, in wässeriger concentr. Pikrinsäure und Al-
kohol gehärtet, mit Ehrlich's saurem Hämatoxylin gefärbt.
Steinmann, Gust,, und Döderlein, Ludw., Elemente der
Paläontologie. Leipzig 1889. Mit Illustr.
Stoss, ., Anleitung zu den Sectionen und Präparirübungen
an unseren Haustieren. München 1889.
Thomas, Oldfield, Mammals in: Aitchison's Zoology of the
Afghan Delimitation Commission. — Trans. Linn. Soc. London. (2)
Vol. V, p. 55—65.
Weber, M., Mededeelingen over Zoogdieren. — Bijdr. Dierk.
1888, part V. Mit 2 Tfln.
Willoughby, J. C. , East Africa and its Big Game. London
1889. Illustr.
Zimmermann giebt eine Methode zur Imprägnirung von
Knochenschliffen mit Anilinfarben an. — Verhandl. anat. Gesellsch.
III. Vers. Berlin 1889, p. 142.
Kleinere tierpsychologische und biologische Beobachtungen ver-
öffentlichen im Zool. G. XXX, p. 252 B. Langkavel, p. 254 Noll,
p. 316 derselbe,
Anatomie und Physiologie.
Allgemeines. Bardeleben, Karl, Präpollex und Prähallux.
— Verhandl. anat. Gesellsch. III. Vers. Berlin, 1889, p. 106—112.
Mit 6 Figg.
Verf. hebt unter Berücksichtigung seiner früheren Arbeiten be-
sonders die Hand von Pedetes caffer hervor, welche normal einen
sechsten Finger mit starkem, plattem Nagel trägt.
Beddard, Frank E., Some Notes upon the Anatomy of the
American Tapir (Tapirus terrestris). - — Proc. Zool. Soc. London 1889,
p. 252—258. Mit 3 Figg.
Verf. beschreibt Eingeweide und Gehirn eines etwa 2 Monate
alten Tap. terrestris. Folgende Charaktere der Eingeweide scheinen
den amerikanischen von dem indischen Tapir zu unterscheiden:
Mangel wohlentwickelter Valvulae conniventes oder wenigstens ge-
ringere Entwickelung derselben. Gegenwart eines ,,moderator band"
im Herzen. Form der glans penis. Längeres durch 4 Bänder ein-
geschnürtes Coecum. Das Gehirn ist einfacher gebaut als bei den
verwandten Formen. Es deutet dies, wie auch bekanntlich andere
Befunde, auf eine niedrigere Stellung des Tap. terr., wenn auch bei
dieser Gelegenheit zu bemerken ist, dass bei den Perissodactylen
die sonst gültige Regel nicht zutrifft, dass kleine Arten einer Tier-
gruppe ein einfacher gebautes Gehirn haben als grosse.
1*
4 Dr. Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen
Brown- Sequard et d'Arsonval, Nouvelles recherclies de-
montrant que la toxicite de l'air expire ne depend pas de l'acide
carbonique. — C. R. Acad. Sciences, T. 108, p. 267—272.
Darstellung einer Reihe von Versuchen, welche ergaben, dass
Kohlensäuregehalt die Giftigkeit ausgeathmeter Luft nicht beeinflusst.
Dieselben, Recherches montrant que la mort par Inhalation
du poison que contient l'air expire n'est pas activee par les ema-
nations de vapeurs provenant de l'urine et des matieres fecales des
animaux soumis a cette Inhalation. — Ebenda, p. 1294 — 1296.
Ein grosses Kaninchen blieb ohne Nachteil drei Monate in
einem Käfig, der stark mit den Ausdünstungen von Urin und FäkaHen
erfüllte Luft erhielt. Hierdurch wird der Einwurf entkräftigt, dass
bei den Versuchen der Verff. über das Gift ausgeathmeter Luft die
oben genannten Ausdünstungen der Tiere tötlich wirkten.
Dubois, Raphael, Contributions a l'etude physiologique de
rhibernation. — Comptes rendus Soc. Biol. 9. Ser., T. 1, p. 205 — 206.
Durchschneidung der beiden Nerv, phren. bei einem in völKger
Winterstarre befindlichen Murmeltier hat eine plötzliche Steigerung
der Zahl und Grösse der Erustbewegungen zur Folge. Nach einer
mehr oder minder langen Zeit treten jedoch mehr und mehr markirte
Schwankungen der Temperatur ein und bald folgen regelmässig
Perioden der Erstarrung und des Wachens.
Derselbe, Le sommeil hibernal est-il le resultat d'une auto-
intoxication physiologique? — Ebenda, p. 260 — 261.
Verf. kommt entgegen den Ansichten Errera's zu dem Schluss,
dass der Winterschlaf nicht das Resultat der Thätigkeit narkotischer
Produkte ist, welche der Organismus erzeugt und welche durch die
Niere oder den Darm ausgeschieden werden können.
Derselbe, Sur la Ventilation pulmonaire chez les hibernants.
— Ebenda, p. 280—282.
Das Erwachen der Winterschläfer ist von einem raschen Steigen
der Körpertemperatur begleitet. Diese Temperaturerhöhung steht
in keinem Zusammenhang mit der grösseren Menge der in den
Lungen circulirenden Luft.
Derselbe, Sur le mecanisme du roveil chez les animaux hiber-
nants. — C. R. Acad. Sciences, T. 109, p. 820—823.
Verf. legte bei 2 Marmotten eine Blasenfistel an, so dass der
Urin frei abfliessen konnte. Die Tiere zeigten keine Unterbrechung
des Winterschlafes, wie sie bei normalen Tieren in ziemlich regel-
mässigen Zwischenräumen vorzukommen pflegt. Verf. schliesst hieraus,
dass durch den Reiz des in der Blase angesammelten Urins das Er-
wachen aus dem Winterschlaf hervorgerufen wird.
Duges, A., Note sur les effets d'une morsure de Sarigue. —
Comptes rendus Soc. Biol. 9. Ser., T. 1, p. 239—240.
Verf schildert die Folgen des Bisses einer wütenden D/'de/p/it/s
californica Benn. und wirft die Frage auf, ob der von dem Tier
reichlich abgesonderte Speichel von Einfluss auf die fatalen Wirkungen
des Bisses gewesen sei.
in der Naturgeschichte dei' Säugetiere währeud des Jahres 1889. 5
Hericourt, J. , et Riebet, Cli., Influence de la transfusion
peritoneale du sang de chien siir l'evolution de la tiiberculose chez
le lapin. — Ebenda, p. 157 — 163.
Aus den Versucben der Verff. ergab sich, dass bei peritonealer
Transfusion von Hundel)lut in Kaninchen letztere sich widerstands-
fähiger gegen Tuberkelbazillen, welche ihnen eingeimpft wurden,
zeigten. Aehnliches hatten die Verf. schon früher bei Versuchen
mit einem anderen Mikroorganismus, Staphylococcus pyosepticus, be-
obachtet.
Leisering, A. G. T. , und Hartmann, H. M., Der Fuss des
Pferdes in Rücksicht auf Bau, Verrichtungen und Hufbeschlag.
7. Aufl., in ihrem den Hufbeschlag betreffenden Theile umgearbeitet
von A. Lungwitz. Mit 249 Holzschn. Dresden 1889.
Netter, Transmission intra-uterine de la pneumonie et de l'in-
fection pneumonicjue chez riiomme et dans l'espece animale. —
Comptes rendus Soc. Biol. 9. Ser. T. 1. p. 187 — 194.
Verf setzt aus einander, dass beim Menschen und bei Tieren
Pneumokokken, sowie die jMehrzahl der pathogenen Mikroben über-
haupt, durch die Placenta von der Mutter auf den Foetus übergehen
können. Bei den Nagern scheint dieser Uebergang stets einzutreten.
Pouchet, Ct., et Beauregard, H., Note sur une tete de jeune
Cächalot. — - Ebenda, p. 553 — 555.
Verff. beschreiben das Aeussere (Hautfarbe, Lage und Grösse
des Auges, Ohres, Spritzloches etc.) eines 1,47 mtr, langen Cachelot-
kopfes, sowie das Organ, welches das Spermaceti liefert. Dasselbe
liegt unter der Haut au der Oberseite des Kopfes in Form eines
hohlen, aus einer Aponeurose gebildeten Cylinclers von 1,20 mtr.
Länge und 4 — 5 cm. Dicke. Erfüllt ist dieser Cylinder von einer
gelblichen, schwammigen Substanz, einer Form des Fettgewebes,
welche das Wallrat absondert. In der Mitte verläuft eine Arterie.
Roger, G.-H., Deuxieme note sur l'inoculation du charbon
symptomatique au lapin. — Ebenda, p. 242 — 244.
Verf. weist nach, dass man durch gleichzeitige Uebertragung
mehrerer Mikroben ein Tier, welches gegen einen bestimmten
Mikroben allein immun ist, für letzteren empfänglich machen kann.
Rosenthal, J., Calorimetrische Untersuchungen an Säugetieren,
Zweite Mitteilung. — Sitzgsber. Akad. Wiss. Berlin. 1889, p. 245
—254.
Ein Tier lässt sich so ernähren, dass es weniger, oder dass es
mehr Wärme abgiebt als der Verbrennungswärme der aufgenommenen
Nahrung entspricht. Ersteres tritt vorübergehend ein, wenn die
Nahrungsmenge gesteigert wird, dauernd, wenn dauernd reichlich ge-
füttert wird. Der zweite Zustand lässt sich nur vorübergehend her-
stellen, wenn nämlich das Nahrungsquantum plötzlich vermindert
wird, oder das Tier hungert. Bei einem längere Zeit gleichmässig und
ausreichend nur mit Fett und Eiweiss ernährten Hunde fand Verf , dass
die mittlere V,"ärmeproduktion der aus den Verbremiungswärmen der
Nahrungsstoffe berechneten Wärmemenge entspricht. Die innerhalb ge-
Q Dr. Erust Schaff: Bericht über die Leistungen
wisser Grenzen stets vorhandenen Schwankungen der Wärmeproduktion
kommen dadurch zu Stande, dass bei geringerer Produktion relativ
weniger, bei höherer relativ mehr Fett verbrannt wird als dem
Durchschnitt der Nahrung entspricht. Bezüglich des Einflusses der
umgebenden Wärme auf die Wärmeproduktion des Tieres wurde
constatirt, dass letzteres im Allgemeinen bei höheren Temperaturen
weniger Wärme produzirte als bei niedrigen; doch entsprach nicht
etwa jeder bestimmten Umgebungstemperatur eine bestimmte Wärme-
produktion. Kleinere Tiere sind gegen den Wechsel der Umgebungs-
temperatur sehr viel empfindlicher als grössere, Kaninchen z. B. viel
mehr als Hunde.
Sanchez-Toledo, Experience sur la transmission de la tuber-
culose de la mere au foetus. — Comptes rendus Soc. Biol. 9. Ser.
T. 1, p. 3-24-327.
Zahlreiche Versuche mit Meerschweinchen ergaben, dass Tuber-
kulose sich nicht von der Mutter auf den Foetus verbreitet.
Struthers, John, Memoir on the Anatomy of the Humpback
Whale, Megaptera longiraana. Reprinted from the ,, Journal of Ana-
tomy and Physiology 1887—1889. Edinburgh 1889. Mit 6 Tfln.
Die im Journ. Anat. Phys. 1887 — 1889 zerstreuten Arbeiten des
Verf über das angegebene Thema gesammelt in Buchform.
Westling, Charlotte, Anatomische Untersuchungen über
Echidna, — Bihang til K. Svenska Vet. Akad. Handlingar Bd. 15.
Afd. IV Nr. 3. 7 pp. und 6 Tfln.
In der Einleitung spricht sich Verf. zu Gunsten der von
0. Thomas geäusserten Ansicht aus, dass die bisher als Arten be-
schriebenen Formen Non Echidna nur als vorzugsweise durch klimatische
Verhältnisse hervorgerufene Varietäten anzusehen seien und dass somit
nur 1 Art, E. aculeata, existirt. Beim Integument wird die Mammar-
drüse des Männchens kurz besprochen, ebenso die Sporendrüse.
Entgegen den landläufigen Angaben besitzt Echidna eine Ohrmuschel,
wenn auch von sehr einfacher Form. Bezüglich des Unterkiefers
wird darauf aufmerksam gemacht, dass seine Lage von derjenigen
bei den andern Säugetieren merklich abweicht, sofern nämlich am
vorderen Drittel des Unterkiefers die sonst den Seitenflächen ent-
sprechende Teile zur Dorsal- resp. Ventralfläche geworden und die
ventralen Kieferränder gegen einander gewandt sind. Der hintere
Teil des Unterk. hat eine etwas schiefe Richtung, so dass der Proc.
angularis anstatt ventralwärts medialventralwärts gerichtet ist. —
Von den beiden untersuchten Expl. von Echidna zeigte das aus-
gewachsene 15, das jüngere 16 Brustwirbel. — Ausführlich werden
die Muskeln behandelt, ebenso die Nerven, Die Verschiedenlieiten
in der Muskulatur und den peripherischen Nervensystem zwischen
Echidna und Ornithorhynclius werden tabellarisch zusammengestellt.
Horns and Antlers. — Science Gossip. Vol. XXV. p. 28 — 30.
Mit Abbildgn.
Auszug aus einer Abhandlung von Flower in den Trans. Middlesex
Nat. Hist. and Sc. Soc. 1889.
in der Naturgescliicbte der Säugetiere während des Jalires 1889. 7
Haut. Vergl. Blanchard unter Biologie, Krankh. ; Coester
unter Gefangensch.
Flower, William Henry, demonstrirte die Kopfhaut eines
RJmioceros hicornis 3 mit einem dritten, abnormen Hörn. Dasselbe
stand 4 Zoll hinter dem zweiten Hörn und hatte eine Höhe von
5V2 Zoll bei 171/2 Zoll Basis-Umfang. Die Oberfläche war rauh und
rissig, das obere Ende breit und abgestumpft. (Proc. Zool. Sog.
London 1889, p. 448—449, mit 1 Fig.)
Leboucq, H., über Nagelrudimente an der fötalen Flosse der
Cetaceen und Sirenier. — Anat. Anz. IV. Jahrg., p. 190 — 192.
Mit 2 Fig.
Verf. fand bei dorsovolaren Schnitten durch die Flossen von
Foeten von Delphinus delphis, Delphinus sjj., Glohiocephalus melas
und Halicore dugong dorsalwärts von der letzten Phalanx und gegen-
über dem distalen Ende derselben eine Einbuchtung der Hornschicht,
welche er als rudimentäre Nagelanlage deutet. Es ergiebt sich
hieraus, dass bei Cetaceen und Sirenen die typische Fingerspitze mit
dem Flossenrand zusammenfällt, während bekanntlich bei den Pinni-
pediern sich die Flosse noch über die distale Phalanx mit dem
Nagel fortsetzt.
Skelet. Bar de leben, Karl, On the Praepollex and Prae-
hallux, with Observations on the Carpus of Theriodesmus phylarchus.
— Proc. ZooL Soc. London 1889, p. 259—262. Mit 1 Tfl.
Verf. erörtert und bildet ab einige von ihm im Britischen Mu-
seum untersuchte Fälle, welche seine Ansichten über Präpollex und
Prähallux stützen (^Pedetes capensis, Bathyergus maritimus). Sodann
stellt er seine Auffassung des Theriodesmus phylarchus dar, welche
von der Seeley's abweicht. Von den 3 Centralien des englischen
Forschers ist das erste nach Bardeleben das Lunatum, das dritte
das proximale Stück des Präpollex und das zweite setzt sich nach
B. aus 2 Stücken zusammen, welche als Centralia anzusehen sind.
Baur, G., Bemerkungen über den Carpus der Proboscidier
und der Ungulaten im Allgemeinen. — Morph. Jahrb. Bd. 1.5,
p. 478—482. Mit 1 Holzschn.
Verf. constatirt das Vorkommen eines Centrale im Carpus von
Elephas und erörtert die Bedeutung dieser Thatsache für die Gene-
alogie der Huftiere.
Derselbe, Neue Beiträge zur Morphologie des Carpus der
Säugetiere. — Anat. Anz. IV. Jahrg., p. 49 — 51. Mit 4 Fig.
Verf. erörtert kurz, dass das Radiale der Säugetiere kein eigent-
liches Radiale, sondern ein Centrale sei, da es dem betr. Element
der Schildkröten, speziell bei Chelydra, homolog, letzteres aber eben
ein Centrale sei. Das wirkliche Radiale der Säugetiere sei das ge-
wöhnlich als ,, radiales Sesambein" bezeichnete Element. Zum Schluss
erklärt Verf., dass Heptadaktylie bei Säugetieren nicht existire.
Clark, J. W., On the Skeleton of Rhytina gigas, lately acquired
for the Museum of Zoology and Comparative Anatomy, with some
8 Dr. Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen
accoiiut of tlie liistory and extinction of tlie animal. ~ Proc. Philos.
Sog. Cambridge. VI, p. 340-342.
Cunningham, D. J., The proportion of bone and cartilage in
the lumbar section of the vertebral column of tbe ape and several
races of men. — The Journ. Anat. and Phys. New Ser. Vol. 4,
p. 117-126.
Beim Uebergang von der vierfüssigen zur aufrechten Haltung
verkürzen sich die Wirbelkörper der Lumbarregion und in demselben
Maasse nimmt die Dicke der intervertebralen Knorpelscheiben zu.
Sowohl Alter als auch Geschlecht beeinflussen die Lcänge der Lumbar-
wirbel. Neue Methode zur Ermittlung des „Lumbar- Sagitto-Vertikal-
Durchmessers.
DoUo, L., Sur le centre du Proatlas. — Bull. Soc. Anthrop.
Bruxelles. Vol. VII, p. 241—251. Mit Fig.
Lavocat, A., Cotes et Sternum des Vertebres. — Mem. Acad.
Sc. Toulouse. (9) T. I, p. 39—55.
Loder, E. G., demonstrirte ein montirtes Skelet von Haploceros
montanits und hob besonders die Kürze der Metacarpalia hervor.
(Proc. Zool. Soc. London 1889, p. 59.)
von Mojsisovics, August, Über einen seltnen Fall von Poly-
daktylismus beim Pferde. — Anat. Anz. IV. Jahrg., p. 255 — 256.
Verf. beschreibt bei einem ungarischen Bauernpferd das Auf-
treten einer Zehe 2. an der innneren Seite der 3., normaler Weise
entwickelten Zehe der Vorderbeine. Die überzählige Zehe bestand
aus einem 20,7 cm langen, durchschnittlich 2 cm breiten Knochen
nebst den drei sich anschliessenden Phalangen, deren distale einen
stark entwickelten Huf trug. Wunderbarer Weise lagerte dem Meta-
carpale II ein „Griffelbein" an, vom Verf. als Metacarpale I be-
zeichnet. (Ob es sich nicht möglicherweise um eine Doppelbildung
der 3. Zehe handelt, wobei dann das Metacarpale I des Verf. als
das normale Metacarpale II anzusehen wäre ? Ref.)
Pouchet, G., et Beauregard, H., Note sur le squelette du
Cachalot femelle. — Comptes rendus Soc. Biol. 9. Ser. T. 1,
p. 201—204.
Verff. erörtern die Länge des Skelets bei weiblichen im Verhältniss
zu derjenigen bei niännlichen Potwalen. Die Weibchen sind etwa
um ein Viertel kleiner als die Männchen. Die Form des Schädels
nähert sich bei erwachsenen Weibchen derjenigen von jungen
Männchen. Ein sexueller Unterschied beruht darin, dass bei den
Männchen die sechs auf den freien Atlas folgenden, zu einer Masse
verschmolzenen Halswirbel mit dem ersten Rückenwirbel verwachsen, «
während dies bei den Weibchen nicht der Fall ist. Auch sonst
bieten die zum „os cervicaP' verschmolzenen Halswirbel Geschlechts-
Unterschiede dar. Die Rückenwirbel sind beim Weibchen höher im
Verhältniss zur Breite als beim Männchen, die Seitenflächen der
Wirbelkörper bei ersterem mehr ausgehöhlt als beim Männchen u. s. w.
(Vcrgl. auch Pouchet et Beauregard unter Systematik.)
in der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1889. 9
Roeder, Heinr., Beobachtungen bei der Gehörnbildimg des
Rehwildes. — Zool. Garten XXX, p. 250—251.
Von 3 im Frühling 1888 gesetzten männlichen Rehen zeigte
Ende Mai 1889 der erste ein Spiessgehörn, der zweite ein Gabel-
gehörn, der dritte ein Sechsergehörn. Die 3 Böcke wurden unter
gleichen Bedingungen gehalten.
Rollet, Etienne, Les os longs des grands Singes, — C. R. Acad.
Sciences. T. 101), p. 75—78.
Verf. mass die Skelette von 13 Gorillas, 27 Chimpansen, 2 Orangs
und stellte die Durchschnittsgrösse , sowie die obere und untere
Grenze der Körperlänge fest. Für den Gorilla wurde die oft
angegebene Grösse (Höhe) von 2 mtr. nicht gefunden, nur 1,30 bis
1,70 mtr. Sodann wird constatirt, dass, während beim Menschen
der rechte Humerus meistens grösser ist als der linke, bei den
grossen Affen, wenn überhaupt Ungleichheit sich zeigt, meistens der
hnke Humerus den rechten an Länge übertrifft. Endlich folgen
Mitteilungen über das Verhältniss der Länge der Knochen bei den
grossen Affen im Vergleich zum Lenschen.
Schaff, Ernst, Über individuelles Variiren des Schädels von
Urs'us arctos L. — Sitzgsber. Ges. naturf Freunde. Berlin 1889,
p. 94—96.
Vorläufige Mitteilungen über die folgende Arbeit.
Derselbe, Über den Schädel von Ursus arctos L. Vergleichende
Untersuchung einer Reihe von Schädeln des gemeinen Landbären
(Ursus arctos L.) nebst Bemerkungen über die Gray'sche Gattung
Myrmarctos. — Arch. f. Naturgesch. 1889. L p. 244—268. Mit 2 Tfln.
Verf. untersucht eine Reihe von 35 Bärenschädeln, welche alle
aus einem und demselben Revier stammen, auf das Variiren innerhalb
der Art und zwar ganz besonders auf das von Lokalität, Alter und
Geschlecht unabhängige, rein individuelle Variiren. Am auffälligsten
tritt dies im Verlauf der Profillinie (flachstirnige und hochstirnige
Schädel) hervor, sowie in der Beschaffenheit des letzten Molars und
des oberen Reisszahns. Von den durch Gray für seine Gattung
Myrmarctos (die noch 1885 von Lydekker berücksichtigt wird)
aufgestellten Merkmalen wird der Reihe nach gezeigt, dass sie für
U. arctos passen. Am Proc. mastoideus von ü. arct. befindet sich
eine Epiphyse.
Derselbe spricht über die Grösse des Schädels ausgewachsener
Fischottern und erörtert die Ursachen der Grössenverschiedenheiten. —
Sitzgsber. Ges. naturf. Freunde. Berlin 1889, p. 114 — 116.
Struthers, John, On some points in the anatomy of a
Megaptera longimana. — The Journ. of Anat. and Phys. New Ser.
Vol. ni, p. 308—335 und 358—373. Part. IV. The Skull.
Ausführliche Masstabelle und eingehende Beschreibung des
Schädels unter Berücksichtigung verwandter Arten. (Vergl. Ber. f.
1888 p. 5—6; ferner diesen Ber. p. 6.
Symington, Johnson, The vertebral column of a young
]0 Dr. Ernst Schaff: Bericlit über die Leistungen
Gorilla. — The Journ. of Anat. and Phys. New Ser., Vol. IV,
p. 42—51. Mit 1 Tfl.
Beschreibung der Wirbel und der Curvatur der Wirbelsäule
bei einem 24 Zoll grossen mit vöUigem Milchgebiss versehenen,
auf 2 Jahre geschätzten Gorilla. Wirbelformel wie in Flower's
Osteologie d. Säuget, angegeben, doch scheinbar 3 Lendenwirbel
anstatt 4, da der vierte in seiner äusseren Beschaffenheit dem
ersten Beckenwirbel entsprach, was beim Gorilla sehr oft vorkommt,
beim Menschen selten. Wie oft beim Chimpansen (nach Gunningham)
ist die Knorpelscheibe zwischen dem letzten Lumbar- und dem
ersten Sakralwirbel sehr dünn. Alle 4 Schwanzwirbel sind gleich-
massig verknöchert — Gegensatz zum Menschen. Eine Lumbar-
Curvatur ist vorhanden, wie beim Menschen.
Tornier, G., Giebt es ein Prähallux-Rudiment? — Sitzgsber.
Ges. naturf Freunde. Berlin 1889, p. 175—182.
Verf. zeigt an einigen Säugetieren (^CercopitJiecus griseovindis,
Procyon cancriv., Ursus arctos, Arctomys bobac, Custor fiher^ Para-
doxurus ti/pics, P. musanga, Lutra vulg., L. plateasis, L. patagonica),
dass die an der Medialseite des Fusses vorkommenden überzähligen
Knochen postembryonal angelegt werden und daher nicht Reste eines
rudimentären Fingers sein können.
Zachariades, Paul-A. , Recherches sur la structure de l'os
normal. — Comptes rendus Sog. Biol. 9. Ser. T. 1. p. 207 — 208.
Verf. giebt 2 Methoden an, durch welche er nachweist, dass
die Wände der Knochen -Körperchen und -Kanäle sich nicht, wie
Broesicke angegeben, leichter durch Reagentien auflösen als das
intercellulare Knochengewebe, sondern im Gegenteil schwerer.
Derselbe, Recherches sur la structure de l'os normal. Du
contenu des canalicules osseux. — Comptes rendus Soc. Biol. 9. Ser.
T. 1, p. 245—246.
Verf. erörtert, dass die grosse Mehrzahl der Knochenkanälchen
im frischen Zustande Fortsätze enthält, welche man durch Kalilauge
leicht isoliren und durch Chinoleinblau und Eosin färben kann.
Derselbe, Recherches sur la structure de l'os normal. Des
cellules osseuses et de leurs prolongements. — Ebenda, p. 597 — 598.
Forts, der vorigen Arbeit. Die erwähnten Fortsätze sind proto-
plasmatischer Natur; sie sind Ausläufer der Knochenzellen.
Derselbe, Recherches sur la structure de l'os normal. De la
membrane des cellules osseuses. — Ebenda, p. 632 — 633.
S. d. vor. Arbeit I
Muskelsystem. Beddard, Frank E., and Treves, Frederick,
On the Anatomy of Rhinoceros sumatrensis. — Proc. Zool. Soc.
London, 1889, p. 7—25. Mit 10 Fig.
Es werden hauptsächlich die Muskeln der Vorder- und Hinter-
extremität beschrieben und abgebildet; die Eingeweide stimmen mit
der von Garrod gegebenen Beschreibung überein. Eine tabellarische
Uebersicht der Aehnlicldieiten und Verschiedenheiten der Extensoren
und Flexoren bei Rhinoceros, Pferd und Tapir.
iu der Naturgescbiclite der Säugetiere während des Jahres 1889. H
Grub er, W. L. , Monographie des Musculus flexor digitorum
brevis pedis und der damit in Beziehung stehenden Plantarnmskulatur
bei dem Menschen und bei den Säugetieren. Mit 2 Tfln. — Denkschr.
math. phys. Cl. K. Akad. Wissensch. Wien 56. Bd. 2. Abtlg. 1889.
Oviatt, B. L., Cardiac Muscle-Cells in Man and certain other
Mammals. — Proc. Am. Micr. Soc. IX, p. 283—298. Mit Fig. (1888!)
Pearson, L. , The Muscular Coats of the Oesophagus of the
Domesticated Animals. — Ebenda, p. 128 — 139.
Rothschuh, Ernst, Ueber die Fussmuskehi der Primaten
und des Menschen. Eine vergi. anatom. Studie. Mit 1 Tfl. München
1888!
Süssmayr, G., Ueber die Gesichtsmuskehi einiger Primaten.
(Eine vergl. anatom. Studie.) Diss. München 1888! Mit 1 Tfl.
Thyroff, Em., Ueber die Handmuskeln des Primaten und des
Menschen. Eine vergl. myolog. Studie. Mit 1 Tfl. Diss. München
1888!
Nervensystem. Amstein, Karl, Ueber die Nerven der
Schweissdrüsen. — Anat. Anz. IV. Jahrg., p. 378—383. Mit 1 Ab-
bildung.
Verf. untersuchte an der Katze und am Aifen die Nerven der
Schweissdrüsen und fand feine Nerven dicht an der membrana propria
der Drüsenröhre. Diese Nervenstämmchen begleiten die Drüsenröhren
auf grössere Strecken und anastomosiren unter einander durch dünne
Zweige, welche wiederum oft mit knopfförmigen Verdickungen
endigende variköse Fäden entsenden. Besonders schön zeigten sich
diese Verhältnisse am Nagelgliede eines Affen nach Injektion von
Methylenblau in die Art. axillaris und nachheriger Behandlung mit
pikrinsaurem Ammoniak. Zum Schluss giebt übrigens Verf. zu.
dass diese Untersuchungen noch nicht als abgeschlossen gelten können,
da die geschilderten Verhältnisse sich dadurch kompliziren, dass unter
den die membrana propria durchdringenden Nerven sich neben den
sekretorischen auch motorische (zu den Muskelzellen) und vaso-
motorische (zu den Kapillaren) befinden.
Babes et Marinesco, Sur la pathologie des terminaisons
nerveuses des muscles des animaux et de l'homme. — C. R. Acad.
Sciences T. 109, p. 575—577.
Cuccati, Giov. , Nuove osservazioni intorno ad distribuimento
e alla terminazione delle fibre nervosi nella vesica urinaria di alcuni
anfibi, rettili et mammiferi. — Mem. R. Accad. Sc. Istit. Bologna,
S. 4, T. IX, p. 577—588. Mit 1 Tfl.
Von Säugetieren gewöhnliche und weisse Hausmaus, sowie
Kaninchen untersucht.
Forel fügt zu obiger Arbeit einige Bemerkungen, dahin zielend,
dass die Beständigkeit der Nerven -Elemente während der Lebens-
dauer des Organismus sich mit grosser Wahrscheinlichkeit ergäbe.
(Ebenda p. 532—533.)
Giacomini, C., Sul Cervello di un Chimpanse. — Atti R. Accad.
Sc. Torino. XXIV, p. 798—820. Mit 1 Tfl.
12 Dr. Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen
Eingehende Beschreibung eines Chimpansengehirns (makro-
skopisch). Verf. konstatirt eine ziemlich beträchtliche Variabilität
hinsichtlich der Furchen und Windungen.
Gley, E., Procede de destruction complete de la moelle chez
les Mammiferes, Application ä l'etude analytique des actions vasomo-
trices. — Comptes rendus Soc. Biol. 9. Ser. T. I, p. 110 — 113.
Zerstörung des gesamten Rückenmarks bei Säugetieren ver-
mittelst eines lieissen Wasserstrahls, nachdem am Vorder- und am
Hinterende eine Oeffnung nach aussen im Wirbelkanal hergestellt ist.
Jelgersma, G., über den Bau des Säugetiergehirns. — Morphoh
Jahrb. Bd. 15, p. 61-84. Mit 1 Tfl.
Im I. Teil zeigt Verf., dass das Charakteristische im Bau des
Säugetiergehirns in den Folgen besteht, welche mit der Entwicklung
des Hirnmantels einhergehen, und welche in der Bildung eines be-
sonderen Systems von Leitungsbahnen und Centren bestehen, deren
eines Ende im Hirnmantel liegt, während das andere sich in den
Hemisphären des Cerebellum befindet. Die Entwicklung dieser
Bahnen vollzieht sich parallel mit derjenigen der allgemeinen Hirn-
organisation. Der II. Teil behandelt das Entstehen der Windungen
im Klein- und Grosshirn. Hier kommt der Verf. zu folgenden
Schlüssen. ,,Das Entstehen von Windungen und Furchen im grossen
sowohl als im kleinen Hirn ist unabhängig vom Schädelwachstum,
unabhängig vom Verlauf der Blutgefässe, sowie überhaupt von Allem,
was ausserhalb des Hirns selbst liegt; die Windungen müssten ent-
stehen, selbst wenn gar kein knöcherner Schädel vorhanden wäre.
2. Die Bildung von Windungen und Furchen ist einfach die Folge
der Neigung der an der Oberfläche befindlichen Lagen zur Flächen-
ausdehnung und einer gegenseitigen Raumaccomodation der grauen
Substanz und der weissen Leitungsbahnen. Am Kleinhirn sind diese
Verhältnisse am deutlichsten zu demonstriren." Die bisherigen
Theorien beschäftigten sich fast ausschliesslich mit dem Grosshirn
und waren nicht auf das Kleinhirn anzuwenden.
V. liCnhossek, Michael, Über die Pyramidenbahnen im Rücken-
marke einiger Säugetiere. — Anat. Anz. IV. Jahrg., p. 207 — 219.
Mit 12 Abbildgn.
Verf. schildert die Pyramidenbahnen bei Maus, Meerschweinchen,
Kaninchen, Katze. Die Grösse des Querschnitts derselben im Ver-
hältniss zum Querschnitt des Rückenmarks in der Mitte des Hals-
teils bildet eine von der Älaus zur Katze in der angegebenen Reihen-
folge sich steigernde Reihe von Werten. Der höchste kommt dem
Menschen zu. Die Lagerung der Pyramidenbahnen ist bei ver-
schiedenen Tieren verschieden.
Derselbe, Untersuchungen über die Entwickelung der Mark-
scheiden und den Faserverlauf im Rückenmark der Maus. — Arch.
mikrosk. Anat. Bd. 33, p. 71 — 124.
Verf. fand durch seine Untersuchungen, dass sich das Rücken-
mark der Maus ,,in Betreff der Markentwickel img ganz so verhalte
wie dasjenige des Menschen. Auch hier erhalten die die weisse Sub-
in der Naturgeschichte der Sängetiere während des Jahres 1889. 13
stanz zusammensetzenden Bündel zu verschiedenen Zeiten ihre Mark-
scheiden und stimmt auch die Reihenfolge, in welcher sie myelin-
haltig werden, im Ganzen und Grossen mit der für den Menschen
erkannten überein". Verf. erklärt es für höchst wahrscheinlich,
„dass das Auftreten der Myelinscheiden in den nervösen Central-
organen der Wirbeltiere und namentlich der höheren denselben Ge-
setzen folge".
Derselbe, Über den Verlauf der Hinterwurzeln im Rückenmark.
— Ebenda, ßd. 34, p. 157—197. Mit 1 Tfl.
Nach dem Verf. sind die an Säugetieren angestellten Unter-
suchungen noch ohne zulängliche Resultate geblieben.
Möller, Johannes, Ein interessanter Befund am Chiasma n. o.
des Chimpanse. — Anat. Anz. IV. Jahrg., p. 539-545. Mit 4 Ab-
bildungen.
Verf. beschreibt einen geschlossenen Fasciculus von ungekreuzten
Fasern an der Oberfläche des Chiasma n. o., welcher constant beim
Chimpanse auftritt.
Moussu, Les nerfs excito-sr'crotoires de la parotide chez le
cheval, le mouton et le porc. — Comptes rendus Soc. Biol. 9. Ser.
T. 1, p. 343-345.
Der auf die Parotis wirkende Nerv ist beim Pferde ein Zweig
des Trigeminus oder besser des oberen Temporaiis, beim Schaf und
beim Rind des Buccalis. Beim Schwein, dessen Parotis zweiteilig
ist, wird die obere Hälfte vom N. temporalis superficialis, die untere
vom mylo-hyoideus aus innervirt.
Derselbe, De l'innervation des glandes molaires inferieures,
nerfs excito-secretoires. — Ebenda, p. 395 — 398.
Die unteren Backendrüsen sind nach dem Verf. keine Speichel-,
sondern Schleimdrüsen. Sie werden innervirt von der motorischen
Wurzel des Trigeminus. Untersucht an Rind, Schaf und Hund.
Munk, Hermann, Über die centralen Organe für das Sehen
und das Hören bei den Wirbeltieren. 7. Weitere Versuche am
Hunde und Affen und am neugeborenen Kaninchen. Hauptergeb-
nisse. — Sitzgsber. Akad. Wiss. Berlin 1889, p. 615—632.
Verf. zeigt im Anschluss an frühere Arbeiten, dass dem Gross-
hirn für das Sehen eine ganz andere Bedeutung beim Säugetier und
Vogel zukommt als bei den niederen Wirbeltieren. Diese sehen ohne
Grosshirn, jene sind ohne dasselbe vollständig blind. Es ist jedoch
bei den Säugetieren nicht an das ganze Grosshirn die Lichtempfin-
dung gebunden, sondern nur an die Rindenpartie des hinteren und
oberen Endes jeder Hemisphäre. Zum Schluss bekämpft Verf. den
Widerspruch Wundt's gegen die Lehre von den spezifischen Sinnes-
energien.
Paterson, A. Melville, The position of the Mammalian limb;
regarded in the light of its Innervation and development. — The
Journ. of Anat. and Phys. New Ser. Vol. EI, p. 283—299. Mit
3 Figg.
Verf. kommt zu dem Schluss, dass die Segment -Spinalnerven
14 Dl'. Ernst Schaff: Beiiclit über die Leistungen
den besten Aufscliluss über die ursprüngliche Lage der Gliedmassen
geben. Es ergiebt sieb bei der Betrachtung der Nerven, dass die
Lage der Säugetiergliedmassen in Bezug auf die Körperaxe nicht
constant ist. Die Lage der Vorderextremität variirt nur wenig, doch
neigt letztere dazu, nach hinten zu rücken. Noch mehr ausge-
sprochen ist dies bei der Hiirterextremität. Wenn bei einem Säuge-
tier eine abnorme Zahl von Halswirbeln vorkommt, so rührt dies
nicht von einer Einschiebung oder einem Verschwinden von Wirbeln,
sondern daher, dass die Gliedmassen nach hinten gerückt sind. Die
Sacralwirbel eines Individuums entsprechen wegen dieser Lagever-
änderung der Extremitäten nicht immer denen eines andern Indivi-
duums. In gewissen Ausnahmefällen, wie beim Menschen, findet sich
eine Tendenz der Hinterextremität, nach vorn zu rücken zusammen
mit einer Verkürzung der Wirbelsäule.
Schiller, H., Sur le nombre et le calibre des fibres nerveuses
du nerf oculomoteur commun, chez le chat nouveaune et chez le chat
adulte. — C. R. Acad. Sciences. T. 109, p. 530—532.
Die Zahl der Fasern des Oculomotorius ist bei der erwachsenen
Katze dieselbe oder fast dieselbe wie bei der neugeborenen. (Die
scheinbar überzähligen beim erwachsenen Tier rühren wahrscheinlich
daher, dass sie beim neugeborenen wegen ihrer Feinheit übersehen
wurden). Die Dicke der Fasern ist dagegen bei der erwachsenen
Katze 6 — 8 Mal so bedeutend wie bei der neugeborenen.
Tenchini, L., et Negrini, F., Sulla corteccia cerebrale degli
equini e bovini studiata nelle sue omologie con quella dell'uomo. —
Circonvoluzioni, scissare e solchi — Sviluppo — Circolazione arteriosa.
Parma 1889. Mit 8 Tfln.
Tornatola, S. , Contributo alla conoscenza della struttura del
chiasma nei Mammiferi superiori e nell' uomo. Con tav. Messina 1889.
Resume darüber in: Ann. di Oftalmol. Pavia 1889, f. 3, p. 229
bis 230.
Waldeyer macht einige kurze Bemerkungen über den Verlauf
der hinteren Nervenwurzeln im Rückenmarke des Menschen und des
Gorilla. — Sitzgsber. Ges. naturf. Freunde Berlin, 1889, p. 116.
Young, Alfred H., and Robinson, Arthur, On the anatomy
of Hyaena striata. Part. IL — The Journ. of Anat. and Phys. New
Ser. Vol. III. p. 187—200.
Enthält die Myologie, welche in manchen Punkten von den An-
gaben Cuvier's und Laurillard's abweicht, sowie die Nerven der
Hintergliedmassen.
Zander, R., lieber die sensibeln Nerven auf der Rückenfläche
der Hand bei Säugetieren und beim Menschen. — Anat. Anz.
IV. Jahrg. p. 751— 759 und 775—785.
Verf. constatirt, unter eingehender Berücksichtigung der Litteratur,
dass die Nervenverteilung an der Rückenfläche der Hand viel kom-
plizirter ist als bisher angenommen wurde. Es ist nicht eine vom
N. radialis und eine vom N. ulnaris versorgte Hälfte zu unterscheiden,
sondern jeder dieser Nerven greift mit seinen Verzweigungen in das
in der Naturgescliichte der Säugetiere während des Jahres 1889. 15
Gebiet des andern über. Die ursprünglichen bei fünffingerigen
Säugetieren vorhandenen Verhältnisse sind beim Menschen mehr
oder minder verwischt.
Sinnesorgane. Grassi, Battista, und Castronovo , A.,
Beitrag zur Kenntniss des Geruchsorgans des Hundes. — Arch.
mikrosk. Anat. Bd. 34. p. 385-390. Mit 1 Tfl.
Mittheilungen über die Nervenendigungen in der Riechschleim-
haut. Sehr complizirte Verzweigungen, aber keine Anastomosen.
Gray, Robert, The external auricular opening and the ex-
ternal auditory meatus in the Greenland-Right Whale, Balaena
mysticete. — The Journ. of Anat. and Phys. New. Ser. Vol. III,
p. 300—302. Mit 1 Fig.
Verf. beschreibt und bildet ab (schematisch) den äusseren, sehr
schwer zu findenden Gehörgang eines etwa 40 Fuss langen B. my-
sticetu.s. Die Ohröffnung liegt etwa 16 Zoll (engl.) hinter dem hinteren
Augenwinkel und ein wenig tiefer. Der anfangs sehr enge Gang er-
weitert sich nach innen zu.
Hess, Carl, Beschreibung des Auges von Talpa europaea und
von Proteus angnineus. — Graefe's Arch. f Ophthalm. Bd. 35. Abtlg. 1.
p. 1 — 19. Mit 1 Tfl.
Klingberg, A., lieber den physikalisch-optischen Bau des Auges
der Hauskatze. — Arch. Ver. d. Freunde d. Naturgesch. Mecklenbg.
42. Jahr. p. 119—132.
Wesentlich physikalischen Inhalts. Verf. constatirt das Zusammen-
fallen des schwächer gekrümmten Hornhautmeridians mit der Richtung
der Pupillenspaite, sowie Uebereinstimmung der Lage der Cardinai-
punkte des Katzenauges mit der Lage derselben im Löwenauge.
Vergl. auch Nicati unter Anat. u. Phys., Exkret.
Romanes, George, J., On the Mental Faculties of the Bald
Chimpanzee (Anthropopithecus calvus). — Proc. Zool. Soc. London,
1889 p. 316—321.
Ein weibl. Chimpanse in London zeigte eine bemerkenswerte
Fähigkeit, gesprochene Worte zu verstehen. Auch waren ihm Zahlen-
begriife geläufig.
T ucker mann, Frederick, The gustatory organs of Belideus
ariel. — The Journ. of Anat. and Phys. New Ser. Vol. 4 p. 85 — 88.
Mit 1. Tfl.
Anatom. Beschreibung mit Hinweisen auf die Phylogenie der
Geschmacksorgane.
Derselbe, The gustatory organs of Vulp es vulgaris. — Ebenda,
Vol. III, p. 201—205.
Beschreibung der äusseren Beschaffenheit, sowie der anatom.
Befunde, Papillen etc. Am Schluss eine tabellarische Uebersicht der
Geschmacksorgane von 15 Säugetieren (incl. Homo).
Derselbe, On the Gustatory Organs of Arctomys monax. —
Anat. Anz. IV. Jahrg. p. 334—335.
Verf beschreibt die äussere Beschaffenheit der Zunge (an der
Spitze zweiteilig; Pap. fungiformes gleichmässig über Rücken und
\Q Dr. Ernst Schaff: ßericlit über die Leistungen
Seiten der Zunge verteilt, auf dem hintern Teil 3 — 5 im Dreieck an-
geordnete Pap. circumvall.. die Pap. foliatae 8mm. lang) sowie etwas
genauer die Pap. circumvall. und Pap. fol.
Derselbe, An undescribed Taste Area in Perameles nasuta.
— Anat. Anz. IV. Jahrg. p. 411—412. Mit 1 Fig.
Verf. beschreibt ein von Poulton nicht erwähntes Geschmacks-
organ an der Seite der Zungenbasis bei Perameles nasuta. Dasselbe
besteht aus einer Einsenkung, welche unter einem Saum grosser
fleischiger Pap. filiformes verborgen liegt, sich mit einem schmalen
Spalt öffnet und in seinen Wänden Tastkörper enthält. Verf. hält
dies Organ für eine Pap. foliata in einfachster Form.
Cirkulationsorgaiie. Brown, Macdonald, The construction
of the Ventricles in the Mammalian Heart. — The Journ. of Anat.
and Phys. New Ser. Vol. III. p. 250—255.
Verf. untersucht besonders das im rechten Ventrikel befindliche,
von King als ,,moderator band" bezeichnete Muskelband, welches bei
einer grossen Zahl untersuchter Säugetiere stets vorhanden war, be-
sonders stark beim Ochsen. Es entspringt nahe oder direkt an der
Basis des vorderen Papillarmuskels, setzt sich schräg nach aufwärts
und einwärts fort und heftet sich ungefähr in der Mitte des Septums
an. Die Grösse des Bandes und die Art seiner Anheftung am
Septum variiren, während die Verbindung mit dem Papillarmuskel
constant ist. Das Band wurde bisher meistens übersehen. Wahr-
scheinlich spielt es eine Rolle bei der Contraktion des rechten
Ventrikels.
Contejean, Gh., Sur la circulation sanguine des Mammiferes
au moment de la naissance. — C. R. Acad. Sciences T. 109, p. 980
—981.
Aus den Untersuchungen des Verf. an Hunden und Katzen er-
gab sich, dass der Ueberga.ng des fötalen Kreislaufs in den defini-
tiven ein plötzhcher ist und nicht allmählich eintritt.
Hayem, G., Du mecanisme de la mort des lapins transfuses
avec le sang de chien. — Ebenda, p. 415 — 418.
Transfusionen von Hundeblut, normalem und geronnenem, sowie
auch von Serum, bewirken in Dosen von 5 — 7 cbcm. pro kgr.
Kaninchen in wenigen Minuten den Tod von Kaninchen unter eigen-
tümlichen Erscheinungen. Die Section ergiebt stets Anwesenheit
grosser Mengen geronnenen Blutes in der rechten Herzhälfte.
Hericourt, J., et Riebet, Gh., De la transfusion peritoneale
et de la toxicite variable du sang de chien pour le lapin. —
Ebenda, p. 623— 625.
Die Verff. erörtern, dass die Grösse der Gaben von Hundeblut,
welche den Tod von Kaninchen herbeiführen, z. T. von der Con-
stitution etc. des Kaninchens, z. T. von dem Zustand des Hundes
(hungernd, mit Fleisch ernährt, mit Brot ernährt u. s. w.) abhängt:
Vergl. oben Hayem!
Hoyer, Heinrich, Beitrag zur Kenntniss der Lymphdrüsen.
Arch. raikrosk. Anat. Bd. 34. p. 208—224. Mit 2 Tfln.
in der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1889. 17
Verf. untersuchte das reticuläre Gewebe und die in den Lymph-
drüsen des Hundes vorkommenden Zellformen. Bezüglich des ersteren
wurden dieselben Ergebnisse gewonnen, wie sie v. Recklinghausen
und Ranvier erzielt hatten. Fünf verschiedene Zellformen werden
im Anschluss an Heidenhain's Untersuchungen festgestellt und be-
schrieben.
Klinckowström, Axel, Quelques recherches morphologiques
sur les arteres du cerveau des Vertebres. — Bihang til K. Svenska
Vet. Akad. Handlingar. Bd. 15. Afd. IV. Nr. 10. Mit 2 Tfln.
Verf. zeigt, dass hinsichtlich der Verhältnisse der Gehirn-Arterien
Schlangen und Säugetiere mehr Verwandtschaft zeigen, als letztere
zu den Vögeln. Diese übereinstimmenden Punkte sind: 1) Die
Anastomose der Rami cerebrales der Vertebralarterien mit der Basi-
laris. 2) Die Existenz eines Ramus communicans anterior und einer
Art. cerebralis anterior media. 3) Die Art. cerebri profunda schickt
Blut zu den Hemisphären. 4) Die Art. cerebelli superior ist ent-
wickelt.
Kulczycki, Wladimir, Die Hautarterien des Hundes. —
Anat. Anz. IV. Jahrg. p. 276—282.
Verf. zeigt, dass die Hautarterien keineswegs so ordnungslos
zur Haut gelangen, wie man es vermuten könnte, sondern dass ge-
wisse Hautdistrikte beständig durch dieselben Hautarterien versorgt
sind. Die rechte und die linke Hälfte der Haut sind genau sym-
metrisch hinsichtlich der Verzweigung ihrer Arterien. Charakteristisch
ist ferner das Vorhandensein stark entwickelter Anastomosen zwischen
den einzelnen Stämmchen. Zahl und Verteilung der Hautarterien
des Stammes entsprechen im Allgemeinen den Metameren des Körpers.
Zum Schluss werden die hauptsächlichsten Hautarterien aufgezählt.
Laulanie, F., Sur les effets cardiaques consecutifs des excita-
tions centrifuges du nerf vague chez les Mammiferes. — Comptes
rendus Soc. Biol. 9. Ser. T. 1, p. 436—438.
Der Rythmus der Herzschläge bleibt gewöhnlich unter dem
normalen Wert, in selteneren Fällen wird er gesteigert.
Petrone, Luigi M., Istologia normale del sangue della Lepre.
— Anat. Anz. IV. Jahrg. p. 478—480.
Rojecki, F., Sur la circulation arterielle chez le Macacus cyno-
molgus et le Macacus sinicus, comparee ä celle des Singes anthro-
pomorphes et de l'homme. — Journ. de l'Anat. Phys. 25. Annee.
p. 343—386, 513—581. Mit 2 Tfln.
Zimmermann, W., Ueber einen zwischen Aorten- und Pul-
monalbogen gelegenen Kiemenarterienbogen beim Kaninchen. —
Anat. Anz. IV. Jahrg. p. 720.
Verf. fand bei einem 11 Tage alten Kaninchenembryo zwischen
dem Aortenbogen und dem Pulmonalbogen einen bisher nicht beob-
achteten Kiemenarterienbogen, wie er ihn ähnlich bei einem 7 mm.
langen menschhchen Embryo nachgewiesen hatte. Wahrscheinlich ist
dieses Verhalten auch bei den übrigen Säugetieren zu finden.
Arch. f. Naturgesch. Jahrg. 1890. Bd.H. H.l. 2
18 Dr. Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen
Terdauimgsorgane. Bizzozero, Giulio, Ueber die schlauch-
förmigen Drüsen des Magendarmkanals und die Beziehungen ihres
Epithels zu dem Oberflächenepithel der Schleimhaut. Erste Mit-
teilung. — Arch. mikrosk. Anat. Bd. 33. p. 216—246.
Verf. untersuchte I. die Rectumdrüsen und II. die Colondrüsen
des Kaninchens. Die Colondrüsen bilden in einer Entfernung von
20 cm vom Coecum ein Uebergangsstadium von den Drüsen des
Colonanfanges zu denjenigen des Rectums. Ihre tiefere Hälfte gleicht
mehr derjenigen der ersteren , die oberflächliche mehr der ent-
sprechenden Hälfte der zweiten; ebenso wechselt der secernirte
Schleim allmählisch seine chemische Constitution, wie man vom
Rectum nach dem Dünndarm geht. Die Verschiedenheiten der
schleimbereitenden Zellen in beiden Drüsen lassen sich nur erklären,
„wenn man eine fortschreitende Evolution und ein Hinaufrücken
dieser Zellen aus dem blinden Grunde bis zur freien Oberfläche der
Mucosa annimmt." Im blinden Ende findet besonders Vermehrung
durch Mitose statt.
Certes, A. , Note sur les micro-organismes de la pause des
Ruminants. — Bull. Soc. Zool. de France. Vol. XIV, p. 70— 73.
Weitere kurze Mitteilungen über Infusorien in Wiederkäuer-,
besonders Ziegen-Magen. Verf. meint, dass diese Infusorien bei der
Verdauung eine Rolle spielen. (Vergl. Zool. Jahrb. 1887).
Edelmann, Vergleichend anatomische. und physiologische Unter-
suchungen über eine besondere Region der Magenschleimhaut [Cardia-
drüsenregion] bei den Säugetieren. — Deutsche Zeitschr. f, Tier-
med. u. vergl. Pathol. Bd. XV. p. 165— 2U. Mit 1 Tfl.
Vergl. auch Dybowski unter Ontogenie.
Galippe, V., Examen d'une molaire d'elephant et de ses moyens
de fixation au maxillaire. — Comptes rendus Soc. Biol. 9. Ser. T. 1.
p. 559—564.
Derselbe, Examen d'une molaire d'elephant et de ses moyens
de fixation au maxillaire. — C. R. Acad. Sciences, T. 109, p. 162
—164.
Im Zahnfleisch fanden sich zahlreiche Pacini'sche Körperchen.
Die Befestigung des Zahnes in der Alveole geschieht wie beim
Menschen. Zum Schluss Beschreibung einer pathologischen Er-
scheinung an einem Elefanten-Molaren.
Hamburger, Ernst, Beiträge zur Kenntniss der Zellen in den
Magendrüsen. — Arch. mikrosk. Anat. Bd. 34, p. 225 — 235. Mit
1 Tfl.
Untersucht wurden Hund, Kaninchen, Meerschweinchen. Verf
wendet sich z. T. gegen die Ansichten von Nussbaum und Stöhr
bezüglich der Pylorusdrüsen und untersucht besonders die eigentüm-
lichen Vacuolenbildungen in den Belegzellen des Fundus, welche mit
der Thätigkeit der Magendrüsen in Zusammenhang steht,
Vergl. auch Humphreys unter Entwickl., Allgem.
Lataste, Fernand, Considerations sur les deux dentitions
des Mammiferes, — Journal de l'Anat. Phys. 25. Annee, p. 200 — 222.
in der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1889. 19
Verf. unterzieht die Arbeiten von Fl o wer über das Gebiss der
Beuteltiere und von 0. Thomas über dasjenige der Dasyuriden
einer kritischen Betrachtung und kommt zu dem Schluss, dass weder
das Milchgebiss noch das Dauergebiss der Säugetiere als das ur-
sprüngliche angesehen werden dürfe, sondern dass beide Gebisse
gleichalterig wären, dass die Vorfahren der Säugetiere ebenfalls beide
Arten des Gebisses besassen. Die typischen Säugetiere sind also
5 1 4 4-4
diphyodont; ihre typische Zahnformel wird als -r- + ^ + . an-
gegeben. Das Gebiss der Säugetiere ohne Zahnwechsel wird zum
definitiven Gebiss, also zur zweiten Bezahnung gerechnet.
Leche, Wilhelm, lieber Hornzähne bei einem Säugetiere. —
Anat. Anz. IV. Jahrg., p. 499—501. Mit 1 Abbildg.
Verf. fand an einem 39 mm langen Embryo von Myrmecohius
fasciatus auf dem knöchernen Gaumen jederseits eine der Pars
alveolaris des Oberkiefers parallele knöcherne Leiste, welche sich
während der individuellen Entwicklung zurückbildet. In der Gaumen-
schleimhaut fanden sich, besonders nach hinten zu und in der Nähe
der knöchernen Leiste, eigentümliche Haufen von reihenweise liegenden
Hornzähnchen, wie sie bisher bei Säugetieren noch nicht beobachtet
wurden. Wahrscheinlich stehen Leiste und Zähnchen in Beziehung
zu einander. Weitere Untersuchungen werden folgen.
Möbius, K. , bespricht einen abnormen Eckzahn aus dem
rechten Unterkiefer eines Hippopotamus amphihius L. — Sitzgsber.
Ges. naturf. Freunde Berlin 1889, p. 113.
Montane, De la dualite des elements des glandes gastriques.
— Comptes rendus Soc. Biol. 9. Ser., T. 1, p. 233—234.
Verf. beschreibt bei Pferd und Hund beobachtete Fortsätze der
Pepsinzellen des Magens, welche amöboid zu sein scheinen. Ferner
bemerkt er, dass bei Einhufern an der Grenzlinie zwischen der
Schleimhaut des Oesophagus und der eigentlichen Magenschleimhaut
sich keine Pepsinzellen finden und dass keine Uebergänge zwischen
den Pepsinzellen und den Hauptzellen vorhanden seien. Es sei
daraus auf völlige Selbständigkeit jeder der beiden Zellformen zu
schliessen.
Montanier, De la differation des elements des glandes gastriques
chez les foetus. — Ebenda, p. 314—316.
Nach dem Verf. diiferenziren sich die Drüsen -Elemente des
Magens schon in frühen Embryonalstadien, nicht erst, wie meistens
angegeben wird, von der Geburt an.
Pouchet, G., et Beauregard, H., Sur l'estomac du Cachalot.
— Ebenda, p. 92—94.
Der Magen des Cachelots ist ausgezeichnet durch das Fehlen
einer Einschnürung zwischen der ersten Abteilung (jabot) und dem
eigentlichen Magen, andrerseits durch eine Einschnürung ohne
Sphinkter zwischen den beiden Duodenaltaschen.
Vergl. auch Roetter unter Ontogen.
2*
20 Dr. Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen
Sanson, Andre, Recherches experimentales sur la puissance
digestive comparee du cheval, de l'äne et du mulet. — Journ. de
l'Anat. Phys. 25. Annee, p. 46—66.
Verf. zeigt, dass Maultiere merklich mehr Trockensubstanz des
Futters verdauen als Pferde. Sie haben die Fähigkeit vom Esel
vererbt, welcher sie in noch höherem Grade besitzt. Es empfiehlt
sich daher, wo es möglich ist, statt der Pferde Maultiere zu ver-
wenden.
Southall, Gertrude, and Haycraft, John Berry, Note
on an amylolytic ferment found in the gastric mucous membrane
of the pig. — The Journ. of Anat. and Phys. New Ser. Vol. III,
p. 452—454.
Die Schleimhaut sowohl des Cardia- sowie des Pylorusteils des
Magens vom Schwein ist im Stande, Stärke zu verdauen; doch ist
dies nicht immer gieichmässig der Fall, sondern scheint davon ab-
zuhängen, in welchem Stadium der Verdauung das betr. Tier ge-
tötet wurde.
Stöhr, Philipp, Ueber die Lymphknötchen des Darmes. —
Arch, mikrosk. Anat. Bd. 33, p. 255 — 283.
Die Lymphknötchen des Darmes entstehen in der Tunica propria
und in den angrenzenden Teilen der Submucosa durch mitotische
Teilung der dort befindlichen rundlichen Zellen (Leucocyten). Ihr
weiteres Wachstum vollzieht sich vorzugsweise in dem in der Sub-
mucosa gelegenen Körper. Ein grosser Teil der Arbeit ist kritisirender
und historischer Natur.
Turner, Wm. , Additional observations on the stomach in the
Ziphioid and Delphinoid Whales. — The Journ. of Anat. and Phys.
New Ser. Vol. III, p. 466—492. Mit 5 Figg.
Verf beschreibt und bildet z. T. ab den Magen von Micropteron
(^Mesoplodon) bidens, Hyperoodon rostraUts, Phocaena communis,
Delphinus delphis, Delphinus {Lagenorhynclms) alhirostris, Monodon
monoceros, Delphinaptenis leucas.
Zuntz, N., und Lehmann, C, Untersuchungen über den Stofi*-
wechsel des Pferdes bei Ruhe und Arbeit. Unter Mitwirkung von
0. Hagemann. — Landw. Jahrbücher, herausg. von H. Thiel.
XVIIL Bd., p. 1—156. Mit 3 Tfln.
Aus den Versuchen der Verf. ergab sich, „dass von absolut
konstanten Beziehungen zwischen Stoffverbrauch und Arbeitsleistung
nicht die Rede sein kann, dass die ganze Organisation des Tieres,
sein individuell und zeitlich verschiedenes Verhalten, seine ver-
schiedene Ernährung u. s. w. grosse Unterschiede in der ökonomischen
Verwendung seiner Kräfte bedingen, selbst bei Leistung der näm-
lichen Arbeit. Gleichfalls bedingen Qualität und Intensität der
Arbeit erhebliche Unterschiede." Es dürfte ferner feststehen, dass
für verschiedenartige Arbeit niemals derselbe Mittelwert für die
Einheit geleisteter mechanischer Arbeit zu erwarten ist.
Athmungsorgane. Bewies, R. L., Observations upon the
mammalian pharynx, with especial reference to the epiglottis. —
in der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1889. 21
The Journ. of Anat. and Phys. New Ser. Vol. III, p. 606—615. Mit
9 Figg.
Verf. konstatirt beträchtliche Verschiedenheiten in der Bildung
des Schlundes (Epiglottis etc.) je nach dem Alter des Menschen und
der Säugetiere, sowie individuelle Besonderheiten, Ganz besonders
variirt die Epiglottis des Schweins. Die intrauariale Lage der Epi-
glottis beim Kaninchen scheint ein normaler Befund zu sein; die
Tiere können nur durch die Nase athmen.
Vergl. auch Dubois unter Anat. u. Phys., Allgem.
Howes, G. B., Rabitt with an intra-narial epiglottis, with a
Suggestion concerning the phylogeny of the Mammalian respiratory
apparatus. — Ebenda, p. 263—272. Mit 1 Fig.
Verf. sieht den vorliegenden Fall der nach vorn gerückten, vom
Gaumensegel umfassten Epiglottis als Rückschlag auf frühere Zu-
stände an, da sich Aehnliches bei den niederen Säugetieren findet.
Derselbe, Additional observations upon the intranarial epiglottis.
— Ebenda, p. 587—597. (Vergl. oben).
Verf. zählt auf und erörtert z. T. eine grosse Zahl von Fällen
intranasaler Epiglottis, soweit sie bisher bekannt gemacht worden
sind. Er verteidigt sodann seine in der vorigen Arbeit geäusserte
Ansicht, dass das Aufwärtsrücken der Epiglottis in den Schlund
nicht ein sekundärer Prozess sei, sondern eine ursprüngliche Er-
scheinung. Zum Schluss tabellarische Uebersicht der bekannten
Fälle.
Pouchet, Developpement de l'event du Cachalot, — Comptes
rendus Soc. BioL 9. Ser. T. I, p. 149—150.
Verf. sah an Schnitten durch den Kopf eines 30 cm langen
Cachelot-Embryos, dass der rechte Nasengang sich in den linken und
dieser direkt nach aussen öffnet. An der rechten Kopfseite war je-
doch eine äussere Rinne zu bemerken, welche vielleicht als Rest
einer früheren rechten Nasenöffnung anzusehen ist.
Walker, Mary L., On the Larynx and Hyoid of Monotremata.
— Studies Mus. Zool. Dundee. I. Nr. 3.
Zawarykin, Th., Ueber das Epithel der Tonsillen. — Anat.
Anz. IV. Jahrg., p. 467—472. Mit 2 Abbildgn.
Verf beschreibt im Epithel der Tonsillen des Hundes beobachtete
kolbenförmige Hohlräume, welche Leukocyten enthalten und wahr-
scheinlich das Auswandern der letzteren vermitteln.
Exkretionsorgane. Vergl. Cuccati unter Nervensyst.
Czerny, Adalbert, Das Giraldes'sche Organ, nach Unter-
suchungen an Kaninchen, Hunden und Katzen. — Arch. mikrosk.
Anat. Bd. 33, p. 445-461. Mit 2 Tfl.
Verf. untersuchte zunächst die Dauer des Rückbildungsprozesses
und die Lage des Giraldes'schen Organs. In den ersten 6 — 8 Lebens-
wochen findet man bei Kaninchen, Hunden und Katzen noch be-
deutende Ueberreste, zunächst noch aus den gewundenen Kanälchen
mit Malpighi' sehen Körpern bestehend, welche letzteren jedoch früh
degeneriren, so dass man bald nur Kanälchen findet. Von diesen
22 Dr. Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen
können einige während des ganzen Lebens der Tiere bestehen. Ein
streng anatomisch abgrenzbarer Sitz lässt sich für das Gir. Org. nicht
angeben. Es folgt alsdann eine Beschreibung der mikroskopischen
Beschaffenheit der Kanälchen und ihres Inhaltes.
Vergl. auch Ebstein und Nicolaier unter Biologie, Krankh.
Hutchinson, Procter S., The suborbital pits of the Indian
Antelope. — The Zoologist (3) Vol. XIII, p. 177—179. Mit 1 Abb.
Nichts Neues (Thränendrüsen bei A. cei'vicapra).
Klemperer, F., über die Veränderung der Nieren bei Sublimat-
vergiftung. (Von der Berliner med. Facultät gekrönte Preisarbeit).
— Arch. f. pathol. Anat. u. Physiol. Bd. 118 (1889), S. 445—503.
Verf. untersuchte besonders an Kaninchen, ferner auch an
Mäusen, Meerschweinchen und Hunden die Frage, ob Sublimat Ver-
änderungen in den Nieren hervorruft und ob die Sublimatniere eine
anatomische Diagnose auf die betr. Vergiftung gestattet. Nach ein-
gehender Berücksichtigung der Litteratur werden 18 Versuche mit
subcutaner Anwendung von Sublimat eingehend geschildert. Die an
den Tieren gewonnenen Resultate sind folgende: Bei acuten
Vergiftungsfällen findet eine starke Fluxion nach den Nieren
statt; anatomisch bemerkt man nur die starke Hyperämie. Trat
der Tod nach etwa 5—10 Stunden ein, so finden sich Blutungen
in's Nieren])arenchym und es macht sich eine beginnende Trübung
der Epithelien geltend. Bei längerer Dauer der Vergiftung prägt
sich die parenchymatöse Entzündung deutlicher aus, welche in den
gewundenen Rindenkanälchen schnell zur Zellnekrose führt. Meist
besteht eine geringe Glomerulonephritis, seltener eine Zellvermehrung
in den Capillaren. Bei der chronischen Vergiftung ist die parenchyma-
töse Entzündung weniger ausgeprägt. Die Zellnekrose in den Tu-
bulis contortis besteht in meist geringem Grade, Verkalkungen (wie
sie bei acuter Vergiftung bisweilen in den gestrekten Kanälen ein-
treten) fehlen, die interstitielle Entzündung ist stärker entwickelt.
Bei Hunden ist der Ausgang der parenchymatösen Nephritis nicht
Nekrose, sondern fettige Metamorphose; die Kalkablagerungen sind
selten und vereinzelt. Verf. erklärt die Verhältnisse menschlicher
Nieren bei Sublimatvergiftung für ziemKch analog mit denen der
Kaninchennieren. Die Frage, ob die Sublimatniere die Diagnose auf
Sublimatvergiftung gestattet, wird verneint, da es keine Verände-
rungen giebt, welche als charakteristische Wirkungen des Sublimats
angesehen werden können. Verschiedene andere Substanzen veran-
lassen ganz analoge Erscheinungen. —
Lapicque, Louis, Recherches sur la quantite de fer contenue
dans la rate et le foie des jeunes animaux. — Coraptes rendus Soc.
BioL 9. Ser. T. 1, p 510—512.
Während die Milz junger Tiere arm an Eisen ist, enthält die
Leber nach Entfernung des Blutes eine beträchtUche Menge.
Nicati, W., Sur la disposition et le fonctionnement normal et
pathologique d'un veritable appareil glandulaire dans l'oeil des
in der Naturgeschichte der Sängetiere während des Jahres 1889. 23
Mammiferes (epithelium des proces ciliaires et organes annexes). —
C. R. Acad. Sciences. T, 108, p. 865—866.
Kurze Angaben über einen eigentümlichen Drüsenapparat im
Auge der Säugetiere (Kaninchen), welcher humor aqueus abscheidet,
unter normalen Umständen unmerklich, dagegen in grösserer Menge
nach künstlicher Entfernung von hum. aq. Intracranielle Section des
Trigeminus ist ohne Einfluss auf die Sekretion, Durchschneidung der
Ciliarnerven verlangsamt sie, totale Abtragung der Iris lässt sie auf-
hören.
Stilling, H., über die compensatorische Hypertrophie der
Nebeimieren. — Arch. f. pathol. Anat. u. Phj'sioh Bd. 118 (1889),
p. 509—575.
Verf. führt einige neue Fälle für die bereits früher von ihm
mitgeteilte Thatsache an, dass bei Exstirpation einer Nebenniere bei
Kaninchen eine compensatorische Hypertrophie der anderen Neben-
niere eintritt. Bei unvollständiger Exstirpation entwickelt sich der
zurückgebliebene Rest allmählich bis zur Grösse einer normalen
Nebenniere. Dieser Fall tritt nicht selten ein, wenn man das rechts-
seitige genannte Organ durch Zerquetschen mit einer Pincette zer-
stören will, wobei oft kleine, der Cava aufsitzende Stückchen unbe-
merkt bleiben. —
Trutat, E., Recherches pour servir ä l'histoire du Desman des
Pyrenees. — Comptes rendus Soc. Biol. 9. Scr. T. 1, p. 286 — 289.
Verf. weist nach, dass Mijogale pyrenaica entgegen den Angaben
Dobson's im vorderen Drittel des Schwanzes an dessen Unterseite
Moschusdrüsen besitzt. Eingehende Beschreibung dieses ,, Moschus-
apparates".
Fortpflanzungsorgane. Vergl. Bonnet unter Ontogenie.
Duval, Mathias, Le placenta des Rongeurs. — Journ. de
l'Anat. Phys. 25. Annee, p. 309- 342, 573—627. Mit 2 Tfln.
Eingehende anatomische Beschreibung der Kaninchenplacenta.
Griffiths, Joseph, Observations on the function of the Pro-
state Gland in Man and the lower Animals. Part H. — The Journ.
of Anat. and Phys. New Ser. Vol. IV, p. 27—41. Mit 2 Tfln.
Verf. zeigt, dass sich die Prostatadrüsen der Säugetiere in
gleicher Weise wie die Hoden verhalten, sich in gleichem Maass wie
diese zur Brunstzeit entwickeln und mit Beendigung derselben wieder
zurückbilden. Ebenso degeneriren sie bei castrirten Tieren. Ferner
Untersuchungen über den Mechanismus des Austreibens des Sekretes
aus den Tubuli der Prostatadrüse vermittelst glatter Muskelfasern.
Vergl. auch Heinricius unter Ontogenie.
Hermann, F., Beiträge zur Histologie des Hodens. — Arch.
mikrosk. Anat. Bd. 34, p. 58—106. Mit 2 Tfln.
Von Säugetieren wird die Maus untersucht, im wesentlichen hin-
sichtlich der Spermatogenese. Verf. macht auf ein eigentümliches
Chromatingerüst in den Kernen der Spermatoblasten aufmerksam,
untersucht ferner die feinere histologische Beschaffenheit der Drüsen-
epithelien, die Umwandlung der Spermatiden in Spermatozoen und
24 Dl"- Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen
das als Nebenkern bezeichnete, in den Samenzellen befindliche
Gebilde.
Derselbe, Die postfoetale Histiogenese des Hodens der Maus
bis zur Pubertät. — Ebenda, p. 429—437. Mit 1 Tfl.
Der mit der Bildung von Spermatogonien beginnende und mit
der Bildung von Spermatiden endigende Prozess, welcher sich beim
erwachsenen Tier zur Regeneration der Spermatiden wiederholt, ist
beim jungen Tier zunächst mit Schluss der 4. Lebenswoche vollendet.
Dann beginnt in der 5. Lebenswoche der eigentliche Samenbildungs-
prozess. In den Details stimmt Verf. mit v. la Valette St. George
überein, abgesehen davon, dass jener in der die noch nicht reifen
Hodenkanälchen ausfüllenden Substanz keine strukturlose Eiweiss-
masse sieht, sondern eine deutlich aus Zellen bestehende Proto-
plasma-Masse.
Vergi. auch Latter unter Biolog., Krankh.
Ferner Martin unter Entwickig., Ontogen.
Morau, H., Des transformations epitheliales de la muqueuse du
vagin de quelques Rongeurs. — Journ. de l'Anat. Phys. 25. Annee,
p. 277—297. Mit 11 Figg.
Verf. beschreibt und bildet ab die verschiedenen Vorgänge im
Schleimhautepithel der Vagina während der Dauer der Trächtigkeit
bei mehreren Nagern.
Retterer, Ed., et Roger, G.G., Anatomie des organes genito-
urinaires d'un chien hypospade. — Ebenda, p. 113 — 124. Mit 1 Tfl.
Stirling, E. C, On some points in the Anatomy of the Female
Organs of Generation of the Kangaroo, especially in relation to the
acts of Impregnation and Parturition. — Proc. Zool. Soc. London
1889, IV, p. 433—440. (Erschienen April 1890).
Verf. constatirte an einem Präparat der weiblichen Geschlechts-
organe von einem Osphranter erubescens Sei. die höchst interessante
Thatsache, dass der Embryo bei der Geburt durch die sogen, dritte
Vagina hindurchgeht. An einem zweiten, wie das eben erwähnte
bildlich dargestellten Präparat erörtert Verf. die Frage, welchen
Weg der Same bei der Begattung geht, ob die seitlichen Vaginen
oder die mittlere. Es wird festgestellt, dass im vorliegenden Fall
nur die beiden seitlichen Vaginen zur Leitung des Spermas dienen.
Sie waren von grossen Mengen zähflüssiger Samenflüssigkeit förm-
lich aufgetrieben, während die ,, dritte Vagina", nur eine ganz geringe,
offenbar durch Zufall von den seitlichen Vaginen her eingedrungene
Quantität von Sperma enthielt. Das Exemplar von Macropns major,
dem das Präparat entnommen war, wurde geschossen unmittelbar,
nachdem ein Begattungsakt beobachtet worden war. Hinter der
Mündung der Urethra fand Verf. an der ventralen Wand des Sinus
urogenitalis eigentümliche Blindsäcke, welche sich nicht in den Sin. u.
öffneten, überhaupt gänzlich geschlossen waren. Eine Erklärung
dieser bisher noch nicht beobachteten Gebilde ist vorläufig noch
nicht zu geben. —
in der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahies 1889. 25
Strahl, H., lieber die Plaeenta von Putorius furo. — Anat. Anz.
IV. Jahrg., p. 375—377. Mit 1 Abbildg.
Dem Mesemetrium gegenüber findet sich ein Bluterguss zwischen
seröser Hülle und Uteruswand in einer Anzahl beuteiförmiger Ein-
stülpungen der serösen Hülle. Eine dieser Ausstülpungen ist be-
sonders gross. Das Blut in den Beuteln ist nicht fötalen, wie Bischoff
für die Fischotter annahm, sondern mütterlichen Ursprungs. Im
Uebrigen gleicht die Plaeenta von Putorius furo in mancher Be-
ziehung der des Hundes, doch fehlt z, B. die spongiöse Drüsenschicht.
Derselbe, Zur vergleichenden Anatomie der Plaeenta. — Ver-
handl. anat. Gesellsch. 3. Vers. Berlin. 1889. p. 15 — 16.
Verf. legt dar, dass das stark färbbare Syncytium in den
Placenten der Raubtiere nicht zur Nahrung für den Foetus dient,
sondern dazu bestimmt ist, einen Ueberzug für die einwachsenden
Zotten zu liefern. Bezüglich der am Rande oder inmitten (Frettchen)
der Plaeenta zu beobachtenden Blutextravasate ist Verf. der Ansicht,
dass dieselben durch vorgehende Syncytiumbildungen des Placentar-
epithels hervorgerufen werden.
Turner, William, The placentation of the Halicore dugong.
— The Journ. of Anat. and Phys. New Ser. Vol. III, p. 640 — 641.
Kurze Beschreibung der Placentation von Hai. dugong^ in einiger
Beziehung von der Darstellung P. Harting's abweichend, so z. B.
hinsichtlich der Plaeenta.
Waldeyer, W., Die Plaeenta von Inuus nemestrinus. — Sitzungs-
ber. Kgl. Preuss. Akad. Wiss. XXXV. (11. JuH 1889).
Verf. untersuchte die, wie bekanntlich bei den meisten catar-
rhinen Affen ausser den Anthropomorphen , doppelte, aus einer
vorderen und einer hinteren Partie bestehende Plaeenta eines in
vorgerücktem Stadium der Schwangerschaft befindlichen J . nemest.
Hauptsächlich wurde der Inhalt der Zwischenzottenräume und das
Zottenepithel untersucht, sowie die Frage, ob zwischen dem Bau
dieser Affenplacenta und der des Menschen bemerkenswerte Unter-
schiede zu constatieren wären. Unter Berücksichtigung der Litteratur,
insbesondere der Arbeiten Turner's, wurden vom Verf. folgende Er-
gebnisse festgestellt: 1) Die Bestätigung der von Turner zuerst er-
wiesenen grossen Aehnlichkeit , man könnte sagen: Gleichheit der
Structur der Affen- und Menschenplacenta , welche noch grösser bei
Inuus zu sein scheint als bei Macucus, insofern bei ersterem die
spongiöse Schicht in ihrer Entwicklung mehr der des Menschen
gleicht. 2) Der Nachweis eines continuirlichen Endothel-Ueberzuges
an der placentalen Fläche der Decidua und des Uebergangs desselben
einerseits auf die foetalen Zotten, andrerseits in das Endothel der
mütterlichen Placentargefässe. 3) Der Nachweis eines doppelten
Chorion- und ^ottenbelags. 4) Der Nachweis vom normalen Blut-
gehalt der intervillösen Räume.
26 Dl". Brust Schaff: Bericlit über die Leistungen
Entwicklung.
Allgemeines. Humphreys, J., Evolution illustrated by Teetli.
— Journ. Brit. Dent. Assoe. 1889. p.?
Ontogenie. Benda, C, Die Entwickelung des Säugetierhodens.
— Verhandl. anat. Gesellsch. 3. Vers. Berlin. 1889. p. 125—130.
Samen- und Fusszellen des funktionirenden Hodens entstammen
derselben Organanlage, dem Keimepithel. Frühzeitig bilden sich die
indifferenten Zellen nach zwei Richtungen aus. Nach Vollendung
der Organanlage geben die epithelartigen Zellen nur noch epithel-
artigen, die geschlechtszeUenartigen nur noch solchen den Ursprung.
Erstere, welche man in ihren verschiedenen Formen als ,, vegetative
Hodenzellen" zusammenfassen kann, wandeln sich für die Pubertät
in die Fusszellen des reifen Kanälchens, die zweite Art, die ,,germi-
nativen Hodenzellen", in Samenstammzellen und deren Abkömm-
linge um.
Bianchi, S., Alcune particolaritä della cariocinesi studiate
negli inviluppi fetali dei Mammiferi. Parma 1889. 12 p.
Blaauw, F. E., On the development of the horns of the White-
tailed Gnu (Catoblepas gnu). — Proc. Zool. Soc. London 1889,
p. 2—5. Mit 4 Figg.
Bis zum Alter von 11 Wochen wachsen die Hörner des Gnus
gerade heraus, nach den Spitzen etwas divergirend, dann wenden sie
sich gleichzeitig nach vorn, unten und seitwärts. Mit 19 Monaten
bildet sich der breite Basalteil, der von demjenigen des andern
Horns durch einen immer schmaler werdenden Zwischenraum ge-
trennt ist. Die Basalteile sind bis zum Alter von etwa zwei Jahren
glatt, dann beginnen sich zunächst Längsfurchen zu zeigen, welche
allmählich von Querfurchen gekreuzt werden.
Bonnet, Die Eihäute des Pferdes. — Verhandl. anat. Gesellsch.
3. Vers. Berlin. 1889. p. 17—38. Mit 7 Figg.
Verf. weist nach, dass auch dem Pferde (wie nach Selenka der
Didelphys virg. und nach Strahl den Raubtieren) eine ,, Dottersack-
plazenta" zukommt.
Born, G. , Beiträge zur Entwicklungsgeschichte des Säugetier-
herzens. - Arch. mikrosk. Anat. Bd. 33. p. 284-378. Mit 4 Tun.
Nach einer Einleitung giebt Verf. eine ausführliche Darstellung
seiner Untersuchungen an Kaninchen-Embryonen von 0,95 cm. Kopf-
länge an und giebt dann eine Zusammenfassung seiner Resultate,
wobei sich verschiedene Abweichungen von den Angaben von His
fanden, so z. B. hinsichtlich der Bildung der Scheidewände in den
Vorhöfen, der Sinusklappen u. s. w.
Vergl. auch Contejean unter Anat. u. Phys., Gefässsyst.
Dy^bowski, B. , Studien über die Säugetierzähne. — Verh.
zool. botan. Gesellsch. Wien XXXIX. Bd. (Abh.) p. 3-7. Mit 8 Figg.
Verf. entwickelt folgende Theorie der zusammeugesetzten Säuge-
tierzähne: Einem jeden vierjochigen Säugetierzahne liegen 24 ein-
in der Natiirgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1889. 27
fache Papillen zu Grunde, aus welchen ebenso viele Pfeiler ent-
stehen. Indem nun je drei Pfeilen (Papillen) mit einander ver-
wachsen, entstellt je ein Halbjoch (resp. Jochwand und Jochbogen),
die ihrerseits unter einander verwachsend, je ein Zahnjoch bilden.
Aus dem Verwachsen einzelner Zahnjoche mit einander kommt eben
der zusammengesetzte, vierjochige Zahn zu Stande. Durch das Ver-
kümmern einzelner Pfeiler (respective Papillen) erklärt sich das
Verkümmern oder gar das Fehlschlagen der einzelnen Zahnjoche.
Frommel, R., Zur Entwicklung der diskoidalen Placenta. —
Sitzgsber. phys. med. Soz. Erlangen für 1888 p. 37 ff.
Heinricius, G., lieber die Entwickelung und Struktur der
Placenta beim Hunde. — Arch. mikrosk. Anat. Bd. 33. p. 419 — 439.
Mit 2 Tfln.
In den ersten Stadien der Schwangerschaft schon teilt sich die
Mucosa die üterinwand in drei Schichten, von denen die äussere
Drüsenschicht und die bindegewebige Schicht sich ziemlich unver-
ändert halten, während in der inneren Drüsenschicht die mütterliche
Placentar-Entwicklung vor sich geht. Weitere Untersuchungen nach
etwa 18tägiger Schwangerschaft ergaben, dass ein Hineinwachsen
der Chorionzotten in die Uterindrüsen beim Hunde zu Anfang nicht
geschieht. Die Zotten dringen in das Bindegewebe ein, welches sich
unter dem verschwundenen mütterlichen Epithel findet. Wenn der
Embryo eine Grösse von 3cm. erreicht hat, dringen die Zotten
tiefer ein und erstrecken sich nunmehr bis in die cystisch erweiterten
Drüsenräume. Das Chorionepithel erhält da, wo es deji Sinus late-
ralis bekleidet, die Fähigkeit, in sich rote Blutkörperchen aufzunehmen
und diese wahrscheinlich so zu verändern, dass sie weiterhin als
Nahrung dienen können.
Derselbe, Die Entwicklung der Hunde-Placenta. — Sitzungsber.
Kgl. Preuss. Akad. Wiss. VIII. 14. Febr. 1889, p. 111—117.
Die Uterinschleimhaut des Hundes enthält zweierlei Drüsen,
oberflächliche Krypten und bis zur Muskelhaut des Uterus hinab-
reichende, längere Drüsen. Beide zeigen auffallende Veränderungen,
sowie das befruchtete Ei in den Uterus gelangt. Die Krypten ver-
grössern sich und erhalten seitliche Verzweigungen, die längeren
Drüsen erweitern sich in der bindegewebigen Zwischenschicht (im
Niveau des unteren Endes der Krypten) zu cystischen Aussackungen,
von denen schmale Verbindungsgänge zu den unteren Enden der
Drüsen gehen. — Sobald das fötale Ektoderm mit der Uterinwand in Be-
rührung tritt, geht an der Berührungsfläche das Uterinepithel zu Grunde.
Es gehen dann vom fötalen Ektoderm plus der ihm anliegenden
Mesodermschicht die fötalen Zotten aus, welche in die Bindegewebs-
septen der Kryptenschicht hineinwachsen. Hiernach sind also nicht
die Krypten dazu bestimmt, die Zotten aufzunehmen, wie dies Fleisch-
mann annimmt. Mit dem weiteren Vordringen der Zotten geht das
diesen benachbarte Epithel der Krypten und Drüsenschläuche zu
Grunde und es bildet sich um jede Zotte ein Syncytium, in welchem
sich Gefässe zeigen. In einem weiteren Stadium sind die tiefe
28 Dl'- Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen
Drüsenschiclit und die bindegewebige Zwiscbenscbicht noch unver-
ändert, doch ist die oberflächliche Drüsenschicht völhg zur Placenta
materna fm engeren Sinn umgewandelt. Während die fötalen Zotten
bis zu den Cystenräumen vordringen, werden diese nicht zerstört,
sondern übernehmen besondere Funktionen. In einem Stadium, wo
der Embryo etwa 2 cm lang ist, entsenden nämhch die den Drüsen-
raum auskleidenden Cylinderzellen Protoplasma -Ausläufer, welche
sich ablösen, dann frei im Drüsenraum liegen und wahrscheinlich
als Nahrung für den Embryo (Uterinmilch) von den Zotten absorbirt
werden. — Bei einer Länge des Embryo von etwa IV2 cm bemerkt
man um beide Pole ein Paar schmale, dunkel gefärbte Zonen, welche
später die als Sinus laterales bezeichneten lacunären Blutanhäufungen
darstellen. Das Chorionepithel erhält, wo es mit den Sin. lat. in
Berührung tritt, die Eigenschaft, in sich rote Blutkörperchen aufzu-
nehmen und diese wahrscheinlich so zu verändern, dass sie als
Nahrung dienen. In Folge dessen hat das Chorion an solchen
Stellen eine ganz andere Beschaffenheit als sonst. Die gleiche be-
sondere Beschaffenheit erhalten später auch die Enden der Zotten,
wenn sie die Cystenräume erreichen, wahrscheinlich um auch die
Zellprodukte derselben als Nahrung aufzunehmen. Es spräche dies
wie auch das oben Gesagte zu Gunsten der verschiedentlich be-
strittenen Uterinmilch, wenigstens beim Hunde. Die mütterhchen
Gefässe scheinen beim Aufbau der Placenta nur eine untergeordnete
Rolle zu spielen.
Hepburn, David, The development of diarthrodial joints in
birds and mammals. — The Journ. of Anat. and. Phys. New Ser.
Vol. III p. 507—522. Mit 1 Tfl.
Hubrecht, A. A. W., Studies in MammaHan Embryology. 1. The
Placentation of Erinaceus europaeus, with remarks on the Phylogeny
of the Placenta. — Quart. Journ. Micr. Sc. Vol. XXX, p. 283—404.
Mit 3 Tfln.
Klever, Ernst, Zur Kenntniss der Morphogenese des Equiden-
gebisses. — Morphol. Jahrb. 15. Bd., p. 308—330. Mit 3 Tfln.
Verf. kommt durch seine Untersuchungen zu dem Schluss, „das
Pferd durchlaufe während der Entwicklung der Milchprämolaren
seines Oberkiefers ein Paloplotherioid- und ein Merychippoidstadium.
Zugleich ergiebt sich eine Bestätigung der namentlich von Lydekker
und von Marie Pavlow gegen die herrschende Anschauung über die
Abstammung des Pferdes von Hipparion geltend gemachten Ein-
würfe."
Lataste, Fernand, Theorie de la gestation extra-utcrine. —
Comptes rendus Soc. Biol. 9. Ser., T. 1, p. 113—116.
Verf weist nach, dass die bisherige Theorie der extra-uterinen
Trächtigkeit auf sehr schwachen Füssen steht. Er setzt auseinander,
dass ein solcher Fall nur möglich ist bei Eiern, welche auf einem
ganz bestimmten Entwicklungsstadium stehen, nämlich am Schluss
der Periode, wo dieselben sich durch Endosmose durch ihre Hüllen
nähren und vor der Bildung der Placenta. Eine doppelte Reihe von
in der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1889. 29
Versuchen ist unternommen, um die Richtigkeit der neuen Theorie
zu beweisen.
Vergl. auch v. Lenhossek unter Anat. u. Phys., Nervensyst.
Martin, Zur Entwicklung der cavernösen Körper des
Penis und der Harnröhre. — Deutsche Zeitschr. f. Tiermed. u. vergl.
Pathol. Bd. XVI, 1889, p. 133—136. Mit 1 Fig.
Mehnert, Ernst, Untersuchungen über die Entwicklung des
Beckengürtels bei einigen Säugetieren. — Morphol. Jahrb. Bd. 15,
p. 97—112. Mit 1 Tfl.
Ilium, Ischium und Pubis legen sich bei Säugetieren gesondert
an. Das Ilium entsendet 2 Acetabularfortsätze , das Ischium einen.
Das Pubis behält seine primitive stabförmige Gestalt und entsendet
keinen Fortsatz; es bleibt auch am längsten selbständig. Die
dorsale Hälfte des Acetabularbodens entsteht durch eine zwischen
den Acetabularfortsätzen des Ilium sich ausbreitende ,,Acetabular-
platte des Ilium", die ventrale durch eine entsprechende Bildung
des Ischium. Die auf Grund einer Hypothese A. Bunge 's ange-
nommene Fensterung des Beckengürtels der Säugetiere bestätigt sich
nicht. Im primitivsten knorpeligen Zustand zeigt der Beckengürtel
der Säugetiere mit demjenigen der Vögel in Bezug auf Gestalt und
Lagerung der drei Teile grosse Uebereinstimmung, welche auch der
Beckengürtel der recenten saurierartigen Reptilien und der sauropoden
Dinosaurier zeigt. Diese Form des Beckengürtels mit drei sternartig
gruppirten, selbständigen Radien ist als Grundform des Beckeugürtels
der Amnioten aufzufassen (Gegensatz zu Huxley).
Minot, Charles Sedgwick, Segmentation of the Ovum, with
especial reference to the Mammalia. — Americ. Naturalist. Vol. XXIII,
p. 463—481 und 753—769. Mit 20 Abbildgn.
Verf. giebt zunächst eine allgemeinere Darstellung der Ei-
furchung und schildert dann genauer diese Vorgänge bei den Säuge-
tieren, grösstenteils nach den Arbeiten anderer Forscher.
Montane, De la cytodierese dans le testicule des Solipedes. —
Comptes rendus Soc Biol. 9. Ser., T. 1, p. 680—682.
Die Bildung der Spermatoblasten geht im Hoden der Einhufer
durch indirekte Teilung vor sich, wie bei den Wirbellosen.
Derselbe, De la cytodierese dans le testicule du Rat. —
Ebenda, p. 725—727.
Bei der Ratte sind die Verhältnisse ebenso wie bei den Ein-
hufern.
Vergl. auch Montanier unter Anat. u. Phys., Verdauungsorg.
Nehring, A., und Schaff, E., Gebisstafeln zur Altersbestimmung
des Reh-, Rot- und Schwarzwildes. Berlin 1889, 4 S. Text und
3 Tafeln mit Darstellungen des Gebisses der genannten Wildarten
in_ verschiedenen Altersstadien, mit besonderer Berücksichtigung von
Müch- und Dauergebiss.
Nehring, A., Die Gebissentwicklung des Reh-, Rot- und
Schwarzwildes als Hilfsmittel zur Altersbestimmung. — Forst-
30 JDi'- Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen
wissensch. Centralbl. XL Jahrg., p. 231—243. Mit 3 Tfln. Vergl.
oben.
Vergl. Pouchet nnter Anat. u. Pliys., Athmungsorg.
Robinson, Arthur, Observations on the earlier stages in the
development of the lungs of Rats and Mice. — The Journ. of Anat.
and Phys. New Ser. Vol. III, p. 224—241. Mit 1 Tfl.
Vergl. auch Roeder unter Aimt. u. Phys., Skelet.
Rose, Carl, Zur Entwicklungsgeschichte des Säugetierherzens.
— Morphol. Jahrb. Bd. 15, p. 436-456. Mit 1 Tfl.
Berichtigungen zu einer früheren Arbeit, wodurch die Unter-
suchungen Born's bestätigt werden, während die von His dazu im
Gegensatz stehen. Eine ausführlichere Arbeit des Verf. wird in
Aussicht gestellt.
Roetter, Friedrich, Ueber Entwicklung und Wachstum der
Schneidezähne bei Mus musculus. — Morphol. Jahrb. Bd. 15, p. 457 ff.
Mit ITA.
Verf. behandelt 1. Die Anlage der Schneidezähne. Bemerkens-
wert ist, dass die als erste Anlage der Sehn, auftretende Zahnfurche
isolirt ist und nicht, wie sonst der Fall, mit der die Backenzähne
liefernden Zahnfurche in Verbindung steht. Im Uebrigen stimmt die
erste Anlage der Sehn, mit derjenigen der Backenz. überein. 2. Die
histologische Differenzirung der Zahnanlage, wobei nachgewiesen
wird, dass in der Schmelzkappe der Schneidezahn anläge bei der
Maus im Gegensatz zu den Vorgängen bei der Entwicklung anderer
Säugetierzähne keine gallertige Entartung eintritt. 3. Die Aus-
bildung des persistirenden Schmelzorgans. Dasselbe besteht aus 4
Schichten, dem inneren Schmelzepithel, dem kubischen Stützepithel,
den Stützzellen und dem äusseren Schmelzepithel. Am Vorderende
geht das Schmelzorgan allmählich in das geschichtete Plattenepithel
der Mundhöhle über. 4. Das Dentin und Alveolarperiost. 5. All-
gemeine Betrachtungen über das Wachstum der Nagezähne, aus
denen sich ergiebt, dass man von einer endgiltigen Lösung dieser
Frage noch weit entfernt ist. 6. Ueber den morphologischen Wert
der Nagezähne. Durch einen Vergleich mit den wurzellosen Backen-
zähnen gewisser Nager kommt Verf. zu dem Schluss, dass zwischen
diesen und den Nagezähnen eine gewisse Homologie besteht, dass
die Nagez. nicht die ihnen früher eingeräumte Sonderstellung
verdienen.
Shufeldt, E. W. , Observations upon the development of the
Skull in Neotoma fuscipes; a contribution to the morphology of
Rodentia. — Proc. Acad. Nat. Sc. Philadelphia 1889, p. 14—28.
Mit 2 Tfln.
Verf. beschreibt den Schädel eines Embryos von Neotoma fus-
cipes, bei welchem soeben die Verknöcherung beginnt (besonders
vorgeschritten an Interparietale und Supraoccipitale. Eigentümlich
ist die Lage des Jochbeins, welcher vorn dem Oberkieferfortsatz auf-
liegt, hinten dagegen unter dem Jochfortsatz des Squamosum sich
hinzieht.
in der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1889. 31
Thomson, Arthur, The influence of posture on the form of
the articular surfaces of the tibia and astragalus in the different
races of man and the higher apes. — The Journ. of Anat. and
Phys. New. Ser. Vol. III. p. 616—639.
Behandelt vorwiegend die Menschenrassen. Für die Affen wird
constatirt, dass sie durch wohlentwickelte Condyloid-Convexitäten (?)
ausgezeichnet sind, welche wahrscheinlich durch den beständigeren
Gebrauch der Beine mit gebogenem Knie entstanden. Gorilla und
Orang haben gewöhnlich wohl markirte untere Tibia- und Astra-
galus-facetten, der Chimpanse nicht häufig. Die Entstehung dieser
Facetten beruht auf dem häufigen Gebrauch der Füsse mit gebogenem
Aenkel (so z. B, häufig beim Klettern), Lediglich die Haltung ver-
anlasst die genannten Verschiedenheiten zwischen Mensch und Affe,
sie sind nicht ererbte Charaktere, sondern erworbene.
Todaro, F., Le prime fasi dello sviluppo dei Mammiferi. Mi-
lane, Roma, 1889. 32 p. 14 incis.
Tourneux, F., Sur les modifications que subit l'oeuf de la
lapine pendant sa migration dans l'oviducte, et sur la duree de
cette migration. — Comptes rendus Soc. Biol. 9. Ser. T. 1, p. 311
—314.
V. Tschirwinsky, N., Zur Frage über das Wachstum der
Röhrenknochen und den mutmasslichen Zusammenhang dieses Wachs-
tums mit dem Wechsel der Schneidezähne bei den Schafen. —
Landw. Jahrbücher, herausg. von H. Thiel, Bd. XVIII. p. 463 —476.
Mit 1 Tfl.
Der von Sanson angeführte Zusammenhang zwischen dem
Wechsel der Schneidezähne und der Entwicklung der Röhrenknochen
existirt in Wirklichkeit nicht. Das Längenwachstum der Röhren-
knochen wird viel früher beendet als der Durchbruch des letzten
Paares der Schneidezähne. Die Nahrungsbedingungen des jungen
Tieres üben einen ziemlich grossen Einfluss auf die Durchbruchszeit
der bleibenden Schneidezähne aus. Der Unterschied in der Durch-
bruchszeit des ersten Paares kann bei Individuen derselben Rasse
bei verschiedenem Futter fast 6 Monate betragen.
Phylogenie. Vergl. Howes unter Anat. u. Phys., Athmungsorg. ;
ferner Hubrecht unter Entwickig., Ontogenie; Klever,ebenda.
Nehring, A,, Ueber die Abstammung des Meerschweinchens.
— Humboldt. Bd. VIII. Heft 4. 1889. (Irrtümlich schon im vorigen
Ber. angeführt. Vergl. daselbst p. 48).
Vergl. auch Paterson unter Anat. u. Phys., Nervensyst.
Ryder, John A., The Phylogeny of the Sweat-Glands. — Proc.
American Philos. Soc. Vol. XXVI, p. 534—540.
Verf. äussert die Ansicht, dass die Hautdrüsen der Batrachier
und die Schweissdrüsen der Säugetiere wenigstens einen gemeinsamen
Ursprung haben. Letztere entwickelten sich aus den ersteren durch
Verlängerung in der Richtung ihrer eigenen Axe und durch Differenzirung
in einen geraden ausführenden und einen gewundenen absondernden
Teil. Zwischenstufen sind vorhanden. Der Wechsel des Aufent-
32 Dl'- Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen
enthaltsortes von dem eines Wasser und feuchtigkeitliebenden Tieres
zu dem eines Erdbewohners beeinflusste Funktion und Form der
Drüsen.
Vergl. auch Tornier unter Entwickig., Ontogen.
Ferner Tuckermann unter Anat. u. Phys., Verdauungsorg.
Vererbung und Anpassung. Allen, Harrison, Remarks on
the Pronghorn (Antilocapra americana). — Proc. American Philos.
Soc. Vol. XXVI, p. 366—367.
Verf. fand hinsichtlich der Füsse und ihrer Funktion beim
Gehen einige Aehnlichkeiten zwischen ^w!^//ompra einerseits, Camelus
und Anchenia andrerseits. Er untersuchte daraufhin die Schädel
dieser Tiere und constatirte auch dort gewisse Aehnlichkeiten. Bei
der grossen Kluft zwischen Tylopoda und Pecora nimmt Verf. auf
Seiten der Antilocapra Anpassungen an für ein Leben unter ähn-
lichen Bedingungen, wie sie für Kameel und Lama stattfinden.
Bastarde. Menard, Saint- Yves, Note sur les produits ob-
tenus d'une Mule au Jardin d'Acclimatation. — Revue Sc. Nat.
Appliquees. 4. S. T. VL p. 617—619.
Fortpflanzung von Pferdestute mit Bastardhengst von Dreiviertel-
pferdeblut und Einvierteleselblut, hervorgegangen aus der Kreuzung
einer Maultierstute mit einem Pferdehengst.
Philippi, R. A., giebt einige Mitteilungen über die sogen.
Linaschafe, welche nach ihm sicher Bastarde von Ziegenböcken und
Schafen sind ('? Ref.). — Zool. G. XXX, p. 277.
Rhinoceros. Ein Junges wurde im Zool. Garten zu Calcutta
geboren, dessen Vater Rh. sinnatrejisis und dessen Mutter Rh. Jasiotis
war. (The Field, March 2nd. 1889.)
Biologie.
Allgemeines. Baker, Frank C, Remarks upon the Round-
tailed Muskrat, Neofiber AUeni True. — Proc. Acad. Nat. Sc. Phila-
delphia 1889, p. 271—273.
Bemerkungen über Heimat (Südende von Merrits Island, Ost-
florida), Lebensweise; Beschreibung und Maasse eines Individuums.
H. B. (Brezol), La longevite des animaux. — Revue Sc. Nat.
Appliquees. 4. S., T. VI, p. 35.
Kurze Notizen, in denen u. a. ernsthaft erzählt wird, dass ein
Esel 106 Jahre alt wurde!
Vergl. auch Clark unter Anat. u. Phys., Skelet.
Feilden, H. W., Distribution of Plauts by Frugivorous Bats. —
The Zoologist (3) Vol. XIII, p. 179—180.
Verf. teilt einige Beispiele mit, dass frngivore Fledermäuse
Früchte oft auf weite Strecken verschleppen und so unter Umständen
Pflanzen verbreiten.
Fr i edel, E., Zur Familien- und Lebensgeschichte des Meer-
in der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1889. 33
schweinchens , Cavia cobaya Marcgrave, — Zool, G. XXX, p. 97
—108.
Zusammenstellung des bisher Bekannten über Einführung, Ab-
stammung, Lebensweise (hierbei einige Berichtigungen und neue
Beobachtungen).
Göldi, E. A., Die Bambusratte oder brasilianische Fingerratte,
Dactylomys amblyonyx Natt. --- Ebenda, p. 225—233.
Beobachtungen über die Lebensweise der wenig gekannten
,, Bambusratte" unter Berücksichtigung der bisherigen dürftigen An-
gaben über das Tier.
Vergl. auch Gray unter System., Cetacea.
Greve, C, Zoologisches aus Moskau und Umgebung. — Zool. G.
XXX, p. 90—92.
Erwähnt werden gescheckte Ratten und eine Hunderasse aus
dem Samoj edengebiet am Ob.
Harting, J. E., The Roe-deer, Capreolus capraea. — The
Zoologist (3) Vol. XIII, p. 81—91. Mit 1 Tfl.
Verf. macht zunächst genauere Mitteilungen über das Vor-
kommen des Rehes in Grossbritannien. Das Reh ist in England
weit seltener als Rot- und Damwild, fehlt in Irland gänzUch. Als-
dann folgt eine biologische Darstellung.
Derselbe, Daubenton's Bat, Vespertiho Daubentonii, Leisler. —
Ebenda, p. 161—166. Mit 1 Tfl.
Verbreitung in Grossbritannien, Beschreibung, Synonymie.
Derselbe, Natterer's Bat, Vespertilio Nattereri. — Ebenda,
p. 241—248. Mit 1 Tfl.
Biologische Schilderung nebst eingehenden Angaben über das
Vorkommen in Grossbritannien,
Heck, L., Der Berliner zoologische Garten im Jahre 1888. —
Zool. G. XXX, p. 19—22, p. 117—120, p. 343—345.
Enthält Mitteilungen über Affen, Halbaffen, Chiropteren. Züch-
tung des Plumplori.
Helm, F., Einiges aus dem Leben der Hauskatze. — Ebenda,
p. 197—200.
Biologische Beobachtungen.
V. Krüdener, A., Zoologisches aus Livland. — Ebenda,
p. 188—191.
Anomalien beim Rehwild. Verwildertes Rind.
Langkavel, B., Verwilderte Rinder. — Ebenda, p. 53 — 58.
Verf. stellt eine Reihe von Fällen zusammen, in denen Haus-
rinder längere oder kürzere Zeit in völliger Freiheit lebten. Ausser
geringeren Veränderungen der Hufe, des Haares und der Haut
werden weitere Abweichungen von der Gestalt der zahmen Rinder
nicht bemerkt.
Derselbe, Der Fischotter. — Ebenda, p.201 — 206.
Enthält u. a. einige Mitteilungen über die sehr wechselnde
Wurfzeit, ferner Statistisches und Biologisches.
Arch. f. Naturgesch. Jahrg. 1890. Bd. IL H. 1. 3
34 Dr- Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen
Larken, E. P., macht kurze Mitteilungen über Dachs und Otter
in The Zoologist (3) Vol. XIII, p. 24—25.
V. Lendenfeld, R., Bilder aus dem Australischen Urwald.
IV. Der Dingo. Mit 1 Abbildg. — Zool. Garten XXX, p. 43—49.
Zu Anfang wird die Ansicht geäussert, dass der Dingo „nach
der übereinstimmeuden Aussage der Fachmänner nichts anderes als
ein verwilderter Hund" sei (dürfte doch ein Irrtum sein. Ref.). Im
Uebrigen meist Biologisches.
Derselbe, Büder aus dem Australischen Urwald. Eingeführte
Tiere. — Ebenda, p. 110—114.
Erwähnt werden Ratten, Kaninchen, Hasen, verwilderte Schweine,
Rinder und Pferde.
P. Leverkühn berichtet über eine Maus in der Erdmannshöhle
im südl. Schwarzwald. — Ebenda, p. 279 — 280.
Nehring, A., erörtert das Vorkommen von Alactaga jaculus
als Steppentier, welches sich nie im Walde findet. — Sitzgsber. Ges.
naturf. Freunde Berlin, 1889, p. 195—196.
D'Orcet, Le Castor d'Europe. — Revue Sc. Nat. Appliquees.
4. S., T. VI, p. 1—4.
Kurze Mitteilungen über das Vorkommen der Biber in Europa,
ihre Zerstörungen an Deichen etc. nach einem Aufsatz in der Revue
britannique, Mai 1888.
Pohlmann, W., Der Leopardenziesel. — Zool. G. XXX, p. 193
—197.
Biologisches über Spermophüvs Richardsonii, in Wiskonsin
,,Gopher" genannt.
Derselbe, Die Lebensweise des nordamerik. Murmeltieres
(Arctomys monax). — Ebenda, p. 236 — 243.
Verf. bemerkt u. a., dass A. monax in den Vereinigten Staaten
und in Britisch-Nordamerika immer mehr nach Norden und in die
Gebirge zurückgedrängt werde und der Ausrottung entgegengehe.
Robin, A. F., Threatened Extinction of the Kangaroo. — The
Zoologist (3) Vol. XIII, p. 225-226.
Seitz, A., Zur Lebensgeschichte der Faultiere. — Zool. G.
XXX, p. 271—274.
Verf. widerlegt einige verbreitete Ansichten, so diejenige, dass
die Faultiere im dichtesten Urwalde in den höchsten Baumkronen
sich aufhalten. Sie bevorzugen den dünnstämmigen, auf Lichtungen
und Blossen wachsenden Embaubabaum. In der Ruhe hängt es
nicht, sondern sitzt mit vornüber gebeugtem Kopf auf einem Ast.
Simroth, Verwilderte Haustiere auf St. Thome. — Ebenda,
p. 15—16.
Von Säugetieren werden erwähnt Ziege, Schwein, Hund, Wander-
ratte.
Trusted, C. J. , macht Mitteilungen zur Biologie des Maul-
wurfs. — Proc. Bristol. Nat. Sog. (2) Vol. VI, p. 56—62.
Nahrung. Aplin, 0, V., Food of the Long-eared Bat. — The
Zoologist (3) Vol. XIII, p. 382.
in der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahi-es 1889. 35
Vesp. Nattereri soll hauptsächlich grosse Abend- und Nachtfalter
fressen.
Coester, C, Weiteres von meinem Siebenschläfer. — Zool. G.
XXX, p. 243—247.
Verf. machte Versuche, um zu konstatiren, ob Myoxvs glis
durch Ringeln forstschädlich werde; doch ergaben dieselben kein
endgültiges Ergebniss.
Bewegung. Dollo, L., Le Vol chez les Vertebres. — Revue
des Questions Scientifiques 1889, p. 146—207, 410—485.
Robertson, David, A Hare at sea. — Science Gossip.
Vol. XXV, p. 94. _
Verf. teilt einige Fälle mit, in denen Hasen schwammen.
Stimme. Davis, Wm. T., The song of the singing mouse. —
Americ. Naturalist, Vol. XXIII, p. 481—484.
Erörterungen über eine singende Hausmaus, welche zu dem
Schlüsse führen, dass es nicht, wie öfter behauptet, Vergnügen oder
Wohlbefinden ist, was das Tier zu den eigentümlichen Tönen ver-
anlasst, sondern Erregung, Angst u. dergl. (Auch bei Hesperomys
kommen ,, singende" Exemplare vor.)
Duges, Alfred, La voix des chiens au Mexique. — Bull. Soc.
Zool. de France, Vol. XIV, p. 69—70.
Im Gegensatz zu der oft wiederholten Behauptung, dass die
Hunde und Katzen in Amerika ihre Stimme verlieren, erörtert Verf.,
dass dies nicht überall der Fall ist; in Guanajuato z. B. nicht. Für
den nackten Hund (C. carihaeus) behauptet Verf., dass bei ihm
stets Mangel der Behaarung mit dem Fehlen mehrerer Zähne und
mit Stimmlosigkeit zusammentrifft, aber nur bei reinrassigen In-
dividuen.
Färbung. Dack, C. B. , berichtet über ein geflecktes Eich-
hörnchen in Norfolk. — The Zoologist (3) Vol. XIII, p. 68.
Gunn, E. W., berichtet kurz über eine gelbhche Varietät von
Mus decumanus. — Ebenda, p. 144.
Jeffery, William, White Weasel in the New Forest. —
Ebenda, p. 449—450.
Sclater berichtet kurz über einen lebenden Albino von
Georhychus cayensis. — Proc. Zool. Soc. London 1889, p. 246 — 247.
(Vergl. auch p. 449.)
Whitaker, J., White Hares in Nottinghamshire. — The
Zoologist (3) Vol. XIII, p. 143.
Weisse Exemplare von Lepus timidus.
Schlaf. Vergl. Dubois unter Anat. u. Phys., Allgem.
Brut etc. Vergl. Langkavel unter BioL, Allgem.
Liebe, K. Th., berichtet über im Februar geworfene junge
Eichhörnchen (eigentliche Paarungszeit erst März I). — Zool. G. XXX,
p. 124-125.
Pinkert, E., Beobachtungen bei der Geburt eines Känguruh,
Macropus rufus. — Ebenda, p. 85 — 86.
3*
36 Dr. Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen
Die Geburt vollzog sich, indem das Weibchen auf dem unteren
Kücken, an die Stallwand gelehnt, sass und mit dem Maule das
neugeborene Junge ergriff, es wahrscheinlich beleckte und dann
ebenfalls mit dem Maule ohne Mitwirkung der Vorderfiisse in den
Beutel hineinbrachte.
Seefeld, A. , Nilpferd - Zucht im Zoologischen Garten zu
St. Petersburg. Mit 1 Abbildg. — Ebenda, p. 161—167.
Die Trächtigkeitsdauer betrug 247, 249, 257 Tage, Von einem
Paar wurde 6 Mal je ein Junges erzeugt.
Tuck, Julian G., Squirrel breeding in a Church-tower. — The
Zoologist (3) Vol. XIII, p. 226.
Verf. fand ein auf einem Sperlingsnest hergerichtetes Eich-
hörnchennest auf einem Kirchturm in Suffolk.
Webster, C. L., Observations on Putorius vison. — Americ.
Naturalist, Vol. XXIII, p. 176—177.
Kurze bio- resp. psychologische Beobachtung über MutterHebe
und Ausdauer eines Mink-Weibchens.
Gefangenscliaft. Barnsby, D., Note sur les Sajous du Jardin
de Tours. — Revue Sc. Nat. Apphquees, 4. S. T. VI, p. 114—116.
Biologische Mitteilungen aus der Gefangenschaft einer Cebus-Art.
Behrends, Das Zwergmoschustier des Zool. Gartens zu. Frank-
furt a. M. — Zool. G. XXX, p. 321—326.
Hagmannn, lieber das Gefangenleben des Sumpfbibers (Myo-
potamus coypu). — Ebenda, p. 8 — 14.
Enthält u. a. Notizen über die Fortpflanzung.
Hutchinson, Procter S. , The Manatee at the Zoological
Gardens. — The Zoologist (3) Vol. XIII, p. 299—301. Mit 2 Figg.
Nichts Neues.
Liebe, K. Tb., Gefangene Wildkaninchen. — Zool. G. XXX,
p. 65—76.
Interessante Beobachtungen in der Gefangenschaft, z. T. psycho-
logischer Art.
Pays-Mellier, Note sur les animaux qui vivent au parc de la
Pataudiere. — Revue Sc. Nat. Appliquees, 4. S., T. VI, p. 172 — 179.
Verf. behauptet, sich überzeugt zu haben, dass die Weibchen
von Cephalophvs Maicwelli Hörner tragen. Kurze Notizen über
Gefangenleben von Cervus porcinus, Cervulus Reevesi, Hystrix cn-
stata, Cricetus (! Ref.) Viscaccm, Dasyprocta agouti, Coelogenys paca,
Arctomys hohac, A. marmotta, Nyctereutes procynoides , Myopotamus
coypu, Hydrochoenis capyhara.
Porte, A., Note sur les Castors qui vivent dans l'ile de Bute,
en Ecosse. — Revue Sc. Nat. Appliquees, 4. S,, T. VI, p. 5 — 7.
Beobachtungen über eine künstliche JBiber-Ansiedlung in Schott-
land. Beim Glätten der Erde an den von den Tieren errichteten
Bauten bedienen sie sich nicht, wie oft angegeben, des Schwanzes,
sondern der Pfoten.
Reuvens, C, L,, Die Affen im Zoologischen Garten zu Rotter-
dam, — Zool. G. XXX, p. 182—187, 206—213.
in der Natui'geschicbte der Säugetiere während des Jahres 1889. 37
Biologische und systematische Mitteilungen,
Stewart, W., The Beaver Preserve in the Island of Bute. —
Science Gossip. Vol. XXV, p. 135—137.
Mitteilungen über die vom Marquis of Bute angelegte Biber-
kolonie in Schottland.
Wunderlich, L., Aus dem zoologischen Garten zu Köln. —
Zool. G. XXX, p. 23—25.
Mitteilungen über gezüchtete Arten, darunter Otaria Gillespii
Forst.
Zipperlen, A. , berichtet über einen lebenden Manatus ameri-
canus im Zoolog. Garten von Cincinnati. Hei-vorgehoben wird die
Kleinheit der Lungen. — Ebenda, p. 25 — 26.
Feinde. Brezol, H., Une hecatombe de Phoques au Ganada,
— Revue Sc, Nat. Appliquees, 4. S., T. VI, p. 865—866,
Nach einem Sturm wurden unzählige Exemplare von Phoca
groenlandica auf Eisschollen an der Mündung des Sankt Lorenz
angetroffen. Schätzungsweise sollen etwa 150 000 Stück getötet
worden seini
Hornaday, Will, T. , The Extermination of the American
Bison with a sketch of its discovery and life history. With 21 pl.
and 1 map, — Ann, Rep, Smithson. Instit. 1887 (!) II, p. 367—548.
Petit, Julien. La disparition des Elephants, — Revue Sc, Nat.
Appliquees, 4. S., T. VI, p, 657—658,
Krankheiten und Missbildungen. Auld, R. C., Some cases
of Solid-Hoofed Hogs and Two-Toed Horses. — Americ, Naturalist.
Vol. XXIII, p. 447—449. Mit 1 Fig.
Verf. berichtet über das Auftreten einhufiger Schweine, welches
in Amerika nicht eben selten vorkommen soU; desgl, über Pferde
mit zweiteiligen Hufphalangen,
Cadeac, Contribution ä l'etiologie de la pneumonie contagieuse
du cheval. — Comptes rendus Soc. Biol. 9. Ser,, T. 1, p, 316 — 319.
Cadiot, Gilbert et Roger, Note sur une affection du chat,
designee sous le nom de ,,cancroide des levres." — Ebenda,
p. 381—383,
Die Verff. weisen nach, dass es sich bei der genannten Be-
zeichnung um verschiedenartige Krankheiten handelt. Z, T. haben
dieselben mit Krebs garnichts zu thun, eine ist parasitärer Natur
und lässt sich nicht einimpfen.
Courmont, J., Sur une tuberculose microbienne et particuliere
du boeuf. — Ebenda, p. 215 — 218.
Verf. beschreibt eine tuberkuloseartige Krankheit bei Rindern,
hervorgerufen durch einen vom Koch'schen Tuberkulosebazillus ab-
weichenden Mikroorganismus,
Derselbe, Deuxieme note sur un nouveau bacille tuberculeux
trouve chez un boeuf, — Ebenda, p. 513 — 514,
Verf, untersucht den in der vorigen Arbeit erwähnten Bacillus
weiter und findet, dass derselbe Kaninchen und Meerschweinchen
tötet, sich in ihrem Blut findet, mehrere Generationen hindurch
38 Dr. Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen
wirksam bleibt, aber nur unter bestimmten Bedingungen Tuberkulose
hervorbringt.
Ebstein, Wilh., und Nicolaier, Arthur, Beiträge zur Lehre
von der zooparasitären Tuberkulose. — Arch. f. pathol. Anat. u.
Physiol. Bd. 118 (1889) S. 432—435. Mit 2 Tfln.
Die Verff. entdeckten in etwa stecknadelknopfgrossen Knötchen,
welche sich in der Rinde von Hundenieren, meistens in den ober-
flächlichen Schichten fanden, einen spiralig eingerollten Wurm.
Derselbe wird genauer beschrieben; ebenso wird der Bau der die
Würmer enthaltenden Knötchen genau studirt. Es fanden sich diese
Gebilde unter 17 Fällen 16 Mal in den Nieren, nicht nur von
Hunden, welche längere Zeit im Hundestall der Klinik gewesen,
sondern auch von solchen, welche überhaupt nicht hineingekommen
waren. Ausser in den Nieren fanden sich Wurmknötchen auch noch
in den Lungen bei etwa der Hälfte der Versuchstiere. In den
Nierenknötchen waren die Würmer in embryonalen, noch nicht ge-
schlechthch differenzirten Zustand enthalten; Eier wurden nicht auf-
gefunden. Wahrscheinlich sind die Embryonen als solche mit dem
Säftestrom in die Nieren hineingekommen, wenn es auch nicht
gelang, im Blut Eier oder Embryonen nachzuweisen. Die völlige
Uebereinstimmung der Knötchen in Grösse, Aussehen und Struktur-
verhältnissen mit den durch Tuberkelbazillen erzeugten Knötchen
gestattet die Bezeichnung ,, zooparasitäre Tuberkulose der Hunde-
niere". Laulanie fand ähnliche Knötchen in der Lunge von Hunden,
die er der Wirkung von Strongylus vasorum Baillet zuschrieb. Die
Verschiedenheit seiner Beschreibung mit den Befunden der genannten
Verff. lassen den Schluss zu, dass zooparasitäre Tuberkulose durch
verschiedene tierische Parasiten verursacht werden kann. —
Vergl. auch Flower unter Anat. u. Phys., Haut.
Galtier, V., Determination des especes animales aptes ä con-
tracter, par contagion spontanee et par inoculation, la pneumo-
enterite infectieuse, consideree jusqu'ä present comme une maladie
speciale du porc. — C. R. Acad. Sciences, T, 108, p. 626—628.
Die genannte Krankheit ist auf Meerschweinchen, Hunde, Schafe,
Ziegen, wahrscheinlich auf Rinder, ebenso auf Vögel übertragbar
und bei diesen Tieren z. T. gefährlicher als bei Schweinen.
Derselbe, Nouvelles preuves de la transmissibilite delapneumo-
enterite aux divers especes animales de la ferme. — Ebenda, p. 822
—824.
Pneumo-Enteritis wirkt ansteckend auch auf Rinder und Esel,
sowie auf Pferde, bei denen man die Krankheit als typhoide Affektion
bezeichnete. Sie überträgt sich ferner von der Mutter auf den Fötus.
Vergl. auch Hericourt et Riebet unter Anat. und Phys.,
Gefässsyst.
Latter, Oswald H. , Abnormal development of genito-urinary
System of Lepus cuniculus. — The Journ. of Anat. and Phys. New
Ser. Vol. HI, p. 650.
in der Natiu-geschiclite der Säugetiere während des Jahres 1889. 39
Verf. konstatirte bei einem Kaninchen gänzliche Abwesenheit
der Fortpflanzungsorgane auf der rechten, sowie der Exkretions-
organe auf der linken Körperseite.
Menard, Saint-Yves, Note sur la Maladie des Chiens. —
Revue Sc. Nat. Appliquces, 4. S., T. VI, p. 377 — 382.
Mitteilungen über Tollwut und deren Behandlung.
Nocard et Masselin, Sur un cas de tuberculose zoogleique
d'origine bovine. — Comptes rendus Soc. Biol. 9. Ser., T. 1, p. 177
— 181.
Nocard, Sur la tuberculose zoogleique. — Ebenda, p. 608 — 610.
Peuchu, F., Sur la morve du mouton. — Ebenda, p.232 — 233.
Pferde-Rotz lässt sich nicht nur auf Hammel übertragen, sondern
die Krankheit geht auch von einem Hammel auf andere durch An-
steckung über.
Piana, Gian. P. , Tre dermoidi negli occhi di un vitello. —
Mem. R. Accad. Sc. Istit. Bologna. S. 4, T. IX, p. 593—602. Mit
2 Tfln.
Verf. beschreibt eigentümliche tumorartige, von Haut bedeckte
Bildungen an Cornea und Conjunktiva des linken Auges eines
Kalbes,
Railliet, A. , Recherches experimentales sur les tumeurs ver-
mineuses du foie des Murides. — Bull. Soc. Zool. de France. Vol. XIV,
p. 62—67.
Verf. untersucht Tumore in der Leber von Ratten u. s. w.,
welche Massen von Eiern enthielten. Versuche ergaben kein völlig
genügendes Resultat, doch scheint es sich um einen zur Gattung
Trichosoma Rud. gehörigen Wurm zu handeln.
Derselbe, De l'occurrence de la Filaire de Medine chez les
animaux. — Ebenda, p. 73—76. Mit 1 Fig.
Von Säugetieren werden Pferd, Rind, Hund, Gepard und Schakal
als Wirte der Filaria medinensis genannt.
Railliet, A,, et Lucet, A., Tumeurs vermineuses du foie du
Herisson, determinees par un Trichosome. — Ebenda, p. 360 — 362.
In der Leber eines Igels wurden ebenfalls durch ein noch un-
bestimmtes Trichosoma verursachte Tumore gefunden.
Schaff, Ernst, berichtet über die Todesursache einer Ringel-
robbe im Berliner Zoolog. Garten. — Zool. G. XXX, p. 339—340.
Tegetmeier zeigte ein Paar abnormer Hörner von Capra
sihirica, welche sich vorn kreuzten (Proc. Zool. Soc. London 1889,
p. 135).
Williston, J. W., A new cattle-pest. — Americ. Naturalist.
Vol. XXIII, p. 584—590. Mit 1 Tfl.
Entomologischen Inhalts. Haematobia serrata Rob. Desv. als
Feind des Viehes.
Are the German Schweine-Seuche and the „Swine Plague" of
the Government of the United States identical diseases? — Ebenda,
p. 888—901. Ohne Autor!
Die Frage wird verneint.
40 Dr. Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen
Nutzen und Scliaden. Alt um, Bernard, Waldbeschädigungen
durch Tiere und Gegenmittel. Mit 81 in den Text gedr. Holzschn.
BerKn 1889.
Bei jeder Holzart werden neben den übrigen Schädlingen auch
die Säugetiere berücksichtigt, ausser den als ,,Wild" zu bezeichnenden
Arten besonders die einheimischen Nager, sowie der Igel. Nicht
aufgenommen sind die Haustiere und das Elch, da letzteres nicht
von allgemeiner Bedeutung für die Forstwirtschaft ist. Polyphage
Tiere werden bei derjenigen Holzart am eingehendsten behandelt,
welche sie am stärksten beschädigen. Von Beschreibungen der betr.
Tierarten ist ganz abgesehen; in biologischer Hinsicht enthält das
Buch sehr wertvolle Mitteilungen.
Blanchard, R. , Note sur un cas de sabot adventrice chez le
chamois. — Bull. Soc. Zool. de Fra,nce. Vol. XIV, p. 364—366.
Mit 1 Fig.
Bei einer Gemse, welche am Ende der oberen zwei Fünftel des
linken Metatarsus einen Knochenbruch erlitten und den unterhalb
der Bruchstelle gelegenen Teil des Beines verloren hatte, bildete
sich auf dem Knochenstumpf ein wohl entwickelter Huf, Das Tier
soll angeblich den Jägern 15 Jahre bekannt gewesen sein!
Brezol, H., Les fermes ä chiens en Chine. — Revue Sc. Nat.
Appliquees. 4. S., T. VI, p. 256—257.
In der Mandschurei giebt es Hundezüchtereien , welche Hunde
ihrer Felle wegen in grossen Mengen produziren.
Derselbe, Putois et Ondatras americains. — Ebenda, p. 371.
Zucht von Stinktieren zur Gewinnung der Felle (Skunk). Fiher
zihethicus als Nahrungsmittel („ Sumpf kaninchen"!).
Darbyshire, F. V., Pigs used as Sheep-dogs in Italy. — The
Zoologist (3) Vol. XIII, p. 433—434.
Verf. erzählt, dass in Italien Schweine zum Schafehüten ab-
gerichtet würden.
Decroix, E., Importance actuelle de la consommation de la
viande de cheval. — Revue Sc. Nat. Appliquees. 4. S., T. VI, p. 425
—432.
Pferdefleisch als billiges und gesundes Volksnahrungsmittel
empfohlen.
Phillips, Coleman, On the methods adopted in New Zealand
for the destruction of Rabbits. — The Zoologist (3) Vol. XIII,
p. 323—324.
Pion, E., Utilite de la Chevre. — Revue Sc. Nat. Appliquees.
4. S., T. VI, p. 180-193, 234—241, 329—339.
Verf. beklagt die geringe Wertschätzung der Ziege als Haustier
und legt den ökonomischen Wert derselben dar. Allgemeine Ein-
leitung, Schilderung der verschiedenen Rassen, statistische Angaben,
Fortpflanzung, Zucht, Verbesserung der Rassen, Ernährung, Produkte,
Krankheiten.
Sclater, P. L., The Rabbit Pest. — The Zoologist (3) Vol. XIII,
p. 143.
in der Naturgeschichte der Sängetiere während des Jahres 1889. 41
Verf. teilt einen Vorschlag Rodier's zur Ausrottung der Kaninchen
in Australien mit. Man solle mit Netzen und Frettchen unausgesetzt
fangen, die Weibchen töten, die Männchen aber wieder frei lassen.
Diese würden bald in grosser Ueberzahl vorhanden sein, die Weibchen
zu Tode hetzen und etwaige Junge gleich töten. Das Mittel sei
wirksam und dabei für andere Tiere und den Menschen ganz un-
schädHch.
Wild Dogs in New Zealand. — The Zoologist (3) Vol XIII
p. 68. '
Verwilderte Hunde haben sich in verschiedenen Gegenden Neu-
seelands sehr vermehrt, jagen in Rudeln und richten unter den
Schafheerden etc. grossen Schaden an.
Land- und Forstwirtschaft, Jagd etc. Auld, R. C, The
Segregation of Polled Races in America. — Americ. Naturalist
Vol. XXIII, p. 677—686.
Verf. schildert die Entstehungsgeschichte der amerikanischen
hornlosen Rindviehschläge. Schon von jeher gab es unter dem
amerikanischen Vieh nicht selten hornlose Exemplare, welche aber
meistens für minderwertig galten, bis später die „polled breeds" zu
der jetzigen Stellung gelangten. Ferner Mitteilungen über die
„Guinea Cow", eine eigentümHche kleine, aber sehr wertvolle Rasse
in Florida und Südgeorgia.
Vergl. auch Auld unter Biologie, Krankh. u. Missb.
Baumeister, W., Anleitung zum Betriebe der Rindviehzucht.
5. Aufl., vollständig neu bearbeitet von F. Knapp. Berlin 1889.
Berthoule, Amedee, La chevre d'Angora en dehors son
habitat naturel. — Revue Sc. Nat. Appliquees, 4. S., T. VI, p. 1022
— 1034. Mit 1 AbbUdg.
Verf. schildert den Zustand der nach verschiedenen Teilen der
Erde eingeführten und dort weiter gezüchteten Angoraziegen.
Brandt, Carl, Das schwarze Rehwild. Mit 1 Abbildg. Cassel
1889.
Brezol, H., Croisement et domestication du Bison americain.
— Revue Sc. Nat. Appliquees. 4. S., T. VI, p. 163—164.
In Kansas und in Canada giebt es je eine Heerde von ameri-
kanischen Bisons, welche teils rein gezüchtet, teils mit Hausrindern
gekreuzt werden. Die Dreiviertelblut- und die Halbblut - Bisons
zeichnen sich durch Grösse und Schwere aus und liefern gutes Fleisch,
sind sehr widerstandsfähig gegen klimatische Einflüsse und werden
als Haustiere für kältere Gegenden empfohlen.
Derselbe, Chevaux australiens et chevaux du Cap. — Ebenda,
p. 209—211.
Auszug aus dem Live stock Journal.
Bungartz, Jean, Illustriertes Muster -Hunde -Buch. Studien
rassereiner Hunde. Liefg. 4—10. Hamburg 1889.
Cooks, Alfred Heneage, The Finwhale Fishery off the Lapland
coast in 1888. — The Zoologist (3) Vol. XIII, p. 281—290.
42 Dl"- Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen
Enthält 11. a. eine tabellarische Uebersicht über Zahl und Art etc.
der gefangenen Wale.
Dalziel, H. , Fox Terrier Stud Book, containing the Pedigree
of every Fox Terrier that wou a Prize at any of the Principal
Shows in 1888. London 1889.
Vergl. auch Huddieton unter Austral. Reg,
Die österreichischen Rinder - Racen. Herausgeg. vom k. k,
Ackerbau-Ministerium. l.Bd. Rinder der österreichischen Alpenländer.
Von Ferd. Kaltenegger und Heinr. Adler. Westliche Gruppe
der gleichmässig einfarbigen Typen. 4. Hft. Grau- und Braunvieh
in Italienisch-Südtirol. Mit 1 Karte. Wien 1889.
Loncey, H. V. de, Les Races de chevaux de trait (France,
Belgique, Angleterre). Paris 1889. lUustr.
Vergl. auch Leisering und Hart mann unter Anat. u. Phys.,
Allgem.
Maresch, H., Die Zucht und Pflege des Schweines. Sammlung
gemeinnütziger Vorträge herausgeg. vom Deutschen Verein zur Ver-
breitung gemeinnütziger Kenntnisse in Prag. Nr, 140. Prag, Leipzig
1889.
Mendel-Steinfels, H. von, Anleitung zur Auswahl und Pflege
der Zuchtstute und zur Aufzucht des Fohlens. Im Auftrage der
Deputation zur Förderung der Pferde- und Viehzucht im Gebiete
des landw. Central- Vereins der Prov, Sachsen verf. und herausgeg.
Halle a. S. 1889.
Vergl. auch Patzig unter Allgem.
Petit, J., Quantite de betail du globe. — Revue Sc. Nat,
AppHquees. 4. S., T. VI, p. 254—255.
Annähernde Schätzung der Zahlen der Haustiere auf der Erde,
nach VeröflfentHchungen des Ackerbau-Ministeriums der Vereinigten
Staaten.
Pion, E., Le concours universel d'animaux domestiques au
palais d'industrie. Races bovines. — Ebenda, p. 689 — 692.
Ausstellungsbericht.
Derselbe, Concours international des chevaux reproducteurs.
— Ebenda, p. 828—831.
Ausstellungsbericht,
Regnard, Sur la quantite de graisse accumulee dans les siUons
du coeur chez les animaux engraisses rapidement. — Comptes rendus
Soc. Biol. 9. Ser., T. I, p. 254—255.
Während bei einem normalen Rinde das im Herzen abgelagerte
Fett etwa 12 7o des gesamten Herzgewichtes beträgt, stieg dasselbe
bei gemästeten Tieren bis auf 30 7o > bei Schweinen ergaben sich
14—22 7o, bei Schafen 13—19 %.
Southwell, T., Notes on the Seal and Whale Fishery of 1888.
— The Zoologist (3) Vol. XIII, p. 121—126.
Angaben über die Zahl der zum Walfang auslaufenden eng-
lischen Fahrzeuge und ihre Beute. Es ist überall eine Abnahme
der letzteren zu konstatiren.
in der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1889. 43
Derselbe, Seals and Sealers. — The Zoologist (3) Vol. XIII,
p. 253—255.
Erörterungen von allgemeiner Natur, nicht speziell zoologisch.
Thomas, Paul, La Suisse et ses chevres. — Revue Sc. Nat.
Appliquees. 4. S., T. VI, p. 705—707.
Kurze Mitteilungen über 8 Schweizer Ziegenrassen.
Wrangel, Graf E. G., Das Buch vom Pferde. Ein Handbuch
für jeden Besitzer und Liebhaber von Pferden. 2. verm. u. verb.
Aufl. Mit über 700 Abbildgn. in Holzschn. und 19 Kunstbeilagen.
Stuttgart 1889.
Stud-Book percheron de France publie par la Societe hippique
percheronne, T. 4, Fase. 1. Etalons. Nogent-le-Rotron 1889.
Dasselbe. Fase. 2. Juments.
Heerde-Buch der Alp-Fleckvieh-Race des Simmenthales und
Saanenlandes. Stand derselben auf 1. Mai 1889. Thun 1889.
Fur-bearing Animals in Siberia. — The Zoologist (3) Vol. XIII,
p. 68.
Statistische Nachrichten.
Geographische Verbreitung und Faunen.
Oestliclie gemässigte Region. Aplin, 0. V., Natterer's Bat
in North Oxfordshire. — The Zoologist (3) Vol. XIII, p. 381—382.
Beauregard, H., Note sur un Baleineau (B. rostrata) echoue
sur la cote de Mimizan. — Comptes rendus Soc. Biol. 9. Ser., T. I,
p. 238—239.
Bale7ioptera rostrata ist mit Sicherheit zur Fauna der französischen
Küsten zu rechnen, da die Art zu jeder Jahreszeit dort beobachtet
wird.
Derselbe, Note sur deux Cetaces recemment echoues sur les
cotes de France. — Ebenda, p. 666 — 667.
Kurze Notiz ohne weiteres Interesse.
Borcherding, Fr., berichtet über das Vorkommen von Mus
rattus L. im nordwestlichen Deutschland. Hiernach ist die Art in
dem genannten Gebiet häufiger als meistens angenommen wird.
M. decum. soll angeblich in Bremen 1836 noch nicht engewandert
gewesen sein. — Zool. G. XXX, p. 92 — 93.
Brusina, Spir., Sisavci Jadranskoga Mora. Gradja za Faunu
hrvatsku uz obzir na ostale sisavce sredozemnoga mora. Zagreb
1889 (Sep.-Abdr. aus den Abhandig. der südslavischen Akad.).
Behandelt die Säugetiere des adriatischen Meeres.
Browne, M. , The Vertebrate Animals of Leicestershire and
Rutland. Birmingham and Leicester 1889. Mit Abbildgn.
Brown, J. A. Harvie, and Buckley, T. E., Fauna of the
Outer Hebrides. Edinburgh 1889. Mit lUustr.
Büchner, Eugen, lieber das Fehlen des Eichhörnchens im
Kaukasus. — Melanges biol. T. XIII, p. 75—82.
44 Dr. Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen
Verf. stellt die interessante Thatsache fest, dass entgegen den
Angaben von Pallas, Nordmann, Menetries u. A. das Eich-
hörnchen im Kaukasus fehlt. Die genannten Forscher wurden
wahrscheinlich irregeführt dadurch, dass im Russischen in einigen
Gegenden für Myoxus glis dieselbe Bezeichnung gebraucht wird, wie
für Sciuri/s vulgaris.
Vergl. auch Büchner unter Allgem. und unter System., Muridae.
Cornish, Thomas, Black Rat in Cornwall. — The Zoologist (3)
Vol. XIII, p. 434, p. 450.
Kurze Notizen zur Verbreitung von 3Ius rattus.
Dowker, George, The Noctule and Serotine Bats in Kent. —
The Zoologist (3) Vol. XIII, p. 258—259.
Beide Arten sind stellenweise zahlreich in Kent.
Grimm, Walfisch-Industrie an der Murmanenküste. 1885!
Verf. giebt eine Darstellung seiner im Auftrage des Ministeriums
der Reichsdomänen angestellten Untersuchungen bezüglich der
russischen Walindustrie an der Murmanenküste (Kola -Halbinsel).
Er behandelt zunächst die Naturgeschichte der in russischen Ge-
wässern vorkommenden Wale: Balaena mysticetus, B. hiscayensis,
Megaptera boops, Balaenoptera i'ostrata Fahr., B. horealis Less., B.
muscuhis Comp., B. Sihhaldii Gray. Im IL Kap. wird der Einfluss
der Wale und der Walindustrie auf die Fische und die Fischerei
erörtert; im III. Kap. die Entwicklung der Walindustrie ; im IV. Kap.
die Organisaton derselben.
Harting, J. E., Daubenton's Bat not in Norfolk. — The
Zoologist (3) Vol. XIII, p. 161—166. Mit 1 Tfl.
Vergl. auch Harting unter Biologie, Allgem.
Locard, A. , Catalogue descriptif des Mammiferes qui vivent
dans le Departement du Rhone et dans les regions avoisinantes. —
Ann. Sog. Agricult. Lyon (2) Jahrg. 1889, p. 1—74.
Modigliani, E., Appunti intorno ai Mammiferi dell'Isola Nias.
— Ann. Mu. Genova (2) VII, p. 238—245.
Messer berichtet über das Vorkommen von Mus rattus in
Bremen, wo dieselbe sich immer noch an einzelnen Oertlichkeiten
aufhält. — Zool. G. XXX, p. 26—27.
Martin, Rene, et Rollinat, Raymond, Catalogue des Mammi-
feres de la Brenne, Mammalogie du departement de ITndre. —
Memoires Soc Zool. de France, Vol. II, p. 11 — 29 ff.
Es werden 54 Arten aufgezählt, 14 Fledermäuse, 8 Insectivoren,
16 Nager, 12 Raubtiere, 4 Paarhufer, bei jeder Notizen über Vor-
kommen, Häufigkeit, Lebensweise etc. Von selteneren Arten z. B.
genannt Rhinolophus euryale Blas., Vespert. e7narginatus Geoffr.,
Talpa caeca Savi, Mus rattus L., Mustela (! Ref.) lutreola L., Genetta
vulgaris Cuv.
Nehring, A., Ueber Säugetiere von Wladiwostock in Südost-
Sibirien. — Sitzgsber. Ges. naturf. Freunde. Berlin 1889, p. 141 — 144.
Von besonderem Interesse ist ein Schweineschädel mit 8 Backen-
in der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1889. 4.5
zahnen in jedem Oberkiefer; derselbe gehört zu Sus leucomystax
Continental is.
Oldham, Charles, Whiskered Bat in Derbyshire. — The
Zoologist (3) Vol. XIII, p. 68—69.
Verf. fand am 1. Jan. ein lebendes Exemplar von VespeHilio
mystacmvs an einer feuchten, dem Tageslicht ausgesetzten Stelle am
Eingang in den Schacht eines Bergwerks.
Palumbo, Augusto, Note di zoologia e botanica sulla plaga
selinuntina. — Naturalista siciliano VIII, p. 270 — 274.
Die Säugetiere werden zunächst aufgeführt (p. 270 — 274; in
Bd. IX werden die übrigen Tiere behandelt) , 5 Chiropt. , 2 Insecti-
voren (nur Erinaceus eitrop. und Crocidvra musaranea ßpA), 4 Carniv.,
darunter C. lupus^ 7 Nager. Auf Vollständigkeit kann das Ver-
zeichniss keinen Anspruch machen.
Radde, G. , und Walter, A. , Die Säugetiere Transkaspiens.
Mit Beiträgen von W. Blasius. — Zool. Jahrb. Abtlg. f. Syst. etc.
Bd. IV, p. 993—1094. Mit 1 Tfl.
Obwohl Transkaspien ein für Chiropteren durchaus ungeeignetes
Gebiet ist, wurden 9 Arten gesammelt, darunter die interessante
Otonycteris hemprichii Pet. und die als spezifische Wüstenform merk-
würdige Vesperugo serotimis (^Danh.') var. turcomanus Eversni. An
Insectivoren wurden nur 3 Arten beobachtet, wozu eine vierte früher
nachgewiesene kommt. Unter den Carnivoren nehmen die Katzen
den ersten Rang ein (8 Arten), Caniden sind weniger zahlreich
(5 Arten), Musteliden spärHch (5 Arten); von Hyäniden nur H. striata]
Viverren und Bären fehlen ganz. Der Mangel der letzteren Gruppe
ist auffallend, da sie in allen benachbarten Gebieten vertreten ist.
Fhoca vitvlina L. var. caspica Nilss. soll selten das transkaspische
Ufer berühren. Nagetiere sind, wie zu erwarten, am reichsten ver-
treten, wenn auch nicht gerade sehr reich an Arten, so doch an
Individuen. 24 Arten wurden konstatirt, darunter die vielfach als
Art betrachtete Mus musculus var. hactrianus Blyth, ferner die vor-
wiegend indische Gattung Nesokia u. zw. N. indica Gray var. huttoni
Blyth und N. hoettgeri n. sp., welche sowohl in der Körperform und
Farbe als auch im Schädelbau, bes. im Unterkiefer von der erst-
genannten Art sicher zu unterscheiden ist. Eine Tafel enthält Ab-
bildungen des Schädels und Gaumens, Ungulaten wurden in nur
5 Arten getroffen, auffallend wenig im Vergleich zu den Nachbar-
faunen. Bei dem Kap. über Antilope subgzftturosa wird eine Angabe
Pohlig's über A. cervicapra in Persien berichtigt (vergl. Ber. f. 1887
p. 79). Von Haustieren werden genannt Hund, Katze, 2 Kameel-
arten nebst ihren Bastarden, Pferd (2 Typen), Esel, Rind, Ziege,
Schaf, Schwein.
Struck, C, Ueber das Vorkommen des Hamsters (Cricetus
vulgaris L.) in Mecklenburg. — Arch. Ver. d. Freunde d. Naturgesch.
Mecklenbg. 42. Jahrg., p. 103—106.
Verf. führt vier Lokalitäten auf, an denen der Hamster in
Mecklenburg sicher nachgewiesen ist, nämhch Lübberstorf, Hohen-
46 Dl"- Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen
stein, Golm und Weitin. Einer der Gewährsmänner äussert die
Ansicht, dass der H. auch Pflanzenwurzeln durch Nagen beschädige.
Zaroudnoi, N., Recherches zoologiques dans la contree trans-
caspienne. — Bull. Soc. Imp. Nat. Moscou. Nouv. Ser., T. III, p. 128
— 160, 740—842.
p. 740 — 748 enthält meist kurze Notizen über die beobachteten,
z. T. nur der Gattung nach bestimmten Säugetiere. Bemerkenswert
ist ein Cynailurus jub. mit zwei fast gleich grossen Caninen im
linken Oberkiefer.
Distribution of Daubenton' s Bat in Britain, — The Zoologist (3)
Vol. XIII, p. 308.
Distribution of Natterer's Bat in Britain. — Ebenda, p. 308
—309.
Mus hibernicus, Thompson, restored to the British Fauna. —
The Zoologist (3) Vol. XIII, p. 201—206. (Auszug aus Harvie Brown
and Buckley ,, Fauna of the Outer Hebrides".)
Es wird nachgewiesen, dass die lange Zeit zu M. rattus gestellte
schwarze Ratte, welche Thompson als M. hiberniais bezeichnete,
eine Var. von M. decumanus ist, die sich von dieser ausser durch
die Färbung auch durch Abweichungen in den Proportionen unter-
scheidet.
Aethiopische Region. Barboza du Bocage, J. V., Breves
Consideragoes sobre a Fauna de S. Thome. — Jornal Sciencias
Lisboa (2) Bd. I, p. 33-36.
Von Säugetieren werden angeführt: Cercopithecus mona, Viverra
civetta, Cynonycteris strami?iea, Phyllorhina caffra, Mus decumanus,
Mus rattus, Crocidura thomensis n. sp.
Derselbe, Mammiferes d'Angola et du Congo. — Ebenda,
p. 8—32, 174—185. Mit Abbildgn.
Behandelt werden Primaten, Chiropteren, Insectivoren und Carni-
voren. 3 neue Crocidura-AxteVi.
Bryden, H. A., Kloof and Karroo in Cape Colony. (Ort?) 1889.
Enthält u. a. einen Artikel über die Ausrottung des Quaggas.
Milne-Edwards, A., et Oustalet, E., Etudes sur les Mammi-
feres et les Oiseaux des lies Comores. — Nouv. Arch. Mus. (2)
T. X, p. 219—297 (1888!).
Noack, Th., Beiträge zur Kenntniss der Säugetierfauna von
Süd- und Südwest-Afrika. — Zool. Jahrb. Abtlg, f. Syst. etc. Bd. IV,
p. 94—261. Mit 5 Tfln.
Verf. bearbeitete die von Schinz im Damara- und Ovamboland,
sowie in der Kalahariwüste und die von Hesse im Gebiet des
unteren Kongo gemachten Sammlungen, zusammen 77 Arten, nämlich
Edentata 3, Sirenia 1, Nasicornia 2, Eqtiidae 2, Suina 3, Obesa 1,
Proboscidea 1, Antilopina 5, liyracina 1, Rodentia 13, Carnivora 24,
Insectivora 2, Chiroptera 12, Prosimiae 2, Simiae 5. Neu sind
folgende Arten: Manis hessi n. sp. „Manis mit langem Kopf und
Hals, mehr als körperlangem, breitem, an der Spitze breit ab-
gerundetem Schwänze, sehr breiten, eiförmig abgerundeten gefurchten
in der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1889. 47
Schuppen, welche in der vordem Hälfte an der Basis braun, sonst
olivengelb, hinten an der Spitze gelb, auf dem Schwänze braun mit
hellem Doppelbande vor der Schwanzspitze gefärbt sind und in der
mittleren Reihe ununterbrochen bis zur Schwanzspitze
verlaufen. Unterarm behaart, Hinterschenkel beschuppt, Nagel
des dritten Fingers enorm verlängert."
Gerbülus tenuis Smith var. schinzi N. „Kleiner Gerbillus mit
oben und unten orangegelben Nagezähnen, körperlangem, in einen
kleinen Büschel endendem Schwänze und weissen Nägeln. Farbe
oben lebhaft gelb mit braun gesprenkelt, unten weiss, Oberarm und
Metatarsus aussen und innen weiss." Kalahari.
Mus {= Micromi/s) microdontoides n. sp. ,, Kleine, dem Gebiss
nach Mus microdon Pet. nahestehende, aber nur halb so grosse
Maus mit körperlangem, geringeltem und behaartem Schwänze,
stumpfer Nase und grossem ovalem, innen gelbrot behaartem Ohre.
Färbung oben rotbraun, unten nicht scharf abgesetzt umbragrau,
an den Beinen silbergrau, an den Füssen weisslich gelbgrau."
Banana (Nordufer der Kongomündung).
Macroscelides hrachyrynchus Smitlt var. schinzi N. schliesst sich
an Macr. brach. Smith = melanotis Ogilhy an, von dem er durch
geringere Grösse, längeren Rüssel und andere Färbung abweicht.
Ovamboland.
Vesperiis damarensis n. sp. „Mittelgrosser Vesperus mit langen,
oval zugespitzten Ohren, deren äusserer Rand aber etwas ein-
gebuchtet ist, und gradem, aussen halbmondförmig abgerundetem
Tragus, mit dunkelbrauner, zwischen Schenkeln und Schwanz hell-
gelbbrauner, von weissen parallelen Adern durchzogener Flughaut,
oben von hell sepiagelber mit graubraun gemischter, unten von
weissgrauer mit schwarzbraun gemischter Farbe der ziemlich langen
und flockigen Haare." Damaraland, Omburo und Golabu.
Vesperus pusillus n. sp. „Winzig kleiner Vesperus mit langem,
schmalem, wenig eingebuchtetem Ohr, nach oben breit dreieckig
verbreitertem, mit der Spitze nach innen gebogenem Tragus, kurzer
stumpfer Nase, dreizackigen äusseren Incisiven, geringer Ausbuchtung
der Schenkelflughaut, freiem letztem Schwanzwirbel , von tief russ-
schwarzer, unten wenig hellerer Farbe." Borna.
Vesperugo pagenstecheri n. sp. ,, Kleiner Vesperugo, der Vesperugo
nanus Peters nahesteht, aber erheblich kleiner und viel heller gefärlDt
ist. Ohr lang und schmal zugespitzt, hinten etwas ausgeschnitten,
der äussere Ohrrand massig gegen den Mundwinkel vorgezogen, der
kleine und schmale Tragus innen gerade, aussen convex. Färbung
oben hell gelblich olivenfarben, unten noch heller weisslichgelb mit
olivenfarbenem Anfluge." Netonna (am Banana Creek).
Chalinolohus congicus n. sp. ,,Chalinolobus mit zweispitzigen
inneren J, halbmondförmigem Lappen am unteren Mundwinkel und
Warze über dem Mundwinkel, rundem, nach hinten umgebogenem
Lappen am unteren Ohrrande, Tragus mit gerader innerer, gebogener
äusserer Kante mit spitzem Lappen am unteren Rande, weissgelb-
48 Dl'. Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen
lieber bis bell rötlichbrauner Flughaut, ganz von der Flugbaut ein-
geschlossenem Schwänze und olivengelblich-silbergrauer Färbung und
mehr oder weniger deutlichen weisslicben Streifen oben und unten
an den Schultern." Netonna.
Die Abbildungen stellen teils ganze Tiere (farbig), teils Schädel dar.
Malayische Region. Jentink, F. A., On collection of Mammals
from East-Sumatra. — Notes Leyden Mus. Vol. XI, p. 17 — 30.
Aufzählung der von Dr. Hagen in Ost -Sumatra gesammelten
Säugetiere, 49 Arten, davon Simiae 6, Galeopithecidae 1, Carni-
vora 11, Ruminantia 4, Pachydermata 3, Rodentia 11, Insectivora 5,
Chiroptera 8. Bisher nicht bekannt von Sumatra (doch von Borneo)
waren Arctogale stigmatica, Hemigalea derhymia, Herpestes hrachynrus,
Cynogale betitiettii, Ptilocermis lowu, Rhizomys dekan. Trotz der
Uebereinstimmung der Faunen von Sumatra und Borneo im All-
gemeinen zeigt sich, dass die Säugetierfauna von Ost-Sumatra mehr
mit derjenigen von Borneo überein kommt als mit der von West-
Sumatra. Neu beschrieben wird Sciuropterus hageni n. sp., welcher
sich vor allen malayischen Gattungsangehörigen schon durch die
Grösse auszeichnet. Totallänge 558 mm, Schädel 54 mm, Jochbogen-
breite 34 mm.
Vergl. auch Jentink unter System., Chiropt,
Langkavel, B., Das Nahurschaf, Pseudois nahoor. — Zool. G.
XXX, p. 298—302.
Verf. erörtert fast ausschliesslich die geogr. Verbreitung.
Sclater, W. L., On a Collection of Mammals, procured at
Shahpur, Punjah etc. — Proc. Asiat. Soc. Bengal. 1889, p. 144.
Genannt werden Ccmi's (Vuljies) hengalensis, Herpestes auro-
pundatvs, Erinacetis collaris, Seotophüus paUidtis, Mns bactrianus.
Thomas, Oldfield, On the Mammals of Mount Kina Balu,
North Borneo. — Proc. Zool. Soc. London 1889, p. 228—236. Mit
1 Farbentfl.
6 überhaupt neue und 5 für Borneo neue Arten. Diese letzteren
sind: Cynopterus ecaudatus Temm., Ilylomys suillus dorsalis Thos.,
Chimarogale himalayica Gray, Mus musschenbroecki Jenf., Mus lepturus
Jent. Die neuen Arten wurden bereits früher (1887 und 1888) von
Thomas beschrieben, meistens in Ann. Mag. Nat. Hist. Sciums
whiteheadi Thos. wird farbig abgebildet.
Australische Region. Anderson, J., Report on the Mammals,
Reptiles and Batrachians, chiefly from the Mergui Archipelago,
collected from the Indian Museum. — Journ. Linnean Soc London
Bd. XXI, p. 331—350.
Huddieston, H. B., The Acclimatisation of Red-deer in New-
Zealand. — The Zoologist (3) Vol. XIII, p. 24.
Im Distrikt Nelson in Neuseeland hat sich 1850 in einem Paar
eingeführtes Rotwild sehr stark vermehrt und über ein weites Gebiet
verbreitet.
Ueber denselben Gegenstand findet sich eine Notiz ebenda
p. G7— G8. Hiernach vermehrt sich der Edelhirsch stark an der
in der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1889. 49
Ostküste des sücUiclien Wairarapa-Distriktes und verbreitet sicli von
dort ans noch weiter.
Westliche gemässigte Region. Vergl. Baker unter Biol.,
Allgem. ; ferner Merriam unter System., Rodentia.
Siidamerikanisclie Region. Cope, E. D., On the Mammalia
übtained by the naturaHst exploring expedition to Southern Brazil.
— Amer. Naturalist, Vol. XXIII, p. 128—150 (Febr.).
Bericht über die Säugetiere, welche unter der Leitung von
Herbert H. Smith 1882 in Rio Grande do Sul und Matto Grosso
gesammelt wurden. Angeführt werden: Marsup. 4; Chiropt. 9;
Edent. 10; Rod. 16; Carniv. 16; Diplarthra 6; Quadrum. 4. Neu
beschrieben werden 9 Arten: Dermanura eva sp. nov. steht D. quadri-
vittata am nächsten, unterscheidet sich jedoch von dieser durch be-
deutendere Grösse und durch die abweichende Form des äusseren
unteren Schneidezahns. — Vesperus arge sp. nov. Untere Incis.
dreilappig, äusserer oberer einfach und schmal, Ohren viel kürzer
als der Kopf. Nasenbildung wie bei V. platyrhinus Dohs. Schwanz
ganz in der Flughaut eingeschlossen. Farbe oben dunkelbraun
mit rötlich überhaucht, unten ähnlich, doch mit helleren Haarspitzen.
Innenseite der Interfemoralhaut blass, weisslich, nach den Rändern
weniger hell. Kopf und Körper 61 mm, Schwanz 38 mm, 3. Finger
71 mm. 1 Expl. von Sao Joao. — Myrmecophaga hivittata straminea
sp. nov. (Subspez.? Ref) Von M. hivitt. hauptsächlich durch die
strohgelbe Farbe unterschieden. — Myrm. sellata sp. nov. ist auf
einen defekten Balg gegründet, welcher durch längeren Schwanz und
abweichende Färbung von M. hivitt. abweicht. — Tatusia megaloJepis
sp. nov. unterscheidet sich durch die Grösse der Knochenschilder
von T. peba und T. hyhrida. Letzterer Art gleicht sie in der Kürze
des Schwanzes, entfernt sich aber von ihr durch die längeren Ohren
und durch den abgerundeten Hinterrand des Kopfschildes mit nur
1 Reihe von Tafeln. 1 (!) Expl. von Chapada (Matto Grosso). —
Sphingurus sericeus sp. nov. ist kenntlich an dem gänzlichen Mangel
brauner Farbe an den Haaren und Stacheln. Cope giebt übrigens
die Möglichkeit zu, dass Sph. sericeus zu Sph. villosus zu ziehen sei,
unter welchen Hensel wohl ersteren einbezöge. — Dasyprocta aurea
sp. nov. vertritt D. croconota und D. p)rymnoloplui Wagl. in Süd-
brasilien und steht von diesen beiden Arten der ersteren näher, ist
jedoch sonst am meisten mit D. azarae verwandt. Auf 1 (!) Balg
mit Färbungsverschiedenheiten gegründet. — Felis hraccata sp. nov.
ist nahe verwandt mit F. jaguarondi , von der sich jene durch ihre
Zehen- und Krallenbildung, kürzeren Schwanz, spitzere Ohren und
andere Behaarung in der Nasengegend unterscheidet. Ausserdem
Färbungsdifferenzen. — Dicotyles angulatus sp. nov. von D. tajasstc
durch Schädeldifferenzen getrennt; Oberkieferleiste vorn bis zur
Canin- Alveole reichend; Nasenbeine im Querschnitt winkelig er-
scheinend; 1. oberer Pm. quadrituberkulär, molarartig; Molaren
gefaltet. — Bei den Procyonidae wird eine synoptische Tabelle der
Arch. f. Naturgesch. Jahrg. 1890. Bd.U. H.l. 4
50 Dr. Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen
Schädelcharaktere gegeben, wobei die Coatis zur Gattg. Procyon
gezogen werden.
Nehring, A., lieber die Herkunft des Meerschweinchens (Cavia
cobaya Marcgr.). — Sitzgsber. Ges. naturf. Freunde. Berlin 1889,
p. 1—4. Mit 3 Abbildgn.
Verf. weist unter Bezugnahme auf peruanische Meerschweinchen-
Mumien nach, dass die Heimat des genannten Tiers nicht, wie bisher
überall angegeben, Brasilien, sondern Peru ist.
True, Frederick W., On the occurrence of Echinomys semi-
spinosus, Tomes, in Nicaragua. — Proc. U. S. Nat. Mus. Vol. XI,
p. 467—468.
Verf. erhielt 5 Expl. von EcJimomys semispin. Tomes aus der
Gegend von Greytown in Nicaragua, wodurch der erste Beweis für
das Vorkommen eines Gliedes der Fam. Octodontidae in Central-
amerika erbracht ist.
Derselbe, On the Mammals collected in Eastern Honduras in
1887 by Mr. Charles H. Townsend, with a description of a new
subspecies of Capromys from Little Swan Island. — Proc. U. S. Nat.
Mus. Vol. XI, p. 469—472.
Capromys brachyui'us thoracatus subsp. nov. stimmt bis auf
Färbungsunterschiede (ein weisses Band quer über die Brust, graue
Kehle, braun und ockerfarbige Hinterfüsse) mit Cap. brach, überein.
Bisher glaubte man die Gattg. Capromys auf Jamaika und Cuba
beschränkt, so dass das Vorkommen der neuen Subspez. auf einer
kleinen Insel am Eingang des Golfes von Honduras von grossem
Interesse ist. Die Liste der Säugetiere enthält folgende Arten:
Mycetes piaUiatiis Gray, Cebus hypoleucus Humboldt, Felis pard. L.,
Nasiia narica Z/. , Cariacus clavatus True, Scmrus hypopyrrhus
Wagl., Sc. teplirogaster Gray, Coelog. paca L., Dasyprocta punctata
Gray., Bliynchonycteris naso Max z. Wied, Tat. novoncinda L., Did.
Opossum, D. murina L.
Fossile Säugethiere.
Anieghino, Florentino, Contribucion al conocimiento de los Mamiferos
fösiles de la Republica Argentina. — Actas Acad. Nac. Ciencias de Cordoba.
T. VI. 1889. 1027 S. nebst Atlas von 48 Tfin.
In dem sehr umfangreichen Werk werden folgende zahlreiche neue Gattungen
lind Arten beschrieben. Rodentia. A. Myomorpha. Hesperomyidae : Ptys-
sophorus elegans n.g.n.sp. p. 111 Tfl. IV. fig. 1.; die Gattung steht zwischen
Eeithrodon WaterJi. und Oxymicterus Waterh. — Oxymicterus impexus n. sp.,
p. 113, Tfl. IV. fig. 3, schliesst sich an O.rufus an. — Habrothrix internus n. sp.,
p. 114, Tfl. IV. fig. 5 — 6, am nächsten verwandt mit H. arenicola Waterh. —
Holochilus multannus n. sp., p. 117, Tfl. IV, fig. 12, steht dem H. vulpinus Wagn.
nahe. ^ Bothriomys catenatus n. g. n. sp., p. 118, Tfl. IV. fig. 13, vereinigt
Charaktere von Habrothrix, Calomys und Oxymicterus. — Tretomys atavus n. g.
n. sp. p. 119, Tfl. IV. fig. 16, ähnelt im Gebiss der Gattg. Eeithrodon. — Ne-
in der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1889. 51
cromys conifer n. g. n. sp. bildet gewissermassen einen Uehergang von den
Ratten Amerikas zu denen der alten Welt. — B. Hystricomorpha. Para-
doxomidae: Paraaoxomys patagonicus n. sp., p. 124, Tfl. XXV flg. 14, wii'd nach
dem vorderen Teil eines Schneidezahns von der früher vom Verf. beschriebenen
Art P.cancrivm-us unterschieden. — Cercolabidae : Acareniys messorn. sp. ,-p.l26,
Tfl. IV, fig.21, ist die grösste Art der Gattg. — Echinomyidae : Neoreomys msulatus
n. sp., p. 138. Tfl. VII. flg. 20. — Olenopsis uncinus n. g. n. sp., p. 145, Tfl. VI,
flg. 14 — 16, bietet Beziehungen zu Myopotamiis und Neoreomys. — Diseolomys
cuneus n. g. n. sp. p. 148. Tfl. XXV, fig. 8 und Tfl. V. flg. 17—23, grösser als
Myop, coypus, ist durch die eigentümliche Struktur der Molaren von den übrigen
Echinomyiden getrennt. — Octodontidae : Pithanotomys cordubensis n. sp., ■p.lQö,
Tfl. Vn. fig. 18, die grösste der bisher bekannt gewordenen Octodontiden. —
Eryomyidae : Peritnys procerus n. sp., p. 172, Tfl. IX, fig. 25 — 26, Tfl. X. fig. 2,
nähert sich P. omistus Amegh. — Lagostomus debilis n. sp., p. 179, Tfl. IX.
fig. 5; L. minimus n. sp., p. 180, Tfl. IX. fig. 6; L. cavifrons n.sp., p, 180,
Tfl. VUI, fig. 2; L. heterogenidens n. sp. T^. 218, Tu. XI, fig. 6— 7; L. lateralis
n. sp., p. 185, Tfl. IX, fig. 10; L. primigenius n. sp., p. 186, Tfl. IX,
fig. 11. — Caviidae: Orthomyctera rigens n. g., p. 218, Tfl. XI, fig. 6—7,
wurde fräher vom Verf. als Cavia rigens beschrieben. 0. vaga n. sp., p- 219,
Tfl. XII fig. 1. 0. lata n. sp., p. 220, Tfl. XI. fig. 4 steht schon der Gattgung
BoUchotis nahe. — Dolichotis intermedia n. sp., p. 222, Tfl. XI. fig. 3 steht in
der Grösse zwischen D. patag. und D. major einerseits, D. minor andererseits.
B. platycephala n. sp., p. 223. Tfl. XI. fig. 8, steht B. major nahe, ist aber von
dieser leicht durch die Bildung des letzten oberen Backenzahnes zu unter-
scheiden. — Cerodon turgeo n. sp., p. 225. Tfl. XII. fig. 20, schliesst sich direkt
an C. leucoblepharus (Burm.) an, als dessen Vorläufer er angesehen wird. C.
priscus n. sp., p. 226. Tfl. XII fig. 22, und C. pijgmaeus n. sp., p. 226. Tfl. XII.
fig. 21, stehen ebenfalls der genannten recenten Art sehr nahe. — Microcavia
uncinata n. sp., p. 230. Tfl. XII. fig. 16. — Palaeocavia pampaea n. sp., p. 233.
Tfl. XII, fig. 9, P. minuta n. sp., p. 233, Tfl. XII. fig. 8. — Plexochoerus adluis
n. sp., p. 252. Tfl. XXV. fig. 1, bildet den Uehergang von PI. paranensis Amegh.
zu Hydrochoerus — Callodontomys vastatus n. g. n. sp. p. 259. Tfl. IX. fig. 27,
ist hinsichtlich seiner systematischen Stellung noch nicht ganz sicher erkannt.
Didelphydae. Bidelphys liijanensis n. sp. p. 279, Tfl. 1, Fig. 1, steht B.
crassicaudata nahe , unterscheidet sich aber durch das Gebiss und die Form des
Unterkiefers. B. triforata n. sp. p. 280. Tfl. XII. Fig. 37 u. 38, schliesst sich
an B. inexpectata Amegh. an. D. juga n. sp., p. 281. Tfl. I. Fig. 3, verwandt
mit B. elegans. B. grandaeva n. sp., p. 281. Tfl. I. Fig. 4, bildet einen Ueher-
gang zia der Gattung Bimerodon, welche Ameghino wegen des Gebisses und
der Bildung des Unterkiefers von Bidelphys abtrennt. Bimerodon mutilatus
n. g. n. sp., p. 283. Tfl. I. Fig. 5. — Creodonta. Acyon hardus n. sp., p. 292.
Tfl. I. Fig. 18, ist betreffs seiner Gattungszugehörigkeit noch nicht sicher er-
kannt. — Carnivora. Canis lydehTceri n. sp., p. 305 wird von Canis cancrivoriis,
mit dem ihn Lydekker vereinigt hatte, abgetrennt. — Mephitis cordubensis n. sp.,
p.323, Tfl.I, Fig. 20 und 23, nur in wenigen Schädelfragmenten bekannt. — Felis
platensis n.sp., p. 329. steht ungefähr zwischen Jaguar und Puma. — Typo-
theridae. Entelomorphus rotundatus n.g. n.sp., p. 421. Tfl. XVir Fig. 8, von
Typotherium durch Gebissverschiedenheiten zu trennen. — Pachyrucos teres n. sp.
4*
52 Dl'- Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen
p. 429. Tfl. XIII. Fig. 25—27, schliesst sich an P. typicus an. P. trivius n. sp.,
p. 429. Tfl. XIII. Fig. 31, ist etwas kleiner als die vorige Art und zeigt Ab-
weichungen im Zahnbau, besonders bei p. 2 inf. P absis n. sp., p. 429, Tfl. XIII.
Fig, 32—33, unterscheidet sich von den beiden erwähnten neuen Arten durch 3,
anstatt 2 Foram. mental. P. naevius n. sp., p. 430. Tfl. XIII. Fig. 30, ist grösser
als die genannten, hat 3 Foram. ment., aber in anderer Anordnung als P. absis.
P. ictus n. sp., p. 431. Tfl. XIII. Fig. 17—18, unterscheidet sich von P. typicus
durch die vordere Schädelpartie, besonders durch die Kürze der Symphyse des
Unterkiefers. — Interatheriidae: Jcochilus extensus n. sp., p. 471. Tfl. XV. Fig. 4
— 9, die grösste Art der Grattung, von Kaninchengrösse. I. excavatus n. sp.,
p. 472. Tfl. XV. Fig. 10-13, I. undulatus n. sp., p. 473, Tfl. XV. Fig. 14 und
I. rotundatus n.sp., p. 473. Tfl. XV Fig. 15 — 16 unterscheiden sich von einander
durch Grössen- und Gebissverschiedenheiten. — Protypotherium claudum n. sp ,
p. 480. Tfl. XIV. Fig. 22, weicht besonders durch die Bildung von p. 3 inf. von
den andern Arten' der Gattung ab.— PatriarcJms palmidens n.g. n.sp., p. 481.
Tfl. XV. Fig. 2—3; die Gattung ist hauptsächlich charakterisirt durch die Art
der Einpflanzung der Zähne im vorderen Teil des Unterkiefers, steht im Uebrigen
Protypotherium nahe. Perissodaetyla: Equidae. Hippidion angulatus n. sp.,
p. 520, Tfl. XXVII. Fig. 2 und 3, ist auf einige obere Molaren begründet. —
Artiodactyla: Oreodontidae. Diplotremus agrestis n.g. n. sp. p. 577.
Tfl. XXXIV. Fig. 16, ist durch molarenähnliche Prämolfrren ausgezeichnet. — Ga-
rn elidae. Auchenia cordubensis n. sp. p. 584, grösser als ein heutiges Lama,
mit rudimentärem p. 3. Auch, ensenadensis n. sp. p. 585, so gross wie ein Guanaro,
von dem es sich durch den Bau der Molaren unterscheidet. Auch, lujanensis
n. sp., p. 586. Tfl. XXXVI. Fig. 8, ist mit A. gracilis verwandt. Auch, meso-
lithica n. sp., p. 588. Tfl. XXXVI. Fig. 9. Tfl. XXXVII. Fig. 1, ist wegen der
Form des Unterkiefergebisses als Art aufgestellt. — Palaeolama leptognata n. sp.,
p. 590. Tfl. XXXVI. Fig. 1, typische Art der Gattung, von Gervais als Auchenia
Weddelli beschrieben. — Stilauchenia Oweni n. g., p. 592. Tfl. XXXV. Fig. 4,
Tfl, XXXVI. Fig. 7, früher als Palaeolama Oweni beschrieben, aber wegen des
verlängerten letzten oberen Molaren generisch abgetrennt. — Eulamaops paral-
lelus n. g. p. 595. Tfl. XXXV. Fig. 1, Auchenia parallela Amegh. — Cervidae.
Cervus latus n. sp., p. 604. Tfl. XXXVII. Fig. 6., nur auf ein kleines Geweih-
fragment begründet (lü Ref.). Paraceros ensenadensis Amegh. p. 605 neue
Gattung, abgetrennt von Cervus wegen Geweihdifferenzen. P. vuhieratus n. sp.,
p. 606. Tfl. XXXVIII. Fig. 5, ebenfalls auf ein Geweihfragment begründet. —
Epieuryceros truncus n. g. n. sp., p. 613, Tfl. XXXVIII. Fig. 1. ein Geweihstück.
— Elephantidae. Mastodon rectus n. sp., p. 643, mit 1 Holzsch. hat völlig
gerade Stosszähne, ist etwa so gross wie M. humboldti. -^ Bruta. Eutelop-
sidae. Delotherium venerandum n. sp. p. 656. Tfl. XL. Fig. 22. schliesst sich an
die Gattung Entelops an. — Megatheriidae. Neoracanthus bracl-ebuschianus
n. sp., p. 676. Tfl. XL. Fig. 19, Tfl. LXXVIII. Fig. 2, unterscheidet sich durch
geringe Grösse und durch Gebissverschiedenheiten von dem nahe verwandten
Neor. Burmeisteri Zamicrus admirabilis n. g. n. sp., p. 682. Tfl. XLI. Fig. 7,
schliesst sich eng an Megatherium an. — Lestodontidae. Lestodon (?) para-
nensis n. sp. auf einen Molaren begründet. — Mylodoutid ae. (?) Pseudolestodon
njunctus n. sp., p. 753. Tfl. XL. Fig. 11 und 18, Tfl. XLIX. Fig. 4, in 2 Zähnen
gefunden, bildet vielleicht ein neues Genus. — Glyptodontidae. Glyptodon
iu der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1889. 53
Folkneri n. sp., p. 788. Tfl. I. Fig. 4. Tfl. LIII. Fig. 7, unterscheidet sich so sehr
von den andern Glyptodonten, dass man, sobald ein Skelet bekannt wird, vielleicht
eine neue Gattung bilden muss. Gl. Florinü n. sp., p. 789. Tfl. LXXV. Fig. 3,
steht Gl. principalis nahe, unterscheidet sich aber durch Besonderheiten in der
Skulptur des Panzers — Cochlops murieatus n. g. n. sp., p. 792. Tfl. I. Fig. 9 — 18,
Tfl. LIII. Fig. 1—2, ist auf Unterschiede in der Bildung des Panzers begründet.
— Hoplophoridae. Falaehoplophorus disjunctus n. sp., p. 802. Tfl. LV. Fig. 6,
Panzerskulptur. — Hoplophorus psemlornatus n. sp., p. 808. Tfl.l^LVIII. Fig. 5,
Tfl. XCII. Fig. 1—3, durch die Bildung des Panzers und der Schwanzröhre von
Hop), ornatus abweichend. Hoj). evidens n. sp., p. 811. Tfl. LXXV. Fig. 2,
Tfl. LXXXIV. Fig. 2— 3, ist etwa so gross wie Hop. cordubensis, zeigt aber
eine ähnliche Panzerskulptur wie Hop. ornatus. Hop. verus n. sp., p. 814.
Tfl. LXIX. Fig. 15, „die Unterschiede dieser Art lassen sich viel schwerer durch
Worte ausdrücken, als sie beim Betrachten der Originalstücke in die Augen
fallen." Hoplop)hm-us (?) Lydekkeri n. sp., p. 814. Tfl. LXXXIV, ist ein von
Lydekker beschriebenes, aber noch nicht artlich benanntes Stück des Britischen
Museums. Hop. Bergi n.sp., p. 815. Tfl. XC. Fig. 1—3, durch besondere Bildung
des Schwanzrohrs unterschieden Hoplophorus Heusseri n.sp., p.816. Tfl. LXXXVI.
Fig. 1—3, durch ein mehr cylindrisches, etwas gebogenes Schwanzrohr gekenn-
zeichnet. Hop. Clarazianus n. sp., p. 817. Tfl. LXXXIV. Fig. 5, wegen des
eigentümlichen Schwanzrohrs mit keiner anderen Art zu identifiziren. Hop.
Migoyianus n. sp., p. 818. Tfl. LXXXIX. Fig. 1—3. Das Schwanzrohr ist kürzer
und dicker als bei den anderen Arten, gerade oder fast gerade, an der Oberseite
flacher, unten gekrümmter. — Lomaphorus wird als Gattung von Hoplophorus ab-
getrennt wegen abweichender Skulptur des Panzers und Form „de la cola".
L. cingulatus n. sp., p. 821. Tfl. LVI. Fig. 8, ist ausserordentlich ähnlich dem
L. elegans, „es ist schwer, die Unterschiede gut darzulegen". — Asterostemma n. g.,
p. 822, zeigt Verwandtschaft zu Falaehoplophorus und Fropalaehoplophorus,
andrerseits auch zu den heutigen Dasypoda; 3 Arten: Ast. depi-essa n. sp., Ast.
granata n.sp. und Ast. laevata n.sp. — Flohophoriis (?) Orientalis n. sp., p. 827.
Tfl. XCI. Fig. 2, ist von noch unsicherer Stellung, bietet Anklänge an Hoplo-
phorus. — Zaphilus n.g., p.828. Tfl.LXXXlII. Fig. 1—2, unterscheidet sich durch
die Bildung des conisch-cylindrischen Schwanzrohrs von den andern Gattungen;
1 Art: Z. Larranagai n. sp. — Fanochtus Frenzelianus n. spi., p. 835. Tfl. LIX.
Fig. 1, 3, 4, Tfl. LXXXVin. Fig. 5—7, 9, unterscheidet sich durch hinten offene
Augenhöhlen von den verwandten Arten. F. Voghti n. sp. , p. 836. Tfl. LVII.
Fig. 2, ist auf die Photographie eines Schädels begründet. F. (?) Nodotianus
n. sp., p. 837. Tfl. LVIII. Fig. 4, bezieht sich auf eine Abbildung und Be-
schreibung in Blainville's Osteographie. — Daedicuridae. Haedicurus Koke-
nianus n. sp., p. 849. Tfl. LVI. Fig. 1 u. 2, Tfl. LXXV. Fig. 1, Tfl. LXXXIV.
Fig. 1, leitet zur Gattung Flaxhaplus hinüber. — Fseudoeuryurus n. g., p. 851,
steht zwischen Flaxhaplus und Neuryurus; Fs. Lelongianus n. sp. — Dasy-
pidae (sie!). Dasypus platensis n.sp., p. 866. Tfl. LXVIII. Fig. 40— 42, so
gross wie Das. villosus, aber abweichend durch die Struktur der äusseren
Panzerskulptur. — Zaedyus n. g., p. 867, muss von Dasypus abgetrennt werden
wegen zahlreicher Abweichungen; Typus Zaedyus minutus. — In einem Supple-
ment werden noch folgende neue Arten nachgetragen: Fhanotherus marginatus
(ein Schneidezahn!) n. g. n. sp.; Slyopotatnus obesus n. sp.; Olenopsis typicus
54 Dl'- Erust Schaff: Bericht über die Leistungen
n. sp.; Periniys scaluhrinianus n. sp.; Euphüus Ambrosettianus n. g. n. sp.;
E. Kurtzi n. sp.; Neoepiblema (?) contorta n. sp.\ Plexochoerus Lynchü n. sp.-
Hydrochoerus irroratus n. sp.; Notictis Ortizii n. g. n. sp.; Toxodontherium reve-
rendum n. sp.; Palaeolama promesolithica n. sp.; ÄstrapotJierium ephebicum n.sp.;
Dasypus hesternus n. sp.
Folgendes sind die Ordnungen und Familien, welche überhaupt in der vor-
liegenden Arbeit behandelt sind.
I. Ditremata.
A. Heterodonta.
a) Planuugulata.
1. Anthropoidea.
Farn. Hominidae.
2. Simioidea.
Platyrrhini.
Farn. Cebidae, Pithecidae, Hapalidae.
3. Prosimia.
4. Eosimia.
5. Daubentonioidea.
6. Dolodonta.
7. Condilarthra.
8. Platyarthi'a.
b) Unguiculata.
Trogodonta.
9. Taeniodoüta.
10. Tillodonta.
11. Trogosa.
12. Rodentia.
Lagomorpha.
Fam. Leporidae.
Sciuromorpha.
Myomorpha.
Hystricomorpha.
Farn. Paradoxomidae, Cercolabidae, Dasyproctidae, Echinomyidae,
Octodontidae, Capromyidae, Eryomyidae, Caviidae.
AUoidea.
13. Insectivora.
14. Microbiotheria.
Fam. Microbiotheridae.
15. Peramelia.
15. Macropoda.
Fam. Macropodidae.
16. Plagiaulacoidea.
Fam. Abderitesidae, Epanortidae.
Sarcobora.
17. Phonoctonia.
18. Pedimana.
iu der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1889. 55
Fam. Didelphydae.
Dasyura.
19. Creodonta.
20. Carnivora.
Fam. Canidae, Subursidae, Ursidae, Mustelidae, Felidae.
21. Pinnipedia.
Fam. Phocidae.
Archaeoidea.
22. Atava.
23. Phascolotheria. •
24. Stüodontheria.
25. Mirmecobia.
c) Ptetica.
26. Prochiroptera.
27. Chiroptera.
Fam. Phillostomidae, Brachyuridae, Grymnuridae, Vespertiliouidae.
d) Hydrotherenta.
28. Zengiodonta.
e) Ungulata.
Amphidactyla.
29. Hiracoidea.
30. Toxodoutia,
Fam. Toxodontidae, Xotodontidae, Typotheridae, Protoxodontidae,
Interatheridae, Atryptheridae.
Cristava.
Archaeodonta.
Perissodactyla.
31. Stereopterna.
Fam. Tapiridae, Rhinoceridae, Equidae.
32. Litopterna.
Fam. Macrauchenidae, Homalodontotheridae, Proterotheridae.
Artiodactyla.
33. Stereoarthra.
34. Suina.
Fam. Suidae.
35. Proruminautia.
Fam. Oreodontidae.
36. Euminantia.
Fam. Camelidae, Tragulidae, Cervidae, Autilopidae.
Amblypoda.
37. Dinocerata.
38. Pantodonta.
Fam. Coryphodontidae.
39. Taligrada.
Fam. Astrapotheridae.
Pachytheria.
40. Choerodonta.
41. Proproboscidea.
42. Proboscidea.
56 Dr. Erust Schaff: Bericht über die Leistungen
Farn. Elephantidae.
Halobioidea.
43. Prosirenia.
44. Sirenia,
B. Homalodouta.
f) Bruta.
Priodonta.
Pleiodonta.
Pam. Entelopsidae.
Anicanodonta.
45. Vermilinguia.
Farn. Orycteropidae, Myrmecophagidae, Phororhacosidae.
46. Tardigrada.
47. Gravigrada.
Fam. Megatheridae, Ortotheridae, Megalonycidae, Lestodoutidae,
Scelidotheridae, Mylodontidae.
Hicanodonta.
48. Glyptodontia.
Fam. Glyptodontidae, Hoplophoridae, Daedicuridae.
49. Dasypoda.
Fam. Chlamydotheridae, Praopidae, Dasypidae, Chlamydophoridae.
50. Peltateloidea.
Fam. Stegotheridae.
g) Cetacea.
51. Proteroceta.
52. Odontoceta.
Fam. Platanistidae , Delphinidae, Monodontidae, Physetheridae,
Ziphiidae.
53. Mystacoceta.
Fam. Balaenidae.
II. Monotremata.
h) Cacodonta.
i) Agathodonta.
k) Spondylocoelia.
Vergl. Bardeleben unter Anat. u. Phys., AUgem.; ferner Bodington
unter Allgemeines.
Boule, Mar cellin, Les predecesseurs de uos Canides. — C. R. Acad.
Sciences T. 108, p. 201-203.
Verf. erörtert das Verhältniss einiger aus pliocänen Schichten stammenden
Caniden zu den recenten Arten. Canis megamastoides Fomel soll sich am
nächsten an (7. vulpes L. anschliessen, Canis nescJiasensis Blainv. an C. aureus
L.; C. etruscus F. Major an C. lupus L.\ C. avus Aymard an Cuon. Endlich
fand Verf. einen Unterkiefer eines Caniden, welcher ihm der direkte Vo)iäufer
der jetzigen eigentlichen Hunde zu sein scheint. Aus seinen Beobachtungen
schliesst der Verf., dass die Ansicht schwer aufrecht zu halten sei, unsere Hunde
wären aus "Wölfen und Schakalen hervorgegangen.
iu der Naturgeschiclite der Säugetiere während des Jahres 1889. 57
Derselbe, Le Canis megamastoides du Plioceue moyeu de Perrier (Puy-
de-D6me). — Bull. Soc. Geol. de France. III. Ser. T. 17, p. 321—330. Mit 1 Tfl.
Verf. giebt eine vollständige Beschreibung des Schädels und der Extremi-
täten von Canis megamastoides Poniel, von welchem bisher nur Fragmente be-
schrieben waren und zwar z. T. unter verschiedenen Namen. Am Schluss wird
die Ansicht geäussert, dass die Gattungen Canis und Vulpes zu trennen wären,
da dieselben verschiedenen Ursprungs wären, erstere von Ämphicyon, letztere
von Cynodictis herstammend.
Cope, E. D., The Vertebrata of the Swift Current River, EE. — Americ.
Naturalist, Vol. XXIII, p. 151-155.
Vervollständigte Liste (cf. Amer. Nat. 1885), welche von Säugetieren
folgende Arten enthält. Rod. : Palaeolagus turgidus Cope; — Bunotheria: Hemi-
opsaldon grandis Cope; — Ancylopoda: ChaUcotherium bilobatum sp. nov. Steht
dem C. Goldfussi aus dem europäischen Miocäu nahe. Nach Ansicht des Verf
müssen die Chalicotheriidae in eine besondere Ordnung gebracht werden, welche
er Ancylopoda zu nennen vorschlägt, wogegen die sonst mit Chalic. vereinigten
Gattungen ebenfalls eine besondere Familie Lamdotheriidae bilden sollen. Die
Chalic. sind unguiculat mit ungulatem (diplarthrem) Oarpus und Tarsus, die
Condylarthra umgekehrt ungnlat mit unguiculatem Carpus und Tarsus. —
Perissodact. : Haplacodon angustigenis Cope gen. nov. Die Gattung wird von
Menodus abgetrennt. Ancldtherium ivestoni sp. nov. ist durch Zahndifferenzen
von Ä. hairdii zu trennen. Aceratherium mite Cope, A. pumilum Cope. —
Artiodact. : Hypertragulus transversus sp. nov., Leptomeryx esulcatus sp. nov.,
L. mammifer Cope, L. semicinctus sp. nov. 1 Oreodontidenzahn. ElotJierium
mortoni Leidy.
Derselbe, The Proboscidea. — Ebenda, p. 191—211. Mit 8 Tfln. und
9 Textfigg.
Uebersichtliche Darstellung der fossilen, speziell der amerikanischen Mit-
glieder der Ordnung. Statt der Falconer'schen systematischen Einteilung auf
Grund der Bildung der Molaren unterscheidet Cope die Genera der Elephantidae
folgendermassen :
I. Inferior incisors and premolars present.
Superior incisors with enamel-baud Tetrabelodon Cope
II. Premolars, but normally no inferior incisors.
Intermediate molars isomerous; superior incisors wdth
enamel-band Dibelodon Cope.
Intermediate molars isomerous ; superior incisors without
enamel-band Mastodon Cuv.
Intermediate molars heteromerous ; superior incisoi's
without enamel-band Emmenodon Cope.
III. No premolars, no inferior incisors.
Intermediate molars heteromerous; superior incisors
without enaniel band Elephas Linn.
Es folgt dann eine Erörterung der verwandtschaftlichen Verhältnisse, sowie
eine kurze Beschreibung der wichtigsten Formen.
Derselbe, On the Proboscidea. — Geol. Mag. New Ser. Dec. III Vol. VI,
p. 438—448. Mit 1 Tfl. u. 8 Textfigg.
58 Dl*- Ernst Schaff: Bericht über die Leistuugeu
Abgekürzte Inhaltsangabe eines im Am. ^Naturalist erschienenen Aufsatzes
des Verf. (Vergl. oben).
Derselbe, The Edentata of North America. — Americ. Naturalist.
Vol. XXIII, p. 657-664. Mit 2 Tfln. u. 2 Holzschn.
Nach einer kurzen tabellarischen Uebersicht der Familien auf Grund der
Flower'schen Einteilung in Nomarthra und Xeuarthra behandelt Verf. ein-
gehender die Megatheriidae und die Glyptodoutidae. Die verwandtschaftlichen
Beziehungen der Edentatenfamilien im Allgemeinen zu einander werden folgender-
massen dargestellt:
Bradypodidae Myrmecophagidae Dasypodidae
^Megatheriidae<!^ yGlrjptodontidae^
(Primitive) Xenarthra Manidae Orycteropodidae
(Primitive) Nomarthra
Derselbe, A Keview of the North American Species of Hippotherium.
— Proc. American Philos. Soc. Vol. XXVI, p. 429-458. Mit 3 Tfln.
Verf. charakterisirt zunächst die Gattg. Hippotherium Kaup = Hipparion
Christol, giebt dann eine analytische Tabelle der 15 uordamerikanischen Arten
ixnd behandelt dann jede Art einzeln. Abgebildet werden Zähne von jeder Ai-t.
Deperet, Charles, Sur le Dolichopithecus ruscinensis, nouveau Singe
fossile du pliocene du ßoussillon. — C. R. Acad. Sciences, T. 109, p. 982—983.
Der Dolichopithecus ruscinensis bildet eine Art Mittelglied zwischen
Semnopitheken und Makaken; er steht wohl dem Mesopithecus pentelici am
nächsten, in gewisser Beziehung ähnelt er dem Aulaxinus florentinus.
Fallot, Note sur un femur d'Halitherium du Museum de Bordeaux. —
Actes Soc. Lin. Bordeaux, Vol. 40, p. 89—90.
Filhol,H., Observations concernant le cei'Ye?i\\ de PotamotJieriumValetoni.
— Bull. Soc. Philomat. Paris, 8. Ser., T. 1, p. 17—21. Mit 2 Fig.
Derselbe, Sur la prösence d'ossements de Cuon dans les cavernes des
Pyrenees ariögeoises, — Ebenda, p. 31 — 38.
Derselbe, Observations relatives ä la dentition inferieure de YÄnthra-
cotherium minimum. — Ebenda, p. 51 — 53. Mit Abbildg.
Derselbe, De la dentition de lait inferieure de V Anthracotherium minimum.
— Ebenda, p. 54-56. Mit Abbildg.
Derselbe, Note sur les characteres de la base du cräne de Plesictis. —
Ebenda, p. 105—106. Mit Abbildg.
Derselbe, Note sur la disposition des orifices de la base du crane de la
Viverra antiqua. — Ebenda, p. 109—110.
Derselbe, Description d'une tete de Palaeoprionodon Lamandini. —
Ebenda, p. 115-118.
Derselbe, Etudes sur les Vertebres fossiles d'Issel (Aude). — Mem. Soc.
Geol. de France, 3. Ser., T. 5, p. 1—188. Mit 21 Tfln.
Behandelt die Säugetiergattungen Lophiodon, Pachynolophus, Hyrachyus,
Cesserasictis, Palaeotapirus.
Gaudry, A., IS Anthracotherium de Saint-Menoux (AUier). — Revue Sc.
Bourbonnais, II, p. 43-48. Mit 1 Tfl.
in der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1889. 59
Derselbe, Sur les Mastodontes trouves ä Tournan, dans le Gers, par
M. Marty. — C. R. Acad. Sciences, T. 108, p. 1293—1294.
Beschreibung eines Schädels von Mastodon angustklens.
Derselbe, Sur la decouverte d'un Singe fossile par M. le Dr. Dounezan.
— C. R. Acad. Sciences, T. 109, p. 955—956.
Kurze Notiz über einen im Fort Serrat den Vaquer (bei Perpiguan) ge-
fundenen fossilen Affenschädel. Vergl. oben Deperet.
Hartmann, R., lieber die altägyptische Hauskatze. — Verhandl. Berliner
Ges. f. Anthropol. 1889, p. 552-558.
Verf. äussert die Ansicht, dass von den alten Aegyptern verschiedene
kleinere wilde Katzenarten gezähmt wurden, dass aber zum wirklichen Haustier
nur F. maniculata wurde.
Kafka, J., Die diluvialen Murmeltiere in Böhmen. — Sitzgsber. kgl.
böhm. Gesell seh. Wissensch. 1889, p. 195-207. Mit 2 Abbildgn.
Verf. stellt die an verschiedenen Orten in Böhmen gefundenen diluvialen
Murmeltiere zu A. bobac. In einer Auseinandersetzung über die Unterschiede
zwischen den recenten Arten A. bob. und A. marmota kommt Verf. zu dem
Schluss, dass als durchgreifende Merkmale nur die Beschaffenheit des hinteren
Randes der Nasenbeine (bei A. bob. ziemlich glatt, bei A. marm. stark und
unregelmässig gezackt), sowie der Verlauf des oberen Randes der Augenhöhlen
anzunehmen sind.
Landesque, Recherches sur le Quaternaire ancien des bassins de la
Dordogne et de la Garonne. — Bull. Soc. Geol. de France, III. Ser., T. 17,
p. 301-315.
Behandelt auch die quartären Säugetiere der genannten Gegend.
Leidy, J., Description of Mammalian Remains from a Rock Crevice in
Florida. — Trans. Wagner Free Inst. Sc. Philad. II, p. 13—17. Mit 1 Tfl.
Derselbe, Description of Vertebrate Remains from Peace Creek, Florida.
— Ebenda, p. 19—31. Mit Holzschn. u. 5 Tfln. Vergl. auch Proc. Acad. Sc.
Philad. 1889.
Derselbe, Notice of some Mammalian Remains from the Salt Mine of
Petite Anse, Louisiana, — Ebenda, p. 33—40. Mit Abbildgn.
Derselbe macht einige Mitteilungen über einen in Florida gefundenen
Schädel von Machairodus. Vergleich mit anderen Exemplaren, Maasstabelle. —
Proc. Acad. Nat. Sc. Philadelphia 1889, p. 29—31.
Derselbe, Fossil Vertebrates from Florida. — Ebenda, p. 96— 97.
Kurze Mitteilung über Reste von Zeuglodon, Elephas columbi, Hippotherium,
Glyptodon.
Lydekker, R., On an apparently new Species of Hyracodontotherium. —
Proc. Zool. Soc. London 1889, p. 67—69. Mit 2 Figg.
Hyracodontotherium filholi n. sp. unterscheidet sich von H. primaevum
durch die Dimensionen einiger Zähne. Verf. giebt die Möglichkeit zu, dass es
sich um geschlechtliche Unterschiede handelt.
Derselbe, Nototherium and Zygomaturus. — Ann. Mag. Nat. Hist. Ser. 6,
Vol. in, p. 149—152.
Verf. rechtfertigt De Vis gegenüber die Anwendung des Namens Noto-
therium statt Zygomaturus.
60 Dl'- Ernst Schaff: Bericht üher die Leistungen
Marsh, 0. C, Restoration of Brontops robustus, from the Miocene of
America. — Geol. Mag. New Ser. Dec. III, Vol. VI, p. 99—101. Mit 1 Tfl.
Kurze Beschreibung nebst Abbildung eines restaurirten Skelets.
Derselbe, Discovery of Cretaceous Mammals. — Am. Journ. Sc. (3),
Vol. XXXVIII, p. 81-92, 177—180. Mit 6 Tfln.
Meli, R. , Castor fiber Linn., Ursus spelaeus Blum., Canis lupiis Linn.,
fossili nelle ghiaie quaternarie della Valle del Tevere. — Boll. Soc. geol. Ital.
VIII, p. 40-43.
Mourlou, M., Sur la decouverte ä Ixelles (les Bruxelles) d'uu Ossuaire
de Mammiferes, anterieiu' au Diluvium. — Bull. Acad. R. Sc. Belgique (3),
T. XVII, p. 131-151.
Nehring, A., Diluviale Wirbeltiere von Pösneck in Thüringen. — N. Jahrb.
f. Min. etc. 1889, Bd. I, p. 205—214. Mit 1 Holzschn.
Von Säugetieren werden behandelt Sjiermophilus altaicus foss., Älactaga
jaculus foss., Lagomys pusillus foss., Arvicola amphibius, A. oeeonomus, A. arvalis?,
Canis sp. [vulpesl).
Derselbe, lieber altägyptische Katzen von Bubastis, Beni Hassan und
Siut. — Verhandl. Berliner anthropol. Gesellsch. 1889, p. 558-566.
Unter 90 altägyptischen Katzenschädeln gehörten 4 — 5 zu F. chaus resp.
F. serval, die übrigen zu F. caligata oder F. maniculata, deren mumifizirte
Reste kaum von einander zu trennen sind. Bezüglich der Abstammung der
Hauskatze äussert Verf. die Ansicht, dass eine dauernde Domestizirung nur bei
F. maniculata gelungen sein dürfte, während allerdings die Aegypter mehrere
andere Arten häufig gezähmt hätten.
Derselbe, Ueber Torfschwein und Torfrind. — Ebenda, p. 363— 369.
Entgegnung auf die Publikation Rütimeyer's im Jahrg. 1888 der ge-
nannten Zeitschr. (Vergl. vor. Ber.)
Derselbe, Ueber Riesen und Zwerge des Bos primigenius. — Sitzgsber.
Ges. naturf. Freunde Berlin 1889, p. 4—7.
Ein im Britischen Museum zu London befindlicher Schädel von Bos primig.
besitzt eine Profillänge von 912 mm, ein dem Mineralien-Cabinet der Universität
Königsberg gehöriger nur 578 mm. Beide sind erwachsen und nicht domestizirt.
Derselbe, Ueber fossile Spermophilus-Reste von Curve bei "Wiesbaden. —
Ebenda, p. 35—37.
Es handelt sich um eine den osteuropäischen und westasiatischen Steppen-
zieseln verwandte Art, vielleicht Sp. rufescens Keys. u. Blas., nicht um 82)-
citillus.
Derselbe, Ueber Spermophilus rufescens foss. von Praunheim bei Frank-
furt a. M. — Ebenda, p. 64—66.
Im Anschluss an den genannten Fund wei'den die bisherigen Fundorte von
Sperm. rufescens foss. nnd nahen Verwandten innerhalb Deutschlands angeführt.
Derselbe, Ueber das fossile Vorkommen von Canis karagan, C. corsac,
Felis manul und F. chaus im Plistocaen Mitteleuropas. — Ebenda, p. 109—111.
Verf. weist darauf hin, dass manche diluviale Reste von Caniden und
Feliden, welche Canis vulpes oder C. lagopus resp Felis cattis zugeschrieben
werden, wahrscheinlich auf C. Icaragan oder C. corsac resp. Felis manul oder
F. chaus zu beziehen sind.
Vergl. auch Nehring unter System., Artiod.
in der Naturgeschichte der Sängetiere während des Jahres 1889. 61
Newton, E. T., Some Additions to the Vertebrate Fauna of the Norfolk
„Preglacial Forest Bed" with Description of a New Species of Deer (Cervus
rectus). — Geol. Mag. New Ser. Dec. III, Vol. VI, p. 146—149. Mit 1 Tfl.
Verf. beschreibt als neu resp. zum ersten Mal sicher für die Forest Bed-
Schichten nachgewiesen Cervus rectus n. sp. (s. u.), Bison bonasus L. var. priscus
Bojan., Phoca harhata Fahr., Delphinapterus leucas Fall., Phocaena communis
Less. — Cervus rectus n. sp. ist vertreten durch 2 Stirnbeinfragmeute mit merk-
würdigen langen Kosenstöcken und kurzen Geweihresten.
Vergl. auch Nicholson n. Lydekker unter Allgem.
Pavlow, Marie, Etudes sur Fhistoire paleontologique des Ongules. —
Bull. Soc. Imp. Nat. Moscou. Nouv. S., T. III, p. 653-716. Mit 3 Tflu.
Der erste Abschnitt behandelt in Russland gefundene Reste von Hipparion
und zwar von H. gracile Kaup, H. gracile Gaudry, H. gracile Hens., H.(?)
minus n. sp. Verf. ist der Ansicht, dass die Gattung H. im Miopliocen und im
Pleistocen in Russland existirte, aber dort nicht einheimisch, sondern aus anderen
Gegenden eingewandert war. — Der zweite Abschnitt betrifft die pleistocenen
Pferde Russlands. Es werden zunächst die der Verf. zugänglichen Spezimina
beschrieben und sodann das Verhältniss der recenten Pferde zu den fossilen
erörtert. Verf. kommt zu dem Schluss, dass die jetzigen Pferde alle von einer
aus den fossilen Formen des Pleistocens entstandenen Art abstammen. Ab-
gebildet werden Zähne und Skeletteile von russischen Hipparion -Exemplaren
und fossilen Equus-Arten.
Prestwich, J., On the Recent Discovery of the Remains of the Mammoth
in the Valley of the Darent. — Geol. Mag. New Ser. Dec. III, Vol. VI, p. 113
bis 114. Mit 1 Holzschn.
Riviere, Emile, Sur la fauue de la grotte des Deux-Goules. — C. R.
Acad. Sciences, T. 109, p. 330—331.
Es fanden sich in der im Aroudissement de Grasse (Alpes-Maritimes) ge-
legenen Höhle Reste von Cervus (eZa^Ä ms- ähnlich und capreolus), Capra, Equus,
Sus, Arctomys, Lepus cuniculus, Felis catus ferus.
Rodler, Alfred, Ueber Urmiatherium Polaki n. g. n. sp., einen neuen
Sivatheriiden aus dem Knochenfelde von Maragha. — Denkschr. Akad. "Wissensch.
Wien, Bd. 56, p. 315—322. Mit 4 Tiln.
Verf. beschreibt und bildet ab den verletzten Hirnteil eines von ihm als
Urmiatherium Polaki bezeichneten Sivatheriiden, welcher zu Ilditschi am Karangu-
flusse südöstl. von Maragha in Persien gefunden wurde. Es ist dies der erste
Vertreter der Sivatheriiden aus einer Fauna, welche derjenigen von Pikermi im
Allgemeinen gleicht. Höchst auffallend ist die Bildung der Hinterhauptgegend,
wo sich eine starke, sonst nirgends erreichte Knickung der Schädelbasis be-
merkbar macht und einige neue Knochenelemeute auftreten. Die Verhältnisse
des Gehörns, welches mächtige Knochenzapfen aufweist, verbinden Urmiatherium
mit den Sivatheriiden. Der Arbeit sind vier Ansichten des beschriebenen Frag-
ments in natürl. Gr. beigegeben.
Scott, B., Notes on the osteology and sy.?tematic position of Dinictis felina
Leidy. — Proc. Acad. Nat. Sc. Philadelphia 1889, p. 211 - 244. Mit 7 Fig.
Verf. beschreibt Schädel, Gebiss, Wirbel, Vorderextremität, Fuss von
Dinictis felina Leidy und erörtert die systematische Stellung der Gattung, welche
62 T^Y- Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen
er früher zu den Cryptoproctidae gerechnet hatte, während er sie jetzt zu den
Nimravidae bringt.
Vergl. auch Steinmann u. Döderlein unter Allgeni.
De Vis, 0. W. , On the Genera Nototherium and Zygoinaturus, in reply
to Mr. Lydekker. — Ann. Mag. Nat. Eist. S. 6, Vol. IV, p. 257—261.
Polemik gegen die Angriffe Lydekkers, welcher wiederum antwortet (ebenda,
p. 261).
"Weithofer, K. A., Ueber die tertiären Landsäugetiere Italiens. — Jahrb.
k. geol. Reichsanst. Wien, XXXIX, p. 55-89.
Derselbe, Die fossilen Hyänen des Arnothaies in Toskana. — Denkschr.
Akad. Wissensch. Wien, Bd. 55, p. 837—360. Mit 4 Tfln.
Nach einer Besprechung der in der Auvergne gefundenen Hyänen, Hyaena
arvernensis Cr. et Job. und H. Perrieri Or. et Job., beschreibt Verf. hauptsächlich
noch Material aus dem paläoutologischen Museum in Florenz die folgenden
Arten. H. topariensis Major, H. robusta n. s^). (früher als H. arvern. aus dem
Arnothal beschrieben), .H". crocuta Erxl. Abbildungen von Schädel- und Gebiss-
teilen, sowie von einigen Extremitätenknochen.
Systematik.
Allgemeines. Cope, E. D., Synopsis of the Families of Vertebrata. —
Americ. Naturalist, Vol. XXIII, p. 849-877.
Die Uebersicht wird in paläontologischem Sinn, unter Berücksichtigung
nur der zum Vergleich mit fossilen Arten brauchbaren festen Körperteile ge-
geben. Die Säugetiere sind in folgende Ordnungen gegliedert: Marsupialia,
Cetacea, Sirenia, Bunotlteria, Edentata, Glires, Chiroptera, Carnivora, Ancylopoda,
Taxeopoda, Proboscidea, Amblypoda, Diplarthra.
Schaff, Ernst, macht Bemerkungen zu dem Aufsatz Th. Noack's im
Zool. Garten 1887, Nr. 11. — Zool. Garten XXIX, p. 59-60.
Sitniae.
Vergl. Arnstein unter Anat. u. Phys., Nervensyst.; Cunningham,
ebenda, Skelet; Heck unter Biol., Gefaugensch.; Reuvens ebenda; Rollet
unter Anat. u. Phys., Muskelsyst.; Rothschuch ebenda; Süssmayr ebenda;
Thomson unter Entw., Ontogenie; Thyroff unter Anat. u. Phys., Muskelsyst.
Anthropomorphae. Gorilla s. Symington unter Anat. u. Phys.,
Skelet; Waldeyer ebenda, Nervensyst.
Chimpause. Troglodytes niger s. Giacomini unter Anat. u. Phys., Nervensyst.;
Möller ebenda.
Antliropopithecus (Troglodytes) calvus s. Romanes unter Anat. u. Phys.,
Sinnesorgane.
Cercopithecidae. Imms nemestrinus s. Waldeyer unter Anat. u. Phys.,
Fortpfl.
CercopitJiecus griseoviridis s. Tornier unter Anat. u. Phys., Skelet.
C. mona s. Barboza unter Geogr. Verbr., Aethiop. Reg.
Jentink, F. A., Some observations relating two Semnopithecus-species
from the Malayan Archipelago. — Notes Leyden Mus. Vol. XI. p. 215—218.
Mit 1 Tfl.
in der Naturgeschichte der Sängetiere während des Jahres 1889. 63
Verf. entwickelt die Ansicht, dass Semnopithecus femoralls Horsf. von
Sumatra artlich von 8. ehrysomelas zu trennen sei, entgegen der Meinung von
Anderson und Blanford, welche letztere Art zu S. fem. ziehen. "Weiter weist
Verf. nach, dass S. pruinosus Desni. nicht von S. maurus auctorum (ein Name,
welcher die Priorität vor S. cristatics Baffles hat) verschieden ist.
Thomas, Oldfield, Description of a new Boraeau Monkey helonging to
the Genus Semnopithecus. — Proc. Zool. Soc. London 1889, p. 159—160. Mit
1 Farhentfl.
Semnopithecus hosei sp. n. unterscheidet sich von allen anderen Semno-
pitheken durch die Färbung, besonders durch den schwarzen Scheitelkamm und
die weissen Wangen. Oberseite des Rumpfes und Aussenseite der Gliedmassen
bläulichgrau, an den Händen und Füssen in Tiefschwarz übergehend. Augen-
gegend ebenfalls schwarz. Unterseite des Rumpfes, Vorderhals und Innenseite
der Arme und Schenkel weiss. Grösse und Gestalt wie bei S. femoratus, ehry-
somelas etc. Heimat: Nordwest-Borneo (Baram).
Macacus cynom.olgus s. Rojecki unter Anat. u. Phys., Cirkulationsorg.
M. sinicus ebenda.
Cebidae. Allgem. s. Barnsby unter Biol., Gefangensch.
Cebus hypoleucus s. True, Geogr. Verbr., Südam. Region.
Mycetes palliatus, derselbe ebenda.
Fossile Affen. Bolichopitliecus ruscinensis n. sp. s. Deperet iinter
Foss. Säuget.; vergl. ferner Gaudry ebenda.
Frosiniii.
Vergl. Heck unter Biol., Gefangensch.
Ouderaans, J. T., Beiträge zur Kenutuiss des Chiromys madagascariensis
Cuv. Mit 3 Tfln. — Verb. Kon. Akad. Wet. Amsterdam 1888! Auch als
Sonderabdruck.
Chiroptera.
Allen, Harrison, On the taxanomic values of the wing membranes and
of the terminal phalanges of the digits in the Cheiroptera. — Proc. Acad. Nat.
Sc. Philadelphia 1889, p. 313—339. Mit 1 Tfl.
Verf. lenkt die Aufmerksamkeit auf die bei durchfallendem Licht sicht-
baren Bindegewebsstränge, Bänder, Muskeln, Gefässe und Nerven in der Flug-
haut der Fledermäuse. Diese Details sind brauchbar zur systematischen Unter-
scheidung, bisweilen bis zu den Arten hinab. Ebenso ist die Gestalt der
knorpeligen Spitze an der am meisten distal gelegenen knöchernen Phalanx des
3., 4. und 5. Fingers von Wichtigkeit. Verf. beschreibt die erwähnten Ver-
hältnisse bei 54 Fledermaus-Arten.
Herrera, D. A. L., Queiröpteros de Mexico. — La Naturaleza (Mexico)
(2) Vol. I, p. 218—226.
Vergl. ferner Heck unter Biol., Gefangensch.
Pteropodidae. Vergl. Feil den unter Biol., Nahrung.
Cynonycteris straminea s. Barboza unter Geogr. Verbr., äthiop. Reg.
Cynopterus ecaudatus s. Thomas unter Geogr. Verbr., malay. Reg.
Jentink, F. A., On a new genus and a new species in the Macroglossine-
group of Bats. — Notes Leyden Mus. Vol. XI, p. 209—212. Mit 1 Tfl.
64 Dr. Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen
Verf. sieht sich genötigt, die im „Catalogue systematique des Mammiferes",
1888, p. 158, als luselvarietät von Eonycteris spelaea aufgestellte Fledermaus
generisch abzutrennen. Er nennt sie Callinycteris rosenbergii. Von Eonyct.
unterscheidet sie sich durch die Dentition und durch die Anheftung der Flug-
haut an der 2. Zehe statt an der 1.; von Notopteris durch einen viel kürzeren
Schvs^anz, andere Dentition und anderen Ansatz der Flughaut am Rücken; von
Nesonycteris durch den wohlentw^ickelten Schw^anz und ebenfalls abvFeichende
4 -^ j 2 2 3 — 3
Dentition. Gebiss J -7-, C - — --, P ^ — ^, M t^ — ^. Hab. Celebes, Gorontalo.
4 1—1 2 — 2 6 — 3
Rhinolophidae. Bhinolophus euryale s. Martin et Rollinat unter
Geogr. Verbr., östl. gem. Reg.
Phyllorhina caff'ra s. Barboza unter Geogr. Verbr., äthiop. Reg.
Vespertilionidae. Vesperuyo noctula s. Dowker unter Geogr. Verbr.,
östl. gem. Reg.
V. serotinus ebenda.
F. serot. var. turcomanus s. Radde u. Walter unter Geogr. Verbr., östl
gem. Reg.
V. pagenstecheri s. Noack unter Geogr. Verbr., äthiop. Reg.
Vesperus damarensis ebenda.
F. pusillus ebenda.
F. arge s. Oope imter Geogr. Verbr., südam. Reg.
Thomas, Oldfield, Description of a new Bat from the Gambia. — Ann.
Mag. Nat. Eist. Ser. 6, Vol. III, p. 362-364. Mit Holzschn.
Vesperugo (Vesperus) Bendalli n. sp. von Bathurst am Gambiafluss zeigt
in manchen Punkten Abvpeichungen von den durch Dobson aufgestellten Unter-
gattungen von Vesperugo, doch berechtigen dieselben nicht zur Aufstellung eines
neuen Subgenus. Die Art dürfte F. (Hesperoptenus) Blanfordi Dobs. am nächsten
stehen. Verf. spricht sich für die Vereinigung von Hesperoptenus Peters mit
Vesperus Dobs. aus.
Otonycteris hemprichii s. Radde u. "Walter unter Geogr. Verbr., östl.
gem. Reg.
Scotophüus palUdus s. Sclater unter Geogr. Verbr., malay. Reg.
Chcdinolobus congicus s. Noack unter Geogr. Verbr., äthiop. Reg.
Thomas, Oldfield, Note on the Nomenclature of the Shorteared New-
Zcaland Bat. — Ann. Mag. Nat. Hist. S. 6, Vol. IV, p. 462.
Verf. weist nach, dass statt Chdlinolobus tuherculatus und Mystacina tuber-
culata die Namen Clialinolobus morio und Mystacina tuberculata für die beiden
neuseeländischen Fledermäuse anzuwenden seien.
Vespertilio mystacinus s. Oldham unter Geogr. Verbr., östl. gem. Reg.
F. Daubentoni s. Harting unter Biol., AUgem., ferner imter Geogr. Verbr.,
östl. gem. Reg.
F. Nattereri s, Aplin unter Biol, Nahrung, ferner unter Geogr. Verbr.,
östl. gem. Reg., ferner ebenda am Ende, Harting imter Biol., Allgem.
F. emarginatus s. Martin et Rollinat unter Geogr. Verbr., östl. gem. Reg.
Emballonuridae. Bhynchonycteris naso s. True unter Geogr. Verbr.,
südam. Reg.
Monticelli, Fr. Sav., Some Remarks on the Genus Taphozous. — Ann.
Mag. Nat. Hist. Ser. 6, Vol. III, p. 487-489.
in der Naturgeschichte der Sängetiere Avähreiid des Jahres 1889. 65
Verf. erklärt seinen Taphozoics perforatus var. assahensis für identisch mit
T. nudiventris Oretzsch. Sodann schlägt er eine neue Einteilung der Gattg. T.
vor, wohei er die Grösse der Füsse zur Unterscheidung für besser hält als die
von Dobson benutzten Merkmale. Tabellarische Uebersicht der 10 bekannten
Arten.
Allen, Harrison, On the genus Nyctinomus and Description of Two
New Species. — Proc. American Philos. Soc. Vol. XXVI, p. 558—563.
Einige kurze allgemeinere Bemei'kungen über das Genus Nyctinomus, dann
Beschreibung zweier neuer Arten. N. europs n. s. aus Brasilien ähnelt N. mega-
lotis in der Gestalt der Ohren und in der Färbung des Pelzes, unterscheidet
sich aber von dieser Art durch die Gestalt des Antitragus. In einigen Punkten
schliesst sich N. europs an N. hrasiliensis an, so in der Nervatur des Meso-
patagiums u. s. w. Länge von Kopf und Rumpf 53 mm, Schwanz 17 mm in der
Haut steckend, 19 mm frei herausragend, Vorderarm 40 mm. N. orthotis n. s.
von Jamaica, auf ein einzelnes Exemplar begründet, schliesst sich an N. macrotis
an. Charakteristisch ist die plötzlich abgestumpfte Schnauze, ferner die gerade
aufgerichteten grossen Ohren. Schädel und Gebiss zeigen mehrere Abweichungen
von N. macrotis. Kopf und B,umpf 68 mm laug; Schwanz in der Membran 25 mm,
ausserhalb 9 mm; Ohr 20mm hoch; Vorderarm 57 mm.
Phyllostomata. Dermanura eva s. Cope unter Geogr. Verbr., südam. Reg.
Thomas, Oldfield, Description of a new Stenodermatous Bat from
Trinidad. — Ann. Mag. Nat. Hist. Scr. 6, Vol. IV, p. 167—170. Mit 3 Figg.
Vampyro'ps Caracciolae n. sp. ist etwas kleiner als V. vittatus Pet., mit
ungewöhnlich hervortretender Zeichnung (weisser Supraorbital- und Rückenstreif).
2 12 2
Zalinformel i-^, c — , p ■^, m -^ ; hierdurch ist die Art scharf von den verwandten
geschieden. Am Schluss tabellar. Uebersicht über die mit Vampyrops ver-
wandten Gattungen, sowie über die Arten der Gattung V.
Insectivora.
Talpidae. Talpa europaea s. Trusted unter Biol., Allgem.; Hess unter
Anat. u. Phys., Sinnesorg.
T. coeca s. Martin et Rollinat unter Geogr. Verbr., östl. gem. Reg.
Erinaoeidae. Erinaceus europaeus s. Hub recht unter Entwickig., Ontog.;
Palumbo unter Geogr. Verbr., östl. gem. Reg.; Railliet unter Biol, Krankh.
E. collaris s. Sclater unter Geogr. Verbr., malay. Reg.
Sorieidae. Vergl. Barboza unter Geogr. Verbr., äthiop. Reg.
Chimarogale himalayica s. Thomas unter Geogr. Verbr., malay. Reg.
Dobson, G. E., Description of a new Species of Water - Shrew from
Unalaska Island. — Ann. Mag. Nat. Hist. Ser.6, Vol. IV, p. 372-374. Mit 1 Fig.
Sorex hydrodromus n. sp. ist kaum grösser als S. minutus, ähnelt äussei'lich
S. palustris vom benachbarten Continent, schliesst sich jedoch im Zahnbau mehr
S. vulgaris an. Ist als eine wasserbewohnende Sorex- Art anzusehen. Heimat
Unalaska, Typus im Petersburger Museum.
Jeutiuk, F. A., On a new Shrew from the Indian Archipelago. — Notes
Leyden Mus. Vol. XI, p. 213-214.
Avch. f. Naturgesch. Jahrg. 1890. Bd. II. H.l. 5
66 Dr. Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen
Verf. giebt eine kurze Beschreibung von PacJiyura semmelinlci n. sp. von
Banda-Neira. Mäusefarbig, an Kopf und Oberseite kastanienbraun, am Bauch
hellbraun gestichelt; Hände, Füsse und Schvranz kastanienbraun. Letzterer
conisch, stark behaart. Alle Zähne weiss. $ ad 157 mm. Totall., davon Schwanz
59 mm, Ohr 9 mm.
Croeidura thomensis n. sp. s. Barboza unter Geogr. Verbr., äthiop. Reg.
C. musaranea Bp. s. Palumbo unter Geogr. Verbr., östl gem. Reg.
3Iyogale pyrenaica s. Trutat unter Anat. u. Phys., Exkretionsorg.
Macroscelididae. Macroscelides brachyrhynchus Smith var. schinzi s.
Noack unter Geogr. Verbr., äthiop. Reg.
Tupajidae. Hylomys suillus dorsalis s. Thomas unter Geogr. Verbr.,
malay. Reg.
Ptüocercus lowii s. Jentink, ebenda.
Jtodentia.
Vergl. Morau unter Anat. u. Phys., Geschlechtsorg.
Sciuridae. Sciunis vulgaris s. Büchner unter Geogr. Verbr., östl. gem.
Reg.; Dack unter Biol, Färbg., Liebe ebenda, Brutpfl. ; Tuck ebenda.
Sc. hypo])yrrhus s. True unter Geogr. Verbr., südam. Reg.
Sc. tephroyaster ebenda.
Sc. wJiiteheadi s. Thomas unter Geogr. Verbr., malay. Reg.
Sciuropterus hageni n. sp. s. Jentink unter Geogr. Verbr., malay. Reg,
Spermophüus Richardsoni s. Pohlmann unter Biol., Allgem.
Spermoph sp. foss. vergl. N ehrin g unter foss. Säuget.
Sp. altaicus foss. s. ebenda.
Arctomys vergl. Dubois unter Anat. u. Phys., Allgem.
A. bobae s. Pays-Mellier unter Biol., Gefangensch.; Tornier unter
Anat. u. Phys., Skelet.
Ä. monax s. Pohlmann unter Biol., Allgem.; Tuckerman unter Anat.
u. Phys., Sinnesorg.
A. marmota s. Pays-Mellier unter Biol., Gefangensch.
A. sp. foss. s. Riviere unter foss. Säuget.
A. foss. s. Kafka ebenda.
Hart Merriam, C, Description of a new Marmot from the Black Hills
of Dakota. — North American Fauna No. 2 p, 7 — 9. Mit 2 Abbildgn.
Arctomys dacota sp. nov. gleicht in der Grösse alten Expl. von A. monax,
hat einen langen, buschigen, abgestumpften Schwanz, an Hals und Schultern
verlängerte Haare, welche eine Art Mantel bilden. Schädel breiter, kürzer und
schwerer als bei A. flaviventer, doch deutlich von diesem \md von demjenigen
des A. monax verschieden.
Myoxidae. Myoxus glis s. Coester unter Biol., Nahrg.
Castoridae. Castor fiber s. d'Orcet unter Biol., Allgem. , Porte ebenda,
Gefangensch.; Stenart ebenda, Landw.; Tornier, Anat, u. Phys., Skelet.
C. fiber foss. s. Meli unter foss. Säuget.
Geomyidae. True, Frederick W,, Description of Geomys personatus
and Dipodomys compactus, two new species of Rodents from Padre Island,
Texas. — Proc. U. S. Nat. Mus. Vol. XI p. 159-160,
in der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1889. 67
Geomys personatus n. sp. gleicht in Grösse und Proportionen G. bursarius,
steht ihm auch sonst nahe, so in der Bildung der oberen Schneidez. In der
Färbung einige Abweichungen. Der Autor hält selbst die Möglichkeit aufrecht,
dass es sich um eine geogr. Rasse des G. burs. handle. Nur der Balg wird
beschrieben.
Dipodomys compactus n. sp. unterscheidet sich von allen bisher beschriebenen
Arten der Gattg. I}ip. durch die Kürze des Schwanzes und der Hinterbeine,
sowie durch die Ausdehnung des Weissen an den Kopfseiten und den Hinter-
beinen. Dürfte eine gute Art sein.
Hart Merriam, C, Preliminary Revision of the North American Pocket
Mice (Genera Perognathus et Cricetodipus auct.) "with descriptious of new
species and subspecies and a key to the known forms. — North American Fauna
Nr. 1. Washington 1889. 4 Tfln. Schädel und Gebisse.
Die bisher bekannten 6 Arten der Taschenmäuse werden auf 18 vermehrt,
wozu noch 3 Subspezies kommen. Diese letzteren sind Perognathus fasciatus
flaveseens, P. olivaceus amoenus und P. paradoxus spilotus.
Neu beschrieben werden folgende Arten:
P. bimaculatus, unterscheidet sich von P. flavus Baird durch bedeutendere
Grösse, längere Hinterfüsse (17 anstatt 15mm.) und die geringe Grösse des
unteren Prämolars.
P. apache, die am meisten gelbe Art, etwas grösser als P. fasciatus, in
der Schädelbildung (Mastoid, Interparietale) P. inornatus sich nähernd.
P. inornatus steht der vorigen Art sehr nahe, doch ist der untere Pm-
ganz anders als bei P. apache. Ist vielleicht P. parvus Baird.
P. olivaceus ähnelt P. fasciatus ist aber viel grösser, hat einen Pinsel-
schwanz und abweichenden Schädel.
P. formosus, eine sehr auffallende Art mit sehr langem, zweizeilig be-
haartem Schwanz. Der Schädel deutet die Zugehörigkeit zur Gattg. P. an, der
Balg weicht ab.
P. intermedius ähnelt in Grösse und Farbe P, hat aber einen deutlichen
Seitenstreifen.
P. fallax steht äusserlich P. californ. nahe, im Schädelhau aber P. peni-
cillatus Wüodhouse.
P. obscurus zeigt Neigung zur Entwicklung von Stacheln zwischen den
Körperhaareu, doch weit weniger als P. spinatus, von dem er sich auch ander-
weitig unterscheidet.
P spinatus leicht kenntlich an den grossen Stacheln auf dem Rumpf.
P. paradoxus ist die grösste der bis jetzt bekannten Arten, von Baii'd
fälschlich mit P fasciatus Wied vereinigt.
P. californicus steht in Grösse und Farbe P. formos. nahe, im Schädel-
bau dagegen P. parad.
P. armatus ist nahe verwandt mit der vorigen Art, doch kleiner, dunkler,
mit längeren Parietalia.
Dipodidae. Pedetes caffer s. Bardeleben unter Anat. und Phys.,
Skelet.
Alactaga jaculus s. Nehring unter Biol., Allgem.
Ä. jaculus foss. s. Nehring unter foss. Sänget.
5*
68 Dr. Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen
Muridae. Allgem, s. Robinson unter Entwickig., Ontog.; Railliet
unter Biol., Krankh.
Cricetus arenarius Fall., s. Büchner, Wissensch. Resultate der von N. M.
Przewalski in Central-Asien unternommenen Reisen. Bd. I. Liefg. 2. p. 79—81.
Farbige Abbildg. etc.
Cr. songarus (Fall.) s. ebenda p. 81.
Cr. vulgaris s. Struck unter Geogr. Verbr., östl. gem. Reg.
Mus. musculus s. Cuccati unter Anat. u. Phys., Nervensyst. ; Davis
unter Biol., Stimme; Hermann unter Anat. und Phys., Geschlechtsorg.;
Klemperer ebenda, Exkretionsorg. ; v. Lenhosek ebenda, Nervensyst.;
Roetter iinter Entwickig., Ontog.
M. decumanus s. Barboza unter Geogr. Verbr., äthiop. Reg.; vergl. ferner
ebenda, östl. gem. Reg.; Greve unter Biol., Färbg. ; Gunn ebenda; Montane
unter Entwickig., Ontog.; Simroth unter Biol., Allgem.
M. rattus s. Barboza unter Geogr. Verbr., äthiop. Reg.; Borcherding
ebenda, östl. gem. Reg.; Cornish ebenda; Martin et Rollinat ebenda;
Messer ebenda.
M. hibernicus s. unter Geogr. Verbr., östl. gem. Reg.
Southwell, Thomas, The so-called Mus hibernicus. — The Zoologist
(3). Vol. XIII. p. 321-323. Mit 1 Tfl.
Verf. äussert die Ansicht, dass die sogen. Mus hibernicus ein Bastard
zwischen M. alexandrinus und M. decumanus sei. Dieser Meinung wieder-
sprechen Clarke und Barrett-Hamilton (ebenda p. 381.)
M. bactrianus s. Sclater unter Geogr. Verbr., malay. Reg.; Rad de und
Walter ebenda, östl. gem. Reg.
M. musschenbroecki s. Thomas unter Geogr. Verbr., malay. Reg.
M. leptm-us ebenda.
Mus Wagneri Eversm. s. Büchner, Wissensch. Resultate . . . Liefg. 2
p. 88, Liefg. 3 p. 89-90.
M. arianus Blanf. ebenda p. 90 — 91.
M. Chevrieri Milne-Edw. ebenda p. 92-93.
M. (Micromys) microdontoides s. Noack unter Geogr. Verbr., äthiop. Reg.
Thomas, Oldfield, Description of a new Species of Mus from South
Australia. — Ann. Mag. Nat. Hist. Ser. 6, Vol. III, p. 433-435. Mit 1 Holzschn.
Mus argurus sp. n. vereinigt die äusseren Charaktere und die Schädel-
bildung von Mus mit den Molaren von Hapaloiis. Der ersteren Verhältnisse
wegen stellt Verf. die neue Art vorläufig zur Gattg. Mus. Von allen anderen
Arten dieser Gattung ist sie unterschieden durch den ganz weissen Schwanz.
Abbildg. der Molaren.
Mus sp. s. V. Lendenfeld unter Biol., Allgem.; Leverkühn ebenda.
Nesdkia brachyura n. sp. wird beschrieben und abgebildet (farbig) von
Büchner, Wissensch. Resultate der von N. M. Przewalski nach Centralasien
unternommenen Reisen. Bd. I., p. 82 — 88 (vergl. unter Allgem.). Die Art steh^
der N. Scullyi Wood-3Iason am nächsten, unterscheidet sich von ihr aber durch
ihre Grösse, die Kürze des Schwanzes und der Hinterfüsse, sowie durch
Schädelcharaktere.
N. indica s. Rad de u. Walter unter Geogr. Verbr., östl. gem. Reg.
N. boettgeri ebenda.
in der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1889. 09
Neotoma fuscipes s. Shiifeldt unter Entwickig., Ontog.
Mremiomys Prsetvalskü n. sp. s. Büchner, Wissensch. Resultate ....
Liefg. 3, p. 127 — 135. Steht dem E. Intens Eversm. nahe, unterscheidet sich
aber durch Grössen- und Färbungsdifferenzen.
E. lagurus (Fall.) s. ebenda, p. 135, Tfl. XII, Fig. 3, XUI, Fig. 12—16.
Merriam, C. Hart, Descriptions of two new species and one new sub-
species of Grasshopper Mouse, with a diagnosis of the genus Onychomys, and
a Synopsis of the species and subspecies. — North American Fauna Nr. 2, p.l— 5.
Washington 1889.
Onychomys longi%)es sp. nov. ist grösser als die anderen bekannten Arten
und hat besonders lange Hinterfüsse. Hab. Texas.
0. longicaudus sp. nov. ähnelt 0. leucogaster, ist aber kleiner und lang-
schwänziger, hat längere, aber nicht so dichte Behaarung.
0. leucogaster melanophrys suhsp. nov. hat einen breiten schwarzen Ring
um das Auge.
Umrisszeichnung des Unterkiefers von 0. leucog. und Hesperomys leucopus.
Gerbülus Frzewalshii n. sp. wird beschrieben von Eug. Büchner in
Wissensch. Resultate der von N. M. Przewalski nach Central - Asien unter-
nommenen Reisen, Bd. I, Liefg. 2, p. 51—54.
Die Art ist durch geringe Grösse, Kürze des Schwanzes und Färbung auf
den ersten Blick von allen anderen asiatischen Arten der Gattung zu unter-
scheiden. Farbige Abbildg. des ganzen Tieres, photographische des Schädels,
G. unguiculatus A. Milne Edw. s. ebenda, p. 55—56.
G. meridianus (Fall.) s. ebenda, p. 57 — 63.
G. RoboroivsMi n. sp. s. ebenda, p. 63 — 67. Unterscheidet sich von
G. meridianus durch die bedeutendere Grösse und den verhältnissmässig viel
kürzeren Schwanz, der sehr dicht mit einfarbigen Haaren bedeckt ist und am
Ende keinen eigentlichen Pinsel trägt. Abbildung des Tieres, Schädels und
Gebisses, erstere farbig.
G. lepturus n. sp. wird von Büchner beschrieben ebenda, p. 67 — 69.
Die Art ist dem G. Hurrianae Jerdon sehr ähnlich, unterscheidet sich aber von
diesem durch die schneeweisse Unterseite, die scharfe Grenze zwischen der
Färbung der Ober- und Unterseite, durch die nur auf die Endspitze des
Schwanzes beschränkte schwarze Färbung und durch die einfarbig weissen Ex-
tremitäten. Abbildgn.
G. opimits (Licht.) s. ebenda, p. 69— 73. Farbentfl.u.photogr. Abbildgn.
G. giganteus n. sp. wird von Büchner ebenda, p. 73 — 79 beschrieben
und abgebildet. Die grösste central-asiatische Art der Gattung G. Steht G.
opimus nahe, ist aber plumper und schwerfälliger, sowie in der Färbung ab-
weichend, besonders durch den lebhaft hellrostbraunen Schwanz.
G. tenuis Smith, var. schinzi s. Noack unter Geogr. Verbr., äthiop.Region.
Thomas, Oldfield, Description of a new Genus of Muridae allied to
Hydromys. — Proc. Zool. Soc. London 1889, p. 247—250. Mit 1 Tfl.
Xeromys g. n. Aeussere Form niäuseartig. Schnauzenspitze wie bei Mus,
nicht wie bei Hydromys. Zehen ohne Schwimmhäute. Schwanz schuppig, sehr
fein behaart. Schädel wie bei Mus, ausgenommen, dass die Supraoccipitalränder
gerundet sind. Zähne in Zahl und Struktur wie bei Hydromys. In diesem
70 Dr, Ernst Schaff: Bericht über die Leistungeu
letzteren Charakter beruht eine der hauptsächlichsten Besonderheiten der neuen
Grattuug, welche vorläufig nur 1 Art X. myoides enthält. Diese stammt von
Port Mackay in Queensland, gleicht äusserlich einer gewöhnlichen Maus und ist
doppelt so gross wie 31. musculus. Verf. sieht Xeromys als eine Form an, von
welcher sich Hydromys abzweigte.
Arvicolidae. Ärvicola amphibius s. Nehring unter foss. Säuget.
A. oeconomus ebenda.
A. arvalis? ebenda.
Merriam, C. Hart, berichtigt ein Versehen, zufolge dessen bei der Be-
schreibung von Ärvicola (Chilotus) pallidus (Americ. Naturalist 1888 p. 702—705)
als Figur eine Schädelabbildung von Ärvicola (Pedomys) minor in den Text
gesetzt ist. Er giebt nunmehr die richtige Schädelabbildung von A. palUdus
(Americ. Naturalist Vol. XXHI, p. 60).
Microtus fortis n. sp. s. Büchner, Wissensch. Resultate . . . Przewalski . . .
Ceutral-Asien, Bd. I, Liefg. 3, p. 99—103, Tfl. XVI, Fig. 1-2, XVIII, Fig. 1-3.
Steht 31. ratticeps Keys. u. Blas, nahe, weicht jedoch ab durcli ihre Grösse, die
Anzahl der Schwielen des Hinterfusses, Färbungs- und Gebisscharaktere.
31. EversmannijPoljak.) s. ebenda, p. 103-107, Tfl. XVI, Fig. 3, XVIH,
Fig. 4—6.
31. tianschanicus n. sp. siehe ebenda, p. 107 ff., Tfl. XVI, Fig. 4,
XVIII, Fig. 7—10. Unterscheidet sich durch den Bau des ersten unteren
Molaren und durch die Schädelform von 31. Eversmanni, dem er sonst gleicht.
31. limnophilus n. sp. s. ebenda, p. 110 — 113, Tfl. XVII, Fig. 4, XVIII,
Fig. 11 — 13. Steht der vorigen Art sehr nahe, weicht von ihr ab durch den
Bau des ersten unteren Molaren und durch die Schädelfonn.
31. mandarinus (3Iilne-Edw.) s. ebenda, p. 113 — 117, Tfl. XIX, Fig. 1—3.
31. Brandti (Badde) s. ebenda, p. 117—120, Tfl. XVH, Fig. 1, XIX,
Fig. 4—6.
31. Strauchi n. sp. siehe ebenda, p. 121 ff., Tfl. XVII, Fig. 2, XIX,
Fig. 7—10. Von 31. Brandti besonders durch den Zahnbau, intensivere schwarze
Färbung der Nasengegend, sowie durch bedeutendere Länge des Schwanzes
unterschieden.
31. Strauchi var. fuscus n. var. n. sp. s, ebenda, p. 125—127, Tfl. XVII,
Fig. 3, XIX, Fig. 11—14, Durch auffallend dunkle Färbung und Zahnverschieden-
heiten von der typischen Form zu trennen.
Fiber zibethieus s. Brezol unter Biol., Nutzen u. Seh.
Neofiber Alleni s. Baker unter Biol., Allgem.
Georhychidae. Bathyergus maritimus s. Bardeleben unter Anat. u.
Phys., Skelet.
Georhychus capensis s. Sclater unter Biol., Färbg.
Bhizomys del-an s. Jentink unter Geogr. Verbr., malay. Reg.
Octodontidae. 3'lyopotamus coypu s. Pays-Mellier unter Biol., Ge-
fangensch.; Hag mann ebenda.
Capromys brachyurus t/wracatus s. True unter Geogr. Verbr., südam. Reg.
Echinomys semispinosus ebenda.
Dactylomys amblyonyx s. Göldi unter Biol., Allgem.
Hystriohidae. Hystrix cristata s. Pays-Mellier unter Biol., Ge-
fangen seh.
in der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1889. 71
Sphingurus sericeus n. sp. s. Cope unter Geogr. Verhr., südam. Reg.
Günther, A., Note on a Bornean Porcupine, Trichys lipura. — Proc.
Zool. Soc. London 1889, p. 75-77. Mit 1 Fig.
Verf. giebt einige Ergänzungen zu einer früheren (P. Z. S. 1876) Be-
schreibung eines kleinen Stachelschweins Trichys lipura. Die ersten Exemplare
waren schwanzlos, spätere zeigten einen langen dünnen Schwanz. Wahrscheinlich
büssen die Tiere denselben sehr leicht ein und zwar bald nach der Geburt. Der
Schwanz eines Exemplars wird beschrieben. In einer Schlussbemerkung wird
hinzugefügt, dass WaterhoTise' s Atkerura fasciculata (Exemplare im Leydener
Mus.) identisch ist mit Trichijs. Verf. sieht sich jedoch genötigt, seine Benennung
des Tieres aufrecht zu halten (entgegen der Ansicht Jentink's).
Caviidae. Cavia cobaya s. Friede 1 unter Biol., Allgem. ; Galti er unter
Biol., Krankh.; Hamburger unter Anat. u. Phys., Verdauuugsorg. ; K lern per er
unter Anat. u. Phys., Exki'etionsorg. ; v. Lenhossek unter Anat. u. Phys.,
Nervensystem; Nehring unter Geogi'. Verbr., südam. Reg. und Entwickig.,
Phylog.; Sanchez- Toledo unter Anat. u. Phys., Allgem.
Hydrochoerus capybara s. Pays-Mellier unter Biol., Gefangensch.
Dasyproctidae. Dasyprocta aguti s. Pays-Mellier unter Biol., Ge-
fangensch.
D. punctata s. True unter Geogr. Verbr., südam. Reg.
D. aurea n. sp. s. Cope ebenda.
Chinchillidae. Viscacha s. Pays-Mellier unter Biol., Gefangensch.
Leporidae. Lepus timidus s. Robertson unter Biol., Beweg.; Whit-
acker unter Biol., Färbg.
L. cuniculus s. Born unter Entwickig., Ontog. ; Brown-Sequard unter
Anat. u. Phys., Allgem.; Cuccati unter Anat. u. Phys., Nervensyst.; Czerny
unter Anat. u. Phys., Exkretionsorg. ; Duval unter Anat. u. Phys., Geschlechtsorg.;
Hamburger unter Anat. u. Phys., Verdauungsorg.; Hayem unter Anat. u.
Phys., Gefässsyst.; Hericourt et Riebet unter Anat. u. Phys., Allgem.;
Howes unter Anat. u. Phys., Athmungsorg.; Klemperer unter Anat. u. Phys.,
Exkretionsorg.; Latter unter Biol., Krankh.; v. Lenden feld unter Biol.,
Allgem.; v. Lenhossek unter Anat. u. Phys., Nervensyst.; Liebe unter Biol.,
Gefangensch.; Nicati unter Anat. u. Phys., Exkretionsorg.; Petrone unter
Anat. u. Phys., Cirkulationsorg. ; Philipps unter Biol., Nutzen u. Seh.; Roger
unter Anat. u. Phys., Allgem.; Sclater unter Biol., Nutzen u. Seh.; Stilling
unter Anat. u. Phys., Exkretionsorg.; Tourneux unter Entwickig., Ontog.;
Zimmermann unter Anat. u. Phys., Cirkulationsorg.
L. cuniculus foss. s. Ri viere unter Foss. Säuget.
Lepus sp. s. V. Lendenfeld unter Biol., Allgem.
Merriam, C. Hart, Description of a new species of Pika (Lagomys
schisticeps) from the Sierra Nevada Mountains in California. — North American
Fauna Nr. 2, p. 11—13. Mit Fig.
Lagomys schisticeps sp. nov. ist äusserlich dui'ch den schiefergrauen (anstatt
gelbbraunen) Oberkopf von L. princeps unterschieden, ausserdem durch gute
Schädelcharaktere.
L. pusillus foss. s. Nehring unter Foss. Säuget.
Fossile Nager. Palaeolagus turgidus s. Cope unter Foss. Säuget.
Theriodesmus phylarchus s. Bar deichen unter Anat. u. Phys., Skelet.
72 Dl". Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen
Carnivora.
Allgemeines s. Strahl unter Anat. u. Phj's., Fortpflanzungsorg.
Ursidae. Ursus arctos s. Schaff unter Anat. u. Phys., Skelet; Tornier
ebenda.
U. spelaeus s. Meli unter Foss. Säuget.
Nasua narica s. True unter Geogr. Verbr., südam. Reg.
Proctjon canerivorus s. Tornier unter Anat. u. Phys., Skelet.
Vergl. ferner Cope unter Geogr. Verbr., südam. Reg.
Mustelidae. Foetorkis erminea s. Jeffrey unter Biol., Färbg.
F. (Putorius) furo s. Strahl unter Anat. u. Phys., Fortpflanzungsorg.
F. vison s. Webster unter Biol., Brutpfl.
F. lutreola s. Martin et Rollinat unter Geogr. Verbr., östl. gem. Reg,
Lutra vulgaris s. Laugkavel unter Biol., Allgem.; Larken ebenda;
Tornier ebenda; Schaff unter Anat. u. Phys., Skelet.
L. platetisis s. Tornier unter Anat. u. Phys., Skelet.
L. patagonica ebenda.
Thomas, Oldfield, Preliminary Notes on the Charakters and Synonymy
of tbe different Species of Otter. — Proc. Zool. See. London 1889, p. 190—200.
Verf. setzt zunächst auseinander, dass abgesehen von Enhydris alle Ottern
ein einziges Genus, nämlich Lutra, bilden; selbst Äonyx und Pteronwa sind
nicht als besondere Genera berechtigt, ganz zu schweigen von den etwa 7 sonst
aufgestellten Gattungen. Unter den nichtfliegenden Säugetieren hat die Gattg.
Lutra die weiteste Verbreitung. Alsdann werden die bekannten Arten in geo-
graphischer Anordnung behandelt mit besonderer Berücksichtigung der Synonymie.
1. Orientalische Ottern: Lutra vulgaris Erxl., L. barang F. Cuv., L. sumatrana
Gray, L. cinerea Hl. 2. Aethiopische 0. : Lutra capensis Schinz, L. maculicollis
Licht. 3. Amerikanische 0.: Lutra brasiliensis Zimm., L. felina Shaw; unter
letzterer Art begreift Verf. vorläufig u. a. L. chilensis, paranensis etc., er erklärt
jedoch noch ganz im Ungewissen über die südamerikanischen Ottern zu sein.
Meles taxus s. Larken unter Biol., Allgem.
Mephitis s. Brezol unter Biol., Nutzen u. Seh.
Fossile Musteliden. Potaniotherium Valetoni s. Filhol unter Foss.
Säuget.
Plesictis ebenda.
Viverridae. Viverra civetta s. Barboza unter Geogr. Verbr,, äthiop. Reg.
Genetta vulgaris s. Martin et Rollinat unter Geogr. Verbr., östl.
gem. Reg.
Cynogale bennettii s. Jentink unter Geogr. Verbr., malay. Reg.
Ärctogale stigmatica s. Jentink ebenda.
Hemigalea derbyana ebenda.
Paradoxurus typus s. Tornier unter Anat. u. Phys., Skelet.
P. musanga ebenda.
Herpestes auropunctatus s. Sclater unter Geogr. Verbr., malay. Reg.
H. brachyurus s. Jentink ebenda.
Thomas, Oldfield, On a new Mungoose allied to Herpestes albicaudatus.
— Proc. Zool, Soc. London 1889, p. 622—624. Mit 1 Tfl.
Herpestes grandis n. sp. steht H. albicaudatus am nächsten, unterscheidet
sich liauptsächlich durch das Gebiss. Die Zähne sind bei ersterer Art dui'chweg
in der Naturgeschichte der Sängetiere während des Jahres 18S9. 73
stärker und besonders weichen die unteren Molaren durch komplizirteren Bau
von H. alb. ab. Am Schädel fällt die Länge des Gesichtsteils auf. Schädel-
länge 112 mm, grösste Breite 52 mm. Heimat nicht sicher festzustellen, ent-
weder am Limi)opo oder im Zululande.
Jentink, F. A., On Helogale i)arvula Sundevall. — Notes Leyden Mus.
Vol. XI, p. 31—33.
Verf. konstatirt, dass Herpestes undulatus Peters von Helogale parviila
Sund, nur dui'ch Farbendifferenzen, welche keine Artunterschiede bilden können,
abweicht, so dass man nur 1 Art von Helogale annehmen darf. Ichneumon
taenionotus Smith, den Gray zu Helogale stellte, ist nach O. Thomas synonym
mit Crossarchus fasciatus Desm.
Fossile Viverriden. Viverra antiqua s, Filhol unter Foss. Säuget.
Palaeoprionodon ebenda.
Canidae. Allgem. vergl. Boule unter Foss. Säuget.
Canis familiär is s.By ezol unter Biol., Nutzen u. Seh.; Bungartz unter Biol.,
Landw.etc; Oontejean unter Anat.u.Phys.,Cirkulationsorg.; CzernyunterAnat.u.
Phys., Exkretionsorg. ; Dalziel unter Biol., Landw. etc.; Duges unter Biol.,
Stimme; Ebstein u. Nicolaier unter Biol., Krankh.; Galtier ebenda; Grassi
unter Anat. u. Phys., Sinnesorg.; Greve unter Biol, Allgem.; Hamburger
unter Anat. u. Phys., Verdauungsorg. ; Heinricius unter Entwicklung, Ontog.;
Hoyer unter Anat. u. Phys., Cirkulationsorg.; Klemperer unter Anat. u.
Phys., Exkretionsorg.; Kulczycki unter Anat. ti. Phys., Cirkulationsorg.;
Menard unter Biol., Krankh.; Montane unter Anat. u. Phys., Verdauungsorg.;
Retterer unter Anat. u. Phys., Geschlechtsorg.; Simroth unter Biol., Allgem.;
Zawarykin unter Anat. u. Phys., Athnuiugsorg.
C. lupiis s. Palumbo unter Geogr. Verbr., östl. gem. Reg.
C. dingo s. v. Lendenfeld unter Biol., Allgem.
C. aureus s. Railliet unter Biol., Krankh.
C. adustus s. Schaff, Ueber C. ad. Sund. — Sitzungsber. Ges. naturf.
Freunde Berlin 1889, p. 198-200.
C. vulpes s. Tuckerman unter Anat. u. Phys., Nervensyst.
C. (Vulpes) bengalensis s. Sclater unter Geogr. Verbr., malay. Reg.
Nyctereutes procynoides s. Pays-Me liier unter Biol., Gefangeusch.
Fossile Caniden. C. lupus foss. s. Meli unter Foss. Säuget.
C. Jcaragan foss. s. Nehring ebenda.
C. corsac foss. ebenda.
C. sp. (vulpes) foss. ebenda.
C. megamastoides s. Boule ebenda,
Cuon foss. s. Filhol ebenda.
Hyaenidae. Hyaena striata s. Radde u. Walter unter Geogr. Verbr.,
östl. gem. Reg.; Young u. Robinson unter Anafr. u. Phys., Muskelsyst.
Fossile Hyänen s. Weithofer unter foss. Säuget.
Felidae. Felis domestica s. Arnstein unter Anat. u. Phys., Nervensyst.
Cadiot unter Biol., Krankh.; Oontejean unter Anat. u. Phys., Cirkulationsorg.
Ozerny unter Anat. u. Phys., Exkretionsorg.; Hartmann unter Foss. Säuget.
Helm unter Biol., Allgem.; Klingberg unter Anat. u. Phys., Sinnesorg
V. Lenhossek unter Anat. u. Phys., Nervensyst.; Nehring i;nter Foss. Säuget.
Schiller unter Anat. u. Phys., Nervensyst.
74 Dr. Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen
F. pardalis s. True unter Geogr. Verbr., südam. Reg.
F. hraccata n. sp. s. Cope ebenda.
Cynaüurus s. Railliet unter Biol., Krankh.; Zarudnoi unter Geogr.
Verbr., östl. gem. Reg.
Fossile Feliden. Felis eatus ferus foss. s. Riviöre unter Foss. Säuget.
F. manul foss. s. Nehring ebenda.
F. chaus foss. ebenda.
Machairodus s. Leidy ebenda.
Dinictis felina s. Scott ebenda.
Pinnijtedia,
Allgemeines. Vergl. Brezol unter Biol, Feinde; Southwell unter
Biol., Nutzen u. Seh., ferner unter Landw. etc.
Phoeidae. Phoca vitulina var. caspica s. Radde u. Walter unter Geogr.
Verbr., östl. gem. Reg.
Ph. annellata s. Schaff unter Biol., Krankh.
Ph. barbata s. Newton unter Foss. Säuget.
Allen, J. A., The West Indian Seal (Monachus tropicalis). — Bull. Am.
Mus. Nat. Hist. Vol. II, p. 1-34. Mit Tfln. (1888!)
Otariidae. Otaria Gillespii s. Wunderlich unter Biol., Gefangensch.
Hyracoidea.
Vacat.
XJngidata.
Vergl. Baur unter Anat. u. Phys., Skelet.
Proboscidea.
Vergl. Baur unter Anat. u. Phys., Allgem. ; Cope unter Foss. Säuget.
Elephas s. Galippe unter Anat. u. Phys., Verdauungsorg.; Petit unter
Biol., Feinde.
E. colmnbi s. Leidy unter Foss. Säuget.
E. pi-imigenius s. Prestwich ebenda.
Mastodon angustidens s. Gaudry ebenda.
Artiodactyla.
Allgemeines. Cope, E. D., The Artiodactyla. — Americ. Naturalist
Vol. XXIII, p. 111—136. Mit 5 Tfln. u. 15 Textfigg.
Forts, der im vorigen Bande der genannten Zeitschr. enthaltenen Arbeit.
Behandelt werden die höher stehenden Ärtiod., Camelo'idea und Booidea. Die
einzelnen Familien werden kurz charakterisirt. Bemerkenswert ist es, dass Verf.
eine grössere Zahl allgemein angenommener Antilopengattungen ausserdem Anoa
in eine Gattung Ovis zusammenzieht.
A. Artiodactyla non-ruminantia.
Hippopotamidae. Hippopotamus amphibius s. Möbius unter Anat. u.
Phys., Verdauungsorg.; Seefeld t unter Biol., Gefangensch.
Suidae. Sus scrofa domestica s. Auld unter Biol, Krankh.; Derby shire
unter Biol, Nutzen u. Seh.; v. Lendeufeld unter Biol, Allgem.; Maresch
unter Biol , Landwirtsch. etc.; Moussu unter Anat. u. Phys., Nervens.; Regnard
in der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1889. 75
unter Biol., Landw. etc.; Simroth unter Bio!., Allgem.; Southall and Bay-
er aft unter Anat. u. Phys., Verdauungsörg.
Nehring, A., macht einige kurze Bemerkungen über Sus celebensis und
Verwandte. — Sitzgsber. Ges. naturf. Freunde Berlin 1889, p. 196.
Derselbe, Ueber Sus celebensis und Verwandte. — Abb. u. Ber. Zool.
Anthropol. Mus. Dresden 1888/89, Nr. 2. Mit 15 Holzschn. u. 2 Tfln.
Verf. stellte seine Untersuchungen an Sus celebensis Müll. u. Schi., S.
philippensis A. B. Meyer, S. verrucosus Müll. u. Schi., S. longirostris Nehring,
S. barbatus Müll. u. Schi, und S. barb. var. palavensis Nehring an, besonders
an Schädeln dieser Arten resp. Varietäten, doch werden auch Färbung und
sonstige Eigenschaften berücksichtigt und ein besonderes Kap. behandelt Wirbel-
säule und Extremitätenknochen der verglichenen Arten. Die genannten Sus-
Arten sind durch eine besondere Form der unteren Eckzähne charakterisirt.
S. celebensis erweist sich als altertümliche, nach mehreren Seiten vermittelnde Art.
Sus leucomystax continentalis s. Nehring unter Geogr. Verbr. , östl.
gem. Reg.
Sus palustris s. Nehring unter foss. Säuget.
Dicotyles augulatus n. sp. s. Cope unter Geogr. Verbr., südam. Reg.
B. Artiodactyla ruminantia.
Huet, Liste des especes connues et decrites jusqu'ä ce jour dans les
Familles des Cervides, Cervulides, Tragulides et des Moschides. — Revue Sc.
Nat. Appliquees, 4. S., T. VI, p. 521-533, 665-670, 809—817, 873-883.
Fortsetzung der früheren Arbeit (cf. vor. Ber.).
Camelidae. Vergl. Rad de u. Walter unter Geogr. Verbr., östl. gem.
Reg. (u. a. Bastarde von C. drom. und C. bact.).
Tragulidae. Vergl. Behrends unter Biol., Gefangensch.
Leptomeryx s. Filhol unter Foss. Säuget.
Cervidae. Cervus elaphus s. Huddieton unter Geogr. Verbr., austral. Reg.
Nehring, A. , Ueber das Gebiss von Cervus maral Ogilby, sowie über
Cervus maral foss. — Sitzgsber. Ges. naturf. Freunde Berlin 1889, p. 67—69.
Der vorderste Prämolar des Unterkiefers ist bedeutend grösser bei G. maral
als bei C. elaphus. Wahrscheinlich sind die plistocänen Hirsche Deutschlands
besser auf C. maral zu beziehen als auf G. elaphus oder C. canadensis.
Cervus porcinus s. Pays-Mellier unter Biol., Gefangensch.
Cervus capreolus s. Brandt unter Biol., Landw. etc.; Harting unter
Biol., Allgem.; v. Krüdener ebenda; Nehring u. Schaff unter Entwickig.,
Ontog.; Nehring ebenda; Roeder unter Anat. u. Phys., Skelet.
Cervulus Meevesi s. Pays-Mellier unter Biol., Gefangensch.
True, Frederick W., Description of a new species of Deer, Cariacus
clavatus, from Central-America. — Proc. U. S. Nat. Mus. Vol. XI, p. 417—424.
Cariacus clavatus n. sp. ist von mittlerer Grösse; Geweih nur aus ein-
fachen, in der Richtung der Profillinie des Kopfes nach hinten verlaufenden
Spiessen bestehend. Allgemeine Erscheinung und Färbung wie bei C. virginianus.
Eine kleine Metatarsaldrüse ist vorhanden. Hufe an der Spitze gelblich. Genaue
Beschreibung von Sommer- und Winterkleid, des Schädels, des Geweihes von
alten und jungen Exemplaren. Erörterung über das Verhältniss der neuen Art
zu den Arten der Gattungen Cariacus und Coassus, insbesondere um zu be-
weisen, dass Gar. clav. trotz der einfachen Spiesse eben zu Cariacus und nicht
76 Dl'- Ernst Schaff: Bericht üher die Leistungen
zu Coassus gehört. 4 neue unterscheidencle Cliaraktere zwischen den beiden
genannten Gattungen. Masstabelle.
Thomas, Oldfield, gieht einige kurze Mitteilungen über Cervulus feae
n. sp. aus Tenasserim. Die Art unterscheidet sich von C. crinifrons Sclat. durch
das Fehlen des Stirnbüschels, kürzeren Schwanz und Anwesenheit eines weissen
Streifens an der Vorderseite der Zehen (Proc. Zool. Soc. London 1889, p. 85).
Fossile Hirsche. Cervus rectus n. sp. s. Newton unter Foss. Säuget.
C. sp. foss. s. Ri viere ebenda.
Camelopardalidae. Vacat.
Siwatheriidae. Urmiatherium Polaki n. sp. s. Rodler unter Foss. Säuget.
Moschidae. Vacat.
Tragulidae. Hypertragulus transversus s. Cope unter Foss. Säuget.
Cavicornia. A. Bovina. Vergl. Pion unter Biol., Landw.; Tenchini
e Negrini unter Anat. u. Phys., Nervensyst. ; Nehring unter Foss. Säuget.
£os taurus. Vergl. Bio!., Landw. etc.; s. ferner Auld ebenda; Bau-
meister ebenda; Courmont unter Biol., Krankh.; Galtier ebenda; v. Krü-
dener unter Biol., Allgem.; Langkavel ebenda; v. Lendenfeld ebenda;
Nocard unter Biol., Krankh.; Plana ebenda; Railliet ebenda; Regnard
unter Biol., Landw. etc.
Bison americanus s. Brezol unter Biol., Landw. etc.; Hornaday unter
Biol., Feinde.
Bas primigenius s. N eh ring unter foss. Säuget.
Bison honasus var. priscus s. Newton ebenda.
Vergl. auch Meyer unter Antilopina.
B. Ovina. Ovis aries s. Galtier unter Biol., Krankh.; Moussu unter
Anat. u. Phys., Nervensyst.; Peuchu unter Biol., Krankh.; Philippi unter Eut-
wicklg., Bastarde; Regnard unter Biol., Landw. etc.; v. Tschirwiusky unter
Entwickig., Ontog.
Pseudois nahoor s. Laugkavel unter Geogr. Verbr., malay. Reg.
Capra sihirica s. Tegetmeier unter Biol., Krankh.
Capra hircus s. Berthoule unter Biol., Landw. etc.; Certes unter Anat.
u. Phys., Verdauungsorg.; Galtier unter Biol., Krankh.; Pion unter Biol.,
Nutzen u. Seh.; Simroth unter Biol., Allgem.; Thomas unter Biol., Landw. etc.
Capra sp. foss. s. Ri viere unter Foss. Säuget.
C. Antilopina. Meyer, A.B., macht einige Bemerkungen über die Anoa
und den Tamaron, betont die Verschiedenheit heider und das Fehlen der ersteren
auf den Philippinen.
Antilocapra americana s. Allen unter Entwickig., Anpassg.
Antilope cervicapra s. Hutchinson unter Anat. u. Phys., Exkretionsorg. ;
Rad de u. Walter unter Geogr. Verbr., östl. gem. Reg.
A. subgutturosa ebenda.
Haplocerus montanus s. Loder unter Anat. u. Phys., Skelet.
Bupicapra rupicapra s. Blanchard unter Biol., Krankh.
Günther, A., Description of a new Antelope from Southern Central
Africa. — Proc. Zool. Soc. London 1889, p. 73—75. Mit 1 Fig.
Antilope triangularis sp. nov. (Antilope im Cuvier'schen Sinn) wird be-
gründet auf 1 Paar von Hörnern eines alten Individuums. Dieselben sind der
Ki'ümmung nach gemessen 31 Zoll lang, wenig gebogen, an den Spitzen 22 Zoll
in der Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1889. 77
von einander entfernt. Im unteren Teil sind sie im Querschnitt dreieckig,
3 Zoll von der Basis in der Querrichtuug breiter als von vorn nach hinten^
Im unteren Teil sind die Hörner geringelt, in der oberen Hälfte glatt. Sie
stammen wahrscheinlich aus dem Gebiet des Zambese.
Sclater macht einige kurze Mitteilungen über Bamalis huntcri n. sp.
und giebt eine Abbildung des Kopfes (ebenda, p. 58—59).
Derselbe, Description of Hunter's Antelope. — Ebenda, p. 372—377.
Mit 1 Farbentfl. und 3 Holzschn.
Damalis hunteri n. sp. steht D. senegalensis nahe, schliesst sich aber in
der Stirnbildung mehr an Älcelap/ms an. Farbe kastanienbraun mit weissem
Bauch und weissem schmalem, nach unten offenen Bogenstreif zwischen den
Augen. Hörner bis auf die glatte Spitze stark geringelt, nach aussen und hinten
gekrümmt, dann fast parallel gerade aufsteigend. Schulterhöhe etwa 48 engl.
Zoll, Hörner eines ^ ad in gerader Linie 21 Zoll, bei den Weibchen viel
schwächer. Heimat Ostafrika am Tanafluss.
Catoblepas gnu s. Blaauw unter Entwickig., Outog.
Cephalolophus Maximlli s. Pays-Mellier vmter Bio]., Gefangensch.
Perissodactyla.
Tapiridae. Tapirus terrestris s. Beddard unter Anat. u. Phys., Allgem.
Lophiodontidae. Lophiodon s.Filhol unter Foss. Säuget.
Hyracodontotherium filholi n. sp. s. Lydekker ebenda.
Änthracotherium minimum s. Filhol ebenda.
Anthracotherium s. Gaudry ebenda.
Padiynolophus s. Filhol ebenda.
Hyrachyus ebenda.
Cesserassictis ebenda.
Palaeotapirus ebenda.
Palaeotheriidae. Anchitherium westoni n.sp. s. Cope unter Foss. Säuget.
A. mite ebenda.
A. pumilum ebenda.
Equidae. Vergl. Montane unter Entwickig., Ontog. ; Sanson unter
Anat. u. Phys., Verdauungsorg.; Tenchini e Negrini unter Anat. u. Phys.,
Nervensyst.
Equus cdballus s. Auld unter Bio!., Krankh.; Bounet unter Entwickig.,
Ontog.; Brezel unter Biol., Landw. etc.; Cadeac unter Biol., Krankh.;
Decroix unter Biol., Nutzen u. Seh.; Klever unter Entwickig., Ontog.;
Leisering u. Hartmann unter Anat. u. Phys., Allgem.; v. Lendenfeld
unter Biol, Allgem.; Loncey unter Biol., Landw. etc.; Menard unter Ent-
wickig., Bastarde; v. Mendel-Steinfels ebenda; v. Mojsisovics unter Anat.
u. Phys., Skelet; Montane unter Anat. u. Phys., Verdauungsorg.; Moussu
unter Anat. u. Phys., Nervensyst.; Pion unter Biol., Landw. etc.; Railliet unter
Biol., Krankh.; Wrangel unter Biol., Landw.; Zuntz u. Lehmann unter
Anat. u. Phys., Verdauungsorg.
E. quagga s. Bryden unter Geogr. Verbr., äthiop. Reg.
E. sp. foss. s. Ri viere unter Foss. Säuget.
7g Dr. Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen
Hippotherium (= Hipparion) s. Cope ebenda; Leidy ebenda; Pavlow
ebenda.
Rhinocerotidae. Bhinoceros sumatrensis s. Entwicklung, Bastarde;
Beddard unter Anat. u. Phys., AUgem.
Bh. lasiotis s. Entwickig., Bastarde.
Bh. hicornis s. Flow er unter Anat. u. Phys., Haut.
Chalicotheriidae. Chalicotherium hüohatum n. sp. s. Cope unter Foss.
Säuget.
Condylarthra.
Pteriptychidae. Haplacodon angustigenis n. g. s. Cope unter Foss.
Säuget.
Cetacea.
Van Beneden, P. J., Histoire naturelle des Cetaces des Mers d'Europe.
Bruxelles 1889, 664 p.
Yerf. bebandelt alle Cetaceen, welche in den Europa bespülenden Meeren
vorkommen, in Hinsicht auf Syuonymie, Litteratur, Biologie, Anatomie und
Verbreitung. (Sonderdruck Vergl. p. 79 unter Hyperood. u. Balaenopt.)
Bouvier, E. L., Les Cetaces Souffleurs. Lille 1889.
Graelis, Mariano P., Las Ballenas en las costas oceänicias de Espana.
— Mem. Acad. Cienc. Ex. Fis. Nat. Madrid T. 13.
Gray, Robert, Notes on a voyage to the Greenland Sea in 1888. — The
Zoologist (3) Vol. XIII, p. 1-9, 41-51, 95—104.
Enthält u. a. Mitteilungen über verschiedene Wale, z. B. Hyperoodon
rostratus, Balaena mysticetus, Balaenoptera Sibbaldii und Robben {Phoca groen-
landica, Cystophora cristata). Maasse, Farbe etc.
Vergl. Southwell unter Biol., Nutzen u. Seh.
Lütken, Chr. Fr., Bidrag til Kundskab om de tre pelagiske Tandhval-
Slaegter Steno, Delphinus og Prodelphinus. — K. Danske Vidensk. Selsk.
Skrifter (6) Bd. 5, Nr. 1. Mit 1 Tfl., 1 Karte und Textfigg.
Verf. heschreibt und bildet ab Steno rostratus. Betont werden als Charak-
teristikum der Gattung Delphinus {Eudelphinus Gerv.) die Gaumenfurchen des
Schädels und das Verschmelzen der Intermaxillaria. Verf. ist der Ansicht, dass
es nur 1 Art Delphinus, den „klassischen" D. delpJiis, gäbe, der allerdings wie
alle Zahnwale stark variirt. Die Gattung Prodelphinus ist noch sehr ungenügend
bekannt, da es überall an Untersuchungsmaterial fehlt. Verf. giebt
eine vorläufige Uehersicht der 11 Arten nach den osteologischen Merkmalen.
2 Karten enthalten die Fangorte der im Kopenhagener Museum befindlichen
Exemplare der genannten Gattungen.
Delphinidae. Vergl. Turner unter Anat. u. Phys., Verdauungsorg.
Delphinus delphis s. Leboucq unter Anat. u. Phys., Haut; Turner unter
Anat. XX. Phys., Verdauungsorg. Vergl. auch oben Lütken.
D. (Lagenorhynchus) albirostris, s. Turner unter Anat. u. Phys., Ver-
dauungsorg.
Phocaena communis s. Turner, ebenda; ferner Newton unter Foss.
Säuget.
Delphinapterus leucas, s. Turner unter Anat. u. Phys., Verdauungsorg.;
ferner Newton unter Foss. Säuget.
in dei' Naturgeschichte der Säugetiere während des Jahres 1889. 79
Glohioccphalus melas s. Leboucq unter Anat. u. Phys., Haut.
Monodontidae. Monodon monoceros s. Turner unter Anat. u. Phys.,
Verdauungsorg'.
Hyperoodontidae. Van Beneden, Les Ziphio'ides des Mers d'Europe,
— Meni. cour. Acad, R. Belgique XLI, Art. 1 (1888!)
Physeteridae. Fhyseter macrocephalus s. Pouchet et Beauregard
unter Anat. u. Phys., Allgem , Skelet, Athmungsorg , Verdauungsorg.
Dieselben, Recherches sur le Cachalot. Premiere Partie. Anatomie. —
Nouv. Arch. Museum, III. Ser., T. I, p. 1—96. Mit 8 Tfln.
Nach einleitenden Bemerkungen über die Systematik der Physeteriden,
wobei die Einbeziehung von Kogia unter die Gattung Physeter befürwortet wird,
schildern die Verf. zunächst das Aeussere des Phys. macrocephalus, alsdann das
Skelet eines Männchens und dasjenige eines Weibchens, wobei besonders auf
die Arbeiten von Flower Rücksicht genommen wird. Ein eigenes Kapitel ist
dem Unterkiefer und den Zähnen gewidmet. Von Interesse sind die Mitteilungen
über Oberkieferzähne (p. 79—82), welche häufig übersehen werden, da sie
meistens, nicht immer, im Zahnfleisch verborgen bleiben. Zum Schluss wird die
Entwicklung der Zähne dargestellt.
Balaenopteridae. Van Beneden, P. J., Histoire naturelle des Bale-
nopteres. — Mem. cour. Acad. R. Belgique XLI, Art. 1 (1888!). Mit Holzschn
Megaptera boops s. Grimm unter Geogr. Verbr., arkt. Reg.
M. longimana s. Struthers unter Anat. u. Phys., Allgem., Skelet.
Balaenoptera rostrata s. Beauregard unter Geogr. Verbr., östl. gem. Reg.;
Grimm ebenda, arkt. Reg.
B. borealis ebenda.
B. musculus ebenda.
Möbius, K., macht einige kurze Mitteilungen über 2 Exemplare von
Balaenoptera musculus Companyo. — Sitzgsber. Ges. naturf. Freunde Berlin
1889, p. 97-98.
B. Sibhaldii s. Grimm unter Geogr. Verbr., arkt. Reg.
Balaenidae. Vergl. Cocks unter Biol., Landw. etc.
Balaena mysticetus s. Gray unter Anat. u. Phys., Sinnesorg.; Grimm
unter Geogr. Verbr., arkt. Reg.
B. hiscayensis ebenda.
Zeuglodontidae. Zeuglodon s, Leidy unter Foss. Säuget.
Sirenia.
Manatus americanus s. Zipperlen unter Biol., Gefangensch.
Manatus s. Hutchinson ebenda.
Halicore dugong s. Leboucq unter Anat. u. Phys., Haut; Turner unter
Anat. u. Phys., Fortpflanzungsorg.
Ehytina s. Clark unter Anat. u. Phys., Skelet.
Halitheriidae. Halitherium s. Fallot unter Foss. Säuget.
Edentata.
Vergl. Cope unter Foss. Säuget.
Bradypodidae. Vergl. Seitz unter Biol., Allgem.
Manidae. Manis hessi s. Noack unter Geogr. Verbr., äthiop. Reg.
80 Dl". Ernst Schaff: Bericht über die Leistungen etc.
Dasypodidae. Tatusia novemcincta s. True unter Geogr. Verbr.,
südam. Reg.
T. megalolepis n. sp. s. Cope ebenda.
Myrmecophagidae. Myrmecophaga hivittata straminea n. sp. s. Cope
unter Geogr. Verbr., südam. Reg.
31. sellata n. sp. ebenda.
Glyptodontidae. Glyptodon s. Leidy unter Foss. Säuget.
MarsupiaUa.
Macropodidae. Vergl. Robin unter Biol., Allgem.
Macropiis major s. Stirling unter Anat. u. Phj's., Fortpflanznngsorg.
M. rufus s. Pinkert unter Biol., Brutpfl.
Osphranter erubescens s. Stirling unter Anat. u. Phys., Portpflanzungsorg.
Phalangeridae. Belideus ariel s. T ucker man unter Anat. u. Phys.,
Sinnesorg.
Peramelidae. Perameles nasuta ebenda.
Dasyuridae. Myrmecobius fasciatiis s. Leche unter Anat. u. Phys,,
Verdauungsorg.
Didelphyidae. Bidelphys californica s. Duges unter Anat. u. Phys.,
Allgem.
B. Opossum s. True unter Geogr. Verbr., südam. Reg.
J>. murina ebenda.
Mofhotrem ata,
Vergl. Walker unter Anat. u. Phys, Athmungsorg.
Echidna s. Westling unter Anat. u. Phys., Allgem.
Mamnialia incertae sedis.
Theriodesmus phylarchus s. Bardeleben unter Anat. u. Phys., Skelet.
Bericht
über
die Leistungen in der Naturgeschiclite der Vögel
während des Jalires 1889.
Von
Ant. Reiehenow^.
I. Geschichte, Litteratur, Museologie, Taxidermie.
J. A. Allen, On the Maximilian Types of South American
Birds in the American Museum of Natural History ; Bull. Amer. Mus.
N. H. IL p. 209 — 276. — Nach allgemeinen Bemerkungen über den
Umfang und Zustand der jetzt im American Museum befindlichen
Sammlung des Prinzen von Wied werden die einzelnen typischen
Exemplare unter dem jetzt üblichen bezw. von dem Prinzen gegebenen
Namen nebst den betreffenden Citaten der Litteratur und den auf
den Original -Namenschildern der einzelnen Stücke sowie in dem
handschriftlichen Katalog des Sammlers befindlichen Bemerkungen
aufgeführt, daneben kritische Bemerkungen des Herausgebers. Im
ganzen beschrieb der Prinz 164 Arten. Von 138 sind die Typen
noch vorhanden, aber nur 70 seiner Artnamen bleiben nach dem
Gesetz der Priorität bestehen. Für Psittacvs melanotus Wied giebt
Verf. den neuen Namen wiedi. (Dies erscheint ungerechtfertigt, da
der in Concurrenz kommende Name P. melanotus Shaw nach gegen-
wärtiger systematischer Anschauung einer anderen Gattung an-
gehört. Ref.)
R. Blasius, Erzherzog Rudolf. Nachruf (nebst Verzeichniss
der veröffentlichten Arbeiten des Erzherzogs); Ornis 5. p. I — XXXIV.
W. Blasius giebt biographische Notizen über E. F. v. Homeyer;
Journ. Orn. 37. p. 203—204.
Barboza du Bocage, s. J. A. de Sousa.
M. Bogdanow, s. Pleske.
Ch. L. Brehm's nachgelassene Sammlung meist europäischer
Vögel; Schwalbe 13. p. 537—538, 546—550, 560—562, 574—575,
Avch. f. Naturgesch. Jahrg. 1890. Bd.U. H.l. ß
82 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen
585—588, 593—599, 613—615. — Systematisches Verzeichniss der
Sammlimg, im ganzen 673 Arten in 6973 Exemplaren.
M. de Coulon, Prix actuels des peaux et des oeufs de VAlca
impennis; Bull. Soc, Sc. Nat. Neufchätel 16. p. 294 — 295.
A. Ernst, Catalogo de las Aves en el Museo Nacional de Caracas;
Kevista Cient. Univers. Central Venezuela I.
F. V. Feld egg, s. A. v. Pelzein.
H. Fournes, Verzeichniss der Vogeleier -Sammlung des orni-
thologischen Vereines in Wien; Schwalbe 13. p. 196—200, 206—208,
219—224.
d'Hamonville, Note sur les quatres oeufs d'Alca impennis
appartenant ä notre collection zoologique; Mem. Soc. Zool. France 1.
p. 224—227.
E. Hartert, Eugen Ferdinand von Homeyer, sein Streben
und Schaffen; Journ. Orn. 37. p. 231 — 236. — S. auch W. Blasius,
J. E. Harting, Memoir of the late Frederick Bond; Zoologist
1889. p. 401—422.
J. M, Hinterwaldner, Wegweiser für Naturaliensammler. Eine
Anleitung zum Sammeln und Conserviren von Thieren, Pflanzen und
Mineralien jeder Art, sowie zur rationellen Anlage und Pflege von
Terrarien, Aquarien, Volieren etc. Wien 1889.
E. F. V. Homeyer 's ornithologische Sammlung; Schwalbe 13.
p. 374 — 376. — Allgemeiner üeberblick über den Umfang der
Sammlung.
E. F. V. Homeyer, s. W. Blasius, Hartert, v. Pelzeln und
Pietsch.
J. H. Kidder, Todesanzeige; Auk 6. p. 282.
F. Knauer, Eine Instruktionsreise nach der Adria, nach Nord-
deutschland, Holland, Belgien und Westdeutschland; Schwalbe 13.
p. 297—300, 309—312, 321—324, 331—334. — Nachrichten über
Thiergärten, öffentliche und Privat-Sammlungen an den vom Verf.
besuchten Orten.
Th. L. Kumlien f, Lebenslauf; Auk 6. p. 204—205.
H. Langhans, Katalog der naturhistorischen Sammlungen der
Kgl. bayerischen Realschule Fürth, unter Mitwirkung von C. Kellner.
Fürth 1886.
P. Leverkühn, Der Wiedehopf in den Legenden der Araber;
Zool. Gart. 30. p. 173—179.
Loches Sammlung algerischer Vogel; Ibis (6) 1. p. 140 — 141.
Don Louis, König von Portugal f, Nachruf; H. Schalow, Journ.
Orn. 37. p. 338—339.
A. F. V. Marschall, s. v. Pelzeln.
J. Natterer, s. desgl.
F. Nicholson, Sundevall's Tentamen. Transl. into English,
with notes. London 1889.
H. Peck, A Collection of British Birds at Rousdon. 4^\ London
1888. — Katalog der genannten Sammlung.
in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1889. 83
A V. Pelzein, Zur Erinnerung an heimgegangene Ornithologen.
I. Christoph Freiherr Fellner von Feld egg; Schwalbe 13. p. 120
bis 122.
Derselbe, Desgl. II. Graf August Friedrich Marschall;
Schwalbe 13. p. 200—202.
Derselbe, Desgl. IV. E. F. v. Homeyer; Schwalbe 13. p, 304
bis 307.
Derselbe, Desgl. V. J. J. v. Tschudi; Schwalbe 13. p. 541
bis 542.
Derselbe, Desgl. VI. Johann Natterer; Schwalbe 13. p. 582
bis 585.
Derselbe, Desgl. VI. Johann Zelebor. VII. Jose Augusto
de Sousa; Schwalbe 13. p. 604 — 606.
Pietsch, Eugen Ferdinand von Homeyer f; Monatsschr. Ver.
Schutze Vogelw. XIV. p. 242—246.
Th. Pleske, Professor Dr. Modest Bogdanow f, Nachruf;
Ornis 5. p. 150—155.
N. M. Prjewalsky, Todesanzeige; Auk 6. p. 80 — 81.
Kronprinz Erzherzog Rudolf als Ornithologe, v. V. v. Tschusi;
Schwalbe 13. p. 81 — 85. — S. auch R. Blasius.
H. Schalow, s. Don Louis.
F. de Schaeck, La Huppe dans les legendes arabes; Natura-
liste 13. p. 179 — 180. — Wiedergabe des Artikels von P. Leverkühn,
vergi. oben.
E. Schauer, s. v. Tschusi.
W. Schier, desgl.
P. L. Sclater berichtet über die Mumie anscheinend eines
Tinmincuhis alaudarnis aus Theben; P. Z. S. p. 262.
Jose Augusto de Sousa (Nekrolog von Barboza du Bocage);
Journ. Sc. Math. Phys. Nat. Lisboa(2a) II. p. 145—146. — S. auch
V. Pelzein.
W. Stone, Catalogue of the Muscicapidae in the Collection of
the Academy of Natural Sciences of Philadelphia ; Proc. Acad. Philad.
1889. p. 146 — 154. — Kritische Bemerkungen über einzelne Arten,
insbesondere über Typen von Gould und Cassin (vergl. unter Musci-
capidae).
A. Strauch, Das Zoologische Museum der Kaiserlichen Akademie
der Wissenschaften zu St. Petersburg in seinem fünfzigjährigen Be-
stehen. St. Petersburg 1889. — Eine Darstellung der historischen
Entwicklung und Beschreibung des gegenwärtigen Standes des
Museums, wobei allgemeine Gesichtspunkte über Einrichtung und
Verwaltung zoologischer Museen in sehr beachtenswerther Weise
besprochen werden. Auf S. 172^ — 192 ist die ornithologische Samm-
lung behandelt. Dieselbe umfasst etwa 24000 Exemplare in etwa
3600 Arten.
J. Talsky, Die Vögel in der Sprache und dem Volksleben der
Kuhländler; Schwalbe 13. p. 33—36, 49—52. — Das Kuhländchen
ist ein im nordöstlichen Mähren zu beiden Seiten der Oder sich
6*
84 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen
ausbreitender, theilweise nach Schlesien hinüber reichender Land-
stricli
Wilhelm Trute f; Schwalbe 13. p. 544—546.
J, J. V. Tschudi, s. v. Pelzeln.
V. V. Tschusi, Zur Erinnerung an heimgegangene Ornithologen.
III. Wladislav Schier; Schwalbe 13. p. 254— 257, 266—269.
Derselbe, Desgl. IL Ernst Schauer; Schwalbe 13. p. 22—27.
— S. auch Erzherzog Rudolf.
H. B. Tristram, Catalogue of a Collection of Birds belonging
to H. B. Tristram. Durham 1889. 4«. 278 p.
F. H. Waterhouse, Index Generum Avium. A List of the
Genera and Subgenera of Birds. London 1889. 8''. 240 p.
E. B. Webster, The Preservative Method of Taxidermy, with
chapters on making Skins and Skleletons. Oresco, Ja. 1889. 12*^.
20 p.
Graf Casimir Wodzicki f; Schwalbe 13. p. 540.
R. S. Wray, Nekrolog; Ibis (6) 1. p. 263—264.
J. Zelebor, s. v. Pelzeln.
Bericht über den Zuwachs der Vogelsammlung des British
Museum; Ibis (6) 1. p. 138—140, 406, 581—583.
Sixth Congress of the American Ornithologists Union; Auk 6.
p. 55—58.
II. Anatomie, Embryologie, Physiologie.
F. E. Beddard, On certain Points in the Anatomy of the
Accipifres, with reference to the Affinities of Polyhoroides; P. Z. S.
p. 77 — 82. — Die anatomischen Merkmale weisen die Gattung Poly-
horoides in die Nähe der Buteoninae^ aber nicht zu Setyentarius.
Derselbe, Contributions to the Anatomy of Picarian Birds. —
Part I. On some Points in the Structure of the HornbiUs; P. Z. S.
p. 587 — 594. — Beschreibung des Syrinx und der Arm- und Bein-
muskeln. Bei Benutzung der Beschaffenheit dieser Theile für die
systematische Stellung der Bucerotidae findet Verf. nur Beziehungen
zu den Coliidae und Caprimnlgidae. Auch für die generische Theilung
der Familie giebt Verf. einige Notizen, gelangt indessen zu keinem
bestimmten Ergebniss.
Derselbe, On the Anatomy of Burmeister's Cariama (Chunf/a
hurmeistert) \ P. Z. S. p. 594—602. — Beschreibung der osteologischen
Verhältnisse nebst erläuternden Holzschnitten, wenige Notizen über
Pterylosis, Myologie und Splanchnologie.
Derselbe, Contributions to the Anatomy of the Hoatzin
{Opzsthocomus cristatt/ft) with particular Reference of the Structure
of the Wing in the Young; Ibis (6) 1. p. 283—293.
P. Bernard, Note sur une forme peu commune d'anomalie de
l'oeuf de poule; Compt. Rend. Soc. Biol. 1889. p. 504—507.
in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1889. 85
Fanny ßignon, Contribution ä Fetiide de la pneumaticite chez
les oiseaux. Les cellules aeriennes cervico-cepbaliques des oiseaux
et leurs rapports avec les os de la tete; Mem. Sog. Zool. France II.
1889. p. 260—320. T. X— XIII. — Beschreibung der am Schädel
vorhandenen Luftsäcke, insbesondere der cervico-cephalinen und
Ocular-Säcke, welche Verfasserin sehr ausgeprägt fand bei Cathartes,
Cacatua, Conurus, Buceros, Sula, Diomedea, Pelecanus, Ciconia,
l'antalus. Unter diesen Formen haben die einen (^Ciconia, Sula)
zwei getrennte pneumatische Systeme, das pulmo-tracheen- und das
cervico-cephaline System, letzteres nur mit den Nasenlöchern, der
Gaumenöffnung oder der OhröÖhung in Verbindung, andere (ürubu,
Bucerotidae) dagegen beide Systeme in Verbindung mit einander.
Verf. ist der Ansicht, dass die Stimme des Vogels durch die in den
Kopfluftsäcken befindhche Luft verstärkt werde und dass dieselbe
durch ihr Isolirungsvermögen zur Wärme-Erhaltung beitrage. T. X
bis XIII sehr instructive Darstellungen der Lage und Ausdehnung
der cephalen Luftsäcke,
Dieselbe, Note sur les reservoirs aeriens de Sula bassana;
Compt. rend. hebdom. Soc. biol. (9) 1. Nr. 6. p. 90 — 91. — Verf.
fand bei der Sula Kopf-Halssäcke, welche von dem mit der Lunge
zusammenhängenden pneumatischen System unabhängig waren.
G. Bizzozero, Nuove ricerche sulla struttura del midollo della
ossa negli uccelli; Atti Acad. sc. Torino 25. p. 156 — 193.
H. Bloch, Ueber elektromotorische Erscheinungen am bebrüteten
Hühnerei. Königsberg 1888. Inaug. -Dissertation.
A. Brandt, Anatomisches und Allgemeines über die sogenannte
Hahnfedrigkeit und über anderweitige Geschlechtsanomalien bei
Vögeln; Zeitschr. Wiss. Zool. 48. p. 101—150.
Derselbe, Ueber den Zusammenhang der Glandula suprarenalis
mit dem Parovarium resp. der Epididymis bei Hühnern; Biol.
Centralbl. 9. p. 522—526.
H. G. Bronn, Klassen und Ordnungen des Tliierreichs. 6. Bd.
4. Abth., Vögel von H. Gadow. — Lief. 23 — 27 erschienen. — In-
tegument, Pterylographie etc., Verdauungssystem.
G. W. Butler, On the Subdivision of the Body-Cavity in Lizards,
Crocodiles and Birds; Proc. Z. S. 1889. p. 452—474. T. 46—49.
L. Camerano (Ei im Ei), vergl. unter IV.
G. Corin et E, Berard, Contribution a l'etude des matieres
albuminoides du blanc d'oeuf; Arch. Biol. 9. p. 1 — 16.
C. Cowper, Hexadactylismus , with especial reference to the
signification of its occurrence in a variety of the Gallus domesticus;
Journ. Anat. 23. p. 242 — 250. — Verf. fand eine aus drei Gliedern
bestehende sechste Zehe bei einem Dorkinghuhn.
G. Cuccati, Istogenesi ed istologia del becco e della lingua
dei poUi, deUe anitre e delle oche: nota preventiva, Bologna 1889.
8«. 10 p.
Dareste theilt Beobachtungen mit über die Wärme-Aufnahme
und -Abgabe der Eier im Brutapparat und damit verbundene Tem-
36 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen
peratiirschwankungen in der Brutmaschine ; Rev, Sc. Nat. Appl. 36,
p. 169—171. — Vergl. auch L. Merlato, ebenda, p. 750—752.
K. Eckstein, Ein Ei in der Leibeshöhle eines Haushuhnes;
Journ. Orn. 37. p. 179—180.
G. Fasola, Di alcune anomalie della linea primitiva nel poUo;
Arch. sc. med. 13. p. 245—266.
S. Fubini, Influence du curare sur le developpement de l'em-
bryon du Poussin; Arch. Ital. Biol. 1891. p. 59 — 62.
H. Gadow, On the Taxonomic Value of the Intestinal Con-
volutions in Birds; P. Z. S. p. 303—316. T. 32. — Beschreibt die
Abweichungen in der Lage der Darmschhngen bei den verschiedenen
Vogelgruppen. In diesen Abweichungen lassen sich zwei Haupttypen
unterscheiden, der „orthocoele" mit den Modifikationen: „isocoel",
,,anticoel", ,,plagiocoel" und ,,pericoer' und der „cyclocoele", bei
welchem eine ,,mesogyre" und ,,telogyre" Bildung vorkommt. Durch
Holzschnitte sind diese verschiedenen Formen erläutert. Eine sche-
matische Darstellung auf Taf. 32 zeigt die verwandtschaftHchen Be-
ziehungen der Vogelfamilien, wie sie sich aus den besprochenen
Eigenschaften ergeben.
Derselbe, On the modifications of the first and second visceral
arches, with especial reference to the homologies of the auditory
ossicles; Acad. London for 1888. p. 451 — 487. — Vergl. auch Bronn
vorher.
G. Gallerani, L'etude des substitutions fonctionelles dans le
Cerveau proprement dit, faite sur les Pigeons, comme contribution
k la Physiologie des Commissures; Arch. Ital. Biol. 12. p. 35 — 37.
E. Giacomini, s. Patelli weiter unten.
A. Heerwagen, Beiträge zur Kenntniss des Kiefergaumen-
apparates der Vögel. Inaugural-Dissertation. Nürnberg 1889. 53 S.
und 7 Tabellen. — In einzelnen Kapiteln werden Pterygoidea, Pala-
tina und Vomer in ihrer allgemeinen Form und Abweichungen bei
den einzelnen Vogel familien beschrieben. Verf. hat sodann die Ent-
fernung der Gelenkstelle der Pterygoidea mit dem Quadratum, der
Verbindungsstelle der Pterygoidea mit den Palatina, des vorderen
Endes der Zwischenkieferfortsätze und viertens der Schnabelspitze
von dem Hinterhauptkondylus bei den einzelnen Famihen gemessen
und gelangt nach Berechnung der betreffenden Verhältnisse zu dem
Ergebniss, dass mit langem Schnabel kurze Palatina und in spitzem
Winkel zu einander geneigte Pterygoidea, mit kurzem Schnabel,
lange Palatina und in stumpfem Winkel zu einander geneigte Ptery-
goidea im allgemeinen verbunden sind.
C. R. Hennicke, Das Gehörorgan der Vögel; Monatsschr. Ver.
Schutze Vogelw. 14, p. 538 — 547. — Referirender Artikel.
D. Hepburn, The Development of diarthrodial Joints in Birds
and Mammals; Journ. anat. phys. 23. p. 507 — 522.
F. Lataste, Sur le blanc de l'oeuf; Soc. biol. 37. p. 663 — 664.
L. Lieb ermann, Embryochemische Untersuchungen; Math.
naturw. Ber. Ungarn 6. p. 224 — 264.
in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1889. 87
F. A. Lucas, Costal Variations in Birds; Auk G. p. 195 — 196.
— An 23 Sterna der Alca impennis wurden Einlenkungsstellen von
sieben, bei 6 dagegen von acht Rippenpaaren gefunden. Von letzteren
befindet sich bei 4 das achte Paar am hinteren, bei 2 am vorderen
Ende des Brustbeins.
Derselbe beschreibt die Osteologie von Phalacrocorax per-
spicillatus; P. U. St. N. M. 12. p. 88—94. T. 2—4.
Derselbe, über Osteologie der Micropodidae , vergl. unter
Systematik.
J. Y. Mackay, The Development of the Branchial Arterial
Arches in Birds, with special Reference to the Origin of the Sub-
clavians and Carotids; Philos. Trans. Acad. London 179. p. 111 — 141.
R. Marage, Anatomie Descriptive du Sympathique chez les
Oiseaux; Ann. Sc. Nat. Zool. (7.) 7. p. 1—72. 6 Taf.
A. Marcacci, Influence du mouvement sur le developpement
des oeufs de poule; Arch. Ital. Biol. 11. p. 164 — 171.
J. Masius, Quelques notes sur le developpement du coeur chez
le poulet; Arch. Biol. 9. 1889. p. 403—409.
L. Merlato, s. Dareste vorher.
A. B. Meyer, Abbildungen von Vogelskeletten. Berlin 1889.
- — Lief. 12 u. 13. Mit Index, Litteraturverzeichniss und Zusätzen.
W. K. Parker, On the Osteology of Steatornis caripensis; P.
Z. S. p. 161—190. T. 17—20. — Ausführliche Beschreibung der
osteologischen Verhältnisse. Auffallend sind opisthocoele Wirbel an
dem hintersten TheU der präsacralen Wirbelsäule. Der Tarso-meta-
tarsus zeigt an einigen Stellen keine Verwachsung. Es sind mehr
freie Cervicalwirbel als bei irgend einer anderen recenten Vogelart
vorhanden. Seine Untersuchungen führen den Verf. zu dem Schluss,
dass der Guacharo eine Relictenform und als Typus einer isolirten
Familie Steatornithidae zu betrachten ist. Beziehungen zu den
Podarginen und Bvcerotiden treten am deutlichsten hervor.
Derselbe, On the Manus of Fhoenicopterus; Ibis (6) 1. p. 183
bis 185.
A. Patelli e E. Giacomini, Struttura istologica delle glandule
salivari degh uccelli; Atti Accad. medico-chirurg. Perugia 1. p. 57
u. 87.
J. Peck, Abstract of Observations on the Variation of the
Caudal Nerves in the Pigeon; Johns Hopk. Univ. Circ. 8. p. 63.
Derselbe, Variation of the spinal nerves in the caudal region
of the domestic pigeon; Journ. Morph, Whitman 3. p. 127 — 136.
Perlia, Vorläufige Mittheilung über ein Opticuscentrum beim
Huhne; Fortsch. Medicin 7. p. 47.
Derselbe, Ueber ein neues Opticuscentrum beim Huhne;
Graefe's Arch. f Ophthalmol. 35. p. 20—24.
L. M. Petrone, Istologia del Sangue, del Midollo osseo, rosso,
e della polpa splenica del Piccione e del Polio ; Anat. Anz. 4. p. 661
bis 672.
88 Ant. Reicheuow: Bericht über die Leistungen
Derselbe, Istologia normale del Sangue della gallina e della
Lucertola; Anat. Anz. 4. p. 534 — 535. ^
A. Pilliet, Note sur la glande sebacee des Oiseaux et sur le
type glandulaire dans cette - classe de Vertebres ; Bull. Soc. Zool.
France 14. p. 115—122.
A. Pizon, Etüde anatomique des reservoirs aeriens d'origine
piilmonaire chez les oiseaux; Naturaliste 13. p. 105 — 106. — Referat
s. Roche.
F. Putelli, Ueber das Verhalten der ZeUen der Riechschleim-
haut bei Hühnerembryonen früher Stadien; Mitth, aus d. Embryol.
Inst. Univ. Wien 10. p. 26—30.
S. Ramon y Cajal, Sur la morphologie et les connexions des
Clements de la rötine des oiseaux; Anat. Anz. 4. p. 111 — 121.
L. Ran vier, Sur les tendons des doigts chez les oiseaux; I. Des
plaques chondro'ides. II. Des organes cephaloides; Journ. Micro-
graphie 13. No. 6. p. 167—171.
Derselbe, Des plaques chondroides des tendons des oiseaux;
Compt. rend. hebd. Acad. sc. Paris 108. p. 433 — 436.
Derselbe, Des organes cephaloides des tendons des oiseaux;
ebenda, p. 480—482.
Richter, Ueber die Anatomie und Aetiologie der Spina bifida
des Hühnchens; Münch. medic. Wochenschr. 36. p. 266 — 267.
Gr. Roche, Note sur l'appareil aerifere des oiseaux; BuU, soc.
philom. Paris (8) 2. p. 5—17 (s. auch Naturaliste 11. p. 262—263
u. Pizon vorher). — Es werden unterschieden: 1. Sacs cervicaux,
2. Sacs thoraciques, 3. Reservoirs diaphragmatiques , 4. Reservoirs
abdominaux, und Lage wie Ausdehnung derselben besprochen.
Derselbe, Appareil pour injecter les poumons et les sacs aeriens
des oiseaux; ebenda (8) 1. p. 90 — 92.
Derselbe, Prolongements intra-abdominaux des reservoires cer-
vicaux chez r Autruche; ebenda, p. 111 — 114.
Derselbe, Sur l'appareil respiratoire des Oiseaux; Compt. rend.
Soc. Philom. 1889/90. p. 2—3.
E. Schaff berichtet über Distomum ovatum im Hühnerei; Journ.
Orn. 37. p. 88—89.
T. W. Shore and J. W. Pickering, The Proaranion and Amnion
of the Chick; Journ. Anat. Phys. 24. p. 1 — 21. T. 1.
R. W. Shufeldt, Osteology of the Circus hudsonius; Journ.
Comp. Med. 10. p. 126—160.
Derselbe, Contributions to the Comparative Osteology of Arctic
and Sub-Arctic Water-Birds; Journ. Anat. 23. p. 165—187, 400—428,
537—559; 24. p. 89— 117; 25. p. 60 — 77. — Behandelt verschiedene
Arten aus der Familie Alcidae. Uria ist nach den anatomischen
Verhältnissen als die höchst organisirte Form der FamiHe zu be-
trachten, J^Iautus als die niedrigste.
Derselbe, Contributions to the Comparative Osteology of the
Families of North American Passeres; Journ. Morphol. 3. p. 81 — 114,
2 T. — Entwirft auch eine systematische Eintheilung der Passeres,
in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1889. 89
wobei die Corvidae als die höchsten, die Laniidae als die niedrigsten
Formen derselben betrachtet werden.
Derselbe, Notes on the Anatomy of Speotyto cunicularia hypo-
gaea; ebenda, p. 115 — 125.
Derselbe, Observations upon the Osteology of the North
American Anseres; Proc. Un. St. Nat. M. 11. p. 215 — 251.
Derselbe, Observations upon the Osteology of the Order Ttcbi-
nares and Steganopodes; ebenda, p. 253 — 315.
Derselbe, Osteological Studies of the Sub-family Ärdeinae;
Journ. Comp. Med. 10. p. 218—243, 287—318.
A. E. Stirnow, üeber Zellen der Descemet'schen Haut bei
Vögeln; Arb. Naturf. Ges. Kasan 20. p. 1—13. 1 T.
Van der Stricht, Recherches sur le cartilage articulaire des
oiseaux; Arch. Biologie 1890. p. 1 — 42.
Th. Studer beschreibt die embryonale Ent^sdcklung von Chionis,
einiger Procellarüdae, Phalacrocorax vernicosus, Eitdgptes chrysocome
und Megapodms eremita und zieht aus den Untersuchungen Schlüsse
über die systematische Stellung der behandelten Formen: Die
Forschungsreise S. M. S. „Gazelle" in den Jahren 1874 bis 1876.
III. Zoologie u. Geologie. Berlin 1889. S. 107—124 u. 253. T. 11
bis 17.
M. Teichmann, Der Kropf der Taube; Arch. mikrosk. Anat. 34.
p. 235—248.
H. Thiele berichtet über ein Hühner-Spulei mit eingeschlossenem
zweiten Ei, welches zur Hälfte ausgebildete Schale hatte; Journ.
Orn. 37. p. 189.
A. Tschan, Recherches sur l'extremite anterieure des Oiseaux
et des Reptiles. Dissert. Geneve 1889. 63 p.
H. Virchow, Ueber Entwicklungsvorgänge, welche sich in den
letzten Brüttagen am Hühnerei abspielen; Verh. Anat. Ges. Berlin
1889. S. 91.
M. L. Walker, On the form of the Quadrate Bone in Birds.
With 33 Fig.; Stud. Mus. Zool. Dundee 1. No. 1. 18 p. — Beschreibung
der Form des Quadratbeins bei den verschiedenen Vogelgruppen und
Erörterung des taxonomischen Werthes desselben.
G. J. V. W an gelin giebt Auszüge aus der wichtigsten Litteratur
über den Kehlsack der Otis tarda; Monatsschr. Ver. Schutze Vogelw.
XIV. p. 413—420.
Wickmann, Ueber Structur und Bildung der Vogeleischale;
Journ. Orn. 37. p. 225 — 230. — Nach des Verfassers Untersuchungen
wird die Schalenhaut gebildet durch abgelöste Epithelzellen eines
bestimmten Abschnitts des Eileiters, welche zerfliessend zu Fasern
ausgezogen werden. Die auf der Eihaut befindlichen Zotten sind
Reste zerfallener Drüsenzellen des Uterus, welche an die Fasern der
Schalenhaut sich anheften. Der regelmässige Abstand der Zotten
ist darauf zurückzuführen, dass sich das Ei im Uterus nicht mehr
dreht, die Zotten also nur da entstehen, wo eine Drüse mit ihrem
Ausführungsgange die Schalenhaut berührt. Dementsprechend rührt
90 Ant. Reich enow. Bericht über die Leistumgen
die Verschiedenheit des Kornes der Eischalen von der Verschieden-
heit des Abstandes der Drüsenöifnungen im Uterus der betreffenden
Vögel her. Die Färbung der Eischale wird durch Blutfarbstoffe
erzeugt, welche im Uterus auf die Eischale sich ablagern und deren
Verschiedenheit ebenso wie die Verschiedenheit der Gefiederfärbung
als Art- Eigen thümlichkeit aufzufassen ist. Farblose Eier giebt es
nicht! Die scheinbar ungefärbten enthalten weisse bezw. helle
Farbstoff'e.
L. Zehnter, Zur Entwicklung von Cypseliis melha; Zool. Anz. 12.
p. 556 — 559. — Ursprünglich ist beim Embryo die normale Pha-
langenzahl an den Zehen vorhanden; später verringert sich dieselbe
durch Verschmelzung. Ebenso ist beim achttägigen Embryo der
Humerus länger als der Radius, aber bereits mit dem 10. Tage tritt
das umgekehrte Verhältniss ein. — S. auch: Arch. sc. phys. nat. (3) 22.
p. 479—480.
III. Haiitbedeckun^, Pterylographie, Flngvermögen.
A. C. Baines, The SaiHng Flight of the Albatross; Nature 40.
p. 9 — 10. — Das Aufsteigen eines Vogels gegen den Wind ist zu
vergleichen mit dem Aufsteigen eines Gegenstandes auf einer ge-
neigten Fläche, während letztere in horizontaler Richtung entgegen
der Bewegung des Gegenstandes fortbewegt wird, wodurch eine
grössere Höhe erreicht wird, als der Anfangsgeschwindigkeit des
Gegenstandes entspricht. Da die Geschwindigkeit des Windes mit
der Lufthöhe zunimmt, so wird hierdurch der Verlust an Schnellig-
keit, welchen der aufsteigende Vogel bei ruhiger Luft erleiden würde,
ausgeglichen. — Vergl. auch Raylay, ebenda, p. 34 und Fronde,
ebenda, p. 102.
F. E. Beddard, The Pigment of the Touraco and Tree Porcu-
pine; Nature 41. p. 152. — Ueber die Löslichkeit des Turacin in
Wasser.
E. Catchpool, The Flight of Birds and Insects; Midland Natur.
1889. p. 221—225, 261—264.
R. Courtenay, Sailing Flight of Large Birds over Land; Na-
ture 40. p. 573. — Vergl. Peal.
H. R. Davies, Die Entwicklung der Feder und ihre Beziehungen
zu anderen Integumentgebilden; Morph. Jahrb. 15. p. 560 — 646,
4 T. — Die Entwicklung der Dune geht der definitiven Feder vorauf
(vergl. Davies u. Landois, Ber. 1888. S. 109. — S. auch Stieda
weiter unten).
L, Dollo, Le Vol chez les Vertebres; Rev. Quest. Sc. 1889.
p. 146—207, 410—485.
K. R. Hen nicke, Die Entwicklung der Feder; Monatsschr.
Ver. Schutze Vogelw. 14. p. 223 — 226. — Referirender Artikel.
W. Kent, The Soaring of Birds; Science 1889. p. 71. — Vergl.
auch J. E. Oliver, ebenda, p. 15 — 16.
in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1889. 91
0. Lilieiithal, Der Vogelflug als Grundlage der Fliegekunst.
Ein Beitrag zur Systematik der Flugtechnik. Mit 88 Holzschn.,
8 lith. Taf. Berlin 1889. 8«. 187 p.
J. Marey, Le vol des oiseaux; Rev. Sc. (3) 44. p. 481 — 484.
A. V. Parseval, Die Mechanik des Vogelflugs. Mit 3 Taf.
Wiesbaden 1889. 8«. 138 p.
S. E. Peal, Le vol des grands oiseaux terrestres; Rev. Sc. (3) 44.
p. 668—669.
Derselbe, Sailing Flights of Large Birds over Land ; Nature 40.
p. 518 — 519. — Versuch einer Erklärung des Segelfluges. Berich-
tigung dazu s. Courtenay.
Pribyl, Veränderung der Befiederung bei Tauben durch ver-
änderte Nahrung; Schwalbe 13. p. 320 — 321. — Lachtauben erhielten
durch Fütterung mit Butter eine tiefbraune glänzende Gefieder-
färbung.
Stieda, üeber den Bau und die Entwickelung der Federn;
Schrift, phys. ökon. Ges. Königsberg 29. Stzb. p. 3. — Vergl. auch
Davies oben.
W. H. Watson berichtet über eine Agapornis pullaria, welche
in Folge von Fütterung mit Cayenne-Pfeffer theilweise gelbes Ge-
fieder erhalten; Zoologist 13. p. 394.
Zander, Üeber das Gefieder des afrikanischen Strausses; Schrift,
phys. ökon. Gesellsch. Königsberg 29. Stzb. p. 31 — 32. — Verf. fand
pinselförmige Dunen, büschelförmige Conturfedern und als höchstes
Entwicklungsstadium lange Conturfedern ohne Afterstrahlen.
Vergl. auch Bronn S. 85.
IV. Mauser, Abänderungen, Bastarde.
Abänderungen, Missbildungen: E. Arrigoni degli Oddi,
Notizie sopra un Liqnrinus cldoris ed una AJauda arvensis anomali
nel rostro; Riv. Ital.* Sc. Nat. e Boll. Natural. 9. p. 260—261.
Behrends, Ein gehörntes Huhn; Zool. Gart. 30. p. 171—173.
— Kapaun, dem in der bekannten Weise die Spornen in den Kamm
eingesetzt sind.
C. Bonalda, Albinismo e isabellismo nei passeri; Riv. Ital. Sc.
Nat. e Boll. Nat. Coli. Siena 9. p. 60—61.
S. Bonjour, Grimpereau a doigts courts (Cerfhia hrachydactyla)
atteint d'un Kyste dermoide; Bull. Soc. Zool. France 14. p. 316 — 317.
— Beschreibung und Abbildung einer pathologischen Abnormität.
A. Brandt, über Hahnfedrigkeit, s. oben S. 85.
L. Camerano, Note Zoologiche. 1. Di un caso di ovum in ovo.
2. Anomalia nelle zampe di un Coccothr ernstes vidgaris; Boll. Mus.
Zool. Anat. Comp. Torino 4. No. 65.
A. Cremaschi, Caso di melanismo parziale fra i Passeri; Riv.
Ital. Sc. Nat. e Boll. Nat. Coli. Siena 9. p. 87.
R. V. D., Ein schneeweisser Baumpieper; Schwalbe 13. p. 501.
92 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen
Duns, Variation in the Plumage of the Common Rook (Corvtis
frugilegus)\ Proc. Phys. Soc. Edinb. 10. p. 68 — 71.
Giachetti, Albinismus der Vögel; Schwalbe 13. p. 103 — 105.
— Einige allgemeine Bemerkungen über Albinismus und Beschreibung
von 4 Tauben-Albinos.
C. W. Hargitt beschreibt eine Varietät von Menda migratoria;
Amer. Nat. 23. p. 449.
G. N. Lawrence, Remarks upon abnormal coloring of plumage
observed in several species of birds ; Auk 6. p. 46 — 50. — Varietäten
von Brotogerys tovi (suhcaerulea) , Vireolanivs puIcheUus, Procnias
tersa, Tympanuchus amencanus, Chrysotis vittata und amazonica be-
schrieben.
P. Leverkühn, lieber Farbenvarietäten bei Vögeln. II; Journ.
Orn. 37. p. 120—136. — Bespricht Albinos und partielle Albinos
von 41 Arten besonders aus den Museen von Göttingen, Kiel und
Bremen.
Derselbe, Ueber Farbenvarietäten bei Vögeln. III; ebenda,
p. 245 — 262. — Beschreibt Varietäten von 50 verschiedenen Arten
aus den Museen von Metz, Strassburg und Colmar.
Derselbe, Beschreibung zweier Hack elhähne und einer hahnen-
fedrigen Auerhenne. Aus dem Strassburger Museum; Schwalbe 13.
p. 361—363.
F. Lindner erwähnt einen Albino einer Alatida arvensis;
Monatsschr. Ver. Schutze Vogelw. XIV. p. 497.
A. Longo, L'albinismo dei passeri; BoU. Nat. Coli. Siena 8.
p. 104.
J. Michel, Ein interessanter Fall von Albinismus; Schwalbe 13.
p. 205 — 206. — Ueber einen weissgefleckten Corvus cornix.
L. Petit, Sur une variete de la Becassine double; Bull. Soc.
Zool France 14. p. 379.
C. Sachse berichtet über Albinos von Rauchschwalbe und
Wachtel; Monatsschr. Ver. Schutze Vogelw. XIV. p. 497.
E. Schaff beschreibt eine hahnfedrige Birkhenne und eine
abnorm gefärbte Haselhenne; Monatsschr. Ver. Schutze Vogelw. XIV^
p. 237—238.
Partieller Albinismus bei SperHngen; Schwalbe 13. p. 202 — 203.
Totaler Albinismus bei der Kohlamsel und der Schleiereule;
Schwalbe 13. p. 202.
Bastarde: J. H. Gurney jun. beschreibt das Skelet eines
Bastards von Cygnus ferun und olor; Zoologist 13. p. 260.
Hu et bespricht die Neigung verschiedener Fasanenarten zu
Kreuzungen, wie EupJocomus nycthemeims und leucomelamis, Phasianus
tonpmtus und Euplocormifi nycthemerns , und die Fortpflanzungs-
fähigkeit solcher Bastarde, welche derartige Züchtungen besonders
empfehlenswerth macht; Rev. Sc. Nat. Appl. 36. p. 433 — 434.
Ch. van Kempen, Oiseaux hybrides de ma collection; Mem.
Soc. Zool. France 3. p. 102—112.
in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1889. 93
G. Kolthoff, Laj^opus bonasioides, bastard mellan Dalripa och
Hjerpe; Bih. Svensk. Vet. Akad. Handl. IV. 13. No. 6. 7 p.
P. Leverkühn, über Rackelhähne, s. vorher S. 92.
A. B. Meyer, lieber einige seltene Exemplare von Rackel- imd
Birkwild im Museum Ferdinandeum zu Innsbruck: Ferdinandeums-
Zeitschrift (III.) 33. 1889. S. 225—335. — Beschreibt einen ver-
muthlich durch Vermischung von Birkhahn und Rackelhenne ent-
standenen Rackelhahn aus Tirol, ferner einen broncevioletten Rackel-
hahn, vermuthlich der Nachkomme eines Tetra 0 tetrix w ro^a^/w ^-Hahnes
mit ebensolcher Henne, von welcher Form dem Verf. 5 Exemplare
aus den österreichischen Alpen vorgelegen, endlich eine Auerrackel-
henne aus Norwegen.
Th. Pleske beschreibt Bastarde von Merula ruficollis und M.
atn'gularis; Wissensch. Result. v. Przewalski 's Reisen. Lief. 1. p. 9 — 15.
J. H. Sage berichtet über Bastardirung von Helminthophila
pinns und H. chrysoptera; Auk 6. p. 279.
A. Suchetet, Les Oiseaux hybrides rencontres a l'etat sauvage;
Mem. Soc. Zool. France 3. p. 256 — 360. — Der vorliegende erste
Theil der Arbeit behandelt die Hühnervögel, von welchen 22 ver-
schiedene, im wilden Zustande nachgewiesene Bastardformen be-
sprochen werden.
Derselbe, Note sur les Hybrides des Anatides; Rev. Sc. Nat.
Appl. 36. p. 905—913, 985—993. — Stellt die bekannt gewordenen
Fälle von Bastardzüchtungen mit verschiedenen Entenarten zusammen.
R. Warren, Hybrid between Bernicle and Bar-headed Goose;
Zoologist 13. p. 394.
V. Palaeontologie.
A. Nehring, Der Transport thierischer Reste durch Vögel und
seine Bedeutung für Geologie und Palaeontologie ; Naturwiss. Wochen-
schrift IV. p. 233—335. — Weist durch zahlreiche Beispiele darauf
hin, wie die Reste mariner Thiere besonders durch Raub- und
Rabenvögel in das Binnenland verschleppt und an einzelnen Stellen
angehäuft werden. Manche Fundstellen der Fossilreste von Wasser-
thieren lassen sich auf solche Weise erklären.
E. P. Newton berichtet über einen tibio-tarsus des Gastornis
Klaasseni aus den „Woolwich Beds" von Croydon; P. Z. S. p. 220.
W. d'Arcy Thompson, On the Systematic Position oi Hesper-
ornis. Studios from the Mus. of Zool. in Univ. College, Dundee.
Vol. 1. No. 10. 1890.
E. Trouessart, Les oiseaux fossiles de la republique Argen tine;
Naturaliste 13. p. 269—270. — Referat über ein Werk von P. Moreno.
C. W. de Vis, Additions to the List of Fossil Birds; Proc. Soc.
Queensl. 6. p. 55 — 58. — Chosorms praeteriUis n. sp,, Biziura ex-
Immata n. sp.
94 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen
Ueber Dinorms-B^este berichten: J. M. Moore, Pr. Liverp. Sog.
1888—89. p. 59—60; A. Hamilton, Trans. N. Z. Inst. 21. p. 311—318;
H. Hill, ebenda, p. 318—320; Mc. Donnell, ebenda, p. 438—441;
T. J. Parker, ebenda, p. 523.
VI. Geographische Verbreitung, Wanderung, Faunistik.
Wanderung.
B. Altum, Ursache der Kreuzschnabelzüge; Schwalbe 13. p. 493
bis 496.
W. Stone, Graphic Representation of Bird Migration; Auk 6.
p. 139 — 144. — Die Zu- und Abnahme der Artenzahl der Sommer-
vögel eines Distrikts wird durch eine Curve dargestellt nach Art der
Thermo- und Barometer-Beobachtungen.
Faunistik (allgemein).
T. Salvadori e E. H. Giglioli, Uccelli raccolti durante il
Viaggio della Corvetta ,,Vettor Pisani" negli anni 1879, 1880 e 1881;
Mem. Aec. Tor. 39. p. 99 — 143. — Sammlungen von SomaUland,
Insel Maldive, Pulo-Pinang, Malacca, Wladiwostock, Giappone, China,
Philippinen, Corea und Slam.
OestlicJie gemässigte Region.
Europa: P. Leverkühn hat Notizen über das Auftreten des
Steppenhuhns in Europa 1888 zusammengestellt; vergl. Systematik
unter Pteroclidae.
F. de Schaeck, Les fauvettes d'Europe; Mem. Soc. Z. France 3.
p. 404 — 536. — Vollständige Synonymie, Beschreibung und Ver-
breitung der europäischen Sylviinen.
V. V. Tschusi, Beiträge zum Vorkommen des Steppenhuhnes;
Monatsschr. Ver. Schutze Vogelw. XIV. p. 249 — 252. — Notizen über
Auftreten in Russland, Deutschland, Grossbritannien.
J. Vian, Monographie des Poussins des Oiseaux d'Europe qui
naissent vetus de duvet; Mem. Soc. Zool. France 1. p. 54 — 115. —
Schluss.
Deutschland: F. Bachmann, Die landeskundliche Literatur
über die Grossherzogthümer Mecklenburg. Güstrow 1889. — Auf
Seite 135 sind chronologisch geordnet 60 die Vogelfauna Mecklen-
burgs betreffende Arbeiten aus der Zeit von 1794 bis 1886 auf-
geführt.
Conwentz berichtet über bemerkenswerthe Erscheinungen in
der Vogelwelt Westpreussens während 1889, besonders über Auftreten
von Syrrhaptes paradoxus. Das 1867 bei Danzig erlegte, in der
Litteratur mehrfach erwähnte Exemplar von Larus minutus befindet
sich jetzt im Westpr. Provinzial-Museum ; Westpr. Prov. Mus. Danzig
Joum. No. 263. p. 2—7.
in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1889. 95
K. W. V. Dalla-Torre, Die Fauna von Helgoland; Zool. Jahrb.
Suppl. Hft. 2. 99 p. — S. 25 — 43 Verzeichniss der Vögel.
Döbner, Beiträge zur Fauna von Aschaflenburg (Vögel); Mitth.
Ver. Aschaffenburg 2. p. 14 — 24.
R.Eder, Zum Zuge der weissbindigen Kreuzschnäbel; Schwalbe 13.
p. 532. — Auftreten in Preuss. Schlesien und im Thüringer Walde
(s. auch ebenda S. 589).
C. Fickert, Beiträge zur Fauna der Umgebung von Tübingen;
Jahresh. Ver. Württemb. 1889, p. 361—364.
C. Gr. Friederich, Naturgeschichte der deutschen Vögel ein-
schliesslich der sämmtlichen Vogelarten Mittel - Europas. 4, Aufl.
Stuttgart. — Lief. 1 erschienen.
E. Hartert berichtet über Zunahme der Verbreitung von Tetrao
tetrix im Ems-Gebiet; Journ. Orn. 37. p. 335.
W. Hartwig berichtet über Brüten von Cygnus olor auf dem
Rietzer See bei Alt-Friedland und über Abnahme einiger Vogelarten
in Deutschland; ebenda, S. 75 — 76.
Derselbe referirt über die Einwanderung des Girlitz in die
Mark Brandenburg; Zool. Gart. 30. p. 278—279.
A, König, .über Brüten von Fulica atra im Münsterlande;
Journ. Orn. 37. p. 194.
Derselbe, über Weiterverbreitung des Serirws liorhdanvs im
westlichen Deutschland; ebenda, p. 195.
R. Koenig-Warthausen, Naturwissenschaftlicher Jahresbericht
1887; Jahresh. Ver. vaterl. Naturk. Württemberg 1889. p. 139—196.
K. Krezschmar, Meine letzten Beobachtungen aus Schlesien;
Monatsschr. Ver. Schutze Vogelw. XIV. p. 136—138.
F. Lindner, Ornithologischer Monatsbericht für die Umgegend
von Königsberg i. Pr., über die Zeit vom 1. April bis 1. Mai 1889;
ebenda, p. 253 — 256.
W. Marshall, Thierverbreitung. ; Anleitung z. deutsch. Landes-
und Volksforschung etc. herausg. v. A. Kirchhoff (Stuttgart 1889).
p. 255 — 298. — Verf. trennt Deutschland nach Bodenbeschaffenheit,
Vegetation und Thierwelt in zwei Provinzen: die gebirgige südliche,
die ,, oberdeutsche", und die ,, niederdeutsche", nördliche. Jede dieser
beiden Provinzen zerfällt in einen östlichen und westlichen Gau,
In ornithologischer Hinsicht ist die östliche Hälfte und namentlich
der Nordostgau weit reicher an originellen Formen als die West-
hälfte. Als in Deutschland überhaupt vorkommend nimmt Verf. nur
218 Arten an. Dementsprechend sind auch die Zahlenangaben be-
treffend die Artenvertheilung in den einzelnen Gebieten unzuverlässig.
P. Matschie, Die Kennzeichen der deutschen Raubvögel. Eine
Anleitung zur sicheren Bestimmung unserer deutschen Tag- und
Nachtraubvögel; Journ. Orn. 37. p. 67 — 72.
A. B. Meyer u. F. Helm, Vierter Jahresbericht der ornitho-
logischen Beobachtungsstationen im Königreich Sachsen nebst An-
hängen über das Vorkommen des Rosenstaares in Europa im Jahre
96 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen
1 889 und in früheren Jahren, sowie über die Verbreitung der Kreuz-
otter im Königreich Sachsen. Dresden 1889.
R. Müller, Die Kennzeichen unserer Vögel. Eine natur-
geschichtHche Beschreibung unserer einheimischen, sowie der sich
zeitweise bei uns aufhaltenden fremden Vögel. Leipzig (E. Rust)
1889. 80. 227 p.
Pietsch, Zwei seltene Irrhnge bei Torgau im Frühjahr 1889;
Monatsschr. Ver. Schutze Vogelw. XIV. p. 267. — Colymbus septen-
trionalis am 19. April, Rissa tridactyla am 22. Mai erlegt.
Pirl, Eine Schneeeule erlegt bei Wittenberg; ebenda, p. 168
bis 170. — Am 28. Januar 1889 wurde ein Exemplar erlegt.
Ant. Reichenow, Systematisches Verzeichniss der Vögel Deutsch-
lands und des angrenzenden Mittel-Europas. (Linnaea Berlin 1889.)
68 S. — Zählt 396 Arten auf nebst den gebräuchlichsten deutschen
Namen, Angaben über die Verbreitung in Deutschland, Brut- und
Zugdaten.
Derselbe, Syrrhaptes paradoxes in Deutschland 1888; Journ.
Orn. 37. p. 1 — 33. — Zählt die dem Verf. bekannt gewordenen
Fälle des Erscheinens des Steppenhuhnes in Deutschland, nach
Ländern und Provinzen geordnet, auf. Als Ergebniss dieser Notizen
giebt Verf. an: Die Vorläufer der Einwanderung zeigten sich bereits
im Februar und März d. J., die ersten Massen trafen Mitte April
an der Ostgrenze Deutschlands ein. Anscheinend kamen die Ein-
wanderer in zwei gesonderten Schaaren, die eine von Polen aus
durch Preussen und Posen über Pommern und Mecklenburg nach
Schleswig-Holstein, Hannover und Oldenburg, die andere von Böhmen
aus nach Sachsen und Bayern. Die Anzahl der eingewanderten
Vögel schätzt Verf. auf Hunderttausende. Die Schaaren ziehen in
Form eines ausgefüllten Dreiecks mit nach vorn gerichteter Spitze.
Derselbe liefert kritische Bemerkungen über die Nomenclatur
deutscher Vogelarten; Journ. Orn. 37. p. 186 — 188. ■ — S. Hypolais
philo7nela, Chelidonaria, Picvs viridis, Carine noctua, Falco rusticuhis,
Totanus liüoreus, ürinator, Chema unter Systematik.
Derselbe berichtet über Erscheinen von Loxia hifasciata bei
Brätz (Posen) 31. August 1889; ebenda, p. 330 und Schwalbe 13.
p. 463.
Derselbe berichtet über Erscheinen von Syrrhaptes paradoxvs
am 20. April 1889 bei Pawlowicz (Posen); Journ. Orn. 37. p. 328.
Derselbe theilt mit, dass Pastor roseiis im August d. J. bei
Pilzenkrug, Kl. Schwentischken , Rgbz. Gumbinnen, erlegt wurde;
ebenda, p. 341.
P. C. Reimers berichtet über Vorkommen von Steppenhühnern
auf der Düne von Helgoland vom 9. Febr. bis 16. März 1889; Zool.
Gart. 30. p. 317.
0. Reiser, Turdus iiiacus in Bayern nistend; Journ. Orn. 37.
p. 180—182.
in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1889. 97
Renne berichtet über neuere Einwanderung des Birkwildes in
das Münsterland, welche von Norden her erfolgte; ebenda, p. 197
bis 198.
A. Richter, Ornithologischer Bericht aus der preussischen Ober-
lausitz; Monatsschr Ver. Schutze Vogelw. XIV. p. 258—267, 284—291,
308—313.
0. V. Riesenthal, Die Kennzeichen der Vögel Mitteleuropas
und angrenzender Gebiete. 1. Abth. Die Raubvögel nebst kurzer
Anleitung zu Jagd und Fang und einem Anhang, die rabenartigen
Vögel und Würger enthaltend. 4, Aufl. Berlin, Mückenberger 1889.
Derselbe, Die Kennzeichen unserer Wasservögel (Sumpf- und
Schwimmvögel) nebst kurzer Anleitung zur Jagd. Berlin 1889. 8'^.
J. Rohweder, Das Steppenhuhn in Schleswig-Holstein; Monats-
schrift Ver. Schutze Vogelw. XIV. p. 16 — 28, 29 — 41. — Brutversuche
der Steppenhühner wurden festgestellt auf Föhr (Nest mit drei Eiern)
und desgleichen bei Tating (im südwestlichen Eiderstedt). In beiden
Fällen wurden die Eier gei-aubt. Mit Abbildung der Eier.
J. Ruhsam, die Vogelfauna der Umgegend Annabergs; Jahresb.
Annaberg. Ver. Naturk. 1885—88. p. 102-139.
E. Schaff, Tabellen zur Bestimmung der deutschen Scolopacidae
und Charadriidae ; Monatsschr. Ver. Schutze Vogelw. XIV. p. 274
bis 279.
H. Schalow, über VuUur ^nonachvs und Lnscinia pJdlomela
in der Mark; Journ. Om. 37. S. 76.
Derselbe schildert die Vogelfauna der Insel Rügen; ebenda
p. 78—82.
Derselbe berichtet über eine am 15. Sept. 1889 bei Nassen-
haide unweit Birkenwerder (Mark) erlegte Squatarola helvetica;
ebenda p. 338.
W. Seemann, Die Vögel der Stadt Osnabrück und ihre Um-
gebung; Jahresb. Naturw. Ver. Osnabrück VII. Jahrg.
A. Walter theilt mit, dass 3 Exemplare von Merops apiaster
Ende October 1888 bei Cassel erlegt seien; Journ. Orn. 37. p. 84.
Derselbe, Zur Ornis des Berliner Thiergartens ; Monatsschr.
Ver. Schutze Vogelw. XIV. p. 325—334, 355—359.
E. Werner, Das Steppenhuhn 1888 bei Kiel; ebenda p. 122
bis 126.
F. Westhoff, Zur Avifauna des Münsterlandes; Journ. Orn. 37.
p. 205 — 225. — Eine zusammenfassende Schilderung der Vogelwelt
des Münsterlandes und deren Veränderungen in der neueren Zeit.
F. Wink, Deutschlands Vögel. Naturgeschichte sämmtlicher
Vögel der Heimat, nebst Anweisung über die Pflege gefangener
Vögel. Stuttgart 1889, 8^ 219 p. - [volksthümlich].
Oesterreich-Ungarn : E. A. Bielz, Die Fauna der Wirbelthiere
Siebenbürgens nach ihrem gegenwärtigen Bestände; Verhandl. siebenb.
Ver. Naturw. 38. p. 15—120. — Behandelt auf S. 36—106 die
Vögel. Vorher ist die einschlägige Litteratur aufgezählt.
Aich. f. Natm-gesch. Jahrg. 1890. Bd.U. H.l. 7
98 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen
S. Brusina, Nove omitoloske biljeske; Glasnika hrvatskoga
Naravoslovnoga Druztva IV. p. 205 — 221. [In Kroatischer Sprache].
Ueber Syrri'haptes paradoxus in Kroatien sowie über Vorkommen
von Otocorys 'penicillata, Aquila chrysaetus, Coccystes glandarius, Pha-
sianus colchicus und Tetrao tetrix daselbst.
V. Capek, Normaltag des ersten vollständigen Geleges; Schwalbe
13. p. 115 — 117. — Angaben der Brutzeit (erstes und Durch-
schnitts-Datum) für ca. 100 Vogelarten der Umgebung von Ostawan
in Mähren nach fünfjährigen Aufzeichnungen.
St. V. Ghernel, Bibliographia ornithologica hungarica. Budapest
1889. - 46 S.
J. V. Csato, Lanius homeyeri bei Nagy Enyed brütend;
Schwalbe 13. p. 241—242.
E. V. Dombrowski, Beiträge zur Kenntniss der Vogelwelt des
Neusiedler-Sees in Ungarn; Schwalbe 13. p. 3 — 6, 19 — 22, 39 — 44,
52—59.
Derselbe, Omithologische Ergebnisse einer Studienreise nach
Bosnien; ebenda p. 293 — 297, 307 — 309, 316-320, 329—331,
342—344.
Derselbe, Das Brutgeschäft der in Niederösterreich brütenden
Rohrsänger; ebenda p. 409— 418, 421—426, 433—436.
B. V. E. , Pratincola ruhicola am 11. Februar bei Wien beob-
achtet; ebenda p. 88.
R. Eder, Weissbindiger Kreuzschnabel; ebenda p. 473. —
Loxia hifasciata bei Friedland in Böhmen gefangen.
Derselbe, Loxia rubrifasciata und bifasciata; ebenda p. 500
bis 501.
Derselbe, Omithologische Notizen; ebenda p. 509—510. —
Ueber Hypotriorchis aesalon und Loxia hifasciata in Böhmen.
Derselbe, Omithologische Notizen; ebenda p. 589 — 590. —
Notizen aus Böhmen, Loxin hifasciata in Thüringen.
Fritz, Frühjahrsbericht aus dem nordwestlichen Mähren; ebenda
p. 469-471.
K. Geyer, Ueber das Unterbleiben des Durchzuges, respective
Striches der Wachholderdrossel (Turdus pilaris) vom Norden her im
vergangenen Herbste; ebenda p. 194 — 195.
Derselbe, Ein Wasserhuhn (Fulica atra) im März in Oesterreich
gefangen; ebenda p. 196.
E. Hodek sen. , Aus Niederösterreich zwischen der Ybbs und
Donau; Schwalbe 13. p. 17—19, 36—38. — [vergl. Bericht 1888
S. 116].
F. C. Keller, Ornis Carinthiae. Die Vögel Kärntens; Jahrb.
Mus. Kämt. 20. p. 177—244.
F. Knauer über Loxia bifasciata bei Tauscha in Böhmen;
Schwalbe 13. p. 501.
0. Koller, Omithologische Beobachtungen in Oberösterreich;
Monatsschr. Ver. Schutze ^ogelw. XIV. p. 313 — 317, 337 — 343,
367—371.
in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1889. 99
A. Graf zu Leiningen-Westen, Ornithologische Notizen aus
Kärnten; Schwalbe 13. p. 885 — 387.
A. B. Meyer, über seltene Exemplare von Rackel- und Birk-
wild aus den österreichischen Alpen, s. oben S. 93.
J. Michel, Eine Vermehrung der Ornis Böhmens; Schwalbe 13.
p, 397 — 398. Cursorius europaeus, Linaria holbölli, Cinclus melano-
gaster in Böhmen erlegt.
E. V. Middendorf, lieber das Ausbleiben von Turdiis pilaris
in Oesterreich während des Winters 188.8 — 89; Schwalbe 13. p. 529
bis 530. — Ueberwintern des Ttirdus pilaris in Livland während
1888/89. Vergl. Peiter und Geyer.
H. Panzner, Ornithologische Beobachtungen vom 20. Juli bis
ultimo 1888 in Emmersdorf a. d. Donau, Nied. Oesterreich; ebenda
p. 271-273, 278—282.
W. Peiter, Ausgebliebene erzgebirgische Wintergäste; Schwalbe,
13. p. 193 — 194. — Ausbleiben von Turchis pilaris, Bomhycilla
garrida und Nucifraga caryocatactes.
Derselbe, Ornithologisches aus dem hohen Erzgebirge ; ebenda
p. 224—225 u. 445—446.
Derselbe, Fringilla coelebs. Schwärme im hohen Erzgebirge;
ebenda p. 517.
Derselbe, Fringilla domestica im Hocherzgebirge; ebenda p. 579
bis 580.
Ant. Reichenow, Eine dritte Form des Tannenhehers in
Europa; Journ. Orn. 37. p. 287 — 288. — Unterscheidet die in den
Alpen vorkommende Tannenheherform unter dem Namen Nucifraga
relicta.
F. V. Schaeck, Phyll opneuste honelli in Böhmen; Schwalbe 13.
p. 265—266.
W. Schier, Verbreitung der Sänger (Cantores) in Böhmen;
ebenda p. 134—138.
Derselbe, Die Verbreitung der Spaltschnäbler (Fissirostres),
Sitzfüssler (Insessores), Krähen \Coraces') und Fänger (^Cajjfores) in
Böhmen; ebenda p. 148 — 151,
Derselbe, Die Verbreitung der Klettervögel (Scans ores) in
Böhmen; ebenda p. 165 — 166.
Derselbe, Die Verbreitung der Raubvögel (Rapaces) in Böhmen;
ebenda p. 177—182.
F. Schulz, Schwarzer Storch {Ciconia nigra) brütend in Krain;
Schwalbe 13. p. 373—374.
J. Talsky, Noch ein Steppenhuhn in Mähren; Schwalbe 13.
p. 1 — 3. — Am 6. Dezember 1888 wurde bei Olmütz ein Steppen-
huhn erlegt.
Derselbe, Zur Ornis des Rauriser und Gasteiner Thaies im
Herzogthume Salzburg; ebenda p. 313—316, 325—329, 337—342.
V. V. Tschusi, Vorläufiges über den Zug des Steppenhuhnes
(^Syrrhaptes paradoxiis) durch Oesterreich-Ungam im Jahre 1888/89;
Schwalbe 13. p. 208—214, 289—290, 497—500.
7*
100 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen
Derselbe, Die ornithologische Literatur Oesterreich- Ungarns
1888; ebenda p. 230—235, 242—250, 257—259, 269—270.
Derselbe, Zum Kreuzschnabelzug im Jahre 1888; ebenda p. 283
bis 284.
Derselbe, Der Zwergadler (Aquila pennata) in Krain; ebenda
p. 284—285.
Derselbe, Nachträge zum Vorkommen des Steppenhuhnes in
Oesterreich-Ungarn; ebenda p. 289 — 290.
Derselbe, Ornithologisches aus dem vergangenen und dem
heurigen Jahre; ebenda p. 290 — 293, 302 — 304. — lieber Auftreten
seltener Arten in Oesterreich-Ungarn.
Derselbe, Rosenstaare (^Pastor rosens)\ ebenda p. 301 — 302. —
Ueber Auftreten des Rosenstaares in Kroatien und Bulgarien.
Derselbe, Krummschnäbel und Tannenheher; ebenda p. 471.
Derselbe, VI. Jahresbericht (1887) des Comites für ornitholo-
gische Beobachtungs- Stationen in Oesterreich-Ungarn. (Unter Mit-
wirkung von R. V. Dalla-Torre); Ornis 5. p. 343 — 610. — Ein-
schliesslich Uebersicht der ornithologischen Literatur Oesterreich-
Ungarns aus dem Jahre 1887.
Derselbe, Der Tannenheherzug durch Oesterreich-Ungarn im
Herbste 1887; Ornis 5. p. 129—148. T. 2. — Der Zug begann Anfang
September, erreichte Mitte Oktober seinen Höhepunkt und währte
bis erste Hälfte November. Bis Triest wurden Exemplare beobachtet.
Es wurde nicht nur die dünnschnäbhge asiatische Form beobachtet,
sondern auch die nordische dickschnäblige. Letztere Vögel hielten
sich vorzugsweise dort auf, wo sie Haselnüsse fanden; die Asiaten
suchten in gelockerter Erde und auf Wegen Nahrung. Die Dick-
schnäbler blieben auch länger, bis in den Dezember hinein.
Derselbe, Das Steppenhuhn (Syrrhaptes parado.ints) in Oester-
reich-Ungarn. Eine ornithologische Studie; Mitth. Nat. Ver. Steier-
mark 1889 und Separat. Graz 1890. 100 S. mit Karte. — Behandelt
die Einwanderungen von 1863 und 1888. Das Auftreten wurde in
Oesterreich-Ungarn konstatirt: 1863 der grosse Zug, 1864 Reste
desselben, 1865 ein einzelnes Stück, 1879 drei Stück in Steiermark,
1887 zwei bis drei Flüge Oktober bis November in Galizien, 1888
der letzte grosse Zug, 1889 Reste desselben. Der 1888. Zug währte
von März bis Oktober. Die vom Osten kommenden Wanderer
scheinen, aufgehalten durch die Karpathen, zunächst an deren Ost-
seite in der Bukowina sich angesammelt zu haben. Hierauf theilte
sich die Hauptmasse, der grössere Theil umging als geschlossener
Zug die Karpathen im Norden und zog durch Nord-Deutschland, ein
kleinerer südlich durch das Wiener Becken, Mähren und Böhmen
nach Süddeutschland (vergl. Reichenow oben S.96). Ueber\\'interte
wurden zuletzt im April 1889 beobachtet.
J. Werchratskij, Ornithologische Mittheilungen; Schwalbe 13.
p. 217 — 218. — Einige Beobachtungsnotizen aus Galizien.
Schweiz: Th. Studer u. V. Fatio, Katalog der Schweizerischen
Vögel, bearbeitet im Auftrag des eidgen. Departements für Industrie
iu der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1889. 101
und Landwirthschaft (Abth. Forstwesen). 1. Lief. Tagraubvögel.
Bern 1889. — Unter Benutzung der einschlägigen älteren Litteratur,
welche S. 9 — 14 der Lief, verzeichnet ist, und unter Betheiligung
einer grösseren Anzahl von Beobachtern an 20 verschiedenen Orten
wird die Verbreitung der in der Schweiz heimischen oder auf dem
Zuge vorkommenden 32 Tagraubvögel dargestellt. Hierzu 7 Tafeln.
T. I. Uebersicht des Gebietes und der einzelnen Cantone; T. IL Ver-
breitung von Neophron percnopterus und (jypaetus barbatus; T. IIL
Verbr, v, Gi/ps fulvus u. monachus^ Milviis regalis u. ater; T. IV.
Cerchneis cenchris, Erythropus vespertinus^ Hypotriorcliis aesalon,
Falco peregrinus ; T. V. Aquila fulva; T. VI. Pandion haliaetus,
Aquila naevia, Haliaetus albicilla^ Circaetus gallicus', T. VII. Perms
apivonis^ Archibuteo lagopvs^ Circus aeruginosus, C. cyaneus.
Bulgarien: Ferdinand v. Bulgarien meldet das Erscheinen
von Millionen von Rosenstaaren im Juni bei Sofia; Journ. Orn. 37.
p. 204—205.
Europ. Russland: C. Greve, Die Silbermöve (Larus argen-
tatus) beim Solowezki-Kloster im weissen Meer; Zool. Gart. 30.
p. 284—285.
0. V. Löwis, Das Steppenhuhn in Livland; Monatsschr. Ver.
Schutze Vogelw. XIV. p. 16. — In Livland wurden 1888 keine
Steppenhühner beobachtet, dagegen in Curland.
Derselbe, Die baltischen Raubvögel; Balt. Monatsschr. 35.
p. 527—556 u. 689-717.
Th. Lorenz, Tetrao tetrix am Nordabhange des Kaukasus;
Journ. Orn. 37. p. 153 — 160. — Ueber früheres Vorkommen des
Birkhuhns in den Kaukasischen Steppen und allmähliches Aus-
sterben. U. a. wird auch eine Fangweise vermittelst Fallgrube auf
dem Balzplatze beschrieben.
E. V. Middendorf, Ueberwintern von Turdus pilaris in Liv-
land, s. oben S. 99.
Th. Pleske, Ornithographia Rossica. Die Vogelfauna des
Russischen Reichs. St. Petersburg. Quarto Bd. II Lief. 1 u. 2, 1889.
Dieses Werk, dessen beide ersten Lieferungen vorliegen, verspricht
eine grundlegende Arbeit für die Ornithologie Russlands zu werden.
Es enthält gleichzeitig russischen und deutschen Text. Wie im
Vorwort dargelegt ist, soll der 1. Bd. eine Uebersicht der Litteratur,
einen historischen Ueberblick der Erforschung des Reichs, Charac-
terisirung der ornithologischen Regionen des Gebiets und Schlüssel
zur Bestimmung der Ordnungen und Familien enthalten, der be-
gonnene 2. Bd. dagegen Schlüssel zum Bestimmen der Gattungen
und Arten und Monographien der einzelnen Arten. Letzere um-
fassen: Synonymie, Verzeichniss der Abbildungen, Litteraturnach-
weise, Trivialnamen, lateinische Diagnose und Beschreibung der ver-
schiedenen Kleider, Verbreitung im allgemeinen und in Russland im
besonderen, vertikale Verbreitung, Lebensweise, Beschreibung von
Nest und Ei, Zugtabellen, Uebersicht der im Petersburger Museum
befindlichen Stücke. Lief. 1 behandelt die Gattung Sylvia, welche
102 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen
Verf. in die Untergattungen Sylvia, Melizophilus und Aedon trennt,
mit 13 Arten; Lief. 2 die Gattung Phylloscopus , mit den Unter-
gattungen Äcanthojmevste, FhyUoscopns und Reguloides und 18 Arten.
Von den beigegebenen Tafeln enthält T. 1. Ä_y/u/« althea im Sommer-
und Herbstkleide, S. curruca im Frühlings- u. Herbstkleide, *S'. minus-
cula im Frühlings-, Sommer- u. Herbstkleide ; T. 2 : Phylloscopus hore-
alis var. xanthodryas, Ph. nitidus, Ph. viridcmns, Ph. plmnheitarsits^
Ph. fenellipes u. occipitalis frisch gemausert und abgetragen.
G. Schweder, Vogelzug im Frühjahr 1888; Corr. Bl. Nat. Ver.
Riga 21. p. 22—23.
Dänemark: H. Winge, Om Steppehonen (Syrrhaptes paradoxus)
in Danmark i. 1888; Vid. Medd. Nat. Foren. Kjobenh. 1889. p. 57
bis 100.
Scandinavien : C. A. Hansson, Zoologiska anteckningar frän
norra Bohuslan; Oefv. Ak. Förh. 1889. p. 289—327. — Vögel S. 294
bis 324.
W. Hartwig, Ornithologische Beobachtungen auf einer Reise
nach dem Nordcap; Journ. Orn. 37. p. 137 — 153. — Notizen über
31 beobachtete Arten, besonders bezüglich der Verbreitung derselben,
Nachrichten über die bedeutendsten Vogelberge von Hammerfest bis
Nordkyn und ein Verzeichniss der Brutvögel von Tromsö, nach der
Sammlung des naturh. Museums in Tromsö.
F. P. Johnson, Field Notes in Western Sweden; Zoologist 13,
p. 126—130.
A. Stuxberg, Nya fynd af Kortnäbbad gas (Amer hrachy-
rhynchus) i Sverige; Oefv. Vet. Ak. Förh. Stockholm 46. p. 9 — 10.
C. R. Sundström, Mittheilungen des Ornithologischen Komitees
der Kgl. Schwedischen Akademie der Wissenschaften; Bih. Svensk.
Vet. Ak. Handl. IV. Afd. 13. No. 3. — Einleitende Bemerkungen
und Verzeichniss der Vögel Schwedens von C. R. Sundström und
Mittheilung von Beobachtungsnotizen.
Derselbe, Ueber das Auftreten des Zwergfliegenßingers (Musci-
capa parva) in Schweden; Ornis 5. p. 156 — 164 u. 341.
M. Walleen, Ornitologiska iakttagelser, gjorda under vären
och sommaren 1886 pa Karelskanäset ; Meddel. Soc. Fauna Hör.
Fenn. 15. p. 129—153.
England: 0. V. Aplin, Ornithological Notes from the Norfolk
Coast; Zoologist 13. p. 9 — 12.
Derselbe, The Birds of Oxfordshire, With a Map. London
1889. 80. 217 p.
R. M. Barrington, s. Harvie-Brown.
M. Browne, The Vertebrate Animals of Leicestershire and
Rutland. Birmingham and Leicester 1889. 4o. 223 p. 4. T.
T. E. Buckley, über Brüten von Columha oenas in Sutherland;
Ibis (6) L p. 401—402.
A. Chapman, Bird-Life of the Borders: Records of Wild Sport
and Natural History by Moorland and Sea. London 1889. 8". 286 p.
W. Eagle Clarke, s. Harvie-Brown.
iu der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1889. 103
J. Cordeaux, Report on the Committee reappointed for the
purpose of obtaining observations on the Migration of Birds at
Lighthouses and Lightvessels and of reporting on the same; Rep. 58.
Meet. Brit. Ass. Adv. Sc. p. 146—149.
Derselbe, Notes from the Yorkshire and Lincolnshire Coasts
in the Autumn of 1888; NaturaHst 1889. p. 1—4.
Derselbe, s. J. A. Harvie-Brown.
Ch. Dixon, Our Rarer Birds: being Studies in Ornithology
and Oology. With twenty Illustrations. London 1888. 8«. 373 p.
G. Dowker, Notes on the British Birds of East Kent, with
siibsequent additions and tabulated Hst; N. E. Kent Nat. H. Soc. 1889.
p. 81—119.
H. M. Drummond-Hay berichtet über einen bei Perth erlegten
Turdiis atrigularis; Ibis (6) 1. p. 579 — 580.
W. Evans, Notes on Pallas's Sand-grouse (Syrrhapfes paradoxtis)
in Scottland during the recent great westward movement of the
species; Proc. Phys. Soc. Edinb. 10. p. 106 — 126.
Derselbe, Note on a Specimen of the Red-footed Ealcon
(Falco vespert inus); ebenda p. 168 — 169.
T. E. Gunn, The Pectoral Sandpiper (Tringa maculata) in
Orkney; Zoologist 13. p. 452—453.
J. H. Gurney jun., The Status of the Firecrest as a British
Bird; ebenda p. 172 — 174,
Derselbe, Ornithological Notes from Norfolk; ebenda p. 13 — 18,
134—136, 334—337.
J. E. Harting, Our Summer Migrants: an Account of the
Migratory Birds which pass the Summer in the British Islands.
2. ed. London 1889. 8». 324 p.
J. A. Harvie-Brown, J. Cordeaux, R. M. Barrington,
A. G. More and W. Eagle Clarke, Report on the Migration of
Birds in the Spring and Autumn of 1887. Ninth Report. Edinburgh
1889.
J. Hopkinson, Notes on Birds observed in Hertfordshire during
the year 1888; Trans. Hertf Soc. 1889. p. 139—146.
G. Hörne, Authenticated List of the Birds of Herefordshire.
Hereford 1889. 8». 24 p.
R. J. Howard, Notes on the Occurrenee of Pallas's Sand-grouse
in Lancashire; Zoologist 13. p. 51 — 55.
C. Ley, The Great Black Woodpecker in England; Zoologist 13.
p. 340—344.
Lilford, Coloured Figures of the Birds of the British Islands.
London. 8°. Theil 5 — 11 erschienen.
Derselbe, Notes on the Ornithology of Northamptonshire and
Neighbourhood; Zoologist 13. p. 422 — 430.
G. E. Lodge, Notes on Birds in Norfolk and Cambridgeshire ;
Zoologist 13. p. 29— 31.
Derselbe, The Visitation of Pallas's Sand-Grouse to Scotland
in 1888, together with an Account of its Nesting, Habits, and
104 Aut. Reicheuow: Bericht über die Leistmigen
Migrations. Prepared chiefly from information collected by Prof.
Newton and J. A. Harvie-Brown. London 1889. 8*^ 38 p.
H. A. Macpherson berichtet über Tringa maculata bei Pen-
rith, NW-England; Ibis (6.) 1. p. 136—137.
Derselbe, Ornithological Notes from Cumberland; Zoologist
13. p. 175—177.
A. Montagu, A Dictionary of British Birds: being a Reprint
of Montagu's Ornithological Dictionary. Comp, and ed. by E. New-
man. London 1889.
A. G. More, s. Harvie-Brown.
G. Muirhead, The Birds of Berwickshire , with remarks on
their Local Distribution, Migration, and Habits, and also on the
Folk-Lore, Proverbs, Populär Rhymes, and Sayings connected with
them. Vol. 1, Edinburgh 1889. 8« 334 p. 4 Illüstr. 76 cuts.
T. H. Nelson, Ornithological Notes from Redcar and Tees
Mouth for 1887 and 1888; Naturalist 1889 p. 81—86.
A. Newton, On the irruption of Syrrhaptes paradoams; Rep. 58.
Meet. Brit. Ass. Adv. Sc. p. 703.
S. W. Nicholl, Notes on the rarer Birds of Glamorganshire ;
Zoologist 13. p. 166—172.
H. L. Patterson berichtet über den Fang von Fulmarus glaci-
alis auf Rathlin Island; Ibis (6.) 1. p. 580.
R. L. Patterson berichtet über Vorkommen von Syrrhaptes
paradoams bei Belfast im Dec. 88; Ibis (6.) 1. p. 137.
Derselbe, Nyctea scandiaca bei Dundrum, Co. Down am 21. Jan.
erlegt; ebenda p. 260.
E. C. Phillips, The Great Black Woodpecker in England;
Zoologist 13. p. 431—433.
H. Saunders, An lUustrated Manual of British Birds. London
1888—89. 80 754 p. Th. 10—20 erschienen.
T. South well, The King Eider (Soniateria spectabüis) as a
Norfolk Bird; Zoologist 13. p. 383—388.
J. Swinburne, An Ornithological Visit to the Ascrib Islands,
Loch Snizort, Skye; Proc. Phys. Soc. Edinb. 9. p. 402—407.
H. B. Tristram berichtet über eine im October 1887 bei
Flamborough erlegte Emheriza cioides; P. Z. S. p. 6.
E.Williams berichtet über Tringa macidata YieiW. und (lalli-
nago major in Irland; Zoologist 13. p. 32 u. 33.
Derselbe, A. Breeding-place of the Blackheaded Gull in
King's Co; ebenda p. 396—397.
J. Young fand ein Nest von Flectrophanes nivalis in Nord-
Schottland; Ibis (6.) 1. p. 137.
Ueber seltenere Vorkommnisse in verschiedenen Theilen Gross-
britanniens vergi. noch: Zoologist 13. p. 25— 36; 69—77, 105 — HO,
144-154, 180—187, 226—234, 259-269, 312-314, 348—352,
383—397, 434—437, 450—452.
in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1889. 105
Niederlande: H. Albarda, Ornithologie van Nederland, waarne-
minger in 1887; Tijdschr. Nederl. Dierk. Vereen. (2.) D. 2. Afl. 3.
p. 145—157.
J. E. Cöenradts, Phaenologische Notizen aus Holland. (Mit-
getheilt von P. Leverkühn); Ornis 5. p. 333 — 335. — Zugbeob-
achtungen aus den Jahren 1885 — 88.
H. W. de Graaf, Over Muscicapa parva; Tijdschr. Nederl.
Dierk. Vereen. (2.) D. 2. Afl. 3. p. 158—161.
Frankreich: Magaud d'Aub us so n bespricht die in Frankreich
vorkommenden Colymbiden; Naturaliste 11. p. 134 — 136.
Derselbe, Le Syrrhapte paradoxal et sa Naturalisation spon-
tanee en Europe; Rev. Sc. Nat. Appl. 36. p. 217 — 229.
L. Bureau, Sur la capture en France de l'Houbara de Mac-
queen (Hoitbara macqueemy, Bull. Soc. Zool. France 14. p. 308 bis
312. — Im Februar 1883 bei Lyon erlegt. Die Fälle des Vor-
kommens von //. macqueeni in Europa werden im einzelnen auf-
geführt; sie datiren alle zwischen September und Februar.
Derselbe, Sur les passages du Syrrhapte paradoxal, (^Syrr-
haptes paradoxus) dans l'ouest de la France; Mem. Soc. Zool. Fr. 1.
p. 245—252.
Derselbe, Sur le sejour du Syrrhapte paradoxal dans l'ouest
de la France; Bull. Soc. Zool. France 14. p. 110—111.
Derselbe, Nouvelle apparition du ßyrrhaptes paradoxus \ Natura-
liste 13. p. 147. — Am 28. Mai wurde ein Stück bei Herbignac
(Loire-Inferieure) erlegt. Im Dep. de l'Ouest währte 1888 der Zug
vom 11. Mai bis 23. Juli, der letzte Vogel wurde am 10. März 1889
geschossen.
E. Deyrolle, Histoire Naturelle de la France. 3. Partie. Les
Oiseaux. 8« 304 p., 132 fig. 27 pl. en couleurs. (E. Deyrolle, Paris).
L. Olphe-Galliard, Contributions ä la faune onithologique de
l'Europe occidentale. Lyon. Fase. 12, 17 — 21 erschienen, Theil der
Grallatores und Raptatores.
A. Giovis, Les Oiseaux du plateau central; Rev. Sc. Bour-
bonn. 2. p. 74 — 80.
A. Granger, Notes complementaires sur le Syrrhapte para-
doxal; Naturaliste 11. p. 34. — Notiz über Ausdehnung der Ein-
wanderung in Europa im Jahre 1888.
J. Jouan, Trois Oiseaux rares ä Cherbourg; Mem. Soc. Cherb.
26. p. 191—194.
Ch. van Kempen, Sur le sejour prolonge des Syrrhaptes dans
le Nord le la France; Bull. Soc. Zool. France 14. p. 18—21.
Derselbe, Sur quelques oiseaux rares du Nord de la France;
ebenda p. 104 -—107. — Liste von Arten, welche bei Dunkerque er-
legt sein sollen, darunter Diomedea fuliginosa, Procellaria conspi-
cillata etc. Die Glaubwürdigkeit der Angaben erscheint zweifelhaft.
A, Mangeard, Catalogue des Oiseaux qui se reproduisent dans
les environs d'Autun et qui ont ete observes depuis 1840 jusqu' en
1886; Bull. Soc. Autun 1. p. 102—120.
106 Aiit, Reichenow: Bericht über die Leistungen
P. Petitclerc, Contribiitions a l'histoire naturelle de la Haute
Säone. Notes d' Ornithologie suivie d'un catalogue des Oiseaux ob-
serves dans le departement de 1840 ä 1888 inclusive. Vesoul. 1889.
80 93 p.
F. Rabe, Observations sur le passage des Oiseaux dans le
Departement de ITonne; Bull. Soc. Yonne 1889. p. 61 — 68.
A. Savatier, Histoire des Oiseaux du Departement de la
Charente-inferieure et des Departements limitrophes; Ann. Soc. Char.
25. p. 99—331.
J. Vi an, Sejour en France du Syrrliapte paradoxal; Bull. Soc.
Zool. France 14. p. 78—79.
Italien: E. Arrigoni del Oddi, Notizie di Caccia e Note
Zoologiche; Boll. Soc. Nat. Napoli 1889 p. 104—107. — Liste der
beob. Vögel und Notiz über Syrrhaptes.
A. Bonomi, Die Vögel des Tridentino; Schwalbe 13. p. 446
bis 453, 458 — 461. — Systematische Liste nebst den italienischen
Namen.
I S. Brogi, Tordo dorato o Tordo a squame capitato nei din-
torni di Siena; Riv. Ital. Sc. Nat. e Boll. Nat. 9. p. 272—274. —
Ueber Oreocincla varia.
D. Carazzi, 2. Appendice ai materiali per una Avifauna del
Golfo di Spezia e della Val di Magra. Spezia 1889. — Die Ge-
sammtzahl der jetzt für das Gebiet festgestellten Arten beträgt 315.
Die früher erwähnte Terekia cinerea war irrthümlich aufgeführt, da-
für ist Tringa canutiis zu setzen.
A. de Carlini, Die Vogelfauna von Val. Teilina; Schwalbe 13.
p. 557 560, 570—571, 580—582. — Verzeichniss der im Teilina-
Thal der Prov. Sondrio an der Mündung der Adda in den Comer
See vorkommenden Arten nebst den landesüblichen Namen.
E. H. Giglioli, Primo resoconto dei risultati della inchiesta
ornitologica in Italia. Parte prima Avifauna Italica etc. Firenze
1889. 671 p, — 450 Arten werden als Bewohner Italiens oder Durch-
zügler aufgeführt nebst den Vulgärnamen und den an den Verf.
eingegangenen Notizen der einzelnen Beobachter, Mit einer die
Lage der Beobachtungsstationen angebenden Karte.
E. H. Giglioli u. A. Manzella, Iconografia dell' Avifauna Italica.
Toscana. — Fase. 44 u. 45 erschienen.
G. Mariacher e V. Dal Nero, Due Tetraonidi Veronesi che
scompaiono; Riv. Ital. Sc. Nat. e Boll. Natural. Siena 9. p. 288.
A. P. Ninni, Comparsa di Cigni nella Laguna Veneta; Riv. Ital.
Sc. Nat. e Boll. Natural. 9. p. 201.
Derselbe, Sulk distinzione delle due specie di Cutrettole
comuni nel Veneto; ebenda p. 250. — Ueber Budytes flavits und
einer eocap illus.
Derselbe, Älca torda (uccisa presso Chioggia); ebenda p. 252.
T. Salvadori, Altre Notizie intorno al Sirratte in Italia nel
1888; Boll. Mus. Z. Anat. comp. Torino 3. No. 52.
in der Naturgeschichte der Vogel während des Jahres 1889. 107
Derselbe, Le ultime notizie intorno al Sirratte in Italia negli
anni 1888 e 1889; ebenda No. 70.
Derselbe, lieber das Auftreten des Steppenhiihnes in Italien
im Jahre 1888; Schwalbe 13. p. 166.
Senoner, Ornithologische Notizen; Schwalbe 13. p. 606 — 607.
— Referate über Vorkommen einiger Arten in Italien.
F. Schmid, Pastor roseus im Juni und Juli bei Albenga, Loano
und Mondosi erlegt; Schwalbe 13. p. 427.
Pyrenäische Halbinsel: W. E. Clarke, On the Ornithology
of the Valleys of Andorra and the Upper Ariege, and other Con-
tributions to the Avifauna of the Eastern Pyrenees; Ibis (6) 1.
p. 520 — 552. — 94 Arten werden besprochen.
J. Palacky referirt über Arevalo y Baca, Aves de Espana
(vergl. Ber. 1888. S. 122); Verh. Z. B. Ges. Wien 38. 1888. p. 82—83.
Kanaren, Madeira: W. Hartwig berichtet über Brüten von
Upupa epops und Faico nisvs auf Porto Santo (Madeira -Gruppe),
sowie Vorkommen von Totanus calidris auf Madeira; Journ. Orn. 37.
p. 328.
A. König, Vorläufige Notiz über zwei neue Vogelarten von
den Canarischen Inseln; Journ. Orn. 37. p. 182 — 183. — Frmgilla
coendescens u. Erithacus S7iperbns beschrieben.
Derselbe, Vorbemerkung über einige wohl zu unterscheidende
und neue Vogelarten von den Canarischen Inseln; ebenda p. 263. —
Neu: Cerchneis tinnuncuhis canariensis^ Picus [Dendrocopus) canariensis^
Regulus sateUes.
L. V. Lorenz berichtet über einige dem Wiener Museum zu-
gegangene Vögel von Teneriffa; Verh. Z. B. Ges. Wien 39. p. 11 — 12.
E. G. Meade-Waldo, Notes on some Birds of the Canary
Islands; Ibis (6) 1. p. 1 — 13. — Specielleres besonders über Stimme
und Nestbau von FringiUa teydea.
Derselbe, Further Notes on the Birds of the Canary Islands;
ebenda p. 503 — 520. — Fratincola ducotiae n. sp. — Zahlreiche
Notizen über Lebensweise, Nestbau und Eier.
Derselbe, On a new Species of Tit; Ann. Mag. N. H. 3. (6)
p. 490. — Farus palmensis von Palmas (Canaren).
H. B. Tristram, Ornithological Notes on the Island of Gran
Canaria; Ibis (6) 1. p. 13 — 32. — Verf. erhielt alle drei von Sharpe
für Madeira, die Azoren und Kanaren aufgestellten Subspecies von
FringiUa tintiUon auf den Kanaren und hält diese Farbenabweichungen
für individuelle Verschiedenheiten. Fhylloscopns foHimattts wird als
neue Art von dem europäischen Ph. ritfus gesondert, ebenso Caccabis
rufa var. austraJis von den Kanaren und Azoren als neue, von der
europäischen C. rufa constant unterschiedene Abart. — Zahlreiche
kurze biologische Notizen.
Derselbe, über Alaudu (^Calandrelld) minor Gab. auf Gran
Canaria und Teneriffa; ebenda p. 228.
Derselbe, On a new Species of Chaffinch; Ann. Mag. N. H, 3. (6)
p. 489. — Frmgilla palmae n. sp. von Palma (Canaren).
108 Aiit. Reichen ow: Bericht über die Leistuugeu
Derselbe, On the Peculiarities of the Avifaiina of the Canary
Islands; Rep. Brit. Ass. 1889. p. 616.
Mittelmeer-Inseln : F. H. Guillemard, Cyprus and its Birds
in 1888; Ibis (6) 1. p. 206—219.
Lilford, A List of tlie Birds of Cyprus; Ibis (6) 1. p. 305—350.
— Führt 231 Arten für die Insel auf.
Nord-Afrika: H. Schalow bespricht die Verbreitung von Corvus
tingitanvs im Atlas-Gebiet; Journ. Orn. 37. p. 331 — 333.
J. Thomson, Travels in the Atlas and Southern Marocco, a
Narrative of Exploration. London 1889. 8«. 488 p. 31 T., 37 cuts,
6 maps.
Sibirien: Vergl. Salvadori u. Giglioli oben S. 94.
Südwest- Asien: J. E. T. Aitchison, The Zoology of the Afghan
Delimitation Commission. Birds by R. B. Sharpe; Trans. L. S. 5.
p. 66 — 93. T. 6 u. 7. — Unter den aufgezählten 124 Arten Gecinus
gorii und Fhasiamis jyrincipalis, welche abgebildet sind.
H. E. Dresser, Notes on Birds collected by G. Radde in the
Transcaspian Region; Ibis (6) 1. p. 85 — 92. — Lanius raddei be-
schrieben und abgebildet T. 5.
0. B. St. John, On the Birds of Southern Afghanistan and
Kelat; Ibis (6) 1. p. 145—180. — 237 Arten sind aufgeführt nebst
Bemerkungen über lokale Verbreitung.
G. Radde und A. Walter, Die Vögel Transkaspiens ; Ornis 5.
p. 1—128, 165-279. Mit Karte. — Im ersten Theile werden 297
für das Gebiet nachgewiesene Arten aufgeführt. In dem zweiten
wird zunächst die Verbreitung einiger Species eingehender besprochen,
sodann ein Verzeichniss der Brutvögel Transkaspiens gegeben, an
welches eine tabellarische Uebersicht beobachteter Brutzeiten sich
anschliesst. Ein ferneres Kapitel behandelt den Vogelzug in Trans-
kaspien: In dem Gebiet lassen sich drei Zonen unterscheiden, die
Sandwüste, die Lehmsteppe mit dem Oasenlande und dem Uferland
der unteren Flussläufe und das Felsgebirge. Aus den von den Ver-
fassern angestellten Beobachtungen verbunden mit den früheren
anderer Forscher ergiebt sich, dass die belebteste Zugstrasse in
Transkaspien den Murgab abwärts geht. Demnächst kommt der
Zug am Tedshen und an den Bachläufen des Kopet-daghs und der
Achalteke-Oase in Betracht. Wenige Arten ziehen im Frühling nach
Ueberwindung des Kopet-daghs durch das Baichanthor nach der öst-
lichen Caspiküste. Die ganze Ostküste des Caspi entlang zieht eine
geringere Artenzahl als am Murgab. Manche Arten halten sich an
keine Zugstrasse, sondern vermögen die schwierigsten Strecken auch
der Wüste zu forciren.
N. A. Sewertzow, Ornithologie du Turkestan et des pays ad-
jacents, par M. A. Menzbier. Moscou. — Lief. 2 erschienen, ent-
haltend Fortsetzung der Raubvögel. Abgebildet Hierofalco vralensis
T. 4 u. 5, Leptopoecile sophiae T. 11.
R. B. Sharpe, s. vorher Aitchison.
in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1889. 109
J. Stolzmann, Liste des Oiseaux d'Askhabad; Mem. Soc. Z.
France 3. p. 88 — 96. — 97 Arten sind aufgeführt, am Schlüsse die
Verschiedenheiten in der Färbung der Weibchen von Phasianus chry-
somelas und komaroivi besprochen.
N. Zaroudnoi, Recherches zoologiques dans la contree Trans-
Caspienne; Bull. Soc. Imp. Nat. Moscou 1889. p. 128—160 u. 740—842.
• — Ausser zerstreuten Beobachtungsnotizen auf S. 748 — 842 eine
Uebersicht der Vögel des Gebiets (309 Arten) nebst Bemerkungen
über Verbreitung und einzelnen biologischen Notizen. Pterodes
arenaria major wird als neue Abart unterschieden.
Japan, China: J. H. Gurney, On an apparently undescribed
Species of Owl from the Liu Kiu Islands, proposed to be called
8cops pryeri- Ibis (6) 1. p. 302—305.
H. Seebohm führt 7 Arten von den Bonin Inseln auf; P. Z, S.
p. 586.
Derselbe erhielt AJervla celaenops von der Insel Fatsisio; ebenda.
F. W. Styan, Some Notes on, and Additions to, the Chinese
Avifauna; Ibis (6) 1. p, 443 — 446. — 11 Arten aufgeführt, von
welchen 5 bisher noch nicht für China nachgewiesen waren.
L. Taczanowski, Description d'une nouvelle Locustella de la
Coree; P. Z. S. p. 620 — 621. — L. jjleskei beschrieben.
H. B. Tristram unterscheidet Zosterops simplex var. loochooetisis
von den Lutschu-Inseln als neue Subspecies; Ibis (6) 1. p. 229. —
S. auch Salvadori u. Giglioli oben S. 94.
Mittel-Asien: Th. Pleske, Wissenschaftliche Resultate der von
N. M. Przewalski nach Central-Asien unternommenen Reisen. Zoolo-
gischer Theil. Band II, Vögel. Lief. 1. St. Petersburg 1889. — Verf.
behandelt in dieser Arbeit, welche eine grundlegende Darstellung
der Vogelfauna Central-Asiens zu werden verspricht, in russischer
und deutscher Sprache die reichen Sammlungen des verdienstvollen
Reisenden Przewalski. Mit den Turdidae ist begonnen. Bei jeder
Art werden zunächst kritische Bemerkungen in systematischer Hin-
sicht gegeben sowie Beschreibungen wenig bekannter oder neuer
Formen, als: Merula hessler i Przw., Ruticilla alascJianica Przw.,
Calliope tschehaie^üi Przw., Pratincola motira var. przewalsh'i Plsk.
n. var. Es folgen sodann Angaben über Verbreitung und Lebens-
weise, grösstentheils Aufzeichnungen des Reisenden, und Eier-Maasse.
Abgebildet sind: T. I. Prafhicola hisüinis, CuUiope tscliebaiewi,
Dumeticola major -^ T. III. Arundinax aidon, Herhivomila armandi,
H. indica, H. fuscata, H. affinis.
Aethioxiische üegion.
J. Büttikofer, Additional remark on Francolinus subtorquatus ;
Notes Leyden Mus. XL p. 80. T. 4.
W. R. Ogilvie Grant, Francolinus altumi Fsch. u. Rchw. is
the Male of F. hildehrandti Cab.; Ann. Mag. N. H. 4. (6) p. 145
bis 146.
WQ Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen
G. Hartlaub, Zu Salpornis und Kritisches zu Dryoscopvs]
Journ. Orn. 37. p. 114—120.
P. Matschie erörtert die Unterschiede einiger Frankoline {F.
altvmi u. schütti, Pternistes leucoparaeus u. Immiboldti); Journ. Orn. 37.
p. 340.
W. Stone, On Pratincola salax Verr. and allied species; Proc.
Acad. Philad. 1889. p. 78—80. — Kritisches (vergl. Pratincola unter
Systematik).
Ost-Afrika: Ant. Reichenow, üeber eine Vogelsammlung aus
Ostafiika; Journ. Orn. 37. p. 264-286. — Führt 171 von Dr. F. Stuhl-
mann auf Sansibar, in Deutsch-Ostafrika und amQuilimane(Mossambik)
gesammelte Arten auf, darunter Ploceus xaiithopterns , Änaplectes
rnbi'iceps und Budytes campestris, letztere beiden neu für Ostafrika;
ferner vier neu entdeckte Formen: Vanellus levcoptenis^ Francolimis
stuhlmanni, Indt'cator variegattis var. virescens und Psalidoprocne
petiti Orientalis. Von Herodias gulaiis fand Stuhlmann sowohl die
typische Form als die Varietät cineracea auf Sansibar. Notizen des
Sammlers betreffend die bei den Eingeborenen üblichen Vogelnamen
sowie die Farben der nackten Hautstellen und der Horntheile sind
beigefügt.
G. E. Shelley, On the Birds collected by Mr. H. C. V. Hunter
in Eastern Africa;. P. Z. S. p. 356—372. T. 40 u. 41. — Behandelt
98 Arten vom Kilimandjaro, darunter 7 neue: Pachyprora mixta,
Xenocichla nigriceps, X. placida^ Alcippe küimensis, Cisticola hnnteri,
Cinnyris Imnteri, Zosterops perspicillata, ferner das bisher unbekannte
Männchen von Pholidauges fischeri.
J. C. Willoughby, East Africa and its Big Game; the Narra-
tive of a Sporting Trip from Zanzibar to the Borders of the Masai.
London 1889. 8». 312 p. 18 illustr. — Eingestr. ornith. Notizen.
S. auch Salvadori u. Giglioli oben S. 94 u. Tristam S. 111.
Süd- Afrika: H. A. Bryden, Kloof and Karroo: Sport, Legend
and Natural History in Cape Colony, with a notice of the Game
Birds, and of the present distribution of the Antelopes and Larger
Game. London 1889. 8«. 435 p. 17 T. — Ueber Raubvögel und
jagdbare Vögel p. 146—155 u. 305—323.
E. Holub, Von der Capstadt ins Land der Maschukulumbe.
Reisen im südlichen Afrika in den Jahren 1883 — 87. Wien (Holder).
— Zahlreiche Beobachtungen über die Lebensweise südafrikanischer
Vögel.
C. G. Gates, Matabele Land and the Victoria Falls. A Natura-
list's Wanderings in the Interior of South Africa. From the Letters
and Journals of the late F. Gates. 2. Ed. London 1889. 8». 433 p.
62 ill. — Appendix Birds by R. B. Sharpe S. 298—335. T. 1 u. 2.
Mittel- Afrika : G. Hartlaub, Aus den ornithologischen Tage-
büchern Dr. Emin Pascha's; Journ. Orn. 37. p. 46 — 50. — Lebens-
weise von Estrelda nonmila u. Bradyornis palUda.
F. J. Jackson, Brieflicher Bericht über die Vogelfauna von
Ukumbani (Inneres Afrika); Ibis (6) 1. p. 583 — 584.
in der Naturgeschichte der V(5gel während des Jahres 1889. Hl
G. Schweinfuvth u. F. Ratzel, Emin Pascha. Eine Samm-
lung von Reisebriefen und Berichten Dr. Emin Pascha's. Leipzig
Iggg. — Auf S. 390 — 406 zoogeographische Notizen, besonders ver-
gleichende Schilderungen des Vogellebens der Aequatorialprovinz.
Nachrichten über den Winteraufenthalt europäischer Wanderer.
H. B. Tristram, Note on a small Collection of Birds from
Kikombo, Central Africa; Ibis (6) 1. p. 224 — 227. — Bespricht eine
Collection des Dr. S. T. Pruen, 31 Arten, darunter Lamprocolius
chali/bevs, welcher hiermit zum ersten Mal für Ost -Afrika nach-
gewiesen wird.
West-Afrika: J. d'Anchieta, s. J. A. de Sousa.
An tun es s. J. A. de Sousa.
J. Büttikofer, On a new Owl from Liberia: Notes Leyden
Mus. XL p. 34. T. 6. — Bubo lettii.
Derselbe, On a new collection of birds from South Western
Africa; ebenda p. 65 — 79. T. 4. — Ueber eine neue von van der
Kellen bei Gambos am oberen Cunene zusammengebrachte Sammlung
von 103 Arten, darunter 49, welche in der ersten Collection (vergl.
Bericht 1888 S. 124) nicht enthalten waren, zwei derselben neu:
Lophoceros albotermi?iatus u. FrancoUntfs jugtdaris.
Derselbe, On two probably new birds from Liberia; ebenda
p. 97—98. — Neu: Drymocata-phvs johnsoni u. haniarius zoster ops.
Derselbe, Third list of birds • from South Western Africa;
ebenda p. 193 — 200. — Behandelt eine Sammlung von 62 Arten,
welche van der Kellen bei Gambos am Kunene zusammenbrachte,
darunter 15, welche in früheren Sammlungen des Reisenden noch
nicht vertreten waren.
Derselbe, Zoological researches of Liberia. Fourth hst of
birds; ebenda p. 113 — 138. T. 6. — Bespricht eine Sammlung
Stampflis vom Farmington- und Messurado-River in Liberia, 92 Arten,
von welchen 11 bisher für Liberia noch nicht nachgewiesen waren,
darunter eine neue: Bi(ho lettii. Die Anzahl der für das Gebiet
nunmehr festgestellten Arten beträgt 246.
J. Cabanis beschreibt Merops mentalis, vermuthlich n. sp., von
Kamerun; Journ. Orn. 37. p. 78.
Derselbe beschreibt Francolinus (^Scleroptera) modestus n. sp.
von Kamerun; ebenda p. 87 — 88.
J. V. Madarasz, Description of a new Cinnyris] Ornis 5. p. 149
T. 3. — C. castaneiventris von Yoruba.
J. A. de Sousa, Aves de Angola da explorayao do Sr. Jose
d'Anchieta; Jörn. Sc. Math. Phys. Nat. Lisboa (2a) L p. 41—50. —
46 Arten werden von Quindumbo (Benguella) aufgeführt, darunter
Lagonosticta einer eo-vinacea n. sp. und Anas sparsa A. Sm.
Derselbe, Aves da Huilla (Angola) remittidas ao Museu de
Lisboa pelo Reverendo Padre Antunes; ebenda p. 37 — 40. - — Zählt
25 Arten auf, darunter Serinus hvillensis n. sp. und Ciconia nigra,
welcher hiermit zum ersten Mal in Angola und überhaupt so weit
südhch nachgewiesen ist.
112 Aiit. Reich enow: Bericht über die Leistimgeu
Derselbe, Aves de Angola da exploragao do Sr. Jose de An-
chieta; ebenda Lisboa (2) II. p. 113 — 124. — Behandelt 36 Arten
von CotumbeHa und 29 Arten von Quissange. Aegialites vermiithl.
n. sp beschrieben.
Westafrikanische Inseln: J. V. Barboza du Bocage, Breves
consideraQoes sobre a fauna de S. Thome; Jörn. Sc. Math. Phys.
Nat. (2) I. p. 33—36. — Auf S. 34—36 ist die Vogelfauna von
S. Thome besprochen und werden Vergleiche gezogen mit der Fauna
von Principe und Kamerun.
Derselbe, Sur deux especes ä ajoutter ä la faune ornitholo-
gique de S. Thome; Jörn. Sc. Math. Phys. Nat. Lisboa (2a) II. p. 142
bis 144. • — Führt 15 von F. Newton auf S. Thome gesammelte
Arten auf, darunter Etcplectes cmreus und Nectarinia thomensis n. sp.
Derselbe, Aves da ilha de S. Thome; Jörn. Sc. Math. Phys.
Nat. Lisboa (2a) III. p. 209—210. — Zählt 20 Arten als Bewohner
der Insel auf.
Simroth, Verwilderte Hausthiere auf S. Thome; Zool. Gart. 30.
p. 15 — 16. — Verwilderte Haushühner auf der genannten west-
afrikanischen Insel.
Madaf/assische Rer/ion.
J. H. Gurney, On an apparently undescribed Species of Owl
from Anjouan Island, proposed to be called Scops capnodes; Ibis (6) 1.
p. 104—107.
R. B. Sharpe, The extinct starling of Reunion (FregiJupus
varius)] Nature 40. p. 177. — Historisches
J. Sibree, Madagascar Ornithology: Malagasy Birds arranged
according to the Natural Orders, with Notes on their Habits and
Habitats, and their connection with Native Folk-Lore and Superstition.
Pt. 1; Antananarivo Annual 13. p. 76 — 96.
Malayische Region.
W. T. Blanford, The Fauna of British India, including Ceylon
and Burma. Birds by E. W. Gates. Vol. 1. London 1889. —'Die
Grenzen des behandelten Gebiets sind bedeutend weiter als in
,,Jerdon's B. of India", indem Ceylon, Sind, W. Punjab, Ob. Indus
Thal, Assam, Burma etc., Andamanen und Nicobaren einbegrifien
sind. Verf. bringt ein eigenes System zur Anwendung, w^elches viel
Eigenartigkeiten zeigt: die Corvidue stehen an der Spitze der Passeres
und umfassen zugleich die Parinae, während Sittidae und Certhiidac
(hierzu u. a. auch Pnoepyga, Anortlmra u. Urocichla) besondere
Familien bilden, die Pxjcnonotidae sind mit den Grate ropodidae ver-
einigt, Regididae (^Regnhis) von den Sylvädae, Evlahetidae (^Eidahes
u. Calorms) von den Sturnidae getrennt etc. In dem Schlüssel zur
Unterscheidung der Familien der Passeres kennzeichnet Verf. die
Dicaeidae durch „gezähnelte Kieferschneiden." Hierbei ist übersehen,
dass viele Nectariniidae den gleichen Charakter zeigen. Der vor-
in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1889. 113
liegende erste Theil behandelt Corvidae, Crateropodidae, Sittidae,
Dicruridae, Certhüdae, Regididae, Si/lvndae, Lanüdae, Oriolidae,
Eidahetidue und Stvrnidae. Familien, Unterfamilien und Gattungen
sind charakterisirt, z. Th. mit erläuternden Holzschnitten. Bei jeder
Art Synonymie, englische und landesübliche Namen, engl. Beschrei-
bung und Angaben der Verbreitung, auch einige biologische Notizen,
vielfach Holzschnitte, besonders Köpfe und Schnäbel. Eine Anzahl
neuer Gattungen und Arten sind aufgestellt, vergl. unter System.
Th. Fam. Farklae, Timeliidae, Fycnonotidae, Lanüdae, Dicruridae
u. Sturnidae (der für eine neue Gattung gewählte Name Sittiparus
ist bereits vergeben!).
J. A. Murray, The Avifauna of British India and its Depen-
dencies. A systematic account, with descriptions of all the known
species of Birds inhabiting British India, observations on their habits,
nidification etc. ; tables of their geographica! distribution ; with woodc,
lithogr., and col. illustr. London and Bombay 1887 — 89. 8*^. 2 Vol.
Derselbe, The Edible and Game Birds of British India, with
its Dependencies and Ceylon; with woodc, lithogr. and col. illustr.
London and Bombay 1889. 4«. 237 p.
E. W. Gates, The Nests and Eggs of Indian Birds. By Allan
0. Hume. Second Edition. Vol. 1. London 1889. S«. 397 p. 4 T.
(Portraits Indischer Ornithologen).
S. auch Salvadori u. Giglioli oben S. 94.
Vorderindien: J. C, Anderson, Sporting Rambles round Simla;
Journ. Bomb. N. H. Soc. 4. p. 56—66.
H. E. Barnes, Nesting in Western India; Journ. Bomb. N. H.
Soc. 4. p. 1—21, 83—98, 237—255 T. 1—3. — Abgebildete Eier
von Hirundo filifera u. fluvicola, Pityoprogne concolor T. 1, Nest von
Hypothymis azurea T. 2, Eier von Caprimulgus atripennis, mahrat-
tensis, Indiens, asiaticus, monticolus T. 1, Nest und Eier von Ixus
luteolus T. 3, Ei von Endynamis honorata T. 1.
W. E. Brooks giebt einige Bemerkungen zu W. Cordeaux's
Artikel über ,,The Birds of Cashmere and the Dras District" (Ibis
1888 p. 218); Ibis (6.) 1. p. 575—577.
E. A. Butler berichtigt seine Angaben über Vorkommen von
Falco harharus in Sind (Stray Feath. 7 p. 174) und F. peregrinator
in N. Guzerat (ebenda 3. p. 443), welche auf F. hahylonicus sich be-
ziehen; Ibis (6.) 1. p. 135—136.
H. Gätko beschreibt Phylloscopus newtoni n.sp. von Indien;
Ibis (6.) 1. p. 578—579.
H. Littledale, Rough Notes of Travel and Sport in Kashmir
and Little Tibet; Journ. Bomb. N. H. Soc. 4. p. 98—118.
A. T. H. Newnham, Notes on Birds of Quetta; Journ. Bomb.
N. H. Soc. 4. p. 52—55.
E. W. Gates, On the European Cuckoo and its Indian AUies;
Ibis (6.) 1. p. 355 — 359. — lieber die Unterschiede von Cuculus
striatus, poliocephalus und canorus. — Vergl. auch Hartert S. 114.
Äicli. f. Naturgesch. Jahig.1890. Bd.n. H.l. 8
114 Aut. Reich enow: Bericht über die Leistungen
Hinter-Indien : E. Oustalet, Description d'une nouvelle espece
de pic de la Cochinchine; Naturaliste 11. p. 44 — 45. — Ficus
(Chrysophlegma) pierrei n. sp.
T. Salvador!, Descrizione di tre nuove specie di uccelli, rac-
cotte nei monti Carin da L. Fea; Ann. Mus. civ. Genova (2 a) 7.
p. 363 — 364. — Neu: Svthora feae, Malacias castanopterus , Poly-
opsar fxiscogidaris.
T. Salvador i, Viaggio di Leonardo Fea in Birmania e regioni
vicine. 19. Uccelli raccotti nei Monti Carin a Nord-Est di Tounghoo
nel Pegu presse Eangoon e Tounghoo e nei Tenasserim presso
Malewoon; Ann.Mus.Genov. 27. p.369— 438. — 211 Arten sind be-
sprochen. Neu: Cypsclus minusculus, Nihava S'^.'i, Cyornü dialilaema,
Zosterops meso.xantha, Pomatorhinus imherhis, Menda snhohscura .
China: Vergl. Styan oben S. 109.
Sunda-Iiiseln Malacca: J. Büttikofer, On a new species of
Gallinule; Notes Leyden Mus. XL p. 191 — 192. — Porpliyrio hem-
meleni vom Toba-See, Lmeres v. Sumatra, beschrieben.
A. H. Everett, Remarks on the Zoo-geographical Relations-
ships of the Island of Palawan and some adjacent Islands; P, Z. S.
p. 220—228. T. 23. — Im Gegensatz zu J. B. Steere [Vergl. Bericht
1888. S. 126] weist Verf. insbesondere auf Grund der Vogelfauna
nach, dass Palawan in zoogeographischer Hinsicht nicht zu den
Philippinen, sondern zu Borneo zu rechnen ist, ebenso wie Cagayan-
Sulu und Sibutu. T. 23 eine Karte von Palawan und anliegenden
Inseln.
Derselbe, A List of the Birds of the Bornean Group of
Islands; Journ. Asiat Soc. 1889 p. 91 — 212.
E. Hargitt beschreibt Chrysophlegma Inimii n. sp. von Malacca;
Ibis (6.) 1. p. 231—232.
E. H arter t, Zur Ornithologie der indisch-malayischen Gegenden;
Journ. Orn. 37. p. 345-440. — Bespricht in gesonderten Kapiteln
die während einer 19 monatlichen Reise auf Sumatra, Perak
(Malacca), Assam und Indien gesammelten und beobachteten Vogel-
arten. Zahlreiche biologische Beobachtungen sind eingefügt, von
welchen besonders die Rlmioplax vigil, llirvndo hadia, Psilopogon
pyroloplivs , Cypselus infumatus , Harpactes eryfhrocephälns und
die Eurylaemiden betreffenden hervorgehoben seien. Allgemeine
Schilderungen des Vogelebens der bereisten Gebiete leiten die ein-
zelnen Kapitel ein. Die von dem Reisenden gesammelten Eier,
darunter zahlreiche bisher noch unbekannte, werden von Kutter
beschrieben. Eine längere Auseinandersetzung knüpft der Letztere
an die Eier der Eurylaemiden bezüglich der systematischen Stellung
dieser Familie. Nach den oologischen Merkmalen schhesscii dieselben
an die Dicmridae sich an.
S. IL Koorders, Verslag van eene Dienstrees naar de Karimon-
Djawa-Eilanden; Tijdschr. Ncderl. Ind. 48. p. 20—132. — Vögel
114—117.
in der Naturgeschichte der Vfigel während des Jahres 1889. 115
R. B. Sharpe, On the Ornithology of Northern Borneo. With
Notes by J. Whitehead; Ibis (6) 1. p. 63—85, 185—205, 265—283,
408 — 443. — Die noch nicht abgeschlossene Arbeit bespricht
193 Species. Von hohem Interesse sind besonders die auf dem
ornithologisch bisher unerforschten Kina Balu gesammelten Arten.
Heteroscops n. g. Strigidarum, 7 en'crocoti/s cinereigula n. sp., Henicurus
horneensis n. sp. Zahlreiche Notizen über lokale Verbreitung und
Lebensweise, Beschreibungen der Eier verschiedener Arten.
Derselbe, On two new Species of Birds from Kina Balu Moun-
tain; Ann, Mag. N. H. 3. (6) p. 423 — 424. — Cyanops monticola und
Chlorura horneensis (= C. hyperythra Sharpe nee Rchb.) neue Arten.
A. G. Vorderman, Over eene kleine collectie vogels afkomstig
van den Karimon-Djawa-Archipel door; Natuurk. Tijds. Nederl. Indie
1889 p. 145—147.
J. Whitehead, s. R. B. Sharpe.
Philippinen: E. Hargitt beschreibt Chrysocolaptes rufopunctatus
n. sp. von den Philippinen; Ibis (6) 1. p. 231 — 232.
Vergl. auch Everett unter Sunda-Inseln.
Australische Region.
Celebes: S. A. Hickson, A Naturalist in North Celebes; a
Narrative of Travels in Minahassa, the Sangir and Talaut Islands,
with notices of the Fauna, Flora, and Ethnology of the Districts
visited. London 1889. 8^. 392 p. 35 T. — Eingestr. ornith. Notizen,
S. 81—105 über die Fauna der Talisse Insel und p. 190 — 191 über
die Vogelfauna der Sangir Inseln.
Neu -Guinea, Molukken, Salomonen: A. P. Goodwin giebt
eine kurze Notiz über Amhlyornis musgravii n. sp. vom Owen-Stanley
Gebirge, Neu-Guinea; P. Z. S. p. 451.
W. R. Ogilvie Grant, Third Contribution to the List of Birds
collected by Mr. C. M. Woodford in the Salomon Archipelago; Ann.
Mag. N. H. 4. (6) p. 320. — Rallina woodfordi n. sp.
A. B. Meyer, Beschreibung der bisher unbekannten Weibchen
von Astrarchia stephmiiae und Epimachus macleayanae] Journ. Orn. 37.
p. 321—326.
E. Oustalet beschreibt Craspedophora mcmtoni n. sp. von Neu-
Guinea (?); Naturaliste 13. p. 261.
T. Salvadori, Aggiunte alla Ornitologia della Papuasia e delle
Molucche. Parte prima. Accipitres-Psittaci-Picariae. Torino 1889. —
Ein Verzeichniss der von 1881 bis 1889 erschienenen, die Papuasische
Ornis betreffenden Litteratur, sodann die aus diesen Arbeiten für des
Verfassers grundlegendes Werk (Th. 1) sich ergebenden Ergänzungen.
35 neue den vorgenannten Gruppen angehörende Arten sind nach-
zutragen, von welchen 4 in dem vorliegenden Ergänzungstheil zum
ersten Male beschrieben werden: Urospizias polionotus von Timorlaut
S. 19, Cacomantis arfakianus S. 49, Lamprococcyx poliurus S. 49
und Tanysiptera meyeri S. 54.
8*
llß Ant.Eeichenow: Bericht über die Leistungen
Derselbe, On Scolopax rosenhergi and sattirata^ Ibis (6) 1.
p. 107—112.
C. M. Woodford, s. 0. Grant.
Australien: K. H. Bennett, Note on the Breeding of the Glossy
Ibis, Falcinellns igneits; Proc. Linn. Soc. N. S.Wales 4. p. 1059 — 1060.
— Brüten in Lower Lachlan.
A. J. Campbell, Oology of Australian Birds. Supplement 5;
Victorian Natur. 5. p. 160 — 164. — Ueber Eopsaltria, Stictoptera,
Aelnroedus, Rhipi'dura, Spkecotheres.
Derselbe, Notes from Maiden Island; ebenda p. 123 — 126.
J. D. Cox and A. G. Hamilton, A List of the Birds of tbe
Mudgee District, with Notes on their Habits; Proc. Linn. Soc. N. S.
Wales 4. p. 395 — 424. — 193 Arten aufgezählt, bei vielen Be-
merkungen über Lebensweise, insbesondere Nistweise, Angabe der
Nistzeit und Beschreibung der Eier.
E. Giles, Australia Twice Traversed: the Romanee of Explo-
ration. London 1889. 8*^. 2 Vol. — Eingestreute ornithol. Notizen.
C. Lumholtz, Among Cannibals. An account of four years
travels in Australia, and of Camp Life with the Aborigines of Queens-
land. London 1889. 8». 395 p. 4 T. 122 Illustr.
A. J. North, Note pointing out that Poephüa gouldiae and
P. armitiana are merely varieties of P. mirabilis] Proc. Linn. Soc.
N.S.Wales 4, p. 188.
Derselbe, Notes on a small CoUection of Birds made by
Mr. E. H. Saunders near Roeburne, Northwestern Australia; ebenda
p. 1023—1026.
W. H. Saville-Kent, Preliminary Observations on a Natural
History CoUection made in Connection with the Surveying Cruise of
H. M. S. ,,Myrmidon" at Port Darwin and Cambridge Gulf. Spt. to
Nov. 1888; Proc. Soc Queensl. 6. p. 219—242.
Vergl. auch North unter Nisten u. Eier.
Polynesien: E. Oustalet, Note sur la faune ornithologique
des Res Mariannes; Naturaliste 11. p. 260 — 261. — Notizen über
die Vogelfauna der Mariannen, insbesondere über eine von Mar che
daselbst veranstaltete Sammlung, darunter Ptilotis marchei n. sp.
(n. g. Cleptornis).
H. B. Tristram beschreibt Myzomela ruhro-ct/cuUata n. sp. von
St. Aignans, Louisiade Archipel; Ibis (6) 1. p. 228.
Derselbe, On a small CoUection of Birds from the Louisiade
and d'Entrecasteaux Islands; ebenda p. 553 — 558. — Eine Sammlung
von B. H. Thomson, neu: Manvcodia thomsoni^ Cracticus louisia-
densis, Dicaeum nitidiim, Cmnijris christianae , Chibia propinqua,
Tanysiptera rosseliafw., Ninox rosseliana, Macropygia cinereiceps.
Sandwichs-Inseln: J. Cabanis beschreibt Ilem.ignatJms procerus
von Kauai, .Sandwich s-lnseln; Journ. Orn. 37. p. 331.
L. Stejneger, Notes on a third CoUection of Birds made in
Kauai, Hawaiian Islands, by Valdemar Knudsen; P. U. St. N. M. 12.
in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1889. 117
p. 377 — 386. — Unter den besprochenen 20 Arten eine neue:
Oreomyza ivilsoni.
S. B. Wilson, On three imdescribed Species of the Genus
l.Iemignathus\ Ann. Mag. N. H. 4. (6) p. 400 — 402. — //. lichtenstetni^
stejnegeri u. hanapepe neue Arten.
Derselbe, Descriptions of some new Species of Sandwich-
Island Birds; P. Z. S. p. 445—447. — Neu beschrieben: Chrysomi-
tridops (n. g.) caendeirostris, Loxops flammea, Himatione montana^
H. stejnegeri.
Neuseeländische Region.
W. L. Buller, On a Species of Crested Penguin {Eudyptes
sdateri) from the Auckland Islands; P. Z. S. p. 82 — 84. T. 9. —
S. unter Systematik: Spheniscidae.
Derselbe, A Classified List of Mr. S. W. Silve's Collection of
New Zealand Birds (at the Manor-House, Letcomb Regis), with short
Descriptive Notes. London, Petherick and Co. 1888.
T. F. Cheesemau, On some Birds from the Kermadec Islands;
Trans. N. Z. Inst. 21. p. 121—124.
R. Etheridge and E. P. Ramsay, Lord Howe Island. Its
Zoology, Geology, and Physical Characters; Mem. No. 2 of the Austral.
Museum. Sydney 1889. 8». 132 p. — Notes on the Oology by
A. J. North.
T. W. Kirk, Notes on some New-Zealand Birds; Ibis (6) 1.
p. 296—299.
J. Park, On the Survival oi Notortiis mantelli in Western Otago;
Trans. New Zeal. Inst. 21. p. 226—230 u. Zoologist 13. p. 301—306.
A. Reischek, Notes on the Islands to the South of Ncav Zea-
land; Trans. N. Z. Inst. 21. p. 378—389. — Neu: Anthus stein-
daclmeri u. Platycercus hochstetteri von den Antipoden Inseln.
W. Smith, On the Birds of the Lake Brunner District ; Trans.
N. Z. Inst. 21. p. 205—224.
Westliche gemässif/te Region.
Supplement to the Code of Nomenclature and Check-List of
North American Birds adopted by the American Ornithologists' Union
prepared by a Committee of the Union. New York, American Orni-
thologists' Union 1889. %^. 23 p. — Dieses von Allen, Brewster,
Coues, Merriam und Ridgway bearbeitete Supplement enthält
die seit Ausgabe der Check-List als nothwendig erkannten Zusätze,
Veränderungen und Eliminationen. Als unrechtmässig aufgeführt
werden beseitigt: Synthliboramphus wumizusume u. Colinus graysoni
als nicht nordamerikanisch, Carpodacus frontaHs rhodocolpus als
individuelle Abweichung. Hinzugefügt sind 1 Gattung, 3 Unter-
gattungen, 23 Species und 43 Subspecies. Veränderungen der Namen
haben stattgefunden bezügHch 3 Gattungen, 2 Untergattungen,
15 Species und 2 Subspecies.
Check-List of North American Birds. Aecording to the Canons
118 An t. Reiche 110 w: Bericht üher die Leistungen
of Nomenclature of the American Ornithologists' Union. Abridad
Edition. Revised. Piiblished by the American Ornithologists' Union.
1889. 8'^. 71p. — In dieser von H. Merriam bearbeiteten abgekürzten
Liste, welcher die Zusätze nnd Vercänderungen des vorerwähnten
Supplements bereits eingefügt sind, werden nur die wissenschaftlichen
und englischen Namen aufgeführt. Die fossilen Arten sind weg-
gelassen, dagegen die eingeführten zugefügt. Nur die Vorderseite
der Blätter ist benutzt, so dass die Liste zum Anfertigen von Namen-
schilder für Sammlungen benutzt oder Notizen eingetragen werden
können.
J. A. Allen referirt über kleinere, die Ornis Nordamerikas
betreffende Arbeiten aus amerikanischen Zeitschriften; Auk 6. p. 174
bis 184.
W. B. Barrows, The english Sparrow (Passer domesticus) in
North America. Especially in its Relations to Agriculture: U. S.
Dep. of Agric. Div. of Economic Ornithology and Mammalogy.
Bulletin 1. Washington 1889. 405 S. u. 1 Karte. — Umfangreiche
auf Grund zahlreicher Einzelbeobachtungen und Gutachten zusammen-
gefasste Darstellung der Verbreitung des Haussperlings in den Ver-
einigten Staaten, seiner Nahrungsweise, des Schadens und der an-
gewendeten Mittel zu seiner Vertilgung. Seit seiner Einführung im
Jahre 1 850 (8 Paare wurden in Brooklyn N. Y. ausgesetzt) hat sich
der Sperling über den ganzen Osten der Vereinigten Staaten südlich
bis Georgien, Alabama und Mississippi (31. bez. 33. Breitengrad),
westlich bis Nebraska und Kansas (97*' w.) ausgedehnt. Im Westen
bewohnt er isolirt ein grösseres Gebiet bei San Francisco und am
Salzsee, im Süden noch die Mündung des Mississippi. Vereinzelt
findet er sich noch im nördlichen Florida, S. Texas, Arkansas, sogar
an einer Stelle im südlichen Arizona. Eine der Arbeit beigegebene
Karte illustrirt anschaulich diese interessante Verbreitung des Spatzes,
gegen welchen man in Nordamerika jetzt — wie es scheint erfolglos
— mit allen denkbaren Mitteln zu Felde zieht.
C. F. Batchelder, An undescribed Subspecies of Dryohates
pubescens] Auk 6. p. 253 — 255. — D. pubescens oreoecus n. subsp.
L. Bei ding, The Humming Birds of the Pacific Coast North
of Cape St. Lucas; West Amer. Scientist 6. p. 109 — 110.
W. H. Bergtold, A List of the Birds of Buftalo and Vicinity.
Reprinted from the Bulletin of the Buffalo Natural. Field Club of
the Buffalo Soc. of Nat. Sc. Buffalo N. Y. 1889.
L. B. Bishop, Notes on the Birds of Magdalen Islands; Auk 6.
p. 144—15.0.
W. Brewster, Descriptions of supposed new Birds from Western
North America and Mexico; Auk 6. p. 85 — 98. — Psittacula cyano-
p)ygu pallida^ Empidonax pvlverms^ E. griseus^ Melospiza lincolni
striata^ Euphoniu godmuni, Progne subis hesperia, Compsothlypis
p)ulchra, Dendroicu nigrifrons, Thryophilus sinaloa cinereus, Polioptila
nigriceps restricta^ neue Arten.
in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1889. 119
Derselbe, The Present Status of the Wild Pigeon (Ectopistes
migratorhts) as a Bird of the United States, with some Notes on its
Habits; ebenda p. 285-291.
J. Brittain and Ph. Cox jr. , Notes on the Summer Birds of
the Restigouche Valley, New Brunswick; Auk 6. p. 116 — 119.
Bryant, Description of a New Subspecies of Song Sparrow
from Lower California; Proc. California Ac. Sc. (2) 1. p. 197 — 200.
— Neu: Melospiza fasciata rivularis,
A. P. Chadbourne, An unusual Flight of Killdeer Plover
{Aegialitis vocifera) along the New England Coast; Auk 6. p. 255
bis 263.
F. M. Chapman, Notes on Birds observed in the Vicinity of
Englewood, New Jersey; ebenda p. 302 — 305.
0. Davie, Nests and Eggs of North American Birds. 3. Ed.
Columbia 1889. 8«. 455 p. 13 T.
C. E. Dionne, Catalogue des Oiseaux de la Province de Quebec,
avec des Notes sur leur Distribution Geographique. Quebec 1889.
8". 119 p.
B. H. Dutcher, Bird Notes from Little Gull Island, Suffolk Co.,
N. Y.; Auk 6. p. 124—131.
Derselbe, Bird Notes from Long Island, New York; ebenda
p. 131—139.
B. W. Evermann, Birds of Carroll Country, Indiana; ebenda
p. 22 — 30. — 203 Arten aufgeführt, Notizen über Verbreitung, Zug
und Brutzeit.
W. Faxon, On the Summer birds of Berkshire country, Massa-
chusetts; ebenda p. 39 — 46, u. 99—107. — 80 Arten von Graylock
Mountain aufgezählt mit Bemerkungen über lokale Verbreitung.
N. S. Goss, Additions to the Catalogue of the Birds of Kansas,
with Notes in regard to their Habits; ebenda p. 122—124.
E. M. Hasbrouck, Restoration of an Audubonian Form of
Geothlypis trichas to the American Avifauna; Auk 6, p. 167 — 168.
— Sylvia roscoe Aud. wird als Sommervogel des Mississippi Thaies
wieder zur Geltung gebracht unter dem Namen Geothlypis trichas
roscoe.
Derselbe, Summer Birds of Eastland County, Texas; ebenda
p. 236—241.
A. Heilprin, The Bermuda Islands: a Contribution to the
Physical History and Zoology of the Somers Archipelago, with an
examination of the Structure of Coral Reefs. Philadelphia 1889. 8*^.
231 p. 17 T. — S. 81—83 Notizen über Vögel.
W. A. Jeffries, Birds observed at Santa Barbara, California;
ebenda p. 220—223.
W. A. and J. A. Jeffries, Notes on Western North Carolina
Birds; ebenda p. 119—122.
Ch. R. Keyes and H. S. Williams, A PreHminary Annotated
Catalogue of the Birds of Jowa. Extracted from Proc. Davenport
Acad. Nat. Sc. Vol. V. Davenport, Jowa 1888.
120 Au t. Reich eiiow: Beiicht über die Leistungen
A. Kocli, Wilde Truthühner in Pennsylvanien ; Schwalbe 13.
p. 129—134.
Derselbe, Mittel- und West-Florida Frühjahr 1889; ebenda
p. 504—509, 518—520, 530—532, 592—593. — Allgemeine Schil-
derung des Vogellebens.
F. W. Langdon, On the Occurrence in large numbers of seven-
teen species of Birds; Journ. Cincinn. Soc. 12. p. 57 — 63.
G. N. Lawrence, A new name for the species of Sporophila
froni Texas, generally known as S. morelleti\ Auk 6. p. 53 — 54. —
S. ynorelleti sharpei n. subsp.
C. H. Merriam, Report on the Ornithologist and Mammalogist
for the year 1888. From the Ann. Report of the Dep. of Agri-
culture for the year 1888. Washington 1889. 8». p. 477—536. —
[Introduced Pheasants, Sparrow Hawk by A. K. Fisher, Short-eared
Üwl, desgl., Food of Crows by W. B, Barrows, Rose-Breasted Gros-
beak, an enemy of the Potato-Bug, desgl.]
H. Nehrling, Die Nord-Amerikanische Vogelwelt. Milwaukee
1889. 4*^. — Lief 1 — 6 erschienen. Volksthümliche Schilderung.
L. 0. Pindar, List of the Birds of Fulton County, Kentucky;
Auk 6. p. 310—316.
G. H. Ragsdale, On the Hiatus existing between the Breeding
Ranges of the Loggerhead and Whiterumped Shrikes; ebenda p. 224
bis 226.
W. C. Rives jr., Notes on the Birds of White Top Mountain,
Virginia; ebenda p. 50 — 53.
W. E. D. Scott, Records of rare Birds at Key West, Florida,
and Vicinity, with a Note on the Capture of a Dove {Geotrygon
montana) new to North America; Auk 6. p. 160 — 161.
Derselbe, On the specific Identity of Buteo hrachyurus and
B^äeo fuliqinosus, with additional Records of their Occurrence in
Florida; ebenda p. 243—245.
Derselbe, A Second Specimen of Cory's Bittern (Botaurns
neoxenus)\ ebenda p. 317—318. — Im Juli am See Okeechobee er-
legtes Stück wird beschrieben.
G. B. Sennett, A New Species of Duck from Texas; Auk 6.
p. 263 — 265. — A^ias maculosa n. sp.
H. B. Tristram berichtet über Podiceps holboelH auf Vancouver
Island; Ibis (6) 1. p. 227—228.
W. S. M. d'Urban, Natural History Notes on Board Ship;
Zoologist 13. p. 22 — 23. — Während einer Reise von Amerika nach
England auf der See beobachtete Landvögel amerikanischen Ursprungs.
B. H. Warren, Report on the Birds of Pennsylvania. With
Special Reference to the Food-habits based on over three thousand
Stomach Examinations. Harrisburg 1888. 260 p.
Notizen über Verbreitung verschiedener Arten in den Vereinigten
Staaten; Auk 6. p. 66-79, 186—195, 273—281, 336—341.
iu der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1889. 121
Südani eHkanische Ttegion.
J. A. Allen, Descriptions of New Species of South American
Birds, with Remarks on various other little known Species; Bull.
Am. Mus. N. H. IL p. 137 — 151. — Neu: Thryothoms macntnis,
T. longipes, Platyrhynclms hifasciatus, P. instdaris, Euscarthmiis
ochropten/Sj Sublegatits virescens, Thamnophilus doliatus mexicanns
u. Empidonax lawrencei nom. n. — Kritische Bemerkungen über
andere südamerikanische Arten.
Derselbe, Remarks on Individual and Seasonal Variation in
a large Series of Elainea from Chapada, Matto Grosso, Brazil, with
a Revision of the Species of the restricted Genus Elainea ; Bull. Am.
Mus. N. H. II. p. 181 — 208. — Bespricht auf Grund einer grossen
Reihe von Exemplaren die individuellen und auf verschiedene Jahres-
zeit beruhenden Abweichungen von Elainea pagana (subsp. suhpagana,
martinica u. albiceps) und giebt eine Uebersicht über die übrigen
Arten der Gattung.
Derselbe, On Cyclorhis viridis (VieiU.) and its near Allies,
with Remarks on other Species of the Genus Cyclorhis] Bull. Am.
Mus. N. H. IL p. 123—135.
Vergl. auch Allen oben S. 81.
F. M. Chapman, A Revision of the Genus Xiphorhynchus Sws.,
with Descriptions of two New Species; Bull. Am. Mus. N. H. IL
p. 153 — 162. — Neu: X. dorsoiynmacidatus u. rufodorsalis.
Derselbe, Description of a New Species of Hummingbird of
the Genus AmaziUa] ebenda p. 163—164 u. 182. — Die als neu
beschriebene Ajnazilia ueneohrunnea stellte sich später als Artefact
heraus.
G. Hart lau b, Zur Kenntniss der Gattung Psittacnla] Journ.
Orn. 37. p. 113—114.
P. Leverkühn, Südamerikanische Nova aus dem Kieler Museum ;
Journ. Orn. 37. p. 101 — 109. — Beschrieben: Aphobus megistus von
Bolivien, Homorus galatheae n. sp. von Cuyaba, Matto Grosso, Tere-
nura elaopteryx von Cayenne?, Trvpialis militaris falklandica von
den Falklandsinseln.
R. Ridgway, A Review of the Genus Xiphocolaptes of Lesson;
P. U. St. N. M. 12. p. 1—20. — S. unter Systematik.
Derselbe, A Review of the Genus Sclerurus of Swainson;
ebenda p. 21 — 31. — S. unter Systematik.
Derselbe, Birds collected on the Island of Santa Lucia, West
Indies, the Abrolhos Islands, Brazil, and at the Straits of Magellan
in 1887—88 (Sc. Results of Expl. by the U. S. Fish Comm. Steamer
Albatross); ebenda p. 129 — 139. ^ Unter den aufgeführten 86 Arten
zwei neue: Geositta longipennis u. UpuceHhia propinqua.
P. L. Sclater, On some new Species and Genera of Birds of
the Family Dendrocolaptidae; P. Z. S. p. 32 — 34. — Arten aus
Bolivien, Guiana u. S. 0. Brasilien: Upucerthia bridgesi, Phacello-
domus rufipennis, Thripophaga fusciceps, Philydor cervicalis, Pico-
laptes parvirosfris.
122 Ant. Reich enow: Bericht über die Leistungen
Derselbe, Notes on some recently described Species of i)e«rfro-
coUqjtidae] Ibis (6) 1. p. 350 — 354. — Kritische Bemerlmngen über
neun irrten.
E, Simon, Notes sur quelques espeees de Trocbilides; Mem.
Sog. Zool. France IL 1(S89, p. 226 — 231. — Kritische Bemerkungen
über Pnalidoprymna eiccharis, Eriocnemis godini, Thalurunia tannyae,
liypochlora u. eriphyle und Chaetocercus berlepcM n. sp.
Westindien : Ch. B. Cory, The Birds of the West Indies. In-
cluding all species known to occur in the Bahama Islands, the
Greater Antilles, the Caymans, and the Lesser Antilles, excepting
the Islands of Tobago and Trinidad. Boston 1889. — 555 Arten
sind für das Gebiet nachgewiesen, von welchen 350 beschrieben
werden. Drei Fünftel der Arten sind den westindischen Inseln
eigenthümlich.
Derselbe, A List of the Birds coUected by Mr. C. J. Maynard
in the Islands of Little Cayman and Cayman Brack, Westindies;
Auk 6. p. 30 — 32. — Kein Cenürms noch Icterus auf den Inseln;
Vorkommen der cubanischen Arten Mimocichla rubripes, Qttiscahts
gundlachi und Chrysotis lencocephala.
Derselbe, Notes on West Indian Birds; ebenda p. 218 — 219.
— Verbreitung der Bellona-ArtQn, Volatinia splende?is, nicht jacarinu,
auf den westindischen Inseln, Certhiola godmani und wellsi neue
Arten.
H. W. Feilden, On the Breeding of Puffinvs auduhoni in the
Island of Barbados; Ibis (6) 1. p. 60-63.
Derselbe, On the Birds of Barbados; ebenda p. 477 — 503. —
82 Arten werden aufgeführt nebst Bemerkungen über Vorkommen
und Lebensweise.
P. L. Sclater, List of Birds collected by Mr. Ramage in Domi-
nica, West Indies; P. Z. S. p. 326 — 327. — 30 Arten sind aufgeführt,
unter welchen zwei, MimocicJda ardesiaca (vom Verfasser subspecifisch
als olbivenfns unterschieden) und Nyctiardea violacea, bisher noch
nicht für die Insel nachgewiesen waren. Etwa 60 Arten sind nun-
mehr als Bewohner von Dominica bekannt, darunter 5 eigenthümlich
neben zwei Subspecies, die oben genannte und Margarops montanns
rufus.
Derselbe, List of Birds collected by Mr. Ramage in St. Lucia,
West Indies; P. Z. S. p. 394-395. — Behandelt 30 Arten, darunter
Loxigüla noctis. Die von Allen unterschiedene subspecies sclater i
der letzteren Art wird vom Verf. nicht anerkannt. Nach der gegen-
wärtigen Kenntniss besitzt St. Lucia 9 eigenthümliche Arten.
Siehe auch Ridgway, S. 121.
Mittel- Amerika: 0. Salvin, A List of the Birds of the Islands
of the Coast of Yucatan and of the Bay of Honduras; Ibis (6) 1.
p. 359—379. Fortsetzung [vergl. Bericht 1888 S. 48]. Neu: Centurus
canescens.
0. Salvin and F. D. Godman, Biologia Centrali-Americana.
Aves Vol. IL — Bogen 6—13 S. 41-104 T. 37—40 erscliienen.
in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1889. 123
Enthält die Fortsetzimg der Tyrannidae. Neu beschrieben sind:
Myiohivs fulvigidaris S. 58, Empidonax cmmcens S. 79, Myiarchus
inquietus S. 88. Abgebildet sind: T. 37 Sirystes atbogrisens u. Myi-
archns flammtdatus, T. 38 Mytody?iastcs hemichrysns u. Contopus
ochraceus, T. 39 Mvscivora mexicana^ T. 40 Myiohivs capitalis^ Empi-
donax alhigularis u. atriceps.
Dieselben, Notes on Mexican Birds; Ibis (6) 1. p. 232—243.
— Neu: Geothlypis cvcidlata, C/dorospingtfs albifro?is, Feuzaea 7nega-
rhyncha, Delattria margaritae^ Jache nitida. — Chrysotis viridigenalis
häufig in Ost-Mexiko,
Dieselben, Notes on Mexican Birds Pt. 2; ebenda p. 380—382.
— Neu: Ilelminthophila crissalis, Chamaeospiza nigrescens, Chamae-
ospiza alticola, Chloronerpes auricularis.
Columbien, Ecuador, Bolivien: J. A. Allen, List of the Birds
collected in Bolivia bv Dr. H. Rusby, with Field Notes by the
CoUector; Bull. Amer. Mus. No. H. IL p. 77—112. — 267 Arten,
darunter 11 neue: Empidonax hoUviamis, Chiroxiphia pareolaholiviana,
Enicornis striata^ Leptasthenura fuscescens, L. fidiginiceps boliviaiia,
Synallaxis griseiventris, Anahazenops immaculatiis, Myrmochanes n. g.
hypoleucus^ Conopophaga rushyi, Phlogopsis notata, ScytaloptisboUvianus ;
ausserdem neu beschrieben: Pieolajyfes obtectus. Einige Arten sind
in der Gegend von Valparaiso, Chile, gesammelt.
Derselbe, Notes on a CoUection of Birds from Quito, Ecuador;
Bull. Amer. Mus. N. H. IL p. 69—76. — 79 Arten, gesammelt von
L. Söderström , sind aufgeführt nebst kritischen Bemerkungen über
einzelne Species.
H. V. Berlepsch, Descriptions of two new Birds from Northern
Peru; Ibis (6) 1 p. 181 — 182, T. 6. — Brotogerys gustavi u. Phae-
thornis riojae.
Derselbe, Systematisches Verzeichniss der von Herrn Gustav
Garlepp in Brasilien und Nord-Peru, im Gebiete des oberen Ama-
zonas gesammelten Vogelbälge; Journ. Orn. 37 p. 97 — 101 u.
289 — 321. — 18 Arten wurden in der Prov. Solimoes, N.W. Bra-
silien, gesammelt, darunter Phaethornis filippii, deren Heimath
bisher nach Bolivien verlegt wurde und Oporornis agilis als Zugvogel.
Der zweite Theil umfasst Sammlungen aus den Flussgebieten des
Ucayali und Huallage in Nord-Peru; 142 Arten, darunter Tachy-
phomis luctuosus, Aidacor]iamp)hus derbianus, Ära cotdo7ii, Conurus
roseifrons, Zebrilus p)i(mUu8^ Parva melanopygia. Neu: Cassicus
aphanes, C. pachyrhynchns, Ornitliion pusillum olivaceum^ Momotus
brasiliensis ignobdis, Caica mehmocephala pallida. Kritische Be-
merkungen bei vielen der aufgeführten Arten.
D. G. Elliot, Descriptions of supposed new Species of Humming-
birds belonging to the genera Amazilia and Eriocnemis; Auk. 6.
p. 209 — 210. — Amazilia Jawrencei and Eriocnemis incidtus von
Bogota.
E. Hargitt beschreibt Pictimnus fiavifrons n. sp. von Peru,
P. wallacii n. sp. von Amazonas, Chloronerpes gularis n. sp. von
124 Aiit. Reichennw: Bericht über die Leistungen
Antioquia, Cerchneipicus occidentalis n. sp. vom oberen Ucayali;
Ibis (6) 1. p. 229—231.
Derselbe beschreibt Campophüus splendens n. sp. von Medellin
u. Panama, Chrysoptilus mariae n. sp. von O.-Peru, Dendrohates
fidelis von Bogota; ebenda p. 58 — 60.
Galapagos-Inseln : R. Ridgway, Birds collected on the Gala-
pagos Islands in 1888 (Scientific Results of Explorations by the
U. S. Fish Commission Steamer Albatross); P. U. St. N. M. 12.
p. 101 — 128. — 47 Arten sind besprochen, darunter neu: Nesomimus
macdoncddi, N. personatus, CertJudea cinerascens, Geospiza conirostris^
C. media, Cactornis brevirostris, C.hypohuca, Camarliynchustownsendi,
C.paupei\ Pyrocephalus minimvs, Poecüonetta galapagensis. Im Ganzen
sind von den Galapagos jetzt 60 Arten bekannt, deren Vertheilung
über die einzelnen Inseln vom Verf. in einer übersichtlichen Liste
dargestellt ist.
Venezuela, Guiana, Nord -Brasilien: E. Hargitt, On an
apparently unnamed Species of Piciimmis from Guiana; Ibis (6.)
1. p. 354 — 355. — Picumnus undulaUis n. sp.
E. Oustalet beschreibt Trogon (Calurus) hargitti n. sp. von
Venezuela (?) ; Naturaliste 13. p. 261.
J. Qu eich, Additions to the Guiana Fauna; Timehri, Journ.
Agric. Comm. Soc. Demerara 3. p. 166.
E. Simon, Voyage au Venezuela. Trochilides observes ä San
Esteban; Mem. Soc. Zool. Franc. II 1889. p. 217—225. — Ueber
die lokale Verbreitung von 19 Arten; neu darunter: Adelomyia
geneosticta. Vergl. auch Hargitt vorher S. 123.
Argentinien, Paraguay: J. A. Allen referirt über „Sclater
and Hudson, Argentine Ornithology" und liefert dabei einige wichtige
kritische Bemerkungen über Arten der Gattungen Cyclorhis, Elainea,
Leptusthenura und Phacellodomus; Auk 6. p. 268 — 269.
J. Dalgleish, Notes on a CoUection of Birds and Eggs from
the Republic of Paraguay, Proc. Phys. Soc. Edinb. 1888 — 89,
p. 73—88.
P. L. Sclater and W. H. Hudson, Argentine Ornithology.
A descriptive catalogue of the birds of the Argentine Republic.
Vol. II. London 1889. — Mit 434 bis jetzt aus Argentinien be-
kannten Arten schliesst das Werk ab. In einer Einleitung giebt
Verf. einen Gesammtüberbhck über die Vogelfauna der RepubHc.
Dieselbe ist der Patagonischen Subregion zuzurechnen, obgleich einige
nördliche Theile (Misiones, Corrientes) der brasiUanischen Subregion
eng sich anschhessen. Besonders characteristische und verhältniss-
mässig zahlreiche Arten sind aus den Gattungen Poospiza, Phrygüus,
Taenioptera, Cnipolegus^ Synallaxis, Fulica, Nothura, auch Thinocorus,
Rhynchotis und Rlieu, zu verzeichnen. Eigenthümlich für das Gebiet
sind die Formen: Donacospiza, Saltatrici/Ja, Coryphidera, Anvmbü/s,
Limnornis, Dryniornis, Rhinocrypta, Spiziapteryx, Cfiunga, Calo-
dromas. Abgebildet sind : Chaetocercus hurmeisteri T. XI, Ilydropsalis
furcifera T. XII, Coccyzus cinereus T. XIII, Conurus molinae T. XIV,
in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1889. 1-25
Bolhorhynchns aymara T. XV, Buteo swahisoni T. XVI, Ardetta
invohicris T, XVII, Cygnvs nigricollis T, XVIII, Rallus maculatus
T. XIX, Nothura darwini T. XX. — Am Schlüsse des Werkes wird
eine Litteratur-Uebersicht und Verzeicliniss der wichtigsten erwähnten
Fundorte gegeben. — S. auch J. H. Gurney, Ibis (6.) 1. p. 397 — 398.
Chile: R. A. Philippi berichtet über Einbürgerung der Schopf-
wachtel in Chile; Zool. Gart. 30, p. 94.
Vergleiche auch Allen vorher S. 123.
Arktische Region.
M. Chamberlain, Some Account of the Birds of Southern
Greenland, from the Mss. of A. Hagerup; Auk 6. p. 211 — 218,
291" 297. — Aufzählung der Vögel von Arsuk Fjord, 61 » 12' Br,,
48° 10' L., mit Notizen über Vorkommen, Brut- und Zugzeiten.
L. Stejneger and F. 0. Lucas, Contributions to the Natural
History of the Commander Islands, A. Contributions to the History
of Pallas' Cormorant; P. U. St. N. M. 12. p. 83—94. — Synonymie
und Beschreibung des Federkleides wie des Knochengerüsts von Phala-
crocorax persj)iciUattfS.
TIL Lebensweise.
Lebensweise im Allgemeinen: Magaud d'Aubusson, Le fou
de Bassan; Naturaliste 13. p. 254 — 255. — Biologisches über Sula
bassana.
E. Baldamus, der Teichrohrsänger im Garten. (Acrocephalns
arundinaceus v. horticola). Mouatsschr. Ver. Schutze Vogelw. XIV.
p. 299—301.
T. L. Bancroft, The Filariae of Birds; Proc. Soc. Queenst. 6.
p. 58—62.
Ch. E. Bendire, Notes on the habits, nests and eggs of
Dendragaptis obscurus fuliginosus, the sooty grouse; Auk 6. p. 32
bis 39."
Derselbe, Notes on the General Habits, Nests and Eggs of
the Genus Pusserella; ebenda, p. 107 — 116.
Derselbe, Picicorvns colvmhianus^ Clarke's Nutcracker; its
Nest and Eggs, etc.; ebenda, p. 226 — 236. — Lebensweise, Be-
schreibung von Nest und Eiern.
W. Brewster beschreibt einen Nistplatz des Ectopistes migra-
torius in Michigan und giebt Notizen über die Lebensweise sowie
Fangarten; s. oben S. 119.
A. Chapman, Bird-Life of the Borders: Records of Wild Sport
and Natural History on Moorland and Sea. Gurney and Jackson,
London, 1889.
E. H. Eames, Notes on the Blue-winged Warbier, and its
Allies (Helminthophila pinus, leucobronchialis, lawrencei and clii'ysop-
tera) in Connecticut; Auk 6. p. 305 — 310. — Vorkommen, Aufent-
halt, Nistweise, Gesang.
126 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen
K, Eckstein, Aus dem Minneleben der Vögel; Journ. Orn. 37.
p. 177—179.
C. R. Gawen, On tbe Habits of the Great Crested Grebe;
Zoologist 13. p. 18—22.
A, Granger, Le Quetzal; Naturaliste 13. p. 162 — 163. — Natur-
gescliichtlicbe Skizze des Pharomacrns o'esplendens.
Derselbe, Le guepier; ebenda, p. 275 — 276. — Kurze natur-
gescbichtliche Skizze des Merops npiasUr.
J. H. Gurney jun., The bearded Titmouse ('Pamw-ws 6^arw^^a^5);
Zoologist 13. p. 291 — 294. — Naturgeschichtliche Skizze, besonders
biologisch.
E. Hartert beobachtete, dass Milvus govinda und Haliastur
indus im Fluge die Fänge nicht im Fersengelenk gebogen an den
Körper anzog, sondern wie Stelzvögel nach hinten weggestreckt trug;
Journ. Orn. 37. p. 341.
Derselbe giebt einige biologische Notizen über indische Arten;
ebenda, p. 195 — 196.
A.Kaiser, Die schmarotzenden Würmer der Vögel; Monatsschr.
Ver. Schutze Vogelw. XIV. p. 67—74.
R. V. Lendenfeld, Bilder aus dem Australischen Urwald;
Zool. Gart. 30. p. 76 — 84. — Schilderungen der Lebensweise des
Emu, Phctolophus leucocephaUts, Nestor notahilis, Paralcyon c/igas,
Menura superha.
A. Newton berichtet über kriechende Fortbewegung eines jungen
Podiceps fltiviatilis mit Hülfe seiner Vordergliedmassen; Ibis (6) 1.
p. 577.
F. Meinert, Philornis molesta, en paa Fugle syltende Tachi-
narie; Vid. Medd. Nat. Foren. Kopenh. 1889, p. 304—317, T. 6. —
Vogelparasit.
E. de Pousargues, Le Balaeniceps rex; Naturaliste 13. p. 203
bis 204. — Kurze Darstellung der Naturgeschichte des Balaeniceps.
A. Reichenow, Biologisches über Syrrhaptes, s. oben S. 96.
A. Reischek, The Habits and Home of the Wandering Albatros
(Diomedea exidans); Trans. New Zeal. Inst. 21. p. 126 — 128 und
Zoologist 13. p. 337—340.
W. Sachse, das Vogelleben auf Grande-Conetable ; Monatsschr.
Ver. Schutze Vogelw. XW. p. 154 — 157. — Biologisches über den
Tropikvogel.
W. E. D. Scott, A summary of observations on the birds of
the Gulf Coast of Florida; Auk 6. p. 13—18, 152—160, 245—252,
318 — 326. — Notizen über Verbreitung und Lebensweise der auf-
geführten Arten.
C. Spegazzini in Argentinien will einen "Winterschlaf bei
Progne domcstica beobachtet haben, indem Hunderte von Individuen
im erstarrten Zustande zusammengedrängt unter einem Dache und
in einer Baumhöhle gefunden sein sollen; Nature 40. p. 223.
Staats V. W^acquant-Geozelles, Zur Naturgeschichte des
in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1889. 127
Waldkauzes (S. aluco); Monatsschr. Ver. Schutze Vogelw. XIV.
p. 283—284. — Ernährung, Jagen bei Tage, Aas-Nahrung.
G. J. V. Wangelin, Der Grosstrappe (Otistarda)\ Monatsschr.
Ver. Schutze Vogelw. XIV. p. 409 — 432. — Lebensweise, Gefangen-
leben, Jagd, nebst einer Zusammenstellung der wichtigsten Literatur
über den Kehlsack der Trappen und Auszügen aus derselben von
Fürbringer.
J. W. Willis Bund, A Nesting Place of L«rMS /Wscm-; Zoologist
13. p. 131—133.
Intellectuelles: F. H., L'intelligence des Oiseaux; Rev. Sc. (3)
43. p. 540.
W. Seemann, Verwegenheit eines Sperbers; Monatsschr. Ver.
Schutze Vogelw. XIV. p. 376—377.
A. Schröter, Beispiel von Verstandesthätigkeit bei einer
Schwalbe; Schrift, naturw. Ver. Schleswig-Holst. 8. p. G7 — 68.
A. Walter, Ein Beispiel von Mutterliebe des Wasserhuhns
(Fvlica atra)\ Monatsschr. Ver. Schutze Vogelw. XIV. p. 321—322.
Derselbe, Einige Beispiele von der Frechheit und Tollkühnheit
des Sperbers; ebenda, p. 292 — 293.
Stimme: J. Gutman, La musique de la nature. Oiseaux
chanteurs; NaturaKste 13. p. 233 — 236. ~ Beschreibung des Stimm-
organs (untere Kehlkopf) der Singvögel. Uebertragung des Gesangs
der Lerche und des Pyrols in Noten. Bemerkungen über die Nach-
ahmungsgabe der Vögel.
E. G. Meade-Waldo über Lockton und Gesang von Fringilla
teydea; Ibis (6) 1. p. 3.
B. Torrey, The „Booming" of the Bittern; Auk 6. p. 1—8. —
Beschreibt das Brüllen von Botaurus lentiginosus , Stellung und
Bewegungen des Vogels während desselben.
Nisten, Eier: Ch. E. Bendire berichtet über ungewöhnlichen
Nestbau von Cindns mexicanus] Auk 6. p. 75.
Derselbe, Description of the supposed Nest and Eggs of
Zonotrichia quentlu\ ebenda p. 150 — 152.
Derselbe, Description of the Nest and Eggs oi Megascops asio
maxwelliae, the Rocky Mountain Screech Owl; ebenda p. 298 — 302. —
S. auch Bendire vorher S. 125.
W. Brewster, Nesting Habits of the Parrakeet ( Conurus
carolinensis)\ Auk 6. 336 — 337.
J. C. Brown, über ungewöhnlichen Neststand von Dendroica
virens\ Auk 6. p. 74.
W. E. Bryant, Unusual nesting sites IL; Proc. Calif. Ac. Sc.
(2) 1. p. 7—10.
A. G. Butler, Notes made during the Summer of 1887 on the
Effect of offering various Insects, Larvae and Pupae to Birds; ebenda
p. 463 — 473. — Beschreibung der einzelnen vom Verf. angestellten
Versuche [vergl. unter Nahrung].
J. Cabanis beschreibt ein Doppelei \oti Anas domestica\ Journ.
Orn. 37. p. 333.
128 Ant. Reichen ow: Bericht über die Leistungen
J. L. Collison-Morley, Nesting Habits of Diomeda melanophrys
and exidans; Zoologist 13. p. 26 — 27.
0. Davie, Nests and Eggs of North American Birds, Third
Edition. Revised and Augmented. Introduction by P. Norris.
Illustrations by Th. Jasper and 0. Emerson. Columbus 1889.
H. W. Feilden, Nesting of the Ringed Plover (Charadrius
hiatiaila); Zoologist 13. p. 263 — 265.
A. Göring, Eine Papageien-Colonie in Argentinien ; Monatsschr.
Ver. Schutz Vogelw. XIV. p. 382 — 385. — Nistweise von Co?mrus
patagonicvs beschrieben, mit Abbildung,
E. Hartert beschreibt die Nester indischer und malayischer
Vogelarten; vergl. oben S. 114.
Hocke fand Eier von Mergus serrator und Perdix cinerea in dem-
selben Nest; Journ. Orn. 37. p. 338.
K. Junghans, Ueber Calamoherpe amndinacea; Monatsschr.
Ver. Schutze Vogelw. XIV. p. 41 — 42. — Auffallender Standort
eines Nestes.
R. Koenig-Warthausen, Ueber die Kreuzschnäbel und ihre
Fortpflanzung. Eine monographische Studie; Jahresh. Ver. vaterl.
Naturk. Württ. 45. p. 241—291.
F. Kutter beschreibt die Eier indischer und malayischer
Vogelarten: vergl. E. Hartert oben S. 114. — Vergl. auch unter
Systematik.
G. N. Lawrence, An account of the breeding habits of
Pußinus audvboni in the Island of Grenada, West Indies, with a note
on Zcnaida rubripes; Auk 6. p. 19 — 21.
A. H. S. Lucas, On the Production of Colour in Birds Eggs;
Zoologist 13. p. 206 — 214, — Verf. meint, dass die Vögel zur Fort-
pflanzungszeit besonders für äussere Eindrücke empfänglich seien,
und dass die Wirkung, welche die Umgebung auf das Nervensystem
des Vogels ausübe, in der Färbung der Eierschale zum Ausdruck
gelange. Es wird eine grosse Zahl von Beispielen für die Anpassung
der Farbe der Eier an die Umgebung angeführt, zur Erklärung
der blauen Farbe mancher Eier sogar das Blau des Aethers heran-
gezogen. Für die bekannte Ausnahme der Taubeneier (u. a.), welche
in offenen Nestern liegen und trotzdem weisse Schale haben, giebt
Verf. die wohl noch nicht angewendete Erklärung, dass diese Vögel
sehr lose, durchsichtige Nester bauen. Wegen des durchscheinenden
Lichtes sei es schwer, von unten die weissen, das Licht reflectirenden
Eier im Neste zu entdecken. — Vergl. hierzu A. H. Macpherson,
Zoologist 13. p. 248—253.
N. H. Macpherson s. A. H. S. Lucas.
H. A. Macpherson, On the former Nesting in England of the
Osprey; (Pandion haliaetns)\ Zoologist 13. p. 256 — 258.
J. C. Mc Lean, Notes on the Spotted Shag {Phalacrocorax
pvnctutns); Ibis (6) 1. p. 299 — 302. — Beschreibung der Nistweise
und der Eier.
iu der Natnrgescliicbte der Vögel während des Jahres 1889. 129
E, G. Meade-Waldo beschreibt das Nest \on Fringilla teydea\
Ibis (6) 1. p. 3.
A. Müller, On an Instance of a Cuckoo Hatching its own Eggs;
Ibis (6) 1. p. 219 — 224. — Uebersetzung des vom Verf. in der
„Gartenlaube veröffentlichten Aufsatzes. (Vergl. auch Bericht 1888
S. 136).
A. Nehrkorn, Mittheilung über Trogontiden-Eier; Journ.
Orn. 37. p. 286. — Harpactes hat rahmgelb gefärbte Eier, Trogon
glänzend weisse, Pharomacms mattblaue.
A. Newton giebt Abbildung des Eies von Cariama cristata\
P. Z. S. T. 1.
A. J. North, Descriptive Catalogue of the Nests and Eggs of
Birds found breeding in Australia and Tasmania. Sydney 1889. —
Beschreibung von Nest und Eiern von 469 Arten, nebst Angaben
der Verbreitung. Auf 21 Tafeln photographische Abbildungen von
Eiern in natürlicher Grösse. ■ — Vergl. auch North unter Etheridge
oben S. 117.
Derselbe, On the Nidification of Heteromyias cinereifrons and
Orthonyx spaldingi; Proc, Linn. Soc. NS. Wales 4. p. 1050 — 1051. —
Beschreibung von Nest und Eiern beider Arten.
X. Raspail, Reflexions au sujet de l'adoption de l'oeuf du
Coucou par les Passeraux; Bull. Soc. Zool. France 14. p. 45 — 48,
49—50.
J. H. Reed fand Trocßodytes aedon in einem Hornissen-Nest
nistend; Auk 6. p. 339—340.
G. Rooper, Birds: their Nests and Habits; Trans. Hertf. Soc.
1889 p. 97—106.
H. Schacht beschreibt das Nest des Fichtenkreuzschnabels ;
Zool. Gart. 30. p. 156.
G. B. Sennett, First description of the Egg of Glaucidium
phalaenoides ; Auk 6. p. 70 — 71.
Derselbe fand Troglodytes aedon in der Höhle eines Eisvogels
brütend; ebenda p. 76.
C. E. Scott berichtet über Nisten von C. monedida in offenen
Nestern; Zoologist 13. p. 312.
V. Taczanowski, üeber abnormes Nisten einiger Vögel. Ausz.
von A, Wresniowski; Biol. Centralbl. 9. p. 191 — 192.
J. A. Thomson, A Theory of the Parasitic Habit of the Cuckoo;
Proc. Phys. Soc. Edinb. 10. p. 60—67.
E. B. Titchener, Protective coloration of eggs; Nature 41.
p. 129—130.
A. R. Wallace, Protective colouring of eggs; Nature 41. p. 53.
A. Walter, Funde von iungen Kuckucken und Kuckuckseiern;
Monatsschr. Ver. Schutze d. Vogelw. XIV. p. 459—462. — Verf.
fand wiederholentlich in Zaunkönignestern, welche beschädigt und
deshalb vom Inhaber verlassen waren, neben einem Ei des Nest-
inhabers ein Kuckucksei und ausserhalb des Nestes auf der Erde
ein zweites Kuckucksei und vermuthet, dass in diesen Fällen die
Arch. f. Natuigescli. Jahrg. 1890. Bd.II. H. 1. Q
130 An t. Reich enow: Bericht über die Leistungen
Zaunkönige das erstgelegte Kuckucksei aus dem Nest warfen und
letzteres darauf verliessen, wonach ein zweiter Kuckuck sein Ei zu
dem zurückgebliebenen Zaunkönigsei legte.
Derselbe, Zur Frage: Brütet der Kuckuck?; Journ. Orn, 37.
p. 33 — 46. — Erwiderung bez. Widerlegung der von A. Müller mit-
getheilten Beobachtung betreffend Selbstbrüten des Kuckucks [vergl.
Bericht 1888 S. 136].
Wickmann, über Structur und Bildung der Eischale, s. oben
S. 89.
W. Wurm, Hochbruten von Auerhennen; Zool. Gart. 30. p. 296
bis 298. — Drei Fälle des Brütens von Auerhennen auf Kiefern
[vermuthlich unter Benutzung von Raben oder Raubvogelhorsten].
C. G. Young, On eggs of some British Guyana Birds; Notes
Leiden Mus. XL p. 145 — 152. — Beschreibung der Nistweise und
der Eier von 19 Arten. *
N. Zarudny, lieber die Nistverhältnisse des Saxaulhähers ;
Bull. Soc. Imp. Nat. Moscou 1889 p. 455 — 465. — Eingehendes über
die gesammte Lebensweise des Vogels. Die Nester werden in Erd-
höhlen oder im Gezweig von Bäumen oder Sträuchern angelegt und
sind bisweilen überdacht.
E. Zollikofer, Eine ornithologisch interessante Felspartie;
Schwalbe 13. p. 66—72, 86—88, 97—100. — Schildert insbesondere
die Nistweise des Fregilus graculus und eine Excursion zum Aus-
nehmen der Nester dieser Art.
Bauart des Nestes von Prionodura newtoniana beschrieben:
Ibis (6) 1. p. 581.
Vergleiche auch Bennett S. 116, Cox u. Hamilton S. 116,
Dareste S. 85, Davie S. 119, Eckstein S. 86, Sharpe (Borneo)
S. 115, Thiele S. 89.
Nahrung: B. AI tum beschreibt die verschiedene Art und Weise,
auf welche Loxin cnrvirostra und pifi/opsittacus bei dem Aussamen
der Fichtenzapfen verfahren; Journ. Orn. 37. p. 58 — 59.
W. Brewster beobachtete, dass Melcmerpes caroUnus Orangen
anhackte, um das Fleisch derselben zu verzehren; Auk 6. p. 337 — 338.
A. G. Butler, A few Remarks respecting Insects supposed to
be distasteful of Birds; Ann. Mag. N. H. 4. (6) p. 171—173. — Ver-
suche mit gefangenen Vögeln bewiesen, dass Insecten, welche von
einigen Vogelarten verschmäht, von anderen gern genommen wurden.
Auffallende Färbung scheint bisweilen den Lisekten ein Schutz gegen
befiederte Feinde zu sein.
R. Eder, Weiteres über die Nahrung des Steppenhuhnes;
Schwalbe 13. p. 145—148. — Siehe C. 0. Harz.
C. 0. Harz, Die Nahrung des Steppenhuhnes; Schwalbe 13.
p. 100 — 103. — Analyse des Kropfinhalts eines im November bei
Bamberg erlegten Steppenhuhnes. Vergl. auch vorher R. Eder.
J. A. Link, Beobachtungen am Kuckuck. L Nahrung des
Kuckucks; Monatsschr. Ver, Schutze Vogelw. XIV. p. 439—453. —
Ergebnisse zahlreicher Untersuchungen des Magens erlegter Kuckucke.
\
in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1889. 131
F. C. Noll, Der Grünspecht Beeren fressend; Zool. Gart. 30.
p. 347.
W. A. Sanford, The Food of Albatrosses, their Measurements
and Geogi-aphical Range; Zoologist 13. p. 387 — 388.
R. Warren, Food of the Manx Shearwater; Zoologist 13, p. 74.
Vergl. auch B. H. Warren oben S. 120.
Till. Jagd, Schutz, Pflege, Hausgeflügel.
Vogelschutz, Jagd, Nutzen: B. AI tum, lieber den wirthschaft-
lichen Werth der Krähen und Bussarde; Journ. Orn. 37. p. 160
bis 177.
L. Magaud d'Aubusson giebt eine kurze Darstellung der
Naturgeschichte der Eiderente und der Gewinnung von Eiderdunen
im nördhchen Europa; Rev. Sc. Nat. Appl. 36. p. 896 — 901.
F. Billaud, L. Petit et J. Vian, Rapport sur la destruction
des hirondelles; Bull. Soc. Zool. France 14. p. 61 — 62 und Natura-
liste 11. p. 103. — Ueber Massenfang von Schwalben im südlichen
Frankreich.
H. de la Blanchere, Les Oiseaux utiles et les Oiseaux nui-
sibles aux champs, jardins, forets, plantations, vignes. 5. edit. Paris
1889. 80. 387 p.
de Bris au giebt Mittheilungen über Vogelfang in Indien; Rev.
Sc. Nat. App. 36. p. 340—346.
A. Chapman, Bird-life of the Borders; Records of Wild Sport
and Natural History on Moorland and Sea. London 1889 (Gurney
and Jackson).
F. H. Danenhour führt die Vogelarten auf, welche durch An-
fliegen an einen Leuchtthurm in Philadelphia getödtet wurden;
Amer. Nat. 23. p. 823—824.
D. Gronen, Verschiedene Arten des Vogelfangs; Zool. Gart. 30.
p. 366—370. — lieber „Roccollo", „Vogelwiese", „Kegelhütte",
, ,Trassengang", , , Springnetz".
Derselbe, Die Erzeugung des Guano; ebenda p. 247 — 248. —
Die Guano-Vorräthe Perus werden auf gegenwärtig noch 5 Milhonen
Tonnen gescliätzt, auf den Chinchas-Inseln beginnt bereits Neu-
Erzeugung in den ausgebeuteten Lagern.
J. E. Karting, Of Hawks and Hounds in Essex in the Olden
Time; Essex Natur. 1889 p. 189—198.
F. Helm, Verbreitung der Eiche durch den Eichelheher in der
Gegend von Arnoldsgrün b. Schoeneck i. V.; Zool. Gart. 30. p. 143
bis 145.
K. Th. Liebe, Futterplätze für Vögel im Winter. 5. Auflage.
Gera (Hofmann).
J. A. Link, Beobachtungen am Kuckuck. III. Nutzen und
Schaden; Monatsschr. Ver. Seh. Vogelw. XIV. p. 502—510.
Th. Lorenz beschreibt den Fang von Birkhähnen auf dem
9*
132 An t. Reiche uow: Bericht iiher rlie Leistungen
Balzplatze in einer Fallgrube, welcher von Kosaken in den kau-
kasischen Steppen betrieben wurde; Journ. Orn. 37. p. 156 — 157.
A. Ludwig, Das Birkwild, dessen Naturgeschichte, Jagd und
Hege. Ein monographischer Beitrag zur Jagdzoologie. Wien 1889.
8» 123 p.
C. Neumann, Unsere Vogelwelt im Kampfe um das Dasein.
Ein ernstes Mahnwort an alle Vogelfreunde, Forst- und Landwirthe.
Ilmenau u. Leipzig 1889. 61 p.
Derselbe, Schützet unsere Vogelwelt. Ilmenau und Leipzig
(Schröter).
H. Neweklowski, Die Amsel als Schädigerin der Obstcultur;
Schwalbe 13. p. 602—603.
A. Crette de Palluel, Note sur la destruction des oiseaux
par les fils telegraphiques et autres engins analogues; Rev. Sc.
Nat. Appl. 36, p. 620-629.
Flamingo Catching in Lower Egypt; Zoologist 13, p. 136 — 139.
— Fang von Flamingos vermittelst Netze am Mensaleh See,
Die nützlichen Vögel Mitteleuropas. Wandtafel (98X70 cm)
Wien, Pichler 1889. — 3 fl., auf Leinwand mit Holzrollen 4,20 fl.
Einbürgerung-, Pflege, Zucht: L. Magaud d'Aubusson giebt
einen geschichtlichen UeberbUck der Entwicklung der Straussenzucht
und des neuesten Standes dieser Industrie. Egypten exportirt für
über 6 Millionen fr. Federn jährlich, die vorzugsweise aus künst-
lichen Zuchtanstalten kommen, TripoHs für 2V2 Millionen aus dem
Sudan gebrachter Federn. Der überwiegend grösste Theil der jähr-
lich in den Handel kommenden Federn entstammt den Züchtereien
im Kaplande; Rev, Sc, Nat. Appl. 36. p. 726—734.
Derselbe, liefert einen Abriss der Naturgeschichte der Rhea
americana und seiner Verwandten zum Zwecke der Anregung zur
künstlichen Züchtung der Vögel; p. 795 — 801.
W. Boecker, Unsere beliebtesten einheimischen Stnbenvögel,
ihre Wartung und Pflege, nebst Nachrichten über An- und Verkauf,
Fang, Versand, Züchtung und Krankheiten derselben. 3. Aufl.
Ilmenau u. Leipzig 1889. 8^.
Derselbe, Der Wellensittich, seine Zucht und Pflege. Ilmenau
u. Leipzig 1889. 8», 46 p.
H. Brezol berichtet über versuchte (leider misslungeu) Züchtung
von Straussen (^St. molyhdophanes) im Thiergarten des Herrn Nill in
Stuttgart; Rev. Sc. Nat, Appl. 36. p. 683—688.
de Brisay berichtet über die Zucht von (ieopelia ctineata, (r.
placida, G. hvmeralis und Cobrmha f/uinea] ebenda p. 52 — 57.
V. Caliani, Dell' allevamento dei Canarini; Riv. Ital. Sc. Nat.
e Boll. Natural. 9. p. 200.
C. Coester, Aus dem Gefangenleben des Baumfalken (IIi/po-
triorclds suhhuted)-^ Zool. Gart. 30. p. 146 — 152.
R. Dannin, Reproduction de la perdrix comme ä l'etat naturel
et ses resultats pratiques. Meriel (Scine-et-Oise) 1889. 35 p.
in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1889. 133
K. Eckstein, Die Lumme (üria lomvici) im Aquarium zu Berlin;
Zool. Gart. 30. p. 16—19.
Ehrenreich berichtet über Zähmung und Gefangenhalten von
Vögeln seitens der Indianer Südamerikas; Journ. Orn. 37. p. 335
bis 337.
H. W. Elliott berichtet über einen gefangen gehaltenen Molo-
thrus ater, welcher mit Vorliebe Fliegen fing; Auk 6. p. 72.
A. Frenzel, Aus meiner Vogelstube. Coccothraustes melanunis,
Sporophila mirantia; Monatsschr. Ver. Schutze Vogelw. XIV. p. 103
bis lOö, 138—139.
E. Godry berichtet über gelungene Züchtungen von Fasanen-,
Tauben- und Papageien- Arten ; Rev. Sc. Nat. Appl. 30. p. 8 — 11.
J. H. Gurneyjun. berichtet über zwei Porphyrio smaragdonotus,
welche 14 und 18 Jahre in Gefangenschaft gelebt haben; Ibis (6)1.
p. 398—399.
V. Homeyer, Ueber Einbürgerung von Meleagris gallopavo
bei Murchin (Pommern); Zool. Garten 30. p. 28 — 29. — 1 Hahn und
4 Hennen wurden ausgesetzt, 2 Hennen brachten die Jungen aus.
Hu et schildert das Betragen von Menura superba in Gefangen-
schaft; Naturaliste 11. p. 143 — 144.
Derselbe berichtet über die Erwerbungen und Züchtungen der
Menagerie des Museums d'histoire naturelle in Paris während der
letzten Monate 1888; Rev. Sc. Nat. Appl. 36. p. 161—162.
F. Knauer, Der Bartgeier im Wiener Vivarium; Schwalbe 13,
p. 28.
Derselbe, Lebende Bartgeier (Gypaetos barbatus) in Gefangen-
schaft; ebenda, p. 236.
J. Lafon beschreibt die Zucht von Lophophonis resplendens;
Rev. Sc. Nat. Appl. 36. p. 994—998.
K. Th. Liebe, Unsere Strandvögel. Gefangenleben ; Monatsschr.
Ver. Schutze Vogelw. XIV. p. 62—67.
Derselbe, Die Gilhdvossel (Turdtis c/rai/i^, ebenda, p. 147 — 154.
— Ueber den Gesang und Betragen in Gefangenschaft.
J. A. Link, Beobachtungen am Kuckuck. IL Aufzucht des
jungen Kuckucks und Nahrung des Kuckucks in der Gefangenschaft ;
ebenda, p. 476—482.
A. Mairet berichtet über Zucht von Galloperdix spadicea\ Rev.
Sc. Nat. Appl. 36. p. 300—301.
A. de Montlezun giebt eine Fortsetzung seiner Uebersicht der
Entenvögel (vergl. Ber. 1888, S. 140). Behandelt wird die Gattung
Dendrocygna; Rev. Sc. Nat. Appl. 36. p. 708—718, 777—785.
A. Newton, On the Breeding of the Seriema {Cariama cristatd)\
P. Z. S., p. 25—26 T. 1. — Berichtet über Erbrüten von Jungen
der Seriema in der Menagerie der Zool. Gesellschaft. Die Jungen,
welche leider von den Eltern gefressen wurden, sahen junge Reihern
ähnlich und waren mit graubraunen Dunen bedeckt. Abbildung
der Eier.
134 Ant. Reich enow. Bericht über die Leistumgeu
W. Mills, Clinical and Pathological Notes from a Breeding
Station. 1, Scrofiüa and Tuberculosis in Birds; Journ. Comp. Med.
1889. p. 243—247.
A. J. North, Note on the Successfiü Hatching of an Egg of
the Emu, Dromaeus novaehollandiae , under a Domestic Fowl; Proc.
Linn. Soc. NS. Wales 4. p. 1029. ■ — Das Ei wurde innerhalb 7 Wochen
unter Verwendung zweier Hennen (da die erste nach 2 Wochen ver-
sagte) erbrütet.
W. Peiter, Loxia curvirostra als Stubenvogel; Schwalbe 13.
p. 195.
Pays-Mellier, Note sur les animaux qui vivent au Parc de
la Pataudiere; Rev. Sc. Nat. Appl. 36. p. 172—179 u. 290—299.
Pribyl, Tauben mit Butter gefüttert, s. oben S. 91.
G. Rogeron beschreibt Chloephaqa juhata und deren Züchtung;
Rev. Sc. Nat. Appl. 36. p. 478—485, 569—576. — Referat im
Zool. Gart. 30. p. 318—319.
K. Russ, Lehrbuch der Stubenvogelpflege. — Abrichtung und
Zucht. Neue Ausgabe. Creutz, Magdeburg.
F. de Seh a eck, Les Cacatoes rosalbins du Jardin des Plantes
de Paris; Naturaliste 13. p. 58.
E. Schaff, Die Vogelwelt des Berliner Zoologischen Gartens;
Monatsschr. Ver. Schutze Vogelw. XIV. p. 391—398, 482—487,
518—527.
Derselbe referirt über die Zucht einiger exotischer Tauben-
arten in Gefangenschaft; Zool. Gart. 30. p. 253 — 254.
H. Schalow theilt mit, dass Harpyia destructor von den
Indianern des Xingu-Gebiets behufs Gewinnung von Schmuckfedern
gefangen gehalten werde; Journ. Orn. 37. p. 335. (S. auch Ehrenreich).
G. Scher bäum, Nisten des Waldkauzes in der Gefangenschaft;
Schwalbe 15. p 167.
F. Schmid, Die üraleule {Hyrniinn vralense in der Gefangen-
schaft; ebenda, p. 426.
P. L. Sclater, Report on the addition to the Society's
Menagerie; P. Z. S. p. 1, 26, 85, 160—161, 393—394. — Besonders
bewerkenswerth : Rhamphocorys dot'i, Utocorys hilopha Apteryx oweni.
Derselbe, List of Additions to the Society's Menagerie during
the year 1889; P. Z. S. p. 625—643.
L. Steudel, Kurze Anleitung für das Desinfectionsverfahren
bei tuberculosen Thieren; Schwalbe 13. p. 454 — 456.
W, H. Watson, über Fütterung einer Agapornis pidlaria
mit Cayenne- Pfeffer, s. oben S. 91.
Der belgische Kanarienvogel; Schwalbe 13. p. 123 — 124.
lieber Züchtung von Dromaeus novaehollandiae und Ihis
religiosa im ,, Jardin d'Acclimatation" in Paris wird berichtet: Rev.
Sc. Nat. Appl. 36. p. 516.
Hausgeflügel: F. A. Bacciocco, Die Heimath der Kriegstaube:
Schwalbe 13. p. 246—247, 351—353, 364—366.
in der Naturgeschichte der Vogel während des Jalires 1889. 135
H. Brezol berichtet über eine militärische Brieftaubenstation
in Massaua; Rev. Sc. Nat. Appl. 36. p. 36 — 37.
Derselbe berichtet über den Export von Hühnereiern der
einzelnen europäischen Staaten; ebenda, p. 321.
E. Brown, Poultry; their Varieties, Classification, Exhibiting,
Treatment, Breeding, Hearing, Housing, Diseases and General
Management. With 24 illustr. London 1889. 8"^'. 136 p.
E. Czaplewski, Untersuchungen über die Immunität der Tauben
gegen Milzbrand. Inaug. Diss. Königsberg i. Pr. 1889. — 29 p.
B. Dürigen, Katechismus der Geflügelzucht. Ein Merkbüchlein
für Liebhaber, Züchter und Aussteller schönen Racegeflügels. 399 S.
Weber (Leipzig).
Fellmer, Experimente über Hin- und Rückflug der Militär-
Brieftauben. Aus d. Italienischen. Berlin 1889. — Dem Hauptmann
Malagoli gelang es, Tauben zum Hin- und Rückflug zwischen Rom
und Civitavecchia abzurichten, indem er sie am ersteren, ihrem
Heimathsorte hungern Hess, am letzteren dagegen mit Futter versah,
wodurch sie sich daran gewöhnten, jedesmal bei Futterentziehung in
Rom sich in Civitavecchia ihre Mahlzeit zu holen und gesättigt nach
Rom zurückzukehren, — s. auch Schwalbe 13. p. 577 — 579,
590—592.
G. C Giachetti, Colombicoltura; Bull. Nat. CoU. Siena 8.
p. 146—146; 9. p. 6—10, 52-55, 97—100, 154—157, 197—200,
245—246, 271—272.
C. Huth, Die verschiedenen Bantam-Hühner-Rassen und ihre
Zucht. Frankfurt a. M. 1889. 8«. 41 p.
0. Katz, Experimental Researches with the Microbes of Chicken-
cholera; Proc. Linn. Soc. NS. Wales 4. p. 513—597.
A. K., Die Brieftaube im Dienste des Seefischfanges; Schwalbe 13.
p. 402—403.
A. Maar, Illustrirtes Muster-Enten-Buch. Hamburg. Lief. 14
u. 15 erschienen.
H. Nehring vermuthet, dass die Moschus-Ente als Hausthier
zuerst von den alten Peruanern gehalten und erst in der port.-
columbischen Zeit durch den Schiftsverkehr nach BrasiHen eingeführt
worden ist; Stzb. Ges. Naturf. Freunde. Berlin 1889 S. 33—35.
s. auch Humboldt 8. p. 379—382.
F. C. Noll referirt über eine schwere Krankheit der Hühner;
Zool. Gart. 30. p. 284—285.
H. C. E. Weber, Das Haushuhn und seine Arten. 2 Aufl.
Bearb. v. C. Eberhard. 2 Bd. Hannover 1889. 8^. 272 u. 284 p.
136 Aut. Reich enow: Bericht über die Leistungen
IX. Systematik.
Verg-l. W. T. Blanford oben S. 112, Nicholson S. 82, Shufeldt S. 88
u. Waterhouse S. 84.
E. D. Cope, Synopsis of the Families of Vertebrata; Amer. Nat. 23.
p. 849—877. — Auf S. 869—873 eine üebersicht mit kurzer Charakteristik der
Vogelgruppeu. Verf. unterscheidet 4 Superordnungen : 1. Saururae, Ordn. Ornitlw-
pappi, Fam. Archaeopterygidae. 2. Odontolcae, Ordn. Bromaeopappi, Farn. Hesper-
ornithidae. 3. Odontotormae, Ordn. Pteropappi, Farn. IchtJiyornithidae. 4. Earhipi-
durae, die recenten Vögel. Diese zerfallen in 3 Ordnungen: 1. Dromaeognathae,
Subordn. Struthiones, Apteryges, Gastornithes, Crypturi. 2. Impennes, Subordn.
Ptüopteri, Farn. Aptenodytidae. 3. Euornithes mit 18 Unterordnungen: Stegano-
podes, Chenomorphae (mit Phoenicopteridae), Herodii, Accipitres, Psittaci, Ceco-
morphae, {Colymbidae, HeUornithidae, Aleidae, Laridae, Procellarüdae), Grallae,
Opisthocomi, Gällinae, Pullastrae, (Oracidae, Megapodiidae, PterocUdae, Dididae,
Columhidae), CoUoidei, Heterospondyli (SteatornitJiidae), Coccygomorphae, Micro-
podioidei {Cypselidae, Trochüidae), Trogonoidei, Picoideae, Passeres mit 5 Super-
familien: Menuroidei, Eurylaemoidei, Tyrannoidei, Formicaroidei, Passeroidei.
M. Für bringer, Einige Bemerkungen über die Stellung von Stringops
und den eventuellen Herd der Entstehung der Papageien, sowie über den systema-
tischen Platz von lynx; Journ. Orn. 37. p. 236 — 245. — Bespricht die für die
systematische Beurtheilung v^^ichtigsten Merkmale der genannten Grattungen.
Bez. des Ergebnisses dieser Betrachtungen vergl. unter Systematik Psittaci,
bez. Stringops, und lynx.
H. Gradovy über den taxonomischen Werth der Darm schlingen, s. oben
S. 86.
F. Kutter, Ueber die wissenschaftliche Bedeutung der Oologie; 34./35. Be-
richt Verh. Naturk. Kassel p. 67—85 (1889). — „Obwohl die Schalen des Vogel-
eis nicht als integrirende, sondern als accessorische Theile des Keims gelten
können und einige ihrer Merkmale durch Anpassungen bedingt sind, so scheinen
andere auf Vererbung zu beruhen und auf uralte Stammformen zui'ückzuführen.
Von der Beschaffenheit der Gestalt, der substanziellen Färbung und des feineren
Gefüges der Eischalen sind Hülfsleistungen für die Systematik zu erwarten,
welche besonders auf Vereinigung der Formen zu natürlichen Gruppen sich zu
erstrecken haben."
Oates [Allgemeines über Systematik der Vögel]; s. oben S. 112.
Ant. Eeichenow bespricht die Nomenclatur einiger deutschen Vogelarten;
Journ. Orn. 37. p. 186—188, 341—344.
H. Seebohm, An Attempt to Diagnose the Suborders of the Aucient
Ardeino-Anserine Assemblage of Birds by the aid of Osteological Characters
alone; Ibis (6) 1. p. 92—104. — Verf. charakterisirt die folgenden 6 Unter-
ordnungen mit 12 Familien: Palamedeae (Fam. Palamedeidae), Anseres (Farn.
Cygnidae u. Anatidae), Phoenicopteri (Fam. Phoenicopteridae), Plataleae (Farn-
Plataleidae) , Herodiones (Fam. Ciconiidae u. Ardeidae), Steganopodes (Fam.
Phalacrocoracidae, Sulidae, Pclecanidae, Phaethontidae, Fregatidae).
R. W. Shufeldt, Studies of the Macrochires, Morphological and other-
■wise, with the view of indicating their ßelationships and defining their several
in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1889. 137
Positions in the System; Journ. Linu. Soc. Zool. XX. p. 299-394. T. 17—24. —
Behandelt in einzelnen Kapiteln die Morphologie und Osteologie von Ampelis,
welche den typischen Singvogelcharakter dieser Form hestätigeu ; die Osteologie
von Trogon mexicamis und Trogon puella, wonach Verf. dieselben für „Capri-
mulgiue Cuckoos!" erklärt; die Pterylographie und Anatomie einiger Oapri-
mulgiden, welche Familie Verf. unter Einfügung von Psalurus, Steatornis,
Podargus u. a. als besondere Ordnung Caprimulgi aufgefasst wissen möchte, die
Anatomie nordamerikanischer Hirundiniden und endlich die Morphologie und
Anatomie einiger Cypseliden und Trochiliden, letztere vom Verf. als besondere
Ordnungen Cypseli und Trochili betrachtet, die Cypseli mit engem Anschluss an
die Hirundinidae.
M. L. Walker, Ueber den taxonomischen Werth des Quadratbeins, s. oben
S. 89.
Ordnung 0 seines.
Ueber Osteologie der Singvögel {Passeres) vergl. Shufeldt oben S. 88.
Familie Sylviidae.
Vergl. F. de Schaeck oben S. 99.
Acanthisa squamata n. sp. von Queensland; C. AV. de Vis, Proc. Soc.
Queensl. 6. p. 248—249.
Äcanthopneuste davisoni w. sp. von Tenasserim, nahe A. trochüoides; Oates
Hume's Nests and Eggs Ind. B. 2. ed. 1. p. 269.
Acrocephalus arundinaceus und horticola, vergl. Baldamus, unter Biologie.
Arundinax aedon abgebildet; Th. Pleske, Wiss. Result. Przewalskis Reisen.
Lief. 1. T. m.
CalUope tschebaiewi abgebildet; Th. Pleske, Wiss. Result. Przewalskis Reisen.
Lief. 1. T. L
Catharus fumosus Ridgw. nur individuelle Abweichung von C. mexiccmus,
Salvin u. Godman, Ibis (6) 1. p. 234.
Cinclus septentrionalis Brehm hat Priorität vor C. melanogaster Brehm,
letzterer Name ist überhaupt nicht mit Sicherheit auf die nordische Cinclus- Art
zu deuten; Ant. Reichenow, Journ. Orn. 37. p. 342.
Cryptoloplia, s. unter Muscicapidae.
Dumeticola tnajor abgebildet; Th. Pleske, Wiss. Result. Przewalskis Reisen.
Lief. 1. T. V.
Erithacus superbus n. sp. von Teneriffa, nahe E. hyrcanus; A. König, Journ.
Orn. 37. p. 183.
Geocichla cuneata n. sp. von Queensland ; C. W. de Vis, Proc. Soc. Queensl. 6.
p. 243—244.
Herbi'vocula affinis, armandi, fuscata, indica abgebildet; Th. Pleske, Wiss.
Result. Przewalskis Reisen. Lief. 1. T. III.
Hypolais pkilomela anzuwenden für Hyjjolais icterina; Ant. Reichenow,
Journ. Orn. 37. p. 186.
Locustella pleskei n. sp. von Corea, nahe L. ochotensis; L. Taczanowski,
P. Z. S. p. 620.
Merula celaenops auf Fatsiro Island; H. Seebohm, P. Z. S. p. 586. — M.
subobscura n. sp. von Burma; P. Salvadori, Ann. Mus. Genova 27. p. 414.
138 Ant. ßeichenow: Bericht über die Leistungen
Phylloscopus borealis, xanthodryas, nitidus, viridanus, plumbeitursus, tenellipes,
occipitalis abgebildet; Th. Pleske, Oruith. Ross. Lief. 1. T. I. — Ph. fortunatus
n. sp. von den Kanaren, sehr ähnlich Ph. rufus; H. B. Tristram, Ibis (6) 1. p. 21.
— Ph. newtoni n. sp. von Indien, am nächsten Ph. proregulus; H. Gätke, ebenda
p. 578—579. — Ph. suhviridis abgebildet; J. A. Murray, Brit. India 1. p. 252.
Pratincola dacotiae n. sp. von den Canaren; E. G. Meade-Waldo, Ibis (6) 1.
p. 504. T. 15. — P. insignis abgebildet; Th. Pleske, Wiss. Kesult. Przewalskis
Reisen. Lief. 1. T. I. — P. maura var. prseivalslm n. sp. von Ganssu, C. Asien;
Th. Pleske, ebenda p. 46. — P. salax Verr. gehört zur Gruppe der schwarz-
kehligen P-atlncola-ki'l%\\; die im Cat. Brit, Mus. Vol. IV p. 184 unter P. salax
gegebene Beschreibung bezieht sich auf eine hellkehlige Art, welche neu zu
benennen ist; P. salax und P. axillaris sind Subspecies von P. syhilla; W. Stoue,
Proc. Ac. Philad. 1889. p. 78—80.
Begulus satelles n. sp. von den Kanaren; A. König, Journ. Orn. 37. p. 263.
Saxicola c7iryso])ygia abgebildet; J. A. Murray, Avif. Brit. India 2. p. 6.
Sericornis gutturalis n. sp. von Queensland; C.V. deVis, Proc. Soc. Queens]. 6.
p. 244.
Sylvia althea, curruca, minuscula abgebildet; Th. Pleske, Ornith. Ross.
Lief. 1. T. 1. — S. roscoe Aud., vergl. Geothlypis trichas roscoe unter Sylvicolidae.
— S. passerina Webb. Berth. identisch mit S. conspicillata , nicht mit S. sub-
alpina; H. B. Tristram, Ibis (6) 1. p. 24.
Turdus iliacus is Bayern nistend; 0. Reiser, Journ. Orn. 37. p. 180—182.
Familie Timeliidae.
Älcippe Mlimensis n. sp. vom Kilimandjaro ; G. E. Shelley, P. Z. S. p. 364.
Allocotops calvus abgebildet; Ibis (6) 1. T. 13.
Campylorhynchus rufinucha artlich unterschieden von C. capristatus, C.
castaneus Ridgw. identisch mit letzterer Art; Salvin u. Godman, Ibis (6) 1.
p. 234-236.
Cisticola hunteri n.sp. vom Kilimandjaro, nahe C. subruficapilla; G.E.Shelley,
P. Z. S. p. 364.
DrytnocatapJms johnsoni n. sp. von Hill Town, Du Queah River (Liberia);
J. Büttikofer, Notes Leyden Mus. XI. p. 97.
Dumeticola major abgebildet; Th. Pleske, Wiss. Result. Przewalskis Reisen.
Lief. 1. T. I
Elachura u. g. Typus: Troglodytes punctatus Blyth; E. W. Gates, Blanf.
Brit. India Birds 1. p. 339.
Garrulax perspicillatus in Japan; Salvadori und Giglioli, Mem. Ac. Tor. 39.
p. 124.
Grammatoptila austeni n. sp. von Daphla u. Oestl. Naga hills (Indien),
nahe G. striata; E. W. Gates, Blanf. Brit. India. Birds 1. p. 104.
Henicurus borneensis n. sp. vom Kina Balu, ähnlich H. sinensis; R. B. Sharpe,
Ibis (6) 1. p. 277.
Hilarocichla s. unter Laniidae.
Lioparus n. g. Typus: Propa^-us chrysaeus HoAgs.; E. W. Gates, Blanf. Brit.
India. Birds 1. p. 174.
Malacias castanopterus n. sp. vom Monte Caiin, Burma, nahe AI. melano-
leucus; T. Salvadori, Ann. Mus. Civ? Genova (2a) VII. p. 363.
in der Naturgeschichte der Vögel wähi-eiid des Jahres 1889. 139
Mimocichla ardesiaca albiventris n. siibsp. von Dominica; P. L. Sclater,
P. Z. S. p. 326.
Nesomimus macdonaldi u. sp. von Hood Ishxud, Galapagos, ähnlich N. tri-
fasciatus; R. Ridgway, P. U. St. Nat. Mus. 12. p. 103. — N. personatus n. sp.
von Ahingdon Island, Galapagos, ähnlich N. melanotis; ebenda p. 104.
Orthnocichla whiteheadi abgebildet; Ibis (6) 1. T. 12.
Pomatorhinus imberbis n. sp. von Burma; T. Salvadori, Ann. Mus. Genova 27.
p. 410.
RJiopocichla n. g. Typus: Brachypteryx atriceps Jerd. ; E. W. Gates, Blanf.
Brit. India. Birds 1. p. 159.
Scotocerca inquieta abgebildet; J. A. Murray, Avif. Brit. India 1. p. 284.
Sittiparus n. g. Typus: Minla cinerea Blyth; E. W. Gates, Blanf. Brit. India.
Birds 1. p. 171. [Der Name ist 1884 bereits vergeben! Ref.]
Thringorhina n. g. Typus: Turdinus giittatus Blyth; E. W. Gates, Blanf.
Brit. India. Birds 1. p. 155.
Thryophilns sinaloa cinereus n. subsp. von Sonora, Mexiko; W. Brew^ster,
Auk 6. p. 96.
Thryothorus macrurus n. sp. von Bogota, ähnlich T. mystaealis; J. A. Allen,
Bull. Am. Mus. N. H. II. p. 137. — T. lomjipes n. sp. von Ecuador; ebenda p. 138.
— Th. oyapocensis Ridgw. synonym mit Th. eoraya (L.), letzterer Name auf
den Cayenue -Vogel zu beziehen; Th. ridgivayi n. sp. von Brit. Guiana, nahe
Th. eoraya; H. v. Berlepsch, Journ. Gru. 37. p. 293.
Trochalopteron jerdoni abgebildet; J. A. Murray, Avif. Brit. India 2. p. 85.
Familie Paridae.
Chaniaea nach osteologischen und pterylogischen Merkmalen zu den Pariden
zu stellen; R. W. Slmfeldt, Journ. Morph. 3. p. 475—502.
Leptopoecile sophiae abgebildet; Menzbier, Sevpertzow Turk. 2. Lief. T. 11.
Parus micJialoivsMi Bogd. nicht verschieden von P. phaeonotus Blanf.;
H. E. Dresser, Ibis (6) 1. p. 88. — P. palmensis n. sp. von Palma (Canaren);
E. G. Meade-AValdo, Ann. Mag. N. H. 3. (6) p. 490 u. Ibis (6) 1. p. 512. T. 16. —
P. teneriffae artlich unterschieden von P. tdtramarinus; A. König, Journ. Grn. 37.
p. 263.
Polioptila boUviana Sei. specifisch verschieden von P. dumieola (Vieill.);
P. Leverkühn, Journ. Grn. 37. p. 109. — P. nigriceps restricta n. subsp. von
Sonora, Mexiko; "W. Brewster, Auk 6. p. 97.
Scaeorhynchus n. g. Typus: Paradoxornis ruficeps Blyth; E. W. Gates,
Blanf. Brit. India. Birds 1. p. 68.
Suthora feae n. sp. vom Monte Carin, Burma, nahe S. munipurensis; T. Sal-
vadori, Ann. Mus. Civ. Genova (2a) VII. p. 363. — S. ■webbiana in Japan; Sal-
vadori u. Giglioli, Mem. Ac. Tor. 39. p. 124.
Familie Certhiidae.
Salpornis emini von S. salvadorü gut unterschiedene Art; G. Hartlaub,
Journ. Grn. 37. p. 114—116.
Familie Dacnididae.
Certhidea cinerascens n. sp. von Hood Island, Galapagos, nahe C. fusca;
R. Ridgway, P. U. St. Nat. Mus. 12. p. 105.
140 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen
Certhiola finschi Ridgw. identisch mit Coereba martinicana; R. Ridgway,
P U. St. N. K. 12. p. 129. — C. godmani n. sp. von Grenada (W. Indien), nahe
C. saccJiarina, und C. ivellsi n. sp., ebendaher, nahe C. atrata; Ch. B. Cory, Auk 6.
p. 219.
Chrysomitridops, s. unter Fringillidae.
Baenis modesta Gab. $ von D. angelica; H. v. Berlepsch, Journ. Orn. 37.
p. 295.
Dicaeum nitidum n. sp. von Sudest Island (Louisiade Archipel), nahe
D. rubro-coronatum; H. B. Tristram, Ibis (6) 1. p. 555. — D. monticola, Be-
schreibung des $; R. B. Sharpe, ebenda p. 428.
Hemignathus hanapepe, lichtensteini und stejnegeri n. sp., die erste und dritte
von Kauai, die zweite von Oahu; S. B. Wilson, Ann. Mag. N. H. 4. (6) p. 400
bis 402. [H. stejnegeri ist identisch mit H. procerus Gab., letzterer Name hat
Priorität. Ref.] — H. procerus n. sp. von Kauai, Sandwichs Inseln, nahe H.
obscurus; J. Cabanis, Journ. Orn. 37. p. 331.
Himatione montana n. sp. von Kauai (Sandwichs Ins.); S. Wilson, P. Z. S.
p. 446. — H. stejnegeri n. sp. von Kauai (Sandwichs Ins.), nahe II. chloris, ebenda.
Loxops flammea n. sp. von Molokai (Sandwichs Ins.), nahe L. coccinea;
S. Wilson, P. Z. S. p. 445.
Oreomyza rvilsoni n. sp. von Kauai, Hawai, ähnlich 0. bairdi ; L. Stejneger,
P. U. St. N. M. 12. p. 386.
Familie Nectariniidae.
Aethopyga temmincki (S. Müll.), $ beschrieben; R. B. Sharpe, Ibis (6) 1.
p. 421. — Äe. seheriae u. nipalensis abgebildet; J. A. Murray, Avif. Brit. India 2.
p. 222.
Cinnyris castaneiventris n. sp. von Yoruba, NW. Afrika, sehr nahe G. adel-
berti; J. v. Madarasz, Ornis 5. p. 149. T. 3. — C. christianae n. sp. von St. Aignan,
ähnlich G. (Hermotimia) Corinna; H. B. Tristram, Ibis (6) 1. p. 556. — C. hunteri
n. sp. vom Kilimandjaro, nahe G. gutturalis; G. E. Shelley, P. Z. S. p. 365 T. 41-
— G. minimus u. brevirostris abgebildet; J. A. Mui-ray, Avif. Brit. India 2.
p. 228 u. 230.
Nectarinia gabonica Hartl. und Stiphrornis alboterminata Rchw. identisch
nach J. Büttikofer, Notes Leyden Mus. XI. p. 118. — N. thomensis n. sp. von
St. Thome, nahe N. tacaze; J. V. Barboza du Bocage, Jörn. Sc. Math. Phys.
Nat. Lisboa (2a) II. p. 143.
Familie Meliphagidae.
Gleptornis n. g. s. Ptilotis marchei.
Myzomela rubro-cucullata n. sp. von St. Aignans, Louisiade Archipel, nahe
M. lifuensis; Ibis (6) 1. p. 228.
Ptilotis marchei n. sp. von den Mariannen, Typus einer neuen Gattung:
Gleptornis; E. Oustalet, Naturaliste 11. p. 260.
Zosterops mesoxantha n. sp. von Burma; T. Salvador!, Ann. Mus. Genova 27.
p. 396. — Z. perspicillata n. sp. vom Kilimandjaro; G. E. Shelley, P. Z. S. p. 366
T. 41. [Dürfte identisch sein mit Z. eunjcricotus Fschr. Rchw. Ref.]. — Z.
Simplex var. loochooensis n, subsp. von den Lutschu-Inselu; H. B. Tristram,
Ibis (6) 1. p. 229.
in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1889. 141
Familie Pycnonotidae.
Alophoixus u. g. Typus: Ixos phaeoce'phalus flartl.; E. W. Oates, Blanf.
Brit. India. Birds 1. p. 259.
Chloropsis hinabaliiensis abgebildet; Ibis (6) 1. T. 9.
Criniger burmanicus n. sp. von Teuasserim u. a., nahe C. flaveolus; E. W.
Oates, Blanf. Brit. India. Birds 1. p. 25G.
Hemixus connectens $ beschrieben; R. B. Sharpe, Ibis (6) 1. p. 273.
Molpastes humii n. sp. von Punjab, nahe M. leucotis; E. W. Oates, Blanf.
Brit. India. Birds 1. p. 274.
Pycnonotus sinensis in Japan; Salvadori u. Giglioli, Meni. Ac. Tor. 39.
p. 123.
Xanthixus n. g. Typus : Pycnonotus flavescens Blyth ; E. "W. Oates, Blanf.
Brit. India. Birds 1. p. 274.
Xenocichla nigriceps n. sp. vom Kilimandjaro, nahe X. tephrolaema; G. E.
Shelley, P. Z. S. p. 362. — X. xüacida n. sp. vom Kilimandjaro, nahe X alhigu-
laris; ebenda p. 363.
Familie Motacillidae.
Anthus steindachneri n. sp. von den Antipoden Inseln; A. Reischek, Trans.
N. Z. Inst. 21. p. 388.
Budytes campestris am Quilimane, Mossambik, gesammelt; Ant. Reichenow,
Journ. Orn. 37. p. 284.
Familie Mniotiltidae.
Conipsothlypis pulchra n. sp. von Mexiko, nahe C. nigrilora ; W. Brevv'ster,
Auk 6. p. 93.
Dendroica nigrifrons n. sp. von Mexiko, nahe D. auduboni; W. Brewster,
Auk 6. p. 94.
Oeothlypis cucullata n. sp. von Mexiko, ähnlich G. semi flava; Salvin u.
Godman, Ibis (6) 1. p. 237. — G. trichas roscoe (Aud.), als Subspecies wieder-
hergestellt, Hab. Mississippi Thal; E. M. Hasbrouck, Auk 6. p. 167—168.
Helminthophila crissalis n. sp. von Mexiko, am nächsten H. virginiae;
0. Salvin u. F. D. Godman, Ibis (6) 1. p. 380.
Oporornis agilis in Solimoes, N.W. Brasilien, gefunden; H. v. Berlepsch
Journ. Orn. 37. p. 98.
Familie Tanagridae.
Chlorospingus albifrons u. sp. von Mexiko (Sierra Madre del Sur), am
nächsten C. albitemporalis; Salvin u. Godman, Ibis (6) 1. p. 237.
Euphonia cMorotica taczanoivskii bezieht sich auf das Kleid der jüngeren,
noch nicht ausgefärbten E. chlorotica; H. v. Berlepsch, Journ. Orn. 37. p. 295.
— E. godmani n. sp. von W. Mexiko, nahe E. minuta; W. Brewster, Auk 6.
p. 90.
Procnias 111.: Typus der Gattung ist Ampelis variegata Gm.; J. A. Allen,
Bull. Amer. Mus. N. H. II. p. 70. — P. viridis {Hirundo viridis 111.) anzuwenden
für P. tersa; J. A. Allen, Bull. Am. Mus. N. H. 1889 p. 69.
Tanagra caerulescens Wied u. Porphyrospiza cyanella Sei. Salv. (= P. pulclira
Sharpe) identisch; J. A. Allen, Bull. Am. Mus. N. H. II. p. 140.
142 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen
Familie Fringillidae.
E. Bartlett, Monographie d. Familie, s. unter Ploceidae.
Cactornis abingdoni Salv., Identität mit C. scandens vermuthet R. Ridgway,
P. U. St. N. M. 12. p. 108. — C. brevirostris n. sp. von Chatam Island, ähnlich
C. scandens; ebenda. — C. hypoleuca vermuthlich n. sp. von James Island, Galapagos,
ähnlich C. pallida; benda. p. 109.
Camarhynclms townsendi n, sp. von Charles Island, Galapagos, ähnlich
C. psittaculus; R. Ridgway, P. U. St. N. M. 12. p. 110. — C. paupei' n. sp. von
Charles Island, ähnlich C. toivnsendi; ebenda p. 111.
Chamaeospiza alticola u. nigrescens nn. spsp. von Mexiko, beide ähnlich
C. torquata; 0. Salvin u. F. D. Godman, Ibis (6) 1. p. 381.
Chrysomitridops u. g. : Bill moderate, conical and sharp at the tip, with
culmen nearly straight and tomia slightly curved; nasal membraue very small
and nearly covered with feathers. "Wing moderate: firt primary wanting; third
and fourth nearly equal, and rather longer than the second and fifth ; secondaries
slightly mucronate at the tip. Tail moderate, forked and rectrices acuminate.
Feet slender, claws much curved. — Typus: C. caeruleirostris n. sp. von Kauai
(Sandwichs Ins.); S. Wilson, P. Z. S. p. 445.
Emheriza calandra L. anzuwenden für E. müiaria; Ant. Reichenow, Journ.
Orn. 37. p. 342. — E. cioides Brandt, Bemerkungen über Färbung und Verbreitung,
Abbildung; H. B. Tristram, Ibis (6) 1. p. 293—294 T. 10 u. H. Seebohm, ebenda^
p. 295-296.
Fringilla palmae n. sp. von Palma (Canaren), nahe F. Untillon; EL. B. Tristrani.
Ann. Mag. N. H. 3. (6). p. 489. — F. coerulescens n. sp. von Palma, Canaren,
nahe F. Untillon; A. König, Journ. Ox*n. 37. p. 183 (identisch mit dem vor-
genannten). — F. Untillon, moreleti imd maderensis wurden von Tristram auf
den Kanaren gefunden. Der Genannte hält diese Formen für individuelle Ab-
weichungen; Ibis (6) 1. p. 19—20.
Geospiza conirostris n. sp. von Hood Island, Galapagos, ähnlich G. strenua;
R. Ridgway, P. U. St. N. M. 12. p. 106. — G. media n. sp. von Hood Island
ähnlich G. conirostris; ebenda p. 107.
Loxia bifasciata. Auftreten in Deutschland und Oesterreich- Ungarn,
s. Reichenow S. 96; Eder S. 95, F. Knauer S. 98. — L. curvirostra, Zug in
Oesterreich; V. v. Tschusi, Schwalbe 13. p, 283—284 u. 471. — Ursache der
Züge; B. Altum, Schwalbe 13. p. 493—496. — L. rubrifasciata in Böhmen;
R. Eder, Schwalbe 13. p. 500-501.
Loxigilla noctis sclateri, Selbständigkeit der Form wird angezweifelt von
P. L. Sclater, P. Z. S. p. 395.
Melospiza fasciata rivularis n. subsp. von Unter-Kalifornien; W. E. Bryant,
Proc. Californ. Ac. Sc. (2) 1. p. 197 — 200. — M. lincolni striata n. subsp. von
Brit. Columbien, "W. Brewster, Auk 6. p. 89.
Fasser domesticus, Verbreitung in den Vereinigten Staaten, s.W. B. Barrows
S. 118. — Passer yatii abgebildet R. B. Sharpe, Trans. L. S. 5. p. 80 T. 6.
Peuzaea megarhyncha u.sp. von Mexiko, nahe P. boiicardi; Salvin u. Godmau,
Ibis (6) 1. p. 238.
Plectrophanes nivalis in N.-Schottland brütend; J. Young, Ibis (6) 1. p. 137.
Serinus huillensis n. sp. von Huilla in Angola; J. A. de Sousa, Journ. Sc.
Math. Phys. Nat. Lisboa (2a) I. p. 40.
in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1889. 143
Sporophila morelleti sharpei n. subsp. von Texas (S. alhifjularis Lawr. nee.
Spix, S. morelleti Sei. nee Bp., S. parva Sharpe nee Lawr.); Auk 6. p. 53— 54. —
S.öbscuraT&cz. vermuthlieh identisch mit S.pauper Berlp. n. Tacz.; H. v. Ber-
lepseh, Joum. Orn. 37. p. 298.
Volatinia splendens, uieht F. jacarina, anf den westindischen Inseln;
Ch. B. Cory, Auk 6. p. 218.
Familie Ploceidae.
E. ßartlett, A Monograph of the Weaver Birds {Ploceidae) and Arboreal
and Terrestrial Finches (Fringillidae). Maidstone. — Th. 3—5. erschienen.
Anapledes rubriceps in Ostafrika nachgewiesen; Ant. Reichenow, Joiirn.
Orn. 37. p. 281.
Chlorura borneensis n. sp. vom Kina Balu (C. huperythra Sharpe nee
Rehb., Ibis 1887. p. 453); R. B. Sharpe, Ann. Mag. N. H. 3.' (6). p. 424.
Euplectes aureus auf St. Thome, Nachweis der diese Art betreffenden
Litteratur; J. V. Barboza du ßocage, Journ. Sc. Math. Phys. Nat. Lisboa (2a)
IL p. 142.
Lagonosticta cinereo-vinacea n. sp. von Quindumbo (Benguella); J. A. de
Sousa, Journ. Sc. Math. Phys. Nat. Lisboa (2a) I. p. 49.
Ploceus xantJiopterus (F. et Hartl.) artlich unterschieden von P. castaneigula;
A. Reichenow, Journ. Orn. 37. p. 281.
Poephila gouldiae und armitiana sind individuelle Abweichungen von
P. viirabilis; A. J. North, Proc. Linn. Soc. NS. Wales 4. p. 188.
Familie Icteridae.
Aphobus megistus n. sp. von S. Cruz u. S. Miguel, Bolivien, ähnlich
A. chopi; P. Le verkühn, Journ. Orn. 37. p. 104.
Cassiciis 7iaemoirhous (L.) die in Cayenne und Guiana heimische Art
synonym C. affinis Sws.; die abweichende brasilianische Form ist als C. aphanes
n. sp. zu sondern; H. v. Berlepsch, Journ. Orn. 37. p. 300. — C. pacJiyrJiynchus
n. sp. von Tarapoto (N. Peru), nahe C. haemorrhous ; ebenda p. 299.
Trupiülis militaris subsp. falklandica n. subsp. von den Falklands-Inseln;
P. Leverkühn, Journ. Orn. 37. p. 108.
Familie Sturnidae.
Agropsar n. g. Typus: Gracula sturnina Pall. ; E. W. Oates, Blanf. Brit.
India. Birds 1. p. 530.
Fregilupus varius, Historisches; R. B. Sharpe, Nature 40. p. 177;
Zoologist 13. p. 310—312. vergl. auch H. Slater ebenda p. 385.
Pastor roseus, Vorkommen in Europa im Jahre 1889 und früher; A. B. Meyer
u. F. Helm, Vierter Jahresber. orn. Beobacht. St. Sachsen Anhang.
PhoUdauges fischeri, ^; G. E. Shelley, P. Z. S. p. 368.
Poliopsar fuscogularis n. sp. vom M. Carin, Burma, ähnlich P. burmanicus;
T. Salvadori, Ann. Mus. Civ. Genova (2a) VII. p. 364. — Vermuthlieh identisch
mit P. burmanicus; R. B. Sharpe, Ibis (6) 1. p. 580,
Spodiopsar nom. nov. pro Poliopsar (vergl. Berieht 1888 S. 149). R. B. Sharpe,
e benda.
144 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen
Familie Dicruridae.
Chibia propinqua n. sp. von den d'Entrecasteaux-Inseln, nahe Ch. laemosticta ;
H. B. Tristram, Ibis (6) 1. p. 556.
Bicrurus nigrescens n. sp. von Pegu, Tenasserim, Ceylon, nahe D. longi-
caudatus; E. W. Gates, Hume's Nests and Eggs Ind. B. 2. ed. 1. p. 208.
Dissemurulus n. g. Typus: Dicrurus lophorhinus Vieill.; E. W. Gates,
Blanf. Brit. India. Birds 1. p. 322.
Familie Paradiseidae.
Amblyornis musgravü n. sp. vom Gwen-Stanley-Gebirge, nahe A. suhalaris
A. P. Goodwin, P. Z. S. p. 451.
Astrarchia stephaniae; Beschreibung des $; A. B. Meyer, Journ. Grn. 37
p. 321.
Craspedophora mantoni n. sp. von Neu-Guinea (?); E. Gustalet, Natura-
liste 13. p. 261.
Epimachus macleayanae : Beschreibung des $: A. B. Meyer, Journ.
Orn. 37. p. 322.
Manucodia thomsoni n. sp. von den d'Entrecasteaux-Inseln ; H. B. Tristram,
Ibis (6) 1. p. 554-555.
Paradisea augustaevictoriae abgebildet Journ. Orn. 37. T. 2. — P. guiUelmi II
Gab. abgebildet; ebenda T. 1.
Prionodura newtoniana ^ beschrieben : C. W. De Vis, Proc. Soc, Queensl. 6.
p. 245—248.
Familie Corvidae.
F. Diederich, Die geographische Verbreitung der echten Raben {Corvinae).
Inaugural-Dissertation. Mit 3 Karten. 1889. 162 S. — In einem einleitenden
Kapitel verbreitet sich Verf. über die Ursachen der Gmnivorität der Raben, in
welcher er die wesentlichste Bedingung für die kosmopolitische Verbreitung der
Gruppe erblickt. Es wird sodann unter Berücksichtigung zahlreicher biologischer
Thatsachen die Verbreitung der einzelnen Arten besprochen, welche in vier
Abtheilungen gruppirt sind : Corowe-Gruppe, Fregilus-Gr., Monedula-Gv., Corax-Gr^
Zwei weitere Kapitel behandeln die Winterquartiere und Zugverhältnisse. Auf
drei beigegebenen Karten ist die Verbreitung der einzelnen Species durch farbige
Linien übersichtlich erläutert.
F. Diederich, Die geographische Verbreitung der Elstern, Genus Pica
Vieill.; Grnis 5. p. 280—332. T. 4. — Verf. nimmt an, dass in China das Ver-
breitungscentrum der Elstern liege, von wo aus sie über das mittlere und west-
liche Asien und ganz Europa bis zur Nordküste von Afrika (P. mauritanica)
und ostwärts über den Westen Nordamerikas (P. hudsonica u. nuttalli) sich aus-
dehnten, wobei sie der Ausbreitung des Ackerbaues folgten.
Corvus sharpii n. sp. von Sibirien, Turkestan u. Afghanistan, Abart von
C. cornix; E. W. Gates, B. India 1. p. 20. — C. tingitanus, Verbreitung im
Atlas-Gebiet; H. Schalow, Journ. Grn. 37. p. 331—333.
Cissa jefferyi abgebildet; Ibis (6) 1. T. 4.
Dendrocitta cinerascens, Berichtigung der Abbildung im Ibis 1879; R. B.
Sharpe, Ibis (6) 1. p, 82. — D. occipitalis u. bayleyi abgebildet; J. A. Murray,
Avif. Brit. India 1. p. 132.
Garrulus leucotis abgebildet; J. A. Murray, ebenda p. 142.
in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1889. 145
Nucifraga: L. Stejneger bezieht im Gegensatz zu Seebohm [vergl. Bericht
1888 S. 150] den in Japan heimischen Nussheher auf N. macrorhyncha und
unterscheidet letztere als östliche von der westlichen (europäischen) Form caryo-
catactes. Die Verbreitung von JV. macror/iyncha erstreckt sich in Asien vom
67. (weiter östlich vom 64.) bis zum 40. (weiter östlich 38.) Grad; Zoologist 13.
p. 441—449. — iV. relicta n. sp. aus den Alpen, Abart von N. caryocatactes-^
Ant. Reichenow, Journ. Orn. 37. p. 288.
Familie Laniidae.
CoUuricincla sibila vermuthlich identisch mit C. boweri Rams.; C.W. de Vis,
Proc. R. Soc. Queensland 6. p. 248.
Cracticus louisiadensis n. sp. von Sudest Island (Louisiade Archipel); H. B.
Tristram, Ibis (6) 1. p. 555.
CydorJns viridis (Vieill.) u. C. ochrocephala Tsch., Synouymie und Unter-
schiede beider Arten, kritische Bemerkungen über andere und ein Schlüssel
sämmtlicher Arten und Unterarten (13) der Gattung. C. ßavipectus trinitatis
n. subsp. von Trinidad (p. 131); J. A. Allen, Bull. Am. Mus. N. H. II. p. 123
bis 135.
Dryoscopus major casatii n. subsp. von Wadelai; G. Hartlaub, Journ. Orn. 37.
p. 116 — 117. — D. picatus artlich verschieden von D. bicolor; G. Hartlaub,
ebenda p. 117 — 118. — Notizen zur Charakteristik you D. c/uttatus nml negledus;
ebenda p. 118-120.
Hilarocichla n. g. Typus: Pteruthius rufiventer Blyth; E. W. Gates, Blanf.
Brit. India. Birds 1. p. 243.
Hylophilus s. unter Tyrannidae.
Laniarius zosterops n. sp. vom Du Queah River (Liberia); J. Büttikofer,
Notes Leyden Mus. XL p. 98.
Lanius ludovicianus und excubitorides, Verbreitung; G. H. Ragsdale, Auk 6,
p. 224—226. — L. raddei beschrieben und abgebildet; Ibis (6) 1. p. 89. T. 5.
Fachycephala fretorum n. sp. von der Torres Strasse; "W. H. Saville-Kent.
Proc. Soc. Queensl. 6. p. 237—238.
Familie Campophagidae.
Pericrocotus cinereigula n. sp. vom Kina Balu, N. Borneo, ähnlich P. mon-
tanus; R. B. Sharpe, Ibis (6) 1. p. 192.
Familie Muscicapidae.
W. Stone giebt ein Verzeichniss der Muscicapiden im Museum der Aca-
deraie von Philadelphia [vei'gl. oben S. 83].
Cryptolopha montis u. schwaneri abgebildet; Ibis (6) 1. T. 8. F. 1 u. 2.
Cyornis dialüaema n. sp. von Burma; T. Salvadori, Ann. Mus. Civ. Genova 27.
p. 387.
Digenia leucomelanura u. moniliger abgebildet; J. A. Murray, Avif. Brit.
India 1. p. 228.
Hemiclielidon cinereiceps abgebildet; Ibis (H) 1. T. 7. F. 1.
Hemipus picatus auf Borneo; R. B. Sharpe, Ibis (6) 1. p. 189.
Muscicapa Cassini Heine identisch mit M. lugens; W. Stone, Proc. Ac.
Philad. 1889, 147.
Arch. f. Naturge.sch. Jahrg. 1890. Bd. II. H. 1. IQ
146 Ant. Reichen ow: Beiicht über die Leistungen
Niltava sp. $ von Taho (Birina) beschrieben; T. Salvador!, Ann. Mus. Civ.
Genova 27. p. 385.
Pachyprora niixta u. sp., ähnlich P. molitor, vom Kilimandjaro; Gr. E. Shelley,
P. Z. S. p. 359. T. 40 {^ $).
Petroica ramsayi anscheinend nicht verschieden von P. goodenovn; W. Stone,
Proc. Acad. Philad. 1889 p. 147.
Piezorhynclms gouldi anscheinend nicht specifisch verschieden von P. tri-
virgatus; W. Stone, Proc. Acad. Philad. 1889 p. 153.
Bhinomyias gularis abgebildet; Ibis (6) 1. T. 7. F. 2.
Xanthopygia narcissina auf Borneo; R. B. Sharpe, Ibis (6) 1. p. 196.
Familie Hirundinidae.
R. B. Sharpe and 0. W. Wyatt, A Monograph of the Hirundinidae,
or Family of Swallows. 4". London. Sotheran & Co, — Th. 9 u. 10 erschienen.
Enthalten: Phedina horhonica, P. madagascariensis , Cotile coivani, Progne fur-
cata, P. concölor, P. domestica, P. dominicensis, Chelidon cashmiriensis, Hirundo
rufula, H. monteiri, H. albigularis, Tachycineta meyeni, Atticora tibialis, Chera-
moeca leucosternum , Hirundo badia, H. hyperythra, H. puella, H. dimidiata,
H. savignii, Cotile sinensis, Tachycineta cyaneoviridis, T. bicolor, Stelgidopteryx
uropygialis, Atticora fasciata, A. cyanoleuca, Progne tapera. Mit Verbreitungs-
karten.
Chelidonaria nom. nov. für Chelidon Boie 1822 (nee Forst. 1817) Typus:
Hirundo urbica L. ; Ant. Reichenow, Journ. Orn. 37. p. 187.
Progne subis hesperia n. subsp. von Californien; W. Brewster, Auk 6. p. 92.
Psalidoprocne petiti Orientalis n. subsp. von Usamhara, Deutsch-Ostafrika;
Ant. Reichenow, Journ. Orn. 37. p. 277.
Familie Eriodoridae.
Conopophaga rusbyi n. sp. von Reyes, Bolivien, ähnlich C. ardesiaca; J. A.
Allen, Am. Mus. N. H. II. p. 96.
Formicivora griseigula Lavrr. juv. von Thryothorus coraya (Gm.); J. A. Allen,
Bull. Am. Mus. N. H. II. p. 151.
Mellopitta pro Melanipitta Schleg. (Coracopitta Sei. 1888); L. Stejneger,
Auk 6. p. 79 u. vorher: Standard Nat. History IV. 1888 p. 466.
MyrniocJianes n. g. [near Pyriglena']: Bill long, depressed, broad at base,
becoming rapidly narrower and attenuate, commissure slightly arched; nostrils
open, linear oval; wings rounded, fourth, fifth and sixth primaries longest and
subequal; tail short, graduated, about threefifths as long as the wing; tarsus
long, distiuctly scutelate behind as well as in front. Typus: M. hypoleucus \i. si^.
von Reyes, Bolivien ; J. A. Allen, Bull. Am. Mus. N. H. II. p. 95.
Phlogopsis notata n. sp. von Bolivien (Benifl.), nahe P. nigromaculata u.
bowmani; J. A. Allen, Bull. Am, Mus. N. H. II. p. 97.
Scytalopus bolivianus n. sp. von Reyes, Bolivien, ähnl. S. analis; J.A. Allen,
Bull. Am. Mus. N. N. IL p. 98. — Sc. albifrons {Pteroptochos albifrons Landb.)
von S. magellanicus gut unterschiedene Art; ebenda p. 99.
Terenura elaopteryx n, sp. von Cayenne (?), ähnlich T. spodioptila; P. Le ver-
kühn, Jüurn. Orn. 37. p. 107.
in der Naturgeschichte der Vögel Wtährend des Jahres 1889. 147
Thamnophilus doliatus mexicanus norn. iiov. pro Th. affinis Gab. Heine;
J. A. Allen, Bull. Am. Mus. N. H. IL p. 151.
Tityra: Schlüssel der Arten und Unterarten, T. fraseri Kaup identisch mit
T. albitorques Spix; J. A. Allen, Bull. Amer. Mus. K H. 11. p. 74.
Familie Anabatidae.
Anabazenops immaculatus u. sp. von N. Bolivien, nahe A. cleagineus; J. A.
Allen, Bull. Am. Mus. N. H. H. p. 92.
Berlepschia rikeri abgebildet; Ibis (6) 1. T. 11.
Enicornis striata n. sp. von Chile, nahe E. phoenicwrus; J. A. Allen, Bull.
Am. Mus. N. H. II. p. 89.
Geositta longipennis n. sp. von Elizabeth Island, Magellanstr. , sehr nahe
G. antarctica; R. Eidgway, P. U. St. N. M. 12. p. 133.
Homorus galatheae n. sp. von Cuyaba, Matto grosso, nahe H. cristatus;
P. Leverkühn, Journ. Orn. 37. p. 106.
Hylexetastes n. g., nahe Bendrexetastes, aber mit stärkerem Schnabel, Typus :
D. perroti; P. L. Sclater, P. Z. S. p. 34.
Leptasthenura fuseescens u. sp. von Bolivien, nahe L. aegithaloides; J. A.
Allen, Bull. Am. Mus. N. H. II. p. 90. — L. fuliginiceps bolmana u. siibsp.;
ebenda p. 91.
Limnophyes n. g. , nahe Limnornis, aber durch gebogenen Schnabel ab-
weichend, Typus L. curvirostris Gould; P. L. Sclater, P. Z. S. p. 34.
Phacellodomus nifipennis n. sp. von Bolivien, nahe P. ruber; P. L. Sclater,
P. Z. S. p. 33.
Phüydor cervicalis n. sp. von Brit. Guiana, nahe P. erythrocercus; P. L.
Sclater, P. Z. S. p. 33.
Ficolaptes obtectus n. sp. [Hab. ?] , nahe P. lacrymiger Lafr. ; J. A. Allen,
Bull. Am. Mus. N. H. II. p. 94. — P. parvirostris n. sp. von S.O. Brasilien,
nahe P. affinis; P. L. Sclater, P. Z. S. p. 33.
Sclerurus, Monographie der Gattung; R. Ridgway, P. U. St. N. M. 12.
p. 21—31. — Folgende 10 Arten werden unterschieden: umbretta Lebt., albogu-
laris Sws., canigularis Ridgw., mexicanus Sei., caudacutus Vieill., fuscus
Wied, brunneus Sei., laivrencei n. sp. von Bahia (?), nahe guatemaknsis (p. 29),
guatemalensis Hartl., olivascens Gab.
Synallaxis griseiventris n. sp. von Yungas, Bolivien, nahe S. frontalis; J. A.
Allen, Bull. Am. Mus. N. H. II. p. 91.
Tliripophaga fusciceps n. sp. von Bolivien; P. L. Sclater, P. Z. S. p. 33.
Upucerthia bridgesi n. sp. von Bolivien, nahe U. montana; P. L. Sclater,
P. Z. S. p. 32. — U. propinqua n. sp. von Gregory Bay, Magellanstr., nahe
U. dumetoria; R. Ridgway, P. U. St. N. M. 12. p. 134.
Xiphocolaptes, Monographie der Gattung ; R. Ridgway, P. U. St. N. M. 12.
p. 1—20. — 15 Arten sind unterschieden: albicollis Vieill., sdateri n. sp. von
SO. Mexiko, nahe albicollis (p. 6), emigrans Sei., emigrans costaricensis, Ridgw.
nov.subsp., proineropirhynclnis Less.. virgatus n.sp., Hab. unbekannt, nahe promero-
pirhynchus (p.ll), ignotus n. sp. von Ecuador, nahe virgatus (p. 13), compressirostris
Tacz., cinnamomeus n. sp. von 0. Brasilien, kleinste Art der Gattung (p. 15)^
major Vieill., major castaneus n. subsp. von Bolivien (p. 17), simp)liciceps Lafr.,
Uneatoeephalus Gray, proeerus Gab. Heine, fortis Heine.
10*
148 Ant. Reichenow: Bericht über die Leistungen
XipJwrJiyncJms, Monographie der Gattung. 9 Arten werden unterschieden :
trochilirostris Lcht., venezuelensis [Lafr. Ms.] von Brasilien, Bogota, Panama
[p. 156], pusillus Sei., procurvoides Lafr., dorsoimmaculatus n. sp., ähnlich pro-
curvoides, von Cayenue? [p.l59], thoracicus Sei., lafresnayanus d'Orb., rufodorsalis
n. sp. von Matto Grosso u. Paraguay [p. 160], falcularius Vieill. ; F. M. Chapman
Bull. Am. Mus. N. H. II. p. 153-162.
Familie Tyrannidae.
Chiroxiphia pareola boliviana n. suhsp. von Yungas, Bolivien; J. A. Allen,
Bull. Am. Mus. N. H. II. p. 87.
Contopus ochraceus abgehildet; Salvin u. Godman, Centr. Amer. II. T. 38.
Elainea, Uebersicht, Synonymie und z, Th. Beschreibung der Arten des
Genus; individuelle und auf verschiedene Jahreszeit beruhende Variabilität von
E. pagana (subsp. suhpagana, martimca u. alhiceps); J. A. Allen, Bull. Am.
Mus. N. H. IL p. 181—208.
Empidonax albigularis u. atriceps abgebildet; Salvin u. Godman, Centr.
Amer. IL T. 40. — E. hoUvianus n. sp. von Bolivien, ähnlich E. hrunneus;
J. A. Allen, Bull. Am. Mus. N. H. IL p. 86. — E. canescens n. sp. von Central-
Amerika, nahe E. obscurus; Salvin u. Godman, Centr. Amer. IL p. 79. —
E. lawrencei nom. nov. pro Ochthoeca flaviventris Lawr ; .LA. Allen, Bull. Am.
Mus. N. H. IL p. 150. — E. pulverius n. sp. von Mexiko, nahe E. einer itius.
und E. griseus n. sp., nahe E. obscurus, von Unter Californien u. S. Sonora
(Mexiko); W. Brewster, Auk 6. p. 86 u. 87.
Euscarthmus ochroptcrus u. sp. von Matto Grosso, Brasilien, nahe E. yelzelni
und fumifrons; J. A. Allen, Bull. Am. Mus. N. H. IL p. 143.
Habrura superciliar is, (Wied) verschieden von H. pectoralis (Vieill.), desgl.
JB.. minima (Gould); J. A. Allen, Bull. Amer. Mus. N. H. IL p. 145 u. 146. —
HylopJiHus cinerascens Wied gehört zur Gattung Ornithion: hiermit synonym.
Muscicapa ohsoleta Tem. ; J. A. Allen, Bull. Am. Mus. N. H. IL p. 148.
Manacus Briss. als Gattungsname anzuwenden für Chiromachaeris Cab.;
J. A. Allen, Bull. Amer. Mus. N. H. II. p. 73.
Mecocereulus uropygialis Lawr. in Bogota; J. A. Allen, Bull. Am. Mus.
N. H. IL p. 141.
Muscivwa mexicana abgehildet; Salvin u. Godman, Centr. Amer. IL T. 39
Myiarchus flammulatus abgebildet; Salvin u. Godman, Centr. Amer. II
T. 37. — M. inqiiietus n. sp. von Central-Amerika, nahe M. crinitus; Salvin u.
Godman, Centr. Amer. IL p. 88. — M. platyrhynchus Ridgw. identisch mit
M. laivrencii; 0. Salvin, Ibis (6) 1. p. 362.
Myiobius capitalis abgebildet; Salvin u. Godman, Centr. Amer. 11. T. 40. —
M. fulvigularis n. sp. von Central-Amerika, nahe M. erythrurus ; Salvin u. Godman,
Centr. Amer. IL p. 58.
Myiodynastes hemichrysus abgebildet; Salvin u. Godman, Centr. Amer.
IL T. 8.
Ornithion pusillum olivaceutn n. suhsp. von Tarapoto, N.Peru; H.v. Berlepsch,
Journ. Orn. 37. p. 301.
Pachyrhamphus atricapillus marginatus (Lcht.) als grössere brasilianische
Subspecies von der Guiana-Form zu sondern; H. v. Berlepsch, Journ. Orn. 37.
p. 303.
\
in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1889. 149
Phijllomyias bcrlepschi Sei. identisch mit P. (3Iuscipeta) incancscens "VVied;
J. A. Allen, Bull. Amer. Mus. N. H. II. p. 147.
Platyrhynchus bifasciatus n. sp. von Matto Grosso, Brasilien, nahe P. mysta-
ceus; .T. A. Allen, Bull. Am. Mus. N. H. 11. p. 141. ~ P. insularis n. sp. von
Tobago, nahe P. mystaceus; ebenda p. 143.
Pyrocephalus minimus vermuthlich u. sp. von Chatam Island, Galapagos,
nahe P. nanus; R. Ridgway, P. U. St. N. M. 12. p. 113.
Sirystes albogriseus abgebildet; Salvin u. Godman, Centr. Amer. II. T. 37.
Sublegatus virescens n. sp. von Matto Grosso, Brasilien; J. A. Allen, Bull.
Am. Mus. N. H. n. p. 150.
Familie Trochilidae.
E. Simon berichtet über die Verbreitung von 19 Colibriarten in Venezuela;
Mem. Soc. zool. France 1889. p. 217—225.
Derselbe: Notes sur qixelques especes de Trochilides; ebenda p. 226 — 231. —
Kritisches über: Psalidoprymna eucharis, Eriocnemis godini, Thalurania fannyae,
hypochlora und eriphyle und über Chaetocercus berlepschi n. sp.
Adelomyia aeneosticta n. sp. von St. Esteban, Venezuela, nahe A. melanogenys;
E. Simon, Mem. Soc. zool. France II. p. 223.
AmaziUa aeneobrunnea als neu beschrieben, später als Artefact erkannt;
F. M. Chapman, Bull. Am. Mus. N. H. II. p. 163 u. 182. — A. laivrencei n. sp.
von Bogota i?); D. G. Elliot, Auk. 6. p. 209.
Bellona exilis, ornatus und cristata: Verbreitung der drei Arten über die
westindischen Inseln; Auk. 6. p. 218.
Chaetocercus berlepschi n, sp. von Ecuador; E. Simon, Mem. Soc. zool.
France II. 1889. p. 230 — 231. — C. burmeisteri abgebildet; Sclater u. Hudson,
Argent. II. T. XI.
Delattria margaritae n. sp. von Mexiko (Sierra Madre del Sui'), ähnlich
D. henrici; Salvin u. Godman, Ibis (6) 1. p. 239.
Eriocnemis incuUus n. sp. von Bogota, ähnlich E. dyselius; D. G. Elliot,
Auk 6. p. 210,
Hylocharis lactea (Less.) ist in die Gattung Agyrtria zu stellen; H. v. Ber-
lepsch, Journ. Orn. 37. p. 306.
Jache nitida n. sp. von Mexiko, am nächsten J. doubledayi; Salvin u.
Godman, Ibis (6) 1. p. 240.
Phaethornis filippii in Solimoes, NW. Brasilien gefunden ; H. v. Berlepsch,
Journ. Orn. 37. p. 100. — P. riojae n. sp. von Rioja, N. Peru; Ibis (6) 1. p. 182.
Familie Micropodidae.
F. A. Lucas, The Main divisions of the Swifts; Auk 6. p. 8—13. —
Untersuchungen des Sceletts der Micropodidae. Die Familie ist danach in
Micropodinae und Chaeturinae zu sondern, zu letzterer Unterfamilie auch
CoUocalia zu stellen, welche von Chaetura kaum genersich sich sondern lässt.
Hingegen zeigt Dendrochelidon so bedeutende Abweichungen namentlich im
Schädelbau und nähert sich darin, besonders in der Form der palatina und des
vomer, den Caprimulgiden, dass diese Form nach des Verf. Ansicht als besondere
Familie Dendrochelidonidae getrennt werden muss.
W. K. Parker, On the Systematic Position of the Swifts {Cypselidae);
150 . Ant. Reich enow: Bericht über die Leistungen
Zoologist 13. p. 91 — 95. — Weist auf nahe Venvandtschaft der Micropodiden
mit den Hirundiniden hin.
L. Zehnter, Entwicklung von Cypselus melba, s. oben S. 90.
Cypselus minusculiis n. sp. von Burma; T. Salvadori, Ann. Mus. Genova 27.
p. 383.
Familie Caprimulgidae.
Äntrostomus vociferus auf Porto Rico; Ch. B. Cory, Auk 6. p. 276.
Hydropsalis furcifera abgebildet; Sclater u. Hudson, Argent. II. T. XII.
Familie Coraciidae.
BaryphtJiengus martii (Spix) von Peru, 0. Ecuador und N. Brasilien art-
lich verschieden von B. semirufa (Sei.) von C. Amerika, Columbien und W.
Ecuador; H. v. Berlepsch, Journ. Orn. 37. p. 308.
Eunjlaemidae: Auf G-rund oologischer Merkmale schliesst diese Gruppe
an die Dicruridae sich an; Kutter, Journ. Orn. 37. p. 398—400.
Momotus hrasiUensis kjnohilis n. subsp. von Yurimaguas in Nord Peru;
H. V. Berlepsch, Journ. Orn. 37. p. 307.
Fsarisomus psittacinus (S. Müll.) die auf Borneo und Sumatra heimische
Art, unterschieden von P. dalhousiae vom Himalaja; R. B. Sharps, Ibis, (6) 1.
p. 438.
Familie Meropidae.
Merops mentalis vermuthlich n. sp. von Kamerun, sehr ähnlich M. miUleri
Cass.; J. Cabanis, Journ. Orn. 37. p. 78.
Steatornis: Osteologie, systematische Stellung; s. Parker oben S. 87.
Familie Alcedinidae.
Tanysiptera meyeri n. sp. von Neu Guinea, nahe T. gdlatea; T. Salvadori,
Agg. Orn. Pap. I. p. 54. — T. rosseliana n. sp. von der Rössel Insel; H. B.
Tristram, Ibis (6) 1. p. 557.
Familie Bucerotidae.
Vergl. Beddard oben S. 84.
Lophoceros alhuterminatus n. sp. vom Oberen Kunene, nahe L. melano-
leucus; J. Büttikofer, Notes Leyden Mus. XI. p. 67.
Familie Picidae.
W. Mars hall, Die Spechte, Zoologische Vorträge Hft. 2. (Leipzig 1889).
— Volksthümliche Darstellung der Gruppe, insbesondere der anatomischen und
zoologischen Charaktere, der Lebensweise und Verbreitung. Nebst einer Karte
der Verbreitung.
Campophilus splendens n. sp. von Bogota (?), Panama u. Medellin, nahe
C. haematogaster; E. Hargitt, Ibis (6) 1. p. 58.
Centurus canescens n. sp. von der Insel Ruatan in d. Bucht von Honduras,
ähnlich C. dubius; 0. Salvin, ebenda p. 370.
Cerchneipicus occidentalis n. sp. vom oberen Ucayali, ähnlich C. tinnun-
culus; E. Hargitt, Ibis (6) 1. p. 231.
Chloronerpcs auricularis u. sp. von Älexiko (Guerrero); 0. Salvin u. F. D.
in der Naturgeschichte der Vögel wälireud des Jahres 1889. 151
Godman, Ihis (Q) 1. p. 381. — Ch. gularis n. sp. von Santa Elena. Antioquia,
ähnlich Ch mbiginosus; E. Hargitt, ebenda, p 230.
Chrysocolaptes rufopunctatus n. sp. von Panaoii (Philippinen), ähnlich C. lu-
cidus; E. Hargitt, Ibis (6) 1. p. 231.
Chrysophlegma humii n. sp. von Malacca, ähnlich C. mentale; E. Hargitt,
Ibis (6) 1. p. 231.
Chrysoptilus mariae n. sp von Chamicuros, O.-Peru, nahe C. icteromelas;
E. Hargitt, Ibis (6) 1. p. 59.
Dendrobates fidelis n. sp. von Bogota, ähnlich D. olivinus; Hargitt, Ihis
(6) 1. p. 59.
Dryobates pubescens oreoecus n. subsp. von Neu Mexiko; C, F. Batchelder,
Auk 6. p. 253.
Gecinus gorii abgebildet ; R. B. Sharpe Trans. L. S. 5. T. 6.
Picumnus flavi frans n. sp. von Savayacu, Peru, ähnlich P. aurifrons; E.
Hargitt, Ibis (6) 1. p. 229. — P. wallacü n. sp. von Amazonas, ähnlich P. flavi-
frons; ebenda p.230. — P. undulatus n. sp. von Guiana, ähnlich P. mimitus; E.
Hargitt, ebenda p. 354 — 355.
Picus viridis wurde bereits von Schäffer (1774) als Tyijus für die Gattung
Picus L. angenommen; Ant. Reichenow, Journ. Orn. 37. p. 187.
Picus [Chrysophlegma) pierrei n. sp, von Cochinchina, nahe Ch. flavinucha;
E. Oustalet, Naturaliste 11, p. 45.
Picus (JDendrocopus) canariensis n. subsp ; A. König, Journ. Orn. 37. p. 263.
Familie Capitonidae.
Barhatula chrysopyga n. sp. von der Goldküste, ähnlich B. bilineata Sund.;
G. E. Shelley, Ibis (6) 1. p. 477.
Cyanops mcmticola n. sp. vom Kina Balu, nahe C. incognita; R. B. Sharpe,
Ann. Mag. N. H. 3. (6) p. 424.
Erythrobucco n. g. : Distinguished from Pogonorhynchus by the smooth base
to the lower mandible (so different from the sulcated mandible of P. diibius) and
by the less evident tuft of bristles on the chin. Type. E. rolleti; G. E. Shelley,
Ibis (6) 1. p. 475—476.
Heliobucco n. g. : The type of this genus is H. bonapartü, which has always
been placed with G. calvus in the Genus Gymnobucco. It differs however, in
its feathered crown and feathered earcoverts; G. E. Shelley, Ibis (6) 1. p. 476.
Megalaema davisoni Hume identisch mit M. asiatica Lath.; E. Hartert,
Journ. Orn. 37. p. 334.
Melanobucco n. g.: Wants the dense tuft of bristles vv^hich conceals the
chin-angle in Pogonorhynchus and Erythrobucco. Differs from Trieholaema in
wanting the hairy plumes on the breast. Tyi^e: 31. bidentatus (Shaw); G. E.
Shelley, Ibis (6) 1. p. 476. — M. aequatwialis n. sp. vom Niamniam-Land, ähn-
lich M. bidentatus; ebenda.
Mezobucco n. g.: The type of this genus is M. duvauceli, a species which
holds an intermediate position between Cyanops and Xantholaema. The culmen
does not exceed the tarsus in length, the bill is pointed, not obtuse, as in Xan-
tholaema, and the genus differs from Cyanops in the great length of the rictal
bristles, which reach beyond the tip of the bill; G. E. Shelley, Ibis (6) 1. p. 477.
Smilorhis kilimensis n. sp. vom Kilimandscharo, ähnlich S. leucotis; G. E.
Shelley, Ibis (6j 1. p. 477.
152 Aut. Reichenow: ßericlit über die Leistungen
Familie Rhampliastidae.
Pteroglossus poecüosternus Gonld scheint vorgeschrittenes Altersstadiuni von
P. pluricinctus Gould zu sein; H. v. Berlepsch, Journ. Orn. 37. p. 311.
Rhamphastos culminatus Grould: Unterschiede von B. cuvieri angegeben;
ebenda p. 310.
Familie Trogontidae.
A. Nehrkorn über die verschiedene Färbung der Trogontiden - Eier s.
oben S. 129.
Trogon (Calurus) hargitti n. sp, von Venezuela (?); E. Oustalet, Natura-
liste 13. p. 261.
Familie Indicatoridae.
Indicator variegatus var. viresc^ns var. oder n. subsp. von Deutsch-Ost-
afrika; Ant. Reichenow, Journ. Orn. 37. p. 273*
Jynx repräsentirt den tiefsten und am wenigsten specialisirten Typus der
Picidae. Es zeigt sich dies insbesondere in der Gaunienbildung, namentlich in
dem Verhalten der beiden ossa vomeris, ferner in der Form der Scapula;
M. Ftirbringer, Journ. Orn. 37. p. 243—245.
Familie Cuculidae.
Cacomantis arfakianus u. sp. von !Neu Guinea, Aru etc., nahe C. castanei-
ventris, T. Salvadori. Agg. Orn. Pap. I. p. 49.
Coccyzus cinereus abgebildet; Sclater u. Hudson, Argent. II. T. XIII. —
C. melanocoryphus auf den Galapagos; R. Ridgway, Proc. U. St. Nat. Mus. 12.
p. 113.
Cuculus canorus, die Frage des Selbstbrüteus betreffend, s. Ad. Walter
oben S. 130. — C. canorus, C. striatus u. C. poUocephalus, Unterschiede der drei
Arten; E. W Oates, Ibis (6) 1. p. 355—359.
Lamprococcyx poUurus n. sp. von Taraway-Ins. (?), nahe poeciluroides;
T. Salvadori, Agg. Orn. Pap. I. p. 49.
Ordnung Psittaci.
M. Fürbringer spricht sich für die Hypothesen von Wallace imd
Reichenow aus, welche den Verbreitungsheerd der Papageien auf die östliche
Erdhälfte verlegen, im Gegensatz zu Mars hall, welcher Amerika als Ver-
breitungscentrum betrachtet. Verf. begründet seine Ansicht besonders durch
Verhalten der Oarotiden , welche bei den australischen , orientalischen und
afrikanischen Papageien alle möglichen Modificationen von der primitivsten bis
zur differentesten Anordnung darbieten, während bei den amerikanischen Papageien
nur eine Art der Bildung, nämlich die der superficiellen linken Carotis, vor-
kommt; Journ. Orn. 37. p. 241 -243.
W. Mars hall, Die Papageien. Zoologische Vorträge Hft. 1. (Leipzig 1889).
— Volksthümliche Darstellung der Ordnung, Anatomie, äussere Kennzeichen,
Biologie und geographische Verbreitung. Nebst einer Verbreitungskarte.
Agapornis fischeri u. personata abgebildet; Joui-n. Orn. 37. T. 4.
Ära couloni : Unterschiede von A.maracana ; H. v. Berlepsch, Journ. Orn. 37.
p. 314. T. 3.
Bolhorhynchus aymara abgebildet; Sclater u. Hudson, Argent. II. T. XV.
Brotogerys gustavi n. sp. von N. Peru, nahe B. juguluris; H. v. Berlepsch,
Ibis (0) 1. p. 181. T. 6.
in der Naturgeschiclite der Vögel während des Jahres 1889. 153
Caiea melanoeephala pallida vermuthlich n. subsp. von 0. Peru n. O. Ecuador;
H. V, Berlepsch, Journ. Oni. 37. p. 317.
Chrysotis viridigenälis häufig in Ost-Mexiko; Salvin u. Godnian, Ibis (6) 1.
p. 241.
Conurus luciani scheint nur Jugendkleid von C. roseifrons zu sein;
H. V. Berlepsch, Journ. Orn. 37. p. 316. — C. molinae abgebildet; Sclater u.
Hudson, Argent. II. T. XIV. — C. roseifrons ad. u. juv. abgebildet; Journ.
Orn. 37. T. 3.
Platycercus hochstetteri n. sp. von den Antipoden-Inseln; A, Reischek,
Trans. N. Z. Inst. 21. p. 387.
Fsittacula cyanopyga pallida n. subsp. von Mexiko; W. Brewster, Auk 6.
p.85. — P.exqiiisita'Riägw. identisch m\t P.spengeli Hartl. ; G. Hartlaub, Journ.
Orn. 37. p. 114. — Unterschiede von P. deliciosa Ridgw. u. cyanochlora Hartl.;
ebenda.
Stringops hat nach der Configuration des Xiphosternum , dem Verhalten
der Carotiden und in Anbetracht des vorhandenen Musculus ambiens eine ver-
hältnissmässig tiefe Stellung in der Gruppe der Papageien ; M, Fürbringer, Journ.
Orn. 37. p. 237—241.
ürochroma wiedi nom. n. pro Psittacus melanotus Wied; J. A. Allen, Bull.
Amer. Mus. N. H. II. p. 264. [Vergl. Allen S. 81, Bemerkung des Referenten],
Ordnung Raptatores.
Vergl. Beddard oben S. 84, Shufeldt oben S. 88 u. 89, Matschie S. 95
und Riesenthal S. 97.
Familie Strigidae.
Bubo lettii n. sp. von Liberia, zu vergleichen mit B. cristatus von "West-
indien; J. Büttikofer, Notes Leyden Mus. XI. p. 34. T. 6.
Carine noctua wurde zuerst von Retzius (Faun. Suec. 1800 p. 84) kenntlich
beschrieben; Ant. Reichenow, Journ. Orn. 37. p. 187.
Heteroscops n. g. simile generi Scops dicto, sed fasciis auricularibus absentibus,
et facie crinibus tenuibus ornata distinguendum. Typus: Sco])s luciae Sharpe;
Ibis (6) 1. p. 77. T. 3.
Micropallas nom. nov. pro Micrathena Coues (uec Sund. Arachn.); E. Coues,
Auk 6. p. 71.
Ninox niaculata auf d. Norfolk-Insel; J. H. Gurney, Ibis (6) 1. p. 257. —
N. rosseliana n. sp. von der Rössel -Insel, nahe N. boobook; H. B. Tristram,
Ibis (6) 1. p. 557.
Scops capnodes n. sp. von Anjuan, nahe Sc.rutilus; J. H. Gurney, Ibis (6)
1. p. 104—107. — S. ubsoleta Gab. identisch mit /Scops brucei (Hume); R. B.
Sharpe, Ibis (6) 1. p. 91. — S. pryeri n. sp. von den Lutschu-Inseln, nahe Scops
elegans; J. H. Gurney, Ibis (6) 1. p. 302—305.
Scotopelia oustaleti Rochebr. identisch mit Sc. peli; J. Büttikofer, Notes
Leyden Mus. XI. p. 115.
Familie Falconidae.
Accipiter rufotibialis alt u. jung beschrieben und abgebildet, scharf unter-
schieden von A. maniUensis; R. B. Sharpe, Ibis (6) 1. p. 68—69, T. 2.
Archibuteo strophiatus abgebildet; J. A. Murray Avif. Brit. India p. 26.
154 Ant. Reichennw: Bericht über die Leistungen
Astur palumbarins und soloensis abgeb.; ebenda p. 16 u. 20.
Buteo hrachyuTus und fuliginosiis identisch; W. E. D. Scott, Auk. 6. p. 243
bis 245. — B. swainsoni abgebildet; Sclater u. Hudson, Argent. II. T. XVI. —
B. swainsoni: über Melanismen dieser Art von Venezuela berichtet J. H. Gur-
ney, Ibis (6) 1. p. 134—135. — B. plmnipes abgebildet; J. A. Murray, Avif.
Brit. India p. 26.
CercJmeis tinnunculus canariensis n. subsp.; A. König, Jouru. Orn. 37.
p. 263.
Circus hudsonius: Osteologie, s. Shufeldt oben S. 88. — C. macrosceles,
Maasse alter Individuen; J. H. Gurney, Ibis (6) 1. p. 397. — C. spilonotiis, Ge-
schlechter im Alter gleich gefärbt; J. H. Gurney, Ibis (6) 1. p. 256.
Fdlco habylonicus in Sind u. N. Guzerat (nicht F. barbarus n. peregrinator).
Berichtigung; E. A. Butler, Ibis (6) 1. p. 135—136. — F. minor, Maasse und
Farben der nackten Theile; J. H. Gurney, Ibis (6) 1. p. 396. — F. rusticulus
Li. anzuwenden für den norwegischen Jagdfalk anstatt F. gyrfalco; Ant.
Reichenow, Journ. Orn. 37. p. 187.
Polyboroides nach den anatomischen Merkmalen in die Nähe der Buteo-
ninae, aber nicht zu Serpentarius zu stellen; Beddard, P. Z. S. p. 77—82.
Urospizias polionotus n. sp. von Timorlaut, nahe 11. albiventris; T. Salva-
dor!, Agg. Orn. Pap. 1. p. 19.
Hierofalco uralensis abgebildet; Menzbier, Sewertzow Turkest. 2. Lief.
T. 4 u. 5.
Familie Perdicidae.
Caccabis rufa var. australis n. subsp. von den Kanaren und Azoren ; H. B.
Tristram, Ibis (6) 1. p. 28-29.
Colinus ridgwayi, Beschreibung des ersten Jugendkleides; J. A. Allen,
Auk 6. p. 189.
Francolinus altumi ^ von F. hildebrandti nach W. R. Ogilvie Grant; Ann.
Mag. N. H. 4. (6) p. 145 — 146. — F. jugularis n. sp. vom oberen Kunene, nahe
F. gariepensis ; J. Büttikofer, Notes Leyden Mus. XI. p. 76, T. 4. — F. schlegeli
Boc. Orn. d' Angola p. 407 zurückzuführen auf F. subtorquatus; J. Büttikofer,
Notes Leyden Mus. XL p. 80. — F. schütti und altumi: Unterschiede beider
Arten; P. Matschie, Journ. Orn, 37. p. 340. — F. stiMmanni n. sp. von Deutsch-
Ostafrika, sehr ähnlich F. subtorquatus; Ant. Reichenow, Journ. Orn. 37. p. 270.
— F. [Sclei-optera) modestus n. sp. von Kamerun, nahe F. schütti und ashan-
tensis; J. Cabanis, Journ. Orn. 37. p. 87.
Pternistes leucoparaeus und humboldti : Unterschiede beider Arten ; P.
Matschie, Journ. Orn. 37. p. 340.
Familie Phasianidae.
Phasianus chrysomelas und 'komarowi: Verschiedenheiten in der Färbung
der Weibchen; J. Stolzmann, Mem. Soc. Z.France 3. p. 99— 101. — Ph. princi-
palis abgebildet ; Trans. L. S. 5. T. 7.
Familie Opisthocomidae.
Vergl. Beddard oben S. 84.
Familie Cracidae.
Penelope jacquacu Spix anzuwenden für P. boliinana Rchb.; H, v. Berlepsch,
Journ. Orn. 37. p. 319.
in der Naturgeschichte der Vogel während des Jahres 1889. 155
Familie Megapodiidae.
Vergl. Th. Studer oben S. 89.
Familie Crypturidae.
Nothura darwini abgebildet; Sclater u. Hudson, Argent. II. T. XX.
Ordnung Gyrantes.
Geotrygon montana bei Key West, Florida, erlegt; W.E.Scott, Auk 6. p. 160.
Macropygia cinereiceps n. sp. von Fergusson Island; H. B. Tristram, Ibis
(6) 1. p. 558.
Zenaida rubripes: Berichtigung zu Lawrence's Catalogue of Grenada Birds
(Proc. U. St. N. Mus. IX. 1886 p. 625); Auk 6. p. 21.
Familie Ardeidae.
Ueber Osteologie der Reiher vergl. Shufeldt oben S. 89. ~ Systema-
tisches Seebohm oben S. 136.
Ardetta involucris abgebildet; Sclater u. Hudson, Argent. II. T. XVII.
Botaurus neoxenus, Beschreibung eines zweiten Stückes; W. E. D. Scott,
Auk 6. p. 317-318.
Herodias gularis; typische Form und var. einer acea auf Sansibar; Ant.
Reichenow, Journ. Orn. 37. p. 369.
Zebrüus pumüus vom oberen Amazonas beschrieben; H. v. Berlepsch»
Journ. Orn. 37. p. 318.
Familie Ciconiidae.
Ciconia nigra bei Huilla in Angola erlegt; J. A. de Sousa, Jörn. Sc. Math.
Phys. Nat. Lisboa (2 a) I. p. 40.
Familie Phoenicopteridae.
Vergl. Parker oben S. 87 und Seebohm S. 136.
Familie Ibidae.
Platalea: Sechs Arten werden unterschieden, leucorodia L., major Teva.
Schleg., alba Scop., melanorhyncha Rchb., minor Tem. Schleg. und intermedia
n. sp. (p. 54) von Neu Guinea u. Borneo nahe P. melanorhyuc/ta. Geographische
Verbreitung dieser Arten. Abbildungen der Köpfe; W. R. Ogilvie-Grant, Ibis
(6) 1. p. 32-58 T. 1. — Siehe auch L. Stejneger, ebenda p. 258—259.
Familie Pteroclidae.
P. Leverkühn, Litterarisches über das Steppenhuhn, 11. Revue, nebst
Original - Mittheilungen über die 1888er Invasion; Monatsschr. Ver. Schutze
Vogelw. XIV. p. 343—351, 371—376, 398—406.
Pterodes arenaria major n. subsp. von Transcaspien; N. Zaroudnoi, Bull_
Soc. Imp. Nat Moscou 1889 p. 811.
Syn-haptes paradoxus: Zusammenstellung der gesammten über die Art
handelnden Litteratur; P. Leverkühn, s. vorher. — Am 20. April 1889 bei Paw-
lowicz (Posen) beobachtet; A. Reichenow, Journ. Orn. 37. p. 328. — Am 6. Dec-
1888 bei Olmütz erlegt; J. Talsky, Schwalbe 13. p. 1—3. — Im Dec. 1888 bei
Belfast erlegt; R. L, Patterson, Ibis (6) 1. p. 137. — Kurze Darlegung der
systematischen Stellung, Verbreitung und Lebensweise ; Naturaliste 11. p. 11. —
Vergl. auch: Reichejnow oben S. 96, Howard S. 103, Bureau S. 105, van Kempen
S. 105, Vian S. 106 und Zoologist 13. p. 56—60 [verschiedenes Auftreten in
Europa].
156 An t. Reich enow: Bericht über die Leistungen
Familie Turnicidae.
W. R. Ogilvie-Grant, On the Genus Turnix; Ibis (6) 1. p. 446—475. —
Verf. unterscheidet 23 Arten, giebt die Synonymie und kritische Bemerkungen
über die einzelnen Arten sowie einen Schlüssel zum Bestimmen mit Berück-
sichtigung beider Geschlechter.
Familie Parridae.
Parva melanopygia Sei.: Unterschiede von P. spinosa L. {P. jacana L.);
H. V. Berlepsch, Journ. Orn. 37. p. 320.
Familie Rallidae.
Notornis mantelli existirt noch in West-Otago ; J. Park, Trans. New Zeal.
Inst. 21. p. 226-230 u. Zoologist 13. p. 301—306.
Porphyrio bemmeleni n. sp. aus dem Innern von Sumatra (Toba-See); J. Bütti-
kofer, Notes Leyden Mus. XI p. 192.
Rallina woodfwdi n. sp. von Guadalcanar (Salomous Inseln), nahe R.
poecüoptera; W. R. Ogilvie-Grant, Ann. Mag. N. H. 4. (6) p. 320.
Rallus longirostris , longirostris caribaeus, coryi, crepitans, crepitans satu-
ratus, obsoletus, scottü; Verbreitung und Unterschiede; G. B. Seunett, Auk 6.
p. 161 — 166. — B. maculatus abgebildet; Sclater u. Hudson, Argent. 11. T. XIX.
Familie Gruidae.
Cariama cristata, über Junge u. Eier s. A. Newton, Zucht S. 133.
Chunga bur meisten: Anatomisches, Pterylosis; s. Beddard oben S. 84.
Familie Otididae.
Houbara macqueeni, Vorkommen in Europa; L. Bureau, Bull. Soc. Zoo).
France 4. p. 308-312.
Otis tarda: über den Kehlsack, s. Wangelin oben S. 127. ^
Familie Scolopacidae.
Scolopax rosenbergi vou Neu Guinea, und Ä saturata von Java, Unter-
schiede beider Arten, Synonymie und Diagnose; T. Salvadori, Ibis (6) 1. p. 107
bis 112.
Totanus Uttoreus (L.) 1758 anzuwenden für den hellen Wasserläufer (T.
glottis älterer Autoren); Ant. Reichenow, Journ. Orn. 37. p. 188.
Tringa lobata L. anzuwenden für Tringa hyperborea L. ; Ant. Reichenow,
Journ. Orn.37. p.348. — T.maculata am 18. X. bei Penrith, NW.-England, erlegt;
H. A. Macphersou, Ibis (6) 1. p. 136—137.
Familie Charadriidae.
Aegialitis n. sp.?, nahe venusta und mechowi von Angola; J. A. de Sousa,
Jörn. Lisboa (2) II. p. 117—118.
Charadrius dominicus in Asien; T. Salvadori u. Giglioli, Mem. Ac. Torino 39.
p. 113.
Vanellus leucopterus n. sp. von Quilimane, Mossanibik, sehr nahe V. crassi-
rostris; Ant. Reichenow, Journ. Orn. 37. p. 265.
Familie Chionidae.
Vergl. Th. Studer oben S. 89.
in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1889. ]57
Ordnung Natatores.
Ueber Osteologie der Schwimmvögel vergl. oben Shufeldt S. 88 u. 89.
Familie Cyguidae.
Cygnus nigricollis abgebildet; Sclater n. Hudson, Argent. II. T. XVIII.
Familie Anatidae.
Vergl. Seebohm oben S. 136.
Anas maculosa n. sp. von Texas, nahe A. fulvigula; G. B. Sennett, Auk 6.
p. 263.
Biziura exhumata n. sp. vergl. De Vis oben S. 93.
Poecilonetta galapagensis n. sp. von Charles Island, Galapagos, nahe P.
ahamensis; R. Eidgway, P. U. St. N. M. 12. p. 115.
Familie Phalacrocoracidae.
Vergl. Seebohm oben S. 135 und Studer S. 89.
P/ialacrocorax perspicillatus , Beschreibung und Synonymie; L. Stejneger,
P. U. St. N. M. 12. p. 85-88. — Anatomisches, s. Lucas oben S. 87. — Ph.
vigua (Vieill.): P. hrasilianus (Gm.) basirt auf Brisson's Puffinus brasüiensis,
kann nicht auf vorstehende Art bezogen werden wie bisher geschehen, P. mexi-
canus ist nur durch geringere Grösse unterschieden und höchstens subspecifisch
von P. viyua zu sondern; R. Ridgway, P. U. St. N. M. 12. p. 138-139.
Familie Sulidae.
Sula hassana: Luftsäcke, s. oben Bignon S. 85
Familie Sternidae.
Sterna macrura Naum. anzuwenden für die „Küstenseeschwalbe" anstatt
S. paradisea Brunn., welcher Name vermuthlich auf das Sommerkleid von S.
hirundo zu beziehen ist; Ant. Reichenow, Journ. Orn. 37. p. 342.
Familie Laridae.
Creayrus Bp. gut charakterisirte Gattung nach R. Ridgway, P. U. St. N.
M. 12. p. 117.
Xema umzuändern in Chema; Ant. Reichenow, Journ. Orn. 37. p. 188.
Familie Procellariidae.
Vergl. Th. Studer oben S. 89.
Diomedea exulans; über einen rosenfarbenen Fleck am Halse des lebenden
Vogels; A. H. Macpherson, Zoologist 13. p. 437. — Ueber Verbreitung der Art;
W. A. Sanford, ebenda p. 387—388.
Puffinus auduboni wird beschrieben von H. W. Feilden, Ibis (6) 1. p. 63.
Familie Colymbidae.
Colymbus torquatus Brunn, hat Priorität vor C. glacialis L., Urinator imber
Gunn. ist nicht mit Sicherheit auf letztere Art zu beziehen; Ant. Reichenow,
Journ. Orn. 37. p. 343.
Urinator Cuv. 1800 als Gattungsname für die Seetaucher, Colymbus L. für
die Lappentaucher {Podiceps Lath.) anzuwenden; Ant. Reichenow, Journ. Orn. 37.
p. 188.
158 Aiit. Reiche 11 ow: Bericht über die Leistungen etc.
Familie Alcidae.
Alca impennis : Abweichungen am Sternum , s. Lucas oben S. 87 , Eier
s. d'Hamonville S. 82.
üria brünnichi Sab. für die dickschnäblige Lumme, U. lomvia L. für die
schmalschnäblige anzuwenden; Ant. Reichenow, Journ. Orn. 37. p. 342.
Familie Spheniscidae.
Vergl. Th. Studer oben S. 89.
Eudyptes sdateri Bull, und E. pachyrhynchus Gray verschieden von E.
chrysoeome Forst., zu letzterem Namen sind E. sdltator (Steph.) und E. filholi
Hutton Synonyme. Abbildung von Köpfen der beiden erstgenannten Arten-
W. Buller, P. Z. S. p. 82-84. T. 9.
Bericht
über
die Leistungen in der Herpetologie während des Jahres 1889.
Von
Prof. Dr. Oskar Boettger
in Frankfurt am Main.
Reptilia.
Literatur. Ein „Zool. Jahres -Bericht" der Zool. Station in
Neapel ist in diesem Jahre nicht erschienen; den Bericht für
F. E. Beddard's Zool. Record for 1888. London, 80:Bd. 25 des
Record ofZool.Literature (Reptilia pag. 1 — 22, Batrachia pag. 22 — 28)
erstattete wie seit Jahren G. A. Boulenger. Letzterer gibt darin
zahlreiche synonymische Bemerkungen, die Ref. schon im vorjährigen
Berichte benutzen konnte.
Ch. Deperet hat die Literatur für 1889 über die fossilen
Reptilien pag. 706 — 741 und Batrachia p. 742 zusammengestellt.
Revue de Paleontol. p. l'annee 1889 in: Annuaire Geol. Univ.
(Carez & Douville) Bd. 6, Paris 1890, 8«.
Eine sehr vollständige Zusammenstellung der gesammten zoolog.
Literatur über die kleinen Antillen findet sich in Rep. 58. Meet.
Brit. Assoc. Adv. Sc. Bath for 1888 p. 438—464.
F. Lataste, Publications scientifiques. Bordeaux 1889, J.Durand,
8*' 18 pagg. bringt genaue Titelangabe aller herpetologischen Arbeiten
Fernand Lataste's.
Sage. Macgowan macht Mittheilungen über die Rache, die
nach indischer und chinesischer Volksanschauung verwundete Brillen-
schlangen an ihrem Angreifer früher oder später nehmen. In China
schont man sie nicht selten aus diesem Grunde. Nature Bd. 40
pag. 422.
Ueber verschiedene chinesische Schlangensagen und Mythen
berichtet kurz Nature Bd. 39 pag. 615.
Museen, Vereine, Thierhandel. In seinem Jahresberichte für
das k. k. Naturhist. Museum in Wien 1888 berichtet Fr. v. Hauer
über die Fortschritte in der Aufstellung der Reptilien und Batrachier
160 Dl'- Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen
im neuen Miiseumsgebäude. In 1888 neu eingegangen sind 94 Alten
von Kriechthieren und Lurchen in 230 Exemplaren, darunter als
besonders bemerkenswert!! ein Alligator sinensis Fauv. aus Central-
china. Ann. k. k. Nat. Hofmus. Wien, Bd. 4. Sep.-Abdr. 78 pagg.
In L. Rütimeyer's Bericht über das Naturhist. Museum in
Basel vom Jahre 1888 wird erwähnt, dass ein schöner foss. Pelagosmtrus
typvs aus dem Lias von Holzmaden angekauft worden sei, und dass
sich die Sammlung der lebenden Reptilien und Batrachier um
747 Stück in 97 Arten, von denen 23 für das Museum neu gewesen
seien, vermehrt habe. Verh. Naturf. Ges. Basel 8. Theil pag. 801 — 809.
A. Strauch berichtet über Entstehung, Vergrösserung und
gegenwärtigen Zustand des Zoolog. Museums d. k. Akad. d. Wiss.
in St. Petersburg. Auf pag. 93 ff, nennt er einige Fundorte, die von
Interesse sein dürften. So Ranodon Sibiriens von Kopal und Trionyx
maacH aus dem Chankasee im Ussuriland. Mittheilungen über Conser-
vierung finden sich auf pag. 103, über Etiquettierung pag. 108, über
den Reptilkatalog pag. 121 und über die herpetologische Sammlung
speciell pag. 192 — 204. Manche Stücke, wie Uropeltis philippinus,
stammen noch aus der von Peter d. Gr. angekauften Seba'schen
Sammlung; über die Anzahl der eingegangenen Exemplare der
wichtigeren Zuwendungen und Sammelreisen werden Notizen ge-
geben. Eine Neubearbeitung der Gatt. Phrynocephalvs wird pag. 202
in Aussicht gestellt. Von den Reptilien des Museums sind 326 nur
der Gattung nach bestimmt, von den 1222 determinierten Arten
vertheilen sich 119 Species auf die Schildkröten, 14 Arten auf
Krocodile, 596 auf Eidechsen und 493 auf Schlangen. Möchte der
warme Appell um Raumvergrösserung, um Geld- und Arbeitskräfte,
den der verdiente Verf. erhebt, nicht ungehört verhallen ! Das Zoolog.
Museum d. k. Akad. d. Wiss, zu St. Petersburg in seinem 50 jähr.
Bestehen. St. Petersburg 1889, 8« 4, 371 pagg., 2 Pläne.
Im Jahre 1886 enthielten die Sammlungen des U. S. National-
Museums in Washington nach H. C. Yarrow 27039 Nummern von
Reptilien und Batrachiern, im Jahre 1888 aber 27664. Ann. Rep.
Board Reg. Smithson. Inst. 1886 Bd. 2 (1889) pag. 166 und 1888 (1890)
pag. 153—154.
F. Müller bringt einen Sechsten Nachtrag zum Cataloge der
herpetologischen Sammlung des Baseler Museums [vergl. Ber. f. 1887
pag. 158]. Er stellt fest, dass sich die Sammlung seit Herausgabe
des letzten Nachtrages zum Cataloge um 27 Eidechsen-, 14 Schlangen-
und 2 Schildkröten-Arten vermehrt habe und jetzt 536 Eidechsen-
arten, 579 Schlangen, 10 Krocodile und 71 Schildkröten umfasse.
Verh. Naturf. Ges. Basel 8. Theil pag. 685-705, Taf. 10.
Ueber Zweck und Einrichtung des Laboratoire d'Erpetologie
in Montpellier, eines Tausch- und Kaufvereines, findet sich eine
Mittheilung in Humboldt (Dammer) 8. Jahrg. pag. 34 — 35. Dieser
Verein zählt 350 Mitgheder und erzielt durch Verkauf 1000—1200 M.
Reingewinn pro Monat.
in der Herpetologie währeud des Jahres 1889. 161
G. Baur nennt eine sehr wohlfeile Bezugsquelle für zoologische
Objecte biologischer Laboratorien in Nordamerika. Es werden z. B.
Trionyx inuticiis Les., Nectw'us macnlosus Raf. und Menopoma
alleghcaüense Daud. angeboten. Nature Bd. 40 pag. 644—645.
Technische Hilfsmittel, Methoden. W. Pfitzner theilt seine
langjährigen, sehr günstigen Erfahrungen über das Teichmann'sche
Knochenmacerations -Verfahren mit. Anat. Anzeiger 4. Jahrg.
pag. 687—703.
N. Kultschitzki beschreibt eine neue Methode der HämatoxyKn-
Färbung unter Anwendung von Essigsäure für Präparate des Central-
nervensystems. Die markhaltigen Nervenfasern färben sich blau
oder violett, alle andern Elemente aber gelb oder gelbroth. Ebenda
pag. 223 — 224 und München. Med. Wochenschr. Jahrg. 36 pag. 370.
J. H. List macht Mittheilungen über das Aufstellen von
zoolog. und anatom. Objecten und gibt eine haltbare Verschluss-
methode für in Weingeist aufzubewahrende Dauerpräparate. Ebenda
pag. 285—288.
Werke allgemeineren Inhalts. E. Häckel, Natürliche
Schöpfungsgeschichte. 8. umgearb. u. verm. Aufl. Berlin 1889, 8° 30,
832 pagg., Figg., 2 Taf.
G. V. Hayek, Handbuch der Zoologie Bd. 4, Abth. 1: Vertebrata
Allantoidea; Reptilia et Aves. Wien 1889, C. Gerold's Sohn, 8*^,
240 pagg., 428 Figg, Lief. 1 enthält auf pag. 3 — 131 die Reptilien
vollständig.
Von ,,Bronn's Klassen und Ordnungen des Thierreichs Bd. 6,
Abth. 3: Reptilien, bearbeitet von C. K. Hoffmann" erschienen
1889 die Lieferungen 65—66 mit pag. 1921—2016, 6 Figg. und
Taf. 145 — 162. Sie bringen die Fortsetzung des entwicklungsge-
schichtlichen Theiles und behandeln die Bildung des Amnions, die
Entwicklung des Herzens und die Blutbildung, die Entwicklungsge-
schichte der Organe, des centralen und des peripherischen Nerven-
systems und von Sinneswerkzeugen des Auges und des Ohres. Die
Tafeln sind durchweg Originalzeichnungen und stellen Längs- und
Querschnitte verschiedener Entwicklungsstadien von Lacerta agüis
und muralis, Ayiguis und Tropidonotus natrix dar. Leipzig, C. F.
Winter, 8«.
In F. Engled er 's Wandtafeln für den naturkundlichen Unter-
richt, Thierkunde. Esslingen 1889 enthält Taf. 20: Kreuzotter und
Ringelnatter und Schädel und Rachen der ersteren.
K. A. Zittel & Haus hofer 's Palaeontologische Wandtafeln,
Lief. 10, Cassel 1889, fol. enthält auf Taf. 42—46 in 20 Blättern und
auf 8 pagg. Text, 8" Darstellungen von Sauropterygiern, Ichthyo-
sauriern und Theromoren, sowie von Stegocephalen.
J. M. Hinterwaldner's Wegweiser für Naturalien sammler,
Wien 1889, A. Pichler's Ww. & Sohn, Figg. gibt auch Anleitung
zum Sammeln und Conservieren von Reptilien und Batrachiern.
C. Friedländer' s Mikroskopische Technik zum Gebrauche bei
medicinischen und pathologisch-anatomischen Untersuchungen, 4. verm.
Arch, f. Naturgesch. Jahrg. 1890. Bd. II. H. 1. H
162 Dr- Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen
und verb. Aufl., bearb. von C. J. Eberth. Berlin, Fischer's Med.
Buchh., 8». 8, 212 pagg., 47 Figg., 1 Taf.
Ansprechende Schilderungen von schützender Färbung bei Ei-
dechsen pag. 61, von Lebensweise und Vorkommen der Kreuzotter
pag. 181 — 186 u, s. w. bringt 0. Zacharias. Bilder und Studien
aus dem Naturleben. Jena, H. Costenoble 1889, 8*^.
Allgemein Anatomisclies. A. Tschan vergleicht den Carpus
von Plesiosaurus, des Pythonomorphen Edestosanrus ^ von Sejjs und
der Crocodilier und Dinosaurier mit dem der Vögel, betrachtet dann
eingehend die Gliedmassen von Neusticosavrus und der Pterosaurier
und kommt zu dem Schlüsse, dass die Urv.ögel flugfähig gewesen
seien und nicht wohl von den Dinosauriern abstammen können.
Einerseits die Vögel, Dinosaurier und Krocodile, anderseits die Mosa-
saurier und Lacertilier hätten als gemeinsame Ahnen die terres-
trischen Plesiosaurierformen gehabt, mit denen sie in dem Baue des
Carpus übereinstimmten. Recherches sur l'extremite anterieure des
Oiseaux et des Reptiles. Diss. Geneve, 1889, ^^. 63 pagg.
Skeletsystem. G. Pouch et u. H. Beauregard handeln in
ihrer Vergleichenden Osteologie die Reptilien pag. 318 — 379 ab.
Traite d'Osteologie comparee. Paris 1889, 8*^. 18, 464 pagg,,
331 Figg.
In seiner Arbeit über die Morphologie des Wirbelthierschädels
behandelt G. Baur zuerst die Elementa otica u. a. bei Nedm^s,
Mastodonscmnts, Chelofie, Iclitli.yosmmis und Sphenodon. Von Chelone
als einer centralen Form ausgehend, weist er nach, dass die vor
25 Jahren von Huxley aufgestellte Lehre von den otischen Elementen
ungenau ist. Das Paroccipitale Owens bei den Fischen sei dem
Paroccipitale bei den Batrachiern und den Monocondyliern homolog.
Es ist frei bei den Proteiden, aber bei allen übrigen lebenden
Klassenrepräsentanten mit dem Exoccipitale verknöchert. Bei den
Stegocephalen mag es frei oder verknöchert sein. Das Epioticum
der Stegocephalen ist nur eine Hautknochenplatte, die das Parocci-
pitale bedeckt, und Paroccipitalplatte genannt werden kann. Das
Supraoccipitale der Monocondylier besteht aus diesem Element allein
und mag Petrosale genannt werden. Sodann Avendet sich Verf. zur
Betrachtung der Temporalbögen. Eingehend werden daraufhin
namentlich zahlreiche Schildkrötengattungen untersucht und der
Nachweis geführt, dass sich die Reptilien in folgende zwei grosse
Abtheilungen spalten lassen: 1. in solche, bei denen ein breiter
Bogen einfach bleibt, aber schmäler werden kann, oder in der Mitte
eine Unterbrechung zeigt (Plesiosauria, Theromora, Squamata) und
2. in solche, in deren breitem einfachen Bogen eine Oeffnung auf-
tritt, die Fossa infratemporalis, die einen oberen von einem unteren
Bogen abtrennt, der Orbita mit Quadratbein verbindet (Crocodilia,
Dinosauria, Pterosauria). Schliesslich wird ausgeführt, dass die
Squamata nicht als Abkömmlinge von den Rhynchocephaliern, wie
man bisher annahm, angesehen werden dürfen. Journ. of Morphol.
(Boston) Bd. 3 pag. 467—474.
in der Herpetologie während des Jahres 1889. 163
Derselbe spricht sich nach Untersuchung des knöchernen
Ohres der Schildkröten und von Ichthyosaurus nochmals gegen die
Huxley'schen Otica aus. Es gäbe gar keine typischen Otica, und es
existiere weder bei den Ichthyopsiden noch bei. den Amnioten ein
Epioticum, Die Namen Paroccipitale für Opisthoticum und Petrosum
für Prooticum seien vorzuziehen. Zool. Anzeiger 12. Jahrg. pag. 46
bis 47.
Betr. der Entwicklung des Schulter- und Beckengürtels bei den
Reptilien und Batrachiern vergl. unter R. Wieder sheim pag. 170.
Hatschek hat die Rippen aucli der Reptilien und Batrachier
einer vergleichend-anatom. Betrachtung unterzogen. Er bemerkt,
dass eine Vergleichung der Skelettheile nicht zu einer befriedigenden
Lösung der Homologieen führe ; das Lagerungsverhältniss der Rippen-
bildungen zu den Weichtheilen sei vielmehr von besonderer Wichtig-
keit. Verh. Anat. Ges. 3. Vers. Berlin (1890) pag. 113—120, I2Figg.
G. Baur macht Mittheilungen über den Ursprung der Abdo-
minalrippen und über die Foramina im Humerus der höheren Wirbel-
thiere. Echte Bauchrippen finden sich nur bei Sphenodon und den
Krocodilen; die von Chamaeleon und Polychrus seien wesentlich
andere Elemente. Bei den foss. Proganosauriern (s, Rhynchocephalia)
fehlen Abdominalrippen; sie werden hier durch Bündel von schuppen-
artigen Knochenschildern ersetzt. Ihre Homologieen werden erörtert.
Ein Entepicondylloch im Oberarme haben die Proganosaurier und
Theromoren, ein Entepicondylloch und ein Ectepicondylloch die
Sphenodontiden und einige Humeri aus dem russischen Perm, eine
Fossa entepicondyloidea und Ectepicondylloch Atoposaurus^ Sapheo-
saurus und ein Theil der Nothosauriden, ein Ectepicondylloch die
Schildkröten, Eidechsen und ein Theil der Nothosauriden und Rhyncho-
cephalen, eine Fossa ectepicondyloidea Belodon, Champsosaunts und
ein Theil der Schildkröten, kein Foramen die Pythonomorphen,
Dinosaurier, Crocodilier, Pterosaurier, Plesiosaurier und Batrachier.
Von den Proganosauriern leitet Verf. die Theromoren und die Säuge-
thiere ab. Amer. Journ. Sc. (3) Bd. 37 pag. 312—313.
A. Lavocat unterscheidet in seiner Studie über Rippen und
Brustkorb der Wirbelthiere [vergl. Ber. f. 1887 pag. 160] am Ster-
num einen coraco-clavicularen Theil oder ein Praesternum, das bei
den Fischen und Batrachiern allein auftrete, und einen costalen Theil,
der bei den Reptilien und höheren Wirbelthieren hinzukomme. Mem.
Acad. Toulouse (9) Bd. 1 pag. 39—56, 1 Taf.
Hatschek bespricht in ähnlicher Weise wie oben die Rippen
auch die paarigen Extremitäten der Wirbelthiere. Verh. Anat. Ges. 3.
Vers. BerKn (1890) pag. 82—91, 7 Figg.
K. Bardeleben bringt weitere Beweise für seine Annahme
einer siebenfingrigen Grundform der Wirbelthiergliedmassen. Er
verbreitet sich über das Vorkommen von Praepollex- und Praehallux-
Resten in der Thierreihe und bemerkt, dass auch bei foss. Schild-
kröten und anderen Reptilien der Nachweis eines Praepollex gelungen
sei. Proc. Zool. Soc. London 1889 pag. 261—262, Taf. 30 und Verh.
11*
164 Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen
Anat. Ges. 3. Vers. Berlin (1890) pag. 106—113, 6 Figg. — Ref.
in Humboldt 9. Jahrg. (J890) pag. 176.
In seinen Neuen Beiträgen zur Morphologie des Carpus der
Säugethiere bespricht G. Baur vergleichend auch die Handwurzel
von Chelydra serpentma{¥ig.\), Chelymys vidoriae (Fig.2), Chelodina
longicollis, Terrapene und Sphenodon. Anat. Anzeiger 4. Jahrg.
pag. 49 — 51, 4 Figg.
P. Topinard erörtert die morphologischen Verhältnisse der
Extremitätenenden in der Wirbelthierreihe. Den Urtypus der Land-
thiere finde man bei den Enaliosauriern, die drei characteristische
Gliederabschnitte mit den dazugehörigen Knochenreihen aufzuweisen
hätten. Die Extremität sei ruderförmig, und nur der letzte Abschnitt
errinnere an eine Hand. Bei den Batrachiern liegt nach dem Verf.
gleichfalls noch eine Ruderhand vor. Bei den Reptilien besitze die
Vorderextremität die Bildung einer Hand, während die hintere
eine Inflexion im Niveau des Metatarsus, Tarsus und der Articu-
latio tibiotarsalis aufweise. Revue d'Anthropol. Paris (3) Bd. 4
pag. 370—375.
0. Römer berücksichtigt in seiner Arbeit auch das Becken der
Reptilien und Batrachier. Beitrag z. vergl. Anat. des' Wirbelthier-
beckens auf Grund der Befunde an Protopteriis annectens. Diss.
Freiburg i. Br., Lehmann 1889, 8'^ 24 pagg.
Betr. W. J. Mc Kay 's Arbeit über das Skeletsystem von Amn-
thoplds imtarcticvs vergl. unten Elapinae.
Muslielsy stein. lieber die Morphologie der extensorischen
Muskeln der Gliedmassen von Varanvs, Chmnaeleon^ Alligator,
Sphenodon, CryptobnmcJivs und Necturus und über ihre Innervation
berichtet eingehend H. St. John Brooks. Studies Mus. Zool.
üniv. Coli. Dundee Bd. 1, Nr. 5. 17 pagg., 3 Taf., 4». — Auch
separ. : On the morphology of the muscles on the extensor aspect
of the middle and distal segments of the limbs; with an account of
the various paths which are adopted by the nerve trunks in these
Segments. Pt. I: On the extensor muscles in certain Amphibians,
Reptiles etc. Dundee 1889, 4°. 17 pagg., 3 Taf.
Betr. W. J. McKay's wichtiger Arbeit über das Muskelsystem
von Accmthophis antarcticus vergl. unten Elapinae.
Norvensystem. J. Beard's Beiträge zur Morphologie und
Entwicklungsgeschichte des Nervensystems der Wirbelthiere [vergl.
Ber. f. 1888 pag. 169] sind auch separat erschienen. Morphol.
Studies Bd. 1, Nr. 2: The development of the peripheral nervous
System in Vertebrata Pt. I. Jena 1889, 8*^.
L. Edinger bringt eine Mittheilung über die Entwicklung
des Hirnmantels in der Thierreihe. Archiv f. Psjxhiatrie Bd. 20
pag. 582—584.
In seiner Notiz über die Bedeutung des Kleinhirns in der
Thierreihe berührt derselbe auch ReptiHen und Batrachier. Beide
besitzen nur ein ganz kleines Kleinhirnblättchen ; beim Krocodil ist
es dreimal grösser. Verf. sieht die Bedeutung des Kleinhirns als
in der Herpetologie während des Jahres 1889. 165
eines Gleichgewichtsorganes durch Experiment, pathologische Beob-
achtung und Ergebniss vergl.-anatom. Untersuchung gesichert. Ber.
Senckenberg. Naturf. Ges. 1889 pag. 73 — 75,
Nach L. E ding er, der die Fortsetzung der hinteren Rücken-
markswurzeln zum Gehirn eingehend untersucht hat, besitzt das
Rückenmark der Reptilien und Batrachier keine Bahnen, die vom
Vorderhirn herab zu ihm gelangen, und wahrscheinlich nur ganz
wenige, die mit dem Zwischenhirn zusammenhängen. Dadurch ist
es wesentlich durchsichtiger als das höherer Wirbelthiere. Beim
Frosche (Fig. 3) sieht man, dass sich aus den Hinterhörnern des
Rückenmarks massenhaft Faserbündel entwickeln, die durch die graue
Substanz ventralwärts ziehen und sich theils vor, theils hinter dem
Centralkanal mit denen der anderen Seite kreuzen. Aus der Kreuzung
gelangen diese Fasern in die Vorder- und Seitenstränge, namentlich
in die ersteren, und in diesen ziehen sie hirnwärts. Der Verlauf
der centralen Fortsetzung der sensorischeu Bahn im Rückenmarke
ist (z. B. bei Atiguis, Fig. 5) bis auf die erwähnten abschweifenden
Wurzelantheile ganz der gleiche, wie der der centralen Fortsetzung
der sensorischen Hirnnerven. Diesen Faserverlauf, den die ver-
gleichende Anatomie erschliessen Hess, bestätige übrigens auch die
Entwicldungsgeschichte. Anat. Anzeiger 4. Jahrg. pag. 121 — 128,
6 Fig. — Mehreren theoretischen Folgerungen aus dieser Arbeit
widerspricht L. Auerbach. Ebenda pag. 407 — 411. — Replik von
Edinger und Antwort von Auerbach. Ebenda pag. 480 — 482.
S. Pansini [vergl. Ber. f. 1888 pag. 171] studierte die Nerven-
endigungen in den Sehnen. Beim Frosche wird die Endplatte der
Sehnen durch die Theilung einer Nervenfaser in mehrere markhaltige
Fasern hergestellt und durch den Zerfall des Axencylinders dieser
Fasern ein sehr zartes Netz bewirkt mit kleinen Kernen in den
Knotenpunkten des Netzes und grossen Kernen in dessen Maschen.
Eine Hülle fehlt dem Organe. Bei den Eidechsen sind die End-
platten zahlreicher, das Axencylindernetz ausgebreiteter, die Kerne
characteristischer ; bei der Schildkröte sind die Nervenendigungen
spärlich. An den Enden der Sehnen und Aponeurosen bilden sie
Golgi'sche Körperchen. Arch. Ital. Biol. Bd. 11 pag. 225 — 228.
P. Chapot-Prevost hat die Innervation der ausserhalb der
Leber gelegenen Gallenwege auch an einer Seeschildkröte ( Ch. sculpta)
und einem Wasserfrosche verfolgt. Die Gallenwege sind nach dem
Verf. reichlich innerviert, vornehmHch durch marklose Nerven und
Nervenzellen, Die Nervenfasern legen sich an einander oder bilden
Anastomosen, und die Nervenzellen bilden Ganglien, die von einer
Henle'schen Scheide umgeben sind. Es lässt sich ein subseröser,
ein intramusculärer und ein mucoser Plexus unterscheiden. Unter
den Nervensträngen sind solche zu erkennen, die direct zu den
Muskelelementen der Tunica media der Gallenwege gehen oder zur
Innervierung der Blut- und Lymphgefässe bestimmt sind ; im letzeren
Falle konnte oft ein directer Zusammenhang mit einem Gangjion nach-
gewiesen werden. Esquisas histologicas sobre a innervagäo das vias
166 Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen
biliares extra-hepaticas. Concurs-These z. Erlang, d. Lehrstuhls f.
Histologie. Rio de Janeiro, 1889. 7 Taf.
Nene Beobachtungen über die Vertheilung und Endigung der
Nervenfasern an der Blase von Emys orhicularis, Lacerta viridis,
agilis und muralis, Rana escidenta und temporaria^ Salamandra ma-
culosa und Molge cristata hat G. Cuccati angestellt. Die Literatur
über Innervation der glatten Musculatur wird sorgfältig zusammen-
getragen ; die Praeparation geschah nach der Ehrlich'schen Methode.
Mem. Accad. Sc. Ist. Bologna (4) Bd. 9 (1888—89) pag. 577—588,
1 Taf. — Auch separ. : Nuove osservazioni intorno al distribuimento
ed alle terminazione delle fibre nervee nella vesica urinaria di alcuni
Anfibi, Rettili etc. Bologna, 4". 16 pagg., 1 Taf. — Ref. in: Arch.
Ital. Biol. Bd. 11 pag. 423-424.
Weitere Untersuchungen über den nämlichen Gegenstand an der
Blase von Rana und Bufo bringt derselbe. Boll. Sc. Med. Bologna
(6) Bd. 23 pag. 299—303, 1 Taf. — Auch separ.: Ulteriori ricerche
sulle terminazioni dei nervi nella vesica urinaria della Rana escidenta
e della Rana Info. Bologna 1889, 8*^. 7 pagg., 1 Taf.
In Bemerkungen zum feineren Bau der Nervenfaser kommt
Fr. Leydig auf einige Structurverhältnisse des Nervengewebes zu
sprechen, die neuerdings von Joseph erkannt, aber vom Verf. bereits
mehrfach früher veröffentlicht worden sind. Dahin gehört namentlich
die in den Hohlgängen der Röhren des Riechnerven bei Sakanaiidra
befindliche Materie und das Netzwerk im Innern der Röhre von
markhaltigen Nerven bei Rajia und Hyla. Neue Untersuchungen
am Embryo von Lacerta zeigen nun in Ergänzung zu den früheren
Beobachtungen ebenfalls, dass der Inhalt der blassen Nerven zwar
eine helle, gleichmässige Substanz — der Axencylinder — ist, dass
aber von dem die Wand der Röhren erzeugenden Spongioplasma weg
sich deutlich ein sich ins Innere fortsetzendes Fachwerk erstreckt.
Auch in den markhaltigen Nervenfasern der Wirbelthiere, wie in
denen der Wirbellosen, ist die Anwesenheit eines Maschengerüstes,
das die eigentliche nervöse Substanz enthält, nachgewiesen. Biol.
Centr. -Blatt Bd. 9 pag. 199—204. — Ref. in Journ. Roy. Micr. Soc.
London 1889 pag. 624—625.
Auch L. Gedoelst hat neue Untersuchungen über den Zellbau
der Nervenfaser angestellt. Bei zahlreichen Reptilien und Batrachiern
fand er im Bereich einer Ranvier'schen Einschnürung eine voll-
ständig durchlaufende oder auch siebförmig durchbrochene Quer-
scheibe, die er für die Grenzmembran zweier Zellen erklärt. La
Cellule Bd. 5 pag. 127—155, 1 Taf.
Sinnesorgane. J. Carriere gibt einen ausführlichen Bericht
über die neueren Untersuchungen von Owsjennikow, Beard, Ahlborn,
Beraneck, Hoffmann, Peytoureau und Leydig über das Parietalorgan.
Die Verbindung der Blase mit dem Stiele fand Verf. bei Änguis-
Exeraplaren derselben Brut verschieden. Die grosse Veränderlichkeit
in der Entwicklung sowohl wie im fertigen Bau des Organes scheinen
ihm auf dessen geringe Bedeutung hinzuweisen. Er tadelt auch die
in der Herpetologie wälirend des Jahres 1889. 167
Ausdrücke Sehstäbchen und Linse für Dinge, die von diesen Or-
ganen im eigentlichen Auge grundverschieden seien. Biol. Centr.-
Blatt Bd. 9 pag. 136—149.
G. Born gibt ebenfalls eine kurze Zusammenfassung dessen,
was wir über das Scheitelorgan wissen, ohne wesentlich Neues
zu bringen. 67. Jahr.-Ber. Schles. Ges. Vat. Cult. Breslau 1889
pag. 14 — 17.
Wichtige Beobachtungen hat Fr. Leydig am Parietalorgan der
Reptilien und Batrachier [vergl. Ber. f. 1887 pag. 164] angestellt.
Er kommt zu dem Schlüsse, dass das unter der Hautdecke der Stirn
bei den Lurchen oder aber im Scheitelloch der Kriechthiere liegende
Organ weder ein Auge noch ein sonstiges Sinneswerkzeug sein könne,
da kein Nerv nachzuweisen sei. Es bedeutet vielmehr einen in
Rückbildung und Verödung begriffenen Hirntheil, der, soweit er
noch thätig ist, dem Lymphgefässsysteme dient; vielleicht ist es
auch morphologisch und entwicklungsgeschichtlich mit dem Neuro-
porus zu verknüpfen. Die Untersuchung wurde an Anguis, Varanus,
Lacerta, Rana und Bomhinator angestellt und Zirbel, Verbindungs-
strang und Stirn- und Scheitelorgan eingehend histologisch unter-
sucht. Biol. Centr. -Blatt Bd. 8 pag. 708—719.
Van den Bergh hält die Reste des Pinealauges für den Sitz
des Ortsinnes (instinct du retour). Gazette hebd. Sc. Med. Bordeaux
Bd. 10 pag. 150—153.
Eine Notiz über eine Arbeit Gould's betr. des dritten Auges
der Wirbelthiere findet sich in Revue Scientif. (3) Bd. 43 pag. 605
bis 606.
Wegen accessorischer Parietalorgane vergl. unten auch Duval
u. Kalt unter Lacertilia, Sinnesorgane.
Untersuchungen über die runde Area centralis der Netzhaut bei
Emys pag. 143, über die Area centralis von Lacerta^ bei der zu
dieser noch eine seichte Fovea hinzukommt, pag. 146, von Croco-
dilus intermediiis und Alligator, bei denen die Fovea eine lange,
durch fast den ganzen Augengrund horizontal verlaufende Furche
darstellt, pag. 159, und von Rana esculenta^ bei der sich die Area
streifenförmig quer durch die ganze Retina erstreckt, pag. 157, hat
J. H. Crievitz angestellt. Die Areabildung kann somit innerhalb
beider Klassen und aller Ordnungen auftreten, ohne aber in näherer
Beziehung zu den Verwandtschaftsverhältnissen der Thierformen zu
stehen. Bei Salamandra maculosa scheint eine Area centralis z. B.
ganz zu fehlen. Arch. f. Anat. u. Phys., Anat. Abth. Suppl. Bd.
1889 pag. 139-196, Taf. 6, Fig. 1—2, 4—5 und 9—13 und Verb.
Anat. Ges. 3. Vers. Berlin (1890) p. 77-82.
J. Beard hat über Nase und Jacobson'sches Organ eine ein-
gehende Studie veröffentlicht. Er beschäftigt sich darin auch mit
der Entwicklung des Nervus olfactorius bei denEidechsen und Schlangen
und mit der Ausbildung des Jacobson'schen Organs bei denselben
(Troindonotus)\ bei Schildkröten und Embryonen von Krocodilen
suchte er nach letzterem vergebens. Auch bei den Batrachiern fehle
168 Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen
etwas homologes. Zool. Jahrb., Morph. Abth., Bd. 3 pag. 778—780
und Morphol. Studies Bd. 1, No. 4: The nose and Jacobson's organ.
Jena, J. Fischer 1889, 8 f. Tafn.
Verdauungsorgane. Ueber Entstehung und Bedeutung der
Nebenkerne in Ausscheidungen des Pankreas verschiedener Reptilien
und Batrachier hat G. Platner Beobachtungen veröif entlicht. Arch.
f. mikrosk. Anat. Bd. 33 pag. 180—192, Taf. 12. — Ref. in Journ.
Roy. Micr. Soc. London 1889 pag. 625.
S. W. Shore u. H. L. Jones berichten über ihre vergl. histo-
logischen Untersuchungen der Wirbelthierleber. Von Reptilien wurden
Kreuzotter und Schildkröte, von Batrachiern Frosch, Molch und
BHndwühle geprüft. Journ. of Physiol. Bd. 10 pag. 408 — 428, 3 Taf.
A. Pilliet hat Reste von Mesodermelementen, die die Pfortader-
gefässe begleiten, bei Testudo elephantina und bei Ranu, Molge,
Proteus und Caecilia hmibricoidea verfolgt. Journ. Anat. Phys. Paris
Jahrg. 25 pag. 264—276.
Ueber die Beziehungen der subperitonäalen und der subcutanen
Fettkörper und der sie umgebenden Räume zur Pleuroperitonäalhöhle,
über ihre Lagerung gegenüber den Baucheingeweiden und über ihre
Function bei den verschiedenen Sauropsiden hat G. W. Butler
Untersuchungen angestellt. Allen Amnioten, mit Ausnahme vielleicht
der Schildkröten, gemeinsam sind subperitonäale Fettkörper, die längs
der leitenden Blutgefässe gelagert sind. Sie entsprechen dem sub-
peritonäalen Fette der Säugethiere und dürfen als Speicher von
Nahrungsstoffen aufgefasst werden, sei es für den Sommer- oder
Winterschlaf, sei es als Reservefonds für die Eiablage oder für
Hungerzeiten überhaupt. Bei den Varanen scheint der Raum
zwischen dem parietalen Haupttheile der Körperwand und der inneren
peritonäalen Schicht, die die Baucheingeweide umhüllt, blos ein ver-
grösserter Stellvertreter der Räume zu sein, die bei anderen Eidechsen
die Fettkörper umgeben. Ob aber bei den Varanen die Lungen von
der Baucheingeweidehöhle durch ein häutiges Diaphragma geschieden
sind, wie bei den Schildkröten, erheischt weitere Untersuchung. So-
weit man bis jetzt die Unterabtheilungen der Körperhöhle kennt,
scheinen hierin die Varane keine besonders nahe Verwandtschaft zu
den Krocodilen zu zeigen, und der einzige Unterschied zwischen den
ersteren und anderen Eidechsen ist nur der, dass bei ihnen die
Lungen nicht in der nämlichen Höhle mit der Leber liegen. Es ist
aber fraglich, ob dieser Verschiedenheit ein besonderer systematischer
Werth beigelegt werden darf. Proc. Zool. Soc. London 1889
pag. 602—613, Taf. 59—60.
Bespirationsorgane. Ueber die Suprapericardialkörper und ihre
Homologieen bei anderen Thierklassen macht J. F. van Be mm eleu
Mittheilungen. Es sind die accessorischen Schilddrüsen de Meuron's,
deren Auftreten und Entwicklung Verf. namentlich an Batrachiern,
an Lacerta und Schlangen verfolgt hat. Bei letzteren treten sie
symmetrisch auf, bei Lacerta dagegen unpaar, assymmetrisch. Ob bei
den Krocodilen und Schildkröten Suprapericardialkörper vorkommen,
in der Herpetologie während des Jahres 1889. 169
ist noch nicht bekannt. Verf. hält seine Hypothese, dass diese
Organe ursprünglich ein Paar Kiementaschen gewesen seien, aufrecht.
Anat. Anzeiger 4. Jahrg. pag. 400 — 407.
Circulationsorgaue. In H. Strahl u. F. Carius' Beiträgen
zur Entwicklungsgeschichte des Herzens und der Körperhöhlen wird
auf das Coelom der Reptilien Bezug genommen. Arch. f. Anat. u.
Phys., Anat. Abth. 1889 pag. 231—248, Taf. 15.
Weitere Mittheilungen über die Homologieen des Arteriensystems
bei den Reptilien und Batrachiern [vergl. Ber. f. 1888 pag. 174]
bringt J. Y. Mackay. Memoirs and Memoranda in Anatomy Bd. 1,
London u. Edinburgh 1889. pag. 111—125, 2 Taf.
Notizen über die Schlagadern des Hodens der Eidechsen und
des Frosches theilt A. J arisch mit. Ber. Nat. Ver. Innsbruck
für 1889. Sep.-Abdr. 48 pagg., 15 Fig.
In seinen weiteren Studien über das Blut, die Lymphgefässe
und Lymphdrüsen in der Wirbelthierreihe [vergl. Ber. f. 1888
pag. 174] beschäftigt sich L. Cuenot mit der Entstehung und der
Function der weissen Blutkörperchen und der Bildung der Lymph-
gefässe, der Thyreoidea und Thymus, der Lymphsäcke und Lymph-
ganglien und der Milz. Er lässt die rothen und die weissen Blut-
körperchen stets hervorgehen aus Lymphdrüsen, Thyreoidea, Thymus,
geschlossenen Follikeln und der Milz. Aus Bindegewebszellen ent-
ständen normaler Weise nie Leucocyten. Die Lymphdrüsen bildeten
sich auf Kosten verschiedener Gewebe. Den Lymphganglien der
höheren Thiere entsprächen bei den Reptilien und Batrachiern die
Lymphscheiden, die den grösseren Theil der Schlagadern umschliessen.
Eine blutbildende Function des Knochenmarkes bezweifelt der Verf.
Arch. Zool. Exper. (2) Bd. 7 pag. 1—89, Figg., Taf. 1—4.
ürogenitaisy stein. Seine Untersuchungen über den Bürsten-
besatz der Niere und dessen Bedeutung hat H. Lorenz auch auf
Eidechse und Frosch ausgedehnt. Die Stäbchen des Besatzes messen
hier 1,5 — 2 /j-. Der Besatz ist ein Bestandtheil der normalen secre-
torischen Zellen; er spielt die Rolle eines Schutzorganes, das schon
in der embryonalen Niere vorhanden ist. Zeitschr. f. klin. Med.
Bd. 15 pag. 400-440, 1 Taf.
Weitere cytologische Beobachtungen über die Samenelemente
der Reptilien [vergl. Ber. f. 1888 pag. 175] bringt A. Prenant.
BuU. Soc. Nancy (2) Bd. 9, Nr. 22 pag. 13.
G. Rüge macht die Rückbildung der nicht ausgestossenen, also
unbefruchteten Eierstockseier auch für Eidechsen, Schlangen und
Schildkröten wahrscheinlich. Morph. Jahrb. Bd. 15 pag. 551.
Ontogenie. In seiner ,, Theorie des Mesoderms" betitelten
grossen Arbeit hat C. Rabl pag. 154 — 175, Figg., auch die Ent-
stehung des mittleren Keimblattes bei den Reptilien (Eidechse,
Ringelnatter) und Batrachiern (Frosch, Molch, Salamander, Axolotl)
einer eingehenden Betrachtung unterzogen. Morph. Jahrb. Bd. 15
pag. 113—252, 9 Figg., Taf. 7—10.
170 Dl". Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen
Ueber die Entwicklung des Schulter- und Beckengürtels ver-
öffentlicht R. Wiedersheim eine Reihe von Beobachtungen, die er
gelegentlich an verschiedenen Entwicklungsstadien von Salamandrinen,
Molchen, Axolotl, Anuren, Lacertiliern, Cheloniern und Crocodiliern
angestellt hat. Becken- und Schultergürtel sind nach dem Verf.
streng homolog, beide besitzen dieselbe Anlage ; sie sind phjdogenetisch
und ontogenetisch jüngere Bildungen als die freien Gliedmassen, die
als das treibende Princip zu betrachten sind, unter deren formativem
Einflüsse Spangenappai'ate, d. h. Fixationspunkte in der Rumpfwand
für die freie Extremität, entstehen mussten. Während bei den Selachiern
die vordere Extremität noch im Knorpelstadium mit ihrem Spangen-
apparate, ähnlich wie die hinteren Gliedmassen mit der Beckenspange,
eine einheitliche Masse darstellt, ist von den Batrachiern aufwärts
diese Zusammengehörigkeit nur noch im Vorknorpelstadium zu er-
kennen; die knorpelige Anlage erfolgt hier für jeden Bezirk bereits
getrennt. Auch für die Einzeltheile des Schulter- und des Becken-
gürtels macht sich das Bestreben bemerklich, sich im Knorpelstadium
getrennt anzulegen, und der Zusammenfluss erfolgt erst secundär,
so dass die Annahme eines ursprünglich einheitlichen, hyalinen
Knorpelblastems unrichtig ist. Im Beckengürtel stellt die Pars
ischio-pubica, im Schultergürtel die Pars scapularis die phyletisch
älteste Partie dar. Eine Verbindung der Pars iliaca mit der Wirbel-
säule tritt erst bei solchen Wirbelthieren ein, die ihr schwimmendes
Dasein theilweise oder ganz aufgegeben haben und sich der hinteren
Extremitäten nicht nur als Rudei-werkzeuge, sondern auch als Stütz-
organe zu bedienen beginnen; denn von diesem Augenblick an muss
die Rumpflast in der Beckengegend durch die starken Strebepfeiler
der Darmbeine, die die Körperlast auf die freie hintere Extremität
übertragen, eine Stütze erhalten. Der Zusammenfluss der Partes
ischio-pubicae beider Seiten zu einer unpaaren I^amina ischio-pubica,
wie er sich bei Dipnoern, Ichthyoden und Derotremen z. Th. findet,
wiederholt sich dann und wann bei Salamandrinen während des
Larvenlebens. Die Pars pubica ist nicht eine erst bei den Reptilien
auftretende Neuerwerbung, sondern characterisiert schon das Fisch-
und Batrachierbecken, wie dies sowohl das Verhalten des Nervus
obturatorius, als auch die Verhältnisse des embryonalen Schildkröten-
und Krocodilbeckens aufweisen, die die Verhältnisse des Urodelen-
beckens ontogenetisch wiederholen. Das Becken entsteht also nicht
aus einem oder mehreren Paaren von Bauchringen, sondern der mit
diesen früher verglichene Beckentheil, die Pars iliaca, ist der phyletisch
am spätesten erworbene Abschnitt. Ber. Nat, Ges. Freiburg i. Br.
Bd. 4. — Ref. in Amer. Naturahst Bd. 23 pag. 267.
Ueber denselben Gegenstand macht R. Wiedersheim weitere
Mittheilungen. Von Reptilien wurden Lacerta agiJis^ Crocodilvs hi-
poj'catuf! und Chelone mida.s geprüft und gefunden, dass es nirgends
mehr zu einem Zusammenflusse von Humerus oder Femur mit dem
Schulter- oder Beckengürtel komme. Gleichwohl aber sei die vor-
knorpelige Anlage für beide noch einheitlich. Der Verknorpelungs-
in der Herpetologie während des Jahres 1889. 171
process geht regelmässig von der freien Extremität aus, Schulter-
und Beckengürtel folgen mit discreter Anlage erst später nach. Im
Becken erfolgt bei Lacerta der hyaline Zusammenfiuss zu einem
continuierlichen Dreistrahl erst secundär. Wie bei den Lacertiliern
liegen auch bei den Schildkröten Ischium und Pubis zuerst sehr
nahe bei einander, und im vorknorpeligen Stadium bilden sie sogar
ein ganz einheitliches Blastem, das nur in der Gegend des späteren
Foramen obturatorium durch den Nervus obturatorius eine Unter-
brechung erfährt. Die Krocodile schliessen sich im wesentlichen in
der Beckenanlage den Schildkröten an. Von den durch den Verf.
gewonnenen allgemeinen Resultaten ist für uns wichtig, dass der alte
Streit, ob die Fische und die Batrachier nur eine Pars ischiadica
oder auch eine Pars pubica besitzen, in letzterem Sinne entschieden
wird. Die Pars pubica ist keine erst bei den Reptilien auftretende
neue Erwerbung, sondern charakterisiert schon das Fisch- und
Batrachierbecken. Der Beweis hierfür liegt im Verhalten des Nervus
obturatorius und in den Verhältnissen, wie sie das embryonale Schild-
kröten- und Krocodilbecken aufweisen. Anat. Anzeiger 4. Jahrg.
pag. 437—441. — Ref. in Amer. Naturalist Bd. 23 pag. 914—915.
Mittheilungen über die morphologische Bedeutung des Gehör-
knöchelchens bei den Reptilien macht C. K. Hoffmann. Das Gehör-
knöchelchen (Stapes) bestehe aus zwei ganz heterogenen Stücken;
der proximale bei weitem grössere Theil (Otostapes) sei ein Stück
des knöchernen Gehöre rganes selbst, der distale viel kleinere Theil
(Hyostapes), der mit dem Paukenfell in Verbindung steht, sei ein
abgegliedertes Stück des Hyoidbogens. Verf. bespricht seine Entwick-
lung und bemerkt, dass die Beobachtungen an Säugethieren mit diesem
Befunde ganz übereinstimmen. Zool. Anzeiger 12. Jahrg. pag. 336 — 337
und Verh. Akad. Wet. Amsterdam Bd. 28 (1890) pag. 1—30, Taf. 1—3.
Vergl. auch Gaskell, On the origin of the central nervous
System of Vertebrates. Brain, Journ. of Neurology Bd. 12, Heft 1
bis 2, London 1889, S". pag. 1 ff., Taf — Ref. in Amer. Naturalist
Bd. 23 pag. 933—935.
C. K. Hoffmann veröffentlicht Untersuchungen über die Me-
tamerie des Nachhirns und Hinterhirns und über ihre Beziehung zu
den segmentalen Kopfnerven bei Reptilembryonen. Es kommen
7 Segmente vor, "die in sehr enger Beziehung zu den segmentalen
Kopfnerven stehen, was eingehend ausgeführt wird. In ganz be-
stimmten Entwicklungsstadien des Nervus trochlearis lässt sich bei
Lacerta ein sehr deutliches und ziemlich grosses Ganglion beobachten,
das aber frühzeitig wieder vollständig verschwindet; bei Schlangen-
embryonen konnte es nicht aufgefunden werden. Vielleicht hat der
N. trochlearis in früherer Zeit die Schutzorgane für das Parietal-
auge versorgt und sich mit dessen Rückbildung erst secundär in den
Augenmuskelnerven umgebildet. Zool. Anzeiger 12. Jahrg. pag. 337
bis 339 und Arch. Neerland. Bd. 17 pag. 1002.
Gh. F. W. McClure untersuchte Embryonen von ÄnoUs sagrae
und Amblystoma punctatum auf die primäre Metamerie des Neural-
172 Dl'- Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen
rohres. Er fand, dass die symmetrischen Einschnürungen oder
Falten der Seitenwälle des embryonalen Gehirnes theilweise ata-
vistische Reste sind einer primitiven Segmentation des Neuralrohres,
die sich bis ins primäre Vorderhirn erstrecken. Zool. Anzeiger
12. Jahrg. pag. 435—438.
In seiner Arbeit über die ursprüngliche Function des centralen
Nervenkanals und seine Entwicklung bei den Wirbelthieren berührt
A. Sedgwick auch die Verhältnisse bei Reptilien und Batrachiern.
Proc. Philos. Soc. Cambridge (England) Bd. 4 pag. 325 — 328. —
Ref. in Amer. Naturalist Bd. 23 pag. 1019—1021.
W. His stützt sich in seiner Arbeit über die Neuroblasten und
ihre Entstehung im embryonalen Mark auch auf Untersuchungen
an Embryonen von Eidechse, Frosch und Salamander. Arch. f.
Anat. a. Phys., Anat. Abth. 1889 pag. 249 — 300, Taf. 16 — 19 und
Abh. Sachs. Akad. Wiss. Bd. 26 pag. 311—372, 4 Taf.
Fr. Keibel zeigt, dass bei Reptilembryonen die Sehnervenfasern
von der Peripherie centralwärts wachsen, und macht es wahrschein-
Hch, dass sie aus den Zellen der Netzhautanlage herstammen. Sitz.-
Ber. Nat.-med. Ver. Strassburg i.E., Med. Sect. v. 14. Dez. 1888.
Sep.-Abdr. 6 pagg.
G. Chiarugi hat die Entwicklung des Nervus vagus, accessorius,
hypoglossus und der ersten Halsnerven an Embryonen von Lacerta
muralis und 7'ropido7iotus 7iatrix studiert und Mittheilungen nament-
lich über die Beziehungen der aus der Nervenleiste hervorgehenden
Bildungen in der Occipitalregion zu den Nervi hypoglossus und
accessorius willisii gemacht. Anat. Anzeiger 4. Jahrg. pag. 31 — 32,
Atti Soc. Tose. Sc. Nat. Pisa, Proc. Verb. Bd. 6 pag. 223—224 und
Mem. Bd. 10 pag. 149—214, Taf. 11-12. — Vergl. auch J. F. van
Bemme len unten unter Lacertilia, Ontogenie.
J. F. van Bemmelen gibt an, dass sich die 4 vorderen Kiemen-
taschen bei den Eidechsen und Schlangen während kürzerer oder
längerer Zeit unzweifelhaft nach aussen öffnen; einen Durchbruch
des fünften Kiemenspaltenpaares habe er jedoch niemals beobachtet.
Ebenda macht Verf. auch Mittheilungen über die Anlage der Glied-
massen- und Zungenmusculatur. Anat. Anzeiger 4. Jahrg. pag. 240
bis 255, Fig.
Zu den lymphoiden Organen sind nach H. E. Ziegler nicht
allein alle Lymphfollikel und Lymphdrüsen zu rechnen, sondern auch
die Milz, das Knochenmark (bei Anuren und Reptilien), die Thymus
und gewisse fettkörperähnliche Organe am Darmkanal und Uro-
genitalsystem (bei Batrachiern und Reptilien) ; in allen diesen Organen
entstehen weisse Blutkörperchen. Beim ausgebildeten Thiere ist die
Entstehung der rothen Blutkörperchen an gewisse lymphoide Organe
gebunden; es sind dies bei den Caudaten die Milz, bei den Anuren
das Knochenmark. Sie entstehen aber nicht durch Umwandlung
aus weissen Blutkörperchen. Ber. Nat. Ges. Freiburg i. Br. Bd. 4
pag. 171—182. — Ref. in Humboldt 9. Jahrg. (1890) pag. 153—156.
in der Herpetologie während des Jahres 1889. 173
C. K. Ho ff mann gibt einen Beitrag zur Entwicklungsgeschichte
der Urogenitalorgane von Lacerta agilis und muralis, A?iguis und
Tropidonotus natrix. Er behandelt ausführlich die Anlage des
Vornierenganges, der Vorniere und der Urniere, die Bildung der
Segmental- oder Urnierenkanälchen, die Entwicklung des Müller'schen
Ganges, der Geschlechtsdrüsen, der Hoden, des Ovariums und der
bleibenden Niere (Metanephros) , die Rückbildung der Urniere und
die Entwicklung der Nebennieren, die aus dem ,, goldgelben Körper"
entstehen. Zeitschr. f. wiss. Zool. Bd. 48 pag. 260—300, Fig.,
Taf. 17—18.
In seiner Arbeit über die Mesodermsegmente des Rumpfes und
die Entwicklung des Excretionssystemes bei den Selachiern bespricht
J. W. van Wijhe vergleichend auch die einschlägigen Verhcältnisse
bei den Batrachiern und Reptilien. Arch. f. mikr. Anat. Bd. 33
pag. 461—516, Taf. 30—32.
Biologisches. Ueber die Lebensweise einiger Kriechthiere des
unteren Congogebietes berichtet P. Hesse. Die Krocodile sind in
Westafrika die einzigen Thiere, die dem Menschen wirklich gefährlich
werden können. Nur Crocodihts cataphractus und häufiger Cr. vulgaris
kommen noch bei Banana vor; Cr. frontatus, der im Quillo lebt,
ist vom Congo bisher nicht nachgewiesen. Innerhalb 3 Jahren kamen
ein halbes Dutzend Fälle vor, dass Menschen von Krocodilen über-
wältigt wurden. Ueber ihren Fang wird berichtet. Weitere Mit-
theilungen beziehen sich auf Trionyx triunguis (Forsk.), auf das
Eierlegen von Sternothaerus derbi/anus Gray, auf die Lebensweise
von Agama colo7iorum Daud. und Ilemidactylus mahuia Mor. , der
vermuthlich erst nach dem 17. Jahrhundert eingeschleppt worden
ist, über Eiablage und Farbenwechsel der Chamaeleonten, über
Varanus niloticus L. und die dortigen Schlangen. Innerhalb 3 Jahren
ereignete sich nur ein für einen Menschen tötlicher Bissfall. Die
häufigsten Giftschlangen sind Causus rhomheatus Licht, auf Moor-
boden und Vipera arietans auf dem Sande; auch Dendraspis soll
beim Besteigen der Oelpalmen zum Zwecke der Gewinnung von
Palmwein gefährlich werden können. Zool. Garten 30. Jahrg.
pag. 257—267.
H. Fischer-Sigwart beschreibt anschaulich das Thierleben im
Terrarium, wobei er den schweizerischen Reptilien und Batrachiern
den breitesten Raum gönnt. Das Terrarium des Verf.'s hat 45 Qm
Fläche. Von Beobachtungen sind besonders zu bemerken, dass
(pag. 14) ein ungewöhnlich starkes ^ von Tropidonotus natrix aus
Zofingen über 180 cm lang war, dass diese Art sich über Drähten
im Gleichgewicht fortbewegt, und dass sie sich auch, am Schwanz-
ende aufgehängt, fortschnellen kann. Die Zauberkraft ihr Opfer zu
bannen, die man den Schlangen zuschreibt, erklärt Verf. für eine
hypnotische Erscheinung. Auffallend klingt auch die Bemerkung
(pag. 25), dass Eidechsen vor einer gesättigten CoroneUa keine be-
sondere Furcht zeigten. Kleine Coronellen greifen oft grössere
Eidechsen an, anscheinend nur in der Absicht, sie des Schwanzes zu
174 ßi'- Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen
berauben. Die Geburt von 4 Jungen konnte am 1. Oktober beob-
achtet werden. Eine Notiz über Tro'pido7ioU(.s tessellatus s. unten
unter Colubrinae; er trägt seine Beute vor dem Verscblingen stets
aufs Trockene. Weitere Mittheilungen beziehen sich auf Lacerta
agüls, ihre Begattung und Eiablage, auf L. viridis, ocellata und
muralis, auf Anguis und Opliisaurvs apns, Chalcides ocellatus,
Chamaeleon und Tarentola und ihr Gebahren in der Gefangenschaft.
Dass Emi/s im Aargau mögHcherweise wild vorkomme, wird pag. 132
angedeutet. Das Thierleben im Terrarium. Zofingen 1889, 8"
pag. 5 — 138.
In seinen Naturhist. Miscellaneen macht E. Hoff er Mittheilungen
— zumeist biologischen Inhalts — über Anguis, Lacerta vivipara,
Coronen a anstriaca, Cohiher aesculapii und Vipera ammodytes in
Steiermark. 38. Jahr.-Ber. Steierm. Landes-ObeiTealsch. Graz 1889, 8*^.
Versuche über Veränderungen im Rythmus der Athembewegung
bei den Reptilien, je nachdem sie in der Kältestarre, resp. im
"Winterschlafe liegen, oder im wachenden Zustande sind, theilt
E. Couvreur mit. Compt. Rend. Soc. Bioh Paris (9) Bd. 1
pag. 470—471.
Untersuchungen über den Einfluss des geologischen Alters der
Untergrundschichten auf die Verbreitung der Reptilien in Portugal
hat H. Gadow angestellt. Er fand, dass bei weitem der günstigste
Boden für Reptilien dort der Old Red Sandstone ist, dann folgen
in Bezug hierauf mesozoische Kalke, Granit, Tertiär und schliesslich
paläozoisches Gestein, Granit ist mehr als zweimal günstiger als
paläozoische Schichten, etwa gleich günstig wie Jura- und Kreidekalk
und etwas günstiger als Tertiär. Paläozoischer Untergrund ist um
vielfaches ungünstiger als Old Red und fast dreimal schlechter als
Jura- und Kreideboden. Höhenlage, mittlere Jahrestemperatur und
mittlere Regenhöhe haben viel weniger Einfluss auf die Verbreitung
der Kriechthiere als die Beschaffenheit des Untergrundes. Die Ver-
breitung der Batrachier (s. diese, Biologisches) ist eine davon wesentlich
verschiedene. Bemerkenswert!! ist überdies, dass die meisten Schlangen,
die die unfruchtbaren jurassischen und paläozoischen Felsen bewohnen,
Eidechsenfresser sind, während die beiden froschfressenden Tropi-
donotus- Arten daselbst fast fehlen. Rep. 58. Meet. Brit. Assoc. Adv.
Sc. Bath for 1888 pag. 707—708.
In einem „Kapitel über die Einwirkung von Klima und Boden
auf die Thierwelt" gibt 0. Boettger im wesentlichen die biologischen
Notizen seiner grösseren Arbeit über die Reptilien und Batrachier
Transkaspiens [vergl. Ber. f. 1888 pag. 176]. Neu sind darin einige
Einwürfe Alfr. Walter's pag. 35 gegen des Verf 's Erklärungsversuche
für die Nasenverschlüsse der Schlangen, pag. 38 für die Streifen-
zeichnung von Eidechsen und Schlangen und pag. 40 für die sogen.
,, Ohren" von Phrynocephalus mystaceus Pall. Zool. Garten 30. Jahrg.
pag. 1—8 und 33—42.
L. DoUo behandelt in seiner Arbeit über Flug und Flugorgane
bei den Wirbelthieren pag. 161 — 166 die Flugdrachen, pag. 166 — 172
in der Herpetologie während des Jabres 1889. 175
Ptyclwzoon und Verwandte und pag. 172 — 184 die Pterosaurier,
Revue Quest. scientif. Bd. 26 pag. 146—184.
Palaeontologisches. In H. A. Nicholson u. R. Lydekker's
Manual of Palaeontology for tlie use of Students. 2 Bde. Edinburgh
u. London 1889, 8'> 1624 pagg., 1419 Figg. behandelt R. Lydekker
auf pag. 1018 — 1207 die Batrachier und Reptilien. Einige vor-
geschlagene Aenderungen in Nomenclatur und Systematik sollen
unten bei den einzelnen Gruppen verzeichnet werden.
Einen Theil der fossilen Reptilien behandelt eingehend K. A.
Zittel in seinem wichtigen Werke „Handbuch der Palaeontologie
Abth. I, Bd. 3, Lief. 3" auf pag. 437—632, 139 Figg. (s. Systema-
tisches unter Lacertilia, Pythonomorpha, Ophidia, Chelonia, Rhyncho-
cephalia, Sauropterygia, Ichthyopterygia, Theromora).
Bei Besprechung von Lydekker's Cat. Foss. Rept. Brit. Mus.
Bd. 1 [vergl. Ber. f. 1888 pag. 176] macht E. D. Cope einige syste-
matische Bemerkungen. Eine Ordn. Proterosauria kann er ebenso-
wenig gutheissen, wie er den Grund für die Abtrennung der Sauro-
poden von den Crocodiliern anerkennen möchte. IJadrosaurus sei
für Trachodon, Belodon oder Centemodon für Phytosaurus vorzu-
ziehen. Amer. Naturalist Bd. 23 pag. 43.
R. Lydekker bringt den zweiten der vier Theile des ,,Catalogue
of the Fossil Reptilia and Amphibia in the British Museum (N. H.)"
21, 307 pagg., Figg., der die Reste der Ordnungen Ichthyopterygia
und Sauropterygia der Londoner Sammlung behandelt und theilweise
kurz beschreibt und abbildet. Auf pag. 9 der Einleitung werden
einige Irrthümer von Bd. 1 [vergl. Ber. f. 1888 pag. 176] berichtigt:
GeoscmvKs ist ein Crocodilier und = Dacosat/nts; Typus dieser Gat-
tung wird G. maximys. Dermalschilder fehlen Dacoscwrvs wie
Metriorhyncluis, aber Scleroticalplatten sind vorhanden; dieser Cha-
racter ist deshalb in die Diagnose der Crocodilia aufzunehmen.
Crocodilaemus ist von Metriorliynchus verschieden. Von Dinosauriern
sind die Gatt. Bothnospondyhts und Creosaurus nicht nahe ver-
wandt; die von Bothriospondylus beschriebenen Reste dürften den
nordamerikanischen Gatt. Pleurocoelvs oder Cetiosaunis beizuzählen
sein. Weitere zahlreiche Nachweise sind daselbst pag. 10 — 12 nach-
zulesen. Auf die vielfachen und wichtigen synonymischen Bemer-
kungen kann hier ebensowenig eingegangen werden, wie auf die
scharfe und mehrfach neue Charakterisierung der einzelnen Ord-
nungen, Familien und Gattungen (s. Ichthyopterygia, Sauropterygia).
— Ref. in N. Jahrb. f. Min. 1890 Bd. Tpag. 342—345.
Der dritte Theil dieses Werkes mit 18, 239 pagg., Figg. be-
handelt die fossilen Schildkröten des British Museums. England ist
daran namentlich reich im Purbeck, in der Kreide und im Eocän;
die letzte Form in Norfolk, Emys orhicnlaris L., starb mit dem
Postpliocän aus. Von 52 Gattungen mit 131 Arten, die R. Lydekker
aufzählt, können nur 18 Gattungen und 10 Arten mit Sicherheit mit
lebenden identificiert werden. Die Classification ist die von Boulenger
(s. unten) vorgeschlagene, doch sind die Namen Athecae und Theco-
176 Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen
phora in Athecata und Testudinata geändert, und eine Gruppe
Ampliichelyida wird vorgeschlagen, die die foss. Farn. Pleurosternidae
umfasst und zwischen Cryptodira und Pleurodira eingeschoben wird
(s. Chelonia). — Ref. in Nature Bd. 41 (1890) pag. 534.
Den stratigraphischen und palaeontologischen Nachweis , dass
die Schichten in Texas, aus denen Cope seine permischen Reptilien
und Batrachier [vergl, Ber. f. 1886 pag. 152] beschrieben hat, wirk-
lich zum Permsystem gehören, liefert Ch. A. White. Amer. Natu-
ralist Bd. 23 pag. 109—128, Taf. 1. — Ref. in N. Jahrb. f. Min.
1890 Bd. 1 pag. 98—99.
Ueber die Funclstcätten von Reptil- und Stegocephalenresten im
oberschlesischen Muschelkalke, ihre paläontologische Erforschung und
die Literatur dieser Fossilien macht H. Kunisch eingehende Mit-
theilungen (s. Nothosauridae, Placodontia; Mastodonsauridae). 67. Ber.
Schles. Ges. Vat. Cult. Breslau 1889 pag. 96—105.
R. Lydekker bespricht ausführlich Reste und Verwandtschaften
von 5 Gattungen mesozoischer Reptilien (s. Teleosauridae ; Thero-
poda, Scelidosauridae, Camptosauridae; Plesiosauridae). Qu. Journ.
Geol. Soc. London Bd. 45 pag. 41—59, 9 Figg., Taf. 2. — Ref. in
Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 3 pag. 288, Geol. Magaz. ^3) Bd. 6 pag. 39
und N. Jahrb. f. Min. 1890 Bd. 2 pag. 144.
R. Owen, Titlepages, Prefaces and Tables of Contents to the
Monographs of the Fossil Reptilia of the Wealden and Purbeck
Formations, Suppl. 4 — 9; on the Reptilia of the Kimmeridge Clay;
on the Reptilia of the Mesozoic Formations etc. London, 4°.
24 pagg. in: Trans. Paleont. Soc. London Bd. 42.
R. Lydekker macht Mittheilungen über die Gatt. Rhinochclys
und neue Cheloniden aus dem Grünsand von Cambridge und aus
dem Gault, über Argillochelys, Clielone gigas Ow. und Dacoclidys aus
dem London Clay, sowie über PJesiochelys und einen fraglichen Zahn
von Ornithopsis aus englischem Wealden (s. Sphargidae, Chelonidae,
Pleurodira, Pelomedusidae, Plesiochelydidae ; Atlantosauridae). Qu.
Journ. Geol. Soc. London Bd. 45 pag. 227—246, 7 Figg., Taf 8.
Derselbe gibt systematische und synonymische Bemerkungen
über verschiedene foss. Reptilien und kurze Notizen über 2 neue
Arten (s. Chelonidae; Atlantosauridae, Pleurocoelidae, Meg-alo-
sauridae). Geol. Magaz. (3) Bd. 6 pag. 325—326. — Ref. in N.
Jahrb. f. Min. 1890 Bd. 1 pag. 466.
F. W. Cragin's vorläufige Beschreibung eines neuen oder wenig
bekannten Sauriers aus der Brentongruppe von Kansas ist mir nicht
zu Gesicht gekommen. Amer. Geolog, v. Dez. 1888.
0. C. Marsh fand in den obercretaceischen Ceratops-'^ohichien
des Ostabhangs der Rocky Mts. neben Ceratopsiden (Agathaumatiden)
Dinosaurier von 2 oder 3 anderen Ordnungen und mehreren Familien,
Plesiosaurier, Krocodile und Schildkröten von cretaceischem Typus
sowie viele kleinere Reptilien. Amer. Journ. Sc. (3) Bd. 38 pag. 502.
Eine Notiz über bisher unbestimmte Reste von Schildkröten,
Krocodilen und Dinosauriern aus dem Denver-Tertiärsystem in Oregon,
in der Herpetologie während des Jahres 1889. 177
das frülier der Laramiekreide zugezählt worden war, bringt pag. 276
W. Gross, Einige der Reste sollen auf Agathanmatiden (Dinosauria)
schliessen lassen. Verf. versucht den Nachweis zu führen, dass
diese Schichten dem Eocän einzugliedern sind. Ebenda (3) Bd. 37
pag. 261-282, Fig.
L. Landesque verzeichnet aus dem Oligocän von Lamilloque
im Agenais von Crocodiliern Diplocynodon ratelif Pom. u, a. Arten,
von Schildkröten Ptycliogaster emydoides Pom., Testudo eurysternum
Pom., Trionyx amansi Gray, sowie Schlangen- und Batrachierreste.
Bull. Soc. Geol. France (3) Bd. 17 pag. 32—33.
H. Schopp nennt aus dem mitteloligocaenen Meeressande von
Flonheim in Rheinhessen Knochenplatten von Crocodilns, Platten
und Rippenstücke von Emys hospes v. Myr. und 7V/o/i^a;-Reste, aus
dem des Rothenthals bei Alzey den wohlerhaltenen und noch zusammen-
hängenden Bauch- und Rückenpanzer einer noch unbestimmten
Schildkröte, die jetzt im Darmstädter Museum liege. Abb. Hess.
Geol. Landesanstalt Bd. 1 pag. 375.
J. Leidy beschreibt aus [anscheinend pliocaenen. Ref.] Phosphat-
lagern am Peace Creek, Florida, Reste von Alligator, Schildkröten,
darunter Fragmente von Trionyx, und Schlangenwirbel (s. Crocodilidae;
Testudinidae). Trans. Wagner Free Inst. Sc. Philadelphia Bd. 2
pag. 27—31, Taf. 4, 6.
C. H. Hitchcock gibt eine Uebersicht über die neueren Fort-
schritte in der Ichnologie, der Lehre von den Fusstapfen- Abdrücken
fossiler Thiere. x4.us nordamerikanischer Trias sind jetzt 170 Arten
von solchen Fussspurenresten beschrieben, deren Aufzählung Verf.
gibt. 28 davon werden Dinosauriern, 27 Reptilien und Stegocephalen,
6 Schildkröten und 16 Batrachiern zugeschrieben. Reich an Resten
davon sind besonders die Museen von Amherst und South Hadley.
Es gibt sodann eine Liste der 35 an der Wethersfield-Bucht, Conn.,
vorkommenden Formen, zählt einige Localitäten in New Jersey und
York, Penna., mit ihren Abdrücken auf und beschreibt sodann aus-
führlicher einige neue Fussspuren von Apatichnus liolyocensis und
crassus, Änomoepus isodactylus und cuneatiis (alle von ? Dinosauriern)
und Plectopterna elegans (? Reptil oder Stegocephale), kürzer von
Tlesiornis gigunteus, Trihamus magnus (beides ? Dinosaurier) und
Otozoum parmni und cuudatum (? Batrachia). Proc. Boston Soc. Nat.
Hist. Bd. 24 pag. 117—127.
J. Eyerman zählt 4 Arten von Fusstapfenabdrücken aus der
Jura-Trias von Milford, Hunterdon Co., New Jersey auf, darunter
z. B. Änomoepus nmior (? n. sp.). Proc. Acad. Nat. Sc. Philadelphia 1889
pag. 32—33.
Eine Notiz über die Fussspur eines Sauriers, wohl Saurichnites
cottae, aus dem Unterrothliegendeu vom Westabhange des Gottlob
bei Friedrichsroda, Thüringen, bringt A. Langenhan. 67. Jahr.-Ber.
Schles. Ges. Vat. Cult. Breslau 1889 pag. 84—85.
J. Schaff er hat den feineren Bau fossiler Knochen studiert.
In einigen Fällen, wie bei Ichthyosaurus, finden sich nicht unwesent-
Arch. f. Naturgesch. Jahrg. 1890. Bd. II. H.l. 12
178 Dr- Oskar Boettger: Bericht über die Leistniigen
liehe Abweichungen von der Strnctur recenter Knochen, die vielleicht
als eine niedrige Stufe der Entwicklung zu deuten sind. Die Zer-
störung fossiler Knochen ging oder geht heute noch vielfach durch
Organismen vor sich. Sitz.-Ber. Akad. Wien, Math.-nat. Kl., Bd. 98,
Abth. 3 V. Juh 1889.
Faimistisches. 0. Boettger zählt einige neue Erwerbungen
(1 Eidechse, 10 Schlangen) des Nürnberger Nat. Museums aus Peru,
Brasilien, Cuba und Gross-Namaland auf. Von Interesse ist nur
der Fundort bei zweien (s. Colubrinae, Elapinae). Jahr.-Ber. Nat.
Ges. Nürnberg 1888, Abh. Bd. 8 pag. 91—93.
In Herpetologischen Miscellen bringt derselbe 11 Listen von
Reptilien und Batrachiern verschiedener Provenienz. Ber. Senckenberg.
Nat. Ges. 1889 pag. 267—316.
E. D. Cope verzeichnet die Reptilien, die von der Expedition
des U. S. Fish Commission Steamer Albatross 1887 — 88 mitgebracht
worden sind. Gesammelt wurde auf Santa Lucia (W.-Indien), der
Ostküste von Brasilien, in der Argentina, in Chile, bei Panama,
auf den Galapagos, in Niedercalifornien und an der pacifischen Küste
von Nordamerika. Proc. U. S. Nat. Mus. Bd. 12 pag. 141 — 147.
G. Pfeffer gibt eine Uebersicht der von Fr. Stuhlmann in
Aegypten, auf Sansibar und dem gegenüberliegenden Festlande ge-
sammelten Reptilien. Jahrb. Hamburg. Wiss. Anstalt. 6. Jahrg.
2. Hcälfte pag. 3—10.
Kurze biologische und faunistische Mittheilungen über Häufigkeit
und Vertheilung der Reptilien auf den einzelnen Inseln des Mergui-
Archipels und auf der Küste von Mergui bringt J. Anderson. Journ.
Linn. Soc. London, Zool. Bd. 21 pag. 333 — 336.
Pal aearktische Region. A. Kaiser 's Liste von Reptilien und
Batrachiern aus Aegypten bietet nichts Neues. Erwähnt werden
Chelone imhricata Schwgg. und eine Testvdo^ 17 Eidechsen, wovon
7 undeterminiert sind, 7 Schlangen und 2 Frösche. Ber. St. Gallen.
Nat. Ges. 1887—88 (1889) pag. 181—182. — Auch separ.: Reisen
durch die Sinai-Halbinsel und nach d. nördl. Arabien. 1889, 8*^.
64 pagg., 1 Karte.
G. Pfeffer zählt gleichfalls aus Aegypten auf von Cairo
Ptyodactylus Johahis und TanntoJa anmdaris Geoffr., Acantliodactylvs
boskianus Daud., Scinciis officinalis Laur., Chalcides ocellaivs Forsk.
und sepoides Aud. und vom Berg Atak bei Sues Echis fremdu D. B.
Jahrb. Hamburg. Wiss. Anst. 6. Jahrg., 2. Hälfte p. 5 — 10.
G. A. Boulenger gibt eine Liste der von M. H. Vaucher um
Tanger, Marokko, gesammelten Reptihen. Es sind 11 Eidechsen,
5 Schlangen und 1 Schildkröte. Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 3
pag. 303—307.
H. Simroth nennt als Bewohner der Azoren Chelone mydas
(nach Drouet) und Lacerta dugesi M. Edw. , die er von Graziosa,
Terceira und S. Miguel erwähnt [vergl. Ber. f 1887 pag. 169]. Eine
Einwanderung und Ausbreitung dieser Art scheine sehr langsam
stattzufinden. Das Vorkommen von L. viridis Laur. auf Graziosa
in der Herpetologie während des Jahres 1889. 179
bedürfe der Bestätigung. Arch. f. Naturg. Jahrg. 1888 Bd. 1 pag. 201
bis 202.
In M. Browne's Vertebrate Animals of Leicestersbir e and
Rutland. Birmingham and Leicester , Midland Educat. Comp, 1889,
8*^ 223pagg. , 4Taf. , 1 Karte werden pag. 173 — 182 neben zahl-
reichen foss. Formen (namentlich aus dem Lias von Barrow-on-Soar)
auch die 5 dort noch lebenden Arten von Reptilien und Batrachiern
aufgezählt.
W. Marshall bringt eine gedrängte Uebersicht über die geo-
graphische Verbreitung der Reptilien und Batrachier in Deutschland.
A. Kirchhoff, Anleitung zur deutschen Landes- und Volksforschung.
Stuttgart, J. Engelhorn 1889 pag. 272—273.
Die Reptilien und Batrachier der Umgebung von Aschaffenburg,
Unter-Franken, zählt Fröhlich auf. Beiträge zur Fauna und
Flora von Aschaffenburg. IL Mitth. Nat. Ver. Aschafienburg, Krebs
1889, 80 116 pagg.
C, G. A. Brischke fand bei Steegen (Frische Nehrung), West-
preussen, nur Lacerta agilis und Tropidonotus natrix, keine Kreuz-
otter. Schrift. Nat. Ges. 'Danzig, N. F., Bd. 7, Heft 2 pag. 201.
In seinen zoogeographischen Notizen aber Südungarn aus den
Jahren 1886 — 88 behandelt A. v. Mojsisovics auch eingehend die
Reptilien. Auf pag. 9 erwähnt er das Vorkommen von Lacerta muralis
auf der Insel Adah-kaleh, von L. viridis bei Herkulesbad (mit
2 Nasofrenalen), pag, 10 Änguis^ Emys und Testudo graeca var,
boettgeri n. um Orsova, Vipera ammodytes um Mehadia sehr gemein
und pag. 11 Coltther aescidapii var. d. Schreiber bei Herkulesbad.
Zu den für Bellye und Därda [in Ber. f. 1883 pag, 387] von uns
bereits referierten Arten kam neuerdings (pag. 15) noch Tropidonoüis
natrix var. persa Fall. Mitth. Nat. Ver. Steiermark Bd. 25, Abb.
pag. 233—269, Separ.-Abdr. 37 pagg,
A. Bälint berichtet über seine Reptilfunde im Szeklerlande,
Siebenbürgen. Orvos-Termesz. Ertesitö Klausenburg Bd. 14
pag. 266—267 (ungar.).
Notizen über die Kriechthiere und Lurche der Umgebung von
Ssarapul, Gouv, Wjetka, Russland bringt L. Krulikowskij. Bull.
Soc. Oural. Jekaterinenburg Bd. 11 pag. 233 ff.
Einen Beitrag zur Herpetologie der römischen Campagna, Italien,
brachte P. Mingazzini. Spallanzani (2) Jahrg. 15, Heft 5 — 6
(1886). 3 pagg,
A. Palumbo zählt von Selinunt, Sicilien, auf Clemmys lutaria
Herr., Lacerta viridis Daud. mit den vars. mentocaerulea und hili-
neata, L. muralis Wgl., Tarentola mauritanica, Hemidadylus turcicus,
Chalcides ocellatus, Zamenis gemo)ie?isis mit den vars. carbo?iaria und
variegata, CoUiher aesculaini, Tropidoiiotus viperinus und Vipera
aspis. Testudo graeca finde sich in der Prov. Trapani, nicht aber
in der Umgegend von Castelvetrano. Naturalista SiciHano 9, Jahrg.
pag. 51 — 52.
F. Minä-Palumbo bringt den Anfang seiner Beschreibung der
12*
180 Dr. Oskar Boett.ger: Bericht über die Leistungen
Reptilien der Madonien, Sicilien, und will zugleich alle bis jetzt
von der Insel erwähnten Arten aufzählen. Es werden pag. 68 — 71
abgehandelt Testudo graeca L. in der Umgebung des Aetna in tieferen
Lagen, auf der ganzen Nord- und Südküste, selten im Innern der
Insel, und T. ibeva Pall., sicher nur verschleppt, aber an ver-
schiedenen Orten jetzt wild. Ebenda 9. Jahrg.
Aus Prevesa, Epirus, nennt 0. Boettger 11 Reptilien, darunter
Hemidactylus turcicus L., Ophisaurus apus Pall., Lacerta muj'alis
Laur. typ., Ahlepliarvs pannonicus Fitz., Coluher aescidapii Host (neu
für ganz Griechenland), Tropidojiotus natrix var. p)ersa Pall. und Vipera
ammodytes L. Ber. Senckenberg. Nat. Ges. 1889 pag. 269 — 273.
Von Corfu verzeichnet derselbe 7 Reptilien aus der Ausbeute
der Gebr. Henneberg, darunter neu für die Insel Hemidactyhis
turcicus L. und Anguis fragilis L. Ebenda pag. 273 — 276.
Derselbe zählt die von 0. Retowski zwischen Constantinopel
und Batum am Südrande des Schwarzen Meeres gesammelten
Reptilien auf. Es sind Ophisaurus apus Pall., Lacerta depressa var.
modesta Bedr. und Zamenis gemone7isis var. trahalis Pall. von Sinope,
Anguis fragilis var. colchica Dem. von Trapezunt und Risa und
Lacerta depressa Cam. typ. von Batum. Ebenda pag. 203 — 206.
Eine Liste der von J. E. T. Aitchison während der Reise zur
Grenzbestimmung Afghanistans [vergi. Ber. f. 1887 pag. 171]
gesammelten Reptilien bringt G. A. Boulenger. Es sind 1 Schild-
kröte, 21 Eidechsen und 13 Schlangen (s. Testudinidae; Geckonidae,
Agamidae, Anguidae, Varanidae, Lacertidae, Scincidae; Typhlopidae,
Boinae, Colubrinae, Dipsadinae, Elapinae, Viperinae). Trans. Linn.
Soc. London (2) Zool., Bd. 5 pag. 94—106, Taf. 8—11. — Ref. in
Nature Bd. 40 pag. 413—414.
A. M. Nikolskij verzeichnet pag. 290 — 292 Lacerta vivipara^
Vipera herus und Ra7ia temporaria als einzige Kriechthiere der
Insel Sachalin. Die Insel Sachalin und ihre Wirbelthier-Fauna.
St. Petersburg 1889, 8^ 25, 334 pagg. (russ.).
F. Müller nennt von Jokohama, Japan, Elaphis virgatus
Schlg., Ophites japonicus Gthr. und Trigonocephalus hlomlioffi Gthr.
Verh. Nat. Ges. Basel 8. Theil pag. 693—696.
Nordanierikauische Region. Eine Zusammenstellung der
Reptilien des Staates Wisconsin hat W. K. Higley gegeben.
Trans. Wis. Acad. Sciences, Arts and Letters Bd. 7 (1888).
0. P. Hay's Catalog der Reptilien des Staates Indiana [vergl.
Ber. f. 1887 pag. 172 und f. 1888 pag. 183] ist auch in Indiana
Agricult. Report 1886 erschienen.
Vom Silver Lake, Oregon, nennt E. D. Cope Uta stanshuryana
B. G. , Sceloporus tfudidatus Harl. var., Eutaenia sirtalis pickeringi
B. G., Crotalus conßuentus Iccontci Hallow. und von Batrachiern
llyla regilla B. G. Amer. Naturalist Bd. 23 pag. 975.
Derselbe verzeichnet aus Nieder-Californien Phyllodactylus
tuberculosus Wgm., Sceloporus zosteromus Cope, Uta stanshuryana B. G.,
Callisaunis drucontoides Blv., Cnemidophorus tesscllatus tessellatvs Say
in der Herpetologie während des Jahres 1889. 181
und tessellatus tigris B. G. , Cn. sexlineattis L. ; Chilomeniscus cinctus
Cope, Bascanium laterale Hallow. , Pltyophis vertebralis Blv. und
Crotalus adamanteus atrox B. G. , von der pacifischen Küste Nord-
amerikas Xanfnsia rwersiana Cope aus San Clemente Island und von
British-Columbia Gerrhonotus ^nulticarinattis principis B. G, Proc.
U. S. Nat. Mus. Bd. 12 pag. 147.
Indische Region. 0. Boettger verzeichnet pag. 25 von
Bombay Eehis carinata Schnd. , Hydrophis cyanocinctus Daud.,
Gongylophis conicus Schnd., Ilemidactylus coctaei D. B. und Opldops
microlepis Blfd., pag. 297 — 305 von Stadt Madras 16 Reptilien,
darunter die für dort neuen Seeschlangen Distira rohvMn Gthr.,
HydropMs cuerulescens Shav^ und ca7itoris Gthr. und Enhydrina
valakadien Boie. Ber. Senckenberg-. Nat. Ges. 1889.
F. Müller zählt von Cochin, Malabarküste, auf Varanus
hengalensis D. B. ; Tropidonotns stolatus Schlg. , Cerherus rhynchops
Gthr., Dendrophis pictvs Schlg., Lycodon aulicus Gthr. und Uydroplik
curtus Gthr., von den Malediven Lycodon ? howringi Gthr. Verh.
Nat. Ges. Basel 8. Theil pag. 694—697.
J. Anderson nennt 53 ReptiHen von Mergui, dem Mergui-
Archipel und den Nachbargebieten und zwar von Mergui und
allen Inseln Crocodilus porosus Schnd. und Gecko verticillaüis Laur.,
von Mergui speciell Hemidactylus frenatus Schlg., Gehyra mxdilata
Wgm., Draco taeniopterus Gthr. und maculatus Gray, Calotes versicolor
Daud. und emma Gray, Mahuia multifasciata Kühl, Lygosoma imdti-
fasciatimi Blyth und albopunctatum Gray; Xenopeltis unicolor Reinw.,
Compsosoma radiatuvi, Ptyas korros und Tropidonotns suhminiatus
Reinw., Tr. chrysargus Schlg. neu für die Tenasserimprovinz , und
punchdatus Gthr., Cerbents rhynchops Schnd., Hipistes hydrinus
Cant., Psammodynastes pulveruUntvs Boie, Dendrophis caudolineatus
Gray, Chrysopelea ornata Shaw, Tragops prasinus Reinw., Lycodon
aulicus und Naja tripudians L. , Hydrophis jerdoni und robustus
Gthr., cyanocinctus Daud., grucilis Shaw, jayakari Blgr. neu für
Hinterindien, und hardwickei Gray, sowie Enhydrina valakadien Boie,
von King Island Cyclemgs dhor Gray, Trionyx subplunus Geoff.;
Ilemidactylus frenatus, H. garnoti D. B., Gehyra mutilata, Draco
taeniopterus, Acanthosauru crucigera, Blgr., Calotes versicolor und em-
ma, Varanus salvator Laur. und nebidosus Gray, Mabuia mtdtifas-
ciata, Lygosoma maculatum, L. olivaceum Gray ; Tropidonotus jun-
ceus Cant., nigrocinctus Blyth und triangidigerus Reinw., Hypsirhina
enhydris Schnd., Hipistes hydrinus, Psammodynastes pulverulentus,
Pytho7i reticulatus Schnd., Naja tripudians und Ophiophagus elaps
Schleg., von Ross Island Chelone mydas L., von Kisseraing Is-
land Tragops prasinus, Naja tripudians, Bothrops gramineus Shaw
und Bothr. sp. cf. porphyraceus (auch von Elphinstone Island und
Perak bekannt), von SuUivan Island Gehyra mutilata, Äcantho-
saura armata Gray, Calotes emma, Varanus salvator, Mabuia mtdti-
fasciata, Lygosoma maculatum und albopunctatum; Tropidonotus
junceus, Lycodon aidicus, Dipsas carinata Reinw. neu für die Tenas-
182 Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen
serimprovinz , und Pytlion retiadatus, von Elphinstone Island
Draco taeniopterus, Calofes emmu, Varanus salvator, Lygosoma inacii-
latum und albojyunctatttm ; Compsosoma melannrum Sclilg., Tropldo-
notus chrysargus, Tragop>s prasimis^ Bothrops gramineus und Bothrops
sp. (s. oben), von Rangoon Simotes hicatenatus Gthr. und von
Tavoy Simotes trinotatvs D. B. Journ. Limi. Soc. London, Zool.
Bd. 21 pag. 342 — 349 und Contributions to the Fauna of Mergui
and its Archipelago. London, Taylor & Francis 1889, 8". Bd. 1.
F. Müller verzeicbnet von Deli, Sumatra, Compsosoma mela-
nurum var. hivirgata Jan, Tropidonotus flaviceps Cant., Gonyoso^na
oxyceplialiiiin var. rufescens F. Müll., Tragops prasinus var. citrina
F. Müll., Xenoderma javanicum Reinw. und CoUophis intestinalis var.
malayana Gthr. Verb. Nat. Ges. Basel 8. Theil pag. 693 — 695.
E. Modigliani bringt Materialien zur berpetologischen Fauna
von Nias. Neu für die Insel sind von den 29 gesammelten Arten
die folgenden 7: Compsosoma melanun/m Scblg., Cerbems rhyncliops
Scbnd., Gonyosoma oxyceylialum, und Am,hlycephalus hoa Boie, Pytlion
reticulatus Scbnd., Bothrops wagJeri Scblg. und eine neue Äphaniotis
(s. Agamidae). Alle gefundenen Arten sind mit genauen Ortsangaben
versehen. Am Schlüsse der Arbeit folgt eine Aufzählung aller bis
jetzt von Nias erwähnten Arten ; es sind 12 Eidechsen und 27 Schlangen.
Ann. Mus. Civ. Stör. Nat. Genova (2) Bd. 7 pag. 113—124, Taf. 1.
0. Boettger nennt 11 bereits früher in der Literatur aufge-
führte Reptilarten von der Insel Nias. Ber. Senckenberg. Nat. Ges.
1889 pag. 306—308.
F. Müller verzeichnet von Gadok, Java, Gehyra mutilata
Wgm., Draco f cornidiis Gthr., Calotes juhatus D. B., Varanus sal-
vator Daud., Tachydromiis scxlineatus Daud.. Lygosoma chalcides h.]
Typhlops lineatus Gthr., Cylifidrophis rufus Laur., Python reticulatus
Scbnd., Calamaria limiei Boie und var., Oligodon suhquadratus D. B.,
Ptyas korros Reinw., Compsosoma radiattim und melamirum D. B.,
Tropidonotus quincunciatus var. tnelanozosta Grav., Tr. trianguligerus
Boie, subminiatus Reinw. und vittatus Boie, Hypsirhina plumbea
Gthr., Gonyosoma oxycephalum Boie, Dendropliis pictus Scblg., Pra-
gops prasinus D. B., Ophites stibcinctus Gthr., Dipsas multimacidata
Scblg., Callophis intestinalis var. javanica Gthr., Naja tripudians L.,
Bungarus fasciatus Scbnd. und semifasciatus Kühl und Trimeresui^us
erythrurus Cant. Verb. Nat. Ges. Basel 8. Theil pag. 690 — 701.
0. Boettger gibt eine Liste von 4 Eidechsen und 4 Schlangen
aus Surabaja, Nordost-Java. Keine für die Insel neue Art. Ber.
Senckenberg. Nat. Ges. 1889 pag. 305—306.
Von Christmas Island, im Süden von Java [vergL Ber. f.
1888 pag. 174] erwähnt J. J. Lister überdies noch einen Gecko sp.,
Ablepharus sp. und Chelone mydas L. Rep. 58. Meet. Brit. Assoc.
Adv. Sc. Bath for 1888 pag. 709.
Eine kurze Mittlieilung über eine Reptil- und Batrachiersamm-
lung von Borneo und der Insel Palawan macht F. Mocquard.
Die aus 70 Arten bestehende Fauna zeigt durch ihre Verwandt-
in der Hei-petologie während des Jahres 1889. 183
Schäften wiederum, dass die Thierwelt der niederländisch -indischen
Inseln aufs engste mit der der Halbinsel Malakka und Indo- Chinas
zusammenhängt. Auf dem Kina Balu, Borneo, wurde eine Frosch-
larve mit grosser ventraler Saugscheibe gefunden, bei der die mit
3 kräftigen Zahnleisten versehene Mundöffnung innerhalb dieses Ventral-
discus liegt. Sie wird auf eine noch unermittelte Rhacophoms- Art
bezogen. Compt. Rend. Seances Congr. Intern. Zool. Paris 1889
pag. 79—81.
Kurze Notizen über die Reptilfauna von Leyte, Philippinen,
über Crocodihis^ Draco, LopJwru und ihre Schwimmfertigkeit, Naja
und Python und dessen Gefangenleben bringt J. B. Steere. Amer.
Naturalist Bd. 23 pag. 105—107.
Fr. de P. Sanchez gibt eine ausführliche Schilderung der
herpetologischen Verhältnisse des Districtes Surigao auf Nord-
Mindanao, im wesentlichen gestützt auf des Ref. Namenliste der
philippinischen Kriechthiere. Er nennt überdies pag. 294 Chelone
imbricata L. von Zamboanga, Butüan und Baganga, Thalassochehjs
olivacea Eschsch. von der pacifischen Küste Nord - Mindanaos und
Pelochelys cantoris Gray von Mainit auf Mindanao. Landschildkröten,
also wohl Cychmys amhoineiisü Daud. , pag. 295 fänden sich auch
auf Butiian. Andeutungen des Verf.'s ebenda lassen vermuthen,
dass das Krocodil von Tayabas und Laguna de Bay zu Cr. porosus
Schnd., das von Jolö, Palawan und Tamontaca ' aber zu Cr. palustris
Less. gehören dürfte. Draco spüopterus Wgm. wird pag. 297 von
Surigao, LopJn/ra amboinetisis Schloss. pag. 208 von Binan, Prov.
Laguna (Ijuzon), Python reticulattis Schnd. pag. 300 von Mainit
(Mindanao) und PJaturus laticaiidatus L. von Taganaän (Mindanao),
Trimeresurus flavomaculatus Gray pag. 301 von der Insel Balagnän
und Tr. hombroni Guich. pag. 302 von Jolö angegeben. Cartas de
los P. P. de la Compania de Jesus d. 1. Misiön d. Filipinas Bd. 8,
Manila, Chofre y Cia., 8«. pag. 293—301.
A. Günther bringt einen Dritten Beitrag zur Kenntniss der
Reptilien des oberen Yangdsy-Gebietes [vergl. Ber. f. 1888pag. 186].
A. E. Pratt sammelte bei Itshang, Prov. Hubei, Japalura yunna-
jiensis Anders., Achalinus rufescens Blgr., Tropidonotus swinhoei Gthr.
und je einen neuen Eumeces, Ahlahes und Trimeresurus. F. W. Styan
sandte von Kiukiang Alligator sinensis Fauv. (s. Scincidae ; Colu-
brinae, Crotalinae). Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 4 pag. 218—223.
Afrikanisclie Rogion. G. Pfeffer zählt von Sansibar und
von der gegenüberliegenden Küste Ostafrikas auf von Sansibar
Hemidadylus mahuia Mor., Varanus niloticus L., Lygosoma sunde-
valli Pts., Ablepharus boutoni Desj.; Coronella olivacea Vi^. und einen
neuen Gerrhosaurus , aus Usegua Hemidactylus mabuia, Agama
mossambica Pts., Gerrhosaurus 7iigrolineatus Hall.; Chamaeleon dilepis
Leach; Psayjimophis sibUans Boie, aus Ungüu Hemidactylus mabuia,
Agama mossambica\ Lycophidium horstocki Schlg., Boodon quadri-
lineatusD. B. und einen neuen Zonurus, aus Korogwe am Rufu
Lygodactyhcs picturatus Pts., aus Bagamoyo Rhamphiophis rostratus
184 Dr. Oskav Boettger: Bericht über die Leistungen
Pts. und Psammophis sibilans, aus Usambaa Lygodactylus picturatus,
Mübuia striata Pts.; Philothamnvs irrcgnlaris Leach., Ileterolepis
hicarinatus D. B. und Boodon quadrilineatns, aus Kidudu am Lungo
Psammophis sihüa7is und ohne nähere Fundortsangabe aus Ost-
afrika Mahuin varia Pts. (s. Zonuridae, Gerrhosauridae). Jahrb.
Hamburg. Wiss. Anst. 6. Jahrg. 2. Hälfte pag. 5 — 10.
0. Boettger gibt die Liste von 14 Reptilien aus Pondoland
in Kaffraria. Neu für KafFraria dürften davon sein Pachydactylus
macitlatus Smith, Agania atra Daud. , Chamaesuura angidna L.,
Nucras delalandei M. Edw., Alabuia varia Pts.; TypJdops hibroni
Smith, Glauconia nigricans Schlg., Coronella cana L., Philothamnus
punctatus Pts., hamprophis rufulns Licht., Boodon Uiieatus D. B. var.,
Dendraspis angvsticeps Smith und ein neues Chamaclcon (s. Chamae-
leontidae). Ber. Senckenberg. Nat. Ges. 1889 pag. 290 — 295.
Derselbe verzeichnet aus Botschabelo bei Middelburg 13 Rep-
tilien und nennt als neu für Transvaal Pachydactylus capensis
Smith, Agamn acuhata Merr. und atra Daud., Zonurus cordylvs L.
var., Eremias li?ieoocellata D. B.; Chamaeleon parvilohus Blgr. ; Philo-
thamnus punctatus Pts., Lycophidiuyn cupense Smith und Lamprophis
rufulus Licht. Ebenda pag. 286 — 290.
F. Müller zählt von Harrysmith, Capland, auf Zonurus
giganteus Smith, Nucras delalandei Blgr.; Typhlops bibro?ii Smith,
Coronella cana L., Psammophylax o'liombeatus Schlg., Lamprophis
rufulus und Ahactulla natalensis Smith, Leptodira rufescens Gmel.
und Vipera arietans Schlg. Verb. Nat. Ges. Basel 8. Theil pag. 690
bis 700.
F. Mocquard bringt eine Liste von 3 Eidechsen, 1 Chamaeleon
und 11 Schlangen aus Ludinia-Niari am Niari nördlich des Congo-
Unterlaufes in Französisch-Congo. Es sind Agama colonorum
Daud., Varamis niloticus L. und Feylinia ciorrori Gray; Chamaeleon
parvilobus Blgr. ; Elapops petersi Schlg., Coronella fuliginoides Gthr.,
Bothr opldhalmus lineaius var. infuscafa B. Pts., Hydraethiops mela-
nogaster Gthr., Dryophis kirtlandi Hallow. , Boodon quadrilineatus
D. B., Crotaphopeltis rufescens Gmel., Atractaspis irregularis Reinh.,
Causus rhombeatus Licht., Dendraspis angtisticeps Smith und eine
neue Lycodon-dJiwAiohQ Gattung (s. Colubrinae). Bull. Soc. Philomath.
Paris (8) Bd. 1 pag. 145—148, Taf. 2.
0. Boettger nennt von Kamerun 13 Reptilien und 1 Anuren
(s. Ranidae). Neu für dort sind Typhlops eschrichti var. kraussi Jan
und var. conqeda D. B. und Ileterolepis poensis A. Smith. Ber.
Senckenberg. Nat. Ges. 1889 pag. 276—280.
F. Müller verzeichnet von der Goldküste Typhlops liberiensis
Hallow., Elapops petersi Jan, Coronella variegata und Dromophis
praeornatus Pts., Rhachiodon scaber D. B., Iloluropholis olimceus
A. Dum. und Causus rhombeatus D. B. Verh. Nat. Ges. Basel 8. Theil
pag. 690—695.
in der Herpetologie während des Jahres 1889. 185
Tropisch-amerikanische Region. E. D. Cope verzeichnet von
Santa Liicia (Westindien) Anolis aUigator D. B. ; Liophis ornatus
Garm. und Bothrops carihaeus Garm.; von den Abrolhos-Insehi an
der Ostküste Brasiliens Taragnira torquata Wied, von Buenos
Aires IJydroinedusa tectifera Cope, aus Chile Lioluemus chüensis
Less. von Thome und L. tenuis Bell und Opheomorphus chamissonis
Wgm. von Lota, aus Panama Gonatodes albigularis fuscus Hallow.,
Anolis penlaprion Cope und Pelamis bicolor Daud., von den Gala-
pagos-Inseln PhyllodactylKs tuherculosus Wgm. von Chatham* Ph.
galapagoensis Pts. und eine neue Art, Tropidurus grayi Bell von
James, Gardner's, Indefatigable , Albemarle und Hood Island, Tr.
pacificus Stdchr. von Abingdon Island und eine neue Art, Ambly-
rhynclms crisfatus BeU von Abingdon, Duncan, Hood, James, Gardner's
und Chatham Island; Opheomorphus chamissonis von James Island
und Testudo nigrita Less. von Albemarle Island. Proc. U. S. Nat.
Mus. Bd. 12 pag. 141— 147.
H. W. Feil den gibt eine Liste der Reptilien von Barbados.
Zoologist (3) Bd. 13 pag. 295-298 und 352—353.
0. Boettger nennt von Trinidad Hemidactylus mabuia Mor. ;
Typhlops retiadatvs var. iroscheli Jan und Leptodira annulata L.
Ber. Senckenberg. Nat, Ges. 1889 pag. 25.
F. Müller zählt von Caratal, Venezuela, auf Scytule neuwiedi
D. B., Rhmostoma nusuum Wgl. und Elaps midtifasciatiis Jan. Verh.
Nat. Ges. Basel 8. Theil pag. 695.
E. L. Holmberg berichtet in seinen Reiseskizzen aus den
Misiones der Argen ti na, dass er im oberen Paranä nicht einen
einzigen Kaiman gesehen habe, obgleich solche vorkommen sollen.
In Santa Ana erhielt er Caiman latirostris und je einen Dryophylax^
Heterodon und Oxyrrhopus. Bol. Acad. Nac. Cienc. Cördoba Bd. 10
pag. 297—299.
0. Boettger macht eingehende Mittheilungen über die Reptil-
fauna von Pacasmayo in Nordwest-Peru. Von den 10 aufge-
zählten Arten sind die beiden Schlangen Dryophis acuminatvs Wied
und Leptodira anmdata L. neu für die dortige Gegend (s. Gecko-
nidae, Amphisbaenidae ; Colubrinae, Elapinae). Ber. Senckenberg.
Nat. Ges. 1889 pag. 308—316.
Australische Region. M. Weber hat Varanus togianus und
Lophura celehensis Pts., die bis jetzt nur von den Togean-Inseln be-
kannt gewesen waren, auch auf Celebes gesammelt. Tijdschr. Ned.
Dierk. Ver. (2) Bd. 2, Versl. pag. 73.
Im Jahre 1889 erschienen von F. Mc Coy's ,,Prodromus of the
Zoology of Victoria". Melbourne, 8^ die Decaden 18 — 19. Die
Abbildungen der 3 darin geschilderten Eidechsen sind unten ver-
zeichnet (s. Agamidae, Scincidae).
J. D. Ogilby nennt von Lord Howe Island abgesehen von
Chelone mydas, die aber seit 1789 nicht mehr von dort erwähnt
wird, nur die 3 Eidechsen Phyllodactylus gueniheri Blgr., Gehyra
13(3 Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen
oceanica Less. und Lygosoma Uchenigerum O'Shgn. Mem. Austral.
Mus. Sydney No. 2 pag. 51.
Systematisches. E. Häckel scheidet die Reptilien in die
9 Ordnungen: Tocosauria, Autosauria, Ophidia, Crocodilia, Chelonia,
Halisauria, Pterosauria, Dinosauria und Theriosauria. Natüri.
Schöpfungsgeschichte, 8. Aufl., Berlin pag. 636.
A. K. Zittel theilt die Klasse der Reptilien in folgender Weise ein :
I. Ordn. Ichthyosauria. VI. Ordn. Lepidosauria.
IL -,, Sauropterygia. 1. Unterordn. Lacertilia.
III. „ Testudinata. 2. „ Pythonomorpha.
1. Unterordn. Trionychia. 3. ,, Ophidia.
2. ,, Cryptodira. VII, Ordn. Crocodilia.
3. ,, Pleurodira. 1. Unterordn. Parasuchia.
IV. Ordn. Theromorpha. 2. „ Eusuchia.
1. Unterordn. Anomodontia. VIII. Ordn. Dinosauria.
2. „ Placodontia. 1. Unterordn. Sauropoda.
3. „ Pariosauria. 2. ,, Theropoda.
4. ,, Theriodontia. 3. ,, Orthopoda.
V. Ordn. Rhynchocephalia. IX. Ordn. Pterosauria.
Handb. d. Palaeontologie Abth. 1, Bd. 3 pag. 449—450.
In seiner Synopsis der Wirbelthierfamilien stellt E. D. Cope
Reptilien und Batrachier als Monocondylia und Batrachia unter seine
Craniata und theilt die Monocondylia wiederum in die Unterklasse
Reptilia und Aves. Die Ordnungen der Reptilien sind bei ihm
Ichthyopterygia, Testudinata, Theromora, Plesiosauria, Ornithosauria,
Dinosauria, Crocodilia, Rhynchocephalia und Squamata, und letztere
werden wiederum in Lacertilia, Pythonomorpha und Ophidia einge-
theilt (s. diese). Amer, Naturalist Bd. 23 pag. 849 - 869.
Eines der wichtigsten Ereignisse in diesem Jahre ist das Er-
scheinen des neuen ,,Catalogue of the Chelonians, Rhynchocephalians
and Crocodiles in the British Museum, London, 8*^. 10, 311 pagg.,
Figg., 6 Taf." von G. A. Boulenger. Das Werk lehrt uns, dass
unsere Kenntniss der Schildkröten und Krocodile des Erdballs an-
fängt, sich, was Species anlangt, als nahezu erschöpft zu erweisen.
Trotzdem aber dass Verf. keine einzige neue Art beschreibt, ist das
Buch doch wegen seiner reichen und vielfach neuen osteologischen
Einzelheiten für Zoologen wie namentlich auch für Palaeontologen
eine wahre Fundgrube und wird in Zukunft der erste und leitende
Rathgeber bei vergleichenden Untersuchungen sein müssen. Von
fast allen Gattungen ist der Schädel und überdies der LTmriss so-
wohl der Knochenplatten als auch der Epidermialschilder des Panzers
im Bilde wiedergegeben. Die Zahl der bekannten lebenden Schild-
kröten wird auf 201 angegeben, wovon das British Museum 176 be-
sitzt, die der Krocodile auf 23, wovon daselbst 18 vertreten sind.
Die von dem Verf. vorgeschlagene systematische Anordnung s. unten
unter Crocodilia, Chelonia, Rhynchocephalia. — R. Lydekker will
in seiner Besprechung dieses Werkes die Benennungen Emydosauria in
Crocodilia, Athecae in Athecata, Thecophora in Thecaphora oder
in der Herpefcologie während des Jahres 1889. 187
noch besser Testudinata, Dermochelys in Dermatochelys, Hatteriidae
in Sphenodontidae und Sphargidae in Dermatoclielydidae geändert
wissen. Die Rhynchocephalier scheinen ihm durch die Homoeo-
saurier mit den LacertiUern doch wohl näher verwandt als mit den
Schildkröten; die Cheloniden seien dem Schädel nach die einzigen
Schildkröten, die als directe Nachkommen mesozoischer Arten be-
trachtet werden könnten. Eine Notiz betrifft schliesslich die erste
und zweite Dorsalrippe der Schildkröten. Nature Bd. 40 pag. 5 — 7.
— Ref. in Amer. Naturalist Bd. 23 pag. 826. — E. D. Cope recht-
fertigt den Ausdruck Athecae, Nature Bd. 40 pag. 298.
G. A. Boulenger bringt die Beschreibung des S eines Cha-
maeleon und einer neuen Sepsina von Madagascar (s, Chamaeleon-
tidae; Scincidae). Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 4 pag. 244—245.
Lacertilia.
Nervensystem. Mittheiluugeu über ehiige seiner Beobachtungen über die
Entwicklung des Centralnervensystems der Eidechse bringt J. Beard [vergl.
Ber. f. 1888 pag. 169]. Nature Bd. 39 pag. 259-261. — Kef. in Journ.Roy.
Micr. Soc. London 1889 pag. 192—193.
In einer Notiz über die Pathologie der Nervenendigungen in den Muskeln
von Thier und Mensch beschreiben Babes u. Marinesco auch Befunde beider
Eidechse. Compt. Rend. Acad. Sc. Paris Bd. 109 pag. 575.
Sinnesorgane. Ueber ihre Entdeckung paariger pigmentierter Pinealaugen
neben dem Hauptpinealange bei Anguis berichten M. Duval u. Kalt. Diese
Nebenorgane besitzen keine diiferencierte Linse. Compt. Rend. Soc. Biol.
Paris (9) Bd. 1 pag. 85—86 und Semaine Medicale Jahrg. 7 pag. 53.
Verdauungsorgane. E. Ravn macht eingehende Mittheilungen über die
Leibeshöhle der erwachsenen Lacerta viridis. Er findet, dass der ventrale Theil
der Scheidewand zwischen Brast- und Bauchhöhle vollständig ausgebildet ist,
während die beiden dorsalen Theile, oder die Scheidewände zwischen den beiden
Pleuralhöhleu und der Peritonäalhöhle, fehlen oder ganz rudimentär sind ; auch
die Scheidewände zwischen der Pericardialhöhle und den Pieuralhöhlen sind
vorhanden. Arch. f. Anat. u. Phys., Anat. Abth. 1889 pag. 412—426, Taf. 26.
Nach L. M. Petrone enthält das normale Blut der Eidechse {Lacerta
muralis) neben den weissgrauen Blutkörperchen drei Formen von rothen, die
eingehend beschrieben werden. Anat. Anzeiger 4. Jahrg. pag. 534— 537.
Urogenitalsystem. Mittheilungen über die Entwicklung der Samenfäden
von Lacerta viridis macht W. Horbatowski. Nach dem Verf. besteht der
F; den aus zwei Substanzen. Die innere des Kopfes leitet sich vom Chromatin
des Nucleus ab, die des Mitteltheiles von der achromatischen Substanz des
Kernes, die des Fadens von der granulösen Substanz des Protoplasmas. Die
äussere Substanz des Kopfes und des Mitteltheiles rührt aus der Kernhaut her,
die des Schwanzes aus dem Protoplasma. Anzeig. Akad. Wiss. Krakau 1889
Nr. 6 pag. 39 (Art. 59).
Ontogenie. L. Will belichtet über Gastrulation und Keimblätterbildung
der Tarentola mauritanica L. Erstere vollzieht sich in viel ursprünglicherer
188 I^i'- Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen
Weise als bei andern Reptilien und schliesst sich durch die umfangreiche Aus-
dehnung des Ui'darnies eng an die der Batrachier an. Die zwischen beiden noch
vorhandenen Unterschiede dürften lediglich durch die verschiedenen Dotter-
verhältnisse bedingt sein. Aus dem Vergleich der Gecko-Gastrula mit der der
Caudaten geht hervor, dass der Blastoporus der Reptilien dem gesammten
Blastoporus der Batrachier entspricht. Es ist ein Pi'imitivstreifen und eine
Primitivrinne vorhanden. Die Primitivrinne wird von den Lippen des im Ver-
schlusse begriffenen Blastoporus gebildet, dessen Oeffnung selbst bei den höheren
Amnioten mit dem Urdarmlumen geschwunden ist und nur noch durch den
Durchbruch eines Canalis neiirentericus angedeutet wird. Der Kopffortsatz des
Primitivstreifens bei den übrigen Amnioten ist nichts als die solide gewordene
Urdarmeinstülpung des Gecko, dei'en Lumen bereits bei Lacerta rudimentär zu
werden beginnt. Damit fällt nach dem Verf. gleichzeitig die Auffassung der
Amniotenchorda als eine mesoderraale Bildung. Sitz.-Ber. Akad. Wiss. Berlin 1889
pag. 1121-1128.
Mittheiluugeu über die Neuroblasten und ihre Entstehung im embryonalen
Mark der Eidechse bat W. His gemacht. Nach seinen Untersuchungen unter-
scheiden sich die Vorgänge bei der Gerüst- und Neuroblastenentwicklung in den
verschiedenen Klassen der Wirbelthiere niu- in untergeordneten Nebenpunkten.
Arch. f. Anat. u. Phys., Anat. Abth. 1889 pag. 270, Taf. 17, Fig. 25 und Taf. 18,
Fig. 26.
Bemerkungen über die mesodermfreie Zone in der Keimscheibe der Eidechsen
macht E. Ravn. Er unterscheidet 5 Stadien, zeigt, wo sich die mesodermfreie
Zone entwickelt und macht auf ihre hufeisenförmige Umgrenzung aufmerksam.
Die Verbindung der somatischen und splauchnischen Platte ist übrigens nicht
als die ursprüngliche, primäre Anlage des Zwerchfelles aufzufassen. Anat.
Anzeiger 4. Jahrg. pag. 155 — 160, 5 Figg.
Ueber die ersten Stadien der Entwicklung des Zwerchfells bei Embryonen von
Lacerta viridis, agilis, muralis und vivipara und von Anguis berichtet derselbe
ausführlicher. Die hufeisenförmige Stelle in der Keimscheibe bewirkt, dass die
Pleuropericardialhöhle von Anfang an am seitlichen Rande der Embryonalanlage
geschlossen ist, während der grössere caudale Theil daselbst nicht geschlossen
ist, sondern sich ununterbrochen in den exoembryonalen Theil der Leibeshöhle
fortsetzt. Anfänglich gibt es keine Scheidev^^and innerhalb der Leibeshöhle; die
zuerst auftretende, das Mesocardium laterale, liegt in der Pleuropericardialhöhle
und dient zur Ueberführung des Venenblutes von der dorsalen und lateralen
Wand der Höhle zum Herzen. Sowohl dorsal- als ventralwärts von dieser
Scheidewand communiciert der cranialwärts von ihr gelegene Theil der Höhle
mit dem caudalwärts von ihr liegenden. Die ventrale Communication schliesst
sich aber bald am caudalen Ende und wird zu einem Theile der Pericardialhöhle,
die dorsale Communication dagegen wird zu dem die Lunge enthaltenden Theile
der Leibeshöhle. Arch. f. Anat. u. Phys., Anat. Abth., Suppl.-Bd. 1889
pag. 270-280, Taf. 10.
Einen Beitrag zur Entwicklung der Körperhöhlen von Lacerta geben auch
H. Strahl u. F. Carius. Der wesentlichste Unterschied in der Bildung der
Pericardialliöhle zwischen Reptilien und Säugern besteht nach den Verfn. darin,
dass bei den Kriechthieren diese Höhle ursprünglich nach den Seiten hin in
einen grösseren Hohlraum übergeht, der späterhin in das extraembryonale Coelom
in der Herpetologie während des Jahres 1889. 189
mit aufgenouimeu wird, nnd von diesem Hohlräume durch die Anlage einer
besonderen seitlichen Leibeswand getrennt werden nmss, während bei den Säugern
die Parietalhöhle einen von Anfang an seitlich geschlossenen Raum darstellt.
Ebenda, Anat. Abth. 1889 pag. 243—245, Taf. 15, Fig. 1—5 und 8—9.
Auch G. W. Butler macht Mittheilnngen über die Entwicklung der Unter-
abtheilungen der Körperhöhle bei den Lacertiliern und speciell bei den Tejiden
und den Crocodiliern. Er kommt zu dem Schlüsse, dass das posthepatische
System dieser Thiere homolog ist mit dem einen der beiden Theile des posthe-
patischen Septums der Vögel. In der Entwicklung und Ausbildung der Unter-
abtheilungen der Körperhöhle scheinen die Krocodile den Eidechsen näher ver-
gleichbar zu sein als den Vögeln, obgleich auch die Eidechsen darin vogelähnliche
Charactere nicht vermissen lassen. Die Tejiden .sind besonders beraerkenswerth
wegen der Anwesenheit eines mehr oder weniger vollständigen posthepatischen
Septums und wegen der Abwesenheit der sonst gewöhnlichen ßefestigungs-
membran zwischen Lunge und rechtem Leberlappen. Eine Nachschrift bringt
eine kurze Kritik namentlich der Terminologie, die Ravn (s. oben pag. 187) für
die Membranen und Septa der Körperhöhleu bei Lacaia viridis angewandt hat-
Proc. Zool. Soc. London 1889 pag. 452—453 und pag. 464—474, Taf. 46, Fig. 3,
Taf. 48, Fig. 31—34 und Taf. 49, Fig. 35-43.
Ueber die Herkunft der Gliedmassen- und Zungenmusculatur bei den
Eidechsen macht J. F. van Bemmelen nach Embryonen mit 4 und nach
solchen mit 5 Kiementaschen Mittheilungen. Anat. Anzeiger 4. Jahrg,
pag. 240—255, Fig. — Notizen desselben über die Entwicklung der Glied-
massenmuskeln und über die Anlage der Hinterextremität bei Lacertu-FAnhrjonen
finden sich auch in Tijdschr. Ned. Dierk. Ver. (2) Bd. 2, Versl. pag. 70—71.
Nach Hoffmann ist die Anlage des Herzens bei den Schlangen eine ein-
seitige. H. Junglöw hat nun die Anlage bei Lacerta verfolgt und findet sie
doppelseitig; die Hälften seien ziemlich gross und vereinigten sich sehr rasch.
Erst in späterer Zeit wären die Dottersackvenen bei den Eidechsen verschieden
stark entwickelt und zwar die linke stärker als die rechte. Anat. Anzeiger
4. Jahrg. pag. 288. — Ref. in Amer. Naturalist Bd. 23 pag. 921.
Ueber die Entwicklung von Blastoporus und Schwanzdarra bei Embryonen
von Lacerta muralis Laur. theilt A. Ostrumoff weitere Beobachtungen mit.
Zool. Anzeiger 12. Jahrg. pag. 364 —366.
Die ausführliche Arbeit J. v. Perenyi's über Amnion und Wolff 'sehen
Gang der Eidechsen [vergl. Ber. f. 1888 pag. 195] steht in Math. u. Nat. Ber.
Ungarn Bd. 6 pag. 14-26, 2 Taf.
Biologisches. Notizen über den Aufenthaltsort von Geliyra mutilata Wgm.,
Acanthosaura armata Gray und crucigera Blgr., Vuranus salvator Laur.,
Mabuia multifasdata Kühl und Lygosoma maculatum Blyth in Mergui und
dem benachbarten Archipel, sowie ein paar andere biologische Bemerkungen
dazu bringt J. Anderson. Journ. Linn. Soc. London, Zool. Bd. 21 pag. 343 -344 .
Eine Notiz über die Vertheidigung einer Eidechse [wohl Uromastix. Ref.]
gegen einen Hund mit Hilfe ihres Schwanzes bringt C. E. Yate in „Northern
Afghanistan. Edinburgh u. London, Blackwood 1888". — Ref. in Nature Bd. 40
pag. 31—32.
PalaeontolOgiSChes. Die foss. Lacertilier bebandelt K. A. Zittel in seinem
Handbuch der Palaeontologie Abth. 1, Bd. 3 pag. 602—611, Fig. 534-540.
190 I^r. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen
A. Smith Woodward führt den Nachweis, dass die sogen. Eidechse
Ehaphiosaunis aus der unteren Kreide von Cambridgeshire zur Fischgattung
Pachyrhizodus gehört, zu der früher schon die vermeintlichen Reptilien Mosa-
saurus gracüis und Acrodontosaurus gardneri als Synonyme gestellt werden
mussten. Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 4 pag. 350-351.
Systematisches. Die Lacertilia theilt E. D. Cope in die Ueberfamilien
1. Rhiptoglossa mit Fam. Chamaeleontidae, 2. Acrodonta mit Farn. Agamidae,
3. Iguania mit Fam. Iguanidae und Anolidae, 4. Diploglossa mit Farn. Zonuridae,
Pygopodidae, Anguidae, Xenosauridae und Helodermidae , 5. Thecaglossa mit
Fam. Varanidae, 6. Geccovaranl mit Fam. Uroplatidae, 7. Nyctisauria mit Fam.
Eublepharidae und G-ecconidae, 8. Leptoglossa mit Fam. Xautusiidae, Teidae,
Lacertidae, Gerrhosauridae und Scincidae, 9. Typhlophthalmi mit Fam. Acontiidae
und Anelytropidae, 10. Anguisauri mit Fam. Aniellidae und 11. Opheosauri mit
Fam. Chirotidae, Amphisbaenidae und Trogonophidae. Amer. Naturalist Bd. 23
pag. 866—868.
Die foss. Vertreter der Ordn. Lacertilia theilt K. A. Zittel ein in:
1. Fam. Dolichosauridae mit den Gatt. Volichosaurus Ow., Acteosaurus v. Myr.,
Adriosaurus Seel. i;nd Mesoleptos Corn.
2. Fam. Agamidae mit den Gatt. Clilamydosaurus Gray und Agama Daud.
3. Fam. Chamaeleontidae mit der Gatt. Chamaeleon L.
4. Fam. Iguanidae mit den Gatt. Igicana Laur. und Iguanavus Mrsh.
5. Fam. Anguidae mit den Gatt, rropseudoims Hilg., Glyptosaurus Mrsh., Saniva
Leidy, Peltosaurus und Xestops Cope, Placosaurus Gerv.
6. Fam. Varanidae mit den Gatt. Hydrosaurus Wgl., Palaeovaranus Filh., TJiino-
saurus Mrsh., Varanus Merr. und Notiosaurus Ow.
7. Fam. Tejidae mit der Gatt. Tupinamhis.
8. Fam. Scincidae mit den Gatt. Dracaenosaurus und Sauromorus Pom.
9. Fam. Lacertidae mit der Gatt. Lacerta.
Incertae sedis sind die Gatt. Macellodon und Coniosaurus Ow., Araeosaurus und
Patricosaurus Seel., Tylosteus Leidy etc. Handbuch d. Palaeontologie Abth. 1,
Bd. 3 pag. 606 ff.
Ueber 6 Eidechsen des Museums in Halle macht G. A. Boulenger syste-
matische und synonymische Bemerkungen (s. Geckonidae, Iguanidae, Scincidae).
Proc. Zool. Soc. London 1889 pag 143—145, Taf. 15.
A. Thominot beschreibt 4 neue Eidechsen aus dem Pariser Museum fs.
Geckonidae, Agamidae, Tejidae). Bull. Soc. Philomath. Paris (8) Bd. 1 (1888-89)
pag. 21—27.
C.W. D e V i s diagnosticiert 2 Arten aus für Australien neuen Eidechsen-
gattungen (s. Geckonidae, Scincidae). Proc. Linn. Soc. N.-S.- Wales (2) Bd. 4
pag. 1034-1036.
Creckonidae. Faunistisches. G. A. Boulenger erwähnt Tcratoscincus
scincus Schlg. von Tirphul am Herirut, Stenodadylus lumsdeni Blgr. aus Nord-
Belutschistan, Alsophylax tuberculatus Blfd. vom Helmand und Agamura persica
A. Dum. vom Helmand zwischen Hamun und Khusan und aus dem Norden'von
Herat. Trans. Linn. Soc. London (2) Zool., Bd. 5 pag. 94—95.
F. Müller verzeichnet Geclio japonicus Gthr. aus Cochinchina. Verh, Nat.
Ges. Basel 8. Theil pag. 697.
in der Herpetologie währeud des Jabres 1889. 191
Systematisches. Eine Bemerkung über Phyllodactylus reisai Pts. und
seine Unterschiede von Ph. tuberculosus "Wgm. macht O. Boettger. Ber.
Senckenberg. Nat. Ges. 1889 pag. 309.
E. D. Cope bringt eine Notiz über die Pholidose von Phyllodactylus gala-
pagoensis Pts. und beschreibt eine neue Art dieser Gattung von den Galapagos.
Proc. U. S. Nat. Museum Bd. 12 pag. 145.
Ägamura persica A. Dum. abgeb. Bouleuger, Trans. Linn. Soc. (2) Zool.,
Bd. 5, Taf. 9, Fig. 2.
Gymnodactylus horridus Burm. von Mendoza, Argentina, verwandt G.
fasciatus, neu diagnost. und abgeb. Boulenger, Proc. Zool. Soc. London pag. 143,
Taf. 15, Fig. 1.
Pachydadylus obscurus u. sp. [nach Boulenger, Zool. Record f. 1889, Rept.
pag 7 = P. fwmosus Smith], ohne Fundort. Thominot, Bull. Soc. Philom. Paris (8)
Bd. 1 pag. 21.
FerocMriis mestoni n. sp. Bellenden Ker, Queensland. De Vis, Proc. Linn.
Soc. N.-S.-Wales (2) Bd. 4 pag. 1035-1036.
Phyllodactylus (Oedura) castelnaui n. sp. [nach Boulenger, Zool. Record
f. 1889, Rept. pag. 7 = Oedura tryoni De Vis] Australien. Thominot, Bull. Soc.
PhiJom. Paris (8) Bd. 1 pag. 22. — Ph. hei n. sp. Chatham Island, Galapagos.
Cope, Proc. U. S. Nat. Mus. Bd. 12 pag. 145.
Platydadylus albomacidatus Gieb. = Gecko stentor Gant. — PI. burmeisteri
Gieb. und PI. deissneri Gieb. = Gecko monarcJius Schlg. Boulenger, Proc. Zool.
Soc. London pag. 143.
Stenodactyhis lumsdeni Blgr. abgeb. Boulenger, Trans. Linn. Soc. (2) Bd. 5,
Taf. 9, Fig. 1.
Teratoscincus scincus (Schleg.) abgeb. Boulenger, ebenda Taf. 8, Fig. 1.
Agamidae. Skeletsystem. G. Baur macht über Epipterj^goid und
Alisphenoid von Grammatophora barbata und LyriocepJialus scutatus kurze Mit-
theilungen. Zool. Anzeiger 12. Jahrg. pag. 239—240.
Faunistisches. G. A. Boulenger erwähnt Agavia isolepis Blgr. von
Nushki bis zum Herirut und aus den Badghis, Ä. sanguinolenta (Pall.) von Alt-
Gulran, A. caucusia Eichw. von Bezd in Chorossan und Ohinkiloh in Afghanistan,
Phrynocephalus olivieri D. B. überall von Quetta bis Khusan, Phr. oj-natus Blgr.
zwischen Nushki und dem Helmand und längs des Helmand, Phr. maculatus
And. zwischen Nushki und dem Helmand und Phr. luteoguttatus Blgr. von ebenda
und dem Helmand. Trans. Linn. Soc. (2) Zool., Bd. 5 pag. 96—98.
J. G. Ogilby nennt Calotes cristatellus von N.-W.-Neuguinea. Proc. Linn.
Soc. N.-S.-Wales (2) Bd. 4 pag. 632.
Systematisches. Notizen über Färbung von Otocryptis bivittata Gthr.
pag. 697, über den Schnauzenanhang von Ceratojjhora stoddarti Gthr., die Färbung
von Calotes nigrilabris Gthr. in beiden Geschlechtern und die des § von C. lio-
cephalus Blgr. pag. 698 bringt F. Müller. Verh. Nat. Ges. Basel 8. Theil.
Agama isolepis Blgr. abgeb. Boulenger, Trans. Linn. Soc. (2) Zool., Bd. 5,
Taf. 10.
Aphaniotis acuttrostris u. sp. = fusca Blgr., non Pts. Lelemboli, Insel Nias.
pag. 115, Taf. 1, Fig. 1. — A. fusca Pts. Kopf abgeb. Taf. 1, Fig. 2. Modigliani,
Ann. Mus. Civ. Genova (2) Bd. 7.
Gonyocephalus grandis Gray abgeb. Modigliani, ebenda Taf. 1, Fig. 3.
192 Dl"- Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen
PhrynocepJialus luteoyuttatus Blgr. abgeb. Taf. 8, Fig. 4. — Phr. maculatus
Anders, abgeb. Taf. 9, Fig. 3. — Phr. olivieri D. B. abgeb. Taf. 8, Fig. 2. —
Phr. ornatus Blgr. abgeb. Taf. 8, Fig. 3. Boulenger, Trans. Linn. Soc. (2) Zool.,
Bd. 5.
Salea rosaeea n. sp. [nach Boulenger, Zool. Record f. 1889, Rept. pag. 7
und Proc. Zool. Soc. London 1890 pag. 78, Anm. = Dendragama houlengeri Doria
1888] Singapore. Thominot, Bull. Soc. Philom. Paris (8) Bd. 1 pag. 24.
Tympanocrijptis lineata Pts. Essendon und Sunbury, nördlich von Melbourne,
abgeb. McCoy,'Prodr. Zool. Victoria, Taf. 181.
Iguanidae. Biologisches. E. A. Brown macht eine Bemerkung über
das Gebahren von Cyclura nubila G-ray auf der Isle of Plnes, Westindien. Be-
sonders bemerkenswerth sei das Verharren auf einer Stelle in Angriffsposition,
sobald ihre Aufmerksamkeit erregt werde. Rep. Zool. Garden Philadelphia for
1888. — Ref. in Nature Bd. 40 pag. 180.
Eine Notiz über das Verhalten, wenn Änolis principalis ins Wasser fällt,
gibt R. W. Shufeldt. Die Art ist wasserscheu. Nature Bd. 40 pag. 644.
Nach H. V. Wilson legt Änolis seine Eier auf den Bahamas in alte
Muschelschalen längs des Strandes. Johns Hopkins' Univ. Circ. Baltimore Bd. 8
pag. 88.
Systematisches. E. D. Oope bringt eine Notiz über die Färbung von
Tropidurus grayi Bell, bemerkt, dass es, abweichend von Sceloporus, die ^ sind,
die die lebhaften Farben tragen, nicht die ,^, und dass Roth die Stelle des Blau
an Kehle und Rumpfseiten einnimmt, und beschreibt eine neue Art dieser
Gattung von den Galapagos. Proc. U. S. Nat. Mus. Bd. 12 pag. 145 — 146.
Liosaurus marmoratus und L. muUipunctatus Burm. = Urostrophus scapu-
latus Burm. Boulenger, Proc. Zool. Soc. London pag. 144.
Tropidurus lemniscatus n. sp. [nach Boulenger, Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 7
pag. 501 = Tr. hiviitatus Pts.] Chatham Island, Galapagos. Cope, Proc. U. S.
Nat. Mus. Bd. 12 pag. 145.
Urostrophus scapulatus (Burm.) Sierra de Uspallata, Wüste bei Catamarca,
Argentina, verwandt U. torquatus, neu diagnost. und abgeb. Boulenger, Proc.
Zool. Soc. London pag. 144, Taf. 15, Fig. 2.
Zonuridae. Systematisches. Zonurus frenatus n. sp. [nach Boulenger,
Zool. Record for 1889, Rept. pag. 8 = ? .Z. tropidosternum Cope] Mhonda (Ungüu),
O.-Afr. Pfeffer, Jahrb. Hamburg. Wiss. Anstalt. 0. Jahrg. 2. Hälfte pag. 6.
ÄngUidae. Faunistisches Ophisaurus apus Pall. lebt nach G. A. B o u 1 e n g e r
in den Badghis, wurde aber weder im Thale des Herirut, noch in Chorossan
(Nordost-Persien) gesehen. Trans. Linn. Soc. (2) Zool., Bd. 5 pag. 98.
Helodermatidae. Skeletsystem. R.W. Shufeldt fand am Schädel von
Heloderma suspectum das hintere Rudiment eines Arcus zygomaticus in Gestalt
eines am Quadratum und Squamosale frei articulierenden, beweglichen, conischen
Knochen Stiftes. Nature Bd. 41 pag. 181.
Ueber das Verhältniss von Supratemporale zu Squamosum bei Heloderma
bringt G. ßaur eine kurze Notiz. Zool. Anzeiger 12. Jahrg. pag. 239.
Varanidae. Verdauungsorgane. Ueber die Abdominalhöhlen und die
sie trennenden Membranen vergi. oben G. W. Butler pag. 189.
P a 1 a e 0 n 1 0 1 0 g i s c h e s. In einer Mittheilung über Megalania und ihre Ver-
wandten sucht Gh. W. De Vis den Nachweis zu führen, dass auch Notiosaurus
iu der Heipetologie während des Jahres 1889. 193
dentatus Ow. wahrscheinlich , wie Megalania prisca Ow. , ein Varanus ist. Er
beschreibt sodann die foss. Varanus dirus n. sp. und F. emeritus n. sp. aus
plistocänen Schichten von King's Creek, Darling Downs, Queensland pag. 98.
Proc. Roy. Soc. Queensland Bd. 6 pag. 93-99.
Faunistisches. G. A. Bou lenger erwähnt Varanus griseus Daud. aus
dem Thale des Herirut, von Khusan und von Buniad-Khan. Trans. Linn. Soc.
(2) Zool., Bd. 5 pag. 99.
Xantusiidae. Faunistisches. J. J. Rivers erhielt Xantusia riversiana
Cope von San Nicolas und von Catalina Island, Santa Barbara-Gruppe, Californien.
Amer. Naturalist Bd. 23 pag. 1100.
Tejidae. Systematisches. Cnemidophorus labialis n. sp. Cerros Island,
Nieder-Californien. L. Stejneger, Proc. U. S. Nat. Mus. Bd. 12 pag. 643 — 644.
Proctoporus lividtis n. sp. [nach Boulenger, Zool. Record f. 1889, Rept.
pag. 8 = Pr. unicolor Gray] Ecuador. Thominot, Bull. Soc. Philom. Paris (8)
Bd. 1 pag. 25.
Amphisbaenidae. Biologisches. Eine Schilderung der Lebensweise von
Trogonophis wiegmanni Kaup in der Gefangenschaft bringt Job. v. Fischer.
Die bei Blidah und der Maison Carree sehr gemeine Art wird besonders bei
tiefem Pflügen vielfach gefunden, aber als giftig gescheut und getödtet. Auch
Sejys chalcides, der übrigens bei Montpellier fehle, werde in ganz Südfrankreich
für giftig gehalten. Trogoyiophis Weht feuchten, humusreichen Boden; man kann
ihn nach Ueberschwemmungen zu Tausenden sehen. In der Gefangenschaft wird
er mit Käferlarven gefüttert; in der Freiheit frisst er kleine Käfer, Schnecken
und junge Regenwürmer. Er ist ein ausgesprochenes Nachtthier. Sein hervor-
ragendster Sinn ist das Tastgefühl, auch der Geschmack ist ziemlich entwickelt;
eine Stimme fehlt. In Gefangenschaft ist er sehr ausdauernd; doch muss man
dafür Sorge tragen, dass die Erde, worin er lebt, niemals ganz trocken wird.
Eine Fortpflanzung zu beobachten, ist bis jetzt nicht gelungen. Zool. Garten
30. Jahrg. pag. 49-53.
Systematisches. Neue Daten zur Characteristik von Amphishaena occi-
dentalis Cope bringt 0. Boettger. Ber. Senckenberg. Nat. Ges. 1889 pag. 311.
Lacertidae. Biologisches. Im Jahre 1880 zu Tübingen im Garten aus-
gesetzte Lacerta muralis Laur. haben .sich nach C. Fickert dort vollkommen
eingebürgert und auch vermehrt; sie haben sich schon über die ganze Neckar-
halde verbreitet. Mit Lac. viridis Daud. schlug der gleiche Versuch fehl.
Württ. Naturh. Jahresh. Bd. 45 pag. 363.
Faunistisches. Neue meist schweizerische Fundorte für Lacerta agilis
Daud., muralis Laur. und vivipara Jacq. bringt F. Müller. Verh. Nat. Ges.
Basel 8. Theil pag. 699-700.
G. A. Boulenger erwähnt Acanthodactylus catitaris Gthr. aus Nord-
Belutschistan und längs des Helmand, Eremias guthdata Licht, von ebenda bis
zum Herirut-Thale, E. velox Pall. von Nord-Belutschistan bis zu den Badghis^
E. fasciata Blfd. aus dem Helmand und Scapteira acutirostris Blgr. zwischen
Nushki und Helmand. Trans. Linn. Soc. (2) Zool., Bd. 5 pag. 99-100.
Systematisches. Notizen über Färbung von Lacerta ocellata pater Lat.
und über Pholidose von Scapteira depressa Merr. bringt F. Müller. Verh. Nat.
Ges. Basel 8. Theil pag. 700-701.
Wichtige systematische und diagnostische Bemerkungen macht G. A.
AicU. f. Naturgesch. Jahrg. 1890. Bd. II. H. 1. 13
194 Dl'- Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen
Boulenger bei Besprechung von Lacerta ocellata var. tangitana Blgr. und
L. muralis Laur. und von Psammodromus microdactylus Bttgr. aus Tanger.
Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 3 pag. 303 -307.
Notizen über Lacerta depressa Cam. von Batuni finden sich bei 0. Boettger.
Ber. Senckenberg. Nat. Ges. 1889 pag. 204.
Lacerta simonyi n. sp. verwandt galloti M. Edw. Roques del Zalmor bei
Ferro, Oanaren. Fr. Steindachner, Auzeig. Akad. Wiss. Wien Jahrg. 26
pag. 260—262.
Scapteira acutirostris Blgr. abgeb. Boulenger, Trans. Linn. Soc. (2) Zool.,
Bd. 5. Taf. 9, Fig. 4.
Gerrhosauridae. Systematisches. Gerrhosaurus zanziharicus u. sp. [nach
Boulenger, Zool. Record f. 1889, Rept. pag. 8 = G=. major A. Dum.] Kibueni
und Sansibar. Pfeifer, Jahrb. Hamburg. Wiss.'Anst. 6. Jahrg., 2. Hälfte pag. 7.
Scincidae. Faunis tisch es. G. A. Boulenger nennt Chalcides Uncatus
Leuck. von Tanger, Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 3 pag. 305.
Derselbe erwähnt ÄblepJiarus hrandti Str. vom Helmand, Eumeces
schneideri Daud. von ebenda und den Badghis und OpMomorus tridactylus Blyth
vom Helmand. Trans. Linn. Soc. (2) Zool, Bd. 5 pag. 100—101.
J. D. Ogilby erwähnt als selten Lygosoma (Homolepida) casuarinae D. ß.
von Wentworth Falls, N -S. -Wales, und nennt es die grösste Art seiner Gattung,
grösser noch als L. (Hinulia) lesueuri. Proc. Linn. Soc. N.-S. -Wales (2) Bd. 4
pag. 1028.
Systematisches. Chalcides viridanus Grav. hat nach G. A. Boulenger
im Leben lebhaft gelbe, nicht schwarze Bauchfärbung. Proc. Zool, Soc. London
pag. 143.
Nach demselben pag. 304 variiert die Anzahl der Schuppenquerreihen
bei Chalcides ocellatus Forsk. von 24 (aus Assab) bis 38. Wichtige systematische
und diagnostische Bemerkungen macht er auch bei CJi. Uneatus Leuck. und
Ch. mionecton Bttgr. Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 3 pag. 303-307.
Einen Schlüssel für die Unterscheidung der 6 ceylanischen Arten von
Äcontias gibt F. Müller. Eine neue Art. Verh. Nat. Ges. Basel 8. Theil
pag. 704,
Äcontias sarasinorum u. sp, Central-Ceylon. F. Müller, ebenda pag. 702
Taf. 10.
Eumeces xanthi n. sp., sehr nahe dem californ. Eu. shiltonianus. Itshang,
oberes Yangdsy-Gebiet. Günther, Ann. Mag N. H. (6) Bd. 4 pag. 220.
Gongylus melanogastricus Burm. = Chalcides viridanus Grav. Boulenger,
Proc. Zool. Soc. London pag. 143.
Hinulia quoyi D. B, von Dandenong Ranges bei Melbourne und Siinbury,
abgeb. Fig. 2. — H. ivhitei Lacep. von Prahran bei Melbourne, abgeb. Fig. 1.
McCoy, Prodr. Zool. Victoria, Taf. 191.
Lygosoma s. Hinulia.
Mietdia Orientalis u. sp. Queensland. De Vis, Proc. Roy. Soc. Queensland
Bd, 5 (1888) pag. 160.
Pseudaeontias n. gen. Körper sehr verlängert. Zähne conisch; Gaumen
zahnlos. Unteres Augenlid beschuppt. Ohröft'nung und Gliedmassen fehlen.
Nasloch zwischen Rostrale, Supranasale und erstem Supralabiale. Ein Fionto-
nasale; keine Praefrontalen und Frontoparietalen. — Hierher Ps. madagascariensis
in der Herpetologie während des Jahres 1889. 195
n. sp. von Madagascar [aber schwerlich von Nossibe, wie angegeben wird. Ref.].
J. V. ßarboza dn Bocage, Jörn. Sc. Math., Phys. e Nat. Lisboa (2) Bd. 1
pag. 125-126, Fig. 1-2.
Sepsina fr ontopar letalis n. sp. Madagascar. Boulenger, Ann. Mag. N. H. (6)
Bd. 4 pag. 244.
Tropidophorus queenslandiae n. sp. verwandt grayi Gthr. Herberton und
Bellenden Ker. De Vis, Proc. Linn. Soc. N.-S.-Wales (2) Bd. 4 pag. 1034—1035.
RJiijifoglossa,
Chamaeleontidae. Skeletsystem. Ueber das Supratemporale von Cha-
maeleon vulyarin, über dessen Schädel überhaupt, über die richtige Deutung des
sogen. Epipterygoids als Alisphenoid und über den Beckengürtel der Chamae-
leonten bringt Gr. Baur einige Notizen. Zool. Anzeiger 12. Jahrg. pag. 239 — 240.
Sinnesorgane. Ihre Untersuchungen über Continuität des pigmentierten
Epithels der Jiletzhaut mit den äusseren Abschnitten der Zapfen und Stäbchen
haben R. Dubois & J. Renaut am Auge des Chamaeleous angestellt. Compt.
Rend. Acad. Sc. Paris Bd. 109 pag. 747-749.
Circulationsorgane. J. Y. Mackay hat das Schlagadersystem des
Chamaeleous einer eingehenden Betrachtung unterzogen. Memoirs and Memoranda
in Anatomy Bd. 1, London & Edinburgh 1889 pag. 47-49, 1 Taf.
Systematisches. G. A. Boulenger beschreibt das ^ von Chamaeleon
cucullatus Gray aus Madagascar. Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 4 p. 244.
Chamaeleon caffer n. sp. verwandt damaranus Blgr. Pondoland (Kaffraria).
Boettger, Ber. Senckenberg. Nat. Ges. 1889 pag. 292.
Pi/thonomorpha
(nur fossil).
Allgeraeines. Die Pythouomorphen behandelt K. A, Zittel in seinem
Handbuch der Palaeontologie Abth. 1, Bd. 3 auf pag. 611—624, Fig. 541—553.
Systematisches. Seine Pythonomorpha theilt E. D. Oope in die beiden
Familien Plioplatecarpidae und Mosasauridae. Amer. Naturalist Bd. 23 pag. 866
bis 868.
K. A. Zittel gibt folgende Eintheilung dieser Reptilordmmg :
1. Fam. Plioplatecarpidae mit der Gatt. Plioplatecarpus Dollo.
2. Fam. Mosasaui'idae mit den Gatt. Mosasaurus Con., Hainosaurus Dollo, Liodon
Ow., Platecarpus, Clidastes und Sironectes Cope, Taniwashasaurus
Hect., Edestosaurus und Baptosaurus Mrsh. etc.
Haudb. d. Palaeontolog. Abth. 1, Bd. 3 pag. 619 ff.
Kosasaurldae. Systematisches. W. Dam es stellt Onchosaurus (Anclio-
saurus) Gerv. aus der Kreide von Meudon zur Selachiergattung Giganthichthys.
N. Jahi'b. f. Min. 1889 Bd. 1 pag. 201-202.
In einer Ersten Mittheiluug über die Mosasaurier von Mesvin bei Mons
in Belgien gibt L. Dollo Beschreibungen und Abbildungen von Schädeln der
4 neuen Formen Mosasaurus lemonnieri n. sp. pag. 274, Taf. 9, Fig. 2, Phosphoro-
saurus ortUehi n. gen. et sp. pag. 279, Taf. 9, Fig. 6, Oterognathus houzeaui n. gen.
13*
]96 Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen
et sp. pag. 286, Taf. 10, Fig. 14 und Prognathosaurus solvai/i n. gen. et sp. pag. 293,
Taf. 9, Fig. 4, sämmtlich aus der oberen Kreide von Mesvin. Der Name Pro-
(jnathodon, der pag. 214 in einer vorläufigen Notiz vorgeschlagen worden war,
wird, weil bereits verbraucht, in Prognathosaurus umgewandelt. Auch der
Schädel von Mosasaurus camperi Cuv. wird Taf. 9, Fig. 1 und das nahezu voll-
ständige Skelet von Hainosaurus bernardi Dollo Taf. 10, Fig. 1 abgebildet.
Bull. See. Belg. de Geol., Pal. et Hydr. Bd. 3 pag. 271—304, Taf. 9—10.
Op7iidia.
Skelet System, üeber das Verhältniss des Supratemporale zum Squa-
mosum bei den Schlangen bringt G. Baur eine Notiz. Zool. Anzeiger 12. Jahrg.
pag. 239.
Ontogenie. Ueber ürwirbel und die Segmentation der Wirbelsäule hat
V. V. Ebner Untersuchungen an Embryonen der Ringelnatter angestellt. Er
bestätigt die Annahme Remak's, dass die "Wirbel durch secundäre Segmentierung
aus den Urwirbeln entstehen, und macht nur die Einschränkung, dass die Seg-
mentation der Wirbelsäule nicht aus einem gleichförmigen Blastem der ürwirbel
entsteht, sondern zu einer Zeit eintritt, wenn die letzteren bereits unabhängige
Anhäufungen von Embryonalzellen gebildet haben. Abbildungen der interverte-
braleu Spalte in den Urwirbeln sind beigegeben. Sitz.-Ber. Akad. Wien, 3. Abth.,
Bd. 97 pag. 194—206, 2 Taf. — Ref. in Jouin. Roy. Micr. Soc. London 1889
pag. 362.
Biologisches. Bemerkungen über den Aufenthaltsort von Cerberus
rhynchops Schnd., Hypsirhina enhydris Sehn , Hipistes hydrinus Gant., der See-
schlangen und von Trinieresurus gramineus Shaw bei Mergui und im Mergui-
Archipel macht J. Anderson. Journ. Linn. Soc. London, Zool., Bd. 21 pag. 346
bis 348.
Erwägungen und Beobachtungen, ob Schlangen ihr Opfer zu fasciuieren
im Stande sind, bringt J. Harrison. Proc. Nat. Soc. Bristol (2) Bd. 6 pag. 67—78.
S. W. MitchelTs Arbeit „Poison of Serpents" ist eine populäre Dar-
stellung über giftige Reptilien, die Wirkung ihres Bisses und di^ Natur ihres
Giftes. Century 111. Monthly Magaz. Bd. 38. New York 1889 pag. 505 ff.
Ueber die physiologische Wirkung des Viperngiftes macht M. Kaufmann
Mittheihmgen. Du venin de la Vipere (Mem. couronne). Paris, G. Masson
1889, 4". 60 pagg., Figg. — Ref. in Rev. Scientif. (3) Bd. 44 pag. 401—403.
L. A. Waddell hat sich mit der Lösung der Frage beschäftigt, ob das
Gift der Schlangen, ins Blut gebracht, auf sie selbst giftige Wirkungen äussere.
Er fand bei Naja tripudians, dass dies nicht der Fall war. Dagegen wurden
mehrere Giftschlangen, wie Trinieresurus erythrurus und gramineus durch Naja-
Gift getödtet. Andre Giftschlangenarten aber wurden durch den Biss einer
zweiten verschiedenen Art in vielen Fällen nicht beeinflusst. Verf. glaubt die
Unwirksamkeit des Giftes auf Schlangen der nämlichen Species durch eine Art
von Selbstimpfung erklären und auf dadurch hervorgerufene Immunität zurück-
führen zu dürfen. Scientif. Mem. Med. Officers J. A. Bd. 4, Calcutta 1889.
26 pagg. — Auch separ. : Are venomous Snakes autotoxic? Calcutta, Governm,
Press 1889, 4«. 28 pagg. — Ref. in Naturw. Wochenschrift Bd. 5 (1890) pag. 7 8.
in der Herpetologie wälirend des Jahres 1889. 197
Nature Bd. 40 pag. 118 gibt eine kuize Zusammenstellung der Höhe der
tödlichen Gabe von Gift der Vipera berus, des Hoplocephalus curtus und der
Naja triimdians auf das Kilogramm Körpergewicht bei Mensch und Hund.
Infolge von Schlangenbiss gingen angeblich [vergl. auch Ber. f. 1887 pag. 166]
in den 8 Jahren vor 1887 jährlich im Durchschnitt 19880 Menschenleben und
2100 Stück Vieh in Britisch - Ostindien zu Grunde. 1889 soll die Zahl sogar
auf 22480 Menschen und 3793 Stück Vieh gestiegen sein. Getödtet wurden in
diesem einen Jahre 578415 Schlangen. Tägl. Rundschau, Berlin 1892.
Im Jahre 1888 sind in den Nordwestprovinzen Britisch-Ostiudiens angeblich
6000 Todesfälle infolge von Schlangenbiss vorgekommen ; in der Präsidentschaft
Madras seien 1642 Menschen durch Schlangen und wilde Thiere getödtet worden.
Natura Bd. 40 pag. 283.
Nach J. V. Kennel sind von den vielen Schlangenbissen, die jährlich auf
Trinidad vorkommen sollen, nur wenige tödlich, obgleich es sich doch mitunter
um die höchst giftigen TrigonocepJmlus und Orotalus handelt. Sitz.-Ber. Naturf.-
Ges. Dorpat Bd. 9 Heft 1 pag. 148.
F. Forne theilt einen Fall mit, wonach ein Mann in Neucaledonien von
einer Seeschlange {Distira ornata var. ocellata) in die Hand gebissen wurde und
nach 9 Stunden starb. Note sur un cas de mort par morsure de Serpent de
mer. Noumea 1888, 8». 18 pagg., 1 Taf.
H. C. Yarrow hat vorläufige Mittheilungen über Schlangengift, über
Gegengifte und über seine Versuche mit solchen sogen. Gegengiften an von
Giftschlangen gebissenen Thieren gemacht. Forest and Stream (.New York)
Bd. 30 (1888) No. 16-20 und 22.
Ueber Volksheilmittel gegen den Biss giftiger Schlangen bei den Deutschen
in Pennsylvanien berichtet W. J. Hoffman. Proc. Amer. Phil. See. Phila-
delphia Bd. 26 pag. 342-343.
Palaeontologisches. Die foss. Schlangen behandelt K. A. Zittel in
seinem Handbuch der Palaeontologie Abth. 1, Bd. 3 auf pag. 624—632, Fig. 554
bis 560.
A. Nehring verzeichnet aus der interglacialen Quai'tärbildung von Thiede
bei Braunschweig eine Schlange von der Grösse der Vipera berus. N. Jahrb.
t Min. 1889 Bd. 1 pag. 81.
Faunis tisch es. H. W. Behr hat den Aenderungen sein Augenmerk
zugewandt, die die Schlangenfauna von San Francisco, Oal., im Laufe der letzten
40 Jahre erfahren hat. Von Crotalus lucifer, der einzigen Giftschlange der
Gegend, dürfte wohl kaum noch ein Stück auf der Halbinsel vorhanden sein,
während sie auf dem Tamalpais-Gebirge und in den Hügeln von Oaklaud und
Berkeley noch häufig ist, ja an zwei dem Verf. genau bekannten Orten sogar
an Zahl zunimmt: in den Contra Costa- Bergen und in der Coast Range. Als
Gründe für diese Vermehrung der Giftschlange bezeichnet Verf. die günstige
Lage und Beschaffenheit der Oertlichkeit, sowie die auffallende Verminderung
ihrer natürlichen Feinde. Eingehend schildert er die dortigen Verhältnisse und
Lebensbedingungen und hält vor allem die Raubvögel und unter ihnen wiederum
die Eulen, aber auch Ophibolus gaetulus i;ud Pithyophis für die gefährlichsten
Feinde der jungen Klapperschlangen. Proc. Californ. Aead. Sc. (2) Bd. 1
pag. 94-99.
198 1^1'- Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen
A. V. Mojsisovics gibt nachträgliche Bemerkungen zu seiner Arbeit über
die geographische Verbreitung einiger westpaläarctischer Schlangen [vergl. Ber,
f. 1888 pag. 180], die sich auf Typklops vermicularis Merr., Tropidonotus vipe-
rinus Latr., Zamenis versicolor "Wgl. und ventrimaculatus Gray, Coluber aesculapii
Host, Coronella austriaca Laur. [ihr Vorkommen in Palästina ist mir jetzt sehr
zweifelhaft geworden. Ref.] und girondica Daud., CyclopJiis modestus Mart. und
collaris Men., Psammophis sihilans Boie, Halys pallasi Gthr. , Vipera aspis L.,
ammodytes L. und ohtusa Dwig. beziehen. Mitth. Nat. Ver. Steiermark Jahrg.
1888, Heft 25, Abb. pag. 270-273.
Eine Notiz über Fundorte von Tropidonotus natrix und Vipera herus L.
in der Umgebung von Moskau bringt C. Greve. Zool. Garten 30. Jahrg.
pag. 90-91.
M. Macleay nennt eine Fordonia und einen ? Chersydrus von Ripple
Creek, Herbert District, Queensland, beide vermuthlich neu, aber ohne Be-
schreibung. Proc. Linn. Soc. !N.-S. -Wales (2) Bd. 4 pag. 190.
Systematisches. Die Ophidia theilt E. D. Cope in die Ueberfamilien
1. Catodonta mit Fam. Stenostomidae , 2. Epanodonta mit Fam. Typhlopidae,
3. Tortricina mit den Fam. Tortricidae und Uropeltidae, 4. Asinea mit den Fam.
Xenopeltidae, Pythonidae, Boidae, Charinidae, Acrochordidae, Nothopsidae und
Colubridae, 5. Proteroglypha mit den Fam. Hydrophidae, Najidae, Elapidae und
Dendraspididae , und 6. Solenoglypha mit den Fam. Causidae, Atractaspididae,
Viperidae und Crotalidae. Arne)-. Naturalist Bd. 23 pag. 866—869.
K. A. Zittel gibt folgende Eintheilung der fossil bekannten Schlangen:
1. Fam. Typhlopidae mit der Gatt. Cimoliophis Svge.
2. Fam. Pythonidae mit den Gatt. PalaeopMs und Paleryx Ow. , Titanophis
Mrsh., Palaeopython und Heteropißhon Rochebr., Python Daud. und
Nardoa Gray.
3. Fam. Boidae mit den Gatt. Boaviis, Lithopkis und Limnophis Mrsh. und
Bothrophis Rochebr.
4. Fam. Erycidae mit den Gatt. Aphelophis, Oymophis und Cälamagras Cope
und Scaptophis Rochebr.
5. Fam. Tortricidae mit der Gatt. Scytalophis Rochebr.
6. Fam. Colubridae mit den Gatt. Elaphis Aldr., Tamnophis und Pilemophis
Rochebr., Periops Wgl., Coluber L. und Ptyas Fitz.
7. Fam. Psammophidae mit der Gatt. Coelopeltis Wgl.
8. Fam. Elapidae mit der Gatt. Naja Laur.
9. Fam. Crotalidae mit den Gatt. Laophis Ow. und Neurodromicus Cope.
10. Fam. Viperidae mit der Gatt. Vip)era Laur.
Ein Genus incertae sedis ist Heiagras Cope. Handbuch der Palaeontologie
Abth. 1, Bd. 3 pag. 624 ff.
Typhlopidae. Faunist isches. G. A. Boulenger erwähnt Typhlops
persicus Blfd. wahrscheinlich aus dem Norden von Herat. Trans. Linn. Soc. (2)
Zool., Bd. 5 pag. 101.
Systematisches. Derselbe bringt Diagnosen von 9 neuen Typhlopiden
des British Museums. Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 4 pag. 360-363.
Helminthophis guentheri n. sp. Porto Real, Prov. Rio. pag. 361. — U. petersi
u, sp. Guayaquil. pag. 360. Boulenger, ebenda.
iu der Herpetologie während des Jahres 1889. 199
Typhlops affinis ii. sp. verwandt unguirostris Pts. Queensland, pag. 363. —
T. comorensis n. sp. Comoren. pag. 361. — T. eschrichti BIfd. non Schlg. = blan-
fordi u. sp. Senafe, Abessyuien. pag. 363. — T. leucoproctus n. sp. Fly River
(Neuguinea), Murr ay-In sei (Torresstrassej und Queensland, pag. 361. — T. reginae
n. sp. Queensland, pag. 362. — T. socotranus n. sp. Si cotra. pag. 362. — T.
torresianus n. sp. Murray-Insel. pag. 362. Boülenger, ebenda.
Boidae. a. Pythoninae. Faun istisches. E. P Ranisay nennt Nardoa
gübei-ti von Wattagoona, N.-S.- Wales. Proc. Linn. Soc. N.-S.- Wales (2) Bd. 4
pag. 188.
Systematisches. G. A. Boülenger bringt eine Notiz und Abbildung
von Python curtus Hubr. von Malakka. Er nennt die Art ausserdem von
Singapore, Sumatra und Borneo. Proc. Zool. Söc. London 1889 pag. 432—433,
Tai 45.
Aspidohoa Svge. = Python. Boülenger, ebenda pag. 433.
Python breitensteini Stdchr. = curtus Hubr. pag. 433. — P. curtus Hubr.
abgeb. Taf. 45. Boülenger, ebenda.
b. Boiuae. Faunistische s. Gr. A. Boülenger erwähnt Eryx jaculus L.
aus den Badghis, afghanische Grenze. Trans. Linn. Soc. (2) Zool., Bd. 5 pag. 101
Systematisches. L. Stejneger gibt einen Ueberblick über die Ge-
schichte und die Arten der Gatt. Lichanura Cope und bringt einen Schlüssel
für die Unterscheidung der 5 bekannten Species. 2 neue Arten. Proc. U S.
Nat. Mus. Bd. 12 pag. 95-99, Figg.
Lichanura orcutti n. sp. Colorado Wüste, San Diego Co., Cal. pag. 96,
Fig. 1. — L. Simplex n. sp. San Diego, Cal. pag. 97, Fig. 2. — L. trivirgata
Cope, Kopf abgeb. Fig. 3. Stejneger, ebenda.
IlysÜdae. Systematisches. Bemerkungen über die Färbung von Cylin-
drophis rufus Laur. macht Fr. Müller. Verh. Nat. Ges. Basel 8. Theil pag. 691.
üropeltidae. Systematisches. Systematische Notizen über Ehinophis
trevelyanus Kel. und Bemerkungen über die relative Häufigkeit von Rh. tre-
velyanus, planiceps, oxyrrJiynchus und blythi Bedd., sowie von Silybura melano-
gaster Bedd. auf Ceylon bringt derselbe. Ebenda pag. 690 — 691.
Colubridae. a. Colubrinae. Biologisches. A. E. Brown beobachtete
nach Cope bei Chilomeniscus cinctus Cope von Tucson, Ariz., eine ausserordentlich
entwickelte Grabfähigkeit. Proc. U. S. Nat. Mus. Bd. 12 pag. 147.
Beobachtungen über die Art, wie Tropidonotus tessellatus Laur. sich seiner
Beute bemächtigt, hat H. Fischer-Sigwart angestellt. Auffallend war ihm,
dass der von der Schlange quer am Bauche gefasste Fisch sich vollkommen
ruhig verhielt, auch wenn er ans Land geschleppt worden war. Der Schlange
abgenommen zeigte er sich am Bauche unverletzt und, wieder ins Wasser ge-
bracht, schwamm er hurtig davon. Verf kann sich diese Thatsache nur durch
Annahme eines hypnotisierenden Einflusses von Seiten der Schlange erklären, der
die Bewegungsfähigkeit des Fisches eine Zeit lang lähmt. Humboldt (Dammer)
8. Jahi'g. pag. 478 und Das Thierleben im Terrarium. Zofingen 1889, 8°. pag. 29.
— Ref. in Nature Bd. 41 pag, 162.
Eine Notiz über einen melauotischen Tropidonotus natrix L. von Moskau
bringt C. Greve. Zool. Garten 30. Jahrg. pag. 90-91.
Faunistisches. Von der Insel Plate bei Vegesack erwähnt F. Borcher-
ding Tropidonotus natrix L. Abh. Nat. Ver. Bremen Bd. 11 pag. 274.
200 Dr. Oskar Boettger; Bericht über die Leistungen
C. Struck nenut Coronella austriaca Laur. aus Mecklenburg von Malchow
und Müritz a, d. Ostsee. Arch. Ver. Fr. Naturg. Mecklenburg Bd. 42 pag. 189
bis 190.
A.Krause kennt Coronella austriaca von Gr.-Schönebeck bei Liebenv^^alde
in der Mark Brandenburg. Bisher war sie hier nur von Oderberg und Teupitz
bekannt. Sitz.-Ber. Ges. Nat. Fr.* Berlin 1889 pag. 55.
0. Boettger verzeichnet Zamenis dorsalis Anders, von Askhabad (Trans-
kaspien). Ber. Senckenberg. Nat. Ges. 1889 pag. 26.
G. A. Boul enger erwähnt Zamenis ravergieri Meu. von Tirphul, Gulran
und Chinkilok, Z. ventrimaculatus Gray von Bezd in Chorossan, Z. Tca/i-elini Str.
vom Helmand, von Tirphul, Chinkilok und Kilki, Z. rhodorhachis Jan von Gulran
in den Badghis, Z. cliadema Schlg. von Nord-Belutschistan bis zum Herirut-Thale
und Lytorhynchus ridgewayi Blgr. von Chinkilok. Trans. Liuu. Soc. (2) Zool.,
Bd. 5 pag. 102.
Homalosoma lutrix und Coronella multimaculata werden aus der Karoo
von Grootfontein, Capland, erwähnt. Proc. Zool. Soc. London 1889 pag. 626.
0. Boettger nennt Elapomorphus (Phalotris) tricolor D. B. aus Brasilien.
Jahr.-Ber. Nat. Ges. Nürnberg 1888, Abh. Bd. 8 pag. 91.
Systematisches. Notizen über die Färbung von Aspidura tracJiyprocta
Cope pag. 691, über Pholidose und Färbung von Lycognathus cucullatus D. B.
pag. 692 und von Tropidonotus natrix L. und viperinus Latr. pag. 693 bringt
F. Müller. Verb. Nat. Ges. Basel 8. Theil.
Bemerkungen über Pholidose und Färbung bei Stücken von Elapomorphus
tricolor D. B., Zamenis hippocrepis L., Dromicus angulifer D. B., Herpetodryas
dendrophis Schlg. und Oxyrrhopus fitzingeri Tschudi macht 0. Boettger.
Jahr.-Ber. Nat. Ges. Nürnberg 1888, Abh. Bd. 8 pag. 91-93.
Wichtige systematische miä diagnostische Bemerkungen bringt G. A. Bou-
1 enger über Coronella amaliae Bttgr. von den Benider Hills bei Tanger und
über maroccanische Fsammophylax cuciillatus Geoffr. Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 3
pag. 303—307.
Notizen über die Pholidose von Tropidonotus trianguligerus Reinw. (= bellultis
Stol.) macht J. Anderson. Journ. Liuu. Soc. London, Zool. Bd. 21 pag. 345.
A. Günther beschreibt pag. 220 die Färbung von Achalimis rufescens
Blgr. und pag. 221 Pholidose und Färbung einer Varietät von Tropidonotus
swinhoei Gthr. von Itshang im oberen Yangdsy - Gebiet. Ann. Mag. N. H. (6)
Bd. 4.
E. D. Cope bringt eine Notiz über die Färbung von Liophis ornatus Garm.
von Santa Lucia, Westindien, und von Bascanium laterale Hallow. aus Nieder-
Californien. Bull. U. S. Nat. Mus. Bd. 12 pag. 141 und 147.
F. Bocourt fand, dass Herpetodryas dendrophis Schlg., den er von Cayeuue,
Venezuela, und Peten und Verapaz in Guatemala untersuchen konnte, einfaches
Anale besitzt und dai'um besser unter Dendrophidium Fitz, zu stellen sei. Er
gibt neue Diagnose für Gattung und Art. Naturaliste (Deyrolle) 11. Jahrg.
pag. 46-48, 4 Figg.
Ahläbes chinensis n. sp. [nach Boulcnger, Zool. Record f. 1889, Rept.
pag. 10 = A. collaris Gray] Itshang, oberes Yangdsy-Gebiet. Günther, Ann.
Mag. N. H. (6) Bd. 4 pag. 220.
in der Herpetologie während des Jahres 1889. 201
Aporopliis Go^& = Opheomorphus Cope. — A. temmincki Cope = 0. ehamissonis
Wgm. Cope, Proc. U. S. Nat. Mus. Bd. 12 pag. 144.
Coluber ehamissonis Wgm. und C. temmincki Schlg. = Opheomorphus. Cope,
ebenda pag. 144.
Coronella elegans Gthr. = Tachymenis. Boettger, Ber. Senckenherg. Nat.
Ges. 1889 pag. 312. — C. longicauda Mocq. = fuliginoides Gthr. Mocquard,
Bull. Soc. Philom. Paris (8) Bd. 1 pag. 145.
Dendrophidium dendrophis (Schlg.) abgeb. Bocourt, Naturaliste (Deyrolle)
11. Jahrg. pag. 47, 4. Pigg.
Dromicus ornatus Garm. = Liophis. pag. 141. — Dr. temmincki D. B. =r
Opheomorphus. pag. 144. Cope, Bull. U. S. Nat. Mus. Bd. 12.
Dryophylax elegans Cope = Tachymenis. — Dr. vitellinus Cope = TacJi.
elegans. Boettger, Ber. Senckenberg. Nat. Ges. 1889 pag. 312.
Elapomorphus trilineatus n. sp. Camapuam-Fluss , S.-Brasil. Boulenger,
Ann. Mag. K H. (6) Bd. 4 pag. 265.
Eutaenia nigrolateris n. sp. verwandt marciana. Tucson, Ariz. A, E. Brown,
Proc. Acad. Nat. Sc. Philadelphia 1889 pag. 421—422.
Gonionotus n. gen. Körper ziemlich schlank, dreikantig; Kopf oval, nieder-
gedrückt, merklich breiter als der Hals; Naslöcher zwischen zwei Nasalen; kein
Frenale; Schuppender mittelsten Rückenreihe sechseckig und zweikielig; Anale
einfach ; Schwanzschilder doppelt. — Für G. hrussauxi n. sp. Niari-Fluss, Französisch-
Congo. Mocquard, Bull. Soc. Philom. Paris (8) Bd. 1 pag. 145, Taf. 2.
Herpetodryas dendrophis Schlg. = Dendrophidium pag. 46. — H. dendrophis
Jan = hrunneus Gthr. pag. 47. Bocourt, Naturaliste (Deyrolle) 11. Jahrg. —
H. heathi Cope = boddaerti Seetz. var. Boettger, Ber. Senckenberg. Nat. Ges.
1889 pag. 313.
Lygophis elegans Tsch. = Tachymenis. — L. poecilostomus Cope = Tac7i.
elegans. Boettger, ebenda pag. 312.
Lytorhynchus ridgewayi Blgr. abgeb. Boulenger, Trans. Linn. Soc. (2)
Zool, Bd. 5, Taf. 11, Fig. 1.
Ophis peruana Tschudi = Tachymenis elegans. Boettger, Ber. Senckenberg.
Nat. Ges. 1889 pag. 312.
Bhinechis amaliae Bttgr. = Coronella, zwischen C, austriaca und C. girundica
zu stellen. Boulenger, Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 3 pag. 305.
Tachymenis peruviana Cope = elegans Tsch. Boettger, Ber. Senckenberg.
Nat. Ges. 1889 pag. 312.
Tropidonotus s. Eutaenia.
1). Dipsadiuae. Faunistisches. G. A. Boulenger erwähnt Fsatnmophis
leithi Gthr. vom Helmaud und der Strecke Hamuu-Khusan, Taphrometopon
lineolatum Brandt aus dem Herirut-Thale. Trans. Linn. Soc. (2), Zool., Bd. 5
pag. 103.
c. Homalopsiuae. Systematisches. Eine Notiz über eine abnorme
Nasalenbildung bei Cerberus rhynchops bringt J. Anderson. Journ. Linn. Soc,
Zool., Bd. 21 pag. 346.
Neospades n. gen. verwandt Furdonia Gray, aber mit Frenalschild und
getheiltem Nasale. — Für N. kenti n. sp. Cambridgegolf, Nordwest-Austral.
C. W. De Vis, Proc. Roy. Soc. Queensland Bd. 6 pag. 288.
202 Dl'- Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen
d. Elapinae. Anatomisches. W. J. McKay gibt eine sehr eingebende
Darstellung des Skelet- und Muskelsystems von Acanthojihis antarcticus AVgl.
und ausserdem Notizen über die Spinalnerven, Clittdrüse, Thränendrüse, Lippen-
drüsen, Unterzungendrüsen, den Beissmechanismus und die Bewegungen der
AVirbel. Verf. vergleicht die einzelnen Knochen und 3Iuskeln mit den ent-
sprechenden Theilen von Python und von mehreren australischen Schlangen und
Eidechsen. Er behandelt ausführlich die Kopfmuskeln, Dorsalmuskeln, die latero-
dorsalen nnd die craniovertebralen Muskeln, die Muskeln des inneren Stratum
obliquum, des Stratum transversale, des Kectus subvertebralis und die des
Schvpanzes. Penis und Afters. Verf. kommt zu dem Schlüsse, dass die Gattung
von den Elapinen nicht zu trennen sei. Proc. Linn. Soc. N,-S.-Wales (2) Bd. 4
pag. 893-986, Taf. 25-27.
W. J. Stephens legt eine Diemenia supereüiosa mit 2 Giftzähnen im
rechten Oberkiefer, Rohu einen Acanthophis antarcticus vor, der in querer
Richtung gleichfalls 2 gleichentwickelte Gifthaken im Oberkiefer zeigt. Ebenda
pag. 1052 und 1297.
Faunistisches. G. A. Bou lenger erwähnt Naja oxiana Eichw. von
Chinkilok und dem Kara-bagh. Trans. Linn. Soc. (2), Zool., Bd. 5 pag. 103.
0. Boettger nennt Äspidelaps lubricus Merr, aus Gross-Namaland. Jahr.-
Ber. Nat. Ges. Nürnberg 1888, Abb. Bd. 8 pag. 93.
T. B. Trebeck verzeichnet Vermicella annulata von Annandale, N.-S.- Wales.
Proc. Linn. Soc. N.-S.-Wales (2) Bd. 4 pag. 389.
Systematisches. Notizen über Färbung von Bungarus semifasciatus
Kühl und über Kopfpholidose von Diemenia supereüiosa Krefft bringt Fr. Müller.
Verb. Nat. Ges. Basel 8. Theil pag. 695-696.
J. Anderson macht eine Mittheilung über die Färbung von Naja tripudians
L. von Mergui und dem Mergui-Archipel und über einen von ihm gemessenen
14' 6" engl, laugen Ophiopthagus elaps von King Island, Mergui-Gruppe. Journ.
Linn. Soc. London, Zool., Bd. 21 pag. 347.
0. Boettger bringt eine Notiz über Elaps corallinus var. gastrosticta
Jan aus Pacasmayo, Nordwest-Peru. Ber. Senckenberg. Nat. Ges. 1889 pag. 315.
Hoplocephalus frontalis n. sp. , nähert sich der Gatt. Bhinelaps Gthr.
Narrabri, N.-S.-Wales. J. D. Ogilby, Proc. Linn. Soc. N.-S.-Wales (2) Bd. 4
pag. 1027—1028.
Naja oxiana Eichw. abgeb. Boulenger, Trans. Linn. Soc. (2) Bd. 5, Taf. 11,
Fig. 2.
e. Hydropliiiuae. Biologisches. Wegen eines tödlichen Bisses von
Distira vergl. oben F. Forne pag. 197.
P. P. C. Hoek nennt den Cirrhipedeu DicJielaspis pellucida Darw. als
Schmarotzer auf den Schuppen einer Hydrophide des Mergui- Archipels. Er war
so zahlreich, dass er dem ganzen Körper der Schlange ein rauhes Ansehen
verlieh. Journ. Linn. Soc. London, Zool., Bd. 21 pag. 154— 155, Taf. 13.
Faunistisches. J. C. Cox nennt Pelamis hicolw von Botany Bay,
N.-S.-Wales. Proc. Linn. Soc. N.-S.-Wales (2) Bd. 4 pag. 633.
Systematisches. Notizen über Pholidose und Färbung von Hydropkis
robustus Gthr., der bei Mergui eine Länge von 5'5V2" ß"»^- erreicht, und über
die Beschuppung von H. gracilis Shaw und H. hardwickei Gray von dort bringt
J. Anderson. Journ. Linn. Soc. London, Zool., Bd. 21 pag. 347— 348.
iu der Herpetologie während des Jahres 1889. 203
Hydrophis hishopi Murr. = rohustus Gthr. Anderson, ebenda pag. 347.
Viperidae. a. Tiperinae. Allgemeines. H. G. Francke, Die Kreuz-
otter. Naturgeschichte und Fang derselben. Mit besonderer Berücksichtigung
der Bisswundenbehandlung. Dresden, R. v. Grurobkow, 1889, 8". 22 pagg.,
4 Figg., 1 Taf.
P. Girod, Les Viperes; traitement de leurs morsures. Revue d'Auvergne
1889, 8». 16 pagg.
Biologisches. Baron L. Maydell fand anfangs August in einem
Morast Estlands zur heissen Mittagszeit einen Knäuel von mehr als 20 Kreuz-
ottern. Keine davon war unter 30 cm lang. Dass es sich nicht um eine gesell-
schaftliche Paarung handeln konnte, geht daraus hervor, dass diese ja im April
und Mai stattfindet. Zool. Garten 30. Jahrg. pag. 155—156.
G. A. Boulenger stellte fest, dass die Kreuzotter gelegentlich auch
Lacerta vivipara verschlingt, weiter dass sie in einem Falle sich dabei der Gift-
zähne nicht bedient habe, und dass die Eidechse nach 24 Stunden in dem
Schlünde der Schlange noch lebendig gewesen sei. Zoologist (3) Bd. 13 pag. 234.
— Ref. in Nature Bd. 40 pag. 134. — Die erstgenannte Thatsache bestätigt auch
T. G. Bonney. Nature Bd. 40 pag. 150.
Nach 0. V. Loewis ist auch der Maulwurf, wie iu den meisten Fällen der
Igel, ein Vertilger der Kreuzotter und ihrem Bisse gegenüber giftfest. "Weitere
Bemerkungen beziehen sich auf ihre Häufigkeit in Livland , wo z. B. bei Neu-
Salis allein 100 Stück zusammen im Winterschlafe angetroffen worden seien.
Die schwarze Spielart ist vorherrschend; Stücke von über 2' Länge seien nicht
allzu selten. Zool. Garten 30. Jahrg. pag. 129 — 135.
Faun istisch es. F. Müller nennt Vipera aspis L. von Gempenfluh bei
Basel und Collonge sous Saleve, V. berus var. prester L. von Chäteau d'Oex,
Schweiz. Verh. Nat. Ges. Basel 8. Theil pag. 696.
E. Friedel verzeichnet Vipera berus von Innsbruck in fast 6000' Höhe
und aus dem Riesengebtrge hoch oben in der Nähe der Schlesischen Baude.
Zoolog. Garten 30. Jahrg. pag. 373.
R. V. König-Warthausen kennt sie vom Weinsberger Thal, von Bietig-
heim und von Schussenried. An letzterem Orte wurde die erste am 30. März
beobachtet. Württ. Nat. Jahresh. Bd. 45 pag. 204.
A. B. Meyer & F. Helm geben in einem Nachtrage zum IV. Jahresbe-
richte der Ornithologischen Beobachtungsstationen im Königreich Sachsen, Berlin
1889, 4". 6,150 pagg., 1 Karte auf pag. 148—150 wichtige Mittheilungen über die
Verbreitung der Kreuzotter in Sachsen. 13 neue Fundorte werden nach Beleg-
stücken im Dresdener Museum gegeben, und durch J. Geithe zahlreiche Zu-
sätze zu Blum's Arbeit [vergl. Ber. f. 1888 pag. 214] gemacht. Die Bemer-
kungen über das Vorkommen bei Freiberg sind besonders interessant, da sie dort
nach des Ref. Kenntuiss viele Jahre fehlte. Die bemängelten Namen- imd
Farbenunterschiede und die Zeitangaben über die Häiitung mögen local durch-
aus zutreffend sein; andere Einwürfe, wie, dass die Kreuzotter Kröten, nicht
aber Frösche fresse, dass sie nicht auf Bäume emporklettere, sind jedenfalls
beachtenswerth. Eidechsen werden nach dem Verf. nur im zweiten und dritten
Lebensjahre als Nahrung angenommen. Die Häufigkeit der Schlange hänge
nicht ab von den Temperaturverhältnissen des voraufgegangenen Herbstes,
204 Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen
sondern von der Witterung desselben Sommers. Hitze könne sie nicht ver-
tragen.
Die Notiz von H. Convs^entz über die Verbreitung der Kreuzotter in
Westpreussen [vergl. J. Blum in Ber. f. 1888 pag. 214] bringt nichts Neues.
Schrift. Nat. Ges. Danzig, N. F., Bd. 7, Heft 2 pag. 190-191.
Kobert bringt eine kurze Bemerkung über das Vorkommen einer glänzend-
schwarzen Kreuzottervarietät bei Dorpat, Erdmann über den Fund von matt-
schwarzen Kreuzottern in Ostpreussen. Nach ersterem sei das Stryclmin als
Gegengift nur gegen die Schlangenbisse von heilsamer AVirkung, bei denen
Lähmungserscheinungen auftreten. Zeitschr. f. Naturw. Halle Bd. 62 pag. 205.
K. Brancsik nennt Vipera animodytes L. vom Kajabascha- Felsen des
Vlasic bei Travnik in Bosnien. Jahresh. Nat. Ver. Trencsin. Com. 1888—89,
11—12. Jahrg. pag. 56.
G. A. Bou lenger erwähnt Vipera öbtusa Dwig. von den Badghis und
dem Herirut-Thale in bis 5' langen Stücken und Echis arenicola Boie von
Quetta bis Khusan, selten in den Badghis. Trans. Linn. Soc. (2) Zool., Bd. 5
pag. 104.
Systematisches. A. v. Mojsisovics bespricht kurz eine Vipera herus
L. aus Serajevo, Bosnien, die sich durch beiderseitiges Auftreten von 2 Schuppen-
reihen zwischen Oberlippenschildern und Auge auszeichnet. Erweist sich das
Kennzeichen für diese östliche Form als constant, so ist nach Verf. vielleicht
eine Abtrennung als var. bosniensis (n.) gerechtfertigt. Mitth. Nat. Ver. Steier-
mark Jahrg. 1888, Heft 25, Abb. Sep.-Abdr. pag. 3.
Vipera heraldica n. sp. Calae, Nebenfluss des Kunene, Angola. J. V. Bar-
boza du Bocage, Jörn Sc. Math., Phys. e Nat. Lisboa (2) Bd. 1 pag. 127—128,
Fig. 1.
b. Crotalinae. In tegument algebilde. Eine weitere und ausführlichere
Arbeit über die Entwicklung und das AVachsthum der Rassel bei der Klapper-
schlange [vergl. Ber. f. 1888 pag. 217] und über die Art, wie wir uns bei den
verschiedenen Gattungen und Species deren erste Entstehung und die weitere
Vervollkommnung zu denken haben, bringt S. Gar man. Proc. Boston Soc.
N. H. Bd. 24 pag. 170-182, Taf. 1—2.
Physiologische Bemerkungen über die Rassel von Crotalus durissus L.
macht auch A. E. Feoktistow. Bull. Acad. Sc. St.-Petersbourg (N, S.) Bd. 1
(33) pag. 1—4 und Melanges biolog. Bd. 13 pag. 1—4.
Biologisches. Mittheilungen über Lebensweise und Verbreitung von
Trigonocephalus lanceolatus Merr. auf Martinique und St. Lucia macht W. Duncan.
Proc. Nat. Soc. Bristol (2) Bd. 6 pag. 44-55.
Faunistisches. C. W. Hargitt nennt Äncistrodon contortrix von
Dearborn Co., Indiana Amer. Naturalist Bd. 23 pag. 190.
Systematisches. A. Posada-Arango beschreibt 5 angeblich neue
Crotalinen aus den U. S. Columbia und stellt 4 davon in die neue Gatt. Thana-
tophis, die sich von Bothrops durch einreihige Subcaudalen unterscheide. Er
rechnet ausserdem dazu Bothrop»i houssingaulti, castelnaudi, lamhenji, nummifer
und schlegeli. Die Beschreibungen der neuen Arten sind absolut ungenügend.
Anal. Acad. Med. Medellin (Columbia) Bd. 2 pag. 45 ff. und Bull. Soc. Zool.
France Bd. 14 pag. 343—345. — Kritische Bemerkungen dazu bringt R. Bl au-
ch ard. Ebenda pag. 346— 349.
in der Herpetologie während des Jahres 1889. 205
Bothrops quadriscutatus n. sp. [non Peters. Ref.], verwandt B. lanceolatus.
Antioquia, Columbia. Posada-Araugo, Bull. Soc. Zool. France Bd. 14 pag. 345.
Thanatophis n. gen. [= Bothriopsis Pets. Ref.] pag. 343. — Th. montanus
n. sp. Antioquia, Columbia, pag. 344 = B. quadriscutatus Pts. Blanchard, ebenda
pag. 348. — Th. p)atoquüla n. sp. Medellin, Columbia, pag. 343 = B. nigroinridis
Pts. Blanchard, ebenda pag. 348. — Th. sutus u. sp, Zea, Columbia, pag. 344. —
Th. torvus n. sp. Antioquia, Columbia, pag. 345 = B. schlegeli Berth. Blanchard,
ebenda pag. 348. Posada-Arango, Bull. Soc. Zool. France Bd. 14.
Trigonocephalus caribaeus Garm. = Bothrops. Cope, Proc. U. S. Nat. Mus.
Bd. 12 pag. 141.
Trimeresurus xanthomelas n. sp. [nach Boulenger, Zool. Record f. 1889,
Rept. pag. 11 = Tr. jerdoni Gthr.] Itshang, oberes Yangdsy-Gebiet. Günther,
Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 4 pag. 221.
Ornithosauria
(nur fossil).
Systematisches. Seine Ornithosauria theilt E. D. Cope in die Fam.
Pteranodontidae und Pterodactylidae. Amer. Nati;ralist Bd. 23 pag. 863—864.
Pteranodontidae. Ueber die Bedeutung der Occipitalcrista bei Pteranodon
macht L. DoUo eine Mittheilung. Bull. Soc. Belg. Geol., Pal. et Hydr. Bd. 2
(18S8), Proc. Verb pag. 79.
RhamphorhyncMdae. Die schon [Ber. f. 1888 pag. 218] erwähnten Be-
merkungen G. Baur's über Pterosaurier behandeln das Praefrontale, das Qua-
dratojugaje und Jugale, das Supratemporale und die Fortsätze des Basipterygoids
und bringen ausserdem systematische und synonymische Bemerkungen und Zu-
sätze zu der von Newton angenommenen Nomenclatur. Den Namen Ptenodracon
Lyd. verwirft er zu Gunsten von Ornithocep>halus Seel., non Sömm., im Falle
0. brevirostris Somm. von Pterodactylus verschieden sei. Die Gatt. Ornithopterus
ist dagegen bereits von H. v. Meyer mit Rhamphorhynchus vereinigt worden.
Geol. Magaz. (3) Bd. 6 pag. 171—174 und pag. 288.
Dinosauria
(nur fossil).
Allgera eines. Mittheilungen über die angeblich tertiären Dinosaurier der
Denver- Schichten Colorados (s. unten Agathaumatidae) macht G. L. Cannon jr.
Proc. Colorado Soc. Bd. 3, Pt. 1 (1888). — E. D. Cope hat diese Schichten in
Colorado an Dinosaurierresten, die früher als Hornzapfen von Bison gedeutet
worden waren, als zu den obercretaceischen Laramie-Bildungen gehörig erkannt.
Der vermeintliche Bison aUicornis Mrsh. gehört nach dem Verf. zur Dinosaurier-
gattung Polyonax. Science Bd. 13 pag. 290.
Skeletsystem. Nach A. Tschan, Rechercbes sur Textremite anterieure
des Oiseaux et des Reptiles. Diss. iuaug. Geneve 1889 ist der Carpus der
Dinosaurier unvollständig bekannt. Nach dem Verf. scheint er häutig — bei
Sauropoden wie bei Theropoden — nur unvollkommen verknöchert gewesen
zu sein.
206 ^1'- Oskar Boettgei: Bericht über die Leistuugeii
Systematisches. K,. Lydekker gibt für diese Ordnung folgende Ein-
theilung :
1. Ornitliopoda mit den Fam. Trachodontidae , Iguanodontidae , Scelidosauridae,
Stegosauridae und Ceratopsidae.
2. Theropoda mit den Fam. Auchisauridae, Megalosauridae, Compsognathidae und
Coeluridae,
3. Sauropoda mit den Fam. Atlantosauridae, Diplodocidae und Cetiosaui'idae.
Lydekker & Nicholson, Manual of Palaeontology Bd. 2, 1889.
Die Dinosauria theilt E. D. Cope in die Unterordnungen 1. Saurisehia
mit den Fam. Cetiosauridae , Coeluridae und Megalosauridae und 2. Orthopoda
mit den Fam. Agathaumatidae, Omosauridae, Scelidosauridae und Iguanodontidae.
Amer. Naturalist Bd. 23 pag. 863-864.
0. C. Marsh vergleicht die Hauptformen der europäischen Dinosaurier
mit denen Nordamerikas. Er theilt sie in die 4 Ordnungen Sauropoda, Stego-
sauria, Ornithopoda und Theropoda und bringt die Gatt. Ceratosaurus, Hallopus
und Compsognathus zu den letzteren. Alle diese 4 grossen Gruppen sind in
beiden Erdtheilen gut entwickelt, doch ist keine einzige Gattung beiden bis jetzt
mit Sicherheit gemeinsam. Zwar sind fragmentäre Stücke sowohl aus Europa
wie aus Amerika bekannt, die sich nicht gut auseinander halten lassen, ehe aber
der Schädel gefunden ist, möchte bei Identificierung derselben Vorsicht am Platze
sein. Australien fehlen Dinosaurier noch; aus Afrika sind besonders 2 charak-
teristische Gattungen bekannt, die zu den Stegosaurideu und Anchisauriden
gehören (s. Saui'opoda, Cetiosauridae, Pleurocoelidae, Atlantosauridae, Ornitho-
poda, Stegosauridae, Ceratopsidae, Ornithopoda, Theropoda, Compsognathidae,
Megalosauridae, Auchisauridae, Ceratosauridae). Geol. Mag. (3) Bd. 6 pag. 204
bis 210 und Amer. Journ. Sc. (3) Bd. 37 pag. 323-331. — Ref. in N. Jahrb. f.
Min. 1890 Bd. 2 pag. 433—434.
Mittheilungen über neue oder wenig bekannte Dinosaurier macht R. Lydekker
(s. Auchisauridae, Stegosauridae, Iguanodontidae). Geol. Mag. (3) Bd. 6 pag. 352
bis 356, Figg.
O. C. Marsh beschreibt 6 neue nordamerikanische Dinosaurier (s. Cetio-
sauridae, Auchisauridae, Agathaumatidae, Trachodontidae). Amer. Journ. Sc. (3)
Bd. 37 pag. 331—336, Fig. 1—5. — Ref. in N. Jahrb. f. Min. 1890 Bd. 2 pag. 434.
Derselbe gibt die Diagnosen von 2 neuen Arten der neuen Gattung
Triceratops und von einer neuen Art der Gatt. Nodosaurus (s. Stegosauridae,
Agathaumatidae). Ebenda (3) Bd. 38 pag. 173—175, Fig. — Ref. ebenda pag. 435.
Sauropoda. Diese Gruppe ist nach 0. C. Marsh in Europa spärlich und
fragmentär vertreten; Atlantosauriden und Diplodocideu scheinen ganz zu fehlen.
Geol. Mag. (3) Bd. 6 pag. 204-205.
Cetiosauridae. 0. C Marsh beschreibt nach einer hinteren Schädelhälfte
(Fig. 3), vorderen Halswirbeln und anderen Skelettheilen pag. 334 einen Moro-
saurus agüis n. sp. aus dem oberen Jui'a von Colorado und pag. 333, Fig. 2
(hinterer Halswirbel) nach nahezu dem ganzen Skelet, aber ohne den Schädel
einen M. lentus u. sp. aus oberjurassischen Atlantosaurus-Schichteu von Wyoming.
Amer. Journ. Sc. (3) Bd. 37.
Derselbe macht auf die Unterschiede in der relativen Länge der Vorder-
und Hintergliedmassen bei den europäischen Cetiosauriden und bei den ver-
wandten Formen von amerikanischen Sauropoden {Morosaurus) aufmerksam.
in der Herpetologie vvälireud des Jahres 1889. 207
Pelorosaurus hecklesi Mant. sei ein Morosaurus [nach R. Lydekker in Nicholson
& Lydekker's Man. of Palaeont., 3. edit., Bd. 2 pag. 1179 und Cat. Foss. Rept.
Brit. Mus. Bd. 4 (1890) pag. 237 = M. hrevis (Ow.)]. Die Hauptgattungen
Europas werden kurz discutiert und sodann bemerkt, dass alle jünger als der Lias
und älter als der obere Grünsand seien; in Nordamerika hatte die .Familie Ver-
treter in der Trias und war sehr zahlreich im Jura, erstreckt sich aber nicht
bis in die Kreide. Geol. Mag. (3) Bd. 6 pag. 205—206.
Ueber das Becken von Cetiosaurus oxoniensis vergl. H. G. Seeley unter
Atlantosauridae.
PleurOCOelidae. R. Lydekker nennt früher zu Hylaeosaurus gestellte
Zähne aus dem Wealden von Sussex jetzt Pleurocoelus valdetisis n. sp. Geol.
Mag. (6) Bd. 3 pag. 325.
Die Farn. Pleurocoelidae ist nach 0. C. Marsh nur fraglich in Zahn- und
"Wirbelresten aus Europa bekannt. Ebenda pag. 205.
Atlantosauridae. 0. C. Marsh hebt die Unterschiede dieser Familie von
den Cetiosauriden (Morosaui'iden) in der Form und Stellung des Beckens hervor.
Ebenda pag. 205.
H. G. Seeley bespricht das Becken von Ornithopsis und vergleicht ein-
gehend das von 0. hulkei (Fig. 1) mit dem von 0. leedsi (Fig. 3) und von
Cetiosaurus oxoniensis (Fig. 2). Pubis und Ischium sind durch eine lange Naht
verbunden und bilden zusammen einen sattelartigen Körper, auf den sich das
halbmondförmige llium mit seiner ausgehöhlten Seite auflegt. Notizen über die
analogen Theile von Brontosaurus, Morosaurus, Diplodocus und Ätlantosaurus
sind beigegeben. Qu. Journ. Geol. Soc. London Bd. 45 pag. 391—397, 3 Figg. —
Bemerkungen darüber bringt auch R. Lydekker. Ebenda pag. 396. — Ref. in
Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 3 pag. 437-438 und in N. Jahrb. f. Min. 1890 Bd. 1
pag. 347.
Einen zweiten Zahn einer fraglichen Ornithopsis aus dem Wealden von
Keut [vergl. Ber. f. 1888 pag. 220] beschreibt R. Lydekker. Er stimmt nahe
überein mit den Zähnen von Neosodon (Caulodon) [vergl. Ber. f. 1885 pag. 269].
Der Name Hoplosaurus Gerv. 1852 hat nach dem Verf. wahrscheinlich Priorität
vor Ornithopsis. Qu. Journ. Geol. Soc. London Bd. 45 pag. 243—245, Fig. 7
und pag. 396
Derselbe stellt Ornithopsis hulkei Seel. zu Pelorosaurus armatus Gerv.
und bringt alle Ornithopsis-Arten aus dem Kimmeridge und Oxford ebenfalls zu
Pelorosaurus [und 1890 definitiv zu Hoplosaurus Gerv. Ref.]. Geol. Mag. (3)
Bd. 6 pag. 325.
Theropoda. Nach 0. C. Marsh .sind Theropoden sowohl in Europa wie
in Nordamerika gut entwickelt; sie gehen von der Trias bis in die obere Kreide.
Ebenda pag. 208.
R. Lydekker beschreibt den Axiswirbel eines fraglichen Theropoden aus
dem Wealden der Insel Wight, der eine deutliche Hypapophyse am Vordirrande
zeigt. Die Zugehörigkeit zu Megalosaurus ist sehr wahrscheinlich. Qu. Journ.
Geol. Soc. London Bd. 45 pag. 44—45, Fig. 2.
Coeluridae. Für die triasischen Coelurus, resp. Tanystrophaeus longicollis,
hauri und iviUistoni [vergl. Ber. f. 1887 pag. 213], die sich von Coelurus durch
biconcave Halswirbel, von Tanystrophaeus dui'ch den completen Neuralcanal und
208 I>r. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen
von Megalosaurus durch einfache Femurcondylen unterscheiden, errichtet
E. D. Cope die neue Gatt. Coelophysis. Amer. Naturalist Bd. 23 pag. 626.
R. Lydeliker beschreibt unter dem Namen Calamospondylas foxi n. gen.
et sp. opisthocoele Halswirbel eines Theropoden aus dem Wealden von Wight,
der sich an Coelurus und Tanystrophaeus anschliesst, aber auch zu Äristosuchus
Beziehungen zeigt. Geol. Mag. (3) Bd. 6 pag. 119—121, Fig. — Ref. in N. Jahrb.
f. Min. 1890 Bd. 1 pag. 346-347.
Compsognathidae. Nach O. C. Marsh ist der nächste amerikanische Ver-
wandte von Compsognathus longipes Wagn. der jurassische Hallopus victor Mrsh.
aus Colorado. Geol. Mag. (3) Bd. 6 pag. 209.
MegalOSauridae. Nach O. C. Marsh, der die Verwandtschaftsverhältnisse
der europäischen Vertreter dieser Familie kurz bespricht, ist Zandodon Plien.
wahrscheinlich = Plateosaurus ; dem europäischen Megalosaurus entspricht der
amerikanische Allosaurus Mrsh., und auch Creosaurus und Bnjptosaurus haben
nahe Beziehungen zu Megalosaurus. Ebenda pag. 209.
R. Lydekker nennt einen früher zu Hylaeosaurus gestellten Metatarsus
aus den oberen Tunbridge-Schichten des Wealdens jetzt Megalosaurus oweni
n. sp. Ebenda pag. 325-326.
Ueber die Deutung und Stellung der einzelnen Beckenknochen zu einander
und über die Form der Halswirbel von Äristosuchus pusülus Seel. [vergl. Ber.
f. 1887 pag. 213] bringt H. G. Seeley eine Notiz. Qu. Journ. Geol. Soc.
London Bd. 45 pag. 396, Anm.
Änchisauridae. Nach 0. C. Marsh ist Massospondylus Ow. aus der süd-
afrikanischen Trias augenscheinlich verwandt mit Thecodontosaurus, \mi die ihm
nächstverwandte amerikanische Gattung ist Änchisaurus. Geol. Mag. (3) Bd. 6
pag. 209.
Derselbe beschreibt aus dem Sandstein des Connecticut- Thaies bei
Manchester, Conn., nach Becken, Hintergliedmassen (Fuss Fig. 1) und Wirbel-
resten einen Änchisaurus major n. sp. Amer. Journ. Sc. (3) Bd. 37 pag. 331 — 332,
Fig. 1.
R. Lydekker gibt Abbildung und Beschreibung eines Wirbels von
Ardosaurus oshorni Ad. aus mesozoischen Schichten der Insel Bathurst im
arctischen Amerika, der auch wegen seines Fundorts von Interesse ist. Geol.
Mag. (3) Bd. 6 pag. 352-353, Figg.
Ceratosauridae. 0. C. Marsh macht Mittheilungen über Schädel, Wirbel,
Becken und Metatarsalen (beide letztere vogelartig) der amerikanischen Gatt.
Ceratosaurus und stellt eine Publication über diese Familie in nahe Aussicht.
Vertreter der Familie fehlen in Europa. Ebenda pag. 209 -210.
Ornithopoda. Von dieser in Europa gut vertretenen Gruppe ist nach
0. C. Marsh keine Gattung in Europa und Amerika gemeinsam. Die Campto-
sauriden sind die amerikanischen Vertreter der Iguanodontiden; die nächst-
verwanSten Gattungen sind Iguanodon und Camptosaurus für die grösseren und
Hypsilophodon und Luosuurus für die kleineren Formen. Doch scheinen einzeln
gefundene Zähne in beiden Erdtheilen noch nähere Verwandtschafteu anzudeuten.
Die Ornithopoden Europas sind nach des Verf.'s Ansicht weniger specialisiert
als die nordamerikanischen. Ebenda pag. 208.
StegOSauridae. Die Reste dieser Familie sind nach O. C. Marsh in
Europa besser erhalten und zahli'eicher als die der Sauropoden; sie gehen hier
vom Lias bis in die Kreide. Alle scheinen einen knöchernen Hautpanzer be-
in der Herpetologie während des Jahres 1889. 209
sessen zu hahen. Die europäische Gatt. Omosaurus sei identisch mit dem
amerikanischen Stegosaurus; auch der südafrikanische Anthodon lasse sich davon
nicht trennen. Euscelosaurus Huxl. aus der Trias Südafrikas gehöre äugen
scheinlich zu derselben Familie. Ebenda pag. 207—208.
R. Lydekker ersetzt den Namen Oreosaurus Huxl. 1867, non Pts. 1862
durch Orinosaurus und beschreibt einen neuen 0. capensis aus dem Karoosystem
des Stromberg-Gebirges nach einer Tibia, die sich sehr nahe an die von Iguanodon
anschliesst. Ebenda pag. 353—354.
Einige Skelettheile, namentlich aber Vordergliedmassen, Schwanzwirbel,
Eippen und Reste der Hautpanzerung (Fig.) eines Dinosauriers aus mittel-
cretaceischen Schichten von Wyoming beschreibt 0. C. Marsh ^\s. Nodosaurus
textilis n. gen. et sp. und vergleicht ihn mit Stegosaurus. Americ. Journ. Sc.
(3) Bd. 38 pag. 175, Fig.
Agathaumatidae (Ceratopsidae). E. D. Cope macht kurze Mittheilungen
über diese gehörnten Dinosaurier der nordamerikanischeu Laramieschichten.
Das beste Skelet seiner Sammlung gehört zu Monoclonius crassus Cope. Zu
dieser Gruppe, die Marsh Ceratopsiden nennt, die aber, weil Ceratops möglicher-
weise synonym mit einer der früher benannten Gattungen ist, besser Agathau-
matidae zu nennen sei, gehören die Gatt. AgatJummas , Monoclonius und Polyonax.
Die bekannten Arten, die kurz characterisiert und in ihrer Hornbewehrung ab-
gebildet werden, sind Agathaumas sylvestre Cope, Polyonax mortuarius Cope,
Monoclonius recurvicoi'nis n. sp. (Taf. 34) von Montana, M. sphenoceras n. sp.
(Taf. 33, Fig. 2) vom Missouri bei Cow Island, M. crassus Cope (Taf. 33, Fig. 1)
und M. fissus n. sp. Amer. Naturalist Bd. 23 pag. 715— 717, Taf. 33— 34. —
Ref. in N. Jahrb. f. Min. 1890 Bd. 2 pag. 435-436.
0. C. Marsh macht es wahrscheinlich, dass die europäischen Gatt. Struthio-
saurus = Danubiosaurus Bunz. und Crataeomus Seel. aus der Gosaukreide zu
dieser Familie gehören. Geol. Mag. (3) Bd. 6 pag. 207.
Wegen Bison aUicornis Mrsh. = Polyonax Cope s. oben E. D. Cope pag. 205.
Weitere Mittheilungen über die Hornbewehrung des Schädels, die Hals-
wirbel und die postacetabularen Pubes von Polyonax Cope {Triceratops Mrsh.)
und Monoclonius Cope (C&ratops Mish.) bringt E. D. Cope. Amer. Naturalist
Bd. 23 pag. 906.
0. C. Marsh bemerkt, dass ^ioh Ceratops im Bau seiner Wirbel und Glied-
massen sehr nahe an die Stegosauriden anschliesse, und beschreibt Schädelreste
und Hornzapfen von Ceratops hmridus n. sp. aus den Laramiebildungen von
Wyoming und Colorado. Amer. Journ. Sc. (3) Bd. 37 pag. 334 -335.
Derselbe hat am Schädel dieses Ceratops horridus einen dritten Horn-
kegel und zwar auf der Schnauze wie bei Bhinoceros gefunden und errichtet
daher für diese wunderbare Form, sowie für flahellatus n. sp. und galeus u. sp.
aus den Laramieschichten von Colorado die neue Gatt. Triceratops. Einen vor
den Praemaxillarien liegenden unpaaren Knochen beschreibt er als Os rostrale.
Hornkegel, die er früher für Hörner von Bison gehalten habe, aus den ver-
muthlich cretaceischen Denver-Schichten, fügt er jetzt als vierte Art, Tr. aUi-
cornis Mrsh., hinzu. Ebenda Bd. 38 pag. 173—175.
Endlich beschreibt derselbe eingehend und bildet ab den Schädel von
Triceratops flahellatus Mrsh. Die Fundorte desselben sind sicher obercretaceisch
und liegen im Osten der Rocky Mts. unmittelbar unter dem echten Laramie.
Aich, f. Naturgescü. Jahrg. 1890. Bd.II. H. 1. 14
210 Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen
Die Zähne von Triceratops ähneln denen von Hadrosaurus. Die eigenthümliche
Bewehrung des Kopfes hat ihr Analogon in Phrynosoma unter den Eidechsen
und in Miolcmia unter den Schildkröten. Die vorderen Halswirbel sind fest mit
einander durch Knochenmasse verbunden. Ebenda Bd. 38 pag. 501—506, Taf. 12.
— Ref. in N. Jahrb. f. Min. 1890 Bd. 2 pag. 435.
ScelidOSauridae. Eingehende Mittheilungen über Scelidosaurus harrisoni
Ow. aus dem unteren Lias von Charmouth, Dorsetshire, und eine ungefähre
Restauration des gauzen Känguruh-artigen Thieres bringt R. Lydekker. Dies
über 3 m lange Skelet ist fast noch vollständiger und besser erhalten als der
prachtvolle Igucmodon von Bernissart; nur der grössere Theil der Halswirbel
fehlt. Einige Notizen beziehen sich auf das Becken. Würde die Trennung der
Dinosaurier in 2 Gruppen unabweisbar sein, so müsste doch der Name Dino-
sauria statt Saurischia erhalten bleiben, während etwa Ornithopoda statt Ornith-
ischia für die andere Gruppe benutzt werden könnte. Nature Bd. 40 pag. 324
bis 325, Fig.
Derselbe beschreibt ausführlich und vergleicht Hals- und Rumpfwirbel
eines ornithopoden Dinosauriers aus dem Grünsand von Cambridge, die er mit
Reserve zu Syngonosaurus macrocercus Seel., einem der Gatt. Hylaeosaurus
nächstverwandten Genus, stellt. Auch die mit diesen Resten zugleich gefundenen
Hautschilder gehören sehr wahrscheinlich der nämlichen Gattung an. Qu. Journ.
Geol. Soc. London Bd. 45 pag. 41—44, Fig. 1.
CamptOSauridae. R. Lydekker beschreibt und bildet ab das Femur eines
Ornithopoden aus dem Oxfordthon von Peterborough, das er zu Camptosaurus
leedsi n. sp. stellt. Auch Iguanodon prestioichi Hlke. [vergl. Ber. f. 1888 pag. 222]
sei von Camptosaurus nicht zu treuneu und Cumnoria Seel. falle damit in die
Synonymie der nämlichen Gattung. Hypsüophodon valdensis endlich sei nach
Femur und Unterkiefer ebenfalls ein Camptosaurus. Für Cryptosaurus Seel.
1875, non Geoffr. 1831 schlägt Verf. den Namen Cryptod/raco vor. Qu. Journ.
Geol. Soc. London Bd. 45 pag. 45—48, Fig. 3.
IgUanodontidae. Wegen iguanodon prestwicM Hlke. und Cryptosaurus
Seel. s. oben unter Camptosauridae.
R. Lydekker beschreibt pag. 354—355 nach Becken, Wirbeln und Femur
einen Iguanodon fittoni n. sp. und pag. 355 — 356 nach Wirbeln, Becken und
Gliedmassen einen Ig. IwlUngtoniensis n. sp., beide aus dem Wadhurst-Thone von
Hastings, Sussex. Das Ilium der ersteren Art zeigt grosse Aehnlichkeit mit
Camptosaurus, der Bau des Kreuzbeins aber ist von dieser Gattung gänzlich
verschieden. Femur, Ischium und Sacrum der zweiten Species sind ebenfalls
Camptosawrus-'iilwMch, aber der Daumen gleicht dem von Iguanodon. Geol. Mag.
(3) Bd. 6.
Eine weitere Mittheilung über die Clavikel und Interclavikel von Iguanodon
[vergl. Ber. f. 1887 pag. 213] bringt H. G. Seeley. Rep. 57. Meet. Brit. Assoc.
Adv. Sc. for 1887 (1888) pag. 698.
Trachodontidae. G. Smets sucht sich gegen die Richtigstellung L. Dollo's
betreffs seines vermeintlichen neuen Aachenosaurus multidens [vergl. Ber. f. 1888
pag. 222] zu vertheidigen. Un mot de röponse ä M. L. Dollo. Hasselt 1889,
8". 13 pagg, — L. Dollo bemerkt, dass auch Renault diese „Diuosaurierreste"
für verkieseltes Holz einer angiospermen Dicotyledone erklärt habe. Bull. Soc.
Geol., Pal. et Hydr, Bd. 3 pag. 162. — Eine Notiz über diesen „hölzernen Dino-
in der Herpetologie während des Jahres 1889. 211
sanrier" hringeu auch Gr. A. Bouleuger & R. Lydekker. Geol. Mag. (3)
Bd. 6 pag. 191—192. — Ref. in N. Jahrb. f. Min. 1890 Bd. 2 pag. 169—170.
E. D. Cope beschreibt aus Laramieschichten von Cow Island, Montana,
nach Skeletresten , denen aber Schädel und Zähne fehlen, Pteropelyx grallijjes
n. gen. et sp. Die Gattung unterscheidet sich von den Agathaumatiden durch
das Becken, dessen Ilium dem von Trachodon nahesteht; weitere Vergleiche be-
ziehen sich auf Diclonius, Cionodon Cope und Dysgamis, die ebenfalls Aehn-
lichkeit haben mögen. Pteropelyx wird als zwischen den Agathaumatidae und
den Trachodontidae stehend bezeichnet und für die schlankste Form der bis
jetzt bekannten Trachodontiden erklärt. Weiter bezeichnet Verf. Hadrosaurus
breviceps Mrsh. als mindestens sehr ähnlich seinem Diclonius pentagonus Cope.
Amer. Naturalist Bd. 23 pag. 904—906.
0. C. Marsh bringt die vorläufige Characteristik von Hadrosaurus bre-
viceps n. sp. pag. 335, Fig. 4 — 5 nach Unterkieferresten und von H. paucidens
n. sp. pag. 336 nach Schädelresten und dem Unterkiefer , beide aus Laramie-
schichten von Montana. Amer. Journ. Sc. (3) Bd. 37.
Orocodilia.
Systematisches. G. A. Boulenger theilt die lebenden Arten seiner
Ordn. Emydosauria ein in die einzige Fam. Crocodilidae mit den Gatt. Gavialis
Opp. (1 Art), Tomistoma S. Müll. (1), Crocodilus Laur. (11, resp. 12 Arten),
Osteolaemus Cope (1), Alligator Cuv. (3), Caiman Spix (5) imd Perosuchus Cope
(1). Es ist nach seiner eingehenden Beweisführung pag. 273 unmöglich, die
Krocodile auseinanderzureissen und in mehr als eine Familie zu vertheilen.
Catal. Chelon., Rhynch. and Crocod. Brit. Mus., N. Edit., London pag. 10 und
pag. 273.
Die Crocodilia trennt E. D. Cope in die Fam. Crocodilidae, Gouiopholidae
und Teleosauridae , die er sämmtlich unter dem Namen Eusuchia vereinigt.
Amer. Naturalist Bd. 23 pag. 863-864.
Crocodilidae. Skeletsystem. G. Baur macht weitere Mittheilungen
[vergl. Ber. f. 1886 pag. 178] über Variationen der Anzahl von praesacralen
Wirbeln an Crocodilus acutus und biporcatus und über die Ursachen solcher Ver-
schiebungen. Zool. Anzeiger 12. Jahrg. pag. 240—241.
Nervensystem. Eingehende Untersuchungen am Gehirn von Alligator
mississippiensis veröffentlicht C. L. Herrick. Journ. Cincinnati Soc. Nat. Hist.
Bd. 12 pag. 129—162, Taf. 7—15.
Verdauungs Organe. Beobachtungen über die Drüsen und Zellformen
des Magens von Alligator bringt P. Eis 1er. Die Drüsen sind verzweigt und
in Gruppen vereinigt, die in Fasergewebe eingehüllt sind. In dem Drüsenepithel
hat Verf. nur eine einzige Zellenform angetroffen. Arch. f. mikrosk. Anat.
Bd. 34 pag. 1—10, Taf. 1.
Urogenitalsystem. Ueber die Geschlechtswerkzeuge des $ von Alligator
hat B. Sowinski Mittheilungeu gemacht. Mem, Soc. Natural. Kiew Bd. 10
pag. 437 ff.
Biologisches. In seinen Mittheilungen über praecolumbische Ethno-
graphie von Venezuela stellt Marcano fest, dass, nach der Häufigkeit der
Knochenfunde zu urtheilen, die neolithischen Urbewohner Venezuelas vom
14*
212 Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen
Fleische des noch im See von Valencia lebenden Kaimans gelebt haben müssen.
Mem. Soc. Anthrop. Paris (2) Bd. 4, Heft 1.
Palaeontologisches. J. Leidy bildet aus den Phosphatlagern von
Peace Creek, Florida, Reste von Alligator ab, die er dem A. mississippiensis
zuschreibt. Trans. Wagner Free Inst. Sc. Philadelphia Bd. 2, Taf. 4, Fig. 2.
Nach etwas fragmentären Kieferresten, Nasenbein und einzelnen Zähnen
beschreibt D. Pantanelli einen Gavialis mutinensis n. sp. aus dem wahr-
scheinlich eocänen Thonschiefer von Gombola im Modenesischen. BoU. Soc.
Geol. Ital. Roma Bd. 8 pag. 43.
Betr. der neuen Gatt. Isselosaurus Filh. aus dem Mitteleocän von Issel
(Dep. Aude) vergl. H. Fi 1 hol in Mem. Soc. Geol. France (3) Bd. 5 pag. 173—174
[s. auch Ber. f. 1888 pag. 178].
Faunistische s. Crocodüus acutus Avird von Jamaica erwähnt. Proc.
Zool. Soc. London 1889 pag. 640.
Systematisches. Alligator punctulatus D. B. = Caiman sclerops Schnd.
Boulenger, Cat. Chelon. etc. Brit. Mus. pag. 294.
Teleosauridae (foss.). in seiner Arbeit über die Verwandtschaft von Geo-
saurus [vergl. Ber. f. 1888 pag. 225] stellt R. Lydekker fest, 6.a,ss Dacosaurus
sammt Steneosaurus manseli Hlke. mit Geosaurus wieder zu vereinigen ist, und
dass die Metriorhynchinae oder Geosaurinae eine Unterfamilie der Teleosauriden
bilden, die die Gatt. Metriorhynchus und Geosaurus enthält. Crocodilaemus
Jourd. habe einen Panzer und könne deshalb nicht mit Metriorhynclms vereinigt
werden. Qu. Journ. Geol. Soc. London Bd. 45 pag. 56—58.
Larrazet beschreibt Steneosaurus -'R.&^iQ aus dem oberen Bathonien von
Parmilieu, ohne der Art einen Namen zu geben. Es sind Schädel- und Schnauzen-
theile, ein grosser Theil des Unterkiefers, Zähne von 8 verschiedenen Typen,
Wirbel und Oberschenkel, die er mit St. edwardsi, larteti, boutilieri, oxoniensis
und gladius und mit der Gatt. Metriorhynchus vergleicht. Bull. Soc. Geol.
France Bd. 17 pag. 8—15, Taf. 1—2. — Ref. in Amer. Naturalist Bd. 23 pag. 631.
Mittheilungen über einen Teleosaurier von Belgisch -Luxemburg macht
L. DoUo. Bull. Soc. Belg. Geol., Pal. et Hydr. Bd. 1 (1887).
Chelonia.
Integumentalgebilde. Eine eingehende histologische Arbeit über die
flaut an den verschiedenen Körpertheilen der Schildkröten hat E. Ficalbi
veröffentlicht. Seine Untersuchungen wurden an Emys orbicularis L. und
Testudo graeca L. gemacht. Die Pellicula der Epidermis, die Verf. bei den
Schlangen [vergl. Ber. f. 1888 pag. 204] gefunden hat, fehlt den Schildkröten.
An den Hornplatten des Panzers ist die Häutung gänzlich unterdrückt, an den
übrigen „weichen" Körpertheilen ist sie unvollständig und unregelmässig. Atti
R. Accad. Fisiocrit. Siena (4) Bd. 1 pag. 39-88, Taf. 2.
Skeletsy Stern. G. Baur macht Mittheilungen über das Epipterygoid
seiner Pinnata (Seeschildkröten), bei denen sich der Rückbildungsprocess des-
selben sehr gut verfolgen lasse. Nur die Gatt. Chelone Brongn. besitzt es noch
wohlentwickelt, bei Carettn Ritg. ist es nur noch durch einen Ossificationspunkt
angedeutet oder ganz verschwunden, bei Thalussochelys, Colpochelys Garm. und
Dermochelys fehlt es. Sodann berichtet Verf. über die Anzahl der Pleuralien
in der Herpetologie während des Jahres 1889. 213
bei den Schildkröten. Propleuriden mit 9 oder 10 Pleuralien existieren nicht;
Osteopygis Cope (= Propleura und Catapleura) hat auch nur 8. Das Auftreten
von 9 Pleuralien ist abnorm (bei gewissen Stücken von Palaeochelys, Graptemys
und Testudo). Die Schildkröten haben in der Regel je 11 Peripheralien , nur
die Cinosteruiden und Staurotypiden zeigen je 10, Thalassochelys und Colpochelys
aber je 12 oder 13. Verf. bespricht die Verbindung von Rücken- und Bauch-
panzer bei den Pinnaten, woraus er den Schluss zieht, dass die Cheloniden von
Formen abstammen, bei denen Rücken- und Bauchpanzer in inniger Verbindung
mit einander standen. Er weist auf das Forameu palatinum hin, das von allen
Schildkröten nur den Cheloniden und Dermochelydiden fehle und auf den nur
den Seeschildkröten zukommenden Fortsatz auf der Unterseite des Nuchale, der
mit dem 8. Halswirbel Gelenkverbindung habe. Dieser Fortsatz sei erst während
der Entwicklung der Pinnaten secundär in geologisch junger Zeit entstanden.
Alle lebenden Pinnaten zeigten überdies ein eigenthümliches Verhalten in der
Gelenkverbindung vom 6. zum 7. Halswirbel. Zool. Anzeiger 12. Jahrg. pag. 40
bis 45.
Mittheilungen über die Beziehungen der Praefrontalen zu den Palatinen
und dem Vomer bei den Cryptodiren, Trionychoiden und Pleurodiren macht
derselbe pag. 39—40 und über die Form und Verbindung der Halswirbel bei
den Cryptodiren und Pleurodiren pag. 41 — 45. Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 4, Taf. 6.
Ueber die Formverschiedenheiten der Halswirbel bei den Schildkröten
bringt derselbe weitere vergleichende Notizen. Zoolog. Anzeiger 12. Jahrg.
pag. 241—243.
Betr. der Form des Humerus bei den verschiedenen Unterordnungen der
Schildkröten s. auch R. Lydekker in Cat. Foss. Rept. Brit. Mus. (N. H.) Bd. 8
pag. 1 ff'., Fig. 1.
Vergl. auch unten Stoff er t unter Trionychidae.
Nervensystem. Ueber die Verzweigung der Nervi sympathicus cervicalis,
glossopharyngeus , vagus und hypoglossus bei Testudo graeca L. macht R. Sta-
derini ausführliche Mittheilungen. Der Glossopharyngeus ist ein feines
Stämmchen, an dem ein Ganglion petrosum und von diesem ausgehend einige
feinste Fäden zum Pharynx und zur Zunge laufen. Das Ganglion nodosum vagi
liegt tief unter dem Aortenbogen. Einen N. depressor cordis fand Verf. nicht.
Der N. hypoglossus gibt Aeste zur Zunge und zu Muskeln des Halses. Atti
R. Accad. Fisiocrit. Siena (4) Bd. 1 pag. 594—599, Fig. 2.
Sinnesorgane. S. Tornatola, Ricerche suU' occhio della Testudine
marina: Communicaz. preventiva. Messina, Tip. del Progresso 1889, 8". 6 pagg.,
1 Taf.
Circulationsorgane. B. Danilewski, Recherches sur les hematozoaires
des Tortues. 86 pagg., 2 Taf. in La Parasitologie comparee du Sang, St. Peters-
burg 1889, 8» Lief. 2.
Palaeontologie. Die fossilen Testudinata behandelt K. A. Zittel in
seinem Handbuch der Palaeontologie Abth. 1, Bd. 3 pag. 500—553, Fig. 478—504.
R. Lydekker macht Mittheilungen über Hypo- und Xiphiplastraltheile
(Fig. 1) und über das linke Hyoplastrale (Fig. 2) einer Schildkröte aus dem
Wealden von Cuckfield, die sich durch das Auftreten einer mittleren Reihe von
Bauchschildern hinter den Gularen auszeichnet. Diese Bildung lässt auf eine
ursprüngliche Entwicklung des Bauchschildes aus Abdominalrippen schliessen,
214 Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen
wie wir sie bei Sphenodon kennen. Aehnlich, doch kaum der gleichen Gattung
angehörig, zeigt sich der Bauchpauzer von Tropidemys aus dem Kimmeridge.
Wegen der Verwandtschaften der Gatt. Pleurosternum s. unten Pleurosternidae.
Qu. Journ. Geol. Soc. London Bd. 45 pag. 511—518, 4 Figg.
Ueber Reste mesozoischer und eocäner Schildkröten macht derselbe Mit-
theilungen (s. Sphargidae, Chelonidae, Pleurodira, Pelomedusidae, Plesiochelydidae).
Ebenda pag. 227—246, Taf. 8. — Ref. in Ann, Mag. N. H. (6) Bd. 3 pag. 369.
A. De Zigno bringt Notizen über die Schildkröten aus den Kreide- und
den Tertiärschichten der venetianischen Voralpen. Protosphargis veronensis
Capell. stamme aus untersenonen Kreideablagerungen des Val Policella. Be-
schrieben werden eine Emys capellinü n. sp. , verwandt E. conybeari Ow. , aus
den tertiären Ligniten des Mte. Bolca und ein Trionyx cf. marginatus Ow. aus
dem eocänen Nummulitenkalk des Mte. Zuello bei Ronca. Mem. R. Ist. Veneto
Sc, Lett. ed Arti Bd. 23, Venezia 1889, 4 • 12 pagg., 2 Taf.
In seiner Aufzählung der Wirbelthierreste aus der Swift Current River-
Formation, Canada, nennt E. D. Cope auch Reste von Stylemys und Trionyx.
Amer. Naturalist Bd. 23 pag. 151.
Nach H. Golliez u. M. Lugeon weist das Langhien jetzt 12 Chelonier
auf und zwar 4 Land-, 6 Sumpf- und 2 Flussschildkröten, die aufgezählt werden,
und die zu den Gatt. Testudo, Cinixys, Ptychogaster, Oistudo, Emys, Trionyx
und Trachyaspis gestellt worden sind. Abb. Schweiz. Palaeont. Ges. Bd. 16,
Nr. 2 pag. 23.
F. Sacco bringt neue Untersuchungen [vergl. Ber. f. 1883 pag. 392] über
die Schildkröten des piemontesischen Astiano (Pliocän), beschreibt sehr aus-
führlich 2 neue Arten und gibt Literaturnachweise und Mittheilungen über den
genauen geologischen Horizont für 7 andere Arten der Tertiärbildungen Piemonts.
Man kennt aus dem dortigen Becken jetzt 5 Trionyx, 3 Chelone, 1 Testudo und
5 Emys, resp. PalaeocJielys (s. Testudinidae, Trionychidae). Atti R. Accad. Sc.
Torino Bd. 24 (1888—89) pag. 443-445 und Mem. (2) Bd. 39 pag. 427—461,
Taf. 1—2.
"Weitere Notizen .über Nomenclatiu- und Synonymie einiger Schildkröten
aus den indischen Siwalik- und Narbada-Schichten [vergl. Ber. f. 1885 pag. 263]
macht R. Lydekker. Rec. Geol. Survey India Bd. 22 pag. 56—58 und 209—212,
2 Figg.
Systematisches. G. A. Boulenger theilt die lebenden Formen der
Ordn. Chelonia ein in:
Unterordn. I. Athecae.
Fam. 1. Sphargidae. Gen. Dermochelys Blv. (mit 1 Art).
Unterordn. IL Thecophora.
Reihe a. Cryptodira.
Fam. 2. Chelydridae. Gen. Chelydra Schwg. (2) und Macroclemmys Gray (1).
Fam. 3. Dermatemydidae. Gen. Dermatemys Gray (1), Staurotypus Wgl. (2) und
Claudius Cope (1).
Fam. 4. Cinosternidae. Gen. Cinosternum Si)ix (11, resp. 13 Arten).
Fam. 5. Platysternidae. Gen. Platysternum Gray (1).
Fam. 6. Testudinidae. Gen. Kachuga Gray (7), CaUagur, Batagur und Hardella
Gray (je 1), Morenia Gray (2), Chrysemys Gray (12, resp. 13),
Ocadia Gray (1), Malacodemmys Gray (3), Damonia Gray (5),
in der Herpetologie während des Jahres 1889. 215
Bdlia Gray (2), Glemmys Wgl. (8), Emys Dum. (2), Cistudo Plem. (2),
Nicoria Gray (6, resp. 7), Cydemys Bell (6), Geoemyda Gray (3),
Chaibassia Theob. (2), Oinixys Bell (3), Pyxis Bell (1), Homopus
D. B. (4) und Testudo L. (41, resp. 43 Arten).
Fam. 7. Chelonidae. Gen. Chelone Brongn. (2) und Thalassochelys Fitz. (2).
Reihe b. Pleurodira.
Fam. 8. Pelomedusidae. Gen. Sternothaerus Bell (6), Peloniedusa Wgl. (1) und
Podocnemis Wgl. (7, resp. 8).
Fam. 9. Chelydidae. Gen. Chelys Dum. (1), Hydromedusa Wgl. (2), Chelodina
Fitz. (4), BJiinemys Wgl. (1), Hydraspis Bell (7, resp. 9), Platemys
Wgl. (2), Emydura Bonap. (7) und Elseya Gray (1).
Fam. 10. Carettochelydidae. Gen. Carettochelys Rams. (1).
Reihe c. Trionychoidea.
Fam. 11. Trionychidae. Gen. Trionyx Geoffr. (15, resp. 17), Pelochelys und Chitra
Gray (je 1\ Cycloderma Pts. (2), Emyda Gray (3) und CyclanorUs
Gray (2).
Catal. Chelou., Rhynch. and Crocod. Brit. Mus., N. Edit., London pag. 7—9.
G. A. Bou lenger 's Paradigma für die Bestimmung der leb. Schildkröten-
familien und Gattungen ist wesentlich auf osteologische Merkmale begründet
und mag ebenda pag. 4—5 nachgelesen werden. Practischer zur schnellen
Trennung ist folgender Schlüssel pag. .6 :
I. Panzer mit hornigen Epidermalschildern.
A, Pectoralen des Bauchpanzers in Berührung
mit den Marginalen.
1. Bauchpanzer mit 11 oder 12 Schildern. . Testudinidae.
2. Mit 13 Schildern, incl. einem Intergulare.
a. Hals in den Panzer zurückziehbar; kein
Nuchale Pelomedusidae.
b. Hals nicht zurückziehbar; gewöhnlich
ein Nuchale Chelydidae.
B. Pectoralen von den Marginalen weit getrennt.
1. Schwanz mehr als halb so lang wie der
Panzer.
a. Bauchpanzer sehr klein, kreuzförmig . Chelydridae.
b. Bauchpanzer gross Platysternidae.
2. Schwanz nicht halb so lang wie der Panzer.
a. Finger deutlich ; 4 oder 5 Klauennägel.
23 Schilder rund um den Panzer und
4 oder 5 an dem Vorderlappen des
Bauchpanzers . Cinosternidae.
23 Schilder rund um den Panzer und 2
oder 3 an dem Vorderlappen des
Bauchpanzers, oder 25 Marginalen Dermatemydidae.
b. Gliedmassen flossenförmig mit 1 oder 2
Klauennägeln Chelonidae.
II. Panzer ohne Epidermalschilder.
1. Gliedmassen flossenförmig, nagellos . . . Spbargidae.
2. Ebenso, aber mit 2 Klauennägeln . . . Carettochelydidae.
3. Finger deutlich, 3 Klauennägel . . . . Trionychidae.
216 -Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen
Die Testudinata theilt E. D. Cope in 1. Athecae mit der Fam. Dermo-
chelydae, 2. Trionychoidea mit der Fam. Trionychidae, 3. Cryptodira mit den
Fam. Clieloniidae, Testudinidae, Cinosternidae, Dermatemydidae , Chelydridae,
Baenidae und Adocidae, und 4. Pleurodira mit den Fam. Pleurosternidae, Sterno-
thaeridae, Pelomedusidae, Plesiochelydidae , Chelydidae und Carettochelydidae.
Amer. Naturalist Bd. 23 pag. 863—865.
K. A. Zittel theilt die foss. Testudinata in folgender Weise ein:
I, Unterordn. Trionychia mit den Gatt. Trionyx Greoffr., Aspilus Gray,
Äxestus Cope und Plastomenus Oope.
II. Unterordn. Cryptodira.
Fam. 1. Dermochelydidae Fitz. (Athecae Cope) mit den Gatt. Psephoderma
und Psephophorus v. Myr., Protostega Cope, Protosphargis Capell.,
EospjJiargis Lyd. und Dermochelys Blv.
Fam. 2. Cbelonidae mit den Gatt. Chelone etc.
Fam. 3. Chelonemydidae mit den Gatt. Propleura, Osteopygis, Peritresius,
Toxochelys, Euclastes, Pneumatarthrus und Pujipigerus Cope und
Argülochehjs Lyd.
Fam. 4. Thalassemydidae Ruet. mit den Gatt. Eurysternum, Parachelys,
Idiochelys und Hydropelta v. Myr., Chelonides IVIaack, Pelohatochelys
Seel., Thalassemys und Tropidemys Ruet., Chitracephalus Dollo und
Protemys Oto.
Fam. 5. Chelydridae mit den Gatt. Platychelys Wgn. , Tretosternum Ow.,
Helochelys und Trachyaspis v. Myr., Toxochelys Cope, Pleuropeltus
Seel., Coi)ipsetnys und Anostira Leidy, ApJiolidemys Pom., Pseudo-
trionyx Dollo, Ghelydra Schwgg. und Chelydropsis Pts.
Fam. 6. Dermatemydidae mit den Gatt. Adocus, Amphiemys, Zygoramma,
Ag07nphus, Polythorax, Homorhopjhiis und Notomorpha Cope, Dermat-
emys Gray und Baptemys und Baena Leidy.
Fam. 7. Emydidae mit den Gatt. Oistudo D. B., PtycJiogaster Pom., Bithy-
rosternum P. H., Emys Brongn., Hyhemys Leidy und Palaeochelys
V. Myi\
Fam. 8. Chersidae mit den Gatt. Testado L. , Cautleya Theoh. und Mio-
lania Ow.
III. Unterordn. Pleurodira mit den Gatt. Proganochelys Baur, Ghelytherimn
V. Myr., Craspedochelys und Plesiochelys Ruet., Hylaeochelys und
Bothryemys Leidy, Pleurosternum Ow. Bell, Stegochelys, Dacochelys
und Hemichelys Lyd., Bhinochelys Seel., Polysternum Portis und
Podocnemis Wgl.
Handbuch der Palaeontologie 1. Abth., Bd. 3 pag. 513 ff.
R. Lydekker gibt, die fossilen Arten des British Museums in erster Linie
berücksichtigend, folgende Eintheilung der Schildkröten:
Unterordn. I. Testudinata.
Sect. A. Trionychoidea.
Fam. 1. Trionychidae.
Subfam. a. Tnonychm?ie(Ghitra, Trionyx, Aula-
cochelys).
Subfam. b. Cyclanorbiuae (Emyda).
in der Herpetologie während des Jahres 1889. 217
Sect. B. Cryptodira.
Farn. 2. Chelonidae {Chelone, Argillochelijs , Thalasso-
chehjs, Lytöloma, Notochelone).
Fam. 3. Testudinidae {Testudo, Homopus, Stylemys,
Ptychogaster , Nicoria, Palaeochelys , Emys,
Damonia, BelUa, Ocadia, Chrysemys, Hardella,
Cachuga).
Fam. 4. Dermatemydidae (Trachyaspis).
Fam. 5. Chelydridae.
Subfam. a. Chelydrinae (Chelydra).
Subfam. b. Tretosterninae (Tretosternum).
Subfam. c, Anostirinae {Änostira, Pseudo-
trionyx).
Farn. 6. Acichelyidae {Thalassemys, Aeichelys, Peldbato-
cJielys, Tro2ndemys).
Sect. C. Pleurodira.
Fam. 7. Miolaniidae {Miolania).
Fam. 8. Chelyidae [Chelodina, Emydura, Hydraspis).
Fam. 9. Pelomedusidae {Podocnemis , Dacochelys, Ta-
lihrosphys).
Fam. 10. incert. (Bhinochelys, TrachydermocJielys).
Fam. 11. Plesiochelyidae {Idiochelys, Hylaeochelys, Para-
chelys, PlesiocJielys).
Sect. D. Amphichelydia.
Fam. 12. Pleurosternidae (Pleurosternum , Platychelys).
Fam. 13. mcevt. {Ar chaeochelys,Protochelys,Chelytherium).
Unterordn. II. Athecata.
Fam. 14. Dermochelyidae {PsephopJiorus, Eosphargis).
Fam. 15. Protostegidae (Protostega).
Ord. incert. sedis (Psephoderma, Stegochelys).
Cat. Foss. Rept. Brit. Mus. (N. H.) Bd. 3 pag. 1—14.
G. Smets, La Classification des Chöloniens. Bruxelles 1889, 8". 116 pagg.
ist mir unbekannt geblieben.
Athecae. Palaeontologisches. K. A. Zittel bildet ein Stück des
Rückenpanzers von Psephoderma alpinum v. Myr. aus dem obertriasischen Dach-
steinkalke von Ruhpolding in Oberbayern ab. Handb. d. Palaeont. Abth. 1,
Bd. 3, Fig. 489.
ProtOStegidae (foss.). Systematisches. Betr. der Diagnose dieser Familie
und der zu ihr gehörigen typischen Gattung vergl. R. Lydekker in Cat. Foss.
Rept. Brit. Mus. Bd. 3 pag. 228—230. Er beschreibt daselbst pag. 229, Fig. 53
auch eine Protostega anglica n. sp. aus der Kreide von Sussex nach dem Humerus.
G. Baur weist pag. 184 nach, dass Protosphargis Capell. aus der oberen
Kreide Italiens Marginalen besass und erklärt pag. 190 jetzt [vergl. Ber. f. 1886
pag. 171] die Gatt. Psephoderma v. Myr. für einen nothosauriden Sauropterygier.
Sodann gehören pag. 189, Anm. nach dem Verf. die von J. Leidy abgebildeten
Oberarme, auf die Cope 2 Species von Protostega begründet hat, gar nicht zu
dieser Gattung; der eine, Atlantochelys Ag. {Protostega neptiinia Cope), verhalte
sich genau wie bei den Cheloniden, der andre {Pr. tuherosa Cope) gehöre nicht
218 Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen
einmal zu dieser Familie. Hierdurch sei auch die Frage, ob Atlantochelys oder
Protostega stehen müsse, entschieden, denn beide seien nicht synonym. Biol.
Centr.-Blatt Bd. 9.
Sphargidae. Skeletsystem. Ueber die Osteologie dieser Familie vergl.
G. A. Bou lenger. Cat. Ohelon. pag. 7 — 10.
Systematisches. Betr. der Diagnose dieser Familie und der zu ihr ge-
hörigen leb. und foss. Gattungen vergl. R. Lydekker in Cat. Foss. Rept. Brit.
Mus. Bd. 3 pag. 223—227. Er stellt als neue Gatt. Eosphargis für die foss.
Chelone gigas Ow. auf. Ebenda pag. 225 und Qu. Joum. Geol. Soc. London
Bd. 45 pag. 239-241.
Ueber die Stellung von Dermochelys Blv. im Systeme [vergl. auch Ber.
f. 1888 pag. 226 — 227] bringt G. Baur weitere Mittheilungen. Nach Klarlegung
der Synonymie und einem Ueberblick über die Geschichte der Gattung wendet
sich Verf. gegen DoUo's und Boulenger's Ansicht, dass Dermochelys nicht zu
den „Pinnaten" gehöre, und bleibt bei seiner Auffassung, dass alle Abweichungen
im Schädel dieser Gattung nur secundärer Natur seien und sich durch Be-
trachtung des Schädels der Cheloniden und dieser allein erklären Hessen. Auch
die Gliedmassen seien einzig und allein auf die der Cheloniden zurückzuführen.
Eine Gruppe Athecae existiere also nicht; DermocJielys und Fsephophorus
seien keine ursprünglichen Formen, sondern sie stammten von wahren The-
cophoren und zwar von den „Pinnaten" ab. Biol. Centr.-Blatt Bd. 9 pag.
149—153, pag. 180—191 und pag. 618-619.
Dermochelys coriacea L. Schädel abgeb. Boulenger, Cat. Chelon. Br. Mus.
Fig. 1.
Thecophora. Cryptodira. Skeletsystem. Ueber die Osteologie dieser
Gruppe vergl. G. A. Boulenger, Cat. Chelon. pag. 11—19.
Chelydridae. Faunistische s. J. C. Thompson berichtet über den
Fang einer 21 U schweren Schnappschildkröte bei Staten Island mit 14" langem
Rückenpanzer. Amer. Natui'alist Bd. 23 pag. 1035.
Palaeontologisches. Ueber Diagnose der Familie, der Unterfamilien
und der einzelnen Gattungen s. R. Lydekker in Cat. Foss. Rept. Bd. 3
pag. 133—147.
G. Baur stellt fest, dass die foss. Toxochelys Cope aus der nordamerika-
nischen Kreide, die er als eine sichere Chelydride auffasst, procoele Schwanz-
wirbel und offenen Tympanalring besitzt. Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 3 pag. 58.
R. Lydekker bildet einen Theil des Bauchpanzers vou Tretosternum
bakewelU Mant. aus dem WeaJden von Cuckfleld (Fig. 33) ab und beschreibt als
neu Anostira angliea aus dem Unteroligocän von Hordwell. Cat. Foss. Rept.
Bd. 3 pag. 143, Fig. 34-35 und Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 3 pag. 54. — G. Baur
identificiert diese Art mit A. radulata Cope und will Anostira Leidy entweder
zu den Dermatemydiden (Staurotypiden) oder zu den Cinosterniden stellen, hält
aber später, nach eingehendem Vergleiche der osteologischen Beziehungen der
hierhergehörigen Gattungen, dafür, ihr eine eigene Familie (Pseudotrionychidae
Blgr. mit Pseudotrionyx und Anostira) einzuräumen. Ann. Mag. ebenda pag. 58,
Anm. und pag. 273 — 276. — R. Lydekker dagegen stellt die Gattung in eine
Unterfam. Anostirinae zu den Ohelydriden. Cat. Foss. Rept. Bd. 3 pag. 143.
Systematisches. Chelydra serpentinalj. Schädel abgeb. Fig. 3, Rückeu-
und Bauchpanzer Fig. 4. Boulenger, Cat. Chelon, Br. Mus.
in der Herpetologie während des Jahres 1889. 219
Macroclemmys temmincki Holbr. Schädel abgeb. Fig. 5, Panzer Fig. 6—7.
Boulenger, ebenda.
Dermatemydidae. Palaeontologisches. Ueber Diagnose der Familie
und der einzelnen Gattungen vergl. R. Lydekker, Cat. Foss. Rept. Bd. 3
pag. 129 — 133. Hierher gehören wahrscheinlich auch die Adocidae Cope's. Verf.
beschreibt als neu Trachyaspis hantoniensis aus dem Unteroligocän von Hordwell,
Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 3 pag. 54 und Cat., ebenda pag. 131, und Tr. aegyptiaca
aus dem Tertiär von Sues, Ann. Mag., ebenda pag. 53 — 54 und Cat., ebenda
pag. 131, Fig. 30.
Systematisches. Dermatemys mawi Gray. Panzer abgeb. Boulenger,
Cat. Chelon. Fig. 8.
Staurotypus salvini Gray. Panzer abgeb. Boulenger, ebenda Fig. 10.
Cinosternidae. Systematisches. Cinosternum alhogulare Boc. = cruen-
tatum Ä. Dum. var. pag. 44. — C. brevigulare Cope u. Gthr. =: leucostomum
Dum. pag. 42. — C. cobanum Gthr. = leucostomum Dum. pag. 42. — C effeldti
Pts. = berendtianum Cope. pag. 43. — C. flavescens Ag. Arkansas, W.-Texas
und Gilafluss, neu diagnost. pag. 40. — C. leucostomum Dum. Schädel abgeb.
Fig. 11, Panzer Fig. 12. — C. pensylvanicum Dug., non Gmel. = integrum Lee.
pag. 42. — C. postinguinale Cope = leucostomum Dum. pag. 42. Boulenger, Cat.
Chelon. Brit. Mus.
Platysternidae. Systematisches. G. Baur stellt PZa%5«er«Mm jetzt in
eine Unterfam. Platysterninae zu seinen Emydidae, da er das Auftreten
opisthocöler Schwanzwirbel, wenn auch nicht constant, auch bei Clemmys (Emy-
didae) beobachten konnte. Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 3 pag. 62.
Platysternum megacephalum Gray. Schädel abgeb. Fig. 13, Panzer Fig. 14.
Boulenger, Cat. Chelon. Brit. Mus.
Testudinidae. Skeletsystem. G. Baur gibt Notizen über opisthocöle
Schwanzwirbel bei Clemmys insculpta Lee. und ihre Intercentra. Ann. Mag.
N. H. (6) Bd. 3 pag. 62.
Biologisches. R. W. Shufeldt theilt Beobachtungen mit, die er an
der für gewöhnlich auf dem Lande lebenden Cistudo Carolina gemacht hat.
Unter gewissen Umständen betritt sie nicht nur das Wasser, sondern kann
auch, den Kopf über dem Wasser, einige Meter weit darin schwimmen. Auch
die Eier fand er in einer Vertiefung am Rande eines Sumpfes im Wasser.
Nature Bd. 40 pag. 644.
Palaeontologisches. Ueber Diagnose dieser Familie und der einzelnen
Gattungen vergl. R. Lydekker, Cat. Foss. Rept. Brit. Mus. Bd. 3 pag. 71—129,
Fig. 12 — 29. Von lebenden Arten werden als fossil vorkommend bezeichnet
Nicoria tricarinata Blyth im Pliocän der Siwaliks, Emys orbicularis L. im
Pliocän von Gent (Belgien), der Vogesen, von Malta und von Mundesley (Eng-
land) und Damonia hamiltoni, Hardella thurgi, Cachuga lineata, C. dhongdka und
C. tectum Gray, sämmtlich im Pliocän der Siwaliks, Ostindien. Neu beschrieben
werden pag. 86, Fig. 15 Testudo cautleyi n. sp. aus dem Pliocän der Siwaliks,
pag. 87, Fig. 16 B T. punjabiensis n. sp. aus dem Pliocän des Punjab, pag. 89
T. sloanei n. sp. aus türkischem Tertiär, pag. 97, Fig. 19 Ptychogaster pomeli
n. sp. nach einem Spitzenreste des Bauchpanzers aus dem Oberoligocän von
St. Gerand-le-Puy, pag. 98, Fig. 20 Pt. (?) cayluxiensis n. sp. ebenfalls nach
einem Spitzenreste des Bauchpanzers aus den unteroligocänen Phosphoriten von
220 Dl*- Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen
Bach (Dep. Lot), pag. 100, Fig. 21 Nicoria tricarinataYAr. sivalensis n. aus dem
Pliocän der Siwaliks, pag. 115, Fig. 25 Ocadia oweni n. sp. aus dem Uuter-
oligocän von Hordwell und Apt (Dep. Vaucluse). Clemmys palaeindica Lyd. aus
dem Pliocän der Siwaliks vereinigt Verf. pag. 105 jetzt mit Damonia hamiltoni
Gray, Cl. hydraspica Lyd. aus dem Pliocän des Punjab pag. 106 mit Bellia
sivalensis Theob., Gl. punjdbiensis Lyd. von ebenda pag. 108 mit Bellia theobaldi
Lyd., Cl. bicarinata Lyd. Blgr. [s. Ber. f. 1887 pag. 217] stellt er pag. 119 zu
Chrysemys und vereinigt pag. 120 Batagur falconeri und cautleyi und Clemmys
ivatsoni Lyd. [s. Ber. f. 1886 pag. 171] aus dem Pliocän Ostindiens mit Eardella
thurgi Gray, sovv^ie pag. 124 Batagur hakeri Lyd. aus dem indischen Pliocän mit
Cachuga lineata Gray und pag. 125 B. durandi Lyd. von ebenda mit C. dhongoka
Gray. Abgebildet werden überdies Fig. 18 das rechte Hyoplastrale von Ptycho-
gaster emydoides Pom. aus dem Oberoligocän von St. Gerand-le-Puy, Fig. 24
der Bauchpanzer von E7nys crassa Ow. = Ocadia aus dem Unteroligocän von
Hordwell und Fig. 26 Chrysemys testudiniformis Ow. aus dem Londonthon von
Sheppey.
Emys dollfussi Lennier aus dem Kimmeridge vom Cap de la Heve ist
nach G. Baur eine Thalassemydide. Biol. Centr.-Blatt Bd. 9 pag. 191, Anm.
H. Golliez & M. Lugeou beschreiben aus dem Langhien von La Borde
bei Lausanne die 3 Schildkröten Cistudo portisi n. sp., ähnlich Cinixys gaudini
P.H., pag. 4 — 13, Taf. 1—5 und C. 'kunzi n. sp., verwandt C. razoumoffskyi P. H.,
[beide nach Boulenger, Zool. Record f. 1890, Rept. pag. 20 wahrscheinlich zu
Ptychogaster gehörig] pag. 13—18, Taf. 6 — 9 und Ptychogaster rotundiformis n. sp.
pag. 18-22, Taf. 10 — 13. Reste einer vierten Art gehören zu Trionyx lorioli
Portis. Abh. Schweiz. Palaeont. Ges. Bd. 16, No. 2 pag. 1—24, Taf. 1—13.
Sehr ausführlich beschreibt nach einem fast vollständigen Panzer F. Sacco
eine foss. Emys portisi n. sp. [nach Boulenger, Zool. Record f. 1889, Rept. pag. 15
und Lydekker, Oat. Foss. Rept. Br. Mus. Bd. 3 pag. 101 = Palaeochelys v. Myr.]
aus dem Astiano (Unterpliocän) des Val d'Andona bei Asti und vergleicht sie
mit Emys delucii Bourd. und den leb. europäischen Clemmys-Arten. Mem. R.
Accad. Sc. Torino (2) Bd. 39 pag. 433-457, Taf. 1-2.
R. Lydekker bildet den Panzer seiner Nicoria tricarinata Blyth var.
sivalensis Lyd. aus dem Pliocän der Siwalik Hills Ostindiens ab. Journ. Asiat.
Soc. Bengal Bd. 58, Pt. 2 pag. 333, Fig. 2.
J. Leidy bringt eine Notiz über die Nuchalplatte einer Emys euglypha
n. sp. aus den [anscheinend pliocänen. Ref.] Phosphatlageru von Peace Creek,
Florida. Proc. Acad. Sc. Philadelphia 1889 pag. 97. — Derselbe bildet Taf. 4,
Fig. 1 diesen Rest ab und beschreibt pag. 29, Taf. 6, Fig. 4—7 weiter von der
nämlichen Oertlichkeit Reste einer sehr grossen Landschildkröte, die er Testudo
crassiscutata n. sp. nennt. Trans. Wagner Free Inst. Sc. Philadelphia Bd. 2.
Moreno beschreibt Testudo australis n. sp. und T. formosa u. sp. vom
Monte Hermoso, Argentina. BoU. Mus. la Plata 1889 pag. 29.
A. Treichel verzeichnet Emys orbicularis L. fossil von Försterei Wald-
haus bei Preuss.-Stargard und von Georgenburg, Kr. Stuhm, Westpreussen, an
beiden Orten im Torfe. Schrift. Nat. Ges. Danzig, N. F., Bd. 7, Heft 2 pag. 258.
Faunistisches. Homopus signatus wird pag. 626 von den Clanwilliam Mts.
in der Capcolonie, Testudo carhonaria pag. 629 aus Trinidad erwähnt. Proc. Zool.
Soc. London 1889.
in der Herpetologie während des Jahres 1889. 221
Ueber einen neuen Fundort von Emys orbicularis L. 12 km südwestlich
von Dessau in einem Teiche der Fuhuenniederung, beim Dorfe Tornau, berichtet
Naturwiss. Wocheuschr. Bd. 3 pag. 45.
H. Simroth bringt ganz merkwürdige Aufschlüsse über das angebliche
Vorkommen von Emys orbicularis L. in der Umgegend von Leipzig. Er zählt
15 Plätze auf, wo die Art mit mehr oder weniger grosser Sicherheit beobachtet
worden sein soll, und schliesst daraus, dass sich die Art in der Leipziger Gegend
neuerdings ohne Zuthun des Menschen ausbreite [Das Vorkommen um Leipzig
bedarf noch der Bestätigung. Ref.]. Sitz.-Ber. Nat. Ges. Leipzig Jahrg. 1888 — 89,
Sitz. v. 14. Mai 1889. 4 pagg.
G. A. Boul enger erwähnt Testudo horsfieldi Gray von mehreren Punkten
in Nord- Afghanistan , vermisst sie aber in Chorossan, Nordost-Persien. Trans.
Linn. Soc. (2) Zool., Bd. 5 pag. 94.
Von Landschildkröten aus Gross-Namaland [vergl. Ber. f. 1887 pag. 175]
zählt 0. Boettger, z. Th. mit eingehender Beschreibung des Panzers und unter
Mittheilung von Massen, weiter auf Testudo pardalis Bell, verreauxi Smith,
trimeni Blgr., tentoria Bell, smithi Blgi". und angulata Schwgg. Ber. Sencken-
berg. Naturf. Ges. 1889 pag. 280—286.
Derselbe verzeichnet Cinixys helliana Gray als neu für Madagascar aus
dem Nordwesten der Insel. Mit Sicherheit aus Madagascar bekannt sind jetzt
3 Land- und 4 Süsswasser-Schildkröten. Ebenda pag. 295—297.
Systematisches. K. Möbius' Notiz über die Unterscheidung von Emys
und Cistudo enthält nichts Neues. Sitz.-Ber. Ges. Fr. Nat. Berlin 1889 pag. 155
bis 156.
G. Baur bespricht die Verwandtschaft der Gatt. Dirochelys Ag. nach
Panzer und Schädel und findet, dass Emys orbicularis L., E. hlandingi Hallow.
und Dirochelys reticularia Latr. zu 3 verschiedenen Gattungen zu stellen sind.
Die Gatt. £'m?/s. beschränkt er auf E. orbicularis, die Diagnosen der Gatt.
Emydoidea n. und Dirochelys Ag. für die beiden andern Arten s. unten. Amer.
Naturalist Bd. 23 pag. 1099-1100.
J. Anderson bringt eine Notiz über den Panzer von Cyclemys dhor Gray
von King Island, Mergui- Archipel. Journ. Linn. Soc. London, Zool., Bd. 21
pag. 342.
Ueber die unter dem Namen Chaibassia Theob. beschriebenen Schildkröten
Ostindiens macht R. Lydekker historische und synonymische Bemerkungen.
Journ. Asiat. Soc. Bengal Bd. 58, Pt. 2 pag. 327—333, 2 Figg.
G. Baur revidiert auf Grund von historischen Notizen und in den Samm-
lungen Nordamerikas liegenden Exemplaren die grossen Landschildkröten der
Galapagos-Inseln. Er unterscheidet pag. 1044 6 Arten: T. elephantopiis Harl.
von Süd-Alberaarle, abingdoni Gthr. von Abingdon, sehr selten oder bereits aus-
gestorben, nigrita D. B., microphyes Gthr. von Nord - Albemarle und 2 n. sp.
Ueber diese und die Synonymie s. unten unter Testudo. "Weitere ältere Nach-
weise über Lebensweise, Fang und Häufigkeit dieser Arten werden auf pag. 1045 ff.
beigebracht. Amer. Naturalist Bd. 23 pag. 1039—1057.
Batagur baJceri Lyd. = Kaehuga lineata Gray. pag. 54. — B. cautleyi Lyd.
und B. falconeri Lyd. = Hardella thurgi Gray. pag. 64. — B. durandi Lyd.
= Kaehuga dhongoka Gray. pag. 56. Boulenger, Cat. Chelon. Brit. Mus., N. Edit.
Bellia crassicollis Gray. Panzer abgeb. Boulenger, ebenda Fig. 28.
222 I^*'- Oskar Boettger: Bericht über die Leistimgeu
Callichelys umbra Boc. = Chrysemys grayi Boc. Boulenger, ebenda pag. 82.
Chaibassia Theob. = Nicoria ex rec. Blgr. — Ch. thedbaldi Anders, und
CA. tricarinata Blyth = JV. tricarinata (Blyth), Lydekker, Journ. Asiat. Soc.
Bengal Bd. 58, Pt. 2 pag. 331.
Chelopus funereus Cope pag. 126 mid Ch. pulcJietrwius Cope pag. 125
= Nicoria ^mctularia Daud. vars. Bonlenger, Cat. Chelon. Brit. Mus., N. Edit.
Chrysemys dorsalis Ag. = cinerea Bonn. var. pag. 74. — Chr. scripta Schpff.
Panzer abgeb. Pig. 22. Boulenger, ebenda.
Cinixys dorri Lat. = belliana Gray. pag. 143. — C. erosa Schwgg. Schädel
abgeb. Fig. 40, Panzer Fig. 41. Boulenger, ebenda.
Cistudo Carolina L. Panzer abgeb. Fig. 33. — C. major Ag. pag. 117 und
G. mexicana Gray pag. 118 = Carolina L. vars, Boulenger, ebenda.
Clemmys leprosa Schwgg. gute Art. pag. 105, Panzer abgeb. Fig. 30. —
Cl. palaeindica Lyd. = Damonia hamiltoni Gray pag. 93, — Cl. rivulata Val.
= caspia Gmel. var. pag. 104. — Cl. watsoni Lyd. = Hardella tJiurgi Gray
pag. 64. Boulenger, ebenda.
Cyclemys amboinensis Daud. Panzer abgeb. Boulenger, ebenda Fig. 37.
Damonia unicolor Gray = reevesi Gray var. Boulenger, ebenda pag. 96.
Dirochelys n. gen. Wie Emydoidea (s. diese), aber der Bauchpanzer durch
Naht mit dem Rückenpanzer verbunden und nicht zweiklappig. — Für Chrysemys
reticularia Latr. Baur, Amer. Naturalist Bd. 23 pag. 1100.
Emydoidea n. gen. Frontalen von der Orbita nicht ausgeschlossen; Bauch-
panzer ligamentös mit dem Rückenpanzer verbunden und mehr oder weniger
deutlich zweiklappig; Entoplastron nicht von der Humeropectoral-Naht durch-
schnitten; Rippeuköpfe sehr lang, wie bei Chelydra. — Für Emys blandingi
Holbr. Baur, ebenda.
Emys (Dum.) neu diagu. Baur, ebenda pag. 1099. — E. areolata Dum.
= Nicoria punctularia Daud. var, pag. 124. — E. belli Gray = Chrysemys
cinerea Bonn, var, pag. 74. — E. callirostris Gray und E. cataspila Gthr. =
Chrysemys ornata Gray vars. p. 82. — E. cinosternoides Gray = Cistudo Carolina
L. var, pag, 117. — E. elegans Wied = Chrysemys picta Schpff. var. pag. 78.
— E. incisa Boc. = Nicoria p)unctularia Daud. var. pag. 125. — E. orbicularis
L, Panzer abgeb. Fig. 31, — E. pulcherrima Gray =: Nicoria punctularia Daud.
var, pag, 125. — E. salvini Gthr, = Chrysemys ornata Gray pag, 81. — E. ther-
malis Less. = Nicoria trijuga Schwgg. var, pag, 122, Boulenger, Cat. Chelon.
Geoclemmys melanosterna Gray = Nicoria punctularia Daud. var. Boulenger,
ebenda pag. 124,
Geoemyda grandis Gray. Schädel abgeb, Fig. 38, Panzer Fig. 39, — O.
impressa Gthr. = Testudo emys Schi. Müll. pag. 158. Boulenger, ebenda.
Hardella thurgi Gray. Panzer abgeb. Boulenger, ebenda Fig. 19.
Homopus areolatus Thunb. Panzer abgeb. Boulenger, ebenda Fig. 42.
Kachuga smithi Gray abgeb. Taf. 1. — K. trivittata D. B. Panzer abgeb.
Fig. 16. Boulenger, ebenda.
Melanochelys edeniana Theob. = Nicoria trijuga Schwgg. var. pag. 123. —
M. picta Murr. = Damonia hamiltoni Gray pag. 93. Boulenger, ebenda.
Morenia ocellata D. B. Panzer abgeb. Boulenger, ebenda Fig. 20.
Nicwia tricarinata (Blyth). Bengalen, Assam, neu diagu. und abgeb.
in der Herpetologie während des Jahres 1889. 223
Lydekker, Journ. Asiat. Soc. Bengal Bd. 58, Pt. 2 pag. 332, Fig. 1. — iV^. trijuga
Schwgg. Panzer abgeb. Boulenger, Cat. Chelon Brit. Mus., N. Edit., Fig. 35.
Ocadia sinensis Gray. Panzer abgeb. Boulenger, ebenda Fig. 24.
Pangshura flaviventer Gthr. = Kachuga tectum Gray. Boulenger, ebenda
pag. 59.
Pseudemys cataspila Cope = Chryseniys ornata Gray var. pag. 82. — Ps.
salvini Cope = Chrysemys wnata Gray pag. 81. — Ps. umbra Cope = Chryseniys
grayi Boc. pag. 82. Boulenger, ebenda.
Testudo elephantopus Gthr., non Harl. = guentheri n. sp. — T. elephantopus
Jacks., non Harl. = galapagoensis n. sp. Charles Island. — T. ephippium Gthr.
= abingdoni Gthr. Baur, Amer. Naturalist Bd. 23 pag. 1044. — T. graeca var.
boettgeri n. Orsova, Banat. A. v. Mojsisovics, Mitth. Nat. Ver. Steiermark
Jahrg. 1888, Heft 25, Abb. Sep.-Abdr. pag. 10. — T. ibera Pall. Panzer abgeb.
Fig. 44. — T. rugosa Shaw = Chrysemys scripta Schpff. var. pag. 79. — T.
schweiggeri Gray, vielleicht eine abnorme T. polyphemus Daud., abgeb. Taf. 2 — 3.
— T. semiserrata Smith = ocidifera Kühl pag. 165. — T. smithi Blgr. abgeb.
Taf. 4. Boulenger, Cat. Chelon. Br. Mus., N. Edit. — T. vicina Gthr. = elephan-
topus Harl. Baur, Amer. Naturalist Bd. 23 pag. 1044. ^- T. yniphora Vaill.
eingehend beschr. u. abgeb. L. Vaillant, N. Arch. Mus. N. H. Paris (3) Bd. 1
pag. 61, Taf. 12—14 [vergl. Ber. f. 1885 pag. 264].
Chelonidae (und Propleimdae). Sinnesorgane. Eine vorläufige Mit-
theilung S. Tornatola's ist unter dem Titel „Ricerche sull'occhio della Testu-
dine marina" Messina, Tip. del Progresso 1889, 8", 6 pagg., 1 Taf. erschienen.
Biologisches. Beobachtungen an einer jungen Chelone imbricata Jj. von
Ceylon in der Gefangenschaft veröffentlicht F. Mocquard. Der Panzer des
grössten Stückes im Pariser Museum vom Senegal ist 74 cm lang, 57 breit.
Die Art ist fleischfressend. Weitere Bemerkungen beziehen sich auf die äussere
Form, Lebensweise und Nutzen. Naturaliste (Deyrolle) 11. Jahrg. pag. 169
bis 171, Fig.
A. C. Haddon bringt die Notiz, dass Seeschildkröten, doch nicht die grosse
grüne Art, in der Torresstrasse mit Hülfe von Saugfischen [Echene'is) gefangen
werden. Nature Bd. 39 pag. 285—286. — P. L. Sclater kennt diese Fangweise
auch von Sansibar. Ebenda pag. 295. — Für Cuba vergl. H. Ling Roth.
Ebenda pag. 342.
Palaeontologisches. Ueber Diagnose der Familie und der einzelnen
Gattungen vergl. R. Lydekker, Cat. Foss. Rept. Brit. Mus. Bd. 3 pag. 25—70.
Derselbe macht Bemerkungen über den Schädel von Chelone crassicostata
Ow. aus dem Londonthou , dessen Palatal- und Occipitalgegend jetzt freigelegt
werden konnte. Nach Entwirrung der äusserst verwickelten Synonymie nimmt
Verf. den Namen Lytoloma Cope für die in Rede stehende Art und ihre Ver-
wandten an und vergleicht sie eingehend mit den leb. Cheloniden. Er kommt
zu dem Schlüsse, dass sich graduelle Uebergänge durch Argillochelys zu Thalasso-
chelys nachweisen lassen, und dass deshalb Lytoloma zwar gute Gattung, aber
von den Cheloniden nicht zu trennen ist. In einer Nachschrift macht Verf.
noch Mittheilungen über einen Panzer mit anhaftendem Schädel von Harwich.
Auch Euclastes gosseleti Dollo [vergl. Ber. f. 1888 pag. 230] aus Belgien sei
synonym. In der Jugend sind die hinteren Nasenöffnungen verhältnissmässig
224 D'"- Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen
mehr nach vorne gerückt als im Alter. Proc. Zool. Soc. London pag. 60—66,
Taf. 6—7 und Cat. Foss. Rept. Bd. 3 pag. 60.
Derselbe beschreibt nach Schädeltheilen und Unterkiefer (Fig. 1), vielleicht
mit Ch. henstedi zusammenfallend, eine ühelone jessoni n. sp. aus obercretaceischem
Grünsand und Gault pag. 231, resp. pag. 36 und nach Unterkiefer (Fig. 2) und
Humerus (Fig. 3) ein Lytoloma cantabrigiense n. sp. aus dem Grünsand, beide
von Cambridge pag. 233, resp. pag. 68, errichtet für Ghelone antiqua Koen.,
cunciceps, convexa und hrachyceps Ow. und andere eocäne, der Gatt. Thalasso-
cJielys verwandte, aber durch 4 Costalschilder ausgezeichnete Formen die Gatt.
Argülochelys pag. 236, resp. pag. 40, Fig. 10 [A. antiqua) und Fig. 11 {Ä. cunei-
ceps Ow.) und gründet für Chelone planiceps Ow. aus dem Oolith von Portland
die neue Gatt. Stegochelys von unsicherer Stellung. Qu. Journ. Geol. Soc. London
Bd. 45 pag. 231-236, 3 Figg. und Cat. Foss. Rept. Bd. 3 pag. 25—70, Figg.
Derselbe beschreibt schliesslich eine Thalassochelys eocaenica n. sp, nach
einem Humerus aus dem Mitteleocän von Bracklesham Proc. Geol. Assoc. Bd. 11
pag. 177 und Cat. Foss. Rept. Bd. 3 pag. 50 und führt statt Notochelys Ow., non
Gray den Namen NotocJielone ein. Geol. Mag. (3) Bd. 6 pag. 325 und Cat., ebenda
pag. 70.
Notizen über die Vertreter der Gatt. Chelone Brongn. im Astiano (Pliocäu)
Piemonts bringt F. Sacco. Mem. R. Accad. Sc. Torino (2) Bd. 39 pag. 459—460.
Betr. der foss. Chelone gigas Ow. vergl. R. Lydekker oben unter Sphar-
gidae pag. 218.
L. Dollo's Bemerkung über den Humerus von Euclastes [vergl. Ber. f.
1888 pag. 230] findet sich auch in Bull. Soc. Belg. Geol., Pal. et Hydr. Bd. 2
(1888), Proc. verb. pag. 107.
Systematisches. Chelone imbricata L. Schädel abgeb. Boulenger, Cat.
Chelon. Brit. Mus., N. Edit., Fig. 45.
Chelonia lata Phil. = Chelone mydas L. Boulenger, ebenda pag. 182.
Thalassochelys tarapacana Phil. = caretta L. Boulenger, ebenda pag. 185.
Acichelydidae (foss.). R. Lydekker giebt eine Diagnose dieser mit den
Thalassemydes Ruet. 1873 und den Eurysternidae Dollo 1880 identischen neuen
Familie. Der Humerus wird Fig. lA abgebildet. Diese Gruppe dürfte marin
gewesen sein und die Vorfahren der Cheloniden repräsentieren. Neu beschrieben
wird pag. 149 und Fig. 36 abgebildet Thalassemys ruetimeyeri n. sp. nach einem
Rückenpanzer aus dem Purbeck von Swanage, abgebildet werden auch Fig. 37
Neuralen von Pelobafochelys hlakei Seel. und Fig. 38 von Tropidemys cf. langi
Ruet , beide aus dem Kimmeridge von Dorsetshire. Cat. Foss. Rept. Brit. Mus.
Bd. 3.
K. A. Zittel bildet Fig. 496 ab Eurysternum wagleri v. Myr. und Fig. 497
den Vorderfuss desselben aus dem oberen Jura von Zandt bei Eichstädt, sowie
Fig. 498 Bauchpanzer von Hydropelta meyeri ThioU. aus dem oberen Jura von
Kelheim. Handbuch der Palaeont. Abth. 1, Bd. 3.
Amphichelydia n. (foss.). Diese neue Section der echten Schildkröten um-
fasst nach R. Lydekker alle bis jetzt zu den Cryptodiren gestellten alterthüm-
lichen Formen, die einen Mesoplastralknochen besitzen. Als Typus der Gruppe
betrachtet Verf. die Gatt. Pleurosternum Ow. [vergl. Ber. f. 1887 pag. 217],
mesozoische Formen, die den Stammvätern der Pleurodiren und Cryptodiren
verwandt gewesen sein müssen und sich durch einen diesen Gruppen ähnlichen
in der Herpetologie während des Jahres 1889. 225
Panzer auszeichnen, in dem Mesoplastralknochen nnd ein Intergularschild ent-
wickelt sind. Coracoid und Humerns zeigen pleurodire Verwandtschaft; das
Pubis articuliert ohne Nahtverhindung mit dem Xiphiplastrura. Zu den Amphi-
chelydia gehören aiich die Gatt. Helochelys aus dem Neocom, Platychelys aus
dem oberen Jura und Baena Cope aus dem nordamerikanischen Eocän. Qu.
Journ. Geol. Soc. London Bd. 45 pag. 517 — 518 und Cat. Foss. Rept. Br. Mus.
Bd. 3 pag. 204.
Pleurosternidae (foss.). Betr. der Diagnose dieser Familie und der zu ihr
gehörenden Gattungen vergl. R. Lydekker, Cat. ebenda pag. 205-208.
Ueber Synonymie und Verwandtschaft des Pleurosternum hullocki Ow. aus
dem englischen Purbeck s. Qu. Journ. ebenda pag. 514—517, Fig. 3 — 4; diese
Abbildungen finden sich auch bei R. Lydekker, Cat. ebenda Fig. 45— 46. Neu
beschrieben werden daselbst noch Pleurosternum portlandicum n. sp. aus dem
englischen Portlandoolith pag. 205, Fig. 47 und Platychelys (?) anglica n. sp. aus
dem Mittel-Purbeck von Dorsetshire pag. 217, Fig. 49. — Die neue Gatt.
Archaeochelys wird von demselben provisorisch zu den Pleurosteruiden gestellt
und auf eine A. valdensis u. sp. aus dem Wealden von Cuckfield begründet.
Geol. Mag. (3) Bd. 6 pag. 377 und Cat. ebenda pag. 218, Fig. 50. Ebenso die
Gatt. Protochelys n. Cat. ebenda pag. 220, begründet auf die uutei'jurassische
Testudo stricMandi Phill.
K, A. Zittel bildet Platychelys oherndorferi Wgn. aus dem oberen Jui'a
von Kelheim ab. Handb. d. Palaeont. Abth. 1, Bd. 3, Fig. 499.
Pleurodira. Skeletsystem. Ueber die Osteologie dieser Gruppe vergl.
G. A. Boul enger in Cat. Chelon. Brit. Mus. pag. 187—190.
Palaeontologisches. Jedenfalls zu den Pleurodiren zu stellen ist nach
R. Lydekker, der den Schädelbau dieser Schildkröten eingehend beleuchtet,
die Gatt. BhinocJielys Seel. aus dem Grünsand von Cambridge. Zu dieser
Gattung werden nach Schädeln neben dem Typus B7i. indchriceps (Seel.) (Fig. 1)
als neu aufgestellt Bh. hrachyrrhina n. sp. (pag. 231, Fig. 3 und pag. 179), Bh.
eantabrigiensis n. sp, (pag. 230, Fig. 2 ixnd pag. 176, Fig. 42), Bh. elegans n. sp.
(pag. 230, Fig. 4— 5 und pag. 178), Bh. jessoni n. sp. (pag. 231, Fig. 6 und
pag. 180) und Bh. macrorhina n. sp. (pag. 230, Fig. 7 und pag. 178) , sämmtlich
aus dem Grünsande der oberen Kreide von Cambridge. Auch Trachydermo-
chelys Seel. dürfte zu Bhinochelys zu stellen sein. Qu. Journ. Geol. Soc.
London Bd. 45 pag. 227 — 231, Taf. 8 und Cat. Foss. Rept. Brit. Mus. Bd. 3
pag. 175—182, Fig.
PelomedUSidae. Palaeontologisches. Ueber Diagnose der Familie und
der verschiedenen fossil bekannten Gattungen vergl. R. Lydekker in Cat. Foss.
Rept. Bd. 3 pag. 170 — 175. — Auf Emys deldbechei Bell = Podocnemis (?) Lyd.
Blgr. aus dem Londonthon von Sheppey begründet er die in mancher Beziehung
sich an Podocnemis anschliessende neue Gatt. Dacochelys, ebenda pag. 173, und
gibt Einzelheiten und die Abbildung des mit zahnartig ausgezacktem Rande
versehenen Unterkiefers. Qu. Journ. Geol. Soc. London Bd. 45 pag. 241 — 243,
Fig. 6.
Faunis tisch es. 0. Boettger verzeichnet als neu für Madagascar
Sternothaerus sinuatus Smith aus dem Nordwesten der Insel. Ber. Senckenberg
Nat. Ges. 1889 pag. 296.
Avch. f. Naturgesch. Jahrg. 1890. Bd. II. H.l. 15
226 I^i"- Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen
Systematisclies. Dumerilia madagascariensis Grand. = Podocnemis.
Boulenger, Cat. Chelon. Brit. Mus., N. Edit., pag. 205.
Pelomedusa fjaleata Schpff. Schädel ahgeb. Fig. 48, Panzer Fig. 49. Bou-
lenger, ebenda.
Podocnemis sextuberculata Corn. Panzer abgeb. Boulenger, ebenda Fig. 51.
Sternothaerus derbianus Gray. Panzer abgeb. Boulenger, ebenda Fig. 47.
Chelydidae. Palaeontologiscbes. Ueber Diagnose der Familie, der
Unterfamilien und der einzelnen Gattungen s. R. Lydekker. Er gibt von
lebenden Arten als fossil vorkommend an Chelodina longicollis Shaw im Plistocän
von Queensland und Emydura macquariae Gray in dem von N.-S.-Wales. Cat.
Foss. Rept. Brit. Mus. Bd. 3 pag. 167-170.
Systematisches. E. L. Holmberg beschreibt die Eier von Hydraspis
hilarii und macht auf einen merkwürdigen Dimorphismus derselben aufmerksam
[der vielleicht darin seine Ursache hat, dass unter diesem Namen 2 verschiedene
Species stecken. Ref.]. Bol. Acad. Nac. Cienc. Cördoba Bd. 10 pag. 382—383.
Chelodina novaeguineae Blgr. abgeb. Taf. 5 — 6. — Ch. ohlonga Gray. Panzer
abgeb. Fig. 56. Boulenger, Cat. Chelon. Brit. Mus., N. Edit.
Chelys fimbriata Schnd. Schädel abgeb. Fig. 52, Panzer Fig. 53. Boulenger,
ebenda.
Elseya dentata Gray. Schädel abgeb. Boulenger, ebenda Fig. 64.
Emydura macquariae Gray. Panzer abgeb. Boulenger, ebenda Fig. 63.
Hydraspis hilarii Gray. Schädel abgeb. Fig. 59, Panzer Fig. 60. Bou-
lenger, ebenda.
Hydromedusa tectifera Cope. Panzer abgeb. Boulenger, ebenda Fig. 54.
Platemys platycephala Sehn. Panzer abgeb. Boulenger, ebenda Fig. 61.
RJiinemys nasuta Schwgg. Schädel abgeb. Fig. 57, Panzer Fig. 60. Bou-
lenger, ebenda.
Carettochelydidae. Systematisches. G. Baur findet die systematische
Stellung von Carettochelys Raras. noch nicht hinreichend klar und fordert zu
weiterer Untersuchung auf. Amer. Naturalist Bd. 23 pag. 1017.
In einer Notiz über Carettochelys schliesst sich auch Th. Gill Boulenger's
Ansicht [vergl. Ber. f. 1887 pag. 221] an, dass diese Schildkröte zu den Pleu-
rodiren gehören und eine neue Familie bilden möge. Ann. Rep. Board Reg.
Smithson. Inst, for 1887, Bd. 1, Washington 1889 pag. 509—511.
FlesiOChelydidae (foss.). Ueber die Diagnose dieser Familie und der zu
ihr 'gehörigen Gattungen vergl. R. Lydekker in Cat. Foss. Rept. Brit. Mus.
Bd. 3 pag. 183-203, Figg. und Qu. Journ. Geol. Soc. London Bd. 45 pag. 236
bis 239, Fig. 4—5. — Für Pleurusternum latiscutatum Ow. aus dem englischen
Purbeck und dem Wealden von Sussex (Fig. 43) und Verwandte stellt Verf. die
neue Gatt. Hylaeochelys auf. Cat., ebenda pag. 185 und Qu. Journ., ebenda
pag. 513. Auch Pleurosternum koeneni Grabbe [vergl. Ber. f. 1884 pag. 277] aus
dem deutschen Wealden dürfte zu H. latiscutata (Ow.) gehören. Ebenda pag. 186
und pag. 514. Eingehend mit verwandten Arten aus dem schweizerischen
Kimmeridge verglichen und neu beschrieben werden Plesiochelys brodiei n. sp. Cat.,
ebenda pag. 201 und Qu. Journ., ebenda pag. 238, Fig. 4 — 5 und PI. valdensis
n. sp. Cat., ebenda pag. 199, Fig. 44 und Qu. Journ., ebenda pag. 239, beide
aus dem Wealden der Insel Wight.
in der Herpetologie während des Jahres 1889. 227
Miolaniidae (foss.). Allgemeines. Eine Notiz über die Fundstätte von
Miolania und die Lagerungsverhältnisse der plistocänen Schichten auf Lord
Howe Island findet sich bei R. Etheridge jun. Mem. Aiistral. Mus. Sydney
No. 2 pag. 12L
lieber das Vorkommen von J/io?anm- Resten auf Lord Howe Island und
im pliocänen Deep Lead zu Oanadiau bei Gulgong in N.-S.-Wales macht der-
selbe auch in Rec. Geol. Survey N.-S.-Wales Bd. 1 pag. 153-171, Taf. 27—28
Mittheilungen.
Systematisches. lieber Greschichte und Diagnose dieser Familie und
der typischen Gattung vergl. R. Lydekker in Cat. Foss. Rept. Brit. Mus. Bd. 3
pag. 159—167, Fig. 39.
lieber die systematische Stellung von Miolania Ow. macht auch G. Baur
Mittheilungen. Während nach Owen die Gattung zu einer Unterordn. Cerato-
saui'ia gehört, die gleichmässig mit den Schildkröten und den Eidechsen Ver-
wandtschaft zeige, betrachte sie Huxley als am meisten den Chelydriden und
Platysternideu verwandt, und Boulenger komme zu der Ansicht, dass sie eine
Pleurodire, wie viele andere australische Formen, sei. Verf. findet, dass Miolania
sicher zu den Schildkröten gehöre, dass sie aber den Pleurodiren nicht ange-
reiht werden könne, sondern cryptodir sei und einen hoch specialisierten Zweig
echter Landschildkröten darstelle, dessen testudiner Character nur verdunkelt
würde durch die enorme Entwicklung von Hautossificationen , hauptsächlich am
Schädel. Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 3 pag. 54—62. — G. A. Boulenger be-
merkt dazu, dass Miolania zweifellos eine pleurodire Schildkröte von terres-
trischem Habitus war, aber auf keine der leb. Familien zurückgeführt werden
könne. Verf. zeigt, dass Baur's irrthümliche Anschauung theils auf Mangel an
Literaturkenntuiss, theils auf Mangel au Material beruhen müsse. Um die
Unterschiede eines pleurodiren und eines cryptodiren Atlas, die von Baur miss-
verstandeu zu sein schienen, klarzulegen, bringt er Figuren von Atlas und
Epistropheus der Elseya dentata und der Podocnemis madagascariensis (pleurodir)
und der Morenia ocellata und Testudo polyphemus (cryptodir). Ebenda pag. 138
bis 141, Figg. — In einer weiteren Antwort räumt G. Baur ein, dass Miolania
nicht von einer der lebenden Testudinidenformen abstammen könne und macht
Mittheilungen über Schwanz und Schwanzwirbel von Hadrianus und Scapia
(? = Manouria sp.). Weitere osteologische Einzelheiten beziehen sich auf
Bothremys Leidy, sowie ausführlich auf die Halswirbel der Cryptodiren und
Pleurodiren. Verf. kann in Gestalt und Verbindung der Halswirbel von Miolania
keinen wesentlichen Unterschied von denen der Cryptodiren finden und beschreibt
und bildet ab Atlas und Axis von Miolania (Fig. 5) und von Testudo polyphemus
(Fig. 3—4) und im Gegensatz zu diesen beiden die entsprechenden Theile von
Podocnemis dumeriliana (Fig. 1 — 2). Ebenda (6) Bd. 4 pag. 37—45, Taf. 6.
ProganOChelydidae (foss.). F. A. Quenstedt beschreibt und bildet ab den
prächtig erhaltenen Ausguss von Psammochelys Jceuperina n. gen. et sp. [= Pro-
ganochelys quenstedti Baur, vergl. Ber. f. 1888 pag. 232] aus dem weissen Keupei'-
sandsteine von Hafner- IS euhausen und gibt einige Einzelheiten, die von Baur
in seiner Mittheilung nicht aufgeführt oder verkannt worden seien. Er ver-
gleicht die Art mit Emys jurensis Kef. aus dem Portland von Solothurn. Württ.
Nat. Jahresh. Jahrg. 45 pag. 120—130, Taf. 1-2.
15*
228 I^r- Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen
Trionychoidea. Skeletsystem. Ueber die Osteologie dieser Gruppe
vergl. G. A. Boul enger in Cat. Chelon. Brit. Mus. (N. H.), N. Edit., pag. 237
bis 240.
Palaeontologisches. Ueber Diagnose der Trionychoidea, Trionychidae,
Trionychinae und Cyclanorbinae und der einzelnen Gattungen dieser Gruppe s.
R. Lydekker in Cat. Foss. Rept. Brit. Mus. Bd. 3 pag. 3-24.
Systematisches. Ueber die Stellung der Trionychoidea zu den übrigen
Schildkröten bringt G. Baur eine Notiz. Er nennt sie jetzt Chilotae Wgm.
Zool. Anzeiger 12. Jahrg. pag. 241 und Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 4 pag. 39 Anm.
TrionycMdae. Skeletsystem. A. Th. Stoffert, Bau und Entwicklung
der Schale von Emyda ceylonensis Gray. Inaug.-Diss. Basel, Sallmann & Bonacker,
8«. 26pagg., Atlas von 14 Taf., 4".
Biologisches. Ueber das Benehmen eines jungen und eines alten J.sp*-
donedes spinifer dem Angriffe eines Vogels (Black Bass) gegenüber macht
C, L. Webster eine Mittheilung. Amer. Naturalist Bd. 23 pag. 178.
Palaeontologisches. R. Lydekker verzeichnet theilsaus demPlistocän
des Narbada-Thales, theils aus dem Miocän der Siwaliks in Ostindien Chitra
indica Gray, Trionyx gangeticus Cuv., Tr. hurum Gray, Tr. phayrei Theob. und
Emyda vittata Pts. Die mitteloligocäne Tr. gergensi (v. Myr.) aus Alzei wii'd
Fig. 3 zum erstenmal abgebildet und eine Tr. boioerbanki n. sp. pag. 19, Fig. 4
aus dem Mitteleocän von Bracklesham beschrieben. Cat. Foss. Rept. Brit. Mus.
Bd. 3 pag. 3—24. — Für Tr. circumsidcatus Ow. aus dem Unteroligocän von
Hordwell errichtet derselbe die neue Gatt. Äulacochelys. Ebenda pag. 22 und
Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 3 pag. 53. — G. Baur hält die Kennzeichen dieser
neuen Gattung nur für individuelle. Ann. Mag., ebenda pag. 273.
F. Sacco nennt eine früher Trionyx aegyptiaca Sism. und Tr. pede-
montana Port, genannte Schildkröte aus dem Astiano (Pliocän) von S. Stefano
Roero bei Asti jetzt Tr. pUopedemontana n. sp. und gibt ihre Unterschiede von
der echten oligocänen Tr. pedemontana Port. Mem. R. Accad. Sc. Torino (2)
Bd. 39 pag. 458-459.
Viguier nennt aus der mittleren und oberen Zone der marinen Pliocän-
sande von Montpellier Reste einer Trionyx. Bull. Soc. Geol. France (3) Bd. 17
pag. 400.
Systematisches. Zahlreiche und einschneidende Veränderungen in der
Synonymie der leb, Trionychiden-Arten s. bei G. A. Boul eng er in Cat. Chelon.
Brit. Mus. (N. H.), N. Edit., pag. 241-272.
Sauropteri/ffia
(nur fossil).
Allgemeines. K. A. Zittel behandelt die Sauropterygier auf pag. 478 ff.
seines Handbuchs der Palaeontologie Abth. 1, Bd. 3. Neu abgebildet werden
Fig. 453 Zahn und Fig. 455 Halswirbel, Fig. 456 Rückenwirbel, Fig. 457 Baiich-
rippe, Fig. 458 Brustgürtel und Fig. 459 Oberarm von Nothosatirus mirabüis
v. Myr. aus dem Muschelkalke von Bayreuth , Fig. 460 Zahn von Simosaurus
gaiUurdoti v. Myr. aus dem Muschelkalke von Luueville, Fig. 461 Lariosaiirus
halsami Cur. aus dem Muschelkalke von Perledo am Comersee und Fig. 477 Zahn
von Folyptychodon interruptus Ow. aus dem Grünsande von Kelheiui.
in der Herpetologie während des Jahres 1889. 229
Systematisches. K. A. Zittel ordnet die Saiiropterygier in folgender
Weise :
1. Farn. Nothosauridae mit den Gatt. Nothosaurus Mstr., Conchiosaurus, Simo-
saurus, Opeosaurus und Lamprosaurus v. Myr., Lariosaurus Cur.,
Pachypleura Corn., Dactylosaurus Guer. und Termatosaurus Plien.
2. Farn. Plesiosauridae mit den Gatt. Plesioscmrus Con., Eretmosaurus Seel.,
Cimoliosaurus , OUgosomus und Piratosaurus Leidy, Piptomerus, Uro-
nautes, Ischyrosaurus und Polyptychodon Cope, Trinacnomerum Crag.,
Thaumatosaurus v. Myr., Peloneustes Lyd. u. Pliosaurus Ow.
3. Fam. Pistosauridae Baur (n.) pag. 498 für die Gatt. Pistosaurus v. Myr.
Handbuch der Palaeont. Abth. 1, Bd. 3 pag. 478 ff.
E,. Lydekker theilt die Sauropterygier des British Museums in folgende
Familien:
1. Fam. Plesiosauridae mit den Gatt. Pliosaurus, Peloneustes, Thaumatosaurus,
Polyptychodon, Cimoliosaurus, Eretmosaurus und Plesiosaurus.
2. Fam. Lariosauridae mit den Gatt. Lariosaurus und Neusticosaurus.
3. Fam. Nothosauridae mit den Gatt. Pistosaurus, Nothosaurus und Conchiosaurus.
4. Fam. Mesosauridae mit der Gatt. Mesosaurus.
Cat. Foss. Rept. Brit. Mus. Bd. 2 pag. 14—16.
Seine Plesiosauria trennt E. D. Cope in die Familien Plesiosauridae,
Nothosauridae und Lariosauridae. Amer. Naturalist Bd. 23 pag. 863 — 866.
Plesiosauridae. R. Lydekker errichtet nach Zähnen, Unterkiefer, Wirbeln,
Resten der Vorder- und Hintergliedmassen und des Schulter- und Beckeugürtels
für Plesiosaurus philarchus Seel. aus dem Oxfordthon von Bedford [vergl. Ber.
f. 1888 pag. 233] die neue Gatt. Peloneustes. Abgebildet werden Fig. 4 ein
Oberzahn, Fig. 5 die Coracoide, Fig. 6 der vordere Theil des Schultergürtels,
Fig. 7 Pubes, Fig. 8 Ischia und Fig. 9 ein Theil der Vordergliedmassen, sowie
auf Taf. 2 Unterkiefer und Wirbel. Alle diese Theile werden sehr eingehend
mit denen verwandter Gattungen verglichen, von denen im übrigen zahlreiche
neue Einzelheiten mitgetheilt werden, so Notizen über Plesiosaurus, Pliosaurus,
Poecilopleuron , Liopleurodon , Thaumatosaurus, Cimoliosaurus, Elasmosaurus,
Polycotylus, Colymbosaurus, Muraenosaurus, Ehomaleosaurus und Polyptychodon.
Qu. Journ. Geol. Soc. London Bd. 45 pag. 48-56, 58-59, Fig. 4-9, Taf. 2. —
Beachtenswerthe Notizen über diesen Gegenstand bringt auch H. G. Seeley.
Ebenda pag. 58.
R. Lydekker beschreibt und bildet nach Wirbeln ab Cimoliosaurus
brevior n. sp. aus dem Kimmeridgethon von Weymouth pag. 243, Fig. 75,
C. cantabrigiensis n. sp. aus dem Grünsande von Cambridge, England, pag. 183,
Fig. 60, C. richardsoni n. sp. (= Plesiosaurus plicatus Mans. Pleyd, olim) aus
dem Oxfordthon von Weymouth pag. 240, Fig. 73—74 und C. valdensis n. sp.
aus dem Wealden von Hastings pag. 188, Fig. 61. Cat. Foss. Rept. Brit.
Mus. Bd. 2.
Ueber die generische Stellung des sogen. Plesiosaurus indicus Lyd. macht
derselbe Mittheilungen. Er stellt ihn jetzt zu Thaumatosaurus. Rec. Geol
Surv. India Bd. 22 pag. 49-51, Figg.
H. G. Seeley fand, dass das grosse Pubis bei der Gatt. Colymbosaurus
des Oxfordthones nicht ins Acetabulum hineinreicht nnd dass auf der Ventralseite
230 Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistiuigeii
des grossen Brustgürtels Clavicula und Iiiterclavikel als kleiue separate Ver-
knöchernngen entwickelt sind. Nature Bd. 40 pag. 653.
NothOSauridae. H. Kunisch verzeichnet von Neufunden aus dem ober-
schlesischen Muschelkalke von Krappitz, Gogolin und Sacrau einige Coracoide
von Nothosauriden, sowie einen Saurierkoprolithen. 67. Ber. Schies. Ges. Vat.
Cultur Breslau 1889 pag. 95 und 100.
Ichthyopterygia
(nur fossil).
Allgemeines. K. A. Zittel behandelt die Ichthyosaurier pag. 451—473,
Fig. 422 — 446. Neu abgebildet sind, um die Veränderung der Wirbelform nach
hinten anschaulich zu machen, Rumpf- und Schwanzwirbel aus dem oberen Lias
von Banz in Franken Fig. 432 — 433 und der Vorderfuss von Ichthyosaurus
triscissus Queust. aus dem oberen Lias von Boll in Württemberg Fig. 441.
Handb. d. Palaeont. Abth. 1, Bd. 3.
R. Lydekker beschreibt und bildet ab eine Vorderflosse von Jc/<i%osai«-Ms
intermedius aus dem Uuter-Lias von BarroAV-ou-Soar, die die Contour der Weich-
theile erkennen lässt [vergl. Bei', f. 1888 pag. 234]. Auf der schmalen Vorder-
kante zeigt sich eine feine Schuppnng, auf der breiteren Hinterfläche laufen
die auch von Owen und Fraas beschriebenen schiefen Linien, die von parallelen
Muskelbündeln herrühren dürften. Die Axillarregion war in einen deutlichen
Hautfortsatz au.sgezogen. Geol. Mag. (3) Bd. 6 pag. 388—390, Fig. — Ref. in
N. Jahrb. f. Min. 1890 Bd. 1 pag. 348.
Skelet System. G. Baur behandelt die Entstehungsgeschichte der
Extremität der Ichthyosaurier. Humboldt (Dammer) 8. Jahrg. pag. 116.
Systematisches. K. A. Zittel theilt die Ichthyosaurier ein in die Gatt.
Mixosaurus Baur und Ichthyosaurus Koen. mit den Gruppen a. Latipiunati und
b. Longipinnati. Angereiht sind die Gatt. OphtJialmosaunis Seel. und Baptanoäon
Mrsh. Handb. der Palaeont. Abth. 1, Bd. 3 pag. 466.
R. Lydekker stellt die Arten des British Museums in eine einzige
Familie Ichthyosauridae mit den Gatt. BapfaHodo«, Ophthdlmosaurus , Ichthyosaurus
und Mixosaurus. Cat. Foss. Rept. Brit. Mus. Bd. 2 pag. 13—14.
Die Ichthyopterygia theilt E. D. Cope in die Fam. Ichthyosauridae und
Mixosauridae. Amer. Naturalist Bd. 23 pag. 863—864.
Nach R. Lydekker ist Ichthyosaurus longifrons = zetlandicus, nicht aber
= acutirostris. Wenn 1. quaclriscissus Quenst. = acutirostris ist, so muss der
Name I. zetlandicus, weil älter als longifrons, der gradschnäuzigen Form beigelegt
werden. Geol. Mag. (3) Bd. 6 pag. 44.
Für die Ichthyosauren mit glatten und gekielten Zähnen errichtet derselbe
die neue Gatt. Temnodontosaurus mit T. lilatyodon Con. und trigonodon Theod.
Nicholson u. Lydekker's Manual of Palaeontology , 3. edit., Addend. zu Bd. 2,
1889 pag. 11.
Eine Notiz über die Halswirbel eines Ichthyosaurus aus vermuthlich
unteren mesozoischen Schichten von Mombasa, Ostafrika, bringt H. G. Seeley
und macht auf die Brauchbarkeit der Verhältnisszahlen von Höhe zu Breite zu
Tiefe der Wirbel bei der Unterscheidung der verschiedenen Ichthyosaurus- Kvi^w
aufmerksam. Rep. 58. Meet. Brit. Assoc. Adv. Sc. Bath for 1888 pag. 677-678.
iu der Hei'petologie währeud des Jahres 1889. 231
RhynchocejthaUa,
Allgemeines. K. A. Zittel behandelt die Rhynchocephalier iu seinem
Handbuch der Palaeontologie Abth. 1, Bd. 3 pag. 583-602, Fig. 525-533.
Systematisches. G. A. Boul enger theilt die lebenden Rhynchocephalier
ein in:
Fam. 1. Hatteriidae. Gen. SpJienodon Gray mit 1 Art.
Oat. Chelon., Rhynch. and Crocod. Brit. Mus., N. Edit., London pag. 7.
K. A. Zittel theilt die Rhynchocephalier in folgender Weise ein:
I. Unterordn. Rhyuchocephalia s. str.
1. Fam. Spheuodontidae mit den Gatt. Sphenodon Gray, Hovioeo-
saunis, Ärdeosaurus, Sapheoscmrus , Plearosaunis und
Acrosaurus v. Myr. und Sanranodon Jourd.
2. Fam. Rhynchosauridae mit den Gatt. BJiyncJiosaurus Ow. und
Hyperodapedon Huxl.
II. Unterordn. Proganosauria Baur.
1. Fam. Proterosauridae mit den Gatt. Proterosaurus v. Myr.,
Äphelosanrus Gerv. , Palaeohatteria Credn., Haptodus
Gaudr. , Saurosternum Huxl., Telerpetum Mant. und
vielleicht auch Labrjrinthodon ruetimeyeri und Basileo-
smirus freu Wiedersh.
2. Fam. Mesosauridae mit den Gatt. 3Iesosaurus Gerv. und
Stereosternum Cope.
3. Fam. Champsosauridae mit den Gatt. CJiampsosaurus Cope
und Simoidosaurus Gerv.
Als Geuus ine. sedis wird Neustosaurus Rasp. betrachtet. Haudb. d. Palaeont.
Abth. 1, Bd. 3 pag. 589.
Seine Rhyuchocephalia theilt E. D. Cope iu die Unterordn. 1. Spheuo-
dontina mit der Fam. Spheuodontidae und 2. Choristodera mit der Fam. Champso-
sauridae. Amer. Naturalist Bd. 23 pag. 863—864.
Für seine Progauosauria gibt G. Baur folgende neue Diagnose : „Humerus
mit entepicondylem Canal; 5 getrennte Tarsalelemente in zweiter Reihe, eins
für jedes Metatarsale; Condylen der Gliedmassenknochen nicht ossificiert; Pubis
und Ischium breite Platten bildend; jede Abdominalknocheureihe aus zahlreichen
Stücken bestehend." Dahin als Familien 1. die Palaeohatteriidae (s. weiter
unten) und 2. die Mesosauridae (s. desgl.). Amer. Journ. Sc. (3) Bd. 37 pag. 311.
Hatteriidae. Allgemein Anatomisches. G. A. Boul enger macht die
Beobachtung, dass der Vorderrand des Abdominalrippenschildes über deu Hinter-
rand des Brustbeines übergreift. Die Aehnlichkeit des luteguraentes zwischen
Sphenodon und einer Schildkröte, z. B. CJielydra, sei höchst auffallend, ins-
besondere im Vergleiche mit und im Gegensatze zu einer Agamide. Catal.
Chelon., Rhynch. and Crocod. Brit. Mus. pag. 1 und 2, Anm.
Skeletsystem. G. Baur berichtet über Paraspheuoid, Basispheuoid,
Epipterygoid und Alisphenoid der Rhyuchocephalia. Letztere beiden sind nach
des Verf.'s neueren Untersuchungen einander nicht homolog. Aehnlich wie
Sphenodon scheint sich hieriu auch Phytosaurus (Belodon) zu verhalten. Zool.
Anzeiger 12. Jahrg. pag. 45—46.
232 I^i"- Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen
Derselbe macht weitere Mittheilungeu [vergl. Ber. f. 1887 pag. 224J über
das Quadratojugale, sowie über das Opisthoticum, Prooticnm und Epioticum von
Sphenodon, deren gegenseitige Nähte nur scheinbar gegen einander abgegrenzt
seien. Ebenda pag. 238.
Homoeosauridae (foss.). Systematisclies. K. A. Zittel gibt eine Ab-
bildung von Homoeosaurus pulcliellus Zitt. aus dem oberen Jura von Kelheim-
Handb. d. Palaeont. Abth. 1, Bd. 3, Fig. 526.
Palaeohatteriidae (foss.). G. Baur schlägt für Palaeohatteria Credu. [vergl-
Ber. f. 1888 pag. 236] diese neue Familie mit der Diagnose vor; „Schädel ähnlich
Sphenodon; Lacrymale vom Praefrontale getrennt; Knochen mit Ossifications-
centren wie bei den Stegocephalen; Interclavikel rhomboidisch mit langem
distalem Fortsatz, ähnlich wie bei Belodon, Äetosaurus und Proterosaurus; Ilium
am Oberende ausgebreitet; Klauennägel wohlentwickelt; 5 deutliche Tarsal-
elemente in der zweiten Reihe, wie bei Stereosternum Cope und den Progano-
sauriern." Für Stereosternum = Mesosaurus Gerv. gebraucht er den Namen
Mesosauridae , die er für eine specialisierte Gruppe der Proganosaurier hält,
während er die Palaeohatteriidae für eine generalisierte Gruppe erklärt, von
denen direct die heutigen Rhynchocephalier abstammten. Weitere Notizen
bringen Ergänzungen und Correcturen zu Credner's Arbeit und Schlüsse betreffs
des Anteorbitalloclis, des Metatarsale 5, der Clavikel und Interclavikel und der
Abdominalrippen von Palaeohatteria, Sphenodon, Proterosaurus und Varanus
und Bemerkungen über die Homologieen der Epiplastra und des Endoplastrons
der Schildkröten. Araer. Journ. Sc. (3) Bd. 37 pag. 310-313. — Ref. in N.
Jahrb. f. Min. 1890 Bd. 1 pag. 144—147. — Auch E. D. Cope ist betr. Palaeo-
hatteria zu ähnlichen Schlüssen gekommen wie Baur. Er hält jedoch die Aehn-
lichkeit dieser Gattung mit Stereosternum tumidum für grösser als die mit
Sphenodon, namentlich in Bezug auf den Bau des Beckens. Amer. Naturalist
Bd. 23 pag. 148—149.
CadaliOSauridae. H. Credner gibt in seinen Untersuchungen über die
Stegocephalen und Saurier aus dem Rothliegenden des Plauen'schen Grundes
bei Dresden, Theil VIII, die Beschreibung des neuen Cadaliosaurus priscus n. gen.
et sp. aus dem Kalke von Niederhässlich. Die Wirbelkörper erscheinen als starke,
einheitliche, amphicoele Knochenhülsen. Besonders characteristisch ist das
Bauchrippenskelet, das recht compliciert ist und aufs genaueste beschi'ieben und
abgebildet wird. 6 Bauchrippen kommen auf eine Rumpfrippe. Diese Bauch-
rippen gliedern sich bei Ccidaliosaurus auch in eine weit grössere Anzahl von
Einzelstücken als bei den übrigen Reptilien. Das Ileum ist Dinosaurier-ähnlich.
Die Gliedmasseu sind schlank, durch und durch ossificiert, eidechsenartig. Im
Huraerus findet sich nur das Foramen ectepicondyleum. Die Gattung bildet den
Typus einer neuen Familie, deren Vertreter als Lacertilier-artiges Reptil auf-
gefasst wird, dessen Gliedraassenknochen ossificierte Gelenke zeigen, dessen
Humerus ein Foramen ectepicondyleum besitzt und dessen Vorder- und Hinter-
gliedmassen gleich lang sind. Zu den Proganosauriern Baur's gehört es nicht.
So zeigen sich mit Proterosaurus, Palaeohatteria und Cadaliosaurus schon im
Perm drei verschiedene Reptilieuzweige, deren Stamm natürlich tief in die
ältesten palaeozoischen Systeme zurückreichen muss. Zeitsch. d. D. Geol. Ges.
Berlin Bd. 41 pag. 319 -342, 5 Figg., Taf. 15. - Ref. in N. Jahrb. f. Min. 1890
Bd. 2 pag. 436-437.
in der Herpetologie währeiul des Jahres 1889. 233
MeSOSauridae. CI. ßaur gebraucht diesen Namen für die G-att. Stereo-
äternum Cope [s. Her. f. 1885 pag. 249] = Mesosaunis Gerv. und ordnet sie als
specialisierte Grnppe seinen Proganosanriern ein. Er gibt der Familie folgende
Charactere: „Schädel verlängert, mit zahlreichen sehr scharfen und schlanken
Zähnen. Erstes Metatarsale das kürzeste, fünftes das längste; keine Klauen-
nägel " Amer. Journ. Sc. (3) Bd. 37 pag. 311.
TJieroniora
(nur fossil).
Allgemeines, Ueber die Schichten der an Theromoren so reichen Karoo-
Serie und ihre Eintheilung in 4 Untergruppen vergl. R. Jones in Ann. Mag.
N. H. (6) Bd. 4 pag. 242.
Auch 0. Feistmantel bringt in seiner Ai'beit über die geologisch-palä-
ontologischen Verhältnisse Südafrikas eine übersichtliche Darstellung des Karoo-
systems und seines Liegenden und gibt ausserdem pag. 49—56 eine Aufzählung
der fossilen Kriechthiere dieser Schichten mit Angabe ihrer Literatur. Abh.
Böhm. Ges. Wiss. Prag (7) Bd. 3.
Die Theromoren behandelt K. A. Zittel in seinem Handbuch der Palae-
ontologie Abth. 1, Bd. 3 auf pag. 553—583, Fig. 505—524.
Systematisches. G. Baur bemerkt, dass Cope den Namen Theromorpha
in Theroniora geändert habe. Amer. Journ. Sc. (3) Bd. 37 pag. 312.
K. A. Zittel theilt die Theromoren in folgender "Weise ein:
I. Unterordn. Auomodoutia Ow. mit den Gatt. Dicynodon, Ptychognatims,
Udenodon, Therioynathus , Cistencephalus und Flutypodosaurus
Ow. und Phocosawus Seel.
II. Unterordn. Placodontia v. Myr. mit den Gatt. Placodus Ag. und Cyamodtis
V. Myr.
III. Unterordn. Pariosauria Seel. mit den Gatt. Pariosaurm, Anthodon und
Tapinocephalus Ow.
IV. Unterordn. Theriodontia mit
1. Cynodontia Ow.
a. Binarialia mit den Gatt. Glepsydrops, Lysorhophus,
Arcliaeohelus , Dimetrodon, Naosaunis, Thecopleurci,
Embolophorus und Edaphosaurus Cope und Lycosaiirus
und Tigrisuchus Ow.
b. Mononarialia mit den Gatt. Deuterosaurus Eichw., Gyno-
draco Ow., Glaridodon Seel.; Brithopus Kut. , Wiopa-
lodon Fisch., CUorhizodon Twelv., Cynochampsa, Cyno-
suchus, Aelurosaurus , Galesaurus, Scäoposaurus und
Nythosaurus Ow.
c. Tectinarialia Ow. mit den Gatt Gorgonops und Titano-
suchus Ow. ; ine. sedis sind die Gatt. Phanerosaurus
und Parasaurus v. Myr.
2. Pariotichidae Cope mit den Gatt. Pariotichus, Ectocynodon
und Pantylus Cope und Procohphon Ow.
234 Dl'- Oskar Boettger: Bericht über die Leistimgen
3. Diadectidae Cope mit den Gatt. Empedias, Biadectes, Helo-
dectes, Bolosaurus, Chilonyx und Metarmosaurus Cope.
4. Endothiodontidae Ow. mit der Gatt. Endothiodon Ow.
Haudbucli der Palaeontologie Atth. 1, Bd. 3 pag. 553 ff.
Seine Theromora theilt E. D. Cope in die Unterordnungen:
1. Placodontia mit der Farn. Placodontidae.
2. Parasuchia mit der Farn. Belodontidae und ? Aetosauridae.
3. Proganosauria mit den Farn. Mesosauridae , Procolophouidae , Palaeo-
hatteriidae, Homoeosauridae, Proterosauridae und Rhynchosauridae.
4. Cotylosauria mit den Farn. Pariasauridae und Diadectidae.
5. Pelycosauria mit den Fam. Clepsydropidae , Pariotichidae und Bolo-
sauridae.
6. Anomodontia mit der Fam. Dicynodontidae und ? Endothiodontidae.
Amer. Naturalist Bd. 23 pag. 865-866.
H. C Seeley hat in einer Studie über die ,.Auomodonten Reptilien und
ihre Verwandten" den Schädelbau einer grösseren Anzahl von Theromoren einer
sehr eingehenden Betrachtung unterzogen. Nach einer geschichtlichen Ein-
leitung vervollständigt er unsere Kenntniss vom Bau des Schädels der Thero-
moren durch Beschreibung der Schädelkapsel und der Hinterhauptsschuppe , er-
örtert die Beziehungen von Quadratbeiu zu Pterygoid und Squamosale, beschreibt
Schädel von Dieynodon copei n. sp., dunni n. sp., leonicej^s Ow., microtrema n. sp.
und tigriceps Ow. und von Hyorhynchus platyceps n. gen. et sp. und gibt eine
Zusammenstellung alles dessen, was bis jetzt über den Schädel dieser Reptil-
ordnung bekannt ist. Sodann werden die "Wirbel von Dicynodontiern und zwar*
speciell von PiycJiognathus (Rückenwirbel) und Platypodosaiinis robustus Ow.
(Schwanzwirbel) und vom Schultergürtel Scapula und Coracoid, vom Becken-
gürtel das Pubis von Titanosuchus ferox Ow^ behandelt und Mittheilungen über
die Gliedmassen von Eurycarjjus oweni n. gen. et sp. und über Humerus, Ulna,
Femur, Tibia, Fibula und die kleineren Gliedmassenkuochen von Tit. ferox ge-
macht. Endlich beschreibt Verf. den Schädel und Schultergürtel von Procolophon
trigoniceps Ow. und von OaUsaurus Ow. Auch Nythosdunis larvatus Ow. sei
ein Galesaurus. Alle hier neu beschriebenen Arten stammen aus der Karoo.
formation Südafrikas. Weitere interessante Kapitel beschäftigen sich mit der
Vergleichung der europäischen, hauptsächlich aus dem Perm von Orenburg
stammenden Theromoren mit denen Südafrikas, mit der Vergleichung dieser
Reptilordnung mit Placodus, den Pelycosauriern, Cotylosauriern, Proterosauriern
und Saurischiern — hiervon speciell mit Scelidosaurus — und mit der Theorie
des Theromoreu-Schädels. Die provisorische Eintheilung der Ordnung, wie sie
Verf. vorschlägt, haben wir schon [im Ber. f. 1888 pag. 238] mitgetheilt (s. Dicy-
nodontidae, Galesauridae , Procolophouidae). Phil. Trans. Roy. Soc. London
Bd. 180 B pag. 215—296, Fig. 1—6, Taf. 9—25.
Placodontia. K. A. Zittel bildet Fig. 513 Zähne, Fig. 516 den Schädel
und Fig. 517 den Unterkiefer von Placodus gigas v. Myr. aus dem Muschelkalke
von Bayreuth ab. Handbuch d. Palaeont. Abth. 1, Bd. 3.
H. Kunisch verzeichnet von Neufunden aus oberschlesischem Muschelkalk
von Krappitz einen Oberkieferrest \\m\ von Sacrau einen Unterkieferast eines
Placodontiers. 67. Ber. Schles. Ges. Vat. Cult. Breslau 1889 pag. 95 und 100.
in der Hei-petologie während des Jahres 1889. 235
Procolophonia. Procolophonidae. Skeletsystem. Das Owen'sche
Squamosale bei den Procolophoniden hält H. G. Seeley für ein Quadratojugale.
Phil. Trans. Roy. Soc. London Bd. 180 B pag. 272, Taf. 9, Fig. 7—9. — R. Ly-
dekker schliesst sich dagegen wieder der älteren Owen'scheu Auffassung an.
Cat. Foss. Rept. Brit. Mus. Bd. 4 (1890) pag. 13.
Dicynodontia. Dicynodoutidae. Systematisches. H. G. Seeley gibt
Abbildungen der Reste von Eurycarpus oweni n. gen. et sp. [vergi. Ber. f. 1888
pag. 238]. Phil. Trans. Roy. Soc. London Bd. 180 B pag. 259, Taf 18.
R. Lydekker schlägt den Namen Ptychosiagam für Ptychognathus Ow.
1860, non Stimps. 1858 vor. Lydekker & Nicholson, Manual of Palaeontology,
edit. 3, Bd. 2 pag. 1063.
H. G. Seeley beschreibt unter den Namen Dicynodon microtrema n. sp.
pag. 228, Taf. 11, D. (Tropidostoma) dunni n. sp. pag. 232, Taf. 12 und D. eopei
n. sp. pag. 241, Taf. 14 Schädelreste aus dem Karoosystem des Gouph-Districtes,
Capland. Phil. Trans. Roy. Soc. London Bd. 180 B. — R. Lydekker vereinigt
die beiden erstgenannten zu einer Art, stellt sie zur früheren Gatt. Ptycho-
gnathus Ow. und nennt sie jetzt Ptychosiagum microtrema (Seel.). Cat. Foss. Rept.
Brit. Mus. Bd. 4 (1890) pag. 36.
Theriodontia. R. Lydekker beschreibt 2 aneinander hängende Rücken-
wirbel, Lenden- und Schwanzwirbel, sowie Scapula und Humerus eines therio-
donten Reptiles aus dem Karoosystem des Oranje- Staates. Die Wirbel sind
notochordal und stimmen besser zu einem Theriodontier als zu einem Pario-
saurier. Die Scapula wird mit Platypodosaurus zusammengestellt und eingehend
mit der von Ptychosiagum (Ptychognathus) und Dicynodon verglichen. Der
Humerus stimmt gut mit Brithopus überein. Am besten erscheint es darum,
die sämmtlicheu Reste vorläufig zu Brithopus, mit dem Deiiterosaurus identisch
sein dürfte, zu stellen. Weitere systematische Bemerkungen beziehen sich auf
die Gatt Glaridodon Seel. = Titanosuchus Ow. Proc. Zool. Soc. London 1889
pag. 572-577, Taf. 54-55.
Galesauridae. Systematisches. Für die Gatt. Cynodraco Ow. errichtet
derselbe die neue Familie Galesauridae. Ebenda pag. 576.
H. G. Seeley stellt die neue Gatt. Hyorhynchus mit H. platyceps n. sp.
für einen augenscheinlich Lycosaurus Ow. nahe verwandten Theriodonten aus
dem Karoosystem von Beaufort West auf. Phil. Trans. Roy. Soc. London Bd. 180 B
pag. 242, Taf. 15, Fig. 1—3.
Pariosauria. Pariosauridae. Allgemeines. H. G. Seeley hat ein
vollständiges Stück von Pariosaurus aus dem Karoosystem Südafrikas mit-
gebracht. Nature Bd. 40 pag. 595.
Systematisches. O. C. Marsh macht auf die Aehnlichkeit der Zähne
von Anthodon Ow. mit denen der Dinosaurierfamilie Stegosai;ridae aufmerksam.
Geol. Mag. (3) Bd. 6 pag. 207.
Batrachia.
Gescliiclite, Sage. In seinen Mittheilungen über Sprachwissen-
schaft und Naturwissenschaft behandelt R. Stricker das Kapitel
,, Frosch" in Bezug auf Sprachform und Eigenschaften, zieht Ver-
gleiche und Pflanzen- und Thiernamen herbei, die vom Stamme
236 O^- Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen
Frosch abgeleitet sind und berücksichtigt dabei auch die komische
Seite. Zool. Garten 30. Jahrg. pag. 267—270.
Museen. F. Müller bringt einen Sechsten Nachtrag zum
Kataloge der herpetologischen Sammlung des Baseler Museums
[vergl. Ber. f. 1887 pag. 158]. Er bemerkt, dass sich diese seit
Herausgabe des letzten Nachtrages um 15 Arten von Batrachiern
vermehrt habe, so dass sie jetzt 334 Species betrage. Verh. Nat.
Ges. Basel 8. Theil pag. 685—705, Tai 10.
Nach A. Strauch 's Mittheilungen besitzt das St. Petersburger
Zool. Museum von Batrachiern 283 determinierte Arten, die sich
auf 9 Species Apoden, 50 Caudaten und 224 Anuren vertheilen. 106
weitere Arten sind bis jetzt nur der Gattung nach bestimmt. Von
russischen Thieren fehlt nur noch Salamandra caucasia Waga. Das
Zool. Museum d. Ksl. Akad. d. Wiss. zu St. Petersburg in seinem
50jähr. Bestehen. St. Petersburg 1889, 8«^. 4, 371 pagg., 2 Pläne.
Technische Hilfsmittel, Methoden. Notiz über W. Th. Cowl's
Froschstativ zum Zwecke der Fixierung des Thieres bei anatomischen
und physiologischen Versuchen, namenthch auch um den ungestörten
Blutkreislauf beobachten zu lassen, bringt Tagebl. 61. Vers. D.
Naturf. u. Aerzte Köln 1888 pag. 54—55.
Auch F. Blochmann empfiehlt das Eau de Javelle [vergl. Ber.
f. 1888 pag. 239. — 1885 von Looss zuerst angewendet. Ref.] zur
Entfernung der GaUerte und Eihülle bei Froscheiern behufs des
Studiums der Entwicklung der Batrachier und beschreibt seine ein-
fache Methode. Zool. Anzeiger 12. Jahrg. pag. 269—270. — Ref.
in Journ. Roy. Micr. Soc. London 1889 pag. 599 und Amer. Naturalist
Bd. 23 pag. 745.
Mittheilungen über das Imprägnieren lebender Gewebe, z. B.
des Mesenteriums des Frosches, mit Silbernitrat macht M. C. Dek-
huyzen. Anat. Anzeiger 4. Jahrg. pag. 789 — 791.
B. Solger benutzt Ammoniumcarbonat, um das Sarcolemma
frischer Oberschenkelmuskeln des Frosches zu demonstrieren. Zeitsch.
f. mikr. Anatomie Bd. 33 pag. 189.
A. S. Dogiel empfiehlt zur Demonstration der Hornhaut des
Frosches etc. die Imprägnierung der Gewebe mit Methylenblau.
Ebenda pag. 440-445, Taf
Werke allgemeineren Inhalts. E. D. Cope hat uns in seinen
,,Batrachia of North America" mit einem Werke überrascht, das
nicht nur die Systematik der nordamerikanischen Batrachier aufs
eingehendste behandelt und die wichtigeren Charactere der einzelnen
Arten und Varietäten in Holzschnitten vorführt, sondern auch die
Resultate langer Untersuchungen in Betreff der Osteologie, Myologie
und überhaupt der gesammten Anatomie der lebenden und fossilen
Batrachiergruppen wiedergibt. Viele neue Beobachtungen beziehen sich
namentlich auf Carpus, Tarsus und Hyoidapparat ; das Skelet der
Larve von Chondrotux tcnebroaus wird zum erstenmal beschrieben;
auch die Schilderung des Hyoidapparates von Chioglossa lusitanica
ist beachtenswerth. Bei der grossen Fülle und Mannigfaltigkeit des
in der Herpetologie während des Jahres 1889. 237
Stoffes müssen wir uns, trotz des vielfach Neuen, das uns geboten
wird, hier auf weniges Systematische beschränken. Auch die Auf-
zählung aller in ihren wichtigsten Merkmalen abgebildeten Arten
und Varietäten (107 in 31 Gattungen) und neuen Fundorte müssen
wir uns versagen, da jeder, der sich über amerikanische und über
Batrachier überhaupt unterrichten will, das Werk zu Rathe ziehen
wird. Uebrigens will ich unten doch alle in den Boulenger'schen
Catalogen nicht aufgeführten und in unseren herpetologischen Be-
richten neuerdings nicht erwähnten Arten und Varietäten ver-
zeichnen. Bull. U. S. Nat. Museum No. 34, Washington, Govt. Print.
Office, 525 pagg., Figg., Taf. 1—79, 83 und 86. — Ref. in Amer.
Naturalist Bd. 23 pag. 793—796, Taf. 38—39.
R. Leuckart & H. Nitsche's Zoolog. Wandtafeln bringen in
Lief. 30 auf Taf. 71 die Metamorphose von Rana escidenta. Cassel,
color. in 4 Blättern gr. Fol. mit deutsch., französ, und engl. Text,
4 pagg., gr. 40.
Betr. K, A. Zittel & Haushofer's Palaeontolog. Wandtafeln
vergl. oben pag. 161.
Ansprechende Schilderungen über die Entwicklung des Frosches
aus dem Laich pag. 19—26, Fig. 1 — 3, über Regeneration der Glied-
massen bei den Molchen pag. 136, Fig. 26, über den Axolotl
pag. 248 — 256, Fig. 36 — 37 u. s. w, bringt 0. Zacharias in seinen
„Bildern und Studien aus dem Naturleben". Jena, H. Costenoble
1889, 80.
Integumentalgebilde. P. Schultz hat eine Gesammtdar-
stellung des histologischen Baues der Giftdrüsen der Kröten und
Salamander gegeben. Unter einer dünnen Häutungsschicht liegt
die aus Hörn- und Schleimschicht bestehende eigentliche Epidermis.
In der Hornschicht zeigen sich ausser gewöhnlichen Zellen auch
Becherzellen, einzellige Drüsen, deren Secret dazu dient, beim
Häutungsprocess die Häutungsschicht zu lockern. Unter der Schleim-
schicht folgt die Cutis ;, in der sich die tiefer gelegenen Giftdrüsen
und höher gelegene Schleimdrüsen befinden. Während die Schleim-
drüsen am ganzen Körper verbreitet sind, zeigen sich die Giftdrüsen
nur auf dem Rücken des Körpers und der Gliedmassen und grössere
Anhäufungen derselben überdies hier an bestimmten, für die einzelnen
Batrachiergruppen und Gattungen characteristischen Stellen. Die
Schleimdrüsen sind kugelig, die Giftdrüsen länglichoval und ungefähr
zehnmal grösser als jene. Die giftigen Elemente entstehen aus
Epithelzellen, die die Giftdrüsen auskleiden, und die das Merkmal
von Giftzellen durch das Auftreten von Giftkörnern innerhalb der
Zelle selbst erhalten. Die Giftkörner sind kein eigentliches Secret,
sondern vielmehr umgewandeltes Protoplasma, integrierende Bestand-
theile der Zelle selbst. Die Schleimdrüsen sollen das Thier vor
Austrocknung der Haut, die Giftdrüsen vor Feinden schützen. Davon,
dass Schleimdrüsen zeitweihg zu Giftdrüsen werden könnten, ist
keine Rede; beide Arten von Drüsen stehen auch entwicklungs-
238 Dl'- Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen
geschichtlich in keinerlei Beziehung zu einander. Arch. f. mikr.
Anatomie Bd. 34 pag. 11—57, Taf. 2.
In seinen Speculationen über die Phylogenie der Schweissdrüsen
behandelt J. A. Ryder eingehend die Hautdrüsen der Batrachier
und kommt zu dem Schlüsse, dass die Schweissdrüsen der Säuge-
thiere morphologisch recht wohl von ihnen abgeleitet werden könnten,
und dass auch die Theromoren unter den Reptilien ähnliche Haut-
drüsen besessen haben möchten. Proc. Amer. Phil. Soc. Philadelphia
Bd. 26 pag. 534—540.
Skeletsysteni. G. Pouchet & H. Beauregard handeln in
ihrer Knochenlehre die Batrachier pag. 380 — 397 ab. Traite d'Oste-
ologie comparee. Paris, 1889, 8*^. 18, 464 pagg., 331 Figg.
Vergl. auch oben G. Baur ,, lieber die Morphologie des Wirbel-
thierschädels" pag. 162.
Betr. der Entwicklung des Schulter- und Beckengürtels bei den
Batrachiern s. R. Wieder sheim unter Ontogenie pag. 239.
Nach 0. Römer ist es nicht unwahrscheinlich, dass die in der
Linea alba liegende Cartilago epipubis der Caudaten und von Dac-
tylethra der letzte inselartige Rest eines sich früher längs der ganzen
Ventrallinie erstreckenden, continuierlichen Knorpelbandes ist. Bei-
trag z. vergl. Anat. d. Wirbelthierbeckens auf Grund der Befunde
an Protopterus annectens. Inaug.-Diss. Freiburg i. Br., Lehmann 1889,
80. 24 pagg.
Muskelsystem. Ueber Morphologie der extensorischen Glied-
massenmuskeln von Batrachiern s. oben H. St. John Brooks pag. 164.
Nervensystem. Betr. des feineren Baues der Nervenfaser vergl.
oben Fr. Leydig pag. 166.
Sinnesorgane. Ueber Fr. Leydig 's Beobachtungen am Parietal-
organe der Batrachier s. oben pag. 167.
Yerdaiiungsorgane. Ueber Zelltheilungsvorgänge und speciell
über die achromatischen Fasern des Knäuelstadiums in der Mund-
bodenplatte der Larven von Rana, Salamandra und Molge macht
C. Rabl Mittheilungen. Anat. Anzeiger 4. Jahrg. pag. 21—30,
2 Figg.
E. Hamburger hat in seinen Beiträgen zur Kenntniss der
Zellen in den Magendrüsen seine Untersuchungen auch auf Frosch
und Salamander ausgedehnt. Arch. f. mikr. Anat. Bd. 34 pag. 225
bis 234.
Respirationsorgane. Ueber Zelltheilung in den Kiemenblättchen
der Batrachier vergl. auch C. Rabl oben unter Verdauungsorgane,
Circulationsorgane. Ueber die Lymphherzen und Lymphge-
fässe bei Proteus^ Amhlystoma-\jSir\Qn , Molge vulgaris und Larven
von Rana temporaria, R. esvtdenta und Pelohates [vergl. Ber. f. 1886
pag. 227 und 1887 pag. 250] macht W. N. Wieliky weitere Mit-
theilungen. Die Lymphherzen sind qualitativ und quantitativ haupt-
sächlich bei den Batrachiern entwickelt, und zwar desto stärker, je
niedriger die Repräsentanten dieser Klasse im Systeme stehen, bei
den Caudaten entwickelter als bei den Anuren, bei den Larven
in der Herpetologie während des Jahres 1889. 239
stärker als bei den Erwachsenen. Arbeit. Naturf.-Ges. St. Peters-
burg, Sect. ZooL, Bd. 20, Protoc. 3 pagg. und Denkschr. Akad,
St. Petersburg, Suppl. zum 59 Bd. (1888). (russ.)
In seinen Untersuchungen über die Bkitbildung kommt H. Fr.
Müller nach Beobachtungen an Rana und Molge zu dem Schlüsse,
dass Leucocyten und rothe Blutzellen einen gemeinsamen Ausgangs-
punkt haben. Er nimmt an, dass einkernige weisse Blutkörperchen
sich unter eigenthümlicher Differencierung ihrer Zellensubstanz in
polymorph-kernige Leucocyten umwandeln. Sitz.-Ber. Akad. Wiss.
Wien 98. Bd., 3. Abth. pag. 219—294, 5 Taf.
H. E. Ziegler berührt in seiner Arbeit über die Entstehung
des Blutes der Wirbelthiere auch die Blutbildung bei den Batrachiern.
Ber. Nat. Ges. Freiburg i. Br. Bd. 4 pag. 171 — 182, 5 Figg.
ürogenitalsystera. Ueber den Bau der Eileiter und ihrer
Drüsen bei Anuren und Caudaten hat R. Stüve Untersuchungen
angestellt. Das ganze Verhalten der Eileiter spricht dafür, dass
sich der Plasmainhalt der Drüsenzellen zu jenen Colloidkügelchen
umbildet, die später zu der die Eier Umgebenden Gallerte werden.
Bei dem physiologischen Vorgange, durch den der Zellinhalt an die
einzelnen Eier abgegeben wird, scheinen die absondernden Zellen zu
Grunde zu gehen. Verf. macht auch interessante Mittheilungen
über das Auswandern der rothen Blutkörperchen in das Bindege-
webe, ein Vorgang, der wohl mit der Erneuerung des Epitheles im
Eileiter in Beziehung zu bringen ist. Arch. f. mikr. Anat. Bd. 34
pag. 123—131, Taf. 6.
Ontogenie. Ueber das Schicksal des Dotters der Eier und den
Enddarm der Embryonen von Ichthyophis und über die Homologie
der Keimblätter im Thierreiche auf Grund des Satzes, dass die
beiden Keimschichten der Gastrula nicht dem Ectoderm und Ento-
derm, sondern dem Blastoderm und Dotter der Wirbelthiere ent-
sprechen, machen P. & F. Sarasin eingehende Mittheilungen. Zur
Entwicklungsgeschichte und Anatomie von Ichikyophis glidinosus
Theil III in: Ergebn. Nat. Forschungen auf Ceylon Bd. 2 pag. 97
bis 149, Taf. 12—14 (s. Apoda).
Ueber die Entwicklung des Schulter- und Beckengürtels der
Batrachier macht R. Wiedersheim ausführliche Mittheilungen. Von
Caudaten wurden untersucht Molge palmata und alpestris, Siredon
pisciformis und ältere Larven von Salamandra maculosa, von Anuren
Rana esculenta und temporaria und Älytes ohstetricans. Nirgends
konnte jene der Anlage der Gliedmassen vorausgehende, von den
Selachiern her bekannte continuierliche Hautfalte nachgewiesen werden.
Es entsteht vielmehr vorne wie hinten eine auf einen verhältniss-
mässig kleinen Raum beschränkte Auftreibung der seitlichen Rumpf-
wand, über der die Epidermiszellen eine gestreckte Gestalt annehmen.
Bei den Caudaten ist die vordere Extremität der hinteren in der
Entwicklung stets voraus. Ischium und Pubis legen sich getrennt
an, erst verhältnissmässig spät entsteht die selbständig sich anlegende
Pars iliaca und ganz zuletzt die Cartilago epipubis. Bei den Anuren
240 Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen
beginnt in der Vorderextrem ität der Verknorpelungsprocess am
Humerus, darauf folgt die Pars ventralis und endlich die Pars dor-
salis des Schultergürtels; alle drei Zonen sind anfänglich in der
Pfannengegend durch Vorknorpelgewebe noch von einander getrennt.
An den Hintergliedmassen, deren Entwicklung mit der der Anuren
in allen Hauptpunkten übereinstimmt, beginnt die Verknorpelung
ebenfalls in der freien Extremität, dann folgt die Bildung der Pars
iliaca und zuletzt, getrennt davon, der Pars ischio-pubica (s. auch
oben pag. 170). Anat. Anzeiger 4. Jahrg. pag. 432 — 437.
G. Magini hält die Verlängerungen der Epithelzellen des
Ependyms, die er an verschiedenen Batrachiern studierte, für Elemente
nervösen Characters und nennt dies Epithel gradezu Neuroepithelium.
Bull. Accad. Med. Roma Jahrg. 15 pag. 192—198, 1 Taf.
Mittheilungen über die Neuroblasten und ihre Entstehung im
embryonalen Marke von Salamandra maculosa und Rana hat W. His
veröffentlicht. Arch. f. Anat. u. Phys., Anat. Abth. 1889 pag. 270
bis 271, Taf. 17, Fig. 27 und Taf. 18, Fig. 28-29.
In seiner Arbeit über die früheren Stadien der Entwicklung von
Lepidosteus ossens kommt J. Beard auch auf die erste Anlage des
Rückenmarks bei Rana und Molge zu sprechen. Proc. Roy. Soc.
London Bd. 46 pag. 108-118.
T. H. Morgan & E. C. Applegarth und später Morgan
allein haben die Embryonen von Amblijsfo^na punctatum, Rana
halecina und Bufo hntiginostis in Bezug auf das Schicksal des
Blastoporus untersucht. Bei Ämblystoma ward ein Theil des Blasto-
porus zum bleibenden After; seine vordere Verlängerung wird zum
Canalis neurentericus, seine hintere zum After, in der Mitte schliesst
er sich. Bei den Anuren dagegen schliesst sich der Blastoporus,
und es entsteht ein neuer After, Dass der Anus der Anuren ein
Beispiel abgekürzter Entwicklung sei, und auf welchem Wege dieser
Vorgang stattgefunden und sich befestigt haben möge, wird weiter
ausgeführt. Circ. Johns Hopkins' Univ. Baltimore Bd. 8 pag. 31
bis 32 und Studies Biol. Labor. Bd. 4 pag. 355—377, Taf. 40—42.
J. Rückert macht Mittheilungen betr. Mollier's Untersuchung
über die Entstehung des Vornierensystems bei Rana, Bufo und Molge.
Die Vorniere der Batrachier bildet sich als solide Verdickung des
parietalen Mesoblasts, die mit den ventralen Enden der Somiten
zusammenhängt. Der Ectoblast betheiligt sich activ nicht an dem
Aufbau der Vorniere. Von dem Wolff'schen Gange entsteht ein
vorderer, über zwei Somite sich erstreckender Abschnitt aus dem
in seinem Bereiche gelegenen parietalen Mesoblast. Eine Ver-
schmelzung des hinteren Endes dieses Ganges mit dem Ectoblast
Hess sich nicht feststellen. München. Med. Wochenschr. 1889
pag. 524 — 525 und Sitz.-Ber. Ges. Morph, u. Phys. München Bd. 5
pag. 47—48.
Mittheilungen über das Auftreten einer dritten Vorderextremität
bei einem braunen Frosche und ihre anatomische Beschreibung gibt
in der Herpetologie währenfl fies Jahres 1889. 241
D. Bergendal. Bihang Svensk. Vet.-Akad. Handl. Bd. 14, Abth. 4,
No. 8. 35 pagg., 2 Taf.
Biologisches. R. Schneider setzte seine Untersuchungen
über das Eisen in den Geweben der Thiere, und namentlich von
Proteus^ fort [vergl. Ber. f. 1888 pag. 176]. Er unterscheidet
3 Phasen der Eisenresorption: 1. Resorption im engeren Sinne in
Darm und Leber, 2. Accumulation in Bindegewebe, Blutkörperchen
und Genitalproducten und 3. Secretion im Hautsystem, und bei
Wirbelthieren auch eine innere durch die Leberzellen. Eine Resorption
durch die Haut kommt bei höheren Thieren nicht vor. Phys. Abh.
Akad. Berlin 1889 pag. 887— 897, Taf. 3 und Arch. f. Anat. u. Phys.,
Phys. Abth. 1890 pag. 173—176.
L. Camerano bringt neue Beobachtungen über Neotenie bei
Batrachiern [vergl. Ber. f. 1884 pag. 306], aus denen hervorgeht,
dass die Neotenie keine Anpassungserscheinung ist, sondern ein
Phaenomen des Atavismus. Je nach den Oertlichkeiten ist Molge
alpestris dimorph und zeigt bald geschlechtsreife Lidividuen mit
Kiemenresten, bald solche ohne Kiemen. Danach theilt er die neote-
nischen Erscheinungen ein in 1. zufällige bei Anuren, bei denen
aber noch keine Fortpflanzung im Larvenzustande beobachtet werden
konnte, und bei gewissen Sakmiatidra- und AIolge-Arten^ bei denen
es bis zur Geschlechtsreife kommt, und in 2. normale Neotenie bei
J\Iolge alpestris und dem Axolotl, bei denen ein Theil der Individuen
sich im neotenischen Zustande fortpflanzt. Boll. Mus. Zool. Univ.
Torino Bd. 4, No. 56. 4 pagg.
Im Aargau kennt H. Fische r-Sig wart von braunen Fröschen
nur Rana temporaria, die auffallendes Farbenanpassungsvermögen
besitzt und nur kleine Fische ergreift, wenn sie aufs Trockene ge-
rathen sind. Ueber Laichzeit und Entwicklung wird pag. 38 eine
Tabelle gegeben. Den Winterschlaf halten sie unter Wasser, ,, indem
sie die nöthige Luft durch Hautathmuug aufnehmen". Ueber die
bekannte Drehung des Embryo im Ei werden pag. 39 Mittheilungen
gemacht. Bnfo vulgaris und Frösche verspeisen auch Bienen, ohne
durch den Stich behindert zu werden [bei Hi/la hat Ref. gegen-
theilige Beobachtungen gemacht; eine Hi/la, die ins Maul gestochen
worden war, nahm später niemals wieder Hymenopteren an; selbst
bienenähnliche Fliegen, wie Erystalis, wurden verschmäht; eine zweite
starb unter Verfärbung nach 2 Tagen]. Sich über 5 Jahre er-
streckende Tabellen über Laichzeit und Entwicklung finden sich auf
pag. 45 und 47. Die Laichzeit von Rana esculenta ist unregel-
mässiger; pag. 51 ff. werden darüber eingehende Beobachtungen mit-
getheilt. Was über den Farbenwechsel von Hyla pag. 58 angegeben
wird, kann Ref. vollauf bestätigen. Verf. bringt auch Notizen über
Bufo calamita pag. 60 von Aarburg und über die Fortpflanzung von
Alytes ohstetricans pag. QQ ebenfalls von Aarburg. Letztere Art
macht sich Fallgruben für Insekten. Die frisch ausgeschlüpften
Larven haben ihre äusseren Kiemen schon verloren. Im Aargau
hat dieser Frosch sicher nur eine einzige Generation. Von Bomhi-
Arch. f. Naturgeseh. Jahrg. 1890. Bd. II. H. 1. 16
242 Dl". Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen
nator pachi/piis wurde pag. 73 die Entwicklung in 67 Tagen vollendet.
Auch die Beobachtungen über Salamandra maculosa pag. 73, die ein
entschiedenes Nachtleben führt, einen Paarungsruf besitzt, über die
Form ihrer Larve und über das Vorhalten einer Befruchtung auf
zwei nach einander folgende Brüten sind beachtenswerth. lieber
die Lebensweise der 3 aargauischen Molche M. cristafa, alpestris und
palmata und die Art ihrer Befruchtung und Eiablage vergl. pag. 82.
Das Thierleben im Aquarium. Zofingen 1889, 8*^. pag. 5 — 138.
L^ntersuchungen über den Einfluss des geologischen Alters der
Untergrundschichten auf die Verbreitung der Batrachier in Portugal
hat H. Gadow angestellt. Er fand, dass der günstigste Boden der
Old Red Sandstone war, dann folgte Granit und Tertiär, dann
kamen die palaeozoischen Schichten und zuletzt der mesozoische
Kalk. Granit ist mehr als sechsmal günstiger für das Batrachier-
leben als palaeozoische Schichten und dreimal günstiger als Tertiär,
Kalk ist nahezu immer von ihnen unbewohnt. Palaeozoische Schichten
sind etwa siebenmal ungünstiger als Old Red und nicht halb so
günstig wie tertiäres Terrain. Höhenlage, mittlere Jahrestemperatur
und mittlere Regenhöhe haben viel weniger Einfluss auf die Ver-
breitung der Batrachier als die Art und Beschaffenheit des Unter-
grundes. Die Verbreitung der Reptilien (s. oben pag. 174) ist eine
wesentlich verschiedene. Rep. 58. Meet. Brit. Assoc. Adv. Sc. Bath
for 1888 pag. 707—708.
M. G. Peracca hat Versuche angestellt, um einige Batrachier
in Piemont zu acclimatisieren. Unter den nöthigen Vorsichtsmass-
regeln, namentlich um ein Entweichen der Thiere zu verhindern,
wurden in einem grossen Garten zu Chivasso zahlreiche Stücke von
Molge alpestris, niarmorata, französischer crisfata, palmata und loaltli,
Bufo calamita, Alyfes obstetricans , Bombinator pacliypus und ignevs
ausgesetzt. Von M. alpestris wurde auch in der tiefen Lage von
Chivasso von nachweislich kiemenlosen Eltern ein erwachsener Molch
mit persistierenden inneren Kiemen erzeugt, M. marmorata aber hat
keine Bastarde ergeben, da M. cristata var. karelini die Annäherung
zu ihr meidet. Die neu eingesetzten S von Molge cristata typ. ver-
folgen dagegen die eigenen $, die $ von var. kareli?ii und die von
7nar?no)'ata, aber es haben sich bis jetzt noch keine Hybriden er-
zeugt. Boll. Mus. Zool. Univ. Torino Bd. 4, No. 62. 4 pagg.
J. Chatin, Contributions experimentales ä l'etude de la chro-
matopsie chez les Batraciens. Paris, Gauthier -Villars 1889, 8^.
115 pagg.
Ueber Wurmparasiten bei Batrachiern und speciell bei Molge
cristata var. karelini s. L. Camerano in Boll. Mus. Zool. Univ.
Torino Bd. 4, No. 65 pag. 4.
Faunistisclies. G. Pfeffer gibt eine Uebersicht der von Fr.
Stuhlmann in Aegypten, auf Sansibar und der gegenüberliegenden
Festlandsküste gesammelten Anuren. Jahrb. Hamburg. Wiss. Anstalt.
6. Jahrg., 2. Hälfte pag. 10-12.
in der Herpetologie während des Jahres 1889. 243
E. D. Cope bringt Listen von Batrachiern, die von der Ex-
pedition des U. S. Fish Commission Steamer Albatross 1887 — 88
mitgebracht worden sind. Gesammelt wurde auf Santa Lucia, West-
indien, in der Argentina und in Chile. Proc. U. S. Nat. Mus. Bd. 12
pag. 141—144.
Palaearktische Region. H. Simroth nennt von den Azoren
von Batrachiern nur die daselbst eingeschleppte Rana escidenta L.
Sie komme jetzt auf allen Gruppen, aber wohl nicht auf allen Inseln
vor. Es fänden sich 2 Varietäten, die eine mit grossem Auge, wohl
aus Nordspanien, die andere mit kleinerem Auge, wohl aus Nord-
afrika eingeführt. Eine auf Fayal ausgesetzte Art von Bvfo habe
sich nicht gehalten. Arch. f. Nat. Jahrg. 1888 Bd. 1 pag. 202 — 203.
G. A. Boulenger bringt eine Liste der von M. H. Vaucher
um Tanger, Marocco, gesammelten Batrachier. Es sind 4 Anuren
und 2 Caudaten. Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 3 pag. 303-307.
J. V. Bedriaga hat uns mit einer ,,Lurchfauna Europas"
beschenkt und in einem 1. Theile die Anuren behandelt. Er gibt
eine systematische Uebersicht der Froschlurche Europas, eine sehr
vollständige Aufzählung der citierten und benutzten Literatur und
eine ausführliche Darstellung aller 18 von ihm angenommenen Arten,
die übersichtHch und sehr eingehend nach Literatur und Synonymie,
äusserem Habitus, Färbung und Zeichnung, Varietäten, äusseren
Geschlechtscharacteren , Larve, Lebensweise und speciellem Vor-
kommen behandelt werden (s. Kanidae, Bufonidae, Hylidae, Pelo-
batidae, Discoglossidae). Bull. Soc. Imp. Nat. Moscou Jahrg. 1889
pag. 210—422, 466—622, 843—846. — Sep.-Abdr. Moskau 1891.
369 pagg.
In den vier Bergseen um Wildhaus, Ct. Aargau, leben nach
Asper & J. Heuscher pag. 253 Rana temporaria L. und Bufo
vulgaris Laur., pag. 262 Rana auch im Semtiser- und Fählensee,
Ct. Appenzell, und pag. 264 beide Arten und Molge alpestris Laur.
im Voralpsee. Ber. St.-Gallen. Nat. Ges. 1887—88.
üeber die Batrachier der Umgegend von Aschaffenburg, Unter-
franken, vergl. oben Fröhlich pag. 179.
Auf der Insel Plate bei Vegesack finden sich nach F r.
Borcherding Rana esadenta L. und R. temporaria L., Bufo vul-
garis Laur. und Molge vulgaris L. Abh. Nat. Ver. Bremen Bd. 11
pag. 274.
W. Wolterstorff gibt eine Uebersicht der Batrachier der Prov.
Westpreussen mit eingehender Angabe ihrer Unterschiede und der
specielleren Fundorte. Als sicher gefunden werden aufgezählt Rana
esculenta L. typ. und var. ridihunda Pall. bei Kurzebrack a. d.
Weichsel, temporaria L., arvalis Nilss. bei Danzig, Bereut und Hoch-
paleschken, Hyla, Pelobates bei Jenkau, Bomhinator igneus Laur. bei
Kahlbude, Bufo vulgaris L., viridis Laur. und calamita Laur. bei
Pietzkendorf, Molge cristata Laur. und taeniata Schnd. bei Baben-
thal. Zweifelhaft bleiben Salamandra maculosa und Molge alpestris
16*
244 Dl"- Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen
Laur. Schrift. Nat. Ges. Danzig (N. F.) Bd. 7, Heft 2 pag. 261—268,
6 Figg.
H. Conwentz' Notiz über die Batrachier Westpreussens
erledigt sich durch die obenbesprochene Arbeit, Ebenda pag. 191
bis 192.
C. G. A, Brischke fand bei Steegen, Frische Nehrung, Prov.
Westpreussen, nur Rana temporar ia und Bufo vulgaris. Ebenda
pag. 202.
In seinen zoogeographischen Notizen über Südungarn aus den
Jahren 1886 — 88 behandelt A. v. Mojsisovics auch eingehend die
Batrachier. Er zählt pag. 12 ff. auf Rana ridihunda Fall, von Or-
sova und der Baranya, R. escuhnta L. nur aus dem Draueck, R.
agilis Thom. von Bellye und Sari, R. temporaria L. von der Strecke
Mohäcs-Gombos, Hyla aus dem Riedgebiete des Drauecks, Pelohates
von Bellye, Bombinator pachi/pus Bon. vielorts, B. igyieus Laur. nur
von Siklös, Bufo variabilis Laur. von Bellye und der Baranya, B.
vulgaris Laur. selten, sowie Salamandra maculosa Laur., Molge cris-
tata Laur. und vtdgaris L. aus dem Draueck. Zu den für Bellye und
Därda [in Ber. f. 1883 pag. 387] von uns bereits referierten Arten
kamen pag. 15 neuerdings Rana ridibtmda Fall, und agilis Thom.
und Pelobates; zu streichen ist Bufo calamita. Mitth. Nat. Ver.
Steiermark Jahrg. 1888, Heft 25, Abh. Sep.-Abdr. 37 pagg.
A. Falumbo verzeichnet von Selinunt, Sicilien, Hi/la arborea,
Bufo viridis und vulgaris, letztere in Stücken bis zu 12 cm Länge,
und Discoglossus pictus. Naturalista Siciliano 9. Jahrg. pag, 52.
Von Corfu nennt 0. Boettger aus der Ausbeute der Gebr.
Henneberg 4 Batrachier, davon neu für die Insel Rana escuhnta var.
ridibu7ida Fall, und Molge vulgaris var. meridionalis Blgr. Ber.
Senckenberg. Nat. Ges. 1889 pag. 273—276.
Aus Frevesa in Epirus zählt derselbe 3 Anuren auf: Rana
esculenta var. ridibunda Fall., Btifo viridis Laur. und Hyla arborea
L. typ. Ebenda pag, 267—268.
Derselbe verzeichnet die von 0. Retowski zwischen Constan-
tinopel und Batum am Südrande des Schwarzen Meeres ge-
sammelten Anuren. Es sind nur Bufo viridis Laur. von Trapezunt
und B. vtdgaris Laur. von Risa. Ebenda pag. 203 — 206.
Eine Aufzählung der von J. E. T. Aitchison während der Reise
zur afghanischen Grenzbestimmung gesammelten Batrachier gibt
G. A. Boulenger. Es sind nur 2 Arten von Anuren (s. Ranidae,
Bufonidae). Trans. Linn. Soc. (2), Zool., Bd. 5 pag. 105.
Nordaraerikanische Regio«. Vergl. in erster Linie E. D. Cope's
Batrachia of North America. Bull. U. S. Nat. Mus. No. 34.
Washington, Govt. Frint. Office, 1889. 525 pagg., Figg., Taf. 1—79,
83 und 86.
F. Müller zählt von Bruce City, Ontario, auf Rana catesbyatia
Shaw und cantabrigensis Baird, Molge viridescens Raf. und I'lethodon
erythronotus Green. Verh. Nat. Ges. Basel 8. Theil pag. 687 — 688.
in der Herpetologie während des Jahres 1889. 245
Eine Zusammenstellung der Batrachier des Staates Wisconsin
hat W. K. Higley gegeben. Trans. Wis. Acad. Sc., Artsa. Letters
Bd. 7 (1888).
0. P. Hay's Catalog der Batrachier des Staates Indiana
[vergl. Ber. f. 1887 pag. 172 und 1888 pag. 183] ist auch in Indiana
Agricult. Report 1886 erschienen.
Indische Region. 0. Boettger zählt von Stadt Madras, Ost-
indien, 9 Batrachier auf. Keine für die Praesidentschaft neue Art.
Ber. Senckenberg. Nat. Ges. 1889 pag. 297—305.
J. Anderson nennt 12 Batrachier von Mergui und dem Mergui-
Archipel, sowie aus den Nachbargebieten, und zwar von Mergui
speciell Oxyglossus lima Tsch. , Rana Umnochuris Wgm. , Microhyla
ornata D. B. und Biifo melanostictus Schnd., von King Island Rcma
macrodon Kühl, limnocharis, erythraeu Schlg. und doriae Blgr., Rhaco-
phorus maculatKS Gray, Bufo melanosticUis und asper Grav., von
Elphinstone Island Oxyglossus lacvis Pts., Rana doriae nnd Btifo
galeritus Gthr., von Sullivan Island Leptohrachium hasselti Tschudi
und von Tavoy Btifo galeritus. Journ. Linn. Soc. London, Zool.,
Bd. 21 pag. 349—350.
Unter den von E. Modigliani aus Nias verzeichneten
Batrachiern ist Rhacophorus mactdaüis Gray neu für die Insel. Bekannt
sind jetzt von dort 7 Anuren und 1 Apode, die aufgezählt werden.
Ann. Mus. Civ. St. Nat. Genova (2) Bd. 7 pag. 113—124.
F. Müller nennt von Gadok, Java, Rhacophorus maculatus
Gray typ. und var. quadrilineata Gthr. und Bufo asper Schlg. Verb.
Nat. Ges. Basel 8. Theil pag. 688—689.
A. Günther erhielt durch A. E. Pratt von Itshang im oberen
Y an gdsy- Gebiet Bufo vulgaris Laur. und je eine neue Rana und
Bynobius (s. Ranidae, Amblystomatinae). Ann. Mag. N. H. (6)
Bd. 4 pag. 218—223.
Afrikanische Region. G. Pfeffer zählt aus Sansibar und
von der gegenüberliegenden Küste Ostafrikas auf von Sansibar
Phrynohatradnis natalensis Smith, Megalixahis fornasinii Bianc. und
Xenopus tnuelleri Pts., aus Usaramo Rana oxyrrhynchus Sund.,
von Korogwe am Rufii Rana mascareniensis Gthr. und Rappia
ßavoviridis Pts., von Ungüu MegaUxalus fornasinii, Hemisus suda-
nensis Stchr. und Bufo regulär is Rss. und aus Usambaa Chiro-
mantis xerampelina Pts. (s. Ranidae, Engystomatidae). Jahrb. Ham-
burg. Wiss. Anst. 6. Jahrg., 2. Hälfte pag. 10 — 12.
Fr. Stuhlmann erwähnt von Quilimane, Ostafrika, Rana
oxyrrhynchas, den bei jedem Regen dem Boden entsteigenden Pyxi-
cephahis edulis^ faustgrosse Schaumklumpen von kleinen, weissen
Froscheiern an Pflanzen über dem Wasser, wahrscheinlich Brut einer
Chiromantis, Rappia- Arten und Breviceps unter Schutt und modernden
Pflanzen. Sitz. -Ber. Akad. Wiss. Berlin 1889 pag. 651.
0, Boettger gibt die Liste von 5 Batrachiern aus Pondoland
in Kaffraria. Neu für Kaflft'aria dürften davon sein Rana natalensis
246 I^i'- Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen
Smitli und Bufo regularis Rss. Ber. Senckenberg. Nat. Ges. 1889
pag. 290—295.
L. Schilthuis zählt von Borna, Congo, aufi^awasp., Rappia
marmorata Rapp typ. und var. paraUela Gthr. , R. ? piisilla Cope,
R. nasiita Gthr., H emisns suda7iensis Stdchr., Bufo regvlaris Rss. und
einen neuen Uylamhates (s. Ranidae). Tijdschr. Ned. Dierk. Ver. (2)
Bd. 2 pag. 285—286, Fig.
Tropisch-ainerikanische Region. E. D. Cope verzeiclinet aus
Santa Lucia, Westindien, Bufo agua Daud., aus der Argentina
einen neuen Zachaem/s, sowie von Mayne Harbor, Patagonien,
Nannophri/ne variegata Gthr. und Batrachyla lepfopus Bell und von
Buenos Aires Leptodactylus ocellatus, aus Chile eine neue Faludicola
(s. Cystignathidae). Proc. U. S. Nat. Mus. Bd. 12 pag. 141—144.
G. A. Boulenger zählt die von Ch. Spegazzini in Colonia
Resistencia, Süd-Chaco, Nordost-Argentina, gesammelten 16Frösche
auf. 3 neue Arten (s. Engystomatidae , Cystignathidae, Bufonidae,
Hylidae). Ann. Mus. Civ. Genova (2) Bd. 7 pag. 246—249, Taf. 2.
Australische Region. 0. Boettger verzeichnet Rana tigrina
Daud. und Callula pulchi'a Gray von der Insel Flores, Molukken.
Ber. Senckenberg. Nat. Ges. 1889 pag. 35.
J. J. Fletcher kennt aus dem Cumberland Co., also aus der
Nähe von Sydney, in N.-S. -Wales die Cystignathiden Limnody-
nastes peroni D. B., tasmaniensis Gthr. und dorsalis Gray, Crinia
signifera Gir., Ilyperolia marmorata Gray, Helioporus alhopunctatus
Gray (von Hartley, Blue Mts.), die Bufoniden Pseudophryne australis
Gray und hibroni Gthr., die Hyliden Hyla caerulea White, peroni
D. B., phyllochroa Gthr., dentata Kef., citropus Per. Les., eivingi var.
calliscelis Pts., kreffti Gthr., avrea Less., hsiieuri D. B. (von Bulli,
Springwood und Mudgee District), latopalmata Gthr. (von South Creek
bei St. Mary's), freycineti D. B. (von Botany bis Narrabeen) und
erwähnt noch 5 weitere in der Literatur angegebene Arten, worunter
Crinia georgia?ia Bibr. wahrscheinlich irrthümlich aus N.-S. -Wales
verzeichnet ist. Proc. Linn. Soc. N.-S. -Wales (2) Bd. 4 pag. 373
bis 387.
Systematisches. E. Häckel theilt in seiner Natürl. Schöpfungs-
geschichte, 8, Aufl., Berlin 1889 pag. 625 die Batrachier in folgende
Gruppen :
Unterklasse. Legion. Ordnung.
rStegocephala | V Archegosauria.
(Archamphibia) " ' ] t' Mastodonsauria.
Phractamphibia . ' / 3. Microsauna.
Peromela j 4. Anstopoda.
(Pseudophidia) ' ' l 5. Gymnophiona.
in der Heipetologie während des Jahres 1889. 247
Urodela | ^- Pereimibrancbia.
(Caudata) ' ' ' ] l Cryptobranchia.
^ ^ ^8. Oaducibrancnia.
Lissampbibia . . . '' r 9. Aglossa.
\niira ^^' B^^onacea.
(Batrachias.Ecaudata)) JJ- Callulacea.
. 13. Hylacea.
Seine Batrachia theilt E. D. Cope ein in 1. Stegocephali mit
den Ordn. Ganocephali, Rhacbitomi, Embolomeri und Microsauri,
in 2. Urodela mit den Ordn. Proteida, Pseudosauria und Tracby-
stomata und in 3. Salientia mit der Ordn. Anura (s. Ecaudata, Cau-
data, Apoda, Stegocepbala). Amer. Naturalist Bd. 23 pag. 860— 861.
Ecaudata.
Allgemein Anatomisches. A. Ecker, The Auatomy of the Frog.
Translated, with numerous annotations and additions, by G. Haslam. London,
Frowde 1889, 8». Figg.
S. Meyerson bemerkt in seinen Notizen zur Pigmentfrage, dass die
pigmentierten Zellen der Froschleber verschiedene Grade der Bildung des hae-
matogenen Farbstoffes aufweisen. A uch zeigt er durch Versuche, dass die ver-
ästelten Pigmentzellen der Epidermis des Frosches Wanderzellen sind. Arch.
f. path. Anat. Bd. 118 pag. 197-208.
Ueber Ursprung und Entwicklung der Fettzelle beim Frosche {Bana hole,
cina) macht W. C. Borden Mittheilungen. The Microscope, Detroit, Bd. 9
pag. 101—105, 1 Taf.
Integumentalgebilde. R. Kobert fand, dass die Abscheidung der
Giftdrüsen der Kröte ein auffallend verschiedenes physiologisches Verhalten von
der des Salamanders zeigt, da erstere, abgesehen von Chlorbaryum, auf starke
Drüsenreizmittel gar nicht reagiert. Die Drüsenabsonderung von Bufo vulgaris
enthält neben unwirksamen Mucin- und Eiweisskörpern das giftige Phryuin,
das dem Digitalin in seinen AVirkungeu nahe verwandt ist. Die Ki'öte ist gegen
ihr eigenes Gift unempfindlich; dagegen besitzen die Larven von Alytes obste-
tricans diese Immunität gegen das Gift, das sie später als erwachsenes Thier
selbst erzeugen, noch nicht. Activ spritzt die Kröte ihren Giftsaft nicht aus;
sein Nutzen kommt daher kaum dem Individuum, wohl aber der Gattung zu
Gute. Verf. glaubt, dass die Funktion der willkürlichen Giftaustreibung bei
der Kröte allmählich fast ganz abhanden gekommen sei. Sitz.-Ber. Naturf.-Ges.
Dorpat Bd. 9, Heft 1 pag. 63-68.
Seine Versuche an lebenden Drüsen mit und ohne Reizung ihrer Nerven
hat 0. Drasch an der Nickhaut von Bana esculenta angestellt. Er untersuchte
die Drüsen zuerst histologisch und hat alle das ringförmige, das Mittel- und
das Pfropfstadium durchlaufen sehen. Nachdem Verf. einige allgemeine Beob-
achtungen an der Nickhaut mitgetheilt hat, stellt er fest, dass sie nur eine Art
von Drüsen besitze, deren Secretionsprocess unabhängig vom Blutstrom und
continuierlich ist und eine sichtbare morphologische Aenderuug an den Drüsen-
248 Dl'- Oskar ßoettger: Bericht über die Leistungen
Zellen nicht im Gefolge hat, und dass diese Drüsen eine s^jontane Bewegi;ng
besitzen. Arch. f. Anat. u. Phys., Phys. Abth. Jahrg. 1889 pag. 97—136,
Taf. 2-6.
Nach Mertsching ist das Ceratohyaliu der Granulaschicht der Frosch-
epidermis ein Produkt der Degeneration des Zellkerns; intercelluläres Pigment
fehlt der Epidermis des Frosches. Arch. f. path. Anat. Bd. 116 pag. 484—516,
Taf. 9.
Skeletsystem. M, C. Dekhuyzen hält den Netzknorpel wegen der
Unregelmässigkeit seiner mikroskopischen Bilder, wegen seiner Variabilität und
Neigung zu degenerativeu Umwandlungen für ein rudimentäres, phylogenetisch
alterndes Gebilde. Seine Rolle in der Ontogenie weise auf eine Fähigkeit zum
expansiven Wachsthum hin. Die Befunde des Verf.'s am Femur des Frosches
sprechen dafür, dass diese Expansion z. Th. auf einen Druck der Zellen, z. Th.
auf interstitielles AVachsthum der Zwischensubstauz zurückzuführen ist. Nederl.
Tijdschr. v. Geneesk. Bd. 2 pag. 253—265, 1 Taf.
Muskelsystem. A. Kölliker untersuchte am Frosche von neuem die
sogen. Muskelspindeln oder Muskelknospen und erklärt sie für sich theilende
Muskelfasern mit wuchernden Nerven. Jede Knospe bestehe aus 2 — 5 feinen
Fasern. Sitz.-Ber. Phys.-med. Ges. Würzburg v. 9. März 1889. 3 pagg.
Eine ausführliche Mittheilung über die Kerne der gestreiften Muskelzellen
des erwachsenen Frosches [vergl. Ber. f. 1888 pag. 252J bringt A. Van Ge-
buchten. Er hält die interstitiellen Granulationen Köllikers für anomale
Bildungen, die die fettige Degeneration des Muskels einleiten. An Fasern ohne
Granulationen sind die Muskelkerne nicht von undifferenciertem Protoplasma
umgeben, sondern stehen in unmittelbarer Berührung mit der quergestreiften
Substanz. Sie enthalten ausser den Kernkörperchen stets einen spiralig ge-
wundenen Chromatinfadeu. Anat. Anzeiger 4. Jahrg. pag. 52—64, 14 Figg. und
Tagebl. 61. Vers. D. Naturf. u. Aerzte Köln, Wiss. Theil pag. 46-47.
H. Ambro nn bemerkt in seiner Arbeit über den Pleochroismus gefärbter
anisotroper Substanzen des Thierkörpers, dass er in den frischen Sehnenfasern
von Bana Pleochroismus gefunden habe, der wohl durch feinste Kryställchen
von Jod oder einer optisch ähnlich wirkenden Jodverbindung hervorgerufen
werde. Diese Färbungen erwiesen sich aber nicht als haltbar. Arch. Phys-
Pflüger Bd. 44 pag. 301—305.
Nervensystem. G. Retzius fand in Froschnerven eine oft sehr deut-
liche fibrilläre Structur des Axencylinders und konnte diese Fibrillen ohne
Theilungen und Anastomosen ziemlich weit in der Längsrichtung der Nerven-
faser verfolgen. Die Fibrillen sind mit kleinen Knötchen versehen und bisweilen
sogar etwas varicös, die Zwischensubstanz ist festweich und schleimig. Verh.
Biol. Ver. Stockholm Bd. 1 (1888-89) pag. 83—93, 1 Taf.
Gross bestimmte den Brechungsindex des lebenden Axencylinders beim
Frosche. Arch. Phys. Pflüger Bd. 46 pag. 56—62.
Auch B. Feist hat Versuche über die vitale Methylenblaufärbung mark-
haltiger Nervenstämme angestellt. Die Methylenblau-Aufnahme sei als Absterbe-
erscheinung aufzufassen. Verf. kommt zu dem Schlüsse, dass im Axencylinder
ein diffcrencierter Centi-alfaden existiert. Ueber die vitale Methylenblaufärbung
markhaltiger Nervenstänime. Inaug.-Diss. Strassburg i. Eis. 1889, 8". 58 pagg.
in der Herpetologie währeiKl des Jahres 1889. 249
Seine ausführlichen Untersuchungen über das veutriculare Epithel des
Frosch gehirns [vergl. Ber. f. 1888 pag. 253] hat A. C. Wightinan in Stud_
Bio). Labor. J. Hopkins' Univ. Baltimore Bd. 4 pag. 261-274, Taf. 22 ver-
öffentlicht. Die Epithellage des Froschgehirns und Rückenmarks, die einen
ununterbrochenen, nur eine Zelllage dicken Ucberzug bildet, besteht aus ver-
schiedenartigen Flimmerzellen von Stäbchen-, Kegel- oder einer Mittelform; das
Epithel der Ventrikel aber bildet eine centrale Zone, um die die Hirnzellen
concentrisch gelagert sind. Die Epithelzellen und Hirnzellen sind durch Fort-
sätze mit einander verknüpft, die von der Spitze der ersteren ausgehen.
J. Gaule hat die Zahl und Vertheiluug der markhaltigen Nervenfasern
im Rückenmarke des Frosches einer Prüfung unterworfen. Er findet den
Seitenstrang am reichsten an Fasern, dann folgt der Vorderstrang, endlich der
Hinterstrang. Abh. K. Sachs. Ges. Wiss. Leipzig, Math.-nat. GL, Bd. 15 pag. 739
bis 780, 10 Taf. — Auch separ. : Zahl und Vertheilung der markhaltigen Fasern
im Froschrückenmark. Leipzig, S. Hirzel 1889, 4". 44 pagg., 10 Taf.
Ueber die Einwirkung des Methylenblaus auf die Muskelnerven des lebenden
Frosches hat J. v. Ger lach Versuche angestellt. Verf. kommt zu dem Resultate,
dass die sogen, motorischen Endplatten nicht das wahre Ende der Muskelnerven
darstellen, dass vielmehr von ihnen noch ein intravaginaler Plexus ausgeht, der
mit dem sarcoplasmatischeu Gerüste der Muskelfaser, das die contractile Substanz
mantelartig umhüllt, in directer Verbindung steht. Infolge dieser neueren Er-
gebnisse der histologischen Forschung wird sich die Physiologie mit dem Ge-
dankeli befreunden müssen, dass sich überall da, wo in dem Muskelfaden con-
tractile Substanz vorhanden ist, auch nervöse Bestandtheile vorfinden, Sitz.-Ber.
Math.-phys. Gl. Akad. Wiss. München Bd. 19 pag. 125-135, Taf. 1.
M. Lavdowsky hat Untersuchungen über die Nervenendigungen des
Frosches im quergestreiften und glatten Muskel, in der Haut, Zunge, dem
Oesophagus, Magen und Darm, in der Hornhaut und dem Gehörorgan mit Hilfe
der vitalen Methylenblaufärbung angestellt. Denkschr. Akad. Wiss. St. Peters-
burg, Suppl. zu Bd. 61, No. 2 (russ.).
Mittheilungen über die Nervenendigungen in den Sehnenscheiden bei Rana
eö'culenta und temporaria und Bufo vulgaris macht A. Smirnow. 112. Beilage
Protok. Naturf.-Ges. Kasan 1889 pag. 1—6 (russ.).
E. Couvreur hat Versuche über den Einfluss des N. pneumogastricus
auf die Blutcirculation in den Lungen des Frosches angestellt. Er glaubt, dass
der Stamm dieses Nerven Fasern enthält, die dazu bestimmt sind, die Lumina
der Lungengefässe zusammenzuziehen, wie ja auch der N. vagus beim Frosche
nach Gaskell in Wahrheit ein N. vago-sympathicus ist. Compt. Rend. Acad. Sc.
Paris Bd. 109 pag. 823-825.
M. Misiewicz studierte die Nervenvertheilung in den Nieren auch des
Frosches. Medicin. Neuigkeiten (Nowiny lekar.skie), Posen 1889 No. 3 — 5 (polu.).
Betreffs G. Cuccati's weiteren Beobachtungen über Nervenendigung in der
Blase von Itana und Bufo s. oben pag. 166.
Sinnesorgane. J. Fajersztajn untersuchte die Nervenendigungen in
den Endpapilleu der Zunge von Bana esmlenta und temporaria. Er unterscheidet
im sensitiven Epithel der pilzförmigen Zungenpapillen Cylinder-, Flügel-, Gabel-
und Stäbchenzellen und beschreibt ihre Formen und Beziehungen. Ihre basalen
Verlängerungen bilden zwischen Basalmembran und Epithel ein Netzwerk ähnlich
250 I^i'- Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen
der Molekularschicbt der Netzhaut. Die Gabelzellen hält Verf. zwar für sensitive
Elemente, glaubt aber trotzdem, dass die pilzförmigen Papillen der Froschzunge
eher Tast- als Geschmacksorgane sind. Arch. Zool. Exper. (2) Bd. 7 pag. 705
bis 750, Taf. 33-34 und Denkschr. Warschau. Med. Ges. 1889 Heft 4, 1 Taf.
(poln.).
E. D. Cope macht auf die auffallende Thatsache aufmerksam, dass nicht
weniger als 4 von den Anurengeschlechtern Patagoniens, nämlich Nannophrys
Gthr., Älsodes Bell, Eusophus Cope und Zachaenus Cope mangelhaft entwickelte
Gehörorgane besitzen. Namentlich sei diese Verkümmerung des Gehörsinnes
bei Gattungen zu beobachten, die Berggegenden bewohnen, so bei den Gatt.
Cophaeus, Batrachophrijnus und Telmatobius in den Anden Perus und bei Cre-
pidophryne, Cranophryne und Ncmnophryne in den Cordillereu Centralamei'ikas.
Proc. U. S. Nat. Mus. Bd. 12 pag. 142.
K, A. Arnstein hat die Nervenendigungen in der Hornhaut des Frosches
mittelst der Methylenblaufärbung untersucht. Hierbei konnte kein so dichtes
Netz von intraepithelialen Fasern gefunden werden wie bei den Vögeln. Die
mit Methylenblau sich färbenden Nerven verliefen immer neben den Zellen, ohne
in sie einzudringen. Arbeit. Naturf.-Ges. Kasan Bd. 20 (russ.).
Die Regeneration eines Defectes im Endothel der Hornhaut des Frosches
erfolgt nach A. Peters zunächst in der Weise, dass das vorhandene Zelleu-
material dazu verwandt wird, die Lücke auszufüllen. Erst wenn dies erfolgt
ist, tritt indirecte Kerntheilung als Ausdruck der Neubildung von Zellen auf.
Es geht also eine mechanische Verlagerung der Zellen durch active Bewegung
dieser Neubildung durch indirecte Kerntheilung voraus ; die letztere dient daher
nur zur Vervollständigung der Regeneration. Arch. f. mikr. Anat. Bd. 33
pag. 153-162, 2 Figg.
Mittheilungen über die peripherischen nervösen Apparate des Muskelsinnes
beim Frosche hat N. Buchalow veröffentlicht. Er fand auf dem Sarcolemma der
Muskelfasern Gruppen rundlicher Zellen, die sich mit Methylenblau färbten ; die
grösseren besitzen einen Kern mit Kernkörperchen, die kleineren sind oft kernlos.
Zu jeder Gruppe verläuft eine markhaltige Nervenfaser. Nachdem diese ihr
Mark verloren hat, zerfällt sie in einige Zweige, die nur eine Schwann'sche
Scheide besitzen, und diese Zweige zerfallen wieder in nackte Fäserchen, die
auf oder zwischen den Zellen mit knöpf- oder birnförmigen Verdickungen
endigen. Die Art dieser Endiguug erinnert an die Arndt'schen sensiblen End-
plättchen. Arbeit. Naturf.-Ges. Kasan Bd. 20 pag. 241-244, 1 Taf. (russ.)
Verdauungsorgaue. E. Gutzeit beschreibt die Hornzähne der Anuren-
larven. Die äussere Mundscheibe ist in ihrem Umkreise mit Papillen besetzt
und der Zugang zu der eigentlichen Mundhöhle wird von zwei mandibelartigen
Stücken verschlossen, Bekleidungen der knorpeligen Kiefer. Zwischen diesen
und dem äusseren Papillenrande liegen lippenartige Hautduplicaturen epidermalen
Ursprungs, die mit feinen schwarzen Anhängen besetzt sind. Er bespricht und
bildet ab die Ausbildung des Mundes der Quappen von Eaiia temporaria, Hyla
arborea und Pelohatcs fuscu-s, geht nähei' auf die Stiftzähnchen von Eanu tempo-
raria und esculenta, Älytes obstetricans und Pelobates ein, sowie auf Horn-
schnabel, Entwicklung der Stiftzähnchen und der Mandibeln und auf die Haft-
organe und Papillen des Mundrandes. Im Allgemeinen ist das Maul der Anuren-
laiTen mit der Mundscheibe der Neunaugen zu vergleichen. Zeitschr. f. wiss.
in der Hevpetologie wähienrl des Jahres 1889. 251
Zool. Bd. 49 pag. 43 — 70, Taf. 2—3. Auch separ. : Die Hornzähne der Batrachier.
larven, Leipzig-, W. Eugelmanu, 1889, 8". 24 pagg. luaug.-Diss. Königsberg
Auch Herou-Royer & Ch. von Bambeke haben die Mundöifming,
ihren Bau und ihre Bewaffnung bei den Larven der europäischen Auureu ein-
gehend untersucht und unter einander verglichen und die Unterscheidung der
einzelnen Arten danach begründet. Die Mundbildung von 22 Species wird be-
sprochen. Arch. de Biolog. Bd. 9 pag. 185—309, Taf. 12-24.
A. Grünhagen & Krohn fanden, dass die saumtrageuden Darm-
epithelien überwinternder Frösche ein Stapelplatz für überschüssiges Fett sind,
das sie unter Umständen mit grosser Hartnäckigkeit festhalten. Arch. f. Phys.
Pflüger Bd. 44 pag. 535—544.
Circulatiousorgane. W. N. Parker beobachtete die gelegentliche
Persistenz der linken hinteren Cardinalvene und die Abwesenheit der Postcaval-
vene beim erwachsenen ^ von Bana temiMraria und führt bei dieser Gelegenheit
aus, dass zwar Batrachier und Dipnoer in ihren fischähnlichen Vorfahren nahe
Beziehungen zu einander gehabt haben müssen, dass aber keine „directe" Ver-
wandtschaft und Abstammung der einen von den andern anzunehmen sei. Proc.
Zool. Soc. London 1889 pag. 145-151, Fig. 1.
In seinen Untersuchungen über die Zahl der rotheu Blutkörperchen im
cmm und über den Wechsel dieser Zahl je nach der Jahreszeit bei Bana tempo-
raria fand A. Gürber die Mittelzahl zu 800000. Gefangenschaft, erlittene
Blutverluste und Nässe vermindern diese Zahl, Trockenheit erhübt sie z. Th.
sehr erheblich. Verf. weist nach, dass diese Erhöhung der Zahl nur auf
Rechnung der Verdunstung der flüssigen Theile des Blutes zu setzen ist, wobei
überdies massenhaft Blutkörperchen zerstört werden. Durch diese Schwankungen
in der Zahl der Blutkörperchen passt der Frosch sein Blut ''den veränderten
Athmungsverhältnissen an, je nachdem er auf dem Lande oder im Wasser lebt.
Arch. f. Anat. u. Phys., Phys. Abth. 1889 pag. 83—95.
Nach C. Fromm ann [vergl. Ber. f. 1888 pag. 256] verschwinden in den
Leucocyten des Froschblutes nicht nur die Kerne und werden von protoplasma-
tischen Theilen wiederum hergestellt, sondern es treten selbst Wechsel in den
körnigen und filamentaren Massen des Zellkörpers ein, ohne dass Kerne neu-
gebildet werden. Jena. Zeitschr. f. Naturw^ Bd. 23 pag. 389-412, 1 Taf. —
Ref. in Journ. Roy. Micr. Soc. London 1889 pag. 493.
Urogenitalsystem. Eine Notiz über mikroskopische Untersuchung von
Schnitten durch den Eileiter des Frosches theilt W. S. A. Griffith mit.
Trans. Obstetr. Soc. London Bd 33 pag. 196.
Weitere Bemerkungen über kinetische Erscheinungen am Ei der Anuren
[vergl. Ber. f. 1888 pag. 257] veröffentlicht C. O. Whitman. Amer. Naturalist
1888 pag. 857 ff.
Mittheilungeu über die Theilungsvorgäuge in den Spermatogouien halb-
wüchsiger Stücke von Bana temporaria macht P. Bertacchini. Rassegna Sc.
Med. Modena 4. Jahrg. pag. 138—144, Figg.
J. Massart hat seine Versuche über die Ursache fortgesetzt, die die
Spermatozoen des Frosches zum Eintritt in die Eielemente veranlasst [vergl. Ber.
f. 1888 pag. 256]. Da, ähnlich wie Froschlaich, im Wasser aufquellende Pflanzen-
samen die Spermatozoen dazu bewegen, in die sie umgebenden, nach innen
dichter und dichter geschichteten Gallerthüllen einzudringen, so schliesst Verf,
252 Dl"- Oskar Boettger: Bericht über die Leistimgeü
da SS hierbei eine Art Coutactreizbarkeit, keine mechanische Anziehung und kein
Ortsinn in der Kichtung des eindringenden Wassers die Samenfäden beeinflusse.
Bull. Acad. Roy. Belg. (3) Bd. 17 pag. 215-220. — Ref. in Natm-e Bd. 40
pag. 635 und Proc. Roy. Micr. Soc. London 1889 pag. 727—728.
Ontogenie. In seinen Beiträgen zur Morphologie und Physiologie des
Zellkerns macht E. Korscheit auch Mittheilungen über den Eikern von Bana.
Zool. Jahrb., Abth. f. Syst., Bd. 4 pag. 1—154, 12 Figg., Taf. 1-6.
0. Schnitze kommt in seiner Arbeit über die Entwicklung der Medullar-
platte des Froscheies im Gegensatz zu W. Roux [vergl. Ber. f. 1888 pag. 257]
zu dem Schlüsse, dass in normalen Verhältnissen eine Verschiebung des Ur-
mundes über die ganze Unterseite des Eies nicht eintritt, sondern dass die
Entfernung der auf der oberen Eihemisphäre gelegenen Localisationsmarken von
der dorsalen Lippe im Verlaufe der Cxastrulation bis zur Entwicklung der
Medullarplatte annähernd unverändert bleibt. Alle beim Beginne der Gastrulation
im Bereich der oberen Hemisphäre gelegenen Marken behalten ihre Lage in
dieser und finden sich dementsprechend später in oder neben der Medullarplatte.
Die erste Drehung des Eies vollzieht sich nach dem Verf. im Beginne der
Gastrulation und ist eine Abwärtsdrehung um 80", die zweite und spätere ist
eine Aufwärtsdrehung um 90 ". Verh. Phys.-med. Ges. Würzburg (2) Bd. 23
(1890) pag. 1-28, Taf. 1—2.
F. Seh wink fand, dass sich die Entwicklungsgeschichte von Molge alpestris
eng an die von M. vulgaris anschliesst. Die Bildung von Chorda und Mesoblast
setzt dagegen bei Bana temporaria und Bufo vulgaris früher ein als bei den
Caudaten und ein Chordaentoblast im engeren Sinne existiert bei ihnen nicht.
Auch ein Primitivstreif im 0. Schultze'schen Sinne, d. h. eine Verwachsung
zwischen Ectoblast und Mesoblast, konnte bei den Anuren nicht nachgewiesen
werden. Ueber die Entwicklung des mittleren Keimblattes und der Chorda
dorsalis der Amphibien. München, Buchholz & Werner, 1889, 8". 54 pagg., 2 Taf.
J. Perenyi bringt einen Beitrag zur Entwicklung der Keimblätter und
speciell des Mesoderms und der Chorda am Eie von Bombinator igneus. Verf.
zeigt, dass die Zellenreihen auf der einen Seite der dreischichtigen Blastula
sich nach innen krümmen und so sich verdoppeln, wodurch aus den neu ent-
standenen Zellenreihen zu gleicher Zeit Mesoderm und Entoderm entstehen. Er
nennt diesen Vorgang Duplication. Der intermesodermale Theil aber, der sich
in der Medianebene des Embryos der Länge nach fortzieht, ist nichts anderes
wie die Chorda dorsalis. An der Stelle, wo die Duplication beginnt, entspringt
die Chorda, und wo die Duplication endet — beim Blastoporus — endet auch
die Chorda. Diese erstreckt sich längs des ganzen Embryos zwischen den beiden
Mesodermplatten fort und verhindert also deren gegenseitige Berührung auf der
Dorsalseite des Embryos. Indem die Somiten entstehen, schnürt sich auch
ventralseits die Chorda ab, und so entsteht der selbständige Chordastraug und
damit zugleich das selbständige Entoderm. Anat. Anzeiger 4. Jahi-g. pag. 587
bis 592, 10 Figg. - Ref. in Amer. Naturalist Bd. 23 pag. 921.
P. Jordan hat die Entwicklung der Vordcrextremität und der Kiemen-
höhle bei Bana temporaria verfolgt und auch Bufo vulgaris, Ihjla und Pelobates
in das Bereich seiner Untersuchungen gezogen. Er unterscheidet 3 Stadien der
Entwicklung. Nach dem Verf. entsteht die Vorderexti'eniität vollkommen gleich-
zeitig mit der hinteren, bricht aber erst später durch. Die Entwicklung der
in der Herpetologie während des Jahres 1889. 253
vorderen Extremität der anixren Batrachier. Leipzig, G. Fock, 1889, 8".
Inaug-.-Diss. 55 pagg., 2 Taf.
Beobachtungen und Versuche über die Verwandlung der Larven von
Alytes und Pelodytes hat E. Bataillon angestellt. Gegen das Ende der Ver-
wandlung hin hat er eine sehr deutliche Beschleunigung der Athemhewegungen
an der Larve wahrgenommen, sobald die Vordergliedmassen durchbrachen. Diese
Frequenz nimmt allmählich ab, sobald der Schwanz in voller Histolyse ist. Der
Herzschlag aber erfährt während dieser Athembeschleunigung eine Verlang-
samung. Verf. verfolgt schliesslich auch die Höhe der Kohlensäureentwicklung
bei diesen Athemschwankungen. Compt. Kend. Acad. Sc. Paris Bd. 109
pag. 682-684.
Nach A. Looss [vergl. Ber. f. 1888 pag. 258J sind bei der Degeneration
und Resorption des Froschlarvenschwanzes Phagocyten in keiner Weise betheiligt ;
der Zerfall der Muskeln und Gewebe geschieht vielmehr selbständig, und die
Körpersäfte selbst lösen die zerfallenden Zellen auf. Nur gelegentlich können
Gewebsfragmente ins Innere von Leucocyten aufgenommen werden, doch gelang
es nicht, Zerfallsproducte von Nerven in den Leucocyten anzutreffen. Dieser
Degeneration liegt eine phylogenetische Eeminiscenz zu Grunde; den Anstoss
zum Antritte dieser phylogenetischen Erbschaft aber gibt der Hunger. Die
Schwanzresorption geht stossweise vor sich; einmal ist der Körper mit hin-
reichender Nahrung versorgt und die Resorption kommt zum Stillstande, dann
tritt wieder Hunger ein und veranlasst eine erneute Resorbierung. Diese Auf-
saugung vollendet sich in sehr kurzer Zeit, bei Hana esculenta z. B. in drei, bei
Pelobates in acht Tagen. Dass der ganze Verwandlungsvorgang in die Zeit des
Freilebens fällt und sich nicht innerhalb der Eihüllen abspielt, hängt mit der
Kleinheit der Eier zusammen und dieser Umstand wiederum mit der Massen-
haftigkeit, in der sie erzeugt werden müssen, um den Bestand der Art zu
sichern. Der specielle Theil der Arbeit beschäftigt sich mit der Resorption der
Epidermis, der Muskulatur, des Nervengewebes und der Blutgefässe. Immer
wird zuerst die Kittsubstanz zwischen den Zellen gelöst, dann zerfällt das
Protoplasma, und zuletzt wird auch der Kern von der Körperflüssigkeit auf-
gelöst. Merkwürdig ist dabei noch, dass das Pigment, aber auch nur dieses,
als Fremdkörper behandelt wird, indem es von weissen Blutkörperchen gefressen
und so dem Kreislauf wieder zugeführt ward, um dann nach aussen geschafft
zu werden. lieber die Betheiliguug der Leucocyten am Zerfall der Gewebe im
Froschlarvenschwanze: Ein Beitrag zur Phagocytenlehre. Hab.-Schrift Leipzig
1889, 8". 28 pagg. und Ueber Degeneratiouserscheinungen im Thierreich, be-
sonders über die Reduction des Froschlarvenschwanzes und die im Verlauf der-
selben auftretenden histolytischen Processe. Preisschr. d. fürstl. Jablonowskischen
Ges., Leipzig No. 27, 1889, 4». 115 pagg., 4 Taf. — Ref. in Bio]. Centr.-Blatt
9. Jahrg. pag. 595-599 und Sitz.- Ber. Ges. Naturw. Halle, Corr.- Blatt 1891
pag. 20-22.
Ueber das Hervorgehen der verschiedenen Epithelschichten aus einander
und über die "Wanderzellen in der Haut des Froschlarvenschwanzes hat auch
Th. Kodis Beobachtungen veröffentlicht. Eingehend bespricht er Epithelzellen,
Leucocytoide und Wanderzellen, sowie Pigmentzellen und discutiert sodann die
Beziehungen der Epithelzellen zu den Leucocyt dden und den Pigmentzellen.
Jede Epithelzelle kann nach dem Verf. sich theilen oder nach oben gehen oder
254 !>*'• Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen
sich unmittelbar in eine Pigmentzelle umwandeln oder endlich in eine perigene
und endogene Zelle zerfallen. Diese 4 Vorgänge ermöglichen verschiedene
Processe im Epithel, wie Wachsthum, Schichtenbildung, Degeneration und An-
passung an die verschiedenen Lebensbedingungen. Arch. f. Anat. u. Phys.,
Phys. Abth., Suppl.-Bd. 1889 pag. 1—40, Taf. 1-4.
Sticht man nach W. Roux ein Froschei, das sich bereits gefurcht und bis
zur Blastulastufe entwickelt hat, mit der Nadel an, so tritt eine Anzahl von
Zellen aus dem Ei aus, sammelt sich in der Gallerthülle und lebt noch eine Zeit
lang fort. Die hierbei auftretenden Wachsthumsvorgänge werden beschrieben.
Solche Extraovate, in die nur ein einziger Kern, und zwar die Hälfte oder ein
Viertel des Furchungskernes, übergetreten ist, sind in hohem Masse und in einer
an normale Verhältnisse erinnernden Weise entwickelungsfähig. 67. Jahr.-Ber.
Schles. Ges. Vat. Cult. Breslau 1889 pag. 10—11.
R. Somya fand, dass nach Laesion der Cornea des Frosches eine amöboide
Ueber Wanderung des an die Wunde sich anschliessenden Epithels über den
Defect statthatte, dass aber dann sich sehr bald Kerntheilungsvorgänge im
zurückgebliebenen Epithel anschlössen. Die Regeneration erfolgte bei jüngeren
Fröschen schneller als bei alten; oft waren die Defecte schon nach 24 Stunden
nicht mehr erkennbar. Ueber die Regeneration des Epithels der Cornea. Inaug.-
Diss. Bonn 1889, 8°. 30 pagg.
Biologisches. Heron-Royer hat nachgewiesen, das der bei Rana
temporaria, B. agilis und B. lastastei häufig eintretende Tod des $ nach der
bei diesen Arten besonders lange andauernden Paarung auf den Druck des
Daumens von Seiten des ^ und die dadurch hervorgerufene Perforation des
Brustkastens des § zurückzuführen ist. Verf. vermuthet ähnliches auch bei der
Gatt. Bufo. Bull. Soc. Zool. France Bd. 14 pag. 56—57.
Ueber Eiablage und Lebensgewohnheiten australischer Anuren macht
J. J. Fl et eher dankenswerthe Mittheilungen. Die Paarung wurde bei 10
(Limnodynastes tasmaniensis und dorsalis, Crinia signifera, Hyla aurea, eicingi
var. cdlliscelis, H. phyllochroa und citropus, Hiiperölia marmorata, Pseudophryne
austrulis und hibroni) von 24 Arten beobachtet. Alle mit Ausnahme der beiden
Pseudophrynen [vergl. Ber. f. 1885 pag. 318] legen ihre Eier in der gewöhn-
lichen Weise. Die Laichzeit ist nicht so kurz und weniger von der Jahreszeit
abhängig als bei den europäischen Ec/wa-Arten, weil sie an die sehr unregel-
mässig eintretenden Regenfälle gebunden ist. Obgleich gewisse Species in ihrem
Fortpflanzungsgeschäfte sich an gewisse Jahreszeiten halten, kann man doch
das ganze Jahr hindurch Laich beobachten. Flottierende Laichmasseu, wie bei
unseren Fröschen, beobachtete Verf. bei den Arten der Gatt. Limnodynastes und
bei Hyla aurea, untergetauchte und an Gras oder Zweige befestigte Eierraassen
bei Crinia, Hyla ewingi und phyllochroa, Einzeleier, die nicht dem Wasser direct
anvertraut, sondern unter Steinen oder in Grasbüscheln am Lande abgesetzt
werden, bei den Pseudophryne-AYten. Die Copulationsstellung des ^ ist axillar
bei Mixophyes fasciculatus und den Hyla- Arten, inguinal bei Limnodynastes
tasmaniensis, Hypcrolia, Crinia und Pseudophryne. Winterruhe wird nur etwa
3 Monate gehalten und zwar niemals im Schlamme; ein Trockenschlaf dagegen
ist sicher vorhanden, aber nur bei wenigen Arten bis jetzt nachgewiesen. Proc.
Linn. Soc. N.-S.-Wales (2) Bd. 4 pag. 357 -387.
in der Herpetologie während des Jahres 1889. 255
Eine merkwürdige Art der Brutpflege hat W. J. Holland bei einem
Bauuifrosche [nach Boulenger, Zool. Record f. 1889, Rept. pag. 20 wahrscheinlich
Ehacophorus sehleyeli Gthr.] in Nikko, Nippon, entdeckt. Er fand „Nester"
ähnlich Hornissennestern von ftissgrossem Durchmesser, die an überhängenden
Zweigen nächst dem Ufer eines Sumpfes befestigt hingen, und diese enthielten,
ähnlich wie es von Chiromantis guineensis und Phyllomedusa iheringi bekannt
ist, mehr als 20 der fraglichen Anurenlarven. Nach dem Ausschlüpfen der
Jungen, die mit einem grossen Dottersack ausgerüstet sind, zerfallen diese
Nester allmählich infolge der fast täglich wiederkehrenden Regengüsse in
Stücke und fliessen gleichsam mit den Larven ins Wasser hinab. Sicher ist,
dass hierbei die Larve einen grossen Theil ihrer Metamorphose ausserhalb des
Wassers vollendet. Amer. Naturalist Bd. 23 pag. 383—386, Taf. 17, Fig. 1-2.
Ueber albine Larven von Bufo viridis Laur. aus Turin und Bana tempo-
raria L. aus Domodossola und über die Ursachen des Albinismus macht
L. Camerano Mittheilungen. Er erklärt das Vorkommen von Albinismus bei
den Batrachiern für eine sehr seltene Erscheinung und kann auch der von
Fischer-Sigwart [vergl. Ber. f. 1888 pag. 258] für diesen Pigmentmangel ge-
gebeneu Erklärung in keiner Weise beistimmen. Die scheinbare Zunahme des
Albinismus sei eine Folge der grösseren Aufmerksamkeit, die man solchen
Thieren jetzt schenke. Boll. Mus. Zool. Univ. Torino Bd. 4, No, 64. 4 pagg.
Eine Notiz über das Vorkommen von Fröschen auf höheren Lagen und
fern vom Wasser bringt E. S. Mars hall. Scott. Naturalist (N. S.) Bd. 4 pag. 96.
Dass Frösche im Lichte eine grössere Kohlensäuremenge abgeben als im
Dunkeln, ist nach H. N. Martin & J. Friedenwald ganz unabhängig von
einer etwaigen grösseren körperlichen Regsamkeit während des Tages, da die
Hiruthätigkeit keinen Einfluss auf die Regelung dieser Ausscheidungen besitze.
Die Thatsache ist vielmehr als eine Reflexerscheinuug zu erklären, die, durch
das Licht hervorgerufen, grossentheils durch das Auge, unter besonderen Um-
ständen aber auch durch die Haut vermittelt wird. Stud. ßiol. Labor. J. Hopkins'
Univ. Baltimore Bd. 4 pag. 221—224.
Ueber den Parasitismus der Larve einer Fliege {Lucilia) im Auge von
Bufo vulgaris Laur. berichtet Fr. Meine rt. Entomol. Meddel. Kopenhagen
Bd. 2 pag. 89-96.
A. A. Skuse beschreibt 8 Fliegen der Gatt. 5afracÄomi/ia, die im Larven-
zustand unter der Rücken- oder Seitenhaut australischer Frösche leben. Als
Wirthe sind bis jetzt bekannt Hyperolia marmorata, Hyla phyllochroa und
citropus, Crinia signifera, Helioporus alhopunctatus und Pseudophryne hihroni;
die Zahl der Schmarotzer schwankt zwischen den Zahlen 1 und 5. Sie verlassen
vor der Verpuppung ihren Wirth und gehen in die Erde. Proc. Linn. Soc.
N.-S.-Wales (2) Bd. 4 pag. 171-177, Taf. 10.
Palaeontologisches. Eine Notiz über foss. Vorkommen von Bana
temporaria, Bufo sp. [nach Wollemann B. vulgaris Laui'.] und Pelobates fuscus
in den interglacialen Quartärschichten von Thiede in Braunschweig findet sich
bei A. Nehring. N. Jahrb. f. Min. 1889 Bd. 1 pag. 81 und Sitz.-Ber. Ges.
Nat. Fr. Berlin pag. 50.
Systematisches. Die Salientia theilt E. D. Cope in die Unterordnungen
1. Aglossa mit den Farn. Xenopidae und Pipidae, 2. Arcifera mit den Fani.
Discoglossidae , Bufonidae, Dendrophryniscidae , Asterophrydidae , Pelodytidae,
256 Dl'- Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen
Scaphiopidae, Hylidae, Cystignathidae, Amphignathodontidae und Heiniphractidae,
3. Gastrechmia mit der Farn. Hemisidae und 4. Firmisternia mit den Farn
Engystomatidae, Phryniscidae , Dendrobatidae, Cophylidae, Dyscophidae, Colo-
stethidae, Ranidae und Ceratobatracbidae, Amer. Naturalist Bd. 23 pag. 860
bis 862.
G. A. Bon lenger macht gegenüber Cope's Ansicht (Ann. Mag. ]Sl. H. 1883
pag. 181) an Beispielen geltend, dass der Grad der Ossification der Kopfknochen
bei den Anuren kaum specifischen , geschweige denn generischen Werth habe.
Proc. Zool. Sog. London 1889 pag. 29.
Heron-Royer & Ch. Van Bambeke haben den Bau der Mundöffnung
bei den europäischen Anurenlarven untersucht und die Unterschiede der ver-
schiedeneu Gattungen und Arten vergleichend zusammengestellt. Arch. de Biol.
Gand Bd. 9 pag. 185—309, Taf. 11-24.
G. A. Bou lenger stellt die Synonymie einer Rana fest und beschreibt
3 neue Bana-Arten und eine neue Dyscophidengattung (s, Ranidae, Dyscophidae).
Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 4 pag. 245-248.
A. Thominot gibt die Beschreibung von 2 neuen Aniu'en des Pariser
Museums (s. Dendrobatidae, Engystomatidae). Bull. Soc. Philomath. Paris (8j
Bd. 1 pag. 27—30.
Ranidae. Allgemein Anatomisches. F. Leydig gibt Notizen über
die Daumeuschwiele des ^ und die Fortpflanzungswerkzeuge von Bauet agilis
Thom. Zool. Anzeiger 12. Jahrg. pag. 314-318.
Biologisches. Nach R. v. König-Warthausen liess sich Bana eseu-
lenta L. 1889 bei Creglingen zum erstenmal am 1. Mai hören. Württ. Nat.
Jahresh. Bd. 45 pag. 204.
P. Magnus referiert über D. Levi-Morenos' Arbeiten über den Nährwerth
einiger Algen für die Larven von Bana esculenta [vergl. Ber. f. 1888 pag. 259],
vergleicht die Resultate mit den von F. E. Schulze bei Biscoglossus gefundenen
[vergl. Ber. f. 1886 pag. 220] und zieht daraus den Schluss, dass namentlich
die Diatomeen bei der Ernährung der höheren Thiere eine recht wichtige Rolle
spielen. Sitz.-Ber. Ges. Nat. Fr. Berlin pag. 122—123.
H. L. Roberts beobachtete, dass eine nordamerikauische Bana (Leopard
frog) in Gefangenschaft eine kleine Giftschlange (Hog-nosed viper) verzehrt und
verdaut hat. Amer. Naturalist Bd. 23 pag. 74.
Nach L. Greeniug verschlang Bana mugiens einen Bufo calamita.
Zoologist (3) Bd. 13 pag. 270-271.
Faunistisches. J. v. Bedriaga macht eingehende Mittheilungen über
Bana esculenta L. pag. 33 — 69 und ihre Hauptvarietäten var. lessonae Cam.,
hispanica Mich. {= perezi Seoane) und fortis Blgr. und gibt pag. 58 neue Fund-
orte für dieselben in Poi'tugal, pag. 59 in Frankreich, pag. 62 in Deutschland,
pag. 66 in Russland, desgl. über Bana muta Laur. pag. 69—97 mit ihren
6 Varietäten, von denen aber nur var. parvipahnata Seoane stärkere Ab-
weichungen vom Typus zeigt, und pag. 87 ff. zahlreiche neue Fundorte derselben.
Alsdann behandelt er pag. 97 — 114 B. arvalis Nilss. mit ihrer var. striata Koch
und erwähnt sie pag. 111 von Flensburg, pag. 112 von einer ganzen Anzahl von
russischen Fundorten bis weit nach Nordasien hinein; pag. 114 — 129 beschreibt
er B. a(jilis Thom., nennt sie pag. 127 von Nizza, pag. 129 von Lugano und von
mehreren Punkten in Südrussland; sodann pag. 129 — 136 B. latastei Blgr., die
in der Herpetologie während des Jahres 1889. 257
er pag. 136 von Perugia aufzählt; pag. 136 — 144 B. iberica Blgr., die er pag. 144
von Beira und Coimbra nennt. Bull. Soc. Imp. Nat. Moscou Jahrg. 1889. Sep.-Abdr.
369 pagg.
Notizen über Vorkommen von Rana esculenta L. und temporciria L. in der
Schweiz bringt F. Müller. Verh. Nat. Ges. Basel 8. Theil pag. 687.
G. H. Douglass hat Bana arvalis l^ihs. bei Eggenstein nächst Carlsruhe
nachgewiesen. Zool. Garten 30. Jahrg. pag. 221. — 0. Boettger nennt sie
von Ludwigshafen in Baden. Ber. Senckenberg. Nat. Ges. 1889 pag. 26. —
F. Leydig kennt sie von Carlsruhe, sowie B. agilis Thom. von "Waldwiesen bei
Veitshöchheim nächst Würzburg. Zool. Anzeiger 12. Jahrg. pag. 314—318.
G. A. Boul enger nennt Bana esculenta var. ridibunda Fall, von der
Strecke Nushki-Quetta und von Turbat, afghanische Grenze. Trans. Linn. Soc.
(2) Zool., Bd. 5 pag. 105.
A. M. Nikolsky verzeichnet Bana temporaria L. als einzigen Batrachier
der Insel Sachalin. Die Insel Sachalin und ihre Wirbelthier-Fauna. St. Peters-
burg 1889, 8». 25, 334 pagg. (russ.)
G. Pfeffer kennt Bana mascäreniensis Gthr. von Alexandria. Jahrb.
Hamburg. Wiss. Anstalt. 6. Jahrg., 2. Hälfte pag. 10.
F. Müller verzeichnet Bana adspersa Tsch. und delalandei von Ovambo-
land und Bappia pusilla Cope vom Brass-Kiver. Verh. Nat. Ges. Basel 8. Theil
pag. 687—688.
0. Boettger nennt von Bombay, Ostindien, Bana malabarica Tsch. und
eine eigenthümliche Larve von Bana. Ber. Senckenberg. Nat. Ges. 1889 pag. 25.
Systematisches. Systematische Mittheilungen über Bana esculenta
var. ridibunda Pall. macht G. A. Boul enger, zu der alle marokkanischen,
spanischen und portugiesischen "Wasserfrösche zu stellen sind. Ann. Mag. N. H.
(6) Bd. 3 pag. 305.
Nach F. Leydig hat Liune unter dem Namen Bana temporaria die jetzige
B. arvalis Nilss., die sich auch in der Linne'schen Sammlung unter ersterem
Namen fand, verstanden, und deshalb sei die Bezeichnung B. fusca Rösel vor-
zuziehen. Zool. Anzeiger 12. Jahrg. pag. 314.
F. Müller unterscheidet 2 Rassen der Bana tigrina Daud. auf Ceylon und
gibt ihre Kennzeichen. Verh. Nat. Ges. Basel 8. Theil pag. 687—688.-
Eine Notiz über Auffindung und Unterscheidung von Bana doriae Blgr.
des Mergui- Archipels bringt J. Anderson. Journ. Linn. Soc. London, Zool.,
Bd. 21 pag. 349—350.
G. A. Bou lenger bespricht die 3 B7iacop7iorus- Ar ter\, die unter dem Namen
Bh. maculatus gehen. Er gibt die Kennzeichen und die wesentlich im Bau der
Kopfknochen liegenden Unterscheidungsmerkmale von Bh. leucomystax (Grav.),
der von Südchina und dem Ost-Hiraalaya bis zu Malayischer Halbinsel und
Archipel vorkommt, von Bh. maculatus (Gray) aus Ostindien und Ceylon und
von Bh. cruciger (Blyth) aus Ceylon. Proc. Zool. Soc. London 1889 pag. 27—32,
7 Figg.
F. Mocquard beschreibt Froschlarven mit einer eigenthümlicheu, ovalen,
ventralen Saugscheibe vom Mt. Kina Balu in Nordborneo, die er einem Bhaco-
phorus [und später, 1890, mit mehr Wahrscheinlichkeit Ixalus, resp. Staurois,
Ref.] zuschreibt. Compt. Rend. Seanc. Congres Internat. Zool. Paris 1889 pag. 80.
G. Pfeffer macht Mittheilungen über die Färbung von Megalixalus
Aldi. f. Natnrgescü. Jahrg:.1890. Bd.II. H. 1. 17
258 I^i"- Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen
fornasinii Bianc. und beschreibt Stücke von Chiromantis xerampelina Pts. aus
Usambäa, die z. Th. Charactere von Ch. rufescens Gthr. und petersi Blgr. auf-
weisen und ihn zu der Meinung veranlassen, dass alle 3 Arten nur Local-
varietäten seien oder Geschlechts-Dimorphismen bezeichneten. Jahrb. Hamburg.
Wiss. Anst. 6. Jahrg., 2. Hälfte pag. 10—12.
Hylambates greshoffi n. sp. Borna, Congo. Schilthuis, Tijdschr. Ned. Dierk.
Ver. (2) Bd. 2 pag. 286, Fig.
Hylarana longipes Fisch. = Bhaeophorus leucomystax var. sexvirgata Grav.
Boulenger, Proc. Zool. Soc. London 1889 pag. 27.
Leptoparius Pts. = Heteroglossa Hallow. [Name vergeben, Ref.] Cope,
Bull. U. S. Nat. Mus. No. 34 pag. 390.
Megalixaliis schneideri n. sp. verwandt leptosomus Pts. Kamerun. Boettger,
Ber. Senckenberg. Nat. Ges. 1889 pag. 276.
Phrynohatrachus Gthx'. = Heteroglossa Hall. Cope, Bull. U. S. Nat. Mus.
No. 34 pag. 390.
Polypedates dispar Bttgr. = Bana tephraeomystax A. Dum. Boulenger,
Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 4 pag. 246.
Bana agilis Tho. Larve, Mundtheile abgeb. Heron-Royer & Van Bambeke,
Arch. de Biol. Bd. 9, Taf. 17, Fig. 1. — B. areolata B. G. neu beschr. u. abgeb.
mit var. areolata B. G. Texas pag. 410, Fig. 103, var. aesopus Cope und var.
circulosa R. D. Illinois pag. 413, Fig. 105 und var. capito Lee. Georgia pag. 415.
Cope, Bull. U. S. Nat. Mus. No. 34. — B. arvalis Nilss. Larve, Mundtheile abgeb.
Heron-Royer & Van Bambeke, Arch. de Biol. Bd. 9, Taf. 18, Fig. 1. — B. aurora
B. G. = agilis Thom. var. Cope, Bull. U. S. Nat. Mus. No. 34 pag. 438, Fig. 113.
— B. biporus n. sp., ausgezeichnet durch 2 Femoraldrüsen auf jedem Schenkel,
Madagascar. Boulenger, Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 4 pag. 246. — jB. boulengen
n. sp. aus der Gruppe der kuJili und liebigi, Itshang, oberes Yangdsy- Gebiet.
Günther, ebenda pag. 222. — B. boyli Baird California, neu beschr. u. abgeb.
pag. 444, Fig. 115. — B.draytoni B.G.California, neu beschr. u. abgeb. pag. 441,
Fig. 114, mit var. onca Cope Utah pag. 443. Cope, Bull. U. S. Nat. Mus. No. 34.
— B. esculenta L. Larve, Mundtheile abgeb. Heron-Royer & Bambeke, Arch. de
Biol. Bd. 9, Taf. 15, Fig. 5. — B. femoralis Blgr. = lugubris (A. Dum.) pag. 246.
— B. flavicrus n. sp. Madagascar pag. 245. Boulenger, Ann. Mag. N. H. (6)
Bd. 4. — B. iberica Blgr. Larve, beschr. u. abgeb. Heron-Royer & Bambeke,
Arch. de Biol. Bd. 9 pag. 258, Taf. 16, Fig. 4. — B. nigricans Hall. = draytoni
B. G. pag. 441. — B. palustris Lee. New York, neu beschr. u. abgeb. pag. 406,
Fig. 102. — B. pretiosa B. G. = temporaria L. var. pag. 432, Fig. 110. Cope,
Bull. U. S. Nat. Mus. No. 34. — B. redimita n. sp. Madagascar. Boulenger, Ann.
Mag. N. H. (6) Bd. 4 pag. 245. — jB. septemtrionalis Baird New York, neu
beschr. u. abgeb. pag. 416, Fig. 106 mit ihrer var. sinuata Baird. abgeb. Taf. 86.
— B. viresccns Kalm pag. 397, abgeb. und beschr. mit den var. sphenocephala
n. Georgia u. Florida pag. 399, Fig. 99, var. virescens Kalm pag. 401 , Fig. 100
und var. IrachycepJiala n. Washington Terr. pag. 403, Fig. 101. Cope, Bull.
U. S. Nat. Mus. No.34.
Bhaeophorus cruciger Blyth. Schädel abgeb. Fig. c. — Bh. leucomystax
Grav. Schädel abgeb. Fig. a. — Bh. maculatus Gray. Schädel abgeb. Fig. b.
Boulenger, Proc. Zool. Soc. London 1889 pag. 28.
in der Herpetologie während des Jahres 1889. 259
Staurois Cope = Heterotßossa. Hallow. [Name vergeben. Ref.] Cope, Bull,
ü. S. Nat. Mus. No. 34 pag. 390.
Stenorhynchits Smith = Heteroglossa HalloAV. Cope, ebenda pag. 390.
Dendrobatidae. Faun ist Ische s. F. Müller nennt Dendrobates tinc-
tonus var. aurata Gir. von Caratal, Venezuela. Verh. Nat. Ges. Basel 8. Theil
pag. 689.
Systematisches. Phrynommitis maculatus n. sp. [nach Boulenger, Zool.
Record f. 1889, Rept. pag. 21 = Mantella haroni Blgr.] R4union. A. Thominot,
Bull. Soc. Philomath. Paris (8) Bd. 1 pag. 27.
Engystomatidae. Faunistisches. G. A. Boulenger nennt von Colonia
Resistencia, Süd-Chaco, Nordost- Argentiua Phryniscus nigricans Wgra. Ann.
Mus. Civ. Genova (2) Bd. 7 pag. 246.
Systematisches. Nach G. Pfeffer ist bei Hemisus sudanensis Stdchr.
aus Ungüu der erste Finger immer länger als der zweite. Jahrb. Hamburg.
Wiss. Anst. 6. Jahrg., 2. Hälfte pag. 12.
Glyphoglossus Gthr. = Cacopus. Cope, Bull. U. S. Nat. Mus. No. 34 pag. 385.
Hypopachus cuneus n. sp. [nach Boulenger, Zool. Record for 1889, Rept.
pag. 21 = H. oxyrrhyncJms Blgr.] Sau Diego, Cal. Cope, ebenda pag. 388, Fig. 98.
Phryniscus houssignnulti n. sp. [nach Boulenger, ebenda pag. 21 = Phr.
longirostris Cope]. Route Latacungua-Guayaquil, Ecuador. A. Thominot, Bull.
Soc. Philomath. Paris (8) Bd. 1 pag. 28.
Dyscopbidae. Systematisches. G. A. Boulenger gibt eine synoptische
Tabelle zur Unterscheidung der 8 bekannten Gattungen dieser Familie. Eine
Verticalpupille zeigen Dyseoplms Grand., Caluella Stol. und PletJiodontohyla
Blgr., eine horizontale Mantipus und Phrynocara Pts., Platyhyla und Platypelis
Blgr. und Cophyla Bttgr. Bei allen Arten der Familie sind die sogen. Gaumen-
zähne auf den Palatalknochen, nicht auf dem Vomer inseriert. Ann. Mag.
N. H. (6) Bd. 4 pag. 247.
Mantipus Pts. = Platypelis Blgr. Cope, Bull. U. S. Nat. Mus. No. 34
pag. 390.
Platyhyla u. gen. Ausgezeichnet durch Querpupille, durch die in einer
langen Querreihe stehenden Palatalzähne, durch halbverknöcherte Praecoracoide
und durch die verbreiterten Finger- und Zehenspitzen. Von der nächstverwandten
Gatt. Mantipus Pts. trennt sie sich namentlich durch Spannhäute an der Basis
der Finger und Zehen und durch die halbverknöcherten Praecoracoide. —
Hierher PI. grandis n. sp. aus Madagascar. Boulenger, Ann. Mag. N. H. (6)
Bd. 4 pag. 247.
Cystignathidae. Biologisches. Mehr oder weniger eingehende Mit-
theilungen über Laichgeschäft und Lebensgewohnheiten von Limnodynastes
peroni D. B., tasmaniensis Gthr., dorsalis Gray, Crinia signifera Gir. und
Hyperolia marmorata Gray macht J. J. Fletcher. Proc. Linn. Soc. N.-S.-Wales (2)
Bd. 4 pag. 373—376.
Faunistisches. G. A. Boulenger zählt von Colonia Resistencia, Süd-
Chaco, Nordost- Argentina, auf: Pseudis limellum Cope, Paludicola fuscomaculata
Stdchr. , hiligonigera Cope und fcdcipes Hens. , Leptodactylus poecilochilus Cope,
ocellatus L. und caliginosus Gir. Ann. Mus. Civ. Genova (2) Bd. 7 pag. 246 — 247.
J. J. Fletcher nennt Mixophxjes fasciolatus Gthr. von Springwood und
Mt. Wilson, Blue Mts., und Illawarra, N.-S.-Wales, sowie von Pine Mt., Queens-
17*
260 Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen
land, und macht Bemerkungen über seine Lebensweise. Proc. Linn. Soc.
N.-S.-Wales (2) Bd. 4 pag. 372-373.
Systematisches. Batrachyla (Bell) n. gen. tür die Hylodes- Arten mit
Schädelfontanelle ; verschieden von Malachylodes Cope durch das Auftreten von
Vomerzähnen. — Für Batrachyla leptopus Bell aus Patagonien. Proc. U. S. ISat.
Mus. Bd. 12 pag. 142.
Borboi-ocoetes Bell =; Borborocoetes + Limnodynastes Fitz. Gthr. Cope,
Bull. U. S. Nat. Mus. No. 34 pag. 312.
Co'phaeus n. gen. für Telmatobius Blgr., non Wgm. Cope, ebenda pag. 312.
Eupemphix trinitatis n. sp. Trinidad. Boulenger, Ann. Mag. N. H. (6)
Bd. 3 pag. 307—308.
Hylodes lep)topus Bell =: Batrachyla. Cope, Proc, U. S. Nat. Mus. Bd, 12
pag. 143. — H. ricordi D. B. = Lithodytes. Cope, Bull. U. S. Nat. Mus. No.34
pag. 318.
Lithodytes latrans Cope. Texas, neu beschr. u. abgeb. Cope, ebenda pag. 316,
Fig. 80.
Mitrolysis n. gen. abweichend von Ghiroleptes durch nicht ossificierte
Schädelhaut und getrennte Praefrontalen. — Für Chiroleptes alboguttatus Gthr.
Cope, ebenda pag. 312.
Paludicola frenata n. sp. Lota in Chile, Cope, Proc. U. S. Nat. Mus. Bd, 12
pag. 142.
Stombus (Boie) n. gen. abweichend von Ceratophrys Boie durch nicht ossifi-
cierte Schädelhaut, Fehlen des knöchernen Postorbitalbogens und fast freie
Zehen. — Für Ceratophrys boiei Wied. Cope, Bull. LT. S. Nat. Mus. No. 34
pag. 312.
Syrrhophus marnochi Cope. Texas, neu beschr. u abgeb. Cope, ebenda
pag. 318, Fig. 81.
Telmatobius s. unter Cophaeus.
Zachaenus roseus u. sp. Port Otway, Patagonien. Cope, Proc. LT. S. Nat.
Mus. Bd. 12 pag. 142.
Bufonidae. Allgemeines. Die Notiz H. Handel mann 's über die Kröte
von Cröbern im Corr.-Blatt D. Ges. f. Anthrop. 19. Jahrg. (1888) No. 8 ist mir,
wie überhaupt die ganze Streitfrage, unbekannt geblieben.
Biologisches. Bufo vulgaris Laur. wurde am 3. April zu Warthausen
bei Biberach zum erstenmal nach der Winterruhe von R. v. König - Wart -
hausen gesehen. Württ. Nat, Jahresh. Bd. 45 pag. 204.
Notizen über die Fortpflanzung von Bufo viridis Laur. bringt G. Mariach er.
Rivista Ital. Sc, Nat. e Boll. Nat. Coli. Siena Bd. 9 pag. 29-31.
Eine Beobachtung über den Ortsinn der Kröten, die auf ziemliche Ent-
fernung hin ihren heimischen Keller wieder aufsuchten, veröffentlicht E. Tatnall.
Amer, Naturalist Bd. 23 pag. 1032.
Weitere eingehende und sehr beachtensweithe Beobachtungen über Lebens-
weise und Brutgeschäft von Pscudoj}hryne australis Gray und Ps. bibroni Gthr.
[vergl. Ber. f. 1885 pag. 318] macht .T. J. Fletcher. In der Lebensweise
weichen beide Arten vielfach von einander ab, in dei Art der Brutpflege aber
und in ihrer Entwicklung sind sie sich sehr ähnlich. ProcLinn.Soc.N.-S. -Wales ^2)
Bd. 4 pag. 376—381.
Faunistisches. J. v. Bedriaga macht pag. 144—108 eingehende ÄEit-
in der Herpetologie während des Jahres 1889. 261
theilnngen über Biifo vulgaris Laur. und bringt pag. 162 ff. neue Fundorte für
diese Art bei, pag. 169 — 192 über B. viridis Laur. und var. balearica Bttgr. und
bringt pag. 185 ff. ebenfalls neue Fundorte für den Typus der Art; pag. 192—213
behandelt er in ähnlicher Weise B. calamita Laur. mit neuen Fundorten pag. 207 ff.
Bull. See. Imp. Nat. Moscou Jahrg. 1889. Sep.-Abdr. 369 pagg.
L. V. Mehely gibt Nachricht von einem angeblichen Vorkommen von
Bufo calamita bei Rosenau nächst Kronstadt. Orvos Termesz. Ertesit(5 Klausen-
burg (Rev. Siebenbürg. Mus.-Ver. 1889) Bd. 14 pag. 77-80 (xmgar.) und pag. 94
bis 95. — G. Eutz hält die Form [mit Recht. Ref.] für B. variabilis Fall.
Ebenda pag. 80—81 und pag. 95.
G. A. Boul enger erwähnt Bufo viridis Laur. aus Nord-Belutschistan bis
zum Hertrut-Thale, aus den Badghis und aus Ohorossan. Trans. Linn. Soc. (2)
Zool., Bd. 5 pag. 105.
Derselbe zählt von Colouia Resi.stencia, Süd-Chaco, Nordost- Argentiua,
auf: Bufo marinus L. und B. granulosus Spix. Ann. Mus. Civ. Genova (2) Bd. 7
pag. 247.
J. J. Fletcher nennt Notaden bennett i Gthr. von den Districten Cobar
und Narrabri, N.-S.-AVales. Proc. Linn. Soc. N.-S.-Wales (2) Bd. 4 pag. 360.
Systematisches. Eine Tabelle der von ihm angenommenen, zahlreichen
Bufonidengattungen bringt E. D. Cope. Bull. U. S. Nat. Mus. No. 34 pag. 259.
Eine Notiz über Fingerlange bei Bufo vulgaris Laur. von Bona macht
F. Müller. Verh. Nat. Ges. Basel 8. Theil pag. 689.
E. D. Cope will die Gatt. JVrtnnojJÄr^/we Gthr. wegen der Abwesenheit des
Cavum tympaui und der eustachischen Röhren als Gattung aufrecht erhalten.
Proc. U. S. Nat. Mus. Bd. 12 pag. 142.
Bufo aduncus Cope, neu beschr. u. abgeb. pag. 457, Fig. 117. — B. alvearius
Gir. Fort Yuma, Cal., neu beschr. u. abgeb. pag. 264, Fig. 62. — B. beldingi
Yarr. = punctatus B. G. pag. 262. — B. boreas B. G. = columbiensis B. G.
pag. 267. Cope, Bull. U. S. Nat. Mus. No. 34. — B. calamita Laur. Larve, Mund-
theile abgeb. Heron-Royer & Van Bambeke, Arch. de Biol. Bd. 9, Taf. 24, Fig. 1.
— B. columbiensis B. G. und var. halophila Baird abgeb. pag. 267, Fig. 63— 64.
— B. dialophus Cope = quercinus Holbr. pag. 291. — B. dipternus Cope =
cognatus Say pag. 275. — B. halophilus B. G. = columbiensis B. G. var. pag. 267.
— B. lentiginosus Shaw typ. abgeb. pag. 289, Fig. 71, var. foivleri Putn. Nordost-
Massachussets pag. 279, Fig. 68 und var, looodhousei B. G. Rocky Mts. pag. 283,
Fig. 69. — B. pmictatus B. G. Cap St. Lucas, neu beschr. u. abgeb. pag. 262,
Fig. 60. Cope, Bull. U. S. Nat. Mus. No. 34. — B. viridis Laur. Larve, beschr.
u. ahgeb. pag. 293, Taf. 23, Fig. 3. — B. vulgaris Laur. Larve, Mundtheile abgeb.
Taf. 23, Fig. 1. Heron-Royer & Van Bambeke, Arch. de Biol. Bd. 9.
Cranophryne n. gen. für Ch-anopsis Cope mit dem Typus Bufo fastidiosus
Cope. Cope, Bull. U. S. Nat. Mus. No. 34 pag. 260.
Crepidophrijne n. gen. für Crepidius Cope mit dem Typus Bufo epioticus
Cope. Cope, ebenda pag. 260.
Ollotis Cope 1875 = NannojAryne Gthr. 1873. Cope, Proc. U. S. Nat. Mus.
Bd. 12 pag. 142.
Pseudophryne bibroni Gthr. gute Art neben Ps. australis Gray. Fletcher,
Proc. Linn. Soc. N.-S.-Wales (2) Bd. 4 pag. 370.
Hylidae. Biologisches. Mittheilungen über die Lebensweise von Choro-
262 I^i". Oskar Boettger: ßeiiclit über die LeistUBgen
philiis triseriatus macht 0. P. Hay. Am 22. Mai fand er den Laich bei
Irvington, Indiana, in einem von den Wurzeln eines gefällten Baumes her-
rührenden Sumpfloche. Die 3 mm breiten Eier enthielten schon in der Ent-
wicklung vorgeschrittene Larven. Am 5. April krochen sie aus, doch schienen
die äusseren Kiemen gering entwickelt zu sein und kaum grössere Bedeutung
für das Thier zu erlangen. Am 11. April waren die Larven T'/j mm lang und
die äusseren Kiemen verschwunden. Ihr Aussehen und ihre Färbung in den
verschiedenen Stadien der Entwicklung wird beschrieben. Am 4. Mai konnte
der Beginn der Luftathniung beobachtet werden. Während bei Ambly.stoma eine
Pharyngealathmung in der Weise beobachtet wird, dass das AVasser durch die
Nasenlöcher eindringt und durch den Mund wieder herausbefördert wird, lässt
sich hier nach der Entwicklung der Vordergliedmassen ein ähnliches Verhalten
erkennen, wobei aber der Wasserstrom in umgekehrter Richtung erscheint. Verf.
beschreibt sodann den Hornzahnapparat der Larve im Vergleich zu dem von
Acris. Erwachsene Larven waren sehr ungleich in ihrer Grösse; die grössten
massen 27 mm und suchten nun das Wasser zu verlassen ; vom 1. — 12. Juni
verschwand auch der SchAvanz. Erwachsen lebt der Frosch im Grase und
besteigt schwerlich Bäume. Amer. Naturalist Bd. 23 pag. 770-774, Taf. 35.
Mehr oder weniger eingehende Beobachtungen über die Lebensweise, das
Laichgeschäft und die Larven von Hyla caerulea White, peroni D. B., phyllochroa
Gthr., eitropus Per. Les., ewingi var. caUkcelis Pts., Icreffti Gthr., aurea Less,,
lesueuri D. B. , latopalmata Gthr. und freydneti D. B. bringt J. J. Fletcher.
Proc. Linu. Soc. N.-S.-Wales (2) Bd. 4 pag. 381—387.
Faunistische s. J. v. Bedriaga behandelt pag. 213—240 anschaulich
und eingehend die Naturgeschichte von Hyla arborea L. und nimmt als Varietäten
pag. 221 — 222 an var. intermedia Blgr., var. meridionalis Bttgr., var. molleri n.,
var. orientalis n. und var. savignyi Aud., gibt pag. 236 neue Fundorte der Art
für Deutschland, pag. 237 für die Schweiz und nennt pag. 238 var. savignyi Aud.
von Corsica und Sardinia, pag. 240 den Typus von Wien, Ischl, Tatoi bei
Athen u. s. w. Bull. Soc. Imp. Nat. Moscou Jahrg. 1889. Sep.-Abdr. 369 pagg.
J. E. Peters fand bei May's Landing ein für den Staat New Jersey
zweites Stück von Hyla undcrsoni und beschreibt deren Stimme. Amei'.
Naturalist Bd. 23 pag. 58—59.
E. D. Cope nennt Hyhi regilla B. G. vom Silver Lake, Oregon. Ebenda
pag. 975.
0. Boettger erhielt Hjla crepitans L. aus Trinidad. Ber. Senckenberg.
Nat. Ges. 1889 pag. 25.
G. A. Boulenger verzeichnet aus Colonia Resistencia, Süd-Chacos,
Nordost- Argentina, Hyla punctata Schnd., nasica Cope und 3 neue Arten, sowie
Phyllomedusa Jiypochondrialis Daud. Ann. Mus. Civ. Genova (2) Bd. 7 pag. 247
bis 249, Taf. 2.
Systematisches. Acris gryllus var. crepitans Baird, neu beschr. u. abgeb.
Cope, Bull. U. S. Nat. Mus. No. 34 pag. 326, Fig. 82.
Chorophilus copei Blgr. = occidentalis B. G. pag. 335. — Ch. feriarum
Baird. Illinois, neu beschr. und abgeb. pag. 339, Fig. 86. — Ch. sepAemtrionalis
Blgr. = triseriatus Wied pag. 342. Cope, Bull. U. S. Nat. Mus. No. 34. —
Ch. triseriatus Wied, abgeb. 0. P. Hay, Amer. Naturalist Bd. 23, Taf. 35, Fig. 1.
Hyla andersoni Baivd, iibgcb. Cope, Bull. II S, Nat. Mus. No. 34, Taf . 83,
in der Herpetologie während des Jahres 1889. 268
Fig. 1. — H. arborea L. Larve, Muudtheile abgeb. Herou-Royer & Van Bambeke,
Arch. de Biol. Bd. 9, Taf. 15, Fig. 1. — H. arborea var. molleri n. Coimbra,
Portugal, pag. 474 und var. orientalis n. Charkow und Tultscha pag. 473. v.Bedriaga,
BuIl.Soc.Imp.Nat. Moscou Jahrg. 1889. — H. baudini D. B. = Smüisca pag. 379.
— H. copei Blgr. = arenlcolor Cope pag. 369. — H. yratiosa Lee. Georgia, neu
beschr. u. abgeb. pag. 377, Fig. 96, Taf. 83, Fig. 2. Cope, Bull. U. S. Nat. Mus.
No. 84. — H. nana n. sp. verwandt bipunctata Spix und miniita Pts. pag. 249,
Taf. 2, Fig. 2. — H. nasica Cope, abgeb. Taf. 2, Fig. 4. — H. jihrynoderma
n. sp. verwandt nasica Cope. pag. 248, Taf. 2, Fig. 3, alle 3 aus Süd-Chaco,
Nordost-Argentina. Boulenger, Ann. Mus. Civ. Geuova (2) Bd. 7. — H. regilla
B. G. typ. Califoruien, neu beschr. u. abgeb. pag. 356, Fig. 89 mit var. laticeps
n. Niedercalifornien pag. 359 und var. scapularis Hall. Süd-Californien pag. 356.
Cope, Bull. U. S. Nat. Mus. No. 34. — H. spegaszinii n. sp. verwandt boans
Daud. Süd-Chaco, Nordost- Argentina. Boulenger, Ann. Mus. Civ. Genova (2)
Bd. 7 pag. 247, Taf. 2, Fig. 1.
Pelobatidae. Biologisches. Nach G. A. Boulenger lebt Leptobrachium
carinense Blgr. von Insecten und kleinen Säugethieren. Das ^ stellt sich dem
Menschen zur Wehr, beisst nach ihm und stösst dabei ein schrilles Geschrei aus.
Ebenda (2) Bd. 7 pag. 748.
J. Anderson fand Leptohrachium hasselti Tsch. im Mergui- Archipel in
einem Flüsschen unter Steinen. Journ. Linn. Soc. London, Zool., Bd. 21 pag. 350.
Faunistisches. J. v. Bedriaga macht pag. 241 — 267 eingehende Mit-
theilungen über Pelobates fuscus Laur. und gibt pag. 263 Anm. neue Fundorte
für ihn in Russland, wo er bis zum Wolga- und Emba-Ufer vordringe, und in
Dänemark. Auf pag. 267 — 281 wird P. ciiltripes Tsch. in ähnlich ausführlicher
Weise und auf pag. 281 — 292 Pelodytes punctatus Daud. behandelt. Bull. Soc.
Imp. Nat. Moscou Jahrg. 1889. Sep.-Abdr. 369 pagg.
W. Hartwig nennt Pelobates fuscus einen häufigen Bewohner der Mark
Brandenburg und bringt zahlreiche Fundorte für ihn aus der Umgebung von
Berlin und aus dem Oderbruche bei. Zool. Garten 30. Jahrg. pag. 317—318.
Systematisches. G. A. Boulenger fand, dass die Wirbel von ilfe^rtZo-
phrys feae Blgr. procöl sind , und dass die Art deshalb zu LeptobracJiium zu
stellen ist; die ächten Megalophrys, nämlich M. longipes, montana und nasuta,
haben opisthocoele Wirbel. Er definiert danach die Gatt. Leptobrachium neu
und gibt einen Schlüssel zur Unterscheidung der 5 bekannten Arten. Ann. Mus.
Civ. Genova (2) Bd. 7 pag. 748—750.
Leptobrachium emend. Pelobatiden mit procölen Wirbeln, stark verbreiterten
Krenzbeindiapophyseu , der Steissbeingriffel mit dem Kreuzbein durch einen
einzigen Gelenkkopf articulierend , Brustbein mit einem knöchernen Griffel,
Trommelfell verborgen oder undeutlich, Pupille senkrecht, Zehen nahezu frei
oder mit kurzer Schwimmhaut, Zunge gross, frei, herz- oder birnförmig. —
Hierher L. feae Blgr., gracüe Gthr., hasselti Tsch. und monticola Gthr. pag. 750.
— L. carinense n. sp. verwandt L. feae Blgr. Karens- Gebirge, Burma, pag. 748.
— L. montanum Fisch. = hasselti Tsch. pag. 750. Boulenger, Ann. Mus. Civ.
Genova (2) Bd. 7.
Megalophrys feae Blgr. = Leptobrachium. Boulenger, ebenda pag. 749.
Pelobates fuscus Laur. et var. Larve, Mundtheile abgeb. Heron-Royer
& Van Bambeke, Arch. de Biol. Bd. 9, Taf. 19, Fig. 1 und Taf. IS, Fig. 7. —
264 Dl'- Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen
P. syriacus u. sp. Haiffa u. Libanon, Syrien. Boettger, Zool. Anzeiger 12. Jahi'g.
pag. 144—147.
Pelodytes punctutiis Daud. Larve, Mimdtheile abgeb. Heron-Royer & Van
Bambeke, Areh. de Biol. Bd. 9, Tat". 20. Fig. 5—12.
Scaphiopus homhifrons Cope, dugesi Brocc, hammondi Baird und stagnalis
Blgr. = Spea hammondi Baird pag. 303. — Sc. miätipMcatus Cope = Spea.
pag. 308. — Sc. rectifrenis Cope = couchi Baird. pag. 301. — Sc. solitarius
Holbr. = holbrooki Harl. pag. 298. Cope, Bull. U. S. Nat. Mus. No. 34.
Spea hammondi Baird, neu besclir. u. abgeb. mit der var. homhifrons Cope
pag. 306, Fig. 78 und var. intermontana Cope pag. 304, Fig. 76. Cope, ebenda.
Xenophrya = Leptohrachium. Boulenger, Ann. Mus. Civ. Genova (2) Bd. 7
pag. 750.
Discoglossidae. Skeletsystem. Untersuchungen über den Bau der
Wirbelsäule von Bomhinatm- hat A. Sassernö angestellt. Er beschreibt 9 Haupt-
varietäten und überdies noch zahlreiche Unterarten des Baues der drei letzteu
Wirbel, deren Querfortsätze in ihrer Ausbildung besonders grossem Formen-
wechsel unterworfen sind. In zwei Fällen fand Verf. überdies bei B. ignem
Laur. oben am Steissbein 2 statt ein Paar Querfortsätze, die er mit analogen
Bildungen bei Banavus und Bufavus Port, vergleicht. Nach dem Verf. gehört
Bombinator danach zu den ältesten lebenden Batrachierformen. Atti R. Accad.
Sc. Torino Bd. 24 (1888-89) pag. 703—718, Taf. 12. — Auch separ.: Ricerche
intorno alla struttura della colouna vertebrale del genere Bombinator. Torino,
E. Loescher 1889, 8". 8 pagg., 1 Taf.
Ontogenie. Ueber Bau und Entwicklung der Hornzähne und des Horn-
schnabels der Larve von Alytes ohstetricans hat auch H. Keif f er [s. oben
Gutzeit pag. 250] Untersuchungen angestellt. Er bespricht die Kammplatten,
die Hornzähne und den Hornschnabel und beschreibt besonders eingehend die
Vorgänge, die bei der Verhoruung der Zahuzelleu eintreten. Diese beginnt an
der Spitze als dunkle Zone, und, während sich dnnn die Zelle verlängert und
im oberen Theile löffeiförmig vdrd, i'ückt die hornige Platte auf die Rücken-
seite der Zahnzelle und erhält ins Protoplasma vorspringende Rippen. Auf
der concaven Seite der Zelle erscheinen im Protoplasma eingebettete Fäden
von der nämlichen Substanz und in derselben Anzahl wie die Rippen. Arch.
de Biol. Bd. 9 (1888) pag. 55— 82, Taf. 3-4. — Ref. in Zeitschr. f. wiss. Zool.
Bd. 49 pag. 66-67.
Biologisches. La einer Fortsetzung seiner Mittheilungen über die
Lebensweise der in Frankreich einheimischen Anureu [vergi. Ber. f. 1887 pag. 247]
bringt Heron-Royer Beobachtungen über die Arten von Biscoglossus, Bom-
binator und Alytes. Bull. Soc. Etud. Scientif. Angers (2) Bd. 18. — Auch separ.:
Notices sur les moeurs des Batraciens. Fase. IV. Les Discoglossides. Angers
1889, 8». pag. 158 ff.
Ch. Mai 11 es theilt Beobachtungen über das Ueberwintern von Biscoglossus
pictus mit. Bull. Soc. Centr. Aquicult. Fiance Bd. 1 pag. 69.
Faunistisches. J. v. Bedriaga macht pag. 292—313 ausführliche Mit-
theilungen über Biscoglossus pictus Otth mit seiner var. sardoa Gene und gibt
einen neuen Fundort auf Sardinia pag. 312, bespricht in ähnlicher Weise
pag. 313—328 Bombinator pachypus Bon. mit seiner var. Txolomhatovici n., pag. 328
bis 338 B. hombinus L. und gibt pag. 337 neue Fundorte für beide Arten in
in der Herpetologie wälireiul des Jahi-es 1889. 265
Deutschland nnd Oesterreieh-Uugaru. Auf pag. 343—364 wird Alytes ohstetricans
Laur. und auf pag. 364-369 A. cidernad Boscä abgehandelt. Bull. Soc. Imp.
Nat. Moscou Jahrg. 1889. Sep.-Abdr. 369 pagg.
F. Müller nennt Bomhinator pachypas von Istein und Efringen im Elsass
und von der Guradun-Alp, Schweiz, Alytes ohstetricans von Grenzach bei Basel.
Verh. Nat. Ges. Basel 8. Theil pag. 689-690.
Mittheilungen über Alytes ohstetricans am Harze macht auch P. Krefft.
ßuss' Isis Bd. 14 pag. 345-346.
J. Somogyi bringt Notizen über die Verbreitung von Bomhinator igneus
in Ungarn. Szolnok videkenek termeszetrajzi ism. A szolnoki ällamfögymnas.
1887—88. evi ert. Szolnok (1888) pag. 17 (ungar.).
Systematisches. A. Sassernö vergleicht die beiden europäischen
Bomhinator-A.Yten wesentlich in osteologischer Richtung mit einander. Er zieht
die Bezeichnung B. bomhinus L. statt igneus Laur. für die i'othbauchige Art,
Aveil Aveniger leicht Verwechslungen ausgesetzt, vor, bespiicht eingehend das
Verhältuiss von Kopf- zu Rumpflänge, das Gliedmassenskelet und die äusseren
specifischen Kennzeichen beider Arten und erörtert schliesslich den von Gene
beschriebenen B. igneus. Boll. Mus. Zool. Univ. Torino Bd. 4, No. 68. 9 pagg.
Eine Notiz über Färbung von Discoglossus pictus Otth aus Bona bringt
F. Müller. Verh. Nat. Ges. Basel 8. Theil pag. 689.
Alytes ohstetricans Laur. Larve abgeb. Keiffer, Taf. 3—4 und Heron- Royer
& Vau Bambeke, Taf. 22, Fig. 1. Arch. de Biol. Bd. 9. — A. cisternasi Boscä.
Larve, Mundtheile abgeb. Heron-Royer & Van Bambeke, ebenda Taf. 22, Fig. 5.
Bomhinator pachypus Bon. Larve, Mundtheile abgeb. Heron-Royer & Van
Bambeke, ebenda Taf. 21, Fig. 6. — B. p>achypus var. kolomhatovici n. Spalato,
Dalmatien. v. Bedriaga, Bull. Soc. Imp. Nat. Moscou Jahrg. 1889 pag. 568.
Discoglossus pictus Otth. Larve, Mundtheile abgeb. Heron-Royer & Van
Bambeke, Arch. de Biol. Bd. 9 pag. 21, Fig. 1.
Candata.
Circulationsorgane. Wl. Wielikij gibt Ergänzungen zu seinen Unter-
suchungen der Lymphherzen und Lymphgefässe bei einigen Repräsentanten der
Caudaten [vergl. Ber. f. 1887 pag. 250]. Denkschr. Ksl. Akad. Wiss. St. Peters-
burg Bd. 59, Beilage No. 6 (russ.).
Urogenitalsystem. G. Rüge hat die Rückbildung der nicht aus-
gestossenen, also unbefruchteten Eierstockseier beim Axolotl und Salamander
verfolgt und die Vorgänge an der Peripherie und im Innern der Eizelle be-
schrieben. Er findet, dass die Rückbildung der Ovarialeier in der Weise statt-
findet, dass dem Absterben der Eizelle eine Wucherung der Gefässe und ihrer
Umgebung und die Proliferation der Eihüllelemente auf dem Fusse folgt, dass
dann ein Durchwachsen der abgestorbenen Eizelle mit Gefässen erfolgt, und
dass Invasionsherde von Zellen mit der Erweichung des Dotters betraut werden,
der dann durch die genannten Gefässe entfernt wird. Schliesslich bleiben von
der Zelle nur die am schwersten löslichen Stoffe, Pigment und Dotterreste, übrig.
Niemals aber nimmt die Eizelle allein, sondern stets der ganze Follikel an der
Rückbildung Antheil. Als Ergebniss von complicierten Vorgängen tritt uns
also die Eliminierung von lebensunfähigen Elementen aus dem Körper als ein
normaler Lebensprocess entgegen. Schliesslich wird bemerkt, dass 0. Schnitze
266 Dl'- Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen
an Eana fu.sca wahrscheinlich ähnliches gesehen habe; bei Schildkröten, Eidechsen
und Schlangen fand Verf. selbst ähnliche Vorgänge wie bei den Caudaten.
Morph. Jahrb. Bd. 15 pag. 491—554, Taf. 18-21.
Biologisches. E. Zeller beobachtete ausser bei Molge alpestris und
beim Axolotl auch bei anderen Molge-Arten und bei Pleurodeles, dass bei ihnen
allen keine directe Begattung stattfindet, sondern dass das $ in activer Weise
von der Spitze des im Wasser durch das (^ frei abgelegten Spermatophors die
dem Gallertkegel aufsitzende Saraenmasse durch die geijffnete Kloakenmüudung
weg und in sich aufnimmt, und er vermuthet, dass dieser Vorgang auch für
den 01m und vielleicht für alle Caudaten anzunehmen sein wird. Jahresh. Ver.
Vat. Naturk. Württ. Bd. 45 pag. 133, Anm.
Nach A. Dutartre, der die Einwirkung des Hautdrüsengiftes von Sala-
mandra maculosa Laur. auf die Nerveucentren, die Muskeln und das Blut von
Fröschen studiert hat, zeigt es, im Gegensatze zum Skorpiongift, für alle die
geprüften Organe und organischen Functionen gleich giftige Einwirkungen.
Compt. Rend. Acad. Sc. Paris Bd. 108 pag. 683—685.
Systematisches. Seine Urodela theilt E. D. Cope in die Ordnungen
1. Proteida mit der Farn. Proteidae, 2. Pseudosauria mit den Fam. Crypto-
branchidae, Amblystomidae , Hyuobiidae, Plethodontidae , Thoriidae, Desmo-
guathidae, Salamandridae, Pleurodelidae, Amphiumidae und Caeciliidae und
3. Trachystomata mit der Fam. Sirenidae. Amer. Naturalist Bd. 23 pag. 860
bis 862.
Eine Tabelle für die Unterscheidung der bekanntereu nordamerikanischen
Caudatenlarven bringt derselbe in Bull. U. Nat. Mus. No. 34 pag. 31. Seine
Haupteintheilung der Urodelen ist folgende:
I. Seitliche und mittlere Hyoidelemente deutlich entwickelt.
1. 2 Paare von Ceratobranchialknochen ; Stapes mit dem Quadratbogen
verbunden; Wirbel ohne doppelte Hypapophysen : Trematodera mit
der Fam. Cryptobrancliidae.
2. Ein Paar Ceratobranchialknochen; Stapes wie bei den vorigen;
Wirbel mit doppelten Hypapophysen: Amphiumoidea mit der Fam.
Amphiumidae.
3. 2 Paare von Ceratobranchialknochen; Stapes beim erwachsenen
Thiere nicht mit dem Quadratbogen verbunden; nur das erste und
selten das zweite Epibranchiale vorhanden; Wirbel ohne doppelte
Hypapophysen: Pseudosauria mit den amphicoelen Fam. Ambly-
stomidae, Hynobiidae und Plethodontidae und den opisthocoelen
Fam. Desmognathidae, Thoriidae, Salamandridae und Pleurodelidae.
II. Hyoidelemente quer über die Mittellinie durchlaufend; keine deutlich
entwickelten mittleren Elemente; Stapes mit dem Quadratbogen ver-
bunden : Apoda mit der Fam. Caeciliidae. Ebenda pag. 33.
Abbildungen der 53 nordamerikanischen Caudatenspecies s. bei E. D. Cope
ebenda pag. 29—213.
Salamandridae. a. Salauiaiulriuae. Integumentalge bilde. Ueber die
Herkunft des Pigmentes in der Oberhaut hat J. H. List am Schwanzkamra
der männlichen Molyc cristata Beobachtungen angestellt. Es gelang ihm, den
Vorgang der Pigmentbildung innerhalb der Blutgefässe zu verfolgen, und er
glaubt sich zu dem Schlüsse berechtigt, dass die Hautpigmente ein durch Um-
in der Herpetologie wälneml des Jalires 1889. 267
waudhiug der rotlien Blutkörperchen entstehendes Excretiousproduct sind, die,
wie jeder unlösliche Frenulköi'per, durch die Leucocyten gegen die Oberfläche
geschafft und von den Epithelzellen z. Th. aufgenommen werden, um dann mit
der allmählichen Erneuerung der Oberhaut aus dem Zellverbande gelöst zu
werden. Anat. Anzeiger 4. Jahrg. pag. 598—599.
P. Schultz, Ueber die Giftdrüsen von Salamaiidra maculosa. Berlin,
Gust. Schade 1889, 8". Inaug.-Diss. 30 pagg. [s. oben pag. 237].
C. Phi Salix sucht die Frage zu beantworten, wie gross die tödliche
Gabe von Salamandergift bei verschiedenen Säugethiereu ist, ob sie je nach der
Art der Einführung in den Organismus höher oder niedriger bemessen werden
muss, ob man ein Thier an dies Gift gewöhnen kann und endlich, ob Salamandra
selbst für ihr eigenes Gift giftfest ist. Er wendet das Alcaloid selbst oder sein
Chlorliydrat zu den Versuchen an und verneint namentlich auch die letztgestellte
Frage. Compt. Rend. Acad. Sc. Paris Bd. 109 pag. 405—407. — C. Phi Salix
& Langlois erweitern diese Versuche, indem sie die Giftwirkung auf das
Nervensystem des Hundes studieren und dabei zugleich Körpertemperatur,
Athmung und Blutumlauf prüfen. Ebenda pag. 482 — 485.
Skeletsystem. Die erste Rippe von Salamandra maculosa und S. atra
zeichnet sich nach M. Iversen vor der zweiten durch eine viel stärkere Ent-
wicklung aus, verbreitert sich an ihrem distalen Ende und trägt hier eine grosse
nierenförmige Platte aus hyalinem Knorpelgewebe, die mit dem Schultergürtel
durch fibröses Gewebe verbunden ist. Verf. nennt sie Schulterträger und
homologisiert sie mit der Credner'schen Scapula der Stegocephalen, während er
die Crednersche Clavicula als Scapula auffasst. Anat. Anzeiger 4. Jahrg.
pag. 94—95. — Ref. in Amer. Naturalist Bd. 23 pag. 918.
Nervensystem. K. R. Burckhardt hat histologische Untersuchungen
am Rückenmark von Mol(je angestellt. Er behandelt die Mitosen und die Neuro-
blastentheorie, verfolgt die weitere Entwicklung der Stützsubstanz und Ganglien-
zellen und gibt dann eine Topographie des gesammten Rückenmarkes. Arch.
f. mikr. Anat. Bd. 34 pag. 131—156, Taf. 7—8. -
Ueber die Nervenendigungen in Lunge und Bauchmuskeln von Molge
cristata berichtet G. Cuccati. Der grössere Theil der sensibeln Fasern liegt
an der inneren Oberfläche der Lunge unter dem .Flimmerepithel und innerhalb
der Kittsubstanz dieser Epithelzellen. Sehr selten finden sich sensible Nerven-
endigungen unter dem nicht wimpernden respiratorischen Epithel. Unter den
Nervenendigungen in den Bauchmuskeln unterscheidet Verf. 5 Formen von End-
platten; die Mehrzahl gehört aber dem bandförmigen Typus an. Litern. Monatschr.
für Anat. u. Phys. Bd. 6 pag. 237 — 250, 1 Taf. und Boll. Sc. Med. Bologna (6)
Bd. 23 pag. 304-307.
Respirationsorgaue. An Kiemenplättchen von Salamandra maculosa
findet Fr. Q^angl, dass während der Mitose der Zusammenhang zwischen Zell-
körper und Kern viel inniger ist als bei ruhenden Kernen, was wahrscheinlich
auf Vermischung des Kernsaftes mit der Interfilarmasse beruht. Math.-nat. Ber.
Ungarn Bd. 6 pag. 61—77, Taf. 4.
Urogenitalsystem. Mittheilungen über aniitotische Kerntheilung im
Blasenepithel des Salamanders bringt W. Flemming. Verh. Anat. Ges. 3. Vers.
Berlin pag. 12—13 und Arch. f. mikr. Anat. Bd. 34 pag. 437—451, Taf. 27.
Histologische Beiträge zur Kenntniss des Hodens beim Salamander bringt
268 I^i"- Oskar Boettger: Bericht über die Leistnngen
F. Herinaun, indem er die Entwickluug des Mittelstückes und des Flossen-
saiimes der Spermatozoeu, den Nebeukern in den Samenzellen, den Process der
Regeneration und die Degenerationsvorgänge im Hoden eingehend verfolgt.
Arch. f. mikr. Anat. Bd. 34 pag. 58—69 und pag. 87—104, Taf. 3-4, Fig. 1-23
und 43-55 und München. Med. Wochenschr. Jahrg. 36 No. 8.
Ontogenie. Ueber die Bildung der primären und secundären Aiigenblase,
die Zelldislocation aus der primären in die secundäre Augenblase und die Be-
theiligung der Mitose an der Bildung der letzteren bei Embryonen von Molge
alpestris macht, N. Rüdinger Mittheilungen. Er findet, dass die Zellen-
verschiebungen einerseits und die Mitosen andererseits als die wesentlichsten
und nächsten Ursachen der Einstülpung der secundären Augenblase in die Höhle
der primären anzusehen sind, und dass nicht die Linse, wie bisher angenommen
wurde, die formelle Umbildung der Augenblaseu zu Stande bringt. Sitz.-Ber
Math.-phys. Gl. Akad. Wiss. München Bd. 19 pag. 137-151, Taf. 2.
L. Oaporaso hat über Regeneration des Rückenmarks im Schwänze von
Molge Versuche angestellt. Ziegler's Beitr. z. pathol. Anatomie Bd. 5 pag. 67
bis 98, 2 Taf.
Gelungene Versuche in Bezug auf totale Regeneration der Netzhaut bei
Molge veröffentlichen L. G-riffini & G. Marchiö. Nach Durchschneidung des
N. opticus und der Augengefässe ti-at eine totale Degeneration der Netzhaut
ein; die Neubildung erfolgte von der nicht degenerierten Ciliarregion aus. Arch.
Ital. Biol. Bd. 12 pag. 82—89 und Riforma Med. Napoli 5. Jahrg. pag. 86—87
und 92-93.
Biologisches. Mittheilungen und Betrachtungen über Albinismus bei
Salamandra maculosa Laur. [vergl. Ber. f. 1888 pag. 258] bringt H. Fischer-
Sigwart. Ann. Sc. Phys. Nat. Geneve (3) Bd. 22 pag. 478.
E. Festa beschreibt Flavismus von einem ^ der Molge cristata var. harelini
Str. aus Parma. Er vergleicht das Stück mit dem bekannten Triton ictericus
Reichenbach. Boll. Mus. Zool. Univ. Torino Bd. 4, No. 55. 2 pagg.
Auch die ilfoZ^e- Arten Nordamerikas haben nach 0. P. Hay, wie gewisse
Species von Amblystoma [vergl. Ber. f. 1886 pag. 230] das Vermögen, sich mit
dem Schwänze anzuklammern, in bemerkenswerthem Grade. Amer. Naturalist
Bd. 23 pag. 612.
Faunistisches. Faunistische und biologische Bemerkungen über Sala-
mandra maculosa und atra Laur. bringt F. Müller. Verb. Nat. Ges. Basel
8. Theil pag. 686-687.
G. A. Bou lenger führt Sal. maculosa var. algira Bedr. von den Benider
Hills bei Tauger als neu für Marocco auf. Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 3 pag. 307.
A. Treichel nennt Sal. maculosa von Neustadt, Westpreussen, und MoZ^e
alpestris von ebenda und Schmechau. Schrift. Nat. Ges. Danzig, N. F., Bd. 7,
Heft 2 pag. 257.
Systematisches. Wichtige System, u. diagnostische Bemerkungen über
Sal. maculosa var. algira Bedr. und Molge waltli Mich, von Chart-la-Kaab,
Marocco, bringt G. A. Boulenger. Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 3 pag. 306—307.
Nach A. V. Mojsisovics zeichnet sich Sal. maculosa von Orsova, Banat,
durch das Ueberwiegen der schwarzen Grundfarbe und die Kleinheit der gelben
Makeln aus. Mitth. Nat. Ver. Steiermark Jahrg. 1888, Heft 25, Abb. Sep.-Abdr.
37 pagg.
in der Hei'petologie während des Jahres 1889. 269
DiemyctyUis viridescens Raf. wird in die var. viridescens Raf. mit f. miniata
und f. viridescens imd in die var. meridionalis getheilt. Cope, Bull. ü. S. Nat.
Mus. No. 34 pag. 207—213, Fig. 52—54.
Molge torosa pag. 204 und M. viridescens Raf. pag. 207 = Diemyctylus.
Cope, ebenda.
b. AmMystomatinae. Ontogenie. A. Kölliker hat am sich furchenden
Ei von Siredon Polstrahlungen wahrgenommen, die sich im wesentlichen ebenso
verhalten wie die sogen. Attractionssphären bei Ascaris. Er beschreibt ein-
gehend die Theilung der Furchungskugeln., Verf. verstärkt durch diese Beob-
achtung die Annahme E. van Beneden's über die grosse Bedeutung der Attractions-
sphären, Polstrablungen und Polkörperchen bei der Eifurchung vor der Kern-
theilung. Anat. Anzeiger 4. Jahrg. pag. 147—155, 3 Figg. und Sitz.-Ber.
Phys.-med. Ges. Würzburg 1889 pag. 22—23.
Weitere Mittheilungen F. Houssay's [vergl. Ber. f. 1888 pag. 268] über
die Embryologie des Axolotls beziehen sich auf die Segmentation, den Ursprung
und die Entwicklung des peripherischen Nervensystems und die Morphologie
des Kopfes. Compt. Rend. Acad. Sc. Paris Bd. 109 pag. 703—706.
Beobachtungen von M. Houssaye über die Metamerie des Kopfes beim
Axolotlembryo sollen sich auch in Compt. Rend. Soc. Biol. Paris (9) Bd. 1
pag. 691-694 finden.
Ueber primäre Metamerie des Neuralrohres bei Embryonen von Amblystoma
punctatum s. oben Ch. F. W. McClure pag. 171.
Mittheilungen über indirecte Zell theilung in allen Geweben des Embryos
von Amblystoma bringt auch J.A. Ryder. Amer. Naturalist Bd. 23 pag. 827— 829.
Derselbe beobachtete an ein bis 2 Wochen alten Larven Yon Amblystoma
eine leichte Aufwärtsbiegung der Schwanzspitze und deutet diese Erscheinung
als atavistisches Merkmal einer früheren Heterocerkie. Proc. Acad. Nat. Sc.
Philadelphia 1889 pag. 155.
Biologisches. 0. P. Hay hat die Lebensgewobnheiten von Amblystoma
miürostomum, tigrinum und punctatum um Indianopolis studiert. Die erst-
genannte, dort besonders häufige Art legt ihre Eier schon in den ersten Tagen
des März und befestigt sie einzeln oder in Klümpcheu an untergetauchten
Grashalmen oder Reisern. Das Ei hat nur 2 mm und mit der Gallerthülle
6—9 mm Durchmesser. Am Embryo wurden die Balancierorgane [vergl. Ber.
f. 1888 pag. 268] auch bei dieser Art beobachtet. Die Larven schlüpfen nach
25—38 Tagen aus und sind dann 10 mm lang. Sie werden beschrieben und ihr
Wachsthum verfolgt, Larven von 15 mm Länge nähreu sich hauptsächlich von
Muschelkrebschen; bei 25 mm Länge gebrauchen sie bereits ab und zu ihre
Lungen. Mit etwa 48 mm ist die Larve erwachsen. Verf. beschreibt sie. Sie
frisst kleine Wasserschnecken (Planorbis) und Würmer. Ende Mai tritt die
Verwandlung ein und der Molch verlässt das Wasser, um sich bei trockenem
Wetter in der Erde zu verkriechen und fortan das Wasser zu meiden. Die
Ueberwinterung geschieht, wie es scheint, nahe dem Wasser oder unter dem
Eise, denn Verf. erhielt Thiere schon im Januar oder Februar, die aus Tümpeln
unter dem Eise hervorgezogen worden waren. Im Klettern sind die meisten
Amblystoma- Alten sehr geschickt; alle scheinen in erster Linie von Regen-
würmern zu leben. In der Noth fressen sie aber auch Laubfrösche, kleine
Wasserfrösche und Raupen. Eine Pharyngeal-Athmung ähnlich der von Orypto-
branchus [vergl. Ber. f. 1886 pag. 231] wurde bei allen drei Arten konstatiert.
270 Dl"- Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen
Es wird die Verrauthung ausgesprochen, dass dieselbe beim Ueberwintern unter
dem Eise den Thieren von erheblichem Nutzen sein möge. Bei der Häutung
pflegt A. tigrinum das Wasser aufzusuchen; die Häutung erfolgte im Hoch-
sommer fast allwöchentlich. Die alte Haut geht in einem Stücke ab und wird,
wie es scheint, niemals gefressen. Die Intelligenz von Ämblystoma ist sehr
gering; A. microstomum bringt mehrere Arten von Geräuschen hervor, besitzt
aber keinen eigentlichen Lockton. Amer. Naturalist Bd. 23 pag. 602—612.
Systematisches. Amhlystoma annulMum Cope = Linguaelapsus pag. 115.
— A. aterrimum Cope = Chondrotus pag. 109. — A. cingulatum Cope = Chon-
drotus pag. 100. — A. decorticatum Cope = Chondrotus pag. 107. — A. lepturum
Cope = Linguaelapsus pag. 116. — A. microstomum Cope = Chondrotus pag. 101.
— A. paroticum Baird ^ Chondrotus pag. 105. — A. tenebrosum B. G. = Chon-
drotus pag. 111. — A. texanum Matth. = Chondrotus pag. 104. — A. trisruptum
Cope, Neumexico, neu beschr. pag. 86. Cope, Bull. U. S. Nat. Mus. No. 34.
Hynohius chinensis n. sp. verwandt japonicus. Itshang, oberes Yangdsy-
Gebiet. Günther, Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 4 pag. 222.
c. Pletliodontinae. Faunistisches. S. Gar man verzeichnet aus Höhlen
Südwest -Missouris pag. 232 in "Wilson's Cave Geotriton longicauda und Larven
von Plethodon und gibt eine Schilderung ihres dortigen Vorkommens. Bull. Mus.
comp. Zool. Harvard Coli. Bd. 17 pag. 225-240, Taf. 1—2.
Systematisches. Batrachoseps caudatus n. sp. Hassler Harbor, Alaska
pag. 126, Fig. 27, Taf. 81, Fig. 2. — B. scutatus Tsch. = Hemidactylium. pag. 130.
Cope, Bull. U. S. Nat. Mus. No. 34.
GyrinojMlus Cope wird für Spelerpes porphyriticus (Green) aufrecht erhalten.
Cope, ebenda pag. 155.
Flethodon aeneus Cope, Süd -Tennessee, neu beschr. u. abgeb. pag. 143,
Fig. 32. — PI. cinereus (Green) wird in 3 Formen gespalten : PI. cinereiis Green,
dorsalis Baird u. erythronotus Green pag. 133—139, Fig. 30. — PI. erythronotus
Green = cinereus var. pag. 133. Cope, ebenda.
S^Jelerpes porphyriticus Green = Gyrinophilus. pag. 155. — Sp. ruber (DamA.)
wird in 3 Formen gespalten: Sp. flavissimus Hall., montanus Baird und stricticeps
Baird. pag. 172—182, Fig. 43, Cope, ebenda.
Stereochilus u. gen. Zunge längs der Mittellinie bis zum Vorderrande ange-
heftet; 4—5 Zehen; Praemaxillarknochen zu einem Stücke verschmolzen, mit
einfachem Dorne und ohne Fontanelle. — Für Spelerpes marginatus (Hallow.).
Cope, ebenda pag. 152.
d. Desmognathinae. Systematisches. Desmognathus ochrophaeus Cope.
Meadville, Pa., neu beschr. und abgeb. Cope, ebenda pag. 191, Fig. 47.
Amphiumidae. Skeletsystem. Ueber den Bau des Schädels von Amphiuma
macht 0. P. Hay eine kurze Notiz. Proc.Amer.Assoc. Adv.Sc. Bd. 37 pag. 286.
Urogenital System. Mittheilungen über Samenfäden und speciell über
die Spermatozoen von Amphiuma tridactylum macht G. A. Piersol. Univ.
Med. Mag. Philadelphia Bd. 1 (1888-89) pag. 661—669, 1 Taf.
Ontogenie. Notizen über Ei und Embryo von Amphiuma bringt auch
J. A. Ryder. Er bestätigt einige von Hay's Beobachtungen [vergl. Ber. f. 1888
pag. 268] und macht besonders auf die auffallenden Unterschiede in der Grösse
der Larven von 38—54 mm kurz nach dem Auskriechen aufmerksam. Alle hatten
den Dotter bereits absorbiert. Er beschreibt 3 Reihen von Seitenoi-ganen an den
Körperseiten der Larve; die Endorgane am Kopfe sind dagegen schwächer ent-
in der Herpetologie während des Jahres 1889. 271
wickelt als bei anderen Caudaten. Schon beim Verlassen des Eies sind die
Gliedmassen dreizehig und sie sind anscheinend gleichzeitig entwickelt worden.
Amer. Naturalist Bd. 23 pag. 927—928.
Systematisches. Cryptobranchus fuscus (Holbr.). Knoxville, Tenn., neu
beschr. u. abgeb. Cope, Bull. U. S. Nat. Mus. No. 34 pag. 43, Fig. 6.
Proteidae. Sinnesorgane. C.Hess hat das Auge you Proteus anguinus
eingehend studiert. Er findet es nur 15 — 20 mal grösser als ein rothes Blut-
körperchen dieses Thieres. Es besteht aus einer bindegewebigen, pigmentierten
Sclera und einer Netzhaut, die nahezu den ganzen Binnenraura ausfüllt. Alle
Schichten sind vorhanden und gut entwickelt mit Ausnahme der Stäbchen, die
unregelmässig gestaltet, im allgemeinen die Form von Halbkugeln oder Ellipsoiden
zeigen. Gefässe sind nicht vorhanden; Hornhaut und Linse fehlen völlig, ebenso
Augenmuskeln und Thränendrüse ; nicht einmal eine Orbitalhöhle ist angedeutet.
Das Auge enthält keine ectodermalen Gebilde, es ist auf dem Stadium einer
secundären Augenblase stehen geblieben, mithin nicht verkümmert, sondern
rudimentär entwickelt. Arch.f. Ophth.(v.Gräfe) Bd. 35 Abth. 1 pag. 1 — 19, Taf.l.
Auch 0. Kohl macht Mittheilungen über das Auge von Proteus. Er
controliert Leydig's, Hensen's und Carriere's Untersuchungen und wendet sich
namentlich vielfach gegen von Hess gegebene Einzelheiten. Zool. Anzeiger
12. Jahrg. pag. 405-408.
Verdauungsorgane. Um die Frage zu entscheiden, oh Proteus ein auf
niedriger Entwicklungsstufe stehengebliebener oder aber ein rückgebildeter
Batrachier sei, studierte A. Oppel besonders dessen Verdauungstractus mit den
dazu gehörigen Orgauen und die Lungen. Die einzigen secernierenden Elemente,
die die Mundhöhle aufweist, der Drüsen völlig fehlen, sind Becherzellen. Drüsen-
schläuche in der Schnauzenspitze hält Verf. für den Thränencanal , die übrigen
für Nasenböhlendrüsen. Schilddrüsen finden sich drei wie bei anderen Caudaten;
auch tonsillenähnliche Gebilde kommen vor. Der von der Speiseröhre histologisch
scharf zu trennende Magen zeigt zwei Regionen, den Fundus, dessen Drüsen
aus zweierlei Zellen bestehen — Schleim- und Labzellen, — und die Pylorus-
Region. Im Darm sind Drüsen vorhanden. Der Bau des Pankreas ist normal,
doch münden seine Ausführungsgänge in grosser Zahl und zwar an zwei ver-
schiedenen Stellen in den Darm ein. Die Leberstructur ist sehr beachtenswerth;
es handelt sich bei ihr um zwei ganz verschiedene Systeme, die sich durch-
weben; das eine besteht aus Leberzellen, das andere kennzeichnet sich durch
reichlich eingelagerten Farbstoff und durch zahlreiche Wanderzellen. Letzteres
vertritt einen Theil des Lymphsystems. Die genannten Wanderzellen entstehen
nicht in der Leber, sondern im Darme und gehen in der Leber zu Grunde.
Arch. f.mikr. Anat. Bd. 34 pag. 511—555 und 565—572, Taf. 28-30, Fig. 22— 29.
Eine Notiz über die Tunica propria der Magendrüsen von Proteus bringt
auch P. Eisler. Ebenda pag. 4, Anm.
Respirationsorgane. A. Oppel hat auch die Lungen von Proteus
untersucht. Es sind Lunge, Tracheobronchialraum und Larynx wohl von einander
zu unterscheiden; die Lunge ist, nach ihrem histologischen Bau zu urtheilen,
functionsfähig. Ebenda pag. 556—564, Taf. 30, Fig. 30—32.
Biologisches. Weitere Mittheilungen über die Eiablage von Proteus
und über die Entwicklung seiner Larve [vergl. Ber. f. 1888 pag. 269] macht
E. Zeller. Unter Schutzvorrichtungen, die die Wasserwärme höchstens in den
Grenzen von 4 — 14Vj*'R. schwanken Hessen, hielt Verf. seine Ohne im Freien.
272 Dr. Oskar Boettgei-: Bericht über die Leistungen
Vom 14. — 16. April erhielt er 76 Eier. Nach 90 Tagen schlüpften 2 Larven aus,
die bei 22 mm Länge, von der 5 mm auf den Schwanz kommen, in der Gestalt
den Alten bereits sehr ähnlich sind, aber ein weit deutlicheres Auge zeigen als
die erwachseneu Thiere. Ei, Embryo der 13. Woche und eben ausgeschlüpfte
Larve werden eingehend beschrieben und abgebildet. Jahresh. Ver. Vat. Nat.
Württ. Bd. 45 pag. 64 und 131—138, Taf. 3.
Betr. R. Schnei der' s neuen Untersuchnngen über Eisenaufnahme in den
Körper von Proteus vergl. oben pag. 241.
Systematisches. Abbildungen der beiden uordamerikanischen Arten
dieser Familie s. bei E. D Cope, Bull. U. S. Nat. Mus. No. 34 pag. 24 u. 27.
Necturus punctatus Gibb. Charleston, S.C., neu beschr. u. abgeb. Cope,
ebenda pag. 27, Fig. 4.
Apoda.
Caeciliidae. Sinnesorgane. P. Sarasin fand im Gehörorgan von
Ichthyophis am Utriculus 5, am Sacculus 4 Nervenendstellen. Der N. acusticus
läuft in 5 Aesten von der Schädelhöhle ins Labyrinth. Das Gehör von Ichthy-
ophis ist also nicht allein ebenso gut wie das der übrigen Batrachier ausgebildet,
sondern der Bau seines Ohres geht in gewissen Punkten, wie z. B. in der Grösse
der Macula sacculi, noch erheblich darüber hinaus. Sitz.-Ber. Ges. Nat. Fr.
Berlin 1889 pag. 137.
Nach F. Sarasin sind die Canäle der sogen. Tentakeldrüse von Jc^iÄJ/ojjA/s
Thränencanäle. Sie verbinden sich mit keiner Drüse, sondern münden in einen
von der Hauptnasenhöhle bis zur Ohoane abgetrennten, mit mächtigem Sinnes-
epithel ausgekleideten Theil der Nase, in den auch die Tentakeldrüse ihr Secret
entleert. Diese Nebeunasenhöhle erklärt Verf. für einen Schnütfelapparat, den
Tentakel für ein Tastwerkzeug, obgleich auch er besondere nervöse Endorgane
darin nachzuweisen nicht im Stande war. Die Function der mächtigen Orbital-
drüse endlich glaubt er in der Reinhaltung dieser beiden Sinnesorgane von
anklebenden Erdtheilchen suchen zu müssen. Ebenda pag. 147—148 und Verh.
Anat. Ges. 3. Vers. Berlin (1890) pag. 91-95.
Ontogenie. Von P. & F. Sarasin 's Ergebnissen naturw. Forschungen
auf Ceylon in den Jahren 1884—85, Wiesbaden, C. W. Kreidel, Bd. 2 ist der
3. Theil pag. 97—149, Taf. 12—14 „Zur Entwicklungsgeschichte und Anatomie
der Ceylanischen Blindwühle, Ichthyophis glutinosus" 1889, 4". erschienen. Nach
den Verf. besitzen die Eier einen selir grossen Dotter und furchen sich infolge-
dessen wie Reptilien- und Vogeleier, doch verhalten sich die Salamandereier
ähnlich und bilden die Brücke zu den dotterärmeren Batrachiereiern, die sich
wie das Froschei total, aber inaequal furchen. Nach den vorliegenden Unter-
suchungen umwächst das Darmepithel bei Ichthyophis den Dottersack nicht, der,
bevor er in die Körperwand des Embryos aufgenommen ist, vielfache Form-
veräuderungen zeigt. Der nunmehr zerklüftete Dotter enthält eine centrale
Höhle, in die Dotterzellen hineinfallen und sich auflösen. Diese Höhle commu-
niciert zunächst nur vermittelst Litercellularräumen mit der Darmlichtung.
Zahlreiche Gefässe dringen aus der BindegCAvebsschicht um den Dotter in ihn
hinein. Inzwischen vergrössert sich die centrale Höhle und stösst dann direct
an das Darmepithel, dessen Zellen sich lebhaft theilen. Vorn und hinten ergänzt
sich die Darmrinne zu einem Darmrohre ; wahrscheinlich ist dieser Process auch
im ganzen Darme in gleicher Weise thätig, wodurch sich der Darm endgiltig
iu der Herpetologie während des Jahres 1889. 273
vom Dotter abgliedert. Schliesslich wird der Dotter in die Darmwand auf-
genommen uad liegt dann als ein langer Strang an der Bauchwand. Der Dotter
ist als eine zusammengesetzte Drüse anzusehen, die dem Embryo Nahrung
liefern soll. Das durch die Zellen entstandene Product, die in den Hohlraum
des Dotters gerathen und hier aufgelöst worden sind, gelangt zu den Entoderm-
zellen des Embryos, denen wohl die Verdauung obliegen wird. Der um den
Dotter herumgebogene Caecilienembryo ähnelt dem des Salamanders, er trägt
3 Paare von äusseren Kiemen, nach deren Verschwinden deutliche Kiemenspalten
in den Schlund führen. Das Schwanzende des Embryos ist von einem Flossen-
saum umgeben; auch treten neben dem After 2 kleine Gliedmassenstummel auf,
während dem erwachsenen Thiere bekanntlich Extremitäten fehlen. Doch ist
dies, wie andere Eigenthümlichkeiten, als eine Folge der im Gegensatze zu den
Caudaten total anderen Lebensweise der Blindwühlen anzusehen. Letztere
erweisen sich also als fusslose Urodelen, von denen sie abzuleiten sind; sie be-
sitzen jedoch einige zu den Reptilien hinleitende Verhältnisse, so den grossen
Dotter, die ähnliche Furchung, die reiche Gliederung des Schädels, der wie bei
allen Batrachiern 2 Condyleu besitzt; auch das Gehirn ist stark zusammen-
geschoben und ebenso das Gehörorgan. Vergl. auch Verb. Anat. Ges. 3. Vers.
Berlin (1890) pag. 91—99. — Ref. in Amer. Naturalist Bd. 23 pag, 1098.
Faunistisches. F. Müller stellt Guatemala als Vaterland für Gymnopis
oligozona Cope fest. Verb, Nat. Ges. Basel 8. Theil pag. 686.
Systematisches. "Weitere Mittheilungen über" die Verwandtschafts-
beziehungen der Caecilien zu den Caudaten [vergl, Ber. f. 1887 pag. 255] macht
P. Sarasin auch iu Verb. Anat. Ges. 3. Vers. Berlin (1890) pag. 95—100.
Betr. der Einordnung der Apoden lanter die Caudaten vergl. auchE. D. Cope
oben pag. 266.
Stegocejihala
(nur fossil).
Allgemeines. L. v. Ammon's Permische Amphibien der Rheinpfalz.
München, F. Straub 1889, 4" 119pagg., 5 Taf. hat als Einleitung eine sehr
vollständige bibliographische Aufzählung aller die Stegocephalen berührenden
Schriften. Neu beschrieben werden ein Branchiosaurus und ein Macromerion
(s. Protritonidae, Anthracosauridae).
H. B. Geinitz macht Mittheilung über die Auffindung von Stegocephalen-
resten im Kalke des Oberrothliegenden von Götzenhain bei Frankfurt a. M. durch
A. V. Reinach. Es sind Unterkiefer, Coracoid, Thoracicum laterale und Para-
sphenoid erhalten, vergleichbar mit Branchiosaurus oder Pelosaurus. N. Jahrb.
f. Min. 1889 Bd. 2 pag. 193-194.
Systematisches. Seine Stegocephali theilt E.D.Cope in die Unter-
ordnungen 1. Ganocephali mit den Fam. Trimerorhacbidae und Archegosauridae,
2. Rhachitomi mit der Fam. Eryopidae, 3. Emboloraeri mit der Fam. Cricotidae
und 4. Microsauri mit den Fam. Branchiosauridae, Hylonomidae, Molgophidae
und Phlegthontiidae. Amer. Naturalist Bd. 23 pag. 860—861.
Einige Aenderungen in der Nomenclatur der Stegocephalen schlägt
R. Lydekker vor (s. Archegosauridae, Nyraniidae). Nicholson & Lydekker's
Manual of Palaeontol., 3. Edit., Bd. 2.
fflastodonsauridae (Labyrintbodontidae). E. Fraas gibt eine ausführliche
Darstellung und ganz vorzügliche Abbildungen der Labyrinthodonten der
schwäbischen Trias. Nach einer Discussion der Literatur und Systematik der
Aich. f. Naturgesch. Jahrg. 1890. Bd. IL H. 1. 18
274 Dr. Oskar Boettger: Bericht über die Leistungen etc.
Stegocephalen und speciell der Labyrinthodonten, von denen er als gut begrenzte
Gatt, namentlich Trematosaurus , Metnpias, Capitosaurus, Mastodonsaurus und
Lahyrinthodon bezeichnet, bespricht er die Lagerungsverhältnisse der Horizonte,
worin sich diese Reste finden, also Buntsandstein, Muschelkalk, Lettenkohle,
Hohenecker Kalk und Keuper und wendet sich sodann pag. 32—93, Fig. 1—6,
Taf. 1 — 5 zur Beschreibung von Mastodonsaurus giganteus Jag. nach Schädel,
Zahnbau, Wirbelsäule, Kehlbrustapparat, Beckengürtel und Gliedmassen. Ebenso
werden M. granulosus n. sp. aus dem Muschelkalk und der Lettenkohle von
Crailsheim, Bibersfeld etc. pag. 94—100, Taf. 6, Fig. 1—12 nach Schädel, Rumpf-
skelet und Thoraxschild, M. acuminatus n. sp. aus dem Hohenecker Kalke
pag. 104—115, Taf. 7—8, Fig. 1 nach Schädel und Rumpfskelet, M. Tceuperinus
n. sp. aus dem Unterkeuper von Stuttgart pag. 116—120, Taf. 8, Fig. 2—6 nach
Schädelresten und den mittleren Kehlbrustplatten und je ein weiterer unbenannter
Mastodonsaurus pag. 101, Taf. 6, Fig. 13—14 und Labyrinthodon pag. 102-103,
Taf. 6, Fig. 15 — 16 aus dem Muschelkalk von Crailsheim besprochen. Schliesslich
werden Cydotosaurus robustus (v. Myr.) pag. 121 — 136, Taf. 9—11, Fig. 4 und
Metopias diagnosticus v. Myr. pag. 187—156, Taf. 11, Fig. 5—9 und Taf. 12-16,
beide nach Schädel und Rumpfskelet beschrieben und ahgeliildet. Die neue Gatt.
Cydotosaurus ist auf Capitosaurus robustus v. Myr. begründet und wird pag. 135
diagnosticiert. Palaeontographica (v. Zittel) Bd. 36, pag. 1 — 158, Taf. 1—17.
Mittheilung über ein neues Unterkieferbruchstück , den ersten von dort
bekannt gewordenen Rest der Schädeldecke, "Wirbel und Rippe von Mastodon-
saurus silesiacus Kun. aus dem Muschelkalk von Sacrau bei Gogolin, Ober-
schlesien, [vergl. Ber. f. 1888 pag. 272] macht H. Kunisch. 67. Ber. Ges. Vat.
Cult. Breslau 1889 pag. 93, 95 und 101—102. — Derselbe gibt eine vorläufige
Beschreibung von Capitosaurus silesiacus n. sp. nach einer ziemlich vollständigen
linken Schädelhälfte ebenfalls aus dem Muschelkalke v. Gogolin. Ebenda pag.lOl — 102.
Anthracosauridae. L. v. Amnion beschreibt aus dem Perm von Wolfstein
Macromerium guembeli n. sp. Perm. Amphib. d. Rheinpfalz. München 1889
pag. 94, Taf. 4, Fig. 2.
Nyraniidae. R. Lydekker errichtet diese neue Familie für die Gatt.
Nyrania Fritsch und Ichthyerpetum Huxl. Nicholson & Lydekker, Manual of
Palaeontoiogy, 3. edit., Bd. 2 pag. 1032.
Dendrerpetidae. Mittheilungen über das Vorkommen eines kleinen Stego-
cephalen in dem Karoosystem des Oranje-Freistaates macht R. Lydekker. Er
beschreibt kurz den Schädel und nennt die Art Bothriceps huxleyi n. sp. Die
typische Art dieser Gattung (B. australis) stammt aus den Hawkesbury-Schichten
Australiens. Ann. Mag. N. H. (6) Bd. 4 pag. 475—476 [s. auch Cat. Foss. Rept.
Br. Mus. Bd. 4 (1S{)0) pag. 172, Fig. 41].
DiplOSpondylidae. R- Lydekker ändert die 'Numen Diplovertebron'Fntsch
und Diplovertebridae Fritsch in Diplospondylus und Diplospondylidae. Geol. Mag.
(3) Bd. 6 pag. 325.
ArchegOSauridae. R. Lydekker schlägt für Tlatyops Twelv. 1880, nou
Flatops Newp. 1844 den Namen Platyoposaurus vor. Nicholson & Lydekker,
Manual of Palaeontoiogy, 3. edit., Bd. 2 pag. XI
Protritonidae (Branchiosauridoe). L. v. Ammon beschreibt aus dem Perm
von Pfarrwald bei Heimkirchen einen Branchiosaurus caducus n. sp. Perm,
Amphib. d. Rheinpfalz, München 1889 pag. 81, Taf. 4, Fig. 1 und Taf. 5, Fig 9-10.
B ericht
über
die Leistungen in der Iclithyologie während des Jalires 1888.
Von
Dr. F. Hllgrendorf.
Allgemeines. Ed. van Beneden, Les Tuniciers sont-ils des
poissons degeneres? Qq. mots de rep. ä Dohrn. — Zool. Anz.
1887 (X), Nr. 257 ii. 8. (Vergl. hierzu auch Dohrn und JuUn, bei
Entwicklung.)
F. Lahille, Les Tuniciers sont-ils les ancetres des Vertebres?
Proces verb. Sog. H. N. Toulouse, Jg. XXII, 926. — Vf leugnet jede
Verwandtschaft.
D. S. Jordan, Note on the „Analyse de la nature" of Rafi-
nesque (1815). Vf. zählt die 36 „Substitute names" von Fischen
auf; nur solche könnten als definirt in Betracht kommen. Aber
nur bei 4 (Orcynus, Alectis, Amiatus und Orbidus) ist eine praktische
Ueberlegung nöthig. — Proc. U. S. nation. mus. X (1887), p. 480- — 1.
J. Douglas Ogilby, Catalogue of the fishes in Australian
Museum. I. Recent palaeichthyan f. Sidney, 33 S. 8°. — Von
325 bek. Sp. 109 durch 422 Expl. vertreten; 9 typ. Expl. Maasse
und Fundorte bemerkenswerth: Galeocerdo 13 Fuss, Zygaena 14 F.,
Caroharodon 12', Pristis 15', Ceratopt. U' (br.); 1 Raja und 1 Chi-
maera sp. nn.
W. E. Hoyle, The Scottish marine Station and its work. J. mar.
biol. assoc. un. kingd., Nr. 2 (Aug. 88), p. 218 — 240. Vf. erw., dass
nach Cunningham bei unreiten Weibchen von Myxine der hintere
Theil der Geschlechtsdrüse einen Hoden darstellt. — In derselben
Zeitschr. auch Berichte üb. die Station in Plymouth.
A. Günther, Anweisung zum Sammeln u. Conserviren der
Fische, in: Neumayer, Anleit. z. wiss. Beob. auf Reisen, Berlin, 8'\
2. Aufl., S. 418—427.
Fürst Albert de Monaco, ,, Anwendung von Reusen im tiefen
Wasser", C. r. tome 107, p. 126. Ebd. Vorschläge zur Erleuchtung
der Tiefsee behufs Fischfang für wissensch. Zwecke von Regnard
p. 129, Banare p. 197.
18*
276 Dl'- F. Hilgendorf: Bericht über die Leistungen
F. Eilh. Schulze, ,,ein Gebilde, welches als fossile Schlange
eingesandt war", ist eine getrocknete Chorda dorsalis vom Stör, die
zufällig zwischen Braunkohlen gerathen, in Oranienburg gefunden
und als Schlange im Lokalblatt beschrieben wurde. — Sitzb. Ges.
naturf. Fr Berlin 1888 p. 1—3.
Vergleiche ferner: Hensen, physiol. u. morphol. Art-Unter-
schiede, s. bei Fischerei; Goronowitsch, das Nervensystem der
Vertebraten u. Arthropoden ist nicht homolog, s. Nervsyst.; Shore,
Nerv, der Nemertinen, ebd.; Maurer, Kiemen der Amphibien u.
Fische, s. Athmungsorg.
Anatomie und Physiologie.
Allgemeines. J. Beard, The old Mouth and the new. Vf. be-
trachtet den oralen Theil der Hypophysis als den ursprünglichen
Mund, und mit Dohrn den jetzigen Mund als 2 ehemalige Kiemen-
spalten. Der präorale Theil des Evertcbraten - Nervensystems fehlt
gänzlich bei Vertebraten; er wurde durch das für Auge, Kiemen etc.
vorn stark entwicl<elte postorale Nervensystem überflüssig und ver-
schwand. Aehnliche Vorgänge in der ontog. Entw. der Annelida
beweisen die Möglichkeit solcher Vorgänge. Der neurale Theil der
Hyp. diente urspr. der Innervation des früheren Mundes; noch jetzt
ist er bei Petromyzon, Myxine u. ? Protopterus deutlich nervös (also
weder Drüse noch Sinnesorgan), wie die orale Hyp. bei Myx. noch
jetzt mundartig funktionirt. Die Ableitung der Vert. von den Annel.
ist somit ohne Schwierigkeit. — Anat. Anz. III 15 — 24.
R. Schneider, Ueber Eisen -Resorption in thier. Org. u. Ge-
weben. — Fische besitzen (wie Wasserthiere überhaupt) reichlicheren
Eisengehalt in den dabei in Frage kommenden Geweben, besonders
unterirdisch lebende. Ein Aal der Hamburger Wasserleitung besass
eisenhaltige Flossenstrahlen u. alle Theile stärker eisenh. als ein
Aal des Berl. Aquariums. Chordaknorpel (Petromyzon), Zahnspitzen
u. Kiemendornen (bei Rhodeus), Schleim- u. Becherzellen der Haut,
Kiemenepithel, Darmdrüsen (hier oft eine Epithelstelle besonders
siderophil als Cvmidvs), Leber, Malpighische K. der Milz, Harn-
kanälchen der Niere, sowie Testis u Ovarien reagiren bei Fischen
auf Eisen. Dies wird nachgewiesen durch längere Einwirk. v. Ferro-
cyankalium (1,2%) u. darauf kurze von Salzsäure (0,4 7o)- Nerven
u. Muskeln sind eisenfrei; Zellkern u. Plasma zeigen typische Ver-
schiedenheiten. Der Eisengehalt in rothen Blutk. u. in deren Zer-
setzungsprodukten ist bekannt. — Abb. Ak. Wiss. Berhn 1888, 68 S.,
3 Taf. (Abb.: Anguilla, Flosse u. Seitenorgan; Petroni., Haut; Cobitis,
Niere u. Hoden.)
N. Czermak, Entw. des Knochen- u. Knorpelgewebes. Vf beob.
(Nr. 1) am Dottersack von Salmoniden längliche Zellen, die sich in
faseriges Bindegewebe umAvandelten. (Sonst nur Säugethiere beob.)
— Anat. Anz. HI 470.
hl der Ichthyologie während des Jahres 1888. 277
H. Rabl-Kückhard, Fettzellen von eigenthümlicher Form. —
Im Unterhautbindegewebe u. besonders in den Markhöhlen der Kopf-
knochen von Cobitis barb. sah Vf. in einem in Kali bichr. (3 7o)
gehärteten Präp. Fetttropfen [14 — 40// Dm.], eingeschlossen in einer
dünnen Protoplasma-Hülle, von der lange, nadelf., öfters verzweigte
Pseudopodien ausgingen. In anderen Präp. stets nur dicke, knorrige
Verästelungen. — Areh. f. mikr. Anat. XXXII 182—7, 2 Xjl.
E. Ray Lankester, Artikel „Vertebrata" in: Encyclopaedia
Brit. Vol. 24, p. 76—85.
Vergleiche ferner: Guitel, Gesammtanatomie von Lepado-
gaster (bei System., Gobiesocidae) ; Raffaele, Sekretionsgewebe
(Syst , Gadus); Kastschenko, Zellen mit e. 3. Kernzustande [zer-
theilter Kern] (bei Entwickl., An. Anz. III 465).
Haut. Sam. G arm an, On the Lateral Canal System of the
Selachia and Holocephala. Die ,, Kanäle", gleichviel ob geschlossene
Röhren oder offene Furchen, zeigen eine nach Familien u. Gatt,
charakteristisch wechselnde Anordnung, lassen sich aber auf folgende
allgemeine Züge zurückführen. Auf dem Kopfe zieht jederseits ein
C. cranialis nach vorn, der auf dem Rostrum rostralis heisst, dann
an der Spitze nach der Unterseite abbiegt und als subrostralis
zwischen Auge und Nase nach hinten läuft. Meist als seine un-
mittelbare Fortsetzung erscheint der suborbitalis , der hinter dem
Auge als orbitalis im Bogen emporsteigt, das hintere Ende des
cranialis (wo dieser nach hinten in den lateralis des Körpers über-
geht) rechtwinklig schneidet und als auralis quer über die Ohr-
region zur andern Seite hinübergeht. An der Bauchseite stossen
hinter dem Mundwinkel von hinten ein jugularis und von der
Mediane her ein oralis (der jedoch nur selten mit dem der andern
Seite sich vereinigt) fast rechtwinklig zusammen, von da aus zieht
dann der angularis nach vorn, verbindet sich durch ein kurzes Stück
(orbitonasalis) mit dem subrostralis und setzt sich in den nasalis
fort, der (bei Haien) zwischen Mund und Nase nach vorn und innen
gehend, median auf den anderseitigen trifft, einen kurzen medianus
bildet und dann wieder jederseits in einen pränasalis ausläuft, der
vorn meist in den subrostrtilis umbiegt. — Dieses System ist nun
im allgemeinen um so komplizirter gebildet, je höher die betr. Form
auch sonst differenzirt erscheint; namentlich gilt dies auch von der
mehrfachen Gabelung der Tubuli. Schwerer bewegliche oder gar
meist auf dem Boden ruhende Arten zeigen einfachere, z. Th. rück-
gebildete Verhältnisse, besonders an der Ventralseite. Am Embryo
ist die der Gattung u. Art eigenthümliche Form des Systems viel
früher ausgeprägt als die meisten anderen Merkmale, lässt sich daher
bequem zur Bestimmung verwenden und dürfte auch verwandt-
schaftliche Beziehungen ermitteln helfen. Bei den Rochen kommen
der C. subrostr., nasahs, praenasalis, angul., jugul. und suborb. ganz
auf die Unterseite zu liegen; dazu tritt als ganz neue Bildung ein
pleuralis: vom lateralis in der Schultergegend ausgehend, läuft er
auf der Brustflosse im Bogen nach aussen, vorn und wieder innen,
278 Dl"- F. Hilgeudorf: Bericht über die Leistungeu
lim sich durch Zwischenkanäle (selten direkt) mit dem orbitalis zu
verbinden, aus dem er überhaupt hervorgegangen sein soll; von da
geht er eine kurze Strecke nach vorn, tritt nach der Unterseite
durch und zieht hier wieder bogenförmig nach aussen und hinten
bis zum jugularis. Eine erste Andeutung dieses Kanals sieht Vf.
bei Chlamydoselachus, wo ein C. spiracularis (als Zweig des orbitalis
aufgefasst) von der Spritzlochgegend nach hinten und unten und
wieder nach vorn zum jugularis zieht; die Verbindung des pleuralis
mit dem lateral, soll sekundärer Natur sein, wie sich aus ihren viel-
fachen Variationen bei Rhinobatiden , Rajiden u. s. w. ergebe. Die
Holocephaleu kennzeichnen sich besonders durch den Verlauf der
nasales vor den Nasenlöchern, das Fehlen von praenasales, durch
ein medianes Stück der subrostrales und durch ventrale Vereinigung
der jugulares. — Nachdem die Resultate zu einer Art systematischer
Tabelle zusammengestellt sind (S. 72), werden beschrieben und ab-
gebildet (vergl. Syst.): Chimaera, Callorhynchus, Scoliodon, Prionodon,
[Sphyrna], Mustelus, Triacis, Isurus, Odontaspis, Alopias, Hepta-
branchias, Chlamydos., Ginglym., Scylliorh., Heterodontus, Acanthias,
Somniosus, Rhina, Pristioph., Pristis, Rhinob., Syrrhina, Uraptera,
Raja, Torpedo, Narcine, Potamotrygon, [Trygon], Urolophus, Taeniura,
Dasybatus, Pteroplatea, Myliobatis, Aetobatis, Rhinoptera, Dicero-
batus. Zum Schluss folgt eine kurze Geschichte unserer Kenntniss
des Seitenkanalsystems der Wirbelthiere überhaupt. Bulletin of the
Mus. Comp. Zool. Harvard College, Cambridge, XVII, (Nr. 2) S. 57
bis 120. 53Taf. Ref.: Vetter.'')
G, Fritsch, lieber Bau und Bedeutung der Kanalsysteme
unter der Haut der Selachier. — Die Savi sehen Bläschen der
Torpedineen, welche in längs gerichteten Reihen an der Unterseite
des Schnauzentheils u. z. Th. auch oben liegen, sind durch Um-
wandlung der ,, häutigen Kopf kanäle" an der Ventralseite der übrigen
Rochen entstanden, indem diese in einzelne Stücke zerfielen, deren
jedes sich um den zugehörigen Nervenhügel als Bläschen abschloss.
Auch die Elemente des Epithels der S. 'sehen Bl. stimmen (gegen
BoU) ganz mit denen der Seitenorgane überein: Stützzellen mit
breiterem distalem u. stäbchenförmigem proximalem Ende u. da-
zwischen birnförmige Sinneszellen mit starrem Sinneshaar; der an
sie herantretende Nervenfaden erhält sich in Präparaten selten. Die
Cupula, in den Bläschen besonders stark entwickelt, ist ein Sekret
*) Das Referat über diesen und der den folgenden Artikel lieferte nocli der
so frühzeitig, im Januar 1893, verstorbene Prof. B. Vetter, der den Bericht über
Anatomie und Entwicklung der Fische überhaupt freundlich übernommen hatte.
Drei weitere Artikel von ihm waren durch mich bei der Einsendung schon
erledigt worden.
Auch im Interesse dieses Berichts müssen wir das unerwartete Hinscheiden
des arbeitsamen Gelehrten, der der Fischanatomie seine ersten und in obigen
Zeilen nun auch seine letzten Studien zugewandt hat, schmerzlich bedauern.
F. Hf.
iu der Ichthyologie während des Jahres 1888. 279
der Stützzellen unter Betheiligiing zurückgebildeter oder aufgelöster
lymphoider Elemente, das im Bereich der Sinnesliaare dünnflüssig
ist, sonst aber eine zähere, streifige Masse mit cylindrischen oder
wabigen Hohlräumen für die Sinneshaare darstellt (vgl. Solger im
Ber. 86, S. 274). Ref.: Vetter. — Die Lorenzini'schen Ampullen,
obgleich morph. wohl auch von den Seitenlinien- Organen ableitbar,
haben doch die Funktion als Sinnesorgan aufgegeben (die Sinnes-
haare fehlen, denn die nicht einmal constanten distalen Fortsätze
der betr. Zellen sind weder starr noch abgegliedert) und haben die
sekretorische allein beibehalten. Der sekretorische „Basalkanal" von
Malapterurus scheint bei Teleostiern die Lor. Amp. zu vertreten. —
Ein andres System, welches die Verbind, mit den Seitenlinien auf-
gegeben hat, fand Vf. bei Raja; es liegt medial von der Seitenl. in
Form von einigerm. metamer angeordneten Papillen mit transversaler
Endspalte, daher Spa/fpapiUe7i. In der Tiefe des Spaltes ein kugliger
Nervenhügel mit sehr langen Nerven- u. Stützzellen. Sinneshaare
deutlich, eine Cupula unsicher. Von Acanthiasembr. hat Solger
Aehnliches beschrieben. — Ref.: Hilgdf. — Sitzb. Ak. Wiss. Berhn,
88, S. 273—306, 4 Xyl.
F. Leydig, Nervenendkörperchen in der Haut der Fische. —
Berichtig, u. Zusätze zu Brock's Aufsatz (s. Ber. 87 p. 274). 1. Die
Kölliker'schen Notizen kommen bez. der Tastkörper nicht in Ver-
gleich. 2. Die von Brock an Gatrotokeus unters. Tastkörp. hält L.
wie die schon früher von ihm selbst beschr. (Lobochilus) für Schwell-
körper mit Lymphräumen. 3. Bez. der Nervenkolben verweist L.
auf seine Mitt. üb. die Kopfpapillen des Loboch. , dem auch eine
über der Zunge liegende Sinnesplatte eigenthümlich ist. — Zool.
Anz. XI 40—44.
L. Vaillant, les ecailles du Chaunax pictus et du Centriscus
scolopax. Bull. soc. philom. Paris (7) XII 125—7. Vergl. Pediculati
u. Centriscidae.
C. Emery, „Das Leuchtorgan am Schwänze von Scopelus
benoiti. Erwidr. an H. von Lendenfeld." Die keulenf. Zellen, die
E. übersehen haben soll, existiren bei Scop. nicht; L.'s fadenf. oder
spindelf. Zellen sind nur Qschn. von platten der äuss. Oberfläche
parallelen Z. Von Ldf. ist Leydig's Arbeit über Chauhodus
übersehen. Biol. Centrbl. VIII 228—30.
Marshall, Die Leuchtorgane sind wohl nicht modificirte Drüsen,
sondern nervöse Endapparate, welche selbst leuchten, nicht aber wird
in der sie nur schützenden ,, sulzigen Cuticularbildung" Licht er-
zeugt. In dem ausserdem vorkommenden leuchtenden Schleim sind
es viell. nur symbiotische Organismen, welche phosphoresciren.
W. Marschall, Die Tiefsee, 1888, 8«. S. 323.
Ed. E. Prince, On the so called luminous organ of Maurolicus
pennanti. — Bei den „Photodisken" des M. penn, bildet das Tegument
aussen eine Art Linse; darunter hegt ein reticuläres Gewebe, das
mit dem noch tieferen, gleichen Gew. (vom Vf. mit adenoiden Gew.
280 Dl'- -F. Hilgendorf: Bericht über die Leistungen
verglichen) zusammenhängt. — Rep. 57. Meet. Brit. Assoc. adv. sc.
p. 769.
E. Retterer, Des phaneres chez les Vertebres. — Vf. bezeichnet
als Phaneren alle ausgesprochenen Offensiv- u. Defensivorgane, bei
denen feste Kalk-, Hörn- oder Knochentheile über die Oberfläche
(des Integuments, Maules, Darmkanals) hervorspringen. — Bibl.
ecole hautes et., Paris, Tome 33, Art. Nr. 3. 1887.
Vergleiche ferner: Haut u. Sinnesorg. von Lepadogaster,
Guitel (bei Systematik, Farn. Gobiesocidae). Seitenlinie bei fossilen
Seyllium, Woodward (bei foss. Fisch.). Tastfäden, Vaillant,
Bathypterois (s. Syst., Scopel.) u. Dicrolene (s. Ophidiidae). Drüsen
u. Sinnesorg. bei Protopterus, Parker (s. Syst.). Giftdrüse des
Trachinus, Parker, Chievitz (Syst.). Amphioxus, Haut, Hatscheck
(s. bei Entwickl.); Terminalkörper, Krause (s. Syst.). Seitenorg.
von Petromyzon, Dohrn (s. Entw.). Eigenth. birnf. Zellen in der
embr. Flosse von Fierasfer, Raffaele (Syst., Ophidiidae). Leucht-
organe, Agassiz in ,, Blake" II p. 21 (vergl. Faunen, Amerika);
Leuchtorg. von Malacosteus, Vaillant (Syst., Stomiat.). Ueber
Schuppen, Vaillant, bei Halosaurus, Macrurus, Dicrolene (Ophi-
diidae) etc., s. System.; ferner Zittel, Handb. d. Paläont. Ueber
die Säge v. Pristis, Hilgendorf (Syst., Rajae).
Skelett (u. allgemeine Morphologie). P. Mayer constatirt nach
der Vertheilung der Blutgefässe, dass am Schwänze (bei Selachiern)
,,je 2 Halbwirbel als eine Einheit sich charakterisiren, welche einem
Ganzwirbel im Rumpfe gleichzustellen ist". (Vergl. Gefässsystem.)
H. Gadow, Modif. of 1. and 2. visceral arches. — Proc. Royal
Soc. London, Vol. 44 p. 143—5. Nature, Vol. 38, p. 47 (Defin.
Publ. 1889).
A. Lavocat, Appareil operculaire des poissons. Mem. Acad.
Sc. Toulouse (8) X p. 62—76.
A. Cuenod, L'articulation du coude. Bei Fischen an der
Grenze zw. Metapterygium u. den 2 distaleren Knochen theoretisch
vorh., aber ohne Gelenkbewegung. — Intern. Mschr. Anat. Phys. V
385 (Poissons, 15 Zeilen).
P. Albrecht, Schemata zur Veranschaul. Albrecht'scher vergl.-
anat. Theorien. Ser. 2, Blatt 3: Archigramm des Wirbthierkörp.
nach A.
Vergleiche ferner: Goronowitsch, Kopfmetamerie (s. bei
Nervens.) u. Kastschenko, desgl. (s. Entwickl.). Rückbildung des
vord. Kiemenbogens bei Petrom. , Dohrn (s. Entwickl.). — Allg.
Darstell, des Skeletts, Zittel, Handb. der Palaeont. (s. foss. F.);
Skel. d. Coelacanth. etc.. Reis (s. ebd.); Gliedmaassensk. der Pleura-
canth., Brogniart (ebd.), u. Fric, desgh; Becken foss. Rochen
(Cyclob.), Woodward (ebd.). — Goronowitsch, Schädel v. Noti-
daniis, desgl. v. Acipenser (oberer Mundrand ist Praemax. p. 485),
s. Nervensystem. Am ans bespricht das Sk. von 7 Fischtypen (s.
bei Biologie). Vaillant giebt zahlr. osteol. Notizen; vergl. bei
Systematik: Osteoplasten bei Eurypharynx (s. Apoda); Ende der
in der Ichthyologie während des Jahres 1888. 281
Wirbelsäule bei Melamphaes (Beryc.) ii. Merlangus (Gad.) ; Scbulter-
gürtel V. Bathypterois (Scopel.) ; Skelett v. Halosaurus u. Notacanthus.
— Skel. V. Grammicolepis (Carangidae) , desgl. y. Pomacanthus,
Teuthis, Caranx, Shufeldt (s. Syst.). Sk. v. Lepadog., Guitel
(s. Gobiesoc). Sk. v. Regalecus, Parker (s. Trachypt.). Schädel
V. Elacate, Gill (Scombr.). Scheibe des Echeneis, Storms (Scombr.).
Kapsel der Schwimmblase, Eigenmann (Silur.). Ueberzählige Bauch-
flosse, Warpach. (Silurus gianis). Getrocknete Chorda des Stör
als Sehlange, Schulze, s. S. 276,
Muskeln und elektrische Organe. Anton Schneider, Ueber
das Sarcolemma. Vf. leugnet eine Grenze zw. dem sog. Sarcol. u.
der Einbettungsmasse der Fibrillen. Abb. von Qschn. (Carassius);
hier zuweilen radiäre, aus Fibrillen gebildete Platten. Amphioxus
u. Petrom. erwähnt. Zool. Beitr. II. Heft 2, S. 212—18, Tf. 17, F. 1.
A. van Gebuchten, et. sur la structure intime de la cellule
musculaire striee chez les vertebres. Die Structur ist wesentlich
dieselbe wie bei den M. der Arthropoden, u. viel einfacher als man
vor Carnoy (1880) annahm. Die Faser ist eine grosse vielkernige
Zelle, das Sarcolemm ist Zellmembran, der die zahlreichen Kerne
meistens anliegen. Das Zellprotoplasma besteht aus zwei Theilen,
1. dem Reticulum, das von dem andrer Gewebe sich nur durch
grosse Regelmässigkeit auszeichnet, seine Substanz, es ist einfach-
brechend, irritabel u. contractu; 2. dem Enchylem; diesem liegt die
Ernährung des Ret. ob, es enthält Albumin u. besonders Myosin,
ist doppelbrechend, nur passiv bewegbar. Die complicirten Elemente
in der Faser: Fibrillen, Kästchen, Scheiben, Streifen, wandartige
Zwischensubstanzen sind alle nur vorgetäuscht dadurch, dass man
die Fadensysteme des Netzes für Durchschnitte von Flächen ansah.
— Die Fische anlangend, so trennen sie sich nach der Muskelstr.
in 2 Gruppen: Anguilla, Raja u. Petromyzon, Trachinus so auch
die Darmmuskeln von Tinea u. viell. die Muskeln von Syngnathus
stimmen mit den Amphib. überein; andere Fische (Cyprinus, Tinea,
Carassius, Esox) dagegen besitzen diese Struktur nur in der Axe
der Zelle, an der Peripherie fehlen die Längsstränge des Netzes, ja
manchmal fehlen sie auch in dem Axentheil mehr oder weniger; so
kommt die scheinbare Ausfüllung der ZeUe durch Radialplatten zu
Stande, welche Emery beschrieb. Die Maschen der Querwände
sind dabei weitläuftig u. letztere bewirken daher keine Refraktion
des Lichts. Ausserdem legt sich beim Coaguliren an die Längsfaser
kein Coagulum (Muskelstäbchen) an; so ergiebt die Muskelz. dieser
Fische ein viel einfacheres Bild als sonstige gestreifte Muskeln. —
La Cellule IV, 245—316, Tf 1—3.
A. Rollet, Ueb. die Flossenmuskeln des Seepferdchens (Hippoc.
antiq.). Die Ansicht Vf s über die Muskelstruktur wird hier evident
bewiesen, d. h. die wabenartige Einhüllung der doppelbrechenden
Fibrillengruppen (= Muskelsäulchen) durch Sarcoplasmawände. Bei
Hippoc. sind die Flossm. (u. zwar an D, A u. P.) dadurch aus-
gezeichnet, dass die Wabenwände z. Th. sehr dick werden, so be-
282 Dr. F- Hilgendorf: Bericht über die Leistungen
sonders die Aussen wand (am Sarcolemma), worin Kerne; die platten
Msksäulchen schichten sich aneinander, so dass Bänder entstehen,
die auf ihrer Fhiche die schmalen Kanten der Säulchen zeigen. Die
Bänder rollen sich (im Qschn. gesehen) zu verschieden Curven, öfter
bleiben sie nur schmal, sind aber immer von den andern Bändern der
Mskfaser durch dickere Sarcolemmamassen geschieden. Die Faden-
netze Gehuchten's u. A. sind nur die Schnittlinien der Plasmawände.
Bei den gewöhnl. Muskeln der Vertebr. bleiben alle Plasmawände
dünn u. es kommen keine Gruppirungen verschieden hoher Ordnung
vor. Mit Goldfärbung (Plasma roth, Säulchen weiss), Hämatox. (PI.
weiss, S. blau) u. Polarisation untersucht. Insekten u. Crust. ähnl.
den Flmsk. von Hipp. — Arch. für mikr. An. XXXII, 233—66,
Tf. 7, 8.
E. Alix, Sur la Classification musculaire des vertebres. — Die
Fische sind wegen ihrer einfachen Muskulatur aneumcromyens^ ferner
aplo-somatomyens u, apIomh'omye7is\ die Cyclostomen labiomyens^
die Plagiostomen palutinomyens, die Knochf. maxillomyens\ die Aci-
penseridae branchiomyens gegenüber den Plagiost. , welche saccom.
sind. Bezüglich der Hautskelettmuskeln sind die Fische actinom.
oder acanthom. — Mem. soc. philom. Paris, ä l'occ. centen. 1888, 4*^;
Abth. sc. nat., p. 47 — 62.
Vergleiche üb. Muskel: Lepadogaster, Guitel (s. System.,
Gobiesoc); M. genioglossus bei Malacosteus, Vaillant (s. Syst,
Stomiat.). Muskel als Nahrungsreserve, Parker (s. Protopterus,
Dipnoi). Bewegung der Fische, vergl. unter Biologie Corblin u.
Amans (schildert 7 Typen) u. bei Nervensystem Steiner, Post-
mortale Irritabilität bei Amphioxus, Lacaze Duthiers (s. Syst.).
Nervenendigung in M., Krause (s. Nerv.); Golgi'sche Nervenk. der
Sehnen, Pansini (s. Nerv.). Musk. der Selachier- Gefässe , Mayer
(s. Gefässe).
J. Burdon Sanderson und F. Gotch, On the electrical organ
of the skate. — Journ. of Physiology (Foster, Cambridge) IX 137
bis 166, Xyl.
F. Gotch, Further observ. on the electro-motive properties of
el. org. of Torpedo marm. — Philos. trans. r. soc. London, Vol. 179B,
p. 329—63, Tf. 51, 52.
E. du Bois-Reymond, ,,Bem. üb. ein. neuere Versuche an
Torpedo." Kritik der Gotch'schen Vers. (s. Ber. 87, p. 285). Wenn
G. den Organstrom (d. h. den schwachen, auch am ungereizten
Organ stets vorhandenen Strom) am unverletzten Thiere nicht fand,
so rührt dies von dem ermatteten Zustand seiner Fische her. G.'s
Erklärung des an Organpräparaten beob. Stroms (durch Dauer-
erregung) verwirft Vf., er betrachtet als Ursache die Nachwirkung
elektrischer Schläge. Auch G.'s Einwendungen gegen den irreciproken
Widerstand des el. Organs sind nicht stichhaltig. — Sitzb. Ak, W.
Berl. 88, p. 531—54.
J. C. Ewart, Development of the electric organ of Raja batis.
— Bei Embr. 6—7 cm 1. verwandeln sich einige Muskelfasern in
in der Ichthyologie während des Jahres 1888. 283
keulenf. Körper; der Kopf der Keule sieht oralwärts u. wächst bald
zu einer grossen flachen Scheibe aus, während das Hinterende zu
e. dünnen, bandf. Anhang reducirt wird. Die Kerne der ehemaHgen
Faser treten theils an die Vorderfläche zur Bildung der elektr. Platte,
theils nach der Hinterfl., wo durch rundliche Auswüchse die alveoläre
Schicht erzeugt wird. Die Mitte der Scheibe ist dann kernlos u.
lamellirt, u. heisst (nach der Seitenansicht) die Streifenschicht. Zur
Vorderschicht treten zahlreiche Nerven; die alv. Schicht wird von
dem gelatinösen Gewebe, das dem embryonalen Bindegewebe ent-
stammt u. die Räume zwischen den Scheiben ausfüllt, begrenzt. —
Proc. roy. soc, London, Vol. 44, p. 120 — 1.
J. C. Ewart, Structure of the el. org. of Raja circularis. —
Es sind hier keine Scheiben (vergi. R. batis), sondern von vorn
ausgehöhlte napfförmige Elemente, die das Organ bilden. Die hintere
Schicht ist nicht alveolär, sie bekleidet als ziemlich glatte, starke
Hülle den Becher, während dessen Höhlung die Nervenäste aufnimmt.
Die Lamellen der Streifensch, sind wirr, sie beherbergen hier noch
einige Kerne. Die Hüllschicht setzt sich auf den Stiel des Napfes
nach hinten fort. — Ebd. p. 213 — 4.
J. C. Ewart, El. org. of skate. Structure and devel. of the
el. org. of R. radiata. — Bei R. rad. ist die Muskelnatur viel mehr
erhalten als bei batis oder circ. Auch ist das Organ kleiner (selbst
im Verh. zur Körpergrösse) als bei diesen. Statt der Lamellen der
Streifsch. ist die gewöhnl. Textur der gestreiften Muskelfaser vorh.,
für die Rindenschicht ein Sarcolemma; die ganze Form der Elemente
nähert sich mehr einer Walze als einer Scheibe; die motorische
Platte der Faser (d. h. die elektr. Platte) ist aber kräftig entwickelt.
Dies deutet Vf. dahin, _ dass bei R. rad. das el. Org. nicht etwa in
Verkümmerung begriffnen ist, sondern phylog. eine grössere Entwickl.
anstrebt, die bei circ. in der That schon eingetreten sei, bis schhesslich
bei batis kaum mehr ein histol. Unterschied von Torpedo zu finden
ist, wenngleich die Funktion noch schwächer bleibt. Die Umwandl.
der Faser zum elektr. Elem. erfolgt bei rad. später als bei batis u.
circ. — Ebd. 308—10. Die definitiven 3 Abhandl. wurden 1889
publ. : Phil, trans. roy. soc. Vol. 179 B. (5 Taf.). Ausz.: Nature,
VoL 38, p. 70, 94, 310.
Gr. V. Ciaccio, Terminaison des nerfs dans les plaques electr.
de la torpille. — Vf. hält (gegen Krause) seine frühere Ansicht
aufrecht, — Journ. Microgr, Paris, Jg. XII 433 — 8.
Vergleiche üb. eh Org.: Agassiz, „Blake" p. 23, Phycis
regius ertheilt el. Schläge (s. bei Faunen, Allgem.); Corfield, Gadus
luscus elektrisch? (s. System.).
Nervensystem. M. Le Roux, Recherches sur l'histol. et la
morphol. du Systeme nerveux des Teleosteens. These de Paris, Caen
1887. -— Vf. nimmt 5 Kopfwirbel an, deren Nerven sind: N. hypogl.,
Vg. + glossoph, , Acust. , Fac. + Trig. , Opt. + Augmuskn. , Owen's
rhinencephalischer Wirbel ist bis zur Unkenntlichkeit modificirt.
284 Dr. F. Hilgendorf: Bericht über die Leistungen
Deutung der Hirntheile nach Baudelot u. Stieda. (Die neuere
Litteratur unberücksichtigt.)
Fr. Nansen, ,,Die Nervenelemente, ihre Struktur u. Verbindung
im Centralnervensystem". Vergl. Ber. 87, p. 255. Die Struktur der
Nervenfasern, Nerventiihen vom Vf. genannt, fasst Vf. ähnlich wie
Leydig anf; die Nervenfibrillen sind nur optischer Ausdruck des
röhrenf. Spongioplasma, zwischen dem die halbflüssige eigentl.
Nervensubstanz (Hyalopl.) lagert. Auch die Gglzellen besitzen solche
Primitivröhrchen, u. auch das Hyalopl., aber noch e. 3., durch Os-
mium u. Hämatox. färbbare Substanz. Alle Gglz. haben einen
Nervenfortsatz, selten (Spinalglz.) zwei, welche aber nur einem
gleichzustellen sind; alle übr. Forts, sind protoplasmatische mit
lediglich nutritiver Funktion u. gehen an Blutgefässe oder an die
Oberfläche. Direkte Verbindung zw. den Gglz. durch Ana-
stomosen der Fortsätze existirt nicht, höchstens während
einer Zelltheilung. Ein Nrvforts. bildet entw. eine Nervenfaser,
oder er löst sich in seine Zweigchen auf. (Die Punktsubstanz der
Invertebraten besteht aus zusammengeflochtenen, aber nicht anastomos.
Röhrchen). Die motorischen Nervfas. entspringen direkt aus e.
Gglz., die sensitiven aus einem Fibrillennetz (hintere Wurzeln der
Spinain. bei Vertebr. ; bei Invertebr. aus der Punktsubstanz). Dieses
Fibrillennetz leitet die centripetalen Impulse direkt in die centrifug.
(motor.) Nervenfasern, welche dafür feine Seitenröhrchen besitzen;
die Ganglienzelle der mot. Fas. hat mit der Leitung nichts
zu schaffen, sie ist der Ernährungsapparat für die Fasern;
ob auch Erinnerung durch Gglz. vermittelt wird, ist noch fraglich.
Vf. stimmt vielfach mit Fusari (s. Ber. 86 u. 87) überein, so auch
bez. der Verwandtschaft zw. Neurogliaz. u. Epithelz. des Central-
canals im Rückenmark. Bei Amphioxus bilden letztere fast aus-
schliesslich die Neuroglia. Vf. unters. Amph. u. Myxine. — Anat, Anz.
III, 157—69.
M. Joseph, Ueb. ein. Bestandtheile der peripheren markhaltigen
Nervenfaser. — Vf. sieht bei Torpedo und Raja in Osmiumpräp.
ein ,,Axengerüst", ein sehr feines unreg. Netzwerk, das mit dem
gröberen Balkenwerk der Markscheide zusammenhängt. Die Fibrillen
liegen im Axengerüst eingebettet. Bei Lophius zeigt der Axencyl.
nach Silberbehandlung deutl. Querstreifung. — Szb. Ak. Berlin 1 888,
p. 1321—30. 3 Xyl.
Jakimovitch, Achsencyl. (auch Fische). J. anat. phys., Paris,
An. 24, p. 142—168, Tf. 7.
Anna Gitiss, B. z. vergl. Histologie der periph. Ganglien. —
Auch bei Fischen (Petromyzon plnn.) typische Difterenzen der Färbung
(Hämatox.) zw. benachbarten Gglzellen der Spinalggl. u. auch der
Medulla. — Mitth. Natf. Ges. Bern, Jg. 1887, p. 37.
J. Steiner, Die Funktionen des Gentralnervensystems u. ihre
Phylogenese. 2. Abth. Fische. Braunschw. 88, 127 S., 1 Tf. 27 Xyl.
(Vergl. Ber. 86, p. 249. Die 1. Abth. behandelt den Frosch). Im
I.Kapitel Unters. üb. Funktion der Flossen. Die paar Fl. dienen nicht
in der Ichthyologie während des Jahres 1888. 285
der Vorwärtsbewegung oder der Balancirung während des Schwimmens,
sondern der Arretirung n. Rückwärtsbew., sowie beim Schweben in
Mittelschichten; die Fische ohne paar, Fl. (Petromyzon) schweben
nie. Das Gleichgewicht der F. ist (wie beim Frosch n. andern
Vertebr. u. bei Evert.) Funktion des Muskelgefühls. Im 2. Kap.
Versuche über Abtragung von Gehirntheilen (Leuciscus cephalus),
s. Ber. 86; der Fisch, in fliessendem W. gehalten, schluckt u. speist
1 Tag nach Fortnahme des Vorderhirns regelrecht Regenwürmer,
verschmäht aber bewegten Bindfaden. Abtrag der Decke des Mittel-
hirns macht blind. Abtrag, des Kleinhirn incl. Valvula stören weder
die (gradlinige) Bewegungen noch das Stehen am Grunde. Nach
Abtr. der Basis des Mittelh. fällt der F. auf den Rücken u. erst
mechan. Reize, aber nicht Bewegung des Wassers, erzielen Lokomatiou ;
diese hört ganz auf nach Abtr. der vordersten Abth. des Nacken-
marks (hinter dem I^obus impar). Das Nackenmarkcentrum u,
Mittelhirnc. zus. bilden das (reflektor.) allgem. Bewegungscentrum.
Der L. impar ist den Teleost. eigentli., er umschliesst das Athem-
centrum. 3. Kap.: Einzelne Schnitt-Stücke des Amphioxus führen
noch orientirte Lokomotioiien aus; A. besitzt kein allg. Bewegungs-
centrum. 4. — 8. Kap.: Haifische (Scyllium), ähnl. wie Knochenf.,
aber Nahrungsaufnahme hört hier auf nach Abtr. des Vorderhirns
oder auch nach Durchschneidung seiner Verbindung mit den beiden
Bulbi olfactorii. Ausserdem haben die Haie neben dem allg. Loko-
motionscentrum im Hirn auch im Rückenmark Lokomcentr. (aber
dem Hirncentrum untergeordnete); ebensolche Nebencentr. im Rückm.
Hessen erkennen: Torpedo, Acipenser, Petromyzon (dieser nur auf
starke Reize), und selbst ein Knochenfisch Anguilla (im hintersten
Theil des Marks). 9. Kap.: Zwangsbewegungen, diese sind eine
Funktion des allg. Bewegungscentrums. 10. Kap.: Allg. Schlüsse.
Deutung einzelner Theile des Fischgehirns. Bei Haien ist das Gross-
hirn nichts als das Riechcentrum ; das Grossh. der Wirbth. hat sich
phylog. aus dem Riechcentrum entwickelt, bei Knochenf. aber sind
die Funktionen des Grossh. auf das Sehcentrum hinübergewandert.
Genealogie des Fischstammes: Selachier sind Urform, entstammen
selbst einem Acranier. Physiologische Definition des „Gehirns" als:
allgem. Bewegungscentrum in Verbindung mit wenigstens einem der
höh. Sinnesnerven. — Im Anhang die Vers. üb. halbzirkf. Kanäle
der Haie; nicht die Zerstörung der Kanäle bewirkt Störung des
Gleichgewichts u. der Bewegung, sondern erst Entfernung der Kalk-
concremente u. Zerrung des Hörnervs (Rollbeweg.).
W. His, Ueber embryonale Entw. der Nervenbahnen. Vf. resumirt
den jetzigen Stand, der die Bidder'sche Lehre (der N. entsteht aus
dem auswachsenden Fortsatz einer Nervenzelle) rechtfertigt gegen
Balfour's (der N. ist eine Verwachsung einer Reihe von Z., die aus
dem Medullarrohr hervorsprossen); B. wurde durch die ungünstigen
Verhältn. der Selachier-Medulla getäuscht u. nahm Z. der Hülle für
Axcylfortsätze. Alle motor. Nwurzeln stammen aus Mantelzellen
der Grundplatte ; der Austritt nach 4 Typen modifizirt (Rückenmark,
286 Dr. F. Hilgendorf: Bericht über die Leistungen
Accessoriusgebiet, Facialis, Trochlearis). Die sensiblen W. wachsen
aus dem Spinalggl. als centrale Fortsätze der Gglz. zur Medulla
heran, zunächst in geringer Zahl von Fasern; der excentr. Forts,
der Gglz. hilft periph. N. bilden. — Anat. Anz. III 499 — 505.
E. Roh de, Histol. Unters, üb. d. Nervensystem von Amphioxus.
Vorl. Mitth., welche von der definitiven (s. u.!) darin abweicht, dass
den motorischen Nerven wegen öfters auftretender Querstreifung
muskulöse Natur zugeschrieben wird. — Die Aehnlichkeit mit
Anneliden (Sthenelais) wird betont. — Zool. Anz. XI 190 — 6.
E. Rohde, „Histol. Unt. üb. d. Nervs, v. Amph. lanceolatus."
Die Stützelemente des Centralnervsyst. werden vom Vf. als Fortsätze
der Epithelz. des Centralkanals erkannt. Zw. Epithz. u. Ganglienz.
kommen Uebergangsformen vor. Die Nervenfasern laufen im Rücken-
mark alle längs, sie lagern peripher. Die Gglz. lagern dem Epith.
des Centrkan. an. Davon sind 26 kolossale Gmiglz., ausgezeichnet
durch Grösse u. mediane Lage, sie durchziehen das obere, d. h,
dorsale Drittel des Centrkan. Die 1., ,,A", ist die grösste, sie giebt,
wie die 11 nächsten (,,B" — ,,L") eine das ganze Mark rückwärts
durchziehende coloss. Nfaser ab, welche median unter dem Centrkan.
lagert; die 11 col. Fas. von B — L ziehen oben u. seithch nach hinten
(6 r., 5 1.). A — L liegen zw. dem 6. u. 11. sensiblen N. Zw. dem
39. u. 61. liegen 14 ähnliche col. Gglz., „M" — „Z", je 2 immer ge-
nähert; ihre col. Fas. richten sich aber nach vorn u. liegen neben
dem unteren, weiteren Theil des Centrk. Die kleineren, ästigen
Forts, der Gglz., sowie die Z. selbst, erhält Vf. gegen Nansen als
nervöse Elemente aufrecht. Die 5 ersten sens. Nerven kann man
als Hirnnerven ansehen; neben dem Hirnventrikel reduziren sich
sowohl die kegelf. Epithz. wie die Gglz. vielfach zu dicht gedrängten
Kernen, letztere Nercenkerne genannt. Hinter dem Hirnventrikel
bis zum 5. sens. N. eine obere und hinten unter ihr eine untere
Lage mittelgrosser multipolarer Gglz., beide Gruppen z. Th. durch
senkrechte Gglz. zu e. Ring verbunden. Der Anfangstheil der sens.
Nerven enthält zahlr. Nervenkerne u. dürfte e. Spinalggl. entsprechen.
Die motor. Nerven (nach Osm. oder Suhl, oft querstreifig) konnten
nicht in die Medulla verfolgt werden, sie trennen sich auch \ael
leichter von dieser als die sens. N. — Methode: Quer- u. Längs-
schnittserien, Alkoholcarmin. — Schneider's Zool. Beiträge II, Heft 2,
S. 169—211, Tf. 15, 16.
J. Beard, Contr. to morph. and devel. of the nervous System
of Vertebrates. I. Peripher. Nrvsyst. Vf. vertritt die direkte Ab-
stammung der Ganglien aus dem Epiblast, u. zwar ist in den Cranial-
nerven ein doppelter epibl. Ausgangspunkt vorhanden: 1. dicht neben
der Medullarplatte (aber doch durch eine scharfe Spalte abgegrenzt
von ihr): da.s Neirralga7u/lion] 2. im Lateralsinnesorgan: das Laieralggl.
Die letztere Componente fehlt den Spinalganglien im Ggs. zu den
Cranialggl., an denen der Doppelursprung embryologisch beim N. olf.,
Ggl. mesoccph., N. trigcm., fac, audit. , glossoph. u. beim Vagus
complexe nachweisbar ist. Andre Autt. sind durch ungenüg. Prä-
in der Ichthyologie während des Jahres 1888. 287
parate (Hämatoxylin od. Alauncarmin , wogegen Vf. Boraxcarmin
od. Pricroboraxc.) u. schwache Vergröss. (Obj. Zeiss F. ist nöthig)
getcäuscht worden. Der „Zwischenstrang" von His hat mit der Bild,
der Ggl. nichts zu thun; seine „Zwischenrinne" existirt nicht. —
IL Entwickl. des Medullarrohrs. Vf. bringt die 3 bisherigen Typen
(Entw. bei Amphioxus, Teleost., Selach.) unter ein Schema, das an
die Anneliden anlehnt. Das Centralnervensystem sinkt als eine
offene Platte abwärts. Es liegt eine paarige Anlage vor. In
deren MittelKne tritt eine Wimperfurche auf, lange Zeit bleibt sie
die einzige ciHirte Stelle des Kanals. Im Appendix Prioritätsfr.
(Froriep). — Anat. Anz. III 874—84, 899—905 (Vorl. Mitth.).
J. Beard, Morph, stud. II: The development of the peripheral
nervous System of vert. Part 1 : Elasmobr. and aves. — Ausführung
des Vorigen. Die Spinalganglien der Wirbth. werden als eine Diffe-
renzirung des inneren [ventralen] Lagers des Epiblast dicht neben
der Neuralplatte gebildet. Durch Abscheidung dieser Ganglien-
elemente erhält der Rest des Epibl. die Form, welche His als
Zwischenstrang bezeichnete. An den Cranial ganghen entwickelt sich
deren neutraler Theil genau ebenso, wie sich die Spinalggl. bilden,
und dies Neuralggl. ist dem Spinggl. (viell. nur dessen sympathischem
Theil) homolog. Nach ihrer Trennung vom Epiblast finden Neural-
Cranialggl. u. Spinggl. , die beim Aufbiegen der Seitentheile der
Medullarplatte emporgehoben wurden, zw. den Lippen der Medplatte
ihren Platz, sind aber scharf vom centralen Nervsyst. getrennt.
Wenn jetzt der Epiblast von beiden Seiten sich vereinigt u. über
die Gglanlagen sich hinüber gewölbt hat, treten die Gglanl. aus der
Spalte über das Medrohr hervor u. dessen Lippen verschmelzen.
Die Gglanl. wachsen darauf neben dem Medrohr abwärts u. gewinnen
nun erst eine ^virkliche Verbindung mit ihm. Im Kopftheil wachsen
sie ausserdem seitlich dem Epiblast entgegen zu den Lateral-Sinnes-
organen. — Die ,, vorderen Wurzeln" der Cranial- u. Spinain. ent-
stehen als Auswüchse von Ganglien, die im Centralnervsyst. liegen.
Zu ihrer Bildung treten Zellen des Nsyst. in den Nerv hinaus; die
zahlr. Kerne der jungen vord. W. sind nur nervösen, nicht para-
blastischen Ursprungs (mit Balfour). Zu den 4 Elementen der vord.
u. hint. W. (2 gangliös u. sensibel; 2 motor., nichtggl.) kommt bei
den Kopfnerven noch ein 5., vom Kiemen-Sinnesorgan. - — Q. J.
Hier, sei., Vol. 29, p. 153—227, Tf. 16—21; Abb. Torpedo oc. (meist),
Mustelus laev., Scyll. can,
A. Sanders, Contrib. central nervous System of Vertebrates,
Brain of Ceratodus forsten. — Das Hirn von Cer. bietet embrj^o-
artige Verhältnisse: 1. Die Grösse der Ventrikel bei Dünnheit der
Wandungen; 2. Alternirender Ursprung der dorsalen u. ventr. Wurzeln;
3. Ursprung der dors. W. nahe der Centrallinie. Von Protopt. ab-
weichend durch Form u. Unvollkommenheit der Lobi cerebrales und
durch wohlentwickeltes Rhinencephalon; aber ähnlich durch Schmal-
288 Dr. F. Hilgendorf: Bericht über die Leistungen
lieit des Mesencephalon, Breite der Med. obl. u. durch rudim. Cere-
bellum (Mesenc. u. Cerebell. auch bei Ganoiden ähnlich). Mit
Plagiostomen harmonirt die Struktur der Lobi optici (ein Ggl. mit
grossen Zellen im dorsalen Theil), mit Teleostiern in Anordn. der
multi-axialen Fasern u. mit Petromyzon in der Tela choroidea,
welche den 4. Yentr. bedeckt. — Ausz. in: Proc. R. Soc. London,
Vol. 43, p. 420—3 (April 88) u. in Nature, Vol. 38, p. 92—93.
N. Goronowitsch, ,, Gehirn u. Cranialnerven von Acipenser
ruthenus. Ein Beitr. z. Morphol. des Wirbelthierkopfes." Vf. unter-
suchte auch Amia, Polypterus u. Embryonen von Salmo. I. Gehirn
V. Ac. ruth. u. Amia; das Vorderhiru der Knochenf. Vf. findet
viel Uebereinstimmung zwischen den Knochf. (Vf. acceptirt Rabl-R.'s
Anschauung) u. Ganoiden. Anat. Beschr. (ohne Histol.) des Geh.
von Acip. p. 429 — 438. Der 4. Ventrikel ist von e. entwickelten
schwammigen Gewebe (Plex. chorioideus) bedeckt. Cerebellum viel
grösser als bei Amphibien u. Cyclostomen; auch Valvula cereb. gross.
Das Mittelhirn massig entAvickelt. Tori semicirc. rudimentär, Tori
longit. fehlen. Das rechte Ganglion habenulae viel stärker als das
linke. Das Epiphysis-Ende dringt nur etwas in den Knorpel der
Schädeldecke ein; Stiel dünn. Die membranöse Decke des Vorder-
hirns mit Querfalte (wie Salmo); der hintere (bez. aufliegende) Theil
heisst „Dorsalsack" \ der Vordertheil wird vorn durch eine Median-
falte getheilt, in welche eine maschige Membran sich wie eine Falx
einsenkt; also Spuren einer Paarigkeit des Vorderhirns. Beschr.
des Gehirns von Amia p. 438 — 443 (histologisch schlecht conservirt).
Cerebellum ähnlich einem späteren Entwstad. von Salmo; besitzt
einen Ventrikel (wie Cyprinus), der bei Acip. fehlt. Aquaed. Sylvii
eng wie bei Knochf.; auch durch schon deutliche Tori longitud. u.
kleine Lobi infer. diesen ähnlich, aber rechtes Gg. haben, auch (wie
bei Acip.) das linke übertreffend (ein typischer Ganoidencharakter!).
Epiphysis dick, das Schädeldach nicht erreichend. Im Vorderhirn
ist jeder Lobus olfact. von dem oberen Theil (Hemisphäre) an der
Aussenfiäche deutlich durch eine Rinne abgesondert, jeder obere Theil
hat seinen eigenen, medial freilich nur häutig begrenzten Hohlraum,
also auch hier ein theilweis paariges Vorderhirn! Polypterus (S. 444)
hat kein solches; dessen Decke ist vorn mit Marksubstanz belegt,
hinten membranös, die Seiten biegen sich oben nach aussen um
und stellen eine grosse an der Hauptmasse herabhängende Falte
dar (Fig. 40 — 42). Bei Knochenf. zeigt das Pallium keine paarigen
Säcke u. ist immer nur häutig. Bei Selachiern dagegen ist es
stets markig u. vorn immer mehr (Notid., Acanthias) oder weniger
(Scyllium, Rajae) paarig; nach dem Verhalten der Tracti olfact.
2 Gruppen: 1. mit direkter Fortsetzung der Höhle des Tr. olf. in
den Ventrikel der Hemisphäre (Notid., Scymnus), 2, Höhle des Tr.
eine seitliche Abzweigung des Ventr. bildend (Scyll., Ra,jae). Der
2. Abth. steht Acip. nahe, nur durch Marklosigkeit der 2 vorderen
Säcke verschieden; Amia ist Acip. nalie, aber die seitl. Wand des
Ventr, noch markig. Bei Knochenf. ist durch Reduktion aus
in der Ichthyologie während des Jahres 1888. 289
obigen höheren Typen das Vorderhirn erst membranös geworden.
Die Rinne, die bei ihnen (an der medialen Fläche der Markmasse)
in den Tractus olf. ausläuft, entspricht nicht dem Ventrikel der
Hemisphäre (geg. Rabl-R.), letzterer ist dorsaler gelegen (wie die
beides besitzenden Ganoiden zeigen), sondern der unteren Rinne von
Amia (p. 449). Eine deutliche aber kleine Falxbildung ist wenigstens
noch beim Embryo von Salmo (70. Tag) vorn am Pallium sichtbar.
II. Götte's Ansichten üb. d. Morphol. des Gehirns; die Schädel-
form der Notidanideu, S. 450. Das primitive Gehirnrohr ist
(mit G.) als aus drei, je einem Rückenmarksabschnitt homodynamen
Bläschen bestehend anzusehen (nicht aus 5), die Achse ist vorn,
zw. 1. u. 2. Bläschen, unter 90'^ ventral geknickt. Das primitive
Vorderhirn (= 1. Bl.) hat also sein morphol. Ende nun abwärts,
seine morph. dorsale Fläche nach vorn gerichtet. Die Hemisphaeren
sind danach morph. dorsale Ausstülpungen u. die Sehnervenplatte
(Trigonum cinereum) ist das Ende des Hirnrohrs. Modelle nach
Qschn. von Lachsembryonen vom 15. — 30. Tag (am 47. T. aus-
schlüpfend), Fig. 1 — 5, 11 — 13, bestätigen dies; auch für Amphibien
u. Selachier gilt diese Auffassung und im Notid.-Schädel prägt sich
die Gehirnform noch entsprechend ab. Der Lobus olfact. entsteht
am Gewölbetheil des primit. Vorderhirns, der Opticus aber dicht am
Vorderende des Rohrs selbst; also hat (mit Wijhe) morphologisch
der Opt. (nicht der Olf.) als 1. Nerv zu gelten, nur die Krümmung
des Rohrs schiebt den Ursprung des Opt. rückwärts. Die Anlage
des Geruchsorgans ebenso wie der N. olf. entstehen bei Salmo schon
anfangs ventral (keine ontog. Wanderung von der dorsalen Fläche
her) am 17. Tage. III. Die Crauialnerven von Acip. ruth.; das
Ganglion Gasseri, S. 467 — 88. Die Spinalnerven vom 3. an werden
bei Annäherung an das Gehirn modificirt, ihr Ganglion tritt in den
Wirbelkanal. 3 Nerven ohne dorsale Wurzeln folgen ; der vorderste,
schwächste schon ventral vom X. Der N. vagus mit einem ge-
trennten vorderen (oralen) Theil, dem N. lineae lat., der meist einen
Ast vom Glossoph. aufnimmt. Der Glossoph. entspringt mit 2 oder
3 Bündeln. Parker's Angaben über A. sturio mehrfach unrichtig.
Abducens hat selbstständigen Ursprung. Am Trig. hat sowohl vord.
als hint. Theil spinalnervenartige, getrennte dorsale u. ventr. Wurzeln.
Im Ggl. Gass. bilden Trig. I, H u. Fac. keinen ,, Komplex", sie bleiben
getrennt; jeder hat sein Ggl. Nur zw. Fac. u. Tr. II ein dünner
Connectivast und ein Fasersystem zw. deren Ganglien (Unters, an
Schnitten u. durch Maceration mit 20 % Salpeters.). Spritzloch-
kieme vom R. anterior des Glossoph. innervirt (nicht vom Facialis).
Synonymie des N. buccalis, N. rostri internus u. ext., maxill. sup. etc.
von Stannius. Der R. mandib. der Knorpelgan. ist kein R. anterior
(gegen Wijhe), daher die Annahme einer verschwundenen Kiemen-
spalte zw. Kieferstiel u. Hyoid hinfällig. IT. Struktur des Rücken-
marks u. der Med. oblong., S. 488 — 513. Die Endzellen der beiden
Mauthner'schen Fasern entbehren des von Mayser beschr. Hüll-
körpers; ein dicker Fortsatz von ihnen zum Acusticus u. die Kreuzung
Arch. f. Natuigescu. Jalirg.1890. Bd.II. H.l. 19
290 Dr- F- Hilgendorf: Bericht über die Leistungen
derJMth. Fas. verfolgbar. V. Allgemeines über Kopftierven, S 515
bis 33. Vf. hält Ggbr.'s Ansicht aufrecht, dass die Metamerie der
Visceralbögen der des Kopfes entspricht, nicht die Grliederung der
dorsaler gelegenen secundären Leibeshöhle, dass aber die Visceral-
bögen phylogenetisch nach rückwärts verschoben wurden; nur der
Mandibularb. blieb ganz, der Hyoidb. fast ganz an seiner Stelle.
Dohrn's u. van Wijhe's Widerspruch kritisirt. Ein genetischer Unter-
schied zw. Spinal- und Cranialnerven existirt nicht (geg. Wijhe u.
Froriep) ; auch bei letzteren sind noch echte ventrale Wurzeln vor-
handen. Die N. zw. 1. Spinalis u. Vagus sind nicht ventrale W.
des X. (der ja eigene echte hat), sondern reducirte Spinalnerven
(ohne dors. W. u. ohne die lateral entspring. Fasern der ventr. W.).
Tl. Struktur des Cerebellum u. des Mittelbirnes, S. 533 — 54.
Die 2 Hauptgewebe des Cer. , Körner- u. Kindengewebe, werden
charakterisirt. Die Purkinje'schen Zellen bei Acip. (u. Knochenf.)
nicht birn- sondern spindelförmig. Die Cerebellarstruktur reicht bei
Ac. weit rückwärts (bis zur Austrittsstelle des Glossoph.), weiter als
bei Selachiern (Austritt des Trigem.) oder selbst Knochf. (Tuberc.
acust.); vielleicht bei Hexanchus noch weiter, weil ein primitiver
Charakter. Die Cerebellarleiste, d. h, der obere, seitl. Theil der Mark-
substanz, ist in der Med. obl. der Träger der Struktur. — Vom
Mittelhirn ist zu bemerken, dass das rechte Meynert'sche Bündel
(wie das r. Ggl. habenulae) überwiegend entwickelt ist. Die Struktur
des Tectum opt. gleicht der des vord. Vierhügelpaars aller Wirbth.
Der N. opticus schwach, er entspringt nur mit 1 Bündel vom T. opt.
(das hintere der Knochf. fehlt). TII. Struktur des Vorderliirnes.
Ein dem Thalamus opt. der höh. Wirbth. entsprechender Theil fehlt
bei allen Fischen, höchstens die dem Ggl. habenulae benachbarten
Theile sind vorhanden. Die Markmasse des Vordh., das Busalganglion,
hat seine Hauptverbindung mit dem bei allen Fischen noch sehr
hervortretenden Lobus infundibuli, dem die Vermittelung nach den
hinteren Hirntheilen obliegt. Das Basalggl. kann nach Struktur u.
Verbindungen weder als ein Corpus striatum noch als Nucleus
caudatus noch als Insula bezeichnet werden. — Morph. Jahrbuch XHI
p. 427—574, Tf. 17—23.
L. E ding er, Unters, üb. d. vergl. Anatomie des Gehirns, I. Vorder-
hirn. — Weniger histologisch; die Faserzüge an Präp. studirt, die
mit alk. Hämatox. geschwärzt u.mitBorax-Ferridcyankalium differenzirt
waren, wodurch die markhalt. Nrof. schwarz, die Nzellen braun, die
Zwischensubstanz gelb erscheint; nur wenn die bei nied. Thieren
noch marklosen Züge bei höhern markhaltig werden, u. somit sicher
von Bindgewsträngen unterscheidbar sind, berücksichte sie der Vf.
Bei Cyclost. u. Teleost. ist der Mantel ohne nervösen Belag, die an
'den Ansatzstellen der Epithelschicht befindliche Verdickung ist nur
durch Glia erzeugt. Der Plexus choroides ist der caudale Theil des
Mantels (vor den Ggl. habenulae), er bleibt bei allen Vert. un-
verdickt. — Bei Ammocoetes besteht die fasrige Zwischenmasse
zw. den Nrvzellen aus Nfasern, die geschwärzt bleiben, also nicht
in der Ichthyologie während des Jahres 1888. 291
Glia; sie sind aber doch noch keine echten markh. Fas. Eine
Commissur u. ein Chiasma des N. olf., Conun. interlobularis und das
basale Vorderhirnhündel., welches peripher lagert, vorhanden. Fig. 1 — 3.
— Teleostier. Das bas. Vordhirnbünd. ist der Pedunc. cerebri der
Autt. ; da es bei Tel. aber weder Fasern aus dem Mantel noch aus
dem Linsenkern empfängt, so hat Vf. ihm den neuen Namen gegeben.
Die Nervenmasse des Vorderhirns enthält bei Tel. nur den Ursprungsort,
keine Einschaltung in die Faserbahn, entspricht also nur dem Putamen
u. Nucleus caud. der höh. Vert. u. nicht e. C. striatum. Im Zwhirn
erhalten die bas. ^Tibünd. eine Commissur. Salmo fario juv., Rhodeus
u. Corvina abgebildet. — Selachier. Eine nervöse Verdickung des
Mantels ist am Vorderende vorhanden, bei Rochen mit einfachem,
medianem Hohlraum, bei Haien zwar mit paarigen Seitenventrikeln,
aber die Hauptmasse des Hirns besteht auch hier nur aus dem
„primären ungetheilten Vorderhirn." Von markhaltigen Zügen sieht Vf. :
1) das bas. Vdhbünd. , 2) das Mantelbündel, 3) Comm. anterior (bei
Rochen schwach), 4) ein Medianbündel. Abb. von Torpedoembryonen
u. erwachs. Raja. — Eine Anzahl von Faserzügen dürfte bei allen
Vert. wiederkehren. Die Mantelausbildung wird vom Vf. nach den
Säugern zu verfolgt ; deren geringe Stufe bei Teleost scheint Vf. für
phyl. ursprünglich zu halten (cf. Goronowitsch). — Abh. Senckenb.
natf. Ges. XV, Heft 3, S. 89-120, Tf. 1—4.
P. Lachi, La tela coroidea superiore dell' uomo. — Im vergl.
anat. Theil auch Fische (p. 82 — 85). Bei diesen die Tela u. Plexus
des Vorderhirns im Minimum unter den Vertebr. entwickelt. — Atti
soc. Toscana sc. nat., Pisa, IX S. 1 — 96, Tf. 1 (Fig. 13, Gehirn v.
Acanthias).
L. Auerbach, ,,Die Lobi optici der Teleostier u. die Vierhügel
der höher organisirten Gehirne." Vf. verfolgt an jungen Salmo fario
(solche, die soeben ihren Dottersack verloren, aussatzfähige Fischchen,
sind am günstigsten), bei welchen die Markfasern erst z. Th. gebildet
u. darum übersichtlicher angeordnet sind, den Verlauf der Hauptzüge
im Mittelhirn. Methodik nach Weigert (Hämatoxylinfärbung, Collodium-
schnitte.). Markscheiden treten zuerst an Längsfasern der Medulla
spinalis auf, ins Gehirn zieht die Markbildung ein aus dem Vorder-
strang der Med. spin. ; Fasern des Opticus u. der Augmusknerv. folgen
früh. Der Opt. hat wesentlich 2 Wurzeln, eine ,, vordere" steigt von
dem Chiasma nahe der Aussenfläche dorsal w^ärts , eine ,, hintere"
hintauf\värts zur tiefern Ebene des Tectum opt. u. findet hier im
Nucleus corticatus Fritsch ihr Ende, wie auch die vord. W. im Tectum
endet. Die L. opt. sind daher (gegen Golgi) eine Centralstätte des
Gesichtssinnes; ausserdem dienen sie den Reflexen, die weiterhin
durch Hirn- und Rückenmarksnerven vermittelt werden. Die ver-
wickelte Structur der L. opt. bei Fischen nähert sie histol. u. physiol.
der Grosshirnrinde, morphol. entsprechen sie aber den Corpora
quadrigimina der höh. Vert. Der Torus long, fehlt bei jungen Salmo
noch, entsteht viell. durch Einrollung der medianen Ränder des
Tectum ; er ist auch erwachsen ohne Markfasern, daher von sekundärer
19*
292 Dr. F. Hilgendorf: Bericht über die Leistungen
Bedeutung u. dem Fornix höh. Vert. nicht vergleichbar. — Morpho-
logisches Jahrb. XIV, 373—393, Tf. 16. Vergl. auch: „Ueb. d. Lob.
opt. der Knochenf."in Allg. Zeit, für Psychiatrie, Bd. 44, S. 540 — 1.
J. Bellonci. Centrale Endigung des Nervus opticus bei den
Vertebraten. — Zum Stud. des Faserverlaufs, Härtung in Osmium,
nicht zu dünne Schnitte, Aufhellen durch Ammoniak, wobei alles
ausser Fasern sehr durchsichtig. — 4 Typen unterschieden: 1) Rept.
und Amphibien, 2) Teleostei, 3) Aves, 4) Mamm., für jeden T,
eine Xyl. Von Fischen unters, haupts. Carassius auratus, dann
Macropodus, Anguilla, Lepadogaster (Abb., alle von Car.); dieser
Typus charakt. durch: Sehr geringe Ausbildung des Zwischenhirns,
starke Entw. des Corpus opticum, Zusammenhang des letzteren
mit den Lobi inferiores, Kleinheit des Corpus posterius. Das Corp.
post. entspricht dem C. quadrigeminum posterius der Säuger; es
enthält eine Nucleus von Gglz. , der äusserlich von Markfasern be-
deckt wird, u. ist. structurell u. ontog. mehr zum Hinterhirn als zum
C. opt. zu rechnen. (Corp. opticum = Tectum opt. -|- Corp. quadr.
anter.). Kein Opticus-Bündel, ja viell. keine -Faser, endet ausser-
halb des Corp. opt. — Zeitschr. für wiss. Zool., Bd. 47, p. 1 — 46,
Tf. IV.
Ph. Owsiannikow. Ueb. d. dritte Auge bei Petromyzon fluv.
— Die beiden übereinander liegenden Bläschen der Epiphyse sind
fast gleicher Bildung; Linse, Glaskörper, Retina, Sclera in beiden
erkennbar. Das Pigment fehlt dem dorsalen selten, dem untern fast
stets. Die Nervenversorgung ist bei dem obern eine einfache, durch
den (hohlen) Stiel, bei dem ventralen eine complicirtere , da 2 ihm
unterlagernde Ganglien, deren Fasern sich kreuzen, 2 Quellen u. der
Stiel des ob. Blas, noch eine 3., oft sogar e. 4. liefern. Vf. bezeichnet
das dors. Blas, als drittes Auge, das ventr. als 4. Im 3. Auge hat
die Retina eine Längsfurche, die nach hinten in einen Canal über-
geht, der, gleich der ganzen dors. Fläche der Retina, mit Stäbchen
u. Pigment tapezirt ist; am 4. Auge eine schwächere Furche vorh.
Der Ammocoetes besitzt auch schon e. 3. u. 4. Auge; diese entwickeln
sich fortschreitend bis zur Metamorphose u. bilden sich aus der
Epiphyse heraus. Bei Petr. können die Parietalaugen wohl nur als
Organ für Licht-, nicht für Wärmeempfindungen gedeutet werden;
sie sind höher entwickelt als bei Reptilien. — Auch einige Bem. üb.
Selachier-Epiphysen (Fig. 16, 17) u. über Acip. ruthenus [auch
3 Reptilien u. Rana]. — Mem. Ac. sc. Petersb. (7) T. 36, Nr. 9;
26 S., 1 Tf.
J. Beard, Morph, studies, I: The parietal eye of the Cyclostome
fishes. (Vergl. Ber. 1887 p. 287.) Bei Callichthys hat das parietale
Schädelloch nichts mit der Zirbeldrüse zu thun. Das schwarze
Retinapigment fehlt meist bei Ammocoetes ii. jüngeren Petromyzon
noch, das weisse oder graue P. von Wiedh. u. Ahlborn vermisste Vf.
stets. Das unpaare Parietalauge ist phylog. als ein aus je 1
paarigen Ableger der Seitenaugen verschmolzenes Organ anzusehen.
Von den 2 Bläschen des Epiphysenkörpers (bei Petrom.) ist nur das
in der Ichthyologie während des Jahres 1888. 293
dorsale (obere) ein Sinnesorgan. Dessen obere Wand ist die Linse,
der Zwischenraum enthält coagulirte fadenf. Massen, die unt. W. ist
die Retina, diese enthält (von oben an) Stäbchen , nebst Zapfen,
Pigment, eine innere u. e. äuss. Körnerschicht. Myxine besitzt nur
1 Bläschen, mit pigmentloser, einfacher Retina. — Q. J. Micr. Sei.,
Vol. 29, p. 55—73, Taf. 6, 7.
N. Zograff, Materialien z. K. der Organisation des Sterlet.
(Russisch, 1887 od. 88, Selbst, ersch.? Erw. von Goronowitscb,
Morph. Jb. XIII 514.) Die Epiphyse durchbricht bei sehr jungen Ac.
ruth. das Knorpelcranium. Bei Scaphirhynchus reicht die Mark-
substanz (Basalganglien) noch weiter dorsalwärts, bei Acip. schon
mehr reducirt. Das Pallium soll ohne grosse Querfalte sein (Jugend-
charakter?) [Nach Goronowitscb loco cit. p. 514.]
J. R. Whitwell, The epiphysis cerebri in Petromyzon fluv. —
Weniger eingehend als Ows.'s u. Beard's Schilderung. Vf. sieht in
dem Pinealauge eher eine embryonale Stufe des Vertebratenauges
als eine Annäherung an den Typus des Invertebratenauges. — Journ.
of anat phys. London, XXII 502—4, Tf. 18 (1 Längs- u. 1 Qschn.).
G. Saint Remy, Portion terminale du canal de l'ependyme
chez les vertebres. — Bei Fischen erweitert sich im Gegs. zu den
Säugern der Rückenmarkskanal hinten nicht. Abb.: 3 Qschn. von
Cypr. carpio. Tf. I 16. — Intern. Monschr. Anat. Phys. V p. 57 — 61.
W. H, Gas kell, Comparison of the cranial with the spinal
nerves. — Sowohl die vordere (efferente) Nervengruppe (III, IV, V
[motor. Theil], VI, VII), als auch die hintere (gemischte) Gruppe
(V [sens. Th.], IX — XII) sind den Spinalnerven homolog; die Unter-
schiede beruhen auf phylogen. Degeneration der Funktion. — Nature,
Vol. 38, p. 19, 20.
Gaskell, Spinal and cranial nerves. — Proc. anat. soc, Great
Britain, Juni 1888, p. V— VI (in J. of anat. phys. XXIII part 1).
Th. W. Shore, The morphology of the vagus nerve. — Vf.
recapituHrt das üb. Petromyzon Bekannte (nach Ransom u. Thompson,
die Entw. nach Shipley), das über Elasmobr. (Ggbr. , Hubrecht;
Entw. Wijhe, Beard) u. Amphioxus (Rohon) etc. u. summirt als
wahrscheinlich: 1. Der Vg. ist ein „zusammengesetzter Nerv", aber
nicht im üblichen Sinne; er besteht vielmehr aus den Visceralästen
der vordem Spinain. u. aus den Resten der Hirnggl. u. der lateralen
Stränge des Nrvsyst. der Invertebraten. 2. Der viscerale Theil des
Vg. der Fische enthält die Kiemennerven u. entstand durch Ver-
schmelzen der Visceraläste der vord. spinalen Nervsegm. , deren
corresp, motor. u. sensiblen somatischen Aeste gesondert blieben.
3. Die Ggl. des 5., 7., 9. u. 10. Cranialn. repräsentiren die Hirnloben
der Nemertinen u. wahrsch. die Cerebralggl. der Anelliden u. Arthro-
poden. 4. Der ,,ramus lateralis" ist phyl. sehr alt u. äquiv. den
lateralen Strängen in den Nplex. der Nemert. , dem Hauptnerven-
strang der Anell. u. Arthr. u. viell. dem Nringe der Coelent. 5. Das
Studium des Vg. spricht gegen Dohrn's Vertebraten - Ableitung.
294 JDr. F. Hilgeiidorf; Bericht über die Leistungen
6. Für die Segmentirung des Wirbthkopfes wird der Werth des Vg.
überscliätzt. — J. of anat. phys XXII 372 — 90.
R. Chevrel, Siir le Systeme nerveux grand sympatliique des
poissons osseux. — Die Wurzeln des vordem Symp. gehen stets
vom Trigem. s. s. aus. Die vord. Kopfportion liegt bei einigen
Fischen in der Schädelböhle Oefter entsendet das 1. Kopfggl. Fäden
an den palatinus, die gemeinsame Masse der maxill., an den ophthal-
micus, ciliaris brevis u. longus, vord. Ast des glossophar. Fäden
des Symp. begeben sich nur selten direkt an die Kiembög. , öfter
zum IX. u. X. Bei Muraeniden liegt hinter der Vereinigung der
hintern Epibranehialarterien ein Ggi., wovon abgehen: 1. ein Faden
zum Visceralast des X., er bildet einen Plexus um den Oesophagus,
2. ein F. hinter die Kopfniere, 3- (bei Mur. mit Pectoralfl.) mehrere
F., welche die Art. axill. begleiten u. z. Th. die Pectoralmuskeln
oder die Mucosa der Kiemenhöhle versorgen. Bei andern Farn, sieht
man an den die Art. axill. begleitenden 1 — 2 Fäden zuweilen kleine
Ggl. Die Intercostalart. werden meist von e. Sympfaser begleitet, die
z.Th. in die Niere zieht. Die rami communic. zw. dem Sympstrang
u. den Spinain. sind zuweilen aus beiden N. gemischt. Die Caudal-
partie des Symp. ist stets doppelt (selbst bei einf. Abdomp.) u. ihre
Ggi. liefern feine F., welche mit den Spinain. für die Muskeln der
Caudalfl. anastomosiren. — C. r., T. 107, p. 530 — 1.
W. Krause, Die Nervenendigung in den Muskeln. III. Msk.
V. Torpedo. — Vf. unters. Brustflossenmsk.; die mot. Endplatten
zeigen keine Spur von elektr. Punktirung; sie liegen ausserhalb des
Sarcolems, die Endverzweigung des N. frei von Anastomosen. —
Intern. Monschr. Anat. Phys. V p. 99—101, Tf. VI.
S. Pansini, Terminazioni dei nervi sui tendini dei vertebrati.
— Diese Endigungen (Golgi'sche Nervenkörperchen, nach Cattaneo
Org. des Muskelsinnes) am einfachsten bei Hippocampus, nur nackter,
kernhalt. Achsencylinder ; bei Torpedo schon entwickelter. — Boll.
soc. natur. NapoU, II, p. 135—60, Tf. 4—7.
Vergleiche ferner üb. Nervs.: Gehirn u. N. von Petromyzon,
Scott (s. unten bei Entwickl.); Nervenentw. , Wijhe (s. Entw.) u.
Kastschenko (ebd.); Entw. der N, von Petromyzon, Kupffer (s.
Entw.) u. Götte (ebd.); N. later. u. symp. von Petr., Dohrn (ebd.),
Julin (ebd.); Entw. der mot. N. der Selachier, Dohrn (ebd.); Entw.
des Ggl. ophth., Phisalix (ebd.). Phylogenie des Gehirn, Board
(s. oben S. 276). Herznerven, Kasem-Beck (s. u. bei Gefäss.). —
In dem System. Theil ist zu vergl. : Vaillant, Gehirn von Centro-
phorus coel. (Spinacidae) ; Bathypterois (Scopol.); Alepoceph., Xeno-
derm. u. Leptoderma ( Alepocephalidae) ; Lycodes (Lyc), Notacanthus
(Not.); Halosaurus, postmortale Windung der MeduUa (Halos.);
Dicrolene, Anschwellung der Med. obl. (Ophidiidae). Sodann Guitel,
Gehirn u, N. von Lepadogaster (Gobiesoc); Sanders, Gehirn v.
Ceratodus (s. S. 288); Parker, Nerv, von Protopterus (s. System.,
Dipnoi).
in der Ichthyologie während des Jahres 1888. 295
Sinnesorgane. L. Pogojeff. Ueb. d. feinere Structur des
Geruchsorganes des Neunauges. — Bei Petromyzon fluv. sind am
Riechorg. (in der Nähe der Lobi olfact.) Drüsen vorhanden, die den
andern Fischen (u. auch dem Ammocoetes noch) fehlen. Eine mediane
Theihmg der Nase (Langerhans) vermisst Vf. Ausser den Stützzellen
des Riechepithels werden 2 Arten von Neuroepithelz. beschrieben.
Die kolbenf. Z. der Körperhaut sind ähnl. den Neurepz. der Nase u.
mit M. Schulze als Sinnesz. anzusehen. — Arch. für mikr. Anat. XXXI
S. 1—14, Tf. 1.
J. M. Moreno, Sobre las terminaciones nerviosas parifericas
en la mucosa olfatoria de los Peces. Anal. Soc, Espan. H. Nat.
Madrid, XVII 305—9.
Vergleiche üb. Geruchsorg.: Scott, Petromyzon (s. Entwickl.);
Wieder sheim, Degeneration d. Nase (s. Syst., Gymnodontes);
Parker, Protopterus (Syst., Dipnoi).
A. Günther, Briefl. Mitth. in: Packard, Cave Faune N. Am.
p. 107, kennt (Gronias von G. nicht unters.) folg. blinde Fische:
Amblyopus, Trypauchen, Trypauchenichthys ; Lucifuga, Typhlonus,
Aphyonus; Soleotalpa; Amblyceps, Cetopsis, Brontes; Ipnops; Myxine,
Bdellostoma. Alle diese sind blind wegen rud. Augapfels.
AL Dogiel, Ueb. d. Verhalten d. nervösen Elem. in der Retina,
der Ganoiden etc. Die Sehzellen (Stab. u. Zpf.) färben sich durch
Methylenblau nicht, sehr stark aber die daranstossenden „sub-
epithelialen Ganglienz." (des Störs), die Z. der mittl. u. inneren
gangliösen Schicht, sowie deren Fortsätze; Stützfasern u. -Zellen
wiederum nicht, die Axencyl. der myelinhaltigen Nervenfasern
schwierig. — Anat. Anz. III 133—7, 1 Xyl.
M. Gunn, Embryology of the retina of Teleosteans. — Vf.
untersucht Gadus aeglef., merl. u. morrhua, Liparis, Gastrosteus spin.,
Cyclopt., Anarrh., Molva, Trigla gurn., Cottus, Plem*. flesus, Salmo
salar; für alle diese Sp. wird die Entw. der Retina summarisch
beschrieben bis zur Ausbildung der 6 Schichten. Die Pigraentschicht
soll bei Tel. nicht von der medialen Wand der Augenblase, sondern
von der tiefen Schicht des Cuticularepiblats stammen. — Ann. Mag.
(6) II 263—8.
Vergleiche über Auge: Parietalauge s. oben bei Nervensystem.
Auge von Protopterus, Parker (s. Syst., Dipnoi); Entwickl. bei
Petromyzon, Scott (s. Entw.); Auge v. Amphioxus, Krause (s. Syst.).
Vergleiche über Ohr: Vaillant, im „Talisman" Abb. vieler
Otolithen; diese asymm. u. nach dem Alter verschieden bei Sebastes
kuhlii (siehe Syst.); ders. in „Cap Hörn" Sagitta von Cottoperca.
Ueb. Otol. vergl. Koken (bei foss. Fische). Labyrinth von Ortha-
goriscus, Thompson (s. Syst.). Entw. des Ohrs bei Petrom.,
Scott (s. Entw.).
Gefässsystem (nebst Thymus u. Thyreoidea). L. Cuenot.
Developp. des globules rouges du sang. — Die kleinen stärker licht-
brechenden Körper der Milz nehmen in den Blutgef. zuerst die
296 Dr. F. Hilgendoi-f: Bericht über die Leistungen
Form, dann unter Verschwinden der Brown'schen Molekulark. die
Farbe rotlier Bltk. an. Die gross., matteren K. der Milz werden
weisse Bltk. Unters. Raja u. Alburnus. — C, r. Tome 106 p. 673.
A. Mo SSO, ,,le sang des poissons dans l'etat embryonnaire et
l'absence des leucocytes". Untersucht Mustelus laevis u. Scyllium.
Der Unterschied zw. dem Blut der alten u. embr. Haie ist der, dass
im embr. Blut die Blutkp. runder sind, grössern Kern haben u. zum
Schwellen und Platzen neigen, besonders aber dass die Leucocyten
(wie bei Säugeth.) fehlen. Die granulirten Zellen Leydigs sind
nekrobiotische Produkte u. die Haematoblasten Hayem's ebenfalls
nur umgeänderte roth. Blutkp. — Rendic. R. Accad. dei Lincei 1888
p. 434 u. Arch. ital. de Biol. Tome X p. 48—68.
A. Mo SSO, ,,un venin dans le sang des Murenides". Das Serum
von Anguilla u. Muraena, weniger stark das von Conger u. Myrus,
hat einen scharfen Geschmack, der sich beim Blut von andern
Teleostiern u. von Selachiern nicht findet ; in Darm oder Venen (von
Säugern u. Amphib.) injicirt wirkt es tödlich vermöge Afifektion des
Rückenmarks. Durch Kochen u. im Magen wird das Gift zerstört.
Rendic. R. Acc. dei Lincei, 1888 p. 665 u. Arch. ital. de Biol. X
141—169.
Kazem-Beck, Beitr. z. Innervation des Herzens. Unters.
(Säugeth., Emys u.) Esox, bei dem Vf. einen Depressor des Herzens
in Begleitung der Art. coronaria sah (V2% Essigs.) Aus dem
1 . Rückenmarksnerv entspringend, ist er rechts constanter u. kräftiger
als links. Wahrsch. aber begleitet er nur den N. spin. I eine Strecke
und stammt wirkl. vom Vagus. Daneben noch direkte Vaguszweige
zum Herzen. (Bei Emys auch der Depressor direkt vom X.) —
Arch. Anat. Physiol. 88, Anat. Abth. 325—52, Tf. 19.
F. Maurer, ,,Die Kiemen und ihre Gefässe bei Anuren u.
urodelen Amphibien, u. die Umbildungen der beiden ersten Arterien-
bogen bei Teleostiern". — Während die Kiemen der Amph., selbst
die inneren K., ectodermen Ursprungs sein dürften, sind die der
Fische entodermal; F. haben also theoretisch Darm-, Amph. aber
Haut-Athmung. Die Athmung der F. mittelst des Dottersacks er-
möglicht hier eine entod. Entwicklung. ~ Von den 6 ursprünglich
(bei Salmo fario) angelegten Arterienbogen geht der 2., dem Hyoid-
bogen zugehörige bald zu Grunde, nicht aber, wie bisher geglaubt,
der erste (zum Hyoid- u. Mandibularbogen in Beziehung stehende);
dieser wird vielmehr zur sog. Arteria hyoidea, die der Verf. A. hyo-
mandibularis tauft. Erst aus diesem Verhältniss ergiebt sich, dass
Dohrn's Ansicht richtig ist u. die Pseudobranchie der Teleostier, die
von der A. hyom. versorgt wird, der Spritzlochkieme bei Selach. u.
Gaiioiden homolog ist. Durch spätere Umbildung tritt sie ausser
direkter Verbindung mit dem Herzen und erhält geathmetes Blut
aus der 1. Kiemenvene. — Bei Esox geht auch die für Salmo
definitive Ernährung der Psbr. durch die 1. Kiemenvene, welche bei
E. nur Zunge u. Operculum versorgt, wieder ein u. die Ps. wird,
in der Ichthyologie während des Jalires 1888. 297
wie bei vielen Teleostiern von dem Circulus cephalicus direkt ge-
speist. — Morph. Jahrb. XIV S. 207—22, Tf. X Fig. 20-23.
P. Mayer, Ueber Eigenthümlichkeitcn in den Kreislaiiforg. der
Selachier. Zu der Injektion ist lebendes Material nöthig, Abtödten
im Süssw. oder starker KCl-Lösung, Vorinjektion mit dest. Wasser
oder lOVo Alk., dann lösl. Berlinerblau (angesäuert). — 1. Circul.
in Schwanz u. unpaaren Flossen, zunächst Haie (excl. Squatina,
welche hierin den Eajae ähnlich). Vena caudalis nicht doppelt.
Besonders beim Embryo die geläugneten Venenklappen leicht
sichtbar; in Form von Rohrventilen. Neben Art. u, V. caudalis je
eine Art. (Vasa vasorum), die aus den A. intercost. gespeist wird u.
in die zur V. caud. führenden Venen mündet; ähnlich auch in der
Nierenregion. Bei Rochen sind die Abweichungen meist durch
Reduktion des Schwanzes bedingt; die ,,Vasa vas." gross (auch bei
Knochenf. vorh., Lophius). Im Schwänze ist die Zahl der Gefässe
(gegenüber dem Rumpfe) vermindert, sie ergeben nur die Hälfte der
Wirbelzahl (cf. Osteol.). Die unp. Flossen haben eine oberfl., deren
Basis umkreisende V. circidaris; die V. profunda, die das Blut der
Flossenmuskel führt, ist immer nur an einer Seite entwickelt; ob
rechts ob links, individuell wechselnd. — 2. Das sog. Lymphgefäss-
system der Sei. (S. 337). In der Haut der Selachier giebt es keine
Lymphgefässe ; die als solche oft beschriebenen Gef sind Venen.
Allerdings können solche Gef. zeitweise Chyius oder ein Gemisch von
Ch. u. Blut führen, zu andern Zeiten beobachtet man aber Blut in
ihnen (an lebenden Jungen). Auch die Gefässe am Tractus intest,
verhalten sich ähnlich; auch hier keine gesonderten Chylusgefässe.
Die von Leydig entdeckten turbanähnl. Knöpfe sind nicht Lymph-
herzen, wie Sappey will, sondern Hemm-Muskeln, Sphmcteren; sie
bestehen aus glatten Fasern. Am verbreitetsten sind sie bei Raja
clavata (Flossenhaut, Spiralfalte des Darms, Magen, Mesenterien,
Gallenblase etc.), bei R. punct. nur im Magen (und erst bei Alten),
bei andern Rajae etwas mehr (bei R. macul. nur jung); fehlen auch
bei Trygon, Sphyrna, Myliobat. nicht, aber ganz bei Squatina u.
Torpedo. Ihr Vorkommen ist kein Charakteristicum (geg. Sappey)
für Lymphgef., sie werden sogar an Arterien beob. — Die Körnchen-
zellen des Blutes sind nichts als mit Granulis beladene Leucocyten;
sie haben einen Kern (Picrocarmin) , führen halbbeladen noch Be-
wegungen aus, u. zeigen alle Uebergänge zu den Leuc. ; Blut u.
Chyius nur durch die Menge der Körnz. verschieden. Der Chyius
wird zuerst in den die Gef. des Darms umgebenden Scheiden auf-
gespeichert. Auch bei Knochenfischen sind oft Venen für Lymphgef.
erklärt worden; die sog. Lymphherzen der Muraenidae führen Blut
(Conger p. 338). — Mitth. zool. Stat. Neapel, VIII, Heft 2, 307
bis 373, Tf. 16—18.
L. Kerschner, zur Morph, der Vena cava inferior, berührt
die Fische nur beiläufig (p. 816). Ist mit Götte u. geg. Hochstetter.
— Anat. Anz. III 808.
298 Dl'- F. Hilgeudorf: Bericht über die Leistungen
Vergleiche üb. Gefässsystem: Gage, Blutkörp. von Petromyzon
(s. System.). Rees, Resorption der Leucocyten zur Beschleun. der
Entwickl. (s. Entw.). Götte, Herz- ii, Blutbiklung bei Petrom.
(s. Entw.). Dohrn, Gef. der Thyreoidea hei Petrom. (Entw.); Julin,
desgL (ebd.). Kastschenko, Entw. d. Gef. bei Selach. (s. Entw.);
Rückert, desgl. (ebd.). — Corning, Gef. der Schwimmblase
(s. Darm). Zograff, Gef. des Labyrinths bei Macropodus (s. Syst.,
Labyrinthici). Guitel, Gef. von Lepadogaster (Syst., Gobiesoc).
Parker, Blut u. Gef. von Protopt. (Syst., Dipnoi).
Darmkanal u. Schwimmblase. Letellier, Analyse quäl, de
la bile du Mole (Orth. mola). Bull. soc. linn. de Normandie (4) II
(1887/8) p. 56 — 61. — Keine Abweichung von andern Fischen (nach
Scherer's u. Schlonb.'s Analysen).
H. K. Corning, ,,Beitr. z. K. der Wundernetzbildungen in den
Schwimmblasen der Teleostier". Vf. unters, deutsche Süsswf. : S.
fario, Esox, Perca, Lota, Acerina u. Cypriniden. Die Blase wurde
aussen u. innen mit Chromessigs., danach Wasser u. Alk. behandelt;
ferner Injektionen mit Berl. Blau oder Chromgelb-Gelatine. Bei der
Forelle kommen weder Wundernetze noch mehrschichtig werdendes
Epithel (an der centralen Wandfläche) vor; nur Avird das Innen-
epithel in dem hintern Theil der Blase im Anschluss an die an-
liegenden Gefässe cylindrisch statt cubisch (vorn ist nur cyl. Ep.
vorhanden). — Bei Perca fehlen die Muskeln in der Wand (ausg.
an den Wundernetzen); ausser den bek. ,, Blutdrüsen" (od. „rothen
Körpern" od. ,, zelligen Säumen") kommen auch hier auch Wunder-
netze ohne Epithelwucherungen vor und zwar an einem 3 cm
langem ,,Oval" dorsal am hintern Ende, dem Innenepithel angelagert.
Das Oval wird von einer kräftigen, glatten Muskulatur eingefasst.
Die Blutdrüsen haben keine Drüsenlumina (gegen Coggi), Seite 15
u. 53. — Bei Esox nehmen die ,, einfachen Wundernetze" statt eines
„Oval" den ganzen hintern Theil der Blase ein; sie waren bekannt,
man glaubte sie aber auch im vord. Th. zu finden, wo indess wie
bei Perca ,, zellige Säume" auftreten. Acerina ganz ähnlich Perca.
Lota hat ebenfalls Blutdr. im vordem ventralen Theil u. ein (aber
kleineres) Oval hinten dorsal. Der gleiche Typus (= Müller's
Hechttyp. u. Barscht.) ist bei vielen Fischen wiederzufinden. Müller's
Karpfentypus ist dagegen durch Mangel aller Blutdrüsen aus-
gezeichnet, d. h. die Wundernetze, obgleich denen in dem vord.
Theile der Hechtblase ähnlich, treten nicht mitzelligen Elementen in
Verbindung, ausserdem lagern sie (stets!) peripher u. sind durch die
dicke fibröse Schicht vom Lumen der Blase geschieden; Leuc. rutilus
u. Tinea sind C. carpio ähnlich, Barbus weicht durch dürftige
Gefässverzweigung ab (ausserdem durch Spiralleisten der Innenwand).
— Auch Müller's 4. Typus (Anguilla) ist eigenthümlich. Wunder-
netze finden sich nur im Ductus pneumaticus, nicht in der Blase
selbst. Die ganze centrale Oberfl. der Wand ist faltig, u. dem oft
mehrschichtigen Epithel sind Capillaren an- u. eingelagert. Viell.
eine phytogen. Vorstufe für die zelligen Säume in den Blutdrüseu
iu der Ichthyologie während des Jahres 1888. 299
von Perca. — Zur Ontogenie der Schwbl. (bei Salmo trutta) fand
Vf., dass die Bl. als unpaare dorsale Ausstülpung der Darmwand
und zwar nach rechts hin entsteht. — Morph. Jahrb. XIV S. 1 — 53,
Tf 1, 2.
Vergleiche üb. Darmk. : Beard, Phylogenie des Mundes (s.
S. 276). Raffaele, embryon. Bursa stomachalis (s. Syst., Muraenidae);
Spiralklappe im Darm bei jungen Clupea u. bei Salmo-Embr. (s. Syst.,
Clupeidae). Paneth, Darm epithel bei Cobitis vollst, (s. Cyprinidae).
Parker, Darm v. Protopt. (Syst., Dipnoi). Herzenstein, Varia-
bilität der Darmschlingen bei Cobitis (Syst., Cyprin.). P. Mayer,
Gefässe des Selachierdarms (s. S. 297). Vaillant, „Talisman", bildet
mehrfach Eingeweide ab (vergl. Faunen, Allgem.). — Corblin,
Funktion der Schwimmblase (s. Biologie, Beweg.). Guitel, Schwbl.
verschwindet beim erwachsenen Lepadogaster (Syst., Gobiesoc).
Eigenmann, die Ausbildung der Schwbl. für die Classification der
Siluridae verwerthet (s. Syst.). — Dohrn, Flimmerrinne u. Ontogenie
der Mundhöhle des Ammocoetes (s. Entw.); Julin, desgl. (ebd.).
Beard, Zähne der M}^in. (s. Syst.). Woodward, monstr. Zähne
V. Rhinoptera (s. Syst., Myliobat.). Hilgdf , sog. Zähne v. Pristis
(Syst.). Zittel, allgem. Darstell, der Zähne, s. dessen Handb. der
Paläont.
Athmungsorgane u. Pseudobranchien. Maurer, Gefässe der
Kiemen (siehe S. 296). Zograff, Macropodus (s. Syst., Labyrinthici).
Paneth, Darmathm. von Cobitis (s. Cyprinidae). Parker, Lunge
V. Protopt. (Syst., Dipnoi).
Niere, Nebenniere. C. Fr. W. Krukenberg, la retention de
l'uree chez les Selaciens. Ann. Mus. d'hist. nat. de Marseille, Zoologie
Tome III, Mem. 3, 43 S. 4«. — Vergl. Ber. 87 p. 295.
Vergleiche üb. Niere: Wijhe, Entwickl. der Excretionsorg,
(s. Entw.); Rückert, desgl., nur Pronephros, nicht aber Meson, ist
homodynam den Segmtorg. der Anelliden (s. Entw.). Dohrn, die
Nierengänge bei Ammocoetes münden im Darm (ebd.). Parker,
Niere u. Nebenn. v. Protopt. (Syst., Dipnoi).
Generationsorgane (Hemaphroditismus, sekundäre Geschlechts-
charaktere). F. Mocquard, ,,ovaires de la baudroie". Jeder Ovarial-
schlauch des 1,45 m 1. Lophius 3 m lang und 15 cm Durchm., dabei
der Wandstreifen, welcher Eier (1800000, noch unreif) produzirt,
nur 1 mm dick. Bull. soc. philom. Paris (8) I p. 46 — 49.
F. Sanfelice, ,, Spermatogenese des vertebres". Hat auch Raja,
Torpedo u. Scyllium berücksichtigt (Abb.). Bollett. soc. dei natura-
listi di Napoli (1) Vol. II, Anno 2, Libro 1, 1888 u. Arch. ital. de
Biol. X 69—122.
F. Leydig;, ßeitr. z. K. des thier. Eies im unbefr. Zustande.
— VI. Fische, p. 336 — 40. Das Ei von Gasterosteus acul. (Ende
Mai) unters. Die Keimflecke geballt oder zerstreut; die Wand des
Kmbläs. mit körnig-streifiger Masse (aussen) bedeckt, welche durch
Austritt der Keimflecke gebildet wird. Dotter mit heller Substanz
in Form strahliger Hohlräume u. einer centralen Schicht u. mit
300 Dl'- F. Hilgendorf: Bericlit über die Leistungen
deutl. Spongioplasma ; in der periph., grobkörn. Schiebt „kernartige
Ballen" (Abkömmlinge der Keimflecke). Hülle (reif) mit Poren-
kanälen 11. Relieflinien u. mit den pilzf. Anhängen (diese aus je
1 Zelle entstanden?). Bildung der Zellen der Granulosa aus Leu-
cocyten mit His (gegen Ludwig) angenommen. Abb. Tf. 15, Fig. 84
bis 90. — Zool. Jahrb., Abth. Anat. III p. 289—432, Tf. 11—17.
(Auch im allg. Theil einzelnes über Fische.)
L. Vaillant, Die Eier der Rochen (Raja?) sind in der Grösse
proportional der Grösse des Individuums. Bull. soc. d'acclim. (4) V
p. 659.
J. A. Henshall, On some peculiarities of the ova of fishes. —
J. Cincinn. Soc, XI 81—85.
J. T. Cunningham, The reproductive organs of Bdellostoma,
and a Teleostean ovum from the west coast of Africa. — Trans, roy.
soc. Edinburgh, Vol. 33, p. 247—250, 1887. — Vergl. Systematik
bei Bdell. - — Das westafr. Ei mit Fortsätzen aussen; die längern
(am animalen Pole) verbanden die Eier unter einander.
J. T. Cunningham, Prelim. inquiries at Plymouth into the
mar. fauna and the ova of fishes. Journ. mar. biol. assoc. un. kingd.
Nr. 2 (Aug. 88) p. 194 — 201. — Künstl. Befruchtung gelang bei
Solea (da Sperma bei Druck nicht ausfloss, wurden Stücke des
Hodens den Eiern beigefügt, mit einigem Erfolg), Capros, Pleuren,
microc, Trigla gurn. u. cuc.
Vergleiche zu Generorg. : Nansen, protan drischer Herma-
phroditismus bei Myxine (s. System.); Cunningham, desgl. (s.
S. 275, bei Hoyle). Rückert, die Generorg. der Selachier werden
bei der Entwickl. segmental! angelegt (s. Entw.). Guitel, Lepado-
gaster (s. Syst., Gobiesoc). Parker, männl. Generorg. v. Protopt.
(Syst., Dipnoi). Cunningham, Fische von Plymouth (siehe bei
Faunen, England, u. bei Syst., Solea). Raffaele, flott. Eier bei
Neapel (s. Entwickl.). Hensen, treibende Eier (s. bei Fischerei).
Entwicklung.
Ontogenie. L. Felix Henneguy, Recherches sur le deve-
loppement des poissons osseux. Embryogenie de la Truite. — Zu-
sammenfassung seiner früheren u. spätem Untersuch., die mit denen
anderer Autt. stetig verglichen werden. Die Entwickl wird vom
Ovarial-Ei bis zur ersten Anlage der Organe verfolgt. Der Mangel
an Einstülpungen (bei Entw. des Rückenmarks etc.), vom Vf. als
,,devel massif" bezeichnet, hat nach H. seinen Grund in der be-
deutenden Resistenz der Eikapsel. (Auch Bemerk, üb. Gymnotus
u. Gastrosteus etc.) — Journ. de l'anat. physich (Pouchet), Jg. 24,
S. 413—502, 525—617, Tf. 18—21, 28 Xyl.
C. K. Iloffmann, Ursprung u. Bedeut. der sog. ,, freien" Kerne
in d. Nahrungsdotter bei den Knochenfischen. — Unters. Salmo
salar, Flemming'sche Flüss. ohne Osm., Oefiiiung der Eischale, Pikro-
in der Ichthyologie während des Jahres 1888. 301
carmin, Schnitte. Die 1. Furche ist meridional (geg. Hoffm. 1881)
u. wahrsch. in der Medianebene; 2. F. eine merid. Querf. ; 3. ii. 4
meist gleichzeitig, parallel der 1. F. (6 — 8 Furchnngskugeln); dann
eine Aequatorialf . ; die 8 (od. 6) tieferen Zellen mit undeutlicheren
Grenzen bilden e. Plasmodium (Periblast) mit anscheinend freien
Kernen u. sind wahrsch. die Grundlage des Hypoblast, während die
oberflächl. 8 Zellen das Ektoderm erzeugen. Bei anderen Knochenf.
scheint (wie bei Cyclost. , Amphib. u. Amphioxus) schon auf die
2 ersten Meridional- die Aeqfurche zu folgen, so dass nur je 4 Zellen
die beiden Schichten vertreten. Zur Weiterbildung des Hypobl. trägt
e. Furchung des Dotters bei (ganz nach Art der Merocyten Rückert's),
bei der z. Th. die mitot. Zelltheilung durch direkte ersetzt wird. —
Z. f. wiss. Zool., Bd. 46, S. 516—548, Tf. 35.
N. Kastschenko, „Herkunft der Dotterkerne im Selachierei."
Vf. sah an Pristiurus u. Scyllium can., dass schon kurz vor der
1. Furchung sog. Dotterkerne (Merocyten) im Ei vorhanden sind
(8 — 50), die wesentl. den 2 centralen K. glichen, nur sind die
peripher. K. kleiner, ihre Theilung ist meist eine direkte (erst in
späteren Furchstad. deutlich mitotisch), sie färben sich stärker; alles
aber nur graduelle Unterschiede. Auch im benachbarten Dotter
treten (anscheinend etwas später) Merocyten auf. — Anat. Anz. III
253—7, 1 Tf.
K. F. Wenckebach, De beteekenis van het parablast. — Die
Eiern, des Parablast haben nur die Dotterresorption zu vermitteln,
aber nicht den dir. Aufbau des Embryo. Vf. verwirft His's Parablast-
u. Hertwig's Mesenchymkeim-Theorie. — „Feestbundel" zu Donders
70. Geburtstag; Amsterdam, 8^, p. 259—72.
N. Kastschenko, Zur Entwicklgesch. des Selachierembryos.
Vorl. Mitth. — Unters. Pristiurus, Scyllium can., cat., Torpedo oc.
u. Raja sp.? Beob. auch Entw. am lebenden Embryo (was durch
Fortnahme der oberflächhchen Schicht der Eischale ermöghcht wird)
u. die Wirkung operativer Eingriffe. — I. Stadieneintheilung u.
Dauer der einz. Stadien. 1. Stad.: befruchtete aber unsegm. Keim-
scheibe; 5. St.: rüsself. Ksch. (= Balfour's A), 7. lanzettenf. Embryo
(= Balf. B), 8. knopff. E. (= Balf. D), 11. St. des eben geschlossenen
Medullarrohrs (letztes vom Vf. geschildertes Stad.). Frist, braucht
vom 1. bis 11. St. (bei 14 « C.) 25—30 Tage. — II. Unsegm. Keimsch.
u. die Richtungskörperchen. Zahl der Rchtk. meist 2, bei einem u.
demselben Sc. catulus einmal sicher 3 u. einmal nur 1 Rk. beob.;
die Rk. senken sich zwischen die Segmentationskugeln hinab. —
III. Die Furchung. Sie ist stets unregelmässig, fast immer ent-
stehen zuerst mehrere Furchen bezw. Segmkugeln. gleichzeitig. Die
Furchung geht vom Innern der Keimscheibe aus! Die Furchungs-
spalte entw. sich aus e. Yrdwamole., die nach der Oberfläche e.
Yvthkancd. entsendet; diesem kommt ein YvcMricMer. von oben ent-
gegen (Schenk's Furchungshöhle liegt horizontal, d. h. der Oberfl.
parallel, und ist ein Kunstprodukt). Zuerst besitzen noch alle
Segmkugeln. eine unabgetrennte Basis (Stad. 2), später schnüren sie
302 Dl'- F. Hilgeudorf: Beiiclit über die Leistungen
sich ab, wodurch eine mehrschichtige zellige Scheibe (Stad. 3) ent-
steht. Oft erscheint eine Furchungszone an der Peripherie mit
halbkreisf. Furchen; diese Zone kann von der centralen Gruppe der
Sgmkug. durch e. ungefurchte Fläche getrennt sein! — IV. Seg-
mentationshöhle. Ist gross, stets geschlossen, sieht aber kurze Zeit
am hinteren Rande über die Ksch. hervor (im Stad. 4), was eine
Oeffiiung vortäuscht. Der Rüssel (Stad. 5), d. h. die erste Anlage
des Embryo, verdeckt sie dann wieder. — V. Gastrulation. Beginnt
mit Umbiegung der Rüsselspitze (ohne Mitwirkung wandernder Dotter-
kerne), setzt sich dann auf kurze Zeit seitlich fort (wodurch die
Randwülste entstehen u. die ,,sattelf. Ksch.", Stad. 6, erzielt wird),
aber nur in der Mittellinie erstreckt sich die Gastrulahöhle weiter
zur Bildung der primit. Nahrungshöhle. Auch am Vorderrand der
Scheibe vorübergehend eine Höhlenbildung durch Umschlag. Zwar
muss der ganze Rand der Ksch. als Blastoporuslippe gelten, doch
beschränkt Vf. den Ausdruck Entoblast auf die echte Epithel-
schicht, welche den Urdarm dorsal begrenzt (= embr. Entoblast
Rückert); der Dotterentoblast R.'s, nur aus abgeplatteten Furchungs-
kugeln u. viell. Merocyten gebildet, gehört dem Mesenchym an, da-
gegen sind Spuren vom Entoblast rings an der Peripherie der Ksch.
sichtbar. — VI. Der Mesoblast. 2 dorsolateral im Urdarm auf-
tretende Mesoblastrinnen vereinigen sich vorn im Endtrichter \ hinten
an ihrer Umbiegung in den Randwulst tritt dann der Mesoblast aul
als paarige Bildung, die einerseits nach vorn (bei Amphioxus von
vorn nach hinten!) bis zum Endtrichter, andererseits an der Peri-
pherie bis zur Begegnung am Vorderrande fortschreitet. Das Lumen
der Msblr. verflacht sich u. schwindet (geg. Hoffm.); erst später
treten im Msbl. Höhlungen auf. Die sog. Primitivrinne der Selachier
hat mit der Msblbildg. nichts zu thun. — VII. Chorda dorsalis u.
Primitivrinne. Die Chordabildung beginnt (wie der Mesoblast) im
7. Stad., u. zwar als Chordarinne in der dorsalen Medianlinie des
Urdarm; vorn erreicht sie dann im Endtrichter den Mesoblast. Die
Primitivrinne des Ektoblasts dringt bis zum Gewölbe der Chorda-
rinne vor, verflacht sich später aber wieder (am Hirnanhang zuletzt).
— VIII. Erste äuss. Umgestaltungen des Embryo. Die 2 Mesoblast-
rinnen projiciren sich nach aussen als Primitivwülste (die Primitiv-
rinne verstärkt deren Ansehen), der Endtrichter als ,, unpaariger
Höcker", der auftretende Mesoblast als Kaudallappen, deren Ränder
Caudahvülste heissen sollen (e. Verbindung zw. Primitiv- u. Rand-
wülste). Der Endtrichter erweitert sich zur 'prächordaleti Höhle
(vergl. Ascidien u. Amphioxus!), der mitwachsende unp, Höcker
charakterisirt dann den knopff. Embryo (8. Stad.). — IX. Bild, des
Medullarrohres u. Hinterdarms. Die Medullarwülste entstehen durch
Ektoblastverdickung am lateralen Abhang der Primitivwülste; die
Medullarplatte bezeichnet das Stad. 9, sie ist flach, ist aber gut
begrenzt. Der Verschluss der Medullarrinne erfolgt fast überall
gleichzeitig, am spätesten am Hinterende; hier so, wie schon 1870
Kowalevsky beschrieb. Es werden nämlich die lateralen Schenkel
in der Ichthyologie während des Jahres 1888. 303
der Caudalwülste unterhalb der nach hinten sehenden Einknickung
einander genähert u. verwachsen zum Can. neurentericus und Hinter-
darm; dieser ist also e. unmittelbare Verlängerung des Medullarrohrs.
Der C. neurent. ist als ein abgeschnürter Theil des Blastoporus zu
betrachten. Weiter vorwärts bleibt das Lumen des Hinterdarmes
noch einige Zeit ventralwärts nach aussen oflen, nachher verwächst
auch diese OefFnung und erst viel später erscheint ebendort der
After. — X. Allgemeine Bildungsweise des Embryo. Vf.'s Experimente
entscheiden gegen His's Concrescenz- Theorie. Bei dem eben an-
gelegten Embryo (Stad. 7) wurden die Randwülste neben der an-
geblichen Concrescenzstelle abgeschnitten , dennoch Avuchs der
Embryo weiter nach hinten (bis übers Stad. 8). Wird aber (im
Stad. 7) der Hinterrand des Blastoderms zerstört, so entwickelt
sich zwar die vordere Hälfte des Embryo, die hintere dagegen
fehlt. Wird im Stad. 7 der Embryo symm. halbirt mit Ausnahme
des unpaaren Höckers vorn, so entwickelt sich jede Hälfte (bis
zur Bild, von 3 Urwirbeln). — XL Begriff des Mesenchyms. Vf.
acceptirt zwar die Eintheil. der embr. Gewebe in Archiblast einer- u.
Mesenchym (Parablast His) andrerseits, betrachtet aber das Mesenchym
(Bindegewebskeim) als die Summe der embr. Zellen, welche während
der Bildung der epithelialen Organe (im weitesten Sinne) unverbraucht
blieben. Schon von der Gastrulation an, viell. schon vom Std. 3.
(tiefe Furchung), an ist ein Mesenchym, blast oder niales Mes.^ zu
unterscheiden ; es steht mit den epithelialen Keimblättern in continuirl.
Zusammenhang. Nach der Bildung des Mesoblasts gehen Elemente
desselben an bestimmten Stellen auseinander und bilden ganz un-
abhängig von der Gefässbildung das Emhryonalmesenc1iym\ dies be-
sonders im Kopfmesoblast an den sog. Kopfsomiten beobachtet, be-
ginnend im Embr. mit 2 Kiementaschen. Die hintern Kopfsom.
zerfallen später vollst, in das Mesenchym, auch die andern Keim-
blätter (sicher der Ektoblast u. zwar in der Ganglienleiste) steuern
zum Mesenchym bei. Die Herkunft des Materials für Blut u. Gefässe
noch zweifelhaft, die Stelle der ersten Gefässe aber sicher auf der
Grenze zw. embr. u. peripherem Mesoblast, die Gef. bleiben stets
innerhalb des Mesoblast (mit Köll.). — XH. Die Dotterkerne. Vf. con-
statirt jetzt noch sicherer (vergl. die vorige Mitth.): 1) die ursprüng-
liche Aehnlichkeit aller innerhalb e. unsegm. Keimscheibe befindl.
Kerne, 2) die Ausbreitung der Kerne aus der Kschb. in den Nahrungs-
dotter, 3) die Abwesenheit der Dotterkerne vor der Befruchtung.
Obwohl versch. Entstehungsweisen möglich, so doch Folgendes am
wahrscheinlichsten: Der 1. sog. Furchungskern theilt sich wiederholt,
wodurch ein vielkerniges Plasmodium gebildet wird; dies wird all-
mählich vom Centrum nach der Peripherie zu in Zellen zerfällt.
Periphere Kerne bleiben immer noch ausserhalb des Furchungs-
gebietes u. verbreiten sich peripher weiter in den Nahrdott., es sind
die „Dotterkerne." Dieser Segmentationsprocess allerdings einer
Knospung sehr ähnlich. Aus dem Nahrdott. abgeschnürte Zellen
vermehren die Zahl der Segmkug.; im 7. Std, hört diese ,, verspätete
304 Dr. F. Hilgendorf: Beriebt über die Leistuügen
Furchung" fast auf. Die gebildeten Elemente gehen zwar in das
Blastodermmesench. über, ob aber auch in das Innere des Embryo
u. ob sie für Blut- u. Gefässbildung wichtig, ist fraglich. Die definitiv
im Nahrdott. bleibenden Kerne dürften dessen Absorption bewirken
(mit Rück.). — XIII. Kopfhöhlen. Die Urwirbel erscheinen im
8. Std. zw. Kopf u. Rumpf, weitere dann vor u. hinter diesen; die
neuen fallen aber immer kleiner aus u. sind vorn am Kopf auch
undeutlicher geschieden. Der vorderste Theil des Mesoblasts, Wijhe's
2. Somit entsprechend u. zw. die 1. Kiementasche u. den Mund
gehörig, der Länge nach aber mehreren Urwrb. gleichkommend,
bleibt immer unsegmentirt. Zw. 1. u. 3. Kmt. nur unsichere Spuren
der Segmentirung. Die spätere, unvollständige u. ungleichmässige
Theilung dieses Mesoblasts entspringt aus dem mechan. Einfluss der
Kiementaschen etc. Die Kopfsomiten Balfours, Marshalls, Wijhes
sind also secundäre Gliederungen. W.'s 1. Somit aber entsteht aus
der prächordalen Höhle. Diese wird durch die Bildung der Medullar-
platte zusammengedrückt u. in e. solide Platte umgeformt, später
(? durch Druck des Vorderhirns) in 2 seitl. u. 1 Mittelstück zertheilt.
Die 2 Seitentheile entsprechen W.'s 1. Kopfsomit; der mittlere erhält
e. Höhlung, wird vom Vorderdam abgeschnürt, bleibt aber in Zu-
sammenhang mit der Ch. dors. und wird zum Verbindungskanal zw.
den 2 Seitentheilen. Die vordem Kopfsomiten der Autt. sind also
echten Urwirbeln nicht gleichwerthigl Die spätem Umwandl. dieser
Gegend hat W. genau dargestellt. — XIV. Beziehung der Schlund-
spalten zur Metamerie des Kopfmesoblast. Diese Bez. ist vorn anders
als hinten, wo auf 1 Urwrb. mehrere Kiementaschen fallen, während
vorn auf 1 Kmt. mehrere Urw. zu kommen scheinen; d. h. die Zahl
der Urw. für 1 Kmt. nimmt vom zu. Die Metamerie der Kiemen-
spalten entspricht nicht der primären Mesoblastmet. des Kopfes
(u. also auch nicht der des Rumpfes). Ein ursprüngliches ist dies
Verhalten aber viell. nicht; auch kommen Variationen vor: Einmal
entsprach die 3. Kmtsch. einem Urwrbkörp. , dreimal aber dem
Zwischenraum zw. 2 Urw.; zw. 2. u. 3. Kmt. liegen etwa IV2 Urw.,
zw. 2. u. 1. Kmt. noch mehr. Die Lage der hintern Kmt. schwer
bestimmbar, weil sie erst nach Auflösung ihrer Urw. in das Mesench}Tn
erscheinen. — XV. Anfänge des peripheren Nervensystems. Die
Ganglienleiste erzeugt nur (mit His, geg. Balf. etc.) das Gglsystem,
aber keine per. Nerven. Erst nach Verschluss des Medullarrohrs
treten aufgelockerte Zellen aus dessen obern Wand zw. Seitenplatten
u. MeduUr. u. beginnen die Bild, der Gglleiste. (His's keilf. Ektoblast-
abtheil. haben keine Bezieh, zur Gglleiste, wahrsch. aber zur Rücken-
flosse.) Das Medullr. wird dadurch vorübergehend wieder geöffnet
(im Std. von 2 Kmtsch.). Also keine Herkunft der Ggll. direkt vom
obern Keimblatt (Board); erst nach Bildung der Ggll. tritt sie mit
der Epidermis in Verbindung. Im Kopfgebiet wird die Ggll. zu einer
breiten Gglplatte; diese zunächst ohne Segmentirung, wie ein
Schleier unter der Epidermis stellenweis mit der Ep. verwachsend,
so z. B. am Ort der Nasengrube, wo sie das Ggl. ciliare autt. bildet
in dei" Ichthyologie während des Jahres 1888. 305
(nicht aber den N. olfact., der viel später auftritt; geg. Marshall).
„Das Gglsj^stem, d. h. die in einzelne Ganglien zertheilte Gglleiste
liegt einige Zeit im Mesenchym ohne Verbindung mit dem Medrohr.
Die Nervenfasern erscheinen später u. nicht infolge der Umwandl.
der Zellen der Ggil., sondern als sehr lange Fortsätze der Nerven-
zellen (wie His beschr.)" Am N. trochl. ist dies leicht zu beob.:
3 kern- und structurlose Fäden zw. Gehirndach u. Muskel. Schliesslich
eine Beob. betreffend die Histologie der Zelle: Im Embryonalleib
wie im Blastoderm, häufiger aber im dors. Theil des Medullarrohrs
neben der Gglleiste u. auch in dieser selbst sah Vf. Zellen ohne
eigentlichen Kern, aber mit 1 bis vielen Chromatinkügelchen, die
nur kleiner u. compakter als ein ruhender Kern, sonst ihm ähnlich
sind. Die Nachbarzellen wiesen Karyomitosen auf. In den be-
treffenden Z. scheint ein dritter Zustand des Zellkerns zu existiren.
— Anatom. Anzeiger III 445 — 467.
J. A. Ryder, Development of the common Sturgeon. — Acip.
sturio in Delaware 15. Mai reif. Ei schon im Follikel mit Keim-
scheibe, die ein dunkles Centrum besitzt, am 2. Tag oval, am 3.
violinf. wird, wonach die Medullarfurche erscheint. Am 4. T. Kopf
u. Schwanz deutlich prominirend, auch Herzschlag. Am 6. Aus-
schlüpfung; Embryo dunkel, Dottersack hell. Die Eier müssen nach
der Befr. innerhalb 20 Min. auf Gaze dünn ausgebreitet werden,
kleben nach 3 Stunden fest, zerreisen leicht, entwickeln keine sog.
Athemkammer. — Amer. Naturalist XXII 659 — 60.
A. A. Böhm, Ueb. Reifung u. Befruchtung des Eies von Petro-
myzon planeri. — Ausführl. Darst. der vorl. Mitth., vergl. Ber. 1887
p. 300. — Arch. für mikr. An., Bd. 32, S. 613—70, Taf. 24, 25.
Statt Karyomeriten wird jetzt der Ausdruck Ovomeriten gewählt.
C. Kupffer, ,,Ueb. d. Entwicklung von Petromyzon planeri".
— Inkubationszeit 16 (Königsb.) od. 8 Tage (Neapel). Das Blasto-
derm entsteht in loco durch Umgestaltung der Morulazellen, nicht
durch Hinüberwachsen, u. zwar zunächst am spätem Dorsum (nicht
am Keimpol); hier werden die cylindr. Epithz. sehr lang u. bilden
den Embryonalschild. An dessen Hinterrande dringt, ehe noch der
Gegenpol blastodermirt ist, der Urdarm als geschlossener Epithel-
schlauch, dorsal dicht dem Exoderm angelagert, einwärts (Gastru-
lation). Erst später erscheinen in der dors. Lippe des Blastoporus
kleine ZeUen (mitotisch aus dem Umschlagrand erzeugt); sie sind
kein Mesoderm, sondern dienen später dem caudalen Wachsthum
der Axenorg. (Nervs., Chorda, Urwrbpl.), entsprechend der End-
knospe der Knochenfische (Endwulst od. Sichel der Amnioten); Vf.
benennt diese Anlage allgemein: Telohlast. Bei Petrom. liegt er am
vordem (dors.) Rand des Blastop., bei Knochenf. am hint. (ventr.);
er ist nur das Ende (hintere) des Primitivstreif, (geg. Shipley), und
ihm homodynam sind wohl Hatschek's ,, Polzellen des Mesoderms" bei
Amphioxus. Eine Strecke vor dem Teloblast bildet sich gleichzeitig
eine (solide) Exodermeinfaltung mit anschliessenden Wänden, ihr
correspondirend eine gleiche vom Urdarm her; beider Zellen bleiben
Arch. f. Naturgesch. .Taliig. 1890. Bd.H. H. 1. 20
306 Dr. F. Hilgendorf: Bericht über die Leistungen
in dem Zwischenraum ohne kenntliche Scheidung als massiver ge-
meinschaftl. „Kiel", der später in Centrnervsyst. u. Chorda sich
gliedert. Die Chorda daher zunächst aus 2 Zelllagen gebaut wird
erst durch Verschiebung (wie bei Amphio.) später zur einreihigen
Säule, die Zellen werden nachher mehrkernig. In dem vordem Theil
der Trigeminusregion gliedert sich der Kiel dorsal in 3 Portionen;
die mittlere wird Hirn, jede seitl. , aus einer Lage jetzt sehr ver-
längerter Z. bestehende wird ein Hirnganglion. Das Mesoderm
des Kopftheils entsteht (ganz wie bei Amphio.) aus 2 Coelomdiver-
tikeln, die sich segmental gliedern. Anders in der Rumpfregion;
hier werden die beiden äussern Lagen der als Reserve dienenden
Dotterz, verwendet, wobei zuerst die Urwirbel dann die Seitenplatten
entstehen. Ein Coelomspalt erscheint synchron mit der Anlage v.
Vorniere u. Herz. Der Vornierg. , eine Exodermbildung; 3 Vor-
nierkan. entstehen als kegelf. Erhebungen des Parietalbl. gegen das
Exoderm. Am 11. (bez. 5.) Tage liegen die Gglmassen ganz isolirt
als Auftreibungen seitlich vom Hirn, zw. diesem u. der Epidermis.
Derzeit schiebt sich e. Endodermtasche zw. Epidermis u. vorderes
Chordaende bis zum Hirn vor; dies jetzt mit Lumen. 1 — 2 Tage
später Anlage dors. Nervwurzeln zw. Ggl. u. Hirn; Auge u. Ohr
erscheinen jetzt vor bez. hinter dem Ggl. ; vom Ggl. zum Auge ein
Zellstreif, der N. ophth.; von diesem später ein Zweig zur Riech-
grube. Von dem Ggl. (G. ophth.) am Hinterende eine Zellreihe
zur Hirndecke, e. andre (N. mandb.) ventral. Facialis u. Acust.
treten als Verbind, zw. der noch offenen Labyrinthgrube u. dem
Hirn auf; hinter der Lgrb. die Anl. der Vagusgruppe als eine Längs-
leiste, von der Zellreihen zum Hirn ziehen. Am Rumpfe erscheinen
Spinalggl. erst später (14. bz. 7. T.), von der Medulla aus u. ohne
Betheiligung der Epidermis. Die Ggl. des Fac. u. Acust. gliedern
sich aus der Labyrgr. ab, also aus Epidermis. Der EntAv. nach
mithin 3 Gruppen der dors. Nerven (excl. Olf. u. Opt.): 1) Der N.
des Vorderkopfes (opth.), 2) die N. der Branchialregion (mand.,
fac, ac, vagTis), 3) die Spinalnerven. Eigenthümlich ist die Entw.
des N. ophth. mit Ausschluss der Epidermis. — Die vordere Endoderm-
tasche (s. ob.) ghedert sich in e. mittlere u. in 2 grössere seitl., sich
abgliedernde u. unter die Mesodermfalten schiebende Abth. ; diese
lat. Divertikel (präorale Kopfhöhleu) gehen später in die Oberlippe
ein; die mittl. Tasche bleibt zw. Hypoph. u. Chorda. Die präor.
Kopfh. gehören nicht zum Mesoderm, sondern sind dem vordem
Endodermsäckchen des Amphioxus zu vergleichen. — Sitzb. Ak.
Wiss. München, XVHI, 71—79.
A. Götte, Ueb. d. Entwicklung v. Petromyzon fluv. Vorl.
Mitth. (Die def. Publ. I 1890.) — Gastrulation ähnlich den Am-
phibien; der Urdarm beginnt mit dem Prostoma unterhalb der
Keimhöhle; beim Vorwachsen wird das Entoderm am vord., blinden
Ende successive gehoben u. an das Ectoderm angelagert. — Das
Mesoderm entsteht im dors. Entoderm, indem sich eine Zellenlage
in Form einer Platte von den tiefer [seitlich vom Urdarm] gelegenen
in der Ichtliyologie während des Jahres 1888. 307
Z. absondert; die beiden Platten heben sich, sodass die Medullar-
leiste zwischen ihnen Hegt. Die Segmentinmg des medialen Theils
hebt am Kopf an, die Seitenplatten spalten sich in pariet. u. visc.
Blatt u. umwachsen ventral die Entodermmasse. — Die Chorda-
bildung hat Calberla richtig beschr. Ein Can. neurent. existirt bei
Petr. nicht; die Verbind, zw. Medulla u. Darm bildet e. soliden
Strang. Das Prostoma wird zum After; das urspr. Lumen des
Mitteldarms wird aber durch ein neues, tiefer liegendes ersetzt. —
Die Spinalnerven entstehen in der Epidermis, schon vor Bild,
der Ganglien aber löst sich die Spinalnervenplatte von der Haut
(ausg. die Anlage des Trig.), segmentirt sich lateral u. vereinigt sich
medial mit der j\ledulla. Die ventr. Wurzeln entstehen erst später
u. zwar auch nicht mittelst selbst. Auswüchse der Medulla, sondern als
Verbind, zw. dieser u. den anliegenden Ggl. ; ,,die Anlage jedes
Spinain. ist also eine einheitliche u. die Trennung der sens. u. mot.
Fasern fällt nicht zus. mit der Anl. dors. u. ventr. Wurzeln". Der
N. later. legt sich getrennt an (epidermoidal), verbindet sich dann
mit der Vaguswurzel u. wächst caudalwärts. 5 gangliöse Körper
treten einzeln im Mesoderm (!) über den Kiementaschen auf, ver-
binden sich dann miteinander u. mit dem X. Das ganze periph.
Nervsyst. entsteht also weder einheitlich noch überhaupt aus dem-
selben Keimblatt. ^ Gewebsbild. des Nervsyst. wie bei Amphibien;
Nervenfasern u. -Zellen entstehen jedenfalls getrennt u. verbinden
sich erst secundär. — Der Kopf. Im vordersten Kopfende das
1. Mesodermsgm. (dieses ohne Seitenplatte); das 2. vor, das 3. u. 4.
hinter dem Ohr; das 5. schon zum Rumpf gehörig, also wie bei
Amphibien 4 Kopfmesomeren. Deren 4 Nerven: V, Fac-Ac, IX,
X (der Hypgl. ist 1. Rumpfn.). Die 8 Kiemensäcke sind Homloga
der Innern Kiems. der Anuren u. entstehen vom 4. ab innerhalb des
Rumpfes. Die ,, Darmkiemen" der Neunaugen unterscheiden sich
also wesentlich von den gewöhnl. ,, Hautkiemen" der Fische u. Am-
phibien. — Das Herz entwickelt sich hinter den Kiemen unter der
Speiseröhre, sodass der Pericardialraum oben mit der Leibeshöhle
zusammenhängt. Das Endocardium stammt vom Entoderm; auch
das Blut bildet sich im ventr. Entd. hinter der Leber, u. bevor die
Seitenplatten bis zur Bauchseite hinabwachsen. Leber u, Kopf-
niere entwickeln sich ähnhch wie bei Amph. ; die Kopfniere üb. dem
Pericardialraum. — Zool. Anz. XI 160—3.
W. B. Scott, Notes on the development of Petromyzon. —
Forts, seiner Arbeit von 1881, stützt sich auf Calberla's Präparate.
Die Correkturen Shipley's werden gebilligt, nur die Existenz des
Epithels am Centralnervensystem wird aufrecht erhalten. Behandelt
jetzt Nerven u. Sinnesorg. — Die Oberlippe vollführt e. Wendung
aufwärts um 180*^, was folgenreich. Bei der ausschlüpfenden Larve
sind alle Hirntheile ausg. die Lobi olfact. vorh. Das Hirn aber
klein, besonders Vorder- u. Mittelhirn (weil Sinnorg. des Ammoc.
rudim.). Hirnbeuge klein. Die Hemisph. zuerst e. unpaare solide
Masse, später getheilt; Seitenventrikel erscheinen, wenn die Larve
20*
308 Dr. F. Hilgendorf: Bericht über die Leistungen
14 mm 1.; die Lobi olf. werden von den Hemisph., nicht vom Rieeh-
epithel gebildet. Das Infundibulum ist e. Ausstülpung vom Boden
des Thalamenc. ; zuerst einfach , bald in Lobus u. Saccus getheilt.
Die Epiphysis beginnt ähnl. wie bei andern Vertebr. ; obgleich noch
ohne Linse, doch früh als e. Augenbläschen charakterisirt ; das
2. Bl., vom 1. erzeugt, tritt in Verbind, mit dem linken Ggl. haben. ;
durch Wucherung des von Anfang an grösseren r. Gg. hab. dann
die Epiph. verschoben. Der Pituitarkörper entstammt dem Epiblast
der Kopfoberfläche, nahe der Nase; war wohl einst ein aussen am
Kopf mündender Canal. Die Lobi optici erscheinen am Mittelhirn
erst spät (wie die Funktion des Auges). Am Hinterhirn wenige Um-
änderungen: Verdünnung des Daches, Bildung des Plexus chor., u.
der Nuclei; das Cerebellum (aus der dors. Falte zw. Mittel- u.
Hinterhirn) bleibt lange klein. Die charakter. Abplattung der
Medulla erfolgt erst bei der Larve. Entw. der peripheren Nerven
ähnl. den Selachiern. N. olf. zuerst paarig; sein Ggl. stammt vom
Riechepithel (doch anders als Shipley beschr.). Der N. opt. anfangs
sehr lang; das Gg. ciliare nebst Wurzel im altern Embryo aus dem
Mittelhirn entw. Die 2 Ggl. des Trig. von der Haut; desgl. das des
Fac, der die 1. temporäre Kiemenspalte versorgt; der Acust. stammt
theilweis vom Fac. Der Glossph. u. Vagus entw. sich zuerst aus
mehreren gesonderten Wurzeln, die alle ein Ggl. besitzen u. mit
einander u. mit den dors. Spinalnerven durch eine Längscommissur
zusammenhängen. Der IX. u. X. concentriren sich bald zu e. Masse.
Der N. later. bildet sich früh, anscheinend vom Hautepiblast. Entw.
der Spinain. ganz, wie Sagem. u. Shipley beschr, — Die Haut-
sinnesorgane entstehen nicht in Verbindung mit Ggl. der N. cere-
brales od. later., sondern erst später; diese Trennung wohl ein
sekundärer Process. Das Geruchsorgan, anfangs ventral gelegen,
ist immer unpaar u. median (was wohl sekundär); es wird durch
die Rotation der Oberlippe dorsal gehoben. Ein drüsiges Organ
(ähnl. dem Jacobson' sehen, aber ohne Commun. mit dem Munde)
entsteht hintunten an der Naseneinbuchtung. Am Auge ist die
Kleinheit des die Retina bildenden Blasentheils bemerkenswerth.
Die Elemente der Retina erscheinen erst kurz vor der Metamorphose ;
Linsenkapsel wohl mesoblastisch ; bei der Larve fehlt die Cornea.
Ohr zuerst wie sonst bei Vertebr.; bei der jungen Larve kein horiz.
halbzf. Canal; die Theilung des Vestib. in Kammern unvollkommen,
ein medianer Appendix. Der Rec. labyr. persistirt bei Larve u.
wahrsch. bei Erwachsenen. Das Ohr ist bei der Larve besser entw.
u. wird weniger verändert als Nase u. Auge. — Journal of Mor-
phology. Vol. I p. 253—310, Tf. 8-11.
W. Reinhard. Entw. der Keimblätter, der Chorda u. des Mittel-
darms bei den Cyprinoiden. — Unters. Leuciscus erythrophthalmus.
Eine Segmentationshölile fehlt. Die äussere Zellschicht des Blastodisks
zieht sich (ohne sich einzustülpen) gleichzeitig mit dem Periblast über
den ganzen Dotter hin. Der Periblast bildet sich aus eindringenden
Zellen des Blastodisks. Aus der Deckschicht bildet sich das Nerven-
in der Ichtliyologie während des Jahres 1888. 309
rohr; die über dem Periblast liegenden Zellen sind Mesoderm. Der
Peribl. bildet Chorda n. anch den Mitteldarm. -- Zool. Anz. XI
648-55, 3 Xyl.
Rabl, üb. d. Bildung des Mesoderms. (Verli. der anat. Gesellscb.)
Knüpft zwar an Amphioxus, Selachier etc. an, gilt aber haupts. der
Betrachtung über höhere Vertebraten. (Abb. eines Schnittes v.
Pristiurus u. Erläut. p. 667 — 71.) Vf. unterscheidet 3 Gruppen von
embr. Bindegewebe: axiales, viscer. , denn. Ueberall entsteht es
ohne Beziehung zu Gefässen ; ein besonderer Bindegewebskeim existirt
nicht. — Anat. Anz. III 654.
H. Ernst Ziegler. Der Ursprung der mesenchymatischen Ge-
webe bei den Selachiern. — I. Das Bildungsgewebe. Wird definirt
als histogenet, Vorstufe des Mesenchyms; seine Zellen sind noch alle
gleichartig, u. bilden sich später viell. durch funktionelle Anpassung
zu Knorpel-, Muskelzellen etc. um. II. Entsteh, des Bildgew. im
Rumpfe. (Im Kopfe u. Schwänze kaum abweichend.) Sowohl Myotom
als Seitenplatten geben Zellen ab, u. zwar Somatopleur so gut wie
Splanchnopleur. Eine Betheihgung von Parablast u. Merocyten kommt
nicht in Frage; die Bildungsstätte ist das im Stad. E noch aus
2 einfachen Epithellamellen bestehende Mesoderm. III. Abspaltung,
Proliferation u. Ausstülpung. Alle 3 Vorgänge sind principiell nicht
verschieden. Man könnte der Hertwig'schen Coelomtheorie eine
Schizocoelomth. gegenüberstellen. IV. Phylogenie des Myotoms u.
des Bildgew. Behandelt die Homologie der Flimmertrichter u. die
gesteigerte Production des Bindegewebes bei den Vertebraten. Die
Schlüsse aus der Abwerfung von Muskelknospen für Extremitäten-
bildung scheinen dem Vf. zu weitgehend. — Die Beob. all. an Torpedo
ocell. gemacht. — Arch. für mikr. An., Bd. 32, S. 378—400, Tf. 13.
B. Hatscheck. Ueber den Schichtenbau von Amphioxus. Vf.
schildert e. mehrere Wochen alte Larve (mit 5 Kiemenspalten) u. das
3 mm 1. Thier unmittelbar nach der Verwandlung. Ersteres Stadium:
Es schliessen die Urwirbel (d. h. Segment weniger Seitenplatte) die
Urwirbelhöhlen, ,,das Myocoel'-'-, ein, das durch ,,Myosepten" segmental
zerlegt wird. Der parietale Theil des Urwb. heisst Cntishiatt, den
medialen bildet dorsal das Muskelblatt (aus hohen Muskelepithelzellen
bestehend), ventral das Sklerablatt (od. Skierotom). Die Seitenplatten
umschliessen das Splanch^iocoel (durch Schwund der Septen u. des
ventr. Mesenteriums nur eine Höhlung bildend) mit der Subintestinal-
vene. — Im späteren Std. hat sich das Myocoel zw. Rumpf-Muskel u.
Chorda + Medulla eingedrängt. — Die Schichten folgen nun so :
Epidermis, Cutisblatt, (sodann Myocoel), Muskelbl., Fascienbl.,
(Myocoel), skeletogene Schicht. An der Haut unterscheidet Vf.:
Cylinderep. ; die von ihm ausgeschiedene Basalmembran (früher als
Cutis gedeutet); Gallertschicht mit senkr. Fasern u. ohne Zellen,
unten mit Grenzlamelle; Grenzepithel der Cutis, welche an der
Bildung des Gallertgewebes betheiligt ist. In den Flossensäumen
bleibt die Matrix zwar ephitelial. wächst aber als verzweigte Röhren
in das Gallertgewebe hinein. Das Ueberwiegen von Epithel im
310 I^i"- F. Hilgeiidorf: Bericht über die Leistungen
Schichtenbau auffallend, aber auch bei Ammocoetes (u. Salamander)
noch ein Grenzepithel der Cutis neben den faserigen Bindgew. er-
halten. — Anat. Anz. III 662—7, 5 Xyl.
J, Perenyi, Beitr, zur Entwickl. der Rückensaite (Ch. dors.)
u. der perichordalen Gebilde bei Torpedo marm. — Math. Natw.
Ber. Ungarn, V, 218—240, Tf. 1—4. — Die Entw. der Ch. beginnt
im mittl. Theil des Embryonalschildes, u. die Abschnürung vom
Entoblast geht von da nach vorn u. hinten. Am verdickten Hinter-
ende der Gh., vor dem Can. neurent., theilt sich der Endhügel gabelig.
Die Ghordaz. anfangs rund, mehrkernig, dicht aneinander; später
kreisförmig (auf Qschn.) geordnet; noch später die Z. zur Sternform
anschwellend, u. zw. ihnen als glänzende Körnchen die „Knorpel-
punkte", schhesslich zerfliessen die Chz., ihre Plasmafäden bilden
ein Netz u. ihre Ränder die Membrana propria chordae (Cutic. ch.
Müll.). Der subchordale Strang vom mittl. Keimblatte; wahrsch.
Ueberrest von e. rudim, Gefässe. Der Can. neurent. bildet sich
„vorzüglich dadurch, dass das Entzweispalten des Chordaknopfes
(Caudalknopf) die vollkommene Ausbildung der unteren Wand des
Medullarrohrendes u. die der ob. Wand des Darrakanalendes für e.
Zeit verhindert". Die verkalkende knorplige Chscheid. rein meso-
dermal, aus zurückgebliebenen Z. der splanchnischen Platte, welche
mit der pleuroperiton. Oberhaut u. der Muskelschicht des Darms
gleichwerthig sind. — Vergl. Ber. 86, S. 275.
C. Phisalix, Note sur le ganglion ophthalmique et la 1. cavite
cephalique chez les poissons. — Das Ggl. ophth. ist bei Uranoscopus
u. Trachinus ohne Zusammenhang mit dem N. oculomot., mit dem
Bulbus ist es durch e. isolirte Wurzel verbunden. Bei Raja-Embr.
entsteht das G. ophth. aus einem Theil des Trigemggl. Die 1. Kopf-
höhle entsteht (bei Ur. u. Tr.) durch eine unpaare Ausbuchtung des
Darms, die sich später gabelt; die 1. Kpfh. liefert das Myomer des
Oculomotorius. — C. r. soc. de biol. Paris (8) V 666 — 7.
M. Kann, Das vordere Chorda-Ende. Erlangen 1888. Dissert.
Selenka, ,, Gaumentasche der Wirbelthiere", findet bei Teleost.
die Chorda vorn als Chorda-,, Stab" endend (d. h. kurz ventralwärts
umknickend), bei den Squali aber als Ch.-,, Schleife" (erst scheitel-
wärts, dann ventral ziehend). Gaument. ist der vordere trichterf.
Ansatz der Ch. im Darmlumen, die hintere Tasche der Ch. ist der
vordere Theil der sog. Primitivrinne. — Biol. Centralbl. VII 679.
J. Rückert, Entstehung der endothelialen Anlagen des Herzens
u. der ersten Gefässstämme bei Selachierembr. — Die Endothel-
zellen dieser Anlagen haben 2 Quellen: das Entoblast der Darm-
wand und das den Darm umhüllende Mesoblast (hier sowohl die
Somiten als die Seitenplatten), d. h. die beiden den Gef. benach-
barten Elemente. Das Keimlager für die Gef. ist bei Sei. sicher
nicht ausschliesslich auf dem Nahrungsdotter zu suchen. Die Gefässz.
erscheinen im Embryo immer nur da, wo später Endothelröhren,
was gegen weitgehende Wanderungen der Z. spricht; die Gef. ent-
stehen lokal. Die wachsenden Gefässanlagen scheinen neue Elemente
in der Ichthyologie während des Jahres 1888. 311
aus dem Msbl. zu entnehmen. Auch das Mesenchym, welches das
Visceralrohr umgiebt, entspringt lokal, aus dem ventr. unsegm. Msbl. ;
so auch das Mes. um Chorda u. Neuralrohr aus der visc. Somiten-
wand. Das erste Blut wird bei Sei. sicher auf dem Dotter gebildet.
Es ist ausser dem Mesenchymkeim auf d. Dotter noch einer im
Embryo selbst vorh., der sich durch den ganzen Körper ausbreitet,
soweit das Msbl. reicht; aber nur der des Dotters ist Bildner des
ersten embr. Blutes. — Biol. Centralbl. VIII 385—99, 417—30,
18 Xyl. (Torpedo, Pristiurus).
J. Rückert, Ueb. d. Entstehung der Excretionsorgane bei
Selachiern. Vf. unters. Torpedo, auch Pristiurus u. Mustelus (haupts.
Sublimat). Für die Vor nie re, die den Sei. nicht fehlt, lässt ein
erster Anfang sich erkennen in einer Verdickung der parietalen
Somitenwand, dem tiegmeritalwulst, der über 5, später üb. 7 Somiten
sich erstreckt, dann nach hinten (aboral) sich verdickt und (im Std.
von 4 geschloss. Viscer.-iltaschen) mit dem Ektoblast in Verbindung
tritt, der wohl auch einiges (aber wenig) Material zur Vorniere liefert.
Darauf trennt sich der Ektoblast wieder von dieser, und sie erhält
ein Lumen, eine Einne, von der Leibeshöhle her. Der Sgmwlst.
wird aus einer urspr. Längsfalte zu 6 (Torp.) oder 4 (Prist.) meta-
meren Zellsträngen, die sich aushöhlen u. in das Coelom öffnen.
Da auch die Quergefässe zw. Aorta u. rechter V, subintest. metamer
an diese Kanälchen treten, muss man den gesammten Sgmwlst, als
wirkliche Vorniere betrachten. Die vordere Hälfte desselben bildet
sich völlig zurück, von der hinteren bleibt nur eine Tubenöfifnung
dauernd erhalten, wie auch der vordere Theil des Urnieren-Ganges
dem Sgmwlst. entstammt. Der hintere Theil des Ung. entsteht da-
durch, dass das caudale Ende der Vornierenanlage am Ektoblast
rückwärts wächst, dabei aus diesem das Zellmaterial entnehmend,
bis über die Kloake hinaus u. im Bogen zur Kl. zurück; die Er-
öffnung in diese erfolgt spät. Die Urniere selbst geht aus dem
ventr. Theile von Mesoblastsegmenten hervor (nicht aus unsegm.
Mesobl.), also aus demselben Abschnitt, der früher die Vorniere
entstehen Hess, dem Nephrotom^ im Ggstz. zum oberen Sclero-Myotom,
Im Nephrotom tritt auch die erste Anlage der Geschlechtsdrüsen
auf, u. zwar an der untersten, dem unsegm. Msbl. angrenzenden
Stelle. (Also eigentlich: Gononephrotom.) Etwa 13 etwas hinter
der Vorniere gelegene Segmente liefern die Keimdrüsen. — Da der
Entwicklungsmodus des Pronephros (Ausstülpung aus dem Somiten)
und des Mesonephros (ein Theil des Somiten als solcher wandelt
sich in die Anlage eines Urnierenkanälchens um) verschieden, so
können beide nicht homodynam sein. Nur die Vorniere deutet
wegen ihrer Verb, mit dem Ektoblast auf einstige nach aussen
mündende Exkretionskanäle, und nur sie könnte den Sgmorg. der
Anneliden entsprechen; die Urnkan, sind eine später erworbene
Bildung. — Arch. f. Anat. u. Physiol, Anat. Abth, 1888, 205—78,
Tf, 14—16.
312 Dl". F. Hilgeudorf: Bericht über die Leistungen
eil. Jiilin. Les deux premieres fentes branchiales des Poissons
Cyclostomes sont-elles homologues respectivement a Tevent et ä la
fente hyobranchiale des Selaciens? Vorl. Mittli. — Weder die altern
Autt. waren berechtigt (nach der Lage zum Ohr) noch die neuern
(nach der Zahl der vorn befindl. Kopfhöhlen) obige Homologie zu
leugnen. Vf. findet die Vertheilung der Kiemenarterien u. der Kopf-
nerven (geg. Dohrn 1885) bei Cycl. (reife Ammoc.) u. Tel. völlig zu
Gunsten der Homologie. Bull. acad. Belg. 1887, (3) XH 275—93. 1 Tf.
Ch. Julin. Valeur morphol. du corps Thyroide des Vertebres.
Vorl. Mitth. ~ Nach der Entwicklung der Thyr. gehört dieselbe
mehreren Segmenten der Kiemengegend an u. entspricht nicht einer
einz. vordem verschwundenen Kiemenspalte (Dohrn); auch die
metamerische Versorgung mit 5 Arterien u. 4 Nerven lässt sie er-
kennen als ,,eine medio -ventrale Dependance der Kiemenhöhle, zu-
gehörig den 4 od. 5 ersten Kmspalt." Ebd. 293 — 300.
Ch. Julin. Valeur morph. du nerf lateral du Petromyzon. —
Der N. lat. erhält nicht nur vom sämtl. dorsalen (Stannius), sondern
auch von sämtl. ventralen Spinalnerven Communicationen ; ausserdem
eine Nervenfaser vom recurrens des Facialis (Ahlborn), ein A estchen
vom gemeinsamem Stamm der hinteren Wurzeln der Vagusgruppe,
endlich kurze Zweige von den dors. Aesten der 2 Hypogl. -Wurzeln.
Der N. lat. wird dadurch zu einer ausgedehnten Längscommissur.
Davon auslaufende Aeste (Langerhans) konnte Vf. nicht wahrnehmen.
Seiner Entw. nach soll der N. lat. ein Rest der Neuralleiste sein.
(Vergl. auch die folg. Abhandl.) Ebd. 300—309.
Ch. Julin. Rech, sur l'app. vasculaire et le Systeme nerv,
periph. de l'Ammocoetes (Petr. plan.). Homol. entre la 1. fente
brauch, defin. de cet animal et l'evant [sie] des Sei. — Valeur morph. du
Corps thyroide. — Vf. prüft die Ansichten Dohrn's durch Unters, an
reifen (d. h. verwandlungsfähigen) Amm.; Tödtung im Alk., Borax-
carmin, Schnittserien. — Gefässapparat, L Artere branchiale
primaire. Der Arterienstiel gabelt sich nach Abgabe der 3 hintern
secundären Branchialartien (6, 7, 8), jeder Gabelast (incl. Spitze)
liefert eine 5. — 1. sec. Brart. , wovon eine jede sofort e. Ast zum
Körper der Thryreoidea sendet (Art. thyroid.) IL Origines de
Taorte et distrib. des arteres qui en emanent. Vergl. die vorl.
Mitth. Ber. 87 p, 291. Es werden hier aber auch die Art. des
Rumpfes dargestellt (Tf. 21 Fig. 2). HL Or. des veines jugulaires.
IV. Veines du tronc. — Periph. Nervensystem. I. N. facialis.
Vf. findet am Ramus post. des Fac. auch einen praetrematicus,
wonach die 1. Kmsp. des Amm. dem Spritzl. der Sei. homolog wäre.
IL Vagus- u. Hypogl.-Gruppe. Vf. benennt (nur praktisch nicht
morph.) als Vagus-Gruppe den IX., X. u. Lateralis; es ist der Glossph.
vom Vag. in seinen Wurzeln wohl geschieden u. der Lat. ist dem Vf.
nur e. Längscommissur, welche die Dorsaläste des X,, Hypogl. und
die dors. u. ventralen der Spinalnerven verbindet. Der IX. liefert
aus seinem R. posterior einen N. thyreoideus, ebenso der X. 4 weitere
aus den 4 der Thyreoidea benachbarten Kiemennerven. Den N.
in der Ichthyologie während des Jahres 1888. 313
lateralis betrachtet Vf. als einen Rest der Neuralleiste. Da Vf. (mit
Alilborn) ein Aestchen vom Ggl. opthtli. des V. zum Facialisggl.
ziehen sah, ferner der recurrens des Fac. mit dem Lat. verbunden
ist, so existirt ein Längs -Zusammenhang vom V. bis zur Schwanz-
spitze. III. Die Spinalnerven besitzen (mit Schneider) keine
Verbindung zw. dorsaler und ventr. Wurzel, weshalb der Name
,, dorsaler Nerv" u. ,, ventr. Nerv" vorzuziehen. Ein regelmässiges
Fehlen von Nerven für gewisse Muskelsegm. (Schneider) konnte Vf.
nicht bestätigen, wohl aber zuweilen Verdopplung des Ventralnervs.
(Eingeschoben wird die Anordnung der Muskelsegmente,) Die periph.
Verbreitung der Spinain. geschildert, die fast immer symmetr. an-
geordnet sind. IV. Syst. nerveux grand sympathique. Die
Ganglien am X. in der Kiemengegend sind keine symp. Ggl. Da-
gegen findet sich neben der Aorta von der Herz- bis zur Kloaken-
gegend die (cf. Ber. 87 p. 288) in der vorl. Mitth. erwähnte doppelte
Gglreih. (Ganglions superficiels Taf. 22 Fig. 2— 4); Freud (1879) hat
schon einiges davon gekannt. Von den G. profonds, den in den
Abdominalorg. selbst gelegenen, fand Vf. Ggl. symp.: 1 oesophagien
ou intestinal anterieur, mehrere G. s. des reins cephaliques, viele
hepatiques u. ovariens. Zu den G. s. prof. gehören auch Dohrn's
anale Ggl. (1885, Stud. IX.) — Zum Schluss als „Conclus. et consider.
generales" 1, Homologie der 2 ersten Kiemenspalten bei Amm. u. Sei.
(Vergl. die vorl. Mitth. p ) 2, Ist die Thyreo, des Amm. homol.
einer Kiemsp.? (Vergl. oben die vorl. Mitth.) — Arch. de Biologie
(v. B. u. Bamb.) VII 759—891, Tf. 21—23.
A. Dohrn. „Studien z. Urgesch. des Wrbthkörp. XIII. Ueb.
Nerven u. Gefässe bei Ammocoetes u. Petr. planeri." (Vergl. Ber. 87,
p. 308.) 1. Bildung der Pseudobranchialrinne des Amm.
S. 234. Dieser wie die folg. Abschnitte e. Widerlegung von Julin's
u. van Ben. Polemik. Die 1. Kiementasche (homolog dem Spritzl.
der Sei.) des Vf. ist morphol. eine echte Kmtsch. ; sie dringt peripher
bis zum Ektoderm vor, wenngleich sie hier nicht durchbricht und
später sich wieder zurückzieht. Aus ihr geht die spätere Flimmer-
rinne (Pseudobranchialr.) hervor, eine Piinne sui generis, nicht mit
den Flimmerbögen der eigentl. Kiembg. zu verwechseln. Die hintere
ventr. unpaare Flr. ist kein integraler Theil der Psbrrinne. Die
vorderste Branchialart., bis zum 5. Tag die einzige der 9 Art., ver-
schwindet am 9. T. wieder; da sie vor der 1. Kmt. läuft, muss sie
der Spritzlochart. der Sei. homolog sein, sie entspricht aber nicht
Julin's Art. de la 1. lame. Bez. des Nervus facialis findet Vf., dass
der Ram. posterior hinter der l.(Psdbr.-) Ausstülpung verläuft, einen
parterematicus des fac. giebt es nicht (von J. der R. mandib ext.
der Sei. dafür gehalten), J.'s posttrem. ist wahrsch. ein Aestchen
der Hyoidbogenmuskulatur. Auch die R. posttr. u. praetr. Julin's
an Glossoph. u. X. sind entw. Spinain. oder kleine Nebenzweige des
IX. u. X. — 2. Thyreoidea des Amm. p 253. Die 5 Art. zur
Thyr., welche Julin beschr., existiren nicht, sie müssten nach ihrem
Ursprung dann auch venöses Blut führen, welches nicht die erforderl.
314 Dl'- F. Hilgendorf: Beiicht über die Leistungen
nährenden Eigenschaften besässe. Es giebt nur 1 Thyr.-Art., sie
kommt aus dem mit. Ende der Kiemenvene des 4. Bogens (= 2 Vgbog.).
Auch die metameren Thyr.- Nerven J.'s konnte Vf. nicht auffinden.
Nebenbei bespricht Vf. den Ursprung der Aorta u. der Carotiden.
Die Aorta wird bei Amm. wie bei allen Wirbth. doppelt angelegt;
beide Hälften vereinigen sich bei Amm. vorn nur früher als bei Sei.;
das Verhalten von Amm. ist nicht nothwendig ein primitives. —
3. Nervus lateralis p. 262. Dieser hat weder mit dem Hypogl,
noch mit den Spinain. eine wirkl. Verbindung; nur Anlagerung findet
statt, kein Faserübertritt. Dagegen tritt der R. recurrens des Facialis
in das Ggl. des Lateralis ein, u. an einigen Stellen wurden Ausläufer
des Lat. zu den metamer (auf den Muskelsepten) geordneten ,, Rosetten"
(Aul. der Seitenorg.) beobachtet. Auch an jeder Kiemenspalte findet
sich eine solche Ros. im Ectoderm. Viell. ist die Lage des Lateralis
u. der Seitenorg. weit dorsalwärts (über den Myotomen) erst ein
abgeleiteter Zustand, der der übrigen Fische aber ein primitiver. —
4. Der Sympathicus p. 277. Hierzu gehörige Gglzell. finden sich
dorsal vom Darm, zwischen ihm und der Afterflossen-Muskulatur in
der Nähe des Afters; sie sind von den Gg'lz. der Spinalggl. nicht
wesentlich versch. , u. darum können sie nicht mit den von Julin
beschr. Gglz. identisch sein, denen ja keine eigne, mit Kernen ver-
sehene Hülle zukommen soll. Die oberflächl. sympathischen Ggl.
Julin's fand Vf. weder bei Ammoc. noch bei Petrom.; deren Zu-
sammenhang mit den motorischen Wurzeln der Spinain. wird als sehr
auffällig bezeichnet. Nebenbei betont Vf. , dass Ammoc. eine wahre
Cloake besitzt, da die Nierengänge in den Darm münden, dass ihm
aber eine Genitalöfftiung fehlt; später, bei Petr. , ist dagegen eine
Anal. u. e. Urogenital-Spalte vorhanden. Die motor. Wurzeln der Sei.
werden erwähnt; auch sie liefern keine Z. für die symp. Ggl., welche
dem Spinalggl. entstammen. — Zur Bekräftigung seiner Anschauungen
giebt Vf. sehr zahlr. Abb. — Mitth. zool. St. Neapel, VIII Heft 2,
5. 233—306, Tf. 10—15.
A. Dohrn, Stud. z. Urg. des Wrbthkörp. XIV. Ueb. die erste
Anlage u. Entw. der motor. Rückenmarksnerven bei Sei. — Die
mot. N. treten lange vor der weissen Substanz des Rückm. auf, u.
zwar als Fortsätze des Rückenmarksplasmas, zunächst ohne Fasern
(Axcyl.) oder Zellen; diese Forts, gehen alsbald bis an das Myotom;
dann sendet die Medulla Zellen in das Plasma, wie man an deren
Lage auf der Grenze u. an ihrer Längsrichtung zum Nerv er-
kennt (hier auch häufig mitot. Ztheil.). Ausserdem kommt von unten
ein Bindgwbsstrg. an den Plamastumpf, ob aber auch er Z. hinein-
schickt, ist fraglich. Das Plasma liefert wahrsch. Axcyl. u. Myehn-
scheide. Balf., Marsh, u. Wijhe beob. die früheren Stad. , His,
Sagm., Köll. nur spätere Std. — Unters. Pristiur. , Scyll. , Must.,
Torp., Raja. — Mitth. z. Stat. Neap. VIII 441—61, Taf. 22.
Ch. Julin, L'appareil vasculaire et le syst, nerveux peripherique
de l'Ammocoetes. Rep. ä Dohrn [XIII]. — Unters, an jungen Amm.
(5 — 50 mm) sprechen gleichfalls (bez. der Gefässe u. Nerven der
in der Ichthyologie wähi'eud des Jahres 1888. 315
Kiemengegend) gegen Dohrn. Werden erst später piiblizirt. — Zool.
Anz. XI 567—8.
R. F. Scharff, Eeview of Dohrn's theories on the origin of
Vertebrates. — Zusammenfassung von D.'s Studien I — XII. — - Sc.
Proc. R. Dublin Soc. (2) VI p. U— 38, 8 Xyl.
J. W. van Wijhe, ,,Ueb. d. 'Entwickl. des Exkretionssystemes
u. anderer Org. bei Selachiern." Scyllium u. Pristiurus untersucht.
1. Zuerst erscheint von den Exkrorg. die Vorniere (nicht ihr Gang)
in Mitte des Stad. H u. zwar als Ausstülpung des Coelomepithels
unter dem 3. — 5. Somit. 2. Sie communicirt schon anfangs durch
3 Ostia mit dem Coelom, sie degenerirt im Std. /, dann nur noch
1 Ost. (durch ? Verschmelzen der 3), das nach hinten rückt ; beim ^
wird es zum Ost. abdominale des Ovidukt. 3. Bald nach ihrem
Auftreten verschmilzt die Vorniere mit dem Ektoderm zur Anlage
des Vornierengangs; dessen jüngstes Ende, stets mit der Haut ver-
schmolzen, wächst nach hinten. 4. Der Vornierg. erreicht die Kloake
vor dem Auftreten der Urniere. 5. Jedes Urnierenröhrchen entsteht
als Verbindungsrohr zw. der Höhle seines Somiten u. der Leibes-
höhle (nicht Ausstülp, des Peritonealepithels); danach schnürt das
Somit sich ab, u. das so entstandene Blindsäckchen verbindet sich
dafür mit dem ihm anliegenden Vornierg. (so schon 1880 von
Sedgwick beschr.). 6. Ein solches Blinds. erscheint auch in allen
3 mit einem Ostium der Vorniere versehenen Segmenten. Hier aber
brechen diese Säckchen, welche medial von den Ost. der Vorn, mit
der Leibeshöhle communiciren, nie in den Gang durch. Ihre Zellen
lösen sich u. werden Mesenchymz. Dennoch haben diese Säckchen
hier die Bedeutung von rudim. Urnierenröhrchen, weil sie wie die
Urnröhr. entstehen, u. weil bei Myxine ein Paar echter Urnröhr.
mit Glomerulus u. Bowm. Kapsel in der Vorniere vorhanden ist.
Die Anwesenheit der Blinds. in den 3 Sgm. beweist, dass die Ostia
der Vorn, den Peritonealtrichtern der Urn. nicht homolog sind.
Auch die Vorn, selbst nicht der Urn. homolog, da die Vorn, als eine
Ausstülpung entsteht, die Urn. nicht; beide also nicht Differenzirungen
eines ursprüngl. Exkrsyst. mit 1 aussen mündenden Nierenröhrchen
in jedem Segment (gegen Haddon u. Beard). — 7. Bei Embr. im Anf.
des Stad. H mit vollständigem CanaHs neurent. existirt noch der
Blastoporus, hier also als Blastoneuroporus , zwar am Orte des
späteren Anus, aber der Blp. schliesst sich zunächst vollständig u.
geht nicht continuirlich in den Anus über, wie er es bei Amphibien
u. Petromyzon thut. Bei Selachiern hier ein cenogen. Verhalten.
8. Bei Embr. des Stad. 0 besitzt die ventrale Wurzel der Spinal-
nerven eine zeUige Verdickung, die zwar einem Ganglion sehr
ähnüch, die aber später verschwindet, indem ihre Zellen sich wohl
auf den Nerv verbreiten. Aehnl. Verdick, an ventr. Kopfnerven
können daher nicht als Beweis gegen die ventrale Natur dieser
Wurzeln dienen. — (Vorl. Mitth.; Uebers. aus dem holl. „Staats-
courant" 1887). Anat. Anz. III 74—76.
316 Dl"' F. Hilgendorf: Bericht über die Leistungen
J. van Rees, De beteekenis der Chorocyten f Wanderzellen)
voor den graad der voeding van snel groeiende Weefsels. — In das
Epithel der Brustflossen u. Kiemen von Torpedoembr. dringen Leuco-
cyten ein, u. durch deren Resorption wird höhere Ei-nährung und
schnelleres Wachsthum der Gewebe erzielt. — Feestbundel Donders-
Jubileum (Ned. Tijd. Geneesk.) Amsterd. 88; p. 294—307, Tf. 7.
F. Raffaele, Le uova galleggianti e le larve dei Teleostei nel
golfo di Napoli. — Die allgemeinen Betracht, über die schwebenden
Eier (p. 4) bringen Biologisches u. Anat. Vf. glaubt, dass Eier
allein wegen ihres spec. Gew. dauernd in mitteltiefen Schichten
schweben können. An einer Art (Nr. 7, Muraenide??) e. doppelte
Eikapsel beob.; die Porenkanäle der Eik. fehlen oft; die Micropyle
ist stets da u. nur bei einer Solea-Species abweichend (aus 3 con-
vergir. Kanälen!) gebildet. Die Aussenfläche des Eies gefeldert bei
Uranosc. (durch Granulosa- Reste!), Merluccius, Saurus. Ob der
Dotter zerklüftet oder "blasig erscheint, hängt nur von der Ge-
drängtheit der Dotterbläschen ab. Nutzen der Oelkugeln noch
unklar. Sie scheinen aber einigen systemat. Werth zu haben; so
auch die Grösse der sog. Athemkammer (darum glaubt Vf., dass die
angebl. Cl. sprattus-Eier, ohne Kammer, keine Clupea seien). —
Liste der Litt. (ca. 80 Schriften). — Beschr. der Eier u. Larven in
syst. Folge (p. 14 — 74) u. Bestimmungs-Tabelle p. 75 — 80. Die Beob.
beziehen sich auf folg. Gatt.: Labrax, Centropr., 2 Serranus, 2 MuUus,
Sargus, Box, Scorp., Corvina, Uranosc, 2 Trachinus, Lepidotrigla,
Callionymus, Mugil, Coris, Gadus, Merluccius, Motella, Fierasfer,
2 Solea, Rhombus, Arnogl. , Citharus, Engraulis, 2 Clupea und
10 Species zweifelhafter Gatt. (Coryphaena?, Solea, Macrurus, Lepi-
dopus, 5 Muraenidae). Vergl. darüber in der Syst. — Embryonale
Bursa stomachalis, sowie Bild, des Can. neurentericus s. bei Murae-
nidae. Mitth. Zool. Stat. Neapel VIII, Heft 1, p. 1—84, Tf. 1—5
(Jugendf. colorirt, Tf. 4). (Vergl. Ber. 87, p. 298.)
H. V. Jhering, Ueb er Brutpflege u. Ent-\vickl. des Bagre (Arius
commersoni Lac). Die Grösse der Eier (18 mm Dm.) u. Durch-
sichtigkeit der Kapsel für Beob. u. Experimente günstig. Männchen,
in deren Maul die Entw. vor sich geht, beissen nicht an Angeln.
W. am 20./9. 57-}-61 reife Eier; M. noch unreif. Im Okt. (Frühling)
Wanderung vom Meer zum Süssw., wo Nov. u. Dez. die Brut beginnt.
Am 8. Febr. Embryo 6 cm 1. mit festem P.-Stachel, aber D.-St. u.
Schädeldach noch knorplig; Darm, Blase, Niere gut entwickelt, Leber
schwach, Generorg. fehlend; der Magen mit Cladoceren etc. gefüllt.
Das P]i wiegt jetzt 4,3 g (wovon der Dotter 2,7), anfangs nur 2,5;
es scheint also durch das Fressen der Dotter etwas zu wachsen. —
Biol. Centralbl. VIII 268—71.
Vergleiche zu Ontogenie: Cunningham (s. S. 300) u. ders.
Plymouth Fishes (s. Faunen, Brit.). Ueb. Entw. der Nerven, His
(s. S. 285) u. Beard (S. 286); Entw. des Hirns bei Torpedo, Edinger
(S. 290); Entw. des faser. Bindegew., Czermak (S. 276); Schwimm-
blase bei Salmo, Corning (S. 298); Kiemengefässe, Maurer (S. 296);
in der Ichthyologie während des Jahres 1888. 317
embryonales Blut, Mosso (S. 296). — Entw. von Serranus atr.^
Ryder (s, System., Percidae); Biolog. üb. Fortpfl. von Zoarces,
van Bambecke (s. Blenniidae); Entw. v. Lepadogaster, Guitel
(s. Gobiesocidae); Entw. v. Syngnathus, Smith (s. Lophobr.); Fötus
v. Oxyrhina, Vaillant (s. Squali), v. Lamna, Calderwood (ebd.).
Jugendformen. Jugendzustände mehrerer Arten beschr. u. ab-
gebildet, Bean (s. Faunen, Amer.); M'Intosh, Rhombus (Pleuronect.)
u. Cottus (s. System.); Facciolä, Sympodoichthys (s. Gadidae).
Alterserscheinun^en.
Pliylogenie. Hierzu vergl. : Zittel, Handb. der Paläontol. —
Beard u. A., Herkunft der Vertebr. von Anelliden etc. (s. S. 276).
Goronowitsch, nach dem Hirn entwickeln sich die Vertebr. in
2 Zweigen aus den Selachiern: 1. zu Ganoiden u. Knochf. , 2. zu
Amphibien u. höh. Vert. (s. S. 288). Phylog. des Bindegewebes u.
der Exkretionsorg. , Ziegler (s. S. 309). Phyl. d. Exkrorg., Vorniere
homodynam den Segmorg. der Anelliden, Rückert (s. S. 311). Phyl.
der elektr. Org., Ewart (s. S. 283).
Yariabilität. C. Dareste, Plan d'experiences sur la variabilite
des animaux. Fische berührt (S. 824); Bull. soc. d'acclim. (4) V
769—781, 817—829.
P. Mayer findet die tiefe Vene der Dorsalflossen bei Sei.
individuell bald rechts bald links entwickelt. (Vergl. Gefässsyst.)
Knauthe macht Angaben üb. Variation der Flossenformel von
Cypr. carpio, Carass. vulg. , Gobio fluv. , Leucaspius delin., Zool.
Garten XXIX p. 145. In Forellenbächen wird die Seitenlinie des
Leucasp. vollständig, in Sumpfwässern haben nur noch 5 — 7 Schuppen
Röhrchen, ebd. 188.
Vergleiche zu Variabilität: Herzenstein, verschiedene Organe
(auch Darmschlingen) variiren bei Cobitiden (p. 5 — 11); gleich-
gerichtete Variation nennt H. [nicht sehr glücklich] die Var. am
gleichen Kennzeichen (Organ), Var. gleicher Neigung den prä-
vaHrenden Char. der Var. (d. h., ob Verlängerung oder Verkürzung
u. dergl.) p. 6 (s. bei Faunen, Asien). — Goronowitsch, mehr-
faches Variiren der Nerven (s. S. 288). — Sehr variabel ist Pimelodus
clarias (s. Syst., Siluridae). — Woodward, Gebiss v. Rhinoptera,
wohl eher e. Monströs, als Var. (s. Syst., Rajae).
Bastarde. A. Suchetet, L'hybridite dans la nature. — Rev.
quest. sei. XII 175—244 (Fische 188—197).
Vergleiche auch: Day, Salmo (bei Systematik).
Biologie.
Allgemeines. W. Marshall, Die Tiefsee u. ihr Leben. Leipzig
1888. 8«. — Der Salzgehalt des Meeres ist zw. 800—1000 Fd.
überall gleich, u. zwar schwächer als drüber oder drunter (p. 73).
Der Sauerstoffgehalt (gegenüber dem Stickstoffgehalt) zwischen
300— 400 Fd., am geringsten (nur 11,4- 15,5 7o), oben 33,7, unten
3] 8 Dl'- F. Hilgendorf: ßeiicht über die Leistungen
22,6, — „Ooze" übersetzt Marshall mit „Schlick"^ „Mud" mit
„Schlamm^'. Der Meeresboden zu oberst bis 1400 Fd. Globigerinen-
Scblick, tiefer Pteropoden - Schlick bis ca. 2000 Fd,; Diatomeen-
u, Radiolarien - Schlick, nur lokal. Von 2400 Fd. abwärts ,, rother
Tiefsee-Thon".
Vergleiche: Giftapparat von Trachinus, Parker, bei Systemat.
— Athmung des Protopterus während des torpiden Zustandes,
Parker, bei Syst, lieber Plankton, Hensen, bei Fischerei.
Nalirung. H. E. Sauvage, Nourriture de qu. poissons marins.
22 Sp., meist von Boulogne; ausführlicher: Platessa vulg, u. Gl.
harengus. Bull, soc, d'accl. France (4) V 673 — 7,
D. Robertson, The food of fishes. — Pr. N. H. Soc. Glasgow
(2) I p. 146—150.
Vergleiche: Scott, bei Clupea har. u. Gad. aeglef (System.);
Susta, Cyprinus carpio (s. Fischzucht); Parker, Protopterus (Syst,);
Hensen, Plankton-Bestimmung,
Bewegung. Am ans, Rapports de l'hyponautique et de la
mecanique animale. Vf. macht auf die wichtige Rolle, welche die
Elastizität der stossenden Platte (Fischschwanz im Gegensatz zu einer
starren Schiffs-Schraube) bei der Fortbewegung spielt. Assoc. frang,
pour l'avanc. sc; 17. Session (Gran) 1888, 2. partie, p. 336 — 9.
P. C. Am ans, Comparaison des organes de la locomotion
aquatique. — Vf, behandelt 7 Typen von Fischen: Scyllium, Raja,
Trigia (hierbei die Locom. durch P. -Strahlen), Leuciscus, Exocoetus
(Vf stimmt nicht ganz mit Möbius überein), Hippocampus, Pleuronectes.
Körperform, Skelett, Muskeln werden beschrieben; die Deduktion
ohne höhere Mathem. durchgeführt (p. 9—94, Tf. 1 — 4). Ann. sei,
nat. (7) VI, S. 1—164, Tf. 1—6.
Lippert, Natürliche Fliegesysteme, Wien 1885. — Von Amans
besprochen (s. o.). Behandelt auch Exocoetus.
H. Corblin, Rech, exper. sur la locomotion des Poissons. —
Besonders die Wirkung der Schwanzflosse behandelt. Der Fisch
kann nicht aktiv das Volumen der Schwimmblase ändern. Die
Physostomen vermögen nicht willkürlich aus der Schwbl. Luftblasen
auszustossen. — Arch. Physiol. norm. path. (4) I 145 — 173, Tf. 4, 5.
Vergleiche: Steiner bei Nervensystem, S. 284; Guitel, der
Saugnapf v. Lepadogaster dient auch der Fortbewegung des Thiers
(System,, Gobiesocidae). Raffaele, Orthagor. (s. Gymnodontes).
Stimme. Schlaf. Leuchten.
Mimicry. E. L. Bouvier, Le mimetisme chez les poissons. —
Le Natur. X 17—20, Xyl.
Zusammenlehen. Vergl. : Sluiter, Trachichthys (bei Syst.,
Beryeidae).
Salzgehalt. Vergl.: Guitel, Lepadogaster in salzarmen W.
(Syst., Gobiesoc).
Druck. Trockenheit. Torpider Zustand des Protopterus,
Parker (s. Syst., Dipnoi).
in der Ichthyologie während des Jahres 1888. 319
Licht. A. S. Packard, The cave faima of N. Amer., with
rem. on the anat. of brain and origin of blind spec. Mem. nation,
ac. Sciences, Wash. IV, pt. 1, p. 1 — 156. Pisces p. 90, 4 sp. von
N. Amer., p. 106 — 8, sonstige Höhlen- n. blinde Fische. (S. auch
Günther S. 295.)
Ch. Girard, Les poissons aveugles des cavernes americaines.
Le Naturaliste 1888, p. 107—8 (Abb. v. Typhlichthys subt.).
Ch. Girard, Poiss. Souterrains du nouveau monde. Ebd. S. 222.
Berthoule erwähnt das Empordringen von Fischen (Cyprinodon)
aus artesischen Brunnen von Oued-Rirh; La taste bemerkt dazu,
dass diese F. wahrsch. aus oberirdischen Brunnen in den Zufluss
der art. Br gelangen (nach Roland). Bull. soc. d'acclim. (4) V 525.
Wärme. Das Verhalten junger Salmoniden gegen höhere Wärme
ergab in der' Brutanstalt zu Königsberg i/Pr. : Bei 14 »^ R. kränkeln
S. fario u. salvelinus, bei 16 ^ sterben S. (fario) carpio, bei 17—18
ermatten Coregonus (sterben bei 19), S. irideus wird bei 18 — 19
matt, überlebt aber. Circ. D. Fiscli.-V. 88, p. 23 (nach Ber. Fisch.-V.
f. Ost- u. Westpr.)
Knauthe beob., dass Carassius vulg., Tinea, Cypr. kollari, Cob.
foss. u. barb., Phox., Gobio fluv., Perca, Leucasp. del. in flachem
Wasser strengen Winter überstanden; Cypr. carpio erlag aber. Die
Fische werden blass u. auch mager (die Form C. regina wird zu
hungaricus, Carass. vulg. zu oblongus), nur Cob. barb. magert nicht
ab. Zool. Garten XXIX p. 71, 142.
Laichen. Lo Bianco, Salv. Notizie biologiche rigu. specialm.
il periodo di maturita sessuale degli animali del golfo di Napoli. —
Leptocardii, Cycl. u. Plagiost. (21 Sp.) p. 427—31, Teleostei (99 Sp.)
431 — 40. Laichzeiten, gelungene künstl. Befruchtung, Bem. über
Laich u. Larven, Tiefe etc. Bis 200 m abwärts gehen (^u. wären
Günther's Liste der Tiefseef. 1887 zuzufügen): Galeus canis, Notid.
ein., Scymnus lichia, Rhina sp., Trygon viol. u. ? Brama raji. (Vergl.
einzelnes bei Systematik.) Mitth. zool. Stat. Neapel VIII S. 385—440.
Sexualdimorphisraus u. Zwitter s. oben bei Generationsorg,
u. Bastarde u. Regeneration bei Entwicklung.
Brutpflege. Vergl.: Richter, Rhodeus (Syst., Cyprinidae);
Agassiz, Nest des Antennarius Abb. in Blake II p. 31 (s. Geogr.
Verbr.); Bambeke, Zoarces (Blenniidae) ; v. J bering, Arius
(s. oben S. 316).
Gefangenlelben. Vergl: Parker, Protopterus (bei Syst.,
Dipnoi).
Krankheiten. J. D. Ogilby erwähnt eine Saprolegnia-Infection
in einem Teiche in New South Wales, woran Chrysophrys australis
u. Anguilla austr. litten. Pr. Linn. soc. NSW. (2) III 890—1.
A. E. Feoktistow, „Wirkung des Schlangengiftes auf thier.
Org." Bei Lota nach subcutaner Application eine starke Contraction
der Pigmentzellen, so dass die Haut an der Injektionsstelle weiss
wird; darauf folgt asphyctische Athmung, allg. Paralyse u.Tod. — Mem.
Ac. sc. Petersb. (7) Tome 36, Nr. 4, S. 4.
320 ß^- F. Hilgendorf: Bericht über die Leistungen
Vergleiche üb. Krankh.: Günther, Albino von Pleuronectes
cynogl. (Syst.) u. Auge von Gadus esmarki (Syst.) ; Bianco, hyper-
troph. Ovar bei Crenilabrus (Syst.) ; Herzenstein, [Psorospermien-]
Knoten bei asiat. Cobitiden (Syst. Cyprinidae); Ernst, Fisch-
vergiftende Pflanzen (bei Fischerei); Radlkofer, desgl. (ebd.)
Monstra. A. de Quatrefages, La monstruosite double chez
les poissons. — Diese Abh. wurde 1874 bei der Soc. d'anthropol.
gelesen, aber nur kurz resumirt im Bull, der Ges. ; Beschr. u. Abb.
von 3 Doppelmonstr. der Forelle (Tf. VII Fig. 1 „genre Urodyme"
20 Tage alt; F. 2—4, ein „Omphalopage" 20, 45 u. 46 T. alt; F. 5,
ein „Psodyme" 20 T.), ferner von e. Acanthias, „genre Derodyme"
Tfl. VIII. Daran geknüpft eine theor. Erörterung (gegen Coste). —
Mem. Soc. philomatique a l'occ. du centenaire 1888. Paris, 4'^. Abth.
sciences natur. p. 1 — 34.
A. d'Audeville, cas singulier de teratologie. Ein Salmo umbla
anfangs mit zwei gleich grossen Köpfen entwickelte später nur den
einen, der andre bildete sich zu einem Knötchen zurück; zuletzt
17 cm 1. Bull. soc. d'acclim. (4) V 990—3.
Vergleiche über Monstra: Herzenstein, Situs viscerum per-
versus bei Cobitiden (p. 10 Anm., s. Syst., Cyprinidae); War-
pachowski, überzählige Bauchflosse bei Silurus (Syst.); Woodward,
Gebiss v. Rhinoptera (Rajae); Vaillant, Schwanzflosse von Hymeno-
cephalus (Macruridae).
Feinde. Riesen u. Zwerge.
Nutzen und Schaden.
W. 0. Atwater, ,, Ausnützung des Fischfleisches im Darm-
kanal im Vergl. mit der des Rindfleisches". Sie ist, nach der
Trockensubstanz berechnet, bei Fischnahrung gleich hoch, und der
Nährwerth des (fettlosen) Rindfl. nicht grösser als des Fischfl., was
für den Nutzen der Seefischerei spricht. Zeitschr. f. Biologie (Kühne
u. Voit), Bd. 24, S. 16—28.
Vergleiche: Parker, Giftdrüse v. Trachinus (System.);
Bianco, der Stich eines Trygon erzeugt Ohnmacht, Mitth. z. Stat.
Neapel, VIII, 431.
Fischerei und Fischzucht.
Westpreussischer Fischerei -Verein. „Kurze Belehrung
üb. d. Nutzfische, die haupts. gesetzl. Vorschriften u. die sonst. Ein-
richtungen zur Ford, der Fisch, in Westpr." Ausg. für Küsten-
fischerei, 40 S. kl. 80, 2. Aufl.; A. f. Binnenf. 40 S., Danzig. (Als
Beilag. zu Mittheil. II No. 2, 3.)
Hensen, Ueb. d. Bestimmung des Plankton's, oder des im
Meere treibenden Materials an Pflanzen u. Thieren. — Fische kommen
in der Ichthyologie während des Jahres 1888. 321
einmal als Theil des Plankton in Betracht (schwimmende Eier mit
polyedr. Dotterelementen als Cl. sprattiis erkannt p. 40; ein höckeriges
Ei beschr. u. Tf. IV Fg. 20 Abb. [cf. Macrurus]). Die Menge der
Eier u. jungen Brut wird festgestellt; in der Nordsee (fiOOO Millionen
auf die □ Meile) mehr als in der Ostsee od. im Atl. Oc. Dann
aber hat die Planktonmenge Wichtigkeit für die Ernährung der
Fische. Methode des Fangs und der quantitativen Bestimmung aus-
führlich erläutert. Die Fänge (Oberfläche u. vertikal) wurden auf
e. P'ahrt von Kiel nach dem nördlichen Schottland und ca. 5*^ weiter
westlich ausgeführt. Im Abschnitt 3 ,,Die treibenden Fischeier*'
(p. 39 — 45) ein Excurs über physiol. u. morphol. Artunterschiede.
— 5. Bericht der Komm. wiss. Unters, deutsch. Meere für 82 — 86.
Berlin 1887, S. 1—109, Tf. 1-6.
d'Audeville, Bulletin de pisciculture pratique. Eine neue
Zeitschr. (für Süsswf.) Besprochen in: Bull, d'accl. Fr. (4) V 141.
A. Ernst, ,, Fischvergiftende Pflanzen". Im Ganzen 186+12
Arten bekannt. Vf. giebt e. Liste von 32 Sp., die von Radlk.
(s. unten) noch nicht erwähnt. — Sitzb. Ges. natf. Fr. Berlin 88
p. 111—8.
Radlkofer, ,, lieber fischvergiftende Pflanzen". Sitzb. m.-phys.
Cl. bayer. Ak., Bd. 16 p. 379—416, 1886. — 154 Species.
F. Lugrin's Verfahren um kleine Wasserth. zur Nahrung für
ausgeschlüpfte Salmoniden zu züchten beschr. in: Nature, Vol. 38
p. 631.
G. Oesten, ,, Feichenbrut künstlich zu füttern", Circ. D. Fisch. -
Ver. 1888 p. 158 — 61, Xyl. — Hohes Glasgefäss mit Siebablauf oben,
u. Einführung von W^asser u. Nahrung durch ein langes Glasrohr
vom Boden aus. Als Nahrung zerriebene Regenwürmer, anfangs mit
etwas Speiseöl vermischt; die am 10. März 88 ausgeschlüpfte Brut
(Coreg. wartm.) konnte am 7. Mai in den Plötzen -See bei Berlin
gesetzt werden.
Brüssow setzte Anf. April 88 künstl. ausgebrütete Coreg. wartm.
in kleine über Winter trocken gelegte Teiche; bis Herbst 16 cm 1.
geworden, kamen sie in den Gr. Medeveger See, ebd. p. 161—2.
Nach Mitth. der Brii taust, zu Königsberg i. Pr, Hessen sich
C. wartm., lavar., oxyrh., albula (sie schlüpften in dieser Folge aus)
zuerst (etwas schwierig) mit Daphniden, dann mit zerschnitt. Regen-
würmern füttern (üb. Einw. zu warmen Wassers s. p. 319) ebenda p. 23.
J. Susta, die Ernährung des Karpfens u. seiner Teichgenossen,
Stettin 1888, 2. Taf. — Der K. frisst haupts. kleine Wasserthiere des
Grundes, meist Crustaceen, Insektenlarven, kleine Mollusken (dazu
die Mahlzähne). Die Teiche sollen womöglich jährlich im Winter
trocken liegen, hinzugefügte ,, Sommerung" mit Beackerung vermehrt
den Nutzen. Der Ertrag schwankt je nach Behandl. von 20 — 400 ko
Teichfischen pro 1 ha u. 1 Sommer; zu 1 ko Karpfenfleisch gehören
bei künstl. Fütterung 5 ko Rohprotein u. 1,5 — 2 ko phosphors. Kalk.
Andre ,,Kleinthierfresser" sind schädliche Concurrenten u. müssen
durch Raubfische vertilgt werden, ,, Grünweidefische od. Pflanzenfr."
Aich. f. Naturgesch. Jahrg. 1890. Bd. 11. H. 1. 21
322 Dr. F. Hilgendorf: Bericht über die Leistungen
(Leuc. rut., erythrophth.) sind zu empfehlen (als Futter für Raubf.).
— Ausz. in: Circ. D. Fisch.- Ver. 88 p. 99.
A. Fric, 1., 2. u. 3. Bericht üb. „Unters, der Biologie u. Anatomie
des Elblachses." Mitth. d. österr. Fisch.-Ver., No. 17, 19, 23, 1885,
86, 87. — Der Laich der erwachsenen vom Meere aufsteigenden
weibl. S. salar wird von jungen Männchen (Salmlingen) , die kaum
110 gr schwer sind, befruchtet.
— , Kurze Anleitung zur Saibling- u. Forellenzucht. Prag 88,
14 S. 8». 7 Xyh
V. d. Borne, Ber. üb. Vertheilung der Fischeier u. üb. Erfolge
des Aussetzens in Deutschland; Circ. D. Fisch.- V. 88 p. 125 — 157.
L. Buxbaum, ,,der Fischpass an dem Nadelwehr zu Eaun-
heim a. M.", Zoolog. Garten XXIX p. 1, u. ,,der Main als Fisch-
wasser" ebenda 278. — Die schädlichen Abwässer der Fabriken
vertheilen sich wegen des die Strömung schwächenden Wehrs jetzt
durch das ganze Wasser.
A. Fric [sprich Fritsch], ,, Fischereikarte des Königreiches
Böhmen" nebst Erläuterungen, Prag 88, 8 S. 2*^. — Vf. unterscheidet
von Regionen: 1. Forellenr. mit 3 Unterreg. (Ur. der Steinforelle, klein
dunkel; der Bachf., mittelgross, wo S. salar leicht; der ,, Lachsforelle"
[nur grössere u. buntere S. fario!], wo die gross. Salmlinge u. auch
schon Hecht), 2. Barbenr., 3. Welsr., 4. Schleienr. , 5. Grundelr.
(verödete Forellenbäche), 6. Teichregion. — Cor. oxyrh. geht bis in
die Moldau; Tabelle der 41 Arten Böhmens nach Verbreitung in
Reg., p. 8.
Fishery board for Scotland, 6. ann. rep. (for 87). Erscheint
jetzt in 3 ,, Parts"; I. General rep. (175 S.), IL Salmon fisheries
(80 S.), III. scientific investigations (389 S.). Für pt. 3 vergl. bei
Lamna, Clupea bar. u. Gadus aeglef.
Das Bull. soc. d'acclimatation de France (4) V enthält:
C. Raveret-Wattel, Ber. üb. intern. Fischerei - Ausstellung von
Edinburg, p. 226. Goll, Zuchtanstalten der Schweiz, 237, 609.
P. Brocchi, Zeit des Aussetzens der Salmoniden, 157,
L. Vaillant, der Haifischfang in grossen Tiefen bei Setubal.
Fischleinen mit 4 — 800 grossen Haken, werden in 1200 — 1300 m
versenkt. Exped. sc. ,,Trav," et ,, Talisman" p. 75 — 78.
U. S. Fish Commission, Bulletin VII (87) p. 129— 192 (soweit
1888 ersch.) bringt u. a.: Bean, Fische von New Jersey (39*^ N.),
siehe Faunistik; Mowat, Statistik der Fisch, in Britisch Columbia;
Nye, Fischerei bei Massachusetts; R. E. Earll u. Hugh M. Smith,
amer. Sardinen -Industrie während Sij (p. 161 — 192), junge Heringe
[Cl. harengus] seit 1875 als Oelsardinen, Anchovis, Russische Sardinen
präparirt, Werth der Producte (1886) 2 Million Dollar.
G. Br. Goode, the fisheries and fishery Industries of the Un.
States. Section II: Geographical review of the fish. Industries and
fishing communities for 1880. Washington 1887, 4«, 787 S. (Vergl.
Ber. 85, p. 380). Nach Lokalitäten geordnet werden in 17 Abth. die
Fischerei - Verhältnisse durch Earll, Wilcox, Clark, Mather,
in der Iclithyologie während des Jahres 1888. 323
Collins, McDonald, Stearns, Jordan ii. True geschildert,
wesentlich nach der ökon. u. statistischen Kichtung hin. Ein Anhang
bringt,, histor. Angaben über die Fischerei Neu-Englands". — Sect. III,
Wash. 87, 18 + 176 S. u. 49 Karten von R. Rathbun, behandelt
,,die Fischerei -Gründe Nordamerikas." Die Fischerei Alaskas wird
von Bean S. 81 — 115 auch bez. der Geräthe u. der Fischverbreitung
geschildert. Für die geogr. Verbreit, der Süsswf. giebt Jordan Tabellen
133 — 144. Die Teniperaturverhältnisse der Ostküste p. 155 — 176. —
Sect. IV. The fishermen of U. S. von Goode u. Collins, Wash. 87,
178 S. , 19 Tf. — Sect. V. History and uiethods of the fisheries,
Vol. I 808 S. (Vol. II 881 S. enthält nur Wale, Schildkr. u. In-
vertebraten), nebst Atlas von 225 Tf. (1 — 182 auf Fische bezüglich).
Wash. 1887. In 14 Theilen werden behandelt: 1 — 6 Hippoglossus,
Gadiden, Scomber, Xiphias, Clupea tyrannus. Gl. harengus nebst der
sog. Sardinen-Industrie; Theil 7 enthält die Küstenfischerei von Süd-
Delaware: a. Squeteague- oder Trout-Fischerei [Otolithus], b. Spot-
Fischerei [Sciaena], c. Rock- u. Perch- Fisch. [Labrax sax. u. amer.],
d. Sturgeon- Fischerei. Th. 8: Spanish Mackerei Fishery [Cybium].
9: Mullet-Fish. [Mugil alb. u. bras.]. 10: Red Snapper Fish.
[Mesoprion] and the Havana Market Fishery of Key West (Fa.).
11: Pound-net fisheries of the Atlantic states. 12: River fish. Atl.
States. 13: Salmon fishing of Pacific coast. 14: Fish, of Great
Lakes. (Die Aut. der Sect. V sind die schon oben erwähnten.)
Gastinel Bey, Pecheries du lac Menzaleh. (Mugil cephalus,
Hauptfisch, eine andere Mugil- Sp. soll den Butargh liefern.) Bull,
soc. d'acchm. France (4) V, p. 62 — 75.
J. E. Tenison-Woods, Fisheries of the oriental region. Proc.
Linn. soc. NSW. (2) III 165—255, Taf. 5, 6 (copirt aus Day).
P. L. Jouy, On Comiorant fishing in Japan. Amer. Naturalist
XXII p. 1. — Plecoglossus Nachts bei Fackelschein gefangen.
H. V. Jhering, Die Lagen dos patos. — Vf. bespricht auch
die Fischerei -Verhältnisse (Rio Grande, Camaquamfluss), besonders
Arius commersoni wichtig. — Deutsche geogr. Blätter, Geogr. Ges.
Bremen, VIII, 1885, S. 164—204.
Vergleiche ferner: Cunningham, PreL inq. (bei Generatorg.
S. 300); Ryder, Acipenser (bei Entw. S. 305); de Monaco, Fisch-
fang (Allgem. S. 275); Wärmemaximum für Salmoniden (Biol. S. 319);
Goode, Amerik. Fische (unten bei Faunen); bei Systematik: Stizo-
stedium (Percidae), Salmo, Coregonus.
Faunen.
Allgemeines. Die Tiefseefische schildert W. Marshall, ,,die
Tiefsee'' p. 299-332 (9 Xyl. nach französ. Orig.). Vergl. oben S. 317.
Lo Bianco bringt Bemerk. über einige Tiefseef.bei Neapel s.S. 319.
L. Vaillant, Poissons in: Expeditions scientifiques du ,,Tra-
vailleur" et du „Talisman" 1880 — 83. Public sous la direction de
A. Milne-Edwards. Paris 1888, 4», 406 S., 28 Taf. — Vf. acceptirt
als Tiefenzonen: Region littorale (zwischen den Fluthgrenzen) , R.
21*
324 Dr. F. Hilgendoi'f: Bericht über die Leistungen
cotiere (bis 300 m, dem Aufhören von Licht u. Pflanzen) u. R.
abyssale; letztere hat eine obere Abth., in der noch Rochen u.
Pleuronectiden leben (bis 1000 m) u. eine tiefere (bis 5394 m er-
forscht). Die R. litt, besitzt nur Fische, die auch tiefer vorkommen.
Von allen Exped. der 4 Jahre wurden 124 Species erbeutet, am
erfolgreichsten war die des J. 1883, wo von 116 Schleppzügen
106 Ichthyologisches lieferten (ein einz. Zug bis 935 Fische, zus.
3900 Expl.). Eine Tabelle (p. 10—19) umfasst alle Arten (316),
die nach bestimmten Tiefenangaben der bisher. Litt, zur Abyssal-
Fauna gehören (mehrere mit unbest. Tiefe würden zuzurechnen sein).
Betracht, üb. Vertheilung auf einzelne Familien etc. (p. 20 — 31)
wurden schon 1887 (s. Ber. p. 318) publicirt. Aufzählung der
einzelnen Fangergebnisse des Tal. 1883 nach der Boden tiefe geordnet
(p. 32 — 58). Aufzählung aller erbeuteten Sp. nebst Bemerk., wobei
besonders Schuppen u. Otolithen (immer nur Sagitta), oft auch
Gehirn, Eingeweide, Osteologie u. Färbung des frischen Thieres
berücksichtigt. Die hauptsächl. Fundorte sind: Golfe de Gascogne,
Portugal, Cadix, Küste von Marocco, Banc d'Arguin (20" N.), Küste
bis 15** S. (Dakar), Canar. I., Cap-Verdische L, Azoren; die tiefsten
Züge auf der Heimreise von den Azoren. — Günther's Chall. -Fische
erhielt Vf. erst nach Abschluss seines Werkes, daher nur im Nachtrag
p. 385 — 8 berücksichtigt. Squali 4, Muraenidae 4 sp. n., Sternopt.
(incl. Stom.) 3 g. n., 4 sp. n. ; Scopel. 1 sp. n., Alepoceph. 2 g. n.,
5 sp. n., Halosaur. 2, Pleuron. 1, Macrur. 6 sp. n., Ophidiidae 1 g.,
1 sp. n., Gadidae 1 g., 2 sp. n., Lycod. 1, Aulostoma 1, Sclero-
paridae 1, Beryc. 1 sp. n. (Nr. 92). Vergl. auch Fischerei p. 75 u.
fossile Fische p. 28 u. 339.
A. Agassiz, Three cruises of the ,, Blake". London 1888,
2 Vol. 8«. Im Abschnitt XV (Vol. II p. 21 — 36) „Skizzen der
charakteristischen Tiefsee -Typen, Fische", 30 Abb. meist Orig.,
Notizen hierzu von Goode u. Bean bez. der ostamerik. Befunde.
(Vergl. bei Brutpflege, Elektr. Org., Leuchtorg.)
C. Chun, Die pelag. Thierwelt in grösseren Meerestiefen. Bibl.
zoologica, Heft 1, Cassel 4". — Mit Schliessnetzen in 80 — 100 m
Tiefe symmetr. Pleuronectiden-Larven, in 600 — 1200 m Krohnius fil.
u. Pediculaten-L. gefangen.
Hensen, Bestimm, des Plankton, siehe oben S. 300.
Vergleiche: Systematik bei Gobius soporator, der allen
warmen Meeren gemeinsam ist; Eigenmann.
Nordeuropa. Plankton der nördl. Nordsee, siehe Hensen,
S. 320. Plagyodus (Fam. Scopelidae) bei Island u. Mugil aur., bei
bei Schweden, s. System.
W. Lilljeborg, Sveriges och Norges Fiskar. Üpsala, Liefr. 5.
(p. 417 — 788, Schluss der Anac, die Scombresoc, Esoc, Salmonidae.)
Mitteleui'Opa. L. Geisenheyner, Wirbeltierfauna von Kreuz-
nach, I. Teil Fische, Amph., Rept. (Wiss. Beilage z. Programm des
Gymm. zu Kr.) Kreuzn. 1888, 8°. Vf. zählt als Fische des Nahe-
gebietes (westl. vom Rhein) 33 auf: Perca, Luciop. (eingeführt),
in der Ichthyologie während des Jahres 1888. 325
Acerina, Cottus gobio, Lota, Silurus (1 jung. Ex.) C. carpio, Car.
aur., Tinea, Barbus, Gobio fl., Khodeus (über 10 cm 1.!), Abr. brama,
Alb. lue. u. bip., ? Asp. rapax, (Idus mel. fehlt) Seard. erythr.,
Leue. rutilus u. var. rutiloides, Sq. eephalus u. leuc., Phox. laevis
(eine lebhaft blitzende Luftblase am Kiemendeckel sehr auffällig),
Ch. nasus (viel gegessen, geht nicht an die Angel), Thymallus, (Osm.
eperl. mit Unreclat in Mühr's Fauna v. Bingen 1866), S. salar, trutta
(seltener) u. fario, Esox, Alosa vulg. (früher häufig, fehlt seit
20 Jahren), Cob. foss. u. barb., Ang. vulg., Petr. mar. (selten), fluv.
(häufig, Frühling) u. planeri. (Ae. sturio nicht in der Nahe, aber
1887 bei Kempten). — Bestimmungstabelle, Volksnamen. S. 1 — 24
u. S. 73.
K. Knauthe, „Beob. üb. Lebenszähigkeit unsrer gemeinsten
Süsswf.", Zool. Garten XXI Xp.71, 142 (vergl. Biologie); „Flussbarseh
u. Hecht, zwei Wanderer", ebd. 186; vorl. Bem. über Leucaspius
delin., ebd. 188; [Telestes agass. in Schlesien] p. 220; Not. üb. Gobio
fluv., ebd. 248. — Einiges davon schon in: Jahrber. Ges. Freunde
d. Natw. Gera u. in: Allg. Fisch.-Zeit., München publ.
Jurinac, Beitr. z. K. der Fauna des Kroatischen Karstes u.
seiner unterirdischen Höhlen. (Dissert. Univ. Jena.) München 1888
8" 36 S. — Führt 17 Sp. auf: Cob. barb. u. taenia; Esox, Trutta
fario u. ? lacustris, Chondr. nasus. Sq. eephalus, L. virgo, Alb.
lucidus u. bip., Rh. amarus, Gobio fluv., Barbus fl. u. meridionalis
var. petenyi, Tinea vulg., Sil. glanis, Cottus gobio. Bem. üb. Vor-
kommen, Variat., Färbung. (Vergl. System, bei Trutta u. Cottus.)
Vergleiche für Mitteleuropa: Fritseh, Fischereikarte Böhmens
S. 322. Fatio, Schweiz bei Syst., Salmonidae.
Niederlande. E. Gens, Notions sur les poissons d'eau douce
de Belgique. 1885.
Vergleiche in System.: Bambeke bei Zoarees (Blenniidae,
Reproduktion).
Britische Inseln. A. Günther, Rep. of fisches obt. in deep
water [0—100 Ed.] NW. coast of Scotland, April 87 bis Mai 88.
Pr. roy. soc. Edinburgh, XV 205—220. Taf. 3, 4. — 47 Sp. ges.,
4 n, f. Brit. : Cottus lillj., Callionymus mac, Gadus esmarki u.
Triglops murrayi sp. n. Biol. Bem. über Nahrung, Laichen, Tiefe.
(Vergl. Syst. bei obigen Gatt. u. bei Gobius, Gadus, Onus, Hippo-
glossoides, Rhombus, Pleuren., Argentina, Notidanus, Raja.)
J. A. Harvie-Brown u. T. E. Buckley. A Vertebrate Fauna
of the Outer Hebrides. Edinb. 1888, 8». (Fishe p. 172—225.)
W. A. Smith, Observ. on some West-Coast Fishes. — Proc.
N. H. Soc. Glasgow (2) I p. 100-104. (West-Schottland.)
W. Heape, Prelim. rep. upon fauna and flora of Plymouth
Sound. Fische: 2 Cyclost., 1 Acip., 11 Squali, 9 Rajae; 3 Perc,
2 Mull, 5 Spar., 6 Trigla, 2 Cottus, 2 Cataphr., 1 Lophius, 2 Trach.,
8 Scombro-Car., 1 Xiph., 1 Sciaena, 1 Trieb., 3 Gobius, 1 Callion.,
3 Discoboli, 2 Lepadog., 7 Blenn., 1 Cepola, 2 Mugil, 1 Ath.,
2 Gastrosteus; 9 Lahr. ; 12 Gad., 2 Ammod., 16 Pleur.; 13 Physo-
326 Dr. F. Hilgendorf: Bericht über die Leistungen
Storni; 2 Lophobr.; 2 Orthag. — Journ, marine biol. assoc. of un.
kingdom, Nr. II (Aug. 88) p. 188-192.
J. T. Cunningham, Some iiotes on Plymoiitli fishes. Ebd.
(Aug. 88) p. 243—50. — Lebensw. von Capros, Laichen des Conger,
Laich V. Cl pilchardus, Reproduktionsorg, von Solea.
Vergleiche: Day bei Gadus u. Trachinus; M'Intosh bei
Gadus, Cottus, Rhombus; Scott bei Clupea u. Gadus; Calderwood
bei Lamna; Cornish bei Chrysophrys, Scomber, Pleuronectes u.
Trygon; Warren bei Acanthias; Jeffery bei Trygon; Sharff bei
Myliobatis. s. auch die Publ. des Fishery Board of Scotl., oben
S. 322.
Frankreich. H. E. Sauvage, Catalogue des poissons des
cotes du Boulonnais. — Gegenüber Bouchard-Chantereaux's Liste
(1829) mit 77 (critisirt nur m) Sp., zählt Vf. 90 auf (davon 19
nach Bouch. u. nach Moreau) Bull. soc. zool. France XIII 142 — 5,
Abdr. in Bull, scient. Fr. Belg. XIX 438.
A. Giard. Observ. sur le cat. poiss. du Boulonnais. — I. Fische
[12], die in Sauvage's Cat. fehlen: Raja punct., Cottus bub., Capros
aper, Sciaena aq., Liparis vulg., Gastrosteus acul., Microchirus varieg.,
Ctenolabrus rup., Leptoceph. morrisi, Syngn. typhle, Entelurus
aequoreus, Nerophis lumbricif. , Amphioxus lanc. IL Viell. sind
ausserdem nur bisher übersehen [16]: Serr. cabr., (Mullus barb.,)
Canth. vulg., Pagrus vulg., Pagellus ac. u. bog., Scorp. porcus, Cepola
rub. , Gobius niger, Mugil cap., aur. u. curtus, Plat, cynogl. , Solea
läse, Scombresox, Syngn. ethon. III. Bern. üb. [31] Sp. Bouchard's
u. Sauvage's: Vf. streicht aus Sauv.'s Liste Carch. glaucus, Torpedo,
Raja macrorh. (=oxyrh.), R. rubus Lac. (verwechs. mit maculata,
welche häufig), Dactylopt. vol., Chrys. aur. (syn. von Pagell. centr.). —
Bull. sc. France Belg. XIX 444—60.
A. B[erthoule]. Poissons nouveaux de la Manche. Nach der
Zeitung ,,le Havre" Capros aper häufig, Orthagor. luna öfters, e. Fisch
ähnlich dem ,,St. Pierre" einmal dort gefangen. Bull. soc. d'acclim.
France (4) V, p. 29.
— Salmo quinnat in den Adour, ebenda 1009, 1063. (1879
zuerst in Frankreich.)
Raveret -Wattel, Coregonus albus in den Lac. d'Annecy
(Savoyen) gesetzt, ebenda 660.
E. Bertrand züchtete Perche argentee, „Calico Bass" (Pomoxys
sparoides) u. ,,Poisson soleil" [dieser auch Pom. spar, genannt!], Notiz
über Fortpflanzung. Ebenda S. 41, 1156.
Brocchi, Coregonus fera in der Auvergne, ebenda 303.
Vergleiche auch: Sau vage bei Acanthias u. bei Raniceps,
Giard bei S. salar, Fatio bei Coregonus bezola u. Guitel bei
Lepadogaster in System. Ferner Vaillant (Golfe de Gascogne)
oben S. 323.
Südeuropa. B. Osorio, Additamento ao catalogo dos peixes
de Portugal. — Nach Veröffentlichung seines Cat. (1867 — 9) d. F.
Portugals hatte Brito Capello weitere Notizen gesammelt u. nach
iu der Herpetologie während des Jahres 1889. 327
dessen Tode Guimaraes u. Vf. die Studien im Mus. v. Lissabon fort-
gesetzt. Die 90 Zusätze bringen neue Fundorte aus Portugal u, für
P. neue Sjj. In Cap.'s Cat. fehlen noch: Pseudohelotes günth.,
Smaris alcedo, Cottus bubalis, Brama princeps, 3 Gobius (s. Syst.),
2 Blennius, Ammod. tob., Malacoceph. laevis, Argentina sphyr. [aber
als hebridica schon 69], Carassius vulg. ; 3 Syngn., 2 Nerophis u.
2 Raja (s. Syst.). — Jörn. sei. math., ph. e. nat. Lisboa, Nr. 47. 19 S.
A. Cabrera, Ictiologia iberica. Memoria de los ,,Peces del
mar de Audalucia", autögrafo inedito. — Revista progr. cienc. exact.
fis. nat. Madrid, XXII 1887, p. 141—189. — Eine von Graells edirte
Liste, worin eine Anzahl neuer aber ungenügend beschr. Species.
A. De Carlini, Vertebrati della Valtellina. — Atti soc. ital.
sc. nat. Milano, XXXI p. 17—90. Fische p. 85—90.
T. Salvadori, Publications- Daten von Bonaparte's Iconogr.
della Fauna Italica. Bollett. Mus. Zool. Torino, III, 1 — 25.
Vergleiche bei System : Vinciguerra, Salmo lacustris in
Latium.
Mittelmeer. P. Doderlein, Comparsa del Cybium commersoni
nelle acque di Palermo. Vf. constatirt diesen neuen 4. Zuwachs an
erythräischen Elementen der mediterr. Fauna (Pristipoma stridens,
Serioli. bipinn. u. Rhinob. halavi schon bekannt), während 14 atlant.
Formen bisher gefunden sind. — Natural, sicil.. Anno VII p. 105 — 9,
129 — 33. (Vergi. auch bei Syst., Scombr.)
Anast. Cocco, Brief an A. Krohn, enthaltend Beschr. von
Krohnius filamentosus, Bibronia ligulata u. Peloria rüppelli, publ.
1844, wieder abgedruckt durch Facciolä, ebenda VII p. 101 — ^4, 125 — 8.
E. V. Martens, ,, neugriechische Fischnamen" nach N. Chr.
Apostolides Schrift [Peche en Grece, 87 S. 8**, 1883, Athen]; von
dessen 136 Namen 64 auch bei Aristoteles. Sitzb. Ges. natf. Fr.
Berlin, 88, p. 126—8.
Vergleiche bei Syst.: Sympodoichthys (Gadidae) u. Crenilabrus
(Facciolä), Scopelus (Moreau); Scorpaena, Gobius, Pteridium
Microstoma, Anguilla u. Ophichthys (Bellotti); Gobius (Torossi);
Lepadogaster (Guitel); Temnodon (Carangidae). Ferner Raffaele
(flottirende Larven) oben S. 000; Lo Bianco, BioL Bemerk.,
S. 000 u. Salvadori bei Südeuropa.
Osteuropa. Vergl.: Warpachowski bei Phoxinus; Kusnezoff
bei Percarina (Percidae) u. Benthoph. (Gobiidae); Guljelmi, Salmo.
Afrika. J. de Guerne, Campagne scient. ,,Hirondelle" ; 3. annee,
87. Excursions zool. dans les iles de Fayal et de S. Miguel (Agores).
Paris. — Der einzige Süssw.-Fisch ist Cyprinopsis auratus, wird bis
21 cm. 1., nährt sich jung haupts. von kleinen Thieren. p. 27 — 29, QG.
F. Hilgendorf, ,,neue Salarias-Art", macht als neu für die
Azoren (nach Simroth's Sammlung) 10 Sp. bekannt. Sitzb. Ges.
natf. Fr. Berlin 1888, p. 79. (Ausführl. 1889, Arch. f. Natg.
Jg. 1888, p. 205.)
328 Dr. F. Hilgendorf: Bericht über die Leistungen
E. Egasse, la grande peche ä la cote occidentale d'Afrique.
Vf. wünscht, dass diese (bei Senegambien) französischerseits aus-
gebeutet werde, wogegen Berthoule für künstl. Vermehrung der
Küstenfische Frankreichs plaidirt. Bull. soc. d'acclim. (4, V 556 — 568.)
F. Hilgendorf, Fische aus dem Victoria-Nyanza (Ukerewe-See),
gesammelt v. Dr. G. A. Fischer. — Die erste bekannte Sammlung
daher, 15. sp. : Chromis nilot. u. sp. n., Haplochr. (sbg. n.) sp. n.,
Paratilapia? 3 sp. n. , Synodontis sp. n., Alestes rüpp., Mormyrus
oxyrh. u. sp. n., Barbus 3 sp., Labeo forsk., Fundulus orthon. (Vorl.
Mitth.) Sitzb. Ges. natf. Fr. Berlin 1888, p. 75—9.
F. Stuhlmann, Vorl. ßer. üb. e. Reise nach Ostafrika zur
Unters, der Süssw. -Fauna. — Nur wenige vorl. Notizen über Fische
(u. Fischgift-Pflanzen). Szb. Ak. Berlin 1888 p. 1255—69.
H. Sauvage, Hist. natur. des Poissons, in: A. Grandidier,
Hist. physique, natu, et politique de Madagascar, Vol. XVI. — 1888
wurde nur publ.: 2. Partie, Atlas I, II (= Tf. Nr, 1 — 50, = fasc. 17
u. 19). 63 Tfln. Paris 1887—8. 4o.
Vergleiche: Vaillant, oben S. 323 (Cap Spartel bis Cap
Verde, Cap Verd.-Ins. , Canar. Ins. u. Azoren); Gill, Dipterodon
(s. Sparidae). Cunningham, Teleostier-Ei, s. S. 300.
Asien. S. Herzenstein, Wissenschaftl. Resultate der von
Przewalski nach Centralasien unternomm. Reisen. Zool. Theil,
Bd. III, Abth. 2, Fische. Bearb. v. S. Herzst. Lief. 1 ; Petersb. 4«.
Russ. u. deutsch, I — VI u. 1 — 91 S., 8 Taf. — Behandelt auch ver-
wandtes Material anderer Sammler, haupts. von ,, Hochasien", d. h. dem
Lande über 10000' im Norden, V^esten u. Süden (hier bis zum Knie
des Hoangho östlich) vom Tarim-Becken. In der Einleitung p. II — VI
technisch - systematische Bemerk. ; Lief. 1 umfasst nur die Gattung
Nemachilus (siehe unter Systematik), 17 Species; auf Variabilität
besonders Rücksicht genommen.
A. M. Nikolsky. Die Wirbelthierfauna des Balchaschdistricts.
Arb. Naturf.Ges., Petersb., XIX (1887), 59—188, Fische S. 162—188.
Nikolsky, Fischerei im Aralsee u. im unteren Amu-Darja, in:
Istvestia, russ. geogr. Ges. (vergl. Amer. Natur. XXII 361).
A. Bunge, Ber. üb. die im Jana-Gebiet 1885 ausgef. Reisen
nebst Verz. d. Säugeth. u. Vögel. — Vf. erwähnt (p. 142) von der
Jana, dass dort dieselben Fische wie [etwas westlicher] an der Lena-
Mündung vorkommen, dazu noch Coregonus- Arten, Cyprinus, Phoxinus,
Esox, Perca, Gastrosteus. Von der Lena e. kleiner Acipenser. —
Beitr. z. K. des russ. Reiches (3) III, 1887 p. 73—144. Von der
Küste Cottiden erwähnt ebd. p. 165.
Fr. Day, Supplement to the fishes of India. London 1888, 4^,
S. 779 — 816, 7 Xyl. — Ergänzungen aus der Litteratur, handschriftl.
Mitth. (Tickeil) u. neueren Fischsamml. Die Familien Acanthoclinidae,
Galaxidae, Rhinodontidae, Cirrostomi neu für Indien. Eine n. Gatt.:
Acanthonotus (89 Matsya genannt, Farn. Cyprin.). Neue sp. od. var.
bei Apogon, Acanthurus, Pseudochromis, Gobius, Sicydium, Salarias,
Cristiceps, Peristethus, Acanthoclinus , Platyglossus , Coris, Brotula^
in der Ichthyologie während des Jahres 1888. 329
Liocassis, Galaxias, Matsya u. Rohtee. Viele Bern. bez. Verbreit,
u. Synon. Die Xyl. sind in der Fauna Brit. India (89) reproducirt.
Fr. Day, Observations on the fislies of India, I. — Sp. nn.
(Percis, Gobius, Eleotris, Petroscirtes, Salarias, Acanthoclinus, Platygl.
u. Miigil), Arten, die n. für Ind., Bern, über Synonymie; im Ganzen
27 sp. erw., welche alle im Suppl. F. Ind. wieder behandelt. — Proc.
zool. SOG. London 1888, p. 258—265.
A. Günther, Contr. to our kn. of the f. of the Yangtsze-Kiang.
32 Species (1000 [engl.] Meilen von der Mündung) bei Kiu-Kiang:
Acipenser n. sp. juv., Pseph. gladius; Eleotris sp. n., Ophioceph. argus,
Polyacanthus opercul.; Silurus asotus, Macrones longirostris (nur
irrth. früher als japanisch bezeichnet 1), crassilabris, taeniatus, vachelli,
macropt.; Carassius aur. , Crossochilus sp. n. , Pseudogobio prod.
(beschr.), sinensis u. sp. n., Rhinogobio sp. n. ; Pseudorasbora parva;
Xenocypris arg., Ctenophar. idellus, Rhodeus sin., Hypophth. molitrix,
Chanodichthys pekin., Culter ilischaef., Hernie, leucisculus (Notizen),
Luciobrama typus, Homaloptera sp. n. ; Misgurnus anguill. u. sp. n.,
Nemach. sp. n. — Die 7 sp. n. (excl. Acip.) beschrieben. Ann,
Mag. (6) I 429—35.
J. Gogorza y Gonzalez, Datos para la fauna Filipina. Verte-
brados. — Die Fische S. 281 — 303, Liste von 292 Arten (mehrfach
nur nach Gatt, bestimmt), es sind ca. Vs neu für die Philippinen;
genauere Fundorte meist u. Vulgärnamen öfters angegeben. — Anal.
Soc. Esp. de Hist. Nat., Tomo 17, S. 247—303 (vergl. Ber. 85 p. 377).
(Fehlen die Species aus Challenger, shore fishes, 1880.)
Vergleiche: VVarpachowski (bei Phoxinus); Haly, Ceylon
(bei Novacula, Labridae); Tenison-Woods, Malay. Halbinsel (bei
Fischerei S. 323). Russki, Diptychus (s. Cyprinidae).
Australien. J. Douglas Ogilby, Descr. n. g. and sp. of
deep-sea fish from Lord Howe Isl. Pr. Linn. Soc. NSW. (2) III
1313. — Sternoptychides (Farn. Sternopt.).
E. P. Ramsay and Ogilby, Descr. of two new Australian fishes.
Ebd. p. 1310 — 2. — Parascyllium u. Histiopterus.
Dieselben, Descr. of two n. f. from Port Jackson; ebd. (2) II
1021 — 3. — Tripterygium (Blenniidae), Congromuraena.
Dieselben, Correction of previous papers; ebd. (2) II 1024.
— Betrifft Pteroplatea (1885), Coris.
J. D. Ogilby erw. Chlorophth. nigripinnis u. Acanthias blainv.
von Port Jackson, AcanthocHnus littoreus von d. Howe-Insel (32*^ S.);
Pr. L. soc. NSW. (2) III 1096. Desgl. ein Jugendst. von Trachypt.
Jackson, von Port Jackson, ebd. 1258. Ferner Serranus cylindr.
von d. Neuen Hebriden; ebd. 1316. Anthias cichlops von d. Howe-
Insel, ebd. 741.
Millington, J. D. Ogilby etc., ,,Rep. on a zool. coli, from
Norfolk Island". IL Rept. u. Fische von Og. Pr. Linn. Soc. NSW. (2) II
990 — 3. — Von F. 8 spec. : Apogon (n.), Scorpis sp., Caranx sp.,
Myxus elong., Parma polyl., Labrichthys lucuL, JuHs lun., Coris (n.)
[29« S. Br.].
330 Dl'- F. Hilgendorf: Bericht über die Leistungen
W. Macleay, Froggat's coli. 87, Derby, King's Sound, NW.-Austr.;
Pr. Linn. soc. NSW. (2) II 1017—20. — Flussfische (p. 1020):
„Therapon, Aristeus sp. , Belone sp., Gobius sp. , Chatoessus erebi
u. Toxotes jaculator." — Ders. erw. Oligorus, ebd. 981 (Percidae).
J. D. Ogilby, Liste der Fische von N. S. Wales mit Synon. in:
Report of Comm. of Fisheries for NSW. 1887.
P, S. Seager, Nature, Vol. 38 p. 528. ,,Salmon trout" und
brown trout u. wahrsch. auch S. salar in Tasmanien gedeihend.
Vergleiche ferner für Austr. : Ogilby. Catalogue, wichtig für
Palaeichthyes, S. 275; Ramsay u. Og. unter System, bei Tetra-
gonurus (Atherin,), Tripterygium (Gobiidae), Eupetrichthys (Lahr.);
Mo Coy, Cybium (Scombr.); Parker, Regalecus (s. Trachypter).
America. Vergl. unter System. Eigenmann bei Gobiidae;
Garman (s. S. 277) bildet meist amerik. Knorpelf. aber schematisch
u. ohne Angabe der Fundorte ab.
Nordamerica. G. Brown Goode. American fishes. A populär
treatise upon the game and food fishes of North Amer. — New
York 1888 500 p., zahlr. Xyl. — Eine treffliche Ergänzung für die
prakt. Seite zu Jordan u. Gilberts Synopsis. (Vergl. Am. Natur.
XXII 714)
W. C. Harris, The fishes of North America. New York 1888,
80. BOTaf.
D. St. Jordan. A manual of the Vertebrate Animals of the
Northern Un. States incl. of marine species. 5. Edit., Chicago, 375 S. 8^.
— Fische S. 8 — 173; das Gebiet in dieser Aufl. erweitert durch
Hinzunahme von Canada, Missouri, Iowa, Minnesota; Seetliiere von
Neuschottl. bis Cap Hatteras. Die Zahl der Fischsp, 487. Gegen-
über der Synopsis durch Fortlassung der Synonymie gekürzt und
durch mehrfache Zusätze fbiolog., terminol. etc.) für den Gebrauch
auf höheren Schulen geeignet gemacht.
W. P. Shannon, A List of f of Decatur county, Ind. (37 Sp.)
und: F. inhab. Clifty creek within Decatur Co. (30 Sp.), Greens-
burg 87. 8^ ist ,, privatim gedruckt". Vergl. Pr. n. mus. XI p, 57.
B. W. Evermann and Ol. P. Jenkins. Notes on Indiana
fishes. — Im obern Wabash-Gebiet 77 Sp. : 1 Petrom., 1 Polyod.,
1 Scaphirh., Lepid. osseus, 9 Siluridae, 11 Catast., 21 Cyprin., Hy.
tergis., Clup. chrys., Doros. cep., 1 Cyprinodont, 1 Umbra, 1 Esox,
1 Anguilla, 1 Atherin., 7 Centrarch., 16 Perc, 1 Cottus. — Im
Maxinuckee-See 18 Sp. (Amia gemein). Vom Südöstl. Indiana werden
Listen von 3 Lokalitäten gegeben. ,,Vorkommen von [Gastrosteus]
Eucalia inconstans im Ohio -Becken" (p. 57). Vergl. bei Syst.:
Notropis arge, Etheostoma darum u. asprellus. 5 Sp. neu für
Indiana: Lagochila lac. (Catost.), Notr. arge, Eth. dar., aspr. u.
jessiae. — Proc. U. S. nat. mus. XI (88) p. 43 — 57.
J. A. Henshall, Contr. to the Ichthyology of Ohio, Nr. I. —
Journ. Cincinnati Soc. Nat. Hist. XI p. 76—80.
T. H. Bean, Rep. on fishes obs. in Great Egg Harbor Bay
[südöstl. Philadelphia] summer 1887. — Gegenüber den Beob. Baird's
in der Ichthyologie während des Jahres 1888, 331
1854 sind neu über 30 Sp., aber 11 Sp. wurden nicht wiedergefunden;
beide Sammlungen zus. 101 Sp., wobei 14 aus Süsswasser, alle auf-
gezählt mit Bemerk, über Färbung, Jugendformen, einheim. Namen etc.,
weniger üb. Systematik (keine sp. n.). Mehrere südl. Formen nach-
gewiesen (Fistularia, Belone raphidoma, Hemirhamphus , Scarus,
Saurus, Etrumeus, Opisthonema, Myliobatis etc.) — Bull. U. S.
Fish Commission. VII (for 87) p. 129—154, Taf. 1—3 (20 Fig.)
Vjergleiche: Agassiz, ,,Blake"-Exp., oben S. 324 ; Goode,
Fisheries of U. S., S. 322. Ferner unter Systematik: Percidae
(Jordan, Etheost. ; Bean, Lutjanus). Trichiur. (Bean, Thyrsitops).
Coryph. (Bean, Acrotus). Gobiidae (Eigenmann; Jordan, Callion.).
Blenn. (Mocquard, Clinus). Lahr. (Jordan, Xyri.). Sahnen. (Bean,
Salvel. aur. ; Jordan, Salvel.).
Mittelamerica. Vergl. Gill bei Gramma (Percidae); Eigen-
mann, Gobiidae u. Silur.; Shufeldt, Grammicolepis (Carang.).
Südamerica. Carl H. und Rosa Smith Eigenmann, Pre-
liminary notes on South American Nematognathi I; Proc. Calif. ac.
sei. (2) I, part. 2, p. 119 — 172. Liste der bek. Sp. aus den Abth.
Hypophthalmidae, Silur., Argiidae, Callichth. u. Genus Plecostomus;
Fundorte nach Mus. comp, zool., Beschr. von 8 subg. u. g. n., 28 sp. n.
Das Material stammt von der Thayer- u. Hassler- Exped. (Vergl.
System ) Auch von Mexico Rhamdella 1 sp. n. beschr. (s. Pimelodus).
Ausführlicher mit einigen Aender. publ. 1890.
Lachseier wurden von Dänemark nach Argentinien eingeführt;
Nature, Vol. 38, p. 114.
Nach Chile exportirt Oncorhynchus quinnat, Tinea, Anguilla,
Cypr. carpio; Amer. Natur. XXII 542.
Leon Vaillant, Mission scient. du Cap Hörn 1882—3, Tome VI
(Zool.); Poissons pag.: C. 1 — 35, Taf. 1—4. Paris, 4^. — Liste der
von der Feuerland-Region bek. Fische, 66 Sp. [nicht ganz vollst., cf.
Nototh. squamiceps Pet. 76], wovon 35 Sp. gesammelt (ausserdem
Zeichn. von andern Sp. vorhanden, u. einige der Fische wegen
mangelh. Conserv. unbestimmt). Das Vorkommen von Physostomen
(Clupea u. Maurolicus) bemerkenswerth. Die behandelten Sp. sind
Küsten- u. Süsswfisch. ; einheim. Namen, Zeichn. von OtoHthen u.
Schuppen; 1 n. gen. (Enantioliparis), 5 sp. n.
H. N. Ridley, A visit to Fernando do Noronha. Grosser
Fischreichthum. Muraena 10 Fuss 1., Serranus so gross wie ein
Schwein, Haie u. grosse Rochen erwähnt; die Felsenlöcher werden
durch Einbringen einer zerquetschten giftigen Wicke (vetch) aus-
gefischt. — Zoologist, XII, p. 47.
L. A. Lee berichtet üb. reiche Ichthyol. Ausbeute, 30 — 40 Sp.,
von den Galapagos-Ins. ; bei elektr. Licht viele grosse Haie. Nur
Gattungsnamen erwähnt (15), dabei Thalassophryne. Ein ,,Grouper"
für den Markt von Ecuador gesalzen. — Nature Vol. 38 p. 569.
Vergleiche: Eigenmann, System, bei Gobiidae; Rumbold,
bei Gymnotus; Giglioli, Dipnoi; v. Jhering bei Entw. (s. S. 316).
332 Dl"- F. Hilgeudorf; Bericht über die Leistungen
Anhang. System. Arbeiten ohne faunistische Be-
grenzung.
F. Steindachner, Ichthyologische Beiträge XIV, Sitzb. Ak.
Wiss. Wien, Jg. 1887, Bd. 96, i. Abth. Juli-Heft, p. 57—68, Tf. 1—4.
(Vergl. Ber. 1887, S. 326). Das Wesentl. schon im Anz. der Ak. 87
publicirt, enthält: Monosopsis Dules, Glyphidodon, Hemichromis,
Pseudoscarus, Elopomorphus (Charac).
Vergleiche ferner: Gill unter System, bei Elacate (Scombr.),
Mailcheeked fishes (Scorp., Gott., Chiridae), Gobiomorus (Gobiidae);
Jordan bei Thynnus (Scombr.); Mocquard bei Clinus.
Fossile Fische.
F. Bassani, Fossili degli schisti biturainosi triasici dl Besano in Lombardia
(Comrn. prelim.). Atti soc. ital. sc. nat. (Milano). XXIX 15—72. 1886. — Eine
Anzahl neuer Species.
W. Branco, Beitr. z. K. der Gattung Lepidotus. Abb. geol. Specialkarte
Preussens, VII 323-406, Tf. 1—7. 1887. I. Lepidoten-Fauna des Wealden v.
Oberkirchen. 11. Lep. koeneni sp. n. u. ein. andere jur. Arten. III. Uebs. üb.
die Arten d. Gatt. Lepid
Ch. Brogniart, „nouveau poisson fossile du terrain houiller de Commentry
(AUier)". C. r. T. 106 p. 1240-2. Auch in: Le Natur. X 178, Xyl. und in-
Bull. soc. geol. Fr. (3) XVI 546—50. Abb. — Pleuracanithns gaudryi; die Gatt.
Pleur. (= Xenacanthus) bildet e. neue Ordn. „Pleuraeanthides", die den Squalidae,
Cestraciont., Rajidae, Chimaer., Sturionidae u. dem Ceratodus gegenüber syn-
thetisch erscheint. Das Gliedinaassenskelett geschildert.
Derselbe, Faune ichthy. du terr. houiller de Commentry. Et. du Pleurac.
gaudryi. 38 S. 6 Tf. 15 Xyl. 4». 1888. (Aus Br. et Sauvage: Et. terr. h. Comm.,
Livre III.)
E. D. Cope, On two new forms of polyodont and gonorhynchid fishes from
the Eocene of the Rocky Mountains. Mera. Nat. Ac. of sciences, III 161 — 5,
1 Tf. (Vergl. Ber. 85 p. 386.)
D. Daimeries, Notes Ichthyol, i Syst. Laudenien et Heersien). Proc.-verb.
Soc. r. malacol. Belg. 88, T. 17, p. (röm.) 51—2, 54—8. — Liste der Arten.
W. Dames, Die Ganoiden des deutschen Muschelkalks. 50 S , 7 Taf., 2 Xyl.
In : Palaeont. Abb. herausg. von'Dames u. Kayser, IV, Hft. 2. Berlin 88, 4". —
12 sp. beschrieben. Von Palaeonisciden: 4 sp. (1 n.) Gyrolepis; von Lepidost.:
6 Colobodus (1 n.), Crenilepis g. n., sp. n. u. Serrolepis suevicus sp. n. Ausser-
dem wird eine n. G. ohne Namen aus dem ob. Muschk. des Elm bei Braun-
schweig beschr., die viell. als ältester Vertreter der Saurodontidae gelten kann.
W. Dames, Amblypristis cheops n. g. n. sp. aus dem Eocän Aegyptens
Sitzb. Ges. natf. Fr. Berlin 88 p. 106-9. Xyl.
J. D. Davis, Chlamydoselache, fossil species in: Proc. Yorkshire Geol.
Polyt. soc, Vol. IX p. 302.
Derselbe, On fossil fish remains from the tertiary and cretaceo-tertiary
form, of New Zealand. Trans, r. Dublin soc. (2) IV p. 1—50, Tf. 1 -7. —
Zahlreiche sp. n.
in der Ichthyologie während des Jahres 1888. 333
W. Deecke, Ueb. zwei Fische aus d. Angulatuskalken des Unter-Elsass
Mitth. Coram. geol. Landes-Unters. Els.-Lothr. Bd. I, 11 S. Tf. 3.
E. Delvaux u. J. Ortlieb, Les poissons fossiles de Targile Ypresienne
de Belgiqiie. Ann. soc geol. nord 1887/88, p. 50—65. — Osmeroides insicjnis.
L. Dollo u. R. Storms, Sur les Teleosteens du Rupelien; Zool. Anzeig. XI
265 — 7. — Dictyodus ist nahe Pelamys u. generisch versch. von Scombei'odon,
welche Gatt, mit Cybium zu vereinigen.
Rob. Etheridge, Fossils of the British Islands. Vol. I, Palaeozoic,
(Cambrische bis Perm-Form.) Mit Appendix (bis 1886). Oxford 1888, 4». 468 s!
— Pisces auf p. 128-9, 169-76, 319—43, 373-5 u. im App. p. 423 u. 462-3.
R. Etheridge jun. , Descr. of fish-i-emains from the „Rolling down for-
mation" of northern Queensland. Pr. Linn. soc. NSW. (2) III 156-161, Taf. 4.
— Zahn von Otodus u. 4" hohe Wirbel v. Lamna daviesi (cretacisch).
H. Forir, Contr. et. du Systeme cretace de la Belgique. Ann. soc. geol.
Belg. XIV (Mem. 1887). I. Sur qq. poissons et crustaces nouveaux ou peu
connus. — Anomoedus g. n. (für Pycnodus siibclav.); die rec. Gatt. Gingly-
mostoma bis zum Senon abwärts.
A. Fritsch, Fauna der Gaskohle u. der Kalksteine der Permform. Böhmens
Bd. II Heft 3 (p. 66-92, Tf. 71-80). Die Lurchfische, Dipnoi, nebst Bern. üb.
^ilur. u. devon. Fische. Prag 1888. 4". — Dipnoites g. n.
Derselbe, Ueb. die Brustflosse von Xenacanthus decheni Goldf. ; Zool.
Anzeiger XI 113—4, Xyl. — Ist doppelt gefiedert wie bei Ceratodus.
Th. Gill giebt gelegentlich der Kritik von Zittel's Handbuch d. Palaeont.
die diagnostischen Charaktere der Sclerodermen-Familien: Protobalistidae (sind
viell. keine Sei. sondern Acanthopterygier), Triacanthidae u. Balistidae. Amer.
Nat. XXII 829.
Derselbe, Some extinct Scleroderms. Amer. Naturalist XXII 446—8.
Protobalistum omboni de Zigno [1884!] wird Protacanthodes (g. n.) omboni,
ein Vorläufer der leb. Gatt. Triacanthodes; näher verw. mit Acanthopleurus Ag.
als mit Protobalistum.
0. Griepenkerl, „Versteinerungen der senonen Kreide von Königslutter."
Palaeont. Abb. v. Dames u. Kayser IV 5 erwähnt p. 111 3 Fischarten u. einige
unbest. Reste.
A. Jaccard, Sur qq. esp. nouv. de Pycnodontes du Jura Neuchatelois.
Bull. soc. sc. n. Neuchatel XVI p. 41—44.
A. V. Inostranzeff, Dactylodus rossicus (Kalk des Gouv. Olonetz). Tr
Soc. Nat. St. Petersb.; XIX, Geol., p. 15, Tafel.
E. Koken, Neue Untersuch, an tertiären Fisch-Otolithen. Zeitschr. D.
geol. Ges. 88, p 274-305, Tf. 17-19. — Vf. legt der Unters, der Otol. auch
für die Syst. reeenter F. grossen Werth bei. Das Material der Arbeit sind
Otol. des nordamerik. Alt-Tertiärs. Die 23 beschr. Formen werden alle nach
einer Weise wie „Otolithus (Soleae) glaber Kk." benannt. Von lebenden Fischen
sind abgebildet Otol. von: Cepola, Mugil saliens, Caranx trachurus, Plat. flesus,
Conger myrus, Trigla lin., Corv. ronchus.
M. Lohest, Rech. Poissons fossiles des terrains paleozoiques de la
Belgique. Poissons des psammites de Condroz, Famennien superieur. Ann. soc.
geol. Belg. XV p. 112—204, Tf. 1—11.
J. S. Newberry, account fauna and flora of the Trias of New Jersey.
334 Dj"- P- Hilgendorf: Beiicht über die Leistungen
Fische 6 Gen., 27 Spec. Trans. N. Y. Acad. sc. 1887, p. 137-8. (Ausz.: Amer.
Nat. XXII 639.)
Derselbe, On the structure and relations of Edestus with descr. of
gigantic n. sp. Ann. Ac. sc. N. York, IV 113—122, Tf. 4-6. — Wegen der
Symmetrie ein unpaarer Skeletttheil ; wohl auf .der Mitte des Rückens oder
Schwanzes als Schutzorgan.
Derselbe, Coelosteus, n. g. of fishes from the lower carbonif. limestone
of Illinois. Tr. ac. sc, N. York VI 137-8. 1887.
C. Pollini, Pesci fossili terziarii, conserv. nel Mus. geol. Universitä di
Genova. Milano, 1888, 96 S., Tf.
0. M. Reis, Die Coelacanthinen mit bes. Berücks. der im Weissen Jura
Bayerns vork. Gattungen. — Palaeontographica, Bd. 35 p. 1 — 96 Tf. 1 — 5. —
Die Coel. besitzen e. praeoralen Bogen (hom. den Lippenknorpeln der Sei.);
auch ein „Propterygoid". Die Pectoralis mit e. knorpligen, längern Stiel. Eine
kleine Praeclavicular- Flosse bei Undina (an Stelle der Membr. branchiost. der
Teleost.).
Derselbe, Ueb. Belonostomus, Aspidorhynchus und ihre Bezieh, zum
lebenden Lepidosteus. Sitzber. ni.-ph. Cl. bayer. Ak. Wiss. 1887, p. 151 — 77,
Taf. 1, 2.
B. Renault u. J. Zeil 1er, Sur l'attribution des genres Fayolia et
Palaeoxyi-is. C. r. Tome 107, p. 1022—5. — Früher als Pflanzen betrachtet;
sind nach Vf. Selachier-Eier.
Schlüter, Ueb. Panzerfische u. neue Arten aus dem rhein.-westf. Devon.
Ceraspis g. n. [n. praeocc. !] 2 sp. n.; Pteraspis sp. n., Scaphaspis sp. n.;
Drepanaspis g. n. Verh. nath. Ver. preuss. Rheiul. Westf., Jg. 44, Sitzber.
(Juni) p. 120-8.
R. Storms, Echeneis glaronensis, Stammform der lebenden Ech. (s. System.)
R. H. Traquair, Structure and Classification of the Asterolepidae. Ann.
Mag. (6) II p. 485—504. — Behandelt Pterichthys, Bothriolepis, Microbrachius ;
Restaurationen von Pteri. cornutus u. Bothr. hydrophilus Taf. 17, 18.
Derselbe, Nomenclature of fishes of Old Red Sandstone, Great Britain.
Geol. Mg. (3) V 507—17. — Microbrachius g. n. (Placodermi); 31esacanthus
g. n. (für Acanthodes pusillus etc.); B,hadinacanthu$ (für Diplac. longisp. Ag.);
Thursius g. n. (Polypteroidei).
Derselbe, Selachier des Carbon; Dicentrodus, Callopristodu s u.
Chondrenchelys gen. nova; ebd. V 81—86, 101—4.
Derselbe, New Palaeoniscidae from English Coal-Measures, Nr, II. Ebd.
V p. 251-4. — 4 sp. n.
L. Vaillant (vergl. oben S. 323). Verhältniss der foss. Fische u. der
Tiefseefauna, p. 28; Ceutriscus p. 339.
A. Smith Woodward, Palaeontological contr. to selachian morphology.
Pr. zool. soc. L. 1888 p. 126-9. — 1. On the lateral line of cretaceous sp. of
Scylliidae. 2. On the pelvic cartilage of Cyclobatis, [soll e. Trygonide sein; der
voi'derste Flossenstrahl der V. nach Egerton soll ein Proc. iliacus sein]. Xyl.
Derselbe, Note on the determination of fossil teeth of Myliobatis, with
a revision of the english eocen species. Ann. Mg. (6) I p. 36 — 47, Tat I u. 2 Xyl.
Derselbe, Note on the early mesozoic Ganoid, Beionorhynchus, and on the
supposed liassic genus Amblyurus [ist Dapedius]. Ebd. 354—6.
in der Ichthyologie wählend des Jahres 1888. 335
Derselbe, Vertehrate fossils from Bahia, coli. by. Mawson. Ann. Mg. (6)
II 132—6. — Pisces: Diplomystus, Chiromystus, Lepidotus mawsoni sp. n,
Acrodus nitidus sp. n.
Derselbe, On the fossil fish-spines nauied Coelorhynchus Ag. Ebd. 224.
— Wird zu den Chiraaeroiden gestellt; ein Stachel von den ßracklesham Beds
über 26 cm lang.
Derselbe, Extiuct Selachian Asteracanthus from the Oxford Clay ofPeter-
borough. Ebd. II p. 336—42. Tf. 12. — Dazu die als Strophodus beschr. Zähne.
Derselbe, On some remains of Squatina cranei and the mandible of
Belonostomus cinctus from the Chalk of Sussex, Q. Journ. Geol. Soc. London,
Vol. 44 p. 144—8, Tf. 7. (Vergl. Ann. Mg. (6) I 355.)
Derselbe, On two new Lepidotoid Ganoids from the early mesozoic
deposits of Orange free state, South Africa. Ebd. p. 138—42 Tf. 6.
Derselbe, Synopsis of Vertebrate Fossils of the English Chalk. Proc.
Geol. Assoc. (London) X p. 273— 338. — Pisces p. 285-338. — Elasmodectes
u.n. statt Elasmognathus Newton necGray. (Chimaeridae); Neorhombolepis g.n.
Derselbe, Comparision of Cretac. Fish-fauna of M. Lebanon with that of
Engl. Chalk. (Abstr. of paper read at meet. Br. Ass.). Ann. Mg. (6) II 354—5
u. Geol. Mag. (3) V 471 - 2.
Derselbe, Bemerkungen zu Brogniart, Pleuracanth. (s. oben). Geol. Mg.
(3) V 422.
Derselbe, Vorkommen des Carcharias glaiicus in der Ziegel-Erde von
Crayford, Kent. Ebd. V 528.
Derselbe, Bern. üb. Synechodus dubrisiensis. Ebd. 495 Abb.
Derselbe, Onychodus anglicus sp. n. Ebd. 500. Nach e. praesymphysealen
Knochenrest,
Derselbe, Bucklandium diluvii. Ist keine Lacertide, sondern ein Siluroid,
der früheste sicher bekannte. Ebd. 471. (Auch: Ann. Mg. (6) II 35. 5.)
H. Woodward, Guide to the coli, fossil fishes British Mus. London 8".
2, Edit. 51 p. 81 Xyl.
A. de Zigno, Nuove aggiunte alla ittiofauna dell' epoca eocena Venezia,
4 », 24 S., 1 Tf.
Zittel, Handb.'der Palaeontol., Bd. III Liefr. 2, Sept. 88 S. 257 — 436
Fig. 266—323. (Vergl, Ber. 87). — Die Fische werden zum Abschluss gebracht.
Die Teleostei (p. 252— 316) in folgender Anordnung: 1. Lophobranchii, 2. Plecto"
gnathi, 3. Physostomi, 4. Pharyngognathi, 5. Acanthopteri, 6. Anacanthini. Nur
4 Familien ausgestorben Die Reihenfolge der Fam. bei den Physost. ist:
Siluridae, Saurocephalidae, Hoplopleuridae, Stratodontidae, Esoc,
Notopt., Chirocentr., Clupeidae, Salmon., Scopel., Osteogl., Cyprinodont., Cyprinidae,
Gonorhynch., Muraen., Scombresocidae. Die übrige Classif. schliesst sich Günther
an (die Blochiidae zw. Mugiliformes u. Aulostoraidae). lieber Hautgebilde,
Zähne, Skelett wurde bereits p. 1-51 gehandelt. Zum Schluss (p. 316 — 37)
„Zeitl. u. räuml. Verbreitung der foss. Fische" mit phylogenetischen Bemerkungen.
336 Dr. V. Hilgendorf: Bericht über die Leistungen
Systematik.
Vorbemerkung: Die in dieser Abth. referirten Arbeiten sind sämratlich
im Vorhergehenden (meist unter „Faunen") schon aufgeführt u. dort meist aus-
führlicher citirt.
Die Namen neuer Gattungen u. Arten sind schräg gedruckt.
Allgemeines. Vergleiche das Handb. der Paläontologie von Zittel. —
Eine Systematik der Fische nach der Muskulatur skizzirt AI ix, s. S. 282.
Die Retina-Entwickl. verschiedener Meeresfische s. Gunn, S. 295. — Syst.
Stellung der Notacanthidae vergl. Vaillant.
Acanfhopteri.
Allgemeines. Syst. Stellung von Elacate, Gill (s. Scombridae); desgl.
von Gramma (s. Pristipomatidae).
Pereidae. Perca, Schv^^immblase (auch die von «Acerina) ; Corning, s.
S. 298.
Percichthys laevis, Santa Cruz (Brackwasser), Färb.; Vaillant, C. Hörn 31.
Labrax luims, flottirende Eier u. Entwickl.; ein eigeuth. Plasmastiang
bildet sich öfter an der Oelkugel des Eies u. wandert zur centralen Fläche des
Keims hinüber, bei 2 Oelk. 2 solche Massen; Raffaele, Mitt. z. Stat. Nea. VIII
p. 14—19 u. 75, Tf I 1-4, IV 1, 2, 6.
Percarina hat Palatinzähne u. D. 9 — 10. P. maeotica. Sq. 34—37, 5 — 6/15
bis 17; Brust, Präop. u. oberes Operc. beschuppt (bei P. demid. nackt), Asow'-
sches Meer; Kusnezoff, „Percar. u Bentoph. des Asow'schen Meeres" (russ.),
Arbeiten naturf. Ges. Peter.sb. XIX 189.
Stizostedium lucioperca. Laichen (April-Juui) in grösseren Teichen (200 Dm,
1—3 m tief) auf Sandgrund; in die vom Zander gemachten Gruben werden
Nadelholzzweige etc. gelegt, mittelst deren der Laich gefangen u. in Bruttröge
gebracht wird; v. d. Borne nach Susta, Circ. D. Fisch- V. 88, p. 107.
Stizostedium vitreum, noch 1 Exp. im Connecticut- R, ; Rice, Am. Nat.
XXII 934 (cf. Ber. 87).
Etheostoma (Imostoma) longimana, Sq. 43, 6/7, P. 3/2 Kpfl., 5 Qb., 1 Fl.
an C-Basis; Jordan, „Descr. n, sp. of Eth. (E. V.) from James R., Virginia",
Pr. ac. n. sc. Phil. 88 p. 179.
Ammocrypta clara vdrd (Etheostoma) pellucidum darum J. et M., weil
Zwischen! in der Beschuppung vorh.; Everm. u. Jenkins, Pr. n. m. XI 49.
Ciystallaria. Etheost. asprellus Var. beschr.; Ev. u. Jenk., ebd. 56.
Centropristis furvus, juv. 46 mm, Gr. Egg Harbor; Bean, Bull.F. C. VII 143,
Tf. III 12 (auch Bem. üb. Mesopiion griseus, Acantha. pomotis, Ennea. obesus,
Mesogon. chaetodon, Boleos. olmst. u. fusif., Roccus amer. u. lin.).
Anthias multidens Day wird Aprion pristip.; Day, Supp. F. Ind. p. 782.
Anthias (Pseuda.) cichlops, Howe-Insel, n. f. Pacific; Ogilby, Pr. L. s.
NSW. (2) III 741.
Aprion s. Anthias; in der Syn. 8 versch. Genera bei neueren Autt. für
Apr. pristipoma! (Die Gatt. 1889 von Day zu den Pristipomatina gebracht.)
Day, Suppl. F. Ind. 782.
Grammistes punctatus bei Indien; Day, ebd. 782.
in der Ichthyologie während des Jahi'es 1888 337
Serranus scriba, flottir. Ei u. Entw. beschr. ; Raffaele, Mt. zool. St.
Neapel Vin p. 19; Tf. II 2, 4; S. cabrilla, desgl., Tf. 15, II 1, 3; auch Oentro-
pristis erwähnt.
Serr. atrariiis, Entwicklung beob., Juli; Eier (1 mm Dm.) mit 1 Oelkugel,
schlüpfen nach 3 Tagen aus; Ryder, Amer. Natur. XXII 755.
S. areol., syn.: geoffroyi Klz. u. multipunct.; S. morrhua, syn.: praeoperc.
Boul. 87; S. grammicus wird latifasciatus Schi. (Xyl.); S. polleni bei Madras;
u. weitere Bern, zur Syn.; Day, Suppl. F. India S. 780—2. Vergl. Pr. z. soc.
Lond. 88 p. 259. — Serr, cylindr. n. für Pacif. Oc, ; Rohu (Ogilby), Pr. L, s.
NSW. (2) in 1316.
Cromileptes altivelis, dazu varr.: striolatus Gth. u. gibbosus 87; Day,
Supp. F. Ind. S. 779 u. Pr. z. soc. Lond. 88 p. 258.
Lutjanus blackfordi (so statt vivanus oder aya!), 1 Ex. nur 11 cm 1., Jugend-
färbung beschr., nördlichster Fundort; T. H. Bean, „Young Red Snapper
(L. bl.) from Great South Bay, Long Island", Pr. nat. mus, X 512.
Lutjanus nigra bei Indien; Bern. üb. Syn. dieser u. anderer Sp.; Day,
Suppl. F. Ind. 783.
Priacanthus blochi u. holocentrum, Syn ; Day, ebd. 783.
Ambassis myops bei Madras; A. ranga, syn. notatus 60; Day, ebd. 784.
Apogon, der Gattungsname bleibt; Amia beitrronow ist noch nicht binomial,
vergl. bei Ganoiden.
Apogon norfolcensis, 7 Vio' Vg' Sq. 25 — 26, 7?; rothbraun, oben mit Schuppen-
flecken, ein C.-Fl., 2 Lb. am Oberkopf; 15 cm, Norfolk-I. u. Howe-I. [29" bez.
32« S.]; Ogilby, „Zool. coli. Norf.-I.", Pr. Linn. s. NSW. (2) II 990.
Apogon thurstoni, 7 Vg» ^7"' Sq. 26, oben 2, unten 6V2; 1 schwarzer Fleck
unter D. I u. 1 auf Caudalbasis; Madras, 3" 1.; Day, Suppl. F. Ind. 784.
A. bifasc, syn. maximus 87; ebd. A. ellioti, syn. arafurae 80. A. tickelli für
poecilopt. Cantor nee C. V., bei Akjab; ebd. A. macropt., syn. lineol. C. V. ; ebd
Cheilodipterus lineatus u. macrodon, Synon. ; Day, Supp. F. Ind. 785.
Pomatomus telescopus, Sq. u. Otol. beschr.; 12 Ex. Marocco bis Cap-Verd. I.
410— 975 m; Vaillant, Talisman p, 376.
Oligorus mitchelli vom Richmond R. erw.; Macleay, Pr. Linn. s. NSW. (2)
II 981.
Monoropsis sandvic. 87; Steindachner (Ichth. Beitr. XIV), Szb. Ak.
Wien, 87 (Juli), Bd. 96, I. Abth. p. 56, Tf. I 1.
Dules auriga (s. Ber. 87 p. 332); Steindachner, ebd. p. 57, Tf. I 2.
Aphredoderus sayanus, bei Gr. Egg Harbor; Bean, Bull. F. C. VII 145.
Pristipomatidae. (Pristipoma) Orthopristis chrysopt., juv. 33 mm, Färb. ;
Bean, Bull. F. C. VII 142, Tf. III 11.
Diagramma cuvieri (syn. lessoni Gth.) bei Madras; D. griseura, syn. jaya-
kari 87; Day, Suppl. F. India p. 785.
Histiopterus elevatus, 7/24, 3/14; Sq. 66, 14/50; sehr nahe acutirostris •
28 cm, Port Jackson 70 Fd.; Ramsay u. Ogilby, Pr. Linn. .soc. NSW., (2)
III 1311.
Dentex macrophthalmus, Sq. beschr.; 11 Ex. Marocco bis Arguin 120
bis 410 m; Vaillant, Tal. 358.
Synagris jap. u. notatus, Synon.; Day, Supp. F. Ind. 786.
Aphareus rutilans bei Indien, Day, ebd. 782.
Arch. f. Natuigesch. Jahrg. 1890. Bd. IL H.l. 22
338 ^^- F. Hilgendorf: Bericht über die Leistungen
Datnioides polota wird 4-fasciatus; Day, ebd. 786.
Gerres altipinnis, Gthr. Introd. Fig. 159 [Uebers. Fig. 183] ist setifer,
Day, Supp. F. Ind. 786. Gerres argenteus, Bern.; Bean, Bull. F. C. VII 138.
Smaris alcedo, laicht in grossen Schaaren im Frühjahr, die ^ fressen viele
Eier; Lo Bianco, M. z. St. Neap. VIII 439.
Gramma loreto, gehört nicht zw. Lobotidae u. Sparidae (Jord.), sondern zu
den Pseudochromidae sn. ampl., u. zwar eher zu den Plesiopina als (Blkr.) zu
den Cychlopsini; Gill, „Note on Gr. lor. of Poey", Pr. nat. mus. X p. 615—6.
Sparidae. Viell. haben alle Sparidae flottirende und sonst sehr ähnl.
Eier; Raffaele, Mitt. zool. St. Nea. VIII 23.
Box vulg., Ei u. Entw.; Raffaele (s. ob.) Tf. I 10.
Dichistius n. n. für Dipterodon C. V. (nee Lac.) = Coracinus Gronow-
Gray (nee Pall.); Gill, „note on gen. Dipt.", Pr. n. mus, XI 67,
Sargus rondel., Ei, Entw, u. Junge, Raffaele (s. ob.) Tf. I 9, II 8, 9,
IV 3-5 (color.)
(Sargus,) Archosargus probatoceph. juv. 23 mm 1. (Abb.), Gr. Egg Harbor,
Bean, Bull. F. C. VII 142 (auch Bem. üb. Stenotomus chrysops u. Lagodon
rhomb.).
Pagrus spinifer, syn. ruber 87; Day, Suppl. F. India p. 787. (Ebd. Syn.
von Lethrinus rostr., Sphaerodon heter. u. Pimelept. fuscus.)
(Chrysophrys.) „Sparus auratus at Penzance" (I9V2 Zoll), seit 1870 der
erste. Th. Cornish, Zoologist XII 271. — Chrysophrys, Syn. von 4Sp.; Day,
Supp, F. Ind. 788.
Hoplognathidae.
Squamipinnes. Chaetodon guttatiss., vittatus, lunula, oligac, Synon.;
Day, Suppl. F. Ind. 786. — Ch. maculocinctus, 1 Ex. 31 mm, Gr. Egg Harbor,
Bean, Bull. F. C. VII 138 Tf. I 4.
Pomacanthus, Skelett; Shufeld (s. Gramraicolepis, Carangidae).
MuUidae. Mullus surmuletus, flottir. Ei u. Entw.; Raffaele, Mt. zool
St. Neapel VIII 20, Tf. I 6—8, II 5-7; bei M. barb. Ei u. Larve ähnlich, nur
kleiner, ebd.
Cirritidae. Cirrhites fasciatus hat Vomz. u. Palz., daher ein Cirrit-
ichthys; Day, Supp. Fish. Ind. 788.
Seorpaenidae. Werden von Vaillant mit den Gott, u, Cataphr, als
Scleroparidae vereinigt; Talisman, p. 18. — Ueber Seorpaenidae vergl. Gill,
Amer. Natur, XXII 356.
Sebastes dactylopterus, Sagitta beschr. ; 212 Ex., G. de Gascogne bis Cap-
Verd. I. u. Azoren 90— 975 m; Vaillant, Talisman p, 368. S. kuhli, Sagitta
bei e. grossen Ex. rechts u. links verschieden u. abweichend von klein. Ex.;
57 Ex., Sudan 140— 2330 m; ebd. 370.
Setarches guentheri, Sq. u. Otol. beschr.; 10 Ex. Cap-Verd. I. 460— 580m;
Vaillant, Tal. 373.
Scorpaena, Eier in flottirenden Massen; fraglich, ob von Scorp., oder ob die
sehr älml. Ophidium-Eier; Raffaele, Mitt. zool. St. Nea, VIII 25, Tf. II 10,
13, 14 (Larven). -^ Sc. ustulata, Bemerk. Bellotti, Atti Soc. Ital. sc. nat.
Milano XXXI 213, Tf. IVa, Fig. 1.
Scorpaenopsis guamensis, Synon.; oxyceph. wird leonina; Day, Suppl. F.
India 788, (Ebd. Synon, v, Pseudosynanceia u. Pterois cincta.)
in der Ichthyologie wäbrend des Jahres 1888. 339
Agriopus hispidus, Färb., Orange-Bai, 42 mm; Vaillant, C. Hörn, 31.
Nandidae. Gramma, vergl. oben bei Percidae. — Polyeentridae.
Teuthidae. Teuthis, Skelett; Shufeld s. Carangidae.
Beryeidae. Hoplostethus mediterr., Sq., Hirn, Otol. (V12 der Körpl.!)
beschr. ; 245 Ex. Marocco bis Arguin u. Azoren, 140— 1435 m; Hopl. ist von
Trachichthys zi; trennen; Vaillant, Talisman p. 378 — 383, Tf. 27, F. 5
(Otol. Sa.)
Trachichthys, von Sluiter als Commensale erw. [ist ein Amphiprion],
s. Pomacentridae.
Melamphaes, hierzu bringt Vaillant, Talisman p. 385. sein Genus Scope-
logadus. Sc. Codes nahe M. microps Gthr., 5 Ex. 80 mm; Westafr. 1090 — 3655 m;
Vaillant, Tal. 141— 6, Taf. 26 Fig. 6 (Thier, Darm, Otolith, Skel. der C). —
Auch die Gatt. Anomalopterus hat Aehnl. mit dem Beryeidae. Vergl. Scopelidae
u. Alepocephalidae.
Plectromus suborbitalis, Abb.; Goodeu. Bean, in Agassiz „Blake" II p. 28.
Myripristis botche u. Holocentrum samm., üb. Syn., Day, Supp. F. Ind. 788.
Kurtidae. Pempheris mangula u. molucca, Synouymie; Day, Suppl.
F. Ind. 788.
Polynemidae.
Soiaenidae. Umbrina sinuata, syn. striata 87; Day, Supp. F. Ind. 788.
Corvina, Gehirn; Edinger, s. S. 291. — Corvina? Embryo stark schwarz
pigmentirt, Bem. über Blutbildung; Raffaele, Mitt. z. Stat. Nea. VIII 26,
Tf. I 11, 12, IV 14.
Bairdiella chrysura, juv. 26 mm Abb.; Bean, Bull. F. C. VII 141, Tf. I 9.
Cynoscion regale, Bem.; juv. 5 cm (Abb.), Gr. Egg Harbor; Bean, Bull.
F. C. VII 140 (auch üb. Menticirrus sax. u, alburuus, Liost. xanth., Pogonias
chromis).
Xiphiidae.
Trichiuridae. Lepidopus? Eier 1,7 mm mit 1 Oelkugel (0,4), sinken nach
einigen Tagen; Incubation 8T.; Larve 6 mm, mit über lOOSegm.; am 2. Tag
Anfang eines Rückenflagellum ; Sinnesknospen deutlich, 1 vor u. 1 hinter d.
Auge, 12 an der Seite. After zuerst weit vom. (Späteres Stad. von Emery
als unbek. Gatt. 1885 beschr.) Raffaele, M. z. St. Neapel VIH 66—69, Tf. V
5, 6, 10, 17 („Spec. Nr. 5").
Trichiurus muticus, syn. cristatus Klz. ; T. savala, syn.? auriga Klz.; Day,
Supp. F. Ind. 788.
Thyrsites atun, Orange-Bai; Vaillant, Miss. Cap Hörn p. 29.
(Thyrsites) Thyrsitops violaceus, nahe lepidopoides, aber D. XX, 1, 19 + 11,
A. 17 -f III; le Have Bank 125 Fd., 112 cm 1. T. fl. Bean, „n. sp. of Thyrs.
(Th. V.) from N. England coast", Pr. nat. mus. X 513—4.
Acronuridae. Acanthurus tennenti var. tristis; A. mata u. strig., Syno-
nymie; Day, Suppl. F. Ind. 789.
Carangidae. Caranx, Skelett; Shufeldt, vergl. unten bei Grammicolepis.
Caranx kurra, syn. russelli Klz.; malab., syn. impudicus Klz.; nigrescens,
syn. jayakari87; auch Syn. von melamp., hippos, ferdau, speciosus. Day, Supp.
F. India, 789.
(Caranx.) Alectis Raf. 1815 hat Prior, vor Gallichthys u. Blepharis;
Jordan, Pr. n. m. X 481 (s. oben p. 275).
22*
340 Dr- F. Hilgendorf: Bericht über die Leistungen
Seriolella porosa, Beschr., häufig; Orange-Bai, 44 cm; Vaillant, Cap
Hörn p. 30.
Seriolichthys bipinn., syn. Elagatis pinn. Gilb. 83; Day, Supp. F. Ind. 789.
Chorinemus, Synon. von sancti-petri, moad., lysau. Ebd.
Temnodon saltator, grosser Schwärm bei Marocco im Herbst 1887; Nature,
Vol. 38 p. 133. — Pomatomus saltatrix, Bern.; Bean, Bull. F. C. VII 145.
Trachynotus rhomboides, 25 mm 1. (Abb.) u. carolinus, Bern ; Bean Bull.
F. 0. VII 139, Tf. III 5 (auch üb. Caranx hippos, Seriola zon. u. Selene gallus).
Trachynotus russ., syn. copping. Gth. (Alert); ovatus, syn. kenuedyi Std.;
Day, Suppl. F. Ind. 790.
Capros aper, Sq. u. Sagitta beschr.; 136 Ex. G. de Gascogne bis Arguiu,
60— 355 m; Vaillant, Tal. 353. — C. aper, Eier reif 15 Aug., 0,98 mm, Dotter
homogen mit 1 Oelkugel; neuerdings im Sommer bei Plymouth durch Menge
den Fischern lästig; Cunningham, „Notes on Plym. fishes", „habits of the
cuckoo or boar-fish", J. mar. biol. ass. un. k., Nr. 2 p. 243.
Diretmus argenteus, Beschr., 1 Ex. Marocco 1105 m ; Vaillant, Talisman,
p. 355 (p. 18 u. 45 als Gyrinome nummularis n. g., n. sp.) Die Gatt. Discus
(1878) nur durch glattes Abdomen u. Mangel des Fortsatzes am Maxill. versch. ; ebd.
Gazza argen taria (syn. Eq. dentex Ptr. nee C. V.), bei Madras; Day,
Supp. F. Ind. 790.
Gramraicolepis brachiusculus. Engl. Uebers. der spau. Beschr. v. Poey
(1873), Abb. nach Haudzeich. Poey's mit Zuhülfenahme der Reste des Orig.-
Expl., Beschr. u. Abb. des Schädels, Schultergürtels u. d. Wirbelsäule (zum
Vergl. Schädel v. Gai-anx hippos, Pomacanthus paru u. Teuthis coeruleus ab-
gebildet). Die Verwandtschaft des Schädels mit Caranx bestätigt. Am ersten
Wirbel fehlt der Neuraldorn, welcher aber an das Exoccipitale übergegangen zu
sein scheint, die 5 nächsten Neuraldornen sind zurückgelegt, die folgenden da-
gegen nach vorn gebeugt. Diese abweichenden Bildungen werden bei Caranx
vermisst. Die sonderbaren hohen und kurzen Schuppen, die die Oberfläche
vertical-gestreift erscheinen lassen, erinnern an Brama, dessen Skelett Vf. aber
nicht vergleichen konnte. R. W. Shufeldt, „Further studies on Gr. brach.",
Journ. of Morphol, Boston, II p. 271-296.
An die Carangidae will Gill Elacate anschliessen (s. Scombridae).
Cyttidae. Cyttus roseus, Beschr., auch Sq. u. Otol. (Sagitta nicht so
abweich, gestaltet wie bei Zeus); 2 Ex. Marocco 410 m; Vaillant, Talisman
p. 349—53.
Stromateidae. Poronotus triacanthus, Bem.; Bean, Bull F. C. VII 140.
Coryphaenidae. Coryphaena, Larven die der von C. gleichen als Sp.
indet. Nr. 3; Raffaele, M. z. St. Nea. VIII 64, Tf. IV 9, 13.
Brama princeps bei Portugal; Osorio, s. S. 326.
Aerotus g. n. nahe Icosteus aber ohne Bauchflossen u. ohne Tubeikelu
an der L, 1., und C. gabiig. A. willouglibyi, D. 41, A. 38; nackt, braun. 63V2 Zoll
1. ; Dämon (Wash. Terr.), todt am Strand gefunden; Bean, Proc. U. S. Nation.
Mus. X 031.
Nomeidae. Psenes javan., syn. guam. Gthr., F. Süds.; Day, Supp.
F. Ind. 790.
Scombridae. Scomber colias. „Spauish Mackarel off Penzance'", 1 Ex.
Juni 88; Th. Cornish, Zoologist XII 271. — Sc. janesaba bei Indien; Sc.
in der Ichthyologie während des Jahres 1888. 341
raicrol., Synonymie; Day, Supp. F. Ind. 790. — Sc. pneumat., Bern.; Bean,
Bull. C. F. VII 138 (auch üb. Sarda sarda u. Cyb. macul.)
Thunfisch. Orcynus Raf. 1815 statt Scomhroides Lac. hat Prior, vor Orc.
Cav. 1817; Thynnus ist präocc, Orycnus als Druckfehler zu verwerfen. Jordan,
Pr. n. m. X 481 (s. oben p. 275).
Thynnus C , präocc. durch Fabr., Orcynus C. präo. durch Raf. 1815. Daher
Älbacora Ji.jx. für Thynnus mit kürzerer Pect, (thynnus) u.
Germo n. n. als genus od. subg. für Thynnus mit läng. P. (alalonga);
Jordan, Ac. n. sc. Philad. 88 p. 180. Auch Ann. Mg. (6) II p. 356.
Cybium commersoni Lac, 1 Expl. bei Queenscliff, 370 F. 1., Mc Coy, Prod.
zool. Vict., Dec. 16, Tf. 154. — C. comm. vom Rothen M. nach Sicilieu vor^
gedrungen; junges Exp. beschr.; Doderlein, Nat. sicil. VII p. 105 u. 129.
Pelamys schlegelii, D. 19 + 2/12 + 8, A. 2/11 + VI; 11 fast horiz. Längs-
streifen; P. kaum Vs d. Krpl.; Augd. = V2 Schnzl.; Port Philipp., 60 Cm. L;
Mc Coy, 1. c. Tf. 155.
Elacate. Als eigne Fam. betrachtet, die trotz der 25 (statt 24) Veit, noch
eher neben die Carangiden als die Scombriden gehören würde. Echeneis weicht
völlig ab. Abb. des Schädels u. Beschr. von dessen äuss. Verhältnissen [Op. 0.
bedeutet das Epioticum, St. das Alisph.] Gill; „The characteristics of the
Elacatids", Proc. nat. mus. X (87) p. 612—4. — El. canada, juv. 10 cm, beschr.
Bean, Bull. F. C. VII 144, Taf. II 13.
Echeneis. R. Storms, the adhesive disk of Echeneis. Die Zahnplatten
entsprechen nicht den Stacheln oder Stachelhälften der D., sondern nur den 2
basalen Flügeln eines Steh., der selber reducirt wurde. Die foss. E. glaron.
zeigt durch die mehr caudale Stellung der überdies noch schmaleren Scheibe,
dass diese einer Rückenflosse homolog ist. Die Gatt, gehört nicht zu den
Gobiidae, sondern zu den Scombridae [Vf. berücksichtigt dabei die amer. Autt.
nicht]. — Ann. Mg. (6) II p. 67—76. — Vergl. Gill bei Elacate.
Traehinidae. Vergl. Gramma loreto bei Percidae.
Uranoscopus scaber, die flottirenden Eier (Mai-Sept.) trefflich zur Unter-
suchung (es ist! Wenckebach's Objekt, Arch. mikr. Anat. 86). Eikapsel weisslich
trübe, hexagonal gefeldert (sehr ähnlich Saurus lacerta!); die Felderung wird
durch Leistchen erzeugt, welche als die nach Auflösung der Granulosa zurück-
bleibende Intercellularsubstanz erkannt wurden. Schon Dottercirculation im Ei.
Eine freie Communicatiou des Kupffer'schen Bläschens nach aussen sehr deutlich;
Raffaele, Mitt. zool. Stat. Neapel VIII p. 28-30, Tf. I 13, 14, 16, IV 10, 14.
Astroscopus anoplus, juv. beschr.; Bean, Bull. F. C. VII 136, Taf. I 1, 2.
Trachinus, Eier u. Larve; Raffaele, 1. c. VIII 30, Tf. I 17, 18, II 11, 12.
— Entwicklung der Kopf höhlen von Tr. (u. Uranosc), Phisalix, s. S. 310. —
Muskelstructur, Gebuchten, s. S. 281.
Tr. draco u. vipera. "W. Newton Parker behandelt die Anatomie der
Giftorgane: „On the poison-organs of Trachinus", Proc. Zool. Soc. London 88,
p. 359-67, Taf. 17 u. 2 Xyl., desgl. Anat. Anz. III 468 u. 873. Die Drüsen
der 5—6 ersten D-Stacheln u. die des Operculardorns sind gleichen Baues.
Grosse Zellen bilden die Hauptmasse, besondere Muskeln u. auch ein Lumen
der Drüse sowie ein offener Ausführungsgang fehlen, das Epithel neben den
Stachelspitzen steht aber in Zusammenhang mit den Zellen der Drüse.
J. H. Chievitz, Notice on Parker's comraunication „ou poison-org. of Tr.",
342 Dl'- F. Hilgendorf: Bericht über die Leistungen
An. Anz. III 787 übersetzt die auat. Beschr. Schmidt's (Nord. med. Arkiv 74),
welcher in der Drüse 2 Zellarten entsprechend dem gewöhnl. Hautepithel und
den Becherzellen unterscheidet; letztere sind die Giftzellen, welche das Gift als
Tropfen enthalten, die aus der Zelle aus u. zwischen die Zellen hindurch nach
aussen treten.
Trachinus draco, 2 Ex., 5,1 bez. 7 Zoll 1., zeigen schon alle Char., während
Tr. vipera von 6^/^ Z. noch ganz vip. bleibt, mithin nicht juv. von draco; Day,
„on Tr. draco and T. v." Ann. Mag. (6) I 351-3.
Percis cylindrica, 5/21, 17-18; Sq. 44, 2yjd; 5 Qb., Ocellus üb. C-Basis,
Kopf mit braunen Fl., D. I schwarz; Andamanen; Day, Pr. z. s. 260 u. Suppl.
F. Ind. 790.
Sillago domina wird panijius; Day, Snppl. Fish, Ind. 791.
Eleginus maclovinus, Färbung: Orange-Bay, Santa Cruz, Punta Arenas,
bis 75 cm 1 , Fleisch schlecht; Vaillant, Exped. Cap Hörn p. 28.
Chaenichthys esox, Färbung; bis 26 cm; Vaillant, ebd. p. 28.
Cottoperca rosenbergi Std., Insel Gable u. Navarin; Vaillant, ebd. p. 28,
Tf. IV 1 (Thier, Otolith, Squamae).
Harpagifer bispiuis, 7—8 cm; gemein, unter Steinen; Vaillant, ebd. p. 23.
Notothenia tesselata, Färbung, gemein; N. squamifrons?, 27 cm, Orange-Bai;
longiceps, Qb. unterbrochen!; sima, Färbung, häufig; N. cornucola u. var. virgata
u. marginata; N. cyaneobrancha? (12 cm); N. macrocei)hala D. 4/ ; Sq. 63, 8/17
(Taf. III 2, Thier u. Sq.); Vaillant, Cap Hörn p. 24-27.
Psendochrorais xanthochir wird fuscus; Day, Suppl. F. Ind. 791; Ps.
coccinicauda u. bicolor, von Saddle-Isl. (nach Tickeil), ebd.
Malacanthidae. Mal. latovitt. bei Ceylon (Haly 86); Day, Suppl. F.
Ind. 787.
Batraehidae. Batr. tau, Bem.; Bean, Bull. F. C. VII 135.
Psyehrolutidae.
Pediculati. Lophiiis pisc, flottirende Eimassen; Raffaele, M. zool.
St. Nea.VIII 30. — Ovarium, Mocquard, s. S. 299; Nervenhistologie, Joseph,
s. S. 284. — L. pisc, 5 Ex. juv., Cap-Verd. I. u. Az., Vaillant, Talisman p. 348.
Dibranchus atlant., 1 Ex. 82 mm, Cap-Verd. I. 405 m; Vaillant, Tal. 342-
Chaunax pictus, A. 7, Lebensfärb., 5 Ex. 144 mra, Sudan u. Cap-Verd. I.
760— 830m; früher Abb. ohne Beschr. als Ch. festivus benannt; Vaillant,
Talisman, p. 343—6, Tf. 28 F. 1 (Thier, Sq., Otol.). Vergl. auch S. 279 (Schuppen).
Melanocetus johnsoni, die ob. Schlundknocheu können weit nach vorn treten
ü. ergreifen als horizontale! Zange die Beute, die sie nach hinten führen
(supplementäre Kiefer); 2 Ex. 111mm Atl. Oc. 2516 u. 4789 m; Vaillant»
Tal. p. 246.
Cottidae. Vergl. Gill, Amer. Natur. XXII 356—8.
Cottus. Ex. 9 mm 1. (28. Mai) ; Schnauze , Maul u. Auge kleiner als bei
Gadiden, auch definitive Flossenstr. schon entwickelt u. das Schwanzende schon
unsymm.; M'Intosh, „Not. mar. lab., 4.: Postlarval Cottus contrasted with the
Gadoids", Ann. Mag. (6) II 470. — C. gobio, Flossformel in Kroatien D. 6—7,
15—16, P. 14—16, A. 10-12; Jurinac, Fauna Kroat. Karst, p. 31. — C. lillje-
borgi, n. für Britannien; Beschr., A. 6 od. 8, 7 cm 1., Ardrossan 20 Ed.; Günther,
Pr. r. soc. Edinb. XV 207, Tf. IV Fg. B.
Cottunculus thomsoni Gthr., Beschr.; 9 Ex. Sudan u. Arguin, 1139—1495 m
in der Ichthyologie während des Jahres 1888. 343
Vaillant, Talisman p. 360 u. 388, Tf. 28 F. 3 (Thier, Sq. der L. 1., OtoL).
C. inermis, ohne Kopfdornen u. Vomerz., 3 Ex. Westafrika, 930 — 1495 m; ebd.
p. 365 Fig. 2.
Triglops murrayi; nahe pingeli, aber nur D. 10/19, A. 19, P. 17 — 18, Auge
nur Vs Kpfl., Schwanz comprimirter; 7— 10 cm, 35— 64 Fd., NW. Schottl;
Günther, Pr. r. soc. Edinb. XV 209, Tf. IV Fig. A.
Trigla, ßewegungsorgane ; Am ans, s. S. 318.
Trigla cavillone, 22 Ex. Spanien bis Cap-Verd. I., 90— 355 m; Tr. pini,
G. de Gascogne 306m; Tr. lyra G. de Gase. 411 m; Vaillant, Tal. 359.
Lepidotrigla aspera, Entw. nach künstl. Befr. beob., schlüpft am 5. Tag
aus; auch pelag. Larven, leicht kenntlich an grossen Brustfl., gefangen; Raffaele,
Mitt. z. St. Neapel VIII 31, Tf. I 19, 20, II 15, 16.
Prionotus, Bem. üb. strigatus u. palmipes (u. Cottus 18-spinosus u. Dactylopt.
vol.); Bean, Bull. F. C. Vn 136.
Cataphracti. Peristethus halei; Day, Supp. Fish. Ind. 791 (cf. Ber. 87),
Peristedium longispatha, Abb.; Goode u. Bean in Agassiz „Blake" II p. 30.
Agonus chiloensis. Orange -Bai u. Beagle - Canal , Färb.; Vaillant, Gap
Hörn, 31.
Pegasidae.
Discoboli. Cyclopterichthys amissus, 36 cm 1., Höhe u. Kpfl. 15 cm (bei
glaber Std. Kpfl. nur V3 Krpl.); Tilly-Bai; Vaillant, Cap Hörn p. 33 (nach
e. Zeichnung beschr.).
Liparis micropus Gth., mit dieser Art ident. oder ihr nahe ist 1 Expl., das
Vaillant, Talisman pf 312, urspr. als Gymnolycodes edwardsi n. g., n. sp.
beschrieb, p. 387 aber zu Lip. stellt; schlechte Erhaltung hindert die genaue
specif. Bestimmung; 91 mm, Marocco 1319 m, Taf. 26 F. 3. — Lip. vulg. häufig
bei Roseoff; Guitel, s. unten bei Gobiesocidae.
Enantioliparis g. n. Die Verticalflossen continuirlich u. die P. ohne
freie oder verlängerte untere Strahlen. Dazu Lip. steineni Fisch, u. E. pallidus,
Höhe üb. V4 der Krpl., Schnz. fast 2 Augd.; weisslich, 4— 5 cm; Orange-Bai
28 m; Vaillant, Cap Hörn p. 22-3, Taf. IV 3.
Gobiidae. C. u. R. Eigenmann, List American sp. of Gobiidae and
Callionyraidae with notes on specim. Mus. Comp. Zool. — Ergänz, der Arbeit
Jord. u. Eig.'s über nordam. Gob. (86). Barbulifer u. Clevelandia g. n., 7 sp. n_
Subf. Oxymetopontinae (nur Jogi, call.); Subf. Eleotrinae 6 Gen., 14 sp.; Sbf.
Gobiinae 13 g. 50 sp. ; Sbf. Gobioidinae 3 g. 5 sp. ; Farn. Callion. 1 g. 4 sp. (Vergl.
Ber. 85 u. 86). Proe. Calif. acad. sc. (2) I p. 51—78.
Von Gobiinae werden als amerik. aufgeführt (vergl. Ber. 86): 1 Sicyd.,
2 Sicyopt., 1 Evorth., 1 Lophog., 24 Gobius (2 n.), 3 Chonoph. (zu taiasica syn. :
Euctenog. latus 75), 5 Microg. (1 sp. n.), 6 Gobiosoma, 2 Barbulifer g. n., 1 Cleve-
landia g. n., 1 Gilli., 1 Typhlog. C. u. R. Eigenm., p. 56-75.
Gobius jeffreysii, 22. März ^ u. $ beim Laichen gefangen, Beschr. des (J
(Tf. in Fg. B.); N.W.-Schottl. 18-56 Ed.; Günther, Pr. r. soc. Edinb., XV
p. 210 (sonst nur noch G. minutus gefangen).
Gobius ater, Bellotti Atti. soc. it. XXXI 219, Tf. IVa, Fg. 2, Mittel-
meer. — G. punctatiss,, Bem.; Torossi, Bull. soc. Veneto-Tr. IV 105.
Gobius capito (früher fälschlich niger), pagan. u. quadrimac, Laichzeit;
Lo Bianco, M. z. St. Neap. VIII 434.
344 Dl'- F. Hilgeiidorf: Bericht über die Leistungen
Gobius lesueuri, 4 Ex. Villefranche, Marocco, Canar. I. 40— 445m; Vaillaut,
Tal. 348. — G. minutus, bicolor u. paganellus bei Portugal; Osorio s. S. 326.
Gobius. Day, Supijl. Fish India giebt nach Jerdon's Abb. Notizen über
4 neue ind. Sp. (ohne Namen) p. 792. G thurstoni, 6Vio, 10; Sq. 30, 8 zw. D.II
u. A.; Zähne aussen grösser u. 1 kl. Caninus in jedem Kfr. ; 5 Längsreihen von
unterbrochenen Bändern vorn, hinten Punkte; Madras, 4V2"; ebd. 793. Neu für
Indien: G. gymnoceph., microlepis; Bern. üb. Syn. bezüglich viridipunct. u. sadau.,
ebd. — G.littoreus, 7ii, A. 10, Sq. 22, 6; Zähne gleichförmige Hechelz.; gelb mit
einigen schw. Flecken; Madras; Day, Pr. z. soc. Lond. 88 p. 261.
C. u. R. Eigenmann kennen von Amerika: Gobius iwcreiiae, inAmer. der
einz. echte Go. mit 7 Stach, in D. I, Panama (Pearl Isl.) p. 59. G. soporator
(syn. bruuneus P. u. albopunct.!, sodass sopor. in allen warmen Meeren u.
wahrsch. andrei 80). G. nich., glaucofr. (wohl westiud. aber nicht nordpacif.
p. 59), G. quadriporus (beschr.), stigmat., shuf. G. garmani, 6/11, 11, Sq. 30, 7;
nahe boleosoma u. fasciatus, aber Proportionen u. Farbe versch.; Kopf 1. u. Höhe
4 in Krpl. (ohne C); Dominica, Martinique, St. Kitts (p. 61). G. boleos., fasc.
(beschr.), stigmat. (von Rio Janeiro beschr.), lyricus (von St» Kitts beschr.),
encae., smar., badius, poeyi, strigatus O'Sh. (syn. kraussi), sagittula, uranos-
copus 80 (beschr.), ocean. (Westind. bis Südbras.) G. hemigymnus, nahe paradoxus ;
6/10, 8; Sq. nur hinten, 17, 7 Qr. am Schwanz; Max. bis hinter Auge; "West-
indieu, 4 cm (p. 66). G. parad., seminudus. Proc. Cal. ac. sc. (2) I p. 57-67.
Chonophorus flavus (von Bras. beschr.); Ch. taiasica (syn. Euctenog. latus
O'Sh. 75), mex. in Am.; Eigenm. p. 67.
Lepidogobius lep. u. L. (Eucyclog.) newberri; Eigenm. p. 68.
Microgobius, amer.: sign., thal., embl,, gulosus nnd: M. eulepis, 7/15, 16,
Sq. 50, 14 nahe sign. (Formel versch.) u. thal. (welcher losere Sq. u. kürz. V.
u. C); Fortress Monroe S. C, 45 mm. 0. u. R. Eigenmann, Pr. Cal. ac. I 69.
Barbulifer n. g. „Ganz nackt, viele Barteln um Mund u. Kinn, DI 7;
sonst wie Gobiosoma". B. ceuthaecus (Gobios. ceuth.) u. B. papülosus, 7/9, 9.
Höhe 41/2 (bei ceuth. 7) in Krpl. (0. C.); die 21 Barteln V2 Aug. 1. oder länger;
Süd-Florida, 3 cm; C. u. R. Eigenmann, Pr. Cal. ac. (2) I p. 70.
Clevelandia g. n. (für Gobiosoma longipinne Std. 79). „Körper lang u.
schlank; Max. lang, nicht ganz bis Kiemenöffn ; Maul horiz., D. I mit 4 sehr
schwachen St.; Sq. sehr klein u. cycloid". C. u. R. Eigenmann, Pr. Cal. ac
(2) I p. 73.
Gobiodon 5-strig. wird rivulatus, Day, Suppl. F. Ind. 792.
Benthophilus macroceph. Pall. var. maeotica Kusnezoff, Arb. Petersb.
Natf. Ges., XIX p. 207; B. monstrosus, Körper nackt, Kopf grösser als bei
macr.. Schwanzstiel stark compress, ebd. p. 208; vom Azow'schen Meer. (Vergl.
bei Percarina, S. 336.)
Sicydium halei 6/12, 11; Sq. 56, tr. 16 (zw. D. II u. A.); schwarzes interorb
Band; 3" 1., Ceylon. Day, Supp. Fish. India 794.
Gobiomorus Lac. könnte nur für Valenciennea (wenn haltbare Gatt.) oder
ev. für die umfassendere G. Eleotris, aber nicht für Philypnus eintreten. Gill
„N. on gen. Gobiom.", pr. n. m. XI 69.
Gobiomorus 3 amerik. Sp.: lat., macul. dormitor (.syn. El. longiceps 64);
C. u. R. Eigenmann, Pr. Cal. ac. (2) I p. 51.
in der Ichthyologie während des Jahres 1888. 345
Dorraitator, amer. Sp. : macul. Bl. (syn. latifrons, microceph. 63) ii. grandisq.
(viell. = mac. ; 2 Formen, mit oder ohne höckriges Profil); Eigenm. ebd. p. 52.
Guavina, amer.: Gr. guavina u. brasil. 80 (beschr.); Eigenm. ebd. p. 54.
Eleotris [s. s.] Schlüssel für die 5 amer. Sp.: ambly., pisonis, perniger Cp.,
beliz., aequid.; Eigenm. ebd. p. 55.
Erotelis smar. n. Gyranel. semin. als amer. erw., Eigenm. ebd. p. 56.
Eleotris xanthi, 679, Vt) ^- 1- 33; nahe potamophila aber Stirn schmal u.
ohne Sq.; 6 cm l, Yangtsze-Kiang; Günther, Ann. Mg. (6) I 430. — E. ophio-
ceph. wird tumifrons (syn. macrolep. u. niacroceph. Gthr. Südsee) ; Syn. v. E.
muralis, hoedti u. poroceph.; Day, Supp. F. Ind. 794. — El. eUioti, */i2) 1^;
Sq. 80, 16; gesägte Leisten u. der Präopdorn fehlen, C. gerundet; weisslich mit
Qb.; Madras, 8 cm; Day, Pr. z. soc. Loud. 88 p. 262.
[Amblyopinae.] Die Subf. Gobioidinae hat amer. Formen: 2 Tyntlastes,
2 Gobioides (brouss. u. peru.), 1 Cayennia (guichenoti 80). Eigenm. p. 75.
Callionymus festivus hat im Gegensatz zu echten Gobiiden flottirende Eier;
nur 0,6 mm Durch. Dotter mit blasiger Aussenzoue. Larve wenig entwickelt,
noch ohne Blut, schlüpft in 1 — 2 Tagen aus. — Raffaele. Mitt. z. St. Neapel
Vin 33, Tf. I 21, II 22, 23, IV 7. Eine unbestimmb. Sp. (Nr. 2). Ei unentw.
u. mit Embr., ähnl. Call.; ebd. p. 64, III 25, 26.
Call, maculatus n. f. Britannien, NW.-Schottl. 26 Fd.; Günther, Pr. r.
soc. Edinb. XV 211.
Call, lyra juv., 17 Ex. 90 — 411 m, G. de Gascogne bis Cap-Verd. L; C.
phaeton 3 Ex. 560 m, Azoren; Vaillant, Tal. p. 349.
Callionymidae , nach C. u. R. Eigenmann in Amerika nur die Gatt.
Callionymus mit 4 Sp. : paucirad. Gill 65 (Westind.), bairdi Jord., agassizi G. B.
(MS.) u. calUurus, nahe paucir., 4/6, 4; nur 2 Haken oben an dem Präopdorn
(pauc. 3); Key West [Flor.]; Pr. Cal. ac. (2) I p. 76.
Call, bairdi, 4/10, 8; Präopdorn sehr lang (= Augd.); 11 cm 1., Florida
(Snapperbanks), Magen von Lutj. aya oder Epin. morio, neben paucirad. die einz.
nordam. Sp.; Jordan, „Descr. n. sp. of Call.", Proc. nat. mus. X 501—2.
Call, agassizi, Abb.; Goode u. Bean in Ag. „Blake" II p. 29.
Cepolidae. Cepola indica, bei Madras, Beschr.; Day, Suppl. Fish.
India, p. 796.
Triehonotidae. Tr. setigerus, Andamanen; Xyl.; Day, ebd'. 795.
Heterolepidotidae. Gill stellt seine Fam. Hexagrammidae u. Ano-
plopomidae zu der Superfam. Scorpaenoidea; Amer. Natur. XXII 356.
Blenniidae. Blennius gattor. u. montagui bei Portugal; Osorio, s.
S. 326. — Die Gatt. Blennius fehlt in Indien ; Bl. leopardus wird Salarias brevis
u, Bl. steindachneri wird Sal. steind. ; Day, Suppl. F. Ind. 796.
Petroscirtes variabilis, syn..^' petersi Kossm. Raub.; Day, Supp. F. Ind. 796.
— P. striatus, 40, 27; 10 braune Qb., D. u. A. dunkel punctirt u. gesäumt,
C. hell; Ceylon; Day, Pr. z. soc. Lond. 88, p. 262.
Salarias, vergl. Blennius. S. cruentipinnis (nach Tickell's M. S), 13/13,
17; D. ungekerbt, mit C. verbunden; Kopf ohne Crista, Suprorbtent. zweiästig;
Saddle-I., 7 cm; Day, Supp. Fishes India 797. Neu für Ind. oorti, ebd. S.bicolor
(nach Tickell's M. S.), 11/17, 18; D. tief getheilt, von C. getrennt; Höhe 6 in
L., keine Kopfkriste; vorn blau, hinten orange; Saddle-I., 35 mm; ebd. 798.
Bem. üb. Syn. bez. Sal. fuscus, lineatus, albog. ebd. — S. sindensis, 13/20, 23;
346 Dl"- F. Hilgeiidorf: Bericht über die Leistungen
D. ungekerbt, von C. getrennt, Kopf ohne Crista u. Tent.; Sind (Kurrachee);
Day, Pr. z. soc. Lond. 88 p. 263. — S. neilli, 12/17, 19; D. gekerbt, von C.
getrennt; Höhe 472 i^ Ttl.; Suprorbtent. 2 Augd., keine Crista; 1 grosser Zahn
hinten in Mndb. ; ebendaher; Day, ebd. — Sal. symplocos, Azoren, Hilgendorf,
Szb. Ges. Natf. Fr. p. 79 [ist Blenuius galerita, s.Ber. 1889].
Clinus. F. Mocquard, „revis. des Gl. de la coli, du mus. [Paris]".
17 Species im Mus. Der Stachel der V. fehlt wohl keiner Art, die Zahl der
Gliederstr. steigt bei genigutt. u. elegans auf 4. Bei microcirris ist e. Suprorbtent.
vorh. (als Büschel getrennter Fäden). Gl. latipinnis hat keine Palatz.; A. 23
bis 27. Gl. perspic. V. 1/3, in der D. die 3 vord. Stach, länger u. dünner etwas
abgerückt, D. u. G. etwas verbunden; kleiner blattf. Nasentent. ; Flecken
jetzt z. Th. unsichtbar. Gl. heterodon, V. 1/3, Sq. winzig, gelappter Suprorbtent.
Gl. genigutt. (V. 1/4, D. 25/11—12, A. 2/22, mit gekämmten Nackentent.) versch.
von nuchipinnis u. variol. (geg. Kner.). Gl. canariensis syn. zu nuchipinnis (mit
Gthr. u. Stdch.) Cl. ocellifer, D. 3/30/8, A. 2/24, V. 1/3. Höhe u. Kopf 47, in
Ttl.; Augd. üb. Schnzl. u. 3^4 in Kpfl.; Orbtent. 4— 5 spaltig; 3 Vorderstach,
der D. von dopp. Länge; G. nahe aber deutl. getrennt von D.; Sq. sehr klein;
Ocelle unter 5.-6. Dstach. (unter L. I.) u. unter letzt. Stach., 5 Qb., weisse
Punktfl., 93 mm, Galifornien. — Bull. soc. philom. Paris (8) I 40—46.
Paraclinus für Acanthoclinus Mg. (86) nee aut.; Mocquard, ebd.
p. 41, Anm.
Gristiceps, neu f. Indien; C. halei, D. 3, 27/4; A. 2/19. Kopfl. 476, Höhe
4^4 in Ttl.; Vomz., aber Palz. 0; Braungelb mit weissen FL, die vorn grösser;
Golombo. Day, Supp. F. India 799 Xyl.
Xipbasia setifer, syn. ? Nemophis less. u. ? Xiphogadus madag. (68); Day,
Supp. F. Ind. 327.
Tripterygium striaticeps, 3/14/11, 1/19; L. 1. 36, tr. (zw. D. III u. A.) 8;
6—7 undeutl. Qb., u. weissgesäumter Streif, zw. Auge u. Siibop.; 4 cm, Port
Jackson; Ramsay u. Ogilby, „Descr. of new Tript.", Pr. Linn. soc. NSW.
(2) III p. 419—20. — Tr. annulatum, 3/12/11, 1/18, Sq. 33, 8; roth, Kopf
dunkler, P.-Basis schwarzblau. Sq. mit Transversalstrichen, Gürtelstreif, um
Schwanz; 4 cm; dieselben, „2 n. fish, from Port Jackson", ebd. (2) II 1021.
Zoarces viviparus. Gh. van Bambeke bespricht nach Beob. in Ostende
(Sept. 83) die Jahreszeit der Reproduktion (zur Entw. reife, aus den Follikeln
austretende Eier) ist die 1. Hälfte Sept., worauf die Jungen im Jan. od. Febr
ausschlüpfen ; daneben aber wohl noch eine 2. Tragzeit von März bis Aug. Aus-
schlüpfen aus dem Ei in den Uterus 20—25 Tage nach der Befruchtung. Die
Geburt 4 Monat nach d. Befr. Zahl der Jungen 12-158, im Mittel 48; mit der
Grösse der Expl. wachsend, schon bei 17,5 cm. fruchtbar. Z. viv. in Belgien
(30 cm) kleiner als im Norden. „Rem. sur la reprod. de la Blennie vivipare",
Bull. acad. Belg. (3) XV p. 92-117.
Acanthoelinidae, bisher mxr v. Neuseel. bek. Ä. indicus, 21/4, 10/14;
Sq. 40, 14; schwarzbraun, weisse Lb. vorn u weisse Zeichn.; Madras; Day;
Pr. z. soc. L. 88, p. 264 und Supp. F. Ind. 798, Xyl. Vergl. Paraclinus bei
Blenniidae.
Mastacembelidae.
Sphyraenidae. Sphyr. picuda, juv. 5 cm, Abb.; Bean Bull. F. G. VII
145, Tf. II 14 (ebd. auch erw. Sph. borealis).
iu der Ichthyologie während des Jahres 1888. 347
Atherinidae. Menidia notata u. lacin., Gr. Egg Harbor; Bean, Bull.
F. C. VII 146.
Tetragonurus wilkinsoni wahrsch. versch. von cuvieri, die Gatt. viel), zu
den Cotto - Scombrif. zu stellen; E. P. Raraay u. J. D. Ogilby, „on the g.
Tetr. of Risso", Pr. Linn. soc. NSW. (2) IH p. 9-16.
Mugilidae. Mugil (capito?), Eier künstl. befruchtet; 1 mm Dm., Oel-
kugel (0,2 mm) iu der Larve hinten im Dotter. Aehnl. Larven pelag. gefunden.
Ob bei andren Mugil viell. Entw. im Süssw.? Eaffaele, Mitt. zool. St. Nea.
VIII 34, Tf. I 22, n 17.
Mugil auratus Risso ein zweites Mal in Südschweden gefangen bei Stromstad.
Nature, Vol. 38 p. 397.
Mugil klunzingeri, Day, Pr. z. soc. L. 88 p. 264 (für M. carinatus Day
nee C. V.); vergl. Day, Supp. — M. carinatus C. V. (nee Day olim) in Indien;
Day, Supp. F. Ind., 800. M. planiceps wird tade; zu M. oeiir syn. als juv.
Myxus superfic; M. crenilabris, syn. macroch. u. rüpp.; ebd.
Mugil curema u. albula, Gr. Egg Harbor; Bean, Bull. F. C. VII 145.
Myxus, siehe bei Mugil oeur, Day.
Gastrosteidae. Gastr. acul, Ei; Leydig, s. S. 299. — Befruchtung,
Abb.; Henneguy, s. S. 300.
Eucalia inconstans im Ohio-Becken; Jordan u. Ev., Pr. nat. Mus. XI 57.
Pistularidae. Eist, tabaccaria, nicht selten 39" N. Br.; Bean, Bull.
F. 0. VII 146.
Aulostoma? lomjipes^ D. 5, A. üb. 9; 1 schlecht cons. Ex. 45 mm 1.; D-Stach.
fehlen (viell. ausgerissen), Sq. noch nicht vorh.; V. sehr nahe dem After, lang
(bis zur C. reichend); Marocco (1163 m?, viell. oberflächlicher); Vaillant,
Talisman p. 340, Tf. 27 F. 4. Au. coloratum bei St. Helena; ebd.
Centriscidae. C. scolopax, Schnppenform (Abb.) ähnlich wie bei Haien
(Centrophorus) , eine wirkl Seitenlinie fehlt; 10 Ex. bis 106 mm, Marocco,
Sudan, Arguin, 120— 235 m; Vaillant, Tal. p. 338. Das foss. Genus Rham-
phosus ist mit Centr. zu vereinigen. — Vergl. auch oben Vaillant, S. 279.
Gobiesocidae. Lepadogaster. Pr. Guitel, „Recherches sur les Lepa-
dogasters". Bei Roseoff (NW. Frankreich) ist guani sehr häufig, bimac. seltener,
candollei spärlich; bei Banyuls (Ost-Pyren.) gu. u. cand. gemein, wildenovi selten,
bim. sehr selten. Vf. untersucht meist L. gu. Die L. können lange ohne
Wasser bleiben. Süssw. tödtet sie nach 12—15 Stunden, aber in Mischung
(Süssw. 4 mit Salzw. 1) lebten sie 85 Tage. Ausführl. Beschreibung des Skeletts;
Deutung der hinteren Knochen der Saugscheibe (mit Gthr.) als Postclavicularia
(= coracoid Cuv.). Muskeln, besonders die der Saugsch. , die z. Th. den Gobi-
esociden ausschliesslich eigen, eingehend beschr., desgl. der Mechanismus des
Saugnapfs. Dieser mit starker Epithel- u. darüber Cuticular-Schicht. Pancreas
als 3 Hauptmassen mit blossem Auge erkennbar. Gefässsystem mit intra-
craniellem Circulus cephalicus; die Saugscheibe nebst P. u. V. werden von e.
Arteria subclavia versorgt; der Sinus Cuvieri fehlt. Am Gehirn sitzen die
Lobi olf. den Hemisphaeren auf; die Zirbeldrüse wird von den Hemisph. ver-
deckt, ist nur 75 fx. lang. Der Truncus lateralis des Trigem. hat keiue Ver-
bindung mit dem Vagus. Die Haut enthält ausser den sog. Schleimkanälen
8 Reihen von Grübchen mit Nervenendigungen, die theils von Aesten des N.
lateralis, theils des Trigem. versorgt werden. Beschr. der Nieren u. Gene-
348 ßi'- F. Hilgendorf: Bericht über die Leistungen
rationsorg. Entwicklung verfolgt bis zur Resorptiou der Dotterblase. Die An-
ordnung der Chromatophoren charakteristisch für jede der 3 beob. Sp. (gu.,
cand., bim.); Embryo von gu. 20 Tage, ist 6 mm 1. Die Embr. vou Lep. besitzen
e. Schwimmblase, die dem alten Fische fehlt. Die vordem Knochen der Saug-
scheibe legen sich knorplig an (entsprechen daher einer Bauchflosse). Die Saug-
scheibe des Sicyaces ist nach demselben Plan gebaut wie die von Lep. —
Arch. zool. exper. (2) XVI p. 423-647, Tf. 24-37. Vergl. die vorl. Mitth. 1887.
Labyrinthici. Zograff, Constructiou and purpose of the socalled labj'-
rinthine apparatus of the labyr. fishes. Q. Jouru. Micr. Sc. (2) Vol. 28, 501—12
Tf. 41. — Ausführung der früh. Mitth. (vergl. Ber. 86, S. 264). Durch e. natür-
liche Injection wird an Macropodus gezeigt, dass das Blut des Labyrinths aus
e. Ast der 4. Branchialart. kommt u. in die Aorta geht.
Ophiocephalidae. Luciocephalidae. Lophotidae.
Trachypteridae. Regalecus russeli, syn. pacif. Haast; Day, Suppl. F
Ind. 800.
„Regalecus recently strauded in Otago harbour". Bemerkungen über das
Skelett; T. Jeffery Parker, Trans. New-Zealand Inst. XX p. 20—29, Taf. 5.
Notaoanthidae. Diese Farn, ist den Ganoiden zuzuweisen, wo sie neben
den Stören steht u. eine Verbindung zu den Teleostei abdominales u. apodi
bildet. Die einfache Schwimmblase, die Cycloidsch. , der Mangel einer Spiral-
klappe im Darm u. mehrfacher Klappenreihen im Bulb. art. sprechen zwar da-
gegen, aber Acipenser (Blase), Amia (Seh. u. Spkl.) u. Lepidosteus (Spirkl.)
sind auch exceptionell. Für Ganoiden sprechen: der Luftgang der Schwbl.,
Vorkommen von Osteoplasten (in den Flossenstacheln, im Parietale, in Wirbeln
u. Rippen), Stacheln mit 1 Centralkanal, der Wirbelbau. Vaillant, Tal.
p. 323—5.
Notacanthus. Anatomie von mediterr. Skelett mit Osteopl. (s. ob.). Vert,
50/158; mit Knorpelki'euz , grossem Chordaloch, Neuraldorn hinten durchbohrt
für den Nerven, im Ganzen ähnlich Alopias; Gaumenknochen ähul. wie bei
Acipenser; Abb. von Schädelkapsel u. vom Sk. des Schultergürtels u. der P.
Bern. üb. Hirn u. Sagitta (Abb.), diese klein, linsenf.; Schwimmblase platzt nicht
beim Aufholen des Fisches, ein Luftgang wahrsch. vom Vorderende zum Cardial-
theil des Magens. Beschr. des Herzens u. der Eingeweide (^). — N. medi-
terraneus, Beschr. 3 Ex. bis 314 mm; Sudan u. Arguin, 1232—1495 m; Vaillant,
Talisman p. 325—35, Tf 27, F. 2. — N. mcdit. var. pallidus, D-Stach. V + 1,
A-St. X (kleinste bek. Zahl), milchweiss, 1 Ex. Sudan 932 m; ebd. p. 328 Anm.
(Abb. des reproduc. Schwanzendes). — N. rissoanus, Beschr.; 1 Ex. Marocco
2212 m; ebd. p. 335, T. 27 F. 1. — N. ehallengeri, für N. rissoanus Gth. nee
Fil. et Ver., Ki-p. dicker, Schnauze kürzer, A-Stach. kürzer u. dicker, 54 (statt
27), Japan. Vaillant ebd. p. 387. — Uebersicht der bek. 7 [+ 1] Spec, ebd-
p. 316— 7. — Dazu als vorl. Mitth.: „Rapports zoolog. du genre Not."; C. r.,
Tome 107, p. 571.
Acauthoptet'i Pharyngognathi.
Pomacentridae. Amphiprion. Einen Commensalismus mit Actinien
schildert Sluiter, zool. Anz. XI 240 (die Gatt, irrth. Trachichthys genannt,
vergl. Berycidae). — Synonymie von Amph. sebae u. bifasc. ; Day, Supp. Fish.
Ind. p. 800.
in der Ichthyologie während des Jahres 1888. 349
(Dascyllns.) Tetradrachmnm trimac. neu f. Indien; T. marg., Syn.; Day,
ebd. 800.
Pomacentrus, Syn. v. trilin., albofasc. u. piinct.; Day, ebd. 801.
(rlyphidodon uielas neu f. Indien; Gl. antj., Syn.; Day, ebd. 801.
Glyphidodon (Parma) hermaui 87; Stein dachuer (Ichth. B. XIV), Szb.
Ak. Wien 87, Juli, Bd. 96, I Abth., p. 59 Tf. III.
Labridae. Während bei Labrus u. Crenil. der Laich auf den Meeres-
boden sinkt, besitzen Otenol., Tautoga, Coris, Julis flottirende Eier; jenen fehlen
Oelkugeln stets, diesen öfters (Cten. u. Taut.), aller Eier sind klein (unter 1 mm),
Pigment erscheint spät, die Primordialflosse am Schwanzstiel gezähnelt.
Raffaele, Mitt. z. Stat. Nea. VIII 35, Tf. I 31, II 18, 19 (Coris).
Crenilabrus mediterr. , zuweilen mit hypertrophischem Ovarium; bei med.
u. 4 andern Sp. künstl. Befr. April u. Mai; Eier kleben am Grunde; Lo
Bianco, M. z. St. Neap. VIII 433. — Cr. aurantiacus, ? = aur. Cocco inedit. ;
16/10, 3/9; L. 1. 34; Höhe u. Kopfl. 5 in Ttl., Augd. IV2 in Schnz. u. 5 in
Kpfl.; orange, nur in C. ein schwärzl. Streif., 93 mm; L. Facciolä, „nuovo Cr.
del mar di Messina", Natur, sicil. VIII 22—24.
Tautoga onitis, Ex. 21 mm (Abb.); Bean, Bull. F. C. VII 137, Tf. III 3
(auch Bern. üb. Ctenolabrus adspersus).
Xiphochilus, gen. neu f. Indien (X. robustus); Day, Supp. Fish. Ind. 802.
Cossyphus bilunul. neu f. Indien; Day, ebd. 802.
Labrichthys laticlavius (Rieh.). Lebensfärbung u. Beschreibung, nom. indig.:
the Broad-striped, Sanator, Parrot-fish; F. Mc Coy, Prod. zool. of Victoria,
Decas 17, Tf. 163.
Eupetrichthys g. n. zw. Labroides u. Labrichthys, von letzterem versch.
durch D. 9/12, A. 3/11 u. 1. V-Strahl lang (= Kopfl.) Eu. angustipes, Sq. 25^
2/9; Färb, (lebend) oben grün, unten gelb mit 7 Purpurqb., Bauch mit viol. Fl.,
D. blauer Fl. zw. 1. u. 2. Stach.; 15 cm, Rose Bay. Ramsay u. Ogilby,
„n. g. et sp. of Labroid fish from Port Jackson", Pr. Linn. soc. NSW. (2) II
p. 631-4.
Cheilinus undul., neu f. Ind.; Day, Supp. Fish. India p. 802.
Platyglossus metager (nach Tickell's MS.), olivfarbig mit 13 duukl. Lb.
jederseits; Saddle-I., 11 cm 1.; Day, ebd. 802; PI. javan. neu f. Ind., ebd. 803. —
P. roseus, 9/12, 2/12; Sq. 28, 2V2/IO; rosa, grosser schwarzer Fl. hinter Augen-
mitte; Sind (Kurrachee); Day Pr. z. s. Lond. 88 p. 264 (u. Supp. f. Ind.)
Xyrichthjs jessiae, 12/12, ? 3/12, Sq. 20, 1/7; scharlachroth, seitlich gelber,
ohne blaue Zeichn.; 17 cm, Tampa (Flor.), aus dem Magen e. Serranns; D. S.
Jordan, „Descr. n. sp. of Xyr. (X. j.) from Gulf of Mex.", Pr. nat. mus. X
(87) p. 698.
Novacula pavo bei Ceylon; Haly, Taprobanian III p. 51.
Coris giofredi u. julis sind 2 Sp. (nicht Sexualformen), von beiden wurden
reife (^ u. $ gefunden u. künstl. Züchtlinge erhalten (April bis Ji\li). Lo
Bianco, M. z. St. Neap. VIII 433.
Coris Iialei, L. 1. 3/27, weinroth, jede Sq. mit Sraaragdfleck, 1. D-Stachel
verlängert; Day, Supp. f. Ind. 803 (vergl. Ber. 87).
Coris trimaculata, Sq. 93—100, 10/40, nahe annulata, aber P. ^3 Kopfl.,
kein Subop.-Fleck aber 2 deutl. C.-Fl.; 10 cm, Norfolk-I.; Ogilby, „zool. coli.
Norf.-I.", Pr. Linn. s. NSW. (2) II 992.
350 I^i'- F. Hilgendorf: Bericht über die Leistungen
Coris varieg. 1886 ist am-eomac; Ramsay u. Og. , eM. 1024.
(Scarus.) Sparisoma sp. juv. beschr., Gr. Egg Harbor, Bean, Bull. F. C.
VII 137.
Pseudoscarus madagasc. 87, Steindach ner (Ichth. Beitr. XTV), Sitzb.
Ak. Wien, 87 Juli, Bd. 96, I. Abth. p. 61, Tf. Hl. — Ps. troscheli var. flavo-
guttatta, am Hinterkörper mit hellen Tropfenfl., Kingsmill-I. ; Steind. ebd. p. 63.
— Pseud. kneri 87; Steind. ebd. p. 64, Tf. IV.
Pseudoscarus batav. u. dussum. neu f. Indien; Day, Supp. f. Ind. 803.
Heteroscarus madeayi 16/8, 2/13, Sq. 33, 5/10. Die 4 ersten D-St. mit
fadenf. Verlängerung (filamentosus 2), Portland; F. Mc Coy, Pr. zool. Vict.,
Dec. 17, Tf. 164 (Lebensfärb.)
Embiotocidae.
Chromididae. Chromis niloticus var.; Chr. nuchisquamulatus mit kleinen
Nackensch. [ähnl. bei e. Art Lortet's 83], Qb., kleineres Ex. mit 2 Lbd.; Victoria
Nyanza, Hilgendf., Szb. G. natf. Fr. 1888, p. 76. — Haplochromis subg. n.,
Zähne ungekerbt; H. obliquidens, Wangen mit 3—4 Sqreih., A. mit 4 weissen
Fl., Vict. Ny.; ebd. 76.
Hemichromis voltae 87, Stein dachner (Ichth. Beitr. XIV), Sitzb. Ak.
Wien, 87 Juli, Bd. 96, I. Abth. p. 60, Tf. I 3.
Paratilapia, dazu syn. Paracara Blk. 78. Parat, (oder ? gen. n. Hoplo-
tilapia) retrodens, D. 16/8!, A. 3/8, Sq. 30, 6/10; Zahnreiheu 9/8!. (Parat, soll
haben D. 12/ u. 3—4 Zahnr.); Victoria Nyanza; Hilgdf., Szb. natf. Fr. p. 76.
— Parat.? cavifrons, 16/7!, 3/8; 30, 7/13; Wangensch. in 6 Reihen (bei retrd.
4-5); Schnauze 2 Augd., Kopfprofll concav; Vict. Ny.; ebd. 77. — Parat.?
longirostris, 14/8!, 3/7; 30, 5V2/12; Untkfr. stark vorstehend, Schnzl. 2 Augd.;
Kiemendorneu Y-förmig. Vict. Ny.; ebd. 77.
Anacanthini,
Zugehörigkeit der Eurypharyngiden zu den Anacanthini vergl. Vaillant
bei Apoda.
Gadopsidae. Cerdalidae.
Lycodidae. Lycodes latitans, 6—36 cm, Orange-Bai, Vaillant, Cap
Hom p. 21, Tf. III 1; ebd. auch fimbriatus (124 mm); desgl. variegatus (7 cm),
Färbung; Vaillant, ebd.
Lycodes macrops, 2 Ex. 161mm, Banc d'Arguin 1495m; Vaillant Talism.
p. 306, Tf 26, F. 2 (Hirn, Otol.) L. albus, nahe maraena, aber Auge nur
V9 Kpf 1., Körph. Vt7 fler Krpl.; D. beginnt erst am 2. Viertel der Lg.; 2 Ex.
20 cm, Atl. Oc. 3975 m; ebd. p. 309, Tf. 26 F. 1 (Thier, Kopf, Sq.) L. mucosus?,
lEx. 43 cm, Arguin 1230 m; ebd. 311.
(Gymnolycodes edwardsi g. n., sp. n.; Vaillant Tal. p. 312, siehe Liparis,
Fam. Discoboli.)
Gadidae. Jugendfornien, Mc Intosh, siehe oben bei Cottus.
Gadus aeglefinus. „Note on tbe Haddock": Fehlte bei St. Ives im Bristol
Channel seit 1858, jetzt wieder da; Th. Cornish, Zoologist XII 270. — „Con-
tents of stomacbs of (herring and) haddocks", Th. Scott, 6. ann. rep. Fish,
board Scotl., pt. 3 p. 230—1. — , Voracity of the haddock", Ex. 17 Zoll 1. hatte
6V2 Unzen Fische gefressen ; Nature, Vol. 39 p. 9.
Merlangus argenteus, s. u. bei Gadiculus.
in der Ichthyologie während des Jahres 1888. 351
Gadus minutus, Eier ähnl. G. morrhua etc., auch endet hei der Larve der
Darm nicht am Rande, sondern (wie bei allen Gadiden) seitlich an der Primordial-
flosse. Die Höhlung der Kopfkappe ist vom Gehirn durch ein häutiges Schädel"
dach getrennt (geg. Ryder). Das Gewebe der Kappe (die auch bei Trigla u.
Scorpaena angedeutet ist) ist nach Emery (Atti Acc. Torino Vol. 18, 11/2 83)
dem Sekretionsgewebe Hensen's ähnlich. Raffaele, Mitt. z. St. Neapel, VIII
36, Tf. I 25, II 20, 21.
Gadus luscus (7 Zoll 1.) u. 2 G. minutus (8") (J u. $ verglichen, beweisen
die specit. Verschiedenheit; Day, on the Bib (G. 1.) and Poor-Cod (G. m.), Ann.
Mg. (6) I p. 151— 4. — Die Verschiedenheit beider Sp. anerkannt (G. 1. : AI
31-33 u. Kiemdoru. 18-20; G. min.: 26— 28 bez. 26-29), Färbung; M'Intosh,
Bib and Poor-or Power-Cod, ebd. II p. 348. — „On Bib and Poor-Cod"; Day,
ebd. II 387 (weist M'Int.'s Vorwürfe zurück).
[Gadus luscus.] Ein Whiting-pout soll einen elektr. Schlag ertheilt haben
u. auch den Fischern dafür bekannt sein. Corfield, Kature, Vol. 38, p. 515.
(Vergl. bei Phycis.)
Gadus esmarki n. f. Britannien; zieml. häufig bei N W. Schottl., 35— 80Fd.;
etwas gedrungener als norweg. Expl., u. Augd. 3^/^ Kopfl. (norw. 3,1); Auge mit
Cysten käsigen Inhalts bedeckt; Günther, Pr. r. soc. Edinb. XV 212, Tf. III
Fig. A. (Ebd. Bem. üb. G. morrhua, min., aeglef., merl., Merl, merl., Molva).
Gadiculus. Merlangus argenteus; Vomz. klein u. hinfällig aber vorhanden,
daher Gatt. Gadiculus Guich. einzuziehen; Beschr. , auch von Sq., Otol., Ein-'
geweiden; 73 Ex. 113 mm, G. de Gascogne bis Sudan 410 — 550 m; Vaillant,
Tal. 302, Tf. 25 F. 7 (Otol.) u. 26 F. 5 (Spitze der Wirbelsäule).
Mora mediterranea, Auge länger als Schnauze, Sagitta beilförmig; 20 Ex.
bis 43 cm; Setubal, Marocco, Can. I., 614— 1367 m; Vaillant, Tal. 298, Tf. 25
F. 6 (Otol.)
Halargyi-eus brevipes, D. 8, 56; A. 26, üb. 22; Sq. 122, 7/30; abw. von
johnsoni durch: Kopf viel höher als breit, Mx. bis hinter Augenmitte, gleich-
kiefrig, D-Anfang üb. P-Wurzel, V. mit 1 läng, Str., Kmdoru, länger als
Kmblätt.; 1 Ex. 35 cm, Marocco 1319 m; Vaillant, Tal. p. 295 Tf. XXV 5.
Strinsia, viell. nur Deformität, Vaillant, vergl. Hymen, glob. (Macruridae).
Merluccius vulg., nach künstl. Befr. (Januar) dauerte die Entw. 65 Stunden;
Raffaele, Mitt. z. St. Nea. VIII 37, Tf. I 28-29, lU, 1. — M. vulg., Sq. u.
Otol. beschr.; 5 Ex. 52 cm, G. de Gascogue bis Sudan, 99— 640 m; Vaillant,
Tal. 300. — Merl. gayi, Färb., Orange -Bai, bis 55 cm; Vaillant, Cap
Hörn, p. 21.
Physiculus dalwigki, R. br. 6 — 7, Nackendornen 0?, 2 verläng. Str. in
der V., Sagitta v. ungewöhnl. Form; 6 Ex. 12 — 30 cm, Sudan 640— 782 m;
Vaillant, Talism. 290, Tf. XXV 3 (Thier, Otol.)
Phycis albidus?, Färbung u. Otol. beschr.; 7 Ex. 98 mm; Portugal, 40 bis
460m; P. mediterran eus?, lEx. 54 mm, Golf de Gascogne 614m; Vaillant, ebd.
288. — Ph. chesteri Abb.; Goode u. Bean in Agassiz „Blake" II Fig. 204. —
Ph. regius giebt elektrische Schläge; ebd. p. 23.
Laemonema robustum, 29 Ex. 13 cm, Marocco u. Cap-V. Ins. 460 — 760 m;
Beschr. des Otol.; L. viell. von Phycis nicht zu trennen; Vaillant, Tal. p. 286.
Lota, Schwimmblase; Corning, s. S. 298.
352 Dr- F. Hilgendorf: Bericht über die Leistungen
Motella tricirr., Eier klein (0,74 mm), Larve desgl. mit grossem Kopf; die
Jungen sind nach Emery (79) der sog. Brosraius exiguus; Raffaele, Mitth. z.
St. Nea. VIII 37, Tf. I 26, 27, III 2, 3. — M. tric, 2 Ex. 113 mm, Marocco u.
Sudan 112 u. 640 m; Vaillant, Tal. p. 285. — Onus maculatus, grössere Vorder-
zähne nicht Alterscharakter; P. 22, V. 8; NW.-Schottl. Günther, Pr. r. soc.
Edinb. XV 215 (Ebd. Bem. üb. cimbrius).
Raniceps. „Präsence du | R. sur les cotes du Boulonnais", H. E. Sau-
vage, Bull. soc. zool. Fr. XIII 229—30. 1 Ex.; Nahrung Crustaceen.
ßregmaceros atlanticus, Abb., Goode u. Bean in Ag. „Blake" II p. 27.
Muraenolepis orangiensis, von marm. versch. durch: Höhe nur Vg Körpl. ;
(noch?) ohne Sq.; 65mm 1., Orange-Bai; Vaillant, Cap Hörn, p. 20 Tf. IV 2.
Chiasmodon niger, Abb.; Goode u. Bean in Ag. „Blake" II p. 29.
Brosmiculus g. n. Von Brosmius versch. durch Mangel des Bartels u.
der Gaumenzähne. Anus weiter vorn, A. so lang wie D. Br. imberbis, D. 58,
A. üb. 58; Sq. 81, 7/23; 2Ex. 159mm, Cap-Verd. I. 460m; Vaillant, Talism.
p. 292 Tf. XXV 4.
Sympodoichthys, Jugendstadium eines Gadiden, ausgezeichnet durch
Verschmelzen der beiden V. in e. langen Faden; 1 D. u. 1 A., Körper compr.
i\. sehr gestreckt (Höhe in L. 11). S. fasciatus 56, 50; Kopf 5-/3 in L. (ohne G.)-
D. beginnt üb. P.-Basis, A. unter dem 5. D-Strahl, beide von der köpf langen C.
etwas getrennt; V.-Enden bis zur C; Zähne schwach; schuppenlos, transparent,
7 Qb.; 45 m, Messina; Pacciolä, „Aununzio ittiologico", Natur, sicil. VII
p. 167-9.
Ophidiidae. Brotula jerdoni, 126, 95 ; Kopf 6, Höhe 5'/^ in Ttl. ; lila mit
schwarzen Bd.; 13 cm, Madras; Day, Supp. F. India, p. 804. Br. multibarb.?,
neu f. Ind. ; ebd.
Sirembo, dazu syn. Bathyonus (olim Bathynectes), viell. auch Dicrolene u.
Porogadus; Diagnose; Vaillant, Talisman p. 267. S. (Bathyn.) laticeps Gth.
(p. 386; p. 268 als guentheri sp. n.), 1 Ex. 17 cm, Cap Verde 3200 m; ebd. 268,
Taf. 24 F. 5. S. metriostoma, durch Präop.-Dornen ähnl. Dicrolene, nahe S. catena,
3 Ex. 136 mm, Banc d'Arguin u. Azoren, 1230— 1442 m; ebd. 270, T. 23, F. 3
(Thier, Sq.) S. muraenolepis n.sp. (p. 273; p. 386 mit Diplacanthopoma brachysoma
Gth. indentif) n. ähnl. metr., aber V. kürzer u. mit 2 (statt 1) Str., Sq. versteckter
Mx. länger, 2 (st. 1) Opdorn.; 2 Ex. 109 mm, Sudan 410 m; ebd. p. 273, T. 23
F. 4. S. micropkthalmus, Höhe Vio> Dicke V13 ^^^ ^- > Auge V20 Kpf 1. ; 3 Ex.
142 mm; Cap Verde 3200 m; ebd. 275, T. 24 F. 4. S. oncerocephalus, ähnl. Bath.
compressus (p. 387), 1 Ex. 22 cm, Cap Verde 3200 m; ebd. 277, T. 24, F. 6.
Barathrodemus manatinus, Abb.; Goode u. Bean in: Agassiz „Blake" p. 25.
Barathronus bicolor 86, Abb.; Goode u. Bean, in Agassiz „Blake" II 25.
Bythites crassus, sehr nahe Neob. grandis Gth., besitzt aber Dornen am
Präop.; Zähne auf der Zunge; 1 Ex. 30cm, Atl. Oc. 4255m; Vaillant, Talism.
p. 279 u. 387, Tf. XXV 1. Neobythites von B. nicht zu trennen, B. fuscus hat
auch Opdorn; ebd. 282.
Pteridium atrum, Bemerk.; Bellotti, Atti soc. ital. XXXI 222.
Dicrolene introniger, 41 Ex. 21 cm, Sudan u. Arguin 888 — 1495 Fd.;
Vaillant, Talisman p. 258, Taf. 23 F. 2 (Thier, Hirn, Otol., Sq.) Das Gehirn
mit ähnl. Anschwell, der Med. obl. wie bei Bathypterois u. Trigla, mit welchen
in der Ichthyologie während des Jahres 1888. 353
Gatt. Dicr. taktile Fäden der Brustflosse gemein hat. Schuppen zeigen e.
Uebergang von freien zu verborgenen Seh.
Porogadus nudus, nahe miles, aber ohne 3 Porenreihen, P. länger, 1 Dorn
des Suprascap. mehr, Abdominallänge (V. bis Anus) über Kopfl. (IV4); 4 Ex.
20cm; 2324 u. 3200 m bei Cap Verde u. Banc d'Arguin. Vaillant, Talisman
p. 262, Tf. 24, F. 2 (Thier u. Sq.) — P. subarmatus, Kopf kürzer, schwächer
bedornt u. grubig; 11 Ex. 20 cm, Cap Verde 3200 m; ebd. 265, Fig. 3 (Kopf, Otol.)
Aphyonus mollis, Abb.; Goode u. Bean, in Agassiz „Blake" p. 25.
Alexeterion g. n. (griechisch, bedeutet Amulet oder „Talisman"), nach 1 Ex.
42 mm 1. Nackt, Kopf kurz , Maul senkrecht [ähnl. Uranoscopus] feine Z. auf
Mndb. u. Intmx., Vomz. u. Pz. 0; Auge rudim., Bartel 0, Kiemenöffnung weit,
Membr. br. frei; Anus entfernt von der Kehle; D., C. u. A. vereinigt, P. deut-
lich, V. 0. Mit Bellotia viell. als Uebergang zw. den Brotulina u. Fierasferina
zu betrachten. A. i^tarfaiti, D. 48, A. 40; röthlich weiss; Atl. Oc. 5005 ra
Vaillant, Talisman p. 282, Taf. XXV 2.
Ophidium barb., reife Eier, 1 mm, leicht elliptisch, durch Schleimmasse ver-
bunden flottirend; von Scorpaena - Eiern kaum verschieden. Raffaele, M. z.
St. Neapel VIII 41.
Ophidium cervinum Abb.; Goode u. Bean in Agassiz „Blake" EL p. 26.
Genypterus chilensis. Färb, variabel, bis 45 cm, Caeca pyl. 10; Orange-Bai;
Vaillant, Cap Hörn p. 19.
Fierasfer acus, Eier meist elliptisch (0,9 mm 1., 0,75 br.), die Primordial-
flosse am Schwauzstiel gezackt (wie bei Coris), die Zacken durch eigenth. birn-
förmige Epidermiszellen verursacht, die Schleimz. gleichen. Der Dorsalfortsatz
der Larve ist anfangs eine Gefässbildung. Zu Fier. dentatus gehören wahrsch.
Eier 1,4 mm 1. u. 0,9 breit, Oelkugel roth (gelb bei acus) ; Larve 5 mm (acus 2,5),
mit kürzerm Vexillum, ohne birnf. Z. am Flossenrand. Die von Haeckel und
van Ben. beschr. Eier sind wohl Fierasfer. Raffaele, Mitth. z. St. Neapel
vin 39.
Fierasfer, gen. neu für Indien; F. homei, Madras; Day, Supp. F. I. 805
Ammodytes tobianus bei Portugal; Osorio, s. S. 326.
Maeruridae. „Anacanthini Gadoidei s. str. (d. h. excl. Gadopsis), welche
2 Dorsalen besitzen, die 2. sehr ausgedehnt, mit der A. vereinigt, ohne dass e.
distincte C. vorhanden wäre." Dazu gehören danach auch Strinsia, Melanonus
u. Muraenolepis, letztes G. e. Mittelform zw. Macr. u. Ophidiidae. Schlüssel
der typ. Gatt.:
Suborb. ant. nicht zum Präop. ; Z. gleichf., mehrreihig;
Bartel 0 Bathygadus
S. ant. nicht zum Präop. ; Z. gleichf., mehrr. ; Bartel vorh. Hymenocephalus
S. a. nicht z. Präop.; Zähne ungl., l^Reihe stärker od.
einreih.; B. bifid Macruronus
S. a. nicht z. Pr. ; Z. ungl.; Bartel einfach Coryphaenoides
Suborb. ant. durch e. rauhe Linie mit Präop. verbunden Macrurus
Mit Coryph. wird hierbei Chalinura u. Malacocephalus vereinigt gedacht.
Vaillant, Talisman p. 203-6.
Bemerk, üb. Tiefenverbreit. der Gattungen, Goode u. Bean in Agassiz
„Blake" II p. 26.
Flottirende Eier (1,62 mm) gefunden mit dicker Kapsel, welche hexag.
Arch. f. Naturgescü. Jahrg.1890. Bd.U. H.l. 23
354 Dl"- F. Hilgendorf: Bericht über die Leistungen
Vertiefungen u. dreikantige Höcker auf den Schnittpunkten der Leisten trägt.
Larve erzogen, diese wasserhell; Costa's Beschr. der Ovarialeier von Macr.
coelorh. passend; Raffaele, M. z. St. Neapel VIII 66, Tf. V 7, 8 (Sp. indet.
Nr. 4). — Ueber das Ei von Macrurus vergl. Hensen S. 321.
Macrurus. Einth. der 20 Sp. in 3 Gruppen: Schnauze kürzer oder kaum
länger als Auge (I u. II); D-Stachel ganz gezähnelt (I): sclerorh. Val, güntheri,
aequalis, zanioph , arm., bairdi, acrolepis; D-St. grösstentheils glatt (II): fahr.,
austr., coelorh., atlant., macrolep., carrib.; Schnauze deutl. läng, als Au. (III):
trachyrh., japon., macrochir, carmin., ? longirostris, '? asper; zweifelh. ob zu I
od. II: fasciatus. — Beschr. der Or.-Ex. von M. macrolepidotus Kp. u. Abb. der
Sq.; Vaillant, Talisman, p. 236, Tf. XXII 5. M. sclerorhynchus Val., 331 Ex.
27 cm; Marocco bis Cap Verde u. Azoren, 540-3655 m; ebd. p. 237, T. 22 F. 2
(Squama, Otol.) M. guentheri, für M. sclerorh. Gth. nee Val. (p. 386 ; p. 241 als
holotrachys Gth. bestimmt), 4 Ex. 36 cm, Marocco 2115-2200 m; ebd. p. 241,
T. 22 F. 3 (Sq.) M. aequalis Gth. (p. 386, p. 242 als smiliophorus n. sp.), 16 Ex.
25 cm; G. de Gascogne, Mar., Sudan, C.-Verd. I., 460-1319 m; ebd. 242-5,
T. XXII 1. (Thier, Otol., Sq.) M. zaniophorus, Stacheln der Sq. schlank u.
ohne Ordnung; 6 Ex. bis 43 cm, Marocco, Sud., Arguin 830— 1350 m; ebd. 245,
T. 22 F. 4 (Sq.) M. coelorhynchus, 40 Ex. 27 cm, G. de Gascogne bis Cap-V. I.
u. Azoren, 140-580 m; ebd. 247, T. 21 F. 3 (Otol., Sq.) M. trachyrh., 61 Ex.
43 cm, Marocco bis Cap-V. I. 405-1495 m; ebd. 250, T. XXI 2 (Otol., Sq.) M.
japonicus, dazu syn. ? occa (aber parall. versch. cf. p. 386), 37 Ex. 37 cm, Sudan,
Cap-Verd. I., 460-2220 m; ebd. 254, T. XXI 1 (Thier, Otol., Sq.)
Macr. caribbaeus, Abb.; Goode u. Bean in Ag. „Blake" II Fig. 202.
Coryphaenoides. Schlüssel der 19 Sp. : serratus, microlepis u. carapinus
mit unbewehrten oder cycl. Schpi).; die folg. Sp. mit gekielten od. cten. Seh.;
die 11 nächsten Sp. mit deutl, gezähneltem D-Stachel u. zwar mit Stirnbreite
grösser als Augd.: fabricii, asper, leptol., murrayi, variab., mit Stbr. kl. als Au. :
altipinnis, nasutus, sublaevis, serrul., affinis, (von rudis die Stbr. unsicher); mit
schwach od. nicht gez. Stachel: dentic, longif., asperr., gigas, sulcatus. — C.
sublaevis (p. 386; p. 225 als aequalis Gthr. vergl. Macrurus) nahe laevis Lowe,
welcher aber kürz. Bartel, D-Stachel glatt, 2 Reihen starker Z. im Intmx. u.
Auge grösser hat; 52 Ex. (incl mehrerer laevis) 43 cm, Marocco bis Cap-V. I.,
140- 2200 m. Vaillant, Talisman p. 225, Tf. 19 F. 2 (Thier, Schädel, Otol., Sq.)
C. asperrimus, 15 Ex. 301mm; Marocco, Azoren 1257— 1590 m; ebd. 231, T. 18
F. 2 (Thier, Sq.) C. gigas, die Dornen der Sq. in Längsreihen, 2 Ex. 73 cm,
Atl. Oc. 4165 u. 4255 m; ebd. p. 232, T. XX 2.
Malacocephalus laevis bei Portugal; Osorio, s. S. 326.
Hymenocephalus, dazu 10 sp.: ital., carin., occid., villosus, globiceps (diese
5 mit Dorn- oder Kielschpp.; bei 2 letzten Augd. kleiner als Stirnbr.); cavern.,
longifilis, dispar, filicauda (alle 4 mit Cyclsch.; nur filic. Augd. kl. als Stbr.);
Sq. von macrops unbekannt. H. italicus (syn. Malacoc. laevis Mor. nee Lowe),
1231 Ex. 183 mm; Marocco, Sudan, Cap-V. L, Azoren, 410— 2083 m ; Vaillant,
Talisman 210, Tf. 19 F. 1 (Thier, Otol., Sq.) H. globiceps Vaill. (p. 386; 214 als
crassiceps Gth.); an 1 Ex. durch Regeneration nach Verlust der Schwanzspitze
eine falsche C. gebildet (Abb.; auf e. ähnl. Deformation viell. Strinsia Raf. gegr.).
17 Ex. 35 cm, G. de Gascogne, Sudan, Az., 1139-2995 m; ebd. p. 214, T. XX 1
(Thier, Ot., Sq., Schwanz). H. longifilis (Batliyg. long. Gd. et Bn.), 50 Ex.
in der Ichthyologie während des Jahres 1888. 355
292 mm; Marocco, Sudan, 1084—1635 m; ebd. 2118 T. 23 F. 1 (Thier, Ot., Sq.)
H. dispar, ähnl. longif., aber Stirn nur Va Augd., V.-Faden länger, Bartel
kürzer; 1 Ex. 195 mm, Marocco 1105 m, ebd. 221, T. 24 F. 1.
Bathygadus melanohranchus. Ohne Bartel! D. 9/102, A. üb. 97; Sq.
140?, 7/17; C. pyl. 11 -[-15; rothe Körper der Schwimmblase pilzförmig ; 96 Ex.
bis 44cm ].; Marocco, Canaren, Sudan, 834 — 1590 m; zur Gattungsdiagnose:
Schnauze nicht vori'agend, Maul vorn u. seitlich; Augen klein oder mittel; die
2D. fast continuirlich. Kopf knochen weich cavernös. Vaillant, Tal. 206, T. 18
F. 1 (Otol., Sq., Schwbl., Thier). — B. arcuatus, Abb.; Groode u. B. in Ag.
„Blake" II F. 203,
Ateleopidae. Xenocephalidae.
Pleuronectidae. Bewegungsorgane; Am ans s. S. 318.
Eier u. Larven zwar stets flottirend, aber bei versch. Gatt, sehr ab-
weichend: 1 Oelkugel bei Rhombus, Rhomboid., Arnogl.; mehrere Gruppen von
Oelk. bei Solea; bei Pleuron. u. Pseudorh. ohne Oelk., Dotter bald homogen
bald blasig. Raffaele, Mitth. zool. St. Neapel VIII, p. 41. Wandrung des
Auges geschieht nach doppeltem Typus ; das Vorderende der Rückfl. dringt nach
vorn durch Verschiebung, nicht durch Bildung neuer Elemente; ebd. p. 53.
5 Sp. der Fam. in Gr. Egg Harbor, Bean, Bull. F. C. VII 134.
Pleuronectes [Rhombus] megastoma, Golfe de Gascogne bis Azoren, 60 bis
560 m; [Arnogl] grohmanni, Spanien bis Cap-Verd. I. 75 — 175 m; citharus
[Citharus ling.] G. de Gase. 99— 118 m; PI. sp. viell. [Rhomboidichthys] candidiss.,
G. de Gase. 600? m; Solea vulg., Span. u. Arguin 60 u. 235 m; S. lascaris,
Porto Praya, flaches W.; S. varieg., G. de Gase, bis Sudan 60 — 306 m; S. pro-
fundicola s. unten!; Ammopl. lacteus s. unten! Diese (9) Sp. wurden vom Trav.
u. Tal. 80—83 erbeutet. Vaillant p. 188—93.
Hippoglossoides platessoides häufigster Pleur. bei NW.-Schottl., 18 — 100 Ed.,
Günther, Pr. r. soc. Edinb. XV 216.
Rhombus laevis, Eier 1,3 mm (grösser als Rh. max.), die D. wandert erst,
nachdem das Auge seine Rotation (um 180") vollendet, nach vorn (wie bei Solea);
die Platessa pavonina Costa ist e. junger Rh. 1. Raffaele, M. z. St. N. VIII,
48 Tf. IV 12 (Ei), 18 u. 15 (Larve), 11 u. 8 (jung).
Rhombus maximus? Am 22. Aug. ein 5 mm 1. Ex. mit grossen senkr.,
dreieckigen Flecken in D. u. schwächer in A.; M'Intosh, „Notes mar. lab.,
3.: Postlarval Pleuronectid (Turbot?)", Ann. Mg. (6) II 469.
Rhombus norvegicus Gth., NW.-Schottl. 8—45 Fd., 9 cm 1. (3 Expl.), Beschr..
Günther, Pr. r. soc. Edinb, XV 217 (Ebd. Rh. megast. u. punct., Phrynorh.
unim., Arnogl. lat.).
Arnoglossus?, Larve von 5 mm mit langem Faden auf dem Scheitel ; spätere
Stadien mit säbelf. Stachel vorn. Die Peloria ruepp. hat 20 Str. mehr in D.
u. in A., sie u. Charybdia rhomb. Face, wahrsch. zu Arnogl.; Pel. heckeli wohl
(mit Emery) zu Rhomboid. podas gehörig. Raffaele, M. z. St. Neapel VIEE
49-53, Tf. I 30 (Ei), IV 20, III 12, 16, 18.
Pleuronectes cynoglossus, NW.-Schottl., 20— 100 Fd., laicht März; 1 Albino,
farblos, transparent; reife ^ mit schwarzer Lbd. entsprechend dem hint. Ovarium.
Günther, Proc. r. soc. Edinb. XV 219 (Ebd. erw.: PI. plat., limanda, microc,
Solea solea u. varieg.).
PI. flesus. „Flunder auf beiden Seiten gefärbt" aus tiefem Wasser, L. 1.
23*
356 Dr. F. Hilgendorf: Bericht über die Leistungen
über der P. stärker gebogen; Th. Cornish, Zoologist XII p. 108 (7 Zeilen). —
Plat. pavonina vergl. Raffaele bei Rhombus.
Solea. Eier u. Larven zweier Sp. („A" u. „B") beschr. Die Eier von S.
impar, vulg. u. kleini kaum verschieden; Micropyle öfter (ob Speciescharakter?)
aus 3 radiären Spalten gebildet; Oelkügelchen in Gruppen in der Dotterperipherie.
B. ist grösser u. heller als A. Raffaele, M. z. St. VIH 41-48; „A": Tf. I
32, 33, ni 4—9; „B": DI 17, IV 16, 19. Solea scheint der Typus der Fam.
zu sein, der palaeont. zuerst asymmetrisch wurde; darauf deutet die frühe Entw.
der Asymm. bei der Larve in Verbindung mit dem Bau der erwachsenen Solea
(asymm. Leibeshöhle, Vorkommen von Tastpapillen auf der Blindseite des Kopfes);
ebd. p. 54. Eine fraglich zu Solea gestellte Form (Sp. indet. Nr. 1); ebd. p. 63,
Tf. III 13 (Ei), 10 u. 11 (Larve).
Solea solea, das Aeussere der Generationsorg, von (^ u. $ kurz vor der
Reife (12/11) beschr.; Cunningham, „Reprod. org. of Sole" in „Notes on
Plym. f.", J. mar. biol. ass. Nr. 2, p. 248-50; künstl. Befr. vergl. ebd. 194.
Solea (Buglossus) profundicola, 84, 69; Sq. 31/127/49 (beiderseits ctenoid);
P. sind wenig sichtbar, 1 — 3 Str.; Krph. Vs <3ei' L.; Nase wie S. vulg.; roth-
grau; Vert. 8/34; 147 mm 1.; 5 Expl. Portugal, Cadix, Sudan, 250-1290 m.
Vaillant, Tal. p. 190.
Ammopleurops lacteus, Schpp. der anscheinenden L. 1. alle undurchbohrt ! ;
rechte V. wohl eher als verschwunden, nicht als mit der linken verschmolzen
zu denken, daher vieU. Amm. als Abth. von Aphoristia zu betrachten; 14 Ex.
Spanien bis Arguin, 60— 420 m; Vaillant, Tal. p. 192.
Plagusia (Ammopleui'ops), dazu Bibronia als Larve (Bibr. u. Peloria rüpp.
von Emery verwechselt). Raffaele, M. z. St. VIII 53.
I*hysostoini.
Allgemeines. Die Notacanthidae trotz mancher Aehnlichkeit doch nicht
hierher; Vaillant (s. S. 348).
Siluridae. Vergl, Eigenmann, südamerikan. Siluriden, S. 331.
R. u. 0. Ei gen mann, „American Nematognathi". Diplomystes, der noch
ein MaxiUare mit Zähnen u. nur 1 Paar Barteln hat, ist Arius verwandt und
dürfte der Stammform der Siluriden zunächst stehen. Der Weg, auf dem die
Einkapselung der Schwimmblase erfolgte, erheUt aus dem Vergleich zw. Hypo-
phthalmus mit Ageneiosus; der Fortsatz der Scapula zum Basiocc. ist bei Agen.
noch entfernt von dem lateralen Forts, der (gestreckten) Wirbel. Für die Ein-
theilung der amerik. Gruppen gilt folg. Schlüssel:
a) Schwimmblase einfach od. mit transv. Einschnürung (ausg. Agen.), ohne
Kapsel. Mund terminal, Darm kurz, in Längswindungen. Nackt od. mit
1 Reihe Platten. Diaphragma häutig. D. kurz, nur abdominal.
b) Op. u. Fettfl. fehlen. Die verschmolz. Wirbel bilden durch ihre Neural-
dornen e. Brücke zw. Occip.- u. D. -Platte. Caudalwirbel sehr comprimirt,
ihre Neuraldornen erweitert Bunocephälidae
bb) Op. vorh., beweglich; Fettfl. (normal) vorh. ; der Processus occip. bildet
zuweilen die Br. zur Dpi. Schwanzw. normal . . . Siluridae
aa) 2 Schwbl., rudim.; je 1 zu jeder Seite der verschmolz. Wirbel, ganz in
e. knöch. Kps.
in der Ichthyologie während des Jahres 1888. 357
c) Schwbl.-Kps. gebildet durch Scapula, den Forts, zw. Scap. u. Basiocc. u.
durch die lat. Forts, der verw. Wirbel, die Ausmünd. begrenzt von Sc.
u. den lat. Forts.; Fettfl. klein, D. auf vord. Körperhälfte, üb. d. A.;
A. laug Hypophthälmidae
cc) Schwk. geb. nur von den lat. Wirbforts.; Fettfl. 0, D. meist auf dem
Caudaltheil; A. kurz Pygigidae
ccc) Schwk. geb. v. Schädel u. Querforts, der vord. W. ; Diaphragma ganz od.
theilw. knöchern, geb. von der plattenf. Olavicula u. dem Scapulaforts.
d) Haut nackt; Mund unten, Unterlippe umgeschlagen, Z. zweispitzig, in
mehreren Reihen Argeidae
dd) Haut mit Knochenplatten.
e) Schwanzwirbel comprimirt; Neural- u. Hämaldornen breit, oben u. unten
eine contin. Brücke bildend. Hautkuochen in mehr. Reihen; Mund unten,
Untlipp. umgeschlagen; Z. rückwärts geknickt, nur 1 Reihe in Gebrauch,
zahlr. Reservez. in dem kastenförm. Intermax. u. Dentale. Darm zu-
sammengerollt. Schwbl. meist durch einen Kerb an der Temporalplatte
beim Anf. der L. 1. nach aussen mündend Loricariidae
ee) Schwanzw. normal; Hautku. in 2 Reihen; Mund terminal, Untlpp. nicht
umgeschl.; Sammetzähne. Schwbl. öffnet sich durch e. langen, engen
Schlitz in der Temppl. nach aussen ... ... CaUichthyidae
[Die Diplomystidae fehlen hier; wohl, weil von den Nematognathi ausgeschlossen.
Pygididae ist syn. für Trichomycteridae.] — Amer. Natur. XXII, p. 647 — 9.
Clariinae, Plotosinae -f- Chacinae.
Silur in ae. Silurus glanis. 1 Expl. aus der Wolga (0,43 m) zeigt zw.
den 2 Bauchflossen eine kleinere Mittelflosse ziemlich symmetrisch gebildet u.
gestellt. Die linke V. hat, wie normal, 12 Str., die rechte 10, die mittlere 10.
Eine Zerreissung der r. V. in 2 Theile mit nachheriger Heilung beim aus-
gebildeten Fisch ist ausgeschlossen. Der rechte Beckenknochen ist (hinten)
kleiner als der linke, der mediane Knorpel zur Aufnahme der Mittelflosse ein-
gebuchtet. N. Warpachowski, üb. e. Fall e. überzähl. Bauchfl. beim gem.
Wels (S. gl.); Anat. Anz. IH 379-81, Xyl.
Hypophthalminae. Hypophthalmus u. Helogenes edentatus, es giebt
nur je 1 Sp., Ei gen m. Pr. Calif. Ac. (2) I 120.
Bagrinae. Macrones, 5 sp. im Yantse-Kiang, Günther, Ann. Mg. (6)
1 430 (auch 1 Silurus).
Leiocassis fluviatiUs (nach Tickeil MS.), A. 11, nur 1 Paar Barteln (Maxillar),
2 schw. Flecken auf L. 1.; 9 cm, Anin-Fluss in Tenasserim; Day, Suppl. fish.
India, 805.
Akysis, gen. n. für Indien, A. pictus (83), Tenasserim, Day, Suppl. fish
India, 805.
Olyra longicauda, syn. elongata Gth., Day, Suppl. fish. India, 806.
Amiurinae. Ictalurus okeechobeensis (s. Ber. 87), zus. mit Huro dolomieui
in Florida, zuerst erwähnt (ohne Beschr. aber mit Tf. 18) in: Heilprin, Expl.
west coast Florida (Wagner's free inst, sc.) 1887, p. 51.
Siluridae s. str., hiei-von behandelt Eigenm. Günthers Pimelodina, Ariina,
Doradina.
Pimelodinae. Callophysus u. Perlnampus, nur je 1 Sp. !; Eigenm. Pr.
Cal. Ac. (2) I 120-1.
358 Dr. F. Hilgendorf: Bericht über die Leistungen
Pimelodina, 2 Sp. : flavipinnis u. nasus, Hinterkopf nicht comprimirt, Para ;
Eigenm., Pr. Cal. Ac. (2) I 120.
[Pimelodus Gth.] Luciopimelodus g.n. für Pimelodus pati u. platanus, 122.
[Pinielodus.] Pseudopimelodus, 3 subg. : Lophiosilurus, Batrachoglanis, Ps.
(s. Str.); 5 bek. Sp. u. Ps. (Ps.) acanthochirus , im Gurupa, Tajapurn, Tetfe,
Jutahy; Eigen mann, Pr. Cal. Ac. (2) I 122.
[Pimelodus Gth.] Rhamdia, 4 zweifelh., 15 bek., 3 n. Sp. in Südam. Rh.
obesa, Tefle (p. 124); poeyi, Goyaz, u. tenella, Cudajas, ebd. p. 127; zu Rh. auch
Notoglanis Gth.; zu Rh. sebae syn.: stegel., musculus, holomelas u. mülleri; zu
Rh. quelen: wuchereri, sextent., cuyabae. C. u. R, Eigenm., Pr. Cal. ac. (2) I
124-8.
Bhamdella g. n. für Rhamdia mit e. Fontanelle, welche bis zum Occiput
reicht u. hinter der Orbita e. Brücke hat; C. u. R. Eigenmann, Pr. Cal. Ac. (2) I
129 u. 172. In Südam. 5 bek. Sp. u. eriarcha, Rio grande do Sul, ebd. 129.
Von Mexico beschr.: Rhambdella petenensis Gth.; parryi, nahe jenynsi, Rio
Zanaleneo bei Tonala, Chiapas; ebd. 130, 172.
Heptapterus Blk. mit 3 Sp. u.
Nannoglanis Boulg. (1 Sp.), nahe Rhamdella, ebd. 172. (Vergl. unten
Nematogenyin ae.)
Pinielodella g. n., für Pseudorhamdia Stdchn. nee Blkr., typ.: Pimelodus
cristatus M. Tr. (syn. insignis, agassizi, ophthalmicus). Dazu 2 zweifelh., 11 bek.
u. 1 n. Sp. pectinifer, Campos; C. u. R. Eigenmann, Pr. Cal. ac. (2) I 132.
Pimelodus Lac. (restr. = Pseudarioides u. Pseudorhambdia Blkr.), 11 bek.
Sp. in Südam.; dazu blochi u. macrosp., welche Gth. zu Piramutana stellt; sehr
variabel ist P. clarias Bl. (syn. macul. , rigidus, blochii, arekaima Fig., ascita,
macronema, albicans Ltk. nee Val., pantherinus, piscatrix, macrospila, ebd. p. 134.
Gen. nov.? (ohne Namen) nahe Pimelodus, für Pirinampus agassizi Std.,
ebd. p. 135.
Conorhynchos (2 sp.), Bagi'opsis (1), Piramutana s. Pimelodus s. str.! (1),
Platynemati. (2), Phractoceph. (1), Eigenm., Pr. Cal. ac. (2) I 135—6.
Sciades (s. str.) pictus (syn. longibarbis); Sc. (sbg. n. Sciadeoides), Kopf
nebst Occipproc. mit dicker Haut, Kopf wenig länger als breit, typ. : Sc. marmor.
Gill; C. u. R. Eigen mann, Pr. Cal. ac. (2) I 136.
Brachyplatystoma [= Piratinga Gth.], 4 südam. Sp. : filam., Platyst. vaillanti
(syn. affinis u. mucosa), retic. u. rouss. (syn. goliath). Ebd. p. 136.
Duopalatinus g. n. sehr nahe Brachyplst., aber die inneren Intmaxzähne
nicht grösser und zurückkappbar , für emarg. C. V.; C. u. R. Eigenmann,
Pr. Cal. ac. (2) I p. 136.
Steindachneria g. n. für St. amblyurus (= Platystoma parahybae Std.
6. p.) u. parahybae Std., p. 137.
Gen. nov. (ohne N.), Palz. mit den Vomz. ein schmales zusammenhängendes
Band bildend; für Platyst. lütkeni Std.; C. u. R. Eigenm., p. 137.
Hemisorubim, Sorubim (dazu PI. luceri Weyenb. 77) u. Platysomati. mit
je 1 Sp.; 0. u. R. Eigenm., p. 138—9.
[Platystoma] Pseudoplatystoma mit fasciatum L. (syn. truncatum), fasc.
intermedium var. n. , fasc. tigr. C. V. u. Ps. coruscans (syn. pardale , orbign.,
forschhammeri) ; C. u. R. Eigenm., p. 138.
in der Ichthyologie während des Jahres 1888. 359
[Platyst.] Sorabiniichthys planiceps (syn. artedi w. ortoni), spatiila, gigas;
C. u. ß. Eigen m., p. 139.
Ariinae. Arius, Entwickl. u. Brutpflege, Fischerei; Jhering s. S. 316.
[Arius.] Tachisurus Lac, in Südam. 2 zwh., 39 bek. u. 5 n. Sp. Subg.
Galeichthys: T. lentiginosus, Panama (pag. 139) u. peruvianus. Sbg. Sciadei.-
(Gthr. Cat. No. 10— 23) 8 Sp. Sbg. Selenaspis 2 Sp. Sbg.?: luniscutis u. parkeri.
Sbg. Notarius: grandicassis. Sbg. Netuma: 8 Sp. Sbg. Hexanemati.: 9 bek. u.
2 n. Sp. jordani (? = assimilis J. et G. nee Gth.) Panama (p. 142) u. lomji-
cehpalus [Druckfehler 90 corrig.], Panama (p. 143). Sbg Tachis. (s. str.): 7 bek.
u. 1 n. Sp. ac/assizi, Rio Grande do Sul (p. 145). Sbg. Cathorops (82): hypophth.
u. 1 n. Sp. gulosus, Panama (p. 146). C. u. ß. Eigen manu, Pr. Cal. ac. (2)
I p. 139 — 148. Zu Selenaspis herzbergi syn.: Pim. argenteus Lac, pemecus
C. V., Hex. hymenorhinus. ; zu Sei. dowi Arius alatus St. Zu Tach. (s. s.)
fissus syn. ? puncticul. C. V. ; zu spixi syn. albidus, arenatus, laticeps. Ebd.
Diplomystes nur 1 sp. papillosus; syn.: ? chilensis L. u. Lac, Arius car-
charias Leyboldt (83), A, villosus, squalus, micropt., synodon Phil. 66. C. u. R.
Eigen m. Pr. Cal. ac (2) I 149.
Genidens genidens, einz. Sp., syn. Rh. laukidi Blk. e. p. Ebd. p. 148.
Ailurichthys, 2 atl. Sp. : marinus (syn. longispinis) u. bagre; 2 pacif. : panam.
(syn. nuchalis) u. pinnimacul. Ebd. 148.
Paradiplomystes 1 Sp. Ebd. 149
Bagariuae Gthr.
Doradinae Gth. Ageneiosus, 1 zwflh. Sp. (inermis); Sbg. Agen. (s. str.)
7 [8] bek. Sp. u. 1 n. atronasus, Hab.? (p. 149). Sbg. Pseudag. brevifilis u.
axillaris; C. u. R. Eigenmann, Pr. Cal. ac. (2) I 149 — 51. Ag. milit. Gth.
wird valenciennesi ; Ag. milit. Bl. wird armatus; sebae wird davalla, ebd.
Tetranematichthys, 1 Sp., 4-filis; ebd. 151.
[Euanemus Gth.] Auchenipterus, in Südam. nuchalis, fordicei (im Coari),
brachyurus; C. u. R. Ei gen mann, Pr. Cal. ac (2) I 151.
[Auchenipt. Gth.] Epapterus dispilurus [78], einz. südam. Sp., ebd. 172. <
[Auchenipterus Gth,] Felichthys Swainson (= Pseudauch. Blk.), 4 Sp.:
jequitinhonhae, flavescens (Rio San Francisco), affinis, nodosus. C. u. R. Eigen-
mann, Pr. Cal. ac. (2) I p. 152. — Auchenipterichthys 2Sp. : thoracatus u.
longimanus, ebd. 154. — Trachycorystes, 11 bek. u. 2 n. Sp. porosus, Brasilien;
analis, Arary?; ebd. 154 bez. 156. Zu galeatus syn.: maculosus u. immac. C. V.,
lacustris Ltk. ; ebd.
Centromochlus, Sbg. Centr. s. str. mit 6 bek. Sp. [u. Sbg. Glanidium Ltk.
cf. 1890] mit C. albescens. Ebd. 156.
Wertheimeria mit 1 bek. Sp., Trachelyopterus (1 mit var. n. maculosus),
Trachelyopterichthys (1), Asterophysus (1); ebd. 157.
Cetopsis, 6 bek. Sp. (zu subg. n.: occid. u. ventr.). Ebd. 157.
[Oxydoras Gth.] Hemidoras, Sbg. Hern. s. str. 11 bek. Sp. ; Subg. n.
Hassar, Schilder auf der vordem Körperhälfte rudim., Schnauze lang u.
konisch für orestes u. affinis. C. u. R. Eigenmann, Pr. Cal. ac (2) I 158.
[Rhinodoras Gth.] Oxydoras (s. str.) niger (syn. prionomus u. teffeanus)
u. kneri, Subg. Rhinod. d'orb. u. amazonum, ebd. p. 158.
Loras, in Südamer. : Subg. Lithodoras dorsalis (syn.: papilion. u. lithog.);
Loras s. str. uranoscopus, See Hyauuay (p. 159) u. 9 bek. Sp.; Sbg. Acanthod.
360 Dr. F. Hilgendorf: Bericht über die Leistungen
3 bek. u. spinosissimus, im Coary (p. 161); Sbg. Amblyd. (2); Sbg. Centrochir
(1); Sbg. Agamyxis (2); Sbg. Astrod. (4); 0. u. R. Eigenmann, Pr. Cal. ac.
(2) I 159—63. Zu Acantbod. calderonis syn. depressus; zu Amblyd. weddeli
syn. grypus; ebd.
Physopyxis lyra 82, einz, Sp. Ebd. p. 163.
Synodontis afro-fischeri, 1/7, 11, P. 1/7, V. 7 ; Mandbz. jederseits üb. 20
(weit unter Augd.); schwarz marmorirt; Victoria-Nyanza; Hilgendf. , Sitzb.
Ct. natf. Fr. 88, p. 77.
Rhinoglaninae Gthr. Malapterurinae Gthr.
Hypostomatinae Gth., hierzu gehören Eigenmann's Argiidae,
Callichth. , Loricariidae.
Argiidae [mit Gill] als eigne Familie betrachtet, enthaltend Arges
( 4 Sp.), Astroplepus (1), Cyclopium Swains. (statt Stygogenes, 2 Sp.) ; C. u. R.
Eigenmann, Pr. Cal. ac. (2) I 163.
Arges (hierzu mit Stdch. Brontes), A. prenadilla, syn. brachyceph. ; 163.
Cyclopium cyclopum Hmb., syn. humboldti; ebd. 164.
Callichthyidae [mit Grill] als eigne Fam., enthaltend Scleromystax (1 Sp.);
Cataphractus (statt Callichthys autt. e. p , welcher Name 1890 aber vom Vf.
restituirt wird, mit 2 Sp.), Hoplosternum (3 Sp.); Dianeraa (1); Brochis (incl.
Ohaenothorax, 5 Sp.) ferner Decap. u. Coryd. (s. unten); C. u. R. Eigenmann»
Pr. Cal. ac. (2) I 164.
[Callichthys.] Cataphr. callichthys (L.) (syn.: tamoata L., asper, caelatus,
laeviceps, loricatus, kneri, affinis, hemiphractus) u. areifer, ebd. 164. Hoplo-
sternum littor., thorac. (syn. longifllis, exaratus, chiquitos), raelampt.; ebd. 164.
Decapogon g. n. für- [Calli.] adspersus Std. Unterlippe mit e. Reihe v.
6 Barteln, Bauchfläche völlig gepanzert; C. u. R. Eigenmann, Pr. Cal. ac.
(2) I 165.
Brochis taiosh Cast. ein sbg. n.?, Br. (Chaen.) bicar. u. semiscut., Br.
(s. Str.) dipterus u. caerul.; C. u. R. Eig. ebd. 165.
[Callichthys *** Gth.] Corydoras (syn. Gasterodermus Cp.), 11 bek. Sp. n.
hastatus, 22 mm 1., Villa Bella; C. u. R. Eigenm., Pr. Cal. ac. (2) I 166. C.
paleatus, syn. punctatus Val. nee Bl., marm. Std.; C. punct., syn. ambiacus 71;
C. trilin., syn. agassizi; ebd.
Loricariidae [mit Gill] als Fam. betrachtet, vorläufig nur das Genus
Plecostomus [excl. Pseudaucistrus] behandelt; der Liste der Sp. ein Schlüssel
beigefügt. PI. (s str.) hat 25 Sp., davon neu: limosus, Rio Grande do Sul
(p. 167); PI. commersoni scabriceps var. n., Sao Matheos (168); PI. macrops, Rio
dos Velhas (p. 170); vermicularis, nahe lütkeni, Rio Parchyba, Rio Janeiro etc.
(p. 171); seminudus, Brasilien? (169). Subg. [1889 genus] Cochliodon (1 Sp.),
endlich
Neoplecostomus sbg. n. [1889 genus] p. 171 für PL microps Std., gra-
nosus e.V. u. ? watwata Hancock; C. u. R. Ei gen mann, Pr. Cal. ac. (2) I
167 — 71. Bezügl. der Syn. ebd.: emargin., syn. horridus, scapularius, tenuicauda
[u. sqnalinum cf. 1890]; syn. zu commersoni: punct. C. V. nee Gth., spiniger 70;
zu PI. commersoni var. affinis Std. syn. punct. Gth. [cf. 1890] ; PI. plecostomus,
syn. guacari Lac, verres, bicirr., brasil.; PI. robini C. V. nee. Gill, syn. unae Std.
Nematogenyinae, zu den Pimelodinae kommt Heptapt. u. Nannoglanis
(vergl. oben).
in der Ichthyologie während des Jahres 1888. 361
Trichomycterinae. Stegophilinae.
Scopelidae. (Chlorophthalmus.) Aulopns agassizi (Chi. ag. Bp.); 70 bis
209 mm, 34 Expl. ; CapVerd. I., Sargassosee, Azoren, 405— 1440 m; Bern, über
Eingeweide etc.; Vaillant, Talisman, p. 121— 4, Tf. XII 3 (Otolith, Schuppen);
Mit Aul. vereinigt Vaillant Chlor, wegen Geringfügigkeit der Unterschiede.
Bathypterois dw&ms, 70 Expl. 116— 243 mm, Westafr. 834— 1635 m; Bern,
üb. Anatomie der taktilen P.-Str. (s.Ber. 87), Abb. des Thieres Tf. IX 1, Schulter-
gürtel u. Tast-Ende der V. XII 4, Darm XIV 4, Gehirn u. Otolithen XV 4;
Variation in Form der'Flossenstrahlen. Aehnl. longipes Gthr., aber A.9 (statt 10),
V. 8 (st. 7), untere P. 10—12 (st. 7—8). Vaillant, Talisman p. 124-34.
Benthosaurus grallator 86, Abb.; Goode u. Bean in Ag. „Blake" 11,
Fig. 218.
Bathysaurus, Uebers. d. Spec, Darmcanal; ohtusirostis p. 136, Taf. X 2 u.
XIV 3 (Darm), p. 385 mit mollis Gthr. identif., 1 Ex. 50 cm, Cap Verde 3665 m.
B. agassizi (p. 385 mit ferox Gth. ident), 1 Ex. 46 cm, Marocco 2200 m; p. 139,
T. X 1, Vaillant, Talisman. — B. agassizi, Abb.; Goode u. Bean in Ag.
„Blake" II Fig. 216.
Scopelus, Leuchtorgane; Emery, s. S. 279.
Scopelus [Myctophum] veranyi, 11 — 12, 21 — 22; L. 1. 40—43; nahe humboldti,
aber Nackenprofil ohne Krümmung, comprimirter (Dicke in Höhe fast 2),
Schnauzenspitze vor dem Augencentrum, P. höher eingesetzt, obgleich die Mittel-
linie V. Schnauzsp. zur Schwanzmitte über, bei humb. durch die P. geht, P. bis
zur Mitte der V., Sehuppenschild der V. viel grösser (üb. ^4 <i6r V.); 12 cm,
Nizza; E. Moreau, „le Scopele de Verany", Bull. soc. philom. Paris (7) XII
Nr. 3 p. 108— 111. — Sc. mülleri, Abb.; Goode u. Bean in Ag. „Blake" II
p. 33. — Sc. elongatus, Bemerk.; Bellotti, Atti soc. ital. XXXI p. 225. —
Sc. gemellari, 6 Expl. 40— 108 mm; Westafr., 550— 1635 m; die Bestimmung der
kleinern Ex. zweifelh.; Vaillant, Talisman p. 117.
Neoscopelus macrolepidotus , 2 Expl. 225 mm, Marocco 1350 — 1590 m; die
Gattung aufrecht zu erhalten, weil Schwimmblase vorh., die 4 ersten D-Str.
unverzweigt und starr. Bemerk, üb. Eingeweide; Farbe lebhaft blau und roth;
Vaillant, Tal. 119, Taf. IX 2 (Schuppen).
Plagyodus ferox, bei Island (Karlsöfjord) fast 2 m 1., auf der Oberfläche
treibend. Nature Vol. 38 p. 349.
ScopHogadus g. n. Scopelidarum Vaillant, Tal. p. 141. Siehe Melamphaes
(Berycidae).
Cyprinidae. Gehirn mehrfach erw. von Goronowitsch, s. S. 288. Ent-
wickl., Reinhard, s. S. 308. Variation der Flossenformel, Knauthe s. S. 317.
Ertragen von Kälte, derselbe S. 319.
I. Catastominae.
II. Cyprininae. Cyprinus carpio. Rückenmark, St. Remy, s, S. 293;
Schwimmblase, Corning, S. 298; Ernährung, Susta, S. 321.
Carassius carassius in Portugal 40Vo" N., Osorio, s. S. 326. — C. auratus
Muskelhistologie, Schneider, S. 281; Gehirn, Bellonci, S. 292.
Labeo forskali im Victoria-Nyanza, Hilgdf., Szb. natf. Fr. 78.
Lobochilus falcifer [Tyloguathus] Hautsinnesorgan; Leydig s. S. 279.
Crossochilus monticola; 11, 8, Sq. 42, 7t> einfarbig; 17 cm, Gebirgsfluss,
362 Dr. F. Hilgendorf: Bericht über die Leistungen
der in den Ichang - Strudel des Yangtse-Kiang fliesst; Günther, Ann. Mg.
(6) I 431.
Oin-hina fulungee, syn. angrioides Jerdon; Day, Suppl. f. Ind. 807.
(Capoeta) Scaphiodon irregularis, syn. Cirrhina afghana Gth, 87; Day,
Suppl. f. Ind. 807.
Barbus trimaculatus, B. (Labeob.) nedgia?, B. sp. (nahe gobionoides und
iuermis) im Victoria- Nyanza; Hilgendorf, Sitzb. Gr. natf. Fr. 88, p. 78. —
Barbus, Schwimmblase; Corning, s. S. 000.
Diptychus kessleri, Vs— qj ^s! ^- ^- 87—95; von den 2 Sp. mit rud. Sq.
durch gross. Augd., Formel u. Farbe von dybowski noch durch kürz. P., von
przew. durch spitzen Caudallappen u. weite Entf. der Spalte von der P., sowie
nur 5 Schuppenplatten (bis A.) in der Spalte versch.; Berg-Fluss Tschirtschik
(Nfl. d. Syr-Darja), 20 cm. M. D. Russki, „üb. eine n. Fischart aus Central-
Asien", Zool. Jahrb. (Syst.) III 795-801, Taf. 29.
Gobio fluv., Flossen der leichenden $ roth; frisst Fischlaich und Brut;
Variation, Krankheiten, Knauthe, Zool. Gart. XXIX 248.
Pseudogobio (Sarcochili.) maculatus; 10, 8; Sq. 41, *j^; schwarze unregel-
mässige Flecke; 8 cm, Yangste-Kiang; Günther, Ann. Mg. (6)1432. Beschr.
von Ps. productus, der ebendort; ebd. 431.
Rhinogobio cylindricus; 11, 8; Sq. 48, Vt» von Rh. typus versch. durch
Augd. Vs B[pfl. u. nackte Unterbrust; 10 cm, Yangtse-Kiang; Günther, Ann.
Mg. (6) I 432.
Acanthonotus g. n. (nach Tickell's M. S.); Mund bogenf. , endständig,
Barteln 0, Augeulied 0. D. zieml. kurz, kurz vor V. beginnend, mit starkem
gesägten und davor mit einem kleinen, nach vorn gerichteten Stachel; A. kurz.
Sq. gross, keine Analscheide von grösseren Sq.; L. 1. vollständig, in der Mitte
des Schwanzstiels [n. praecocc, 1889 durch Matsya Day ersetzt]. A. argenteus
Vs, 7; L. I. 30, [tr. ca. ^4 nachXyl. 89]; silbrig, oben dunkler, D. roth, andre Fl.
gelb; 13 cm, häufig in Tenasserim. Day, Suppl. F. India, 807.
III. Rhotei. IV. Leptobarb. V. Rasborinae. VI. Semiplot.
VII. Xenoscypi. VIII. Leuciscinae. Leuciscus nxtilus, Schwimmblase;
Corning s. S. 298. L. cephahis, Nervensystem; Steiner, S. 284.
Telestes agassizi in Schlesien; Knauthe, Z. Gart. XXIX (s. S. 325).
Phoxinus. „Ueb. die in Russland vorkommenden Arten der G. Phox." von
N. "Warpachowski (Erschienen April 87). Nur Ph. laevis (im ganzen Gebiet
u. in Turkestan) und stagnalis 86 (Kasan) im eur. R., die übrig. 10 Sp. meist
im Altaisch-Sajanischem Gebirge (bis 70" N.). 6 sp. n. (D. stets 7?; A. Vt' ^^i
sab. u. var. 7—8). — Ph. strauchi, Sq. 85, 28 (bis zur V.) ; Höhe 5,2 in Krpl. (ohne
C.) und 1,25 in Schwanzstiel, Kpfl. in Krpl. 4; Kpfh. 1,5 Breite 2, Augd. u.
Schuzl. 4, Stirn 3 in Kpfl.; Irtischzufl. — Ph. sabanjewi, (p. 535), 83—5, 30—2;
H. 3,7 in L. u. 0,77 in Sst.; Kpfl 3,5 in L., Kpfh. 1,4 Br. 1,7, Au. u. Snz.
3,6 in Kpfl.; Stirn 1,25 Augd. Ostabh. des Ural. — Ph. altus, 78—83, 32—6,
sehr nahe sab., aber H. 3,4 in L. und Au. 3,8 — 4,4 in Kpfl.; Jenissei-Zufl. —
Ph. suhlaevis, 82 — 92, 26 — 31 ; subcylindrisch, H., Kpfl. u. Szst. 4,4 in L. ; Kpfh.
1,5, Br. 1,7, Au. = Snz. 4,7—4,1 in Kfl. ; Lena-Zufl. - Ph. variahilis (p. 536),
81—7, 30—4. Corpore crassiusculo , H. 374—4, Kpfl. 3,5 in L.; Szst. 0,85—71
in H.; Kpfh. 1,5, Br. 1,75, Au. = Snz. 4,6—3,9 in Kpfl., Stirn 1,7—1,3 Aud.;
Ob-Zufl. — Ph. kuldschiensis, 90, 35; (wie die 3 ersten Sp.) comprimirt. H.
iu der Ichthj'ologie währeud des Jahres 1888. 363
u. Schwst. 4, Kpfl. 4,2 in L.; Kpfh. 1,5, Br. 1,9 in Kpfl.; Au. = Schnz. 4,25
in Kfl.; Stirn 1,25 Aud. Nahe Poljakowi und auch im Balchasch-Becken.
Einige dieser Sp. bis 20 cm 1. Bekannt sind aus Sibirien noch : lagowski (Lena,
Amur), czekan. (Amur), perenurus (Ostsib.). — Bull. acad. sc. Petersb. XXXI
Nr. 4. p. 533-36 (abgedr. in Mel. BioL).
Notropis (s. str.) arge Cope ist von atherinoides versch., Everm. u. Jenk.
(u. Jordan), pr. n. m. XI 47.
Tinea, Schwimmblase; Corning s. S. 298. Muskelstruktur, Gebuchten,
1 S. 281.
IX. Rhodeinae. Rhodeus amarus, Gehirn; Edinger s. S. 291. Grosse
Expl. (10 cm) laichten 20. Juni, nach 23 Tagen verlassen die ersten Jungen
(1 cm 1. mit Dottersaok-Rest) den Unio, nach 35 T. 2 cm l, aber noch von
geringer Körperhöhe; F. Richters, „Zur Fortpflanzung des Bitterlings", Zool.
Gart. XXIX 42—45.
X. Danioninae. XI. Hypophthalmichthyinae.
XII. Abramidinae. Leucaspius delin. in Schlesien, Hornknötchen
während der Laichzeit bei $ u. (^, meist nur am Untkfr. ; Kuauthe, Zool.
Gart., Jg. 29, p. 188 (vergl. oben S. 317).
(Osteobrama) Rohtee cunma (nach Tickell's MS.) „Barteln rudim. oder 0;
D. 3/9, A. 30, L. 1, 44, Moulmein; Day, Supp. F. India 807.
„Hemiculter u. Hemiculturella", Warpachowski (vergl. Ber. 87 S. 359)
reprod. in Mel. Biol. XII 691.
Hemiculter leucisculus, Ex. vom obern Yangtse-Kiaug mit breiterm Suborb.
u, V. theilweis unter D. ; Günther, Ann. Mg. I 433.
XIII. Homalopterinae. Homaloptera fimhriata, 11, 7, P. 19, V. 11
Schnauze spatelf., so lang als breit; Mund gefranzt; 12 cm Yangtse-Kiang;
Günther, Ann. Mg. (6) 1 433.
XIV. Cobitidinae. Misgurnus mizolepis, 7—8, 8—9; Sq. 13/10!, Barteln 6/4;
graue Längsstr. nach den Schuppenreihen; 17 cm, Yangtse-Kiang; Günther,
Ann. Mg. (6) I 434.
J. Paneth, Ueb. dus Epithel des Mitteldarmes von [Misg.] Cob. fossilis. —
Nach Leydig u. Edinger soll das Ep. fehlen; es fällt aber nur sehr leicht ab
(durch Alkohol vollständig fixirbar). Also hier kein Beispiel dafür, dass die
Athmung vom Ep. unabhängig ist. — Centralbl. f. Pbysiol. 11. S. 485—6.
(Nemach.) Cobitis barbatula; eigenth. Fettzellen; Rabl-Rückh. s. S. 277.
Nemachilus xanthi; 12, 7; 11 cm, Yangtse-Kiang; Günther, Ann. Mg.
(6) I 434.
Nemachilus, hiermit vereinigt Herzenstein (mit Day) Diplophysa Kssl.,
weil das Kennzeichen einer theilsweis freien Schwbl. zu unnatürl. Abgrenzungen
führt. Grosse Variabilität der hochasiatischen Nem. innerhalb der Art. Bei
einigen Arten eine hornige Kieferscheide u. ein Knochenstachel in der D., beides
für Cobitidinae auffällig. Die Darmwindungen (Tf. VIII) nach den Arten, aber
auch individuell sehr mannigfach. Schlüsse der 17 behandelten Sp. p. 13. —
N. stoliczkae Std., dazu als var.: tenuicauda Std. 66, (griffithi Gth. 68], urano-
scopus Kssl. 72; viell. syn.; galilaeus Gth. 64, microps Std. 66, aber rupecola
M'Cll. versch. ; als neue var. od. subsp. : N. st. leptosoma, productus, crassicauda,
brevicauda; weiteste horiz. u. vert. Verbreit, unter allen hochasiat. Nem.; p. 14
bis 27, Tf. I F. 2—5, III 1-4, 6, VH 3, 4, VIH 12. — N. alticeps, Scheitel
364 Dl'- F. Hilgendorf: Bericht über die Leistungen
hinter den Augen gewölbt, (Kopfhöhe gleich od. üb. Breite), Untkfr. löffelf. aus-
gehöhlt, V. weit hinten, sonst ähnl. dorsonot.; 65 mm, Sümpfe am Kuku-nor;
p. 28, T. VI 3. — N. dorsonotatus Kssl. von stol. haupts. durch Abflachung des
Untkfr. -Randes versch., 3 Formen: N. dors. (s. str.), retropinnisn. plagio(jnathus;
p. 30-35, T. III 5, V 5, VII 2, VIII 14-16. — N. Chondrostoma, ob zu dorson;
zu rechnen?, Darmschlingen zahlreicher; 95 mm, Fluss Bajan-gol; p. 36 T. III 7.
— N. robustus Kssl. 76., dazu var. brachypterus ; p. 88, T. V 1. — ISI. kunges-
sanus Kss. (als Diploph.), durch stark comprira. Schwanz von strauchi versch.,
2 Nebenformen: orientalis (T. VI 2j, elongatus (V 3); p. 41—46, T. V 2, 3, Vf
2, 4, VIII 11. — N. strauchii K. 74 (Diploph.); mit var. papilloso-labiata Kss.
(die Pap. nur aus den Runzeln herausgebildet) u. var. transiens (nahe bombifrons) ;
Expl. mit [Psorospermien-] Knoten beob.; p. 46—53, T. VI 5. (pap.-lab.) —
N. (Diploph.) sderopterus, vertritt im östl. Hochasien den ISl. strauchi, aber
Schwanzstiel couprimirt (statt rundl. oder depr.) u. ein D-strahl stärker ver-
dickt; 178 mm 1., p. 54 (u. 13), Tf. VI 1. — N. dalaicus K. (als Dph.) beschr.;
(p. 58—60. — N. intermedius K. (Dph.), ob wirkl. mit theilweis freier Schwbl.?
Wenn keine Diplph., so von dorsonot. kaum (durch stärker conprim. Schwanz)
verschieden; p. 60. — N. siluroides, Schwbl. ganz eingekapselt, Schwanzstiel
stark deprimirt, kürzer als Kopf; 355 mm 1.!, im Chuan-che bei Guidui, 7000' h.;
p. 62 64, T. VII 1, VIII 10. — N. stenurus, Schwbl. ganz im Knochen;
Schwanzstiel niedrig u. lang; ob gleich tennis Day, welcher längere Barteln
hat? 155 mm, Quellgebiet des Yautsekiang 12700'; p. 64, T. I 1. — N. bombi-
frons, Schwbl. hinten frei, Schwanzst. stark deprim., 3—4 mal länger als Kopf,
Kopf (bei altern) hinter d. Augen geschwollen; die Höcker am u. hinter dem
Kopf fehlen der var. incipiens; 237 mm, Tarim-Becken ; p. 67—74, T. II 2, IV 2.
— N. yarkandensis Day 76, Schwanzst. kürzer als Vs KrpL, P. aussen zugespitzt
(am 3.-4. Str.), Schwbl. ganz im Knochen; forma longibarbus (T. IV 1), brevi-
barbus (II 1), macropterus (VII 5), westl. Tarimbecken bis östl. Hochasien; p. 74
bis 80. — N. labiatus K. (Diplph.), die hintere Nasenöffn. ist bei dieser u. den
2 folg. Sp. entfernter von der vord. als vom Auge ; forma conjungens (T. IV 5) ;
Gebiet des Balchasch u. Ala-kul; p. 81— 85. — N. (Dipl.) nasalis K. 76, beschr,,
p. 86— 87. — K (Dipl.) microphth. K. 78; p. 88-91, Tf. IV 3. Herzenstein,
Przewalski's Reisen, Zool. Th., Fische p. 1—91, Tf. I— VIII.
Lefua n. n. für Octonema Hrzst. 87 nee v. Mart. 68; Herzenstein,
"Wiss. Res. Przewalski Central-Asien, Zool. Theil III Abth. 2 (Fische), S. 3, Aum.
Kneriidae.
Characinidae. Alestes (Brachyal.) rüppelli im Victoria-Nyanza, Hilgdf.,
Szb. natf. Fr. 78.
Elopomorphus orinoc. 87; Stein dachner (Ichth. B. XIV), Szb. Ak. Wien,
Juli 87, Bd. 96, Abth. I, p. 66, Taf. II 2.
Cyprinodontidae. Bean, Gr. Egg Harbor Bay, erwähnt: Fund, majalis,
Inciae (jetzt vermisst), heterocl., diaph.; Oyprinodon varieg., Lucania parva
(Taf. n 18); Bull. Fish. C. VH 147—8.
Fundulus (Nothobranchius) orthonotus var. mit weiss. Lbd. in A., C, V.,
Victoria-Nyanza ; Hilgendorf, Szb. natf. Fr. 78.
Heteropygii. Typhlichthys subterr., Abb.; Girard, Le Naturaliste 88
p. 107.
in der Ichthyologie während des Jahres 1888. 365
Chologaster sp. n. im Lake DrummOnd (Virginia); Jenkins n. Everman,
Amer. Natur. XXII 937 (9 Zeilen).
Umbridae. Dalliidae.
Scombresoeidae. (Beloue) Tylosiirus gladius [raphidoma], juv. 16 cm,
beschr., bis Egg Harbor 39° N.; Bean, Bull. Fish, C. VII 146, Taf. II 15 (auch
T. marinus erw.). Vergl. bei Exoc.
Hemirhamphus roberti, bis 39° K, juv. 6 cm (Abb.); Bean, ebd. VII 147,
Taf. III 16.
Exoeoetus volitans, künstl. Befr. Juni u. Juli; bei Belone desgl. März bis
Mai; Lo Bianco, M. z. St. !Neap. VTII 434. — E. altipinnis n. f. Indien; Day,
Supp. f. Ind. 807. — Ueb. den Flug von Ex. vergl. Amans u. Lippe rt, S. 318.
Esocidae. Esox, Herznerven, Käsern, s. S. 296; Schwimmbl., Corning,
S. 298; Pseudobr. u. Kiemengefässe, Maurer, S. 296.
Esox reticulatus, juv. 9 cm, Zeichn. noch wie lucius; Bean, Bull. F. C. VII
147, Taf. I 17.
Galaxidae, Farn, neu für Indien; Gralaxias indicus, 13, 18; D. u. A. be-
ginnen am Anf. des letzten Drittels der Ttl.; V. halbwegs zw. Auge u. Ende
der Analbasis; Kopf S'/,, Höhe 11 in Ttl.; 5 cm, Littoraldistricte von Bengalen
u. Madras. Day, Suppl. Fish. Ind. 806, Xyl. — Ebd. wird nach e. Zeichnung
Elliot's ein ähnliches Fischchen von "Waltair erw., etwas höher, D 17, A. 24,
aber ohne V.(?).
Galaxias maculatus u. ?attenuatus (pull.), Süssw. der Orange Bay; Vaillant,
Cap Hörn p. 18, 19.
Mormyridae. Mormyrus longibarbis, 22, 28, Sq. 58, 11/11, nahe usheri,
aber Kinnzapfen fast von Schnauzenlänge u. P. kaum 7$ Kopfl., Victoria-Nyanza
(wo auch oxyrhynchus) ; Hilgendorf, Sitzb. Gr. natf. Fr. 88 p. 78.
Sternoptychidae. Damit zu vereinigen die Stomiatidae; Vaillant,
Tal. p. 21 Anm. Malacosteus ist eine Zwischenform beider Farn.
Sternoptyx diaphana, Marocco u. Azoren, 1123 u. 1792; Vaillant, Tal.
102. — Abb.; Goode u. Bean in Ag. „Blake" n p. 22.
Argyropelecus hemig., G. de Gascogne bis Canar. I., 8 Expl. 741 — 1534 m;
doch wohl wirkl. Tiefseefisch; 1 Expl. mit reifen Eiern (3 mm), daher nicht
Larvenstad. v. Zeus. — A. olfersi, 2 Expl. 950 u. 1615 m, Portugal; Vaillant,
Tal. 103—4.
Sternoptychides g. n. sehr nahe Argyrop. u. Sternoptyx; Pseudobr.
vorh.; Kopf u. Rumpf sehr hoch u. comprimirt; Intmx. , Max. u. Mandb. mit
grossen, gekrümmten, weitläuft. Z.; Mndb. mit 1 sehr langen Z. jederseits;
2 Reihen Leuchtorg. unter Kopf, Rumpf, Schwanz. St. amabüis, 5/11—12, 13;
5 cm, am Strande von Lord Howe Isl. [32° S.] ausgeworfen. J.Douglas
Ogilby, Pr. Linn. s. NSW. [2) III 1313 („n. g. and sp. of deep-sea fish").
Maurolicus parvipinnis, D. 6, A. 7; Fettfl. lang ('/t Körpl.) u. nur Vs ^o
hoch als 1., sonst ähnl. ameth.-punct.. Orange Bai, 5 cm; Vaillant, C. Hörn
p. 17, Tf. II 3. — M. pennanti, üb. die sog. Leuchtorgane; Prince, Rep. Brit.
Ass. Adv. Sc. 1887 p. 769. (Vergl. S. 279).
(Coccia.) Ichthyococcus ovatus, 2 Ex. Marocco u. Portugal, 2030 u. 950 m ;
Vaillant, Tal. 104, Taf. XIV 2.
Neo Stoma g. n. = Gonostoma e. p. für die Sp. ohne Sq. u. mit kleinerem
Suborbitale; dazu G. gracile u. elong. Gthr. — N. bathyphüum (1884 provis.),
366 Dl"' F. Hilgendorf: Bericht über die Leistungen
nahe gracile, aber weniger A.-Str. u. gross. Eettfl., Golfe de Gascogne u. Azoren,
1420— 2285 m; N. qiiadrioculatum, Golfe de Gascogne bis Gap Verde u. Azoren,
30 Expl. ai;s 950—4415 m. Vaillant, Talisman p. 96—101, Taf. VIII 1 bez. 2
u. p. 385.
Cyclothone hisca [= Gönostoma micr.], Abb.; Goode u. Bean in Ag.
„Blake" II p. 22.
Gönostoma denudatum, Westafr. 460— 1180m; Vaillant, Tal. 102.
Chauliodus sloani, Marocco 1123 m; Vaillant, Tal. 102. — Abb.; Goode
u. Bean in Ag. „Blake" II Fig. 214.
Opisthoproctus g. n. Comprimirt, schuppenlos (?) ; Schwanzstiel aufwärts
geknickt!, daher A. nach hinten u. C. nach oben gerichtet u. After an der hint-
unteren Ecke; P. u. V. gut entw.; die platte Unterfläche schwarz mit Silber-
flecken; zahnlos? Die Mandb. umfasst die Oberkieferlade, Nahe Ichthyococcus.
— 0. soleatus, 10, 17; schwarze Mascheuzeichnung; 1 Expl. 22 mm 1., Marocco,
2030 m. Vaillant, Talisman p. 105-8, Taf. XIV 1.
Stomiatidae. Vergl. oben bei Stemoptychidae.
Malacosteus niger, Abb., Verwandtschaft unsicher; Goode u. Bean in
Ag. „Blake" II p. 35.
Malacosteus choristodactylus , nahe niger, aber 1/14, 1/14; Bemerk, über
den Musculus genioglossus, der fälschlich als Bartfaden betrachtet wurde, wes-
wegen die Gatt, zu Günther's Scopelidae [wohl Schreibfehler für Sternoptych.]
zu stellen; Bern, über die Leuchtorg. , auch etwas Histologisches. 3 Expl.,
156mm; Marocco, Azoren, 1400-2220 m; Vaillant, Tal. p. 108-12, Taf. VIII 4.
Eustomias g. n.; 1 sehr langer Lingualbartel ; D. nahe der C., V. mit
abgesondertem, längerem Untertheil, P. vorhanden; Intmxz. u. Mudz. gross, ein-
reihig, Gaumenz. 0, sehr grosse „crochets" auf der Zunge; Haut nackt; viele
kleine Leuchtorg. längs dem Körper, 1 supramaxillares (unter d. Auge) grösser.
Eu. obscurus, 1 Ex. 165 mm; Azoren 2792 m; Vaillant, Talisman p. 112— 5.
Taf. Vin 3.
Stomias boa, dazu syn.: barbatus u. ferox; 11 Expl. G. de Gascogne bis
Cap Verde, 405— 1800m; Vaillant, Tal. p. 115—7.
Salmonidae. Salmo, Entwickl. (S. fario), Henneguy, s, S. 300; erste
Furchuug, Hoff mann S. 300; Entw. des Bindegewebes, Czermak, 276; Gehirn-
entw., Goronowitsch, 288; Gehirn, Edinger, 290; Lobi opt., Auerbach,
291; Schwimmblase, Corning, 298; Kiemen, Pseudobr. u. deren Gefässe,
Maurer, 296; Ertragen von Wärme, 319; Doppelmissbildung, Quatref., 320.
Vergl. bei Fischerei : 6. Rep. Fish. Board Scotl.
T. H. Bean, Distribution and some characters of the salmonidae (Vortr.
vor Biol. soc, Washington, Febr, 88), Amer, Naturalist XXII 306—316. Abb.
V. Coreg. clupeif. (cop. nach Goode, Fisheries of U. S.), albula, Oncorh, chouicha
(? nach G.), nerka (n. G.), Salmo irideus, salar (n. G.), purp. (n. G.), Salv.
namaycush, malma, fontin. (alle 3 n, G.). Auch bei Salv. fönt, kommen zuweilen
Hyoid-Zähne vor. Ob Rhabdofario ein Salmonide, ist zweifelhaft.
V. Fatio, Bem. über amer. Salmoniden in der Schweiz; Arch. sc. phys,
nat. Geneve (3) XIX 369—375.
A. Giard. Les saumons de la Canche. — S. salar seit 1882—4 (nach
Flusscorrektionen) in grossen Mengen, früher nur vereinzelt unter zahlreichen
in der Ichthyologie während des Jahres 1888. 367
,,Truites de mer", n. erst südl. in der Sorame ii. nördl. bei Eotterdam wieder
häufiger. — Bull, scientif. France Belg., XIX 392-401.
S. salar. Bezüglich der Bereicherung des Rheins ist die 4. Deutsche
Fischzüchterkonferenz der Ansicht, dass Aussetzung von Brut im Unterrhein
wegen Mangels natürlich zusagender Auss.-Plätze ungeeignet sei, ebenso Auss.
künstlich gefütterter Jährlinge, weil diese nicht kräftig u. gewandt genug, um
den feindl. Einflüssen gewachsen zu sein; höchstens Nebenflüsse des Unterrhein
(Luxemburg), besser die des Mittelrhein u. der Oberrhein selbst, sind empfehlens-
werth. Circul. D. Fisch.- Ver. 88, p. 13, 33; Hubrecht's Einwände (abgedruckt
ebd. 82) widerlegt Nitsche p. 87,,, desgl. von andern Autoritäten verschiedener
Länder, p. 166—175.
S. salar. Frühreife Männchen, Fric, s. S. 322; Lachs in Argentinien,
S, 331; in Tasmanien 330. In der See bei Norwegen, Vaillant, ßev. sc. nat.
appl., Bd. 36, S. 111.
Salmo lacustris (u. salvelinus) in die Seen Latiums (Lago di Bracciano)
übergeführt, erstere nachweissbar mit Erfolg. 1882 schon S. fario mit Grlück in
den lago di Cagtel Gandolfo u. später in dem Nemi-See gesetzt. D. Vi n ei-
gne rra, „Acclimatazione delle Trote nei laghi del Lazio.", Spallanzani 1888.
(Uebers.: Circ. D. Fisch.- Ver. 88 p. 95). — Tr. lac. viell. in SW.-Croatien,
Jurinac, s. S. 325.
Salmo fario, die Farbe der Eier variirt von blassgelb bis orange, H. Nitsch e
Circ. D. Fisch.-Ver. 88 p. 69. — Trutta fario, in Kroatien D. 3-5/10, A. 3-4/8,
Färb.; Tr. lacustris nach Aussage der Fischer dort. Jurinac, Fauna Kroat.
Karst., p. 27— 9. — Bastarde mit Salvelinus s. unten. Missbildung., Quatref.
s. S. 320.
Zu S. fario wäre irideus eine Var.! Brocchi, Bull. soc. daccl. (4) V. 592.
Salmo irideus, Bern, über Lebensweise; verträgt Wärme besser als fario,
wächst schneller, ist bis Januar noch schmackhaft, weil sie erst im März laicht,
wenig scheu u. leicht zu füttern. Circ. D. Fisch.-V. 88 p. 5, 162, entweicht
aber gern, p. 120. — S. ir., Lebensweise u. Nutzen, wird die Forelle der Zukunft
genannt; A. d'Audeville, „La truite arc-en-ciel d'Amerique", Bull. soc. d'accl.
(4) V 1057—68 (1 Xyl.), 1094. Vergl. auch bei S. fario. — S. ir., salar, purp.
s. oben Bean.
Salmo danüewsM, See Gaktscha (südl. v. Kaukasus); Iwan Gruljelmi;
Fischerei- Bote, St. Petersburg 1888.
S. salvelinus in Latium, s. oben S. lac. — Vergl. üb. Saiblingszucht Fric,
S. 322. S. (Salvelinus) fontinalis, „Mitth. üb. d. Bachsaibling", südlich am Harz
im Zorge-G-ebiet; C. Arens, Circ. D. Fisch.-Ver. 88 p. 22.
Bastarde von S. fontinalis mit S. fario levenensis, wobei S. fönt, einmal $
(Leopard-breed), das andre Mal (^ (Zebra-breed) , wurden beide ($) nach circa
4 Jahren fruchtbar; Vomer mit Zähnen hinten an der Vorderplatte (wie Salvel.)
aber zugleich mit einigen am Stiel (ähnl. fario). Fr. Day, Pr. zool. soc. Lond.
88 p. 3.
Salvelinus stagnalis (Fabr.), dazu wahrsch. 1 Expl. aus Lake Alexandi-a,
81" 40' N. (nach e. Photographie), S. arcturus 77 sehr nahe; T. H. Bean,
,Salmon caught in L. Alex.", Appendix XII zu: Greely, Three years of arctic
Service (Lady Franklin Bay Exped. 81—84), Vol. H p. 409. 1886. (Sonst nichts
bemerkensw. über Fische in dem Werke, cf. dessen Index.)
368 1^1'- F. Hilgendorf: Bericht über die Leistungen
Salv. nam., malma, fönt., s. Bean oben.
Salvelinus aureohis, nahe oquassa aber : A. (3 -)-) 8 (statt 3 + 10), erst üb.
22 cm laichreif, Rücken gefleckt (st. einf. blau), Embryo mit weiss. Saum ob. u.
unten an C, laicht in stehendem Wasser, Kiemendornen gekrümmt, küi'zer und
weniger. T. H. [Bean, „Descr. of a supp. n. sp. of Char. (S. aur.), from
Sunapee lake, N. Hampsh." Proc. nat. mus. X p. 628 — 30.
Salvelinus namaycush westl. v. Rocky Mts. in Brit. Columbia (auch in
Alaska); S. malma östl. R. Mts. im Süd-Saskatchawan. (Mallotus vill. südl. bis
Victoria 49" N.) Jordan, „Occurr. of Great Lake trout (S. nam.) in Br. Col.",
Pr. n. m. XI 58.
Oncorhynchus. Salmo quinnat 1878 zuerst erfolgreich in Frankreich ein-
geführt. Bull. söc. d'accl. (4) V 181, 1012. — Vergl. oben Bean.
Mallotus, s. oben bei Salv. namaycush.
Coregonus besola, nom. indig. „la bezoule", bisher mit der andern (wart-
manni = ähnliehen) Form desselben savoyer Sees vermengt; steht dem C. hiemalis
des Genfer-Sees nahe, laicht aber tief (70m), paar. Flossen kleiner, Zahl der
Wirbel (60—61) u. der L. 1. grösser. V. Fatio, „nouveau Cor. frangais (C. bez.)
du lac Bourget", 0. r. ac. sc. Paris, Tome 106 p. 1541—4 (Mai 88) u. Arch. sc.
phys. et nat. Geneve, Aug. 88.
Cor. maraena gedeiht in Karpfenteichen (Böhmen) vorzüglich, wird in 400nin
grossen u. 9 m tiefen Teichen laichreif (Anf. Dec); C. wartm. ergab geringere
Resultate; v. d. Borne, nach Susta, Circ. D. Fisch.- V. 88, p. 108. — C. oxy-
rhyuchus an der Elbe künstl. von Adickes gezüchtet; ebd. 28, 128. — C. ox.
südl. bis Kralup (5OV4" N.), Fric s. S. 322. — Künstliche Ernährung der Cor.,
Oesten, Brüssow, s. S. 321. — Vergl. oben bei Bean.
Argentina sphyraena zieml. häufig bei NW.-Schottl., 32 — 37 Fd., Günther,
Pr. r. soc. Edinb. XV 220.
Microstoma oblitum (87), Bem.; Bellotti, Atti soc. ital. sc. n. Milano,
XXXI p. 224, Tf. IV A, Fg. 3.
Percopsidae. Haplodontidae. Gronorhynchidae. Hyodontidae.
Pantodontidae. Osteoglossidae.
Clupeidae. Bean, Gr. Egg Harbor, erw.: Etrumeus!, Opisthonema ! ,
2 Clupea, 1 Brev., 3 Stoleph.; Bull. F. C. VII 149—50.
Engraulis encras. Eier anfangs rund, werden erst beim Erscheinen der
Dottergranula gestreckt (wie schon Cavolini beschr.); die Entwickl. skizzirt.
Die Larven nur durch geringere Wirbelzahl von Clupea-L. zu unterscheiden.
Schon bei 4 mm tritt die Spiralfalte des Darms auf, die bei Jungen viel deut-
licher als bei erwachsenen u. die auch bei Clupea u. bei Salmo (Embr.) beob.
wurde (ancestrales Organ). Raffaele, Mitt. z. St. Neapel VIII 58—62, Tf. I
15, 34, 35 (Ei), III 15, 19, 24.
Clupea (Sp. „A", pilchardus?), Eier im Winter, häufig, 1,5—1,7 mm, mit
grossblasigem Dotter, Incubationszeit 4—5 Tage, Larve noch ohne Mund u. ohne
Schlundhöhlung. Raffaele, Mitt. z. St. Neapel VIII 55, Tf. I 23 (Ei), III 21, 23.
Eine andere Clupea-Art, „B", Eier im Sommer, kleiner, Oelkugel gelblich (statt
farblos); im Embryo die Oelk. nicht hinten im Dotter; sonst ähnlich „A"; ebd.
p. 56, Tf. I 24, m 14. Eine 3. Art, junges Expl. (9 mm), Chorda dors. in der
für Clupeiden charakt. Weise segmentirt, aber sehr voluminös, Rückfl. weit
in der Ichthyologie während des Jahres 1888. 369
hinten; ebd. p. 62, III 22. Bern. üb. die ontog. Verschiebung der D. vorwärts,
der V. hinterwärts; ebd. p. 62.
Cl. sprattus hat schwimmende Eier; Hensen, s. S. 321.
Clupea harengus. „Contents of the stomachs of herring and haddocks",
Thomas Scott, 6. ann. rep. Fish, board Scotl. , pt. 3 225—9. — Sardinen-
Industrie in Amerika, Earll u. Smith, s. S. 322.
H. E. Sau vage, Notes sur le hareng. (Biologisches, Erscheinen bei
Boulogne, Karte der Zngzeiten in der Nordsee.) Bull. soc. d'acclim. (4) V
509—518 u. üb. Nahrung ebd. 676, im Sommer kleine Krebse, auch Spirorbis,
Nov. (Herings?-) Eier, Dec. Anneliden.
Clupea pilchardus, Beob. natürl. oder künstl. ßefrucht. noch nicht geglückt,
laicht viel], zweimal Juni-Juli u. Dec. -Jan., die Eier scheinen (im Gegensatz
zum Hering) zu flottiren; Cunningham, „Notes on Plym. fishes", Journ. mar.
biol. assoc. un. kgd. Nr. 2 (Aug. 88) p. 247.
Cl. sardiua. 1887 bei Frankr. sehr häufig, laicht fern von der Küste, vor
Juli; Laichplätze u. Grund der Häufigkeit unbekannt. G. Pouch et, „regime
de la Sardine sur la cöte oceanique de France", C. r., CVI p. 554—6. — Bei
Marseille grosse Sard. das ganze Jahr, kleine (6—7 cm) dazvdschen im Juli, die
im Okt. 9 -10 cm werden; Schaaren von Brut \3— 4 cm) im April; laichen von
Okt. bis Mitte März, was mit Raffaele's Annahme stimmt. A. F. Marion,
„la S. sur les cotes de M.", ebd. 1461.
Cl. sardina. Geschwüre, die durch einen dem Lernaeonema monillaris ähnl.
Schmarotzer ai;f der Sardine erzeugt werden, beschreibt Joubin, C. r., tome 107
p. 843 u. 1177. — Die Art wird als Peroderma cylindricum bestimmt, bewirkt
keine Geschwüre, wohl aber Sterilität des Wirthes; Giard, ebd. 929.
0. A. Grimm, Astrachanskaja sseljodka [Der Astrachan-Hering], Peters-
burg 1887. 8". 43 S. Sep.-A. aus dem Journal „Land- u. Forstwirthschaft" 87,
Nr. 2. Litteraturübers., Beschr. der kasp. Her., Lebensweise d. kasp. H. Verf.
unterscheidet 4 Sp.: Cl. caspia Eichw., kessleri (= pontica Eichw. e. p.),
saposchnikowi (=: pont. e. p.), delicatula Nordm. (wozu syn. cultiventris Ndm.).
Da pontica nicht im Schwarz M. vorkommt, lässt Vf. den Namen fallen. Cl. sap.
(vergl. Ber. 87, die erste Mitth. über die Art im „Astrachaner Nachrichten-
Blatt", 4. Mai 85) untersch. sich von kessl. durch: Kleinheit, 248 mm Ttl.
(kessl. 475); Rumpfl. (Operc. bis Analis) nur 32,5% der Totl. (k. 40 7o); Dicke
gering, 8 % ^- Ttl. (k. 13,5); Kiemendornen auf 1 Bogen ca. 35 (k. 69); Schuppen
leicht abfallend.
Clupea arcuata Jen., Ponsonby Bai (u. Santa Cruz); Vaillant, Cap Hörn,
p. 16, Tf. II 2.
Megalops thrissoides, „Note on the tarpon or Silver King", als amüsanter
Angelfisch geschildert (Florida); W. C. Mcintosh, Nature, Vol. 38 S. 309.
Bathythrissidae. Chirocentridae.
Alepocephalidae. Vaillant, Talisman p. 147 giebt e. Schlüssel der 6 Gatt. :
Schuppen deutlich, Ventralis deutl., Mxll. zahnlos . Alepocephalus R.
Schp. deutl., V. deutl., Mx. bezahnt Bathytroctes G.
Schp. deutl., V. 0 Platytroctes G.
Schp. 0, Dors. hat vorn e. lange Fettfalte . . . Anomalopterus n.
Schp. 0, D. ohne Vorderfalte, so lang wie A. . . Xenodermichthys G.
Schp. 0, D. 0. Vrdf., kürzer als Analis ... . Leptoderma n.
Arcli. f. Matuigesch. Jahrg. 1890. Bd. II. H. 1. 24
370 E>r. F. Hilgendorf: Bericht über die Leistungen
Alepocephalus rostratus, 24 Expl. bis 50 cm l.,"Westafr. 830— 3655, Vaillant,
Tal. 148, Taf. XI 1 (Otol., Mandibel, Sq.), XII 5 (Gehirn). A. macropterus,
L. 1. 225, tr. 20/36; D. 21, A. über 40; 16 Ex. 31 cm 1., Westafr. 865-2115 m;
Schui)pen der Seitenl. eine einfache Röhre ohne Blatt!; ebd. 150 T. XI 2 (Tliier,
Mand., Sq.). — Alep. agassizi, Abb.; Goode u. Bean in Ag. „Blake" II Fig. 212.
Bathytroctes homopterus (identif. mit rostratus Gth. p. 386) , 1 Ex. 16 cm,
Banc d'Arguin 1113 m; Vaillant, Talisman p. 153, Tf. XII 1. B. melano-
cephalus, 4 Ex. 108 mm, Westafr. 1435-2600 m; ebd. 155, T. XI 3. B. attrüus,
4 Ex. 25 cm, Cap Verde bis Azoren, 1442-3655 m; ebd. 158, T. XII 2 (Zähne, Otol.).
Anomalopterus n. g. Stellung zweifelhaft, hat Analogien mit Melamphaes
u. Melanosarcus [Berycidae] p. 386. Vergl. oben! A. pinguis, 1 Ex. 61 mm,
Marocco 1400 m; Vaillant, Talisman p. 160, Taf. XI 4.
Xenodermichthys (?) socialis , ohne die Hautknötchen der typischen Ai't u.
schuppenlos; 139 Expl. 147 mm, Marocco bis Arguin 717— 1350m; Vaillant,
Tal. 162, Taf. XIII 1 (Thier, Gehirn, Otol, Eingew., ^, ?).
Lepto derma n. g. Vergl. oben! Maul klein; ohne Schnippen. L. macrops,
Auge 7« der Kopfl , D. 48 (Vs der Krpl.), A. über 71 [^U Ki'pl-); 59 Ex.,
164 mm 1.. Marocco bis Arguin, 1139— 2330 m. Vaillant, Talisman p. 165—9,
Taf. XIII 2 (Thier, Gehirn, Eingeweide $, Otol ).
Notopteridae.
Halosauridae. H. macrochir, Abb.; Goode u. Bean in Ag. „Blake" n
Fig. 213.
Halosaurus, Uebs. der 6 Sp.: H. macrochir, 11 Expl. bis 60 cm, Marocco
(Sp. unsicher) u. Azoren 2200—2995 cm, Vaillant, Talisman p. 170, Tf. XVI 2
(Thier, Schuppen, welche mit 1 Verticalleiste versehen). — H. owenii, 49 Expl,
bis 57 cm 1.; Marocco bis Arguin u. Azoren 830—1617 m., Beschr. d. Schuppen
(Constanz d. Typus), Skelett, Otol. Eingeweide ; ebd. p. 175, Taf. XIV 5, XV 1,
XVI 3. — H. johnsonianus ähnl. oweni, aber Entf. der V. von Kiemenspalte
höchstens gleich Kpfl. (bei ow. eher grösser [im Schlüssel p. 170 Schreibfehler
„inferieur"]), D. nur 2 Kpfl. von der Schnauzsp. (statt 2V2), Sq. der L. 1. höher
als lang (hoch wie 1. bei ow.); an 2 Expl. das Rückenmark im Schädel (post-
mortal?) in e. Schlinge gefaltet; 96 Expl. bis 39 cm; Marocco bis Arguin 834
bis 2115 m; ebd. p. 181, Tf. XV 2 (Th., Sq., Hirn). — H. phalacrus, Stirn schmal
(= Augd."!, Sq. der L. 1. hochoval (statt quadrat.), sonst ähnl. macrochir durch
schuppigen Scheitel und spatelf. Schnauze; 12 Ex. bis 43 cm, Westafr. u. Azor.,
1103—2220 m, ebd. p. 185, Tf. XV 3 (Hirn), XVI 1 (Th., Sq.).
Gymnotidae. Eistructur von Gymn.; Henneguy, s. S. 300, (Abb.).
Gymnotus, eine Art elektr. Aal, genannt Rayo (Blitz), wird vom oberen
Uruguay erwähnt in Horace Rum hold 's Schrift „Great Silver River", Vergl.
Nature Vol. 38, p. 148.
Symbranchidae.
Muraenidae. Nervus sympath.; Chevrel, s. S. 294. Das sogenannte
Lymphherz gehört zum Veneusystem (bei Conger 100—150 Schläge in 1 Min.),
P.Mayer, S. 297. Schwimmblase, Corning, S. 298. Bewegung d. Schwanzes
nach Enthauptung, Steiner, S. 284. Das Blutserum der Mur. giftig. Mos so,
S. 296. Muskelstruktur, Gebuchten, S. 281.
Larvenformen: Hyoprorus messin., Marocco,? 550 m; Vaillant, Talis-
in der Ichthyologie während des Jahres 1888. 371
man p. 95 (cf. Nettastoma). — Leptocephalus morrisi, Westafrika.? 1105 m und
1550 m; ebd. 95.
Zu den Mur. gehören wahrsch. Entwicklstad. von 5 Sp. („Nr. 6—10"):
Eier gross (2— 3 mm), sehr weiter Perivitellinraum , dünne porenlose Kapsel,
Dotter ganz blasig. Sehr durchsichtig u. leicht zu studieren. Nr. 6 (häufigste
Form) ausfiihrl. beschrieben, Abb. meist von der ähnlichen Nr. 7. Eine weite
Furchungshöhle deutlich; Einschnürung des Dotters durch den Blastodermrand.
Sehr deutlich ist bei der Schliessung des Dotterblastoporus zu constatiren. dass
ein wahrer Can. neurenter. vorhanden ist, dass der Dottblpor. mit dem Primitiv-
after zusammenfällt u. das Kupff. Bläschen dem postanalen Darm der Elasmobr.
homolog ist. Die vorübergehende Segmentirung der Medulla obl. sichtbar. Die
„bursa stomachalis", eine mit dem Oesophagus in Verbind, stehende Darmer-
weiterung, die nur den Muraeniden eigenthümlich ist, bei allen 5 Spec. ge troff.
Der Leib der Larve bandf. mit vielen Myotomen, welche der Epidermis eng an-
haften, dagegen von den medialen Theilen durch von Sekretionsgewebe erfüllten
Höhlen gertrennt werden. Im Maul mehrere Paare langer Zähne. Chorda
dors. nur mit 1 Zellreihe (wie Clup.). Das Ei von Nr. 10 hat keine, Nr. 6 u. 9
eine, Nr. 7 mehrere, Nr. 8 über 30 Oelkugeln. — Raffaele, Mitt. Zool. Stat.
Neapel, VIII p. 69—74, 80, Taf. V, 1-4, 8-16, 18, 20, 21.
1. Nemichthyinae. Nem. scolopacea, Banc d' Arguin 888 m ; Vaillant,
Tal p. 93, Taf. VII 2. N. richardi, Azoren 2995 m; ebd. p. 385 u. 93, Taf. VII 1.
— N. scolopaceus, Abb.; Groode u. Bean in Agassiz „Blake" II, Fig. 222.
Cyema atrum, Marocco 2210 m, Vaillant, Tal. p.91, Taf. VH 4.
2. Saecopharynginae. Vergl. V a i 11 a u t unten (bei Eurypharyngidae).
Gastrostomus bairdi, Abb.; Groode u. Bean in Ag. „Blake" II Fig. 224.
3. Synaphobranchinae. Synaph. pinnatus, Abb.; Goode u. Bean in
Ag. „Blake" II Fig. 221. — S. pinn. 56 Expl., Westafrika bis Azoren, 405
bis 3200 m; Vaillant, Talism. p. 88— 91, Taf VI 2.
4. Anguilliuae. Anguilla vergl. oben bei Muraeuidae. A. kieneri. Be-
merk.; Bellotti, Atti soc. ital. sc. nat. Milano, XXXI 226, Taf. IV 4.
Conger conger, Laichzeit bei Plymouth wohl schon vor Juni, unter 15 $
kein ^•, Cunningham, „Notes onPlym. fishes", J. mar. biol. ass. Nr. 2, p. 245.
— C. vulg. , Mitte August reif, Jan. Junge 5— 6 cm; littorale Expl. sammet-
schwarz, tiefere blass; Lo Bianco, M. z. St. Neap. VIII 433.
Congromuraena longicauda, 178, 116; Obkf. länger, Lippen dünn, Schwanz
8/5Körpl.; gelbbraun, vert. Floss., grau mit schwarzem Saum; 28 cm; Ramsay
u. Ogilby, „2n. fish, from Port Jackson", Pr. Linn. soc. NSW. (2)11 1022.
Uroconger vicinus, Westafrika 633—1495 m, 5 Expl.; Vaillant, Tal. p. 86,
Taf. VI 1.
5. Heterocongrinae.
6. Muraenesocinae. Nettastoma procerum, Abb.; Goode u. Bean in
Ag. „Blake" II Fig. 222. — N. melanurum, 2 adult. Westafr. 640 u. 760 m;
juv. 95 mm (in 90 m), gleicht nicht dem Hyoprorus! Vaillant, Tal. 83, Tf. V 2.
iV". proboscideum, 96 cm; Schnauze 55 mm, wovon 20 einem weichen Rüssel an-
gehören; Marocco 2200 m. Ebd. 84, T. VII 3.
7. Myrinae. Myrus pachyrhyncJius, Marocco u. Cap-Verde-I., 460—1435 m;
Vaillant, Tal. p. 81, Tf. V 1.
24*
372 Dr. F. Hilgeiidorf: Bericht über die Leistungen
8. Ophichthyinae. Oph. imberbis, Bern.; Bellotti, Atti soc. ital. Milano
XXXI p. 227.
9. Ptyobranchinae.
10. Mura eniuae. M. helena, dazu Helmichthys diaph. wahrsch. die Larve;
Lo Bianco, M. z. St. Neap. VIII 437.
Eurypharyngidae von Vaillant als Farn, beibehalten, deren Stellung
zv^^ar zweifelhaft, da die Anheftung des Schultergürtels, der Mangel von Blind-
därmen u. das Vorkommen von Osteoplasten (im Kiefersuspensorium) für eine
Verwandtschaft mit den Apoda, die Trennung von Vomer, Ethmoid u. Intermax.
aber u. das Fehlen der Schwimmblase eher für Verw. mit den Anacauthini
sprechen. Auch bei letzteren können Bauchfl. u. Blindd. mangeln. Indess scheint
dem Vf. die Anreihung an die Anac. vorläufig noch passender. Weder die
erhöhte Zahl der Kiemenbögen (5) noch das Schwinden einzelner Elemente im
Kiefersusp. u. Hyoidbogen rechtfertigen die Gründling einer höhern syst.
Kategorie. Talisman p. 193 — 7.
Eurypharyux pelecanoides, provisorisch daneben flagellum Mitch. u. bairdi
G. R. wenigsten als Arten anerkannt. In der Kopflänge ist Eur. (Schädel
11 mm 1. bei 470 Körpl.) von Gastrostomus nicht verschieden. 3 Expl. Marocco,
1050 -2300m; Vaillant, Tal. 198-203, Tf. 17 (Thier, Eingeweide).
Lophohranchii,
Solenostomidae.
Syngnathidae. Bei Portugal: Sj'ngn. tenuirostris, abaster u. pelag., Ner.
lumbr. u. ophidion; Osorio, s. S. 326; Muskelstruktur, Gebuchten, S. 281.
Syngnathus acus, W. A. Smith, Ueb. die Entwickl. von S. ac; Proc.
Nat. Soc Glasgow (2) I 105-9, Tf. I.
Syngnathus. Leptonotus blainvill. häufig in Orange - Bai, Jugendfärb.,
Vaillant, Cap Hörn, p. 16. — S. conspicill. neu f. Indien; Day, Supp. Fish.
Ind. p. 808. — (Siphost.) fuscum, Bern.; ßean. Bull. Fish. Comm. VII 134.
Die Laichzeiten von 4 Syngn. -Arten (desgl. v. Hippoc); Lo Bianco,
Mitth. zool. St. Nea. VIII 439.
Gastrotokeus, das anale Tastkissen ein Lymphorgan; Leydig, s. S. 279.
Hippocampus. Structur der Flossenmuskel, Rollet, s. S. 281; Bewegung
des Hipp., Amans S. 318; Golgi'sche Nervenkörp., Pansini, s. S. 294.
H. punctulatus. Bemerk.; Bean, Bull. F. C. VII 134.
Plectognathi.
6 Arten in Gr. Egg Harbonr; Bean, Bull. Fish. Comm. VII 132.
Selerodermi. Eintheiluug, Gill s. S. 333.
Balistes buniva, neu f. Indien; Day, Supp. fish. Ind. 808.
Monacanthus tomentosus, n. f. Indien; Day, ebd. p. 808.
Gymnodontes. Diodon maculatus neu f. Indien; Day, ebd. p. 809.
Triodon burs.; E. Andre, Le Natur. X p. 264. Abb.
Tetrodon wird Orbidus Raf. 1815; dieser Name hat Prior, vor Sphaeroides
1831 (Lacep. hatte nur französ. „les Spheroides"). Jordan, Pr. n. m. X 481
(s. oben p. 275).
R. Wiedersheim, Degeneration des Geruchsorgans gewisser Fische
(vergl. Ber. 87, p. 285, 289), Rep. Brit. Ass. Adv. Sc. 87, p. 736-8.
Orthagoriscus raola. „On the Auditory Labyrinth of Orth. mola". Die
in der Ichthyologie während des Jahres 1888. 373
halbzf. Canäle gross u. (wie bei Chimaera) fast frei in der Schädelhöhle, Sacculus
wenig (vom Utriculus) geschieden (wie Lophobranchier), desgl. die Lagena; statt
grosser Otolitheu nur Staub; Macula neglecta fehlt. D'Arcy W. Thompson,
Anat. Anz. III 93—96, 4 Xyl. — Galle von Orthag., Letellier, s. S. 298.
0. mola (50 cm 1.) im Aquarium beob. ; leuchtet nicht bei Verfolgung, Töne
fraglich, Locomotion durch D. u. A., beim Steuern auch C. u. P. wirksam; Auf-
u. Abstieg durch P. ; Fed. Raffaele, Bell. soc. dei natural. Napoli II p. 199
bis 201. — Frisst Syugnathus phlegon; Lo Bianco, M. z. St. Nea. VIU 440.
— Orth. sp.?, Gatt, neu f. Indien; Day, Supp. f. Ind. 809.
Ganoideit
Hierzu die Notacauthidae, Vaillant s. oben S. 348.
Die Unsymmetrie der Ganglia habeuulae ein Ordnungs-Charakter; Goro-
nowitsch s. S. 288.
Amiidae. Amiatus Raf. (1815) braucht nicht statt Amia L. (1766) ge-
setzt werden, weil nicht präocc, denn Amia Gron. (1763) nicht -binominal;
Jordan, Pr. u. m. X 481 (s. oben p.275).
Ueb. das Gehirn von Amia; Goronowitsch s. S. 288 (desgl. v. Polypterus).
Polypteridae. Lepidosteidae.
Acipenseridae. Nervensystem, Ac. ruth. (auch sturio) Goronowitsch
u. Zograff s. S. 288; Zirbel, Owsi. S. 292; Retina, Do giel S. 295; Bewegungs-
centrum im Rückenmark, Steiner S. 284; Eutwickl., Ryder, S. 305; trockne
Chorda dors. als foss. Schlange, Schulze S. 276.
Acipenser sp. n. ohne Beschr., Günther s. S. 329.
Polyodontidae.
Dipuoi.
Sirenidae. Protopterus annectens. W. Newton Parker, „Prelim. note
on the anatomy and physiol. of Pr. ann." 100 Expl. 8—80 cm 1. in Erdklössen
vom Gambia erhalten lebten bei 18" R. u. frassen Schnecken, Regenw., Ento-
mostraca, sehr gern aber Fische, sogar einander griffen sie an; Wunden werden
leicht ertragen. Die Ein- u. Ausathmung innerhalb des Cocons wird durch eine
Röhre vermittelt, die von der Luft abwärts bis zwischen die Lippen führt; eine
Respir. durch den Schwanz (Wiedh.) ist überflüssig. — Haut. Zellen der
Oberfläche mit Cuticularkappe ; zahlreiche Becherzellen; hie u. da (besonders an
der Schnauze) vielzellige Drüsen (ähnl. den Amphibien). Lymphgewebe stellen-
weise unter der Epidermis. — Muskeln. Die Schwanzm. dienen während der
Coconzeit als Reservenahrung, u. werden durch Leucocyten resorbirt (wie beim
Lachs). — Nervensystem. Die beiderseit. Lungenn. kreuzen sich an der
Lungenbasis. Ein N. lateralis in der Tiefe zw. dem dors. u. ventr. Seitenmuskel.
Die Spinalggl. ausserhalb des Canals. Kein Sympathicus. — Hautsinnes-
organe, zahlreich in der Epidermis ausseits der Schuppen, werden in der
Trockenzeit durch die Drüsen feucht erhalten; unterhalb von ihnen meist
Lymphgewebe zu ihrer Ernährung. In den nervenreichen 4 Extremitäten keine
Sinnorg., wohl aber im Pharynx. Riechorgan. Mit entwickelten Neben-
höhlen (wie Amphib.), die Epithelfalten fischartig. Keine besondern Drüsen, aber
die Becherzellen der benachbarten Haut u. die versteckte Lage der Oeffnung
sorgen wohl für Feuchtigkeit. Augenhöhle ohne Drüsen. Linse kuglig, füllt
fast die Hinterkammer. Sclera mit Spuren von Knorpel, Choroidea rudimentär}
374 Dr. F. Hilgeudorf: Bericht über die Leistungen
liigmentlos. Die Pupillarmembran überzieht ohne Centralöffn. die Linse. Die
Fasern der Haut gehen direkt einerseits in die C(jrnea, andrers. in die Sclera
über; Epidermis zieht verdünnt über das Auge fort. In der Retina senden die
Pigmentz. Fortsätze zw. Zapfen u. Stäbe. Kein Processus falcif. — Lippen
ohne Muskeln; mit Embryonalgewebe (wie in Schnauze u. Zunge). Zunge nur
bei alten mit Papulae filif. Säckchenf. Vertiefungen im Epithel, viele Becherz.,
keine Sinnesorg. Yon Muskeln nm- hyogiossus (gross) u. branchiogl. (klein).
Vor der Zunge eine röhrenf. Einsackung. Thyreoidea, zweilappig, in der
Zunge; ihre Colloidmasse färbt sich tief. Thymus wohlentwickelt, über den
Kiembög., schwarz pignientirt. — Darm stellenweis mit Cilien (wie Petrorayzon) ;
ausser der Leber keine Drüsen, also wohl Verdauung durch Leucocyten. Die
Darmmuskeln scheinen in der Hungerzeit wie der Schwanz resorbirt zu werden.
Oeffnungen der Lymphorgane in den Darm (Ayers) vom Vf. nicht gefunden; in
der Spiralfalte ein grösseres Lymphgefäss. Die sog. Harnblase öffnet sich schon
vor dem Uringang (wie die Rectaldrüse der Sei.). Lunge mit grossem Lymph-
organ vorn, woher Blutkörp. ins Lungengewebe treten. Porus abdominalis
meist einfach; öffnet sich nicht in die Leibeshöhle (ob zuweilen?). — Blut-
körper. Rothe sehr gross (46^), Form wie Amphib. Weisse sehr zahlreich;
2 Arten: 1. grosse (ca. 40 ^a); diese färben sich nach Ehrlich's Meth. violet
(Kern u. Plasma); 2. die andern etwas bis viel kleiner als vorige, Granula
feiner, ausser den gewöhnl. Pseudopodien auch steife fadenf., Plasma durch Ehrl.
Meth. bräunlichroth (wie bei Leukaemie); diese scheinen die Nahrung aus dem
Darm (u. Muskeln) in das Blut zu transportiren und sich dann aufzulösen
Gefässe. Auch eine rechte Pulmonararterie (wie von Hyrtl bei Lepidos.
beschr.) vorhanden ; sie theilt sich in 2 Aeste, wovon einer mit dem Vaguszweig
zus. dorsal an jeder Lunge verläuft. Die V. caudalis zerfällt in 2 Nierenpfort-
adern; eine damit zusammenhängende V. azygos fehlt (von Lepid. beschr.); die
2 sog. V. cavae post. entsprechen den hintern Cardinalv. ; Lymphgefässe fehlen.
— Niere mit Lymphoid- u, Fettgewebe bekleidet (dorsal nicht), das sich hinten
fortsetzt; keine Nephrostomen. Der Nierengang ist (wie bei Sei.) ein besonderer,
in Verbindung mit den hintern Tubulis des Mesonephros entwickelter Canal.
Eine Nebenniere viell. als pigmentirtes Gewebe vorhanden. — Generations-
organe (^ u. $ äusserlich gleich, $ viel häufiger. Die Generorg. junger $
bisher als männl. Org. beschr.; Lage, Form u. Ausführgänge auch sehr ähnlich.
Auf Qschn. sieht man die Tubuli seminiferi in den Ductus münden, worin bei
reifen Expl. ausgebildete Spermatozoa. Ein Rest des Müller'schen Ganges (bei
unreifen ^) mit ähul. Oeffnung wie der Ovidukt der $. Spermatozoa mit
möhrenförmigem Kopf von 1/25 mm Länge u. mit 2 langen Cilien. — Nature,
Vol. 39 p. 19—21.
Prot, ann., üb. den torpiden Zustand; Wiedersheim, Rep. Brit. Assoc,
Adv. Sc. 87, p. 738—40. (Vergl. Ber. 87). — Bemerk, üb. gefangen gehaltene
Prot.; Ed. He ekel, Le Natur. X 233, Abb.
„Another specimen of Lepidosiren paradoxa", H. H. Giglioli empfing ein
Ex. (auch durch Rodriguez. vergl. Ber. 87) von Autaz nahe dem Madeira-Strom,
wo es während e. Regengusses auf dem Schlamm einer Pfütze sich bewegend
Sept. 87 gefangen wurde; es ist 40 cm 1. ü. in schlechtem Zustand. — Nature,
Vol. 38 p.l02 (das 6. bek. Ex. p. 126). Vergl. Rodriguez, Jomal do Commercio,
Rio Janeiro, 15. Oct. 1886, üb. das vorige Ex.
in der Ichthyologie während des Jahres 1888. 375
Ceratodus, Gehini; Sanders, s. S. 287. — Cer. miolepis nur var. zu
forsteri; Ogilby, Cat. F. Austr. Mus. p. III
Selachii.
Allgemeines. Bewegungscentrum im Rückenmark, Steiner, s. S. 284;
Lauf der Seitenkanäle, Gar man, 277; Gefässe, P. Mayer, 297; Harustoff-
Retention, Krukenberg. 299; fossile Selachier-Eier, Renault, 334.
Chimaeridae. Hierzu die fossilen Coelorhynchus-Stacheln ; Woodward,
s. S. 335.
Chimaera monstrosa, 4 Ex. 13 —40 cm in 800—1257 m, Abb. des kleinsten ;
Vaillant, Tal. p. 80, Tf. IV 2. — Ch. m., Seitenkanäle; Garman, Bull. mus.
comp. zool. XVII 73, Tf. 2.
Ch. neglecta, vou monstr. versch. durch 3 D.-FIossen, von colliei durch Sub-
continuität der D. I u. D. II u. durch dreiästige Copulorg., Fundort?; Ogilby,
Cat. F. Austral. Mus. I p. 23.
Callorhynchus antarcticus, Mündung des Santa Cruz, Patagonien, Färbi;ng
im Leben; Vaillant, Cap Honi p. 16. — C. ant., Seitenkanäle, Garman, I.e.
S. 74, Tf. 3, 4.
Squali. Gehirn, Edinger, s. S. 291; Bewegungsorg., Amans, 318;
Eintheilung in 2 Gruppen nach der Organisation der Lobi olf., Goronowitsch,
288. - Verg. Ogilby, Catal. Austr. Mus., S. 275.
Carchariidae, Bean erwähnt von Egg Harbour Bay: Sphyrna zyg.
(früher vermisst) u. tiburo (jetzt vermisst), Carch. obscurus, Must. canis. Bull.
Fish. Comm. VII 152.
Carcharias murrayi (83) viel), nur var. von ellioti; Day, Supp. f. India,
809. C. tricusp. siehe Odontaspis. — C. macrurus, Ramsay u. Og. vergl. Ber. 87.
— C. [Hypopr.J hemiodon bei Südaustralien; Zietz, Trans, roy. soc. S. Austr.
X 303.
Scoliodon terrae-novae, Seitenkanäle; Garman, Bull. mus. c. z. XVII 75,
Tf. 5 (auch Profilfig. des ganzen Thiers).
Prionodon milberti, Seitenkanäle; Garman 1. c. 76, Tf. 6.
Galeus canis, 1— 200 m tief, hat 2 Reproduktionszeiten. Lo Bianco,
Mitth. z. St. Neap. VIII 428.
(Sphyrna.) Cestracion tiburo, Seitenkanäle; Garman, Bull. m. c. z. XVII
77, Tf. 7.
Mustelus. Nervenentwickl., B!eard, s. S. 287, desgl. Dohrn, 314; em-
bryonales Blut, Mos so, 296.
M. canis, Seitenkanäle; Garman, Bull. m. c. z. XVII 78, Tf. 8.
Triacis semifasc, Seitenkanäle; Garman, 1. c. 78, Tf. 9 (auch Profilfig. des
ganzen Thiers).
Lamnidae. Lamna cornubica, „Notes on an intra-uterine specimen of the
Porbeagle (L. com)"; 10 V4 Zoll, Zähne rudimentär, Koj)f gross, C. noch nicht
senkrecht, Spritzl. vermisst (reifer Embr. 30 Z. 1.). W. L. Calderwood, 6. ann.
rep. Fishery board for Scotj. (87), part 3 p. 263— 4. — L. güntheri 1887 nur
aus Versehen zu Carcharias als Syn. gestellt; Day, Supp. f. Ind. 810.
Lamna. Isunis punct., Seitenkanäle; Garman, B. m. c. z. XVII 79
Taf. 1, 10.
Oxyrhina spallanzani, ein Foetus (50 cm lang, 3,25 kg) mit deutl. Zähnen
376 Dl'- ^' Hilgeudorf: Bericht über die Leistungen
Stadium Q. nach Balfour) aber noch mit 13 cm 1. Nabelloch; kein Spritzloch;
L. Vaillant, „foetus gigantesque d'Ox. spall." Bull. soc. philom. (8) I
p. 38-39.
Odontaspis littoralis, „Distinctive characters of 0. litt.", Zahnformel variirt,
oQ oßi jeder Zahn stets mit Nebenzäckchen; hinter dem 4. (kleinen) Oberzahn
folgt immer eine Lücke, aber kein kleiner Zahn. Leidy, Pr. Ac. nat. sc. Phil,
p. 88, 162—4. — Odont. amer., Seitenkanäle; Garman, B. mus. comp. z. XVII
79, Tf, XL
Odont. tricusp., dazu syn. Carcharias tric. Day, f. Ind.; Day, Suppl. f.
Ind. 810.
Alopias vulpes neu f. Ind.; Day, ebd. 810 [in der Aufzählung der Fund-
orte fehlt Japan, wo Ref. diese Art fand]. — Seitenkanäle mit extrem zahlr.
Nebenzweigen; Garman, I.e. 80, Tf. 12, 13.
Rhinodontidae. Rh. typicus neu f. Indien (Ceylon); Day, Snpp. f. I.
811, Xyl.
Notidanidae. Notidanus. Gehirn u. Schädel; gilt als Urfisch; Goro-
nowitsch, s. S. 288.
Not. griseus zw. Orkney u. Shetland-L, Günther, Pr. r. soc. Edinb., XV
207. (Ebd. erw.: Scyll. can., Acanth. vulg., Prist. raelan. von NW.-Schottl.) —
Not. cinereus 200 m tief; unter 100 Expl. nie trächtige $. Lo Bianco Mitth.
z. St. Neap. VIII 428.
Notidanus. Heptabranchias macul., Seitenkanäle; Garman, B. m. c. z.
XVII 81, Tf. 14.
Chlamyodoselachidae. Chi. aug. Seiteukanäle; Garman, ebd. 82>
Tf. 15 (Kopf).
Scylliidae. Scyllium. Entwickl. des Blastoporus, der Nerven u. Excretorg.,
Wijhe, s. S. 315; Entw., KastscL, S. 301; Nervenentw., Beard,286; Zirbel,
Owsiann., 292; Nervenentw., Dohrn, 314; Spermatogenese, San Feiice, 299;
Exper. üb. Bewegungscentren, Steiner, 284; embryonales Blut, Mosso, 296.
Scyllium canic. u. stell, u. Pristiurus, Reproduktion; Lo Bianco, Mitt. z.
St. Neap. VIII 429.
(Scyllium.) Scylliorhinus caniculus, Seitencanäle; G arman, B. m. c. z. XVII
p. 84, Tf. 17. — Scyllium chilense Gui., dazu ? bivium, Beschr.; Vaillant, Cap
Hörn, p. 10, Tf. 1, F. 1.
Scyllium spinacipellitum, 123 mm 1.; Cauar. L, 975 m; Vaillant, Talisman
p. 60, Taf. I 3 (Schuppe, Zahn). — Sc. acutidens, 150 mm 1.; Canar. I. 946 m;
ebd. p. 61, T. I 4 (Zahn). Beide sp. schlecht conservirt, daher Gatt, zweifelhaft.
Pristiurus, Entw. vergl. bei Scyllium : Wijhe, Kastsch., Dohrn. Ferner:
Rabl, s. S. 309; Gefässentw. u. Excret., Rücker t, 310.
Pristiurus atlanticus, viel), melan. Lowe (mit 5-zackigeu Zähnen) hierher;
Cap Spartel, 540 m; Vaillant, Talisman p. 59, Taf. I 1. Schuppen u. Zähne
V. Pr. melan.; ebd. Tf. I 2. — Eikapsel eines Scylliden (Pr. atl.?); ebd. S. 61,
Taf. I 7.
Ginglymostoma cirr., Seitenkanäle; Garman, B. m. c. z. XVII p. 83,
Tf. 16. — G. concolor n. f. Indien; Day, Supp. fish. Ind., 811.
Parascyllium collare. Jede Nasenklappe mit 1 Paar klein. Cirren, Falte
des Mundwinkels das mittl. % der Mandb. freilassend; ganze A. vor D. II;
in der Ichthyologie während des Jahres 1888. 377
6 dunkle Qb., grosse dunkle FI. auf Körper, D., 0., V.; 30" 1., Port Jackson
in tiefem W.; Ramsay u. Ogilby, Pr. Linn. Soc. NSW. (2) III 1310.
Cestraciontidae. Heterod. philippi, Seitenkanäle; Gar man, 1. c. 84,
Taf. 18.
Spinacidae. Eintheil. der Fam., ein Schlüssel der Gatt, nach Zalmbau
(vergl. Ceutrophorus) ; Vaillant, Tal. p. 73.
Acanthias acanthias. „Foetus de I'aiguillat commun." Meist mehr als
jederseits 2 Embr. im Uterus (5 + 1, 4 + 4 als Maximum), 26 ^ auf 25 $ Foet.
Sauvage, Bull. s. z. France XHI 219—20. — Gehirn, Lachi, s. S. 291;
Doppelmissgeburt, Quatref., S. 320.
Ac. acanth. „Ahundance of the Picked Dogfish in Killala ßay", Juli 88
(wie 1882) sehr häufig u. schädlich, mit reifen Jungen; R. Warren, Zoologist
XII 356.
Ac. lebruni, nahe vulg. aber obere Zähne (adult) dreizackig ähnl. Spinax,
Punta arenas, 62 cm; Vaillant, Cap Hörn p. 13, Taf. 1, Fig. 2. — Ac. ameri-
canus, Seitenkanäle; Gar man, B. m. c. z. XVII p. 85, Tf. 19.
(Centrophorus.) Centroscymnus coelolepis, Beschr., Abb.; Gehirn mehr ver-
längert als bei Acanthias; Vaillant, Talisman p. 63, Taf. II 1. Centrosc.
obscurus; Westküste des Sudan, 1400 m; 59 cm 1.; ebd. p. 67, T. II 2. — Centroph.
squamosus autt., Beschr., Abb., 12 (;^ bei Setubal; ebd. p. 69, T. III 2 u. II 3.
C. sq. var. dumerili (= C. dum. autt., = Tecailleux Brouss. !); ebd., T. III 3
(Seh. u. Z.). — C. calceus, ^ 113 cm 1. von Setubal mit 5 foet. von 20 cm;
in 1230 m, Bank von Arguin.; ebd. p. 71, T. III 1. — Scymnodon ebenfalls als
Gatt, anerkannt; ebd. 74.
Spinax pusillus, Oap-Verd.-I. 580 m, 23 cm 1.; Vaillant, Tal. 72.
Centroscyllium fabricii?, 20» 44' N., 1495 m; Vaillant, Tal. 72.
Scymnus lichia, bis 200 ra tief, Ovarien reif Nov.; Lo Bianco, Mitt. z.
St. Neap. VIII 430.
(Laemargus.) Somniosus carcharias, Seitenk.; Garman, B. m. c. z. XVII
85 Taf. 20.
Rhinidae. Squatina sp., die grössere der 2 neap. Sp. bis 200 m tief;
Lo Bianco, M. z. St. Neap. VIII 430. — Rhina sq., Seiteukanäle; Garman,
B. m. c. z. XVII p. 86, Tf. 21.
Pristiophoridae. Pr. cirr., Seitenkanäle des Kopfes (nach trockn. Expl.);
Garman, B. m. c. z. XVII p. 87, Tf. 22.
Rajae. Gehirn, Edinger, s. S. 291; Bewegningsorg., Amans, 318; Eutw.
des Ganglion ophthalm., Phisalix, 310.
Raja eglant. u. laevis, Trygon hast., Myl. freminv. bei Egg Harbor; Bean,
Bull. F. C. VII 151.
Pristidae. „Bemerk, üb. Histologie der Pristis-Zähue" (Z. vom Rostrum).
Wesentlich mit Hannover's Angaben übereinstimmend. Sind keine Zähne
Hilgendorf, Sitzber. Ges. natf. Fr. 88, p. 109. — Fossiler Pristis; Dam es,
ebd. 106.
Pristis pect., Seitenkanäle; Garman, B. m. c. z. XVII p. 88, Tf. 23. — Pr.
zysron, $ 15 Fuss 1. u. Säge 63 Zoll; Ogilby, Cat. F. Austr. Mus. p. 13.
Rhinobatidae. Rhinob. planiceps, Seitenkanäle; Garman, B.m.c.z.XVII
p. 89, Tf. 24.
378 Dl"- F. Hilgeudorf: Bericht über die Leistuiigen
Rhin. columnae (syn. aniiul. M. H. u. polyophth. Blk.) u. für Indien; Day,
Supp. f. Ind. 811. — Syrrhina brevirostris, Seitkan.; Garraan, I.e. p. 89, Tf. 25.
Torpedinidae. Torpedo. Zirbel, Owsiann., s. S. 292; Nerveuhistol.,
Joseph, 284; Morphol. der Savi'schen Bläschen u. Lorenz'schen Pap., Fehlen
der Spaltpapillen, Fritsch, 278; elektr. Org., du Bois-R., 282; Ciaccio,
283; Golgi'sche Nervenkörp., Pansini, 294.
Entwickl. des Mesenchyms , Ziegler, s. S. 309; Kastschenko, 301;
Nervenentw., Edinger, 290 ,u. Beard, 287; Gefässentw. , Rückert, 310;
Entw. der Chorda etc., Perenyi, 310; Rolle d.Lencocyten bei d.Entw., Rees, 316.
Excretionsorg. u. Generorg., Rückert, 311; Spermatogenese, San Feiice, 299;
Torpedo marm., Eier seginentirt im I. — IL, ocellata im IV. — V. Monat;
Lo Bianco, Mitt. z. St. Neap. VIII 430.
Torpedo calif., Seitenkanäle; Garman, B. m. c. z. XVII p. 92, Tf. 31;
T. marm., desgl. Tf. 32.
Narcine bras., Seitenkanäle; Garman, B. m. c. z. XVII 93, Tf. 33.
Rajidae. Raja. „Spaltpapillen" (neue Art von Sinuesorg.) wohl bei allen
Raja-Sp., bei oxyrh. aber schwächer entwickelt, Fritsch, s. S. 279; Gehirn,
Edinger, 290; Spermatogenese, San Feiice, 299; Sphincteren der Gefässe
bei R. clavata, Mayer, 297; Entwickl., Kastschenko, 301; Muskelstruktur,
Gebuchten, 281; elektr. Organ von Raja, Sanderson u. Gotch, 282.
(Raja.) Uraptera agassizi, Seitenkanäle; Garman, B. m. c. z. XVII p. 90,
Tf. 26; Raja laevis desgl. Tf. 27-29, R. ocellata, Tf. 30.
Raja batis hat gut entvnck. elektr. Org. (mit scheibenf. Elementen), circul.
u. füll, weniger entw. mit napff. Elem., circ. noch sehr einer Muskelfaser
ähnliche; Ewart, s. S. 282.
Raja mac, clav., füll., intermedia, circ. bei NWSchottl.; Günther, Pr. r.
soc. Edinb. XV 205. — R. microcell. [macuL] u. madeir. bei Portugal; Osorio
s. S. 326.
Raja fullonica L., ^ 18 cm aus 614 m; Vaillant, Talisman p. 79, Taf. IV.
— R. brachyura Gth., beschr. (J $; Vaillant, Cap Hörn p. 14, Tf. II 1. —
Raja scdbra n. n. für R. rostrata Gast, (präocc); Ogilby, Cat. Austr. Mus
F. I p. 17.
Trygonidae. Tr. past. „Sting Ray at Penzance", seit 1870 das erste
Expl. (Juli 88) gefangen, jung: Th. Cornish, Zoologist XII 311. — 2 Expl.
„Sting Ray in Sussex"; W. Jeffery, ebd. 356.
Trygon violacea, 1—200 m tief; Embr. 7 cm 1. im Juli, reif im Dec. ; nach
einem leichten Stich des Stachels schon ein Ohnmachtsanfall eines Menschen
beob.; Lo Bianco, M. z. St. Neap. VIII 431.
Trygon. Disceus strongylopt., Seitenkan. ; Garman, B. m. c. z. XVII
p. 94, Tf. 35. Dasybatus nudus ebd. 98, Tf. 39 (sehr ähnl. walga u. zugei) ;
dipterurus u. tuberculatus p. 99, Tf. 40, 41, 42.
Taeniura. Potamotrygon motoro, Seitenkanäle; Garman, 1. c. 93, Tf. 24.
T. lymna, ebd. 97, Tf. 38. — T. mortoni syn. zu lymna; Ogilby, Cat. F. Austr.
M. p. III.
Urolophus halleri u. torp., Seitenkanäle; Garman, B. m. c. z. XVII 96,
Tf. 36, 37.
Pteroplatea, besitzt die entwickeltsten Seitenkanäle unter den Selachiern;
Garman, 1. c. 100, Tf. 43 (hirundo u. mann.), 44, 45 (valenciennii). — Pt.
in der Ichthyologie während des Jahres 1888. 379
australis 1885, Schwanz zuweilen doch mit rud. Flosse u. Stachel [daher =
altivela]; Ramsay u. Ogilby, „Correct. of prev. pap.", Pr. Linn. soc. NSW. (2)
II 1024.
Myliobatidae. Myl. aq. „The Whip-Ray in Co. Cork", Juli 88 als
erstes sicher irländisches Expl. im SW. Irlands gefangen; R. F. Scharff,
Zoologist XII 312.
Myliobatis boviua, vollst, entwickelte Junge (im Uterus), Aug.; Lo Biauco,
M. z. St. Neap. VIII 428. — Seitenkanäle; Garman, B. m. c. z. XVII 102,
Tf. 46, 47 (aquila), Tf. 48 (freminvillei). — Vergl. fossile Myl.-Zähne; Wood-
ward, S. 334.
Aetobatus narinari, Seitenkanäle; Garman, I.e. 103, Tf. 49.
Rhinoptera, Seitenkanäle; Garman, ebd. 104, Tf. 50 (brasil.), 51 (jussieui).
Rhinoptera jussieui, „note on an abnormal specimen of the dentition of
Rhin." Auf einer Seite des Gebisses sind von der grossen Mittelplatte 2 Plättcheu
als selbständige Zähne abgelöst, u. die normal zweitgrösste submediane Platte
ist in 3 kleinere zerfallen, u. dies regelmässig von der Wurzel bis zur Spitze.
A. Sm. Woodward, Ann. Mg. (6) I 281—3, Xyl.
Ceratoptera fehlt in Indien, nur durch Missdeutung einer Zeichn. (monstr.
Expl. V. Astrape) aufgeführt; Day, Supp. f. Ind. 812.
Dicerobatus olfersi, Seitenk. ; Garman, 1. c. 105, Tf. 52, 53.
Cyclostomi.
Petromyzontidae : Petromyzon. Gehirn des Ammoc, Edinger, s.
S. 290; Parietalauge, Beard, 292; das 3. Auge v. Petrom., Owsiaun. 292;
Epiph. cerebri, Whitwell, 293; 2 Arten Gglzellen, Gitiss, 284; Histol. des
Riechorg.. Pogojeff, 295; Zähne, Beard s. Myxinidae. Muskelstruktur, Ge-
buchten, 281.
lieber Entwickl. vergl. : Dohrn, Pseudobranchialrinne, Thyreoidea, Nervus
later. u. symp., Seitenorg., Nierengänge, s. S. 313; Entw. d. Nerven u. Sinnesorg.,
Scott, 307; Böhm, Reife u. Befruchtung des Eies, 305; Kupffer, Entw.,
305; Götte, 306; Julin, 312.
S. H. Gage. Blutkörper von Petromyzon sind biconcav, u. vereinigen sich
wie die der Säuger zu Rollen; der Kern wird erst durch Färbungen deutlicher
„the Microscope" VIII, (Am. Nat. XXII 1121).
Myxinidae. Parietalauge, Beard, s. S. 292; Nervenhistologie, Nansen,
284; sind Zwitter, Cunningham, s. Hoyle, S. 275.
Myxine u. Petromyzon haben gleiche Zahnstruktur: Unter einer periphe-
rischen Schicht, die ganz wie die der Z. von Petromyzon gebaut ist, auch so in
einer Epitheleinsenkung erzeugt wird, steckt ein fester Conus, welcher der
Odontoblasten-Masse eines regulären Dentinzahns gleicht; er trägt sogar auf
seiner Spitze eine harte, structurlose Kappe (Dentin ? oder Schmelz ?). Ganz
innen eine gefässhaltige Pulpahöhle. Danach können die Petromyz, sehr wohl
von echten Fischen abstammen (mit Dohrn geg. Balfour.) — Die Zähne von
Petrom. marinus sind hisol. denen von planeri gleich, doch statt 1 Conus 3 in-
einander geschachtelte (zur Verstärkung) vorhanden. J. Beard, Teeth of
Myxinoid fishes, Anat. Anz. III 169—172.
Fr. Nansen bestätigt Cunningham's Beob. (cf. Ber. 86 p. 343.), dass bei
Myx. normaler Weise Hermaphroditismus vorkommt. Er findet, dass junge Myx.
380 Dr. F. Hilgeudorf: Bericht über die Leistungen etc.
wohl stets männlich sind, d. h. den hinteren Theil der Geschlechtsdrüse als
Hoden entwickelt haben, während dieser bei älteren (über 32 cm L ) Thieren
verödet imd der vordere Theil zum Ovar, reift. Selbst die wenigen sog. echten
^ sind wohl der Anlage nach auch Zwitter. Cunn. hat normale Sperraatozoen
u. norm. Sperraa-Entw. nicht heob. Die jungen testiculären Follikeln oder
Kapseln ähneln den j. OvarialfoIL; sie enthalten e. grosse Sexualzelle (Sperma-
togou), die von e. Follicular-Epithelium u. einer Bindgewebehülle umgeben ist.
Das Spermatogon wird diuch Subdivision in Spermatiden zerlegt, die frei in
den test. Kapseln schwimmen. Durch allmähliche Verlängerung des Nucleus
wie der ganze Zelle werden die Spermatiden zu reifen Sperraatozoen, welche
nach dem Platzen der Kapsel in die Bauchhöhle fallen. Die Geschlechtsthätigkeit
der Myx. ist an keine Jahreszeit gebunden. — „A protandric hermaphrodite (M.
glutin.) amongst Vertebrates." Bergens Museums aarsberetning for 87, p. 1 — 37,
Tf. 1, 2.
2 Not. über diese Frage (Polemik gegen Weber) von Cunn in gh am, Zool.
Anz. X (87) p. 243, 391.
Myxine australis, Bezähmung von M. glut. nicht abweichend, wohl nur
var. ; Vaillant, Cap Hörn, p. 32. — M. glut. bei Portugal, 460 m tief, Vaillant,
Talisman, p. 384.
Bdellostoma, Reproductionsorg. ; Cunningham, Pr. roy soc. Edinb.
XXXIII p. 247.
Leptocardii.
Cirrostomi. Schichteubau, Haut, Hatschek, s. S. 309; l^ervenhistol.,
Nansen 284 u. Kohde 286; Entw. des Rückenmarks, Baird, 286; selbständige
Bewegung einzelner Stücke; hat im sog. Gehirn kein allg. Bewegungscentrum,
Steiner, 284.
"W. Krause. „Die Retina. II die R. der Fische (Fortsetzung), Amjihioxus
lanc." (Yerg. Ber 86 p. 256). Intern. Monschr. Anat. Phys. V, 132—148, Tf. 13
— Dazu vorl. Mitth. p. 48. — Der Pigmentfleck am vorderen Ende ist Augen-
fleck; nicht sicher ist es, ob er dem Parietalauge entspricht. Im Augfl. ein
durch Alkalien löslicher blauer (dem Sehpurpur vergleichbarer) Farbstoff der
aber auch in den Epithelien des Centralkanals vorh., weshalb Amph. viell. mittelst
des ganzen Rückenmarks sieht. Der Neuropoi"us anterior des Amph. ist wohl
dem Recessus suprapinealis des Menschen homologisirbar, der Augenfleck aber
der Substantia nigra u. dem Locus coeruleus zus. Vf. bespricht dann die
nervösen Termiualkörperchen des Trigeminus, die zur Erforschung der ehem.
Qualität des Wassers dienen mögen.
Branchiostoma lanc. erträgt theilweis gefrorenes Transportwasser gut, ist
empfindlich gegen mangelhaft mit Sauerstoff versehenes W. Erstaunlich ist die
lange andauernde Reizbarkeit der Muskeln (an einem theilweis schon verfaulten
Thier). H. de Lacaze-Duthiers,, Arch. Zool. exper. (2) VI p. röm. 43—44.
(Vitalite des tissus chez l'Amph.)
Branchiostoma bei Indien, Burma, Ceylon. Andamanen häufig; Day, Suppl.
fish. Ind. 812.
Bericht
über die
wissenschaftliclien Leistungen im Grebiete der Malakologie
während des Jahres 1889.
Von
Dp. Joh. Thiele und Dr. wr. Kobelt.
I. Bericht über Allgemeines, Physiologie, Anatomie u. Entwicklung.
Von
Dr. Joh. Thiele, Assistent am zoolog. Museum in Dresden,
Zeitschriften, Jahresberichte, Sammelwerke, Lehrbücher und
Yermischtes.
Nachrichtsblatt der deutschen malakozoologischen Gesellschaft,
redigirt von W. Kobelt. Jahrgang 21, Frankfurt a. M.
Malakozoologische Blätter, herausgegeben von S. Clessin. Neue
Folge Bd. 11, Heft 1. CasseL
Journal of Conchology. Established in 1874 as the Quarterly
Journal of Conchology. Conduct. by John W. Taylor. Vol. 6,
No. 1 — 4. Leeds.
The Nautilus Bd. 3. (Pilsbry und Averell), Philadelphia.
Annales de la Societe Royale Malacologique de Belgique. Tome 23,
annee 1888. Bruxelles.
Journal de Conchyliologie , herausgegeben von H. Crosse und
P. Fischer. Vol. 37 (III. Ser., Tome 29) Paris.
Bulletins de la Societe Malacologique de France sous la direction
de C. F. Ancey, J. R. Bourguignat etc. Tome 6. Paris.
Bulletino della Societa Malacologica Italiana. Vol. 14. Pisa.
P. Chalmers Mitchell, Mollusca in: The Zoological Record
for 1889. London 1890.
P. Schiemenz, Mollusca in: Zoologischer Jahresbericht für 1889.
Herausgegeben von der zoologischen Station zu Neapel. Berlin 1891.
382 Dl'- Job. Thiele: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
J. Thiele und W. Kobelt, Bericht über die wissenschaftlichen
Leistungen im Gebiete der Malacologie während des Jahres 1888.
Archiv für Naturgeschichte Jahrg. 1889 Bd. 2. Berlin.
W. Kobelt, Iconographie der schalentragenden europäischen
Meeresconchylien. Heft 9 und 10 p. 17—40 Taf. 33—36.
Martini-Chemnitz, Systematisches Conchylien-Cabinet, heraus-
gegeben von W. Kobelt. Lief. 368—373. 4» Nürnberg.
G. W. Tryon, Manual of Conchology structural and systematic
with lUustrations of the Species. Vol. 10 Pt. 41 — 44 a. Second
series: Pulmonata. Helicidae 3 Pt. 17 — 20. Continuation by H. A.
Pilsbry. Philadelphia.
A, Vayssiere, Atlas d' Anatomie comparee des Invertebres.
Paris, Taf. 1—15 Mollusken-Anatomie.
K. Eckstein, Repetitorium der Zoologie. Leipzig. Mollusken
p. 145—157.
B, Hatschek, Lehrbuch der Zoologie. Jena. 2. Lief.
Abbildungen, zum Theil etwas verändert, nach Originalarbeiten,
hauptsächlich von Molluskenaugen; H. findet bei Haliotis und Patella
in den pigmentirten Zellen eine helle Axe. Bei Cephalopoden mögen
die von Grenacher beschriebenen Stäbchen nur Stützapparate sein,
während die Vorderhälften der Zellen als echte Stäbchen fungiren;
bei dieser Frage muss man mehr als es von Grenacher geschehen
ist, den physiologischen Gesichtspunkt berücksichtigen.
R. Leuckart und H. Nitsche, Zoologische Wandtafeln, Lief, 34
Taf. 77, Mollusca. (Lamellibranchiata, Taxodonta, Anisomyaria).
M. Mendthal, Untersuchungen über die Mollusken und Anneliden
des Frischen Haifs. Dissert, Königsberg. 16 p., 1 Taf.
H. V. Wilson, On the breading seasons of marine Animals in
the Bahamas. Johns Hopkins Univ. Circ. 8, p. 38.
Die Chitonen haben vom Juli bis November Eier; diese sind
klein, undurchsichtig und mit einer stachligen Hülle versehen. Die
Zahl der Weibchen ist etwa halb so gross wie die der Männchen.
Von Aplysien wurden oft Ketten von 3 — 4 Individuen in Copula
getrofien; die Eier wurden im November gefunden.
C, M'Intosh, On the pelagic fauna of the Bay of St. Andrews
during the months of 1888. Seventh ann. Rep. Fishery Board for
Scotland for the year 1888. Pt. 3, p. 259—310.
In den ersten Monaten des Jahres wurden nur Jugendstadien
von Spirialis gefunden, im April Clione borealis. Im Juli treten
zahlreiche pelagische junge Muscheln auf, Eier von Modiolaria
marmorata und Astarte sulcata, sowie Larven von Natica, die im
August und September zahlreicher werden. Im November und
December finden sich junge Mollusken nur am Boden.
A. Sabatier, Sur la Station zoologique de Cette. Comptes rend.
Ac. sc. 109, p. 388—91. Auf den Algen bei Cette leben in grosser
im Gebiete der Malakologie während des Jahres 1889. 383
Zahl verschiedene Mollusken, wie Tapes clecussata, Aplysia fasciata
und depilans, Bulla hydatis, Polycera, Tritonia.
Hob. Irvine und G. Sims Woodhead, On the secretion of
lime by animals. Rep. Labor. R. Coli. Physic. Edinburgh 1. p, 62
bis 69 uud 2. p. 122 — 152, sowie in Proc. R. Sog. Edinburgh 15
p. 308 — 16 und 16 p. 324 — 354. Mollusken sind wenig erwähnt.
Der im Meerwasser enthaltene Kalk ist zumeist schwefelsaurer, der
wahrscheinlich im Organismus in phosphorsauren umgewandelt
und erst durch die secernirenden Zellen als kohlensaurer ab-
geschieden wird.
Rob. Irvine und George Young, On the solubility of car-
bonate of lime under different forms in sea-water. Proc. R. Soc.
Edinburgh 15 p. 316—320.
Muschelschalen lösen sich leichter im Meerwasser auf, wenn das
tote Thier darin steckt.
G. Steinmann, Ueber Schalen- und Kalksteinbildung. Ber.
naturf. Ges. Freiburg 4 p. 288 — 293. Eiweisssubstanzen können
durch das von ihnen producirte kohlensaure Ammoniak aus gelösten
Kalksalzen kohlensauren Kalk ausfällen. Solches geschieht auch
durch den Molluskenschleim, in welchem sich bei Gegenwart von
Chlorcalciumlösung Calcosphaeriten niederschlagen; der Schleim wird
dabei die Natur des Conchyolins erhalten. Die feste Schale kann
da entstehen, wo der ausgeschiedene Kalk sich an einen festen
Körper, wie ältere Schalentheile (Conchyolinmembran, Ref.) ansetzen
kann, während an Körpertheilen , die oft bewegt werden, die Kalk-
theile sich nicht mit einander verbinden können. Die Schale kann
einfach durch niedergeschlagenen Kalk ohne Vermehrung der orga-
nischen Substanz verstärkt werden. — Bei Mollusken werden im
Laufe phyletischer Entwicklung die äusseren Schalen oft reducirt
und können verschwinden (Octopoden).
Robert Schneider, Ueber Eisen -Resorption in thierischen
Organen und Geweben. Abh. Akad. Berlin 1888, 68 S., 3 T.
Derselbe, Das Eisen im Körper meerbewohnender Thiere.
Naturw. Rundschau 4 p. 545 — 547.
Derselbe, Verbreitung und Bedeutung des Eisens im animalischen
Organismus. Humboldt 8, 9 S,, 6 Figg.
Gegenwart von Eisen war nachzuweisen in den Schalentheilen,
besonders am Rande, im Deckel, im Byssus und in den Byssus-
drüsen, in den Kiemenstäbchen, sowie im Bindegewebe. Die im
Mantel eingeschlossenen Kalkkörper enthalten Eisen, von ihnen wird
es durch die Manteldrüsen der Schale mitgetheilt. Verf. glaubt, dass
das Eisen zur organischen Grundlage der Schale in Beziehung tritt,
da zwischen den Blätterschichten derselben solches regelmässig fixirt
war. Auch die Leberzellen zeigten allgemein Eisenresorption.
Stefan Apathy, Nach welcher Richtung hin soll die Nerven-
lehre reformirt werden? Biolog. Centralbl. 9 p. 527—38, 600—608,
625—48.
384 Dr. Joh. Thiele: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Verf. parallelisirt die „Nervenspindeln" den glatten Muskelfasern,
wobei er des Oeftern die Verhältnisse bei Mollusken beschreibt. Die
Kerne in den Nervenfasern sind 200 — 300 f.( von einander entfernt,
während die grösste Dicke derselben kaum 3 /,// beträgt. Im Ceiitral-
nervensystem tritt bei Mollusken immer eine ganze Nervenspindel
mit einer Ganglienzelle in Verbindung; in den peripherischen End-
nerven zerfallen dieselben in die Primitivfibrillen. Der protoplasma-
tische Theil der Spindeln ist von geringer Grösse, der Kern compact,
stäbchenförmig; die Primitivfibrillen sind ziemlich deutlich.
Carl Rabl, Theorie des Mesoderms. Morphol. Jahrb. 15
p. 113 — 252, T. 7 — 10, Rabl meint in einer Uebersicht über die
Literatur bez. der Mesodermbildung bei Mollusken, dass die Arbeiten
Fols ,,fast auf jeder Seite den Stempel der Ungenauigkeit und Kritik-
losigkeit tragen", imd wundert sich, dass Sarasins Arbeit über die
Entwicklung von Bithynia ,, jemals hat ernst genommen werden
können". Zu Zieglers Arbeit über Cyclas - Entwicklung bemerkt
Verf., ,,dass man bei so günstigen Keimen die allerfrühesten Ent-
wicklungsstadien nicht aus Schnittserien konstruirt." — Neuro-
muskelzellen kommen nicht, wie Kleinenberg annahm, bei Mol-
lusken vor.
P. Sarasin, lieber die Theorie des Mesoderms von C. Rabl.
Anatom. Anzeiger 4, p. 721 — 28. Sarasin weist nach, dass bei vielen
Mollusken, sogar von Rabl selbst, die ,,ürmesodermzellen'^ nicht
gefunden sind, während von verschiedenen Autoren die Entstehung
von Mesodermzellen aus dem Ectoderm beobachtet wurde.
Bela Haller, Beiträge zur Kenntniss der Textur des Central-
Nervensystems höherer Würmer. Arb. zool. Inst. Wien 8, p. 175 — 312,
T. 16—20.
Die Pedalnervenstränge der Amphineuren und niederen Proso-
branchier sind mit den Pedalganglien anderer Mollusken verglichen
primäre Gebilde. Die Mollusken werden von Nemertinen hergeleitet,
daher sollen ihre Nieren den Segmentalorganen der Anneliden nicht
homolog sein. — Die grösseren Ganglienzellen anastomosiren bei
niederen Mollusken unter einander.
Louis Roule, Etudes sur le developpement des Annelides et
en particulier d'un Oligochaete marin (Enchytraeoides marioni n. sp).
Ann. Sc. nat. VII, 7, p. 107—442, T. 8—22.
Mollusken und Amphineuren werden beide gesondert vom
Trochozoon abgeleitet. Die Entwicklung des Mesoderms und der
Leibeshöhle vergleicht Roule mit den Verhältnissen bei Würmern.
L. Fredericq, La lutte pour l'existence chez les animaux
marins. Paris.
Abbildungen und Angaben über Lebensgewohnheiten einiger
Mollusken.
im Gebiete der Malakologie während des Jahres 1889. 385
Verschiedene Mollusken.
H. Simroth, lieber einige Tagesfragen der Malakozoologie,
hauptsächlich Convergenzerscheinungen betreffend. Zeitschr. Natur-
wiss. 62, p. 65 — 97.
Simroth betont die Abhängigkeit der G-estalt von der Lebens-
weise und die unter denselben Bedingungen entstandene Aehnlichkeit
sich von verschiedenen Ausgangspunkten her entwickelnder Formen,
so mag die gekammerte Schale von Nautilus und Spirula nicht als
morphologische Homologie, sondern als physiologische Analogie an-
zusehen sein, so sind die napfförmigen Schalen verschiedener Gastro-
poden durch Convergenz entstanden, auch zeigen die Aehnlichkeiten
verschiedener Landschnecken, namentlich von Nacktschnecken,
mannichfache Convergenzerscheinungen. — Verf. trennt als Mesom-
matophoren die Onchidien, Vaginuliden und Janelliden von den
,,Pleurommatophoren" ab; Arion ist mit Limax convergent, ebenso
die 3 Zweige Limax, Agriolimax und Amalia. Auch die Raublungen-
schnecken haben sich convergent entwickelt. Parasitismus kann
gewisse Aehnlichkeiten, wie Mangel der Radula, bewirken. An den
Deutungen von W. Voigts Entocolax hält Simroth Vieles für zweifel-
haft, so kann das ,,Receptaculum seminis" ein Hoden sein; der Name
Cochlosyringia würde besser für Entoconcha (Helicosyrinx) als für
Entocolax passen. Dann berichtet Simroth über Pelseneers Ansichten
bezügl. des diphyletischen Ursprungs der Pteropoden (vgl. vor. Ber.
p. 419 — 20) und erklärt sich für die Auffassung, nach welcher die
Cephalopoden-Arme einem Propodium, der Trichter den Parapodien
(Mittelfusslappen) und das Trichterorgan einem rudimentären Meta-
podium (? Ref.) entsprechen. Der Begriff eines Columellaris als
eines von Anfang an gesonderten Muskels erscheint Simroth proble-
matisch (vgl. vor. Ber. p. 409). — Bei der Vorstellung eines Ur-
mollusks soll man an Plattwürmer denken, die sich in der Brandung
ansaugten . und eine schützende Schale erhielten; durch seitliches
Zusammenbiegen brach diese durch (Muscheln) — besser dürfte die
Annahme sein, dass sie in der Mitte nicht verkalkt war. Ref. — ,
durch Aufrollen entstand die Gliederung von Chiton und wahr-
scheinlich auch, aber mit dem ,,Hang zur Copula", der Deckel der
Schnecken. Die Muscheln brauchen nicht von Schnecken abzu-
stammen; die Befestigung durch den Byssus ermöglichte ,,die Um-
bildung der Saugsohle zum Schwellfuss" (Ref. hält die Mantel-
reservoire der Muscheln für die Hauptbedingung der Entstehung des
Schwellfusses). Durch Anpassung an den Sand und die durch Bohren
bewirkte Streckung sind die Dentalien entstanden, welche aber schon
einen beträchthchen Schritt in der Entwicklungsrichtung der Gastro-
poden gethan haben. Durch stärkere Wölbung der ursprünglich
flachen Schale entstand die Embryonalschale von Pteropoden und
Cephalopoden. Bei den letzteren mögen sich am Vorderende des
Fusses greifende Zipfel gebildet haben, die ursprünglich zum Kriechen
dienten (? Ref., die Saugnäpfe befinden sich auf der oralen Seite
Arch. f. Naturgesch. Jahrg. 1890. Bd. II. II. 1. 25
386 Dl"- Joh. Tliiele: Bericht über die wissenscbaftlichen Leistungen
der Arme); die Aufrollung der Schale mag mit dem Raumbedürfnis
für die Kiemen zusammenhängen, daher soll dieselbe bei dem mit
4 Kiemen versehenen Nautilus über den Kopf übergekippt sein. Die
Copula soll die asymmetrische Aufwindung verursachen — womit
allerdings das Verhalten der ältesten Prosobranchier nicht überein-
stimmt — , während Schwimmen die Asymmetrie, wieder aufhebt.
Simroth, Zur Kenntniss der Azorenfauna. Arch. Naturgesch. 54,
p. 179—234, T. 14—15.
Die Patellen sind auf dem rauhen Boden dauernd sesshaft ge-
worden, die Sohle eines abgelösten Thieres behält Eindrücke von
den Vorsprüngen der Corallinen, auf denen sie angeheftet war, daher
hat sich die Muskulatur ganz nach der Unterlage geformt. Dauernde
Anheftung mag die besondere Ausbildung der zum Ansaugen dienenden
Muskulatur und Rückbildung der Kriechmuskeln zur Folge haben.
— Doto fioridicola zeigt Anpassung an die Rothalgen, auf denen
sie lebt, die Rückenfortsätze ahmen die Sporangien nach. — Simroth
vermuthet, dass mit der Wasserströmnng eine Streckung von Muscheln
zusammenhängt, wie er sie an Ostreen beobachtet hat. — Die
Zartheit der Gehäuse von Landschnecken mag mehr der Einwirkung
der oceanischen Feuchtigkeit als dem Kalkmangel zuzuschreiben
sein. — Pedipes afer fand sich zahlreich an einer Stelle^ wo das
Meerwasser durch Thermen erwärmt war. Die Quertheilung des
Fusses ist nur durch die starke Spindellamelle verursacht, die vordere
Hälfte hat bei der Locomotion die Hauptarbeit, doch wird kein
Theil des Fusses beim Kriechen von der Unterlage losgelöst. Eine
besondere Ausbildung der Blutschwellung täuscht durch ihre Un-
regelmässigkeit eine Schreitbewegung vor. Die Pleurovisceral-
connective sind kürzer als bei Auricula, das linke Parietalganglion
ist sogar mit dem Pleuralknoten vereinigt. Zwischen den Pedal-
ganglien wurde nur eine Commissur gesehen; die Ganglien liegen
über der Querfurche und entsenden die vorderen Nerven zum vorderen
Theile des Fusses, die hinteren Nerven zum hinteren. Die Radula-
platten sind ungemein zahlreich und klein.
Tenison- Woods, On the anatomy and life history of Mollusca
peculiar to Australia. Journ. Proc. R. Soc. New South Wales for
1888. 22 p. 106— 187, T. 3 — 14. Ref: Journ. R. Micr. Soc. 89,
p. 626. Verf berichtet zunächst über die niederen Thiere Australiens
im Allgemeinen, um sich dann über verschiedene Einzelheiten der
Organisation von Mollusken auszulassen, so über die Gestaltung der
Kiemen, über einige Reibplatten, über rothes Blut (bei Area rothe
Blutkörper ohne amöboide Bewegung). Die untersuchten Schnecken
zeigten sitmmtlich roth gefärbte Buccalmassen ; die Färbung hatte
ihren Sitz in den Endigungen der Muskelbänder. In der Schale will
Verf feine Blutgefässe bemerkt haben, die Klappen in regelmässigen
Zwischenräumen enthielten. Eingehend wird sodann über Gegenwart
von Augen in den Schalen zahlreicher Mollusken berichtet. Aehnlich
wie Moseley bei Chitonen will Verf. bei Bivalven und Gastropoden
solche in sehr grosser Zahl — bei Trigonia etwa 12 000 in jeder
im Gebiete der Malakolugie während des Jahres 1889. 387
Schalenhälfte — gefunden haben, dieselben befinden sich meist auf
Hervorragungen, manchmal aber auch im Innern der Schalenmasse.
Ebenso enthält das Operculum von Prosobranchiern Augen und
andere Sinnesorgane. Auch Nerven und Ganglien soll die Schale
enthalten und zwar in solcher Menge, dass Verf. diese ganglien-
haltige Schale dem Kopfe der Arthropoden an die Seite setzen will;
die ,,Acephalen" sind demnach nicht als solche zu bezeichnen, weil
die Schale die Ganglien und Sinnesorgane eines Kopfes enthält.
(Ref. kann nicht umhin die Vermuthung auszusprechen, dass all
diese Angaben auf einem Missverständnis der Schalenstructur be-
ruhen dürften.)
H. de Lacaze-Duthiers, Sur la fusion des nerfs et des
ganglions chez les Mollusques et leur signification morphologique.
(Assoc. franQ. Avanc. Sc. 18. sess.) Rev. biolog. Nord France, Lille 1
p. 467.
Dass die beiden Theile, welche nach Verf.'s Ansicht die Pedal-
stränge der Rhipidoglossen zusammensetzen, nicht durch eine Membran
getrennt sind, ist kein Beweis gegen ihre ursprünghche Trennung
(vergl. B. Haller, p. 384); so sind auch die Visceralganglien von
Teredo zu einem verschmolzen (s. auch vor. Ber., p. 384),
J. Carriere, lieber Molluskenaugen. Arch. mikr. Anat. 33,
p. 378—402, T. 23. Ref.: Journ. R. Micr. Sog. 89, p. 626.
Carriere beschreibt die Augen am Mantelrande von Area. Die
zusammengesetzten Augen bestehen aus kegelförmigen Sehzellen mit
grossem Kern dicht unter der verdickten Aussenwand und einem
darunter gelegenen kegelförmigen Stäbchen; ihre inneren Enden
gehen in eine wechselnde Zahl von Fasern über. Die Zellen sind
von mehreren Pigmentzellen scheidenartig umgeben, deren Kerne
flach, ungefähr in der Mitte gelegen sind; das Ganze bildet eine als
Ommatidium zu bezeichnende Einheit. Ausserdem finden sich Stütz-
zellen, die ein Gerüst von nebeneinander stehenden Tüten bilden, in
denen die Ommatidien stecken. Die Kerne der Stützzellen liegen
im äusseren Ende, Pattens „invaginate eyes" bestehen haupt-
sächlich aus Pigmentzellen mit scheibenförmigen Kernen und aus
farblosen kolbenförmigen Zellen. Die Füllmasse ist von den Zellen
durch einen kleinen von feinen Fäden überbrückten Zwischenraum
getrennt; dieselbe dürfte ein Schleimpfropf sein. Carriere vermisst
in den Zellen jede Structur, die auf Lichtempfindlichkeit dieser
Organe hindeuten würde. Diese haben mit den oftenen Augen
niederer Prosobranchier nichts zu thun; von letzteren glaubt Verf.,
dass sie wegen ihrer Bedeckung durch die Schale und das licht-
scheue Wesen ihrer Besitzer nicht zur vollen Entwicklung gelangen,
namentlich bei Patellen (bei denen sie ganz verschwinden können.
Ref.) Bezüglich der Augen von Pecten bestätigt Verf. im Ganzen
die von Rawitz gemachten Angaben (vor. Ber. p. 396 — 7), nur glaubt
er, dass kein bestimmter Grund vorliege, die erste Zellschicht der
Retina für Ganglienzellen zu erklären. Zwischen den Stäbchen be-
findet sich eine durch Osmiumsäure dunkelgefärbte Masse. Der
25*
388 Dr. Joh. Thiele: Bericht üher die wissenschaftlichen Leistungen
Seitennerv liegt über dem Septuni (gegen Rawitz). Der Axenfaden
in den Retinazellen ist eine Differenzirung innerhalb des Körpers
dieser Zellen, nicht eine Nervenfaser, die in sie hineingewachsen ist.
Schliesslich erklärt sich Verf. gegen Rawitz' Auffassung des „Seiten-
wulstes" von Pecten als Sinnesorgan und spricht auch Zweifel bezügl.
der „Seitenhügel" aus. In den Mantelrandfäden von Lima sind die
Stiele der gefüllten Drüsenzellen nie mit Kernen versehen; nicht
von diesen Fäden, sondern vom Fusse werden die Fäden des Nestes
erzeugt.
Vitus Graber, Ueber, die Empfindlichkeit einiger Meerthiere
gegen Riechstoffe. Biolog. Centralbl. 8, p. 743-54, Mollusken
p. 752—54.
Von den auf ihre Empfindlichkeit gegen riechende Stoffe ge-
prüften Schnecken reagirt Chromodoris elegans hauptsächlich durch
starke Contraction der gelbgefärbten vorgewölbten Bezirke hinter
den Kiemen, weniger durch Einziehung der hinteren Tentakel. All-
mählich tritt eine Abstumpfung gegen den Reiz ein. Andere Opistho-
branchier (Aplysia, Gastropteron, Phyllirrhoe) waren fast un-
empfindlich, auch einige Prosobranchier (Murex, Natica, Fusus)
reagirten wenig, die letzte Schnecke in stärkerem Maasse bei An-
näherung von Asa foetida. Von Heteropoden war Carinaria im
Allgemeinen empfindlicher als Pterotrachea ; bei letzterer ist der
fadenförmige Schwanzanhang empfindlich, da er ganz regelmässig
wie von einem Magnet abgestossen dem Geruchsträger ausweicht.
William A. Haswell, On simple striated muscular fibres.
Proc. Linn. Soc. New South Wales II, 3 p. 1704—10, Mollusken
p. 1707—9.
Richtige Querstreifung wurde unter Mollusken nur bei Lima
gesehen, w"o die Fasern sich so verhalten, wie es Blanchard angegeben
hat (vor. Ber. p. 399): die breiteren Streifen sind doppelt brechend.
Die Fibrillen, welche deutliche Querstreifuiig zeigen, konnten isolirt
werden, nur einige in der Axe der Faser sind homogen.
J. W.Williams, Preliminary notes on the phenomena of muscle-
contraction in the Mollusca. Journ. Conchol. 6, p. 46 — 52.
Zusammenstellung der Angaben über Cilienbewegung und Muskel-
contraction, sowie Vergleich mit den Wirbelthieren. Die glatten
Muskeln der letzteren sind zum Unterschiede von denen der Mollusken
grösstentheils nicht willkürlich contrahirbar , auch können sie nicht
in Tetanus verfallen. — Simroths Erklärung der Fussbewegung von
Schnecken erscheint dem Verf ,,enthusiasmirend".
Giac. Cattaneo, Sulla morfologia delle cellule ameboidi dei
Molluschi e Artropodi. Boll. Sc. Pavia, Anno 1 1 p. 3—29, 33—57,
2 Taf.; Moll. p. 7— 29.
Die periphere Schicht der Blutkörperchen von Mollusken wird
aus contractilem Hyaloplasma und nicht contractilem Paraplasma ge-
bildet, der innere Theil besteht aus letzterem allein. Das Hyalo-
plasma erzeugt die Pseudopodien, welche lang und dünn, oft verästelt
sind. Schon sehr bald, nachdem Blut aus dem Körper entnommen
im Gebiete der Malakologie während des Jahres 1889. 389
ist, beginnen die Blutzellen abzusterben, indem das Hyaloplasma sich
contrahirt und die andere Substanz herauspresst, meist in Form von
Lappen, die nicht wieder eingezogen werden. Der Durchmesser der
Zellen beträgt zwischen 10 und 15 //. In den Gefässen der Thiere
nehmen die Blutkörper beim Absterben runde Form an
L. Cuenot, Etudes sur le sang, son role et sa formation dans
la Serie animale. Deuxieme partie, Invertebres. Note prelim. Arch.
zool. exp. gen. II, 7. Notes p.I— IX, Mollusken p.I — III. Die Blut-
bildungsdrüse der Cephalopoden ist der Kiemenherzanhang, die
Kiemendrüse gehört nicht hierher. Bei Doris liegt dieselbe über
den Cerebralganglien (Berghs Blutdrüse), bei Pleurobranchus und
Verwandten über der vorderen Aorta nahe am Herzen, bei Philine
an der Spitze des Herzens (Vayssieres rothe Drüse). Bei Pulmonaten
befinden sich diese Drüsen an den grossen Lungengefässen, bei
Pectinibranchiern in den Kiemenblättern, bei Haliotis Hegt sie im
Mantel und mündet ins Vas eflerens. Die Lamelhbranchier zeigen
in der Nähe des Vas afferens eine entsprechende Bildung; Area
tetragona hat Haematien und Amoebocyten.
W. H. Dali, The structure of the gill in Amusium dalli, Dimya
argentea, and Area ectocomata. Bull. Mus. comp. Zool. Harv.
Coli. 18, p. 433—38.
Verf. vergleicht die Kiemen der 3 genannten Arten mit denen
einiger anderer primitiver Formen. Area ect. hat keine Chitin-
stäbchen. Die Kieme von Pleurotomaria (a much higher mollusk
than Nucula) ist einfacher als die von Nucula, ihr fehlt das chitinige
Stützwerk; die Kieme von Nucula ist auch mehr specialisirt, als
diejenige von Dimya oder Amusium. — Die Urform der Kieme war
eine einfache gefaltete (pinched-up) Lamelle. — Eine Eintheilung
höherer Gruppen nach den Kiemen (Pelseneer) hält Dali für un-
geeignet, eher mögen kleinere Abtheilungen darnach unterschieden
werden. Er weist auf die Verschiedenheit der Kiemen bei Doco-
glossen hin, unter Rhipidoglossen haben ScutelHna, Addisonia,
Emarginula ganz verschiedene Kiemen (diese 3 Formen gehören
aber garnicht zusammen. Ref.). Die Kieme von Lyonsiella ist vom
gewöhnlichen Typus, während die von Cetoconcha und Poromya
Neubildungen darstellen, nachdem die alten Kiemen verschwunden
waren.
J. W. Williams, On the meaning of the glycogenic function
in the Mollusca. A study in compar. Physiology. Journ. Conchol. 6,
p. 34—39.
Bei den Mollusken wird das Glycogen aus denselben Stoffen
erzeugt, wie bei Vertebraten, aus Kohlehydraten und Eiweissstoffen
der Nahrung.
A. Kowalevsky, Ein Beitrag zur Kenntniss der Exkretions-
organe. Biolog. Centralbl. 9. MoUusken p. 6Q — 70. Ref. : Journ. R.
Micr. Sog. 89 p. 368—69.
Wird einem Pecten eine Mischung von ammoniakalischem Karmin
mit Indigokarmin eingespritzt, so wird die erste Substanz von der
390 ^^- Job. Thiele: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Perikardialdrüse, die andere vom Bojanus'schen Organ ausgeschieden,
und zwar dort in Form zahlreicher rother Körnchen, hier in Form
von spindelförmigen blauen Krystallen, die in den Vacuolen der
Epithelzellen um das schon früher erzeugte Concrement herumliegen.
Blaue Lakmuslösung wird in dem Pericardialepithel geröthet, daher
erzeugt dieses ein saures Excret. Aehnlich verhält es sich bei
anderen Lamellibranchiern ; bei Venus wurde ein besonderes zungen-
förmiges Organ am Darme unter dem Herzen gefunden, das die
Reaction der Pericardialdrüse zeigt. Bei mehreren Gastropoden
wurde das Indigokarmin vom Bojanus'schen Organ abgeschieden,
doch wurde nur bei Haliotis eine schwache rothe Färbung der
Vorhofsanhänge gesehen, eine Ausscheidung des Karmins fand bei
den übrigen nicht statt. Die nach Wegmann zum Bojanus'schen
Organ gehörende linksgelegene Drüse (Haliotis) ist ein besonderes
Organ, dessen Papillen prall von Karmin erfüllt werden. Bei Cephalo-
poden färben sich die Kiemenherzen roth, die Venenanhänge resp.
Nieren blau, die ersteren werden von Lakmustinktur geröthet, der
Kiemenherzanhang blieb ungefärbt. Bei Dentalium nahmen die
Zellen des Bojanus'schen Organs Indigkarmin in Form von Tröpfchen
auf. Die Bojanus'schen Organe spielen demnach die Rolle echter
harnabsondernder Organe, entsprechend den Harnkanälen der Wirbel-
thiere, während die Excretion der Pericardialdrüse der der Mal-
pighischen Körperchen entspricht.
Paul Marchai, L'acide urique et la fonction renale chez les
Invertebres. Mem. Soc. zool. France 3 p. 31— 87, Mollusken p. 77— 86.
Marchai findet ebenso wie frühere Untersucher, dass den Lamelli-
branchiern Harnsäure fehlt, dagegen finden sich Harnstofi", Taurin,
Creatin und Creatinin, auch Leucin und Tyrosin. Leber und
Bojanus'sche Organe besorgen die Abscheidung. Bei Pulmonaten
ist Harnsäure vorhanden (bei einer Helix pomatia mehr als 7 mgr.),
ausserdem eine andere Säure, wohl Leucin. Die Leber gewisser
Gastropoden enthält Harnstoif. Bei Sepia ist freie Harnsäure mit
Spuren von harnsaurem Kalk gefunden, die bei Octopus durch einen
anderen Körper, wahrscheinlich Guanin, ersetzt wird.
C. Fr. W. Krukenberg, La retention de l'uree chez les
Selaciens, avec quelques remarques sur l'accumulation d'autres sub-
stanzes cristallo'ides dans les tissues contractiles de certaines especes
animales. Ann. Mus. H. nat. Marseille 3, Mem. 3, 43 p.
Krukenberg fand bei Eledone einen dem Creatinin ähnlichen
Stoff, dagegen wurde Indol und Indican in den Muskeln, den Nieren-
anhängen und der Leber derselben Art, sowie bei Doris tuberculata
und Fissurella costaria nicht wahrgenommen.
R. E. C. Stearns, On certain parasites, commensales and domi-
ciliares in the pearl oyster. Ann, Rep. Smiths. Inst. f. 1886, Pt. 1,
p. 339—44, 3 T.
In Schalen von Haliotis rufeseens Sw. wurde hauptsäcliHch
Penitella eingebohrt gefunden, in solchen von Meleagrina Lithodomus.
Bei letzterer wurden zwischen Mantel und Schale auch Fische
im Gebiete der Malakologie während des Jahres 1889. 391
(Fierasfer, Oligocottus) gefunden, die von Schalenmasse, welche so
schnell erzeugt sein muss, dass sie von den Eindringlingen nicht
wieder zerstört werden konnte, eingeschlossen waren.
H. Crosse, A new Classification of the Mollusca by W. H. Dali.
Journ. Conchyl. 29, p. 82 — 83.
Mit Dali verwirft Crosse Ray Lankesters Vereinigung der Ptero-
poden mit den Cephalopoden, auch die Eintheilung der Lipocephala
(Lamellibranchier) nach den Adductoren und die der Gastropoden
in Isopleura (Amphineuren) und Anisopleura (Zygobranchier und
Azygobranchier).
Wilh. Stricker, Zur Geschichte der Mollusken. Zoolog.
Garten 30, p. 139—42, 305-11, 360—65. Auszug aus Locard (vgl.
vor. Ber. p. 385).
J. W. Williams, Variation in the Mollusca and its probable
cause. Sc. Gossip 1889, p.l46— 7, 174—78, 200-3, 245—48. Figg.
Ampliiueura.
G. Arm. Hansen, Neomenia, Pioneonenia und Chaetoderma.
Borgens Mus. Aarsberetn. for 1888, 12 p., 1 T. Ref.: Journ. R. Micr.
Soc. 90, p. 22—23.
Proneomenia ist länger gestreckt als Neom, , mit stärkerer
Cuticula und einer deutlichen Radula ausgestattet; an Stelle der-
selben hat Neom. 2 longitudinale Wülste ohne Zähne. Bei Neom.
findet sich jederseits ein Penis mit einem Stylus, welcher bei Pron.
fehlt. In der Analhöhle befinden sich hohle Falten, darüber liegt
ein Blutraum; diese Falten ersetzen die Kiemen. Das Ende der
Ausführungsgänge der Keimstoffe wird als Eiweissdrüse bezeichnet;
Neomenia hat eine Spermathek und an der Mündung der Aus-
führungsgänge ein weibliches Copulationsorgan. Die bei Chaetod.
einfache Geschlechtsdrüse ist bei Neom. und Pron. paarig, die Ge-
schlechter sind bei Chaet. getrennt, bei den anderen vereinigt. Von
den Kiemen zum Herzen gehen 2 Gefässe; das Diaphragma grenzt
den ventralen Blutraum dorsalwärts ab. Eine chitinöse Lippe, welche
Chaet. um die Mundöflfnung herum besitzt, fehlt den anderen; die
Mundmasse ist bei Neom. in den Pharynx einstülpbar, die anderen
zeigen keine Trennung zwischen Mundmasse und Pharynx, am An-
fange des Darmes befindet sich eine enge Oeffnung. Pron. hat
2 Speicheldrüsen. Der Darm, welcher bei Chaet. frei in der Leibes-
höhle nur dem Diaphragma aufliegt, ist bei den anderen mit der
Leibeswand verwachsen; in demselben verlaufen dorsal und ventral
2 Furchen mit cylindrischem Epithel, während die seitlichen Falten
rundliche Zellen tragen. Die sonst vorhandene Ventralfurche fehlt
bei Chaetoderma; dieses hat 4 mächtige Längsmuskeln, bei den
anderen ist die Muskulatur im Ganzen viel schwächer, nur ventral
deutliche Längsbündel. Grosskernige in die Cuticula vorspringende
Zellen bei Neom. mögen als Nervenenden zu deuten sein. — Chaet.
in Bezug auf Haut und Muskulatur den Anneliden ähnlich steht im
Uebrigen den Mollusken näher durch die 2 Kiemen, die Geschlechts-
392 -Dl'- Job. Thiele: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Organe und die in einen Zahn modificirte Radiila; Pron. ist nocli
deutlicher ein MoUusk durch die Radula, Zwittrigkeit und Penis,
während Neom. durch den gespaltenen Ausführungsgang, Recepta-
culum seminis, Andeutung von Oviduet und Vas deferens Mollusken-
ähnlichkeit aufweist.
A. 0. Kowalevsky & A. F. Marion, Contributions ä l'histoire
des Solenogastres ou Aplacophores. Ann. Mus. H. nat. Marseille 3,
Mem. 1, 77 p., T. 1—7 (vgl. vor. Ber., p. 386 und Ber. f. 1886,
p. 357).
Lepidomenia hystrix lebt als Commensale auf Balanophyllia
italica; ihre Länge beträgt etwa 2 mm. Die Stacheln sind durch
Cuticular Substanz verbunden, keulenförmige Fortsätze der Hypodermis,
wie sie bei Proneomenia vorkommen, fehlen. In der Hypodermis
sind grosse eiförmige Zellen zerstreut, wahrscheinlich Drüsenzellen.
In der hinteren dorsalen Grube liegt unter der Hypodermis noch
eine andere Zellschicht von nervöser Natur. Hinter dem Munde ist die
Hypod. verdickt ; diese wird von einer deutlichen Basalmembran ge-
tragen. Am Vorderende der Bauchrinne liegt eine paarige Drüse,
Der Hautmuskelschlauch ist sehr schwach, die Längsmuskulatur
bündelweise angeordnet. In der Mundhöhle sind starke Faltungen
des Epithels wahrnehmbar, in der Umgebung des Pharynx zahlreiche
Drüsenzellen (vordere Speicheldrüse). Die Radula besteht aus 2 Reihen
von Zähnen. Umfangreiche rundliche Speicheldrüsen liegen daneben und
gegenüber ein kleiner dorsaler Blinddarm mit keulenförmigen Drüsen-
zellen. Die Nephridien sind einfache gerade Röhren. Vom Cerebral-
ganglion wurden Nerven zur Haut verfolgt. Die Seitenstränge bilden
neben den Cerebralganglien jederseits eine Anschwellung (als vordere
Eingeweideganglien bezeichnet — diese entsprechen nicht den vorderen
Eingeweide- od. Buccalganglien von Mollusken. Ref.) und im hinteren
Theile eine andere (hintere Eiugeweideganglien) ; auch die Pedal-
stränge sind vorn und hinten angeschwollen und durch Commissuren
mit einander und den Seitensträngen verbunden. — Von den Pro-
neomenia-Arten ist vagans 6 mm, desiderata 10 mm, aglaoplieniae
2 — 3 cm lang. Die keulenförmigen Hypodermisfortsätze zeigen bei
ihnen wahrnehmbare Verschiedenheiten; eine Verbindung derselben
mit den Stacheln (Hubrecht) wurde nicht wahrgenommen, sie sind
wohl hauptsächlich drüsiger Natur. Die vordere Fussdrüse von
Pron. vagans ist mit Flimmerepithel ausgekleidet, sie wird von einem
Knorpel gestützt; längs des Fusses liegen Drüsenzellen. Die dorsale
und laterale Wand der Mundhöhle trägt sensible Papillen, die vor-
gestreckt werden können und deren Ganglien (die übrigens gleich-
falls den Buccalganglien von Mollusken nicht homolog sind. Ref.)
mit den Cerebralganglien zusammenhängen. Unter der Radula, die
mit Haifischzahn-ähnlichen Platten besetzt ist, liegt ein Knorpel;
gleich dahinter mündet ein dorsaler Blindsack. Die 2 Speichel-
drüsen sind sehr lang. Hinter den Cerebralganglien findet sich ein
Knorpelstück, dem sich Pharyngealmuskeln anheften, mit dem ventralen
im Gebiete der Malakologie während des Jahres 1889. 393
Theile ziisammenhängencl. Die Lateralstränge entsenden ventrale und
dorsale Nerven. Im Uterus ist das Epithel mehrschichtig. — Aus
der Beschreibung der anderen Arten ist hervorzuheben, dass Pron.
aglaopheniae ein oberes und 2 seitl. Ganglien im Schlundringe zeigt,
ausserdem jederseits noch 2 kleine Anschwellungen; Pron, gorgono-
phila hat sehr grosse Hautpapillen und an der Stelle, wie bei den
eigentlichen Mollusken, über und hinter der Radula ein Buccal-
ganglion.
Scaphopoda.
H. Fol, Sur l'anatomie microscopique du Dentale. Arch. Zool.
exp. gen. II, 7, p. 91—148, F. 5-8. Ref.: Journ R. Micr. Soc. 89,
p. 737—39.
Das einschichtige Körperepithel ist grösstentheils bewimpert. Am
Mantelrande liegen 2 Arten von Drüsenzellen, von denen Fol annimmt,
dass sie bei der Schalenbildung eine Rolle spielen. Im Innern des
Mantels trcägt eine Stelle hohe Epithelzellen, die nicht deutlich drüsig
sein sollen (es ist ein richtiges Drüsenepithel von muköser Be-
schaffenheit. Ref.). In der Analgegend ist die Innenseite des Mantels
in mehreren queren Zonen stark bewimpert. Im Darmtract ist das
Epithel hoch; Fol glaubt, dass es anfangs bewimpert, später drüsig
ist. Unter den Cilien liegt eine durchsichtige Schicht mit kleinen
Körnchen, von denen jedes einer Wimper entspricht; der darunter-
liegende Theil der Zelle ist von Fortsetzungen der Cilien streifig.
An den Seiten der Radula sind die Epithelzellen rhombisch, jede
trägt ein langes horniges Stäbchen; diese Zellen schliessen sich den
Erzeugern der Radula an. Der Oesophagus zeigt Längsfalten; das
Magenepithel ist drüsig, der Uehergang in das Leberepithel ist all-
mähUch. In den Enddarm mündet durch ca. 6 Kanäle eine acinöse
Drüse, in deren Innerem Geschlechtsproducte gefunden wurden; ihr
Epithel trägt Wimpern. Am After ist ein Sphinkter. Die über dem
Schlünde gelegene Masse des Nervensystems erklärt Fol für einheitlich
(Cerebral- und Pleuralganglien Plates, s. vor. Ber. p. 387), da keine
deutlichen Commissuren vorhanden seien. Die Ganglienzellen werden
in grosse und kleine eingetheilt, die aber sonst nicht verschieden
seien; sie sind unipolar, ihr Fortsatz theilt sich öfter in 2 diver-
girende Aeste; sternförmige Zellen mit einem membranösen Balken-
werk werden zur Neuroglia gerechnet. Zwischen den Muskelzellen
sind feine Verbindungsbrücken erkennbar; der Kern liegt immer
excentrisch. Die Retractoren bestehen aus 2 Bändern jederseits,
die sich dann vereinigen, um die Längsmuskulatur des Fusses zu
bilden. Eingeh. Beschreibung der verschiedenen Züge. In der Mitte
des Fusses sind die Muskeln regelmässig angeordnet, 14 — 16 Längs-
und 10 — 12 Diagonalbündel jederseits; inmitten der Ringmuskeln
liegt eine besondere Längsfaserschicht; vorn vermischen sich die
Bündel zu einem regellosen Netze. Im Mantelrande liegt ein Circulär-
und ein Radialmuskel. Der Perianalsinus hat eine dünne Wandung
394 Dr. Joh Thiele: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
mit einem Endothel bekleidet und von Muskelfasern, hauptsächlich
longitudinalen, durchzogen; derselbe kann vielleicht als Herz be-
zeichnet werden und dürfte jedenfalls dem Herzen der Lamellibranchier
homolog sein.
Die beiden Hälften des Bojanus'schen Organs sind durch einen
mittleren drüsigen Sack mit einander verbunden; ihr Epithel ist
einschichtig, die Zellen enthalten Ballen einer granulirten Substanz,
keine Concretionen; bei der Secretion wird der ganze apicale Theil
der Zelle abgestossen, Wimpern wurden nicht beobachtet. Die Keim-
drüse, ein längsgerichteter Sack, ist selbst im Winter von Keim-
stoffen erfüllt. Die Spermatozoen haben an beiden Enden des
Köpfchens je eine Vacuole. Die Eier zeigen ausserhalb der Dotter-
membran eine hyaline Schicht. Bei der Reife bildet sich durch
Verschmelzung der Wandungen der Keimdrüse und des rechten
Bojanus'schen Organs eine Oeffnung, durch welche die Keimstoffe
entleert werden. Die tentakelförmigen Fäden sind nur von einer
Art (gegen Plate) in verschiedenen Entwicklungsstadien, bei jüngeren
kann man die Epithelzellen deutlich unterscheiden , die später
atrophiren. Die Muskelfasern verzweigen sich am Ende und heften
sich an der Einsenkung an, die Fol für einen Saugnapf hält; eine
Anzahl von Zellen am Grunde der Anschwellung sollen ein Stütz-
organ darstellen (dieselben sind drüsiger Art, ihre Ausführungsgänge
hält Fol für Sinneszellen. Ref.). Eine doppelte Reihe von Drüsen-
zellen liegt weiter unten. Verf. glaubt, dass bei der Urform der
Solenoconchen und Lamellibranchier jederseits am Grunde des Mantels
eine lange Reihe von Fäden vom Munde bis zum After existirt habe;
davon seien bei den ersteren die Girren, bei den letzteren die Kiemen
und Mundlappen übrig geblieben. (Man könnte dabei auch an das
mit zahlreichen Tentakeln besetzte Epipodium der ältesten Proso-
branchier, sowie an die Kiemen der Chitonen denken, doch halte
ich diese Anschauung Fols für unwahrscheinlich; eher dürften die
Mundlappen der Muscheln und der Cirrenapparat der Dentalien den
beiden Kopftentakeln der Prosobranchier, die Kiemen der Lamelli-
branchier sicher denen der Zygobranchier unter den Gastropoden
entsprechen. Ref.)
Cephalopoda.
G, Steinmann, Vorläufige Mittheilung über die Organisation der
Ammoniten. Ber. naturf. Ges. Freiburg i. Br. 4, p. 113 — 129. Ref.:
Z. Naturw. 1889, p. 117—19.
Verf. ist der Ansicht, dass Argonauta ein Ammonit ist. Die
Schale, welche ihre Scheidewände, den Sipho und das Haftband
verloren hat, ist vom Thiere losgelöst, wird aber nicht abgestossen,
sondern wegen ihrer Verwendbarkeit als Behälter für die Eier bei-
behalten und durch die Rückenarme festgehalten. Steinmann glaubt,
dass die „Bildungshaut" der inneren Sehalensubstanz durch die
Oberhaut überwachsen wurde, sodass sich jene von der eigentlichen
im Gebiete der Malakologie während des Jahres 1889. 395
Schale (Ostracum) trennte. So ist die Gattung Argonauta der
Familie Stephanoceratidae als polyphyletisches Glied einzufügen.
Dadurch ist es wahrscheinlich gemacht, dass die Octopoden von den
Ammoniten abstammen. Im Gegensatz zu den Decapoden, welche
durch Zurückdrängung des Ostracums und Einziehung der Perlmutter-
schale in den Mantel zu nackten Thieren geworden sind, fehlen den
Octopoden in der Regel Flossenanhänge. Die Namen Octopoden
und Decapoden möchte Verf. für die fossilen Formen durch Ammo-
noidea und Belemnoidea ersetzen. Diese und die 3. Ordnung der
Nautiloidea waren schon im palaeozoischen Zeitalter von einander
getrennt und sind wahrscheinlich monophyletisch aus Endoceras-
ähnlichen Thieren hervorgegangen. — Der Aptychus ist jedenfalls
als ein vom Kopfskelet losgelöstes Trichterknorpelpaar anzusehen.
Derselbe, Geolog. Verbreitung der Nautiloidea. Steinmann
und Doederlein, Elemente der Palaeontologie, p. 371 — 72; Geologische
Verbreitung und Stamraesgeschichte der Ammonoidea, ibid. p.448 — 59.
Die Nautiloidea müssen schon eine lange präsilurische Existenz
gehabt haben und erreichten im Silur ihre höchste Entwicklung.
Die verengten Mündungen mancher palaeozoischen Schalen beweisen,
dass die Kopfanhänge damals eher wie bei den anderen Cephalo-
poden beschaffen waren, namentlich dass die dorsalen Anhänge nicht
überall zu einer Kapuze vereinigt und die Arme nicht bei allen zu
Tentakeln ausgebildet waren. In der phyletischen Entwicklung der
Cephalopoden ist das Streben nach freierer Bewegung deutlich zu
erkennen. Die Vereinfachung der Loben kann man als Vorstufe
der gänzlichen Loslösung aus der Schale ansehen, die später ganz
unterdrückt wird (Octopoden). In der Reihe der Belemnoidea lässt
sich die Veränderung der ursprünglichen Schale verfolgen, welche
vom Mantel umwachsen und so in das Innere verlegt wird; die
2 Fangarme können vielleicht als Auswüchse des Mantels angesehen
werden.
A. Karpin ski, Ueber die Ammoneen der Artinsk-Stufe und
einige mit denselben verwandte carbonische Formen. Mem. Acad.
Petersbourg VII, 37 No. 2. Es wird eine Entwicklungsreihe der
Ammoneen aufgestellt.
H. Lagatu, Caracteres distinctifs de l'espece et du sexe dans
les coquilles types de quatre Sepia. Act. Soc. Linn. Bordeaux 42,
p. 105—20.
Arthur H. Foord, Catalogue of the fossil Cephalopoda in the
British Museum. Part 1. London, Brit. Mus. 1888.
Foord wendet sich gegen Hyatts Classification und seine Er-
klärung der conischen Calotte von Orthoceras, auch will er Fischers
Eintheilung der Nautiloidea nicht beistimmen.
A. H. Foord & G. C. Crick, On the muscular Impression of
Coelonautilus cariniferus J. de C. Sowerby, sp., compared witli those
of the recent Nautilus. Geol. mag. London, Dec. 3, Vol. 6, p. 495—98.
Der Muskeleindruck von Coelonautilus macht es Avahrscheinlich,
dass die Schalenmuskeln sich nicht wie bei dem lebenden Nautilus
396 Dr- Joh. Thiele: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
nur an den Seiten der Schale, sondern in einem vollständigen Ringe
angeheftet haben.
W. E. Hoyle, Observations on the anatomy of a rare Cepha-
lopod (Gonatus fabricii). Proc. Zool, Soc. 89, p. 117 — 135, 2 Taf.
Ref.: Journ. Conchyl. 38, p. 157—58.
Im Magen von Hyperoodon rostratus wurden mehrere mehr
oder weniger verdaute Exemplare von Gonatus gefunden; das Nerven-
system ist sehr widerstandsfähig, am meisten die Kiefer und die
Augenlinsen. Die Mantelhöhle ist tief, der Sipho mit einer Klappe
und in der ventralen Wand mit 2 dünnen Knorpelplatten versehen.
Der Schale lagert sich Knorpel an; das Schalenepithel ist im vorderen
Theile unter der Schale hoch, über ihr niedrig, weiter nach hinten
schwindet diese Differenz. Am Hinterende findet sich eine konische
knorpelartige Masse, vielleicht als Grundlage für die Ablagerung der
Schichten des Phragmoconus anzusehen. Accessorische Herzen fehlen.
Die Radula hat nur 5 Zahnreihen. Das Trichterorgan scheint
functionell einer Klappe zu entsprechen; die Aehnlichkeit der rund-
lichen Körperchen in den Zellen des Organs mit Nesselfäden dürfte
nur scheinbar sein (vgl. vor. Ber. p. 389). Gonatus ist mit Onycho-
teuthis am nächsten verwandt, doch rechtfertigen die Unterschiede
die Aufstellung einer besonderen Unterfamilie Gonatidae für jene
Form.
Derselbe, On a tract of modified epithelium in the embryo
of Sepia. Proc. R. Physic. Soc. Edinburgh 10, p. 58 — 60.
Vom Hinterende des Embryos verläuft ein Streifen in der dor-
salen Mittellinie und einer auf jeder Flosse; dieselben bestehen aus
Epithelzellen, welche durch bedeutende Höhe ihre Umgebung über-
ragen. Ihre rundlichen Kerne sind grösstentheils basal, ihr Inhalt
fein granulirt und stark färbbar. — Aehnliche Streifen wurden auch
bei Embryonen von Loligo und Ommastrephes beobachtet, doch nur
die medianen, bei dem ersteren von bedeutender Breite, sodass ein
grosser Theil des Hinterendes davon bedeckt wird. Verf hält diese
Structur für ähnlich mit der eingestülpten Drüse am Hinterende
von Sepiella.
Gius. Jatta, La innervazione delle braccia dei Cefalopodi.
Boll. Soc. Natural. Napoli I, 3, p. 129—32. Ref : Journ. R. Micr.
Soc. 90, p. 161.
Die Armnerven entspringen aus den Pedalganglien, durchziehen
nur die Brachialganglien, indem sie sich theilen, und erhalten von
diesen einige Verstärkungsfasern — ein Beweis für die Pedalnatur
der Arme.
P. Pelseneer, Sur la nature pedieuse des bras des Cephalo-
podes. Mem. Soc. malac. Belgique 24, 3 p.
Beim Sepia-Embryo zieht sich mit den Armen das Pedalganglion
vor der Cerebralconimissur dorsalwärts aus (vgl. vor. Ber. p. 390).
L. Cuenot, Sur les glandcs lymphatiques des Ccphalopodes et
des Crustaccs decapodes. Comptes rend. 108, p. 863 — 65.
im Gebiete der Malakologie während des Jahres 1889. 397
Die Kiemendrüse der Cephalopoden ist nicht eine lymphatische
Drüse, wohl aber sind es die weissen Drüsen an den Kiemenherzen,
mit diesen durch kurze Stiele verbunden. Vom Venensystem aus
lassen sie sich injiciren; die Bluträume haben keine eigenen Wan-
dungen. Aussen wird die Drüse von einem hohen Epithel bekleidet,
im inneren Maschenwerk sind zahlreiche Entwicklungsstadien von
Lymphzellen zu beobachten, welche dann in den Blutstrom gelangen.
Solche Drüsen finden sich wahrscheinlich allgemein bei Cephalopoden.
H. Dewitz, Hilfskammerwände silurischer Cephalopoden. Zoolog.
Anzeiger 12, p. 147—52. Ref.: Journ. R. Micr. Soc. 89, p. 369—70.
Verf. hält an seinem Ausdruck Hilfskammerwände statt Pseudo-
septen fest und weist auf Widersprüche in Schröders diesbezügl.
Arbeit hin.
0. Jaekel, Ueber einen Ceratiten aus dem Schaumkalk von
Rüdersdorf und über gewisse als Haftring gedeutete Eindrücke bei
Cephalopoden. N. Jahrb. Min. Geol. Pal. 2, p. 19 — 31.
Verf. hält es für unmöghch, die bei gewissen Cephalopoden
vorhandenen Furchen, welche nahe der Mündung über die Seiten
und den Externtheil verlaufen, als Eindruck des Haftringes zu deuten.
S. Watase, Ona new Phenomenon of Cleavage in the Ovum
of the Cephalopod. Johns Hopk. Univ. Circ. 8, p. 33 — 34.
Im Stadium von 32 Zellen ist es bemerkenswerth , dass der
hintere Theil des Blastoderms von Loligo pealii, der durch die zweite
Furchung abgetrennt ist, nur 12, der vordere 20 Zellen enthält;
dieser theilt sich demnach schneller. Besonders auffällig aber ist
es, dass die Zellen der beiden Hälften rechts und links von der
Mittellinie sich abwechselnd theilen.
Lamellibranchiata.
W. H. Dali, Report on the results of dredging, under the
Supervision of AI. Agassiz, in the gulf of Mexiko and in the
Caribbean Sea, by the U. S. Coast Survey Steamer „Blake".
XXIX. Report on the Mollusca. Part 1. Brachiopoda and Pelecy-
poda. Bull. Mus. compar. Zool. Harv. Coli. Cambridge 12, 1886,
p. 171—318, 9 Taf.
Das vorwiegend systemat. Werk bringt ausser allgemeinen An-
gaben über Tiefseethiere einige Angaben über morpholog. Ver-
hältnisse von Muscheln, besonders über Kiemen und Mundlappen.
Dimya steht zwischen Mytilus und Ostrea, sie hat jederseits eine
Kieme, die aus losen Fäden besteht. Mytilimeria baut sich ein
Gespinnst, das man für einen Schwamm gehalten hat. Die allgemein
verbreitete Eintheilung der Bivalven nach den Schliessmuskeln ist
unbrauchbar und die von Fischer nach den Kiemen nicht weniger.
P. Pelseneer, Pelecypodes sans branchies. Proc. verb. Soc.
mal. Belg. 17, 1888 p. 42-43.
Derselbe, Les Lamellibranches sans branchies. Bull. Soc, zool.
France 14, p. 111—13.
398 D''- -Toh. Thiele: Bericht übex* die wissenschaftlichen Leistungen
Pelseneer erwidert auf Dalls Einwürfe (vor. Ber. p 399), dass
die von ihm untersuchten Exemplare von Silenia und Lyonsieila
Typen waren. Die Kiemen sind phyletisch älter als das Septum
und sie können bei den fragl. Gattungen daher nur in regressiver
Entwicklung begriffen sein. Wo das Septum ausser der Kieme
vorkommt, ist es von dieser gebildet und stellt das Anfangsstadium
seiner Entwicklung dar; die Löcher in dem starken muskulösen
Septum sind ganz regelmässig angeordnet und können nicht Arte-
facte sein.
W. H. Dali, The anatomical characters of Poromya, Verticordia,
Cuspidaria, Myonera, and related forms. Bull. Mus. comp. Zool.
Harv. Coli. 18, p. 441—52.
Dali beschreibt die Septenbildung, welche bald durch die sich
mit einander vereinigenden Kiemen zu Stande kommt, wie bei Perna
und Modiolarca, wobei die Kiemen in der Hauptsache ihren Bau
behalten, während der Mantel bei der Bildung unbetheiligt ist, bald
allein aus dem Siphonalseptum durch Verlängerung nach vorn hervor-
geht (Poromyidae und Cuspidariidae). Dabei verändert sich die
Muskulatur der Siphonen, indem das Septum muskulös wird. Wenn
der Respiration dienende Blätter sich auf dem Septum ausbilden,
so fängt dieser Vorgang am Hinterende an und die Lamellen er-
halten das Blut von hinten her. Dieselben sind (Poromya und
Cetoconcha) den Ctenidien von Verticordia, Lyonsieila, Perna nicht
homolog, sondern neugebildet (Reihe von Myonera und Cuspidaria
zu Cetoconcha und Poromya), ähnlich wie die Mantelkiemen von
Patellen, nachdem die Ctenidien (Acmaea) sich rückgebildet hatten
(Lyonsia, Lyonsieila, Verticordia). Durch Oeffnungen im Septum
wurde für Erneuerung des Wassers gesorgt. Nur bei Lyonsieila
abyssicola betheiligen sich beide Organe, Mantel und Kiemen, an
der Septenbildung. Bei Poromya scheinen die Oeffnungen sich erst
beim Eintritt der Greschlechtsreife zu öffnen ; die Analkammer dient
als Brutraum. — Pelseneers Gruppe Septibranchia kann wegen der
doppelten Entstehungsweise des Septums nicht als natürlich gelten.
P. Pelseneer, Sur la Classification phylogenetique des Pelecy-
podes. (Commun. prelin.) Bull, scient. France Belgique HI, 2.
Während alle auf ein Organ basirten bisherigen Eintheilungen
der Muscheln, nach der Schale (Neumayr u. And.), nach den Adduc-
toren, nach den Oeffnungen im Mantel (Latreille), den Siphonen,
den Otocysten (v. Jhering), oder den Visceralganglien (Rawitz),
ebenso nach der Zahl der Kiemen (Fischer) unnatürlich sind, kann
man auf die Bauart der Kiemen ein ,, natürliches" System begründen
(vgl. vor. Ber. p. 384). Jede der beiden Kiemen besteht in der Regel
aus 2 Blättern, diese aus einzelnen Lamellen oder Filamenten. Nucu-
liden und Solenomya, welche einen Kriechfuss haben, besitzen die
primitivste Kiemenform (Protobranchiata) , Arciden und Trigoniiden
mit filamentösen Kiemen und einem Byssusfuss bilden die Fili-
branchiata, die Mytilaceen, Pectinaceen und Ostreaceen werden als
Pseudolamellibranchiata zusammengefasst ; die EulameUibranchiata
im Gebiete der Malakologie während des Jahres 1889. 399
umfassen die Mehrzahl aller Formen, von denen noch die Septi-
branchiata abgelöst werden. — Von den 2 vollständigen Blättern,
wie sie auch Kellya hat, verschwindet bei Lasaea der umgebogene
Theil des äusseren Blattes, bei Montacuta das ganze Blatt.
A. Menegaux, Sur la branchie des Lamellibranches et sur la
comparaison avec celle des Scutibranches. Bull. Soc. philom, VIII, 1,
p. 137—44. Auszug: C. r. Soc. phil. p. 26-28.
Verf. giebt eine Uebersicht über die verschiedenen Typen der
Kiemen. Man kann unterscheiden: Blätterkiemen, Fadenkiemen und
Lamelleukiemen. Bei Leda, Yoldia und Malletia soll sich die
primitivste Kiemenform finden, während Nucula schon eine höhere
Entwicklung in der Richtung zur Fadenkieme von Pectunculus zeigt;
diese Urform des Organs ist vollkommen der von gewissen Proso-
branehiern vergleichbar. Die Fadenkiemen können einmal in solche
getheilt werden, bei denen das Blut jeden Faden hin und zurück
durchläuft (Arciden), und solche, bei denen jeder Faden nur in einer
Richtung durchflössen wird (Mytiliden), sodann in einfache (Arciden,
Mytiliden, Anomien, Trigonien) und gefaltete (Aviculiden, Pectiniden).
Von den Fadenkiemen sind die Lamellenkiemen durch theilweise
Verwachsung ableitbar; diese zeigen immer eine deutliche Diffe-
renzirung von zu- und abführenden Gefässen und sind überhaupt
vollkommener als die Fadenkiemen. Das ausführende Gefäss liegt
stets am Grunde der direkten Blätter. Menegaux will die Lamelli-
branchier eintheilen in: 1. Foliobranchier (Nuculiden und Soleno-
myiden), 2. Filibranchier (die vorher genannten), 3. Eulamelli-
branchier (Najaden und Siphoniaten, mit Ausschluss der folgenden),
4. Septibranchier (Poromyiden und Cuspidariiden).
W. H. Dali, Notes on the anatomy of Pholas (Barnea) costata
L. and Zirphaea crispata L. Proc. Ac. Nat. Sc. Philad., p. 274 — 76.
Beschreibung des Weichkörpers der gen. Arten. Bei der ersteren
ist der Fuss gegenüber der Mantelöffnung verdickt und hat eine
kleine (drüsige?) Einsenkung; hinter dem Fusse findet sich ein
medianer tentakelartiger Fortsatz, vielleicht ein Sinnesorgan wie das
von Yoldia. Die andere Art hat keinen derartigen Fortsatz; sie
scheint im Ganzen mehr modificirt zu sein und sie zeigt weniger
Züge des Mya-Typus, von dem beide abstammen dürften.
F. A. Stump, Dissection of the fresh-water Mussei. Tr. Manch.
Micr. Soc. 1888, p. 85—86. (Nichts Neues.)
W. H. Dali, On the hinge of Pelecypods and its development,
with an attempt toward a better subdivision of the group. Amer.
Journ. Sc. III, 38, p. 445—62. Ref.: Journ. R. Micr. Soc. 90,
p. 164—65.
Dali nimmt 3 Schlosstypen an, der erste und einfachste, anodonte
ist ohne Zähne, der zweite prionodonte zeigt solche quer zum Rande,
der dritte orthodonte parallel zu demselben. Die Urform dürfte
wie die Larvenschalen zahnlos gewesen sein, indessen kann Zahn-
losigkeit auch in Folge von Rückbildung auftreten (Anodonta). Vom
Ligament kann sich ein Theil in horizontaler oder vertikaler Richtung
400 Dr. Job. Thiele: Bericht über die wis.senschaftlicheu Leistungen
abgliedern, im letzteren Falle entstellt der sogen. Knorpel, meist in
der Riclitung nach vorn, bei Solenomya ausnahmsweise nach hinten.
Die Stadien dieses Vorganges können bei Nuculaceen beobachtet
werden, unter denen Malletia selbst Rückbildung des Knorpels zeigt.
Verf. spricht dann kurz über die Verhältnisse des Ligamentes in
einigen besonderen Fällen. Die Formen mit anodontem Sclüosse,
soweit es Dali für ursprünglich hält, nennt er Anomalodesmacea ;
falls ein löffeiförmiger Fortsatz für das Ligament sich findet, ist er
nicht mit den Zähnen zu verwechseln. Die Anfänge von Zahnbildung
mögen auf die Rippenenden an der Oberfläche der Schale zurück-
führbar sein, indem sie bis an den Schlossrand hinanreichten, wie
es bei Nuculocardia bekannt ist; später konnten sie sich specialisiren
und erhalten bleiben, wenn auch die Rippen verschwinden. So mag
ein prionodontes Schloss entstanden sein. — Das anodonte Schloss
ist bei Bohrmuscheln und bei solchen, deren Schalen auch sonst
nicht festschliessen , wie Solenomya erhalten. — Die Cardinalzähne
des orthodonten Schlosses können bald aus solchen der Prionodonten,
bald aus Faltungen für ein inneres Ligament hervorgegangen sein.
Auch die Lateralzähne können aus Reihen von Zähnen des priono-
donten Schlosses entstehen, wie gewisse Arcaceen und Nuculaceen
zeigen, in anderen Fällen aus Ligamentfalten. — Solenomya zeigt
in seinen Beziehungen zu Nuculaceen archaistische Merkmale und
stellt ein Analogon der letzteren unter den Anomalod. dar. Die
Najaden zeigen in manchen Fällen durch die Querstreifung der
Zähne ihre Zugehörigkeit zu den Prionodonten, ähnlich Trigonia.
Die Zähne von Spondylus gehören gleichfalls diesem Typus an, wie
auch junge Pectiniden quere Eindrücke haben. Zu der Ordnung
der Anomalodesmacea gehören als Unterordnungen die Solenomyacea,
Anatinacea, Myacea, Ensiphonacea, Adesmacea, zu den Priono-
desmacea die Nuculacea, Arcacea, Najadacea, Trigonacea, Mytilacea,
Pectinacea, Anomiacea, Ostracea, zu den Teleodesmacea die Tellinacea,
Solenacea, Mactracea, Carditacea, Cardiacea, Chamacea, Tridacnacea,
Leptonacea ('?), Lucinacea, Isocardiacea (?) und Veneracea. Die
Rudisten dürften als besondere Modification aus den Chamaceen
hervorgegangen sein. — Perlmutterstructur macht die Schale weich,
weil sie stark von organischer Materie durchsetzt ist, sie ist hin-
fälliger als Porcellanstructur. Die älteren Gruppen (Prionodesmacea
und Anomalodesmacea) enthalten die perlmutterschaligen Formen,
die höheren unter ihnen sowie die Teleodesm. haben Porcellan-
schalen; so zeigen unter den Anomal, die Tubicolen und gewisse
Myacea die letzteren, die älteren Anatinacea Perlmutter, unter den
Prionod. sind die meisten perlmuttrig, Ostrea und Pecten nicht, von
Nuculaceen hat nur Tindaria Porcellanschalen, Leda und Solenomya
haben die Perlmutter verloren.
M. Neumayr, Ueber die Herkunft der Unioniden. Sitzungsber.
math.-naturw. Gl. Ak. Wien 98, 1. Auszug: Anz. Ak. W^ien p. 4 — 5,
Journ. R. Micr. Soc. 89, p. 498 und Naturw. Rundschau 5.
Unter den Unioniden zeigen namentlich gewisse Castalia-Arten
im Gebiete der Malakologie während des Jahres 1889. 401
eine grosse Aehnliclikeit der Schlosszähne mit denen von Trigonia,
daher sind die Najaden mit dieser in die Abtheilung der Schizodonten
zu stellen. Das Schloss der Unioniden ist aber sehr variabel, es
kann daher manchmal secundär eine gewisse Aehnlichkeit mit dem
Heterodontenschlosse erhalten, während eine andere Gruppe (Pleiodon)
ein pseudotaxodontes Schloss besitzt. Junge Exemplare von Mar-
garitana zeigen noch das normale Unionen-Schloss, in welchem erst
später eine Obliteration eintritt, und bei Anodonta ist dasselbe ganz
reducirt. Die Perlmutterscliicht der Schale ist bei Trigonien und
Unioniden stark entwickelt und die Epicuticula ist kräftig; die Ein-
drücke der Adduetoren und der hinteren Fussretractoren sind ähnlich.
Auch in der Skulptur beider Gruppen zeigt sich Uebereinstimmung,
besonders die soliden Perlknoten, die sonst nirgends vorkommen,
auch in der Form der Kiemen und der Beschaffenheit des Mantels.
— Das Ligament der Lamellibranchier ist nach 2 verschiedenen
Typen gebaut, die Neumayr als opisthodeten und amphideten Typus
bezeichnet; beim ersten liegt das Ligament hinter den Wirbeln
(Homomyarier mit Ausschluss der Taxodonten), beim zweiten liegt
der innere Theil, der Knorpel, hinter oder zwischen den Wirbeln
und zwischen den Zähnen, falls solche vorhanden sind, während der
epidermale Theil längs der ganzen Schlosslinie ausgebreitet ist.
Die Unioniden sind zum grössten Theil amphidet, während bei
manchen die vordere Verlängerung des Ligamentes fehlt, sodass sie
opisthodet werden; die Trigonien sind wahrscheinlich amphidet.
Aug. Letellier, Note sur la formation des tubes calcaires du
Gastrochaena dubia. Bull. Soc. Linn. Normand. IV, 2, p. 436 — 41.
Die Löcher der Saxicaven sind grösser als die von Gastrochaena,
mit dünnerer Kalkausscheidung. Die Drüsen der Siphonen scheiden
zunächst eine schleimige Substanz ab, die bald erhärtet; dieser
Membran legen sich Kalkkrystalle an, zuerst vereinzelt und in
der verschiedensten Richtung, dann sich mit einander vereinigend.
Letellier vergleicht diesen Modus mit der Erzeugung des Deckels
von Helix pomatia. Der Grund, warum die Siphonen im Meere
nicht von hervorragenden Kalkröhren umgeben sind, wie sie im
geschlossenen Bassin erzeugt werden, liegt in der Bewegung des
Wassers, welche die Röhrenbildung verhindert. Saxicaven erzeugen
solche überhaupt nicht.
R. Horst, Ist der Byssus eine Cuticularbildung? Tijdschr.
Nederl. Dierk. Vereen. II, 2, p. 248—59, 1 Taf. Ref.: Journ. R.
Micr. Soc. 90, p. 164.
Beobachtungen über "Abstossung des Byssus sind schon vor
Reichel gemacht worden. Das Epithel der halbmondförmigen Rinne
trägt deutliche Cilien, und zwischen den Epithelzellen tritt das
körnige Secret der subepithelialen Drüsenzellen hindurch, welche von
Reichel merkwürdigerweise garnicht abgebildet sind (vor.Ber. p.398).
In der Byssushöhle ist der Kanal gleichfalls wahrzunehmen, umgeben
von Drüsenzellen, während hier im Uebrigen Wimperepithel mit
Schleimdrüsenzellen vorhanden ist; erst weiterhin verflacht und ver-
Aich. f. Naturgesch. Jahrg. 1890. Bd.H. H,l. 26
402 Dl"- Joh. Thiele: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
breitert sich die Furche und entsprechend die Byssusfächer. Ventral
sind unter der Wandung der Höhle kleine rundliche Zellen in grosser
Menge sichtbar (? Drüsenzellen). Die Frage, ob in den Byssusftichern
das Epithel an der Secretion Theil nimmt, kann Horst nicht ent-
scheiden, er hält das für wahrscheinlich.
John A. Ryder, The byssus of the young of the common clam
(Mya arenaria L.). Amer. Natural. 23, p. 65 — 67. Ref.: Journ. R.
Micr. Soc. 89, p. 375—76.
Junge, etwa 1 cm lange Exemplare zeigten einen Byssusfaden
mit proximaler Verdickung, mit dem sie sich in grosser Zahl an
treibendem Holz befestigt hatten. Eine Protoconcha scheint bei
Mya nicht deutlich unterscheidbar zu sein.
J. Thiele, Die abdominalen Sinnesorgane der Lamellibranchier.
Zeitschr. f. wiss. Zool. 48, p. 47 — 59, 1 Taf. Ausz.: Journ. R. Micr.
Soc. p. 374 — 75 und Rev. biol. Nord France 1, p. 438 — 40 (von
Boutan), vgl. Ber. f. 87 p. 275.
Das neben dem After gelegene paarige Sinnesorgan kommt bei
den Muscheln mit offenem Mantel vor, es wurde aber nicht gefunden
bei Nuculiden und Anomia; die Mytiliden scheinen es zum Theil zu
besitzen. Bei manchen Gattungen ist der linke Sinneshügel rück-
gebildet. Dass die an den Kiemen gelegene Sinnespapille von Nautilus
ein homologes Organ darstellt, ist nicht unmöglich. Der Bau des
Epithels ist den Seitenorganen von Capitelliden, auch der Retina
des Pectenauges ganz ähnlich; eine mit langen Sinneshaaren besetzte
Zellart bekleidet die Oberfläche, eine andere Schicht (Stütz- oder
Ganglienzellen) liegt darunter. Der mittelste Mantelnerv sendet
einen Zweig zu dem Organ. Dieses wird entweder für Perception
für Wasserbewegungen oder für Geruchswahrnehmungen dienen.
P. Pelseneer, L'innervatiou de Fosphradium des Mollusques.
C. rend. 109, p. 534—35. Ref.: Journ. R. Micr. Soc. 89, p. 733—34.
Verf. hat in Transversalschnitten durch die Visceralganglien von
Mactra einen Theil der Fasern des Cerebrovisceralconnectivs in das
„Osphradium" (d. h. d. gangl. Kiemennerv) umbiegen gesehen,
während dieses aus dem Visceralgan glion keine Fasern erhält. Daraus
entnimmt Pelseneer, dass dieses Organ ,,wie die anderen Sinnes-
organe der Mollusken" vom Cerebralganglion innervirt werde.
R. Dubois, Sur la fonction photodermatique chez les Pholades
(Assoc. frang. Avanc. Sc. 18. Sess.). Rev. Biol. Nord France Lille 1,
p. 473— 74.
Derselbe, Remarques sur la physiologie et Tanatomie du
Siphon du Pholas dactylus. C. r. Soc. Biol. Paris IX, 1, p. 521—23.
Derselbe, Sur le mecanisme des fonctions photodermatique
et photogenique, dans le siphon du Pholas dactylus. C. rend. 109,
p. 233-35. Ref.: Journ. R. Micr. Soc. 89, p. 736—37.
Mit den Epithelzellen hängt unmittelbar eine Muskellage zu-
sammen, deren Contraction einen Reiz auf die Nerven ausübt. Bei
Beleuchtung des Sipho wirken die beiden ersten Elemente zusammen
als Benachrichtigungsapparat (element photo-musculaire), der ähnlich
im Gebiete der Malakologie während des Jahres 1889. 403
wirkt wie bei mechanischer Berührung der Oberfläche; die peripheren
Nerven leiten den Reiz zum Ganglion, von wo er auf die motorischen
Nerven übergeht; so kommt eine Reflexcontraction der Retractor-
muskeln zu Stande. Dabei wird aus den Epithelzellen eine granulöse
Masse herausgepresst. (Bei dieser Annahme muss es auffallen, dass
nicht wie gewöhnHch Ganglienzellen die Uebertragung des Reizes
auf das Ganglion vermitteln sollen, sondern contractile Elemente,
was mir doch etwas zweifelhaft erscheint. Ref.)
Derselbe, Sur l'action des agents modificateurs de la contraction
photodermatique chez le Pholas dactylus. ibid. p. 320 — 22.
Die Contractionen des Sipho sind verschieden nach der Tempe-
ratur, dem Grade der Ermüdung, der Dauer der Beleuchtung und
der Stärke derselben; bei sehr kurzer Beleuchtung contrahirt sich
nur das „Benachrichtigungssystem". Auch auf die Farben des
Spectrums reagirt der Sipho in verschiedener Weise, nur die ultra-
violetten und die infrarothen Strahlen bringen keine Wirkung hervor.
Derselbe, Nouvelles recherches sur la phosphorescence animale.
C. r. Soc. biol. Paris IX, 1, p. 611— 14 (vgl. vor. Ber. p. 403).
Das leuchtende Bacterium pholas lebt in den Poli 'sehen Organen
angehäuft; dieselben leuchten nur bei Reizung des Thieres, indem
dann alkalisches Blut zuströmt und die Bacterien ausgestossen werden.
A. Menegaux, Sur les homologies de differents organes du
Taret. C. rend. 108, p. 537—38. Ref.: Journ. R. Micr. Soc. 89,
p. 498.
Teredo hat einen sehr kleinen vorderen Adductor. Der einzige
Aortenstamm theilt sich in die vordere und hintere Aorta (vgl.
Grobben, vor. Ber. p. 402). Die hintere Aorta liegt rechts vom
Rectum und giebt seitliche Aeste zum Mantel ab, alsdann folgt sie
dem rechten Siphonalnerv und versorgt die Siphonen.
Derselbe, Contribution ä l'etude de la turgescence chez les
Bivalves siphones et asiphones. Bull. Soc. Zool. France 14, p. 40 — 45.
Derselbe, De la turgescence chez les Lamellibranches. C.
rend. 108, p. 361—64. Ref.: Journ. R. Micr. Soc. 89, p. 375.
Einen Sphincter im Fusse haben alle mit gut entwickeltem
Fusse versehenen Lamellibranchier, von denen Men. eine grosse Zahl
untersucht hat. Der Sphincter hat eine vordere und eine hintere
Lippe, deren letztere sich in eine Klappe verlängern kann. Bei
Cardium und Pholas finden sich 2 Sphincteren. Men. beschreibt den
Verlauf der Muskelfasern. Durch eine hinter dem Herzen gelegene
muskulöse Erweiterung wird das Blut in die Siphonen getrieben,
während 2 aufeinander folgende Klappen das unmittelbare Zurück-
strömen zum Herzen bei plötzlichen Contractionen der Siphonen
verhindern.
Derselbe, Sur le coeur et la branchie de la Nucula nucleus.
Bull Soc. pliil. Paris VHI, 1, p. 133 — 35. Auszug: C. rend. Soc.
phil. p. 25.
Das Herz von Nucula ist ein querer Stamm mit keulenförmigen
Vorhöfen, die hintere und namentlich die vordere Aorta liegen un-
26*
404 Dl"- Job. Thiele: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
symmetrisch. Hierin wie in der Gestaltung der Kiemen erblickt
Verf. ein primitives Verhalten.
Derselbe, Sur les appareils circulatoire et respiratoire du
Pecten jacobaeus et du P. maximus. Bull. Soc. phil. VIII, 1, p. 96
bis 105.
Durch Drehung und Verschiebung des Adductors kann man die
Lagerung der Or{T!;ane aus der bei anderen Lamellibranchiern ab-
leiten. Die vordere Aorta geht nach oben, giebt die Arterie zum
Fusse und zu den Eingeweiden ab und theilt sich dann in 2 Hälften,
die zum Mantel gehen. Diese vereinigen sich mit den Mantelästen
der hinteren Aorta zu einer Circumpallealis. Die hintere Aorta ver-
sorgt ausserdem den Darm und den Adductor, sowie das Visceral-
ganglion und endet in der Keimdrüse. Das Venensystem besteht
aus 2 getrennten Theilen, den Mantelvenen, welche direkt in die
Vorhöfe münden, und den Eiugeweidevenen. — Die Kiemen sind
zur Gruppe der Fadenkiemen zu rechnen, ohne dass es erforderlich
wäre, mit Bonnet eine besondere Gruppe (Kulissenkieme) anzunehmen.
Derselbe, Sur les rapports de l'appareil circulatoire avec le
tube digestiv chez les animaux du genre Ostrea. Bull. Soc, Phil.
VIII, 1, p. 121—26.
Beschreibung der Blutgefässe. Bei Ostrea angulata sind die
Vorhöfe asymmetrisch, der linke ist stärker ausgebildet, auch die
Aorta verläuft asymmetrisch; in der Mundgegend liegt diese bei
Ostrea edulis und hippopus über dem Schlünde, bei angulata da-
gegen unter demselben; das abweichende Verhalten ist vielleicht
durch Atrophie des Hauptstammes und Ersatz durch einen Nebenast
zu erklären. Die hintere Aorta versorgt das Rectum und haupt-
sächlich den Adductor, um dann in den Mantel auszumünden. —
Die mittelsten Kiemenblätter verschmelzen am unteren Ende mit
einander, die äussersten mit dem Mantel; an diesen Stellen liegen
die zuführenden Gefässe.
Derselbe, De la turgescence et de la branchie dans les Lucines,
ibid., p. 130-32.
In den Fuss von Lucina geht ein starker arterieller Stamm,
der sich etwa von der Mitte der Aorta abzweigt. An jeder Körper-
seite ist nur ein Kiemenblatt vorhanden, das dem inneren der ge-
wöhnlichen Kiemen entspricht und das durch besondere Ausbildung
(von Menegaux näher beschrieben) eine solche Vergrösserung der
respiratorischen Oberfläche erlangt hat, dass das äussere Blatt fort-
fallen konnte.
L. Brieger, Beitrag zur Kenntniss der Zusammensetzung des
Mytilotoxins nebst einer Uebersicht der bisher in ihren Haupteigen-
schaften bekannten Ptomaine und Toxine. Arch. pathol. Anat. 115,
p. 483—92.
Das Mytilotoxin, eine quaternäre Base, hat die Formel
CßHisNOa; es ist möglicherweise ein Abkömmling des Betain, das
bei Muscheln in grosser Menge vorkommt, wohl durch Eintritt des
im Gebiete der Malakologie während des Jahres 1889. 405
Radicals CHg, sodass es folgendermaassen construirt sein würde:
(OH) N (CH3J3 CH (CH3) COOH.
G. Lin einer, lieber giftige Miesmuscheln, namentlich über den
mikroskopischen Befund bei giftigen, verglichen, mit dem Befunde
bei normalen essbaren Miesmuscheln. 34./35. Ber. Ver. Naturk. Kassel,
p. 47—53.
Lindner beschreibt die Unterschiede der giftigen von den
normalen Muscheln; die Leber ist gewöhnlich stark vergrössert, das
Thier orangefarbig und auffallend fettreich. Im Wasser, das im
Mantelraume enthalten ist, finden sich Mengen verschiedener Pro-
tozoen, Turbellarien und einzelne Nematoden, während bei normalen
Thieren fast nur pflanzliche Stoffe vorhanden sind. Die Protozoen
wurden auch im umgebenden Wasser, sowie im Magen gefunden;
dieselben, namentlich wohl Amoeben und Gregarinen, sowie Coccidien,
mögen die Ursache der Giftbüdung sein, wie dieselben auch die
Atrophie der Schale veranlassen dürften.
Aug. Schuberg, Die Gattung Conchophthirus Stein. Arb. zool.
Inst. Würzburg 9, p. 65 — 88, 1 Taf. Parasit. Infusor. bei Najaden.
Giac. Cattaneo, Note tassonomiche e biologiche sul Concho-
phthirus anodontae. Rend. Ist. Lombardo II, 22, p. 604 — 11.
Die jungen Muscheln nehmen die Parasiten wahrscheinlich aus
den Kiemen der Mutter mit.
A. Vayssiere, Note sur un cas de monstruosite observe
chez un Mytilus edulis. Journ. Conchyl. III, 29, p. 213 — 16, T. 10
Fig. 1—3.
Verf. beschreibt einen Mytilus, dessen Schalenränder hinten weit
klafften, während die etwas modificirten Mantelränder den Verschluss
herstellten.
R. M. Johns ton, Variability of Tasmanian Unio. Proc. R.
Soc. Tasmania f. 1888, p. 95—96, 2 T. Ref.: Journ. R. Micr.
Soc. 90, p. 23.
Die Jugendformen derselben Art findet Verf. unter sich ver-
schiedener, als die Ei'wachsenen verschiedener australischer Arten,
er glaubt daher, dass diese nur Lokalformen oder auf bestimmte
Jugendzustände zu beziehen sind.
M. Braun, Ueber parasitische LamelHbranchier. Zusammen-
fassender Bericht. Centralbl. Bakter, und Parasitenk. 5, p. 241 — 48,
276—82.
Ueber die Jugendformen der Unioniden. Schierhok (vor. Ber.
p. 405) mag zu viele dieser Thiere auf die Fische gebracht haben,
wodurch jene in ungünstige Ernährungsverhältnisse geriethen und
später als gewöhnlich abfielen.
Derselbe, Die postembryonale Entwickelung der Najaden.
Nachrichtsbl. malak. Ges. 21, p. 14 — 19.
Bericht über Schierholz' Arbeit. Braun betrachtet die bleibenden
Schliessmuskeln als Neubildungen, die mit dem embryonalen Adductor
nichts zu thun haben.
406 Dr. Job. Thiele: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Die embryonalen „Hörzellen" sind vermuthlich etwas Anderes
als Otocysten, deren Absclmürung vom Epithel durch F. Schmidt
beobachtet worden ist. Auch Schierholz' Angaben über das Nerven-
system bedürfen erneuter Prüfung.
Gastropoda.
E. Koken, lieber die Entwickelung der Gasteropoden vom
Cambrium bis zur Trias, N. Jahrb. Miner. Geol. Palaeont. 6. Beil.-
Bd., p. 305—484, 5 Taf. Ref. : Naturw. Rundschau 5, p. 35.
Die Zeugobranchier sind uralt; die Bellerophontiden kann man
als ihre symmetrischen Vorfahren ansehen. Die asymmetrischen
Formen reichen bis ins Cambrium, wo die Pleurotomariiden sich mit
solchen verbinden, die zu den Euomphaliden hinüberführen. Die
Trochiden haben sich schon in Zeiten abgezweigt, aus denen sich
keine Versteinerungen finden. Die Docoglossen laufen seit den
ältesten Zeiten neben den übrigen Gastropoden her. Die Litoriniden
sind wahrscheinlich aus Trochiden entwickelt; die Cyclophoriden
mögen Verbindungsglieder darstellen, auch Valvata ist den Dioto-
cardiern ähnlich organisirt. Die Loxonematiden sind mit den Sty-
liferiden und Eulimiden, daher mit der Gruppe der Pyramidelliden
durch genetische Linien verbunden ; in der Trias zeigen sich Ueber-
gänge zu Cerithiaceen , zu Trichotropiden und Cancellariiden , und
wahrscheinhch hängen die Siphonostomen und auch die Tecti-
branchier mit den Loxonematiden zusammen. Es laufen die Tecti-
branchier, die Toxo- und Rhachiglossen mit den Pyramidelliden
und den siphonostomen Taenioglossen zu einem Tribus zusammen,
der in den Loxonematiden wurzelt. Auch die Capuliden sind
sehr alt.
Die kriechenden Schnecken konnten die Schale auf die Dauer
nicht gleichmässig balanciren, durch einseitigen Zug entstand ihre
Spiralform, und der Asymmetrie schlössen sich allmählich die meisten
Organe an; festsitzende oder schwimmende Thiere können zur
Symmetrie der äusseren Form zurückkehren. Der Deckel ist ein
altes Erbgut der Gastropoden, ,, vielleicht auf eine der Schluss-
platten der Chitoniden zurückzuführen, die bei der Einrollung ähnhch
functioniren".
P. Pelseneer, La rudimentation de l'oeil chez les Gastropodes.
Bull. Seances Soc. malac. Belg. Annee 1888, 23, p. 78 — 80.
Pelseneer steht die Schnecken mit mehr oder weniger rudi-
mentären Augen zusammen (vgl. vor, Ber. p. 383) ; solche finden sich
unter den verschiedensten Lebensbedingungen, bei Land- und Süss-
wasserbewohnern , bei Grottenthieren , bei pelagischen und Tiefsee-
thieren, jedoch immer nur in vereinzelten Fällen. Bei den unter-
irdischen und Tiefseethieren bleiben die Augen oberflächlich und
verkümmern durch Verlust einiger Bestandtheile , während sie bei
Opisthobranchiern sich häufig tief ins Innere des Körpers zurück-
ziehen.
im Gebiete der Malakologie während des Jahres 1889. 407
P. Schiemenz, Parasitische Schnecken. Biolog. Centralbl. 9,
p. 567 — 74, 585 — 94. Schiemenz kommt durch einen Vergleich des
Entocolax (vor. Ber. p. 407) mit den von P. u. F. Sarasin be-
schriebenen parasitischen Schnecken (Ber. f. 87, p. 267) zu ganz
anderen Resultaten als Voigt. Die Mundöffnung liegt am freien
inneren Ende des Thieres, sie führt durch den Oesophagus in den
rudimentären Magen mit Leber; ein Enddarm fehlt. Die Genital-
organe liegen ähnlich wie bei anderen Gastropoden. Die Eierballen
sind auf dem gewöhnlichen Wege abgelegt und treten später aus
der erweiterungsfähigen Oeffnung der kugligen Auftreibung heraus.
Die neben dem Uterus ausmündende Tasche ist die Niere; Sinnes-
organe, Schale, Mantel, Kieme, Blutgefässe sind verschwunden. Die
kuglige Auftreibung ist aus dem Scheinmantel, der zur Anheftung
dienende Theil aus dem Fusse mit seinen Drüsen hervorgegangen,
dessen abschliessende Haut von Voigt vermuthlich übersehen ist.
Aehnlich kommt man auch zur Organisation von Entoconcha;
die sog. Hodenbläschen dürften entweder Spermatophoren oder
Zwergmännchen sein und der Fuss ist verschwunden. Vielleicht
sind die Männchen dieser parasitischen Weibchen noch typisch aus-
gebildete Prosobranchier.
M. Braun, lieber parasitische Schnecken. Zusammenfass.
Bericht. Centralbl. Bakt. Parasitenk. 5, p. 444—48, 480-84, 506
bis 11, 539—44. Nachtrag p. 794.
Bei Entoconcha wie bei Entocolax mag der hintere Theil des
schlauchförmigen Körpers aus einem Scheinmantel entstanden sein.
P. Fischer, Note sur l'habitat anormal de quelques Mollusques
aquatiques de la vallee de Cauterets (Hautes-Pyrenees). Journ.
Conchyl. III, 29, p. 217—19.
Einige Süsswasserschnecken (Ancylus fluviatilis, Limnaea trun-
catula in auffällig kleinen Exemplaren und Bythinella reyniesi), die
in der Umgegend häufig sind, wurden auf feuchten Felsen fern vom
Wasser gefunden; sie dürften in Jugendzuständen durch Vögel oder
Insecten dahin verpflanzt sein.
W. A. Gain, A few notes on the food and habits of slugs and
snails. Naturalist Yorkshire 1889, p. 55 — 59.
G. Platner, Beiträge zur Kenntnis der Zelle und ihrer Theilungs-
erscheinungen. Arch. mikr. Anat. 33. I. Zelltheilung und Samen-
bildung in der Zwitterdrüse von Limax agrestis. p. 125 — 34.
Der Nebenkern spielt bei der Kerntheilung eine wichtige Rolle,
er löst sich in 8 Stäbchen auf, zwischen diesen sind 2 runde Körper
sichtbar, die allmählich auseinanderrücken, während die Stäbchen
sich um dieselben in 2 Gruppen anordnen. Darauf erleidet jedes
Stäbchen eine Längsspaltung. Diese beiden Gruppen liegen der
Kernmembran an, welche dann verschwindet, während von den Polen,
eben diesen Gruppen, die Spindelfasern in den Kern ausstrahlen und
sich mit den chromatischen Elementen desselben in Verbindung
setzen ; später nimmt die Spindel eine gestreckte Gestalt an und die
Chromosomen ordnen sich zu einer äquatorialen Platte an. Die
408 DJ'- Job. Thiele: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Hauptstrahlen an den Polen treten schliesslich wieder in 2 Gruppen
zusammen, wodurch die letzte Theilung der Spermatocyten eingeleitet
wird, ohne dass ein Ruhestadium eingeschaltet wäre. Aus dem
äquatorialen Theil der Spindelfasern entsteht der Nebenkern der
Spermatide. Das die Zelltheilung beherrschende Element des Neben-
kerns geht in den Spitzenknopf über und wird so bei der Befruchtung
in das Ei eingeführt, wo es sich reconstruirt. Der Nebenkern ist
in eine Reihe mit den ,,spheres attractives" mit ihren ,,corpuscules
centraux" van Benedens, mit Boveris Archoplasma und Vejdovskys
Periplasten zu stellen; er verschwindet in keiner Phase der Zell-
theilung, sondern erleidet nur Umformungen.
II. Samenbildung und Zelltheilung bei Paludina vivipara und
Helix pomatia. ibid. p. 134 — 45.
Auch bei Helix ist die Zahl der Polhauptstrahlen halbsogross
wie die der Chromosomen, nämlich 6, die sich in 12 spalten, während
24 Chromosomen in der Aequatorialplatte liegen. Bei der letzten
Theilung findet eine Reduction der Chromosomen auf die Hälfte
ihrer Zahl statt, indem das Ruhestadium übersprungen wird; diese
letzte Theilung entspricht der Theilung der zweiten Richtungsspindel
völlig. In den Hodenzellen von Paludina finden sich die beiden
Modificationen der Betheiligung des Nebenkerns an der Spermatogenese
neben einander bei den kleinen und grösseren Samenelementen;
bei jenen liegt der Nebenkern dem Kern dicht au, er besteht aus
4 kurzen Stäbchen, aus deren Mitte der Faden hervortritt. Das
Centrosoma rückt an die Spitze und bildet das vordere Ende des
bohrerförmigen Kopfes; Nebenkern und Protoplasma umhüllen den
Axenfaden. Bei den grossen Spermatosomen ist der Kern klein,
das Protoplasma sehr entwickelt,, der Nebenkern ein dunkler rosetten-
förmiger Körper. Der Kern rückt gegen die Spitze hin, die er nach
aussen vorstülpt, während sich das Protoplasma, in welchem der sich
weiterhin auflösende Nebenkern liegt, am Axenfaden herabzieht;
das Centrosoma liegt in der Spitze,
a) Prosobranchiata,
W. H. Dali, Report on the results of dredging — in the gulf
of Mexico and in the Caribbean sea by-steamer ,, Blake". 29. Report
on the Mollusca. Pt. 2. Gastropoda and Scaphopoda. Bull. Mus.
comp. Zool. Harv. Coli. 18. Ref. Journ. R. Micr. Soc. 89, p. 735.
Dali giebt von mehreren Gastropoden Beschreibungen der Thiere,
von einigen Abbildungen der Radula (Pleurotomaria, Scutellina,
Lepetella u. a.) Das Epipodium von Pleurotomaria bildet jederseits
einen breiten Laj)pen, welcher der Schale anliegt; der Deckel ist
dünn, hornig. Bei Margarita infundibulum ist der rechte vordere
Lappen des Epipodiums zu einem samenleitenden Gange, welcher
zu einem kurzen Penis führt, ausgebildet. Von Rhipidoglossen
haben noch mehrere einen Penis, so Cranopsis asturiana, Glyphis
fluviana, ferner Cocculina und Addisonia. Die Osphradia von
Acmaea stehen zur Nackenkieme in keiner Beziehung, sie sind oft
im Gebiete der Malakologie während des Jahres 1889. 409
mehr oder weniger rückgebildet ; sie haben meist ein glattes Ansehen,
während sie bei Ancistromesus mexicanus runzlig wie eine kleine
abortirende Kieme erscheinen. — Die Tiefseethiere nähren sich fast
ausschliesslich von dem aus den höheren Schichten herabfallenden
Regen von Thierresten; ein gegenseitiger Kampf ist daher über-
flüssig. Die Schalen sind wegen des hohen Gehaltes des Wasses an
Kohlensäure durch ein starkes Periostracum geschützt.
Derselbe, Notes on the soft parts of Trochus infundibulum
Watson, with an account of a remarkable sexual modification of the
epipodium. Nautilus 3, p. 2 — 4. (s. d. vor. Werk.)
E. L. Bouvier, Sur le siphon oesophagien des Marginelles.
Bull. Soc. phü. Paris VIII, 1, p. 13—14.
Aehnlich wie Halia hat Marginella eine vom Oesophagus hinter
dem Schlundiinge abgehende Schlinge, die nach rechts geht, dann
nach hinten umbiegt und zum Oesophagus zurückkehrt, in welchen
sie dicht hinter dem Ausgangspunkte einmündet. Dieses Organ
entspricht wahrscheinlich der unpaaren Leibleinschen Drüse der
Stenoglossen.
Derselbe, Histoire des Janthines. Naturaliste Paris, p. 65 — 66,
85—89.
Derselbe, Sur l'adaption des animaux marins ä la vie sur terre
et dans les eaux douces. ibid. p. 242 — 43.
Kobelt, Cerithiidae. Martini u. Chemnitz, System. Conchylien-
Cabinet Lief. 359 (1888).
Die Cerithien müssen in die nächste Nähe der Paludinidae und
Melaniidae gestellt werden; die letzteren haben sich wahrscheinlich
durch Vermittelung der Brackwasser bewohnenden Gruppen aus
den echten meerbewohnenden Cerithien entwickelt. Planaxis schliesst
sich unmittelbar an die letzteren an.
J. Leidy, Remarks on the nature of organic species. Trans.
Wagner free Inst. Sc. Philad. 2, p. 51—53, 2 Taf.
Leidy fand im Tertiär eine variable Form (Fulgur contrarius =
perversus), die sich jetzt wenig veränderlich zeigt, während andere
früher sehr gleichartig waren (Strombus alatus als Stammform
von pugilis und Melongena corona=subcoronata), die jetzt stark variiren.
P. Pelseneer in Bull. Soc. malac. Belg. 23, p. 87—89 berichtet
über Sarasins Abhandlung (Ber. f. 87, p. 267) und meint, dass die
Deutung des Scheinmantels von Stylifer als persistirendes Velum
unwahrscheinlich ist; die Ganglien, welche denselben innerviren, sind
nicht die Buccalganglien, weil sie dorsal vom Schlünde liegen, sondern
vermuthlich secundäre Cerebralganglien, die sich mit dem Schein-
mantel ausgebildet haben ; der letztere hat vermuthlich die Aufgabe,
das Thier mit der Oberfläche des Wirthes in Verbindung zu halten
(vgl. Schiemenz, p. 407).
R. Semon, Ueber den Zweck der Ausscheidung von freier
Schwefelsäure bei Meeresschnecken, Biolog. Centralbl. 9, p. 80 — 93.
Ref.: Journ. R. Micr. Soc. 89, p. 627.
DoHum und Tritonium sind jedenfalls in Folge einer Anpassung
410 Dl'- Joh. Thiele: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
an ihre Nahrung, die kalkreichen Echinodermen, mit dem schwefel-
säurehaltigen Drüsensecret ausgestattet; diese Thiere sind ihnen
^-schutzlos preisgegeben. Mit der mühelosen Erwerbung hängt die
Grösse der Schnecken zusammen. Die Wirkung der Säure ist jeden-
falls so, dass immer dann, wenn die Radula an den Kalktheilen
Widerstand findet, ein wenig vom Secret austritt und den kohlen-
sauren Kalk in schwefelsauren umwandelt, wonach er leicht zer-
bröckelt werden kann.
H. Simroth, Bemerkungen zu Herrn Semons Aufsatz über die
Ausscheidung freier Schwefelsäure bei Meeresschnecken. Biolog.
Centralbl. 9, p. 287.
Auch die Schnecken, welche Muschelschalen anbohren, dürften
sich einer Säure zum Anätzen bedienen.
Ch. R. Key es. The sedentary habits of Platyceras. Amer. Journ.
Sc. III, 36, 1888, p. 269—72.
Derselbe, On the attachment of Platyceras to Palaeocrinoids,
and its effects in modifying the form of the shell. Proc. Amer.
philos. Soc. 25, p. 231—43.
Derselbe, The Attachment of Platycerata to fossils Crinoids.
Amer. Natural. 22, 1888, p. 924—25.
Die Schnecken sassen immer über der Afteröffnung der Crinoiden
fest, und zwar wahrscheinlich für die ganze Lebenszeit und die
Schalen passten sich ganz der Form der Oberfläche des Wirthes an.
Aug. Letellier, Recherches sur la pourpre produite par le
Purpura lapillus. C. rend. 109, p. 82 — 85. Ref.: Journ. R. Micr.
Soc. 89, p. 627.
Das Epithel der Purpurdrüse ist bewimpert und enthält viele
Schleimzellen, besonders im tiefsten Theile. Die Zellen des Enddarms
secerniren auch mindestens einen Bestandtheil des Purpurs. Dieser
besteht aus 3 Substanzen; die eine durch Licht unverändert, ist
gelb und krystallisirt nach dem triclinischen System, sie löst sich
in Kalilauge; die beiden anderen werden durch Licht verändert, die
eine krystallisirt klinorhombisch, die andere orthorhombisch, jene
lösst sich in Chloroform und Petroleum, diese ziemlich leicht in
Wasser. — Da der Purpur zur Zeit der Fortpflanzung in Menge vor-
handen ist, so mag er ähnlich dem Bibergeil eine Annäherung der
Geschlechter begünstigen.
F. Bernard, Sur la structure de la glande a mucus et le
mecanisme de la formation du mucus chez les Prosobranches. C. rend.
Soc. philom. p. 28.
In der Mucusdrüse der Prosobranchier wird der Schleim nur
durch die Drüsenzellen erzeugt, indem diese sich öfiiien und einen
Theil ihres Inhaltes austreten lassen; neben ihnen finden sich in
derselben Höhe Wimper- und Sinneszellen. Abstossung von Zellen
ist eine pathologische Erscheinung. In den Fussdrüsen liegen die
Drüsenzellen im Bindegewebe, wo sie bei der Secretion durch
Resorption der Scheidewände unter einander und mit der Aussen-
welt in Verbindung treten (? Ref.)
im Gebiete der Malakologie während des Jahres 1889. 411
J. Brock, Zur Neurologie der Prosobranchier. Zeitschr. f. wiss.
Zool. 48, p. 67—83, 2 Taf. Kef.: Journ. R. Micr. Soc. 89, p. 372—73.
1. lieber die Innervation des vorderen Fussrandes. Bei ge-
wissen Prosobranchiern mit einem deutlicb entwickelten Propodium
(Harpa, Oliva, Pyrula, Cerithium, Natica) findet sich in diesem ein
gangliöser Plexus, der um so stärker wird, je grösser das Propodium
ist und der mit den Pedalganglien zusammenhängt. Nur in diesen
Fällen will Brock den Namen Propodium anwenden, nicht für den
vorderen Fussabschnitt der Alaten. Niedere Formen (Pihipidoglossen)
zeigen schon einen Plexus in den Fussrändern, aus welchem der des
Propodiums hervorgeht. Die Bedeutung desselben blieb Brock un-
bekannt. Natica hat eine ,, Lippendrüse", aber ohne Spalt; bei
Ovula besteht dieselbe aus verzweigten mit kubischen Secretions-
zellen bekleideten Schläuchen.
2. Ueber das Centralnervensystem und die Visceralcommissur
von Pteroceras. Der Schlundring ist so gedreht, dass die Pedal-
ganglien rechts, die Cerebral- und Pleural ganglien links vom Schlünde
liegen, während die Ganglien der Visceralcommissur ihre Lage be-
halten haben. Aehnlich verhält es sich bei Strombus luhuanus,
während bei anderen Strombus-Arten und bei Cypraeen eine solche
Verschiebung angebahnt ist.
H. A. Pilsbry, The radula in rhipidoglossate Molluscs. Proc.
Ac. N. Sc. Philad. p. 136—37.
Pilsbry nimmt an, dass von der ursprünglich homodonten Radula
aus die Differenzirung besonders im mittleren Theile derselben vor
sich ging. Bei Trochiden verkümmert die äusserste ,, Lateralplatte"
(Zwischenplatte nach Troschel; es ist aber jedenfalls die erste Seiten-
platte gemeint. Ref.), bei Turbiniden bildet sich die Mittelplatte
zurück (Orthomesus), weiterhin auch ihre Nachbarplatten (Astralium),
ähnlich bei Neritopsis. Bei Phasianella (Orthomesus) virgo wird die
Mittelplatte durch die mit einander verschmelzenden Nachbarplatten
ersetzt. Die Marginalplatten (Seitenpl. Tr.) erleiden nur geringe
Veränderungen.
A. E. Malard, Structure de l'appareil radulaire (odontophore)
des Cypreides. Bull. Soc. philom. VIII, 1, p. 65 — 69.
Der die Radula tragende Apparat ist bei Cypraea- Arten am
einfachsten. Die beiden Knorpel sind sichelförmig, ihr Bau ist
ähnlich wie der des Knorpels von Carinaria nach Boll.
Die Muskeln zerfallen in äussere und innere, die ersteren in
vordere, mittlere (Protractoren) und hintere (Retractoren); die
letzteren sind folgende: 1. äussere Beuger der Knorpel, 2. innere
Beuger oder Elevatoren derselben, 3. ein schwacher Verbindungs-
muskel, 4. die starken Constricto-Retractoren und 5. Tensoren der
infraradulären Lamina.
Durch die Thätigkeit von 2, 4 und 5 wird eine Bewegung von
unten nach oben und vorn nach hinten erzeugt, die anderen sind
ihre Antagonisten.
412 Dl'- Joh. Thiele: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
P. Garnault, Sur les organes reproducteurs de la Valvata
piscinalis Fer. pere. Zoolog. Anz. 12, p. 266 — 69. Ref.: Journ. R.
Micr. See. 89, p. 498.
Von der Zwitterdrüse geht ein Kanal ab, der Eier und Samen
ausführt, derselbe theilt sich weiterhin in einen männlichen Gang
mit grosser Prostata, der im Penis endet, und einen weiblichen,
welcher im Anfange mit einer Eiweissdrüse , am Ende mit einer
Begattungstasche zusammenhängt. Diese hängt mit dem männlichen
Gange durch eine innere Oefifnung zusammen; Verf. glaubt, dass
durch diese der Samen des Thieres zur Befruchtung herangezogen
werden kann, wenn eine Begattung mit einem anderen Thiere nicht
zu Stande kommt.
Ant. de Gregorio, Esame di talune Molluschi viventi e terziari
del bacino mediterraneo. Natural. Sicil. anno 8, p. 275 — 92.
Verf. beschreibt die Radula von Carinaria mediterranea und be-
hauptet, dass der Penis nicht an der rechten, sondern an der linken
Seite liege.
J. A. Ryder, Notes on the development of Ampullaria depressa,
Say. Amer. Natur, p. 735 — 37. Beschreibung der Eier.
b) Opisthobrauchiata.
R. Bergh, Malacologische Untersuchungen. Nudibranchien vom
Meere der Insel Mauritius. Semper, Reisen im Archipel der Phi-
lippinen. Bd. 2, Heft 16, zweite Hälfte (vergl. vor. Ber. p. 417),
Anatom. Beschreibungen von Peltodoris mauritiana n. sp., Car-
minodoris (n. g.) mauritiana (n. sp.), Haigerda formosa Bgh., Hexa-
branchus marginatus Q. G., Chromodoris porcata n. sp., rosans Bgh.,
carnea Bgh., Casella cincta Bgh.; Doriopsis div. sp.; von Dorididae
phanerobranchiatae : Trevelyana crocea Bgh., Phyllidiella nobilis
Bgh., Fryeri Rueppelli Bgh., PhylKdiopsis striata Bgh.; Ildica (n. g.)
nana (n. sp.)
Salv. Trinchese, Descrizione del nuovo genere Caloria. Tr.
Mem. Accad. Bologna IV, 9 p. 291—95, 1 Taf.
Anatom. Angaben und Abbild, der Radula, Cnidocysten etc.;
Caloria gehört zu den Aeolididae.
Derselbe, Ricerche anatomische sulla Forestia mirabilis Tr.
Rend. Accad. Bologna 1888/89, p. 85—88. (Vorlauf. Mittheilung).
E. A. Smith, Notes on the genus Lobiger. Ann. Mag. nat.
Eist. VI, 3, p. 308—11.
Lobiger scheint nicht allein die Seitenlappen, sondern auch,
ähnlich wie Harpa und Gena, den Hintertheil des Fusses abschnüren
zu können.
W. A. Herdmann & J. A. Clubb, Second report on the Nudi-
branchiata of the L. M. B. C. district. Proc. Liverpool biol. Soc. 3,
p. 225—36, 39, 1 Taf. Ref. : Journ. R. Micr. Soc. 89, p. 627—28.
Die dorsalen Fortsätze von Dendronotus enthalten keine Leber-
schläuche, sondern nur Bluträume, die mit den grossen dorsolateralen
Venen zusammenhängen; die Leber liegt ventral von den Genital-
im Gebiete der Malakologie während des Jahres 1889. 413
drüsen. In den Verzweigungen der Anhänge liegen Zellen, die ver-
muthlich Mucusdrüsen sind. Bei Facelina wurde ein Zusammenhang
der Leberschläuche mit den ectodermalen Einstülpungen, welche die
Nesselzellen enthalten, wahrgenommen, durch einen Sphinctermuskel
verschliessbar. Cuthona nana hat einen einzigen Otolithen,
G. F. Mazzarelli & R. Zuccardi, Su di alcune Aplysiidae
dell'oceano pacifico, appartenenti aUa collezione Chierchia. Boll. Soc.
Natural. Napoli 3, p. 47—54.
Anatom. Angaben über Dolabella hasselti, teremidi, tongana,
Aplysia lessoni, chierchiana.
G. F. Mazzarelli, Intorno alla secrezione della glandola opalina
(Vayssiere), e delle glandole dell'opercolo branchiale nelle Aplysiae
del golfo di Napoli. Zool. Anz. 12, p. 580- 83. Ref.: Journ. R. Micr.
Soc. 90, p. 164.
Die drüsigen Elemente sind nicht lokalisirt, sondern kommen
in beiden Drüsen neben einander vor; bei den verschiedenen Arten
liefert jede der beiden Drüsen bald beide Secrete, bald nur das eine.
Der Milchsaft mag durch seinen Geruch zur Vertheidigung dienen,
der Purpursaft das Thier den Blicken des Feindes entziehen.
Derselbe, Intorno all'anatomia dell'apparato riproduttore delle
Aplysiae del golfo di Napoli. Not. prel. Zool. Anz. 12, p. 330 — 36.
Ref. : Journ. R. Micr. Soc. 89, p. 628.
Derselbe, Intorno all'anatomia e fisiologia dell'apparato ripro-
duttore delle Aplysiae del golfo di Napoli. Boll. Soc. Natural. Napoli 3,
p. 120—28.
Der Genitalgang führt zunächst in eine dreieckige Erweiterung,
in der sich männliche und weibliche Stoffe trennen. Der Oviduct ist
mit einer Eiweissdrüse und einer Nidamentaldrüse versehen und geht
in die Vagina über. Das Vas deferens ist mit zwei Samentaschen
verbunden. Nur Aplysia depilans hat an ihrer Penisscheide solche
mit Spitzen besetzten Reizorgane, wie sie Vayssiere beschrieben hat.
Eine zeitliche Trennung der Geschlechtsreife findet nicht statt (s. vor.
Ber. p. 418, Saint-Loup).
Ed. Robert, De l'hermaphroditisme des Aplysies, C. rend. 108,
p. 198-201. Ref.: Journ. R. Micr. Soc. 89, p. 373—74.
Die Aplysien sind gleichzeitig im Stande, männliche und weib-
liche Keimstoflfe zu produciren. Der Genitalgang ist durch vor-
springende Falten in mehrere Theile getheilt, von denen einer die
Vagina darstellt und mit einem Blindsack endigt.
Durch die Genitalrinne werden die Eier zu den Lippententakeln
geführt, um von diesen an Felsen befestigt zu werden, das Sperma
dagegen zum Penis. Der als Samenblase gedeutete Anhang dürfte
eine andere Function haben, wahrscheinlich die Elemente zurück-
zuhalten, welche während der Entleerung von Eiern oder von Samen
nicht mit hervortreten sollen. Man trifft manchmal Reihen sich
unter einander begattender Aplysien.
414 ßi'- Job. Thiele: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
R. Saint-Loup, Sur l'appareil reproducteur de l'Aplysie. ibid.
p. 364—65.
Aplysia ist nicht bloss dann fortpflanzungsfähig, wenn männliche
und weibliche Keimstofife gleich entwickelt sind, sondern auch, wenn
die einen vorwiegen. Kurze Beschreibung der Genitalorgane.
Ed. Robert, Sur l'appareil reproducteur des Aplysies. C. rend.
109, p. 916—17. Ref.: Journ. R. Micr. Soc. 90, p. 163—64.
Der Ausführungsgang führt in eine Höhlung, die mit der Eiweiss-
drüse und der sog. gewundenen Drüse zusammenhängt; die letztere
setzt sich in die Schleimdrüse fort, welche eine lange bandförmige
Gestalt hat und innen mit einer Doppelreihe drüsiger Lamellen be-
setzt ist. In der gemeinsamen Kammer werden die Eier befruchtet
und mit Eiweiss versehen, in der gewundenen Drüse gruppiren sie
sich in den Eischalen und erhalten von der Schleimdrüse die
gelatinöse HüUe.
W. A. Herdman, Some recent contributions to the theory of
evolution. Proc. Liverpool biol. Soc. 3, p. 13 — 15.
Verf fand an Felsen, an denen Nulliporen und Spirorbisschalen
angeheftet waren, Exemplare von Doris tuberculata mit Flecken von
der Farbe jener Thiere; die Anpassung in der Färbung war der-
artig, dass es schwer war, die Schnecken wahrzunehmen.
W. Garstang, Report on the nudibranchiate Mollusca of Ply-
mouth sound. Journ. Mar. biol. Ass. London II, 1, p. 173 — 98. Ref.:
Journ. R. Micr. Soc. 89, p. 737.
Einige Nudibranchier zeigen auffällige Anpassung an ihre Um-
gebung, so lebt Archidoris johnstoni auf Halichondria panicea, der
sie täuschend ähnlich ist; Aeolis papulosa ist mit Sagartia parasitica
ähnlich, Elysia viridis mit Aegirus punctilucens. Die stark gefärbten
nesselnden Anhänge der Aeolichier sollen Feinde warnen, und das
Thier stösst sie, falls sie erfasst werden, ab und bringt den un-
scheinbar gefärbten Körper in Sicherheit. Die dorsolateralen An-
hänge sind den Falten von Polycera, Goniodoris cet. und diese den
„Epipodialfalten" von Archidoris homolog (vgl. Simroth, p. 386).
A. Giard, Le laboratoire de Wimereux en 1888 (Recherches
fauniques). Bull, scient. Fr. Belg. 19, p. 492—513. Mollusken p. 499
bis 502; üb. Anpassung von Nudibranchiern.
C. A. Mac Munn, Notes on some animal colouring matters at
the Plymouth Marine iiiolog. Laboratory. Journ. Mar. biol. Assoc.
London II, 1, p. 55 — 62.
Verf. fand bei Doris die Gegenwart eines dem Histohaematin
verwandten, haemochromogenähnlichen Stoßes (Enterohaematin), der
bei mehreren Schnecken bekannt ist (Sorby).
C. Chun, Bericht über eine nach den canarischen Inseln im
Winter 1877/78 ausgeführte Reise. Sitzungsber. Akad. Berlin, p. 519
bis 53 (Mollusken p. 539—47).
im Gebiete der Malakologie wäbrend des Jahres 1889. 415
Hyalaea trispinosa Les. wurde in 500 m Tiefe, 4 Arten von
Spirialis wurden in verschiedenen Tiefen gesammelt. An der Ober-
fläclie fand Chun mehrere Exemplare einer neuen Form, die er
Desmopterus papilio nennt. Die Flossen dieses Thieres sind sehr
gross, während ein mittlerer Fussabschnitt fehlt; die Flossen sind
am unteren Rande jederseits mit 2 Einschnitten versehen und tragen
an der Grenze des oberen und mittleren Lappens einen langen band-
förmigen Tentakel. Der Pharynx ist stark mit einer Radula, die
20 — 30 Zähne in jedem Gliede hat; Hakensäcke und vorstülpbarer
Rüssel fehlen. An der Seite des Pharyns liegen drüsige Zellen. Der
Oesophagus ist eng, der Magendarm sehr gross, der Darm dünn-
wandig, kurz und er mündet rechts an der Grenze des unteren
Körperviertels aus. Die im hinteren Ende gelegene Leber hat einen
sehr langen Ausführungsgang. Das Nervensystem besteht aus
2 Cerebral-, 2 sich daranschliessenden Pedalganglien und einem
Visceralganglion ; hinter den PedalgangHen liegen die Otocysten mit
Otoconien. Von den 4 Buccalganglien verlaufen 2 Nerven auf der
Ventralseite des Magendarmes. Die Kopffühler sind auf 2 kleine
Knötchen reducirt. Aus jedem Pedalganglion entspringt ein Stamm,
der sich in 3 in die Flossen ausstrahlende Nerven theilt, und aus
dem rechten Pedalganglion ein kräftiger Genitalnerv. Das Herz
liegt über der Leber, dazwischen das Excretionsorgan, ein dünn-
wandiger Sack mit rechtsgelegener Mündung. An der Ventralseite
des Hinterendes findet sich eine flimmernde Epithelleiste. Des-
mopterus ist jedenfalls hermaphroditisch, doch geht die männliche
Reife der weiblichen voraus. Der Hoden ist in 2 Hälften getheilt,
von deren jeder ein ausführender Kanal entspringt; der Samenleiter
knäuelt sich auf und hat einen kleinen sackförmigen Anhang kurz
vor der Mündung oberhalb des Afters. Das Ovarium ist auch zwei-
lappig, dem Eileiter hängt ein grosser dickwandiger, innen flimmernder
Uterus an, der vielleicht aus dem sackförmigen Anhange des Samen-
leiters hervorgeht. Desmopterus wird in eine eigene Familie Des-
mopteridae der gymnosomen Pteropoden gestellt und scheint mit
Halopsyche am nächsten verwandt, er dürfte den am stärksten modi-
ficirten Pteropoden darstellen. — Eine neue Phyllirrhoe (trema-
toides) lebt an Kolonieen von Haiistemma durch einen an der
Ventralseite des Kopfes gelegenen saugnapfartigen Fortsatz (vielleicht
den rudimentären Fuss. Ref.) angeheftet. Rüssel und Pharynx er-
strecken sich gerade nach vorn, darüber liegt das Nackenschild, ein
dicker Hautsaum, der seitlich die Tentakel trägt. Der Enddarm
mündet dorsal dicht hinter den Tentakeln aus. Die Niere verläuft
von ihrer vorderen Oefihung ins Pericard nach hinten. Die 5 Zwitter-
drüsen sind mit zottigen Ausstülpungen bedeckt.
P. Pelseneer, Sur la position systematique de Desmopterus
papilio Chun. Zool. Auz. 12, p. 525 — 26. Ref : Journ. R. Micr. Soc.
89, p. 734-35.
416 Dr. Joh. Thiele: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Verf. hält Desmopterus nicht für einen gymnosomen Pteropoden,
sondern für eine Cymbuliide, deren Pseudoconcha verloren gegangen
ist; dazu stimmen alle von Chun angegebenen Merkmale.
P. Schalfejeff, Zur Anatomie der Clione limacina Phipps-
Zool. Anz. 12, p. 188—90. Ref.: Journ. R. Micr. Soc. 89, p. 497.
Verf. beschreibt den Bau der ausstülpbaren Hakensäcke, die
aus einer Scheide und dem eigentl. Kiefer bestehen; jene wird aus
Ringmuskeln mit einer dünnen Bindegewebshülle gebildet und sie
bringt den Kiefer zur Ausstülpung; dieser hat Längsmuskulatur.
Die Haken sitzen nach der Medianebene hin, sie sind hohle spitze
Kappen von einer hornartigen Substanz auf einer grossen Bildungs-
zelle (ähnlich den Hornzähnen der Batrachierlarven einerseits, den
Elementen des Kiefers von gewissen Gastropoden andererseits. Ref.),
die in den Hohlraum des Zahnes eindringt und einen grossen
chromatinreichen Kern enthält. Diese Zelle ist eine vergrösserte
Epithelzelle. Die Haken vergleicht Verf. mit den ,, körnigen Bildungen
auf dem Rande der Saugnäpfe von Argonauta" (Niemiec). Zwischen
Pericard und Niere existirt ein mit langen Geissein besetzter Trichter.
P. Pelseneer, Sur la valeur morphologique des sacs ä crochets
des ,,Pteropodes" gymnosomes. ibid. p. 312 — 14. Ref.: Journ. R. Micr.
Soc. 89, p. 496.
Nach Pelseneer kann von einer Homologie der Hakensäcke mit
einem Theile der Cephalopodenarme nicht die Rede sein; jene sind
Theile der Buccalhöhle, aus dornigen Kiefern, wie sie Notarchus
zeigt, hervorgegangen, diese gehören zum Fusse.
Derselbe, Sur un nouveau Conularia du Carbonifere et sur
les pretendus ,,Pteropodes" primaires. Bull. Soc. Belg. Geol. 3,
p. 124—36.
Die fossilen Schalen der ältesten geolog. Formationen sind keine
Pteropoden, solche treten vielmehr erst im Eocän auf. Die Ptero-
poden stammen von Opisthobranchiern ab (vgl. vor. Ber. p. 419 — 20).
J. J. Peck, On the anatomy and histology of Cymbuliopsis
calceola. J. Hopk. Univ. Circ. 8, p. 32—33. Vorlauf. Mitth.
c) Pulnionata.
H. Simroth, Beiträge zur Kenntniss der Nacktschnecken.
Nachrichtsbl. d. malak. Ges. 21, p. 177 — 86,
Verf. beschreibt das Aeussere und die Genitalien einer Lima-
copsis und eines Agriolimax; Agr. agrestis wurde auf den Bergen
der Grafschaft Glatz nur in hellweisslichen Exemplaren gefunden,
was Simroth der klimatischen Einwirkung des Urgebirges zuschreibt.
Amalien mit ganz gekieltem Rücken aus Gebirgen des östl. Mittel-
meerbeckens waren trotz bedeutender Grösse noch nicht geschlechts-
reif, während die nur am Ende gekielten der Küstenstriche, auch
im Gebiete der Malakologie während des Jahres 1889. 417
in ziemlich jugendlichem Zustande fast immer schon geschlechts-
reif sind.
Derselbe, Beiträge zur Kenntnis der Nacktschnecken. Nova
Acta Leop. Carl. 54, p. 1—91, 4 Taf.
Beschreibung der anatom. Verhältnisse verschiedener Vitrinen;
den Versuch, den Mantel der Limaeiden aus bestimmten Mantel-
lappen herzuleiten, weist Verf. zurück, man kann wie bei der
Azorenvitrine nur von einer allgemeinen Erweiterung des Mantel-
randes sprechen. Nach dem Bau der Genitalien werden mehrere
Gruppen von Vitrinen unterschieden: solche mit einfachsten Geni-
talien, solche mit Drüsenabschnitt am Penis, solche, die ausserdem
einen Pfeilsack haben, Vitrinen mit Uebertragung des Pfeilsackes
auf den Eileiter. Untersuchung des Mageninhaltes ergab pflanzliche
und thierische Kost, unter Anderem Insekten. In einer ,, Diskussion der
Vitrinen" versucht Simroth verschiedene andere Pubnonaten von den
Vitrinen herzuleiten; diese sollen sogar mit Rhabdocoelen (Kernsecret
und Chitinspitze) und Pteropoden Homologieen in den Genitalien
zeigen. Nach Simroths Auffassung ,,ist die Vitrinenschale der ur-
sprünglichen Mantelbildung weniger fremd, als lang aufgewundene
Gehäuse"; so sind die Beschränkung aufs Feuchte, die einjährige
Lebensdauer, die Radulazähne als ursprüngliche Charaktere anzu-
sehen. — Sodann giebt Verf. anatom. Angaben über äthiopische
Nacktschnecken (Gatt. Urocyclus, Trichotoxon, Atoxon, Buettneria,
Dendrolimax und Phaneroporus; die ersten 5 als Urocyclidae ver-
einigt). Die Schwanzdrüse der Pulmonaten dürfte mit der Sohlen-
drüse der Prosobranchier nicht homolog sein; wenn Arioniden sich
an Fäden herablassen, so benutzen sie dazu nur das Secret, welches
die Sohle überzieht und das grösstentheils aus der Fussdrüse stammt,
nicht das der Schwanzdrüse. Endlich werden mehrere Athora-
cophoriden beschrieben, welche eine durch ihre metamere Haut-
furchung, Fühler, Mantelfeld und Schale, Radula, den hauptsächlich
unter dem Oesophagus entwickelten Schlundring, Fussdrüse etc.
unterschiedene Gruppe bilden. ,,Die Form der Radula weist auf
einen gesonderten Ursprung von den Opisthobranchien hin; die
Muskulatur zeigt nicht den geringsten Anklang an einen Columellaris,
es spricht nichts dafür, dass sie von Gehäuseschnecken abstammen."
Die Athoracophoriden werden daher als Mesommatophoren von den
Pleurommatophoren (echten Landpulmonaten) getrennt (vgl. p. 385).
Derselbe, Anatomische Notizen zu Nacktschnecken der
Gattungen Lytopelte und Parmacella aus Nordpersien. Anhang zu.
0. Boettger, Die Binnenmollusken Transkaspiens und Chorassans:
Zool. Jahrb. 4, Abth. System., p. 983—92.
Angaben über die Genitalorgane von Lytopelte sp., und Be-
schreibung der Anatomie von Parmacella olivieri Cuv. aus Persien,
die mit der westl. Form einige Unterschiede, hauptsächlich durch
das Fehlen einer langen Clitoris zeigt. Die Parmacellen sind durch
Arch. f. Naturgesch. Jahrg. 1890. Bd. H. H. 1. 27
418 Dr. Joh. Thiele: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Uebergang zur Krautnahrung und dadurcli bedingte Vergrösserung
des Vorderkörpers wahrscheinlich aus Vitrinen hervorgegangen. Parm.
velitaris Marts. wird wohl einer besonderen Gattung zugehören.
Derselbe, lieber einige Vaginula-Arten. Vorl. Mitth. Zool.
Anz. 12, p.551— 56, 574—78. Ref.: Journ. R. Micr. Soc. 90, p.21— 22.
Beschreibung dreier neuer Vaginuliden. Der vordere Leberlappen
liegt bei Vag. leydigi vor, bei den anderen hinter dem Darm; im
Dünndarm findet sich eine Längsfalte, die in einer trichterförmigen
Klappe endigt. Die Speicheldrüsen bestehen bei V. hedleyi aus vielen
getrennten Säckchen, bei den anderen sind sie compact. Die Genital-
organe, Fussdrüse, Niere zeigen Speciesunterschiede. Die Lunge
enthält sinuöse Längsfalten mit weiteren feinen Faltungen. Vom
Nervensystem ist hervorzuheben, dass der langen Cerebral commissur vorn
ein Zellstreifen anliegt, der beiderseits zu einem polygonal gefelderten
Lappen anschwillt; die nach hinten ziehenden Nervenstämme ent-
halten neben den Fussnerven auch die Eingeweidenerven, am Hinter-
ende geben dieselben seitlich je einen Pallialnerv ab. Daraus folgert
Simroth, dass die ganze Rückenverdickung (Notaeum) als Mantel
anzusehen ist und dass die Lungen- und Afteröffnung ursprünglich
vorn gelegen haben und später nach hinten gerückt sind. Die
Fühler sind nicht einstülpbar, die hinteren haben einen flachen
Endknopf, welcher das Auge enthält, und sind im unteren Theile
quergeringelt, was an die Fühler gewisser Auriculaceen erinnert;
die vorderen Fühler dienen zum Tasten und Riechen, ihr Endknopf
enthält eine rundliche Höhle mit einem Zapfen darin, an dessen
Basis eine fast den ganzen Fühler erfüllende Drüse ausmündet. Die
Hautdrüsen sind nicht wie gewöhnlich einzellig, sondern ,, vorwiegend
schlauchförmige, von Pflasterzellen ausgekleidete Epitheleinstülpungen".
Zu diesen drängt sich das schleimige Zwischengewebe förmlich hin,
,,um für eine reichliche Schleimausfuhr die unerschöpfliche Quelle
abzugeben." Die Kanäle sollen ein communicirendes System bilden^
das wahrscheinlich mit den Bluträumen zusammenhängt und durch
Sphincteren nach aussen verschliessbar sei. Bei V. hedleyi findet
sich ein gelbbraunes Pigment, das eine fortlaufende subepitheliale
Schicht bildet, und an einzelnen Punkten schwarze Chromatophoren.
Die Sohle ist in zahlreiche feine Querwälle getheilt; in den Vorder-
wänden derselben liegen Drüsenzellen; jeder dieser Wülste ist von
hinten her schwellbar. Bezügl. der systemat. Stellung der Vaginuhden
hält es Verf. für das Wahrscheinlichste, dass sie mit den Auriculaceen
in einer gewissen Verwandtschaft stehen.
H. v. Jhering, Philomycus und Pallifera. Nachrichtsbl. malak.
Ges. 21, p. 5—12, 33—38.
Die Cerebralcommissur von Phil, carolinensis Bosc. ist ziemlich
lang, die Cerebropedal- und Cerebrovisceralconnective sehr kurz;
die kurze dicke Pedalcommissur besteht aus 2 Theilen, die Visceral-
ganglien bilden einen Halbring, von dessen unterem Theile die
im Gebiete der Malakologie während des Jalires 1889. 41 9
Mantelnerven und der Genitalnerv entspringen. Der linke Tentakel-
retractor giebt eine Abzweigung zum Penis ab. Die Niere hat keinen
Harnleiter, sondern ihr vorderes zugespitztes Ende öffnet sich durch
ein einfaches Loch in die Lunge. Der Vorhof mündet von oben ins
Herz. Während sich bei dieser Art Liebespfeile und Pfeilsack finden,
fehlen diese Theile bei Ph. australis, ebenso die das Vestibulum
genitale umgebenden Drüsen. Da ausserdem jene Art einen oxy-
gnathen, diese einen odontognathen Kiefer hat, so ist für Ph.
australis der Morsesche Gattungsname Pallifera anzuwenden. Für
die Gruppirung der Nacktschnecken ist die Muskulatur von Be-
deutung; Arion mit einer Reihe anderer Formen hat eine Schale
auch in seinen Vorläufern nicht oder nur im Larvenznstande besessen.
C. Hedley, On Aneitea graffei and its allies. Proc. R. Sog.
Queensl. 5, p. 162 — 73. Kurzer Abriss der Anatomie.
Derselbe, Anatomical Notes on the Helicidae. ibid. 6, p. 62 — ^63
(Thersites richmondii), p. 120 — 21, 249—51 (Helix-Arten undBulimus
mastersi).
C. Pollonera, Nuove contribuzioni allo studio degli Arion
europei. Atti Accad. Torino 24, p. 623 — 40, 1 Taf. Anatom. An-
gaben.
H, A. Pilsbry, On the anatomy of Aerope and Zingis. Proc.
Ac. N. Sc. Philad., p. 277—79, 1 Taf. Kurze Beschreibung der
Radula, Genitalien etc.
A. Nobre, Contribuigoes para a anatomia das Siphonarias.
Rev. Sc. N. Soc. Carlos Ribeiro Porto 1, p. 122 — 281.
B. Szekely, Die Nervenendigungen und Sinneszellen der Pul-
monaten. Nat. Med. Mitth. Siebenbürg. Museumsver. 14, p. 241 — 54
(ungarisch), p. 301 — 303 deutsch. Resume.
In den Nerven von den Pedalganglien zu den Fussrändern finden
sich gangliöse Anschwellungen. Nervenfasern und Nervenzellen sind
als verschiedene Ausbildungsstadien anzusehen. Die Fibrillen be-
stehen aus je einem Kanal mit wenigen Reihen von Micropiastiden,
welche dem Spongioplasma Leydigs entsprechen und den wirklichen
,, Lebensstoff des Plasmas" darstellen. Die Micropiastiden der
nervösen Zellen, auch die, welche die Borsten der epithelialen
Elemente bUden, hängen unter einander zusammen.
F. Leydig, Pigmente der Hautdecke und der Iris. Verh. physik.
med. Ges. Würzb. II, 22, p. 241—65.
Der abwischbare blaue Anlauf auf Schalen von Pupa avenacea
besteht aus einer krümeligen Masse. Verschiedene Jahrgänge von
Helix nemoralis zeigen die braunviolette Farbe bald mehr, bald
weniger intensiv; nach langen und schneereichen Wintern ist die
gelbe Färbung blasser.
C. Sem per, Demonstration lebender Schnecken aus Deutsch-
Ostafrika. Sitzungsber. physik. med. Ges. Würzb. p. 121.
27*
420 Dl"- Job. Thiele: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Semper hat Achatinen acclimatisirt und deren Copulation, welche
24 — 36 Stunden dauert, beobachtet; die frisch gelegten Eier ent-
halten schon grosse Embryonen.
Fick bemerkt (ibid.), dass über den Halstheil der Schnecken
in regelmässigen Zeiträumen Secretions- und Resorptionswellen von
der Schale her zu verlaufen scheinen,
W. Zykoff, Bemerkung über fadenspinnende Schnecken. Zool.
Anz. 12, p. 584.
Junge Exemplare von Arion empiricorum Hessen sich an Schleim-
fäden zum Boden herab, konnten auch, ohne diesen zu berühren,
an demselben Faden wieder aufwärts kriechen (vgl. Simroth, p. 417).
J. Richard, Recherches physiologiques sur le coeur des Gastero-
podes pulmones, Trav. Lab. Z. Girod 1, 32 p.
J. W. Williams, The fluid emitted by Limnaea stagnalis. Journ.
Conch. 6, p. 122—23.
Die bläuliche Flüssigkeit, welche die Schnecke beim Heraus-
nehmen aus dem Wasser producirt, ist wahrscheinlich aus einer
Wunde austretende Haemolymphe, die durch Haemocyanin gefärbt
ist. Dieser Stoff findet sich auch im Blute von Helix pomatia und
adspersa, sowie von Paludina vivipara, und er mag wie das Haemo-
globin von Planorbis functioniren
Derselbe, On the Circumstances attending death, by droAvning,
of Helix aspersa. ibid., p. 16 — 17. Die Todesursache beim Einlegen
in Wasser ist nicht sowohl Asphyxie, als vielmehr ein Anschwellen
der Organe durch übermässige Wasseraufnahme, wodurch die Lebens-
äusserungen unterdrückt werden.
Darbishire, Helix aperta, reviving after long drought. ibid.
p. 101.
Zwei Exemplare wurden vom Februar 1885 bis Dezember 1888
trocken aufbewahrt, dann in feuchte Luft gebracht, wo sie allmählich
erweichten, den Deckel abstiessen und ganz zum Leben zurückkehrten
(Ende März).
E. V. Martens, Ueber das Wiederaufleben von Landschnecken.
Sitzungsber. Ges. naturf. Fr., p. 159.
V. Martens hat vor 4 Jahren gesammelte Stücke von Helix
caesareana Mouss. beim Einlegen in Wasser ihren Papierdeckel ab-
stossen und hervorkriechen gesehen, doch waren die Thiere äusserst
schwach und hinfällig.
W. Hartwig, Lange Lethargie bei Schnecken. Zool. Garten 30,
p. 285—86.
Verschiedene Helix- Arten Avaren für längere Trockenheit weniger
empfindhch, wenn sie aus trockenen Klimaten stammen, so ertrug
im Grebiete der Malakologie während des Jahres 1889. 421
H. lactea von Teneriffa eine 16-monatliche Trockenheit, wobei sie
4 Epiphragmen gebildet hatte, während H. nemoralis und H. undata
von Madeira in dieser Zeit oder noch früher ganz vertrocknet waren.
Ch. A. Whatmore, Respiration of Ancylus fluviatilis. Journ.
Conch. 6, p. 33.
Whatmore glaubt nicht, class der reine Sauerstoff, welchen die
Pflanzen erzeugen, zur Athmung dienlich ist, wie Gain annahm (vor.
Ber. p. 422).
F. Ludwig, Beziehungen von Schnecken und Pflanzen. Sitzgsber.
Ges. naturf. Fr. Berlin, p. 16 — 18. Bemerkung dazu von v. Martens
p. 18—19. Ref.: Centralbl. Bakt. Paras. 5, p. 455.
Die Blüthen von Leucanthemum vulgare wurden von Limax
laevis besucht und dadurch befruchtet. An Hopfen wurden Helix
hortensis und fruticum gefunden, welche die Blätter trotz ihres
Schutzes durch physikalische und chemische Mittel zerfrassen. Auch
Alchemylla- und Mentha-Blätter wurden von Schnecken durchlöchert
und ebenso die durch Rhaphiden geschützten von Epilobium. Viel-
leicht hängt die letzte Thatsache mit der Kalkarmuth der Gegend
zusammen. — v. Martens erwähnt, dass er in Blüthen von Campanula
und an Brennesseln Helix hispida gefunden hat.
P. Megnin, Le parasite de la ümace des caves Ereynetes
limaceum (Schranck). Journ. Anat. Phys. Paris 25, p. 570 — 72.
(Parasit. Milbe.)
B alt et, Le sulphate de cuivre contre les Limaces et les
Escargots. Bull. Soc. L. Brux. 15, p. 99—100.
Th. Behme, Beiträge zur Anatomie und Entwickelungsgeschichte
des Harnapparates der Lungenschnecken. Arch. Naturgesch. 55,
1. Bd., p. 1—28, 2 T. Ref.: Journ. R. Micr. Soc. 89, p. 628.
Der geschlossene Harnleiter von Helix pomatia trennt sich
5 mm vor der Ausmündung des Euddarms von diesem und läuft in
eine weite, zweilippige nach links gerichtete Rinne aus; indessen
kann ein Theil des Nierensecretes auch durch eine kleinere in der
Verlängerung des Harnleiters befindliche Rinne nach aussen befördert
werden. Bei H. bidens ist der Harnleiter zum grössten Theil ge-
schlossen, bei H. incarnata und strigella ganz offen, H. pulchella
hat weder eine Nebenniere, noch einen secundären Harnleiter, sondern
einen primären wie die Limnaeiden. Verf. giebt eine tabell. Uebersicht
über das Verhalten von ihm und von Braun untersuchter Heliciden
und macht Angaben über die Beschaffenheit der Nierenconcremente
verschiedener Arten. Während Testacella nach Lacaze-Duthiers ein
secundärer Harnleiter fehlt, ist er bei Daudebardia rufa vorhanden,
bei Vitrina pellucida in der ganzen Länge geschlossen, ebenso bei
Hyalina radiatula und Zonites-Arten, sowie Leucochroa candidissima.
In der Gattung Buliminus finden sich üebergänge von einem gänz-
lichen Fehlen von Nebenniere und secundärem Harnleiter bis zu
422 Dl'- Joli- Thiele: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
einem ganz gesclilossenen Ureter. Cionella lubrica und Pupa ave-
nacea haben den primären Harnleiter, Clausilia laminata den secun-
dären. Bei Succinea zeigt sich ein eigenthümhches Verhalten darin,
dass die Nebenniere an der Nierenbasis ihren Ursprung nimmt. Es
kommen also in den Familien der Heliciden und Pupinen unter den
NephrojDneusten typische Branchiopneusten vor; die Gattung Pla-
norbis zeigt unter den Pulmonaten die einfachsten Verhältnisse. —
Verf. beschreibt sodann die Ontogenie der Niere bei Helix pomatia.
Zuerst sind die beiden Urnieren sichtbar, deren Hinterende ge-
schlossen ist; eine Tunica propria umgiebt sie der ganzen Länge
nach. Mit der rechten Urniere mündet in eine gemeinsame Haut-
einstülpung die Anlage der definitiven Niere. Im folgenden Stadium
ist die Lungenhöhle gebildet, die Urniere verschwunden, die Niere
in einen Drüsen- und einen ausführenden Theil gesondert. Aus
einem Zellenhaufen, der neben der Niere liegt, entwickelt sich das
Herz, umgeben vom Pericard. Der primäre Harnleiter biegt sodann
um und wird zur Nebenniere, die sich beuteiförmig erweitert und
nach vorn umbiegend in ein Rohr übergeht, das durch Schluss eines
Theiles der Rinne in der Lungenhöhle entstanden ist; die Niere ist
mit dem Pericard in Verbindung getreten. Die Niere entsteht also
aus einer ectodermalen Einstülpung; die Angaben Schalfeews sind
unwahrscheinlich (s. vor. Ber. p. 428).
M. Braun, Harnleiter und Niere der Pulmonaten. Nachrichtsbl.
D. Malac. Ges. 21, p. 31. Auszug aus d. letztgen. Arbeit.
J. Brock, Bemerkungen über die Entwickelung des Geschlechts-
apparates der Pulmonaten. Zeitschr. wiss. Zool. 48, p. 84 — 88.
Brock giebt zu, sich bezüglich der Anlage des Receptaculum
seminis geirrt zu haben, hält aber im Uebrigen seine Behauptungen,
soweit sie sich auf eigene Untersuchungen beziehen, aufrecht, nament-
lich dass der Penis als Seitenknospe des Geschlechtsganges entsteht
(vgl. vor. Ber. p. 406 und 424).
E. Collier, Helix rupestris, an ovo-viviparous species. Journ.
Conch. 6, p. 45.
P. Garnault, Sur les phenomenes de la fecondation chez
l'Helix aspersa et TArion empiricorum. Commun. prcl. Zool. Anz.
11, p. 731—36, 12, p. 10—15, 33—38. Ref.: Journ. R. Micr. Soo. 89,
p. 372.
Das reife Ei hat eine hyaline Rindenschicht, d. Zellen des
Follikels werden resorbirt und bilden dann eine einfache Haut, Erst
im Geschlechtsgange werden Attractionscentren sichtbar, die Kern-
membran löst sich nach und nach und Strahlensysteme zu den
Centren treten auf. Zur Spindelbildung verbindet sich das Kern-
netz mit dem Kernsaft und dem Hyaloplasma des Eies und nur die
chromatischen Theile stammen unmittelbar aus dem Kern. Dieser
im Gebiete der Malakologie während des Jahres 1889. 423
verschwindet vollständig; dadurch, wird vielleicht das phyletische
Protistenstadiiim angedeutet. Dann beschreibt Verf. die Bildung
der Richtungskörper; diese können sich theilen, Garnault hat solche
bis zu 6 wahrgenommen; sie können vielleicht als Andeutung einer
geschlechtslosen Vermehrung angesehen werden. Die erste Furche
ist schon vor der Spindelbildung bemerkbar, daher giebt der Kern
nicht den Anstoss zur Segmentirung (vgl. vor. Ber., p. 425).
Derselbe, La castration parasitaire chez FHelix aspersa. Bull,
sc. Fr. Belg. III, 2, p. 137—42, 1 T.
Bei einem Exemplar unter 400 — 500 wurde eine Menge von
Sporocysten eines unbestimmten Trematoden gefunden, die im Ganzen
die Grösse der Eiweissdrüse hatten und auch ungefähr deren Platz
einnahmen. Während die Leber keine wesentliche Veränderung
zeigte, waren die Blutgefässe und das umliegende Bindegewebe sehr
stark entwickelt, die Genitalorgane dagegen atrophirt, und zwar
fehlten der Keimdrüse die seitlichen Verzweigungen der primären
Tuben. Es ist anzunehmen, dass dieser Zustand eine Folge der
mangelhaften Ernährung der Genitalorgane wegen des daneben
liegenden Parasiten ist (indirecte Castration, Giard).
J. Perez, Sur la descente des ovules dans le canal de la glande
hermaphrodite chez les Helices. C. rend. 108, p. 365 — 67. Ref.: Journ.
R. Micr. Soc. 89, p. 497.
Vor der Eiablage erleidet das Sperma, das den Zwittergang
erfüllt, und das Epithel des letzteren eine Rückbildung; dieses löst
sich ab und bildet um den Samen eine Hülle, in welcher man die
Kerne länger als die Zellgrenzen sehen kann. Das Ganze wird
resorbirt und so wird der Gang für die Eier frei. Nachdem diese
passirt haben, erfüllt der Samen wieder den mit regenerirtem Epithel
bekleideten Gang.
A. G. More, Limnaea involuta, probably a variety of L. peregra.
Zoologist p. 154 — 55.
Kritik von J. W. Williams p. 235—36. Veränderung bei Auf-
zucht in Gefangenschaft.
H. Brock meyer, lieber Bastarde von Helix nemoralis and
H. hortensis. Tagebl. 61. Vers. D. Naturf. Aerzte, Köln. Wiss.
Theil p. 48.
Verf. nimmt an, dass Bastarde der beiden Arten, die er in
Gefangenschaft erhalten hat. auch in der Freiheit vorkommen, auch
ist er der Ansicht, dass von Jugend auf isolirte Thiere Eier legen
können. Indem in einem Eihaufen sich die einen auf Kosten der
anderen ernähren, erlangen sie eine bedeutendere Grösse.
W. Hartwig, Zur Fortpflanzung einiger Heliciden. Zool. Garten
30, p. 191.
Helix nemoralis war manchmal schon nach 9 Monaten aus-
424 Dl'- Joh. Thiele: Bericht etc.
gewachsen. Nachkommen von einer gebänderten und einer roth-
braunen Schnecke derselben Art waren sämmtlich einfarbig rothbraun.
F. Schmidt, Die Entwicklung des Fusses der Succineen.
Sitzungsber. nat. Ges. Dorpat 8, p. 451 — 52.
Am jungen Embryo, der einen mächtigen Dotter zeigt, liegen
vor dem Munde die Anlagen der beiden Augeuträger, hinter ihm als
Anlage des Fusses 2 schwache durch eine breite Furche getrennte
Höcker, die sich allmählich einander nähern und schliesslich mit
einander zu einem einheitlichen Gebilde verschmelzen. Schmidt ver-
gleicht das der doppelte Anlage des Trichters der Cephalopoden.
11. Bericht über die geographische Verbreitung,
die Systematil< und die Biologie etc. der Moliusicen.
Von
Dr. W. Kobelt.
Verzeichniss der Publikationen.
Aldrich, T. H., Notes upon a Collection of Shells from Borneo, with
descriptions of new species. In Journ. Cincinn. Soc. XII p. 23
bis 26 pl. 3.
Ancey, C. F., Mollusques terrestres nouveaux d'Oceanie. In le
Naturaliste 1889 p. 19. 50. 71. 81. 118. 190.
— Description de Mollusques nouveaux. Ibid. p. 205. 246. 266. 299.
— Etüde sur la faune malacologique des iles Sandwich. In Bull.
Soc. mal. France 1889 p. 171—258.
— on Mr. Pilsbry's critics upon some American Shells. In Nau-
tüus m p. 39—42.
Auglair, M., Coquilles terrestres et fluviatiles de TAllier. In Rev.
Sc. Bourb. 1889. (En publication.)
Baillie, W., Colonizing Land- and Freshwater Shells at Brora, East
Sutherland. In Journ. of Concholog. Leeds VI p. 15.
Baker, F. C, Notes on Floridan Shells. In the Nautilus III
p. 53. 54.
— Description of a new species of Ocinebra. Ibid. p. 80. 81.
Bateson, W., on some variations of Cardium edule apparently
correlated to the conditions of Life. In Philosoph. Transact.
R. Society London vol. 180 (1889) B. p. 227-330 pl. 26. Cfr.
Proc. R. Soc. vol. 46 p. 204—211.
Bavay, Prof., Addition ä la Faune malacologique teiTestre et marine
de la rade et des environs de Brest (Finistere). In Journal de
Conchyl. vol. 37 p. 303.
Beddome, R. H., Descriptions of Land -Shells from the Island of
Korör, Pelew Group. In Proc. Zool. Soc. London 1889 p. 112
bis 117 pl. 11 u. 12.
Bizet, E., Catalogue des Mollusques observes ä l'etat vivant dans
le departement de la Somme, In Mem. Soc. Lin. N. Fr. VII
p. 179—239.
426 ^^' W. Kobelt: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Blanckenhorn, D. H., Beiträge zur Kenntniss der Bimienconchylien
von Nord- und Mittelsyrien. In Nachr. -Bl. d. mal. Ges. XX.
p. 76—90.
Böttger, Dr. 0., Zehntes Verzeichniss (XII) von Mollusken der
Kaukasusländer nach Sendungen des Herrn Hans Leder z. Z.
in Helenendorf bei Elisabetpol (Transkaukasien). In Bericht
Senckenb. naturf. Gesellschaft Frankfurt (Main) 1888/89 p. 1
bis 37, tab. 1.
— ein paar neue Fundorte griechischer Landschnecken. InNachr.-Bl.
d. mal. Ges. XX p. 23-26.
— Bemerkungen über ein paar brasilianische Landschnecken, nebst
Beschreibung dreier neuer Hyalinen von dort. Ibid. p. 27 — 30.
— zur Kenntniss der Land- und Süsswasser-MoUusken von Nossibe I.
Ibid. p. 41—53.
— zur Molluskenfauna der russischen Gouvernements Poltawa, Perm
und Orenburg. Ibid. p. 120 — 133.
— zur Molluskenfauna von Corfu. Ibid. p. 133 — 138.
— eine neue Riesenhelix aus Honduras. Ibid. p. 104.
— neue Clausilie aus Peru. Ibid. p. 106.
— eine Fauna im alten Alluvium der Stadt Frankfurt am Main.
Ibid. p. 187—195.
— Verzeichniss der von Herrn E. von Oertzen aus Griechenland
und Kleinasien mitgebrachten Vertreter der Landschnecken-
gattung Clausilia Drp. Aus Abhandl. Senckenb. naturf. Gesellsch.
Frankfurt 4» 68 p. mit 1 Taf.
— die Entwicklung der Pupa- Arten des Mittelrheingebietes in Zeit
und Raum. Mit 2 Taf. In Jahresber. nass. Verein f. Naturk.
Jahrg. 42.
Borcherding, Fr., das Thierleben auf und an der „Plate" bei
Vegesack. In Festschrift z. Feier d. 25. Best. d. naturw. Vereins
Bremen.
Boucherie, M., Memoire sur une nouvelle espece d'Helix. In Ann.
Soc. Char. XXHI p. 79—83.
Bourguignat, J. R., Melanidees du LacNyassa. Suivies d'un apercju
comparatif sur la Faune malacologique de ce lac avec celle du
grand lac Tanganika. In Bull. Soc. mal France 1889 p. 1 — 66
pl. 1. 2.
Brancsik, Dr. Karl, vier neue Bythinellen aus Ungarn. InNachr.-Bl.
d. mal. Ges. XX p. 39.
— Sammelausflug nach Bosnien im Jahre 1888. In Jahresh. Nat.
Ver. Trencsiner Com. XI — XII p. 36 — 76 pl. I u. IL
Braun, Prof. M., die postembryonale Entwicklung der Najadeen.
In Nachr.-Bl. d. mal. Ges. XX p. 15—19.
Brazier, J., Notes and Critical remarks on a donation of shells sent
to the Museum of the Conchological Society of Great Britain
and Ireland. In Journal of Conchol. Leeds VI p. 66 — 84.
— Note on the Linnean Murex corneus found living on the coast
im Gebiete der Malakologie während des Jahres 1889. 427
of the Island of New Caledonia, S. Pacific Ocean. In Pr. Linn.
Soc. N. S. Wales IV p. 117.
Brückner, A., Molinsken des Herzogthnms Coburg. In Erster Be-
richt über die Thätigkeit des Thier- und Pflanzenschutz- Vereins
für das Herzogthum Coburg 1888 p. 76 — 81.
Bucquoy, Dautzenberg et Dollfus,les Mollusques marins du Roussillon.
Tome II Fase. 3. avec. 10 pl.
Burkill, C, and J. T. Marshall, the marine shells of Scilly. In
Journal of Concholog. Leeds VI p. 53.
Campbell, John, Notes on the Genus Cypraea. In the Nautilus
vol. III p. 10.
Carpenter, Horace F., the Shell-bearing Mollusca of Rhode Island,
In the Nautüus vol. III p. 21. 32.
— Notes on Valvata. Ibid. p. 67.
Carus, J. V., Prodromus Faunae Mediterraneae. Vol. II, 1. Stutt-
gart 1889.
Christy, M., Notes on an alluvial deposit in the Cann Valley with
a list of Mollusca occurring therein. In Transact. Essex Club
III p. 1—10.
Clessin, S., die Molluskenfauna Oesterreich-Ungarns und der Schweiz.
Heft 4. Nürnberg.
— vide Martini-Chemnitz.
Cooke, the Rev. A. H., on the generic position of the so-called
Physae of Australia. In Proc. Zool. Soc. London p. 136 — 143.
— on the relationship and geographical destribution of the
Land- and Freshwater Molluska of the palaearctic and nearctic
regions. In Proc. Cambr. Phil. Soc. VI p. 384.
— on the Varieties and Geographical distribution of the common
Dog-Whelk (Purpura lapillus). Ibid. VII p. 13.
Cockerell, T. D. A., Limax agrestis and Cochlicopa lubrica at
St. Thomas, Canada. In Journal of Conchol. Leeds VI p. 146.
— Note on Patula Cooperi. Ibid. p. 17.
— Preliminary Remarks on the Molluscan Fauna of Colorado.
Ibid. p. 60.
— some North of England Mollusca. In Naturalist p. 320.
— the Virginia colony of Hehx nemoralis. In Nautilus III p. 73-77.
— Notes on the Variation of certain Mullusca iutroduced from
Europe. Ibid. p. 86.
Collier, E., List of Shells eollected at Ingleton and District during
August 1888. In Journal of Concholog. Leeds VI p. 40 — 45.
— Helix rupestris an ovo-viviparons species. Ibid. p. 45.
Cooper, J. G., West Coast Pulmonata, fossil and living. In Proc.
Californ. Acad. Sc. I p. 11 — 24.
Cox, J. C, Note on Cypraea venusta Sow. In Proc. Linn. Soc.
N. S. Wales IV p. 187 pl. 15 fig. 1. 2.
Crawshaw, C, Conchological Note. In Wesley Nat. II p. 322—373.
— Neritidae. Ibid. III p. 120. 121.
428 Dl'- W. Kobelt: Bericht über die wisseuschaftlicheu Leistungen
Crosse, H., Note sur le nouveau genre Livinhacia. In Journal de
Conchyl. vol. 37 p. 105—112.
Crosse, H., et P. Fischer, Note sur la Faune conchyüologique
marine de l'Annam. In Journal de Conchyl. vol. 37 p. 281 — 296.
Cundall, J. W., a list of shells taken at Tenby, In Journal of
Concholog. Leeds VI p. 102.
Dali, W. H., Report on the Mollusca. Part. II. Gastropoda and
Scaphopoda. In Reports on the Results of dredging, under the
supervision of Alexander Agassiz in the Gulf of Mexico (1871 — 78)
and in the Caribbean Sea (1879 — 88), by the U. S. Coast Survey
Steamer „Blake"; Cambridge June 1889. 8o. 492 S. pl. 10— 40.
(Bull. Mus. Comp. Zool. vol. XVIII.)
— Notes on the Anatomy of Pholas (Barnea) costata L. and Zirfaea
crispata L. In Proc. Acad. Philadelphia p. 274.
— Notes on the soft parts of Trochus infundibulum Watson, with
an account of a remarkable sexual modification of the epipodium.
In the Nautilus vol. III No. 1 p. 2— 5f
— Notes on Lophocardium. Ibid. p. 13.
— Notes on two Helices new to the Fauna of the United States.
Ibid. p. 25.
— on the Genus Corolla Dali. Ibid. p. 30.
— a preliminary Catalogue of the shell-bearing marine Mollusks
and Brachiopods of the southeastern coast of the United States,
with illustrations of many of the Species. In Bulletin U. S.
National Museum No. 37. Washington 1889. 8« 221 S. 75 pl.
— Scientific Results of Explorations by the U. S. Fish Commission
Steamer Albatross. VII. Preliminary Report on the Collection
of Mollusca and Brachiopoda obtained in 1887 — 88. In Proc.
U. S. National Museum vol. XII p. 219-302 pl. 5—14.
— on the hinge of Pelecypods and its development with an attempt
toward a better subdivision of the Group. In Amer. Journ.
Science vol. 38 p. 445—468.
Daniel, Dr. F., Deuxieme Supplement ä la Faune Malacologique
terrestre, fluviatile et marine de la rade et des environs de
Brest (Finistere). In Journal de Conchyl. vol. 37 p. 219 — 225.
Dohrn, Dr. H., Beitrag zur Conchylienfauna der philippinischen
Insel Palawan. In Nachr. -BI. d. mal. Ges. XX p. 53—63.
Dautzenberg, P., Contribution ä la Faune Malacologique des iles
Agores. In Resultats des Campagnes scientifiques accomphes
sur son Yacht par Albert P"", Prince Souverain de Monaco.
Monaco b889.
Drouet, H., Unionidae du Bassin du Rhone. Extrait des Mem.
Academie Dyon (4) I. Paris, Bailiiere. 8 '^ 92 p. avec. 3 pl.
Euthyme, le frere, Description de quelques espöces nonvelles de la
faune marine exotique. In Bullet. Soc, Mal. France 1889 p. 259
bis 282 pl. 6. 7.
im Gebiete der Malakologie während des Jahres 1889. 429
Fagot, P., Note sur quelques Cyclostomes Siciliens. In Bullet Soc.
Mal. France 1889 p. 165—170.
Fischer, P. , Decouverte d'un nouveau type de Mollusques Gastro-
podes entoparasites (Entocolax). In Journal de Conchyl. vol. 37
p. 101—105.
— Note sur l'habitat anormal de quelques Mollusques aquatiques
de la Vallee de Cauterets (Hautes-Pyrenees). Ibid. p. 217 — 219.
— Note preliminaire sur le Corambe testudinaria. In Bull. Soc.
Zool. France vol. 14 p. 579 — 81 (avec gravure).
Fitzgerald, F. R., the Land- and Freshwater Mollusca of Harrogate
and District (Yorkshire). In Journ. of Conchol. Leeds VI p. 18.
Florence, le frere, Mollusques de la Montagne de Notre Dame des
Anges, Cbaine des Maures. In Bull. Soc. mal. France 1889
p. 325—344.
Folin, Marquis de, Note sur l'Anodonta piscinalis var. vetula. In
le Naturaliste 1889 p. 243.
— Observations sur l'Unio Moriscottei n. Ibid. p. 245, avec
gravure.
Ford, John, on Oliva inflata Chemn. 0. irisans Lam., and other
species of shells. In Proc. Acad. Philadelphia p. 137.
— Description of Helix Dentoni. In the Nautilus III p. 17.
• — List of Shells of the New Jersey Coast south of Brigantine
Island. Ibid. p. 27.
— on Crepidula glauca. Ibid. p. 90.
— Notes on Crepidula. In Proc. Philadelphia p. 345.
Gallenstein, H. Ritter von, die Bivalven des Isonzo-Gebietes. In
Nachr.-Bl. d. mal. Ges. XX p. 65—76.
— Beiträge zur Kenntniss der Conchylienfauna Kärntens. In
Jahresber. Mus. Kärnten vol. 20 p. 245 — 248.
Ganong, W. F., on the economic Mollusca of Acadia. In Bull.
N. H. S. New Brunsw. VIII p. 3—116. With woodcuts.
Garman, H., a preliminary report on the animals of the waters
of the Mississippi bottoms near Quincey, 111. Springfield, 111. 1889.
53 pp.
Garstong, W., Report on the Nudibranchiate Mollusca ofPlymouth
Sound. In Journ. Mar. Biol. Assoc. (n. s.) I p. 173 — 198.
Goodwin-Austen, II. H., on a Collection of Land-Shells made in
Borneo by Mr. A. Everett, with Descriptions of supposed new
Species. Part. I. Cyclostomacea. In Proc. Zool. Soc. London
p. 332—356 pl. 35—39.
— Description of a supposed new species of Helix from near
Moulmain, Tenasserim. In Ann. N. H. 1889 I p. 107. 108.
Goldfuss, 0., das Vorkommen der italienischen Hei cingulata. In
Zeitschr. für Ges. Naturw. 1889 p. 202.
Gourdon, M., Contributions ä la Faune malacologique de l'Aragon.
In Bull. Soc. mal. France p. 315—324.
430 Dr. W. Kobelt: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Gredler, P, Vincenz, zur Conchylienfaima von China. XIV Stück.
In Nachr.-Bl. d. mal. Ges. XX p. 155—163.
— Kritische Fragmente. Ibid. p. 195.
Greene, Rev. Carleton, Materials for a Mollusean Catalogue of
Suffolk. In Journal of Conchol. Leeds VI p. 146.
— Dorsetshire Marine Shells. Ibid. p. 110.
Gregorio, A. de, Esami di taluni Molluschi viventi e terziari del
Bacino Mediterraneo. In Natural. Sicil. VIII p. 248 — 256,
p. 275—292, pl. 2. 4. 5.
Hartmann, W. D., new species of Shells from the New Hebrides,
In Proc. Acad. Philadelphia 1889 p. 91-94 p. V.
Hedley, C. , on Aneitea graeffei and its Allies. In Proc. R. Soc.
Queensland V p. 162 — 173, with pl.
— Notes on Queensland Land Shells. Ibid. p. 100 — 103.
— Land Shells. In Field Naturalists Excursion to Woolston. Ibid.
p. 178.
— Anatomical Notes on the Helicidae. Ibid. vol. VI p. 62.
Heilprin, Angelo, on some new species of Mollusca from the
Bermuda Islands. In Proc. Acad. Philadelphia p. 141. 142
pl. VIII.
— the Bermuda Islands. Philadelphia 1889. 232 S. 17 pl.
Herdman, W. A., and J. A. Clubb, second Report on the Nudi-
branchiata of the L. M. B. C. District. In Proc. Liverpool Biol.
Club, III p. 225—239, pl. 12.
Heude, R. P. M., Diagnoses molluscorum in Sinis collectorum. In
Journal de Conchyl. vol. 37 p. 40 — 50.
— Diagnoses molluscorum novorum in Sinis collectorum (Ex pro-
vincia Kouang-si). Ibid. p. 225 — 229.
Hey, Thos., List of Land- and Freshwater-Shells of Derbyshire,
collected in 1888. In Journal of Concholog. VI p. 116.
Hidalgo, Dr. J. G., Especes nouvelles ou peu connues de Coquilles
terrestres des tles Philippines. In Journal de Conchyl. vol. 37
p. 296—306 pl. 13—15.
Hodge, C. F. , a study of the Oyster Beds of Long Island Sound,
with reference to the ravages of Star-fishes. John Hopkins
Univ. Circ. 1889 p. 102.
Hoyle, W. E., Observations on the Anatomy of a rare Cephalopod
(Gonatus Fabricii). In Proc. Zool. Soc. London p. 117 — 135
pl. 13. 14.
— on the Deepwater Fauna of the Clyde Sea area. In J. L. S. XX
p. 442 — 472, with map.
Hudson, B., Shells at Kelton Castle, Cleveland. In the Naturalist
1889 p. 212.
Hutton, F. W., Description of a new Land Shell from the province
of Nelson. In Trans. New Zeal. Iiist. XX p. 43. 44.
J bering, Dr. H. von, Philomycus und Pallifera. In Nachr.-Bl. d.
mal. Ges. XX p. 5—12, 33—38.
im Gebiete der Malakologie während des Jahres 1889. 431
Jatta, G., Elenco dei Cefalopodi del „Vettor Pisani". In Boll. Soc.
Nat. Napoli III p. 63—67.
Jousseaume, F., Mollusques du Venezuela (Voyage de M. Eugene
Simon). In Memoires Soc. Zoolog. II p. 232 — 259, pl. 9.
— Especes nouvelles des environs d'Aden, suivies d'un aper9u sur
la Faune malacologique de la Peninsule Arabique. In Bull. Soc.
mal. France 1889 p. 345—362.
Keep, J., Summer Studies in Conchology. In the Nautilus III
p. 54—56.
Key es, C. A., Distribution of HeUcina occulta Say. In the Nau-
tilus vol. III p. 18.
— an annotated Catalogue of tlie Mollusca of Jowa. In Bull.
Essex Instit. XX p. 61—83.
Kobelt, Dr. W., ein neuer Iberus aus Marocco. In Nachr.-Bl. d.
mal. Ges. XX p. 12.
— Diagnosen neuer Arten. Ibid. p. 138.
— Rossmaesslers Iconographie der Land- und Süsswassermollusken.
Neue Folge vol. IV Lfg. 3 u. 4.
— vide Martini-Chemnitz.
Lienenklaus, E. , Verzeichniss der bis jetzt aus dem Regierungs-
bezirk Osnabrück bekannten Mollusken. In Jahresber. Ver.
Osnabrück VII p. 33—66 mit 1 Tafel.
Locard, A. , Contributions a la faune malacologique frauQaise.
XV. Monographie des Especes frangaises appartenant au genre
Valvata. In Ann. Soc. Linn. Lyon 1888 p. 285—343.
— Revision des Especes frangais appartenant au genre Mytilus.
In Bull. Soc. mal. France 1889 p. 83 pl. 3—5.
— Catalogue des especes frangais appartenant aux genres Mar-
garitana et Unio. In Ann. Soc. Linn. Lyon 1888 p. 111 — 269.
— Materiaux pour servir ä l'histoire de la Malacologie frangaise.
In Bull. Soc. mal. France 1889 p. 283—307.
Loefthouse, P. A., ClausiUa rugosa, var. dubia, with double mouth
in Wensleydale. In the Naturalist 1889 p. 244.
Mabille, J., Description du nouveau genre Chlorostracia. In Bull.
Soc. mal. France 1889 p. 309—314 pl. 8.
Magnus, P., über die Beziehungen von Schnecken und Pflanzen.
In Sitz.-Ber. Ges. naturf. Fr. Berlin 1889 p. 16—18, 197, 198.
Marquard, E. D., the Land- and Freshwater-Mollusca of South
Devon. In Journ. of Conchol. Leeds VI p. 136.
Marsh, W. A., Brief Notes on the Land- and Freshwater-Shells of
Mercer C, 111. In Nautilus III p. 23. 35.
Marshall, J. T., on Hydrobiinae and Assimineae from the Thames
Valley. In Journal of Conchol. Leeds VI p. 140.
— vide Burkeil.
Martens, Ed. von, über südarabische Landschnecken. In Nachr.-Bl.
d. mal. Ges. XX p. 145—183.
— eine neue Damara-Schnecke. Ibid. p. 154.
432 Dl"- W. Kobelt: Bericht über die wisseiischaftlicheii Leistungen
Martens, Ed. von, Griechische MoUnsken, gesammelt von Eber-
hard von Oertzen. In Archiv f. Naturg. 1889 p. 169 — 240.
Mit 3 Taf.
— Recente Schneckenschalen mit abnormen scharfen Einschnitten
in der Nabelgegend. In Sitz.-Ber. Ges. natiirf. Fr. Berlin p. 8. 9.
— über das Wiederaufleben von Nacktschnecken. Ibid. p. 159.
— südafrikanische Landschnecken. Ibid. p. 160 — 165.
— Landschnecken aus Lykien. Ibid. p. 182. 183.
— Landschnecken vom Sinai. Ibid. p. 200. 201.
— eine ausgestorbene Landschnecke von den Bermudas. Ibid. p. 201.
Martini und Chemnitz, systematisches Conchyliencabinet , fort-
gesetzt von Kobelt, Lfg. 368. 371. 373, Arcacea, von Kobelt,
Lfg. 369, Solenacea, von Clessin, Lfg. 370. 372, Chama, von
Clessin.
Mason, J. E., Helix virgata in Lincolnshire. In the Naturalist
1889 p. 11.
Mazzarelli, G. F., eZuccardi, sudi alcune Aplysidae dell'Oceano
Pacifico appartenente alla collezione Chierchia. In Boll. Soc.
Nat. Napoli vol. III p. 120—128.
McMurtrie, Rev. John, the Land- and Freshwater-Shells of the
Neighbourhood of North Berwick, Haddingtonshire. In Journal
of Conchol. Leeds VI p. 1 — 6.
— the Land- and Freshwater-Shells of theOoast of North Northumber-
land from Alnmouth to the Tweed. Ibid. p. 106.
McCay, F., Sepia apama Gray. The large Melbourne Cuttlefish.
In Prodr. Zool. Vict. Dec. XIX pls. 1888—1890.
Melville, J. Cosmo, Description of three new species of Shells.
In Journal of Conchol. Leeds VI p. 31.
Mendthal, M., Untersuchungen über die Mollusken und Anneliden
des Frischen Haffs. In Sehr, physik. ooekon. Ges. Königsb.
vol. 30 1889 p. 27—31.
Menegaux, A., Histoire du Taret. In le Naturaliste p. 279 — 280.
Milnes, H., Helix pisana var. scalariformis. In Journal of Concholog.
Leeds VI p. 146.
Mollen dorff, Dr. 0. von, Beiträge zur Molluskenfauna der Phi-
lippinen. VI. Provinz Tayabas auf Luzon, Thal des Rio Mapon.
In Nachr.-Bl. d. mal. Ges. XX p. 97—110.
Monterosato, T. A. de, Coquilles marines Marocaines. In Journ.
de Conchyl. vol. 37 p. 20—40, 112—121.
— Molluschi del porto di Palermo, specie e varieta. In Bullet.
Soc. malacolog. ital. XIV p. 75 — 81.
More, A. G., Limnaea involuta probably a variety of L. peregra.
In the Zoologist 1889 p. 154.
Morelet, A., Coquilles nouvelles de l'Afrique meridionale. In Journal
de Conchyl. vol. 37 p. 5—20 pl. 1.
— Note rectificative. Ibid. p. 199.
im G-ebiete der Malakologie wählend des Jahres 1889. 433
Morlet, L., Catalogue des Coqiülles reciieillies, par M. Pavie, dans
le Cambodge et le Koyaume de Siam, et description d'especes
nouvelles. In Journal de Conchyl. vol. 37 p. 121 — 199 pl. 6 — 9.
— Note additionelle sur la distribution geographique du Stenogyra
octona. Ibid. p. 303.
Nobre, A., Remarques sur la Faune malacologique marine des
possessions portugaises de l'Afrique occidentale. In Journ. Sc.
Lisboa No. 46 p. 107—120.
Ochsenius, Dr. C, R. A. Philippi. In Nachr. -Bl. d. Mal. Ges.
XX p. 1.
Paetel, T., Catalog der Conchyl Jensammlung. Lfg. 10. 11. Berlin.
Paetel.
Pearce, the Rev. S. Spencer, Varieties of our banded Snails. In
Journ. of Conchol. Leeds VI p. 123.
Pfeffer, G., Uebersicht der von Herrn F. Stuhlmann in Aegypten,
auf Sansibar und dem gegenüberliegenden Festland gesammelten
Reptilien, Fische, Mollusken und Krebse. In Jahresbüch. Ver.
Hamburg VI p. 1 — 36.
— die Fauna der Insel Jeretik, Port Wladimir, an der Murman-
Küste. Nach den Sammlungen des Herrn Kapitän Hörn I. Theil.
Die Reptihen, Amphibien, Fische, Mollusken, Brachiopoden,
Krebse, Pantopoden und Echinodermen. In Jahrb. Hamburg.
wissensch. Anstalten vol. VII 1889 p. 63—96 (Moll. p. 67).
— die Windungsverhältnisse der Schale von Planorbis. Ibid. p. 109
bis 122. Mit Tafel.
Pilsbry, H. A., Nomenclature and Check List of North American
Land Shells. In Proc. Acad. Philadelphia p. 191—210.
— the Radula of Rhipidoglossate Mollusca. Ibid. p. 136.
— on the Anatomy of Aerope and Zingis. Ibid. p. 277 pl. 9.
— a new Californian Helix. In the Nautilus vol. III p. 14.
— New and Little known American Mollusks. In Proc. Acad. Philad.
p. 411—417 pL 12.
— Note on Mr. Anceys criticism. In Nautilus III p. 42 — 44.
— Helix nemoralis in Virginia. Ibid. p. 51.
— some additions to the U. S. Snail Fauna. Ibid. p. 61 — 64.
Pollonera, Carlo, Note malacologiche, IV. ün nuovo Zospeum
italiano. V. Acme italiane del gruppo delle costulatae. VL Vi-
trina Stabilei e V. major. VII. La Xerophila submaritima
Desmoul. in Italia. In Bullet. Soc. malacol. ital. XIV p. 49
bis 64 pl. 2.
— Osservazioni intorno ad alcune specie di Testacella. In ßollet.
Mus. Zool. Anat. Torino IV No. 57.
— Nuove aggiunte e correzioni alla malacologia terrestre del
Piemonte. Ibid. No. 58.
— Elenco dei Molluschi fluviatili viventi in Piemonte. Ibid. No. 72.
Reibisch, Th., Helicophanta bei Dresden. In Sitzungs-Ber. Ges.
Isis 1889 p. 3.
Aich. f. Naturgesch. Jahrg. 1890. Bd. II. H.l. 28
434 Dl'- W. Kobelt: Bericht über die wissen scliaftlichen Leistungen
Retowski, 0., Liste der von mir auf meiner Reise von Konstantinopel
nach Batum sjesammelten Binnenmollusken. In Bericlit Senckenb.
naturf. Gesellschaft Frankfurt (Main) 1888/89 p. 225—265.
Reuleaux, C, meine Daudebardienfunde. In Nachr.-Bl. D. mal.
Ges. XX p. 163.
Roberts, G., Variation in Helix nemoralis and Hei hortensis, at
Rothwell, Yorksh. In the Naturalist p. 320.
Rochebrune, A, T. de, Polyplacophora. In Mission Scientifique
du Cap Hörn, 1882—83 tome 6. Zoologia p. 131 — 143 pl. 9.
Rochebrune, A. T. de, et J. Mabille, MoUusques. Ibid. p. 1 — 129
pl. 1—8.
Roebuck, W. Denison, Limax flavus var. rufescens in West-
Lancashire. In Journal of Conchol. Leeds VI p. 52.
Roper, E. W., Gast up by the Sea. In the Nautilus vol. III p. 5.
— Collecting Land Shells in Southern California. Ibid. p. 77 — 78.
Sampson, F. A., Description of a new American Helix. In the
Nautilus III p. 85, woodcut.
Saville-Kent, W., Prelimimary Observations on a Natural History
Collection made on the Myrmidon at Port Darwin and Cam-
bridge Gulf. In Proc. R. Soc. Queensl. VI p. 219—242. (List
of Mollusca by Hedley p. 240-242).
Sayn, G., Catalogues de MoUusques terrestres et fluviatiles du Dep.
de la Drome. In Bull. Soc. Mal. France 1889 p. 67—81.
Servain, G., des differentes formes specifiques du groupe de l'Helix
arbustorum. In Bull. Soc. Mal. France 1889 p. 362 - 416.
Sharp, Benjamin, Activity in Donax. In Proc. Acad. Philad.
p. 347.
Shimek, Prof. B., Mollusca of Eastern Jowa. Ubi ?
Simroth, Dr. C, Beiträge zur Kenntniss der Nacktschnecken. In
Nachr.-Bl. D. mal Ges. XX p. 177—186.
— die von Herrn von Oertzen in Griechenland gesammelten Nackt-
schnecken. Sep. Abz. aus Abhandl. Senckenb. naturf. Ge-
sellschaft Frankfurt vol. XIV 4«. Mit einer Tafel.
— Beiträge zur Kenntniss der Nacktschnecken. In Nova Acta
Acad. Leopold. Carol. Bd. 54 No. 1. Mit 4 Tafeln.
— über einige Tagesfragen der Malacozoologie, hauptsächlich Con-
vergenzerscheinungen betreffend. In Zeitschr. f. ges. Naturw.
1889 p. 65-97.
Simpson, Chas. T., Genus making. In the Nautilus vol. III p. 5.
— on a Singular case of Imitation in Ostrea virginica. Ibid. p. 26.
— What is Species? Ibid. p. 85.
— Contributions to the Mollusca of Florida. (Ubi?)
Smith, Edgar A., Notes on British Hydrobiae with a description
of a supposed new species. In Journal ol Concholog. Leeds VI
p. 142.
— Diagnoses of new Shells from Lake Tanganyika. In Ann. Mag.
N. H. 1889 II p. 173—175.
im Gebiete der Malakologie während des Jahres 1889. 435
Smith, Edgar A., on tlie Land-and Freshwater-Shells of the Loui-
siade Archipelago. Ibid. p. 199 — 209 pl. 11.
— Notes on the Genus Melapiiim. Ibid. I p. 267 — 269.
— Description of a new genus of Parasitic Mollusca. Ibid. p. 270.
— Notes on the Genus Lobiger. Ibid. p. 310 — 311.
— on the Mollusca collected by Mr. G. A. Ramage on the Lesser
Antilles. Report III. Ibid. p. 400—405.
— Mollusca from Deep Sea oft" the S. W. Coast of Ireland. Ibid.
p. 420-428.
— on the Terrestrial MoUusks of Ohristmas Island. In Pr. Z. Soc.
1888 p. 536—538.
Sowerby, G. B., Descriptions of thirteen new Species of Land-Shells,
with a note on Bulimus fulminans. In Proc. Zool. Soc. London
p. 517—583 pl. 56.
— Further notes on ]\Iarine Shells of South Africa, with descriptions
of new species. In Journal of Concholog. Leeds VI p. 147.
— some further note on marine Shells collected at Port Elizabeth,
South Africa, with descriptions of some new species. Ibid.
p. 6—15.
Spurrell, F. C. J., Estuary of the Thames and its Alluvium. In
Proc. GeoL Assoc. 1889 p. 210—230.
Stearns, R. E. C, Notes on Physa triticea of Lea, its relations,
and comments on Variation etc. of Physae. In Nautilus III
p. 49—51.
— Critiques and Comments on Carpenter's Papers. Ibid. p. 64 — QQ.
— Helix (Stenotrema) hirsuta on the West Coast. Ibid. p. 81 — 82.
— Notes and Comments on the distribution of Planorbis (Heli-
soma) bicarinatus. In West Amer. Scientis. VI p. 110 — 112.
— Ethno - Conchology; a Study on primitive money. In Rep. U. S.
Nat. Mus. 1889.
Stercki, Dr. V., über die Beziehungen einiger europäischer und
nordamerikanischer Pupen. In Nachr. -Bl. D. mal. Ges. XX
p. 110—120.
— Pupa holzingeri n. sp. In Nautilus III p. 37 — 39.
Stricker, Dr. W., zur Geschichte der Mollusken. In Zool. Garten
Jahrg. 30 No. 5.
Sulliotti, R. S., Communicazioni malacologiche. In Bullet. Soc.
Mal. Ital. XIV p. 25—44, p. 65—74.
Suter, H., Beiträge zur Schweizerischen Mollusken-Fauna. In Mal.
Bl. N. F. XI p. 1—26.
Sykes, E. R., Vertigo mimitissima in Dorset. In Journal of Con-
cholog. Leeds VI p. 39.
Szep, Rud., die Molluskenfauna der Umgebung von Güns, In Mal.
Bl. N. F. XI p. 27.
Täte, R., new species of Marine Mollusca from S. Australia and
Victoria. In Trans. Roy. Soc. S. Australia XI p. 60-66 pl. 11.
— a Supplement to the list of Lamellibranch and Palliobranch
Mollusca of S. Africa. Ibid. p. 67—69.
28*
436 Dr. W. Kobelt: Bericht über die wisseDschaftlichen Leistungen
— a Census of the Molluscan Fauna of S. Australia p. 70 — 81.
Taylor, J. W., Helix cantiana monstr. sinistrorsum in England. In
Journal of Conchol. Leeds VI p. 33.
— Helix rotundata monstr. sinistrorsum. Ibid. p. 39.
— Testacella scutulum Sow, in Renfrewshire. Ibid. p. 114.
Taylor, T. W., Helix virgata, var. radiata in the Isle of Wight.
In Journal of Concholog. Leeds V p. 376.
Theobald, W., Index of the Genera and Species of Mollusca in the
Handlist of the Indian Museum, Calcutta. Calcutta 1889. 52. 29 S.
Trinchese, S., Descrizione del nuovo genere Caloria, In Mem. Acad.
Bologna IX p. 87—91. Con 1 tav.
Tryon, G. W., Manual of Conchology, structural and systematic.
I vol. 11 Second, Series vol. III. Continuation by H. Pilsbry.
Philadephia.
Twrdy, Konrad, die Schneckenfauna von Wien I. Leipzig 1889 8^.
Wattebled, G., Catalogue des Mollusques terrestres et fluviatiles,
observes aux environs d'Auxonne (Cote-d'Or). In Journal de
Conchyl. vol. 37 p. 306—363.
Walker, Bryant, Unio complanatus in Michigan. In the Nautilus
volIII p. 16.
Westerlund, C. Ag., drei neue arktische Binnenconchylien. In
Nachr.-Bl. D. mal. Ges. XX p. 167.
— Fauna der in der palaearktischen Region lebenden Binnen-
conchylien. IL Helix. 8^ 473 p.
Williams, J. W., Variation in the Mollusca and its probable cause.
In Science Gossip 1889.
— Limnaea involuta probably a variety of L. peregra. In the
Zoologist p. 235.
— Mollusca in the neighbourhood of London. Ibid. p. 236.
— Mollusca of Stourport and District. Ibid. p. 383.
— Note on a new species of Ampullaria from La Plata. In Ann.
Mag. N. H. 1880 II p. 47—49.
— Descriptions of two new varieties of British Shells. In Mid.
Nat. 1889 p. 193.
— two hitherto undescribed varieties of Limnaea stagnalis L. Ibid.
p. 104. 105.
— Contributions torvards a future Knowledge of Worcestershire
Mollusca. In Journal of Concholog. VI p. 111 — 114.
Wright, Berlin, H., a new Bulimulus from Florida. In the Western
American Scientist p. 8.
1. Oeographische Terbreituiig.
A. ßinnenconchi/lien.
Palearktisches Reich. Nach Simrotli sind die ^^er Gruppen
der Gattung Vitrina Urap., die sich anatomisch unterscheiden lassen,
auch geographisch verschieden verbreitet: die der V. pellucida ist
arktisch-circumpolar, die der V. diaphana boreal, die der V. elongata
im Gebiete der Malakologie während des Jahres 1889. 437
alpin und die der V. Draparnaldi atlantisch mit Ausstrahlungen bis
nach Deutschland hinein.
Arktisches Gebiet. Weste rl und berichtet über den von
Herrn Charles Ilabot im schwedischen und russischen Lappland ge-
sammelten Binnenconchylien (33 sp., 3 n. sp.). Das Vorkommen
einer Ferussacia im hohen Norden ist sehr auffallend.
England. Cockerell macht einige Bemerkungen über nord-
enghsche Landschnecken. Collier zählt die Mollusken der Um-
gebung von Ingleton auf, Fitzgerald die von Harrogate in York-
shire, Hey die von Derbyshire. Hudson zählt einige Arten von
Kelton Castle bei Cleveland auf. Marquard bespricht die Fauna
von Süd-D evonshire, Mars hall die Hydrobien und Assimineen des
Themsethals. Mason hat Hei. virgata in Lincolnshire gefunden.
Mac Murtrie behandelt die Landschnecken von Haddingtonshire
und die des nördHchen Northumberland. Auch Smith bespricht
die streitigen englischen Hydrobien und beschreibt eine Art als neu.
Spurrell erwähnt gelegentlich einer geologischen Arbeit über das
Aestuarium der Themse auch die Mollusken. Hierher ferner die
Arbeiten von Taylor, Williams.
Frankreich. Wattebled zählt die Molluskenfauna von Auxonne
(Cote-d'or) auf (179 sp., keine n. sp.). Daniel und Bavay geben
unbedeutende Nachträge zur Fauna von Brest.
Drouet bearbeitet die Najadeenfauna des Rhonegebietes in
eingehender Weise. Von besonderem Interesse ist das Fehlen von
Unio im Genfersee, während die Seen von Annecy und Bourget sehr
reich an Arten sind; ferner das Vorkommen von Unio sinuatus in
Saone und Doubs, während er in der Rhone vollständig fehlt. Es
werden 54 Arten aufgeführt (14 n. sp.)-
Locard hat die französischen Arten der Gattungen Margaritana
und Unio revidirt und erkennt von Margaritana 6, von Unio 209 sp.
an. Bizet zählt die Mollusken des Dep. Somme auf. Boucherie
beschreibt eine neue Helix. Ein Verzeichniss der Molluskenfauna
des Dep. AUier hat Auglair begonnen. Florence zählt die
Mollusken der Chaine des Anges im Var auf (3 n. sp.).
Pyrenäenhalbinsel. Gourdon gibt einen Beitrag zur Fauna
von Arragonien.
Italien. Pollonera gibt eine Anzahl Berichtigungen und Zu-
sätze zum Catalog der piemontesischen Mollusken und bringt die
Zahl der von dort bekannten Arten auf 235. Derselbe bereichert
die italienische Fauna um ein Zospeum und mehrere Acme. Sulliotti
beschreibt einige neue Arten ans ItaHen. Goldfuss bespricht das
Vorkommen von Helix cingulata. Pollonera gibt einen neuen
Catalog der piemontesischen fluviatilen Mollusken.
Sicilien. Fagot behandelt die siciHanischen Cyclostomiden vom
Standpunkt der Nouvelle Ecole aus.
Deutschland. Borcherding zählt die Mollusken auf, welche
an der „Plate", einer flachen Insel in der unteren Weser, vor-
kommen. Lienenklaus gibt das Verzeichniss der bis jetzt aus dem
438 Dr. W. K-obelt: Bericht über die -wissenschaftlichen Leistungen
Kegieningsbezirk Osnabrück bekannt gewordenen Arten. Das Vor-
kommen von Daudebardia (Helicophanta) bei Dresden erwähnt
Reibisch. Reuleaus behandelt ausführlich das Vorkommen von
Daudebardia bei München. Brückner führt aus dem Herzogthum
Coburg 102 sp. auf (70 sp. Land-, 20 sp. Wasserschnecken und
12 Muscheln), lauter gewöhnliche mitteldeutsche Arten. Böttger
zählt die Fauna einer alten Alluvialschicht aus Frankfurt (Main)
auf. Loens führt aus dem westfälischen Münsterlande 78 Arten
auf, davon 25 für die Gegend neu. Mendthal zählt die Mollusken-
fauna des frischen Haffs auf; trotz des leicht salzigen Wassers
kommt von marinen Arten nur Mya arenaria dort vor, dagegen
28 Süsswasserarten, davon am häufigsten die beiden grossen Vivipara
und Bythinia tentaculata, sowie Dreissena; manche Arten scheinen
im Aussterben.
Schweiz. Suter gibt eine Zusammenstellung der aus der
Schweiz bekannten Arten, 196 sp., obwohl Anodonta nur als eine
Art gezählt und von den Unionen ausser den gewöhnlichen nur
U. proechus Bgt. (und dieser mit Zweifel) gezählt wird. Eine Ueber-
sicht der schweizer Mollusken findet sich auch bei Clessin; von
besonderem Interesse sind die Arten aus dem Tiefwasser der Seen.
Oesterreich-Ungarn. Clessin hat seine Fauna zu Ende geführt
und gibt am Schluss eine Uebersicht sämmtlicher vorkommenden
Arten und ihrer geogra}3liischen Verbreitung; es sind 466 Arten;
davon weit verbreitet 151, östliche 93, südliche 96, westliche (?) 4,
nördliche 13, alpine 58, eigenthümlich 51. Daran schliessen sich
noch 21 eigenthümliche Arten, welche der Tiefenfauna der Alpen-
seen angehören. Das Litoral der Adria und Dalmatien sind nicht
mit eingeschlossen.
Die Arbeit von Twrny über die Fauna der Gegend von Wien
ist mir nicht zugänglich geworden.
Südösterreichisches Alpengebiet. Gallenstein gibt eine
interessante Schilderung der durch das Vorkommen von Alasmodonta
wichtigen Fauna des Isonzogebietes im österreichischen Litoral.
Derselbe zählt die gegenwärtig aus Kärnthen bekannten Mollusken
auf (keine n. sp.).
Bosnien. Brancsik schildert einen malakozoologischen Sammel-
ausflug nach Bosnien.
Ungarn. Brancsik beschreibt vier neue Bythinella aus dem
Trencsiner Comitat. Szep zählt aus der Umgebung von Güns im
Eisenburger Comitat 69 sp. auf. Von besonderem Interesse ist
Zenites verticillus, da sein Vorkommen die Brücke nach Neutra und
Schemnitz, sowie nach Böhmen schlägt; Cyclostoma elegans bleibt
zweifelhaft.
Südrussland. Böttger zählt die Faunen der Gouvernements
Poltawa, Perm und Orenberg auf; sie sind von besonderem Interesse
durch ihr Verhältniss zur Fauna des mitteleuropäischen Löss und
der Mosbacher Sande. Mehrere von dort fossil bekannte Arten
finden sich lebend in der südrussischen Steppe; so Helix tenuilabris
im Gebiete der Malakologie während des Jahres 1889. 439
A. Br., Planorbis calculiformis A. Br., Helix terrena Clessin und
mehrere Varietäten von Süsswasserarten Sehr auffallend ist da-
gegen das völlige Fehlen der Gattung Pupa. V^on den im Gouv.
Orenburg gesammelten 40 Arten kommen 33 auch im westeuropäischen
Diluvialsand vor.
Griechenland. Böttger gibt ein paar neue Fundorte griechischer
Landschnecken (1 n. var.). Derselbe zählt eine Anzahl von dem
Entomologen Henneberg auf Corfu gesammelter Arten auf (1 n. sp.).
Derselbe hat die Clausilienausbeute verarbeitet, welche Herr
E. von Oertzen auf den griechischen Inseln, besonders Greta und
den Sporaden, sowie an der kleinasiatischen Küste gemacht hat.
Die Verbreitung von 64 Arten wird genau erörtert (9 n. sp.). Der
Autor kommt zu folgendem Schluss: ,,Die Clausilienarten der Nord-
Sporaden stellen sämmtlich Reliktformen oder Ueberläufer aus
Thessalien dar, die Gesammtfauna Euböas ist eine typisch mittel-
griechische, die Cycladen haben nur wenige Arten von Westen, die
weitestverbreiteten sämmtlich aus Osten erhalten. Greta steht auch
in seiner Clausilienfauna nahezu isolirt, hat von seiner Umgebung
gar nichts oder überaus wenig angenommen und Colonien seiner
niederen Thierwelt nur nach Osten, kaum nach Norden, nicht nach
Westen und Süden ausgeschickt. Die Beziehungen Gretas zu Klein-
asien sind leicht zu erweisen, wenn auch nicht sehr beträchtlich,
die Verwandtschaft mit den Cycladen ist sehr gering, der Austausch
mit Morea war zu allen Zeiten gleich Null." Simroth hat die
Nacktschneckenausbeute Oertzen's bearbeitet (3 n. sp.). Griechenland
erscheint darnach auffallend arm an Nacktschneckengattungen^ nur
Limax, Agriolimax und Amalia sind vertreten. Den Rest der
Oertzen'schen Ausbeute hat Martens bearbeitet (14 n. sp., zahl-
reiche n. var.), er fügt auch ein sehr dankenswerthes, vollständiges
Verzeichniss der jetzt von dort bekannten Arten und ihrer Ver-
breitung bei.
Eaukasien. Böttger gibt ein zehntes Verzeichniss der Mollusken-
ausbeute von Leder's Forschungen im Kaukasus. Die Fundorte sind
zum Theil die nächste Umgebung von Helenendorf bei Elisabethpol
und die Gegend von Borschom, hauptsächlich aber das eigentliche
Circassien im pontischen Kaukasus, die Gebirgsgruppe des Oschten-
Fischt und der Berg Guk. Die meisten Novitäten sind schon im
Nachrichtsblatt 1888 veröffentlicht und im vorigen Jahresbericht
enthalten, aber hier zum erstenmal abgebildet.
Eleinasien. Retowski veröffentlicht die Ausbeute einer Küsten-
fahrt längs der Nordküste Kleinasiens, bei welcher er leider durch
das Misstrauen der Türken an Ausflügen in das Innere gehindert
wurde und nur in der nächsten Umgebung der Hafenstädte (Sinope,
Samsun, Trapezunt und Batum) sammeln konnte. Es wurden 96 sp.
(davon 12 n. sp.) erbeutet und ausserdem für eine x4nzahl seither
nur aus den Meeresanspülungen am Südrand der Krim bekannter
Arten der Fundort festgestellt. Die Fauna schliesst sich besonders
in der östlicheren Hälfte der Küste eng an die transkaukasische an.
440 Dl"- W. Kobelt: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
die seither nur vom Kaukasus bekannte Daudebardia Lederi Bttg.
fand sich auch bei Konstantinopel, die auf die Krim beschränkte
Daudebardia Böttf>eri Clessin auch bei Samsun. Martens bespricht
einige Arten aus Lykien.
Syrien. Blanckenhorn hat auf einer geologischen Forschungs-
reise in Nord und Mittelsyrien auch den Binnenconchylien seine
Aufmerksamkeit zugewandt und gibt ausser der Liste der gesammelten
Arten auch ein Verzeichniss aller bis jetzt von dort bekannten
Binnenconchylien. Von besonderem Interesse ist das Auftreten einer
Pyrgula, welche der fossilen P. Eugeniae Neum. aus dem oberen
Miocän in Siebenbürgen zum Mindesten sehr nahe steht. Auffallend
ist auch das Fehlen von Vivipara in lebendem Zustand, obschon sich
die Gattung dort fossil findet.
Südarabien. Martens hat die Ausbeute Schweinfurth's an
den westlichen Gehängen der Gebirge von Yemen (etwa zwischen
15 — 1572*^ n. Br.) bearbeitet. Die Fauna schliesst sich im Wesent-
lichen an die alDessynische an, doch fehlen Cyclostomiden ganz;
besonders auffallend ist das Auftreten einer eigenthümlichen Trocho-
morpha, welche indischen Formen näher steht, als den afrikanischen,
sehr interessant das Vorkommen einer Clausilia. Von den 10 Arten
(3 n. sp.) gehören 4 zu Buliminus. Jousseaume beschreibt einige
neue Arten aus der Umgebung von Aden (1 nov. gen., 4 n. sp.)
und zählt sämmtliche von Südarabien bekannte Arten auf, 48 sp.,
darunter nur 2 Helix (desertella Jick. und tohenica Bgt.), aber
18 Buliminus.
Sinaihalbinsel. Martens beschreibt eine neue Helix von da.
Nordafrika. Kobelt beschreibt einen neuen Iberus von Marocco.
Afrikanisches Reich. Tropisches Afrika. Simroth stellt
eine Anzalil neuer Gattungen für tropisch - amerikanische Nackt-
schnecken auf. Smith beschreibt 4 n. sp. aus dem Tanganyika
und zieht 2 Gattungen und 23 Bourguignat'sche Arten ein, Bour-
guignat behandelt die Melaniden des Nyassa-Sees und beschreibt
21 n. sp., zu vier dem See eigenthümlichen Gattungen gehörend.
Er findet die Paludiniden sowohl von denen des Nilgebietes als von
denen des Tanganyika verschieden, eher den chinesischen Arten
ähnlich, die übrigen Arten acht afrikanisch. Auffallend ist die
geringe Grösse fast sämmtlicher Arten. Der Arbeit angehängt ist
ein Verzeichniss sämmtlicher aus dem Tanganyika bekannter Arten.
Südafrika. Martens beschreibt eine neue Helix aus der
Kalahari; sie gehört zu der für diese Wüstengebiete charak-
teristischen Gruppe Sculptaria und hat wie sämmtliche dortige
Schnecken die charakteristische dicke Schale der Wüstenschnecken.
Morelet zählt die von Crawford bei Port Elizabeth gesammelten
Arten auf (29 sp.) und beschreibt 17 n. sp. aus Natal und Sansibar.
Sowerby beschreibt aus Südafrika 3 sp., Achatina, 2 Buhminus
(aus Usagara) und je ein Cyclostoma und 1 Mesembrinus vom Cap.
Martens beschreibt weiter 3 neue Helix und 1 Achatina, die
Schenck in Südwestafrika und Transvaal gesammelt.
im Gebiete der Malakologie während des Jahres 1889. 441
Madagaskar. Böttger gibt nach den Sammlungen von A.Stumpff
einen Nachtrag zu Crosse's Fauna der Insel Nossibe (4 n. sp., 7 sp.
für die Insel neu).
Tropisches Asien. China. Gredler beschreibt 6 n. sp. aus
Hupe (und eine n. sp. aus Turkestan). Derselbe macht eine Anzahl
kritischer Bemerkungen gegen Heude. Heude beschreibt '2 n. gen.
und 17 n, sp. aus dem südlichen Hupe; ferner 11 n. sp. aus Kuang-si;
Ancey 1 n. sp. aus Sze-tschuen.
Hinterindien. Tapparone-Canefri zählt aus Birma und den
anliegenden Staaten 118 sp. auf, davon 17 n. sp. Godwin-Austen
beschreibt eine neue Aegista aus Tenasserim. Mabille beschreibt
eine neue Gattung Chlorostracia mit drei neuen Arten von Petscha-
bury in Siam.
Borneo. Von den Sammlungen, welche Herr A. Everett in
Nordborneo gemacht, bearbeitet Godwin-Austen die Mollusken
und hat zunächst die Landdeckelschnecken veröffenthcht ; da er auch
die von anderen aus Borneo beschriebenen Arten aufzählt, umfasst
sein Verzeichniss 72 sp. (34 n. sp.). Die Arten sind gesammelt in
der nächsten Umgebung von Labuan und in zwei benachbarten
Ketten von Kalkhügeln, den Busan Hills und den Niah Hills; einen
grossen Theil der Minutien erbeutete Everett beim Ausräumen von
Höhlen. Von besonderem Interesse sind die zahlreichen Diplomma-
tinen, unter ihnen eine ganz wunderbare langstachelige Form. Die
Arbeit von Aldrich über Borneo ist mir nicht zugänglich geworden.
Philippinen. Dohrn zählt die Arten auf, welche Dr. Platen
auf der noch wenig bekannten Insel Palawan, besonders in der
Umgebung von Puerto Princese, gesammelt hat (25 sp., 6 n. sp.).
Die Gattung Cochlostyla ist nur durch C. satyrus Brod. vertreten;
im Uebrigen ist die Fauna echt philippinisch. Mollen dorff gibt
die Resultate einer Sammelreise von Manila in die Provinz Tayabas
auf Luzon, besonders nach der unter ganz verschiedenen klimatischen
Bedingungen stehenden Ostküste der Insel, die vor allem viel feuchter
ist als die Westküste; das Klima spricht sich besonders in dem Vor-
herrschen grossmündiger Cochlostylen aus der Gruppe Eudoxus, die
im Westen und Norden gänzlich fehlt, aus (28 sp., 1 n. sp., 1 n. var.).
Hidalgo behandelt die Ausbeute, welche Quadras auf der noch
wenig bekannten Insel Busuanga, besonders an dem Penon de
Bintuan, gemacht hat (16 sp., 8 n. sp.).
Christmas Island. Smith zählt von dieser isolirten Insel
11 Landschnecken auf (4 n. sp,, 1 n. var.).
Polynesisches Reich. Palaos. Beddome beschreibt von der
Insel Koröre in der Palaos-Gruppe 1 n. gen. und 12 n. sp., sämmtlich
kleine Arten, zu Diplommatina und Endodonta gehörend.
Polynesien. Ancey beschreibt eine Anzahl neuer Arten von
verschiedenen Fundorten.
Sandwichs-Inseln. Ancey behandelt die Fauna dieser Insel-
gruppe und zählt 21 n. sp. auf.
442 Dl'- W. Kobelt: Bericht über die wisseuschaftlicheu Leistungen
Australien. Die Gattung Physa ist nach Cooke aus der
australischen Fauna zu streichen. Die dazu gerechneten Arten sind
zwar links gewunden, aber im Bau und besonders auch in der
Zungenbewaffnung echte Limnäen. Hedley gibt neben wichtigen
anatomischen Bemerkungen auch Notizen über Biologie und Vor-
kommen australischer Landschnecken. Derselbe zählt die bei einer
Exkursion nach Woolston gesammelten Arten auf; von Interesse ist
das Vorkommen von Pupina Pfeifferi, das südhchste, welches für
eine Deckelschnecke in Australien konstatirt ist.
Neuseeland. Simroth behandelt die Nacktschnecken Neusee-
lands und der Südländer überhaupt. In der Verwandtschaft der
neuseeländischen mit den paläarktischen Limaeiden möchte er eher
eine Parallelschöpfung als eine Verschleppung sehen (2 n. sp.).
Hutton beschreibt eine neue Helix aus der Provinz Nelson.
Melanesien. Neu-Guinea. Sowerby beschreibt einen neuen
Geotrochus von da; Ford desgleichen; Briant eine neue Trachia.
Louisiaden- Smith zählt nach den Sammlungen von Basil
Thomson 45 Arten auf (24 Landschnecken, 5 Auriculaceen, 16 Süss-
wasserarten, 9 n. sp.).
Salomonen. Sowerby beschreibt 3 n. sp. (1 Corasia, 1 Trocho-
morpha, 1 Leptopoma) von Guadalcanar.
Neue Hebriden. Hartmann zählt 10 n. sp. auf.
Nearktisches Reich. Vereinigte Staaten. Sterki vergleicht
die nordamerikanischen Pupa und Vertigo mit den europäischen; er
findet ausser P. muscorum auch P. Sterri v. Voith und edentula
Drp. = Simplex Gould gemeinsam, glaubt dagegen Vertigo ovata Say
und antivertigo Drp. trennen zu können. In einem Nachtrag werden
auch Isthmia Strobeli Gredler und Pupa mystica Pilsbry aus Maine
vereinig-t und die Gruppe Isthmia zum erstenmal für Amerika nach-
gewiesen.
Heilprin zählt in einer Tauschliste 302 Arten auf, die er in
sechs geographische Gruppen sondert: eingeschleppte Europäer,
arktische Formen, Westamerikaner, Ostamerikaner, Einwanderer aus
Mexiko und aus Westindien. Key es erörtert die Verbreitung von
Helicina occulta. Marsh setzt die Aufzählung der Fauna von
Mercer Co., 111. fort. Dali fügt der Fauna der Vereinigten Staaten
Helix coeca Guppy und Hei. granum Strebel, erstere dem west-
indischen, letztere dem mexikanischen Gebiet angehörend, hinzu.
Sampson beschreibt eine neue Helix von Arkansas. Eine Anzahl
neuer Arten, besonders aus Californien, beschreibt Pilsbry.
Cockerell zählt aus Colorado 59 Arten auf; der Staat ist an
Mollusken äusserst arm, ächte Helices fehlen ganz, Hyalina, Patula,
Pupa, Succinea sind reich vertreten; von Wasserschnecken sollen 4
gedeckelte vorkommen, doch hat C. sie nicht gefunden ; Limnophysa
und Physa sind gut vertreten, Planorbis sehr schlecht, Unio und
Anodonta kommen nur in der Nordwestecke, fast an der Grenze von
Nebraska (von wo eine Anzahl von C. T. Simpson gesammelter Arten
aufgezählt werden) vor. C. zählt die Faunen der neun verschiedenen
im Gebiete der Malakologie während des Jahres 1889. 443
Flussgebiete, von denen vier zum stillen Ocean, fünf zum Mississippi
fliessen, gesondert auf, ein Beispiel, das wir den amerikanischen
Lokalfaunisten zur Nachahmung empfehlen.
Die Fauna von Jowa zählt Keyes auf, Garman in einer mir
unbekannt gebliebenen Arbeit die Fauna der Mississippiebene in
Illinois.
Hierher zahlreiche kleinere Notizen von Pilsbry u. A. im Nautilus.
Die Gattung Limosina, seither in Nordamerika noch nicht nach-
gewiesen, reicht nach Walker bis nach Texas. Wright beschreibt
einen neuen Bulimulus von Florida.
Keyes zählt aus Jowa 151 von ihm gesammelte Arten auf,
Shimek aus dem östlichen Theil desselben Staates 169.
Bermudas. Heilprin kommt in seinem Werke über die Insel-
gruppe noch einmal auf die eigenthümliche Molluskenfauna zurück,
die uralt sein muss, da sich die Vorfahren der heutigen Formen
fossil dort finden. (Da Poecilozonites bis jetzt ausser von den
Bermudas nur fossil aus dem europäischen Miocän bekannt ist,
haben wir hier wieder eine Thatsache, welche auf eine Verbindung
zwischen dem wärmeren Amerika und der alten Welt während der
Miocänperiode hinweist.)
Martens beschreibt eine neue subfossile Art. Aldrich hat
Helix similaris, Triodopsis appressa und Stenogyra decollata auf den
Bermudas gefunden; alle drei Arten sind seit 25 J. eingeschleppt
worden.
Californien. Pilsbry beschreibt eine neue Helix von das.
Rooper gibt einen kurzen Sammelbericht aus Südcalifornien. Steains,
hat Helix hirsuta im Gebiet der Westküste gefunden, unter Um-
ständen, welche eine Verschleppung ausschliessen, in geographischer
Beziehung ein hochinteressantes Factum.
Tropisches Amerika. Centralamerika. Böttger beschreibt
eine neue Helix aus Honduras.
Brasilien. Böttger zählt die von Fruhstorfer in Brasilien an
verschiedenen Fundorten gesammelten Landschnecken auf (13 sp.,
3 n. sp.)
Peru. Sowerby beschreibt 2 n. sp. (Bulimus) von Yquito und
Catamarca, Böttger eine neue Clausilia.
Venezuela. Jousseaume hat die von Eugene Simon ge-
sammelten Arten bearbeitet, zusammen 43 Arten, darunter die
europäische Cionella lubrica (ob eingeschleppt?)
B. Marine Mollusken.
Tiefseefauna. Dali zählt aus dem Tiefwasser des westindischen
Meeres zusammen 129 sp. auf, von denen 49 bis in die Litoralregion
hinaufgehen. Die Pleurotomidae, Ledidae, und Dentaliidae machen
davon 28% aus, im Ganzen sind 65 Gattungen vertreten, die arten-
reichste ist Mangiha mit 17 sp.
Derselbe zählt die vom Albatross in grösserer Tiefe an der
444 Dl"- W. Kobelt: Bericht über die wissenschaftlicheu Leistungen
Westküste von Süd- und Mittelamerika gesammelten Arten auf, doch
gehören davon nur verhältnissmässig wenige der eigentlichen Abyssal-
fauna an. Smith berichtet über die Resultate des Drakens im Tief-
wasser südwestlich von Irland.
Arctisches Reich. Pfeffer hat die von Capitän Hörn auf der
Walfischstation Jeretik oder Port Wladimir an der Murmanküste ge-
sammelten Mollusken bearbeitet, 53 Mollusken und 1 Brachiopoda,
alles acht arktische Arten. Er gibt auch eine Zusammenstellung der
überhaupt von dort bekannten 165 Arten; davon finden sich 71 auch
im Behringsmeer, 82 finden sich auch in der Nordsee und 27 gehen
bis in die Ostsee. Neue Arten sind nicht darunter.
Ostatlantisches Reich. England. Burkill-Marshall zählen
die marinen Arten von Scilly auf. Greene bespricht die Faunen
von Suffolk und Dorsetshire, Garstang die Nacktkiemen von Ply-
mouth Sound. Herdman and Clubb geben einen Nachtrag zur
Nudibranchierfauna des Distrikts von Liverpool. Hoyle berichtet
über die Fauna der tieferen Gewässer vor der Mündung des Clyde.
Ostsee. Nach Mendthal kommt Mya arenaria als einziges
Meermollusk im frischen Haff vor.
Azoren. Dautzenberg berichtet über die Ausbeute, welche
die Yacht des Fürsten von Monaco an den Azoren gemacht hat;
während Drouet nur 72, Mac Andrew 106 Arten aufführten, bringt
er die Zahl auf 348 (8 Cephalopoden, 246 Gastropoden und 91 Pele-
cypoden). Davon sind 58 bis jetzt nur an den Azoren gefunden,
179 kommen auch im Mittelmeere vor, 94 gehen bis in die nörd-
lichen Meere, 32 finden sich in Westindien. Mit den P'ossilen ver-
glichen reichen 133 Arten bis ins Pliocän, 49 bis ins Miocän zurück.
Südatlantischer Ocean. Nobre behandelt die marine Fauna
des portugiesischen Westafrika.
Mittelmeergebiet. Monterosato zählt die an der Westküste
Maroccos, namentlich bei Casablanca, gesammelten Meeresconchyhen
auf. Von senegambischen Formen sind nur zu erwähnen Un-
gulina rubra, die aber auch bis Cadix geht, und zwei kleine Margi-
nelliden, die Fauna ist also rein lusitanisch-mediterran. Derselbe
setzt die Aufzählung der in der Bucht von Palermo vorkommenden
Mollusken fort. Sulliotti beschreibt einige neue Arten von Messina.
Bucquoy, Dautzenberg et Dollfus setzen ihre schöne Arbeit
über die Fauna der französischen Mittelmeerküsten fort, mit gründ-
licher Behandlung aller Varietäten, aber ohne überflüssige Auf-
stellung neuer Arten. Gregorio stellt zahlreiche neue Formen auf
Varietäten bekannter lebender und fossiler Arten auf. Ueber die
Abtheilung Molluska im Prodromus von Carus werden wh- im
nächsten Jahresbericht im Zusammenhang referiren.
Aralsee. Bateson zählt die im Aralsee gefundenen Arten auf;
neu für die Fauna ist die kaspische Ilydrobia spica und eine un-
benannte Neritina. In dem nördlicher gelegenen Tschaikar- See, der
heute nur noch ein Salzmorast ist, fand sich keine Spur lebender
oder todter Mollusken, er kann also nie mit dem Aralsee zusammen-
im Gebiete der Malakologie während des Jahres 1889. 445
gehängt haben. Das Vorkommen todter Muschelschalen hört in der
Umgebung des Aralsees überall sofort auf, wenn man die Höhe von
15' über dem Seespiegel erreicht; dieser kann also seit geraumer
Zeit niemals höher gestanden haben.
Westatlantisches Reich. Ford zählt die Mollusken der Küste
von New Jersey südlich von Brigantine Island auf (keine n. sp.)
Derselbe behandelt die amerikanischen Crepidula, speziell die
zweifelhafte Cr. glauca. Ganong bespricht die essbaren Mollusken
der akadischen Küste und deren Vorkommen.
Simpson zählt die von ihm an der Halbinsel Florida gesammelten
Arten auf (4 n. sp.); seine Arbeit ist mir nicht zugänglich geworden.
Westindien. Die Kenntniss der Fauna der westindischen Ge-
wässer erfährt durch das Erscheinen des zweiten Theiles von Dall's
Bearbeitung der Ausbeute des Blake, welcher die Gastropoden und
Scaphopoden umfasst, wieder eine sehr erhebliche Bereicherung. Es
wurden erbeutet 35 sp. Scaphopoda und 491 sp. Gastropoda, mit
den Lamellibranchiaten und Brachiopoden zusammen 709 sp. Die
Litoralzone ergab 403 sp., die Archibenthalzone (bis 1000 Faden ab-
wärts) 376, die Abyssalzone 129 sp. Davon sind 385 Arten und
Varietäten zum erstenmal von Dali beschrieben. Von ganz besonderem
Interesse sind einige Entwicklungsreihen lebender Arten vom Eocän
ab bis heute. Heilprin beschreibt einige neue Arten von den
Bermuda. Einen weiteren sehr wichtigen Beitrag liefert Dali durch
den bescheidener Weise nur als ,,preliminary" bezeichneten Catalog
der südlich vom Cap Hatteras an der Westküste und an der Süd-
küste der Vereinigten Staaten beobachteten schalentragenden Mollusken,
der von 75 Tafeln vorzüglicher Abbildungen begleitet ist. Der Catalog
gibt in Tabellenform gleichzeitig eine vollständige Uebersicht der
geographischen Verbreitung der aufgezählten Arten; auch die Ver-
breitung durch die Tertiärschichten ist angegeben. Die Zahl der
Arten beträgt nach Abrechnung von 79 eingeschleppten noch 1635
(Brachiopoda 21, Pelecypoda 487, Scaphopoda 44, Pteropoda 33,
Gastropoda 1127, Cephalopoda 2). Davon sind mit Europa sicher
gemein 2 Brachiopoda, 86 Pelecypoda, 8 Scaphopoda, 29 Pteropoda,
97 Gastropoda, die Tiefwasserarten mitgerechnet. Mit der Westküste
von Amerika gemeinsam sind 2 Brachiopoda, 28 Pelecypoda, 1 Scapho-
pode, 13 Pteropoda, 27 Gastropoda; davon entfällt ein starker Bruch-
theil auf circumpolare arktische Arten, die längs der beiden Küsten
im Tiefwasser Aveiter südlich vorgedrungen sind, ein weiterer auf
kosmopolitische Ubiquisten, für einen ehemaligen Zusammenhang des
Antillenmeeres mit dem stillen Ocean sind nur wenige verwerthbar.
Indischer Ocean. Mo riet zählt eine grössere Zahl von Pavie
an der Küste von Kambodscha gesammelter Arten auf (2 n. sp.)
Desgleichen verzeichnen Crosse et Fischer die Meeresconchylien,
welche Le Mesle auf der kleinen Insel Cua-quen, nördlich von Phu-
Dien in Annam sammelte (64 sp.) Durch Hinzufügung der aus
anderen Quellen bekannten Arten erhebt sich die Artenzahl auf 82.
446 Dl". W. Kobelt: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Brazier will eine Euthria, welche von der mittelmeerisclien
E. Cornea nicht zu unterscheiden sei, an Neucaledonien gefunden
haben; die Bestätigung durch europäische Fachgenossen wäre zu
wünschen. Täte zählt eine Anzahl neuer mariner Arten von Süd-
australien auf, seine Arbeit ist mir nicht zugänglich geworden.
Ebensowenig die von Hedley aufgestellte Liste der bei Port Darwin
und im Cambridge -Golf vom Myrmidon gesammelten Mollusken bei
Saville-Kent.
Cap. Sowerby zählt von Port Elizabeth 114sp. auf, davon lOn.sp.
Es sollen 34 Arten mit Europa gemeinsam sein, doch scheint die
Identification für zahlreiche Arten fraglich, z. B. bei Triton cutaceus,
Ovula carnea, Turbo sanguineus. Die Fauna, obwohl an der Süd-
spitze Afrikas gesammelt, zeigt noch starke indische Beimengungen
und ist ein interessantes Gemenge aus indischen und capisch-ant-
arktischen Arten. Euthyme beschreibt von dort 2 n. sp. Triton.
Die Arbeit von Täte ist mir nicht zugänglich geworden.
Antarktisches Reich. Die Arbeiten von Rochebrune und
Mabille über die Fauna des Cap. Hörn nach den Sammlungen der
französischen Expedition sind dem Referenten nicht zugänglich
geworden.
2. Systematik.
a. Cephalopoda.
ci. Octopoda.
Octopodidae.
Octopus (L.) chierchiae u. Jatta p. 63. hyadesi n. und pantherinus u.
Cap Hörn; Rochebrune et Mabille.
Enteroctopus n. gen. für E. megalocyathus n. Cap Hörn; Rochebrune
et Mabille.
ß. Dekapoda.
Gonatidae.
Hoyle errichtet für Gonatus Fabricii auf anatomische Untersuchung hin
eine eigene Familie G-onatidae und bespricht deren Verwandtschaft mit Enoplo-
teuthis und Ouychoteuthis.
Sepiadae.
Sepia (L.) apama n. Melbourne; Mac Coy.
h. Pteropoda.
Styliola (Les.) Gentileana n. Messina; Sulliotti p. 25; Strafforeliana n.
ibid., id. p. 26.
c. Gastropoda.
I. Prosobranchia.
A. Pectiuibranchia.
a. Proboscidifera.
Muricidae.
Murex (L.) hystricinus (Phyllonotus) n. Westindien; Dali p 200 1. 15 fig. 4;
(Pteronotus) phaneus n. ibid., id. p. 201; (Pt.) tristichus n. ibid., id. p. 202 1. 15
im Gebiete der Malakologie während des Jahres 1889. 447
fig. 3; goniophorus n Senegal; Euthyme p. 239 t. 7 fig. 4. 5; cnissodus (Chi-
coreus) n. Neu Caledonien id. p. 263 t. 6 fig. 1. 2; oligacanthus n. ibid., id.
p. 269 t. 7 fig. 2. 3
Eupleura (Ad.) Stimpsonii n. Westindien; Dali p. 204.
Trophon (Moutf.) lacunellus (Boreotrophon) n. Westindien; Dali p. 205
t. 15 fig. 4; (Bor.) actinophorus n. ibid., id. p 206 1. 15 fig, 2; Dabneyi n. Azoren;
Dautzenberg p. 36 t. 2 fig. 7; Droueti n. ibid., id. p. 37 t. 2 fig. 1.
Ocinebra (Leach) nuceus Mörch-cellulosa Conr. prior; Dali p. 210; levicnla
n. (Favartia) Westindien, id. p. 211; Jencksii n. Florida; Baker p. 80.
Muricidea (Swains.) Philippiana n. Westindien; Dali p. 213.
Typhis (Montf.) longicornis (Trubatsa) n. Westiudien; Dali p. 216 t. 15
fig. 7, t. 38 fig. 5.
Buccinidae.
Canidia (Ad.) Paviei Morl. Siam, zuerst abgeb. bei Morlet t. 7 fig. 1.
Lachesis (Risso) procerula (Donovania) n. Casablanca; Monterosato
p. 116; (Don.) affiuis u. ibid., id. 116; (Chauvetia) decorata n. ibid., id. p. 117.
Sipho (Klein) Rushii n Westindien; Dali p. 175; (Ptychosalpinx) globulus
n. ibid., id. p. 175 t. 35 fig. 12a.
Liomesus (Stimps.) ? Stimpsoni n. Westindien; Dali p. 176 t. 35 fig. 11.
Nassaria (Link) Busbii (Nassarina n.) n. Dali p. 182 t. 15 fig. 12; (N.)
columbellata n. ibid., id. p. 182; Grayi n. ibid., id. p. 183 t. 32 fig. 12a; Gri-
maldii n. Azoren, Dautzenberg p. 33 t. 2 fig. 4.
Nassarina, nov. subg. Nassariae, für kleine, spindelförmige, Mangilia-artige
Formen mit langer, vorn verschmälerter Mündung und lostretender, mit dem
Aussenrand durch einen Callus verbundenen Spindelplatte; Typus N. glypta
Bush; Dali p. 181.
Euthria (Gray) Ponsonbyi n. Natal; Sowerby p. 149.
Nassidae.
Nassa (Lam.) Johni n. Casablanca, Marocco; Monterosato p. 114; scis-
surata n. Westindien; Dali p. 185; var. pernitida n. id. p. 186; pusilla Phil.,
seither nur fossil bekannt, jetzt auch lebend gefunden; Sulliotti p. 33; semi-
striata var. azorica n. Azoren; Dautzenberg p. 34 t. 2 fig. 9.
Columbellidae.
Mitrella (Swains.) Hidalgoi n. Tanger. Casablanca; Monterosato p. 116.
Astyris (Dali) profuudi n. Westindien; Dali p. 192 t. 35 fig. 3.
Purpuridae.
Coralliophila (Ad.) lactuca n. Westindien; Dali p. 220 1. 16 fig. 6; andamana
n. Andamanen; Melvill p. 31 t. 2 fig. 1.
Fasciolariidae.
Fusus (Lam.) timessus n. Westindien; Dali p. 166; eucosmius n. ibid., id.
p. 167 t. 35 fig. 5; halistreptus n. ibid., id. p. 168 t. 35 fig. 7; benthalis n. ibid.,
id. p. 168 t. 15 fig. 10; amiantns n. ibid., id. p. 169 t. 15 fig. 11; aepynotus n.
ibid., id. p. 169; alcimus n. nebst var. Rushii n. ibid., id. p. 170; ceramidus n.
ibid., id. p. 171; amphiurgus n. ibid., id. p. 171; azoricus n. Azoren; Dautzen-
berg p. 32 t. 2 fig. 3.
Fasciolaria (Lam.) Meekiana (Mesorhytis) n. Westindien; Dali p. 172 t. 36
fig. 7 (die erste lebend gefundene Art einer seither nur fossil bekannten Unter-
gattung).
448 Dr. W. Kobelt: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Olividae.
Olivella (Swains.) fuscocincta n. Westindien; Dali p. 134.
Oliva (Lara.) inflata var. ovum ralli n. (Fundort nicht angegeben); Ford,
p. 137.
Mitridae.
Mitra (Lam.) styria (Costellaria) n. Westindien; Dali p. 159 t. 15 fig. 6;
(Cost.) Rushii n. ibid., id. p. 160; (Cost.) trophonta n. ibid., id. p. 161; (Tiarris?)
Bairdii n. ibid., id. p. 161; (Tbala?) torticula n. ibid., id. p. 162 t. 15 fig. 8;
(Conomitra) Blakeana n. ibid., id. p. 163; merula n. Port Elizabeth; Sowerby
p. 8 t. 1 fig. 11.
Mitromorpha (Ad.) biplicata n. Barbados; Dali p. 165 t. 35 fig. 1.
Marginellidae.
Gibberula (Swains.) secreta n. Westküste von Marocco; Monterosato
p. 118.
Marginella (Lam.) cassis n. Westindien; Dali p. 137 t. 35 fig. 8;
Watsoni n. ibid., id. p. 137 t. 19 fig. 3, t. 38 fig. 2; fnsina Dali abgeb, ibid. 1. 19
fig. 4, yucatecana Dali t. 19 fig. 5, seminula Dali t. 19 fig. 2, torticula Dali 1. 19
fig. 7: styria n. Westindien, id. p. 140; (Volutella) amianta n. Nordcarolina, id;
p. 143; floccata n. Port Elizabeth; Sowerby p. 8 t. 1 fig. 4; lineolata Sow.
zuerst abgeb. t. 1 fig. 2, Bairstowi Sow. desgl. t. 1 fig. 3.
Volutidae.
Scaphella (Swains.) robusta (Auriuia) n. Westindien; Dali p. 153 t. 35
fig. 2; (Aur.) (jouldiana n. ibid., id. p. 154 t. 29 fig. 3.
Pyramidellidae.
Pyrgnlina (Adams) angulosa n. Casablanca; Monterosato p. 37.
Turbonilla (Risso) subulina n. Mogador, Marocco; Monterosato p. 38;
belotheca n. Westindien; Dali p. 335 t. 26 fig. 7d; curta n. ibid., id. p. 337 t. 26
fig. 7c; (Stylopsis) resticula n. ibid , id. p. 338; Delpieteiu. Mittelmeer; Sulliotti
p.69; Guernei u. Azoren; Dautzenberg p. 60 t. 4 fig. 6; coarctata n. ibid., id.
p. 61 t. 4 fig. 8.
Pyramidella (Lam.) Folinii (Pharcidella n.) n. Westindien; Dali p 334.
Peristichia u. gen., rechts gewunden mit linksgewundenem Apex, spiral ge-
kielt oder gegittert, Mündung eiförmig mit vei'dickter Lippe, Spindel gerade,
einfach, faltenlos, ein eindringender Basalkiel; Mündung unten mit einem Aus-
guss, doch ohne Kanal, Aussenlippe innen gefurcht, aussen mit einem Varix
Dali p. 339; toreta n. und agria n. Westindien, id. p. 340.
Tritoniidae.
Triton (Lam.) pharcida (Lampusia) n. Westindien; Dali p. 227 t. 36 fig. 2,
Klenei (Cabestana) A. Ad. mss. Sowerby p. 150; pustulatiim n. Port Elizabeth;
Natal; Euthyme p. 273 t. 6 fig. 1; gemmiferum n. ibid., id. p. 277 t. 7 fig. 1.
Oocoritidae.
Dalium n. gen., in der Gestalt mit Dolium, Sconsia oder Oocorys ver-
gleichbar, festschalig, spiralskulptirt, kurz spindelförmig, Mündung nicht aus-
gebreitet, Aussenlippe einfach, verdickt, Innenseite glatt mit deutlichem Callus,
Spindel gedreht, einfach, kürzer als die Mündung, Kanal kurz, schief abgestutzt;
Typus und einzige Art D. solidum n. Tiefwasser in Westindien; Dali p. 230
t. 19 fig. 10.
im Gebiete der Malnkologie während des Jahres 1889. 449
Doliidae.
Dolium (Lam.) Verrillii (Eudolium) n. Westindien; Dali p. 232 t. 35 fig. 12.
Naticidae.
Natica (Lam.) castrensis u. Westindien; Dali p. 293; var. perlineata n.
ibid., id. p.294; (Neverita) nubila n. ibid., id. p. 294; fringilla Dali t. 21 fig. 12,
var. perla n. id. p. 296 t. 21 fig. 11.
Sigaretus (Lara.) minor n Westindien; Dali p. 297; (Eunaticina) caroliuensis
n. ibid., id. p. 297.
Caecidae.
Caecum (Fleming) termes n. Bermudas; Heilprin p. 142 t. 8 fig. 5.
b. Toxoglossa.
Pleurotomidae.
Pleurotoma (Lam.) albida var. tellea n. und var. vibex n. Westindien;
Dali p. 74; periscelida n. ibid., id. p. 74; (Leucosyrinx) tenoceras n. ibid., id.
p. 76; (L.) subgrundifera n. ibid., id. p. 77 t. 38 fig. 1; (Ancistrosyrinx) radiata
n. ibid., id. p. 78 t. 12 fig. 12; (Genota) viabrunnea n. ibid., id. p. 80 t. 13 fig. 2;
Wilkiae n. Port Elizabeth; Sovperby p. 7 t. 1 fig. 21; Rousi Sow. abgeb. ibid.
t. 1 fig. 22.
Leucosyrinx u. subg. für die Tiefwasserarten, welche sich durch dünne,
weisse, feinskulptirte Schale auszeichnen, mit Operculum; Typus PI. Verrillii
Dali; Dali p. 75 t. 10 fig 5.
Bela (Leach) Grimaldii n. Azoren; Dautzenberg p. 26 t. 2 fig. 2.
Clathurella (Carp.) Watsonii n. Azoren; Dautzenberg p. 29 t. 2 fig. 10.
Mangilia (Leach) hypomela (Aforia) n. Westindien; Dali p. 99; (Cythara)
Bartlettii n. ibid., id. p. 101 t. 12 fig. 6, t. 14 fig. 5. 8; (C.) cymella n. ibid., id.
p. 101 t. 12 fig. 4; (Daphnella) corhicula n. ibid., id. p. 103 t. 14 fig. 7; (D.) reti-
-culosa n. ibid., id. p. 103 t. 10 fig. 10; (D.) Pompholyx n. ibid., id. p.l04 t. 36
flg. 4; (D.) retifei-a n. ibid., id. p. 105; ?elata n. ibid., id. p, 105; (Eubela) calyx
n. ibid., id. p. 107; (Eub.) sofia n. ibid., id. p. 107 t. 10 fig. 11; (Glyphostoma)
Gabbii n. ibid., id. p. 108 t. 13 fig. 4. 5. 7. 8; (Gl.) phalera n. ibid., id. p. 110;
quadrata var. monocingulata n. ibid., id. p. 114; halitropis n. ibid., id. p. 114;
scipio n. ibid., id. p. 117; toreumata n. ibid., id. p. 118 t. 12 fig. 8; (Pleurotomella)
Edgariana n. ibid., id. p. 121 t. 36 fig. 6; (PI.) catasarca n. ibid., id. p. 124;
(PI.) hadria n. ibid., id. p. 125; (Gymnobela) Blakeana var. agria n. ibid., id.
p. 127; tornata var. Malmii n. ibid., id. p. 127.
Aforia n. subg. Mangiliae für Arten, die wie typische Pleurotomen aus-
sehen, aber keinen Deckel haben; Typus Mangilia hypomela n.; Dali p. 99.
Drillia (Gray) Tryonii n. Westindien; Dali p. 83; albicoma n. ibid., id.
p. 83; alesidota n. nebst var. macilenta n. ibid., id. p. 85 t. 12 fig. 11, t. 36 fig. 1;
eucosmia n. ibid., id. p. 86 t. 13 fig. 1; acestra n. ibid., id. p. 87 t. 10 fig. 7;
pharcida n. ibid., id. p. 88 t. 12 fig. 2 (= exasperata Dali nee Reeve); acrybia
n. ibid., id. p. 88; tristicha n. ibid., id. p. 88; pagodula n. ibid., id. p. 90 t. 13
fig. 6; premorra n. ibid., id. p. 93 1. 11 fig. 18; (Cymatosyrinx) ?centimata n. ibid.,
id. p. 95 t. 36 fig. 9; aepynota n. ibid., id. p. 96 t. 36 fig. 10; Moseri n. ibid., id.
p. 97 t. 36 fig. 3.
Borsonia (Bell.) Rouaulti (Cordieria) n. Westindien; Dali p. 98 t. 36 fig. 11.
Cvmatosyrinx n. subg. für gewöhnlich zu CrassL'^pira gerechnete Arten,
deren Typus PI. limata Lea aus dem Miocän von Virginien ist; Dali p. 95.
Arch. f.Naturgesch. Jahrg. 1890. Bd. II. H. 1. 29
450 Dl"- W. Kobelt: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Cancellariidae.
Cancellaria (Lam.) Smithii (Trigonostoma) n. Westindien; Dali p. 129
t 37 fig. 1; (Tr.) Agasizzii n. ibid., id. p. 130 t. 35 flg. 4; (Tr.) microscopica n.
ibid., id. p. 131.
Benthobia n. gen., Gehäuse glatt, mit kui'zem Gewinde und breiter, con-
caver, faltenloser Spindel, Mündung ohne Kanal, Aussenlippe buchtig, doch ohne
deutliche Kerbe; Epidermis dünn und glatt; Dali p. 131. Typus B. Tryonii n.
Tief Wasser vor Westindien, id. p. 132 t. 35 fig. 6.
Terebridae.
Terebra (Lam.) benthalis (Acus?) n. Westindien; Dali p. 65 t. 29 fig. 6;
nassula n. ibid., id. p. 66; limatula n. ibid., id. p. 66.
Conidae.
Conus (L.) Bairstowi n. Port Elizabeth; Sowerby p. 9 t. 1 fig. 12; fulvus
n. ibid., id. p. 10 t. 1 fig. 1.
c. Rostrifera,
Amphiperasidae.
Simnia (Risso) piragua n. Westindien; Dali p. 235; (Neosimnia) aureo-
cincta u. ibid., id. p. 236.
Pedicularia (Swaius.) albida Dali = decussata Gould prior; Dali p. 237
Ovulum (Birostra) aurantium n. Port Elizabeth; Sowerby p. 11 t. 1 fig. 15.
Cypraeidae.
Bemerkungen über Melvill's Survey of the Genus Cypraea macht Campbell;
er möchte C. exanthema und cervus vereinigen, ebenso talpa und exusta; er
erkennt decipiens Smith als gute Arten, während er caput draconis Melvill und
amphithales Melvill zu Varietäten degradirt.
Cerithiidae.
Bittium (Leach) Hanleyanum n. Tanger, Mogador; Monterosato p. 39.
Triforidae.
Triforis (Desh.) lilacina n. Westindien; Dali p. 243; (Inella) longissima
Dali, abgeb. t. 20 fig. 10; (In.) triserialis Dali t. 20 fig. 5. 6; (In.) colon Dali
t. 20 fig. 12; (In.) sarissa n. ibid , id. p. 247; aspera Jeffr. = triserialis Dali var.,
id. p. 247; (Sychar) samanae n. ibid., id. p. 248; hircus Dali t. 20 fig. 11, abrupta
Dali t. 20 fig. 9, torticula Dali t. 20 fig. IIb, ibex Dali t 20 fig. 12b, cylindrella
Dali t. 20 fig. 6.
Cerithiopsidae.
Cerithiopsis (Fbs, et Hanl.) matara n. Westindien; Dali p. 255; Martensii
n. ibid., id. p. 255 t. 20 fig. 2; acontium n. ibid , id. p. 256; crystallina Dali ibid.
t. 20 fig. 3, Sigsbeana n. ibid. t. 20 fig. 1 ; metaxae var. taeniolata n. Westindien,
id. p. 256; perlata n. Casablanca, Marocco; Monterosato p. 39.
Turritellidae.
Turritella (Lam.) acropora (Torcula) n. Westindien; Dali p. 264; (Haustata)
yucatecana Dali abgebildet id. t. 26 fig. 3.
Mathildidae.
Mathilda (Semper) yucatecana n. Westindien; Dali p. 276 t. 20 fig. 7;
barbadensis n. ibid. p. 276 t. 26 fig. 10; Rushii n. ibid., id. p. 277; scitula u. ibid.,
id. p. 277; (Gegania) Jeffreysi Dali ibid., id. p. 268.
im Gebiete der Malakologie während des Jahres 1889. 451
Trichotropidae.
Mesostoma (Desh.) migrans Dali zuerst abgebildet bei Dali t. 29 fig. 8.
Dolophanes (Gabb) Gabbi n. Westindien; Dali p. 270 t. 29 fig. 7; colum-
bella n. ibid., id. p. 271 , beide Arten vielleicht nur Varietäten der fossilen D.
melanoides Gabb; die Gattung seither lebend nicht bekannt.
Fossaridae.
Fossarus (Phil.) bella (Gottoina) n. Westindien; Dali p. 272 t. 28 fig. 10;
(G.) compacta n. ibid , id. p. 273 t. 28 fig. 6.
Solariidae.
Fluxina (Dali) discula n. Westindien; Dali p. 273 t. 23 fig. 5. 6; brunnea
Dali abgeb. ibid. t. 22 fig. 6, 6a.
Solarium (Lani.) peracutum n. Westindien; Dali p. 275 t. 23 fig. 2. 5;
Sigsbeei n. ibid., id. p. 275 t. 23 fig. 3.
Adeorbidae.
Clathrella (Recluz) naticoides n. Westindien; Dali p. 278.
Vermetidae.
Siliquaria (Lam.) modesta Dali abgeb. bei Dali t. 26 fig. 4.
Vermetus (Adans.) erectus (Petaloconchus) u. Westindien; Dali p. 262
t. 38 fig. 4.
Bivonia (Gray)? exserta Dali abgebildet bei Dali t. 26 fig. 6.
Melaniidae.
Melania (Lam.) Reevei var. regularis n. Birma; Tapparone-Canefri
p. 300.
Nyassia n. gen. für Mel. nodocincta Dohrn und Verwandte aus dem Nyassa;
Bourguignat p. 6; die neuen Arten, meist auf Kosten der Mel. polymorpha
errichtet [und von Smith schon wieder eingezogen] sind: hermosa = Smith
Pr. Z. S. 1872 t. 75 fig. 5; uvularis ibid. fig. 6; lacunosa ibid. fig. 7; nodulosa
ibid. fig. 8; acutalis ibid. fig. 10; lacustris ibid. fig. 9; ferner thaumasta n. p. 11
t. 2 fig. 15. 16; callista p. 12 t. 2 fig. 1. 2; Edgari = nyassana var. Smith 1. c.
flg. 2; paradoxa p. 13 t. 2 fig. 3. 4; elegans p. 15 t. 2 fig. 7. 8; giraudi p. 15 t. 2
fig. 9. 10; idia p. 16 t. 2 fig. 11. 12; magnifica p. 16 t. 2 fig. 5. 6.
Nyassella n. gen. für kleinere, rissoenartige Melaniden aus dem Nyassa,
sämmtlich neu: smithi p. 18 t. 1 fig. 15. 16; pulchra p. 19 1. 1 fig. 17. 18; arenaria
p. 20 t. 2 fig. 17. 18; formosa p. 21 t. 1 fig. 23. 24; episema p. 22 t. 1 fig. 19. 20;
acuminata p. 22 t. 1 fig. 21. 22; tayloriana p.23 1. 1 fig. 25. 26; Bourguignat ibid.
Micronyassia n. gen. für Mel. turritispira Smith und Varietäten; Bour-
guignat ibid. p. 24; smithi n. p. 26 t. 1 fig. 3. 4; egregia n. p. 27 (Smith fig. 15);
eximia n. p. 27 t. 1 fig. 1. 2; giraudi n. p. 28 t. 1 fig. 5 6; singularis n. p. 29
t. 1 fig 7. 8.
Nyassomelania n. gen. für drei neue, weisse, durchsichtige, glatte Arten
aus dem Nyassa; Bourguignat ibid. p. 30; leia n. p. 31 t. 1 fig. 9. 10; trunca-
telliformis u. p. 31 t. 1 fig. 11. 12; laevigata n. p. 32 t. 1 fig. 13. 14.
Lartetia (Bourg.) garnieri n. Drome, Frankreich; Sayn p. 76; fagoti n.
ibid., id. p. 78; subcylindrica n. ibid., id. p. 79; sayni n. Fagot mss. ibid, id. p. 80,
Chlorostracia n. gen. Melanidarum, t. naticaeformi , plus minusve crassa,
perforata vel rimata; saepius depressogiobosa, quandoque subturrita; striata
lineisque impressis spiralibus, parum conspicuis ornata; spira mediocri, integra
29*
452 Dl"- W. Kobelt: Bericht iilier die ■wissenschaftliclien Leistungen
quandoque detrita; apertura ovato-rotnndata; peristoraate continuo, acuto, sub-
expanso, margine coluniellari calloso. Operculo coineo, ovato, extus concaviusculo,
striis conceiitricis confertis ornato, ad marginem externiim laraelloso, adversus
columellam panllulum incrassatulo; intus valde vugoso; nucleo ad diinidiam partem
altitudinis sito, marginem columellarem band attingente. Mabille p. 309
(Zunächst mit Paludomus verwandt); bocourti n. Petschabury, Slam, id. p. 311
t. 8 fig. 1—8; jousseaumi n. ibid., id. p 312 t. 8 flg 10—12; bourguignati n. ibid.
id. p. 313 t 8 fig. 4-9,
Littorinidae.
Cithna (Jeffr.) Jeffreysi n. Azoren; Dautzenberg p. 44 t. 2 fig. 8.
Paludinidae.
Amnicola (Hald.) peracuta n. Texas; Pilsbry (et Walker) p. 88 t. 3 fig. 20.
Bythinella (Moq.) solidula n., fuscata n., melanostoma n. , longula n.,
sämmtlich aus dem Trencsiner Comitat in Oberungarn; Brancsik p. 39; aequi-
costata n. Florida; Pilsbry p. 86 t 3 fig. 16.
Bythinia (Leach) critica n. Hunan; Gr edler p. 160.
Delavaya n. gen. (t. conica, elongata, Cornea; operculo pellucido, corneo,
paucispirali, nucleo basali; animali rissoino, saltem quoad spectat oiganum
generationis) für D. rupicola n. aus dem See Hai-si bei Talifu in Yuunan;
Heude p. 46.
Fenonilia n. gen. (t. trochoidea, imperforata; operculo corneo, paucispirali,
nucleo basali. Animali probabiliter rissoino) für F. bicingulata n. aus dem See
Hai-si bei Talifu in Yunnan; Heude p. 46.
Hydrobia (Hartm ) tristis n. Natal; Morelet p. 18 t. 2 fig. 4; alabastrina
n. ibid., id. p. J9 t. 2 flg 5.
Melantho (Bowd.) Pehoana n. Peho, China; Gr edler p. 158.
Paludina (Lam.) longispira n. westliches Setschuan, China; Heude p. 47;
Delavayana n. Talifu, id. p. 47; oxytropoides n. Yunnan, id. p. 48; Magnaciana
n. Ost-Setschuan, id. p. 48; lapidea n. Nyan-Hue, id. p. 49; lithophaga n. Ning-
ku-fu, id. p. 49; Paviei n. Kambodscha; Morlet p. 180 t. 9 fig. 2; Sabinae n.
ibid., id. p. 181 t. 9 fig. 1; Danieli n. ibid., id. p. 182 t. 8 fig. 3; neptun n. Tief-
wasser des Gardasees; Clessin p. 774 fig. 507.
Paludomus (Swains.) Fritai n. Peho, China; Gr edler p. 159.
Valvatidae.
Valvata (Drp.) cyclomphala n. Finmarken; Westerlund p. 169; Raboti
n. ibid., id. p. 170; gallica n. Locard p. 303; meretricis n. p. 306; gracilis n.
p. 316; compressa n. = depressa Cless. nee C. Pfr., p. 318; turgidula n. p. 313,
sämmtlich aus Frankreich; pornae n. San Germano, Neapel; id p. 305; pisana
n. Bgt mss., Pisa, id. p. 310; syracusana n. Bgt. mss., Syrakus id. p. 315; regalis
n. Bgt. mss. Köuigssee; id. p. 318; helvetica n. Miirtenersee, id. p. 321 ; Theotokii
n. Let. mss. Corfu; id. p. 322; Tacitiana n. Let. mss., Corfu, id. p. 322; Cressi-
daria n Let. mss., Corfu, id. p. 322; parva n. Bgt mss., Viareggio, id. p. 330;
intermedia n. Bgt. mss., Comersee, id. p. 331; panormitana n. Bgt. mss., Palermo,
id. p. 331; meridionalis n. Bgt. mss. Viareggio, id. p, 339; profunda n. Gardasee;
Clessin p. 776 fig. 509; Imhofi n. Gardasee; id. p. 776 fig. 510.
im Gebiete der Malakologie während des Jahres 1889. 453
AmpuUariidae.
Ampullaria (Lam.) Beginin. Kambodscha; Morlet p. 184 t. 8 fig. l;Pesmei
n. ibid., id. p. 185 t. 8 fig. 2.
Rissoidae.
Barleeia (Clark) minuscula n. Casablanca, Marocco; Monterosato p. 34.
Rissoa (Frem.) precipitata n. Westindien; Dali p. 279 1. 19 fig. 1; acuti-
costata n. ibid., id. p. 280 t 19 fig. 10; Guernei n. Azoren; Dautzenberg p. 47
t. 3 fig. 1; obesula n. ibid., id. p. 48 t. 3 fig. 2.
Benthonella n. gen., genabelt, wie Niso, aber ohne Kiel nm den Nabel,
Nncleus rechts gewunden, aus mehrei'en abweichend skulptirten Umgängen be-
stehend, glatt, glänzend, ohne Epidermis, Muudsaum leicht zurückgeschlagen,
vorn gerundet, einfach, scharf, nicht zusammenhängend; Dali p. 281; gaza n.,
Fischeri n., nisonis n , sämmtlich aus dem westindischen Tiefwasser, id. p. 282. 283.
Alvania (Leach) Poucheti u. Azoren; Dautzenberg p. 49 t. 3 fig. 3;
lamellata n. ibid., id. p. 52 t. 3 fig. 7.
Onoba (Ad.) Moreleti n. Azoren; Dautzenberg, p. 52 t. 3 fig. 7.
Setia (Adams) roseotincta n. Azoren; Dautzenberg, p. 53 t. 3 fig. 6.
Calyptraeidae.
Crucibulum (Schum.) renovatum nora. nov. für Calyptraea extinctorium
Blainv. nee Lam. = C. laevigata Chenu nee Lani.; Crosse et Fischer p. 288
Capulidae.
Capulus (Montf.) galea (Hyalorisia) n. Westindien ; Dali, p. 288 1. 14 fig. 3.
Amaltheidae.
Amalthea (Schum.) benthophila n. Westindien; Dali, p. 289 t. 14 fig. 1.
Scalariidae.
Scalaria (Lam.) Sayana n. Westindien; Dali p. 309; scipio u. ibid., id.
p. 310; apiculata n. ibid., id. p. 310; babylonia n. ibid., id p. 311; (Acrilla) retifera
n. ibid., id. p. 312; Frielei n. ibid., id. p. 313; Rushii n. ibid., id. p. 313; sericifila
n. ibid., id. p. 313; nitidella n. ibid., id. p. 314; muscapedia n. ibid , id. p.314;
(Cycloscala) Dunkeii nom. nov. für soluta Dkr. nee A. Ad. neque Tib., id. p. 315 ;
(Stenorhytis) belaurita n. ibid., id. p. 316 t. 18 fig. IIb. ; contorquata n. ibid., id.
p. 318 t. 18 fig. 9; polacia n. ibid., id. p. 319 t. 18 fig 10; hellenica var. Mor-
chiana n. ibid., id. p. 322 t. 18 fig. 1; (Dentiscala) auriflla n. ibid., id. p. 322 1. 18
fig. 4; (Opalia) concava n. ibid., id. p. 323; (Op.) discobolaria n. ibid., id. p, 324
t. 18 fig. 2.
Aclis (Loven) lata n. Westindien; Dali p. 324 t. 18 fig. 8; egregia u. ibid.,
id. p. 325 t. 18 fig. 12; nucleata n. ibid., id. p. 325 t. 18 fig. 7.
Eulimidae.
Eulima (Risse) Fusus (Leiostraca) n. Westindien; Dali p. 329 t. 19 fig. IIb;
epeterion n. Mauritius; Melvill p. 31 t. 2 fig. 2.
B. Scutibranchia.
a. Rhipidoglossa.
Trochidae.
Clanculopsis (Mtrs.) granolirata n. Westmarocco; Monterosato p. 30.
Clanculus (Mtf.) Laceyi n. Port Elizabeth; Sowerby p. 11 t. 1 fig. 16.
Gaza (Watson) Fischeri n. Westindien; Dali p. 355 t. 37, fig. 6; (Gallo-
454 Dl"- W. Kobelt: BericM über die wissenschaftlichen Leistungen
gaza) Watsoni abgebildet t. 22 flg. 7, t. 23 fig. 1, t. 24 fig. 2; (Microgaza) rotella
desgl. t. 22 fig. 5.
Rotella (Lam.) Bairdii n. Westindien; Dali p. 359 t. 21 fig. 6; japonica n.
Japan; Sulliotti p. 70.
Ethalia (Ad.) reclusa n. Westindien; Dali p. 361 t. 28 fig. 7. 8; suppressa
n. ibid., id.- p. 362; solida n. ibid., id. p. 362 t. 28 fig. 3. 5; (Dillwynella n.)
modesta n. ibid., id. p. 362 t. 21 fig. 3.
Dillwynella n. .subg. Ethaliae, ähnlich Dilonia, aber winzig klein, gedrückt,
porzellanartig, undurchbohrt, aber mit einem durch eine Kante eingefassten
Nabelfeld, Ausseulippe dünn, Spindel glatt, zahnlos ; wenige Umgänge, mit einer
sich leicht abreibenden Epidermis; Deckel dünn, homig, mit relativ wenig Um-
gängen; Dali p. 362.
Jujubinus (Mtrs.) Delpreteana n. Messina; Sulliotti p. 28.
Putzeysia n. gen. Trochidarum für den seither nur fossil bekannten, jetzt
auch lebend gefundenen Trochus clathratus Aradas; Sulliotti p. 30.
Calliostoma (Swains.) [Dali gibt diesem Namen den Vorzug vor dem ge-
bräuchlicheren Ziziphinus Gray, weil er etwas älter ist] corbis n. Westindien;
Dali p. 365 t. 33 fig. 1; aurora n. ibid., id. p. 366 t. 37 fig. 2; orion n. ibid., id.
p. 867 t. 28 fig. 2; circumcinctum Dali abgeb. t. 22 fig. 3; echinatum Dali t. 21
fig. 2 a, 5; sapidum Dali t. 21 fig. 2. 4; roseolum Dali t. 24 fig. 6; apicinum Dali
t. 37 fig. 2; (Eucasta n.) indiana n. ibid., id. p. 368 t. 32 fig. 3. 5; (Eutrochus)
Sayanum n. ibid., id. p. 370 t. 33 fig. 10. 11; (Eutr.) Benedicti n. ibid., id. p. 371
t. 32 fig. 7; cinctellum n. ibid., id. p. 372 t. 32 fig. 1-4; (Dentistyla) sericifilum
n. ibid., id. p. 373 t. 24 fig. 1; yucatecanum Dali abgeb. t. 24 fig. 4; Fultoui n.
Natal; Sowerby p. 153.
Eucasta n. sub. Calliostomatis , durch eine Pleurotomaria-artige Fasciola
ausgezeichnet, doch ohne Randschlitz; Dali p. 368.
Margarita (Leach.) erythrocoma n. Westindien; Dali p. 375 t. 28 fig. 1;
(Turcicula) iniperialis Dali abgebildet t. 22 fig. 1; (ßathymophila) euspira Dali
desgl. t. 32 fig. 8; (Solariella) scabriuscula Dali desgl. t. 21 fig. 10; (Sol.) lissocona
Dali desgl. t. 21 fig. 8; (Sol.) lacunella Dali desgl. t 21 fig. 1; (Sol.) iris Dali
desgl. t. 21 fig. 7; (Sol.) lubrica Dali desgl. t. 21 fig. 9.
Euchelus (Phil) guttarosea n. Westindien; Dali p. 382 t. 33 fig. 7.
Basilissa (Watson) costulata var. depressa n. Westindien; Dali p. 384.
Turbinidae.
Leptothyra (Oarp.) Philipiana n. Westindien; Dali p. 353 t. 24 fig. 7, 7a;
Linnei n. ibid., id. p. 353 t. 33 fig. 9.
Collonia (Gray) minuta n. Natal; Sowerby p. 152.
Delphinulidae.
Liotia (Gray) Briareus Dali abgebildet t. 24 fig. 5; Bairdii n. Westindien;
id. p. 389 t. 33 fig. 8; miniata n. ibid , id. p. 390 t. 28 fig. 11; variabilis n. ibid.,
id. p.390 t.23 fig. 2; (Lippistes) acrilla n. ibid., id. p. 391 t. 32 fig. 6. 11; (Lipp.)
amabilis n. ibid., id. p. 392 t. 32 fig. 9. 12.
Cyclostremidae.
Cyclostrema (Marr.) turbinum n, Westindien; Dali p. 393 t. 33 fig. 5;
pompholyx n. ibid., id. p. 394 t. 28 fig 9; cistrouium n. ibid., id. p. 394; (Grani-
gyra n.) limatum n. ibid., id. p. 395 ; granulum n. ibid., id. p. 395.
im Gebiete der Malakologie während des Jahres 1889. 455
Granigyra n. siibg., durch gekörnelte Skulptur, wie bei Poromya, aus-
gezeichnet; Dali p. 395.
Adeorbis (Wood.) costulatus n. Locard p. 297, carinulatus n. id. p. 300,
strictus n. id. p 304, sämmtlich von den französischen Küsten.
Pleurotomariidae.
Pleurotomaria (Sow.) Dali gibt p. 396 ff. die Beschreibung und Anatomie
der Weichtheile von PI. Quoyana und PI. Adamsonii. Der Gattungsname ist
von Sowerby schon 1821 angewandt und mit dessen Autorität zu führen.
Schismoi^e (Jeffr.) fayalensis n. Azoren; Dautzenberg p. 65 t. 4 fig. 10.
Fissurellidae.
Puncturella (Lowe) Watsoni n. "Westindien; Dali p. 403; circularis Dali
und trifolium Dali abgebildet t. 26 fig. 7 u. 8; triangulata Dali nom. nov. für
Fissurisepta rostrata Watson nee Seg., id. p. 404; (Cranopsis?) erecta n. ibid.,
id. p. 405.
Rimula (Desh.) frenulata n. Westindien; Dali p. 406 t. 28 fig. 4.
Fissurella (Brug ) fluviana (Glyphis) n. Westindien; Dali p. 408 1. 14 fig. 6;
robusta n. Port Elizabeth; Sowerby p. 12 1. 1 fig. 5. 6; parviforata n. ibid., id.
p. 12 t. 1 fig. 7.
Emarginula (Lam.) dentigera n. Bermudas; Heilprin p. 142 t. 8 fig. 7;
pileum n. ibid., id. p. 142 t. 8 fig. 6.
Phasianellidae.
Phasianella (Lam.) dubia (Eudora) n. Casablanca, Marocco; Monterosato
p. 31; azorica n. Azoren; Dautzenberg p. 61 t. 4 fig. 5.
b. Docoglossa.
Acmaeidae.
Pectinodonta (Dali.) arcuata Dali, zuerst abgebildet Dali t. 25 fig. 3.
Propilidiidae.
Lepetella (Verrill.) tubicola Verrill, zuerst abgebildet Dali t. 25 fig. 6.
c. Isopleura.
Chitonidae.
Leptochiton (Gray) pergranatus n. Westindien; Dali p. 414.
Hanleyia (Gray) tropicalis Dali abgebildet bei Dali t. 26 fig. 8 c. d.
Notoplax (Ad.) floridanus n. Florida; Dali p. 416.
IL Opisthobranchiata.
a. Tectibranchiata.
Actaeonidae.
Actaeon (Montf.) delicatus n. Westindien ; Dali p. 41 1. 17 fig. 5 (=fasciatiis
Dali nee Lam.); Montorosatoi n. Azoren; Dautzenberg p. 20 1. 1 fig. 2.
Ovulactaeon n. gen., cypräenartig. involut, mit einer Perforation am Apex,
Spindel einfach, ohne Falten, Mundrand zusammenhängend, einfach, verdickt, der
Wandcallus vorspringend, der Aussenlippe gleichlaufend, Mündung fast linear,
so lange wie die Mündung, an beiden Enden ausgegossen; Typus 0. Meekii n
Westindien; Dali p. 43 t. 33 fig. 3. 4.
Philinidae.
Philine (Ascan.) infundibulum n. Westindien; Dali p. 57; planata n. ibid.,
id. p. 58.
456 Dl"- W. Kobelt: Bericht über die wissenschaftlichen Leistimgen
Umbrellidae.
Umbrella (Lam.) Rushii (Hyalopatiua n.) n. Bahamas; Dali p. 61.
Cylichuidae.
Cylichna (Lov.) Vemllii n. Nordcarolina; Dali p. 54; Richardi n. Azoren;
Dautzenberg p. 23 t. 1 fig. 7; Cheveuxi n. ibid., id. p. 23 t. 1 fig. 6.
Haminea (Leach) Perrieri n. Golf von Siam; Morlet p. 178 t 6 fig. 7.
Bullidae.
Bulla (L.) Krebsii n. Westindien; Dali p. 56; clausa n. ibid., id. p. 57;
Guernei n. Azoren; Dautzenberg p. 24 t. 1 fig. 5.
Toinatinidae.
Utriculus (Brown) Mayoi n. Ostküste von Nordamerika; Dali p 46; vortex
var. domitus n. Westindien; id. p. 47 t. 17 fig. 8; pervius n. ibid., id. p. 48.
Volvula (A. Ad.) Bushii n. Cap Hatteras; Dali p. 51 ; aspinosa n. Nord-
caroliua; id. p. 51.
Toruatina (A. Ad.) Mariei n. Azoren; Dautzenberg p. 21 t. 1 fig. 3;
protracta u. ibid., id. p. 22.
III. Neurobranchia.
Assimineidae.
Assimiuea (Flem.) Ponsonbyi Bttgr. mss., Natal; Morelet p. 17 t. 2 fig. 6.
Acmeidae.
Acme (Hartm.) Pironae n. Friaul; Pollonera p. 52 t. 2 fig. 4. 5; Gentilei
n. Val Corsaglia, Piemont; id. p. 53 t. 2 fig. 1.
Cyclotidae.
Cyclotus (Guildg.) euzonus n. Palawan; Dohru p. 54; Boxalli n. Nordbomeo;
Godwin-Austen p. 343 t. 36 fig. 4; trusanensis n. ibid., id. p. 344 t. 36 fig. 5;
linctus u. ibid., id. p, 345.
Opisthoporus (Bens.) pulchellus n. Siam; Morlet p. 188 t. 6 fig. 5.
Pterocyclus (Bens.) Perrieri n. Siam; Morlet p. 186 t. 6 fig. 6; uiahensis
n. Nordborneo; Godwin-Austen p. 340 t. 35 fig. 3; cucuUus n. ibid., id. p. 340
t. 35 fig. 2.
Rhiostoraa (Bens.) cavernae n. Nordborneo; Godwin-Austen p. 342 t. 36
fig. 1; Gwendolenae n. ibid., id. p. 342 t. 36 fig. 2; Hungerfordi n. ibid., id. p. 342;
Iris n. ibid., id. p. 343.
Cyclostomidae.
Tropidophora (Trosch.) Stumpffi u. und undatolirata n, Nossibe, Madagaskar;
Böttger p. 50.
Cyclostoma (Drp.) Hanningtoui n. Südafrika; Sowerby p. 581 t. 56 fig. 14 ;
ischuraulaxum n. Sicilien, Algerien; Fagot p. 107.
Cyclophoridae.
Cyclophorus (Montf.) Plateni n. Palawan; Do hm p. 55; telifer n. Ostküste
von Luzon; Möllendorff p. 107; translucens n. Kuangsi; Heu de p. 228;
Smithi n. Busuanga, Philippinen; Hidalgo p. 304 t. 15 fig. 4; Cochranei n.
Nordborneo; Godwin-Austen p. 334; Niahensis n. ibid., id. p. 334 t. 35 fig. 1;
Talboti n. ibid., id. p. 335; plilegethon n. ibid., id. p. 335.
Leptopoma (Pfr.) superbum n. Palawan; Dohrn p. 57; Woodfordi n.
Guadalcanar, Salomonen; Sowerby p. 581 t. 56 fig. 13.
im Gebiete der Malakologie wälirend des Jahres 1889. 457
Lagocheilus (Blfd.) dido n. Nordborneo; Godwin- Austen p. 338 t. 39
fig 5; Keppeli n. ibid., id. p. 338 t. 39 fig. 4; mundyanus n. ibid., id. p. 338
t. 39 fig. 6.
Diplommatinidae.
Diplommatina (Bens.) lutea n. Koröre, Palaos; Beddome p. 112 1. 11 fig. 1
platycheilus n. ibid., id. p. 112 t. 11 fig. 2; rubella n. ibid.. id. p. 113 1. 11 fig. 3
aurea n. ibid., id. p. 113 t. 11 fig. 4; crassilabris n. ibid., id. p. 113 t. 11 fig. 5
albata n. ibid., id. p. 113 t. 11 fig. 6; Gibboni n. ibid., id. p. 114 t. 12 fig. 7
strigata var. kororeusis n. ibid., id. p. 115 t. 12 fig. 9; Isseli n. Nordborneo
Godwin-Austen p. 348 t. 38 fig 5; busanensis n. ibid., id. p. 348 t. 38 fig. 4
niahensis n. ibid., id. p. 349 t. 38 fig. 6; spinosa n. ibid., id. p. 348 t. 38 fig. 1
rubra n. ibid., id. p. 349 t. 38 fig. 7.
Arinia ist gute Gattung, jedenfalls grundverschieden von Nieida; Beddome
p. 116.
Hungerfordia n. gen., Gehäuse trochusartig mit wenigen flachen Windungen,
der letzte Umgang stark ausgedehnt und ungefähr in seiner Mitte eingeschnürt,
Deckel an der Einschnürung; H. pelewensis n. Koröre, Palaos; Beddome p. 115
t. 12 fig. 10.
• Pupinidae.
Pupina (Vign.) Doriae n. Nordborneo; Godwin-Austen p. 351 t. 39
fig. 2; Hosei n. ibid., id. p. 351 t. 39 fig. 1; Evansi n. ibid., id. p. 351 t. 39 fig. 3.
Coptocheilus (Gould) Quadrasi n. Busuanga Philippinen; Hidalgo p. 305
t. 15 fig. 5.
Jerdonia (Blfd.)? borneensis n. Nordborneo; Godwin-Austen p. 345
t. 36 fig. 6.
Alycaeus (Gray) galbanus n. Nordborneo; Godwin-Austen p. 346 t. 37
fig. 1; Hosei n. ibid., id. p. 347 t. 37 fig. 2; Everetti n. ibid., id. p. 347 t. 37
fig. 5; specus n. ibid., id. p. 347 t. 37 fig. 4; Broti n. Borneo; Aldrich.
Opisthostoma (Blyth) grandispinosum n. Nordborneo; Godwin-Austen
p. 350 t. 38 fig. 2.
Helicinidae.
Helicina (Lam.) usukanensis n. Nordborneo; Godwin-Austen p. 352 t. 39
fig. 7; altivaga n. Upolu; Aucey p. 205.
Georissea.
Georissa (Blfd.) Hosei n. Nordborneo; Godwin-Austen p. 353 t. 39 fig. 11
Williamsi n. ibid., id. p. 353 t. 39 fig. 10; niahensis n. ibid., id. p. 353 t. 39 fig. 8
Hungerfordi n. ibid., id. p. 354 t. 39 fig. 9; anaemata n. Südwesthupe, China
Gredler p. 157.
IV. Pulmonata.
I. Stylominatopliora.
Agnatha.
Daudebardia (Hartm.) rufa var. viridis n. München; Reuleaux p. 163;
rufa var. cycladum n. Andros; Martens p. 181 t. 10 fig. 1.
Ennea (Ad.) zanguebarica n. Sansibar; Morelet p. 10 t. 1 fig. 7; natalensis
n. (später in E. pentodon umgetauft) Natal, id. p. 11 t. 2 fig. 1; candidula n.
Port Elizabeth, id. p. 12 t. 2 fig. 2; pusilla n. (später in minuta umgetauft) ibid..
458 Dr. W. Kobelt: Bericht über die wissenschaftliclien Leistungen
id. p. 13 t. 2 fig. 3; Möllendorffi n. Busnanga; Hidalgo p. 302 t. 15 flg. 2;
Morleti n. ibid., id. p. 303 t. 15 fig. 3.
Streptaxis (Gray) normalis n. Venezuela; Jousseaume p. 247 t. 9 fig. 19.
Limacidae.
Agi'iolimax (Malm.); Limax queenslandicus Hedley und L. Legrandi Täte
aus Australien sind synonym mit Agriolimax laevis; Simroth p. 180.
Amalia (Moq. Tand.) Kollyi (Gigantomilax) n. Batum, Risa; Retowski
p. 228.
Atoxon n. gen. Urocyclusartig, aber ohne Pfeile; Hildebrandti n. Somali-
land; Simroth p. 58 t. 3 fig. 14; Schulzei n. Kongogebiet, id. p. 58 t. 3 fig. 15
Büttneria n. gen., ebenfalls ohne Pfeil, aber mit Pfeildrüse an der Ruthe;
Leuckarti n. San Salvador; Simroth p. 59 t. 3 fig. 3. 7. 16.
Limax (L.) modestus n. Var, Südfrankreich; Florence p. 333.
Milax (Gray) Pacomei n. Var, Südfrankreich; Florence p. 327.
Phaneropus n. gen. Nackt, Genitalien ganz einfach, vas deferens ganz kurz,
ohne Kalksäcke und Patronenstrecke, Genitalöffnung gross, für Ph. Reinhardti n.,
Gebiet des Tanganyika; Simroth p. 61 t. 3 fig. 2. 4. 17.
Trichotoxon n. gen. Urocyclusartig, mit zwei bleibenden Pfeilen, für U.
Martensi Heynem.; Simroth p. 54; Heynemanni n. Ostffrika, id. p. 54 t. 3
fig. 6. 8. 10—13.
Hyalinidae.
Hyalina (Alb) Boettgeri (Conulopolita) n., Sephanos bei Trapezunt;
Retowski p. 230 (die zweite Art dieser Gruppe); (Vitrea) samsunensis n.
Samsun, id. p. 231; (Polita) crenimargo n. Risa, id. p. 231; (Retinella) difficilis
var. discrepans n., Adscharizkal bei Batum, id. p. 233; (R.) secernenda nom. nov.
für R. Duboisi Mousson nee Kryn., id. p. 233; subsuturalis Böttger Circassien,
zum ersten Mal abgebildet bei Böttger tab. 1 fig. 2, oschtenica Bttg. ibid.
fig. 3, difficilis Bttg. ibid. fig. 4; Simpsoni n. (Zouites) Indianerterritorium, U. S.;
Pilsbry p. 412 t. 12 fig. 8—10; selenitoides n. (Zonites) Mariposa, Califoruieu,
id. p. 413 t. 12 fig. 13—15; nitidissima var. aegaea n. Naxos; Martens p. 181,
var. samia n. Samos, id. p. 189 1. 10 fig. 2; Dalliana (Zonites) n. Florida: Pilsbry
p. 83 t. 3 fig. 9-11.
(Polita) Fruhstorferi n. Brasilien; Böttger p. 28; (P.) insularis n. ibid.,
id. p. 28; (P.) sublenticularis n. ibid , id. p. 29; baldwini n. Sandwichsinseln ;
Ancey p. 192.
Ernstia nom. nov. für Conulus Fitz., weil dieser Name angeblich schon
bei den Echiniden vergeben; Jousseaume; E. Ernsti n. Venezuela, id. p. 251
t. 9 fig. 17. 18.
Naninidae.
Helicarion (Fer.) Paviei n. Kambodscha; Morlet p. 174 t. 6 fig. 1; (Austenia)
Feae n. Birma; Tapparone Canefri p. 313 t. 9 fig. 1—7.
Hemiplecta (Alb.) dichromatica n. Slam; Morlet p. 175 t. 6 fig. 2.
Macrochlamys (Bens.) Stumpffi n. Nossibe, Madagaskar; Böttger p. 43;
Auriettae n. Birma; Tapparone Canefri p. 318.
Microcystis (Beck) platyla n. Sandwichsinseln; Ancey p. 196; hartmanni
n. ibid., id. p. 198; abeillei n. ibid., id. p. 199; plicosa n. ibid., id. p. 200; vahuensis
n. ibid., id. p. 202; indefinita n. ibid., id p. 203; baldwini u. ibid., id. p. 204;
cicercula var. boettgeriana n. ibid., id. p. 206; perlucens n. ibid., id. p. 207.
im Gebiete der Malakologie während des Jahres 1889. 459
Nanina (Schum.) Plateni ii. Palavan; Dohrn p. 58.
Tropidoptera n. gen. für Hei. alata Pfr. von den Sandwichsiuseln; Ancey
p. 191.
Vitrinidae.
Vitrina (Lam.); Simroth verwirft nach eingehender anatomischer Unter-
suchung die nach Schalencharakteren aufgestellten Untergattungen und unter-
scheidet vier Gruppen: 1. mit einfachsten Genitalien: pellucida, angelicae, hie-
malis; 2. mit Drüsenabschuitt am Penis: diaphana, Heynemanni, Kochi, rugulosa
3. mit Drüsenabschuitt und Pfeilsack: elongata, brevis, nivalis, truncata, carniolica;
4. mit Uebertragung des Pfeilsackes auf den Eileiter: Audebardi, Draparnaldi
und die Maderenser. Die Arten jeder Gruppe sind anatomisch ununterscheidbar
und nur Formen einer Art; birmanica n. Birma; Tapparone Canefri p. 316.
Zonitidae.
Zonites (Montf.) Oertzeni n. Südeuböa; Martens p. 173 t. 9 fig. 1; casius
n. Kasos, id. p. 190 t. 9 flg. 4. 5; rhodius n. Rhodos, Syme, id. p. 191 t. 4 fig. 2;
polycrates n. Samos, Chios, id. p. 192 t. 9 fig. 8.
Poecilozonites (Bttg.) reinianus v. goodei n. Bermudas; Pilsbry p. 85 t. 3
fig. 12. 13.
Helicidae.
Helix L.
Palaearktisches Gebiet. (Levantina) Werneri Rolle mss. Cilicien; Kobelt
p. 138; (Lev.) urmiensis Naegele mss. Urmia, id. p. 139; (Gonostoraa) columnae
n. PoKSonby mss., id. p. 140, Nordmarokko; (Heliomanes) Richardi n. Ponsonby
mss., Südmarokko, id. p. 141; (Gon.) Walkeri n. Psby. mss., Nordmarokko, id.
p. 140; leucosticta n. Südarabien; Martens p. 147; (Campylaea) Tiesenhauseni
n. Südtirol; G redler p. 195; Faudensis n. (später in faudina umgetauft) Monte
Fauda in Westligurien; Sulliotti p. 38; erythrocheila nom. nov. für rufllabris
Benoit liec Jeffreys, id. p. 40; (Iberus) messanensis n. Messina, id. p. 42; (Fruti-
cicola) bavarina n. Königssee; Westerland p. 59; (Fr.) Ponsonbyi n. Tanger,
id. p. 63; (Carth.) bifaria n. Brussa, id. p. 75; praerupta n. = crenophila Ret.
nee Pfr., Krim, id. p. 85; (Carth.) innema n. Italien, id. p. 97; (Camp.) hospes n.
Südküste der Krim, id. p. 127; (Ereraia) desertorum var. pachytoichea n. und
var. Kobelti n. syrische Wüste, id. p. 151 ; (Xerophila) taeniata n. Mogador, id.
p. 172; (Xer.) erythraea n. Oran, id. p. 179; (Xer.) sebkarum n. Debeaux mss.,
Oran, id. p. 179; (Xer.) aequa n. Algier, id. p. 183; (Xer.) zemonicensis n. Dal-
matien, id. p. 187; (Xer.) ramlensis n. Bgt. mss. Egypten, id. p. 196; (Xer.)
rhodochila n. Algier, id. p. 205; Locardi n. Pamplona, id. p. 207; Panescorsi n.
Bereng. mss., Südfrankreich, id. p. 207; dolomitica n. Deb. mss. Oran, id. p. 209;
rachgonica n. Bgt. mss. Insel Raschgun, id. p. 210; Gouini n. Deb. mss. Oran,
id. p. 215 ; calographa n. Prevesa, id. p. 228 ; metabola n. Lampedusa, id. p. 237 ;
ariantina n. Menorka, id. p. 246; pastorella n. Euböa, id. p. 249; curetum u.
Creta, id. p. 249; Breveti n. Deb. mss. Tlemcen, id. p. 269; leiolemma n. Burgos,
id. p. 272; Pinii n. Spezzia, id. p. 277; hieracontina n. Jericho, id. p. 297;
Barneyana n. Ancey mss. Algerien, id. p. 313 ; ablennia n. Bgt. mss. Algerien,
id. p. 313; Caficii n. Adami mss. Sciacca, id. p. 318; eminens n. Syra, id. p. 324;
columbina n. Algerien, id. p. 325; orophea n. Cartagena, id. p. 331; dysmica n.
französische Westküste, id. p. 339; agenora n. Egypten, id. p. 353; ogygiaca n.
Malta, id. p. 362; (Iberus) arista n. Monte Cassino, id p. 375; (Macularia) embia
460 Dr. W. Kobelt: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
var. apista n. Nemours , id. p. 437 ; (M.) anoterodon var. variosculpta n. Lella
Maruia, id. p. 438; (Iberus) Caltabelottensis u. Sicilien; Kobelt sp. 644; (Xer.)
zaccarensis n. Zaccar, Algerien, id. sp. 658—660; (Xer.) calida n. Hammam Rirha,
id. sp. 661. Zum ersten Mal abgebildet sind in der Ikonographie: (Iberus)
verrucosa Mtrs. fig. 647; (Ib.) tumidosa Mtrs. fig. 646; (Ib.) Viola Psby. fig. 648;
(Levantina) unuiensis Naeg. fig. 651, 652; (Lev.) Werneri Rolle fig. 653—55;
(Gonost.) columnae Psby. fig. 662; (Gon.) Walkeri Psby. fig. 663; (Camp ) oetaea
n. Oeta; Martens p. 174 t. 10 fig. 4; (Xer.) biangulosa n. Südeuböa, id. p. 176
t. 10 fig. 11; (Frut) andria n. Audros, id. p. 181 t. 10 fig. 5; (Camp.) cyclolabris
var. bacchica n. Naxos, id. p. 182; (Pseudocamp.) dictaea n. Creta, id. p. 186 t. 10
fig. 7; (Xer.) gradilis n. Elasia, id. p 186 t. 10 fig. 12; (Frut.) proclivis n. Samos,
Kleinasieu, id. p. 193 t. 10 fig. 8; (Camp.) testacea n. Kasos, id. p. 194 1. 10 fig. 6;
(Xer.) calymnia n. Kalymuos, id. p. 197 t. 10 fig. 10; (Pomatia) asemnis var.
homerica n. Chios, Syme, id. p. 195 t. 11 fig. 4 und var. venusta n. id. p. 201
t. 11 fig. 6. 7. Servain zerlegt Hei. arbustorum in 27 Arten, davon neu Hei
dravica p. 383 von Esseg in Slavonien; albulana Bgt mss. p. 388 von Arcis-
sur-Aube und Wien; Feroeli Bgt. mss. p. 389 von zahlreichen Fundorten;
vibrayana p. 391, ebenso; musdorfensis n. p. 393 von Musdorf bei Wien; nazarius
n. Bgt. mss. p. 394 von St. Nazaire; illusana n. p. 395, Elsass; Knitteli n. Bgt.
mss. p. 400, Salzburg.
China. (Plectopylis) vallata u. Tschen-Keou; Heude p. 45; seraphinica n.
Kuangsi, id. p. 225; Renaltiana n. ibid., id. p. 226; sanata n. ibid., id. p. 226;
(Plectop.) secura n. ibid., id. p. 226; vorticellina n. ibid., id. p. 227; keratina n.
ibid., id. p. 227; ostreola n. (=Helicina Grredleriana Moll, fide Gredler) ibid., id.
p. 227; Anceyi n. MöUendff. mss. Szetschuen; Ancey p. 205.
Hinterindien. (Dorcasia) extrusa n. Birma; Tapparone-Canefri p. 204.
Philippinen. (Chloritis) inquieta n. Palavan; Do hm p. 60; (Obbina)
gallinula var. morongensis u. Ostküste von Luzou; Möllendorff p. 103;
Bintuanensis n. Busuanga; Hidalgo p. 296 t. 13 fig 1; Bulacanensis Hid.,
zuerst abgebildet, ibid. t. 13 fig. 2; Fernaudezi n. Busuanga, id. p. 299 t. 13
fig. 4; Planasi n. ibid., id. p. 300 t. 13 fig. 3.
Palaos. (Endodonta) kororensis n. Koröre; Beddome p. 116 t. 12 fig. 11 ;
(End.) fuscozonata n. ibid., id. p. 116 t. 12 fig. 12.
Neuguinea. (Geotrochus) Horderi n.; Sowerby p. 577 t. 56 fig. 1; (Trachia)
Dentoni n.; Ford p. 138.
Melanesien. (Corasia) Woodfordi n. Guadalcanar, Salomonen; Sowerby
p. 578 t. 56 fig. 6.
Louisiaden. (Chloritis) subcorpuleuta n.; Smith p. 201 t. 11 fig. 14;
(Geotrochus) Thomsoni n. id. p. 202 t 11 fig. 12. 13.
Madagaskar. (Helicophanta) partuliformis n. Nossibe; Böttger p. 45;
(Ampelita) lanciformis n. ibid., id. p. 47, nebst var. Nossibeensis p. 48.
Südafrika. (Sculptaria) retisculpta n. Damaralaud ; M art e n s p. 155 ; (Pella)
turmalis n. Port Elizabeth; Morelet p. 5 t. 1 fig. 1; (P.) inops n. (p. 200 in
H. inclara umgetauft) von ebenda, id. p. 6 1. 1 fig. 2 ; coagulum n. Südwestafrika ;
Martens p. 100; carnua n. ibid., id. p. 101; (Pella) namaquana n. Namaland,
ibid. p. 101.
Centralamerika. (Odontura) Strubelli n. Honduras; Böttger p. 164.
im Gebiete der Malakologie während des Jahres 1889. 461
"Westindien. (Hemitrochus) Streatori n. Cayman Insel, südlich von Cuba;
Pilsbry p. 413 t 12 fig. 1.
Südamerika. (Trichia) Venezuelensis n. Venezuela; Jousseanme p. 248
t. 9 tig. 12. 13; (Tr.) Rojasi n. ibid., id. p. 249 t. 9 fig. 9. 10 [beide schwerlich
Trichia, eher zu Patula gehörend].
Patula (Hartm.) Feae (Kaliella?) n. Birma; Tapparone-Canefri p. 328
t. 8 flg. 7. 8; (Pitys) Hamyana n. Gambierinsel; Ancey p. 84; (Endodonta)
Garretti n. Gesellschaftsinseln, id. p. 118; digonophora n. Oahu, Sandwichsinseln;
Ancey p. 171; (Charopa) Baldwini n. Sandwichsinseln, id. p. 176; (Pitys) elisae
n. ibid., id. p. 180; (Endodonta) apiculata n. ibid., id. p. 188.
Cochlostyla (Fer.) Fischeri n Busuanga, Philippinen; Hidalgo p. 301 t. 14
fig. 5; mainitensis Hfcl. zum ersten Mal abgeb. t. 14 fig. 2, Luengoi t. 14 fig. 3,
codonensis t. 14 fig. 4, Alberti Brod. var. ouyx t. 15 fig. 1.
Trochomorpha (Alb.) Godeti n. Guadalcanar, Salomonen; Sowerby p. 578
t. 56 fig. 10; nigrans n. Louisiaden; Smith p. 200 t. 11 fig 9—11.
Bulimidae.
Amphidromus (Alb.) entobaptus n. Palavan; Dohrn p. 62; Begiui Morlet,
Kambodscha, zum ersten Mal abgebildet bei Morlet t. 6 fig. 4.
Bulimus (Scopoli) snperstriatus n. Yquitos, Peru; Sowerby p. 578 t 56
fig. 9; Salteri n. Catamarca, id. p. 578 t. 56 fig 4; fulminans var. Linterae n.
Roraima, id. p. 582 t. 56 fig. 12; (Plecachilus) guairensis n. Venezuela;
Jousseaume p. 244 t. 9 fig 11.
Buliminus (Ehrbg.) ferghanensis n. Ferghana; Kobelt sp. 588; ßrotianus
n. Clessin mss,, Syrien, id. sp. 606; issericus n. Algerien, id. sp. 621; kabylianus
var. mansurensis n. ibid., id. sp. 624 ; Jeannotii var. blidahensis n. ibid., id. sp. 626,
var. olivetorum n. ibid., id. sp. 627, var. thayacus n. ibid., id. sp. 628, var. zeugi-
tanus n. ibid., id. sp. 629, var. lambaesensis n. ibid., id. sp. 630, Boghariensis n.
ibid., id. sp. 632. Zum ersten Mal abgebildet sind in der Iconographie : trigono-
chilus Ancey sp. 589; Komarowi Ancey sp. 596; euxinus Ret. sp. 604; nanus
Ret. sp. 605; diodon Ret. sp. 607; Schlaeflii Mouss. sp. 614; bonensis Westerl.
sp. 616; Vriesianus Ancey sp. 631 ; jauus Westerl. sp. 638. 639; Micelii Kob.
sp. 640; Berthieri Let. sp. 642; punicus Let. sp. 643; dryops n. Korax, Nord-
griechenland; Märten s p. 177 t. 11 fig. 11; cosensis var. chius und var. symius,
Chios und Syme id. p. 198 t. 11 fig. 7. 8; iChondrula) samius n. Samos id. p. 199
t. 11 fig. 12; adanicus n. Aden; Jousseaume p. 345; heliocaus n. Bourg. mss.
ibid., id. p. 346; ragius n. ibid., id. p. 347; (Ovella) sebasmia n. Aden;
Jousseaume p. 350.
(Buliminus [Ehrbg.]) biplicatus (Brephulus) n. Auswurf des Tschorok bei
Batum; Retowski p. 248; (Chondrula) Kollyi n. ibid., id. p. 249; (Ch.) tricollis
var. excellens n. ibid., id. p. 251; (Rhachis) picturatus u. Mogadoxo, Sansibar;
Morelet p. 7 t. 1 fig. 4; Gomezi n. Usagara, Südafrika; Sowerby p. 580 t. 56
fig. 8; Hanningtoni n. ibid., id. p. 580 t. 56 fig. 7; (Mesembrinus) Bowkeri n.
Capkolonie id. p. 581 t. 56 fig. 5.
Bulimulus (Leach) hemphilli n. = floridanus var. Binney Manual fig. 440
Florida; Wright p. 8.
Stenogyridae.
Stenogyra (Shuttl.) acus n. Natal; Morelet p. 8 t. 1 fig. 3.
Synopeas n. gen. für Opeas caracasensis Rve. und Verwandte, nur durch
462 Dl'- W. Kobelt: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
unbedeutende Schalenunterschiede von Opeas verschieden; Jousseaume p. 238;
Simoni n. Venezuela, id. p. 239 t. 9 fig. 1; carinulata n. ibid., id. p. 240 t. 9 flg. 6.
Holospira (Martens) elizabethae n. Guerrero, Mexiko; Pilsbry p. 81 t. 8
fig. 1—5.
Cionellidae.
Ferussacia (Risso) arctica n. Halbinsel Kola; Weste rlund p. 169.
Tornatellina (Beck) baldvi'ini n. Oahu, Sandwichsinseln; Ancey p. 238;
euryomphala n. Maui, ibid., id. p. 239.
Digoniaxis n. gen., ausgezeichnet durch zwei Lamellen auf der Spindel,
welche bei der durchsichtigen Schale überall sichtbar sind, und einen zweikantigen
letzten Umgang; Jousseaume p. 348; bourguignati n. Aden, id. p. 348.
Pupidae.
Pupa (Drp.) pontica (Lauria) n. Samsun; Retowski p. 253; (Orcula)
doliolum var. batumensis n. Batum, id. p. 254; orientalis var. obesa n Antiochia,
Syrien; Blanckenhorn p. 79; Diecki n. Kulab, Ostturkestan; Gredler p. 162;
(Sphyradium) Spinellii n. Südtirol, id. p. 199; (Faula) Ponsonbyana n. Port
Elizabeth, Natal; Morel et p. 9 1. 1 fig. 5; calamitosa n. Südcalifornien ; Pilsbry
p. 411 t. 12 fig. 16. 17; Sterkiana n. ibid., id. p. 412 t. 12 fig. 2. 3; Holzingeri n.
Sterki mss. Minnesota, id. p. 414 t. 12 fig. 4— 7; (Pupilla) poltavica n. süd-
russischer Löss; Böttger p. 38 t. 6 fig. 7; (Leucochila) Simoni n. Venezuela;
Jousseaume p. 246 t. 9 fig. 2.
Angustula n. subg. Pupae, für V. Venetzii Ch. luid milium Gould; Sterki
p. 117.
Böttger erhebt Pupa zur Familie Pupidae und erkennt die meisten alten
Untergattungen als Gattungen an. Er errichtet die neuen Gattungen Negulus
für P. Reinhardti Jickeli aus Abessynien, Acmopupa für Bul subtilissiraus
A. Br. aus dem Hochheimer Oligocän; feiner bei Vertigo die Sektionen Enneo-
pupa für P. cylindrella A. Br., Ptychalaea für V. flexidens Reuss und Pseudelix
für V. microhelix Sdbgr., lauter fossile Arten.
Clausilia (Drp.) difficilis (Euxina) n. Auswurf des Tschorok bei Batum;
Retowski p. 256; (Eux.) Reuleauxi var. discedens n. ibid., id. p. 258; corpulenta
var. liostoma n., var. proteus n., var. samsunensis n., Nordküste von Kleinasien,
id. p. 259, 260; (Oligoptychia) gracillima n. Auswurf des Tschorok, id. p. 261;
(Ol.) comnena n. Sepbanos bei Trapezunt, id. p. 262; (Serrulina) semilamellata
var. serrulosa n. ibid., id. p. 263; (Euxinastra) hamata Bttg. Batum, (Euxina)
Reuleauxi Bttg. ibid., (E.) climax Bttg. ibid., (Micropontica) circassica Bttg.,
(M) Retowskii Bttg. ibid., zum ersten Mal abgebildet bei Böttger tab. 1 fig. 6
bis 10; (Delima) pantocratoris n. Korfu; Böttger p. 135; Sehweinfurthi n.
Menaha, Südarabien, alt, 7500'; Martens p. 152; adaucta n. Südwestliupe, China;
Gredler p. 156; cholerigeua n. Südhupe; Heude p. 40; ruptiva n. (= coccygea
Gredler pi'ior) ibid., id. p 41; lepidospira n. ibid., id. p. 42; psilodonta n. ibid.,
id. p. 42; rustica n. ibid., id. p. 43; diaconalis n. Setschuan, id. p. 43; scholastica u.
ibid., id. p. 44; Baziniana n. Kuangsi, id. p. 228; circinnata n. ibid., id p. 228;
comminuata n. ibid , id. p. 229.
Nenia (Ad.) Flachi n. Peru; Böttger p. 166.
Achatinidae.
Achatina (Lam.) Orawfordi n. Natal; Morelet p. 8 t. 1 fig. 3; Barriana n.
Calabar; Sowerby p. 579 t. 56 fig. 2; Smithi n. ibid., id. p. 579 t. 56 fig. 3;
im Gebiete der Malakologie während des Jahres 1889. 463
Linterae n. Port Elizabeth, id. p. 580 t 56 fig. 11; Schencki n. Drakensberge,
Transvaal; Martens p. 164.
Livinhacia n. gen. für die Achatinen mit nicht abgestutzter Spindel
(Achatina nilotica Pfr. nnd Bulimus Kraussi Pfr.); Crosse p. 105.
Achatinellidae.
Auriculella (Pfr.) armata n. Oahu; Ancey p. 213; westerlundiana n. Hawaii,
id. p. 218; umbilicata n. Maui, id. p. 232; tenella n. Oahu, id. p. 232.
Succineidae.
Succinea (Drp ) sallei (Neritostoma) n. Venezuela; Jousseaume p. 252
t. 9 fig. 7. 8; aurulenta n. Hawaii; Ancey p. 242; delicata n. Maui, Sandwichs-
inseln, id. p. 243; lutulenta n. ibid., id. p. 244; cinuamomea n. Oahu, id. p. 247;
mauiensis n. Maui, id. p. 248; baldwini n. ibid., id. p. 251.
Athoracophoridae.
Athoracophorus (Gould) marmoratus Martens mss., Neuseeland; Simroth
p. 71 t. 4 fig. 9. 10; verrucosus n. Martens mss., ibid., id. p. 71 t. 4 fig. 11 — 14.
Die Gattung ist nicht genetisch mit Limax verwandt, ihre Tentakeln sind von
den Ommatophoren ganz verschieden.
Vaginulidae.
Vaginula (Fer.) proxima n. Birmanien; Tapparone-Canefri p. 338
t. 7 fig. 8. 9; Andersoniana n. ibid., id. p. 338 t. 7 fig. 6. 7.
Onchidiidae.
Onchidium (Lam.) pallidipes n. Birmanien; Tapparone-Canefri p. 329.
Veronicellidae.
Leonardia n. gen. für L. Nevilliana u. Birma; Tapparone-Canefri
p 332 t. 8 fig. 1—3, t. 7 fig. 1-5.
Basommatophora.
a. Geophila.
Auriculacea.
Alexia (Leach) acumiuata n. Natal; Morel et p. 15 t. 1 fig. 11; pulchella
n. ibid., id. p. 15 t. 1 fig. 10; myosotis var. Hiriarti n. Küste des biscayischen
Meerbusens; de Polin p. 91.
Melampus (Montf.) acinoides n. Natal; Morelet p. 14 t. 1 fig. 9.
Zospeum (Bourg.) Tellinii n. Friaul; Pollonera p. 49 t. 2 fig. 6.
b. Hygrophila.
Physa (Drp.) Cornea (Isidora) n. Natal; Morelet p. 16 t. 1 fig. 8; cupre-
onitens n. Colorado; Co ck ereil p. 63; Simoni n. Venezuela; Jousseaume
p. 253 t. 9 fig. 3. 4.
Die sämmtlichen seither zu Physa gestellten liuksgewuudenen Wasser-
schneckeu aus Australien haben nach Cooke mit Physa s. str. (Typus Ph.
fontinalis) nichts zu thun; sie stehen in der Zungenbewaffnung den afrikanischen
Isidora viel näher uud werden mit diesen zusammen als Bulinus Adanson
zusamniengefasst; die Gattung steht Pianoibis näher als Limnaea. Die Gattungen
Pyrgophysa Crosse, Ameria A. Ad., Glyptophysa Crosse, Physastra Tapp,
werden eingezogen.
V. Scaphopoda.
Dentalium (L.) callipeplum n. Westiudien; Dali p. 419 t 27 fig. 12. 6;
matara n. ibid., id. p. 420; calamus n. ibid., id. p. 421; taphrium n. ibid., id.
464 Dr. W. Kobelt: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
p. 422; Carduus n. ibid., id. p. 423 t. 27 fig. 3; Gouldii n. ibid., id p. 424 t. 26
fig. 4; callitbris n. ibid , id. p. 427 t. 27 fig. 10. Zum erstenmal abgebildet sind:
perlongum Dali t. 27 fig 6 ; sericatum Dali t. 26 fig. 1 ; ceratum Dali t. 26 fig. 5,
t.27 flg. 2; ophiodon Dali t. 26 fig. 9.
Cadulus (Phil.) poculnm n. Westindien; Dali p. 429; acus n. ibid., id.
p. 432 t.27 fig 11; minusculus n. ibid, id. p. 432. Zum erstenmal abgebildet
sind : quadridentatus Dali t. 27 fig, 5 ; aequalis Dali t. 27 fig. 9 ; Watsoni Dali
t.27 fig. 12a; Agassizi Dali t.27 fig. r2c; lunula Dali t.27 fig. 8; Cucurbita Dali
t. 27 fig. 12 a; amiantus nom. nov. für sauridens Dali nee Watson, id. p. 431
t. 27 fig. 7.
VI. Lamellibrancliiata.
Dali (Rep. Albatross) ist unabhängig von Neumayer und nicht von den
fossilen, sondern von den lebenden Gattungen ausgehend und unter sorgfältiger
Erwägung der biologischen Verhältnisse doch zu ganz ähnlichen Resultaten über
die Systematik der Bivalven gelangt. Er imteischeidet:
1. Anomalodesmacea , archaische Formen mit zahnlosem Schloss und
einem eigenen Vorsprung für den Knorpel. Hierhin die Unter-
ordnungen Solenomyacea, Anatinacea, Myacea, Ensiphonacea s. Tubicolae
und Adesmacea s. Pholadacea.
2. Prionodesmacea mit quergefaltetem (orthodontem) Schloss mit den
Unterordnungen Nuculacea, Arcacea, Trigoniacea, Najadacea, Mytilacea,
Pectinacea, Anomiacea imd Ostracea.
3. Teleodesmacea, mit complicirterem Schloss. Hierhin die Tellinacea,
Solenacea, Mactracea, Cardiacea, Oarditacea, Chamacea, Tridacnacea,
? Leptonacea, Lucinacea, ? Isocardiacea, Veneracea.
Die beiden ersten Ordnungen sind die älteren und enthalten deshalb auch
die meisten perlmutterartige Schalen mit einfachem Schloss; die Teleodesmacea
sind jünger und am weitesten in der Spezialisation vorgeschritten. Sämmtliche
Schlossformen lassen sich auf drei Grundtypen zurückführen: zahnlos, mit senk-
rechten und mit queren Zähnen, aber die drei Typen können in verschiedener
Weise combinirt sein. Die ältesten Formen sind zahnlos, aber nicht alle zahn-
losen Schlösser gehören zu .diesem Typus, können vielmehr auch durch Ver-
kümmerung der beiden anderen Typen entstanden sein. (Cfr. auch Amer.
Journ. Science.)
I. Tetrabranchiata.
a. Ostracea.
Pectinidae.
Pecten (Müll.) effluens Dali Westindien abgebildet bei Dali (Albatr.)
t. 11 fig. 9; (Pseudammusium) strigillatum desgl. 1. 11 fig. 2.
Limidae.
Liraatula (S. Wood) setifera Dali abgebildet bei Dali (Albatr.) 1. 14 fig. 10.
b. Mytilacea.
Aviculidae.
Meleagrina (Lam ) capensis n. Natal; Sowerby p. 158 t. 3 fig. 10.
Mytilidae.
Mytilus (L.) herculeus n. Mittelmeer; Locard p. 88; pelecinus n. französische
Küsten; id. p. 98, t. 4 fig. 1; trigonus n. Dünkirchen, id. p. 102 t. 5 fig. 3; glocinus
im Gebiete der Malakologie während des Jahres 1889. 465
n. Mittelmeer; id. p. 107 t. 5 fig. 1; spathulinus n. Brest, id. p. 134 t. 3 fig. 3;
Ma^rioni n. Etang de Berre, id. p. 159 t. 5 fig 6.
c. Arcacea.
Arcidae.
Area (Anadara) Sabinae n. Golf von Siam; Morlet p. 189 t. 8 fig. 6.
Ledidae.
Malletia (Desm.) goniura n. Pacific, westlich von Ecuador. 1500m; Dali
Albatr. p. 251 1. 10 fig. 10; (Tindaria) aeolata n. Westindien, 1760 m id. p. 252;
(T.) agathida n. ibid. id. p. 252 1. 13 fig. 10; (T.) acinura n. ibid. id. p. 253 1. 13
fig. 4; (T.) virens n. Westküste von Patagonien, bis 900 m, id. p. 254 1. 13 fig. 3.
Yoldia (Mörch) scapania n., östlich von Rio Janeiro; Dali p. 254 t. 13
fig. 6; pompholyx n. Westindien, bis über 2000 m, id. p. 255 1. 13 fig. 8.
Leda (Schum.) cestrota n. Aspinwall; Dali p. 255 t. 13 fig. 7; platessa n.
Rio Janeiro; id. p. 256; pontonia n. Galapagos, id. p. 257 1. 13 fig. 5. 6.
Nuculidae.
Nucula(Lam.) Verrilli Dali zuerst abgeb. Dali Albatr. 1. 14 fig. 4; cymella
Dali desgl. t. 13 fig. 1 ; callicredemna n. Tobago, 1760 m, id. p. 258 1. 13 fig. 9.
Crassatellidae .
Crassatella (Lam.) acuminata n. Natal; Sowerby p. 156 t. 3 fig. 6.
Erycinidae.
Montacuta (Turt.) capensis n. Natal; Sowerby p. 157 t. 3 fig. 8.
Najadea,
Unio (Retz.) Dautzenbergi n. Siam; Morlet p. 190 t. 8 fig. 5; semidecoratus
n. ibid., id. p. 192 t. 8 fig. 4; Siamensis n. ibid., id. p. 194 t. 7 fig. 2; Sutrangensis
n. ibid , id. p. 195 t. 9 fig. 3; cristulatus n. Rhonegebiet; Drouetp. 41 1. 1 fig. 1;
redactus n. ibid., id. p. 57 t. 1 fig. 2; badiellus Dr. abgebildet id. t. 1 fig. 4, sub-
orbicularis Dr. t. 1 fig. 5, Charpyi Dr. t. 2 fig. 1, lacustris Dr. t. 2 fig. 2, crassulus
Dr. t. 2 fig. 5; Feae n. Birma; Tapparone-Canefri p. 64; protensus n. nebst
var. obtusatus und var. ellipticus n. ibid., id. p. 349; pulcher n. ibid., id. p. 351;
generosus var. delapsus n. ibid., id. p. 352; Granellii n. nebst var. degener n.
ibid., id. p. 353; rectangularis n. ibid., id. p. 354; margaritanopsis n. Lot, Frank-
reich; Locard p. 17; Pacomei n. Bgt. mss., Rhonegebiet, id. p. 20; zoasthenus
n. Mittelfrankreich, id. p. 22; Jurianus n. Jura, id. p. 23; manculus n. Jura, id.
p. 24; Giberti n. Marne, Seine, id. p. 25; catalaunicus n. Coutagne mss., Marne,
id. p. 27; orbus n. Jura, Cote d'or, id. p. 32; andeliacus n. Seine etc., id. p. 32;
nubilus n. id. p. 33; Valliericus n. Bgt. mss., id. p. 33; Nicolloni n. Loire, id.
p. 35; diptychus n. Loire, id. p. 37; ingrandiensis n. Serrault mss., Loire, id.
p. 37; materniacus n. id. p. 37; Financei n. = batavus var. sinuatus Gharp,, id.
p. 37; Serraulti n. Servain mss., Loire, id. p. 38; Caumonti n. Bgt. mss., id.
p. 39; Seneauxi n. Bgt. mss., Loire, id. p. 39; Lemotheuxi n. Servain mss., Loire,
id. p. 39; exauratus n. Siagne bei Cannes, id. p. 39; adonus n. Servain mss., id.
p. 40; Hattemanni n. Loire, id. p. 40; ignari n. Vogesen, id. p. 40; ignariformis
n. Gascogne, id. p. 41 ; melantatus n. Loire, id. p. 41 ; Balbignyanus n Loire, id.
p. 41; scotinus n. Moselkanal, id. p. 42; stygnus n. ibid., id. p. 42; Bouchardi n.
Bgt. mss., St. Omer, id p. 43; brindosopsis n. Vienne, id. p. 45; albanorum n.
Pacome mss., id. p. 45; Brebissoni n. Caen, id. p. 46; Hopitali n. Nordfrankreich,
id. p. 46; amblyus n. Castro mss., Loire, id. p. 46; antimoquinianus n. Hautes
Arch. f. Naturgesch. Jahrg. 1890. Bd. IL H.l. 30
466 Dr- W. Kobelt: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Pyren^es, id. p. 47; Frayssiamis n. Coutagne mss., Bouches du Rhone, id. p. 49;
Meyranniciis n. Bgt. mss., Arles, id. p. 49; ararisianus n. Saone, id. p. 49; ara-
monensis n. Rhone, id. p. 50; hydrelus n., id. p. 51; Mariae n. Pacome mss.,
Charolles, id. p. 53; Caroliensis n. ibid., id. p. 53; Passavanti n. Passavant,
Haute Saone, id. p. 53; mucidellus n. Bgt. mss., id. p. 54; talus n. Bgt. mss.,
Südfrankreich, id. p. 55; oesiacus n. Oise, id. p. 58; Perroudi n., id. p. 58; cam-
pylus n. Bgt. mss., id. p. 59; arcuatulus n. Bgt. mss., Seine, id. p. 59; Sousanus
n. Castro mss., id. p. 59; euthymeanus n. Saone, id. p, 60; lugdunicus n. Coutagne
mss., Lyon, id. p. 62; Oberthurianus n. Bretagne, id. p. 62; mucidulinus n., id.
p. 62; aegericus n. Valence, id. p. 63; atharsus n. Bgt. mss., Jura, id. p. 63;
subhispanus n. Castro mss., Loire, id. p. 65; Royauus n. Lyon, id. p. 65; tumi-
dulus n. (Icon. 203, 541, 773) id. p. 70; aldemaricus n., id. p. 70; hennosus n.
(= nyassaensis Smith nee Lea) Nyassasee; Bourguignat p. 38.
Anodonta (Lam.) littoralis n. Argeles-sur-mer, Rhonegebiet; Drouet p. 73
t. 1 flg. 3 ; formosa Dr. zuerst abgebildet id. t. 2 flg. 3 , amnica Dr. t. 2 flg. 4,
convexa Dr. t. 3 flg. 1, dorsuosa Dr. t, 3 flg. 2, tremula Dr. t. 3 flg. 3.
Pseudodon (Gould) ovalis n. Siam; Morlet p. 197 t. 7 flg. 3.
Margaritana (Schum.) Michaudi nom. nov. für Unio elongatus Michaud nee
Lam.; Locard p. 17.
Cardiidae.
Cardium (L.) Annettae (Lophocardium) n. Niederkalifornien; Dali Albatr.
p. 264 1. 10 fig. 4.
Isocardiidae.
Callocardia (A. Ad.) guttata Ad. zuerst abgebildet Dali Albatr. 1. 10 fig. 5 ;
albida n. Rio Janeiro, id. p. 268; Smithii n. Tobago, 1760 m, id. p. 268 t. 10
flg. 1—3; (Callogonia) Leeana n. ibid., id. p. 269 t. 10 fig. 6—9; (Veneriglossa)
vesica Dali abgeb. t. 14 fig. 8. 12.
Callogonia n. subg., ausgezeichnet durch eine enge, tiefe Mantelbucht;
Dali p. 269.
Veneridae.
Tapes (Montf.) Pollonerianus n. Cagliari; Sulliotti p. 35.
Cytherea (Lam.) Penistoni n. Bermudas; Heilprin p. 142 t. 8 fig. 4;
eucymata n. Carolina bis Brasilien; Dali Albatr. p. 271 t. 13 fig. 11.
Chamidae.
Chama (L.) bermudensis u. Bermudas; Heilprin p. 141 t, 8 fig. 1.
Sphaeriidae.
Sphaerium (Scop.) montanum n. Birma; Tapparone - Canefri p. 356;
(Limosina) singleyi n. Texas; Pilsbry p. 88 t. 3 fig. 14. 15.
Limosina (Cless.) Simoni n. Venezuela; Jousseaume p. 257 t. 9 fig. 22. 23.
Pisidium (C. Pfr.) prolongatum n. Wallenstädter See; Clessin p. 785
fig. 519; Asperi n. Klönsee, id. p, 786 fig. 520; Charpentieri n. Genfersee, id.
p. 787 fig. 521; Moussonianmn n. Lago Maggiore, id. j). 787 fig. 522; luganense
n. Luganer See, id. p. 789 fig. 523; Lnhofi n. Gardasee, id. p. 790 fig. 524.
Novaculina (Bens.) Siamensis n. Siam; Morlet p. 198 t. 9 fig. 4.
im Gebiete der Malakologie während des Jahres 1889. 457
IL Dibranchia.
Lucinacea.
Lucinidae.
Lucina (Lam.) liratula (Divariceila) n. Natal; Sowerby p. 155 t 3 flg. 5
sombrerensis Dali abgebildet bei Dali Albatr. 1. 14 ög. 13; leucocyma Dali desgl.
t. 14 fig. 6. 7; sagriuata Dali desgl. t. 14 fig. 11.
Cryptodou (Tiirton) barbarensis h. Californien; Dali Albatross p. 261 t. 8
fig. 9; fuegensis n. Magellansstrasse, id. p. 262 t. 14 fig. 2; pyriformis Dali ab-
gebildet id. t. 14 flg. 1 ; ovoideus n. Nordcarolina, id. p. 263 t. 14 fig. 3.
Mysia (Kiug) pellucida u. Bermudas; Heilprin p. 141 t. 8 fig. 3.
Tellinacea
Tellinidae.
Macoma (Leach) eborea n. Bermudas; Heilprin p. 141 t. 8 fig. 2; (Cyma-
toica n.) occidentalis n. Untercalifornien ; Dali p. 272 t. 10 fig. 11; orientalis n.
Westindien, id. p. 273 t. 10 fig. 12.
Telliua (L.) Ponsonbyi n. Natal; Sowerby p. 155 t. 3 fig. 1; orbicularis n.
Port Elizabeth, id. p. 13 t. 1 fig. 20.
Psammotellina (Desh.) capensis n. Port Elizabeth; Sowerby p. 13 t. 1
fig. 19.
Semele (Schum.) nuculoides Conr. , seither nur aus dem Miocän bekannt,
vom Albatross in Westindien gedrakt; Dali p. 274 t. 14 fig. 5.
Anatinacea.
Anatinidae.
Astenothaerus (Carp.) panameusis (Bushia) n. Panama; Dali p. 275.
Thracia (Blainv.) capensis n. Natal; Sowerby p. 156 t. 3 fig. 4; Stimpsoni
Dali abgeb. Dali t. 13 fig. 2.
Lyonsiella (^Sars) radiata n. Magellanstrasse ; Dali p. 276 t. 8 fig. 7.
Yerticordiidae.
Verticordia (S. Wood) perplicata n. Galapagos, 1628 m; Dali p. 278
t. 8 fig. 1.
Poromyidae.
Poromya (Forbes) cymata n. Eio Janeiro; Dali Albatr. p. 289 t. 8 flg. 4;
(Cetomya) microdonta n. = sublevis Dali nee Verrill., Tiefsee vor Chesapeake
Bai, 3370 m, id. p. 290 t. 8 fig. 6; (Dermotomya) mactroides n. Tiefwasser von
Patagonien bis Ecuador, id. p. 291 t. 8 fig. 8.
Neaeridae.
Neaera (Gray) monosteira n. brasilianische Küste, 2040 m; Dali p. 281
t. 8 fig 5; (Luzonia n.) chilensis n., vor Chile, 1350 m, id. p. 282 t. 13 fig. 13.
Luzonia Dali et Smith n. subg. Neaereae, für N. philippinensis Hinds und
Vei-wandte, beide Klappen ohne Seitenzähne, die rechte Klappe mit einem
vorderen Hauptzahn, die linke zahnlos; Dali p. 282.
Myonera (Dali.) paucistriata Dali abgeb. bei Dali t. 13 fig. 12.
30*
468 Dr. W. Kobelt: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
3. Biologie, Yerwendung, Zuclit etc.
Verschleppung, Ansiedelung. Das räthselhafte Vorkommen der
Helix cingulata am Staffelberg in Oberfranken ist nun erklärt; die-
selbe ist 1877 von Dr. Funk vom Mte. Cristallo im Ampezzothal aus
angesiedelt worden ; die 7 Exemplare haben sich seitdem auf mehrere
Hundert vermehrt. (Brückner.)
Baillie hat ebenfalls verschiedene Land- und Süsswasser-
conchylien in Südengland angesiedelt.
Ueber die Lebensdauer von Schnecken bei trockener Auf-
bewahrung hat Hartwig Versuche angestellt; während unsere Hei.
nemoralis und hortensis, sowie Hei. undata von Madeira nach
wenigen Monaten vertrocknet waren, liess sich Hei. polymorpha von
Madeira noch nach 77^ Monaten erwecken und Hei. lactea von der
trockenen Südküste von Tenerifa war nach IV2 Jahren noch völlig
frisch. Schnecken aus trocknen Gebieten scheinen besonders lang
auszuhalten.
Martens hat Helix caesareana nach vierjähriger trockener Auf-
bewahrung noch lebend gefunden.
Simroth glaubt die Verwandtschaft der neuseeländischen Land-
schnecken mit den europäischen eher durch eine ParaUelschöpfung
als durch Verschleppung erklären zu sollen.
Morelet möchte annehmen, dass die weitverbreitete Stenogyra
octona ihre eigenthche Heimath auf den Maskarenen oder Mada-
gaskar habe.
Biologie. Sharp hat beobachtet, dass Donax bei seiner Be-
wegung in der Ebbelinie mit grossem Geschick die brechenden
WeUen benutzte, und zwar sowohl landeinwärts wie seewärts; auch
verstanden sie sich dadurch recht gut der Verfolgung zu entziehen.
Fischer hat Ancylus fluviatihs, Limnaea truncatula und Bythi-
nella Reyniesii bei Canterets an nur spärHch befruchteten Fels-
blöcken gefunden.
Ueber die Beziehungen zwischen Schnecken und Pflanzen und
besonders über deren Thätigkeit bei der Befruchtung mancher
Blüthen berichtet Magnus.
Biologie der Tiefseefauna. Dali giebt an zwei Stellen sehr
interessante Betrachtungen über die Biologie der Tiefseethiere. In
Rep. Blake macht er darauf aufmerksam, dass hier, wo bei der
völligen Dunkelheit und der überreichen Ernährung durch den
konstanten ,,rain of food^' aus den oberen Regionen ein Kampf ums
Dasein so gut wie ausgeschlossen ist, auch die Schutzvorrichtungen
sehr reduzirt sind; die Verdickung betrifft nicht mehr das ganze
Gehäuse, sondern nur einzelne Theile; sie erscheint in Form von
Knotenreihen, besonders unter der Naht, oder von Lippenbildungen,
die im Tiefwasser auch bei Gattungen auftreten, die normaler Weise
keine Lippen haben; die meist vorhandene, oft sehr stark aus-
gebildete Epidermis dient zum Schutz gegen die Kohlensäure, genau
wie bei den Mollusken, die in mit faulenden Pflanzenstoffen erfüllten
im Gebiete der Malakologie während des Jahres 1889. 469
und deshalb kohlensäurereichen süssen Gewässern leben. — Im Rep.
Albatross gebt Derselbe genauer auf die Lebensverhältnisse in der
Abyssalregion ein, besonders auf den Einfluss des ungeheuren Druckes
und der absoluten Finsterniss; dass letztere nicht eigentlich absolut
ist, beweisen die grossen und eigenthümlich konstruirten Augen
mancher Tiefseearten. Sehr interessant ist die Beobachtung, dass
an manchen Stellen Bänke vorkommen, die nur aus von Fischen
zerbissenen Muschelschaalen fast ohne Beimischung lebender Exem-
plare bestehen, so dass es scheint, als ob gewisse Fische die zer-
bissenen und verdauten Schaalen an ganz bestimmten Punkten
wieder von sich gäben. — Von Mollusken angebohrte Schaalen sind
im Tiefwasser äusserst selten.
Freunde und Feinde. Pilsbry hat beobachtet, dass der rothe
amerikanische Salamander (Plethodon erythronotus Green) sehr eifrig
die Ackerschnecke (Limax campestris Binney) verfolgt.
Ueber die Verwüstungen, welche Seesterne auf den nordamerika-
nischen Austernbänken anrichten, berichtet Hodge.
Verwendung. Stearns erörtert in einem sehr interessanten
Aufsatz die verschiedenen als Geld dienenden Muschelarten.
Ganong zählt die essbaren Mollusken von Akadien auf; seine
Arbeit ist mir nicht zugänglich geworden.
Descendenztheorie, Anpassung etc. Dali giebt den Stamm-
baum der westindischen Volutidae, der mit Voluta (Caricella) demissa
Conrad in der Kreide beginnt und später in Lyria und Scaphella
auseinander geht. Scaphella trennt sich schon im Miocän in zwei
Formen, Trenhohni T. u. H. und mutabiHs Conrad; von der ersteren
stammt die lebende V. junonia, von letzterer dubia, Gouldiaua und
robusta.
Böttger giebt eine äusserst interessante Uebersicht über die
Entwicklung der Pupa- Arten des Mittelrheingebietes von ihrem ersten
Auftreten im Tertiär an durch die verschiedenen Tertiärhorizonte
und das Diluvium bis in die Jetztzeit.
Bateson hat den Einfluss der verschiedenen Concentrations-
grade salzigen Wassers auf die Gestaltung von Cardium edule theils
im Aralsee und einigen dicht daran liegenden Salzpfannen, andererseits
am egyptischen Mareotissee, dem davon abgetrennten, jetzt aus-
gepumpten See von Abukir und einigen benachbarten kleineren
Becken studirt. Er findet, dass die Wirkungen gleicher Concen-
trationsgrade überall die gleichen sind; Muscheln aus dem stark
salzhaltigen Wasser am Aralsee sind trotz der durch ungeheure
geologische Zeiträume dauernden Isolirung genau dieselben, wie in
stark gesalzenen Abschnitten des Mareotis, der doch erst zu Anfang
dieses Jahrhunderts mit dem Meer in Verbindung gesetzt wurde
und seine Fauna damals erst aus dem Mittelmeer erhielt. Dasselbe
gilt für die Formen des schwach gesalzenen Wassers. Bei Ramleh
fanden sich zahlreiche lebende Herzmuscheln in vollkommen süssem
Wasser.
Kroll's Buchdruckerei, Berlin S.
Zweiter Band. Zweites Heft.
Bericht
über die wissenschaftlichen Leistungen
im Gebiete der Entomologie.
Inhalt.
Seite
Allgemeines 1
Arachnoidea 26
Linguatulina 28
Acarina 29
Pantopoda 36
Opiliones 37
C h e r 11 e t i n a 38
Pedipalpi 38
Scorpiones 39
Araneae 40
Solifugae 57
Myriapoda 57
Peripatiiia 60
Chilognatha 61
Cliilopoda 63
Insecta 64
ThysanuraundCollembola 64
Rhyiichota 64
Orthoptera 81
0. Gemiina 88
0. Pseudoueuropteia 91
Neuroptera 98
Diptera 100
Aphaiiiptera 126
Lepidoptera 128
Hymenoptera 187
Coleoptera • . . 214
Bericht
über
die wissenschaftlichen Leistungen im Gebiete der
Entomologie während des Jahres 1889.
Von
Dp. Ph. Bertkau
in Bonn.
Lin Werk, das sich die Einführung in die Kenntniss der
Insekten zur Aufgabe gestellt hat, hat H. J. Kolbe zum Verfasser.
Nach dem Plane des Werkes soll dasselbe neben Bau und Entwicklung
der Insekten auch ilire Lebensweise, ihre Beziehungen zur übrigen
Natur, Verbreitung über die Erde und durch die verschiedenen geo-
logischen Epochen behandeln. In den bis jetzt erschienenen 2 Liefe-
rungen (Berlin, bei F. Dümmler) ist nach einer allgemeinen Einleitung
die von lehrreichen Holzschnitten begleitete Schilderung des Baues
in Angriff genommen. Die Literatur, die der Verfasser angibt, wird
manchem Leser -willkommenen Anlass geben, sich aus den Quellen
noch näher über manche Frage zu unterrichten. Das Werk ist auf
6 — 7 Lieferungen berechnet; ob sich der umfangreiche Stoff in den-
selben wird bewältigen lassen, ist wohl zweifelhaft. — Das Werk hat
namentlich auch durch die Berücksichtigung der Lebensweise, geo-
graphischen Verbreitung und Paläontologie neben dem bekannten
Graber'schen seine volle Berechtigung.
II. Comstock. An introduction to Entomology; Part 1; Ithaca,
1888. 234 Ss. mit 201 Abb. Habe ich nicht gesehen. Behandelt
nach Insect life I Seite 203, ausser einer Einleitung die Thysanuren,
Pseudoneuropteren, Orthopteren, Physopoden, Rhynchoten und Neu-
ropteren.
B. Grassi hat den Inhalt seiner letzten Memorie nun auch in
französischer Sprache in den Archiv. Italien. Biol. , 11, Fase. 1
S. 1 — 11; Fase. 2 S. 291—337; Fase. 3 S. 389—419 erscheinen lassen:
Les ancetres des Myriapodes et des Insectes. Anatomie
comparee des Thysanoures et considorations generales sur Forgani-
sation des Insectes.
Arcli. f. Natuvgesch. Jahrg. 1890. PaI. II. H. 2. A
2 Ph. Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Die Miscellaneas Entomolügicas von M. Cuni y Martorell
enthalten die Aufzählung der Arachniden von Amer und Montserrat,
Aufzählung von Insekten, die zwischen und in den Stengeln des
Rubus thyrsoideus bei Calella gesammelt wurden, und endlich Insekten,
die er neuerdings in Catalonien entdeckt hat (14 Coleopt., 7 Rhyn-
chota, 2 Hymenopt.) ; An. Soc. Espan. llist. Natur., XVIII, S. 295 — 299.
G. Schoch. Miscellanea entomologica. I. Das Geäder des
Insektenflügels. II. Prolegomena zur Fauna Dipterorum
Ilelvetiae. Wissensch. Beilage z. Progr. d. Kantonsschule Zürich;
1889; 40, 40 Ss.
Die noterelle entomologiche in dem Bull. Soc. Entom. Ital,
1889, S.39 — 49 von S. Calloni beziehen sich auf ein straordinario
passo di Efemere a Corteolona; tra farfalla e ragno;
Bombyx divorato da Planarie; viviparitä nella Oreina
speciosissima; l'Anoxia villosa sulle nevi della Cima
laurasca; il Thamnotrizon Chabrieri a Rivera.
C. G. Thomson hat Fase. XIII seiner Opusc. Entomol. er-
scheinen lassen, S. 1321 — 1438. Derselbe enthält 39: Übersicht der
Arten der Gattung Glypta; 40: Versuch der Gruppierung und Be-
schreibung der Arten der G. Porizon (irav.; 41: Beitrag zur Schwe-
dischen Insektenfauna.
Ad. Targioni-Tozzetti. Relazione intorno ai lavori della R.
stazione di entomologia agraria di Firenze, per gli anni 1883 — 84
bis 85. Annali di agricoltura, 1888.
E. A. Ormerod: 12 th report of observations of injurious
insects and common farm pests during the year 1888.
J. Fletcher: Report of entomologist and botanist, in Rep.
of the officers of experimental farms for 1888; Ottawa, 1889.
F. M. Webster: Notes on some injurious and beneficial
insects of Australia and Tasmania; Insect life, I, S. 361 — 364.
Derselbe macht Notes on some species of insects which
affect the upper portion of the stems of some grasses (Poa
pratensis; Phleumpratense; Setaria glauca; Panicum crus galli; Muhlen-
bergia sp.); ebenda, S. 372 — 374. Die Folgen der Thätigkeit der ver-
schiedenen Insekten sind ziemlich dieselben; als Schädlinge wurden
ermittelt Limothrips poaphagus ('Omhtf.'iA.-^ Chlorops sp. ; Centrinus
picumnus Ilhst.
Lintner: Fourth report on the injurious and other insects
of the State of New York; 237 Ss., 68 Abbildd.
A. Puton führt Les insect es du guy auf: Lygus viscicola;
Pogonocherus dentatus; Sthenarus Visci; Psylla Visci; Anthocoris spec.
{y i^oi Dougl.) und einen Psocus; Revue d'entomologie, 1889, S. 232.
Insects injuring the thea- plant in Ceylon (pAimeta
Carmerii; Zeuzera Coffeae; Aspidiotus Theae, flavescens, transparens;
Staui'opus alternus; Tetranychus biaculeatus; Typhlodronus carinatus;
Ascarus translucens); E. E. Green. S. Insect life, II, S. 192 f.
im Gebiete (ler Entomologie wRlireufl des Jahres 1889. 3
African farm pests. Notes aiul descriptions of a few mjurious
farm and fruit insects of South Afrika, compiled by Eleanor
A. Ormerod; London, 1889. Habe ich nicht gesehen; vergl
Nature, 40, S. 385—387.
G. A. Bellair: Les insectes nuisibles aux arbres fruitiers:
. . . Paris, 1889, 8«, 36 Ss.
J. F. Judeich & H. Nitsche: Lehrbuch der mitteleuro-
päischen Forstinsektenkunde . . .; II.Abth., l.IIälfte; Wien, 1889;
S. 265—623; 3 Taff. und 77 Textfigg.
A. Larbaletrier: Les insectes nuisibles aux grandes
cultures, . . . Paris, 1889; 8^, 36 Ss.
M.Male: Les insectes nuisibles aux forets et aux arbres
d'alignement, . . . Paris, 1889, 12«, 36 Ss.
Derselbe: Les insectes nuisibles aux plantes potageres . . .;
Paris, 1889; 36 Ss.
Derselbe: Les insectes nuisibles au ble, . . .; Paris, 1889; 36 Ss.
S. Calandruccio führt unter den Animali parassiti dell'uomo
in Sicilia von Arthropoden Sarcoptes hominis; Ixodes ricinus;
llypo derma Bovis; Cimex lectularius; Pediculus capitis, vestimenti;
Phthirius pubis und die Larve einer nicht näher bezeichneten Fliege
an; s. Bull mens. d. Accad. Gioenia. di Sei. nat. i. Catania, Fase. III,
Gennaio 1889, S. 6.
S. Gar man führt in der Aufzählung der Cave animals from
southwestern Missouri, BuU. Mus. Comp. Zoology, XVII, No.6, auf
S. 238 f. folgende Tracheaten aus der ]\Iilson's und Day's cave auf:
Scolopocryptops sexspinosa Sajj; Plathemis trimaculata De (leer;
Ceuthophihis Sloanii Pack.; eine Dipterenlarve; Hygrotrechus remigis
Sa)/; Dineutes assimilis Aube; Agabus suturalis (?) Crotch.
Die in verschiedenen Jahrgängen amerikanischer Zeitschriften,
nanienthch des Amer. Naturalist, zerstreuten Mittheilungen über die
Fauna der amerikanischen Höhlen Kentucky's fasst A. S. Packard,
vermehrt um neue Daten, zu einer Cave fauna of North America,
with remarks on the anatomy of the brain and origin of the blind
species zusammen; National Academy of Sciences, Vol. IV, first
Memoir; S. 1 — 156, PI. I — XVI. Die Arthropoden haben an der
Höhlenfauna einen eben so erheblichen Antheil, wie an der Ober-
Üächenfauna, indem aus den nordamerikanischen Höhlen 11 Crusta-
ceen, 31 Arachniden (10 Milben, 3 Chernetinen, 70pilionen, 11 Spinnen),
5 Myriapoden, 33 Insekten (8 Collembola und Thjsanuren, 4 Salta-
torien, 2 Psociden, 10 Käfer, 9 Dipteren) bekannt geworden sind; von
manchen Käfern sind auch die Larven und Puppen beschrieben und
abgebildet. Manche der Arten von Milben und Collembolen sind
freilich nur ungenügend bekannt.
In R. Moniez' Faune des eaux souterraines du departe-
ment du Nord et en particulier de la ville de Lille in Pievue
biologique du Nord de la France, 1, sind die Tracheaten auf S. 257
A*
4 Ph. Bert kau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
bis 2 1)2 behandelt. Es werden angeführt Atax crassipes und Trom-
bidinm fuscum, nnd als Arten, die nicht im Wasser leben, aber von
den Rrunnenwänden u. s. w. leicht ins Wasser fallen nnd mit diesem
an die Erdoberfläche befördert werden: Obisinm sp.; Rhizoglyphus
spinitarsis; Blaniulns guttnlatns; Smintlmrus aquaticns; Macrotoma
Havescens; Templetonia sp. ; Isotoma palustris, quadrioculata ; Lipura
sp.; Achorutes dubiusV; Anurida granaria.
0. Zacharias zählt in seinem Bericht über eine zoologische
Exkursion an die Kraterseen der Eifel die in diesen und in
den beiden Seen des Vogelsberges in Hessen gefangenen Ilydrach-
niden auf. Biolog. Centralbl., IX, S. 56—64, 76—80, 107—113.
M. Cuni y Martorell zählt auf Insectos encontrados en
Santas Creus (Tarragona) ; Mem. Soc. Esp. Hist. Natur., 1889,
S. 5 — 0. (17 Lepid. , 73 Coleopt. , 3 Orthopt., 5 Pseudoneuropt.,
28 Rhynchot., 5 Hymenopt., 4 Dipt.; angeschlossen sind (7) Especies
de hemipteros, descubiertos recientemente en Cataluna.)
C. Voigt schildert Wanderungen in der Sierra Nevada
mit entomologischen Bemerkungen. Stettin. Entom. Zeitung 1889,
S. 356—412.
A. Fauvel liefert ein Supplement zu seinem Essai sur l'ento-
mologie de la Haute - Auvergne (Coleopt. und Hymenopt.); Revue
d'entomologie 1889, S. 233—239.
G. Riggio bringt den Schluss seiner Mater iali per una fauna
entomologica dell'isola d'Ustica, secondacontribuzione(Lepidopt.,
Dipt., Rhynchot., Neuropt., Pseudon., Orthopt.); II Natur. Siciliano,
VIII, S. 115—121.
A. de Carlini zählt von Artropodi di Valtellina 115Rincoti,
40 Ortotteri, 87 Aracnidi auf; Bull. Soc. Entom. Ital., 1889, S. 9— 19.
Bertkau macht den Fund einiger interessanter Thiere in
der Umgegend von Bonn bekannt; Korrespondenzbl. Naturhist.
Vereins d. preuss. Rheinl, Westf. etc., 1889, S. 69—78.
C. Gr. A. Brischke erstattet Bericht über eine Excursion
nach Steegen, auf der frischen Nehrung, im Juli 1888; Schrift, d.
Naturf. GeseUsch. Danzig, N. F., VII, 2. Heft, S. 193—209.
K. V. Dalla Torre meldet von Helgoland 304Coleoptera, 45IIyme-
noptera, 428 Lepidoptera, 45 Diptera, 3 Rhynchota, 23 Pseudo-
neuroptera, 3 Orthoptera, 3 Thysanura, 2 Myriapado, 7 Pantopoda;
Sitzgsb. naturw. mediz. Verein. Innsbruck, XVIII, S. XXXIV und
Supplem. II zu Zool. Jahrbuch., S. 55 — 80; die Hymenoptera auch
Wien. Ent. Ztg. 1889 S. 46—48.
Für Finnland neue Arten sind Jalla dumosa; Orthotylus croceus;
Hylastes opacus; Glyptoderes binodulus; Laphria lapponica; Ilcmilea
dimidiata; Disochara lugubris ; Galeruca aptera; Toxocarapa craccae;
Mamestra persicariae, Genistae ; Eudectus Giraudi ; Megatoma pubescens ;
Dorytomus lapponicus; Adaniaarctica; Dasypoda hirtipes; Schoenobius
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 5
gigantella; Dryobota Protea; Hadena gemina; Thanatoplnlus tritu-
berciilatus; Eubrychius velatus; Meddel. Soc. pro faima et flora
Fennica, XV. S. 189f., 198, 208, 214, 218.
In den Hör. Soc. Ent. Ross. finden sich als Beitrag zur Kenntniss
der Insectenwelt Innerasiens Bearbeitungen der von Potanin ge-
sammelten Arten: Insecta a cl. G. N. Potanin in China et Mon-
golia novissime lec ta, und zwar Genus Sphenoptera Sokki/, von
W. Jakowleff, XXIII, S. 83—87; Neue Staphylinen, von Eppels-
heim, S.169— 184; G. Pterostichus von T. Tschitscherin, S.185
bis 198; Clavicornia, Hydrophilidae, Bruchidaevon E. Reitter,
S. 555 — 559; Chrysomelidae et Coccinellidae von J. Weise
S.560 — 653; Scarabaeidae, Cantharidae, Cleridae, Lagriidae,
Melandryidae, Pedilidae, Anthicidae, von L. v. Heyden, S.654
bisG77; Tenebrionidae von E. Reitter, S.678 — 010, Buprestidae,
Oedemeridae, Cerambycidae, von L. Ganglbauer, XXIV,
S. 21 — 85; G. Neodorcadion et Compsodorcadion von W. E.
Jakowleff, XXIV,S.244 — 253; Cymindis, Pseudopelta, Lethrus,
von demselben, S. 254 — 262; Hymenoptera aculeata von
F.Morawitz, XXIII, S. 1 12 — 168. — Ebenda wird die Bearbeitung der
Inecta in itinere cl. N. Przewalski in Asia centrali novis-
sime lecta fortgesetzt: Chrysomelidae et Coccinellidae von
G. Rybakow, XXIII, S. 286— 290; Elateridae, von E. Koenig,
S. 533 — 539; Hemiptera Heteroptera von W. E. Jakowleff,
XXIV, S. 235—243; Formiciden aus Tibet, von G. Mayr,
S. 278—280.
Ebenda, XXIII, S. 88 — 111, theilt L. von Heyden einen Bei-
trag zur Insectenfauna der östlichen Kirghisen Steppe mit.
The Zoology of the Afghan Delimitation Commission-
B. J. E. T. Aitchison: Trans. Linn. Soc. London, (2. S.), V, S.53 — 142)
PI. 6—14. — Die Gliederfüsser sind auf S. 110—121, PL 13 und 14,
behandelt, und zwar die Crustaceen, Arachniden und Myriapoden
auf S. 110 — 121 von R. J. Pocock, die Coleopteren auf S. 122 bis
131 von C. 0 Waterhouse, die Dipteren auf S. 131 f. von dem-
selben, die Rhynchoten auf S. 132 f. und 141 f. von G. B. Buckton,
die Hymenopteren S. 133 — 137 von W. F. Kirby und die Orthopteren
S. 137- 140 von demselben. — Die Sammlungen sind sehr dürftig
ausgefallen, am reichhaltigsten noch die der Käfer mit 50 Arten.
In einer Abhandlung on the natural history of Christmas
Island, in the Indian Ocean, Proc. Zool. Soc. London, 1888, S. 512
bis 564, sind die Arthropoden auf S. 538 — 564 behandelt, und zwar
die Coleoptera von Gahan, die Lepidoptera von Butler, die übrigen
Insekten von Kirby, die Arachniden, Myriapoden und Land-
Kruster von Pocock. Es scheint, dass die Insel sowohl von der
Indo-, wie austro-malayischen Subregion aus bevölkert worden ist,
und zwar von letzterer in stärkerem Masse.
In seinem Verzeichniss ägyptischer Thiere, beobachtet vom
1. Juli 1885 bis 1. JuH 1887, Bericht üb. d. Thät. d. St. Gallischen
6 Pb. Bertkau: Bericht, über flie wissenschaftlichen Leistungen
naturw. Gesellschaft w. d. Vereinsj. 1887/88, S. 160 — 192, zählt
A. Kaiser auf S. 187 — 190 einige Insekten und Arachniden, zum
Theil nur mit Angabe der Gattungen, auf.
Altum berichtet über auffallende Erscheinungen bei In-
sekten (und Vögeln) im Sommer 1889 in der Umgegend von Ebers-
walde; Zeitschr. f. Forst- und Jagdwesen, 22. Jahrg., S. 51 — 56.
(Aglia tau ; Gracilaria syringella ; frühzeitiges Erscheinen der Argynnis
paphiaundApaturailia; Coleophora laricella; Orgyia pudibunda,- Aporia
Crataegi schon in den letzten Tagen des Mai ; Liparis dispar, Salicis,
monacha; Gastrop. neustria, Pini; Biloba coeruleocephala; Chimatobia
brumata, boreata; Carpocapsa pomonana; Tortrix podana, ribesana,
resinana; Seiandria; Allantus; Tenthredo cingiilata; Cimbex lucorum;
Chrysomela vulgatissima ; Hylobius Abietis ; Hylesinus ater, piniperda ;
Pissodes notatus; Orchestes Fagi; Anthonomus pomorum; Lamia
aedilis.)
E. Hartert theilt Biologisches aus dem Indischen Faunen-
gebiet mit; Berlin. Entom. Zeitschr., 1889, S. 289—292. Der Ver-
fasser hatte fast täglich Gelegenheit, Fälle von echter Mimikry zu
beobachten, warnt aber davor, jeden Fall auffallender Ähnlichkeit
als Mimikry anzusehen und spricht von echter IMimikry nur da, wo
das nachgeahmte Thier durch schlechten Geruch oder Geschmack
geschützt ist. Gegenüber Wallace führt Hartert Fälle an, wo
Arten mit starker Schutzfärbung, wie Kallima inachis und paralecta,
nicht in grosser Individuenzahl vorhanden sind; KalUma setzt sich
nicht bloss an Zweige, sondern auch auf grüne Blätter und ist dann
sehr leicht zu sehen. Wenn Fliegen stechende Hymenopteren und
Cleriden speziell Mutillen täuschend nachahmen, so hebt der Ver-
fasser auch hervor, dass ein absoluter Schutz dadurch nicht gewährt
wird, indem manche Thiere weder hässlichen Geruch noch den Stachel
scheuen. — Zahlreiche Schmetterlinge der Tropen sind durch einen
Geruch ausgezeichnet, der entweder dem Männchen allein eigenthümlich
oder beiden Geschlechtern gemeinsam ist (eine Delias-Art wies einige
nicht riechende Männchen, und einige riechende Weibchen auf).
Mehrere Papilio haben einen schwachen Moschusgeruch, Ornithoptera
riecht schwach unangenehm, Elymnias schwach angenehm; Lethe
mekara riecht ziemlich stark veilchenartig; Calliana peridio'ides hat
einen ungemein kräftigen lieblichen Geruch nach Heliotrop; der Duft
der Euploeen wirkt auf verschiedene Personen verschieden.
W. M. Wheeler macht two cases of insect mimicry be-
kannt, die zwischen Mantispa brunnea Sai/ und Polistes variatus
(}ress.; Lebia furcata Ler. und Disonycha caroliniana i*^. besteht. In
beiden Fällen kommen Vorl^ild und Nachahmer zusammen vor, die
beiden ersten in den Blattbüscheln an den Zweigenden der Goldruthe,
die letzteren auf Salix longifolia. Da Lebia Eier und Larven von
Chrysomeliden verzehrt, so täuscht er unter der Maske die Disonycha-
Weibchen.
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 7
In Nature, 40, S. 105 f. ist ein kurzer Bericht über den Zustand
des Insect house der Zool. Soc. London, zu Ende Mai, mit einer
Holzschnittabbildnng der Nymphe von Phyllium gelonus Gray.
In H. Gadeau's de Kerville populärem Buche: Les animaux
et les vegetaux lumineux, Paris, 1890, ist Cap. VIII, S. 81 — 137,
den Arthropoden gewidmet.
Eine Mimikry nach Lungenschnecken beobachtete Simroth
bei gewissen Coleophoren-Raupen, deren Säcke in Farbe, Form und
Grösse genau den Gehäusen von Clausilien gleichen, die mit ihnen
zugleich an hohen, mit Flechten bewachsenen Porphyrwänden bei
Grimma vorkommen; Sitzber. Naturf. Gesellsch. Leipzig, 13. und
14. Jahrg., S. 45.
H. Tournier berichtet, dass er einstmals den Tychius Meli-
loti auf seiner Nährpflanze gefunden habe mit verschiedenfarbiger
Beschuppung, je nachdem die Pflanze gelb oder weiss blühte. Er
sammelte nun die gelben Exemplare und die weissen und brachte
die ersteren auf die weissblühende und die letzteren auf die gelb-
blühende Varietät, und erhielt nach einem Monat von der weiss-
blühenden Varietät grösstentheils weissbeschuppte und von der gelb-
blühenden gelbbeschuppte. Er schliesst daraus, dass innerhalb
30 Tage eine solche Umfärbung vor sich gegangen sei, da er sich
für überzeugt hält, dass eine Wanderung nicht Statt gefunden habe.
Bull. Soc. Ent. Belg., 1889, S. XXIVf.
In Nature, 41, S. 131, 174, 272, 559f. finden sich Betrachtungen
von R. Mc Lachlan, D. Wetterhan, W. Ainslie Hollis und G.
J. Rom an es über die SchAvierigkeiten, welche die Pflanzengallen
der natürlichen Zuchtwahl bereiten.
A. Giard beobachtete die Larven von Aphelopus melaleucus
Dahn. und von Ateleneura spuria Meig. als Parasiten von Typhlo-
cyba Hippocastani Edv\ und Douglasi Edn\; Wirth und Schmarotzer
haben 2 Generationen im Jahr. Im Zusammenhang mit dem Para-
sitismus zeigt sich an den äusseren Geschlechtsorganen der infizirten
Typhlocyben, bei Männchen und Weibchen, eine starke Verkümmerung,
welche beim Männchen die sonst leichte Erkennung der Art an dem
Bau der Begattungsorgane erschwert; es liegt also hier eine Art
parasitischer Kastration vor, auf die der Verfasser namentlich
bei Crustaceen bereits früher aufmerksam gemacht hat. Compt.
Rend. hebd. Acad. Paris, CIX, S. 79 und 708, und Ann. a. Mag. Nat.
Hist. (6) IV, S. 254 und 478 f.
Zu einem Vortrag über einen Fall von Rücksichtslosigkeit
der Natur nahm Brunner v. Wattenwyl Veranlassung aus dem
Umstände, dass bei einer mit tipularia und imitatrix verwandten,
semicoeca genannten Mastax-Art die gelbe Farbe auch über ein
Drittel des Fazettenauges liinweggeht, das nach der Annahme des
Vortragenden hierdurch in diesem Theile ausser Thätigkeit gesetzt
wird. B runner schliesst daraus, dass neben der Züchtung nützlicher
Eigenschaften ,,die Natur" auch unbekümmert um den Nutzen oder
8 Ph. Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Schaden mit den Arten auch andere Aenderungen vornimmt. Sitzgsber.
Zool. bot. Ges. Wien., 1889, S. 47—49.
Ein Beitrag zur Kenntniss vom Lebensalter der In-
sekten von 0. Nickerl meldet, dass ein Carabus auronitens (jung-
fräuliches Weibchen) fünf Jahre in der Gefangenschaft lebte. Raupen
und Regenwürmer, die er Anfangs begierig frass, verschmähte er
später, wo er mit Fleisch und Leber gefüttert wurde. Von Oktober
bis April hielt er in einer Erdhöhle unter einem Stein seinen Winter-
schlaf, vor welchem der Glanz seiner Flügeldecken stets matter wurde,
um sich hernach wieder zu erholen. Von der dritten Ueberwinterung
an aber blieb der Glanz matt ; später verlor das Thier Fühlerglieder
und zuletzt auch die Tarsen, überwinterte aber noch in diesem Zu-
stande und lebte darnach noch bis zum 21. Juni. — Eine Calosoma
sycophanta lebte vom Mai 1877 bis 1880, eine Cetonia floricola vom
Oktober 184G bis Mai 1849; Blaps mortisaga blieben 5 Jahre lang
am Leben. Stettin. Entom. Zeitg., 1889, S. 155—162.
A. Weis macht Bemerkungen über die Lebensdauer eines
befruchteten Hydrophilus piceus, der vom Februar bis 9. Oktober
in der Gefangenschaft lebte und vom 20. April ab bis in den Mai
in Pausen von 6—8 Tagen 5 Eicocons mit je 35—40 Eiern abgelegt
hatte; ebenda S. 343 — 346. — Vergl. auch unten, Coleoptera, bei
Eburia.
G. T. Carruthers berichtet in der Nature, 41, S. 153, über
einen ungeheueren Schwärm von ,,locusts", der im Rothen Meer, nahe
bei den Great Hanish Isis, über das Schiff hinweg flog. Der Flug
in kompakter Masse dauerte von 11 Uhr Vormittags bis 2 Uhr Nach-
mittags; Nachzügler fielen noch um 6 Uhr auf das Schiff"; die In-
sekten flogen in solcher Höhe, dass der Schwärm nur sichtbar war,
wenn er sich zwischen dem Auge des Beobachters und der Sonne
befand. Schätzungen geben die Zahl der 2V2" langen, roth gefärbten
Insekten auf 24 420 Billionen an. (Acridium peregrinum?)
Bertkau macht einen neuen Fall eines Begattungszeichens
bekannt; Zoöl. Anz., 1889, S. 450 — 454; und Korrespbl. Naturhist.
Ver. preuss. Rheinl, Westf. etc., 1889, S. 80 — 82_. Unter den Be-
gattungszeichen kann man drei Gruppen unterscheiden: Angeheftete
Spermatophoren , wie bei Locustiden, das ausgerissene männliche
Begattungsorgan, wovon Bert kau einen Fall bei einer Oxyptila
beobachtete, und ein erhärtendes Sekret, das beim Begattungsvorgang
in die Nachbarschaft der weiblichen Geschlechtstheile ergossen wird,
wie bei Parnassiern. Ein neuer Fall letzterer Art wurde bei einer
Spinnengattung, Argenna, ermittelt, wo nach der Begattung die Ein-
gangsöffhungen zu den Samentaschen mit weissen Deckelchen ge-
schlossen erscheinen, die IV2 — '^ Monate bleiben, aber auch wohl
früher verloren gehen können.
Ueber Käferlarven u. Schmetterlingsraupen als mensch-
liche Nahrung s. Humboldt, 1889, S. 315.
im Gebiete dei' Eiituiiiologie wälireiul des Jahres 1889. 9
C. Schäffer: Histologische Untersuchungen an Insekten-
larven. Inaugural-Dissert. Jena; 1888; 26 Ss.
Die von P. Mingazzini angestellten Ricerche sulla struttura
deir ipodermide nella Periplaneta orientalis in den Rendic.
R. Accad. dei Lincei (4) Vol. V, 1. Semestre, S. 573—578, hatten den
Zweck, eine Prüfung der von Minchin (vgl. den vor. Ber. S. 81) ge-
machten Angaben vorzunehmen. Nach Mingazzini ist die Hypo-
dermis keineswegs überall (auch abgesehen von der intersegmentalen
Verbindungshaut) aus 2 Lagen gebildet, sondern bald aus einer ein-
zigen, bald aus zweien, bald aus mehreren. In ersterem Falle be-
steht sie aus kleinen Zellen, die gewöhnlich regelmcässig angeordnet
sind, zwischen denen sich aber auch hier und da grössere befinden
können. In dem Falle, wo zwei oder mehrere Lagen die Hypodermis
bilden, sind die Zellen selten regelmässig angeordnet; es lassen sich
dann immer unter ihnen kleinere und grössere unterscheiden, von
denen die ersteren der Kutikula zunächst, die letzteren mehr nach
innen liegen. Diese letzteren, von Minchin für Ganglienzellen er-
klärten Zellen sind nach Mingazzini einfach Epithelzellen, die aus
den kleineren Zellen durch Grössenzunahme entstanden sind und sich
zu Drüsenzellen umgewandelt haben; ihr Körper entsendet häufig
feine Fortsätze, die in die Porenkanäle der Kutikula ausmünden.
Die ausstülpbaren Drüsen stellen nur eine höhere Stufe der Aus-
bildung der übrigen Kutikula dar, und ihre Drüsenzellen, über welche
die Basilarmembran wie über die übrige Hypodermis hinwegzieht,
sind vollständig homolog den grösseren Zellen der allgemeinen Hypo-
dermis. — Die Basilarmembran ist nicht eine innere Kutikula der
Hypodermis, sondern ein Bindegewebe.
C. Schäffer's Beiträge zur Histologie der Inseckten. Zool.
Jahrb., Abth. f. Antom. u. s. w., HI, S. 611—652, Taf. XXIX, XXX,
handeln: I. Ueber „Bauchdrüsen" bei Schmetterlingslarven,
S. 610 — 626. IL Ueber Blutbildungherde bei Insectenlarven,
S. 626 — 636; III. Beiträge zur Kenntniss der Entwickelung
des Schmetterlingsflügels; S. 637 — 650. — Als Bauchdrüsen be-
zeichnet Schäffer, der die dasselbe Organ behandelnden Mitheilungen
von Klemensiewicz, Dimmock nicht kennt, die an der Unterseite des
Prothorax mündende Drüse von Harpyia-Raupen und ihr Homologon
in verkümmertem Zustande bei anderen Raupen. Er studierte dieses
Organ an den Raupen von 11. vinula, Plusia gamma und Hyponomeuta
evonymella. Bei ersteren besteht die Einstülpung aus einem ge-
räumigen mittleren Lappen, der wahrscheinlich die eine Säure se-
zernirenden Zellen enthält, und je zwei seitlichen Schläuchen, die
vielleicht als Reservoir dienen. Bei den beiden andern Raupen ist
die Einstülpung (wie auch in den übrigen bekannten Fällen, Vanessa
u. a., Refer.) einfach schlauchförmig. Das Epithel dieses Schlauches
ist in seinem blinden Endtheil ein anderes als an dem der Mündung
genäherten Theil; ersteres wird auch bei den bisher als rudimentär
angesehenen Organen für das sezernirende erklärt. — Als Blut-
bildungsherde bezeichnet Schäffer Gewebstheile, von denen er
10 Ph. Beitkau: Beiiclit über die wissenschaftlichen Leistungen
sich Zellen ablösen sah, die vollkommen mit den Blutkörperchen
übereinstimmen und demzufolge auch für solche erklärt werden. Bei
Hyponomeuta-Raupen liegt ein solches Gewebestück in breitem Zu-
sammenhang mit dem Fettkörper neben den Flügelkeimen und im
vorderen Theil des Prothorax und hinteren Theil des Kopfes im
Zusammenhang mit zwei Tracheenrohren ; hier soll die Tracheenmatrix
sogar durch Wucherung sich in Blutkörperchen umwandeln. Vielleicht
findet auch noch eine Ausmündung der Tracheen am Kopfe
statt. Aehnliches fand der Verfasser bei den Raupen von Smerinthus,
Ocneria, Gastropacha, Pieris, Vanessa, Harpyia. Bei einer Blatt-
wespenlarve, Lyda erythrocephala, fand er solche Herde an ver-
schiedenen Stellen des Körpers, und überall im Zusammenhang mit
dem gewöhnHchen Fettkörper, und bei einer der „Musca vomitoria"
zugeschriebenen Fliegenmade mit der Körperhypodermis , von welcher
ausserdem Fettkörperzellen geliefert werden; zum grösseren Theile
entstehen die letzteren aber von der Tracheenmatrix aus. Der aus
diesen Beobachtungen sich ergebende Zusammenhang zwischen
den Zellen der Blutflüssigkeit, des Fettkörpers und der Tracheen-
matrix, also Abkömmlingen des Ektoderms, besteht auch in physio-
logischer Hinsicht, wenigstens zwischen den Blutkörperchen und dem
Fettkörper.
Die Zellplatte, welche die Anlage des Schmetterlingsflügels bildet,
ordnet ihre Epithelzellen später in zwei Schichten, zwischen denen eine
später verschwindende Membran, ,, Grundmembran" Semper's, sich
befindet. Die Epithelzellen selbst strecken sich stark in die Länge
und rücken auseinander und ähneln so Pfeilern, welche sich zwischen
den beiden Häuten des Flügels ausspannen. Die Flügeladern ent-
stehen als Verdickungen und Hervorwölbungen dieser Häute; inner-
halb dieser Adern bleibt die Grundmembran enthalten und dient zur
inneren Auskleidung des die Ader darstellenden Rohres. In diesem
verlaufen ausser Tracheen noch die von Semper ,, Rippen" genannten
Stränge, deren Zusammenhang mit Tracheen Seh äff er beobachtete.
Auch diese Rippen stellen ein Rohr dar, in welchem zu einer ge-
wissen Zeit ein von Semper für einen Nerv gehaltener Strang ver-
läuft^ der nach Schäfler einfach ein Abscheidungsprodukt der das
Rohr zusammensetzenden Zellen ist. Die Beobachtung Landois'
hinsichtlich der intrazellularen Entstehung der geknäuelten
Tracheen in den Matrixzellen der die Flügelanlage begleitenden
grossen Trachee bestätigt Schäfier wenigstens für Pieris Brassicae
als richtig.
H.A.Hagen theilt seine Methode der Spaltung eines Flügels um
das doppelte Adernetz zu zeigen mit; Zoo). Anz., 1889, S. 877f.
mit Tafel. ,,Der an der Basis abgeschnittene Flügel wird unter Wasser
mit einem Tubulus von der Basis her aufgeblasen, bis er mit Wasser
gefüllt ist, und dann am Hinterrande aufgeschnitten. Er wird unter
Wasser auf Papier, oder Glas ausgebreitet und zuletzt sorgfältig
getrocknet." Zu dieser Operation eignen sich nur die Flügel von
im Gebiete ilor Entomologie wälueiid fle.s Jahres 1889. 1 {
Thieren, welche kurz zuvor aus der Puppe sich entwickelt haben.
Vgl. die früheren Berichte.
Ueber die Aderung der Kcäferflügel erinnert P]. Adolph
an einen früheren Vortrag, in welchem er die sämmtlichen Skulpturen
der Flügeldecken der Käfer (gerunzelte, gestreifte, kettenstreifige,
gerippte u. s. w.) auf das bei Lycus noch in seiner Einfachheit er-
haltene Schema von 5 — 6 Längsadern zurückgeführt hat; Zool. Anz.,
1889, S. 487 f.
Okier macht über den Bau und Mechanismus deslnsekten-
fusses eine kurze Mittheilung. Die Kralle besitzt nur einen Beuge-
muskel; die Streckung erfolgt durch das Zusammenwirken von Skelet-
theilen, die sich im letzten Tarsenglied befinden. Das Anhaften der
Haftläppchen an glatten Gegenständen mit Hülfe eines aus Drüsen
abgesonderten Sekretes beruht auf Adhäsion undKohäsion; 17. Jahres-
bericht Westf. Prov.-Ver. f. Wissensch. u. Kunst, S. 45.
Die selbständige Fortbewegung der Blutkörperchen der
Gliederthiere ist nach H. Dewitz nicht ein Fortkriechen, sondern
eine Art Schwimmbewegung, die nelleicht durch Aufnahme und Aus-
stossen von Blutflüssigkeit zu Stande Ivommt. Dieselbe wurde be-
obachtet an abgeschnittenen Flügeln des Tenebrio molitor, in den
Kiemenlamellen von Asellus aquaticus und im Blut von Blatta
germanica; Naturwiss. Rundschau, IV, No. 18, S. 221 f., Zool. Anzeig.,
1889, S. 457—464.
In einer über verschiedene Typen der Wirbellosen ausgedehnten
Mittheilung: ein Beitrag zur Kenntniss der Exkretionsorgane,
BioL Centralbl., IX, S. 33—47, 65 — 76, untersuchte A. Kowalevsky
das Verhalten gewisser Gewebe namentlich gegen karminsaures Ammon
und Indigokarmin, dann auch Vesuvin, Methylenblau, Eisenchlorid, das
er an die Thiere z. Th. verfüttterte, z. Th. ihnen einspritzte. Von
Tracheaten wurden verschiedene Fliegenlarven (Corethra, Chironomus,
Culex, Musca), von Schmetterlingsraupen Sphinx Ligustri, Gastrop.
Pini, Ilyponomeuta malin ella), von Hymenopteren Athalia spinarum,
von Orthopteren s. 1. Ephemeren, Aeschna, Forficula, Blatta, Peri-
planeta, Acridium, Gryllotalpa, von Coleopteren die Larven von
Anisoplia, Tenebrio, Oryctes benutzt. Ueb ereinstimmend zeigte es
sich, dass die Malpighi' sehen Gefässe das Indigokarmin aufnahmen
und ausschieden, während ein besonderes Gewebe, das bei Musciden-
Lanxn früher als guirlandenförmiger Zellstrang (s. dies. Ber. f. 1886
S. 143) bezeichnete und. anderes perikardial gelagertes Gewebe, das
bisher dem Fettkörper zugerechnet wurde, das karminsaure Ammon
aufiiimmt, in sich aufspeichert und so dem Stoffwechsel entzieht.
Danach wären die Malpighi'schen Gefässe den Harnkanälchen und
das perikardiale Gewebe den Malpighi'schen Körperchen der Wirbel-
thiere analog. Das perikardiale Gewebe färbte blaue Lackmustinktur
roth, hat also eine sauere Reaktion. Die Anwendung von Lackmus
ergab für die verschiedenen Theile des Darmes noch das Resultat,
dass Oesophagus, Saugmagen, Proventrikulus mit seinen blinden An-
12 Ph. ßertkau: Bericht über flie wi^^sellschaftlichell Leistungen
hängen sowie der vordere Theil des Mitteldarmes alkalisch, der
hintere Theil des Mitteldarmes sauer, und der Enddarm wieder
alkalisch reagirt.
F. E. Beddard äussert on the possible origine of the
Malpighian tubules in the Arthropoda folgende Vermuthung.
Bei Acanthodrilus (multiporus?) ist der hintere Theil des Darmes,
wahrscheinlich schon zum Enddarm gehörig, unregelmässig mit Ideinen
Divertikeln besetzt, die Anfangs röhrenförmig sind, hernach aber in
unzweifelhafte ,,Nephridia" übei"gehen, wobei der bis dahin inter-
zellulare Hohlraum intrazellular wird; diese Röhrchen verästeln
und anastomosiren mit einander. ,, Alles, was nöthig ist, um aus
ihnen Malpighi'sche Gefässe hervorgehen zu lassen, ist eine Be-
schränkung ihrer Zahl und eine regelmässige Anordnung;" die Ver-
zweigung und Anastomose derselben kann bleiben. Wahrscheinlich
waren die Mündungen dieser Organe Anfangs äusserlich und gelangten
mit der Einstülpung des Epiblastes zur Bildung des Enddarmes ins
Innere. Die wahrscheinlich dem Mitteldarm angehörigen Organe
der Amphipoden sind vielleicht anderen Ursprungs, aber aus dem
Fehlen der Malp. -Gefässe bei Peripatus darf man nicht den Schluss
ziehen, dass diese Organe erst innerhalb der Tracheaten entstanden
sind, da bei Peripatus andere, echte, Nephridia in Thätigkeit sind.
Ann. a. Mag. Nat. Eist., (6.), 4, S. 290—292.
Nach W. Patten sind die Kopf läppen von Acilius- Larven aus
3 Segmenten zusammengesetzt, deren jedes ein Segment des Gehirns,
optischen Ganglions und der optischen Platte enthält; wahrscheinlich
kommen diese Charaktere allen Insenkten gemeinsam zu. Die seg-
mentale Natur der Augen ist deutlicher in den Embryonen der
Skorpione , Spinnen und des Limulus zu sehen , wo gezeigt werden
kann, dass sie eine Homologie der Reihe mit einem oder mehreren
Paaren von Sinnesorganen auf jedem Segment des Thorax darstellen.
Wenn die Kopflappen der Skorpione sich ausdehnten, würden die
Augen, wie bei Acilius, auf dem verdickten äusseren Rande jedes
Segments liegen. Dieser verdickte Rand ist dargestellt in der postoralen
Region der Pleuren der Brustsegmente, deren jedes zwei grosse Sinnes-
organe trägt, die dicht bei einander und nahe der Aussenseite der
Basis der Beine liegen. Patten hält die Augen nun für homolog
mit diesen Sinnesorganen. Diese sind schüsseiförmig gestaltet und
von einer gestreiften Kutikula ähnlich denen an den Augen von Acilius
in einem frühen Stadium umgeben. Die Bauchkette und das Gehirn
bestehen anfänglich vollständig aus kleinen Sinnesorganen, die bei
den Skorpionen denselben Bau wie die segmentalen an der Basis
der Beine haben. (Journal of Morphology, II, S. 600 — 602; aus
Journ. R. Microsc. Soc. 1889, S. 501 f.)
Sain1;-Remy fasst die Ergebnisse seiner Untersuchungen
sur la structure du cerveau chez les Myriapodes et les
Arachnides in folgenden Sätzen zusammen: Das Gehirn der Myria-
podcn hat denselben Bau wie das der Insekten; es besteht aus
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 13
3 Ganglien, und demnach sind im Kopfe der Myriapoden wie in dem
der Insekten und Crustaceen drei präorale Segmente vorhanden. Bei
den Arachniden besteht das Geliirn ebenfalls aus 3 Ganglien, welche
3 Segmenten entsprechen; aber von diesen sind nur 2 präoral, das
dritte ist postoral; den Arachniden fehlt das mittlere Ganglion der
Insekten und Crustaceen, entsprechend dem Fehlen der Antennnen
der Insekten und Myriapoden und dem Homologon des 1. Antennnen-
paares der Crustaceen. Die Wurzeln der P^ingeweidenerven scheinen
bei allen 4 Klassen homolog zu sein. — Bei allen mit Augen ver-
sehenen Tracheaten difierenzirt sich der vorderste Abschnitt des ersten
Ganglions zu einem lob. opticus, während der übrige Theil nicht
blos mit der Gesichtsthätigkeit, sondern allgemeiner mit der Seelen-
thätigkeit betraut ist. Revue biologique du Nord de la France, 1,
S. 281—298 und 2. S. 41—55.
A. S. Packard untersuchte den Epipharynx und dessen Sinnes-
organe bei den kauenden Insekten: On the occurrence of Organs
probably of taste in the epipharynx of the Mecoptera (Pan-
orpa and Boreus); Psyche, 1889, S. 159 — 164, und Notes on the
epipharynx, and the epipharyngeal organs of taste in man-
dibulate insects; ebenda, S. 193 — 199, 222 — 228. Die grosse
Aehnlichkeit , w^elche Panorpa und die Microlepidoptera , namentlich
Micropteryx, hinsichtlich des Labrum und Epipharynx zeigen, be-
stärkt Packard in seiner Ansicht von der Abstammung der Lepi-
doptera von einem Mecaptera-ähnlichen Ahnen. Die als Geschmacks-
organe gedeuteten Sinnesorgane kommen in der Form von Ge-
sclimacksbe ehern (taste-cups) und Geschmackszapfen (taste-rods)
vor. Unter den Thysanuren Hessen die untersuchten Lepisma und
Machilis solche Organe nicht mit aller Bestimmtheit erkennen; bei
Forficula fanden sich auf jeder Seite 12 Geschmacksgruben. Eine
flügellose Blattide liess sie wieder vermissen, während eine geflügelte
über 50 Geschmacksgruben auf jeder Seite in zwei Feldern aufwies;
die untersuchten Saltatoria (Camnula, Xiphidiura, Cyrtophyllus, Ana-
brus, Ceuthophilus, Hadenoecus, Conocephalus, Gryllus, Oecanthus)
waren alle mit ihnen versehen, wogegen Packard sie bei Pteronarcys,
Perla, Psocus und Termopsis wieder vermisste; vorhanden sind sie
dagegen wiederum bei Eutermes, Calopteryx, Diplax, Aeschna, Sialis,
Chauliodus, Chrysopa, Myrmeleon, Mantispa, fehlen bei Corydalis
cornutus. Unter den Käfern wurden sie bei Dendroctonus rufipennis
und Lucanus dama vermisst, dagegen auch in den Larven von
Cerambyciden und Scarabaeaden gefunden; sie kommen sowohl bei
Fleisch- wie bei Laub- und Holzfressern vor. Bei Panorpa und
Boreus kommen sowohl die Becher wie auch die Zapfen am Epi-
pharynx, die ersteren auch an Unterlippe und den Maxillen vor.
Bei diesen Gattungen werden auch Geruchszapfen an Palpen und
Fühlern erwähnt.
Zur Bedeutung der Palpen bei den Insekten äussert sich
E. Wasmann gegen Plateau, der durch seine Versuche nach-
gewiesen zu haben glaubte, dass die Palpen funktionell bedeutungslos
14 Pli. Bertkau: Bericht, über die wissenschaftlichen Leistungen
seien; vergl. dies. Ber. 1885 S. 30; 188G S. 27. Es sind nicht sowohl
Experimente, als vielmehr vergleichende Betrachtungen, welche Was-
mann die Ueberzeugung aufdrängen, dass die Taster zum Aufsuchen
und zur Prüfung der Nahrung verwandt werden. Denn bei allen
denjenigen (myrmekophilen und termitophilen) Käferarten, die sich
füttern lassen, zeigen die Taster eine verschiedengradige Reduktion
bis zur vollkommenen Verkümmerung, oft nur die Lippentaster, oft
auch die Kiefertaster. Hydrophilus piceus bedient sich ausserdem
seiner Kiefertaster als Finger, um den Bissen leichter in den Mund
zu schieben. Biolog. Centralbl, IX, S. 303 — 308.
S. Exner gelang es, das Netzhautbild des Insektenauges
zu demonstrieren; Sitzgsb. k. Akad. d. Wissensch. Wien, XCVIII,
3. Abth. , S. 13 — 65, Taf. I, 11, 7 Holzschn. Exner trug an dem
Auge eines Lampyris-Männchens, die bekanntlich dadurch ausgezeichnet
sind, dass die Krystallkegel mit der Korneafazette verwachsen sind,
eine Kalotte ab, pinselte das Pigment zwischen den Krystallkegehi
weg und untersuchte nun, die freie Fläche des Auges der Luft zu-
kehrend und die Weichtheile in ein Gemisch von Glycerin und
Wasser eintauchend, das dem Brechungsindex des Blutes des Thieres,
1,346, gleich kam, das Bild; später erfuhr der Verfasser, dass zum
Zustandekommen eines scharfen Bildes die das Auge erfüllende
Flüssigkeit nicht genau die angegebene Brechungsfähigkeit zu haben
braucht. Es zeigte sich nun, dass das Auge ein aufrechtes Bild
entwirft, das mit der Entfernung des Gegenstandes sich ebenfalls
entfernt; das Bild ist ziemlich scharf und schärfer, als z. B. Forel
aus theoretischen Gründen angenommen hatte (vgl. dies. Ber. über
1887 S. 20). Das Bild eines 3"2 cm langen und 52 cm von dem Auge
entfernten Pfeiles war 0,24 mm lang. Die Entfernung des Bildes
von der Hornhaut, bezAv. die Lage desselben in dem Auge Hess sich
nicht mit Sicherheit ermitteln aus dem Grunde, weil der Verfasser
es unmöglich fand, zu entscheiden, wann das Mikroskop genau auf
die Kornealinse eingestellt war. Doch liegt das Bild nach der wahr-
scheinlichsten Annahme hinter der Schicht des Auges, in welche
Exner (und wenn ich mich nicht täusche, noch weiter hinter der
Schicht, in welche Grenacher) die Retina verlegt. Der Verfasser
überzeugte sich ferner, dass das Bild durch Brechung entsteht,
indem eine grössere Anzahl von benachbarten Fazetten (bei Lampyris
etwa 30) das von einem Punkte herkommende Licht wieder an
einen Punkt zur Vereinigung bringen. Das Bild eines rechts von
dem ersten liegenden Punktes liegt rechts von dem Bildpunkt des
ersteren, und das ganze Bild liegt in einer mit der Kornea kon-
zentrischen Kugelschale. Durch die Vereinigung der Lichtstrahlen
mittels so vieler Fazetten erlangt das Bild eine bedeutende Licht-
stärke; diese Vereinigung ist aber nur dadurch ermöglicht, dass die
Spitzen der Krystallkegel (bei dem untersuchten Objekt) und das
zwischen diesen und (1er supponirten Retina liegende Gewebe —
(Exner hält diese Zelllage für Grenacher's Pigmentzellen 2. Ordnung — )
frei von Pi^nient ist. Da bei den meisten anderen Insekten das
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 15
Pigment weit tiefer in's Innere des Auges reicht, so ist hier eine
Vereinigung des auf so viele Fazetten fallenden Lichtes nicht möglich;
hier kommen vielleicht nur die von einem Punkte auf G Fazetten
fallenden Lichtstrahlen zur Vereinigung, und das von diesen Augen
entworfene Bild besitzt im Vergleich zu Lampyris eine bedeutend
geringere Lichtstärke. Die von Exner zur Li^ntersuchung verwandten
Stücke von Lampyris waren in der Dunkelheit gefangen und getödtet
worden, und Exner vermuthet, dass ähnlich wie im Froschauge auch
im Insektenauge das Pigment bei verschieden starker Beleuchtung
wandere und dadurch die Lichtstärke des Bildes regele. Im Sonnen-
licht reicht das Pigment tiefer gegen die Retina; in der Dunkelheit
zieht es sich mehr nach der Oberfläche des Auges hin und ermöglicht
dadurch ein helleres Bild. (Der Versuch bestätigte die Richtigkeit
dieser Annahme; s. unten).
Dann wirft der Verfasser noch die Frage nach dem Zusammen-
hange des Fazettenauges mit dem Punktauge auf und kommt dabei
zu folgendem Schlüsse: Als Ausgangspunkt betrachtet er ein ,,LTr-
auge", eine einfache Verdickung der Kutikula mit darunter liegender
Sinneszelle, das im Stande ist, das in bestimmter Richtung auffallende
Licht, also hell und dunkel zu unterscheiden. Indem nun die Ver-
dickung der Kutikula sich zu einer Linse vervollkommnet und die
Zahl der Sinneszellen sich vermehrt und diese sich zugleich der
Brennweite der Linse nähern, entsteht das Wirbelthierauge und
Stemma der Insekten und Spinnen. Indem aber mehrere solcher
Uraugen mit divergirenden Achsen nebeneinander entstehen, kommt
das fazettirte Insektenauge zur Ausbildung.
Derselbe untersuchte die durch Licht bedingte Ver-
schiebungen des Pigmentes im Insektenauge und deren
physiologische Bedeutung; ebenda S. 143 — ^151 mit 1 Taf. Von
zwei möglichst gleichen Stücken von Hydrophilus und Dyticus wurde
das eine nach längerem Aufenthalt im Dunkeln, das andere nach
längerer Beleuchtung getödtet. Es zeigte sich, dass sich das Pigment
im ersteren Falle nach der Kornea hin zurückgezogen hatte und im
zweiten Falle tiefer gegen die Retina reichte. Die Bedeutung dieses
Vorganges ist in LTebereinstimmung mit der oben angegebenen Ver-
muthung dieselbe, wie die Erweiterung und Verengerung der Iris im
Wirbelthierauge, nämlich die Lichtstärke zu regeln. (In der Ab-
bildung des Hydrophilus-Auges zeichnet Exner hinter den Krystall-
kegeln eine breite Schicht von faserigem Gewebe, die ich mir nach
meiner Kenntniss des histiologischen Baues des Insektenauges nicht
deuten kann),
J. Carriere stellt Bau und Entwickelung des Auges der
zehnfüssigen Crustaceen und der Arachnoiden nach den
neuesten Arbeiten Reichenbach's, Kingsley's, Parker's, Herrick's dar;
ßiolog. Centralbl, IX, S. 225—234
F. Plateau erklärt in einem La vision chez les Insectes et
chez les Vertebres übersehriebenen Artikel in Le Naturaliste, 188!)
16 Ph. Bertka\i: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
S. 123—125, die gemeldete Erscheinung, dass Mücken und andere
Insekten nicht versuchen durch ein weitmaschiges Gewebe hindurch-
zufliegen, aus ihrer vue confuse, die jenes maschige Gewebe als
eine zusammenhängende Wand erscheinen lässt.
E. Pissot erfuhr durch Versuche, dass solche Gewebe wenigstens
nicht immer den Durchgang von Insekten hindern; ebenda,
S. 179 f., 202 f.
Im Gegensatz zu Plateau ist Dahl mit vielen anderen der
Überzeugung: Die Insekten können Formen unterscheiden.
Ein Versuch, der diese Ansicht unterstützt, ist folgender. Eine Biene,
Hylaeus morio, wich vor einem ihr genäherten Attus arcuatus zurück,
während eine gleich grosse, mit dem Blute des Attus beschmierte
Papierkugel keinen Eindruck auf sie machte, zum Beweise, dass hier
der Geruch keine Rolle spielte. Als weiteren Beweis sieht er die
federartige Bekleidung der Mitteltarsen bei den Männchen von
Dolichopus plumipes an, die er sich durch natürliche Zuchtwahl
mittels des Gesichtssinnes der Weibchen entstanden denkt. Zool.
Anz., 1889, S. 243—247.
0. Zacharias: Das Sehvermögen der Insekten; Monatl.
Mitth. a. d. Gesammtgeb. d. Naturw., 7, S. 173—179. (Keine Original-
beobachtungen.)
S. li. Scudder beobachtete in seinem Zelte Wespen auf der
Fliegenjagd; sie Hessen sich durch einen Fleck in der Zeltwand, ein
kleines Loch u.s. \v, täuschen und zu einem Angriff verleiten. Psyche V,
S. 279 f.
Emery referirt über neuere Arbeiten über die Ontogenie
der Insekten; Biolog. Centralbl. IX, S. 396—405.
Ueber die Zahl der Richtungskörper bei befruchteten
und unbefruchteten Bieneneiern macht F. Blochmann die
Mittlieilung , dass dieselbe in beiden Fällen gleich, nämlich 2, ist.
Beide fiiessen gewöhnlich hernach zusammen und stellen dann eine
mit Chromatinkörnchen erfüllte Vakuole dar. Der weibliche Pronu-
kleus rückt gegen die Eiachse, um entweder sofort sich zu theilen,
oder erst mit einem Spermakern zu kopulieren. Bei unbefruchteten
Eiern von Emphytus grossulariae , die sich zu Weibchen entwickeln,
glaubt Blochmann ebenfalls zwei primäre Richtungskörper ge-
funden zu haben. Morphol. Jahrb., XV, S. 85 — S&, Taf. V; s. auch
Verhandl. d. Naturf.-mediz. Vereins zu Heidelberg (N. F.), IV, S. 239
bis 241.
H. Henking macht eine vorläufige Mittheilung über die Be-
fruchtung der Eier von Agelastica Alni L.; Nachr. v. d. K.
Gesellsch. d. Wissensch. Göttingen, 1889, N. 21, 25. Dezember, S. 1—4.
Die Befruchtung des Eies findet in dem Augenblicke statt, wo das
Ei abgelegt wird, und zwar dringen fast regelmässig mehrere Sper-
matozoen in den Dotter, von denen aber nur eins zur Konjugation
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 17
mit dem weiblichen Vorkern kommt. Um den Schwanzfaden bildet
sich ein heller Hof (das Arrhenoid Henking's) ans, der später,
wenn der Kopf des Spermatozoon die Gestalt einer Blase angenommen
hat, mehr und mehr schwindet und jener Blase Platz macht, so dass der
männliche Vorkern wahrscheinlich den grössten Theil des Arrhenoides
in sich aufnimmt. — Der Eikern schnürt 2 Richtungskörperchen ab;
die beiden Tochterkerne der zw^eiten Richtungsspindel rücken aus
einander, ohne dass die Spindel aufgebraucht wird; dieselbe bleibt
vielmehr an der alten Stelle unverändert liegen. Der weibliche Vor-
kern, umgeben von wenig oder gar keinem Plasma, wandert auf den
männlichen zu, nimmt unterwegs ebenfalls die Gestalt eines ovalen
kleinen Bläschens mit fein vertheiltem Chromatin an und schmiegt
sich an den männlichen Vorkern an.
A. Voeltzkow: Melolontha vulgaris. Ein Beitrag zur
Entwickelung im Ei der Insekten; Arb. a. d. Zool.-zoot. Instit.
z. Würzburg, IX, S. 49 — 64, Taf. V. Voeltzkow untersuchte haupt-
sächlich die Bildung des Mitteldarms, welche nach ihm ganz in der-
selben Weise wie bei Musca vomitoria (s. unten bei den Fliegen) vor
sich geht, indem nämlich vom End- und Vorderdarm Wucherungen
bis zu Verschmelzungen gegen einander wachsen; diese Wucherungen,
die also vom Ektoderm abzuleiten sind, bilden das Epithel des
Mitteldarms. Die Muscularis entsteht aus einer vom Mesoderm ab-
gespaltenen Lage von Zellen, und mit diesem Vorgang steht auch
die Bildung der endgültigen Leibeshöhle in Zusammenhang.
E. Haase behandelt in zusammenfassender Weise die Abdomi-
nalanhänge der Insekten mit Berücksichtigung der Myrio-
poden; Morpholog. Jahrb., XV, S. 331—435, Taf. XIV, XV. Die
Abdominalanhänge der Insekten und Myriopoden sind zweifacher Art:
ausstülpbare Bläschen und die gewöhnlich als rudimentäre Beine
angesehenen Stummel; erstere nennt Haase Ventralsäcke, letztere
Abdominalgriffel, und unterscheidet bei ihnen, ob sie in der Ver-
längerung der Linie der Brustfüsse (homo- oder orthostich) oder
innerhalb oder ausserhalb dieser Linie liegen (entostich, ektostich).
Die Funktion der Ventralsäckchen ist keine exkretorische , sondern
eine respiratorische; morphologisch sind sie den (ausserhalb der
Koxaldrüsen mündenden) Cruraldrüsen von Peripatus an die Seite zu
stellen. Die Abdominalgriftel sind keine Beinrudimente, sondern aus
einfachen Spornen hervorgegangen, die eine lokomotorische Hülfs-
funktion erst sekundär angenommen haben; vereinzelte Bildungen sind
die Gonapophysen und Afterraife (Cerci), für deren Unterscheidung
von den ,,styli" der Entomologen die verschiedene Insertion bedeutungs-
voller ist als die Gliederung. Die Arthropoden sind Ausläufer des
Wurmstammes, spalteten sich aber schon an der Wurzel in zwei Aeste,
deren einer durch die Phyllopoden zu den übrigen Krebsen (incl. Gi-
gantostraca?) und durch einen Seitenzweig zu den Arachniden führte,
während der andere (Antennata) durch myriapodenähnhche Formen
die Hexapoden ergab.
Aicli. f. Naturgesch. Jahrs^. 1890. Bd. U. H.2. B
18 Ph. Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Haase's Arbeit ist reich an Gedanken nnd mitgetlieilten That-
sachen, die ich unmöglich alle hervorheben kann ; der Autor selbst
gibt zum Schlüsse folgende Zusammenfassung, die ich fast wörtlich
folgen lasse.
1. Die Ventralsäckchen von Scolopendrella sind vom 3. bis
11. Rumpfsegment entwickelt und als coxal zu bezeichnen. Durch
Blutfüllung ausgestülpt, werden sie durch einen besonderen Muskel
eingezogen; ihre Kutikula ist glatt, ohne deutliche Poren, die Kerne
ihrer Matrix sind sehr gross (diese Riesenkerne wurden von Nasso-
now und Grassi als Drüsenzellen angesehen); die Verbindung mit der
Leibeshöhle ist nicht besonders ausgebildet.
2. Unter den Diplopoden kommen Ilüftsäckchen ähnlichen Baues,
mit einfacherer Matrix und entwickelteren Rückziehern, in beiden
Geschlechtern vom 3. Beinpaare an bei Lysiopetalum , Polyzonium,
Siphonophora vor.
3. Bei Chordeumiden kommen dieselben nur in geringer Zahl (am
Kopulationsfusspaar und den beiden darauf folgenden der Männchen)
vor und dienen als Samenbehälter.
4. Bei Campodea kommen paarige, denen von Scolopendrella
sehr ähnliche Ventralsäckchen am Hinterrande der 2. — 7. Bauchplatte
des Abdomens vor; sie werden von Muskeln und einem bindegewebigen
Strange durchlaufen. Der Kutikula fehlen deutliche Poren ; die Matrix-
schicht ist mit wenigen Riesenkernen versehen. Am Hinterrande des
8. Abdominalsegments liegen zwei schwächer ausgebildete Säckchen
vor der Genitalöffnung.
5. Japyx solifugus besitzt am Hinterrande der 1. Bauchplatte
des Hinterleibes mit Drüsenhaaren besetzte Säckchen; bei J. gigas
zerfallen dieselben in mehrere Partieen, von denen eine sich an der
zweiten Bauchplatte als Abdominalsäckchen wiederfindet, wie solche,
von ähnlichem Bau wie bei Campodea, bei J. Isabellae häufiger vor-
kommen.
6. Bei Machilis liegt am Hinterrande der paarigen Ventral-
duplikaturen des 1. — 7. Segmentes 1 bezw. 2 Paar von Abdominal-
säckchen mit stark entwickelter Muskulatur und anscheinend nicht
poröser Kutikula, deren Matrix an der Dorsalseite ein drüsiges Epithel
mit Plasraastreifung bildet.
7. Der Ventraltubus der Kollembola am 1. Abdominalsegment
besitzt ebenfalls entwickelte Rückziehmuskeln, einen durchgehenden
bindegewebigen Strang und im Inneren einzelne mit deutlichen Poren
ausmündende Drüsenzellen; er tritt durch Einströmen von Blut hervor.
8. Nach Beobachtungen an lebenden Stücken von Machilis und
Poduren treten die Abdominalsäcke nur bei vollkommener Ruhe des
Thieres und in feuchtwarmer Luft hervor; bei Poduren Hess sich eine
bedeutende und schnelle Durchströmung des ausgestreckten Tubus
durch Blutflüssigkeit, in der Richtung nach dem Vorderende des
Körpers zu, verfolgen.
im Gebiete der Eiitoiiiologie während des Jahres 1889. 19
9. Beobachtungen über das Kriechen der Poduren an Glas-
wänden zeigen, dass der Ventraltubus dabei oft unthätig ist, wie die
Abdominalsäckchen von Machilis in gleichem Falle stets.
10. 11. Harnstoff Hess sich in den Abdominalsäckchen nicht
nachweisen. Die Beziehungen der Ausbildung des Tracheensystems
zu der der Ventralsäckchen ergeben, dass letztere eine respiratorische
Funktion haben und als Blutkiemen anzusehen sind . . .
12. Die Stigmata von Campodea gehören zum 2. — 4. Rumpf-
segment; die von Japyx gigas vertheilen sich auf die 3 Thorakal-
und die ersten 8 Abdominalsegmente, während Grassi bei J. solifugus
4 Stigmenpaare am Thorax angegeben hatte.
14. Vielleicht dienen die beiden Geschlechtern gemeinsamen
Coxalsäcke der Diplopoden noch nebenbei als Haftorgane bei der
Kopulation.
15. Zu den sekundären Blutkiemen gehören wohl auch die aus
dem ersten Abdominalbeinpaar entstehenden Blasenanhänge der
Gryllotalpa-, Melolontha-, Phyllodromia- u. a. Embryonen.
16. Die Coxaldrüsen von Lithobius sind wohl als den Crural-
drüsen von Peripatus homolog anzusehen; und ferner die Coxal-
säckchen von Scolopendrella, Diplopoden und die Abdominalsäckchen
der Synaptera aus verkümmerten ähnlichen Drüsen entstanden.
17. Die stummeiförmigen Ventralanhänge von Scolopendrella
kommen am 2.- — 12. Rumpfsegment vor und sind als Hüftgriffel zu
bezeichnen; am 13. Rumpfsegment Hegt ein später verkümmerndes,
besonderes inneres Apophysenpaar. Die Hüftgriftel sind bewegHch
und von einem Nerven durchzogen.
18. Die Spinngriffel von Scolopendrella sind ganz unbeweglich
und entsprechen den Ralfen (Cerci) der Insekten.
19. 20. Bei Campodea ist das Anhangspaar des 1. Abdominal-
segmentes als rudimentäres Beinpaar anzusehen; die ektostichen
Abdominalgr^ffel nehmen vom 2. — 7. Segment an Grösse zu und sind
nur in der Längsrichtung beweglich; Gonapophysen besitzt diese
Gattung nicht.
21. Die gegliederten Analraife (Cerci) von Campodea erinnern
im Bau durchaus an die Antennen, doch tritt in sie wie in die stets
ungegliederten Abdominalgriftel der Thysanuren keine Muskulatur
hinein.
22. Die Abdominalgriffel von Japyx erinnern auffallend an ge-
wöhnliche Endsporne (calcaria) der Beine.
23. Die Abdominalgriffel von Machilis werden an den vorderen
Segmenten besonders von Beugemuskeln, an den hinteren von Streckern
bewegt.
24. Der Mittelschwanz von Machilis entspricht einer supraanalen
Verlängerung des Afterstücks. Die Gonapophysen der Männchen be-
stehen aus 2 Klappen und einem zweigliederigen Penis; letzterer ist
auf eine Hautpapille des 9. Abdominalsegmentes zurückzuführen.
20 Pli. Bert kau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
25. Die Abdominalgrifiel dienen besonders als Tastorgane und
zur Unterstützung der Lokomotion, bei Machilis und namentlich den
Poduren auch zum Springen. Die Afterraife haben eine ähnliche
Funktion wie die Fühler.
26. Abdominalgriffel kommen als denen der Thysanuren homologe
Bildungen nur noch am Hinterrande der 9. Bauchplatte des Hinter-
leibes von Orthopteren vor; sie verkümmern oft schon im Laufe
der Postembryonalentwickelung.
27. Analraife finden sich ausser bei Scolopendrella, allen Thysan-
uren und einigen Kollembolen bei allen Orthopteren s. 1. meist bis
zur • Imago, bei den Larven von Lyda und bei den Imagines der
Blattwespen und anderen Hymenopteren.
28. Die Larven der Blattwespen sind menotrem; auch die hohe
Zahl der Malpighi'schen Gefässe beweist, dass hier ein Uebergang
von dem ursprünglichen campodeiformen Jugendstadium zur Raupen-
form vorliegt.
29. Die Nachschieber der Raupen gehören dem 10. Abdominal-
segment an und sind wohl von den Trichopteren vererbt; die Schein-
füsse des Hinterleibes sind zwar den Thorakalbeinen homostich, aber
als Neubildungen aufzufassen. Nachschieberähnliche Bildungen sind
auch bei Käferlarven weit verbreitet und wie die Haftschläuche und
die dorsalen, oft gegliederten sensorischen Terminalanhänge bisher
bei der Imago nicht nachgewiesen.
30. Die Gonapophysen der Orthopt. s. Str., Odonaten, Hemipteren
und Hymenopteren sind denen von Machilis homolog.
31. Da die postembryonale Sprossungszone der Lithobien vor
dem Genitalsegment liegt, so sind ihre segmentarmen jüngsten Stadien
wie bei Scolopendrella als sekundäre Larvenformen anzusehen.
32. 35. Myriapoden und Insekten haben einen gemeinsamen
Ursprung; die Symphylen stehen besonders den Diplopoden nahe;
die Pauropoden sind als niedere und zugleich verkümmerte Form von
letzteren abzuleiten. Die gemeinsamen Vorfahren det- Chilopoden
und Insekten standen ersteren und den Symphylen zugleich nahe,
besassen aber eine hintere Geschlechtsöffnung; die höheren Insekten
(Pterygota) haben mit den Thysanuren gemeinsame Vorfahren, die
letzteren sehr nahe standen.
36. Die Abdominalgriffel sind nicht als Beinreste, sondern als
Haargebilde aufzufassen.
37. Die Kollembola bilden einen Seitenzweig der Thysanuren
und sind keine Urformen.
38. Alle Pterygoten sind einheitlichen Ursprungs; die Rhyn-
choten stehen den Orthopteren am nächsten.
39. Die Bauchplatten des Hinterleibes der Hexapoden sind aus
der Verschmelzung der im Fmbryo angelegten Abdominalbeine mit
der ganzen Ventralhaut oder einem mittleren, dem Sternalschilde
im Gebiete der Entomologie wäbi'eud des Jahres 1889. 21
der Brustsegmente entsprechenden Schilde hervorgegangen, wie sich
an Machilis nnd Phylloclromia nachweisen lässt.
Vgl. hierzu auch desselben Vortrag über Abdominalanhänge
beiHexapoden; Sitzgsber. Gesellsch. naturf. Freunde, 1889, S. 19 — 29.
Wm.M. Wheeler erklärt in seiner über drüsenartige Gebilde
im ersten Abdominalsegmente der Hemipterenembryonen
überschriebenen Mittheilung das erste Paar der Abdominalfüsse der
Coleopteren- und Orthopteren -Embryonen nicht für Kiemen, wie
Rathke, Graber, auch nicht für ein Sinnesorgan, wie Cholodkovsky
wollte, sondern für eine ( Stink -)Drüse. Er fand nämlich das erste
Segment des Hinterleibes bei Cicada- und Nepa- Embryonen an der-
selben Stelle, wo bei Coleopteren und Orthopteren sich die Bein-
anlagen finden, nicht ausgestülpt, sondern eingestülpt. (Die Ab-
bildung zeigt übrigens keine Einstülpung der allgemeinen Körper-
hant, sondern eine starke Wucherung der Hypodermis, deren Zellen
zu Drüsenzellen umgewandelt erscheinen; die Homologie dieser Organe
mit den Abdominalbeinen ist demnach doch wohl etwas zweifelhaft.)
Diese Einstülpung ist nun als Drüse entwickelt, deren Sekret bei
Cicada eine zusammenhängende Masse, bei Nepa lange, feine Fäden
bildet. In diesem embryonalen Drüsenorgan sieht Wheeler eine
Stinkdrüse, die später durch andere ersetzt wurden und daher einer
Rückbildung anheimfielen. (Selbst wenn diese Organe der Hemipteren
mit denen der Orthopteren etc. homolog wären, so brauchen sie
doch nicht analog zu sein, d. h. es brauchen die knollen- oder
tasch^nartigen Ausstülpungen der Orthopteren etc. nicht auch Drüsen
zu sein; Ref.). Zool. Anz. 1889 S. 500—504 mit 2 Holzschn.
Ueber den Bau und die phylogenetische Bedeutung
der embryonalen Bauchanhänge der Insekten äussert sich
auch V. Grab er, indem er sich namentlich gegen Cholodkovsky
(s. unten bei Blatta) wendet. Grab er findet keinen Beweis dafür,
dass die embryonalen Bauchanhänge jemals gegliedert gewesen seien;
demnach fehlt jede Stütze für die Ansicht, dass die Insekten von
Myriapoden abstammen. Biolog. Centralbl., IX, S. 355 — 363.
Dagegen glaubte J. Nu s bäum (Zur Frage der Segmen-
tierung des Keimstreifens und der Bauchanhänge der
Insektenembryonen, ebenda S. 516 — 522 mit 1 Holzschn.) an
12 tägigen Meloeembryonen eine Gliederung des ersten Bauchfuss-
paares beobachtet zu haben; dasselbe ist zu einer Drüse entwickelt;
auch die übrigen, kleineren Bauchfüsse zeigen eine drüsige Natur.
Die Oberlippe entsteht nach Nusbaum aus einem unpaaren mittleren
Stüclv und je einem seitlichen Anhang, auf demselben ,, Segment",
das die Fühler entwickelt. Nusbaum meint, dass die drüsige Natur
der Bauchanhänge dafür spräche, dass diese Organe früher nicht
bloss der Gangfunktion, sondern auch vielleicht der Atmung gedient
haben, und dass die Insekten von heteropoden, gewissen mit hinteren
Kiemensäckchen ausgestatteten Crustaceen nahe stehenden Vorfahren
abstammen.
22 Ph- Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
H. Hagen spricht die Ansicht ans, dass jedes der 3 gewöhnlich
angenommenen Brnstsegmente der Insekten selbst wieder aus 3 Seg-
menten zusammengesetzt sei, deren erstes ein Flügel-, zweites ein
Bein-, drittes ein Stig-menpaar entwickelt. Von den Seitentheilen
des Thorax gehören die Episternen zum 1. (Flügel-) Segment , die
Epimeren zum 2. (Bein-) Segment, und die zum Stigmensegment
gehörigen Seitentheile sind bei den meisten Insekten verkümmert;
erkennbar sind sie bei manchen Orthopteren und Pseudoneuropteren.
Beim Metathorax ist aber das Stigmensegment (das sog. erste des
Abdomens) frei und den Abdominalsegmenten ähnlich gebildet.
(Hagen bringt das sog. 4. embryonale Beinpaar der Insekten auch
noch zum Metathorax, was ich mit seiner eben ausgesprochenen An-
schauung nicht vereinbaren kann). Stettin. Entom. Zeitg. , 1889,
S. 162—167.
Ueber Copula verschiedenartiger Coleopteren theilt
L. V. Hey den folgende Fälle mit: Melolontha vulgaris (^ mit
M. Hippocastani ; Chrysomela polita S mit Chr. coerulans; Gaurotes
virginea ^ mit Rhagium mordax; Otiorrhynchus niger ^ mit 0. lepi-
dopterus; Balaninus crux 3 mit Orchestes Populi; Metallites mar-
ginatus S mit Polydrosus moUis. Deutsch. Entom. Zeitschr. 1889,
S. 212.
Derselbe erwähnt ebenda, dass v. Both Spilosoma Urticae <$
in Begattung mit Sp. menthastri gefunden habe; aus den abgelegten
Eiern krochen keine Räupchen aus.
In der Deutsch. Entom. Zeitschr., 1889, S. 221 f. sind Zwitter
und Monstrositäten aus den Sammlungen v. Heyden und
Kraatz beschrieben und auf Taf. I Fig. 9 — 23 abgebildet. (Hygro-
carabus variolosus mit 10-gliedrigem linken Fühler); Zwitter von
Lucanus cervus; Gnorimus nobilis mit verkümmerten Flügeldecken;
Laemostenus mit buckeliger Auftreibung des Vorderkörpers; Geotrupes
typhoeus mit doppeltem linksseitigen Fühlerknopf; Zonabris quadri-
puncta mit 2 fünfgliedrigen Fühlerenden; Aromia moschata mit ver-
ästeltem Fühler; Calosoma investigator ebenso; Carabus auratus mit
3 ästigem Schenkel; Taurina Nireus mit zweitheiliger Schiene, jede
mit einem normalen Fuss; Melolontha vulgaris mit zweitheiliger
Afterspitze; Chrysomela fimbrialis mit 2 stark entwickelten Rippen
auf jeder Flügeldecke; Hydrobius fuscipes mit flügelartig erweiterten
Seiten des Thorax; Melolontha vulgaris mit dreieckiger Erweiterung
des letzten Gliedes beider Fühler; Cerambyx cerdo mit vollständig
entwickeltem erstem WurzelgHede neben dem gewöhnlichen Fühler-
gliede).
Sur un type probablement nouveau d'anomalies entomo-
logiques . . . Stenopterus rufus macht H. Gadeau de Kerville
in le Naturaliste, 1889, S. 9 — 10 eine Mittheilung. Die Anomalie
besteht darin, dass die Tibien beider sonst normal ausgebildeten
Hinterbeine in der Mitte ein Gelenk haben. Für solche überzählige
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 23
Gelenke schlägt der Verfasser die Bezeichnimg Epidosarthro-
melie vor.
Kriechbaiimer beschreibt die höchst merkwürdige Miss-
bildung eines Fühlers von Bombus variabilis Schmiedekn.,
die in einer Umbildung des Fühlers zu einem Fusse besteht; Entom.
Nachr., 1889, S. '281;
Substitution of a Aving for a leg in Zygaena filipen-
dulae . . . ., by N. M. Richardson, Entom. Monthl. Magaz., XXV,
S. 289 f.
Melomelie tarsale chez un Carabide (Harpalus rubripes);
A. Fauvel, RcATie d'entomologie, 1889, S. 331 f. Die linke Schiene
ist stark verbreitert und trägt 3 fünfgliederige Tarsen.
Ph. Bertkau liefert die Beschreibung eines Zwitters von
Gastropacha Quercus nebst allgemeinen Bemerkungen und einem
Verzeichniss der beschriebenen Arthropodenzwitter; dieses
Archiv, 1889, I, S. 75— 116 mit 3 Holzschn. ; vgl. den vor. Ber. S. 26.
— Das Verzeichniss schliesst sich an das von Hagen 1861 auf-
gestellte an, der damals 119 Arthropodenzwitter namhaft machte,
während das gegenwärtige deren 335 aufführt, von denen 8 auf die
Krebsthiere, 2 auf die Spinnen und 325 auf die Insekten, und zwar
2 auf Orthopteren, 8 auf Dipteren, 255 auf Lepidopteren, 51 auf
Hymenopteren, 9 auf Coleopteren entfallen. Eine seitliche Trennung
(halbierte Zwitter) ist in 153 Fällen angegeben; von diesen sind
78 rechts männlich und links weiblich, 68 links männlich, rechts
weiblich; in 7 Fällen war über die Vertheilung der sekundären
Geschlechtsmerkmale auf die beiden Seiten nichts näheres angegeben.
Derselbe berichtete über die neuerhche Untersuchung der
Geschlechtsorgane eines Arthropodenzwitters; Sitzgsber.
Niederrh. Gesellsch. f. Natur- u. Heilkunde, 1889, S. 49 f. Eine
Lycosa hatte am Bauche sowohl die Epigyne entwickelt, als auch
der einzige vorhandene Taster zum Begattungsorgan des Männchens
umgewandelt war. Als Geschlechtsdrüsen Hessen sich nur Hoden
erkennen, die aber keine Samenzellen zur Ausbildung gebracht hatten.
— Eine weitere Abnormität bestand in der grossen Zahl der grossen
Spinndrüsen, die im normalen Falle nur 6 beträgt. — Mit dem oben
beschriebenen Fall stimmt also dieser darin überein, dass nur einerlei
Geschlechtsdrüsen und diese im verkümmerten Zustand vorhanden
waren, unterscheidet sich aber dadurch, dass die Zwitterbildung nicht
an den sekundären, sondern an den primären Geschlechtsunterschieden
zum Ausdruck gekommen war.
Nephronia hippia F. var. gaea Fehl., rechts männlich, links
weiblich; W. White; Proc. Entom. Soc. London, 1889, S. XXXV.
Halbierter Zwitter von Argynnis paphia; rechts männlich,
links weiblich und var. valesina; AI tum, Zeitschr. f. Forst- und
Jagdwesen, XXII. Jahrg., S. 52.
24 Ph. Bertkau; Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Gemischter Zwitter von Dasychira piidibunda: ein Weibchen,
dessen linker Vorderflügel schmäler ist als der rechte und im Mittel-
feld deutlich männliche Zeichnungen trägt; derselbe ebenda.
Gemischter Zwitter von Bombyx Quercus; was auf der Ober-
seite der Flügel männlich ist, ist auf Unterseite weiblich, und um-
gekehrt; H. Ribbe, Deutsch. Entom. Zeitschr., 1889, l.lepidopt. Heft,
S. 186, Taf. IV, Fig. 5.
Pieris Calypso Dr. halbierter Zwitter, rechts männlich, links
weiblich; Hinterleibsspitze mit männlichen Analklappen; H. Dewitz,
Entom. Nachr., 1889, S. 108, Taf. H Fig. 1—3.
Lycaena Icarus rechts männlich, links weiblich; W. F. Kirby,
Proc. Entom. Soc. London, 1889, S. XL VI.
Halbierter Zwitter einer Honigbiene (Drohne und Arbeiterin);
Insect life, I, S. 295.
Ein neuer Dipterenzwitter ist in der Wien. Entom. Zeitg.,
1889, S. 95f. beschrieben, nämlich Chortophila trichodactyla
Ruch; die beiderseitigen Geschlechtsmerkmale kommen durch einander
vor (gemischter Zwitter).
Halbierter Zwitter von Lucanus cervus; linke Seite des Kopfes
und Prothorax mit ihren Gliedmaassen männlich, rechte weiblich;
Kraatz, Deutsch. Entom. Zeitschr., 1889, S. 221, Taf. I, Fig. 10.
D. Bergendal fand männliche Kopulationsorgane am
ersten abdominalen Somite einiger Krebsweibchen auf und
sieht in ihnen, da die Ovarien und Ovidukte ganz normal waren,
keine Andeutung eines Hermaphroditismus, auch keinen Rückschlag
auf einen hypothetischen früheren Hermaphroditismus, sondern, einen
Beweis für die Vererbung von Seiten des Männchens; Ofvers.
K. Vetensk.-Ak. Förh., 1888,8.343—346.
0. Nordqvist berichtet über einen Fall von androgyner
Missbildung bei Diaptomus gracilis (/. 0. S.\ dieses Archiv,
1889, I, S. 241 - 243 Taf. XII. Der Cephalothorax und Hinterleib
waren weiblich, die rechte vordere Antenne und überhaupt die An-
hänge hauptsächhch männlich, aber doch theilweise mit weiblicher
Beimischung gebaut. Hoden oder Eierstöcke Hessen sich (bei dem
mehrere Jahre in Alkohol aufbewahrten Thiere) nicht wahrnehmen;
dass das Exemplar aber äusserlich als Weibchen fungirt hatte, be-
wiesen 3 an die Geschlechtsöifnung angeklebte Spermatophoren.
P. Cameron stellte Betrachtungen theortetischer Natur an on
parthenogenesis in the Hymenoptera; Proc. a. Trans. Nat. Hist.
Soc. Glasgow (N. S.), II, S. 194 — 201. Veranlassung zu denselben
gab ihm eine Bemerkung in Chesishire's Handbuch, dass bei einer
Kreuzung zweier Rassen von Honigbienen die Drohnen rein der Rasse
der Mutter folgten. Cameron meint, dass, wenn die Drohnen
parthenogcnetisch entstehen könnten, wie nicht zu bezweifeln sei,
sie nicht parthenogenetisch entstehen müssten; es könnten viel-
mehr auch aus befruchteten Eiern Drohnen entstehen, und die Fälle,
im Gebiete der Entomologie während des Jahi'es 1889. 25
in denen Drohnen auch Merkmale eines „Vaters" trügen (vergl.
dies. Ber. 1877 — 78, 2. H. S., 7) erklärten sich auf diese Weise am
leichtesten.
H. Piers beschreibt eine larva of maybeetlc with parasi-
tical fungiis; Proc. a. Trans, of the North Scotian Instit. of Natural
Sei., Vol. VII, S. 273 — 275. Die unterirdisch lebende Larve von
Lachnosterna quercina Knoch, „potato grub" genannt, wird von einem
Pilz befallen, der hinter dem Kopf beiderseits zwei Fortsätze nach
aussen treibt, einen 1,5 Zoll langen, zugespitzten, und einen etwa
1 Linie langen kegelförmigen. Der Pflz ist wahrscheinlich Torrubia
Melolonthae Tut.
Larvae of Tenebrio molitor in a woman's stomach; Insect
life, I, S. 379.
F. Thomas legte der Gesellschaft naturforsch. Freunde Berlin
am 16. April 1889 einige neue exotische Cecidien vor:
Erineum an dem chilenischen Maytenus Boaria, veranlasst durch
Phytoptus virescens-, Erineum an Blättern einer Euodia-Art von
Queensland mit Phytoptus ; Triebspitzengalle des australischen Heli-
chrysum rosmarinifolium, ebenfalls mit Phytoptus als P^rzeuger (und
Aphiden, Milben, Thrips, Psyllide als Gästen) ; pustelartige, harte Blatt-
gallen an Eucalyptus mit Cynipiden{?)- Larve; Blüthenverbildung und
Blattrollung der syrischen Lysimachia dubia (Phytoptus); Erineum
des nordamerikanischen (Frazer river) Acer glabrum (Phytoptus) ;
Blüthengallen eines Bromus von Iwin lakes, Colorado (Phytoptus);
Triebspitzengallen der Euphorbia polycarpa von Los Angeles, Calif.
(Cecidomyiaden); Sitzgsber.., 1889, S. 101—109.
The galls of Norway by J. W. H. Trail; Trans, a. proc.
botanical soc. Edinburgh XVII, S. 201—219, und vervollständigt nach
F. Löw's Mittheilung (s. d. vor. Ber. S. 26); ebenda S. 482-486.
H. Fockeu stellt eine premiere liste des galles observees
dans le nord de la France zusammen, Revue biologique du Nord
de la France, 1, S. 116—120, 154—160, 183—188, und lässt dieser
eine deuxieme liste folgen; ebenda, 2, S. 56 — 63.
Derselbe schickt eine Note sur quelques galles observees
en Auvergne ein; ebenda, 1, S. 414 — 418.
Derselbe gibt ebenda, S. 461—465 eine reponse a une
analyse critique de M. C. Giard, welche letzterer in Bull, scient.
de la France et de la Belgique, (3. S.), 2, (1889) I— IV hatte er-
scheinen lassen.
Derselbe: Contributions ä l'histoire des galles. —
Etüde anatomique de quelques especes. 8°, 110 Ss. mit 22 Figuren
im Text; s. Revue biologique . . ., 1, S. 356 — 360.
Einige Gallen Tirols führt K. v. Dalla Torre in den Sitzgsber.
naturw.-mediz. Ver. Innsbruck, X^TI, S. VIII f. auf.
R. Liebel: Über Zoocecidien Lothringens; Entora. Nachr.,
1889, S. 297—307.
26 Pb. Beitkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
F. Brauer, J. Redtenbacher und L. Ganglbauer beschreiben
Fossile Insekten aus der Juraformation Ost - Sibiriens;
Memoir. Acad. Imp. Sei. St. Petersbourg (7. Ser.) T. XXXVI, No. 15:
22 Ss., 2 Taff. Enthält nach Wien. Entom. Zeitg , 1889, S. 237, Lias-
insekten aus den Ordnungen Dermoptera, Ephemeridae, Odonata,
Plecoptera, Orthoptera, Rhynchota, Panorpata, Diptera, Coleoptera.
V. Schlechtendal macht Mittheilungen über die in der
(Hallenser) Sammlung aufbewahrten Originale zu Germar's:
,, Insekten in Bernstein eingeschlossen" mit Rücksicht auf
Giebel's ,, Fauna der Vorwelt"; Zeitschr. f. Naturw., Halle, 61,
S. 473 — 491. Von den von Germar beschriebenen Insekten sind
die Originale zu folgenden noch in Halle: Lebina resinana; Mor-
dellina inclusa; Hylesinites electrinus; Blattina succinea; Hemerobites
antiquus (?). Die Lebina resinana ist eine richtige Lebia und kein
Dromius, wofür ihn Giebel erklärt hatte. Unter Mordellina inclusa
sind 2 Arten vereinigt worden, nämlich eine richtige Mordella (inclusa)
und eine Silphide, die v. Schlechtendal als Ptomaphagus (jcrinari
beschreibt, S. 483. — Der Hylesinites electrinus, den Giebel zu
Hylesinus gestellt hatte, lässt eine genauere systematische Bestimmung,
als sie Germar durch den von ihm gewählten Namen angedeutet
hatte, nicht zu. Die Blattina succinea (jerm. ist wahrscheinlich
(nach Germar u. Berendt) mit Bl. baltica Germ. Sc Ber. identisch. —
Ob sich das Original zu Germar's Hemerobites antiquus noch in der
Sammlung befindet, ist nicht mit Sicherheit ausgemacht; ein Stück,
das dafür gelten könnte, ist Termes antiquus. — Die von Giebel
als T. Girardi beschriebene Art wurde gleichzeitig von Hagen als
T. affinis beschrieben; da die letztere Beschreibung weit besser als
die Giebel'sche ist, so ist auch der Hagen'sche Namen beizubehalten.
Von den einzelnen Arten ist eine eingehende Beschreibung und z. Th.
auch Abbildungen wichtiger Körpertheile beigefügt.
Araehnoidea.
G. Boeris zählt auf (21) Aracnidi raccolti nel Sud-
America ... (1 Scorpion, 20 Spinnen); Mem. d. Soc. d. NaturaHsti
di Modena, (S. III), VIII, S. 1—13.
E. Simon zählt auf Arachnides recueillis au Groen-
land . . .; Bullet. Soc. Zool. de France, XIV, S. 289—291. Es sind
4 Arten, von denen 3, Trochosa insignita Thor. (=superba L. Koch),
Lycosa aquilonaris L.Koch (=glacialis Thor.) und OHgolophus alpinus
(Herbst) bereits aus Grönland bekannt waren; eine Hyposinga ist
neu; s. unten.
Cuni y Martorcll zählt Aracnidos de Amor y Älontscrrat
auf; An. Soc. Espaii. Hist. Natur., XVIII, S. 295—297. Von ersterer
Lokalität sind 41 Arten (38 Araneae, 3 Opiliones), von letzterer
37 Arten (36 Araneae, 1 Opilione) aufgeführt.
im Gebiete der Entomologie währeiKl des Jahres 1889. 27
T. Thoreil bearbeitete die Aracnidi Artrogastri Birmani
raccolti da L. Fea nel 1885-1887; Ami. Mus. Civ. Genova (2) VII,
S. 521 — 729, Tav. V. Während bis dahin ans Birma nur 15 An-
gehörige der Arthrogastra bekannt waren, enthält die Sammlung
Fea's deren 59, von denen 52 für Birma und die Wissenschaft neu
sind, so dass die Zahl der jetzt aus Birma bekannten Arten 67 be-
trägt. Den grössten Zuwachs erfahren die Opiliones mit 41 Arten
(25 Palpatores, 16 Laniatores), wodurch die bisherige Meinung von
der Armuth des südlichen Asiens an Opihonen einigermassen er-
schüttert wird; unter denselben sind recht interessante Formen, die
die Aufstellung von nicht weniger als 10 neuen Gattungen nöthig
machten. Ebenso wird die Tribus der Tartariden, die bisher nur
durch 2 Arten der Gattung Schizonotus (= Nyctalops Chr.) von Ceylon
vertreten war, durch eine neue Art und Gattung bereichert. Die
Birmanische Fauna zählt nach der von Thoreil gemachten Zu-
sammenstellung 6 Pedipalpi, 1 2 Scorpiones, 5 Chernetina, 44 Opiliones.
— Ich werde diese Abhandlung anführen: Thoreil a. a. 0.
Eine Note on the fossil spider Arthrolycosa antiqua
Harger von Ch. E. Beecher lässt die systematische Stellung dieses
Fossils anders erscheinen, als der erste Beschreiber gemeint hatte;
vergl. dies. Ber. für 1875 u. 76, 1. H., S. 255 (47). Durch ein Säubern
der das Fossil enthaltenden Platte traten nämlich mehrere Einzel-
heiten zu Tage, die bis dahin übersehen oder unrichtig gedeutet
waren. Es zeigte sich, dass der ziemHch kreisrunde, hinten etwas
ausgebuchtete Cephalothorax eine Rückengrube besitzt; der Augen-
hügel lässt die beiden mittleren Stirnaugen deutlich, ausserdem aber
auch noch Seitenaugen erkennen. Die Mandibeln sind vorgestreckt,
zweigliedrig und scheinen ,, vertikal bewegt worden zu sein, wie bei
den Territelariae". Die Palpen waren schlanker als die Beine, kurz,
nicht scheerenförmig; was für die scheerenförmigen Endglieder
derselben gehalten war, ist ein Glied des ersten Beinpaares gewesen.
Der Hinterleib ist so lang, aber schmäler wie der Cephalothorax,
deutlich siebengliederig; jedes Segment ist an seinem hinteren Rande
mit einer Reihe von Knötchen geziert (dies erinnert an Liphistius;
Referent) ; Spinnwarzen sind nicht wahrzunehmen. - — Der Verfasser
gibt eine Holzschnittzeichnung des besser freigelegten Fossils und
stellt daneben die in viele Handbücher übergegangene Orinigalzeichnung
Harger's. Ob die Zeichnung der Beine richtig ist, bleibt fraglich; die
Gliederung würde wenigstens eine solche sein, wie sie jetzt bei Spinnen
nicht mehr vorkommt. — Was die systematische Stellung von Arthro-
lycosa angeht, so neigt sich Beecher der Ansicht zu, dass es eine tetra-
pneumone Spinne gewesen sei. Americ.Journ. of Science, (3. S.),
Vol. XXXVIII S. 219—223.
J. Kusta macht neue Arachniden aus der Steinkohlen-
formation bei Rakonitz bekannt und stellt eine Uebersicht der
wirbellosen Thiere der carbonpermischen Ablagerungen bei Rakonitz
zusammen; Sitzgsber. k. böhm. Gesellsch. d. Wissensch., Math.-nat.
Klasse, 1888, S. 194—203, und deutsch S. 203—208 mit Tafel. —
28 Pl^- Bertkai;: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
(Arthrolycos.) (i erat ycona Fricii S. 203 Fig. 1; Scudcleria carhonaria
8. 204 Fig. 2; (Arcbitarbid.) Eofarhn.? UtoraUs S. 204 Fig. 3 (ein
kaum zu enträthselnder Rest!), Anthracomartus .soaVs S. 204 Fig. 4;
(Geralinuridae) Geralinura Scinldcri S. 205 Fig. 5, noctna S. 206
Fig. 6, crassa; (Eoscorpionid.) Anthracoscorpio juvems S. 206.
Linguatiilina.
E. Lolirmann stellte Untersucliungen über den anato-
mischen Bau der Pentastomen an; dies. Archiv, 1889, I, S. 303
bis 337, Taf. XVI. Zur Untersuchung dienten P. taenioides, oxy-
cephalum, platycephalum n. sp., multicinctum juv. und clavatum n. sp.
Die Körperhaut hat ganz die Beschaffenheit der übrigen Arthropoden;
sie besteht aus einer geschichteten, mit Porenkanälen versehenen
Chitinkutikula und der darunter liegenden Hypodermis, deren Be-
schaffenheit an den verschiedenen Körperstellen verschieden ist. Auch
Drüsen besitzt die Haut der Pentastomen, nämlich die in den sogen,
Stigmen ausmündenden Stigmendrüsen, welche letztere mehrzellig,
wenigstens mehrkernig sind. Unter der Hypodermis liegt Binde-
gewebe, das bei den Jugendformen einen zelligen, bei den Erwachsenen
mehr einen faserigen Bau hat. Die Körpermuskulatur besteht aus
quergestreiften Fasern und zerfällt in Ring-, Längs- und Schräg-
muskeln. Die Ringmuskeln laufen nur auf der Bauchseite quer zur
Längsachse, von den Seiten an wenden sie sich schräg nach vorn,
so dass sie am Rücken unter einem Winkel von 108^ — 136" zu-
sammenstossen. Am Centralnervensystem lässt sich die von Leuckart
gemeldete Zusammensetzung aus Zellen und einer leiterartigen
Faserschicht wahrnehmen; letztere liegt aber nicht unten, ausserhalb
der Zellschicht, sondern im Innern, oben und unten von den Ganglien-
zellen umkleidet. — Einen doppelten Schlundring, den Hoyle
von P. Proteus angab, konnte Lohrmann bei keiner seiner Formen
auffinden.
Neben den sogen. Gefühlspapillen, deren Antennennatur doch
recht zweifelhaft ist, fand Lohrmann noch andere Sinnesorgane auf,
die in kleinen, paarig auftretenden Wärzchen in der Haut des Vorder-
körpers bestehen, die von einer Oeffnung durchbohrt sind und von
welchen ein Nerv abgeht.
Der von Hoyle als vor- und zurückziehbarer Rüssel beschriebene
Zapfen {,, Mundzapfen") vor der sichelförmigen Mundöffnung besitzt
nach Lohrmann nur eine Längsmuskulatur, deren Zweck es ist, die
Mundöffnung und -höhlung zu vergrössern und Nahrung in sie hiuein-
zusaugen, die dann bei Erschlaffung der Muskulatur durch die
Elastizität der Wandung in den hinteren Raum der ^lundhöhle und
den Schlund und von hier durch peristaltische Bewegungen in den
Darm befördert wird. — Die von Leuckart am Mund- und After-
darm beschriebenen Ganglienzellen deutet Lohrmann als Drüsenzcllen.
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 29
Von Absonderimgsorganen unterscheidet L oh r mann die schon
oben erwähnten „Stigmendrüsen", die er beim a\Iangel anderer
Exkretionsorgane als solche in Anspruch nimmt , und die „Haken-
drüsen", unter welchem Namen er auch die wandständigen Zellen
Hoyle's umfasste. Diese Hakendrüsen münden in 3 Paaren aus;
2 Paare gehen seitlich an die Haken, das dritte mehr der Mittellinie
genähert ans Vorderende des Körpers an die Tastpapillen. Sie haben
zu „prüfen, ob der Ort, auf den das Sekret sich ergiesst, für dessen
Einwirkung auch geeignet ist, vermitteln also eine Art Geschmacks-
empfindung". Den Hakendrüsen im engeren Sinne, d. h. den an den
Haken mündenden Drüsen schreibt der Verfasser eine verdauende
Wirkung zu. Die Pentastomen begnügen sich nämlich keineswegs
mit dem von ihren Wirthen abgesonderten Saft, sondern greifen die
Gewebe der letzteren selbst an. Hierzu fehlen ihnen aber andere
Werkzeuge, und so muss die aufzunehmende Nahrung schon ausser-
halb des Körpers verflüssigt werden. (Es sei hier daran erinnert,
dass Referent eine solche Funktion der an den Unterkiefern mün-
denden Speicheldrüsen bei Spinnen thatsächlich vor längerer Zeit
nachgewiesen hat). Den Bau der Geschlechtsorgane beschreibt Lohr-
mann im Allgemeinen in Uebereinstimmung mit seinen Vorgängern;
dem ,, Chitinzapfen" in der männlichen Geschlechtsöffnung theilt er
die Verrichtung zu, durch eine dem Lecken der Zunge ähnliche Be-
wegung die ausgestülpten Cirri einzuziehen; er ersetzt auch obige
Benennung durch ,, Zunge".
Eine Spaltung der Gattung Pentastomum in zwei selbständige
Gattungen (Pentastomum für die runden und Linguatula für die
abgeflachten Formen) hält Lohrmann nicht für gerechtfertigt, da die
Körpergestalt von dem W^ohnort bedingt ist. (Lunge oder Nasenhöhle.)
Die neuen Arten P. pJatycephalum (aus dem Alligator) Fig. 13 und
davatum (aus der Lunge des Monitor niloticus) Fig'. 12 sind S. 336
beschrieben.
V. Babes fand in zahlreichen an Hämoglobinurie leidenden
Rindern in Rumänien Pentastomum denticulatum; Centralbl. für
Bakteriol. u. Parasitenkunde, V, S. 1 — 5.
J. E. Ives: Linguatula Diesingii from the Sooty
Mangabey (Cercocebus fuHginosus); Proc. Acad. Nat. Sei. Philad.,
1889, S. 31.
Acarina.
A. D. Michael theilt Observations on the special internal
anatomy of Uropoda Krameri mit; Journ. R. Microsc. Sei., 1889,
S. 1—15 PI. I. Am Nachrungskanal vermisste Michael einen dem
Pharynx, Saugapparat der übrigen Arachniden vergleichbaren Theil;
der Oesophagus ist gestreckt, überall von gleicher Weite und erreicht
etwa die Hälfte der Länge des ,,Ventrikulus". Letzterer, der Mittel-
darm, hat eine trapezoide Gestalt, ist halb so lang und zwei drittel
so breit wie der ganze Körper des Thieres und entbehrt ausgeprägter
30 Ph. Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Blindsackbildimgen. Den von diesem Ventrikulus ausgehenden End-
theil des Darmes zerlegt Micliael in ein fast kugeliges Kolon und das
kurze Rektum; in die Einschnürung zwischen beiden mündet jeder-
seits ein Malpighisches Gefäss ein. Die M. Gefässe sind verhältniss-
mässig weite unverästelte Schlauche, deren Durchmesser an ver-
schiedenen Stellen verschieden ist; an dem unteren Theil soll sich ein
von den Seiten und dem Rüclcen des Körpers entspringendes Muskel-
bündel inseriren. Die männlichen Geschlechtsdrüsen liegen unter
dem Ventrikulus und bestehen aus 2 paarigen Hoden und einer un-
paaren mittleren Blase (Samenblase ?),• der unpaare ductus ejaculatorius
ist ein kurzer, weiter Kanal, der in der medianen Geschlechtsöffnung
mündet ; ein kurzer, birnförmiger Penis liegt zwischen den Hüften des
3. Beinpaares. Die weibliche Geschlechtsdrüse ist ein unpaares
traubiges Ovarium mit 2 Eileitern, die sich zu einer gemeinsamen
Scheide vereinigen; die weibliche Geschlechtsöffnung liegt in einer
dreieckigen Platte und besitzt ein geräumiges Vestibulum. — An
der Innenseite der Hüften des 3. Beinpaares liegt je ein Stigma,
das in einen Hauptstamm führt, von dem sich 3 Fadenbündel von
Tracheen abzweigen, die nach vorn, hinten und nach der Mitte des
Körpers gehen, so nahezu rechte Winkel bildend. Das Nervensystem
beschreibt Michael als eine kompakte, vom Schlünde durchbohrte
Masse; Nervenfäden werden nicht erwähnt.
P. Kram er sprach im naturw. Verein f. Sachsen u. Thüringen
über Milben, indem er mehrere neuere Werke über diese Ordnung
vorlegte und den eigenthümlichen Entwicklungsgang mancher Arten
schilderte. Er erwähnte dabei, dass die Larven der auf den Vögeln
schmarotzenden Milben gegen die Mauser hin keine Geschlechtsthiere
mehr liefern, sondern in eine dem Hypopus ähnHche Wanderform
übergehen, die sich in den Balg der Feder einbohrt, und hier auf
endosmotischem Wege Nahrung aufnimmt. In diesem Zustand bleibt
sie, bis auch die neue Feder ausgefallen ist, also ein Jahr lang, dann
bohrt sie sich heraus und geht in die auf den Federn schmarotzende
Geschlechtsform über. Zeitschr. f. Naturw., Halle, Gl, S. 646 f.
E. T r 0 u e s s a r t theilt einige Beobachtungen s u r 1 e s
Acariens marins des cötes de France mit; Compt. Rend.
Acad. Sei. Paris, CVIII, S. 117.S — 1181. Die einzigen echten marinen
Acariden sind die Ilalacariden, die eine selbständige Familie und
keine Unterfamilic der Trombidiaden sind. Während nämlich bei
letzteren das letzte Tastergiied palpiform ist und das vorletzte
die Gestalt einer Endklaue annimmt, bildet bei allen Halacariden
das letzte Glied eine Endklaue, und von einem palpiformen Glied
fehlt jede Spur.
Die Halacariden leben von der Küstenzone an bis zu einer
Tiefe von 30 — 50 Faden, sind aber am zahlreichsten in der Corallina-
Zone, namentlich auf C. officinalis. Von der französischen Küste erhielt
'JVoucssart 17 Arten, von denen manche mit denen von Lohmann aus
der G-tsee beschriebenen identisch sind; aber die Exemplare aus dem
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 31
Ozean sind grösser als die der Ostsee. — Die Gattung Agaue Lohni.
scheint eine südliche Form zu sein, die im Mittelmeer Halacarus
vertritt. Letztere hat hier nur 2 Arten, H. oculatus und levipes
n. sp., wogegen Agaue mit A. hirsuta n. sp., microrrhyncha n. sp.
und brevipalpus n. sp. vertreten ist.
P. Girod stellte an Recherches anatomiques sur les
Hydrachnides parasites de TAnodonte et de l'Unio, Atax
ypsilophorus et Atax Bonzi; Bull. Soc. Zool. France, XIV
S. 107 — 110. In die Mundhöhle sollen 3 Paare von Drüsen ihr
Sekret ergiessen ; dieselben besitzen eine tunica propria und eine ein-
fache Reihe grosser zylindrischer Zellen. In der Rückenwand des
Pharynx befinden sich grosse runde Zellen, die augenscheinlich
drüsiger Natur sind. Der Magen besitzt 2 seitliche und eine um-
fangreichere dorsale blindsackartige Ausstülpung. Die Epithelaus-
kleidung desselben lässt zweierlei Zellen erkennen: kleinere, welche
mit breitem Fuss der Magenwand aufsitzen und grössere birnförmig
gestaltete ; die ersteren sind in Gruppen von 4 Zellen vereinigt ; die
letzteren sind Sekretionszellen. Der Magen ist nicht in einen End-
darm fortgesetzt, und so fehlt auch ein After. Das Exkretions-
organ hat eine Y-ähnliche Gestalt, liegt auf der Rückseite des Magens
und öffnet sich durch einen besonderen Porus. Der Inhalt der
Exkretionszellen, der aus feinen, gelben Körnchen besteht, wird durch
Platzen der Zellen frei.
F. T. Mott meldet, dass im Garten des Leicester- Museums
15 Jahre alte Lindenbäumchen an den Stämmen und Ilauptzweigen
von einem glänzenden Häutchen bedeckt seien, auf und unter welchem
sich Milben, ähnlich in Grösse und Färbung der Käsemilben herum-
trieben. Das Häutchen scheint von demselben Stoffe wie das Ge-
webe einer Spinne zu bestehen. Nature 40, S. 572; vgl. unten bei
Tetranychus.
D. V. Schlechtendal: Ueber Zoocecidien. Zeitschr. f.
Naturw. Halle, LXI. (5. F. VII.) S. 93—112; enthält 1. Acarocecidien
aus der Rheinprovinz, S. 93 — 103; 2. Acarocecidien aus der Um-
gegend von Halle. Ausser Phytoptus erzeugen auch Tarsonemus
und Tetranychus Gallen.
Sarcoptidae. E. L. Trouessart & Ct. Neumanu liefern diagnoses
d'especes nouvelles de Sarcoptides plumicoles (Analgesinae); Bull. Sc,
France et Belg., T. I. S. 325—380, 6 Figg. inid 9 Taff. (Habe ich nicht gesehen ;
enthält nach Zool. Anz. S. 443 die Beschreibiuig 45 neuer Arten und die n. Gr.
Syringohia, Neumannia, Anasimdion; n. Unterg. Masalyes.)
Tyroglyphidae. Auch R.Moniez erwähnt den parasitisme accidentel
sur rhomme du Tyroglyphus farinae; Revue biologique du Nord de la
France, 1, S. 434 f. Der Autor erinnert daran, dass diese Milbe nicht nur im
Mehl , sondern auch auf Käse und überhaupt auf verschiedeneu thierischen und
pflanzlichen Stoffen vorkommt, die in einem gewissen Zustande der Zersetzung
sich befinden. In Lille wurden die beim Ausladen russischen Getreides be-
schäftigten Arbeiter von der Milbe sehr belästigt. — Diese Art ist übrigens
32 PI). Bei'tkau: Bericht über die wissenschaftliclien Leistungen
nicbt die einzige, die sich in dieser Weise bemerkbar macht. Pediculo'ides
ventricosus und Tarsonemus intectns und eine andere Tarsonemus- Art haben
die mit dem Ausladen von G-etreide beschäftigten Arbeiter ebenfalls angegriffen.
— Vgl. Compt. Rend. Acad. Sei. Paris, CVIII, S. 102G f. und Journ. de Microgr.,
13, S. 312—314 und die früh. Ber.
A.D.Michael stellte researches into the life-histories ofGlyci-
phagusdomesticusandG. spinipesan; Journ. Linn.Soc. London, (Zool.) XX,
S. 285—298, PI. 16. Diese Untersuchungen belehrten Michael, dass bei diesen
beiden genannnten Arten ebenso ein wahres Hypopial-Stadium. wie bei Tyi'ogiyphus
vorkommt, während Megnin bei Gl.spinipes und cursor eine Art von Encystierung
beobachtet hatte ; vgl. dies. Ber. f. 1886 S. 66. Dieses Stadium ist nicht so
vollkommen entwickelt und nicht aktiv, wie bei Tyroglyphus, kommt übrigens
nicht bei jedem Individium vor und findet sich auch nicht, wie Megnin meinte,
in Folge ungünstiger Lehensbedingungen, Trockenheit u. s. w. , ein; es tritt
zwischen der vorletzten und der vorhergehenden Häutung auf. Der Hypopus von
Gl. domesticus, mit dem vielleicht Megnin's Gl. cursor synonym ist, ist sehr un-
vollkommen und rechtfertigt einigermassen Megnin's Beschreibung: er hat keine
Beine oder andere äussere Organe, und schlüpft nicht aus der jnngen Nymphen-
haut aus ; der Hypopus von Gl. spinipes ist vollkommener und kann seine Beine
zwar bewegen, aber doch nicht gehen. In der Regel bleibt auch er in der
jüngeren ISymphenhaut, und in ihm bildet sich die ältere Nymphe aus, die aus
ihm ausschlüpft, wenn er noch in der Haut der ersten Nymphe steckt; in seltenen
Fällen aber verlässt er, wenn die zweite Nymphenform an ihm schon zur Aus-
bildung gelangt ist, die erste Nymphe, auf deren Haut er dann herumkriecht.
Dies ist dann auch der einzige Fall, dass man den Hypopus frei sehen kann.
Während die Haut des Hypopus nie so hart und dunkel wird, wie es bei den
übrigen Hypopus der Fall ist, verdickt sich in beiden Arten die erste Nymphen-
haut und bildet eine Umhüllung, die ganz von der Haut während einer ge-
wöhnlichen Häutung abweicht.
Phytoptidae. A. Nalepa bringt Beiträge zur Systematik der
Phytopten; Sitzgsber. k. Akad. Wissensch. Wien, Bd. XCVIII, 1. Abth.
S. 112—156, Taf. I — IX. Der Verfasser erinnert zunächst daran, dass die bis-
herige Charakterisierung der Arten durch ihre Nährpflanze unvollkommen sei,
zumal da dieselbe Galle von 2 Arten oder gar Gattungen sich bewohnt zeigte
(Falten längs der Seitennerven der Blätter von Carpinus betulus werden gleich-
zeitig von Phytoptus macrotrichus und Phyllocoptes Oarpini bewohnt). In diesem
Falle ist wahrscheinlich die eine (in geringerer Zahl in der Galle vertretene)
Form ein Inquiline. Wahrscheinlich erzeugen übrigens nicht alle Phytoptiden
Gallen; Phj'Uocoptes loricatus lebt wahrscheinlich als umherschweifende Form.
— Für die Vertheilung der Arten in Gattungen hat sich dem Verfasser als
bestes Merkmal die Beschaffenheit der Leibesringe und die Gestalt und Skulptur
des Rückenschildes erwiesen; so kommt er zu folgenden 4 Gattungen:
A. Abdomen gleichartig geringelt, ohne Differenzirung von Bauch- und
Rückenfläche :
Phytoptus IJuj. Körper walzen- oder wurmförmig. Sternum und
Bauchfläche fast in derselben Ebene. Thoi'akalschild nicht oder nur un-
bedeutend über den Rüssel vorgezogen. Meist Bewohner von beutelartigen
Gallen, Erineen etc.
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 33
Cecidophyes n. g. Cephalothorax stark verbreitert, Abdomen sich nach
hinten verjüngend. Sternum und Bauchebene bilden einen deutlichen Winkel.
Vorderraud des Thorakalschildes meist etwas über die Mundöffnung vorgezogen.
Zu dieser Gattung gehören zumeist die in den Triebspitzendeformationen, Blatt-
falten etc. wohnenden Gallmilben.
ß. Abdomen nicht gleichartig geringelt; Bauch- und Rückenseite deutlich
unterschieden. Körper häufig ventralwärts abgeflacht.
Phyllocoptes n. g. Kopfschild über die Mundöffuung dachförmig vorgezogen.
Bauchseite fein gefurcht; Rückenseite mit schienenartigen Halbringen bedeckt.
Acantlionotus n. g. Körpergestalt und -bedeckung wie bei Phyllocoptes;
die dorsalen Halbringe tragen jedoch in der Mediane stark vorspringende Stacheln.
Von letzterer Gattung ist nur eine Art, die mit Phyt. laevis im Cephaloneon
pustulatum von Alnus glutinosa gefunden wurde, und dazu noch unvollkommen,
bekannt, nämlich A. heptacanthus S. 116. Die anderen neuen Arten sind:
Phytoptus avellanae S. 126 Taf. II Fig. 1—3, HI, 3, vermiformis S. 129
Taf. III Fig. 1 , 2 , hrevipunctatus S. 130 Taf. IV Fig. 1 — 3 , macrotrichus (in
Blattfalten neben den Seitenrippeu auf der Unterseite der Blätter von Carpinus
betulus) S. 132 Taf. V Fig. 47, Thomasi (in den weisshaarigen Blätter- und
Blüthenknöpfchen von Thymus serpyllura) S. 135, Taf. VI Fig. 1 — 3, macrorrhynchus
(in dem Ceratoneon vulgare, den knöpf- oder hornartigen Gallen auf der Blatt-
oberseite von Acer pseudoplatanus) S. 137 Taf. VII Fig. 6, VIII, 1, 2; Viburni
(in pilzhutf örmigen, weisshaarigen, grünen oder röthlichen GaUen auf den Blättern
von V. lantana) S, 138, Taf. VH Fig. .5, VIII, 3, 4, (joniothorax (in Blattrand-
rollungen des Crataegus oxyac.) S. 140, Taf. VIII, Fig. 5, 6; IX, 3.
Cecidophyes Galii (in den Blattrollungen von G. mollugo und apparine)
S. 142, Taf. III Fig. 5; IV, 46, tetanothrix (in Blattgalleu von Salix fragilis)
S. 145, Taf. VII Fig. 1—4, Schmardae (in vergrünten Blüthen von Campanula
rapunculo'ides) S. 147, Taf. IV, Fig. 1, 2.
Phyllocoptes Carpini (in Blattfalteu von C. betulus, s. oben Phyt. macro-
trichus) S. 148, Taf. V Fig. 1—3, Thymi (mit Phyt. Thomasi, s. oben) S. 152
Taf. VI Fig. 4—6, loricatus (auf den Knospendeformationen von Corylus avellana,
wahrscheinlich eine umherschweifende Form) S. 153 Taf. III Fig. 4. — Die
Abbildungen geben z. Th. die deformierten Pflanzentheile wieder.
Trombidiadae. Bryiobia (oder Penthaleus) weyerensis (Weyer's cave,
kurz beschrieben); A.S. Packard, Cave fauna, S. 42, PI. XI, Fig. 1.
F. M. Webster theilt Notes on a species of Bryobia inf esting dwellings
mit; Insect life, I, S. 277 f.
P. Megnin beschreibt in den verschiedenen Alters- und Geschlechtsformen
die auf Limax lebende Ereynetes limacium, die er zunächst mit Tydeus
verwandt findet; auf den im Koth lebenden Insekten findet sich eine Art derselben
Gattung, E. velox. Der Parasit odei' vielleicht Kommensale der Schnecken ist
blind und bewegt sich mit grosser Behendigkeit auf seinem Wirth, von dessen
Schleim er sich zu nähren scheint.
Rhyncholophus cavernarum (White's cave, Long cave, nur unvollkommen
beschrieben); A. S. Packard, Cave fauna, S. 42, PI. X, Fig. 1.
Tetranychus tiliarum Mull, im Leicester Museum grounds auf Linden,
dieselben mit Gespinnst überziehend und vorzeitg entblätternd; F. R. Rowley,
Nature, 41, S. 31; vergl. oben S. 31.
Arch. f. Naturgescli. Jahrg. 1890. Bd. II. H. 2. 0
34 Ph. Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
C. W. S. Aurivillius erwähnt eine Art, die er für T. Ulmi C. L. Koch
hält, die Stamm und Zweige von Linden und Ulmen in Stockholm mit ihrem
Gespinnst überzogen habe; Entom. Tidskr., 1889, S. 223-226.
Halacaridae. Simognathus n. g. (Maxillartaster dorsal, wie in Le-
ptognathus angeordnet; Kostrum kurz und breit: die Gattung verhält sich zu
Rhombognathus wie Leptognathus zu Halacarus) für (Pachygnathus) sculptus
Brady; E. Trouessart, Compt. Rend. Acad. Sei. Paris, CVIII, S. 1181 und Le
Naturaliste, 1889, S. 162.
Agaue brevipalpus (Le Croisic; Arcachon; Mittelmeer), Mrsuta (Mittelmeer),
microrrhyncha (ibid.); E. Trouessart, Le Naturaliste, 1889, S. 181 und Compt.
Rend. Acad. Sei. Paris, CVIII, S. 1180.
Halacarus levipes (Mittelmeerküste); E. Trouessart, Le Naturaliste, 1889,
S. 162.
Leptopsalis Chevreuxi (Küsten von Croisic; eine Varietät im Mittelmeer);
E. Trouessart, Le Naturaliste, 1889, S. 162.
Rhombognathus magnirostris (Mittelmeer); E. Trouessart, Le Naturaliste,
1889, S. 181.
Oribatidae. Damaeus Imlbipedata (Dixon's cave); A.S. Packard, Cave
fauna, S. 42, Pl.X, Fig. 7.
Oribata alata (Dixon's cave); A. S. Packard, Cave fauua, S. 42, PI. XI,
Fig. 2.
Gamasidae. Gamasus stygius (Bat cave, Carter caves) Fig. 5, troglodytes
(Mammoth c.) Fig. 4; A. S. Packard, Cave fauna, S. 42, PI. X.
Ne bring fand Halarachne Halichoeri auch auf einer bei Danzig er-
beuteten Kegelrobbe; Humboldt, 1889, S. 315.
Laelaps (oder Holostaspi.s) inyandottensis (Little Wyandotte cave) Fig. 2,
cavernicola (Mammoth cave) Fig. 3; A. S. Packard, Cave fauna, S. 42, PI. X.
Sejus Sanhorni (Höhle bei Dismal creek); A. S. Packard, Cave fauna,
S. 42, PI. X, Fig. 6.
Uropoda lucifugus (New AVyandotte cave, an Pteudotremia); A. S. Packard,
Cave fauna, S. 42, PI. X, Fig. 9.
Ixodidae. In dem Bullet, mens. Accad. Gioeuia Sei. nat. Catania, Fase.
III, Gennaio 1889, S. 3—5 findet sich eine Erörterung der Frage, ob Ixodes
ricinus durch seinen Biss Fieber und nervöse Erscheinungen hervorrufen könne.
Haemaphysalis pere^/rmits (in England auf den 1888 eingewanderten Syr-
rhaptes paradoxus); 0. P. Cambridge, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6), HE, S. 406.
Hydra chnidae. In einerNote sur la dispersion des Hydrachnides
sucht Th. Barrois die Frage zu beantworten, wie die Verbreitung der z. T. sehr
zarten "Wassermilben Statt finde ; er wurde zu dieser Frage angeregt durch die
Arten, die er auf den Azoren fand; s. unten. Eine Antwort lieferte ihm der
Fund einer mit „Puppen" von Hydrachna globosa und Eylais extendens besetzten
Corisa, und da der Versuch zeigte, dass sow^ohl diese Wasserwanze als auch die
an ihnen angehefteten Puppen der Hydrachniden einen längeren Aufenthalt in
der Trockenheit ertragen können, so ist durch diese Träger den Wassermilbeu
die Möglichkeit der Uebersiedelung in weit eutfei'ute Wasserbecken gegeben.
Die Gewässer der Azoren z. B. würden durch solche Corisen, Dyticen, Hydro-
philen u. s. w. bevölkert sein, die durch einen heftigen Sturm dahin verschlagen
waren. Revue biologique du Nord de la France, 1, S. 221—225.
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 35
Derselbe veröffentlicht Notes Hrydrachnologiques ; 1: remarques sur
le Diplodontus scapularis Buges; ebenda, S. 393—400; 2. de l'identite
des Nesaea uncata Koen. etN. viridis Kcch, S. 430— 432; 3. Sur I'ada-
ptationdes Hydrachnides aux eaux saumätres, S. 432 f. In der ersten
dieser Notes ergänzt er Duges' Beschreibung und hebt namentlich hervor, dass
der After eine Querspalte vor der gewöhnlich als After bezeichneten Mündung
des Exkretionsapparates sei ; die Mehrzahl der Hydrachniden (Eylais, Hydrachna,
Nesaea, Atax) scheinen keinen After (— oder keinen von der Mündung des
Exkretionsorgaues gesonderten After? — ) zu besitzen, nur bei Hydrodroma
(s. unten; und Diplodonta ist derselbe bestimmt nachgewiesen. — In der 2. Note
sucht er die Identität der von Koenike beschriebenen Nesaea uncata (d. Ber.
1888, S. 38) mit N. viridis Koch zu beweisen, In der 3. Note führt er als Arten,
die in schwach salzhaltigem Wasser gefunden werden, auf: Diplodontus despiciens,
scapularis; Limnesia histrionica; Arrhenurus sp.; Nesaea viridis; Hydrachna
globosa; Eylais extendens; Hydrodroma rubra, helvetica, dispar.
In seinen Bemerkungen sur lafaune du hable d'Ault fzwischeu d'Ault
und Cayeux-sur-Mer, Somme) führt R. Moni ez ebenda auf S. 349 f. 21 Hydrach-
niden auf.
Th. Barroi s, Materiaux p. s. ä l'etude de la faune des eaux douces des
A^ores; I. Hydrachnides, Lille, 1887, habe ich nicht einsehen können.
R. Moniez erklärt die Hydrachna erythrina Lucas (aus Algier) für einen
Eylais; Revue biologique, 1, S. 355.
Ueber die Anatomie von Hydrodroma (C L. Koch) hat R. v. Schau b
eine inhaltreiche Abhandlung veröffentlicht; Sitzb. k. Akad. Wissensch. Wien,
97. Bd., 1. Abth., S. 98-151, Taf. I— VI. Die über den Rücken in 4 Längs -
reihen ungeordneten Hautdrüsen sind mehrzellige Drüsen und öffnen sich spalt-
förmig neben einem Haar. Die Athmungsorgaue sind Tracheen, die mit einem
Paar Oeffnungen in der Haut über den Kieferfühlern beginnen, in je ein Haupt-
rohr aus festem Chitin und dann in das geräumige Luftreservoir übergehen,
aus dem die feinen unverästelten , eines Spiralfadens entbehrendeu Tracheen-
löhrchen hervorgehen, die in 4 Hauptzügen durch den Körper vertheilt sind.
Eine kolbige Anschwellung der unter der Haut verlaufenden Tracheen, welche
Haller gemeldet hatte, konnte v. Schaub nicht auffinden, ebensowenig die
Respirationsblasen und deren Poren und Schliessniuskel. — Herz und Blut-
gefässe fehlen.
Der Magendarm ist weit und hat 4 seitliche und einen vorderen , oberen
Blindsack; die Blindsäcke schicken wieder sekundäre Bliudsäcke aus, und s.w.,
so dass der Magendarm ein traubiges Aussehen gewinnt Am Ende geht der
Magendarm in einen trichterförmigen kurzen Enddai'm über, der sich in den
After öffnet. Mitten über dem Magendarm liegt das Exkretionsorgan, das
sich mit dem Enddarm in eine gemeinsame Kloake, die von dem Anusringe
eingefasst ist, öffnet. Es sind drei Paare von Munddrüsen vorhanden, 2 nieren-
förmige und eine schlauchförmige; die Mündungsstellen derselben Hessen sich
nicht auffinden. Von dem oberen Schlundganglion geht vom äusseren ßaude
jederseits ein starker Nerv ab, der sich später gabelt und die paarigen Augen
versorgt; nach innen von diesen geht ein schwächerer Nerv ab, der sich bald
theilt und mit dem einen Ast die Kiefertaster, mit dem anderen die Kiefer-
fühler (Oberkiefer) innerviert. Median tritt aus dem Oberschlundganglion noch
C*
36 Ph. Bertkaix: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
ein impaarer Nerv an das fünfte Auge. Vom unteren Scblundganglion gehen
jederseits 4 Nerven zu den Beineu und je 1 nach hinten, der sich theilt und
mehrfache Ganglien bildet. Von Sinnesorganen sind mit Sicherheit nur Augen
nachzuweisen, 2 paarige, die von den Aesten eines gemeinsamen Nervenstammes,
und ein fünftes unpaares, das von einem besonderen Nerven innerviert wird.
Unter den vorspringenden seitlichen Zipfeln des Rückenschildes sind kugelige
Blasen, an die ein Nerv herantritt. Der direkte Zusammenhang dieser Nerven
mit den Augennerven ist für v. Schaub Veranlassung, in diesen. Blasen ver-
kümmerte Augen zu sehen; aussen ist über jedem dieser Organe eine Haar-
borste eingelenkt. Die Geschlechtsorgane sind ähnlich den von Croneberg bei
Eylais geschilderten; das Ei erhält ausserhalb der Dotterhaut noch eine Zell-
lage, die nach der Eiablage als Kittsubstanz in Thätigkeit tritt. — Die Art,
welche zur Untersuchung gedient hat, ist H. dispar genannt.
P. Kr am er sah aus einer Anurania- gleichen Hydrachnide ein Ar-
rhenurusweibchen sich entwickeln, findet damit die Vermuthung Th. Barrois'
und R. Moniez' bestätigt und die Gattung Anurania Neum. unhaltbar. (Ueber
das Hy drachnidengenus Anurania Neum.\ Zool. Anz., 1889, S. 499.)
F. Koenike (Zur Entwickelung der Hydrachnideu, ebenda-
S. 652—654) überzeugte sich, dass auch die Arrhenurus-männchen aus Anu,
rania hervorgehen, spricht die Vermuthung aus, dass Nesaea striata Kram.
eine Jugendforra von Hydrochoreutes ungulatus C. L. Koch sei und fasst seine
Erfahrungen in folgenden Sätzen zusammen:
1. In den Entwickelungsstadien geben sich die Geschlechter durch Grössen-
unterschiede zu erkennen.
2. Nach der letzten Häutung findet mit Ausnahme des Maxillarorgans, der
Palpen, Epimeren, Füsse und des Geschlechtsfeldes, noch ein Grössen wachs-
thuni statt.
3. Der poröse Chitinpanzer der Arrhenurus-Gattung entwickelt sich all-
mählich nach der letzten Häutung.
4. Der Körperanhang der unreifen Arrhenurus Männchen (nach der letzten
Häutung) ist noch unentwickelt und rudimentär vorhanden.
5. Alle achtfüssigen Nesaea-Larven besitzen Geschlechtsnäpfe, die zu je
2 gruppirt sind,
Teutonia (n. g. inter Limnesiam et Sperchon intermedium) ^-marm (in
einem Springbrunnen zu Gelnhausen); F. Könike, Zool. Anzeig., 1889. S. 103 f.
R. V. Schaub gibt eine neue und ausführliche Beschreibung der Gattung
Pontarachna Phil, und deren beiden Arten, P. punctulum Phil, und tergestina.
Diese beiden Arten sind die einzigen Hydrachnideu des Meerbusens von Triest.
Dersel be führt aus, dass Haller's Nesaea Koenikei das Männchen zu Midea el-
liptica Koen. und Asperia Lemani Hall, das Weibchen zu M. elliptica Koen.
sei; die von Koenike als die beiden Geschlechter einer Art gedeuteten Formen
gehören in der That als solche zusammen. Sitzgsb. k. Acad. d. AVissensch.
Wien, XOVIII, 1. Abth., S. 163-179, Taf. I, IL (Ueber marine Hydrach -
nid^i nebst einigen Bemerkungen über Midea Bruz.)
Paiitopoda.
G. Adlerz bringt einen Bidrag tili Pantopodernas morfologi och
utveklingshistoria; Bih. tili K. Sv. Vet-Akad. Handl., 13, Afd. IV, Neil,
S. 1—25, 2 Talf.
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 37
J. A. Grieg verzeichnet als bei Moster vorkommend die Arten Nymphon
Stroemii, longitarse; Phoxicbilidinm femoratum ; Pycnogonum litorale; Bergens
Museums Aarsberetning for 1888, No. 2, S. 10.
Opilioues.
E. Simon: Synopsis des Faucheurs (Opiliones) de la faime
Parisienne; Feuille Jeun. Natural, 19, No. 220 S. 41—43; 221,
S. 53—57 mit Abbild.
Arthrocentrus (n. g. Gngrellin. Gagrellae affine, at mandibulae subter
in ipsa basi articuli 2. (vel in articulatioue inter. 1. et 2.) aculeo armatae) atratus
(Mooleyit); Thor eil, a. a. 0., S. 623.
Boeorix (n. g. Assamiad. , cum Mermero spiraculis obtectis conveniens,
pedibus lougis gracillimis diversum) manducus (Kaw-Kareet); Thor eil, a. a.
0., S. 711.
Bupares (n. g. Epedanid.) caper (Tenasserim; Rangun) S. 682, capellus
(Mooleyit) S. 687, mitylus! (Teinzö) S. 690; Thorell. a. a. 0.
Ceratobunus (n. g. Gagrellin., a Zalepto tuberculo oculorum bi-vel quadri-
corni diversum) anmdatus (Mooleyit) S. 616, bimaculatus (Schwegoo, Bhamo)
S. 619, lucjubris (Metanja, Catcin) S. 621; Thorell, a. a. 0.
Melanopa (n. g. Gagrellin. Gagrellae affine, pedibus brevioribus di-
stinctum) jie&e/a (Prome) S.659, tristis (Teinzo; Bhamo) S. 662; Thorell. a. a. 0.
Oncobunus (u. g. Gagrellin.; scutum dorsale ex sex segmentis coalitis
constans, serie longitudinali spinarum 5 armatum ; modo segm. 3 dors. ultima
libera. Tuberculum oculorum supra antice in torulum vel globulum parvum ele-
vatum) galeatus (Schwegoo); Thor eil, a. a. 0.. S. 667.
Pygoplus (n. g. Assamiad.) obscurus (Bhamo; Teinzo; Rangun) S. 715,
trifasciatus (Prome) S. 718, ferriujineus (Teinzö) S. 721, variatus (Thagatä-Juva)
S. 723; Thorell, a. a. 0.
Sacesphorus (n. g. Assamiad.; tuberculum oculorum in medio in spinam
elevatum) maculatus (Prome); Thorell, a. a. 0., S. 725.
Scotomenia (n. g. Gagrellin.; tuberculum oculorum magnum, humile, de-
super Visum vix transversum, basim versus non angustatum; scutum dorsale
spinis carens; pedes brevissimi, in medio sat crassi) cetrata (Bhamo; Kathä;
Shwegoo); Thorell, a. a, O., S. 665,
TA^/reo^tts (n. g. Epedanid.) bifasciatus (Thagatä-Juvä); Thorell, a. a.
0., S. 678.
Assamia sexdentata (Kaw-Kareet ; Thagatä-Juvä; Meetan) S. 694, bituberculata
(Bhamo; Rangun; Prome) S. 698, SoerensenU (Rangun) S.701; Thorell, a.a.O.
Biantes lecithodes (Prome; Rangun); Thorell, a. a. 0., S. 671.
Gagrella lejyida S. 626 und var. dibelona, var. claducha S, 627 (Hungdarow,
Tenasserim), armülata (Prome) S. 629, chaetopus Bhamo; Shwegoo; Teinzo)
S. 631, sordidata (Mooleyit) S. 634, erebea (Bhamo; Teinzö) S. 636, minax
(Meetan; Thagatä,-Juva) S. 638, laticlmia (Thagatä-Juvä) S. 641, aenescens
(Mooleyit) S. 643, rufescens (ibid.) S. 645, Feae nebst var. humeralis und bispinosa
(Meetan; Rangun) S. 648, nocticolor (Teinzö; Bhamo) S. 651, histrionica (Bhamö;
Shwegoo) S. 652, spimdosa (Kaw-Kareet) S. 657; Thorell, a. a. 0,
38 Ph. Bertkan: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Maracandiis rhinoceros (Plapoo, Mooleyit); Thor eil, a. a. 0., S. 707.
Phalangofles spinifera (Key West, Florida, vielleicht die Stammform der
blinden Höhlenbewohner Kentiicky's oder dieser ähnlich); A.S. Packard, Cave
fauna, S. 53, PI. XIH, Fig. 2.
Zaleptus suh-mpreiis (Hungdarow, Tenasserira) S. 609, festivus (Kaw-Kareet,
Tenasserim) S. 611, sulplmreus (Hungdarow) S. 614; Thoreil. a. a. 0.
Cheriietina.
E. V. Dada y bringt Adatok a Kaukäzus Alskorpiö faunäjänak
ismeretehez (Daten zur Kenntniss der Pseudscorpionen-Famia des Kaukasus);
Termesz. Füzet. XII, S. 16—22 Taf. II (5 A.).
Derselbe beschreibt Egy braziliai üj Alskorpio-fnj . . . . (eine neue
brasilianische Pseudoscorpio-Art . . .); ebenda S. 23 f.
Derselbe liefert üjabb adatok a magyar-fauna Alskorpioinak
ismeretehez (neuere Daten zur Kenntniss der Pseudoscorpionen- Fauna von
Ungarn); ebenda, S.25-28.
Derselbe desgl. Adatok a Balkän-felsziget Alskorpiö faunäj äuak
ismeretehez (Data od Cognitionen! Pseudoscorpionum paeninsulae Balkanicae);
ebenda S. 80—84 (17 A.).
Chelifer Kussariensis (Kaukasus); E. v. Dad ay a. a. 0. S. 20 Fig. 11, clavicjer
(Bhamo) S. 591 Tav. V Fig. 5, Birmanicus (ibid.) S. 594 Fig. 6, orites (Plapoo,
Mooleyit) S. 597 Fig. 7, Sumatranus (Singalang) S. 599 Anm., Hansenii (Bhamö)
S. 600 Fig. 8, hisulcus (ibid.) S. 603 Fig. 9; Thor eil, a. a. 0.
ehernes Horvdthn (Kussari) S. 17 Fig. 1, 6, (Ectoceras) Caucasicus (ibid.)
S. 18 Fig. 13, Frivaldszkii (ibid.) S. 19 Fig. 4, hrasiUensis (Oazaza) S. 23 Fig. 5,
15, scorpio'ides Fr. var. Bertalcmü (Visz, Ungarn) S. 26 Fig. 3, 7, 12, 16;
E. V. Daday a. a. 0., (Ectoceras) BenscÄM (Dom anovic, Herzegowina); derselbe
ebenda S. 81.
Chiridium tetrophthalmum (Vade, Ungarn); E. v. Daday a.a.O. S. 27
Fig. 8-10, 14.
Obisium (Roncus) microphthalmum (Lirik; Lenkoran); E. v. Daday a. a. 0.
S. 21 Fig. 2, littorale (Boulogne-sur-mer, in den von Fucus bedeckten Vertiefungen
der Felsen); R. Moniez, Reviie biologique du Nord de la France, 2, S. 102—109
mit Holzsohn.
Pedipalpi.
J. Farnani beschreibt die Genitalorgane der Thelyphonns;
Biolog. Centralbl., IX, S. 376 — 382, mit 4 Holzschn. Die beiden sack-
förmigen Eierstöcke erstrecken sich fast durch den ganzen Hinterleib,
gehen vorn in die Eileiter über und diese münden nahe dem Cephalo-
thorax in einen gemeinsamen erweiterten Abschnitt, den Uterus.
Derselbe besitzt an seinem vorderen Ende ein Paar von Recept.
seminis sowie ein Paar kleiner blinder Anhänge, und in seiner jNIitte
ein Paar hohler Fortsätze, die zum Anheften von Muskeln dienen.
Die Hoden bestehen aus 2 schlauchförmigen Organen, die vorn in
das engere Vas deferens übergehen; diese münden ganz vorn in ein
(anfangs paariges, dann aber durch Verschmelzung unpaar werdendes)
Reservoir, das weiterhin mit dem sog. Uterus mascuHnus in Verbindung
steht; an letzterem befinden sich als seitliche Aussackungen die
im Gebiete der Entomologie währeud des Jahres 1889. 39
Samenblasen; der Ut. masc. mündet in eine Genitalhöhle, und diese
mündet nach aussen. Der Ut. masc. liegt zwischen Genitalhöhle und
der äusseren Körperhaut. In die Rückenwand des oben genannten
Reservoirs münden zahlreiche rohrige Drüsen, deren Zellen sich stark
vermehren und in das Reservoir gelangen. Die äussere Geschlechts-
öffnung befindet sich zwischen dem 2. und 3. Hinterleibsring, nebst
den Stigmen des ersten Paares der Atheinorgane nach hinten über-
ragt von der Genitalplatte, welche durch Verschmelzung der beiden
vorderen Bauchschienen entstanden ist. — Zur Untersuchung kamen
Weibchen von Th. Doriae und Männchen von Th. asperatus.
Catageus (n. g. Phryuo affine; tibiae 4. articulationibns in 3 partes divisae,
apex tarsorura 6 post. arolio munitus; mandibularum sulciis uuguicularis serie
dentium singula, e dentibus 4 formata, armatus) imsillus (Moulmein, in den
„Farm caves" genannten Höhlen); Thoreil, a. a. 0. S. 531
Tripel tis (n. g. Schizonoto affine, cephalothorace tripartito, tarsis pediim
6 post. triarticulatis abunde differens) Grat/sii (Toinzo) S. 554, Camlyridgei
(Prome) S. 559, Tav. V Fig. 1-3; Thorell, a. a. 0.
Charon cavernicola (Moulmein, in den ,,Farm caves"): Thorell, a. a. 0-
S. 535.
Phrynus Goesii (St. Barthelemy); Thorell, a. a. 0., S. 530 Anm.
E. W. Oates schreibt on the species of Thelyphonus inhabiting
Continental India, Burma and the Malay peninsula; Journ. Asiat. Soc.
Bengal.(N.S.) 53,S 4 — 19,P1 II Essind 11 Arten mit folgenden neuen: Th.Johorensis
(J.) Fig. 11, Andersoni (Ober-Burma) Fig. VI S. 11, Woud-Masoni (Tenasserim)
S. 12 Fig. 10, insularis (Double Isl., an der Mündung des Moulmein Fl.) S. 13,
Fig. 7, 8, Binghami (Reef. Isl., Eingang des Tavoy Fl., Tenasserim) S. 15,
saxatilis (Thayetmyo, Burma) S. 17, Rungunensis , süvaticus (Tharrawaddy,
Burma) S. 18.
J. Tarnani: Sur les collections de Thelyphonides de quelques
musees russes, gibt die Namen von 7 Arten mit ihrem Vaterlande an und
beschreibt Th, amurends (zw. dem Golf Ülga und Tachohes-Fluss) S. 119,
Strauchii (Philippinen) S. 120, viaxivms (Brasil.) S. 121; Zool. Anz. 1889,
S. 118—122.
Scorpiones.
Chelomuchus (n. g. Jurin. Chaerilo affine, sterno non longiore quam
latiore et cephalothorace antice paullo emarginato distinguendum) Birmanicus
(Rangun); Thorell, a. a. 0., S. 584.
Butheolus (pro Orthodactylo praeocc.) Conchini (Bely-bugor, Transkasp.);
E. Simon, Abb. Zool. Bot. Ges. Wien, 1889, S. 386.
Buthus grammurus (Khandalla, bei Bombay); Thorell, a. a. 0., S. 567
Anm., Tav. V Fig. 4.
In seinen Notes on some Buthidae, new and old, Ann. a. Mag. Nat,
Hist. (6). ni, S. 334-351, PI. XV, beschreibt R. J. Pocock Buthus Martensü
Karsch, hottentotta F., Confucius Sim., socotrensis (S.) S. 337 Fig. 3, atlantis
(Mogador) S. 340 Fig. 4, PhiUipsii (Bushire) S. 341 Fig. 6, planicauda (W. u. S.-
Afrika) S. 344 Fig. 5, limhatus (Madagaskar) S. 346 Fig. 7, piceus (ibid.) S. 349
Fig. 8; den B. villosus Peters, den Simon für synonym mit liosoma Ehrhg. er-
40 Ph. Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
klärt hatte, sieht Pocock als gute Art an, deren Unterschiede von liosoma
S. 343 f. angegeben werden.
B. loUdens (Antongil Bay, Madagaskar); derselbe, ebenda, S. 461.
Buthus Parthormn (Afghanistau), S. 113 Fig. 3, afghanm (ibid.) S. 116
Fig. 4; R. J. Pocock, Trans. Linn, Soc. London, (2. S.), V, PI. 13.
Hadrurus rohustiis (Lima); G. Boeris, Mem. d. Soc. d. Natur, di Modeua
(in), VIII, S. 3.
Isometrus Shoxüandii (Prome; Palone; Entagan); Oates, Journ. Bombay
Nat. Hist. Soc. III S. 245 Fig. 7 und T hör eil , a. a. 0., S. 562, Feae (Shwegoo);
Thorell, a. a. 0., S. 569.
R. J. Pocock erkennt Sc.forcipula Gerv. als synonym zu Is. americanus (L.),
I. americanus var. androcottoides Karsch als selbständige Art und beschreibt
I. insignis (Santa Lucia) S. 57; die Gattung Phassus Thor, ist wahrscheinlich
auf das Männchen einer Isometrus - Art begründet und desshalb einzuziehen;
Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6), IV, S. 53—59.
In Tirol kommen 3 Scorpio- Arten vor : Sc. Italicus , auch in Nordtirol bei
Innsbruck, Achenthai und in Deutschland bis nach Nürnberg vordringend;
germanicus und sicanus nördlich bis Meian und Brixen und bei Ratzes bis zu
1200 m Höhe aufsteigend; im Donauthale tritt noch Sc. tergestinus var. austriacus
auf; K. V. Dalla Torre, Sitzgsb. naturw. mediz. Ver. Innsbruck, XVIII, S. X.
Scorpiops Zindsiroemü (Plapoo, Mooleyit) S. 573, luguhris (ihiü.) S. 579;
Thorell, a. a. 0.
Ar aneae.
C. Apstein schildert Bau und Funktion der Spinndrüsen
der Araneida; dieses Archiv, 1881), I, S. 1—50, Taf. I— III (auch
Inaugural- Dissertation der Universität lüel). Der Verfasser stellte
seine Untersuchungen an 27, Arten an, als Vertretern der von Thorell
aufgestellten Unterordnungen. Wcährend der sezernirende Theil der
Drüse keine Intima hat, ist eine solche an dem Ausführungsgang
recht kräftig entwickelt; das Ende des Ausführungsganges, das über
die Endfläche der Spinnspule hinausragt, wird von Apstein Ansatz-
stück genannt, gegenüber dem dasselbe tragenden Basalstück. Ihrer
Form und dem feinerem Bau nach unterscheidet der Verfasser 7 Arten
von Drüsen: gl. ampullaceae, tubuliformes , aggregatae, aciniformes,
piriformes ; lappenförmige und Cribellum-Drüsen. Von diesen Drüsen
finden sich die gl. ampullaceae, aciniformes und piriformes bei allen
Spinnen; nur die Mygaliden haben allein gl. piriformes (für Atypus
trifft das nicht zu; Refer.). Gl. tubuliformes fehlen nur Segestria
und den Saltigradae; gl. aggregatae finden sich nur bei Epeiriden
und Retitelarien (mit Ausnahme von Pachygnatha); lappenförmige
Drüsen sind nur bei Theridium, Steatoda, Episinus, Lithyphantes,
Crustulina, Euryopis, Nesticus und Asagena vorhanden; Cribellum-
drüsen besitzen nur die Cribellaten. Die gl. aggregatae sind in der
Dreizahl bei Epeiriden, in der Zweizalil bei Retitelarien vorhanden,
mit Ausnahme von Pachygnatha, wo sie fehlen. Die unverzweigten
gl. ampullaceae kommen in der Zweizahl vor bei Epeiriden, Retite-
larien und einigen Tubitelarien (Clubiona, Anyphaena, Argyroneta,
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 41
Segestria) ; die gl. amp. sind verzweigt und in der Dreizahl vorhanden
bei einigen Tubitelarien, z. B. Tegenaria, Agalena, Amaurobius; bei
den Citigraden, Laterigaden, und Saltigraden sind 4, bei Prosthesima
6 solcher Drüsen vorhanden. Gl. aciniformes sind stets mehr als 20,
bei Segestria aber nur 8, vorhanden; gl. piriformes finden sich eben-
falls mehr als 20, bei den Saltigraden aber nur 10. Die gl. tubuli-
formes finden sich bei Epeiriden, Retitelarien, Clubiona, Anyphaena,
Amaurobius in der Zahl 2 — 3 ; bei den Weibchen aller übrigen Arten
sind sie zahlreicher vorhanden, fehlen aber Segestria und den Salti-
graden ganz. Theridium hat nur eine, die übrigen oben genannten
Gattungen 2 lappenförmige Drüsen.
Die meisten Drüsenarten kommen den Retitelarien (mit Aus-
nahme von Pachygnatha) zu, indem die meisten neben den auch
den Epeiriden eigenthümlichen gl. ampullaceae, tubuliformes, aggre-
gatae, aciniformes und piriformes auch noch die lappenförmigen be-
sitzen. Die Tubitelarien haben dieselben Drüsenformen wie Pachy-
gnatha ; Segestria fehlen aber die gl. tubuliformes, und Amaurobius hat
Cribellumdrüsen ; Citigraden und Laterigraden stimmen mit den
Tubitelarien überein; die Saltigraden haben nur gl. ampullaceae,
aciniformes und piriformes; die Mygaliden sollen nur gl. piriformes
haben.
Hinsichtlich der Geschlechtsunterschiede bemerkt Apstein, dass
Männchen und Weibchen nur Unterschiede in der Zahl der gl. tubuli-
formes zeigen, die bei den Männchen in geringerer Zahl vorhanden
sind oder ganz fehlen (Cribellumdrüsen?).
Der Verfasser suchte nun auch die Bedeutung der einzelnen
Drüsenformen zu ermitteln, und stellte darüber folgende Thesen auf:
Die gl. aggregatae liefern die nassbleibenden Tröpfchen auf den sog.
nassen Fäden; die gl. tubuliformes spinnen den Eicocon; die Cribellum-
drüsen fertigen das gekräuselte Gewebe an, die lappenförmige Drüse
liefert den Spinnstoft' zum Bewerfen der Beute, die gl. piriformes liefern
das Wohn- resp. Fanggewebe. Die Funktion der gl. acinif. und
apupullaceae ist noch nicht erkannt. — Die Fähigkeit, Fäden zu
schiessen, besitzen auch andere Spinnen, z. B. Epeiriden, als die sog.
Flugspinnen. Pachygnatha besitzt 4 Drüsenarten, spinnt aber kein
Gewebe.
A. W. M. van Hasselt behandelt le muscle spirale et la
vesicule du palpe des araignees mäles; Tijdschr. v. Entomol.,
32., S. 161—203, PI. 6, 7. Die Abhandlung bestellt aus einer histo-
rischen Einleitung, der Beschreibung des Tasters im Allgemeinen und
einer Schilderung der bei der Begattung wahrzunehmenden Erschei-
nungen; hierauf folgt die genauere Beschreibung des ,, Spiralmuskel"
genannten Theiles. Die Schlussfolgerungen, zu denen der Verfasser
gelangte, gebe ich hier in der Uebersetzung wieder:
1. Der „Spiralmuskel" Menge's ist nicht muskulös; wenigstens
hat man bis jetzt keine Spur von Muskelgewebe, weder von glatten
noch gestreiften Muskeln, in ihm gefunden.
42 Pli- ßertkaii: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
2. Seine Textur scheint sehr einfach nnd nur aus elastischem
Bindegewebe zu bestehen, sowohl fibrillärem Avie häutigem, das auf
einer chitinigen Unterlage von verschiedener Festigkeit ruht.
3. Dagegen ist seine Struktur ziemlich kompliziert, da er sich
während der Ruhe des Organes unter der Gestalt einfacher band-
artiger Fäden zeigt und während der. Begattung die Gestalt einer
Blase annimmt.
4. Da diese Blase einen unbestreitbaren Einfluss auf die Ent-
leerung des Spermas hat, so verdient sie den Namen einer vesicula
copulatrix.
5. Da sie während dieser Veränderung einen starken Druck auf
den Inhalt des Bulbus ausübt, so könnte man noch die Benennung
,,compressor bulbi" hinzufügen.
6. Der Mechanismus dieses Druckes scheint auf der vereinten
Wirkung des Blutdruckes und des elastischen Widerstandes der Wan-
dung der Blase zu beruhen.
7. Das Studium der Funktion des Spiralmuskels hat ihn als ein
eigenthümliches höchst ungewöhnliches Organ sui generis kennen
lehren.
8. So ist die auf den ersten Blick einleuchtende Aehnlichkeit
seiner Arbeit mit der einer Druckpumpe nur scheinbar. Um richtig
zu sein, müsste der Inhalt der Blase selbst in das Spermophor ein-
dringen können, was unmöglich ist, da das letztere jeglicher Oeffnung
entbehrt.
9. In Folge dieses Mangels und noch mehr, da die Blase keine
Samenelemente enthält, ist ihre Bezeichnung unter dem Namen einer
,, Sperma - Blase" ebenfalls eine unrichtige.
10. Aus demselben Grunde könnte sie eben so wenig mit den
vesiculae seminales der Wirbelthiere verglichen werden.
In einem Supplement erörtert van Hasse It noch die Frage,
wie das Sperma in das Spermophor hineingelange und kommt dabei
zu der ansprechenden Vermuthung, dass es vielleicht vorübergehend
auf und zwischen die den Eindringer umgebenden Theile, und von
diesen allmählich in das Spermophor gelange.
J. Morin: Nablodenija nad raswitiem paykow (Studien ü. d.
Entwicklung der Spinnen); Denkschr. d. Neuruss. Ges., 13. Bd.,
S. 93 — 204. (Habe ich nicht gesehen.)
W. Wagner studierte la mue des araignees; Ann. Sei. nat.,
Zool., (7.) VI, S. 281—393, 4 Tatf. — Die von Wagner geschilderten
Einzelheiten beweisen, dass der Vorgang der Häutung der Spinnen
grosse Aehnlichkeit mit dem wiederholt beschriebenen gleichen bei
Insekten mit vollkonmiener Verwandlung hat, indem die Erneuerung
der Haut nicht die einzige und nicht einmal wichtigste Erscheinung ist.
Die Blutkörperchen beginnen zu proliferiren und sind daher eine
geraume Zeit vor der Häutung in grösserer Zahl als zu anderer Zeit
vorhanden. Unmittelbar vor der Häutung büsst das Thier gewisse
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 43
Fähigkeiten ein: Sehen, Hören, Tasten, Bewegung und auf kurze
Zeit sogar Athmung. Ausser der Haut und ihren Einstülpungen
(Mund- und Enddarm, Athemorgane) unterHegen auch die chitini-
sierten Sehnen der Streckmuskeln der Gliedmassen der Häutung.
Als eine Particolarita nei costumi della Meta Merianae
Sco-p. führt C. Parona ein von ihm beobachtetes Netz dieser Art
an, von dessen Fäden, die den äusseren Rahmen bilden, einer nicht
an einem festen Punkt angeheftet war, sondern frei herabhängend
durch ein an ihn befestigtes Steinchen in Spannung gehalten wurde.
Für Meta scheint dies der erste beobachtete derartige Fall zu sein;
von anderen Epeiriden (Epeira diademata, umbratica; Zilla x-notata)
liegen schon ähnliche Beobachtungen vor, wie aus der weiteren Mit-
theilung des Verfassers hervorgeht. Ann. Mus. Civic. Genova, {2),
VII, S. 250—255, Tav. VI.
H. C. Mc Cook schildert den Bau und die Lebensweise der
Turret spider on Coffin's Beach, Annisquam, Mass.; Proc. Acad.
Nat. Sei. Philadelphia, 1888, S. 333—336. — Diese Art, Tarentula
arenicola Seifdd. (Lycosa nidifex Marx, Emert.) ist an der Seeküste
mit ihrem rein weissen Sande ^del heller als im Binnenlande. Ihre
in den Sand gegrabenen Gänge gehen bis zu 12 Zoll Tiefe und sind
bis zu 4 — 7 Zoll Tiefe mit Gespinnstfäden ausgekleidet; unterhalb
ist der Sand feucht und läuft auch ohne durch Gespinnstfäden zu-
sammengehalten zu werden, keine Gefahr, in die Wohnung hinein-
zufallen. Nachts begibt sich die Spinne an den Strand, wahrscheinhch,
um auf die von der Fluth zurückgelassenen Seethiere Jagd zu
machen.
van Hasselt erhielt aus Java 8 Exemplare, 4(^ und 4?, der
Argyrodes parasita (Vins.), die sich in dem Gewebe von Nephila
maculata neben einem Päärchen der rechtmässigen Insassen befanden.
Tijdschr. v. Entom., 32., Versl., S. XIV— XVI.
G. W. & E. G. Peckham: Observations on sexual selection
in Spiders of the family Attidae; E. Peckham: Protective
resemblancesin spider s; Occasional papers of the natural history
Society of Wisconsin. I. H., S. 1—60; 61—113, PI. I— IV, mit zahl-
reichen Holzschnitten im Text. In dem ersten Aufsatz behandeln
beide Autoren nach einer allgemeinen Einleitung die sekundären
Geschlechtsunterschiede in der Familie der Attiden, und die Ent-
wickelung und allmähliche Ausbildung derselben von den Jugend-
zuständen an. Sie finden, dass die von WaUace für eine Verschieden-
heit der Färbung angeführten Erklärungsgründe — die grössere Leb-
haftigkeit der Männchen zur Fortpflanzungszeit die Ursache der
lebhafteren Färbung, und das grössere Schutzbedürfniss des die Eier
bewahrenden Weibchens die Ursache der minder auffallenden Färbung
des Weibchens — für die Attiden und Spinnen überhaupt nicht zu-
treffen. Dagegen sind WaUace's Einwände gegen eine Entstehung
der schöneren Farben der Männchen durch eine geschlechtliche Aus-
lese für die Attiden wiederum nicht stichhaltig; die Männchen nehmen
44 Ph. Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
bei ihrer Annäherung an das Weibchen solche Stellungen an, führen
„Tänze" auf, die ihre Farben und sonstigen Zierden möglichst zur
Anschauung bringen, und die Weibchen sind in der Lage eine Wahl
ausüben zu können, da die Männchen früher zur Geschlechtsreife
gelangen als die Weibchen. Die Holzschnitte zeigen eine Menge von
Fällen von Geschlechtsdimorphismus, die Stellungen der ,, tanzenden"
Männchen bei der Brautwerbung, die Kampfstellung eifersüchtiger
Männchen und die Stellung des erwartenden Weibchens. Die ersten
Zeichnungen sind grösstentheils Kopieen; die letzteren Original-
zeichnungen von Ludwig Krumlien.
Der Inhalt des zweiten Aufsatzes, der Elizab. G. Peckham
allein zur Verfasserin hat, und über den auch F. Plateau in Le
Naturaliste, 1889, S. 247 f., '259 f., 269—271 Bericht erstattet, ist im
wesentlichen folgender:
E, Peckham unterscheidet einen direkten Schutz, den ein
Thier dadurch geniesst, dass es einem leblosen Gegenstand ähnlich
sieht, und einen indirekten, der einmal dadurch gew\ährt wird,
dass es eine harte Körperhaut, Stacheln u. s. w. besitzt, das andere
Mal dadurch, dass es anderen Thieren, die wenig als Nahrung ge-
sucht sind, ähnlich ist. Unter den Feinden der Spinnen stehen
(in Amerika) die Kolibris oben an, die eine ungeheure Menge der-
selben verzehren, während die übrigen Vögel sie meist verschmähen.
Weitere Feinde sind einige Grabwespen (Pompilus; Pelopoeus; Sphex),
sowie grössere Spinnen (Lycosen; Thomisiden), dann kleinere Affen,
Edentaten, Schlangen, und Ameisen der Gattung Eciton. Die
Fruchtbarkeit ist bei den einzelnen Arten sehr verschieden: Argiope
cophinaria z. B. legt 500 — 2200 Eier, Tetragnatha laboriosa 34;
Phidippus morsitans 180, Synageles picata 3 (?). Die Eier
der ersteren Art werden viel von einer Schlupfwespe angestochen,
was von T. laboriosa nicht bekannt ist; um die Art zu erhalten, ist
daher eine grössere Anzahl Eier nöthig. Phidippus morsitans ist
eine grosse, in die Augen fallende und daher leicht zu erjagende
Spinne, während Synageles picata durch ihre geringe Grösse und
Ameisenähnlichkeit geschützt ist. — Durch ihre Aehnlichkeit mit
leblosen Gegenständen zeichnen sich manche Arten aus: Hyptiotes
und Ulobrous gleichen den in alten Spinnennetzen hängenden Knospen-
schuppen, trockenen Blättern; Cyclosa conica den in dem Netz auf-
gehängten Trümmern der ausgesogenen Insekten; Epeira prompta
Flechten, zwischen denen sie sich aufhält; die lebhaft gefärbten
Arten haben vielfach die grüne Farbe des Laubes (Dictyna viridissima ;
Micrommata virescens; Epeira cucurbitina) ; andere gleichen Blüthen
(Eripus hcterogastor) ; Ornithoscatoides Vogelkoth u. s. w.; durch ihre
versteckte oder nächtliche Lebensweise sind ebenfalls viele Arten
weniger Nachstellungen ausgesetzt.
Diejenigen Arten, welche andere Thiere (meist Insekten) nach-
ahmen, nehmen sich solche zum Vorbild, die gefürchtet oder aus
einem anderen Grunde vor Nachstellungen mehr oder weniger ge-
sichert sind. Eine Art aus Madagaskar täuscht einen Skorpion vor;
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 45
Coccorchestes cupreus und Homalattus coccinelloides Coccinellen,
eine grosse Zahl, namentlich unter den Attiden, Ameisen. Die An-
nahme, dass sie unter dieser Verkleidung leichter ihre Vorbilder be-
schleichen könnten und dass hierin der Grund für ihre Ameisen-
ähnhchkeit zu suchen sei, ist nicht stichhaltig, da SjTiageles picata
und Synemosyna formica Ameisen als Nahrung verschmähen; da
aber Ameisen nur von einigen Thieren genossen werden, so gemessen
ihre Nachahmer denselben Vorzug.
Auch G. F. Atkinson theilt Notes on protective resem-
blance in spiders mit; Psyche, V, S. 147 f. Synemosyna formica
gleicht Ameisen und Mutillen, Tetragnatha Beulen an Grashalmen;
der gelbe Thomisus celer hcält sich mit Vorliebe auf den gelben
Bliithen (der Solidago) auf; eine grüne Varietät dieser Art fand er
einst auf den noch nicht aufgeblüthen grünen Knospen der Solidago ;
Epeira caudata hängt in ihr Gewebe weisse und dunkle Fremdkörper
entsprechend ihren hellen und dunklen Flecken auf dem Hinterleib;
Acrosoma spinea, in ihrem Nest rücklings hängend, ist mit ihrem
hellen Rücken und ihrem dunkelen Bauche sowohl von unten wie
von oben schwer zu sehen.
H. C, Mc Cook meldet ein double cocooning in a spider,
die normaler Weise nur ein Eiersäckchen anfertigt; Proceed. Acad.
Nat. Sei. Philad., 1888, S. 425—427. Argiope cophinaria {Wahk.)
(riparia Ilents) soll nach der Mittheilung eines befreundeten Geist-
lichen einmal 2 Eiersäckchen gesponnen haben, und die von M. Treat
als A. multichoncha beschriebene Art, die 4 Cocons an einander
reiht, ist nach Mc Cook wahrscheinlich A. cophinaria. In einem
anderen Falle war ein (unbefruchtetes ?) Weibchen dieser Art wahr-
scheinlich von draussen mit Früchten in die Stadt gebracht und hatte
hier in einem Stalle ihr Netz aufgeschlagen. In einem Zwischenraum
von 8 — 10 Tagen machte sie 2 Cocons; in dem ersten befanden sich
120, in dem zweiten kleineren, 50 Eier, während man sonst in einem
Eiersäckchen über 1000 Eier zählen kann; die Eier entwickelten sich
nicht. Mc Cook meint, dass in den meisten Fällen, wo diese Art
mehr als einen Cocon spinnt, die Eier unfruchtbar sind, und dass,
wenn dieselben von normaler Beschaffenheit sind, auch nur ein
Cocon gemacht wird.
In Insect life, I, S. 204 — 211 findet sich unter der Ueberschrift :
a contribution to the literatur of fatal spider bites die
Mittheilung eines Falles, in welchem ein von einem Latrodectus
mactans gebissener Mann etwa 14 Stunden nach dem Bisse starb,
nachdem derselbe vorher schon längere Zeit bewusstlos gewesen war.
Die näheren Umstände waren nicht genau zu ermitteln, und ein unum-
stÖssHcher Beweis, dass der Tod die Folge des Bisses war, nicht zu
liefern. Der Verfasser dieser Mittheilung .stellt aber aus der Literatur
einige Angaben über den Biss des L. tredecim-guttatus und des Neu-
seeländischen Katipo zusammen, um wenigstens darzuthun, dass
eine grosse Wahrscheinlichkeit bestehe, dass der Biss einzelner Arten
unter Umständen gefährKch sei. — L. mactans ist in beiden Ge-
46 I*li- Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
schlechtem und verschiedenen Altersstufen und Farbenvarietäten ab-
gebildet. Vgl. ebenda S. 280—282, 313, 347—349; über die Neu-
seeländische Art s. ebenda, II, S. 75; 134 — 136; über die giftigen
Spinnen Russlands s. auch noch R. Robert, Sitzgsber. Naturf.
Gesellsch. Dorpat, VII, S. 440 f ; Zeitschr. f. Naturwissensch. , Halle,
L.XI. (4. F. VII.) S. 442 f., Ucke, ebenda S. 448; Vergl. den vor.
Bericht, S. 47.
The value of Abbot's manuscript drawings of American
Spiders. — H. C. Mc Cook, Proceed. Acad. Nat. Sei. Philad., 1888,
S. 428-431.
A contribution to the Knowledge of the spider-fauna
of the Bermuda Islands in Proc. Acad. Nat. Sei. Philad., 1889,
S. 98 — 101. PI. IV, von Geo. Marx fügt den 6 bisher von den ge-
nannten Inseln bekannten Arten 11 weitere hinzu; dieselben sind
z. Th. fast Kosmopoliten unter den Tropen, wie Heteropoda vena-
toria; Menemerus Paykullii und melanognathus , theils autochthon
(4 A.), theils amerikanisch (9), so dass es scheint, dass die Inseln
vorwiegend von Amerika aus mit Spinnen bevölkert sind. Von Euro-
päischen, bezw. deutschen Arten sind Theridium tepidariorum und
Dysdera crocata zu nennen.
E. Simon stellt eine Liste des Arachnides rec. aux lies Canaries,
S. 300 — 304, und eine Liste preliminaire des Arachnides rec. aux
Agores . . ., S. 304 f., zusammen; Bull. Soc. Zool. d« France, 1889. - —
Von den Canaren sind 28 Arten aufgeführt, von denen 8 bisher auf
diesen Inseln noch nicht bekannt waren, von den Azoren 17,
darunter 2 noch nicht von dort bekannte, wodurch die Zahl der auf
den Azoren nachgewiesenen Arachniden auf 51 steigt.
In seinen Notes araneologiques sur le pays d'Enhaut
zählt A. Getaz 114 Arten auf und beschreibt 2 neue und eine neue
Varietät; Bull. Soc. Vaudoise, (3. S.), XXV, No. 100, S. 60— G4.
E. Simon zählt auf Arachnidae transcaspicae ab. . . Radde,
Walter et Conchin inventae (43 Spinnen, 2 Skorpione), und be-
schreibt die neuen Arten; Verh. Zool. Bot. Gesellsch. Wien, 1889,
S. 373—386.
In einer fitude sur les Arachnides de l'Himalaya in Journal
Asiat. Soc. Bengal, LVIII, Part. II No. 4, S. 334—344 zählt E. Simon
die (24) von Oldham und Wood-Mason gesammelten Arten auf und
beschreibt die neuen.
Von T. Thorell's Studi sui ragni Malesi e Papuani ist P, IV.
(ragni dell' Indo-Malesia racc. da 0. Beccari, G. Doria, II. Forbes,
J. G. H. Kindberg ed altri) erschienen; Ann. ÄIus. Civ. Genova.
(2. S.), VIII, S.l — 421. Den wesentlichsten Theil des hier behandelten
Materials hat 0. Beccari an der Westküste Sumatras zusammen-
gebracht, zumal auf dem 2900 m hohen Vulkan Singalang, bei
Ajer Manoior, Kaju tanam und Sungei bulu. Die Zahl der auf dem
Singalang gesammelten Arten beträgt 53, unter denen die Theridiaden
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 47
mit 13 Arten obenan stehen, während im ganzen übrigen Sumatra
von Beccari nur noch GO Arten gesammelt wurden. Darunter befinden
sich auch 2 Arten der bisher in der australischen und orientalischen
Region nicht vertretenen Gattung Linyphia. Weiter bemerkens-
werthe Arten vom Singalang sind Selenocosmia javanensis var. Suma-
trana; Conothele Cambridgei; Cyrtauchenius montanus; auf Java fand
sich ein neuer Atypus, und die n. G. Libania, die zu den Hetero-
podiden gehört, aber im Habitus den im Malayischen Arcliipel fehlen-
den Philodrominen gleicht, "2 Poltys-Arten von Sumatra, eine Borneo
und Ceylon gemeinsame Art von Phrynarachne (= Ornithoscatoides)
u. s. w. In dem vorliegenden Vol. I von Part. IV sind die Familien
der Orbitel., Retitel., Tubitel. und Territel. mit 172 Arten (und etwa
12 weiteren Arten von nicht ganz sicherer Herkunft) behandelt. Eine
Zusammenstellung der aus Indo-Malesien bekannten Arten weist 343,
aus Austro- Malesien 462 Arten auf, die nur zum kleinsten Theile
beiden Subregionen gemeinsam sind, indem die aus beiden zusammen
bekannten Arten die Zahl 745 erreichen.
A. T. Urquhart, On new species of Araneidea, macht 12
neue Arten Neuseelands unter z. Th. sonderbar khngenden Namen
bekannt; Trans, a. Proceed. New Zealand Institute, XXI, S. 134 — 154.
Tetrasticta.
Theraphosidae. Die von E. Simon während seiner Sammeh'eise in
Venezuela von Dezember 1887 bis April 1888 gesammelten Angehörigen dieser
Familie werden von ihm in einem ersten Beitrag in den Ann. Soc. Entom.
France, 1889, S. 169—214 (mit Addenda S. 220), PL 1-3 beschrieben. Aus der
Abtheilung der Trionychi sind die Unterfamilien Pachylosceliuae, Ctenizinae und
Diplurinae, aus der der Dionychi die Barychelinae und Aviculariinae in Venezuela
vertreten. Besondere Aufmerksamkeit ist den "Wohnungen dieser Thiere ge-
widmet, von denen hier die bemerkenswerthesten kurz beschrieben sein mögen.
Pseudidiops opifex macht an Baunizweigen einen kurzen, halbzylindrischen,
an einem Ende zugerundeten Sack, der am anderen Ende durch den halbkreis-
förmigen, in einem Gelenk sich bewegenden Deckel geschlossen ist. In das
Gewebe dieses Sackes sind Rindenstückchen, Theile von Moos und Flechten ein-
gewebt imd das Ganze dadurch der Umgebung ähnlich gemacht. — Rhyti-
dicolus structor legt in dem Eixlboden seine aus 3 Kammern bestehende
Wohnung an. Die an die Oberfläche stossende, durch einen Deckel verschliess-
bare Kammer ist eiförmig; aus dem stumpfen Ende führt eine Oeffuung in die
zweite, zylindrische Kammer, und aus dieser, ungefähr in der Mitte ihrer Länge,
eine in der Seitenwaud angebrachte Oeffnuug in die dritte, wiederum eiförmige
Kammer. Auch diese Üeffnungen sind durch einen beweglichen Deckel ver-
schlossen, der erstere öffnet sich von aussen nach innen, der letztere von innen
nach aussen. Das Weibchen legt seine Eier in der ersten Kammer, deren beide
Deckel alsdann angesponnen werden, in einem quer durch den Raum gleich
einer Hängematte ausgespannten Cocon ab. — Psalistops melanopygia
macht eine nur wenig geneigte Röhre in dem Erdboden, die nicht durch einen
48 I*h- ßertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Deckel verschlossen, sondern ein wenig über die Oberfläche verlängert und mit
einem Kranz von Blättern umgeben ist. Aus dem oberen Theile führt eine
zweite Röhre schräg gegen die Ei'doberfläche, unter der sie endigt. Unter der
Stelle, wo dieser Seitengang sich abzweigt, ist die Hauptröhre verbreitert und
verläuft etwas gekrümmt. Die Eier befinden sich in einem kugeligen Gespinst,
das mit einem kurzen Stiel au die Wand der Hauptröhre, nahe deren Grunde,
geheftet wird. — Stothis astuta gräbt gewöhnlich in die Erde einen halb-
kreisförmig gebogenen Gang, dessen beide Oeffnungen durch einen Deckel ge-
schlossen sind; ausnahmsweise verfertigt sie sich auf Steinen aus Erdklümpchen
eine gerade zylindrische Röhre mit ebenfalls zwei Eingangs- bezw. Ausgangs-
thüren. Die meisten der erbeuteten (38) Arten sind neu und gehören neuen
Gattungen an. (Diese Abhandlung wird angeführt werden unter: Simon, a. a. 0.).
Derselbe liefert in seiner Etüde sur les especes de la faraille des
Avicularidae, qui habitent le nord de l'Afrique, Actes d. 1. Soc. Linn.
de Bordeaux, XLII, S. 3 — 21; PI. XII. XIII neben der Beschreibung' neuer
Arten auch eine solche der "Wohnungen einiger. Dolichoscaptus vittatus macht
eine einfache, durch einen Deckel lerschliessbare Röhre, die sich am Ende in
einen kleinen Blindsack verschmälert, der gewöhnlich mit den Resten der Insekten
angefüllt ist, die der Spinne zur Nahrung gedient haben; bei Constantine
sind dies meistens Atta barbara. — D. artifex erweitert einige Centimeter unter
dem mit einem Deckel verschliessbaren Eingang zu ihrer senkrecht absteigenden
Röhre dieselbe an der einen Seite zu einer halbeiförmigen Kammer, in welcher
ein ebenso gestalteter Deckel sich befindet. Dieser ist durch eine kurze Ge-
spinnströhre mit oberer und unterer Oeffnung an die Wand befestigt. Bei senk-
rechter Stellung dieses Deckels kann die Spinne neben ilemselben vorbei durch
die erwähnte Röhre passieren ; will sie dagegen den unteien Theil ihrer Wohnung
abschliessen, so bringt sie den Deckel in eine fast horizontale Lage, wobei der
obere Theil der Gespinnströhre flach zusammengedrückt wird; D. structor macht
eine ähnliche Wohnung. I). inops verlängert ihre durch keinerlei Deckel ver-
schlossene Wohnröhre 1—2 Centimeter über die Endoberfläche in Gestalt eines
Zylinders, dessen Wände aussen mit Erdstückchen bekleidet sind, ähnlich den
Nestern eines Odynerus oder der Anthophora parietina; D. Latastei macht einen
ähnlichen, aber bis zu 10 Centimeter langen oberirdischen Bau, der gewöhnlich
zwischen den Sträuchern von Lavandula dentata angelegt und durch einen
halbkreisförmigen Deckel verschlossen wird. Die oberirdische Verlängerung der
Gespinnstauskleidung der Wohnung von Leptopelma elongata ist schmal trichter-
förmig erweitert, von rein weissem seidenartigem Gespinnst und au Grashalme
befestigt. L. cavicola versieht ihre unterirdische AVohnung mit einer ge-
räumigen Nebenkammer und einem seitlichen, schräg in die Höhe steigenden
Gange, die bei Ueberschwemmungen oder sonstiger Gefahr der Spinne wahr-
scheinlich Schutz gewähren.
Derselbe liefert Descriptions d'especes africaines nouvelles
d. 1. fam. des Avicularidae, ebenda, S. 3 — 13.
Derselbe desgl. eine revision des Avicularidae de la rebublique
de l'Ecudor; ebenda S. 3— 8.
T.Thor eil unterscheidet in seinen Territelariae jetzt folgende 5 Familien:
Liphistioidae, Teraphosoulae (= Dionychi Ausis.), Ctenizoidae (= Trio-
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 49
nychi Äuss.), Eriodontoidae und Calommatoidae (= Atypidae Bertk.);
Studi, IV, S. 394.
Accol a (u. g. Diplurin.) lucifuga S. 191, Tovarensis, cydops S. 192 (Vene-
zuela); Simon, a. a. 0.
J.c^/-anocÄ e/ja (n. g. Aviculariin.) rufohirta (Venezuela); Simon, a.a.O.
S. 209.
Ancylotrypa (n. g. Triouych. Aporoptycho affine) fossor (Landana, Kongo)
S. 4, spinosa (Port Elisabeth) S. 5; E. Simon, Esp. afric.
Celidotopus (n. g. Ctenizin. Aporoptycho affine) pulchripes (Venezuela);
Simon, a. a, 0., S. 185.
Cosmopelma (n. g. Leptopelmati affine) decoratum (ßahia); Simon, a.
a. 0., S. 217.
Cyphonisia (n.°g. Dionych.) obesa (Quiliu, Kongo); E. Simon, Esp.
afric, S. 8.
Dendricon! (n. g., soll wahrscheinlich Dendroec. heissen, Moggridgeae
affine; mandibulis prope unguis insertionem spinis validis armatis) rastratum
(Brasilien, ihr Nest zwischen Baumrinde anlegend); O.P.Cambridge, Proc. Zool.
Soc. London 1889, S. 250 mit 5 Holzschn.
Bolichoscaptus (n. g. Cyrtocephali et Cj'rtauchenii pars, für gracilipes =
terricola Luc, luridus Sim., vittatus Sim., da'iensis Sim., Bedelii Sim., Latastei
(Sim.und) maculatus (Teuiet el Haad; Orau; Tlemcen) S. 10, artifex (westl. Algier)
S. 12, mit Abbildung der "Wohnung PI. XII Fig. 2—4, vergl. oben S.48, bieolor
(Tlemcen) S. 16, castaneiceps (Djebel-Sahari, Ain 6 Grab, Algier) S. 17, inops
(Tlemcen) S. 18 mit Wohnung auf PI. XII Fig. 5, vgl. oben); E. Simon, Avic.
nord. de l'Afrique.
Dryptopelm.a (n. g. Dionych. Ischnocolo et Crypsidromo affine) ianthinum
(Quito); E. Simon, Revis .... Ecuador, S. 6.
Epipedesis (n. g. Barychelin. Leptopelmati affine) solitarius, opifex
S. 202 mit Abbildung PI. 3 Fig. 2, montigena S. 203 (Venezuela); Simon a.a. 0.
Euth ych[a'\elus (n. g. Barychelin.) colonica (Venezuela); Simon, a. a.
0., S. 200.
Harpaxotheria (n. g. Dionych. Selenocosmiae valde affine) anUlope
(Tomby, Kongo), gracilipes (Landana, Kongo) S. 12, ectypa (Abessinien) S. 13,
E. Simon, Esp. afr.
Hermacha (n. g. Trionych. Nemesiae valde affine, fovea thoracica sub-
rotunda) caudata (Delagoa-Bai); E. Simon, Esp. afric.
Loxomphalia (n. g. Dionych. Selenocosmiae valde affine) ruhida (Zan-
guebar); E. Simon, Esp. afric, S. 11.
Ozopactus (n. g. Aviculariin. Crypsidromo affine) Ernsti (Caracas);
Simon, a. a. 0., S. 212.
Paratropis (n. g. ; Oculi ant. linea subrecta, fere aequedistantes , medii
lateralibus majores, postici utrinque in linea obliqua, medii minores ab oc. med.
ant. et a lat. post. aequaliter et anguste separati; spatium inter lat. ant. et post.
dimidio diametro oculi angustius. Pars labialis apice transversim crebre granulosa.
Pedes 4, 1, 2, 3; tarsi antici aculeati, post. mutici. Tegumenta duriuscula, acu-
leis et setis claviformibus instructa; Vertreter der Paratropini, einer neuen
Unterfamilie der Trioucychi) scruposa (Pebas, Peru); Simon, a. a. 0., S. 215.
Archiv f. Naturgesch. Jahrg. 1890. Bd. II. H. 2. J)
S
50 Pli- Bertkaii: Bericht über ilie wissenschaftlichen Leistungen
Phaeoclita (n. g.Ctenizin. Aporoptj'cho affine) /««y«« (Venezuela; Wohniing
ähnlich der von Psalistops; s. oben); Simon a. a. 0., S, 1S4.
Phaenothele (n. g. Trionych. Ancylotrypae valfle affine, sed ocnlor. liu.
antica desuper visa plane recta, oculis antic. subaeqnis et utrinque lateralibus
subcontiguis ; nnguibus numerose biseriatim-dentatis) Gaujoni (Aniaznla, Ecuador);
E. Simon, Revis . . . Ecuador, S. 3.
Phyxioschema (n. g., a Macrothele differt paite labiali coxisque palporum
omnino muticis et ocul. 4 ant. lineam multo magis procurvam formantibus ab
Euagro clypeo ocul. lateralibus antic. angustiore, ocul. med. ant. et post inter se
subaequalibus et pedibus cunctis subsimilibus , anticis haud incrassatis) JRaddei
(Krasnowodsk , Transkasp.); E. Simon, Abb Zool. Bot. Gesellsch. Wien, 1889,
S. 385.
Pisenor (n. g. Dionycb. Barychelo affine) notius (Sambesi), nigellus (Lan-
dana, Kongo); E. Simon, Esp. afric, S. 9.
Psalistops (n. g. Barycbelin.) melanopygia S. 196, mit Abbildung der
Erdwohnung auf PI. 3, Fig. 1, zonatus S. 198, tigrinus S. 199 (Venezuela);
Simon, a. a. 0.
Pseudidioxis (n. g. Ctenizin. Idiopi affine) opifex (Cayenne); Simon, a.
a. 0., S. 215.
Bhytidicolus (n.g. Ctenizin.) siructor (Venezuela); Simon, a. a. 0., S. 186
mit Abbildung der Erdwohnung auf PI. 2 Fig. 3; vgl. oben.
Spiroctenus (n. g. Tiionych. Nemesiae affine) personatns (Delagoa-Bai);
B. Simon, Esp. afric. S. 7.
Stichoplastus (n.g. Aviculariin. Chaetopelmati affine) rawclws (Venezuela);
Simon, a. a. 0., S. 208.
Stothis (n. g. Barycbelin.) coenobita S. 198, PI. 1 Fig. 4, aduta S. 199 mit
Abbildung der Erdwohnung auf PI. 1 Fig. 5 — 8, vgl. oben, (Venezuela); Simon,
a. a. 0.
Uruchus (n. g. Trionych. Diplurae affine, pedibus linea setosa inter sco-
pulam carentibus) Gaujoni (Loja, Ecuador); E. Simon, Revis... Ecuador, S. 5.
Aporoptychus africanus (Landana, Kongo); E. Simon, Esp. afric, S.S.
Atypus Cedrorum (Djebel Maadid); E. Simon; Avic.nord de l'Afr., S. 4,
Javanus (Tcibodas); T. T bore 11, Studi, IV, S. 413.
Avicularia velutina (Venezuela); Simon, a.a.O., S. 213, Holmbergii (?);
T. Thor eil, Studi, IV, S. 399.
Conothele Camhridyci (Singalang); T. Thor eil, Studi, IV, S. 402.
Crypsidromus familiaris S. 211, tetricus S. 212, (Caracas); Simon, a.a.O.
Cyclosternum Gaujoni (Loja, Amazula, Ecuador;; E. Simon, Revis...
Ecuador, S. 7.
Cyrtaucheuius montanus (Singalang); T. Thorell, Studi, IV, S. 406.
Diplura soricina (Venezuela) S. 189, bicohr (Caraga, Bras.) S.215; E. Simon,
a.a.O., Cusitu (Rumipamba, nahe Quito); derselbe, Revis .. Ecuador, S. 4,
maeulaia (Tcibodas); T. Thorell, Studi, IV, S. 409.
Entomothele pusilla (Venezuela); Simon, a. a. 0., S. 190.
Eurypelma (Lasiodora) Auyusti (Los Puentes; Ambabo, nahe Quito) S. 7,
vespertinum (Los Puentes) S. 8; E. Simon, Revis.... Ecuador.
im Gebiete der Entomologie währeiid des Jahres 1889. 51
Hapalopus cervinus, inflatus S. 209, eleyans S. 210 (Venezuela), sellatus
(Fonteboa, Bras.), nwdestus (Columbia) S.218, fluvohirtus (ßahia) S. 219; E.Simon
a. a. O.
Idiops Argus S. 186, fulvipes (Venezuela) S. 181, amazunica (Teffe) S. 216;
E. Simon, a. a. 0., Colktti (Upper Burmali); 0. P. Cambridge, Proc. Zool. Soc.
London, 1889, S. 37, PI. II, Fig. 2.
Jdioi^hthn]m-a, pantherina (Venezuela); Simon, a. a. 0., S. 193, rohasta (Los
Puentes, nahe Quito) ; derselbe, Revis. . . . Ecuador, S. 5.
Leptopelma cavicula (Algier; Oran); E. Simon, Avic. nord de l'Afrique,
S. 20 mit. Abbildung der Erdwohnung auf PI. XIII Fig. 3.
Eine neue Moggridgea-Art aus Südafrica (Grahamstown) ist M.
Tidmarshi; sie legt ihr 25 — 35 Mm. langes und 10 — 15 Mm. breites Nest in den
Rindenrissen einer Eiche an und verschliesst beide Enden mit einem 7—10 Mm.
langen, halbkreisförmigen Deckel, so dass für den Wohnraum nur 11 — 15 Mm.
übrig bleiben. H. Lenz, Zool. Anz., 1889, S. 578 f.
M. Äbvültami (Südafrika; gleich M. Dyeri legt sie ihr Nest in der Rinde
des ,,Kaffir Boom" und der Eiche an; vielleicht ist M. Tidm. mit ihr synonym,
obwohl jene einen einfaibigen Hinterleib, diese dagegen jederseits 2 blassgelbe
Flecke hat); 0. P. Cambridge, Proc. Zool. Soc. London, 1889, S. 41, PI. II, Fig. 3.
Nemesia tuhifex (Afghanistan, Ebene von Gulran); R. J. Pocock, Trans.
Linn. Soc. London (2. S.), V, S. 112 PI. 13 Fig. 2.
Pachylomerus asperulus (Venezuela); E. Simon, a. a. 0., S. 179, Natalensis
(N. , sclion ein ganzes Jahr mit ihrem Korkdeckelnest lebend im Insektenhause
der Zool. Soc); 0. P. Cambridge, Proc. Zool. Soc. London, 1889, S. 35, PI. II,
Fig 1.
Pachyloscelis Caraiba S. 176, scalops (mit Abbildung des Deckels der
Wohnung PI. 1 Fig. 1, 2), Bojasi, Valenciana S. 177 (Venezuela); Simon, a. a. O.
Pelinobius gabonicus (G.); E. Simon, Esp. afric, S. 11.
Selenocosmia Javanensis var, Sumatrana (Singalang) S. 395, Doriae n. sp.
(Sarawak) S. 397; T. Thorell, Studi, IV.
Dysderidae. Segestria seuoculata var. Castrodunensis (Chäteau d'Oex);
A. Getaz, a. a. O., S. 64.
Die S. Snellemannii van Hass. bringt T. Thorell zur Gattung Ariadne.
Xestaspis parmata (Ajer Mancior); T. Thorell, Studi, IV, S. 391.
Tristicta.
Attidae. Attulus (n. gen., ab Atto differt cephalothorace breviore,
tibia IV aculeo dorsali valido munita, unguiculis semper nuiticis, für A. cinereus
West7- .... und) vcdidus (Vetus-Merw, Morkala, Transkasp.); E. Simon, Abb.
Zool. Bot. Gesellsch. Wien, 1889, S. 375.
Aelurillus quadrimacidatus (Jaonsar, Siri, Himal.); E.Simon, Journ.
Asiat. Soc. Bengal, LVIII, Part II, S. 334.
Attus guttat US Thor. (?; am Rhein bei Bonn und in Nassau; Bertkau,
Korrespbl. Naturh. Ver. preuss. Rhein!., We.stf. etc., 1889, S. 70; auch das
Weibchen ist beschrieben.
D*
52 Ph- Bert kau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Calliethera iemumarirt (Krasnowodsk) ; E. Simon, Abh. Zool. Bot. Gesellsch.
Wien, 1889, S. 373.
Heliophanus niveivestis (Vetns-Mei-w, Transkasp); E.Simon, Abh. Zool.
Bot. Gesellsch. Wien, 1889, S. 374.
Homalattus mus (Jaonsar, Siri, Himal.); E.Simon, Jouru. Asiat. Soc.
Bengal, LVIII, Pt. II, S. 335.
Phlegra ieioides (Jaonsar, Siri, Himalaja); E. Simon, Journ. Asiat. Soc.
Bengal, LVIII, Part II, S. 334.
Plexippus herbigradus (Te Aroha; Wairongomai Gorge); A. T. Urquhart,
Trans. New-Zealand Institute, XXI S. 150.
Pseudicius vütatus (Sary-jasy, Transkasp.; Usgent, Centralas.); E. Simon,
Abh. Zool. Bot. Gesellsch. Wien, 1889, S. 374.
Thomisidae. Heriaeus hirsutus bei Bingen; Bertkau, Korrespbl
I^aturh. Ver. preuss. Rheinl., Westfalens, etc., 1889, S. 71.
J. H. Eraerton bildet ein Päärchen von Xysticus triguttatus in
Kopulationsstellung ah; Psyche, V, S. 169.
Sparassidae. Cebrennus Verneaui (Grande Canarie); E. Simon, Bull.
Soc. Zool. de France, 1889, S. 301.
Selenops montigena (Jaonsar, Kumia); E. Simon, Journ. Asiat. Soc. Bengal,
LVIII Part II, S. 335.
Drassidae. Astrat ea (n. g. Liocrauo affine, serie oculorum postica nou
recurva, ab Agroeca pedihus 4, 3, 1, 2 longitudine se excipientilus diversum,
für Liocr. pulchrum TAor. und) insignis (Sungei bulu); T. Thor eil, Studi , IV,
S. 365.
Scylax (n. g., Leptodrasso et praesertim Cybaeodi affine, ab illo differt
ocul. ant. subaequis , lineam subrectam formantibus et clypeo oc. ant. non latiore,
ab Cybaeode mamillis super, infer. multo longioi'ibns, ocul. mediis posticis lateralibus
non multo miuoribus) Walteri (Mor-Kala, Transkasp.); E. Simon, Abh. Zool.
Bot. Gesellsch. Wien, 1889, S. 384.
Agroeca (diese Gattung stellt auch Thor eil nun zu den Drassiden)
inquinata (Sumatra); T. Thor eil, Studi, IV, S. 352.
Chiracanthium Ragazzü (Pisco, Peru); G. Boeris, Meni. d. Soc. dei Natu-
ralist! di Modena (S. III), VIH, S. 5.
Clubiona Hysgina (Jaonsar, Deota, Himal.); E. Simon, Journ. Asiat. Soc.
Bengal, LVIII. Part. II, S. 343, melanosticta (Ajer Mancior) S. 374, versicolor
(Singalang) S. 378; T. Thorell, Studi, IV,
Corinnomma moerens (Kaju tanam); T.Thor eil, Studi, IV, S.349; (Corinna)
plumosa Thor, gehört ebenfalls in diese Gattung.
Drassus hrachythelis (Sungei bulu) S. 356, russulus (Sindang - laja, Java)
S. 358; T. Thorell, Studi, IV.
Echemus custrodunensis (Chäteau-d'Oex); A.Getaz, a. a. O.. S. 63.
Eutittha montana (Singalang) S.368, lungipes (Sumatra) S. 372; T. Thor oll,
Studi, VI.
Gnaphosa Fittieri (Chäteau-d'Oex); A. Getaz, a. a. 0., S. 63.
I;iocranura patagonicum (Port Grappler); G. Boeris, Mem. d. Societ. de
Naturalist! di Modena (S. III), VIIL S. 6.
Matidia tenera (Singalang; Kaju tanam); T. Thorell, Studi. IV, S. 380.
Prosthesima Saraw(dcensis (S); T. Thorell, Studi, IV, S. 362.
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 53
Pythonissa niusiva S. 302, Verneaui S. 303 (Grande Canarie); E. Simon,
Bnll. Soc. Zool. de France, 1889.
Zimiridae. Diese Familie gründet Thor eil für die Gattung Zimiris
(vielleicht auch Mutusca Cbr , Miltia Sim. und Trochanteria? Karsch) , deren
vordere Spinnwarzeu von den mittleren und liinteren weiter als gewöhnlich ent-
fernt sind; Studi, IV, S. 383f.
Zimiris mamülana (Java?) S. 384; T. Thor eil, a. a. 0.
Cyeaididae. Auf die Gattung Cycais, deren Merkmale im übrigen die-
selben wie die der Drassiden sind, die aber 3 Krallen an den Füssen hat, gründet
T. Thorell die Familie der Cycaoidae, die eine Mittelstellung zwischen den
Agaleniden und Drassiden einnimmt; Studi, IV, S. 344.
Anyphaenidae. Anyphaena soricina (Jaonsai", Deota, Himal.); E. Simon,
Journ. Asiat. Soc. Bengal, LVIII, Part II, S. 344.
Lycosidae. Dolomedes fimbriatus in Ireland; A. G. More, The
Entomologist, 22, S. 117; — at Killarney; derselbe, Nature, 39, S. 511.
Hippasa dcserticola (Imam-baba, Murgab, Transkasp.) ; E. Simon, Abh.
Zool. Bot. Gesellsch. Wien, 1889, S. 377, Jnnesii (Kairo; Suez), S. 378 Anm.;
derselbe ebenda.
Lycosa atlantica (Bermudas); G. Marx, Proc. Acad. Nat. Sei. Philadelphia,
1889, S. 199, PI. IV Fig. 4.
L. Wagleri bei Altenahr und an der Lahn; Bertkau und Zimmer-
mann, Korrespbl. Naturh. Ver. preuss. Rheinl., Westf., etc., 1889. S. 72.
Tarentula medica (Afghanistan); R. J. Pocock, Trans. Linn. Soc. London
2. S) V S. 110 PI. 13 Fig. 1, Baddei (Nova-Merw, Anui-Darja, Transkasp.)
S .376, soror (N(.va-Merv) S. 377; E. Simon, Abh. Zool. Bot. Gesellsch. Wien, 1889.
Agalenidae. Cedicus maerens (Chodscha-Kala); E. Simon, Abh. Zool. Bot.
Gesellsch. Wien, 1889, S. 378, bucculentus (Jaonsai-, Kumia, Hiraal.) ; derselbe,
Journ. Asiat. Soc. Bengal, LVIII, Part II, S. 343.
Hersiliadae. Chalinura Sumatrana (S.); T. Thorell, Studi,. IV, S. 319.
Amaurobiadae. Badumna (u. g. Amaurobio affine, differt labio non
longiore quam latiore et articulo secundo mamillarum superiorum conico, aeque
saltem longo ac lato) hirsiita (Tcibodas) S, 323, (?) exüis (ibid.) S. 327;
T. Thorell, Studi, IV.
Eresidae. Stegodyphus gregarius (Durban; die beiden Geschlechter und
verschiedenen Altersstufen in einem Nest oft zu 100— 150 Stück zusammen);
0. P. Cambridge, Proc. Zool. Soc. London, 1889, S. 42, PI. II Fig. 4, 5.
Dictynidae. Ueber das Begattungszeichen bei Argenna s. oben S. 8.
Dictyna bicolor bei Bonn; Bertkau, Korrespbl. Naturh. Ver. preiiss.
Rheinl., Westf. etc., 1889, S. 73.
Dictyna Cronebergi (Neu-Merw, Transkasp.); E.Simon, Abh. Zool. Bot.
Gesellsch. Wien, 1889, S. 385.
Miagrammopidae. Miagrammopes extensa {Jaonsa,!-, Thadyar, Himalaya);
E. Simon, Journ. Asiat. Soc. Bengal, LVIIL Part II, S. 342.
Dinopididae. Bei der Beurtheilung der systematischen Stellung der
Gattung Dinopis entscheidet sich Geo. Marx auf Grund der Beschaffenheit
des Gewebes wieder für die Ansicht, dass sie in die Nähe der Agaleniden zu
stellen sei; eine neue Art ist D. spinosus (Florida; Alabama); Proc. Acad. Nat.
Sei. Philadelphia, 1889: S. 341—343, PI. XI.
54 Ph- Bertkaii: Bericht über die -wissenschaftliclien Leistungen
Zodariadae. Diese Familie stellt T. Thorell jetzt zu den Tubitelarien;
Studi, IV, S. 330.
Storena vittata (Singalang) S. 331, sobria (ibid.) S. 335, hilaris (Tcibodas)
S. 338, procera (?) S. 340; T. Thorell, Studi, IV.
Zodarium Raddei (Artschmau, Tianskasp); E. Simon, Abb. Zool. Bot.
Gesellsch. Wien, 1889, S. 383.
Phaedimidae. Da Thorell bei der früher zu den Dysderiden gestellten
Gattung Phaedima (s. dies. Ber. für 1881 S. 74) und Perania (s. unten) nur 2
bezw. 3 Stigmen erkennen konnte, so gründet er für dieselben obige Familie unter
dem Namen Phaedimo'idae und stellt dieselbe in die Nähe der Scytodiden
zu seinen Retitelarien. Mit den Scytodiden stimmt sie ausser in der Gestalt
der Mundtheile auch da)in überein, dass der weibliche Taster keine Kralle hat;
mit den Dysderiden dadurch, dass das Sternmn zwischen den Hüften in sehr
schmale aufwärts gerichtete Leisten ausgezogen erscheint; Studi, IV, S. 304.
Perania (n.g., a Phaedima abdomine cute molli, non scuto duriusculo obtecto
dilfert) pallida (Singalang); T. Thorell, a. a. 0., S. 316.
Phaedima picea (Singalang) S. 307, ni(jra (ibid ) S. 310, antiata (ibid.;
Lubu Selassi) S. 313; T. Thorell, a. a. 0.
Scytodidae. Dictis venusta (Sumatra^; T. Thorell, Studi, IV. S 301.
Pholeidae. Pholcus phalangioides bei Bonn gefunden; Bertkau,
Korrespbl. Nat. Ver. preuss. Rheinl., AVestf , etc., 1889, S. 73.
Vh. graällimus (Sungei bulu); T. Thorell, Studi, IV, S. 298
Mieryphantidae. Chasmocephalon (n. g.) neglectum (Schwanenfluss);
O. P. Cambridge, Proc. Zool. Soc. London, 1889, S. 45, PI. II, Fig. 0.
Diplocephalus connatus (Bonn); Bertkau, Korrespbl. Naturh. Ver. preuss.
Rheinl., Westfal. etc., 1889, S. 74.
Thlaosomatidae. Thlaosoma tuberosa (Te Karaka); A. T. Urquhart,
Trans. New-Zealand Institute, XXI, S. 149.
Theridiadae. Comaroma (n. g. Pholcommati affine) Simonii (Bonn;
Istrien); Bertkau, Korr e.spbl. Naturh. Ver. preuss. Rheinl., Westf. etc., 1889, S 75.
Helvidia (u. g., a Theridio maxillis brevibus, vix longioribus quam apice
latioribus, labio circiter duplo longioribus, apice latissime truncatis, non rotundatis,
ita ut extus angulura rectum fornient, divei'sum, ab Theridiosomate serie oculorum
postica recurva, ai'ea oculorum mediorum rectangula discrepans) scabricnla
(Singalang); T. Thorell, Studi, IV, S. 280.
Ozaleus (n. g. Euryopidi et Asagenae affine, ab illa mandibulis majoribus
et serie oculorum postica non recurva differens, ab hac cephaloth. lato et humili
distinguendum) tarandus (?); T. Thorell, Studi, IV, S. 294.
Stethopoma (n. g. Lithyphanti simile, Steatodae et Crustulinae magis
affine; mas scuto parvo obliquo subter in cephalothorace pone sternum et coxas
posticas inserto notabilis) cimjulatum (Java; Ajer Mancior); T. Thorell, IV,
S. 289.
Argryrodes (miniaceus Dolesch.), Sumatranus (Ajer Mancior; Kaju tanam);
T. Thorell, Stiuli, IV, S. 247.
Chrysso alearia (Tcibodo,s); T. Thorell, Studi, IV, S. 2G2.
Lasaeola 7w/2C«rirt (Singalang) S. 283, picta (ibid.) S. 285; T. Thorell,
Studi, IV.
im Gebiete der Eutomologie während des Jahres 1889. 55
Linyphia purimra-punctatu ! (Wairoiigomai Gorge) S. 134, nitidulum!
(Gipfel vun Te Aroha) S. 156, rufo-Uneata (ibid.) S. 137, nemoralis (ibid.) S. 140;
A. T. Urquliart, Trans. New Zealand Institute, XXI, Beccarn (Siugalang)
S. 250, phylloiihvru (ibid.) S. 254; T. Thorell, Studi, IV. (vgl. oben S. 47).
Phoroncidia hexacantha (Kaju tanani, Sumatra^; T. Thorell, Studi, IV)
S. 240.
T\xQn(\mm. brunnea-füliwm! [Gi-^^oi von Te Aroha) S. 142, niijer-jmnctillum !
(Fuss desselben) S. 143, porpJiyceticum (Wairongomai Gorge) S. 144, yracilipes
(Te Aroha) S. 145; A. T. Urquhart, Trans. New Zealand Institute, XXI,
subvittatum (Jaonsar, Siri, Himal.); E. Simon, Jouru. Asiat. Soc. Beagal, LVIII,
S. 342, trigonicum (Singalang) S. 263, bistricUum (ibid.) S. 267, zonulatum (Ajer
Mancior) S.273 decem-maculatum (Singalang), S. 275, LudekiiKjii {Tcihod-dn) S. 277;
T. Thorell, Studi, IV.
In einer Note on the true systeniatic position of the ray spider,
Proc. Boston Soc. Natur. Hist., XXIV, S. 180—183, theilt H. C. Mc. Cook mit,
dass das Gewebe dieser Art den Beweis liefere, dass sie zu den Orbiteleu ge-
höre. Die radial verlaufenden Fäden sind kleberig; ähnlich wie Hyptiotes ihren
Kreissektor an einer „Handleine" hält, so hält unsere Spinne ihre zu einem
Kreise vereinigten Sektoren an einer zwischen den Vorderfüssen aufgewickelten
Leine fest, die sie fahren lässt und wieder anzieht, wenn sich ein Insekt in
dem Gewebe gefangen hat, bis die Beute ganz umstrickt ist. Die Gattixng Mi-
croepeira, welche Emerton für diese Art, M. radiosa, aufgestellt hat, ist syn-
onym mit Theridiosoma, welche letztere Gattung daher zu den Orbitelen
zu stellen ist; vielleicht ist sogar die nordamerikanische Art synonym mit Th.
gemmosum L. Koch.
Thwaitesia argentata (Singalang); T. Thorell, Studi, IV, S. 256.
Tetragnathidae. Limoxera (n. g. Tetragnathae affine, pedibus aculeis
carentibus vel modo aculeo uno alterove gracillimo munitis, 4. pedibus pedes 2. lon-
gitudine superantibus diversum) lineata (?) S. 224, gracülima (Suugei bulu) S. 227,
marginata (Singalang) S. 230; T. Thorell, Studi, IV.
Mitoscelis (n. g. Tetragn. et Euctae affine, parte thoracica sulco medio
longitudinali (non fovea rutundata vel transversa) praedita, mandibulis bi'evi-
oribus et directis, et maxillis in apice lateris exterioris parum dilatatis prae-
sertim dignoscendum) acideata (Tcibodas); T. Thorell, Studi, IV, S. 233.
Eucta Javana (J.); T. Thorell. Studi, IV, S. 236.
Tetragnatha notophüla! (Lima); G. Boeris, Mem. d. Societ. d. Naturalisti
di Modena (S. III), VIII, S. 7, fronto (Kaju tanam) S. 214, Hasseltii (Java) S. 217 ;
T. Thorell, Studi. IV.
Epeiridae. Thorell glaubt (Studi, IV, S. 44), den Namen Epeiroidae
für diese Familie nicht mehr länger beibehalten zu können aus dem Grunde,
weil Keyserling eine Gattung Epeiro'ides aufgestellt habe; er ersetzt den
Familiennamen nach der n. G. Euetria (s. unten) durch Euetrioi'dae; aus
demselben Grunde können die Familiennamen Thomisoidae, Attoidae. Amauro-
bio'idae, Atypo'idae nicht beibehalten werden.
Callinethis n. g. (Type C. grata Guir.; femora 4. paris ad basim extus
Serie (duplici) pilorum longorum ciliata ; intervallum inter oculos medios posticos
56 Ph. Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
et lat. post. latitudiae postica areae oculorum mediorum dimidio-duplo majus;
tibiae 4 versus apiceni densius et longius pilosae; abdomen non ita longum, anteriora
versus saepe in conum productum); T. Thor eil, Studi, IV, S. 192.
Cnodalia (n. g. Epeirae et Anepsiae valde affine, pedibus anterioribus
articulo unguiculifero proprio distinctissimo munitis, et unguiculo eorum superiore-
interiore oranium longissimo et intus directo discrepans) harpax (Singalang);
T. Thor eil, Studi, IV, S. 116.
Euctria (n. g., cephalothorace huuiili et parte cephalica plerumque parva,
ut et dispositione oculorum transitum ab Epeira ad Argiopera formans; ab hoc
praesertim serie oculorum postica recta vel modo leviter procurva facile distin-
guendum; für Epeira Moluccensis Dol, salebrosa Thor, und) Fm-hesü (Sumatra);
T. Thorell, Studi, IV, S. 111.
Miltonia (n. g. Epeirae et Singae affine, cephalothorace plus dimidio
longiore quam latiore et impressionibus cephalicis modo versus marginem cepha-
loth. expressis praesertim agnoscendum; für Epeira hexastigma, singiformis
van Hass. und) hrevi])es (Suugei bulu) S. 180, trifasciata (Tcibodas; Sarawak)
S. 183; T. Thorell, Studi, IV.
Orsinome n. g. für (Meta) pilatrix Thor., cavernicola Thor.; (Pachygnatha)
Vethii V. Hass.; T. Thorell, Studi, IV, S. 208.
Argiope pumila (Suugei bulu, Sumatra); T. Thorell, Studi, IV, S. 99.
Argyroepeira Hasseltii (Sumatra) S. 194, scalaris (Singalang) S. 200, sticto-
pyga (ibid.) S. 204; T. Thorell, Studi, IV.
Cercidia punctigera (Jaonsar, Deota, Himal.); E. Simon, Journ. Asiat. Soc.
Bengal, LVIII, Part II, S. 341.
Cyclosa spirifera (Jaonsar, Thadyar) S. 337, fissicauda (Dartar) S. 338;
E.Simon, Journ. Asiat. Soc. Bengal, LVIII, Part. II.
Oyrtarachne lepida (Sumatra); T, Thorell, Studi, IV, S. 80.
Epeira dumicola (Gipfel von Te Aroha) S. 146, muUeola (Tairoa; Te Karaka)
S. 147; A. T. Urquhart, Trans. New Zealaud Institute, XXI, Camilla (Jaonsar,
Thadyar, Himal.) S. 338, Hivialayana (Deota), nympha (ibid.) S. 339, mimetalis
(ibid.) S. 340; E.Simon, Journ. Asiat. Soc. Bengal, LVIII, Part. II, goniaea
var. virens (Tcibodas) S. 120, mryuncula n. sp. (Sumatra) S. 121, caestata (Ajer
Mancior) S. 122, diazoma! (Singalang) S. 127, origena (ibid.) S. 130, nephelodes
(Java?) S. 136, prospiciens (Sumatra) S. 138, soronis (ibid.) S. 140, prasia! (Java)
S. 154, herhea (Ajer Mancior) S. 156, pupula (?) S. 159, pietax (Java) S. 164,
Laglaizei var. ecaudata (Ajer Mancior) S. 167, centrodes n. sp. (Bedar Alam)
S. 169, spathura (Ajer Mancior) S. 173, caliyata (Sumatra) S. 176; T. Thorell,
Studi, IV.
E. inconspicua bei Bonn; auch das Männchen ist beschrieben; Bertkau,
Korrspbl. Naturh. Ver. preuss. Rheinl., Westf. etc., 1889, S. 77.
T. Thorell nimmt die von Gaster acantha abgetrennten Gattungen bis
auf Plectana nicht an; Gasteracantha besitzt einen Bauchkegel, der Plectana
fehlt; Studi, IV, S. 44.
Gasteracantha ociUatum! (soll wahrscheinlich ocellata heissen, ein Name,
der freilich schon vergeben ist; Norfolk-Insel); A. T. Urquhart, Trans. New
Zealand Institute, XXI S. 152 PI. VII, unguißra (Jaonsar, Thadyar, Himal.);
E. Simon, Journ. Asiat. Soc. Bengal, LVIII, Part, II, S. 336, fornicata var.
hubula (Sungei bulu) S. 49, montana n. sp. (Singalang) S. 53; Thorell, a.a.O.
im Gebiete rler Entomologie während des Jahres 1889. 57
Glyptogona excelsa (Jaonsar, Dartar, Himal.); E. Simon, Journ. Asiat.
Soc Beng., LVHI, Part. II, S. 337.
Gea subarmata (Sarawak) S. 101, decorata (Ajer Mancior; Sungei bulu)
S. 104, (juttata (Snngei biilu) S. 107; T. Thoreil, Studi, IV.
Hyposinga Groenlandka (Kokortok Fjord ; H. albovittata ähnlich!; E. Simon,
Bull. Soc. Zool. de France, XIV, S. 290.
'L?iYm\?k puhiventris (Imam-baba; Pul-i-chatum, Transkasp.); E. Simon.
Abh. Zool. Bot. Gosellsch. Wien, 1889, S. 381, qiiadrinotata (Jaonsar, Himalaya);
derselbe, Jonrn. Asiat. Soc. Bengal, LVIII, Part. II, S. 341.
Ueber die systematische Stellung der Gattung Micropeira = Theri-
diosoma s. vorhin S. 55.
Poltys elevatus (Sumatra) S. 82, columnaris (ibid.) S, 87; T. Thor eil,
Studi, IV.
Zilla caspica (Imam-baba); E. Simon, Abh. Zool. Bot. Gesellsch. Wien,
1889, S. 382.
Solifugae.
A. Walter führt (7) Transkaspische Geleodiden auf; Zool.
Jahrb., Abh. f. Systemat. u. s. w., IV, S. 1094—1109, Taf. XXIX.
Karschia (n. g. ; Tarsen eingliedrig; Flagellura des Männchens von der
ganzen Länge der Oberkiefer einschl. Zangentheil) cwnifera (gr. Baichan, Trans-
kasp.); A. Walter, a. a. 0., S. 1105, Fig. 5.
Galeodes fumigatus (Aschabad, von araneo'ides wesentlich nur durch die
Färbung unterschieden); A. Walter, a. a. 0., S. 1096, Fig. 1.
Rhax aurea (zwischen Hari-rud und Meshed); R. J. Pocock, Trans. Linn.
Soc. London (2. S.), V, S. 118 PI. 13 Fig. 6, semiflava (Punjab); derselbe, Ann.
a. Mag. Nat. Hist. (6) IV S. 473, plumbescens (Aschabad) S. 1100 Fig. 2, Eij-
landti (ibid.; Artschmann; Dshurdshuchli) S 1101 Fig. 3, melclnopyga (Aschabad)
S. 1103 Fig. 4; letztere Art nimmt zur Vertheidigung die Stellung an, dass sie
Taster und die beiden vordersten Beinpaare und ebenso den Hinterleib senkrecht
in die Höhe richtet; A. Walter, a. a. 0.
Myriapoda.
B. Schaufler's ,, Beiträge zur Kenntniss der Chilo-
poden", Abhandl. Zool. Bot. Gesellsch. Wien, 1889, S. 465— 478,
Taf. IX und 4 Holzschn. enthalten die Ergebnisse von Untersuchungen
der Geschlechtsorgane von Lithobius, Cryptops und Geophilus (Scoto-
philus, Scolioplanes), Bei ersterer Gattung ist der Hoden einfach,
schlauchförmig, lang gestreckt und macht eine Schlinge. Das vas
deferens ist nahe seinem Ende gespalten, beide Schenkel vereinigen
sich dann wieder zu einem kurzen, unpaaren Abschnitte, der auf
dem vorletzten Körpersegmente, vor dem After, ausmündet. Dicht
unterhalb der Spaltung des vas deferens münden rechts und links
tlie dem Hoden an Länge fast gleichkommenden vesiculae seminis
ein. Bei Cryptops sind gewöhnlich 8 kleinere, spindelförmige Hoden
58 Pli- Bertkaii: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
vorhanden, die mit ihren von den zugespitzten Enden ausgehenden
kurzen Ausführungsgängen in das gemeinsame vas deferens ein-
münden; eine Gahekmg des letzteren findet hier nicht Statt. Bis-
Aveilen ist ein 9. Hoden in verkümmertem Zustande vorhanden. Bei
Geophihis sind nur 2 grössere spindelförmige Hoden da, die in ähn-
licher Weise in das mediane vas deferens einmünden; dieses ist hier
wieder ähnlich wie bei Lithobius nahe seinem Ende gegabelt. Das
Ende des vas deferens ist ein muskulöser ductus ejaculatorius, der
als Penis hervorgestülpt werden kann. In den gemeinsamen End-
abschnitt münden 2 Paar von Drüsen ein, von denen das vordere
gewöhnlich mit vereinigten, das hintere bei Lithobius mit ge-
trennten, bei den anderen Gattungen mit vereinigten Ausfülirungs-
gängen ausmünden, erstere in den Anfang des ductns ejac, letztere
in den Penis. Receptacula seminis fehlen bei Cryptops und
Geophilus; die Spermatozoon, bezw. Spermatophoren sammeln sich
in dem unteren Theil des vas deferens an. Bei Lithobius finden sich
neben der Geschlechtsöflhung zwei 1 — 2 gliedrige Zäpfchen, die bei
Cryptops fehlen und bei Geophihis verkümmert sind.
Die Eierstöcke sind in den genannten Gattungen einfach sack-
förmig und entwickeln die Eier an beiden Seiten in 2 Längsleisten,
die an dem vorderen Ende in einander übergehen; dadurch entsteht
der Schein, als ob das Ovarium durch eine Scheidewand in zwei
Fächer getheilt wäre. Der Eileiter ist bei Lithobius ähnlich dem
vas deferens in 2 Schenkel getheilt, die sich hernach wieder vereinigen;
durch den so gebildeten Ring tritt der Enddarm hindurch. In
sämmtlichen Gattungen kommen gestielte geräumige receptacula
sendnis vor, deren Inhalt Spermatophoren sind. An den aus den
Rezeptakeln von Lithobius entnommenen in Salzwasser untersuchten
Spermatophoren beobachtete der Verfasser eine mehrere Minuten an-
dauernde Bewegung.
Auch mit den weiblichen Geschlechtsmündungen treten 2 Paar
von Drüsen in Verbindung, von denen das eine (untere) mit den
rec. sem. in Verbindung tritt, während das obere, bei Cryptops und
Geophilus nur in verkümmertem Zustand vorhandene, wahrscheinlich
dazu bestimmt ist, um die Eier eine schützende Hülle zu bilden.
Fabre's Ansicht, dass eine Begattung nicht Statt finde, dass
vielmehr die Männchen ihre Spermatophoren in den Erdgängen an
Stielchen befestigen, und dass die Weibchen diese Spermatophoren
aufspürten und in ihre Geschlechtswege pressten, weist Schaufler
ab; Schaufler nimmt vielmeln- eine Begattung an, wenn er auch zu-
geben muss, dieselbe noch nicht beobachtet zu haben.
F. G. Heathcote handelt on some points of the anatomy
of Polyxenus lagurus; Quart. Journ. Microsc. Sei., 30, S. 97 — 106,
mit 1 Taf — Jede Röhre der Malpighi'schen Gefasse ist in der
Weise in sich selbst verdoppelt, dass sie einen grossen sphärischen
Knoten bildet, dessen grösster Theil in den halbkreisförmigen C'liitin-
erhebungen zu beiden Seiten des Afters liegt. Der Nervenstrang zeigt
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 59
eine grössei-e Aehnlichkeit mit dem der Juliislarven und Chilopoden
als irgend ein anderer Chilognath.
Wie hierin so tritt auch in anderen Punkten eine Aehnlichkeit
mit den Chilopoden zu Tage. So sind die Spermatozoen lang faden-
förmig und zu Spermatophoren vereinigt; der Bau der Segmente
und die weit getrennten Beine gehören ebenfalls hierher. Die be-
sondere Gestalt des 2. Paares der Muu danhänge, der IMangel der
Stinkdrüsen, deren Zweck als Vertheidigungsmittel vielleicht durch
die Schuppenhaare erfüllt wird, sind Eigenthümlichl^eiten der Gattung,
die in ihrem Bau einige Züge des gemeinsamen Voi'faliren der Chilo-
poden und Chilognathen bewahrt hat.
J. Chalande macht einige Angaben über die an den Spinn-
griffeln am Körperende von Scolopendrella Immaculata aus-
mündenden Spinndrüsen und die Beschaffenheit des Spinnstoffes.
Derselbe mischt sich nicht mit Wasser und Glyzerin, erhärtet sehr
rasch in der Luft und unterscheidet sich dadurch von dem Spinn-
faden der Spinnen, dass er nicht elastisch, sondern bi-üchig ist. Compt.
Rend. Acad. Sei. Paris, CVIII, S. 106—108.
V. Willem liefert eine note sur Pexistence d'un gesier
et sur sa structure dans la famille des Scolopendrides;
Bull. Acad. R. Sei. Belg., (8), IS, 8. 532—547, mit 1 Taf In Scolo-
pendra, Scolopocryptops, Cryptops , wahrscheinlich auch in anderen
Gattungen ist ein dem Kropf der Insekten gleich gebauter Kropf
vorhanden, der bei Scolopocryptops und Cryptops eine eiförmige
Anschwellung des Vorderdarms ist. Bei Scolopendra hat er einen
dicken Muskelbelag, der in Längsleisten ins Innere vorspringt. Die
chitinogene Matrix und die Chitinkutikula bildet auf diesen Falten
einen Kranz von nach vorn gerichteten Hervorragungen; die Gestalt
derselben ist bei den verschiedenen Arten verschieden. Am kompli-
zirtesten ist der Bau dieses Organs bei Cryptops und lässt sich am
besten mit Corethra plumicornis vergleichen.
C. 0. V. Porat schreibt über einige exotische [n] Juliden
des Brüsseler Museums; Ann. Soc. Ent. Belg., 1888, 205 — 256.
Ch. H. Bollman gibt Notes on a coUection of Myria-
poda from Cuba; Proc. U. S. Nation. Mus,, XI, S. 335—338.
Derselbe desgl. Notes on a collection ofMyriapoda from
Mossy creek, Tenn., with a description of a ncAv species ; ebenda,
S. 339- 342.
Derselbe desgl. Notes upon some Myriapods belonging
to tlie U. S. National Museum; ebenda, S. 343 — 350.
Derselbe stellt einen Catalogue of the (64) Myriapods
of Indiana zusammen; ebenda, S. 403 — 410.
In einer Contribution a l'etude de la faune des Myriapodes
des Af'ores führt R. Latzel die von Th. Barrois auf den Azoren,
speziell auf S. Miguel, gesammelten Arten auf, deren Zahl sich auf
17 beläuft, von denen 9 für die Inseln neu sind. Die Arten sind:
60 Pli' Bertkau: Bericht über die wissen ?.cbaftlichen Leistungen
Scutigera coleoptrata; Litliobius longipes, erythrocephalus; Henicops
fulvicornis ; Geophilus birsutus, ferruginens; Schendyla nemorensis;
Scolopendrella Immaculata; Brachydesmus superus, proximiis; Poly-
desmus coriaceus, gallicus; Blanjulus venustiis; Julus luscus, pusilliis,
propinquus, Moreleti; Revue biologique du Nord de la France, 1,
S. 401—405.
H. W. ßrolemann: Contributions a la faune myria-
podologique mediterranee: Trois especes nouvelles. Lyon,
1889; 8"., 18 Ss., 1 Taf. (Habe ich nicht einsehen können.)
E. Daday zählt auf die Erdely faunajänak Szäzlabiii
(Myriapoda faunae Transsylvanicae) ; Termesz. Füzet., XII, S. 85
bis' 107.
Derselbe zählt auf Myriopoda extranea musaei nationalis
Hungarici; ebenda, S. 115 — 156, Taf. IV, V.
Ed. Everts stellt eine Naamlijst van in Nederland voor-
komende Myriapoden zusammen, die 45 Namen aufweist gegen 21,
die 1855 — 1858 durch Maitland aus den Niederlanden aufgeführt
wurden; Tijdschr. v. Entomol. , 3"2. Versl. S. XLI — XLV. — Obigen
45 Arten werden noch 5 weitere hinzugefügt; ebenda S. CXIX.
C. 0. von Porat liefert in einem Nya bidrag tili Skandi-
naviska halföns Myriopodologi eine Aufzcählung und Be-
schreibung der in Schweden und Norw^egen bisher bekannt ge-
wordenen Myriapoden, die 49 Arten enthält, von denen 9 zum ersten
Mal aus Skandinavien, und 3 nebst 1 Varietät überhaupt zum ersten
Mal bekannt gemacht werden ; dazu kommen noch 2 Arten, Litliobius
mutabilis L. Koch und Craspedosoma marmoratum C. L. Koch.
2 von diesen Arten, Paradesmus gracilis Koch und Scytonotus digi-
tatus fanden sich nur in Gewächshäusern ; die übrigen sind einheimisch.
Entom. Tidskr., 1889, S. 33—48, 75—80, 113—143.
R. J. Pocock erstattet einen Report on the Myriapoda of the
Mergui-Archipelago . . .; Journ. Linn. Soc. London, (ZooL), XXI,
S. 287 — 303, PI. 24, 25. Die Myriapodenfauna dieser Inselgruppe,
von der bisher noch nichts bekannt war, weist, wie sich erwarten
lässt, manche mit Malacca gemeinsame Form auf; 1 Himantarium,
1 Glomeris, 2 Paradesmus, 2 Spirostreptus , 1 Spirobolus sind als
neu beschrieben und neben anderen Diplopoden abgebildet.
Peripatina.
A. Nicolas macht Bemerkungen sur le rapport des niuscles et des
elements epitheliaux dans le pharynx du Peripate; Revue biologique
du Nord de la France 2, S. 81—98, PI. 1. — Am Schlund des P. capen.sis finden
sich Ring-, Längs- und radiäre ]\[uskeln. Die letzteren stehen auf der Längs-
achse des Schlundes senkrecht; aber auch die beiden anderen scheinen an ihrem
Ende umzubiegen und unter einem mehr oder weniger spitzen Winkel sich an
die Epithelschicht anzusetzen. Hierbei löst sich die Muskelfaser in ein Bündel
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 61
divergirender Fasern auf, die sich weiter und weiter verästeln und mit ihren
Enden zwischen die Epithelzellen eindringen, so dass letztere von einem
Becher von Muskelfäserchen umfasst werden.
lieber die Bewegungen des P. capensis s. E. Haase, Sitzgsb.
Gesellsch. naturf. Freunde, Berlin, 1889, S. 148—150.
L. Sheldon: The maturation of the ovum in the Cape and New-
Zealand species of Peripatus; Quart. Journ. Microsc. Sei., 30, S. 1— 29,
PI. I— III.
V. Kennel vertheidigt seine Angaben über die frühesten Ent-
wickelungsstadien der südamerikanischen Peripatusarten gegen-
über W. S. Sclater; Sitzgsb. Naturf. Gesellsch. Dorpat, VIII, S. 428-439.
P. Leuckartii (?) auch in Cassilis (N. S. Wales); A. S. Olliff, Proc.
Linn. Soc. N. S. Wales (2), II, S. 981; s. zu dieser Art auch ebenda, III, S. 892
bis 894.
Chiloguatlia.
Polyzoniadae. Platydesmus typhlus (Korfu; Patras; Morea) S. 117
Tab. IV Fig. 3, 6—11, mediterraneus (Korfu) S. 118, Fig. 1, 2, 4, 5; E. Daday,
a. a. 0.
Julidae. KWo^oxwn longicornis (Therezopolis) ; C. O. v. Porat, Ann. Soc.
Ent. Belg., 1888, S. 256, transvalicus! (Tr.); E. Daday, a. a. 0., S. 123, Taf. IV,
Fig. 19—22.
Cambala annnlata var. ininor (Indiana); Ch. H. Bollman, Proc. U. S. Nat.
Mus., XI, S. 404.
Nach Porat a. a. 0. S. 125 ist Julus fallax Mein.= longabo Koch, Latz.,
und nicht = ferrugineus Koch, Porat; letzterer zerfällt in die beiden Arten
J. laeticollis S. 127 und minutus S.130. — Der J, fallax Latz., Haase ist nicht
die M ein ert' sehe Art.
J. virgatus (?) eine Hausplage in Dakota; Insect life, I, S. 315f.
Julus transsißmnicus (Retyezät, Coniit. Hunj^ad); E. Daday, Termesz.
Füzet., XII, S. 90, Hermani (Korfu) Taf. IV Fig. 12, 13, fuscofasciatus (Patras),
Fig. 16, 17 S. 121, fuscifrons (Patras) Fig. 14, 15, amtesquamatus (Sorrento)
S. 122; derselbe, ebenda; lineatus (Peusacola, Florida); J. McNeill, Proc. U.
S. Nation. Mus. X, S. 324.
Nannolene cubensis (C); Ch. H. Bollman, Proc. U. S. Nation. Mus., XI,
S. 335.
Parajulus ectenes (Chapelhill, N. C.) S. 617, sonatus (Chehalis, Wash. terr.)
S. 618; Ch. H. Bollman, Proc. U. S. Nation. Mus., X.
Spirobolus Anclersoni (Elphinstone Isl.); R. J. Pocock, Journ. Linn. Soc.
London (Zool.), XXI, S. 299 PI. 25 Fig. 5, inscidptus (Ecuador) S. 235, omentatus
(ibid.) S. 236, Ärgentineus (Buenos -Aires) S. 238, adstrictus (Ecuador) S. 241,
politus (Antigua) S. 243, eximim (Guatemala) S. 248, reptans (Guanajuato) S. 250,
ms'MZ«»i/.s(Neu-Caledouieu) S. 25, albicollis (ibid.) S. 2b2,pulcher (ihk\.\ punctifrons
(ibid.) S. 254; C. 0. v. Porat, Ann. Soc. Ent. Belg., 1888, ferrugineus (Panama),
Hegedüsü (ibid.); E. Daday, a. a. O.. S. 138.
• Spirostreptus (Nodopyge) aterrimus (Mergui) S. 295 Fig. 1, regis (King Isl.)
S. 297 Fig. 3; R.J. Pocock, Journ. Linn. Soc. London, (Zool.), XXI PI. 25,
to^-quatns (Batavia) S. 211, armatus (Java) S. 212, fuscipes (Bahia) S. 214, aequa-
torialis (Ecuador) S. 215, Volxenü (Therezopolis, Brasil.) S. 216, occoecatiis (Bra-
62 Ph- Bertkau: Bericht, über die wissenschaftlichen Leistungen
silien) S. 217, tristis (ibid.) S. 218, corticosus (Aniboina; Sumatra) S. 219, torifer
(Therezopolis) S. 221, imtruelis (ibid.) S. 222, corrucjatus (Guatemala) S. 225,
fartus (Brasil.) S. 227, über (Liberia) S. 230, vulgatus (Therezopolis) S. 231;
C. 0. V. Porat, Ann. Soc. Ent. Belg., 1888, (Nodopyge) exocoeti (Christmas Isl.);
R. J. Pocock Proc. Zool. Soc. London. 1888, S. 560, pusilUs (Transvaal) S. 124
Taf. V Fig. 1 — 5, trilineatus (Matang, Borneo) S. 125, maculatus (Sumatra),
unicolor (ibid.), yracüis (ibid.) S. 126, trisulcatus (Panama), politus (Lidieu) S. 127,
flavomarginatus (Matang) S. 128; E. Daday, a. a. O.
Lysiopetalidae. Lysiopetalum trifasciatum (Korfu), unicolor (ibid.) S. 131,
unilineatnm (ibid.) S. 132, Taf. IV Fig. 9, longicorne (Patras) S. 133, Fig. 6;
E. Daday, a. a. 0.
Chordeumidae. Craspedosoma atroUneatum (Glacier, British Columb.);
Oh. H. Bollman, Proc. U. S! Nation. Mus., X, S. 618.
Scotherpes Wyandotte {h\A\?L\\?i); Ch. H. Bollman, Proc. U. S. Nation. Mus.
XL S. 405.
Paradoxosomatidae nov. Fam. Diese Familie gründet E. Daday a. a. 0.
S.133 auf die beiden Gattungen Parac^o a;o so ma S. 135 (Corpore .subtereti, parum
juliformi; luunero segraeutorum 19; scutis dorsalibus in medio sulco sat profunde
exaratis,tuberculis parvis setigerisl2inseriebus 3positis carinatis,carinis linearibus
evanescentibus ; pedum paribus in femina 29, in niare 28; articulo tertio ped. 3.
valde inflato pulvilloque piligero praedito) für V.granulatum (Korfu; Patras)
S. 135 Taf. V Fig. 19, 20, 22, 23, und
Trachijdesmus S. 134 (Corpore subtereti, juliformi, uumero segment. 20,
scutis dorsalibus granulatis, ecarinatis; sutura inter pleuras lamina.sque pedigeras
segmentorum omnium carinata; pedum paribus in femina 31, in mare 30, pedibus
sat longis; articulo 3. ped. 3. in mare inermi), für Tr. Simonü (Korfu) S. 134,
Fig. 7, 8, 10—18.
Polydesmidae. Brachydesmus hungaricus (Peer, Comit. Szilägy);
E. Daday, Termesz, Fiizet., XIL S. 96, proximus(ß. Miguel, Azoren); R. Latzel,
Revue biologique du Nord de la France, 1, S. 405 mit Holzscbn.
Cylindiodesmus /lirsutiis (Christmas Isl.); R.J. Pocock, Proc. Zool. Soc.
London. 1888, S. 558, Fig. 2.
Euiyurus erythropygus var. australis {I\kUaii Springs, Ga.); Ch. H. Bollman,
Proc. U. S. Nation. Mus., XI, S. 345, flavocarinatus {Mexiko); E. Daday, a.a.O.,
S. 137."
Fontaria euides (Mossy creek, Tenn.) S. 621, ruhromarginata (Balsam,
Jackson County, N. C), montana (Wolf creek, Tenn.) S. 622; Ch. H. Bollman,
Proc. U. S. Nation. Mus., IL, pukhella (Strawberry plains, Jefferson County, Tenu.)
S. 316, teneaseensis (Mossy creek) S. 340, georgiana (Lookout Mt.), Talliilah (T.,
Georgia) S. 344, Eügi (Mossy creek) S. 345, Indianae (Hagerstowu ; Brookvillo)
S. 406, Butleriana (LaFayette; Brookville) S. 407; derselbe ebenda XL
Paradesmus Karschi (King u. Snllivan Isl.) Fig. 5, erueifer (King Isl.)
Fig. 6; R. J. Pocock, Journ. Linn. Soc. London (Zool.), XXI S. 293 PI. 24.
dasys (Baltimore, Md.); Ch. H. Bollmann, Proc. U. S. Nation. Mus. X, S. 619,
flavocarinatus (Bangkok); E. Daday, a. a. 0., S 136.
Polydesmus albidm (Zilah, Comit. Szilägy) S. 93, montanus (Vlegyäsza,
Com. Kolos), transsylvanicus (Deva, Com. Hunyad) S. 95, E. Daday, Termesz.
Füzet., XII, bimaculatus (Pensacola, Plorid.) PI. XI, Fig. 3—5, varius (ibid.)
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 63
Fig. 1, 2; I. Mc. Neil), Proc. U. S. Nat. Mus. X. testi! (Indianopolis) S. G19,
Branneri (Mossy creek, Tenii.) S. 620; Ch. H. Bollmau, ebenda, yraecus (Morea);
S. 139, Taf. V Fig. 24, mediUrraneus (Serbien; Korfu: Patras) S. 140 Fig. 25—27;
E. Daday, a. a. 0.
Rhacophorus mcujnus (Kuba); Ch. H. ßollman, Proc. U. S. Nation. Mus.,
XI, S. 336.
Scytonotus digitatus (in einem Gewächsbaus in Göteborg); Porat, a, a.
0., S. 74.
Stenouia maculata (Kuba); Ch. H. Bollmau, Proc. U. S. Nation. Mus.,
XI, S, 336.
Glomeridae. Glomeris carnifex (Tenasserim) und var. pallida (Elphinstone
Isl.); ß. J. Pocock, Jouru. Linn. Soc. London, (Zool.), XXI, S. 290 PI. 24 Fig. 7,
concolor (Bonieo); derselbe, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6) IV. S. 474.
Sphaeropoeus Tatusiaeformis (Sumatra); E. Daday, a. a. 0., S. 141.
Cliilopoda.
Geophilidae. Ueber das Vorkonnnen und die Verbreitung des marineu
Geophilus submarin us Gruhe an der Süd - Küste EugJands s. Nature, 41,
S. 104, 153, 176.
G. Oiveni (New Harmony, Posey County, Ind.) S. 623, califonüensis (Ukiah)
S.624; Ch. H. Bolhnan, Proc. ü. S. Nation. Mus., X, vircjiniensis (Natural Bridge)
S. 346, Smithi (Washingtou, D. C.) P. 347; derselbe ebenda XI, aragonicus
(A.) Taf. V, Fig. 28—30, 34, mujukulatus (verdruckt unguiculatis ; Patras)
Fig. 32, 33; E. Daday, a. a 0., S. 145.
Himantarium Meinerti (Sullivan Isl.); R. J. Pocock, Journ. Linn. Soc.
London, (Zool.), XXI, S. 289, PI. 24 Fig. 1.
Scheudyla (^) perforatus! (Pensacola, Florida); J. Mc Neill, Proc. U.S.
Nation. Mus., X. S. 325, PI. XI Fig. 6, 7.
Lithobiadae. Lithobius glabratus var hebescens (Dahlby bei Lund);
Porat, a. a. O., S. 38, (Archilithobius) Minnesctae (Fort Snelliiig) S. 255, tuher
(Bloomington, Ind. ; Rock Isl., 111.) S. 256, proridens, pidlus (Bloomington) S. 257,
trüolus (ibid.), cardinalis (ibid.) S. 258, (Lithobius) Soivei (Fort Suelling) S. 259,
politus Mc Neill i. 1. (Dublin und Bloomington; Ludiugton, Mich.) S. 261, (Neo-
lithobius) Juventus (Bloomington) S. 263; Ch. H. Bollmau, Proc. U. S. National
Mus., X, (Lith.) Eigenmanni (Glacier, British Col.), AtMnsoni (Balsam, Jackson
County, N. C.) S. 625, (Neol.) tyrranicus (auch tyranicus; später tyranuus ge-
nannt, XI, S. 409; Indiana) S. 626; derselbe ebenda, clarus (Pensacola, Fla.)
S. 326, aureus (ibid.) S. 327; J. Mc Neill ebenda, elattus! (Washington D, C;
Marksville, Va.) S. 348, xenopus (Macon, Ga.) S. 349, Underivoodi (ibid.), rex
(Tallulah, Ga.) S. 350; Ch. H. Bollman, ebenda XI, carinipes (Kalifornien)
Taf. V Fig. 31, californicus (ibid.); E. Daday, a. a. 0. S. 153.
Scolopendridae. Cryptops inermipes (Christmas Isl.); R.J. Pocock, Proc.
Zool Soc. London, 1888, S. 556, Fig. 1 .
Scolopendra truncaticeps (Afghanistan); R. J. Pocock, Trans. Linn. Soc.
London (2. S ), V, S. 119 PI. 13 Fig. 7.
64 Ph. Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Insecta.
Thysanura und Collembola.
!No. I der Notes sur les Thysanoures von R. Mouiez enthält eine Auf-
zählung der Especes qui vivent aux Azores; Revue Biologique du Nord
de la Fi-ance 2, S. 24 — 31. (Machilis sp. ; Sminthurus fuscus ; Macrotoma tridentifera;
Templetonia major; Lepidocyrtus lanuginosus?; Isotoma Tullbergi; Entomohrya
niultifasciata; Xenylla humicola; Anurophorus sp.; Lipura agilis, bipunctata).
B. Grassi u. G. Rovelli stellen eine Tavola analytica dei Tisanuri
Italiani . . . auf; Bull. Soc. Entom. Ital,, 1889, S. 3—8.
Dieselben: II sistema dei Tisanuri fondato sopratutto sullo
studio dei Tisanuri italiani; zugleich Mem. VI von ,,I progenitori dei
Miriapodi e degii insetti^'; II Naturalista Siciliano, IX, S. 25— 41, 59—68.
Actaletes (n g. Degeeriin. ; antennis 4-articul., art. ultimo non annulato;
ocellis utrinque septenis) Neptuni {ivz. Küste, an den Felsen unter der Lamina-
rienzone); A. Giard, Le Naturaliste, 1889, S. 123 mit i\.bbild.
Degeeria eavernarum (New Wyandotte cave; Bradford c. ; Carter c, Dia-
mond c, nach den Höhlen etwas verschieden); A. S. Packard, Cave fauna,
S. 66, PI. XVI, Fig. 2 — 2g.
Isotoma Tullbergi (Azoren); R. Moniez, a. a. 0., S. 28.
Lepidocyrtus atropurpwreus (Diamond cave); A. S. Packard, Cave fauna,
S 66, PI. XVI, Fig. 3.
Lepisma Lubboclci (Catania, unter Steinen bei Atta testaceo - pilosa) S. 63,
latothwaeiea (Rovellasca) S. 65, Zwcasi (Rom. Kampagna; Katania, unter Rinde),
angustothoracica (Katania, unter Steinen, oft mit Atta subterranea) S. 67;
B. Grass i e G. Rovelli, II Naturalista Siciliano, IX.
Lipura (?) ?itci/'«f/(/s (Wyandotte cave; nicht beschrieben); A. S. Packard,
Cave fauna, S. 65, PI. XVI, Fig. 1, agüLs S. 30, hipunctuta S. 31 (Azoren);
R. Moniez, a. a. 0.
Smynthurus ferrugineus (New Market u. Weyer's cave); A. S. Packard,
Cave faune, S. 67, PI. XVI, Fig. 4.
Templetonia majw (Azoren); R. Moniez, a. a. 0., S. 26.
Thermophila furnoruin It(jv. in den Niederlanden; J. T. Oudemans,
Tijdschr. v. Entomol., 32., Versl., S. CXVII, und S. 425 — 432 PI. 12; — Zool.
Anz., 1889, S. 353— 355. Oudemans beobachtete, dass die ziemlich allgemein
für rudimentäre Beine angesehenen Veutralanhänge sich erst ziemlich spät, und
zwar in der Richtung von hinten nach vorn (zuerst am 9., dann 8., zuletzt
7. Segment) entwickeln, was gegen die bisherige Deutung spricht; vgl. oben
S. 17, Haase.
Rhyucliota.
Ueber einige myrineko[)hile Heteropteren macht E. Was-
mann in der Deutsch. Entom. ZeitscLr. , 1S.S9, S. 191 f. eine Mit-
theiking. Eremocoris erraticus macht ihre Entwickehmg in den
Nestern von E. riifa durch; in einigen Haufen sind die jungen Larven
zu mehreren Hunderten anzutreffen. Die Eier werden wahrscheinlich
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 65
im Juni (oder Juli) abgelegt; anfangs sind die Larven roth, werden
nach einer Häutung im September dunkler braun und sind nach
der Ueberwinterung bald ausgewachsen; die Imago findet sich auch
ausserhalb der Ameisennester. Piezostethus formicetorum istauch
als Imago myrmekophil (ebenfalls bei F. rufa). — Orthostira parvula,
bereits als Gast bei anderen Arten bekannt, wurde auch bei F. rufa
gefunden. — Vielleicht sind Scolopostethus affinis, die sich bei Lasius
fuliginosus, und Macrodema micropterum, die sich wiederholt bei
F. sanguinea und Leptothorax aeervorum fanden, als regelmässige
Ameisengäste anzusehen, obwohl sie nicht ausschliesslich auf Ameisen
angewiesen sind.
H. Teten s beobachtete eine Coniopteryx-larve als inneren
Parasiten von Kleinzirpen; ausser diesem Neuropteron sind noch
Hymenopteren (Gonatopus) und Pipunculiden (Gattungen Pipunculus
und Chalarus) als Schmarotzer der Kleinzirpen bekannt geworden.
Entern. Nachr., 1889, S. 1—3.
lieber drüsenartige Bildungen im ersten Abdominal-
segment der Hemipterenembryonen von Wm. M. Wheeler
s. oben S. 21.
G. Horvath theilt Notes synonymiques et geographiques
sur les Hemipteres palearctiques mit; Revue d'entomologie,
1889, S. 325—331.
Excursions hemipterologiques a Teneriffe et ä Madeire
par M. Noualhier avec l'enumeration des especes recoltees (61, 16)
et la description des especes nouvelles (14) par A. Puton; Revue
d'entomologie, 1889, S. 293—307.
L. Lethierry theilt eine Liste des Hemipteres (d'Algerie)
mit; ebenda, S. 310 — 318.
Elenco dei Rincoti Sardi . . .; P. M. Ferrari, Ann. Mus.
Civ. Genova, (2. S.), VI, S. 545—570.
J. Paczoski's Materiaux p. s. a l'etude de la faune des
Hemiptera-Heteroptera de la Russie du sud-ouest zählen in
russischer Sprache Heteropteren von Kiew, Wilna, Podolien, Volhynien
u. s. w. auf; Mem. Soc. Natur. Kiew, X, S. 411 — 420.
W. E. Jakowleff beschreibt novija Polyschestkrokilija
okrestnostei Irkutska (Hem. het. Irkut. nova); Hör. Soc. Entom.
Ross., XXIII, S. 50—71.
Derselbe bringt Material! dlia fauni polyschestkrokilich
Sibiri; ebenda, S. 72—82.
Als Beitrag zur Hemipteren-Fauna Russlands und der
angrenzenden Länder beschreibt derselbe 29 neue Arten;
ebenda, XXIV, S. 311—348.
In einem Beitrag zur Hemipteren-Fauna von Turk-
menien in Wien. Entom. Zeitg., 1889, S. 169—174 zählt G. Horvath
die 1886 und 1887 von Leder, Walter und Radde gesammelten
Arten auf
Archiv f. Natuigesch. Jalirg. 1890. Bd. 11. H. 2. E
QQ Ph. Bertkan: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Analecta ad cognitionem Heteropterorum Himalay-
ensium conscripsit G. Horvc4th; Termesz. Füzet. XII, S. 29—40
(50 Arten aus dem Himalaja und von Kaschmir).
E. T. Atkinson liefert Notes on Indian Rhynchota: Hete-
roptera; Journ. Asiat. Soc. of Bengal, (N. S.), 57, S.l— 72, 118—184;
58, S. 20 — 109. Dieselben enthalten eine Aufzählung und Be-
schreibung der aus Indien bekannten Arten.
Derselbe beschreibt New or little-known Indian Rhyn-
chota; ebenda, 57, S. 333—345, PL XV.
W. L. Distant liefert descriptions of new species of Rhynchota
coli, on or near the Kina Balu Mt., North Borneo; Ann. a. Mag.
Nat. Hist. (6), III, S. 419—422.
Lethierry stellt eine Liste des Hemipteres recueillis ä
Sumatra et dans Tile Nias auf (115 A.); Ann. Mus. Civ. Genova,
(2. S.) VI, S. 460—470.
W. L. Distant gibt eine enumeration of the Rhynchota. . .
collect ... in New Guinea; Trans. Entom. Soc. London, 1888,
S. 475— 489, PL XIIL
T. Blackburn macht Notes on the Hemiptera of the
Hawaiian Islands; Proc. Linn. Soc. N. S. Wales (2), III, S. 343
bis 354.
Parasitica.
Laemobothrium setigerum (auf Ibis Cayennensis) ; E. Piaget, Notes Leyden
Mus., XI, S. 35, PI. 2 Fig. 2.
Pliytoplitliires.
Coccidae. A.C. F. Morgan setzt seine Observations on Coccidae
fort; Entom. Monthl. Magaz. , XXV, S. 189— 19G, PI. III, 275—277, PI. IV,
349—353, PI. V.
.1. W. Douglas: Notes on sonie British and exotic Coccidae
No. 13, 14; ebenda S. 232—235, 314—317.
W. H. Maskell: On the distinction betvveen Lecanidinae, Hemi-Coccidinae
and Coccidinae; ebenda, S. 405—409.
Pseudopulvinaria (n. g. Kermes affine; sed fcmina adulta nuda) Sil'ki-
mensis (Mungphu, auf Quercus iucana; Castanea indica und tribulo'ides);
E. T. Atkinson, Joimi. Asiat. Soc. Bengal (N. S.), 58, S. 1-3, PI. I.
Aspidiotus articulatus Fig. 3, 5 (auf Dictyo.^permura albuni aus Demerara),
lonyispma Fig. 1 (auf Cupania sapida ebendaher) , Dictyospefi-mi Fig. 4 (auf D.
albuni) S. 352, Äcaciae Fig. 4, 6 (auf A. pycnacantha von Tasniani) S. 358;
A. C. F. Morgan, a. a. 0 , PI. V.
H. Osborn trug auf dem 37. nieet. der Anier. Assoc.f. advanc. Sei., Proceed.,
S. 289, seine Beobachtungen über die Verwandlung von Aleurodes vor, denen
zufolge die Pleuren des präpupalen Stadiums am Piothorax und Hinterleib die
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 67
Wände des Körpers bilden, sich dagegen am Meso- und Metatliorax in die
Flügel umbilden.
Ueber Feinde des Coccus Cacti s. Insect life, I, S. 258 f. (Dacruma cocci-
divora; Leucopis bellula; Drosophila quinaria ?).
Dactylopius Theobromae (auf Th. cacao); J. W. Douglas, Entom. Montlil.
Magaz., XXV, S. 317 mit Abbild.
Zur Bekämpfung der gefährlichen Icerya Purchasi wurde aus Südafrika
ein Ooccinellide nach Neu-Seeland eingeführt; Insect life, I, S. 259 f.
L. 0. Howard macht three new parasites of Icerya bekannt; die-
selben gehören den Chalcidiern an; ebenda, S. 268 — 270.
Ueber diese Art und Ortonia Natalensis s. J. W. Douglas, Entom. Mouthl.
Magaz., XXV, S. 232-235 Fig. 1,2.
Lecanium viride (Ceylon, auf Cinchoua, Gardenia, namentlich Coffea)
S. 248, Magniferae (ibid., auf M. indica) S. 249; E.E.Green, Entom. Monthl.
Magaz., XXV.
Ortheziainsignis I)ougl. noch an anderen Orten Englands auf Eranthemum
nervosum und Celeus gefunden; J. W. Douglas, Entom. Monthl. Magaz., XXV,
S. 270.
Aphididae. W.H. Ashmead stellt a generic Synopsis of the Aphi-
didae auf; Entomol. Americana, V, 185—189.
P. Oameron meldet das Auftreten in grossen Schwärmeu von Aphis
Dianthi Sehr, im September 1888; Mem. a. Proc. Manchester lit. a. phil, soc,
4 Ser., Vol. II, S. 9.
L. Glaser theilt seine Beobachtungen au der Ahornblattlaus,
Aphis Aceris L., mit; Entom. Nachr., 1889, S. 40— 46.
CM. Weed bringt eine 2 d. contribution to a knowledge of the autumn
life-history of certain little known Aphididae; Psyche, V, S. 208— 210.
A. Forbesi, the strawberry root louse (Ohio); C. M. Weed, Psyche, V,
S. 273 f. mit 2 Holzschn.
Pemphigus coccus (Afghanistan, in Gallen von Pistacia vera; nur die breite
Larvenform des parthenogenetisclien Weibchens ist bekannt); G. B. Bucktou,
Trans. Linn. Soc. London (2. S.), V, S. 141 f. mit Holszschn.
H.F.Kessler weist die Ungefährlichkeit und kostenlose Ver-
tilgung der Blutlaus, Schizoneura lanigera, nach; XXXIV u. XXXV.
Bericht d. Ver. f. Naturk. Kassel, S. 64— 66. Ungefährlich ist nach Kessler
die Blutlaus deshalb, weil sie sich nicht selbständig weiter verbreitet, sondern
nur durch bereits infizirte Pflanzen eingeführt wird ; die kostenlose (?) Vertilgimg
besteht in einem Ausbürsten der Wundstellen mittels einer Bürste und reinen
Wassers.
H. Osborn überzeugte sich von der identy of Seh. panicola Thos. a,nä.
S. Corni F.; geflügelte Exemplare der ersteren wandern im Herbst auf die
Blätter von Cornus und gründen hier Kolonieen der letzteren. Ebenso sind Seh.
fungicola Walsh. und venusta Pass. damit identisch. Insect life, II, S. 108 f.;
vergl. dies. Ber. f. 1882 S. 105.
L. Dreyfus berichtete auf der Naturforscherversammlung, 19. Sept. 1888
in Köln, über neue Beobachtungen bei den Gattungen Cherraes L.
und Phylloxera Boyer de Fonsc; Tagebl. der 61. Versamml., S. 55 — 65.
Gleich Blochmann fand auch Dreyfus Geschlechtsthiere; die von Blochmann
E*
G8 Pli- Bertkau: Bericht über die wissenschaftlicben Leistungen
beschriebenen Geschlechtstbiere gehören aber nach Drej'fus als Cb. obtectus in
den Entwickelungskreis des Ob. Abietis und nicht des Gh. strobilobius, wie Bloch-
mann behauptet hatte. Ferner häuten sich diese Greschlechtsthiere nicht ein,
sondern drei Mal und erhalten erst mit der dritten Häutung viergliedrige
Fühler. Wichtiger als diese Berichtigungen sind die weiteren Beobachtungen
des Verfassers, denen zufolge der Entwickelungsgang der Chermes-Arten nicht
in der von Blochmann angenommenen einfachen Weise (einjähriger Kreis mit
3 Generationen] verläuft. Bei Ch. strobilobius und Abietis wird nur die geringere
Zahl der den geflügelten Individuen entstammenden zu Geschlecbtsthieren ; die
Mehrzahl begibt* sich an die Nadel oder Knospe und wird zu einem dem Früh-
jahrsthier ganz gleichen Insekt. Von Ch. sti'obilobius fand der Verfasser krepp-
rothe Geschlechtsthiere und macht auf die Wichtigkeit des Grössenunterschiedes
der Geflügelten dieser Art aufmerksam ; die kleineren legen eine geringe Anzahl
(10 — 12) Eier und bringen vielleicht allein die Geschlechtsthiere hervor.
Von den beiden auf der Lärche vorkommenden Arten, Ch. Laricis und
hamadryas, beobachtete der Verfasser 2 geflügelte Generationen, die eine im
Mai, die andere im August. Die erste verschwindet von der Lärche, und erst
im August zeigt sich die zweite geflügelte Generation wieder auf derselben,
gleichzeitig mit der Geflügelten auf der Fichte. Dabei hebt Dreyfus besonders
hervor, dass sowohl diese Geflügelten (auf Larix und Abies), als auch ihre Eier
und die daraus sich entwickelnden Thiere , letztere freilich nicht vollkommen,
sich so sehr gleichen, dass ein Unterschied nicht angegeben werden kann. —
Ch. hamadryas, Laricis und erste Generation von Abietis haben Parallelreihen,
die sich durch ihre Farbe unterscheiden; hamadryas rothbraun und dunkelgrün;
Laricis schwefelgelb und zart hellgrün; Abietis dunkelgrün und gelblich. — Die
mitgetheilten Beobachtungen sind es nun hauptsächlich, die Dreyfus zu der
Frage veranlassen, ob sich nicht die Reihen theilen, und ob in jedem Jahre
und in jeder Reihe Geschlechtsthiere entstehen, und ob nicht ein Zusammen-
hang zwischen Ch. Abietis, Laricis und obtectus; strobilobius und hamadryas be-
stehe. Für die Verschiedenheit der Gallen von strobilobius, welche den Trieb
nicht weiter wachsen lassen, und von Abietis, die durchwachsene Gallen hat,
welche zugleich gewöhnlich nicht ganz rundum gehen, liegt die Erklärung wohl
in dem LTmstand, dass erstere Art auf der Knospe selbt, letztere am Knospeu-
halse saugt; hier sind gewöhnlich mehrere Insekten beisammen, und wenn nur
ein Insekt saugt, so ist auch die Galle eine sehr partielle.
Von Phylloxera coccinea fand Dreyfus zwei geflügelte Generationen,
die eine Ende Juni, die andere im August; die der letzteren entstammende
Geschlechtsgeneration hat dimorphe Weibchen, gelbe und röthliche. Auch zeigten
sich schon am 2. Juli un geflügelte Sexuparen mit (aus 18 Fazetten) zu-
sammengesetzten Augen neben den Ozellen. — Bei Ph. punctata kommen (neben
den von Lichtenstein beobachteten ungcflügelten) auch geflügelte Sexupare vor.
Zwischen punctata -Männchen und coccinea- Weibchen wurde eine Kopulation
beobachtet. — Bei einer Ph. rutila genannten (Al)art'? von Ph. coccinea"» fand
sich das corsaletto Targ.-Tozz., das den Vorderflügeln Halt gibt, nicht nur bei
den geflügelten, sondern auch bei den ungeflügelten Sexuparen vor und ist eine
Stütze für ßalbiani's Ansicht, dass man die ungeflügelten Sexuparen als ge-
flügelte ansehen könne, bei denen die geschlechtliche Reife der Zeit der Meta-
morphose vorausgeeilt sei.
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 69
Desselben neue Beobachtungen bei den Gattungen Chermes L.
und Phylloxera Boyer de Fonsc, Zool. Anz., 1889, S. 65—73, 91—99 theilen
zunächst mit, dass das aus den befruchteten Eiern des Gh. obtectus schlüp-
fende Insekt vollkommen dem Ch.Abietis gleicht, worin ein starker Beweis für
die Zusammengehörigkeit beider Arten gesellen wird. Ferner spricht der Ver-
fasser hier bestimmter als vorher die Ansicht aus, dass Ch. Abietis auf Larix
und als Ch. Laricis von dieser wieder zurück auf die Fichte wandere, so dass
Abietis, obtectus und Laricis in den Entwickelungskreis einer Art geliören,
der, abgesehen von etwaigen Parallelreihen, in 2 Jahren durchlaufen wird und
folgende Generationen aufweist : Die 1. erzeugt nach der Ueberwinterung an der
Fichte Gallen, in denen sich die 2. entwickelt, die im August ausfliegt und zum
Theil auf die Lärche auswandert; deren Nachkommen (3.) überwintern unter
der Rinde der Lärche, erzeugen im April die (4.) glatten, gelben Laricis, welche
Ende Mai ausfliegen und zum grössten Theil auf die Fichte zurückwandern, wo sie
als obtectus Eier legen, aus denen (5). die zweigeschlechtige Generation schlüpft.
Aus dem befruchteten Ei derselben entwickelt sich langsam (von Juli bis Sep-
tember) das überwinternde Thier, das als 1. Generation den Kreis von neuem
beginnt. Für Phylloxera wird ein ähnlich verwickelter, nicht in einem Jahr
abschliessender Eutwickelungsgang, durch Parallelreihen noch komplizirt, aus-
gesprochen. — Ch. hamadryas gehört in ähnlicher Weise zu strobilobius ; s. auch
Nachtrag, ebenda, S. 223 und zur Biologie der Gattung Chermes
Hartig. S. 293 f.
Derselbe führt den Gedanken der Parallelreihen in seinem über Phyl-
loxerinen, Wiesbaden, 1889, 88 Ss. (auch als Leipziger Dissertation) betitelten
Werke auf S. 80—86 weiter aus. Der auf der Fichte verbleibende Theil der
zweiten Generation erzeugt Nachkommen, die von der ersten nicht zu unter-
scheiden ist, so dass diese Parallelreihe nur aus 2 Generationen (darunter keine
zweigeschlechtige!) bestehen würde. Als wahrscheinlich bezeichnet Dreyfus
es aber, dass diese Parallelreihe, wenn auch erst nach Jahren, wieder in die
andere übergeht und somit durch geschlechtliche Vermischung regeneriert wird.
(Auch wenn dieses nicht Statt tindet, und die Art ohne geschlechliche Aiif-
frischung sich nicht ins Unendliche fortpflanzt, braucht diese Parallelreihe nicht
zu verschwinden, da sie ja bei jeder Theilung der 2. Generation der Hauptreihe
wieder von neuem entsteht).
Ueber den Entwickelungskreis von Chermes abietis L. theilt
F.Blochmann Beobachtungen mit, die ebenfalls die obigen Vernmthungen Dreyfus'
vollauf bestätigen, nämlich, dass die zu Anfang August aus den Gallen der Fichte
ausfliegenden Weibchen nicht auf der Fichte ihre Eier legen , sondern auf die
Lärche überfliegen, um hier an die Unterseite der Nadeln ihre Eier abzusetzen.
Die aus diesen Eiern ausschlüpfenden Larven saugen anfänglich an den Nadeln,
gehen dann am Stamme abwärts und senken ihren Rüssel zwischen den Rindeimssen
oder unter den Rindenschuppen in die Rinde ein. Hier überwintern sie auch
und im Frühjahr kehren (sie oder?) ihre geflügelte Nachkommen wieder auf die
Fichte zurück. — Nun bleiben aber auch die später im August aus den
Fichteugallen ausschlüpfenden Weibchen auf den Fichten und gehen nicht auf
die Lärche über; ihre Nachkommen auf der Fichte sind durch längeren Rüssel
von ihren Vettern auf der Lärche verschieden und lassen sich an der Basis d er
Knospen nieder. — Praktisch ergibt sich aus dieser Beobachtung für den Schutz
70 Ph. Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
der Fichten gegen diese Gallenläuse die Weisung, in ihrer Nähe keine Lärchen
anzupflanzen. VerhandJ. d. naturhist.-mediz. Ver. z. Heidelberg (N. F.), IV,
S. 249-258; vgl. Denselben: Ueber die regelmässigen Wanderungen
der Blattläuse, speziell über den Greuerationszyklus von Cherraes
Ahietis; Biolog. Centralblatt IX, S. 271 — 284, L. Dreyfus, ebenda, S. 363
bis 376; O. Zacharias: Zur Fortpflanzung der Rindenläuse, ebenda,
S. 312-317.
Heber dieselbe Gattung theileu noch N. Cholodkovsky, Zool. Anz. 1889,
S. 60— 64, 218-223, 387-391 und F. Low, ebenda S. 290— 292 Beobachtungen
mit, die eine Bestätigung der Drey fus'schen Lehre von einer Theiluug der
Arten in Parallelreihen und eine regelmässige Wanderung und Rückwanderung
auf verscliiedene Couiferen beweisen. Der Ch. cembrae Cholodk. (= strobi Hart.)
entsteht in langen Fichtengallen, die gekrümmte, nur wenig verkürzte Triebe
darstellen, deren Nadeln nur am Grunde stark angeschwollen sind. Diese Gallen
entliessen ihre Insassen (dunkelrothe Nymphen) am 14. Juni, und die aus diesen
ausschlüpfenden rothhraunen Geflügelten wanderten an P. cembra aus. Ihre
Nachkommen entwickeln sich im nächsten Jahre zu den kleinen röthlich Ge-
flügelten, die auf die Fichte zurückwandern, hier Eier legen, aus denen die
krepprothen Geschlechtsthiere entstehen; die Gallengeneration der Fichte nennt
Cholodkovsky C. Sibiriens.
Ch. pectinatae wandert auf die Fichte aus und erzeugt hier die strobilo-
bius-Gallen. — C, hamadryas hat eine getheilte Reihe. Die rothbraunen Ge-
flügelten wandern auf die Fichte, erzeugen hier aber nicht, wie Dreyfus angab,
strobilobius-Gallen, sondern eine der Abietis-Galle ähnliche, und mit dieser und
der strobilobius - Galle verwechselte, aus der Nymphen und gelblichrothe , den
Abietis - Geflügelten ähnliche Geflügelte hervorgehen, die von Cholodkovsky
Ch. lapponicus genannt werden; diese wandern als hamadryas wieder auf die
Lärche zurück. — Ch. Abietis geht auch auf P. cembra. Die Namen Sibiriens
und lapponicus sollen keine besondere Arten bezeichnen; vielmehr sind
strobilobius, Sibiriens und lapponicus als „drei Rassen einer und derselben Art
zu betrachten, welche sich der Wanderung auf verschiedene Arten von Nadel-
hölzern angepasst haben" (demnach würde also hamadryas doch auch zu strobi-
lobius gehören; Refer.). Der Verfasser lässt sogar zu, dass alle bisher bekannt
gewordenen Chermes - „Arten" blos Rassen einer und derselben Art (C. conifer-
orum, richtiger coniferarum) sein können.
F. Low beobachtete bei den Geflügelten des Ch. Abietis eine Theilung in
zwei Reihen, indem ein Theil die Fichte verliess und nur wenige zurückblieben;
aus den von letzteren abgelegten Eiern entwickelten sich Thiere, die nach der
Ueberwinterung frühzeitige Gallen veranlassten.
Eine Gallen erzeugende Phylloxera auf dem ,,Pecan"; Insect life, I,
S. 221 f.
H.F.Kessler: Ueber die Verwandlung der ungeflügelten Reb-
läuse in geflügelte; Centralbl. f. Bakteriologie und Parasitenkunde, V,
S. 301-313.
C. Ritter: Die Entwi ckelungsgeschichte der Reblaus, deren Ver-
breitung und Bekämpfung....; Berlin und Neuwied, Heuser's Verlag, 1889;
61 Ss. 8", mit 11 Abbildungen.
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 7]
E.Räthay berichtet über das Auftreten der Gallenlaus im Versuchs-
weingarten zu Klosterneuburg 1887; die Gallen zeigten sich vom Mai
bis in den September, Anfangs nur auf den Blättern, später auch auf den Blatt-
stielen und Ranken, und zwar auf amerikanischen Arten (Cocalin; Clinton
Vialla; Canadawine); Räthay überzeugte sich von der spezilischeu Ueber-
einstimmung der Blatt- und Wurzellaus; Abb. Zool. bot. Ges. Wien, 1889,
S. 47-88 Taf. II, III.
Stand der Reblausfrage auf der linken Rheinseite der Rhein-
provinz; Deutsch. Entom. Zeitschr., 1889, S. 209-211. v. Heyden sieht in
der Vertheilung der neuen Herde einen Hinweis darauf, dass in der Rheinprovinz
die Verbreitung nicht durch geflügelte Thiere, sondern auf mechanischem Wege
stattfindet.
L. Dreyfus fand eine zAveite Nymphenform der Reblaus, ohne Gürtel
und mit fest anliegenden dunkeln Flügelscheiden; Biolog. Centralbl., IX, S. 376.
Psyllidae. J. F, Kieffer's Mittheilungen über Psylliden beziehen
sich auf Psylla Betulae und Trioza Galii; Entom. Nachr., 1889, S. 222-224.
Homoptera.
Jassidae. Athysauus variegatus vnr. Doderi (Cagliari); Ferrari,
Ann. Mus. Civ. Genova (2. S.), VI, S. 569.
Deltocei)halus alboniger S. 81, marr/inivalvis S. 82 (Irkutsk); L. Lethierry,
Revue d'eutomologie, 1889.
Idiocerus niveos^xirsus, Atkinsoni, clypealis (Kalkutta, auf Mango);
L. Lethierry. Journ. Asiat. Soc. Beugal, (N. S.), 58, S. 252.
Tettigonia Saijeri (Neu-Guinea); W. L. Distaut, Trans. Entom. Soc. London,
1888, S. 488.
Thamnotettix Desbrochersi (Oran); L. Lethi erry, Revue d'eutomologie,
1889, S. 318.
North American Typhlocybini by Ch. W. Woodworth; Psyche, V,
S. 211—244.
Als eine Europa und Nordamerika gemeinsame Art erwähnt E. P. van
Duzee Kylos smaragdnlus, in Amerika in Kanada und den Nordstaaten bis nach
Kalifornien verbreitet; ebenda S. 241.
A. Giard: Sur la castration parasitaire des Typhlocyba par
uue larve d'Hymenoptfere (Aphelopus melaleucus Dahn.) et par une
larve de Diptere (Ateleneura spuria Meig.) ; Compt. Reud. Acad. Sei.
Paris, CIX, S. 708—710; vgl. ebenda S. 79—82. Die von Giard in der ersten
Mittheilung T. Rosae L. genannte Art zerfällt nach J. Edwards in T. Hippo-
castaui JEäiv. und Douglasi Edw. Erstere wird vorzüglich von Aphelopus, letztere
von Ateleneura verfolgt; Wirth und Schmarotzer haben 2 Generationen im Jahr.
Ovipositor und Penis werden durch den Parasiten abnorm verändert, bezw.
reduzirt, und zwar durch Aphelopus mehr als durch Ateleneura. Auch 2 hand-
schuhfingerförmige Bildungen, welche vom 1. bis zum 4. Hinterleibssegment der
Männchen reichen und von Giard als Homologa der Schuppen der Siugcikaden
angesehen werden , erleiden bei den mit Parasiten behafteten Männchen eine
Rückbildung und bleiben kleine, auf das 1. Segment beschränkte Taschen.
72 Ph. Bert kau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Bythoscopidae. Eurymeloides n. g. Eurymelin. (tibiae post. serie
duplici spinarum debiliuin); W. H. Ashmead, Entomol. Americana, V, S. 126;
wird vom Verfasser nebst Eurymela und Aethalion zu den Bythoscopiden gestellt.
Poli/(o)dontoscclis n. g. Aethalionin. (capite non emarginato; area costali
venis 9 transversis, secunda furcata, iustructa; tibiis post. extus crebre denti-
culatis); W. H. Ashmead, Entomol. Americana, V, S. 126.
E. P. van Duzee revidiert die (8) nordamerikanischen Arten von Pediopsis
mit P. hasalis (Muskoka Lake), fcrrmßneo'ides (Montana), insignis (New -York)
S. 171, hifasciuta (Muskoka Lake) S. 173, piinctifrons Uhl. i. 1. (Arizona) S. 174;
Entomol. Americana, IV, S. 165—174.
P. occidentalis (Los Angeles, Kalif.); derselbe, Psyche V, S. 238.
Cercopidae. Callitettix affinis (Pundaloya, Ceylon); E. T. Atkinson,
Journ. Asiat. Sog. Bengal, (N. S.), 57, S. 336.
Cercopis ulivacea (Nias) S. 468, caerulekollis (Sumatra) S. 469; Lethierry,
Ann. Mus. Civ. Genova, (2. S.), VI.
Cosmoscarta ntyrofasciata (Mungphu) tig., Taprobanensis (Pundaloya), un-
data Walk. var. tripiinctata (Bhutan Duars) flg., affinis (Assam) S 333, Gh-eeni
n. sp. (Pundaloya) S. 334, nigra (Sikkim), licrida (Singapore), Sil'kimensis (S.),
tninor (ibid., Bhutan Duärs) S. 335; E. T. Atkinson, Journ. Asiat. Soc. Bengal,
(N. S.), 57, PI. XV.
Membracidae. Ceutrotus l'ercheroni Lefebvre i. 1. (Nias; Java), sinua-
todorsum (Sumatra) S. 469, rectidvrsum (Nias) S. 470; Lethierry, Ann. Miis.
Civ. Genova, (2. S.), VI.
Moebius legte der Gesellsch. naturf. Freunde in Berlin einen Zweig der
Acacia hamulosa von Aden vor, der mit Oxy rrhachis tarandus und deren
Larven besetzt war, die mit ihren Fortsätzen die Stipularstacheln der Akazie
nachahmen; häufiger noch findet sich diese Art nach Schweiufurth bei
Aden auf Cassia acutifolia, deren vertrocknete Nebenblättchen kleinen Stacheln
gleichen, die den Dimensionen der Zirpenstacheln entsprechen. Sitzgsber., 1889,
S. 165 f.
Fulgoridae. W. H. Ashmead stellt a generic Synopsis of the
Fulgoridae zusammen; Entomolog. Americana, V, S. 1 — 6, 21 — 28.
Myrilla (u. g. Polydictyae affine) ohsciira (Neu-Guinea) ; W. L. Distant,
Trans. Entom. Soc. London, 1888, S. 487, PI. XIH, Fig. 8.
Acarna tcssellata (Neu-Guinea); W. L. Distant, Trans. Entom. Soc. London
1888, S. 488, PI. XIII, Fig. 7.
Cerynia viridula (Puna, Bombay); E. T. Atkinson, Journ. Asiat. Soc.
Bengal, (N. S.), 57, S. 340.
Desudaba 5'ci/?Za (Neu-Guinea); W. L. Distant, Trans. Entom. Soc. London,
1888, S. 488, PI. XIII, Eig. 5.
Dictyophara fuscisUgma (Sumatra) S. 466, Javana (J. ; Nias), nigroapicata
(Nias), sanguinolenta (Sumatra) S. 467; Lethierry, Ann. Mus. Civ. Genova,
(2. S.), VI, oUusiceps (Biskra); derselbe, Revue d'entomol., 1889, S. 317.
Fulgora connectens, amplectens, Ändamensis Dist. (Indien); E. T. Atkin-
son, Journ. Asiat. Soc. Bengal, (N. S.), 54, S. 130—136 und abgebildet 57
PI. XV, Whiteheadl (Kinabalu, Bornco); W. L. Distant, Ann. a. Mag. Nat.
Hist. (6), III, S. 422.
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 73
Haplacha plagiata (Mias); Lethierry, Ann. Mus. Civ. Genova (2, S.), VI,
S. 466.
Hyalesthes jjrocZitciMs (Edoiigh , bei Bone); L. Lethierry, Revue d'ento-
molog-ie, 1889, S. 317.
Meenoplus atrovenosus (Nias); Lethierry, Ann. Mus. Civ. Genova (2. S.),
VI, S. 466.
Messena sinuata (Trivauduna) S.339, Burtrmiiicum (Palone) S. 340; E. T. At-
kinson, Journ. Asiat. Soc. Bengal (N. S.), 57.
Ovmenis biskrensis (B.); L. Lethierry, Revue d'entomologie, 1889, S. 316.
Polydictya affinis (Sikkim); E. T. Atkinson, Journ. Asiat. Soc. Bengal
(N. S.), 57, S. 339.
Ricania flavicostalis, affinis S. 554, hyalina S. 555 (Christmas Isl.); W. P.
Kirby, Proc. Zool. Soc. London, 1888.
Stenocranus productus (Sumatra); Lethierry, Ann. Mus. Civ. Genova
(2. S.), VI, S. 468.
Cieadidae. Enumeration of the Cicadidae collected by Mr.
L. Fea in Burma and Tenasserim; by W. L. Distant; Ann. Mus. Civ.
Genova (2. S.), VL S. 453-459, PI. IV.
Descriptions of new species of eastern Cicadidae . . . .; der-
selbe ebenda S. 519— 524.
Descriptions of a new genus and some new species of Cicadidae
belonging to the oriental region; derselbe, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6), III,
S. 49-53.
Kamalata (n. g. Baeturiae et Kareniae affine) pantherina (Sumatra,
Indrapura, in einer Höhe von 2200 M.); W. L. Distant, Ann. a. Mag. Nat.
Hist. (6), III, S. 52 und Notes Leyd. Museum, XI, S. 89.
Karenia (n. g.) mwZa (Catcin) ; W. L. Distant, Ann. Mus. Civ. Genova
(2. S.), VI, S. 458.
Baeturia sandaracata (Teinzö, Birma) ; W.L. D i s t a n t . Ann.Mus. Civ. Genova,
(2. S.). VI, S. 458 PI. IV, Fig. 4, Becarii (Singalang); derselbe ebenda S. 524.
Cicada germana (Birma); W. L. Distant, Ann. Mus. Civ. Genova, (2. S.),
VI, S. 457 PI. IV Fig. 3, coronata (Sumatra), derselbe, Notes Leyden Mus.,
XI. S. 88 und Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6), IH, S. 52.
Cosmopsaltria lutukiita (Salwatty), (jemina (Goram) S. 522, capitata (Aru-
Ins. ; Neu-Guinea) S. 523; W. L. Distant, Ann. Mus. Civ. Genova, (2. S.), VI,
montivaga (Kinabalu, ßorneo); derselbe, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6), III, S. 421.
Dundubia majuscula (Menado); W. L. Distant, Ann. Mus. Civ. Genova,
(2. S.) , VI, S. 521, emanatura (Karwar; NiJgiris), amicta (Karwar); derselbe
Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6), III, S. 51.
Gaeana tenebricosa (Teinzo); W.L. Distant, Ann.Mus.Civ.Genova, (2.S.), VI,
S. 454 PL IV Fig. 2, Hageni (Serdang, Sumatra); derselbe, Notes Leyden
Mus., XI, S. 87, Ätkinsoni (Karwar, Indien) S, 49, Hageni (Sumatra) S. 50; der-
selbe, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6), HI.
Huechys haematica (Tenasserim); W.L. Distant, Ann. Mus. Civic. Genova,
(2 S.), VI, S.454 PI. IV Fig. 5, pingenda (Singalang), Celebensis (Kandari) S. 519,
chrysekctra (Sarawak) S. 520; derselbe ebenda.
74 Ph. Bertkan: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Leptopsaltria niyrescens (Java); W. L. Distant, Notes Leydeu Mus., XI,
S. 88 und Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6), III, S. 50, mascula (Kiuabalu, Borneo);
derselbe, a. 1. 0. S. 420.
Mogannia Z>on'oe (Sarawak) ; W.L.Distant, Ann.Mus. Civ. Geuova, (2. S.),
VI, S. 520.
Oxypleura Calypso (Christmas Isl.); W. F. Kirby, Proc. Zool. Soc. London,
1888, S. 553.
Platypleura hadia (Tenasserini) ; W.L.Distant, Ann. Mus. Civ. Genova,
(2. S.), VL S.453 PI. IV, Fig. 6.
Pomponia scitula (Burniah; Tenasserini); AV. L. Distant, Ann. Mus. Civ.
Genova, (2. S.), VI, S. 456, viridinmculata, Graecina (Kinabalu, Borneo); der-
selbe, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6) HI, S. 42L
Heteroptera.
Notonectidae. Enithares ^««ea^tpes (Himalaya); G. Horväth, Terniesz.
Füzet., Xn, S. 39.
Hydrometridae. Die Gattung Halobatodes Buch. White ist die forma
praematura der Gattung Metrocoris Mayr, d. h. eine geschlechtsreife , aber
nicht geflügelte Form; Halobat. Stall =: Metrocoris brevis Mayr; F. Me inert,
Entom. Meddel. I, S. 140—143 (nach Bergrotb's Mittheilung in AVien. Entom.
Zeitg., 1889, S. 135).
Hydrometra Jankoxvskii (Sidemi, Ussuri Gebiet); W. E. Jakowleff, Hör.
Soc. Ent. ßoss., XXIV, S. 337.
Velia Noualhieri (La Chiffah); A. Putou, Revue d'entomologie, 1889,
S. 307.
Die Gattung Henschiella Horv. (s. d. vor. Ber. S. 76) ist mit Oncylocotis
Stal, Systaloderus Blanch., Henicocephalus Westw. synonym und als Ver-
treter einer besonderen Familie, Henieocephalidae, anzusehen, die nach Stäl's,
von Bergroth getheilter Ansicht zwischen Hydrometridae und Reduviadae zu
stellen ist. Die Gattung ist mit 10 Arten in Tasmanien, Indien, Afrika, Amerika
und Südeuropa verbreitet, wozu noch 2 unbeschriebene Arten aus Venezuela
kommen. E. Bergroth, Revue d'Eiitoniologie, 1889, S. 319.
Galgulidae. Mononyx indictis (Sikkim); E. T. Atkinson, Journ. Asiat.
Soc. Bengal (N. S.), 57, S. 345.
Saldidae. Salda Oahuensis (Honolulu); T. Blackburn, Proc. Linn. Soc.
N. S.Wales (2), IH, S. 353, Beiden (Irkutsk) S. 66, micans (Kultuk) S. 68;
W. E. Jakowleff, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIII, Bohorowskii (Oaseu Nia und
Keria); derselbe, ebenda XXIV, S. 242, stituralis (Fl Ze^R, Amur - Gebiet) ;
derselbe, ebenda S. 342.
Reduviadae. Acidopai'ius cdhospinosus (Minas Geraes); G. Fallou, Le
Naturaliste, 1889, S. 151.
Centrosceliocoris Brzewcdslcü (zwischen Lob-Nor und Tschertschen) ; AV. E.
Jakowleff, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIV, S. 239.
Ectrychotes costalis (Nias); Lethiei'ry, Ann. Mus. Civ. Genova (2. S.),
VI, S. 465.
im Gebiete der Entomologie währeud des Jahres 1889. 75
C. M. Weed beschreibt das Ei von Emesa loiigipes De Geer; Psyche,
V, S. 280 f. mit 2 Holzsclni.
E. Andre bildet das Ei von Harpactor iracundus ab; Le Naturaliste,
1889, S. 137.
Harpactor analis (Ordubat) S. 340, flavoUmbatus (ibid.) S. 341; W. E. Ja-
kowleff, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIV.
Helonotocoris MocUglianii (Siboga, Sumatra); Lethierry, Ann. Mus. Civ.
Genova (2. S.), VI, S. 463.
Herega rufipennis (Mexiko); G. Fallou, Le Naturaliste, 1889, S. 130.
Nabis ruhritinctus ! (Maui) S. 351, osciUans (Mauna Loa), Koeknsis (Lanai)
S. 352; T. Blackburn, Proc. Liun. Soc. N. S.Wales (2), III, pimctaüssimus
(Oase Tschertschen); W. E. Jakowleff, Hör. Soc. Eutom. Boss., XXIV, S. 240.
Oncocephalus micropterus (Himalaya); G. Horväth, Termesz. Füzet.,
XII, S. 37.
Opsicoetus tenuicwnis (Transkaspien); W. E. Jakow leff, Hör. Soc. Ent.
Ross., XXIV, S. 338.
Paloptus hicolor (Nen-Guiuea); W. L. Distant, Trans. Entom. Soc. London
1888, S. 485, PL XIII, Fig. 10.
Ploiaria brevispma (Madeira); A. Puton, Revue d'entomologie 1889, S. 304.
Ploiariodes rubromaculata (Mauna Loa) S. 349, pulchra (Oahu) S. 350;
T. Blackburn, Proc. Liun. Soc. N. S. Wales (2), IIP
Prostemma Kiborti (Krasnojarsk) S. 80, hivittata (Minussinsk) S. 82; W. E.
Jakowleff, Hör. Soc. Ent, Ross.. XXIII, luguhris (Amur-Gebiet); derselbe,
ebenda, XXIV, S. 338.
Rasahus yrandis (Minas Geraes) ; G. Fallou, Le Naturaliste, 1889, S. 151.
Nach Frey-G essner hatten die Larven einer „Kolonie" von Reduvius
personatus ein Wiegeukind derart angestochen, dass dasselbe für mehrere
Tage fieberkrank wurde; Mitth. Schweiz. Entom. Gesellsch., VIII, S. 152.
Spiniger Sipolisi (Minas Geraes) ; G. Fallou, Le Naturaliste, 1889, S. 151.
Ceratocombidae. Ceratocombus corticalis (Yläne, unter Baumrinde);
O. M. Reuter, Meddel. Soc. pro fauna et flora Fennica, XV, S. 15(3.
Anthoeoridae. Anthocoris Visci (Hereford); J. W. Douglas, Entom.
Monthl. Mag., XXV, S. 427.
Ectemnus magnicornis (Krim); W. E. Jakowleff, Hör. Soc. Ent. Ross.,
XXIV, S. 344.
Aradidae. E. Bergroth's „Commentarius deAradidis in Burma
et Tenasserim a L. Fea collectis," in den Ann. Mus. Civ. Genova (2. S.),
VII, S. 730—739, Tab. XII, führt 11 Arten, darunter 7 neue auf. (a. a. 0.)
Novas Aradi darum species (6) descripsit idem; Wien. Entom. Zeitg.,
1889, S. 49—52.
Odonia u. g. Brachyrrhynchiu. , für (Aradus) truncatus Walk.\ E. Berg-
roth, a. a. 0., S. 733.
Aneurus dissimilis (Botafogo); E. Bergrotb, Wien. Ent. Zeitg., 1889, S. 52.
Aradus abnormis (Tenasserim) S. 730 Fig. 1, 2, candidatus (ibid.) S. 732
Fig. 3; E. Bergroth, a. a. 0., abbas (Quebec); derselbe. Bull. Soc. Ent. Belg..
1889, S. CLXXX, vitiosus (Schilka, Amur), S. 77, amplicollis (Minussinsk) S. 78;
W. E. Jakowleff, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIII, Nemtschinowi S. 334, morio
S. 336 (Amiir); derselbe, ebenda, XXIV.
76 Ph- Bertkau; Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Artabanus AtMnsoni (Tenasserim) S. 734 Fig. 5, hreviscutum (ibid.) S. 735
Fig. 6; E. Bergroth, a. a. O.
Brachyrrhynchus gradatus (Petropolis, Bras.), Horvathi (ibid.); E. Berg-
roth, Wien. Entom. Zeitg., 1889, S. 49.
Brachyrrhynchus hilohiceps (Siboga, Sumatra); Lethierry, Ann. Mus.
Civ. Genova (2. S.), VI, S. 464, triartgulus (Burma) S. 736 Fig. 7, Feanus (ibid.)
S. 737 Fig. 8, wio«^rt>ms (Tenasserim) S, 738; E. Bergroth, ebenda VII, Tab. XII.
Carventus Stkli (IS eu- Guinea); E. Bergroth, Bull. Soc. Ent. Belg., 1889,
S. CLXXXI.
Ctenoneurus nccopinatus (St. Thomas); E. Bergroth, Wien. Ent. Zeitg.
1889, S. 51.
Neuroctenus /W/Y/a^ts (Brasil.); E. Bergroth, Wien. Ent. Zeitg., 1889, S. 52.
Pictinus hirticornis (Boa Sorta, Bras.); E. Bergroth. Wien. Ent. Zeitg.,
1889, S. 50.
Tingitidae. Acanthochila exquisita (Süd-Florida); P. R. Uhler, Proc.
Entom. Soc. Washington, 1, No. 3, S. 142 f.
Als neues Substrat der an Teucriura Chamaedrys bekannten Blüthengallen
von Laccometopus clavicornis lehrt F. Thomas T. capitatuni kennen;
Gallen fanden sich an dieser Pflanze in Persien (Berg Sawer.s), Griechenland
(Volo), Frankreich (Le Duo); Abhandl. Bot. Ver. Prov. Brandenburg, XXXI,
S. 103-107.
Monanthia (Catoplatus) fuhicornis (Ass-chabad); W. E. Jakowleff, Hör
Soc. Ent. Ross., XXIV, S. 334.
Tingis spinosa (Guanajuato, Mexiko); A. Duges, La Naturaleza, (2. S.)
T. I, S. 206 L. XVIIL
Capsidae. Chilocrate s{n. g. Cyphodemae affine, corpore modice convexo,
capite nonnihil convexiore et breviore articuloque 2. antenn. apicem versus iucrassato
divergens) Lenzii (Kaschmir); G. Horväth, Termesz. Füzet., XII, S. 39.
Agalliastes fulvicornis (nördl. Mongolei); W. E. Jakowleff, Hör. Soc.
Ent. Ross., XXIV, S. 348.
Brachytropis p<7osa (Oase Tschertschen) ; W. E. Jakowleff, Hör. Soc. Ent.
Ross., XXIV, S. 243.
W. H. Manning führt (19) plants iujured by Capsus quadrivittatus
auf; Insect life, I, S. 293.
C. ater (Irkutsk) S. 344, quadrimacidatiis (Azkhur) S. 345, nehulosiis (Kultuk,
Baikal) S. 346; W. E. Jakowleff, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIV.
Eccritotarsus exitiosus (Trinidad, Orchideen schädigend); W. L. Distant,
Entom. Monthl. Magaz., XXV, S. 202.
Helopeltis fehriculosa (Calcutta, auf Cinchona); E. Bergroth, Entom.
Monthl. Magaz., XXV, S. 271.
Lopus infuscatus var. Turcomanus (Beuschberma ; Artschmnn); G. Horvätli,
Wien, Entom. Zeitg., 1889, S. 174.
Macrotylus dimidiatus (Irkiitsk); W. E. Jakowleff, Hör. Soc. Ent. Ross.,
XXIII, S. 69.
Maurodactylus Umbatellus (Madeira); A. Puton, Revue d'entomologic,
1889, S. 306.
Miris albopilosus (Siboga, Sumatra); Lethierry, Ann. Mus. Civ. Genova
(2. S.), VI. S. 464.
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 77
Psallus Froteus (Madeira); A. Put gl, Revue d'entomologie, 1889, S. 306.
Rhopalotomus nioer (Irkutsk); W. E. Jakowleff, Hör. Soc. Ent. Ross.,
XXIII, S. 70.
Systratiotes aterrimus (Irkutsk); W. E. Jakowleff, Hör. Soc. Ent. Ross.,
XXIII, S. 69.
Tuponia Lethierryi Beut. var. Boderi (Sardiuieu); Ferrari, Ann. Mus
Civ. Genova (2. S,), VI, S. 567, (?) nihella (Teneriffa); A. Puton, Revue d'ento-
mologie, 1889, S. 307.
Lygaeadae. Montaltus (n. g. Lygaein. prope Graptostethum) tricölor
(Neu-Guinea); W. L. Distant, Trans. Entom. Soc. London, 1888, S. 483,
PI. XIII, Pig. 9.
Noualhieria (n. g. Plociomero affine, für Aphanus quadripunctatus Brülle
und) coracipennis (Teneriffa); A. Puton, Revue d'entomologie, 1889, S. 301.
Antilochus hicolor (Nias); Lethierry, Ann. Mus. Civ. Genova (2. S.), VI,
S. 463.
Arocatus fasciatus (Troizkossawsk , Transbaikalieu) ; W. E. Jakowleff,
Hör. Soc. Ent. Ross., XXIV, S. 328.
Beosus luscus F. var. Buyssoni (Allier; Toulouse); A. L. Montan don,
Revue d'entomologie, 1889, S. 292.
Mittheilungen über Blissus leucopterus s. in Insect life, I, S. 222
bis 225; 249.
Dieuches moclestiis (Kaschmir), alternatus (ibid.); G. Horvä,th, Termesz.
Füzet., XII, S. 36.
Dinia seriejJMiicto^a (Siboga, Sumatra); Lethierry, Ann. Mus. Civ. Genova
(2. S.), VI, 462.
Dindymus m^eM«s (Neu-Guinea) ; W. L. Distant, Trans. Entom. Soc. London,
1888, S. 483.
Diomphalus cm« i(/<conn's (Troizkossawsk, Transbaikalieu); W.E. Jakowleff,
Hör. Soc. Ent. Ross., XXIV, S. 332.
Disphinctus (Monaionion Walk.) humeralis {Walk.) bei Kalkutta die
Cinchona-Pflanzungen verheerend; M politum und divisum Wall', gehören ebenfalls
zu Disphinctus; E. Bergroth, Entom. Monthl. Magaz., XXV, S. 271.
Drymus lathridiotdcs (Madeira); A. Puton, Revue d'entomologie, 1889, S.303.
The red bug or cotton stjainer (Dysdercus suturellus H.-Sch.),
Lebensweise, Entwickelungsgeschichte, Verbreitung; Insect life, I, S. 234 — 241,
Fig. 50 — 52; ein muthraasslicher Parasit der Eier dieser Wanze ist ein
Hadronotus.
D. Papuensis, mesiostigma Wlk i.l.Pl. XIII Fig. 12 S. 484, simplex S. 485
(Neu-Guinea); W. L. Distant, Trans. Entom. Soc. London, 1888.
Eniblethis irroratus (Irkutsk); W. E. Jakowleff, Hör. Soc. Ent. Ross.,
XXIII, S. 61.
Geocoris Tud-edanicus (T.); W. E. Jakowleff, Hör. Soc. Ent. Ross.,
XXIII, S. 319.
Graptostethus validus Horii. var. Lethierryi (Korfu) S. 291, angustatiis n. sp.
(Amur) S. 290; A. L. Montandon, Revue d'entomologie, 1889.
Hyalochilus mediterranen s (Cagliari); Ferrari, Ann. Mus. Civ. Genova
(2. S.), VI, S. 577.
78 Pl^- Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Hy-äloGoris long icolUs (Transkaspien) ; W. E. Jakowleff, Hör. Soc. Ent.
Ross., XXIV, S. 332.
Ischnorrhynchus geminatus F. var. grisescens (Teneriffa, auf Haidekraut
und Pinus Canariensis) ; A. Puton, Revue d'entomologie, 1889, S. 299.
Lasiocoris antennatus (Parnass; Bosporus); A. L. Montandon, Revue
d'entomologie, 1889, S. 288.
Lygaeus suhrufeseens (Christmas Isl.); W. F. Kirby, Proc. Zool. Soc.
London, 1888, S. 533, Belogolowi (Tian-zsin, China); W. E. Ja-kowleff, Hör.
Soc. Ent. Ross., XXIV, S. 327.
Macroplax vicina (Teneriffa); A. Puton, Revue d'entomologie, 1889, S.299.
Macropterna ornata (Transkaspien); W. E. Jakowleff, Hör. Soc. Ent.
Ross., XXIV, S. 331.
Metrarga contractu (Oahu), ohscura (Mauna Loa); F. Blackburn, Proc.
Linn. Soc. N.-S.-Wales, (2), III, S. 347.
Nysius longicollis (Oahu) S. 344 , Mauiensis (Haleakala) S. 344 , Whitei
(Mauna Loa); T. Blackburn, Proc. Linn. Soc. N.-S.-Wales (2), III, Horivathi
(Irkutsk); W. E. Jakowleff, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIII, S. 57.
P e r i t r e c h u s m e r i d i o n a 1 i s Piit. var. fuscatus (Cagliari) ; Ferrari, Ann.
Mus. Civ. Genova (2. S.), VI, S. 557 , ambiguus Horv. var pallipes (Bukarest);
A. L. Montandon, Revue d'entomologie, 1889, S. 290.
Pezocoris Reuter i (Pamir, Turkestan); A. L. Montandon, Revue d'ento-
mologie, 1889, S. 289.
Pionosomus monochrous (Irkutsk); W. E. Jakowleff, Hör. Soc. Ent. Ross.,
XXIII, S. 59.
Plinthisus vestitus S. 63, Sibiriens S. 65 (Irkutsk); W. E. Jakowleff, Hör.
Soc. Ent. Ross., XXIII.
Rhyparochromus puncticollis Luc. var. mgrofemoratus {Tenerifia); A. Puton
Revue d'entomologie, 1889, S. 302.
Nach J.Edwards kommen in Grossbritannien 6 Scolopostethus-Arten
vor, die an dem Penis leicht zu unterscheiden sind, darunter die bisher unter
Sc. affinis Xe^A. vereinigten Sc. neglectus m\ü 2ninctatus ; Entora. Monthl. Magaz.,
XXV, S. 278— 280 mit 4 Fig.; vgl. dazu E. Saunders, ebenda, S. 295— 297;
zu Sc. adjunctus s. J. Edwards und E. Saunders, ebenda, S. 380 f.; vgl. den
vor. Ber., S. 79.
Stygnocoris mandibularis (Oran); A. L. Montandon, Revue d'entomologie,
1889, S. 287.
Stygnus suhglaber (Teneriifa); A. Puton, Revue d'entomologie, 1889, S. 303.
Tropistethus seminitens (Teneriffa); A. Puton, Revue d'entomologie, 1889,
S. 302.
Trapezonotus subtilis (Irkutsk); W. E. Jakowleff, Hör. Soc. Ent. Ross.,
XXni, S. 59.
Coreadae. Mycillus (n. g. Mictin. Plectrocnemiae et Pternistriae affine)
explicatus (Neu- Guinea); W. L. Distant, Trans. Entom. Soc. London, 1888,
S. 481, PI. XIII, Fig. 11.
Agraphopus Mongolicus (Oasen Nia und Keria); W. E. Jakowleff, Hör.
Soc. Ent. Ent. Ross., XXIV, S. 237.
Anisoscelis rufipennis (Minas Geraes); G. Fallou, Le Naturaliste, 1889
S. 131.
im Gebiete der Entomologie während des Jnhres 1889. 79
Enoplops Sibirica (Irkutsk); W. E. Jakowleff, Hör. Soc. Ent. Ross.,
XXIII, S. 54.
Homoeocerus m^n'fZorsMm (Himalaja) ; Gr. Horväth, Termesz. Füzet., XII,
S. 34, Zam-tos«5 (Shahabad) S. 230, Sikkimensis (S.) S. 231 ; W. L. Distant,
Eutom. Mouthl. Magaz,, XXV.
Lybas noduloms (Sikkim); W. L. Distant, Entom. Montlil. Magaz., XXV
S. 231.
Pendulinus orientalis (Sikkim; Tenasserim; N. Khasia); W. L. Distant,
Entom. Monthl. Magaz., XXV, S. 231.
Prionolomia aberrans (Sikkim; Assam), paZ/escens (Assam); W. L. Distant,
Entom. Monthl. Magaz., XXV, S. 230, nkjrovittata (Kiuabalu, Borneo); der-
selbe. Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6), III, S. 419.
Riptortus AtrewMw.s (Himalaya) ; CI. Horväth, Termesz. Füzet., XII., S. 35.
Spathocera cübomaculata (Irkutsk); W. E. Jakowleff, Hör. Soc. Ent.
Ross., XXIII, S. 55.
Stenocephaliis Sibiricus (Atschinsk); W. E. Jakowleff, Hör. Soc. Ent.
Ross., XXIII, S. 76.
Pentatomidae. Accarana (n. g. Pentatomin. prope Ectenum) mctalliea
(Neil-Guinea); W. L. Distant, Trans.Ent. Soc. London 1888, S.478, Pl.XIII,Fig.4.
Ecdicius (n. g. Pentatomin. prope Poecilotoma) typicus (Neu -Guinea);
W. L. Distant, Trans. Entom. Soc. London, 1888, S. 478, PI. Xin, Fig. 3.
Mimula (n. g. bei Agatharchus und Dolycoris) nigrita (Perghana) S. 321,
Maureri (ibid.) S. 322; W. E. Jakowleff, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIV.
Mormidella (n. g. Macromolo affine) Paw^M (Kaschmir); G. Horväth,
Termesz. Füzet. XII, S. 30.
Novatilla (n. g. Pentatomin. prope Afrauiam, für Pentatoma virgata Dali,
und) fasciata (Neu-Guinea) ; W. L. Distant, Trans. Ent. Soc. London, 1888,
S. 480, PI. Xni, Fig. 2.
Periphima (n. g.) Batesoni (Turkestan); W. E. Jakowleff, Hör. Soc.
Ent. Ross., XXIV, S. 314.
Acanthosoma coralliferum (Himalaya); G. Horväth, Termesz. Füzet. XII,
S. 34, axillaris (Irkutsk); W. E. Jakowleff, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIII, S. 52.
A. Pomel: Sur les ra vages exerces par un Hemiptere du genre Aelia
sur les cereales algeriennes (Ae. triticiperda) ; Compt. Rend. Acad. Sei. Paris,
CVIII, S. 575-577.
Allocotus Sayeri (Neu-Guinea); W. L. Distant, Trans. Entom. Soc. London,
1888, S. 477, PL XIII, Fig. 1.
Amaurocoris candidus (Tekkinzen-Gebiet; Artschmau); G. Horväth, Wien.
Entom. Zeitg., 1889, S. 173.
Apodiphus pilipes (Kaschmir); G. Horväth, Termesz. Füzet., XII, S. 29.
Asopus inicans (Neu-Guinea); W. L. Distant, Trans. Entom. Soc. London,
1888, S. 476, PI. Xni, Fig. 6.
Atelocera Madagascariensis (M.); G. Fallou, Le Natixraliste, 1889, S. 120.
Brachynema turanicum (Ak-Dagh; Artschman); G. Horväth, Wien. Ent.
Zeitg., 1889, S. 173, gibbosa (Minas Geraes); G. Fallou, Le Naturaliste, 1889,
S. 120.
Brachyplatys CaroUnae (Mungphu, Sikkim) S. 341, niger (Malacca) S. 342;
E. T. Atkinson, Journ. Asiat. Soc. Bengal (N. S.), 57.
80 Ph. Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Capnoda Batesoni (Turkestan) ; W. E. Jakowleff, Hör. Soc. Ent. Ross.,
XXrV, S. 324.
Cazira Frivaldszkyi (Himalaya); G. Horväth, Termesz. Füzet. XII, S. 33.
Cellobius abdominalis var. ferrugatus (Alt-Merw); G. Horväth, Wien.
Entom. Zeitg., 1889, S. 174.
Chrysocoris shnplex (Kotagiri, Mlgiris), Nilgiriensis (Conoor); E. T. At-
kinson, Journ. Asiat, Soc. Bengal (N. S.), 57.
Compastes minor (Chakräta, N. "W. Indien); E. T. Atkinson, Journ. Asiat.
Soc. Bengal (N. S.), 57, S. 344.
Coptosonia hrunnea (Pundaloya, Ceylon), minima (ibid.) S. 342, Nazirae
(N., Assam; Mungphu, Sikkim) S. 343; E. T. Atkinson, Journ. Asiat. Soc.
Bengal (N.S.), 57.
Dalpada ^jaZfopes (Neu-Britannien) ; G. Fallou, Le Naturaliste, 1889,8.130.
Eurydema vicarium, (Himalaya, Kaschmir); G. Horväth, Termesz. Füzet.
XII, S. 32, consobrinum Put. var. uniforme (Oran); A. Puton, Revue d'ento-
mologie, 1889, S. 307.
Masthletinus nigriventris (Irkutsk); W. E. Jakowleff, Hör. Soc. Ent.
Ross., XXIII, S. 50.
Magymenum Papuensis (Neu-Guinea); W. L. Distant, Trans. Eutom. Soc.
London, 1888, S. 480.
Microdeuterus Ballasi (N. -Indien; = megacephalus DrtM. n&a Herr. -Schilf.);
E. T. Atkinson, Journ. Asiat. Soc. Bengal (N. S.), 58, S. 21.
Nezara antennata Scott var. icterica (Himalaya); G. Horväth, Termesz.
Füzet. XII, S. 31, hreviceps (Warwära, Transkauk.); W. E. Jakowleff, Hör.
Soc. Ent. Ross,, XXIV, S. 323.
A. Laboulbene: Sur les degäts produits sur les epis de mai's par un
insecte hemiptere (Nezara viridula L.); Oompt. Rend. Acad. Sei. Paris, CVIII,
S. 1131 — 1133; s. auch Medina, in Act. Soc. Espaß. Histor. :Natur., XVIH,
S. 89 f.
Peribalus capitatiis (Oasen Nia und Kerla); W. E. Jakowleff, Hör. Soc.
Ent. Ross., XXIV, S. 236, ovatus (Krasnojarsk) ; derselbe ebenda, S. 319.
Phimodera Kiborti (Krasnojarsk); W. E. Jakowleff, Hör. Soc. Ent. Ross.,
XXIII, S. 72, collina (Irkutsk); derselbe, ebenda, XXIV, S. 317.
Piezodorus |)M«ciip^s (Teneriffa); A. Puton, Revue d'entomologie , 1889,
S. 298.
W. L. Distant unterscheidet in analytischer Tabelle Plisthenes Merianae
F., dilatatus Montr. und scutellatus S. 272; die erstere Art ist von Amboina,
der Torresstrasse , Port Moresby, Murray Isl. , dilatatus von Celebes und Port
Moresby, die- neue Art aus dem südwestlichen Guinea bekannt; Ann. a. Mag
Nat. Hist. (6), III, S 271 f.
Polyphima 7iCot;«i(/n (Transkaspien); W, E. Jakowleff, Hör. Soc. Ent.
Ross., XXIV, S. 315.
Priassns carinatus (Himalaya); G. Horväth, Termesz. Füzet. XTI, S. 32
Psacasta transcaspica (Ass-chabad); W. E. Jakowleff, Hör. Soc. Ent.
Ross., XXIV, S. 311, Cerinthe var. argillacea (Koschi); G. Horväth, Wien.
Ent. Zeitg., 1889, S. 173.
Rhaphigaster nebulosa var. hreiyispina (Gerniob); G. Horväth, Wien. Ent.
Zeitg., 1889, S. 174.
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 81
Sciocoris angularis (Teneriffa); A. Puton, Revne d'entomologie , 1889,
S. 298.
G. Horvdth gibt einen essai monographique sur le genre Tri-
gonosoma; Revue d'entomologie, 1889, S.33— 49. Die 13Arten theilt er den bei-
den Untergattungen Trigonosonm s. str. (= Glypheria Muls. B.) zu (Kopf kürzer
als (mit den Augen) breit) und Selenodera (Kopf ebenso lang als breit). Zur
ersteren Untergattung geholt nur T. rusticum F.; zu Selenodera die neuen Arten
crihrosum (Turkestan) S. 39, ceriferum (Taschkent; Khodschent; Sarafschan)
S. 45, Oschaninl (Kodschent) S. 47, ohlongum (Ordubat) S. 49.
Urostylis setifera (Nias); Lethierry, Ann. Mus. Civ. Genova, (2. S.), VI,
S. 461, geniculatus (Amnr); W. E. Jakowleff, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIII, S. 74.
Ortlioptera.
V. Mazzoni: Composizione anatomica dei nervi e loro
modo di terniinare nei muscoli delle cavallette (Oedipoda
fasciata Sieb.)] Mem. Accad. Sc. Istit. Bologna (4), T. 9; 6 Ss. mit
Tafel.
E. Haase sprach in der Gesellschaft naturforschender Freunde
zu Berlin über die Stinkdrüsen der Orthopteren. (Prothorakal-
drüsen von Anisomorpha; Rückendrüsen am Hinterleibe von Peri-
planeta und Corydia); Sitzgsberichte, 1889, S. 57 f.
W. T. Davis stellt a list of the Ortlioptera found on
Staten Island zusammen; Entomol. Americana, V, S. 71 — 81.
(10 Gryllid. , 16 Locustid. , 30 Acridiad. , 1 Phasmid., 5 Blattid.,
1 Forficulid.)
E. Shaw beginnt eine Synopsis of the British Orthoptera;
Entom. Monthl. Magaz., XXV, S. 354— 359, 365—372, 409—421,
450—455.
E. de Selys-Longchamps stellt einen Catalogue raisonne
des Orthopteres et des Neuropteres de Belgique zusammen;
Ann. Soc. Ent. Belg., 1888, S. 103—203.
In seinen Contribuzioni alla fauna degli Ortott eri del
Trentino macht R. Cobelli 6 weitere neue Arten (Aphlebia brevi-
pennis; Tryxalis nasuta; Leptophyes laticauda, punctatissima ;
Meconema brevipenne und Gryllus campestris var. caudata) bekannt,
die auch sämmtlich mit Ausnahme des Meconema für Tirol über-
haupt neu sind; Sitzgsb. Zool. Bot. Ges. Wien, 1889, S. 37 f.
0. Retowski stellt ein Verzeichniss der auf seiner Reise von
Konstantinopel nach Batum gesammelten Orthopteren zu-
sammen; Bericht ü. d. Senckenb. naturf. Gesellsch., 1889, Abhandl.,
S. 217— 223 (3Forficul., 3 Blattid., 2 Mantid., 12 Acridiad., 10 Locust.,
5 Grylhd.).
W. N. Rodsjanko: KSamtki o priamokrilich naskomich (Notes
sur les insectes Orthopteres), Trudi obschestw. ispit. Charkow,
Aicli. f. Natuigesch. Jahif!;. 189(1. Bä.U. H.:i. ^
82 Ph. ßertkaix: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
22. Bd., S. 257—264. — Ist mir nur durch eine Anzeige bekannt
geworden.
J. Redtenbacher liefert als Beitrag zur Orthopteren-
Fauna von Turkmenien ein Verzeichniss der von Radde und
Walter 1886 in Transkaspien gesammelten Arten, nebst kurzen Dia-
gnosen der neuen; Wien. Entom. Zeitg., 1889, S. 23 — 32.
J. Bolivar führt die Ortöpteros de Africa del Museo de
Lisboa auf; Jörn, de Scienc. math. phys. nat. Acad. Lisboa, (2), I,
S. 73 — 112, mit 1 Taf. — Habe ich nicht gesehen; enthält nach
Zool. Anzeig. 112 Arten, darunter 30 neue, und die neuen Gattungen
Ocii orerus, GymnoboHirus.
J. Künckel d'Herculais: Les Acridiens et leurs invasions
en Algerie; Compt. Rend. Acad, Sei. Paris, CVIII, S. 275 f.; Revue
scientifique (3) 43, S. 454—460 mit Abb.; Paris, 1889, 8«., 39 Ss.
mit 42 Abb.
H. de Saussure's Note sur quelques Oedipodiens, en
particulier sur les genres appartenant au type des Sphingonotus,
Mitth, Schweiz. Entom. Gesellsch., VIII, S. 87 — 97, enthalten Er-
gänzungen und Berichtigungen zu den Additamenta etc. des vorigen
Jahres.
B. Haij bringt einen Bidrag tili kännedomen on Acridiod ernas
yttre morphologi (Sternum, Flügel, sekundäre Geschlechtsunterschiede,
Stridulationsapparat, Gehörorgan); Bih. tili K. Svensk. Vet. Ak. Hand-
ling., 13, Afd. IV, N. 9, S. 1—14, 1 Taf.
Der Verfasser nimmt an, dass die proc. meso- und metasternales
der Locustiden und die lobi sternales der Acridier homologe Bildungen
sind, indem die bei den Locustiden selbständigen processus bei den
Acridiern mit einander und den übrigen Sternaltheilen verschmolzen
sind. — Dieser feste Bau der Brust ist nöthig wegen der kräftigen
Entwickelung der Sprungbeine. - — Die kurzflügeligen und flügel-
losen Formen sind als abgeleitete anzusehen; als Ersatz für die
unbrauchbaren Flugorgane sind die Hinterbeine stärker entwickelt,
— Die in der area subcostalis der Oberflügel einiger Stenobothrus-
und Gomphocerus-Weibchen vorkommende, gegen die Grundfarbe der
Flügel grell abstechende erhabene weissliche Linie (1. margi-
nalis) hat als sekundäres Geschlechtsmerkmal einige Bedeutung; sie
dient als Erkennungszeichen des Weibchens und hat für die Er-
haltung der Art dieselbe Wichtigkeit wie der Zirpapparat des
Männchens.
E. Haase sprach vor der Gesellschaft naturf. Freunde, Berlin,
über die Zusammensetzung des Körpers der Schalten;
Sitzgsber., 1889, S. 128 — 136. Ausser den 3 Kopf-, 3 Thorakal- und
den Abdominalsegmenten, die den Körper der Schaben wie der übrigen
Insekten zusammensetzten, schliesst denselben vorn das Frontal-
stück, das die unpaare Oberlippe und die Fühler trägt, und hinten
das vom After durchbohrte After stück, das die den Fühlern ahn-
im Gebiete der Entoinoloe,-ie während des Jahres 1889. 83
liehen Raife, cerci, und ausserdem eine mediane über dem After
lieo-ende Platte, die Afterdecke, trägt. Frontal- und Afterstück
unterscheiden sich von den regulären Segmenten dadurch, dass in
sie sich die sekundäre Leibeshöhle nicht fortsetzt. Die im Embryo
angelegten 10 Abdominalsegmente lassen sich bei den erwachsenen
Formen namentlich auf der Bauchseite nur noch theilweise erkennen.
Das 10. wird zuerst ventral, dann dorsal unterdrückt und verschmilzt
mit der Afterdecke; beim Weibchen rücken 8. und 9. Ventralplatte
über die nach hinten vorwachsende 7. und sind daher von aussen
nicht zu sehen. Die als Anhänge der 9. Bauchplatte entstehenden
Griffel (styli) verkümmern beim Weibchen gewöhnlich beiderseits;
beim Männchen beschränkt sich die Rückbildung vielfach nur auf
eine Seite, wodurch das Hinterleibsende unsymmetrisch erscheint.
Die Gonapophysen erheben sich als warzenartige Zapfen neben der
in der 8. Bauchplatte angebrachten Geschleehtsöffnung in einem einfach
bleibenden Paar und in einem an der 9. Platte entspringenden sich
gabelnden Paar. Die paarigen Krallenhaken des Männchens ent-
stehen am 10. Ringe. — Die beim Embryo entstehenden Abdominal-
beine verschwinden am 1. Hinterleibssegment, nachdem sie sich zu
Blutkiemen entwickelt und meder rückgebildet haben, ohne eine
Spur zu hinterlassen, während sie an den folgenden Segmenten sich
zu seitlichen Platten umwandeln, die mit der dazwischen liegenden
Haut die Bauchplatte des Segments zusammensetzen; am 2. Segment
ist die Zusammensetzung der Bauchplatte aus drei Stücken noch
beim erwachsenen Thier deutlich zu sehen.
N. Cholodkovsky's Studien zur Entwickelungsgeschichte der
Insekten, Zeitschr. f. wissensch. Zoolog., 48. Bd., S. 89 — 100 und
Nachtrag S. 301 f , Taf VIH, behandeln die Gliedmassenbildung bei
dem Embryo der Phyllodromia germanica. Noch bevor am Keim-
streif die Extremitäten hervorzusprossen beginnen und lange bevor
eine eigentliche Segmentirung desselben aufgetreten ist, macht sich
durch eine bestimmte Anordnung der Zellen in konzentrischen
Gruppen eine Zerlegung des Keimstreifs in die den späteren Meta-
meren entsprechenden Bezirke bemerkbar. Von den Extremitäten
erscheinen als Anhänge der Kopflappen die Antennen zuerst und
zwar von Anfang an als post orale Bildungen. Hierauf folgen
1. und 2. Maxille und die 3 Brustfusspaare, und erst dann die Man-
dibeln. Gleichzeitig mit diesen spriesst das 1. Bauch fusspaar hervor,
und diesem folgend in der Richtung von vorn nach hinten 10 weitere.
Von diesen geht das dem 9. und 11. Segment (Afterstück Haase's)
angehörige in die spätere Körperform über; das erstere als Styli,
das letztere als die Cerci. Die übrigen Anhänge verschwinden; das
des ersten Abdominalsegmentes erst spät, nachdem es vorübergehend
eine bedeutende Entwicklung angenommen hat. Es stellt auf der
Höhe der Entwickelung einen lang gestielten kugeligen Körper dar,
der mit Ausnahme des Stieles kein Lumen besitzt, und daher auch
nicht als Kiemen angesehen werden kann; Cholodkovsky deutet ihn
als Träger eines den Sinnesorganen der Fliegenhalteren vergleich-
84 Pli- Bei'tkau: Bericht über die wisseiiscliaftlicheu Leistungen
baren Sinnesorgans. — Das „Rückenorgan" stellt eine durch die
pallisadenartige Entwicklung der Zellen entstehende Platte der Serosa
dar und wird später zwischen Kopf und Pronotum eingezogen.
Aus seinen Beobachtungen zieht Cholodkovsky den Schluss, dass
die Insekten von polypoden, und zwar von homopoden Vorfahren,
also Myriapoden, abstammen. Die als Legescheiden und männliche
Begattungsorgane auftretenden Anhänge an den hinteren Abdominal-
segmenten der fertigen Insekten sind nicht sekundär erworbene
Bildungen, sondern gehen aus den embryonalen Abdominalanhängen
der entsprechenden Segmente hervor; noch mehr sind die ,,Bauch-
fiisse" der Raupen echte embryonale Gliedmassen, ,, welche in der
postembryonalen Entwickelung beibehalten werden und deren letztes
Paar beim Männchen in der Rolle der app. copulatoriae zeitlebens
erhalten bleibt".
Zur Anatomie der Blattiden macht E. Haase im Zool.
Anz., 1889, S. 169 — 172 folgende Mittheilungen. Die Deutung der
von Minchin an der 6. Rückenplatte beschriebenen Drüsen als
Stinkclrüsen wird bestätigt, da der durchdringende Schabengeruch
sich sofort verbreitet, wenn durch Zusammendrücken des Hinterleibes
die Taschen mit ihren die Ausführungsgänge der Drüsen enthaltenden
Haaren hervorgestülpt werden; auch Haase erinnert daran, dass die
von Gerstäcker bei Corydia beschriebenen ausstülpbaren Hantanhänge
zu den Seiten der beiden ersten Hinterleibsringe einen ähnlichen
Bau haben, und zieht ferner die ausstülpl)are Nackengabel der Papi-
lionidenraupen und die bauchständige Prothorakaldrüse der Vanessa-
raupen zum Vergleich heran. Beim Männchen der Phyllodromia
germanica hat die 6. Rückenschiene hi der Mittellinie eine Ein-
stülpung, welche zu einer vorderen unpaaren und "2 hinteren seitlichen
Taschen führt; die 7. Schiene hat jederseits ebenfalls eine Tasche;
die Oeffnungen dieser Taschen sind von einem starken Chitinwalle
umgeben, der starre Borsten trägt; der Grund ist mit feinen Poren
besät, die die Mündungen schlauchförmiger, einzelliger Hautdrüsen
sind. Das Drüsensekret ist eine klare, ölige Flüssigkeit, die einen
angenehmen, an Früchte erinnernden Geruch verbreitet; in der
Tasche selbst wurde ein Inhalt nie wahrgenommen. Diese Drüsen
sind als Duftorgane anzusehen. — Vergl. den vor. Ber. S. 81.
C. Brongniart macht interessante Mittheilungen über den
Körperbau der Schaben der Kohlenformation; Compt. Rend.
Acad. d. Sei., Paris, CVIII, S. 252. Während von den beiden von
Scudder nach dem Flügelgeäder unterschiedenen Familien der
Blattinariae und Mylacridae die letzteren bisher nur aus Amerika
bekannt waren, fand Fayol sie bei Commentry ebenso zahlreich wie
die ersteren, und brachte über GOO Stück davon zusammen. Darunter
waren manche, deren Körper so gut erhalten war, dass er gestattete,
sowohl einen Unterschied der beiden Familien als auch der fossilen
Blattiden von den heutigen anzugeben. Die Blattinariae haben
näudich einen stark gerundeten Prothorax, der schmäler ist als der
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 85
von den Flügeln bedeckte Theil dss Körpers; die Mylacriden haben
einen gedrungenen Körper mit einem breiteren Prothorax, der un-
gefähr die Gestalt eines Dreiecks hat, dessen Basis vorn liegt. — Beide
Familien haben einen Charakter, der sie von den heutigen Schaben
unterscheidet. Die letzte Rückenschiene ist verbreitert, gerundet
und durch zwei Längsfurchen in 3 l'heile getheilt. Beim Männchen
bietet die letzte Bauchschiene nichts ungewöhnliches; aber beim
Weibchen endet diese Schiene mit einer Art dünnen Bohrers, der
so lang wie der Hinterleib, an der Basis verbreitet und kielförmig,
gegen das Ende gestreckt ist. Der Apparat gleicht dem Üvipositor
von Eurycantha (Phasmide) mehr als den Locustiden und führt zu
der Vermuthung, dass die alten Schaben ihre Eier nicht in Kapseln
ablegten, sondern einzeln und vielleicht mit Hülfe des Bohrers sie
in Pflanzentheile einführend.
P. H. Dudley theilt Observations on the Termites, or
white ants, of the Isthmus of Panama mit; Transact. of the
New York Academj of Sciences, VHI, S. 85— 114, Pl.I und 9Holzschn.
Der Verfasser unterscheidet 10 Arten: 1 Calotermes (marginipennis),
5 Termes (am häufigsten testaceus), 4 Eutermes, wobei er zu Termes
die Arten rechnet, deren Soldaten lange Mandibeln haben, und zu
Eutermes diejenigen, wo die Soldaten die Vorderseite des Kopfes
in eine lange Spitze verlängert haben (,,nasuti"). Die Thätigkeit
dieser Termiten zerstört in Verbindung mit dem feuchten Klima der
Westküste des Isthmus und dem dadurch begünstigten Wachsthum
der Pilze in wenigen Jahren fast alles Holzwerk; am widerstands-
fähigsten ist die ,, Spanische Ceder''. Eutermes legen ihre unregel-
mässig kugeligen Nester zwischen Zweigen an. Wird dasselbe verletzt,
so begeben sich die Soldaten an die bedrohte Stelle, während Ar-
beiter zunächst die Bruchfläche mit einem kleberigen Sekret aus ihrem
After anfeuchten, dann kommen andere und fügen einen Baustein
ein, worauf sie sich herumdrehen und auch diesen mittels des er-
Avähnten Sekrets befestigen. In ähnlicher Weise hüllen sie I'remd-
körper, z. B. eine todte Ameise, ein ; auch hier vollziehen die Arbeiter
das Geschäft, scheinen aber den Befehl dazu von . den Soldaten zu
erhalten. Exemplare einer weissen Art in das Nest einer gelben
Art gebracht wurden sofort angegriffen, ihrer Gliedmassen beraubt
und so wehrlos gemacht. — Wenn Soldaten von Termes testaceus
von anderen angegriffen wurden, so wehrten sie sich mit ihren starken
Kiefern; waren die Gegner aber zu mächtig, so erlirachen sie eine
milchige Flüssigkeit, welche die Feinde zu ersticken schien. Eine
vibrierende Bewegung, welche man namentlich an den Soldaten häufig
sehen kann, scheint ein Mittel der Verständigung zu sein. (Die
meisten dieser Beobachtungen sind an den Veröffentlicher brieflich
von Beaumont mitgetheilt; Fr. Müller hatte früher von brasilianischen
Arten angegeben, dass sie Lücken in ihrem Bau mittels ihres Kothes
ausbessern).
In einer Nota intorno alle Termiti gibt B. Grassi die Er-
klärung dafür, wie es den Termiten möglich ist, aus Individuen, die
SQ Ph. Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
befähigt sind, sich zu geflügelten zu entwickeln, König und Königin
entstehen zu lassen. In dem Darm der Termitenlarven finden sich
Unmassen von Protozoen, die den Darm auftreiben und durch den
Druck die Entwickelung der Geschlechtsdrüsen hindern. Die Indi-
viduen, die bestimmt sind, sich zu König oder Königin zu entwickeln,
werden von diesen Schmarotzern befreit, worauf die Geschlechtsorgane
sehr rasch reifen. Bull, mensile d. Accad. Gioenia, 1889, Fase. VIII,
S. 3f
Ein weiterer Beitrag zur Kenntniss des Termitenreiches
von demselben, Zool. iVnz. 1889, S. 355 — 361, beschäftigt sich
hauptsächlich mit der Frage nach den verschiedenen zur Fortpflanzung
befähigten P'ormen. Bei Calotermes flavicollis lassen sich nicht
nur die jüngsten Larven, sondern auch solche mit Flügelansätzen
und Nymphen zu Ersatzkönigen und -Königinnen erziehen. Bei
Termes lucifugus ist das Verhältniss wahrscheinlich folgendes:
Von den alljährlich in ungeheurer Anzahl erzeugten geschlechtlich
fruchtbaren Individuen erlangen nur die im Frühling reifenden völlige
Flügel und können als wahrer König und Königin einen neuen
Staat gründen. Diejenigen aber, welche im Sommer reifen, erwerben
nur einen Flügelansatz und bleiben (als die sog. Nymphen 2. Form)
im Neste, begatten und vermehren sich. Diese Form ist nach
Grassi aber nicht der Ersatzkönig und die Ersatzkönigiu, welche
letztere sich aus jungen noch undiflerenzierten Larven, vielleicht
auch aus Nymphen der ersten Form erzielien lassen; vielmehr nennt
Grassi diese aus der 2. Nymphenform bestehende und hervorgehende
Geschlechtsgeneration Komplementkönig und -Königin. Der
Komplementkönig stirbt im Herbst; die Königin a])er bleibt am
Leben und unterbricht während des Winters und ersten Frühjahrs
nur das Eierlegen, um im Mai mit demselben wieder zu beginnen;
wie lange sie leben können, ist noch nicht ausgemacht. Diese
Komplementpaare zeigen sich also normalerweise in jedem Stocke
von Termes lucifugus; die Ersatzkönigspaare werden aber nur er-
zogen in Kolonieen, in denen kein Königspaar und keine Nymphen
der 2. Form (oder diese in nur geringer Zahl) vorhanden sind.
Auf welche Weise die Ersatz- und Komplementkönige sich ent-
wickeln, wurde noch als unklar hingestellt. Nur spricht Grassi
auch hier aus, dass die in dem Blinddarm schmarotzenden Protozoen,
die sich bei jeder Häutung verlieren, bei den Arbeitern und Soldaten
aber dann wieder einstellen, bei den zu Geschlechtsindividuen be-
stimmten Ijarven und Nymphen endgültig fern bleiben. — Aus
Larven, welche schon so weit difl'erenziert sind, dass sie als Larven
von Arbeitern oder Soldaten zu erkennen sind, lassen sich keine
Ersatzpaare erziehen. — Dieselbe Mittheilung ist gleichlautend in
den Entom. Nachr., 1889, S. 213 — 220 abgedruckt und in Psyche, V,
S. 250 — 255 übersetzt.
im Gebiete der Entomologie währeud des Jahres 1889. 87
H. A. Hagen beginnt in Psyche, V, S. 241 — 250 eine Synopsis
of the Odonata of North America mit der Beschreibung der
(5) Calopteryx- Arten.
W. N. Rodsjanko: K swedenijam ob odonatologita-
cheskoi faune poltawskoi i charkowskoi gubernij. (Sur les
Odonates des gouv. de Poltawa et Charkoff ) ; Trud. Obsch. isjnt. prir.
Charkow, 22, S. 209-223.
R. Martin: Les Agrionidees frauQaises; Feuille Jeim.
Natural., 19, S.;dl-38 Calopter., 8. 83, 95-97, 110- 1 13 Agrionines.
A. Preudhomme de Borre: Repertoire alphabetique des noms
specifiques admis ou proposes dans la sousfamille des Li-
belluli n es, avec indications bibliographiques , iconographiques et
geographiques. Bruxelles, F. Hayez, 1889, 8'^, S. 1 — 38.
F. Karsch bringt einen Beitrag zur Kenntniss der Libellu-
linen mit vierseitiger cellula cardinalis (Nannophya Ramb.)\
Entom. Nachr., 1889, S. 245 — 263. Er theilt diese zarten, kleinsten
und durch ihr unregelmässiges Flügelgeäder ausgezeichneten Arten
in die beiden (jruppen Nannoph. secretae (mit sehr ungleichschenkelig
gebrochener Vorderseite der cellula cardinalis der Vorderflügel), und
N. typicae (mit gleichschenkelig oder ziemlich gieichschenkelig ge-
brochener Vorderseite). Ferner wird Gewicht darauf gelegt, ob die
„nervale terminale surnumeraire anti'cubitale" de Selys', die über-
zählige Antecubitalquerader, vorhanden ist oder nicht.
Derselbe bringt Beiträge zur Kenntniss der Arten und
Gattungen der Libellulinen, indem er 1. einige voraussichtlich
neue Arten bekannt macht; 2. einige neue, auf bereits beschriebene
oder neue Arten gegründete Gattungen charakterisirt, und 3. einige
irrthündiche Angaben Brauer's und Kirby's richtig zu stellen sucht;
überdies gruppirt Karsch die Gattungen in der ihm natürlicher er-
scheinenden Reihenfolge. Berlin. Entom. Zeitschr., 1889, S. 347 — 392.
W. F. Kirby verfasste a Revision of the subfamily Libel-
lulinae, with descriptions of new genera and species; Transact.
Zool. Soc. London, Vol. XII, S. 249—348, PL LI— LVII. Das Material
zu dieser Revision wurde wesentlich durch die Sammlung des Briti-
schen Museums geliefert. Sie besteht aus einer Einleitung (S. 249
bis 257) mit einer kurzen Schilderung des Körperbaues, einer Tabelle
der Gattungen (S. 257—265), Beschreibung der Gattungen (S. 265
bis 314), Beschreibung neuer Arten (S. 314 — 345), Tafelerklärung
(S. 345 — 348). Die Gattungen sind hauptsächlich auf das Flügel-
geäder, das auf Taff. LV — LVII in seinen wesentlichen Bestandtheilen
von mehreren Arten abgebildet ist, begründet; nur selten und mehr
nebensächlich findet die Bildung des Kopfes, der Augen, Fussklauen,
des Hinterleibes und seiner Anhänge Verwendung. Die Zahl der
Gattungen beträgt 88, von denen 40 neu aufgestellt sind (und zu
denen Karsch noch weitere 15 gründet). Die 4 ersten Tafeln ent-
88 Pli- Bertkau: Bei'iclit über die wissenschaftlichen Leistungen
halten die farbigen Abbildungen ganzer Thiere, meist Vertreter der
neuen Gattungen, die 3 folgenden Detailzeichnungen des Flügel-
geäders (Kopfes, Fussklauen, Abdominalanhänge).
H. Hagen macht über die früheren Zustände der Li-
bellen (nebst Andeutung über Bildung des Thorax) eine Mit-
theilung; Stettin. Entom. Zeitg. 1889, S. 162 — 167; über die letztere
Frage s. oben S. 22.
Weltner fand im Tegeler See bei Berlin einen Laich, der bei
4 — 5 Mm. Dicke die Länge von 41 Cm. besass. Derselbe wird der
Gattung Cordulia oder Epitheca zugeschrieben; Sitzber. Gesellsch.
naturf. Freunde Berlin, 1889, S. 146 f.
(x e n u i n a.
Blattidae. Von Gräfe theilt einige Fälle (aus den russisch -asiatischen
Provinzen) mit, wo Pliyllodromia germanica die Periplaneta orientalis und andere
Blattideu verdrängte; Societas Entomologica, IV, S. 81 f.
Gh. Brongniart, Les Blattes de l'epoque houillere; Gonipt. Rend.
Acad. Sei. Paris, CVIII, S. 232-254; s. oben S.84.
Etoblattina tenuis S. 46, fasciata S. 47, tnarginata S. 48, stipata S. 50, va-
rieijata S. 51, stmjosa S. 52, Hustoni S. 53 (alle aus den Kohlenlagern von Will's
creek, Richmond, Jeiferson Go., Oliio); S. H. Scudder, Proc. Boston Soc. Nat.
Hist., XXIV.
Heterogamia pellucida (Turknienien") ; J. Redtenhacher, Wien. Entom.
Zeitg., 1889, S. 25.
Oryctoblattina Arndti aus der Plattenkohle von Treniosnä bei Pilsen);
J. Kusta, Sitzgsber. k. böhm. Gesellsch. Wissensch., Matliem. — naturw. Klasse,
1888, S. 387—391 und deutsch S. 391—393 mit Holzschn.
Forficulidae. A. de Bonn ans zählt die von Fea auf seiner Birma-
nischen Reise gesammelten (35) Forficuliden auf; Ann. Mus. Giv. Genova, (2. S.),
VI, S. 431 bis 448.
Anechura Feae (Tenasserini); de Bornians, Ann. Mus. Giv. Genova,
(2. S.), VI, S. 445 mit Holzschn.
Auchenomus birnianus (Bhamö); de Bormans, Ann. Mus. Giv. Genova,
(2. S), VI, S. 436 mit Holzschn.
Ghelisoches (jhmcopterus (Catcin; Tenasserini); de Bormans, Ann. Mus. Giv.
Genova, (2. S.), VI, S. 441 nebst Holzschn.
Labidura nigricurnis (Ghristmas Isl.); W. F. Kirby, Pi'oc. Zool. Soc. London,
1888, S. 546.
Phasmidae. W. F. Kirby bringt descriptions of (4) new species
of Phasmidae from Dominica, Santa Lucia, and Brazil . . . .; Ann. a. Mag.
Nat. Hist. (6), III, S. 501--504.
Derselbe desgl. Notes on the species of Phasmidne coli ... in
the Louisiade Arcliipelago; ebenda, IV, S. 229— 231.
Ahrachia (n. g.) brevicornis (Therezopolis); W. F. Kirby, a. a. O., III,
S. 504.
im Gebiete der Entomologie währeml des Jahres 1889. 89
Clitumnus ^"^//pnoic^es (Christmas Isl.); W. F. Kirby, Pi'oc Zool. Soc. London,
1888, S. 547.
Diapheromera (?) Sanssurü (Dominica); W. F. Kirby, Ann. a. Mag. Nat.
Hist (6), ni, S. 501.
Gratidia bitiiberculata (Kra^novfodsk; Askhabad); J. Redten b ach er, Wien.
Entom. Zeitg., 1889, S. 26.
Promachus spinosus (Rössel Isl.) S. 230, insularis (Sudest Isl.. Loiüsiade
Arch.) S. 231; W. F. Kirby, a. a. 0., IV.
Pseudobacteria longiceps (Sa. Lucia); W. F. Kirby. Ann. a. Mag. Nat. Hist.
(Ü), in, S. 503.
Ptei'inoxylns crassus (Dominica); W. F. Kirby, a. a. 0., S. 502.
Mantidae J. "Wood-Mason: a catalogue of the Mantodea with
descriptions of new genera and species , and an ennmei'ation of the specimens,
in the collection of the Indian Musenm, Calcntta. No. 1, S. 1—48, with 34 woodc.
Calcntta, 1889. Enthält nach Zool. Anz. 87 Arten (5 n.) und die neuen Gattungen
Paroxyophth almiis , Parepiscopus.
Danuria serratodentata (Malange), impannosa (Gebal Fung, Nubien);
F. Kar seh, Entom. Nachr., 1889, S. 274.
Phyllium gelonus immature stage in the Zool. Societj-'s insect - house;
Proc. Zool. Soc. London, 1889, S. 262 f. mit Holzschn.
J. Wood-Mason gibt eine Monographie der Gattung Phyllot helys,
Ann. a. Mag. N. H. (6), IV, S 365—368 mit 2 Holzschn., in der er zu den
beiden bekannten Arten Ph. Westwoodi und paradoxum die beiden neuen Ta-
probanae (Ceylon) S. 366 Fig. 1 und Malmjae (Perak) S. 267 Fig. 2 beschreibt.
Acridiadae. F. Kar seh theilt die Mastaciden in die beiden Gruppen
Erianthina {Vorderschenkel am unteren Aussenrande mit präapikalem Zahne,
Kopfgipfel über die Augen hinaus vorgezogen; vorderstes Tarsenglied der Hinter-
beine an beiden Rändern gezähnt oder gesägt) und Mastacina (Vorder-
schenkel unten ohne Auszeichnung). Die erstere Gruppe ist nur in Asien und
Australien, die letztere in Asien, Amerika und Afrika vertreten. Zu den
Erianthinen gehören die Gattungen Mnesicles /SM7, Adrapetes, Erianthus ÄMZ;
zu den Mastacinen Erucius Stkl, Mastax Party, Masyntes, Penichrotes,
Thericles Stkl, Macromastax, Peoedes, Euschmidtia; Entom. Nachr. 1889.
Adrapetes (n. g. Erianthiu.) serraticrus (Segaarbay, N"eu - Giiinea) ;
F. Karsch, Entom. Nachr., 1889, S. 29.
Compso(r)rhipis iüx Callirrhipis H. deSauss. praeocc; H. de Saussure,
Mitth. Schweiz. Entom. Gesgllsch., VIII S. 87.
Euschmidtia (n. g. Mastacin.) »S'a«s/&ar«ca (Usambara) ; F. Karsch, Ent.
Nachr., 1889, S. 35.
Macromastax (n. g. Mastacin.) infernalis (Madagaskar); F. Karsch,
Entom. Nachr., 1889, S. 34.
Masyntes n. g. Mastacin. für (Mastax) Gundlachii Scudd.; F. Karsch,
Ent. Nachr., 1889, S. 31.
Penichrotes (n. g. Mastacin.) niidata (Madagaskar); F. Karsch, Entom.
Nachr., 1889, S. 32.
Peoedes (n. g. Mastacin.) appendiculatus (Madagaskar); F. Karsch, Ent.
Nachr., 1889, S. 35.
90 Ph. Bertkan: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Flagiotriptus (n. g. von Choroetypus durch den Mangel von Vorder- und
Hinterfliigeln, ungezähnte Tarsen der Hinterbeine und nicht blattartig ver-
breiterte Vorder- und Mittelschenkel verschieden) für (Choroetypus) hippiscus
Ger St.; F. Kar seh, Entora. Nachr., 1889, S.S.
Choroetypus ceylonicus (C); F. Karsch, Entom. Nachr., 1889, S. 8.
Derocorystes (Cyphophorus) curvi2>es S. 29, roaeipennis S. 30 (Askhabad;
Krasnowodsk); J. Redtenbacher, Wien. Entoni. Zeitg., 1889.
Cazurro theilt mit, dass er in dem 1655 erschienenen Museum Wormianum
bereits eine sehr gute Beschreibung der Cuculligera flexuosa Serv. unter
dem Namen Locusta Hispanica gefunden habe; Act. Soc. Espaii. Hist. Natur.,
XVIII, S. 80 f.
Epacromia thalassina F. var. approximans (Batum); 0. Retowski, Bericht
ü. d. Senckenb. naturf. Gesellsch., 1889, Abhandl. S. 219.
E. rufostriata (Christmas Isl.); W. F. Kirby, Proc. Zool. Soc. London,
1888, S. 550.
Eremobia fuscipennia (Turkmenient; J. Redtenbacher, Wien. Entom.
Zeitg., 1889, S. 28.
Erianthns erectus (Luzon); F. Karsch, Entom. Nachr., 1889, S. 29.
Euprepocnemis adsperm (Askhabad; Duschak; Elisabethpol); J. Redten-
bacher, Wien. Entom. Zeitg., 1889, S. 30.
H. de Saussure stellt in Mitth. Schweiz. Entom. Gesellsch., VIII, S. 87 ff.
eine Tabelle zur Unterscheidung der Gattungen und Arten der Leptopternis-
Gruppe, nämlich Leptopternis, Leptoscirtus und Conipoda, auf. Von Leptoscirtus
wirdL. Savignyi (Aegypten) S. 89, von Leptopternis L. (Hyalorrhipis) Bhamses
(Aegypten) S. 94 nach Savigny's Abbildungen in der Description de FEgypte
beschrieben.
Mastax semicoeca als n. A. angedeutet von Brunn er v. Watten wyl,
Sitzb. Zool. Bot. Ges. Wien, 1889, S. 48; vgl. oben S. 7.
A report on the lesser niigratory locust (Melanoplus A tlantisj;
C. L. Marlatt, Insect life, II, S. 66-70.
Mnesicles crassipes (Luzon); F. Karsch, Entom. Nr.chr., 1889, S. 28.
Primnia (?) orientalis (Chi'istmas Isl.); W. F. Kirby, Proc. Zool. See. Lon-
don, 1888, S. 549.
Stenobothrus geniculatus Ev. in Finnland (Kirinebb); A. ßoman,
Meddel. Soc. pro faune et flora Fennica, XV, S. 184.
Thericles carinifrons (Kitui); F. Karsch, Entom., Nachr., 1889, S. 33.
Tettix serripes (Turkmenien); J. Redtenbacher, Wien. Entom. Zeitg.,
1889, S. 28.
Locustidae. Glyplionotus n. g. für (Locusta) thoracica Fisch. W.; die
Art ist beschrieben aus Sibirien, Turkmenien, Turkestan; J. Redtenbacher,
Wien. Entom. Zeitg , 1889, S. 31.
B. Haij fand durch eine Vergleichung der von Borck für Bai'bitistes
glabricauda Charp. gehaltenen Exemplare mit der Beschreibung Charpentiers,
dnss sie die Nymphen von B. punctatissima JBosc. sind; diese letztere Art
fand er auf Öland; Öfvers. K. Vetensk.-Ak. Förh., 1887, S. 533 f.
B. serricauda bei Gerolstein in der Eifel; Bertkau, Korrspbl. Maturh.
Ver. d. preuss. Rheinl., Westf. etc., 1889, S. 70.
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 91
L. Boutan tbeilt quelques details sur les moeurs de l'Ephippi-
gere, Ephippiger rugosicollis Serv. mit; Revue biologique du Nord de la
France, 1, S. 406 — 413, PI. VI 11. Die Art kommt in 2 Farbeuvarietäten vor:
die eine, grün, hält sich auf Blättern, die andere, braun, mehr an den Stämmen
der Bäume und Sträucher auf. Der Verfasser beschreibt die Begattung, welche
24 Stunden währte; Spermatophoren, die von Eph. vitium und Locusta viridissima
beobachtet sind, scheinen hier nicht dem Weibchen äusserlich angeheftet zu
werden. Zur Eiablage beisst das Weibchen die Zweige von der Dicke einer
Gänsefeder bis aufs Mark ein und legt dann ein Ei in das Mark ; dieses wieder-
holt es an demselben Zweige in gleichen Abständen mehrere Male.
Gryllacris rufovaria (Chiistmas Isl.); W. F. Kirby, Proc. Zool. Sog. London,
1888, S. 548.
Hemideina mte«5 (Waipawa) ; W. Colenso, Trans. New Zealand Institute,
XXI, S 193.
Isophya Schoenemanni (Chili); F. Karsch, Entom. Nachr., 1889, S. 126.
Poecilimon similis (Sinope; Batiun); 0. Retowski, Bericht ü. d. Sencken-
berg. naturf. Gesellsch., 1889, Abhandl., S. 220.
Gryllidae. Eine Enumeraciön de los Grilidos de Filipinas von
J. Bolivar, An. Soc. Esp. Hist. Natur., XVIII, S. 41.5-431, macht 57 Arten
namhaft, während in Jordan's „Bosquejo geogräfico e histörico natural del
archipielago filipiuo" (1885) 36 aufgeführt waren, von denen 2 in eine zusammen-
gezogen werden müssen. Die erheblich grössere Zahl, welche vorliegendes Ver-
zeichniss enthält, rührt wesentlich von dem Sammeleifer der Herren C. Mazurredo,
J. Perez Maeso und D. Sänchez y Sanchez her.
Arachnopsis annulijjes (Cueva Puniug); J. Bolivar, a. a. ü., S. 423.
Ectatoderus cucidlatus (Vulkan Mayon); J. Bolivar, a. a. O., S. 421.
Euscirtus Maesoi (Philippinen); J. Bolivar, a.a.O., S. 429.
The Mole-cricket (Gryllotalpa vulgaris) in New Zealand;
T. W. Kirk, Trans. New Zealand Institute, XXI, S. 233—235.
Lebinthus Sanchezi (Jala Jala); J. Bolivar, a. a 0., S. 425.
Mnesilochus pallidulm (Sibul): J. Bolivar, a. a. 0., S. 428.
Nemobius tagalicus (Causip; Ligao) S. 417, Luzonicus (Philippinen) S. 418;
J. Bolivar, a. a. 0.
Oecanthus niveus De G., latipennis Bil. und andere „the crickets"
sind Insektenfresser und gehen zu Grunde, wenn sie auf pflanzliche Kost allein
angewiesen sind; M. E. Murtfeldt, Insect life, II, S. 130—132; s. auch ebenda,
S. 125.
Oecanthus pellucens bei Guadalcanal und Cazalla de la Sierra;
Medina, Act. Soc. Esp. Hist. Nat., XVIII, S. 126 f.
Phisis Listeri (Christmas Isl); W. F. Kirby, Proc. Zool. Soc. London,
1888, S. 547.
Pseudoueiiroptera
Perlidae H. AI bar da veröffentlicht Notes sur les Perlides decrites
parle Dr. R am hur, die die Synonymieder vonRambur beschriebeuen Arten zum
Gegenstande haben; Ann. Soc. Ent. Belg., XXXIII, S. 1—13. Pteronarcys pro-
taeus (Newm.) = regalis Newm.; Perla parisina = Isogenus nubecula Newm.,
proxima = nubecula Newm. var. proxima Ramb., dipsar = Dictyopt. micro-
92 Pli- Bertkau: Bericht über die wissenschaftliclien Leistungen
cepliala ^ Pkt. forma inicroptera, hispanica = Dict. rectaugula Pict., m-
txicata Cl-'ic^.) = (Dict.) iutricata Pict., dubia — abdominalis, malaccensis =
Perla flaviventris (Hoffmansegy) Pkt., angustata = bicolor I?t<r9H,. grandis
== maxima Scop. = bipunctata Pzc^., barcinonensis = marginata Pa«5:., madri-
tensis = marginata Panz. var., baetica = cephalotes Curt., pensylvanica =
(Acroneuria) abnormis Newm., viridella = (Chloroperla) rivulorum Pict.,
Chlorella = (Chlorop.) grammatica Scop., tenella = (Chlorop.) griseipennis Pict.;
Leptomeres rufeola = Isopteiyx Burmeisteri Pkt., flaveola = Is. tri punctata
Scop., pallidella und albidella = Is. apicalis Newm.; Nemura nebulosa (L.) =
Taeniopt. nebulosa L., womit Rambur F. trifasciata Pkt. vermengt hatte; mi-
nuta = T. nebulosa (^ forma microptera, socia =: nebulosa ,^, lunata = va-
ricgata Oliv., Genei = ein er a Oliv., pygmaea = Leuctra nigra Oi/v., Fons-
colombei = Leuctra geniculata Steph.
Derselbe führt in einer Note sur la Taeniopteryx nebulosa L.
et la T. praetexta Burm. aus, dass die Männchen von T. nebulosa wie von
trifasciata Pict. dimorpli sind, indem neben solchen, deren Flügel fast ganz
wie bei den Weibchen entwickelt sind, solche mit vcrkünmierten Flügelu vor-
kommen; die ersteren sind die Semblis praetexta Burm., Nemura socia Bamb.
(vergl. oben); die letzteren die Neni. minuta Bamb.; N. praetextata Pi'ti. ist eine
andere als die Burmeister'sche Art und wird S. 11 T. neglecta genannt; ebenso
ist T. praetexta Brauer & Loeiv eine andere Art, die S. 13 T. Loeivii genannt
ist. Die Taeuiopteryx-Arten zerfallen in 2 Gruppen: 1. Die subcostalis mündet
in den Radius , nachdem sie gegen die costalis einen Bogen gemacht und sich
mit ihr durch eine (bei T. neglecta durch 2 — 3) Queradern verbunden hat; hierhin
T. nebulosa, neglecta, Loewii; 2. Die subcostalis mündet in die costalis, nachdem
sie sich mit dem Radius durch eine Querader verbunden hat; hierher T. trifa-
sciata und monilicornis; ebenda S. 1 — 15 PI. I.
Ephemeridae. Dityoneura 31ov[/i (foss.); Compt. Rend Soc. philomath.
Paris, 1889, No. 7. S. 22 f.
Odonata.
Äet/triamanta (n. g. Libellulin., für Libellula brevipennis Bamb.; W. F.
Kirby, Revision, S. 283, PI. LIH, Fig. 3 und) rezia (Madagaskar); W. F. Kirby,
Proc, Zool. Soc. London, 1889, S. 298.
Allorrhizucha (n. g. Libellulin.) ^Zii»Y/i (Kamerun); F. Karsch, Berlin.
Entom. Zeitschr., 1889, S. 390.
Anatya (n. g, Libellul. S. 293) anomala (Brasilien); W. F. Kirby, Re-
vision, S. 338, PI. Llir Fig. 9, LVIl Fig. 7.
Antidythemis (n. g. Libellul.) tramelfurmis (Para); W. F. Kirby, Re-
vision, S. 267, 315, PI. LI Fig. 4.
Bclonia (n. g. Libellul. S. 288) /b^mf« (Mexiko; Guatemala) PI. LIV Fig.4,
uniformis (Mexiko) S. 333, lomjipennis [GM^wi^») S. 334; W. F. Kirby, Revision-
Brachygonia n. g. Libellul. für (Tetrathemis) oculata Brau.; W. F. Kirby,
Revision, S. 310.
Brachymesiu (n. g. Libellul. S. 280) anstralis (Sydneyi; W. F. Kirby,
Revision, S. 330.
im Gebiete fler Entomologie während des Jahres 1889. 93
Camacina n. g. Li bell, für (Nenrothemis) gigantea Brauer; W. F. Kirby,
Revision, S. 266.
Camacinia Harterti (Sumatra); F. Karsch, Berlin. Entom. Zeitschr. 1889,
S. 359.
Cannacria (n. g. LibcUul. S. 300) Batesü (Amazons); W. F. Kirby,
Revision, S. 341, PI. LIII Fig. 1, LVII Fig. 9.
Cann aphila (n.g.Libellul. S.305) hisularis (Haiti; Jamaika); W. F. Kirby,
Revision, S. 341.
Chalcosteph ia (n. g. Libellul. S. 293) flavifrons (Angola); W. F. Kirby,
Revision, 337.
Compsothemis (n. g. Libellulin.)/-e^aZis (Madagaskar); F. Karscb, Entom.
Nachr., 1889, S. 276. (Diese Gattung wird Berl. Entom. Zeitschr., 1889, S. 352
eingezogen, und die Art als Rhyothemis cognata Bcimb. erkannt).
Corduliops (n. g. Libellulin.) metallifrons (Sansibar) ; F. Karsch, Berlin.
Entom. Zeitschr., 1889, S. 375.
Dasythemis (n. g. Nanoph. secret.) lirioim (Brasilien); F. Karsch, Entom.
Nachr., 1889, S. 252.
Beielia (n. g. Libellul. S. 281) fuseiata (Sandwich-Ins.); W. F. Kirby,
Revision, S. 330, PI. LIII Fig. 3.
Z)4cra?joj)i/(/a(u.g. Libellulin. )??K«j(ZwZrt (Sansibar ;Delagoabai); F. Karsch,
Berlin. Entom. Zeitschr., 1889, S. 283.
Diplacodes n. g. Libellulin. für (Libellula) tetra Bamh. (typ.) und alle
Brauer'schen Arten seiner Gattung Diplacina mit Ausnahme deren Type;
W. F. Kirby, Revision, S. 307.
Epliidatia (n. g. Libellul., für Erythemis Hag. typ., wahrscheinlich auch
Macronia cubensis Scudd., S. 283 und) amazonica (Santarem; Para); F. W. Kirby,
Revision, S. 331.
Fylgia (n. g. Libellul. S. 312) amasomca (Para); W. F. Kirby, Revision,
S. 344, PI. LI Fig. 2, 3.
Fylla (n. g Libellul. S. 313) exigua (China; Borneo; Buru; Gilolo; Morty);
W. F. Kirby, Revision, S. 345, PI. LH, Fig. 6.
Helothemis n. g. Libellulin. für (Libellula) dorsalis Bamh.; F. Karsch,
Berlin. Entom. Zeitschr., 1889, S. 377.
Hemis tigma n. g. Libellul. für (Libellula) albipuncta Bamh.; W. F. Kirby,
Revision, S. 295.
Hydrohasileus (n. g. Libell, prope Trameam, S. 266) vittatus (Menado,
Celebes); W. F. Kirby, Revision, S. 314.
Holotania n.g.Libellul. für (Libellula) axilena Westw.; W. F. Kirby,
Revision, S. 289, PI. LVII, Fig. 2.
Hypothemis (n. g. Nannophy. typic.) Hageni (Fidschi I.); F. Karsch,
Entom. Nachr., 1889, S. 261.
Jagoria (n. g. Aeschnin.) poeciloptera (Luzon); F. Karsch, Entom. Nachr.,
1889, S. 239.
Lathrecista (n. g. Libellul. S. 291 , für Libellula pectoralis Brau, und)
terminalis (Borneo); W. F. Kirl)y, Revision, S. 335.
Mulamarptis (n. g. Libellulin.) Mnc/r/ (Theresopolis, Bras.); F. Karsch,
Berlin. Entom. Zeitschr., 1889, S. 382.
94 Ph. Bertkau: Bericht über flie wissenschaftlichen Leistungen
Miathyria (n. g. Libellul. S. 269) pusüla (Santarera; Tapajos); W.
F. Kirby, Revision, S. 318, PI. LH, Fig. 3.
Micrathyria n. g. Libellul. für (Libellula) didyma Selys; W. F. Kirby,
Revision, S. 303; vergl. unten, bei Trithemis attenuata.
Micromacromia (n. g. Libellulin.) Camerunica (K.); F. Karsch, Berlin.
Entom. Zeitschr., 1889, S. 389.
Misagria (n. g. Libellul. S. 296) imrana (Para); W. F. Kirby, Revision,
S. 339, PI. LH Fig. 9, LVII Fig. 8.
Nephepeltia n. g. Libellul. für (Libellula) phryne Perty; W. F. Kirby,
Revision, S. 310.
N esoer ia (n. g. Libellul. S. 290) Woodfordi (Alu Isl., Solomon Isis.); W. F.
Kirby, Revision, S. 335.
Neocysta n. g. Libellul. für (Libellula) attenuata Eversm.; W. F. Kirby,
Revision, S. 300.
Neodythemis (u. g. Nannoph. secret.) Hildehrandti (Madagaskar); F.
Karsch, Entom. Nachr., 1889, S. 252.
Neothemis (n. g. Nannoph. typic.) flavifrons (Paraguay); F. Karsch,
Entom. Nachr., 1889, S. 256.
Nesoxenia (n. g. Libellul. S. 291) civgulata (Alu Isl., Solomon Isis.); W. F.
Kirby, Revision, S. 336, PI. LIII, Fig. 8.
Oliyoclada (n. g. Libellulin.) padiystigma (Angostura, Porto Alegre);
F. Karsch, Berlin. Entom. Zeitschr., 1889.
Paltothemis (n. g. Libellulin.) lineatipes (Brasil.); F. Karsch, Berlin.
Entom. Zeitschr., 1889. S. 363.
Palaeophlebia (n. g. Calopterygin. , zugleich Vert)'eterin einer neuen
Legion, ausgezeichnet durch das Diskoidalviereck, das ein Trapez mit sehr spitzem,
äusserem unteren Winkel ist; quer über den Scheitel zieht eine hohe Leiste;
Körper kiäftig und zottig; wahrscheinlich der Heterophlebia aus dem Englischen
Lias verwandt) superstes (Gritu, Japan); de Selys- Lougcliamps, Bull. Soc.
Ent. Belg., 1889, S. CLVI mit kol. Tafel II und Note additioneile S. CCXXV.
Pi'oneura (n. g. Agrionin., legion Protoneurae; trianguli sector inferior
usque ad finem cellulae marginalis, post cellulam margin. quadrilatero subjecto,
prolongatus) prolongata (Le Peba; Teffe) ; derselbe, ebenda, S. CLXXIV, mit
Holzschnittzeichnung des Flügelgeäders.
PotamarcJia n. g. (Libellulin. Lathrecistae propinquum) für (Libellula)
obscura Hamh.; F. Karsch, Berl. Entom. Zeitschr., S. 370.
Potamothemis n. g. Libellul. für (Libellula) fasciata L.; W. F. Kirby,
Revision, S. 272. (Ist synonym mit Zenithoptera Bates).
Protorthemis (n. g. Libellul. S. 290, für Orthemis coronata, metallica
Brau, und) celehends (Makian); AV. F. Kirby, Revision, S. 334, PI. LIV, Fig. 7,
LVII, Fig. 6.
Pseudogomphus (n. g. Gomphin.) insignis (Kamerun); W. F. Kirby,
Proc. Zool. Soc. London, 1889, S. 299.
Pseudoleon n. g. Libellul. für (Celithemis) superba Hag.; W. F. Kirby,
Revision, S. 274, PI. Uli, Fig. 7.
Pseudomacromia (n. g. Libelhil. S. 299) iomt?« (Sierra Leone ; Abyssin.);
W. F. Kirby, Revision, S. 340, PI. LH, Fig. 7.
im Gebiete der Eiitomolooie während des Jahres 1889. 95
Pseiidothemis ii. g. Libellul. für (Libellula) zouata Burm.; W. F. Kirby,
Kevision, S. 270. PI. LH, Fig. 1.
Baphismia n. g. Libellul. für (Diplax) bispina Hag.; W. F. Kirby,
Revision. S. 293, PI. LVI, Fig. 4.
Bhodopygia n. g. Libellul. für (Libellula) cardinalis Erichs.; W. F. Kirby,
Revision, S. 299, PI. LH, Fig. 10.
Scapanea n. g. Libellul. für (Libellula) frontalis Burm.; W. F. Kirby,
Revision, S. 298.
Schizonyx n. g. Libellul. für (Zygonyx?) luctifera Sei; F. Karsch,
Berlin. Entom. Zeitschr., 1889, S. 281.
Tatocnemis (n. g. Agrionin. Priocnemidi maxime affine) malgassiea
(Betsileo); W. F. Kirby, Proc. Zool. Soc. London, 1889, S. 302 mit Holzschn.
S. 301.
Tauriphila n. g. Libellul. für (Tramea) Iphigenia Hag.; W. F. Kirby,
Revision, S. 268.
Thermochoria (n. g. Libellul. S. 295) efwiwcato.' (Westafrika); W. F.
Kirby, Revision, S. 339, PI. LH, Fig. 8.
Thermorthemis n.g. Libellul. für (Libellula) madagascariensis i?amft. (typ),
caffra Burm., angustiventris Bamh.; W. F. Kirby, Revision, S. 289.
Tyriobapta (n. g. Libellul. S. 294) torrida (Borneo); W. F. Kirby,
Revision, S. 338, PI. LIV, Fig. 5, 6.
Untamo (n.g. Libellul. S. 284) apicalis (Sula); W. F. Kirby, Revision,
S. 331, PI. LIII, Fig. 4.
Acisoma (?) trifida (Kongo); W. F. Kirby, Revision, S. 341.
R. Mc Lachlan entdeckte an einem bei Luleä erbeuteten Männchen der
Aeschna borealis Zeit, ein bisher übersehenes Merkmal, das darin besteht,
dass der mediane Kiel an den oberen Appendices 5 oder 6 kleine Zähnchen
trägt; Entom. Monthl. Magaz., XXV, S. 273f.; die Art findet sich noch in Ran-
nock, Schottland; Morton & King, ebenda, S. 383.
Agi'ionoptera insularis (Sa. Anna; Alu, Solonion I.); W. F. Kirby, Revision,
S. 336.
Anax striatus (Chili); W. F. Kirby, Proc. Zool. Soc. London, 1889, S. 299.
Brachydiplax indica (J.); W. F. Kirby, Revision, S. 329, PI. LIV, Fig. 9.
Calopteryx amata (IS ew Hampshire) S. 244, aequabilis r. yakima (Yakima
river, Washington terr.) S 248; H. A. Hagen, Psyche, V.
Celithemis fasciata (Georgia); W. F. Kirby, Revision, S. 326, PI. LH, Fig. 2.
Lestes Wallacei (Sarawak, Borneo); W. F. Kirby, Proc. Zool. Soc. London,
1889, S. 302.
C. G. Hall beobachtete am 6. Juni 1889 einen Schwärm der Libellula
quadrimaculata, unter denen sich auch die Var. praeniibila Newm. befand;
Entom. Monthl. Magaz., XXV, S. 324.
L. herculea, eine neue südamerikanische (Brasilianische) Art mit innerem
Dreieck der Hinterflügel; F. Karsch, Entom. Nachr., 1889, S. 235; dieselbe
wird später, Berl. Entom. Zeitschr., 1889, S. 361. als zu Belonia Khy. (s. oben)
gehörig ei'kannt.
Lyriothemis Braueri (Sula) PI. LIII, Fig. 5, frontalis (ibid.); AV. F. Kirby,
Revision, S. 332.
96 Pli- Bertkau: Bericht über die wissen seh aftlicben Leistungen
Macrotbemis tenuis Hag. i. 1. (Brasilien) S. 364, Catharinu (ibid.) S. 366,
imitans (ibid.) S. 367, immila (Bahia) S. 368; F. Karscb, Berlin. Entom. Zeit-
schr., 1889.
Nannodiplax FUischi (Pt. Moresby, Neu-Guinea); F. Karscb, Eutom. Nachr.,
1889, S. 250.
Nannodytbeiuis australis (Brau.) Weibchen; W. F. Kirbj', Revision, S. 344,
PI. LH. Fig. 5.
Naunothemis seinimirea. Hag. i. 1. (Para); F. Karscb, Entom. Nachr., 1889,
S. 258, Sylvia (Ceara); W.F. Kirby, Revision, S. 343.
Neurotheniis dlsparilis (Borneo) PI. LIV, Fig. 8, S. 322, affinis (Barang)
Fig. 2, S. 323; W. F. Kirby, Revision.
Ortbeniis flavopicta (Para); W. F. Kirby, Revision, S. 332, PI. LIV, Fig. 1,
LVII, Fig. 5.
Orthetrum camarense (Kamerun); W. F. Kirby, Proc. Zool. Soc. London,
1889, S. 298.
Perithemis bella (Santarem) PI. LI, Fig. 8, Thais (Para) S. 324, intensa
(Mexiko) Fig. 7; W. F. Kirby, Revision.
Protosticta graeilis (Menado; Celebes); W. F. Kirby, Proc. Zool. Soc.
London, 1889, S. 302.
Rbyotbemis Braganza (Brasilien; der erste Vertreter dieser Gattung in
der neuen Welt); F. Kar seh, Berlin. Entom. Zeitschr. , 1889, S. 354, apicalis
(Neu-Hebriden) PI. LI Fig. 5, triangularis (Borneo) S. 319, cuprina (Sierra Leone)
Fig. 6 S. 320, obsolescens (Borneo) S. 321, fulyeus Selys (Sarawak) S. 322; W. F.
Kirby, Revision.
Sapho venusta (Afrika); F. Karscb, Entom. Nachr., 1889, S. 233, pidcliella
(Kamerun); W.F. Kirby, Proc. Zool. Soc. London, 1889, S. 300.
Sympetrum jM//«ZmcrDi6'.' (Indien); W. F. Kirby, Revision, S. 327, PI. LV,
Fig. 4.
Tachopteryx Fryeri (Gifu, Japan); de Selys -Longchamps, Bull. Soc.
Ent. Belg., 1889, S. OL VIII.
Tetrathemis Friihstorferi (Ceylon); F. Karscb, Entom. Nachr., 1889, S. 321,
hyalina (Borneo) PI. LVI Fig. 8, tristrigata (Gilolo), flavescens (Sarawak) PI. LII
Fig. 4, S. 343; W. F. Kirby, Revision.
Traraea Darwini (Galapagos) PI. LI Fig. 1, translucida (Nord Indien)
S. 315, Burmeisteri (ibid.; Ceylon) S. 316, madagascariensis (BetsileoJ S. 317;
W. F. Kirby, Revision.
Triacanthagyna dirupta (Key-I.); F. Karscb, Entom. Nachr., 1889, S. 236.
Trithemis rubra (Australien; Neu Hebriden), (?) uUemiata (Santarem)
PI. LIII, Fig. 2 S. 328, (ist nach Karscb, Berl. Eutom. Zeitschr., 1889 S. 371,
eine MicrathyriaÄ%.), (?) /((o<A'!'m'(AVade]ai, Afr.) S. 329; W.F. Kirby; Re-
vision.
Corrodentia.
Embiadae. Intorno al gen. Embia berichtet B Grass i, dass in
Sizilien 2 Arten vorkommen, die häufigere E. Solle ri und eine seltenere, wahr-
scheinlich noch unbeschriebene Art. Uebcr die erstere macht Grass i folgende
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 18S9. 97
Angaben. Auch die erwachsenen Exemplare beiderlei Geschlechts haben keine
Spur von Flügeln; die beiden Geschlechter unterscheiden sich durch die Mandibeln;
das Männchen hat überdies ein asymmetrisches Hinterleibsende. Die Fäden,
welche Junge und Erwachsene ziehen, stammen aus Drüsen im Tarsus des 1.
Beinpaares. — Die Bauchganglienkette hat 11 Ganglien : das lufraösophageal-
ganglion, 3 thorakale und 7 abdominale im 1., 2., 3., 4., 6., 7. und 8. Segment;
die zusammengesetzten Augen sind eukon. Die 10 Stigmenpaare haben ungefähr
dieselbe Anordnung wie bei den Lepismiden, auch die Anastomosen zwischen
den Tracheenstämmen sind dieselben; dazu kommen ventrale Längsanastomosen
zwischen den ventral anastomosirenden Querästen. Der Darm ist gestreckt, mit
Ausnahme des Enddarmes; ein Paar Speicheldrüsen im Thorax, deren lange, mit
Erweiterungen versehenen Ausführunsgänge vereinigt an der Unterlippe aus-
münden. Die Malpighi'schen Gefässe, deren Inhalt fest ist, sind lang und dünn;
bei Erwachsenen beträgt ihre Zahl mindestens 20. — Der Geschlechtsapparat
der Weibchen hat Ovarien, die denen der Lepismiden sehr ähnlich sind: beider-
seits 5 Eiröhren, einen kurzen, geräumigen Utero-ovidukt , sehr grosses recept.
seminis, ziemlich weite Vagina, die Vulva am 8. Segment: keine Anhangsdrüsen,kein
Ovipositor. Die Geschlechtsdrüsen des Männchens, 5 Hoden jederseits, sind wie
die des Weibchens angeordnet; der Penis entspringt am 9. Hinterleibssegment,
nach links gewendet, oben und imten von einem Theil des 10. Segments bedeckt.
Die Samenblasen, vasa deferentia, und accessorischen Drüsen sind paarig. Der
ductus ejaculatorius unpaar, am Ende des Penis ausmündend; die Spermatozoen
sind lang, darin sich von denen der Termiten unterscheidend. — Der Verfasser
sieht die Embiaden für eine besondere Ordnung der Orthoptera s. 1. an, den
Orthoptera s. str. nahe stehend und ohne nähere Verwandtschaft mit den Thy-
sanuren. — BuUettino mensil. d. Acca d. Gioenia d. sei. nat. in Catania, (N. S.),
Fase. IX (Nov. 1889), S. 6-8.
Psocidae. Unter dem Titel Psocidologisches zählt H. Loens 34 in
Westfalen (zunächst bei Münster) gefundene Arten auf; 17. Jahresber. d. Zool.
Sektion d. westf. Provinzialvereins, 1889, S. 75 — 78.
D er selbe erwähnt ein geflügeltes Weibchen von Kolbia quisquiliarum ;
Flügelscheiden bei Bertkauia prisca und dimorphe Weibchen von Giaphopsocus
cruciatus und Caecilius piceus (den Männchen ähnliche, mit eben so langen
Flügeln, und solche mit kürzereu Flügeln); Eut. Nachricht., 1890, S. 11 f.
In einem Beitrag zur Kenntniss der Psocidenfauna Pommerns
zählt derselbe 21 bei Greifswald gefundene Arten auf; Stettin. Entom. Zeitg.
1889, S. 329-333.
Eine nicht näher bezeichnete (aber wohl flügellose, weil mit Pedicul. ve-
stimenti verwechselte) Art ist in New Jersey als Hausplage aufgetreten, gegen
welche der Einsender der Notiz Naphthalin empfahl; Entomol. Americana, V,
S. 111.
H. Albarda stellt nach Ansicht der Type (in de Selys' Sammlung) die
Merkmale des (Psocus) Peripsocus obscurus Ea»«fc. und des nahe verwandten
phaeopterus Steph. einander gegenüber; Entom. Monthl. Magaz., XXV, S. 210.
Aich. f. Natmgesch. Jahrg. 1890. Bd. IL H. 2. G
98 PIi- Bertkau: Bericht iil)er rlie wissenscliaftliclieii Leistungen
Neuroptera.
F. Mein er t hat die Anatomie der Larve eines in Algier bei
Bona häufigen Ameisenlöwen, vielleicht M. pallidipennis Ramb.,
studiert und folgendes gefunden: „Der Mund ist weder durch eine
Membran geschlossen noch verschmolzen, sondern nur komprimirt.
Der Magen ist hinten vollständig geschlossen, und es bildet der
Vordertheil des Dünndarms zwischen dem Magen und dem Ursprung
der Malpighi'schen Gefässe am Dünndarm eine kompakte Masse.
Die Zahl der M. Gefässe ist 8; 2 von ihnen entspringen selbständig,
die anderen sind am Dünndarm vereinigt. Zum grösseren Theile
bilden sie sich gegen Ende des Larvenlebens zu Seidendrüsen um.
Der Nahrungsrückstand der Larve, welcher sich in deren Magen an-
häuft und erst vom vollendeten Lisekt ausgeschieden wird, besteht
aus einer inneren Masse und einer äusseren Einde, welche ausser
Kalkphosphat Harnsäure enthält". (Contribution ä l'anatomie
des Fourmilions, in Overs. over det K. Danske Vidensk. Selsk.
Forh., 1889, 8.43—66, Tab. III, IV; Entom. Nachr., 1889, S. 292 f.
R. Mc Lachlan zählt auf die Neuroptera (s. 1.) coli, on
both sides of the straits of Gibraltar; Entom. Monthl. Mag.,
XXV, S. 344—349.
J. J. F. King: A contribution towards a catalogue of
the neuropterous fauna of Ireland; Transact. Nat. Hist. Soc.
Glasgow, II, S. 259-292 (26 Psocidae, 11 Perlidae, 23 Ephemeridae,
25 Odonata, 23 Planipennia, 103 Trichoptera; keine Panorpide ist
erwähnt).
H. Albarda stellt einen Catalogue raisonne et synony-
mique de Neuropteres, observes dans les Pays-Bas et dans
les pays limitrophes zusammen, mit sehr genauen Fundorts-
angaben. Unter den Neuropteren sind hier auch die Corrodentia
und Amphibiotica vereinigt; von ersteren (Psocidae) sind 30, von
-Plecoptera 20, Ephemeriden 41, Odonaten 52, Planipennien 57, Tri-
chopteren 111 Arten in den Niederlanden nachgewiesen; Tijdschr. v.
Entomol., XXXII, S. 211—376.
D. Levi-Morenos fand im Darm mehrerer ,.Friganea"-]arven
neben Stückchen von Wurzeln und Epidermis von Wasserpflanzen
grosse Mengen von Diat(jmaceen; das Endochrom mancher der
letzteren war durch den Verdauungsprozess zerstört, von anderen
war es unangetastet geblieben. Notarisia, IV, S. 775 — 780.
(4) Trichoptera collected in Iceland ... in the sammer
of 1889; by li. Mc Lachlan, Entom. Monthl. Magaz., XXV, S. 421
bis 423.
F. Bis bringt Beiträge zur Kenntniss der schweize-
rischen Trichopteren, Mitth. Schweiz. Entom. (lesellscli., VIII,
S. 102 — 145, indem er die bis jetzt aufgefundenen Arten aufzählt.
Während das letzte Verzeichniss von Meyer-Dür 20(5 Arten enthielt,
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 99
weist dieses neue deren 225 auf. Wo es möglich war, ist die Flug-
zeit angegeben, um so einen Anhalt zur Beantwortung der Frage
nach der Zahl der Generationen zu gewinnen. — Diese Arbeit ist
auch besprochen (von Mc LachlanV) in Entom. Monthl. Mag., XXV,
S. 327.
F. Klapälek nimmt eine Revision der in Kolenati's Tri-
chopteren-Sammlung enthaltenen Arten vor; Sitzgsb. k. böhm.
Ges. Wissensch., 1889, I, S. 378 — 382. — Wie aus nachstehenden
Synonymieen hervorgeht, waren die meisten Arten von Mac Lachlan
richtig gedeutet worden. Glyphotaelius umbraculum = punctato-
lineatus; Grammotaulius lineola = nitidus; Limnophilus vitratus
= lunatus, striola = nigriceps; Colpotaulius excisus = incisus;
(Goniotaulius) flavus = vittatus; fenestratus = auricula; stig-
maticus = stigma, concentricus =: politus McLaehJ., (Desmotaulius)
ensimaculatus=sparsus, hirsutus=: extricatus, fumigatus = fusci-
cornis; Phacopteryx granulata = brevipennis; (Stathmophorus)
fuscus = laevis, puberulus = Stenophylax picicornis; Stenophylax
striatus = vibex var. flavescens //. Schaf, i. 1. von Regensburg;
Halesus digitatus = radiatus; Apatania vestita = stigmatella
(nicht Wallengreni Mc LachL); Oligostomis analis = ruficrus;
(Prosoponia) collaris = (Sericostoma) pedemontauum; (Hydronautia)
maculata = Brachycentrus subnubilus, albicans = albescens;
(Spathidopter^^x) capillata = (Goera) pilosa; (Hydrorchestria) sexma-
culata = Agraylea multi punctata; Hydroptila tineoides
= sparsa Gurt.
Trichoptera.
Agapetus delicatuhis Mc Laclil. new to the British list; J. J. F
X. King, Entom. Monthl. Magaz., XXV, S. 235.
Fr. Klapälek beschreibt the metamorph osis of Apatania miiliebris
Mc Lach., die von Verwandten und den Limnophiliden überhaupt nicht viel ab-
weicht; da der Verfasser keine einzige männliche Puppe, geschweige denn
Imago fand , so ist die Parthenogenesis dieser Art (und A. artica) so gut wie
sicher; Entom. Monthl. Magaz., XXV, S. 241 f.
Lype fr agil is Pkt. new to the British list; J. J. F. X. King, Entom.
Monthl. Magaz., XXV, S. 235.
K. J. Morton gibt ein leichtes, vom Flügelgeäder her genommenes Unter-
scheidungsmerkmal zwischen Stenophylax stellatus luul latipennis an;
Entom. Monthl. Magaz., XXV, S. 235 f. Fig. 1,2.
Ueber den Agriotypus arniatus, den Schmarotzer in Phryganidenlarven,
s. unten bei den Ichneuraoniden.
Planipeunia.
In einem Beitrag zur Kenntniss der Askalaphiden Ma-
dagaskar's, Berlin. Entom. Zeitschr., 1889, S. 269-— 272, macht
F. Kar seh zwei neue Gattungen und Arten der Holophthalmen be-
G*
100 Pli- Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
kannt, während bisher nur zwei Vertreter der Schizophthahnen be-
kannt waren. Diese neue Arten sind:
Balanopteryx (n. g.; Flügel lang und schmal, an der Basis kurz gestielt,
dann erweitert und ziemlich parallel . . . .; Fühler etwa ^4 ^^''^ Flügellänge er-
reichend; Thorax schmal, schwach behaart; Hinterleib erheblich kürzer als die
Flügel; Beine massig schlank, ziemlich dicht borstenhaarig; die Sporne der
Hinterschienen so lang wie die beiden ersten Tarsenglieder zusammen) loeuples
S. 270 f ;
Amoeridops (n. g ; Flügel lang und sehr schmal, sehr laug gestielt;
Thorax dick, auf dem Rücken schwach, auf der Brust dicht behaart; Hinterleib
etwa **/, der Länge der Hinterflügel; Beine ziemlich schlank, sparsam mit
schwarzen Borstenhaaren; Sporne wie vorhin) augur S. 271. — Nach diesen Be-
funden zeigt die Äscalaphidenfauna Madagaskars mehr Verwandtschaft mit
Afrika als Australien.
H. Tetens beobachtete eine Couiopterj'xlarve als inneren Parasiten von
Cicadelliden. Die aus dem vorher angeschwollenen Hiuterleibe ausgekrochene
Larve spann sich einen Cocon, der aus zwei flach gewölbten, in gleichem Abstand
von einander an zwei konzentrischen Kreisen der Grundfläche angesponnenen, zelt-
artig über einander ausgebreiten weissen Häutchen besteht und gewissen Eier-
nestchen von Spinnen gleicht, für die er auch früher gehalten wurde; vergl. dies.
Ber. für 1882 S. 129; Entom. Nachr., 1889, S. 1.
H. A. Hagen: Three species of Hemerobius froni Chili (H. si-
gnatus Hag., psychodoides G^a^/i i^^^i'^ioratipeunis Gay)\ Proc. Bost. Soc. Nat. Hist.,
23, S. 565 f.
Mantispa styriaca auch bei Dessau; Rudow, Societ. Entom., IV, S. 87.
F. Rudow erhielt Rhaphidia ophiopsis und xanthostigma wieder-
holt aus Brombeerstengeln und Birkenzweigen mit Odynerus-, Crahro- und So-
lenius- Wohnungen, deren Insassen die Rhaphidia -Larven verzehrt hatten; Soc.
Entom., III, S. 147.
Diptera.
A. Voeltzkow hat auf seine vorigjährige vorläufige Mittheilung
(s. dies. Ber., S. 109) eine ausführliche Darstellung der Entwickelung
im Ei von Musca vomitoria folgen lassen; Arb. a. d. Zool.-zoot.
Inst, in Würzburg, IX, S. 1— 48, Taf. I— IV, der ich folgendes
entnehme. Das Blastoderm überzieht von Anfang an als eine überall
gleiche Schicht die ganze Überfläche des Eies, und im Eiinneren
bleiben keine Zellen zurück. Nur am hinteren Ende, da wo die
Polzellen liegen, werden durch deren Druck die Blastodermzellen
nach innen gedrängt. Von diesen lösen sich Zellen ab, die als Dotter-
zellen ins liniere wandern und nur zur Auflösung des Dotters ver-
waiult werden. Durch Verdickung des Blastoderms entsteht der an-
fiinglich bauchständige, später durch dorsale Ealtenbildung theilweise
auf die Rückenseite übertretende Keimstreifen, in dem eine Längs-
rinne zur Piildung der Keimblätter führt. Die tiefer und breiter
werdende Rinne schnürt sich zu einem Rohr ab, und dieses selbst
im Gebiete der Entomologie während des Jalires 1889. 101
plattet sich ab, das Ento-Mesoderm darstellend. Vorher bereits ist
der Enddarm, und darauf der Munddarm als eine Einstülpung des
Keimstreifs entstanden; die Polzellen wandern in den Enddarm ein,
verschwinden plötzlich, und im Umfang des Enddarmes treten ähn-
liche und wahrscheinlich von ihnen abzuleitende Zellen auf Vom
blinden Ende des Mund- und Afterdarmes wachsen je zwei seitliche
Wucherungen gegen einander bis zu ihrer Vereinigung in der Mitte
des Leibes; indem sie nach der Dorsal- und Ventralseite ebenfalls
bis zu ihrer Vereinigung wachsen, umschliessen sie als Epithelschicht
des Mitteldarmes den Dotter. V^om Ento-Mesoderm löst sich eine
Schicht ab und bildet die Muskelhaut des Mitteldarnies ; durch diesen
Vorgang ist gleichzeitig die Leibeshöhle gebildet. — Aus taschen-
artigen Einstülpungen in jedem Segment, die sich nach vorn und
hinten bis zur Vereinigung verlängern, entstehen die beiderseitigen
Tracheenlängsstämme ; die Einstülpungen selbst schliessen sich her-
nach wieder bis auf die letzte. — Das Bauchmark wird durch eine
mediane Längswucherung und 2 den Seitensträngen der Schmetter-
linge entsprechende Seitenwucherungen des Ektoderm angelegt. In
der fertigen Ausbildung stellt es 2 Längsstränge von Fasern dar, die
von Nervenzellen umgeben sind ; die letzteren sind zwischen den ein-
zelnen Segmenten unterbrochen. Die seitlichen Längsstämme rücken
später näher zusammen, bleiben aber durch eine feine Zellschicht
getrennt; ebenso lassen sich auch bei der späteren Konzentration des
Bauchmarkes die den einzelnen Segmenten zukommenden Ganglien
durch Einschnürungen erkennen. Das Gehirn wird selbständig an-
gelegt und tritt erst später mit dem Bauchmark in Verbindung.
G. V. Ciaccio: Sopra il figuramento e struttura delle
faccette della Cornea e sopra i mezzi refrattari degli occhi
delle Muscidae; Mem. Accad. Sc. Istitut. Bologna (4) T. 9, Fase. 2
mit 1 Taf. , und sur la forme e la structure des facettes de
la cornee et sur les milieux refringents des yeux com-
poses des Museides; Journ. de Micrographie, T. 13, S. 80—84.
Bertkau machte einige Mittheikingen über die Larven von
Microdon; Sitzgsber. Mederrh. Gesellsch. £ Natur- und Heilkunde,
1889, S. 58 — 60. Die iiache Bauchseite ist mit einem äusserst dichten
Pelz feiner Haare besetzt, die nicht in einen Porenkanal eingelenkt,
sondern eine direkte Erhebung der äussersten Schicht der Kutikula
sind. Da sich an der Bauchtläche dieser Larve eine Bewegung von
kleinen Fremdkörperchen in der Richtung von hinten nach vorn voll-
zieht, so glaubte Bert kau diese (mit Flimmerhaaren verglichenen)
Haare mit der beobachteten Bewegung in Beziehung bringen zu
können. — Ferner beschreibt er eigenthümliche über die Haut sich
erhebende Sinnesorgane, die den gewöhnlich als Geruchsorgane ge-
deuteten Hautsinnesorganen am nächsten verwandt sind.
Brauer nimmt nochmals Veranlassung (aus Portschinsky's
Beobachtungen über die Fortpflanzungsart koprophager Museiden)
darauf hinzuweisen, dass die Eintheilung der Fliegen in Nematocera,
102 Ph. ßertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Bracliycera und Pupipara unnatürlich sei, und dass die letzteren mit
den Muscarien zu den Cyclorrhapha zu vereinigen seien; Sitzgsber.
Zool. Bot. Ges. Wien, 1889, S. 25.
F. Meinert studierte die Lebensweise und Verwandlungs-
geschichte eucephaler Fliegenlarven (Culex, Anopheles,
Corethra, Mochlonyx, Chironomus, Tanypus, Dixa, Simulium, Cera-
topogon); Skrift. K. Danske Vid. Selsk., IV., S. 373—493 mit 4 Taff.
Er findet, dass das Epikranium in Grösse und Ausdehnung variiert;
denn es kann die ganze obere Region des Kopfes einnehmen wie in
Corethra, oder nur ein Drittel oder Viertel wie in Dixa und Simu-
lium. Die Augen können gross und zusammengesetzt sein, wie in
Culex oder sehr klein und einfach wie in Chironomus und anderen.
Obwohl die Ozellen Idein sind, sind sie bisweilen doch grösser als
die wahren Augen. — In der Regel sind die Antennen gross, können
aber bei Ceratopogon kaum wahrgenommen werden. Das Skutum
des dritten Metamers ist gewöhnlich Avohl ausgebildet; das des
zweiten ist selten deutlich. Die Seiten dieses Metamers tragen
oft ein Borstenbüschel (Räderorgan), das bei Simulium die höchste
Entwicklung erreicht, aber auch bei Culex, Anopheles und Dixa in
bedeutender Grösse vorhanden ist; das erste Metamer ist immer
schwach entwickelt oder gar rudimentär, und namentlich ist dies der
Fall mit dem Labruni. Das Labium entbehrt der Palpen, und hat
oft die Gestalt ^ines stark verhornten Stabes, dessen vorderes Ende
gezähnelt ist. Die Maxillen haben gewöhnlich nur einen grossen,
selten zwei getrennte Lobi. Die Palpen sind mit Ausnahme von
Ceratopogon immer deutlich, die Mandibeln sind einfach und haben
wenige oder zahlreiche Reihen von Borsten nebst einem grossen viel-
spitzigen Zahn oder einem Fächer von dorsalen Platten.
Die Segmente des Thorax sind bisweilen frei und deutlich; bis-
weilen ist das erste allein frei, und bisweilen sind alle drei ver-
schmolzen. Die 9 Hinterleibssegmente sind ganz getrennt; das 8. trägt
oft 2 Stigmen, entweder unmittelbar auf dem Rücken oder am Ende
einer langen Röhre, der ,,Athemröhre". In zahlreichen Fällen fehlen
die Stigmen. Einige Chironomus- Arten können vom 8. Segment
zwei lange röhrenförmige Fortsätze ausstülpen; das 9. hat oft einen
Schwimmfächer. In der Regel sind 4 Analpapillen und eine mehr
oder weniger grosse Anzahl von Analborsten an diesem Segment;
Corethra und Mochlonyx haben Analhaken. Larvenbeine finden
sich bisweilen am 1. Thorakal- und letzten Abdominalsegment, die
ersteren oft mit einander verschmolzen. Bei Simulium sind sie
vollständig verschmolzen und haben die Gestalt eines Kegels, während
die letzteren zu zwei kleinen Hervorragungen mit zahlreichen mikro-
skopischen Häkchen verkümmert sind.
Die Athemorgane sind hinsichtlich ihrer Entfaltung sehr ver-
schieden. In manchen Gattungen öfi'rien sich die beiden Längs-
stämme in zwei Stigmen, in anderen sind sie ganz geschlossen." Sie
sind entsprechend tlen Körpersegmenten in Stücke getheilt; 8 oder
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 103
9 solide Seitenstränge verbinden sie mit der Epidermis. Wenn die
Tracheen nach der Häutung erneuert werden, sind die alten mit ein
wenig Luft durch die Seitenstränge nach aussen befördert; die neuen
Tracheen sind Anfangs ganz mit Serum erfüllt, das erst allmählich
durch Luft verdrängt wird.
Die Prothorakalhörner der Nymphe sind anfänglich ebenfalls
mit Serum gefüllt, erhalten aber später, mögen sie nun offen oder
geschlossen sein, vom Körper her Luft. Sie sind wesentlich hydro-
statische Organe oder Luftreservoirs, welche dazu dienen, die letzte
Verwandlung zu erleichtern. Der Hinterleib der Nymphen endet in
einem Paar breiter Schwimmplatten, und das letzte Segment ist tief
eingeschnitten; als wahres Athemorgan kann dieses Segment kaum
bezeichnet werden.
Nach Ansicht des Verfassers kann der Athemapparat der In-
sekten nicht als eine rein und einfach von der Epidermis aus-
gehende Bildung angesehen werden; das Bindgewebe nimmt an der
Bildung des Athemapparats in mehr oder weniger ausgedehntem
Masse Theil. Li den hier behandelten Larven stellen die Seiten-
stränge wesentlich Einstülpungen der Epidermis dar". (Nach dem
Referat in Journ. R. Microsc. Sei., 1890, S. 170 f.)
Ln 34. Theil seiner Dipteres nouveaux ou jieu connus,
Ann. Soc. Entom. Erance, 1889, S. 111—134, beliandeh J.M. E. Bigot
seine Empidi, zu denen er auch die Hybotidae rechnet, und die
er in Hybotidae, Tachydromydae(I), Hemerodromydae (!) und Empidae
theilt. Die Gattung Macroptera Beck. (Symballophthalmus, s. unten)
hält er für identisch mit Phoneutisca Lw. — Von den übrigen
Gattungen stellt er eine analytische Tabelle auf; angeschlossen sind
Beschreibungen neuer Arten. — Ln 35. Theile, ebenda, S. 313 - 328,,
konnnen die ,,Cyrtidi'' und ,,Therevidi" zur Sprache, von deren Gat-
tungen ebenfalls analytische Tabellen aufgestellt werden. Die Gattung
(^ligoneura Big. wirtl zu Gunsten von Philopota; Exetasis Walk, von
Ocnea Erichs.; Lasia WicJ. von Panops Lam. eingezogen.
E. Lynch- Arrib alz aga hielt enien populären Vortrag: Los
Dipteros; An. Soc. Cientif. Argent., XVIII, S. 100-407.
S. W. Williston. Synopsis of the families and genera
of North American Diptera with bibliography and new species,
1878—1888. New Haven, 1888, 8^. 84 Ss.
C. Matthews theilt Notes on some new and rare British
Diptera mit (Allocotocera pulchella Ch/rf. = Eurycera flava Dzieclz.;
Amalopis occvüta Meic/.; Chilosia mutabilis Fall.; Syrphus nitens Zetf.,
excisus Zeif. ; Eristalis cryptarum F. ; Sericomyia Lappona />. ,• Theria
muscaria Meiq.; Conops strigatus Meig.); Entom. Monthl. Magaz.,
XXV, S. 378 f. '^
R. H. Meade: Second Supplement to annotated list of
British Anthomyiidae; Entomol. Monthl, Magaz., XXV, S. 393
bis 396, 424—426, 448 f.
104 Ph. Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
G.H. Verrall: List of British Diptera. London, 1888, kl. 4«, 50Ss.
G. Gercke schickte eine 2. Serie Dipterologische Miscel-
laneen ein; Wien. Entern. Zeitg., 1889, S. 219— 226 Taf. IL (Eier-
reichthuin der Roeselia antiqua; Myobia pumila; Phoricera concinnata
und Masicera Badensis Raupenfeinde ; Frontina pacta in Carabiden,
F. laeta in Sphingiden; Hammomyia albescens; Desmometopa latipes
hat nur im männlichen Geschlecht die erweiterten Hinterschienen;
Hydrophoria Wierüejskii; Atissa pygmaea; Larven von Asynapta
lugubris in morschem Fichtenholz).
J. Mik. Dipterologische Miscellen; XV; ebenda, S. 232
bis 236.
W. Tief beendet mit den Cyclorrhapha seinen Beitrag zur
Kenntniss der Dipterenfauna Kärnthens; 19. Jahresschr. des
k. k, Staatsgymnas. Villach, 1888, S. I — XXL. Im ganzen sind 1387
Arten, darunter 173 in Schiner's Fauna nicht als österreichisch er-
wähnte, aufgeführt.
E. Pokorny zählt in einem IV. Beitrag zur Dipterenfauna
Tirols zahlreiche interessante Arten vom Ortler-Gebiet und Arlberg
auf und beschreibt die neuen Arten; Abhandl. Zool. Bot. Gesellsch.
Wien, 1889, S. 543—574.
H. Tournier trägt Materiaux pour contribuer a une faune
Suisse zusammen; L'entomologiste Genevois, I, S. 19 — 22, 46 - 48,
70—72, 116—118, Ulf., 179-182.
Th. Becker setzt seine Beiträge zur Kenntniss der Di-
pteren-Fauna von St. Moritz fort; Berlin. Entom. Zeitschr., 1889,
S. 169—191, No. 117—218.
Derselbe beschreibt neue Dipteren aus Dalmatien; ebenda,
S. 335-346 mit 4 Holzschn.
F. A. A. Skuse beginnt eine beschreibende Aufzählung der
Diptera of Australia; Proc. Linn. Soc. N. S. Wales (2), III, S. 17
bis 145, PI. II, III, S. 657 — 726, PL XI, S. 1123 — 1222, PL XXV,
XXVI, S. 1363-1386, PL XXXIX; 1717 — 1764, PL XL. Bis jetzt
sind die Familien Cecidomyiadae , Sciaridae, Mycetophilidae, Simu-
liadae, Bibionidae und Culicidae behandelt.
No. IV von Die Zweiflügler des Kaiserlichen Museums
zu Wien enthalten Vorarbeiten zu einer Monographie der
Muscaria schizometopa (excL Anthomyiad.) von F. Brauer und
J. E. V. Bergenstamm; Denkschr. mathem. naturw. Klass. Kais.
Akadem. Wissensch, Wien, LVI, S. 69-180, Taf. I— XL In dieser
Abhandlung versuchen die Verfasser unter Benutzung neuer, besonders
von der Kopfbildung genommener Merkmale, eine bessere Um-
grenzung der Gattungen und eine Vereinigung derselben zu Gruppen
(Familien), deren 44 unterschieden werden. Die Familien werden
wieder zu 5 höheren Gruppen vereinigt, doch scheinen die Verfasser
diesen keinen systematischen, sondern nur einen praktischen Werth
beim Bestimmen einer unbekannten Form zuzuschreiben, da in der
im Gebiete der Entomologie währeiid des Jahres 1889. "[05
systematischen Keihenfolge der Familien jene höheren Gruppen nicht
wiederkehren, und die in einer jener Gruppen vereinigten Familien
hier vielfach durch solche einer anderen Gruppe angehörigen getrennt
sind. Obwohl die Zahl der charakterisierten Gattungen über vierte-
halbhundert beträgt, so mussten doch aus dem Grunde, dass die
Verfasser Merkmale verwenden, welche von ihren Vorgängern un-
beachtet geblieben waren, manche Gattungen in dieser Uebersicht
unberücksichtigt bleiben; dass überhaupt so viele in natura studiert
werden konnten, ist neben der Beihülfe anderer Dipterologen dem
reichen Inhalte des Wiener Museums zu verdanken, das die Samm-
lungen Winthem's und Wiedemann's, Schiner's, Egger's u. a. besitzt.
Auf den Tafeln ist vorzugsweise der Kopf von ca. % der ange-
nommenen Gattungen dargestellt; zum Schluss sind die neuen Arten,
namentlich solche, welche Vertreter neuer Gattungen sind, beschrieben.
— Ich werde versuchen, die wichtigsten Merkmale der 44 Familien
hier anzugeben; von einer Charakterisierung der Gattungen, auch
der neuen, sehe ich ganz ab, führe aber zum Schluss die neuen
Arten in derselben Reihenfolge wie in der Abhandlung auf.
I. Meigeniadae. Zweites Fühlerborstengiied meist kurz,
drittes Fühlerghed schmal, lang, leistenförmig ; oder breit, kürzer.
Vibrissen nicht über die Gesichtsmitte aufsteigend, aber die Vibrissen-
ecke mit der längsten Vibrisse hoch über dem Mundrande. Augen
der 3 sehr genähert. Gatt.: Meigenia, Viviania, Platychira.
II. Masiceratidae. Makrochaeten am Abdomen paar- oder
reihenweise, besonders am Rande der mittleren Ringe nie buschig
gestellt. Mundrand wenig vortretend, im Profile unter die Vibrissen-
ecke als kleine Ecke oder kaum hinabreichend. Drittes Fühlerglied
meist länger als das zweite, Gesicht nicht gekielt; Fühlerborste
nackt; erste Hinterrandzelle vor der Flügelspitze mündend. Gatt.:
Masicera, Dewodes (für spectabilis Mg), Epicampocera , Gymno-
chaeta, Megalochaeta, ClD-ysofachina (für Rheinwarti Wiecl.),
Exorista, Parexorista (für Cheloniae Rondi.), Flemimasicera (für
ferruginea Rondi.), Nemorilla, Chaetina, Eupogona, Pexopsis (für
tibialis Mg.), Pelmatomyia (für phalaenaria Rondi.), Tryphera,
Blepharida, Bavaria, Ijophyr'omyia, Thelycomyia (für solivaga
Rondi.), Ceromasia.
III. Phoroceratidae. Vibrissenleisten keine über dem Mund-
rand gegen das Gesichtsschild einspringende Ecke bildend, sondern
die Gesichtsgrube oval, dreieckig oder rinnenförmig. Vibrissen bis über
die Mitte des Clypeus aufsteigend, ein- oder mehrreihig. Mundrand
im Profil nicht vorragend. Beugungszinke der 4. Längsader fehlend.
Gatt.: Ptyclt omyia (für selecta iiyr/.), Pentamyia, Profiopodes,
(für fugax Rondi.), Stauroeliaeta (für gracilis Egg.), Frontina,
Pharap]io)'ocera, Prosopaea, Gaedia, Parerynnia (für vibrissata
i?owf/*.), Machaera, Amjjhichaefa (für bicincta Mg.), T ritochaeta,
Pseudoperichaeta, Gerat ochaeta, Psendophorocera, Hypo-
chaeta (für longicornis ^SVÄm. nee Fall.), Phorocera, Diplostichus,
106 Ph. Bertkan: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Doria (Rdi. nee Ali/.}, Myiopliarus, Aporomyia, Campylochaeta,
Bothria, Setigenia, Eggeria, Spongosia, Lecanipus, Leptochaeta,
Vibrissina, Degeeria.
IV. Blepharipoda. Hinterschienen aussen dicht gewimpert;
Vibrissenecken über dem nicht vorgezogenen Mundrand wenig oder
nicht konvergent, dieser unter der Vibrissenecke im Profile vortretend.
Vibrissen entweder einreihig über die Mitte oder bis oben auf-
steigend, oder nur unten. Beugung (der 4. Längsader) rechtwinkelig
oder V-förmig, ohne Zinke; Kopf und Wangen nicht blasig. Gatt.:
Blepharipeza, Podomyla (für setosa Z)o/(Wi.), iVasipoda., Trixo-
niorpha (für indica Wic<L), Atacta, A rgt/rophi/hur (für albineisa
Wü'd.), Chlorogaster, Chaetolyga, Crypsina, Sisyropa (für ther-
mophila Wied.).
V. Willistoniada e. Vibrissen bis über die Gesichtsmitte auf-
steigend und die Vibrissenleisten kurz behaart. Kopf blasig wie bei
(jonia. Gesicht senkrecht oder etAvas zurückweichend; Vibrissenecke
ziemlich hoch über dem Mundrande, dieser unter ihr etwas vortretend.
Gatt.: Will ist onia (für esuriens Wd.), Latreillia, G oniophana
(für heterocera Mcq.).
VI. Eutachinidae. Fühlerborste nicht gekniet, Vibrissen
mehr weniger aufsteigend; 2. und 3. Fühlerglied, 8. ungefähr doppelt
so lang als das 2. Mundrand unter der Vibrissenecke vorragend.
Erste Hinterrandzelle weit vor der Flügelspitze mündend, offen;
Beugung der 4. Längsader winklig mit langer Faltenzinke; Fühler-
borste nackt. Gatt.: Evfachi )i(i (für larvarum), (Itaci ofachina
(für rustica), Tricholyga, Lomatacanfha (= Lomachantha /^r);?(7/.).
VII. Rhinom etopi[i]dae. Mundrand im Profil nasenartig
vortretend, Vibrissen bis oben aufsteigend, einreihig. 1 . Hinterrandzelle
Aveit vor der Flügelspitze mündend. Gesicht konkav, längste Vibrisse
über dem Mundrande. Gatt.: iStomafoNiyia (für filipalpis ßo«(//.),
Ammobia.
VIII. Perichaetidae. Mundrand im Profil na sen artig vor-
tretend, 2 Reihen starker Stirnborsten. 1. Ilinterraudzelle nahe der
Flügelspitze mündend, often. Gatt.: Perichaeta.
IX. Germariadae. Vibrissen bis zur Mitte des Untergesichtes,
oder weiter bis oben reichend. Stirne blasig vorstehend, die Wangen
aber nach unten verschmälert. Fühlerborste mit langem 2. und
.S.Gliede Wangen und Augen nackt. Gatt.: Germaria, Chdctomera,
A tract ochaeta, D ol icJiocol on.
X. Goniadae. Vibrissen nicht bis über die Gesichtsmitte auf-
steigend. Gesicht, Stirne und Wangen blasig, breit. Die ,'> Glieder
der Fühlerborste deutlich, das 2. stets sehi- verlängert und mit dem 3.
oft im Winkel zusammentreffend. 1. Hinterrandzelle Aveit vor der
l'lügelspitze mündend; Gesichtsgrube schnuil; Profil fast senkrecht.
Gatt.: Gonia, Psetidof/o n ia ( für cinerascens Rdi.), Onych 0(/o/iia
(für interrupta Rondi.), Cnephalia.
im Gebiete rler Entomologie während des Jahres 1889. 107
XL Pachystylidae. Vibrissen nicht bis über die Gesichts-
raitte aufsteigend. Gesichtsgrube unten sehr breit. Wangen breit.
1. Borstenglied kurz, 2. 2 — 3 mal so lang, 3. länger als das 2.
3. Fühlerglied mehr als 3 mal so lang als das 2. Gatt. : Pachy-
stylum.
XII. Plagiadae. Hintere Querader im Vergleich zur Spitzen-
querader sehr schiefliegend. 1. Hinterrandzelle weit vor der Flügel-
spitze mündend. Schnurre ganz am Mundrand. 3. Fühlergiied 2 mal
so lang als das 2. Gatt.: Plagia, Cyrtophl[o]eba, Pfilopa/-e[i.Ja
(für margiiiata Mg.).
XIII. Thryptoceratidae. Mundrand im Profil kaum oder nicht
vortretend. 1 . Hinterrandzelle an oder nahe der Flügelspitze mündend,
offen oder geschlossen oder gestielt. Zinke an der Beugung der
4. Längsader meist fehlend. Gatt.: Siphona, Thryptocera, Helocera,
Clausicella, Bigonichaeta, Gijinnoparefija (für erassicornis M;/.),
Phytomyptera fRdi. nee Scliin.), Neaera, T richopare[iJa (für seria
iVf/.), Adniontiu , Urophyllu, Roeselia, Discochaeta (für mu-
scaria Fall.), Ptychoneura (für rufitarsis), Arrhinomyia (für
separata Mg.), Blepharomyia (für amplicornis Zett.), Stauferia,
Hypostena, Phorichaeta, Anachaetopsis, Erynnia.
XIV. Amedoriadae. Vibrissen bis über die Mitte des Unter-
gesichtes einreihig aufsteigend. Vibrissenecken über dem Mundrand
nicht konvergent , längste Vibrisse ganz am untersten Kopfende.
Beine dünn, schlank, Tarsenglieder lang. 1. Hinterrandzelle an der
Flügelspitze mündend, offen. Beugung der 4. Längsader bogig, ohne
Zinke. Profil fast senkrecht. Gatt.: Amed orin (für medo-
rina Schin.).
XV. Baumhaueriadae. Vibrissen bis oben aufsteigend; Stirne
und Wangen breit, blasig; Gesicht etwas zurücktretend. Längste
Vibrissen ganz unten, knapp über oder am Mundrande, dieser nicht
auffallend vortretend, meist im Profile kaum oder nicht sichtbar.
1. Hinterrandzelle weit vor der Flügelspitze mündend. Beugung
(der 4.) weit vom Hinterrande, meist ohne Zinke. 3. Fühlerglied
sehr lang. Gatt.: Baumhaueria, 'lliel ymorpJia (für vertiginosa Fall.),
Brachychaeta.
XVI. Trixidae. Kopf im Profil mehr weniger halbrund;
P'ühler an oder unter der Augenmitte sitzend. Vibrissenleisten breit,
platt, von vorne als parallele spindelfönnige Wülste erscheinend.
Unterrand des Kopfes rund. Gatt. : Redtenbacheria, Trixa, Thrixion!
(für aberrans Schin.).
XVII. Löwiadae. Kopf im Profil fast halbrund; Fühler im
Profil an oder unter der Augenmitte sitzend; Mundrand nicht vor-
ragend, von der Vibrissenesse gedeckt. Vibrissen knapp am breiten
queren Mundrande oder etwas darüber am längsten. 3. Längsader
nahe der Flügelspitze oder vor derselben endend. Fühlerborste nicht
gekniet, 2. Glied kurz. Gatt: Löwia, Fortisia, Medoria, Tachinella,
108 P'i- Bert kau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Macroprosopa (für atrata Fall.), Morinia, Thelaira, Syllegoptera,
Nyctia, Megerlea. ■
XVIII. Phyto idae. Klypeus über dem Mimdrande nicht ver-
engt, die Vibrissenecken nicht konvergent. Kopf im Profil fast halb-
rund. Fühler meist kurz. Mundrand im Profil nicht vorragend, von
der Vibrissenecke gedeckt. Stirne platt. Längste Vibrisse an oder
nahe über dem Mundrand. 1. Hinterrandzelle in oder nahe der
Flügelspitze mündend. Gatt.: Phyto, Melanophora, Microtricha,
Stevenia, Catharosia, Ceratia, Halidaya.
XIX. Miltogrammidae. 1. Hinterrandzelle weit vor der Flügel-
spitze mündend. Spitzen- und hintere Querader in gleicher Lage
und sehr schief, fast dem Hinterrande parallel, 4. und 5. Längsader
über die Querader in lange Zinkenfalten verlängert. Fühlerborste
nicht gekniet. Kopf halbrund, Stirne mehr weniger blasig, Vibrissen
entweder nur am Mundrande oder aufsteigend; Beine zart, im Ver-
hältniss zum Körper sehr kurz. (jatt. : Miltogramma, Apodacra,
Dichaetometopia, Heteropterina, Epolia, Paragusia, Hilarella, Win-
nertzia, Phylloteles, llcftperomyia, Enmefopia (für fastuosa Mf/.),
Metopia.
XX. Paramacronychiadae. Fühlerborste nackt oder pubeszent.
Fühlergrube weit herabreichend, oben gekielt oder ohne Kiel, oder
nur mit schwacher Leiste zwischen den Fühlerfächern. Mundrand
entweder quer abgeschnitten gerade nach unten sehend, kaum etwas
vortretend, oder zurückweichend. Vibrissenecken über demselben,
bald tiefer, bald höher am meisten konvergent, (jatt. : Sphixapata,
Melia, Brachymera (für Letochae Mih), Rhapitiochaeta (für brevi-
seta Zeit.), P aramacr ony chia (für flavipalpis Girschn.J, Nemoraea,
Bothrophora, Pachyoplithalmus (für signatus Meig.).
XXI. Macronychiadae. Fühlergrube klein, wenig oder nicht
gekielt, nicht weit herabreichend und von der hoch oben stehenden
Vibrissenecke abgeschlossen, daher über letzterer keine Vibrissen-
leisten. Backenränder weit aufsteigend, eine Gesichtsrinne ein-
schliessend und diese mit falschen Vibrissenleisten begrenzend und
mit Vibrissen besetzt. Mundrand zurückweichend. Untergesicht im
Profil konvex. Klauen beim S und $ oder beim $ allein sehr lang.
Gatt.: Macronychia, Megaprosopus, Dexiosoma, Fori odexla , Macro-
■metopa, Angiorrhina (für crudelis Wied.).
XXII. Dexiadae. Vibrissenleisten platt, zuweilen parallel, oder
nahe über dem Mundrande am meisten konvergent und dort die
Vibrissenecke mit der längsten Vibrisse. Gesichtsgrube entweder
kaum oder oben deutlieh gekielt. Mundrand zurückweichend, gerade
nach unten gekehrt oder nur etwas vortretend. Fühler an oder
unter der Augenmitte sitzend. Augen nackt. Gatt.: DoUchodexia,
Estheria, Myiostoma, Jlomal osf onia (für forte Bofidi.), Phorostonia
Ro/idi.!, Af ro pidomyla (für parvula Port.), Syntomocera s. str.,
Clinonevra (für rubriventris J^^cq-), Sard ioccra, Ptil od cvia
(für carolinensis ScIu'h.), T ropido7nyia, Deximorpha, Sirostoma,
im Gebiete der Entomologie wähvend des Jahres 188fl. 109
AI i/iomi nia, Dexia, Trichodura., Hystrisiphona, Eudexia , Oymno-
has/'s (für microcera Roudü).
XXIII. Rhinophoridae. Vibrissenecken nicht konvergent; Mund-
rand im Profil kaum vortretend und der Kopf fast vierseitig, ersterer
aber oft schwielig. Klauen des S sehr lang, wenigstens an den Vor-
derbeinen. Hinterleib einfarbig oder schillerfleckig. Gatt. : Zophomyia,
Ptilocliaeta, Frauenfeldia, Brachycorna.
XXIV. Sarcophagidae. Mundrand im Profil meist nicht be-
sonders vortretend, etwas aufgeworfen. Beine verhältnissmässig kurz
und kräftig. Gesicht ohne grossen Kiel. Fühlerborste gefiedert
oder pubeszent. Gatt.: Zeuxia, Poyritschia (für nigricornis Egg.),
7'apiiiomi/ia, Blepharicnema , Cyuomyia, Onesia, Sarconesia, Sar-
cophaga, Blaesoxipha, Theria, Rhi aomorinia (für sarcophagina
Scfnn.), Ptilozeuxia (für brevicornis Egg.), Woldfahrtia (für
magnifica Schin.), Agria, Sarcophila, Angiometopa (für ruralis Fall.),
Phrissopoda, H et er Onychia, SarcopJtilodes (für pusilla Wied.),
Engyops, Hoplisa.
XXV. Paradexiadae. Vibrissenleisten nicht konvergent. Fühler-
borste kurz oder lang gefiedert. Beine dünn und oft alle oder ein
Paar sehr verlängert. Gatt.: Leptoda, Stomatoded'ia (für cothur-
nata Wicd.), Prosena, Chaetogyne (für vexans Wied.), Diaphania,
Psevdoformosia (für moneta Gersf.), Senostoma, Moclilosoma
(für validum Say i. L), Rhynchodinera, Dinera, Scotiptera, Myio-
cera, Pa rap r o s e n a.
XXVI. Pseudodexiadae. Vibrissenecken nicht konvergent;
Mundrand quer abgeschnitten, breit abgesetzt, nicht vortretend. Ge-
sicht wenig oder nicht zurückweichend. Vibrisse ganz am Mund-
rande. Unterrand der Backen gerade oder nach hinten konvex und
verbreitert. Beine meist ziemlich oder sehr schlank, Kiel fehlend.
Sind die Beine kurz, so ist das 3. Fühlerglied an der unteren vorderen
Ecke in eine kleine Spitze verlängert. Gatt. : Spiroglossa, Degeeria,
Trigonospila, Megistogaster, Urodexia, Gymnostylia, D ex ödes, Hyria,
Acemyia, Doleschalla, Graphia, Cordyligaster , Melanota, Petagnia,
Macquartia, Aporia, Üromyia.
XXVII. Ptilopidae. Augen des S stark behaart, fast zu-
sammenstossend, nach vorne abschüssig, des $ fast nackt; Mund-
rand unter der Vibrissenecke etwas im Profile sichtbar und vor-
gezogen. Wangen nackt. Unterer Kopfrand gerade. Gatt. : Ptilops.
XXVIII. Monochaetidae. Vibrissenecken nicht konvergent,
Vibrissen nicht aufsteigend. Körper gedrungen, Leib kurz. Längste
Vibrisse ganz am Mundrande, dieser nicht nasenartig vorragend.
Fühlerborste nackt. Augen behaart. Stirn nur mit einer Orbital-
borste jederseits. Gatt.: Monochaeta.
XXIX. Polideadae. Wie vorige; S ohne, ? mit 2 Orbital-
borsten. Flügel das kurze, kugelige Abdomen überragend. Gatt.:
Smoleja, Mio- Onychia (für punctum Coli. Winth.).
110 P5i. Bertkau: Bericht über die wisseuschaftlichen Leistungen
XXX. Hy stri ci adae. Vibrissenecken nicht konvergent; Vibrissen
nicht über die Mitte des Untergesichtes aufsteigend. Hinterleib in
verschiedener Weise mit Makrochaeten. Mundrand nasenartig die
Vibrissenecke überragend. 3. FühlergL so lang oder länger als das 2.
Unterrand des Kopfes lang; Fühlerborste nackt. Gatt.: Lasiopalpus,
B 0 inhyl i o ni y ia ( für flavipalpis Mcq.), Hystricia, Ti-op id op s is (für
pyrrhaspis Wted.), Hea-amera, Dejeania, Jurinia, Jurinella (für
coeruleonigra Mcq.), Psei/dohystricia (für ambigua Mcq.), Crypti-
IDalpus, Epalpus.
XXXI. Tachinidae. Vibrissenecken nicht konvergent, Vibrissen
nicht aufsteigend; Körper plump; Beine kräftig. Mundrand nasen-
artig vortretend; Augen nackt. 2. Fühlerglied länger als das 3.
Borste nackt. Gatt.: Fabricia, Peleteria, Tachina, Servillia.
XXXIa. Tachinoidae mit Tachinodes (für hystrix i^.j.
XXXII. Micropalpidae. Wie Tachinidae, aber das 3. Fühler-
glied nur etwas kürzer (?) oder fast so lang {S) als das 2., oder viel
länger. Gatt.: Cophocera, Micropalpus, Homoe Onychia (für litho-
siophaga Rondi), Erigone.
XXXIII. P y r r h 0 s i a d a e. Vibrissen nicht aufsteigend und
Vibrissenecken nicht konvergent. Profil konkav; Mundrand im Profil
entweder nicht vortretend oder schwielig oder sogar rohrartig ver-
längert; Gesicht ohne Kiel. Gatt.: Trichophora, Elachipalpus, Pla-
giopsis (für soror Egg.), Demoticus, Aphria, Chrysosoma, Chaetolya,
Arthrochaefa , Braueria, Rhamphina, Rlun oiacli ina (für sybarita
Meig.), Rhynchista, Leskia, Myobia, Heterometopia, Fischeria, Pseudo-
löwia (für sycophanta Sek.).
XXXIV. Ancistrophoridae. Mundrand rohrartig vorgezogen;
3. Längsader an oder nahe der Flügelspitze mündend, 1. Hinterrand-
zelle lang gestielt. Unterrand des Kopfes sehr lang, gerade; Fühler
unter der Augenmitte. Profil vom Scheitel an schief nach vorn ab-
fallend. Gatt.: Ancistrophora, Clista.
XXXV. Pseudominthoidae. Klaue des S verlängert, Körper
und Beine schlank, Abdomen lang kegelig oder kompress, Flügel
dasselbe kaum überragend. Vordertarsen des ? plump mit sehr
kurzen Klauen. Gatt.: Pseudomintho, M inthodes, Cylindrogaster,
Olivieria.
XXXVI. Minthoi'dae. Stirne ziemlich schmal, kaum vortretend.
Augen nackt. Vibrissen ganz am unteren Kopfrande. Vordertarsen
bei S und ? lang, kompress, das letzte Glied plump, platt oder oval.
Gatt.: Acfinochaeta (für Mintho Columbiae iS.), Mintho, Euantha.
XXXVI a. M y i 0 in i n t h o i d a e mit Mgio m i n tho, Ps eud o-
redtenhaeheria (für l)rasiliensis Scliin.).
XXXVII. Peteinidac. Fühlerborste nackt. Hinterleib schlank.
Mundrand quer abgeschnitten odei' etwas nasenartig vortretend, Ge-
sichtsschild breit, platt, zurückweichend. Klauen sehr kurz oder nur
im Gebiete der Entomologie währeml des Jabies 1889. m
die des 3 am ersten Paare kaum so lang als das letzte Tarsengiied.
Augen nackt. Gatt.: Peteina, Atylostoma.
XXXVIII. Ocypteridae. Hinterleib vom Grunde an allmählich
dicker werdend, oft kompress, meist schlank und lang. 3. Fühler-
glied stets auffallend entwickelt. Stirne breit. Unterrand des Kopfes
meist lang, fast gerade. Augen meist nackt. Gatt.: Ocyptera, Ocy-
pteryla, Exogaster, Beskia, Lophosia, Paralophosio (für imbuta
Wied.), Argyromima.
XXXIX. Schineriadae. Hinterleib oval, depress, am Grunde
schmal. Flügel länger als der Hinterleib. 3. Fühlerglied sehr lang.
Vibrissen kurz und zart, oft rudimentär, Backen breit. Taster keulig,
Rüssel kurz. Gatt.: Euthera, Clara, Paraphania (für diabolus
Wied.), Orectocera, Chromatophania, Schineria.
XL. Gymnosomatidae mit Gymnosoma.
XLI. Phaniadae. Gesicht konkav, ungekielt, Mundrand wenig
oder nicht aufgeworfen, Unterrand des Kopfes gerade. Backen schmal
oder massig breit. Genitalien des ? enorm entwickelt. Makrochäten
fein und oft wenig entwickelt. Fühlerborste nackt. Hinterleib am
Grunde am breitesten oder streifenförmig. Gatt. : Gymnopeza,
<iy ninophania, Syntomogaster, Cereomyia (für curvicauda Fall.),
Besseria, Phaniosoma, Hemyda, Evibrissa, Phania, Plalida, Phani-
omyia (für biguttata Mcj.)^ Clairvillia, Labidogaster, Lahidogyne
(für forcipata Wd.).
XLII. Anurogynidae mit Ann rogyna.
XLIII. Oestrophasiadae mit Oestrophasia und Phasi-
opferyx (für depleta Wied.).
XLIV. Phasiadae. Stirne in beiden Geschlechtern ohne
Orbitalborsten. Augen (oft nur beim c^) sehr genähert. 1. Hinter-
randzelle an oder nahe der Flügelspitze mündend, offen oder ge-
schlossen und gestielt. Fühler ziemlich kurz. Vibrissen über dem
Mundrand. Augen nackt. Gatt.: Trichopoda, Bihiomima, Cisto-
gaster, Xysta, Androphuna (für grandis ScJtin.), Ananta, Alophora,
Clytia, Eliozeta, Litophasia.
XLV. Morphomyiadae mit Morphomyia.
XLVI. Ameniadae. Wangen breit und nebst Stirne blasig.
Vibrissenecken wenig oder nicht konvergent. Klypeus unter die
Vibrissenecken hinabreichend und dort nasenartig werdend. 3. Fühler-
giied viel länger als das 2. Makrochäten nur marginal an den 2 oder 3
letzten Ringen. Augen nackt. Gatt.: Amenia, Paramenia, Stil-
bomyia.
XLVII. Amphiboliadae. Hinterschienen nicht gewimpert, Ge-
sichtsgrube nicht gekielt, Mundrand nasenartig vortretend, hoch über
demselben die angedrückten wenig konvergenten Vibrissenecken.
Backen und Wangen breit, blasig. Gatt. : Microtropeza, Amphibolia.
XLVIII. Rutiliadae. Hinterschienen gewimpert, Kiel hoch,
platt; Gatt.: Rutilia.
112 Pb. Bertkan: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
XLIX. Roederiadae mit Chrysopasta.
L. Rhynchoniyiadae. Mundrand nasenartig vortretend;
Wangen unter den Augen nicht abgegrenzt; Gatt.: Rhynchomyia,
Idiopsis (für prasina Ln.).
LI. Cosminidae. Mundrand nasenartig vortretend, Klypeus
gewölbt, die Vibrissenecken trennend. Makrocliäten am Hinterleibe
fehlend; Fühlerborste lang doppelt gefiedert. Gatt.: Cosmina.
LII. Rhiniadae. Fühlerborste nur oben gefiedert, keine be-
sonders vortretenden Orbitalborsten beim $. Mundrand nasenartig
vorgezogen. Gatt.: Idia, Idieilo. (für raandarina), Rhinia.
LIII. Muse i da e. Gatt.: Glossina, Stomoxys, Haematobia,
Pollenia, Myiospila, Graphomyia, Musca, Placomyia, Cyrtoneura,
Mesembrina, Pyrellia, Calliphora, Lucilia, Dasyphora, Bengalia, Ochro-
myia, Reiniv a / ■ d tia.
LIV. üestridae. Kopf blasig, Mundtheile rudimentär, oft
fehlend. Makrochäten fehlend. Vibrissenecken dicht unter den
kurzen Fühlern. Fühlerborste nackt oder halbgefiedert. Gatt.:
Rogenhofera, Cuterebra, Dermatobia, Gastrophilus, (Gyrostigma,
Cobboldia), Oestrus, Rhinoestrus, ( Pharyngobolus) , Cephalomyia,
Pharyngomyia, Cephenomyia, Therobia, Aulacocephala, Microcephalus,
Hypoderma, Oedemagena, Oestromyia, (Hyadesimyia?).
Ausführlicher sind folgende neue Arten, meist Typen der neuen
Gattungen, beschrieben: Myiopharus metopia (Mexiko) S. 161; Masi-
^odüf/eminafa (Orizaba) S. 1G2; Trixomorpha //K/y>rt (Bengalen) S.163;
Megalochaeta Eggeri (Mitteleuropa) 8; Lophyromyia clausa (ibid.)
Fig. "20; Bavaria mirabdis (München) Fig. 19; Pentamyia porm (Europa)
Fig. 25, S. 164; Paraphorocera tinda (Mitteleuropa) Fig. 29; Trito-
c\\?iQif{, pi'osopoklcs (ibid.) Fig. 35, Ceratochaeta prima (ibid.) 37;
Pseudophorocera setigeru (ibid.) 38 ; Diplostichus ü'/ithredininn (ibid.) 41 ;
Leptocha,eta, ptdopan'fija (ihid.) 50; Gha-etomera. f ton ipe/i?iis (Nieder-
österreicli, Krain)72; Dolichocolon jD^raJox«/« (Dalmatien) 74 S. 165;
Admontia podomyia (M.-Eur.) 92; Urophylla leptotiichopa (Nieder-
österreich) 93 S. 166, henu'chacta (Sizilien) S. 104; Stauferia diaphana
(Oesterreich) 99, Epolia veiox (Tor, am Rothen Meere) 131; Podo-
dexia aracluia (Madagaskar); Macrometopa mexieana (Orizaba) S. 116;
Dolichodexia rufipes (Mehadia , Amasia) ; Sardiocera calida (Süd-
carolina); Ptilodexia caroUnensis (ibid.); Tropidomyia macr Onychia
(Syrien); Myiominia mrcophagina (Mittelamerika); Hystrisiphona
npcudohystricia (Tukubaya, Mexiko); Eudexia (ioliath (Venezuela)
S. 167; Tapinomyia jij///.sr/« (Niederösterreich) S. 168; Agria hungarica
(Szolnok) S. 123; Heteronycha chactonura (Niederösterreich) 191;
Engyops nuicronyx (ibid.) 192; Mochlosoma calidum (Mexiko) 201;
Rhynchodinera rinerascenft (Sizilien) S. 1(58; Paraprosena WalfUi
(Spanien); üexodes Eggeri (Niederösterreich) 213; Hexamera Orien-
talis (Neuseeland); Arthrochaeta denioticoides (Venezuela); (Clista
ignota ^Q'l)] Pseudomintho breoipennis (Amasia) 263 S. 169; Min-
thodes picfipennis (Brussa) 264 ; Actinochaeta Cohrmhiae (C. ; Vene-
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 113
zuela); Beskia cornuta (Brasilien) 276; Argyromima mirabilis (Süd-
amerika, Mime von Dolichopoden) 277; Gymnophania nigripennis
(Tirol) 285; Clara dimidüita (Indien?) 279 S. 170; Anurogyna dispar
(Stilfser Joch) S. 14-4; Bibiomima Handb'/'sch.ü (Brasilien) S. 148;
Andropliana f/rundi/^ (Niederösterreich); Paramenia semiaurkeps
(Neuseeland); Chrysopastay<?/'Ä/ro/oy' (Neuholland) 310; Idiopsis /jrasma
(Aegypten); Reinwardtia tadiinina (Venezuela) S. 171.
Ortliorrhaplia.
Ceeidomyiadae. F. Loew behandelt die in den taschenförmigen
Gallen der Pruuus-Blätter lebenden Gallmücken und die Ceci-
domyia foliorum H. Lw.; Abhaudl. Zool. Bot. Gesellsch. AVien, 1889, S. 535
bis 542. Aus den tascbenföruiigen Gallen von Prunus erzog er 2 Arten: Cec.
prunicola und Diplosis marsupialis.
Ew. H. Rübsaamen schreibt über Gallmücken und Gallen aus der
Umgebung von Siegen; Berlin. Entom. Zeitschr., 1889, S. 43—70.
Derselbe über Gallmücken aus mykophagen Larven; Entom.
Nachr., 1889, S. 377-382.
Derselbe liefert die Beschreibung neuer Gallmücken und ihrer
Gallen; Zeitschr. f. Naturw , Halle, LVII, S. 373-382.
J. J. Kieffer bringt neue Beiträge zur Kenntniss der Gallmücken;
Entom. Nachr., 1889, S. 149—156, 171-176, 183-194, 208—212.
R.Liebel macht neue lothringische Mückengallen bekannt; ebenda
S. 284—286 (von Campanula rapuncnlo'ides; Chrysanth. leucanth.; Echium vulgare;
Hieracium pilo.sella; Peucedanum Oreoselinum; Pirola minor; Scrophularia
nodosa; Trifolium medium; Vicia sepium).
J.Mik macht einige Bemerkungen zur Kenntniss der Gallmücken,
die sich auf die Galle der C. floricola (an den Blüthen von Tilia intermedia),
C. Bergrothiana (s. unten), C. Onobrychidis; Blüthengallen auf
Galium, die z. Tb. Schizomyia (galiorum Kieff.), aber auch eine zweite Art
beherbergen, beziehen ; Wien. Entom. Zeitg., 1889, S. 250-2.58, Taf. HI.
Chustoviera (subg. n. Cecidom.) hella (Gosford) S. 112;
Oonioclema (subg. n. Cecidom.) pauxillula (Elizabeth Bay) S. 61;
Necrophlehia (subg. n. Cecidom.) volüans (Middle Harbour; AVoronora)
S. 111; F. A Skuse, a. a. 0.
Schizomyia (u.g.Hormomyiae, Diplosi,Epidosi et Dirrhizae affine) Galiorum
(Bitsch, in deformirten Blüthen des G. verum, mollugo und sylvat.); J. J. Kieffer,
Entom. Nachr., 1889, S. 184.
Asphondylia Loetvi (Como) S. 108, rnhicunda (Elizabeth B.) S. 109;
F. A.A. Skuse, a. a. 0., Mayen (Lai've in Anschwellungen dei' Hülsen des
Sarotb. scop.); R. Liebe 1, Entom. Nachr., 1889, S. 266.
Asynapta flammula (Sydney) S. 124, prisca (Elizabeth B.), parietina (ibid.)
S. 125; F. A. A. Skuse, a. a. 0., Äntennariae (St. Francis, Milwaokee; aus
Gipfelknospeugalle der A. iilantaginifolia) ; W. M. Wheeler, Proc. Nat. Hist.
Soc. Wisconsin, April 1889, S. 212.
Aixliiv f. Naturgesch. Jahrg. 1890. Bd. H. H. 2. H
114 Ph. Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Campylomyza perpallida (Sydney) S. 134, aei'atipennis (Elizabeth B.) S. 135,
persimiUs (Sydney), crocea (Elizabeth B.) 136, subtilis (ibid.) S. 137, vicina (ibid.)
S. 138, impexa (ibid.) S. 139, pellax (ibid.) S. 140, amplipennis (Middle Harbour)
S. 141; F. A. A. Skuse, a. a. 0.
F. Low erhielt aus Lothringen und dem Abrthale Artemisia vulgaris
mit Blattgallen, aus denen er Cecid. foliorum H. Lw. erzog, die die Galle erzeugt
und kein luquiline von Phytoptus - gallen ist wie F. Low früher vermiithete;
beide Geschlechter werden beschrieben. Abhandl. Zool. Bot Gesellsch. Wien,
1889, S. 539-542.
Cecidomyia Oleariae (Neu-Seeland ; in Zweig- und Blattgalleu von 0. fur-
furacea); W. M. Mas kell, Trans. New Zealand Listitute, XXI, S. 257, PI. XH,
Epilohü (Aachen, Oesterreich, in Blüthen des E. angustifolium); F. Low, Abb.
Zool. Bot. Ges. Wien , 1889 , S. 201 , prunicola (Wien , aus den taschenförmigen
Blattgallen von Prunus domestica und spinosa) ; derselbe ebenda S. 538, vitulans
(Elizabeth Bay), difflcüis (ibid.) S. 63, regüla (ibid.) S. 64, baccata (ibid.) S. 65,
nobilis (Gosford) S. 66, gibbula (Middle Harbour) S. 67; F. A. A. Skuse, a. a. 0.,
Engstfeldi (an Spiraea ulmaria) S. 375 (Abbild, in Verhandl. d. Naturh. Ver. d.
preuss. Rheinl. etc., 1890, Taf. 3 Fig. 17), pustulans (ibid.) S. 378, tubercuU (in
beutelartigen Gallen an den Zweigspitzen von Spart, scoparium) S. 381; Ew.
H. Rübsaamen, Zeitschr.f.Naturw.Halle, LXH, loticola (in Triebspitzengallen
des Lotus corniculatus, S.53 (Abbild. a.a.O. Taf.IFig.4,III, IS)), per iclymerd (in Blatt-
rollen der Lonic.pericl.)S.54 (Abbild. Fig.l9. 20), tiliamvolvens (inBlattrandrollungen
der T. parvifolia) S.55 {A.\)\)\\(\..Y\g.\%),populeti{\n Blattrollen der Pop. tremula)S.57
(Abbild. Taf. 3 Fig. 30); derselbe, Berlin. Entom. Zeitschr., 1889, tubicola (ver-
breitet; in Knospengallen des Sarothamnus scoparius) S.188,//Z/cM2a (Lothringen,
in Blattrandrollen der Pteris aquilina) S.191, Ap(p)aTines (Bitsch, in Triebspitzen-
gallen von Galiura A.) S. 208; J. J.Kieffer, Entom. Nachr., 1889, Stellariag
(Bitsch, Gallen auf St. media) S. 282, parvula (ibid., aus Blüthen der Bryonia
dioica), virgae-aureae (ibid., aus Blattrandrollen der Solidago v.-a.) S. 283;
R. Liebel, ebenda, balsamicola (Larve in hanfkorngrossen Gallen am Grunde
der Nadeln von Abies balsamea, die sie bei der Reife verlässt, um in die Erde
zu gehen; Lnago nicht bekannt); J. A. Lintner, 4th. report, S 60 mit Abbild.,
Bergrothiana (in den gedrehten Blüthengallen der Silene nutans; s. den vor.
Ber. S. 114); J. Mik, Wien. Entom. Zeitg. 1889, S. 236, 251, GlccJi omae (Rhod'Aihen
und Bitsch; Larven in Taschengallen an den Triebspitzen der Gl. heder,);
J. J.Kieffer, ebenda, S. 263, Antennariae (St. Francis, Milwaukee; aus einer
Gipfelknospengalle der A. plantaginifolia); AV. M. Wheeler, Proc. Nat. Hist.
Soc. Wisconsin, April 1889, S. 209.
ClinorrhynchaTartacei^i (Bitsch, in den Achenen des T. vulgare); J. J. Kieffer,
Entom. Nachr., 1889, S. 209.
Colpodia indubituta (Middle Harbour); F. A. A. Skuse, a. a. 0.. S. 114.
Diplosis galliperda (auf und von den Gallen des Neuroterus lenticularis
lebend; in Lothringen); F. Low, Abb. Zool. bot. Ges. Wien, 1889, S. 202, mar-
supialis (Wien, aus den taschenförmigen Gallen der Blätter von Prunus domestica
und spinosa); derselbe ebenda S. 536, Leptospermi (Sydney, in missbildeten
Blüthen von Leptosp.) S. 68, plumhea (Elizabeth Bay) S. 69, conßnis (Sydney)
S. 70, brevipennis (ibid.) S. 71, percita (ibid.), scenica (ibid.) S. 72, liicida (Wo-
ronora) S. 73, paula (Elizabeth B.) S. 74, abbreviata (Sydney), ardcns (ibid.)
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 115
S. 75, caeca (Elizabeth B.) S. 7G, prohata (Middle Harbour) S. 77, vegrandis
(Elizabeth B.) S. 78, homhycina (Sydney) S. 79, villosa (Elizabeth B.) S. 80, fa-
ceta (Sydney) S. 81, adusta (Woronora), araneosa (Elizabeth B.) S. 82, ohsoleta
(Glenbrook) S. 83, montaiia (ibid.) S. 84, condüjna (Elizabeth B.), fallax (Wo-
ronora) S. 85, sulfurea (Sydney) S. 86, ])arüis (Middle Harbour), hellula (Peat's
Ferry) S. 87, senilis (Coogee Bay) S. 88, rusticula (Como) S. 89, furva (Middle
Harbour), quaesita (Woronora) S. 90, coyispeda (Kichmond) S. 91, moUipes (Sydney)
S 92, güva (Gosford), discedens (Elisabeth B.) S. 93, erronea (Sydney) S. 94, hu-
inilis (Wheeny Creek) S. 95, scelesta ; Elizabeth B.) S. 96, Marlenyi (Woronora)
S. 97, dihapha (Illawarra) S. 98, frequens (Elizabeth B.) S. 99, certa (AVoronora)
S. 100, violacea (Sydney; Woronora) S. 101, saxatilis (Elizabeth B.) S. 102, con-
tigua (Wheeny Creek) S. 103, negotiosa (jSIorth-Willoughby) S. 104, actiosa (Peat's
Ferry) S. 105, cineraria (Woronora) S. 106, indotata (Middle Harbour), Oreas
(Glenbrook; Blue Mts.) S. 107; F. A. A. Skuse, a. a. 0., Melampsorae (von den
Sporen der M. salicina sich nährend) S. 46, Scoparii (in Zweiggallen von Spar-
tiuni scoparium) S. 48 Abbild, in Verhandl. naturh. Yer. d. preuss. Rheinlande
etc , 1890, Taf.III Fig. 9, 24), glohuli (in Blattgallen der Popul.tremula) S.49 (Abbild.
Fig. 4), molliiginis (in Blätterschöpfen an den Triebspitzen von Galiuni moU.
S. 51 (Abbild. Taf. I Fig. 1; III Fig. 7); Ew. H. Rtibsaamen, Berl. Entom.
Zeitschr., 1889, Heradei (an H.sphondylium); derselbe, Zeitschr. f. Naturw.
Halle, LXII, S. 373, (Abbild, a. a. 0. Taf. 3 Fig. 5), Erysiphcs (an mit E. lam-
procarpa bedeckten Hieracium muronim) S.379, Sphaerothecae (an Hopfenblättern mit
Sph. Castagnei) S. 381, Pucciniae (auf Leoutodon autumnalis mit P. compositarum)
S. 382; derselbe, Entom. Nachr., 1889, nuhilipennis (Lothringen) S. 150, cilicrus
(Bitsch) S. 152, betuUna (Bitsch, auf B. pubescens) S. 153, betidicola (B. alba)
S. 155, acerplicans (Bitsch, auf A. Pseudo - platanus) S. 171, Liebelt S. 174;
J. J. Kieffer, ebenda, Troili (Bitsch; Springmaden in verbildeten Blüthen der
Pimpin. saxifraga); derselbe, Wien. Entom. Zeitg., 1889, S. 262.
Epidosis magnifica (Elizabeth B.) S. 116, gradlis (ibid.) S. 117, opiiiara,
conferta S. 118, perexilis S. 119, pallida S. 120 (alle von Elizabeth B.), macella
(Sydney) S. 121, exigua (Glenbrook) S. 122, gibberosa (Elizabeth B.) S. 123;
F. A. A. Skuse, a. a. 0.
Hormomyia lutulenta (Elizabeth B.); F. A. A. Skuse, a. a. 0., S. 110.
In einem Beitrag zur Biologie von Hormomyia capreae Winn., Wien.
Entom. Zeitg., 1889, S. 306 — 308, Taf. V, beschreibt J. Mik in sehr genauer
Weise die Galle und Larve und ergänzt diese Beschreibung durch Abbildungen.
H. Fagi, Galle und Larve; Ed. Andre, Le Naturaliste, 1889, S. 153f.
mit Abbild.
Lasioptera Mastersi (Woronora) S.127, vastatrix (Parkes district, in Gras-
stengeln) S. 128, aurata (Middle Harbour) S. 129, nodosae (Homebush, aus miss-
bildeten Knospen von Melaleiica nodosa) S. 130, miscella (Elizabeth B.), corusca
(Gosford) S. 131, helvipies (Sidney) S. 132; F. A. A. Skuse, a. a. O.
Miastor p»'ocax (Sydney) S. 58, Mastersi (ibid.) S. 59; F. A. A. Skuse,
a. a. 0.
Schizomyia sociabills (in Gallen der Diplosis dryobia und Liebeli) S. 43
(Abbild, in Verhandl. Naturh. Vereins preuss. Rheinl. etc., 1890, Taf. III, Fig. 1),
propinqua (in Gallen der Diplos. Lonicerarum) S. 45 (Abbild. Fig. 2); Ew. H.
Rübsaanieu, Berlin. Entom. Zeitschr., 1889.
H*
116 Ph. Bertkaii: Bericht über die wissenschaftliclien Leistungen
Mycetophilidae. Aus dieser Familie führt F. A. A. Skuse, a.a.O.,
S. 1123 — 1222, PI. XXXI, XXXII, 35 Australische Arten auf, die zum aller-
grössten Theile neu sind.
Acrodicrania (u. g. Mycetophilin.) atricauda (Sydney) S. 1195 PI. XXXII
Fig. 10, setosicauda (ibid.) S. 1196, fasciata (ibid.) S. 1198; F. A. A. Skuse, a. a. 0.
Antriadophila (n. g, Ceroplatin.) nuhipennis (Blue Mts.) S. 1184, petulans
(Mossman's Bay) S. 1186 PI. XXXI Fig. 8, electilis (Elizabeth B.) S. 1187, nigra
(Knapsack Gully) S. 1188; F. A. A. Skuse, a. a. 0.
Aphelomera (n. g. Mycetophilin.) Sydneyensis (S.); F. A. A. Skuse, a.
a. 0., S. 1207, PI. XXXII Fig. 13.
Ateleia fn. g. Mycetophilin.) spadicithorax (Bowral); F. A. A. Skuse,
a. a. 0., S. 1202, PI. XXXII, Fig. 11.
Brachydicrania (n. g. Mycetophilin.) pidlicaudu! (Middle Harbour) S. 1216,
pictiventris ^Sydney) S. 1217, fumosa (Blue Mts.) S. 1218 PI. XXXII Fig. 16,
abbreviata (Sydney) S. 1219; F. A. A. Skuse, a. a. 0.
Heteropterna (n. g. Ceroplatin.) Macleayi (Como; Woronora); F. A. A.
Skuse, a. a. 0., S. 1167.
Homaspis (n. g. Sciophilin.) meridinna (Gawler) S. 1192, PI. XXXI Fig. 9;
F. A. A. Skuse, a. a. 0.
Macrobrachius (u. g. Phroniae simile, diifert nervo costali valde trans
n. cubit. prolongato, n. anali longissimo et validissimo; n. axillari nullo) Kmvarzii
(Villach; Litthauen; Weiss-Russland) S. 521, Tab. XXI, Fig. 212-220;
MegopJit(h)almidia (richtiger Megalophth., n. g., structura arcuum dor-
salium posteriorum abdominis distinctissimum) Zugmayeriae (Graefenberg) S. 525,
Fig. 221— 231; H. Dziedzicki; Hör. Soc. Entom. Boss. XXIIL
Pseudoplatyura (n. g. Ceroplatin.) dux (Glenbrook); F. A. A. Skuse,
a. a. O., S. 1182, PI. XXXI, Fig. 7.
Trizygia (n. g. Mycetophilin.) flavipes (Sj'duey); F. A. A. Skuse, a. a. O.,
S. 1205, PI. XXXn, Fig. 12.
Ceroplatus Mastersi (Elizabeth Bay); F. A. A. Skuse, a. a. 0., S. 1164.
Macrocera delicata (Middle Harbour) S. 1158, decorosa (verbreitet) S. 1159,
Mastersi (Knapsack Creek) S. 1161; F. A. A. Skuse, a. a. 0.
Mycetophila propria (Glenbrook); F. A. A. Skuse, a, a. 0., S. 1213,
PI. XXXn, Fig. 15.
Platyura venusta (Middle Harbour) S. 1171, fenestralis (Elizabeth Bay) S. 1172,
»S'cÄ t>?eri (Sidney) S. 1174, con/onm.^ (Glenbrook; Sydney) S. 1175, /^M7m (Sydney)
S. 1176, monticola (Blue Mts.) S. 1177, graphica (Elizabeth B.) S. 1179; F. A. A.
Skuse, a. a. 0.
H. Dziedzicki nimmt eine Revue des especes europeennes du
genre Phronia Winn., avec la description des deux genres nouveaux Macro-
brachius et Megophtbalmidia vor; Hör. Soc. Ent. Boss., XXIIL S. 404— 532,
Tab. XII — XXI und vielen Holzschnitten. Wie in den früheren Revisionen
spricht auch hier der Verfasser, nur mit noch grösserer Bestimmtheit, aus, dass
eine sichere Artbestimmung nur untei- Berücksichtigung der Kopulationsorgane
möglich sei, dass dagegen die Färbung des Hinterleibes, Länge der Beine, bezw.
Tarsen und selbst das Fliigelgeäder sehr variabel sind, was in besonders lehr-
reicher Weise an dem Beispiele von Phronia cinerascens gezeigt w^ird. Hierauf
werden die männlichen und weiblichen Begattungsorganc der Gattung Phronia
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 117
beschrieben und die einzelnen Theile abgebildet; die Legeröhre gleicht in allen
ihren Theilen sehr der der Tipnlideu, Die Revision enthält 51 Arten , deren
Begattungsorgane auf den beigefügten Tafeln abgebildet sind. Folgende syno-
nymische Bemerkungen sind zu machen: Phr. vittata Winn. ^ annulata;
humeralis Winn., pygisiaca Winn. = forcipula Winn. (von dieser Art wird
auch das ^ beschrieben S. 432), laeta Winn. = basalis Winn., truncata Winn.
:= cinerascens Winn., longipes Winn. = rustica Winn., (von flavipes wird
das $ beschrieben, S. 449, ebenso von obtusa, S. 453, von crassipes das ^,
S. 457); als neu sind beschrieben Phr. elegans (Zaczernie) S. 460, Taczanowski/i
(Strzygi) S. 462, ^je^wZans (Weiss-Russland) S. 465. Braueri, (Karlsbrunn, Graefen-
berg) S. 466, maculata (Waldegg; Villach) S. 471, notata (Weiss-Russland) S. 473,
peculiaris (Karlsbrunn) S. 475, mutahiUs (Villach; Graefenberg; Karlsbrunn) S. 477,
^Vsc/mem (Villacb; Weiss-Russland) S. 479, disgrega (Weiss-Russland) S. 481,
Tiefii (Villach) S. 483, egregia (Strzygi) S. 484, Willistoni (Karlsbrunn; Strzygi)
S. 486, sylvatica (Weiss-Russland) S. 488, Vulcani (Villach; Graefenberg; Karls-
brunn) S. 490, saxigena (Graefenberg) S. 492, semiatrata (Graefenberg) S. 493,
Siebeckii (Villach; Karlsbruun) S. 495, interstincta (Waldegg) S. 497 , dubia
(Graefenberg; Karlsbruun; . .) S. 498, unica (Graefenberg) S. 500, Port.schin.sk yi
(Strzygi) S. 502 , electa (Waldegg ; Graefenberg) S. 504 , sudetica (Graefenberg)
S. 505, obscura (Weiss-Russland) S. 507, marginata (Graefenberg; Waldegg;
Karlsbrunn) S. 508, hicolar (Ruda Guzowska) S. 510, caliginosa (Graefenberg)
S. 512, aestivalis (Graefenberg) S. 513, trivittata (Weiss-Russland) S. 515, decorosa
(ibid.) S. 516, saxatilis (Villach), opaca (Weiss-Russland) S. 519.
F. A. A. Skuse beschreibt a. a. 0. S. 673—722 42 neue Sciara-Arten aus
Australien, deren namentliche Aufführung ich mir ersparen werde.
Sc. hirtipennis Zeit, ist eine Trichosia (= Tr. absurda Winn.T); J. Mik,
Wien. Entora. Zeitg., 1889, S. 232.
Trichonta vegeta (Woronora) S. 1209 PI. XXXII Fig. 14, illaetabilis (Lawson)
S. 1210; F. A. A. Skuse, a. a. 0.
Trichosia Musterst (Como); F. A. A. Skuse, a. a. 0., S. 723.
Simuliadae. Simulium furiosum (Gosford: Berowra, bisher die einzige
Vertreterin der Familie in Australien); F. A.A. Skuse, a. a. 0., III, S. 1365.
PI. XXXIX, Fig. 1.
Bibionidae. Bibio fiiscipennis (Tirol); E. Pokorny. Abhandl. Zool. Bot.
Gesellsch. Wien, 1889, S. 545.
Dilophus pictipes (Knapsack Gully); F. A. A. Skuse, a. a. 0 , III, S. 1381,
PI. XXXI, Fig. 8.
Plecia amplipennis (Cairns, variet. an Barron u. Mulgrave R. und Port
Denison) S. 1372 PI. XXXI, Fig. 8, ornaticornis (Cairns) S. 1374 Fig. 4, erebea
(Blue Mts.) S. 1375 Fig. 5; F. A. A. Skuse, a. a. 0.
Scatopse longipennis (Sydney) S. 1383 PI. XXXI Fig. 9, fenestralis (N.-S.-
Wales) S. 1384 Fig. 10: F. A. A. Skuse, a. a. O , in.
Culicidae. Aedes venustipes (Elizabeth Bay); F. A. A. Skuse, a. a. 0.,
S. 1761, PI. XL, Fig. 4.
Anopheles musivus (Elizabeth Bay) S. 1754, atratipes (Berowra) S. 1755,
Mastersi (Blue Mts.) S. 1757, stigmaticus (ibid.) S. 1758; F. A. A. Skuse, a. a. 0.
Culex hortensis (Pisa); E. Ficalbi. Bull. Soc. Entora. Ital., 1889, S. 27,
RicUardii (Raveuna); derselbe, ebenda, S. 50, hispidosus! (Newcastle) S. 126,
118 Ph. Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
vittiger (Queensl.) S. 1728, occidentalis (King George's Sd.) S. 1729, vigüax (Gosford)
S. 1731, flavifrons (Blue Mts.) S. 1735, annulirostris (ibid.) S. 1737, notoscriptus
(Sydney) S. 1738, Bancrofti (Brisbaue) S. 1740, procax (Gosford) S. 1742, sagax
(Murrurabidgee) S. 1744, Ilacleayi (King George's Sd.) S. 1746, linealis (Knapsack
Gully) S. 1747, atripes (Homebush) S. 1750; F. A. A. Skuse, a. a. 0., pervigilans
(Greymouth, Neu-Seeland); E. Bergroth, Wien. Entom. Zeitg., 1889, S. 295,
agilis (Alger); J. M. F. Bigot, Bull. Soc. Entom. France, 1889, S. CXXII.
Megarrhina speciosa (Port Denison); F. A. A. Skuse, a.a.O., S. 1722.
Chironomidae. J. Deby macht eine durch ihren Bau und Lebensweise
interessante neue Art, Psamathiomyia pectinata bekannt; Journ. E,. JVIicrosc.
Soc, 1889, S. 180-186, PI. IV. Die Fühler sind in beiden Geschlechtern
6 gliederig, nicht gefiedert, viel kürzer als Kopf und Thorax; das Mesonotum ist
kapuzenartig über den Kopf vorgezogen. Beine sehr lang und dünn; das End-
glied des Tarsus besitzt an der oberen Seite zwischen den gewöhnlichen Klauen
einen fingerförmigen Fortsatz und an der unteren Seite einen S-förmig gebogenen,
langen, kammähnlichen Anhang; die Flügel sind rudimentär, im weiblichen
Geschlechte kürzer als im männlichen, ohne Nerven; Halteren deutlich. Die
konvexen Augen in beiden Geschlechtern getrennt, beim Weibchen weiter von
einander. — Die Klauen des Männchens sind zweispaltig, die des Weibchens
einfach; der kammähnliche Anhang in beiden Geschlechtern gleich. Die
männlichen Kopulationsorgane bestehen aus einem Paar mächtiger zweigliedriger
Zangen ; der Ovipositor des Weibchens ist kegelförmig. — Die Larve ist wurm-
artig, 12 gliederig und lebt an der Kü.ste in Enteromorpha ; das kurze Leben der
Imago beschränkt sich nach der Vermuthung des Verfassers auf die wenigen
Stunden , wo die Ebbe den Strand blosslegt. Die Art, welche in ihrer Lebens-
weise viel Aehnlichkeit mit dem Halirrhytus amphibius Eaton von den Kerguelen
zeigt, wurde bei Biarritz an der südfrauzösischen Küste gefunden.
Tipulidae. V. v. Roeder setzt die Unterschiede der Anis onuralongipes
und Saxonum auseinander; erstere war in Fauna ins. Helv., Dipt. , von G.
Huguenin als A. Gaedii Meig., letztere als A. bicolor Mg. aufgeführt; Nachträge,
in Mitth. Schweiz. Entom. Gesellsch., VIH, S. 1 — 3.
Dolichopeza fuscipes (Konstantine); E. Bergroth, Wien. Entom. Zeitg.,
1889, S. 113 mit Holzschn. des Flügels.
Erioptera tansmarina (Algier); E. Bergroth, Wien. Entom. Zeitg.,
1889, S. 114.
Goniomyia5'c/<rej?Ä;«(östl.Kirghisen); J.Mik, Hor.Soc.Ent.Ross., XXIII, S.98.
E. Bergroth kennt aus Finnland 3 Ptychoptera-Arten: contaminata, palu-
dosa und scutellaris; Meddel. Soc. pro fauna et flora Fennica, XV, S. 160.
Eine für Europa neue Gattung ist Phyllolabis O.-S. mit (Limnobia)
macrura Siebke, aus Norwegen und Lappland; die Gattung war bisher nur aus
Kalifornien bekannt; E. Bergroth, Wien. Entom. Zeitg., 1889, S. 116.
Tipula mediovütata S.103, leucoprocta S. 107 (östl. Kirghisen); J. Mik,
Hör. Soc. Ent. Ross., XXIIL
Die T. marmorata v. d. Wulp 1877 (1883 in confusa umbenannt) ist die
richtige marmorata Meig., Staeg., Zeit; die marmorata v. d. Wulp 1883 ist eine
andere Ai't, anomjma S. 119; T. subserricornis Zeit. = turcica F., Diana 3Ieig.,
(Prionocera) pubescens Lw.; die (Nephrotoma) aciuilonia Er. iat ebenfalls eine zu
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 119
der Gruppe der marmoratae gehörigen Tipula; E, Bergroth, Wien. Entom. Zeitg.,
1889, S. 119 f.
Dixidae. E. Bergroth führt aus Finnland 6 Dixa-Arten auf, darunter
D. hyperborea (Lappmark; Varanger Fjord) S. 163, aquilonaris (Muonioniska)
S. 164; Meddel. Soc. pro fauna et flora fenuica, XV, S. 162—165.
Coenomyiadae. Änacanthaspis (n. g. Cönomyin.) Ufasciata (Amur);
V. V. Roeder, Wien. Ent. Zeitg., 1889, S. 8.
Stratiomyiadae. Hermetia mucens infesting bee-hives; die Weibchen
legen ihre Eier in den Stock, in dem die Larven ihre weitere Entwickelung
durchmachen; lusect life, I, S. 353 f.
Tabanidae. Haematopota .s^ri^/ti^tjnm.s- (Gabun) ; F.Karsch, Entom. Nachr.,
1889, S. 239.
Leptidae. Dialysis (diesem älteren Walker'scheu Namen wird vor Tri-
ptotricha Lw. das Recht eingeräumt) disparilis (Vancouver L); E. Bergroth,
Wien. Entom. Zeitg., 1889, S. 296 mit Tabelle sämmtlicher Arten, S. 297 f.
Leptis Marchain; C. Pierre, Feuille Jeun. Natur., 19, S. 49 f.
Asilidae. Die Notes on Asilidae in Psyche, V, S. 255— 269, von
S. W. Willistou heben den grossen Reichthum Südamerikas an Angehörigen
dieser Familie (540) hervor. Einige doppelt angewandte Gattungsnamen werden
durch andere ersetzt: Laparus Lw. (non Bülberg) durch Neolaparus; Cylin-
drophora Phil, durch [Lynchia =) Myiothera S. 259; Phoneus Macq. durch
Neophoneus; nach dem Prioritätsrecht muss Neomochtherus 0. S. Heligmo-
neura Biy.; Andrenosoma Bond. Nusa Walk. Platz machen. — Die Gattung
Senobasis Macq. hat Schiner vollständig verkannt, indem er Angehörige der-
selben unter dem (auszumerzenden) Namen Lochites beschrieben und Ble-
pharepium-Arten als Senobasis beschrieben hat. Die vom Verfasser zu Apha-
martania gebrachte nordamerikanische Art gehört zu einer anderen Gattung;
Deromyia und Diogmites sind als selbständige Gattungen beizubehalten oder, wenn
sich die Identität beider heraus stellen sollte, ist Diogmites Liv. fallen zu lassen.
Die mit Atomosia verwandten Gattungen werden tabellarisch charakterisiert;
es sind Atomosia Macq., Rhathiniomyia Lynch, Eumecosoraa Schin., Aphestia
Schin., Cerotaenia Schin., Lamprozona Loeio, und die neuen Ätonia (für an-
cylocera Schin., Mikii Willist.) und Cyphotomyia S. 257, für 0. Lynchii
(Chapada, Brasil.) S. 258. — Die Gattung Pseudarchilestes Big. (s. unten) ist
auf die typische Art der Gattung Archilestes Schin. und auf ein Merkmal
(oberseits behaartes 3. Fühlerglied) begründet, dessen Anwesenheit bei jener
Type ausdrücklich angegeben war.
Apoclea infuscata (Kongo); F. M. van der Wulp, Bull. Soc. Ent. Balg.,
1889, S. CXXVI.
Laphria nigrocaerulea (Christmas Isl.) ; W. F. K i r b y , Proc. Zool. Soc. London,
1888, S. 555.
Machimus chrysitis Mg. in der Mark Brandenburg (Müggelsee);
C. Schirmer, Entom. Nachr., 1889, S. 292.
Bombyliadae. Th. Becker kommt zu dem Schluss, dass Systoechus
aurulentus Meig. eine von sulphureus il^Mn. verschiedene Art sei; Wien. Entom.
Zeitg., 1889, S. 73 f.
Thereuadae. Ozodiceromya! (n. g. prope Agapophytum) mexicana (M);
J. M. F. Bigot, Ann. Soc. Entom. France, 1889, S. 322.
120 P^i- Bertkaii: Bericht über die wissenschaftlichen LeistuTigen
Anabarrhyiichns niffer (Chili), tristis (Australien); J. M. F. Bigot, Ann.
Sog. Entom. France, 1889, S. 325.
Dialineura (?) costalis (Chili); J. M. F. Bigot, Ann. Soc. Entom. France,
1889, S. 327.
Psiloeephala macrochaeta (Chili) S. 325, püosula (ibid.), indica (Indien)
S. 326, rufipes (Poit Natal) S. 327 ; J. M. F. Bigot, Ann. Soc. Entom. France, 1889.
Thereua didyma Lw. bei Zermatt; Th Becker, "Wien. Entom. Zeitschr.,
1889, S. 75.
Cyrtidae. Acrocera stelviana var. j:)««icteta (Stilfser Joch); E. Pokorny,
Abband]. Zool. Bot. G-esellsch. AVien, 1889, S. 547.
Nothra americana (Washington terr.); J. M. F. Bigot, Ann. Soc. Entom.
France, 1889, S. 320.
Bigot erkennt seine anf aenea gegründete Gattung Oligoneura als
synonym mit Philopota; Bull. Soc. Ent. France, 1888, S. CLXX f.
Empidae. Lamposoma (n. g. ; Corpus nitidura, apollinosum (soll heissen
„nicht bestäubt"), pulvillis empodioque rudimentariis; caput, thorax et scutellum
ut in g. Clinocera s. str. ; alae rotundatae immaculatae, venis tenuibus) cavaticum
(Höhle bei Ragusa); Th. Becker, Berlin. Entom. Zeitschr., 1889, S.338, Fig. 3.
Symhallophtlialmus (n. g. Tachydromin. S. 285; früher Macroptera
genannt) _p/ciyjes (Zermatt; Paitenkirchen) ; Th. Becker, Wien. Entom. Zeitg.,
1889, S. 80, Taf. I Fig. 3-5.
Brachystoma Ucolor (Chili); J. M. F. Bigot, Ann. Soc. Entom. France,
1889, S. 130.
Empis varians S. 136, villosida (Chili), vmcrura (Buenos-A'ires) S. 131,
pachypodiata (Sydney) S. 132; J. M. F. Bigot, Ann. Soc. Entom. France, 1889.
Chamaedipsia BecJceri (Zermatt , Schweiz ; die Clinocera Iota Walle, gehört
auch in diese Gattung); J. Mik, Wien. Entom. Zeitg.,.1889, S. 71, Taf. I, Fig. 7, 8.
In einem Beitrag zur Kenntniss des Gespinnstes von Hilara
sartrix, Abhandl. Zool. Bot. Gesellsch. Wien, 1889, S. 623 — 626, bestätigt
A. Handlirsch die Angabe Mik's, dass das von dem Männchen dieser Art
getragene Blättchen aus Fäden bestehe, deren chemische Untersuchung ergab,
dass sie den Gespinnstfäden von Raupen und Spinnen sehr ähnlich, wenn nicht
gleich seien. Er vermuthet, dass bei dieser Art die Männchen durch diese
glänzenden Blättcheu die Weibchen anlocken, und deutet Girschner's (s. unten)
Beobachtung an H. maura und interstincta in dem Sinne, dass auch andere
Insekten durch dieselben angelockt würden.
E. Girs ebner glaubt, auch bei H. maura und interstincta Gespinnst-
klümpchen wahrgenommen zu liaben, und sieht in den Gespinnstfäden, die aus
den Muudtheilen kommen sollen, ein Mittel dieser Thiere, um ihre Beute zu
fesseln und leichter transportieren zu können. Ent. I^achr., 1889, S. 220— 222.
H. macrocem (Chili); J. M. F. Bigot, Ann. Soc. Entom. France, 1889, S. 128.
Hilarimorpha ohscura (Kalifoinien); J. M. F. Bigot, Ann. Soc. Entom.
France, 1889, S. 129.
Hybos (jagatlnus (Indien); J. M. F. Bigot, Ann. Soc. Entom. France, 1889,
S, 127.
Iteaphila coriacea (Chili); J. M. F. Bigot, Ann. Soc. Entom. France, 1889,
S. 126,
Microphorus scajniliferus (Chili), semifulvus (ibid.); derselbe, ebenda, S. 129.
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 121
Ocydrom[y]ia PJiilippü (Chili); J. M. F. Bigot, Ann. Soc. Entom. France,
1889, S. 128.
Phaeohaliapemcm«.' (Höhle bei Njegus, Montenegro); Th. Becker, Berlin.
Entom. Zeitschr., 1889, S. 336, Fig. 1, 2.
Pterospylus natalensis (N.), emtylatus (Mysol) S. 126, bicolor (Indien)
S. 127; J. M. F. Bigot, Ann. Soc. Entom. France, 1889.
Rhamphomyia discoidalis (Eggischhorn, Schweiz); Th. Becker, Wien.
Entom. Zeitg., 1889, S. 81, Taf. I, Fig. 6, Morrisoni (Nevada) S. 132, imcinjmera,
nigrita S. 133, geniculata S. 134 (Kalifornien); J. M. F. Bigot, Ann. Soc. Entom.
France, 1889.
Tacbista alteropicta (Dalmatien); Th. Becker, Berlin. Entom. Zeitschr.,
1889, S. 343.
Tachydroraia Ze«(coc/meto (Dalmatien); Th. Becker, Berlin. Entom. Zeitschr.,
1889, S. 345.
Wiedemannia stylifera (Beskiden); J. Mik, Wien. Entom. Zeitschr., 1889,
S. 150.
Doliohopodidae. Dolichopus genicupallidus (St. Moritz); Th. Becker,
Berlin. Entom. Zietschr.,- 1889, S. 170; (J. Mik ersetzt diesen „unrichtig
gebildeten'' Namen durch D. BecJceri und erwähnt die All auch vom Stilfser
Joch; Wien. Entom. Zeitg., 1889, S. 305), aratriformis (Dalmatien); derselbe,
ebenda, S. 340 Fig. 3.
Eucoryphus coeruleus (Audermatt); Th. Becker, Wien. Entom. Zeitg.,
1889, S. 77, Taf. I Fig. 1, 2.
Ueber Eutarsus aulicus Mg. und dessen Borstenbüschel am Hintertarsen-
glied s. V. V. Roeder, Entom. Nachr , 1889, S. 37 und 127.
Hercostomus Pokornyi (Schneealpe, Steiermark); J. Mik, Wien. Entom.
Zeitg., 1889, S. 305.
Psilopus Lesinensis (L.); J. Mik, Wien. Entom. Zeitg., 1889, S. 306,
lacteitarsis (Dalmatien ; wird S. 346 als synonym mit P. Lesinensis eingezogen) ;
Th. Becker, Berlin. Entom. Zeitschr., 1889, S. 342.
F. Kowarz gibt die Merkmale der Gattung Sympycnus und die
Beschreibung der (6) europäischen Arten derselben, Wien. Entom. Zeitg., 1889,
S. 175—185, unter denen S. irachydactyliis (St. Moritz) S. 177, puUatus (Eger)
S. 178 neu sind.
Cyclorrliapha.
Syrphidae. Chilosia varians (St. Moritz); Th. Becker, Berlin. Entom.
Zeitschr., 1889, S. 182, mit einer analytischen Tabelle und Bemerkungen zu
zahlreichen anderen Arten.
Ueber die Larve von Microdon s. oben S. 101.
Platychirus complicatus (St. Moritz); Th. Becker; Berlin. Entom. Zeitschr.,
1889, S. 173.
Conopidae. Conops superbus (Beyrut); V. v. Röder, Wien. Entom.
Zeitg., 1889, S. 6.
(Gouirhyncus) castaneus Big. (s. dies. Ber. für 1887 S. 95) ist Myopa clausa
Lw.; die Art kommt mit geschlossener und offener erster Hinterrandzelle vor,
letztere Exemplare bilden die n. var. aperta; V. v. Röder, Wien. Entom. Zeitg.,
1889, S. 5.
122 Ph. Bertkau: Bericht über die wissensehaftlicheu Leistungen
Pipunculidae. Während Boheman bereits 1854 für die Larve eines
Pipunculus (fuscipes Fall.) das Schmarotzen in Cicadelliden (Thamnotettix sul-
phureUa) nachgewiesen, und für Chalarus eine ähnliche Lebensweise anzu-
nehmen war, gelang es H. Teteus, die Richtigkeit dieser Annahme zu be-
stätigen, indem er aus einer Made, die in einer Kleinzirpe schmarotzt hatte,
Chalarus spurius Fall, erzog; Entom. Nachr., 1889, S. 1— 3; vgl. auch oben,
S. 71, bei Typhlocyba.
Pipunculus omissinervis (Eggischhorn) ; Th. Becker, "Wien. Entom. Zeitg.,
1889, S. 83, Taf. I, Fig. 9, 10.
Oestridae. Ein Korrespondent sandte C. V. ßiley Fliegeularven zu,
welche sich in der Nase eines 61jährigen Mannes in Kalifornien aufgehalten
hatten und von Riley für die einer Cephenomyia- Art erkannt wurden; der
Mann hatte über 40 Stück dieser Larven beherbergt; Insect life, II, S. 116.
Eine Notiz on the emasculating bot-fly (Cuterebra emasculator
Fitch) in Insect life, I, S. 214—216, Fig. 48, lenkt die Aufmerksamkeit auf diese
Art, deren Larven nach Fitch in den Hoden der Eichhörnchen leben und letztere
zeugungsunfähig machen sollen; nach Brauer ist die Art wahrscheinlich mit
C. scutellaris Lio. identisch, über deren Lebensweise nichts bekannt ist. Ein
Korrespondent bestätigt, dass die Eichhörnchen und Taschenhörnchen viel von
Fliegen- (Cuterebra??) Larven geplagt würden, die meist in der Gegend zwischen
Nabel und Geschlechtstheileu sich aufhalten, meist einzeln, bisweilen zu zweien
und selten zu dreien. Die Weibchen werden aber mehr heimgesucht als die
Männchen.
Oalandruccio erwähnt zweier in den letzten 10 Jahren zur Beobachtung
gekommener Fälle, wo sich Larven von Hypoderma Bovis iu Hautgeschwüren
von Menschen (Rinderhirten) auf Sizilien fanden; die eine Larve war im 4. Sta-
dium. Bull. mens. d. Accad. Gioenia d. Sei. nat. i. Catania, Fase. III., Geunaio
1889, S. 10.
Eine 13 Mm. lange Larve von H. (Bovis?) in der Gefässhaut des Gehirns
eines 4jährigen Pferdes gefunden; M. Poulsen og E. V. Boas, Tidsskrift for
Veterinaerer (2. R.), XIX, S. 73 — 83, und W. M. Schöyen, Centralbl. f. Bak-
teriologie und Parasitenkunde, VI, S. 420f.
lieber den Schaden dieser Art, the bot-fly of the ox, er ox warble
der Amerikaner s. Insect life, H, S. 156— 159, Fig. 26, 27; S. 172— 177, Fig. 32-35.
Phasiadae. Eine südeuropäische Euthera-Art gab J. Mik Gelegenheit,
die Merkmale und systematische Stellung dieser von Low für eine nordameri-
kanische Art aufgestellten Gattung näher festzustellen: sie gehört zu den
Phasiaden s. Eond. (Phas.-4- Gymnosom. Schin., Lw.). Die erwähnte Art ist bei
Brussa und Lesina gesammelt, E. Mannü, S. 132 mit 2Holzschn.; Wien. Ent.
Zeitg., 1889, S. 129-134.
Taehinidae. (Fabricia) florum Wlk. ist eine Echinomyia; V. v. Röder,
Wien. Entom. Zeitg., 1889, S. 4.
Masicera armiyera (Los Angeles, aus Heliothis armigera); D. W. Coquillet,
Insect life, I, S. 332.
M. cinerea Fall, kommt mit offener und geschlossener, sogar kurz gestielter
erster Hinterrandzelle vor; F. Sintenis, Wien. Entom. Zeitg., 1889, S. 144.
Thryptocera cognata Schin. = evonymellae Rtzby.; die Art ist Schmarotzer
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 123
von Hypena rostralis; Hyi^onom. padella, rorella, evonymella; F. A. Wachtl,
Wien. Entom. Zeitg., 1889, S. 57 f.
Die Gattung Ugimyia Bond, ist nach Mik synonym mit Sturmia Bob.
Desv. (Blepharipa Bond., Masicera Schin., Ctenocuemis Kow.); Sitzb. Zool. Bot.
Ges. Wien, 1889, S. 51.
Dexiadae. van der Wulp erhielt eine neue Leptoda (clegans) ans Java,
wärend die Gattung bisher nur aus Amerika bekannt war. Diese Gattung steht
der zu den Tachiniden gestellten Myobia sehr nahe, wie ein Vergleich der
L. (Dexia) diadema mit Myobia inanis deutlich zeigt; zu Myobia ist auch Tachina
mellea Wied. zu stellen. Tijdschr. v. Entomol, 32., Versl., S. XXII.
Sacrophagidae. Steringomyia (n. g. Cynomyiae et Onesiae proximum)
stylifera (Stilfser Joch); E. Pokorny, Abhandl. Zool. Bot. Gesellsch. Wien, 1889,
S. 569.
Museidae. R. P. Leroy hatte auf seinem Marsche durch eine trockene
Ebene zwischen dem Ukami und Nguru sehr von der Tsetse zu leiden. Ihre
Stiche verursachten eine der Urticaria ähnliche Krankheit; die Haut sclnvoll
in ihrer Nachbarschaft etwas an und war von blasserer Farbe als die Umgebung
und juckte unerträglich. Diese Erscheinungen dauerten 2 Tage lang. Ein beab-
sichtigter Zug der Massai musste unterbleiben, da ihnen die Tsetse die Rinder
in die Flucht gejagt hatte. Bull. Soc. Ent. France, 1888, S. OL VIII f.
In Insect life, II, S. 93 — 103 findet sich die Lebens- und Entwickeluiigs-
geschichte der von den Heerdenbesitzern „horu-fly," auch cow-horn-fly, Texas-
fly, Buffalo-fly und -gnat genannten Erliege geschildert. Dieselbe ist nach Osten-
Sacken mit der französischen Haeniatobia (Lyperosia) serrata Bob.- Desv.
identisch, nach Williston (s. unten) aber eine besondere Art, H. cornicola; in
Amerika hat sie sich erst seit den letzten Jahren bemerkbar gemacht. In der
Ruhe sitzen die Fliegen mit nach hinten gerichteten Flügeln in dichtem Haufen
au dem Grunde der Hörner der Rinder; beim Blutsaugen halten sie die Flügel
halb ausgebreitet. Wenn das Rind seinen Koth entleeren will, so sammeln sich
die Fliegen in der Nähe des Afters und legen ihre Eier eiuzeln (d. h. nicht in
Klumpen, aber doch in grösserer Zahl) in den frisch entleerten Koth, wozu sie
keine Minute brauchen, und wornach sie wieder auf das Vieh gehen. Künstlich
lässt sich die Larve auch im Pferdemist erziehen. Fette, Thran u. s. w. ver-
treibt sie auf einige Tage. Die verschiedenen Entwickelungsstände , Einzel-
heiten im Bau der Larve und Imago, letztere im Zustande der Ruhe und des
Blutsaugens und ein mit ruhenden Fliegen besetztes Hörn sind in Fig. 11—15
dargestellt.
H. cornicola; S. W. Williston, Entomol. Americana, V, S. 180 mit Holz-
schn.; vgl. vorhin; s. auch ebenda, S. 197, wo Willis ton die Identität mit
H. serrata (nach Osten -Sacken) zulässt; s. auch American Naturalist, 1889,
S. 584 — 590, PI. XXX, wo Williston die Art als H. serrata bezeichnet und
Intect life, II, S. 164, 191, wo angegeben ist, dass Kowarz die Art für H. ser-
rata erklärt habe.
Stilbomyia jucunda (Christmas Isl.); W. F. Kirby, Proc. Zool. Soc. London,
1888, S. 555.
Anthomyiadae. Chiastochcta n. g. für (Aricia) TroUii Zeit.; die Art,
bisher nur aus Schweden bekannt, wurde auch auf dem Schneeberg und am
124 Ph- Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Stilfser Joch (in den Bliithen von Tr. europaeus) aufgefunden; E. Pokorny, Ab-
handl. Zool. Bot. Gesellsch. Wien, 1889, S. 568.
Anthomyia riificornis (Alle Sarche, Südtirol) S. 559, abbreviata (Stilfser Joch)
S. 560; E. Pokorny, Abhandl. Zool. Bot. Gesellsch. AVien, 1889.
A. Marshami Steph. ist eine gefleckte Varietät der Mydaea impuncta
Fall., welche Zetterstedt ebenfalls als besondere Art, A. demigrans, beschrieb;
R. H. Meade, Entom. Monthl. Magaz., XXV, S. 211.
In einer Addition ä mes travaux sur le genre Aricia s. lat., subg.
Caricea, bespricht J. Schnabl die Merkmale dieser Untergattung, als deren
wichtigstes er die Beschaffenheit der Kopulationsorgane ansieht. Danach scheiden
C. tigrina i^., leonina Bond., felina Bond, aus und werden mit Coenosia ver-
einigt, während andererseits (Spilogaster) anceps Zeit, und flagripes Bond, zu
Caricea gebracht werden. Diese Untergattung zählt demnach, ausser den als
n. sp. bezeichneten cilipes und taurica, die Arten anceps Zeit., flagripes Bond.,
ciliato-costata Zeit., obtusipennis Fcdl., und fraglich pantherina Bond. , pardalina
Bond., setigera Polwrmj, Stroblii Mik; Hör. Soc. Ent. Ross., XXIV, S. 263-277.
Aricia bicolor (Stilfser Joch) S. 549, aeyripes (ibid.) S. 550, spinipes (ibid.)
S. 552; E. Pokorny, Abhandl. Zool. Bot. Gesellsch. Wien, 1889.
J. Schnabl theilt die Gattung Aricia in 3 Untergattungen: Aricia s. str.,
Spilogaster und Hebecneme: in Aricia s. str. werden die Gruppen Ar. scutellaris,
rufipalpis, fuscata, laeta, erratica, morio unterschieden; die Spilogaster- Arten
zerfallen in Sp. mydaeati, limnophori und proprii; die Untergattung jH'e&tJOicm e
S. 331 ist für urabratica Mg., vespertina Fall., fumosa 3Ig., nigricolor Fall, und
picüpcnnis Schnabl i. 1. aufgestellt. Hör. Soc. Ent. Ross., XXIII, S. 313 — 334.
Chortophija varipes (Stilfser Joch ; Condino) S. 562, elotnjata (Stilfser Joch)
S. 563, majuscula (Pieve di Ledro, Südtirol) S. 564; E. Pokorny, Abhandl.
Zool. Bot. Gesellsch. Wien, 1889.
Dialyta alpina (Stilfser Joch; Arlberg); E. Pokorny, Abhandl. Zool. Bot.
Gesellsch. Wien, 1889, S. 566.
Homalomyia marginata (Sulden); E. Pokorny, Abhandl. Zool. Bot. Gesellsch.
Wien, 1889, S. 565.
Hydrotaea parva (Buckingham); R. H. Meade, Entom. Monthl. Mag.,
XXV, S. 448
Hylemyia piliventris (Stilfser Joch); E. Pokorny, Abhandl. Zool. Bot. Ge-
sellsch. Wien, 1889, S. 558.
Spilogaster rufinervis (Stilfser Joch); S. 554, anguUcornis (ibid.) S. 555;
E. Pokorny, Abhandl. Zool. Bot. Gesellsch. Wien, 1889, atripes (England) S. 425,
spinifemorata (Bontddu, Nord-Wales) S. 426; R. H. Meade, a. a. 0.
P.Stein nimmt die Revision einiger Spilogaster-Arten vor (S. cal-
ceata Bnd. ■= anceps Zctt., quadrnm Fll.; duplicata Mg., caesia Mcq. = communis
Desv. = depuncta Zett., bisignata Zett., duplaris Zett.)\ Entom. Nachr, 1889,
S. 116-124.
J. Schnabl theilt in den Hör. Soc. Ent. Ross., XXIII, S. 342 -347 die
Gattung Trichopticus in Trichopticus s. str. (mit cunetans Sehin., pallidi-
squama Zeit., anthracina Zelt., semipellucida Zett., pulchcr Meade) und B/n/ncJ/o-
trichops S. 344 (mit aciileipes Zett., rostratusil/tWcjarmipesi'e/?. u.subrostratus/^e^<.}
Trichopticus culminum (Stilfser Joch); E. Pokorny, Abhandl. Zool. Bot.
Gesellsch. Wien, 1889, S. 557.
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 125
Helomyzidae. Helomyza cingulata (Condino und Pieve di Ledro, Süd-
tirol); E. Pokorny, Abhandl. Zool. Bot. Gesellsch. Wien, 1889, S. 573.
Ortalididae. Ein Beitrag zurKenntniss der Dipterengattungen
Empyelocera Lw. und Timia Wicd. von J. Mik, AVien. Ent. Zeitg. , 1889,
S. 187 — 201, enthält die Beschreibung sämmtlicher bekannter Arten und 4 neuer
aus Tekke-Turkmenien , nämlich Empyelocera nasiita S. 191, Camillae S. 195;
Timia Komamwii S. 200, nigripes S. 202.
T.xyulchra (Schahrud); V. v. Röder, Wien. Ent. Zeitg., 1889, S. 186.
Trypetidae. Ischyrojjterum (n. g. Chaetostomati affine) nigricaudatum
(Theresopolis); J. M. F. Bigot, Bull. Soc. Entora. France, 1889, S. XXX; den
Gattungsnamen ersetzt derselbe, ebenda S. XCIII, (wegen Ischyroptera Pok.)
durch Calopteroviyia.
Tephritis oxyacanthae Peir. = Auomoea antica Wiexl; J. Mik, Wien.
Eutom. Zeitg., 1889, S. 232.
Sapromyzidae. Homoneura (n. g.) picea (Java); angedeutet von van
der Wulp, Tijdschr. v. Entom., 32, Yersl., S. XXni.
Ephydridae. Ein neuer Gerstenschädling ist Hydrellia griseola,
deren liarve in den Blättern der Gerste miniert und nur kümmerliche Aehren
zur Entwickelung kommen lässt; Mitth. Mähi'isch-Schles. Gesellsch. f. Ackerbau,
Natur- und Landeskunde, Brunn, 1889, S. 303.
Paralimna ja?;a«a (Java); angedeutet durch van der Wulp, Tijdschr. v.
Entom., 32., Versl, S. XXIII.
Psilopa Girschneri (Artern, Prov. Sachsen); V. v. Roeder, Eutom. Nachr.,
1889, S. 55, mit analytischer Tabelle zur Bestimmung der europäischen Arten,
Boederi (Genf); E. Girschner, ebenda, S. 373.
Oseinidae. F. A. A. Skuse macht eine neue Gattung, Batracltoviyia
bekannt, deren Larven einzeln oder zu mehreren, bis zu fünf, auf dem Rücken
und an den Seiten verschiedener australischer Batrachier (Hyperolia marmorata;
Hyla phyllochroa, citropus; Pseudophryne Bibronii; Cystignathus Sydneyensis;
Helioporus albopunctatus) leben. Die Anwesenheit der Larve verräth sich durch
eine drüsenähuliche Schwellung der Haut, die eine Oeifnung zeigt; die er-
wachsene Larve verlässt ihren Wirth und verwandelt sich unter einem Stein
oder au einer sonstigen geschützten, dunkelen Stelle; die Fliege scheint des
Nachts auszuschlüpfen. Die AVirthe scheinen durch ihren Parasiten nicht dauernd
geschädigt zu werden. Skuse beschi'eibt zwei Arten, B. nigritarsis (aus Hyla
phyllochroa; Illawarra) S. 175 Fig. 2—5, und B. qiiadrilineata (Burrawang aus
Pseudophryne Bibronii) S. 176 Fig. 1, 6—10; Proc. Linn. Soc. N.S.Wales (2),
IV, S. 171-177, PI. X.
Chloropisca proZ^^ca (Nordamerika) ; Osten-Sacken, in J. A. Liutner's
4 th. report. S. 70.
V. v. Röder gibt eine vervollständigte Beschreibung der Oscinis rapta
Hol. ■ Entom. Nachr., 1889, S. 53 f.
Agromyzidae Die (Leucopis) atratula Batzbg., deren Larven in den
Kolonieen des Chermes piceae auf Ab. pectinata (und wahrscheinlich auch in
denen des Ch. strobus Htg. a\if Pinus strobus) schmarotzt ist eine Agromyza;
F. A. Wachtl, Wien Entom. Zeitg., 1889, S. 58 f.
Leucopis bellula (Texas, aus Coccus Cacti); Willis ton, Lisect life, L S. 258
In einer Note on the genus Lestophonus, Insect life, I, S. 328—330
126 Ph. Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Fig. 72, 73, neigt sich S. W. Willis ton der Ansicht zu, dass die Gattung zu
den Ochthiphilinen Schiner's zu rechnen und vielleicht identisch mit Cry-
ptochaetuni Eond. sei. Er verwahrt sich aber gegen die Annahme Skuse's,
dass unter seinem L. Iceryae zwei Arten vereinigt gewesen seien.
Lestophonus Moyiophlcbi (Australien, aus Mon. Cranfordi); F. A. A. Skuse,
Proc. Linn. Soc. N. S. Wales (2), IV, S.125mit Holzschn. und Parallelbeschreibung
von L. Iceryae Will.
Puppipara.
Olfersia Ardeae (auf A. purpurea) neu für die Niederlande; van der
AVulp, Tijdschr. v. Entomol, 32., Versl., S. CXVl.
Aphauiptera.
J.Wagner behandelt als I. der Aphanipterologischen Studien die Anatomie
der Vermipsylla AUcxurt Schimlc; Hör. Soc. Ent. Boss., XXIII, S. 199—261,
Taf. VII— XI. Das Weibchen dieser Art nähert sich dadurch der Sarcopsylla,
dass zur Zeit der Geschlechtsreife sein Hinterleib stark anschwillt. Aber der ge-
nauere Vorgang hierbei ist ein ganz anderer, als wie bei Sarcopsylla, wo die Chitin-
schieuen des Hinterleibes nach hinten gedrängt und zuletzt sogar invaginiert
werden, so dass die Stigmen auf die Kloake übergehen, wobei zugleich tief
einschneidende Veränderungen an den inneren Organen Platz greifen. Bei
Vermipsylla dagegen geht die Auftreibung des Hinterleibes einfach in der Weise
vor sich, dass die Chitinschienen auseinander gedrängt werden; auf die inneren
Organe übt dieser Vorgang keine wesentlichen Wirkungen aus. — Während die
Lippentaster der meisten Flöhe 4 Glieder besitzen, Sacropsyllal, Rhyncho-
psylla 2, sind die Taster der Vermipsylla sehr lang und aus 11 — 14 Gliedern
zusammengesetzt. Wagner erklärt diese Erscheinung dadurch, dass die Lippen-
taster als Futteral für das Stechorgan, die Unterlippe mit den Mandibeln, gleiche
Länge mit diesem haben müsse; diese richte sich aber nach der Dicke der zu
durchbohrenden Haut, die bei den Wirthen der Vermipsylla (Ungulaten) sehr
beträchtlich ist. In der Deutung der zum Saugapparat verwandten Mundtheile
weicht Wagner von der bisherigen betjächtlich ab. Das „unpaare Stechorgau"
ist ihm die Unterlippe, bezw. der von derselben entspringende Hypophai-ynx, der
auf seiner Unterseite eine tiefe Rinne mit nur schmalem Spalt trägt;
um diese greifen zunächst die Mandibeln und helfen so das Saugrohr schliessen,
während die Lippentaster ein äusseres Futteral für dasselbe abgeben. Im
Innern des unpaaren Stechorgans, über der erwähnten Rinne, findet sich ein
Kanal, der Ausführungsgang der Speicheldrüsen. Das Pumpwerk des Saug-
apparats findet sich am Schlund, der durch Muskeln an die untere und obere
Kopfwand befestigt ist. Die beiden Speicheldrüsengänge vereinigen sich vor
dem Eintritt in den Kopf in einen Gang, der in der AVand des Schlundes ver-
läuft und sich dann in das unpaare Stechorgan einsenkt. Nach Wagner erfolgt
der Eintritt des Speicheldrüsenganges durch eine unterhalb der Oeffnung für
den Austritt des Schlundes gelegene Oeffnung in der Chitinwand des Kopfes.
An der Hinterwand desselben befinden sich nämlich zwei übereinanderliegende
Oeffnungen: die obere ist für den Dui'chtritt des Schlundes, die untere für die
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 127
Nervenkette und den Speichelgang bestimmt. Die Fühler liegen bei Vermi-
psylla über den Äugen und bestehen aus 9 Gliedern, bezw. sind geringelt. —
Die Seitenplatten (Pleuren) der Brust wachsen auf der Ventralseite zu-
sammen; in der Ventralschiene des Prothorax lassen sich keine 2 Seitenplatten
unterscheiden. Ein Flügelrudinient fehlt den Flöhen; die sog. Flügelschuppen
des Metathorax haben mit Flügehudimenten nichts zu thuen , sondern stellen
eine Vorrichtung dar , um die starken Zerrungen des Skelettes bei der Spring-
bewegung abzuschwächen ; von den Pleuren sind sie durch eine Furche getrennt.
Die Stigmen des Pro- und Mesothorax sind von denen des Metathorax und
Hinterleibes verschieden. Die letzteren haben den gewöhnlichen Bau; am Pro-
und Mesothorax erhebt sich aus einer tiefen Einsenkung ein halbkugeliger oder
eiförmiger Körper, auf dessen Pol sich das von einem weichhäutigen Cj'linder
umgebene Stigma befindet; an die Basis dieses weichhäutigen Cyliuders setzen
sich die Verschlussmuskeln an.
Der Hinterleib (der Flöhe überhaupt) besteht aus 9 Segmenten; die
Ventralschiene des ersten Segmentes ist mit den flügelartigen Schuppen ver-
schmolzen. Das 8. Segment des Männchens besteht aus einer Ventral- und
Dorsalplatte; das des Weibchens aus je einem Paar von Dorsal- und Ventral-
schienen; bei Vermipsylla verschmelzen die Dorsal- und Ventralschienenhälften
derselben Seite miteinander. Das 9. Hinterleibssegment wird bei beiden Ge-
schlechtern der Vennipsylla durch eine Dorsal- und Ventralplatte gebildet,
zwischen denen der After liegt; davor ist die Geschlechtsöffnung, unten und an
den Seiten von der 8. Schiene, oben durch die Ventralschiene des 9. Segments
begrenzt. Der Chitinapparat des Penis besteht aus 2 ineinandergeschachtelten
Kanälen, von denen der innere aus einem oberen und unteren Halbkanal ge-
bildet ist; der untere Halbkanal bildet mit seinem Ende die Spitze des Penis.
Der Haftapparat des Männchens von Vermipsylla wird durch ein Zangenpaar
gebildet, das den Krebsscheeren gleicht.
Die Rektaldrüsen der Flöhe gleichen denen der Fliegen ; der in die Achse
jeder Drüse eindringende Tracheenzweig lässt nach den Seiten seine Aeste
ausstrahlen, die im Epithel der Drüsen mit Erweiterungen endigen.
Die Flöhe sieht Wagner als stark spezialisierte Fliegen an; die Vermi-
psylla bildet die Vertreterin der den Puliciden und Sarcopsylliden gleichwerthigen
Familie der Vermipsylliden, deren Diagnose lautet: Der Kopf ist im
Verhältniss zur Brust nicht gross; die Brustringe sind ziemlich
breit, die flügelartigen Schuppen stark entwickelt. Das Endglied
der Fühler ist deutlich geringelt; die Augen deutlich; die Man-
dibeln viel länger als die Palpi maxillares; die p. labialis haben
viele (mehr als fünf) falsche Glieder.
L'accouplementdes puces findetnichtventre-ä-ventre statt, sondern indem
das kleinere Männchen unter dem AVeibchen sitzt; ein Paar von P. avium ist
in dieser Stellung abgebildet; A. Railliet et A. Lucet, Le Naturaliste, 1889,
S. 136 f.
La chique (Sarcopsylla penetrans Westw.) surla cöte occidentale
d'Afrique; J. Jullien, Bull. Soc. Zool. de France, 14, S. 93— 95.
Note rectificative sur l'histoire de la chique (Sarcopsylla pene-
trans); ebenda, S. 366—369.
128 Ph. Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Lepidoptera.
Zur Spermatogenesis macht E. Verson eine Mittheilung
nach Untersuchungen an Bombyx Mori. In jedem der vier Fächer,
aus denen die beiderseitigen Hoden bestehen, liegt eine grosse Zelle
mit einem grösseren Kern und zahlreichen kleineren Kernen, die in
das strahlig angeordnete Plasma eingelagert sind. Diese Kerne mit
ihrem Plasma lösen sich aus ihrem bisherigen Zusammenhange los,
vermehren sich unter gleichzeitigem Wachsthum des Plasmas, und
stellen dann einen maulbeerförmigen Klumpen von Zellen dar. Ein
solcher erhält (woher?) eine umhüllende Membran, die eingeschlossenen
Zellen ordnen sich in einer Epithelschicht an der Wand dieser
Membran an, während in der Mitte ein freier Raum bleibt. Diese
Blasen, in deren Membran jetzt abgeplattete Kerne zu sehen sind,
wachsen ebenfalls, ihr Inhalt vermehrt sich, sodass in diesem Zustand
der ganze Binnenraum von den Entwickelungszellen der Sperma-
tozoen angefüllt erscheint. Diese Blasen wachsen nun voi*wiegend
nach einer Richtung, nehmen in Folge dessen eine birnförmige und
dann schlauchförmige Gestalt an, wobei ihr Inhalt, die ,, Zellen so
zerfallen, dass die scharfmarkierten Kernkörpercher frei werden,
während das Protoplasma sich in länglich ausgezogene Tröpfchen
auflöst". ZooL Anzeig., 1889, S. 100—103 mit Holzschn.
G. Platner schildert die Samenbildung und Zelltheilung im Hoden
der Schmetterlinge (Deilephila Euphorbiae; Phalera bucephala); Arch. f.
mikrosk. Anatom., 33, S. 192—203, Taf. XIII. Die Sperma tocyten zeichnen sich
vor den Spermatogonien durch beträchtliche Grösse und reiches Protoplasma aus.
Bei den Spermatogonien treten bei der Theilung reguläre Knäuel und Schleifen
auf, die bei der Theilung der Spermatocyten fehlen. Durch zwei rasch auf-
einander folgende Theilungen bilden die letzteren die Spermatiden. Dieselben
enthalten um die Chromatinsubstanz einen hellen Hof, dem nach aussen (polar)
das Centrosoma, nach innen (äquatorial) die aus den polaren Enden der Spindel-
fasern hervorgegangen Körnchen und die Spindelfasern selbst anliegen. Erstere
verschmelzen zu einem unregelmässigen Körper, während sich die Spindelfaseru
zu einem grösseren, anfangs noch deutlich fadigeu oder faserigen Körper zu-
sammenballen; diese beiden Körper nennt Platner Mitosomen (I und II).
Während sich das Mitosoma II etwas in die Länge streckt, zeigt sich in ihm
auch die erste Spur des von der Kerumemhran ausgehenden Achsenfadens. Die
Chromatinsubstanz vertheilt sich an der Innern Wand des Zellkernes und
rückt später an die äquatoriale Seite desselben, hier eine Art Schale bildend.
Ebenso rückt das Mitosoma I von aussen her an die Ursprungsstelle des Achsen-
fadens, streckt sich, und umhüllt letzteren auf eine gewisse Strecke. Inzwischen
hat sich die Kerninembran aufgelöst und das Centrosoma ist an die konkave
Seite der Chromatinsubstanz herangerückt; letzere geht aus der schalenförmigen
in eine plankonvexe und später ellii)tische Gestalt über, und hat an ihi'em einen
Ende das Centi'osoma, an dem anderen das Mitosoma I. Durch weiteres Aus-
wachsen sämmtlicher Thcile in der Längsrichtung entstellt dann die Gestalt des
fertigen Spermatosoms.
im Gebiete der Entomologie wäureiid des Jahres 1889. 129
J. F. van Bemmelen stellte Untersuclnmgen an über die
Entwickelung der Farben und Adern auf den Schmetter-
lingsflügeln; Tijdschr. d. Nederl. Dierkund. Vereenig. (2), II,
S. 235 — 247. Gegenstand der Untersuchung waren Pyrameis Cardui;
Vanessa Urticae ; (Pieris Brassicae und Papilio Machaon). Gegenüber
Seh äff er behauptet der Verfasser, dass die rotbe von Schäffer be-
obachtete Farbe an dem in der Flügelscheide eingeschlossenen
Flügel nicht vorhanden sei, sondern sich erst nach dem Heraus-
präpariren an der Luft, in Wasser, Glyzerin, verdünnten Säuren und
Laugen bilde, und zwar bei den jungen Flügeln dadurch, dass die
Kerne selbst der Hypodermis- und Tracheenzellen sich roth färben,
bei den älteren durch Auftreten rother Farbkügelchen ausserhalb
der Kerne. Aber auch die jungen Flügel zeigen, sobald die Ent-
wickelung der Schuppen begonnen hat, eine Zeichnung, die freilich
von der definitiven verschieden ist, mit derselben aber doch in Zu-
sammenhang gebracht werden kann. Bei P. Cardui ist vier Tage
nach der Puppenhäutung die Grundfarbe des Flügels ein Braungelb
mit hellen Flecken in den Zellen 1—6, 7+8 des Flügels, welche an
der Innenseite von dunkleren Halbmonden begrenzt sind. Diese
Zeichnung wird schärfer, und in der Mitte des Vorderrands tritt ein
aus 3 Flecken gebildetes helles Band auf, und auch in den Rand-
zellen des Hinterflügels tritt eine helle Fleckenreihe auf. Die definitive
Flügelzeichnung bildet sich erst in den beiden letzten Tagen der
Puppenruhe aus, indem ein Theil der bisherigen ausgelöscht und von
jener verdrängt, ein Theil (die weisse Vorderrandbinde und die weissen
Randzellenflecke) in sie hinübergenommen wird; es ist, sagt der Ver-
fasser, als ob ein neues Gemälde über eine alte, halb verwischte und
verblichene Dekoration hingemalt würde. Dabei erscheinen die
rothen Zeichnungen zuerst, während die Stellen, die schwarz werden
sollen, vorab noch die braune Grundfarbe behalten.
Bei V. Urticae ist die ursprüngliche Zeichnung etwas verschieden
von der bei P. Cardui, aber die weissen Randzellenfiecke sind auch
hier vorhanden; von der ursprünglichen Zeichnung wird weniger
als bei P. Cardui in die definitive Zeichnung hinübergenommen.
Diese vorübergehend auftretende Zeichnung ist als ein Rest
einer phylogenetisch älteren Zeichnung anzusehen, die von der
bleibenden, jüngeren z. Th. verdrängt ist. Unterstützt wird diese
Ansicht durch den Umstand, dass Theile derselben bei einer grossen
Zahl von Arten der Gattung Vanessa s. 1. vorkommen, so wie ferner
durch Varietäten, bei denen die ältere Zeichnung reiner zum Ausdruck
gelangt als bei der jeweiligen Stammform. — Die Untersuchung
zweier Puppen von Papilio Machaon legt die Vermuthung nahe, dass
,,die primitive Grundfarbe der Machaon-flügel weiss ohne jede weitere
Ausschmückung war".
In Betreff des Ad erver lauf es im Puppenflügel bestätigt van
Bemmelen die früheren Angaben Semper's, Landois' und Fr. Müllers;
im Puppenflügel sind mehr Längsadern (Tracheenstämme) vorhanden
Ai-cb. f. Natuigesch. Jährt;, l*''-'- Kd. U. H. :2. J
130 Ph- Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
als beim Schmetterling; die Mittelzelle ist dagegen noch oflen. Ihr
Schliiss kommt dadurch zu Stande, dass von Ader 3 ein Tracheenast
sich nach dem Vorderrande abzweigt, sich mit der Ader 4 vereinigt
und dann über diese hinaus wächst und in die vordere Diskoidalader
mündet; hierauf verschwinden die gegabelte hintere und die unge-
theilte vordere Diskoidalader proximalwärts. Im Hinterflügel ist es
ähnlich. Die Schlüsse hieraus sind leicht zu ziehen: Hepiahden,
Cossiden und Micropterygiden, namentlich die ersteren, haben noch
das primitive Geäder theilweise behalten. Das Fehlen der die Mittel-
zelle schliessenden Querader ist bei den Nymphaliden auf eine Rück-
bildung zurückzuführen, da die Querader angelegt Avird, dann aber
wieder verschwindet.
W. H. Jackson stellte Studies on the morphology of the
Lepidoptera an; Zool. Anz., 1889, S. 622 — 626. Zunächst macht
er bekannt, an welchen Merkmalen man die Geschlechter in der Puppe
unterscheiden könne; das ist bekanntlich bereits vor mehreren Jahr-
zehnten durch Speyer geschehen. Ferner beschreibt er die Ent-
wickelung der Ausführungsgänge der weiblichen Geschlechtsorgane
mit ihren Anhängen. In der Raupe enden die Eierstöcke, wie schon
Herold wusste, an dem 7. Bauchsegment. Bei der ausgewachsenen
Larve sind nun als Einstülpungen der Hypodermis am 8. und 9. Seg-
ment je ein Paar von Blasen vorhanden, von denen das erste während
der Zeit, die der Verpuppung vorangeht, grösser wird, verschmilzt
und durch ein vorderes Rohr mit den Ovidukten, und durch eine
sich später zu einem Rohr schliessende Furche mit dem zweiten Paar
sich verbindet. Eine Oeftnung ,, entspricht" der Basis des ersten
Paares und eine andere der des zweiten Paares. Das Rohr, welches
die vordere Blase mit den Ovidukten und den hinteren Blasen ver-
bindet, wird zur unpaaren Vagina, das vordere Ende der vorderen
Blase die bursa copulatrix, das hintere Ende das recept. seminis.
Beide liegen anfängHch auf der Rückenseite der Vagina und sind an
ihrem Ursprung eng verbunden. Später kommt die bursa seitlich
von der Vagina zu liegen, und ihre Verbindung mit derselben wandelt
sich in einen engen Kanal (can. seminalis) um; aber die bursa und
nicht der ,, Ovidukt" behält die Verbindung mit der ursprünglichen
äusseren OefFnung des ersten Paares der Blasen. Aus dem hinteren
Blasenpaar gehen die Kittdrüsen hervor, die schon in der Larve, vor
der Verpuppung, als hintere Ausstülpung jeder Blase angelegt wurden;
diese Ausstülpung wächst zu einer sehr langen Röhre aus und sie
mündet mit einem gemeinsamen Gange in die Vagina ein, die in die
Länge wächst und hinter dem zweiten Blasenpaar ausmündet. Eine
Kreisfalte umgibt zuletzt den After, die Mündung des Eileiters und
der Stinkdrüsen, welche letztere als eine Einstülpung der Hypo-
dermis unmittelbar vor der Mündung des Eileiters entstehen. Das
von der Kreisfalte umgebene Feld gehört dem 10. llinterleibsseg-
mente an.
Der Verfasser zieht folgende beiden Schlüsse aus seinen Beobach-
tungen: 1. Die Mündung der bursa cop. gehört dem 8. Segmente an,
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 131
und ist homolog der einzigen Greschleclitsöffnung der übrigen Insekten,
während die Mündung der Eileiter eine erworbene Eigenthümlichkeit
ist. 2. In der Phylogenie der weiblichen Geschlechtsorgane lassen
sich 3 Stufen unterscheiden. Zuerst mündeten die Eileiter paarig
am 7. Segment, wie noch heute bei den Ephemeriden. Waren An-
hangsorgane vorhanden, so mündeten diese unabhängig an den beiden
folgenden Segmenten. In dem zweiten Stadium trat eine kurze un-
paare Vagina im 8. Segmente auf, die sich hier auch öffnete; die
bursa copulatrix und das rec. sem. mündeten entweder hinter der-
selben oder auf der Rückenseite in dieselbe, wogegen die Kittdrüsen
eine getrennte Mündung beibehielten. In dem 3. (heutigen) Stadium
endlich münden diese in die verlängerte Vagina, welche eine zweite
hintere Mündung erhielt.
A. Seitz, den seine Reisen in verschiedene Erdtheile führten,
theilt lepidopterologische Studien im Ausland mit; Zool. Jahrb.,
Systematik u. s. w. IV, S. 771—779, 905—924. — Die Papilioniden,
deren Artenzahl in Amerika fast eben so gross ist wie auf der öst-
lichen Halbkugel, treten an Individuenreichthum in Amerika doch
weit zurück. — Die Arten der Pieriden scheinen überall ziemlich
häufig zu sein. Die Gattung Leptalis (Dismorphia Hhn.) ist durch
auffallende Mimikry ausgezeichnet, ohne dass es bis jetzt gelang, den
Vortheil des erborgten Kleides zu ermitteln. Acraea thalia, die das
Vorbild für Leptalis acraeoides abgegeben hat, und Ithomia- Arten,
die von Dismorphia Eumelia nachgeahmt werden, sind selbst ganz
geruchlos. Die Weibchen von Perrhybris-Arten stellen Mimikryformen
bunter Vorbilder dar, während die Männchen weiss sind, und doch
sind die Weibchen nicht häufiger als die Männchen, ein Beweis, dass
auch das weisse Kleid die letzteren schützt. Die Nachahmung von
Seiten der Perrhybris -Weibchen hat sogar den Nachtheil, dass die
eigenen Männchen getäuscht werden und z. B. von einem Heliconius
Eucrate zum anderen eilen. Die Gattung Tachyris ist neben einigen
grossen Hesperiaden der rascheste Flieger unter den Tagschmetter-
lingen, wie schon die spitzen Vorderflügel vermuthen lassen. Von da
an gibt es eine ununterbrochene Reihe zu den schlechtesten Fliegern,
die zugleich solche sind, bei denen die Flügel gerundet sind : Tachyris —
Catopsilia — Pieris — Eurema — Leucophasia — Leucidia. Die
Catopsilia- Arten, namentlich die amerikanischen, bevorzugen rothe
Blüthen. Die Delias -Weibchen zeichnen sich durch grosse Träg-
heit aus.
Die echten Danaiden (Hestia, Ideopsis, Danais, Amauris, Euploea,
Hamadryas) zeichnen sich durch einen grossen Wandertrieb aus, der
von einigen Arten seit langem bekannt ist. Die dünnleibigen heli-
coniformen Arten haben im Gegentheil ein sehr beschränktes Ver-
breitungsgebiet; die Ithomia - Arten sondern sich sogar in derselben
Gegend auf beschränkte Plätze, auf denen nur je eine Art sich findet.
Ein Geruch war weder bei den echten Danaiden noch den heliconi-
formen wahrzunehmen; die Ithomien sind beim Fluge schwer im
J*
132 Ph- Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Auge zu behalten wegen der Durchsichtigkeit der Flügel und der
Schmächtigkeit ihres Leibes.
Die Heliconier haben am typischsten das braun -schwarz -gelbe
Kleid, das noch bei fünf anderen Tagfalterfamilien vorkommt. Einige
Arten (Hei. Eucrate; Euides Dianasa) sind geruchlos; andere (Hei.
Beskei; E. aliphera) haben einen starken Geruch; erstere wird von
einem Nymphaliden (Phyciodes Lansdorfi), letztere von Colaenis Julia
nachgeahmt. Bei H. Beskei kommen auch geruchlose Individuen vor;
bei E. aliphera sind dieselben sogar in der Mehrzahl. — Die Acraea-
Arten sind sehr unbeholfen und müssen, da sie häufig sind, einen
Schutz vor insektenfressenden Vögeln gemessen; worin derselbe
besteht, ist aber nicht ausgemacht, da alle von Seitz untersuchten
Exemplare geruchlos waren.
In Brasilien kommen manche Gattungen, wie Colaenis, Ageronia,
Adelpha, Catopsilia, Heliconius, selbst einige Arten von PapiHo das
ganze Jahr hindurch häufig vor, wogegen in Ostindien dieselben auf
bestimmte Jahreszeiten beschränkt sind, auch da, wo es keine
,, trockene" Jahreszeiten gibt. Precis iphita, dessen Unterseite schon
unverkennbar die blattrippenartige Zeichnung erkennen lässt, die bei
Kailima paralecta ihre höchste Vollkommenheit erreicht, fliegt im
Sonnenschein lebhaft umher und setzt sich mit ausgebreiteten Flügeln
auf grüne Blätter, wobei die Schutzfärbung nicht zur Geltung
kommt. Die Schutzstellung nimmt er bei der Kühe und trüber
Witterung an, und ist dann auch gar nicht scheu. — Die Ageronia-
Männchen lassen das Klappern nur dann hören, wenn sie eine andere
Ageronia oder einen dafür gehaltenen Castniaden sehen, nicht dagegen,
Avenn sie gejagt werden. Der Ton kann daher auch nicht durch das
Zusammenschlagen der Flügel entstehen, sondern wird willkürUch
(durch die Flügelrippen?) hervorgebracht. — Diadema Misippus;
Danais Chrysippus und Elymnias imdularis sind mimetische Formen,
ein Männchen von D. Mis. verfolgt jeden Dan. Chrys., während
El. und. sich nicht um denselben kümmert; dafür verfolgen die
Männchen der letzteren Art einander sehr eifrig. Die im Allgemeinen
charakteristisch gefärbten Adelpha-Arten werden von Apatura-Arten
nachgeahmt; einige Adelpha-Arten haben aber auch die typische
Zeichnung der Gattung aufgegeben und sind Mimen anderer Arten.
— Die Morphiden sind seltene Schmetterlinge, die mit grosser Zähig-
keit an ihren sehr beschränkten Flugplätzen (ein bestimmter Wald-
weg; ein kleiner Hügel u. s. w.) festhalten. — Die Augen der Brasso-
liden sind im Leben ähnlich denen der Tabaniden bunt gestreift.
Manche Arten (bloss die Männchen?) haben auf den Hinterflügeln
prächtige Haarsterne, die von Opsiphanes Cassiae abgebildet werden.
Aehnliche Sterne kommen am Hinterleibe von Didonis biblis vor; am
Hinterleibsende von Ituna ilione findet sich ein Paar ausstüljjbarer
Stielchen, die einen dichten Haarpinsel tragen; wahrscheinlich sind
diese Organe Duftapparatc. — Die Eryciniden sind durch ihr Nach-
ahmungstnlent ausgezeichnet, das sich an fast alle Gruppen der
Schmetterlinge wagt; dabei halten sie sich meist verborgen, sodass
im GreMete der Entomologie während des Jahres 1889. 133
ihre oft prächtigen Farben nicht zur Geltimg kommen. Welchen
Zweck die Mimikry dieser Familie hat, ist dunkel, da sie von den
Vögeln, wie es scheint, gemieden wird, und ihre Feinde in einer
Spinne (Eripus heterogaster) und Mantiden hat.
G. H. Th. Eimer: Die Artbildung und Verwandtschaft
bei den Schmetterlingen. Jena, Fischers Verlag; 1880; XII,
234 Ss. 8*^. mit 4 Taff. g. 4". und zahlreichen Holzschn. Der Verfasser
dehnt hier seine früher von Reptilien und Säugethieren ausgesprochene
Ansicht über die Entstehung der Zeichnung der Thiere auch auf
die Schmetterlinge aus. Nach jener Ansicht, die durch die Aenderung
des Jugendkleides mit vorrückendem Alter bei Siäugethieren eine ge-
wisse Berechtigung erhält, ist die Grundlage für die Zeichnung der
Thiere die Streifenbildung; indem die Streifen sich auflösen, ent-
stehen Fleckenreihen; eine andere Neubildung tritt dadurch ein,
dass sich die Streifen durch Brücken mit einander verbinden, und
indem die Färbung der Streifen die Obermacht gewinnt, kann das
Endergebniss ein einfarbiges Thier sein. Auf Grund dieser An-
schauungen hat nun der Verfasser zunächst einige der von dem
Grundtypus erst wenig entfernten Papilio-Arten behandelt, die er in
4 Gruppen bringt: Podalirius-; Antipathes-; Leosthenes-, Anticrates-
Ajax-; und Ajax-Polyxenes- Gruppe. Als Ausgangspunkt nimmt er
die Podalirius-, speziell die Untergruppe des P. Alebion. Hier besteht
die Zeichnung der (Vorder-) Flügel aus 11 schwarzen Querbinden,
welche den gelben Untergrund der Flügel durchziehen, und vom
Rande her nach dem Grunde mit den Ordnungszahlen 1 — 11 be-
zeichnet werden; ein Theil dieser Binden setzt sich auch auf die
Hinterflügel fort, die Binde 9 gewinnt hier, namentlich auf der Unter-
seite, durch Spaltung und Einlagerung von gelber oder rother Farbe
eine besondere Bedeutung und ist Pracht binde genannt; dieselbe
bildet an ihrem hinteren Ende eine nach innen gerichtete Fortsetzung,
die Pracht quer binde; indem diese durch eine Quereinschnürung
in zwei Flecke zerfällt und der äussere derselben sich weiter ent-
wickelt, entsteht der Afterfleck, der oft zu einem Augenfleck oder
After äuge wird. Am beständigsten von den 11 Binden sind 1 als
äussere, 3 als innere und 5 als Mittelzell-Randbinde; 11, auf den
Vorderflügeln oft nur wenig angedeutet, ist an den Hinterflügeln die
Afterbinde; diese ist mit 10 bisweilen durch einen Verbindungs-
streifen spitzwinkelig verbunden. Bei der Untergruppe des P. Alebion
der Podalirius-Gruppe sind diese 11 Binden auf den Vorderflügeln
getrennt. Die Prachtbinde ist erst angedeutet, die Grundfarbe gelblich-
weiss; hierher P. Alebion, Paphus und Glycerion. Die Untergruppe
Podalirius wird von diesem allein repräsentiert; hier ist Binde 7 ge-
wöhnlich verschwunden, tritt aber bisweilen atavistisch wieder auf
(var. undecimlineatus). Prachtbinde, Prachtwinkel, Afteraugenfleck
und Mondflecke sind schön ausgebildet. An ihn schliessen sich die
amerikanischen Agesilaus, Protesilaus, Epidaus, Bellerophon und der
nordindische Agestes an. Die ostindische (2.) Gruppe des P. Anti-
pathes ist durch die Breite der vielfach zusammenfliessenden
134 Pli- Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Binden ausgezeichnet; die Prachtbinde ist in Flecken aufgelöst.
Aftertleck nur schwarz ; Grundfarbe grünlich- oder gelblichweiss ; mit
Ausnahme von P. Dorcus fehlt das Roth in der Prachtbinde. Hierher
P. Antipathes, Epaminondas, P^uphrates, Androcles, Dorcus, stratiotes.
Bei der (3.) Leosthenes- Anticrates-Ajax-Gruppe sind die Randbinden
ebenfalls breit, ununterbrochen auf Vorder- und Hinterflügeln, oft
durch Verbindungen auf den Queradern mit einander zusammen-
hängend; zwischen den beiden äusseren Randbinden Halbmondflecke;
Prachtbinde meist mit Roth. Bei der amerikanischen Untergruppe
ist die Prachtbinde zusammenhängend, bei der indisch-australischen
aufgelöst. Plierher P. Leosthenes, Haimoerates, Aristeoides n.sp,, Nomius,
Aristeus, Anticrates, Xanthicles, Archesilaus, Anaxilaus, Plesiolaus,
Celadon, Sinon, Zonaria. — Die schon in der 3. Gruppe auftretende
Querverbindung ist bei der (4.) Ajax-Polyxenes-Gruppe Regel; dabei
gewinnt die Zeichnung das Uebergewicht, sodass von der Grundfarbe
nur noch Flecke übrig bleiben. P. Ajax schliesst sich an die vorige
Gruppe an; auf ihn folgt der ebenfalls amerikanische Philolaus und
der P. Rhesus aus Celebes. Durch Ueberwiegen der Zeichnung ent-
fernt sich der afrikanische Polyxenes und am meisten der P. Colonna
von dem Grundtypus. In diese Gruppe gehören P. Ajax, Philolaus,
Rhesus, Polyxenes, Evombar, Antheus, Porthaon, Colonna.
In ähnlicher Weise stellte C. Fickert Betrachtungen an über
die Zeichnungsverhältnisse der Gattung Ornithoptera;
Zoolog. Jahrbuch. , Abth. f. Systematik, IV, S. 69"2 — 770, mit Tatf.
XIX— XXL
J. B. Smith schildert some modifications in the leg struc-
ture of Deltoid gen er a (Plathypena, Megachyta, Chytolita, Zanclo-
gnatha, Pityolita, Philometra, Litognatha, Bleptina, Renia, Tortricodes,
Epizeuxis, Palthis), die wohl sämmtlich Duftapparate darstellen;
Entomol. Americana V, S. 107—111, PL IL
L. Demaison beobachtete beim Aufspiessen eines Sphinx Li-
gustri einen Ton ähnlich dem, den der Todtenkopf hören lässt, nur
viel schwächer; mehrere andere Individuen Hessen diesen Ton nicht
hören. Er vermuthet, dass er durch Reiben hervorgebracht werde;
Bull. Soc. Ent. France, 1888, S. CLXXXIV.
H. Edwards theilt Notes on noises made by Lepidoptera
mit, die zumeist der bekannten Literatur entlehnt sind. Insect life,
II, S 11—15.
Wylde beobachtete einen grossen Tagschmetterling (Papilio
Nireus?), der durch seinen Rüssel Wasser aufsog und dieses dann
bei gekrümmtem Hinterleib durch den After wieder ausspritzte und
dieses 5 — 6 mal wiederholte; E. Haase sieht den Zweck einer solchen
Darmdouche in einer körperlichen Erfrischung bei heisser Tages-
zeit. Sitzgsber. Gcsellsch. naturf. Freunde Berlin, 1889, S. 62; vgl.
dies. Ber. für 1883, S. 142.
Aus einer Beobachtung an Agiia tau zieht B. Borggreve für
das Zusammenfinden der Geschlechter bei gewissen Schmet-
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 135
terlingsarten den Schhiss, dass die Männchen zunächst durch den
Geruch auf die Nähe eines Weibchens aufmerksam gemacht werden,
dass sie dieses dann durch den Gesichtssinn auffinden, und ferner, dass
durch ein suchend umherflatterndes Männchen andere Genossen,
ebenfalls durch den Gesichtssinn, angezogen werden ; Entom. Nachr ,
1889, S. 181—183.
Die Männchen gewisser Spinner (Bombyx Rubi) werden auch
durch die weiblichen Puppen angelockt; J. Fallou, Bull. Soc.
Entom. France, 1889, S. BXXXI.
A. Speyer beobachtete bei Bombyx lanestris eine sieben-
jährige Lebensdauer; von zwei 1882 erhaltenen Puppen lieferte die
eine nach fünf-, die andere gar erst nach siebenjähriger Ruhe den
Falter, ohne dass sich äussere Verhältnisse denken Hessen, welche
diese lange Entwickelungsdauer veranlasst haben. Stettin. Entom.
Zeitg., 1889, S. 140—142.
M. F. Wocke zählt überwinternde schlesische Schmetter-
linge auf; Zeitschr. f. EntomoL, Breslau (N. F.), 14. Heft, S. 11—14.
Als allgemeine Regeln stellt er dabei folgende auf: Kein schon be-
gattet gewesener Schmetterling überwintert; die als Falter über-
winternden Arten überwintern überall, wo sie vorkommen, ohne Rück-
sicht auf klimatische Verschiedenheiten. — Das Verzeichniss weist
132 Arten auf, von denen eine grosse Zahl, namentlich aus den
Kleinschmetterlingen, die überhaupt wohl noch manche weitere Arten
zu dem Verzeichniss stellen werden, hier zum ersten Mal als über-
winternd bekannt gemacht werden. (Agrotis ypsilon; Xylina lambda ;
Dasypolia templi; Teras umbranum, Parisianum, roscidanum, spon-
sanum; Grapholitha erenana; Simaethis Diana; Acrolepia pygmaeana,
granitella; Plutella Dalella; Depressaria scopariella, propinquella,
subpropinquella , Yeatiana, ciliella, olerella, Artemisiae, ultimella;
Lita tricolorella, marmorea; Gracilaria hemidactylella, semifascia, rufi-
pennella; Coriscium sulphurellum ; Chauliodus strictellus, chaerophyl-
lellus; Laverna fulvescens, decorella, epilobiella; Heliodines Roesella;
Bedellia somnulentella ; Lithocolletis agilella, apparella, comparella;
Lyonetia Ledi, prunifoliella, pulverulentella ; Amblyptilia cosmodactyla ;
Alucita dodecadactyla).
H. Gau ekler theilt aus seiner Erfahrung einen Fall von
Lebenszähigkeit von Raupen gegen die Einwirkung des
Wassers mit; nach 6 — 8stüncligem Liegen im Wasser erholten sich
die meisten Raupen wieder; Societ. EntomoL, IV, S. 33 f.
Einen injured by Agrotis larvae (Triphaena pronuba, or-
bona; Agrotis exclamationis) ; C. G. Barrett, Entom. Monthl. Magaz.,
XXV, S. 220—222.
A. Seitz: Ueber Schmetterlingseier; Zoolog. Jahrb., Abth.
f. Systemat., 4, S. 485—492 mit 6 Holzschn.
C. G. Soule's und J. M. Eliot's in Psyche, V, S. 259—269 ab-
gedruckten Notes on the early stages of some Heterocera be-
ziehen sich auf Panopoda rufimargo var. roseicostata ; Ichthyura
136 Ph- Bertkan: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
incliisa; Spilosoma congrua; Cressonia Juglandis; Paonias astylus,
myops; Dolba hylaeiis.
Ebenda, S. 274 — 278 ist eine classified list of food plants of
American butterflies, drawn from Scudders ,,Butterfiies of the
eastern united states" zusammengestellt.
W. Beutenmüller theilt descriptions of some lepido-
pterous larvae mit; Entom. Americana, V, S. 38 f. (Drepanodes
arcuata auf Betula alba; Agrotis pitychrous auf ,, maritime grasses";
Phycis rubrifasciella auf Myrica cerifera ; Phoxopteris spiraeaefoliana
auf Spir. opulifolia).
Von W. Buckler's Prachtwerk: The larvae of the British
butterflies and moths, London, Ray Society, ist Bd. III, nach
des Verfassers Tode von H. T. Stainton herausgegeben, erschienen,
den Schluss der Bombyciden (s. 1.) enthaltend.
On the habits etc. of certain British Micro-Lepidoptera
(Crambus inquinatellus ; Epischia Boisduvalella ; Tortrix dumetana;
Penthina achatana; Eccopsis latifasciana; Grapholitha littorana; Tinea
flavescentella; Aplota palpella; Coleophora niveicostella, albicosta;
Chauliodus insecurellus; Butalis siccella); W. Warren, Entom. Monthl.
Magaz., XXV, S. 171—175.
Bei der Vorlage von Moore's Werk: ,,The Le})idoptera of Ceylon"
erinnert Piepers daran, dass die Raupen von Papilio Agamemnon
und Choerocampa Hypothous auch auf Java auf Anona muricata,
bezw. Cinchona leben, die beide aus Amerika stammen; daneben
finden sie sich freilich auch auf einheimischen Pfianzen vor. Tijdschr.
V. EntomoL, 32, Versl., S. CXXII f.
F. Merrifield setzt seine incidental observations in pedi-
gree moth-breeding (mit Selenia illunaria, illustraria) fort; Trans.
Entom. Soc. London, 1889, S. 79—97.
Derselbe berichtete über seine Versuche, den Einfluss niederer
Temperaturen auf Raupen und Puppen zu bestimmen; Proc. Entom.
Soc. London, 1889, Dezembersitzung. Er verwandte Raupen und
Puppen von Selcne illunaria, illustraria; Eugonia autumnaria, alniaria.
S. illunaria hielt eine Temperatur von 33 ^ F. mehrere Wochen aus,
aber ohne zur Reife zu gelangen und starb endlich; von S. illustraria
entwickelten sich einige, die 3 Wochen einer Temperatur von 33 ^ F.
und 63 Tage einer solchen von 47 ^ F. ausgesetzt waren. Alle diese
Falter waren dunkel gefärbt. Dasselbe war der Fall mit E. alniaria
und autumnaria, die bei niederer Temperatur gezüchtet worden waren
(33", 47", ()5" F.), und zwar waren sie um so dunkeler und stärker
gefleckt, je niedriger die Temperatur gewesen war. Andererseits
entschlüpften den künstlich erwärmt gehaltenen Puppen blasse, fast
ungefleckte Schmetterlinge. — Walsingham glaubt in der dunkelen
Farbe einen Vortheil durcli stärkere Absorption der Wärmestrahlen
erblicken zu können, und meint, dass sich auf diese Weise das Vor-
im Gebiete rler Entomologie während fies Jahres 1889. ] 37
herrschen schwarzer Formen im Norden und in bedeutenden Höhen
erklären Hesse.
Indem S. B. J. Skertchly die Erfahrungen On butter flies'
enemies, die er in Nord-Borneo gemacht hat, mit den Befunden
an Schmetterlingen vergleicht, kommt er zu folgenden Schlüssen:
Mimikry ist ein Schutz gegen Feinde, welche die Schmetter-
linge auf den Flügeln angreifen, die schützende Aehnlichkeit
schützt gegen solche Feinde, welche die ruhende Beute jagen. Die
Mimikry war ein Schutz vor den Vögeln, gegenwärtig jagen Vögel
selten Schmetterlinge, aber früher waren Schmetterling -haschende
Vögel häufiger. Die verhältnissmässige Seltenheit der Mimikry zeigt,
dass die Gefahr von verhältnissmässig kurzer Dauer war. Die Scheu-
heit der Schmetterlinge ist ein weiterer Beweis für die Gefahren;
sie ist jetzt wahrscheinlich ein vererbter Instinkt. Die schützende
Aehnlichkeit ist ganz allgemein und gewährt Schutz während des
Schlafes. Ameisen fangen selten lebende Schmetterlinge. Die
symmetrischen Verstümmelungen an Schmetterlingsflügeln rühren von
Eidechsen und vielleicht kleinen Insektenfressenden Säugern her. —
Die Anstrengungen eine Gefahr zu vermeiden geben einen INIassstab
für die Furcht vor derselben ab. — Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6), III,
S. 477-485.
Derselbe theilt einige Beobachtungen on the habits of
certain Bornean butterflies, ihre Flugzeit u. s. w. mit. Von Orni-
thoptera Brookeana wurde ein Päärchen beobachtet; das Weibchen
suchte das jVIännchen auf und flog in einer Entfernung von 6 Zoll
über und etwas hinter dem Männchen; die Weibchen dieser Art
sind bekanntlich weit seltener als die Männchen. Auch bei Hestia
Lynceus und Leuconoe wirbt das Weibchen um das Männchen;
ebenda, IV, S. 209—218.
A. G. Butler macht a few remarks respecting insects
supposed to be distasteful to birds; ebenda, S. 171 — 173.
Nach Butler gibt es keine Schmetterlingsart (Zygaena und Procris
wurden nicht geprüft), die von allen Vögeln verschmäht wird; ein
Insekt, das der eine Vogel meidet, wird von dem anderen mit Wohl-
behagen verzehrt. Eine Zeuzera Aesculi schien eine Zeit lang gefeit
zu sein gegen Angrifte : aber eine Misteldrossel machte versuchsweise
einen Angrift", und da derselbe keine übelen Folgen hatte, so ging
sie kühner vor und hackte den Schmetterling in Stücke. Hier kann
nicht der Geruch oder Geschmack, sondern nur die auflallende Fär-
bung die übrigen Vögel abgehalten haben. Metallische Farben
sind kein Schutz gegen die Vögel, die gerade lebhaft gefärbte
Schmetterlinge mit Vorliebe aufsuchten. Ebenso fand Butler, dass
stark behaarte Raupen von Drosseln und Nachtigallen ohne Zögern
verzehrt wurden, während der Wendehals sich wählerischer zeigte.
Die Meinung, dass die Spinnen (?) -ähnliche Gestalt die Raupe des
Stauropus Fagi gegen Vögel schütze, ist ein arger Fehlschluss, da
Spinnen der grösste Leckerbissen für Vögel sind; auch die Schwanz-
138 Pli Bertkau: Bericht über rlie wissenschaftlichen Leistungen
gabel der Raupe von Dicranura vinula ist kein Schutz, da junge
Nachtigallen sich sofort über diese Raupen hermachten und dabei
die Fäden als Handhabe benutzten, um den übrigen Leib zu zer-
hacken.
E. B. Poulton verweist in einer Entgegnung auf Mr. A. G.
Butler's remarks upon distasteful insects, ebenda S. 358 — 360
auf seine in den Trans. Entom. Soc. London, 1888, S. 583 f. über
Stauropus Fagi gemachton Mittheilungen, die er mit denen Butler's zu
vergleichen bittet.
W. H. Edwards wendet sich mit der Frage: which are the
highest butter flies? gegen Scud der, der die Satyriden und unter
ihnen den Chionobas semidea an die Spitze der Tagfalter gestellt
hatte. Gegen diese Ansicht spricht aber einmal das getrennte Vor-
kommen dieser Art in Labrador, auf dem Mt. Washington und den
höchsten Gipfeln in Colorado, an Punkten, zwischen denen seit
Tausenden von Jahren keine Verbindung besteht, so dass die Art
seit langer Zeit in unverändertem Zustand bestanden haben muss.
Ferner spricht dagegen das träge Wesen der Raupe dieser Art und
anderer Satyriden, z. B. Arge Galathea, Erebia Magdalena und epi-
podea, und die Beschaffenheit der Puppe, die ganz der von Hesperiaden
gleicht. The Nature, 39, S. 611 f.
Dönitz zeigte der Berlin. Entom. Gesellsch. einige Schmetterlinge
mit autfallenden Abweichungen in der Symmetrie der Flügelzeichnung
vor(Crocallis elinguaria; Vithoria agrionides; Agrotis ravida); Sitzgsber.
1889, S. 2 f.
Riebe Im an n sprach auf der 61. Naturforscherversammlung in
Köln über die Verbreitung der Rhopalocera in den ver-
schiedenen Faunengebieten und einige Eigenthümlichkeiten
derselben; Tagebl, S. QG- 69.
A. G. Butler gibt synonymic notes on the moths of the
earlier genera of Noctuites; Transact. Entom. Soc. London, 1889,
S. 375—387.
Von N. P. Romanoff's Memoires sur les Lepidopteres
ist T. V, St. Petersburg, 1889, erschienen, S. 1 — 248 mit 12 farbigen
Tafeln. Derselbe enthält: Lepidoptera aus dem Achal-Tekke-
Gebiete, 4. Theil, von H. Christoph, S. 1—58, PI. I— III; Neue
Lepidopteren aus dem Kaukasus, von demselben, S. 193
bis 202, PI, IX — X; Lepidopteres rapp. du Thibet . . ., von
S. Alpheraky, S. 59—89, PL IV; Lepidopteres rapp. de la
Chine et de la Mongolie . . ., von demselben, S. 90 — 123,
PI. V; Le Pamir et sa faune lepidopterologique, 2. part.,
(IV, Noctuelites) von demselben, S. 124— 191, PI. VI— VIII;
Sur quelques Lepidopteres de la Russie meridionale, S. 233
bis 240, PL XII; Zur Lepidopteren - Fauna von Teneriffa
(mit einem Vorwort von Dr. G. Sievers) von demselben, S. 203
bis 232, PL XI.
im G-ebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 139
A. Seitz beginnt eine biologische Schilderung: Die Schmetter-
lingswelt des Monte Corcovado (bei Rio) mit den Hesperiaden;
Stettin. Entom. Zeitg., 1889, S. 325—329. Diese Familie herrscht
dort, wie überall in Brasilien, vor. Udranomima Orcina hat ein sehr
unstetes Wesen, das sein bester Schutz gegen die Angriffe einer
Spinne, des Eripus heterogaster, ist, die hauptsächlich Hesperiaden
nachstellt. Die Antigonus- Arten erinneren auch durch ihre Elügel-
haltung und ihr ganzes Wesen an die Castniaden. Carystus Itea
und einige Verwandte saugen nicht an Blumen, sondern den Thau
der BUitter. Die Plesioneuren setzen sich mit gespreizten Flügeln,
gleich unseren Spannern, an die Unterseite der Blätter. Die
blauen Pythonides fand Seitz an einer Stelle, wo überhaupt fast
alle Schmetterlinge, auch Hymenopteren und Dipteren, blau gefärbt
waren, die also eine Vorliebe für Blau hatte, wie Häckel auf Ceylon
eine solche für Grün konstatirte; anders gefärbte Schmetterlinge
mieden diese Stelle.
Die Fortsetzung ist den Eryciniden gewidmet; ebenda, S. 351
bis 355. Diese Familie ist in Brasilien zwar sehr reich an Arten,
aber arm an Individuen. Die Gattung Eurybia hat den hüpfenden
Flug der Euptychien angenommen. Die Arten der Gattung Mesosemia
haben theils Augenflecke auf den Flügeln und dann die Gewohnlieiten
der Euptychien, theils sind sie ohne Augenflecke (M. Philemon) und
gleichen Spannern, setzen sich auch wie diese mit flach ausgebreiteten
Flügeln auf die Unterseite der Blätter. Lemonias hat ebenfalls einen
spannerartigen Flug und setzt sich auf die Blattunterseite; ebenso
die Nymphidien. Aricoris heliodora und Stalactis Susanna gleichen
Nachtfaltern, letztere unseren Callimorpha-Arten, deren Flug sie auch
angenommen hat.
H. Drnce verfasste descriptions of new species of Lepi-
doptera, chiefly from Central America; Ann. a. Mag. Nat. Hist
(6), IV, S. 77—94.
W. Schaus: Descriptions of new species of Mexican Hetero-
cera; Entomol. Americana, V, S. 87—90, 190—192.
H. Edwards verfasste einen bibliographical catalogue of
the described transformations of North American Lepi-
doptera. Bull. U. S. National-Museum , No. 35, S. 1—147.
S. H. Scudder: The butterflies of the eastern United
States and Canada with special reference to New England; Cam-
bridge, 1888 — 1889. Dieses Werk, das ich nur aus seiner Inhalts-
angabe kenne, ist in 3 Bänden, zusammen mit 1960 Seiten erschienen.
Der 1. Band enthält die Einleitung und die Familie der Nymphaliden,
der 2. die übrigen Familien, der 3. einen Anhang mit den nicht in
Neu-England gefundenen Tagfaltern der nordöstlichen Ver. Staaten
und Kanadas, den bekannten Parasiten der behandelten Arten, Zu-
sätzen, Berichtigungen u. s. w. Besondere Aufmerksamkeit ist der
Verbreitung, den Gewohnheiten und der Entwickelungsgeschichte zu-
gewendet; ferner sind analytische Tabellen nicht nur für die Imagines,
140 Pli. Bertkau: Bericht über flie wissenschaftlichen Leistungen
sondern auch für die früheren Zustände, so weit dieselben bekannt
sind, zusammengestellt. Ausserdem sind 76 Betrachtungen allgemeiner
Art dem Text eingestreut, gewöhnlich im Anschluss an bestimmte
Arten, z. B. über die Art der Befestigung der Puppen, Dimorphismus
und Polymorphismus, Wanderungen der Tagschmetterlinge, Kommen-
salismus der Raupen, Ueberwinterung der Raupen, Nester der Raupen,
Säsondimorphismus u. s. w. Im Ganzen sind 169 Arten behandelt,
von denen 41 im Anhang; überdies 57 Schmarotzer aus der Ordnung
der Hymenopteren und 12 Dipteren. Die 89, grösstentheils farbigen
Tafeln stellen die ganzen Thiere in ihren verschiedenen Entwickelungs-
ständen, Einzelheiten ihres Baues, geographische Verbreitung und
Parasiten dar; hinzugefügt sind 3 Karten: physical map of New Eng-
land, isothermal and faunal map of New England, map of the White
Mts. of New Hampshire.
K. Bramson lässt als Probe aus dem zum Druck vorbereiteten
Werk über die Rhopaloceren Europas und des Kaukasus eine ana-
lytische Uebersicht der Papilioniden Europas und des
Kaukasus abdrucken; Entom. Nachr., 1889, S. 197—201.
Rogenhof er macht einige Bemerkungen über die Lepido-
pteren-Fauna von Tenerifa; Sitzber. Zool. Bot. Ges. Wien, 1889,
S. 35.
Christ macht weitere Bemerkungen zur Lepidopteren-Fauna
der canarischen Inseln; Mitth. Schweiz. Entom. Gesellsch., VIII,
S. 97 — 101. Von mehreren Arten (Pieris Cheiranthi; Colias I^dusa;
Acherontia Atropos) werden kleinere, schmächtigere Exemplare er-
wähnt. Von Tag- und Dämmerungsfaltern sind zusammen 28 Arten
bekannt.
Minä-Palumbo u. L. Failla Tedaldi fahren fort, Material!
per la fauna lepidotterologica della Sicilia zusammenzutragen;
n Natural. Siciliano, VIII, S. 81— 89, 105—115, 129—140,153—164,
181—194, 200—202.
E. Ragusa fährt ebenfalls in seinen Note lepidotterologiche
fort; ebenda S. 221—229, 257 f.; IX, S. 3—8.
F. Wocke beschreibt Lepidotteri nuovi della Sicilia;
ebenda IX, S. 1— 3.
E. Calberla: Elenco dei Lepidotteri racc. in SiciHa nel giugno
e luglio 1889; ebenda IX, S. 42—49.
F. Rühl fährt fort, die Makrolcpidoptercnfauna von
Zürich und Umgebung aufzuzählen; Societ. Entomol., III, S. 148 f.,
169 f., 179; IV, S. 3, 50 f., 56, 63, 73 f., 79 f., 87, 111, 120 f.
R. Püngeler macht Lepidopterologische Mittheilungen
aus der Schweiz (Engadin; Zermatt); Stettin. Entom. Zeitg., 1889,
S. 143—151.
C. V. Gumppenberg schickt einen Sammelbericht über drei
Wochen im Ötzthal ein; ebenda, S. 280—282.
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 141
H. Dürck theilt seine Makrolepidopteren-Ausbeute auf
dem Stilfser Joch i. Som. 1888 mit; Societ. Entomol., IV, S. 181,
31, 41 f., 48 f., 58 f.
Als Beiträge zur Microlepidopteren-Fauna Oesterreich-
Ungarns führt H. Rebel 35 für das Gebiet neue Arten, von denen
einige überhaupt neu sind, auf; Abh. Zool. Bot. Ges. Wien, 1889,
S. 293—326, Taf. VIII.
E. Hering's Beiträge zur Mitteleuropäischen Mikro-
lepidopterenfauna beziehen sich auf Teras fimbrianum Thbg.,
lubricanum Mn., Agdistis adactyla Hhy}. und 5 neue Arten; Stettin.
Entom. Zeitg., 1889, S. 290—320.
Die Schmetterlinge der nächsten Umgegend von Hanau
werden in einem 2. Verzeichniss durch E. Limpert und R. Röttel-
berg um 110 Arten bereichert; Bericht d. Wetterauischen Gesellsch.
f. d. ges. Naturkunde, 1887—1889, S. 3—13; vergl. dies. Ber. f. 1879,
S. 410.
A. Fuchs theilt lepidopterologische Beobachtungen aus
dem unteren Rheingau mit, indem er meist Aberrationen bekannt
macht; Jahrb. d. Nass. Vereins f. Naturk., 42. Jahrg., S. 193 — 224.
Durch neuere Funde wird das Rössler'sche Verzeichniss um 6 Arten
von Grossschmetterlingen (955 — 961) vermehrt (Sesia affinis; Setina
roscida; Hadena gemmea; Acidalia pallidata, bilinearia; Cidaria
luctuata).
Lepidopterologische Beiträge von 0. Habich beziehen sich
auf Vorkommnisse auf dem Sehne eberg und Treisenberg. (Psyche
SchiffermüUeri Weibchen; Cidaria aqueata; Odezia tibialis Raupe;
Biston lapponarius) ; Stettin. Entom. Zeitg., 1889, S. 347—350.
Die Grossschmetterlinge des Leipziger Gebietes; heraus-
geg. vom Entom. Verein zu Leipzig „Fauna", 1889, 48 Ss. (674 A.).
P. C. T. Snellen macht Aanteekeningen over Nederlandsche
Lepidoptera, die sich dieses Mal auf Microlepidoptera beziehen;
Tijdschr. v. Entomol, 32., S. 29—72.
F. J. M. Heylaerts' ,,Opmerkingen betreffende Nederlandsche
Microlepidoptera", ebenda S. 423f. , geben Zusätze und Berich-
tigungen zu einigen Angaben Snellen's, der die früheren Mit-
theilungen Heylaerts' z. Th. ignoriert hatte (Agiossa pinguinalis; En-
dotricha flammealis; Tortrix favillacea; Gelechia terrella; s. unten).
Die Baltische Lepidopteren-Fauna weist nach der neuen
Bearbeitung von C. A. Teich 848 Gross- und 1083 Klein-Schmetter-
linge auf.
A. Riesen setzt seine Lepidopterologischen Mittheilungen
aus Ostpreussen fort; Stettin. Entom. Zeitg., 1889, S. 3 — 11, 333
bis 343.
H. P. Duurloo theilt seine lepidopterologischen Beob-
achtungenwährend eines Aufenthaltes in Schwedisch-Lapp-
land i. Som. 1888 mit; Societ. Entomol., IV, S. 2 f., 15 f., 34 f., 39f.
142 Ph. Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
E. Meyrick zählt 25 Arten, darunter 20 Spanner, auf, die in
Japan in kaum anderer Form als wie in Europa vorkommen; trotz-
dem sind sie z. Th. verkannt und mit besonderen Namen belegt
worden: Oeonistis dives Butl. = quadra L.; Lithosia adaueta Bi/tL,
Collita aegrota Butl. = griseola Hb.; Oporabia sexfasciata Butl.
= Cid. sordidata F., (Melanippe) supergressa Butl. = rivata Hb.,
inquinata Butl. = procellata F.; Timandra convectaria Walk.
= amataria L.; Aspilates tonghata Feld. = mundataria Gr.,
niponaria Feld. = formosaria Fv.; Thysanochilus purus Butl. =
Cabera exanthemata Sc; Lomaspilis opis Butl. = Abraxas
marginata L.; (Melanippe) restituta Wlk, (Melanthia) efferata Wlk.
= adustata Schi f., martaria Wlk., leopardina Wlk., miranda Butl.
= sylvata Sc. (ulmata F.), conspurcata Butl. = grossulariata L.;
Rliyparia fraterna Butl., sordida Butl. = melanaria L.; Hibernia
dira Butl. = leucophaearia Schi f.; Pyralis Yokohamae Butl. =
Asopia glaucinalis L.; (Pyr.)sodalis/?«^/. = Pionea forficalis L.;
Entom. Monthl. Magaz., XXV, S. 178 f.
0. S tau dinger beschreibt Centralasiatische Lepidopteren;
Stettin. Entom. Zeitg., 1889, S. 16—60.
J. H. Leech: On a collection of Lepidoptera from Kiu-
kiang (257 A.); Trans. Entom. Soc. London, 1889, S. 99 — 148,
PL VII— IX.
L. Graeser bringt den III. seiner Beiträge zur Kenntniss
der Lepidopteren -Fauna des Amurlandes; Berlin. Entom.
Zeitschr., 1889, S. 251—268 (No. 931—954).
Part II von J. H. Leech's Abhandlung On the Lepidoptera
of Japan and Corea, Proc. Zool. Soc. London, 1888, S. 580 — 655,
PL XXX — XXXII, behandelt die Heterocera, Sect. 1 (Sphingidae bis
Cymatophoridae, 352 A.).
J. H. Leech: New species of Deltoids and Pyrales from
Corea, North Chine and Japan; The Entomologist, 27, S. 62 — 71,
mit 3 Taif. (Habe ich nicht einsehen können; enthält nach Zool.
Anzeig. 42 n. A., 2 n. Var.). — Derselbe beschreibt (11) new species
of Crambi . . . .; ebenda S. 106—109.
Von E. C. Cotes' & C. Swinhoe's ,,Catalogue of the moths
of India" sind Parts IV — VII, S. 463 — 812 erschienen (Geometrites ;
Pyrales; Crambides, Tortrices and addenda, Tit., pref. ; Calcutta, 1888
und 1889.
G. F. Mathew liefert descriptions and life-histories of
new species of Pihophalocera from the western pacific;
Trans. Entom. Soc. London, 1889, S. 311— 315.
Wenig bekannte Tagfalter (Anaea Laura Vruce $ imd
Panariste Heio. $) werden von E. G. Honrath beschrieben und ab-
gebildet; Berlin. Entom. Zeitschr., 1889, S. 176 f., Taf. II, Fig. 5, 6.
L. de Niceville schreibt on new or little known butter-
flies from the Indian region; Journ. Asiat. Soc. Bengal, (N. S.),
57, S. 273—293, PL XIII, XIV.
im Gebiete der Entoiuologie während des Jahres 1889. 143
Ebenda, S. 346— 368 zählt G, F. Hampson the biitterflies
of the Nilgiri-district auf.
Ebenda, 58, S. 118—134, PI. X macht W. Doherty notes on
Assam biitterflies.
H. Grose Smith: Descriptions of (10) new species of Butter-
flies ... in the Solomon Islands; Entom, Monthl. Magaz., XXV,
S. 299—303.
W. F. Kirby schreibt on the collection of Lepidoptera formed
in the Louisiade Archipelago (19 Rhop., 2 Heteroc); Ann. a.
Mag. Nat. Hist. (6), IV, S. 156—167.
H. Bruce stellt eine list of the (53) Lepidoptera heterocera,
with descriptions of the new species, coli, at Aola, Guadalcanar
Isl., Solomon Isis., zusammen; Proc. Zool. Soc. London, 1888,
S. 570—580, PL XXIX.
0. Staudinger setzt die Aufzählung der Lepidopteren der
Insel Palawan fort; Deutsch. Entom. Zeitschr. , 1889, 1. lepid.
Heft, S. 3—180, Taf. 1—3.
P. C. T. Snellen macht Aanteekeningen over Lepidoptera
van Nieuw-Guinea; Tijdschr. v. Entom. ; 32, S. 377— 400; PI 8— 10.
Dieselben enthalten die Aufzählung von (28) Arten, welche 1887 in
dem Niederländischen Theile der Insel gesammelt wurden nebst An-
merkungen dazu.
E. Meyrick: On some (175) Lepidoptera from New Guinea;
Trans. Entom. Soc. London, 1889, S. 455—522.
T. P. Lucas beschreibt Six new species of Rhopalocera;
Proc. R. Soc. Queensland, VI, S. 155—161 mit Taf.
Derselbe desgl. (2) new species of Queensland butterflies,
ebenda, S. 117 — 119, PI. VI. Beide Male werden Lycaeniden be-
schrieben.
A. S. Olliff: Australian butterflies, a brief account of
the native families with a chapter on coUecting and preser\ing insects;
50 Ss., mit Holzschn.
E. Meyrick liefert Descriptions of new Australian Rhopa-
locera; Proc. Linn. Soc. N. S. Wales (2), II, S. 827 - 834.
Derselbe setzt seine revision of Australian Lepidoptera
(Geometridae und Nachträge zu früheren Familien) fort; ebenda,
S. 835—928.
Derselbe fährt in seinen Descriptions of Australian
Microlepidoptera (Oecophoridae) fort; ebenda S. 929 — 966; III,
S. 1565—1703.
A. S. Olliff zählt in seinen Bemerkungen on Rhopalocera
from the vicinity of Mt. Bellenden-Ker, Queensland., 27 auf
diesem 5500' hohen Berge gesammelte Arten auf; ebenda III,
S. 394—396.
144 Pli- Bertkau: Bericht über die wisseiischaftlicben Leistungen
E. Meyrick liefert Descriptions of (52) New Zealand
Micro - Lepidoptera; Trans. New Zealand Institute, XXI, S. 154
bis 188.
A. Rogenhofer wies auch aus der Schmetterlingsfauna nach,
dass Madagaskar mehr mit der indo-malayischen, als der äthiopischen
Region übereinstimme, und dass sie entschieden höheren Alters sei
als die des schwarzen Erdtheiles. Sitzgsber. Zool. Bot. Gesellsch.
Wien, 1889, S. 78.
A. F. Rogenhofer beschreibt Afrikanische Schmetterlinge
des k. k. naturhistorischen Hofmuseums; Ann. d. k. k. naturh.
Hofmuseums, IV, S. 547—554, Taf. XXIII.
A. H. Grose Smith liefert Descriptions of twenty-four
new species of butterflies . . . of Mombasa, Eastcoast of Africa,
. . .; Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6), III, S. 121—137.
H. Dewitz zählt west- und centralafrikanische Tag-
schmetterlinge auf, zumeist von Pogge in Mukenge gesammelt,
und beschreibt die neuen; Entom. Nachr., 1889, S. 101 — 116.
J. B. Capronnier stellt eine Liste des Lepidopteres
captures au Congo . . . zusammen; Bull. Soc. Ent. Belg., 1889,
S. CXVIII— CXXVI.
Derselbe desgl. Liste d'une collection de (97) Lepido-
pteres rec. au Gabon, ebenda S. CXLII — CXLVII.
Ueber Macrolepidopteren - Fang bei der Lampe und
dessen Ergebnisse berichtet A. Riesen; Stettin. Entom. Zeitg., 1889,
S. 12—15.
H. Ribbe beschreibt (2) Abweichungen und (1) Zwitter . . .;
Deutsch. Entom. Zeitschr., 1889, 1. lepidopterol. Heft, S. 185 f.,
Taf. IV, Fig. 3—5.
C. Oberthür theilt Beobachtungen von Anomalieen eng-
lischer Schmetterlinge mit: Vanessa Jo, deren Augen auf den
Hinterflügeln nahezu obliterirt sind; Polyommatus Phlaeas mehrere
Exemplare, bei denen die rothe Farbe mehr oder weniger durch
Silberweiss ersetzt ist; Zygaena filipendulae , bei der die Flecke der
Flügel gelb (luteae) sind; Chelonia villica (mehrere), Caja (mehrere);
Venilia maculata (mehrere); Abraxas grossulariata (mehrere); Bull.
Soc. Entom. France, 1889, S. LXXIV— LXXVI; LXXXVIII f.
S. H. Scudder stellt the fossil butterflies of Florissant
zusammen und vergleicht sie mit den aus Europa bekannt gewordenen
fossilen Tagschmetterlingen; U. S. geol. Survey, eightli annual roport,
188G— 1887; S. 439-474, PL LH f. Die aus den europäischen
Tertiärablagerungen (von Aix, Radoboj, Rott) bekannt gewordenen
Reste sind den Familien der Satyriden(3), Nymphaliden(l), Pieriden(3),
Papilioniden(l), Hesperiadcn(2) zugeschrieben; aus den wahrscheinlich
oligocänen Ablagerungen von Florissant sind 7 Reste bekannt ge-
worden, von denen G zu den Nym])haliden, 1 zu den Pieridcn ge-
lioren. Bei einem Männchen (von Nymphalites) und einem Weibchen
im Gebiete der Entomologie währencl des Jahres 1889. 145
(von Prolibythea) sind die Vorderfüsse, die bekanntlich von den
Papilioniden und Ilesperiaden an eine Neigung zur Verkümmerung
haben, erhalten und zwar in einem solchen Zustand, dass sie
deutlich erkennen lassen, dass schon bei den damaligen Schmetter-
lingen die Verkümmerung dieser Beine vor sich gegangen war.
Wir müssen demnach auf eine grosse Beschleunigung der
(phylogenetischen) Entwicklung vom ersten Auftreten der Rhopalocera
an oder auf eine frühere Existenz derselben als bis jetzt bekannt
schliessen. Die in Florissant gefundenen Reste sind: Prodryas Perse-
phone Sn/iid. S. 443 PL LH Fig. 1 — 10; Jvpiteria (S. 448) Charon
S. 450 Fig. 14, 15; Lühopsysche (S. 452) sfijx S. 454 Fig. 11, 16, 17,
Nymphalites obsctirum ! S. 457, PI. LIII Fig. 10 — 13; Apanthesis
(S. 459) Leuce S. 461 PL LH, Fig. 12, 13; Prolibythea (S. 461)
cagabunda S. 465, PL LIII Fig. 4 — 9; Stol opsi/che S. 467) lihytlie-
ökles S. 468 PL LIII Fig. 1 — 3. — Der Gattungsname Lithopsyche
kolUdirt mit der gleichnamigen Gattung Butler 's; Butler scheint
seine Gattung früher benannt zu haben als Scudder.
A. G. Butler Hefert die description of a new genus of
fossil moths belonging to the Geometrid family Eusche-
midae; Proc. ZooL Soc. London, 1889, S. 292—297, PL XXXI.
Der sehr gut erhaltene Rest lag in den eocänen Thonschiefer-
ablagerungen von Gurnet Bay, Isle of Wight, zusammen mit anderen
Insekten und Pflanzen, und lässt nicht nur das Flügelgeäder, sondern
auch die Farben noch ziemlich genau erkennen. Die Flügel hatten
eine dunkele (schwarze oder braune) Grundfarbe und weisse Flecken,
die z. Th. zu längeren Querbinden zusammenflössen. Das Flügel-
geäder lässt die Zugehörigkeit zu den Euschemiden erkennen, und
die Färbung zeigt denselben Charakter, wie die heute lebenden
(Bracca), Calospila, Simena, Craspedosis, Mniocera. Und zwar sind
die Malayischen und Moluccaner Arten dieser Gattungen dem Fossil
weit näher verwandt als die amerikanischen, welche letztere wahr-
scheinlich jüngeren Ursprungs sind. Von den bekannten heutigen
Arten kommt die Calospila leucomela (Wlk.) dem Fossil am nächsten;
wenn eine noch näher verwandte Art heute lebt, so ist dieselbe in
dem Archipel zwischen Java und Australien zu erwarten. Wie andere
fossile Schmetterlinge gezeigt haben, war die Farbe der Schmetter-
linge ursprünglich einfach, entweder dunkel, wozu dann später helle
Zeichnungen traten, oder weiss, wozu dunkele Ränder kamen; die
bunten Farben so zahlreicher heutiger Schmetterlinge sind wahr-
scheinhch durch geschlechtliche Zuchtwahl entstanden. Das Fossil
ist Lühopsysche mitiqua genannt und in Fig. 3, 6 abgebildet; Fig. 1
enthält zum Vergleich die Abbildung von Bracca bajularia, 2 Cra-
spedosis extenuata, 4 Praesos mariana, 5 Calospila mariana.
Arch. f. Naturgesch. Jahrg. 1890. Bd. H. H. 2. K
146 Pli- Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Microlepidoptera.
Pterophorina. Durch den neuerlichen Fang mehrerer gut erhaltener
Exemplare von Ceuoloba obliteralis (Wlk.) ist E. Meyrick in den Stand
gesetzt, die Merkmale dieser von Walsingham zu den Pterophoriden gestellten
Gattung (s. dies. Ber. f. 1885 S. 173) zu vervollständigen. Die Gattung gehört
nach Meyrick in die Verwandtschaft von Epharpastis. Tineodes und Oxychirota,
die eine von den Pterophoriden verschiedene Familie (Oxychirotidae) der
Pyralidinen zusammensetzen; Entom. Mouthl. Magaz., XXV, S. 372 f.
Tineina. Walsingham setzt seine Steps towards a revision of
Chambers' index wi th notes and descriptions of new species fort;
Insect life, I, S. 254—258. 287-291; TI, S. 23-26, 51-54, 77-81, 116-120,
150-155.
W. Beuteumüller: Ou North American Tiueidae; Entom. Americana,
V, S. 9 f.
Artiastis (n. g. Oecophoriu. Ot-ossoi)horae vicinum, a quo differt veu. 3 et 4
al. post. separatis, fere parallelis) heliacma (Bathurst; Petersburg), tepida! (Sydney;
Melbourne) S. 1674, ptocJiopa (Campbelltowu) S. 1675; E. Meyrick, Proc. Linu.
Soc. N. S. Wales (2), III.
Äntiopala (n. g. Oecophorin.) tephraea (Tasmauia); E. Meyrick, Proc.
Linn. Soc. N. S. Wales (2), III, S. 1647.
Ärchyala (n. g. Hyponomeutin. prope Lysiphragma; ven. 7 et 8 al. ant.
petiolatae; al. post. basi ma.c\i\&: hyalina.) paragJypta (Chiistchmch); E. Meyrick,
Trans. New Zealand Institute, XXI, S. 159.
Calicotis (n. g. Elachistin. prope Statbmopodam, artic. basali antenn.
dilatato et excavato) crucifera (Taranaki); E. Meyrick, Trans. New Zealand
Institute, XXI, S. 170.
Cateristis (u. g. Argyresthiin.; al. ant. venis 5 et 10 destitutae) eustijla
(Christchurch); E. Meyrick, Trans. New Zealand Institute, XXI, S. 164.
Circostola (n.g. Argyresthiin. inter Zeileriam et Argyresthiam intermedium)
copidota (Nelson; Wellington); E. Meyrick, Trans. New Zealand Institute, XXI,
S. 163.
Eomystis (n. g. Oecophor. prope Eochroim; antenuis brevius ciliatis et
pectine basali destitutis diversum) rhodopis (Albany, W.-Austr.); E. Meyrick,
Proc. Linn. Soc. N. S. Wales (2) H, S. 932.
Eudodacles nov. nom. pro Cladodes Hein, praeocc; P. C. T. Sn eilen,
Tijdschr. v. Entom., 32, S. 204.
Ell tor na (n. g. Plutellin. prope Compsistira; antennae alis anticis breviores;
venae 3 et 4 al. post. separatae) caryochroa (Neu Seeland), symmorpha (ibid.);
E. Meyrick, Trans. New Zealand Institute, XXI, S. 158.
P. C. T. Snellen macht darauf aufmerksam, dass der Name Butalis, der
seit Treitschke allgemein für eine Schmetterlingsgattung in Gebrauch ist, vorher
von Boie für eine Vogelgattung aufgestellt war. Für die erstere könnte denmach
Galanthia Huhn, eintreten. Tijdschr. v. Entom., 32, S. 204.
Guestia n. g. (Oecophorin.; ab Oecophora venis 2 et 3 al. ant. ex petiolo
curvato ven. 4 prope ejus originem oriundis diversum) für (Oecoph.) uniformis
Meyr.; E. Meyrick, Proc. Linn. Soc. N. S. Wales (2), IH, S. 1670.
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. ]47
Habrophila (n. g. Tinein. prope Endophthoram) compseuta (Mt. Arthur);
E. Meyrick, Trans. New Zealand Institute, XXI, S. 161.
Frotomicta (n. g. Oecophorin., ab Oecophora nounisi separatione venarum 3
et 4 al.post. divei-sum) cri/>«orrÄo« (Mt. Wellington: Port Lincoln); E. Meyrick,
Proc. Linn. Soc. N. S. Wales (2), III, S. 1669.
Pyrgoptila (n. g. Oecophorin. Trachypeplae affine, sed vena 7 al. ant. in
marg. post. desinente) seipentina; E. Meyrick, Proc. Linn. Soc. N. S. Wales (2),
III S. 1600.
Syntomactis n.g. Elacbistin.für (Gelechia) deamatella Walk.; E. Meyrick,
Trans. New Zealand Institute, XXI, S. 173.
Talantis (n. g. Oecophorin., et Mesolectae , Oenochroae et Nephogeni
propinquuni, a quibus omnibus differt antennis (in mare) longe ciliatis! cliimerina
(Sydney); E. Meyrick, Proc. Linn. Soc. N. S. Wales (2), III, S. 1601.
Thylacosceles (u. g. Elachistin. prope Stathmopodam , ciliis antennarum
brevissimis, tibiis post. longe fasciculatis) acridomima (Welligton); E. Meyrick,
Trans. New Zealand Institute, XXI, S. 171.
Trachyntis (n. g. Oecophorin. Eulechriae proximum, articulo torminali
palp. labialium antice rugoso-squamoso diversum) hyperopta (illbany) S. 1586,
(lelophanes (Geraldton), metrospila (Albany) S. 1587, epiphaula (York), coenndes
(Carnarvon) S. 1588; E. Meyrick, Proc. Linn. Soc. N. S. Wales (2), III.
Zapyrastra (n.g. Elachistin. prope Chrysoclistam) callipJiana (Christchurch ;
Bealey R.); E. Meyrick, Trans. New Zealand Institute, XXI. S. 172.
Walsingham verfasst eine Monograph of the genera connecting
Tinaegeria Wlk. with Eretmocera Z.\ Trans. Entom. Soc. London, 1889,
S. 1—40, PI. I— VI. In Betracht kommen die Gattungen Tinaegeria Wll;. (=
Arauzona WJk.), Oedematopoda Z. (= Atkinsonia Stn.), Eretmocera Z. (=
Staintonia Styr., Exodomorpha Wlk., Castorura 31eyr.) und die beiden neuen
Snellenia und Pseudaeyeria; Acridura, die Butler ebenfalls in diese Ver-
wandtschaft gestellt hatte, schliesst Walsingham aus. Die wichtigsten Merk-
male dieser Gattungen sind: Antennen dicht mit mehr oder weniger lang ab-
stehenden Schuppen bekleidet, die sich über einen kleineren oder grösseren Theil
iher Länge erstrecken; eine Neigung der Hinterflügel, durchscheinend zu werden;
Beine mit abstehenden Schuppen auf oder oberhalb der starken Sporen bekleidet;
Körper niedergedrückt, mit starken, seitlichen Schuppen und gewöhnlich bunt
gefärbt; Vorderfiügel schmal, verlängert; Vorder- und Hinterrand bis über die
Mitte hinaus parallel, Spitze niedergedrückt. Die vom Verfasser angeführten
Ansichten anderer Forscher über die systematische Stellung dieser Thierchen
gehen dahin, dass sie theils eine Verwandtschaft mit den Aegeriaden annehmen
und eine diese mit den Gelechien verbindende Gruppe in ihnen sehen, theils
eine Verwandtschaft mit Elachistiden und Tineiden.
Ueber ihre Lebens- bzw. Entwickelungsvveise ist wenig bekannt; die Larve
von Oedematopoda clerodendrouella lebt in einem Gespinnst auf den Samen-
kapseln von Clerodendron; Eretmocera medinella besucht die Blüten von Um-
bellifereu und Senecio; die Verbreitung der Arten fällt einigermasseu mit der
von Clerodendron zusammen.
Es werden 26 Arten aufgeführt und auf den Tafeln in vergrösserter farbiger
Abbildung dargestellt; je eine Tafel ist auch Detailzeichnungen über Elügel-
geäder, Kopf- und Fühlerbildung der genannten Gattungen gewidmet; Staintonia
K*
148 Ph. Beitkau: Beiicht über die wissenschaftliclien Leistungen
fulgens Ersch. ist wahrscheinlich ein Lepidotarphius Pryer; apiciguttella Christ.
ein Butalis (sinensis F. & B.)\ diese beiden Arten gehören also nicht in vor-
stehende Gruppe. Als neu sind beschrieben:
Snellenia (n. g. ; Antennae supra dense squaniatae; palpi adscendentes,
recurvi, art. apicali tenni, acuminato; haustellum vestitum. Caput et thorax
laevia. AI. ant. anguste elongatae, apice obtuso, depresso, costa ultra medium
aliquantum arcuata; venae 12, 7.et8.a pedicello communi, ceteris singulis; al. post.
prope basim subhyalinae, apice rotundato, angulo abdominali distincto, marginibus
costali et dorsali subparallelis ; venae 8; 3. et 4. a pedicello communi. Abdomen
planum, fasciculis lateralibus et fascic. anali conspicuis; pedes supra calcaribus
fasciculati; Type: Tinaegei'ia lineata Walk. = Eretmocera sesio'ides F. & B.)
coccinea (Sikkim) PI. II, tarsella (Darjiling) PI. VI, Fig. 3, S. 15, himaculata
(Sandakan) Fig. 6, S. 17 ;
Pseudaegeria u. g. für (Ochsenheimeria?) squamicornis F. & B., S. 17;
Oedematopoda Leechi (Satsuma, Japan) PI. VI Fig. 9, S. 23;
Eretmocera Carteri (Bathurst) PL VI Fig. 11, S. 28, dorsistrigata (Sansibar)
Fig. 13, S. 29, miniata (ibid.) Fig. 15, S. 30, basistrigata (Bathurst) S. 32.
Ueber Acrolepia assectella, die nicht mit betulella synonym ist, s.
H. T. Staintou, Entom. Monthl. Magaz., XXV, S. 291 f.
Aristeis anomodes (Sydney); E. Meyrick, Proc. Linn. Soc. N. S. Wales (2),
ni, S. 1653.
Atheropla psilopis (Mt. Kosciusko) S 1652, decaspila (Bathurst) S. 1653;
E. Meyrick, Proc. Linn. Soc. N. S. Wales (2), IIL
Batrachedra eucola (Bealey R.) S. 180, 'psithura (Auckland; Hamilton u. s. w.)
S. 181; E. Meyrick, Trans. New Zealaml Institute, XXI.
Bedellia psamminella (Taranaki; Cliristchui'ch) ; E. Meyrick, Trans. New
Zealand Institute, XXI, S. 165.
Blabophanes Lombardica (L.); E. Hering, Stettin. Eutom. Zeitg., 1889,
S. 295.
Brachynemata amblyteles (Duaringa); E. Meyrick, Proc. Linn. Soc. N.
S. Wales (2), III, S. 1662.
Bucculatrix alaternella (Meeralpen, auf Rhamuus alaternus) S. CXXV, he-
lichrysella (ibid., auf Hei. angustifolium) S. OXXVI; A. Constant, Bull. Soc.
Entom. France, 1889.
Butalis epistrota (Christcharch); E. Meyrick, Trans. New Zealand Institute,
XXI, S. 161, bifissella (zwischen Mannheim und Heidelberg; Unter -Ungarn);
Hof mann, Stettin. Entom. Zeitg , 1889, S. 107 mit Abbildung der Genitalklappen
dieser Art und von B. pascuella.
Cerostoma (Pluteloptera CJiamb.) ochrella Chainb. = r^diateWa, Donoi\\ neu
ist C. subsylvella (Esquimalt, Vancouver Isl.); Walsingham, Steps etc., a. a.
0., S. 287.
Chrysoclista bimaculella: its variability in markings and size; by
H. T. Stainton, Entom. Monthl. Magaz., XXV. S. 169 f.
Coesyra thcrmistis (Duaringa), leptospüa (ibid.) S. 1654, pJtaeocosma (Fe-
rushaw), stercüsema (Bathurst) S. 1055, pliacozona (N. S. Wales), crocinadis
(Carnarvon) S. 1656, covioxantha (Geraldton), mcnodora (ibid.) S. 1657, ast/ienopis
(Carnarvon), nosefodes (Warragul) S. 1658, paraderces (N. S. Wales), hemiphragma
(Toowomba; Sydney) 1659, melanoscia (Albany), innumera (Duai'inga) S. 1660,
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. |49
psilostola (Sydney) S. 1661, dkiyodes (Mt. Koscinsko) S. 1662; E. Meyrick,
Proc. Linn. Soc. N. S. Wales (2), III.
C. Schmid: Schlesische Coleophori[i]denraupen und deren
Säcke, Societ. Entomol., IV, S. 127 f.
Coleophora Tritici Lindem. = ciconiella H.-ScJi.; Hofniann, Stettin.
Entom. Zeitg., 1889, S. 278-280
C serpylletorum (Stettin; Friedland i. Mekl.); E.Hering, ebenda, S. 304,
santolinella (Korsika, auf Sant. chamaecyparissus); A. Constant, Bull. Soc.Entom.
France, 1889, S. CXXV.
Compsotropha hemispila (Warragul, Viktoria), xavthodelta (Tasmania; S.
Austr.); E. Meyrick, Proc. Linn. Soc.N. S. Wales (2', III, S. 1636.
Cosmopteryx (Scribaiella ab?) Hermsiella (Stettin); E. Hering, Stettin.
Entom. Zeitg., 1889, S. 308, nitens, Texas), chalybaeella (ibid.) S. 289, delicatella
(Nord-Karolina) S. 290, unicolorella (Siskiyou Co., Kalif.) S. 291; Walsiugham ,
Steps etc., a.a.O., Floridanella (F.), minutella (ibid.); W. Beutenmüller, a.
a. 0., S. 10.
Die Futterpflanze der Cosmopteryx orichalcea ist weder Festuca
arundinacea, noch Antboxanthum odoratum, sondern Hieiochloe odorata;
E.Hering, Entom. Montbl. Magaz., XXV, S. 212.
Crossophora aetodes (Mt. Lofty); E. Meyrick, Proc. Linn. Soc. N. S. Wales
(2), in, S. 1673.
Depressaria Bagonoti (Niederösterreich ; Raupe auf Umbelliferen) ; H. Heb el,
Abb Zool. Bot. Ges. AVien, 1889, S. 208, Taf. VIII Fig. 10, togata (Montana)
S. 254, Solidaginis (Kirkwood, Mo.; Raupe auf S.) S. 255, (cinerocostella Clem.
= clausella Wlk.), Fernaldella (Orono, Me.), parilella Fr. var. novo — mundiJ
(Nordamerika; die europäische ciniflonella Z. ebenfalls in Nordamerika: Es-
quimalt, Vancouver Isl.) S. 256, hjtJirella (Illinois; Raupe auf L. alatum), gra-
cilis (Texas) S. 257 ; Walsingham, Steps etc., curvilinella (New York); W. Beu-
tenmüller, a. a. 0., S. 10, daiicivorella (Ronen); E. L. Rag o not. Bull. Soc.
Entom. France, 1889, S. CVI.
Elachista melanura (Hamilton), gerasmia (ibid. ; Makatoku) S. 177, thallophora
(Christchurch) , helonoma (ibid.), cxaula (Mt. Arthur) S. 178, ombrodoca (Christ-
church; Dimedm), archaeonoyna (Auckland; Nelson) S. 179; E. Meyrick, Trans.
New Zealand Institute, XXI, Bieder ich siella (Stettin); E.Hering, Stettin.
Entom. Zeitg. , 1889, S. 313, suhquadrella (Sevres); E. L. Ragonot, Bull. Soc.
Entom. France, 1889, S. CVI.
Enaemia parallela (Neu-Guinea) ; E. Meyrick, Trans.Entom. Soc. London,
1889, S. 522.
'Enchocreites phaed/ryntis {A\ha,\\y, W.- Austr.), so?-et«ie5 (Sydney); E. Meyrick,
Proc. Linn. Soc. N. S. Wales (2), II, S. 929.
Eocbrois archescia (Geraldtou); E. Meyrick, Proc Linn. Soc. N. S. Wales
(2), IL S. 932.
E. Meyrick beschränkt die Gattung Eriodyta auf E, contentella,
indem abductella, leptostola, hololeuca und vernalis zu Philonympha gebracht
werden; bei Eriodyta reicht das 2. Palpenglied nicht bis zu den Antennen; bei
Philonympha ist dasselbe mit verbreiterten Schuppen besetzt, die imterseits
gegen die Spitze etwas abstehen; vgl. Philobota; Proc. Linn. Soc. N. S. Wales
(2), in, S. 1637.
150 Pli- Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Erioceplrala (Mieropteryx) algeriella (Hamamm - Rhira); E. L. Ragonot,
Bull. Soc. Entom. France, 1889, S. CVII.
Euchaetis (char. einend.) rhizohola (Sydney) S. 937, iospila (S.-Australien),
cndoleuca (Ardrossan, S.-Austral.) S. 938, poliarcha (Mt. Lofty) S. 939, holoclera
(ibid.; Sydney) S. 940; E. Meyrick, Proc. Linn. Soc. N. S. Wales (2), IL
Eulechria (charact. emend.) cumelaea (Viktoria) S. 943, ichneuta (Geraldton),
pelodora (Mt. Lofty) S. 944, menodes (Geraldton) S. 945, eriphüa (Viktoria), aphaura
(Sydney) S. 946, autophylla (Carnarvon), homoteles (Duaringa) S. 947, heliocoma
(ibid.), malacoptera (Sydney; Melbourne), heliodora (Geraldton) S. 948, cephalanthes
(Albany). eocrossa (Bathurst) S. 949, amphidnas (Geraldton), ophthalmias (Albany),
mesophrcKjma (Oooma, N. S. Wales; Hobart, Tasmania) S. 950, grapihica (Viktoria ;
S.-Austr.) S. 951 , delotis (Sydney; York), xanthostephana Murrurundi; Sydney)
S. 952, gonosema (Mt. Lofty) S 953, hemicarpa (Tasmania), epiphragma (Quorn)
S. 954, schalidota (Duaringa), tropica (ibid.) S. 955, phaeostephes (ibid.) S. 956,
elaeota (Perth), cataplasta (ibid.) S. 957, callimeris (ibid.) S. 958, xanthocrossa
(Geraldton), glaphyrota (Albany) S. 959, ardicpeda (Sydney), mochlastis (Albany)
S.960, diagvavima (ibid.), athletis (Mt. Lofty) S.961, irnaea (S.-Austral.), hypercklora
(Perth; York; Geraldtou) S. 962, c7?o/e;rofZtvv (Carnarvon), lialmopeda (ibid.) S. 963,
callisceptra (Perth; York; Geraldton), phaeosceptra (Geraldton) S. 964, thriucotis
(ibid.), homoxesta (Guildford), homochalca (York) S. 965, cycnoptera (Newcastle;
Sydney; Bathurst; Kiama) S. 966; E. Meyrik, Proc. Linn. Soc. N. S. Wales (2),
II, alopecistis (Melbourne), drißnodes (Viktoria) S. 1565, charierga (Batburst;
Tasmania) S. 1566, 6fe»oto (Sydney; Perth) S. 1567; derselbe ebenda LEI, nebst
analytischer Tabelle der (93) beschriebenen Arten S. 1567—1575.
Gelechia velocella var. aterrimella (Sau- Alpe) S. 312 Fig. 6, Pribltseri n. sp,
(Ofen; Schöubrunn) S. 313 Fig. 8. 9; H. Rebel, Abb. Zool. Bot. Ges. Wien, 1889-
Taf. VIII, Stangei (Friedland i. Mecklenburg; Artern); E. Hering, Stettin.
Entom. Zeitg., 1889, S 299.
F. J. M. Heylaerts erinnert an seine bereits vor 7 Jahren gegebene Be-
schreibung des Entwicklungsganges und der Lebensweise von Gelechia terrella
Hbn.; Tijdschr. v. Entomol., 32, S. 424.
Gracilaria clmlcodelta (Neu-Seeland) S. 183, lencocyma (Auckland) S. 184;
E. Meyrick, Trans. New Zealand Institute, XXI.
Haplodyta toroscma (Geraldton) S.1665, perinyctis (Perth) S.1666, amphidoxa
(Geraldton) S. 1667; E. Meyrick, Proc. Linn. Soc. N. S. Wales (2), III.
Heliocausta rhodoxantha (Sydney) S. 933, mimica (Mt. Lofty), crocoxantha
(Albany) S. 934, phylacopifi (W.-Austral.) S. 935, acmaea (Mt. Lofty), sarcophanes
(Northampton) S. 936; E. Meyrick, Proc. Linn. Soc. N. S. Wales (2), II.
Heliostibes electrica (Mt. Arthur) ; E. M e y r i c k , Trans. New Zealand Institute,
XXI, S. 157.
G. V. Hudson beschreibt und bildet ab die auf Leptospeiimim lebende
Larve von Heliostibes atychioides; Trans. New Zealand Institute, XXI,
S. 189 PI. VIII Fig. 4.
Hofmannia splienota (Christchurch); E. Meyrick, Trans. New Zealand In-
stitute, XXI, S. 162.
Hoplitica metriopis (Bathurst, N. S. W.), liosarca (Viktoria) S. 941, colonias
(ibid.) S. 942; E. Meyrick, Proc. Linn. Soc. N. S. Wales (2), II, callianthes
(Sydney; Viktoria) S. 1595, Jiemigenes (Albany), thyteria (Viktoria) S. 1596; der-
selbe, ebenda III. — Derselbe überzeugte sich, dass die Länge des Endgliedes
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 151
der Palpen nach Geschlecht nnd Art verschieden ist, und zieht deshalb seine
Gattung- Hieropola zu Gunsten vorstehender ein.
Ide osseella (Kalifornien); Walsingham; Steps, a. a. 0., II, S. 155.
Incurvaria aeripennella (Graz); H. Rebel , Abh. Zool. Bot. Ges. Wien, 1889,
S. 306, Taf. VIII Fig. 13.
Lecithocera Siculella (Casina ß. della Ficuzza*); F. Wocke, II Naturalista
Siciliano, IX, S. 2.
Lepidotarsa leueodetis (Geraldton), proteis (Albany); E. Meyrick, Proc.
Linn. Soc. K S. Wales (2), II, S. 931.
E. Meyrick zieht (Peltophora) orthogranima und (Gelechia) suppletella
Walk, zu seiner Gattung Limosticha, von deren (17) Arten er S. 1577 f. er
eine analytische Tabelle gibt mit Beschreibung der neuen L. argoUna (Albany)
S. 1578, nomistis (Geraldton, Perth), anadesma (Säle, Viktoria) S. 1579, stadiota
(Albany) S. 1580, cychphrwjma (Bathurst), mechanica (Mt. Lofty) S. 1581, mo-
nozona (Perth; York), cycnodes (Perth), epixesta (York) S. 1582, leucocro^sa
(Carnarvon), //^/pno^is (Geraldton) S. 1583, /^eMci?'* (Freemantle ; Albany), anarcha
(Bulli) S. 1584; Proc. Linn. Soc. N. S. Wales (2), in.
Lita Salicorniae (Salz-See bei Eisleben); E. Hering, Stettin. Entoni. Zeitg.
1889, S. 302, cistiflorella (Meeralpen, in den Blüthen von Cistus), delphinatella
(Dauphine), BeÄeHeZZa.' (ibid., in Silene inüata); A. Constant, Bull. Soc. Entom.
France, 1889, S. OXXV.
Lithocolletis jovieUa (Meeralpeu; in Blättern von Quercus ilex und coccifera
minirend); A. Constan t. Bull. Soc. Entom. France, 1889, S. CXXV.
Walsingham erkannte Lithocolletis modesta jP. <f; 5. = ulmella Chamb.;
obtusilobae F. <& B. = bicolorella Chamb. = conglomeratella Z., intermedia
F. (£• B. = basistrigella Clem., tenuistrigata F. S B. = Rileyella Chamb.
subaureola F. <£• i?. = quercilella Chamb.; quercialbella i^/tec/i. = longestriata
J'"". & B. = fuscocostella Chamb. = argentifimbriella Clem.; Steps, etc., a.
a. 0., II, S. 23 — 26, macht Bemerkungen über andere Arten, S. 55-57, beschreibt
die neuen L. umbellulariae (Mendocino Co., Oalif.) S. 78, Gaulthcriella (Rouge r.,
Oregon; au.s G. shallon), LerfeZ/a (Mendocino Co., aus L. glandulosuni) S. 79, al-
nicolella (Mt. Shasta, A. incana) S. 80. incanella (Colusia Co., Kalif., ebenfalls
aus A. i.) S. 81, nemoris (Mendocino Co., aus Vaccinium ovatum) S. 116, Ore-
gonensis (Fort the Dallas), insignis (Lake und Mendocino Cos.) S. 117, und fügt
ein Verzeichnis der Pflanzen mit den in ihnen miuierenden Arten hinzu S. 119 f.
Locheutes periscia (Tasmania); E. Meyrick, Proc. Linn. Soc. N. S. Wales
(2), III, S. 1589.
Loptera demica (Melbourne; Mt. Lofty); derselbe, ebenda.
Hof mann denkt an die Möglichkeit, dass an seiner Lypusa? fulvipennella
die „sehr kleinen einfach zapfenförmigen Palpen' die Basalglieder der vor-
handen gewesenen vollkommenen sein könnten und zieht daher einstvi^eilen den
Namen L. fulvipennella zurück; Stett. Entom. Zeitg., 1889, S. 109.
Machaeritis doxastica (Albany) S. 1667, nephelora (York), homalopis (ibid.),
synora (Perth) S. 1668; E. Meyrick, Proc. Linn. Soc. N. S. Wales (2), III.
Macrobathra trimorplia (Canarvon; Geraldtou) S. 1675, heterozona (Nort-
hampton) S. 1676, aphristis (ibid.), pompholyctis (York) S. 1677, parthenistis (Car-
*) Soll vielleicht Firenze heissen.
\b2 Pli- Bei'tkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
nai-von), harmostis (Geraldton) S. 1678, hyalistis (York) S. 1679; E. Meyrick,
Proc. Linn. Soc. N. S. Wales (2), ni.
Mesolecta xanthastis (Albauy), callistis (ibid.); E. Meyrick, Proc. Linn.
.Soc. N. S. Wales (2), IH, S 1602.
Nemotois Demaisoni (Hamanini-Rhira, Alger); E. L. Ragonot, Bull. Soc.
Entom. France, 1889, S. CV.
Nephogenes hrachyomis (Mt. Victoria) S. 1603, axiota (Warragul), pyrota
(York) S. 1G04, atmoiyis (Queens).) S. 1605; E. Meyrick, Proc. Linu. Soc. N. S.
Wales (2), III
Ueber die Frage, ob Nemophora zu den Adeliden oder Tineaden gehöre
s. P. Ohretien, Le Naturali.ste, 1889, S. 292f.
Neinophora Panzerella bistoire naturelle; P. Chretien,Le Naturaliste,
1889, S. 174-176 mit Abbild.
Nepticula ofjyrjia (Dunedin), propalaea (Arthur's Pass); E. Meyrick, Trans.
New Zealand Institute, XXI, S. 187.
Nothris discretdla (Graz); H. Rebel, Abb. Zool. Bot. Ges. Wien, 1889,
S. 318, Taf. Vin, Fig. 14.
Ocystola pyrochrysa (Sydney), calUxantha (Fernshaw) S. 1663, dystechna
(Sydney), episcota (ibid.) S. 1664, holonota (Perth; York) S. 1665; E. Meyrick,
Proc. Linn. Soc. N. S. Wales (2), III.
Oecophora cosmantl/es (Geraldton) S. 1671, hilaropa (Greenraount; York),
protadelpha (Perth) S. 1672; E. Meyrick, Proc. Linn Soc. N. S. Wales (2), III.
Oecophora ijcleckiella (Casina R. della Ficuzza); F. Wocke, II Naturalista
Siciliano, IX, S. 2, Bruandella (Südfraukr.); E.L. Ragonot, Bull. Soc. Entom.
Fi'ance, 1889, S. CVI, ardosiella (Korsika), incohrelta (Küstengebiet der Meer-
alpen); A. Consta nt, ebenda, S. CXXV.
Oenochroa dinosema (Viktoria) S. 1575, Iteptarcha (Geraldton) S. 1576;
E. Meyrick, Proc. Linn. Soc. N. S. Wales (2), III.
Peltopbora epitoxa (Gei'aldton) S. 1637, cremantis (ibid.) S. 1638, myc/nas
(ibid.), calliophthalma (ibid.) S. 1639, ampliitoxa, melanocrossa (ibid.) S. 1640
charaxias (Tasmania) S. 1641, auantis (Melbourne), mesodesma (York) S. 1642,
malacopis (Wallaroo; Carnarvon), halanota (Warragul) S. 1643; E. Meyrick,
Proc. Linn. Soc. N.S.Wales (2), III, nebst analytischer Tabelle sämmtlicher
(31) Arten auf S. 1644 f.
E. Meyrick vereinigt jetzt (Peltopbora) rheorica und therniochra, sowie
(Eriodyta) sigraoptora und subpunctella mit Philobota, gibt von den (107) Arten
dieser Gattung eine analytische Tabelle und beschreibt die neuen Ph. chiastis
(York), lithociilora (Mt. Kosciusko) S. 1606, monoloncha (Bathurst), thiogramma
(Mt. Lofty) S. 1607 , aryotoxa (ibid.), melanoxantha (Albany) S. 1608, lysizona
(Bathurst), hiracistis (Duaringa) S. 1609, olympias, auxolyca S. 1610, sderopa
(Mt. Kosciusko), marmoratu (Qucensl.) S. 1611, aeolias (Delorania), criscota (Glen
Innes) S. 1612, oriphaea (Mt. Kosciusko) S. 1613, melunofilypta (Bathurst), iphi-
(jenes (N.S.Wales; Viktoria) S. 1614, cosmocrates (Duaringa), microxantha (Al-
bany) S. 1615, metachroa (Mt. Kosciusko), holocrossa (Yovk) S. 1616, anazancla
(Perth), c«mß2/^a (Beechworth) S. 1617, iosenia (Bathurst), lathicentr a ! (W. Awstr.)
S. 1618, megalocentra (Geraldton) S. 1619, anarr(Ji)ecta (Mt. Kosciusko), orgiastis
(Northampton; York) S. 1620, ojj/wodes (Viktoria) S. 1621 , cIi akoxantk a (G\eii
Innes) synauges (Mt. Kosciusko) S. 1622, mnoehaea (Perth), tetragona (Albany)
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 1 53
S. 1623, echidnias (Geraldton), caminias (ibid.; Carnarvon) S. 1624, chutnclirysa
(Glen Innes; Bathurst), automima (Bathurst) S. 1625, erythradis (Sydney), ama-
lodes (Fernshaw) S. 1626, aetopis (ibid.) S. 1627; Proc. Linn. Soc. N. S. AVales
(2), III.
Philonyrapha chalcophragma (Perth); derselbe, ebenda S. 1680.
Phloeopola mesocenfra (Mt. Kosciusko) S. 1590, hyperarcha (Melbourne) S. 1591,
zygopJiora (Bathurst), centropis (Sydney) S. 1592, micropis (Mt. Kosciusko) S. 1593,
pyrgonota (Sydney; Melbourne) S. 1594; E. Meyrick, Proc. Linn Soc. N. S-
Wales, (2), III.
Piloprepes anassa (Bathurst) S. 1597, aristocratica (Brisbane; Sydney)
S. 1598, antidoxa (Adelaide) S. 1599; derselbe, ebenda.
Placocosma meridarcha (Glen Innes); E. Meyrick, Proc. Linn. Soc. N. S.
Wales (2) IH, S. 1576.
Pleui'ota semophanes (York), homalota (N. S. Wales) S. 1649, cnephaea
(Geraldton), photodotis (Bathurst) S. 1650, macroscia (ibid.; Glen Innes), hoplo-
phanes (N. S. Wales) S. 1651, holoxesta (Glen Innes) S. 16.52; E. Meyrick, Proc.
Linn. Soc. N. S. Wales (2), III, hehetella (Albaracin; Ciienga); E. L. Ragonot ,
Bull. Soc. Entom. France, 1889, S. CXXX.
Plutella amissa (Willow creek, Oregon); Walsingham, Steps etc., a. a. O.,
S. 258.
Th. Meehan theilt some new facts in the life history of Yucca
and the Yucca moth mit, Riley's Beobachtungen bestätigend, und hebt her-
vor, dass die Anpassung eines lusektes, um die Selbstbefruchtung zu vollziehen,
die die Pflanze ebenso gut selbst voi'nehmen könnte, mit ähnlichen Beobachtungen
im Thierreich kontrastiert. Proc. Amer. Assoc. Advanc. Sei., 37 th. meet., S. 284.
e.V. Riley: Notes on Pronuba and Yucca pollination; Insect life,
I, S. 367-372, reprint. from Proc. Entom. Soc. Washingt., I., S. 150-154.
Proterocosma aellotricha (Hamilton), anarithma (Taranaki; Palmerston);
E. Meyrick, Trans. New Zealand Institute, XXI, S. 175.
Protomachaoc7woc/mfca(Albany); E. Meyrick, Proc. Linn. Soc. N. S. Wales
(2), III, S. 1646.
Psecadia albicostellu (Kolorado), Walsinghamella (Virginia); W. Beuten-
niüller, a. a. 0., S. 9.
Pterolonche lineuta (Arizona); Walsingham, Steps etc., a.a.O., S. 288.
Saropla ancistrotis (Geraldton) S. 1647, liarpactis (Northampton; Perth),
amydropis (Geraldton; York), hrachyota S. 1648; E. Meyrick, Proc. Linn. Soc.
N. S. Wales (2), HI.
Sippharara Woodfordt (Aola); H. Druce, Proc. Zool. Soc. London, 1888,
S. 579, PI. XXIX, Fig. 8.
Stathmopoda (Gattungsmerkmale angegeben) holochra (W eWington), jMegyra
(Auckland; Taranaki), campylocJia (Wellington; Dunedin) S. 168, epichlora
(Auckland; Wellington) S. 169; E. Meyrick, Trans. New Zealand Institute, XXL
Stenoma /'«/•cate (Arizona) S. 153, cramhüella (ibid.) S. 154; Walsingham,
Steps, a. a. 0., IL
Tachyptilia ^j'j/'oZieZto (Dauphine, Raupe auf Trif. repens); Ä. Constant,
Bull. Soc. Entom. France, S. CXXV.
T%\%i& partüella (Aschabad); H. Christoph, in Romanoff's Mem. s. 1. Lepid.,
V, S. 53, PI. III, Fig. 9.
154 -P^i- Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Tinea Bagusaella (Casina Reale deHa Ficuzza); F. Wocke, II Naturalista
Siciliano, IX, S. 1, seminoleUa (Florida); AV. Beutenniüller, a.a.O., S. 9
Trachoma senex (Kalif.); Walsingham, Insect life, I, S. 288.
Trachyntis xenopis (Albanj^); E. Meyrick, Proc. Linn. Soc. N. S. Wales
(2), III, S. 1679.
Vanicela xenadelpha (Sydney); E. Meyrick , Trans. New Zealand Institute
XXI, S. 166.
Zonopetala melanocentra (Melbourne); E. Meyrick, Proc. Linn. Soc. N. S.
AVales (2), ni, S. 1679.
Tortrieina. H. D. J. Wallengreu fährt in der Beschreibung von
Skandinaviens Vecklarefjärilar fort; Entom. Tidskr., 1889, S.17-32,
49-64, 97—112.
J. H. Wood's Notes on the larvae of some Tortrices, coinmonly bred
from the galls of Cynips Kollari beantworten die Frage, wo die Larven
deijenigen Arten, die nur zur Verpuppuug die genannte Galle aufsuchen, bis
dahin gefressen haben, für folgende Arten : Coccyx splendidulana frisst von Ende
Juni bis Ende Juli zwischen den Blättern von Eichenbüschen; C. argyrana und
Heusiniene finibriana in frischen Gallen von Andricus terminalis und ramuli;
ebenso Ephippivora gallicolana; Entom. Mouthl. Magaz., XXV, S. 217—220.
Amphysa gaclitana (Cadix, auf einer Erica); E. L. Ragonot, Bull. Soc.
Entom. France, 1889, S. CXXX.
Cacoecia astrologana (Wellington); E. Meyrick, Trans. New Zealand
Institute, XXI, S. 156.
Larve von Cacoecia excessana (auf Leptospermum) beschrieben und
abgebildet von G. V. Hudson, Trans. New Zealand Institute, XXI, S. 190,
PI. VIII Fig. 6.
AI tum erhielt die Imago von Carpocapsa pomonana 1889 schon iiu
Juli, statt erst im Mai des nächsten Jahres; Zeitschr. f. Jagd- und Forstwesen,
XXII. Jahrg, S. 53.
Ueber den Japanese peach fruit-worm, eine Carpocapsa-Art, s. Insect
life, I, S. 64-66.
Ueber sog. springende Bohnen, veranlasst durch C. Deshaisiana,
s. P, Asciierson, Sitzgsber. Ges. naturf. Freunde Berlin, 1889, S. 187 f.
Cochylis^eitcc6/aH«jia(Carcassonne, in den trockenen Früchten desP.gallicum);
E. L. Ragonot, Bull. Soc. Entom. France, 1889, S. CV.
Grapholitha exquisitana (Wien; Fiume); H. Rebel, Abh. Zool. Bot. Ges.
Wien, 1889, S. 301 Taf. VHI Fig. 2.
Proselena erihula (Otira-Fluss); E. Meyrick, Trans. New Zealand Institute,
XXI, S. 156.
Sericoris antiquana in den Wurzelstücken der angebauten Stachys
palustris schädlich; S. Lampa, Entom. Tidskr.. 1889, S. 85.
Ueber die Verbreitung des Teras fimbrianum TÄir/. s. Rebel, Abhandl.
Zool. Bot. Gesellsch. Wien, 1889, S. 296 und E. Hering, Stettin. Entom. Zeitg.,
1889, S. 290; T. lubricanum Mn. bei Speier, Raupe Ende Mai imd Anfang
Juni auf Schlehen; Hering, ebenda, S. 293.
Die nach Snellen noch unbekannte Raupe von Tortrix favillaceana
Rübn. ist von F. J. M. Heylaerts bereits vor 7 Jahren nebst den übrigen Ent-
wicklungsformen beschrieben woi'den; Tijdschr. v. Entomol., 32, S. 424.
im Gebiete der Entomologie währentl des Jalires 1889. 155
Notes 011 T. decretana Tr.. witli a descriptioii of its larva (auf Myrica
gale); by E. A. Atmore, Entom. Moiitlil. Magaz., XXV, S. 243-245.
T. crataeg-aiia premiers etats; P. Chretien, Le Natiiraliste , 1889,
S. 282 f.
T. citrana (Kalifoniieu, aus der Orange); 0. H. Eernald, Entoniol. Ameri-
caua, V, S. 18.
Pyralidina. In seinem Aufsatz On the Pyralidina of the Hawaii-
an Islands, Trans Entom. See. London, 1888, S. 209-246 führt E. Meyrick
aus dieser Gruppe, zu der er bekanntlich auch die Pterophorinen rechnet, 56 Arten
auf, von denen 7 unzweifelhaft, eine 8. wahrscheinlich eingeschleppt, eine
sehr verbreitet ist; die 47 übrigen sind wahrscheinlich endemisch: 26 ßotidin.,
12 Scopariiu., 4 Pterophorin., 3 Crambin., 2 Phycitin.
W. Warren: Ou the Pyralidina collect .... in the Basin of the
Amazons; ebenda, 1889, S. 227-295 (125 A., von denen 50 neu sind).
G.D. Hülst behandelt the Epipaschiinae of North America, Entom.
Americana, V, S. 41 — 52, 61—76, die nach ihm von den Phycitidae nicht ge-
trennt werden dürfen. Ein Verzeichniss führt (einschliessl. der neuen) 19 Arten
in 11 Gattungen auf. Auf der beigefügten Tafel sind Palpen, Fühleranhang,
Flügel, Genitalbewaffuung vergrössert abgebildet.
Phycitidae and Galleriidae of North America. Some new species
and a general catalogue; by E. L. Ragonot, Entomol. Americana, V, S. 113
bis 117; mit Notes on the catalogue, by G. D. Hülst, ebenda S. 155 f.
Ancyloptilia n. g. Botid. für (Margarodes) lacto'ides Pa;/.; E. Meyrick,
Trans. Entom. Soc. London, 1889, S. 509.
Attacapa n. g. Epipascbiin. für (Tetralopha) callipeplella Hülst; G. D.
Hülst, a.a.O., S. 71.
Crocidocnemis (n. g. Desmiad.) pellucida (R. Jurua); W. AVarren, a.
a. 0., S. 269.
Cyclocausta (u. g. Megaphysid.) trilineata (R. Jutahi); W. Warren,
a. a. 0., S. 274.
Beiiterophysa (n. g, Megaphysid.) coslimaculaUs (R. Jutahi); W. AVarren,
a. a. 0., S. 273.
D i a str ept one itr a (n. g. Hapaliad.) distorta (Rio Jurua; Gaviao); AV. AVar-
ren, a.a.O., S. 280.
Endocrossis n. g. für Botyodes flavibasalis Moorci E. Meyrick, Trans.
Entom. Soc. London, 1889, S. 515.
Leptosteycs (n. g. Steniad.) pulverulenta (Amazon.); AV. AVarren, a.
a. 0., S. 292.
Oneida n. g. Epipaschiin. für (Toripalpus) lunulalis Hülst; G. D. Hülst,
a. a. 0., S. 63.
Protocolletis n. g. für (Scopula) constricta Butl.; E. Meyrick, Trans.
Entom. Soc. London, 1888, S. 223.
Ftychopseustis n. g. Crambin. für (Diptychophora) amoenella SnelL;
E. Meyrick, Trans. Entom. Soc. London, 1889, S. 521.
Syndicastis (n. g.) heteromima (Port Moresby); E. Meyrick, Trans. Ent.
Soc. London, 1889, S. 507.
Termioptycha (n. g.) cyanopa (Neu-Guinea); E Meyrick, Trans. Entom
Soc. London, 1889, S. 504.
156 Ph. Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Yuma n. g. Epipaschiin. für (Toripalpus) adulatalis Huld; G. D. Hülst,
a. a. 0., S. 65.
Walsinghara macht eine durch ihre Lebensweise bemerkenswerthe neue
Gattung bekannt; Trans. Linn. Soc. London (2. S.) Zool., V, S. 47— 52, PL 5.
Die Raupen derselben leben (im Punjab) auf Jasmin (? Jamin) gesellig und
ziehen wie die Piozessionsspinnerraupen zum Fressen aus, dabei die Blätter mit
Gespinnst überziehend. Später macht sich jede Larve einen Sack, indem sie
dies Gespinnst um ihren Körper rollt und dann mit einer zweiten Gcspinnst-
schicht überkleidet; mehrere solcher Säcke werden dann zusammengeheftet. Die
Art hat zwei Generationen, die erste im Juni, und liefert die Iniago Anfangs
Juli; die zweite im Oktober. Die Art ist genannt Coenodomns (n. g. Epi-
paschiin., antennae ^ bipectinatae, versus apicem angustatae, basi sacco cylindrico
erecto instructae; $ simplices; ocelli desunt . . .) HocJcingi.
Acrobasis minhndla (Texas); E. L. Ragonot, Entom. Americana,V, S. 113.
F. J. M. Heylaerts erinnert daran, dass er bereits vor 20 Jahren die
Raupe der Agiossa pinguinalis beschrieb, die er in einem Kasten mit alten
Schmetterlingen gefunden hatte, wo sie sich wahrscheinlich von dem Fettkörper
derselben nährte; Tijdschr. v. Entom., 32, S. 423.
Anemosa (?) roseobrunnea (Amazon.); W. Warren, a. a. 0., S. 260.
Cataclysta trilinealis (Amazon.); W. "Warren, a. a. 0., S. 295.
Der Afterbusch der Weibchen von Schoenobius und Chilo dient zum Ein-
hüllen der Eier; Wocke, Zeitschr. f. Entomol., Breslau (N. F.), 14. Heft, Ver-
einsnachr. S. XXI.
Diplotyla chloronota (Neu-Guinea); E. Meyrick, Trans. Entom. Soc. Lon-
don, 1889, S. 514.
F. J. M. Heylaerts' Beschreibung der Entwickelungsstufen von Endo-
tricha flammealis Schiff, erschien vor der Buckler's; Tijdschr. v. Entom., 32,
S. 423.
E. persicopa (Neu-Guinea); B. Meyrick, Trans. Entom. Soc. London, 1889,
S. 506.
Ephestia Gnidiella Mill. ist eine Cryptoblabes; Eph. Lugduniella 3lill. =
Cr. bistriga Haie; P. C T. Snellen, Tijdschr. v. Entom , 32, S. 205 f.
The so-called mediterranean flour moth (Eph. Kühniella Zell.) s
Insect life, II, S. 166- 171, Fig. 28, 29; Eph. interpunctella, Fig. 30, S. 187—189.
Epichronistis (?) alUgutküis (Rio Puras); W. Warren, a. a. 0., S. 289.
Epipaschia interruptella (Arizona); E. L. Ragonot, Bull. Soc. Ent. France,
1888, S. GL.
Glyphodes megalopu (Port Moresby) ; E. M e y r i c k , Trans. Entom. Soc. London
1889, S. 509.
}ia\ii\]iü pallidq}C)inis (R. Jurua), siiblutalis (R.Madeira) S. 285, flavidcn-
salis (R. Purus) S. 287; W. Warren, a. a. 0.
Hoterodes nervosa (Amazon.); W. Warren, a. a. 0., S. 262.
Hyalea aurantiacalis (R. Purus); W. Warren, a. a. 0., S. 289.
Hypotia atomalis (Germob); H. Christoph, in Romanoff's M^m. s. 1. Lepid.,
V, S. 51, PI. III, Fig. 6.
Iza nehulosa (R. Jutahi); W. Warren, a. a. 0., S. 261.
Lepyrodes eircotoma (Port Moresby); E. Meyrick, Trans. Entom. Soc.
London, 1889, S. 513.
Leucochroma minorcdis (Amazon.); W. Warren, a. a. 0., S. 267.
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 157
Locastra ^«7o5a (R. Javary) S. 258, funerea (Amaz.) S.259; W.Warren, a.a.O.
Mai-garodes e.caula (Hawaii); E. Meyrick, a. a. 0., S. 213.
Metasla acharis (Port Moresby); E. Meyrick, Trans. Eutom. Soc. London,
1889, S. 518.
Myelois jiigripalxjella (Aschabad); H. Christoph, in Romanoff's Mem. s. 1.
Lepid., V, S. 55, PI. III, Fig. 8, subtetricella (Nordamer.), zonulella (Illinois);
E. L. Ragonot, Entomol. Americana, V, S. 113.
Notarcha paraphraxßna (Neu -Guinea); E. Meyrick, Trans. Entom. Soc.
London, 1889, S. 517.
Omiodes monogona S. 216, liodyta S. 217, (Hawaii); E. Meyrick, a. a. 0.
Orobena rayabundalis (Aschabad); H. Christoph^, in Romanoff's Mem. s. 1.
Lepid., V. S. 53, PI. III Fig. 7.
Orthomecyna aphanopis (Hawaii); E. M eyrick, Trans. Entom. Soc. London,
1888, S. 227.
Paraponyx flavimarginälis (R. Jutahi); W. Warren, a. a. 0., S. 294.
Pococera variella S. CLI, melanographella, texanella S. CLII (Texas); E. L.
Ragono t, Bull. Soc. Ent. France, 1888.
Pterygisus flavalis (R. Jutahi); W. Warren, a. a. 0., S. 293.
Pyralis Listeri (Christmas Isl.); A.G.Butler, Proc. Zool. Soc. London,
1888, S. 546.
Salbia pellucidaUs (R. Madeira; Esp. Santo); W. Warren, a. a. 0., S. 268.
Saluria dichroeella (Texas); E. L. Ragonot, Entomol. Americana, V, S.113.
G. V. Hudson gibt eine kurze Beschreibung und Abbildmig der in
Früchten des Solanum aviculare lebenden Larve von Sceliodes cordalis; Trans.
New Zealand Institute. XXI, S. 189 PI. VIH Fig. 2.
Schoenobius chionotus (Port Moresby); E. Meyrick, Trans. Entom. Soc.
London, 1889, S. 519.
Scirpophaga hutyrota (Port Moresby); E. Meyrick, Trans. Entom. Soc.
London, 1889, S. 520.
Scoparia hemiplaca (Wellington); E. Meyrick, Trans. New Zealand In-
stitute, XXI, S. 155 , macrophanes (Hawaii) ; d e r s e 1 be , Trans. Entom. Soc. London,
1888, S. 231.
Scopula eucrena S. 218, argoscelis S. 222 (Hawaii); E. Meyrick, Trans.
Entom. Soc. London, 1888.
Siculodes rhomhoidea (R. Manhes); W. Warren, a. a. 0., S. 262.
Sozoa ohscura (R. Jurua); W. Warren, a. a. 0., S. 291.
Tetralopha /«(mereZte (Texas), fuscolotella (Arizona); E. L. Ragonot, Bull.
Soc. Ent. France, 1888, S. CLI.
Thinasotia oenochrois (Port Moresby); E. Meyrick, Trans. Entom. Soc.
London, 1889, S. 520.
Voliba mct,jor (R. Solimoes); W. Warren, a. a. 0., S. 293.
Xeroscopa melanopis S. 233, omhrodes, demodes S. 234, iseJinias S. 235,
pachysema S. 236, tnesoleuca S. 237 (Hawaii); E. Meyrick, Trans. Eutom. Soc.
London, 1888.
Macrolepidoptera.
Geometridae. In dem 52. Bd. der Verhandl. d. Kaiserl. Leopoldinisch-
Carolin. deutschen Akademie d. Naturforscher ist auf S. 125—255 der Schluss
von C. V. Gumppenberg's „Systema Geometrarum zonae temperatioris septen-
158 P^i- Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
trionalis", Systematische Bearbeitung der Spanner der nördlichen
gemässigten Zone enthalten (Trib. Eucosminae mit den Gatt. Tyloptera
Christ., Eutriphosa für Eucosmia veternata Christ., Triphosa Steph., Scotosia
Steph., Cataclysme Hb., Mesotype Hb., Collix Gn., Eupithecia Curt.).
E. Meyrick's Eevision der (96) australischen Arten dieser Familie ver-
theilt dieselben in 14 Gattungen: Perisara, Problepsis, Dithalnia, Acidalia,
Timandra, Urolitha, Eucrostis, Comostola, Jodis, Agathia, Heliomystis, Crypsi-
phona, Hypochroma, Epipristis; Proc. Linn. Soc. N. S. Wales (2) II, S. 835— 928.
Comostola n. g. für (Eucrostis) perlepidaria Walk.; E. Meyrick,
Revision, S. 869.
Crypsiphona (n.g. ; palpi mediocres, oblique a scendentes, art.2 rugose squamato,
apicali brevi. Antennae in mare bipectinatae, apicem versus filiformes. Tibiae
post. calcari mediane destitutae, in mare penicillatae, penicillio scrobe abscondito
(osmaterium?) für occultaria Dun. und) melanosema (Albany, W. Austr.) S. 901,
umaura (ibid.) S. 902; E. Meyrick, Revision.
Dithalma (n g.; ven. 10 al. ant. a9 separatim oiiunda; antennae in mare
non bipectinatae) cosmop^7a (Nevy^castle; Sydney); E. Meyrick, Revision, S. 840.
Bolerosceles (n. g. Larentiin. für Eupith, eryrana Walle, und) bryoscopa
(Port Moresby); E. Meyrick, Trans. Entern. Soc. London, 1889, S. 480.
Epipristis (n.g.; palpi mediocres, porrecti, breviter rugose-squamati, art.
apicali mediocri vel brevi. Antennae in mare dentatae vel filiformes, ciliatae; thorax
subtus pilo.sus; tib. post. in mare dilatatae, scrobiculatae; calcaria praesentia; für
Fidonia rufonigraria WaUcuwA) oxycyma {Y)Vi^\-mgK); E. Meyrick, Revision, S. 916.
Eutriphosa n. g. (von Triphosa durch die geraderen Säume, den vor-
gezogenen Vorderwinkel und die Linien verschieden) für Eucosmia veternata
Christ.; C. v. Gumppenberg, a. a. 0., S. 128.
Heliomystis (n. g.; palpi mediocres, porrecti, art. 2. dense piloso, apicali
brevi, obtuso. Antennae in mare praesertim apicem ver'sus bipectinatae; thorax
et ahdomen cristata, subtus pijosa. Tibiae post. in niaie dilatatae, scrobiculatae,
calcaribus instructae) electrica (Viktoria); E. Meyrick, Revision, S. 900.
Ueber die (fossile) Gattung Lithopsyche Butl s. oben S. 145.
Mne'sterodes (n.g. Acidal.) trypheropa (Port Moi'esby); E. Meyrick, Trans.
Entom. Soc. London, 1889, S. 483.
Phelotis (n.g. Boarmiin.) orylinojKi (Port Moresby); E. Meyrick, Trans.
Entom. Soc. London, 1889. S. 500.
Prasoncsis (n. g. prope Dithalmam) microphylla (Poi't Moresby);
E. Meyrick, Trans. Ent. Soc. London, 1889. S. 486.
Urolitha n. g. für (Jodis) bipunctifera Walk.; E. Meyrick, Revision, S865.
Xenocentris (n. g. Acidal.) rhipidura (Port Moresby); E. Meyrick,
Trans. Entom. Soc. London, 1889 S. 484
Abraxas interruptaria i<^eW. = (Halthia) Eurypile Mcnetr. = Euryraede
Motsch.; P. 0. T. Snellen, Tijdschr. v. Entom., 32, S. 205.
Acidalia bilinearia Fuchs eine gute Art; A. Fuchs a. a. 0, S. 211.
A. incarnaria ab yriseu (Pyrenäen); P. Thi erry-Mieg, Le Naturaliste,
1889, S. 197.
A.isomorpha (Mt.Lofty), philoco.sma (Sydney; Blackheatli; Tasmania) S. 845,
halmaea (Sydney; Ilobart), alopecodes (GeraUlton) S. 846, pachydetis (Perth)
S. 847, psdiota (Viktoria), hypo'hra (Duaiinga; Sydney; Mt. Lofty) S. 848, chlo-
im Grebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 159
ristis (Queensland) S. 849, neoxesta (Duaringa) S. 850, liotis (Mt. Kosciusko)
S. 854, axiotis S. 855, o?-</;oscja (Geraldton; Perth) S. 861, megalocentra (Adelaide)
S. 862, episcia (Carnarvon, W. Australien) S. 863; E. Meyrick, Revision, Gu-
ancharia (Teneriffa); S. A Ipheraky, in Romanoff's Mem. s. 1. Lepid., V, S. 207,
PI. XI, Fig. 6, purasira (Port Moresby; Slate u. Dinner Isl); E. Meyrick,
Trans. Entern. Soc. London, 1889, S. 485.
Agathia asterias (Cap York; Cooktown); E. Meyrick, Revision, S. 899,
prasinaspis (Port Moresby); derselbe, Trans. Entom. Soc. London, 1889, S. 495.
Azelina incisa (Palanda); P. Dognin, Le Naturaliste, 1889, S. 67.
Bapta temerata S. W. in Finnland (Kivinebb); A. Boman, Meddel.
Soc. pro fauna et flora Fennica, XV, S. 183.
Boarmia ocellatu (Kiukiang); J. H. Leech, Trans. Entoni. Soc. London,
1889, S. 143, PI. IX, Fig. 11, cnUicrossa (Port Moresby) S. 498, epistictis (Neu
Guinea) S. 499; E. Meyrick, ebenda, glareosaria (Chabarofka; Wladiwostok;
Ussuri); L. Graeser, Berlin. Entom. Zeitschr.. 1889, S. 266, fortunata (Teneriffa);
Ch. Blachier, Ann. Soc. Entom. France, 1889, S. 255, PI. 4 Fig. 1.
Bociraza vacuna (Aola); H. Druce, Proc. Zool. Soc. London, 1888, S. 576,
PI. XXIX, Fig. 7.
Buzara abraxata (Kiukiang); J. H. Leech, Trans. Entom. Soc. London,
1889, S. 143, PI. IX, Fig. 14.
Cataclysme riguata Hb. var. Millie)-ata; C. v. Gumppenberg, a. a. 0.
S. 139.
In einer Aanteekening over Cidaria procellata W.V. macht P.C.
T. Sn eilen darauf aufmerksam, dass bei dieser Art das Gesicht stark entwickelt
ist, fast von der Breite der Augen, und dass die Palpen sehr kurz sind; wollte
man hiernach für die Art eine besondere Gattung gründen, so würde der
Hübuer'sche Name Plemyria anzunehmen sein; Tijdschr. v. Entom. 32, S. 207
bis 210.
C. directaria (Amur); L. Graeser, Berlin. Entom. Zeitschr., 1889, S. 268.
Comostola (Charaktere vervollständigt) conchylias (Port Moresby) ; E.M e y r i c k,
Trans. Entom. Soc. London, 1889, S. 490.
Die Angabe, dass die Raupen von Corycia bimaculata auch auf der
Weide lebten, beruht nach Chretien wahrscheinlich auf einer Verwechselung
mit Macaria notata; Bull. Soc. Ent. France, 1888, S. CXLVII.
G. V. Hudson stellt in 8 Abbildungen die Variabilität der Declama
floccosa dar; Trans. New Zealand Institute, XXI, S. 190-193, PI. IX.
Drapetodes nummulär ia (Sindanglaya , Java); P. C. T. Sn eilen, Tijdschr.
V. Entom., 32, S. 11 PI. I Fig. 4.
Eucrostis aryocrana (Viktoria) S. 867, iocentra (DuaringaJ S. 868; E. Mey-
rick, Revision, Petitaria (Aschabad); H. Christoph, in Romanoff's Mem s. 1.
Lepid., V, S. 47, PI. III, Fig. 3, lialajone, calUptera (Port Moresby); E. Meyrick,
Trans. Entom. Soc. London, 1889, S. 489.
Eugonia fuscantaria in Preussen (Königsberg; Cranz); A. Riesen,
Stettin. Entom. Zeitg. , 1889, S. 10.
Eupithecia Gueneata var. biisambraria (Sizilien); E. Ragusa, I! Natural.
Siciliano, VIII, S. 229, Tab. III, Fig. 3, 4.
0. Jourdheuille schildert die Verwandlung der Eup. valerianata Hb.;
Ann. Soc. Entom. France, 1889, S. 109 f.
160 Pli. Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Fidonia (?) Lafayi (Kalif.), (?) itto/'no (ibid.) ; P. Dogniu, Le Naturaliste,
1889, S. 38.
0. Wackerzapp berichtigt einige Irrthümer über die Raupe von Geo-
metra veruaria Hh. und hebt ihre Mimikry hervor; Stett. Entom. Zeitg.,
1889, S. 282-286. Der Schmetterling hat nur eine Generation, und die Raupe
lebt nur an Clematis vitalba. Nachts fressend. Ihre Gestalt und Färbung lässt
sie von Blattstielen und Ranken ihi-er Futterpflanze schwer unterscheiden, und
beim herbstlichen Verfärben des Laubes geht ihre bis dahin grüne Farbe eben-
falls in Gelb über, um nach der Ueberwintening wiederzukebi-eu. Ei, Raupe
und Puppe ist genau beschrieben. Eine Folge ihrer Mimikry ist, dass die Raupe
von Feinden, selbst von Parasiten, die Wackerzapp nie an ihnen fand, ver-
schont bleibt.
Gnophos dumetata var. scopulata (Rheiugau); A. Fuchs, a. a. 0., S. 221.
Gh. Blachier bildet die auf Juniperus communis lebende Raupe von
Henierophila nychthemeraria Hüb. ab; Ann. Soc. Entom. France, 1889,
S. 259. PI. 4, Fig. 9.
Hygrochroa Ojeda (Loja); P. Dognin, Le Naturaliste, 1889, S. 58.
Hypochroma paratorna (S. Australien) S. 906, acanthina (Duaringa) S. 910;
E. Meyrick, Revision.
Jodis hypsithrona (Mt. Kosciusko) S. 874, hucochorda (Tasmania), stereota
(Melbourne) S. 875, heryllina (Geraldton), ochthaula (Carnarvon) S. 877, pyropa
(Perth), halvchlora (Quorn) S. 878, melocrossa (Tasmania; = citrolimbaria Walk.
nee Gn.), asemanta (Carnarvon) S. 879, centrophylla (Sydney; Melbourne; Tas-
mania) S. 880, aryocnemis (Perth), monocyma (Carnarvon) S. 883, ocyptera (Car-
narvon; Geraldton) S. 887, oxycentra (Queensland) S. 888, rhodocosma (Newcastle;
Sydney) S. 889, exoter ica (Newcastle) S. 891, iosticta (ibid.) S. 893, crossota
(Queensland) S. 894; E. Meyrick, Revision, glaucosa (Brisbane) S. 1263, angu-
lata (ibid.), suhalpina (Viktoria) S. 1264, assimilis, hicolura (Brisbane) S. 1265
gracüis, 3Iariae (ibid.) S. 1266, Eucalypti (ibid.. Raupe auf Euc.) S. 1267, mar-
yinata (ibid.) S. 1268; Th. P. Lucas, Proc. Linn. Soc. N. S. Wales (2) HI,
minutata (Aola); H. Druce, Proc. Zool. Soc. London, 1888, S. 577, neomela,
aphrias S. 492 (Port Moresby), lithocrossa (Dinner Isl.) S. 493; E. Meyrick,
Trans. Entom. Soc. London, 1889.
Lagyra myciterna (Aola); H. Druce, Proc. Zool. Soc. London, 1888, S. 577.
Lithostege lenata (Aschabad); H. Christoph, in Romanoff's Mem. s. 1.
Lepid., V, S. 50, PI. III, Fig. 5.
Macaria isospila (Neu Guinea); E. Meyrick, Trans. Entom. Soc. London,
1889, S. 501.
Melanchroia monticola (Las Vigas); W. Seh aus, Entom. Americaua, V,
S. 192, Fhoebe (Mexiko); H. Druce, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6), IV, S. 92.
Melanippe (?) undulata (Kiukiang); J. H. Leech, Trans. Entom. Soc.
London, 1889, S. 147, PI. IX, Fig. 15.
Nemoria iosoma (Port Moresby) ; E. Meyrick, Trans. Entom. Soc. London,
1889, S. 495, grandificaria (Ussuri); L. Graeser, Berlin. Entom. Zeitschr.,
1889, S. 266.
Odontoptera mandarinata (Kiukiang); J. H. Leech, Trans. Entom. Soc.
London, 1889. S. 141, PI. IX, Fig. 13.
im Gebiete der Entomologie wäbreiul fies Jahres 1889. IGl
Pachyodes arenaria (Kiukiaiig) ; J. H. Leech, Trans. Entom. Soc. London,
1889, S. 144, PI. IX, Fig. 12.
Oeuotrus mamitus (Mexiko), splendens (ibid.); H. Drv;ce, Ann. a. Mag. Nat.
Hist. (6), IV, S. 91.
Pellonia calabraria ab. separata (Dröme), ab. sanguinea (Ostpyrenäen);
P. Thierry-Mieg, Le Naturaliste, 1889, S. 197.
F erixern 2}orphyro2ns (Newcastle; Sydney); E. Meyrick, Revision, S.837,
syntona (Port Moresby), nephelospüa (Neu - Guinea) ; derselbe, Trans. Entom-
Soc. London, 1889, S. 487.
Phorodesma Tancrei (Ussuri); L. Graeser, Berlin. Entom. Zeitschr., 1889,
S. 264.
Problepsis sancta (Duaringa; Gayndab); E. Meyrick, Revision, S. 839.
Pseudoterpna diphtherina (Port Moresby); E. Meyrick, Trans. Entom. Soc.
London, 1889, S. 496.
Remodes melanoceros (Port Moresby); E. Meyrick, Trans. Eutom. Soc.
London. 1889, S. 481.
Satara Woodfordi (Aola); H. Druce, Proc. Zool. Soc. London, 1888, S. 576.
Stropbidia hkjthana (Aola) ; H. Druce, Proc. Zool. Soc. London, 1888, S. 578.
Tepbrina Jiomalodes (Port Moresby); E. Meyrick, Trans. Entom. Soc.
London, 1889, S. 501.
Tbalassodes patara (Aola); H. Druce, Proc. Zool. Soc. London, 1888, S. 577.
Tigridoptera cyanoxantha (Port Moresby); E. Meyrick, Trans. Entom.
Soc. London, 1889, S. 497.
Timandra pra.sof/es (Duariuga); E. Meyrick, Revision, S. 865, hemicJiroa,
nioh/hdias (Port Moresby); derselbe, Trans. Entom. Soe. London, 1889, S. 488.
A. Streckfuss beschreibt die an Blättern des Acer campestre lebende
Raupe von Zonosoma albiocellaria; Berlin. Entom. Zeitschr., 1889, S. 309.
Siculidae. P. C. T. Sn eilen rechnet zu der in ihrem Habitus sich den
Noctuinen nähernden Gattung Azazia die Arten lineola Guen., navigatorum
Feld., australina Guen., myrtea Drur., rufitibia Feld., (Homodes) thermesioides
Snell. (= Thermesia (?) reticulata Walk.), (Sonagra) vialis Moore; Tijdschr. v.
Entoraol., 32, S. 1 f. ; eine neue Art ist A. Henrici (Fort de Kock, Sumatra) S. 2,
PI. I, Fig. 1.
Nocturna. Contributions toward a monograph of the Noctuidae of
temper ate North America, by J. B. Smith; Entomol. Americana, V, S. 105
bis 107 (Einleitg.), 145—152 (G. Oligia), 175 — 179 (Revision of the species of
Pseudanarta).
Acrarmostis (n. g.) dryopa (Neu-Guinea); E. Meyrick, Trans. Entom.
Soc. London, 1889, S. 479.
Atopomorplia (n. g. Herminiad.) singidaris (Para); W. Warren, Trans.
Entom. Soc. London, 1889, S. 253.
Centropus n. g. für (Xyl.) scripturosa Ev. PI. II, Fig. 4 und (Epimecia)
argillacea Christ.; H. Christoph, in Romanoff's Mem. s. 1. Lepid., V, S. 30.
Ceparcha (n. g.) cymatistis (Neu-Guinea); E. Meyrick, Trans. Entom.
Soc. London, 1889, S. 476.
Basythorax (n. g. ante Poliam inserendum; thorax totus et caput dense
Arch. f. Naturgesch. Jahrg. 1890. Bd. II. H. 2. L
162 Pli- Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
et longe villosus, nee minus palpi, quorum artic. apicalis inter pilos absconditus
est; antennae filiformes vix crenuhiti, brevissirae dupliciciliatae) polianus (lasyk-
Kul); 0. Staudinger, Stettin. Entom. Zeitg., 1889, S. 38.
Bysglyptogona (n. g. Herniiniad.) dissimilis (R. Jurua); W. Warren,
Trans. Entom. Soc. London, 1889, S. 249.
Erebostrota (n. g. Herminiad.) albocincta (R. Manhes) ; "W. Warren,
Trans. Entom. Soc. London, 1889, S. 251.
Erehothrix (n. g. Herminiad.) semiusta (R. Jurua); W. Warren, Trans.
Entom. Soc. London, 1889, S. 242.
Etidragana (n. g. Herminiin. Draganae affine) limhata (Christmas Isl.);
A. G. Butler, Proc. Zool. Soc. London, 1888, S. 545.
Hadula (n. g. ; alarum forma ut in Mamestra et Hadena) insolita (Issyk-
Kul); 0. Staudinger, Stettin. Entom. Zeitg., 1889, S 44.
Hyphypena (n. g. Hypenid.) bipunctalis (Rio Jurua); W. Warren, Trans.
Entom. Soc. London, 1889, S. 232.
Miaromima (n. g. Acontiae affine) dinotis (Neu-Guinea); E. Meyrick,
Trans. Entom. Soc. London, 1889, S. 471.
Paramaena n. g. Hypenid. für (Phalaena-Geometra) arnea Cr. ; W. War-
ren, Trans. Ent. Soc. London, 1889, S. 237.
Parachabora n. g. Herminiad. für (Noctua) abydas H.-Sch.; derselbe,
ebenda, S. 245.
Paramimetica (n. g. Hypenid.) SM&r«/a S. 235, miteirt.c S. 236 (Amazons);
W. Warren, Trans. Entom. Soc. London, 1889.
Pill ebo eis (n. g. Episemati et Heliophobo affine) Petersi (Aschabad);
H, Christoph, in Romanoff's Mem. s. 1. Lepid., V, S. 28, PI. H, Fig. 3.
Physulodes n.g. Herminiad. für (Physula) eupithecialis Gn.; W. Warren,
Trans. Entom. Soc. London, 1889, S. 242.
Pseudohadena n.g. für (Hadena?) armata Alph.; die Art ist PI. VII,
Fig. 5 abgebildet; S. Alpheraky, in Romanoff's Mem. s. 1. Lepid., V, S. 163.
Pteroprista (n. g. Tortricodi et Gaberasae affine; margine post. al. ant.
inciso ; a Tortricode absentia cavitatis costalis diversum) mctallica (R. Madeira) ;
W. Warren, Trans. Entom. Soc. London, 1889. S. 257. Diese Gattung setzt
mit den genannten beiden anderen die „Farn." Pteropristidae zusammen.
Bhabinopteryx (n. g. fronte tumida distinctum) für (Epimecia) subtilis
Mäb.xm^ (Ligia) turanica ErscA.; s. 0. Staudinger, Stett. Entom. Zeitg., 1889,
S. 49, 60; H.Christoph, in Romanoff's Mem. s. 1. Lepid., V. 6. 33, PI. IL Fig. 6.
Bhiza (n. g. Hadulae et Rhizogrammati vicinum) conimoda S. 44, (?) curva
S. 46 (Issyk-Kul); 0. Staudinger, Stett. Entom. Zeitg., 1889.
Rhododactyla n. g, Herminiad. für Colobochyla elicrina F. (C- E.; AV. War-
ren, Trans. Entom. Soc. London, 1889, S. 248.
Sarothroceras (n. g. Trigonodi propinquum) Alluaudi (As.sinie); P. Ma-
bille. Bull. Soc. Entom. France, 1889, S. XCDC.
Thyrsoscelis (n. g.) iridias (Neu Guinea); E. Meyrick, Trans. Entom.
Soc. London, 1889, S. 473.
Triommatodes (n. g.Hevm'misid.) plumosa (R.Purus); W. Warren, Trans.
Entom. Soc. London, 1889, S. 252.
Acontia lucida var. lugens (Babatagh); S. Alpheraky, in Romanoff's Mem.
im Gebiete der Entomologie währeiicl des Jahres 1889. 163
s. 1. Lepid., V, S. 182, Ucolora (Kiiikiaiig); J. H. Leech, Trans. Entom. Soc.
London, 1889, S. 133, PI. IX, Fig. 7.
Kcxowy ct?i carhonaria (Korea; Chabarofka); L. Graeser, Berlin. Entom.
Zeitschr., 1889, S. 252.
Aedophron venosa (Kopet-dagh, bei Aschabad); H. Christoph, in Roma-
noff's Mem. s. 1. Lepid., V., S. 38, PI. II Fig. 9.
Agrotis degenerata (Issyk-Kul) S. 26, sollers var. Candida (ibid.) S. 27, var.
obumbrata, var. obscurior S. 28, (Ala var.?) laetifica (ibid.) S. 29, musculus n. sp.
(ibid.) S. 30, Tssykula (ibid.) S. 31, su/perba (ibid.) S. 32, mnstelina var. centralis
(ibid.) S. 34; 0. Staudinger, Stettin. Entom. Zeitg., 1889, arvicöla n. sp. S. 18
Fig. 7, indigna S. 20 Fig. 8 (Germob), glaucescens (Aschabad) S. 23 Fig. 9;
H. Christoph, in Romanoff's Mem. s. 1. Lepid., V, PI. I, rattus (Thibet);
S. Alpheraky, ebenda S. 86, citillus (Agatal-arb, Pamir) S. 133 PI. VII, Fig. 2,
(birivia var. plumbea Alj^h. PI. VI Fig. 7); derselbe ebenda, obscurus (Loja);
P. Dognin, Le Naturaliste, 1889, S. 67, Karschi (Raddefka); L. Graeser,
Berlin. Entom. Zeitschr., 1889, S. 253.
A. Riesen entscheidet sich dafür, dass obscura Stgr. und sagitta Hbn.
beides Varietäten und nicht Aberrationen von A. cursoria seien; Stettin. Entom_
Zeitg.. 1889, S. 346f.
Kvgxw?i purpurata (Aola); H. Druce, Proc. Zool. Soc. London, 1888, S 575.
Bertula biciliata (Gaviao); W. Warren, Trans. Entom. Soc. London,
1889, S. 241.
Bleptina albidiscalis (Tabatinga) S. 239, prunescens (Jutahi), olivescens
(Trompetas; Guarä) S. 240; W. Warren, Trans. Entom. Soc. London, 1889.
Die Raiipe von Boletobia fuliginaria lebt nicht in Baumschwämmeu
und verwandelt sich nicht in der Erde, sondern lebt an oder auf Holzschwämmen
und verwandelt sich in einem freihängenden Gespinnst; der Schmetterling er,
scheint hauptsächlich im Juli und August; A.Riesen, Stettin. Entom. Zeitschr.-
1889, S. 8 f.
ßryophila perla ab. lutescens (Rheingau); A. Fuchs a. a. 0. S. 208,
algae var. Canaria (Teneriffa); S. Alpheraky, in Romanoff's Mem. s. 1. Lepid.,
V, S. 224, PI. XI, Fig. 5.
Br. Simonyi (Tenerife); Rogenhofer, Sitzgsber. Zool. Bot. Ges. Wien,
1889, S. 36.
Calocampa Drucei (S, Fi'ancisco); P. Dognin, Le Naturaliste, 1889, S. 67.
Calpe aureola (Chabarofka); L. Graeser, Berlin. Ent. Zeitschr., 1889, S.260.
Calymnia falcata (Amur) S. 257 , pyrausta (Chabarofka) S. 258; L. Graeser,
Berlin. Entom. Zeitschr. 1889.
A. Streckfuss beschreibt die Raupe der Catocala lupina; Berlin.
Entom. Zeitschr., 1889, S. 310.
Catocala conjuncta ab. digressa, nymphagoga ab. anthracita (Ostpyrenäen);
P. Thierry-Mieg, Le Naturaliste, 1889, S. 181.
Catocala Jimcto (Kuldscha); 0. Staudinger, Stettin. Entom. Zeitg., 1889^
S. 59, Lesbia (Germob); H. Christoph, in Romanoff's Mem. s. 1. Lepid., V, S. 44,
PI. III, Fig. 2.
Chadaca concatenalis (R. Jamunda); W. Warren, Trans. Entom. Soc.
London, 1889, S. 234.
L*
164 PI"- Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Chloridea rhexia injuriug tobacco; Insect life, V, S. 228, Fig. 49.
Cucullia (jenerosa (Issyk-Kul); 0. Staudinger, Stettin. Entom. Zeitg.,
1889, S. 51.
Ctypansa mesogramma (Neu Guinea); E. Meyrick, Trans. Entom. Soc.
London, 1889, S. 478.
Dacira oleaijinea! (Loja); P. Dognin, Le Naturaliste, 1889, S, 134.
Dagassa marginata (R. Jurua; R. Jiitahi); W. Warren, Trans. Entom,
Soc. London, 1889, S. 229.
Egnasia (?) albipunctata (R. Manhes); W. Warren, Trans. Entom. Soc.
London, 1889, S. 247.
Epizeuxis marginata (R. Jurua); W. Warren, Trans. Entom. Soc, London,
1889, S. 234.
Erastria amazonia (R. Jutahi); W. Warren, Trans. Entom. Soc. London,
1889, S. 229.
Eurois exclusa (Kiukiang); J. H. Leech, Trans. Entom. Soc. London, 1889,
S. 132, PI. XI, Fig. 9.
Hadena rubrirena Tr. var. Hercyniae Stgr. bei Tübingen; C. Fickert
Jahresh. d. Ver. f, vaterl. Naturkunde i. Württemberg, 45. Jahrg., S. 363.
H. albifusa Grote in Great Britain; C.G.Barrett, Entom. Monthl. Magaz.,
XXV, S. 180 f.; J, B. Smith, S. 228.
H. basilinea var. grisescens S. 742 , rurea var. exstincta S. 43 (Issyk-Kul) ;
0. Staudinger, Stettin. Entom. Zeitg., 1889, mniochlora n. sp. (Neu-Guinea);
E. Meyrick, Trans. Entom, Soc. London, 1889, S. 469, HaehsenU (Raddefka)
S. 254, succincta (Wladiwostok; Chaharofka; Nikolajefsk; Ussuri) S. 255;
L. Graeser, Berlin. Entom. Zeitschr., 1889.
Hecatera fasciata (Kiukiang); J. H. Leech, Trans. Entom. Soc. London,
1889, S. 134, PI. IX, Fig. 8.
Heliophobus «nc^its (Aschabad); H.Christoph, in Romanoff's Mem. s. 1.
Lepid., V, S. 25, PI. H, Fig. 1,
Hemiceras Euizi (Loja, Kalif.), punctata (ibid.); P. Dognin, Le Natura-
liste, 1889, S. 25.
Homodes iomolghda (Dinner Isl.); E. Meyrick, Trans. Entom. Soc. London^
1889, S. 477.
Hydrilla cinerea (Taschkent; Kudara); S. Alpheraky, in Romanoff's Mem.
s. 1. Lepid., V, S. 168, PI. Vin, Fig. 3.
Raupe von Hydroecia micacea in Schweden in Kartoft'elknollen schädlich
geworden; S. Lampa; Entom. Tidskr., 1889, S. 7 f.
Die in den Vlinders van Nederl. und Bouwstoffin als Hypenodes
costaestrigalis Steph. beschriebene Art ist albistrigalis Haie; die richtige costae-
strigalis ist erst kürzlich durch J. W. Lodeesen bei Oosterbeek gefangen; Tijdschr.
V. Entom., 32, Versl., S. XVI f.
Hypeua nmnda (Amazonas) S. 230, fuscipennis (R. Madeira) S. 231,
W. Warren, Trans. Entom. Soc. London, 1889, isogona (Neu Guinea); E, Mey-
rick, ebenda, S. 478.
Isogona inferior (R. Sapo); W. Warren, Trans. Entom Soc. London, 1889,
S. 229.
Leucania melania (Issyk-Kul), putrida (Margelan; Maralboschi); 0. Stau-
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 165
dinger, Stettin. Entom. Zeitg. , 1889, S. 48, simplex (Kiukiang); J. H. Leech,
Trans. Entom. Soc. London, 1889, S. 130.
Lencanitis tenera var. antiqua (Issyk-Kul); 0. Stau dinger, Stettin.Entom.
Zeitg., 1889, S. 56
Luperina immunis (Issyk-Kul) S. 40, pcxa (ibid.) S. 41; O. Staudinger,
Stettin. Entom. Zeitg., 1889.
Mamestra splende ns neu für die Niederlande; Snelleu, Tijdschr. v.
Entomol., 32., Versl., S. OXXXVII.
M. chrysozona Yar Koechlini (Perpignan); P. Tierry-Mieg, Le Naturaliste,
1889, S. 181, Brassicae var. decolorata (Issyk-Kul) S. 34, sabulonum var. di-
stincta (ibid.), mista n. sp. (ibid.) S. 35, furcula (ibid ) S. 36; 0. Staudinger,
Stettin. Entom. Zeitg., 1889.
Mastigophorus mirabilis (Gordontown, Jamaika); A. G. Butler, Ann. a.
Mag. Nat. Hist. (6), III, S. 359 mit Holzsdm.
Megatomis bidentalis (R. Madeira); W. Warreu, Trans. Entom. Soc. London,
1889, S. 243.
Pachnobia Mandschurica (Raddefka; Blagovv^eschtschensk) ; L. Graeser,
Berlin. Entom. Zeitschr., 1889, S. 256.
Palindia regina (Sarayaku, Ekuador); H. Druce, Ann. a. Mag. Nat. Hist.
(6), IV, S. 93.
Palpangula imitatrix (Aschabad); H.Christoph, in Roniauoff's Mem. s.
1. Lepid., V, S. 42, PI. in, Fig. 1.
Pericyma jM-o/esia (Aschabad; Alai); H.Christoph, in Romanoff's Mem.
s. 1. Lepid., V, S. 39, PI. II Fig. 10.
Phyllodes Meyricki (Mt. Bellenden-Ker) ; A. S. Olliff, Proc. Linn. Soc. N.
S. Wales (2), IV, S. 114 mit Holzschn.
Plusia hella (Aschabad); H.Christoph, in Romanoff's Mem. s. 1. Lepid.,
V, S. 36, PI. II, Fig. 7, festata (Amur) S. 260, fumifera (Us.suri) S. 261;
L. Graeser, Berlin. Entom. Zeitschr., 1889.
Polia Simplex (Issyk-Kul); 0. Staudinger, Stettin. Entom. Zeitg., 1889,
S. 39.
Pseudophia sublunaris (Issyk-Kul) S. 56, (und var? oder illunaris var?)
delunaris (Tekke; Aschabad) S. 58; 0. Staudinger, Stettin. Entom. Zeitg., 1889.
Raphia approximata {Alpher.) abgebildet von S. Alpheraky, in Ro-
manoff's Mem. s. 1. Lepid., V, S. 124, PI. VI, Fig. 1.
Risoba spaeropJiora (Neu Guinea); E. Meyrick, Trans. Entom. Soc. London,
1889, S. 472.
Sypna distincta (Kiukiang); J. H. Leech, Trans. Entom. Soc. London, 1889,
S. 136, PI. IX, Fig. 10.
Tapinostola procera (Issyk-Kul); 0. Staudinger, Stettin. Entom. Zeitg.,
1889, S. 47.
Thalpochares polygramma var.pudorina (Margelan), epigramma n. sp. (Issyk-
Kul) S. 53, leucanides (ibid.) S. 55; O. Staudinger, Stettin. Entom. Zeitg., 1889.
Toxocampa lunifera (Aola); H. Druce, Proc. Zool. Soc. London, 1888,
S. 575.
Xanthia tunicata (Ussuri); L. Graeser, Berlin. Entom. Zeitschr., 1889,
S. 259.
Xylophasia Torred (Loja); P. Dognin, Le Naturaliste, 1889, S. 82.
166 Pli- Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Cymatophoridae. Cymatophora tristis (Japan) Fig. 8 S. 652, (?) maxima
(Oiwake; Fujisan) Fig. 9 S. 653; J. H. Leech, Proc. Zool. Soc. London , 1888,
PI. XXXIL
Polyploca ornata Fig. 10 und var. unicolor Fig. 10a (Japan); J. H. Leech,
Proc. Zool. Soc. London, 1888, S. 653 f., PI. XXXII.
Notodontidae. ßireta flumosa (Ohoyama); J. H. Leech, Proc. Zool.
Soc. London, 1888, S. 620, PI. XXXI, Fig. 4.
Datana Angusii in verheerender Menge auf Hickory- und Wallnuss-
bäuinen ; Insect life, II, S. 149 f.
Datano'ides appi-oximans (Yokohama); J. H. Leech, Proc. Zool. Soc. London.
1888, S. 636, PI. XXXII, Fig. 4.
Dicentria Phrawtes (Koatepek, Mexiko); H. Bruce, Amin. a. Mag. Nat.
Hist. (6), IV, S. 93.
Drymonia Manleyi (Yokohama) Fig. 2, S. 639, Delia (Oiwake) Fig. 3, S. 640;
J.H. Leech, Proc. Zool. Soc. London, 1888, PI. XXXIL
Edema nivilinea (Oiwake); J. H. Leech, Proc. Zool. Soc. London, 1888,
S. 638, PI. XXXII, Fig. 1.
Janassa lignicolor preparatory stages (auf Quercus alba); H. G. Dyar,
Entom. Americana, V, S. 91f.
Nerice bidentata Wlk. early stages; C. L. Marlatt, Trans. Kansas
Akad. Sei., XI, S. 110 f. mit Holzschn.
Phalera ^jerwf^a.' (Aola); H. Bruce, Proc. Zool. Soc. London, 1888, S. 574,
PI. XXIX, Fig. 4.
Pygaera modesta (Margelan); O. Staudinger, Stettin. Entom. Zeitg.,
1889, S. 25.
Rosama cinnamomea (Nagasaki; Ohoyama); J. H. Leech, Proc. Zool. Soc.
London, 1888, S. 637, PI. XXXL Fig. 11.
Somera cyanea (Japan); J. H. Leech, Proc. Zool. Soc. London, 1888, S. 642,
PI. XXXII, Fig. 5.
Symmerista marcata (Loja); P. Bognin, Le Naturaliste, 1889, S. 82.
Tifania argentifera (Teapa, Mexiko); H. Bruce, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6),
IV, S. 92.
Drepanulidae. Argyris Mala (Gensau); J. H. Leech, Proc. Zool. Soc.
London, 1888, S. 647, PI. XXXII.
Callidrepana argentifera (Aola); H. Bruce, Proc. Zool. Soc. London, 1888,
S. 574, PI. XXIX, Fig. 3.
P. C. T. Snellen zeigt an dem Beispiel der Cyclidia substigmaria
Huhn., wie sehr Guenee's Werk den Anfänger irre führen kann, indem er
diese Art für einen Spanner halten würde, während sie thatsächlich in vor-
stehende Familie, in die nächste Nachbarschaft von Platypteryx gehört.
Basselbe ist der Fall mit Euchera (= Cyclidia) faliiolaria Oberth., während Ench.
Agnes Butl. wirklich ein mit Cidaria verwandter Spanner ist; Tijdschr. v. Ent.,
32, S. 5-8.
Brepana crocea (Japan); J. H. Leech, Proc. Zool. Soc. London, 1888, S. 649,
PI. XXXII, Fig. 7.
Phyllopteryx elongata (Samarang; Batavia; Buitenzorg); P. C. T. Snellen;
Tijdschr." v. Entomol., 32, S. 13, PI. 1, Fig. 5.
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 167
Platypteryx argentüinca (Batavia) S. 8, Fig. 2, eilicoides (West-Java) S. 10,
Fig. 3; P. C. T. Snellen, Tijdschr. v. Eutom., 32, PI. 1.
Pseuderosia cristata (Batavia; Buiteuzorg) ; P. C. T. Snellen, Tijdschr. v.
Entomol., 32, S. 15, PI. 1, Fig. 6.
Teldenia auhgramma (Port Moresby); E. Meyrick, Trans. Entom. Soc.
London, 1889, S. 467.
Saturniadae. Aglia tau var. Japonica (Amur; Yesso; Hakodate); J. H.
Leech, Proc. Zool. Soc. London, 1888, S. 632.
Anisota stigma F. early stages; C. L. Marlatt, Trans. Kansas Acad. Sei.,
XI, S. 111—113 mit Holzschn.
L. Blanc gibt einige notes anatomiques sur le tube digestif, Tappareil
sericigene, les yeux du ver Peniyen (Antheraea Peruyi); Ann. Soc. dagricult. ;
bist. nat. et arts utiles de Lyon (5. Ser.), T. X, S. 337—342 mit Holzschn.
Notes on the cultivation of . . . A. yama-mai; C. E. Webster, Insect
life, I, S. 273-277.
Brahmaea ocelligera (50 Meil. landeinwärts von Mombassa) ; A.G.Butler,
Trans. Entom. Soc. London, 1889, S. 390, PI. XII, Fig. 4.
Ceranchia viollis (50 Meil. landeinwärts von Mombassa); A. G. Butler,
Trans. Ent. Soc. London, 1889, S. 391, PI. XH, Fig. 5.
Callosamia angulifera preparatory stages; W. Beutenmüller, Ent.
Americana, V, S. 200.
Facies Ormondei (Koatepek); W. Scbaus, Entomol. Americana, V, S. 192.
Samia Cynthia food plants; W. Beutenmüller, Entom. Americana, V,
S. 226 f.
Cossidae. J. H. Durrant zeigte der Entomol. Soc. London eine Eaupe
von Cossus liguiperda vor, welche sich 18 Monate hindurch von Papier
genährt und ihren Geruch und die braune Farbe verloren hatte, indem sie
zuerst gelb und dann weiss geworden war. Hieran knüpfte sich in der Ge-
sellschaft eine Erörterung der Frage, in wie weit die Farbe von Raupen durch
färbende Stoffe ihrer Nahrung beeiuflusst werde. Proc, 1889, S. Vif
Endagria colon (Ordubat); H. Christoph, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIII,
S. 300.
Holcocerus (die Gattung ist vielleicht identiscb mit Tirema Boisd.) inspersus
(Achal-Tekke); H. Christoph, in Romanoff's Mem. s. 1. Lepid., V, S. 15, PI. L
Fig. 6.
Langsdorfia adwnata (Loja, „Equateur"); P. Dognin, Le Naturaliste,
1889, S. 211.
Zeuzera pyrina scheint sich in Amerika eingebürgert zu haben; J. B.
An ge Im an, Entomol. Americana, V, S. 28.
Hepialidae. Hepialus Ganna in Ostpreussen (Warnicken j S. 4,
Velleda in Ost- und Westpreussen ; der sächsischen Schweiz S.333; A. Riesen,
Stettin. Entom. Zeitg. 1889.
H. argenteomaculatus Larve (in den Wurzeln von Alnus iucana) be-
schrieben von D. S. Kellicott, Insect life, I, S. 250 f.
H. nelndosa (Thibet); S. Alpheraky, in Romanoff's Mem. s. 1. Lepid.,
V, S. 85.
Phassus Smithi (Vera Cruz, Mexiko); H. Druce, Ann. a. Mag. Nat. Hist.
(6) ; IV, S. 92.
168 Ph. Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
A. S. Olliff beschreibt die in Eucalyptus tereticornis lebende Larve und
eine Varietät (sinuosa) von Zelotypia Stacyi; der Schmetterling zeigt sich
im Februar und März, und ist bei Nevs^castle und am Manningriver nicht gerade
selten; Proc. Linn. Soc. New South Wales (2) II, S. 467-470
Limaeodidae. Autocopa (n.g.) »ionoZoMcA« (ISIeu-Guiuea); E. Meyrick,
Trans. Entom. Soc. London, 1889, S. 457.
Hydroclada (n. g., mit einer grossen Zahl von Verdickungen in den
Flügeln, die Adern vortäuschen) antüjona (Port Moresby); E. Meyrick, Trans.
Entom. Soc. London, 1889, S. 457.
Heterogenea fulgens((jQ\\?,?i\\, Ningpo); J.H. Leech , Proc. Zool. Soc, London,
1888, S. 609, PI. XXX, Fig. 18.
Bombycidae. Bombyx Populi var. Calberlae (Sizilien); E. Ragusa,
II Natural. Siciliano, VIH, S. 223, Tab. III, Fig. 1,2, alpicola Stgr. ab. Ot/iello
(v. des Ormonts, Walliser Alp.); Ch. Blachier, Ann. Soc. Entom. France, 1889,
S. 256, PI. 4 Fig. 6.
U.V. Kempelen fand bei Tatra -Füred Ende August mehrere aus-
gewachsene Raupen von Bombyx Quercus, die sich verpuppten und den Schmetter-
ling nach der Ueberwinterung im April lieferten. Er zieht daraus den Scbluss,
dass der Schmetterling in höheren Lagen 2 Jahre zu seiner Entwickelung be-
dürfe, (was Referent nach seinen Beobachtungen in Tirol bestätigen kann); Wien.
Entom. Zeitg.. 1889, S. 145 f.
E. B. Poulton macht einige Angaben über den gelben Puder, der sich in
dem Puppengespinnst der Gastropacha neustria findet. Nach ihm stammt der-
selbe aus den Malpigh. Gefässen und wird durch den After entleert; bei ver-
hältnissmässig niedriger Temperatur wird die gelbe Farbe zerstört, und es
bleiben Krystalle zurück, deren Form mit dem Aragonit übereinstimmt, und
die aus kohlensaurem Kalk bestehen. Proc. Entom. Soc. London, 1889, S. XXXIIf.
Hylesia Bouvereti (Loja); P. Dogniu, Le Naturaliste, 1889, S. 58.
Suana Biemsdyki (Fort de Kock, Sumatra); F. J. M. Heylaerts, Bull. Soc.
Ent. Belg., 1889., S. XXV.
A contribution to the history of Theophila maudarina; Ph. Walker,
Insect life, I, S. 270 — 272. — Die Meinung, dass diese Art durch Degeneration
des gezüchteten Maulbeerspinners entstanden sei, ist nicht haltbar.
Psychidae. Amicta febretta Boyer de Fonsc. var. Lambessa (L., Algier);
F. J.M. Heylaerts, Bull. Soc. Ent. Belg,, 1889, S. XXVIIL
G\\?i\\^ Staudimjeri (Kara Kasuk, Turkest.); F. J. M. Heylaerts, Bull-
Soc. Ent. Belg. 1889, S. LVI.
Fumea? limulus (Indien; nur der charakteristische Raupeusack, derpfriemen-
förmig und an eine tellerförmige Scheibe befestigt ist, bekannt); Rogenhof er,
Sitzb. Zool. bot. Ges. Wien, 1889, S. 60 f mit Holzschn.
Liparidae. Artnxa, pidverea (Satsuma; Nagasaki; Gensan); J. H. Leech,
Proc. Zool. Soc. London, 1888, S. 623, PI. XXXL Fig. 5.
Choerotriche Niphonis Butl. ((^) und squamosa Butl. ($) sind die
beiden Geschlechter einer Art; Porthesia Raddei Staud. ist mit derselben
synonym; neu ist Ch. Staudlngeri (Yokohama); J. H. Leech, Proc. Zool. Soc.
London, 1888, S. 624, PI. XXXI, Fig. 6.
Epicopeia simulans (Hakodate; Hakone); J. H. Leech, Proc. Zool. Soc.
London, 1888, S. 611, PI. XXXI, Fig. 1.
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 1G9
Liparis (?) Rebuti (Madagaskar); G. A. Poujade, Bull. Soc. Entom. France,
1889, S. LXIII.
Lymantria nlbofascia (Ohoyama) Fig. 8, aurora var. fusca (Yokohama)
Fig. 10; J. H. Leech, Proc. Zool. Soc. London, 1888, S. 629, PI. XXXI.
Ocneria dispar nach Amerika (Medford, Mass.) verschleppt; Insect life,
II, S. 86.
0. detrita Esj). Lebensweise und Zucht; S. Brauner, Societ. Entomol.,
IV, S. 89.
0. furra (Oiwake); J. H. Leech, Proc. Zool. Soc. London, 1888, S. 631,
PI. XXXI, Fig. 10.
White zeigte der Entom. Soc. London 3 Männchen und 5 Weibchen von
Orgyia thyalina vor, von welchen letzteren 2 wie gewöhnlich stnmmelförmige,
drei dagegen vollkommen ausgebildetete Flügel hatten. Proc, 1889, S. VIII.
Arctiadae (einschliessl. Lithosiadae n. s. w.) Amaloäeta (n. g.) ele-
draula (Port Moresby); E. Meyrick, Trans. Entom. Soc. London. 1889, S. 463.
Chlorugenia (u. g.) chulerota (Port Moresby); E. Meyrick, Trans. Entom.
Soc. London, 1889, S. 461.
Epizeuctis n. g. für (Noia) inuocua ButL; E. Meyrick, Trans. Entom.
Soc. London, 1889, S. 463.
Hectogama (n. g.) dissozona\ (Neu Guinea); E. Meyrick, Trans. Entom.
Soc. London, 1889, S. 465.
Licnoptera (n. g.) crocodura (Neu Guinea); E. Meyrick, Trans. Entom.
Soc. London. 1889, S. 461.
Petalopleura (n. g.) phaeocephala (Neu Guinea); E. Meyrick, Trans.
Entom. Soc. London, 1889, S. 459.
Teratopora (n. g.) haplodes (Port Moresby); E. Meyrick, Trans. Entom.
Soc. London, 1889, S. 459.
Tylanthes (n. g.) ptochias (Port Moresby); E. Meyrick, Trans. Entom.
Soc. London, 1889, S. 460.
Aclytia lucania, superha (Koatepek); W. Schau s, Entom. Americana,
V, S. 89.
Agrisius Japonicus (J.); J. H. Leech, Proc. Zool. Soc. London, 1888, S. 598,
PI. XXX, Fig. 10.
Arctia Erschoffi var. Jsst/ä'« (Issyk-Kul) ; 0. Staudinger, Stettin. Entom.
Zeitg., 1889, S. 25, maculosa var reticulata (Nuchur); H. Christoph, in Ro-
manoff's Mem. s. 1. Lepid, V, S. 13.
Arachnis Peroiewsi« (Mexiko), suffusa (Vera Cruz); W. Schaus, Entomol.
Americana , V. S. 190.
Automolis nabdalsa, orbona, parma (Paso de San Juan); W. Seh aus,
Entom. Americana, V, S. 90.
Bizone Phaedra (Kinkiang); J. H. Leech, Trans. Entom. Soc. London, 1889,
S. 126, PI. IV, Fig. 6.
Brycea esida S. 88, urbela, semirosea, feronia S. 89 (Mexiko); H. Druce,
Ann a. Mag. Nat. Hist. (6), IV.
GdlMg&nm phryctopa (Neu Guinea); E. Meyrick, Trans. Entom. Soc. London,
1889, S. 462.
J.B.Smith revidierte the (8) North American species of Calli-
morpha Latr., Proc. U. S. Nation. Mus., X, S.'338-351, PI. Xin, Fig. 6, 8-12;
170 Ph. Bertkan: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
PI. XIV, nnd fügt briefliche Notizen von Butler hinzu, S. 352 f. Als neu be-
schreibt er C. Zarfrtto (Texas) S, 345, suffiisa (Kanada, New York; Massachusetts
etc.; ist nach Butler die Albinoform von C. Clymene) S. 347, PI. XIV Fig. 7-11.
Callimorphasu f f u s a Smith early stages ; C. L. M a r 1 a 1 1 , Trans. Kansas
Acad. Sei., XI, S. 113 f. mit Holzschn.
Carales divina (Cofre de Perote, Mexiko); "W. Sc haus, Entern. Americana,
V, S. 191.
J.B.Smith führt das Gutachten Möschler's au, der sich hinsichtlich
der systematischen Stellung der Gattung Cerathosia in demselben Sinne, wie
Smith äusserte; Entom. Americana, V, S. 8; vergl. d. vor. Ber. S. 159.
G. D. Hülst beschreibt die Eier und jungen Räupchen, welche „kleine
Spanner" waren; ebenda S. 118.
J.B.Smith liefert Notes on Cydosia and Cerathosia; Proc. U.S.
Nation. Mus., XI, S. 185— 190 mit 2 Holzschn. Beide Gattungen, von denen
die erstere im System vielfach umhergeworfen worden ist, sind interessante
Mitglieder der Arctiaden- Familie, die bei einem Lithosien- ähnlichen Flügel-
geäder Ozellen besitzen, und dieses Merkmal als einziges Unterscheidungszeichen
zwischen beiden Familien übrig lassen.
Von demselben Eiergelege einer Chelonia villica verpuppten sich drei
Raupen bereits in demselben Sommer und lieferten den Schmetterling am 11. Ok-
tober, während die Mehrzahl normaler Weise überwinterte; Societ. Entomol., IV,
S. 103.
Clei's nenia (Aola); H. Druce, Proc. Zool. Soc. London, 1888, S. 572,
PI. XXIX, Fig. 2.
Crambomorpha tolteca (Koatepek); W. Seh aus, Entomol. Americana, V,
S. 191.
Digama Ahietis (Kiukiang); J. H. Leech, Trans. Entom. Soc. London, 1889,
S. 126, PI. XI, Fig. 4.
Ecpantheria robusta (San Francisco bei Loja); P. Dognin, Le Naturaliste,
1889, S. 193, GaMJOMi (Loja) ; derselbe ebenda S. 210, amttiaensü (A., Mexiko);
H. Druce, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6), IV, S. 87.
Euagra masia (Loja, St. Francisco); P. Dognin, Le Naturaliste, 1889, S. 58.
Eucereou nehulosum (San Francisco); P. Dognin, Le Naturaliste, 1889, S. 58.
Euchelia Jacobaeae ab. flavescens; P. Thierry-Mieg, Le Naturaliste,
1889, S. 181.
J.B.Smith gibt eine kritische Beschreibung der Gattung Euerythra
Harv., Proc. U. S. Nation. Mus., X, S. 335 f. und beschreibt zu der bekannten
Art, E. phasraa Harv. E. trimaculata (Texas) S. 336, PI. Xin, Fig. 1-7.
Eugoa (?) obscura (Japan); J. H. Leech, Proc. Zool. Soc. London, 1888,
S. 604, PI. XXX, Fig. 15.
Euphanessa meridiana (Florida); A. T. Slosson, Entomol. Americana, V,
S. 7, pauper (Las Vigas); W. Seh aus, ebenda, S. 192.
Evius Walkeri (Taboga Isl.; Panama); H. Druce, Ann. a. Mag. Nat. Hist.
(6), IV, S. 86.
Exotrocha necurizonis (Guadalcanar); A. G. Butler, Trans. Entom. Soc.
London, 1889, S. 389, PI. XII, Fig. 2.
Halesidota phellia (Rio) S. 86, ,syracosia (Mexiko) S. 87; H. Druce, Ann.
a. Mag. Nat. Hist. (6), IV.
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 171
Heliura aelia (Paso de San Juan); W. Seh aus, Eutom. Aniericana, V, S. 90.
Hypercompa principalis Koll. var. regalis (Kiukiang); J. H. Leech, Trans.
Entom. Sog. London, 1889, S. 125, PI. IX, Fig. 4.
Idahis (?) citrarius (Loja); P. Dognin, Le Naturaliste, 1889, S. 173, herols
(Koatepek); W. Schaus, Entom. Americana, V, S. 190.
Leptidule aeetes (Paso de Sau Juan); W. Schaus, Entom. Americana, V,
S. 191.
Lithosia rubricollis in Fimüand; Palmen, Meddel. Soc. pro fauna et
flora Fennica, XV, S. 179.
L. Japonica (J.); J. H. Leech, Proc. Zool. Soc. London, 1888, S, 600,
PI. XXX, Fig. 12.
Miltochrista pulchra Butl. und mactans Butl. sind die beiden Ge-
schlechter derselben Art; J. H. Leech, Proc. Zool. Soc. London, 1888, S. 601.
M. Butleri (Nagasaki); derselbe, ebenda, S. 603. PI. XXX, Fig. 13.
Nelo Brucei (Loja); P. Dognin, Le Naturaliste, 1889, S. 284.
Nola minutalis (Japan) S. 607, PI. XXX, Fig. 17, triangulalis (Satsuma);
S. 608, PI. XXXI, Fig. 12; J. H. Leech, Proc. Zool. Soc. London, 1888.
Oeonistis nigricosta (Japan); J. H. Leech, Proc. Zool. Soc. London, 1888,
S. 598, PI. XXX, Fig. 11.
Opharus carbonarius („San Francisco pres Loja"); P. Dognin, Le Natura-
liste, 1889, S. 283, tristis (Jalapa); W. Schaus, Entomol. Americana, V, S. 191.
Metacrias strategica (Neu-Seeland); G.V.Hudson, The Entomologist, 22,
S. 53 f. mit Holzschn.
Phaegoptera hyalina (S. Francisco); P. Dognin, Le Naturaliste, 1889, S. 14,
hyalina (Guerrero, Mexiko); H. Druce, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6), IV, S. 87.
A. T. Slosson fing in New-Hampshire eine Phragmatobia assimilans
Wlk. und beschreibt diese Ai't; nach Edwards wäre dieselbe vielleicht in die
Gattung Antarctia zu stellen; Entomol. Americana, V, S. 85f.
Phragmatobia rubricosta (Loja, „Equateur"); P. Dognin, Le Naturaliste,
1889, S. 193.
Polypoetes cethegus (Koatepek); W. S c haus , Entomol. Americana, V, S. 192.
Ptycboglene pomponia S.89, ira, pamphylia, phrada, pcrtunda S.90 (Mexiko);
H. Druce, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6), IV.
Sarotricha ^für Sarrothripa) exophila (Duaringa); die Gattung gehört
hierher neben Z i a ; E. Meyrick, Revision, S. 925, cZejmoia (Port Moresby) ; der-
selbe, Trans. Entom. Soc. London, 1889, S. 464.
Scaptesyle caerulescens (Guadalcanar); A.G.Butler, Trans. Entom. Soc.
London, 1889, S. 390, PI. XII, Fig. 3.
Setina roscida ist eine im unteren Rheingau heimische Art; A. Fuchs
a. a. 0., S. 205.
Siccia maculata (Satsiima); J. H. Leech, Proc. Zool. Soc. London, 1888,
S. 605, PI. XXX, Fig. 16.
Sorocostia hesycha (Geraldton, Carnarvon) S. 922, aenictis (Geraldton), tor-
notis (Duaringa) S. 923; E. Meyrick, Revision, tetrophthalma (Port Moresby);
derselbe, Trans. Entom. Soc. London, 1889, S. 463.
Spilosoma hisecta (Nagasaki; Hongkong); J. H. Leech, Proc. Zool. Soc.
London, 1888, S. 618, PI. XXXI, Fig. 3, fuliginosa ysli: pulveruknta (Lob-nor;
172 Ph- Bertkaii: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Thibet); S. Alpher aky, in Romauoff's Mem. s. 1. Lepid., V, S. 84, jy)-ima (New-
Hampshire); A. T. Slossou, Entomol. Americana, V, S. 40.
G. T. Porritt bildet 18 Exemplare einer extraordinary race von Sp. men-
dica ab; Trans. Entom. Soc. London, 1889, S. 441 f., PI. XIV.
Sp. congrua Wlk. = Hyphantria cunea Dru.; congrua Grote =^ Antigone
Streck.; J. B. Smith, Entomol. Americana, V, S. 119 f.
Termessa zonophanes (Viktoria); E. Meyrick, Revision, S. 921.
Tigrioides nephelezona (Neu -Guinea); E. Meyrick, Trans. Entom. Soc.
London, 1889, S. 458.
Theages lineata (Loja); P. Dognin, Le Naturaliste, 1889, S. 173, striata
(Koatepek, Mexiko); H. Druce, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6), IV, S. 86.
Zatrephes|7/?t7oöm (Mexiko); H. Druce, Ann. a.Mag. Nat. Hist. (6), IV, S.88.
Chalcosiadae. Arachotia hyalina (Kiukiang); J. H. Leech, Trans. Ent.
Soc. London, 1889, S. 120, PL VII, Fig 6.
Erasmia Hobsoni (Formosa); A. G. Butler, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6),
IV, S. 53.
Gingla aeqicalis (Koatepek, Mexiko); H. Druce, Ann. a. Mag. Nat. Hist.
(6), IV, S. 82.
Nychthemeridae. Deilemera albipuncta (Aola); H. Druce, Proc. Zool.
Soc. London, 1888, S. 573.
Leptosoma Aolensis (Aola); H. Druce, Proc. Zool. Soc. London, 1888, S. 573,
Nychthemera Ludekingi v. Voll. i. 1. (Fort de Kock, Sumatra); F. J. M.
Heylaerts, Bull. Soc. Ent. Belg., 1889, S. XXVI, horites (Aola); H. Druce,
Proc. Zool. Soc. London, 1888, S. 573, mesohjchna (Neu-Guiuea); E. Meyrick,
Trans. Ent. Soc. London, 1889, S. 46G.
Tfycteolidae. Sound produced by Hylophila prasinana; C. G.
Hall (nach Notizen von H. J. Harding), Entom. Monthl. Magaz., XXV, S. 257f.
Sesiadae. Aegeria montis (Oivpake); J. H. Leech, Proc. Zool. Soc. London,
1888, S. 592, PI. XXX, Fig. 4, Hades (Teapa, Mexiko) S. 78, Hulmyris (ibid.),
heia (ibid.), Hermione (ibid.) S. 79, hipsides (ibid.), Hippolyte (ibid.), Helena (ibid.),
Pallene (ibid.) S. 80; H. Druce, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6), IV.
Bembecia pernix (Shimonoseki; Oiwake); J. H. Leech, Proc. Zool. Soc.
London, 1888, S. 592, PL XXX, Fig. 5.
Melittia Smithi (Mexiko); H. Druce, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6), IV, S. 81.
Sciapteron ferale (Yesso); J. H. Leech, Proc. Zool. Soc. London, 1888,
S. 591, PL XXX, Fig. 3, Chincnse (Kiukiang); derselbe, Trans. Entom. Soc.
London, 1889, S. 121, PL VH, Fig. 5.
E. K. Brandt behandelt (in russischer Sprache und ohne Abbildungen) die
Anatomie von Trochilium apiforme und Sesia tipuliformis; Hör. Soc.
Ent. Ross., XXIII, S. 41—49.
Die Raupen von Sesia spheciformis bei Hanau in abgeholzten zwei-
jährigen Eichenstümpfen; Bürichtd.WetterauischenGesellsch., 1887 — 1889, S.6.
C. Schmidt schickt Notizen über die Lebensweise einiger schle-
sischer Sesiidenraupen ein; Societ. Entomol. III, S. 155 f., 164, 185f; IV,
S. 3f., 47, 60, 66 f., 72 f.
S. duplex (Samarkand) S. 21, vidua (ibid.), S. 22; O. Staudinger, Stettin.
Entom. Zeitg., 1889.
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 173
Sincara maeonia S. 81, vianilia, manoba S. 82 (Mexiko); H. Druce, Ann.
a. Mag. Nat. Hist. (6), IV.
Sphecia Eomcmovi (Yokohama) Fig. 1, (?) Fiesem (Nikko ; Oiwake) Fig. 2;
J. H. Leech, Proc. Zool. Soc. London, 1888, S. 591, PL XXX.
Tarsopoda marcia (Mexiko) ; H. Dru ce , Ann. a. Mag. I^at. Hist. (6), IV, S.81.
Syntomidae. Enchromia cyanitis (Neu-Guinea); E. Meyrick, Trans.
Entom. Soc. London, 1889, S. 457.
Naclia punctata var. parvigutta (Gerniob); H. Christoph, in Eoraanoff's
Mem. s. 1. Lepid., V, S. 13, PI. I, Fig. 5.
Syntomis Pratti S. 123, PI. IX, Fig. 3, pascus Fig. 1, torquatus Fig. 2
(Kiukiang); J. H. Leech, Trans. Entom. Soc. London, 1889.
Thyrididae. Hyperthyris (n. g.; auch Hyperthyrus geschrieben; Thyris-
ähnlich, aber Vorderflügel weit mehr verlängert) aperta (Kiukiang); J. H. Leech,
Trans. Entom. Soc. London, 1889, S. 122, PI. VII, Fig. 7.
Zygaenidae. Agiaope infausta bei Rheinbrohl; Raupe an wilden
Birnen und Schlehen; Bert kau, Korrespbl. Naturh. Ver. d. preuss. Ilheinl.,
Westf. etc., 1889, S. 69.
Callicarus laciades, misitra (Paso de San Juan) S. 88, Jalapensis {S .) S. 89;
W. Schau s, Entom. Americana, V.
Cosmosoma aleus (Paso de San Juan); W. Schaus, Entomol. Americana,
V, S. 89, etliodaea (Vera Cruz, Mexiko); H. Druce, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6),
IV, S. 84.
Dycladia Fyrrha (Paso de San Juan); W. Schaus, Entomol. Americana,
V, S. 89. Lydia S. 84, Thera, Utica S. 85 (Mexiko); H. Druce, Ann. a. Mag.
Nat. Hist. (6), IV.
Ephialtias coatepeca (Koatepek); W. Schaus, Entomol. Americana, V, S. 192,
Galethalea Davidi (Loja, Calif. ; P. Dognin, Le Naturaliste, 1889, S. 14.
T. D. A. Cockerell beschreibt die Raupe von Gnophaela verniiculata
G, & R., die er in Gestalt und Benehmen ähnlich der von Callimorpha dominula
fand; eine Aehnlichkeit mit der von Acrouycta konnte er im Gegensatz zu
Bruce nicht entdecken; Entomol. Americana, V, S. 57f.
Gymnopoda mecrida (Mexiko); H. Druce, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6),
IV, S. 84.
Harrisina Mexicana (Paso de San Juan); W. Schaus, Entom. Americana,
V, S. 87.
Ichoria (?) parthia (Nikaragua; Panama); H. Druce, Ann. a. Mag. Nat.
Hist. (6), IV, S. 83.
Ino x>aupera! (Achal-Tekke); H. Christoph, in Romanoff's Mem. s. 1. Lep.,
V, S. 12.
Laemocharis masa (Teapa, Mexiko); H. Druce, Ann. a. Mag. Nat. Hist.
(6), IV, S. 83.
Lycomorpha teos (Vera Cruz), re(jia (Jalapa); W. Schaus, Entomol. Ameri-
cana, V, S. 88.
Macrocneme cmj/ras (Koatepek); W. Schaus, Entomol. Americana, V, S. 88.
Northia Birce (Gensan; auch Nord-China) Fig. 8, Cyhele (ibid.) Fig. 9; J. H.
Leech, Proc. Zool. Soc. London, 1888, S. 596, PI. XXX.
Procris amethystina (Perth), empyrea (Albany, Westaustr.) ; E. Meyrick,
174: Pt. ßertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Revision, S. 927, fusca (Gensan) Fig. 6, nigra (Ohoyama) Fig. 7; J. H. Leech,
Proc. Zool. Soc. London, 1888, S. 595, PJ. XXX.
Syntomedia vulcana (Tierra colorado, Mexiko); H. Druce, Ann. a. Mag.
Nat. Hist. (6), IV, S. 83.
Zygaena Magiana (Samarkand) S. 23, Erschoffi var. rhodogastra (ibid.)
S. 24; 0. Staudinger, Stettin. Entom. Zeitg., 1889, Tamara n. sp. (Ordubat);
H.Christoph, Hör. Soc. Ent. Ross., XXTII, S. 300, AlgarUensis (Algarve,
Portugal); Christ, Mitth. Schweiz. Entora. Gesellsch,, VIII, S. 102.
Z. pilosellae var. Grossmanni (Brunn); F. Rühl, Societ. Entom., III, S.188.
Agaristidae. Agarista eurychrysa, neurograrmna (Neu-Guinea); E. Mey-
rick, Trans. Entom. Soc. London, 1889, S. 468.
Eusemia siriella (Aoala , Guadalcanar Isl.); H. Druce, Proc. Zool. Soc.
London, 1888, S. 571, PI. XXIX, Fig. 1.
Leisoma Juanita (Paso de San Juan); AV. Schaus, Entora. Americaua,
V, S. 87.
Pseudalypia Stuartii (Paso de San Juan); W. Schaus, Entom. Americana,
V, S. 87.
Seudyra venusta (Japan); J. H. Lee ob, Proc. Zool. Soc. London, 1888,
S. 614, PI. XXXI, Fig. 2.
Sphingidae. Ueber das Hörn der Sphingiden- (und einiger
anderer) Raupen s. Piepers, Tijdschr. v. Eutomol., 32, Versl., S. CXXIII
bis CXXXV.
Ambulyx domjsa (Mexiko); H. Druce, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6), IV, S.78.
Cephonodes Woodfordii (Guadalcanar; Solomon I.); A. G. Butler, Trans.
Entom. Soc. London, 1889, S. 389, PI. XII, Fig. 1.
Von 15 im August 1885 bei Hanau gefundenen, wahrscheinlich von dem-
selben Weibchen stammenden Raupen von Choerocampa celerio war die Hälfte
braun, die Hälfte grün gefärbt, und die letzteren wurden erst 24 Stunden vor
der Verpnppung schwarzbraun. Die aus den Puppen sich entwickelnden "Weib-
chen hatten „keinen Eierstock"; Bericht d. Wetterauischen Gesellsch. . . . , 1887
bis 1889, S. 6.
C. artospana (Koatepek), suana (New Providence, Bahama-I.); H. Druce,
Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6), IV, S. 77.
Notice s. le Deilephila Nicaea et ses deux formes africaines v. castissima
Aust., et ab. carnea Äust.; Austaut, Le Naturaliste, 1889, S. 231 f.
Die Raupe von DeilephilaGalii wurde bei Hanau auf Weiden gefunden;
Bericht d. Wetterauischen Gesellsch. . ., 1887—1889, S. 5.
D. Euphorbiae ab.; H. Ribbe, Deutsch. Ent. Zeitschr., 1889, 1. lepidopt.
Heft. S. 186, Taf. IV, Fig. 4; ab. Lafitolii (Ostpyrenäen); P. Thierry-Mieg, Le
Naturaliste, 1889, S. 181, heliodes n. sp. (Neu-Guinea); E. Meyrick, Trans.
Entom. Soc. London, 1889, S. 455.
Smerinthus Populi ab. rufescens (Rheiugau); A.Fuchs, a. a. 0., S. 204.
Ueber den Ton von Sphinx Ligustri s. oben S. 134.
Hesperiadae. W. H. Miskin bringt Descriptions of some new
species of Australian Hesperidae; Proc. R. Soc. Queensland, VI, S. 146
bis 154.
Bis (n. g. Pyrrhopygae vicinum) annulatus (Chiriqui); P. Mabille, Bull.
Soc. Entom. France, 1889, S, CLXXXIV.
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 175
Enosis (n. g.) Dognini (Loja), simplex (Merida) S. IX, atrata (Columbien),
quadrinotata (Cbiriqui) S. X; P. Mabille, Bull. See. Entom France, 1889.
Exometoeca (n. g. ; charact. ut in Telesto, sed vena 5. al. post. perfecte
explicata) nycteris (Albany, W. Austr. ; in der Ruhe hält der Schmetterling seine
Elügel senkrecht abwärts, so dass sie die Seiten des Thorax und Beine decken);
E. Meyrick, Proc. Linn. Soc. N. S. Wales (2), II, S. 833.
Garga (n. g. ab Arteurotia palpis brevioribus diversum) olena (S.Paulo);
P. Mabille, Le Naturaliste, 1889, S. 216 Fig. 2.
Gehiota u. g. für (Plesioneura) sumitra . leucocera und Verwandte;
W. Doherty, Journ. Asiat. Soc. Bengal, (N. S.), 58, S. 131.
Hemipteris (n. g. ; al. post. sinuatis, valde reductis; palpis horinzontalibus.
art. 3 io conico) fumida (Itai'tuba); P. Mabille, Le Naturaliste, 1889, S. 216.
Heteropia (n.g. fürBryaxis Hew. Mud) imitatr ix (Kair\a.of^; Bras.) P. Mabil le,
Le Naturaliste, 1889, S. 68 Fig. 3.
Hyda (n.g. Pythonidi affine) micacea (Marovia); P. Mabille, Bull. Soc. Ent.
France, 1889, CLXXXIV.
Praxis (n g. prope Pterygospideam) quadrata (Masauary); P. Mabille
Le Naturaliste, 1889, S. 25, Fig. 1.
Stethot(h)rix (n.g. Capronae propinquum) heterogyna (Natal); P. Mabille,
Bull. Soc. Entom. France, 1889, S. CLXXXIV.
Achlyodes orsus (Porto Cabello) Fig. 2, Oiculus (Cbiriqui) Fig. 3, S. 25,
impressus (Cbiriqui) S. 67 Fig. 2, amaurus (Masauary) S. 216 Fig. 1, (?) anomala
(Mexiko), S. 239 Fig. 2; P. Mabille, Le Naturaliste, 1889.
Acleros biguUulus (Free-town) S. CLXVII, instahilis (Zanguebar) S. CLXVII;
P. Mabille, Bull. Soc. Entom. Fi-ance, 1889.
Ancistrocampta amyrus (Rio S. Juan, Columbien); P. Mabille, Le Na-
turaliste, 1889, S. 14, Fig. 2.
Antigonus unifaseia (Honduras); P. Mabille, Le Naturaliste, 1889,
S. 239.
Apaustus minimus (Victoria; W. -Austr.); \V. H. Miskin, a. a. 0.. S. 153.
Arteurotia biternata (Cbiriqui); P. Mabille, Le Naturaliste, 1889, S. 217
Fig. 4, Meno (?) S. 239 Fig. 1; derselbe, ebenda.
Astictopterus xanites Butl. var. Palawites (Palawan); 0. Staudinger,
Lepid .... Palawan, S. 148.
Butleria quadristiga! (Loja, Ekuador) S. XCI, riza (Südamerika), polydesma
(Merida), Dognini (Loja) S. XCII; P. Mabille, Bull. Soc. Entom. France, 1889.
Ceratrichia quaterna (Sierra-Leone) ; P. Mabille, Bull. Soc. Entom. France,
1889, S. CLVI.
Cobalus subf acutus ! (Free-town) S. CLXVIII, duplex (ibid.) corvinus, carbo
(Sierra-Leone) S. CLXIX; P. Mabille, Bull. Soc. Entom. France , 1889.
Coladenia Hamiltonü (Sylbet); L. de Niceville, Journ. Asiat. Soc. Bengal,
(N. S.). 57, S. 291, PI. Xm, Fig. 8.
Eagris decolor (Free-town), melancholica (Natal); P. Mabille, Bull. Soc.
Entom. France, 1889, S. CLV.
Erionota (Casyapa) Mabillei (Palawan); O. Stau dinge r, Lepid . . . Pa-
lawan, S. 135. Taf. 2, Fig. 5.
Erycides jpemso^rap/ms (Cbiriqui); P. Mabille, Le Naturaliste, 1889, S. 59.
176 PJi- Bertkau: Bcriclit über die wissenschaftlichen Leistungen
Hesperia (?) ce])haMdes (Karen hüls, Burma); L de Niceville, Journ.
Asiat. Soc. Bengal, (N. S.), 57, S. 288, PI. XIII, Fig. 4,
Hesperilla atromacula (Victoria) S. 148, (scepticalis Bosenst. ^), Tasmanicus
(T.) S. 149, humilis (Brisbane), croceus ( Brisbane -Cooktown) S. 150, fulyidus
(Brisbane) S. 151; W. H. Miskin, a. a. 0.
Heteropterus (Steropes) scopas S. 161, Taf. 2 Fig. 12, catoleucus S. 162
Fig. 13 (Palawau); 0. Staudinger, Lepid . . . Palawan.
Hidari hhaivani (Biirma); L. de Niceville, Journ. Asiat. Soc. Bengal,
(N. S.), 57, S. 291, PI. XIII, Fig. 6.
Ismene proximata S. 137, sena Moore var. Palaioana S. 139 (Palawan);
O. Staudinger, Lepid .. . Palawan.
G. F. Mathew beschreibt die Raupen der westafrikanischen I. Anchises
(auf Citrus) u. Forestan (auf einer Papilionacee); Ent. Monthl. Magaz., XXV S. 428.
Pamphila Autoleon (Cardwell), fuliginosa (ibid.) S. 147, albifaseia (Herbert
river) S. 148; W. H. Miskin, a. a. 0., noctis S. 143, Homolea Heio. var. (?)
Palaioea S. 144 (Verruca Muh. S. 146, abgeb. Taf 2, Fig. 7); O. Staudinger,
Lepid . . . Palawan, niveolimbus (Gruatemala) S.133, Fig. 1, epiberus (Chiriqui) S. 134
Fig. 2, citrus (Honduras) S. 144, Fig. 1, Berns (Chiriqui) S. 145, Fig. 2, sagitta
Fig. 9, Sethos Fig. 2, S. 173, bipunctcda Fig. 3, S. 174 (ibid.); P. Mabille, Le
Naturaliste 1889, Verruca (Nias) S. LXXXIV, Hercules (Minahassa), fulgens
(Venezuela) S. LXXXV; derselbe. Bull. Soc. Entom. France, 1889, rhabdo-
phorus (Sierra-Leone), Adon (ibid.), Adosiis S. CXLIX, reya S. CL (ibid.); der-
selbe ebenda.
Pellicia bilinea (Chiriqui); P. Mabille, Le Naturaliste, 1889, S. 216, Fig. 3.
Parnara uma (Karen hills, Burma); L. de Niceville, Journ. Asiat. Soc.
Bengal (N. S.), 57, S. 292, PI. XIH, Fig. 9.
Plastingia Margherita (Margherita, Assam); AV. Doherty, Journ. Asiat.
Soc. Bengal (N. S.), 58, S. 131, PI. X, Fig. 5, tessellata Hew. var. Palawata,
submaculata n. sp. S. 149, Taf. 2, Fig. 8, callineura Feld. var. flavia S. 150 (Pala-
wan); 0. Staudinger, Lepid. . . . Palawan.
Plesioneura laxmi (Ober-Tenasserim) Fig. 5, basiflava (Travancore) Fig. 7;
L. de Niceville, Journ. Asiat. Soc. Bengal (N. S.), 57, S. 290, PI. XIH, clavata
S. 153, Taf. 2, Fig. 9, aliena S. 155, Palajava S. 156, Fig. 10, Atilia Mab. var.
Palaioana S. 157, Fig. 11 (Palawan); 0. Staudinger, Lepid. . . Palawan, Jao
(Pebas); P. Mabille, Le Naturaliste, 1889, S. 14 Fig. 1.
Proteides e^rceKens (Palawan) ; 0. Staudinger, Lepid. . . Palawan, S. 141,
Taf. 2, Fig. 6, Myna Fig. 1, modius Fig. 2, subcordatus Fig. 3, viridiceps Fig. 4
S. 99, Chiriquensis! Fig. 1, Mastius Fig 2 S. 127; P. Mabille, Le Naturaliste,
1889, Chiriquensis! S. 238 (alle von Chiriqui).
Pythonides zonula (?) S. 67, Fig. 1, Narycus (Südamerika) S. 239, Fig. 3;
P. Mabille, Le Naturaliste, 1889,
Steropes furvus (Sierra Leone); P. Mabille, Bull. Soc. Entom. France,
1889, S. CLVI.
Syrichthus Sao premiers etats; P. Chretien, Le Naturaliste, 1889,
S. 35 mit Abbild.
Syrichthus (Pyrgus) alveus var. gen, I t^ernalis (Rheingau), und var. alpina
(Albula-Pass) S. 195, Malvae ab. punctifera (Rheingau) S. 201 ; A.Fuchs, a. a. 0.
im Gebiete der Eiitoniologie wälireiid des Jalires 1889. |77
Tagiades Gamelia (Cap York, Queens].); W. H. Miskin, a. a. O., S. 146.
Telegoims advena (Chiriqui) ; P. Mabille, Le Natnraliste , 1889, S. 59
mit Abbild.
Telesto crypsargyra (Blackbeatli, N. S. Wales) S. 829. chaostota (ibid.) S. 830,
dactyliota (Port Lincoln; GTeraldton) S. 831, megalo^ns {G^ynd-äh) S. 832; E. Mey-
rick, Proc. Linn. Soc. N. S. Wales (2). II.
ThymelicusJiVofo/- (Honduras); P. Mabille, LeNaturaliste, 1889, S.174,Fig. 4.
Trapezites Idothea (Victoria) S. 152, P/dl[l']yra (Victoria) S. 153; W. H.
Miskin, a. a. O.
Lycaenidae. Acesina aherrans (Ober-Tenasserim); L. de Niceville,
Journ. Asiat. Soc. Bengal (N. S.), 57, S. 279, PI. XIV, Fig. 3, 4.
Allotimis (Logania) Distunti (Palawan); 0. Staudinger, Lepid. . . Pala-
wan, S. 93, Taf. 1, Fig. 3.
Amblypodia Anthelus Bhld. var. saturatior S. 122, Eridanus Feld. var.
düutior, erebina n. sp. S. 123, Taf. 1, Fig. 14, Aricia S. 124, Fig. 15, (dlafa S. 125,
Taf. 2, Fig. 1. 3ryrtale S 126, Fig. 16, Äcjesilaus S. 127, Fig. 17, Epimete S. 128,
Taf. 2, Fig. 2, detrita S. 129, Apidanus Cr. var. Palawanus S. 130, Paloivna u. sp.
S. 131, Fig. 3, Oberthüri S. 1S2, Fig. 4 (Palawan); 0. Staudinger, Lepid...
Palawan, Sophrosyne (Giiadalcanar) ; H. Gr. Smith, Entom. Monthl. Magaz.,
XXV, S. 300.
Aphnaeus mhna (Sikkim) S. 281 , PI. XIV, Fig. 6, ruhmni (ibid.) Fig. 8,
satii (^Sikkim, Bhutan) Fig. 7, S. 282; L. de Niceville, Jonrn. Asiat. Soc. Bengal
(N. S.), 57, zanzibarensis (Mombasa); H. Grose Smith, Ann. a. Mag. Nat. Hist.
(6), III, S. 136.
Castaliiis Ulysses Taf. 1 , Fig. 6 , Roxus God. var. amjustior (Palawan) ;
0. Staudinger, Lepid. . . Palawan S. 95.
GXnysoYychisk punicea S. 134, mendeche S. 135 (Mombasa); H. Grose Smith,
Ann. a. lilag. Nat. Hist. (6), III.
Curetis Thetys Drur. var. Palawanica (P.); 0. Staudinger, Lepid. . .
Palawan, S. 121.
Danis albastola (auf der Tafel albistola genannt; Queensland); T. P. Lucas,
Proc. R. Soc. Queensland, VI, S. 156, PI. IX, Fig. 3, 4.
Deudorix intermedius Styr. var. caerulescens S. 116, anabasis n. sp. S. 117,
Taf. 1, Fig. 13, Alectas Boisd. i. 1. S. 119; O. Standiuger, Lepid... Palawan.
Epitola miranda S. 176, Hewitsoni S. 178 (Sierra Leone); O. Staudinger,
Entom. Nachr., 1889.
Horaga rana (Süd-Andaman-I.), (albimacula Fig. 9); L. de Niceville,
Journ. Asiat. Soc Bengal (N. S.), 57, S. 283, PI. XIV, Fig. 10.
Hypolycaena thecloides Feld. var. Philippina (Ph.; Palawan); 0. Stau-
dinger, Lepid. . . Palawan, S. 103.
Jalnienus Illidgei (Brisbane); T. P. Lucas, Proc. R. Soc. Queensland, VI,
S. 156, PI. IX, Fig. 1, 2.
Jolaus silaniis (Mombasa); H. Grose Smith, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6),
III, S. 137.
Lampides phaseli (Claremont-Isl., Queens!.; auch die asseiförmige Larve
ist beschrieben); G. F. Mathew, Trans. Entom. Soc. London, 1889, S. 311.
W. H. Miskin beschreibt nach mehreren australischen Exemplaren die
Archiv f. Naturgesch. Jahrg. 1890. Bd. II. H. 2. ]y£
178 PI'- Bertkau: Bericht über die wissenscliaftliclien Leistungen
beiden Cieschlecbter von Lipbyra B ras soll s Westw.; Proc. ß. Soc. Queens-
land, VI, S. 264—266.
Liptena bicoloria (Kongo); J. B. Capronnier, Bull. Soc. Ent. Belg., 1889,
S. CXXI.
Lycaena Astrarclie Berystr. var. Canariens (Orotava) S. 258, PI. 4, Fig. 1 , 8,
Icarus Bott. ab. Icarinus Scriba, S. 259, Fig. 2, 3; Ch. Blachier, Ann. Soc.
Eutom. France, 1889.
Lycaena oranigra (Port Douglas; Townsville, Qhieen.sl.); P. T. Lucas,
Proc. R. Soc, Queensl., VI, S. 118, PI. VI, Fig. 3—5, scintülata (Brisbane) S. 157,
PI. IX, Fig. 8-10, 3IisMm (ibid.; Mackay) S. 158, Fig. 5— 7, exilis (Cooktown
bis Bowen) S. 159, Fig. 13 — 15, conjimgens (Townsville bis Brisbane) S. 160,
Fig. 11, 12; derselbe ebenda, ardeola S. 97 (= Tombugensis Bob., s. S. 164),
amphyssina! S. 100 (= Osias Böb., s. S. 164, Palawan), 0. Staudiuger, Lepid. . .
Palawan, (Cbri.stopbia var?) cujvata (Centralasien); derselbe, Stettin. Entom.
Zeitg., 1889, S. 19, melania S. CXX, cassioides, albistriata S. CXXI (Kongo);
J. B. Capronnier, Bull. Soc. Ent. Belg., 1889, Potanini (Pikua, Mongolei);
S. Alpheraky, in Romanoff's Mem. s. 1. Lepid., V, S. 104, PI. V, Fig. 4, Moorei
(Kiukiang); J. H. Leech, Trans. Entom. Soc. London, 1889, S. 109, PI. VII,
Fig. 3, lulu (Tongatabu, nebst Larve); G. F. Mathew, ebenda, S. 312.
Massaga Hartertii (Assam); W. Doherty, Joiirn. Asiat, Soc. Bengal (N. S.),
58, S. 128, PI. X, Fig. 1.
Miletus PhiUppus (Palawan); 0. Staudinger, Lepid... PalaAvan, S. 92,
Taf. 1, Fig. 2.
Mimacraea Kramei (Mukenge); H. Dewitz, Entom. Nacbr., 1889, S. 106,
Taf. I, Fig. 1.
Pithecops fidgens (Margherita, Assam); AV. Dolierty, Joui'u. Asiat. Soc.
Bengal (N. S.), 58, S. 127, PI. X, Fig. 6.
Polyommatus Dorilis ab. albicans (Rheingau); A.Fuchs, a. a. 0., S. 193,
phoenicurus v. sdntillans (Achal-Tekke); H Christoph, in Romanoff's Mem.
s. 1. Lep., V, S. 5, PI. I, Fig. 2. sidjpallidns n. sp. (Brisbane bis Townsville,
Queens!); P. T. Lucas, Proc. R. Soc. Queensl , VL S. 117, PI. VL Fig. 1, 2,
uranites (Geraldton, W.-Austr.) S. 827, ci/anäes (ibid.) S. 828; E. Meyrick,
Proc. Linn. Soc. N. S. AVales (2), II.
Poritia Plcdeni (Palawan); 0. Staudinger, Lepid. . . Palawan, S. 104,
Taf. 1, Fig. 8.
Pseudodipsas fumidus (Brisbane); W. H. Miskin, Proc. R. Soc. Queens-
land, VI, S. 264, modesta (Palawan); 0. Staudinger, Lepid. . . Palawan, S. 104,
Taf. 1, Fig. 6, 7.
Rapala tara (Sylhet) S. 284, Fig. 11, rosacea (Sikkim) Fig. 12, buxaria
(Bhutan) Fig. 13, S. 285; L. de Niceville, Journ. Asiat. Soc. Bengal (N. S.),
57, PI. XIV.
Sithon Jalindi'a Ilorfif. var. PaUiwandra S. 106, Palu(niu n. sp. S. 107, Taf. 1,
Fig. 9, Ravindra Harsf. var. Bamndrina S. 108, var. Niasicola (N.) S. 109, 164,
Liris n. sp. S. 110, Fig. 10, Thesmia Hew. var. unicolor, peregrinus n. sp. S. 111,
Fig. 11, onyx Moore vai'. decolor S. 112, Angtus n. sp. S. 113, Fig. 12, Phocides
1^\ var. PJiocas S. 114 (Palawan); 0. Staudinger, Lepid. . . Palawan, teunga
n. sp., kiana S. 317, Cineas S. 318 (Kinahalu, Bonieo); H. Gi-ose Smith, Ann.
a. Mag Nat. Hist. (6), IIL
im Geincte der Entomologie wälivend des Jahi'es 1889. 170
Tajuria (istroidea de Nicci\ Fig. 14, S. 280), donatana (Ober-Teiiasserim);
L. de Niceville, Jourii. Asiat. Soc. Bengal (N. S.), 57, S. 287, PI. XIV, Fig. 15.
Thecla Alcestis (Gela); H. Gr. Smith, Eiitom. Mouthl. Magaz., XXV, S. 300,
in/lammata (Hei-ho, Mongolei); S. Alpheraky, in Romanoif'.s Mem. a.l. Lepid.,
V, S. 102, Pratti (Kiukiang); J. H. Leech, Trans. Entom. Soc. London, 1889,
S. 110, PI. VII, Fig. 4.
Thysonotis regina (Noi'numliy, Luisiaden); W. F. Kirijy, Ann. a. Mag. Nat.
Bist. (6), IV, S. 163.
Zarona Jasoda (Peguhills, Bnrnia); L. de ]Siceville, Journ. Asiat. Soc.
Bengal (N. S ), 57, S. 280, PI. XIV, Fig. 5.
ZepliyriTS Bohertii (W.-Himalaya); L. de Niceville, Journ. A,siat. Soc.
'Bengal (N. S.), 57. S. 278, PI. XIV, Fig. 1, 2.
Lemoniadae. Prolibythea (n. g. Libytheae et Hypato affine) vaga-
Imnda; S. H. Scudder; s. oben S. 145.
Baeotis nesaea (Chiriqni); F. D. Godnian & 0. Salvin, Ann. a. Mag.
Nat. Bist. (6), III, S. 356.
Emesis brimo (Chiriqni); F. D. Godman & 0. Salvin, Ann. a. Mag. Nat.
Bist. (6), in, S. 357.
Enrj'gona dieles (Panama); F. I). Godman & 0. Salvin, Ann. a. Mag.
Nat. Hist. (6), III, S. 356.
Lemonias idmon (Cliiriqni); F. D. Godman & O. Salvin, Ann. a. Mag.
Nat. Hist. (6), III. S. 357.
Lilly thea Geoffroyi God var. Flnlippina (Ph.; Palawan); 0. Staudinger,
Lepiil. . . Palawan, S. 87.
Erycinidae. Abisara (Kausambi Feld. \-ay.'^.) Palawana (P.); 0. Stau-
dinger, Lepid. . . . Palawan, S. 90.
A. gerontes F. Taf. II, Fig. 4, 5, geryon Stdgr. Taf. I Fig. 3,4 abgebildet
von H. Dewitz, Entom. Nachr., 1889, S. 105.
Lymnas gynaeceas (Mexiko); F.D. Godman & 0. Salvin, Ann. a. Mag.
Nat. Hist. (6), III, S 256.
Satyridae. Coenouympha infusca ta Macl. ist eine M j' c a 1 e s i s ; A. S. 0 11 i f f ,
Proc. Linn. Soc. N. S. Wales (2), III, S. 395.
C. Hero in Finnland (Kirinebb); A. Boman, Meddel. Soc. pro fauna et
flora Fennica, XV, S. 183.
C. amaryllis var. Ordossi, yav.evanescens (Amdo) S. 118, pavonina Alpfi. ab-
gebildet PI. V, Fig. 8, siuica Älph. Fig. 7; S. Alpheraky , in Romanoff's Mem.
s. 1. Lepid., V.
Epinephele Helena (Mt. Bellenden-Ker, Queensl.); A. S. Olliff, Proc. Linn.
Soc. N. S. Wales (2), III, S. 395, Javira var. furtunuta (Teneriffa); S. Alpheraky,
in Romanolt's Mem. s. 1. Lepid., V, S. 222, PI. XI, Fig. 4, ^h. p(dlens (Pyrenäen);
P. Thierry-Mieg, Le Naturaliste, 1889, S. 74.
H. J. Elwes gibt Notes ou tbe genus Erebia, Trans. Entom. Soc.
London, 1889, S. 317— 343, in denen er auch eine natürliche Anordnung der
(57) Arten aufstellt; mit Butler's Anordnung und dessen Behandlung der Zeller'-
schen Sammlung ist er wenig zufrieden; vgl. ebenda Proc , S. II f., XVI — XXII.
Erebia Herzt, Lena (mittleres Lena- Gebiet), mdanops (Samarkand);
H. Christoph, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIO, S. 299.
M*
180 Pli- Bertkaii: Bericht über die wissenscliaftliclieii Leistttiigeii
Erites Medura Hüvsf. var. ocltreana (Palawaii); O. Staudiiiger, Lepid. . .
Palawan, S. 38.
Euptychia chophes (Mexiko), clhias (ibid.); F. D. Godmaii & O. Salvin,
Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6), III, S. 352.
Lethe naga (Margherita, Assam); W. Doherty, Journ. Asiat. Soc. Bengal,
(N. S.), 58, S. 123., PIX, .Fig. 4, Butleri S. 99 , PI. VIII Fig. 3, Naias S. 100
Fig. 4 (Kinkiang); J. H* Leech, Trans. Entom. Soc. London, 1889.
Lymanopoda Cinna (Guatemala); F.D. Godman & 0. Salvin, Ann. a.
Mag. Nat. Hist. (6), III, S. 353.
Melanitis Ponapensis (Karolinen); G. F. Mathew, Trans. Ent. Soc. London,
1889, S. 311.
Durch eine Reihe von Exemplaren von Mycalesis malsarida Butl., die'
theils nur ein einziges kleines Auge auf der Unterseite, theiis die von Butler
angegebene Zahl sehen lassen, kommt de Niceville zu der Ueberzeugung, dass
M. khasiana Moore mit ihr identisch ist; die grosse Variabilität schreibt der Autor
äusseren Einflüssen zur Zeit der Verpuppung zu; Journ. Asiat. Soc. Bengal,
(N. S.), 57, S. 273.
M. Orseis Heiv. \&y. flavotincfa (Palawan); 0. Staudinger, Lepid. .. _
Palawan, S. 36, interrupta (Rubiaua Lagune, Solomon I.); H. Gr. Smith, Entom.
Monthl. Mag., XXV, S. 299, re^/aZ/s (Kiukiang); J. H. Leech, Trans. Entom.
Soc. London, 1889, S. 102, PI. VIII Fig. 2.
Neorina Lowii var. princesa (Palawan); 0. Staudiuger, Lepid. . . .
Palawan, S. 36.
Oeneis (pumilus var.?) lama (Thibet); S. Alpheraky, in Romanoff's
Mem. s. 1. Lepid., V, S. 80.
Pararge Adrasta ab. triops (Rbeingau); A. Fuchs, a. a. 0. S. 195.
Satyrus (pumilus var.?) palaearcticus (südlich vom Issyk-kul) S. 20, palae-
arcticus var. Sikkimensis (S.; = pumilus Elwes) S. 21; 0. Staudinger, Stettin.
Entom. Zeitg. , 1889, Parysatis var. te^a (Achal-Tekke); H. Christoph, in
Romanoif s Mem. s. 1. Lep., V, S. 8, autonoe var. extrema (Gelber Fluss); S. Alphe-
raky, ebenda, S. 116, fidia ab. mowif/coZffl (Ostpyrenäen); P. Thierry-Mieg, Le
Naturaliste, 1889, S. 181, var. Wyssü (Kanaren); Christ, Mitth. Schweiz.
Entom. Gesellsch., 1889, S. 98.
S. Janira var. lactea; P. Girod, Revue scientif. Bourbonn., 2., N 6, S. 130f.
Xenica Ella (Warra, N. S. Wales); A. S. Olliff, Proc.Linn. Soc. N. S. Wales
(2), n, S. 970.
Elymniadae. Discophora .siw^Ze.); (Palawan); O. Stau diu ger, Lepid...
Palawan, S. 42.
Elymnlas panthera F. var. Peine, albofasciata n. sp. (Palawan); 0. Stau-
dinger, Lepid . . . Palawan, S. 39, Bor«ema/m« (ßanggaja) ; C. Ribbe, Deutsch.
Entom. Zeitschr., 1889, 1. lepid. Heft, S. 183, Taf. III Fig. 1,2, Harterti (Sa-
rawak; Malacca); E. G. Honrat h, Berlin. Entom. Zeitschr., 1889, S. 165, Taf. H,
Fig. 3, l-onga (Kinabaln, Borneo); H. Grose Smith, Ann. a. Mag. Nat. Hist.
(6), in, S. 317.
Stibochiona Schövbcrgi (Borneo); E.G. Honiutli, Berlin. Entom. Zeitschi'.,
1889, S. 165, Taf. II, Fig. 4.
Morphidae. Clerome J'latcni (Palawan), O. Staudinger, Lepid . . .
Palawan, S. 44.
im Gebiete fler Entomologie während des Jahres 1889. 181
Tenaris Horsfieldii var. Plateni (Palawan); 0. Staudinger, a. a. 0., S. 43,
Staudimjeri (Kaiser Wilhelmshind) S. 163 Taf. II, Fig. 2, Honrathi %r. var.
Ida {ihkl) S. 164; E. G. Honrath, Berlin. Entern. Zeitschr., 1889, occulta (Kina-
balu, Borneo); H. Grose Smith, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6), III, S. 316, fim-
hriata (Normnnby Isl., Luisiaden) S. 160, barbata (Rössel Isl.) S. 161, aff'mis
(ibid.) S. 162; W. F. Kirby, ebenda IV.
Aeraeadae. Acraea areca S. OLXIX, VuiUoti S. CLXX (Bagamoyo);
P. Mabille, Bull. Soc. Ent. France, 1888, (Gnesia) Baumanni (Oberer Congo)
S. 551 Taf. XXIII Fig. 6. (Telcliinia) Liixü (Loauda) S. 550 Fig. 5, Zaire (Congo-
fälle) S. 551, Marnois (Bahr-el-Seraf, Sudan) S. 552 Fig. 7, Büttneri (Congotalle)
S. 553 Fig. 8; A. Rogenhofer, Abhandl. Zool.-Bot. Gesellsch. Wien, 1889, leu-
cotjrapha (Afrika) S. 181, Taf. IV Fig. 1, Abadima (Niam-Niam) S. 182, Fig. 2;
C. Ribbe, Deutsch. Entom. Zeitschr., 1889, 1. lepidopterol. Heft, Buschbecki
(Qnango) S. 102 Fig. 2, ÄUhoffi (Mukenge) S. 102 Fig. 5 , EhmcM (Quango;
Mukenge) S. 103 Fig. 6-8; H. Dewitz, Entom. Nachr., 1889, Taf. I, cuva, ma-
kupa S. 126, Blombasae, matuapa S. 127, khara, bomba S. 128 (Mombasa);
H. Grose Smith, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6), III, oenone (St. Aignan; Eust
Isl, Luisiaden); W. F. Kirby, ebenda, IV, S. 163.
Heliconiadae. Eusemia Boeder* (Banggaja); C. Ribbe, Deutsch. Entom.
Zeitschr.. 1889, 1. lepidopt. Heft, S. 184, Taf. III. Fig. 3.
Pteronymia timagenes (Mexiko); F. D. Godnian & 0. Salvin, Ann. a.
Mag. Nat. Hist. (6), III, S. 352.
Tithorea flavesceus (Trinidad); W. F. Kirby, The Entomologist, 22, S. 149 f.
Danaidae. Amauris Steckeri (Abyssinien); N. M. Kheil, Berlin. Entom.
Zeitschr., 1889, S. 363, mit Holzschn.
In einer Note on Danais Chiysippus L. and D. Petilia »S'toZ/ spricht
W. H. Miskin die Ansicht aus, dass die in Queensland vorkommende Art, die
er für D. Petilia hält, die australische Form von D. Chrysippus ist; nach einer
Redaktionsanmerkung ist aber die Queensland-form nicht die Stoll'sche D. Petilia,
die auf den nordwestlichen Theil Australiens beschränkt ist; Proc. Linn. Soc.
N. S. Wales (2), IV, S. 119 f.
D. Erippus auf den Kanaren ; s. Christ, Mittli. Schweiz. Entom. Gesellsch.»
VIII, S. 98.
D.YwlgfiYis Butl.Yar. Palaicana(P .) ; O. Staudinger, Lepid . . . Palawan, S.27.
Euploea Hansemanni Honr. ^\ E.G. Honrath, Berlin. Entom. Zeitschr.,
1889, S. 404.
Euploea Nctseheri (Neu Guinea); P. C. T. Sn eilen, Tijdschr. v. Entom., 32,
S. 384, PI. 8 Fig. 3, (Adigama) ClatuUna S. 28, (Andasena) Butra S. 29, (Penoa)
Menetriesii Feld. var. distincta S. 30, Pinwillii Butt. var. Cyllene, (Trepsichro'is)
Midamus L. var. paupera! S. 31, Castelnaui var. »S'rtZcm«, S. 32, (Isamia) Clorinde
n. sp. S. 33 (Palawan); 0. Staudinger, Lepid . . . Palawan.
Hestia Leuconoe var. princcsa (Palawan); 0. Staudinger, Lepid . . .
Palawan, S. 26.
Penoa Thomsoni (St. Aignan; Normnnby, Luisiaden); W. F. Kirby, Ann.
a. Mag. Nat. Hist. (6-, IV, S. 157.
Salpinx Eustachius (Rössel Isl., Luisiaden); W. F. Kirby, a. a. O., S. 158.
Stictoploea Macgrefjori (Normunby, Luisiaden); W. F. Kirby, a. a. 0., S. 159.
182 Pli- Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Nymphalidae. Apantlies is (n. g. Cirrochroae et Aneliae affine) Leuce;
S. H. Scuclder; s. oben S. 145.
Jupiter ia (n. g. Prodi'yadi et Junoniae affine) C/iaron; S. H. Scudder;
s. oben S. 145.
Lithopsyche (n. g. Jopiteriae et Hypanartiae affine) styx; S. H. Scudder;
s. oben S. 145.
Nymplialites (n. g.) obscurum; S. H. Scudder; s. oben S. 145.
Adolias fulvomacula (Si-Banghi, Gabun); J. B. Capronnier, Bull. Soc.
Ent. Belg., 1889, S. 1889, S. OXLIV.
A vulnerable ,.new species" ist nach E. M. Aaron die von Ch. J. Maynard
in seinen Oontributions to Science, Vol.I, No. 2, Juli 1889, beschriebene Agraulis
insularis, die eine einfache Lokalrasse von A. Vanillae ist; Entoniol. Aniericana,
V, S. 221-226.
Apatura llia ab. Clytie ab.; H. Ribbe, Deutsch, Entom. Zeitschr.,
1889, l. lepidopt. Heft S. 185, Taf. IV, Fig. 3.
Apatura iilapl (Sadiya; Margherita, Assani); W. Doherty, Joui'n. Asiat.
Soc. Bengal (N. S ), 58, S. 125, PI. X, Fig. 2 (Rohana) Parysatis Westw. var. nana
S. 79, (Rohana) Rhea Feld. var. rana S. 80 (Palawan); 0. Staudinger, Lepid. . .
Palawan.
Die scheinbar bieiten Rippen auf den Vordeiflügeln der Männchen von
Argynnis Paphia u.a. werden durch eine Menge von dicht zu beiden Seiten
der Rippen angeordneten Schuppen hervoigebracht; die Rippen sind nicht ver-
dickt; J. J. Weir, Proc. Zool. Soc. London, 1889, S. XLIII-XLV.
H. J. Elwes: A revision of the genus Argynnis; ebenda, Trans-
actions, S. 535—575.
Argynnis Vega (mittleres Lena -Gebiet); H. Christoph, Hör. Soc. Ent.
Ross., XXIII, S. 298.
Atella Alcippe var. palUdior (Palawan; Sikkim; Andanianeu; Borneo;
Philippinen); 0. Staudinger, Lepid. . . PalawiUi, S. 48.
Athyma tarpa S. 66, Godmani, venata S. ()8, scparata S. 69, speciosa S. 70,
Taf. 1, Fig. 1 (Palawan); 0. Staudinger, Lejjid. . . Palawan, orientalis var.
constricta (Chui-tchin-pu); S. Alpher aky, in Ronianoif's Meni. s. 1. Lepid. . .,
V, S. 110, PI. V, Fig. 5, fortuna (Kinkiang); J. H. Leech, Trans. Entoni. Soc.
London, 1889, S. 107, PI. Vin, Fig. 1.
Callicore heleses (Panama); F. D. Godman & 0. Salvin, Ann. a. Mag.
Nat. Hist. (6), III, S. 354.
Catuna SiJcorana (Usagara, Ostafrika); A. Rogenhofer, Sitzgsber. Zool.
Bot. Gesellsch. Wien, 1889, S. 76.
Charaxes reyius (Kamerun); Chr. Aurivillius, Eutoui. Tidskrift, 1889,
S. 191, Plateni S. 82, Bupalus S. 84, Marniax Wcstw. var. Harpayon S. 85, Baya
Moore var. Bajula S. 86 (Palawan); O. Staudinger, Lepid. . . Palawan, Tliysii
n. sp. (Kongo); J. B. Capronnier, Bull. Soc. Ent. Belg., 1889, S. CXXV, Attila
(Guadalcanar); H. Gi'. Smith, Entoni. Monthl. ]\Lagaz., XXV, S. 301, calUdea
S. 130, Lasti S. 131, ncsaca S. 132 (Mombasa); derselbe, Ann. a. Mag. Nat.
Hist. (6), IIL
Cirrochroa Fsyc/ie (Palawan); (). Staudinger, Lepid. . . Palawan, S. 46.
Cymothoe Pretissi (Barombi, Kamerun) S. 412, Adckt (Sierra Leone) S. 413,
Hesiodotus (Ogowe) S. 415 Thcodota llcw. var. Tlievdusia (Niani-Niam) S. 416,
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 183
Theodora n. sp. (Barombi) S. 417, Egeste Cr. var. Megaesta (ibid.) S. 418, Heivit-
soni (ibid.) S. 419; 0. Staudinger, Stettin. Entom. Zeitg., 1889, cor anus {M.om-
basa); H. Grose Smith, Ann. a. Mag. Nat Hist. (6), III, S. 133, serpentina
(Kamerun) S. 248, Seneca, euthaliu'ides (ibid.) S. 249; W. E. Kirby, ebenda.
Cyrestis maenalis var. obscurior, Fadorensis var. superüus (Palawan);
0. Staudinger. Lepid. . . Palawan, S. 53. seminiyra n. sp. (Kinabalu, Borneo);
H. Grose Smith, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6), III, S. 312.
Diadema ragiens (Kassai, Kongo); J. B. Capronnier, Bull. Soc. Ent. Belg.,
1889, S. CXXni, macularia (Gabon); derselbe, ebenda S. CXLIV.
Euphaedra aureola (Kamerun) S. 246, (?) Croidei/i (Agove) S. 247; W. F.
Kirby, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6), III.
Euryphene Congolensis (Kongo); J. B. Capronnier, Bull. Soc. Ent. Belg.,
1889, S. CXXII, Candida, infusca (Si-Banghi, Gabon); derselbe, ebenda, S.CXLV,
Mnugnana (Mombasa); H. Grose Smith, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6), III, S.133,
Brunhilda (Kamerun); W. F. Kirby, ebenda S. 247.
W. Doherty hebt hervor, dass bei Euthalia und Verwandten bei nahe
verwandten Arten die costalis der Vdfl. bald frei ist, bald mit der subcostalis
eine Anastomose eingeht; Journ. Asiat. Soc. Bengal (N. S.), 58, S. 121 f.
E. lubentina Cr. var. ludonia S. 72, garuda Moure var. Palaivana S. 74,
Zichri Biitl. var. Bhamases! S. 75, Tanagra u. sp. S. 76, (Felderia) Semperi S. 77
(Palawan); O. Staudinger, Lepid. . . Palawan, Whiteheadi (Kinabalu, Borneo);
H. Grose Smith, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6), III, S. 313.
Euxanthe Tiberiuf,' (Mombasa); G. Grose Smith, Ann. a. Mag. Nat. Hist.
(6), III, S. 129.
Hypolimnas Listcri (Christmas Isl.); A. G. Butler, Proc. Zool. Soc. London,
1888, S. 542.
Lebadea Martha var. Paulina (Palawan); 0. Staudinger, Lepid . .. Pa-
lawan, S. 57.
Limenitis Fausanias (Palawan); 0. Staudinger, Lepid . . . Palawan, S. 58.
F. Rühl: Beitrag zur kritischen Sichtung der Melitae en-Gruppe
Athalia Bott., Parthenie BorT:. und Aurclia Nick.; Societ. Entomol., IV,
S. 104 f., 114 f., 121 f., 129 f., 136 f.
M. didyma var. Kaschtsclienkoi (Elisabethpol); H. Christoph, Ent. Nachr.,
1889, S. 69 (wird später S. 296 als var. Caucasica Stgr. erkannt).
Melitaea Macglashanii (Truckee, Kalif. ; Eaupe auf Pentstemon) ; J. J. R i v e r s,
Proc. Calif. Acad. Sei. (2. S.), I, S. 103, Athalia ab. (Vöslau); A. R. v. Neumann-
Spallart, Wien. Entom. Zeitg., 1889, S. 92.
Myscelia auletes (Kalifornien); F. D. Godman & 0. Salvin, Ann. a. Mag.
Nat. Hist. (6), IH, S. 354.
Neptis nana (Bhutan); L. de Niceville, Journ. Asiat. Soc. Bengal, (N. S.),
57, S. 276, PI. XIII, Fig. 1, Boronia S. 59, tricolor S. 60, hella S. 61, Athene
S. 62, Bligerella S. 63, Harita Moore var. Palawanica, vidtia n. sp. S. 64, colu-
mella var. ophianella S. 65 (Palawan); 0. Stau diu ger, Lepid . . . Palawan.
Phyciodes Älexon (Mexiko) S. 353, cyno (Orizaba) S. 354; F. D. Godman
und 0. Salvin, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6), III.
W. Colenso beschreibt eine ihm unbekannte Puppe dieser Familie von
Neu Seeland; Trans. New Zealand Institute, XXL S. 194—196 mit Holzschn.
184 Pii- Bertkau: Bericht, über die wissenschattlichen Leistungen
Preeis (Iphita var.?) Addaida (Palawan); O. Staudinger, Lepid . . .
Palawan, S. 51.
Prepona BrooÄ'Siawrt (Koatepek), adia (ibid.); F. D. Godman&O. Salvin,
Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6), UI. S. 355.
Prothoe Schönbergi Honr. ^^; E. G. Honrath, Berlin. Entom. Zeitschr.,
1889, S. 405.
Pseudacraea Simulator (Mombasa); H. Grose Smith, Ann. a. Mag. Nat
Hist. (6), in, S. 129.
A few notes ou the econoiny and habits of . . . Pyrameis go-
nerilla von W. Colenso s. Trans. New Zealand Institute, XXI S. 196—199.
Synibrenthia Hypatia var. dissoluta (Palawan); 0. Staudinger, Lepid...
Palawan, S. 49.
Tanaecia Palawana (P.); 0. Staudinger, Lepid .... Palawan, S. 78,
amisa!, caerulescens (Kinabalu, Borneo); H. Grose Smith, Ann. a. Mag. Nat.
Hist. (6), III, S. 315.
Terinos Lucilla var. Lucla (Palawan), LudmiUa (Sangir); 0. Staudinger,
Lepid . . . Palawan, S. 45.
The noiseor sound produced in butterflies ofthe genus Vanessa;
H. T. Stainton, Entom. Montlil. Magaz., XXV, S. 225— 227; 268 f.
Die StridulationinVanessaAntiopa wird nach A. H. Swinton her-
vorgebracht durch das Reiben einer gewissen Leiste in der Basalhälfte des Hinter-
rnndes der Vorderflügel und dem Vorderrande der Hinterflügel; Insect life, I,
S. 307 f., Fig. 71.
Vanessa Cardui var. stiffu.m (Bombala); A. S. Olliff, Proc. Linn. Soc. N.
S. Wales (2), III, S. 1250 — 1252 nebst Beniei'kungen über var. Kershawi.
Ch. Blachier fand die Amei'ikanische V. virginiensis Dritr. (Huntera F.)
auf den Kanaren und bildet dieselben ab; Ann. Soc. Entom. France, 1889, S. 257,
PI. 4 Fig. 4, 5.
Zeuxidia (amethystus var?) inclrix (Palawan); 0. Staudinger, Lepid. . . .
Palawan, S. 41, Aurelins Cram var. Aurdiana (Borneo); E. G. Honrath,
Berlin. Entom. Zeitschr., 1889, S. 162.
Zophoessa rumadcva; L. de Niceville, Proc. Asiat. Soc. Bengal 1887,
S. 147 und abgebildet, Journ., 1888, PI. XIII, Fig. 3.
Pieridae. Stolupsyche (n. g.) libytheoides : S. H. Scudder; s.ob. S. 145.
G. T. Baker: On the distribution of the Oharlonia group of
Anthocharis; Trans. Entom. Soc. London, 1889. S. 523—533 (Oharlonia:
Algier; Tunis; Porta Ventura; var. Mesopotamica: Malatia; Lucilla: Pundgab;
Penia: Kleinasien; Kaspi; Tomyris: Aschabad; Pechi: Algier).
The origin of the genus Anthocharis Bdv. ist nach T. D. A. Cockerell
wahrscheinlich Amerika, wo sie sich von der älteren Gattung Pieris abge-
zweigt hat; Entomolog. Americana, V., S. 33 f.
Beleno'is Welwitschii (Angola); A. F. Rogenhofer, Ann. d. k. k. natur-
histor. Hofnms., IV, S 548, Taf. XXni, Fig. 2, liUana S. 122, isokani S. 123
(Mombasa); H. Grose Smith, Aum. a. Mag. Nat. Hist. (6), III.
Callosunc anax (Mombasa); A. G. Butler, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6),
III, S. 125.
Colias aurorina var. Transcaspica (T.); H. Christoph, in Romanoft's
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 185
Meni. s. 1. Lep., V, S. 4, PI. I, Fig. 1, eogene var. arida (Thibet; S. A Ipheraky,
ebenda S. 76.
Delias (Pandemia var?) Pandecta S. 23, Hyparete L var. Palaicanica S. 24
(Palawan); 0. Staixdinger, Lepid. . . Palawan, eumolpe n.sp. (Kinabalu, Borneo);
H. Clrose Smith, Ami. a. Mag. Nat. Hist. (6), IH, S. 312.
L. de Niceville kommt jetzt zu der TJeberzeugung, dass D. ithiela i'it^?.,
berinda Moore, Hearseyi Butl., Boyleae Butl., Horsfieldi Gray, sauaca Moore
und flavalba Marsh. Synonyme oder Varietäten von Belladonna F. sind, worin
ihm H. F. Elvi^es beistimmt. Trans. Entom. Soc. London 1889, S. 343— 345.
Elodina perdita (Port Denisoii); W. H. Miskin, Proc. R. Soc. Queens-
land, VI, S. 263, umbratica (Ulawa fei.); H. Gr. Smith. Entom. Monthl. Magaz.,
XXV, S. 302.
Eurema nüjrocincta (Loja); P. Dognin, Le Naturaliste, 1889, S. 134.
Lariuopoda peuceda (Mombasa; H. Grose Smith, Ann. a. Mag. Nat.
Hist. (6), III, S. 134.
Mylothris A(jijlla (Oberer Kongo); A. F. Rogenhofer, Ann. des k. k.
naturh. Hofmus., IV, S. 549 Tat. XXIII Fig. 4, Lasti, nagare (Mombasa); H.
Grose Smith, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6), IH, S. 124.
Pieris rapae var debili.s (Thibet); S. ik Ipheraky, in Romanoffs Mem. s.
1. Lepid., V, S. 70, Aspasia var. Okjina (Palawan); 0. Staudinger, Lepid. . .
Palawan, S. 19, sulpkuraseens u. sp. (Kongo); J. B. Capronnier, Bull, Soc.
Eut. Belg., 1889, S. CXX, cujnata (Rubiana; Guadalcauar); H. Grose Smith,
Entom. Monthl. Magaz., XXV, S. 301, Theiiszi (Quango); H. Dewitz, Entom.
Nachr., 1889, S. 107 Fig. 6—9, indroides (Perak, Malacca); E. G. Honrat h,
Berlin. Entom. Zeitschr. 1889, S. 403, mit Holzschn.
Some new comparisons ofP. Oleracea with P. Napi; S. H. Scudder,
Psyche V, S. 166 f.
Die Kohlweisslinge lieben den Geruch der Blumen des Rittersporns sehr,
lassen sich auf denselben ;iammeln und leicht vertilgen; Mitth. Mähr. Schles.
Gesellsch. f. Ackerbau, Natur- u. Landeskunde, 1889, S. 152.
Tachyris Agatha S. 20, Nephele Hew. var. dilutior S. 21 (Palawan);
0. Staudinger, Lepid . . . Palawan.
W.H. Miskin giebt eine revision of the australian species of the
lepidopterous genus Terias, with descriptions of some new species; Proc.
R. Soc. Queensland, VI, S. 256—263: T. Uneata (N. Queensl.) S. 257, immaculata
(Rockhampton) S. 258, varius (Brisbaue, Rockhamptou) S. 259.
Papilionidae. Luehdorßaja^wwtm (J.); J. H. Leech, The Entomologist,
22, S. 25 f. mit Taf.
Ornithoptera (Plateni Stgr. S. 3), Trojana (Brookiana var?) S. 4 und 163
(Palawan); 0. Staudiuger, Lepid. der* Insel Palawan, Ritsema (Preanger,
Ardjoeno, Java); P. C. T. Snellen, Notes Leyden Mus., XI, S. 153, Brookiana
var. Eleunor; F. A. Walker, Trans. Entom. Soc. London, 1889, S. 75 - 77.
Ueber Eimers Stammbaum der Gattung Papilio s. oben S. 133.
Noch einmal spricht E. G. Honrath aus, dass Papilio Zaddachii Dew.
eine dimorphe Form des Weibchens von P. Cacicus Luc. sei, was Dewitz
als möglich bereits früher zugegeben hatte; Deutsch. Entom. Zeitschr., 1889,
S.223f.; 224.
186 Ph. Bertkan: Bericht über die wissenschaftlichen Leistnngen
P. Erecbtheus var.; A. S. Oiliff, Proc, Linn. Soc. N. S. Wales (2), III,
S. 1252 mit Holzschn , Maccareus God. var. Maccabaeus S. 6 (Palawan), var.
Borneensis (B.) (= Macaristus Smith.; S. 184), xanthosoma (Sumatra) S. 7, Panope
L. var. Panopinas (Palawan) S. 9, Antiphus ab. brevicauda S. 10, Semperi var.
melanotus , Antipathes Cram. var. decolar S. 13 (Palawan); 0. Staudinger,
Lepid. . . Palawan, Podalirius ab. Blief/ü (Pyrenäen); P. Thierry-Mieg, Le
Naturaliste, 1889, S. 74 (wird später, S. 197, als var. bezeichnet und für die
erste Generation von Feisthameli erklärt.)
Papilio Htujeni (Deli, Sumatra); Rogen hofer, Abb. Zool. Bot. Ges. Wien,
1889, S. 1, Noblei (Karen hüls, Burma); L. de Niceville, Journ. Asiat. Soc.
Bengal (N. S ), 57, S. 287, PI XIII, ¥\g.2,*Änsteö\des (I^lordburmah); Eimer,
a. a. 0., S. 163. Taf. III, Fig. 3, Prospero (Rubiana Lagune, Solomon I.) S. 302,
Ariel (Estrella Bay, Isabell.) 8.303; H. Gr. Smith, Entom. Monthl. Magaz.,
XXV, Ehoesi S. 113, PI. VII, Fig. 1, Sarpedon L. var. S. 115, Fig. 2 (Kiukiang);
J. H. Leech, Trans. Entom. Soc. London, 1889, 3Iegasthenes (Nmnea) S. 314,
Tr y oni (Ugi, Solomon I.) S. 315; G. F. Mathe w, ebenda, Folistratiis (Mombasa);
H. Grose Smith, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6), III, S. 121, corbis (Mexiko;
Yukatau) S. 357, orsiia (Tres Marias Isis.) S. 358; F. I). Godman & 0. Salvin,
ebenda.
Les Parnassiens de la faune palearctique par J. L. Austant;
Leipzig, E.Heyne, 1889; S. 1 — 163, PI. 1 — 24 und Supplement, S. 167-222,
PI. 1—8. Dieses einer einzigen, dazu nicht sehr artenreichen Gattung gewidmete
AVerk besteht ausser aus einem Vorwort aus 5 Kapiteln. Im 1. wird die Gat-
tung nach ihren äusseren Merkmalen charakterisirt, wobei das Schienenblatt
als ein in der Mitte der ersten Schiene befindlicher starker Dorn bezeichnet
wird. Eine besondere Aufmerksamkeit schenkte der Verfasser der Tasche am
Hinterleibe der Weibchen; doch scheint er v. Siebold 's und die neueren Mit-
theilungen über diesen Gegenstand nicht gekannt zu haben , indem er meint,
„die Beobachtung scheine ergeben zu haben, dass dieser Apparat sich erst nach
der Vereinigung der Geschlechter entwickele, ohne Zweifel, weil er dazu berufen
ist, eine wichtige Rolle entweder beim Eierlegen oder als Schutzorgan der Eier
zu spielen." Bei einem jungfräulichen Exemplar von P. Delius fand er hornige
Elemente, die als der noch unentfaltete Apparat angesehen werden. — Dem Ver-
fasser waren nur die Raupen von P. Apollo in natura bekannt; ausser diesen
sind noch die von Delius, Mnemosyne und Apollonius beschrieben. — Im 2. Ab-
schnitt werden die systematische Stellung und Beziehungen zu den nächst ver-
wandten Gattungen behandelt. Am nächsten steht Doritis unserer Gattung,
von der sie sich wesentlich durch den Mangel der Tasche am Hinterleibe des
Weibchens unterscheidet. — Das 3. Kapitel ist der Eintheilung in natürliche
Gruppen gewidmet. Als EintbeilungSgrund findet in erster Linie die Beschaffen-
heit der Hinterleibstasche, in zweiter die Farbe der Fühler Verwendung. Es
werden folgende 6 Gruppen unterschieden. Oornuti: Tasche schneckenförmig
eingerollt, ohne Kiel und Anlnuig, die Mitte dei' Länge nach von einer breiten,
abei' nicht tiefen Furche durchzogen. Fühler schwaiz (Charltonius);
Cincti: Tasche einen den Hinterleib auch oben umgebenden Ring darstellend,
der sich jederseits in einen eingerollten gefurchten Lappen verlängert; Fühlci-
schwarz (Namanganus, Delphins, transiens, Staudingeri, Cardinal);
Carinati: Tasche niedergedrückt, in ihrem vorderen Theil mit einem
im Gebiete der Entomologie währeiul des Jahres 1889. 187
starken Kiel versehen, hinten in einen zugespitzten oder gerundeten Lappen
verlängert; Antennenschaft entweder schwarz geringelt oder (die drei letzten
Art.) ganz schwarz (Apollo, Nomion, Actius, Romanovi, Rhodius, insignis,
Discolobus, Honrathi, ßremeri, Apollonius);
Limbati: Tasche gross, ohne Kiel, aber oben von einem zweilappigen
Saum umgeben; Fühler schwarz (Tenedius);
Ventricosi: Tasche sehr gross, von weisser Farbe, ohne Kiel und Saum,
vorn und hinten geöffnet; Fühler schwarz (Eversmanni, Wosnesenskii, Felderi,
Clarius, Nordmanni, Mnemosyne, Stubliendorfii);
Valvati: Tasche sehr klein, ohne Kie!, aber mit mittlerer Furche;
Fühler grau mit schwarzer Keule (Simo var. Simonius); — Der vieite
Abschnitt behandelt die geographische Verbieitung und der fünfte, umfang-
reichste und wichtigste die Beschreibung der Arten nebst ihren Varietäten.
Eine Betrachtung über die bei den Parnassiern beobachteten oder angenommenen
Fälle von Hyliridation bildet den Schluss des Supplements; bei der Frage über
die Hybridation bezieht sich der Verfasser hauptsächlich auf Honrath's An-
nahme, dass sich die Folgen der Vermischung zweier Arten vorzüglich au den
Fühlern zeige. — Die Tafeln enthalten die meisterhaft und sehr getreu aus-
geführten Abbildungen der Arten und Varietäten in natürlicher Grösse, die ver-
grösserten Abbildungen der Hinterleibstaschen in verschiedenen Ansichten und
Raupe und Puppe von P. Apollo. — Das Werk wird das Studium der Arten
und Varietäten dieser Gattung erheblich erleichtern und fördern.
In einer Besprechung dieses Werkes, Berlin. Entom. Zeitschr., 1889, S. 406 f.
hebt E. G. Honrath hervor, dass P. Simo Graij keine „Legetaschen" habe,
und tadelt, dass Au staut solche Exemplare, deren Ozellen statt roth gelb be-
stäubt oder durch schwarze Punkte ersetzt sind, als Varietäten ansieht, da
solches sich bei fast allen Arten auf den Hiuterflügeln zeigt; Staudingeri,
transiens, illustris und cardinal sind Varietäten von Delphins; Wosnesenskii ist
synonym mit Eversmanni; die als var. Simonius abgebildete Foi'm ist der echte
Simo Gray; die als var. insignis Stdcjr. abgebildeten Formen können nur discobolus
sein; Romanovi Grum-Grshim. ist synonym mit insignis Stihjr.
Parnassins Simo var. »S'mom'MS S. 16, Simulator ^. IS (Centralasien); 0. Stau -
dinger, Stettin Entom. Zeitg., 1889, Delphins iwrsm. var. «Z6«?t<.s (Alai) ; E.G.
Honrath, Berlin. Entom. Zeitschr., 1889, S. 161, Taf. II, Fig. 1.
Hymenoptera.
Nach G. Carl et haben die (sehr kleinen) Stigmen der Hymeno-
pteren keinerlei Verschlussapparat und sind daher stets often; sie sind
gewöhnlich aussen dicht von verzweigten Haaren umstellt, die Fremd-
körpern das Eindringen verwehren. An der Trachea findet sich eine
Verschlussvorrichtung durch einen Deckel und Muskel, die der im
vorigen Bericht (S. 1 2) beschriebenen ähnlich ist. Compt. Rend. Acad.
Sei. Paris, CVIII, S. 862 f.
P. Magretti machte an sich die bekannte Erfahrung, dass auch
die zu den Terebrantia gehörigen Ichneumoniden, im vorliegenden
Falle war es Ophion undulatus Grav., der mit 0. curvidens Kriechh,
188 Pii- Bei'tkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
für identisch erklärt wird, schmerzhaft stechen können; Le Naturahste,
1889, S. 85; s. anch unten, S. 192, bei Ophion.
L. Taube legte dem Naturforscher- Verein zu Riga Zeichnungen
von Bienenfiügehi vor, welche den Hai tap parat zwischen Vor de r-
und Hinterflügeln veranschaulichen sollten ; der Vortragende hatte
über diesen Mechanismus in der Litteratur nichts auffinden können.
Korrespbl, XXXII, S. 18.
H. Tournier schreibt Etudes hymenopterologiques, welche
die Beschreibungen neuer Arten enthalten; L'entomologiste Gene-
vois, I, S. 11—18, 35—45, 56—69, 93—96, 102—115, 125—140,
154—178.
R. Cobelli: Note biologiche sugli Apidi Ghalicodoma
muraria L., Lefebvrei (ii'rf<f., Osmia cornuta Latr. e Xylocopa
violacea Poda; XIV Public, fatta per cura del Mus. civic. di Rovereto,
1888, S. 1—56.'
Rudow beschreibt noch einige Bienen- (d. h. Hymenopteren-)
nester (Pison ater; Gelonites abbreviatus; Polistes maculatus); Societ.
Entomol; III, S. 170 f.
W. Wüstnei bringt weitere Beiträge zur Insektenfauna
Schleswig - Holsteins (3. Stück); Schriften d. Naturw. Ver. für
Schleswig-Holstein, VIII, S. 25 — 42. (Nachträge zu den Tenthre-
dinid., Urocerid. und Crabroniden; Verzeichniss der Apiden.)
P. Cameron lässt a Decade of new Hymenoptera er-
scheinen; Mem. a. Proc. Manchester lit. a. phil. soc, 4 Ser., Vol. II,
S. 11—19.
Derselbe veröftentlicht unter der Aufschrift Hymenoptera
Orientalis (!), or contributions to a knowledge of the
Hymenoptera of the oriental zoological region einen Katalog
der belcannten indischen Arten, mit" Angabe ihrer Verbreitung und
der Beschreibung neuer oder wenig bekannter Arten; ebenda, S. 91
bis 152. Der bis jetzt erschienene Part I behandelt die Gralj-
wespen.
J. Sahlberg verfasste einen Catalogus praccursorius Hyme-
nopterorum Anthophilorum Fenniae; Meddel. Soc. pro i'auna
et fiora Fennica, XV, S. 168—178 (157 A.). ■
Von E. Andre 's Species des Hymenopteres ist der 35. fasc,
die Fortsetzung von Marshall's Bearbeitung der Braconiden, er-
schienen; S. 413-492, PI. IX, X.
T. de Stefani fährt in seinen Miscellanea imenotterologica
sicula fort; 11 Natural. Siciliano, VIII, S. 140—145, 175— 180, 194
bis 19(;, 203—208, 230—234, 265—269.
Durch den Umstand, dass ich Jetzt Vol. III der 2. Ser. von den
Atti R. Accad. d. Sei. fisiche e matemat. Napoli vor mir habe, bin
ich in den Stand gesetzt, aus eigener Anschauung über A. Costn/s:
Imenotteri Italiani, famiglie Pompilidei, Dolicuridci, Scoliidei,
Sapigidei, Tifiidei, Mutillidci berichten zu können; vgl. dies. Ber. für
1887 S. 149. Obige Monographie der genannten italienischen Familien
im Gebiete der Entomologie wälirend des .Talires 1889. 189
bildet die Mem. I in dem erwähntem Bande, S. 1 — 118, mit 3 Taft'.
Der systematischen Bearbeitung ist eine Uebersicht der auf die
italienische Fauna sich beziehenden Literatur von 1870 — 1886 vor-
ausgeschickt. Die grösste Artenzahl trifft auf die Pompiliden, dann
Mutilliden; die übrigen Familien sind mit nur wenig Arten, die
Dolichuriden gar nur mit 2 vertreten. Einige Arten, die auch bereits
anderwärts beschrieben sind, sind hier ohne weiteren Nachweis auf-
geführt.
Desselben Miscellanea Entomologica, II, ebenda Mem. 2,
S. 1 — 12 mit 1 Taf. beschäftigt sich ebenfalls ausschliesslich mit der
Artkenntniss einiger Hymenopteren.
F.Kohl und A. Handlirsch zählen Transcaspische Hyme-
nopteren auf und beschreiben die neuen Arten; Abhandl. Zool. Bot.
Ges. Wien, 1889, S. 267—286, Taf. VII.
0. Radoszkowski setzt seine Faune hymenopterologique
Transcaspienne fort; Hör. Soc. Ent. Boss. XXIII, S. ;306— 312.
Derselbe beschreibt weitere Hymenopteres de Koree;
ebenda, XXIV, S. 229-232, mit 5 Abbild.
W. F. Kirby: Descriptions of new speeies of Tenthre-
dinidae, Cynipidae, and Chalcididae in the collection of the
British Museum; Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6), S. 141—144.
F. F. Kohl macht kritische Bemerkungen zu Edm. Andre's
Speeies des Hymenopteres, T. III (Les Sphegiens); Abh. Zool.
Bot. Ges. Wien, 1889, S. 9—30.
F.F.Kohl stellt neue Gattungen aus der Hymenopteren-
Familie der Sphegiden auf; Ann. d. K. K. Naturh. Hofmuseums,
IV, S. 188—196, Taf. VIII.
J. B. Bridgman macht further additions to T. A. Marshall's
catalogue of British Ichneumonidae; Trans. Entom. Soc. London,
1889, S: 409—441.
Kriechbaumer setzt seine Pimpliden-Studien fort; Entom.
Nachr., 1889, 8. 17—24, 73—78, 140—142, 156—163, 316—318.
Derselbe desgl. die Ichneumoniden-Studien; ebenda, S. 142
bis 144, 201—208, 286—291.
Derselbe beschreibt Nova genera et speeies Pimplidarum;
ebenda, S. 307—312.
Derselbe theilt seine diesjährigen in Tegernsee gemachten Er-
fahrungen über den Fang der Rhyssa- und E phialt es - Arten
sowie einiger anderer Holzinsekten mit; ebenda S. 313 — 316.
J. Tosquinet bringt Documents p. s. ä la monographie des
Ichneumonides de la Russie d'Asie; Ann. Soc. Ent. Belg. , 1889,
S. 125 — 148. — Die meisten der hier aufgeführten Arten (31) wurden
von Graeser am Amur theils gesammelt, theils aus Raupen er-
zogen.
190 7h. Bei'tkau: Bericlil. ül)er die wissenschaftlichen Leistungen
A. Seh letterer behandelt in monographischer Weise die Hymenopteren-
Gattungen Stenophasmus Stnith, Mononiachus Westiv., Pelecinus Latr.
nnd Megalyra WesUo.; Berlin. Entom. Zeitschr., 1889, S. 197-251, Taf. III,
über deren systematische Verwandtschaft er vorläufig folgende Ansichten aus-
spricht: Die Familie der E vaniaden ist auf die Gattungen Evania, Gasteryption,
Aulacus zu beschränken; Stenophasmus bildet mit Stephanus die Familie der
Stephaniden (Fühler mit 30 — 70 Gliedern); die Gattungen Pelecinus, Ophionellus
und Monomaclms sind in die Famlie der Pelecinideii zu vereinigen (Htlb. im
weiblichen Geschlecht dünn und stark verlängert, im männlichen langgestielt
und am Ende keulig erweitert; Fühler 13 — ISglicd.); Megalyi'a bildet eine
besondere, durch den sehr gedrungenen Körper und den sitzenden Htlb. aus-
gezeichnete Familie.
Tenthredinidae. Aulaconierus lutescens (Nordamerika; die AVespe legt
ihre Eier reihenweise an die Blattstiele von Populus monilifera); J. A. Lintnei',
4th. report, S. 44 mit AbbiM.
Blennocampa bipunctata Larven (in Rosenzweigen); Ed. Andre,
Le Naturaliste, 1889, S. 286 Fig. 3, 4.
Emphytus cinctus in Amerika; J. G. Jack, Psyche, V, S. 279.
K. W. V. Dalla Torre benutzt die Konow'sche Tabelle zum Be-
stimmen der europäischen Hoplocampa- Arten (s. d. vor. Ber. S. 178) und
gibt zu den einzelnen Arten die richtigen, d. h. die prioritätsberechtigten
Namen; Entom. Nachr., 1889, S. 165—169.
F.Thomas macht über das durch eine Tenthredinide erzeugte
Myelocecidium von Lonicera in den Verhandl. d. Botan. Ver. d. Prov.
Brandenburg, XXIX, S. XXIV— XXIX Mittheilung. Die durch Hoplocampa
xylostei Gir. an Zweigen von L. xyl. erzeugte Galle besteht in einer Wucherung
des Markes und des Parenchyms der primären Rinde, ist also ein „Myeloceci-
dium". Verfasser fand diese Galle auch auf L. coerulea bei Suhlen, 2070 M,
und macht noch einige Arten aus Tirol namhaft.
Hylotoma anceps, assimilis (Seoul); 0. Radoszkowski, Hör. Soc. Ent.
Ross., XXIV, S. 232, (Arge) Caucasica S. 11, Beclieri S. 12 (Kaukasus);
H. Tour ni er, L'entomol. Genevois, I.
Die Beiträge zurKenntniss der Gespinnstb] attwespen, Zeitschr.
f. Forst- und Jagdwesen, 4. Heft, April 1889, S. 1—9 (Sep.) von K. Eckstein
beschäftigen sich mit dem in regelmässigen Zwischenräumen verheerenden Auf-
treten von L. pratensis L., hypotrophica Htg. und clypeata Sehr., aus dem der
Verfasser auf eine dreijährige Entwickelungsdauer schliessen zu dürfen glaubt.
Zur Vertilgung wurden mit Klebleim bestrichene Fangbäume verwendet, an die
die Wespen anliogen; vielleicht gestattet auch die von einem Koi'respondenten
mitgetheilte Bcoliachtung, dass die zur Verpuppung in die Erde gegangenen
Larven, die dui'ch Umharken des Bodens gestört Avai'en, sich überhaupt nicht
entwickelten, eine andere und durchgreifendere Vernichtungsweise.
F. W. Makley schildert die Entwickelung der Monostegia ignota Nov.;
Insect life, IT, S. 137-140, Fig. 22, 23.
Seiandria limhata (Theresopolis, Brasil.); W. F. Kirby, Ann. a. l\[ag Nat.
Eist. (6), IV, S. 141.
Siobla bicolor (Theresopolis, Brasil.); W. F. K i rby , Ann. a. Älag. Nat. Hist.,
(6), IV, S. 142.
im Gebiete dci- Entomologie während des Jahres 1889. IQj
Tenthredo Haherliancri (Tnrkestan); W. F. Ivirby, Ann. a. Mao-. Nat. Hist.,
(6), IV, S. 142.
Uroceridae. Cephns pygmaeus nach Amerika eingeschleppt; J. H.
Comstock, Bull. Nr. 11 of the Agricult. experinient Station of Cornell University;
s. Insect life, II, S. 164.
■ Cei^hua 2Mlitissimus (Armenien); A. Costa, Miscell. Entoni. II, S. 10 Fig. 10.
Phylloecus phthisicus Larve (in Rosenzweigen); Ed. Andre, Le
Naturaliste, 1889, S. 285 f. Fig. 1, 2.
Ichneumonidae. C. G. Thomson beschreibt in Fase. XIII seiner
Opnscul. Entom. , S. 1401 — 1438 die schwedischen Arten von Ichneumon (2),
Phygadeuon (4, darunter 3 neue), Pimpla (subg. Pimpla 7, Boplecticus i. In.;
Apeelifh Is 3, Delomerista 2, Tromatobiab, E2)iurus 11), Lissonota(43, 3n.),
Syzeucta (3), Cryptopimpla (1), Stilbops (1). Auf Mesoleptus geniculosus wird
die Unterg. SycJinoleter , auf Eiu'yproctus fuscicornis und eine neue Art Utg.
Phobetes, auf E. abdominator, nigriceps und chrysostomus Utg. Ipoctonuf;
gegründet; von Euryproctus werden ausserdem 4 n. A. beschrieben. Endlich
wird Asthenarus (n. g. Catogiyptid.) crassifemur beschrieben.
Camptotypus (n. g. Pimplin. Lycorinae affine) selJatus, bicolor (Australien);
Kriechbaumer, Entom. Nachr., 1889, S. 311.
Certonotus (n. g. Pimplin. Rhyssae affine) varius (Australien); Kriech-
baumer, Entom. Nachr., 1889, S. 308.
Kriechbaumer erkennt in Lissonota decimator Grav. eine Mischart;
die unter diesem Namen vereinigten Arten gehören zudem nicht zur Gattung
Lissonota, sondern in eine besondere, neue G., Heterolabis , S. 18, deren Arten
crassula (München; Triest; Genf) S. 19, aherrans (Süddeutschi.?, Steiei'mark'?)
S. 21, petiolata (Tegernsee) S. 22 , marginata (München) S. 23 genannt sind;
Entom. Nachr., 1889, S. 17-24.
Lissopimpla (n. g. Pimplin. Lissonotae affine) 8-ynttata, 16-notata, hae-
morrhoidalis (Australien); Kriechbaumer, Entom. Nachr., 1889, S. 310.
Microtritus (n. g. Pimplin. Echthio affine) apicalis (Cayenne); Kriech-
baumer, Entom. Nachr., 1889, S. 308.
Fr. Klapälek stellt die Lebensgeschichte des Agriotypus armatus
in Wort und Bild dar, der bekanntlich in Phryganiden-larven (Silo nigricornis,
pallipes; Goera pilosa; Aspatherium picicorne; Odontocerum albicorne) schmarotzt.
Nach Klapälek ist das am Kopfende des Phryganidengehäuses heraushängende
Band nicht von der Phryganiden-larve^ sondern von dem Schmarotzer gesponnen
und mit dem denselben umhüllenden Cocon verbunden; Entom. Monthl. Magaz.,
XXV, S. 339-343; 434.
G. W. Müller äussert in den Zool. Jahrb., Abth. f. Systemat. u. s. av., IV,
S. 1132— 1134 dieselbe Ansicht, stellt Versuche über die Bedeutung dieses
Bandes für die Schlupfwespen! arve in Aussicht, denkt aber jetzt schon die Ver-
muthung aussprechen zu können, das es der Athraung der Larve diene.
Amblyteles laetabüis (Nikolajefsk, aus Plusia Clieiranthi) S. 127, aemulus
(Wladiwostok) S. 129; J. Tosquinet, Ann. Soc. Ent. Belg., 1889, Johannsoni
Hgr. ^; Kriechbaumer, Entom. Nachr., 1889, S. 288.
Anomalen nugale (Nikolajefsk) S. 140, exquisitum (Pochrofka) S. 142, insigne
(ibid.; Chabarofka) S. 144, hilare (Pochrofka) S. 146; J. Tosquinet, Ann. Soc.
Ent. Belg., 1889.
192 Pb. Bertkaix: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Apterophygus (?) paradoxus (Nunton); J. B. Bridgman, Trans. Entom.
Soc. London, 1889, S. 417.
Arenetra pilosella Grav. new to the British fauna ; P. Canieron,
Trans, a. Proc. Nat. Hist. Soc. Glasgow (N. S.), II, S. 202.
Bassus festatorius (Caltanissetta, Sizil.); A. Costa, Mise. Entoni. II, S. 5,
Fig. 5.
Carapoplex incompletus (Eastburne); J. B. Bridgman, Trans. Entom. Soc.
London, 1889, S. 420.
Euryproctus coxalis (Calabrien); A. Costa, Mise. Entom., II, S. 6 Fig. 6.
C. Gr. Thomson stellt in seinen Opuscul. Entom., Fase, XIII, S. 1321
bis 1353 eine analytische Tabelle von 45 Glypta-Arten mit 19 neuen auf.
Glypta parvicaudata (aus Hypsipetes ruberata); J. B. Bridgman, Trans.
Entom. Soc. London, 1889, S. 435.
Hemiteles nitidus; J. B. Bridgman , Trans. Entom. Soc. London, 1889,
S. 416.
Ichneumon Gerstaecl-eri (Salzburg); Kriechbaumer, Entom. Nachr., 1889,
S. 142, nigritarsis (München) S. 201, aries Krieclth. ^ S. 203, humilis Wsm. r^
S. 204; derselbe ebenda, pulcliellatus (aus Eupith. pulchell.); J. B Bridgman,
Trans. Entom. Soc. London, 1889, S. 411.
Der (Ichneumon) xanthomelas Brüll. xx. die lopp a apicalis desselben Autors
sind identisch; Kriechbaumer, Entom. Nachr., 1889, S. 206— 208.
Leptocryptus ruficaudatus Männchen beschrieben; J.B Bridgman, Trans.
Entom. Soc. London, 1889, S. 416.
Limneria (Omorga) fasciata (aus Trycheris aurana und Psyche intermediella)
S. 422, submarginata (aus Eupith. pygmaeata) S. 423, (Angitia) ammlipes (aus
Bucculatrix cidariella) S. 424, crassa (ebenso) S. 425, Scotiae (aus Heydenia
auromaculella) S. 426, albonotata S. 427, aculeata (aus Lycaena alsus) S. 428,
(Auilasta) Teucrii (aus Pterophorus Teucrii) S. 429; J. B, Bridgman, Trans.
Entom. Soc. London, 1889.
Brauns stellt eine Tabelle der ihm bekannten (7) Lissonota- Arten mit
deutlichen Sclmlterschwielen (Epomia) und fast immer deutlich ovalen Stigmen
des Metatborax, welcher sehr stark halbkugelig ist, auf, S. 4, und beschreibt aus
dieser Abtheilung L. Stecldi (Siders; Biel) S. 1, lunigera (Siei're) S. 2; Mitth.
Schweiz, entom. Gesellscb , VIII.
L. ohsoleta (aus Psyche intermediella) S. 436, distincta S. 487, transversa,
trochanterata S. 438; J. B. Bridgman, Trans. Entoni. Soc. London, 1889.
Meniscus simplex (Wladiwostok); J. Tosquinet, Ann. Soc. Ent. Belg.,
1889, S. 137.
Mesolius hisignatus (Aetna); A. Costa, Mise. Entom., II, S. 7 Fig. 7.
Metopius venustus (Chabarofka, aus Acronycta elongata); J. Tosquinet,
Ann. Soc. Ent. Belg., 1889, S. 139.
Kriechbaumer konnte bei einem für O d o n t o m e r u s q u e r c i n u s Thoms.
gehalteneu Exemplar die von Thomson angegebene Behaarung nicht wahruelmien;
Entom. Nachr. , 1889, S. 74; neu ist 0. geniculatus (Chur; Tegerusee; München)
S. 73.
J. Fallou ei'hiclt Opliiim macrui'um (L.) aus Attacus Cecropia; der
Stich dieser Art, wie auch des ü. luteum, ist recht schmerzhaft; Bull. Soc.
Entom. France, 1889, S. CXXXII; vei'gi. oben S. 187.
im Gebiete der Entomologie während des Jalires 1889. 193
Phygadenon flavopunctatiis S. 414, (Microcryptus) rufoniger S. 415; J. B.
Bridgman, Trans. Entoni. See. London, 1889.
Pimpla inquisitor aus einem Eiercocon der Argiope riparia erzogen;
Insect life, I. S. 324.
P. rufipleura (aus Pygaera curtula; 23 Stück in einem dem Macrocentrus
ähnlichen Haufen von Cocons); G. C. Bigneil, Proc. Entom. Soc. London,
1889, S. XV.
Platjdabus transversus (aus Cidaria sagittata); J, B. Bridgman, Trans.
Entom. Soc. London, 1889, S. 412.
Polyblastus unicinctus (Devon); J. B. Bridgman, Trans. Entom. Soc.
London, 1889, S. 433.
Psilomastax mactator (Wladiwostok; Chabarofka, aus Papilio Xuthus und
Maackii); J. Tosquinet, Ann. Soc. Ent. Belg., 1889, S. 132.
C. G. Thomson (Opusc. Entom., S. 1354—1400) stellt eine analytische
Tabelle der (59) Arten der Gattung Porizon Grav. ani (Porizon mit 12 A.,
5 n.; Diaparsus 12 A., 3 n., Thersilochus 35 A., 22 n.).
Rhyssa clavata Gi-av. = süperb a ScJirmik; die superba Grav. (nee Schrank)
ist demnach mit dem nächstjüngeren Olivier'scheu Namen, Thalessa citraria, zu
benennen; Kriechbaumer, Entom. Nacbr, 1889, S. 156 — 163.
Rh. alpestris Hgr. findet sich auch bei Tegernsee und ist eine Varietät
von approximator; dei'selbe, ebenda, S. 316—318.
Rhyssa persuasoria vAY.gloriosa (Thüringen, aus Cerambyx heros?); Rudow,
Societ. Eutomol., IV, S. 88.
Thalessa praecellens (Wladiwostok); J. Tosquinet, Ann. Soc. Ent. Belg.,
1889, S. 134.
Thalessa emarginata (G^A.) i/^/r. = austriaca Tdiek; Kriechbaumer,
Entom. Nachr., 1889, S. 140—142; s. auch oben bei Rhyssa.
Thersilochus nitidus, carinatus S. 430, minutus S. 431 (England); J. B.
Bridgman, Trans. Entom. Soc. London, 1889.
Xylouomus hrachylaUs (= ater Ratzeb. nee Grav.); Kriechbaumer, Entom.
Nachr., 1889, S. 75.
Braeonidae. AV. H. Ashmead liefert Descriptions of new Braco-
nidae in the collection of the U. S. National Museum; Proceed U. S. National
Museum. 1888, S. 611 — 671. Von den Gattungen der Aphidiinen wird eine
analytische Tabelle aufgestellt, S. 656f.
T. A. Mars hall bringt Part III seiner Monograph of British Bra-
eonidae (Calyptini, Blacin., Liophronin., Ichneutin., Helconotin., Macrocentrin.,
Diospilin.); Trans. Entom. Soc. London, 1889, S. 149—211, PI. X, XI.
Ijolops (n. g. Diospilin.) hastifer (Leicestershire; Devon) S. 207, PI. XI,
Fig. 8, aculeator (Teignmouth; Devon) S. 208; T. A. Mars hall. Monograph.
Paragathis n. g. Agathidin. für (Microdus) thoracicns Cress.; W. H.
Ashmead, a. a. 0., S. 638.
Tetrasphaeropyx n. g. Chelonin. , (Sphaeropygi et Phanerotomae affine,
abdomine 4-segmentato diversum) für (Rhogas) pilosus Cresson; W. H. Ashmead,
a. a. 0., S. 634.
Urosigalphus (n. g. Sigalphin. Schizoprymno affine; cellula submediana
multo longiore quam mediana, antennis 16-artic. . . diversum) armatus (Tennessee)
S. 637, rohustus (Virginia) S. 638; AV. H. Ashmead, a. a. 0.
Archiv f. Naturgesclj. .lalirg. 1890. Bd. II. H.2. Iv[
194 Pli. Bertkau: Bericht über die wisseiischaftliclien Leistungen
Adelura suhcomiyressa (Los Angeles), dimidiata (JoAva, aus einer Fliegen-
larve); W. H. Ashmead, a. a. 0., S. G47.
Apanteles Cleoceridis (England, aus Cleoc. viminalis) S. 426, Butalidis (ibid,,
aus B. fuscoaenea) S. 451, Ononidis (ibid., aus Gracilaria Ononidis und Coleophora
salinella) S. 461, chrysostictus (ibid.) S. 466, Astrarclies (ibid.) S. 471; T. A.
Marshall, in Andre's Species des Hymenopt , IV.
Aphaereta Muscae (Virginia; Missouri) S. 646, Californica (Los Angeles),
Oscinidis (Washington, aus 0. sp. auf Plantago major) S. 647; "W. H. Ashmead,
a. a. 0.
Aphidius hicolor (Washington) S. 658, Procephali (ibid., aus Pr. sp auf
Pinus inops), Pterocommae (ibid., aus Pt. salicicola) S. 659, Laclmi (Kalif., aus
L. sp.), Californicus (PlacerC), ohscuripes (Lafayette, Indiana) S. 660, xantlms
(ßushberg, Mo.), pallidus (Lafayette) S. 661, Phorodontis (Ottawa, Kanada, aus
Ph. mahaleb), confusus (Los Angeles) S. 662: W. H. Ashmead, a. a. 0.
Ascogaster flmnceps (Texas); W. H. Ashmead, a. a. 0., S. 636.
Blacus aptenodytes (Peckham; Guildford); T. A. Marshall, Monograph
S. 174.
Bracon Agrili (aus Agrilus) S. 612, Koebelei (Alameda County. Calif.),
rugosiventris (Bosque C, Texas) S. 613, atripectus (Folsom, Calif.) S. 614, Mon-
tanensis (M.), Alaskevsis (A.), Schtvarzei (St. Catherine Isl., Georgia) S. 615,
'Arisonensis (Fort Grand), Cecidomyiae (Alameda C, aus Cecidomyia- Galle auf
Mimulus glutinosus) S. 616, Diastatae (aus D. sp.), Gastroidiae (aus G. cyanea),
Pisso&<f(Penacook, New Hampshire, aus P. strobi) S.617, Biicculatricis (Washington,
aus B. sp. auf Eiche) , xanthonotus (San Diego , aus einer unbekannten Raupe)
S. 618, Analcidis (Missouri, aus A. Fragrariae), Vernoniue (aus Larven in den
Kapseln von V. noveboracensis) , Junci (aus J. balticus) S. 619, juncicola (aus
Coleophora sp. auf J. halt.), pomifoliellae (aus Buccul. pomifol.) S. 420. Eimrae
(Kalif., aus E. sp.), Jacßandis (Los Angeles, aus Fliegenlarve auf Jugl.), tortri-
cicola (Kirkwood, Missouri, aus Wickler in den Samen von Ambrosia trifida)
S. 621, Trifolü (Washington, aus Tineinen-Larve), atricollis (Missouri?) S. 622,
Nevcidensis (N. C, Kalif.), GelecJiiae (Washington, Kirkwood, aus G. cinerella)
S. 623, notaticeps (Washington), Cookii (Lansing, Michigan) S. 624; W. H.
Ashmead, a. a. O., uromelas (Sardinien) S. 8, Fig. 8. filicauda (ibid.) S. 9, Fig. 9;
A. Costa, Mise. Entomol.II.
Calyptus seymentcUus S. 156, siyalpho'ides (Northamptonshire) S. 158; T. A.
M a r s h a 1 1 , Monograph.
Centistes Virginiensis (V): W. H. Ashmead, a. a. 0., S. 655.
Der Schmarotzer von Megilla niaculata, C. americana Eil., ist auch in
Psyche, V, S. 189, beschrieben ; vgl. den vor. Ber. S. 184, wo durch einen Druck-
fehler der Gattungsname Centctes angegeben war. Die Art ist .später zu Peri-
litus (s. unten) gebracht und wurde von C. P. Gillette auch als Schmai'otzer
in Hippodamia convergens (und Cocc. 9-notata) beobachtet; Psyche, V, S. 279.
Chelonus Lavernae (Kirkwood, Miss., aus L. eloisella), pallidus (Maryland),
nigripennis (Washington); W. H. Ashmead, a. a. 0., S. 635.
Coelinius lotigulus (Garland, Kolorado); W. H. Ashmead, a. a. 0., S. 651.
Dacnusa Oscinidis (Kii-kwood, Miss., aus 0. sp.), confusa (Monroe, Michigan)
S. 650, /lavocincta (Andorsunville, Tennessee) S. 651; W. H. Ashmead, a. a. O.
im Gebiete der Entomologie währeiul des Jahres 1880. 195
Diaevetus americanus (Lafayette, Indiana), Wehsteri (ibid.) S. 669, brunnei-
ventris (ibid.) S. 670; AV. H. Ashmead, a. a. 0.
Dimeris rufipes (Lafayette, Indiana); W. H. Ashmead, a. a. 0., S. 626.
Diospihis ovatus (Peckham); T. A. Marshall, Monograph, S. 204.
Doryctes longicauda (Texas) S. 626, incertus (Washington), mdlipes (Central-
Missouri), Texanus (T.) S. 627; W. H. Ashmead, a. a. 0.
Eubadizon Phymatoäis (Washington, aus Pb. amoenus), inco(j7iitus (Missouri,
Kii'kwood); W. H. Ashmead, a a. 0., S. 644.
Exothecus «««f/m/?««« (Columbus, Texas); W. H. Ashmead, a. a. O., S. 624.
Ganycborus atrieornis (San Mateo County, Kalif.), Orchesiae (Grand Ledge,
Michigan, aus 0. castanea), (?) Gelec/iiae (Kirkwood, Missouri, aus Ct. prunifoliella);
W. H. Ashmead, a. a. 0., S. 645.
Gymnoscelis yiikonensis (Fort Yiikon, Alaska); W. H. Ashmead, a. a. 0.,
S. 656.
Helcon granäis (Louisiana); W. H. Ashmead, a. a. 0., S. 655.
Ischnocaipa atrieornis (Nyack, New York); "W. H. Ashmead, a. a. 0.,
S. 648.
Lipolexis salieaphidis (Los Angeles, aus einer Weidenblattlaus), ehenopodia-
pJiidis (ibid., aus Aphis auf Cheuop. album); W. H. Ashmead, a. a. 0., S. 671.
Lysiphlebus muUiartictdatus (Lafayette, Indiana), ribaphidis (ibid., aus der
,.curi'ant aphis"), piceiventris (Los Angeles) S. 664, cucurhitaphidis (Lafayette, aus
Siphonophora Cucurbitae), eragrostaphidis (Lafayette; Los Angeles), Coquilletti
(Los Angeles) S. 665, Myzi (aus Myzus Ribis) S. 666, Gossypii (Columbia, Süd-
Carolina), ahutilaphidis (Los Angeles, aus Siphonophora sp. auf Abutilon) S. 667,
Tritici (Cadet, Missouri), persicaphidis (Kalifornien), haccharaphidis (Los Angeles)
S. 668; W. H. Ashmead, a. a. 0.
Meteorus Coquilletti (Los Angeles, Kalif., aus Agrotis sp. ?) Oecopsidis
(Washington, aus Oec. sp.), Floridanus (Cocoanut Grove) S. 642, Orchesiae (Grand
Ledge, Michigan, aus 0. castanea), Euchromiae (Caracas, Venezuela, aus E. eri-
phria) S. 643; W. H. Ashmead, a. a. O.
Microdus Grapholithae (Kirkwood, Miss., aus Gr. malachitana), alhocinctus
(ibid.), aciculatus (Texas); W. H. Ashmead, a. a. 0 , S. 639.
Oenone Belfragei (Texas); W. H. Ashmead, a. a. 0., S. 649.
Oncophanes melleus (Washington); W. H. Ashmead, a. a. 0., S. 630.
Opius Anthomyiae {Ij^namg, Micbig.). foveolat us (J-äya); W. H. Ashmead,
a. a. 0., S. 654.
Orgilus terminalis (Kolorado), Bileyi (Missouri?); W. H. Ashmead, a.a.O.,
S. 640.
Perilitus Gastrophysae (Washington, aus G. cyanea); AV. H. Ashmead,
a.a.O., S, 641, (Dinocamptus) (/j»er/crtjms (aus Megilla maculata; Coccin.9-notata;
Hippodamia convergens); C. V. Riley, Insect life I, S. 3.38; vgl. oben unter
Centistes.
Petalodes ij!) politus (Lausing, Michigan); AV. H. Ashmead, a. a. O., S. 631.
Phaedrotoma (?; s«?i</ttmm (Washington, ausTrypeta sp.); W. H. Ashmead,
a. a. 0., S. 655.
Phaenocarpa Americana (Washington); AV. H. Ashmead, a. a. 0., S. 648.
Praon humulaphidis (New York, aus Siphonophora auf Hopfen), Virginiensis
(Arlington); W. H. Ashmead, a. a. 0., S. 657.
N*
19G JP'i- Bertkan: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Promachus sanguineiventris (Missoui'i), r uhr iceps CW&shmgton); W. H. Ash-
mead, a. a. 0., S. 653.
Rhogas Harrisinae (Jacksonville, Florida, aus H. aniericana), puhescens
(Wisconsin) S. 632, Geometrae (Missouri), Platypterygis (aus PI. sp.), similUmus
(New Hampshire) S. 633, Nolophanae (Missouri, aus N. nialana), Cerurae (Napa C,
Kalif., aus C. sp.) S. 634; W. H. Ashmead, a. a. 0.
Rhysipolis carinatus (Texas), Orchesiae (Grra)id Ledge, Michig., aus 0.
castanea); W. H. Ashui ead, a. a. 0., S. 625.
Rhyssalus atriceps (aus Cacoecia rosaceana), similis (?), Loxot(a)eniae (Lafa-
yette , Indiana, aus L. Clemsiana) S. 628, (?) Selandriae (wahrscheinlich aus
S. Cerasi), (?) trüineatus (aus Coleoph. caryaefoliella) S. 629, Oscinidis
(Washington, aus Ose. sp. auf Plantage major), carinatus (Missouri) S. 630; W. H.
Ashmead, a. a. 0.
Schizoprymnus americanus (Texas; der Sigalphus Texanus Cress. gehört
ebenfalls in diese Gattung); W. H. Ashmead, a. a. 0., S. 636.
Spatliius 6'(;gMou(e (Alameda C, Kalif., aus Käferlarve aus Sequoia); W. H.
Ashmead, a.a.O., S. 625.
Synaldis ulmicola (St. Louis); W. H. Ashmead, a. a. O., S. 651.
Trioxys Bhagii (Ridgewood, New Jersey); W. H. Ashmead, a. a, 0., S. 670.
Vipio coloradensis (Güster Gounty); W. H. Ashmead, a.a.O., S. 611.
Wesmaelia Rüeyi i?); W. H. Ashmead, a.a.O., S. 641,
Zele tenninalis (Missouri); W. H. Ashmead a.a.O., S. 652.
Evaniadae. A. Schletterer, dem wiiin den letzten Jahren Abhandlungen
über die Gattungen Gasteryption und Evania zu verdanken hatten, bearbeitet
die Hymen opferen -Gruppe der Evaniiden monographisch; Ann. K. K.
Naturh." Hofmus. IV, S. 107—180, 289-338, 373-546, Taf. VI, VII, XIX— XXII
Von der Familie wird folgende Diagnose gegeben; Antennae 13- 14 art. ; palp.
max. art. 6, lab, art. 4. Ocelli in triangulum dispositi. Pronotum brevissimum,
supra niesonoto plus minus ohtectum. Metanotum abbreviatum. Ped. post. valde
elongati, tib. 4. post. postice calcaratae. Segmentum medium pergrande et ple-
rumque reticulato-rugosum. Abdomen evidenter petiolatum et terebra variae longi-
tudinis instructum; petiolus segraento mediano supra prope metanotum insertus.
AI. ant. Stigma et cellula radialis permagna; cellulae cub. 1—3, disco'idales 1 — 2,
basales 3, submedialis externa 1, at imprimis in Evania innervatio plus minus
obsoleta; alae post. innervatio distincta.
In dem vorliegenden Theile werden die Gattungen Evania (29n. A.), Ga-
steryption (41 n. A.) und Aulacus (11 n. A.) behandelt. Bei den Gattungen wird
nach der Diagnose eine ausführlichere Beschreibung, Schilderung der Lebens-
weise, geographische Verbreitung, Bestimmungstahelle der Arten gegeben. Die
Gattung Evania zählt 83 Arten, die, soweit bekannt ist, in Blattiden schmarotzen.
Die Imagines weiden gelegentlich an Pflanzen, häutiger an .Hauswänden und auf
Schiffen gefunden. So erklärt sich auch, dass die an Blattiden i'eichste Region,
die neotropische, auch die meisten Evania-Arten (47) aufweist. — Gasteryption
zählt 120 bekannte Arten, die mit Vorliebe an altei'skranken Baumstämmen,
abbröckelnden Lehmmauern, Strohdächern, Zäunen und s;nidigen Abhängen und
auf Blüthen in dei' Nähe solche)' Lokalitäten sich aufhalten , in denen Bienen,
Wespen und Grabwesi)en ihre Nester anlegen, in welchen letzteren die Larven
der Gasteryption schmarotzen. — Von der Lebensweise der Gattung Aulacus
im Gebiete fler Entomologie während des Jahres 1889. 197
ist wenig- bekannt; doch kann Referent berichten, dass er bei den Reblaus-
untersuchuugen im Ahrthal eine Art (Patrati?) nicht selten (auch (^) auf Blüthen
einer Umbellifere (Torilis silvestris) fand, die in schlecht gepflegten Weinbergen
nicht selten ist; wahrscheinlich schmarotzt dieser Aulacus in Insektenlarven, die
in Weinbergpfählen leben.
Aulacus magnificus (Ceylon) S. 509 Taf. XXII Fig. 131 , rubidus (Queens-
land) S. 510 Fig. 132, cordattis (Rockhampton) S. 514 Fig. 135, pediculatus
(B)-asi]ien) S. 518 Fig. 136, fusiger (ibid.) S. 519 Fig. 137, capitalis (Chili) S. 520
Fig. 138, Kohli (Cayenne) S 525, Ucornutus (Teffe, Amaz.) S. 529 Fig. 142, am-
bigims (Brasilien) S. 530 Fig. 143, maculatus (Amazoneustrom) S. 531 Fig. 144,
concolor (Brasilien) S. 533 Fig. 145; A. Schletterer, a. a. 0.
Ev a.i\m jiHsilla (Addak, Goldküste) S. 146, dolichopus (Ceylon) S. 151 Taf. VI,
Fig. 14, hrachystylus (ibid.) S. 152 Fig. 15, impressa (Philippinen, Freundschafts-,
Pelew- und Fidschi-I.) S. 153 Fig. 16, verrucosa (Bohol) S. 155 Fig. 17, mediana
(Neu -Britannien) S. 157 Fig. 18, erythrocnemis (Neu- Britannien) S. 158 Taf. VIP
Fig. 19, Magrettn (Celebes) S. 160, longigena (Sydney) S. 163 Fig. 21, angulata
(ibid.) S. 167, scübra (Australien) S. 168 Fig. 23, MüUeri (Australien; Neu-
Britannien) S. 170 Fig. 24, Jnmerata (Adelaide) S. 173 Fig. 26, liicida (Australien)
S. 175 Fig. 27, flagellata (Cordova, Mexiko) S. 290, ferruginescens (Arragua, Vene-
zuela) S. 294 Fig. 31, gemina (Bogota) S. 296 Fig. 32, areolata (Brasilien; Co-
lumbien) S. 298 Fig. 33, signata (Bogota) S. 300 Fig. 34, robusta (Orizaba, Mexiko)
S. 304, calcarata (Brasilien; Columbien) S. 306 Fig. 35, carimilata (Georgetown,
Guyana) S. 307 Fig. 36, düpersa (Bogota) S. 309 Fig 37, tarsaUs (Bogota) S. 312
Fig. 38b, poUta (Südamei'ika) S. 313 Fig. 38a, nana (Brasilien) S. 316 Fig. 40,
albata (Bogota) S. 320 Fig. 42, basalis (ibid ) S. 322 Fig. 43, stimulata (Kuba)
S. 335 Fig. 51 ; A. Schletterer a. a. 0. — E. macrostylus und flavescens werden
zu E. Gredleri gezogen, letztere als Var., S. 318; der Name von E. dorsalis
Cameron (Biol. Oentr. -Amer.) wird wegen der gleichnamigen Westwood'schen
Art durch E. Cameroni ersetzt; S. 320.
Gasteryption dolichuderum (Rhodus) S. 404 Taf. XIX Fig. 5, paternum
(Tirol; Schweiz) S. 406 Fig. 61, foveolatum (Schweiz; Italien) S. 410 Fig. 63,
lugubre (Wallis) S. 412, obscurum (Tessin) S. 419 Fig. 68, nigrescens (Wallis;
Ungarn; Toskana) S. 420 Fig. 69, sabulosum (Oberinnthal) S. 423 Fig. 71, Kriech-
bamneri (Kroatien; Uri; Graubündten) S. 426 Fig. 74, exsectum (Kap) S. 428
Fig. 76, occipitale (Senegal) S. 429 Fig. 77, pmictulatim (Kap) S. 431 Fig. 79,
glabraüim (ibid.) S. 432 Fig. 80, marginatum (Port Elisabeth) S. 433 Fig. 81,
genalc (Rockhanipton) S. 436 Taf. XX Fig. 84, oculare (Sidney) S. 437 Fig. 85,
tenellum (Queensland) S. 437 Fig. 86, valvuläre (Sidney) S. 438 Fig. 87, spinigerum
(Queensland; Südaustralien) S. 441 Fig. 98, Beioüzi (Australien) S. 442 Fig. 91,
coriaceum {WWtov'm; Sidney) S. 443 Fig. 92, rfo^icÄoccjjAaZfts (Südaustralieu) S. 445
Fig. 94, simillimum (Schwanenfluss) S. 448 Fig. 98, leucopus (Australien) S. 4,50
Fig. 100, aequalc (Ostaustralien) S. 455 Taf. XXI Fig. 104, inerme (Ostaustralien)
S. 457 Fig. 106, humerale (Südaustralien) S. 459 Fig. 108, fallax (Queensland)
S. 461 Fig. 109, crassiceps (Südaustralien) S. 462 Fig. 110, macronyx (Australien)
S. 463 Fig. 111, antennale (Australien) S. 464 Fig. 112, plicatum (Sidney) S. 466
Fig. 113, pedunculatum (Neu- Seeland) S. 466 Fig. 114, infumatum (S. Joäo de
Rey, Bras.) S. 468 Fig. 115, zapotecum (Mexiko; Brasilien) S. 471 Fig. 116, macro-
derum (ibid.) S. 473 Fig. 118, albitarse (Brasilien) S. 475 Fig. 119, sartor (Bogota)
198 Pli- Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
S. 47Ü Fig. 120, chaeturwm (Brasilien) S. 477 Taf. XXII Fig. 121, septentrionale
(Britisch-Kolurabien) S. 480 Fig. 122, pensüe (Saskatschewan) S. 483 Fig. 124,
egreyium (Nordamerika) S. 486 Fig. 126; A. Schletterer, a.a.O.
Aug. Schletter gibt eine Monographie der Hymenopterengat-
tung Stephanus Jiir.; Berlin. Entoui. Zeitschr., 1889, S. 71 — 160, Taf. I.
Bezüglich der systematischen Stellung diesser Gattung äussert sich der Ver-
fasser nicht in positivem Sinne. Zu den Evaniaden darf sie nach ihm nicht
gestellt werden; entweder ist sie zu den Ichneiimoniden zu rechnen, oder in die
besondere Familie Stephanidae, die aber dann nicht auch Monomachus enthalten
darf. Von der Lebensweise ist wenig bekannt u. das wenige von Schletterer
nicht ganz richtig wieder gegeben, wenn er z. B. bei St. serrator (coronatus
Jur.) nach Jurine sagt: in trockenem Holz; bei Jurine heisst es supra lignum
exsiccatum, und es sei hier an des Referenten von Leydig (Verhandl. d. naturh.
Ver. d. preuss. Rheinl. u. Westf., 1881, S. 129) mitgetheilte Beobachtung erinnert,
wonach ein Weibchen seinen Legebohrer tief in einen Weinbergpfahl eingesenkt
hatte, so dass es ihn nicht rasch ho'ausziehen und leicht gefangen werden konnte.
Dass diese Art also in im Holz lebenden Insekten schmarotzt, ist als erwiesen
anzusehen. Die Gattung ist mit 42 bekannten Arten über die Erde verbreitet;
4 derselben gehören der paläai'ktischen, 14 der australisch-orientalischen Doppel-
region, 17 der neotropischen, 3 der antarktischen und 4 der äthiopischen Region
an. Synonym mit dieser Gattung sind Foenatopus Smith, Bothriocerus Sichel
und Megischus Brülle. Folgende Arten sind als neu bezeichnet: St. [figas (Schiras)
S. 96 Fig. 3, pachylomerus (Gabun) S. 98 Fig. 13, insignis (Südafrika) S. 100
Fig. 2, 4, 10, uniculor (Mindanao) S. 104 Fig. 11, sulcifrons (Miudanao) S. 110
Fig. 12, lacteipenms (Borneo) S. 119 Fig. 17, leucodontus (Sarawak) S. 121 Fig. 18,
pullescens (Philippinen) S. 129 Fig. 5, 19 , macnirus (Surinam) S. 128 Fig. 22,
(diversus = furcatus Brul. nee Lc}). d- Serv.), marginalis (Bahia) S. 133 Fig. 24,
Änclinus (Kolumbien) S. 138 Fig. 27, collarifer (Tefe; Surinam) S. 141 Fig. 28, 29,
tener (Obidos, Amazon.) S. 142 Fig. 30, vadosus (Manaos, Bras.) S. 146 Fig. 32,
limpidipennis (Mas.sanary, Bras.) S. 147 Fig. 33, Wüstneii (Massanary) S. 149,
Sichnanni (Georgien) S. 152 Fig. 34, tibiator (Aden) S. 293.
Stenophasmus iridescens (Ca p York; Sidney) S. 203 Taf. VII, Fig. 3, 5,
acrogaster (Amazonenstr.) S. 205 Fig. 6, 7, oncophorus (Kap) S. 207 Fig. 2, 8;
derselbe, ebenda.
Pelecinidae. Monomachus variegatus (Brasilien) S. 214, megaeephedus
(ibid.) S. 220, eurycephaliis (ibid.) S. 221, glaberrimus (ibid.) S. 223, pallescens
(Bogota) S. 224; A. Schletterer, Berlin. lEntom. Zeitschr., 1889.
Megalyridae. Megalyra mekmoptera {HMweat-Anstrn].); A. Schletterer,
Berlin. Entom. Zeitschr., 1889, S. 246.
Proctotrypidae. Betyla (n. g. Belytin., Miotae affine, sed apterum)
/ulva (Greymouth, Neu-Seeland); F. Cameron, Mem. a. Proc. Manchestei' lit. a.
phil. soc. (4. Ser.), Vol. II, S. 13.
Malvina (n. g. Belytin,, mctathoracc spinoso ut in Oxylabidc Frst., scd
antennis 13-art.) punctata (Greymouth, Neu-Seeland); P. Cameron, Mem, a.
Proc. Manchester lit. a. phil. soc, (4 Ser.), II, S. 13.
Ap hei opus mclaleucus Dalm. in Typhlocyba rosae s. oben S. 7.
Epyris brcinpcnnis (Gibraltaj-); P. Cameron, Mem. a. Proc. Manchester
lit. a. phil. soc. (4. Ser.) Vol. 11, S. 11.
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 199
K. V. Da Ha Torre beeilt sich, „zur Wahrung der Priorität" die Um-
taufe einiger Arten, die gleichen Namen führen, vorzunehmen: Diapria apicalis
Walk, (non Say) = Walkeri; longicornis Motsch. (non Tlioms.) = Motschulsh/i,
nigricornis ]\fotsch. (non Thoms.) = taiwohanicus \ Cosmocouia elegans How. (non
Forst.) = HoioarcU; Ceraphron teuuicornis Thoms. (non Calliceras tenuicornis
Thoms.) = ultimus; flavipes Thoms. (non Zeit.) = Thomsoni: Belyta affinis Zeit.
(non Nees) = Zetterstedti ; Sitzgsb. naturw. - mediz. Ver. Innsbruck, XVIII,
S. XXXIII f.
Chalcididae. Hoplopsis (u.g.GomjdiMayr affine) Slayri (Mte.di Renda);
T. de Stefan i, II Natural. Siciliano, VIII, S. 141.
T. de Stefani erhielt die bis dahin in Sicilien für selten gehaltene
Chalcis Dalmanni Thoms. in grosser Menge aus den Maden der Sarcophaga
carnaria, die er zu diesem Zwecke züchtete; II Natural. Siciliano, IX, S. 11 f.
Coccophagus Californicus (K., aus Icerj'a Purchasi); L. 0. Howard, Insect
life, I, S. 269 Fig. 65.
Encyrtus dubius (Kalifonnen; aus Iceiya Purchasi); L.O.Howard, Insect
life, I, S. 270, Fig. 66.
Eurytoma Oleariae (in Gallen von Ol. furfuracea auf Neu -Seeland); W.
M. Mas kell, Trans. New-Zealaud Institute, XXI, S. 255 PI. XL
Hadrouotus rugosus (Parasit der muthmasslichen Eier von Dysdercus
suturellus); L. 0. Howard, Insect life, I, S. 241 f., Fig. 53.
Heydenia excellens (Niederösterreich, aus Brutgängeu des Myelophilus
minor Htg.); F. A. Wachtl, Wien. Entom. Zeitg., 1889, S. 89.
Chr. Aurivillius fand die Larven von Melittobia Audouini Westiv.
als Ektoparasiten an den Larven und Puppen von Odynerus bifasciatus; Oefv.
K. Vetensk. Akad. Förh., 1888, S. 610.
Smicra ^/racife (Theresopolis, Brasil.); W. F. Kirby, Ann. a. Mag. Nat. Hist.
(6), IV, S. 143.
Tetramelia (?) meridionalis (Theresopolis); W. F. Kirby, Ann. a. Mag. Nat.
Hist. (6), IV, S. 144.
Thoron oxmcms (Kalifornien; aus Icerya Purchasi); L. 0. Howard, Insect
life, I, S. 269 mit Fig. 64.
Chrysididae. A. Mocsäry verfasste eine Monographia Chrysidi-
darum orbis terrarum universi; Budapest, 1889, 4", S. V— XV, 1—648;
2 Taff. — In der Einleitung wird die Literatur der Chrysididen aufgezählt und
einer summarischen Würdigung unterzogen; hierauf folgt die Diagnose der
Familie, Schilderung ihrer Lebensweise, systematische Stellung. Eine ausführlichere
Beschreibung der Körpertheile schliesst sich zumeist an Dahlbom an; die der
männlichen Begattungsorgaue ist Radoszkowsky entlehnt. Als Unterfamilien
werden unterschieden die Amiseginae (aus der nur unvollkommen bekannten
Gattung Amisega Cam., wahrscheinlich einer Mittelform zwischen Chacididen
u. Chrysididen bestehend), C 1 e p t i n a e (Cleptes, Heterocoelia), A 1 1 o c o e 1 i n a e ( Allo-
coelia n.nom.für Anthracias iiZw//), p]llampinae (Ellampus), Holopyginae (Holo-
pyga, Hedychrum\ Chrysidinae (Spintharis, Chrysogona, Pleurocera, Stilbum,
Chrysis), Parnopinae (Parnopes). Als sicher unterschiedene Arten werden in
dieser Monographie 733 behandelt , während die der überhaupt vorhandenen auf
1000 geschätzt wird; von jenen 733 sind 257 hier zum ersten Mal beschrieben.
— Von der Lebensweise der Chrysididen ist bekannt, dass sie ihre Eier in die
200 Ph. Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Nester von Grabwespen, Wespen und Bienen legen, in denen sie als Einmiether
leben; Cleptes legt ihre Eier nach Art der Ichneumoniden in Larven der Blatt-
wespengattuug Nematus.
Derselbe stellt einen Catalogus Chrysididarum Europae et con-
finium zusammen; Termesz. Füzet, XII, S. 57— 71.
Mediiia zählt 7 spanische Arten aixf; Act. Soc. Espan. Hist. Natural,
XVIII, S. 61.
H. Tournier bringt Description d' Hymenopteres nouv. app. ä la
fam. des Chrysides; Societ. Entoraol., III, S. 153, 161 f , 169, 185; IV, S. 1,
15, 23.
Eevision des amuies copulatrias des traäles de la tribe des
Chrysides, par . . . Radoszkowski, Hör. Soc. Ent. Boss., XXIII, S. 3 — 40,
PI. I — VI, mit Holzschn. im Text. — Nach der CxenitalbeAvaffnung würden die
abweichenden Cleptiden von den Chrysididen zu trennen sein.
Aufzählung der von Miokosewitz im Kaukasus gesammelten Arten;
dei'selbe, ebenda, S. 37 f.
E. Frey-Gessner gibt einige Berichtigungen zu seiner Beai'beitung der
Schweizer Arten; Mitth. Schweiz. Entora. Gesellsch., VIII, S. 140-148, 156^162;
vgl. dies. Ber. für 1887, S. 149.
A.L.Clement Avurde wiederholt von Cbrysiden gestochen; Bull. Soc.
Entom. France, 1889, S. CLI; vgl. ebenda S. CLXXVIII und CXC.
Chrysis (Holochrysis) tenella (Kaukasus) S. 197, Australiaca (Austr.) S. 201,
Azteca (Mexiko), S 209, icnüa (ibid ) S. 211, Kuthyi (Ungarn) S. 212, dialcophana
(Kaukasus) S. 213, Caffra (Kaffrarien) S. 214, Änclrii (Brasilien) S. 215, Krüperi
(Parnass) S. 216, Humboldti var. minor S. 223, var. minuta S. 224, (Sarepta),
gratiosa n. sp. (Algier) S. 225, Vedefunü (== candens Buyss. nee. Germ.) S. 229,
Circe (Kaukasus) S. 230, Hiendlmayri (Spanien) S. 236, cyanivcntris (Algier)
S. 238, Ottomana (Malatia), Erigone (Kaukasus) S. 239, cyanocodia (Tiflis) S. 249,
alhitarsis (Algier) S. 252, piyroeoeliu (Kaukasus; Kleinasien) S. 255, Graja
(Griechenland), Bliudia (Rhodusj S. 258, auropicta (Griechenland) S. 264, fiU-
formis (Südungarn; Fiume) S. 266, Lyäiae (Brussa), Smyrnensis (S.) S. 268, pur-
purascens (Oran) S. 272, dichroa var. minor S. 274, KoliU n. sp. (Griechenland)
S. 275, lepida (Kaukasus) S. 278, porphyrea (Griechenland) S. 284, (Gonochrysis)
trimmata (Taschkend) S. 288, Wüstneü (Syrien) S. 295, Daphnis (Sizilien)
S. 298, consanguinea (Sizilien; Algier) S. 299, melanophris (Algiei') S. 303, Trans-
caspica S. 306, (Mouochrysis) Taschenbergi (Argentin.) S. 816, diacantha (Kau-
kasus) S. 318, (T)ichrysis) fraterna (Cap) S. 322, Buy.ssoni (= pellucida Buyss.
nee Badoszk.) S. 328, Singalensis (Ceylon) S. 824, triacantha (Sumatra) S. 325,
trigomi (Celebes) S. 327, Luzonica (L.) S. 828, aliena (Blumenau) S. 832, gibhosa
(Mexiko) S. 834, Ämazonica (A.) S. 337, Eäsemae (Surinam) S. 838, (Tetrachrysis)
Tolteca (Mexiko) S. 841, propingua! (Orizaba; Blumenau) S. 343, imbeeilla
(Blumenau) S. 344, Taurka (Krim) S. 345, indigotea var. Baghestanica (D.)
S. 347, Guineensis (G.) S. 352, auroUmbata (Aschanti) S. 353, longigena (Cap)
S. 857, Zuluana (Kaffrarien) S. 358, Sibylla (ibid.) S. 859, litarnUs (Delagoa Bay)
S. 360, (ireuta (Madagaskar) S, 361, Aethiopiat (= dubia Badoszk. nee. Cress.)
S. 362, angularis (Aegypteii), albipiUs (ibid.) S. 366, fulvicornis (Taschkend)
S. 873, gracilenta (Hongkong) S. 875, Annamensis (A.) S. 377, Hecate (Java)
S. 378, simulaus (Südaustralien) S. 380, Novarae (Sydney) S. 381, Aaruni (=
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 201
hirsuta Aar nee Gerst.) S. 386, dypeata (Mexiko) S. 393, Fart/ienupe (ibid.)
S. 394, ehlorata (Brasil.) S. 397, inclyta (ibid.) S. 398, fmterna (ßlumenan)
S. 399, Diana (Brasil.) S. 401, carinulata (ibid.) S. 402, callosa (Chili?) S. 406,
leucoch\_e]ila (Mexiko; Brasil.) S. 408, alhovianjinata (Rio- Janeiro), leucophrys
(Fonteboa) S. 409, leucodiyma (Massauary; Fonteboa) S. 411, diademata (Phi-
lippinen) S 414, Ariadne (Griechenland; Kaukasus) S. 416, aurimacula (Algier)
S. 421, decorata (Afrika?) S. 424, eximia (Kaffrarien) S. 428, jucunda (Maze-
donien) S. 430, Sarafschana (S.) S. 437, Hecuba (?) S. 438, rutilans var. Äsiatica
(Aschabad ; Taschkend) S. 448, cJirytiOstif/ma (Italien) S. 4.50, maryinata (Turkestan)
S. 451, Thalhammeri (Südungarn), exUjua (Taschkend) S. 456, consobrina (Persien)
S. 458 , Perezi (Algier) S. 461, Kolazyi (Oesterreich) S. 464 , auruUnfa (Malatia)
S. 472, auroimnctata (Annam) S. 474, Handlirschi (Brussa) S. 477, Chevrieri
var. Orientalis (Griechenland; Ephesus), cäZojm' n. sp. (Algier) S. 480, inaequalis
var. Caucasica (Helenendorf), semiviolacea (Algier) S. 484, Fairmairei (Oran),
Kirschii (Marocco) S. 485, ignita var. japonica, var. infuscata (Kairo) S. 490,
Schlettereri n. sp. (Mexiko) S. 494. Amasina (Kleinasien). Cfiaron (Algier) S. 495,
dubitata (= prasina Dalilb. nee Khij) S. 498, opulenta (Algiei') S. 500, cuchlumys
(Spanien) S. 508, Somalina (S.) S. 512, chrysoc/dora (Taschkend) S. 515, caruifex
(Nord China) S. 517, mandarina (ibid.) S. 522, crassiscuta (Indien; Sumatra)
Eibbei (Celebes) S. 524, spectabilis (ibid.) S. 525, Bengalcnsis (Bombay) S. 527,
admiranda (Batavia) S. 528, arrogans (Malatia) S. 532, (Hexachrysis) pliisia
(Algier) S. 535, Siva (Bengalen) S. 545, monocliroa (Oran) S. 554, therates (Se-
negal) S. 555, Deicitzi (Chinchoxo) S. 556, advena (Neu Holland), Tasmnniaca
(T.) S. 563, stcnops (Orizaba) S. 571, Schulthessi (Mexiko) S. 572, scvera (ibid.)
S. 573. aenescens (Cayeune) S. 577, Fatayonica (Nord- Patagonien) S. 579, Ga-
bonensis (G.) S. 584, Indica (I.) S. 591, (Spinolia) Boyenhoferi (Griechenland)
S.604, Morawitzii (Krasnovyodsk) S. 607; A. Mocsäry, Monographia, (Holochrysis)
Mlokosewüzi (Kaukasus) S. 13, Layodechü (Lagodekki) -S. 15 Fig. 30, (Tetra-
chrysis) äsiatica (Sarafschan) S. 26, Fig. 56, Mocsaryi (Mongolei) S. 29; ßa-
doszkowski. Hör. Soc. Ent. Ross., XXIII, valesiana n. sp. (= sybarita var.
valesiana; schmarotzt bei Hoplopus spiricornis); Frey-Ges sner, Mitth. Schweiz.
Entom. Gesellsch., VIII, S. 148.
Chrysogona Frey-Gessneri (Neu Holland) S. 186, Saussurci (Cordoba, Mexiko),
armata (Blumenau; Neu-Freiburg) S. 187; A. Mocsäry, Monographia.
Cleptes xanthomelas (Blumenau, Brasil.) S.36, Diana (Morea) S. 46, fallax
(Sarepta) S. 49, Chyzeri (Schweiz; Sizilien; = ignita var. Chevrieri Frey) S. 50,
(ignitus var.) scutellaris (Wien; Ungarn) S. 53, Suussurei (Sarepta) S. 57;
A. Mocsäry, Monographia.
Ellampus (Notozus) soror (Triest) S. 68, Kohli (Amras, Tirol) S. 70, Mexi-
canus (Anganguco) S. 72, angustatus (Ungarn; Tirol; Thüringen), Afe7- (Mombassa)
S. 75, alhipennis (Sarepta), Eversmanni (= ambiguus Ev. nee Dalilb.) S. 80,
violasccns (Taschkend) S. 81, (Ellampus i. sp.) Horvdtki (Niederösterreich; Ungarn;
Sarepta) S. 82, Sareptanus (S.), SchmiedeJcncchti (Thüringen) S. 83, sociiis (Algier)
S. 88, auratus var. virescens (Sarepta) S. 91, var. Gasperinii (Dalmatien), var.
cuprat%is (Dalmatien) S. 92, similis n. sp. (Siebenbürgen) S. 96, imbecillus (Ascha-
bad; Pendgikent) S. 98, Twlcestanieus (Taschkend) S. 101, violaceus var. virens
(Thüringen; Kaukasus) S.107, (Philoctetes) i-'nesci (Balearen)S. 109; A. Mocsäry,
202 Pli- Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Moiiographia, difficiUs (Peney) III, S. KU, (Notozus) longicornis (ibid.) S. 185,
viridis (Sarepta) IV, S. 1; H. Touruier, Societ. Entomol.
Hedjfchruni simile (=cyaneuni 3locs., Rad., nee Brülle) S. 157, nif/ropäosum
(Britisch-Columbien; Kalifornien) S. 162, neotropiciim (Neu-Freiburg), Frivaldszkyi
(Krasnowodsk) S. 164, semiviolaceum (AVien; Ungarn) S 165, Szaböi (Oesterreich;
Deutschland; Pyrenäen) S. 167, aureicolle (Kleinasien; Rhodus), semicyaneum
(Taschkend) S. 168, virens var. Cmicasicum (Helenendorf) S. 171, rutilans var.
viridi-imratiim (Algier) S. 175, A. Mocsäry, Monographia, grandis! (niuss
grande heissen; Sarepta); H. Tournier, Societ. Entom., IV, S. 23.
Holopyga Indica (J.) S. 118, insperata (Sidney) S. 119, Novarue (Chili)
S. 124, gloriosa var. Caucasica (Helenendorf) S. 131, Capensis (Cap.) S. 136, torosa
(Brasilien) S. 139, suturalis (Chili) S. 140, Älgira (Setif) S. 149, jucunda (üngai'n;
Niederösterreich) S. 150; A. Mocsäry, Monographia, Hispanica (Südspanien);
H. Tournier. Societ. Entomol., IV, S. 15.
Omalus auiatns var. o5scwr«s (Peney); H. Tournier, Societ. Entomol. III,
S. 153.
Spintharis deaurata (Südafi'ika?); A. Mocsäry, Monographia, S 179.
Cynipidae. P. Caraeron schreibt on the British species of AUo-
trinae, witli descriptions of other new species of parasitic Cynipidae; Mem. a.
proc. Manchester lit. a. phil. soc, (4. S.), II, S. 53—69. Es werden Arten der
Gattungen Allotria, Cleditoma, Trybliographa, Eucoela und Diastrophus be-
schrieben. Die Gattung Aegilips, die Ashmead mit den AUotriiuae vereinigt,
ist nach Cameron auszuschliessen und zu den Figitinen, in die Nachbarschaft von
Anacharis, zu stellen.
K. W. v. Dalla Torre theilt folgende Notizen mit: Zygosis Frst.
= BicerAen Fr st., beide aufFigites urticeti 7)«/;^. begründet (?); Onycbia Hai.
= Callaspidia Uahlh.\ Aspicera Z>ffl//Zö. = Onichia DaMb. nee Hai; Sarethrus
tibialis (Zeit.) = (Melanips) canaliculatus Htg.\ Wien. Entom. Zeitg., 1889,
S. 209 l
C. P. Gillette macht notes on certain Cynipidae with descriptions
of new species; Psyche, V, S. 183-188, 214—221 mit mehreren Holzschn.
(35 A.).
In a Short chapter in the history of the Cynipidous gall- flies,
ebenda, S. 235 — 238, macht H. F. Basse tt die in Wurzelgallen sich entwickelnde
agarae Gener'ation zu Callirrhytis futilis bekannt.
AcraspisOT7Zosi«5(Jowa; Blattgalle auf Quercus macrocarpa) ; C. P. Gillette,
a. a. 0., S. 218, Fig. 4.
Cameron kennt aus Grossbritannien 33 Arten der Gattung Allotria, die
in Blattläusen oder deren Parasiten leben; von den geflügelten Arten gibt er
eine analytische Tabelle und beschreibt A. dolichocera (Glasgow) S. 56, collina
(Mucdock), ßicornis (Cladich, Clydesdale) S. 57, jJtTjjfeffi (Sutherlnndshire) S. 58,
crassa (ibi<l.) S. 59; a. a. 0., S. 54 ff.
Amphibolips Cookii (Jowa, aus Zweigspitzengallcn an Quere, i'ubia); C. P.
Gillette, a. a. O., S. 220, Fig. 6.
Andricus fuUaformis (Jowa, Galle auf Quere, alba); C. P. Gillette, a. a. O.,
S. 214, Fig. ].
Aspicera (?) nigricornis (Theresopolis, Brasil.); W. F. Kii'by, Ann. a. Mag.
Nat. Hist. (6), IV, S. 142.
im Gebiete der Eutomologie wälnencl des Jolires 1889. 203
Bioirliiza rubinus {Jown, auf (,)ueic. alba); C. P. Gillette, a. a. O , S. 215.
Callirrhytis rüdicis (Nordamerika, in Wnrzelgalleu der Qiiercus alba; agame
Generation von C. futilis); H. F. Bassett, a. a. 0., S. 237.
Cleditoma lomßpennis (Glasgow) S. 59, elcfjans (ibid.), truncata (Bishopton)
S. 60, Marshalli (Barnstaple) S. 61, fdicornls (Bishop's Teignton), longicornis
(Barnstaple) S. 62, graciUcornis (Munton) S. 63, atfiniä (Sntherlandsliirel S. 64;
P. Camer on, a. a. 0.
Cynips nigricans (Jowa, auf Quere. bJcolor); C. P. Gillette, a. a. 0., S. 217.
Diastroplius(?)fy3A;VZ/wrMs(Ba]'nstaple, aus der „Nettle-apliis'-); P. Cameron,
a. a. O., S. 67.
Eucoela daripennis (Vera Cruz, Mexiko), Mexicana (Orizaba) S. 14, mar-
ginicollis (ibid.) S. 15; P. Cameron, Meni. a. Proc. Manchester lit. a. philos soc.
(4. Ser ), II, scotica (Clydesdale, Ayrshii'e) S. 65, fortinervis (Gloucester) S. 66,
proxima (Benfleet) S. 67, rufiveutri^ (Trinidad) S. 68; derselbe ebenda.
Gronotoma f/ra«7icorn/6- (Orizaba, Mexiko); P. Cameron, Mem. a. Proc.
Manchester lit. a. phil. soc. (4. Ser.), II, S. 13.
Holcaspis Bassetti (Jowfi, Zweiggallen an Quere, bicolor bildend); C. P.
Gillette, a.a.O., S. 215 Fig. 2.
Neuroterus nigruml (Jowa, Gallen an der Unterseite der Blätter von Quercus
raacrocarpa); C. P. Gillette, a. a. 0., S. 219, Fig. 5.
Trybliographa crai^sicornis (Cambuslaug on the Clyde); P. Cameron,
a. a. 0., S. 64.
Pompilidae. H. Tournier stellt im Eutomologiste Genevois, I, S. 133
bis 140, 154—179 ein tableau synoptique des geures .... des Pompi-
lides auf. In den Arttabellen sind zahlreiche Artnamen mit der Autorbezeichnung
„Tourn." versehen, ohne dass ersichtlich gemacht ist, ob der betreifende Name
hier zum ersten Male veröffentlicht wird.
Meracus (n. g. , für P. bucephalus Tourn. und) alligatus (Tanger);
H. Tournier, a. a. 0.. S. 156.
Telostegus n. g. (Euagetae affine, sed femina unguiculis profunde bifidis)
für (Aporus) major; A. Costa, Rendic. Accad. Sei. flsiche e matemat., Napoli
(S. 2;, III, 1889, S. 80.
Aporus nigricauäa (Neapel; Kalabrien); A. Costa, Rendic. d. Accad. d. Sei.
fisiche e matemat., Napoli, (2. S. 2.) III, 1889, S. 80, tiUalis (Peney) S. 60, gracilis
(ibid.) S.62; H. Tournier, L'entomologiste Genevois, I, 3Iarqueti, Costae (= bicolor
V. d. Lind, nee Spin.) S. 140, Radoszkoioskii (Sibir.) S. 154; derselbe, ebenda.
Ceropales De Stefanii (Sizilien) S. 81 Tav. I Fig. 14, nigripes (Piemont)
S. 33; A. Costa, Imen. Ital., a.a.O., trisiis (Peney), nigrita (Jura) S. 39,
Helvetica (Peney) S. 40; H. Tournier, L'entomologiste Genevois, I.
Tournier schliesst sich der Ansicht Radoszkowski's an, der aus dieser
Gattung wegen der anders gebauten Kopulationsorgane eine selbständige Familie
gemacht hatte; a. a. 0., S. 37.
Euagetes grandis (Astrachan) S. 63, fdicornis (Peney) S. 64, niger (Syrakus)
S. 65; H. Tournier, L'entomol. Genevois, I, sabulosus (Peney); derselbe
ebenda S. 155 in einer Tabelle, in der E. niger Tourn. fehlt, der dafür zur
Gattung Telostegus Costa gebracht ist.
Micropteryx hifasciatus (Oran); H. Tournier, L'entomologiste Genevois,
1, S. 156.
204 Ph- Bertkaii: Bericht ülier die wisseiischaftliclieu Leistungen
Planiceps Hdveticus; H. Tournier, a. a. O., S. 139.
Pompilus noviadii (Sary-jasj^; Murgab); F.Kohl, Ahh. Zool. Bot. Ges. Wien,
1889, S. 283 Taf. VII Fig. 3, 10, secernendns (Sizilien; Piemont) S. 40, micro-
phthalmus (Sizilien) S. 41; A. Costa, Imen. Ital., a.a.O., hucephalus (Tanger);
H. Tournier, Bull. Soc. Ent. Belg., 1889, S. XXIII mit Abbild., navarchus
(Palermo); T. de Stefani, U Natural. Siciliauo VIII, S. 180, subvittatus (Kansu;
Nan-pin) S. 118, elericalis (Kloster Pabo, Mongolei) S. 119, equestris (Kukuchoto)
S. 121, pilirentris (Kansu; Sun-pan) S 122; F. Morawitz, Hör. Soc. Ent. Boss.
XXIII.
Priocnerais rufozonatus {^=\\oi2it\xii Lepel. nee Rossi) Tav. II Fig. 4, hisiynatus
(Mittelitalien) Fig. 5 S. 15, viduus (Lecce) S. 17 Tav. I Fig. 3, guttulatus (Castel-
vetrano, Sizil.) S. 19 Fig. 6, 7, perplexus (Palenno) S. 24 Fig. 10, rufocinctus
(Sizilien) Fig. 9, splendidulus (Piemont) Fig. 11 S. 26, Costae Tourn. i. I. (Sizilien;
Oran) S. 27; A. Costa, Imen. Ital., a.a.O., bimaculatus (Palermo) S. 178,
bifasciatus (Noto, Sizilien) S. 179; T. de Stefani, II Natural. Siciliano, VIII.
P. Magretti theilt mit, dass er den aus Chiracanthium Mildei be-
stehenden Futtervorrath einer Brutzelle der Pseudagenia punctum durch
eine Fliege (Musca domestica) ersetzt habe, von welcher die Larve der Wespe
sich nun bis zu ihrer Verpuppung nähite; Le Naturaliste, 1889, S 84.
Pseudagenia discrepans (Neapel; Sizilien); A. Costa, Imenott. Ital.,
a. a. 0., S. 58.
Salius gyrifron.'^ (Kukuchoto) 8.122, formosus (Kansu; Nan-pin) S. 123,
Chinensis (Kansu; Kloster Dshoni) S. 124; F. Moi'awitz, Hör. Soc. Ent. Boss.
XXIII.
Wesmaelinius Costae (Syrakus); H. Tournier, Bull. Soc. Ent. Belg., 1889,
S. XXIV und L'entoniologiste Genevois, I, S. 156.
Crabronidae. Homoyambrus n. g. Larrid. für (Tachysphex) globiceps
Mm:; F. F. Kohl, Ann. K. K. Naturh. Hofmuseums, IV, S. 191.
Laphyragoyus (n. g. ; venatione alarum ad Astatum appropinquans, piope
Diuetum locandum) pictus (Aegypteu); F. F. Kohl, Ann. K. K. Naturh. Hof-
museums, IV, S. 190 Taf. Vin Fig. 2, 6—9, 11, 21.
F. F. Kohl stellt als neue Artgruppe der Gattung Philanthus s. 1. Fhi-
lopomis auf, die neben Aphilanthops Patton zu stehen kommt, von dem er
sich durch das Fehlen der Episternalnath an den Metapleuren unterscheidet.
In einer Tabelle wird eine Uebersicht der Gattnngsgruppen (Philanthus s. str.,
Anthophilus, Trachypus, Aphilanthops, Philoponus) gegeben. Die Gattung Philo-
ponus ist auf Ph. Bewitzii (Aegypten) S. 195 Taf. VIII Fig. 5, 26, gegründet;
auch (Anthophilus) variegatus gehört zu Philoponus. Ann. K, K. Natui'hist. Hof-
museums, IV, S. 193.
Hphodrotes (u. g.; Oculi non rcnati niandihularum basini subtus attin-
gunt ((J). Oi'bita interiora parallela; stemmata normalia. Palp. max. 6-art.,
labial. 4-art. Mandibulac interdum margine exteriore profunde excisae. Antennae
tilif., 13-art. ((^). Collare discretum pronoto vix himilius. Sutura episternalis
mesopleurarum disci'eta. Segm. med. postice fere ad perpendiculum abscissum,
lateribus marginatum. Segmentuni ventrale secundum valde convexum . . .
Unguiculi i)nlvillis validis. AI. ant. magnac, arcola radiali apice subrotundata,
appendiculata; areola cubitalis pj'ima quam socunda petiohita et tertia subrhom-
bo'idea simul sumptis fere major; tertia venas recurrentes 1 et 2 excipit. Vena
im Gebiete der Entomologie wäbreiul des Jalires 1889. 205
basalis al. ant. extia areol. submedialem primam egrediens. — Ar. subined. al.
post. post origiiiem veiiae cubitalis termiiiata) punctuosa (Nen-Süd- Wales); F.F.
Kohl, Ann. K. K. Naturhist. Hofmusenms, IV, S. 189 Taf.VIII Fig. 1, 10, 13, 24.
Ammopbila mandibulata (Hari-rud); 0. 0. Waterhouse, Ti'ans. Linu. Soc.
London, (2. S.), V, S. 134 PI. 14 Fig. 18, nearctica (Washington Terr.); F. F. Kohl,,
Abb. Zool. Bot. Ges. Wien, 1889, S. 18 Anm., Buddha (Barrakpore; Allahabad)
S. 94, Orientalis (ibid.) S. 96, Viscliul (Mussoorie-H.) S. 98, (Psammophila) hirticeps
(Gilgit) S. 99, (Parapsammopbila) violaceipeymis (Poonah) S. 100; P. Cameron,
Hymen. Orient., dehilis (Zagan-Burjuk, Mongolei) S. 125, (Psammophila) Andrei
(Kansu) S. 126, (Miscus) striaticollis (Chntocbo) S. 127, nigrina (Kansu; Ssigu)
S. 128; F. Morawitz. Hör. Soc. Ent. Boss., XXIII.
Anthophilus rariegatus (Tufyn); F. Morawitz, Hör. Soc. Ent. Boss., XXIII,
S. 155.
Astatus scapuluris (Araxesthal); F.F.Kohl, Ann. K. K. Naturh. Hofmu-
seums, IV, S. 194 Anm., (Astata) maculifrons (Mussoorie-H.) S. 149, aryenteofa-
aVtZis (Barrakpore), nigricans (Poona) S. 151; P. Cameron, Hyraenopt. oriental.,
ieyuldris (Jelissj^n-Kure, Mongolei); F. Morawitz, Hör. Soc. Ent. Boss., XXIII,
S. 134.
Bembex diversipes (Kansu; Nan-pin) S. 138, melänura (Kloster U-tai,
Mongolei) S. 141, hurhiventris (Gaotai) S. 143, picticoUis (Chetschuen) S. 144,
semmi/n/ (Kloster Pabo) S. 148; F. Morawitz, Hör. Soc. Ent. Boss., XXIII.
Th. Steck stellt eine Bestimmiuigstabelle der schweizerischen Arten
der Gattung Oerceris zusammen; Mitth. Schweiz. Ent. Ges. VIII, S. 167—171.
Cerceris Alexandrae (siidl. Mongolei) S. 156, quadricolor (Kloster U-tai)
S. 158; F. Morawitz, Hör. Soc. Ent. Boss., XXIII.
Cerceris ibcrica (Madrid) S. 879, polita (Dalmatien; Albanien; Syrien;
Sarepta) S. 881, excavata (Sarepta) S. 884, Sclnüthessi (Sarepta) S. 885, Stecht
(ibid.) S. 887, flacescens (Kirgbisen-Steppe) S. 891, denticulata (Turkestan) S. 895,
colorata (ibid.) S.896, ^ranswevsa (Samarkand) S. 898, ruhecula (Kairo) S. 899, ono-
^JÄora ( Tunis) S. 1124; A. Sehletterer, Zool. Jahrb., Abth. f. System. u. s.w., IV.
Crabro (Solenius) Wcdteri (Aschabad); F. Kohl, Abb. Zool. Bot. Ges, Wien,
1889, S. 281, Tal VII Fig. 13, 15, pedicellaris (Kansu); F. Morawitz, Hör.
Soc. Ent. Boss., XXIII, S. 160.
Dolichurus corniculus Spin, versorgt seine Nachkommenschaft mit
Blattiden (Aphlebia punctata Charp.) und liefert damit einen Beweis, dass diese
Gattung mit den echten Sphegideu, namentlich Ampulex, am nächsten verwandt
ist; A. Haudlirsch, Sitzgsb. Zool. Bot. Gesellsch. Wien, 1889, S. 81—83.
Gastrosericus Wrougfdoni, liothneyi (Barrakpore); P. Cameron, Hymenopt.
Orient., S. 147, rufiventris (Zagau-Buijuk); F. Morawitz, Hör. Soc. Ent. Boss.,
XXIII, S 135.
Der 3. Theil von A. Handlirsch's „Monographie der mit Nysson
und Bembex vei'waudten Grabwespen" (vgl. den vor. Ber. S. 174) enthält
die Bearbeitung der Gattung Gorytes. Die Arten dieser Gattung wurden von
manchen für Schmarotzer gebalten, so G. mystaceus von Lepeletier aus dem
Grunde, weil die Vordertarsen keine Wimperhaare tragen, also zum Graben
nicht geschickt seien. Was von einzelnen Arten beobachtet ist, lässt den Schluss
gerechtfertigt erscheinen, dass sie „Grab"-M^espen sind und ihre Brut mit
Cicadinen versorgen. Auffallend ist die Mimikry mancher Arten nach Falten-
"206 PI'- ßertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
wespen. Zu den 90 bekannten Arten besclireibt Handlirsch 31 neue, nämlich
G. Eogcnhoferi (G-riechenland ; Kleinasicn) 8.338 Abbild., mesostenus (Aegypten)
S. 345, aeneiis (Blumenar;) S. 348, parvulas (Buenos Aires; Brasil.) S. 351 Abb.,
hirtus (Brasilien) S. 853 Abb., violaceus (ibid.) S. 359, robustus (Bluinenau; Mexiko)
S. 380, sepnlcralis (Blumenau) S. 388 Abb., hamutus (Kolorado) S. 403 Abb.,
microcephalm (Georgia) S. 405, Pergandei (Virginia; Illinois) S. 407, harbatulus
(Illinois; Texas) S. 408, spilopterus (Nevada) S. 414 Abb., consanguineus (Do-
brudscha; Dalniatien; Attika) S. 422 Abb., exigims (Süddeutschi,; Schweiz;
Frankreich) S. 423, Walteri (Turkmenien) S. 427 (und Abhandl. Zool. Bot- Gesellsch.
Wien, 1889, S. 279), Sureptanus (S.) S. 435 Abb., lateritius (Guanajuato) S. 442,
infernalis (Attika) S. 448 Abb., jMcms (Britisch-Columbia) S. 455, Ttadoszkuioskyi
(Korea) S. 470 Abb., Koreanus (ibid.) S. 471, ambkjuus (Altai) S. 476 Abb.,
geminus (Viiginia) S. 478, foveolatus (Albanien; Dalmatien; Südrussland) S. 485
Abb., fallax (Schweiz; Wien; Kaukasus) S. 489, Procrustes (Korfu; Italien;
Ungarn) S. 490 Abb. , ScJtmiedehieehUi (Griechenland ; Kleinasien) S. 492 Abb.,
rubiginosus (Mexiko) S. 502, uequalis (ibid.) S. 505, KoTäii (Dalmatien; Kroatien)
S. 511 Abb., splendidus (Mexiko) S. 513, (procerus = elegans Smith nom. praeocc.)
notahilis (Mexiko) S. 520, bipartitus (Georgia) S. 521, {orientaUs = tricolor Smith
nom. praeocc. S. 537), deccratus = ornatus Smith nom. praeocc S. 542); Sitzgsb.
k. Akad. Wissensch. Wien, XCVII, 1. Abth., S. 316-565, Taf. I— III.
Hemipepsis holosericea (Italien); A.Costa, Imen. Ital., a.a.O., S. 11
Taf. I Fig. 3.
Hoplisus wac«iiConr/s (Kansu; Ssigu); F. !5[orawitz, Hoi'. Soc. Ent. Ross.,
XXIII, S. 149.
Larra fuscipennis (Tarhoot, Bengalen) S. 126, nigriventris (Barrakpore;
Allahabad) S. 127; P. Cameron, Hymen, orient.
Lii'is nigripennis (Bangalore; Poona); P. Cameron, Hymen, orient., S 131.
Mellinusterius aphidiiim! (Rio de Janeiro); F. Meunier, Le Naturaliste,
1889, S. 24.
Mimesa Mongulica (Jelissyn-Kure); F. Morawitz, Hör. Soc. Ent. Ross.,
XXIII, S. 129, carbonaria (Peney) S. 95, (Apoi'ia) mpei-ba (ibid.) S. 102, Helvetica
(ibid.) S. 103, Bed-eri (Sarepta) S. 104, lixivia (Peney) S. 105; H. Tournier,
L'entomol. Genevois, I.
Palarus gracüis (Pul-i-chatun); F. Kohl, Abb. Zool. Bot. Ges. Wien, 1889,
S. 277 Taf. vil Fig. 14, fimerarim (Zagan-Burjuk); F. Morawitz, Hör. Soc.
Ent. Ross., XXIII, S. 136.
F. F. Kohl gibt eine Beschreibung der in ihrer Färbung sehr veränder-
lichen Parapsammophila dives nach ihren eigentlichen Merkmalen; Abb.
Zool. Bot. Ges. Wien, 1889, S. 22 Anm.
T. deStefani stellt ein (Quadro dicotomo dei Pelopoeus siculi auf,
II Natural. Siciliano, VIII, S. 267-269, mit P. pcn.silis var. Iriniivriensis, S. 269.
Pelopoeus (Chalybion) Walteri (Kaukasus); F. F. Kohl, Abb. Zool. P.ot. Ges.
AVien, 1889, S. 22 Anm. und 276 Anm.
Philanthus mongolicus (Ta-wan; Oi'doss); F. Morawitz, llor. Soc. Ent.
Ross., XXIII, S. 151.
.Piagetia fasciatipemris (Ceylon); P. Canieion, ]\[em. a. proc. ]\[anchester
lit. a. pbilos. soc. (4. Ser.), II, S. 16, ruficornis (Poona); derselbe ebenda S. 133,
Mongolica (Zagan-Burjuk); F. Morawitz, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIII, S. 130.
im Gebiete flev Entomologie wälireml des Jalires 1889. 207
Psen Schencki S. 112, simplex S. 114, minittus S. 125, Cherrieri S. 126,
niyncornis S. 127, lontjulus S. 128, pygmaeus S. 129 (alle von Peney bei Genf);
H. Tournier, L'entomolog. Genevois, I.
Rhinopsis ruficornis; P. Cameron, Hymenopt. orient. S. 115.
Rhopalum Buddha (Poona, Indien); P. Cameron, Mem. a. Proc. Manchester
lit. a. philos. soc. (4. Ser.), II, S. 18.
Im russischen Reiche kommen die beiden Thyreus - Arten, der häutige Th.
clypeatus L. und der seltenere Th. camelus Eversm. vor; von letzterem wird
das bis dahin unbekannte Weibchen beschrieben; F. Morawitz, Hör. Soc. Ent.
Ross., XXIII, S. 549-551.
Kohl zeigt, dass Eremochares Doriae, die einzige Art der Gattung,
eine Farbenvarietät der Parapsammophila dives ist, und dass daher Eremochares
keine Existenzberechtigung hat. Aber auch die für Parapsammophila ange-
führten Merkmale sind nicht ausreichend, um diese Gattung von Annuophila zu
trennen; Coloptera ist wahrscheinlich auf eine Ammophila-Art gegründet, bei
der eine der 3 Kubitalzellen verschwunden ist. Abhandl. Zool. Bot. Ges. Wien,
1889, S. 17.
Sphecius percussor (Tschuli); A. Handlirsch, Abh. Zool. Bot. Ges. Wien,
1889, S. 280, Taf. VII Fig. 16.
Sphex lugens (Araxes-Thal); F. F. Kohl, Abh. Zool. Bot. Ges. Wien, 1889,
S. 25 Anm., erythropoda (Indien) S. 110, Bothneyi (Allahabad; Mussoorie H.)
S. 112, xanthoptera (Barrakpore; Mussoorie H.) S. 113; P. Cameron, Hymen.
Orient., viontanus (Jan-Myn-Guan) ; F. Morawitz, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIII,
S. 128.
Stizus terminus S. 134 PI. 14 Fig. 17, tayes S. 135 Fig. 20 (Hari-rud); CO.
Waterhouse, Trans. Linn, Soc. London (2. S ), V, Raddei (Tschuli); A. Hand-
lirsch, Abh. Zool. Bot. Ges. Wien, 1889, S. 280.
Tachysphex dignus (Nuhur); F. Kohl, Abh. Zool. Bot. Ges. Wien, 1889,
S. 278, erythrogaster (Poona) S. 143, Bengalensis (Tirhoot) S. 144, auriceps (Poona),
S. 145; P. Cameron, Hymenopt. orient., (?) (/?oZ>/cej9S (Zagan-Burjuk) ; F. Mora-
witz, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIII. S. 132.
Tachytes erythropoda (Mussoorie-H.) S. 135, ornatipes (Barrakpore) S. 137,
Virchu! (Mussoorie-H.) S. 138, Bothneyi (Tirhoot, Bengalen) S. 139, vidnus (Tir-
hoot) S. 140, hasalis (Mussoorie-H.) S. 142; P. Cameron, Hymenopt. orient.
Trypoxylon Buddha (Barrakpore) S. 119, tinctipeymis (ibid.) S. 121, canali-
culatum (ibid.) S. 122; P. Cameron, Hymen, orient.
Scoliadae. W. F. Kirby bringt Descriptions of new species of
Scoliidae ..., wath occasional reference to species already known; Trans.
Entom. Soc. London, 1889, S. 443-454, PI. XV. — Es werden Arten der Gat-
tungen Liacos (Triliacos S. d- S.), Diliacos, Scolia (Triscolia S.d-S.), Discolia,
Elis (Trielis S. S S.) und Canipsonieris (Colpa St. Faryeau, Dielis S. S S.) be-
handelt. Die Gattungen Cosila und Epomidiopteron gehören wohl nicht zu
dieser Familie ; auch die Stellung von Pseudoscolia Bad. und Dyscolesthes Westw.
scheint zweifelhaft.
Campsomeris tomentosa (Sierra Leone), princeps (Delagoa Bay) S. 451,
Ceylonica (L.) S. 452, Whitelyi (Tambo Valley, Peru) PI. XV Fig. 6, bivittata
(Rio Grande) Fig. 5 S. 453; W. F. Kirby, a. a. 0.
208 P''- Bertkau: Bericht über die wisHenschaftlichen Leistungen
Diliacos eximius (Aru) PI. XV Fig. 1, S. 444, Dorycus (Dorey) S. 445;
W. F. Kirby, a. a. 0.
Discolia Chryseis (Sierra Leone) PI. XV Fig. 3 S. 447, disparilis (Natal;
Angola) Fig. 7 S. 448, punctatissima (Solouion I.), Hecate (Trinidad) Fig. 4 S. 449;
W. F. Kirby, a. a. 0.
Elis lugens (Rio Grande do Sui) PI. XV Fig. 8, Budaba (Chanian); W. F.
Kirby, a. a. 0., S. 450.
Da Morawitz die Koraarovia victorio.sa Bad. für Pseudonieria Tanier-
lanella Sauss. erklärt hatte, so stellt 0. Radoszkowski die Unterschiede beider
neben einander und ergänzt die Merkmale seiner Art durch die Beschreibung
des Männchens; Hör. Soc. Entom. Ross., XXIII. S. 306—312 mit 5 Holzschn.
Myzine minuta (Andalusien; Tanger) S. 13, rw^osojj?^?;ctoto (Sarepta) S. 15,
polita (Südrussland) S. 16; H. Tournier, L'entomologiste Genevois, I.
Scolia (Discolia) Pontanini (Tschagan - Nor) S. 113, rentralis (ibid.) S. 114,
rufispina (Kausu; Suu-pan) S. 115, (Trielis) mongoUca (Lu-ja-tuu am Chei-cho)
S. 116; F. Morawitz, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIII, (Scolia) Halima (Natal)
S. 445, unimaciduta (Indien), iyriantldna (Andaman I.) PI. XV Fig. 2 S. 446,
laeviceps (Australien) S. 447; W. F. Kirby, a. a. O.
H. Tournier stellt ein Tableau syuoptique des especes du genre
Tiphia Fabr. zusammen; Bull. Soc. Entom. Belg., 1889, S. XIX- XXXII und
erweitert dasselbe zu einer Monographie des especes Europeennes et
des contrees liniitrophes du g. Tiphia Fabr.; ebenda, Annales, S. 1—35.
Tiphia arenicola (Saiy-jasy); F.Kohl, Abb. Zool. Bot. Ges. Wien, 1889,
S. 284, Olcesei (Andalusien; Tanger) S. XIX — XXI und 6, Beckeri (Sarepta;
Astrachan) S. XX und 9, semipolita (Ungarn) S. 20, laeviceps (Sarepta) S. 21,
Sareptana (S. ; Astrachan) S. 23 und XX, aws^nam (Südösterreich) S.24, Lethierryi
(Bone) S. 29, Putoni (ibid.) S. 31, lativentris (Ungarn) S. XXI und 11, ruyosa
(Genf) S. 13, infima (ibid.) S. 14, disthnta (mA.) S. 15 und XXII; H. Ton rnier,
a. d. a. 0., Ch inensis (Kansu ; Lun-an-fu) ; F. M o r a w i t z , Hör. Soc. Ent. Ross., XXIII.
Sapygidae. Sapyyina n. g. (al. ant. venula transverso-cubitali ultima
transversa, recta; hinc cellula tertia cubitali od radialem minime angustata;
cetera ut in Sapyga) für'S. decemguttata Jiirine = Polochrum cylindricum Schenk;
A. Costa, Iraen. Italian., a. a. 0 , S. 85.
F. Morawitz stellt eine Uebersicht der russischen Sapyga- Arten
zusammen; Hör. Soc. Ent. Ross., XXIII, S. 540-549 (S. repanda Spin., cylindrica
Schenck, caucasica Bad., clavicornis L., quinquepunctata F., exornata Gerst.,
similis F. und Schevyrevi von Piatigorsk, S. 545).
Sapygina niyra (Peney); H. Tournier, L'entomologiste Genevois, I, S. 36.
Mutillidae. Mutilla intermedia (Sizilien); A. Costa, Mise. Ent. IT, S. 1,
Fig. 1 (von De Stefani unkenntlich beschrieben; vgl. dies. Ber. für 1887 S. 161),
Lic/itensteird (Montpellier); H. Tourniei', L'entumologiste Genevois, I, S. 13.
Myi'inosa /onr/uoZZ/s (Sarepta) S. 17, ohscuripes (Tanger) S. 35; H. Tournier,
L'entomologiste Genevois, I,
Formicidae. .T. Lubbock tlieilt Pait XI seiner Observations oii
ants, bces ant wasps mit; Journ. Linn. Soc. London, (Zool.), XX S. 118 — 13(3.
Während von Polyeigus rufescens schon lange bekannt ist, dass er ohne seine
Sklaven niclit leben kann, tindct man Nester von Formica sanguinea auch oline
im Gebiete der Entomologie währeml des Jahres 1889. 209
Sklaven; doch scheinen die letzteren auch hier, wenn auch nicht unbedingt
nöthig, doch von grossem Vortheil zu sein, wie folgende Beobachtung beweist.
Ein seiner Königin beraubtes Nest von F. sanguinea hatte , nachdem alle seine
Sklaven gestorben waren, Anfangs 1886 etwa 50 Einwohner, unter denen von
nun an eine starke Sterblichkeit eintrat, so dass um die Mitte desselben Jahres
nur noch 6 übrig waren und auch diese kein langes Leben mehr erwarten Hessen.
Anfangs Juli wurden diesen 0 einige Puppen von F. fusca beigegeben, die, in
die Nälie iiires Nestes gelegt, von den F. sanguinea bald entdeckt und ins Nest
getragen wurden. Von da an bis zum Dezember starb nur noch eine, und noch
im August 1888 waren noch zwei am Leben. — Während Graber bewiesen
zu haben glaubte, dass die Ameisen, gleich anderen (auch blinden) Thieren, die
Lichtstrahlen durch die allgemeine Köi'perhaut unterscheiden können, bleibt
Lubbock dabei, dass sie diese mittels ihrer Augen unterscheiden. — Ein
Orientierungssinn, der den Ameisen die Richtung des zu nehmenden Weges
errathen lasse, ist nicht anzunehmen; sie lernen vielmehr den Weg kennen. —
Während Forel mit Formica-pratensis-Nymphen, die ans ihrem Nest genommen
und von F. sanguinea aufgezogen waren, die Erfahrung machte, dass dieselben
von den Angehörigen ihres Nestes nicht wieder erkannt, sondern feindlich be-
handelt wurden, machte Lubbock mit Lasius niger den Versuch mit dem-
selben Erfolg wie früher; in ihr Nest zurückgebracht, wurde keine angegriffen;
dagegen wurden sie von ihi-en Ammen z. Th. feindlich behandelt. — Eine seit
Dezember 1874 in Gefangenschaft gehaltene Königin starb erst am 30. Juli
1887, Wtir also über 13 Jahre alt geworden; eine andere lebte gar bis zum
8. August 1888 und erreichte demnach ein Alter von nahezu 15 Jahren und
legte 13 Jahre lang befruchtete Eier, so dass die Spermatozoen ihre Lebens-
fähigkeit 13 Jahre lang behalten haben müssen. ~ Den einer Ameisenpuppe
ähnlichen Samen von Melampyrum pratense wurde von Seiten der F. fusca
keine Beachtung geschenkt, während Lasius niger sie einige Male in ihr Nest
trug. — Auf 2 Blättern stellt Lubbock je ein seiner zur Beobachtung dienenden
Nester von Tapinoma und Lasius niger dar.
R. Hay bestätigt in einer Note on a habit of the red ants die Angabe
Snow's und Savage's, dass diese Ameisen auf der Oberfläche ihrer Haufen
glänzende Steine, Glasscherben u. s. w. ansammeln und ergänzt dieselbe da-
durch, dass er beobachtete, dass die Ameisen diese Gegenstände ans der Um-
gegend zusammentragen. Li der Umgegend von Dodge City fand er in derselben
Weise Stückchen von Steinkohlen verwandt, die die Ameisen von den Abfällen
vorüberfahrender Kohlenzüge aufgelesen hatten. Diese Erscheinung hatte in
Dodge City die Ansicht veranlasst, dass unter dem betreffenden Ameisenhaufen
sich Kolilenlager befänden, aus denen die Ameisen Stückchen au die Oberfläche
brächten ; Transact. Kansas Academy of Science , X, S. 27 f.
J. E. Fletscher erhielt von Arbeitern des Leptothorax tuberum
Eier, aus denen sich, wie zu erAvarten war, Männchen entwickelten; Entom.
Monthl. Magaz., XXV, S. 313 f.
E. Andre beschreibt Hynienopteres nouveaux app. au groupe des
Formicides; Revue d'eutomologie, 1889, S. 217—231.
W. Mai'shall, Leben und Treiben der Ameisen, Leipzig, 1889,
8", 144 Ss.
AvcU. f. Naturge.sch. Jahrg. 1890. Bd. II. Ü.2. 0
210 Pli- Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
H. Douliot: Les fourmis moissonneuses; Le Naturaliste, 1889,
S. 268.
G. A. J. Rothney macht Notes on Indian ants, ilire Häufigkeit, ihre
Verbreitung, ihre Lebensweise; Trans. Entom. Soc. London, 1889, S. 347 -374.
W.Trelease: Myrmecophilism; Psyche, V, S. 171— 180.
C. Berg liefert eine enuuieracion sistemäticae sinoniniica de los
Formicidos Argentinos, Chilinos e Uruguayos; An. Soc. Cientif. Ar-
gentina, T. XXIX, S. 5-43, (75 A.)
C. Emery zählt in einer Nota alcune formiche della Republica
Argentina (16 A.) auf; Ann. Mus. Civ. Genova, (2. S ), VI, S. 690-694.
Ein kleiner Beitrag zur Niederländischen Aineisenfauna von
B. Wasmann fügt den bekannten (29) Arten noch Fonnica truncicola Latr.,
Myrmecina Latreillei Chirt. und Strongylognathus testaceus Schenck hinzu, die
sämnitlich in der Umgegend von Exaeten bei Roeimond gefunden wurden;
Tijdschr. v. Entomol., 32., S. 19
Ätopomyrmex (n. g. Creniastogastri affine) Mocquerisi (Dakar, Senegal);
E. Andre, Revue d'entomologie, 1889, S. 227.
Anochetus (Stenomyrmex) inermis (Trinidad); E. Andre, Revue d'ento-
mologie, 1889, S. 221.
Oamponotus melicMoros (Christmas Isl.); W. F. Kirby, Proc. Zool. Soc.
London, 1888, S. 551, hituberculatus (Dakar, Senegal) S. 217, compressiscapus
(Sierra Leone) S. 218; E. Andre, Revue d'entomologie, 1889.
Cataulacus Mocqueri/si (Sierra Leone); E. Andre, Revue d'entomologie,
1889, S. 229.
Cremastogaster GamUensis (G.) S. 228, mandibular is (Sierra Leone) S. 229;
E. Andre, Revue d'entomologie, 1889.
G. A. J. Rothney schildert seine durch 4 Jahre hindurch fortgesetzten
vergeblichen Bemühungen, das Weibchen von Dorylus zu erlangen; Trans.
Entom Soc, London, 1889, S. 371—373.
Eciton Spetjaszinü (La Plata), angustinode (Rio Grande do Sul); Eniery,
Ann. Mus. Civ. Genova, (2. S.), VI, S. 691 (mit Tabelle dieser Arten und des E.
Hetschkoi Mayr), cristatum (Südamerika); E. Andre, Revue d'entomologie, 1889,
S. 223.
Ectatorama (Rhytidoponera) ntimeense (Neu-Kaledonien); E. Andre, Revue
d'entomologie, 1889, S. 221.
Lobopelta australis (La Plata); Emery, Ann. Mus. Civ. Genova, (2. S.),
VI, S. 693, aspera (Hue, Annam); E. Andre, Revue d'entomologie, 1889, S. 222.
Myrmica tihetana (T.); G. Mayr, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIV, S. 279.
Phidole triconstricta For. var. nitidula ( Ai'gentiuien) ; Emery, Ann, Mus.
Civ. Genova, (2. S.i, VI, S. 693.
Podorayrma Caledonica (Numea); E. Andi'e, Revue d'entomologie, 1889,
S. 525.
Polyrrliachis concava (Sierra Leone) S. 218, decemdentida (ibid ) S. 219;
E. Andre, Revue d'entomologie, 1889.
Strongylognathus Huberi For. in Andalusien; Medina, Act. Soc.
Esp. Hist Natur., 1889, S. 31.
A. Bellevoye hatte Gelegenheit, in Reims das Tetramorium Phara-
onis zu beobachten. Er fing an ausselegten Stückchen von Ochsenlebei' in
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 18S9. 211
Zeit von 6 Wochen 350 000 Arbeiter, denen sich vom September an bis in den
Dezember hinein anch Männchen und Weibchen zugesellten (vom 15. Sept. —
25. Oktob. 577 Weibchen, 239 Männchen ; von da bis 6. Dezember noch 203 Weib-
chen). Nur die wenigsten derselben waren geflügelt, einige hatten nur noch die
Hinterflügel. Hiernach treten die geschlechtsreifen Individuen wahrscheinlich
im Septemliei' auf, und die Weibchen verlieren die Flügel sehr bald nach der
Begattung; Bull. Soc. Ent. Fiance, 1888, S. CLXXVII— CLXXXI.
Vespidae. Chr. Aurivillius bringt einen Bidrag tili kännedomen om
vära solitäre getningars lefnadssätt; Bih. tili K. Svensk. Vet. - Akad.
Handl., Bd. 12, Afd. 4, Nr. 5, S. 1—13 mit 2 Holzschn., und Üfvers. K. Vet. Ak.
Förh., 1888, S. 605— 611. Lionotus pubescens trägt Tortricidenlarven ein
und ist der Wirth von Anthrax aethiops und Chrysis ignita; Hoplomerus
spinip es verproviantiert seine Brutzelleu mit Larven von Phytonomus Polygoni
und beherbergt Ohrysis viridula mit Hedychrum roseum ; Odynerus murarius
füttert seine Brut mit Larven von Lina Populi; bei ihr schmarotzen Chrysis
nitidula und Anthrax sinuata; 0. bifasciatans sammelt Larven von Phyllodecta
vulgatissima; ausser einer Tachinine schmarotzt in ihr Melittobia Audouini.
Ancistrocerus nicjricornis (Kansu; Upin) S. 161, melanurus (Zagau-Burjuk)
S. 162; F. Morawitz, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIII.
Celonites (?) Monyolicus (Dshin-Tasy); F. Morawitz, Hör. Soc. Ent. Ross.,
XXIII, S. 166.
Euraenes coarctatus var. Mongulicus (Tufyn); F. Morawitz, Hör. Soc. Ent.
Ross., XXIII, S. 161.
E. Andre beschreibt und bildet ab Les nids des Icaria (variegata,
guttatipennis , democratica, phalansterica, ferrugiuea); Le Naturaliste, 1889,
S. 189.
Lionotus nudus (Ordoss; Tschagan-Nor); F. Morawitz, Hör. Soc. Ent.
Ross., XXIII, S. 165.
Duns beschreibt (neben dem Nest von Chartergus nidulans [F)) das Nest
einer Myrapetra-Art aus Südamerika und hebt die Unterschiede desselben von
M. scutilaris hervor; Proc. R. physic. Soc. Edinburgh, Session 1888/89, Vol. X
Part. I, S. 71—73.
K. W. V. Dalla Torre führt für 20 Arten der Gattung Odynerus s. 1.,
deren Speciesname doppelte Anwendung hatte, neue Namen ein ; Wien. Eutom.
Zeitg., 1889, S. 124 f. ; vgl. oben S. 199.
Odynerus sinuatofasciatus (Lecce; Sardinien); A.Costa, Mise. Entom. II,
S. 2 Fig. 2, Roccellae (Plat. Armerin.) S. 230 Tab. III, Fig. 5, G, similis (Girgenti)
S. 231, ferriujineitarsis (ibid.; Palermo) S. 232; T. de Stefani, II Natural.
Siciliano, VIII, Poh/pJ/emm (Christmas Isl.) ; W. F. Kirby, Proc. Zool. Soc.
London, 1888, S. 551, KalinoivsUi (Seoul); 0. Radoszkowski, Hör. Soc. Ent,
Ross., XXIV, S. 231.
Polistes Balder (Christmas Isl.); W. F. Kirby, Proc. Zool. Soc. London,
1888, S. 552, Semenowi (Copet-Dag); F. Morawitz, Hoi'. Soc. Ent. Ross.,
XXIII, S. 552.
Pterochilus mandibular is (Kloster Pabo); F. Morawitz, Hör. Soc. Ent.
Ross., XXin, S. 165.
Hhjnchinm Seuli (Seoul); 0. Radoszkowski, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIV,
S. 231.
0*
212 PJi- Bertkaii: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Apidae. Andreua florea in Schlesien; Dittrich, Zeitsclir. f. Ento-
molog., Breslau (N. F ), 14. Heft, Vereinsnachr. S. XXI u. f.
Stations d'Andrena Rogenhoferi 3Iar. enSuisse; E. Frey- Gessner,
Societ. Entomol., III, S. 177-179.
E. Saunders: Andrena and Stylops; Entomol. Mouthl. Magaz., XXV,
S. 293-295.
A. uromela(e)na (Cerignola, Appulien) Fig. 3, hyalivella (ibid.) Fig. 4;
A. Costa, Mise. Entoni. II, 8.4, serotina, nigrocmerea (Sizilien) S. 204, panur-
gina S. 205, Lojaconi S. 206, Palumbui, pilnsella S. 207 (Favorita); T. de Stefani,
II Natural. Siciliano, VIII.
Ueber den Futtersaft der Bienen hat A v. Planta wiederholte Unter-
suchungen angestellt, deren Resultat ist, dass die Larven der Königinnen,
Arbeiter und Arbeiterinnen verschiedenen Futtersaft erhalten. Die könig-
lichen Larven erhalten ihr ganzes Larvenleben hindurch die gleiche Nahrung,
die im Mittel aus 45,14 "/„ Stickstoffsubstanzen, 13,55 "/„ Fett und 20,39 "/„ Glykose
besteht. Der Futtersaft der Drohnenlarven enthält in den 4 ersten Tagen 55,91 "/o
Stickstoffsubstanz, 11,9 "/o Fett. 9,57 "/o Glykose; die über 4 Tage alten Larven
werden mit einem Futter genährt, das neben (schlecht verdautem) Pollen 31,67 "/o
stickstoffhaltiger Substanz, 4,74 7„ Fett und 38.49 "/o Glykose enthält. Ent-
sprechend besteht der Futterbrei der jungen Arbeiterinnenlarven aus 53,38 "/o
Stickstoffsubstanz, 8,38 7« Fett, 18,09 7„ Glykose; das Futter der über 4 Tage
alten Larven aus 27,87 7„ Stickstoffsubstanz, 3,69 7„ Fett und 44,93 7„ Glykose;
der Futterbrei der Arbeiterinnen ist auch in den späteren Stadien stets gut ver-
daut; Zeitschr. f. physiol. Chemie, XIL S.322, XIII, S.552; vgl.d.vor.Ber. S.173.
E. W. Allis theilt einen Fall mit, wo der Stich einer erzürnten Biene
ei'nstliche Folgen hatte; in diesem Falle war der in der Wunde zurückgebliebene
Stachel nicht sofort entfernt worden. Insect life, I, S. 282 f.
E. Hoff er sprach in dem Naturw. Verein f. Steiermark über Kommen-
salen und Parasiten der steierischen Hummeln und ihrer Nester;
Mitth. etc., Vereinsangelegenh. S. LII — LV.
Derselbe behandelt die (6) Schmarotzerhummeln Steiermarks,
ihre Lebensgeschichte und Beschreibung. Eine Bastardierung hält er wegen der
nur für das $ derselben Art eingerichteten männlichen Begattungswerkzeuge
für unmöglich, wenn auch oft genug brünstige Männchen bei Weibchen einer
anderen Art zu ihrem Zweck zu gelangen suchen; ebenda, Abhandl., S. 82 — 158
mit einer chromolithograph Tafel.
Zu seiner Notice sur le genre Bombus, Bull. Soc. J. Nat. Moscou,
1889, S 202 209, wurde 0. Radoszkowski durch Handlirsch's Bearbeitung
dieser Gattung (s. den vor. Ber. S. 197) veranlasst, in der Handlirsch nach
Radoszkowski mehreie Inkonsequenzen begangen hat.
E. Frey -Gessner schildert une chasse au Bombus alpiiius L. und
die dabei gemachten Erfahrungen und Erlebnisse der verschiedensten Art;
Societ. Entomol., IV, S. 17 f., 26, 31 f., 42, 48 f, 55 f., 63-65, 71 f.
Ceratina nigra (Tscherwach am Mnrgab) Taf.VII Fig. 9, bispinosa (Beyrut);
A. Handlirsch, Abh. Zool. Bot. Ges. Wien, 1889.
A. Schletterer beschreibt das ^ von Chelostoma grande Nyland;
Berlin. Entom. Zeitschr., 1889, S. 297.
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 213
A. Schletterer verfasste eine Mono graphie der Bienen-Gattungen
ChelostomaLrt^r. und Heriades S^nn.; Zool. Jahrb., Abth. f. System, u. s. w.,
IV, S. 591—691. Nachdem er in einer Einleitung die verschiedenen Schicksale
der beiden Gattungen und ihrer Arten dargestellt hat, die bald zu der einen,
bald zu der anderen, bald auch in neue Gattungen (Trypetes Schenck; Gyrodroraa
Thoms.) gestellt wurden, theilt er das Ergebniss seiner Untersuchungen der
Muudtheile von Chel. florisomne, nigricorne, Campanularum nud Hei'iades trun-
corum mit, die zeigen, dass erstere 3 Arten dreigliederige. Her. truncorum
vi er gl ie der ige Kiefertaster besitzen Die Lippeutaster sind bei beiden
Gattungen viergliederig, aber bei der ersteren entspringt das letzte Glied vor
der Spitze, also seitlich des dritten Gliedes, bei Her. truncorum am Ende des
dritten Gliedes. Nach diesen Merkmalen werden nun auch die beiden Gattungen
unterschieden. Die erste zählt 22 Arten, von denen 19 der paläarktischen , 3
der iiearktischen Region angehören. Sie nisten in Bohrlöchern von Pfosten
oder in Pflanzen-, auch Gras-Stengeln. In der Befruchtung der Blüthen spielen
sie ein wichtige Rolle. Als Eiumiethler, bezw. Schmarotzer einiger Arten sind
Stelis minima, Gasteryption, Sapj'ga clavicornis beobachtet. Neue Arten sind
Mocsaryi (Dalmatien; Krim; Kleinasien) S. fi22 Handlir schi {ßordit^Meu; Ungarn;
Kleinasien) S. 624, diodon (Amasia) S. 627, ventrale (S. a. Ujehely, Ungarn)
S. 633, Schmiedeknechti (Mehadia) S. 638, proximum (Kussari; Transkaukasien)
S. 643, capitatum (Algiei") S. 647.
Die Nistweise der Gattung Heriades ist ziemlich dieselbe, wie bei Che-
lostoma; auch die Schmarotzer sind z. Th. dieselben. Der Blumenbesuch
(wenigstens von H. truncorum) richtet sich hauptsächlich auf Compositen, in
deien Blüthenköpfen man sie oft antrifft. Von dieser Gattung werden 21 Arten
aufgeführt, von denen 6 der paläarktischen, 9 der nearktischen und 5 (6?) der
aethiopischen Region angehören. Neu sind H. mordax (äthiopische oder eine Sub-
region der paläarktischen) S. 661, punctulifera (Adalia, Kleinasien) S. 670,
Frey-Gcssneri (Kaffrarien) S. 673, frontosa (Guinea) S. 675, impressa (Benguela)
S. 677, odontophora (New Jersey) S. 679, (ßomerans (Spence's Bridge, Brit. Co-
lurabien) S. 681.
E. W. Konow unterscheidet die Coelioxys Arten mit behaarten Augen
in analytischer Tabelle, nämlich C. macrura Forst., afra Lep. {= coronata Forst.,
eniarginata Fönst., haemorrhoa Forst.), octodentata Lep. (= polycentris Forst.,
erythropyga Forst.) und echinata Forst., welche letztere näher beschrieben
wird. Deutsch. Entoni. Zeitschr., 1889, S. 381—384.
Crocisa bidentata (Hari-rud); C. O. Waterhouse, Trans. Linn. Soc.
London, (2.S.), V, S. 136, PI. 14 Fig. 19.
Heriades s. oben bei Chelostoma.
Megachile Koreensis{K.); 0. Radoszkowski Hör. Soc. Eut. Ross , XXIV,
S. 230, Eig. 4, 5.
Nomioides^jifZt'erosa (oberer Murgab; Afghanische Grenze); A. Handlirsch,
Abb. Zool. Bot. Ges. Wien, 1889, S. 272, Taf. VII, Fig. 8.
R. C. L. Perkins wirft die Frage auf: Is Sphecodes parasitic?; Ent.
Monthl. Magaz., XXV, S. 206—208.
Stelis Japonica (J.); P. Camer on, Mem. a. Proc. Manchester liter. a.
philos. soc. (4. S.), II, S. 19,
214 Pli- Eertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Coleoptera.
P. Mingazzini stellte an ricerche siil canale digerente
delle larve dei Lamellicorni fitofagi und ricerche sul canale
digerente dei Lamellicorni fitofagi (Insetti perfetti); Mittli.Zool. Station
Neapel; IX, S. 1—112, Taf. 1—4, und S. 266—304 Taf. 9—11. In
der ersten Abhandlung beschreibt der Verfasser den Larvendarm
von Oryctes nasicornis; Phyllognathus Silenus; Cetonia aurata, Tro-
pinota und Anomala. — Am Mitteldarm unterscheidet er 3 Theile,
an deren jeweiligem Anfang eine Gruppe kurzer Blindsäckchen von
verschiedenem Aussehen und verschiedener Länge sich befindet. Die
erste Gruppe besteht aus 2 Kreisen solcher Blindsäckchen; bei Tro-
pinota fehlt die mittlere Gruppe und der Mitteldarm ist an der be-
treffenden Stelle nur seicht eingeschnürt,- die Zahl der BHndsäckchen
in den einzelnen Gruppen schwankt bei den Arten von 18 — 24.
Die Epithelzellen des hinteren Theiles des Oesophagus sind in
dem vorderen Stück kleiner, als in dem Endstück, wo sich ausserdem
die einzelnen Zellen nicht berühren; in den Lücken zwischen den-
selben finden sich kleine, abgeplattete Zellkerne. Die kleinen Zellen
färben sich stärker als die grossen. Besondere Speicheldrüsen fehlen
und es ist wahrscheinlich, dass die grossen Epithelzellen des hinteren
Theiles des Oesophagus Speichel sezerniren. Die Wand des Oeso-
phagus setzt sich aus einer Schicht äusseren Bindegewebes, einer
doppelten Muskelschicht, Längs- und Ringmuskeln, einer inneren
Bindegewebsschicht und der Epithelschicht zusammen, auf welche die
chitinige Intima folgt. Die Wandung des Mitteldarmes besteht aus
denselben Schichten, mit Ausnahme der C/hitinintima ; die Muskeln
sind z. Th. ungestreift. In dem Kern der älteren Epithelzellen des
Mitteldarmes finden sich krystalloide Körperchen, aus deren Verhalten
gegenüber verschiedenen Reagentien der Schluss zu ziehen ist, dass
sie eine Art degenerierter Kernsubstanz darstellen und keine Rolle
bei dem Verdauungsvorgang spielen. Die Regeneration der Epithel-
zellen geht in der Weise vor sich, dass die obere Lage sich in
grossen Schollen ablöst, während die bis dahin kleinen Zellen der
Matrix wachsen und ihre Stelle einnehmen. — Die Reaktion des
Magensaftes ist alkalisch.
Der Afterdarm zerfällt in den Dünndarm, den sackartigen mittleren
Theil und das rectum. Die Ohitinhaut des ersteren ist mit kleinen
konischen Dornen l^esetzt, die ein Zurückweichen der Nahrung in
den Mitteldarm verhindern; ausserdem dienen sie noch zum Zer-
kleinern derselben. Auch in dem sack'förmigcn mittleren Theile er-
heben sich verschiedenartig gestaltete, oft baumartige Chitingebilde,
die in der siebförmigen Platte Simroth's ihr Maximum der Ent-
wickelung erreichen. In diesem mittleren TJieile findet die Resorbtion
statt; das rectum dient zur Ableitung der unverdaulichen Theile.
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 215
Der zAveite Theil der Untersuchungen bezieht sich auf die Ima-
gines der vorhin genannten Arten, wozu noch Anoxia austrahs kommt.
— In dem vorderen Theile des Oesophagus kommen grosse Speichel-
drüsen mit einer ovalen Sekretblase neben dem Kern vor, aus welcher
ein feiner Kanal entspringt, der die Chitinintima durchbricht. — Die
Wandung des ]\Iitteldarmes besteht aus einer Schicht mehr als bei
der Larve, indem sich zwischen die Quermuskulatur und Längs-
muskulatur noch eine Bindegewebsschicht einschiebt. Es sind dem-
nach folgende Schichten zu unterscheiden: Epithel in doppelter
Lage, die äussere die kleineren Zellen enthaltend; Bindegewebe,
Quersmuskeln, Bindegewebe, Längsmuskeln, Bindegewebe. Im Epithel
finden sich Anhäufungen kleiner Zellen, folliculi gastrici. Am
Enddarm lassen sich wiederum 3 durch ihre Funktion und Struktur
unterschiedene Theile erkennen, und zwar ist der mittlere, dem Sack
des Larvendarmes homologe Theil ausgezeichnet vor dem Rest durch
die geringe Dicke seiner Chitinhaut, durch den Besitz feiner, langer
Dorne und die Gestalt seiner Zellen, die eine unregelmässige Be-
grenzung haben. Der Inhalt des Enddarms besteht bei den Dyna-
stiden, die im Imagozustand wenig oder fast gar keine Nahrung zu sich
nehmen, nahezu ausschliesslich aus den Ausscheidungsstoffen der Mal-
pighi'schen Gefässe; bei den auf Blüthen lebenden Cetoniden mischen
sich diesen Stoffen unverdaute Theile der aufgenommenen Nahrung
bei. In den ^lalpighi'schan Gefässen findet sich Harnsäure und ein
Natronurat das anfänglich wohl neutral ist, aber bei dem langen
Verweilen in dem Enddarm durch den Einfluss der Kohlensäure
sauer wird. — S. auch Boll. Soc. Nat. NapoH, II (1888) S. 130—134.
H. W. Conn betrachtete die Coleopterous larvae and their
relations to adults; Proc. Bost. Soc. Nat. Hist., XXIV, S. 42 — 45.
Er bezeichnet eine Reihe von Fragen, deren Beantwortung er in
seinem Studium der Käferlarven angestrebt hat und ist dabei ungefähr
zu folgenden Schlüssen gekommen. Mit Ausnahme des campodeoiden
Typus sind die übrigen Typen der Käferlarven abgeleitete Formen.
Diese Typen sind ein vom campodeoiden nur wenig abweichender,
der Scarabide und der Madentypus (der Rüsselkäfer z. B.). Die
Eintlieilung der Larven in diese Typen hat keine Beziehung zur
Klassifakation der Imagines in Unterordnungen. Wohl aber geht
die Eintlieilung der Larven einer Familie, L^nterfamilie und der
Gattungen, mit Ausnahmen, parallel der Klassifikation der Imagines,
und wir könnnen hieraus schliessen, dass die gegenwärtigen Larven-
formen ungefähr so alt sind wie die FamiHen, aber nicht viel älter.
Der Grad der Abweichung einer Larvenform von der primitiven ist
kein Hinweis auf die Stelle, welche die betreffende Art in dem gegen-
wärtigen System einzunehmen hat. — Die Familienmerkmale sind
bei den Larven gewöhnlich sehr bemerklich ausgeprägt, Gattungs-
merkmale meist ebenfalls, dagegen sind die Artunterschiede sehr
gering und anscheinend nicht konstant. In den meisten Fällen ist
eine Beziehung zwischen der Lebensweise der Larve und Imago nicht
zu verkennen, woraus zu schliessen ist, dass die in dem einen Stadium
216 Ph- Bei tkau: Bericht über flie wissenschaftlichen Leistnngeu
angenommenen Gewolmheiten die des anderen beeinflusst haben,
und zwar scheinen die Larven in der Modifikation ihrer Lebensweise
vorangegangen zn sein. Unzweifelhaft hat die Lebensweise um-
ändernd auf den Bau der Larve eingewirkt, aber die Lebensweise
ist nicht der einzige Faktor gewesen, denn wir finden verschieden-
gebaute Larven unter gleichen Lebensbedingungen. Bei der Klassi-
fikation der Larve sind die bei den Imagines mit Erfolg in Betracht
gezogenen Körpertheile, mit Ausnahme der Mundtheile vielleicht, von
geringem Werth. Die Mundtheile der Larven, selbst im campo-
deoiden Typus, sind nicht eigentlich campodeoid, sondern mehr denen
der Imagines ähnlich. Eine genauere Aehnlichkeit zwischen den
Mundtheilen der Larven und Erwachsenen einer besonderen Familie
lässt sich aber nicht auffinden, ausser einer allgemeinen Ueberein-
stimmung bei gleicher Lebensweise. Aber immerhin gleichen die
Mundtheile der Käferlarven denen der Käfer mehr als irgend einer
anderen Insektenordnung. Bei den Käfern haben wir eine ganze
Reihe von Fällen, wo ein ähnlicher Larventypus in zwei oder mehr
Familien unabhängig erworben worden ist.
E. Schmidt äussert sich noch einmal üher die Athmung
der Larven von Donacia crassipes; Berlin. Entom. Zeitschr.,
1889, S. 299 — 308, mit 2 Holzschn. Er überzeugte sich von der
Richtigkeit der von Dewitz und v. Sieboid gemachten Angabe von
dem Vorhandensein eines Stigma an der Basis der Hinterleibsanhänge,
sieht aber ausserdem in 2 an der konvexen Rückenseite jedes An-
hanges angebrachten Spalten eben so viele Stigmen, die in die oberen
der die Anhänge durchziehenden Kanäle führen. Diese oberen Kanäle
treten durch Anastomosen mit den mittleren und diese letzteren durch
ein eigenthümliches schwammiges Gewebe mit der kropfartigen Er-
weiterung des Tracheensystems in Verbindung. Durch jene Doppel-
spalten wird die Luft aus dem Pfianzengewebe aufgenommen; die
Stigmenöfihung an der Basis der Anhänge dient nur zum Entlassen
von Luft. Vgl. den vor. Ber. S. 200.
Kletke hielt im Verein f. Schles. Insektenkunde einen Vortrag
über die Lautäusserungen der Käfer und erwähnt dabei richtig,
dass solche Lautäusserung auch bei Prionus eoriarius, der nach
Landois stumm sein sollte, vorkomme; Zeitschr. f. Entomol., Breslau,
(N. F.), 14. Heft, S. XXIII der Vereinsnachr. (Der Tonapparat liegt
bei Pr. eoriarius nicht, wie bei den meisten Bockkäfern, am Mittel-
und Vorderrücken, sondern eine hervortretende liciste an den Ilinter-
schienen wird über den gerieften Rand der Flügeldecken gerieben,
wie ich mehrfach beobachtete; Refer.).
H. V. Wielowiejski's Beiträge zur Kenn tniss der Leucht-
organe der Insekten, Zool. Anz., 1889, S. 594 — 600 bestätigen im
Allgemeinen gegenüber Dubois Heinemann's Angaben über den Bau
der ventralen l>euchtorgane bei Pyrophorus und stellen weitere
wichtige Aufklärungen in Aussicht.
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 217
D. Sliarp fand bei den Ipini (Ips, Cryptarcha n. a.) (in beiden
Geschlechtern?) einen Sti-idnlationsapparat, der anf dem Kopfrücken
angebracht ist; nähere Angaben, namentlich über den nothwendigen
zweiten Theil des Stridulationsapparates, fehlen. Proc. Entom. Soc.
London, 1889, S. XL VI f.
F. P, de Bono fährt in seinen Versuchen sull' umore segregato
dalla Timarcha pimelioides Schaff, fort; er untersucht die
Wirkung des Saftes auf kalt- und w\armblütige Thiere (Frosch, Meer-
schweinchen; Hund; Lisekten). II Natural. Siciliano, VIII, S. 90 — 95,
121 — 128, 146^151, mit einer Kurventafel. p]r gelangt zu folgenden
Schlüssen: Eine Timarcha kann in 24 Stunden 0,0161 Gr. des Saftes
liefern, der, unter die Haut gespritzt, lokale Erscheinungen von
Anästhesie und Paralyse hervorruft. Seine Wirkung besteht in einer
Erregung der Centren der Bewegungen, die sich im ^lyokardium
finden. In dieser Hinsicht steht er in einem gewissen einseitigen Ant-
agonismus zum Atropin; auf die Blutkörperchen übt er keine Wirkung
aus; ebenso ist er wirkungslos bei den meisten Insekten, mit Aus-
nahme von Musca und Sarcophaga.
Die systematisch entfernt von einander stehenden Goes pulchra
und Oncideres cingulata verdanken ihre ähnliche Färbung der
Anpassung an die fleckige Rinde von Carya, deren Zweige diese
Arten ringeln, um ihre Eier in die abgestorbenen Enden zu legen;
M. L. Linell, Entom. Americana, V, S. 39 f.
E. Duges erläutert seine Notas para facilitar el estudio
delosColeopteros durch Abbildungen auf L. XIX, XX. La Natura-
leza, (2. S.) T. I, S. 226.
G.Berg beschreibt Quadraginta Coleoptera nova Argen-
tina; An. de la Univers, de Buenos Aires, T. VI, S. 105 — 157.
L. Fairmaire schickte Diagnosen von Quelques Heteromeres
de Minas-Geraes ein; BuU. Soc. Ent. Belg., 1889, S. XXXII— L.
Von den von E. Simon von seiner voyage au Venezuela,
December 1887 bis April 1888, mitgebrachten Käfern sind die
Dyticiden und Gyriniden in den Ann. Soc. Entom. France, 1888,
S. 381 — 387 von M. Regimbart, die Cucujid., Rhysodid., Dryopid.,
Cyathocerid., Heterocerid. von A. Grouvelle, ebenda, 1889, S. 157
bis 166; die Temnochil. von A. Leveille, S. 167 f., die Lathridiad.
von M. J. Belon, S. 221 — 224, die Clythrid. , Lamprosomid. und
Eumolpid. von E. Lefevre, S. 329 — 336 bearbeitet; die Histeriden
von G. Lewis in Ann. a. Mag. Nat. Hist., (6), IV, S. 45—47.
E. Fleutiaux und A. Sallc beginnen in den Ann. Soc. Entom.
France, 1889, 3. trim., S. 351— 424 PI. 7 eine Liste des Coleo-
pteres de la Guadeloupe et descriptions d'especes nouvelles; das
Verzeichniss reicht bis zu den Tenebrioniden und wird hier bei der
Gattung Arrhabaeus mit No. 254 unterbrochen,
S. Henshaw bringt ein second Supplement to the list of Co-
leoptera of America, north of Mexico; (No. 9452 — 9754);
Entomol. Americana, V, S. 127 — 138.
218 Ph. Bert kau: Bericht über die wisseiischaftlicheii Leistungen
Die Coleopterological notices von Th. L. Casey enthalten
die Beschreibung neuer oder wenig bekannter Arten Nordamerikas;
Ann. New York Acad of Sei., V, S. 39 — 96 (noch nicht abgeschlossen).
In einer Contribution to a list of the Coleoptera of thelower
peninsula of Michigan, Psyche, V, S. 231 — 235, zählt T. Town-
send 161 (mit 9 Ausnahmen) bei Constantine, St. Joseph county,
gesammelte Arten auf.
F.Rauterberg setzt die Aufzählung der Coleoptera of Wis-
consin fort (Throscidae 800 — 802, Buprestidae 803 — 853, Lampyridae
854—903, Malachiadae 904 — 909, Cleridae 910 — 919, Ptinidae 920
bis 941, Cupesidae 942-943, Cioida 944-946, Sphindidae 947,
Lucanidae 948 — 954); Proceed. Nat. Hist. Soc. Wisconsin, April 1889,
S. 222—228.
G. H. Hörn theilt synonymical notes mit; Entomol. Ameri-
cana, V, S. 198 f., 212. Die erstere bezieht sich auf die von Gerraar
in „Insectorum species novae aut minus cognitae" beschriebenen
Arten.
J. Hamilton stellt einen Catalogue of the Coleoptera common
to North America, Northern Asia and Europe, with distri-
bution and bibliography zusammen; Philadelphia, 1889, S. 88 — 162.
Die Ueberschrift ist so zu verstehen, dass nicht die Arten, die den
3 Welttheilen, sondern auch diejenigen, die zweien unter ihnen ge-
meinsam sind, aufgezählt werden sollen; es sind deren 487. — Nach
diesem Katalog stellt
A. Fauvel eine Liste des Coleopteres communs a l'Eu-
rope et a l'Amerique du Nord auf und versieht dieselbe mit An-
merkungen und Zusätzen; Revue d'entomologie, 1889, S. 92 — 174.
(491 Arten, von denen 366 ursprünglich gemeinsam und 125 ver-
schleppt sind.)
A. Fauvel fährt in seinen rectifications au Catalogus
Coleopterorum Europae et Caucasi fort; Revue d'entomologie,
1889, S. 175—203.
L. V. Heyden liefert Descriptiones (12) Coleopterorum no-
vorum regionis palaearcticae; Deutsch. Entom. Zeitschr., 1889,
S. 325—330.
E. Reitter beschreibt weiter Neue Coleopteren aus Europa,
den angrenzenden Ländern und Sibirien, mit Bemerkungen über be-
kannte Arten; Deutsch. Entom. Zeitschr., 1889, S. 17—44, 273—288,
369—376.
J. J. Walker theilt Notes on ant's-nest beetles at Gi-
braltar and Tangier, with especial reference to the Histeridae mit;
Entom. Monthl. Magaz., XXV, S. 374—378.
F. Moragues y de Manzanos zählt die Colcopteros de Mal-
lorca auf; Mcm. Soc. Esp. Hist. Natur., 1889, S. 11—34.
V. Heyden macht über Nigrino-Varietäten von Carabi-
cinen vom Pic de Nere in den Hautes-Pyrenccs eine Mit-
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 219
theilimg; Deutsch. Entom. Zeitschr., 1889, S. 331 f., 366. Alle dort
gefundenen Stücke besitzen eine schwarze oder bläuliche Farbe, statt
der gewöhnlichen Erzfarbe. Es waren dies Carab. Cristoforii, var.
Nicolasi Beich., punctato-auratus var. Pandellei GelUn, var. lugubris
Geh., catenulatus Scop.; Pterostichus Xatarti var, Nicolasi; Zabrus
obscurus var. Nereensis; Iniopachys pyrenaeus K<er/:; Elaphrus uligi-
nosus var. pyrenaeus; Bembidium bipunctatum; Amara spreta;
Poecilus lepidus.
Da der dortige Boden an einigen Stellen moorig ist, so ist wohl
in der Humussäure der (xrund für diese übereinstimmende Färbmig zu
sehen.
E. Ragusa behandelt weitere Coleotteri nuovi o poco conosciuti
della Sicilia; II Natural. Siciliano, VIII, S. 234— 236; IX, S. 10 f.
Derselbe setzt seinen Catalogo ragionato dei Coleotteri
di Sicilia fort; ebenda, VIII, S. 259—264.
F. Baudi stellt eine lista dei Pselafidi e Scidmenidi
viventi in Italia zusammen; ebenda, VIII, S. 165— (122 Pse-
laph., 5 Clavigerid., 1 Paussid., 72 Scydmaenid.).
Heft 3 und 4 von Band VIII der Mitth. Schweiz. Entom. Gesellsch.
ist die Fortsetzung der Coleoptera Helvetiae beigefügt, S.65 — 144;
Familie Malacodermata, Cleridae, Lymexylida, Ptinidae, Anobiadae,
Bostrychidae, Lyctidae, Cisidae, Tenebrionidae.
C. Rey setzt seine Histoire naturelle des Coleopteres de
France fort; Ann. Soc. Linn. Lyon, (N. S.), T. 32, S. 1 — 186, Pl.I, II,
(Palpicornia).
Die Fortsetzung von L. Bedel's Faune des Coleopteres du
bassin de la Seine et de ses bassins secondaires, dem Jahrg. 1889
der Ann. Soc. Entom. France beigefügt, beginnt die Unterordnung
der Phytophaga mit den Cerambycidae.
In einem Supplement op de nieuwe naamlist van Neder-
landsche schildvleugelige Insecten bringt Ed. Everts die Zahl
der aus den Niederlanden bekannten Arten auf 2855; Tijdschr. v.
EntomoL, 32, Versl., S. XXXIII— XL; CXVIII f.
Ed. Everts gibt die Proeve eener Rangschikking der in
Nederland vergegenwoordige Coleoptera-Familien; Tijdschr.
voor EntomoL, 32, S. 116 — 160, PI. 4, 5. Die Familien werden nach
dem zuerst von Leconte und Hörn vorgeschlagenen Plane in die beiden
Unterordnungen der Coleopt. vera und Rhynchophora gebracht ; in der
ersteren werden die Gruppen der Carnivora, Hygrophili, Necrophagi,
Clavicornia, Brachymera, Lamellicornia , Sternoxia, Malacodermata,
Heteromera und Phytophaga unterschieden; die Rhynchophora ent-
halten die Familien der Platyrrhinidae, Nemonychidae, Curculionidae,
Scolytidae, und Platypidae.
Als ausländische Arten, welche lebend in den Niederlanden ge-
fangen wurden, nennt H. J. Veth neben einer Leptura-Art Clerus
nigripes Sai/, Compsocerus violaceus W/ufey Eburia sp. aus Süd-
"220 Pli- ßertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
amerika, Philematium feinorale Olic; Versl. Nederl. Ent. Vereen.,
Tijdschr, 32., S. XII.
A. Preudhomme de Borre: Materiaux pour la faune ento-
mologique du Hainaut, Coleopteres, quatrieme centurie. Bruxelles,
1889, S. I — XLIII. (Scarabaeadae und Nachträge zu den früheren
Familien).
J. W. EUis beendet the Coleopterous Fauna of the Liver-
pool District; Proceed. of the Liverpool Biolog. Societ., III, S. 46
bis 77. - — Nachgewiesen sind 990 Arten, was von den 3227 Britischen
Arten etwa 30 7o ausmacht.
J. Schilsky setzt seine synonymische und andere Be-
merkungen zu Dalla Torre's ,, Synopsis der Insekten Ober-
österreichs" und ,,die Käferfauna von Oberösterreich" fort;
Deutsch. Entom. Zeitschr., 1889, S. 193 ^ 205, 345—356.
Derselbe gibt Berichtigungen und Ergänzungen zum
Verzeichniss der deutschen Käfer; ebenda S. 337 — 344, 357
bis 365.
Ebenda macht J. Weise synonymische und andere Be-
merkungen zu Seidlitz, Fauna baltica und transsylvanica; S. 213
bis 217.
E. Reitter desgl. zu den Clavicornen; ebenda S. 289 — 318.
L. von Meyden's 5. Nachtrag bereichert die Käfer von Nassau
und Frankfurt mit 75 Arten; Jahrb. d. Nass. Ver. f. Naturk.,
42. Jahrg., S. 147 — 189. Die Zahl der aus dem Gebiet bekannt ge-
wordenen Arten beträgt demnach jetzt 3410.
C. V. Hormuzaki theilt Koleopterologische Sammeler-
gebnisse in der Bukowina w. d. J. 1887 und 1888 mit; Entom.
Nachr., 1889, S. 133—140.
Speluncarum Coleoptera (5) nova ex Bosnia meridionali
descr. V. Apfelbeck; Glasnig zemaljskog muzeja u Bosni i Herze-
govini I (s. Wien. Entom. Zeitg., 1889', S. 216).
Von G. Seidlitz' Fauna transsylvanica ist Lief. III und IV,
S. 241 — 544 erschienen; von desselben Fauna baltica (2. Aufl.)
Lief. IV S. 337—412.
In einem Nachtrag zu dem Verzeichniss der in der Um-
gebung Annabergs beobachteten Käfer bringt C. Lange die
Zahl auf 1010; VIII. Bericht Annaberg-Buchholzer Verein, S. 140
bis 146.
K. Ijetzner macht (2()) Zugänge zur Schlesischen Cole-
opteren-Fauna bekannt; Zeitschr. f. Entom., Breslau (N. F.) 14. Heft,
S. 8—10.
Derselbe bringt die Fortsetzung dos Verzeichnisses der
Käfer Sclilesiens; ebenda S. 237 — 284.
Müthel führt 53 für die Ostseeprovinzen neue Arten auf, die bei
im Gebiete fler Entomologie während des Jahres 1889. 221
Riga gesammelt sind; Korrespbl. d. Natiirf. Ver. zu Riga, XXXII,
S. 6- 8.
In der Zeitschr. f. Entom., Breslau (N. F.), 14. Heft, Vereins-
naclir., S.XV, wird daraufhingewiesen, dass die nordischen Exemplare
mancher Käfer grösser sind als die südlichen.
J. Sahlberg. Enumeratio Coleopterorum brachely-
trorum Fenniae. Pselaphidae et Clavigeridae. — Glavicornia.
Act. Soc. pro faun. et flor. Fennica, VI, S. 1— 152. Es ist dies keine
einfache Aufzählung (2 G., 19 A. Psel. ; 103 G. Clavic), sondern die
Arten sind zugleich mit Bemerkungen über Synonymie, Lebensweise
u. s. w. versehen.
J, S. Schneider bringt in Tromsoe Museums Aarshefter, XII,
S. 1 — 90 die im vorigen Jahre (s. dies. Ber. S. 202) begonnene
Oversigt over de i Norges arktiske region hidtil fundne
Coleoptera zu Ende. Wie der Verfasser in einem Schlusswort hervor-
hebt, hat er nur solche Arten aufgenommen, für deren Vorkommen
im arktischen Norwegen (nördlich vom Polarkreis) verbürgte Angaben
vorliegen, diejenigen dagegen unberücksichtigt gelassen, die 'man nur
auf die allgemeine Angabe ,,in ganz Norwegen" auch als arktisch
ansehen könnte. Durch weitere Forschungen ist die Zahl dieser
arktischen Arten auf 738 angewachsen. Eine Tabelle gibt die Zahl
der Arten aus den Hauptgruppen in der arktischen Region und
speciell bei Tromsoe, in der Umgebung Kristianias und in ganz Nor-
wegen an (738, 305, 1692, 199G); hierbei ist zu beachten, dass
Tromsoe nur einige Quadratkilometer umfasst, von Kristiania dagegen
auch die weiteren Umgebungen mit berücksichtigt sind. Neben der
Schmetterlingsfauna Schoeyen's ist dies Verzeichniss der einzige
grössere Beitrag zur Kenntnis des Insektenlebens in dem nördlichsten
Theile Europas.
In der deutsch. Entom. Zeitschr. 1889 werden die Berichte
über die von E. v. Oertzen i. J. 1887 in Griechenland und
Kleinasien gesammelten Coleopteren fortgesetzt; Carabidae,
Lamellicornia , Buprestidae, Throscidae, Elateridae, Meloidae, Oede-
meridae, Cerambycidae von L. Gangib au er S. 49 — 57; Chryso-
melidae und Coccinellidae von J. Weise S. 58 — 65; Curculionidae
von J.Faust S. 6& — 91, 91 — 98; neue Arten aus verschiedenen
Familien von E. Reitter, S. 251 — 259; vgl. den vor. Ber. S. 205.
0. Retowski macht eine Zusammenstellung der auf seiner
Reise von Konstantinopel nach Batum gesammelten Coleo-
pteren; Bericht ü. d. Senckenb. naturf. Gesellsch., Abhandl. , 1889,
S. 207—216.
E. Reitter zählt weitere Coleopteren aus Cirkassien auf;
Wien. Entom. Zeitg., 1889, S. 63—70, 97—104.
Derselbe setzt seine Koleopterologische Notizen fort;
ebenda, S. 125—128, 163, 230f.
222 Pli- Bertkau: Bericht über rlie wissenschaftlichen Leistungen
L. V. Heyden zählt interessante kaukasisch - persische
Coleopteren auf; Wien. Entom. Zeitg., 1889, S. 280.
Bd. XXIV der Hör. Soc. Ent. Ross. enthält eine Reihe faunistischer
Arbeiten, die sich auf Rnssland und Innerasien beziehen: J. Schmidt,
Neue und bekannte Histeriden aus dem europäischen und asia-
tischen Russland, S. 1 — 20; G. AI. Wilkins, Les Cicindeles
Touraniennes; etude faunistique et zoogeographique, (avec une
planche et 1 carte), S. 86 — 119, Wl. Dokhtouroff, Faune cole-
opterologique Aralo-Caspienne; XIII, Melo'ides et Cantharides
(avec Iplanche) S. 121 — 192 ; A.Semenow, diagnoses Coleopt.novorum
ex Asia centrali et orientali (Carab., Hydrophil., Scarabaead.,
Buprest., Tenebrion., Cerambyc, Coccin.), S. 193 — 226;
vgl. oben S. 5.
J. Frivaldszky zählt auf die Coleoptera ... in China,
praecipue boreali, . . . collecta; Termesz. Füzet XII, S.197 — 210.
L. Fairmaire setzt die Beschreibung seiner Coleopteres de
l'intprieur de la Chine fort; Ann. Soc. Entom. Belg., 1888, S. 7
bis 46; 1889, S. 5—84.
In den Annal. Soc. Entom. France, 1889, finden sich als Contri-
butions ä la faune Indo-chinoise Aufzählungen der in Annam,
Cochinchina und Kambodscha von Delaunay und Perrautiere ge-
sammelten Arten. Die Cicindel. und Elaterid. sind von Fleutiaux,
S. 137—146, Dyticid. und Gyrinid. von M. Regimbart, S. 147—156,
Carabid. von H. W. Bates, S. 261 — 286; Galerucid. und Halticid.
von E. Allard, 8.303—312, bearbeitet. Der Vorrede, S. 155 f.,
ist ein Kärtchen mit Angabe der hauptsächlichsten Sammelörter bei-
gefügt.
L. Fairmaire liefert Descriptions de Coleopteres de
rindo-Chine; Ann. Soc. Ent. France, 1888, S. 333—378.
In dem XXVI. Bd. (2. S. VI) der Ann. Mus. Civ. Genova finden
sich verschiedene Beiträge zur Käferfauna Birma's nach den Sammel-
ergebnissen Fea's. Gestro erstattet einen allgemeinen Bericht, auch
über die Reise, und beschreibt 3 Dekaden neuer Arten aus verschiedenen
Familien, S. 87 — 132, 171 — 184; die Dyticiden und Gyriniden be-
handelt Regimbart, S. 609 — 623, die Histeriden Lewis S. 630
bis 645, Cucujiden Grouvelle S. 624 — 629, Trogositiden Leveille
S. 605 — 608, Elateriden Candeze S. 667 — 689, Hispiden Baly
S. 653 — 666; Olivier beschreibt eine neue Luciola, S. 429. Vgl.
oben Cicadidae und Dermaptera.
11. W. Bates: On new genera and species of Coleo-
pterous insects from Mt. Kinibalu, North 13orneo; Proc. Zool.
Soc. London, 1889, S. 383 — 392 (am Ende des Heftes noch nicht
abgeschlossen).
A. Fauvel: Les Coleopteres de la Nouvelle-Caledonie
et dependances, avec descriptions, notes et synonymies nouvelles;
im Gebiete der f]ntoniol()iiie während des Jahres 1889. 223
(suite); Staphylinides , Tribu Piestini, Homaliini, Oxytelini, Stenini,
Paeclerini, Staphyliiiini, Tachyporini, Aleocharini; Revue d'entomologie,
1889, S. 242— 271; 277—282; Scydmaenides, S. 283— 285.
In Lord Howe Island, its Zoology . . . (Memoirs No. 2 von
The Australian Museum, Sydney), sind auf S. 79—98 PI. VI die
(80) Käfer von A. S. Olliff bearbeitet; angeschlossen sind einige
Bemerkungen über die Hymenopteren, Lepidopteren, Orthopteren und
Rhynchoten.
G. Masters beginnt einen Catalogue of the known Cole-
optera of New Guinea, including the isls. of New Ireland, New
Britain, Duke of York, Aru, Mysol, Waigiou, Salwatty, Key, and
Jobie; Proc. Linn. Soc. N. S. Wales (2), III, S. 271— 334, 925—1002
(2075 A.).
W. Macleay beginnt eine Aufzcählung von the Insects of
King 's Sound and its vicinity mit den Käfern; ebenda, S. 443
bis 480, 897—924, 1227—1246.
T. Blackburn gibt Notes on Australian Coleoptera with
descriptions of new species; ebenda, S. 805 — 875; further notes — ,
S. 1387—1506.
L. Fairmaire schreibt Diagnoses de Coleopteres Made-
casses; Bull Soc. Entom. Belg., 1889, S. VI— IX, XC— XCVI.
H. J. Kolbe erstattet Bericht über die von Pt. Büttner im
Gebiete des unteren Quango und Kongo gesammelten Cole-
opteren; Stettin. Entom. Zeitg., 1889, S. 114 — 133.
Chr. Aurivillius verzeichnet von Insekter insaml. pä
Kam arun - Berget . . . die Cetoniadae (14) et Lucanidae (8);
Bih. t. K. Svensk. Vet.-Ak. Handling., 12, Afd. IV, No. 1, S. 1—18.
L. Bedel beginnt eine Bearbeitung der Coleopteres du nord
de l'Afrique mit den Cetoniini und Glaphyrini; Ann. Soc. Entom.
France, 1889, S. 85—100.
C. Rey schreibt einen Essai d'etudes sur certaines larves
de Coleopteres et descriptions de quelques especes inedites ou
peu connues; Ann. Soc. Linn. Lyon, (N. S.), T. 33, S. 131 — 256,
PI. I, IL
J. Frivaldszky beschreibt (37) Difformitates et monstro-
sitates Coleopterorum . . .; Termesz. Füzet., XII, S. 72 — 79,
Taf. III. Die meisten rühren von Carabiden her.
Note sur quelques Coleopteres monstrueux par
E. Rousseau; Bull. Soc. Ent. Belg., 1889, S. CLXX (Carabus auratus,
clathratus, auronitens; Abax striola; Ferouia nigrita; Lucanus cervus);
CLXXV f. (Cicindela campestris; Cychrus attenuatus; Carabus auratus,
auronitens, cancellatus; Chlaenius nigricornis; Harpakis ruficornis;
Blethisa multipunctata ; Sinodendron cylindricum).
224 Ph. Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Coccinellidae. Adonia niutabilis Ärift« ? Larve ; C. Rey, Essai, a.
a. 0., S. 244 PI. II, Fio-. 29.
Ooccinella variabilis F. ? Larve, S. 245, 14-pustulata L. ? Larve,
S. 246; C. Rey, Essai, a. a. 0.
0. ll-punctata var. iw«(^«o-^M«ctote (Dy-tschu; Amdo); G. Rybakow, Hör,
Soc. Ent. Ross., XXIII, S. 289, Semenoivi (Kan-ssu); J. Weise, ebenda, S. 651.
Cryptolaemus simpIex (S.-Austral.); T. Blackburn, Proc. Linn. Soc. N. S.
Wales (2), III, S. L506.
Epilacbna Zaimp/cte (Madagaskar); L. Pairmaire, Bull. Soc. Ent Belg.,
1889, S. IX, acuminata S. 648, iMcnta S. 649 (Kan-ssu); J. Weise, Hör. Soc.
Ent. Ross., XXIII.
Harmouia impustulata L. ? Larve; C. Rey, Essai, a. a. 0., S. 247,
PI. II, Fig. 30, 31,
Ithone clegenerata (Kundshut); A. Senienow, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIV,
S. 226.
Lithophilus creticus (Lasithigeb.); E. Reitter, Deutsch. Entoin. Zeitschr..
1889, S. 255.
Micraspis Weisei (Dj'-tschu); Gr. Rybakow, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIII,
S. 290, trilineata (Kan-ssu); J. Weise, ebenda, S. 652.
Scyninus restitutor (Australieu) S. 364, circularis (Picton, Neu -Seeland)
S. 365; D- Sharp, Insect life, I, pauper (Leukoran); J. Weise, Wien. Entoni.
Zeitg., 1889, S. 261.
Seniiadalia Futanini (Kan-ssu); J. Weise, Hör. Soc Ent. Ross., XXIII,
S. 650.
Sospitatigrina L.Larve; C. Rey, Essai, a a.O., S. 249, PI. II, Fig. 32, 34.
D. W. Coquillet beschreibt und bildet ab Ei, Larve, Puppe und Imago
von the introduced Australian lady-bird, Vedolia cardinalis; derselbe
wurde nach Amerika zur Bekämpfung der aus Australien eingeschleppten Icerya
Purchasi eingeführt; Insect life, II, S. 70— 74, Fig. 9, 10; die Verbreitung des
Käfers geht rasch vor sich; ebenda, S. 112.
Endomyehidae. Alexia Japonica (Nagasaki); E. Reitter, Deutsch.
Entern. Zeitschr., 1889, S. 277, J-Z(/mca (Philippeviile, Algier); derselbe, Wien.
Entom. Zeitg., 1889, S. 304, Beitteri (Philippeville); Desbrochers des Loges,
Bull. Soc. Entom. France, 1889, S. CLXXXVI.
Oymones Sharpi Gorh . = Hybopterus p 1 a g i a t i c o 1 1 i s Fdirm ; L. F a i r ni a i r e ,
Bull. Soc. Entoni. France. 1888, S. CLXXV.
Saula fuscicornü (Annam); L. Fair niaire, Ann. Soc. Ent. France, 1888,
S. 378.
Erotylidae. E. Reitter gibt die Beschreibungen der bekannten
Tritomiden Japans . . . .; Wien. Entom. Zeitg., 1889, S. 245 -249.
Amblyopus jj((?//(tjyt'.s' (Chiuzenji, Japan); G. Lewis, Entom. Monthl. M;igaz.,
XXV, S. 397.
Atritomus Lewi.sl (Suyama); E. Reitter, Wien. Entom. Zeitg., 1889, S. 249.
Episcaphula (jalkdipcnnis, (luplopunclulu (S. Austi'alien); T. Blackburn,
Proc. Linn. Soc. N. S. Wales (2), III, S. 1504.
Euzostria Aruensis var.ömotei«(Goldie-Riv., Neu Guinea); J.R.H.N eer voort
van de Poll, Notes Leyden Mus., XI, S. 158.
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 225
Helota Oberthüri (Darjiling) S. 100, Vnujipes (Sikkim), Fairmairei (ibid.)
S. 101, caudata (China) S. 102, Kolbei (Kiangsi; Schanghai) S. 103, fulvitarsis
(Darjiling) S. 107, guineensis (Accra; Assinien), costata (Sansibar) S. 108, mit
einem Verzeichniss der bisher beschriebenen 25 Arten S. 111; C. Ritsema Gz.,
Notes Leyden Mus. XI, Boysü (Indien); derselbe, ebenda S. 189.
Litai'gops maculosus (Nikko); E. Reitter, Wien. Entoni. Zeitg., 1889, S. 247.
Litargus Lewisi (Nagasaki) S. 246, unifasciatus (Sapporo) S. 247 ; E. R ei tter,
Wien. Entern. Zeitg., 1889.
Pantheropterus Bavidis (Moupin); L. Fairmaire, Ann. Soc. Entom. France,
1889, S. 12.
Psendotriphylhis insignis und var. suhfasciatus (Nikko, in Pinus-Schwämnien),
rufitarsis (Miyanoshita); E. Reitter, Wien. Entom. Zeitg., 1889, S. 245.
Tripliyllus seftiatus (Hakone; Nikko); E. Reitter, Wien. Entoni. Zeitg.,
1889, S. 24G.
Tritoma elongata ^Sapporo) S. 247, pustulosa (Miyanoshita; Sapporo; Kiga;
Junsai) , (/rancZiS und var. smpfc.x' (Nikko; Miyanoshita; Konose) S. 248, undulata
(Yezo) S. 249; E. Reitter, Wien. Entom. Zeitg., 1889.
Languriadae. Languria analis S. 376, aereipennis ^ micatipennis S. 377
(Tonking); L. Fairmaire, Ann. Soc. Ent. France, 1888.
Chrysomelidae. M. Jacoby liefert eine List of the Grioceridae,
Gryptocephalidae, Chrysomelidae and Galerucidae coli, in Vene-
zuela ; Proc. Zool. Soc. London, 1889, S. 263—292.
A. Duvivier beschreibt Goleopteres phytophages uouveaux; Bull.
Soc. Ent. Belg., 1889, S. CXXVII—C XXXVII.
J. Weise bildet die Forcipes verschiedener Arten von Clythrinen-
Gattungen, von Donacien und anderen Chrysomeliden ab; Deutsch. Entom.
Zeitschr., 1889, Taf. II Fig. 14-35; IH, Fig. 1-34; S. 417 f.
Dersel be macht synonymische Bemerkungen über Ghrysomelini;
ebenda S. 419.
Descriptions of some genera and species of Galerucinae; by
J. S. Baly; Journ. Linn. Soc. London, (Zool.), XX, S. 156-188.
Notes sur les Galerucides . . . par E. Allard; Bull. Soc. Ent. Belg.,
1889, S. LXVI— LXXXIII, GII— GVII.
J. Weise beschreibt Neue Chrysomeliden aus Girkassien; Wien.
Entom. Zeitg., 1889, S. 1-4.
S. de Marseul setzt die Monographie des Ghrysomelides fort;
Labeille, 1888, S. 1-96; 1889, S. 97-148.
Aeropa (n. g. prope Aulacum) maculata (Sze-tschuan); J.Weise, Hör.
Soc. Ent. Ross., XXIII, S. 622.
Allophyla (n. g. Galerucae affine) aurora (Kan-ssu); J. Weise, Hör. Soc.
Ent. Ross., XXIII, S. 626.
Brachita (n. g. Phyllobroticin. ; soll wahrscheinlich Brachyta heissen)
terminata (Luzon) S. CHI, brevicolUs, elegans (ibid.), parva (ibid. und Samar)
S. CIV; E. Allard, Bull. Soc. Ent. Belg., 1889.
Charidea! (Name vergeben) (n. g. Galenicin. für (Galeruca) puuctato-striata
Motsch. = multicostata Jacoby und) Fortunei (Nord-China); J. S. ßaly, Journ.
Linn. Soc. London (Zool.) XX, S. 157, 158.
Aich. f. Naturgesch. Jahrg. 1890. Bd. II. H. 2. P
226 Ph- Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Ephyraea (n. g. Eiunolpiu. prope Nofloiiotam, für Chrysodina Chapuisi
iZar. und) castanea (San-Esteban), hypomelas (Corozal), glaucescens (Muzo); E.Le-
fevre, Ann. Soc. Eutom. France, 1889, S. 333.
Olechonis (n. g.) ruhripennis (Sze-tschuan); J. Weise, Hör. Soc. Ent.
Ross., XXIII, S. 632.
Hanoi a (n. g. Downesiae proxinium, antennis longioribas, distincte articu-
latis . . . diversum) Auherti (Hanoi); L. Fairmaire, Ann. Soc. Ent. France,
1888, S. 375.
Hespera (n. g. Phyllotretae simile) sericea (Kan-ssu); J. Weise, Hör. Soc.
Ent. Ross., XXIII, S. 639.
Leptoxena! (n. g. Galerucin. Galerucellae affine, differt forma angustiore,
pedibus post. in ^ incrassatis, epimeris anterioribus margini poster. antepectoris
plane contiguis; Name in der Form Leptoxenus bei Käfern schon vergeben)
eximea! (Andaman-I.); J. S. Baly, Journ. Linn. Soc. London, (Zool.), XX, S. 186.
Liroetis (n. g. Phyllobroticae proximum) aeneipennis (Kah-ssu); J. Weise,
Hör. Soc. Ent. Ross., XXIII, S. 608, caeruleipennis (Hagi, Japan) S. 609 Anm.
Luperocncmus (n. g. Lupero simile, femoribus post. inflatis diversum)
xanthodorus (Kiangsi); L. Fairmaire, Ann. Soc. Ent. Belg., 1888, S. 43.
Mindana (n. g. Theopein.) m^/n^^ßs (Mindanao), upicalis {Lwzovl), dimidiata
(Luzon), vittata (Isabela), cyanipennis (Mindanao), rufieollis, femoralis (Luzon);
E. Allard, Bull. Soc. Ent. Belg., 1889, S. CXIIL
Nancita (n. g. Antiphin.) alterna (Pulobatu); E. Allard, Bull. Soc. Ent.
Belg., 1889, S. GVL
Osnaparis (n. g. Pseudocolaspid.) nucea (Moupin); L. Fairmaire, Ann.
Soc. Entom. France, 1889, S. 72.
Ozomena (n. g. Theopein.) costata (Mindanao), incostata (Philippinen);
E. Allard, a. a. 0., S. CXIf.
Paraulaca n. g. Chrysomel. für (Aulacophora) angulicollis Matsch.; J. S.
Baly, Journ. Linn. Soc. Lond. (Zool.), XX, S. 168.
Potaninia (n. g. prope Cyrtonaspidem) polita (Sze-tschuan); J. Weise,
Hör. Soc. Ent. Ross., XXIII, S. 604.
Proegmena (n. g. prope Antipham) pallidipennis (Kan-ssu); J. Weise,
Hör. Soc. Ent. Ross., XXIII, S. 630.
Pseudotoxotus (n. g. ; palp. niax. art. lüt. oblongo - ovalis, apice obtusus;
ligula membranacea apice fortiter emarginata; oculi mediocres, rotundati, sat
fortiter convexi, fortiter granulati; caput minus elongatum, postice manifeste
angustatum; antennae corpori longitudine aequales vel vix aequales, ante oculos
positae, articulo ultimo appendiculato. Coxae anticae anguste separatae, mediae
subcontiguae ; femora postica vix incrassata, apicem versus fortiter angustata,
parte angustata acute dentata. Corpus totum dense pubescens) lineata (Süd-
Australien ; einem Toxotus täuschend ähnlich); T. Blackburn, Pi'oc. Linn. Soc.
N. S. Wales (2), III, S. 1471.
Semacia (n. g. Mima^strin.) biplayiata (Moupin); L. Fairmaire, Ann. Soc.
Entom. France, S. 82.
Semenoioia (n. g. prope Chrysomelam) chalcea (Anido); J. Weise, Hör.
Soc. Ent. Ross., XXIII, S. 605.
Sepharia (n. g. Leptarthrae affine) rubricata, dilatipeiinis (Moupin);
L. Fairmaire, Ann. Soc. Entom. France, 1889, S. 78.
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 227
Talmonus (n. g. inter Leprotin. et Pseudocolasp.) farinosus (Moupin);
L. Fairmaire, Ann. Soc. Entom. France, 1889, S. 71.
Talurus (n. g. Iphimein. prope Iphimeidem) picitarsis (Cayenne), fulgens
(Brasil.); E. Lefevre, Ann. Soc. Entom. France. 1889, S. 338.
Tebalia (n. g., ab Oxygona forma corporis ovali, antennis gracilioribus
divergens) caerwZmte (Monpin); L. Fairmaire, Ann. Soc. Ent. France, 1889, S. 83.
Adimonia rustica Schall. Larve; C. Rey, Essai, a. a. 0., S. 240.
Adoriura laticlavum (Moupin); L. Fairmaire, Ann. Soc. Entom. France,
1889, S. 74.
Agelastica impura (S. Australien); T. Blackburn, Proc. Linn. Soc. N. S.
Wales (2), III, S. 1499.
Agetocera sinensis (Kiangsi); L. Fairmaire, Ann. Soc. Ent. Belg.,
1888, S.43.
Agetinus aequalis (S. Austral.); T. Blackburn, Proc. Linn. Soc. N. S.
Wales (2), ni, S. 1478.
Alethaxius tuberculifer (Mexiko) S.338, brevis (Columbien) S,339; E Lefevre,
Ann. Soc. Entom. France, 1889, parvulus (S. Catharina) S. XX Bull.; d ers., ebd.
Alphidia purpurina (Madagaskar); L. Faimaire, Bull. Soc. Ent. Belg.,
1889, S. IX.
Amphimela australis (Brisbane); T. Blackburn, Proc. Linn. Soc. N. S.
Wales (2), III, S. 1491, postfasciata und var. unicolor (Moupin); L. Faimaire,
Ann. Soc. Entom. France, 1889, S. 73.
Anisodera /Vaferna (Tenasserim ; Nordindien) S. 655, Gesim (Bhamö) S. 656,
p^-opinqiia (Tenasserim) S.657, Fe&e (ibid.) S. 658; J.S.Baly, Ann.Mus.Civ.Genova,
(2. S.), VL
Antipha punctata (Philippinen), quadriplagiata, marginella (ibid.), unifasciata
(Kambodscha) S. CVII, brunnea (Malacca), pallida (Kochinchina), tihialis, ter-
minata (Luzon) S. CVIII, nig^-a (Malacca), flavescens (Ceylon), obsoleta (Celebes)
S. CIX; E. Allard, Bull. Soc. Ent. Belg., 1889.
Aoria rufotestacea (Moupin); L. Fairmaire, Ann. Soc. Entom. France, 1889,
S. 70, imsilla (Pnomh-Penli) ; E. Lefevre, ebenda, S. 291.
Aphthona metallica (Darmstadt, auf Euphorbia; Bergstrasse, auf Linum);
J.Weise, Deutsch. Entom. Zeitschr., 1889, S. 415, Czwalinae var. coerulescens
(Saratoff); derselbe ebenda S. 420, splendida n. s]). (Kan-ssu); derselbe. Hör.
Soc. Ent. Ross., XXIII, S. 639, Armeniaca (Araxesthal); derselbe, Wien. Ent.
Zeitg., 1889, S. 260, regulata (Caracas); M. Jacoby, Proc. Zool. Soc. London,
1889, S. 275, opaca (Pnomh-Penh), varians (ibid.; Hue; Tourane); E. Allard,
Ann. Soc. Entom. France, 1889, S. 305.
Von den Arten der Gattung Apophylia, von der paradoxa Dahn. und
oenipennis IlUg. ausgeschlossen vperden, gibt E. Allard eine Uebersicht, Bull.
Soc. Ent. Belg., 1889, S. LXX, und beschreibt A. bipunctata (Kap), consanguinea
(Kaffrarien) S. LXXII, Borrei (Kap; Natal), maculicollis (Kap), viridi-nitens
(Kaffrar.) S. LXXIII, scutellata (Natal), nigroviolacea (Sierra Leone) S. LXXIV,
Duvivieri (Südafrika) S. CV, bifasciata (Kap) S. GVL
Argopus nigripes (Kan-ssu); J. Weise, Hör. Soc. Ent. Ross. , XXIII,
S. 642.
Arthrotus Chinensis (Peking); J. Weise, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIII,
S. 626 Anm.
228 Ph. Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
M^ii&grandis (Borueo); E. Allard, Bull Soc. Ent. Belg , 1889, S. LXXIX.
Augomela acervata (S. Austral.); T. Black burn, Proc. Linn. Soc. N. S.
Wales (2), 111, S. 1488.
Aulacophora Wilsoni (Melbourne), Perroudi (Neu Kaledonien) S. 177, fron-
talis (Sarawak) S. 181, bipartita (Plores; Sarawak) S. 183, Olkneri (Australien;
= Gal. analis Oliv. nee. Web.\ ocdpitalis (Dorey; Buru) S. 184, laevifrons
(Java; Singapore) S. 185; J. S. Baly, Journ. Linn. Soc. London, (Zool.), XX,
Palmerstoni (S Austral.) S. 1497, australis (Adelaide; N. S. Wales) S. 1498;
T. Blackburn, Proc. Linn. Soc N. S. Wales (2), III, insignita (Madagaskar);
L. Fairinaire, Bull. Soc. Ent. Belg., 1889, S. IX.
J. S. Baly gibt Notes on Aulacophora and allied genera (Hy-
peracantha, Pseudocophora, Hoplosoma , Malaxia) und beschreibt Ai\. armiger a
(Murray Isl.) S. 305, apicicornis (Sumatra), diversa (Borneo) S. 306, hiplagiata
(Solo-Sula) S. 307; Trans. Entom. Soc. London, 1889, S. 297-309.
Cacoscelis |(?) semifulva (San Esteban, Venezuela); M. Jacoby, Proc.^ool.
Soc. London, 1889, S. 274.
Callispa pallida (Bhamö); Ann. Mus. Civ. Genova. (2. S.) VI, S. 130, minor
(Tenasserim) S. 175; derselbe ebenda, Feae (Ober-Birina); J.S.Baly, ebenda
S. 054. ruficollis (Moupin); L. Faimaire, Ann. Soc. Entom. France, 1889, S. 84.
Calomela apicalis S. 1489, distinguenda , tarsalis S. 1490 (S. Austral.);
T. Blackburn, Proc. Linn. Soc. N. S. Wales (2), IIL
Candezea inconstans (Leopoldville , Kongo); A. Duvivier, Bull. Soc. Ent.
Belg., 1889, S. CXXXVII.
Cassida araxicola (A.), Jakotuleffi (Astrachan), Brisouti (Biskra), (diese
sämmtliehen Arten bi.sher mit desertorum verwechselt); E. ßeitter, Deutsch.
Entom. Zeitschr. , 1889, S. 288, comparata (Khnkhu-Nor); G. Rybakow, Hör.
Soc. Ent. Boss. , XXIII, S. 289, deltoides (Ordoss) S. 644, virguncula (Shansi)
S. 645; J. Weise, ebenda, saucia (Araxesthal; Ordubad); derselbe, Wien.
Entom. Zeitg., 1889, S. 260.
Cerichrestus Allardi (Peru); A. Duvivier, Bull. Soc. Ent. Belg. , 1889,
S. CXXXIV.
Caetocnema sinuata (Kan-ssu); J. Weise, Hör. Soc. Ent. Boss., XXIII,
S. 633, tristis (Saigon); E. Allard, Ann. Soc. Entom. France, 1889, S. 307.
Chalcolampra viticis (Kiangsi); L. Fairinaire, Ann. Soc. Ent. Belg,,
1888, S. 39.
Chalcophana cyanipennis (Columbien); E. Lefövre, Ann. Soc. Entom.
France, 1889, S. 339.
Chiridula Semenowi (Turkestan); J. Weise, Hör. Soc. Ent. Boss., XXIII,
S. 647.
Chloropterus grandis (Mongolei); J.Weise, Hör. Soc. Ent. Boss., XXIII,
S. 595.
Die Gattung Choris Lefeiyre (1877) ist mit Mevania v. Har. (1874) identisch;
letzterer Name muss aber gegen ersteren zurückstehen, da er von Stal 1865
für eine Wauzengattung angewandt war; E. Lefevre, Ann. Soc. Entom. France,
1889, S. 331.
Chrysochus goniostoma (Shan-si) S. 592, cijclostoma (Kan-ssu) S. 593;
J. Weise, Hör. Soc. Ent. Boss., XXm.
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 229
Chrysodina tibialis, miriCüZiti' (San-Esteban) ; E. Lefevre, Ann. Soc. Entom.
France, 1889, S. 330.
Chrysomela fastuosa L. Larve S. 238, PI. II, Fig. 27, 28, 33; C. Rey,
Essai, a. a. 0.
Chrysomela Tonhinea (Hano'i); L. Fairmaire, Ann. Soc. Eut. France,
1888, S. 372, foveopundata (Ynnnan); derselbe. Ann. Soc. Ent. Belg. 1888,
S. 39, carnifex var. Konoivi (Fürstenberg, Mecklenb.); J. Weise, Deutsch. Entom.
Zeitschr. , 1889, S. 127, altimontana (Burchan-Budda ; Amdo); G. Rybakow,
Her. Soc. Ent. Ross., XXIH, S. 286.
Chthoneis suturalis, univittata (Brasil.); E. Allard, Bull. Soc. Ent. Belg.,
1889, S. LXXVII.
CleoT^orns badius (Pnomh - Penh) ; E. Lefevre, Ann. Soc. Entom. France,
1889, S. 294.
Clythra laticoUis (Rhodus); J.Weise, Deutsch. Entom. Zeitschr., 1889,
S. 63, annamita (Saigon); E. Lefevre, Ann. Soc. Entom. France, 1889, S. 288.
Cneorane rufo-caerulea (Tonking); L. Fairmaire, Ann. Soc. Ent. France,
1888, S. 374 , cribratissima (K. Tcheou), subcoerulescens (Yunnan) S. 44, de la
Touc/rü (Fdkien), cariosii)ennis (Yunnan) S. 45; derselbe, Ann. Soc. Ent. Belg.,
1888, violaceipennis (Nordchina), alutacm (Indien) S. LXX, nüjripes (Mexiko);
E. Allard, ebenda. Bull. 1889, f'ossicollis, caeruleicejjs {Mowinn) S. 80, intermedia,
episcopalis, crassicornis (Koni-Tcheou) S. 81; L. Fairmaire, Ann Soc. Entom.
France, 1889.
Colaphus signatipennis erscheint im algierischen Küstenlande gegen
Ende September und Anfang Oktober und legt seine Eier an Bellis silvestris,
20— 30 an jede Pflanze; A. Lamey, Noixv.etfaitsdivers.de TAbeille, 1889,.
Nr. 39, S. CLVIL
Colaphus nitidicoUis (Amdo); J. Weise, Hör. Soc. Ent. Ross,, XXIII, S. 601.
Colaspis Palmerdoni (S. Austral.); T. Blackburn, Proc. Linn. Soc. N. S.
Wales (2), III, S. 1477.
Colaspoides ^tfo'corwjs ! (Lien- Son) S. 298, fulvipes (ibid.), rugulosa (Tonkin)
S. 299; E. Lefevre, Ann. Soc. Entom. France, 1889.
Colasposoma Yunnmmm (Y.); L. Fairmaire, Ann. Soc. Ent. Belg. , 1888,
S. 37, marijinicoUe (Assinie; Liberia; Kamerun); E. Lefevre, Ann. Soc. Entom.
France, 1889, S. 301.
Coptocephala Gebleri var. amasiensis (A.); J. Weise, Deutsch. Entom.
Zeitschr., 1889, S. 128, punctata n. sp. (Spanien); derselbe ebenda S. 336,
Jacobi (Nyassa); E. Lefevre, Bull. Soc. Entom. France, 1889, S. LXX
Corynodes plebejus (Sze- tschuan); J. Weise, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIII
S. 593, aemuhis (Lien-Son) S. 297, Beauchenei (ibid.) S. 298; E. Lefevre, Ann.
Soc. Entom. France, 1889.
Corysthea ruficolUs (Cayenne) S. 339, rugulosa (Bogota) S. 340; E. Lefevre,
Ann Soc. Entom. France, 1889.
Orepidodera setosella (Fokien); L. Fairmaire, Ann. Soc. Ent. Belg., 1888,
S. 45, castanea (San Esteban, Venezuela); M. Jacoby, Proc. Zool. Soc. London,
1889, S. 274.
Crioceris melanopa auf Veronica spicata; Berthelin, Bull. Soc. Ent.
France, 1888, S. CLVI.
230 Ph. Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Cryptocephalus/«Zwem/er/ (muss fulminif. heissen ; Elisabethpol) ; E. Reitter,
Deutsch. Entora. Zeitschr., 1889, S. 376, äecastictus (Yunnan); L. Fairmaire,
Ann. Soc. Ent. Belg., 1888, S. 36, Stwenowi (Ordoss) S. 580, tentator (Kan-ssu;
Sze-tschuan) S. 581, Hieracii (Kan-ssu) S. 583, nasutulus (ibid.). Sinensis (Sze-
tschuan) S. 584, halysioides (ibid.) S. 585, aethiops (China) S. 586 Anm., petulans
(Kan-ssu) S. 587, nebulo (ibid.) S. 588; J. Weise, Hör. Soc. Ent. Boss., XXIII,
imdicola (Cirkassien ; Krim); J. Weise, Wien. Entom. Zeitg., 1889, S. 1, Ledcri
(Araxesthal) ; derselbe ebenda S. 259, tKscofferMs (Koni-Tcheou) S. 69, duodecatus
(Kiangsi) S. 70; L. Fairmaire, Ann. Soc. Entom. France, 1889, hiomlatus
(Touraue); E. Lefevre, ebenda, S. 287.
Cynorta ocellata (Singapore) S. 161, apicvpennis, facialis (Sarawak) S. 162;
J. S. Baly, Journ. Linn. Soc. London (Zool.), XX.
Cyrtonastes Corcyreus (Korfu); S. de Marse ul, a. a. 0., 1889, S. 107.
Desmogramma decorata (San Esteban, Venezuela); M. Jacoby, Proc. Zool.
Soc. London, 1889, S. 268.
Diabrotica M-notata (Madagaskar); L. Fairmaire, Bull. Soc. Ent. Belg.,
1889, S. IX, (juttifera (Cayenne), Illigeri (Amazonas), Jcwe^t (Brasil.) S. 251,
Buqueti (Cayenne; Amaz.), Weshvoodi (Amaz.), atrilineata (Brasil.), niyritarsis
(Ober-Amaz.), BoncJcieri (Brasil.), pectinicornis (Cauca) S. 252, Volxemi (Brasil.),
o-Mciate (St. Katharina), sordid/ipennis (Cauca), Borrei (Brasil.), Gestroi (östl. Fem),
caviceps (Amaz.) S. 253, tarsalis (Bahia), excelsa (Cauca), Staudingeri, torta, cor-
rugata, reticulata (ibid.) S. 254; J. S. Baly, Entom. Monthl. Magaz. , XXV,
contigua, melanopyga, extensa, nitidicollis S. 88, ClarJcella, scutelkda, piceicwnis,
viridans (Brasilien), glaucina (Cayenne) S. 89, atromaculata (Amazon.), 12-signata
(Brasil.), vagrans! (Bolivia), aegrota (Ecuador), evanescens (ibid.), confraterna
(Para) S. 90, limitata, tuhercidata (östl. Ecuador), hemixantha (Ober- Amazon.),
interrupto-lineata (Brasilien), notaticollis (ibid.) S. 91, melancholica, zonula, albo-
marginata (Ecuador), semifasciata (Peru), spiloptera (Brasil.) S. 92, albotincta,
albopicta (Peru), Umbatipennis (Brasil.), cognata (Peru), sinmlans (Amazon.) S. 93,
perspicua, Alcyorw, Stali (Amazon.), siiaveola (Cayenne), discrepans S. 94, aenei-
ventris, hipartita (Ecuador), erytliroptera (Peru), albido-vittata (Brasil.) S. 95;
derselbe, Proc. Zool. Soc. London, 1889, Simoni (Colonia Tovar, Venezuela)
S. 280, fulvofasciata (Caracas), estebunensis (San Esteban) S. 281, varicornis (ibid.),
obscuro-maculata (Colonia Tovar) S. 282, nigrodorsata (ibid.) S. 283, simplicipennis
(ibid.), atomaria (Caracas) S. 284; M. Jacoby, ebenda.
Dibolia velox (Sze-tschuan), Potanini (Amdo) S. 643; J. Weise, Hör. Soc.
Ent. Ross., XXIII, Tepperi (S. Austral.); T. Blackburn, Proc. Linn. Soc.
N. S. Wales (2), in, S. 1495.
Diorrhabda tarsalis (Kan-ssu); J, Weise, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIII,
S. 623.
Disonycha laevipennis (Caracas); M, Jacoby, Proc. Zool. Soc. London,
1889, S. 272.
Ditropidius Palmerstoni (S. Australien); T. Blackburn, Proc. Linn. Soc.
N. S. Wales (2), III, S. 1472.
Doryphora Braziliensis (St. Katharina), piceufasciata (?) S. 204, brunneo-
lineata (St. Kath.) S. 205, undulato-fasciata (Kolumbien) S. 206; M. Jacoby,
Entom. Monthl. Magaz., XXV, Simoni (San Esteban, Venezuela); derselbe,
Proc. Zool. Soc. London, 1889, S. 267.
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 231
Downesia Gestroi (Bhamo; Tenasserim), fulvijjenms (ibid.) S. 660, picea
(Teinzo) S.661, ftasa^ts (Bhaniö) S.662; J.S.Baly, Ami.Mus.Civ.Genova (2.S.) VI.
Endocephalus fasciatus (Brasil.); E. Lefevre, Ann. Soc. Entom. France,
1889, S. 340.
Epithrix fulvicornis (San Esteban; Caracas) S. 272, Venezuelensis (Colonia
Tovar) S. 273; M. Jacoby, Proc. Zeel. Soc. London, 1889.
Euphenges (?) subcostatus (San Esteban, Venezuela); M. Jacoby, Proc. Zool.
Soc. London, 1889, S. 279.
Eurispa major (S. Australien); T. Blackburn, Proc. Linn. Soc. N. S. Wales
(2), in, S. 1503.
Euryope Höhneli (Kilimandscharo); E. Lefevre, Bull. Soc. Entom. France,
1889, S. CLIX.
Eustetha serricornis (Moupin) S. 41, micans, pimcticollis (ibid.) S. 42; L. Fair-
maire, Ann. Soc. Ent. Belg., 1888, anniüipennis (Koni-Tcheou), nigropmictata
(Moupin) S. 79, nigrofoveolata (Moupin) S. 80; derselbe, Ann. Soc. Entom.
France, 1889.
Exomis peplopteroides (Kan-ssu); J. Weise, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIII,
S. 577.
Galeruca melanocephala am Rheinufer Bonn gegenüber; Bertkau,
Kori'espbl. Naturh. Ver. d. preuss. Rheinl., Westf. etc., 1889, S. 69.
H.F.Kessler theilt seine Beobachtungen über Galeruca Viburni
Paylc. mit; XXXIV. u. XXXV. Ber. d. Ver. f. Naturk. Kassel, S. 54 — 63. Die
ausgewachsenen Larven gehen (Anfangs Juni) in die Erde und machen 4 — 5 Mm.
unter der Oberfläche ein eiförmiges, locker zusammengekittetes Cocon, in welchem
sie noch etwa 3 AVochen als Larven liegen bleiben. Nach einer etwa 4 Wochen
dauernden Puppenruhe erscheinen cUe Käfer Ende Juli oder Anfangs August
und legen ihre Eier klumpenweise in kleine Höhlungen, die sie in die (meist
einjährigen, seltener vorjährigen) Zweige genagt haben. Die Eiablage dauert
von Mitte August bis Anfangs November, und die Zahl der abgelegten Eier
betrug in einem Falle 281. Zur Vernichtimg kann man entweder zur Zeit der
Verpuppung den Boden oberflächlich umgraben, festtreten, oder nass halten, oder,
wirksamer, zur Zeit des Spätherbstes oder Winters die mit Eiern TJesetzten
jungen Triebe abschneiden und vernichten.
G. xanthomelaena Schrank Larve; C. Rey, Essai, a. a. 0., S. 241.
G. pomouae var. cretica (Kr.); J. Weise, Deutsch. Ent. Zeitschr., 1889, S. 65.
G. Circassica (Fischt); E. Reitter, Wien. Entom. Zeitg., 1889, S. 104.
Galerucella ornata (Caracas; La Guayra; Porto Cabello) S. 290, obscuro-
fasciata (Colonia Tovar), fuscomaeulata (Caracas ; Sau Esteban) S. 291 ; M. J a c o b y ,
Proc. Zool. Soc. London, 1889.
Galerucella sericea (Kan-ssu; Sze-tschx;an); J. Weise, Hör. Soc. Ent. Ross.,
XXIII, S. 622, porphyrea (Moupin); L. Fairmaire, Ann. Soc. Entom. France,
1889, S. 76, costata (Hue); E. Allard, ebenda, S. 312.
Galerucida tenuefasciata , nigropicta (Yunnan) S. 40, nigrimembris (Kiansi)
S. 41; L. Fairmaire, Ann. Soc. Ent. Belg., 1888, aenescens (Kan-ssu); J. Weise,
Hör. Soc. Ent. Ross., XXTTT, S. 626, rubrozonata (Moupin); L. Fairmaire, Ann.
Soc. Entom. France, 1889, S. 75.
Gastroidea amoena (südl. Mongolei); J. Weise, Her. Soc. Ent. Ross., XXIII,
S. 602.
232 Ph. Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Gonioctena Leseleuci (Marocco) S. 55, rossöla (Taurus) S. 57; S. de Marseul,
a. a. 0., 1888, qiiadriplagiata (Moupin); L. Pairmaire, Ann. Soc. Entom. France,
1889, S. 75.
Gouophora wu<c««%era (Teinzu, Birnia); Gestro, Ann. Mus. Civ. Geuovai
(2. S.) VI, S. 131, immaculata (ibid.) S. 175, pulchdla (Swegoo-Myo) S. 176;
derselbe ebenda.
Graptodera niyro-viridis (Kap), imnctata (Gabon), lucida Murray (Kalabar)
S. 33, inaequalis (Alt Kalabar), Madcujascariensis (Nossibe), Senegalensis (S.),
crassa (Algier) S. 43; E. Allard, Le Naturaliste, 1889, transverskollis
(Caracas); M. Jacoby, Proc. Zool. Soc. London, 1889.
Gynandrophthalma flavicoUis v?ii\ picticollis (Amasia); J. Weise, Deutsch.
Entom. Zeitschr. , 1889, S. 128, Eussowi (Samarkand); L. v. Heyden, ebenda
S. 330, suhsignata (Tschekiang); L. Fairniaire, Ann. Soc. Ent. Belg. , 1888,
S. 36, lahills (Kan-ssu, Shan-si), japonica \&Y.manda,rina (Sze-tschuan); J. Weise,
Hör. Soc. Ent. ßoss., XXIII, S. 579, cochincMnensis {^dügon); E. Lefevre, Ann.
Soc. Entom. France, 1889, S. 290.
Haemonia püigera (Kan-ssu); J. Weise, Hör. Soc. Ent. Eoss., XXIII, S. 576.
Haltica ampelophaga Guirin Larve; C. Rey, Essai, a.a.O., S. 242.
H. austrcdis S.lidS, ignea, ferruginis f S.liQi (S. Austral.); T. Blackburu,
Proc. Linn. Soc. N. S. Wales (2), III, lacviuscula (Sze-tschuan) S. 634, deserticola
(Mongolei), Pamiranica (Pamir), gluhicollis (Erzerum) S. 635, viridula (Batum),
Cüiciensis (Tarsus) S. 636; J. Weise, Hör. Soc. Ent. Eoss., XXIII.
Hermaeophaga Simoni (Caracas), suhcostata (ibid.) S. 269, Haroldi (ibid.),
nitidicollis (ibid.) S. 270; M. Jacoby, Proc. Zool. Soc. London, 1889.
Hispa Singular is (Bhamö) S. 179, alhopilosa (Thagatä) S. 181, dcUcalula
(Bhamo) S. 182, Feae (ibid.) S. 183; Gestro, Ann. Mus. Civ. Genova, (2. S.) VI,
discoidalis (Teinzo) , abdominalis (Bhamo) S. 664 , reticulata (Teinzö) S. 665 ;
J. S. Baly, ebenda, femorata (Tonkiug); L. Fairmaire, Ann. Soc. Ent. France,
1888, S. 376.
Homophyla seriafa (Blumenau) S. CXXVIII, nigrita (Theresopolis) , ferru-
ginea (Blumenau) S.CXXX, amazona (A.) S.CXXXI, antennata (ibid.) S. CXXXII,
simillima (Kumbase, Peru) S. CXXXIII; A. Duvivier, Bull. Soc. Ent. Belg.,
1889.
Idiocephala jÄwa, Puhnerstoni (S. Austral.); T. Blackburn, Proc. Linn.
Soc. N. S. Wales (2), III, S. 1473.
Labidostomis Oertzeni (Ehodus); J. Weise, Deutsch. Entom. Zeitschr., 1889,
S. 62, heteromalla (Smyrna); E. Lefevre, Bull. Soc. Entom. France, 1889,
S. CXIX.
Lactica Perraudicri (Pnomh-Penh); E. Allard, Ann. Soc. Entom. France,
1889, S. 304.
Lamprosoma 2yi-i'nctostriolatum , mimdum (Kiangsi); L. Fairmaire, Ann.
Soc. Ent. Belg., 1888, S. 37, Confucii (Kan-ssu); J. AVeise, Hör. Soc. Ent. Eoss.,
XXIII, S. 594.
hemu haemorrJi,oidalis (Sze-tschuan); J. Weise, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIII,
S.576,patruclis (San Esteban, Venezuela) S.264, Simoni (ibid.) S.265; M. Jacoby,
Proc. Zool. Soc. London, 1889.
Lima, salicivorax (Kiangsi); L. Fairmaire, Ann. Soc. Ent. Belg., 1888, S.40.
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 233
Lochmaea tropica (Colonia Tovar, Venezuela); M. Jacoby, Proc. Zool.
Soc. London, 1889, S. 287.
Longitarsus Lederi (Cirkassieu); J. Weise, Revue d'entomologie, 1889,
S. 3, aterrimus (Tourane); E. Allard, Ann. Soc. Entom. France, 1889, S. 304.
Luperodes geminatus (Neu Guinea); E. Allard, Bull. Soc. Ent. Belg., 1889,
S. LXXVIIl, morw«^M5 (Colonia Tovar, Caiacas); M. Jacoby, Proc. Zool. Soc.
London, 1889, S. 289, albofasciutus (Hue), niyrifrons (ibid.) S. 310, ferrugineus
(ibid.), nigrotihialis (Pnomh-Penh) S. 311; E. Allard, Ann, Soc. Entom. France,
1889.
Luperomorpha nohilis (Kan-ssu); J.Weise, Hör. Soc. Ent. Ross. , XXIII,
S. 640.
Luperus cous (Kos); J.Weise, Deutsch. Entom. Zeitschr. , 1889, S. 64,
fcmoralis (Tasmanien); E. Allard, Bull. Soc. Ent. Belg.. 1889, S. LXXVin,
(Calomicrus) icterkus (Kan-ssu) S. 609. capito (Sze-tschuan) S. 610, aencofuscus
(Kan-ssu), lineatus (Sze-tschuan) S. 612, aenescens (ibid.) S. 613, punctulatus
(ibid.), S. 614, Pvtanini (Kan-ssu), bicarinatus (Japan) S. 615, lemo'ides (Sze-
tschuan), jejunus (Kan-ssu), S. 616, iniquus (ibid.), S. 617, flavimanus (Sze-tschuan)
S. 618; J.Weise, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIII, marginatus (Colonia Tovar,
Venezuela); M. Jacoby, Proc. Zool. Soc. London, 1889, S. 289, testaceus (Pnomh-
Penh); E. Allard, Ann. Soc. Entom. France, 1889, S. 309.
E. Allard bringt a. a. 0. S. LXVII die Malacosoma-Arten nach ihrer
Färbung in eine Uebersicht und beschreibt M. bicolor (Tabora), rudepunctatum
(Natali, «me.e (Kalif.) S. LXVIII, nigruni (Zanguebar) S. LXIX, suturalis {K?^t-
frarien) S. CH.
Malacorrhinus undecimpunctatus (Colonia Tovar, Venezuela); M. Jacoby,
Proc. Zool. Soc. London, 1889, S. 286.
Malaxia uurolimbata (Natal) nigricolUs (Alt Kalabar) S. LXXX, purpurea
(China), porraceipennis (Senegal), angustata (ibid.) S. LXXXI, vernalis (ibid.)
S. LXXXII; E. Allard, a. a. 0.
Megalognatha fticoÄ^ato (Kap), ruficoUis (Nata\); E. Allard, Bull. Soc. Ent.
Belg., 1889, S. LXXV.
Megalopus Buckleyi (Ekuador); M. Jacoby, Entom. Monthl. Magaz., XXV,
S. 203.
Megistops Vcmdepolli (Blumenau); A. Duvivier, Bull. Soc. Ent. Belg.,
1889, S. CXXXV.
Menippus canellinus (Tongking); L.Fairmaire, Ann. Soc. Ent. France,
1888, S. 374, maculicollis (S. Austral.); T. Blackburn, Proc. Linn. Soc. N. S.
Wales (2), III, S. 1501.
Metacycla obesa Dej. i. 1. (Brasil.); A. Duvivier, Bull. Soc. Ent. Belg.,
1889, S. CXXXVI.
Mimastra 8-punctata (Sze-tschuan); J. Weise, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIII,
S. 69, modesta (Moupin); L.Fairmaire, Ann. Soc. Entom. France, 1889, S. 82.
Monochirus moestus (Bhamn); J. S. Baly, Ann. Mus. Civ. Genova, (2. S.),
VI, S. 662.
Monolepta Cumingii (Manilla), foveicollis (Batchian) S. 165, Wallacei (Celebes)
S. 166, verticalis (Arn- und Sulu-I.) S. 167; J. S. Baly, Journ. Linn. Soc. London,
(Zool.), XX, (mit analytischer Tabelle der drei ersten Arten und haemorrhoidalis
234 Ph. Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
F. terininata Guer.), angustula (Alai); J. Weise, Deutsch. Entom.Zeitschr., 1889,
S. 128, Tepperi (S. Austral.); T. Blackburn, Proc. Linn. Soc. N. S. Wales (2),
III, S. 1502, cyanipennis (Pliilipi)inen) , castanea (Malacca); E. Allard, Bull.
Soc. Ent. Belg., 1889, S. CX, hiarmata (Mongolei); J. Weise, Hör. Soc. Ent.
Ross., XXni, S. 632.
Monoplatus (?) obliteratus (San Esteban, Venezuela); M. Jacoby, Proc.
Zool. Soc. London, 1889, S. 277.
Morphosphaera albipennis (Kambodscha); E. Allard, Bull. Soc. Ent. Belg.,
1889, S. LXVn und Ann. Soc. Entom. France, 1889, S. 309.
Mouhotina rufipes (Saigon); E. Lefevre, Ann. Soc. Entom. France, 1889,
S. 293.
Myochrous curculionoides (Bahia); E. Lefevre, Bull. Soc. Entom. France,
1889, S. XXI.
Neobrotica inconstans (Colonia Tovar, Venezuela), dimidiaticornis (Caracas;
San Esteban); M. Jacoby, Proc. Zool. Soc. London, 1889, S. 285.
Nerissiis affmis (As.sinie); E. Lefevre, Ann. Soc. Entom. France, 1889,
S. 300.
Nisotra unicolor (S. Austral.) ; T. Blackburn, Proc. Linn. Soc. N. S. Wales
(2), III, S. 1493.
Nodonota Simoni (Kolonie Tovar, Venezuela) S. 331, singularis (San-Esteban)
S.332; E Lefevre, Ann. Soc. Entom. France, 1889.
Nodostoma ovulum (Kan-ssu; Amdo) S. 598, puncticulle! (Kan-ssu) S. 600;
J. Weise, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIII. j^u-ndicoUe ! (Tonkin); E. Lefevre, Ann.
Soc. Entom. France, 1889, S. 295.
Nonarthra nigricolle! (Kan-ssu) S. 641, nigriceps (ibid.; Sze-tschuan) S. 642;
J. Weise, Her. Soc. Ent. Ross., XXIIL
Oedionychis cavifrons (Madagaskar); L. Fairmaire, Bull. Soc. Ent. Belg.,
1889, S. IX, (jraphica (Caracas); M. Jacohy, Proc. Zool. Soc. London, 1889, S. 276.
Oenidea cueruleipennis (Siam) S. 159, Jacobyi (Pinang; Malacca; Borneo)
S. 160; J. S. Baly, Journ. Linn. Soc. London, (Zool.) XX, nigriventris, nigricollis
(Malacca); E. Allard, Bull. Soc. Entom. Belg., 1889, S. CXVn.
Oides Teppa-i S. 1495, swo-r S. 1496, silphomorphoules S. 1497 (S. Austral.);
T. Blackburn, Proc. Linn. Soc. N. S. Wales (2), IIL
Omototus carinatus (San Estehan; La Guayra) ; M. Jacoby, Proc. Zool.
Soc. London, 1889, S. 277.
Ootheca caerulea S. CII, flavicollis S. CHE (Alt Kalabar); E. Allard,
Bull. Soc. Ent. Belg., 1889.
Orina Cacaliae var. hohemica (Böhmerwald, mit der entsprechenden Var.
Letzneri von speciosissima zusammen); J. Weise, Deutsch. Entom. Zeitschr.,
1889, S. 127.
Pachybrachys 6-signatus (Kan-ssu) S. 589, lineatus (Sze-tschuan) S. 591;
J. Weise, Hör. Soc. Ent. Ross., XXni
Paropsis nigro-sparsus (Tonking); L. Fairmaire, Ann. Soc. Ent. France,
1888, S. 373.
Phaedon Tatrensis (T.) S. 102, Szmolayi (Pesth) S. 103; S. de Marseul,
a. a. 0., 1889.
Phyllechthrus ceylanicus (Saigon) S. LXXXII, viridipennis (Kochinchina)
S. LXXXIH; E. Allard, Bull. Soc. Ent. Belg., 1889.
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 235
Physimerus Simoni (Caracas; San Esteban); M. Jacoby, Proc. Zool. Soc.
London, 1889, S. 278.
Plagiodera bicolar (Kan-ssu); J. Weise, Hör. Soc. Eut. Ross., XXIII, S. 606,
ornata (San Esteban; Venezuela); M. Jacoby, Proc. Zool. Soc. London, 1889,
S. 268.
Piatypria digitata (Teiuzö); Gestro, Ann. Mus. Civ. Genova, (2. S.) VI,
S. 178.
Plathyxautha dypeata (Andaman I ); J. S. ßaly, Journ. Linn. Soc. London,
(Zool.), XX, S. 158, femoralis (Java), punctata (Philippinen) S. CXV, rutilans
(Sumatra), mbida (Singapur) S. CXVI; E. Allard, Bull. Soc. Ent. Belg., 1889.
Podontia rn fo flava (Kom-Tcheon); L. Fairmaire, Ann. Soc. Ent. France,
1889, S. 73.
Prioptera ^rafteote (Kiangsi); L. Fairmaire, Ann.Soc.Ent. Belg., 1888, S. 46.
Pseudocophora distincta (Borneo), Erichsoni (Sumatra) S. 171, Wallacei
(Buru), flaveola (Andaman I.) S. 173, pectoralis (Assam) S. 174, perplexa (Phi-
lippinen) S. 175; J. S. Baly, Journ. Linn. Soc. London (Zool.), XX.
Psylliodes valida (Oirkassien); J. Weise, Reviie d'entomologie, 1889, S. 2.
Pyesia cmciSa (Peru); E. Allard, Bull. Soc. Ent. Belg., 1889, S. LXVI, picta
(„Widi bay"); derselbe ebenda S. CV.
Rhabdoptenis cup^-inus (Corozal); E. Lefevre, Ann. Soc. Entom. France,
1889, S. 335, circumdatus (Theresopolis) S. XX Bull.; derselbe, ebenda.
Rhinotmetus ClarM (Blumenau); A. Du vi vi er, Bull. Soc. Ent. Belg., 1889,
S. CXXXIII.
Rhyparida aeneo-tincta S. 1479, mediopida S. 1480, amplicollis S. 1481,
punctulata, posticalis S. 1482, piceitarsis, uniformis S. 1483, herbacea S. 1484,
satelles, discopunctulata S. 1485 (alle aus S. Austral.), interioris (Leigh Creek)
S. 1486; T. Blackburn, Proc. Linn. Soc. N. S. Wales (2), IIL
Rupilia imp/ixssa (S. Australien); T. Blackburn, Proc. Linn. Soc. N. S.
Wales (2), III, S. 1499.
Sagi-a Cambieri (Tabora); A. Duvivier, Bull. Soc. Entom. Belg., 1889,
S. CXXVII, Papuana (Port Moresby); M. Jacoby, Entom. Monthl. Magaz.,
XXV, S. 203.
Sangaria Haroldi (Corozal, Venezuela); M. Jacoby, Proc. Zool. Soc. London,
1889, S. 273.
Scelida/tom (Argentinien) ; E. Allard, Bull. Soc .Ent. Belg., 1889, S.LXXVL
Schematiza funerea (San Esteban, Venezuela) S. 287, venezuelensis (ibid;
Colonia Tovar), unistriata (La Guayra) S. 288; M. Jacoby, Proc. Zool. Soc.
London, 1889.
Spamus minutus (Caracas; San Esteban); M. Jacoby, Proc. Zool. Soc.
London, 1889, S. 280.
Sphaeroderma pundata (Tourane); E. Allard, Ann. Soc. Entom. France,
1889, S. 307.
Stenoplatys robustus (Philippinen); E. Allard, Bull Soc. Ent. Belg., 1889,
S. CXVII
Stethotes pallidipes (Kiangsi); L. Fairmaire, Ann. Soc. Entom. Belg.,
1888, S. 36.
Strobiderus brumieus (Alt-Kalabar) S. CX, laevicoUis, rufus (Luzon) S. CXI;
E. Allard, Bull. Soc. Ent. Belg., 1889.
236 Ph Bertkau: Bericht über die wissenschaftllcben Leistungen
Sumatrasia<i7/mZis(MaIacca); E. Allard, Bull. Soc. Ent. Belg., 1889, S.CIX.
Sutrea modesta (Pnomh-Penh); E. Allard, Ann. Soc. Entom. France, 1889,
S. 306.
Syagrus Alluaudi (Assinie); E. Lefevre, Ann. Soc. Entoni. Fi'ance, 1889,
S. 302.
Terillus micans S. 1475, poUtus, carinatus S. 1476 (S. Austral ); T. Black-
burn, Proc. Liun. Soc. N. S. Wales (2), III.
Ueber die physiologische Wirkung des Saftes der Tiraarcha pinielio'ides
s. oben S. 217.
Xenarthra Zanzibarica (S.), apicicornis (Alt-Kai abar), rufu-viridis (Sansibar),
Upuniiata (Natal) S. CXIV, costata (Mussoorie) S. CXV; E. Allard, Bull. Soc.
Entom. Belg., 1889.
Zeugophora TFmei (Araxesthal); E.'Reitter, Deutsch. Entom. Zeitschr.,
1889, S. 43 mit analytischer Tabelle der übrigen Arten.
Cerambycidae. F. P. Pascoe: On some new longicorn Coleoptera;
Trans. Entomol. Soc. London, 1888, S. 491-513, PI. XIV.
C. J. Gahan: On new Lamiide Coleoptera in the British -Museum
collection; Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6), III, S. 387-400.
Antigenes (n. g. Lepturin.?) funebris (Madagaskar); F. P. Pascoe, Trans.
Ent. Soc. London, 1888, S. 500 PI. XIV Fig. 1.
Apheledes (n. g. Toxotin., oculis emarginatis dhtiQctwm) velutintis (Mada-
gaskar); F. P. Pascoe, Trans. Entom. Soc. London, 1888, S. 500, PI. XIV, Fig. 9.
Arctolamia (n. g. Epicediae affine, capite inter tubercula antennaria latius
excavato .. .) vülosa (Berge von Catcin-Cauri, Birma); Grestro, Ann. Mus. Civ.
Genova, (2. S.) VI, S. 129.
eher idamus (n. g. Closteromero affine) hypargyreus (Madagaskar) ;
L. Fairmaire, Bull. Soc. Ent. Belg., 1889, S. XCIIL
Corus (n.g. Sopbronicae affine, antennis setaceis, haud pilosis) anmdicornis
(Grahamstown); F. P. Pascoe, Trans. Entom. Soc. London, 1888, S. 507.
Eccrisis (n. g. Anthribolae affine; elytra snbtrigona, postice dehiscentia)
abdominalis (Madaga.skar) ; F. P. Pascoe, Trans. Ent. Soc. London, 1888, S. 499,
PI. XIV, Fig. 3.
Eryalus (n. g. inoi^e Monochamixm) 2)ohjspilus (Sumatra); F. P. Pascoe,
Trans. Ent. Soc. London, 1888, S. 501 PI. XIV Fig. 10.
Eusynthcta (n. g. Achthophorae affine, sed antennis brevibus, robustis
artic. 4. — 11. brevissimis valde diversum) brevicornis (Mt. Kinibalu, Borneo);
H. W. Bates, Proc. Zool. Soc. London, 1889, S. 303.
Gauresthes (n. g. Callich romin. Helymaeo affine) rufipes (Mt. Kinibalu,
Borneo); H. W. Bates, Proc. Zool. Soc. London, 1889, S. 392.
Gaurotina (n. g. Gauroti proximum, prothorace supra tuberculum minutum
laterale tuberculo magno dorso-laterali instructo et mesosterno haud tuberculato
diversum) superba (Kan-ssu); L. Ganglbauer, Hör. Soc. Entom. Ross.,
XXIV, S. 50.
Grynex (n. g. Homouoeae affine, Pterichthyae simile) lineatus (Kodeicanel
Mts., S. Indien); F. P. Pascoe, Trans. Entom. Soc. London, 1888, S. 502,
PI. XIV Fig. 2.
Iladimus (n. g. Cartallo affine) cartalloides (Madagaskar); L. Paimaire,
Bull. Soc. Eut. Belg., 1889, S. XCIV.
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 237
Harimius (n. g. Pachystico n. g. affine) atripennis (Madagaskar); L. Fair-
maire, Bull. Soc. Ent. Belg., 1889, S. XCVI.
Hemadius (n. g. Cerambyci et Massico affine) oenoch-ous (Ngan-Hoei);
L. Fairmaire, An. Soc. Entoni. France, 1889, S. 57.
Howea (u. g. Prionin. prope Trogosoma et Aciderem; antennae simplices,
oculi parum separati, prothorax tr'ansversus, angulis anticis in spinas longas tran.s-
versas productis) angulata (Lord Howe Isl.); A. S. Olliff, Lord Howe Isl.,
S. 95, PI. VI Fig. 8.
Hybometopia (n. g. Drymochariti affine ; fronte in tuberculum transversale
producta, prothorace inermi, basim versus fortiter angustato, apice rotundato-
producto, elytris in basi fortiter angustatis distinctum) Starcki (Utsch-dere,
Kaukasus); L. Ganglbauer, Hör. Soc. Ent. Ro.ss., XXIII, S. 285.
Icariotis (n. g. , a Toxoto forma prothoracis diversum) umcoZor S. 497,
fulviajrnis, scapiilatis PI. XIV Fig. 4, S. 498, (alle von Madagaskar); F. P.
Pascoe, Trans. Entom. Soc. London, 1888.
Ischnorrhabda (n. g. Exiliae propinqiium) macilenta (Sze-tschuan);
L. Ganglbauer, Hör. Soc. Ent Ross., XXIV, S. 64.
Ischnostrangalis subg. nov. g. Lepturae; L. Ganglbauer, Hör. Soc.
Ent. Ross., XXIV, S. 55.
Kinibalua (n. g. Dorycerae et Onimatomeno proxime affine) megcüops
(Mt. Kinibalu, Borneo); H. W. Bates, Proc. Zool. Soc. London, 1889, S. 391,
Mantitheus (n. g. Apatophysi et Vespero affine) pekinensis (^ .); L. Fair-
mnire. Bull. Soc. Entom. France, 1889, S. XC.
Morimospasma (n. g. Morinio affine, prothoracis disco fortiter verrncoso-
elevato, elytris brevibus, cristatis et granuloso-tuberculatis, utrimque et postice
fortissime declivibus, humeris spinosis diversum) jJrtrrtf/o;Bwm (Kan-ssu); L. Gangl-
bauer, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIV, S. 80.
Musius (n. g. Logistico affine) quadritiodosus (Madagaskar); L. Fair-
maire, Bull. Soc. Ent. Belg., 1889, S. XCIV.
Nethinus (u. g. Phacellocerae affine) sanguinicollis, obscuripes, dhnidiatipes,
fuhnpes, fuhescens (Madagaskar); L, Fairmaire, Bull. Soc. Ent. Belg., 1889,
S. XCIV.
Oehraesius (n. g.) sticticus (St. Katharina, Bras.); F. P. Pascoe, Trans.
Entom. Soc. London, 1888, S. 511 PI. XIV Fig. 8.
Oriea n. g. für (Zygocera?) albovirgata Fairm.; F. P. Pascoe, Trans.
Entom. Soc. London, 1888, S. 511.
Pachysticus (n. g. Logistico affine) crassipes (Madagaskar); L. Fair-
maire, Bull. Soc. Ent. Belg., 1889, S. XCV.
Parastrangulis subg. nov. g. Lepturae; L. Ganglbauer, Hör. Soc.
Ent. Ross., XXIV, S. 57.
Parmenomorpha (n. g. Parmenae affine, sed oculis crasse granulatis)
irregularis(S. Austral); T. Blackburn, Proc. Linn. N. S. Wales (2) III, S. 1467.
Pseudanhamvius (n. g. Anhammo et Monohammo affine) Keili (Sumatra);
C. Ritsema Gz., Notes Leyden Mus., XL, S. 243.
Syennesis (n. g. Prionin. prope Monodesmum) dispar (St. Katbarina,
Brasil.); F. P. Pascoe, Trans. Entom. Soc. London, 1888, S. 512, PI. XIV,
Fig. 6, 7.
238 Ph- Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Aerenica acutipemiis (Brasilien); C. J. Gab an, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (ß),
III, S. 400.
Agapanthia nigriventns (Hari-rud); C. 0. Waterhouse, Trans. Linn. Soc.
London, (2. S.), V, S. 130 PI. 14 Fig. 16.
C. Fowler beobachtete bei Ag. lineatocollis einen doppelten Stridulations-
apparat, zwischen Kopf und Pronotum, und zwischen dem hinteren Theil des
Pronotums und dem Mesonotum; die Art verbreitet auch einen lanangenehraen
Geruch ; Proc. Entoni. Soc. London, 1889, S. X.
Amblesthis^e»»mMs(Grrahamstown); F.P. Pascoe, Trans. Entom. Soc. London,
1888, S. 505.
Amphionycha albomaculata (Brasil.) S. 396, nigrocinda (Brasilien), hicolor
(Ekuador) S. 397, marginicolUs (Cayenne) S. 398, procera (S. Brasil), (?) antiqua
(Brasilien) S. 399; C. J. Gahan, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6), III.
Anaglyptus Kanssuensis (K.); L. Ganglbauer, Hör. Soc. Ent. Ross.,
XXIV, S. 71.
Anoplites MongoUcus (M.); L, Ganglbauer, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIV,
S. 75.
Apatophysis Komarowi (Transkaspien); A. Sem enow, Hör. Soc. Ent. Ross.,
XXm, S. 402.
C. Ritsema Cz. stellt eine chronologische naamlijst der soorten
van . . . Zonopterus Hope, Pachyteria Serv. en Aphrodisium Thonis. auf;
Tijdschr. V. Entom. , 32, Versl., S. XXIX— XXXI. — Pachyteria zonoptero'ides
Fleut. wird für Aphrod. Griffithii Ho2^e erklärt.
Aprostictus intricatus (S. Australien); T. Blackburn, Proc. Linn. Soc. N.
S. Wales (2), IH, S. 1464.
Atybe nigritarsis (Madagaskar); F. P. Pascoe, Ti-ans. Entom. Soc. London,
1888, S. 504.
Bethelium jpwncificoZZe (Fremantle); F. P. Pascoe, Trans. Entom. Soc. London,
1888, S. 493.
C. J. Gahan gibt eine Note on the Variation of the mandibles in the
males and descriptions of the females of . . . Priotyrannus and Cacosceles;
Ann. a. Mag. N. H. (6), IV, S. 374-376.
Callidium abdominale Bon. var. rufipenne (Novorossijsk), femorale Mm. var.
utschderense (Utsch-Dere); A. Starck, Wien. Entom. Zeitg., 1889, S. 312.
Calocosraus holosericeus (S. Domingo), melanurus (ibid.) S. 395, marginipennis
(Jamaika) S. 396; C. J. Gahan, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6), III.
Carneades vittata (Cuenga) S. 391, bicincta (Guadeloupe) S. 393; C. J. Gahan,
Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6), III.
Ceresiura nigrum (Christmas IsL); J. C. Gahan, Proc. Zool. Soc. London,
1888, S. 540, Zmeif/erMOT (Queensland); F.P. Pascoe, Trans. Entom. Soc. London,
1888, S. 493.
Chrysaperda collaris (Sarayacu); P. P. Pascoe, Trans. Entom. Soc. London,
1888, S. 509.
Clytantbus acanthocerus (Kan-ssu) S. 68, obliteratus (Mongolei) S. 70;
L. Ganglbauer, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIV.
Clytus vesparum (Talysch); E. ileitter, Deutsch. Entom. Zeitschr., 1889,
S. 375, bifarius (Hadjin, Kleiuas.); L. v. Hey den, ebenda S. 329, dm (Kiangsi),
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 239
Mdupinensis (M.) S. 33, (Xylotrechus) maynicollis (westl. China) S. 34, (Clytantbus)
cuneatus (Setschuan) S. 35; L. Pairmaire, Ann. Soc. Ent. Belg., 1888, (Xylo-
trechns) Grmni (Firjusa, Transkaspien); A. Semenow, Hör. Soc. Ent. Ross.,
XXIII, S. 402, quadraticolUs (Kan-ssu); L. G-anglbauer, ebenda, XXIV, S. 66,
eleodes (Thibet); L. Fairmaire, Ann. Soc. Entom. France, 1889, S. 65.
Colobothea signativentris (Babia) S. 387, elongata (Cayenne) S. 388, Brüllet
(Sa. Cruz) S. 389, amoena (Bahia), socia (Brasil.) S. 390, rfisacoZfos (Bah ia) S. 391 ;
C. J. Gahan, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6), III.
Compsodorcadion tibiale (Issyk-kul) S. 250, cephalotes (Balkach) S. 252; B. E.
Jakowleff, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIV.
Coptocercns nigritulus (S.Australien); T. Blackburn, Proc. Linn. Soc.
N. S. Wales (2), III, S. 1463.
Dorcadion scabricolle B(dm. var. sevangensis (Sevangsee im russ. Armenien) ;
E. Reitter, Deutsch. Entom. Zeitscbr., 1889, S. 41.
In seinen Notes upon the longevity of the early stages of Eburi a
quadrimaculata Say theilt F. M. Webster eine Beobachtung mit, die es
wahrscheinlich macht, dass mindestens 14 Jahre zwischen dem Ablegen der Eier
und dem Erscheinen der Imago oben genannter Art vergingen. Insect life, I,
S. 339.
Ecyroschema rugata (N'Gami); F. P. Pascoe, Trans. Entom. Soc. London,
1888, S. 503.
Eroscheraa affine (Queensland); F. P. Pascoe, Trans. Entom. Soc. London,
1888, S. 497.
Eumimetes bioadatus (Madagaskar); L. Fairmaire, Bull. Soc. Eut. Belg.,
1889, S. XCVI.
Euryptera melanophthisis' [Gorrieiites); C. Berg, a. a. O., S. 108.
Freadelpha exigua (St. Salvador, Kongo); H. J. Kolbe, Stettin. Entom.
Zeitg., 1889, S. 132.
Gaurotes donacio'ides (Moupin); L. Fairmaire, Ann. Soc. Entom. France,
1889, S. 59, adelpha (Sze-tschuan); L. Ganglbauer, Hör. Soc. Entom. Ross.,
XXIV, S. 47.
Glenea Celia (Sumatra); F. P. Pascoe, Trans. Entom. Soc. London, 1888,
S. 509, speciosa (Java) S. 213, Bowringi (ibid.), albomaculata (Borneo) S. 214,
himaculiceps (Burmah) S.215, flavocinda (ibid.) S. 216, modica (ibid.), distinguenda
Dej. cat. (Java) S. 217, Dejeani (ibid.) S. 218, leda (Silhet), signaticollis (Indien)
S. 219, sexnotcdata (S. Ind.) punctata (ibid.) S. 220, socia (Ceylon) S. 221, cru-
cifeft-a (Bhotan) S. 222 ornata (Darsiling), J-notata (Silhet) S. 223, (?) Amelia
(Slam) S. 224, mutata S. 225; C. J. Gahan, ebenda, 1889.
Grammoechus ligatus (Labuan); F. P. Pascoe, Trans. Entom. Soc. London,
1888, S. 503.
Haplohammus nanus (Kan-ssu); L. Ganglbauer, Hör. Soc. Ent, Ross.,
XXIV, S. 81.
Hilarolea croceicollis (Bolivia) S. 393, Lacordairei (Brasilien) S. 394;
C.J. Gahan, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6), III.
Hippopsis tenuevittata (Cochm- China), TonMnea (T.); L. Fairmaire. Ann.
Soc. Ent. France, 1888, S. 371, monachica (Buenos Aires); C. Berg, a. a. 0.
S. 106.
240 Ph- Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Homelix sculptithorax (St. Salvador, Kongo); H. J. Kolbe, Stettin Entom.
Zeitg., 1889, S. 132.
lh\(Woxi fasciiferum (Corrientes; Paraguay) S. 110, epaphm (Missiones; Pa-
raguay) S. 111, uniforme (Buenos Aires) S. 112; C. Berg, a. a. 0.
Ijeontmm tenuipes {Koni-Tcheon}; L. Fairinaire, Ann. Soc. Entom. France,
1889, S. 64.
Leptura Krüperi Gamjlb. ist eine schwarzbeinige Form von Anoplodera
rufipes Schall, (v. atripes i. 1.); E. Reitter, Deutsch. Entom. Zeitschr. , 1889,
S. 375.
L. cordigera var. immaeulata (Palermo); E. Ragusa, II Natural. Siciliano.
VIII, S. 236.
L. tripartüa (Syrien); L. v. Hey den Deutsch. Ent. Zeitschr. 1889, S. 329,
tenuis Blessig var. signatieornis (KAn-ssu) B. 62, (Ischnostrangalis) Semenmvi
(Sze-tschuan) S. 53, (Parastrangalis) Potanini (Kan-ssu) S. 57, (Vadonia)
atramentaria (Kan-ssu) S. 59; L. Gangib auer, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIV, Reyi
(= ochracea Hey, wegen scutellata ii. var. ochracea Faust.); L. von Hey den,
AVien. Entom. Zeitg., 1889, S. 203, sepulchralis S. 63, porpkyrophm-a S , 64 (Moupin) ;
L. Fairmaire, Ann. Soc. Entom. France, 1889.
Leptocera coadnata (Madagaskar); L. Fairmaire, Bull. Soc. Ent. Belg.,
1889, S. XCIII.
Leptura cr/öncoZfo's (Bitlis, Kleinas.); M. Pic, TEchange, 1889, No. 51, S.5
(ist nach A. Fauvel, Bull. Soc. Entom. France, 1889, synonym mit L. bitlisensis
Chevr.; vergl. dazu M. Pic, ebenda, S. CLXXV f., der daselbst die beiden Va-
rietäten instigmata und bistigmata aufstellt).
Lepturgus argentinus (A.); C. Berg, a. a. 0. S. 105.
Logisticus Oberthurii (Madagaskar); L. Fatrmaire, Bull. Soc. Ent. Belg.,
1889, S.XCV.
Mallocera /itZ?;o-ferwmrtto (Buenos- Aires) S. 113, wm (Argentinien ; Uruguay;
Paraguay) S. 115; C. Berg , a. a. 0.
Mastododera transversalis, testaceipcs (Madagaskar); L. Fairmaire, Bull.
Soc. Ent. Belg., 1889, S. XCV.
Mecaspis Büttneri (St. Salvador, Kongo); H. J. Kolbe, Stettin. Entom.
Zeitg., 1889, S. 132, simulatrix (Westafrika), dives (Delagoa Bay); F. P. Pascoe,
Trans. Entom. Soc. London, 1888, S. 495.
Melanauster nobüis (Kan-ssu); L. Ganglbauer, Hör. Soc. Entoin. Ross.,
XXIV, S.82, PtroMfe<w(Koni-Tcheou); L. Fairmaire, Ann. Soc. Entoin. France,
1889, S. 66.
Micracantha Desjardinsii (Madagaskar); L. Faimaire, Bull. Soc. Ent. Belg.,
1889, S. XCVI.
Microtragus jwic^MS (Mc Donnell ranges); T. Blakburn, Proc. Linn. Soc.
N. S. Wales (2), Ul, S. 1468.
Monohammus natkntatis (Christmas Xsl.); J. C. Gahan, Proc. Zool. Soc.
London, 1888, S. 540, sericeomicans (Ngau-Hoei), sparsutus (Moupin); L. Fair-
maire, Ann. Soc. Entoin. France, 1889, S. 67.
Necydalis senceMa (Sze - tschuan) ; L. Ganglbauer, Hör. Soc. Ent. Ross.,
XXIV, S. 46.
Neodorcadion calabricum (C); E. Reitter, Deutsch. Entoin. Zeitschr., 1889,
S. 41, Potanini (Ordoss) S. 245, intermedium (nijrdl. Gobi) S. 246, maurum (Altai
im Gebiete der Entomologie währencl des Jahres 1889. 241
Mongolei) S. 247, Argali (Mongolei) S. 249; B. E. Jakowleff, Hör. Soc. Ent.
Ross., XXIV, FlascJmeri (Beykos, Türkei); M. Pic, Bull. Soc. Ent. France, 1889,
S. GLXXV.
Neocerambyx sordidus (Laos); F. P. Pascoe, Trans. Entom. Soc. London,
1888, S. 491.
Oberea holoxantha (Fokien); L. Pairmaire, Ann. Soc. Ent. Belg., 1888,
S. 35, infantula (Kan-ssu); L. Ganglbauer, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIV, S. 83
discipennis S. 68, flavicornis S. 69 (Kiangsi); L. Fairmaire, Ann. Soc. Entom
France, 1889.
Obrium muUifarium (Missiones); C. Berg, a. a. 0., S. 109.
Olenecamptus compressipes (Kambodscha); L. Fairmaire, Ann. Soc. Ent.
France, 1888, S. 370.
Die von Guerin und Lacordaire angegebenen Skulpturunterschiede zwischen
den beiden Geschlechtern (Prothorax beim AVeibchen stärker gerunzelt) von
Orion bestehen nicht; das von Lacordaire als "Weibchen zu 0. patagonns ab-
gebildete Exemplar gehört wahrscheinlich zu einer neuen Art, 0. Lacardairei;
C. Ritsem a Gz., Notes Leyden Mus., XL S. 144.
Pachypeza marginata S. 507, teres S. 508 (Brasilien}; F. P. Pascoe, Trans.
Entom, Soc. London, 1888.
Pachyta oxyonia (Moupin) ; L. Fairmaire, Ann. Soc. Entom. France,
1889, S. 58.
Pachyteria s^«2Jer&rt_ (Bhamo); Gestro, Ann. Mus. Civ. Genova (2. S.) VI,
S. 128, VandepoUi (Malacca); C. Ritsema Cz. , Notes Leyden Mus., XI, S. 49,
apiccdis (Borneo); J. R. H. Neervoort van de Poll, ebenda S. 219, PI. 10
Fig. 1.
Parmena fasciata de 'Vill. Larve; C. Rey, Essai, a. a. O., S. 233,
PI. II, Fig. 26.
Pempsamacra argentata (Eclipse Isl.), condita (Queens!. ): F. P. Pascoe,
Trans. Entom. Soc. London, 1888.
Phymasterna rufocastanea (Madagaskar); L. Fairmaire, Bull. Soc. Ent.
Belg , 1889, S. IX.
Phytoecia affinis raoeurs et metamorphoses; V. Xambeu, Revue
d'entoraologie, 1889, S. 215-217.
Phytoecia Antoniae (Ordubad) S. 42, adusta (Ei-zQVwm) S. 43; E. Reitter,
Deutsch. Entom. Zeitschr., 1889.
Pidonia picta (Kan-ssu); L. Ganglbauer, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIV, S.51
Pogonochoerus Caroli Mids. Larve; C. Rey, Essai, a.a.O., S. 235.
Polyarthrum afrum (Kairo); F. Baudi, II Natural. Siciliano, VIII, S. 197,
Tschitscherini (Osch); A. Semen ow, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIV, S. 225.
Praonetha lierplexa (Christmas Isl.); C. J. Gahan, Proc. Zool. Soc. London,
1888, S. 541.
Zu Priotyrannus s. oben bei Cacosceles.
L. Planet überzeugte sich selbst, dass die Larve von Prionus coriarius,
richtig zubereitet, gar nicht so schlecht schmeckt; nur ist die Haut etwas hart;
Le Naturaliste, 1889, S. 280.
Promeces auratus (Grahamstown) S. 495, longieollis (Natal), austcras (iViA.)
S. 496; F. P.Pas CO e, Trans. Entom. Soc. London, 1888.
Archiv f. Naturgesch. Jahrg. 1890. Bd. II. H. 2. Q
242 Ph- Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Psriromaia Benei iKodeicanel Mts., S. Indien); F. P. Pascoe, Trans. Eut.
Soc. London, 1888, S. 501.
Purpuricenus Prattii öaÄcm ^ sideriger Fairm.; L. Fairniaire, Bull.
Soc. Entom. France, 1888, S. CLV; vgl. den vor. Per. S. 221.
Pyresthes quinquesignatus (Nyenhangli); L. Fairmaire, Ann. Soc. Entom
France, 1889, S. 65.
Ranova lineigera (Madagaskar); Bull. Soc. Eut. Belg., 1889, S. VIII.
ßhagiuiu niordax var. caucasicum (K.; Ordubad); E Reitter, Deutsch.
Entom. Zeitschr., 1889, S. 287.
Ropica cylindrica (Indien); F. P. Pascoe, Trans. Entom. Soc. London,
1888, S. 504.
E. Pissot beschreibt den Entwickelungsgang der Saperda popixlnea;
Le Naturaliste, 1889, S. 119 f. mit Abbildungen.
Scolecobrotus simplex (S. Austral.) S. 1465, variegatus (Port Lincoln) S. 1466;
T. Blackburn, Proc. Linn. Soc. N. S. Wales (2), in.
Somatidia pulchella (Gipfel des Ledgbird) S. 96 PI. VI Fig. 4, capiUosa,
aranea (Lord Howe Isl.) S. 97; A. S. Olliff, Lord Howe Isl.
Sophronica reducta (Grahamstown) S. 505, ohlonga (ibid.), amplipemiis (An-
gola) S.506; F. P. Pascoe, Trans. Entom. Soc. London, 1888.
Sparna macüenta (Sarayacu); F. P. Pascoe, Trans. Entom. Soc. London,
1888, S. 508 PI. XIV Fig. 5.'
Sphaerion lentiginosum (Corrientes) ; C. Berg, a. a. 0., S. 119.
Monströser Stenopterus rufus s. oben S. 22.
Stenura hasipUcata (Moupin) S. 60, lineigera (ibid.) S. 61, stricticoUis (ibid.)
S. 62, aneipennis (ibid.) S. 63; L. Fairmaire, Ann. Soc. Entom. France, 1889.
Tereticus rufulipennis (Madagaskai') ; L. Fairmaire, Bull. Soc. Eut. Belg.,
1889, S. XCIII.
Tetropium gracilicorne (Chabarofka); E. Reitter, Deutsch. Entom. Zeitschr.,
1889, S 287.
Toxotus turkestanicus (T.); L. Ganglbauer, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIII,
S. 280, Quercus var. discokleus, var. subvittatus, var. suhapicalis (Araxesthal);
E. Reitter, Wien. Entom. Zeitg., 1889, S. 163.
Trichophorus hircus (Salta) S. 116. proximus (Meudoza) S. 117; 0. Berg,
a. a. 0.
Tryphocharia princeps (S. Australien) S, 1460, uncinata (Adelaide) S. 1461,
punctipennis (Fowler s Bay) S.1462; T. Blackburn, Proc. Linn. Soc. N. 8. Wales
(2), III.
Volumnia morosa (Angola); F. P. Pascoe, Trans. Entom. Soc. London, 1888,
S. 510.
Xyloteles segrex (Lord Howe Isl.); A. S. Olliff, Lord Howe Isl., S. 96.
Xystrocera promeco'ides (Malacca); F. P. Pascoe, Trans. Entom. Soc.
London, 1888, S. 492.
Zamium crocatum (Natal); F. P. Pascoe, Trans. Entom. Soc. London, 1888,
S. 492.
Zathecus 5atesu (Aguama, Ecuador); F. P. Pascoe, Trans. Entom. Soc.
London, 1888, S. 493.
Zonopterus consanguinctis (Hinialaya); C. Ritsema Cz., Notes Leyden
im Gfebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 243
Mus., XI, S. 10, niagnificus (Mt. Kinibaln, ßouiei)); H. W. Bates, Proc. Zool.
See. London, 1889, S. 391.
Anthribidae. Merarius (n. g.) Davidis (Moupin); L. Fairmaire, Ann.
Soc. Entom. France, 1889, S. 56.
Litocerus Balli (Lord Howe Isl.); A. S. Olliff, Lord. Howe Isl., S. 93, ma-
dagascariensis (M.); J. Faust, Stettin. Entom. Zeitg., 1889, S. 105.
Tropideres interruptus (Ordubad); E. Eeitter, Deutsch. Entom. Zeitschr. ,
1889, S. 286, lacteocaudaius (Moupin); L. Fairmaire, Ann. Soc. Entom. France,
1889, S. 57.
Bruehidae. Bruchus Aurivillü (Tunis); E. Blanc, Bull. Soc. Entom.
France, 1889, S. XLIII.
Brenthidae. A. Senna bringt (3) Contribuzioni allo studio dei
Brentidi, bestehend in einer Nota sul Cephalobarus macrocephalus Dej.
und der Beschreibung zweier neuer Arten ; Bull. Soc. Entom. Ital., 1889, S. 33 — 88.
Cephalobarus macrocephalus YAV.maeulatiis, flavo-ornatus ; A. Senna, a. a.
0., S. 35.
Cyphagogus afpendiculatus S. XCII, sculptilis, costipennis S. XCIII (Ma-
dagaskar); L. Fairmaire, Bull. Soc. Ent. Belg., 1889.
Rhaphidorrhynchus insculptus (Fonteboa; Amaz.); A. Senna, a. a. 0., S. 36.
Stereodeimus brevirostris (Mexiko); A. Senna, a. a. 0., S. 35.
Tomieidae. Lymantor {n.g.) sepicola; E. A. Loevendal, a.u.a.O.; ist
nach E. Reit t er, Wien. Entom. Zeitg., 1889, S. 271 identisch mit Dryocoetes
Coi-yli Perr.
,,Ueber die j ährlich wiederholten Fortpflanzungen der Borken-
käfer" hat W. Eichhoff in der allgem. Forst- und Jagdzeitung, 1889, Mailieft,
seine Ansichten dargelegt, die von denen Pauly's (s. den vor. Ber. S. 222) ab-
weichen und im wesentlithen mit den früheren Eichhoff'schen von einer 2- bis 3-
maligen Fortpflanzung der Borkenkäfer im Jahr übereinstimmen. — Pauly
erwidert auf diesen Artikel, ebenda Juliheft, und verwahrt sich namentlich
gegen vielfache Missverständnisse und Missdeutungen , sowohl hinsichtlich der
ihm von Eichhoif zugeschriebenen Ansichten, als auch der von jenem voraus-
gesetzten Uutersuchungsmethoden. Pauly bleibt dabei, dass (im Münchener
Klima) manche Arten nur eine, andere (wie T. chalcographus und typographus)
2 Generationen, aber keine 3, haben.
Ueber die Gänge der Borkenkäfer und ihre verschiedenartige
Ausbildung hat N. Cholodkowsky in den Hör. Soc. Ent. ßoss., XXIII,
S. 262—279 mit 13 Abbild, im Text Betrachtungen angestellt. Indem er
davon ausgeht, dass die Familiengänge, wie sie Dendroctonus noch hat,
ungünstig sind, indem die Larven einander leicht belästigen, sieht er hierin
die primitivste Gangform, von der aus sich die übrigen durch natürliche Zucht-
wahl entwickelt haben, und stellt folgende Thesen auf: die Muttergänge sind
stufenweise aus der gemeinsamen Eikaramer entstanden, in welcher die Eier
anfangs regellos, dann in mehreren Haufen, und endlich in einzelnen Eier-
grübchen abgelegt waren. Die polygamen Borkenkäfer besassen ursprünglich
die sternartige Nestform, aus welcher die anderen Formen hervorgingen. Die
ältesten Borkenkäfer sind die Hylesinini, die jungten die Scolytini ; die Tomicini
sind mit den Scolytini nur indirekt durch die gemeinschaftlichen Ahnen ver-
bunden. — Die Platypodini sind bei diesen Betrachtungen nicht berücksichtigt.
244 P'i- Bertkaii: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
A. Fauve] bringt ein deuxieme snppleni ent aux Xylophages d'En-
rope; Revue d'entomologie, 1889, S. 68-87; vergl. dies. Ber. f. 1885, S. 263.
E. A. Loe vendal. Tomici ni Danici. De danske Bankbiller. Entoni.
Meddelels., II; 84 Ss. mit 1 Taf.
Oryphalus Lederi (Cirkassien) ; E. Reitter, Wien. Entom. Zeitg., 1889, S. 93.
Note pour servir ä l'etude de l'Hylesinus bicolor Brul.; Decaiix,
Nouvelles et faits divers de l'Abeille, (1. S.) No. 40. 1889, S. CLXXII - CLXXIV.
Hypoborus Ficus moenrs et raetaniorphoses; V. Xauibeu, Revue d'ento-
niologie, 1889, S. 274—276.
Phloeosinus impressus Oliv. Larve; C. Rey, Essai, a. a. 0., S. 230,
PI. n, Fig. 25.
Phloeotribus Oleae moeurs et metamorphoses; V. Xambeu, Revue
d'entoniologie, 1889, S. 212 215.
Thamnurgus Brylinshyi (Araxesthalj ; E. Reitter, Deutsch. Entom. Zeitschr,.
1889, S. 40.
Tomicus pennidens (Tinos, Griechenland); E. Reitter, Deutsch. Ent.
Zeitschr., 1889, S. 374, oiZo?(^i<s (Dänemark); E. A. Loevendal, a.a.O. (ist
nach Reitter, Wieu.Ent.Zeitg., 1889, S.271, identisch mit T. austriacus Wachtl).
CureulioBidae. De Japaansche Curculioniden-Fauna, vergeleken
met die van andere Landen, door W. Roelofs, zählt 232 Arten in der ver-
hältnissmässig grossen Zahl von 105 Gattungen , von welchen letzteren nicht
weniger als über 40 neu und anderswo noch nicht gefunden sind. 37 Gattungen
gehören der Europäo- asiatischen Fauna an, einige sind auch in Nordamerika
vertreten oder gar Kosmopoliten ; mit Europa haben diese Gattungen 8 Arten
(Scythropus mustela; Tanysphyrus Lemnae; Phytobius quadricornis; Hylobius
Abietis, fatuus ; Cryptorrhynchus Lapathi ; Rhinoncus brucho'ides i;nd pericarpius)
gemein. — Brenthiden sind 6, Anthribiden 5, Bruchiden 3 aus Japan bekannt.
Tijdschr. v. Entomol., 32., S. 19—28.
J.Faust beschreibt (12) neue Rüsselkäfer vom Alka-kul; Deutsch
Entom. Zeitschr., 1889, S. 129-141.
Desselben Beitrag zur Käferfauna zweier Inseln beschreibt (13)
neue Arten von Neu-Oaledonien und (21) von Madagaskar; Stettin. Entom. Zeitg.,
1889, S. 61—106.
Derselbe beschreibt in seinem Beitrag zur Käferfauna Japans
5 neue Arten; ebenda S. 221—226.
H. Tournier beginnt im Entomologiste Genevois I, S. 145 — 153 eine
enumeration des especes europeennes et circumeuropeennes der Hydronomini.
D.Sharp beginnt eine Aufzählung der Rhynchophorous Coleoptera
of Japan (Attelab. u. Rhynchit.); Trans. Entom. Soc. London, 1889, S. 41-73.
Chr. Aurivillius nimmt eine Revisio monographica Microceri-
darum et Protomantinarum vor; K. Sv. Vet.-Akad. Handlingar, 21, No. 15,
S. 1—87, 10 Taff.
Acanthopterus n. g. Eugnomin. für (Trachodes) penicillatus Montr., nebst
analytischer Tabelle dei' verwandten Gattungen Nyxetes, Scolopterus, An-
cystropterus, Oropterus; J.Faust, Stettin. Entom. Zeitg., 1889, S. 57.
Aderor(r)hinus n. g. Rhynchitin. für (Rhynchites) criocei'oides Roel;
D. Sharp, a. a. O., S. 08.
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 245
Anoxyopisthen (n. g. Oxyopisthen et Haplorrhyncbo affine) Büttneri
(St. Salvador, Kongo); H. J. Kolbe, Stettin. Entora. Zeitg., 1889, S. 131.
Enops (u. g. Centrino affine?, prothorace trausverso, ad latera in medio
dilatato et uuguiculis bifidis distinctum) interruptus (Parana); F. P. Pascoe,
Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6), IV, S. 330.
Faustia! vergebener Name (n. g. Hydronomin.) Mesopotamica (Kars; Der-
bent), Caucasica (Achalzich) S. 152, Mülingi (Jeddali; Erzerum), ephimeropo'ides
(Derbent) S. 153; H. Tournier, L'entomolog. Genevois, I.
Gonior(r)kinus (n. g. Myorrhinin.) erinaceus (Transvaal); J. Faust,
Deutsch. Entom. Zeitschr., 1889, S. 142.
Gyllenhalia n. g. Microceiin. (funic. antenu. art. 7 compositus; elytra
fere globosa) für (Curculio) spectrnm F.; Ch. Aurivillius, Revisio, a. a 0., S. 79.
Haplocorynu s (n. g. Ithyporin. prope Colobodem, a quo differt feraoribus
longioribus clavatis, metasterno longiore, segmento abdom. 2. brevi . . .) excellens
(Madagaskar); J. Faust, a. a. 0., S. 104.
Haptomerus n. g. Myorrhinin. (Schenkel ungezähnt. Schienen ohne
Basalausbuchtung; Abdominalsegment 1 hinten abgestutzt; Fühlerschaft eben
den Augenrand erreichend) für (M.) lepidus Brüll.; J.Faust, Deutsch. Entom.
Zeitschr., 1889, S. 141 f.
Homaleptops {n. g. Leptopsin., a gen. Leptops rostro supra haud cariuato,
oculis ovatis, humeris rotundatis vix indicatis diversum) henujnus (Madagaskar);
J. Faust, a. a. 0., S. 83.
Lixosomus (n. g. Lithinin., a Lithino prothoracis basi truncata, metasterno
valde elongato, elytris antice prothoracis basi latioribus, segm. abd. 1 et 2 medio
coalescentibus . . . diversum) Fairmairei (Madagaskar); J. Faust, a. a. 0., S. 87.
Maes (n. g. prope Blosyrum) transversicollis (Yunnan); L. Fairmaire,
Ann. Soc. Ent. Belg., 1888, S. 29.
Megatrachelus (n g. Apionin. Aplemono simillimum, elytris apice decem-
striatis, humeris angulatis, metasterno segmentisque abd. 2 primis subgibbosis,
episternis metathoracis angustissimis, femoribus anticis spina acuta a.rmatis,
tibiis extus apice oblique truncatis diversum) chloris (Neu-Caledonien); J. Faust,
a. a. 0., S. 77.
Merophorus (n. g. Tylodin., ab Onidisto prothoracis basi rotundata,
pedibus brevioribus, femoribus valde clavatis et dentatis, posticis segm. 3. abd.
vix superantibus et tibiis basi valde curvatis diversum) rZmirfiai^its (Neu-Caledonien);
J. Faust, a. a. 0., S. 69.
Pasurius (n. g. Conotrachelo affine) dorsatus (Moupin); L. Fairmaire,
Ann. Soc. Entom. France, 1889, S. 54.
Phyllolytus (n. g. prope Myllocerum) longicomis (Kiangsi); L. Fair-
maire, Ann. Soc. Entom. France, 1889, S. 52.
Pseudobalaninus (n. g. Balanin.; epimera mesothoracis haud ascendentia;
rostrum declive in capite haud insertum) Bohemanni S. 98, semifasciatus S. 99,
pulcher S. 100 (Madagaskar); J. Faust, a. a. 0.
Pterapion (n. g. Apionin.) tnonstrosum (Neu-Caledonien); J. Faust, a. a.
0., S. 75.
Ehadinocyba (n. g. Apionin. Myrmacicelo affine, sed capite post oculos
elongato, oculis lateralibus in fronte haud approximatis , scutello conspicuo, . . .
'246 Pli- Bertkau: Bericht übei- die wissenschaftlichen Leistungen
coxis intermediis plane contiguis . . . diversum) nitidipennis (Neu-Caledouieu;
ApioD nitidip. Fauv. i. 1.); J. Faust, a. a. 0., S. 80.
Sclerolophus (n. g. Hydronomin. Bagro propinquum, forma cylindrica,
corpore squamoso, tarsis dilatatis, processu abdominali angusto, autennarura funi-
culi artic. prinio longissimo diversum) collinus (Neu - Oaledonien) ; J. Faust,
a. a. 0., S. 65.
Sophronohius (n. g. Hylobiin. Eudocimo proximum, coxis ant. paullo
distantibus, processu abdominali lato apice obtuse angulato; antennis prope medium
rostri insertis diversum) faleatus (Neu-Caledonien); J. Faxist, a. a. 0., S. 63.
Sjihenosomus n. g. (Sophrorrhiu. Myrtesi et Tragopodi affine, sed meta-
sternura latitudine rostri haud longius, processu abdominali dimidio brevius;
segmentum abd. 1. apice emarginatum, 2. tertio et quarto sinuü sumptis duplo
longius) für (Tragopus) Huoni Montr.; J. Faust, Stettin. Entom.Zeitg., 1889, S. 73.
Synapjtorrliinus (n. g. prope Dactylotum) simplex (Kleinasieu); J.Faust,
Wien. Entom. Zeitg., 1889, S. 227.
Trymatoderus (n. g. Calandrin.) spongiicollis (Koui-Tcheoii); L. Fair-
maire, Ann. Soc. Entom. France, 1889, S. 55.
Xenisus (n. g. Centrino affine; rostrum lougissimum, filiforme, arcuatum;
scrobes laterales, autenuae tenues, clava elongata, cylindrica; prothor. basi vix
sinuata; elytra triangularia; pectus ampliatum, haud canaliculatum; mesost.
latum, elevatum, antice verticale; abd. segm. 2 basalia valde arapliata, con-
juncta; coxae anticae separatae; femora mutica; unguiculi liberi) curvirosiris
(Columbia); F. P. Pascoe, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6), 4, S. 329.
Aleides fasciger (Madagaskar); J. Faust, a. a. 0., S. 101.
Anthonomus Lavrati war ein Druckfehler für A. Grilati; Desb rochers
desLoges, Bull. Soc. Ent. France, S. CCV (Ausg. der Ann.); vgl. den vor. Ber.
S. 225.
A. costipennis {T)\\hQt); L.Fairmaire, Ann. Soc. Entom. France, 1889, S. 54.
Aphanocorynes procerus (Lord Howe Isl.); A. S. Olliff, Lord Howe Isl.,
S.93.
J. F a u s t rechnet zu den Apiouinen die mit Nanophyes verwandten Gattungen,
höchst wahrscheinlich Mecolenus und folgende, die er in analytischer Tabelle
unterscheidet: Pterapion (s. o.) Myrmacicelus, Rhadiuocyba (s. o.), Megatrachelus
(s. 0.), Aplemonus, Cybebus; Stettin. Entom. Zeitg., 1889, S. 78 f.
J. Weise hebt die Unterschiede zwischen den von Wencker vereinigten
Apion flavofemoratum IZ^fts^. und croceifemoratum hervor und beschreibt
von ersterem die neue y^Y. scuhiokum (Barcelona; Ajaccio); Deutsch. Entom.
Zeitschr., 1889, S. 184.
A. corvinum, lugubre S. 224, praecarium S. 225 (Japan); J. Faust, Stettin.
Entom.Zeitg., 1889, Faiisti (Kaiikasus), bipartirostre (Süd-Russland), distans
(ibid.) S. XXXIII, fossicolle, canescens (Syrien), provinciale (Süd -Frankreich),
andalusiacum (A.), longitubus (Spanien) S. XXXIV, angustissimwm (Kaukasus),
hngithwax (Algier) S. XXXV; Desbrochers des Loges, Bull. Soc. Entom.
France, 1889.
Apirocalus Thomsoni (Aignan Isl.); Ch. 0. Waterhouse, Ann. a. Mag.
N. H. (6), IV, S. 364.
Apoderus limbattis (Mad aga.sk ar); J.Faust, a.a.O., S. 81, praecellens
(Oyama; Nikko) S. 46, SMÖornai«« (Sapporo; Junsai) S. 47, ^emwuts (Kiga; Nikko;
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 247
lliyanoschita, auf Lespedeza) S. 50, uniformi.s [Oy-Anm; Nikko) S. 51; D.Sharp,
a. a. 0.
Die Gattung Aprepes ist keine Laparoceride, sondern sehr nahe, mit
Phyllobius verwandt, so dass sie als eine Untergattung letzterer augesehen
werden kaun; J. Faust, Stettin. Entom. Zeitg., 1889, S. 234.
Arhines frenatus (Touking); L. Fairraaire, Ann. Soc. Ent. France, 1888,
S. 369.
AstycHS chinensis Faust i. 1. (Moupin); L. Fairmaire, Ann. Soc. Entom.
France, 1889, S. 51.
Attelabus Letvisii (Japan; China); D. Sharp, a. a. 0., S. 53.
Auletes calvus (Ogura See) S. 72, submaculatus (Japan) S. 73; D. Sharp,
a. a. 0.
Die Gattung Axyraeus Kiesiv. ist nur als Uutergattuug vou Psalidium
berechtigt, und A. Kraatzi Kicsw. hat offene Körbchen an den Hinterschienen;
J. Faust, Deutsch. Entom. Zeitschr., 1889, S. 83.
Baris despicata (Araxesthal) ; J.Faust, Wien. Entom. Zeitg., 1889, S. 207.
Belus acrobeles (Lord Howe Isl.); A. S. Olliff, Lord Howe Lsl., S. 91
PI. VI Fig. 2, insipidus (S. Austral.); T. Blackburn, Proc. Soc. Linn. Soc. N.
S. Wales (2), III, S. 1455.
Byctiscus reversus (Miyanoshita) , Fausti (Japan) , parvulus (Sibirien),
mwosus (Laos); D. Sharp, a. a. 0., S. 60.
In seinen Bemerkunpen On the weevil genus Centriuus and its
allies gruppiert F. P. Pascoe die Arten dieser Gattung in die Untergattungen
Centrinus i. sp. (bicuspis Germ), Geraeus (senilis Gyll.), Salmites (querulus),
Baibus (conicollis JBoh.), Lydamis (angulus Boh.), Rhianus (mexicanus Boh.),
Ortycus (jperdix), Dimesus {geniinus), Optatus (palmaris), Camelodes (Le-
achii Kirby) Diastethus (tumidus Boh.). Pardisomus {(juttatus), Telemus
(cestroliTS Germ.), Sympages (egregius), Qrissus (Meigenii Bolt.) und beschreibt
(Centrinus) ferinus (Parä), auricoUis (Santarem), (Salmites) querulus (Parana)
S. 324, (Ortycus) percii.x' (Parana), (Dimesus) if/em/jiws (Parana) S. 325, (Optatus),
palmaris (Mexiko) S. 326, (Diastethus) cupreus (Parana), (Pardisomus) guttatus
(Nauta) S. 327, (Sympages) egregius (Pard) S. 328 und die beiden u. G. Xenisus
und Enops; s. oben; Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6), 4, S. 321— 330.
Ceuthorrhynchidius effrons (Alka-kul); J. Faust, Deutsch. Entom. Zeitschr.
1889, S, 137.
C. Fowler's Notes on certain species belonging to the genus Ceuthor •
rhynchus Germ, sind wesentlich durch Bedel's „Faime" etc. veranlasst; Entom.
Monthl. Magaz., XXV, S. 200—202.
Ceuthorrhyiichus optator S. 138, emerüus S. 139 (Alka-kul); J.Faust,
Deutsch. Entom. Zeitschr., 1889, ^j?ai*Ms (Araxesthal); derselbe, Wien. Entom.
Zeitg., 1889, S. 207, (Coeliodes) splendidus (Oran); Ch. Brisout de Barueville,
Bull. Soc. Entom. France, 1889, S. CLVII.
C. Stachydis Jacqu. ist von der von J. Faust beschriebenen Art verschieden
und Jacqueti genannt; J. Faust, Stettin. Entom. Zeitg., 1889, S. 231.
C. cyanipennis Illig. in Amerika; W. Jülich, Entom. Americana, V, S.57.
Den Cleonus picipes Fkhrs. erkennt J. Faust als ein abgeriebenes
Exemplar von Chromoderus declivis Oliv.; Stettin. Entom. Zeitg., 1889, S. 259;
248 P^i- Bertkau: Bericht, über die wissenschaftlichen Leistungen
C. roridus Fall, ist von Fabricius richtig gedeutet worden (roridus F.); ebenda
S. 230.
Cleonus (Cylindropterus ?, Xanthochelus ?) ^a&ronicws (Toskana); C.Lopez,
Proc. Verb. Soc. Tose, di Sei. Natur., VI, S. 214—220, vagesignatus (Yunnan);
L. Fairinaire, Ann. Soc. Ent. Belg., 1888, S. 31.
Codiosoma sp ad ix- Larve in Deichpfählen, beschrieben und abgebildet
von A. J. F. Fokker, Tijdschr. v. Entom., 32, S. 420 PI. 11 Fig. 6—8; vgl. bei
Nacerdes. Die Art neu für Finnland (Phloeophagus spadix) ; Sahlberg, Meddel.
Soc. pro fauna et flora Fennica, XV, S. 183.
J. Gerhardt bringt Beiträge zur Unterscheidung unserer schle-
sischenOoeliodes-Arten aus der Gruppe desC. Q,uercus(C. trifasciatus,
erytbroleucus, Quercus, ruber, rubicuudus) mit Bestinnnungstabelle der Arten;
Zeitschr. f. Entoraol., Breslau, (N. F.). 14. Heft S. 1—5.
Derselbe (Zu Stenocarus (Coeliodes) fuliginosus Marsh, und guttula F.)
spricht sich für die Selbständigkeit beider Arten aus und belegt seine Ansicht
mit Gründen; ebenda S. 6.
C. simulans (Euböa); J. Faust, Deutsch. Entom. Zeitschr., 1889, S. 90.
Conocetus graecus SM. = (Eustolus) gracilicornis Stii. (nee Kiesw.) = bardus
GylL; der C bardus Strl. ist eine andere Art, C. Baudii; J. Faust, Deutsch.
Entom. Zeitschr., 1889, S. 73.
Sti erlin erkennt obige Synonymie, soweit sie seinen graecus betrifft,
nicht an, und hebt die Unterschiede desselben von C. gracilicornis schärfer hervor;
Mitth. Schweiz. Entom. Gesellsch., VIII, S. 162 f.
Corigetus Mandarinus S. 367, limhalis S. 368 (Tonking); L. Fairmaire,
Ann. Soc. Ent. France, 1888.
Cossonus Icthargicus (Lord Howe Isl.); A. S. Olliff, Lord Howe Isl., S. 94.
Cycloteres aranea (Madagaskar); J. Faust, a. a. 0., S. 89.
Deporaus fuscipennis (Chiuzenji); D. Sharp, a. a. 0., S. 71.
Dermatodes grisescens, viriditinctus (Yunnan); L. Fairmaire, Ann. Soc.
Ent. Belg., 1888, S. 30, truncatirostris (Kni-Tchew); derselbe, Ann. Soc. Entom.
France, 1889, S, 51.
Desmidophorus Lacordairei S. 101, infernalis S. 103 (Madagaskar); J. Faust,
a. a. 0., galericulus (ibid.); L. Fairmaire, Bull. Soc. Ent. Belg., 1889, S. XCII.
Dicasticus Pascoe = (?) Diatmetus Gerst.; L. Fairmaire, Bull. Soc. Ent.
France, 1888, S. CLXXV.
Episus elongatus (Kap) S. 18, Tab. 1 Fig. 9, Peringueyi (ibid.) S. 21 Tab. 2
Fig. 2, Westermanni (ibid.) S. 22 Fig. 3, MAmei (Svakop ; Damara), S. 24 Fig. 5,
Bevyfderi (Damara; Delagoa B.) S. 25 Fig. 6, robustus (Kap) S. 27 Fig. 8, opalinus
(Beaufort West) S. 28 Fig. 9, gravidus (Vaal River) S. 30 Fig. 11, Dohrni (Kaff-
rarien, Kap) S. 33 Tab. 3 Fig. 4, Bolwmanni (Nnmixqna; Damara) Fig. 10, Ohcr-
thüri (Senegal; Casamanca) Fig. 11 S. 37, rotundicollis (Kapkolonie) S. 41 Tab. 4
Fig. 2, gibbosus (ibid.) S. 42 Fig. 3, Boclofd (Elephantenfi.; Kap) S. 44 Fig. 6,
nodicoUis (Kap; Kaffrarien) S. 45 Fig. 7, punctatus (Kap; Grahamstown) S. 51
Tab. 5 Fig. 5, angulicoUis (Südafrika) S. 54 Fig. 9; Chr. Aurivillius, Revisio,
a, a. 0.
Erirrhinus maculatus stridulating ; C. Fowler, Proc. Entom. Soc.
London, 1889, S. X.
im Gebiete der Entoiuologie währeiul des Jahres 1889. 249
Eugnamptns frugilis (Japan); D. Sharp, Trans. Entom. Soc. London, 1889,
S. 69 (= Rhynch. amurensis Faust; s. Faust, Stettin. Entom. Zeitg., 1889,
S. 223), flavipes (Kobe; Fukushima) S. 70; derselbe ebenda.
Eugnathns elegans (Touking); L. Fairmaire, Ann. Soc. Ent. France, 1888,
S. 368.
Euops Lespcdezae (Japan, auf L. Sieholdii) S. 55, phaedonius, pustuhsus
(Japan) S 56; D.Sharp, a.a.O.
Foucartia bella (Sporaden); J. Faust, Deutsch. Entom. Zeitschr.,
1889, S. 69.
F. P. Pascoe führt in seinen additional notes on the genus Hilipus,
Trans. Entom. Soc, London, 1889, S. 577—592, folgende neue Aiten auf: H. par-
dalis (Sarayacu) PI. XVI Fig. 5, lutosus (Kolumbien) S. 578. Fryi (Peru) Fig. 8,
excultus PI. XVII Fig. 3, S, 579, flmhriatus Fig. 1, S. 580 (Brasil.), vcdidus (Minas
Geraes) PI. XVI Fig. 6, decipiens (Kolumbien) S. 581, ocularis (Sarayacu; Ega)
PI. XVn Fig. 2, obtusus (St. Katharina) S. 582, ludiosus (Parana) Fig. 8, arciurus
(Bahia) Fig. 7 S. 583, congestus (Parä) S. 584, angusticolUs (Kayenne) PI. XVI
Fig. 3, tetraspilotus (Parana) Fig. 2 S. 585, frontalis (Chontales) PI. XVII Fig. 5,
latipennis (Brasil.) PI. XVI Fig. 1 S. 586, polyspilus (Siidbrasil.) S. 587, laniina
(Eio Janeiro), hasüiscus (Brasilien) PI. XVI Fig. 4 S, 588, Benei (S. Paolo Oli-
venca), phrynodes (Chontales) S. 589, arrogans (Brasil.) PI. XVII Fig. 6 S. 590,
designatus (Neu Granada) PI. XVI Fig. 7, cornix (St. Martha) PI. XVII Fig. 4
S. 591.
Hylobius (?) aZftoÄC^osws (Moupin); L. Fairmaire, Ann. Soc. Entom. France,
1889, S. 52.
Hypei'a noscidia (Korax-Geb.) : J. Paust, Deutsch. Entom. Zeitschr.,
1889, S. 84.
Hypoglyptus Heydeni (Antiab); J. Faust, Stettin. Entom. Zeitg., 1889,
S. 226.
Hypomeces confossus (China); L. Fairmaire, Ann. Soc. Entom. Belg.,
1888, S. 29.
Idotasia montivaga (Gipfel des Ledgbird), squamigera (Lord Howe Isl.);
A. S. Olli ff, Lord Howe Isl., S. 93.
Isacantha incidta (Lord Howe Isl.); A. S. Olliff, Lord Howe Lsl., S. 92,
Larinus sculpticollis (Yunnan); L. Fairmaire, Ann. Soc. Ent. Belg., 1888,
S. 31, Lederi S. 203, remissus S. 204, Eeitteri S. 205 (Araxesthal); J.Faust,
Wien. Entom. Zeitg., 1889.
Leptops Etheridgei (Lovd Howe Isl.); A. S. Olliff , Lord Howe Isl, S. 90,
insignis (S. Austral.) S. 1443, Buileyi (Fräser Isl.) S. 1444, frontalis (S. Austral.)
S. 1446; T. Blackburn, Proc. Linn. Soc. N. S.Wales (2), ni.
In einem Beitrag zur Klassifikation der Liophloeus - Arten,
Mitth. Schweiz. Entom. Gesellsch., VIII, S. 79— 87, erkennt G. Stierlin neben
der Länge des 2. und 3. Geisseigliedes der Fühler in der Länge des Metathorax,
namentlich der Entfernung der Mittelhüften von den Vorderhüften ein konstantes,
zur Gruppirung der Arten geeignetes Merkmal. Von den von Toui'nier be-
schriebenen Formen wird L. Hungaricus = pulverulentus, robusticornis = al-
pestris, laticollis = chrysopterus erklärt. Stierlin erkennt folgende Arten an:
L. Paulinoi Besbr., pulverulentus Ggll. (mit Var. denudatus Gas.), ophthalmicus
(Kraiu) S. 84, nubeculosus Gyll., tessellatus Müll, (mit Var. maurus Marsh.,
250 Ph- Bertkau: Bericht über die wis.se]l^<chaftlichen Leistungen
üvipeiinis Fairm., alpestris Tutern., rotuiidicollis Toiirn., cyaiiesceiis Fairm.,
gemiiiatus Bohem., iniuutus Tourn., pictiis (Württemberg) S. 85, quadricollis
Tourn., aquisgranensis Forst., ? Heydeni Sil), Kieseiiwetteri Tourn., gibbus
Bohem. (mit Var. amplijjeiniis Tourn., chrysopterus Boh.), ]eiitus Boh., Schinidti
Bohem.
Lipothyrea(?) wan«6«7/s (Süd- Austral.); T. Blackburn, Proc. Linii. Soc.
N. S. Wales (2), III, S. 1448.
Lithiuns Hildebrandti S. 84, Bipitzi S. 86 (Madagaskar); J. Faust, a. a. 0.
Lixus Dohrni S. 90, anthracinus S. 92, madarjassus S. 93, sejiujatus S. 94,
amjulicolUs S. 95, subcuneatus S. 96 (Madag.); J.Faust, a.a.O.
Some studies of the development of Lixus concavus Say and L.
macer Lee. by F. M. Webster s. Entomol. Americana, V, S. 11— 16. Beide
Arten machen ihre Entwickelung in Helianthus grosseserratus durch.
Mecocorynus hunierosus (Kiangsi); L. Fairmaire, Ann. Soc. Entom. France,
1889, S. 53.
Medicasta ohscura (S. Austral.); T. Blackburn, Proc. Linn. Soc. N. S. Wales
(2), in, S. 1454.
Melactus (?) acutus (Neu Caledonien); J. Faust, a. a. 0., S. 62.
Meleus squamosus (Cirkassien) ; E. Reitter, Wien. Entom. Zeitg., 1889
S. 103.
Mesagroecus graecus (Gr.); G. Stierliu, Mitth. Schweiz. Entom. Gesellsch.
VIII, S. 165.
M. superciliosus Stl. = Thylacites scobinatus Kol.; derselbe ebenda, S. 166.
Miccotrogus af flatus S. 134, auctus S. 135, angustidus S. 136 (Alka-kul);
J. Faust, Deutsch. Entom. Zeitschr., 1889.
Microcerus fossilis (Delagoa B. ; = Kirschii Auriv. , nee Jek.) S. 61 Tab. 6
Fig. 67, Borrei (Südafrika) S. 67 Tab. 7 Fig. 4, depressus (Kaffrarien) S. 71 Fig. 7,
_p?am'/?'Ojis (Transvaal ; Kraffrarien) S. 74 Tab. 8 Fig. 2, intcrstitiopunctatus (Trans-
vaal) S. 75 Tab. 7 Fig. 9, oUongus (Grossnamaqua) S. 77 Tab. 8 Fig 7; Chr.
Aurivillius, Revisio, a. a. 0.
Mitrasthetus exsul (Neu Caledonien) S. 71, Broiini (Neu-Seeland) S. 72
Aum. (= bituberculatus F. nee Bvoun); J. Faust, Stettin. Entom. Zeitg. 1889.
Myllocerus fasciatus S. 1442, Darwini S. 1443 (S. Austral.); T. Blackburn,
Proc. Linn. Soc. N. S Wales (2), III, Hillerl (Japan); J. Faust, Stettin. Entom.
Zeitg., 1889, S. 222.
Schweinfurth hebt die Aehnlichkeit einer kugeligen, schwarzen Ocla-
dius-Art mit den Körnern vulkanischen Sandes hervor; der Käfer lebt bei
Aden auf einer grünen Reseda- Art, lässt sich beunruhigt sofort zu Boden
fallen, wo er zwischen den Körnchen des vulkanischen Sandes dem menschlichen
Auge entschwindet, aber von kleinen grauen Spinnen aufgespürt wird. Sitzgsber.
Gesellsch. naturf. Freunde, Berlin, 1889, S. 166.
Orthorrhinus vagus (Lord Howe Isl.; auch bei Kiana in Neu Süd Wales);
A. S. Olliff, Lord Howe Isl., S. 91.
Stierlin gibt eine neue [Bestimmungs - Tabelle der (erweiterten) Unter-
gattung Cryphiphorus, Deutsch. Entom. Zeitschr., 1889, S. 228-231, und be-
schreibt C. Koronae (Griechenland) S. 229, atticus (A.) S. 230.
Otiorrhynchus proreus (Ordubad); E. Reitter, Deutsch. Entom. Zeitschr.,
1889, S. 39, (Arammichnus) morusus (Alka-kul); J. Faust, ebenda, S. 129,
im Gebiete der p]nt()iiiülogie vvälii'eiid des Jahres 1889. 251
Ädelaidae (Fisclit); E. Eeitter, Wien. Entoin. Zeitg., 1889, S. 09, opertosus
(Utsch-Dere), Fischtensis (F.) S. 101, Marthae (Abago) S. 102; derselbe
ebenda, coraUipes (Bosnien) S. 163, (Aranmichnus) latifrons (Türkei, Syrien)
S. 164, Luganensis (L.) S. 165; Gr. Stierlin, Mitth. Schweiz. Entom. Ges., VIII.
Oxyops interruptus S. 1449, pnrallelus S. 1450, armatus, lateritius S. 1451,
vwdicus S. 1452 (S. Austral.), mactäatus S. 1453 (Fra,ser Isl.); T. Blackburn,
Proc. Linn. Soc. N. S. Wales (2), III.
G. A. Baer stellt folgende Synonyniie auf: Pachyrrhynchus Chevrolati
Eyd. & Sol. = chlorolineatus Waterh., maudarinus Clievr., concinnus Wat.
(var.?); Bull. Soc. Ent. France, 1888, S. CXCII.
Pachytychius ülectus (Afghanistan); J.Faust, Wien. Entoni. Zeitg., 1889.
S. 229.
Perissops deportatus (Neu-Caledonien); J. Faust, a. a. 0., S. 70.
Petosiris conifer (Neu Caledonien); J. Faust, a. a. 0., S. G8.
Phyllobius (Parascythropus) creticus (Kr.) ; J. F a u s t, Deutsch.Entoni.Zeitschr .
1889, S. 92, japonicus (J.); derselbe, Stettin. Entom. Zeitg., 1889, S. 221,
claviyer (Ussuri);d er selbe ebenda S. 234, Bnllionis (Novorossijsk) ; A. Starck
Wien. Entom. Zeitg., 1889, S. 54.
Piazomias tristiculus (Yunnan); L. Fairmaire, Ann. Soc. Ent. Belg.
1888, S. 29.
Platytarsus Oertzeni (Euboä); J. Faust, Deutsch. Entom. Zeitschr.,
1889, S. 70.
Polydrosus armipes var.secretus (Kreta); J. Faust, Deutsch. Ent. Zeitschr.,
1889, S. 69.
Poophagus suhnudus (Cirkassien); E. Reifte r, Wien. Entom. Zeitg.,
1889, S. 69.
Protomantis elegans (Kap) S.83 Tab. 9 Fig .8, Peringimji (ibid.) S. 84 Fig. 6, 7;
Chr. Aurivillius, Eevisio, a. a. 0.
Psalidium Reichei (Chaiki; Synii; Elasa) S. 77, Levratii var. ruijicolle (Sanios,
Syrien) S. 78, cumulatum n. sp. (Karpathos; Kasos) S. 79, auxüiare (Karpathos)
S. 80, creticum (Lasithi-Geb.) S. 82; J.Faust, Deutsch. Entom. Zeitschr., 1889,
p)arnussicum (P.); derselbe ebenda, S. 94.
J.Paust stellt eine Bestimmungstabelle der hierhergehürigen Arten auf; Hör.
Soc. Ent. Boss., XXIY, S. 285—294, und beschreibt Ps. maxillosum (Krim; Ar-
menien) S. 294, neglectum (Amasia) S. 295, Bedtenbacheri (Syrien; Kleinasien)
S. 297, senechim (Palästina; Syrien) S. 298, strenuum (Beyrut) S. 299, dif fidle
(Syrien) S. 300, Frivaldsskiji (Thessalien) S. 303, concinnum (Saloniki) S. 306.
Rhinoscapha Thomsoni (Aignan Isl.); Ch. 0. Waterhouse, Ann. a. Mag.
N. H. (6), IV, S. 364.
Rhynchites amurensis Faust ist ein Eugnamptus; J. Faust, Stettin. Entom.
Zeitg., 1889, S. 223.
Rh. parellinus var. fallax (Novorossijsk); A. Starck, Wien. Entom. Zeitg.,
1889, S. 55, placidus n. sp. (Tokio; Yokohama) S. 63, funehr is (»Sapporo) S. 64,
apertus (Yezo; Kashiwagi; Nagasaki) S. 66, apiono'ides (Fujisan), truncatus
(Miyanoshita) S. 67; D.Sharp, a.a.O., (Deporaus) po(^«(/6T (Syrien); Des-
brochers des Loges, Bull. Soc. Entom. France, 1889, S. XXXV.
252 Ph- Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Die Larve von Rhysseuiatus lineati collis 8ay lebt in den Samen-
kapseln der Asclepias incarnata von den Samen; F. M. AVebster, Insect life,
II. S. 112.
Sibinia hjrata (Alka-lail); J. Faust, Deutsch. Entom.Zeitschr.. 1889. S.136.
Sitona correcta (Alka-kul); J. Faust, Deutsch. Entom. Zeitschr., 1889,
S. 130.
Als Mittel gegen den Kornwurm (und vielleicht auch andere Insekten)
ist in den Mitth. Mährisch-Schles.-Ge.sellsch. f. Ackerbau, Natur- u. Landeskunde,
Brunn, 1889, S. 339 f., Thymi an öl empfohlen.
Life history of Sphenophorus ochreusXec; F.M. Webster, Insect
life, II, S. 132— 134, Fig. 20,21.
Stigmatrachelus fasciculatus (Madagaskar); .1. Faust, a. a. 0., S. 81.
Stomodes Letzneri (Griechenland); E. Reitter, Deutsch. Entom. Zeitschr.,
1889, S. 375.
StrophomorjAus Oeitzeni (Sporaden; Kleinasien) S. 73, creticus (Lasithi-Geb.),
S. 74; J. Faust, Deutsch. Entom. Zeitschr.. 1889.
Strophosomus Coryli F. in Amerika; W.Jülich, Entom. Americana,
V, S. 56.
Tanyrrhynchus viridis (Darjiling), (?) pusillus (Madagaskar); J. Faust,
Deutsch. Entom. Zeitschr., 1889, S. 144.
Tetratemnus Perroudi (Neu-Caledonien); J. Faust, Stettin. Entom. Zeitg.,
1889, S. 74.
Torneuma .s?/n«cM7?i (Beirut); E. Reitter, Deutsch. Entom. Zeitschr., 1889,
S. 39, Theryi (Philippeville), subplanum (ibid.), Grouvellei (Nizza) S. GL VIII,
sardoum (S.) S. CLIX; Desbrochers des Loges, Bull. Soc. Entom France,
1889.
Ti'achyphloeus Stierlini Guilleb. (?); G. Stierlin, Mitth. Schweiz. Entom.
Gesellsch., VIII. S. 166.
Ueber die Abhängigkeit der Farben der Schuppen des Tychius Meliloti
von der Blüthenfarbe s. oben S. 7.
Tychius sericellus (Albanien, Nauplia) S. 88, disdcollis (Sanios; Nauplia)
S. 89; J. Faust, Deutsch. Entom. Zeitschr., 1889, exiyuus iMorea) S. 95, Oertzeni
(ibid.) S. 96, sericans (Naxos; ist Naxiae umbenannt; s. Stett. Ent. Zeitg., 1889,
S. 229) S. 97; derselbe ebenda, (Ectatotychius) valens S. 131, (T.) intrmus
S. 132, Hauseri S. 133 (Alka-kul); derselbe ebenda, Meittcri (Araxesthal);
derselbe, Wien. Entom. Zeitg., 1889, S. 200.
Tyloderma Fragariae legt seine Eier in den Stengel der Nährpflanze,
indem es an dem Punkte, wo die Blätter entspringen, eine Höhle nagt, in die-
.selbe ein Ei legt, und dann die Höhle mit Erde u. s. w. ausfüllt; das ganze
Legegeschäft nimmt etwa eine halbe Stunde in Anspruch; T. foveolatus macht
es ähnlich mit Oeuothera biennis ; F.M. Webster, Insect lifo, II, S. 109—112.
Zymaus (?) inconspicuus (S. Austral.); T. Blackburn, Pioc. Linn. Soc
N. S. Wales (3), III. S. 1446.
Oedemeridae. Anoncodes femorata (Kan-ssu; Sze-tschuan), L. Gangl-
bauer. Hör. Soc. Ent. Ross., XXIV, S. 38, strangulata (Moupin); L. Fairmaire,
Ann. Soc. Entom. France, 1889, S. 50.
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 253
Ascler,-. viacidkollis (Kun-ssn) S. 42, obsolefa (Shan-si) S. 43; L. Gangl-
bauer, Hör Soc. Ent. Ross., XXIV.
Chitoua Ganglbaueri (Ordubad); E. Reitter, Deutsch. Entom. Zeitschr.,
1889, S. 38.
Chrysanthia flavipes (^yviaw); E. Reitter, Deutsch. Entom. Zeitschr., 1889,
S. 266 mit Uebersicht der paläarktischen Arten.
Nacerdes melanura L. ist een nieuwe vijand onzer Zeewe-
ringen, indem ihre Larven in grosser Zahl und in weiter Verbreitung die
Pfähle zernagen; A. J. F. Fokker, Tijdschr. v. Entom., 32. S. 401—422, PI. 11.
Die Larve und der Käfer sind beschrieben und abgebildet. In Gesellschaft mit
ihr kommt Codiosoma spadix Hbst. vor, die aber weit weniger schädlich ist.
Stenaxis nigripes (Kan-ssu); L. G an gl baue r, Hör. Soc. Ent. Ross.,
XXIV, S. 44.
Xanthochroa Potanini (Sze- tschuan) S. 36, Semenotoi (Kan-ssu) S. 37;
L. Ganglbauer, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIV, metallipmnis (Moupin) S. 49,
fulvicrus (ibid.) S. 50; L. Fairmaire, Ann. Soc. Entom. France, 1889.
Meloidae. K. Escherich gibt Nachträge und Berichtigungen
zum Cat. Col. Gemm. & Har. betr. die Gatt. Meloe; Deutsch. Entom,
Zeitschr., 1889, S. 333—335.
H. Beauregard, der in den letzten Jahren mehrere Abhandlungen über
diese Familie veröffentlicht hat, hat jetzt eine Monographie: Les Insectes
vesicants, Paris, 1890 erscheinen lassen; XV, 544 Ss., 29 (34?) Taff. und
zahlreiche Holzschnitte. In dieser Monographie ist der Bau, die Entwickelung,
geographische Verbreitung und die Arten der Meloiden in sehr eingehender Weise
behandelt; andere, als Blasenziehend angegebene Insecten, sind nur gestreift;
ein besonderer Abschnitt ist dem Cantharidin, seinen Wirkungen und seiner
Anwendung gewidmet. — Von Meloe autumnalis und cyaneus fand der Verfasser
die Pseudochrysaliden und Nymphen an einer Thonwand, die die Nester von
Osmia und Colletes enthielt, ungefähr 60 Cm tief im Erdboden, und zwar ent-
fernt von den Zellen der Bienen, in Zellen, die die letzte Larve der Meloe sich
selbst ausgehölt hatte, die also in dieser Hinsicht sich ähnlich wie Lytta, Epicauta
und Cerocoma verhält. Ln übrigen sei auf das Werk, dass sich zu einem Aus-
zuge nicht eignet, selbst verwiesen.
Derselbe theilt noch Einzelheiten aus der Entwickelung der Moloe au-
tumnalis, cyaneus mit und vergleicht dieselbe mit anderen Arten; Bull. Soc.
Entom. France, 1889, S. XXXI f.. CVin-CX.
Caloenas (n. g., ab Oenade spinis simplicibus apicalibus tib post., ungui-
culis dentatis non bifidis, antennis tenuioribus diversum) palcher (Ordubad);
E. Reitter, Deutsch. Entom. Zeitschr., 1889, S 35.
Leonia (n. g. prope Horniam) Eileyi (Guanajuato); E. Duges, Insect
life I, S. 211 mit Abbild. Fig. 47.
Sitaromorpha (n. g. Sitaridi siniile; antennis 8-articulatis, art. 1 parvo,
3. et 4. longis, cylindricis, 5. triangulari-elongato, 6. et 7. triangulari-brevi, 8. 5.,
6., 7. siniul sumptis aeque longo) Wilkinsi; W. Dokhtouroff, Hör. Soc. Ent.
Ross., XXIV, S. 190, Tab. H, Fig 71.
Apalus p%m<MS (Hari-rud; Badghis); C. 0. AVaterhouse, Trans. Linn.
Soc. London, (2. S.), V, S. 130 PI. 14 Fig. 14, haemapterus (Moupin); L. Fair-
maire, Ann. Soc. Entom. France, 1889, S. 49.
254 Ph. Bertkan: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Cantharis Roborowskyi Dolht. abgebildet in Hör. Soc. Eut. Ross., XXIV,
Tab. I Fig. 10.
Cantharis conspicua (Hari-rud) Fig. 15, (ßahricollis (ibid.) Fig. 7, laeta
(Badghis) Fig. 6; 0. 0. Waterhouse, Trans. Linn. Soc. London (2. S.), V S. 129,
PL 14 (Lytta) exclamationis (Tandil; Montevideo) S. 120, pullata (Buenos Aires;
Mendoza) S. 121, purpureiceps Cordoba, Argent.) S. 123; C. Berg, a. a. O.,
interrupta (Thibet); L. Fairmaire, Ann. Soc. Entom. France, 1889, S. 48.
Cerocoma obscuripes Motscli. ist nicht var. von Schäfferi L. , sondern von
Dahli Kr.\ E. Reitter, Deutsch. Entom. Zeitscbr., 1889, S. 34.
C. Mühlfeldi Gyll. var. marginiventris (Araxesthal); derselbe ebenda.
Nach E. Reitter ist der Ctenopus abdominalis Motsch. wahrscheinlich
das (^ zu melanogasteri'7sc/*. ; Deutsch. Entom. Zeitschr., 1889, S. 36. — Derselbe
unterscheidet in analytischer Tabelle Ct. Sturmi , raelanogaster und die neuen
vitticolKs (Ordubad), rufoscutellatus (Aschabad); ebenda S. 38.
Halosimus arwemacMS (Araxesthal); E. Reitter, Deutsch. Entom. Zeitschr.,
1889, S. 36.
Hapalus Komarowi (Turkmenien) S. 184 Fig. 69, intermedius (ibid.) S. 185
Fig. 68; W. Dokhtouroff, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIV, Tab. II
JjjAws, pygmaeus (Turkmenien); W. Dokhtouroff, Hör. Soc. Ent. Ros.s.,
XXIV, S. 180, Tab. II, Fig. 70.
Zur Kritik von Meloe autumnalis OUv.ww^S. hiemalis Grecll.s. K. Es che rieh,
Wien. Entom. Zeitg., 1889, S. 108—111; hiemalis ist var. von autumnalis.
Meloe xanthoraelas »S'oZi7r. = sulcicoUis Kraatz S. 123; neu ist ^.trapesi-
collis (Kafirnagan) S. 129; W. Dokhtouroff, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIV.
M. proscarabaeus var. simplicicm-nis (Erzerum; Kaukasus) S. 105, autu-
mnalis var. Heydeni (Madonia) S.106, splendens n. sp. (Deutschland) S. 105, Eeitteri
(Sarepta) S. 112; K.Esche rieh, Wien. Entom. Zeitg., 1SS9, de flexus (Syiitn)
S. 106, Escherichi (Trapezunt; Erzerum) S. 107; E. Reitter, ebenda.
Mylabris Przewalskii Vokht. abgebildet in Hör. Soc. Ent. Ross., XXIV,
Tab. I Fig. 11, 12.
M. posticalis (Songarei) S. 136 Fig. 1, steppensis (Golodnaia) S. i;^
■Fig. 18, pullata var. 6-maculata Fig. 48 (Turkestau), var. fasciculata
Fig. 57 (Kafirnagan) S. 141, Königi n. sp. (Turkmen.) S. 143 Fig. 19, Heydeniana
(Marghelan) S. 145 Fig. 23, 24, U-tnaculata (Turkestan) S. 150 Fig. 61, 16-pun-
ctata var. Wilkinsi (Perowsk) S. 155 Fig. 8, Eeitteri n. sp. (Turkestan) S. 157
Fig. 5, tenuepunctata (ibid.) S. 165 Fig. 50, Koiischakieivitschi (ibid.) S. 167
Fig. 64, turl-estanica (T.) S. 168 Fig. 56; W. Dokhtouroff, Hör. Soc. Ent. Ross.,
XXIV, Tab. II, Goutellii (Thibet); L. Fairmaire, Ann. Soc. Entom. France,
1889, S. 48.
Nemognatha TFaZA-m (=: bicolor TTrtZA-. praeocc); Beauregard, a.a.O.,
S. 468.
Zonitis Bolhi (Tonking); L. Fairmaire, Ann. Soc. Ent. France, 1888,
S. 366.
Mordellidae. Anaspis (Larisia) fkivipennis (Kyndyr-Tau); L.v. Hey den.
Deutsch. Entom. Zeitschr., 1889, S. 329, Gurneysi (England); C. Fowler, Entom.
Monthl. Magaz., XXV, S. 333, mit einer Synopsis der britischen Arten auf S. 331
bis 338.
Moidella sororcula (Argentinien); C. Berg, a. a. O., S. 124.
im Gebiete der Entomologie wälireiid des Jahres 1889. 255
Anthicidae. Autliicus rtraa;icoZa (Araxesthal); E. Reitter, Deutsch. Eiit.
Zeitschr., 1889, S. 34, pinicola (Aegina; Attika; Morea), corallicoUis (Keos) S. 258,
chiosicola (Chios) S. 259 ; derselbe ebenda.
Formicomus pedestris var. atratulus (Brindisi), tinctus n. sp. (Araxesthal ;
Talyscb); E. Reitter, Deutsch. Entom. Zeitschr., 1889, S. 33.
Pedilidae. Scraptia subduhia (Madrid), subfoveolata (Marocco) S. 267,
alutacea (ibid.), Jakowleff'i (Astrachan) S. 268; E. Reitter, Deutsch. Entom.
Zeitschr., 1889, mit üebersicht der paläarktischen Arten.
Lagriadae. Hypostatira (n. g. Statirae affine) varücolor (Minas Gferaes);
L. Fairmaire, BuU. Soc. Ent. Belg., 1889, S. L.
SipoUsia (u. g. Nemostirae et Casnonideae affine) serricornis (Minas
Geraes); L. Fairmaire, Bull. Soc. Ent. Belg., 1889, S. XLIX.
Casnonidea terminata (Tonking), atricapiUa (Celehea); L. Fairmaire, Ann.
Soc. Ent. France, 1888, S. 365.
Lagria seminuda (Kreta; Rhodus); E Reitter, Deutsch. Entom. Zeitschr.,
1889, S. 259.
Melandryadae. Sallumia (n. g. inter Maroliam et Melandryam) Davidis
(Moupin); L. Fairmaire, Ann. Soc. Ent. France, 1889, S. 46.
Melandrya incostata (Moupin); L. Fairmaire, Ann. Soc. Entom. Fi'ance,
1889, S. 46.
Cistelidae. Allecul.a sertatipennis (Chaco); C. Berg, a. a. 0., S. 125.
Apellatus apicalis (W. Austral.); T. Blackburn, Proc. Linn. Soc. N. S.Wales
2), III, S. 1440.
Cistela aM.v^r«Kca (S. Austral.); T. Blackburn, Proc. Linn. Soc. N.S.Wales
(2), III, S. 1441.
Cteniopus varicolor (Shan-si; Sze-tschuan; Kan-ssu) S. 676, Potanini (Sze-
tschuau) S. 677; L. v. Hey den, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIII, apidpalpis (Moupin):
L. Fairmaire, Ann. Soc Entom. France, 1889, S. 47.
Metistete lAndi (Port Lincoln); T. Blackburn, Proc. Linn. Soc. N. S.Wales
(2), lU, S. 1438.
X-ystroims griseovittatus, griseostriatus (Minas Geraes); L. Fairmaire, Bull.
Soc. Ent. Belg.. 1889, S. XL VIII.
Tenebrionidae. No.IVderMiscellaneaEntomologica vonW.Macieay
enthält eine Revision der „Helaeides," d. h. der Gattungen Encara (5 A.), Ptero-
helaeus (56 A.), Helaeus (24 A.), Sympetes (3 A.) und Saragus (45 A.); Proc.
Linn. Soc. N.S.Wales (2), H, S. 513-550, 635—675.
Argyrophana (n. g. Pimeliin. inter Platyopem et Diesiam) deserta (Re-
petek); A. Semenow, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIV, S. 224.
Asphena (n. g. Epitragin. Sphenariae proximum) Komaroiüi (Transkaspien);
A. Semenow, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIV, S. 218, Antonoivi (Repetek); der-
selbe, Wien. Entom. Zeitg., 1889, S. 310.
Etazeta! (n. g. Lagriae simile, Aediatorigi affine, pronoto transverso,
antenuis brevibus, crassis, oculis majoribus, elytris lateribus non costatis diversum)
{aeneicolor (Tonking); L. Fairmaire, Ann. Soc Ent. France, 188S, S. 359.
Hopatropteron! (n. g. Gonocephalo simile, tarsis in utroque sexu dilatatis
insigne) suhcostatum (Kan-ssu); E. Reitter, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIII, S. 701.
Hoplitoblaps (n. g.) fallaciosa (Yunnan); L. Fairmaire, Ann. Soc. Ent.
Belg , 1888, S. 27.
256 Pli- Bertkau; Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Mantichorula (u. g. Platyopae affine; prothorace postice profunde emai'-
ginato ultra elytrorum basim producto ; prosterno postice dilatato ultra coxas ant.
prolongato, tibiis anticis in feniina extus non dentatis vel sei'ratis diversum)
Semenowi (Ordoss); E. Reitter, Hör. See. Ent. Ross., XXIII, S. 695.
Microblenima (n. g. Tentyriiu. Platamodi affine) simplex (Kopet-dagh);
A. Semenow, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIV, S. 213.
Myladina (n. g. Opatrinin. Opatroidi et Myladio propinqumn, sed pro-
thorace angustiore quam elytra, angulis et ant. et post acutis) unyuiculina (Or-
doss), punctifera (Mongolei) S. 707, Potanini (Kan-s^su), oräosana (0.) S. 708;
E. Reitter, Hör. Soc. Ent. Ross.. XXIII.
Ostorius (n. g. Sclero, Licheno et Cestrino affine) midticostatus (Minas
Geraes); L. Fairraaire, Bull. Soc. Ent. Belg., 1889, S. XXXIV.
Pachyloderes (n. g. Pimeliin.) brevicurnis (Kedua; Misselata); G. Queden-
feldt, Berlin. Entom. Zeitschr., 1889, S. 400.
Pareupeziis (n. g. Eupezo, Nesiotico, Paramarygmo affine) ylaher (Kwako
bis Kiuipoko); H. J. Kolbe, Stettin. Entom. Zeitg., 1889, S. 129.
Prios celides (n. g. Prioscelidi affine] nigosus (Kwako bisKimpoko); H. J.
Kolbe, Stettin. Entom. Zeitg., 1889, S. 128.
Sophrobateß (n. g. Nyctobati proximum, antennis brevioribus, capite
subtus transversira profunde sulcato, submento in medio emarginato, cet. diversum)
Arcadii (Minas Geraes); L. Fairmaire, Bull. Soc. Ent. Belg., 1889, S. XXXVI.
Sternoplax (subg. nov. Trigono.scel., prosterno apice in laminam brevem,
rotundatani et marginatam producto); J. Frivaldszky, Termesz. Füzet., XII,
S. 207.
Adesmia sodalis (Beludschistan); C. 0. Waterhouse, Trans. Linn. Soc.
London (2), V, S. 125 PI. 14 Fig. 2, 3.
Akis (Solskia) Gi-omhczeivskii (Kundshut); A. Semenow, Hör. Soc. Ent.
Ross., XXIV, S. 221, Riditeri (Kap Djubi, Westk Nordafr.); G. Quedenfeldt,
Entom. Nachr., 1889, S. 354.
Amarygmus ewpreo-/bsstt,9 (Tonking); L. Fairmaire, Ann. Soc. Ent. France,
1888, S. 362, tricolor (Sumatra); derselbe, ebenda, Bull. S. CXCI, diaperioides
(S. Austral); T. Blackburn, Proc. Linn. Soc. N. S. Wales (2), IH, S. 1435.
Anaedus fulvipennis S. XL, ovatus, davicornis S. XLI (Minas Geraes);
L. Faimaire, Bull. Soc. Ent. Belg., 1889.
E. Reitter, stellt in den Hör. Soc. Ent. Ross., XXIII, S. 678 f. eine
analytische Tabelle von den 10 centralasiatischen Arten der Gattung Anatolica
auf, und beschreibt A. extrema (Schan-si; Tschi-li) S. 679, pandaroides (Kan-ssu),
Semenoivi (ibid.) S. 680, immarginata (ibid.), sternalis (ibid.) S. 681, mucronata
(ibid.), suturalis (Mongolei) S. 682, amoenula, Potanini (Ordoss) S. 683.
Anatolica planata (Kan-su) S. 203, polita (zwischen Su-tschu und Kan-tsclm),
gravidula (ibid ) S. 204, Loczyi (Kan-tschu), suavis (zwischen Su-tschu-fu und
Sa-tschiu-vej) S. 206; J. Frivaldszky, Termesz, Füzet., XIL
Arrhabaeus giiaddoupensis (G); Fleutiaux & Sali e a. a. 0., S. 424.
E. Reitter unterscheidet in analytischer Tabelle Arthrodeis intermedius
(Perewallnaja, Ost Turkmenien) von globosns Fald. und orientalis Kr.; Deutsch.
Entom. Zeitschr., 1889, S. 26 f.
Asida Dejeani Sol. Larve S. 223 Fig 23, sericea OUr. Lnive S. 224
Fig. 24; 0. Rey, Es,sai, a. a. 0., PI. II
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 257
A. ni(jro-opaca (Djebel-Rherian); G. Quedenfeldt, Berlin. Entern. Zeitschr.,
1889, S. 398.
Blaps tridentata (zw. Quetta und Khusan) S. 126 Fig. 9, felix (Badghis
und Harirud) S. 127 Fig 12; C. 0. Waterhouse, Trans. Linn See. London,
(2. S.), V PI. 13, (Acanthoblaps) dentitibia (Kan-ssu) S. 687, (Platyblaps) latericosta
(Kan-ssu) S. 688, (Blapimorpha) gressoria (ibid.) S. 689 , Potanini (ibid.; Amdo)
S. 690, opaca (Kan-ssu), (Leptocolena) Allardiana (ibid.) S. 691; E. Reitter,
Hör. Soc. Ent. Ros.s., XXIH.
Blepusa Bormei (Minas Geraes); L. Pairmaire, Bull. Soc. Ent Belg.,
1889, S. XLni.
Boromorphus rtnttemaett.f (Araxesthal); E Reitter, Deutsch.Ent.Zeitschr.,
1889, S. 33.
Calophthalmus tenuicornis S. XXXVI, postsignatus S. XXXVII (Minas
Geraes); L. Pairmaire, Bull Soc. Ent. Belg., 1889.
E. Reitter stellt eine Tabelle der Calyptopsis-Arten auf mit C. emar-
ginata (Rasano im Talysch) S. 28 und Antoniae (Araxesthal) S. 29; Deutsch.
Entern. Zeitschr., 1889, S. 27—29.
Camaria occidentalis (Mendoza) S. 138, tucumana (T.) S. 140; C. Berg,
a. a. 0.
Oapnisa Shjhclewi (Achal-Tekke); A. Starck, Wien. Entom. Zeitg., 1889,
S. 53.
Cardiogenius porculus (Tandil; Uruguay); C. Berg, a. a. 0., S. 133.
Catapiestus crenidicollis (Kambodscha); L. Paimaire, Ann. Soc. Entom.
Prance, 1888, S. 357.
Chalcopterus longiusadus (S. Austral.); T. Black burn, Proc. Linn. Soc.
N. S. Wales (2), III, S. 1435.
Crypticus Asiaticus (Mongolei) und var. fusco-vnriegatus (Sze-tschuan) ;
E. Reitter, Hör. Soc. Ent. Ross. , XXIII, S. 698, tenietensis (Teniet-el-Had);
Desbrochers des Loges, Bull. Soc. Entom. Prance, 1889, S. CLXXXV.
Derosphaerus mhcostulatus (Cochin-China); L. Pairmaire, Ann. Soc. Ent.
Prance, 1888, S. 356.
Dichastops congoana (K.); H. J. Kolbe, Stettin. Entom. Zeitg , 1889, S. 129.
Cichillus Araxidis (Araxesthal); E. Reitter, Deutsch. Entom. Zeitschr.,
1889, S. 30.
Diesia eostifera (Beludschistan) ; C. 0. Waterhouse, Trans. Linn. Soc.
London. (2. S.), V, S. 127 PI. 14 Pig. 13.
Dordanea Kraatzi (Mongolei) S. 685, aurita (Kan-ssu), Mongolica (M.)
S. 686 ; die (Microdera) globata Fald. gehört ebenfalls in diese Gattung ; E. R e i t te r,
Hör. Soc. Ent. Ross., XXIII.
Encara Lacordairei (N. S. Wales); W. Macleay, Mise. Ent. IV, S. 519.
Encyalesthus foveoseriatus (Kambodscha); L. Pairmaire, Ann. Soc. Ent.
Prance, 1888, S. 358.
Endustomus coangoanus (Kwako bis Kimpoko), costulatus (S. Salvador, Kongo) ;
H. J. Kolbe, Stettin. Entom. Zeitg., 1889, S. 127.
Eucyrtus r'oräi^Äms (Tonking) S. 359, infimus (Rne) S. 360; L. Pairmaire,
Ann Soc. Ent. Prance, 1888.
E. Reitter unterscheidet von Eutagenia smyrnensis Sol. die nahe verwandten
Arch. f. Naturgesch. Jahrg. 1890. Bd. II. H. 2. R
258 Pli- Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Arten fn/riaca (S.) S. 284, Itellenica (Jonische T.), ture<,mana (T.), ae.fjyptiaca
(Alexandrien) S. 285; Deutsch. Entoni. Zeitschr , 1889.
Eutochia (diaperoides Gast.,) simülima S. XXXIV, rotundicoUis S. XXXV
(Minas Geraes) ; L. Fairniaire, Bull. Soc. Ent. Belg., 1889.
E. Reitter stellt eine Uebersicht der (6) bekannten Arten der Gattung
Faustia Kraatz auf, und beschreibt F. viicmis S. 699, ruhripes S. 700 (Anido);
Hör. Soc. Ent. Ross., XXIII.
F. .smm^ensis (Sining); J. Frivaldszky, Terine.sz. Fiizet., XII, S. 210.
E. Reitter glaubt für die Beibehaltung des von ihm aufgestellten Gattungs-
namens Gnaptorina gegenüber dem um wenige Wochen älteren Tagonoides
Fainn.'AWii dem Grunde eintreten zu müssen, weil die von Fairmaire angegebenen
Gattungsmerkmale nicht zutreffen, und beschreibt G. cylindricollis S. 693, Potcmitii,
proxima S. 694 (alle aus Kanssu); Hör Soc. Ent Ross., XXIII.
Goniodera novemcostata S. XXXVII, tuberculifera , simplex S. XXXVIII
(Minas Geraes); L. Fairmaire, Bull. Soc. Ent. Belg., 1889.
Gonocephalum ewrvicoZZe (Kan-ssu; Sze-tschuan) S. 705, MongoUcum (Ordoss)
S. 706; E. Reitter, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIII.
Helaeus interioris (Darling r.) S. 639, pallidus (S. Australien) S.640, Derhyensis
(D., King's Sd.) S. 648; W. M acleay , Mise. Ent. IV, hrevicostatus S. 865, J/orridus
S. 866; T. Blackburn, Proc. Linn. Soc. N. S. Wales (2), III.
Heliopates abbreviatus OZ. Larve; C. Rey, Essai, a.a.O., S. 224.
Helops Ecoffeti Muls. Larve S. 224, agonus 3Ms. Larve S. 225;
C. Rey, Essai, a. a. O.
Helops (Lamperos) asperipemiis (Tonking); L. Fairmaire, Ann. Soc. Ent.
France, 1888, S. 362, (Helops i. sp.) swöaeweMS (Kan-ssu) ; E. Reitter, Hör. Soc.
Ent. Ross , XXIII, S. 710.
Hesiodus caraibns (Guadeloupe); Fleutiaux & Salle, a.a.O., S. 424.
Heterotarsus pustuUfer (Tonking); L. Fairmaire, Ann. Soc. Ent. France,
1888, S. 361.
Hidrosis elongatula (Tripolitanien) ; G. Quedenfeldt, Berlin. Entom.
Zeitschr., 1889, S. 395.
Hypaulax interioris (Mc Donnell ranges) S. 1431, iridescens (S. Austial.)
S. 1433; T. Blackburn, Proc. Linn. Soc. N. S. Wales (2), IIL
Isoraira Oertzeni (Insel Karpathos); E. Reitter, Deutsch. Entom. Zeitschr.,
1889, S. 257.
Die Gattung Itagonia Beiä. könnte nach Fairmaire =: Asidoblaps Fairm.
sein ; Ann. Soc. Entom. France, 1889, S. 45.
Itagonia Semennwi (Kan-ssu); E. Reitter, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIII,
S. 694.
Laena hifoveolata (Kan-ssu); E. Reitter, Hör. Soc. Entom. Ross., XXIII,
S. 709.
Lasiostola f/emvinta (Aschabad); E. Reitter, Deutsch. Entom. Zeitschr.,
1889, S. 286.
Leptodopsis turkestnnicn (Mursa-rabat); A. Semenow, Hör. Soc. Entom.
Ross., XXIV, S. 219.
E. Reitter hält die von Haag - Rutenberg hauptsächlich auf das Vor-
handensein einer Seitenkante des Halsschildes begründete Gattung Ijcptodopsis
für nicht gerechtfertigt, zieht die L. insignis Hany demnach zu Leptodes und
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 259
beschreibt weiterhin L. Lederi (Araxesthal); Deutsch. Entom. Zeitschr. , 1889,
S. 31 und 32.
Leptodes sulcicollis (Kan-ssu); derselbe, Hör. Soc. Ent. Ross. , XXIII,
S 687.
Leptynoderes laticollis (Catamarca); 0. Berg, a. a. O., S. 135.
Leucolaephus TripoUtaniis (Tripolis); CI. Quedenfeldt, Entoni. Nachr.,
1889, S. 353.
Lyprops Büttncri (Sibangefarm am Grabun); H. J. Kolbe, Stettin. Entoni.
Zeitg., 1889, S. 128.
Megalophrys (Peltölobus) desertorum (Corral chico, Patagonien); C. Berg,
a. a. O., S. 143.
E. Reitter gibt in Hör. Soc. Ent. Ross., XXIII, S. 702 f. eine Uebersicht
der bekannten Melanesthes- Arten mit M.. opaca (Ordoss), ciliata (Mongolei)
S. 703, punctipennis (Kan-ssu), rugipennis (und var. ?) tuherculosa (ibid.) S. 704.
Meneristes vulgaris (Lord Howe Isl.) S. 89 PI. VI Fig. 6, curtulus (ibid.)
S. 90; A. S. Olliff, Lord Howe Isl.
Microdera siihseriata (Kan-ssu); E. Reitter, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIII,
S. 686.
Mitragenius monticola (Cordoba, Argent.) S. 128, nudus (Tandil) S. 129;
C. Berg, a. a. 0.
Nosoderma Dormeanum (Minas Geraes); L. Fairmaire, Bull. Soc. Entom.
Belg., 1889, S. XXXII.
Nyctelia cicatriculata (Pampa argentina) S. 130, Garciae (ibid.) S. 132;
C. Berg, a. a. 0.
Nyctobates sterrha (Lord Howe Isl.); A. S Olliff, Lord Howe Isl., S. 88,
PI. VI Fig. 1, inaequalis (Tonking); L. Fairmaire, Ann. Soc. Ent. Fi'ance, 1888,
S. 357, Barbereti (Tschusan); derselbe, Ann. Soc. Ent. Belg., 1888, S. 27,
exarata (Minas Geraes); derselbe. Bull. Soc. Ent. Belg., 1889, S. XXXV.
Ocnera ^rac<7<s (Bad ghis ; Hari-rud); CO. Waterhouse, Trans. Linn. Soc.
London (2. S.), V, S. 127 PI. 14 Fig. 8.
Odontopesus nov. nom. für Odontopus praeocc; Gh. Alluaud, Bull. Soc.
Entom. France, 1889, S. XLV.
Omophlus nigrinus (Insel Karpathos); E. Reitter, Deutsch. Ent. Zeitschr.,
1889, S. 257.
Opatrinus annamita (Cochin-China); L. Fairmaire, Ann. Soc. Ent. France,
1888, S. 356.
Opatro'ides (Penthicus) ohtusangulus (Mongolei); E. Reitter, Hör. Soc. Ent.
Ross., XXni, S. 709.
Opatrum calvulum (Lord Howe Isl.); A. S. Olliff, Lord Howe Isl., S. 87,
odocostatum (Tonking) ; L. Fairmaire, Ann. Soc. Ent. France 1888, S. 355.
Paramarygmus suhglohosus (Kwako bis Kimpoko); H. J. Kolbe, Stettin.
Entom. Zeitg., 1889, S. 130.
Paratenetus epiirago'ides (Buenos Aii'es); C. Berg, a. a. O., S 137.
Pedinus /wMcorws (Sze-tschuan); E. Reitter, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIII'
S. 700.
Phaleria cadaverina Larve beschrieben; C. Fowler, Entom. Monthl.
Magaz , XXV, S. 304 f.
R*
260 Ph- Bertkan: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Ph. Chevrolati S. 422, fulva, guadeloupennis S. 423 (G.); Flentiaux <&
Salle, a. a. 0.
Phobelius lucifugiis S. XXXIX, nodipennis, regularis S. XL (Minas Geraes) ;
L. Fairmaire, Bull. Soc. Ent. Belg , 1889.
Phymatodes SipoUsü (Minas Geraes); L. Fairmaire, Bull. Soc. Entom.
Belg., 1889, S. XXXIX.
Weitere Mittheilungen über Sympiezocnerais Solsl'y und Uri-
elina J?ei<i. und über Urielina nitida i?eiii. s. in der Deutsch. Entom. Zeitschr.,
1889, S. 261- 263; vgl. den vor. Ber. S. 236.
Pimelia Thomsoni (Glawr Atlas Mts., Marocco); B. G. Nevinson, Entom.
Montbl. Magaz., XXV, S. 255.
Platydema spicata (Lord Howe Isl.); A. S. Olliff, Lord Howe Isl., S. 87,
obscura (S. Australien); T. Blackburn, Proc. Linn. Soc. N. S.Wales (2), III,
S. 1430.
Platyope planidorsis (Sary-jasy, Turkmenien); E. Reitter, Deutsch. Ent.
Zeitschr., 1889, S. 285, gobiensis (zwischen Su-tschu und Kan-tschn); J. Fri-
valdsky, Termesz. Füzet,, XH, S. 207.
Platyscelis Ballioni (Shan-si); E. Reitter, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIII,
S. 698.
Plesiophthalmus armicrus (Tonking); L. Fairmaire, Ann. Soc. Entom,
France, 1888, S. 363, pallidicrus (Moupin); derselbe, ebenda, 1889, S. 46.
Podonta hiformis (zw. Amasia und Erzerum); E. Reitter, Deutsch. Ent.
Zeitschr., 1889, S. 374.
Porphyruba grandis (Madagaskar); L. Fairmaire, Bull. Soc. Ent. Belg.,
1889, S. VIII.
Praocis sellata (Sa. Cruz, Patagonien); C. Berg, a. a. 0., S. 126.
Praogena longipennis (Madagaskar); L. Fairmaire, Bull. Soc. Ent. Belg.,
1889, S. VIII.
Ueber Prosodes costifera Kraatz und f a 1 1 a x Kraatz s. L. v. H e y d e n , Deutsch.
Entom. Zeitschr., 1889, S. 332.
Proscdes diver sa (Badghis und Hari-rud); C. O. Water house, Trans. Linn.
Soc. London (2. S.), V, S. 126 PI. 14 Fig. 10, 11, Kreitneri (Si-ming-fu); J. Fri-
valdsky, Termesz. Füzet., XIL S. 206.
Prostenus SipoUdl (Minas Geraes) S. XLIV, laminicornis (Cayenne), violacei-
pennis H.'X.LY,hreincornis, nodicortiis S. XLVI, (lynplicollis, angusticornis (Minas
Geraes), cyaneus Dej. cat. (Brasil.) S. XLVII; L. Fairmaire, Bull. Soc. Ent.
Belg., 1889.
Pseudeumolpus seriatoporus (Tonking); L. Fairmaire, Ann. Soc. Entom.
France, 1888, S. 361.
Pterocoma vittata (Ku-laug-su), Kcitteri (zwischen San-tschu-fu und Sa-
tschiu-vej) S. 208 und var. p)arvula (ibid ), ohefia n. sp. (zwischen Su-tschu und
Kan-tschu) S. 209; J. Friv aldszky, Termesz. Füzet., XIL
Pterohelaeus cornutiis (Wide Bay; Rockhampton) S. 522, Blverinae (Mur-
rumbidgee), spinicollLs (Endeavour r.), acuticoUis (ibid.) S. 523, costatus (Port Dar-
win), ainuaticuUis (Cap Yoik) S. 526, Dariviniensis (Port Darwin) S. 527, /lirtiis
(N.S.Wales) S. 532, depressiusmlus (S. Austr.) S. 533, squaUdus (Queensl.),
crenulatus (Port Darwin) S. 534, yranuUger (Murruinbidgee), subgennndtus (Port
Augusta) S. 537, niüdiusculus (S. Austr.) S.538, punctipennis (Queensl.), upatroides
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 261
(Clyde r.) S. 544, cereus (W. Austr.) S. 545, peltoides (N. S. Wales; Viktoria) S.546,
glaber (Darling r.) S. 547, obUtcratiis (Peak Downs) S. 548, dispersus (Lower
Murrumbidgee) , convexiusculm (Murriunbidgee) S. 549; W. Macleay, Mise.
Ent. IV.
Saragodiniis tuherculatus (Port Lincoln); T. Blackburn, Proc. Linn. Soc.
N. S. Wales (2), LEI, S. 873.
Saragus Guüelmi (Gipfel des Ledgbird); A. S. Olliff, Lord Howe Isl.,
S. 88, convexicollis (S. Austral.), Blackburrd (ibid.) S. 656, catenulatus (Mun'um-
bidgee) S 658, rudis (Monaro; Mudgee), levicostatus (S. Austr.) S. 659, opaci-
pennis (Derby) S. 661, clathratus (Fitzroy Downs), crenulatus (Port Denison)
S. 663, rmjosipennis (Monaro; N. S. Wales) S. 664, striatipiennis (ibid.), (jeminatus
(Upper Hunter) S. 668, Pascoei (Port Augusta) S. 669, hnrnnipennin (King
George's Sd.) S. 670, laevis (N.S.Wales) S. 671; W. Macleay, Mise. Ent IV,
inaequalis (Mallala) S. 867, Lindi (Port Lincoln) S. 868, latus (Murray bridge)
S. 869, mediocris (S. Australien) S 870, Macleayi (Sleaford Bay) S. 871 , sateUes
(Port Lincoln) S. 872; T. Blackburn, Proc. Linn. Soc. N. S. Wales (2), III.
Scleropatrura hreviusculum (Ai'axesthal); E. Reitter, Deutsch. Entoni.
Zeitschr., 1889, S. 32.
Scotinus hipUcatus S. XXXII, piarvicolUs S. XXXIII (Minas Geraes);
L. Fairmaire, Bull. Soc. Ent. Belg., 1889.
Scotobius hystricosus (Cördoba, Argentin ); C. Berg, a. a. O., S. 134.
Scythis opaca (Mongolei); E. Reitter, Hör. Soc. Entom. Ross., XXIII,
S. 684.
Sphenaria tomentosa (Transkaspien) , ohtusa (Bala-ischem) S. 214, vestita
Faust i. 1. (Margelan) S. 215 (Colposphena) hreviceps (Kaschi, bei Aschabad)
S. 216; A. Semenow, Hör. Soc. Entom. Ross., XXIV, glabra (Repetek), suturalis
(ibid.), Olgae (ibid.); derselbe, Wien. Entora. Zeitg., 1889, S. 309.
Derse'lbe erkennt a. 1. 0., dass seine Sph. tomentosa = rubripes Ueitt.^
vestita = vestita Beitt. und seine Asphena Komarowi (s. oben) = Sphenuria
Komarowi Rdtt. sind, die von Reitter in dem mir noch nicht zugegangenen
27. Bd" der Verhandl. d. Naturf. Vereins zu Brunn beschrieben sind.
Spyrathus p)olitus (Afghanistan); C. 0. Waterhouse, Trans. Linn. Soc.
London, (2. S.), V, S. 124 PI. 14 Fig. 1.
Stenosis Reitteri (= fulvipes Beitt., wegen fulvipes Beiche); S. de Marseul,
in einer Uebersetzung von Reitter's Tabelle (dies. Ber. für 1886 S. 279); L'abeille,
1889, S. 205,
Strongylium mwosum S. 363, serricorne S. 364 (Cochin-China) ; L. F a i r m a i re ,
Ann. Soc. Ent. France, 1888, correntium (Corrientes) S. 141, entrerianmn (Entre-
Rios) S. 142; C.Berg, a. a. 0., (jlahrum (Kwako bis Kimpoko); H. J. Kolbe,
Stettin. Entom. Zeitg., 1889, S. 130, - Poecilesthus) pallidocindum S. XLI,
(Saerangodes) iodopterum, aeneomicans S. XLII, filum S. XLIII (Minas Geraes) ;
L. Fairmaire, B\ill. Soc. Ent. Belg., 1889.
E. Reitter stellt eine üebersicht der Tagona-ähnlichen Gattungen
Itagonia, Gnaptorina, Coelocnemodes, Asidoblaps, Leptomorpha und Agnaptoria
zusammen; Hör. Soc. Ent. Ross., XXni, S. 692.
Tribolium addendmn (S. Australien); T. Blackburn, Proc. Linn. Soc.
N. S. Wales (2), IH, S. 1431.
262 Ph. Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Trichotou lapidkola (Miuas Geraes); L. Fairmaire, Bull. Soc. Ent. Belg.,
1889, S. XXXIII.
Trientoma (juadehupensis (Les Saintes); Fleutiaux & Salle, a. a. 0.,
S. 421.
Trigonoscelis loMjipes (zwischen Quetta und Khusan); C. 0. Waterhouse,
Trans. Linn. Soc. London, (2. S.), V, S. 128 PI. 14 Fig. 5, MongoUca (M.) S. 696,
2)seudopimclta (Kan-ssu) S. 697; E. Reitter, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIII, Kraatzi
(Kan-tschu) S. 206, [Stenoplax subg. nov.) Szechenyi (zwischen Su-tschu-fu und
Sa-tschiu-vej) S. 207; J. Privaldsky, Terme.sz. Füzet., XII
Bostryehidae. Apatodes (n. g. Apaten simulans, sed antennis clava
lamellata terminatis) Madeayi (S. Austral.); T. Blackburn, Proc. Linn. Soc.
N. S.Wales (2), IH, S.1429.
Die Larve von Apate bimaciilata ist bei Puerto-Real als arger Schädling
des Weinstockes aufgetreten; Calderon, Act. Soc. Esp. Hist. Natur., XVIII,
S. 104—106.
Ptinidae. Dorcatoma pilosella Muls. d' Ben La^i've; C. Hey, Essai,
a. a. 0„ S. 221, PI. IL Fig. 20-22.
Mycetochares (Ernobius) Eetoivskyi (Krim); E. Reitter, Deutsch. Entoin.
Zeitschr., 1889, S. 373.
H. J. Kolbe behandelt die Einwanderung und Verbreitung des Niptus
hololeucus Fald. in Europa; ausserhalb Europas und Kleinasiens scheint er
nicht beobachtet zu sein; Entoni. Nachr., 1889, S. 3-7.
Theca xyletina (Ordubad); E. Reitter, Deutsch. Entom. Zeitschr., 1889,
S. 283.
Xyletinus pruinosus (Teniet-el-Had); Desbrochers des Log es, Bull.
Soc. Entom. France, 1889. S. CLXXXVI
Lymexylidae. Hylecoetes pervagus (Lord Howe Isl. ; auch bei Kiama
in Neu Süd Wales); A. S. OUiff, Lord Howe Isl., S. 87, cribrkolUs (Moupin);
L. Fairmaire, Ann. Soc. Entom. France, 1889, S. 45.
Cleridae. Clcropiestus (n. g. ; Corpus planatum, oculi integri, antennae
sat breves, art. 3 ultimis compresso-clavatis ; prothorax transversus, elytra plana,
prosternum sat latum, femora subclavata, anterioi'a inflata; das ist alles, was
zur Kennzeichnung der systemat. Stellung dieser Gattung gesagt ist) Oberthurii
(Madagaskar); L. Fairmaire, Bull. Soc. Ent. Belg., 1889, S. XCIL
Cteniopachys {ü. g. GlaäisGO afüne, antennis crassis , brevibus, articulis
fei'e imbricatis, elytris costatis distinctum) tenebroaus (Madagaskar); L. Fair-
maire, Bull. Soc. Ent. Belg., 1889, S. XCIL
JDedana (n. g. Hydnocerin. prope Opilonem) rufodorsata (Fokien); L.
Fairmaire, Ann. Soc. Ent. Belg., 1888, S. 26.
Corynetes fimetarius Woll. bei Tripolis; M. Quedenfeldt, Entom.
Nachr., 1889, S. 319.
Enoplium hcdteatum (Tonking); L. Fairmaire, Ann. Soc. Ent. France,
1888, S. 354.
Lissaulicus gemcHtatus, compressicolUs (Madagaskar); L. Fairmaire, Bull.
Soc, Ent. Belg., 1889, S. XCIL
Opetiopalpus affmis (Tonking); L. Fairmaire, Ann. Soc. Ent. France,
1888, S. 354.
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 263
Opilo chrsoployiatus, an-onatua, marmoreiifi (Madagaskar); L. Fairmaire,
Bull. Soc. Entom. Belg., 1889, S. XCI.
Pallenis pleuridis (Madagaskar); L. Fairmaire, Bull. Soc. Ent. Belg.,
1889, S. VIII, apicalis, digraphis (ibid.) S. XCI; derselbe ebenda.
Stenocylidrus strangulalus (M;idagaskar); L. Fairmaire, Bull. Soc. Ent.
Belg., 1889, S. XCI.
Tillicera multipartita (Tonking); L. Fairmaire, Ann. Soc. Ent. France,
1888. S. 353.
Tilloclerus tedaceipes (Madagaskar); L. Fairmaire, Bull. Soc. Ent. Belg.
1889, S. XCI.
Malaeodermata. J. Bourgeois lässt den 6. Theil seiner Lycides,
nouveanx ou peu connus erscheinen; Anuales Soc. Entom. France, 1889,
S. 225-236.
Derselbe beschreibt die auf der voyage de M. Ch. Alluaud dans le
territoire d'Assinie gesammelten Lyciden; ebenda, S. 237 — 246.
Euanoma (n. g Homaliso affine, elytris non seriato-punctatis, corpus
lateraliter non amplectentibus diversum) Starcki (Utsch-Dere) ; E. Reitter, Wien.
Entom. Zeitg., 1889, S. 99.
Lycoderus (n. g. Telephorin.; corpus Luciforme, supra breviter pubescens;
antennae ultra art. 2. compressae, serratae, art. 6. ad 11. seusim attenuatis. Palpi
sicut in Telephoro. Prothorax lateribus haud marginatis vel reflexis. Elytra
inollia, obsolete costata, squamose pubescentia; ungues simplices) soricornis
(Assam) Fig. 10, Icderitius (Indien), decipiens (Dibru) S. 109, calujinosus (Indien)
Fig. 11, militaris (Fuchau, China) Fig. 12 S. 110; H. S. Gorham, Proc. Zool.
Soc. London, 1889, PI. X.
Aethvfi jticunda (Rio de Janeiro; Petropolis); E. Olivier, Bull. Soc. Ent-
France, 1888, S. CLXVII.
Amauronia lowjida (Teniet-el-Had); Desbrochers desLoges, Bull. Soc.
Entom. France, 1889, S. CLXXXV.
k\i\\yQ,twi pieticollis (Taschkend); L.V.Hey den, Deutsch. Entom. Zeitschr.,
1889, S. 328.
Astylus ridjrieosta (Cördoba); C. Berg, a. a. 0., S. 145.
Calochromus quadraticollis (Kan-ssu); Bourgeois, Hör. Soc. Ent. Boss,
XXIII, S. 672.
Calopteron intcrvcntionü (Tucumän, Argentin^; C. Berg, a. a. 0., S. 151,
(jenuinum Dej. in coli. (Bogota) S. 231, laticolle (Brasilien) S. 232, scenicum Dej.
cat. (sub Charactus) (Kayenne) S. 233; J. Bourgeois, Ann. Soc. Entom,
France, 1889.
Cantharis metallica (Baeza, Ecuador); J. Bourgeois, Bull. Soc. Ent. Fi'ance,
1888, S. CLXXVI, excisicullos (Buenos Aires); C. Berg, a. a. 0., S. 146.
Carjdiurus vamvewim (Tonking); L. Fairmaire, Ann. Soc. Ent. France,
1888, S. 353.
Cautires grandipennis (Madagaskar); L. Fairmaire, Bull. Soc. Ent. Belg.,
1889, S- VIII, dichrocerus S. 241, macer, unicolor S. 242, inflatellus S. 243, Icdi-
thorax S. 244 (Assinie); J. Bourgeois, a. a. 0.
Cerallus pilosus (Araxesthal), flavqiennis {Oräiihad); E. Reitter, Deutsch.
Entom. Zeitschr., 1889, S. 283.
264 Ph- Bei'tkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Ohauliognathus curdiaspis (Rio de Janeiro); J. Bourgeois, Bull. Soc. Ent.
France, 1888, S. CLXXVI, ^nsir«^^^6■ (Apiahy, Bras.); derselbe, ebenda, S.CXC,
Missionum (M.) S. 147, maschalostictus (ibid.) S. 148, saltator (ibid.) S. 150;
C. Berg, a. a. 0.
Danacaea plumhea (Batna, Böne), luduosa (Teniet-el-Had.); Desbrochers
des Loges, Bull. Soc. Entom. France, 1889, S. CLXXXV.
Dascillus MomjoUcus (Kan-ssu); L. von Heyden, Hör. Soc. Ent. Ross.,
XXIII, S. 675.
Dasytiscus aeneolus, ruficolUs (Ordubad) S. 25, Faiisti (Taschkend) S. 26;
E. Reitter, Deutsch. Ent. Zeitschr. 1889, rufo-tedaceus (Beracaghia, Algier);
derselbe ebenda S. 373, flaveolus (Rhodus); derselbe ebenda S. 257.
Hyas sulcipenn is {Aimhy, Bras.); E. Olivier, Bull. Soc. Ent. France, 1888,
s. CLXvn.
Ichthyurus maculicoüis (Birma) S. 119, denticornis (ibid.) S. 121, oxywrus
S. 123, carinifrons S. 125, quadrimaculatus S. 126 (alle von Birma), Omnellii
(Darjiling) S. 128; Gestro, Ann. Mus. Civ. Genova; (2. S.) VI; das Körperende
sämmtlicher Arten ist in Holzschn. abgebildet.
Nach einer Aufzählung von C. Ritsema Cz. sind von dieser Gattung
25 Arten beschrieben; Notes Leyden Mus., XI, S. 159 f.
Idgia moupinensis (M.) ; L. F a i r m a i r e , Ann. Soc. Entom. France,
1889, S. 44.
JuWstns fulvopilis (Orduhad); E. Reitter, Deutsch. Entom. Zeitschr., 1889,
S. 25.
Laius variegatus, major (S. Austral.); T. Blackburn, Proc. Linn. Soc. N. S.
Wales (2), III, S. 1426.
Lampyris Raymojidi Mids. ? Larve S. 211 Ph II Fig. 17, 19, Bellieri
Bciche Larve, S. 214 Fig. 16, 18; C. Rey, Essai, a. a. 0.
CO. Waterhouse berichtet über eine leuchtende Larve aus China, die
einem Mehlwurm ähnlich sieht, aber doch wohl zu den Lampyriden gehört. Aus-
gewachsen ist sie 2 Zoll lang und hat auf 11 Segmenten je 3 Flecken, welche
Tag und Nacht und auch noch 3 Tage nach dem Tode ein starkes Liclit aus-
strahlen. Proc. Entom. Soc. London, 1889, S. XXX.
Lobetus (juadeloupemiis (Bains-jaunes); Fleutiaux & Sal.le, a. a. O.,
S. 417.
Lucidota c«nM«coZfo"s (Kiangsi), cruenticoUis (Moupin); L. Fairmaire, Ann.
Soc. Entom. France, 1889, S. 38.
Luciola Jdrticeps (Tenasserim); E. Olivier, Ann. Mus. Civ. Genova, (2. S.)
VI S. 429, limbalis (Kiangsi) S. 38, antica (ibid.) S. 39; L. Fairmaire, Ann.
Soc. Entom. France, 1889.
Ijycostomns [moupinensis (M.); L. Fairmaire, Ann. Soc. Entom. France,
1889, S. 36, DaZmam (Gabon ; Senegal ; Sudan; Sansibar); J.Bourgeois, ebenda,
S. 228.
Lycus seminiger Kolbe = apicalis Thoms. S. 225; neu sind L. Kalbet
(Transvaal), integripcnnis (ibid.) S. 226, excisellus (Koango) S. 227; J. Bourgeois,
a.a.O., praemorsus Dalm. var. lateralis S. 237, Alhiaudi n. sp. S. 238, simplcx
S. 240 (Assinie); derselbe ebenda.
Lygistopterus assiniensis (A.); J. Bourgeois, a. a. 0 , S. 240.
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 265
Lypouia (?) brcvicolUs (Moupiii); L. Fairmaire; Ann. Soc. Entom. France,
1889, S. 37.
Malachius carnifex Erichs, in Drome; A. Argod, Bull. Soc. Entom.
France, 1889, S. CXVII.
Malachius bicornutus (Thibet) S. 43, strüßcrus (ibid.) S. 44; L. Fairmaire,
Ann. Soc. Entom. France, 1889.
Malchinus circassicus (== tunicatus lieitt. nee Kicsiv.), Pseudwrhdguni/chu
(Korfu) S. 67, cjibUceps (Lenkoran) S. 68; E. Eeitter, Wien. Ent. Zeitg., 1889.
Malthinus Novaki (Lesina); E. ßeitter, Deutsch. Entom. Zeitschr., 1889,
S. 373.
Malthodes Orduhadensis (0.); E. Reitter, Deutsch. Ent. Zeitschr., 1889, S.24.
Metriorrhynchus luteobrunneus (Amboina); J. Bourgeois, Ann. Soc. Ent.
France, 1889, S. 236.
Natalis semicostata (S. Austral.); T. Blackburn, Proc. Linn. Soc. N. S.
Wales (2), III, S. 1427.
Phengodes iimgnis (Baeza, Ecuador); J. Bourgeois, Bull. Soc. Ent France,
1888, S. OLXVI.
Plateros sijcoplumta (Hanoi); L. Fairmaire, Ann. Soc. Ent. France, 1888.
S. 352, mwt/ea; (Baeza, Ecuador; Columbien); J. Bourgeois, ebenda, Bull.,
S. CLXV, sordidus (Kiangsi); L. Fairmaire, Ann. Soc. Entom. France, 1889,
S. 36, scutellaris (Columbien); J. Bourgeois, ebenda, S. 234.
Podabrus semifumatus (Moupin) S. 39, aenescens, dimidiaticrus (Koui-Tcheou)
S. 40; L. Fairmaire, Ann. Soc. Entom. France, 1889.
Podistra circassicola (Mte. Abago); E. Reitter, Wien. Entom. Zeitg., 1889,
S. 100.
Porrostoma melaspis (Neu- Holland); J. Bourgeois, Ann. Soc. Entom.
France, 1889, S. 235.
Psilothrix nobilis Illig. auf der Insel Helgoland; L. v. Heydeu, Societ.
Entomol, IV, S. 19.
Psilothrix protensus var, Busambrcnsis (Mt. Busambra); E. Ragusa, II
Naturalista Siciliano, VIII, S. 236
Pyrocaelia moupinensis (M.); L. Fairmaire, Ann. Soc. Entom. France,
1889, S. 37.
Rhagonycha pallida F.? Lai-ve; C. Rey, Essai, S. 216.
Rhagophthalmus Tonkineus (T.); L. Fairmaire, Ann. Soc. Entom. France,
1888, S. 354, giganteus (Yunnan); derselbe, Ann. Soc. Ent. Belg., 1888, S. 25.
Silis pcälidiventris (Moupin); L. Fairmaire, Ann, Soc. Entom. France,
1889, S. 35.
Stadenus antennalis (Assinie); J. Bourgeois, a. a. O., S. 246.
Telephorus apterus (Lord Howe Isl.; ungeflügelt, mit stark verkürzten
Flügeldecken); A. S. OUiff, Lord Howe Isl., S. 86 PI. VI Fig. 3, Tcpperi
(S. Austral.) S. 1424, Palmerstoni (ibid.) S. 1425; T. Blackburn, Proc. Linn. Soc.
N. S. Wales (2), III, chalybeipennis (Kullu, Indien) S. 96 Fig. 2, Khasianns (Kh.;
Shillang) Fig. 1, versicolor (Khasia h.) S. 79, Brahminicus (Assam\ cruralis (Dibru),
viatoi' (Khasia h.) S.98, semiustus (Assam), stygianus (S. Indien) S.99, semifulvus
(Mt. Kodeicanel), manducatus (Indien), Huddi (ibid.) S. 100, insularis (Andaman I.)
Fig. 6, Nicobarinus (N.), Bieti (Thibet) Fig. 5, S. 101, Thibetanus (Tatsienlou),
Oberthueri (ibid.), imperialis (Kiukiang, China) Fig. 8, S. 102, nobilis (N. China;
266 Pli- Bertkan: Bericht über flic wissenschaftlichen Leistungen
Fuchau) Fig. 9, rcgalis (Kiukiaug) S. 103, Lcecldanus und var. aeneipeiDiis (ibid.),
coelestis (ibid.) Fig. 7 S. 104, violacei pennis , (Ancistronycha) Prattianus Fig. 3
(ibid.), Orientalis (ibid. und Fuchau) S. 105, Bartoni (Kiuki;ing), (Teleph.) Sinensis
(Fuchau) S. 106, Kiiikianyanus , purxnirtipennis Fig. 4, metallescens (Kiukiang)
S. 107, (?) flavicoi-nis (Fuchau) S. 108; H. S. Gorham, Proc. Zool. Soc. London,
1889, PI. X, brunneipennis (Shan-si; Kan-ssu) S. 673, pubicolUs (Kan-ssu) S. 674,
plagiata (ibid.) S. 675; L. von Heyden, Hör. Soc. Eut. Boss., XXIII, atrifruns
(Moupin) S. 40, coriaceipennis (Thibet), dimidiaticrus (Koui-Tcheou) S. 41, Davidis
S. 42, rwjosGcyaneus S. 43 (MoujHn); L. Fairmaire, Ann. Soc. Entoin. France,
1889, muculicornis Dup., Dej. cat., cinctipennis (Guadeloupe); Fleutiaux & Sali e,
ebenda, S. 416.
Thoracocalon Jcarus (Cayenne; Brasilien); J. Bourgeois, Ann. Soc. Ent.
France, 1889, S. 230.
Xylobanus xanthomerus, pentagomis {X.^Hm\Q); J, Bourgeois, a.a.O., S. 245.
Dascyllidae. Dascyllus maculosus (Moupin); L. Fairmaire, Ann. Soc.
Entom. France, 1889, S 35.
Eubrianax maculicoUis (Cochin-China); L. Fairmaire, Ann. Soc. Entom.
France, 1888, S. 351.
Microcara caspica (Lenkorau); E. Reitter, Deutsch. Entom. Zeitschr.,
1889, S. 372.
Scirtes costulipennis (Tonking); L. Fairmaire, Ann. Soc. Entom. France,
1888, S. 351.
Therius Sumatrensis (S.); L. Fairmaire, Bull. Soc. Ent. France, 1888,
S. CXCI.
Elateridae. E. Candeze bringt das 4. fasc. seiner Elaterides uouveaux;
Ann. Soc. Ent. Belg., 1889, S. 67—123.
Anius (n. g. Pomachilin. Psilonisco affine; unguiculis simplicibus et femoribus
posticis non dentatis diversum) gradllimus (Chili); E. Candeze, Ann. Soc. Ent.
Belg.. 1889, S. 103.
Anthracalaus (n. g. ab Alao corpore glabro diversum, für Alaus Wester-
manui und) Moricü (Cochin- China; Yunnan); L. Fairmaire, Ann. Soc. Ent-
France, 1888, S. 349.
Dodccactenus (n. g, Elaterin. Ypsylostetho et Semiotopsidi affine)
Staudingeri (Veragua; Chiriqui); E. Candeze, Ann. Soc. Ent. Belg. , 1889.
S. 103.
Phedomenus (n. g. Monocrepidio proximum) venustus decoratus, bellus,
(Madagaskar); E. Candeze, Ann. Soc. Ent. Belg., 1889, S. 90.
Acroniopus paUidus (S. Austral); T. Blackburn, Proc. Linn. Soc.
N.S.Wales (2), III, S. 1423.
Adelocera tumulosa (Tenasserim), E. Candeze, Ann. Mus. Civ. Genova,
(2. S.) VI, S. 668, aterrima (Madagaskar), madida (ibid.), collisa! (Sikkim),
insuluris (Andaman I.) S. 70, Mekrani (Beludschistan), Castelnaui (Bahia) S. 71;
derselbe, Ann. Soc. Ent. Belg., 1889.
Aeolus opacus (Faro, Amaz.), apularis (Itaituba), suturellus (Faro) S. 93,
dicolor (Tcffe), Hodrigucd (Guatemala), c?-i&ra^it.s' (Brasil.), 7l/H<s.-ec7»'(Neu-Granada)
S. 94, rubripennis (Faro) S. 95; E. Candöze, Ann. Soc. Ent. Belg., 1889.
Agonischius Feae (Tenasserim); E. Candeze, Ann. Mus. Civ. Genova (2. S.),
VI, S.688, altus{Diiry\Vmg) S. 120, virgidatus, semiliUcus (Sintang,Borneo), religiosus
im Gebiete fler Entomologie vvähientl des Jahres 1S89. 267
(Kochinchiua), decoratus (ibid.) S. 121, ventosiis (Port Deuison, Austral.) S. 122;
derselbe, Aim. Soc. Ent. Belg. , 1889, specidifer Cand. i. 1. (Yunnaii);
L. Fairmaire, Ann. Soc. Entom. France, 1889, S. 34, i/wrac(CMs (Mytlio; Pnomh-
Penh); E. Fleutiaux, ebenda, S. 145.
A griotes flavo-basalis (Portugal); L. v. Heyden, Deutsch. Entom. Zeitschr.
1889, S. 328, unicohr (Anido); E. Koeuig-, Hör Soc. Ent. Ross., XXIII, S. 538.
Agi'ypnus Bradshawi (Sambesi), Badeni (Kamerun), PerirKjueiji (Natal)
S. 68, parallelicollis (Kordofan), lonyicollis (Abyssin.l, immilus (Assab), Tipi)ooi
(Koimbatur) S. 69; E. Candeze, a. a. 0.
Alaus crucifer (Angola), Antinorü (Schoa) S 75, Macari (Luluaburg),
tristis (Kongo), stellio (l8ul)u. Guinea) S. 76, Canadcnsis (K.) S. 77 mit Angaben
über die Verbreitung anderer Arten; E. Candeze, Ann. Soc. Ent. Belg., 1889,
Bitsemae (Serdang Sumatra); derselbe, Notes Leyden Mus., XI, S. 95.
Allotrius scidptkollis (Tonking); L. Fairmaire, Ann. Soc. Ent. France,
1888, S. 350.
Anchastus «('^?"i(ZorsMS (Teinzö), Zttc^wos^Ms (Tenasserim) ; E. Candeze, Ann.
Mus. Civ. Geuova, (2. S.), VI. S. 676, saucius (Sintang, Borneo) S. 97, laminatus
(Schoa), sijloanus (Madagaskar), morio (ibid.), quadrimaculatus (Brasil.), unitinctus,
(Itaituba, Amaz.) S. 98, alopex (Faro, Amaz.) S. 99; derselbe, Ann. Soc. Ent.
Belg., 1889.
Anilicus Iiaemorrhoidalis (Australien); E. Candeze, Ann. Soc. Ent. Belg.
1889, S. 120.
Anoplischius limatus (Neu Granada); E. Candeze, Ann. Soc. Ent. Belg.
1889, S. 88.
Aphauobius graciüs (Kochinchina), thoracicus (Zanguebar); E. Candeze,
Ann. Soc. Ent. Belg., 1889, S. 119.
Aptopus brevis (Sinaloa, Mexiko), PicJiincJiae (Pich., Ekuador); E. Candeze,
Ann. Soc. Ent. Belg., 1889, S. 111.
Asaphes Lecontei (Calif.; Oregon; Washingt. terr.); E. Candeze, Ann.
Soc. Ent. Belg., 1889, S. 118.
Athous difformis Lac? Larve; C. Rey, Essai, a.a.O., S. 200, PI. II,
Fig. 10, 11.
A th 0 w s mullis (Karpathen); E. Reitter, Deutsch. Entom. Zeitschr., 1889,
S. 372.
Campsosternus brimneicornis (Darjiling); E. Candeze, Ann. Soc. Entom.
Belg., 1889, S. 82.
Campylus TJavidis (Moupin); L. Fairmaire, Ann. Soc. Entom. France,
1889, S. 34.
Cardiophorus curtulus Muh. = eheninus Genn.; H. du Buysson, Bull.
Soc. Entom. France, 1889, S. CXLVII.
Cardiophorus vagus (Bhamö) S. 679, pcülidulus (Mandalay), addidus (Te-
nasserim), Fairmairei (Mandalay) S. 680, asiutus (Teiuzo), mamdeatus (Tenasserim)
S.681, vidneratus{Bh^mo),malitiosus{\h\A.) S.682, Boriae (ibid.) S. 683; E. Can-
deze, Ann.Mus.Civ.Genova, (2. S.), VI, Eassoivi (Farab, Turkest.); L. v. Heyden
Deutsch. Entom. Zeitschr., 1889, S. 328, Froggatti, fasciolatus, quadrimaculatus-
(King's Sd.); W. Macleay, Proc. Linn. Soc. N. S. Wales (2), DI, S. 1246, Henoni,
(Konstantine) S. 105, mus (Minussinsk), granarius (Che-fou; China), Dohrni (Ceylon)^
lignipenniti (Mindanao; Ternate', Bradshawi (Sambesi) S. 106, guttifer, cruciatus,
268 Ph. Bert kau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
scriptiis (Madagaskar), assessor (Kongo) S. 107, ncatellaris, Inluris (ibid.), jucularius
(Assab), funebris (ihid.) S. 108, ahys.sinus (ihiä.), munüus (Schoa) , .-Iman (Bogos),
patenmii (ibid.), culciitriiis (ibid.) S. 109, catulus, commotus (ibid.), dulmricus (D.),
vexülarius (Westsibirien) S. 110; E. Candeze, Ann. Soc. Ent. Belg., 1889, Key-
acrlingi, CaMt^e^^ei (Tschertschen) ; B. Koenig, Hör. Soc. Ent. Boss., XXIII,
S. 534.
Cardiorrhinus laetipennis (St. Catharina, Bras.); E. Candeze, Ann. Soc.
Ent. Belg.. 1889, S. 118.
Cardiotarsus imnctatun (Madagaskar); E. Candeze, Ann. Soc. Ent. Belg.,
1889, S. 111.
Chalcole^jidins liostainei (Neu-Granada), scitus (Venezuela) S. 78, exquisitus
(Veragua), Juani (Guatemala) S. 79, mucronatus (Kolumbien) S. 80; E. Candeze,
Ann. Soc. Ent. Belg., 1889.
Coptostethus majusculus , flavus, teninpes (Kap); E. Candeze, Ann. Soc.
Ent. Belg., 1889, S. 105.
Corymbites divaricatus Lee. ist das Männchen zu C. crassus Lee; F. B 1 au-
ch ard, Entom. Americana, V, S. 140.
Corymbites famelicus (Darjiling) S. 113, me«to^<s (Japan), specuUfer (Yunnan),
i>eMr/aZe«s/,s (Maldah), plorator (Turkestan) S.114, violaceus (Armenien), Fcringueyi
(Kaffrarien) S. 115, longus (Südafrika), piciventris (ibid), trueidentus , urostüjma
(Kalifornien) S. 118, yracilis (ibid., Soda Springs), Fhrklanus (F.) S. 117; E. Can-
deze, Ann. Soc. Ent. Belg., 1889, aeneomicans (Kui-Tcheu); L. Fairmaire,
Ann. Soc. Entom. France, 1889, S . 33.
Cosmesus punctum (Rio !Napo, Ecuador), niyrans (Pichincha); E. Candeze,
Ann. Soc. Ent. Belg., 1889, S. 120.
Crepidius hrunneus (Guadeloupe); Fleutiaux & Salle, a. a. 0., S. 408.
Crepidomenus Lansbergei (Sydney) S. 117, spccularis (Tasmanien) S. 118;
E. Candeze, Ann. Soc. Ent. Belg., 1889, (Diacantlius) Przewahkü (Anido)
S.535, obsciwo-aeneus (ibid.), SsemenoiviS. bS6, Boboro-wskyi(ihi(l.)S. 538; E. Koenig,
Hör. Soc. Ent. Boss., XXIII.
Cryptohypnus dimidiatus S. 1245, semifasciatus S. 1246 (King's Sd.);
AV. Macleay, Proc. Linn. Soc. N. S. Wales (2), III, Balassogloi (Kokhand,
Turkestan), liova (Madagaskar), flavicans (Melbourne); E. Candeze, Ann. Soc.
Ent. Belg., 1889, S. 104, nitidicollis (Amdo); E. Koenig, Hör. Soc. Ent. Boss.,
XXIII, S. 533.
Ctenoplus collaris (Bodjo, Sumatra); E. Candeze, Ann. Soc. Ent. Belg.,
1889, S. 123.
Dicrepidius ignotus S. 409, elcgans S. 410 (Guadeloupe); Fleutiaux &
Salle, a. a. 0.
Dilobitarsus cariosus (Neu -Granada); E. Candeze, Ann. Soc. Ent. Belg.,
1889, S. 71.
Drasterius Capensi^; (K.), ilUnitus (Sintang, Borneo), Dugcsi (Guanajuato);
E. Candeze, Ann. Soc. Entom. Belg., 1889, S. 99, eambodiensis (Pnondi-Penh);
E. Fleutiaux, Ann. Soc. Ent. France, 1889, S. 141.
Elater subdepressus Eei/ Larve; C. Rey, Essai, a. a. 0., S. 206, PI. II,
Fig. 15.
Elater angusticollis Heyd. ist var. von cinnabarimis ; straminipennis Jkyd.
ist nicht var. von ochropterus, sondern selbständige Art; neu ist E. latiusculus
im Gebiete der Entomologio. während des Jahres 1889. 269
(Ostsibirieii, früher für rubidus Cand. gehalten); E. Reitter, Deutsch. Entoni.
Zeitschr., 1889, S. 260.
E. Reitter gibt eine Uebersicht der ihm bekannten Elater-Arten der
paläarktischen Fauna, Entom. Nachr. , 1889, S. 110 — 116, mit E. Ganglbaueri
(Piatigoi'sk), Antuniae (Araxea) S. 113, meraculus! (Morea) S. 116.
E. longhisculus, dnnamomeus , inconspicuus (King's Sd.); W. Macleay,
Proc. Linn. Soc. N. S.Wales (2), III, S. 1245, conspurctUus (Dolores, Philippinen);
E. Candeze, Ann. Soc. Ent. Belg,^.1889, S. 100.
Elius ventralis (Tenasserim); E. Candeze, Ann. Mus. Civ. Genova, (2. S.),
VI, S. 673, insularis (Andamanl.); derselbe, Ann. Soc. Ent. Belg., 1889, S. 87.
G\yi^honyx semijmnctat US {Bejiga]en); E. Candeze, Ann. Soc. Ent. Belg.,
1889, S. 112.
Hemiolimerus Gestroi (Bhamö); E. Candeze, Ann.Mus.Civ.Genova, (2. S.)
VI, S. 685.
Hemiopinus metallicus (?); E. Candeze , Ann. Soc. Ent. Belg., 1889, S. 123.
Heterocrepidius afer (Kaifrar.); E. Candeze, Ann. Soc. Ent. Belg , 1889, S.88.
Heteroderes ornatus (Bhamo); E. Candeze, Ann. Mus. Civ. Genova. (2. S.),
VI, S. 675, carinatus (S. Austral.); T. Blackburn, Proc. Linn. Soc. N. S. Wales
(2), III, S. 1453, turkomanus (Taschkend), spissus (Abyss.), variolosus (Vista,
Kongo) ^.%b, pulchellus, sehratus (Kap), luteipes (Kullu, Indien), lieterostixus!
(Guatemala) S.96, lantus! (Florida) S. 97; E. Candeze, Ann. Soc. Ent. Belg., 1888.
Horistonotus hrunneus (Mexiko); E. Candeze, Ann. Soc. Ent. Belg., 1889,
S. 111.
Ischiodontus convexus (Guadeloupe); Fleutiaux & Salle, a. a. 0.
S. 408.
Lacon indudus (Bhamo), defectus (Tenasserim) S. 668, mixtus (ibid,) S. 669,
acervatus (ibid.), acerbus (Bhamo) S. 670; E. Candeze, Ann. Mus. Civ. Genova
(2. S.), VI, Froggatti, nigrescens, rubescens S. 1234, incultus, rufopiceus S. 1235
atricolw, lineateUus, suhtilis S. 1236, rubicundulus, foveicollis S. 1237, maeulosus,
communis, alboguttatus S. 1238, parindus, fasciolatus S. 1239 (King's Sd.);
W, Macleay, Proc. Linn. Soc. N. S. Wales (2), III, alboseminatus (Kwako bis
Kimpoko); H. J. Kolbe, Stettin. Entom. Zeitg., 1889, S. 126, gibbei-osus S. 71,
ornatellus, Fairmairei, Pipitzi S. 72 (Madagaskar'), Cotesi, piger (Bengalen), ju-
j-MtosMs (Sikkim), binus (Simla) S. 73, demissus (Bengalen) S. 74; E. Candeze,
Ann. Soc. Ent. Belg., 1889.
Limonius cylindricus Pa^/A-. Larve S. 202 PI. II, Fig. 12, nigripes
Ogll Larve; S. 204; C. Rey, Essai, a. a. 0.
Ludigenius minor (Tenasserim); E. Candeze, Ann. Mus. Civ. Genova, (2.S.),
VI, S. 687.
Ludius suturalis, spissus (Sintang, Borneo); E. Candeze, Ann. Soc. Ent.
Belg., 1889, S. 119, rubiginosus (Serdang; Sumatra); derselbe, Notes Leyden
Mus., XI, S. 96.
Lycoreus corpulentus (Madagaskar); E. Candöze, Ann. Soc. Ent, Belg.,
1889, S. 77.
Megapenthes birmanicus (Bhamo) S. 677, lugubris (ibid.; Tenasserim),
moderatus S. 678; E. Candeze, Ann. Mus. Civ. Genova, (2. S.), VI, rugipeimis
(Bodjo, Sumatra), secundus (Sintang, Borneo) S. 100, cinereus (Bandang, Java),
270 1*^. Bertkan: Bericht über flie wissenschaftlichen Leistungen
flavonotatus (Amazon.) S. 101; der sei he, Ami. Soc. Ent. Belg , 1889, modestus
(Saigon), vicinus (ibid.); E. Fleutiaux, Ann. Soc. Ent. France, 1889, S. 142.
Melanotus rufipes Hhst. Larve; C. Rey, Essai, a. a. 0., S. 204, PI. 11,
Fig. 13, 14, tenebrosus Er. Larve, S. 206.
Melanotus alburnus (Tenasserim); E. Candeze, Ann. Mus. Civ. Genova,
(2. S.), VI. S 684, Maäayascaritnsis (M.), insularis (Andainan 1.), j^'^^^i'nsularis
(Florida), ruhicundus (Gruateniala) : derselbe, Ann. Soc. Ent. Belg., 1889, S. 112,
apicalis (Mytho); E. Fleutiaux, Ann Soc. Ent. France, 1889, S. 144.
Melanoxanthus amplicollis (Andaman), comosus (Sintang, Borneo), nigri-
ventris (Madagaskar), binus (ibid.); E. Oandeze, Ann. Soc. Ent. Belg., 1889,
S. 102.
Melantho'ides Fene (Bhanio); E. Candeze, Ann. Mus. Civ. Genova, (2. S.),
VL S. 67'6, relegatus (Sintang, Borneo); derselbe, Ann.Soc.Eut.Belg., 1889, S 89.
Meristlius Per;rat(Z/erei (Qui-Nhon); E. Fleutiaux, Ann. Soc. Entoin. France,
1889, S. 139.
Monelasmus insularis (Martinique); E. Candeze, Ann. Soc. Ent. Belg.,
1889, S. 120.
Monocrepidius scutidatus (Bhanio), vagus (ibid.), centralis (ibid.); E. Candeze,
Ann. Mus. Civ. Genova, (2. S.), VI, S. 674, in-imus S. 1240, secundus, tertius S. 1241,
quartus, quintus, sextus S. 1242. septimus, octavus S. 1243, nonus, decimus S. 1244
(Kings Sd.); W. Macleay, Proc. Linn. Soc. N. S. Wales (2) in, Tepperi (S.
Austral.) S. 1419, juvenis (ibid.) S. 1420, Palmefstoni (ibid.) S. 1421, fortis, varie-
gatus (ibid.) S. 1422; T. Blackburn, ebenda, Sinaloae (Mexiko), ^£;arae (Para-
guay), ingenuus (Uruguay), quadriplagiatus (BvasU.) S. 91, ?iubeculosus (Ekaador),
murimis (Ceara, Bras), peninsularis (Florida), coangustatus (Padang) S. 92,
tyrnatus (Bengalen) S. 93; E. Candeze, Ann. Soc. Ent. Belg., 1889, Belaunegi
(Bains-jaunes, Guadeloupe); Fleutiaux & Salle, a. a. 0., S. 411.
Octinodes aequatmius (Napo); E. Candeze, Ann. Soc. Ent. Belg., 1889, S. 123.
Pachyderes mmor (Mulacca) S. 88, Bengalensis (B.) S. 89; E. Candeze, Ann.
Soc. Ent. Belg,, 1889, S. 89.
Parhemiops dubius (Saigon); E. Fleutiaux, A.nn. Soc. Ent. France, 1889,
S. 145.
Penia birmanica (Teinzö) S. 685, fausta (Bhanio), lutea (Tenassei'ini) S. 686;
E. Candeze, Ann. Mus. Civ. Genova, (2. S.), VL
Physorrhinus cephalicus (Mexiko); E. Candeze, Ann. Soc. Ent. Belg.,
1889, S. 97.
Poniachilius filiformis (Baeza, Ekuador); E. Candeze, Ann. Soc. Ent. Belg..
1889, S. 104.
Psephus cajyillatus (Guinea), sulidus (Niani-Niam), antennatus (ibid.) S. 84,
semicastaneus (ibid.), Stanleyi (Unt. Kongo), nigritus (Kap), semiflarus (Guinea)
S. 85, bicülo)' (Kap), Bradshawi, vulneratus (Katt'rarien) S. 86, t^dens (Sansibar)
S. 87; E. Candeze, Ann. Soc. Ent. Belg., 1889, invenustus (Humpata, Westat'r.);
derselbe, Notes Leyden Mus., XI, S. 96.
Pyrophorus luscus (Guatemala); E. Candeze, Ann.Soc.Eut.Belg., 1889,
S. 113.
Semiotus Dolirni (Panama), macer (Kolumbien) S. 80, limatus (Ainaz.),
hispidiis (Venezuchi), ligatus (Kolumbien), peditus (ibid.) S. 81, puMiellits (Neu-
Granada) S. 82; E. Candeze, Ann. Soc. Ent. Belg, 1889.
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. -271
Sericus Belivcnsi (Kalifornien); E. Candeze, Ann. Soc Ent. Belg., 1889
S. 122.
Silesis semicadaneus (Bhamo) S. 688, rufus (ibid.), Gestroi (ibid.) S. 689;
E. Candeze, Ann. Mus. Civ. Genova, (2. S.), VI, Bengalensis nnd var. A (B.);
derselbe, Ann. Soc. Ent Belg., 1889, S. 122.
H. du Bnysson ergänzt seine revision des Silesis du bassin de la
Mediterranee durch Aufnahme der S. concolor und coi'dubensis var. omissus;
Revue d'cntomologie 1889, S. 211 f.; vgl. dies. Ber. f. 1887 S. 207.
Simodactylus puMierrimus (Luzon); E. Candeze, Ann. Soc. Ent. Belg.^
1889, S. 89.
Tarsalgus Thysi (Kassai, Kongo); E. Candeze, Ann. Soc. Ent. Belg.,
1889, S. 87.
Tetralobus quadrifoveatus (King's Sd.); W. Macleay, Proc. Linn. Soc. N.
S. Wales (2), III, S. 1240, striatus (Sambesi) S. 82, Macari (inneres Kongogebiet),
sobrinus (Senegal), Grandidieri (Madagaskar) S. 83, imidaris (ibid.) S. 84; E.
Candeze, Ann. Soc. Ent. Belg., 1889.
Tilotarsus armatus, 'piüverens, apinifer, Gazacjnairei (Madagaskar); E.
Candeze, Ann. Soc. Ent. Belg., 1889, S. 74.
Tomocephalus abduminalis (Veragua; Chiriqui); E. Candeze, Ann. Soc
Ent. Belg , 1889, S. 118.
Euenemididae. Dirrhagus ferrugineus (Lirik im Talysch); E. Reitter,
Deutsch. Entom. Zeitschr., 1889, S. 282.
Fornax Hornii Bonv. ist das Weibchen von F. calceatus Saij; C. Dury,
Entom. Americana, IV, S. 163, nnd F. Blanchard, ebenda V, S. 139.
F. (juadeloupensis (Bains-jaunes); Fleutiaux & Salle, a. a. 0., S 405,
Fig. 11.
Tachycnemis Delauneyi (Bains-jaunes, Gruadeloupe); Fleutiaux & Sali r,
a a. O., S. 406, Fig. 12.
Throscidae. Throscus mediocris S. 350, inftrmus S. 351 (Tonking);
L. Faiimaire, Ann. Soc. Ent. France, 1888.
E. Reitter findet, dass die Sexualunterschiede bei Throscus so
sind, wie er 1886 angegeben, d. h., dass die Männchen sich durch die besondere
Haarbewimperung der Fliigeldeckenseiten auszeichnen; er überzeugte sich noch-
mals von der Riclitigkeit dieser Behauptung durch die Untersuchung der Be-
gattungsorgane der in der angegebenen Weise ausgezeichneten Exemplare; die-
selben sind ganz nach dem Typus des Penis der Elateriden gebaut und bestehen
aus 3 lanzettfürmigen Stücken; Wien. Entom. Zeitg., 1889, S. 37-39; vgl. dies.
Ber. für 1888, S. 242.
Derselbe stellt eine analytische Tabelle zur Bestimmung der
europäischen Throscus- Arten auf, S. 35 — 37, mit Thr. Corsieus {K.) S. 35,
orientalis Bomi. var. syriacus (S.) S. 36.
Buprestidae. A list of the Buprestidae of New England by
P. Blanchard, Entomol. Americana, V, S. 29 — 32, weist 62 Arten nach. -
F. H. Chittenden theilt Notes on the habits of Buprestidae mit, ebenda,
S. 217—220, die sich zumeist auf die Nährpflanze bezieben.
(Joraeyrilus (n. g. inter Coraebum et Agrilum intei'uiedium) amplithorax
(Thibet); L. Fairmaire, Ann. Soc. Entom. France, 1889, S. 33.
Acmaeodera Boryi var. ofcscMT« (Ordubad); E. Reitter, Deutsch. Entom.
272 Pli- Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Zeitschr., 1889, S. 281, Oertzeni n.sp. (Ins. Elasu bei Kreta); L. Gangl bauer,
ebenda S.55, Yunnana (Y.); L. Fairmaire, Ann. Soc. Ent. Belg., 1888, S. 23.
k.gvi\\\.s splendidicollis (Tonking); L. Fairmaire, Ann. Soc. Ent. France,
1888, S. 348, sinaraydifrons (Kan-ssu; Sze-tschuan) S. 29, hidentulus (Kan-ssu),
plagiatus (ibid.) S. 31, aerosus (ibid ) S. 33, (jracäicornis (Sze-tschuan); L. Gaugl-
bauer, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIV.
Anthaxia unifot-mis, purpurasccns (King's Sd.); W. Macleay, Proc. Linn.
Soc. N. S. Wales (2), III, S. 1229, Potanini (Sze-tschuan); L. Gangib auer, Hör.
Soc. Ent. Ross., XXIV, S. 23.
Apbanisticus occidentalis (King's Sd,); W. Macleay, Proc. Linn. Soc. N. S.
Wales (2), IIL S. 1233, Krüye^-i (Java); C. Ritsema Cz., Notes Leyden Mus, XI,
S. 237.
Neervoort van de Poll macht einen monographical essay on the
Australian Buprestid geuus Astraeus C.&G.; Tijdschr. v. Entern., 32,
S. 79—110, PI. 2, 3. Während er die Arten früher nach der Gestalt der Schulter-
verbreiterung der Flügeldecken gruppierte , Itringt er sie hier nach der Be-
schaffenheit der Flügeldeckenspitze in die beiden Hauptgruppen A.aberrantes
(Spitzen nur wenig divergirend, ohne oder mit nur einem schwachen seitlichen
Zahn, Flügeldecken ininktiertgestreift) und A. veri (Spitzen stark divergirend,
mit einem starken Seitenzahn, Fld. gerippt). Die erste Gruppe enthält
ausser dem 1886 beschriebenen A. aberrans die 3 neuen Arten A. irregularis
(Austral.) S. 86 PI. 2 Fig. 1, lineatus (N. W. Austr.) S. 87 Fig. 2, muUmotatus
(ibid.) S. 89 Fig. 3; die zweite Gruppe ist zahlreicher an Arten, unter denen
folgende neu sind: A. fraterculus (Victoria) S. 92 Fig. 6, Badeni (Gawler,
Schwanenfl.) S. 93 Fig. 7, Jansoni (Adelaide; Gawler; Känguruh J.) S.94 Fig. 8,
(a-flssMs = flavopictus v. d. Poll. nee Cast. dt Gor. S. 95 Fig. 95), prothoracicus
(Clarence Fl., Champion Bay) S. 98 PI 3 Fig. 11, vittatus (N. W. Austr.) S. 99
Fig. 12, Oberthüri (Austr.) S. 100 Fig. 13, sitmdator (Peak Downs) S. 102 Fig. 15,
{dilut ipes = S-Amoi\e]\i Saund. var. dilntipes v. d. Poll S. 105 Fig. 17), splendens
(Rockhampton) S. 108 Fig. 19. — Sämmtliche (19) Arten sind in farbigen Ab-
bildungen und nicht kolorierter Zeichnung der linken Flügeldecke mit deutlicher
Hervorhebung des Schulteransatzes und ihrer Skulptur dargestellt.
Aurigena h;gubris var. suhcostata (Ordubad); E. Reitter, Deutsch. Entom.
Zeitschr., 1889, S. 281.
Bubastes C*/Zm(^vicws (King's Sd.); W. Macleay, Proc. Linn. Soc. N. S.
Wales (2), III, "s. 1228, incomtans S. 1414, latieollis S. 1415; T. Black burn,
ebenda.
Chalcophora Yunnana (Y.); L. Fairmaire, Ann. Soc. Entom. Belg.,
1888, S. 24.
Chrysodema Sawidersi (King's Sd.); AV. Macleay, Proc. Linn. Soc. N. S.
Wales (2), III, S. 1227.
Chrysobothris incana (King's Sd.); W. Macleay, Proc. Linn. Soc. N. S.
Wales (2), III, S. 1230.
Cisseis elongattda (S.Australien); T. Blackbui'n, Proc. Linn. Soc. N. S.
Wales (2), III, S. 862, fulgidieollis, nigripennis S. 1231, apicalis, purpiireotincta
S. 1232 (King's Sd.); W. Macleay, ebenda.
Coraebus Beauchenii S. 346, mtricatus , semicupreus S. 347 (Tonking);
L. Fairmaire, Ann. Soc. Ent. France, 1888, aculeatus (Kan-ssu); L. Gangl-
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 18Ö9. 973
ijauer, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIV, S. 24, Eeitteri (Transkaspien); A. Se-
menow, ebenda, S. 211.
Cylindromorphus Araxidis (Ordubad); E. Reitt er, Deutsch. Ent. Zeitschr.,
1889, S. 24, strigatiilus (Huyeres) S. CLX, ftt/yons (Böhmen) S. CLXI; Cl. Rey,
Biill. Soc. Entom. France, 1889.
Hyperaiitha Stempelmanni (Cördoba, Argent); C. Berg, a. a. 0., S. 154.
lulodis Plasoni (Persien); S. de Marseul, L'abeille, 1889, S. 241.
F. Guillebeau nimmt eine revision du sous-gr. Lampra vor, mit L.
vicina (Tokat, Syrien) S. 3, modcsta (Grenoble) S. 5, dives (Wien; Korsika;
Kaukasus) S. 7 ; Revue d'entomologie, 1889, S. 1 - 12.
Des Gozis meint, dass obige L. dives die decipiens Mannh. sei und mo-
desta vielleicht als Varietät dazu gehöre; die decipiens (Guilleb.) ist die mirifica
Muls.; ebenda, S. 89 — 91; Guillebeau vertheidigt sich gegen diesen Vorwurf,
ebenda, S. 209—211.
L. aubangulosa (Ngan-Hoei); L, Fairmaire, Ann. Soc. Entom. Fi'ance,
1889, S. 32.
Lius guadeloupensis (Camp- Jacob); Fleutiaux & Salle, a. a. O., S. 404.
Melobasis empyria (Lord Howe Isl.); A. S. Olliff, Lord Howe Lsl., S. 85,
laiita (Kings Sd.); W. Macleay, Proc. Linn. Soc. N. S. Wales (2), III, S. 1228.
Neocuris viridiaiirea (King's Sd.); W. Macleay, Proc. Linn. Soc. N. S.
Wales (2), III, S. 1229.
Neospades Za to-aZt*' S. 8G0, simplex S. 8G1 (S. Austral.); T. Blackburn,
Proc. Linn. Soc. N. S. Wales (2), III.
Pelonomus simplex Burm. (Argentin.; Uruguay); C. Berg, a. a. 0., S. 155.
Poecilonota (Lampra) Beauchenii (Sontay); L. Fairmaire, Ann. Soc. Ent.
France, 1888, S. 346.
Polycesta Tonkinea (T.); L. Fairmaire , Ann. Soc, Ent. France, 1888, S.345.
Polyctesis foveicollis (Kambodscha); L. Fairmaire, Ann. Soc. Ent. France,
1888, S. 344.
Psiloptera zivettokles, crassiuscula S. VII, trtincatijjennis, cyclopygu S. VIII
(Madagaskar); L. Fairmaire, Bull. Soc. Ent. Belg., 1889.
Sambus Kanssuensis (K.); L. Ganglbaiier, Hör. Soc. Entom. Ross.,
XXIV, S. 27.
Sphenoptera Artemisiae (Ordubad; Larve in den Wurzeln einer mit A.
pontica verwandten Art); E. Reitter, Deutsch. Entom. Zeitschr., 1889, S. 281,
extensocarinata (Shan-si; Kiachta) S. 84, (Hoplistura) Ssemcriowi (Wüste Gobi)
S. 85, (Chrysoblemma) Potanini (ibid.) S. 8G: W. Jakowleff, Hör. Soc. Entom.
Ross., xxni.
Sternocera Huntei-i (Massailand) und var. fasciata; 0. O. Waterhouse,
Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6), III S. 361.
Stigmodera aUernata (Innere von Queensland); C. Lumholtz, „Blund
menniskeaedere" (Unter Menschenfressern); s. Bull. Soc. Entom. Belg., 1889,
s. CLxxxn.
Trachys hypocrüa (Tonking); L. Fairmaire, Ann. Soc. Ent. France, 1888,
S. 349, Bavidis (Kiangsi), tristis (Nord-China) S. 23, rufopuhens (Kiangsi), mar-
ginicollis (Mittel-China) S. 24; derselbe, Ann. Soc. Ent. Belg., 1888, australis,
Archiv f. Naturgescb. Jahrg. 1890. Bd. II. H. 2. g
274 JPh- Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
nigra (King-'s Sei); W. Macleay. Proc Linn. Soc. N. S. Wales (2), III, S. 1233,
(Habroloma) aiirea (Transkaspien) ; A. Semenow, Hör. Soc. Ent. Boss., XXIV,
S. 212, Goberti Bauduer i. 1. (Toulouse; Carcassonne; Nimes); Des Grozis, Revue
d'entomologie, 1889, S. 204.
Tylauchenia compacta (Curdoba, Argentin.); C. Berg, a. a. 0., S. 152.
Scarabaeadae. F. Bühl setzt seinen Beitrag zur Charakteristik
der Lamellicornien fort; Soc. Entomol., III, S. 14Gf., 171 f., IV, S. 59 f.,
74 f., 89 f ,98 f.
E. Reitter gibt eine Uebersicht der ihm bekannten Cxattungen der
Melolonthini s. Erichs, aus der paläarktischen Fauna; Wien. Entom. Zeitg.,
1889, S. 275-279.
E. Brenske beschreibt Melolonthiden aus Marocco, Algier, Tunis und
Tripolis; Berlin. Entom. Zeitschr., 1889, S. 325-334.
Adoryphorus n. g. für (Dasygnathus) Couloni Burm.; T. Blackburn,
Proc. Linn. Soc. 1^. S. Wales (2), III, S. 1412.
Anoplognatha (n. g.) Dunnianus (El Paso, Texas; in den Sammlungen
vielfach als Aphonus clunalis Lee. verbreitet); J.J.Rivers, Proc. Calif. Acad.
Sei. (2. S.), I, S. 100—102 mit Holzschn.
Äphonides nov. nom. pro Anoplognatha praeocc. ; J.J.Rivers, Entom.
Americana, V, S. ß.
Orator (n. g. Dynastin. Hetei'onycho affine) infanhdus (Transkaspien);
A. Semenow, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIV, S. 207.
Ciiphonyxi(t (n. g. Melolonthin. Cyphonoto affine) liraestahiUs (Bagdad);
E. Reitter, Uebersicht, S. 276.
Euranoxia (n. g. Melolonth. Anoxiae proximum) vnlida (Transkaspien);
A. Semenow, Hör. Soc. Ent Boss., XXIV S. 197.
Eutyctus (n. g. Dynastin. Callicnemidi simile) deserti (Repetek);
A. Semenow, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIV, S. 210.
Glyptothea (n. g., a Chalcothea differt clypeo apice verticaliter reflexo,
integro) Whiteheadi (Mt. Kinibalu, Borneo); H. W. Bates, Proc. Zool. Soc.
London, 1889, S. 390,
Haplosoma (n. g. Dynastin. Heteronycho affine) ordinafum S. 205 und
yar. aralense S. 206 (Divana; Aral); A Semenow, Hör. Soc. Ent. Ross. XXIV.
Holochelus (n. g. Melolonthin. unguiculis simplicibus) .siihseriatus (Char-
kow); E. Reitter, Uebersicht, S. 279.
Issacaris (n. g. Philochlaen.) petaloplma (Chili); L. Fairmaire, Bull.
Soc. Entom. France, 1889, S. CXVIII.
Lachnota (n. g. Melolonthin. Lasiopsidi propinquum) für (Rliiz.) Sahlbergi
Mannh.; E. Reitter, Uebersicht, S. 278.
Palmer stonia (n. g. Pimelopodin.) Borilli (Palmerston); T. Blackburn,
Proc. Linn. Soc. N. S. Wales (2), III, S. 857.
Phulanyonyx (n. g. Melolonthin.) coniceps (Pul-i-chatum, Turkmenien) :
E. Reitter, Uebersicht, S. 277.
Pseudadoretus (n. g. Rutelin. Adoreto affine; fiii' phthisicus Böhm und)
dilutellas (Repetek) S. 203, validus (ibid.) 204; A. Semenow, Hör. Soc. Ent.
Ross., XXIV. (E. Reitter hält diese Gattung füi- nicht gerechtfertigt; Entom.
Nachr., 1889, S. 270 Anm.).
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 275
Stenonota (ii. g. prope Taeiiioderam) semirugata (Koni-Tclieou); L. Fair-
maire, Ami. See. Eut. France, 1889, S. 30.
Xenoloha (n. g. inter Gymnetin. et Macronotin. collocaiidum) speciosa
(Mt. Kinibalu, Borneo); H. W. Bates, Proc. Zool. Soc. London, 1889, S. 387.
Adoietus inornntus (Sze-tsohuan); L. von Hey den, Hör. Soc. Ent. Ross.,
XXIII, S. 669, 'perskus (Nord-P.), signatus (Assuan), graniceps (ibid.) S. 268,
se^i/er (China) S. 269 ; E. Reitter, Entoni, Naclir., 1889, in einer Uebersicht der
palcäarktischen Arten, S. 267-270.
Ammoecius semicoecus S. 904, occidentalts, elongatulus, rugicolUs S. 905
(King's Sd.); W. Macleay, Proc. Linn. Soc. X. S. Wales (2), III.
E. Reitter stellt eine Uebersicht der Arten von Anisoplia ans Europa
und den angrenzenden Ländern auf, Deutsch, Entom. Zeitschr , 1889, S 99—111,
mit A. dijpealis (Kaukasus) S. 103, shniMcifrons (Lucca-Vorno) S. 104, neapoU-
tana (N.) S. 105, Brenslcei (Morschan sk; Riasan, Central -Russland), halcanica
(Balkan) S. 106, agnata (Talysch; Armenien) S. 107, simla (S.) S 109, thessalica
(Th.) S. 111.
Anomala Ulunata (Tonking); L. Fairmaire, Ann. Soc. Ent. France, 1888,
S. 341, laevisukata S. 19, densestrigosa, punctigera (Kiangsi), trivirgafa (Moupin)
S. 20, semicastanea (Kiangsi) S. 21; derselbe, Ann. Soc. Ent. Belg., 1888,
(Rhombonyx) rugosopundata (Moupin), (Anom.) Jiolcoptera (Ngan-Hoei) S. 26,
semismaragdina (Koui-Tcheou\ rufopartita (ibid.) S. 27; derselbe, Ann. Soc.
Ent. France, 1889.
Anoplognathus rureus (Queensland); C 0. Waterhouse, Ann. a. Mag. Nat.
Hist. (6), in, S. 360.
Antichira sappUrina fQuilchao. Columbien); A. F. Nonfried, Abband).
Zool. Bot. Gesellsch. Wien, 1889, S. 534
Aphodius pedoralis Rey i. coli. (Ain; Lyon); Guillebeau, Bull. Soc. Ent.
France, 1888, S. CXC, cccoftus (Nikko, Japan); H.W. Bates, Entoni. Monthl.
Magaz., XXV, S. 297, (Melinopterns) Bolassogloi (Utsch-Bulak); E. Koenig,
Hör. Soc Ent. Ross,, XXIII, S. 304, tuherifrons {Y\m\mn)\ L. Fairmaire, Ann.
Soc. Entom. France, 1889, S. 13.
A. Senna beschreibt lotte ed amori delT Aplydia transversa;
Bull. Soc. Entom Ital., 1889, S. 31 f. Ein auf der Unterseite eines Blattes an-
geklammertes Weibchen wurde von zwei Männchen bemerkt, die heftig um den
Besitz des Weibchens kämpften. Das eine Männchen, das bereits den Rücken
des Weibchens bestiegen hatte und die Kopula versuchte, wurde in seinem Vor-
haben von dem anderen auf jede Weise gestört, und während dieser Vorgänge
fielen alle drei zur Erde, wo die Männchen den Kampf fortsetzten. Das stärkere
Männchen stieg auf den Rücken seines Nebenbuhlers und hielt mit seinen Man-
dibeln die (Querleiste auf dem Scheitel eine Zeit lang fest; der Besiegte entfernte
sich hierauf, während der Sieger sich zum Weibchen begab und die Begattung
vollzog, die in diesem Falle etwa eine Stunde dauerte.
Aprosterna pygidiaUs (Tonking); L. Fairmaire, Ann. Soc. Ent. France,
1888, S. 341.
Ataenius pidpes, exaratus (Guadeloupe); Fleutiaux & Salle, a.a.O.,
S. 397.
Bolboceras Tatei (S. Austral.) S. 842, simfliciceps (ibid.) S. 844, fenestratum
S*
276 Ph- Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
(ibid.) S 845, Sloanei (Mulwala; S. 1393, cJielyum {\hk\.) S. 1395; T. Blackbnrn,
Proc. Linn. Soc. N. S. Wales (2), III, ingens, cornutum S. 906, hippopiis S. 907
(King's Sd); W. Macleay, ebenda.
Cacochroa obscura (S. Austral.); T. Blaekburn, Proc. Linn. Soc. N. S.
Wales (2), III, S. 858.
Caenochilus bifoveolatus (Tonking); L. Pairinaire, Ann. Soc. Ent France,
1888, S. 344.
Callistethus seminitidus (Moupin); L. Fairmaire, Ann. Soc. Entoni. France,
1889, S. 25.
Canthon Vitraci (Guadeloupe); Fleutiaux & Salle, a. a. 0., S. 394.
Cavonus turntus (King's Sd.); W. Macleay, Proc. Linn. Soc. N.S.Wales
(2), m, S. 922.
Ceratorrhiua Nireus var.nurata (Guinea); A. F. Nonfried, Abhandl. Zool.
Bot. Gesellsch. Wien, 1889, S. 534.
Cetonia brevis var. Fairmairei (Jensan, Korea); G. Kraatz, Deutsch.
Entom. Zeitschr., 1889, S. 379 f.
G. Bdavayi (Yunnan); L. Fairmaire, Ann. Soc. Ent. Belg., 1888, S. 21
Potanini (Kan-ssu; Sze-tschuan) S. 669, angulicollis (Kan-ssu) S. 671; G. Kraatz
Hör. Soc. Ent. Boss., XXIII, ,%fc/?et??/n (Yerkalo, Thibet); J. Frivaldszky
Terniesz. Füzet., XII, S. 202, laevicostaia (Kui-Tcheu) S. 30, nitididarsis (ibid )
i>rtTO(ZmMrt Blanch. coli. (Moupin) S. 31; L. Fairmaire, Ann. Soc. Entom. France
1889, (Aetheessa) Martini (Oran, auf Blüthen des Echinops); L. Bedel, ebenda
S. 91.
Chalcothea (s. auch unter Plectrone) xwmacea, planiuscula (Mt. Kinibalu);
H. W. Bates, Proc. Zoo). Soc. London, 1889, S. 389.
Charadronota (soror Kraatz var.?) pmictata (Kamerun-Berg); Chr. Auri-
villius, Bih. t. K. Svensk. Vet.-Akad. Hand),, 12, Afd. IV, No. 1, S. 11.
Ch. quadrilunulata Kraatz = curvata Jans. (vor. Ber. S. 244); .J. R. H.
Neervoort van de Poll, Notes Leyden Mus., XI, S. 64.
Chiroplatys occidentalis (King's Sd.); W. Macleay, Proc. Linn. Soc. ^.
S. Wales (2), HI, S. 921.
Choeridium insulare (Guadeloujje) ; Fleutiaux & Salle, a.a.O., S. 395.
Clinteria malayensis var. (Birma); Gestro, Ann. Mus. Civ. Genova, (2. S.)
VI, S. 99.
L. Fairmaire nimmt Clinterocera für Callynomes vv^ieder auf und be-
schi'eibt Ol. discipennis (Nyenhangli); Ann. Soc. Entom. France, 1889, S. 32.
Coelorrhina rt/j^nis (Kamerun-Berg); Chr. Aurivillius, Bih. t. K. Svensk.
Vet.-Ak. Handl., 12, Afd. IV, No. 1, S. 6 mit Holzschn.
Colpochila testaceipennis (King's Sd.); W. Macleay, Proc. Linn. Soc. N.
S. Wales (2), III, S. 913.
Cryptodus Fairmairei (King's Sd); W. Macleay, Proc. Linn. Soc. N. S.
Wales (2), III, S. 923.
Dasygnathus trituherculatus (N.S.Wales; Viktoi'ia) S. 1404, «(ajor (Melbourne ;
Adelaide; N. S. Wales) S. 1406, recticornis (Mulwala) S. 1408, inermis S. 1409,
mit analytischer Tabelle der sämmtlichen Arten; T. Blackbnrn, Proc. Linn.
Soc. N. S. Wales (2), TU.
Diaphonia OlUfftana (Warra, N. S. W.) S. 127, adusta (W. Austval.) S. 129,
0. E. Jansen, Proc. Linn. Soc. N. S, Wales (2), IV.
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 277
Dicaiilocephalu.s Feae Gestr. Holzschnitt; Ann. Mus. Civ. Clenova, (2. S.)
VI, S. 97.
Ectinoplia Davidis, pictipes (Moupiu); L. Fairmai re, Ann. Soc. Entom.
France, 1889, S. 15.
Empecta marginalis (Madagaskar); L. Fairmaire, Bull. Soc. Ent. Belg.,
1889, S. VII.
Enoplotrypes harmanicus (Hoch-Binna); Gestro, Ann. Mus. Civ. Geuova
(2. S.) VI S. 111, Yunnamis (Y.); L. Fairmaire, Ann. Soc. Ent. Belg., 1888,
S. 17, Poto; wV» (Katapu, Gan-ssu); A, Semenow, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIII,
S. 401.
Epilissus dllaticollis, splendidus, S. VI, cuprarius fuscovirens, fiaprinoides
S. VII (Madagaskar); L Fairmaire, Bull. Soc. Ent. Belg., 1889.
Geotrypes armicrus S. 17, hicolov S. 18 (Yunnan); L. Fairmaire, Ann.
Soc. Ent. Belg., 188S, (Phelotrypes) corrugatus (Siming); J. Frivaldszky,
Terme.sz. Füzet., XII, S. 198, ohscuratus (Yunnan); L. Fairmaire, Ann. Soc.
Entom. France, 1889, S. 14.
Glaphyrus Turkestanicus {^Qi-id^chscn); A. Semenow, Hör. Soc. Ent. Ross.,
XXIV, S. 195.
Goliathopsis caprcolus (Moulmein); Gestro, Ann. Mus. Civ. Genova (2. S.)
VI. S. 118 mit Holzschnitt des Vorderkörpers dieser Art und der G. cervus.
Ueber das Verhältniss von Goliathus giganteus Lam. und regius Klug s.
Dohrn, Stettin. Entom. Zeitg., 1889 S. 167—170 und G. Kraatz, Deutsch.
Entom. Zeitschr., 1889, S. 401 f.
Goliathus giganteus var. consjJersus (oder marginifer?) S. 377 Taf. IV Fig, 1,
3, maryinata S. 378 Fig. 4, rpiadrimaculata S. 379; G. Kraatz, Deutsch. Entom.
Zeitschr., 1889, melaleucus n. sp. (Innerafrika); L. Fairmaire, Bull. Soc. Entom.
France, 1889, S. CXVIII.
Hemipharis Froggatti (King's Sd.); W. Macleay, Proc. Linn. Soc. N. S.
Wales (2), III, S. 923.
Heteronychus vulgivugus (Lord Howe Isl.; Sydney); A. S. Olliff, Lord
Howe Isl., S. 84, lucidus (King's Sd.) ; W. Macleay, Proc. Linn. Soc. N. S.
Wales (2), III, S. 920.
Heteronyx piceoniger, corpulentus S. 914, rufopiceus, Froggatti S. 915, capil-
latus, badius, suhfuscus S. 916, scutatus, transversicollis S. 917, suhglaher, sub-
vittatus, parvulus S. 918 (King's Sd.); W. Macleay, Proc. Linn. Soc. N. S.
Wales (2), III, Maluensis (Malu, Neu-Guinea); L. Brenske, Wien. Ent. Zeitg.,
1889, S. 274.
In einer Revision dieser Gattung, a. e. 0. S. 1321-1362; IV, S. 137-170,
betrachtet T. Blackburn Silopa Er., Omaloplia Sttph., Philochlaenia, Seri-
cesthis Boisa. als einfache Synonyme dieser Gattung, obwohl manche Arten, für
die die eine oder andere der genannten Gattungen aufgestellt ist, zu Oaulobius
gehören; Haplopsis Blanch., Hostilina Blanch., Eurychelus UZanc/t. und Nepytis
Er. sind wahrscheinlich keine Synonyme. Von den australischen Gattungen
der Heteronychini ist Heteronyx durch unguiculi bifidi vel appendiculati aus-
gezeichnet; Nepytis, welche dieselbe Klauenbilduug hat, besitzt Fühler mit
geringerer Gliederzahl (Heteronyx mit mehr als 7 Gliedern), während Blackburn
die Unterschiede von Eurychelus, deren Type er nicht kennt, nicht angeben
kann. Die Gattung ist mit 60 Arten, darunter 49 neuen, vertreten.
'278 Pli- Bertkau: Bericht über die wisseii-schaftlichen Leistungen
Heterorrliiua amoena var. barmanica; Oestro, Ann. Mus. Civ. Genova,
(2. S.) VI, S. 99.
Homaloplia rufodorsata (Fokien); L. Fairmaire, Aun. Soc. Ent. Belg..
1888, S. 19.
Hoplia aurotincta (Touking); L. Fairmaire, Ann. Soc. Ent. France, 1888,
S. 340, ingrata (Fokieu); derselbe, Ann Soc. Ent. Belg , 1888, S. 18, maculata
Lewis i. 1. (Satsunia, Japan); H. W. Bates, Eutom. Moutlil. Magaz , XXV,
S. 298, hirticollis (Sze-tschuan) S. 666, Semenowi (ibid.) S. 667, Potanini (Ordoss)
S. 668; L. von Hey den, Hör. Soc. Ent. Uoss., XXIII, vicina (zwischen Su-
tschu und Kan-tschu); J. Frivaldszky, Termesz. Füzet., XII, S. 199, rufo^rida
(Moupin), nebulosa S. 16, ochreata (Kiangsi), validipes (Moupin), minusculd.
(Yunnan) S. 17; L. Fairmaire, Aun. Soc. Eutom. France, 1889.
Incala Cumarunica (Kanieruu-Berg); Ohr. Aurivillius, Bih. t. K. Svensk.
Vet.-Akad. Handl., 12, Afd. IV, No. 1, S. 12.
Isodon noctis (Lord Howe Isl.); A. S. Olliff, Lord Howe Isl., S. 85, ijici-
pennis (King's Sd.l, W. Macleay, Proc. Linn. Soc. N. S. Wales (2), IH, S. 921.
J. B. Smith findet, dass die Weibchen der Lachnosterua-Arten in
ihren Begattungswerkzeugen ein eben so gutes Unterscheidungsmerkmal be-
sitzen, wie die Männchen, das innerhalb der Art konstant ist; Proceed. Amer.
Assoc. Advanc. Sei., 37 th. meet., S. 285 f.
In seinen Notes on the species of Lachnosterna of teniperate North
America, with descriptions of new species führt derselbe durch Abbildung
der Geschlechtsorgane beiderlei Geschlechts (wo es möglich ist) den Beweis für
die Richtigkeit dieser Behauptung. Er unterscheidet auf diese Weise 91 Arten,
unter denen die folgenden neu sind (fusca Gruppe): L. arcuata (Washington:
New- York; New- Jersey etc.) S. 503, PI. LH Fig. 32, insperata (Chikago) Fig. 33,
dwöm (Massachusetts; New -York etc.) Fig. 34 S. 504, grandis (Texas; Nord-
Karolina etc.) S. 505, PI. LIII Fig. 36, Ulkei (S. Karolina; Georgia) S. 506 Fig. 37,
quadrata (Entreprise) S. 507 Fig. 38, nova New -York; Nord- Karolina) S. 509
PL LV Fig. 44, Hornü (Washington; Tennessee; Virginia; Ohio) S. 510 Fig. 46,
hiimpressa (Manhattan, Kansas) S.511 Fig. 47, longispina (S. Karolina; Michigan)
S. 514 PI. LIII Fig. 55, innominuta (AVinona, Miunes.) S. 515 PI. LVI Fig. 58,
antermaki (Texas) S. 522 PL LX Fig. 85; Proc. U.S. Nation. Miis., XL S. 481
bis 525, PL XLVIII — LX.
h. insperata (Snake hill, N.J.) S 93, Ull-ei (Georgia; Tenuessee), quadrata
(Florida) S. 94, nova (New- York), Hornü (Washington) S. 95, Uimxyrcssa (Kansas),
longispina (S. Karolina) S. 97 , innominata (Minnesota) S. 98, antennata (Texas)
S. 99; derselbe, Entomol. Americana, V; vgl. auch vorhin.
üebcr einen Pilz (Torrubia Melolonthae Tul?) in der Larve von L. quer-
cina s. oben S. 25.
Lepidiota Darzt^mi S. 850, delicatida S. 852, degener ^.SbZ, n</t< S. 854
(S. Austral.i; T. Blackburn, Proc. Linn. Soc. N. S. Wales (2), in, Vogeli (Malu,
Neu-Guinea); E. Brenske, Wien. Eutom. Zeitg., 1889, S. 273.
Lethrus his^rimis (Turkestan) S. 259, Potanini S. 261; B. E. Jakowleff,
Hör. Soc. Ent. Ross., XXIV, conformis (zwischen Su-tschu und Kan-tschu);
J. Frivaldszky. Termesz. Füzet. XII, S. 199.
Liparetrus Palmerstoni (S. Austral.) S. 847, posticalis (ibid.) S. 848, juvcnis,
fallax (ibid.) S. 849; T. Blackburn, Proc. Linn. Soc. N.S.Wales (-)> HI,
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 279
badius, lanatkolUs S. 912, gmjaticepa S. 913 (Kings Sd.j; W. Macleay, ebenda,
laeticulus (Sedan) S. 1397, suavis (Murray bridge), mystkus (Monarto) S. 1398;
T. ß 1 a c k b u r n , ebenda.
Liparochrus politulus, (jlobuliformis (King's Sd.); W. Macleay, Proc. Linn.
Soe. N. S. Wales (2), III, S. 910.
Die Macroma gloriosa Wedio., Gedro ist nicht die Mohnike'sche Art und
superba genannt; J. R. H. Neervoort van de Po 11, Notes Leydeu Mus., XI,
S. 141—143.
Macronota sericea (Berge von Catcin-Cauri, Birma); Gestro, Ann. Mus.
Civ. Genova, (2. S.) VI, S. 116.
M. apicalis G. & F. gehört in die Gattung Disco peltis Burm., wie schon
Burmeister vermutliet hatte; damit ist Macronota auf Asiatische Arten be-
schränkt; J. R. H. Neervoort van de Poll, Notes Leyden Mus., XI, S. 81
bis 84.
Maechidius caviceps (S. Anstral.) S. 846, sinuaticeps (ibid.) S. 1396;
T. Blackburn, Proc. Linn. Soc. N. S. Wales (2), III, fissiceps, Fro(jatti (King's
Sd.); W. Macleay, ebenda S. 911
Megalorrhina Haiisii Westw. var. exhnia (Kamerun-Berg) ; Chr. A u r i v i 1 1 i u s,
Bih. t. k. Sv. Vet.-Akad. Handl., 12, Afd. IV, No. 1, S. 5. ^
Melolontha insignis (Kundslmt); A. Semenow^, Hor.Soc.Ent. Boss., XXIV,
S. 197, costipennis (Moupin) S. 19, rufocrassa (ibid.) S. 20, rubiginosa (Ngan-Hoei),
albidiventris (ibid.) S. 21, fuliginosa (Moupin) S. 22; L. Fairmaire, Ann. Soc.
Entom. France, 1889.
Mycteristes (Tlieodosia) telifer (Mt. Kinibalu, Borneo); H.W. Bates, Proc.
Zool. Soc. London, 1889, S. 386.
Omaloplia moupinensis (M.); L. Fairmaire, Ann. Soc. Entora. France'
1889, S. 18.
Onthophagus basipustuluUis (Buchara) ; L. v. H e y d e n, Deutsch. Ent. Zeitschr.,
1889, S. 327, gonoderus (Yunnan); L. Fairmaire, Ann. Soc. Ent. Belg., 1888,
S. 17, devexiis, fifiskeps S. 899, integrkeps, salebrosus S. 900, bkornis, propinquus
S. 901, vülosus, cruciger, viinusculus S. 902, rubcsccns, humer cdis, acidkeps S. 903,
incanus S. 904 (Kings Sd.); W. Macleay, Proc. Linn. Soc. N. S. Wales (2),
III, transcaspkus (As-chabad) S. 302, Alnnini (Turkestan) S. 303; E. Koenig,
Hör. Soc. Ent. Boss., XXIII.
Osmoderma scabra Larve beschrieben von W. B e u t e n m ti 1 1 e r , Psyche
V, S. 281.
Oxyomns porcatus F. Larve; C. Rey, Essai, a. a. 0., S. 196, PI. II,
Fig. 9.
O. striatocrenatus (Moupin); L. Fairmaire, Ann. Soc. Entom. France,
1889, S. 14.
E. Reitter stellt in den Entom. Nachr., 1889, S. 37—40 eine Uebersicht
der Arten der mit Oxythyrea Muls verw^audten Gattungen aus
Europa und den angrenzenden Ländern auf (Stalagmosoma, Tropinota,
Enoplotarsus, Paleira, Heterocnemis, Oxythyrea).
Pacliydema Quedenfeldti (Monastir) S. 332, Maroccana (Uad Tensift) S. 333,
magna (Glioms, Tripolis) S. 334; E. Brenske, Berlin. Entom, Zeitschr., 1889.
280 Ph- Bertkan: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Parastasia sulcipennis (Teinzö); Gestro, Auu. Mus. Civ. Genova, (2. S.)
VI, S. 113.
T entodon patruelis {zmschen Su-tschu undKan-tschu-fu); J. Frivaldszky,
Termesz. Füzet., XII, S. 202.
Plianaeus lugens (Venezuela); B. G. ^ e vinson, Eutom. Monthl. Magaz.,
XXV, S. 179.
Phyllopertha arcuata \a,v. flavicolUs (Pe-tscheli), L. v. Hey den, Hör. Soc.
Ent. K.OSS. , XXIII, S. 661, puncticoUis n. sp. (Kan-ssu); derselbe, ebenda,
S. 668, sarta (Samarkand) S. 199 und var. hicolor S. 200, Ämmodendri (Repetek;
= Lederi lleitt.) S. 201; A. Semenow, ebenda, XXIV, major (Moupin) S. 23,
tenuelimhata (Koui Tcheou), virgulata (Moupin), latevittata {\h\A..) S. 24; L. Fair-
maire, Ann. Soc. Entom. France, 1889.
Phytalus (?) latericostatus (Tonking); L. Fairmaire, Ann. Soc. Ent. B'rance,
1888, S. 340.
H. W. Bat es, behandelt Plectrone als Untergattung von Chalcothea und
vermuthet Pseudochalcothea Bits. = Plectrone; Proc. Zool. Soc. London, 1889,
S. 389; C. Ritsema Oz. hält letzteres vielleicht für richtig, ersteres dagegen
nicht und hebt die Unterschiede zwischen Chalcothea, Plectrone und Pseudo-
chalcothea hervor; Notes Leyd. Mus., XI, S. 246.
Plectrone viridipes , spathulifera (Mt. KinibaJu, Borneo); H. W. Bates,
Proc. Zool. Soc. London, 1889, S. 388.
Pleocoma puncticoUis (Cayamaca Mts., Kalif.); J. J. Rivers, Entomol.
Americana, V, S. 17.
Polyphylla Quedenfeldti (Mechedia, Marocco); E. Brenske, Berlin. Entom.
Zeitschr., 1889, S. 331, Potanini (Ordoss) S. 198, vacca (Gan-ssu) S. 199;
A. Semenow, Hör. Soc. Entom. Ross., XXIV.
Polystigma vitticoUe (King's Sd.); W. Macleay, Proc. Linn. Soc. N. S. Wales
(2), in, S. 923.
Popilia dilutipennis (Tonking); L. Fairmaire, Ann. Soc. Ent. France,
1888, S. 342, iocsi/* (Shanghai), chincnsis {ihiA.); J. Frivaldszky, Termesz
Füzet., XII, S. 201, miniatipennis (Koui-Tscheou); L. Fairmaire, Ann. Soc
Entom. France, 1889, S. 23, inconstans S. 28, fallaciosa S. 29, (ibid.); derselbe,
ebenda.
Porphyrobapta tigrina Kraatz (vor. Ber. S. 243) == Diphrontis cruenta
Gerat.; J. R. H. Neervoort van de Poll, Notes Leyden Mus., XI, S. 64.
Prigenia viridiaurata (Mt. Kinibalu, Borneo); H. W. Bates, Proc. Zool.
Soc. London, 1889, S. 385.
Nach K.M.Heller lebt die Larve von Pi'opomacrus bimucronatus
P(dl. (in Syrien) in Cordia Myxa L., nicht in einer Eiche; Ent. Nachr., 1889,
S. 96—99.
Psadacoptera simulatrix Krauts = FuchnoAii Simonsi /ans. var.; Kraatz,
Deutsch. Entom. Zeitschr., 1889, S. 422.
Pseudinca admixta Hope var. Knutsoni (Kamerun-Berg) ; Chr. A u r i v i 11 i u s ,
Bih. t. K. Svensk. Vet.-Ak. Hand)., 12, Afd. IV, No. 1, S. 10.
Rhizocolax senescens (Sining); J. Frivaldszky, Termesz. Füzet., XII,
S. 200.
im Gebiete der Entomologie während des Jahi'es 1889. 281
Rliizotrogus Qucdenfddtä (Kedua) S. 326, Maroccumis (Casablauca) S. 327,
elegans (Tunis), (Amphiniallvis) insculptus (Marocco) S 328, (Geotrogus) minutus
(Tripolis) S. 329; E. Brenske, Berlin. Entom. Zeitschr. 1889, (Geotrogus) Cretei
(Tunesien, die Weinberge verwüstend); E. Ancey in der Chronique agricole der
Zeitg. „La Tunisie"; s. M. Qu eden fehlt, Berlin. Entom. Zeitschr., 1889,
S. 401 f., latesulcatus (Moupin); L Fairmaire, Ann. Soc. Entom, France, 1889,
S. 18.
Ehomborrhina flammca (Berge von Catcin. Birma); Gestro, Ann. Mus.
Civ. Genova, (2. S.), VI, S. 115, Nickcrlii (Kiukiang, China), cwpri'pc-'i (ibid.);
A. S. Nonfried, Abhandl. Zool. Bot. Gesellsch. Wien, 1889, S. 533.
Rh. gigantea Kraut:; = resplendens Sioartz (letztere nicht =heros
G. &P.); J. R. H. Neervoort van de Poll, Notes Leyden Mus. XI, S. 64.
Rhopaea castaneipennis (King's Sd.); W. Macleay, Proc. Linn. Soc. N. S.
Wales (2), III, S. 919.
Scitala {an nov. gen.?) palUdula (King's Sd.); W. Macleay, Proc. Linn.
Soc. N. S. Wales (2), m, 919.
Semanopterus longkolUs (Coonabarabran, N. S. W.); T, Black burn; Proc-
Linn. Soc. N. S. AVales \2), III, S. 1412.'
Singhala callosa (Tonking); L. Fairmaire, Ann. Soc. Ent. France, 1888,
S. 343, basipennis (Koui-Tscheou, Yunnan); derselbe, ebenda 1889, S. 28.
Taeniodera ditissima (Mt. Kinibalu, Borneo); H. W. Bates, Proc. Zool.
Soc. London, 1889, S. 390.
Temnoplectron occidentale, lucidum) pygmaeum (King's Sd.); W. Macleay,
Proc. Linn. Soc. N. S. Wales (2), in, S. 898.
Tessarodon variolosus (King's Sd.); W. Macleay, Proc. Linn. Soc. N. S.
Wales (2), lU, S. 897.
Die Varietäten des Trichius fasciatus L. und abdominalis Men.
nebst Tr. abd. var. hipartitus (Rumelien) S. 388 von L. v. Hey den s. Deutsch.
Entom. Zeitschr., 1889, S. 385—388.
Leprieur beschreibt eine melanitische Aberration von Trichius (fasciatus?);
Bull. Soc. Entom. France, 1889, S. CXXVI.
Trigonophora /'ot'etcep.!)' (Berge von Catcin-Cauri, Birma); Gestro, Ann. Mus.
Civ. Genova, (2. S.) VI, S. 114.
Triodonta lateristria (Ungarn), Sieversi (Kaukasus) S. 283, cdgirica (Bou
Saada) S. 285; E. Reitter in einer Uebersicht der ihm bekannten Arten, Wien.
Entom. Zeitg , 1889, S. 283-285, Maroccana (Saffi) S. 325, TripoUtana (T.) S 326;
E. Brenske, Berl. Entom. Zeitschr. 1889.
Tropinota spinifrons (Turkmenien); E. Reitter, Entom. Nachr., 1889, S. 38.
Trox dilaticoUis, alatus S. 907, asperatus, nodicolHs S. 908, asperrlmus,
väreomaculatus S. 909 (King's Sd.); W. Macleay, Proc. Linn. Soc. N. S. Wales
(2), ni.
Valgus Laligcmtii (Tonking); L. Fairmaire, Ann. Soc. Ent. France, 1888,
S. 343.
Luoanidae. G. Albers bringt einen Beitrag zurKenntniss der
Lucaniden-Fauna von Sumatra; Deiitsch. Entom. Zeitschr., 1889, S. 232
bis 240.
C. Ritsema Cz. zähltauf The species of Lucanoid Coleoptera hitherto
282 Ph- Bertkau: Beiicht über dit; wis.senschaftlicbeii Leistungen
knowu as iuhabiting' tbe Island of Sumatra; Notes Leyden Mus., XI,
S. 233—236.
Paracyits (n.g. Aego affine, fo)'nia niandibulariim in mare diversum) Listeri
(Christmas Isl.); 0. J. Gahan, Proc. Zool. Soc. London, 1888, S. 539.
Aegns fornicatus [Si-pereck, Sumatra); G. Albers, Deutsch. Entom.Zeitschr.,
1889, S. 238, capitatus Westw. \m\ minor (Deli, Sumatra); C. Ritsema Gz.,
Notes Leyden Mus., XI, S. 230.
Dorcus laevidorsis (Yunuan); L. Fairmaire, Ann. Soc. Ent. Belg.,
1888, S. 15.
Eiiryti'achelus euryceplialus Alb. ist eine Form von Aleides Vollenh.; die
Weibeben der letzteren sind denen von Titanus zum Verwechseln ähnlich; neu
ist E. Hansteini (Sipereck, Sumatra) S. 235; G. Albers, Deutsch. Entom.
Zeitschr., 1889, S. 233 f.
Nach G. Albers ist es unzweifelhaft, dass der von Java stammende, ge-
wrjhnlicb für Gnaphaloryx taurus i*'. gehaltene Käfer von dem echten taurus
von Sumatra verschieden ist; er ist als Gn. opacus Barm, zu bezeichnen; Deutsch.
Entom. Zeitschr., 1889, S. 236 f.
Lucanus (jracilis (Sikkim); G. Albers, Deutsch. Entom. Zeitschr., 1889'
S. 319.
Nigidius oxyokis (Tonking); L. Fairmaire, Ann. Soc. Ent. France, 1888,
S. 339, Hayeni (Deli, Sumatra); C. Ritsema Gz., Notes Leyden Mus, XI, S. 1.
Zur Verbreitung einiger Afrikanischer Arten (N. amplicollis, laevigatus,
dentifer) s. J. R. H. Neervoort van de Poll, Notes Leyden Miis., XL S. 228.
Odoutolabis intermedius (Palawan); J. R. H. Neervoort vau de Poll,
Notes Leyden Mus., XI, S. 225.
Passalus (Erionomus?) pilosus S. 14, (Didimus) duplicatus Har. var. laevi-
pcctus S.16, Knutsoni S. 17 (Kamerun-Berg); Ghr. Aurivillius, Bih. t. K.Svensk.
Vet.-Ak. Handl., 12, Afd. IV mit Diagnose der Gattungen Leptaulax und Di-
dimus Kaup auf S. 18 mit Holzschji.
Prosopocoelus forficatus (Sipei'eck, Sumatra); G. Albers, a. a. 0., S. 232.
Heteroeeridae. Heterocerus infimus (Tonking); L. Fairmaire, Ann.
Soc. Ent. France, 1888, S. 339.
Nach G. H. Hörn, Entomol. Americana, V, S. 142, i.st H. limbatus Kies.
= luteolus 7.ec. = pusillus Say; diese Art hat im männlichen Geschlecht an der
Basis der Mandibeln einen das Labium überragenden Lappen; bei H. labratus,
ventralis und pallidus ist im männlichen Geschlecht das Labrum in der Mitte
vorgezogen.
Parnidae. A. Grouvelle beschreibt (22) nouvelles especes d'Hel-
mides (1 von Tonking, 1 aus Golumbien , 20 aus Brasilien); Ann. Soc. Entom.
France, 1888, S. 373-410, PI. 7, 8.
Ilydrethus (n. g. Parno affine) dermestoides (Madagaskar); L. Fairmaire,
Bull. Soc. Ent. Belg., 1889, S. XGI.
rachyparnus (n. g. Helicho affine . . ., antennarnm artic. 2 auriculato . . .,
prost, et mesost. angustiore . . ., diversum) Tonkineus ('£.); L. Fairmair(^ Ann.
Soc. Ent. France, 1888, S. 338.
Cyllaepus gigas Fig. 3 S. 397, Brasiliensis Fig. 4, Sharpi Fig. 5 S. 398
(Theresopolis) , Beitteri (Blumenau) Fig. 0 S. 399; A. Grouvelle a. a. 0., PI. 7.
im Gebiete der Entomologie wälireiul des Jahres 1889. 283
Elisiaims puhcscens (Theresopolis, Bras.), PI. 7 Fig. 1, ('uqucreli (Columbien)
Fig. 2; A. Grouvelle, a. a. 0., S. 396.
In einem Beitr.ag zur Kenntniss der Elmiden stellt Flach eine
Tabelle zur Untei'scheidung von (Riolus) nitens Müll., cupreus 31üll., subviolaceus
3Inll. und sodalis Er. iiuf; den fast verschollenen R. sodalis erbeutete Flach in
einem Bache bei Schaffhausen; Stettin. Entom. Zeitg., 1889, S. 138f.
Die Riolus-Arten kommen fast nur auf Kalkboden und in kalkreichen Ge-
wässern Yor; Elmis Mülleri und Esolus pygmaeus in grösseren Flüssen. Im
Winter sammeln sich die Arten in den Vertiefungen der im Wasser liegenden
Steine an.
Elmis Go'undlei (Mathusinas, Bras.) PI. 7 Fig. 9 S. 400, Emiliae (There-
sopolis) Fig. 10, concolor (ibid.) Fig. 11, S. 401. sulcata Fig. 12 S. 402, suh.mlcata.
PI. 8 Fig. 1, granosa Fig. 2 S. 403, flavipes Fig. 3, gibbo-m Fig. 4 S. 404, rufo-
marginata Fig. 5 , granata Fig. 6 S. 405 , micros Fig. 7 , pilula Fig. 8 S. 406,
lacvigata Fig. 9 S. 407, longipes Fig. 10 S. 408, (inaequalis Sharp Fig. 11), (alle
von Theresopolis), Tonkinus (Lien-Son) Fig. 12 S. 409; A. Grouvelle, a.a.O.
Helmis Simoni Fig. 8 S. 164, atra S. 165 (Colouie Tovar, Venezuela) Fig. 9
S. 165; A. Grouvelle, Ann. Soc Entom. France, 1889, PI. 6.
A. Grouvelle stellt folgende Synonyniieen auf: Lininius fuscipes Reiche,
subparallelns Fairm., interruiitus Fairm. = tuberculatus Müll.; villoso-costatus
Reiche ist Riolus; Helmis Coyei All. und Macron. riolo'ides ÄaYi. sind Microdes ;
Latelniis insignis Reitt. = Dupophilus brevis Mtils.; Helmis velutina Beiche ist
eine echte Helmis (Lareynia), syriaca ^4M. eine Helmis s. str. ; Limnius Damorgi
Fairm., intermedius Fairm., sulcipennis Fairm. sind Latelniis; Bull. Soc. Entom.
France, 1889, S. LXXIXf.
Helmoparnus glaber (Colonie Tovar); A. Grouvelle, a. a. 0., S. 164 Fig. 7.
Heterelmis dubia (Theresopolis , Bras.) Fig. 7 , (obscura Sharp Fig. 8) ;
A. Grouvelle, a. a. 0., S. 399, PI. 7.
Lutochrus acuminatus PI. 6 Fig. 10 (Colonie Tovar, Venezuela), Germari
(Theresopolis, Bras.); A. Grouvelle, Ann. Soc. Entom. France, 1889, S. 163.
Potamophilus oxyptenis (Madagaskar); L. Fairmaire, Bull. Soc. Ent. Belg.,
1889, S. XC.
A. Kuwert gibt eine General-Uebersicht der Riolus- und Esolus-
Arteu des europäischen und Mittelmeerfaunengebietes , mit R. Seidlitsi (Süd-
frankr.), Sauteri (Korsika; Korfu), Steineri (Spanien) und var. senex (Genua)
S. 24, Erichsoni (Mitteleuropa), Lentsi (Channegy, Frankr.), Muhanti : England;
Holland; Normandie) S. 25, subviolaceus var. bosnicus Apfelb i. 1. (Slavonieu;
Bosnien), var. aiironitens Apfelb. i. 1. (Krain; Bosnien) S. 26, Esolus carpetanus
Müll. i. 1. (Spanien), Czioalinae (Kroatien), Dossowi (Südfrankr.), politus Müll. i. 1.
(Spanien), Künowi (Ungarn) S. 33; Societ. Entomol., IV, S. 24—26, 32f.
R. substr latus (Tlemcen); A. Grouvelle, Bull. Soc. Entom. France, 1889,
S. LXXX.
Steiidmis trisitlcat HS (Tonking); L. Fairmaire, Ann. Soc. Ent. France, 1888,
S. 337, semirubrum (Tambang-Salida, Sumatra), Eitsemae (ibid.); E. Reitter,
Notes Leyden Mus, XI, S. 8.
Byrrhidae. Byrrhus ruficornis (Finnland); J. Sahlberg, Acta Soc. pro
fauna et flora Fennica, VI, S. 122.
An overlooked East-Indian species of the genus Chelonarium
284 Ph- Bertkau; Bericht über flie wissenschaftlichen Leistungen
Fabr. ist Ch. villosum W. S. Macl.; C. Ritsema Cz., Notes Leyden Mus.,
XI, S 47.
Limnichus TonUneus (T.); L. Fairniaire, Ann. Soc. Ent. Frauce, 1888,
S. 337.
Nosodendron Asiaticiim (Japan); U. Lewis, Entom. Monthl. Magaz., XXV,
S. 229.
Pedilophorus Axifelhecld (Süd - Bosnien); E. Reitter, Deutsch. Entom.
Zeitschr., 1889, S. 279.
Seniinolus Starcki (Fischt); E. Reitter, Wien. Entom. Zeitg., 1889, S. 98.
Dermestidae. Anthrenus Pimpinellae F. Larve; C. Rey, Essai,
a. a. O-, S. 193 PI. II Fig. 8.
Anthrenus Pimpinellae var. flarkhilus (Ordubad) , rotimdulus n. sp. (ibid.) ;
E. Reitter, Deutsch. Entom. Zeitschr., 1889, S. 23, (Anthrenops) zebra (Ordu-
bad) S. 280 und var. tigrirms S. 281; derselbe, ebenda, (Anthrenus) funebris
(Ins. Karpathos), (Florilinus) sordklulus (Sporaden); derselbe, ebenda S. 256.
Attagenus 20-guttatus F.Larve; C. Rey, Essai, a.a.O., S. 189.
Attagenus quadricinctus (Ordubad); E. Reitter, Deutsch. Entom. Zeitschr,,
1889, S. 280, H/oZitor (Mongolei); derselbe, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIH, S. 559,
vwjepictus (Thibet); L. Fairmaire, Ann. Soc. Entom France, 1889, S. 13.
Dermestes vulpinus in goat-skins; F. M. Jones, Insect life, II,
S. 63 f. mit Abbildung von Ei, Larve Puppe und Imago, Fig. 7a- g (nach Riley).
Dermestes gulo ilfwZ«. Larve S. 184 PI. II Fig. 5, cadaverinus F. Larve
S. 186, mustelinus Er. Larve S. 187; 0. Rey, Essai, a. a. 0.
Dermestes //dmi (Danzig); E. Reitter, Deutsch. Entom. Zeitschr., 1889
S. 279.
Megatoma undata L. Larve; C. Rey, Essai a. a, 0 , S. 191.
Montandonia (n. g.) catopoides (Sinaia); E. Jacquet, Ann. Soc. Linn.
Lyon, (N. S.), T. 32, S. 319-321 mit Holzschn.; vgl. den Ber. für 1886 S. 297.
Trogoderma amuenula (Mongolei); E. Reitter, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIII,
S. 559, cercyonoides ydv. Demaisoni (Rheims); derselbe, AVien. Entom. Zeitg.
1889, S. 127.
Thorictidae. Thorictus5i!mt(t(s (Orduband); E. Reitter, Deutsch. Entom.
Zeitschr., 1889, S. 278.
Mycetophagidae. Clemnus abbreoiatus (Japan); E. Reitter, Deutsch.
Entom. Zeitschr., 1889, S. 277.
Die Gattung Esarcus Reiche hat nach CI. Seidlitz bisher nicht ihren
richtigen Platz gefunden; sie gehört nach Bildung des Hinterleibes, den stark
genäherten Hinterhüften, der Tarsenbildung zu den Mycetophagiden, mit
denen einige Arten auch in ihrem Habitus übei'einstinnnen. In der Artübersicht
S. 148f. findet sich auch die neue, E. Baudii aus den Seealpen, S. 149; Deutsch.
Entom. Zeitschr., 1889, S. 147—149.
Lathridiadae. F. J. M. Belon ergänzt sein fiüheres Verzeichniss (s.
dies. Bei-, f. 1886 S. 297) durch Aufnahme der 1882 von Hörn beschriebenen
Arten Dasycerus angulicollis, Carolinensis; Monaedus guttatus, und eröi'tert
die Frage, ob D. Grouvellei Bei und angulicollis synonym seien; Bull. Soc. Ent.
Belg, 1889, S. XVIII f
Derselbe macht einige Anmerkungen zu der Bearbeitimg dieser Familie
in Seidlitz' Fauna transsylvanica ; Revue d'entomologie, 1889, S. 50— 60.
im Gebiete der Entomologie vvalirend des Jahres 1889. 28r)
Cartodeia Vstudomophlus (Ordnbad auf Blütheu, in Gesellschaft von
Omoijhlus, von denen sie schwer zu unterscheiden war); E. Reitter, Deutsch.
Entom. Zeitschr., 1889, S. 40.
Corticaria Beloni (Araxesthal) ; E. Reitter, Deutsch. Entom. Zeitschr.,
1889, S. 21.
Langelandia anophthalma Anh. in Deutschland (Larve an todten
Wurzeln); L. v. Heyden, Deutsch. Entom. Zeitschr., 1889, S. 423.
Lathridius australicus (Adelaide; früher fraglich für sculptilis Le C. ge-
halten); M. J. Belon, Bull. Soc. Ent. ßelg, 1889, S. XVIII f., submulus (Mes-
kisches Geb.; Cirkassien) S. 64, Belonianus (Oirkassien) S. 65; E. Reitter,
Wien. Entom. Zeitg., 1889, (Coninonuis) lomjiceps S. 221, Simoni S. 222 (Kolonie
Tovar, Venezuela); M. J. ßelon, Ann. Soc. Entom. France, 1889.
Monaedus Lecontei (Guadeloupe); Fleutiaux & Salle, a. a. O., S. 391,
Fig. 10.
Merophysia histriata (Kreta; .Rhodus)); E. Reitter, Deutsch. Entom.
Zeitschr., 1889, S. 255.
Cryptophagidae. E. Reitter zählt auf die bekannten Crypto-
phagiden Japans, mit Beschreib, ein. n. A.; Wien. Entom. Zeitg., 1889,
S. 299-304.
Atomarops! (n. g. Telraatophilin.) Leivisi (Japan); E. Reitter, Wien.
Entom. Zeitg., 1889, S. 302.
Atomaria frondicola (Frankreich; Oesterreich; Mehadia; Kaukasus);
PI Reitter, Deutsch. Entom. Zeitschr., 1889, S. 372, düatata S. 303, lucida
S. 304 (Japan); derselbe, Wien. Entom. Zeitg., 1889.
Caenoscelis s«6mca (Chabarofka) S. 309, J^'te'sfAert (Biliarer Comitat) 8.310;
E. Reitter, Deutsch. Entom. Zeitschr., 1889.
Cryptophagus ruf us Bris. Larve, S. 182, saginatus ,%m7» Larve, pube-
scens Sturm Larve S. 183, subdepressus? LarVe, PI. II, Fig. 4; C. Rey,
Essai, a. a. 0.
Cryptophagus (Mnionomus) araxicola (Araxesthal); E. Reitter, Deutsch.
Entom. Zeitschr., 1889, S. 21, mit Tabelle zur Unterscheidung dieser Art von
Simplex Mill. und seriatus Beut., (A.) latmußüus (Miyanoshita; Nikko); der-
selbe, Wien. Entom. Zeitg., 1889, S. 303.
Diphyllus humeralis (Miyanoshita; Kiga; Yuyama), Leivisi (Japan),
inaequalis (iljid.) S. 299, aequalis (ibid.), flexuosus (Hiogo; Sapporo; Oyama),
marmoratus (Kiga; Higo) S. 300; E. Reitter, Wien. Entom. Zeitg., 1889.
Haplolophus alhellus (Taschkend ; E. Reitter, Deutsch. Entom. Zeitschr.,
1889, S. 313.
Catopoehrotidae nov. famil. in der nächsten Nähe der Cryptophagiden,
von denen sie sich durch die gegen das Ende allmählich, nicht keulenförmig ab-
gesetzt, verdickten und „dicht" gegliederten Fühler ähnlich wie bei Oochrotus,
Corticeus oder Catopomorphus unterscheidet. Von letzterer Gattung und den
Silphiden überhaupt unterscheidet sie sich durch die nicht hängenden Hüften und
den ziemlieh schmalen , parallelen, in eine Höhlung der Mittelbrust eingefügten
Prosternalfortsatz. Die Familie ist ani' Catopochrotus Crewastogastri (in den
Nestern der Cr. subdentata Mayr bei Ordubad) begründet; E Reitter, Wien.
Entom. Zeitg., 1889, S. 289-291, Taf. IV, Fig. 1, 2.
286 Ph- ßertkau: Bericht über flie wissenschaftlichen Leistungen
Cucujidae. A. Grouvelle beschreibt zum 7. Male Cucnjicles nouveau x
ou peu connus; Ann. Soc. Entom. France, 1889, S. 101—108, PI. V.
E. Reitter: Verzeichnis der Ciicujiden Japans mit Beschreibung
neuer Arten; Wien. Entom. Zeitg., 1889, S. 313-20
Prostominia (n. g. quoad s^tatui'am Prostomidi simile) Lewisi (Yuyania;
Kashiwagi; Chiuzenji); E. Reitter, Wien. Entom. Zeitg., 1889, S. 316.
Airaphilus dcpressus (Ordubad); E. Reitter, Deutsch Entom. Zeitschr.,
1889, S. 278, Aheäli (Syrien); A. Grouvelle, a. a. 0., S. 107. PI. 5 Fig. 12.
Ancistria (qncalis (Yuyama; Higo) S. 314 Lewisi (ibid.); E. Reitter,
Wien. Entom. Zeitg., 1889.
Cathartus nitidus (Caracas); A. Grouvelle, Ann. Soc. Entom. France,
1889, S. 162, PI. 6, Fig. 6.
Dendrophagus longicornis (Nikko; Oyama); E. Reitter, a. a. 0., S. 316.
Hectarthrum angustatum (AndamanJ.); A Gi'ouvelle, Bull. Soc. Entom.
France, 1889, S. XXXIII.
Hyliota drboreus (Nikko; Oyama; Kiga); E. Reitter, a.a.O., S. 317,
africana (Assiuie); A. Grouvelle, a. a. 0., S. 101, PI. 5 Fig. 1.
Inopeplus hicolor (Tenasserim); A. Grouvelle, Ann.Mus.Civ.Genova,(2. S.),
VI, S. 625 mit Holzschu. und Tabelle der asiatischen Arten.
Laemophloeus carinicollis (Tenasserim), incertus (Birma, Java; Sumatra)-,
A. Grouvelle, Ann.Mus.Civ.Genova, (2. S.), VI, S. 627, mit Holzschn., difticilis
(Port Lincoln) S. 840, Lindi S. 841; T. Black burn, Proc. Linn. Soc. N. S.
Wales (2), III, suhmonilis (Usui-toge; Nishimura), crihratus (Miyanoshita;
Kiga; Nikko) S. 317, fcnestratus- (Yuyama; Miyanoshita) S. 318, nigro-ornatus
(Miy. ; Hakone), Leivisi (Hitoyoshiti) S. 319; E. Reitter, a. a. 0., mixtus (Ega)
Fig. 5, Mathanl (ibid.) Fig. 6, S. 103, misellm (Assiuie) Fig. 7, S. 104;
A. Grouvelle, a. a. 0.
Platamops TJiiemei (Las Tibayas, Bogota); A. Grouvelle, a. a. 0., S 102
PI. 5 Fig. 4.
Platamus Hai'oldi, bipunctatus, quadripunctatus Schauf. sind Telephanus;
A. Grouvelle, Bull. Soc. Entom. France, 1889, S. LXXX.
Prostomis latmis (Kiga; Miyanoshita; Junsai; Yuj'ama); E. Reitter,
a. a. 0., S. 315.
Psammoecus con?;e.t;i<s (Hoch-Birnia); A. Grouvelle, Ann.Mus.Civ.Genova,
(2. S.), VI, S. 628 mit Holzschn., Ilacquardi (Zanguebar); derselbe, Ann. Soc.
Ent. France, 1889, S 107, PI. 5 Fig. 11.
Silvanus ocellatus (Abyssinien; Assinie) S. 104 Fig. 8, tenuis (Assiuie)
S. 105 Fig. 9, mcdiocris (ibid.^ S. 106 Fig. 10; A. Grouvelle, a. a. O.
Telephanus sulpubescens (Ega); A. Grouvelle, a a.O., S. 102, PI. 5, Fig. 3,
paralldus S. 157, PI. 6, Fig. 5, ovalis Fig. 3, duhituhilis Fig. 2, S. 158, melano-
cephalus Fig. 1, elongatufi Fig. 4 S. 159 (Venezuela); derselbe ebenda, mit
einer Uebersicht sämmtliclier Arten Venezuelas und Kolumbiens 8.160-162.
T. lateralis Schauf. = pilicornis Reitt. var. ; pnllidus Schauf. = bimaculatus
Sehauf. (unausgef ärbt) ; A. Grouvelle, Bull. Soc. Entom. France, 1889,
S. LXXX.
Rhyssodidae. F. Blanchard macht observations on some variations
üf the mal es in Clinidiuni; Psyche, V, S. 165 f.
im Gebiete der Entomologie wahrend des Jahres 1889. 287
Clinidiuin vinrginiaiUe (Lenlcoran; I)isher mit CI. tiisuicatum Costa ver-
wechselt); E. Reitter, Deutsch. Entom. Zeitschr., 1889, S. 23.
Colydiadae. Aglenus brunneus G^/^. Larve; C. Rey, Essai, a.a.O.,
S. 178, PI. II Fig. 1-3.
Cerylon torosum (Tambang Salida); E. Reitter, Notes Leyden Mus.,
XI, S. 7.
Gemjiylodes tmetiis (Lord Howe Isl.; Queensland); A. S. Olliff, Lord Howe
Isl., S. 83.
Neotrichus liicifitcjus (Lord Howe Isl., Gipfel des Ledgbird); A. S. Olliff,
Lord Howe Isl., S. 82.
Phorraesa epitheca (Gipfel des Ledgbird); A. S. Olliff , Lord Howe Isl., S. 83.
Pycnomeius moestus (Gipfel des Ledgbird); A. S. Olliff, Lord Howe
Isl., S. 83.
Trogositidae. A. Leveille .stellt einen Catalogue de la fani. des
Temnochilides (1785—1889) zusammen; Ann. Soc. Ent. France, 1888, S. 429
bis 448. Der Verfasser findet, dass Reitter mit Unrecht den Olivier scheu
Namen für Temnochila angewendet hat; die Gattung Trogosita (1790) fällt
vielmehr mit der älteren Tenebroides filier (1783) zusammen; aus der Familie
wei'den ausgeschlossen die Gattungen Helota Mc Leay, Syntelia Westw., Holo-
cephala Fairm. und Paralindria ,S'. Ollitf, sodass sie nur Gattungen enthält mit
5 gliedrigen Tarsen an allen Füssen, queren Vorder- und zusaramenstossenden
Hinterhüften.
Derselbe liefert Desci'iptions de (.38) Temnochilides nouveaux;
ebenda, S. 411—428.
Marnia (ja. g. inter Temnochilam et Lipaspiden intermedium) Hipolisi
(Minas-Geraes) ; A . L e v e i 1 1 e , Bull.Soc Ent.Fi ance, 1889, S.XXI und a. a. 0., S.418.
Shoguna (n. g. Nemozomati affine) nifn-testaeea (Nara, nahe bei Kasuga
no Miya, Japan); G. Lewis, Ann. a. Mag. Nat. Hist, (G), 4, S 274 mit
Holzschn.
Acrops 1-^eae (Tenasserim) S. GOß, hirmanica (Bhamo) S. 607; Leveille,
Ann. Mus. Civ. Genova, (2. S.) VI.
Airora Groiivellei (Cauca, Columbien); A. Leveille, a.a.O., S. 411.
A. clivinoides Beitt. = 1 o n g i c o 1 1 i s Giiir. ; A. L e v e i 1 1 e , Bull, Soc. Entom.
France, 1889, S. XLV.
Alindria cribrosicollis (Tenasserim); Leveille, Ann. Mus. Civ. Genova,
(2. S.), VI, S. 605, parnllela (Andamanl. ; Laos; Indien); derselbe, Ann. Soc.
Ent. France, 1888, S. 411.
Leperina cincta (Neu-Caledonien); A. Leveille, a. a. O., S. 427, tibialis
(Sapporo; Junsai); E. Reitter, Wien. Entom. Zeitg., 1889, S. 217.
Leptonyxa SediUuti (Columbien); A. Leveille, a. a. O., S. 428.
Melambia tekkensis (Mei'w; As-chabad); E. Koenig, Hör. Soc. Ent. Ross.,
XXIII, S. 301.
Nemozoma imnctatum (Theresopolis); A. Leveille, a. a. A., S. 411, pkia
(Bahia); derselbe, Ann. Soc. Entom. France, 1889, S. 251, Simoni (Kolonie
Tovar, Venezuela); derselbe, ebenda, Bulletin, S. VIII.
Ostoma pudicum (Gipfel des Ledgbird, Lord Howe Isl.); A. S. Olliff,
Lord Howe Isl., S. 83 PI. VI Fig. 7, Jcqmiica (Sapporo; Junsai); E. Reitter,
Wien. Entom. Zeitg., 1889, S. 217.
288 Pli- Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Ostomoiles pilosula CVofcA = (Eroiiyxa) higrioides Ee«i<. = Dohini Eeitt.;
die Gattung Eronyxa ist irriger Weise auf „unguiculi connati" begründet imd
muss eingehen; A. Leveille, Bull. Soc. Eutom. France, 1889, S. XLV.
Sj'ntelia Davidis (Moupin); L. Fairmaire, Ann. Soc. Entom. France,
1889, S. 11.
Temnochila sulcisternum (Jamaika), Jansoni (Minas-Geraes ?) S. 412, oli-
ricolor (Loja, Ecuador), varücolor (Bogota) S. 413, Bedeli (Venezuela), hrerior
(Cohmibien) S. 414, nüjritarsis (Brasilien), ■GrouveUei (Chiriqui) S. 415, Sallei
(Yiikatan) S. 416, jmrva (St. Domingo), Hubbardi (Biscayue, Florida) S. 417;
A. Leveille. a.a.O., m;f«. (Guyana); derselbe, ?Jotes Leyd. Mus., XI, S. 139.
T. Sennevillei Lev. = Jekeli Eeitt.; cribricollis Eeitt. := tri stis Muls.,
letztere Art ist aber nicht europäisch, sondern amerikanisch, und die Angabe
Mulsant's („Sizilien") wahrscheinlich irrig; A. Leveille, Bull. Soc. Entom.
France, 1889, S. XXII. T. mexicana Eeitt. = metallica Perch.; die als
metallica in den Sammlungen verbreitete Art ht planipennis genannt; S. XLIV.
Tenebr(i)oides (s. oben) Fairmairei (Tonga-Tabu) S. 418, fulvo-lineatus (Bra-
silien), brunneus (Cayenne), circuvicinctus (Yukatan) S. 419, Eeitteri, cordicoUis
(Brasil.) S. 420, yucatanicus (Y.), difficilis (ibid.), anceps (Mexiko) S. 421, carbo-
narius Buq. i. 1. (Cayenne), S. 422, incertus (Mexiko), latus Chevr. i. 1. (ibid.), Jiar-
paloides S. 423, rufo-limbatus Reitt. i. 1., Bonvouloiri S. 424 (alle von Mexiko),
Gounellei (Caraga, Brasil.), Sennevillei (Mexiko), feneslratus (ibid.) S. 425, hume-
ralis (Columbien), pumilus (ibid.) S. 426, niijru-viridis E. Duges i. 1. (Guanajuato)
S. 427; A. Leveille, a.a.O., Eitsemae (Columbien, Bogota); derselbe, Notes
Leyden Mus., XI, S. 139, subvircscens (Bahia), ornatus (ibid.) S. 252, rirescens
(ibid.), lonyicornis (Minas Geraes) S. 253, ruflpes (Bahia) S. 254; derselbe,
Ann. Soc. Entom. France, 1889.
T. mauritanica in einem Insektenpulver (weisser Helleborus) lebend;
Insect life, L S. 314.
E. Reitter stellt eine Uebersicht der paläarktischen Thymalus- Arten
auf mit Th. subtilis (Kaukasus) und nblongus (Ostsibirien) S. 278; Deutsch. Ent.
Zeitschr., 1889, S. 277f.
Nitidulidae. Epuraea opalisans S. 104, iMlustris, rugulosa S. 105, abietina
S. 108 (Finnland); J. Sahlberg, Acta Soc. pro faun. et flor. Fennica, VI.
Librodor forciiiatus (Moupin); L. Fairmaire, Ann. Soc. Entom. France,
1889, S. 12.
Meligethes difficilis Heer Larve; C. Rey, Essai, a. a. 0., S. 174.
M, auripilis (Shan-si; Gan ssu); E. Reitter, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIII,
S. 558.
Rhizophagus parallelocollis Giß. Larve; C. Rey, Essai, a. a. 0., S.17ß.
Phalacridae. K. Flach beschreibt (2) Japanische Phalacriden;
Deutsch. Entom. Zeitschr., 1889, S. 271f.
Desselben Bestiramungstabellen (s. den vor. Ber. S. 251) sind (ab-
gekürzt) übersetzt und mit Anmerkungen versehen von de Gozis, Revue d'ento-
mologie, 1889, S. 13-32.
Nachdem diese Familie im vorigen Jahre in Flach einen sehr gründlichen
Bearbeiter gefunden hat, schi'eibt auch H. Tournier im Entomol. Genevois I,
S. 2- 10, 26—34, 49—55, 73—92, 97-101, 121 - 124, s PI. I— VI einen essai
raonographique d'espöces Europeennes et des contrees limitrophes.
im Gebiete der Entomologie wahrend des Jahres 1889. 289
Th. L. Casey beginnt in Ann. Ncav York Acad. of Sei., V, S. 89 ff. eine
Bearbeitung der nordamerikanischen Arten dieser Familie.
Olibi'osoma (Tarsi inaequales, post. elongati, art. 1 poster. 2. brevior vel
subaequalis; antennarum clava 5-artic.) testacea (Aegypten); H. Tournier, a.
a. 0., S. 84.
Pseudolihrus (n. g., femoruni ant. structura atqne tarsis post. a Litocrus
vix diversum; differt metasterni processu intercoxali haud prominente, coxis multo
breviore . . .) Ges^roi (Bogos) ; K. Flach, Deutsch. Entom. Zeitschr., 1889, S. 270.
Litocrus {mhg. Liocrus) coronatus (Japan); K. Flach, Deutsch. Entom.
Zeitschr., 1889, S. 271.
Olibrus coccinella Flach ist eine kleinfleckige Yar. des O.bisignatus Mcnetr.;
K.Flach, Deutsch. Entom. Zeitschr., 1889, S. 270.
Olibrus Gerhardti (Kienberg unweit Lahn); Gerhardt, Zeitschr. f. Entom.,
Breslau (N.F.), U.Heft, S. 7, Freyi (Ungarn) S. 97, similis (Aegypten) S. 98,
singularis (Tanger; Spanien) S. 100, delicatulus (Astrachan; Sarepta) S. 121,
Syriacus (S.) S. 122; H. Tournier, a. a. 0.
Phalacrus Genei (Sardinien) S. 27, Humberti (Schweiz; Frankreich; Eng-
land) S. 28 PI. I Fig. 3, 4, Qucrcus (Peney) S. 32 PI. II Fig. 1, 2. rufqjes (ibid.)
S. 33 Fig. 3, 4, Siculus (S.) S. 52 PI. III Fig. 3, 4, striatoimndatm (Peney) S. 53
Fig. b, 6, mandibularis (Kalabrien) S. 75 PI. IV Fig. 3—5, ^aMrf« (Cypern) S. 76;
H. Tournier, a. a. 0., Smji (Nordamerika); Th. L. Casey, Ann. New York
Acad. of Sei , V, S. 96.
Stilbus avunculus (Japan); K. Flach, Deutsch. Entom. Zeitschr., 1889,
S. 272.
Histeridae. G. Lewis, On new species of Histeridae, beschreibt
18 neue Arten und macht Ergänzungen zu mehreren anderen ; Ann. a. Mag. Nat.
Hist. (6), III, S. 277-287.
Derselbe macht Notes on the Histeridae taken in Venezuela...
(21 A.); ebenda, IV, S. 45-47.
J. Schmidt beschreibt (6) neue Histeriden aus Afrika; Deutsch.
Entom. Zeitschr., 1889, S. 153-159.
Derselbe führt neue und bekannte Histeriden aus dem europäischen
und asiatischen ßussland auf; Hör. Soc. Eut. Ross., XXIV, S. 1— 20.
Derselbe beschreibt (35) Neue Histeriden; Entom. Nachr., 1889, S. 329
bis 341, 361-373.
Derselbe zählt (31) Histeriden aus Tripolitanieu und Tunesien
auf; Berlin. Entom. Zeitschr., 1889, S. 285-288.
Derselbe beschreibt (G; Neue Histeriden aus Paraguay; ebenda,
S. 317—324.
In Revue d'entomologie, 1889, S. 61 — 66 übersetzt A. Fauvel G. Lewis'
in the Entomologist, 1888, S. 299— 294 gemachten Mittheilungen sur la chasse
des Histerides myrmecophiles.
Derselbe liefert ein Supplement aux Histerides Gallo-Rhenanes;
ebenda, S. 77—81.
Campylor (r)habdus (n. g. inter Psiloscelidem et Contipodem, für Tino-
tarsus Poggei Hwr. und) singularis (Sansibai") ; J. Schmidt, Entom. Nachr.,
1889, S. 367.
Arcli. f. Natu igescli. Jahrg. 1890. Bd. II. H. 2. T
290 PI'- Bertkan: Bericht über il'c wissenscliaftlicheii Leistungen
Coloniäes (n. g.; propygidio parte ant. rngosa, iiiargine acuto crennlato
cincta, in medio carinata; parte posteriore rugose punctata) Drakei (Paraguay)
bei Termiten) S. 320;
Di SCO sceli s (u. g.) canaliculata (Paraguay, Termitengast) S. 319;
J. Schmidt, Berlin. Entom. Zeitschr., 1889.
Dendrophilo])sis n. g. (prope Dendrophilnm) für (Dendrophilus) pusio
Men. = sulcatus Motsch.; J. Schmidt, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIV, S. 11.
Eblisia (n. g. für Phelister lunaticus Mars, und Verwandte; und) convexa
(Borneo); G. Lewis, a. a. 0., III, S. 280.
JHesperodromus (n.g.) sodalis (Ameisen- oder Termitengast; Paraguay);
J Schmidt, Berlin. Entom. Zeitschr., 1889, S. 318.
G. Lewis ersetzt seinen Gattungsnamen Renia (dies. Bericht für 1885
S. 305), weil bei Lepidopt. vergeben durch Reninus; Ann. a. Mag. Nat. Hist.
(6), IV, S.276.
Termitoxenus (n. g.) setaceus (Paraguay; Termitengast); J. Schmidt,
Berlin. Entom. Zeitschr., 1889, S. 321.
Abraeus mdicus (Rangun); G. Lewis, Ann. Mus. Civ. Genova, (2. S.),
VL S. 645.
Apobletes Gestroi (Tenasseiüm) S. 632, maryinicollis (Teinzij) S. 633 ; G. L e w i s ,
Ann. Mus. Civ. Genova, (2. S.), VI.
Carciuops currax Mars. = geniin ata Lee; diese Art nebst radula Mars.,
Garbigliettii Mars., conjuncta Say, nuiltistriatus Lew., punctinotus Lew. gehören
in die Gattung Xestipyge Mars.; neu ist Gare, ovatula (Blumenau); G. Lewis,
Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6), III, S. 285.
Contipus flexuosus (Matabele-Land), abhorrens (Brasilien); J. Schmidt,
Entom. Nachr., 1889, S. 365.
Epierus peruanus (P.), insularis (Andaman J.) S. 370, Immeristriiis (Ama-
zonenstr.), Vandepolli! (Blumenau) S. 371, Kraatzii! (Amazonenstr.) S. 372; J.
Schmidt, Entom. Nachr., 1889.
Hister pZamct^js (Bhamu), Genuae (ibib.); G. Lewis, Ann. Mus. Civ. Genova,
(2. S.)VI, S. 639, Holubi (Matabele-Land); J. Schmidt, Deutsch. Entom. Zeitschr.,
1889, S. 153, Solskyi (Tui'kestan; Turkmenien) S. 5, laevifossa (Turkestan) S. 7;
derselbe, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIV, simulans (Sansibar) S. 85, fortis (Niassa),
conilabris (Kaffrarien) S. 86, mandibularis (Süd-Celebes) S. 87, gorilla (Aschanti),
payanus (Somali) S. 88, obtusisternus (Sansibar), opacus (Koraput, Ind.) S. 89,
Fharaonis (Aegypten), scabripyyus (Sansibar) S. 90, pilicoUis (Kap) S. 91, pere-
grinus (Westafr.), Aschanti (A.), circulus (Guinea) S. 92, infirmus (Indien) S. 93,
multidens (ibid.), Nattereri (Kap) S. 94. Staudinyeri (Stanleypool) S. 95, Cochin-
c/wwae (Saigun) S. 96, Koltzei (Wladiwostok) S. 369; derselbe, Entom. Nachr.,
1889, africanus (Ostafr.), sulcipygus (Mombas) S. 282, circularis (Senegal), pyxi-
datus (Abyss.) S. 283, tenuistriatus (Borneo) S. 284; G. Lewis, a. a. O., III.
Hololepta ms(V/w/s (eine blaue Art aus Westafrika); J. Schmidt, Entom.
Nachr., 1889, S. 71, immnryinata (Dorey), striyilata (Westafrika); derselbe,
ebenda, S. 329.
Homalopygus (?) cavernosus (Paraguay) ; J. S c h m i d t , Berlin. Ent. Zeitschr.,
1889, S. 322.
im Gebiete der Entomologie wahrend des Jahres 1889. 291
Idolia infegra (San Estaban, Veneziiehx); G. Lewis, Ann. a. Mag. Nat.
Hist. (G), IV, S. 47.
Omalodes ebeniuus Mars, ist nicht die Erichson'sche Art und 0. Marseuli
genannt; J. Schmidt, Deutsch. Entom. Zeitschr., 1889, S. 159.
0. tubereuliptjgus (Amazonenstr.) S. 361, humerosus (Medellin, Mexiko)
S. 362, areolatus (Brasilien) S. 363, seriatus (ibid.) S. 364; derselbe, Entoniol.
Nachr., 1889.
Pacbycraerus modesf,us (Sansibar); G. Lewis, a. a. 0., III, S. 281.
Phylloma exutum (Ekuador); G-. Lewis, a. a. 0., III, S. 277.
Piacodes intermedius (Aschanti); J. Schmidt, Entom. Nachr., 1889, S. 330.
Platysoma maculatum (Tenasserim) S. 633, Dwiae (Bbamö, armatum
(Tenasserim) S. 634, suturale (Bhamö), exortivum (ibid.) S. 636, hrevistriatum
(ibid.) S. 637; G.Lewis, Ann.Mus.Civ.Genova, (2. S.), VI, insulicola (Fidschi L),
malaicum (Sarawak), Oberndorferi (Java), Sundae (Borneo) S.332, decipiens (Ceylon)
S. 333, breve (Malacca), dif fidle (Philippinen), integrum (Indien) S. 334, Richtei-i
(Madagaskar) S. 335; J.Schmidt, Entom. Nachr., 1889, ixdmipes (Sumatra»,
Gorhami (Sansibar) S. 278, baliolum (ibid.), delicaturn (Tambillo, Brasil.) S. 279,
scüulum (Borneo) S. 280; G.Lewis, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6), IIL
Pacbycraerus diver sicollis (Westafrika), Congonis (Stanley-pool) ; J. Schmidt,
Entom. Nachr., 1889, S. 336.
Paromalus persimilis (Birma, Tenasserim), annellus (Bhamo) S. 641, Feae
(ibid.) S. 642; G. Lewis, Ann. Mus. Oiv. Genova, (2. S.), VL
Phelister terminalis (Matabele - Land) , Nicli-erli (Sambesi) S. 155, divergens
(Sansibar) S. 156, truncatus (Kap) S. 157; J. Schmidt, Deutsch. Ent. Zeitschr.,
1889, micans (Blumenau) S. 336. sidjdcpressus (Columbiai S. 337, Thiemei (Matto
grosso), nanus (Paraguay) S. 338, glhbulus (Bogota) S. 339, gracilis (Venezuela',
S. 340; derselbe, Entom. Nachr., 1889 (Baconia) /"^iV/w.« (Paraguay); derselbe,
Berlin. Entom. Zeitschr. , 1889, S. 324, Siinoni (San Estaban, Venezuela); G.
Lewis, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6), IV, S. 46, duhitubilis (Ega) S. CXXVL
impar (Sansibar), egincola (Ega) S. CXXVII; S. de Marsen 1, Bull. Soc. Entom.
France, 1889, intefirogans (Brasilien) S. CXXXVIII, canalis (Panama), trigo-
nisternis (Südamerika) S. CXXXIX, umistrius (Guatemala), rubicundus (Süd-
amerika) S. CXLVI, bidessols (Bi'asilien) S. CXLVII; derselbe, ebenda.
Rbypochares fallax S. 340, asper S. 361 (Kap); J. Schmidt, Entomol.
Nachr., 1889.
Saprinus certus (RiAXigwa), (/robitis (ibid.); G.Lewis, Ann.Mus.Civ.Genova,
(2. S.) VI, S. 643, fereinoiVZes (Sambesi); J. Schmidt, Deutsch. Entom. Zeitschr.,
1889, S. 154, strigicollis (Kirghisien) S. 17, Minini (ibid.) S. 19; derselbe,
Hör. Soc. Ent. Boss., XXIV, Sc/m tVZ^tt (Niger); P. Richter, Entom. Nachr.,
1889, S. 124.
Sternocoelis Sedillofi (Konstantine); G.Lewis, Ann. a. Mag. Nat. Hist., (6),
III, S. 285.
Teretriosoma Horni (Key West, Florida); G. Lewis, Entom. Monthl.
Magaz.. XXV, S. 397, ctjaneum (Brasilien); derselbe. Ann. a. Mag. Nat. Hist.
(6), III, S. 287.
Teretrius Feae (Bhamö); G.Lewis, Ann. Mus. Civ. Genova, (2. S.), VI,
S. 644, basalis (Australien); derselbe, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6), III, S. 286.
292 PI»- Bertkau: Bericht über äk wissenschaftlichen Leistungen '
Trihallus catenarius (Pulo batu); G. Lewis, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6),
III, S. 285.
Tr. californicus Hörn ist in die Gattung Stictostix Mars, zu stellen;
G. Lewis, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6), IH, S. 284.
Scaphidiadae. Baeoceridium (n. g. a Baeocera, Scaphisonia et Sca-
phicoma superficie pilosa, femoribus dilatatis et tibiis spinosis diversuni) cJe-
2)r€ssipes (Humpata, Westafr.); E Reitter, Notes Leyd. Mus., XI, S. 6.
Scapbidiura Picconii Gestr. var. sexmacutätum (Tembang-Salida, Sumatra)-
E. Reitter, Notes Leyden Mus., XI, S. 7.
Trichopterygidae. Seiner Bestinimungstabelle der Tricho-
pterygidae des europäischen Faunengebietes Abh. Zool. Bot. Gesellsch.
Wien, 1889, S. 481-532, Taf. X-XIV, schickt C.Flach eine Einleitung über
den Bau der hierhergehörigen Käfer voraus, die sämmtliche äusseren Organe in
sehr scharfer Weise beschreibt. Die Muudwerkzeuge enthalten in dem ahl-
förmigen Endgliede der Kiefertaster ein wesentliches Familienmerkmal , nach
welchem die Gattung Hydroscapha (mit kegelförmigem Endglied) eine be-
sondere, an die Hydrophiliden anschliessende Familie bildet. — Die Geschlechter
sind vielfach durch sekundär-e Merkmale unterschieden, welche aber z. Th. noch
nicht genügend beachtet oder bekannt sind. Wie im männlichen Geschlecht
der Penis, so ist im weiblichen Geschlecht das rec. seminis das einzige innere
Organ des Hinterleibes, das stärker chitinisirt ist und in seiner Vielgestaltigkeit
passende Verwendung zur Gattungs- und Altunterscheidung liefert, wie Flach
an den Gattungen Nossidiura, Actidium, Ptilium, Nanoptilium , Pteuidiuni, Pti-
liolum, Ptinella, Astatopteryx, Pteryx, Trichopteryx, Nephanes, zeigt.
Den Schlüssel zum Verständniss des Flügelbaues liefert Nossidium, „bei
welchem von der Spreite des Basaltheiles noch eine Raute übrig geblieben ist,
deren vordere Begrenzung die verschmolzenen venae : marginalis, mediastina,
scapularis und externomedia bilden, während die liinteie Begi'enzung der interno-
media zu entsprechen scheint. Dazwischen verläuft eine feine Strahlader. In
der grossen, relativ breiten Apikaihälfte ist die zweite Knickungsstelle nur an-
gedeutet; die V. marginalis und scapularis sind deutlich, aber kurz. Von der
kurzen, star'ken interno-media zweigt sich in der area externo-media eine lange,
fast die Spitze erreichende Strahlader ab, die bei allen Trichopterygieru konstant
zu sein scheint." Bei allen andern Gattungen theilt sich der Flügel in den dem
Basaltheil von Nossidium entsprechenden Stiel und die haartragende Lanzette.
Die Gattungen Ptenidium und Nosbidium erweisen sich durch die in beiden
Geschlechtern siebengliederigen Bauchringe, die unverkürzten Decken, getrennten
Vordei'hüften (und hökerförmiges Metasternum) als die am wenigsten abgeänderten
Formen und bilden die Gruppe der Pteiiidiini, denen die Ptiliini mit ein-
fachem odei' gekieltem Metastei-num und ungeti'ennten Vorderhüften gegenüber-
stehen. Unter ihnen bilden (Nanoptilium), Nephanes, Trichopteryx, Baeocrara
und Micrus eine duich nicht wirtelartig behaarte mittlere Fühlei'glieder,
0 Bauchsegmente und ein mit Zähnchen bewaffnetes Pygidium charakterisirte
besondere Gruppe (Trichopterygini). Die Matthew'schcn Truncatipennes
werden als nicht natürlich fallen gelassen. Neuglenes, Pteryx und Astatopteryx
sind durch einen weit gebenden Dimorphismus ausgezeichnet: Von derselben
Art komuHoi blinde, ungeflügelte und mit Augen versehene geflügelte Exemplare
vor, und dieser Unterschied ist kein Geschlechtsunterschied. Das
im Gebiete der Eiitoinologio während des Jahres 1889. 293
europäische Fauneugebiet zählt die 17 Gattungen Nossidiuni, Ptenidiuni, Actidium,
Euryptilium, Ptilioluiii, OJigella, Ptilium , Micridiuni, Astatopteryx, Neugleues,
Aderces, Microptilium, Actinoptei'yx, Nephaiies, Trichopteryx, Micrus, Baeocrara
mit 82 (?) Arten.
Ueber eine biologische Eigenthünilichkeit der Trichopterygier
(blinde sesshafte und sehende fliegende und wandernde Formen) macht derselbe
in der Wien. Entom. Zeitg-., 1889, S. 218 ebenfalls Mttheilung.
A.Matthews beschreibt new geuera and species of Tricho-
pterygidae; Ann. a. Mag. Nat. Bist. (6), III, S. 188— 195.
Dimorphella (n. g-.) JSeiWert (Blumenau, Brasil.); A.Matthews, a.a.O.,
S. 190.
Mikado (n. g. Myrmicotrichidi affine) japonicus (Higo); A. Matthews,
a. a. 0. S. 189.
Oligella n. g. Ptiliin. für foveolata Allib. \ C. Flach, a. a. O., S. 501.
Ptiliolum n. g. Ptiliin., von Euryptilium durch das gezähnte Pygidium,
gerundete Schultern verschieden, mit mehreren Untergattungen (Nanoptilium ,
Trichoptilium, Euptilium, Typhloptilium); O.Flach, a. a. 0., S. 506.
Actidium Eeitteri (Hyeres); K.Flach, Societ. Entom., IV, S. 1.
Aderces suturalis var. caucasica (K.); 0. Flach, a. a. 0 , S. 511.
Ptenidiuni (i. sp.) Penzi<ji (Kleinasien), turcjidulum (Kaukasus); Societ.
Entom. IV, S. 1 und S. 490, pusillum var. maroccanmn (M.) S. 497, Biisouti
var. Orientale (Kaukasus) S. 498, (subg. G Ulm ei st er i um) nitidum \m\ insulare
(Korsika; griech. Inseln ; Syrien), \&r. Matthewsianum (Hyeres; Valencia) S. 499,
Kraatzi n. sj^. (Hyeres) S. 500; O.Flach, a.a.O., Caseiianum (Kalifornien),
attenuatum (Italien), africanum (Algier); A. Matthews, a. a. 0., S. 194.
Ptiliolum (s. oben) (subg. Trichoptilium) oblongum var. tneridionale S. 507,
(subg. Typhloptilium) Oertzeni var. fusculum (Griechenland) S. 509; 0. Flach,
a. a. O.
Ptilium vexans (Korsika); K. Flach, Societ. Entomol., IV, S. 1, obcaecatum
(Taygetus), incoynitum (Oambridgesliire); A. Matthews, a. a. 0., S. 195.
Ptinella brasiliana (Blumenau); A. Matthews, a. a. O., S. 191.
Trichopteryx caucasica! (K.), soi-or (Kaukasus) S. 520, sericans var. jntUa
(Kaukasus) S. 523; 0. Flach, a. a. 0., die beiden ersteren auch Societ. Entom.,
IV, S. 2, caucasica! (K.), hellenica (Morea) S. 191, truncatissima (Blumenau,
Bras.), anyusta (Leicestershire), hrasiliensis (Blumenau) S. 192, reticulata (ibid.),
Barwinii (Rio Janeiro), tesserula (Kalifornien) S. 193; A. Matthews, a. a. 0
Platypsyllidae. 0. V. Riley's Artikel über die systematic relations-
of Platypsyllus, as determined by the larva findet sich auch in Insect
life, I, S. 300-307, Fig. 67—70.
G. H. Hörn nimmt die Priorität der Beschreibung der Larve dieser Art
(in den Trans. Amer. Entom. Societ., 1888) für sich in Anspruch; Entomol.
Americana, V, S. 122.
Silphidae. AntU^^roherpon (n. g. Leptoderin.) cylindricollis , pt)ymaeus,
Hoermanni; s. E. Reitter, Deutsch. Entom. Zeitschr., 1889, S. 294f.
Äp ho leuomt s n. g.Fholeuon., für (Hexaurus) imdns ÄiJfelb,; E. Reitter,
Deutsch. Entom. Zeitschr., 1889, S. 297.
Protobracharthron n. g. Pholeuon., für (Hexaurus) Reitteri Apfelb.;
E. Reitter, Deutsch. Entom. Zeitschr., 1889, S. 297.
294 Ph- Bertkan: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Anisotoma «»«(ttoWi' (Finnland); J. Sahlberg, Acta Soc pro fann. et flor.
Fennica, VI, S. 34.
Attiimhi-h subnuda (Ordubad); E. Reitter, Deutsch. Entom. Zeitschr, 1889-
S. 371.
Catopomorphus pilosus Larve beschrieben von Xanibeu, Revue
d'eutomologie, 1889, S. 333 f.
Catopomorphus Antoniae (Ordubad); E. Reitter, Deutsch. Entom. Zeitschr.,
1889, S. 371.
Catops Lapponica (L.) S. 45, hirticollis (Finnland) S. 46; F. Sahlberg,
Acta Soc. pro fauna et flor. Fennica, VI.
Nach G. Seidlitz, Deutsch. Entom. Zeitschr., 1889, S. 150f., ist die
Choleva lucidicollis Meitt. die richtige angustata Sturm, Kraatz, und
angustata Eeitt. = Sturmii Bris.; angustata Sturm ist aber nicht der älteste
Name dieser Art, sondern elongata Payk., Gyll.; die Synonymie der drei Arten
Ch. cisteloides Frühl, elongata Par/k. und Sturmii Bris, wird auf S. 152 angegeben.
Drimeotus Ormayi (Höhle in Bedelo); E. Reitter, Deutsch. Entom.
Zeitschr., 1889, S. 301.
Hexaurus nudus, Beitteri (Bosnien); V. Apfelbeck, Glasnig zemaljskog
muzeja u Bosni i Herzegovini, I, (s. Reitter, "Wien. Entom. Zeitg., 1889,
S. 216).
Leptoderus cylitidricollis, pyymaeus, Hoermanni (Grotten Bosniens);
V. Apfelbeck, Glasnig zemaljskog etc., I, (s. Reitter, Wien. Entom. Zeitg.
1889, S. 216).
Liodes angulicollis (Dinkelsbühl, Baiern); E. Reitter, Deutsch. Entom.
Zeitschr., 1889, S. 111.
Parasilpha obscura var. corax (Koraxgeb.); E. Reitter, Deutsch. Entom.
Zeitschr., 1889, S. 255.
Pseudopelta ^47o5rt (Amdo); B. E. Jakowleff, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIV,
S. 258.
Ptomaphagus Germari (im Bernstein); v. Seh lechteudal, Zeitschr. f.
Naturw., Halle, 61, S. 483 mit Holzschn.
Silpha 4-punctata L. Larve S. 167 PI. I Fig. 21, 23, 25, polita Sulz.
Larve, S. 170 Fig. 22, 24, 26; C. Rey, Essai, a. a. 0.
S. sinuata moeurs et metamorphoses ; Xambeu, Revue d'eutomologie,
1889, S. 272—274.
S. siibcaiidata (Yunnan); L. Fairmaire, Ann. Soc. Ent. Belg., 1888, S. 14.
Sydmaenidae. L. W. Schaufuss beschreibt neue Scydmaeniden im
Museum Ludwig Salvator; Berlin. Entom. Zeitschr., 1889, S. 1 — 42.
Alaudula (n. g. Eumicr.) rec<ts2>ma (Aden) S. 31, pi-udcntis (Sansibar)
S. 32; L. W. Schaufuss, a. a. 0.
Brach ycepsis (n. g. ; capite duplo latiore quam longiore ; oculis grandibus ;
palp. art. 2 obconico, ultimo subulato; coxis post. approximatis) Fuchsii (Sa.
Cruz, Kalif.); E. Brendel, Entomol. Americaua, V, S. 193.
Horaeomorphus (n. g. Cyrtoscydrain.) eumicroides (Singapore); L W.
Schaufuss, a.a.O. S. 21.
Cephennium festivum (Singapore) S. 27, Zansibarium (S.) S. 28, Baffray i
(Singapore) S. 29; L. W. Schaufuss, a.a.O., anophthalmicum (Alameda C,
Kalif); E. Brendel, Entomol. Americana, V, S. 194.
im Gebiete der Entomulogie wähi'end des Jahres 1889. 295
Cyrtoscydmus Kamberskiji (Araxesthal) , Acliillei (Edough, Algier);
E. Reitter, Deutsch. Eutom. Zeitschr. , 1889, S. 20, fcmineus S. 3, timendus
S. 4 (Siugapore). pumilio (Sansibar), reguhis mid var. pcrfectus (Siiigapore) S. 5,
pudicuü (ibid.), immersionis S. 6, designatus (Sansibar), scopulatus (Aden) S. 7,
diverseimpressus S. 8, refertus, scopuUfer S. 9, calvescens S. 10 (Sansibar), centu-
rionis, vittatus S. 11, concinnatus, ocularis S. 12, lahoratw S. 13, glandifer
(Singapore', Bayamoyensis (B.) S. 14, ruhiginosus (Aden) S. 15, conifer (Singa-
pore), quadripunctatus (Sansibar), S. 16, bioculatus S. 17, uliginosus, incongruus
S. 18, laevigatus (auch Aden) und var. estriatuliis , sultanus S. 19, (alle von
Sansibar), capiUaris (Singapore) S. 20; L. W. Schaufuss, a. a. 0.
Euconnus Pyrenaeus (Ria, P. orient.); Xanibeu, Revue d'tntomologie,
1889, S. 241, crinitus (Tonghue); A. Fauvel, ebenda, S. 283.
(Euniicrus) Guardanus Eeitt. (dies. Ber. 1887, S. 216) ist ein Cyrto-
scydmus; E. Reitter, Deutsch. Entoni. Zeitschr., 1889, S.20f.
Eu. giganteus (Yahue), atrorufus (Mt. Kogi); A. Fauvel. Revue d'entonio-
logie, 1889, S. 284.
Glandularia fricatoris S. 23, Erichsoni S. 24, suhpUcata ^ßagainoyo) S. 24,
quadrifoveolata, appendiculata S. 25, interrupta S. 26 (Siugapore), incerta (Sansibar)
S. 27; L. W. Schaufuss, a. a. 0.
Glaphostoma cribricolle (Sansibar); L. W. Schaufuss, a. a. 0., S. 21.
Neuraphes Ludyi (Krain); E. Reitter, Deutsch. Entom. Zeitschr., 1889,
S. 275, conifer (Le Lioran); A. Fauvel, Revue d'entoniologie, 1889, S. 238.
Ueb er den Gattungsnamen Scydmaenus und Eumi er us s. Reitter,
Deutsch. Entom. Zeitschr., 1889, S. 264 ff.
Sc. gloriosus (Sansibar) S. 32, scutellatus (Bagamoyo; Aden) S. 33, hlandus
(ibid.) S. 34, vilis (ibid.), nitidus (Bagamoyo) S. 35, efflorescens, separatus
(Bagamoyo) S. 36, excavatus (Aden), hyalinus (Sansibar) S. 37, delectus (ibid.
S. 38, similis (Singapore) und var. ohsoletus, coxalis (Sansibar) S. 39, extensionis
(Singapore), geniculatus (Aden) S. 40, regularis, aurifer S. 41, diver sepilosus
S. 42 (Singapore); L. W. Schaufuss, a. a. 0., (?) minimus (Jowa); E.Brendel,
Entomol. Americana, V, S. 193.
Syndicus paeninsidaris (Singapore); L. W. Schaufuss, a. a. 0., S. 22.
Pselaphidae. L. W. Schaufuss schickt eine Entgegnung auf
E. Reitter 's Bemerkungen. . .ein; Tijdschr. v. Entomol., 32., S. 73—78. In der-
selben kommen Gonatocerus, Aplodea, Gamba, Pyxidicerus und Bryaxis Bau-
raeisteri-Gruppe, und Batr. trifoveolatus Schauf. zur Sprache; vgl. dies. Bericht für
1887 S. 216.
Pselaptrichus{ü.g.) tuherculipalpus (Alameda Count., Kalif.) ; E. B r e n d e 1 ,
Entom. Americana, V, S. 194.
Articerus Californicus (Los Angeles); E. Brendel, Entomol. Americana,
V, S. 197.
Batrisus qiiadriceps (Kalabrien); F. Baudi, II Natural. Siciliano, VIII,
S. 166, (Batrisodes) p-wwosMA' (Amdo); E. Reitter, Hör. Soc. Eut. Ross., XXIII,
S. 558, (Arthmius) cristatifrons (Brasil.) S. 3, cristidatus (ibid.) S. 4; derselbe,
Notes Leyden Mus., XI.
Bryaxis Araxidis (Araxesthal); E. Reitter, Deutsch. Entom. Zeitschr-.,
1889, S. 19.
296 Pli- Bertkau: Bericht über flie wissenschaftlichen Leistungen
Nach J. Oroissandeau stellen Bythinus latebrosus, Baudueri und blandus
Eeitt. eine Art dar; Revue d'entoniologie, 1889, S. 12.
B. pedator Eeitt. in Dronie; A. Argod, Bull. Soc. Entoui. France, 1889,
S. CXVII.
Cheunium bituberculatum Larve beschrieben von Xambeu, Revue
d'entoniologie, 1889, S. 332 f.
Cyathiger jureHCM* (Tambang-Salida, Sumatra); E. Reitter, Notes Leyden
Mus., XI, S. 4.
Euplectus Guillebeaui (Collioures, Pyr. Orient.); Xambeu, Revue d'ento-
mologie, 1889, S. 239, planipennis (Jowa); E. Brendel, Entora. Americana, V,
S. 195.
Hybocephalus clavatus (Tambang-Salida, Sumatra); E. Reitter, Notes
Leyden Mus., XI, S. 5.
Rybaxis cavangula (Valdivia); E. Reitter, AVien. Entom. Zeitg. , 1889,
S. 292, Taf. IV, Fig. 4.
Trimium thoracicnm (Jowa, in moderndem Holz bei Ameisen); E. Brendel,
Entomol. Americana, V, S. 196.
Paussidae. Platyrrhopalus Comotti abgebildet von Gestro, Ann.
Mus. Civ. Genova (2. S.), VI, S. 96.
Staphylinidae, A. S. 011 iff setzt seine revision of the Staphy-
linidae of Australia fort; Proceed. Linn. Soc. New South Wales t2), 11,
S. 471- 512.
E. Eppelsheim beschreibt Neue Staphylinen Europas und der an-
grenzenden Länder; Deutsch. Entora. Zeitschr., 1889, S. 161 — 183.
Derselbe desgl. aus den Kaukasusländern, besonders aus Cir-
kassien; Wien. Entom. Zeitg., 1889, S. 11—22.
E. Wasmann macht zwei neue Eciton-Gäste aus Südbrasilien
(Ecitomorpha n. g., s. unten) bekannt; D.E.Z.1889, S.185— 190, Taf.I Fig.l— 8.
G. Kraatz macht Bemerkungen über Homalota- Arten; ebenda S. 386.
M. Quedenfeldt zählt Tripolitani sehe Staphylinen auf, wozu
E. Eppelsheim zwei Neubeschreibungen liefert; Berlin. Entom. Zeitschr., 1889,
S. 311—316.
D. Sharp setzt die Aufzählung und Beschreibung der Staphylinidae of
Japan fort und beendet dieselbe; Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6), III, S. 28—44,
108-121, 249—267, 319—334, 406-419, 463-476.
Agelosus n. g. (Ocypodi affine) für (Goerius) carinatus Sharp; D. Sharp,
Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6), III, S. 110.
Ämichrotus (n. g. Staphylinin. Misantlio affine) cqncipennis (Junsai;
Miyanoshita, auf Pilzen, mit einem Ohrwurm, Chelisoches Lewisi, zusammen);
D. Sharp, Ann. a. Mag. Hist. (6), III, S. 115.
Anisolinus (n. g.; mand. elongatae, graciles; palpi tenues, maxillarium
art. 2 valde dilatato, labialium art. 2 quam basali multo longiore; prothorax
lateribus haud deflexis; coxae interm. contiguae; mesosternum carinatum; Binde-
glied zwischen Amichi'otus und Ocypus) picticornis (Miyanoshita) S. 113, eleyans
(ibid.) S. 114; D. Sharp, Ann. a Mag. Nat. Hist. (6), IIL
Charichirus n. g. Lathrobiin. für (Lithocharis) spectabilis Kraatz;
D. Sharp, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6), in, S. 263.
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 297
Colonia (u. g. Staphyliuin. Ci'eophilo et Ocypodi affine) rer/alis (Lismore,
Richraond river, N. S. Wales); A. S. Olliff, Revision, S. 494.
Derops (n. g. Phloeocharin. ; Corpus angustuluni, minus depressum, dense
subtiliter punctulatum; palp. max art. terminali praecedente fere duplo longiore;
tarsi omnes 5 -art., poster. art. basali ceteris coujunctis fere aequo; unguiculi
minuti) longicornis (Ashinoyu); D. Sharp, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6), III, S. 418.
Ecitomorpha (n. g. Aleocharin., Ecitocharae siniile; corpore magis elon-
gato, ligula usque ad basim divisa, lobis inter se distantibus apicem versus
sensim dilatatis; tarsis ant. 4 — , med. et post. 5 — art., art. primo valfle elongato,
labro profunde exciso, thoracis angulis anticis haud spinosis, etc. diversum)
arachnoides Fig. 1 — 6, simulans Fig. 7, 8 (Blumenau; bei Eciton Foreli Mayr,
dessen Arbeiterinnen beide Arten mit ihren langen, schlanken Beinen gleichen);
E. Wasmann, Deutsch. Entom. Zeitschr., 1889, S. 185 — 190, Taf. I, Nachtrag
S. 414.
Eomedon (u. g. Lathrobiin. ; corpus minus elongatum, subconvexura, liir-
tellum; labrum rotuudatum, medio emarginatum; caput collo angusto; prosternum
breve; tarsi poster. art. 4. sub 5. producto) ///rie^Zws (Nagasaki); D. Sharp, Ann.
a. Mag. Nat. Hist. (6), III, S. 320.
Hadropinus (n. g Staphyliuin.; corpus crassum , apternm; elytra meta-
sternumque brevissima, illorum sutura integra; tibiae anter. dilatatae) fossor
(Hakodate; am Ufer in Sandlöchern); D. Sharp, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6),
ITI, S. 116.
Isoch [e] Ulis n. g. Lathrobiin. für (Lithocharis) staphylino'ides Kraatz, der
in Japan nicht selten ist; D. Sharp, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6), III, S. 263.
Liusus n. g. Staphyliuin. für (Hadrotes) Hilleri Weise: D. Sharp, Ann.
a. Mag. Nat. Hist. (6), III, S. 116.
Megastilic'iis (n. g. Pacderin. ; palp. max. breves, art. 3. cylindrico, duplo
longiore ac secundus, apice truncato) formicarius (New Jersey; Massach., myr-
mekophil); Th. L. Casey, Entomol. Americana, V, S. 183.
Miobdelus (n. g. ; ligula emarginata, palpi breviusculi sat robusti; maud.
breves; tarsi ant. sat dilatati; metasternura elytraque brevia; pedes graciles; die
Eucibdelin. mit Ocypus verbindend) brevipennis (Japan); D. Sharp, Ann. a. Mag.
Nat. Hist. (6), HI, S. 112
Panscopaeus u. g. Lathrobiin. für (Scopaeus) lithocharo'ides Sharp;
D. Sharp, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6), III, S. 262.
Philetaerius (n. g. Staphyliuin. inter Philonthum et Eucibdelum) elegans
(Bukenji, bei einer schwarzen Ameise); D.Sharp, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6)'
in, s. 119.
Phytolinus (n.g. Staphyliuin. Eucibdelo affine; tarsi anter. latissime dilatati,
laxi, artic. ultimo brevi, haud exserto) Lewisii (Kashiwagi; Nikko); D. Sharp,
Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6), III, S. 121.
Piestoneus (n. g. Piestin. ; Corpus parallelum, depressum; coxae anteriores
omnino depressae; caput muticum; mandib. parum elongatae, innequales, superne
dentatae; tibiae anter. graciles, apicem versus externe breviter spinulosae) Lewisii
(Japan, unter Baumrinde); D. Sharp, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6), III, S. 465.
Platymedon (n. g. Paederin. prope 3Iedon; articulis 3 et 4 palp, max.
valde compressis) laticollis (Nebraska, myrmekophil); Th. L. Casey, Entomol.
Americana, V", S. 184,
298 Ph. Bertkau: Bcrichti iibei' die wissenschaftlichen Leistungen
Bhynchochle]ilus (u. g. Staphyliuiu. prope Eucibdeluni ; tarsi anterior.
in utroque sexu dilatati) pectoralis (Malacca); D. Sharp, Ann. a. Mag. Nat. Hist.
(H), III, S. 120 Anmerk.
Stilicoderus (n. g. Lfithrobiin. prope Trochoderuni et Stilicum) signatus
(Asliinoyu; Miyanoshita); D.Sharp, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6), III, S. 321.
Termitogastcr (n. g. Aleocharin. Corotocae affine, palp. niaxill. et man-
dibularuni structura, oculis rotundatis diversura) insulens (Panama, bei einer Ter-
niitenart); Th. L. Cayey, Ann. New ^ork Acad. Sei., IV, S. 386.
Achenium ^««(^nceps (Kaukasus ; Aschabad); E. Eppelsheim, Deutsch.
Entom. Zeitschr., 1889, S. 175.
Actinus ilfacZea^/« (Johnstone river, Cairns, Queens!.); A. S. Olliff, Revision,
S. 495.
Actobius inornahis (Yokohama); D. Sharp, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6),
III, S. 43.
Aleochara (Ceranota) cingulata (Smyrna) S 164, luteipennis (Türkei) S. 165,
libunica Fauv. i.l. (Syrien) S. 166, (Baryodma) leptoccra Fauv. i. 1. (Türkei) S. 167;
E. Eppelsheim, Deutsch. Entora. Zeitschr., 1889, caucasica (Novorossisk); der-
selbe, Wien. Ent. Zeitg., 1889, S. 11.
Aloconota debilicornis Xj-acrfs = planifrous Waterh.; G. Kraatz, Deutsch.
Entom. Zeitschr., 1889, S. 220.
Amphichroum dehile (Yokohama); D. Sharp, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6),
III, S. 472.
Anthohium pollens (Kiga; Suyama), parallelum (Miyanoshita); D. Sharp,
Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6), III, S. 476.
Anthophagus bicornis var. marginicollis (Kroatien), var. nigrinus (Saas);
E. Eppelsheim, Deutsch. Entom. Zeitschr., 1889, S. 181, aquatilis n. sp. (Hakone)
S. 469, sinuatus (Sap])oro), caliginosus (Hiogo), lestevoules (Hakodate) S. 470,
suhtilis (Iwakisan-Gipfel) S. 471; D. Sharp, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6), III.
Astenus capitalis (Yahue) S. 254, reticoUis (ibid.) S. 255; A. Fauvel,
Revue d'entomologie, 1889.
E. Wasmann fand in den Nestern von Formica rufibarbis Larven einer
Aleocharine, die er Atemeles und Lomechusa zuschreibt. Die Larven verzehrten
theils die Eier, Larven und Puppen der Ameisen, theils wurden sie von diesen
gleich ihren eigenen Larven gefüttert und gepflegt. Der muthmassliche Ent-
wickelungsgang dieser beiden Käfergattungen ist der folgende: Als Imagines
leben sie von September bis xlpril in den Nestern von Myrmica- Arten und
werden von diesen während dieser Zeit als Honigkühe gehalten und gepflegt,
wobei das Verhältniss der Lomechusa zu ihren Wirthen ein sehr inniges ist.
Nachdem in den Myrmica-Nestern die Paarung statt gefunden hat, verlassen
die Atemeles dieselben gegen Ende April oder Anfang Mai, suchen Formica-
Nester auf und legen in denselben ihre Eier ab. Die Verpuppung der Larven
geht in einem versteckten Winkel oder unter der Erde des Formica-Nestes vor
sich; die Käferimagines sind im September entwickelt und suchen nun (ver-
muthlich durch den Geruch geleitet) die Myrmica -Nester auf, in denen sie den
Rest des Jahi-es und die ersten Monate des folgenden zubringen. Als
Lar-ve leben sie 4—5, als Imago 7— 8 Monate. Die Larve von Atemeles ist be-
schrieben und abgebildet. Tijdschr. v. Entom., 31, S. 318—327.
im Gebiete der Entomologie wälirend des Jahres 1889. 299
Bledius stremms (KalitbrHieu) S. 44, furtimis (The Dalles, Oregon) S. 45,
vwnstratus (San Franzisko) S. 46, eximius (San Diego) S. 47, agonus (Utah),
ineptus (Neu Mexiko , Texas) S. 48, Icctus (Sononia Co., Kalif.) S. 49, tenuis
(Nevada) S. 50, turgidus (Kolorado) S. 52, faraminosus (Lake Co., Kalifornien)
S. 53, gravidus (Neu-Mexiko) S. 54, assimilis Fauv. i. 1. (Illinois; Jowa) S. 55,
irillosuv (Kalifornien), iiehulosus (Jowa) S. 57, monticola (Lake Tahoe, Kalifornien)
S. 58, gentilis (Sonoma Co., Kalif.) S. 59, gracilis (Kalifornien) S. 60, staUlis
(Allegheny Co., Pennsylv.) S. 61, adustus (Garland, Kolorado) S. 62, languidus
(Huntington, Oregon) S. 63, hicolor (Napa Co., Kalif.) S. 64 parvicoUis (Mendocino
Co., Kalif.) S. 65, honestus (New York) S. 66, ignavus (Khode Island) S. 67,
misellus (Galveston, Texas) S. 68, neglectus (Rhode Island) S. 69, turhulentus
(Florida) S. 70; Th. L. Casey, Ann. New York Acad. of Sei., V.
B]e(lms heterocerus (Kroatien); E. Eppelsheim, Deutsch. Entom. Zeitschr.,
1889, S. 180, circularis (Kone) S. 251, fvssiventriti (Nunieai S. 253; A. Fauvel,
Revue d'entomologie, 1889, curvicornis (Niigata) S. 412, obtusus (ibid.), cribratus
(Nikko), sellatus (Hakodate) S. 413; D.Sharp, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6), IIL
Bolitochara mimeensis (N.; Yahue); A. Fauvel, Revue d'entomologie, 1889,
S. 280.
Brachida elevuta (Numea, in Pilzen); A. Fauvel, Revue d'entomologie,
1889, S. 270.
Cafius laetuUlis (Port Lincoln; Hobart) S. 501, amhkjterus! (Launceston;
Hobart, Tasm.) S. 502, laeus (Sydney; Adelaide; Launceston) S. 503; A. S. Olliff,
Revision, rufescens (Yokohama; Niigata; Hakodate); D.Sharp, Ann. a. Mag
Nat. Hist. (6) III, S. 44.
Ceranota Melichari (Dalniatien) ; E. Reitter, Deutsch. Entom. Zeitschr.,
1889, S. 370.
Conurus acutus (Neu Kaledonien) S. 268, pulchncornis (Tonghue) S. 269;
A. Fauvel, Revue d'entomologie, 1889.
CoprophilusiwjjressMs(Fuknshima; Sapporo), 5iw2)Ze«(Wada-toge); D. Sharp,
Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6), III, S. 415.
Cryptobium cumatum (Konose; Ogura See; Otsu) S. 253, densipenne (Mi-
yanoshita; Yuyama) S. 254; D. Sharp, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6), III.
E. Wasmann macht weitei-e Mittheilungeu zur Lebens- und Ent-
wickelungsgeschichte von Dinarda, Wien. Entom. Zeitg., 1889, S. 153
bis 162 mit 5 Holzschn. Die normale Wirthsameise von D. dentata ist F. san-
guinea, die von D. Märkelii F. rufa und pratensis. Die Käfer nähren sich von
Ameisenleichen, verwahrlosten Ameisenlarveu und -puppen, rauben auch wohl
ein Ei; sie scheinen dafür aber eine Milbe, die in Diuarda-freien Stöcken bis-
weilen überhand nimmt, fern zu halten. Die Larve von D. dendata ist beschrieben
und abgebildet.
D. Hagensii (Siebengebirge, bei F. exsecta); E. Wasmann, ebenda, S- 282,
mit Beschreibung von D. Märkelii und dentata.
Domene daimio (Miyanoshita) , whiculata (Chiuzenji) S. 260, curtipennis
(Yokohama; Nikko; Chiuzenji) S. 261; D. Sharp, Ann. a. Mag. Nat Hist. (6), III
Edaphus japonicus (Nagasaki); D Sharp, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6),
ni, S. 325.
Eleusis brevipennis (Neu Kaledonien) S. 242, virgula (Neu Seeland) S. 243
Anm.; A. Fauvel, Revue d'entomologie, 1889, coarctata (Yuyama; Sapporo;
300 Ph. Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Nikko) S. 466, suhtiUs (Yuyama; Oyayauia) S. 467; D. Sharp, Ann. a. Mag.
Nat. Hist, (6), III.
Erclionnis densata (Kanala), cxul (Nuraea), cinctipennis (Mt. Kogi);
A. Fauvel, Revue (Ventomologie, 1889, S. 267.
Falagria (Stenagria) fovea SJiarp, aus Japan beschrieben, dann bei Cha-
barofka auf Ceylon und in Ceutralanierika aufgefunden, ist auch in Italien
(Caserte) und Südfrankreich (Hyeres, Marseille ; Lauguedoc) beobachtet; A. Fauvel,
Revue d'entomologie, 1889, S. 66 f.
Gauropterus fulgidus F. Larve; C. Rey, Essai, a. a. 0., S. 149.
Gyrophaena affinis Sahlb. Larve; C. Rey, Essai, a. a. 0., S. 163,
PI. I, Fig., 17.
Th. L. Casey tritt für die Schreibweise Apioderus Ste^^Ji. statt der
euiendierten Haploderus Lac.,] Lee. n. a. ein und beschreibt R. cephalotes
(San Franzisko) S. 74, princeps (ISIevada) S. 75, flavipennis (Kalifornien) S. 76;
Ann. New York Acad. of. Sei., V.
Hesperus pacificus (Lord Howe Isl.); A. S. Olliff, Proc. Linn. Soc.
N. S. Wales, (2). II, S. 509, cafioides (Libei-ia) S. 187, Idnigei- (Stanleypool) S. 188;
A. Fauvel, Notes Leyden Mus., XI, ornatus (Hitoyoshi; Yuyama; Nikko);
D.Sharp, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6). III, S. 43.
Heterothops binotatus Er. Larve; C. Rey, Essai a. a. O., S. 148.
H. rotundiceps (Nikko; Kiga); D. Sharp, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6),
in, S. 35.
Holotrochus Caledoniae (N. K.); A. Fauvel, Revue d'entomologie, 1889,
S. 245.
Homalium (Phyllodrepa) c«r^«coZZe (Beirut) S. 182, «sjxrwm (Syrien) S. 183;
E. Epp elshe im, Deutsch. Entom. Zeitschr., 1889, (Hom.) falsum (Oirkassien;
Ach-Bulach; Liryk); derselbe, Wien. Entom. Zeitg., 1889, S. 21, curteUum
(Miyanoshita) S. 473, niponensc (Kashiwagi), diffine (Hitoyoshi) S. 474, (Xy-
lodromus) daimio (Yuyama), dentkolle (Miyanoshita; Nagasaki) S. 475; D. Sharp,
Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6), III, lacrißmde (Guadeloupe); Fleutiaux & Salle,
a. a. 0. , S. 381 Fig. 8.
Homalota (Philiiygra) Schneideri (Vallombi-osa) S. 168, (Geostiba) Korbi
(Cuenca, Neu-Kastilien) S. 170; E. Eppel sheim. Deutsch. Entom. Zeitschr., 1889,
(Atheta) aequiventris (Tripolis); derselbe, Berlin. Entom. Zeitschr., 1889, S. 315
Lathrobium multipunctum Gr. Larve; C. Rey, Essai, a. a. 0., S. 153,
PI. I Fig. 11-13.
Lathrobium (i. sp.) Fandellei (Pyrenäen); G. Czwalina, Deutsch. Entom.
Zeitschr., 1889, S. 367, Taf. II Fig. 12, Eppelsheimi (Oirkassien) S.33, (Lobrathium)
Reitteri (ibid.; Balkan) S. 34; derselbe, Wien. Entom. Zeitg., 1889, pollens
(Nagasaki; Nikko; Miyanoshita) S. 254, hrachypterum (ibid ), monticola (Nagasaki),
carinicolle (Nikko; Nagasaki; Kumamoto) S. 255, cribricolle (Fujisan), funeh-e
(Morioka) S. 256, corjnatum (Cliiuzenji), pallipes (Yokohama; Kioto; Niigata)
S. 257, frayile (Ogura-See', rcgidare (Yokohama) S. 258, seriatmn (ibid.), monili-
corne (Fujisan) S. 259; D. Sharp, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6), III.
Leptacinus parumpunctatus Gyl Larve; C. Rey, Essai, a. a. O., S. 151.
Ij. planidatus (Hitoyoshi; Kuma; Kuni); D. Sharp, Ann. a. Mag. Nat. Hist.
(6), III, S. 252.
im Gebiete der Entoniologio während des Jahres 1889. 301
Leptochirus Bavidis (Moupiii) ; L. Fairmaire, Ann. Soc. Entoni. France,
1889, S. 11.
Leptusa syriaca (S.) S. 161, Fauveli (Talysch) S. 162, impennis Pauv. i. 1.
(Rosenlaui; Vallombrosa) S. 163; E. Eppelsheim, Deutsch. Ent. Zeitschr., 1889.
Lesteva crossipes (Oyaj'ama; Yokohama) S. 471, plcujiata (ibid.; Miyanoshita)
S. 472; D. Sharp, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6), III.
Lispinus aper (Miyanoshita: Nagasaki; Oyayama; Kashiwagi); D. Sharp,
Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6), III, S. 466.
Lithochaiis sicula Krtz. ist eine kurzfiügelige, castanoptera Krtz. eine Form
mit kastanienbraunen Flügeldecken der nigritula Er.; eine Form von Malaga
mit besonders langen Flgld. ist macropepla genannt; G. Kraatz, Deutsch. Entom.
Zeitschr., 1889, S. 220.
Medon dilutus Er., bicolor Oliv. Larve: 0. Rey, Essai, a. a. 0., S. 155.
Medon sparsiventris (Lenkoran) S. 176, cephalicus (Feodosia) S. 177; E. Ep-
pelsheim, Deutsch. Entom. Zeitschr., 1889, l-anak (St. Louis, Neu-Kaled.;
Yahue; Kanala); A. Fauvel, Revue d'entomologie, 1889, S. 256, rubeculus
(Iwaki; Sapporo) S. 264, confertus (Yuyama; Hitoyoshi), spadiceus (Chiuzenji)
S. 265, discedcns (Kiga; Miyanoshita), suhmaeulatus (Niigata; Kashiwagi; Naga-
saki) S. 266; D. Sharp, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6), IIL
Megarthrus affinis Mill? Larve; C. Rey, Essai, a.a.O., S. 156.
M. curticcdis (Oyayama) S. 468, scriptus (Yuyama; Chiuzenji) S. 469;
D.Sharp, Ann. a. Mag. Nat Hist. (6), IIL
MetoponcHS fmjitivus (Gipfel des Ledgbird, Lord Howe Isl.); A. S. Olliff,
Lord Howe Isl., S. 81, enervits (Tasmania); derselbe, Proc. Linn. Soc. N. S.
Wales (2), U, S. 478.
Mycetoporus confusus (Lenkoran; Hamarat); E. Eppelsheim, Wien. Ent.
Zeitg., 1889, S. 14.
Myrmedonia termiticola (ßhamo bei Termiten ; Männchen durch sekundäre
Geschlechtsunterschiede ausgezeichnet); Oestro, Ann. Mus. Civ. Genova (2. S.),
VL S. 110 mit Holzschn.
M. laticollis Maerk. Larve; C. Rey, Essai, a. a. 0., S. 160.
Mysolius chalcopterus (Mulgrave river, Queensl.); A. S. Olliff, Revision,
S. 497.
Nudobius apicipennis (Miyanoshita; Kiga; Kuma, u. s. w.); D. Sharp, Ann.
a. Mag. Nat. Hist. (6), III, S. 253.
Ocynsa lon(jicollis (Vallombrosa); E. Eppelsheim, Deutsch. Ent. Zeitschr.,
1889, S. 171.
Ocypus (Goerius) fulvo-tumentosus ^.172, aenescens S.174 (Kansu); E Eppels-
heim, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIII, ni(jro-aeneus (Subasliiri; Hakodate; Korea),
dorsalis (Niohozan; Chiuzenji) S. 109, sndUjer (Chiuzenji) S. 110; D. Sharp,
Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6), IIL
Oedichirus Simoni (Caifa); E. Eppelsheim, Deutsch. Entom. Zeitschr.,
1889, S. 179, Sedüloti (Numea); A. Fauvel, Revue d'entomologie, 1889, S. 254.
Oligota flavicornis Lac. Larve; C. Rey, Essai, a. a. 0., S. 165, PI. I
Fig. 18.
0. reritralis, rudella (Kanala); A. Fauvel, Revue d'entomologie, 1889, S.271.
Olophrum vicinum (Iwakisan); D. Sharp, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6), III,
S. 472.
302 Pli- Bertkan: Bericht über dii; wisscnscliaftlichen Leistungen
Osorius strir/ifrcns (Kw;iko bis Kiinpoko); H. J. Kolbe, Stettin. Entoni.
Zeitg., 1889, S. 122, fumatur (Bourail; Sumatra); A. Fauvel, Revue d'ento-
niologie, 1889, S. 246, taurus (Mittel- und Süd-Japan) S. 411, microps (Nagasaki)
S. 412; D. Sharp, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (G), III.
Oxypoda attenuata Rey? Larve; C. Rey, Essai, a. a. 0., S 159.
0. antipodmn (Yaliue); A. Fauvel, Revue d'entomologie, 1889, S. 278.
Oxyporus maxiliosus var. apicalis (Syrien); E. Eppelsheira, Deutsch. Ent.
Zeitschr , 1889, S. 181, niger (Oyayania), japoniais (Yezo) S. 407, maculiventrifs
(Japan), parcus S. 408, yermanus (Sendai; Nikko; Sanohe), longipes (l^Wko) S. 409,
humeralis (ibid.), hopUtes (Japan), gnatlio (Nikko) S. 410, higuttatus (Miyanosliita)
S. 411; D. Sharp, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6), IIL
Oxytehis antennalis (Yahue; Tonghue), picticornis (St. Louis, Neu-Kaled.)
S. 249, coriaceus (Tonghue) S. 250; A. Fauvel, Revue d'entomologie, 1889,
flavipennis (Tripolis); E. Eppelsheim, Berlin. Entom. Zeitschr., 1889, S. 313,
gregarius (Nikko); D. Sharp, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6), III, S. 414.
Paedei'us mesopotamkus (Bagdad); E. Eppel sheim. Deutsch. Ent. Zeitschr.,
1889, S. 178, (ujnatus (Kan.su:; derselbe. Hör. Soc. Ent. Ross., XXHL S. 180,
sgriacus (S.); E. Reitter, Entoni. Nachr. 1889, S. 170, in einer Uebersicht
der bekannten Arten, S. 169—171.
Philonthus disco'ideus Gh-. Larve S. 144 PI. I Fig. 9, 10, debilis 01%
Larve, S. 146; C. Rey, Essai, a. a. 0.
Philonthus dentipes (Arragonien) S. 172, Oherti (südl. Daurien) S. 174;
E. Eppelsheim, Deutsch. Entoni. Zeitschr., 1889, hisinuatus (Szetschuan) S. 175,
(Gefyrobius) Fotanini (Kansu) S. 177, (Rabigus) aZi'ewMs (ibid.) S. 178; derselbe.
Hör. Soc. Ent. Ross., XXIII, Kanalensis (Kanala) S. 264, sanguinosus (Anse
Vata) S. 265; A. Fauvel, Revue d'entomologie, 1889, Reitteri (Cirkassien);
E. Eppelsheim, Wien. Entom. Zeitg., 1889, bicauäus (Niigata), Ztojjto-ws (Junsai),
micanticoUis (Nagasaki) S. 36, äeprcssipennis (Ichiuchi; Koiiose) S. 37, discrepcns!
(imiss discrepans heissen; Nikko), virgatus (ibid.; Chiuzenji) S. 38, siilcifronft
(Nagasaki) S. 39, inconstans (Osaka; Yokohama; Junsai; u. s. w.) S. 40, cunctator
(Yokohama), spadiceus (ibid.; Awomori; Sapporo) S. 41, macrocephalus (Ichiuchi;
Yuyama), daimio (Otaru; Hakodate) S. 42; D. Sharp, Ann. a. Mag. Nat. Hist.
(6), III.
Die Gattung Phucobius ist neben Philonthus und Cafius berechtigt un<l
bisher auf Japan und China zu beschränken; D. Sharp, Ann. a. Mag. Nat. Hist.
(6), ni, S. 108.
Pinophilus punctatissimus (Hitoyoshi; Ogura); D. Sharp, Ann. a. Mag. Nat.
Hist. (6), III, S. 323.
Platyola fusicornis Rey Larve; 0. Rey, Essai, a. a. 0., S. 162, PI. I
Fig. 14-16
A. Fauvel erklärt Porus ferrugineus für die äthiopische Varietät des
indischen ochraceus; derGreschlecIstsunterschied besteht darin, dass das Männchen
oben am 2. Hinterleibsringe, nahe dem Rande, jederscits einen starken, von ol)en
nach unten gebogenen Zahn hat; Revue d'entomologie, 1889, S. 285f.
1^ nochirna japonicus (Hakone; Oyayama); D. Sharp, Ann. a. Mag. Nat.
Hist. (6), III, S. 468.
Procirrus Lcwisii (Nagasaki), fuscidus (Dacca; Ind.); D. Sharp, Ann. a.
Mag. Nat. Hist. (6), III, S. 324.
im Gebiete der Bütomologie wälireiifl des Jahres 1889. 303
Pseudidus filum Kiesiv.? Larwe; C. Rey, Essai, a. a. 0., S. 140.
Pycnaraea tenuicornis J. Sahlberg i. 1. (von Bjerkeng- in Mals elo, 69"
2'); als neue Art angekündigt von Sparre Schneider, Tromsoe Museums
Aarshefter, XH, S. 82.
Quedionnchus^jZanrtiMS (Nikko), cnncolor (ibid.; Chiuzenji), «rwipes (Shimidzu;
Yuyama); D. Sharp, Ann. a. Mag. Nat. Hist., (ß), III, S. 34.
Quedius Rdgusae (Sizilien); E. Eppelshei m, II Natural. Siciliano, VIII,
S. 89, (Microsanrus) seriatus (Amdo); derselbe, Hör. Soc. Ent. Ross. , XXIII,
S. 169, (Sauridus) plagifer (Cirkassien) S. 15, oUiqueser latus S. 17, yemellus S. 18
(ibid.); derselbe, Wien. Ent. Zeitg., 1889, praeditus (Miyanoshita; Jnnsai) S. 29,
abnormaUs (Nikko), flavicornis (Ichiuchi; Hitoyoshi) S. 30, latlcollis (Sapporo),
hirticoniis (Mitzusawa), imbecüUsl (Miyanosiiita) S. 31, annectens (ibid.), adustus
(Oyama; Nishi; Nara; Chiuzenji) S. 32, nmltipunctatus (Hakone) S. 33; D. Sharp,
Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6), III.
Qu. quercicola Fairm. bei Lund gefunden; die Art wird von C. CI
Thomson zu Microsaurus gebracht; üpuscul. Entom. XIII, S. 1401.
Scopaeus unifasciatns (Tonghue); A. Fauvel, Revue d'entomologie, 1889,
S. 256, currax (Yokohama; Niigata; Nikko ; D. Sharp, Ann. a. Mag. Nat. Hist.
(6), III, S 261.
Siagonium nobile (Nikko; Miyanoshita) S. 463, debile (Miyanoshita; Kiga;
Nagasaki), gracile (Nagasaki; Nara; Kurigahara) S. 464; D. Sharp. Ann. a.
Mag. Nat. Hist. (6), III.
Stamnoderus Delauneyi ( Camp-Jacob, Guadeloupe) ; F 1 e u t i a u x & S a II e,
a. a. 0., S. 380 Fig. 7.
Staphylinus olens und cyaneus Lebensweise; E. Pissot, Le Na-
turaliste, 1889, S. 205 f.
Staphylinns (Platydiacus) imputens (Ka nsu) ; E. E p p e 1 s h e i m , Hör. Soc. Ent.
Ross,, XXIII, S. 170, (Staph.) chulcescens (Nikko), vicarius (ibid.) S. 117, daiinio
(Junsai; Sapporo) S. 118; D. Sharp, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6), III, griseipennis
(Moupin); L. Fairmaire, Ann. Soc. Entom. France, 1889, S. 10.
Stenus Sevienowi (Kan.su) S.181, Mongolicus (ibid.) S.183; E. Eppelsheim,
Hör. Soc. Ent. Ro.ss. XXIII, |>Zam/ro«s (Numea; Yahue, unter Rinde); A. Fauvel,
Revue d'entomologie, 1889, S. 253, lineola (Cirkassien); E. Eppelsheim, Wien.
Ent. Zeitg., 1889. S 20, anthracinus (Oyamn, Kashiwagi), lentus (Nikko) S. 326,
distans (Nagasaki), laborator (Yokohama; Osaka) S. 327, hirtiventris (Niigata),
bicolon (Oyayama; Miyanoshita) S. 328, palpalis (Ichiuchi; Senda'i), latitarsis
(Miyanoshita) S. 329, mysticus (Nikko), indiibius (Miyanoshita; Kiga) S. 330,
cephalotes (Nagasaki), confertus (Sanjo) S. 331, concinnus (Niigata) S. 332, mercatoi-
(Kiukiang), sedatus (Niigata), veZo.i:; (Nikko; Tokio) S. 333, /Zwicfe^MS (Tokio)
S. 334; D. Sharp, Ann. a. Mag. Nat. Hi.st. (6), III.
Stilicus longipennis (Nikko; Hakodate; Junsai); D. Sharp, Ann. a. Mag.
Nat. Hist. (6). IH, S. 321.
Sunius jjoro5«<.? (Yokohama); D.Sharp, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6) III,
S. 322.
Tachinus subteraneus L. var. rufieolUs (Ungarn); E. Eppelsheim, Deutsch.
Entom. Zeitschr, 1889, S. 173, Starcki (Abago'; derselbe, Wien. Ent. Zeitg.,
1889, S. 12.
Thectura «ancoZor (Kauala) ; A. Fauvel, Revue d'entomologie, 1889. S. 277.
304 Ph- ßertkan: Bericht über die wisseiisehaftlichen Leistungen
A. Fauvel nimmt eine revision des (15) Thinobius d'Europe vor,
Revue d'entomologie, 1889, S. 83— 89, und beschreibt (Thinophilus) diversicornis
(Prag; Gien; im Flusssande imd Geniste) S. 86, heterogaster (Prag; Madrid) S. 87.
Um eine Bemerkung Fauvel's (s. voi'hin) über Th. nodicornis Epp, zu
entkräften, beschreibt E. Eppelsheira die Art nochmals, ebenda S. 206, sowie
ferner (Thinophilus) quadricollis (Micailow, Surampass) S. 207, obscurus (Araxes-
thal) S. 208.
Th. palUdicornis (Texas) S. 80, grossulus ("Newr-York) S 81, Sotiomae (Sonoma
Co. 2, Kalifornien) S. 83, hcsperius (Fort Yuma 3, Kalif.) S. 84, pygmaeufi (Reno 1,
Nevada) S. 85, pallidus (Austin 2, Texas) S. 86, gracilicornis (Kalifornien), crassi-
cornis (Austin 1, Texas) S. 87, validus (Kalifornien) S. 88; Th. L. Casey, Ann.
New York Acad. of Sei., V.
Thoracophorus hrevipennis (Ydlv\%)\ A. Fauvel, Revue d'entomologie, 1889,
S. 244, certatus (Nishimura; Oyayama; Kashiwagi); D. Sharp, Ann. a. Mag. Nat.
Hist. (6), III, S. 465.
Th. L. Casey schreibt a preliminary monograph of the North
American species of Trogophloeus; Ann. New York Acad. Sei., IV, S. 322
bis 383. In derselben sind 66 Arten aufgeführt, die in der Uebersicht in 5
Gruppen vertheilt sind; folgende sind als n. sp. bezeichnet. Tr. anthracinus [Ken-
tiicky ; Virginia) S. 330, curvinus (Massachusetts) S. 331, dentiyer (Arizona), mexi-
eanus (Guanajuato) S. 333, texanus (Galveston) S. 334, armatus (Kalif.), gilae
(Arizona) S. 335, prominens (Kalif.) S. 336, pacificus (Sonoma Co.) S. 337, Ärizonae
(TuQSon) S. 338, occiduus (Kalif.) S. 339, conjunctus (Oregon) S. 342, spretus
(Penns.; Maryland; S. 343, Apacheaniis (Tuyson) S. 344, mancus (Texas), spectahis
(Florida) S. 345, imhellis (Jowa) S. 346, lepidus (ibid.) S. 347, diffusus, lapsits
(Kalif.) S. 350, egregius (Rhode Isl.) S. 352, ohUquus (Kalif.) S. 353, sculptilis
(Kalif.), difficilis (Nord-Karolina; Maryland) S. 354, congener (Pennsylv.) S. 355
agonus (Tennessee) S. 356, temporcdis (New York ; Massachusetts) S. 357, probus
(I^ord-Karolina), nanulus (Texas) S. 358, modestus (Texas) S. 359, pertenuis (ibid.)
S. 860, detractus (Jowa) S. 361, indigens (Rhode Isl.), graphicus (Missouri) S. 362,
ingens (Jowa; Illinois) S. 363, incertus (Tennessee) S. 364, ddicatus iMichigan)
S. 365, pudicus (New Jersey) S. 368, robustulus (New York), cunfinis (Kalif.)
S. 369, pauperculus (Kalif.) S. 370, languidus i^Texas) S. 371, bipuncticolUs (Texas)
S. 372, palUdulus ^Oberer See) S. 373, debilis (Kalif.) S. 374, fallax (Oberer See)
S. 375, lirovidus (New Jersey) S. 376, inquisitiis (Texas) S. 377, fncetus (Rhode
Isl.), confusus (New Jersey) S. 378, scrupulus (Texas) S. 379, insolittis (Kalif.)
S. 380, filum (ibid.) S. 381, decoloratus (Pennsylv.) S. 382, tantillus (Texas) S. 383.
Tr. duplex (Tonghue); A. Fauvel, Revue d'entomologie, 1889, S. 248,
smcaiw* (Yokohama; Kumamoto; u. s. w.) S. 415, cminens (Kiga), deceptor (Yoko-
hama; Nagasaki) S. 416, vagiis (ibid.; Ogura-See; Niigata), sedatus (Nagasaki;
Kobe) S. 417; 1). Sharp, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6), III.
Vellejus setosus (Junsai); D. Sharp, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6;, III, S. 29 ^
V. dilatatus kommt ebenfalls verbreitet in Japan vor und fand sich an Baum-
stämmen, die von Cossus-Raupen bewohnt waren, vor.
Xantholinus glabratus (irav.? Larve; C. Rey, Essai, a.a.O., S. 150.
Xantholinus (P^ulissus) sanguinipes (Ordubad,; E. Reitter, Deutsch. Entoni.
Zeitschr., 1889, S. 275, orlhodoxas (Sydney; Port Hackiiig); A. S. Olliff, Proc.
Linn. Soc. N. S.Wales, (2', II, S. 484, Kanalensis (Kanala; Yahu6); A. Fauvel,
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 18S9. 305
Revue d'entomologie, 1889, S. 261, pauper (Chiuzenji; Nikko), tubulus (Nikko;
Miyanosliita) S. 250, cundator (lliyanoshita) , angusticeps (Nagasaki) S. 251,
punctiventris (Ichiuchi) S. 252; D. Sharp, Ann. a. Mag. Nat. Hist. (6), III.
Hydrophilidae. A. Preudhomme de Borre gibt Conseils pour
Tetude des Palpicornes aquatiqii es , die diese sehr vernachlässigte Familie
dem Studium empfehlen, Anweisungen zum Fange und die Angabe der wich-
tigsten Literatur enthalten; Bull. See. Ent. Belg., 1889, S. X— XIII.
Hijdrobiomorpha (n. g.; mentum antice leviter rotundatum, haud sinuatuni,
angulis anticis vix emarginatis; mandibula apice biloba; prosternum carina elevata
postice spinosa instructum) BovilU (Palmerston), Tepperi (ibid.; Yara Creek);
T. Blackburn, Proc. Limi. Soc. N. S.Wales (2), III, S. 817.
Zur Unterscheidung des Berosus spinosusund guttalis s. A. Fauvel,
Revue d'entomologie, 1889, S. 335.
Berosus acutispina (Tonking); L. Fairmaire, Ann. Soc. Entom. France,
1888, S. 336, majusculus (S. Austral.) S. 824, (jravis (ibid.) S. 826, decipiens (ibid.)
S. 827, äiiplo-punctatus (Adelaide; Fort Lincoln) S. 828, discolor (Port Lincoln)
S 829, Flindersi (ibid.) S. 831, simulans (Rivoli Bay) S. 832; T. Blackburn,
Proc. Linn. Soc. N. S.Wales (2), III, (juadeloupensis (Pointe- ä-Pitre) S. 376,
tessellatus Dej. cat. (Guadeloupe) S. 377; Fleutiaux & Salle, a.a.O.
Oalobius quadricollis Muls. Larve; C. Rey, Essai, a. a. 0., S. 141.
Cercyon circumcinctum (Euboea); E. Reitter, Deutsch. Entom. Zeitschr.,
1889, S. 254, fossum (S. Austi^al.); T. Blackburn, Proc. Linn. Soc. N. S. Wales
(2), III, S. 840, (Pelosoma) rufijies (Guadeloupe); Fleutiaux & Salle, a. a. 0.,
S. 378.
Cyclonotnm cmstrale (S. Australien); T. Blackburn, Proc. Linn. Soc.
N. S. Wales (2), III, S. 839.
Helochares «%niMZi«s (Sizilien); Kuwert, II Naturalista Siciliano, IX, S. 8.
Hydraena Torrensi (Adelaide); T. Blackburn, Proc Linn. Soc. N. S. Wales
(2), in, S. 837.
Hydrobaticus australis (Yiktorm; S. Austral.); T. Blackburn, Proc. Linn.
Soc. N. S. Wales (2', III, S. 823.
Hydrobius macer (Viktoria); T. Blackburn, Proc. Linn. Soc. N. S. Wales
(2), III, S. 819.
Hydrochus latitans (Tonking); L. Fairmaire, Ann. Soc. Entom. France,
1888, S. 337, Adelaidae fA.) S. 832, refjularis (Murraybridge) S. 833, Victoriae
(Ararat, V.) S. 834; T. Blackburn, Proc. Linn. Soc. N. S. Wales (2), IIL
Hydrophilus ganssuensis (Gan-ssu); A. Semenow, Hör. Soc. Ent. Ross.,
XXIV, S. 194.
Ochthebius australis (Port Lincoln; Adelaide); T. Blackburn. Proc. Linn.
Soc. N. S. Wales (2), III, S. 835.
Paracymus (Paranacaena) Lindi (Port Lincoln), suUineatus (Roseworthy).
T. Blackburn, Proc. Linn. Soc. N. S. Wales (2), IH, S. 821.
Philhydrus laevigatus {S,ov(\Q\to^\i\ Viktoria); T. Blackburn, Proc. Linn.
Soc. N. S. Wales (2), III, S. 822.
Sphaeridium chinense (Jenking); J. Frivaldszky, Termesz. Füzet., XII,
S. 197.
Archiv f. Naturgesch. Jahrg. 1890. Bd. II. H. 2. XJ
306 Ph. Bei'tkan: Beiiclit über die wissenschaftlichen Leistungen
Steruoloplnis tenehrieosus (Palmerston) ; T. BlacJiburn, Pvoc. Linn. Soc
N. S. Wales (2), III, S. 813.
Volvulus imnctatus (Austr.); T. Blackbnrn, Proc. Linn. Soc. N. S. Wales
(2), in, S. 839.
Gyrinidae. G. Severin stellt einen Catalogue des Coleopteres de
la famille des Gyrinides zusammen (303 A. in 9 Gattungen); Ann. Soc. Ent
Belg., 1889, S. 149-179.
E. Ragusa: Tavola sinottica dei Gyrinus di Sicilia; II Naturalista Sici-
liano, IX, S. 9.
Orectochilus cardiophorus (Berge von Catcin; Tenasserim) S. 620, cordatus
(Tenasserim), Feae (ibid.) S. G21, triam/ idiger (ibid.) S. 622; M. Regimbart,
Ann. Mus. Civ. Genova, (2. S.), VI.
Orectogyrus Kellcni (Humpata, Westafr.); M. Regimbart, Notes Leyden
Mus., XI, S. 62, AUuaudi (Assinie); derselbe, Ann. Soc. Eutom. France, 1889,
S. 250.
Dytieidae. Bidessus Gestroi (Rangun); M. Regimbart, Ann. Mus. Civ.
Genova, (2. S.), VI, S. 613, alternatus (San Esteban); derselbe, Ann. Soc. Ent.
France, 1888, S. 384, Surinamensis (Guyana); derselbe, ebenda, S. 390, annamita
(Thuan-au) S. 153, circulatus (Cochinclüna) S. 154; derselbe, ebenda, 1889.
Cantbydrus festivus (Rangun); M. Regimbart, Ann. Mus. Civ. Genova,
(2. S.) VI, S. 610, Simoni (Caracas; Matto - Grosso ; Paraguay); derselbe, Ann.
Soc. Ent. France, 1888, S. 383, (irammopterus (Matto-Grosso, Bras.); derselbe,
ebenda, S. 390, hifasciatus (Kambodscha) S. 148, fidvescens (Annara) S. 149; der-
selbe, ebenda 1889, binotatus (Pointe-ä-Pitre, Guadeloupe); Fleutiaux & Salle,
ebenda, S. 370.
Copelatus Feae (Shwegoo-myo; Bhamo); Gestro, Ann. Mus. Civ. Genova,
(2. S) VI, S. 616, Simoni (San Esteban); M. Regimbart, Ann. Soc. Ent. France»
1888, S. 385, Amazonicus S. 391, /brmo,s«..s S. 392 (Tarapote); derselbe, ebenda.
Das Studium eines reichen Materials brachte M. Regimbart zu der An-
sicht, dass Colymbetes dolabratus Payk , groenlandicus Auh. und Thomsoni Sharp
Formen einer veränderlichen Art seien; Bull. Soc. Entom. France, 1889, S. XVII.
Gyhister granulatus (S. Austral.l; T. Blackburn, Proc. Linn. Soc. N. S.
Wales (2), IH, S. 812.
Derovatellus Africanus (Humpata!); M. Regimbart, Notes Leyden Mus.,
XI, S. 55, assinicus (A.); derselbe, Ann. Soc. Entom. France, 1889, S. 248.
Wallace Kew zeigte derEntomol. Soc. London ein Exemplar von Dyticus
marginalis vor, an dessen Bein eine kleine Muschel angeheftet w^ar; Proceed.,
1888, S. XXXV.
Haliplus ohconicus (Caracas); M. Regimbart, Ann. Soc. Ent. France, 1888,
S. 381.
Herophydi'us Bitsemae (Humpata, Westafr.); Regimbart, Notes Lej'deu
Mus., XI, S. 57.
Hydaticus incertits (Bhamo); Gestro, Ann. Mus. Civ. Genova, (2. S.), VI,
S. 617, platamhoides (Assinie); M. Regimbart, Ann. Soc. Entom. France, 1889,
S. 249.
Ueber Hydropoius celatus Clarl-'^, longulus Muls. {^^ cclatus Sharp), regularis
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 307
Sharp, pyreuaeus Wehncke s. M. Regimbart, Bull. Soc. Entom. France, 1889,
S. XLII; über weitere Arten s. A. Fauvel, ebenda, S. LXXI.
Hj'drovatus lacco^MloYdes (Bhamu); Reg im bar t, Ann. Mus. Civ. Genova,
(2. S.) VI, S. 612, parallelus (Humpata, Westafr.); derselbe, Notes Leyden
Mus., XI, S. 54.
Hyphoporus elegnm (Bhamo); Regimbart, Ann. Mus. Civ. Genova, (2. S.)
VI, S. 615.
Hyphj^drus Birmankus (Bhamü); Regimbart, Anu. Mus. Civ. Genova,
(2 S.) VI S. 714, cycloUes (Humpata); derselbe, Notes Leyden Mus., XI,
S. 56, Alluauäi S. 247, assinims S. 248 (A.); derselbe, Anu. Soc. Eutom.
France, 1889.
Laccopliilus pellucidus (Bhamo; Teuasserim) S. 610 rufulus, (Rangun)
S. 611; Regimbart, Ami. Mus. Civ. Genova, (2. S.) VI, succineus (Caracas),
Venezuelensis (San Esteban) S. 382, amoemts (ibid.) S. 383; derselbe, Ami. Soc.
Ent. France, 1888, Oberthilri, jilagiahts S, 388, intermedius (Tarapote, Amazon.),
Brasilieusis (Cara^a) S. 389; derselbe, ebenda, to.«»oZ«iM,s (Humpata, Westafr.),
trüineolata (ibid.) S. 52, flavoxyictus (ibid.) S. 53; derselbe, Notes Leyden Mus.,
XI, coccinelloides (Arizona) S. 112, ellipticus (Annam; Cochinchina) S. 152;
derselbe, Ann. Soc. Entora, France, 1889.
Lancetes angustissimus Begimh. = (Anisomera) Claussi Müll.; L. Fair-
maire, Bull. Soc. Entom. France, 1889, S. XC.
Platynectes princeps (Tenasserim); Regimbart, Ami. ]Mus. Civ. Genova,
(2. S.), VI, S. 615.
Pronoterus o&smnj5e)m<5 (Pointe-a-Pitre, Guadeloupe );rieutiaux&Salle
a. a. O., S. 369.
Rhantus suturalis var. vnmieularis (die Weibchen mit tief gerunzelten
Flügeldecken); A. Fauvel, Revue d'entomologie, 1889, S. 82.
Carabidae. L. Ganglbauer beschreibt drei neue Carabiden aus
Bosnien; Deutsch. Entom. Zeitschr., 1889, S. 45-48.
Th. G. Sloane theilt a note on the Carenides, with descriptions
of new species mit; Proc. Linn. Soc. N. S. Wales (2), III, S. 1101—1122.
H. W. Bates beschreibt new species of African Coleoptera (Ca-
rabidae) in the Leyden Museum; Notes Leyd. Mus., XI, S. 201—208.
Acalathus (n. g. Calatho proxinium; tarsi intermedii et posteriores haud
sulcati, simplices; unguiculi tantum in hasi breviter serrati . . .) seminifescens
(Amdo); A. Semenow, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIII, S. 365.
Agoiiopsis (subg. nov. g. Anchomenus ; corpus apterum, haud deplanatum;
palp. art. ult. subfusiformis . . .) Jmmerosiis (Burchan-Budda); A. Semenow, Hör.
Soc. Ent. Ross., XXIII, S. 359.
Arhytinus (n. g. Anchomenin.) bemhidioYdes (Hue); H.W. Bates, Ann.
Soc. Entom. France, 1889, S. 279.
Aulacillus (n. g. Scaritin.) Liherianiis (Junk River); H. W. Bates, Notes
Leyden Mus., XI, S. 205.
Aurisma (n. g. prope Platysma) J)eZfMia?/t (Yiinnan) ; L. Fairmaire, Ann.
Soc. Ent. Belg., 1888, S. 9.
Cephalornis für Ornithocephalus praeocc. ; A. Semenow, Wien. Entom.
Zeitg., 1889, S. 59.
308 Pi]. Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Chariscapterus (subg. nov. Carenin. iuter Calliscapterum et Platythoracem)
opulens! (Eucla, W. Austral.); T. Q. Sloaue, a. a. 0., S. 1112.
Chlaeniomimus (n. g. Anchomenin., corpore densissime pubescente, et
tarsis anter. maris fere simplicibus, articulis 3 vix dilatatis distinctum) für
(Chlaenius) gracilicollis Jak.; A. Senienow, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIII, S. 29G.
Colpostoma (u. g. Licinin., transitum ad Ditomin. constituens; a g. Licino
corpore piloso, palpis articulo ultimo subinflato, prosterno apice immarginato
diversum) insigne (Alai); A. Semenow, Hör. Soc. Ent. Ross,, XXIII, S. 387.
Dinopelma (n. g. Ctenodactylin., faciem Platyni vel Colpodis praebeiis,
sed tarsorum structura ut in Hexagonia) plantiyradum (Mt. Kinibalu; ßorneo);
H. W. Bates, Proc. Zool. Soc. London, 1889, S. 385.
Discoptera (n. g. pro])e Corsyram, Psammoxenum ; statiira plana, lata;
elytris fere orbiformibus, basi marginatis, metasterno alte carinato . . . insigne)
Komarowi (Repetek, Transkaspien) S. 397, Prsewalskn (cbines. Turkestan) S. 398,
Eylandi (Repetek) S. 399; A. Semenow, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIIL
Eurythorax (subg. nov. g. Pterostichus, ab Haptodero episternis posteri-
oribus longioribus quam latioribus et Stria praescutellari deüciente diversum);
T. Tschitscherin, Her. Soc. Ent. Ross., XXIII, S. 192.
Eustomis (subg. nov. g. Stomis; autennae apicem versus sensim sub-
incrassatae , art. ultimo praecedentibus multo longiore , apice haud attenuato,
obtuse rotundato; prothorax elongatus, parum rotundatns; elytia striis ad latera
et praecipue apicem versus obliteratis, evanescentibus) formosus (Ala-tau);
A. Semenow, Hör. Soc. Ent. Ross., XXin, S. 378.
Holosoma (n. g. üodin. prope Oodem et Sinioum; palporum lab. art.
penultimo plurisetoso insigne) opacum (Gan-ssn); A. Semenow, Hör. Soc. Ent.
Ross., XXIII, S. 389.
Hypercosmeton (n. g. Truncatipenn. prope Tetragonoderum, Masoreum)
callido/des (Ordubad); E. Reitter, Wien. Entom. Zeitg., 1889, S. 291 Taf IV
Fig. 3.
Imaihius (subg. nov. g. Carabus; tarsi antici in utroque sexu simplices);
H. W. Bates, Proc. Zool. Soc. London, 1889, S. 211.
Leptorembus (n. g. Licinin. Rembo et Liciiio affine; antenn. art. 3 paene
duplo longior quam 1; mentum dente magno bicuspide armatum) flavomaeulatus
(Kwako bis Kimpoko); H. J. Kolbe, Stettin. Entom. Zeitg, 1889, S. 117.
Morphodactyla (n. g. Thermoscelidi et Pristodactylae vicinuni; ab illo
tibiis post. in mare integris, menti dente obtuso, haud bifido . . ., ab hoc tarsis
longissimis, exteine sulcatis . . . diversum) Potunini (Cfan-ssu); A. Semenow,
Hör. Soc. Ent. Ross., XXIII, S. 367.
Neoscaphus (n. g. Carenin. prope Conopterum) .simplex lilulwala, N. S W.);
T. G. Sloane, a. a. 0., S. 1120.
Paliscaphus (subg. nov. Carenin. prope Eutoma et Carenoscaphum) fvlix
(Darling r.); T. G. Sloaue, a. a. 0., S. 1118.
Paradolichus (n. g. Dolicho proximum, menti dente bifido, oculis minoribus
pianulatis, genis magis productis, prosterni processu immarginato, corpore aptero
distinctum) Przeivalukii (Amdo); A. Semenow, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIIL
S. 869.
im Gebiete der Entomologie während des Jahres 1889. 309
Pseudadelosia (subg. nov. g. Pterostichus , Adelosiae siniile, sed corpore
convexo et prothorace ante angulos jiost. non sinuato); T. Tschitscherin, Hör.
Soc. Ent. Ross., XXIII, S. 197.
Stenolepta (n. g. Spbodrin. prope Tapboxenum, forma angusta, cylindrica,
parallela distinctum) cylindrica (Kasalinsk, Kirghisien); A. Semenow, Hör. Soc.
Ent. Ross., XXIII, S. 377.
Sterojianus (n. g. Steropodi affine) furticornis (Yunnan); L. Fairmaire,
Ann. Soc. Ent. Belg., 1888, S. 10.
Abacetus flavipes, quadratipennis (Kiug's Sd.); W. Macleay, Proc. Linn.
Soc. N. S. AVales (2), III, S.480, lopho/des (Pnomh-Penh) ; H. W. Rates, Ann.
Soc. Entom. France, 1889, S. 277.
Abax tantillus (Yunnan); L. Fairmaire, Ann. Soc. Ent. Belg., 1888, S. 12.
Acupalpus (yrnatus, quadrimaculatus S.iTi, bimaculatus S. 475 (King's Sd.);
W. Macleay, Proc. Linn Soc. N.S.Wales (2), III, annamensis (Hue; Mytbo)
S. 272, ovatulus (Saigon) S. 273; H. W. Rates, Ann. Soc. Entom. France, 1889.
Adelotopus hrevipennis, elongatulus S. 459, longipemiis, lacvis, linearis S. 460
(King's Sd.); W. Macleay, Proc. Linn. Soc. N. S. AVales (2), IIL
Agonum dorsostriatum (Yunnan); L. Fairmaire, Ann. Soc. Ent. Relg.,
1888, S. 13, melanostictum (Goorais Valley); H. W. Rates, Proc. Zool. Soc.
London, 1889, S. 215.
Amara (Amatbitis) hyalina (Chingan); A. Semenow, Hör. Soc. Ent. Ross.,
XXIII, S. 379.
Amblygnathus Vitraci (Guadeloupe); Fleutiaux & Salle, a.a.O., S. 364.
Amblystomus dromio'idcs (Saigon; Hue); H. W. Rates, Ann. Soc. Entom.
France, 1889, S. 272.
Anchomeuus -^rMMweo-niV/er (Kwako bis Kimpoko); H. J. Kolbe, Stettin.
Entom. Zeitg., 1889, S. 120.
Anisodactylus abaculus (Junk River); H.W. Rates, Notes Leyden Mus.,
XI, S. 207.
Antbia ooptera (Mossamedes) S. 202, niveicinda (ibid.; Humpata) S. 203;
H. AV. Rates, Notes Leyden Mus., XI.
Antisphodrus bosnicus (Südbosnien); E. Reitter, Deutsch. Entom. Zeitschr.,
1889, S. 369.
Apenes purpuratus (Camp -Jacob, Guadeloupe); Fleutiaux & Salle,
a. a. O., S. 360, Fig. 2.
Apbaonus pseiidopercus (Cirkassien) ; E. Reitter, Wien. Entom. Zeitg
1889, S. 97.
Ardistomis Zaetj/sirmte (Guadeloupe) ; Fleutiaux & Salle, a. a. 0., S. 363
Fig. 7.
Arsinoe Salvadcrrensis (S. Salvador, Kongo); H.J. Kolbe, Stettin. Entom.
Zeitg., 1889, S. 122.
fierabidium nitidulum Marsh. Larve; 0. Rey, Essai, a.a.O., S. 139.
Rembidium (Synechostictus) siäcipenne (Elbrus) S. 273, (Peryphus) quadri-
flamvieum (ibid.) S. 274; E. Reitter, Deutsch. Entom. Zeitschr. 1889, (Peryphus)
lyracculatum (Goorais Valley), Dardum (Skardo); H. W. Rates, Proc. Zool. Soc.
London, 1889, S. 212.
310 Ph. Bei'tkau: Berieht über die wissenschaftlichen Leistungen
Benibidium Lederi Beut, ist ein Psendolimnaenm; E.Reitter, Deutsch. Ent.
Zeitschr., 1889, S. 274.
Blechrus annamensis (Hue); H. W. Bates, Ann. Soc. Entoni. France, 1889,
S. 285.
Brachyonychus Perraudierei (Pnonih-Penh); H. W. Bates, Ann. Soc. Ent.
France, 1889, S. 264.
Broscus Davidianus (Ynnnan; Hongkong); L. Fairmaire, Ann. Soc. Ent.
ßelg., 1888, S. 7, dcclivts (Issyk-kul), Potanini (Ssinin) S. 392, Przewahkü (Amdo)
S. 393; A. Semenow, Hör. Soc. Entom. Ross., XXIII.
Calathus obscuripennts (Ordubad); E. Reitter, Deutsch. Entom. Zeitschr.,
1889, S. 18, corax (Koraxgeb.; Parnass) S. 253, cUiptims (Phtbiotis) S. 254;
derselbe, ebenda, stnißpcnnis S. 12, nuhüipemiis S. 13 (Yunnan); L. Fair-
maii'*, Ann. Soc. Ent. Belg. , 1888, Potanini (Gan-ssu; Sse-tschuan) S. 360,
fallax (ibid.) S. 361, pseudomorphus (ibid.) S. 362; A. Semenow, Hör. Soc. Ent.
Ross., XXIII, tcnuestr latus (Moupin) ; L. Fairmaire, Ann. Soc. Ent. France,
1889, S. 8.
Calliscapterns viridiameus S. 461, foveolatus S. 462 (Kings Sd.); W. Mac-
leay, Proc. Linn. Soc. N. S. Wales (2), III, speciosus (Glascoigne r., W. Austr.);
T. G. Sloane, ebenda, S. 1110.
Callistomimus quadrimaculatiis , dilaceratiis (Kwako bis Kimpoko); H.
J.Kolbe, Stettin. Entom. Zeitg., 1889, S. 119.
Callistus acuticoüis (Yunnan); L. Fairmaire, Ann. Soc. Entom. France,
1889, S. 6.
Oalosoma azoricum Woll. bei Tripolis; M. Qnedenfeldt, Entom.
Nachr , 1889, S. 319.
Carabus rutilans Larve, Xambeu, Revue d'entomologie, 1889, S. 322
bis 324; 0. vagans Larve; C. Rey, Essai, PI. I, Fig. 2, 4, 68.
E.Reitter stellt eine Bestimmungstabelle der flachen, kau-
kasischen Carabus oder Tribax-Arteu auf, Deutsch. Entom. Zeitschr.,
1889, S. 241-250, mit (Tribax) mimjrelicus (M.) S. 249.
(Plectes) Biebersteini Men. var. agnatus (Cirkassien) S. 321; L. Gangl-
bauer, ebenda, Protensus var. Koltzei, Bichteri (Abchasien); C.Rost, ebenda,
S. 423.
Carabus Feae (Birma); Gestro, Ann. Mus. Civ. Genova, (2. S.) VI, S. 106,
[Ima'ibius subg. nov., s. oben) harysomus (Goorais Valley) S. 210, (Carab.) dar-
diellus (ibid.) und var. granidisparsus S. 211; H. W. Bates, Proc. Zool. Soc.
London , 1889, Tientli var. minor, (var?) Ichanyensis, protenes n. sp. (Ichang,
China); derselbe, ebenda, S.217, (Mesocarabus) Akensis (Ak-Dagh); Ch. Haury,
Le Naturaliste, 1889, S. 106, indicus (Darjiling); L. Fairmaire, Bull. Soc.
Entom. France, 1889, S. XV.
C. nemoralis y&r. Nisseni (Südfrankreich) S. 374, Kraatzianus (Md.) S. 375;
H. Beuthin, Entom. Nachr., 1889, (Megadontus) septemcarinatus vAv.suhexaratus
(Fischt); E. Reitter, Wien. Entom. Zeitg., 1889, S. 64; C. Scheidlcri var. limbifcr
(Nieder-Oesterreich) ; derselbe. Deutsch. Entom. Zeitschr., 1889, S. 369.
Osservazioni sul C. morbillosus, 2'"'. e sue varietfi; F. Baudi, II Natural.
Siciliano, VIII, S.174f., C, auronitens \tir. ignifer; Ch. Haury, Le Naturaliste,
1889, S. 31.
im Gebiete der Entomologie während des Jalires 1889. oH
Caremim ohsuletum (Dawson r.); W. Macleay, Proc. Limi. Soc. N. S. Wales
(2), II, S. 972, arenurium (Mulwala, N. S. W.) S. 1114, dccorum (Coonamble,
N.S.W.) S. 1115, laevicolle (Johnstone r., Queensl.) S. 1116; T. G. Sloane,
ebenda, III.
Carenoscaphus viridissimus (King's Sd.); W. Macleay, Proc. Linu. Soc.
N. S. AVales (2|, III, S. 460.
Casnonia opacipennis (Bhamo); Gestro, Ann. Mus. Civ. Genova, (2. S.) VI,
S. 107, metalUca (Tonkiug); L. Fairmaire, Ann. Soc. Ent. France, 1888,
S. 334, angusticolHs S. 446, glohuUcoUis S. 447 (King's Sd.); W. Macleay, Proc.
Linn. Soc. N. S. Wales (2), III, cribriceps (Junk river, Liberia); H. W. Bates,
Notes Leyden Mus., XI, S. 201.
Cechenus ßoeberi var. lieydemanus (Dsitaku, Kruk.); A. Starck, Wien.
Entom. Zeitg.; 1889, S. 55.
Ceroglossus latemar(jinatus (Chili); A. v. Kraatz- Koschlau, Stettin. Ent.
Zeitg. , 1889, S. 110.
Chlaeuius Camillae (Pinna); Gestro, Ann.Mus.Civ.Genova, (2.S.) VI, S.108,
hemichlorus (Yunnan); L. Fairmaire, Ann. Soc. Ent. Belg., 1888, ^.S, pumilio,
ocwZam (Kwako bis Kinipoko), fraternus {S. Salvador, Kongo); H. J. Kolbe,
Stettin. Entom. Zeitg., 1889, S. 118, anclwmenoldes (Goorais Valley); H. W.
Bates, Proc. Zool. Soc. London, 1889, S. 212, lepidtis (Kolby, südlicher Altai);
A. Semenow, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIII, S. 291, (Homalolachnus) VeM (Hum-
pata; Benguella); H. W. Bates, Notes Leyden Mus., XI, S. 206, cambodiensis
(Pnomh-Penh); derselbe, Ann. Soc. Entom. France, 1889, S. 266.
Clivina trapezicollis (Mytho; Pnomh-Penh); H. W. Bates, Ann. Soc. Ent.
France, 1889, S. 263.
Colpodes melittus, eidabea (Goorais valley); H. W. Bates, Proc. Zool. Soc.
London, 1889, S. 215, ganssuensis (südl. Gan-ssu); A. Semenow, Hör. Soc. Ent.
Ross., XXni, S. 357, Fryi (Mt. Kinibalu); H.W. Bates, Proc. Zool. Soc.
London, 1889, S. 384, Bavidis, parens S. 9, cardioderus S. 10 (Monpin); L. Fair-
maire, Ann. Soc. Entom. France, 1889.
Conopterura viodestum (Nicol B., W. Austr.); T. G. Sloane, a. a. 0., S. 1119.
lieber Coptolabrus longipeunis C/iaud., Branickii Tacz., Dohnii Krauts und
einige Var. s. G. Kraatz, Deutsch. Entom. Zeitschr., 1889, S. 323 f.
C. principalis (Ichang, China); H. W. Bates, Proc. Zool. Soc. Loudon,
1889, S. 216.
Coscinia signata (Transkaspien) ; A. Semenow, Hör. Soc. Entom. Ross.,
XXIII, S. 394.
Craspedophorus Büttner i (Kwako bis Konipoko), Conguanus (ibid.); H. J.
Kolbe, Stettin. Entom. Zeitg., 1889, S. 116.
Cratogaster occidentalis (King's Sd.); W. Macleay, Proc. Linn. Soc. N. S.
Wales (2), IH, S. 475.
A. Starck bestreitet, dass Cychrus Starcki eine Varietät von aeneus
sei; der von Retowsky beschriebene C. Ballioui ist ein typischer, aber grosser
Starcki; Hör. Soc. Ent. Ross., XXIV, S. 227f.; vgl. den vor. Ber. S. 262.
Cyclothoiax ohsoMus (Port Lincoln) S. 1389, fortis (ibid.; Halbinsel Yorke)
S. 1390, cinctipennis (^Torreus) S. 1391, pergplioides (Woodville, bei Adelaide)
S. 1392; T. Blackburn, Proc. Linn. Soc. N. S. Wales (2), HL
312 f '• Bertkau: Bericht, über die wissenschaftlichen Leistungen
Cymindis densaticoUis (Peking); L. Fairinaire, Bull. Soc. Ent. France,
1888, S. CLIV, corax (Koraxgeb.); E. Reitter, Deutsch. Entom. Zeitschr., 1889,
S. 254, Semenowi (Gobi) S. 254, Fokmini (Kan-ssu) S. 255, distigma (Anado) S. 25ß,
imitatoria (Kan-ssu) S. 257; W. E. Jakowleff, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIV,
Jakowlewi (für obsoleta Jal-., praeocc); A. Senienow, Wien. Entom. Zeitg.,
1889, S 61.
Daptus Komarowl (Transkaspien); A. Senienow, Hör. Soc. Ent. Ross.,
XXm, S. 385.
Darodilia Castelnaui (King's Sd.); W. Macleay, Proc. Linn. Soc. N. S.
Wales (2), III, S. 465.
Denietrias annaviensis (Hue), cordiculUs (ibid.); H. AV. Bates, Ann. Soc.
Entom. France, 1889, S. 284.
Diaphoromerus politus S. 465, scxpanctatus S. 466, mulUpimctatiis, sidcatuliis
S. 467, laticoUis, Fro(j(jatti S. 468, porcatxdus, opacus S. 469, nicjrans, sericipennis
(Kings Sd.); W. Macleay, Proc. Linn. Soc. N. S.Wales (2), IIL
Ditomus rugifrons (Aschabad); E. Reitter, Deutsch. Entom. Zeitschr., 1889,
S. 369.
Dolichus Chincnsis (Gan-ssu); A. Semenow, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIII,
S. 368.
Drimostoma cordicolle (Kwako bis Kimpoko); H. J. Kolbe, Stettin. Entom.
Zeitg., 1889, S. 121.
Dromius triangulär is (Dshassyl-kul) ; A. Semenow, Hör. Soc. Ent. Ross.,
XXIII, S. 395, alicnus (Hue); H.W. Bates, Ann. Soc. Entom. France, 1889,
S. 285.
Dyscolus hiUiris (Lord Howe Isl.); A. S. Olliff, Lord Howe Isl., S. 80,
ovipennis (Yunnan); L. Fairniaire, Ann. Soc. Ent. Belg, 1888, S. 14.
Elaphrus Potanini (Amdo) S.352, cribratus (San-tschuan) S.358, smaragdiceps
(Dshoni, Amdo) S. 354; A. Semenow, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIIL
Eudalia Froggatti, suhlaevis (King's Sd.) ; W. Macleay, Proc. Linn. Soc.
:N. S.Wales (2), III, S. 448.
Eudema nohde S. 462, parvulum S. 463 (King's Sd.); W. Macleay, Proc.
Linn. Soc. N. S. Wales (2), III.
Euleptus albicornis, foveolatus (Kwako bis Kimpoko); H. J. Kolbe, Stettin.
Entom. Zeitg., 1889, S. 121.
Euplynes aurocinctu.s (Mt. Kinibalu, Borneo, Sumatra); H. W. Bates, Proc.
Zool. Soc. London, 1889, S. 384, Umbipennis (Uwe); derselbe, Ann. Soc. Entom.
France, 1889, S. 279.
Eurydera comimmimacula (Madagaskar); L. Fairniaire, Bull. Soc. Ent.
Belg., 1889, S. VI.
Euryscaphus urmarius (Murray r., N. S. Wales) S. 1108, ferox (Tintinnallogy,
N. S. W.) S. 1109; T. G. Sloane, a. a. 0.
Gigadema Froggatti (King's Sd); W. Macleay, Proc. Linn. Soc. N. S.
Wales (2), III, S. 449.
Glycia crucigera (Ala-kul, Turkmen.); L. v. Heyden, Deutsch Ent. Zeitschr.,
1889, S. 327, rt»?oen»k (Tmke.stan); A. Semenow, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIII,
S. 400, grandinella (Kopet-dagh) ; derselbe, ebenda, XXIV, S. 194.
im Gebiete der Entomologie wähi'cnd des Jahres 1889. 313
Guathaphamis Darwini (S. Austral.); T. Black Inirii, Proc. Liiin. Soc. N. S.
Wales (2), III, S. 808.
Gynandropns guadeloupensis (G); Fleutiaux & Salle, a. a. 0., S. 365.
Haplaiier vicmjinatus , i-ecticoUi.s S. 472, puncticollia , subsericeus , assimüis
S. 473 (Kiug's Sd.); W. Macleay, Proc. Limi. Soc. N. S. Wales (2), III.
Harpalodema puncUpeniic (Eriwan), h-adyto'ides (Ordubad); E. Reitter
Deutsch. Eutom. Zeitschr., 1889, S. 274.
Harpalus KasJimirensis (Goorais Valley), Idiotus (ibid. und Skai'do); H.W.
Bates, Proc. Zool. Soc. London, 1889, S. 213, tjanscJianicas (Karukol) S. 383,
ganssuensis (Ssi-cho), amdo'cnsis (Ssinin) S. 384; A. Semenow, Hör. Soc. Ent.
Ross., XXIII.
Helluosoma longicolle (King's Sd.); W. Macleay, Proc. Linn. Soc. N. S.
Wales (2), III, S. 450.
Hexagonia nir/rita (Java; Sumatra) S. 247, Lucassenü (Kemanglcn, Java)
S. 249 (beide Arten zwischen den Blattscheiden des Zuckerrohres); J. H. R.
T^eervoort van de Poll, Notes Leydeu Mus., XI.
Hypharpax varus!, opacipennis (King's Sd.); W. Macleay, Proc. Linn. Soc.
N. S. Wales (2), III, S. 471.
Hypolithus cyaneotinctus (Tourane; Ceylon), cyanellus; H. AV. Bates, Ann.
Soc. Entom. France, 1889, S. 269.
Lebia Prattiana S. 218, callitrema S. 219 (Ichaug, China); H. W. Bates,
Proc. Zool. Soc. London, 1889, (Astata) Hampateyisis (Westafr.); derselbe, Notes
Leyden Mus., XI, S. 201.
Leistus reflexus (Amdo; Kansu); A. Semenow, Hör. Soc. Ent. Ross.,
XXIII, S. 351.
Lestignathus fiKjax (Lord Howe Isl.); A. S. Olliff, Lord Howe Isl., S. 80.
Licinus eonvexus (Schahrud); L. v. Hey den, Deutsch. Entom. Zeitschr.,
1889, S. 326.
Lorocera oviiiennis (Amdo) S. 390, ubsuleta (ibid. und Burchan-budda) S. 391;
A. Semenow, Hör. Soc. Ent Ross., XXIII.
Masoreus castanescens (Madagaskar); L. Pairmaire, Bull. Soc. Ent. Belg.,
1889, S. VL
Megalonychus explanatus (Jmik River, Liberia); H. W. Bates, Notes
Leyden Mus., XI, S. 208.
L. Ganglbauer unternimmt eine Revision der Molops-Arten, Deutsch.
Entom. Zeitschr., 1889, S. 113—125 und beschreibt M. hosnica (B.) S 116 grandi-
ceps (Kroatien) S. 121, austriaca (Oesterr. Alpen; Ungarn; Kroatien; Bosnien; =
terricola Bedtb. Faun, austr.) S. 123.
Nebria Lafresnayei Larve beschrieben; Xambeu, Revue d'entomologie,
1889, S. 320—322.
Nebria (Alpaeus) bosnica (Trescavica); L. Ganglbauer, Deutsch. Entom.
Zeitschr., 1889, S 45, Haberhnueri (Buchara); L.v.Heyden, ebenda, S.325,Kraatsi
(Obir, Kärnthen; Mte. Grigna, Lombardei); Gl.. Müller, ebenda S. 424, Lcechü
(Nikko, Japan); H. W. Bates, Entom. Monthl. Magaz., XXV, S. 297, lEmalayica
(Skardo; Goorais Valley); derselbe, Proc. Zool. Soc. London, 1889, sublivida
(chines. Turkestan), PrzewalsTcii (Burchan-budda; Arado) S. 349, Bohorowslm (ibid.)
314 Ph- Bertkau: Bericht über flie wissenschaftlichen Leistungen
S. 350; A. Semenow, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIII, austriaca {= brunnea Otto
nee Duftschm., s. unten) S. 147, Schusteri (Koralpe) S. 148; L. Ganglbauer,
Wien. Eutom. Zeitg., 1889.
A. Otto sammelt« N. atrata, Dcj, castauea Bon. und brunnea Duftschm.
zu derselben Zeit an denselben Orten (Hohe Tauern), wo sie in den tieferen
Lagen mit Hellwigii und Germari zusammen vorkommen; höher hinauf verliert
sich castanea, dann brunnea und Germari, während atrata zuletzt allein übrig
bleibt. Schon diese Art des Vorkommens spricht dagegen, dass man es hier mit
Lokalrassen derselben Art zu thun hat, und Otto zeigt auch, dass es 3 wohl
unterschiedene Arten sind; Wien. Entom. Zeitg., 1889, S. 41—45.
Neoplectes Riedeli var. convallmm (Utsch-Dere) S. 55, obtusus var. Adelaklac
(Atschischcho) S. 56; A. Starck, Wien. Entom. Zeitg., 1889.
Netrodera Vcthi (Benguella); H. W. Bates, Notes Leyden Mus., XI,
S. 204.
Als einen neuen (?) sekundären Geschlechtsunterschied bei Notiophilus
und anderen Carahiden, bei denen wegen ihrer Kleinheit der von der Be-
schaffenheit der Tarsen hergenommene Unterschied schwer wahrnehmbar ist,
lehrt P. Lesne die Zahl der Haare tragendenden Poren auf dem letzten Hinter-
leibssegraent kennen; bei den Männchen sind deien 2, bei den Weibchen 4 vor-
handen. Aehnlich ist es bei Nebria cursor, Leistus spinibarbis, fulvibarbis,
ferrugineus, Patrobus excavatus. Bei Tachypus flavipes haben beide Geschlechter
4 Poren. Bull. Soc. Ent. France, 1888, S.CXLV.
1^. Orientalis (Sporaden; Kleinasien; Syrien), «nto'Äii^i'a^JS (Griechenland);
E. Reitter, Deutsch. Eutom. Zeitschr.. 1889, S. 251.
Omaseus stictojAeurus (Yunuan); L. Fairmaire, Ann. Soc. Ent. Belg., 1888,
S. 10, Frogyatti (King's Sd); W. Macleay, Proc. Linn. Soc. N.S.Wales (2),
III, S. 477.
Oniophron l(a)evigatus (Teinzö) S. 172, striaticeps (Myeen-Kyan, Birma)
S. 173; Oestro, Anu. Mus. Civ. Genova, (2. S.) VI.
Oodes Froggatti S. 463, Fitzroyensis, pygmacus, Ulliputanus S. 464 (King's
Sd); W. Macleay, Proc. Linn. Soc. N. S. Wales (2), III, integer (Wladiwostok);
A. Semenow, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIII, S. 293, (Simons) horneensis (Mt. Ki-
nibalu); H. W. Bates, Proc. Zool. Soc. London, 1889, S. 384.
Ophionea Beauchenii (Tonking); L. Fairmaire, Ann. Soc. Ent. France,
1888, S. 333.
Orescius Oertseni (Korax Geb.); E. Reitter, Deutsch. Eutom. Zeitschr.,
1889, S. 251.
Orthogonius hrevilahris (S. Salvador, Kongo); H. J. Kolbe, Stettin. Entom.
Zeitg., 1889, S. 115.
Oxycentrus foveicollis (Pnomh - Pcnli); H.W. Bates, Ann. Soc Entom.
France, 1889, S. 268.
Pachyteles Delauneyi (Guadeloupe); Fleutiaux & Salle, a. a. 0., S. 362,
Fig. 7.
Patrobus inicropJitJiahnus (Yunnan); L. Fairmaire, Ann. Soc. Ent. Belg.,
1888, S. 14.
Peliocypas uniformis (Tonking); L. Fairmaire, Ann. Soc. Eut. France,
1888, S. 334.
im Gebiete der Entomologie wähi-erul des Jahres 1889. 315
Perigoiia fjuadeloupensis (Gr.); Fleutiaux & Salle, a. a. O., S. 367.
Philoscaphus Sarnardi (Dawsou R); W. Macleay, Proc. Limi. 8oc.
N. S. Wales (2), III, S. 973.
Philophloeiisi<^ro(/f/a<^t(Kiiig'sSd.); W. Macleay, Proc.Linn.Soc. N.S.Wales
(2), III, S. 455.
Physodera parvicoUis (Hongkong) S. 252, cyanipennis (Bonthain, Celebes)
S. 253, nmplicollis (Java) S. 254; J. R. H. Neervoort van de Poll, Notes
Leyden Mus., XI.
Platidius Przewahkii (Burclian-Budda); A. Semenow, Hör. Soc. Ent. Ross.,
XXIII, S. 356.
Platyderus Haherhaucri (Buchara) ; L. v. H e y d e n , Deutsch. Entoni. Zeitschr.,
1889, S. 326.
Platyraetopus pwnctulicollis (Mytho) >S. 269, laetulus (Tourane), tritus (Saigon;
Mytho) S. 270; H. W. Bates, Ann. Soc. Entom. France, 1889.
Platythorax interioris (Tintinnallogy, N. S. W.); T. G. Sloane, a. a. 0.,
S. 1113.
Plochionus hwneralis S. 454, semivütatus S. 455 (King's Sd.); W. Macleay,
Proc. Linn. Soc. N. S. Wales (2), III.
Zur Unterscheidung des Poecilus cupreus und versicolor s. A. Preud-
homme de Borre, Bull. Soc. Ent. Belg., 1889, S. LI f.
Poecilus Kamherskiji (Araxesthal); E. Reitter, Deutsch. Entom. Zeitschr.,
1889, S. 18, chlaenioides, sulcatulus (King's Sd.); W. Macleay, Proc. Linn. Soc.
N. S. Wales (2), III. — S. auch unter Pterostichus.
Pogonus ordossicus (Ordoss, Hoang-ho); A. Semenow, Hör. Soc. Ent. Ross.,
XXin, S. 355.
Pristodactylus lacerans (Goorais Valley); H.W. Bates, Proc. Zool. Soc.
London, 1889, S. 214, agonoides (Ichang, China); derselbe, ebenda, S. 218.
Pristonychus Chevrieri (Peking); L. Fairmaire, Bull. Soc. Ent. France,
1888, S. CLV, australis (Port Lincoln); T. Blackburn, Proc. Linn. Soc.
N.S.Wales (2), III, S. 811, Kashmirensis (Goorais Valley); H.W. Bates, Proc.
Zool. Soc. London, 1889, S. 214, Davidis (Moupin) S. 7, sidcipennis (ibid.) S. 8;
L. Fairmaire, Ann. Soc. Entom. France, 1889, alticola (Himalaya); derselbe,
ebenda, Bull, S. XVI.
Pseudolimnaeum Eichhoffi Krts. = iuustum Buval; G. Kraatz, Deutsch.
Entom. Zeitschr., 1889, S.395; vgl. den vor. Ber. S. 260.
Pseudomorpha cylindrica (El Paso, Texas); Th. L. Casey, Ann. New York
Acad. Sei., V, S. 40.
Pseudotaphoxenus lyrevipennis (Burchan-budda) S. 370, parvidiis (Turkestan)
S. 371, reflexipennis (Ordoss) S. 372, Potanini (ibid.) S. 373, gracdlimus (Turkestan)
S. 374; A. Semenow, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIIL
Pseudozaeua spissicornis (Laos); L. Fairmaire, Ann. Soc. Ent. France,
1888, S. 335.
316 Ph- ßertkau: Beriebt über die wissenscbaftlicheii Leistungen
Ptero.sticbus Xatarti var. Nicolasi (Pic de Nere); L. v. Heydeu, Deutsch.
Elltom. Zeitscbr., 1889, S. 331 ; vgl. oben S. 219.
Pterosticbus Bciscri (Visocica, Bosuien); L. Gaiiglbauer, Deutsch. Entom.
Zeitscbr., 1889, S. 46, corax (Koraxgebirge, Griecbeul.); derselbe, ebenda S. 52,
haesitatus (Yuunau); L. Fairmaire, Ann. Soc. Ent. Belg., 1888, S. 11, crenulutus
S. 478, laevigatus S. 479 (Kings Sd.); W. Macleay, Proc. Linn. Soc. N, S. Wales
(2), in, (Pterost. i. sp.) Fotanini (Kansu, Tibet) S. 185, validior (ibid.), miles
(ibid.) S. 187, simjularis (Amdo) S. 188, (Haptoderus) maximus (Kansu) S. 190,
Szetschuanensis (S.) S. 191, {Eur ijtliorax subg. nov.) haptodero'fdes (Kansu)
S. 192, (Bothriopterus) Kanssuensis (K.) S. 194, (Poecilus) pohjchromus (ibid.)
S. 195, opidentus, Alexandrae (ibid.) S.196, (Paeudadelosia subg. nov.) lyunctati-
pennis S. 197, laevipunctata S. 198; T. Tschit sc herin. Her. Soc. Ent. Ross.,
XXIII, (Lyrothorax) Beitteri (Kaukasus); A. Starck, Wien. Entom. Zeitg.,
1889, S. 311, Johnsoni (Oregon); H.Ulke, Entomol. Americana, V, S. 59.
Rhombodera jj/cm (Camp- Jacob, Guadeloupe); Fleutiaux & Salle, a. a. 0.,
S. 362.
Rhytisternus angustulus S. 477, llmhatus S. 478 (Kiiig's Sd.); W. Macleay,
Proc. Linn. Soc. N. S.Wales (2), III, sulcatipes (Adelaide); T. Blackburn,
ebenda S. 809.
Sarathrocrepis dimidiata, lüurata, notata S. 453, notahilis S. 454 (King's
Sd.); W. Macleay, Proc. Linn. Soc. N. S.Wales (2), HL
Scarites Heydeni (Turkestan); A. Semenow, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIV,
S. 193.
Scarphites insulanus (King's Isl.) S. 1106, pacificus (Eucla, W. Austral.)
S. 1107; T. G. Sloane, a.a.O.
Siagona crassidens (Mythe); H. W. Bates, Ann. Soc. Entom. France, 1889,
S. 263.
Silphomorpha striatipennis S. 456, FroggatU, laticollis, obsoleta, punctatissima
S.457, centralis, ornata, flavicolUs S.458, hivütata S.459 (King's Sd.); W. Macleay,
Proc. Linn. Soc. N. S. Wales (2), UI, spreta (S. Austral.) S. 805, hoops (ibid.)
S. 807; T. Blackburn, ebenda.
Simodontus occidentalis (King's Sd.); W. Macleay, Proc. Linn. Soc. N. S.
Wales (2), III, S. 479.
Stenolophus suturalis (King's Sd.); W. Macleay, Proc. Linn. Soc.
N. S. Wales (2), III, S. 470.
Steropus licinotdes (Yunnan) S. 10, scuticolUs {\h\^.) S. 11; L. Fairmaire,
Ann. Soc. Ent. Belg., 1888.
Stobaeus collucens (Yunnan); L. Fairmaire, Ann. Soc. Ent. Belg., 1888, S. 8.
Stomouaxus longulus S. 205, complanatus S. 206 (Junk River, Liberia);
H. W. Bates, Notes Leyden Museum, XL
Tachys (Barytachys) delicioliis! (Saigon; Mytho); H. W. Bates, Ann. Soc.
Entom. France, 1889, S. 274, (T.) Piitseysi (Camp -Jacob, Guadeloupe); Fleu-
tiaux & Salle, a. a. 0., S. 368.
Tachypus transcaspicus (Tr.); A. Semenow, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIII,
S. 354.
im Gebiete dev Entomologie wälireiul des Jahres 1889. 317
Taphoxenus gracilicollis (Transkaspien) ; A. Semenow, Hör. Soc. Entom.
Ross., XXin, S. 375.
Tapinopterus laticornis var. Kapparicola (Kappari), insitZamn.sp. (Sporaden);
L. Granglbauer, Deutsch. Entom. Zeitschr., 1889, S. 49, aetolicus (Korax-Geb.);
derselbe, ebenda, S. 126.
Tetragonoderus sulcipennis (Madagaskar); L. Fairmaire, Bull. Soc. Ent.
Belg., 1889, S. VI.
Thyreopterus Oherthurii (Madagaskar); L. Fairmaire, Bull. Soc. Ent. Belg.,
1889, S. XC.
Trechus ohtiisiusculus (Trescavica; Visocica, Bo.snien); L. Ganglbauer,
Deutsch. Entom. Zeitschr., 1889, S. 48.
Trigonotoma Perraudierei (Mytho); H. W. Bates, Ann. Soc. Entom. France,
1889, S. 245.
Trigonothops fasciata, palUdior S. 451, ornata S. 452 (King's Sd.);
W. Macleay, Proc. Linn. Soc. N. S.Wales (2), III.
Xanthophaea variahilis (King's Sd.); W. Macleay, Proc. Linn. Soc. N. S.
Wales (2), III, S. 452.
Zabrus obecus Serv. var. Nereensis (Pic de Nere); L. v. Heyden, Deutsch.
Entom. Zeitschr., 1889, S. 331; vgl. oben S. 219.
Zabrus Äraxidis (Araxesthal); E. Reitter, Deutsch. Entom. Zeitschr.,
1889, S. 17 (mit Tabelle zur Unterscheidung der mit ihr nahe verwandten Arten
Trinii Fisch, und obtusangulus Eeitt.), Chiosanus (Chio.s) S. 252, Oertzeni var.
creticus (Lasithi-Geb.) S. 253 ; derselbe, ebenda, Przewalskii (Amdo) S. 380,
Potanini (Lantscheu) S. 382; A. Semenow, Hör. Soc. Ent. Ross., XXIII.
Zuphium Pindan S. 448, Fitzroyense S. 449 (King's Sd.); W. Macleay,
Proc. Linn. Soc. N. S. Wales (2), IIL
Cioindelidae. No. 1 des Catal. of the Insecta of the Oriental region. Ordre
Coleoptera, enthält die Family Cicindelidae, by E. F. Atkins on.
A. Wilkins' Etüde faunistique et zoo-geographique, Les Ciciudeles
Touraniennes, schildert die physikalischen Verhältnisse Touraniens und ver-
sucht die verschiedenen Cicindelen-Formen in natürlicher Weise zu gruppieren.
Für die eine Gruppe ist C. literata der Ausgangspunkt gewesen, von dem sich
die beiden Reihen chiloleuca, deserticola, Dokhtourowi, ordinata einerseits, und
contorta, inscripta, litterifera, sublacerata anderseits entfernt haben; für eine
andere Gruppe (turkestanica, hissariensis, octussis, 10-punctulata) ist desertorum
der Ausgangsimnkt gewesen; für C. Galathea, lacteola; Chaudoiri, Wilkinsi;
descendens, obliquefasciata mit ihren Verwandten ist in der Gegenwart die
Stammform nicht anzugeben; Hör. Soc. Ent. Ross., XXIV, S. 86 — 119, Tab. I
Fig. 1 — 9, nebst Karte.
Cophognathus (n. g. prope Oxychilam) opacipennis (Säo Paolo, Brasil.);
C. 0. Waterhouse, Ann. a. Mag., Nat. Hist. (6), III, S. 486.
Cicindela litterata Siilz. Larve; 0. Rey, Essai, a a. O., S. 133 PI. I
Fig. 1, 3, 5, 7.
318 Ph- Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen etc.
C. elegans Fisch, in Siebenbürgen; F. Schwab, Verh. u. Mitth. Herniann-
stadt, 39, S. 90 f.
C. germanica var. Joräani (Hildesheim); H. Beut hin, Entom. Nachr , 1889,
S. 318.
Cicindela caucasica var. araxicola (Ordubad, im Sommer; die typische Form
im Frühjahr); E. Reit t er, Deutsch. Entora. Zeitschr., 1889, S. 273, albulineata,
trivittata S. 444. crassicornis, ohloncjicollis S. 445, tenuicoUis S. 446 (King's Sd.);
W. Macleay, Proc. Linn. Soc. N.S.Wales (2), III, hivirgulata (Ngan-Hoei);
L. Fairmaire, Ann. Soc. Entom. France, 1889, S. 5, sinica (Saigon); E. Fleu-
tiaux, ebenda, S. 137.
Ueber C. lim b ata s. Bruuer, Insect life, II, S. 144 f., Fig. 24.
Collyris aureofusca (Ichang, China); H. W. Bates, Proc. Zool. Soc. London,
1889, S. 216.
Therates condmms (Birma); Gestro, Ann. Mus. Civico Genova (2. S.)
VI, S. 105, Whiteheadi (Mt Kiuibalu, Borneo); H. AV. Bates, Proc. Zool. Soc.
London, 1889, S. 383.
-ö>cs).@>rs-
KROLL's Biichdnickerei in Berlin S., Sebastian -Strasse 76.
Bericht
über
die Bracliiopodeii-Litteratnr des Jahres 1889.
- Von
Dr. Ant. CoUin.
I. Verzeichnis der Publicationen*).
(F = siehe unter Faunistik, S = siehe unter Systematik)
Ambronn, H. Pleochroismus gefärbter anisotroper Substanzen
des Thierkörpers. — Arch. Physiol. (Pflüger) Bd. 44, pp. 301— 305.—
Die Borsten der Schale von Lingula anat. zeigen schon ohne künst-
liche Färbnng, besonders aber nach Behandlung mit Congoroth u.
Methylenblau Pleochroismus, aber die Färbungen waren aus unbe-
kannten Gründen nicht für längere Zeit haltbar.
Carus, J. V. Brachiopoda, in: Prodom. Faunae mediterraneae
II, pp. 54 — 61 (F). — Zählt 23 Arten und mehrere Varietäten des
Mittelmeers auf.
Dali, W. H. A PreHminary Catalogue of the Shell-bearing
Marine Mollusks and Brachiopods of the South-Eastem coast of the
United States (with illustrations). Bull. U. S. Nat. Mus., Nr. XXXVII,
221 pp., 74 Taf. (Brachiopoda pp. 28—31) (F. S.).
D. gibt eine systemat. Tabelle der Brachiop. der Süd-Ostküste
der Ver. Staaten, mit Angabe der geogr. u. bathymetrischen Ver-
breitung etc., mit Abbildungen. Erwähnt sind 19 Spec. und 2
Varietäten.
Eckstein, K. Repetitorium der Zoologie. Leipzig 8*^, 303 pp.,
240 Fig. (Brachiopoda p. 158—59).
Kurze allgemeine Notiz über die Anatomie.
Fewkes, J.W. A new Marine Larva and its Affinities. The
Microscope (June) 1888 und Ann. Mag. Nat. Hist. (6) IV, pp. 177
bis 181, Taf. VII, fig. 4, 1889. Ref. Amer. Natur. XXII, p. 1126.
Beschreibung einer neuen Larvenform von der nordamerikanischen
Küste des Atlant. Oceans. Sie zeigt gewisse Aehnlichkeit mit Brachi-
*) Bezüglich der fossilen Brachiopoden verweise ich auf die Referate im
„Neuen Jahrbuch für Mineralogie".
Arcli f. Naturgesch. Jahrg. 1890. Bd. H. H. 3. 1
2 Dr. Ant. Coli in: Bericht über
opoden- und Bryozoen-Larven, scheint aber am nächsten mit Mitra-
ria verwandt. F. schlägt für die gemeinsame Vorfahren -Form der
Brachiop., Chaetop. und Bryozoen diesen Namen Mitraria vor.
Hoyle, W. E. On the Deep -water Fauna of the Clyde Sea-
Area. Journ. Linn. Soc. London. Zoology XX, p. 442 — 472. (Brachi-
opoda pp. 452—453). (F).
Neumayr, M. Die Stämme des Thierreiches. Wirbellose Thiere
I. Wien und Prag, 603 pp., 192 Fig. — Cap. 6. Molluscoidea :
Brachiopoden pp. 520 — 576, figg. 158 — 192. — Ausführliche Ueber-
sicht der fossilen und recenten Brach.-Gattungen und Besprechung
ihrer verwandschaftlichen Beziehungen und geologischen Verbreitung.
Die Ecardines „stellen einen uralten Stamm dar, dessen Blüthe in
die Zeit der cambrischen und silurischen Ablagerungen fällt und von
dem heute nur noch wenige Repräsentanten als wahre lebende
Fossilien übrig bleiben, als diejenigen Formen, welche unter allen
jetzt lebenden Thieren den alterthümlichsten Charakter zeigen. Sie
bewohnen in den jetzigen Meeren ganz vorwiegend seichtes Wasser."
— „Es ist das einer der schlagendsten Belege, welche zeigen, wie
unrichtig die Ansicht ist, dass gerade die Tiefseefaunen einen alter-
thümlichen Charakter haben sollen." Isoliert stehen die Disciniden,
Siphonotretiden und Craniaden. Die Linguliden zeigen dagegen
durch die Oboliden Uebergänge zu anderen Formen und man wird
sie als die Stammtypen zu betrachten haben, aus welchen sich
andere Gruppen entwickelt haben: von den Linguliden führt eine
aus nahe zusammenhängenden Gliedern bestehende Kette zu den
Testicardines hinüber: Lingula, Lingulella, Lingulepis, Obolus, Lepto-
bolus, Dinobolus, Trimerella, an Avelche sich von den Testicardines
die Orthisinen anschliessen. Die Orthiden bilden die älteste Familie
der Testicardines. Enteletes ist nicht ein Bindeglied zwischen Orthiden
und Rhynchonelliden, wie Waagen annimmt, weil Ent. jünger ist und
punktirte Schalenstructur besitzt. Dinobolus ist nicht die Stammform
aller Testicardines; vielmehr sind Trimerella, Monomerella u. Dinob.
nur einzelne Reste jener alten zwischen Ecardines und Orthiden
stehenden Stammgruppe, die sich länger erhalten haben, ohne dass
gerade von einer dieser Gruppen die Orthiden abstammen. Au die
Strophomenen schHessen sich die Productiden enge an. Ihre hohlen
Stacheln, welche in das Innere der Schale münden, stellen nichts von
den Poren punktirter Brachiop. -Schalen wesentlich Verschiedenes dar;
man kann sie als grosse, röhrenförmig über die Oberfl. der Schale
verlängerte Poren betrachten. In der kleinen Klappe sind nicht die
„nierenförm. Eindrücke" das Wesentliche, sondern die sie umgebenden
Leisten (Brachialleisten), welche als unvollständige Anfänge eines
Stützapparates für die Arme zu deuten wären. Parambonites schliesst
sich innig an Orthisina an. — Bei den Pegmatobranchiern lassen
sich drei Haupttypen der Armgerüstentwicklung unterscheiden: 1.)
Nur zwei Kalklamellen ragen vom Schlossrande aus in das Innere
die Brachiopoden-Litteratur des Jahres 1889. 3
der Schale, 2.) das Gerüst ist eine geschlossene kalkige Schleife
(1 u. 2 = Campylopegmata), 3.) es sind verkalkte Spiralen vorhanden
(HelicopegToata). Diese Eintheilung Waagen's ist keine natürliche,
muss aber als Notbehelf dienen, bis eine richtigere Gruppierung der
Formen durchführbar ist. Die Campylopegm. zeigen in der Jetztzeit
ihre grösste Entwicklung (besonders die Terebratuliden). Den ein-
fachsten Bau haben die Rhynchonelliden, welche auf die Typen ohne
Armgerüst zurückgreifen. Bei den Terebratuliden entspricht die in-
dividuelle Entwicklung des Armgerüstes in keiner Weise der Stammes-
geschichte; die erstere ist hier offenbar vollständig gekürzt und ge-
fälscht. Deshalb kann sich Verf. nicht der Ansicht von Deslong-
champs anschliessen , dass die ontogenet. Entwicklung der Terebrat.
ihrer phylogenet. entspricht. — Unter den Helicopegmata schliessen
sich die Atrypiden eng an die Rhynchonelliden an; während die
Nucleospiriden mit den Terebratuliden verwandt sind. Zu den Nucl.
zeigen die Athyriden innige Beziehungen. — Verf bespricht schliesslich
die „Gattungsfassung bei den Brachiopoden", und die Verbreitung;
den etwa 6000 Arten fossiler Br. stehen kaum 100 recente Formen
gegenüber. Als Anhang folgt ein System aller Brachiopoden.
Kolfe, Ch. W. Charakters and Distribution of the Genera of
Brachiopoda. — Amer. Natural. XXIII, pp. 983—998.
R. gibt eine Uebersicht aller lebenden und fossilen Brachiopoden
in Form einer Betimmungstabelle ; es folgen dann Uebersichtstabellen
über die geologischen Verbreitung.
Studer, Th. Die Forschungsreise S. M. S. „Gazelle" in den
Jahren 1874 bis 1876 etc. herausgegeben von dem Hydrographischen
Amt des Reichs -Marine -Amts. III. Zoologie und Geologie, bearbeitet
von Th. Studer. 322 pp., 33 Taf BerHn 4«. (Brachiop. p. 155 bis
156. 181, 282, 284, 287). (F.).
S. stellt die Brachiop.-Fauna von Kerguelen zusammen. Mehrere
Brachiop. in den Schleppnetzresultaten erwähnt.
II. Uebersicht nach dem Stoff.
Anatomie, allgemeiue (Eckstein).
Entwicklung: Ontogenie; ueue Larvenform (Fewkes).
Phjdogeuie: Neumayr, Fewkes.
Physiologie und Biologie: Pleochroismus (Ambro nn), Tiefenverbreitung
(Dali, floyle).
III. Paunistik.
Europa: Schottland. Firth of Clycle: Ter. caput-serp. (L.) (Hoyle).
Mittelmeer. 3 Terebratula, 2 Terebratulina, 2 Waldheimia, 1 Megerlia,
2 Platydia, 3 Argiope, 5 Cistella, 1 Thecidea, (1 Rhynclionella) , 3 Orania
[Carus].
1*
4 Dr. Ant. Co Hin: Bericht etc.
Amerika: Verein.. Staaten (Südostküste): 3 Terebratula, 2 Terebratulina,
2 Eudesia, 1 Megerlia, 3 Cistella, 1 Platidia mit Var., 2 Thecidium, 1 Atretia,
1 Crania, 2 Discina, 1 Glottidia mit Var. — 19 spec. (Dali).
Magellan-Str. Waldheimia dilatata Lm., Terebratula uva Brod. [Studer]
Ost- Patagonien. Terebratella dorsata Gm. [Studer].
Afrika: Mauritius 1 Terebratula, 1 Rhynchouella (Studer).
Aastralieo: Kerguelen. 1 Terebratula, 2 Magellania, 1 Terebratella,
1 Rhynchonella [Studer].
IV. Systematik.
System der foss. und rec. Brach. (Neumayr) — Bestimmungstabellen
rRolfe).
Eudesia floridana Pourt. — Dali, p. 28, Taf. 39, Fig. 9, 11.
Platidia seminula Phil. — Dali, p. 28, Taf. 49, Fig. 3, 4.
Terebratula bartletti Dali. — Dali, p. 28, Taf. 6, Fig. 4, a- c. — T. cu-
beusis Pourt. — Dali, p. 28, Taf. 39, Fig. 6, 10. — T. incerta Davids. — Dali,
p. 28, Taf. 6, Fig. 6, 6 a.
Terebratulina cailleti Crosse. — Dali, p. 28, Taf. 39, Fig. 8. — T. sep-
tentrionalis Couth. (amerikan. Form von T. caput-serpentis L.). — Dali, p. 28,
Taf. 69, Fig. 4-5.
Thecidium barretti Woodw. — Dali, p. 28, Taf. 6 Fig. 2. — Th. medi-
terraneum Sow. — Dali, p. 28, Taf. 49, Fig. 11.
Bericht
über
die Leistungen in der Naturgeschichte der Tunika ten
während der Jahre 1888 und 1889.
Von
Dr. Ant. Collin.
I. Verzeichnis der Publikationen.
F = siehe unter Fauuistik, S == siehe unter Systematik. Die mit * bezeichneten
Arbeiten waren dem Ref. unzugänglich.
ArabronD, H. Pleochroismus gefärbter anisotroper Substanzen
des Thierkörpers. — Arch. Physiol. (Pflüger) Bd. 44, p. 301 — 305.
1889. Verf. untersuchte den Mantel von Pballusia sp., Cynthia
papulosa u. Boltenia rufipes; nach Behandlung mit Chlorzinkjod-
lösung, Congoroth oder Methylenblau zeigten sie starken Pleochroismus.
Diese Färbungen mit der charakteristischen Wirkung waren nicht
für längere Zeit haltbar.
Chun, C. Die pelagische Thierwelt in grösseren Meerestiefen
und ihre Beziehungen zu der Oberflächenfauna. — Bibl. Zool. Heft 1,
Cassel, 40, 70 p., 5 Taf. 1888. — Refer.: Naturforscher XXI, p. 153
bis 155. 1888. (Tunic. p. 37—42). (F, S.) — Verf. untersuchte
die pelagische Fauna des Golfes von Neapel in grösseren Tiefen
(ca. 1000 m und darüber). Von den Appendicularien suchen
viele Arten während des Sommers beträchtliche Tiefen auf. Besonders
häufig von der Oberfläche bis 1000 m Tiefe war Oikopleura copho-
cerca (Gegenb.), ferner 0. spissa und fusiformis Fol. Ausserdem
fanden sich in der Tiefe besonders grosse Formen, welche neuen
Gattungen angehören. Beschreibung von Stegosoma pellucidum
(n. g. et sp.) und Megalocercus abyssorum (n. g. et sp.); das grösste
Ex. erreichte eine Totallänge von 30 mm. In grösseren Tiefen
fanden sich Larven von Pyrosomen; es scheint, dass die Pyr. als
Larven die Tiefen bevorzugen und dass sie im Laufe des Winters,
zu jungen Colonieen herangewachsen, sich an die Oberfläche begeben.
Von Salpen war S. democratica-mucronata in allen Tiefen häufig.
Auch Doliolum-Ammen wurden gefunden.
6 Dr. Ant. Collin: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
Cuönot, L. Etudes sur le sang, son role et sa formation dans
la Serie animale. 2^ partie: Invertebres. — Arch. zool. exper. (2) VII,
Notes p. I — IX. 1889. (Tuniciers p. III). — Bei den Ascidien enthält
das Blut nur eine geringe Menge von gelöstem Albuminoid; dagegen
liäufen die Amöbocyten sehr verschiedene Reserveprodukte auf. Es
finden sich Blutkörperchen mit zahlreichen Fetttropfen, oft auch
andere mit Albuminoiden ; eine dritte Art enthält orangerothe
Körnchen von unbekannter Natur, welche manchen Ascidien ihre
Färbung verleiht (A. mentula, Phall. sanguinolenta), Verf. glaubt,
dass alle diese 3 Blutelemente Amöbocyten sind, welche verschiedene
Nährstoffe producirt haben. Bei einigen Arten (Ctenicella appendi-
culata) finden sich ausserdem farblose Bläschen, welche Verf. als
Haematien deutet. Eine Lymphdrüse konnte nicht gefunden werden.
DavidoflF, M. v. Untersuchungen zur Entwicklungsgeschichte
der Distaplia magnilarva Della Valle, einer zusammengesetzten
Ascidie. I. Abschn. : Die Reifung des Eies. — Mitth. Stat. Neapel IX,
p. 113—178, Taf. V— VI, 1889. — Verf. kommt zu folgenden
Resultaten: ,,1. Das allgemein als Ei bezeichnete Gebilde ist bei den
Ascidien (Distaplia) kein solches im gewöhnlichen Sinne. Es ist
vielmehr ein Ooblast, der erst Eier producirt, und in Folge dessen
einem Ooblast der Appendicular. (Fritillaria) zu vergleichen. 2. Die
von den Ooblasten producirten Eier funktioniren als solche bei den
Appendicularien , während bei den Ascidien nur ein einziges davon
befruchtungsfähig wird. Alle übrigen werden abortiv u, sind bisher
als ,,Testazellen" beschrieben worden. 3. Die Kerne der Eier der
Appendicularien sowie auch der abortiven der Ascidien entstehen
als Knospen des Ooblastenkernes, des Kar y ob lasten. Sie bilden
sich bei den Ascidien ohne Betheiligung des Nucleolus als einfache
Abschnürungen von Theilstücken der Membran u. des Reticulums
des Karyoblasten. An d. Oberfläche des Ooblasten vermehren sie
sich bei DistapHa auf karyokinet. Wege. 4. Später umgeben sich
die Kernknospen oder Nucleogemmen mit einem Theil des Proto-
plasmas des Ooblasten, werden dadurch zu Zellen u. schnüren sich
schliesslich vom letzteren ab. 5. Die Eier der Appendicularien er-
halten bei ihrer Abschnürung eine follikuläre Hülle, mit welcher der
Ooblastencomplex dieser Thiere von Anfang an umgeben war. Bei
den Ascidien erhalten die Abortiveier keine Hülle mehr, sondern
verbleiben in dem Räume zwischen dem Ooblasten (Ei) u. dem
Follikelepithel. 6. Letzteres entsteht bei den Ascidien nach dem
von van Beneden u. Julin angegebenen Modus, d. h. aus den nicht
zu Ooblasten gewordenen Zellen des Keimepithels. 7. Es besteht
ein Grund, anzunehmen, dass die Reduction der vom Ooblasten ge-
bildeten Eier noch weiter vor sich geht, als es bei den Ascidien
der Fall ist. Die Nucleogemmen erhalten dann keine specifische
Protoplasmahülle mehr, sondern lösen sich im Ooblasten auf. Die
bei Wirbelthieren mehrfach beobachteten Knospenbildungen des
Keimbläschens (Karyoblasten) sind wahrscheinlich hierher zu zählen.
8. In späteren Furchungsstadien Hess es sich nachweisen, dass
der Tunikaten währeiifl der Jahre 1888 und 1889. 7
manche Abortiveier der Distaplia von den grossen Entoblastzellen
gefressen werden, während andere, ohne an irgend einer Gewebs-
bildung der Larve Theil zu nehmen, noch längere Zeit bestehen
bleiben. 9. Nach dem Austritt der Abortiveier aus dem Ooblasten
stellt derselbe ein wahres Ei dar, der Karyoblast ein Keimbläschen.
10. Das gesammte Protoplasma des Eies (Eidotter) zerfällt in Dotter-
körper, derart, dass keine Zwischensubstanz erhalten bleibt. 11. Zu
gleicher Zeit lösen sich Membran und Reticulum des Keimbläschens
in dessen Karyoplasma auf u. wandeln sich in einen plasmatischen,
sich aktiv bewegenden, amöbenartigen Körper um, der sich allmählich
im ganzen Ei netzartig ausbreitet, das Ergoplasma (Polplasma, Böhm),
12. Der Nucleolus, der sich bisher passiv verhalten hat, bildet sich
durch eine innere histologische Differenzirung in einen ,, Polkern"
mit Membran, Kernnetz und Nucleolus um. 13. Durch Action des
Ergoplasmas wird der Polkern zur Peripherie des Eies geführt. Er
verliert hierbei seine Membran und sein Netz — sein Chromatin
verwandelt sich in chromatische Schleifen, welche beim Abschnüren
des Richtungskörpers eine chromatische Figur aus sich hervorgehen
lassen. Er verhält sich also gerade so, wie es sonst nur vom Keim-
bläschen her bekannt ist. 14. Es wurde die Bildung eines Richtungs-
körpers beobachtet; dieselbe muss als eine Zelltheilung aufgefasst
werden. 15. Für die Bütschli'sche Hypothese, dass die Richtungs-
körper rudimentäre Eier sind, ist durch die Verhältnisse bei Distaplia
insofern eine Stütze erbracht worden, als gezeigt wurde, dass die
Abortiveier derselben nach ihrer Theilung alle die gleiche Grösse
haben. 16. Der Furchungskern ist von einer grösseren Menge Ergo-
plasmas umgeben. In dem beobachteten Stadium besteht er aus
einer grossen Anzahl von gleichartigen ,, Meriten" (Böhm). 17. Das
Ergoplasma ist, nachdem es entstanden und auch weiterhin, in allen
späteren Derivaten der Eizellen, mit d, Protoplasma im Sinne Kupffer's
zu identifiziren."
Dittrich, R. Ueber das Leuchten der Thiere. — Beil. z. Progr.
Realgymnas. am Zwinger. Breslau. 8**. 70 p. 1888. — Die bisherigen
Beobachtungen über das Leuchten der Thiere sind zusammengestellt.
Von Tunicaten ei-wähnt: 1 Phallusia, 1 Botryllus, 2 Pyrosoma,
1 Appendicularia, 1 Doliolum, 2 Salpa.
Eckstein, K. Repetitorium der Zoologie. Leipzig, S^. 303 p.,
204 Fig., 1889. (Tunic. p. 159—160, Fig. 142). — Kurze allgemeine
Notizen über die Anatomie.
Fewkes, J. W. (1) On Arctic characters of the surface Fauna
of the bay of Fundy, and the connection with a theory of the
Distribution of Floating Marine Life. — Amer. Natur. XXII, p. 601
bis 612 (p. 605). 1888. (F.) — Ueber eine Oikopleura - ähnliche
Appendicularie der Fundy-Bay.
*Fewkes, J. W. (2) Zoological Excursions. I. New Invertebrata
from the Coast of California. Bull. Essex Inst. XXI. (50 p., Fig.,
7 Taf.). Boston, 1889. Tunic. p. 38.
8 Dr. Ant. Co Hin: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
Fiedler, K. Heterotrema sarasinorum, eine neue Synascidien-
Gattung aus der Familie der Distomidae. Zool. Jahrbuch. Syst.
Abth. IV, p. 859—878, Taf. XXV. 1889. (F, S.) — Eingehende Dar-
stellung der Anatomie der zusammengesetzten Ascidie: Heterotrema
sarasinorum n. g., n. sp.
Giard, A. Sur les Nephromyces, genre nouveau de Cham-
pignons parasites du rein des Molgulidees, — Compt. rend. 106,
p. 1180—1182. 1888. Auch in: Ann. Mag. Nat. Hist. (6) I, p. 386
bis 388. 1888. — Verf. fand in dem vollständig geschlossenen Nieren-
sack einiger Molguliden symbiotische Pilze (Chytridineen), für welche er
die neue Gatt, Nephromyces aufstellt; hierzu gehören mehrere Arten,
welche meist nur in einer Ascidien-Art vorkommen und für die
letztere charakteristisch sind. G. untersuchte besonders Molgula
socialis Aid., Lithonephrya eugyranda Lac.-Duth. und Anurella
roscovitana Lac.-Duth. mit 3 verschiedenen Nephromyces -Arten.
G. glaubt, dass die Pilze ihren Wirthen von Nutzen sind, indem sie
ihre Excretionsprodukte verbrauchen, welche sonst die eines Aus-
führungsganges entbehrende Niere schnell verstopfen würden.
Granger, A. Recherche et Conservation des Tuniciers. — Le
Naturaliste XI. annee (1889) p. 172—173, 4 Fig. — Populäre Notiz
über die Lebensweise, Fang, Conservirung und Aufstellung.
Herdman, W. A. (1) Report upon the Tunicata collected
during the Voyage of H. M. S. „Challenger" during the years 1873
bis 76, pt. III, 166 p., 11 Taf., 28 Textfig., 1 Stammbaum. — Rep.
Sci.Res.Chall.Exped.Zool.XXVII,pt,LXXVI.1888(F.,S.). — Der dritte
Theil der Bearbeitung der Challenger-Tunikaten behandelt die Ascidiae
salpaeformes , die Thahacea und die Larvacea. Verf. bringt einen
geschichtlichen Ueberblick über die genannten Gruppen und giebt
ein genaues Litteraturverzeichniss über die Tunik. bis 1887 (als
Nachtrag zu den beiden früheren). P. 11 — 104 folgt eine Beschreibung
der Genera und Species (27 und einige unbestimmte); davon 10 Spec.
neu (cf. Syst.). Verf. führt dann (p. 105 — 114) ein Verzeichniss der
Fangresultate in zeitlicher Reihenfolge nach den Lokalitäten auf und
(p. 114 — 118) faunistische Uebersicht nach einzelnen Meeresgebieten
(mit Tabelle) und eine Verbreitungstabelle mit Rücksicht auf die
geogr. Breite. Es folgt eine Notiz über die bathymetr, Verbr. und
ein Stammbaum der Tunicata, an welchen sich (p. 121 — 150) ein-
gehende Erörterungen über die Phylogenie schliessen. H. hebt als
Resultate seiner Betrachtungen besonders hervor: 1. Pyrosoma, ob-
wohl jetzt ein freischwimmender, pelagischer Organismus, ist abzu-
leiten von den festsitzenden Asc. compositae. Die Entdeckung von
Coelocormus huxleyi zeigt die Verwandschaft zwischen Pyrosoma
und den primitiven Didemnidae, und die letzteren waren abzuleiten
von den primitiven Distomidae; folglich ist Pyrosoma direkt verwandt
mit den typischsten Formen der Asc. compositae. 2. Die Asc. comp,
sind polyphyletischen Ursprungs, indem sie zu den Ascid. simpHces
oder deren Vorfahren an drei verschiedenen Punkten Verwandtschafts-
beziehungen haben. Daher bilden die Asc. comp, drei verschiedene
der Tunikaten während der Jahre 1888 und 1889. 9
Gruppen: 1. die Polystyelidae, 2. die Botryllidae und 3. die übrigen
Formen, welche nähere Beziehungen zu besonderen Gruppen der
einfachen Ascid. haben, als unter einander. — Im Allgemeinen bilden
die Tunikaten einen degenerirten Ausläufer der hypothetischen Proto-
chordaten. — Der Appendix A (p. 151 — 154) enthält die Beschreibung
einer neuen Abyssascidia und einer neuen Styela (cf, Syst.) ; Appendix B
behandelt den Bau des dorsalen Tuberkels einer grossen Ascidia von
Kerguelen.
Herdman, W. A. (2) Note on the Specific Nomenclature of
Salpa. — Proc. Biol. Soc. Liverp. II, p. 133—136. 1888. — H. er-
örtert die Nomenklatur der Salpen und schlägt vor, die von Krohn
und Traustedt angenommenen Doppelnamen, wenn die Solitär- und
Kettenformen unter verschiedenen Namen beschrieben sind, beizu-
behalten, z. B. S. runcinata-fusiformis Cham.-Cuv.
Herdman, W. A. (3) Second Report upon the Tunicata of
the L. M. B. C. District. — Proc. Liverp. Biol. Soc. III, p. 240—260,
Taf. XIII; 1889. (F, S.)
Herdman, W. A. (4) The Utility of Specific Characters. —
Nature XXXIX, p. 200—201. 1889. — Verf. zeigt an einigen Bei-
spielen, dass (für die Tunikaten wenigstens) die Art-Charaktere
von aktueller Wichtigkeit und Nützlichkeit für ihre Besitzer sind,
wie z. B. der Bau und die Beschaffenheit des Mantels, des Kiemen-
sackes und der Tentakeln etc. Sie sind Anpassungserscheinungen,
wie sie durch die Wirksamkeit der natürlichen Zuchtwahl hervor-
gebracht würden.
Hoyle, W. E. On the Deep-water Fauna of the Clyde Sea-
area. — Journ. Linn. Soc. Zoology XX, p. 442 — 472, (Tunicata
p. 448—49), 1889. ,(F.)
*Joliet, L. Etudes anatomiques et embryogeniques sur le
Pyrosoma giganteum, suivies de recherches sur la faune de Bryo-
zoaires de Roseoff et de Menton. Paris, 112 p., 5 Taf., 1888.
Kowalevsky, A. Ein Beitrag zur Kenntniss der Exkretions-
organe. — Biol. Centralbl. IX (Ascidien p. 75—76). 1889. Refer.
von Y. Belage in: Arch. zool, exper. (2) VII, Notes, p. XXXIV
bis XLII (p. XLI). 1889. — Bei Ascidia mentula liegen alle Organe
in einem Stroma, welches aus einer Anzahl von Bläschen besteht,
in denen abgerundete Concremente liegen; sie ziehen sich zu den
Seiten des Kiemensackes fast bis zur Mitte desselben. Nach Ein-
spritzung von Indigocarmin u. Carmin lagern sich in den Secretbläschen
um die vorhandenen Concremente Krystalle des Ind.-Carm. ab. Eine
ähnliche Reaction zeigte sich bei Molgula sp. an den Zellen und
Concrementen des Harnsackes. Die Ascidien besitzen also Organe,
welche den Harnkanälchen der Wirbelthierniere physiologisch ent-
sprechen. Die Art der Carmin-Abscheidung konnte nicht festgestellt
werden. Vielleicht entspricht dann die Hypophysis nur den Mal-
pighi'schen Körperchen der Wirbelthierniere.
Lacaze-Duthiers, H. de, et Delaye, Yves. Etudes anatomiques
et zoologiques sur les Cynthiadees. — Arch. zool. exper. (2) VII,
10 Dr. Ant. Coli in: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
p. 519—534, Taf. XXIV; 3 Textfig. 1889. — Anatom. Untersuchungen
der ,,Pylorus-Drüse". Sie existirt bei allen Cynthiadae, sei es, dass
sie eine besondere Leber besitzen oder nicht, und mündet in den
Darm. Verff. glauben, dass die Drüse eine Verdauungsdrüse be-
sonderer Art, verschieden von der Leber, sei und dass sie vielleicht
zugleich auch excretorische Funktionen habe. Die anatomischen
Charaktere der Cynthiadae werden dann im Hinblick auf die Classi-
fikation erörtert.
*Laliille, F. (1) Ovogenese des Tuniciers. Proc. verb. Soc.
Toulouse 1887, p. XLV— XLVL
* Derselbe. (2) Recherches sur la blastogenese des Diplosoma.
Ebenda p. LXV— LXVIL
*Der8elbe. (3) Contributions a l'etude anatomique des Salpes.
— Bull. Soc. Toulouse 1888 (7. März), 2 p.
* Derselbe. (4) Notes anatomiques et taxonomiques sur le
genre Pyrosoma. Ebenda 1888 (4. April), 3 p.
*Derselbe. (5) Les Tuniciers sont-ils les ancetres des Vertebres?
Ebenda XXII, p. XCII— XCVI, 1888.
Mac Munn, C. A. Contributions to Animal Chromatology.
Quart. Journ. Micr. Sei., New Ser., XXX (July 1889), p. 51—96,
Taf. VI (Tunic. p. 79—84, Taf. VI, No. 16—17). 1889. — Spectro-
scopische Untersuchungen der Farbstoffe von Styela grossularia,
Botryll. violac, Botrylloides sp., Amaroucium proliferum, Clavelina
lepadif. u. Ascidia yirginea.
Maurice, C. Etüde monographique d'une espece d'Ascidie com-
posee (Fragarioides aurantiacum n. sp.). — Arch. Biol. VIII, p. 205
bis 495, Taf. XVIa— XIX. 1888. Auch separat: Liege, 8^ 315 p.,
7 Taf. 1888. (F, S.) — Verf. giebt eine sehr eingehende Darstellung
der Anatomie von Fragarioides aurantiacum (n. subg. n. sp.).
* Morgan, T. H. Origin of Test Cells in Ascidians. Johns
Hopk. Univ. Circ. VIII, p. 63. 1889.
Palethorpe, F. D. u. Ch. Wilson. Preliminary Paper on a
CoUection of simple Ascidians from Australian Seas. Proc. Biol. Soc.
Liverp. I, p. 63—66. Taf. VIII. 1887. (F, S.) — Von Australien sind
bisher über 50 einfache Ascidien beschrieben worden. Die vor-
liegende Sammlung enthielt 26 Arten, von denen 13 zu bekannten
Arten gehörten (cf. F.). Beschreibung von Boltenia gibbosa Heller
mit Abbildungen ; der Mantel enthält Kalkspicula Ueber B, pachy-
dermatina u. Polycarpa tinetor. Abbildungen der dorsalen Tuberkel
von 2 neuen Polycarpa -Arten. 13 Arten sind wahrscheinlich neu.
Parona, C. Protisti parassiti nella Ciona intestinalis L. del
Porto di Genova. — Atti Soc. Ital. di Sei. Nat. Milane XXIX, p. 416
bis 426, Taf. XII. 1886. — Refer.: Centralbl. Bakteriol. Parasit. I,
p. 155. 1887. — Auch in: Journ. de Microgr. X, 1886, p. 496 und
XI, 1887, p. 25 — 28. — Im Magen von C. intestin. schmarotzt eine
Gregarine , ähnlich Gr. cionae Frenzel ; ferner eine Flagellate :
Elvirea cionae n. sp. ; im Brancliialsack ein ciliates Infusor.
der Tunikateu während der Jahre 1888 und 1889. H
Seeliger, 0. (1) Die Entstehung des Generationswechsels der
Salpen. — Jen. Zeitschr. f. Nat. XXII, p. 399— 4U, 1888. — S. er-
örtert die einschlägigen Ansichten von Todaro, Brooks, Leuckart,
Salensky, Ulianin etc. und kommt bezüglich der Entstehung des
Generationswechsels der Salpen zu folgenden Schlüssen: ,,Ein Theil
des Zwitterapparates der ausschliessHch noch durch befruchtete Eier
sich fortpflanzenden Vorfahrenform der Salpen erfuhr eine eigenthüm-
Hche Verwerthung und führte unter gleichzeitiger Betheiligung von
Fortsätzen des Ektoderms und Entoderms des Mutterthieres, welche
an einer bestimmten Stelle embryonale Zelltheilungsfähigkeit bewahrt
hatten, zur Knospenbildung, während der im Mutterthier zurück-
bleibende Theil in normaler Weise befruchtete Eier producirte. Wie
bei Pyrosomen kamen den durch Knospung entstandenen Formen
wohl beide Arten der Fortpflanzung zu. — Dadurch, dass weiterhin
nicht nur ein Theil, sondern der gesammte Geschlechtsapparat der
ursprünglichen Solitären bei der Knospung aufgebraucht wird, scheint
die solitäre Generation, wie gegenwärtig bei den Salpen, geschlechtslos
zu sein. Parallel damit dürfte auch bei sich ausbildendem Dimor-
phismus der Generationen der Verlust der weiteren Vermehrungs-
fähigkeit durch Knospen bei den ungeschlechtlich entstandenen In-
dividuen aufgetreten sein."
Seeliger, 0. (2) Zur Entwicklungsgeschichte der Pyrosomen.
Jen. Zeitschr. f. Nat. XXIII, p. 595—658, Taf. XXX— XXXVII. 1889.
— S. behandelt den gesammten Entwicklungscyclus der Pyrosomen;
er bestätigt Chun's Ansicht, dass im allgememen die jungen Colonieen
von 4 Individuen nach dem Verlassen der Cloake des Mutterthieres
in die Tiefe sinken und dort mit der ungeschlechthchen Vermehrung
beginnen. Die älteren Stöcke steigen dann allmählich in höhere
Wasserschichten empor. S. beschreibt dann eingehend die Bildung
des Stolo prolifer, bei welcher Derivate aller drei Keimblätter des
Mutterindividuums in die Knospengeneration übergehen. Der 2. Theil
handelt ausführlich von der Umbildung des Stolo prolifer zur Pyro-
somenkette.
Studer, Th. Die Forschungsreise S. M. S. „Gazelle" in den
Jahren 1874 bis 1876 etc., herausgeg. von dem Hydrograph. Amt
des Reichs-Marine- Amts. III. Zoologie u. Geologie, bearbeitet von
Th. Studer. 322 p., 33 Taf., Berlin, 4», 1889. (F.) (Tunicata p. 150
bis 151, 196, 268, 295—296). — S. stellt die Tunic.-Fauna von
Kerguelen zusammen. — Ueber das Leuchten: bei mehreren Salpen-
Arten zeigte die Gegend des Eingeweidenucleus Leuchtvermögen.
Am intensivsten ist das Licht der Pyrosomen; P. giganteum, aus
dem Wasser gehoben, gab genug Licht, um Buchstaben lesen zu
können und Gegenstände in 1 Fuss Entfernung zu erkennen. Im
Tode erlosch das Licht. Mechan. u. chemische Reize erzeugten ein
Leuchten, das sich über die ganze Kolonie erstreckte, während ein
Induktionsstrom die Lichterscheinung nur an den beiden Einstich-
punkten der Nadeln hervorrief. Die Thiere scheinen gegen Licht
12 Dr. Ant. Collin: Bericht üb. d. Leistungen in d. Naturgeschichte
ungemein empfindlich. Sie kommen nur in tiefster Dunkelheit an
die Oberfläche, bei Mondlicht verschwinden sie. Das Sinken und
Steigen der Thiere muss sehr rasch vor sich gehen.
Todaro, F. Süll' omologia della branchia delle Salpe con quella
degh altri Tunicati. — Rendic. Accad. Lincei (4) IV, 2 sem., p. 437
bis 444, 2 Fig. 1888. — Nach T. sind die beiden grossen Kiemen-
spalten der Salpen homolog den beiden Kiemenspalten der Appen-
dicularien und den beiden primären Kiemenspalten der Ascidien,
sowie auch die zahlreichen Stigmata oder secundären Kiemenspalten
der Ascidien und die der Salpen einander homolog sind.
II. Uebersicht nach dem Stofi.
1. Allgemeines und Vermischtes.
Litteratur: Herdman (1).
Nomenclatur: Salpen (Herdman [2]).
Fang u. Conservirung: Granger (populär).
2. Anatomie, EntivicMung, Physioloffie, Biologie.
Anatomie: Gesammte Anat. (Eckstein), Herdman (1). Heterotrema
(Fiedler). Fragarioides (Maurice). Cynthiadae, Pylorusdrüse (Lacaze
Duthiers & Belage). Blut (Cuenot). Dors. Tuberkel (Herdman [1]) u.
(Palethorpe u. Wilson). Kiemenspalten (Todaro). Excretionsorgane (Kowa-
levsky). Pyrosomen (Lahille [4]), (Joliet). Salpen (Lahille [3]).
Entwicklung: Ontogeuie: Eibildung (Lahille [1]). Diplosoma (Lahille [2]).
Distaplia (Davidoff). Pyrosoma (Joliet), (Seeliger [2]). Salpen (Seeliger [1]).
Phylogenie: Herdman (1), Lahille (5). Generationswechsel der Salpen
(Seeliger [1]).
Physiologie und Biologie: Pleochroismus des Mantels (Ambronn). Farb-
stoffe (MacMunn). Leuchten (Studer), (Dittrich), Excretion (Kowalevsky).
Pylorusdrüse (Lacaze Duthiers u. Delage). Generationswechsel (Seeliger[l]).
Symbiose (Giard). Parasitismus (passiver) (Parona). Natiirl. Zuchtwahl
(Herdman[4]). Tiefenverbreitung (C h u n) , (Herdman[l]), (Hoyle), (Studer).
III. Paunistik.
cf. besonders Herdman (1).
Nordsee. Liverpool Bay: 20 sp., darunter Molgula hancocki n. sp. und
M. citrina Aid. Hanc. (Herdman [3]). — Schottland, Firth of Clyde:
1 Cynthia, 2 Styela, 1 Polycarpa, 1 Corella, 1 Ciona, 3 Ascidia (Hoyle).
Nördl. Atlant. Ocean: Pyrosoma atlanticum, giganteum, spinosum (n. sp.),
Doliolum denticulatum, challengeri (n. sp.), ehrenbergi, tritonis (n. sp.), Salpa
democr.-runcinata, musculosa (n. sp.), echinata (n. sp.), i'uncinata-fusiformis, qua-
drata (n. sp.), cylindrica, cordiformis-zonaria, Appendicularia sp. — Herdman (1).
— Fundy Bay: Oikopleura sp. (Fewkes [1]).
Mitteluieer. Neapel: Stegosoma pelluciduni (n. g. et sp.), Megalocercus
abyssorum (n. g. et sp.). — (Chun). — Villafranca: Fragarioides (n. subg.)
aurantiacum (n. sp.) Maurice.
Südl. Atlant. Ocean: Pyiosoma atlant. , giganteum (?), spinosum (n. sp.).
der Tuiiikaten während der Jabre 1888 und 1889. 13
Doliolum sp., Salpa democratica-mucronata, cordif.-zonaria, runciuata-fusiformis,
Appendicularia sp. — Herdinan (1).
Südl. Ocean (zwischen Cap, Kerguelen u. Australien): Pyros. gigauteum,
Salpa democratica-mucronata, cylindrica, runcin.-fusiformis, africana-maxima,
Appendicularia sp. — Herd man (1). — Kerguelen: 5 Ascidia, 1 Eugyra,
2 Ascopera, 1 Molgula, 3 Styela, 3 Colella, 1 Tylobranchion, 1 Morchellioides,
1 Morchellium, 2 Polyclinum, 3 Aplidium, 1 Aniaroecium (mit 4 Var.), 1 Psamma-
plidium, 2 Leptoclinum, 1 Cborizocormus (28 sp.) (Studer). — Oestl. Ker-
guelen: Abyssascidia vasculosa n. sp., Styela sericata n. sp. (Herdman [l]i.
Australien: 2 Boltenia, 4 Microcosmus, 2 Cyntbia, 2 Styela, 3 Polycarpa.
Ferner 13 noch unbeschriebene Arten (meist Polycarpa) erwähnt (Palethorpe
u. Wilson). — N. W. Australien: Colella (thomsoni?) (Studer).
Indischer Ocean: Zwischen 36» S. u. 81» 0. bis 34» S. u. 114» 0. überall
Pyrosoma giganteum (Studer), — Ceylon: Heterotrema sarasinonim (u. g.
et sp.) Fiedler.
Malayischer Archipel: Pyros. gigant. (?), Salpa democr.-mucronata, scuti-
gera-confoederata, runcin.-fusiformis, Appendicularia sp. — Herdman (1).
Nördl. Pacif. Ocean: Pyros. elegaus (?), Doliolum affine (n. sp.), challengeri
(n. sp.), Salpa-cordif.-zouaiia, runcin.-fusiformis, democratica-mucronata, nitida
(n. sp.), cylindrica, costata-tilesii , hexagona, Cyclosalpa pinnata, Octacnemus
bythius. — Herdman (1). — Californien: Fewkes (2).
Südl. Pacif. Ocean: Pyrosoma sp., Doliolum denticul., Krohni (n. sp.),
challengeri (n sp.), affine (u. sp.), ehrenbergi, Salpa democrat.-mucronata, costata-
tilesii, cordiformis-zonaria , cylindrica, runcinata-fusiformis, echinata (n. sp.),
moUis (n. sj).), scutigera-confoederata, S. n. sp., Octacnemus bythius, Appendi-
cularia sp. — Herdman (1).
Südamerika (Antarktisch): Doliolum ehrenbergi, Salpa democr.-mucronata,
cordif.-zonaria, echinata (n. sp.), runcin.-fusiformis. — Herdman (1).
IV. Systematik.
A. Larvacea.
Allgemeine Anatomie und Systematik (Herdman [1]).
Megalocercus n. g. mit M. ahyssorum n. sp. — C h u n , p. 40, Taf . V, 3 — 7.
Stegosoma n. g. mit St. pellucidum n. sp. — Chun, p. 37, Taf. V, 1 — 2.
B, Thaliacea.
1. Doliolidae.
Allgemeine Anatomie und Systematik (Herdman [1]).
Doliolum affine n. sp. — Herdman (1) p. 47, Taf. lU, 6. — D. challengeri
n. sp. — ibid. p. 48, Taf. HI, 4. — D. denticulatum Q. G. — ibid. p. 44. — D.
ehrenbergi Krohu — ibid. p. 46. — D. Krohni n. sp. — ibid. p. 49, Taf. III, 1.
— D. tritonis n. sp. {= D. denticul. Herdm., Trans R. Soc. Ediub. XXXII, pt. I,
p. 93, 1883) — ibid. p. 47, Taf. III, 3.
2. Salpidae.
Allgemeine Anatomie und Systematik (Herdman [1]).
Salpa cordiformis - zonaria Q. G. - Pall. — ibid. p. 70, Taf. VII, 1—9. —
S. costata-tüesii Q. G. - Cuv. — ibid. p. 60, Taf. IV, 1-8. — S. cylindrica
Cuv. ~ ibid. p. 72, Taf. VII, 10. — S. democratica-mucronata Forsk. — ibid.
14 Dr. Arxt. Collin: Bericht etc.
p. 79, Taf. VIII, 1-10. — S. ecJiinata n. »j). — ibid. p. 66, Taf. V, 1—10. —
S. nioUis n. sj). — ibid. p. 68, Taf. V, 11 — 15. — S. musculosa n. S20. — ibid.
p. 64, Taf. VI, 1~4. — S. nitida n. sp. — ibid. p. 81. Taf. VIH, 11-15. — S.
quadrata n. sp. — ibid. p. 84, Taf. IX, 1 — 8. — S. runcinata-fusiformis Cham.-
Cuv. — ibid. p. 74, Taf. VI, 5—12. — S. scutigera-confoederata Cuv.-Forsk. —
ibid. p. 84, Taf. IX, 9. — S. n. sp. — ibid. p. 62, Taf. IV, 9.
3. Octacnemidae n. fam. (Herdman [1]).
Octacnemus bythius Mos. — Herdman (1) p. 88, Taf. X, 1—18.
C Ascidiacea.
I. Ascidiae salpaeformes.
Pyrosomatidae.
Allgemeine Anatomie und Systematik (Herdman [1]).
Pyrosoma atlanticnm Per. — Herdman (1) p. 25, Taf. I, 1—3. — P.
giganteum Les. — ibid. p. 26, Taf. I, 4 — 21. — P. spinosum n. sp. — ibid. p. 29,
Taf. II, 9—15. — Herdman beschreibt auch mehrere junge und unbestimmte
Pyrosomen.
IL Ascidiae compositae.
1. Distomidae.
Heterotrema n. g. (Fam. Distomidae : „Colonie ansehnliche, plump ver-
zweigte, rundliche Massen bildend. — Systeme wenig hervortretend, von seichten
Furchen begi'enzt, welche unregelmässige polygonale Maschen bilden. — Testa
gelatinös. — Einzelthiere 2 — 3 mm lang, mit 2 Körperabschnitten und Ectoderra-
fortsätzen. — Branchialöffnung mit 6-zähnigem Trichter, Analöfinung ein ein-
facher Schlitz, mit 3-zipf ligem Analanhang. — Kiemensack gut entwickelt, ohne
innere Längsleisten, mit 8—10 Reihen von Kiemenöffnungen. — Laraina dor-
salis in Form von Languets. — Nahrungscanal am hinteren Ende des Kiemen-
sackes gelegen, Magen mit Längsfalten. — Hoden, aus zahlreichen, traubig an-
geordneten Follikeln bestehend, am Grunde des Eingeweidesackes." — H. sara-
sinorum n. sp. (Fiedler).
2. Polyclinidae.
Fragarioides n. suhg. mit F. aurantiacum n. sp. (Maurice).
in. Ascidiae simplices.
1. Ascidiidae.
Ascidia sp. — Herdman (1) p. 155, Taf. XI, 7—13.
Abyssascidia vasculosa n. s}). — Herdman (1) p. 151, Taf. XI, 1—6.
2. Cynthiidae.
Polycarpa 3 n. sp. — Palethorpe u. Wilson, p. 65 66, Taf. VIII, 4 -5.
— P. tinctor, ibid. p. 65, Taf. VIII, 3.
Styela sericata n. sj). — Herdman (1) p. 153, Taf. XI, 14—16.
B. gibbosa Hell. — Palethorpe u. Wilson, p. 64, Taf. VIII, 2. — B.
pachydermatica, ibid. p. 64, Taf. VIII, 1.
3. Molgulidae.
Molgula citrina Aid. Hanc. — Herdman (3) p. 255-57, Taf. XIII, 7-12.
— M. hancocki n. sp., ibid. p. 257-259, Taf. XIII, 1-6.
Jahresbericht über die Bryozoen für 1889.
Von
Dr. C. Matzdorff
in Berlin.
A. Anatomie, Physiologie, Biologie.
Ed. Pergens hat eine Reihe von Seebryozoen untersucht. Bei den
kalkablagernden Arten besteht das Ectoderm aus einer Cuticula und
einer Kalkschicht. Die sog. Poren derselben sind von Zellen angefüllte
interskeletäre Höhlungen. Die Zellen lagern den Kalk ab und schliessen
aussen oft völlig die Lücken, um innen fortzuleben. Im allgemeinen
erfordern bei den cyclostomen Br. dicke Kalkablagerungen grössere
Cavitäten, während das bei den Cheilostomen nur z. 'J'h. der Fall ist.
Der Kalk konnte in den Zellen nachgewiesen werden, bei Myriozoum
tnincatum z. B. in der Form von Krystallen. Die Höhlungen waren
bei Eschara foliacea 45 — 54 //, bei Actaea angnina und A. truncata
3 (i gross. Generischen Werth haben sie nicht; bei Crisia z. B.
schwankt ihre Grösse von 7 bis 14 ^w. Unter Umständen wird der
Kalk resorbirt, so bei der Bildung von Ovizellen nnd in dem seg-
mentverbindenden Ringe bei der Knospung von Cellaria ßstvlosa. —
Bei Micro'porella Muhisii ist auf der Opercularseite eine Pore, in
die Nadeln und Höcker hineinragen, sodass Wasser in das Innere
des Zooeciums eindringen kann. An der Distalseite der Oefinung
liegt ein mit Längsmuskelfasern versehener Sack. — Die Tentakel-
scheide hat vier verschliessbare Oeffnungen: Opercularöffnung, Kitsches
Diaphragma, Mund, After. Die beiden letzten haben Ring- und
Längsmuskeln. Das Diaphragma, das bei den kalkführenden Arten
wohl wie bei Fhistra wirkt, ist als eine Pumpe aufzufassen. Wenn
es seine Ringmuskeln schliesst, dadurch Zooecium- und Scheiden-
höhle trennt nnd sodann seine Längsmuskeln zusammenzieht, so wird
der Druck in der Zooeciumhöhle grösser und die Scheide sammt
Inhalt wird gegen das Operculum gedrängt. Während das öfter
geschieht, contrahiren sich die Muskeln der Tentakelscheide, die
Tentakelkrone drückt das Operculum auf, Wasser tritt in die Scheide
ein, und dieses wird vom Diaphragma wieder in die Zooeciumhöhle
gepumpt. Bei der Retraction der Krone fliesst das Wasser aus
letzterer Höhle durch Diaphragma- und Opercularöffnung nach aussen.
16 Dr. C. Matzdorff:
Julliens Irisoide ist das Diaphragma. Seine Auffassung der Fenestru-
liniden (s. Ber. f. 1888. S. 103) theilt P. nicht. — Die Entwicklung
der Sexualorgane wurde bei Microporella Malusn verfolgt. — Die
Zahl der Tentakeln ist ziemlich constant: Crisia 4, Myriozoum
truncatum 32, Alicroporella Mahisii 16. P. geht auf ihren Bau so-
wie auf den des Pharynx, Oesophagus, Magens, BHndsacks und
Rectums weiter ein. Im Blindsack scheinen nicht Speisen verdaut
zu werden. Der vor dem Rectum liegende Darmtheil ist verengert
und hat Wimperepithel; er dreht die Speisereste zu cylindrischen
Massen. Das Ganglion hat streifige Mittelsubstanz, die beiderseits
in einer zelligen Kugel endet. — Die Entwickelung des Eies wurde
bei Microporella Malusü genauer verfolgt. Das 16 zellige Stadium
besitzt noch kein Blastocoel. Es liegen hier zwei gleiche Hälften
vor; die aborale theilt sich zuerst weiter (24 Zellen) und das Blasto-
coel ist vorhanden; sodann theilt sich die orale Hälfte (32 Zellen).
Die weitere Entwickelung wird ausführlich geschildert. (JJnter-
mclmnqen an Seehryozoen. Zool. Anz., 12. J. 1889, Leipzig, S. 504
bis 510, 526—533).
L. Cuenot führt aus, dass der Funiculus Eier, Spermatoblasten,
Statoblasten und Kospen bildet, dass also eine lymphatische Drüse
Geschlechtsproducte liefert. (Etudes sur le sa7ig , son roh et sa for-
mation dans la Serie animule. Arch. Zool. exper. et gen., 2. ser., t. 7,
Paris 1889, S. I— IX.^
L. ßoule geht in seinen allgemeinen Betrachtungen über die
Organisation der Anneliden auch auf den Bau der Bryozoen ein.
Rhabdopleura bildet einen Uebergang von diesen zu den Brachiopoden.
(Etudes sur le developpement des Anjiclides et en particulier d'iin
Oligochaete limicole marin, Enchyiraeoides Marioni n. sp. Ann. Sc.
Nat. Zool, T. 7., Paris 1889, S. 107—442, F. 1—22, T. 8—22.;
M. Neumayr schickt seiner Schilderung der fossüen Bryozoen
eine ausführliche Darstellung des Baues dieser Thiere voran. {Die
Stämme des Thierreiches , Wirbellose Thiere, 1. B. , Wien und Prag
1889, S. 513—519.)
A. Laug behandelt die Bryozoen bei den Würmern (Kl. Proso-
pygii. Ordnungen Sipunculacea , Phoronidea, Bryozoa, Brachiopoda.)
und geht bei der Besprechung der einzelnen Organsysteme auf ihren
Bau ein. {Lehrbuch der vergleichenden Anatomie. 9. Aufl. von E. 0.
Schmidts Handbuch d. v. An. 1. Abth. Jena. 1888. 290 S.)
H. Prouho fand, dass die freien Larven von Flustrella hispida
Fab. alle die von Barrois für Lepralia und Bugida beschriebenen
Organe besitzen. Während ihrer Embryonalentwickelung haben sie
eine embryonale Verdauungshöhle. Wenn die Zeit des Freilebens
naht, verschwindet dieselbe allmählich. Es besteht also ein Unter-
schied von Ct/pJionat(tes, der einen Verdauungstractus aufweist.
Ferner geht Verf. auf die beiden Keimblätter ein. Sicher ist, dass
die Flustrellu\a,r\en ein Nervensystem besitzen. (Sur la structure et
la metamorphose de la larve de la Fh/strella hispida (Bryozoaire
Jahresbericht über die Bryozoeu für 1889. 17
ctmostome). G. r. Ac So. Paris, T. 108, 1889, S. 1023—1025. Auszug
in: Journ. R. Micr. Soc, 1889, London a. Edinburgh, S. 501.)
De Lacaze-Duthiers schliesst an diese Mittheilung die Bemerkung,
dass die Flufitrella Jdspida, die Prouho in Banyuls untei'suchte , aus
Roseoff stammt. Sie hat sich dem Mittelmeer so gut angepasst, dass
sie Eier legte, und sich ihre Embryonen entwickelten, (eb. S. 1025.)
H. ProuliO schildert die Reproduction von Alcyonidium alhidum
Alder, A. duplex n. sp. und Pherusa tubidosa Ell. et Sol. Alle drei
wurden zu Banyuls -sur-Mer beobachtet. Bei A. alhidum lösen sich
die Eier vom Eierstock los, flottiren in der Perivisceralhöhle,
gerathen dann in das „intertentakuläre" Organ und von dort in
das umgebende Medium. Während der Ablage drängen sich die
Spermatozoen um die Eier. Das Intertentakularorgan, dessen Func-
tion bisher unbekannt war, ist also ein Eileiter. Die Entwickelung dieses
Bryozoons ist extern. — A. duplex steht A. mytili Dal. nahe, hat
aber grössere, bis 1 mm grosse Einzelthiere. Hier hat das Polypid
zur Zeit der Reife der Geschlechtsorgane keiner Intertentakularorgan.
Die Zellmasse, aus der die Spermatozoen entstehen, erscheint an der
Wand der blinden Aussackung des Magens. Zur gleichen Zeit ent-
steht am Funiculus ein zweites Polypid und in ihm bilden sich Eier,
Das ältere männliche Polypid degenerirt bis auf die Spermatozoen,
das jüngere weibliche nimmt seine Stelle ein. Dieses hat ein Inter-
tentakularorgan. Die Befruchtung findet wie bei A. alhidum statt.
Doch führt jenes Organ die Eier nur in die Tentakelscheide imd
hier erfolgt, wie in einem Marsupium, die Entwickelung. — Pherusa
bat kein Intertentakularorgan. Die bivalve Larve gleicht der bisher
nur von Flustrella und Membranipora bekannten. (Sur la repro-
duction de quelques Bri/zoaires ctenostomes. G. rend. hebd. seances
Ac. Sc, T. 109, Paris 1889, S. 197—198. Uebrs. in: Ann. Mag. Nat.
Hist., 6. ser. V. 4, London 1889, S. 407—408. Auszug in: Journ.
R. Micr. Soc, 1889, London a. Edinburgh, S. 629—630.)
Fr. Bräm hat den üebertritt von Ectodermzellen in den Funi-
culus, den er für Cristatella festgestellt hatte, nun auch bei Pluma-
tella beobachtet. Infolge dieser Einwanderung schwillt der Funiculus
an seiner Ursprungsstelle an und stellt einen mehrschichtigen Keim-
stock dar, von welchem sich sodann der erste Statoblast abschnürt.
Später hört der Zusammenhang des ectodermalen Materials des
Keimstocks mit dem des Integumentes auf. Hierdurch ist die
Knospennatur der Statoblasten zum ersten Male dargethan (s.
Kräpelin, Ber, f. 1888, S. 94). (JJeher die Statohlastenhildung bei
Plumatella. Zool. Anz. 12. Jahrg. Lpzg. 1889. S. 64, 65. — Ausz.
in: Journ. R. Micr. Soc. London, 1889. S. 377.)
Derselbe schildert die Entwickelung der Embryonen im keimenden
Statoblasten. Dieser zeigt einen Mantel von Ectodermzellen, der
eine kernhaltige Dottermasse, ein Product von mesodermalen Funi-
cularzellen, umschliesst. Die um die Kerne stattfindende zellige
Abgrenzung des Dotterprotoplasmas legt den Grund zur Bildung eines
Arcli. f. Natuigesch. Jahrg. 1890. Bd. II. H. 3. 2
18 Dr. C. Matzdorff:
inneren Epithels, Das Ectoderm bildet bei Cristatellu bald an der
schwimmringlosen Stelle des Statoblasten eine Keimscheibe, die
Anlage des ersten Polypids. Eine Ringfurche, die sich mehr und
mehr vertieft und endlich schliesst, wird so zu einem von der
Hauptmasse der Keimscheibe umgebenen Hohlraum, dem Knospen-
lumen. Wo die Ränder der Furche verwuchsen, entsteht der ex-
centrisch gelegene Halstheil der Knospe. Der in das Lumen hinein-
ragende Kegel bildet sich zu den beiden Lophophorarmen um.
Andrerseits dringen beide Knospenblätter bruchsackartig gegen die
Dottermasse vor, und hier geschieht die Anlage des Enddarmes und
Magens. Der After ist die Stelle, wo der Schlauch in die Knospen-
höhle einmündet. Es erfolgt die Anlage des Centralnervensystems,
und eine weitere Einstülpung bildet den Oesophagealtheil des Darmes.
Dieser tritt sodann mit dem Analschlauch in Verbindung. Im
weiteren Verlauf stimmen die Vorgänge noch mehr als bisher mit
denen überein, die von Stockknospen bekannt sind. Die jüngeren
Knospen bilden sich in einer oral von der Primärknospe gelegenen
Keimzone. ■ — Auch bei Phmiatella tritt das erste Polypid an der
Stelle auf, wo die Oeffnung des Statoblasten am längsten anhielt.
— Betreffs des „ Excretionsorgans " Verworns (s. Ber. f. 1888, S. 96)
ist zu bemerken, dass dasselbe keine äussere Oeffnung hat. Es ist
eine Fortsetzung der Lophophorhöhle. {Die Entwichehing der Bryo-
zoencolonie in keimenden Statoblasten. Zool. Anz., 12. J., Lpzg. 1889,
S, 675—679, Fig. 1—4. — Ausz. in: Journ. R. Micr. Soc, 1890,
London a. Edinburgh, S. 166.)
J. Lomas gibt anatomische Bemerkungen über Alc.yonidivm
gelatinosum. Die Anordnung der Zellen in den Kolonien ähnelt der
von Salicornaria. Die Gallerte enthält, namentlich in der Peripherie,
Nadeln von 0,14 bis 0,2 mm Länge und 0,05 mm Dicke aus kolilen-
saurem Kalk und kohlensaurer Magnesia. Sie sind oft unregelmässig
schwach gekrümmt. Wahrscheinlich sind es Rudimente eines früheren
reicheren Skeletes. Die Ctenostomen stammen wohl von Thieren
mit kalkiger Ectocyste ab. Sodann werden die einzelnen Individuen
geschildert. Die Exemplare, die dem Verf. vorlagen, hatten stets
16 Tentakeln. (Notes on the Structure of AlcyonidiuTn gelatinosum.
Proc. Liverpool. Biol. Soc, sess. 1886—1887, V. 1., Liv. 1887, S. 29
bis 33., T. 3.) Die erwähnten Nadeln sind auch anderwärts be-
schrieben; s. Ber. f. 1886—87, S. 37.
0. Seeliger behandelt 1. Die Bildung des Bryozoenstockes bei
den Endoprokten. Während nach Nitsche die Knospen nur aus den
dem Ectoderm entstehen, sind nach Hatschek alle drei Keimblätter
betheiligt. Verf. fand, dass bei Fedicellina die Periode der freien
Larve oft nur wenige Stunden dauert. Die Thierchen setzen sich
bald an Pflanzen fest. Verf. schildert die Form und Abschnürung
des Thieres vom Stiel. Zwischen Ganglion und Hinterdarm liegt
ein mesodermaler Zellhaufen, der Anfang der Geschlechtsorgane.
Zwischen GangHon und Oesophagus befinden sich die Segmentalorgane.
Jahresbericht über die Bryozoeii für 1889. 19
An dem Grunde des Stieles entspringt ein Stolo, an dessen Spitze
sich die erste Polypidanlage*) entwickelt. Der Stolo ist stets an der
Stelle, wo im Köpfchen der Hinterdarm liegt. Die Medi'anebenen
der ersten und aller folgenden Knospen fallen ungefähr mit der des
Mutterthieres zusammen. An dem Aufbau des Stolos betheiligen
sich beide Keimschichten des Stieles. 2. Die Knospung am freien
Ende des Hauptstolos. An seiner Spitze, wo grosse plasmareiche
Ectodermzellen liegen, erfolgt eine Ausstülpung des Hautepithels,
die zur Knospe wird. Ihr Scheitel zeigt früh eine Einstülpung des
Ectoderms, und diese bildet das Polypid. Einige wenige Mesoderm-
zellen des Stolos, die in die Leibeshöhle der Knospe eingewandert
sind, vermehren sich rasch und füllen die Höhle aus. Die Polypid-
einstülpung gliedert sich in zwei Abschnitte: der obere, das Atrium,
bleibt mit dem Ectoderm in steter Verbindung; der untere, der
Verdauungskanal, bleibt mit dem oberen durch eine immer feiner
werdende Oeffnung, den Mund, im Zusammenhang. Es liegt also
keine getrennte Anlage vor. Die Mesodermelemente bilden Binde-
gewebe, Muskeln und Gescblechtssorgane. Es wiederholt sich also
bei der Knospung der Gastrulationsvorgang. 3. Die Verzweigung
des Stolos und die Bildung neuer Knospen zwischen den alten. An
den Querstolonen gleicht die Knospenbildung der beschriebenen, nur
findet zuerst eine hohe ectodermale Ausstülpung und dann erst die
Polypideinstülpung statt. Neue Knospen und Stolonen enstehen
stets tief an der Basis des Stieles älterer Thiere oder am Hauptstolo
zwischen alten Thieren, niemals oben am Stiel alter Thiere. Sehr
selten gabelt sich die Spitze eines Stolos und es wachsen hier zwei
Knospen, die zu der Bildung zweier congruenten Stöckchen Anlass
geben. 4. Die Regeneration der Pedicellmaköpfchen. Die dabei
stattfindenden Vorgänge sind im wesentlichen dieselben wie bei der
normaler Knospung. Die Erneuerungserscheinungen können bei
Knospen jeden Alters eintreten; vornehmlich jedoch finden sie sich
an ganz alten Thieren, deren Köpfchen mit Eiern und Embryonen
abgestossen werden. Wahrscheinlich kann mehrmalige Regeneration
an derselben Stelle stattfinden. Man kann sie als Knospung am
oberen Stielende auffassen; sie bildet einen Uebergang zur Strobi-
lation. 5. Allgemeine Bemerkungen. Die Knospung ist im Verhältniss
zur Embryonalentwickelung sehr verkürzt. Völlig fehlt das Stadium,
das der freien Larve entspricht. Auch die Furchung hat hier kein
Analogon. (Die U7igeschhchtliche Vermehrung der endoprocten Bryo-
zoen. Z. f. wiss. Zool., 49. B. 1. H., Leipzig 1889, S. 168—208, T. 9. 10,
6 Holzschn. Auszug in: Journ. R. Micr. Soc, 1890, London a. Edinb.,
S. 317—318.)
*) Verf. betrachtet nicht das „Polypid" als selbstständiges, dem „Cystid,,
gleichwerthiges Individuum, sondern gebraucht diesen Ausdruck nur als kurzen
Namen für die gemeinsame Anläge von Atrium, Tentakeln, Ganglion und
Verdauungskanal.
2*
20 Dl'. C. Matzdorff:
Von Freeses Untersuchung von Memhranipora (vgl. Ber. f. IJ
S. 94 u. 98) ist ein Auszug erschienen in: Journ. R. Micr, Sog.
London, 1889, S. 47-48.
Von Waters' beiden Arbeiten über Ovicellen (s. Ber. f. 1888,
S. 94) sind Auszüge zu finden in : Journ. R. Micr. Soc, 1889, London
a. Edinb., S. 377.
R. Schneider fand starke Eisen- Einlagerungen in der Cuticular-
schicht der Stämmchen von Ahyonella Benedeni aus der Hamburger
Wasserleitung. Die Statoblasten von Cristatella mucedo Cuv. aus
dem Schlachtensee bei Berlin wiesen in zahlreichen Fällen für die
Luftzellen des Schwimmringes eine schwache Eisen -Resorption auf.
Die Eisenablagerungen sind als eine Art Schutzdecke aufzufassen.
(lieber Eisen- Ref<orption in fhierischen Organen und (ieweben. Abhdlg.
Kgl. Ak. d. W. in Berlin, a. d. J. 1888, Berlin 1889, 68 S. 3 Tfl.)
C. Fr. W. Krukenberg untersuchte bereits vor mehreren Jahren
den in verästelten Cutiszellen von Bvgida neritina diffus auftretenden
rothen Farbstoff. Er fand einen nur in Wasser und Glycerin
löslichen rothen sowie einen in Alcohol, Chloroform, Schwefelkohlen-
stoff, Terpentinöl u. s. w. gelb, bräunlich oder gelbgrün in Lösung
gehenden. Er bildet eine Reihe hierbei gewonnener Spectren als
solche von Floridinen ab. Auch untersuchte er den alcoholischen
Auszug einer rothen adriatischen Kalkbryozoe (LepraUaf). {Vcrgl.-
phi/siologische Studien. 2. R., 3. Abth. Heidelberg 1882. S. 23 ff.,
Taf. 2.)
C. A. Mac Munn fand in Leprulia foliacea Chlorophyll und ein
Lipochrom, das dieses Thier orange färbt. Neben dem Chlorophyll
fand sich Chlorofucin. Auch Flustra foliacea enthielt Chlorophyll.
(Notes on some Animal (jolouring Matters examined, ut tlie Phjmoxdh
Marine Biological Lahoratory. Journ. ]\Iar. Biol. Assoc, N. S. Vol. 1.
London 1889, S. 55 — 62. auch: Contributions to Animal Chroma-
tology. Quart. Journ. Micr. Sc, V. 30 N. S., London 1890, S. 51
bis 96, Tf. 6.)
A. Laug kommt in seiner Abhandlung über die festsitzenden
Thiere mehrfach auf die Bryozoen zu sprechen. Sie sind mit Aus-
nahme von Cristatella sämmtlich sedentär, doch ist auch bei dieser
Gattung der Ausdruck „festsitzend" fast bezeichnender als „kriechend".
Eine Veranschaulichung des Ueberganges zur festsitzenden Lebens-
weise kann bei ihnen nicht von verwandten Formen hergeleitet
werden. Sie können das vordere Körperende aus- und einstülpen;
ein Hautmuskelschlauch fehlt, ebenso fehlen Augen. Das Central -
nervensystem ist sehr einfach. Dagegen ist ein Tentakelkranz wohl
entwickelt, und sehr bemerkensw erth sind die Avicularien und Vibra-
cularien. Stielbildung ist nicht selten. Cuticulargehäuse treten
allgemein auf und verkalken häufig. Sie sind, mit Ausnahme von
Rhubdopleura, mit dem Körper eng verbunden, und dienen als Schutz-
sowie als Stützorgane. Weiter finden Ausbildung und Gestaltung
von Haut, Musculatur, Darmkanal und Atemorganen zum grossen
Jahresbericht über die ^lyozoeii für 1889. 21
Theil in der Sesshaftigkeit ihre Erklärung. Mannigfach sind die
Schutzmittel, wie Deckel, Vorsprünge der Tentakelscheide, das Epi-
stoma. Sehr stark ist das Regenerationsvermögen. Es finden
sich Einrichtungen, die wahrscheinlich das Eintreten der Selbst-
verstümmelung erleichtern. Bedeutungsvoll sind Knospung, Theilung
und Kolonienbildung. Die bilaterale Symmetrie ist, wenn auch nur
äusserlich, oft verwischt. Der Ausbreitung dienen freibewegliche
Larven, die Statoblasten, die schwinimenden Klumpen der Pectinatella
magnifica Leidy. (Ueher den EinßMss der festsitzenden Lebensweise
auf die Thiere. Jena 1888. 166 S.)
S. F. Baird erwähnt unter dem Futter, das sich im Magen von
im Juli gefangenen Exemplaren von Tautoga onüis Gthr. befand,
Crisia ehurnea. (TJie Sea Fisheries of Eastern North America. U.
S. Comm. Fish and Fisheries, P. 14, Rep. for 1886, Washington
1889, S. 3—224.)
A. Giard erwähnt, dass sich auf der Haut der Naticide Lamel-
laria 'persiiicua L. gern Memhraniporen und Alcyonidien festsetzen.
{Le Lahoratoire de Wimereux en 1889. Bull, scient. de la France
et de la Belgique, T. 22, Paris 1890, S. 257)
R. DittricL. führt Flustra menibranacea als leuchtendes Tliier
auf. (lieber das Leuchten der Thiere. Breslau. 1888. 70 S.)
K. Möbius giebt eine kurze Anweisung für das Auffinden und
Sammeln der Bryozoen. (Wirbellose Seethiere. Dr. Neumayer's An-
leitung zu wiss. Beob. auf Reisen. 2. Afl. B. 2, Berlin 1888, S. 460.)
W. B. Benham schildert ausführlich die Anatomie von Phoronis
uustralis, giebt sodann eine Uebersicht über die 5 bekannten Arten
der Gattung, und erörtert schliesslich eingehend die Verwandtschafts-
verhältnisse von Fhoronis. Er setzt ihre Beziehungen zn den Brachio-
poden, den Bryozoen und den Sipunculiden auseinander und kommt
zu dem Ergebniss, dass Phoronis den letztgenannten näher als den
Bryozoen steht*). {The Anatomy of Phoronis australis. Quart.
Journ. Micr. Sc, V. 30. N. S., London 1890, S. 125—158, T. 10—13;
erschien 1889. Ausz. in: Journ. R, Micr. Soc, for 1889, London a.
Edinb., S. 740—741.)
J. Cori bespricht ausführlich die über Phoronis vorhandene
Literatur und geht auf die Anatomie der Gattung ein. Die Histo-
logie sowie anderweitige Befunde behält er einer grösseren Arbeit
vor. Er stellt zwei neue Arten auf: Th. caespitosa und 'psammophila.
Beide bilden Rasen. Erstere lebt im Hafen von Neapel, hat mem-
branöse braune Röhren, ist 5 bis 35 mm lang und 0,5 bis 1 mm
dick. Die 60 — 70 Tentakeln sind 0,81 mm lang und 0,057 mm dick.
Die Thiere sind blassgelblichroth, ihre Wimpergruben liegen oberhalb
der Nephridienöffhung. Die Blutkörperchen sind 13 |M gross. Ph.
fsammophila^ von Hatschek in einem Küstensalzsee am Faro bei
*) Phoronis wird daher vom nächsten Bericht an nicht mehr zu den
Bryozoen gestellt werden.
22 Dr. C. Matzdorff:
Messina entdeckt, hat eine von Sandkörnern umgebene hyaline Röhre,
ist 25 — 50 mm lang und 0,5 bis 1 mm dick; die 60 — 90 Tentakeln
sind 1,5 mm lang und 0,06 mm dick. Die Thiere sind fleischfarbig,
an der Tentakelbasis roth. Die Sinnesorgane liegen innerhalb der
Lophophorarme ; die Blutkörper messen 15,22 ^m. Weiter geht Verf.
auf Ph. htppocrepia Wright, ovalis (f) Wright , Crepina gracilis (f)
van Ben., Ph. australts Haswell und Ph. Biiskii Mc Int. ein, ohne
die Synonymik und Systematik völlig klarstellen zu können. Der
anatomische Theil betrifft die Lebensweise, Röhre, Körperform,
Leibeswand, den Darmtractus, die Körperhöhlen, Mesenterien, Nephri-
dien, Blutgefässe, Nerven, das Fettgewebe, die Geschlechtsorgane.
Gelegentlich wird die Beziehung zu den phylactolämen Bryozoen
gestreift. Es sind mehr Actinotrochen als Phoronis Sirten bekannt.
Nach der Art und Weise, wie Ph. caespitosa ihre Membran bräunt,
vermuthet Verf., dass auch bei Fredericella die anfangs glasheUe
Ectocyste durch Kothballen undurchsichtig wird. {Beitrag zur Aiia-
tomie der Phoronis. Prag 1889. 48 S.)
B. Systematik, Faunen.
E. Haeckel classificirt die Bryozoen folgendermassen:
Stamm: Helminthen.
4. Ciadom: Armwürmer, Prosopygia o. Brachelminthes.
9. Classe: Moosthierchen, Bryozoa.
Zum gleichen Ciadom gehören die Brachiopoda, Phoronea und
Sipunculea. {Natürliche Schöpfungsgeschichte. 8. Aufl., BerHn 1889,
S. 540.)
H. Trautzscli reiht die Bryozoen folgendermassen ein: Kreis
Vermes, Klasse Prosopygii, 3. Bryozoa; und theilt sie ein:
A. Entoprocta.
B. Ectoprocta.
a. Phylactolaemata.
b. Podostomata.
c. Gymnolaemata.
«. Cyclostomata.
ß. Ctenostomata.
y. Chilostomata.
Zu derselben Klasse gehören die Sipunculacea, Phoronidea und
Brachiopoda, (Z)a,s System der Zool. mit Beriieks. d. verql. Anatomie.
Stuttgart 1889, IV, 120 S.)
Ueber Längs Classification s. o. S. 16. Vgl. ferner Ortmann
u. S. 30 und Carus u. S. 28.
Jahresbericht über die ßryozoen für 1889. 23
1. Marine Formen.
E. C. Jt^lly giebt einen mit einem Literaturverzeichniss und
einem ausführlichen Index sämmtlicher Gattungs- und Artnamen
versehenen Katalag der recenten Meeresbryozoen. Er umfasst 1696
Arten, die 214 Gattungen angehören. (.1 synonymic catalogue of
the recent marine Bryozoa, indudinq fossil sy?ionyms. London 1889.
XV, 322 S. Auszug in: Journ. R. Micr. Soc. London, 1890, S. 449.)
Tli. Studers Bericht über die Forschungsreise der ,, Gazelle"
(1874 — 1876) enthält folgende Angaben über Bryozoen. Es standen
dem Verf. Vorarbeiten von Kirchenpauer zur Verfügung; zahlreiche
von dessen Arten sind neu.
In der Nähe von Madeira wurden in etwa 100 m Tiefe Schizo-
poi'ella dispar Mcg., Microporella gracilis Lamrx.^ Ah/cronella gigantea
Busk, Eschara cervicornis Ell. Sol. , Membranipora peregrina Orb.,
Cupularia pyriformis Busk gefunden.
Kap Verdische Inseln: Cvp. pyr. (86 m); Hornera pectinata
Busk (69 m).
Afrikanische Westküste: Hörn, pect., Cellaria Johnsoni Busk,
Esch. cerv., E. lichenoides M. Edw. (274 m); E. lieh., E. perosa Kchp.,
1 Retepora (108 m).
Kap der guten Hofi'nung: Adeona intermedia Kchp., 1 Eschara,
2 Flustra, 1 Crisia, Hornera americana d'Orb. (91,5 m); Ad. int.
und 1 Retepora (214,11 m).
Kerguelensland. In der Florideenzone (etwa 1,8 m) kommen
vor: Menipea fageUifera Busk, M. aculeata d'Orb., Crisia Kerguelensis
Busk, Pedicellina Breusingi nov. sp. In der Zone des Schlamm-
grundes auf Macrocystis pyrifera (8 — 11 m): Diachoris magellanica
Busk, Lepralia Eatoni Busk, h. hyalina Busk, Tuhulipora stellatu
Busk. In tieferem Wasser: Esch. lieh. (219 m); Salicornia variabilis
Busk, Vijicularia lahiata Kchp., Retihornera flabellum Kchp., 1 Crisia
(128 m). Verf. schliesst hieran eine vollständige Fauna der Kerguelen-
und Heard-Inseln an, deren Verbreitung er für 12 verschiedene
Gebiete aus allen Meeren prüft. Sie enthält 64 Arten, die zu
33 Gattungen gehören. Die meisten Genera sind Kosmopoliten,
7 antarktisch und arktisch, 3 rein antarktisch. Von diesen kommen
Supercytis und Onchopora bei Kerguelen und im australischen Meer,
Vincidaria ebendort und bei Feuerland vor. Von den 64 Arten
sind 29 endemisch, 8 hat K. mit dem Nordmeere, 10 mit Süd-
Amerika, 15 mit Australien, 4 mit allen drei Gebieten gemein. Für
die Verbreitung von Lepralien, Membrani- und Tubuliporen kommen
die Tange in Betracht.
St. Paul: Auf Macrocystis Diach. inermis und 1 Discopora.
Mauritius: 1 Eschara (411,75 m); 1 SeUfiaria (92 m).
Dirk Hartog, W.Australien: In ca. 80— 110m Tiefe 32 Arten
aus den Gattungen Catenicella (6), Calpidium (1), Cellaria (1), Nellia
(1), Scrupocellaria (1), Farciminaria (1), Caberea (1), Lepralia (4),
24 Dr. C Matzdorff:
Mt(cronella (1), Eschara (2), Adeona (3), Sehnaria (1), P^ishdipora
(4), Hornera (1), RetiJiornera (1), Idmonea (2) und Amathia (1).
Mermaid-Strasse: Cellaria inflata Kirchp. u. a. sp., Ttihucellnria
meridioncdis Kchp., Scnipocellaria scruposa L., Schizoporella divergens
Hincks, ä cecilii Aud. , Smiftia Landshorovii Johnst. , Lepralia
oUiqna Mcg,, Eschara sulcata M. Edw., E. plataUa Busk, FvsUdo-
pora ddicatula Busk, Adeona grisea Lamx., Ä. alhida Kchp., A.
macrothyris Kchp., Idmonea marionensis Busk (91,5 in),
Neuguinea. Eingang des Golfes von Mac Cluer, 732 m:
1 Eschara.
Bougainville-Insel im Salomons-Archipel , 88 m: Caberea rudis
Busk, Gribrilina radiata Hcks., Eschara magnilabris Busk.
ISlähe der Three King-Inseln: Pustulipora spiralis Kchp., Dendro-
fascipora dicliotoma Kchp., Spiralia crispa Lnix. (164,7 m); Cellaria
labeUata Kchp., Caberea Boryi Busk, Viiicidaria Neozelanica Busk,
V. abyssicola Busk (82,35 m); Cell, lab., Gemellaria cyclostoma Kchp.,
Gab. Bor., SeJenaria expleta Kchp., Pustulipora porcellanica Hutton,
Dendrofascipora spinosa Kchp., D. simplex Kchp.
St. Josephs-Bai in der Magellan-Strasse, 36,6 m: Retepora sp.
An anderen Oertlichkeiten derselben Strasse: 76,8 m: je eine Cellepora,
Pusüdipora, Idmo?iea, 2 Eschara\ 115,3 m: Menipea Studeri Kchp.;
109,8 m: je 1 Idmonea und Lepralia, Vincul. gothica d'Orb., Menipea
Puelcha d'Orb., M. vibracularis Kchp., M. fuegensis Busk, simplex
Kchp.; 54,9 m: Cellaria malvinensis Busk; 80,5 m: Cell, malv.,
Eschara foliacea Ell. Sol.
{Die Forschungsreise S. M. S. „Gazelle" in den J. 1874 — 1876.
3. Th., Zool. u. Geol., Berlin 1889, VI, 322 S., 33 Tf.)
J. Joyeux-Laifuie hat in den C. r. Acad. des Sc. Paris, T. 106,
S. 621 — 623, 1888, einen vorläufigen Bericht über Delagia Chaetopteri
veröffentlicht. S. Ber. f. 1888, S. 98.
E. Ehlers steUt die Identität von Delagia mit Ilypophorella
(s. Ber. f. 1888, S. 99) fest. {Delagia Chaetopteri J.-Laff., synonyme
de Ilypophorella expansa EM. Proc. K. Soc. Victoria, 1888, S. XLV
bis XL VI.)
Joyeux-Laffiiies und Ehlers' Bemerkungen (s. Ber. f. 1888,
S. 99) sind ausgezogen in: Journ. R. Micr. Soc, 1889, London a.
Edinb., S. 377.
Waters' Bericht über Challenger-Bryozoen (s. Ber. f. 1888,
S. 100) ist ausgezogen in: Journ. B. Micr. Soc, 1889, London and
Edinburgh, S. 629.
M. Brauu fand in der Bucht von Wismar Alcyonidium Mytili
Dal,, A. hirsutum Fab., Valkeria cuscuta L., Membranipora pilosa L.
forma membranacea Smitt, M. lineata L. forma Sophiae Busk und
M. Flemingii Busk (?). {Faunistisclie Ufitersuc/iungcfi in der Bucht
von Wismar. Arch, Ver, Fr. Naturgesch. Mecklenburg, 42. J. (1888),
Güstrow 1889, S. 57—84.)
Jahresbericht über die Bryozoeu für 1889. 25
K. W. TOn Dalla Torre führt von Helgoland folgende bisher
bekannt gewordene Bryozoen auf: Membranipora memhranacea L.,
M. pi'losa (Fall.), Lepralia hyalina (L.), Discopora coccinea Ratbke,
Escharipora annulata F., Gemellaria loricata (L.), Bicellaria ciliata
(L.), Bugula plumosa (Fall.), B. ßahellata Busk, Fiustra foliacea L.,
F. carnosa Johnst., Scrupocellaria scruposa (L.), Canda rejytans (L.),
Caherea ellisii (Flem.), Bou^erhankia densa Farre, Alcyonidium gelati-
nosum (Fall.), Ä. parasiticum (Flem.), Fhalangella pahnata (Wood.),
Diastopora patina Lam. und Crisia eburnea (L.). {Die Fauna von
Helgoland. Jena 1889. 99 S.)
J. A. Orieg zählt von der norwegischen Küste folgende Bryozoen
auf: Gemellaria loricata L. , Menipea teniata Ell. et Sol. , Scrupo-
cellaria reptans L., Bicellaria Aldri Busk, Bugula Murrayana Johnst.,
Kinotoshias Smithi Dan. et Kor., Fiustra securifrons Fall., F. Barlei
Busk, Membranipora membranacea L., Crihrilina annulata F., Micro-
jjorella ciliata Fall., Chorizopora Brongniartii Aud., Lepralia tenuis
Hass., Retipora Beaniana King, Cellepora pumicosa L., Crisia cor-
nuta h., C. eburnea L., Idnionea serpens L., Diastopora patina Lam.,
Hornera lichenoides L., Alcyonidium mamillatum Alder, Bowerbankia
imbricata Adams., Farrella rep)ens Farre. (Undersögelser over dyrilivet
i de vestlandske fjorde. Bergens Mus. Aarsber. for 1888, Bergen
1889, Nr. 2, 11 S. 2 Taf.)
K. J. Chworostanslii zählt aus der Uferregion der Solowetzki-
Inseln 70 Arten auf, die folgenden Gattungen angehören: Gemellaria
(1), Celhdaria (1), Menipea (2), Scrupocellaria (3), Bugula (1),
Bicellaria (1), Fiustra (1), Membranipora (12), Escharina (1), Cri-
hrilina (3), Microporella (1), Lagenipora (1), Schizoporella (7),
Mastigophora (1)), Lepralia (5), Umbonella (1), Porella (5), Escha-
roides (1), Smittia (3), Mucronella (5), Palmiceilaria (1), Retepora
(1), Cellepora {^\ Crisia (1), Tttbulipora (1), Idmouea(l), Diastopora
(2), Hornera (1), Lichenopora (2), Boiverbankia (1). (Liste der
Bryozoen von der Küste der Solotvetzki-Lnseln. Trav. Soc. Nat. St.-
Petersbourg, Seet. Zool. Physiol. , T. 20, St. Fet. 1889, Frotoc. S. 15
bis 23. Russisch, daher die (wenigen) allg. Bemerkungen dem Ber.-
erstatter unverständlich.)
W. A. Herdman führt in seinem ersten Bericht über die
biologische Station auf Fuffin Island u. a. die Bryozoen als in den
benachbarten Meerestheilen reichlich vertreten an. Insbesondere
erwähnt er Flustrella hispida, die auf Hilbre Island nur wenig unter
der Marke des höchsten Wasserstandes gefunden wurde, so dass sie
etwa Vg ilires Lebens der Luft ausgesetzt ist. {The Foundation and
first Season's Work of the Liverpool Marine Biological Station of
Puffin Island. Proc. Liverpool Biol. Soc, V. 2. Session 1887—88,
Liverpool 1888, S. 38—62, F. 1—6.)
Derselbe zählt als zwischen Port Soderick und Fort St. Mary
gefunden auf: Stomutopora johistoni., S. incrassata, Tubulipora lobio-
lata^ T. flabellaris, Lichenopora hispida, Cellepora dichotoma, Mem-
26 Dr- C. Matzdorff:
branipora aun'ta, M. craticula, M. dumeriln, Schtzo2)07'eIIa flabellum,
Diastopora suhorbicularis, Cellaria fistulosa. (^Second Annual Report
of the Liverpool Marine Biolog ical Station of Puffin Island. Proc.
Liv. Biol Soc, V. 3 1888—89, Liverpool 1889, S. 23—41.)
J. Lomas berichtet über die Bryozoenfunde von den Küsten
Angleseys. Er führt die von ihm beobachteten Arten auf. Es erhöht
sich dadurch die Zahl der seiner Zeit (s. Ber. f. 1886 — 87, S. 26)
aufgeführten Bryozoen auf 106. (^Report on the Folyzoa of Fuffin
Island. Proc. Liverpool Biol. Soc, V. 2. Session 1887 — 88, Liverpool
1888, S. 74—77.)
Derselbe giebt Ergänzungen zu seinem ersten Bericht (s. Ber.
f. 1886 u. 1887, S. 26). Sodann schildert er die Ergebnisse der
Weathercock-Expedition im August 1886 und der Hyaena-Expeditionen
aus den Jahren 1886 — 1889. So fand sich an der Calf of Man eine
Bank von toten Muschelschalen, die zahllose Bryozoen trug. Bei-
spielsweise trug eine PectenBohalo, 13, ein Buccinum 10 Arten. Neue
Arten für die genannte Oertlichkeit sind Cellaria sinuosa Hassall,
Schizoporella unicornis Johnston, Mastigophora hy^idmanni Johnston,
Mucromlla ventricosa Hassall, Cellepora armata Hincks, C. avicularis
Hincks, C. dichotoma Hincks, Stomatopora incrassata Smitt, S.
gra7iulata M. Edvr., S. johnstoni Heller, Ascopodaria nodosa Lomas.
Es folgen Bemerkungen über Alcyonidium gelatinosum L. und Cella-
ria fistidosa L. Schliesslich wird die Verbreitung von 115 Arten
bezw. Abarten und Formen für die folgenden Gebiete angegeben:
1. Cheshire Coast und Hilbre Island, 2. Welsh Coast, Rhyl bis
Penmaenmawr, 3. Menai Straits, Puffin Island und Anglesey, 4. Isle
of Man. (Second Report of the L. M. B. C. District, Proc. Liverpool
Biol. Soc, V. 3. 1888—1889, Liverpool 1889. S. 214— 224. F. 1—3.)
W. C. Mac Intosh stellte in der Bai von St. Andrews bereits
im Februar und März Cyphonautes fest und nennt ihn sodann für
die Monate bis zum Oktober. Actinotrocha, deren Verwandlung zu
Phoronis abgebildet und kurz dargestellt wird, fand sich namentlich
im Juli. (On the Pelagic Fatma of the Bay of St. Andrews during
the months of 1888. 7. Ann. Rep. Fish Board Scotland, for 1888,
Edinburgh 1889, S. 259—310, T. 3. 4.)
Derselbe fing in der Bai von St. Andrews vom 28. Juni bis
zum 10. Dezember mit dem Grundnetz und vom 2. August bis zum
10. Dezember mit dem Oberflächennetz Cyphonautes compressvs.
Phoronis wurde ebendort mit dem Grundnetz vom 18. Juli bis zum
22. September erbeutet, (On the Pelagic Fauna of the Bay of
St. Andrews during the months of 1888. 8. Ann. Rep. Fish Board
Scotland, for 1889, Edinburgh, S. 270—282.)
Derselbe erwähnt das häufige Vorkommen von Actinotrocha
in der Bai von St. Andrews. (^Notes on new and rare Furms at the
St. A^idrews Marine Lahoratory. Rep. 59. Meet. Brit. Ass. Adv. Sc,
Newcastle-upon-Tyne 1889, London 1890, S. 618.)
Jahresbericht über die Bryozoeu für 1889. 27
A. C. Iladdon führt aus der Bai von Dublin auf: Pedicellina
cermta Fall., Boiverhankia imhricata Adams, B. caudata Hcks., Diasto-
pora obelia Johnst., ScrupoceJlaria scntpea Bsk., Aetea truncata Landsb.
{Preliminary RepoH on the Fauna of Dublin Bay. Proc. R. Irish
Ac, 2. s. V. 4, Dublin 1884—1888, S. 523—531.)
R. Kirkpatrick zählt aus den Tiefseefischzügen von der Süd-
westküste Irlands auf: Memhranipora pilosa L., M. Flemingii Busk,
Porella compressa Sow., Cellepora ramulosa L., Idmonea serpe7is L.,
Lichenopora hispida Flem. , Alcyonidinm mytili Dal., Arachnidiuni
Simplex Hincks (ist neu f. die britische Fauna), Triticella flava Dal.
und Barentsia gracilis Sars. (^Report of a Deep-sea TrawUng Cruise
of the S. W. Coast of Irehmd. Polyzoa, Hydrozoa, Sponges and
Eadiolaria. Ann. Mag. Nat. Hist., 6. ser. V. 4, London 1889, S. 446
bis 447.)
W. E. Hoyle nennt von einem 16 miles von St. Kilda gelegenen
Fundort Cellepora ramulosa und Retepora Beaniana. {Report on
the Biological Investigations on the Sea to the West of Lewis during
July and August. 6. Ann. Rep. Fish Board Scotland, for 1887,
Edinburgh 1888, S. 215—222.)
Derselbe zählt aus dem „Kilbrennan-Basin" folgende Arten
auf: 1 Scrupocellaria, 1 Bugula, 1 Cellaria, 2 Flustra^ 3 Membrani-
pora, 2 Microporella, 1 Schizoporella, 1 Hippothoa, 1 Porella,
1 Smittia, 2 Mucronella , 3 Cellepora, 3 Crisia, 1 Stomatopora,
1 Idmonea, 1 Diastopora, 3 Lichenopora, 1 Vesicularia, 1 Cylin-
droecium. Von ihnen kommt Membranipora pilosa auch im ,,Incli-
marnoch-Basin" vor. (Ori the Deep-water Fauna of the Clyde Sea-
area. Journ. Linn. Soc, Zool. V. 20, London 1890, S. 442 — 472.
Erschienen 1889.)
P. Hallez erwähnt das Vorkommen von Bryozoen an der Küste
von Boulogne. (^Draguages effectues dans le Pas-de- Calais pendant
les mois d'aout et sept. 1888. Revue biol. du Nord de la France,
T. 1, Lille 1889, S. 102—108.)
Derselbe zählt sodann von dem „les Piatiers" heissenden Riff
an der genannten Küste 111 Arten bezw. Varietäten auf. Sie ge-
hören folgenden Gattungen an: Aetea (1 Art), Eucratea (3), Gemellaria
(1), Scruparia (1), Menipea (2), Scrupo cellaria (4), Bicellaria (1),
Bugula (6), Cellaria (2), Flustra (4), Membranipora (8), Micropora
(1), Cribrilina (2), Membraniporella (1), Micropoi'ella (2), Chorizo-
pora {1), Schizoporella (lA')^ Schizotheca (1), Lepralia (ß)^ Umbonella
(1), Porella (3), Smittia (6), Mucronella (7), Palmicellaria (1),
Rhynchopora (1), Retepora (1), Cellep>ora (6), Crisia (3), Stomato-
pora (3), Tubtdipora (2), Idmonea (1), Entalophora (1), Diastopora
(4), Hornera (1), Lichenopora (3), Doviopora (2), Alcyonidium (2),
Arachnidium (1), Vesicularia (1), Bowerbankia (1), Avenella (1),
Cylindroecium (1) und Valkeria (1). {Drag. eff. etc. 1888 et 1889.
Revue biol. etc., T. 2, LiUe 1890, S. 32—40. Erschienen 1889.)
28 Dr. 0. Matzdorff :
E. Pergens zählt von Banyuls, Port -Vendres und Palavas
41 Arten aus folgenden Gattungen auf: 3 Crisia, 1 Stomafopom,
1 Diastop ora, 1 Idmonea, 1 Osculipora, 1 Filisparsa, 2 Enfalopkora,
3 Lichenopora, 1 Aciaea, 1 ScnqyoceUaria, 1 Caberea, 3 Cellaria^
1 Ttihncellaria , 1 Membranipora^ 1 Amphibiestrum, 1 Cribrilina^
4 Mio'oporelln, 1 Diporula, 1 Myriozoum, 4 Lepralia, 1 Smittia,
1 MucroneUa, 1 Retepora^ 2 Cellepora. {Bryozoaires dragnes pur
J\J. (i. Dollfvs (lans le nord-ouest de Ja ]\Jediterranee. Ann. Soc. roy.
inalacol. de Belgique, T. 24, annee 1889, Bruxelles, Bull. S. LVII
bis LX.)
Derselbe giebt eine Liste von 23 bei Brest gesammelten Arten:
3 Crisia^ 1 Tubidipova, 1 Dicistopora, 2 Lichenopora, 1 Bicellariu,
1 Flustra, 4 Membranipora, 3 Schizoporella, 1 Cho7'izopora, 1 C/^/«-
bonula, 2 Mucronella, 3 Cellepora. {Bryozoaires dragues par
M. Lennier aux environs de Brest. Ebendort, S. LX- — LXII.)
J. V. Carus zählt folgende der Mittelmeerfauna angehörende
Bryozoen auf.
Subcl. Holobranchia E. R. Lauk.
1. Div. Ectoprocta Ntsche.
Ordo Gymnolaeniata Alliu.
1. Subordo CJiüostomata Busk.
1. Trib. Stolonata Busk. 1.*) Actea (4 Arteu). 2. Eucratea
(2), Hippothoa (3), Terebripora (1), Spathipora (1), ChUdonia (1).
2. Trib. Eadicellata Busk.
Sectio A. Cellulariua Smitt. 4. Catenaria (1). 5. Scrupo-
cellaria (6), Cellularia (1), Caberea (1). 6. Bicellaria (1\ Buy ula (10;, Beania (1).
7. Si/nnotum (1).
Sectio B. Flustriiia Smitt. 8. Flustra (5) , Dlachoris (4).
9. Membranipora (20). 10. Micropora (3), Setosella (1). 11. OnychoccUia (1)
12. JBZec^m (1).
Sectio 0. Escharina Busk. 13. Salicornaria (3). 14. TwW-
cellaria (1), Lagenipora (1) 15. Eetepora (5). 16. CribriUna (5), Membrani-
X>orella (li. 17. Microporella [b), Diporula (1). 18. Lepralia (8), Umbonula (1),
Chorizopora (1), Porella (2), Escharoides (2), Smittia (8), Mncronella (5), Pahni-
cellaria (2), Bhyndiopora (1) ; Scliizojjorella (20), Myriozoum (1), Mastiyophora (2),
Schizotheca (1), Tessaradoma (1). 19. Adeonella (2). 20. Cellepora (16). 21. Cupu-
laria (1).
2. Subordo Cyelostomata Busk.
1. Trib. Articulata Busk. 1. Crisia (7).
2. Trib. Inarticulata Busk.
I. Tubulinea d'Orb.
A. Nuda Smitt. 1. Diastapora (5), Polytrema (1).
2. Anguisia (1), Tubulipora (7), Idmonea (13), .4iccio (4), Eiitalojihura (4), jRd<»-
culipora (1).
*) Diese Zahlen bezeichnen die Familien, deren Namen hier nicht gegeben
werden.
Jahresbericht über die Bryozoen für 1889. 29
B. Cancellata Smitt. 3. Hornera (1), FiUsparsa (1).
4. Lichenopora (9).
II. Fascicxilinea d'Orb. 5. Frondipora (1),
3. Subordo Ctenostomata Busk.
1. Trib. Halcyonellea Ehbg. 1. Alcyonidium (2), Pherusa (1).
2. Flustrella (1).
2. Trib. Stolonifera Ehlers.
1. Sectio Orthonemida flcks. 1. Vesicularia (1), Amathia
(3), Zoohotryon (1), Bowerhanliia [5), Farrella (1). 2. Buskia (1). 3. Cylindroe-
cium (1). 4. Triticella (3), Hlpjyuraria (1).
2. Sectio Campylonemidae Hcks 5. Valkcria (2). 6. Mimo-
sella (2).
2. Div. Eutoprocta Ntsche.
Ordo Pedicellineae Hcks. 1. Pedicellina (1), Barentsia (1). 2. Lo.co-
sowo (9.)
Neue Arten, sämmtlich von Richiardi aus dem Mare della Tos-
cana gesammelt und benannt, sind Leprulia tenuis, L. luherculata,
Lichenopora (Radiopora) regt/Iaris und Mimosella elegans. (Prodromus
favnae Mediterraneae. V. 2.' P. 1, Stuttgart 1889, S. 1—54.)
E. Pergens beschreibt zwei neue ctenostome Arten von Neapel,
die zugleich die Vertreter zweier neuer Gattungen und Familien sind.
Bei beiden fehlt ein Stolo, oder er ist gewissermassen innerlich und
geht durch die Diaphragmen. Er spielt dieselbe Rolle wie der
.seitliche Funiculus bei den Cheilostomen. Die vorliegenden Thiere
gehören zu den Halcyonellea Ehrbg.
1. Benedenipora catenata n. g. et sp. (T. 14. F. 1 — 3.) bildet
Stöcke aus kleinen Zweigen mit monozooecialen Gliedern und ist
unregelmässig dichotomisch verzweigt. Sie ist hyalin. Die Zooecien
sind birnförmig, alle Oeifnungen sind nach derselben Seite der Kolonie
gerichtet. Wenn die 12 bis 14 Tentakeln zurückgezogen sind, ist
ihr distales Ende eingerollt. Der Pharynx hat ziemlich dicke Wände,
der Oesophagus ist lang und ohne Kropf. Ein Pylorus trennt Magen
und Darm. Oben am Magen liegen Leberzellen. Ein Blinddarm
fehlt. Der After öffnet sich in die Tentakelscheide. Am distalen
Ende, an der aboralen Fläche des Zooeciums, befindet sich ein
napfförmiges Polster; es nimmt das proximale Ende des höher
stehenden Zooeciums auf. Eine Durchbohrung lässt einen endosarken
Strang durchtreten. Es entspricht das den Rosettenplatten der
Cheilostomen. Auf diesem Napf entspringen die Knospen. An den
Bifurcationen trägt ein Zooecium zwei Näpfe. Das unterste Zooecium
des Stockes ist mit einer kleinen, fadenförmigen Faser am Unter-
grund befestigt. Die Zooecien sind 0,5 — 0,9 mm lang und 0,15 mm
breit. Fundort: Cuma bei Neapel, 250 m Tiefe, auf einem Anthozoon.
2. Lohiancopora hyalina n. g. et sp. (T. 14 F. 4 — 7) bildet
mehrere cm lange, hyaline, oft verzweigte Stöcke. Das Endosark be-
steht aus mehrfach verzweigten Fäden und nimmt einen wesentlichen
Theil des Zooeciums ein. Es bildet an den Berührungsstellen der
30 Dr. 0. Matzdorf f:
Zooecien Geflechte und geht durch die Diaphragmen von einem
Zooecium zum andern. Die Zooecien sind in einer unregeknässigen
Spirale angeordnet; die Oeftnungen weisen nach allen Seiten.
24 Tentakeln. Oesophagus ohne Kropf. Der Magen hat an der unteren
Seite einen blinden Anhang. Pylorusabschnitt, kurzes Rectum. Die
Knospen entspringen vom Endosark. Die Zweige sind 0,8 — 1 mm
dick, die Zooecien 1 mm lang und halb so breit. Fundort Cuma,
250 m Tiefe.
{Deux nouveaux types de Bryozoaires clenostomes. Ann. Soc. roy.
malacol. de Belgique, T. 23, annee 1888, Bruxelles, S. 340 — 343,
T. 14.)
E. Brüclmer zählt Bowerhankia densa Farre zu den Thieren,
die als weit verbreitete marine Formen auch im Kaspi vorkommen.
(^Entioickehmgsgeschichte des Kaspischen Meeres und seiner Beioohner.
Humboldt, 8. J., Stuttgart 1889, S. 209—214. Ist ein Bericht nach
N. Andrussow's Arbeit in den Iswestija der Kais. Russ. geogr. Ges.,
Bd. 24, St. Petersburg 1888, S. 91.)
A. Ortniann stellt die japanische Bryozoenfauna, ganz wesentlich
nach den von Döderlein gemachten Sammlungen (s. Ber. f. 1882 u.
1883, S. 191), dar. Sein System schliesst sich an Busk an (s. Ber. f. 1884
u. 1885, S. 245 und Ber. f. 1886 u. 1887, S. 29). Doch gestaltet
sich dasselbe infolge neuerer Arbeiten, besonders solcher Hinck's,
etwas anders. Verf. giebt für sämmtliche bekannte Gattungen folgende
(mit Diagnosen und Bestimmungstabellen versehene) Uebersicht.
Ordnung: Grymnolaeniata Allm.
1. Unterordnung: Chilostoinata Busk.
1. Abth.: Stolonata.
1. Farn.: Aeteidae Sm. : Aetea Lamx.
2. „ Chlidoniidae Busk.: Chlidonia Sav.
2. Abth.: Radicellata.
1. Unterabth.: Cellularina.
1. Farn.: Farciminariidae Bsk. : Farciminaria 'Q^\i., Nellia ^fik.
2. „ Cellulariidae Johnst. (pars) = C. Bsk.: Cellularia
Fall, (pars), Menipea Lamx., Scrupocellaria van Ben.,
Canda Lamx., Emma Gr.
3. „ Carbereidae Bsk.: Carberea Lamx., Amastigia Bsk.
4. „ Eucrateidae Hcks. : ü/ittraiea Lamx., Scnt/j«»-/.'« Hcks ,
? Huxleya Dyst., Brettia Dyst , Gemellaria Sav.,
Didymia Bsk., Dimetopia Bsk , ? Pasythea Lamx.,
? Diploecium Kirkp., ? Wmhdozoum Hcks.
5. „ Notamiidae Hcks.: Notamia Flem., Synnotum Hcks.
6. „ Bicellarüdae Bsk.: Biccllaria Blvl. , Bugula Ok.,
Kinetoskias Kor. et Dan., Corynoporella Hcks.,
Diachoseris Bsk., Ichthyaria Bsk., Beama Johnst.,
Stolonella Hcks.
7. „ Flustridae Sm.: Flustra L., Carhasea Gr.
8. „ Catenariidae d'Orb. (pars) : CatenicellaB\v\.., Catenaria
Sav., Calpidium Bsk.
Jahresbericht über die Bryozoeii für 1889. 31
9. Farn.: Onchoporidae Bsk.: Onchopora Bsk., Onchoporella
Bsk., Onchoporoides n. gen., ? Euthyris Hcks.
2. Unterabth.: Membrauiporina.
1. Fani.: Membraniporidae Bsk.: Memhranipora B\y\., Amphi-
biestrum Gr., Tremopora n. gen., Siphonoporella Hck.s.,
Foveolaria Bsk.
2. „ Microporidae Sm. (pars): Steganoporella Sm., Miero-
pora Gr., Caleschara Mac G., Vincularia Defr. em.
Bsk., ^mittipwa Juli., Setosella Hcks.
3. „ Electrinidae d'Orb.: Electra Lamx.
3. Unterabth.: Escharina.
1. Fam. : Cellariidae Hcks.: CeZ/arm Lamx., ? Farcmw« Pourt.,
Melicerta M. E.
2. „ Cyclicoporidae Hcks.: CycUcopora Hcks., Cyclo-
stomella nov. gen.
3. „ Bifaxariidae Bsk.: Bifaxaria Bsk, CalymnophoraBsk.
4. „ Tubiicellariidae Bsk.: Tubucellaria d'Orb., Siphono-
cytara Bsk.
5. „ Reteporidae Sm.: Betepora Imp. . Beteporella Bsk.,
Turritigera Bsk.
G. „ Cribrilinidae Hcks.: Crihrüina Gr., Membi-anipxyrella
Sm. (pars).
7. „ Microporellidae Hcks.: Flustramorpha Gr., Miero-
porella Hcks., Diporula Hcks. Stephanopora Kirkp.
gehört niclit hierher.
? 8. „ Porinidae d'Orb. (pars) : ? Porina d'Orb., '? Anarthro-
pora Sm. (pars), ? Lagenipora Hcks., ? Celleporella Gr.
9. „ Escharidae Johnst. (pars).
1. Unterfam. : Holostomata Bsk. : Lepralia Johnst.,
Umbonella Hcks., Porella Gr., Escha-
roides Sm., Smittia Hcks., Phylac-
tella Hcks., Mucronella Hcks., Palmi-
eeUaria Aid., Aspidostoma Hcks.
2. „ Schizostomata Bsk. : Schizoporella
Hcks., Mastigophora Hcks., Ghori-
zopora Hcks., Sippothoa Lamx.,
Alysidota Bsk., Gemellipora Sm.,
Gep>hyropora Bsk., ScMzotheca Hcks.,
Bhynchopora'S.ckSi., Myriozonm Don.,
Hasioellia Bsk., Tessaradoma Norm.
10. „ Adeonidae Bsk.: Adeona Lamx., Adeonella Bsk.
11. „ Celleporidae Johnst.: Cellepora Fabr. (pars).
12. „ Selenariidae Bsk. : Cupularia Lamx., Lunularia Bsk.,
Selenaria Bsk., ? Mamülopora Sm.
2. Unterordnung: Cyclostomata Bsk.
1. Abth.: Articulata Bsk.
Fam.: Crisiidae Bsk.: Crisidia M. E., Crisia Lamx.
32 Dr. C. Matzdorff:
2. Abth.: Inarticulata Bsk.
1. Unterabth.: Erecta.
Fam.: Idmoneidae Bsk : Idmonea Lamx., Hornera Lamx.,
Betihornera Kirchenp., Entalophora Lamx.
2. Unterabth.: Adnata.
1. Fam.: Tubuliporidae Bsk.: Alecto Lamx., TubuUpora Lam.
2. „ Diastoporidae Bsk.: Diastopora Lamx. (pars), Me-
senteripora Blvl.
3. „ Lichenoporidae Sm. : Lichenopora Defr., Tennysonia
Bsk., Bomopora d'Orb., Radiopwa d'Orb., Defrancia
d'Orb. Wohl auch Heteropora.
4. „ Froudiporidae Sm. : Fasciculqm-a d'Orb., Supercytis
d'Orb., Hypocytis uov. gen., Frondipora Imp.
Die japanisclien Bryozoen (bisher waren nur 3 Arten bekannt)
gehören folgenden Gattungen an: Menipea (2 Arten), Scrvpocellana
(2), Carberea (5), Gemellarla (1), Bugida (ß), Diachoseris (3), FUtstra
(2), Carhasea (1), Catenicella (1), Onchoporella (1), Membrampora
(2), Amphiblestrnm (2), Tremopora (1), Steganoporella (1), Micropora
(1), Smittipora (1), Cellaria (T), Cyclostomella (\), Tubucellaria (1),
Reteporu (10), Reteporella (3), CribriUna (2), Microporella (2), />*'-
porula (1), Lepralia (8), Porellu (5), Eseharoides (3), Smittia (5),
Mucronella (6), Schizoporella (9), Mastigophora (1), Chorizopora (1),
Ilippothoa (1), Myriozoitm (2), Adeonella (2), Cellepora (9), Crisia
(4), Idmonea (6), Hornera (1), Entalophora (4), Alecto (4), TubuU-
pora (1), Diastopora (2), Lichenopora (5), Fasciculipora (2),
Hypocytis (1).
Die Diagnosen der neuen Gattungen sind die folgenden (ihre
systematische Stellung s. o.):
Onchoporoides, begründet auf 0. moscleyi Bsk., entbehrt der Pore.
Tremopora: „Zoarium inkrustierend, mehr oder minder kalkig. Zooecien
getrennt von einander, durch (meist) 6 kurze Fortsätze verbunden. Vorderseite
oval, mit erhabenem Rande, der eine chitinöse Membran umfasst. Unter der
letzteren im unteren Theile eine schmale oder breitere kalkige Lamelle."
Cyclostomella: ,, Zoarium dichotom verzweigt, gegliedert, Zooecien rings um
die cylmdrischen Zweige, langröhrig. Mündung rundlich, mit einfachem Rande.
Avicularien vorhanden.
Hypocytis: „Zoarium gestielt, oberwärts ausgebreitet, mit gegabelten Zell-
bündeln, die rings vom Rande ausstrahlen. Zellöffnungen an der Spitze u. auf
dei- Unterseite der Bündel."
Die neuen Arten sind die folgenden:
Menipea integra.
Carberea climacina, hwsifera.
Oemellaria macrostoma.
Bugula lophodendron, japonica, hexacantha.
Diachoseris discodermiae, Iiexaceras.
Flustra spoliata.
Carhasea rhizophora.
Jahresbericht über die Bryozoen für 1889. 33
Onchoporella selenoides.
Membranipora panhoplües.
Amphibiestrum büuberculatum.
Tremopora dendracantha.
Mieropora lioticha.
Cellaria triangularis.
Cydostomella articulata.
Retepora anatina, sanguinea^ tenella, tumescens, bimunita, semispinosa,
punctiligera, c&rnuta, axillaris.
Beteparella peripherica, dendroides, minor.
Cribrilina renifwmis.
Micropwella dimidiata .
Diporula ccyronula.
Lepralia magnicella, megaloca/rpa, hidentata, symmetrica, acuta, obtusata.
Pcn'ella fissurata, ai'coelata, transversalis.
Escharoides geminata, teres, rhomboidalis.
Smittia adeonelloides .
Mucronella lateralis, lanceolata, serratimargo, inconspicua.
Schizoporella ternata, aterrima, oenochros, pellucida, brunnescens, sub-
hexagona.
Hippothoa connata.
Myriozoum superficiale, pulchrum.
Adeonella japonica, sparassis.
Cellepora bicirrhata, triacantha, transversa, trituberculata , denticulata,
radiata, pachyclados, attenuata.
Crisia crisidioides, nigrijuncta.
Idmonea tenella., falciformis.
Hornera cervicornis.
Entalophora conferta, crassa.
Alecto iri'eguralis, ? polysticha.
Tubulipora eontinua.
Diastopora prominens.
Lichenopjora conica, imperialis.
Fasciculipora simplex, carinata.
Hypocytis asteriscus.
Sämmtliche aufgeführte Arten sind abgebildet. Der Fundort
(meist die Sagamibai), die Tiefe, aus der sie gewonnen wurden,
etwaige Fremdkörper, auf denen sie hafteten, und die geographische
Verbreitung (der bereits bekannten Arten) werden stets hinzugefügt.
Schliesslich geht Verf. auf allgemeine faunistische Gesichtspunkte
ein. Es gibt im ganzen 7 Gebiete, die reich an Bryozoen sind,
sämmtUch Küstenstriche, die südhch und nördlich von den Wende-
kreisen gelegen sind: 1. die europäischen Küsten und besonders das
Mittelmeer, 2. die nordamerikanischen Gestade des atlantischen
Oceans, besonders Florida, 3. die Südspitze Afrikas, 4. die Südamerikas,
5. Neu-Seeland und Südaustralien, 6. die amerikanische Küste von
Californien bis zu den Königin -Charlotte -Inseln, 7. Japan. Ende-
Ai-ch. f. Natuigesch. Jahrg. 1890. Bd. II. H. 3. 3
34 Dr. C. Matzdorff:
mische Gattungen sind in ihnen selten, auch endemische Arten
nicht zahh^eich. Grosse Meerestiefen und Tropenklima sind Grenzen
der Verbreitung der Bryozoen. Neben Korallen finden sich nur im
Florida-Gebiet zahlreiche Bryozoen. Zum Schluss behandelt Verf. die
horizontale und bathymetrische Verbreitung der japanischen Fauna.
{Die japanische Bryozoenfauna. Arch. f. Natgesch., 56. J., LB., 1. H.,
BerHn 1890, S. 1 — 74, T. 1—4. Erschienen 1889. Auszug in:
Journ. R. Microsc. Soc, 1890, London u. Edinb., S. 317.)
Von Dendys Aufsatz über Cryptozooti (s. Ber. f. 1888, S. 102)
ist ein Auszug enthalten in: Journ. R. Micr. Soc, 1889, London a.
Edinb., S. 499-500.
P. H. Mac Gillivray führt 64 südaustralische Arten auf; 4 von
ihnen sind neu. Die australischen Meere sind reich an Bryozoen.
(Sovih Avstralian Polyzoa. Trans., Proc. and Rep. Roy. Soc. South
Australia, V. 12, 1889, S. 24—31, 1 Tf. Bericht nach^ dem Auszug
in: Journ. R. Micr. Soc, 1890, Lond. a. Edinb., S. 449.)
A. W. Waters fährt in der Aufführung von Bryozoen aus Neu-
Süd- Wales fort. S. Ber. f. 1886—87, S. 33. In dem' von zahlreichen
Abbildungen begleiteten Aufsatz werden genannt: Memhranipora
(5 Arten), Beania (2), Crihrilina (2), MicroporeUa (2), Micropora
(1), Schizoporella (11), Lepralia (5), Smittia (7), Retepora (2),
Rhynchopora (2), Celleporu (3), Stomatopora (1), Diastopora (1),
Idmonea (1), Lichenopora (3), Diachoris (1). Neu sind Membruni-
pora lineata L. var. von Green Point, Schizoporella auHcvlata Hass.
var. , Seh. svhimmersa von Victoria, Green Point, Seh. ambifa von
Green Point, Seh. laevigata von eb. und Port Jackson, Seh. sydney-
ensis. Lepralia vestita Hincks var. avstralis (früher von W. zur
typischen Form gerechnet), L. Poissonii Aud. var. von Green Point,
Smittia unispinosa, S. signata, S. obstrncta. Ferner wird Beania
conferta Mac G. als Varietät zu B. hirtissima gezogen. (Bryozoa
front New South Wales. Part IV. Ann. Mag. Nat. Hist., 6. ser.,
vol. 4, London, 1889, S. 1 — 24, Tf. 1 — 3. Auszug in: Journ. R.
Micr. Soc, 1889, London a. Edinburgh. S. 629.)
T. Hincks setzt seinen Bericht über die Bryozoen vom St.
Lawrence (s. Ber. f. 1888, S. 105). fort. Er führt auf: Rhaniphos-
tomella*) costaia Lorenz, Scrupocellaria scrabra Van Ben., Borella
eoncinna Busk, B. aeutirostris Smitt, Smittia producta Park., Mnero-
nella spnnvlifera n. sp., Scruparia clavata Hincks, Pedicellina mdans
Dal. (Bhe Bolyzoa of the St. Lazvrenee: a Study of Artic Forms.
Ann. Mag. Nat. Hist., 6. ser. V. 3, London 1889, S. 424—433,
T. 21.)
J. W. Fewkes beschreibt eine neue Gattung, die den Santa -
Barbara-Kanal in einer Tiefe von 20 Faden bewohnt. Das Zoarium
bildet ein kugeliges oder eiförmiges Köpfchen, das auf einem ge-
gliederten, biegsamen und bei Berührungen sehr empfindlichen Stengel
♦) Rhamphastomella (s. Ber. f. 1886 und 1887, S. 32) ist ein Druckfehler.
Jahresbericht über die Bryozoen für 1889. 35
sitzt. Verf. benennt die neue Gattung Ascorhiza, die Art A. occi-
dentalis. (^A Preliminary Notice of a Stalked Bryozoon ( Ascor-
hiza occidentalis ). Ann. Mag. Nat. Hist., 6. ser., vol. 3, London, 1889,
S. 1 — 6, Taf. 1. Auszug in: Journ. R. Micr. Soc. , 1889, London a.
Edinburgh, S. 201.)
Derselbe beschreibt eine an der nordamerikanischen Küste des
atlantischen Oceans gefangene Larve, die zu Mitraria, zu jungen
Terebratulinen, zu Filidium, aber auch zu Ci/clopelma , also jungen
Loxosomen, Beziehungen hat. Ihre Zugehörigkeit ist fraglich. {A
neiv Marine Larva and its Affinities. Ann. Mag. Nat. Hist., 6. s.
V. 4, London 1889, S. 177—181, T. 7. F. 4. Aus: The Microscope,
Juni 1888.)
Mac Donald giebt die Vertheilung von 14 Bryozoen auf 23
Oertlichkeiten der nordamerikanischen Küste des atlantischen Oceans
an. {Distrihidions of dtqylicate sets of Marine. Invertebrates^ 1879 bis
1886. U. S. Comm. Fish and Fisheries, Part 14, Rep. for 1886,
Washington 1889, S. 843—863.)
Von Mac Intosh' Arbeit über Phoronis (vgl. Ber. f. 1888, S. 101)
ist ein Auszug erschienen in: Journ. R. Micr. Soc, 1889, London a.
Edinburgh, S. 376—377.
L. Roule beschreibt einen bei Cette gefundenen neuen Phoronis
u. d. N. Sabatieri. Er besitzt cylindrische Röhren, deren chitinöse
Decke mit Sand inkrustirt ist. Länge 6 — 10 cm, Dicke 1,5 — 2 mm.
(S^/?■ une nouvelle espece mediterraneenne du genre Phoronis. C. r.
hebd. Seances Ac. Sc, T. 109, Paris 1889, S. 195—196. Auszug in:
Journ. R. Micr. Soc. London, 1889, S. 644.)
A. Sabatier erwähnt die nach ihm benannte Phoronis Sabatieri
von Cette, führt die Unterschiede von P. hippocrepis an und geht
auf die Bedeutung dieses Fundes für die Erklärung des Vorkommens
zweier Actinotrochen, A. branchiata G. Müller und A. or7iata Leuckart,
im Mittelmeer ein. (La Station zoologique de Cette. C. r. seances
Congres international de Zool., Paris 1889, S. 115 — 126.)
2. Süsswasser - Formen,
J. de Guerne hat gefunden, dass Wildenten in dem Schlamm,
den sie an ihrem Körper von einem Gewässer zum andern tragen,
u. a. auch Statoblasten von Pluniatella repens verschleppen. (^Sur la
disseminatio?i des organismes d'eau douce par les Palmipedes. C. r.
hebd. seanc et mem. Soc. Biol., T. 5. 8. ser., Paris 1888, S. 294—298.)
Diese Beobachtung erwähnt 0. Zacliarias. (^Bericht über eine
zool. Exkursion an die Kraterseen der Eifel. Biol. Centralbl. , 9. B.
1889—1890, Erlangen, S. 56— 64. 76-80. 107—113.)
Derselbe schildert die Paludicellen, Plumatellen, Cristatellen
sowie Lophoptfs Trembleyi als Mitglieder der Uferregionfauna unserer
Binnenseen. In der Tiefe stecken Fredericellen im Schlamm. Ferner
3*
36 Dr. C. Matzdorff:
bespricht Z. die genannte Beobachtung de Guernes sowie die von
(x. du Plessis-Gouret 1885 (Essay sur Ja faune jyrofonde des Lacs
de la Snisse) gemachten Funde. Dieselben betrafen folgende im
Lac de Joux (Schweizer Jura, 1009 m ü. d. M.) gefundenen Bryozoen:
Fredericella sultana Blum., Paludicella Ehrenhergii Van Ben., Alcy-
onella fungosa Pallas, Plumateüa repens L. , Cristatellamucedo Cuv.,
Flumatella sp. und Lophopus sp. (^Die niedere Thierwelt unserer
Binnenseen. Hamburg 1889. 44 S.)
Derselbe fand in dem Oderwasser bei Frankfurt Statoblasten
von Flumatella princeps Kräp. und Cristatella mucedo Cuv. (^Beitrag
zur Kenntniss der Microfauna des Oderstroms hei Frankfurt. Mon.
Mitth. aus d. Ges. geb. d. Naturwiss., 5. B., Berlin 1888, S. 236—238.)
C. Fickert giebt an, dass Alcyonella (Plumateüa) fungosa Fall.,
die bisher nur aus einem Weiher bei Pfullendorf und aus dem
Neckar bei Heilbronn in der Tübinger Gegend bekannt war, nunmehr
sich auch im Altwasser des Neckar unterhalb von Altenburg gefunden
hat. (^Beiträge zur Fauna der Umgehung von Tübingen. Jahreshefte
Ver. vaterl. Naturk. Württemberg, 45. J., Stuttgart 1889, S. 361—364.)
L. TOn Graff zählt die Fredericellen als Bewohner der Tiefen-
region der Alpenseen auf. (^Die Fauna der Alpenseen. Mitth. natw.
Ver. Steiermark, J. 1886, Graz 1887, S. 47.)
0. E. Imhoff fand Fredericella Duplessis For. in folgenden von
49 schweizerischen und 2 oberitalienischen Wasserbecken : St. Morizer-
see (1767 m hoch), Campfersee (1793), Silvaplanersee (1791\
Silsersee (1796), Cavloccio (1908), nnd eine Fredericella von nicht
bestimmter Art im Egerisee (727 m hoch). (Studien üher die Fauna
hochalpiner Seen insbesondere des Kantons Graubünden. Jahresber.
Natf. Ges. Graubünden's, N. F. 30. J., Verj. 1885—1886, Chur 1887,
S. 45—164, 2 Tab.)
W. Dybowski fand an einer Spongilla lacustris Carter aus dem
Chalactir-See auf Kamtschatka Körperchen, deren Oberfläche mit
Fortsätzen, die 4 Widerhäkchen trugen, besetzt war. Er vermuthet,
dass es nicht Schwammgemmula,e, sondern hängen gebhebene Stato-
blasten sind. (^Studien über die Süssw asser -Schwämme des rtissischen
Reiches. Mem. de l'Acad. imp. des sc. de St.-Petersbourg, 7. ser. t. 30,
St.-Pet. 1882, N. 10, S. 7 Anm. Taf 1 F. 4a.)
F. Stuhlmann fand in einem fliessenden Graben am Mahmudiye-
Kanal Fredericella sultana. Es ist das der erste Fund einer Süss-
wasserbryozoe in Africa. In den Sümpfen Sansibars und denen bei
Bagamoyo fehlten Bryozoen. ( Vorläufiger Bericht üher eine mit
Unterstützung der Kgl. Ak. d. Wiss. unternommene Reise nach Ost-
Africa, zur Untersuchung der Süsswasserfauiia. Sitzgsber. Kgl. Ak.
d. Wiss. zu Berlin, Jahrg. 1888, Berlin, S 1255—1269.)
Auch bei Quilimane fand derselbe keine Bryozoen. (Zweiter
Bericht über eine mit Unterstützung der Kgl. Ak. d. Wiss. nach Ost-
Africa unternommene Reise, eb., Jahrg. 1889, S. 645 — 660.)
Jahresbericht über die Bryozoen für 1889. 37
C. Palaeontologie.
G. A. de Amicis. 11 Calcare ad Amphistegina iiella Proviiicia di Pisa ed
i suoi fos;^ili (Atti Soc. Toscana Sc. Nat., Mem. V. 7, Pisa 1886, S 200-248.)
C. Barrois. Fauue du Calcaire d'Erbray (Loire-inf.) (Mem. Soc. Geol.
Nord, tom. 3, 348 S. 17 T. Auch: Mem. Soc. Agric. et des Arts Lille, s. 4. t. 17,
S. 57-59.)
W. C. Brögger. Geologisk kart over öerne ved Kristiania. (Nyt Mag.
f natui-vid., V. 31, 1887, S. 162-195.;
E. Bncaille. Liste des Bryozoaires observes dans les etages cretaces du
departemeut de la Seiue-Iiifericnre. (Bull. Soc. Amis Sc. nat. Rouen, 1889,
2. sem., Rouen 1890.)
P. Choflfat. Note preliminaire sur les fossiles recueillis par M. Malheiro
dans la prozince d'Angola. (Bull. Soc. geol. France, S.S. t. 15, Paris 1887,
S. 154.)
A. Friß. Studien im Gebiete der böhmischen Kreideforraation. Paläontolog.
Untersuchungen der einzelnen Schichten. IV. Die Teplitzer Schichten. Bryozoa.
(Arch. natw. Landesd. Böhmens, B. 7. N. 2, Prag.)
Gr. Gioli. Briozoi neogenici dellTsola di Pianosa nel Marc Tirreno. (Atti
Soc. Toscana Sc. Nat., Mem. V. 10, Pisa 1889, S. 251-267.)
P. Gourret. Etüde geologique du Tertiaire marin de Carry et de Sausset.
(Bull. Soc. geol. France, 3. s. t. 17, Paris, S. 68.)
J. G. Lindström. List of the fossil Faunas of Sweden. L Cambrian and
lower Silurian. Stockholm 1888.
D. Lovisato. Riassunto sui terreni terziari e posterziari del Circondario
di Catanzaro. (Boll. Com Geol. Ital., 1885, S. 87.)
B. Lundgren. List of the fossil Faunas of Sweden. III. Mesozoic. Stock-
holm 1888.
E. Mariani e C. F. Parona. Fossili Tortoniani di Capo S. Marco in
Sardegna. (Atti Soc. Ital. Sc. nat., V. 30, 1887, S, 101.)
J. E. Marr a. H. A. Nicholson. The Stockdale Shales. (Q. Journ. Geol.
Soc, 1888, S. 654—732.)
R. Meli. Echinodermi e altri fossili pliocenici di Anzio. (Boll. Com. Geol.
Ital., 1885, S. 188.)
S. A. Miller. North American Geology and Palaeontology. Cincinnati 1889.
S. 289— 330. F. 448-531.
F. Nötling. Die Fauna des samländischen Tertiärs. 2. Th. Lief. 5. (Abb.
z. geol. Specialkarte von Preussen u. d. thüring. Staaten, 6. B. 4. H., Berlin 1888.)
Osswald. Die Bryozoen der mecklenburgischen Kreidegeschiebe. (Arch.
Ver. Fr. Natgesch. Mecklenburg, 43. J. 1889, Güstrow 1890, S. 101-110.)
E. Pergens. Zur fossilen Bryozoenfauna von Wola Luzanska. (Mem.
Soc. beige Geol. Hydrol., t. 3, S. 59 et P. 5, S. 11.) -
Derselbe. Revision des bryozoaires du Cretace figures par d'Orbigny.
(eb. t. 3, S. 305 et P. 5, S. 216.)
Derselbe. Sur des Bryozoaires du Mioceue de la Russie meindionale. (Ann.
Soc. roy. malacol. Belg., T. 24. 1889, Bruxelles, Bull. S. XX— XXIV.)
38 Dr. 0, Matzdorff: Jahresbericht etc.
H. Rauff. Ueber den Bau und die Stellung- der silurischeu Gattungen
Mastopora, Cyclocrinus und Coelosphäridium. (Vhdlg. nathist. Ver. pr. Rheinl.
u. Westf., 45. J. 1. H., Bonn 1888, Corr.-Bl. S 87-88.)
F. Sacco. Catalogo paleontologico del bacino terziario del Piemonte.
(Boll. Soc. geol. Ital., t. 8., S. 281.)
H. E. Sauvage. Note sur les Bryozaires jurassiques de Boulogue. (Bull.
Soc. geol. Ital., 3. s. t. 17, Paris 1889, S. 38—53, T. 3. 4.)
N. S. Shaler. Geology of the Island of Nantucket. (Bull. Un St. Geol.
Survey, N. 53, S. 36. 37.)
Y. Simonelli. Terreni e fossili dell' Isola di Pianosa nel Mar Tirreno
(Boll. Com. geol. 1889, S. 193, 5 Taf.)
T. Tschernyschew. Der permische Kalkstein Im Gouv. Kostroma. Vhdlg.
Kais. russ. Min. Ges. St. Petersburg, 2. S. B. 20, S. 265.)
O. R. Tine. Notes on the Classification of the Palaeozoic Polyzoa. (Pi'oc
Yorksh. Geol. Polyt. Soc, V. 11, S. 20—44.)
Derselbe. A Monograph of Yorkshire Carboniferous and Permian Polyzoa.
Part. I. (eb. S. 68—85, T. 3. 4.)
E. A. Walford. On some Polyzoa from the Inferior Oolite of Shipton
George, Dorset. (Ann. Mag. Nat. Hist., 6. s. V. 3, London 1889, S. 440. Auch:
Q. Journ. Geol. Soc. London, V. 45, S. 561-574, 3. Tf.)
Derselbe. Observations de M. Binde. (Geol. Mag., t. 6, S. 239.)
J. F. Whiteaves. On some Fossils from the Hamilton formation of Ontario,
with a List of species at present known from that formation and province.
Contributions to Canadian Palaeontology. V. 1. Polyzoa. (Geol. and Nat. Hist.
Survey of Canada.)
V. TVöhrmann. Die Fauna der sog. Cardita- und Raibler Schichten in den
Nordtiroler und bayrischen Alpen. (Jahrb. der geol. Reichsanstalt, 39. J., 1889,
S. 180. T. 5—10.)
Bericht
über
die Rotatorien-Litteratur im Jahre 1889, mit Nachträgen
aus den Vorjahren.
Von
Dp. Ant. Colli n.
I. Verzeichnis der Publikationen.
p =: siehe unter Fannistik, S = siehe unter Systematik. Die mit * bezeichneten
Arbeiten waren dem Ref. unzugänglich.
Anderson, H. H. Notes on Indian Rotifers. — Joum. Asiat.
Soc. Bengal LVIII, pt. II (1889—90) No. IV, 1889, pp. 345 — 358,
Taf. XIX— XXI. — Ausz.: Journ. R. Micr. Soc. 1890, p. 464. (F, S.)
Asper^ G. und Heuscher, J. Eine neue Zusammensetzung der
,,pelag'ischen" Organismenwelt. — Zool. Anz. IX, pp. 448 — 450.
1886. — Rotat. des Zürichsees. (F.)
Barrois, Th. Materiaux pour servir ä l'etude de la faune des
eaux douces des Agores. II. Rotiferes. III. Protozoaires, 12 pp.
Lille, 8«. 1888. (F.)
*Billet, A. Sur les moeurs et les premiers phenomenes du
developpement de la Philodina roseola. Bull. Scient. Dep. du Nord
(2) VI, pp. 1—10, 69—84, Tf. I-II. 1883. — Ausz.: Journ. R.
Micr. Soc. (2) III, p. 847, 1883.
Blagg, J. W. A New Variety of Rotifer. — Science Gossip
XXIII, p. 67, 1887. (F, S.)
Bourne, A. Gr. Rotifera. — Encyclop. Brit. 9. Edit. XXI, pp. 4
bis 8, Fig. 1—6. 1886. — Refer. Journ. R. Micr. Soc. 1887, p. 405.
Allgemeines über die Rotatorien.
Braun, M. (1) [Die Fauna der finnischen Meerbusens.]. Sitzb.
Ber. Nat. Ges. Dorpat VII, pp. 140—143. (1884) 1885. — B. erwähnt
31 Arten ohne Namen-Angabe.
*Derselbe. (2) Physikalische und biologische Untersuchungen
im westlichen Theile des finnischen Meerbusens. Arch. Naturk.
Dorpat X, pp. 1—130. 1884.
40 Dr. Ant. Coli in: Bericht über die Rotatorien-Litteratur
Burn, W. B. Some little known Rotifers. Science Goss. XXV,
1889; pp. 104— 105, 179—181, 266—267. — Figg. 76— 80, 119 bis
120, 151-155. — Refer.: Journ. R. Micr. Soc. 1890, p. 44. (F, S.)
Certes, A. Organismes divers appartenant a la faune micro-
scopique de la Terre de Feu. Appendice zu Protozoaires in: Mission
scientifique du Cap Hörn p. 45 — 50. Paris 4», 1889. (F.)
Cosmovici, L. Sur la vesicule contractile des Rotiferes. Bull.
Soc. Zool. France XIII, pp. 167—169. 1888. Refer.: Journ. R. Micr.
Soc. 1888, p. 955.
Nach Untersuchungen von Cosmovici an Philodina roseola,
Brachionus sp. und Notliolca sp. ist die Bedeutung der contractilen
Blase bisher unrichtig aufgefasst worden. Der Darm mündet bei
Ph. zuerst in ein bewimpertes Reservoir für die Exkremente, welches
andererseits erst in die contractile Blase mündet. Da in diese auch
die Ausführungsgänge der Geschlechtsdrüsen einmünden, so muss die
Blase im anatomischen Sinne als Cloake und ihre Oeffnung nach
aussen als Cloakenöfifnung, nicht als Anus aufgefasst werden.
,,Das Räderorgan ist reiner Locomotions- und Respirationsapparat;
Nahrungsobjecte werden durch dasselbe nur schwer herbeigestrudelt,
vielmehr fast immer abgestossen." Dagegen aspirirt der bisher un-
richtig als Kauapparat gedeutete Darmabschnitt die Nahrung un-
ausgesetzt und befördert sie weiter, ohne sie zu kauen. Diese
Aspiration bevdrkt eine fortwährende Aufnahme von Wasser in den
Darm; dasselbe wird dann durch die Contractionen der Blase (Cloake)
herausgeschafft. Wenn das Räderorgan eingezogen ist , dauert bei
den Philodinen die Bewegung des „Kauapparats" und auch die
Contractionen der Blase fort. Erst wenn bei gänzlicher Zusammen-
ziehung des Thieres der ,, Kauapparat" in Ruhe kommt, hören damit
auch die Contractionen der Cloaken- Blase fast vollständig auf.
*Daday, E. von (1.) Ujabb adatok a Kerekesfergek ismeretohez,
— Mathem. u. naturwiss. Mittheil. d. Ung. wiss. Akademie XIX,
No. 2, Taf. 1. - 1883.
Derselbe (2) New contributions to the knowledge of the Rota-
toria. Ann. Mag. Nat. Bist (5) XIII, p. 309-10. 1884. Uebers.
aus Math. Nat. Ber. aus Ungarn I; cf. Rotat.-Ber. f. 1882—1886,
p. 263, No. 4.
Derselbe (3) Uj cillatfajok Budapest edesvizi Faunäjabol. —
Termeszettr. Füzetek IX, pp. 127 — 135; auch deutsch: Neue Thier-
arten aus der Süsswasserfauna von Budapest. — Ebenda, pp. 208
bis 215, Taf. XL — 1885. (F. S).
Aufzählung von 16 Species.
Derselbe (4.) A Hexarthra polyptera Schm. Boncz-, Szövet-os
Elettani Viszonyai. — Termosz. Füzetek X, pp. 142—174; auch
deutsch: Morpholog.-physiolog. Beiträge zur Kenntniss der Hexarthra
polyptera Schm. — Ebenda, pp. 214—249, Taf. VIII— IX. 1886.
Eingehende Darstellung der Anatomie v. Hex. polypt. ; über die
Stellung der Gattung im System (Polyarthrea). D. bespricht dann
im Jahre 1889, mit Nachträgen aus den Vorjahren. 41
die phylogenet. Bedeutung der Hexarthra und der Rotator. im all-
gemeinen und schliesst mit der Behauptung, „dass die Rotatorien
thatsächlich keinen hohen Grad der Organisation erreichten, sondern
die geraden, nur in geringem Masse verwandelten Nachfolger der
hypothetischen Trochozoon sind, welche jene, noch jetzt existirende,
Urwürmer repräsentiren, aus welchen man einen grossen Theil der
niederen Coelomaten im Lichte der Vererbungs- und Anpassungs-
gesetze und mit Rücksicht der vielseitigen Anpassungen, ableiten
und in eine phylogenetische Verbindung bringen kann." D. giebt
zu diesem Satz schliesslich eine erläuternde Tabelle.
Dalla Torre, K. W. v. Studien über die mikroskopische Thier-
welt Tirols I. Theil: Rotatoria. — Zeitschr. d. Ferdinandeums für
Tirol u. Vorarlbg. (3) Heft 33, p. 237-252. 1889. (F.)
Dittrich, R. Ueber das Leuchten der Thiere. — Beil. z. Progr.
Realgymnas. am Zwinger. Breslau. 8^. 70 pp. 1888.
Zusammenstellung der bisherigen Beobachtungen über das
Leuchten der Thiere. Von Rot. Synchaeta baltica? Ehrbg. erwähnt.
Eckstein, K. Repetitorium der Zoologie. Leipzig, S*' 303 pp.
240 I'ig. 1889. (Rotat. p. 53—54, Fig. 43—44).
Kurze allgemeine Notizen. Zählt 5 Farn, auf: Floscularidae,
Philodinidae, Brachionidae, Hydatinidae, Asplanchnidae.
Eusebio, J. B. Recherches sur la faune pelagique des lacs
d'Auvergne. Clermont 1888. 8". 29 pp. I Taf. (F.).
E. untersuchte mehrere Seen der Auvergne. Ueber die Ur-
sachen der Weiterverbreitung der Arten. Transport durch Wasser-
vögel, die Austrocknungsfähigkeit mancher Arten, die Rolle der
Sommer- und Wintereier werden besprochen; einschlägige Experimente
wurden von E. angestellt. (Vergl. hierzu: Rotat. -Ber. f 1887 — 88,
p. 45 (J. de Guerne) und p. 54 (Richard).
Eyferth, B. Die einfachsten Lebensformen des Thier- und
Pflanzenreiches. Naturgeschichte der microscopischen Süsswasser-
bewohner. Braunschweig. 4», 2. Aufl. 130 pp. 7 Taf 1885, (Rotat.
pp. 93-120, Taf VI, Fig. 22-36, u. VII). (S).
Allgemeines über den Bau der Rotat. Bestimmungstabellen bis
auf Gattungen hin. E. beschreibt 45 Gattungen mit ca. 160 Arten,
wovon viele abgebildet sind.
*F., M. Keeping Melicerta ringens alive. Scientif Enquirer I,
p. 46. 1886. Refer. nach: Journ. R. Micr. Soc. (2) VI, p. 450. 1886.
Nach J. stirbt Melicerta in klarem Wasser ab, weil dort das
Material zum Gehäusebau fehlt; man sucht daher Mehc. in klaren
Tümpeln vergebens.
*Forbes, S. A. A remarkable new Rotifer (Cupelopagis n. g.,
bucinedax n. sp.). Amer. Monthly Micr. Journ. III, pp. 102 — 103
und 151, 1 Fig. 1882. Refer. nach: Journ. R. Micr. Soc. (2) II,
pp. 625 — 626. — Beschreib, von Cupelopagis bucin. n. g., n. sp. ;
Räderthier ohne Räderorgan. Nach Leidy's mündlicher Mittheil, ist
Dictyophora vorax Leidy nahe verwandt und gehört wahrscheinlich
zu demselben Genus, doch ist der Name schon vergeben.
42 Dr- Ant. Colli u: Bericht, über die Rotatorien-Litteratvir
Porel, P. A. La faune profonde des lacs suisses. Mem. Cour,
par la Soc. Helvet. des Sc. nat. 234 pp. 4« 1885. (F.).
Poulke, S, G. Sur une nouvelle espece de Rotateur du genre
Apsilus. — Journ. de Microgr. VIII, pp. 513— 518, Taf. XI, 1884.
(Uebersetzung aus: Proc. Acad. Nat. Sei. Philadelphia 1884). Hierauf
folgt p. 518-519: Note sur le precedent travail relatif aux Apsilus,
von Dr. J. P. (ebenfalls nach Proc. Acad. Philad.) cf. Rotat.-Bericht
für 1882—1886, p. 266—267, No. 6, und p. 281, No. Hb. (S.).
Grace, R. P. Struggle between Infusorians and Rotifers, —
Science Gossip XXV, p. 140. — 1889.
G. beobachtete vielfach einen Kampf zwischen Infusorien und
Brachionus rubens. Das Infus, schien zuerst den Fuss des Br. an
der Unterlage festzukitten und drang dann an der Fusswurzel in
den Panzer ein, \\m das Rotat. auszufressen.
Gruber, A. Ueber die Baukunst der Melicerta ringens. Zool.
Anz. V, pp. 80—83. 1882.
Ueber die Gehäusebildung bei Melicerta stellte Grub er Beob-
achtungen an. Die Kügelchen der Röhre sind keine selbständigen
Organismen, sondern werden von dem Thier selbst in der von dem
Lappen der ,, Unterlippe" überragten Wimpergrube hergestellt und
mittels dieses Wimperlappens angefügt (wie schon Gosse beob-
achtet hatte.)
Guerne, J. de. (1). Decouverte de la faune pelagique lacustre
dans l'ile San -Miguel (Agores). — Assoc. frane. p. l'avanc. des
Sciences, 16« sess.Toulouse 1887, (Paris) Prem.partiepp.270— 271. (F).
Derselbe (2). Excursions zoologiques dans les iles de Fayal et de
San-Miguel (Agores). In: Campagnes scientifiques du Yacht monc-
gasque l'Hirondelle. Troisieme annee, 1887, Paris, 8° 111 pp.,
1 Taf., 9 Fig. 1888. (Ueber Cap. VII: Note monographique sur
les Rotiferes de la famille des Asplanchnidae, ist schon referirt; cf.
Dewitz, Rot.-Ber. f. 1887—88, Archiv, f. Nat. Jahrg. 1888, II, Heft 3,
p. 45—47). (F.).
Derselbe (3). La Faune des eaux douces des Agores et le
transport des animaux ä grande distance par l'intermediaire des
oiseaux. Compt. rend. Soc. Biol. (8) IV, p. 580—584. 1887» (F.).
Ueber die Verbreitung der Rotiferen durch Schwimmvögel und
die Analogie der Azoren-Fauna mit der des europäischen Continents.
Derselbe (4). Sur la dissemination des organismes d'eau douce
par les palmipedes. Compt. rend. Soc. Biol. (8) V^ p.294 — 298. 1888.
Ueber das Vorkommen von Philodiniden an den Füssen von
Enten und über den Transport der Organismen durch Schwimm-
vögel.
Guerne, J. de, und Richard, J. Sur la faune des eaux douces
du Grönland. C. Rend. 108, pp. 630—632. 1889. (F.).
Hartog, M. M. The true Nature of the „Madreporic System"
of Echinodermata, with Remarks on Nephridia. Ann. Mag. Nat. Hist.
(5) XX, pp. 321—326. 1887. (Ueber Rotator. p. 326).
im Jahre 1889, mit Nachträgen aus den Vorjahren. 43
H. glaubt, dass bei Rotatorien und anderen niederen Würmern
die lange Geissei der Nephrostomen eine optische Täuschung sei.
Eine Reihe von schwingenden Wimpercilien würde ein undulirendes
Lumen frei lassen, welches in optischer Hinsicht der einzelnen
grossen Geissei entsprechen würde. Die Annahme einer solchen
Wimperreihe würde auch eine Homologisirung dieser Bildung mit
den Nephridien höherer Würmer erleichtern.
*Hastiiigs, W. N. Floscularia ornata. Amer. Monthly Micr.
Journ. VII, p. 118, 1886. Refer. nach: Journ. R. Micr. Soc. (2) VI,
p. 799. 1886.
Flosc. ornata in Torftümpeln im Frühjahr, während das Eis
schmolz, beobachtet.
Herrick, C. L. Notes on American Rotifers. — Bull. Scient,
Labor. Denison Univ. Granville Vol. I, pp. 43—62, Taf. II — IV, X,
Fig. t — 10. 1885. (F. S.). Allgemeines über den Bau als Einleitung
zur Beschreibung amerikanischer Rotatorien.
Hood, J. (1) Chats about Rotifers (Synchaeta gyrina), Science
Gossip XXIII, p. 149, Fig. 77. — 1887. — (F, S).
Derselbe. (2) Chats about Rotifers. IL Mastigocerca bicristata.
Science Gossip XXIII, p. 173, Fig. 87— 88. 1887. Refer.: Journ. R.
Micr. Soc. 1887, p. 966. (F, S).
Derselbe. (3) Chats about Rotifers. IV. Synchaeta longipes.
— Science Gossip XXIII, p. 220—221, Fig. 120—121. 1887. (F, S.)
Derselbe. (4) Chats about Rotifers. V. Notholca spinifera. —
Science Gossip XXIII, p. 248—249, Fig. 134—135. — 1887. (F, S).
Derselbe. (5) Floscularia annulata. — Science Gossip XXIV,
pp. 8—10, Fig. 4—5. 1888. Refer.: Journ. R. Micr. Soc. 1888,
p. 231. (F, S).
Derselbe. (6) Chats about Rotifers. (Eretmia tetrathrix).
Science Goss. XXIV, p. 27—28, Fig. 13. — 1888. (F, S).
»Hudson, C. T. (1) New Floscularia. - Midi. Natural. V, p. 252.
1882. Refer. nach: Journ. R. Micr. Soc. (2) II, p. 787. (F, S).
♦Derselbe. (2) New Floscularia. — Midland Naturalist VIII»
p. 33. 1 Taf. 1884. Refer. nach: Journ. R. Micr. Soc. (2) V, p. 250-
1885. (F, S).
Derselbe. (3) [Desiccation of Rotifers.] — Journ. R. Micr. Soc.
(2) VI, pp. 78—79. 1886.
Bestätigung einer Beobachtung von H. Davis, dass sich Philo -
dinen beim Eintrocknen mit einer SchleimhüUe umgeben und dadurch
widerstandsfähiger werden.
Derselbe. (4) The Presidents Address (to the R. Microscopical
Society). — Journ. R. Micr. Soc. 1889, pp. 169—179. Dasselbe
unter dem Titel: Rotifera and their Distribution, in: Nature XXXIX,
pp. 437 — 441. — Verf. behandelt die Verbreitung der Rotat. Die
britischen Rot. sind am besten durchgearbeitet; von 240 bekannten
brit. Rot. sind 173 auf Grossbritannien beschränkt. Einige Rotat. haben
44 Dl- Ant. Co Hin: Bericht über die Rotatorien-Litteratur
eine ungemein grosse Verbreitung, sowohl nach geograph. Länge und
Breite, als in verticaler Hinsicht. Nächst Grossbrit. haben Deutsch-
land, Schweiz und Ungarn die meisten Arten. Viele Spec. sind über
Grossbritannien, Frankreich, Deutschland, Dänemark, Schweiz,
Ungarn und Russland verbreitet, so dass man schliessen kann, dass
ein beträchthcher Theil der 450 bekannten Arten über ganz Europa
verbreitet ist. H. gibt eine Liste von 30 Spec, alle verschiedenen
Gattungen angehörig, welche wenigstens in 5 der obigen Länder
vorkommen. Rot. vulg. über ganz Europa und in allen Höhen ver-
breitet; es kommt weiter in Afrika, im Altai, auf Ceylon, Jamaica
und am La Plata vor. Brach, pala wurde in Europa, Aegypten,
am Cap, in Sibirien, Ceylon, Jamaica und Neu -Seeland gefunden.
Amerika, Australien und Neu -Seeland besitzen dieselben Familien,
als Europa, und scheinen kaum besondere charakteristische Formen
zu haben. H. gibt eine Liste der Spec. von Sydney u. Queensland;
von 30 dortigen Arten, kommen 24 auch in Grossbritannien vor.
— Die Eier der Rot. werden durch den Wind, durch Wasservögel
u. andere Thiere verschleppt. Die Rotat. können grosse Kälte, Hitze
und Trockenheit ertragen. 34 Arten wurden im Meere gefunden,
davon können 17 aber auch im Süsswasser leben, von welchen Verf.
eine Liste gibt. Rot. haben grosse Anpassungsfähigkeit an das
umgebende Medium, ihr äusserer und innerer Bau ist grosser Vari-
abilität unterworfen. H. kommt zu den Schlüssen, dass erstens „die
Rotat. von Pedalion bis Albertia ihrer Abstammung nach verwandt
sind und das zweitens ihre merkwürdigen Wohnorte, ihre weite
Verbreitung und grosse Variabilität im Bau Ursachen zuzuschreiben
sind, welche eine sehr lange Zeitperiode hindurch wirksam gewesen
sind."
Hudson, C. T. und Gosse, P. H. The Rotifera ; or Wheel-Ani-
malcules, both British and Foreign. Supplement. 4^. 64 pp., 4 pls.,
London 1889. (F, S).
Die Verf. bringen einen Nachtrag zu ihrem Hauptwerk (1886),
mit Beschreibungen und Abbildungen zahlreicher (auch einiger neuer)
Arten. Am Schluss eine Zusammenstellung zweifelhafter Arten u. eine
Fortsetzung des Litteratur- Verzeichnisses.
Imhof, 0. E. (1) Die pelagische Fauna und die Tiefseefauna
der zwei Savoyerseen: Lac du Bourget und Lac d'Annecy. Zool.
Anz. VI, pp. 655—657. 1883. (F).
Derselbe. (2) Weitere Mittheilung über die pelagische und
Tiefseefauna der Süsswasserbecken. Zool. Anz. VHI, pp. 160 — 163.
1886. (F).
Derselbe. (3) Faunistische Studien in achtzehn kleineren und
grösseren österreichischen Süsswasserbecken. — Sitzb. Ak. Wien,
math.-nat. Cl. XCI, 1. Abth. pp. 203—226. 1885. (F).
Die untersuchten Seen gehören den Flussgebieten des Lech, Inn,
der Isar und Traun an. Beschreibung eines neuen Fangapparates
und eines neuen Drehtisches zur Anfertigung von microscop. Prae-
paraten (mit Abbild.)
im Jahre 1889, mit ^Nachträgen ans den Vorjahren. 45
Derselbe (4.) Pelagische Thiere aus Süsswasserbecken in Elsass-
Lothringen. Zool. Anz. VIII, pp. 720—723. 1885. Ausz.: Journ. R.
Micr. Soc. (2) VI, p. 251. 1886. (F. S.)
Derselbe (5.) Neue Resultate über die pelagische und Tiefsee-
Fauna einiger im Flussgebiet des Po gelegener Süsswasserbecken.
Zool Anz. IX, pp. 41—47. 1886. (F. S.)
Derselbe (6.) Ueber mikroskopische pelagische Thiere aus der
Ostsee. Zool. Anz. IX, pp. 612—615. 1886. (F.)
Derselbe (7.) [Sur les faunes de nos eaux]. — Arch. Sc. Phys.
et Nat., Geneve(3) XIV, pp. 267-269. 1885. (F.)
Kellicott, D. S. (1.) A New Floscule (Floscularia millsii). —
Proc. Amer. Soc. Micr., VIII. Ann. Meet. pp. 48—50, Taf. I, Fig. 9,
1885. — Auszug: Journ. R. Micr. Soc. (2.) VI, pp. 621—622.
1886. (F. S.)
Derselbe (2.) Partial List of Rotifera of Schiawassee River at
Corunna, Michigan. — Proc. Amer. Micr. Soc. XI. Ann. Meet.
pp. 84—96, 5 Fig. — 1888. — Ausz.: Journ. R. Micr. Soc. 1889,
p. 523. (F. S.).
Callidina socialis n. sp., parasitisch an der Larve von Psephenus
lecontei.
*Derselbe (3.) Additional Notes on certain Species of Rotifera.
Proc. Amer. Micr. Soc. — 10 th. Annual Meet. pp. 181—186.
— 1887.
*Knipowitsch, N. M. [Ueber das Räderthier Conochilus volvox].
(Russisch). Arb. St. Petersb. Naturf. Ges. XVI, 1. Heft, Protok. p. 5.
Labbe, A. Note sur quelques Crustaces, Rotateurs et Anne-
lides du Departement de la Mayenne. — Bull. Soc. d'etud. scientif.
d' Angers. Nouv. serie XIX, p. 35—44; 1 Taf. 1889. — Erwähnt
16 spec. Rotif. aus der Umgegend von Laval (Mayenne). (F.)
Lang, A. Lehrbuch der vergleichenden Anatomie. I. Abth. 8",
Jena 1888. (Rotatorien pp. 185, 196, 203, 208, 209, 214, 226, 229,
247, 256, 267—268 mit Abbildungen), gesammte Anatomie (Lang).
*Lord, J- E. (1.) Notes on free-swimming Rotifers. North. Micr.
News IV, pp. 72—75, 145—148, 177—180, 233—236, mit Figg.
— 1884.
* Derselbe (2) Notes on the genera Euchlanis and Colurus.
Science Gossip XXII, pp. 83—86; 7 Figg. 1886. — Refer. nach
Journ. R. Micr. Soc. (2) VI, p. 450. 1886. Bemerkungen über
Euchlanis mit Abbild, mehrerer Arten.
Derselbe (3.) Notes on the Rotifera. (A Prolific Pond). — Science
Gossip XXIII, p. 185—186. — 1887. (F.)
Derselbe (4) Notes on the Rotifera (Notholca scapha). Science
Gossip XXIII, p. 267-268, Fig. 140—142. — 1887. (S.)
Ludwig, H. Leunis' Synopsis der Thierkunde. 3. Aufl. Bd. II,
§§ 1300—1308, pp. 812—820, Figg. 772—775. Hannover 8». 1886.
Allgemeines und Systematik.
46 ^^- Ant. Coli in: Bericht über die Rotatorien-Litteratnr
Marenzeller, E. von. Bericht über die P'ortschritte auf dem
Gebiete der Systematik, Biologie und geogr. Verbreitung der Platbel-
minthen (Cestoiden und Trematoden), Chaetognathen , Gephyreen,
Annulaten, Enteropneusten u. Rotatorien in 1885 — 87. Zool. Jahrb.
Syst. Abth. III, p. 1015 — 1076. 1888. (Rotat. p. 1066 0".) — Be-
sprechung der betreff. Rot.-Litteratur.
Maupas, E. Sur la multiplication agame de quelques Meta-
zoaires inferieurs. C. Rend. 109, pp. 270 — 272, 1889. — Ausz.:
Journ. R. Micr. Soc. 1889, p. 753—754.
Um seinen für die Protozoen aufgestellten Satz, dass fortgesetzte
ungeschlechtliche Fortpflanzung zu seniler Degeneration führt und
dass zur Erhaltung der Art eine Verjüngung durch Conjugation noth-
wendig sei, auch für andere Gruppen zu beweisen, experimentirte
Maupas mit Cycloglena lupus, Notommata sp., und Callidina vaga.
Bei C. vaga trat nach 29 parthenogenetischen Generationen noch
keine geschlechtliche Generation auf.
Metschniko£f, El. Embryologische Studien an Medusen. Ein
Beitrag zur Genealogie der Primitivorgane. Wien, 159 pp. 9 Fig ,
12 Taf. Wien, 1886. (Rotat. p. 43.)
Nach M. beweist die Entwicklung von Lacinul. socialis am deut-
lichsten die Unabhängigkeit der ersten Furchungen von dem Ein-
fluss der Schwerkraft. Da die Eier von L. in der kugelförmigen
Colonie in der Richtung verschiedenster Radien angeordnet sind, so
sollte die Furchung, wenn sie durch die Schwere beeinflusst würde,
bei den versch. Eiern auch versch. verlaufen. Dies ist nicht der
Fall, sondern in allen Eiern verlaufen die ersten Furch.-Stadien in
der gleichen, für die Rotat. charakterist. Weise, durch Abtrennung
eines kleinen Segments durch eine Querfurche.
*Miliie, W. (1.) New Rotifer. Proc. Philos. Soc. Glasgow, XVI,
pp. 188—193, Taf. 5. 1885. — Refer. nach Journ. R. Micr. Soc.
(2) V, p. 1007. 1885. (S.). Ueber Pleurotrocha mustela n. sp.
* Derselbe (2.) Defectiveness of the Eye-spot as a means of
generic distinction in the Philodinaea. — Proc. Phil. Soc. Glasgow
XVII, pp. 134—145, Taf. 17— 18. 1886. Refer. nach: Journ. R. Micr.
Soc. (2) VI, p. 994—995, 1886. (S.) — Die Existenz von Augen-
flecken bei Philodinen hat keine Bedeutung für generische, sondern
nur für die Arten-Unterscheidung. M. schlägt mit Rücksicht hierauf
eine neue Eintheilung der Philodiniden vor. Beschreibung der Genera
und Arten.
* Derselbe (3.) Rotifers Parasitic in Sphagnum. — Proc. Philos.
Soc. Glasgow. 1889, 6 pp., 1 Taf. — Refer. nach: Journ. R. Micr.
Soc. London 1889, p. 523. (F. S.)
iM. beschreibt 2 neue Rotat. aus den Zellen von Sphagnum:
Macrotrachela roeperi n. sp. u. M. reclusa n. sp. und bestätigt die
einschlägigen Beobachtungen von Roeper und Morrcn. Nach M. voll-
zieht sich die Ausbreitung der Rot. in Spliagnum besonders durch
die äusseren Oetfnungen in den Zellen. Kein wirklicher Parasitismus,
sondern nur Obdach für die Rotat.
im Jahre 1889, mit Nachträgen ans den Vorjahren. 47
MÖbius, K. Nachtrag zu dem im -Tahre 1873 erschienenen
Verzeichnis der wirbellosen Thiere der Ostsee. In: 4. Ber. Comm.
Unt. Deutsch. Meere Kiel, 7—11. Jahrg., 2. Abth. pp. 61—70. —
1884. (F.).
Moniez, R. Faune des eaux souterraines du Departement du
Nord et en particulier de la ville de Lille. — Rev. biol. Nord France I
(1888—1889) 1889. (Rotatorien p. 170—171). — (F.). — Rotat. in
Brunnen.
Pereyaslawzewa, Sophie. (1.) [Die Entwicklung der Räderthiere].
In: Zapiski Nowoross. Obschtschest. Estestv. IX, Lief. 1, 19 pp.
1 Taf. Odessa, 1884. (Russisch). Ausz.: Journ. R. Micr. Soc. (2) V,
pp. 1006 — 1007, 1885, und Nature XXXII, p. 579—580, 1885.
(cf. 2.).
Dieselbe (2) Le developpement de Gammarus poecilurus Rthk.
le partie; Bull. Soc. Natur. Moscou (2) Tome 2, Nr. 2, pp. 183 — 219,
Taf. 3—6. 1888. (Rotator. pp. 190—191). — P. (2.) berichtet kurz
über die Resultate ihrer früheren russischen Arbeit (1) über die Ent-
wicklung des Eies von Rotifer inflatus vor der Furchung. Nach dem
Verschwinden des Nucleolus wächst das Keimbläschen und wandert
nach einem Pole hin. Dort verschwindet es, während sich an dieser
Stelle eine kleine Einbuchtung an der Peripherie des Eies bildet.
Lange bleibt das Bläschen unsichtbar; das Volumen des Eies ver-
mindert sich beträchtlich und die gelben Körner rücken aus ihrer
bisherigen peripheren Lage nach dem Centrum, in welchem dann
das Keimbläschen undeutlich wieder erscheint. Das Ei wächst nun
stark und füllt das Chorion aus; die gelben Körner kommen wieder
an die Oberfläche, während das Keimbläschen wieder verschwindet.
Bald beginnt das Eiplasma sich zu bewegen und seine Oberfläche
wird wellenförmig. Diese Bewegungen leiten die Furchung ein.
Piesbergen, F. Die Ekto- und Entoparasiten, von welchen die
in der Umgebung von Tübingen lebenden Fische bewohnt werden.
Jahresb. Ver. vaterl. Nat. Württembg. 42. Jahrg., pp. 73 — 88, Taf. IL
1886. (F.). Callidina parasitica v. Gigl. an den Kiemen von Gaste-
rosteus aculeatus L.
Plate, L. (1.) Zur Kenntniss der Rotatorien, (Vorl. Mitth.) Zool.
Anz. VII, pp. 573—576. 1884. (cf. Rotat.-Ber. 1882—1886, p. 281,
No. 12).
Derselbe (2.) Untersuchungen einiger an den Kiemenblättem
des Gammarus pulex lebenden Ectoparasiten, V. Ueber Callidina
parasitica Gigl. nebst Bemerkungen über die Familie der Philo-
dinaeen; und VI. — Zeitschr. für wiss Zool. Bd. 43, pp. 229 — 236,
Taf. yil, Fig. 39-42. — 1886. (F. S.). — P. vervollständigt und be-
richtigt die ungenaue Beschreibung von Call, parasitica von Giglioli
und erörtert dann die tiefgreifenden Unterschiede im Bau der Philo-
diniden und der übrigen Süsswasser-Rotat. — Auf dieser Basis theilt
P. die Rotat. in 2 Unterabtheilungen : Ductifera und Aductifera
(= Philodinaea), nach dem Besitz oder Fehlen eines Ausleiters der
48 Dl"' Ant. Coli in: Bericht über die Rotatorien-Litteratnr
Geschlechtsprodukte. Nähere Charakterisirung dieser beiden Gruppen.
— Beschreibung von Furcularia gammari n. sp.
Derselbe (3.) On some Ectoparasitic Rotatoria of the Bay of
Naples. Ann. Mag. Nat. Hist. (6) II, pp. 86—112, Taf. VI. 1888.
(Uebers. aus Mitth. Stat. Neapel VII, cf. Rot.-Ber. f. 1887—1888,
p. 53, No. 19).
Derselbe (4.) Beiträge zur Naturgeschichte der Tardigraden.
Zool. Jahrbb. Anat. Abth. III, pp. 487—550, Tf. 20-2-2. 1888.
(Ueber Rotatorien p. 523 ff.). Die Süsswasser-Rotatorien leben nach
dem Eintrocknen nicht wieder auf, während die an ein intermittirendes
Leben gewöhnten Moos-Rotat. aufleben. Philodinäen können, wenn
das Moos zuvor gehörig ausgetrocknet war, einen längeren Aufent-
halt im Wasser nicht ertragen; sie starben nach 1 — 2 Tagen; die
Wasser-Philod. dagegen lebten wochenlang im Glase.
Derselbe (5.) Ueber die Rotatorienfauna des bottnischen Meer-
busens, nebst Beiträgen zur Kenntniss der Anatomie der Philodiniden
und der systematischen Stellung der Räderthiere. — Zeitschr. f. wiss.
Zool. XLIX pp. 1—42, Taf. I. 1889. - Ausz.: Journ. R. Micr. Soc.
1890, pp. 185—186 (F, S).
P. untersuchte 11 Rotat.-Arten des Bottn. Meerbusens, darunter
3 neue. Cocain zur Ausstreckung von Philodiniden empfohlen. Ein
besonderer Abschnitt behandelt die contraktile Blase, die Geschlechts-
Organe und -Produkte und die Fortpflanzungsweise von Rotifer vul-
garis. Es folgt dann eine sehr eingehende Untersuchung von Calli-
dina magna n. sp. , bei welcher ein Uterus und Oviduct gefunden
wurde. Infolgedessen kommt Verf zu dem Schluss, dass seine früher
angenommene Eintheilung (vergl. [2]) in Ductifera und Aductifera
nicht glückhch gewählt sei, da es auch Aductifera mit Eileitern
giebt. Es wird folgende Eintheilung vorgeschlagen:
I. Digononten, mit paarigen Geschlechtsorganen.
1) Philodiniden (früher = Aductifera), 2) Seisoniden.
IL Monogononten, Geschlechtsorgan unpaar. Hierher alle
übrigen Räderthiere.
Beobachtungen über die Lebensweise: 1) Call, magna, und viele
Philodiniden der Moosfauna können einen längeren Aufenthalt im
Wasser nicht ertragen, obwohl dieses ihr eigentlichstes Lebenselement
darstellt; 2) die schädlichen Einflüsse des Wasserlebens auf diese
Thiere machen sich vim so rascher geltend, je länger der demselben
vorhergehende Trockenzustand gewährt hat und je vollständiger er
gewesen ist. — Weiterhin wird Adineta vaga Dav. untersucht und
schhesslich folgen Bemerkungen zur systemat, Stellung der Rotatorien
und zur Trochophoratheorie.
Plessis-Gouret, G. du. Essai sur la faune profonde des lacs
de la Suisse. Mem. Cour, par la Soc. Helvet. des Sc. nat., in: Mem.
Soc. Helvet. Sc. nat. 29, 2e livr., 63 pp. 4«. Separat Bäle, 1885, (F).
Poucliet, G. Remarque sur la dissemination des especes d'eau
douce ä propos de la recente communication de M. de Guerne. —
Compt. rencl. Soc. Biol. (8) V, p. 310—311. — 1888.
im Jahre 1889, mit Nachträgen aus den Vorjahren. 49
Ueber den Transport von Rotiferen durch den Wind.
Pouchet, Ct. et Guerne, J. de. Sur la faune pelagique de la
mer Baltique et dn golfe de Finlande. Compt. rend. C, pp. 919
bis 921. 1885.
Die pelagische Fauna des Finnischen Meerbusens gleicht der
der grösseren europäischen Binnenseen (vergl. Imhof (7)).
Reinhard, W. Kinorhyncha (Echinoderes), ihr anatomischer Bau
und ihre Stellung im System. Zeitschr. wiss. Zool. XLV, pp. 401
bis 467. 1887.
R. bespricht (p. 456 ff.j die Verwandtschaftsverhältnisse der
Rotatorien und Echinoderen und erklärt sich gegen die Vereinigung
beider in eine Gruppe.
Rocquigny-Adanson, G. de. Le Stephanoceros eichhorni, (Brief
an Dr. J. Pelletan). Journ. de Microgr. XIII, p. 58—59. 1889. (F.).
■ — Steph. eichhorni im Park von Chäteau de Baieine.
Rousselet, C. (1) Rotifer infested with Trichodina. Science
Gossip XXIII, p. 43. — 1887.
An Synchaeta pectinata schmarotzend: Trichodina pediculus.
Derselbe (2.) On various Rotifers. (Asplanchna myrmeleo)
Science Gossip XXIV, p. 172—173, Fig. 74. — 1888. (F. S.).
Derselbe (3) Note on a new Rotifer ,,Limnias cornuella." Journ.
Quekett IVIicroscop. Club (London) (2) III, No. 23 pp. 337—338,
pl. XXIV, Fig. 11—14, — 1889. Ausz.: Journ. R Micr. Soc. 1889,
p. 227. (F. S.).
Derselbe (4.) Note on Brachionus quadratus, a new Rotifer.
Journ. Quekett Microscop. Club (2) IV, pp. 32—33, pl. IV, Fig. 3—5,
1889. (F. S.).
Salensky, W. Etudes sur le developpement des AnneHdes. 2e
partie. Arch. ßiol. VI, pp. 589-654, Tf 24. 1887. (Rotat. p. 647
bis 648). Vergl. hierzu Braun's Bericht üb. Leist. Naturg. freileb.
Würmer für 1886—87, Arch. f Nat. 53, II, Heft 3, p. 62—6.3, 1887.
— Die Rotatorien durchlaufen das Trochogastrula- und Trochophora-
Stadium.
Schneider, R. Ueber Eisen-Resorption in thierischen Organen
und Geweben. — Abh. Akad. Wiss. Berlin 1888. 63 pp., 3 Tal
(Rotat. p. 12.) Rotat. neigen unter gewöhnlichen Verhältnissen
wenig zur Eisen-Resorption. R. vulgaris, aus einem Bergwerk zeigte
regelmässige Resorption im Darm sowie in dem oft schon vorher
gelblich erscheinenden Skelett (vergl. auch das betreff. Referat im
Bericht über „Freileb. Würmer" f 1889).
Simmons, W. J. A Rotifer? — Science Gossip XXV, p. 164,
Fig. 112, 1889.
S. erwähnt eine zweifelhafte Rotatorie ohne Räderapparat von
Calcutta, mit Abbildung.
Smithson, T. S. On an Unusual Form of Tube made by Meli-
certa ringens. — Journ. Quekett Microsc. Club (2) II, p. 221, 244
bis 245. 1885. Ausz.: Journ. R. Micr. Soc. (2) VI, p. 251— 252.
1886.
Aicli. f. Naturgesch. Jahrg. 1890. Bd. IL H. 3. 4
50 Dl'- Ant. Co 11 in: Bericht über die Rotatorieu-Litteratur
Melicerta ringens bildete bei Einstreuung von Karminpulver
ihre Röhre anfangs in gewöhnlicher Weise aus soliden Kügelchen,
dann den letzten Theil in unregelnicässiger Weise aus durchsichtigen
gelatinösen Kügelchen mit eingebetteten Karminkörnchen.
* Stevens, T. S. A Key to the Rotifera. — Amer. Monthly
Micr. Journ. VIII, pp. 64 — 67, 106—109, 125—128. — Journ.
Trenton Nat. Hist. Sog. 1887, pp. 26—43. — Refer.: Journ. R.
Micr. Soc. 1887, p. 405.
*Stokes, A. C. (1) Rotifer within an Acanthocystis. — The
Microscope IV, pp. 33 — 35. 1884. Refer. nach: Journ. R. Micr. Soc.
(2) IV, pp. 238—239. 1884.
S. beobachtete ein Räderthier in Acanthocystis chaetophora;
allmählich frass das Rotator den Rhizopoden auf und wurde frei.
Dei'selbe. (2) Notices of New Peritrichous Infusoria from the
Fresh Waters of the United States. Journ. R. Micr. Soc. 1889,
pp. 477—482, Taf. X. (Rotat. p. 479 u. 480).
An Conochilus volvox commensal: Vorticella conosoma und
conochili.
Stuhlmann, F. (1) Vorlauf. Bericht über eine mit Unterstützung
der Kgl. Akad. der Wiss. unternommene Reise nach Ost- Afrika, zur
Untersuchung der Süsswasserfauna. — Sitzb. Ak. Wiss. Berlin,
math.-nat. Gl. 1888 (XLIX). p. 1255 — 1269 (Rotat. p. 1261 ). (F).
Derselbe. (2) Zweiter Bericht üb. eine mit Unterstütz, der Kgl.
Akad. d. Wiss. nach Ost-Africa unternommene Reise. — Sitzb. Ak.
Wiss. Berlin, math.-nat. Gl. 1889 (XXXII) p. 645 — 660. (Rotat.
p. 647, 651). (F).
Thorpe, V. Gr. (1) Description of a New Species of Megalotrocha,
— Journ. R. Micr. Soc. 1889, pp. 613—616, pl. XII. (F, S).
*Derselbe. (2) On certain Rotifera found in the ponds of the
gardens of the Acclimatisation Society, Brisbane. Proc. R. Soc.
Queensland IV, pp. 28 — 30.
*Derselbe. (3) A List of Queensland Rotifera. — Proc. R. Soc.
Queensland VII, pp. 70—75. 1889. — Refer.: Journ. R. Micr. Soc.
1891, p. 200.
Vogt, C. und Yung, E. Traito d'Anatomie comparee pratique.
8 0. Paris 1888. Tome I. (Rotat. pp. 419-438, Fig. 209—214) (cf.
auch Rot.-Ber. für 1882-86 p. 288-289).
Allgemeine Anatomie, mit besonderer Darstellung derselben an
Brachionus pala Ehrbg. nebst Literaturverzeichnis.
*Vorce, C. M. Note on a new Rotifer. - Gomphogastor are-
olatus. Proc. Amer. Micr. Soc. lOth Annual Meet., pp. 250 — 252.,
1 Taf., 1887.
Weber, E. F. Notes sur quelques Rotateurs des environs de
Geneve. Arch. Biol. (Gand) VIII, pp. 647-722, Taf. 26—36.. 1888.
— Ausz.: .lourn. R. Micr. Soc. 1889, pp. 59-60, u. 163. (F, S).
BeschreiV)ung neuer und bekannter Arten mit allgemeinem Theil
üb. d. Anatomie der Räderthiere. Der Kritiker im Journ. R. Micr.
Soc. glaubt dem Verf. zahlreiche Irrthümer und Ungenauigkeiten
nachweisen zu können.
im Jahre 1889, mit Nacbträgen aus den Voi jähren. 51
Western, G. Rotifera at Staines. Science Gossip XXIV, p. 256,
Fig. 106. — 1888 (F, S) — üeb. Aspl. myrmeleo $■
*Whitelegge, T. Notes on a Method of killing Zoopliytes and
Rotifera. — Trans. Manchester Micr. Soc. 1888, pp. 14 — 15.
* Wolle, F. Rotifer nests. — Amer. Monthly Micr. Journ. Ill,
pp. 101—102.
Zacharias, 0. (1) Studien über die Fauna des grossen und
kleinen Teiches im Riesengebirge. Zeitschr. wiss. Zool. 41, pp. 483
bis 516, Taf. 26. 1885. (Rotat. p. 496, 501. 511—12). (F).
Derselbe. (2) On the Reproduction and Development of Rotifer
vulgaris. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) XV p. 125 — 148, Taf V, B.
1885. Uebers. aus Zeitschr. f. wiss. Zool. XLI (cf. Rot.-Ber. f. 1882
bis 86, p. 289, 17 b).
Derselbe. (3) Ueber die Zusammensetzung der pelagischen
Fauna in den norddeutschen Seen. Tagebl. d. 59. Vers, dtsch. Naturf.
u. Aerzte. Berhn. 1886. p. 108—109. (cf. Rot.-Ber. f. 1887 —88,
p. 54, Nr. 22).
Derselbe. (4) Zur Kenntnis der pelagischen Fauna norddeutscher
Seen. Vorlauf. Mitth. — Zool. Anz. IX, pp. 564 — 566. 1886. (cf
Rot.-Bericht f. 1887—88, p. 54, Nr. 22).
Derselbe. (5) Ein Ausflug nach den Hochmooren des Iser-
gebirges. Mit Illustrationen. Leipzig, 1886, 8°. 22 pp. (F).
Derselbe. (6) Die Tierwelt der Eifel-Maare. Biol. Centralbl.
VIII, p. 574. 1888. Auch in: Ann. Mag. Nat. Hist. (6) III, p. 292.
1889, und
Derselbe (7), Bericht über eine zoologische Exkursion an die
Kraterseen der Eifel. — Biol. Centralbl. IX, p. 56 — 64, 76—80,
107 — 113. 1889. (F). — Bemerkungen über die Gleichförmigkeit
der niederen Thierwelt in allen isolirten Wasserbecken und ihre
Unabhängigkeit von dem geolog. Charakter des Terrains. Ueber
aktive und passive Wanderung, und über Anpassungserscheinungen
im Hinblick auf passive Migration.
II. Ueb ersieht naeh dem Stoff.
1. Allgefneines und Verniisclites.
Litteratur: Hiulsou-Gos.se, v. Marenzeller.
Fan^ u. Couservirung- : Imhof (3), White legge.
2. Anatomie, Entwichlnng, Biolof/ie.
a) Anatomie.
Anatomie, gesammte: Bourne, v. Daday (4), Eckstein, Herrick,
Hudson-Gosse, Lang, Ludwig, Plate (2 u. 5), Vogt u. Yuug, Weber.
Digestion: Cosmovici.
Excretiou: Cosmovici, Hartog, Plate (5).
Gesclileclits- Organe: Plate (2 u. 5).
b) Entwicklung.
Ontogenie: Billet, Maupas, Metschnikoff, Pereyaslawzewa (1—2),
Salensky.
4*
52 ßr- Ant. Collin: Bericht über die Rotatorien-Litteratiir
Phylogenie u. Verwandsch. -Yerhältiiisse : v. Daday (4), Hudson (4),
Plate (5), Reinhard, Salensky.
e) Biologie.
Nahrungsaufnahme: Cosmovici.
Eisen-Resorption: Schneider.
Gehäusehau: F. M., Grub er, Smithson.
Leuchten: Di t tri eh.
Temperatur-Einflüsse : H a s t i u g s.
Höhen-Yerbreitung: Hudson (4).
Wohnorte: Rot. in Brunnen (Moniez), in Sphagnum (Milne [3]).
Eiutroclinen u. Auflehen: Hudson (3), Plate (4 u. 5).
Aktive u. passive Migration: Eusebio, de Guerne (1—4), Hudson (4),
Pouchet, Zacharias (7).
Kampf zw. Protozoen u. Rotatorien: Grace, Stokes (1).
Parasitismus: aktiver: Kellicott (2), Piesbergen, Plate (2), passiver:
Rousselet (1), Stokes (2).
cf. auch Billet.
III. Paunistik.
cf. Hudson (4).
A. Europa.
Deutschlaud. München: Furcularia gammari n. sp. (Plate (2)). —
Marburg i. H.: Oallid. magna n. sp. [Plate (5)]. — Tübingen: Oallid. para-
sitica Gigl. (Piesbergen). — Isergebirge: 1 Euchlanis, Limnias sphagnicola
Zach. (Zacharias [5]). — Riesengebirge: 6 sp. (Zacharias [1]). —
Kraterseen d. Eifel: 10 sp (Zacharias [6, 7]). — Elsass-Lotbringen:
9 sp., z. B. Bracbionus lothaiiugius n. sp. [Imhof (4)].
Ostsee. Dänische Küsten: Brach, plicatilis (Müll.) [Möbius]. — Sund:
1 Syncbaeta [Möbius]. — Lübeck (Hafen): 8 sp. (Imhof (6)). — Stock-
holm (Hafen): 9 sp. [Imhof (6)]. — Finnischer Meerbusen: 31 sp. [Braun(l)]
1 Anuraea (Pouchet & Guerne), 6 sp., z. B. Anur. cochl. var. baltica Imh.
[Imhof (6)], 3 sp. [Imhof (7)]. — Bottnischer Meerbusen: 11 sp., darunter
Synchaeta monopus u. S. apus n. spp., Asplanchna syringoides n. sp. [Plate (5)].
Russlaud. St. Petersburg: 4 sp. [Imhof (6)] — Russ. Lappland:
Aspl. helvetica Imhof [Guerne (3), p. 581, Anmerk. 2].
Grosshritannien. Schottland: Ploscularia annulata n. sp. [Hood (5)],
Notholca spinifera [Hood (4)], Mastigocerca bicristata Gosse [Hood (2)J
Synchaeta longipes Gosse [Hood (3)], Eretmia tetratlirix n. sp. [Hood (6)]
Synchaeta gyriua n. sp. [Hood (1)], Macrotiachela roeperi u. M. reclusa n. spp.
[Milne (3)] — Glasgow u. Dundee (Hudson-Gosse). England: Ste-
phanops intermedius n. sp. (Burn), Philodina citrina Ehrbg. var. nov. (Blagg).
— Birmingham: Floscul. regalis n. sp. Huds., F. campanulata Dobie, F. am-
bigua Huds., F. coronetta Cub., F. ornata Ehrbg. [Hudson (1)], F. mutabilis n. sp.
[Hudson (2]. — Rawtenstall (Lancaster): 45 sp. [Lord (3, 4)]. — Epping
Forest: Brach, quadratus n. sp. [Rousselet (4)]. — Staines (Middlesex):
Asplanchna myrmeleo Ehrbg. ^ [Western], A. myrm. ^ [Rousselet (2)]. —
London: Limnias cornuella n. sp. [Rousselet (3)], Asplanchna amphora n. sp.
Huds. u. andere Spec. [Hudson-Gosse].
Frankreich. Lille: Euchlanis, Colorus, Anui'aea in Brunnen (Moniez).
im Jahre 1889, mit Nachträgen aus den Vorjahren. - 53
— Laval (Mayenne): Melic. ringens L., Rotifer vulg., Actinurus neptun. Ehrbg.?,
Brach, urceol. Ehrbg., Noteus quadricorn. Ehrbg.. Anuraea squamula Müll.,
Euchlanis sp.?, Pterodina patina Müll., P. elliptica Ehrbg., Colurus uncin. Ehrbg.,
Monura dulcis Ehrbg., Lepadella ovalis Ehrbg , Monostyla cornnta Müll., Metop.
lepad. Ehrbg., Hydat. senta Müll., Notommata brachiomis Ehrbg. (16 Spec.)
[Labbe]. — Auvergne: 1 Conochilus, 3 Anuraea, Aspl. helvetica Imh , A. girodi
Guerne [Eusebio]. — Savoyen (Lac du Bourget und Lac d'Annecy): 4 sp.
[Imhof (1)], Floscul. proboscidea Ehrbg. auf Fredericella (Forel). — Chäteau
de Baieine: Stephanoceros eichhorni ( Rocquigny- Adanson).
Schweiz. Genf u. Lac Leman: viele Spec, darunter Limnias granu-
losus n. sp., Geeistes socialis n. sp., Rotifer trisecatus u. elongatus n. spp , Anur.
brevispina Ehrbg. var. [Weber]. — Ouchy: 5 sp. [Imhof (2)]. — Ville-
neuve: Floscul. ornata Ehrbg. littoral u. 50— 80 Fad. tief, auf Fredericella; die
Tiefenform unterscheidet sich von der littoralen durch ihre Farblosigkeit und
Durchsichtigkeit [Plessis-Gouret] (Forel). — Jura-Seen: 4 sp. [Im-
hof (7)]. — Engadin: 2 sp. [Imhof (5)].
Italien. Seen im Po-Gebiet: 13 sp., darunter Floscularia n. sp., Poly-
arthra latiremis n. sp., Monostyla cylindrica n. sp. [Imhof (5)].
Oesterreich. Seen im Flussgebiet des Lech, Inn, der Isar u. Traun: 13 sp.,
darunter Monocerca comuta Eyf. [Imhof (3)]. — Tirol: 181 Spec. ausfühi-lich
aufgezählt [Dalla Torre].
Ungarn. Budapest: 16 sp., darunter Monostyla Innaris Ehrbg., Poly-
arthra piatypt. Ehrbg., Brachionus margoi Daday, B. budapestinensis n. sp.,
B. niinimus Bartsch, Schizocerca diversicornis Daday, Anur. stipitata Ehrbg.,
A. qnadridentata Ehrbg., Hexarthra polyptera Schm. [Daday (3)].
Azoren: Philodina roseola Ehrbg., Callidina sp., Triarthra longiseta Ehrbg.,
Salpina mucronata Ehrbg., Euchlanis deflexa (?) Gosse, Pterodina patina Ehrbg.,
Brachionus pala Ehrbg., B. amphiceros Ehrbg , B. rubeus Ehrbg., Anuraea
aculeata Ehrbg. (Barr ois). — Melicerta tubicolaria Huds., Cephalosiphon limnias
Ehrbg.. Philodina sp., Rotifer sp., Actinurus neptunius Ehrbg., Furcularia 2sp.,
Monostyla lunaris Ehrbg., M. quadridentata (?) Ehrbg., Asplanchua imhofi Guerne,
Pedaliou mirum Huds. [Guerne (1 — 3)].
B. Asien.
Ostindien, Calcutta: Floscularia ornata Ehrbg., F. campanulata Dobie,
F. ambigua Huds. , F. tenuilobata n. sp. , Melicerta ringens Schrnk. , Limnias
ceratophylli Schrnk , L. annulatus Cubit, Cephalosiphon limnias Ehrbg , Geeistes
Stephanien n. sp , Megalotrocha alboflavicans Ehrbg., Philodina citrina Ehrbg.,
Ph. hirsuta (?) Pritch , Rotifer vulgaris Schrnk , R. macroceros Gosse, R. mento
n. sp. , Actinurus ovatus n. sp., Notommata ansata Ehrbg., N. tripus Ehrbg.,
Furcularia forficula Ehrbg., F. longiseta Ehrbg., Diglena forcipata Ehrbg.,
Rattulus tigris Müll., Scaridium longicaudum Ehrbg., Stephanops dichthaspis
n. sp., Salpina brevispina Ehrbg., S. eustala Gosse, S. macracantha (?) Gosse,
S. sp., Eiachlauis macrura Ehrbg., Cathypna luna Ehrbg., Monostyla cornuta
Ehrbg., M. quadridentata Ehrbg., M. bulla Gosse, Colurus caudatus Ehrbg.,
Metopidia lepadella Ehrbg., M. solida Gosse, M. triptera Ehrbg., M. torquata
n. sp., M. angulata n. sp., Pterodina intermedia n. sp , Pter. n. sp.?, Brachionus
bakeri Ehrbg., B. urceolaris Ehrbg., B. militaris Ehrbg., B. longipes n. sp., B.
bidentata n. sp., Noteus quadricornis Ehrbg.: 47 Species (Anderson).
54 Dr. Aiit. Coli in: Bericht über die Rotatorien-Litteratur
C. Afrika.
Sansibar: Conochilus volvox (Stuhlmann [1]), Philodina roseola Ehrbg.
[Stuhhnaun (2!].
Mossambiqne. Quilimane: Conoch. volvox (Stuliluiann (2)).
D. America.
Grönland: Triarthra longiseta Ehrbg., Aspl. helvet. Imh., Anuraea cochl.
Gosse, A. lougispina Kellic , Conoch. volvox? Ehrbg. [Guerne u. Richard].
Yereinigte Staaten: Cnpelopagis bucinedax n. g., n. sp., [Forbes]. —
Philadelphia: Asplanchua amphora n. sp., [Hudson-Gosse]. — Ontario;
Flüscularia inillsi ii. sp., F. cainpannlata Dobie [Kellicott (1)]. — Ohio
(Erie-See): Gomphogaster areolatus Vorce (= Ploesoma leuticulare Herrick)
[Hudson-Gosse]. — Minnesota und Ohio: Floscularia ornata Ehrbg.,
Euchlanis dilatata Ehrbg., E. ampulliforinis n. sp., Polyarthra platyptera Ehrbg.,
Diurella tigris (Ehrbg.), D. insignis n. sp., Monocerca rattus Ehrbg.?, Dinocharis
pocillum Ehrbg.?, Salpiua affinis n. sp., Monostyla quadridentata Ehrbg.?, Distyla
minnesotensis n. sp., D. ohioensis n. sp., Squamella bractea Ehrbg., Stephanops
muticus Ehrbg., Brachionus bakeri Ehrbg., B. intermedius n. sp. , B. militaris
Ehrbg., Ploesoma lenticulare n. g. n. sp., Anuraea sp., Pterodina patina Ehrbg.,
Asplanchna magnifica n. sp, , A. brightwelli Gosse? (Herrick). Michigan
(Corunna): 5 Floscularia, 2 Melicerta, 3 Limnias (L. shiaw^asseensis n. sp.),
1 Cephalosiphon , 3 Geeistes (Oe. mucicola n. sp.), 1 Lacinularia, 2 Philodina,
4 Rotifer, Callidina socialis n. sp., 2 Sacculus (S. hyalinus n sp.), 1 Polyarthra,
1 Hydatina, 2 Taphrocampa, 2 Notommata, 1 Copeus, 3 Furcularia, 1 Mastigocerca,
2 Coelopus, 2 Dinocharis, 1 Scaridium, 1 Stephanops, 1 Salpina, 1 Euchlanis
1 Cathypna, 3 Monostyla, 2 Colurus, 2Metopidia, 1 Pterodina, 2 Brachionus,
2Noteus (56 spec.) — Die Rotat.-Fauna des inneren America ist sehr reich; die
Arten sind zum grossen Theil mit den europäischen identisch (Kellicott (2)).
Cap Hörn; Rotifer vulgaris [Certes].
E. Australien.
Süd-Anstralien. Adelaide: Floscularia coronetta var. [Hudson-Gosse].
Ii. S. Wales. Sydney: Lacinularia pedunculata n. sp., Flosc. coronetta var.
[Hudson-Gosse].
Queensland. Brisbane: Floscularia (?) chimaera u. sp., Brachionus militaris
Ehrbg. [Hudson -Gosse], Melicerta conifera Huds., M. riugens Scliruk., Limnias
annulatus Cub., Pedalion mirum Huds., Megalotrocha semibullata Thorpe (n. sp.)
[Thorpe (1—3)].
Ferner für Sydney und Queensland ervs'ähnt: Flosc. ornata, campanulata,
comuta, millsi. Geeistes crystallinus, janus, Limnias ceratophylli, cornuella,
Lacinul. socialis, Conoch. volvox, C. bullata (n. sp.) Thorpe, Aspl. brightwelli,
ebbesborni, Cepholos. limnias, Actinurus neptun. , Rattulus tigris, Notomm.
centrura, Euchl. triquetra, Dinocharis pocillum, triremis (n. sp.) Whitelegge,
Anur, cochlearis [Hudson (4)].
IV. Systematik.
cf. Hudson -Gosse. — Bestimmungstabellen (Eyferth). — Eintheilung
in Ductifera u. Aductifera (Plate (2)), in Digononten u. Monogononten (Plate (5)).
Actinurus ovatus n. sp. Anderson, p. 851— 52, Taf. XX, 6 — 6a.
Adineta oculata (Milne) — Hudson- Gosse, p. 12.
Anuraea brevispiua Ehrbg. var. — Weber, p. 699— 700, Taf. XXXVI,
2—3. — An. sp.? — Herrick, p. 58, Taf. X, 7.
im Jahre 1889, mit Nachträgen aus den Vorjahren. 55
Apsilns bipera n. sp. — Fonlke, Taf. XI, Fig. 4 u. 7. — A. bucinedax
(Forb.) — Fonlke, Taf. XI, Fig. 3 (nach Forbes). — A. lentiformis Metschn.
— Fonlke, Taf. XI, Fig. 2, 5, 6 (nach Metschnikoff). — A. vorax (Leidy) —
Foulke, Taf. XI, Fig. 1 (nach Leidy).
Asplanchna amphora Huds n. sp. — Hudson-Gosse, p. 13. — A. hel-
vetica Imh. = A. priodonta — Hudson -Gosse, p. 13, Taf. XXXIII, 2a, b. —
A. intermedia Huds. — Hudson -Gosse, p. 12, Taf. XXXII, 15. — A. niag-
nifica n sp. — Herrick, p. 60—61, Taf. II, 2. — A magnifica Herrick =
A. myrmeleo (Ehrbg ) — Hudson-Gosse, p. 15. — A. myrmeleo r^ Ehrbg.
Western, Fig. 106. — $ ßousselet {2), Fig. 74. — A. priodonta = A. hel-
vetica Imh. — Hudson -Gosse, p. 13, Taf. XXXIII, 2 a, b. — A. syringoides n. sp.
Plate [5] p. 4. — A. triophthalma Daday — Hudson-Gosse, p. 13.
Brachionus amphiceros Ehrbg. var. - Weber, p. 698—99, Taf. XXXVI,
1. — B. bidentata n. sp. — Anderson, p. 357 — 58, Taf. XXI, 13. — B.buda-
pestinensis n. sp. — Daday [3], p. 211—213, Taf. XI, 1-4, 9, 10 u. Hudson-
Gosse, p. 51, Taf. XXXIV, 25. — B. intermedius n. sp. — Herrick, p. 56
(am Ende v. B. bakeri). — B. longipes n. sp. — Anderson, p. 357, Taf. XXI,
12 u 12a — c. — B. lotharingiiis n. sp. — Imhof (4). — B. militaris Ehrbg.
= B. conium Atwood — Hudson-Gosse, p. 52, Taf. XXXIV, 23. — B. minimus
Bartsch - Daday [3], p. 210-211, Taf. XI, 8, 11. — B. quadratus 7t. sp. —
Rousselet (4)Taf.IV, 3-5 und Hudson-Gosse, p. 51, Taf. XXXIV, 11-12.
— B. urceolaris Ehrbg. — Weber, p. 694— 97, Taf. XXXV, 1—6.
Callidina aculeata Milne — Hudson-Gosse, p 11, Taf. XXXII, 11. —
G, magna n. sp. — Plate [5], p. 15, Taf. I, 4 — 12. — C. parasitica Gigl. —
Plate [2], p. 229, Taf. VII, 39—41. — C. quadricornifera Milne - Hudson-
Gosse, p. 10. — C. socialis n. sp. — Kellicott (2), p. 91 und Hudson-
Gosse, p. 11.
Cupelopagis (n. g.) bucinedax (n. sp.) — [Forbes].
Diglena catellina Ehrbg. — Weber, p. 686-94, Taf. XXXIV, 1—6. —
D. mustela (Milne) — Hudson-Gosse, p. 30, Taf. XXXni, 14. — D. (?) un
cinata Milne — Hudson-Gosse, p. 30, Taf. XXXIII, 13.
Distyla flexilis Go.sse — Burn, p. 267, Fig. 154— 155. — D. minnesotensis
n. sp. — Herrick, p. 53—54, Taf. X, 8. — D. ohioensis n. sp. — Herrick, p. 54.
Diurella insignis n. sp. — Herrick, p. 50 — 51, Taf. IV, 6. — D. stylata
n.sp. — Eyferth, p. 111, Taf. VII, 23.
Eretmia tetrathrix n.sp. — Ho od (6), Fig. 13.
Eucblanis ampulliformis n. sp. — Herrick, p. 48, Taf. II, 3. — E. dilatata
Ehrbg. (= hipposideros Gosse) — Herrick, p. 47— 48, Taf. III, 2 u. 2'.
Floscularia annulata n. sp. — Hood (5), Fig. 4 — 5. — F. campanulata
Dobie — Weber, p. 649-652, Taf. XXVI, 1—3. — F. (?) chimaera Huds.
n. sp. — Hudson-Gosse, p. 4, Taf. XXXII, 2. — F. coronetta Cubitt var. —
Hudson-Gosse, p. 61, Taf. XXXIV, 1. — F. millsi n sp. — Kellicott (1),
p. 48, Taf. I, 9. — F. mutabilis n.sp. — Hudson (2). — F. regalis n. sp. —
Hudson (1), von Birmingham an Myriophyllum. — F. tenuilobata n. sp. —
Anderson, p. 346, Taf. XIX.
Furcularia gammari n.sp. — Plate [2], p. 236, Taf. VII, 42.
Gomphogaster areolatus Vorce — Hudson-Gosse, p.58, Taf. XXXIV, 36.
Lacinularia pedunculata Huds. n. sp. — Hudson- Gosse, p. 7.
Limnias cornuella n. sp. — ßousselet (3) Taf. XXIV, Fig. 11—14. —
56 Dr. Ant. Coli in: Bericht über die Rotatorien-Litteratur etc.
L. gramilosus n. sp. — AVeber, p. 653—54, Taf. XXVII, 1 — 4. — L. shia-
wasseensis n. sp. — Kellicott (2) p. 86, Fig. 1 und Hudson-Gosse, p. 5.
Macrotracbela reclusa n. sp. — Milne (3). — M. roeperi-n. sp. — Milne (3).
Mastigocerca bicristata Gosse — Hood (2), Fig. 87— 88.
Megalotrocha alboflavicans Ehrbg. — Anderson, p. 348-49, Taf. XX, 3.
— M. semibuUata n. sp — Thorpe (1) Abbild. Taf. XII und Hudson -Gosse,
p. 7, Taf. XXXII, 3.
Metopidia angulata n. sp. — Anderson, p. 356, Taf. XXI, 10. — M. tor-
quata n. sp. — Anderson, p. 356, Taf. XXI, 9 — 9a.
Microcodon clavus Ehrbg. — Weber, p. 658-663, Taf, XXIX, 1—6.
Monocerca cornuta n. sp. — Eyferth, p. 110, Taf. VII, 24.
Monostyla cylindrica n. sp. — Imhof (5) p. 44. — M. quadridentata
Ehrbg.? — Herrick, p. 53, Taf. IV, 3,
Notholca scapba Gcs^e — Lord (4), Fig. 140— 142. — N. spinifera Gosse
— Hood (4), Fig. 134—135.
Geeistes mucicola n. sp. — Kellicott (2) p. 88, Fig. 2-3 und Hudson -
Gosse, p.6. — Oe. n. sp. — Weber, p. 655-57, Taf. XXVHI, 1—4. — Oe.
stephanion n. sp. — Anderson, p. 347, Taf. XX, 2. — Oe. uuibella Huds. —
Burn, p. 181, Fig. 120.
Philodinidae (Milne (2)).
Philodina citrina Ehrbg. var. nov. Blagg. - Ph. hirsuta (?) Pritch. —
Anderson, p. 349-50, Taf. XX, 4. — Ph. tuberculata Gosse — Burn, p. 266
bis 267, Fig. 151—153.
Pleurotrocha mustela n. sp. — Milne (1).
Ploesoma n. g. (nahe Brachionus) — Herrick, p. 57. — PI. lenticulare n. sp.
— Herrick, p.57 — 58,uach Hudson-Gosse, p.58=Gomphogaster areolatus Vorce.
Polyarthra latiremis n. sp. — Imhof (5), p. 43 u. 44. — P. platyptera
Ehrbg. — Herrick, p. 49, Taf. IV, 4.
Pterodina intermedia n. sp. — Anderson, p. 356, Taf. XXI, 11. — Pt,
patina Ehrbg. — Herrick, p. 59, Taf. III, 1. — Pt. truncata Gosse — Burn,
p. 104, Fig. 76-80. — Pt. n. sp.? Anderson, p. 356-357.
Rotifer elongatus n. sp. — Weber, p. 671 76, Taf. XXXI, 1—6. - B.
mento n. sp. — Anderson, p. 350 — 51, Taf. XX, 5— 5a. — R. trisecatus n. sp.
— Weber, p. 664-670, Taf. XXX, 1—9.
Sacculus hyalinus n. sp. — Kellicott (2), p. 92, Fig. 4 — 5 und Hudson-
Gosse, p. 16, Taf. XXXn, 23.
Salpina affinis n. sp. — Herr ick, p. 52, Taf. II, 4. — Salp sp. —
Anderson, p. 354-55, Taf. XXI, 8-8a.
Schizocerca diversicornis Daday — Daday [3], p. 213, Taf. XI, 5—7.
Stephan ops armatus Hood — Hudson -Gosse, Taf. XXXllI, 28. — .S'^.
dichthasins n. sp. — Anderson, p. 353, Taf. XX, 7. — St. intermedius n.sp. —
Burn, p. 179-181, Fig. 119. — St. muticus Ehrbg. — Herrick, p. 54—55,
Taf.X, 9. — St. stylatus Milne — Hudson -Gosse, p. 36, Taf. XXXIII, 27.
— St. tripus Huds. (St. sp. Lord) — Hudson-Gosse, p. 36, Taf. XXXII t, 24.
Synchaeta apus n. .sj). — Plate [5], p. 3. — S- gi/rina n. sjh — Hood (1),
Fig. 77a, b. — S. longipes Gosse — Hood (3), Fig. i20- 121. — S. monopus
n.sp. — Plate [5], p. 3.
Theora plicata n. sp. — Eyferth, p. 108, Taf. VII, 16,
Bericht
über die
wissenschaftlichen Leistungen in der Naturgeschichte der
Helminthen im Jahre 1889.
Von
Dr. von LinstO'w
in Göttingen
Allgemeines.
Bunge stellt Untersuchungen über die Athmung der Würmer
an und findet, dass Ascaris acus, mystax und lumbricoides 4 — 7 Tage
lang ohne Sauerstoff leben können; in 1 Vo Kochsalzlösung ent-
wickeln sie unter Luftabschluss und bei der Temperatur des Körpers
der Wohnthiere .5—10 ccm Kohlensäure für jeden Gramm ihres
Gewichts. Anguillula aceti verträgt die Entziehung des Sauerstoffs
lange Zeit; geschlechtsreife Gordien werden durch dieselbe scheintodt,
leben aber, an die Luft gebracht, nach 24 Stunden wieder auf; die
Eier von Ankylostomum duodenale entwickeln sich nur in Berührung
mit Sauerstoff, also nur im freien, ausserhalb des Darms. G. Bunge.
Weitere Untersuchungen über die Athmung der Würmer. Zeitschr.
für jihysiol Chemie, ^ Bd. XIV, 1889, pag. 318—324.
Kiaer fand beim Menschen Taenia mediocanellata 18,3 mal,
Taenia solium 54 mal, Taenia cucumerina bei Kindern von 2 — 10
Monaten 8 mal, Bothriocephalus latus 25 mal, und zwar kamen
diese Parasiten 85 mal bei Männern und 184 mal bei Frauen vor.
F. C. Kiaer. Baendelorm hos mennesker i Norge. Tidskr. for prakt.
med. 1889, No. 1, jjag. 1—16, No. 4, pag. 82—83.
Mensinga nimmt an, dass in die Milch eines zehnwöchentlichen
Säuglings, bei dem ein Exemplar von Taenia solium gefunden wurde,
ein Cysticercus gerathen sei, mit dem der Vater des Kindes zu thun
gehabt hatte. Men^nnga. Ein Fall von Taenia hei einem zehn-
wöchentlichen Säugling. Internationale klin. Rundschau 1889, No. 17,
pag. 719—720.
Pavesi stellt eine Tabelle auf, in welche er die beim Menschen
vorkommenden Tänien und Bothriocephalen, darunter auch Taenia
58 Dr. von Linstow: Bejicht über die wissenschaftlichen Leistungen
tenella Cobbold, Taenia nigra Laboulb. und Taenia lophosoma Cobbold,
deren Artrecht zweifelhaft ist, nebeneinanderstellt. F. Pavesi.
Qtiadro sitinottico deJle Tenie umane. Bulletin scientif. Pavia, ann.
IX, No. 2, 1889, 4 pg., 1 tav.
Die 4. Lieferung des 1. Bandes 2. Auflage von Leuckart's
grossem Parasitenwerk hat mehrere Jahre auf sich warten lassen,
doch war ein früheres Erscheinen wohl nicht möglich, da es sich nicht
um einen neuen Abdruck der 1. Auflage, sondern um eine völlige
Umarbeitung derselben handelt, und nur eine jahrelange Mühe
vermochte die Arbeit, welche nun vor uns liegt, zu bewältigen. Der
Name des Verfassers bürgt für die Vortrefflichkeit des Werkes, den
Inhalt aber bei einer solchen Fülle des Stoffs in einem Referat
Aviederzugeben, ist unmöglich; daher mögen folgende Angaben zur
ungefähren Orientierung über den Inhalt genügen. Verf. behandelt
die Sporocysten und Redien mit ihren Keimzellen und Cercarien,
deren Entwicklung und Wirthswechsel und behandelt dann sehr aus-
führlich die beim Menschen vorkommenden Arten von Trematoden,
Distomum hepaticum und Distomum lanceolatum, nebst ihrer Ent-
wicklungsgeschichte, soweit sie bekannt ist. Für Distomum hepaticum
wird angenommen, was ja auch wahrscheinlich ist, ohne dass der
Beweis gebracht wäre, dass die in Lymnaea minuta herangewachenen
Cercarien sich an Wasserpflanzen encystiren und auf diese Weise
ohne Zwischenwirth in ihren definitiven Wirth gelangen; die zu
Distomum lanceolatum gehörige Larve kennt man nicht; kürzer ab-
gehandelt werden die Arten Distomum Rathouisi Poirier ? = crassum
Busk, D. Buskii Laukest; D. spatulatum Leuckart = sinense Cobbold
= hepatis endemicum und innocuum Baelz = japanicum Blanch. ;
D. conjunctum Cobbold; heterophyes v. Siebold; D. puhnonale Baelz
:= Ringeri Cobbold, = Westermani Kerbert; die Priorität dieser
letzten drei Synonyme hat übrigens D. Westermani. Bei den Redien
von Distomum hepaticum entsteht der Innenraum des Darms nicht
durch eine Einstülpung, die Form ist also nicht als Gastrula auf-
zufassen, sondern durch ein Auseinanderweichen der in der Achse
des Zellstranges liegenden Zellen. Aus den Keimballen der Redien
werden bei dieser Art bald wieder Redien, bald aber Cercarien,
ohne dass die Formen mit dieser verschiedenen Entwicklung einen
Unterschied erkennen Hessen, denn ersterer Modus pflegt im Winter,
letzterer im Sommer einzutreten, wo keine Tochterredien gebildet
werden. Die eingekapselten Distomum-Larven sind keineswegs ohne
Geschlechtsorgane, sondern zeigen solche oft in sehr entwickeltem
Zustande. Die grossen Ganglienzellen stehen nur zum geringsten
Theile in unmittelbarem Zusammenhange mit dem Nervencentrum.
Der sogen. Schlundkopf kann vorn und hinten bewegt werden und
wirkt in Bezug auf den Mundsaugnapf wie der Stempel einer Spritze.
Das letzte Fhide des weiblichen Genitaltracts ist die Scheide, die
bei der Begattung den Cirrus aufnimmt. In der Rückengegend der
Leberegclcercaric flndet sich ein mächtiges Zellenlager, dessen Zellen
eine Unsumme kleiner, dünner Stäbchen enthalten, die an Bacterien
in der Naturgeschichte der Helminthen im Jahre 1889. 59
erinnern; sie sind wahrscheinlich als Myoblasten aufzufassen. Für
den Laurer'schen Canal wird die Möglichkeit, dass er mitunter als
Seheide dienen könne, nicht ganz von der Hand gewiesen; die Zellen
unter der Hautschicht, im Umkreis des Oesophagus, an der Geschlechts-
cloake, dem Laurer'schen Canal hält Verf. für Elemente, die ihre
Entwicklungsgeschichte noch nicht abgeschlossen haben. R. Leuckart.
Die Parasiten des Menschen und die von ihnen herrührenden Krank-
heiten. 2. Aufl., Bd. 1, Lfrg. 4, Leipzig 1889, pag. VI u. 97—440.
Die Parasiten des Menschen behandeln ferner:
J. A. Shaw - Mackenzie . Tape tvorm in an infant on raw
meat diet. Brit. med. journ. 1889, No. 1462, fag. 16.
L. J. B. Berenger-Peraud. Legom cUniques sur les Taenias
de rhomme. Toulon 1889, X\'I u. 368 pg., 50 fig.
E. PerroncitO. Cura delle tenie e dei botriocephali. Accad.
niedic. 10. maggio 1889, Toritio, pag. 5 — 6.
L. J. B. Berenger-Peraud. Le tenia ä Vhopital maritime
de Toulon en 1888. Bullet, gener al de therapeut. 1889, No. ö,
p. 97—107.
K. Jjima. Tintai kisei dohutsii hen. (Die thierischen Para-
siten des Menschen). Tokio 1889. 514 pg., 7 Tfln.
B. P. BaranOWSki. (Ueher die Häufigkeit der Helminthiasis
in der Moskauer Bevölkerung') (i'ussisch). Moskau 1889, 55 pg.
Braun setzt die Bearbeitung der Vermes von Pagenstecher in
Bronn's Klassen und Ordnungen des Thierreichs fort und giebt zu-
nächst ein alphabetisches Verzeichniss der älteren Autoren und
ihrer Werke bis zum Jahre 1830, worauf die neueren Versuche,
eine Eintheilung der Würmer zu machen, besprochen werden; Verf.
geht dann über zur Besprechung der Mionelminthen und beginnt die
Einleitung zur Darstellung der Plathelminthen. Das Werk ver-
spricht ein sehr umfangreiches, ausgezeichnetes und den Gegenstand
erschöpfendes zu werden, das mit Freuden zu begrüssen ist, da wir
seit dem 1845 erschienenen Werke Dujardins keine die gesammten
Helminthen behandelnde, mit guten Abbildungen versehene Arbeit
besitzen. Bei der Besprechung der späteren Versuche zur syste-
matischen Eintheilung der Würmer kommt Verf. zu dem Resultat,
dass ein Typus Vermes, der als solcher den anderen Typen gleich-
werthig wäre, bis jetzt nicht aufgestellt ist, und dass wir nichts
besseres haben, das an seine Stelle zu setzen wäre, so dass die
Frage nach einem System der Würmer offen zu lassen ist und dem-
nach in dem vorliegenden Bande alles das abgehandelt werden soll,
was in den übrigen dieses grossen Werkes kein Unterkommen ge-
funden hat. Aus der Gruppe der Mionelminthes oder Mesozoa,
Aneura oder Planuloidea wird zunächst die 1. Klasse der Rhom-
bozoa oder Dicyemiden und Heterocyemiden nach Bau, Fortpflanzung,
Entwicklungsgeschichte, Vorkommen und Lebensweise besprochen,
ebenso die 2. Klasse der Orthonectiden. Hierauf beginnt Verf. die
Bearbeitung der Plathelminthen, mit den Tremateden anfangend,
GO Dr. von Linstow: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
und giebt chronologisch geordnet die gesammte Litteratur in 4
Gruppen, von 1547—1776, 1776—1808, 1808—1842 und von 1842
bis 1889; die angeführten Schriften erreichen die Zahl von 730 und
die Tafeln VI — VIII, welche in vortrefflicher Ausführung mono-
genetische Trematoden wiedergeben, gehören zu noch nicht er-
schienenen Lieferungen. Jeder Litteraturangabe ist eine kurze Mit-
theilung über den Inhalt mitgegeben. II. A. Pagenstecher ., die Würmer
(Vermes), wissenschaftl. dargestellt in Wort und Bild, fortges. von
M. Braun, Bronnes Klassen und Ordnungen des Thierreichs Bd. IV,
Leipzig 1889, Lieferung 7—11, pag. 309—400, tab. VI— VIII.
Das Kompendium der Helminthologie des Ref. ist vor nunmehr
11 Jahren erschienen, so dass, da die helminthologische Litteratur
dieses Zeitraumes eine sehr reiche und wertvolle ist, ein Nachtrag
wünschenswerth wurde, der jetzt vorliegt. Die Ziffern der Wohnthiere
sind dieselben geblieben wie im Compendium und wo Einschaltungen
nothwendig wurden, sind dieselben durch Buchstaben bezeichnet, so
dass dieser Nachtrag sich dem Compendium völlig anfügt. Ungemein
umfangreich war die Litteratur der den Menschen bewohnenden
Parasiten, übrigens wurden 371 Thiersecies neu angeführt, die von
Helminthen bewohnt werden und 991 Helminthen -Species wurden
genannt, weil sie neu waren oder die Kenntniss derselben sich ver-
mehrt hat; gross ist auch die Zahl der neu beschriebenen frei-
lebenden Nematoden, und wird dieser Nachtrag den Zoologen, welche
sich mit Helminthologie beschäftigen, eine willkommene Erscheinung
sein. Zwei von Hamann gefundene Cysticerken sind durch einen
Druckfehler irrthümlich bei Astacus fluviatilis statt bei Gammarus
pulex eingetragen. 0. v. Linstow. Comiyendium der Helminthologie.
Nachtrag, die Litteratur der .Jahre 1878 — 1889. Hannover 1889.
Taschenberg setzt das höchst verdienstvolle und mühevolle
Werk „Bibliotheca zoologica" fort und führt pag. 1011 — 1168 die
Arbeiten über die Würmer an und zwar pag. 1024 — 1071 die über
Cestoden, pag. 1071— 1078 über Trematoden, pag. 1086— 1134 über
Nematoden, pag. 1134 — 1135 über Acanthocephalen. 0. Taschenherg.
Bibliotheca zoologica II. Verzeichniss der Schriften über Zoologie,
welche in den periodischen Werken enthalten und. vom Jahre 1861 bis
1880 selbständig erschienen sind. Leipzig 1889.
Zschokke bespricht die Parasiten von Trutta salar und be-
obachtete 11 Arten derselben; bei im Rhein gefangenen Exemplaren
schwinden sie mehr und mehr, da der Lachs im Süsswasser keine
Nahrung aufnimmt, wie die Darmpai'asiten bei allen hungernden
Thieren sich verlieren. Die Parasitenfauna des Lachses ist eine fast
rein marine; unter den Wanderfischen beherbergt die Lachsforellc
grösstentheils Süsswasserhelminthen, der Aal solche, die halb dem
Meere, halb dem Süsswasser entstammen. F. Zschokke. Erster
Beitrag zur Parasitenfatina von Trutta salar. Verhandl. d. naturf.
Gesellsch. Basel, VII, 3, 1889, qag. 761—795, tab. XI,
in der Naturgeschichte der Helminthen im Jahre 1889. Q]
Müller stellt die sämmtlichen bisher in Säugethierlungen be-
obachteten Nematoden zusammen; im Ganzen werden 25 Säugethiere
aufgezcählt, deren Lungen von solchen Parasiten bewohnt werden.
Für Pseudalius ovis pulmonaHs Koch schlägt Verf. den Namen capil-
laris vor, gibt eine verbesserte Beschreibung dieses Parasiten und
entdeckt denselben auch in der Lunge der Gemse. Strongylus
commutatus Diesing ist identisch mit Strongylus rufescens Leuckart
und Koeh,Trichosoma LeporisDuj ardin mit Filaria terminalis Passerini,
und wird auch in der Lunge von Ovis aries gefunden. Strongylus
micrurus Mehlis wird beschrieben vind in der Reh -Lunge nachge-
wiesen; übrigens citirt Verf. die ganze einschlägige Litteratur und
bespricht die in den Lungen durch die Parasiten erzeugten Krank-
heiten. A. Müller. Die Nematoden der Säugethierlungen. Leipzig
1889, U pg., 4 Tfln.
Blanchard bespricht auf pag. 299 — 541 seines Werkes Traite
de Zoologie medicale die Cestoden und zwar in der ersten Gruppe
die Tenias vesiculaires , Taenia serrata Göze, Taenia saginata Göze,
Taenia solium L., Taenia echinococcus v. Sieb., in der zweiten Gruppe
die Tenias non vesiculaires, Taenia nana v. Sieb., T. flavopunctata
Weinland, T. madagascariensis Davaine, T. canina L. = cucumerina
Bl., = elliptica Batsch; in der FamiHe der Bothriocephalen Bothrio-
cephalus latus Brems; B. cordatus Leuck. , B. cristatus Dav. , B.
Mansoni Bl. ; die Trematoden werden pag. 541 — 653 behandelt und
zwar Monostoma lentis v. Nordm., Distoma hepaticum Retzius, D.
lanceolatum Mehlis, D. conjunctum Cobb., D. sinense Cobb., D. japa-
nicum Bl. = hepatis endemicum und innocuum Baelz, D. Buski
Lankester = crassum Busk., D. heterophyes v. Sieb., D. Ringeri Cobb.,
D. oculi humani v. Amnion, Amphistoma hominis Lewis, Bilharzia
haematobia Cobb. Die Nematoden führt Verf. pag. 661 — 806 an,
und zwar Ascaris lumbricoides L., A. mystax Rud., A. maritima
Leuck., Oxyuris vermicularis Brems., Eustrongylus gigas Dies., Stron-
gylus longevaginatus Dies., Ankylostoma duodenale Dubini, Tricho-
cephalus hominis Schrank, Trichina spiralis Owen. Verf. gibt die
Anatomie und Lebensgeschichte der Parasiten sowie die Veränderungen,
welche sie im menschlichen Körper hervorrufen nach den bewährtesten
Autoren, deren Abbildungen er wiederholt ; in der Nomenklatur folgt
er streng dem Prioritätsprincip, wie er z. B. Trichocephalus hominis
statt der allgemein üblichen Bezeichnung Trichocephalus dispar setzt ;
die angeführte Litteratur ist sehr umfangreich. R. Blanchard.
Traite de Zoologie medicale, t. I, 3. partie, Trematodes , titrhellaries,
nemertiens, nematodes, Paris 1889, pag. 406 — 803] t. II, Vers (suite)
Bryozoaires, mollusques, arthropodes^ chordes, Paris 1890 (erschienen
1889).
Parona führt alle italienischen helminthologischen Autoren in
alphabetischer Reihenfolge von Addario bis Lussana an; das Werk
wird fortgesetzt. C. Parona. Elmintologia Italiana. Bihliografia —
Sistematica — Sforia. fasc. 1. Pavia 1889.
62 Dr. von Linstow: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Blanchard bespricht die Pseudoparasiten des Menschen, d. h.
zufällig verirrte Helminthen, solche, die unter falschen Namen be-
schrieben sind und irrthümlich für Helminthen angesehene Körper;
hierbei erwähnt Verf., dass Rhabditis genitalis Scheiber nichts anderes
als Rhabditis pellio und Filaria peritonei hominis Babes dasselbe
wie Filaria inermis ist, das Taenia flavopunctata mit Taenia lepto-
cephala verwechselt wurde und Spiroptera hominis mit Filaria piscium
gleichbedeutend ist. R. BluncJuird. Pseudo - Jurasites. Dictio7i.
encyclojied. des sciences medtcales, 2. ser.^ t. XXVII, Paris 1889,
pag. 702—709,
Nematodeu.
Camerano bespricht die Structur des Integuments einiger
Nemathelminthen ; dasselbe besteht aus einer inneren Zellschicht,
vom Verf. Epidermis, sonst Hypodermis, von Bastian Enderon genannt,
und einer äusserer Lage, die Schneider Epidermis oder Cuticular-
schicht, Bastian aber Ecderon nennt. Verf. untersucht zunächst,
wie diese beiden Schichten sich den in der Microscopie gebräuchUchen
Farbstoffen gegenüber verhalten und fühi-t dann die einzelnen
Bildungen an, welche bei den Cuticalarschichten der Nemathelminthen
vorkommen. Ascaris lumbricoides hat ein geringeltes Stratum ex-
ternum der Cuticula, darunter folgt ein Stratum fibrillare mit Längs-
fibrillen, verstärkt durch darunter verlaufende schräge Fibrillen.
Das Stratum cuticulare von Hedruris androphora ist dick und aus
übereinandergelagerten Schichten gebildet, aussen aber quergestreift.
L. Camerano. Osservationi intorno alla struüura delV integumento
di alcuni nematebninti. Atti Accad.sc. Torino, vol. XXIV, 1889,
2)ag. 1 — 93, c. tav.
Rabl studirt die karyokinetischen Erscheinungen und gibt an,
dass die Zahl der achromatischen Fäden, welche bei der Zelltheilung
von den Polen zu der chromatischen Figur verlaufen, eine sehr grosse
ist; in einzelnen Fällen kann man sie auf 800 — 1000 berechnen. Bei
Ascaris liegen die Attractionssphären und das darin eingeschlossene
Polkörperchen ausserhalb des Kerns im Zellleibe und persistiren
während der Ruhe. Die Strahlungen im Zellleibe, auch gegen die
Polkörperchen centrirt, sind wahrscheinlich gleichfalls durch P'äden
oder Fasern gebildet. Bei der Theilung des Polkörperchens scheinen
die Spindelfasern einer Längsspaltung zu unterliegen. Die Zelltheilung
Avird bewirkt durch eine Contraction sämmtlicher geformter Bestand -
theile der ruhenden Zelle. Von den Fäden des Zellleibs gehen in
der Ruhe seitliche Fortsätze aus, die das Gerüst desselben bilden.
Am Spermakern und am Eikern bemerkt man zunächst keine
Attractionssphäre. Nachdem solche sich gebildet haben, müssen sie
wohl bei der Befruchtung mit einander verschmelzen und dann beim
Beginn der Theilung in zwei Hälften zerfallen. C. Rabl. Ueber
Zelltheilung. Anatom. Anzeig. VI. Jahrg., No. 1, Jena 1889,
pag. 21—30.
in der Naturgeschichte der Helminthen im Jahre 1889. 63
Nach Lameere sind die Polkörperchen bei Ascaris megalo-
cephala nicht Elemente, die aus dem Ei entfernt werden, um durch
den Kern des Samenkörpers ersetzt zu werden; bei der Bildung fehlt
die Rückkehr des Eikerns in das Ruhestadium. Die Bildung der
Polkörperchen im Ei entspricht nach van Beneden der Theilung
der Spermatogonien in Spermatocyten bei der Samenbildung. So
besteht eine Homodynamie des reifen Ei's mit den Spermatozoiden ;
da aber das Keimbläschen vor der Bildung der Polkörperchen nur
die Hälfte der Chromosomen enthält, welche das befruchtete Ei zeigt,
so ist es nicht möglich, die Ausstossung der corpuscules residuels
der männlichen Gonocyten der Theilung der Spermatogonien und der
Bildung der Polkörperchen gleichzustellen; auch in der Ovogenese
spielt sich ein Vorgang ab, welche der Elimination der corpuscules
residuels in der Spermatogenese vergleichbar ist, denn auch im
Anfangstheil des Ovarium finden sich corpuscules residuels, welche
denen bei der Spermatogenese entstehenden zu vergleichen sind.
Ei und Samenkörperchen stossen also in gleicher Weise corpuscules
residuels aus, wodurch eine reduction karyogamique herbeigeführt
wird. A. Lanieere. La reduction karyogumique dans l'ocogenese.
Btdlet. Acad. roy. -sc, lettres et heavx-arts de Belqiqtie, 59, 3. ser. t. 18^
BruiveUes 1889, pag. 612—614.
van Beneden bemerkt zu obiger Arbeit, dass er und nicht
Boveri zuerst gefunden hat, dass zwischen erster und zweiter Pseudo-
karyokinose bei Bildung der Richtungskörperchen der Eikern nicht
in den Ruhezustand zurückkehrt; dasselbe gilt von der Theilung der
Spermatogonien in Spermatocyten, wie Verf. schon 1884 mittheilte.
Die Spermatomeren haben 4 Chromatinschleifen, die Spermatocyten,
die aus den Spermatogonien hervorgehen, nur 2, so dass bei dieser
Reduction die corpuscules residuels eine Rolle zu spielen scheinen.
M. E. van Beneden. La reduction karyogamiqtie dans V ovogenese.
Rapport. Bullet. Acad. roy. des sc, lettres et beaux-arts de Belgique,
59, 3. ser. t. 18, No. 12, Bruxelles 1889, pag. 636—637. s. auch
C. Mondino u. L. Sala. Sui fenomeni di Tnaturazione e
fecondatione neue uova degli Ascaridi. Resoconto XIIL congr. Assoc.
Ital. Padova Lett. 1889. Riforma medica, Napoli 1889, No. 243,
pag. J456 — 1457. Arch. Ital. biolog. 1. 12, fasc. 3, pag. IX — XI.
Nach Lukjanow enthalten die nach der früher angegebenen
Weise gefärbten Kerne der Eizellen des Hundespulwurms ein rothes
Kernkörperchen oder Plasmosoma und ein hämatoxylophiles Kern-
gerüst; später wird der Eikern zackig und neben dem Plasmosoma
treten feine, dunkelviolette Karyosomen auf; am häufigsten zeigten
sich 8 Paare hämatoxylophile Körperchen. In jedes Ei dringt nur
ein Samenkörperchen ein und nun werden die Polarkörperchen ab-
geschieden; vor der Bildung des ersten rückt der Kern an die Peri-
pherie der Eizelle, von den 8 mal 2 Chromatinelementen wird die
Hälfte als erstes Polarkörperchen ausgeschieden, so dass 4 mal 2
zurückbleiben, 2 mal 2 werden als zweites Polarkörperchen ausge-
stossen, so dass 2 mal 2 oder 4 zurückbleiben. Der männliche und
64 Dr. von Liiistow: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
weibliche Pronucleiis sind einander völlig gleich; beide haben auch
ein Kernkörperchen. Die in den unbefruchteten Eiern durch »Safranin
stark roth färbbaren Plasmosomen fehlen in den Pronuclei, die nur
4 durch Hämatoxylin blauviolett gefärbte Elemente zeigen. Bei den
karyokinetischen Metamorphosen der Pronuclei färben sich die
Chromatinschleifen wie bei der Bildunü; der Eizellen und im Gegensatz
zu den Befunden bei der Polai'körperbildung wieder mit Safranin:
Die Polarkörperbildung weicht von dem karyokinetischen Process im
Eierstock und im Uterus wesentlich ab; bei letzterem färben sich
die Chromatinelemente mit Safranin roth, die zur Polarkörperbildung
bestimmten Elemente mit Hämatoxylin violett. Dementsprechend
empfängt die Eizelle vom befruchtenden Spermatozoiden nur die
hämatoxylophilen Elemente des Kerns zur Ausbildung des männlichen
Pronucleus ; die Kappe der Samenzelle färbt sich begierig mit Safranin
roth, während das kleine mit dem Kern identificirte Gebilde sich
mit Hämatoxylin violett färbt. Die Blastomeren haben Kerne, welche
den Pronuclei ähnlich sind, ihre Nucleolen haben den Character
der Plasmosomen. S. M. Luhjanow. Einige Bemerkungen über
sexuelle Elemente heim Spulwurm des Hundes. Archiv für microscop.
Anatomie, Bg. XXXIV, Heft 3, Bonn 1889, qag. 397—408, tab. XXIII
—XXIV.
Parona führt in Assab gesammelte Helminthen an und beschreibt aus-
führlich Ascaris Halicoris Owen aus dem Magen von Halicore cetacea; am
männlichen Schwanzende befinden sich eine Längsfurche in der Bauchlinie und
jederseits 5 Papillen; ferner werden augeführt Ascaris subulata aus Caprimulgus,
Filaria obtusocnudata Rud. aus Lanius und Filaria nodulosa aus demselben
Wii'th. G. Parona. Intorno all' Ascaris Halicoris Owen ed a qucdche altro nematode
raccolti in Assab doli. Dott. F. Eagazzi. Annal. nius. civic. stör, natur. sei: II,
vol. VII (XXVII), Genova 1889, pag. 751—764, tau. XII.
Sibthorpe beschreibt ein erwachsenes Männchen und Weibchen von Filaria
Bancrofti, die in Lymphe sich bewegend auf der Hautoberfläche eines Elephantiasis-
Tumors am Serotum eines Mannes gefunden wurden. Das Kopfende ist ohne
Papillen, die Vulva liegt nicht weit von ersterem und ist prominent; das
Männchen ist '{V-j^ Zoll lang, die Spicula sind ungleich in Länge und Breite;
von den characteristischen Papillen des männlichen Schwanzendes ist nicht die
Rede. Zu bedauern ist, dass Beschreibung und Abbildung dieser höchst inter-
essanten Exemplare so völlig unzureichend sind. Sibthorpe. On the adult male
of Filaria sanguinis hominis, liritish. med. Journ. 1889, No. 1485, pag. 1344
—1345, flg. 1—4.
J. Bancroft. On Filaria. Transact. of the II sess. of the Intercolon. Med.
Congr. of Australia 1889, pag. 49—54.
T. L. Baucroft. Filariae of Birds. Proceed. Boy. soc. Queensland, vol. VI,
1889, pag. 58 - 6^.
Sonsino findet in einem Hunde, der massenhaft Blutfilarien beherbergte,
12 Exemplare von Filaria immitis im subcutanen und intermusculären Binde-
gewebe. P. Sonsino. Notizie elmintologiche. Process. verbal. Soc. Toscana sc.
natur. 13. Jan. 1889.
in der Naturgeschichte der Helminthen im Jahre 1889. 65
Balwby fand in der Vena portarum eines Arabers zahlreiche Würmer und
in einem Tumor am Rectum eines 17 jährigen Knaben viele Eier; beide Funde
werden auf Filaria imraitis bezogen (ob mit Recht? Ref.) Bmolby. Mittheüung
über zwei Fälle von Filaria immitis heim Menschen. Nach einer anderen Mit-
theilung soll es sich um Exemplare von Gynaecophorus haematobius gehandelt
haben, dessen Eier in der stark verdickten Blasenschleimbaut und in der der
Ureteren gefunden M^urden; auch die Nieren enthielten diese Eier, einzelne auch
die Lungen. Centralbl. für Bact. u. Parask. Bd. 6, Jena 1889, No. 7. pag. 190.
The Lancet 1889, vol I, No. 16, pag. 786.
Rieck fand in der dilatirten rechten Herzkammer eines Hundes in Dresden
2 Männchen und 3 Weibchen von Filaria immitis; erstere waren 170, letztere
270 mm lang und 1 — 1,5 mm breit. Die Embryonen bewohnten in ausserordentlich
grosser Menge das Blut imd waren 0.259 mm lang und 0,005 mm breit, die rothen
Blutkörperchen des Hundes messen 0,006 mm. Mit Sonsinos Beschreibung von
Filaria immitis stimmen diese Beobachtungen nicht überein. M. Rieck. Ueber
Filaria immitis und ihre Embryonen im Blute von Hunden. Deutsche Zeitschr.
für Thiermedicin 1889.
Nach Deffke beherbergte ein von Japan nach Deutschland gebrachter
Hund 50 Exemplare von Filaria immitis in der rechten Herzbälfto und zahlreiche
Embryonen im Blute. 0. Deffke. Ein Fall von Filaria immitis. Monatsschr.
für pract. Thierheilk. I, 1889, 16 pg., 4 fig.
Auch in Felis onga scheint Filaria immitis oder eine ähnliche Art zu leben
nach R. Horst. On Filaria- specimens from the heart of Felis onga. Notes Leyden
Mus. vol. II, No. I, note V, pag. 16.
Grassi und Calandruccio fanden in der Nähe der Niere eines Hundes
eine Filaria recondita n. sp. genannte Art, deren Larven mit dem Haematozoon
Lewis identisch sind und im Blute des Hundes leben; dieselben werden von
Pulex serraticeps und irritans und von Rbiptcephalus siculus mit dem Blute
aufgesogen, in denen sie sich weiter entwickeln. B. Grassi u. S. Calandruccio,
Ciclo evolutivo di und filaria del cani. Bollet. mensile Accad. Gioenia sc. natur.
Catania, fasc. IV, 1889, xjag. 5—7.
Zschokke beschreibt unter dem Namen Spiroptera alata n. sp. einen
Nematoden, der im Proventiikel von Rhea americana lebt; die Länge beträgt 30,
die Breite 1 mm, in den Seitenlinien verläuft eine Längsleiste, die am Hinterende
des Oesophagus durch einen Cuticularzapfen gestützt wird ; am Kopfende stehen
2 seitlich gestellte, mächtige Lippen; am spitzen Schwanzende beiderseits
2 postanale Papillen ; die Art wurde nur in einem männlichem Exemplar be-
obachtet. F. Zschokke. Spiroptera alata, ein neuer Nematode aus Bhca americana.
Centralbl. für Bact. u. Parask. Bd. V, Jena 1889, No. 34, pag. 792— 793.
Stossich stellt alle bis jetzt bescriebenen Arten des Genus Physaloptera
zusammen, deren er 26 sichere und 11 zweifelhafte aufführt; sie leben in Säuge-
thieren, Vögeln und Reptilien. Die männlichen Schwanzenden von der Bauch-
seite gesehen und die Innenseiten der Rückeulippen werden in Abbildungen
übersichtlich zusammengestellt. M. Stossich. II Genere Physaloptera Budolphi.
Bollet soc. Ädriat. sc. natur. Trieste vol. XI, 1889, pag. 1 — 24, tab. I—III
Ref. beschreibt von R. Gray in hochnordischen Regionen an der Küste von
Grönland gesammelte, ihm von Dr. J. Murray mitgetheilte Exemplare von
Pseudalius alatus aus Monodon monoceros. Die Spicula des Männchens sind
Arch. f. Naturgesch. Jahrg. 1890. Bd. IL H. 3. 5
06 Dr. von Linstow: Bericht über die wipsenschaftlichen Leistungen
lang, das Schwänzende zeigt 5 in Papillen endende Kegel. Die Art lebt im
Schlünde, im Rachen und in der Eustachischen Röhre des Wohnthiers; die
speciiischen Unterschiede von Pseudalius inflexus, minor, tumidus, convolutus
und Ovis pulmonalis, die alle in lufthaltigen Organen von Säugethieren leben,
werden angegeben. 0, v. Linstoiv. On Pseudalius alatus Lcuckart, collected by
Mr. Robert Gray in te arctic seas and other species of the yenus, comm. by John
Murray. Proceed roy. soc. Edinburgh, vol. X VI, 1 pl.
Loewenthal untersucht die Spermatogenese bei Oxyuris am-
bigua. Der Genitalschlaucb besteht aus dem Hoden, dem Vas
deferens, der Vesicula seminalis und dem Ductus ejaculatorius. Im
Hoden bilden sich grössere und kleinere Zellen von unregelmässiger
Form mit grossem , kugelförmigem Kern und deutlichem Kern-
körperchen; die grösseren sind Mutterzellen oder Stammzellen; die
kleineren, wahrscheinlich von den ersteren abstammend, Keimzellen
oder Spermacytoblasten. Letztere vergrössern sich, die Umrisse
werden undeutlicher, um den Kern bildet sich ein heller Hof und
das Kernkörperchen wird kleiner; der Hof wird gegen die schmale
Randschicht der Zelle durch eine scharfe Linie abgegrenzt und be-
kommt ein netzartiges Ansehen; dadurch ist der bisherige Kern zum
Nucleolus geworden und der ursprüngliche helle Hof um ihn zum
Nucleus: Diese Zellen haften einer Rachis an, die im Innern des
Hodens nicht in der Axe verläuft, sondern spiralige Windungen be-
schreibt. Im Innern des alten Kernes bilden sich rundliche, stark
lichtbrechende, chromatische Elemente und an der Grenze des
äusseren Kerns entstehen 2 glänzende Polkörperchen; die chroma-
tischen Elemente scheinen dem lockeren Knäuel der Karyokinese zu
entsprechen, der in die Sternform, die Metakinese und das Dyaster-
Stadium übergeht, worauf die Zelle sich theilt. In den karyokine-
tischen Figuren bilden sich 3 chromatische Schlingen. Die so ent-
standenen Tochterzellen oder Spermatocyten zeigen den Rest des
Polkörperchens und einen hellen Kernraum; später tritt an Stelle
des ersteren eine schmale, glänzende, die gewölbte Fläche nach
aussen richtende Kappe ; im Kernraum bilden sich kernartige
Körperchen, die zu einem Pseudonucleolus verschmelzen, der kugel-
rund und mit dicker, stark lichtbrechender Corticalschicht versehen
ist und ein matteres Centrum hat. Die Kappe schwindet und es
bildet sich ein kegelartiger Körper, aus dessen Spitze das Köpfchen
des Samenkörpers entsteht; der Pseudonucleolus tritt an die Peri-
pherie und zum Theil aus ihr heraus ; er wird zu dem fadenförmigen
Schwanztheil des Samenkörpers, der ventrale Kegel aber zu dem
Kopftheil desselben: Das reife Samenkörperchen besteht aus dem
kugeligen Kopftheil mit dem Kern, aus einem durchsichtigen Zwischen-
segment und dem Schwanz. N. Loewenthal. /Sur la .Spermatogenese
chez VOxyure du Lajmi. Arch. sc. phys. et natvr. Geneve, 3 ser., t. 21,
No. 5^ -pag. 449 - 451. Die Spermatoc/e?u'se bei Oxytiris umhigna.
Internat. Monatsschr. für Anat. vnd Physiol. Bd. Vi, Heft 4, Leipzig
1889, pag. 364—390, tah. XXII.
in der Naturgeschichte der Helminthen im Jahre 1889. 67
O. Galeb. Note sur V Organisation et le developpement d'une
nouvelle espece cVEntozoaire du genre Oxi/uns. Mem. inst. Egyptien,
t. ll^i Le Caire 1889, 8 pg., 2 plches.
Ref. untersucht die Anatomie und Entwicklungsgeschichte von
Nematoxys ornatus aus dem Rectum des Frosches. Die der Eihaut
entschlüpften 0,60 — 0,H3 mm. langen Embryonen gelangen mit den
Froschexcrementen in's Freie, wo sie in der Erde rasch wachsen und
ein Rhabditisartiges Aussehen bekommen; das Wachsthum wird von
Tag zu Tag verfolgt und am 9. Tage wird eine Länge von 1,57 mm.
gefunden , worauf eine Häutung beobachtet wird ; bemerkenswerth
sind 8 etwas vor der Mitte des Oesophagus liegende, symmetrisch
zu 2 mal 4 geordnete Kugeln, die stark glänzen, sich nicht färben
und ihrer Reaction nach fettiger Natur sind; sie scheinen das
Bildungsmaterial des Nervenringes abzugeben. Werden gehäutete
Larven in den Magen des Frosches übertragen, so entwickeln sie
sich im Rectum direkt wieder zu geschlechtsreifen Thieren. Das
Muskelsystem besteht aus 4 in den Rücken- Bauch- und den Seiten-
linien unterbrochenen Längszügen und gehört zu Schneider's Mero-
myariern; in den Seitenlinien steht je eine Längsleiste über der
Cuticula von dreieckigem Querschnitt; in die Mundhöhle münden 2
grosse Drüsenschläuche ; das Excretionsgefässsystem ist stark ent-
wickelt und mündet mit einem kräftigen Bulbus in der Bauchhnie
in der Höhe des Darmanfangs nach aussen, in den 2 Gefässe von
der Kopf- und 2 von der Schwanzseite eintreten. Das Männchen
führt an der Bauchfläche des Schwanzes 10 eigenthümliche Chitin-
apparate in 2 Längsreihen zu je 5; beim Weibchen werden 2 Ge-
schlechtsröhren gefunden, die in die Vagina einmünden; dieselben
sind der Vagina zunächst als Uteri, dann als Receptaculum seminis,
dann als Ovarien zu bezeichnen; die drei Abtheilungen sind durch
kurze, enge, als Tuben zu benennende Röhren mit einander ver-
bunden. Zum Schluss werden die Unterschiede von den anderen
Arten des Genus Nematoxys, commutatus, longicauda und tener-
rimus angegeben. 0. v. Linstow: Zur Anatomie und Entwicklungs-
geschichte von Nematoxys ornatus Duj. Jenaische Zeitschr. f. Naturw.
XXIII, 1889, pag. 549—566, tab. XXVII.
Leichtenstern giebt einen geschichtlichen Ueberblick unserer Kenntuiss
von Ankylostomum duodenale und coustatirt, dass die Entwicklung ohne
Zwischenwirth verläuft und 4 — 5 Wochen nach Aufnahme der erwachsenen,
freilebenden Larven Eier in den Fäces auftreten. Leichtenstern. lieber Änky-
lostomum duodenale; mit Demonstrationen. Tagebl. d. 61. Vers. Deutscher Naturf.
u. Aerste in Köln 1889, pag. 108 — 112.
Hogg berichtet über das Auftreten von Ankylostomum duodenale in
Australien; in der "Woogaro- Irrenanstalt, G-udna in Queesland erkrankte ein
Irrer und starb unter den Symptomen der Anämie; in seinem Duodenum fanden
sich 30—40 Exemplare von Ankylostomum. J. B. Hogcj. Australian medical
Gazette 1889. The Lancet, London 1889, vol. I, No. 15, %tag. 750-751, s. auch
68 Dr. von Linstow: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
P. Sousino. Sull'anchüostoma duodenale iiell'uoino nella provincia di Pisa.
Giorn. di soc. fiorent. d'igiene, 1889, pag. 213 — 230.
P. Sonsino. SulV Anchilostomiasi. Lavori del I. congress. di med. intern, in
Borna. Milano 1889.
P. Sonsino. Anchilostomiasi nei dintorni di Pisa e il tiniolo contra il trico-
cephalo. Rivista gener. ital. clin. med. 1889.
P. Sonsino. Perche i motaioli delle fabbriche di mattoni vanno sagetti a
mancanza di sangue e modo di evitare questo male. Giorn. soc. Fiorentina
d'igiene 1889.
P. Sousino. Importanza dell'esame degli escreti per la diagnosi e conveniente
cura delle malattie da entozoi. Lavori del II, congress. med. intern. Borna
neU'anno 1889.
L. Facciola. Un altro caso di morte per anchilostomi nell'ospedale di
Messina. Morgagni 1889, No. 1, pag. 61—64.
Nach Moniez lebt unter der Magenschleimhaut von Hasen und zahmen
Kaninchen ein Nematode von rother Farbe, der früher (Bullet, scientif. dep. du
Nord, ser. IT, t. III, 1888, pag. 447) als Spiroptera, jetzt aber als Strongylus
Leporum bezeichnet wird. Die Bui'sa ist 3 lappig mit 10 Rippen, die Spicula
sind 0,065 mm laug, die Eier sind 0,08 mm lang und 0,04 mm breit. B. Moniez.
Sur un Strongle de la paroi stomachale des lievres et des lapins de Garenne.
Bevue biolog. du Nord de la France, I, Lille 1889, No. 9, pag. 351—354.
A. Railliet. Developpement experimental du Strongylus strigosus Duj. et
du Strongylus retortaeforniis Zed. Bullet soc. zoolog. de France, t. XIV, 1889,
No. 10, pag. 375—377.
Horstmaiu. Zur EntwicMungsgeschichte von Strongylus paradoxus. Zeitschr.
für Forst- u. Jagdioesen 1889, Heft 1, pag. 47 — 50.
Nach Milroy erkrankten im heisseu Sommer 1887 viele Schafe bei
Kilwinning an schweren Lungeuerscheinungen, deren Ursache Strongylus
micrurus war; der Zwischenwirth ist der Regenwurm (?Ref.); aus diesem ge-
langen die Larven wieder in's Freie, um auf Pflanzen zu kriechen, wo sie
geschlechtsreif werden (?Ref.) und mit den Pflanzen weiden sie von den Kälbern
gefressen. Milroy. Specimens of the Strongylus micrurus (Cattle lung ivorm).
Glasgow med. Journ. vol. XXXI, No. 1889, 2My. 212—214.
Railliet berichtet über die Lebenskraft der Strongylus-Embryonen. Bailliet.
Sur la vitalite des embryons des strongles. Becuiel de med. veterin. 1889, No. 8,
pag. 173—176.
Moniez vermehrt die bekannten Arten des Genus Hedruris, H. androphora
aus Triton cristatus, dessen Zwischenwirth Asellus aquaticus ist, H. Siiedonis,
H. Hypsirhinae aus Hypsirhina Bocourti und H. arniata aus Emys picta um eine
neue Hedruris Orestiae aus dem Darm von Orestias Miilleri des Titicaca-
See's. Bei allen Arten hat das Weibchen hinten einen mit einem Haken ver-
seheneu Saugnapf, durch den es an der Schleimhaut des bewohnten Organs
haftet; das Schwanzende des Männchens ist spitz und mit Papillen besetzt;
man findet letzteres bei einigen Alien stets um das Weibchen geschlungen.
Hedruris Orestiae ist im Männchen 5 mm lang und 0,12 mm breit, im Weibchen
7 mm lang und 0,4 mm breit; der Haken des weiblichen Saugnapfes niisst
0,125 mm; seine Basis ist hufeisenfürniig und das fieie Ende ist dreizackig; das
mittlere Ende ist länger und spitz, die seitlichen kürzer und abgerundet; die
in der Naturgeschichte der Helminthen im Jahre 1889. 69
Sauggrube ist mit spitzen Schuppen ausgekleidet und kann vorgestülpt werden;
die Schale der 0,042—0,032 mm langen und 0,015—0,010 mm breiten Eier ist an
den Polen verdünnt. Am Schwanzende des Männchens stehen 5 Papillenreihen,
die mittelste besteht aus 8 Papillen und ist Verf. sicher, dass diese nicht, wie
es andererseits angenommen wird, Excretionsorgane sind; Verf. hält sie vielmehr
für Haftorgane, die das Anhaften des Männchens am Weibchen bewirken; die
0,08 mm langen Spicula sind sehr schlank und gebogen. Das Kopfende trägt
4 Lippen, die medianen sind gerundet und überragen die lateralen, die medianeu
sind mit kräftigen Bewegungsmuskeln ausgestattet. Der Oesophagus beginnt
eine Strecke hinter der Mundöffnung und ist mit ihr durch ein Rohr verbunden,
das Verf. uuterbi'ochen und von der Mundöffnung eine Strecke frei nach aussen
vorragend zeichnet, doch hält er den Theil für künstlich durch Druck heraus-
gepresst, so dass er im natürlichen Zustande drinnen liegen und die Verbindung
mit dem Oesophagus herstellen würde. Der Darm scheint blind und nicht in
ein Rectum zu endigen ; die Larve vermuthet Verf. in Allorchestes. B. Moniez.
Eecherehes sur le genre Uedruris h propos d\me espece nouvelle. Beime biolog. du
Nord de la France, ann. 1889, No. 10, pag. 361—383, pl. VII.
Caraerano erwähnt das Vorkommen von Hedruris androphora in Triton
cristatus in Italien. L. Camerano. Di alcuni parassiti del Triton cristatus,
sub. sp. Karelinii. Bollet. Mus. zoolog. ed. anat. compar. Torino, IV. 5. Juni 1889.
Ebstein und Nicolaier beobachteten tuberculose Knötchen in der Niere von
Hunden, einmal auch in der Pleura, welche Nematodenlarven von 0,363 mm
Länge enthielten. Das Schwanzende trägt einen kleinen, kegelförmigen Fort-
satz; eine andere, kleine Nematodenlarve wurde in der Lunge, einmal auch in
der Tracheaischleimhaut der Katze gefunden; auch hier erzeugen die Parasiten
eine Pseudotuberculose ; benannt werden die Formen nicht. W. Ebstein und
A. Nicolaier. Beiträge zur Lehre von der zooparasitären Tuberculose. Virc/ioivs
Archiv für patholog. Anat. Bd. 118, Berlin 1889. pag. 432— M5, tob. XIII — XIV.
Nach Wichinanii wurde Trichocephalus dispar anfangs mit Abdominal-
typhus in ursächsichen Zusammenhang gebracht; als das Unrichtige dieser
Meinung erkannt war, hielt man den Parasiten für ganz unschuldig, bis ge-
funden wurde, dass er sich mit dem Vorderende tief in die Darmschleimhaut
einbohrt. Erni glaubt, dass der Parasit die Beri-beri-Krankheit hervorruft.
Verf. untersuchte an Schnitten, ob er sich in die Darmschleimhaut einbohrt und
fand, dass dieses nicht geschieht, dass er sich vielmehr nur derselben anlegt und
von ihr seitlich überragt wird; er wird von einer zähen, mit Leucocyten durch-
setzten Schleimhaut eingehüllt; die Drüsenschläuche der Darmwand sind hier
etwas conprimirt und das Gewebe ist etwas vei'dichtet, andere Störungen werden
nicht bewirkt. J. Wichmann, lieber das Verhalten des Trichocephalus dispar
zur Darmschleimhaut. Kiel 1889. Dissert.
E. A. Ballocli. Ova of a Trichocephalus dispar (? Bef.) in livcr of rat.
American monthlij microcop. Journ. 1889, No. 10, pag. 193 — 196.
Railliet und Lucet finden in der Leber von Erinaceus europaeus eine
Menge kleiner Tumoren, welche Trichosomen - Eier und Fragmente von Tricho-
somen enthielten, wie sie in ähnlicher Weise in den drüsigen Bauchorganen
verschiedener Nagethiere gefunden wurden; auch ein ganzes, 32 mm langes
Weibchen konnte entwickelt werden; die Seitenbänder nahmen ^'g des Körper-
durchmessers ein; die Form wird mit Trichosoma exiguum Duj. und Tr. tenue
70 Dl'- von Liiistow: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Duj. verglichen, stimmt aber mit beiden nicht überein. Die Eier haben eine
dreifache Schale, aussen sind sie granulirt und 0,048—0,062 mm lang und 0,0B1
—0,037 mm breit. A. BailUet n. A. Lucet. Tumeurs iiermineuses du foie du
herisson determinees par un Trichosome. Bullet, soc. zoolog. de France, t. XIV,
No. 9, Paria 1889, pag. 360-362.
A. Railliet und A. Lucet. Sur la presence du Trickosoma contortum Crepl,
chez le canard domestique. Bullet, soc. zoolog. de France, t. XIV, Paris 1888,
pag. 382 — 383 wird im nächsten Jahresberichte ausführlicher besprochen; hier
liegt eine vorläufige Mittheilung vor.
Bailliet bemerkt, dass in der Leber und Milz der Nagethiere häufig
Comgloraerate von Nematoden-Eiern gefunden werden, welche Verf. in der Thau-
kammer sich entwickeln Hess; die Bildung des Embryo im Ei war erst in
4 — 17 Monaten vollendet und diese Eier verfütterte Verf. an Ratten (Rate), in
deren Cöcum und Leber er nach 5 Tagen junge Nematoden fand; 75 Tage nach
der Fütterung fanden sich in der Leber einer anderen Ratte Tumoren, welche
aus Eihaufen und Wurmresten bestanden, in anderen Fällen fanden sich ency-
stirte, abgestorbene Würmer. Bestimmen konnte Verf. die Nematoden -Species
nicht, meint aber, dass es sich um eine neue Trichosoma-Art handele. A. Bailliet.
Becherches exx>erimentales sur les tumeurs vermineuses du foie des Murides.
Bullet, soc. zoolog. de France, t. XIV, Paris 1889, pag. 62^67.
Turner fand in der Leiche eines an Oesophagus - Carcinom verstorbenen
Mannes in allen Muskeln mit Ausnahme des Herzens zahlreiche Trichinen-
kapseln mit lebenden Trichinen ; die Infection hatte vor 27 Jahren stattgefunden.
Die längste Lebensdauer der Muskeltrichinen hatte nicht, wie Verf meint,
Virchow angegeben, der einen Fall mittheilt, bei welchem sie 13 Jahre am
Leben geblieben waren , sondern Ref. , der (Virchow's Archiv 1868, pag. 879)
über eine 25jährige Lebensdauer berichtet. D. Turner. Trichinosis. The Lancet
1889, vol. I, No. 19, pag. 934.
Gibier stellt Untersuchungen über die Widerstandskraft der Muskel-
trichinen an und findet, dass sie in gesalzenen Schlucken schwer Temperaturen
von einstündiger Dauer unter 0 Grad vertragen, während solche in frischem
Fleische zwei Stunden lang einer Temperatur von 20 25" ausgesetzt am Leben
bleiben. P. Gihier. Sur la vitalite des trichines. Compt. rend. Acad. sc. Paris,
t. CIX, 1889, No. 14, pag. 533—534.
Erschreckend ist die Häufigkeit der Trichinen bei Schweinen, welche Mark
für einzelne nordamerikanische Districte constatirt, so durchschnittlich für die
Total State Institution 17,95 "/q, im District Boston 12,86"/,,, im District Massa-
chusetts 18,22 "/(,; die Zahl der Trichinenkapseln in einem grain Schweinefleisch
schwankte zwischen 1 und 900, und zwar fanden sich Kapseln in einem grain
Muskelfleisch in 87 Fällen, 2-5 in 171, 6-10 in 74, 11-19 in 29, 20-49 in 36,
50-99 in 27 und 100-900 in 12 Fällen; 45 mal woreu die Trichinen todt; auch
hier wurden bei weitem die meisten Kapseln im Zwerchfell gefunden. E. L. Mark.
Trichinae in Swine. 20. ann. report. Massachusetts State board of health for 1888.
Cambridge 1889, pag. 113—134.
Andere Arbeiten über Trichinen sind
Trichinose in Goes. Veröffentl. d. k. Gesundheitsamtes 1889, No. 9, pag. 121.
Trichinen -Epidemie im Königreich Sachsen. Veröffentl. d. k. Gesundheits-
amtes 1889, No. 31, pag. 465.
in der Naturgeschichte der Helminthen im Jahre 1889. 7 1
A. Johne. Der Trichinenbeschauer. 3. Aufl. Berlin 1889.
A. ?J Misselwitz. Trichinen im Kaninchenfleisch. XL Ber. d. naturw.
Gesellsch. Chemnitz, 1889, pag. XXIV.
Kailliet giebt an, dass Dracunculns medinensis ausser im Menschen auch
im Rinde, im Pferde, im Gepard und im Hunde, im Schakal und in Canis
lupaster beobachtet ist; ein im Schakal gefundenes Exemplai', das mit 3 anderen
zusammen vorkam, wird abgebildet und beschrieben. Ä. Railliet. De l'occurrence
de la Filaire de Medine chez les animaux. Bullet, soc. zoolog. de France, t. XIV,
Paris 1889 pag. 73 — 76. Rapport sur iine note de M. Piot, relative h l'existence
de la filaire de medine sur les animaux egyptiens. Recueil de med. vete'rin. 1889,
No. 8, pag. 157—173.
Cobb beschreibt bei Spitzbergen gefundene Nematoden, Ascaris Kükenthalii
aus dem Magen von Phoca barbata und Strongylus arcticus aus dem Gehörgang
von Beluga leucas, die bereits im vorigen Jahresbericht als in der Jenaischen
Zeitschr. für Naturvr. beschrieben angeführt sind. N. A. Cobb. Neue para-
sitische Nematoden. Archiv für Naturgesch . Jahrg. DV, Berlin 1889, Bd. I,
Heft 2, pag. 149- 151, tab. VII, fig. 4—10.
Sonsino bespricht Spiroxys coutorta aus Cistudo euiopaea. P. Sonsino.
Studi e notizie ebnitologiche. Ätti soc. Toscan. sc. natural. Proccss. verbal. 7.
Luglio 1889, vol. VI, Pisa 1889, pag 224-237.
Derselbe Verf. findet im Magen von Megalotis cerdo Physaloptera
cesticillata n. sp., im Cöcum desselben Thiers Heterakis crassispiculum
n. sp.; in der Aorta und dem ductus thoracicus von Canis aureus Filaria san-
guinolenta; in Canis vulpes wurde Ophiostomum spinosum gefunden imd Tricho-
soma longispiculum im Darm von Python molurus. P. Sonsino. Studi e
notizie elmintulogisehe. Atti soc. Toscan. sc. natur. Process. vet-bal. 12. Maggio 1889,
Pisa, pag. 1 — 14.
Stossich fand in Croazien zahlreiche Helminthen, die beschrieben und zum
Theil abgebildet werden, Ankylostomum trigonocephalum im Darm von Canis
familiaris, Cosmocephalus papillosus im Magen von Larus cauus, Ascaris angusti-
collis im Darm von Buteo vulgaris, Ascaris spiculigera im Magen von Colymbus
arcticus, Merganser castor, Carbo cormoranus und Carbo graculus, Ascaris de-
pressa aus dem Darm von Aquila naevia und dem Peritoneum und Darm von
Clyps fulvus, Ascaris microcephala aus dem Magen von Ardea purpurea, Filaria
anthuris aus den Magenhäuten von Corvus frugilegus uns Spiroptera stereura
aus der Orbita vou Aquila naevia. M. Stossich. Vermi parassiti in animali
della Croazia. Glasnik hroats narvosl. druztva. Agram 1889, God IV, pag. 127
- 136, tab. IV -V.
Monticelli beschreibt die auf der Weltumsegelung des Vettor Pisani von
Chiercha gefundenen Helminthen, darunter Ascaris siraplex aus dem Magen
eines nicht bestimmten Delphins, Ascaris neglecta ans dem Magen einer Doras-
Art, Ascaris compar aus dem Magen eines Huhns, Ascaris capsularia aus dem
Magen einer Merlucius- Art , Agamonema spee.? aus dem Magen einer Motella
und Echinocephalus striatus n. sp. aus dem Magen eines Scyllium. P. S.
Monticelli. Elenco degli Elminti raccolti del Capitano G. Chiercha durente il
viaggio di circumnavigatione della R. corvetta „Vettor Pisani". Bollet. soc.
naturalist. NapoU, ann. III, 1889, fasc. 1, pag. 67—71.
72 Dr. von Linstow: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Ref. schildert die Anatomie von Pseudalius minor aus Phocaena communis;
die Muskeln bestehen aus 4 mächtigen, in den Submedianfeldern liegenden
Längsmassen, in der Bauch- und Rückenlinie durch eine Leiste getrennt, in
den Seitenlinien in einander übergehend; sie begrenzen eine Leibeshöhle, iii
vpelcher Darm- und Geschlechtsorgane liegen; dieselbe ist nach der Bauch-,
Rücken- und den beiden Seitenlinien erweitert; in den so gebildeten Seiten-
höhlen verläuft jederseits ein Drüsenstrang. Merkwürdig ist ein aus feinen,
gleichmässigen, verfilzten Fasern gebildetes Peritoneum, das den Verdauungs-
tract und die Geschlechtsorgane umsi^innt und sie mit den Muskeln verbindet.
Das Ende der weiblichen Geschlechtsröhre umgiebt eine eifönnige, starke
Muskelmasse. Physaloptera praeputialis u. sp. lebt iu Brasilien im Darm
von Felis catus und ist dadurch ausgezeichnet, dass das Hinterleibsende beider
Geschlechter eingezogen werden kann, so dass es von einer Piäputiumartigen
Hülle der Cuticula und der Muskeln umgeben ist; das Weibchen trägt einen
der Haut eng anliegenden, braunen, abstreif baren schmalen Ring in der Nähe
der Vulva. Trichocephalus campanula n. sp. lebt ebenfalls im Darm der
brasilianischen Hauskatze ; die Cirrusscheide des Männchens ist am Ende glocken-
förmig erweitert. 0. v. Linstoio. Helminthologisches. Archiv für Naturgesch. 1888
(erschienen 1889), pag. 235—246, tob. XI.
Lindner bespricht kurz Rhabdema strongyloides und Ankylostomum duo-
denale, ohne etwas Neues z:u bringen. Lindner. lieber verschiedene parasitische
Nematoden. XXXIV u. XXXV. Bericht des Vereins für NaturJcunde zu Kassel
über die Vereinsjahre v. 18. April 1886 bis 18. April 1888. Kassel 1889.
C. Grol)ben. Ueber Sphaerularia Bombi. Verhandl. a. k. k. zoolog.-botan.
Gesellsch. Wien, Bd. 39, 1888, Sitzungsber. pag. 23—24 ist nur ein Referat über
die Arbeiten Leuckart's und Schneider's.
Chatin bespricht einige Differenzen zwischen ihm und Ritzema Bos be-
treffend den Zwiebel-Nematoden, Tylenchus putrefaciens , und erinnert daran
dass er eine doppelte Anschwellung des Oesophagus bereits früher geschildert
habe und die Form zu Tylenchus, nicht aber, wie R. Bos will, zu Dorylaimus
gehört. M. J. Chatin. Sur le Tylenchus putrefaciens. Bullet, soc. philomatique,
Paris 1889, 8 ser., 1. 1, No. 1, pag. 34—37.
Ueber P. Hörn. Die Aelchen-Gallen auf Phleuni Boehmeri Wibel. Güstrow
1889, 18 pg., 2 Tfln., vergl. Ber. 1888.
Kitzema Bos schildert die Stockkrankheit des Roggens in Holland, die,
Stockkrankheit des Hafers in England und Schottland, die Älchenkrankheit der
Hauszwiebel in Deutschland, Holland und Frankreich, die Ringelkrankheit der
Hyacinthen, die auch bei Galtonia candicans und Scilla campanulata in Holland
vorkommt, die Stockkraukheit des Klee's und der Luzerne in Deutschland, die
Fäule der Kardenköpfe (Dipsacus foUonuin), die Stockkrankheit des Buchweizens
in Deutschland. Wenn Verf. alle diese Krankheiten auf einen und denselben
Nematoden, Tylenchus devastatrix Kühn, zurückführt, so ist er den Beweis,
dass Tylenchus putenfaciens, Allii, Havensteinii, Dipsadis, Hyaciuthi säiunitlich
mit Tylenchus devastatrix identisch sind, schuldig geblieben, und die sorgfältigen
Untersuchungen Chatin's über den Zwiebelnematoden scheinen Verf. nicht ge-
nügend bekannt zu sein. Eitzema Bos. Untersuchungen über Tylenchus
devastatrix Kühn. IV. Die von Tylenchus devastatrix verursachten Pflanzen-
in der Naturgeschichte der Helminthen im Jahre 1889. 73
krankheiten. Biolog. Centralbl. VIII, Erlangen 1889, No. 4 pag. 129—138, No. 6
pag. 164-178.
Nach Lindner ist Anguillula aceti von Juli bis September vivipar, von
October bis zum Anfang- des Winters ovipar. Verf. beschreibt die Lebensweise
und die Fortpflanzung der Rhabditiden im Allgemeinen und giebt au, dass
Anguillula aceti in einer Temperatur von 16—30° C. gedeiht, bei 42" stirbt
sie; ein Austrocknen von 3 — 4 Stunden verträgt sie nicht. Die Art lebt nicht
nur in Essig und Stärkekleister, sondern auch im Obst und stärkemehlhaltigen
Wurzeln und Knollen, ebenso in Nährgelatine, Blutserum, Fleischbrühe und
Urin. Im alcalischen Darmsaft und noch schneller in Galle geht sie zu Grunde;
ob sie im Menschen weiter leben kann, ist ungewiss. G. Lindner. Studien
über die Biologie und hygienische Bedeutung der im Essig lebenden Nematoden.
Centralbl. für Bact. Baet. u. Parask. Bd. VI, Jena 1889, No. 23 pag. 633—638,
No. 24 pag 664— 668, No. 25 pag. 694—698.
Thomas berichtet, dass nach brieflicher Mittheilung von Dr. 0. Mez in
Amerika häufig durch Anguülulen hervorgerufene Vergrünungen an Lauraceen
vorkommen; Verf. untersuchte solche von Phoebe Antillana Msn. aus Portorico
und von Ocotea Sprucei aus Brasilien; während Helminthoceciden an Wurzeln,
Stengeln, Blatt- und Fi'uchtknoten bekannt sind, werden hier knospenähnliche
Triebspitzen -Deformationen oder Blüthenvergiünungen beschrieben; die Eier
sind 0,048—0,055 mm lang und 0,16—0,19 mm breit. F. Thomas. Vergrünung
von Lauraceen durch Anguillulen. Gesellsch. d. naturf. Freunde Berlin, 16. April
1889, 4. Sitzungsber. pag. 107—108.
Nach Kuhn erwiesen sich kranke Kartoffeln als von Tylenchus devastatrix
inficirt. J. Kühn. Die Wurmfäule, eine neue Erkrankungsart der Kartoffel.
Hamburger Garten- u. Blumenzeitung 1889, Heft 12, pjag. 554. Biol. Centralbl.
Bd. 9, No.20—21, pag. 670-672.
!Neal führt die von „Anguillula" an ihren Wurzeln geschädigten cultivirten
und wildwachsenden Pflanzen auf, giebt die Verbreitung des Parasiten an und
studiert dessen Lebensbedingungen; er stirbt bei einer Temperatur von 100° F.
und geht nur selten mehr als 2 Fuss unter die Erdobeifläche ; die Weibchen
schwellen in einer jugendlichen Lebensperiode unförmig an und können sich
dann nicht mehr fortbewegen; in diesem Stadium werden sie von der Aussen-
schicht der Wuizel umwachsen. Die Arbeit hat vorwiegend ein landwirth-
schaftliches Interesse. J. C. Neal. The root-knot disease of the peach, orange
and other plants in Florida, due to work of Anguillula. Bull. U. S. De^).
Agriculture Divis. Ent. No. 20, Wushington 1889. 31 pg., 21 Tfln.
Göldi giebt an, dass seit zwei Decennien in Brasilien der Kaffeestrauch,
jetzt in einem Areal von 300 000 Hektaren durch einen Nematoden vernichtet
wird, der an der an der Wurzel Nodosi täten hervorruft. Das in denselben ent-
haltene Weibchen schwillt unförmig auf zu einer Cyste von 0,47 mm Länge,
der Darmtract ist degenerirt, die Eier sind 0,085 mm lang, die Embryonen
messen 0,3 mm. Heterodera radicicola, die nach Beyerinck ausser in Coffea
arabica auch in Gardenia vorkommt, und mit der die Foim wohl identisch ist,
kennt Verf. nicht; mit Heterodera Schach tii will er sie nicht in dasselbe Genus
stellen, weil der Oesophagus hier in der Mitte eine Anschwellung hat; das
Männchen hat Verf. nicht gesehen. E. Göldi. Der Kaff e- Nematode Brasiliens
(Meloidogyne exigua). Zoolog. Jahrb. Spengel. Bd. 4, Heft 1, pag. 262— 267.
74 Dr. von Linstow: Bericht über die wissenschaftlichen Leistiingeu
Ueber Heterodera vergl.
G. Dureau. Le Nematode de la betterave h sucre. Decoiiverte du Nematode
en Allemagne et en France, mode et vie et metamorphoses, moyens de destruction.
Paris 1889.
J. Kühn. Nouvelles recherches sur les plantes - pieges des Nematodes
Nancy 1889.
Gr. F. Atkluson A preliminary report upon the life history and meta-
morphoses of a root-gall nematode. Heterodera radcicola {Greeff) Müll., and the
■injuries caused by it upon the roots of various plants. Science contrib. from the
agricult. experim. Station Alabamba jjolytechnic. institute. Auburn 1889, vol. I,
No'l, 5A pg., 6 pltcs.
Nach Mouiez macht Rhabditis oxyuris eine Metamorphose und eine passive
Wanderung durch; die jungen Individuen heften sich an Milben, besonders an
Holotaspis marginatus ; mit dem Kopftheil saugt das Thier sich an und secei'nirt
eine chitinöse Platte, durch die es dann mit einem kurzenStiel mit der Milbe ver-
bunden bleibt; alsdann hebt sich die Haut von den inneren Organen ab und
dieselben bilden einen eiförmigrn Körper, während der Schwanz in ähnlicher
Weise, wie man es bei den Rotiferen beobachtet, an der Basis invaginirt wird.
Beginnt das Terrain, auf dem die Milben leben, einzutrocknen, so heften sie
sich an Geotrupes oder andere Käfer, welche sie und zugleich die ihnen an-
haftenden Nematoden in noch feuchte Wohnplätze foitfübren. Verf. fand auch
Larven von Rhabditis brevispina an Geotrupes und eine noch unbestimmte
Nematodenlarve an Gamasus crassipes angeheftet. B. Moniez. Sur le meta-
morphose et la migration d'un Nemato'/ue libre. (Rhabditis oxyuris Gls.). Revue
biolog. du Nord de la France, ann. II, Lille 1889—90, pag.9 — 10.
de Mau beschreibt folgende an Felsen der südlichen Küste von Cornwallis
gefundenen freilebende Meeresnematoden: Oyclolaimus (n.geu.)=^Leptosomatum
magnus Villot, Auoxolaimus filiformis n. gen., n. sp., Thalassirouus
britannicus n. gen., n. sp., Oncholaimus brachycercus n. sp., Eurystoma
acuminatum n. sp., Linhomoeus obtusocaudatus n. sp., Monhystera velox
Bastian, Camacolaimus tardus n. gen., n. sp., Desmodora scaldeusis
u. gen., n. sp., Monoposthelia (n. gen.) = Sphilophora costata Bastian. J.
G. de Man. Especes et genres nouveaux de nematodes libres de la mer du Nord
et de la Manche. Mt'm. soc. zool de la France, t. II, Paris 1889, pag. 9=10.
Ders. Verf. beschreibt ferner in der Nordsee und dem Canal gefundene
Nematoden: Monohystera acris, Camacolaimus tardus, Anticona Eberthi, Des-
modora serpentulus n. sp., Desmodora scaldensis, Monoposthia costata,
Chromadora macrolaima n. sp., Cyatholaimus ocellatus, Cyatholaimus caecus,
Linhomoeus elongatus und Oncholaimus brachycercus Alle Arten werden genau
beschrieben und in der bekannten, vortrefflichen Manier des Verfassers, z. Th.
nach 2000 facher Linearvergrösserung abgebildet. J. G. de Man. Troisieme note
sur les nematodes libres de la mer du Nord et de la Manche. Man. soc. zoolog.
de la France t. II, Paris 1889, pag. 135, pl. V— VIIL
Ferner berichtet ders. Verf. über zwei in der feuchten Erde lebende Arten
der Gattung Oncholaimus, die in Wiesenerde bei der Insel Walcheren gefunden
werden und Oncholaimus thalassophygas und Oncholaimus lepidus genannt werden.
J. G. de Man. Ueber zwei in der feuchten Erde lebende Arten der Gattung
in der Naturgeschichte der Helminthen im Jahre 1889. 75
Oncholaimus Duj. Tijdschr. der nederl. Dierkundige Vereen. Leiden 1889, ser. 3,
II, 3—4, pag. 1—8, tab. VI
Zopf beobachtet, dass Arthrohotrys oligospora, ein in feuchter Erde, nassem
Holze und faulenden Früchten lebender Schimmelpilz, die Fähigkeit hat, mit
seinen Mycelfäden Oesen zu bilden und mit ihnen kleine freilebende Nematoden
z. B. Tylenchus scandens zu umfassen und festzuhalten; nach 2 — 272 Stunden
sind die Nematoden getödtet, die Hyphen dringen in den Wurmkörper und
nach 10 Stunden ist derselbe durchwuchert. Zopf, lieber einen Nematoden
fangenden Schimmelpilz. Biol. Centralbl. Bd. 8, Erlangen 1889, No. 23, pag. 705
-707.
Lönnberg nennt als neue Fundorte Lestris parasitica für Ascaris spiculigera
und Uria grylle für Filaria obvelata (Bidrag l. c).
Gordiaceen und Mermithen.
Camerano untersucht die ersten Stadien der Embryonal-
entwicklung von Gordius Villoti, tolosanus und grationopolensis.
Die Eireifung vollzieht sich in den Ovidueten, im Diverticolo cloacale
(Atrium, Uterus) die Befruchtung. Die jüngsten Stadien der Eier
scheinen von einer Membran begrenzt zu sein. Verf. beobachtete
2 Wagner'sche Flecken, die von dem Kerngerüst stammen, erstere
werden dann zu zwei Gruppen chromatischer Stäbchen, ähnlich wie
bei Ascaris megalocephala wird ein erstes und ein zweites Pol-
kügelchen gebildet. Das erste bildet sich stets vor dem Eindringen
des Spermatozoon und vor dem Eintritt in den Uterus, das zweite
mitunter vor, mitunter nach dem Eindringen des Spermatozoon in
das Ei, entweder vor der Eiablage oder nach der Bildung einer
Eierschnur; bei den Eiern, die abgelegt werden, ist der männliche
Pronucleus gebildet, mitunter auch der weibliche; bei nicht be-
fruchteten Eiern findet sich ein weiblicher Pronucleus, die beiden
Pronuclei lagern sich an einander, verschmelzen aber meistens nicht
mit einander. Die Furchung ist eine totale, aber eine wenig regel-
mässige; aus ihr resultirt eine Sterroblastula, welche aus 2 Zell-
schichten gebildet wird und aus ihr wird durch Umwachsen der
Seitenränder die Coelogastrula, deren äusseres Stratum das Epiblast,
das innere das Hypoblast ist; sie ist mit einem Prostoma versehen.
Die grosse Uebereinstimmung zwischen der Embryonalentwicklung
der Gordien und Nematoden veranlasst den Verf., erstere zu den
Nemathelminthen zu stellen, von denen sie eine Ordnung bilden.
Bei den Weibchen stehen die Ovarien mit den Ovidueten durch
Oeffnungen direct in Verbindung; das Receptaculum seminis mündet
in das Diverticolo cloacale (Uterus), in das auch die beiden Oviducte
eintreten; vor dem Eintritt schwellen letztere zu je einem kugel-
förmigen Organ an (parte terminale dilatata degli ovidotti), das
Vejdovski zu dem Uterus rechnet und Hörner des Atrium nennt.
L. Camerano. I primi momenti della evoluzione dei Gordii. Memorie
della Reale Accad. delle scienze di Torino, ser. II, t. XL, 1889,
76 Dl'- von Linstow: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
pag. 1 — 21^ fav. I — //,• vorläufige Mittlieilung : BoIIcf. Mus. zoohg.
ed. cmatoni. coynpar. IV, Torino 10. April 1889.
Ref. findet im März in Wiesenbächen, in welchen früher zur
Sommerszeit viele Exemplare von Gordius tolosanus = subbifurcus
gesammelt waren, zahlreiche ertrunkene oder ertrinkende Käfer, die
als Pterostichus niger bestimmt werden und in zweien von ihnen je
eine Larve der genannten Gordius-Art. Es dürfte daher anzunehmen
sein, dass nach früheren Beobachtungen die erste, kleine, embryonale
Larvenform encystirt in Wasserlarven von Neuropteren und die
grössere, zweite Larvenform in der Leibeshöhle von Laufkäfern
(Carabus, Procerus, Calathus, Pterostichus, Harpalus, Amara, Zabrus,
Procrustes, auch Silpha) lebt. Drei parallele Hohlräume, vom Zell-
körper umgeben, durchziehen den ganzen Larvenkörper, von denen
der eine in der Bauchlinie verläuft und als Leibeshöhle bezeichnet
wird; er enthält den Darm; die beiden anderen liegen symmetrisch
neben einander nach der Ptückenlinie zu und sind von einem Epithel
ausgekleidet; beim Männchen entsprechen sie den Hoden, beim
Weibchen den Ovarien. Die Muskeln sind ausschliesslich Längs-
muskeln, nach aussen von der zelligen Hypodermis umgeben, mit
Ausnahme gCAvisser dorsoventral verlaufender Muskeln am männlichen
Schwanzende. Eine grosse Gehirnmasse umfasst den Oesophagus,
welcher ohne Lumen ist; erstere setzt sich fort in einen das Thier
der ganzen Länge nach durchziehenden Bauchnervenstrang, der beim
Männchen getheilt in die Schwanzgabel tritt und hier je zweimal zu
starken Ganglien anschwillt; beim Weibchen hört in der Larve der
Nervenstrang vor der Cloake auf. Am männlichen Schwanzende
treten die beiden Ausführungsgänge der Hoden links und rechts in
das Ende des Darms, so dass eine Cloake gebildet wird. Die Samen-
körperchen entstehen in den erwähnten Epithelzellen, welche den
Hohlraum der Hoden auskleiden. Die Eier bilden sich in zwei
Ovarien, welche nach aussen von den genannten Eiersäcken liegen.
Auf der Höhe der Eierproduktion schwinden die Wandungen zwischen
Ovarien und Eiersäcken und die Eimassen wuchern aus ersteren in
letztere hinein. Die Eiersäcke münden hinten in einen an der
Vorderhälfte zweigetheilten Uterus, in den auch ein langgestrecktes,
in der Leibeshöhle liegendes Receptaculum seminis mündet, und im
Uterus vollzieht sich die Befruchtung. In den hintersten Theil des
Uterus tritt von der Rückenseite her der Darm, so dass auch beim
Weibchen eine Cloake gebildet wird. Wenn die Eiablage der Haupt-
sache nach vollendet ist, so schliessen sich die Oefihungen zwischen
Ovarien und Paersäcken wieder und die Verbindung zwischen beiden
Avird nun vermuthlich durch den jetzt gebildeten Rückenkanal hei'-
gestellt, der mit Eiern erfüllt ist; wahrscheinhch ößhen sich die
Ovarien im Hinterende des Körpers in ihn, er leitet die Eier nach
dem Kopfende und hier theilt er sich, um in die Eiersäcke einzu-
münden, welche dann die Eier wieder nach hinten in den Uterus
führen. Die Cloake des Weibchens mündet wie die des Männchens
ventral, und auch hier ist eine Gabelung des Schwanzes angedeutet.
in fler Naturgeschichte der Helminthen im Jahre 1889. 77
0. V. Linstow. lieber die Entwicklungsgeschichte und die Anatomie
von Gordiiis tolusunus Duj. = suhhifurcus v. Siebold. Archiv für
mikroskopische Anatomie Bd. XXXIV, Bonn 1889, pag. 248 — 268,
tab. XIV^XVI.
Camerano macht Michel gegenüber seine Prioritätsrechte in
Bezug auf die Beobachtung geltend, dass das unter der Cuticula der
Gordien gelegene Gebilde zelliger Natur sei und daher die Bezeichnung
Epidermis und nicht Ilypodermis verdiene; beim Weibchen von
Gordius talosanus haben die Areolen der Cuticula eine Grösse von
0,005 — 0,01 2 mm., die Zellen des Hypodermis aber eine von 0,016
— 0,025 mm., beide sind also unabhängig von einander. L.
Camerano. SuiVintegumento dei Gordit/s. Bolletin. Mus. zooloq. cd
anat. compar. /F, Torino, 28. Jan. 1889.
Michel gielDt an, dass beim Weibchen von Gordius tolosanus
die Papillen der Cuticula mit den Zellen der Epidermis (Hypodermis)
communiciren. A. Michel. Sur Vopiderme des Gordiens. Bolletin.
Mus. zoolog. ed anat. compar. IV, Torino, 8. ApiHl 1889.
Villot hält den zelligen Bau der Hypodermis der Gordien für
ein Persistiren der Embryonalzellen, aus denen ja ursprünglich alle
thierischen Gewebe bestehen. Diese verästelten und unter sich
anastomosirenden Zellen stellen nach der nunmehrigen Auffassung
des Verf. kein Nervensystem, wie er früher angab, sondern ein
Wassergefässsystem dar, welches durch die Kanälchen und die Poren
der Cuticula nach aussen mündet; sie sind als ein Absorbtions- und
vielleicht auch als ein Exkretionsapparat aufzufassen. Das peri-
pherische Nervensystem besteht aus einem Netzwerk von Ganglien-
zellen, das zwischen der subcutanen Schicht und dem Perimysium
liegt; Ausläufer dringen in das Perimysium, andere durchsetzen die
Hypodermis, um in den Cutieularpapillen zu enden. A. Villot. Sur
Vhypoderme et le Systeme nerveux peripher ique des Gordiens. Compt.
rend. Acad. sc. Paris, t. CVIII, 1889, No. 6, pag. 304—306.
Ders. Verf berichtet ferner, dass die Leibeshöhle der Gordien,
früher von ihm cavite de regression de l'intestin genannt, als cavite
periintestinale zu bezeichnen sei und durch einen Zerfall, der den
Darm umgebenden Paremchymzellen entstehe. Die so sich bildende
körnige, fettige, gelbliche Substanz soll den frei lebenden Thieren
als Nahrung dienen. Die Gordien werden nach dem Verlassen ihres
Wirths auf diese Weise Parasiten ihrer selbst, indem sie einen Theil
ihres Mesoderms verzehren. A. Villot. Sur la sigiiification liistolo-
gique, le mode de fonnation et Vusage de la cavite peri-intestinale des
Gordiens. Compt. rend. Acad. sc. Paris, t. CVIII , 1889, No. 13,
pag. 685—687.
Ders. Verf. giebt ferner an, dass die weiblichen Gordien zwei
die ganze Thierlänge durchziehende Ovarien haben, welche an der
Rückenseite liegen und den Hoden entsprechen ; sie werden von zwei
Hüllen begrenzt, von denen die innere ein Epithel trägt. In ihnen
entwickeln sich aber nicht die Eier, sondern in seitlichen Divertikeln,
aus denen sie in die Ovarien gelangen, sobald sie reif sind; die
78 Dr. von Linstow: Bericht über rlie wissenschaftliclien Leistungen
Weibchen können nur einmal Eier produciren, wenn die Eiablage
vollendet ist, sterben sie. A. Villot. Siir Voiiagenese, la stnicture de
rovaire et la regression du parenchyme des Gordiens. Compt. rend.
Acad. sc. iaris^^t. CIX, 1889, No. 10, pag. 411—412.
Camerano bespricht die in Italien vorkommenden Gordius - Arten. L.
Camerano. Note zoologiche. Nuove osservazioni intorno ai Gwdü italiani. Bollet.
Mus. zoolog. cd anat. compar. Univers, di Torino, vol. IV, 1889, iJag. 62 — 66.
Camerano findet bei Mermis albicans und nigrescens ein
Stratum externum der Haut , die couche epidermique homogene
Dujardin's und die Epidermis Meissner's; darauf folgt das Stratum
tegumentale, eine Schicht von sich kreuzenden Fasern, welche nicht
einen fortlaufenden Spiralfaden bilden, sondern hier und da in ver-
schiedener Weise sich an einander fügen; nach innen folgt nun eine
Lage von concentrischen Schichten, die tuba cantilaginea Dujardin's
und das Corium Meissner's, endlich ein Stratum cellulare epidermicum,
das die Muskulatur nach aussen begrenzt, bei den erwachsenen
Thieren als zelliges Stratum aber fehlt. (^Camerano Osservaz. intorno
aJla strutt. deWinteg. di cdc. nematelm. l. c).
Ref. findet im Schlamme eines Baehes bei Göttingen zwei neue Mermis-
Arten; Mermis contorta n. sp. ist geschlechtlich entwickelt, 14-49 mm lang,
sehr schmal, nur 0,17— 0,28 mm breit, und lockeuförmig aufgerollt; das Schwänz-
ende ist zugespitzt. Mermis crassa n. sp. ist nicht geschlechtlich entwickelt;
das Schwanzende ist abgerundet; die Länge beträgt 13—59 mm, die Breite
0,29— 0,90 mm, die Haut zeigt 4 Schichten, die darunter liegende Hypodermis
tiitt in 6 starken Wülsten nach innen vor und theilt die Muskeln in 6 fast
gleiche Längsfelder; am Bauchwulst verläuft der Hauptnervenstamm und der
Oesophagus, der etwas vor der Körpermitte aufhört, ohne sich in einen Darm
fortzusetzen; ein Anus fehlt; die Dorsolateralwülste sind viel breiter als die
Ventrolateralwülste und schwellen am Schwanzende mächtig an. Bei Mermis
crassa ist die Leibeshöhle von einem Zellkörper, dem Bildungskörper der Ge-
schlechtsorgane erfüllt. Die Geschlechtsanlage liegt unsymmetrisch in der
Bauchhälfte an der Muskulatur, letztere wird von dem Zellkörper durch eine
granulirte Schicht getrennt; die Larven beider Arten haben ein gekrümmtes
Hörn am Schwanzende. 0 v Linstoiv. Bemerkungen über Mermis. Nachtrag
zu: „Ueber die Entwicklungsgeschichte und die Anatomie von Gordius tolosanus".
Archiv für microscop. Anat. Bd. XXXIV, Bonn 1889, pag. 390- 396, tab. XXII.
Acanthoceplialen.
Hamann berichtet in einer vorläufigen Mittheilung, dass die
Ovarien bei jungen Echinorhynchen parig sind und in Keimzellen-
ballen zerfallen, die von einer Hville umgeben sind und Zellen ent-
halten, welche z. Th. an die Peripherie der Ballen treten und zu
Eizellen werden. Nach ihrer Lösung von dem Ballen oder vorher
furchen sie sich, eine Furchungshöhle bildet sich nicht. Nach Ablauf
der Furchung liegt im Centrum des Ei's ein Zellhaufen, der sich
in der Naturgeschichte der Helminthen im Jahre 1889. 79
lebhafter färbt als die Peripherie, früher Embryonalkern genannt;
er stellt das Entoblast dar, während die Peiipherie dem Ektoblast
entspricht. Letzteres bildet die Haut, indem neue Riesenkerne mit
Sprossungserscheinungen auftreten. Die Leibeshöhle ist von einem
Plattenepithel ausgekleidet, dessen Zellen an der Basis centractile
Substanz ausscheiden und zu Ringmuskeln werden, die also Epithel-
muskeln sind ; erst später entstehen aus Cölomzellen auch longitudinale
Muskeln. Vorläufige Milthcilung zur Morphologie der Echmorhynchen.
0. Hamann. Nachricht, d. k. (Jesellsch. d. Wissensch. (iöttingen 1889,
pag. 85—88.
Camerano nennt unter den Parasiten von Triton cristatus in Italien auch
Echinorhynchus authuris (l. c).
Ref. beschreibt unter dem Namen Echinorhynchus Dipsadis u. sp.
eine kleine in der Darmwand von Dipsas Blaudingii aus Kamerun eingekapselte
Larve (l. c).
Stossich nennt in den Brani di elmontologia Tergestina VI. Echino-
rhynchus propinquus aus Gadus rainutus und Gobius cruentatus sowie Echino-
rhynchus lateralis aus Anguilla vulgaris (l. c.)
Ders. Verf, führt als in Croazien gefunden an Echinorhynchus globo-
caudatus aus dem Darm von Syrnium uralense, Syrnium aluco und Circus
cyaneus (l. c).
Zscliokke beschreibt unter den Parasiten des Lachses eine neue, nicht
benannte Echinorhynchus - Larve , welche eingekapselt im Perineum gefunden
wurde (l. c).
Sonsino beobachtet eine neue Art Echinorhynchus pachyacanthus
n. sp. im Darm von Megalotis cerdo und Canis aureus (l. c).
Monticelli findet unter den auf der Weltumsegelung des Vetter Pisani
gefundenen Helminthen eine neue Art Echinorhynchus Ohierchae aus dem
Magen eines Knochenfisches (l. c).
Lönuberg nennt als neue Fundorte Uria grylle für Echinorhynchus hystrix,
Lota vulgaris, Acanthias vulgaris und Raja clavata für Echiuoi'hynchus acus,
Carassius vulgaris für Echinorhynchus proteus (Bidrag. l. c).
Lintou findet in Seefischen bei Neu -England Echinorhynchus agilis im
Darm von Anguilla vulgaris und Carcharias obscurus, Ech. acus im Darm von
Pseudopleuronectes americanus, Echinorhynchus sagittifer n. sp., eine
Larve im Peritoneum von Cynoscion regale, Pomatomus saltatrix und Paral-
ichthys dentatus, und Ech. proteus im Darm von Roccus lineatus. (E. Linton.
Notes on Entozoa l. c).
Trematoden.
Vallot beschreibt 8 Fälle des Vorkommens von Distomum
sinense in der Leber eingeborener Soldaten in China. Vallot. Note
de pathologie exotiqiie. Arch. med. navale XLVIlI, 1889, pag. 382.
Sonsino gibt eine vergleichende Charcteristik von Distomum
Conus und den ihm ahnlichen Formen, nämlich D. endemicum ßaelz
= japonicum Blanch., das in Mensch und Katze lebt, D. sinense
80 Dr. von L in stow: Bericlit über die wissenscliaftlicheu Leistungen
Cobbold = spatulatum Leuck. aus dem Menschen, D. conus Crepl.
aus Fuchs, Katze und Hund, D. felinum Rivolta aus Katze und Hund,
D. campanulatum Ercol. aus dem Hunde, D. conjunctum Cobbold aus
Fuchs, Hund und Mensch und D. (Amphistomum truncatum aus dem
Hunde; Verf. kommt zu dem Resultat, dass es sich hier wohl nur
um 2 Arten handelt, nümlich D, sinense und D. conus = truncatum
= campanulatum = conjunctum = felinum. P. Sonsino. Stitdi e
notizie elmintologiche. Atti soc. toscan. sc. natur. Process. verbal, rol VI,
Pisa 7. Supl. 1889, pag. 273—285.
Spencer berichtet über einen Fund von 3 Distomen, die in
ebenso vielen Hühnereiern gefunden wurden, es wird sich also wohl
um Distomum ovatum handeln. W. B. Spencer. On the presence of
a fluke in the egg of a fool. Proceed. roy. soc. of Victoria .^ vol. I,
Melbourne 1889,' pag. 109—110.
Heckert untersucht die Entwicklungsgeschichte von Distomum
macrostomum; der Embryo ist elliptisch und führt einen Stachel an
jedem der beiden Körperenden; an der flachen Seite bemerkt man
eine Längsleiste mit etwa 20 unbeweglichen Fortsätzen. Im Wasser
verlässt der Embryo die Eischale nicht und werden die Eier mit
den Excrementen der Vögel, in welchen das geschlechtsreite Distommu
lebt, auf Pflanzentheilen mit diesen zusammen von dem Zwischenwirth,
Succinea amphibia gefressen. Verf. constatirte, dass in den Er-
crementen von Schnecken, welche Embryonen enthaltende Eier ge-
fressen hatten, die leeren Eierschalen erschienen, und im Magen
wurden 10 — 15 Minuten nach der Fütterung freie, sich bewegende
Embryonen gefunden, andere wurden im Begriff die Darmwaud zu
durchbohren angetroffen. Aus dem Embryo entwickelt sich in der
Schnecke ein kugelförmiger, 0,035 mm. grosser Körper, der von einer
mit Kernen versehenen Hülle eingeschlossen wird. Bald entsteht in
dem Körper ein Hohlraum, in der Wandung bilden sich Muskeln, in
der 3. Woche wird ersterer von einer aus platten Zellen bestehenden
Membran begrenzt ; Zellen aus dem Keimepithel treten in den Hohl-
raum und bilden die Keimballen, aus welchen die Cercarien entstehen.
Nach einigen Wochen wachsen aus dem kugelförmigen Körper
Hervoragungen heraus, die in die Länge wachsen und Seitenäste
aussenden und in 8 Wochen 3,5 mm. lang geworden sind und zu
Schläuchen werden; schhesslich erfolgt eine Encystirung der Cercarien,
welche durch eine zweimalige Häutung bewirkt wird, bei der die abge-
löste Haut liegen bleibt, und zwar wird bei Bildung der inneren eine
Flüssigkeit zwischen ihr und der Körperhaut secernirt. Die entwickelte
Sporocyste ist unter dem Namen Leucochloridium paradoxum bekannt,
welche an sumpfigen, bewaldeten Niederungen an wenig Orten in Succinea
vorkommt. In dem erwähnten Netzwerk entstehen Cercarien, welche
sich in den erweiterten Enden ansammeln, die zu lebhaft grün,
weiss, bräunlich und schwarz gefärbten cylindrischen Anschwellungen
werden, die in den Fühlern der Schnecken liegen und ^iese kolben-
förmig auftreiben und rhythmische Contractionen, bis zu 90 in einer
Minute machen. Sie bestehen aussen aus einer Hautschicht, unter
in der Naturgeschichte der Helminthen im Jahre 1889. 81
der Ringmuskeln und darunter Längsmuskeln liegen; den Hohlraum
kleidet eine Membran mit einer Epithelschicht aus. Die 0,8 mm.
langen und 0,5 mm. breiten Cercarien sind schwanzlos und bewegen
sich in einer serösen Flüssigkeit. Schon Zeller fand, dass Singvögel
die durch die Haut der Schneckenfuhler deutlich durchschimmernden,
sich bewegenden Schläuche herauspicken und fressen. Fütterungs-
versuche gelangen dem Verf. bei Sitta europaea und den Nestjungen
von Luscinia rubicula, Ruticilla tithys, Phyllopneuste sylvicola, Sylvia
garrula und cinerea, Calamoherpe pratensis und Passer domesticus,
nicht bei den erwachsenen Vögeln und nicht bei den Jungen von
Turdus Am 2. Tage nach der Fütterung finden sich die jungen
Distomen in der Kloake der Vögel, und nach 6 — 8 Tagen zeigen
sich die ersten Eier, die vom 14. Tage ab mit völlig entwickeltem
Embryo abgelegt werden. Verf. schildert den anatomischen Bau der
geschlechtsreifen Distomen, der besonders dadurch merkwürdig ist,
dass die Geschlechtsöffnungen am hinteren Körperende liegen. Vor-
treffliche, zahlreiche Abbildungen erläutern die interessante Arbeit.
G. A. Heckert. Untersitchungen über die EhitwicMimgs - und Lebens -
geschickte von Distomum macrostomuni. Bibliotheca zoologica, Heft 4,
Kassel 1889, 66 pg., 4 Tfln.
Nach Monticelli ist das von Lopez in Acanthias vulgaris als vermuthlich
neue Art beschriebene Distomum Richiardii in der That neu und zeichnet sich
durch zahlreiche , in 2 Grrnppen angeordnete Hoden und eine auffallend grosse
Vesicula siminalis interna aus; ein Laurer'scher Canal fehlt i\nd die Dotterstöcke
sind klein. F. S. Monticelli. Di un Distoma delVAcanthias vulgaris. Bollet.
soc. naturalist. Napoli., ann. 3, fasc. 2, 1889, pag. 132 — 134.
Stossich führt alle bisher in Amphibien beschriebenen Distomen an, deren
10 geschlechtsreife und 6 Larven, ausserdem noch 7 zweifelhafte Arten namhaft
gemacht werden, die sich alle auf 18 Amphibien-Arten vertheilen. M. Stossich.
I distomi degli Anfibi. Bollet. soc. Adriatic. sc. natur. Trieste vol. XI, 1889,
pag. 1—15.
Schaper giebt einen geschichtlichen U eberblick über unsere Kenntniss von
Distomum hepaticum und schildert die pathologisch-anatomischen Veränderungen
der Distomatose; zoologisch bietet die Arbeit nichts neues. A. Schaper. Die
Leheregelkrankheit der Haussäugethiere , eine ätiologische und pathologisch-
anatomische UntersucJmng. Deutsche Zeitschr. für Thiermedicin XVI, 1, 1889,
96 pg., 5 Tfln.
Miura berichtet, dass in der Leiche eines 25 jährigen Mannes, der unter
den Erscheinungen einer Peritonitis in Japan gestorben war, in den Organen
der Bauchhöhle, besonders im Netz, dem subperitonealen Bindegewebe des
Douglas'schen Raumes, der Darmwand, der Oberfläche der Leber und des
Zwerchfells tuberkelartige Bildungen gefunden wurden, in deren Centrum sich
Riesenzellen und Wurmeier fanden; letztere waren braun von Farbe und hatten
an einer Seiten einen Deckel; Verf. führt sie auf Distomum hepaticum zurück;
Grössenangaben fehlen. M. Miura. Fibröse Tuberl-el, verursacht durch Parasiten-
Eier. Archiv für patholog. Anat. und Physiol. Bd. 116, Berlin 1889, pg. 310 — 317,
tab. VII.
J. Biehringer. Neuere Arbeiten über Anatomie und EntioicTielungsgeschichte
Arcli. f. Natiugeäch. Jahrg. 1890. Bd.U. II. 3. 6
82 Dr. von Linstow: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
der Trematoden II, Arbeiten zur Entiüickelungsgeachichte des Leberegeh. Biolog.
Gentralbl. Bd. 8, pag. 447 — 486, 684—655 ist nur referirend s. auch.
Bolling'er. Ueber Distomatosis der Haussäugethiere. Thierärztl. Mittheilungen,
1889, No. 12, pag. 177—179.
Juel untersucht die mit ein- und ausstülpbarem Hinterleibsende versehenen
Formen des Genus Distomum, die im Darm und Magen von Meerfischen leben;
die Haut ist unbewaffnet und oft quergeringelt; die Geschlechtsöffnungen haben
einen gemeinschaftlichen Endgang, die Dotterstöcke sind nicht traubig, sondern bilden
eine ungetheilte, oft gelappte Masse, die Hoden liegen vor dem Eierstock, der
Excretionsgefässstanim ist cylindrisch; ein Laurer'scher Canal fehlt, ebenso ein
Cirrusbeutel ; es besteht eine äussere und eine innere Samenblase; hierher
gehören Apoblema appendiculatum Rud. aus Gadus pollachius, A. ocreatum
Olsson, A. scabrum Müller, A. rufoviride aus Muraena angiülla, A. excisum
Rud. aus Scomber scombrus, A. crenatum Molin, A. tornatum Rud., A. grandiporum
Rud. und A. mollissimum Leviusen. H. 0. Juel. Beiträge zur Anatomie der
Trematoden - Gattung Apoblema (Dujardin). K. svenska Vetensk. Akad. Handling.
Bihang. Bd. XV, Stockholm 1889, Abd.4, No.6, 45 pg , iTfl., als Dissert.
Upsala 1889.
R. Harrison. Specimens of Bilharia aff'ecting the urinary Organs. The
Lancet, London 1889, vol. II, No. 4, pag. 163 bietet kein zoologisches Interesse.
Paroua und Perugia beschreiben eine Anzahl ectoparasitischer Trematoden
von Seefischen, Placunella hexacantha n. sp. von den Kiemen von Serranus
gigas, Tristomum molae von der Haut von Mola aspera, Octocotyle Scombri von
den Kiemen von Scomber scombrus, Octocotyle Thunninae n. sp von den
Kiemen von Thynnus thunnina, Choricotyle Taschenbergeri n. sp. von den
Kiemen von Sargus Rondeletii, Dactylocotyle Phycidis n. sp. von den
Kiemen von Phycis blennioides, Microcotyle Sargi n. sp. von den Kiemen
von Sargus Rondeletii, Microcotyle Trachini von dea Kiemen von Trachinus
radiatus, Microcotyle Mormyri von den Kiemen von Pagellus mormyrus,
Diplectauum aculeatum n. sp. von den Kiemen von Corvina nigra, Di-
plectanum e eben eis n. sp.? = Dactylogyrus echeneis von den Kiemen von
Sargus Rondelettii, Didymozoon Thynni von den Kiemen von Thynnus thunnina
und Calceostoma inerme n. sp. von den Kiemen von Corvina nigra. G.
Parona u. A. Perugia. Res Ligusticae VIII. Di alcuni Trematodi ectoparassiti
di piesci marini Annal. Mus. Cime. stör, natur. Genova ser. 2, vol. VII, (XXVII),
1889, pag. 740—747.
Braun findet, dass bei allen von ihm untersuchten ectoparasitischen
Trematoden die Excretionspori dorsal liegen, so bei Polystomum, Octobothrium,
Axine, Tristonuim, Phylline. M. Braun. Die Lage der Excretionspori bei den
ectoparasitischen Trematoden. Zoolog. Am. XII, Leipzig 1889, No. 322, pag. 620
-^622.
Ders. Verf. findet, dass Tristomum elongatum Nitzsch identisch ist mit
Nitzschia elegans v. Baer aus der Kiemenhöble des Stör ; im hinteren grossen
Saugnapfe liegt ein Paar pfriemenfiJrmiger und ein Paai' hakenförmiger Klammer-
organe; die Gefässe münden in 2 grosse, flaschenförmige Blasen seitlich vom
Pharynx; vor dem letzteren liegt das Hirn, auf dem 4 Augen stehen; den
Uterus nennt v. Baer Cirrus, den eigentlichen Cirras aber .sackförmiges Oi'gan;
den Eierstock bezeichnet er als Receptaculum für die Bier und die Hoden als
in der Naturgeschichte der Helmiutlien im Jahre 1889. 83
Eierhaufen. M. Braun. Notiz über Tristomum elongatum N. Zoolog. Am. XII,
Leipzig 1889. No. 314, pag. 433—435.
Monticelli untersucht eine in der Sammlung des Leipziger zoologischen
Instituts unter dem Namen Epibdedella Hippoglossi var.Pleuronectes aufbewahrte
Form, die sich als ein Tristomum erwies und unter der Bezeichnung Tri-
stomum uncinatum n. sp. beschrieben wird. In der Schwanzscheibe stehen
etwas hinter der Mitte 6 Häkchen, die in 2 Gruppen von je 3 angeordnet sind.
F. C. Monticelli. Tristomum uncinatum n. sj). Bollet. soc. Naturalist. Napoli.^
ann. 3., fasc. 2, 1889, pag. 117—119, tav. IV.
Ders. Verf. bespricht die Gattung Tatraonchus mit ihren 3 Arten , ungui-
culatus, monenteron und cruciatus und findet, dass Dactylogyrus = Ancyrocephalus
paradoxus Crepl. von den Kiemen von Lucioperca sandra mit Tetraonchus
unguiculatus Dies, identisch ist. F. S. Monticelli. Ancyrocephalus paradoxus
Crepl. e revisione del genere Tetraonchus Diesing. Bullet soc. Naturalist. Napoli,
ann. 3. fasc. 1, 1889, pag. 113—116.
Ref. beschreibt unter dem Namen Phylline Hendorffii n. sp. einen
an den Schuppen von Coryphaena hippurus lebenden Trematoden, der mit zwei
anderen Arten, Hippoglossi und Sciaenae, das Trematoden - Genus Phylline
bildet, ausgezeichnet durch 2 kleine vordere und einen grossen hinteren Saugnapf.
Die grosse Mundoffnung liegt hinter den beiden Kopfsaugnäpfen, von ersterem
gehen links und rechts ein Darmschenkel aus; hinter dem Munde liegen die
Samenblase und das Ootyp, darauf folgt das Ovarium, hierauf die beiden Hoden;
die Dotterstöcke sind an der Rücken- und Bauchfläche des ganzen Körpers mit
Ausnahme der Saugnäpfe und eines mittleren Raums im Körper vertheilt, in
dem die eben genannten Organe liegen. Die männlichen und weiblichen
Geschlechtsöffnungen stehen ganz vorn dicht neben einander, links vom linken
Kopfsaugnapf. Das Gefässsystem bildet vorn dicht hinter und nach aussen
vom Munde 2 Erweiterungen. Wie bei den Distomen, findet man das Gehirn
hinter dem Munde, und, was höchst merkwürdig ist, mitten in demselben,
nicht etwa auf der Rückenfläche, wie Quer- und Längsschnitte zeigen,
4 Augen; 4 starke Längsnerven verlaufen an der Bauchlläche und
2 schwächere, der Mittellinie näher, an der Rückenseite. In der Outicula
des Rückens bemerkt man stark entwickelte Schleimdrüsen. Die dorso-
ventralen Muskeln sind mächtig entwickelt und durchsetzen mit derben
Strängen Ovarium und Hoden. Der uhrglasförmige Schwanzsaugenapf hat
einen schlaffen, muskulösen Saum und ist mit 6 Haken resp. Stäben bewaffnet,
die von Picrin lebhaft gelb gefärbt werden; die vorderen, gei'adeu dienen dazu,
dadurch, dass sie senkrecht gegen die Fläche gestellt, den Saugnapf von seiner
Unterlage loszuheben, während die mittleren, hakenförmigen, durch Umfassen
eines Fischschuppenrandes gleichzeitig ein Fortgleiteu des Thieres nach vorn
hindein wei'den. 0 v. Linstow. Beitrag zur Anatomie von Phylline Hendorffii.
Archiv für microscop. Anatomie, XXXIII, Bonn 1889, x^ag. 163—180, tab.X — XL
Weber bespricht das Genus Temnocephala und zwar besonders die
Geschlechtsorgane und das Excretionsgefässsystem; eine neue Art ist Temno-
cephala Sem pari, die in Ostindien auf der Körperoberfläche von Telphusa
lebt, der Darm erfüllt einen quadratischen Raum in der Körpermitte; links
und rechts von den beiden Hintereckeu desselben liegen zwei Hoden, durch
84 Dr. von Linstow: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
einen Gang mit einander verbunden; die Geschlechtsöifnung befindet sich an
der Bauchfläche in der Mittellinie an der Grenze zwischen 2. und 3. Drittel ;
dicht vor ihr liegt der kleine, quergestellte Uterus, an dessen beiden Seiten
sich links und rechts Schalendriisen setzen; von hier führt ein Dottergang in
das kleine, rundliche, etwas seitlich gelagerte Ovarium und weiter nach vorn in
das Receptaculum seminis; der Dotterstock liegt netzartig verzweigt auf dem
Darm; die männliche Samenblase und der Cirrus sind gross. Die Gehirnmasse
findet sich vor der Mundöffnung; ein reich entwickeltes Gefässsystem mit
3 Hauptquerauastomosen, von denen die vorderste 5 Aeste, je einen in einen der
5 kegelförmigen vorderen Körperausläufer sendet, mündet wie bei den bekannten
ectoparasitischen Trematoden, in eine linke und rechte vorn im Körper gelegene
Blase mit einem nach aussen führenden Porus. Von den bis jetzt in diese
Berichte nicht aufgenommenen Temnocephala-Arten wurden früher beschrieben
Temnocephala chilensis Blanchard von Aeglea, Temnocephala quadri-
cornis Haswell von Astacopsis Frankliuii, Temnocephala fasciata Haswell
von Astacopsis serratus, Temnocephala Novae Holla ndiae Haswell von
Paranephrops setosus, Temnocephalus minor Haswell von Astacopsis bicaudatus
(vid. Hastvell, Quarterly journ. of microscop. science XXVIII, London 1888,
pag. 279—302, tob. XX— XXII). M. Weber, lieber Temnocepala Blanch. Zoolog.
Ergebnisse einer Heise in Ostindien. Leiden 1889, Heft 1, pag. 1—29, tob. I—III.
Mouticelli beschreibt Temnocephala brevicornis n. sp. auf Hydromedusa
Maximiliani Mik. und Hydrospis radiolata M. aus Brasilien. F. S. Monticelli.
Di una nuova specie del genere Temnocephala Blanch., ectoparassita del Cheloniani.
NapoU 1889, i pg. s. auch
F. S. Monticelli. Breve nota sulle tiova e sugli embrioni della Temno-
cephala chilensis Blanchard. Atti soc. ital. sc. natur., vol. XXXII, Milano 1889,
pag. 115—139, 1 tav.
C. Chilton. Note on the parasite (Temnocephala) found on the freshwater
crayfish of Neiü-Zealand. Transact. and pt'oceed. Neiv-Zealand. Instit, Wellington
1888, vol.XXI, pag. 252.
Stossich beschreibt folgende Trematoden : Distomum mollissimum aus Alosa
finta, D. polyorchis aus Corvina nigra, D. Giardii aus Naucrates ductor,
D. Brusinae aus Oblata melanura, D. obovatum aus Sargus Salviani, D. Carolinae
aus Alosa finta, D. baccigerum aus Atherina hepsetus, D. tergestinum aus Oblata
melanura. D. albocoeruleum aus Sargus Salviani, D. micracanthum ans Pagellus
erythrinus und Polystomum integerrimum aus Bufo viridis. M. Stossich. Brani
di elmintologia Tergestina, ser. VI, Bullet, soc. Adriat. sc. natur. Trieste, vol. XI,
1889, pag. 1—7, tav. XIII— XIV.
Zschokke beschreibt Distomum Mi e seh er i n. sp. aus dem Lachs {l. c.)
Stossich findet in Croazien Distomum croaticum im Dai-m von Garbo
graculus, Monostomum mutabile in Gallinula chloropus und Amphiline foliacea
in Acipenser ruthenus (l. c).
Sonsino findet Distomum communtatum Dies, im Huhn (Frocess. verb. 7.
Lugl. 1889 soc. Toscan. l. c).
Mouticelli untersucht die Trematoden und Cestoden des British Museum
und bespricht Amphistomum truncatum Rud. aus dem Darm von Phoca vitulina,
Distomum veliporum Crepl. aus Acanthias? vulguris, Torpedo Fairchildi und
Raja nasuta, D. microcephalum Baird aus Acanthias vulgaris soll hierlier ge-
in der Naturgeschichte dei' Helminthen im Jahre 1889. 85
hören; Distomum microporum n. sp. Jebt in Plagydus ferox und ist 20— 32 mm
lang mit grossem, an der Basis verdicktem Cirrus; Distomum gigas Nardo aus
Ausonia Cuvieri, D. Halosauri Bell, aus den Ureteren von Halosaurus macrochir;
Didymozoon Serrani n. sp. von Kiemendeckel von Serranus fimbriatus. F.
S. MonticelU. Notes on some entozoa in the coUection of the British Museum.
Proceed. zoolog. soc. London 1889, pari III, pag. 321—325, tob. XXXIII.
Distomen-Larven werden besprochen in
A. "Wierzejski. 0. niektorych pasm-zytach raka rzecznego (Krebsparasiten :
Sarcocystis astuci, Distoma cirrigerum, Fsorospermium Haeckelii). Krakow 1888,
20pg.,lTfl.
L. Huet. Note sur un parasite nouveau (Distomum sp.) du Cardium edule.
Bullet, soc. Linn. Normand., 4. se'r.. t. 2, 1889, pag. 149 — 152.
Nach Looss vperden encystirte Exemplare von Cercaria armata aus Limnaea
bei dem Schwinden des Schwanzes von Froschlarven, in dem sie sich befinden,
nicht ausgestossen , sondern sie rücken in den Körper des Frosches hinein,
wobei die sie einschliessende Cyste erhalten bleibt. A. Looss Ueber Degenerations-
erscheinungen im Thierreich. Preisschrift der Fürstl. Jablonowski" sehen Gesellsch-
zu Leipzig, No. X d. mathem. naturtv. Section, Leipzig 1889.
Ref. beschreibt Cercaria terricola n. sp., die in Algier massenhaft in
Helix? vermiculata lebt; ähnlich ist Cercaria terrestris n. sp. aus der Leber
von Helix lens in Griechenland, wodurch die Zahl der Cercarien in Landmollusken
wiederum vermehrt ist, (Helminthologisches, l. c).
Huet giebt an, dass Bucephalus haimeanus in Cardium edule lebt und
besonders häufig in den Wintermonaten vorkommt. L. Huet. Note snr le
Bucepjhalus Haimeanus. Bullet, soc. Linn. Normand. 4. ser., vol. 2, 1889, pag. 145
— 149.
Lönnberg giebt neue Fundorte für Trematoden an: Larus canus, argen tatus
und marinus, sowie Tringa maritima für Distomum pseudoechinatum, Cottus
bubalis und Salmo eriox für Distomum appendiculatum, Merlangus vulgaris
(Gi-adus merlangas) für Octoplectanum (Octobothrium) palmatum und Distomum
increscens, Solea vulgaris für Distomum varicum. E. Lönnberg. Bidrag til
kännedomen om i Sverige förekouiviande Cestoder. Svensk. vet. akad. handlingar,
Bd. 14, afd. IV, No. 9, Stockholm 1889, 69 pg., 2 tab.
Cestoden.
Claus findet, dass der ursprüngliche Formzustand der Cestoden
durch die ungegliederten Gattungen repräsentirt wird, wie Amphiline,
Amphiptyches und Caryophyllaeus ; zwischen ihnen und den völlig
gegliederten Täniaden stehen die Ligulen, bei denen eine Gliederung
angedeutet ist und die Bothriocephalen, bei denen eine Gliederung
ausgesprochen, aber nicht ganz vollendet ist; die Proglottiden der
Phyllobothrien leben und wachsen nach der Isolierung weiter. Die
Entwicklung der Acalephen ist ein Generationswechsel, die der
Cestoden aber eine Metamorphose. Bei den Tänien repräsentiren
die Cysticercoide, gegenüber den Cysticerken den primären Zustand
und entsprechen den Cercarien der Trematoden. Die Bildung von
86 Dr. von Linstow: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Cercarien in Sprocysten und Redien ist kein Generationswechsel,
sondern eine Paedogenese, also eine Heterogonie; die Sprossung
von Leucochloridium führt zu der Entwicklung von Echinococcus
und Coenurus. Die Trematoden sollen von dendrocölen Strudelwürmern
abstammen. Archigetes ist vielleicht ähnlich wie geschlechtsreif e,
encystirte Trematoden zu beurtheilen und macht vielleicht ein Cary-
ophyllaeus-Stadium im Darm von Fischen durch. Der Generations-
wechsel der Cestoden ist kein primärer, sondern ein secundärer
Vorgang; der ungliederte Bandwurm mit einheitlichem Geschlechts -
apparat ist die primäre Form. Die jugendlichen Würmer wanderten
in Wirbellose ein, konnten hier aber ihre volle Entwicklung nicht
erreichen, sondern mussten durch active oder passive Wanderung
in Vertebraten kommen, um hier ihre volle Ausbildung zu erlangen,
(Die Cercarien den Cysticercoiden gleichzustellen, geht wohl nicht,
da erstere aus Keimballen entstehen, aus deren Hinterende später
der Schwanz hervorwächst, der bei manchen Formen ganz fehlt,
whärend umgekehrt bei den Cysticercoiden der Schwanztheil das
ursprüngliche ist; er entspricht der Oncospähre, aus welcher die
Cyste mit dem Scolex durch Knospung hervorwächst. Ref.). C. Claus.
Zur morphologischen und systematischen Beiirtheüung des Bandimrm-
körpers. Wiener Min. Wochenschr. 1889, No. 36 pag. 697 — 700,
No. 37 pag. 713 — 718: Arbeiten aus d. zoolog. Inst. Wien, t. VIII,
Heft 3, 1889, pag. 313—326; anch separat.
Barrois. Une nouvelle coriception de rorganisme Cestode.
Revue biolog. du Nord de la France, ann. II, Lille 1889 — 90, No. I.
lieber Taenia nana berichten:
F. Senna. Storia clinica di sei casi di Taenia nana. Gazz. med. ital. Lombarda,
9. sei:, t. II, 1889, pag. 345, 255, 265.
F. Orsi. Sei casi di taenia nana. Gazz. med. Lombard., vol. XL VIII ser. II,
vol. II, Milane 1889, pag. 235.
E. Perroncito u. P. Airoldi. Caso di taenia mediocamellata edi malte taenie
nane in un bambino di sei anni. Gazz. deyli Ospitali No. 70, pag. 554 — 555.
Äccad. med. di Torino 1889.
Sonino findet in Megalotis cerdo ausser Dochmius trigonocephalus und
Hemistomum alatum auch eine mit Taenia elliptica verwandte Art, Taenia
echinorhyncoides n. sp., deren Geschlechtsorgane bilateral sind (Dipylidiura) ;
die 0,005 — 0,018 mm grossen Haken stehen am Rostellum in 12 — 16 Quer-
reihen (l. c).
lieber Taenia saginata spricht:
A. Pasquale. Nuova etiologia della „taenia saginata'''' ncll'uomo. Giorn. med.
r. esercito, Borna 1889, No. 37, pag. 508—511.
Trabut beschreibt eine aus Tonkin stammende Taenia saginata mit 6 Saug-
näpfen; der Querschnitt ist dreischenklig, wie ein Y, alle Geschlechtsöft'nungeii
liegen am Rande des unteren Astes; es handelt sich also um eine Dichlogenese,
da die keine Geschlechtsöffnungen tragende Seitenhälfte des Proglottidenkörpers
in 2 symmetrische Theile verdoppelt sind; der Scolex zeigt 6 regelmässig im
Kreise gestellte Saugnäpfe; den Proglottidenköi'per durchziehen 3 Excretions-
gefässe und 3 Nervenstränge; Verf. erklärt sich die Entstehung aus der halben
in der Naturgeschichte der Helminthen im Jahre 1889. 87
Verschmelzung zweier Scoleces. L. Trabut. Observat. teratoloyiques sur un
Tacnia saginata h six ventouses et de forme triquetre. Arch. zoolog. experiment.
2. scr., t. 7, Paris 1889, No. ä, Notes pag. X— XI.
L. Oelkers. Ueber das Vorkommen von Quecksilber in den Bandwürmern
eines mit Quecksilber behandelten Syphilitikers. Ber. d. Deutschen ehem. Gesellsch.,
Jahrg. XXII, Heß 17, Berlin 1889, pag. 3316—3317. Ein Bericht über Queck-
süberniederschläge in den Proglottiden zweier Tänien.
Zschokke veröffentlicht eine sehr umfang- und inhaltsreiche Abhandlung
über Cestoden, deren Anatomie und Histologie besprochen und durch zahlreiche
Abbildungen erläutert wird. Eine Inhaltsangabe hat Verf. schon vor 2 Jahren
mitgetheilt und muss auf das Refex'at in diesem Archiv pro 1887, pag. 51 ver-
wiesen werden. Untersucht sind Taenia mamillana aus Equus caballus, Taenia
transversaxüa aus Arctomys marmota, Taenia diminuta aus Mus decumanus,
Taenia relicta aus Mus decumanus; letztere Art hat in jeder Proglottide stets
nur 3 Hoden und die Eier gelangen durch ein Bersten des Uterus nach aussen;
bei dieser und anderen kurzgliederigen Tänien liegen die Geschlechtsorgane in
der dorsoventralen Axe, sonst in der transversalen; ferner sind untersucht Taenia
expansa aus Ovis aries, Idiogenes Otidis, eine Form, deren vorderer Körpertheil
Psendoscolex genannt wird und ein umgebildeter Theil der Strobila ist; dass der
Cirrus ein Copulationsorgan ist, wird in mehreren Fällen dadurch erwiesen, dass
man in der Vagina losgerissene, von der Aussenfläche des Cirrus herstammende
Häkchen findet; Taenia litterata aus Canis vulpes und Taenia Canis lagopodis,
welche nicht identisch mit Taenia litterata ist, da Cirrusbeutel, Vagina, Schalen-
drüse, Uterus und Eier beider Arten verschieden sind. Mit den Anschauungen
von Moniez, dass die inneren Organe der Grenzmembran entbehren, dass ihre
Zellen in die des Köi'perparenchyras übergehen, dass ein Dottergang nicht
existirt und die Dotterzellen sich im Körperparenchym fortbewegen, ist Verf.
nicht einverstanden; Keimstock, Dotterstock, Hoden sind abgegrenzte, wahre,
drüsige Organe mit Canälen als Ausführungsgängen. Gewisse Muskellagen im
Scolex werden -als Rudimente eines Pharynx oder Oesophagus angesehen- Von
der Nervencommissur gehen in der Regel 4 Hauptnervenäste nach vorn und 2
nach hinten. Von 4 vorn durch Ringcommissuren verbundenen Gefässen werden
die 2 dorsalen im Verlauf nach hinten immer schwächer, die 2 ventralen immer
stärker; letztere sind am Hinterraude jeder Proglottide durch eine Quer-
anastomose verbunden; die Arten mit flächenständigen Geschlechtsöffnungen
nennt Verf. margaritiferes , die dem Hamann'schen Genus Ptychophysa ent-
sprechen; das Genus Dipylidium enthält abgesehen von den in jeder Proglottide
doppelten Geschlechtsorganen Formen aus sehr verschiedenen Gruppen; über-
haupt ist eine natürliche Eintheilurg noch nicht möglich. Der zweite Theil der
Arbeit behandelt Cestoden aus Seetischen, die nicht Tänien sind, die Diesing'schen
Paramecocotyleen, und zwar Calliobothrium coronatum aus Scyllium catulus,
Acauthias vulgaris aus Torpedo ocellata, Calliobothrium Leuckartü van ßeueden
= Onchobothrium heteracanthum Dies, aus Mustelus laevis und vulgaris, Callio-
bothrium verticillatum aus Mustelus vulgaris und laevis, Calliobothrium
filicolle n. sp. aus Torpedo marmorata und ocellata, Calliobothrium (Acantho-
bothrium = Polyonchobothrium) ci'assicolle aus Raja spec.?, Calliobothrium
(Onchobothrium) uncinatum aus Toipedo ocellata, Scolex polymorphus aus Lophius
piscatorius, L. budegassa, Gobius niger, G. quadrimaculatus , G. cruentatus.
88 Dr. von Linstow: Bericht über tue wissenschaftlichen Leistungen
Ophidium barbatum, Rhombo'idichthys mancus und Box boops, eine Larvenform,
die zu Calliobothrium gehört, und zwar nicht nur zu einer, da Scolex poly-
raorphus dem inneren Bau nach auf mehrere Species zurückgeführt werden muss,
so auf Calliobothrium uucinatum und verticiilatum. Die vierte Abtheilung der
Sauggruben bildet sich zu dem accessorischen Saugnapf um und der Stirn-
saugnapf schwindet bei der weiteren Entwicklung. Ferner weiden beschrieben
Anthobothrium auriculatum aus Torpedo marmorata, Anthobothrium coinucopiae
aus Raja spec? und Galeus canis, Mouorygma (Anthobothrium) perfectum aus
Scyllium catulus und stellare, Tetrabothrium crispus aus Mustelus laevis, Tetra-
bothriura longicolle aus Torpedo marmorata, Phyllobothrium thridax aus Squatina
angelus, Orymatobothrium (Phyllobothrium) Dohrni aus Heptanchus griseus,
Scymnus lichia und Mustelus vulgaris, Orygmatobothrium (Anthobothrium) Musteli
van Bened. = versatile Dies, aus Mustelis laevis und vulgaris, Orygmato-
bothrium longicolle n. sp. ausScymnus lichia undMustelus vulgaris, E oben ei -
bothrium gracile n. sp. aus Dasibatis clavata, Echeneibothrium M^^liobatis
aquilae aus Myliobatis aquila, Cephalocotyleum Squali squatinae und ßajarum
aus Squatina angelus und Raja asterias ; letztere Form besteht aus losgelösten,
geschlechtsreifen Gliedern von Echeneibothrium und Calliobothrium. Bei vielen
hierhergehörigen Cestodeu lösen sich die Pi'oglottiden vor der Geschlechtsreife
und vor der Befruchtung ab und wachsen frei zu ungeheuren Dimensionen heran.
Auch hier findet man in der Regel 2 dorsale Längsgefässe, die schnell an Um-
fang abnehmen, und 2 ventrale; von dem Nervenringe treten 4 Hauptstämme
nach vorn, 4 nach der Seite und 2 nach hinten ab, welche die Gliederkette
durchlaufen. Die Geschlechtsöffnungen stehen bei Tetrabothrium crispum und
Phyllobothrium thridax einseitig, übrigens unregelmässig abwechselnd; die
Glieder scheinen sich selbst zu befruchten, bei den vor der Reife abgelösten ist
wohl kein anderer Modus möglich; eine Samenblase fehlt, der Cirrus kann wie
ein Handschuhfinger in den Cirrusbeutel eingezogen werden; den weiblichen
Organen fehlt ein Receptaculum seminis; der Keim stock ist doppelt, der Uterus
liegt immer an der Bauchseite in der Längsaxe des Gliedes. Auch bei den
Cestodeu dieser Gruppe bestätigen sich die angeführten Ansichten Moniez nicht.
F. Zschökke. Eecherches sur la structure anatomique et histologique des Cestodes.
Oeneve 1888 (erschienen 1889). Mem. de Vmstitut national Genevois, turne X VII,
Geneve 1880—1889, 396 pg , IX plches.
Piutner untersucht das Genus Dinobothrium, von dem er Echino-
bothrium Musteli n. sp. aus Scyllium cauicula, Ech. affine Dies., Ech. typus
van Bened. und Echinobothrium brachysomum u. sp., letztere 3 Arten aus
Raja, beschreibt. Der langgestreckte, mit Hakenreihen bewaffnete Körpertheil
hinter den Haftlappen oder Saugnäpfen ist kein Hals, sondern ein Theil des
Kopfes, der Kopfstiel; die 2 Haftlappen liegen nicht seitlich, rechts und links,
sondern dorsal und ventral ; am Kopf stehen 2 Hakenfoiiuen, die in ihrer Stellung
mit einander abwechseln, bei Ech. Musteli wurden 31 gezählt; die kleinen Stirn-
haken bilden 4 Gruppen an den 4 Ecken des Kopfes, in jeder Giiippe stellen 12;
vor den Haftlappen findet man bei Ech. Musteli weit kleinere Kragenhäkchen,
eine vierte Hakenform des Kopfstiels haben T-Gestalt, bei Ech. Musteli 20-22
in einer Längsreihe, deren 8 vorhanden sind; merkwürdig ist ein Ring vou
rothen Pigmenttropfen, der da liegt, wo der Hals in den Kopftheil übergeht;
4 Stämme des Excretiousgefässsystems bilden ganz vorn im Kopfe 2 Schlingen
in der Naturgeschichte der Helminthen im Jahre 1889. 89
in der Weise, dass je 2 und 2 in einander übergehen; hinten am Kopfe werden
alle 4 durch eine einfache oder durch mehrfache Commissuren verbunden. Das
Üvarium hat einen Ausfübrungsapparat, eine aus Muskeln bestehende Hohlkugel,
die in rhythmischen Schlingbewegungen die Eikeime aufschluckt und weiter-
stösst. Ech. brachysomum zeigt zahlreiche, zipfelförmige Aussackungen der
Stämme der Excretionsgefässe im Kopfe; der ganze Körper besteht aus nur
6 Proglottiden. Der Penissack liegt in der Mitte derselben, die ungeschwänzten
Eier sind zu rundlichen Ballen zusammengeklebt, die Vagina hat keinen ab-
steigenden Ast und ein Halstheil fehlt. T. Piutner. Nene Untersuchungen über
den Bau des BandivurmhJrpers. I. Zur Kenntniss der Gattung Echinobothrium.
Arbeit, d. zoolog. Inst Wien, Bd. VIII, Heft III, 1889, pag. 371— A20,tab.I— IL
Van Beneden findet in der Valvula spiralis von Lamna cornubica zwei
neue Cestoden, Dinobothrium septaria n. gen., n. sp. , bei dem 4 grosse,
einander seitlich berührende, nach aussen geöffnete Saugnäpfe und ein Wulst in
der Scheitelgegend gefunden werden, auf dem 4 viel kleinei'e Saugnäpfe stehen,
und Diplobothrium simile n. gen., n. spec,, das 4 nach der Scheitelgegend
geöffnete Saugnäpfe zeigt; zwischen je zweien derselben besteht eine Scheide-
wand, die in der Scheitelgegend zu 4 verwachsenen Wülsten anschwillt. J. P.
van Beneden. Deux Cestodes nouveaux de Lamna cornubica. Bullet. Äcad. sc.
lettres et beaux-arts de Belgique, 59, 3 ser. t. 17, Bruxelles 1889, No. 2, pag. 68
— 74, 1 lüche.
Lönnberg hat 875 schwedische Vögel und Fische auf die in ihnen wohnenden
Cestoden untersucht und 41 Arten gefunden, die alle beschrieben werden; neu
darunter sind Taenia destituta aus Tadorna vulpanser, Taenia distincta
aus Larus cauus, Taenia erostris aus Larus argentatus, fuscus, tridactylus,
argen tatus und marinus und Sterna hirundo, Anthobothriumelegantissimum
aus Raja batis. Tritaphos Retzii n. gen., n. sp. aus Raja clavata, Acantho-
bothrium Beuedenii aus Raja clavata, Botbriocephalus suecicus aus
Salmo salar und Salmo eriox, Triaenophorus Anguillae aus Anguilla vul-
garis. Neue Fundorte sind Tringa maritima für Taenia megalocephala, Anser
segetum für Taenia setigera, Tadorna vulpanser für Taenia gracilis, Larus
fuscus für Taenia porosa ; Trigla gurnardus, Raja radiata, Gadus aeglefinus und
Merlucius vulgaris für Rhynchobothrium (Tetrarhynchus) erinaceus; Callionymus
lyra (dracunculus) , Hippoglossoi'des limando'ides und Raja radiata für Scolex
polymorphus, Rhombus laevis für Botbriocephalus punctatus, Belone vulgaris für
Botbriocephalus (Ptychobothrium) Belones, Leuciscus grislagine (Meidiugeri) für
Taenia tornlosa, Galeus vulgaris (canis) für Tetrabothrium maculatum, Acanthias
vulgaris und Raja clavata für Tetrarhyncbobothrium affine (Tetrarhynchus tetra-
bothrium), Raja clavata und Raja radiata für Echeneibothrium dubium, Raja
clavata für Acanthobothrium Benedeni und Phyllobothrium gracile. E. Lönnberg,
Bidrag. l. c).
Yaulair bespricht das Vorkommen von Botbriocephalus latus in Belgien;
van Beneden hat dasselbe zuerst constatirt, der Fall von van den Spieghel
(Spigel) gehört nicht hierher, sondern nach Padua. Verf. bespricht ferner unsere
Kenntniss der Entwicklung von B. latus und die Art und Weise der Ueber-
tragung der Larven aus Fischen in den Menschen, auch die Folgen des Para-
sitismus für letzteren, besonders die Anämie. Ein öOjähriger Mann in Lüttich,
der vor 4 Jahren in Italien gewesen war, in Lüttich aber vor 3 Monaten oft
90 Dr. von Linstow: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Hecht prepare ä la daube gegessen hatte, entdeckte ein Exemplar von B. latus
bei sich; der betreifende Hecht scheint ans Holland eingeführt, vielleicht aus
Teichen der Provinz Limburg. C. Vanlair. Un nouveaux cas de Bothriocephale
in Belgique. Bullet. Acad. sc. Belg. 3. ser.^ t. 18, No. 9—10, Bruxelles 1889,
pag. 379—406.
Kerbert giebt an, dass Bothriocephalus latus im Niederlande nachweislich
nicht heimisch ist, wenngleich einzelne Fälle des Vorkommens beim Menschen
beobachtet sind; die Zwischen wirthe von B. latus wurden ohne Erfolg auf
Larven untersucht, nur iu Osmerus eperlanus wurden Plerocerco'iden gefunden,
die aber ohne Erfolg am Hunde verfüttert wurden und nicht zu B. latus gehören
dürften. C. Kerbert. Het voorkomen van Bothriocephalus latus Bremser in
Nederland. Tweede Nederland. Natuuren Gcneeslcund. Congres. Leiden 26. und
27. April 1889. Nederl. Tijdschr. voor Geneeshmde , Jaargang 1889, I. deel,
pag. 424.
Podwissotzky berichtet, dass Runeberg, Reyher Botkin und Hoffmann
zahlreiche Fälle von schwerei', zum Theil tödtlicher, durch Bothriocephalus latus
hervorgerufene Anämie beobachteten und erwähnt einen ähnlichen Fall, der nach
Anwendung von Anthelrainthica mit Genesung endete, den sie beobachtete.
Helene Podwissotzky. Zur Casuistik der mit Bothriocephalus latus in Verbindung
stehenden Form der progressiven perniciösen Anämie. Jahrb. f. Kinderheilk. XXIX,
1889, Heft 2, pag. 223-235.
C. Pabst. Der breite Bandwurm (Bothriocephalus latus Brems.) und seine
Entwicklungsgeschichte Naturivissensch. Wochenschr. Bd. 4, No. 33, pag. 257—260.
Lintou bespricht die Entozoen der Seefische von Neu-England und be-
schreibt Dinobothrium manubriforme n. sp. aus dem Darm von Tetrapturus
albidus, Dibothrium Aluterae n. sp. aus dem Darm von Alutera Schopfii,
Echeneibothrium variabile aus der Spiralklappe von Raja erinacea, Spongio-
bothrium variabile n. gen., n. sp. aus der Spiralklappe von Trygon centrura,
Phyllobothrium thysanocephalum n. sp. aus der Spiralklappe von Galeo-
cerdo tigrinus, Crossobothrium laciniatum n. gen., n. sp. aus der Spiral-
klappe von Odontaspis litteralis, Phoreiobothrium lasium n. gen., n. sp. ans
der Spiralklappe von Carcharias obscurus, Calliobothrium verticillatum aus der
Spiralklappe von Miistelus canis, Rhynchobothrium bisulcatum n. sp. aus
Pylorus und Darm von Carcharias obscurus, die Larve findet sich in Mageuwand
und Peritoneum von Cynoscion regale und Pomatomus saltatrix; Rhynchobothrium
tenuicoUe in der Spiralklaijpe von Mustelus canis, Taenia dilatata n. sp. im
Darm von Anguilla vulgaris. E. Linton. Notes on entozoa of marine fishes of
New England. Annual report of the commiss. of fish and fisheries for 1886.
Washington 1889. Notes on Cestoid Entozoa of marine fishes, American Journ.
of sc. Silliman, 3 ser. vol. 37, 1889, pag. 239 —240.
Monticelli beschreibt als auf der Weltumsegelung des Vettor Pisani ge-
funden Bothriocephalus palumbi n. sp. im Magen von Trigla spec.?, Bothr.
rugosus im Magen von Motella spec.?, Tetrabothriorhynchus tenuicollis im Magen
von Raja spec.?, Ligula reptans im Darm eines Vogels (l. c).
Monticelli beschreibt feiner aus der Sammlung des British Museum Gyro-
cotyle i'ugosa Dies, aus dem Darm von Callorhynchus antavcticus, Bothrio-
cephalus macrobothriuni n. sp. aus dem Magen von Tracliypterus spec?
IGO — 200mm lang, die Saugnäpfe mit wulstigen Rändern; Bothriocephalus
in der Naturgeschichte der Helminthen im Jahre 1889. 9i
platycephalus n. sp. ans Beryx decadactyla mit hinten verbreite xtem Scolex,
115—190 mm lang, Bothriocephalus tetrapterus v. Sieb, aus Phoca vitulina mit
nach vorn erweitertem Scolex, Tettabothrium macrocephalura aus Diomedea
exulans = Taenia sulciceps Baird, = Taenia Diomedeae v. Linst., ? = Tetra-
bothrium torolosum v. Linst., Phyllobothrium crispatissimum n. sp.,
140— 190 mm lang, aus unbekanntem Wirth; Pelichnobothrium speciosum
n. gen., n. sp , aus Alepidosaurus, ohne Beschreibung; Taenia falciforrais Baird,
die am Scolex 8 Haken führt , Taenia calva Baird aus dem Darm von Lapopus
scoticus, der Scolex trägt zahlreiche, sehr kleine Haken; Taenia magel-
lanica n sp., der Wirth ist nicht angegeben, der Scolex ist unbewaffnet,
Taenia bifaria v. Sieb, aus Nyroca leucophthalma, mit unbewaffnetem Scolex (l. c).
Ref. untersucht Bothriocephalus rugosus auf seinen inneren Bau und findet
dass derselbe demjenigen von Bothr. latus nicht gleicht, dass er vielmehr mit
dem der Vogeltänien manche Aehnlichkeit hat; die Geschlechtsöft'nungen münden
dicht vor einander am Rande der Grlieder; vorn in der Mitte einer jeden Pro-
glottide findet sich ein von derben Wandungen umgebener Uterus; im übrigen
erinnern Dotter- und Keimstock, Schalendrüse, Hoden und Cirrusbeutel an die
gleichen Organe der Vogeltänien; zu äusserst liegt eine von Fasern gestützte
Cuticula, auf die eine Subcuticula folgt; darunter liegt eine Schicht von
Parenchyrakernen ; 2 starke Nervenstämme verlaufen nahe den Seiten-Rändern,
die Muskeln der Rindenschicht sind schwach, die Parenchymmuskeln stark ent-
wickelt (0. V. Lmstow, Helminthologisches, l. e.).
Zschokke findet unter den Lachsparasiten eine Bothriocephalus-Larve,
die neu ist und nicht zu Bothr. latus gehört, und in der Darmwaud, dem Peri-
toneum, der Leber eingekapselt oder frei in der Leibeshöhle vorkommt, auch
Rhynchobothrium paleaceum wird erwähnt (l. c).
Nach Sousino findet sich Bothriocephalus Mansoni Cobbold unter der Haut
von Canis aureus (= Bothr. liguloides Leuckart), und Taenia marginata und
T. elliptica im Darm desselben (l. c).
Stossieh beobachtet in Croazien Taenia multiformis aus dem Darm von
Ardea purpurea, Taenia acanthorhyncha aus dem Darm von Podiceps minor und
Taenia platycephala aus dem Darm von Sylvia hortensis (l. c).
Löunberg beschreibt ausführlich den anatomischen Bau der Dibothrio-
rhynchus (Tetrarhynchus) linguatula van Bened. genannten Larvenform aus der
Bauchhöhle von Scyranus glacialis und Gadus virens. Vorn stehen 4 kugel-
förmige, mit Haken versehene Rüsselkolben, dahinter 2 lange Saugnäpfe in der
Rücken- und Bauchlinie. Verf. bespricht die Cuticula, in der er keine Poren-
canäle findet; die Kalkkörperchen enthalten kohlensauren Kalk und werden aus
Zellen gebildet; sie sind als Excretionsprodukte aufzufassen, die nicht, wie es
bei anderen Thieren geschieht, ausgeschieden werden; Verf. bespricht das
Muskelsystem und den Rüsselapparat; am hinteren Körpertheil befindet sich ein
kugelföi-miger, kleiner Anhang mit einer contractilen Blase, durch welche die
4 Längsgefässe nach aussen münden ; von der Gehirncommissur gehen 4 Haupt-
nervenstämme nach vorn und 2 nach hinten; von den Geschlechtsorgauen sind
die Vagina angedeutet und die Hoden mit beginnender Samenbildung; Verf.
schlägt für die Form den neuen Genusnamen Coenomorphus vor. E. Lönnbery.
lieber eine eigenthümliche Tetrarhynchiden-Larve. Svensk. vet. akad. liandlingar.
Bd. lo, afd. III, JSo. 7, Stockholm 1889, 48 pg., 3 tob.
92 Dr. von Linstow: Bericht übei' die wissenschaftlichen Leistungen
Nach Monticelli besteht das Nervensystem von Amphiptyches aus 2 durch
eine Commissur verbundenen Ganglien, von denen nach vorn und hinten je
2 Nerven abgehen, während seitlich von jedem Ganglion 3 Nerven austreten,
2 stärkere und 1 schwächerer, der nach hinten zum Körperende verläuft. Die
beiden nach hinten gehenden Seitennerven werden in der Höhe der Trichter-
mündung durch eine ringförmige Kommissur verbunden. Das Nervensystem ist
dem von Amphiline und von einfach gebauten Cestoden verwandt. F. S. Mon-
ticelli. Sul sistema nervoso delV Amphiptyches urna Grube et Wagener. Zoolog.
Anz. 1889, No. 302, pag. 142—144. Bollet. soc. natur. Napoli vol. 2,pag. 193-199.
Ders. Verfasser giebt an, dass Gyrocotyle rugosa Dies, und Amphiptyches
urna Grube und Wagener zu demselben Genus gehören, das mit Amphilina
verwandt ist und zu den Cestoden gehört; ein Darm fehlt, das Excretions-
gefässsystcm erinnert an das von Oaryophyllaeus, das Nervensystem gleicht dem
der Cestoden, die Geschlechtsorgane ähneln denen von Bothriocephalus und die
Eier enthalten einen mit Haken versehenen Embryo wie die vieler Cestoden;
die Form gehört also nicht zu den Bdellideen, sondern zu den Cestoden. F. S.
Monticelli. Gyrocotyle Dies. = Amphiptyches Grube et Wagener. Atti E. Accad.
Lincei, Rendiconti ser. 4, vol. V, Roma 1889, fasc. 3, pag. 228—230. Atti soc.
Ital. sc. natur. vol. XXXII, Milano 1889, pag. 327 — 329. Alcune considerazioni
hiologiche sul genere Gyrocotyle.
Braun bespricht die Geschichte unserer Kenntniss von Gyrocotyle rugosa
Dies. = Amphiptyches urna Wagener aus dem Darm von Chimaera monsti-osa
und Callorhynchus antarcticus, in den sie mit Muscheln gelaugt; die Form wird
mit Amphiline und Caryophyllaeus zusammengestellt, während sie früher zu den
Bdellideen gerechnet wurde. M. Braun. Gyrocotyle, Amphiptyches und Ver-
loandte. Centralblatt für Bact. u. Parask. Bd. VI, Jena 1889, No. 16 — 17,
pag. 436—441.
Spencer fand in der Mundhöhle von Callorhynchus antarcticus 3 Exem-
plare von Amphiptyches urna, früher in Chimaera monstrosa beobachtet: er hält
das von Wagener als Schwanzende bezeichnete für die Kopfseite und umgekehrt;
vorn ist der Körper halsartig verlängert und rosettenförmig in Falten gelegt,
dann wird er breit lanzettförmig, die Seiteni'änder sind überall rundlich aus-
gebuchtet und hinten steht ein mit Dornen bewehrter Saugnapf, während vorn
dicht hinter der Kopfrosette an der Rückenseite ein trichterförmiger Rüssel
sich erhebt. Ein Seitennerv verläuft an jeder Körperseite und umkreist voru
den Rüssel, hinten den Saugnapf, sich mit dem der anderen Seite vereinigend.
In der vorderen Körperhälfte liegen die traubenförmigen Keimstöcke, und ihre
Ausführungsgänge vereinigen sich in der Mittellinie an der Grenze zwischen
1. und 2. Körjierviertel zu einem Receptaculum der Keimzellen; die Dotterstöcke
liegen links und rechts seitlich vom Kopf- bis zum Schwanzende und ihre Aus-
führungsgänge vereinigen sich zu einem queren Canal, der dicht hinter dem
Keimstock-Receptaculum verläuft; hier liegt in der Mittelaxe des Körpers auch
das grosse Recci)taculum seminis, von wo in der Mittellinie ein geiader Canal,
die Vagina, nach hinten verläuft, um dicht vor dem Schwanzende auf de)-
Bauchseite zu münden; dei' Uterus läuft vom Receptacuhnn seminis hin- und
hergewunden nach hinten und mündet vor der Vaginalöft'nung gesondert von
dieser auf der Rückenseite ; die Hoden finden sich in dei' liinteren Körpcrhälfte,
der Samen sammelt sich in einer hinteren, männlichen Sanienblase und die
in der Naturgeschichte der Helminthen im Jahre 1889. 93
uiänuliche Geschlechtsöifnung liegt, dem Schwänzende näher als die beiden
weiblichen, an der Bauchseite, und zwar links seitlich, in eine Papille mündend.
Ein ungemein reich entwickeltes G-efässnetz mit zahllosen Anastomosen und
Schlingeu durchzieht den ganzen Köi'per, das Wimpern enthält und mit 2 Oeff-
nungen an der Bauchseite an der Grenze zwischen 5. und 6. Körpersechstel
mündet. Den Körper überzieht eine feine Cuticula, die überall Dornen trägt,
darunter liegt eine mächtige Epidermis, deren Zellen mit ihren Längsaxen
rechtwinklig zu ersterer stehen; an der Innenseite der Kopfrosette wird die
Epidermis durch eine Lage flaschenförmigei- Drüsen ersetzt. Der Embryo zeigt
an einem Körperende 10 Haken. Unter der Epidermis liegt eine doppelte Schicht
Ringnmskelu, zwischen beiden eine von Längsmuskeln; eine Schalendrüse fehlt.
W. B. Spencer. The anatomy of AmpJdptyches urna (Grube et Wagener).
Transact. Boy. soc. Victoria, vol. I, pari. II, Melbourne 1889, j>a^. 138—151,
tab. 11-13.
lieber die Embryonalentwicklung der Cestoden berichten Grassi und
Rovelli, dass die sechshakigen Embryonen von Taenia murina in die Dünn-
darmzotten junger, weisser Exemplare von Mus decumanus eindringen und sich
hier zu einem Oysticercoid in 3-4 Tagen entwickeln, das von da in das Darm-
lumeu gelangt, um sich daselbst in 15-30 Tagen zu einer reifen Tänie zu
entwickeln, also eines Zwischenwirths nicht bedürfen. Die Eischale wird im
Magensaft gelöst. Das von Stein in Tenebrio molitor gefundene Oysticercoid,
das sich auch in Anisolabiis annulipes entwickelt, gehört zu Taenia microstoma.
Wahrscheinlich entwickelt sich auch die nahe verwandte Taenia nana ohne
Zwischenwirth. Taenia proglottina Dav. hat als Zwischenwirth Limax cinereus
Lister, Limax agrestis Liu. und Limax variegatus Drap., Taenia iufundibuli-
formis Göze (non Dujardin) Musca domestica, Taenia cuneata v. Linstow AUo-
lobophora foetida Eisen, Taenia leptocephala Crepl. u. Dujard. = diminuta Rud.
Akis spinosa Lin., Scaurus striatus Fabr., Anisolabris annulipes und Asopia
fariualis Lin., Taenia inermis v. Linstow die Larve von Tenebrio molitor, Taenia
elliptica aber Trichodectes canis, Pulex serrr.ticeps und Pulex irritaus. Die
Verf. beschreiben die morphologischen Veränderungen, welche die Oncosphäre
von Taenia murina durchzumachen hat; das Primitivbläscheu wächst in einen
vorderen, dickwandigen und einen hinteren, dünnwandigen Theil aus; letzterer
trägt die Embryonalhäkchen, verlängert sich zu der Form etwa eines Cercarien-
schwanzes und wird beim Eintritt in das Darmlumen abgeworfen; vorn entsteht
ein Bulbus, der sich mehr und mehr einstülpt, bis die Anfangs aussen an der
Peripherie liegenden Saugnäpfe in der Höhlungswaud der Einstülpung liegen.
Der hintere Körpertheil verwandelt sich in die Embryonalhülle und muss
regenerirt werden, wenn die Tänie reif wird; letztere sowie der Schwanztheil
gehen verloren, wenn das Cysticerco'id zur Tänie wird, es bleibt nur der Scolex.
Bei Cysticercus Taeniae cucumeiinae und infundibuliformis fehlt der Schwanz,
bei dem von Taenia proglottina wird er erst gebildet und dann wieder resorbirt.
Der sechshakige Embryo der Cestoden wird aus einem Blastem ohne Scheidung
der Keimblätter gebildet. Die Verf. unterscheiden 1. Cysticerken mit un-
beständiger Einstülpung und ohne Embryonalhülle (Archigetesi, 2. solche mit
später Einstülpung (Cyst. Taen. murinae und ellipticae) und 3. solche mit ver-
frühter Einstülpung, gefolgt von der Bildung der Embryonalhülle (Cyst. der
Säugethiere, cellulosae etc). Die Entwicklung des nach innen eingestülpten,
94 Dr. von Linstow: Bericht über rlie wissenschaftlichen Leistungen
hohlen Scolex bezeichnen die Verf. als einen caecogenetischen Vorgang, eine
innere Sprossung ist es nicht; die cercariforme Periode zeigt die Verwandt-
schaft mit den Trematoden. Die ursprüngliche Mundhöhle und der durch Ein-
schnürung abgetrennte Pharynx ist die Spur eines vorderen Daims und die
Primitivhöhle erinnert an das Mesenteron der Trematoden. B. Grassi und
G. Bovelli. Embryologische Forschungen an Cestodcn. Centralbl. für Bacter. u.
Parask. Bd. V, Jena 1889, No. 11, pag.310 -377, No. lä,pag: 401—410. B. Grassi
und G. Bovelli. Smluppo del cisticerco e del dsticercoide. Atti B. Accad. Lincei,
4 ser., Bendicont. vol. V, Borna 1889, fasc. 3, pag. 165 — 174. Intorno allo sinlujipn
dei Cestodi. Bullet, mensil. Accad. Gioenia sc. nat. Catania 1889, fasc. VIII,
pag. 4 — 5.
Braun referirt in erschöpfender Weise über die Arbeiten, welche die
Embryonalentwicklung der Cestoden behandeln. M. Braun. Die embryonale
EntioicMung der Cestoden. Centralbl. für Bact. u. Parask. Bd. V, Jena 1889,
No. 20 i)ag. 667—671, No. 31 pag. 697-701, No. 22 pjag. 727—732, No. 23
pag. 756 — 760.
Moniez findet einen imbewaffneten Cysticercus in einem Delphin, die ent-
sprechende Tänie ist noch unbekannt; die in der Cyste aufgerollte Anlage des
Körpers wird bis 65 cm laug; das Keceptaculum capitis ist geplatzt, so dass der
Körper sich im Innern der Blase entwickeln kann; die Form wird Cysticercus
Taeniae Grimaldii genannt. B. Moniez. Sur la larve du Taenia Grimaldii n. .'ip.,
parasite du Dauphin. Compt. rend, Acad. sc. Paris, t. CIX, Paris 1889, No. 22
pag. 825—827. Bevue biolog. au Nord de la France, t. II, Lille 1889, 2)ag. 13 — 15.
Villot hält gegenüber Grassi seine früher ausgesprochene Ansicht auf-
recht, nach der Cysticerken und Cysticercoi'de zu unterscheiden sind, von denen
erstere den Cystici Leuckart's entsprechen und eine grosse Schwanzblase mit
flüssigem Inhalt zeigen, die aus der Oncosphäre direct hervorgegangen ist,
letztere aber eine kleine Blase haben, die erst als Knospung vor der Oncosphäre
entsteht. A. Villot Sur la Classification des cy.'^tiques. Bevue biolog. du Nwd
de la France, ann. I, No. 10, Lille 1889, pag. 386 - 390.
Hamann findet in einem Bache bei Göttingen, dem Rauschenwasser, in
der Leibeshöhle von Gammarus pulex die Cysticerco'iden von Taenia sinuosa und
Taenia tenuirostris ; beide haben Schwanzanhänge mit 6 Embryonal häkchen und
die Entwicklung geht in der Weise vor sich, dass aus der Oncosphäre ein rund-
licher Körper hervorwächst, in dessen Mitte ein Hohlraum entsteht; da, wo
letzterer an die Oncosphäi'e grenzt, welche cylindrisch und schwanzartig wird,
bildet sich ein rundliches Kissen, das in den Hohlraum hineinwächst und zu dem
Scolex wird; später bildet der kugelförmige Körper, der von 4 Hüllen umgebene
Scolex, sich in den schwanzartigen Anhang, die fi'ühere Oncospliäre zurück,
welche nun eine neue Hülle um ihn bildet. 0. Hamann. In Gammarus pulex
lebende Cysticerco'iden mit Schivanzunhüngen. Jenaische Zeitschr. für Natur-
wissensch. Bd. XXIV, n. Fi. XVII, 1889^ pag. 1-10, tab. I Nachrieht d k.
Gesellsch. d. Wissenschaft. Güttingen 1889, pag. 85—88.
B. de Nabias u. W. Dubreuilh. Deu.v cas de cystique en grappe dans les
meninges, Cysticercus bovis chez l'homme. Journ de med. de Bordeaux 1888-89.
No. 21, pag. 209—211.
Dolina referirt über 11 fremde und 2 selbstbeobachtete Fälle des Vor-
kommens von Cysticercus cellulosae im menschlichen Auge, der theils im Glas-
in der Naturgeschichte der Helminthen im Jahre 1889. 95
körper, theils in der Retina gefunden wurde. F. Bolina. Zur pathologischen
Anatomie des intraoculären Cysticercus. Ziegler's Beiträge zur patitolog. Anat.
u. eiligem. Pathologie V, 1889, pag. 365.
Askenazy beschreibt Cysticerken, wahrscheinlich zu Cysticercus cellulosae
gehörig, die schwere Störungen in der Schädelhöhle eines Menschen, Meningitis,
Eudymitis. Hydrocephalus und Endarteriitis zur Folge hatten. M. Askenazy
Ein Fall von Cysticerkenbildung in der Gehirnbasis mit Arteriitis obliterans cere-
bralis. Beitr. zur patholog. Anat. u zur allgem. Pathologie Bd. VII, pag. 83.
Gr. Bouisson. Les parasites de l'encqjfiale. Cysticerque ladrique du tissu
cellulaire sous-cutane de Vencephale de Vhomme. Union med. 1889, No. 63,
pag. 761—767.
lieber Cysticercus cellulosae in den Muskeln und unter der Conjunctiva
des Menschen wird berichtet in The Lancet, London 1889, vol. I, No. 19, pag. 936,
No. 25, pag. 1246.
Ueber Coenurus serialis schreibt Railliet:
A. Railliet. Coenurus serialis dans le canal rachidien d'mi lapin domestique.
Becueil de me'dec. veterin. 1889, No. 24, pag. 476 — 479. A. Railliet. Note sur
un cas de multiplication extraordinaire du Coenurus serialis P. Gervais. Recueil
de mcdec. veterin. 1889, No. 20, pag. 386—388.
Meier-Sonntag stellt ausser einem selbstbeobachteten Fall 80 Fälle von
Echinococcus im weiblichen Becken zusammen, von denen 47 im Bindegewebe,
4 im Uterus, 1 in der Blasenwand, 1 in den Beckenknochen, 16 in den Bauch-
decken sowie in der Leber, dem Netz, den Nieren und der Milz ihren Sitz
hatten; viele Damen halten sich Schoosshunde, die sie veranlassen, die äusseren
Genitalien zu leckeu, wodurch vielleicht die Häufigkeit der Echinococcen beim
weiblichen Geschlecht erklärt wird. F. Meier-Sonntag. Ueber Echinococcus im
weiblichen Becken im Anschluss an einen in der gynäcologischen Klinik in Halle
beobachteten Fall. Halle 1889, 65 pg.
Lebedew und Andrew übertragen Echinococcus-Tochterblasen vom Menschen
auf Kaninchen und finden, dass dieselben sich nach einigen Monaten vergrössert
und durch Theilung vermehrt hatten. (Ueberimpfung von Echinococcus -Blasen
vom Menschen auf Kaninchen) (russisch). Wratsch 1889, No. 12.
Zur Casuistik tragen bei:
K. Löbker. Ueber den subphrenischen Echinococcus. Deutsche medic.
Wochenschr 1889, No. 18.
v. Brunu. Ueber einen Fall von Echinococcus der Lunge. Deutsche medic.
Wochenschr. 1889, No. 18.
Coen. L'Echinococco della milza. Bollet sc. medic. Bologna 1889, vol. 23,
fasc. 6.
E. Strathauseu. Ein Fall von Echinococcus multilocularis. München 1889.
H. Lehmann. Zur Casuistik des multiloculären Echinococcus der Leber.
München 1889.
M. Loewenstein. Ueber die ulcerirende, multiloculäre Echinococcus • Ge-
schwulst. Erlangen 1889.
A. (xuillebeau. Zur Histologie des multiloculären Echinococcus. Archiv für
patholog. Anat., Phy.nol. n. Med., Bd. 119, Berlin 1889. jja^/. 108.
F. Poppe. Ueber den Echinococcus der Knochen. Berlin 1889.
96 Dl'- von Linstow: Bericht etc.
R. Sievers. Om förckomsten af echinococcus skjuldomen i Finland. Finska
lakaresällsk. handl. 1889, No. 11, pag. 937—741.
di Frede. Sopra un caso di cisti da echinococco del rene sinistro. Bollet.
B. Äccad. med. di Roma XV, 1889, fasc. 2 — 3, pag. 145 — 151.
J. D. Thomas. The geograjjhical distribution of echinococcus disease.
Transact. of the II. sess. of the Internat, med. Med. Congress of Australasia 1889,
pag. 328—342.
M. Mareubach. Beiträge zur Histologie des Echinococcus multilocidaris
Giessen 1889.
Im Jahre 1889 schieden aus der Reihe der Lebenden:
H. A. Pagenstecher, d. 5. I. in Hamburg und
M. Brock, d. 20. II. in Göttingen.
Bericht
über die
Wissens cliaftliclien Leistungen in der NatargescMchte der
freilebenden Würmer während des Jahres 1889.
Von
Dr. Ant. Collin
I. Verzeichnis der Publikationen.
r = siehe unter Faunistik, S=: siehe nnter Systematik. Die mit * bezeichneten
Arbeiten waren dem Ref. unzugänglich.
Agassiz, A. Tliree cruises of the U. S. coast and Geodetic
survey steamer „Blake" in the gulf of Mexico, in the Caribbean sea,
and along the Atlantic coast of the United States, from 1877 to
1880. — Bull. Mus. Comp. Zool. XIV, XV. Auch separat: London,
80, 2 Vol., 1888. (Vermes Vol. 11, p. 52-57, Fig. 260—73.) —
Sylliden, Nereiden, Cirratuliden u. Amphinomiden kommen nur bis
zur 100-Faden-Linie vor, während Phyllodociden, Ariciiden, Tere-
belliden u. Sabelliden bis 300 Fad. tief hinabsteigen. Polynoiden,
Euniciden, Opheliiden, Aphroditiden , Serpuliden u. Ampharetiden
leben noch in Tiefen von mehr als 500 Fad. Am weitesten sind die
Euniciden verbreitet , w- eiche von der Küstenregion ab bis in die
grössten Tiefen vorkommen und in jeder Region charakteristische
Vertreter haben; so ist z. B. Eun. conglomerans Küstenbewohner bis
100 Fad. tief; in tieferem Wasser bis 243 Fad. lebt E. tibiana;
unterhalb dieser Tiefe treten dann besonders stark die Gatt. Diopatra
u. Onuphis auf. Die Diopatra-Gruppe beginnt bei 100 Fad. Tiefe,
ist besonders zahlreich in 500 Fad. und hat noch in 1000 Fad. einen
Vertreter. Von weiteren Tiefseethieren sind erwähnt: HyaHnoecia
tubicola, Sternaspis, Phascolosoma, Aspidosiphon. Abbildungen von
Hyalinoecia, Diopatra, Maldane, Cirratulus, Amphinome, Sthenelais,
Rhamphobrachium, Eunice, Buskiella, Pomatostegus, Hyalopomatus.
Andrews, E. A. Reproductive Organ of Phascolosoma gouldii.
Zool. Anz. XII, p. 140-142. — Ref. Journ. R. Micr. Soc. 1889,
p. 518. — Das Reproductionsorgan von Phase, gouldii ist wahr-
Aicli. f. Naturgesch. Jahrg. 1890. Bd.H. H.3. 7
98 Dr. Aiit. Collin: Bericlit über die wissenschaftlichen Leistungen
sclieinlich eine verdickte Falte des Peritoneums, welche durch eine
strukturlose Basalmembran gestützt wird. Die Kerne des Peritoneums
vermehren sich rasch zu einer Masse von Keimkernen, welche sich
an der Oberfläche beträchtlich mit Zellplasma umgeben und infolge
des Wachsens der tiefer liegenden Zellen in das Coelom gedrängt
werden. Am Ende dieser Vorgänge zerreisst der bekleidende mem-
branöse Theil des ursprünglichen Peritoneums.
Anonymus. The Effect of Rain on Earth -Worms. — Amer.
Natur. 1889, p. 687 — 689. — Verf. beobachtete eine ausserordentlich
grosse Sterblichkeit der Regenwürmer nach Regen in Washington.
Apätliy, S. (1). Notiz über die Ringelung von Piscicola. Zool.
Anz. XII, p. 649 — 652. — A. erklärt seine frühere Angabe, dass
die Mittelkörpersomiten von Piscicola aus 12 Ringen bestehen, für
nicht ganz genau (cf. Braun's Ber. f. 1888, p. 32). Bei P. piscium
bestehen dieselben nämlich mit Ausnahme der letzten aus 14 Ringen,
von welchen jedoch die 4 ersten mit je 2 der folgenden gleich-
werthig sind. Die Anordnung der Ringe, die Lage der Seiten-
bläschen, die Zahl der in der Marginallinie wahrnehmbaren Tast-
kegelchen und die der schwarzen Sternflecke beweisen aber, dass
die 14 Ringe von P. nur secundär entstanden sein können und auf
ursprüngliche 12 zurückzuführen sind.
Derselbe (2). lieber das Kriechen von Hirudo u. Aulastoma.
— Zool. Jahrbl. Syst. Abth. IV, p. 267—268. — A. berichtigt seine
früheren Angaben (cf. Braun's Ber. f. 1888, p. 34 ff.) über die ver-
schiedene Art des Kriechens der Süsswasser-Hirudineen und modi-
ficirt seinen Satz, dass die Locomotion bei den Süsswasser-Gattungen
auch als Unterscheidungsmerkmal angenommen werden kann, dahin,
dass Aulast. u. Hir. von den anderen Gatt, leicht, aber von einander
in dieser Hinsicht nicht unterschieden werden können.
*Derselbe (3). A pioczafelek Külsö Alakanärol. — Mathem.
termesz. firtesitö 1889, p. 341 — 344.
*Derselbe (4). A Magyarorszägi Pioczak Faunaja. — Matbem.
termeszett. Közlemenyek XXIII, p. 305 — 372.
Bateson, W. Suggestion that certain fossils known as Bilo-
bites may be regarded as casts of Balanoglossus. — Proc. Cambridge
Philos. Soc. VI, p. 298. — B. vermuthet, dass die als „Büobiten"
bekannten Carbon-Fossile Abdrücke von Balanoglossus sind.
Beard, J. Some Annelidan Affinities in the Ontogeny of the
Vertebrate nervous System. — Nature Vol. 39, p. 259 — 261, 1 Fig.
— Kritische Besprechung der Theorieen über die Verwandtschaft der
Vertebraten mit Invertebraten , besonders mit Anneliden. — Bei
Vertebraten (Eidechse) geht, bevor sich die beiden Ränder des
Medullarrohres schliessen, das Neuroepithel des einen Randes nicht
in das des anderen direct über, sondern beide sind am Grunde ge-
trennt durch einen Tractus von nicht - nervösen, flimmernden
Epiblastzellen. So sind also die beiden Hälften der primären An-
in der ^Naturgeschichte d. freileb. Würmer während d. Jahres 1889. 99
Inge des Central -Nervensystems ursprünglich ohne Verbindung mit
einander, also eine paarige Anlage, ähnlich wie bei Anneliden
(Kleinenberg).
Beddard, F. E. (1). Artikel: Worm. In: Encyclop. Britann,
9. edit. Vol. XXIV, p. 677—684; 6 Fig. 1888. Allgemeines über
Anatomie der Oligochaeten und Archianneliden.
Derselbe (2). Remarks upon a species of Coccidium infesting
Perichaeta. — Ann. Mag. N. Hist (6) II, p. 433—439, Taf. 15. 1888.
B. fand Coccidien in der Perivisceralhöhle von Perichaeta novae-
zelandiae (noch unbeschrieben) von N.-Seeland und von P. armata
von Borneo. Beide gehören zu derselben oder doch wenigstens zu
nahe verwandten Species.
Derselbe (3). Note on a new Gregarine. Proc. Zool. Soc.
1888, p. 355 — 358, Fig. — Ueber eine merkwürdige Gregarine
aus den Samenblasen und der Leibeshöhle von Perichaeta novae-
zelandiae.
Derselbe (4). On a new sporozoon from the vesiculae seminales
of Perichaeta. — Zool. Jahrbb. Syst. Abth. IV, p. 781-792, Taf. 22.
— Ausführliche Beschreibung u. Entwicklungsgeschichte der Gregarine
aus Perichaeta (cf. Beddard [3]).
Derselbe (5). The Tail-Bristles of a West-Indian Earthworm.
— Nature, XXXIX, p. 15 — 16, Fig. — Verf. beschreibt die
Schwanzborsten eines neuen, Urochaeta nahe stehenden Regen-
wurmes von den Bermudas. Sie sind sehr breit und an der Spitze
hakenförmig umgebogen. Diese Modifikation muss von grossem
Nutzen sein, wenn die Würmer, nur mit dem Hinterende im Boden
steckend, sich schnell zurückziehen; die Haken würden also wie
Anker wirken.
Derselbe (6). Note upon the green cells in the integument
of Aeolosoma tenebrarum. — Proc. Zool. Soc. 1889, p. 51 — 56,
Taf. V. — (F'S.) — Ae. tenebr. Vejd. vielleicht = Nais aurigena
Eichw. ; hielt sich bei genügender Nahrung lange in Gefangenschaft,
während Ae. variegatum schnell starb. Die grünen Zellen von
lebenden Ae. tenebr. färbten sich mit Jod tief blauschwarz, doch
trat diese Reaction bei vorher mit anderen Reagentien abgetödteten
Thieren nicht ein. Wenn es sich hier um eine Stärke - Reaction
handelt, so wäre dieses eine Stärke-Bildung in solchen grünen Zellen,
welche nicht Chlorophyll enthalten; dies wäre ein Beweis zu
Gunsten von Pringsheim's Lichtscliirm-Theorie. B. beweist dann
durch verschiedene Reactionen, dass der grüne Farbstoff nicht
Chlorophyll ist (gegen Zacharias); er scheint zu den Farbstoffen zu
gehören, welche respiratorischen Zwecken dienen. Am ähnlichsten
ist er dem Farbstoff der perivisceralen Körperchen von Spatangus.
Vergleich des Pigments mit dem von Ctenodrilus. Der grüne Farb-
stoff ist vielleicht auch Schutzfarbe.
Derselbe (7). Notes upon certain species of Aeolosoma. Ann.
Mag. Nat. Hist. (6) IV, p. 262—264. — Behandelt: 1) die Pigment-
100 Dl'- Ant. Co 11 in: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Zellen von Aeolosoma quaternariiim. B. citirt die Litteratur über
die Färbungen anderer Aeol.-Arten. Farbstoff orange-braun. Die
Pigmentzellen dieser Spec. enthalten keinen Kern (bestätigt Vej-
dovsky), ebenso wie bei Ae. beadleyi, während derselbe bei Ae. tene-
brarum zu persistiren scheint. Bei Ae. quatern. u. headleyi tritt die
charakteristische Jod-Reaction der Farbstoff-Zellen, wie sie bei Ae.
tenebr. der Fall ist (cf. Beddard [6]), nicht ein. B. glaubt, dass
insofern ein Unterschied in den Farbstoffen der genannten Aeol.-Arten
besteht, dass das orangebraune Pigment von Ae. quart. u. das hell-
grüne von Ae. varieg. u. headleyi weniger respiratorisch funktionirt
(u. in der Degeneration begriffen ist) , als das von Ae. tenebr. ;
letztere Art steht also auf einer höheren Entw.-Stufe als die ersteren;
sie hat auch ein entwickelteres Gehirn u. Bauchmark, die Segment-
u. Nephridien-Anzahl ist grösser. — 2) Durch neuere Untersuchungen
konnte sich B. überzeugen, dass Ae. headleyi nicht mit Ae. tenebr.
identisch ist, sondern eine eigene Art repräsentirt.
Derselbe (8). Notes on the Marine Oligochaeta of Plymouth.
— Journ. Mar. Biol. Assoc. (New ser.) I, p. 69—71. (F. S.)
Derselbe (9). Zoological Notes. I. On some British Species of
Pachydrilus. — Proc. R. Phys. Soc. Edinburgh X, p. 101 — 106,
Taf. V. — Beschreibung von P. verrucosus Clap. u. P. nervosus
Mich. B. bestätigt Michaeisens Ansicht, dass die Hoden bei P. nerv,
paarig im 11. Segm. liegen; bei einem Individ. fanden sich 2 Paar
Hoden im 10. u. 11. Segm.; letzteres war bei P. verruc. stets der
Fall. Die Zahl der Hoden scheint individuell zu variiren. Bei un-
reifen Thieren waren die Hoden grösser als bei geschlechtsreifen.
Samenblasen sind, entgegen Vejdovsky's Ansicht, nicht vorhanden. Das
Blut von P. nerv, ist gelblich. (F. S.)
Derselbe (10). Preliminary Notes on some Oligochaeta. —
Zool. Anz. XII, p. 533—536. — Ref. Journ. R. Micr. Soc. 1889,
p. 754. — B. bespricht: 1) die Geschlechtsorgane von Dero; die
sexuelle Form unterscheidet sich von der ungeschlechtlichen durch
Abwesenheit aller Knospenbildungen ; der Gürtel nimmt 3 Segm.
(V — VII) ein. In den ventr. Borstenbündeln des 5. Segm. constant
nur 2 Borsten; sie fehlen ventral ganz am 6. Segm., wodurch sich
Dero von den anderen Naidomorphen zu unterscheiden scheint. Es
findet sich ein unpaarer Samensack und 1 Eisack. 2) Eine neue
Perichaeta von Borneo mit asymmetrisch gelegenen Samentaschen.
3) Ueber die systemat. Stellung von Moniligaster, namentlich in
Bezug auf Rosa's abweichende Auffassung (cf. Braun's Ber. f. 1888,
p. 26-27).
Derselbe (11). On the Reproductive Organs of Phreoryctes.
— Ann. Mag. N. Hist. (6) I, p. 389 -395 , Taf. XXIII. 1888. —
Verf. untersuchte die Geschl.-Organe von Phreoryctes smithi n. sp.
von Neu-Seeland. Die Borsten sind immer paarig. B. bestätigt
Vejdovsky's Vermuthung, dass die ,, Hoden" (Leydig, Timm) im 10.
bis 13. Segm. wirkliche Hoden und Ovarien seien. In Segm. 10 u.
in der Naturgeschichte d. freileb. "Würmer während d. Jahres 1889. 101
11 liegen 2 Paar Hoden von imregelmässig conischer Gestalt. Die
Trichter der Vasa defer. sind abgeflachte Scheiben in Segm. 10 u. 11.
Aus der inneren Ecke derselben entspringen die Vasa defer., passiren
die Septen und münden etwas auswärts von den ventralen Borsten-
paaren; alle 4 Vasa def. münden getrennt und ohne Atria auf
Segm. 11 u. 12. — Dieses Verhältniss der Vasa def. steht bei den
Ölig, einzig da und ist wohl eine ursprüngliche Erscheinung. 2 Paar
Ovarien in Segm. 12 u. 13; dieses ungewöhnliche Auftreten von
2 Paaren scheint für Phreoryctes charakteristisch. Auch durch das
Vorhandensein von 2 Paar Oviducten, welche zwischen Segm. 12/13
u. 13/14 münden, unterscheidet sich Phreoryctes von allen Oligoch.
(ausser Lumbriculus). Die Trichter der Oviducte ähneln denen der
Vasa def. und nehmen eine entsprechende Lage ein. 2 Paar birnförm.
Samentaschen in Segm. 7 u. 8 münden zwischen den dorsalen und
ventralen Borstenpaaren, ohne Divertikel. Diese Thatsachen be-
rechtigen dazu, Phreoryctes als Typus einer besonderen Familie
aufzustellen: Phreoryctidae Claus, Genus Phreoryctes Hoffmst. mit
3 Spec: Ph, menk. Leyd., filif. Vejd. und smithi n. sp. (F. S.)
Derselbe (12). On the Anatomy and Histology of Phreoryctes.
— Proc. R. Soc. Edinburgh XVI, (1888—89), p. 117—119. Abstract.
- Ref. Journ. R. Micr. Soc. 1889, p. 755. — Weitere Mittheilungen
über Phreoryctes (cf. Beddard [11]) von Neu-Seeland und Gesammt-
beschreibung des Genus Phreoryctes. Körper ausserordentlich lang-
gestreckt, schmal. Prostominm durch eine Querfurche in 2 Theile
getheilt. Borsten einfach, nicht gespalten, in 4 Reihen zu je 1 oder
2 Borsten. Keine Penialborsten. CHtellum liegt auf 3 — 4 Segmenten
(10. — 13. Segm.). Längsmuskulatur complicirter gebaut als bei
anderen wasserbewohnenden Oligoch., und erinnert mehr an die
Terricolen. Nephridien beginnen beim geschlechtsreifen Wurm im
16. Segm. 2 Paar fingerförmige Hoden an den vorderen Septen des
10. u. 11. Segm, — 2 Paar Vasa def. mit Trichtern im 10. und
11. Segm. Alle münden am 11. u. 12. Segm. vor den ventralen
Borstenpaaren getrennt nach aussen. 2 Paar Ovarien im 12. und
13. Segm. — 2 Paar Oviducte mit Trichtern im 12. u. 13. Segm.,
welche intersegmental zwischen Segm. 12/13 u. 13/14 nach aussen
münden. Bei den Vasa def. u. Oviducten trägt der distale Abschnitt
eine chitinige Membran, w^elche in die des Körpers continuirlich
übergeht. Die sich entwickelnden Spermatozoen liegen in Samen-
säcken, welche sich vom 9. — 13. Segm. erstrecken, u. ähneln mehr
den entsprechenden Bildungen der Wasser-Oligoch. , als denen der
Terricolen. Reife Eier sehr gross, von Dottermassen umgeben; sie
machen ihre weitere Entwicklung in Eisäcken (in Segm. 14 — 16)
durch. Eier u. Eisäcke ähneln denen der Tubificiden. Samentaschen
in 2 — 3 Paaren in Segm. 7, 8 (u. 9). — Phreoryctes nimmt also
eine Uebergangsstellung zwischen Terricolen und den niederen
Oligoch. ein.
Derselbe (13). On certain Points in the Structure of Clitellio
(Claparedej. — Proc. Zool. Soc. 1888 (1889), p. 485— 495, Text-
102 Dl'- Ant. Co Hin: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
fig. A, B. — Taf. XXIII. — Ref. Joiirn. R. Micr. Soc. 1889,
p. 387. — Aeussere Beschreibung von Clitellio ater u. arenarius
Clap. Bemerkungen über andere marine Tubificiden (cf. S.) Claparede
bat die Hoden von Clitellio mit den Samenblasen verwechselt;
erstere sind von Clap. übersehen worden; sie liegen im 10. Segm.
und sind lang und schmal. Die Trichter der Vasa deferentia liegen
im 10. Segm., welche im 11. Segm. nach aussen münden. Samen-
taschen birnförmig, im 10. Segm. An der Hinterwand des 11. Segm.
die Trichter des Oviducts (von Stolc schon für Ilyodrilus und
Psammoryctes beobachtet). Ovarien im 11. Segm. — Bei C. ater
findet sich eine grosse Prostata-Drüse, welche bei C. aren. fehlt.
Die reifen Eier sind sehr gross, mit grossen Dottermassen versehen.
An den sehr entwickelten Samentaschen von C. aren. lassen sich
zwei Abschnitte unterscheiden; nur der vordere enthielt Sperma-
tophoren; die Tasche reicht beim reifen Thier bis in das 13. Segm.
Bei C. ater sind die Samentaschen nicht in 2 Abschnitte differenzirt ;
sie reicht hier nur bis in das 11. Segm. — Systemat. Stellung:
Cl. ater stimmt in seinen Borsten, den Vasa def., dem Atrium u. d.
Prostatadrüse mit Hemitubifex Eisen überein. Für C. aren. ist der
Genusname Clitellio beizubehalten (cf. F. S.)-
Derselbe (14). On the Oligochaetous Fauna of New Zealand,
with preliminary Descriptions of new Species. — Proc. Zool. Soc.
1889, p. 377—382. — Ref. Journ. R. Micr. Soc. 1889, p. 754. —
Besprechung der einschlägigen Litteratur und Liste der neu-
seeländischen Oligoch. (14 Sp,). Neu: 1 Acanthodr. , 1 Perichaeta,
Rhododrilus n. g. (F. S.)
Derselbe (15). On the possible origin of the Malpighian
tubules in the Arthropoda. — Ann. Mag. Nat. Hist. (6) IV, p. 290
bis 292. — Bei Acanthodrilus multiporus sind die letzten Segmente
gänzlich mit Nephridienbüscheln gefüllt, welche durch zahlreiche
Poren nach aussen und mit vielen Wimpertrichtern in das Coelom
münden. Der enge Darm trägt an dieser Stelle nicht-■\^^mpernde
Cylinderzellen , welche mit einer feinen chitinigen Cuticula bedeckt
sind. Dieser Darmabschnitt ist wahrscheinlich Proctodaeum. Hier
gehen kleine Blindschläuche vom Darm ab, welche erst tubulär ge-
baut sind, dann diesen Charakter verlieren und sich mit den er-
wähnten Nephridien verbinden, so dass sie von letzteren gar nicht
zu unterscheiden sind. Ihr Lumen enthält dieselbe körnige Masse,
wie die Röhrchen des Nephridien-Netzwerkes. Diese Darmdivertikel
sind verästelt und anastomosiren mit einander; sie sind den Anal-
schläuchen der Gephyreen vergleichbar. B. vergleicht diese Bildungen
von Acanthodr. mit dem Malpighi'schen Gefässe der Arthropoden.
Ursprünglich bestanden wahrscheinlich die Nephr. der Oligoch. aus
einem zusammenhängenden Netzwerk mit zahlreichen äusseren Poren
u. inneren Trichtern, wie es auch jetzt noch bei einigen Perichaeten
persistirt. Lumbricus mit seinen paarigen Nephridien ist das End-
glied der Entwicklungsreihe. Die Verbindung der Nephr. mit dem
in der Naturgeschichte d. freileb. Würmer während d. Jahres 1889. 103
Darm ist wahrscheinlich secundär, indem ihre Mündungen iirsprüngKch
aussen lagen und erst bei der Einstülpung des Epiblasts zum Procto-
daeum nach innen zu liegen kamen. Daher ist die polystomiale
Anordnung der Nephr. wahrscheinlich sowohl ontogenetisch als
phylogenetisch die ursprüngliche.
Derselbe (16). On the Structure of Three New Species of
Earthworms, with Remarks on certain points in the Morphology of
the Oligochaeta. — Qu. Journ. Micr. Sei., New Ser. XXIX, p. 101
bis 131, Taf. XII— XIII. Ref.: J. R. Micr. Soc. 1889, p. 57. —
3 neue Arten. — ■ Acanth. annectens vereinigt die Charaktere von A.
multiporus u. novae-zelandiae. Am merkwürdigsten ist die Stellung
der Hoden und Ovarien, welche nicht an der Vorderwand ihrer
betrefi". Segmente liegen, sondern an der Hinterwand ganz nahe den
Trichtern der Ausführungsgänge. 2 Paar Atria am 17. u. 19. Segm.
— Die Vasa defer. , welche in der Längsmuskulatur verlaufen und
sich kurz vor ihrer äusseren Oeffhung vereinigen, münden getrennt
von den Atrien zwischen dem 17. u. 18. Segm. — Keine Penial-
borsten. Ovarien im 13. Segm. — "2 Paar Samentaschen in Segm. 8
u. 9. — Rückengefäss doppelt. Im 3. u. 4. Segm. liegen beträcht-
liche Massen von Nephridialröhren , welche wohl den Schleimdrüsen
von A. multiporus entsprechen; in den übrigen Segmenten je 1 Paar
Nephridien. Keine Kalkdrüsen. — Deinodrilus benhami (n. g.
n. sp.) besitzt 6 Borstenpaare in jedem Segment u. vermittelt also
zwischen Lumbricus (4 Paare) und Perichaeta (zahlreiche Borsten).
D. steht in der Mitte zwischen Per. u. Acanthodrilus. Das Rücken-
gefäss, welches in den ersten 4 — 5 Segm. einfach, weiterhin doppelt
ist, ist von einem besonderen Coelom-Raum umgeben. — Typhaeus
gammi: nur 1 Paar Hoden, 1 Paar Samenblasen. Das Vas defer.
tritt in den Körper getrennt von dem Atrium u. hinter demselben
ein; beide vereinigen sich erst unter der Epidermis. Der die Penial-
borsten enthaltende Sack ist ein Divertikel des Atriums. — Es
folgen eingehende vergleichende Betrachtungen über den Bau und
die Homologieen der sogenannten Prostata-Drüsen bei Oligochaeten.
(Vergl. hierzu Braun's Ber. f. 1886—87, p. 100—101.) Moniligaster
barwelli besitzt ein Atrium, welches aus einer dicken drüsigen
Peritonealschicht, einer Muskelschicht und einer einfachen Schicht
von Cylinderzellen besteht und dem von Rhynchelmis ähnlich ist.
Hierdurch steht M. gewissen ,,Limicolen" näher als irgend ein
anderer Terricole. (F. S.)
Derselbe (17). On certain Points in the Structure of Uro-
chaeta E. P. and Dichogaster nov. gen., with further Remarks on
the Nephridia of Earthworms. — Quart. Journ. Micr. Sc. (New Ser.)
XXIX, p. 235—282, Taf. 23—24. — Ref.: J. R. Micr. Soc. 1889,
p. 218 — 220. — B. ergänzt Perrier's Untersuchungen über den Bau
von Urochaeta. In der Hypodermis finden sich Blutcapillaren,
welche bis zur Cuticula reichen und dort aufhören. Verf. kann sich
der Ansicht der Sarasin's, dass (bei Perichaeta) die Hypod.-Capillaren
104 Dl"- Ant. Collin: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
nach aussen münden, nicht anschliessen. Das Vorhandensein von
Trichtern an den Schleimdrüsen beweist die nephridiale Natnr der-
selben, aber sie unterscheiden sich von typischen Nephridien durch
ihre Verästelung und das Auftreten mehrerer Trichter; sie sind
verästelte Nephridien, deren Aeste zum grössten Theil blind endigen,
während nur einige Trichter haben. Die Schleimdrüse von Dicho-
gaster (n. g.) hat keine Trichter und mündet nicht nach aussen
(wie bei U.), sondern in die Mundhöhle. Die Schleimdrüse von U.
ist homolog den Nephridienmassen der ersten Segmente von Peri-
chaeta. 2 Paar Ovarien waren im 12. u. 13. Segm. Die weibl.
Organe bilden sich nach der Reifung der männl. Organe, wie schon
Perrier beobachtet hatte, B. glaubt, dass bei U. dieselbe Drüse
Eier und Spermatozoen bildet. Durch die ausserordentliche Grösse
der Eier unterscheiden sich Allurus u. Urochaeta von den Terricolen
u. nähern sich den ,,Limicolen" (U. auch durch die gegabelten
Borsten). — Dichogaster n. g. hat paarige Borsten, welche ventral
liegen. Clitellum vom 13. — 20. Segm. Mündungen der Vasa def
am 17. Segm. Rückenporen vorhanden. 1 Paar Sanientaschen mündet
am 8. Segm. Darm mit 2 Magen. 3 Paar Kalkdrüsen am Oeso-
phagus im 15. — 17. Segm. 2 Paar Hoden im 10. u. 11 Segm., ein-
geschlossen von den Samenblasen. 1 Paar Ovarien im 13. Segm.
1 Paar zweitheilige Samentaschen im 8. Segm. Die ersten 5 Segm.
werden von einem Nephridium eingenommen, an welchem Trichter
nicht beobachtet wurden, und welches in die Mundhöhle mündet.
In den folgenden Segmenten bestehen die Nephr. aus Büscheln von
Röhrchen, welche in zahlreichen Oeffnungen nach aussen münden,
deren Trichter nicht gesehen wurden. Im hinteren Körper sind je
6 Paar Nephr., bestehend aus Büscheln von Röhrchen, u. ein Paar
grosser Nephr. vorhanden, welche wie bei Megascolides angeordnet
sind. Jedes grosse Nephr. besitzt einen grossen Trichter in dem
vorhergehenden Segment. — Bei Perichaeta aspergillum sind die
Nephridioporen nicht auf die Linie der Borsten beschränkt, sondern
ganz unregelmässig zerstreut, wie bei Dichogaster. In den Seg-
menten hinter dem Clitellum wurden Wimpertrichter beobachtet, vor
demselben nicht. — Es folgt ein Vergleich der vorderen Nephridien
mit denen der hinteren Segmente, und ein Vergleich der Nephr. von
Perichaeta, Megascolides, Acanthodrilus multiporus, Deinodrilus und
Dichogaster. Sie lassen sich in 2 parallele Gruppen trennen:
A. Nephr. bilden ein Netzwerk, welches aus äusserst feinen Kanälen
besteht u. von Segment zu Segment continuirlich ist; 1. ?; 2. Nephr.
Netzwerk der hinteren Segmente zum Theil aus grösseren Röhrchen
bestehend; zahlreiche Trichter (Perichaeta aspergillum); 3. Die
grösseren Nephr.-Röhren haben noch an Grösse zugenommen und
bilden ein von den feineren Röhrchen nahezu unabhängiges Nephr.,
mit nur einem Trichter (Per. armata, Megascolides). B. Nephr.
bilden ein, den Septen entsprechend, discontinuirliches Netzwerk von
weiteren Kanälen; 1. Ohne weitere Specialisirung (Deinodrilus);
2. Netzwerk zum Theil aus grösseren Röhren bestehend; zahlreiche
in der Naturgeschichte d. freileb. Würmer während d. Jahres 1889. 105
Coelomtrichter (Acanth. multiporus) ; 3. Netzwerk der hint. Segm.
hauptsächlich aus grösseren Röhren gebildet, mit nur einem Trichter
(Dichogaster). — Der ursprünglichsten Form des Excret. -Systems
bei Oligochaeten nähert sich am meisten das von Per. aspergillum,
welches dem der Plathelminthen ähnlich ist. Hieraus hat sich
die metamere Anordnung von je 1 Paar Nephr. bei anderen Oligo-
chaeten durch stufenweise Grössenzunahme eines Theiles des Nephr.-
Netzwerks in jedem Segm. entwickelt, indem zugleich der Rest sich
rückbildete und nur 1 Paar übrig blieb. (F. S.)
Bell, F. J. Remarks upon Bipaliimi kewense. — Proc. Zool.
Soc. 1889, p. 5 — 6. — Bip. kewense frisst Regenwürmer.
Beiiliam, W. B. Recent Researches on Earthworms. — Rep.
57. Meet. Brit. Assoc. Adv. Sei., p. 749—750. 1888. Inhaltsangaben
aus einem Vortrage. Fast alle vor Perriers Werk (1872) aufgestellten
Genera müssen eingezogen werden, weil sie nur auf äusseren Merk-
malen basirt sind.
*Blaucliard, B. Traite de Zoologie medicale. S'' part. Paris,
pp. 481—808, 240 Figg.
Bölimig, L. Microstoma papillosum. — Zool. Anz. XII, p. 479
bis 483, 4 Figg. — B. fand im Mai in Triest nur 2 — 5 gliedrige
Ketten, der Grösse zwischen 500 und 1100 ^ schwankte. Zwischen
den rechteckigen od. polygonalen Epithelzellen liegen Stäbchenpackete
zerstreut; am Vorderende bilden sie jederseits des Pharynx eine
Stäbchenstrasse. Es finden sich spärliche Nesselzellen und zahlreiche
keulenförmige Haftpapillen. Pharynx klein, reich an Drüsen, Augen
fehlen; vor dem Pharynx flache Wimpengrübchen. Von 30 Stöcken
enthielten 6 Geschlechtsorgane; die geschlechtsreifen Stöcke bestanden
nur aus je 2 Individuen, von denen das vordere $, das hintere c^
war. Geschl.-Organe liegen stets im hinteren Körperende, stets un-
paar. Penis hakenförmig. Spermatozoen vorn und hinten in eine
Geissei ausgezogen. Während der geschl. Fortpflanzung wird bei
M. papill. wahrscheinlich die ungeschl. Fortpfl. sistirt und die Ketten
mit geschlechtsreifen Indiv. bestehen aus 2 Indiv. I. Ordnung. (S).
Bourne, A. €r. On certain Earthworms from the Western
Himalayas and Dehra Dun. — Journ. Asiat. Soc. Bengal (New Ser.)
LVIII, pt. II. Nr. 1, pp. 110—117. Taf. III. 1889. Ueber Perichaeta
u. Typhaeus von Dehra Dun und Lumbricidae von Masouri (F, S).
Boiirne, G. C. On a Tornaria found in British Seas. — Journ.
Mar. Biol. Assoc. (New Ser.) I, p. 63 — 68, Taf. VII — VIII. — Be-
schreibung der in England zum ersten gefundenen Tornaria-Larve ;
sie ist mit T. Krohni (Mittelmeer) identisch. Verf. beschreibt zuerst
das Aeussere u. einen Längsschnitt durch eine ganz junge Larve;
nach dem Befund ist es wahrscheinlich, dass der hintere Theil des
Darmes nicht Proctodaeum ist, wie man an älteren Larven glauben
könnte, und dass der Blastoporus als Anus persistirt, ohne durch
eine secundäre Ectoderm -Einstülpung weiter nacü innen verlegt zu
■^erden. — Die nächsten Stadien tragen alle Tornaria -Charaktere
106 Dl'- Ant. Coli in: Bericht über die wisseuschaftlichen Leistinigen
Der Darm ist mehr in einen Mittel- ii. Hinter darm differenzirt. Die
vordere Leibesliölile ist gebildet, wahrscheinlich aus amöboiden Zellen;
sie öffnet sich dorsal durch einen Porus (Rüsselporus). Verbindung
zwischen Mittel- u. Hinterdarm sehr enge. Aeussere Beschr. eines
dritten, ausgewachsenen Stadiums. Die vordere Leibeshöhle (Rüssel-
höhle) zeigt dieselben Verhcältnisse, wie vorher. Das „Herz" erscheint
in diesem Stad. als ein Bläschen gerade über und seithch von dem
Rüsselporus. Nach Spengels noch unveröffentlichten, dem Verf. zur
Verfügung gestellten Tafeln scheint aus diesem Bläschen sich das
,,Herz" des erwachsenen Balanogi. zu entwickeln. Nach einer
Zeichnung von Weldon erscheint das Herz als ein Sack, der in der
Büsseldrüse liegt. Er ist vollständig geschlossen und communicirt
weder mit dem Gefässsystem noch mit der Rüsselhöhle. Am
plausibelsten kann diese Bildung gedeutet werden, wenn man annimmt,
dass die vordere Leibeshöhle von B. ursprünglich eine paarige Bildung
war und dass der Herzsack die eine degenerirte Hälfte der Rüssel-
höhle ist. Die Entwickelung der hinteren Mesoblasttaschen wird
beschrieben. Das apicale Sinnesorgan besteht im centralen Theil
aus bewimperten Sinneszellen; ausserhalb dieser liegen grosse Zellen,
wahrscheinlich Ganglienzellen; welche die paarigen Pigmentgruben
(,-,Augen" der Aut.) umgeben. Diese Sinnesgruben lassen vielleicht
einen Vergleich mit ähnlichen Organen bei unbewaffneten Gephyreen
zu. — In weiteren Stadien sinkt die Tornaria wahrscheinlich im
Wasser zu Boden.
*Broom, R. Abnormal Earthworm. — Trans. Nat. Hist. Soc.
Glasgow 1889, p. 203— 206. — Ref. nach: Journ. R. Micr. Soc. 1889,
p. 387. — B. berichtet über einen doppelschwänzigen Regenwurm und
vermuthet, dass, wie bei Allolob. trapez. in der Regel (Kleinenberg),
auch bei Lumbr. terrestris bisweilen 2 Indiv. aus einem Ei hervor-
gehen. Die Bauchflächen der hinteren beiden Theile gingen con-
tinuirlich in die Bauchfläche des vorderen Theiles über. iJie von
früher beschriebenen Regenwürmern erwähnte Ungleichheit der
Schwänze rührt wohl von späterem ungleichem Wachsthum her,
indem sie ursprünglich gleich lang waren.
Bunge, Cr. Weitere LTntersuchungen über die Athmung der
Würmer. — Zeitschr, Physiol. Chemie XIV, p. 318 — 324. — Dendro-
coelum lacteum, Aulastoma gulo und Clepsine bioculata können nach
Entziehung des Sauerstoffes 48 Stunden leben und noch lebhafte
Bewegungen machen. Nephelis vulg. lebte 2 — 4, Clepsine complanata
3 — 5 Tage ohne Sauerstoff. Im übrigen handelt die Arbeit von
Nematoden.
Calloni, S. Notereile entomologiche. 3. Bombyx divorato da
Planarie. — Boll. Soc. Entom. Ital. Anno 21, pp. 45 — 46. ■ — Bombyx
sp. wurde von zahlreichen Planaria polychroa ausgesaugt. —
*Caml)ri(lge, F. 0. P. On a new British Worm, AUurus tetra-
edrus. — Proc. Dorsct Field Club X, pp. 139—141, mit Figg.
in der Naturgeschichte d. freileb. Würmer während d. Jahres 1889. 107
Cassaigiieau, M. Les Enteropneustes, (d'apres renseignement
de M. J. Kunstler). - Journ. de Microgr. XIII, p. 111—115,
135—141, 171-178, 197—204, 230-237, 267—274; 53 Fig. —
Zusammenstellung bekannter Thatsachen der Anatomie und Ent-
wicklung der Enteropneusten nach den Vorlesungen von J. Kunstler
(cf. unten Kunstler). —
Cerfoiitaiiie, P. Reclierches sur le Systeme cutane et sur le
Systeme musculaire du Lombric terrestre. — Rapport de Mess. Van
Bambeke, L. Fredericq et Ed. van Beneden. — Bull. Acad. R. Belgique,
59 e annee, (3) XVIII, p. 604-627. (Wird nach Erscheinen der
ausführl. Arbeit referirt werden.)
Clialmers, A. J. & R. J. Harvey Oibsou. On the so-calied
Hepatic Cells of the Earthworm (Lumbricus terrestris). — Proc.
Liverpool Biol. Soc. I, p. 51-57, Taf. VII. 1887. Die Verff. geben
eine Uebersicht über die bisherige Litteratur. Die ,, Leberzellen"
sind in der Region hinter dem Kaumagen am stärksten entwickelt.
Nach Farbe und Anordnung lassen sie sich hier in 3 Gruppen
theilen: 1. Eine Zellmasse umgibt das Dorsalgefäss und steht
continuirlich in Verbindung mit den das Gefäss weiter nach vorn
umgebenden Zellen. 2. Zwei Paare von Zellmassen in jedem Segment
liegen dorsal vom Darm, strahlen von den Zellen des Rückengefässes
nach auswärts u. ziehen sich an den Seiten des Darmes nach unten;
diese Zellen sind dunkel-orangebraun, weiter nach hinten werden sie
heller. 3. Ventral-seitlich vom Darm findet sich jederseits eine
distincte Masse von hellgelben Zellen. — Das subintestinale Gefäss
ist frei von Zellen. Diese Anordnung zeigt sich an ^4 der Darm-
länge ; im letzten Viertel sind keine distincten seitlichen Massen vor-
handen, sondern die Zellen sind hauptsächlich um das Rückengefäss
angehäuft. Die Zellen um das R.- Gefäss vor dem Magen sind klein.
Die ,, Leberzellen" sind länglich-oval u. verschmälern sich zu einem
Fortsatz, welcher meist eine blasenförm. Anschwellung zeigt. Dieser
Fortsatz passirt die Darmmuskulatur u. verliert sich unter dem
Darmepithel. Der Inhalt besteht aus gelben, runden, homogenen
Körnern. Verff. glauben an die Leber-Natur der Zellen. Dieselben
zeigten, wie die ganze Aussenfläche des Darms saure Reaction. Im
Darm fanden sich grosse Massen von runden Körnern, ganz ähnlich
denen der gelben Zellen.
Chun, C. Bericht über eine nach den Canarischen Inseln im
Winter 1887/88 ausgeführte Reise. IL Abth. — Sitzb. Akad.
Berlin 1889, p. 519—553, Taf. IIL (Vermes p. 526-527 u. 548.)
In den Tiefen d. Atlant. Oceans sind die Sagitten häufig vertreten
(bes. S. lyra Krohn); an d. Oberfläche Spadella draco Krohn, Typhlo-
scolex (Sagittella) mülleri Busch u. Typhi, n. sp. Viele Tomopteriden
u. Alciopiden. (F. S.)
Cueiiot, L. (1). fitudes sur le sang, son role et sa formation
dans la serie animale. 2e partie: Invertebres. Note preliminaire.
— Arch. Zool. exper. (2) VII Notes p. I— IX. (Würmer p. IV— VII.)
108 Dr. Aiit. Colliii: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Bei den Polychaeten werden die Ä.möbocyten der Leibes-
höUen-Flüssigkeit in den kleinen Septaldrüsen gebildet (Meyer).
C. fand sie auch bei Polycirrus, Aphrodite, Hermione, Chaetopterus etc.
Bei sedentären Polych. (Spirographis , Psygmobranchus) bilden die
Chloragogenzellen die Amöb. — Ilaematien, welche Haemoglobin
enthalten, findet man bei Glyceriden, Capitelliden, Polycirrus hae-
matodes und Lepraea lapidaria; sie entstehen bei den Glyc. in einer
um den Bauchstrang herum gelegenen Zellmasse, bei Dasybr. caducus
in zwei Schläuchen jederseits des Nervenstranges. Bei Aphrod.,
Hermione, Chaetopt. u. Marphysa bilden sich die Geschl.-Produkte
aus den Lymphdrüsen. — Das Gefässsystem enthält kleine, von
denen der Leibeshöhle verschiedene Amöbocyten, welche Albuminoide
bilden sollen. Sie werden bei Terebelliden, Cirratuliden etc. vom
Herzkörper, bei Polyophthalmus von der im Herzen eingeschlossenen
Drüse, bei Nereis von den Pseudoklappen der Gefässe gebildet. —
Bei den Oligochaeten lösen sich die Chloragogenzellen des Darmes
und der Gefässe los und werden amöboid; nachdem ihr Körnchen-
Inhalt für die Ernährung verbraucht ist, werden sie zu farblosen
Amöbocyten. Die Chloragogenzellen absorbiren die Verdauungs-
produkte und bilden sie zu Albumin um, welches sie dann in der
ganzen Leibeshöhle verbreiten. — Hirudineen. Die Lymphdrüsen
werden durch die ,,bothrioidalen Schläuche" (Ray Lankester) dar-
gestellt (Nephelis, Aulastoma, Hirudo). Das ,,vaso-fibröse Gewebe"
(Lankester) steht zu den letzteren in keiner Beziehung. Zwischen
beiden Bildungen finden sich Zellen, we]che im Innern Proteinkörner
aufhäufen (Reservezellen). Verf. glaubt, dass auch die gelben Körner
der bothr. Schläuche und des vaso-fibr. Gewebes Reservestoffe dar-
stellen. Bei Pontobdella u. Clepsine finden sich statt der bothr.
Schi, und des vaso-fibr. Gew. eben solche grosse Zellen mit gelben
Körnern und Protein -haltige Reservezellen. Gephyreen. Die
periviscerale Flüssigkeit enthält bei Phascolos. u. Sipunculus Amöbo-
cyten mit albuminogenen, und andere mit albuminoiden Körnern
(Reservezellen), und Haematien, welche gelöstes an der Luft oxydir-
bares Albuminoid enthalten (von Krukenberg fälschlich Haemerythrin
genannt). Die bei Sip. einzelligen, bei Phascol. mehr- (bis 30-) zelligen
bewimperten ,, Urnen" sind nicht parasirt. Infusorien, sondern haben
den Zweck, die perivisc. Flüss. umherzubewegen. Ferner finden sich
im Blut grosse ein- oder mehrzellige Blasen von unbekannter Be-
deutung. Die Lymphdrüse ist hier das sogen. Gefässsystem am
Oesophagus. In diesen Schläuchen bilden sich die Haematien und
Amöbocyten, welche sich loslösen und nach dem Zerplatzen der
Wandung in die Leibeshöhle wandern. Die „Urnen" bilden sich an
der Aussenseite des dorsalen Schlauches aus einer hohlen, gestielten
Blase. Bei BoneDia enthält die periv. Flüss. nur normale Amöbo-
cyten; Lymphdrüse ist der Zellbelag des Bauchgefässes, deren Ver-
längerung das Ovarium darstellt; auch hier findet also, wie bei
Bryozoen u. Anneliden die Eibildung aus einem ursprünglich lym-
phatischen Gewebe statt, (cf. [2].)
in der Naturgeschichte d. freileb. Würmer während d. Jahres 1889. 109
Derselbe (2). Formation des produits genitaux par les glandes
lymphatiques (Invertebres). — Assoc. frang. p. l'avanc. d. Sei.
18e Sess. le partie, p. 316; Ile partie, p. 581 — 586. — Ausz. : Rev.
biol. Nord Fr. 1888—89, p. 472. — Verf. definirt die Lymphdrüse
der Evertebraten als „eine Masse von Zellen, welche sich allmählich
mit sehr charakteristischen lichtbrechenden Körnern erfüllen, denen
C. eine Rolle bei der Bildung der Albuminoide des Blutes zuertheilt ;
die Körner enthaltenden Zellen werden amöboid, lösen sich von der
Drüse ab und bilden die Amöbocyten des Blutes". — Bei einer
Anzahl von Anneliden u. Gephyreen entstehen aus den Lymphdrüsen
die Geschl.-Organe. — Bei Lumbriconereis, Terebelliden, Arenicoliden
und Serpuliden sind die Lymph- und Genitaldrüsen getrennt; in
einigen Gruppen aber sind sie vereinigt, oder vielmehr entwickeln
sich die Genit.-Produkte auf Kosten der Lymphdrüsen. Bei Aphrodite
acul. finden sich ausser der Zeit der Geschl. -Reife an den Septen
zahlreiche Zellmassen, bis 1 mm gross, deren Zellen amöboid sind,
lange Pseudopodien ausstrecken und mit lichtbrechenden charak-
teristischen Körnern vollgepfropt sind (Lymphdrüsen). Zur Zeit der
Fortpfl. (Mai) findet man an denselben Stellen die Ovarien, welche
eine Mischung von lymphatischen Zellen und Eiern mit allen Ueber-
gangsformen enthalten. Amöboide mit Dotter versehene Zellen um-
geben das sich entwickelnde Ei und tragen so zur Bildung des
Albumins des Eies bei. Aehnliches bei Hermione hystrix, bei Chae-
topterus variopetlatus u. Marphysa (Lymphdrüsen resp. Ovarien an
den Gefässen). Bei Bonellia entwickeln sich die Eier auf einer
Verlängerung der Lymphdrüse, welche das Ventralgefäss umgibt.
Dalla Torre, K. W. Die Fauna von Helgoland. — Zool.
Jahrbb. 1889, Supplem. 99 p. (Vermes p. 87 — 92.) — Zusammen-
stellung der Fauna nach älteren Quellen. Erwähnt sind 86 Spec. (F.)
*Dendy, A. Zoological Notes on a Trip to Walhalla. —
Victor. Natur. VI, 8, p. 128-136.
Dittrich, ß. lieber das Leuchten der Thiere. — Beil. z. Progr.
Realgymnas. am Zwinger. Breslau. 8<^. 70 p. 1888.
D. gibt eine Zusammenstellung der bisherigen Beobachtungen
über das Leuchten der Thiere. Erwähnt werden: 18 Polychaeten,
3 Oligochaeten, 1 Sagitta, 1 Turbellarie, 1 Balanoglossus.
Du Plessis, G. (1). Note sur ,,rOtoplana intermedia'-. — Zool.
Anz. XII, p. 339—342. — Beschreibung dieser neuen interessanten
marinen Triclade. Es findet sich keine Spur von Augen, dagegen
vor dem Gehirn eine frontale Otocyste, wie bei den Monotidae.
Rechts und links davon liegen dorsal 2 Wimpergruben, ähnlich
denen der Nemertinen und Cylindrostomen. Der Körper ist ringsum
am Rande mit langen, paarweise und in gleichen Intervallen stehenden
Tastborsten besetzt. Das Gehirn und die davon abgehenden Nerven
sind wie bei den Monotidae. Zwischen den gewöhnlichen Wimper-
zellen der Plaut finden sich Ivlebzellen. Auch der Genitalapparat
gleicht dem der Monotidae, aber es findet sich, wie bei allen
110 Dl". Ant. Collin: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Tricladen, nur eine Geschl.-Oeffnung. Der Digestionsapparat aber
stimmt mit dem der Planarien vollständig überein (banmförmig ver-
ästelt), und weicht also ganz von dem der Monotiden ab. Ot. ist
also eine interessante Zwischenform zwischen Rhabdocoelen und
Dendrocoelen. (T. S.)
Derselbe (2). Sur le Monotus setosus. — Zooh Anz. XII,
p. 626— 630, 2 Fig. — M. setosus nimmt eine ähnliche Zwisehen-
stellung ein, wie Otoplana (cf. [1]). Ohne Augen; vor dem Gehirn
eine frontale Gehörblase; beiderseits 1 Wimpergrube. Borsten des
Leibesumfangs wie bei Otoplana; vorn eine Doppelreihe von Dornen.
Gehirn scheibenförmig. Die Klebzellen der Haut sind auf der Rücken-
seite des Schwanzes lokalisirt und bilden Warzen od. Papillen; diese
findet man auch auf zwei oder drei Paaren symmetrischer, seitlicher
Polster. Ihr histol. Bau genau wie bei Planaria dioica und Gunda
segmentata. Rüssel, Rüsselscheide u. Mundporus wie bei Otoplana.
Darm wie bei Rhabdocoelen: länglich ovale Höhlung, aber mit zahl-
reichen unregelmässigen Lappen, also Annäherung an die dentritische
Darmform der Planarien. Im Bindegewebe finden sich zerstreute
sternförmige Pigmentzellen. Trotzdem erscheint das Thier weiss, nur
über der Otocyste liegt ein dünnes schwärzliches Bändchen. Haut-
muskulatur, wie bei anderen Monotiden, mit zahlreichen Rhabditen,
welche die Haut durchbohren und wahre Nematocysten sind. Ge-
schlechtsorgane im Allgemeinen wie bei Monotiden u. Otoplana.
Mit Ausnahme des Darmes ähnelt also der Bau von M. set. im
Ganzen dem von Otoplana. Beide bilden eine Brücke zw. Rhabdoc.
u. Dendrocoelen. (F, S.)
Eckstein, K. Repetitorium der Zoologie. Leipzig, 8<^, 303 p.,
240 Fig. (Vermes p. 44—55, Fig. 34—44). Allgemeine Anatomie.
Fewkes, J. W. A new marine larva and its affinities. — Ann.
Mag. Nat. Hist. (6) IV, p. 177 — 181. — Beschreib, einer neuen
Larvenform von der atlant.-nordamerikan. Küste. Sie zeigt gewisse
Aehnlichkeit nüt Brachiop.- u. Bryozoen- Larven und scheint am
nächsten mit Mitraria verwandt. Verf. schlägt für die gemeinsame
Vorfahrenform der Brachiopoden, Chaetopoden und Bryozoen diesen
Namen Mitraria vor.
Fisk, 0. H. R. (On Bipalium kewense.) — Proc. Zool. Soc.
1889, p. 586. — (F.) — F. hat B. kew. in Capetown längere Zeit
in Gefangenschaft gehalten.
Fletcher, J. J. Notes on Australian Earthworms V. — Proc.
Linn. Soc. N. S. Wales (2) III for 1888 (1889), p. 1521-1558. —
Ref.: J. R. Micr. Soc. 1889, p. 515. — Verf. setzt seine Studien über
Terricolen fort (cf. Braun's Ber. f. 1888, p. 30). 20 neue Oligoch.
werden beschrieben aus den Gatt. Megascolides, Perissogaster,
Digaster, Cryptodrilus und Perichaeta von N. S. Wales, Queensland
und S. Australien. (F. S.)
in der Naturgeschichte d. freileb. Würmer währerd d. Jahres 1889. IH
Friedländer, B. Ueber die markhaltigen Nervenfasern und
Neurochorde der Crustaceen und Anneliden. — Mitth. zool. Stat.
Neapel IX, p. 205—265, Taf. VIIT. (Refer. im nächsten Jahrgang.)
Garmaii, H. (1). On the Anatomy and Histology of a New
Earthworm (Diplocardia communis gen. et sp. nov.). — Bull. lUin.
State Labor. Nat. Eist. III, p. 47-77, Taf. I— V. 1888. — Ref.:
J. R. Micr. Sog. 1889, p. 220, und in: Americ. Natur. XIX, p. 1030
bis 1031. — (F,S) Ausführl. Beschreibung von Diplocardia (Fam.
Acanthodrilidae), mit doppeltem Rückengefäss, bestehend aus 2 Röhren,
welche nur an den Dissepimenten verschmolzen sind. Subneurales
Gefäss fehlt. — Aufzählung der nordamerikan. terricolen Oligochaeten.
*Der selbe (2). A preliminary report on the Animals of the
Waters of the Missisippi Bottoms near Quincy 111., in August 1888.
— Springfield, 1889, 53 p.
Giard, A. Fragments biologiques. 16. Sur l'Habitat dePhreoryctes
menkeanus Hoffm. — Bull. Sei. France Belg. (3) II (Tome XX),
p. 171. — (F) — Faunistisches über Phreoryctes; neuer Fundort
(Boussac). Frühere Fundorte erwähnt.
Giglio-Tos, E. Studio istologico sull'integumento dell'Aula-
stomum gulo. - Boll. Mus. Zool. Anat. Comp. Torino IV, N. 67;
7 p. ; 1 Fig. — Die Cuticula ist sehr fein, durchsichtig und homogen.
Eine Streifung wurde nicht beobachtet. Verf. glaubt mit Saint-Loup
u. Bourne, dass die Cut. als ein Drüsensekret entstehe. Die Hypo-
dermis unterscheidet sich nicht wesentlich von einem Cylinderepithel,
doch sind die Zellen nach aussen sehr verbreitert; sie haben mem-
branae propriae und enthalten eine fein granulirte Masse mit rundem
Kern u. Kernkörperchen. Das braune Pigment stammt aus den
Zellen, welche den Darm umgeben (,, Leberzellen" Brandt) („Fett-
zellen" Leydig). Diese Zellen enthalten eine ölige Flüssigkeit, in
welcher sich Massen von braunen Körperchen finden. Nachdem die
Zellen ihre Form verändert haben, wandern sie durch die Muskulatur,
verlängern sich und verlieren einen grossen Theil der öligen Flüssigkeit,
während sie die braunen Granula behalten ; so werden sie zu den
Pigmentzellen der Hypodermis. Die interepithelialen Blutcapillaren
münden nach aussen, wie es von Sarasin's bei Perichaeta beobachtet
wurde (cf Beddard [17]). Die Schleimdrüsen bilden sich aus allmählich
modificirtenHypodermiszellen, deren unterer Theil sich verdickt, während
der obere Theil sich verengert. Die „clitellar glands" (Bourne) hat G.
nicht beobachtet. Sie entwickeln sich wohl nur zur Zeit der Ge-
schlechtsreife. Im Uebrigen finden sich 2 Arten von Schleimdrüsen:
mehr oberflächlich gelegene, welche nicht über die Ringmuskelschicht
hinausreichen (besonders am Rücken), und tiefer gelegene, welche
sich bis in die Längsmuskulatur erstrecken.
Graff, L. t. Enantia spinifera, der Repräsentant einer neuen
Polycladen-Famiüe. — Mitth. Nat. Ver. Steiermark 1889, 16 p.,
1 Taf. — Beschreibung einer Polyclade von Triest mit randständigen
]12 Dl'- Ant. Collin: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Chitinstacheln, welche eine neue Familie der Enantiadae repräsentirt.
(F. S.)
Grieg, J. A. Undersoegelser over dyrelivet i de vestlandske
fjorde. Bergens Mus. Aarsberetn. for 1888 (1889). No. II. —
II. Echinodermer, Annelider etc. fra Moster. 11p., 1 Taf. (Vermes
p. 7 — 9, 10.) — 36 Spec. Polychaeten, 1 Myzostoma von Moster
erwähnt. (F.)
Haller, B. Beiträge zur Kenntniss der Textur des Central-
Nervensystems höherer Würmer. — Arb. zool. Inst. Wien VIII,
p. 175--312, Taf. 16 — 20; 4 Fig. — (Refer. im nächsten Jahrgang.)
Harker, A. On a luminous Oligochaete. — Rep. 57. Meet.
Brit. Assoc. Adv. Sei., p, 767, 1888. — H. beobachtete leuchtende
Enchytraeus in einem Torfmoor in Northumberland.
Harmer, S. F. (1) On a new species of Dinophilus. — Proc.
Cambridge Phil. Soc. VI, p. 359. — Kurze Beschr. von D. taeniatus;
cf. die ausführl. Arbeit: Harmer (2).
Derselbe (2). Notes on the Anatomy of Dinophilus. —
Journ. Mar. Biol. Assoc. (New Ser.) I, p. 119—143, Taf. IX— X. —
Ausführliche Darstellung der Anatomie u. Entwicklung von Dinophilus
taeniatus n. sp. Der allgem. Verlauf derselben ist ähnlich der von
Korscheit von D. gyrociliatus (D. apatris) beschriebenen. Seinen
Verwandschafts-Beziehungen nach ist Din. ein Archiannelide und ist
nahe mit Histriodrilus und Protodrilus verwandt. Trotz seiner Archi-
anneliden-Natur ist es jedoch möglich, mit Korscheit, Weldon u. And.
eine Abstammung von Plathelminthen-ähnlichen Vorfahren anzu-
nehmen. In einer Nachschrift glaubt H., dass D. taen. vielleicht mit
D. caudatus (0. Fabr.) identisch sei. (F, S),
Haswell, W. A. A Comparative Study of striated Muscie. —
Qu. Journ. Micr. Sei. (2) XXX, p. 31—50, Taf. IV— V. — H. unter-
suchte viele Polychaeten: Polynoe^ Hesione, Syllis, Nephthys etc.
Resultate: Es giebt 2 Haupttypen von gestreifter Muskulatur, den
einfachen und den zusammengetzten. Letzterer findet sich in seiner
primitivsten, als auch in hoch entwickelter Form bei gewissen Poly-
chaeten; die zusammengesetzten gestreiften Muskelfasern treten hier
als Aequivalente von Bündeln ungestreifter Fasern auf, wie sie in
correspondirender Lage bei verwandten Formen vorkommen. Jede
zusammengesetzte gestreifte Faser stammt von einem Bündel einfacher
ungestreifter Fasern ab. In ihrer einfachsten Form (Pharynx von
Syllis) hat sie nur ein einziges transversales Netzwerk, welches durch
eine Zone einfach brechender Substanz verläuft, ungefähr in der
Mitte der Faser, und jederseits eine doppelbrechende Zone. Auf
einem etwas höheren Stadium kommen 2 weitere Netzwerke hinzu,
und bei anderen Species finden sich 6 — 20 transversale Netzwerke.
In der höchst entwickelten Form der Fasern (bei Syllis corruscans),
haben sie alle wesentlichen Charaktere der quergestreiften Fasern
der Arthropoden und unterscheiden sich davon nur durch die gröbere
in der Natuigeschichte d- freileb. Würmer während d. Jahres 1889. 113
Structnr der Fibrillen und Netzwerke. Wahrscheinlich entwickelt
sich das ursprünglich einfache transversale Netzwerk aus intranucle-
ären Filamenten der anliegenden Kerne der ungestreiften Fasern.
Horst, ß. (1) On a remarkable Syllis-bud with extrudible
segmental organs. — Notes Leyden Mus. XI, p. 11 — 15, Taf. I, II,
Fig. 1. — H. untersuchte Fragmente einer Syllis vom Malayischen
Archipel An der Basis der Füsse fanden sich dunkelbraue Säckchen,
welche in verschiedenem Grade ausgestülpte Segm.- Organe waren.
Nähere Beschreibung derselben. Es bleibt fraglich, ob diese Aus-
stülpung eine normale Erscheinung oder eine Folge der Abtödtung
ist. H. glaubt das erstere, da nach Ehlers Aehnliches bei Glycera-
Arten stattfindet. Verf beschreibt noch genau die Augen u. erörtert
die systemat. Stellung dieser Art. (F, S).
Derselbe (2). Contributions towards the knowledge of the
Annelida Polychaeta. 2. On Arenicola-specimens from the Gulf of
Naples. — Notes Leyden Mus. XI, p. 37 — 45, Taf III. — System.
Beschreibung von 3 Arenicola-Arten von Neapel. (F).
Derselbe (3). Dasselbe. 3. On species of Nereis belonging to
the subgenus Perinereis. — Ebenda, p. 161—186, Taf. VII— VIII.
— Beschreibung von 8 Nereis-Arten (3 n. sp.). Bestimmungstabelle
des Subgen. Perinereis. (F, S).
Hoyle, W. E. On the deep-water Fauna of the Clyde Sea-area.
— Journ. Linn. Soc. Zool. XX, p. 442—472, Taf 29. (Vermes
p. 458, 462, 464, 469, 471 — 472.) — (F). — Fauna des Firth
of Clyde.
Joubin, L. (1). Sur la repartition des Nemertes dans quelques
localites des cotes de France. Comp. rend. 109, p. 231 — 233. —
Vorl. Mitth. zu (2).
Derselbe (2). Recherches sur la faune des Turbellaries des
cotes de France. Assoc. frang. p. l'avanc. d. Sei., 18 e sess. le pt.,
p. 315; Ile partie, p. 570—579. — Ausz.: Rev. biol. Nord France
Annee 1888—89, p. 468—472. — Verf führt 60 französ. Species
von Nemertinen auf und bespricht die Tiefenverbreitung derselben,
wobei 5 Zonen unterschieden werden, welche ihre charakteristischen
Vertreter haben. 29Spec. kommen zugleich im Mittelmeer u. Atlant.
Ocean vor; 18 Sp. sind auf das Mittelmeer, 13 Sp. auf den Atlant.
Ocean beschränkt. Parasitisch finden sich: ein zwittriges Tetrast, in
Ascidien, Oerstedia vittata in Phallusia, Malacobd. in Cardium,
Nemertes carcinophila auf Krabbeneiern, Tetrast, rusticum (n. sp.)
zwischen Cynthia rustica. — (F, S).
Derselbe (3). Sur un Nemertien geant des cotes de France.
Rev. Biol. Nord France I. annee, p. 458—460. — Ueber die Syno-
nymie von Cerebratulus marginatus Ren.
Keller, C. Reisebilder aus Ostafrika und Madagaskar. Leipzig,
80. 341 p., 43 Fig., 1887. — Verf spricht p. 235 ft'. über die Humus-
bildung und natürliche Bodenkultur in den Tropen und erörtert
Aich f. Naturgesch. Jahrg. 1890. Bd.U. H.3. Ö
114 Dr. Aiit Coli in: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
dabei aucli die Tliätigkeit der Regenwürmer. Madagaskar ist reich
an Regenwurm-Arten ; sehr zahh'eich kommt Perichaeta vor, welche
in faulem Laub, besonders aber in den Blattscheiden von Bananen
lebt. Andere Arten leben in der Erde. K. beschreibt einen neuen
Riesen-Regenwurm Geophagus von 80 cm Länge (ohne Hinterende)
(Fig. 28 — 30), spricht über die Lebensweise des Wurmes und bildet
die thurmförmigen Excrementhaufen ab. Schhesslich werden Riesen-
würmer anderer Gegenden genannt. Auf p. 292 wird massenhaftes
Vorkommen von Landblutegeln im Urwald erwähnt (Abbild. Fig. 34).
- (F, S).
Korscheit, E. Beiträge zur Morphologie und Physiologie des
Zellkernes. — Zool. Jahrbuch. Anat. Abth. IV, p. 1—154, 12 Fig.,
Taf. 1^ — 6. — Behandelt p. 28 — 29 die verschiedene Form des Keim-
bläschens von Spinther, die auf amöboide Beweglichkeit desselben
zurückzuführen ist.
Kowalevsky, A. Ein Beitrag zur Kenntniss der Excretions-
organe. — BioL CentralbL IX, p. 33—47, 65—76, 127—128. (Vermes
p. 70 — 73, 128.) Refer. von J. Delage in: Arch. zool. exper. (2) VII,
Notes, p. XXXIV— XLII. —
Nach Einspritzung von carminsaur. Ammon sammelt sich das-
selbe bei Nereis cultrifera in den Knäueln der Segm.-Organe; der
Wimpertrichter bleibt ungefärbt. Eingeführte blaue Lakmustinktur
färbt die Segm.-Org. ebenfalls intensiv roth; sie reagiren sauer, da
Ammoniak sie tiefblau färbt. Die Einspritzung von carminsaurem
Ammon + Indigocarmin führt zu einer Rothfärbung der Segm.-Org.,
wie bei Carmin allein. Das Indigocarmin wird von den Blutkörperchen
und von segmental angeordneten, dorsal gelegenen Drüsenzellen-
gruppen der Haut aufgenommen. Bei Lumbricus scheidet nach
Einführung v. Carmin in die Leibeshöhle nur ein Theil der Segm.-Org.
(die 3. Schlinge Gegenbaur's) Carmin aus. Das Indigocarmin wird
von den Chloragogenzellen aufgesogen, welche grün werden; auch
die Blutgefässe werden oft blau. Durch blaue Lakmustinctur wird
der Theil des Segm.-Org., welcher Carmin abscheidet, roth, ebenso
die breite äusserste Schlinge (Muskelschlauch, Gegenbaur). Aphro-
dite u. Polynoe zeigen ähnhche Reactionen. Phascolosoma u.
Aspidosiphon: bei Einspritzung von Indigocarmin u. Carmin färbten
sich die beiden Segm.-Org. blau; die Peritonealzellen des Hinterdarms
wurden roth; letztere wurden auch durch Lakmus röthlich. Bei
Bonellia nahmen die Zellen der Hinterdarm -Anhänge Carmin auf
u. wurden von Lakmus roth; die Trichter bheben ungefärbt. Clep-
sine u. Nephelis: Carmin wurde von den knäuelförmigen Gängen
der Segm.-Org. aufgenommen u. ausgeschieden. Roth färbten sich
auch einige im Körper zerstreute Zellen. Indigocarmin färbte die
Blutgef oft blau, ebenso die Muskeln und zerstreute Zellen der
Leibeshöhle. — Nach längerer Carminfütterung speicherten bei
Melinna adriatica die inneren Schlingen der Segm.-Org. viel
Carmin auf. Diese meist ganz specifisch gebauten Schlingen der
in der Naturgeschichte d. freileb. Würmer während d. Jahres 1889. 115
Sedentären Anneliden entsprechen also den Theilen der Harnorgane,
welche K. als sauer reagirende Theile bezeichnet.
Kükenthal, W. Opheliiden, in : Kükenthal, Beiträge zur Fauna
Spitzbergens. — Arch. f. Nat. Jahrg. 55, I, p. 147 — 148. — 2 sp.
erwähnt. 1 Ammotrypane n. sp. — (F, S).
Kiilagin, N. Ueber einige im europäischen Russland und in
Sibirien vorkommende Arten von Regenwürmern. Bull. Acad. Sei.
Petersbg. (2) Tome 33, p. 181-190. — Faunistisches. Be-
sprechung der Litteratur über nordische Regenwürmer; Aufzählung
derselben. (F, S).
Künstler, J. A propos du Balanoglossus. — Bull. Soc. zool.
Fr. XIV, p. 325. — K. lehnt jede Verantwortung für die Arbeiten
seiner Schüler ab, namentlich in Bezug auf die Arbeit von Cassaigneau
über Enteropneusten (cf. oben Cassaigneau). —
Labbe, A. Note sur quelques Crustaces, Rotateurs et Annelides
du Departement de la Mayenne. Bull. Soc. d'etud. scientif, d'Angers
(nouv. ser.) XIX. annee, 1889 (1890). — Anneliden von Laval. — (F).
Lippitscli, K. Beiträge zur Anatomie des Derostoma uni-
punctatum Oerst. — Z. f. wiss. Zool. XLIX, p. 147—167; Fig.;
Taf. VIII. — (Refer. im nächsten Jahrgang.)
Mac Munn, C. A. Contributions to Animal Chromatologj.
Qu. Journ. Micr. Sei. XXX, p. 51—96, Taf. VI. — (Referat im
nächsten Jahrgang.)
Marchai, P. L'acide urique et la fonction renale chez les
Invertebres. — Mem. Soc. Zool. Fr. III, p. 31—87 (Vers p. 34,
43 — 48, 86). — M. gibt eine Uebersicht der einschlägigen Litteratur
(p. 34). — Die früheren Beobachtungen von Harnsäure in den
Segm.-Organen von Hirudo u. Lumbricus beruhen auf Irrthum; beim
Blutegel kommt sie sicher nicht, bei L. wahrscheinlich auch nicht
vor. Die Seg-m.-Org. des Blutegels enthalten ein Alcaloid, vielleicht
Leucin oder Trimethylamin.
Marenzeller, E. v. (1). AnneHden, in: Kükenthal, Beiträge
zur Fauna Spitzbergens. — Arch. f. Nat. Jahrg. 55, I, p. 127—132.
— 33 Spec. Polychaeten erwähnt. Besonders ausführhch wird das
Genus Stylarioides chiaje behandelt; dieser Name ist an Stelle von
Trophonia And. M.-E. zu setzen. (F, S).
Derselbe (2). Annulaten des Beringsmeeres. — Ann. Hofmus.
Wien V, p. 1 — 8, Taf, I. — Bearbeitung der von den Gebr. Krause
gesammelten Annulaten (33 Spec). Nähere Beschreibung von 1 Typo-
syllis n. sp., T. armillaris (Müll.), 1 Stylarioides n. sp. und Stern-
aspis fossor n. sp. (F, S). —
Maupas, E. Sur la multiplication agame de quelques Meta-
zoaires Interieurs. — Comp. rend. 109, p. 270 — 272. — Um seinen
für Protozoen aufgestellten Satz, dass dauernde ungeschlechtliche
Fortpflanzung zu seniler Degeneration führt, weiter auszudehnen,
untersuchte Verf. auch Metazoen, welche sich parthenogenetisch u.
8*
116 Dr. Ant. Colliii: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
durch Knospimg fortpflanzen (ausser Rotatorien Nais, Pristina und
Chaetogaster). Bei Cli. bildeten sich je nach der Temperatur alle
24 — 48 Stunden neue ungeschl. Generationen ; während 45 ungeschl.
Gen. wurde niemals eine geschl. beobachtet.
Meiidthal, M. Untersuchungen über die Mollusken und Anne-
liden des Frischen HafFs. Inaug.-Diss. Königsberg i. Pr. 1889, 16 p.,
Taf., und in: Sehr. Phys. Oekon. Ges. Königsbg. XXX, p. 27 — 42.
— 12 Spec. Anneliden erwähnt. Tubifex rivulorum ist die einzige
Form, welche durch das Leben im Brackwasser äusserlich modificirt
ist: die ersten 15 — 16 Segm. der Hati'-Form tragen nämlich (statt
dreizähnigen Rückenborsten der Süsswasserform) auch zweizähnige
Borsten, wie die folg. Segmente. Nur 1 mariner Vertreter: Nereis.
— N. diversicolor ist Hermaphrodit. Ein Gegensatz von epitoker u.
atoker Bildung der Ruder findet nicht statt, was wohl mit dem
Hermaphroditismus und der schwerbeweglichen Lebensw^eise in Zu-
sammenhang steht. Die Anlage der Eier findet früher statt, als die
der Samenmutterzellen u. auch in der Reife gehen erstere den Sper-
matozoon voran. Bezüglich der Anlage der Eizellen hat M. eine
Auffassung, welche die Ansichten von Claparede u. Schröder ver-
bindet. Die Anlage der Hodenbildung geht zwischen den dorsalen
Längsmuskelstämmen u. der Quermuskulatur vor sich, und nicht in
analoger Weise wie die Anlage der Eizellen, Dort bilden sich
traubige Zellhaufen, welche in die Leibeshöhle zwischen die Darm-
einschnürungen hinunterwachsen. Die Befruchtung ist bei N. div.
im Allgem. ebenso, wie bei allen Polychaeten eine äussere; nur aus-
nahmsweise u. selten kann Embryonalentwicklung im Mutterleibe
durch Selbstbefruchtung vorkommen. Es folgen noch Bemerkungen
über die Segm.-Organe. (F).
Meyer, E. Terebelloidea, in: Kükenthal, Beiträge zur Fauna
Spitzbergens. — Arch. f. Nat. Jahrg. 55, I, p. 133 — 134. — 10 Spec.
genannt. (F).
Michaelsen, W. (1). Oligochaeten des Naturhistorischen Museums
in Hamburg I. — Jahrb. Hamb. Wiss. Anst. VI, 17 p., 1 Taf. —
(F, S). Cryptodrilus, Benhamia n. g., Acanthodrilus, Enchytraeus.
Derselbe (2). Dasselbe IL Ebenda, 13 p., 1 Taf. (F, S). —
Mandane, Cryptodrilus, Allolobophora, Allurus.
Derselbe (3). Die Gephyreen von Süd-Georgien nach der Aus-
beute der Deutschen Station von 1882—83. — Eljenda, 14 p., 1 Taf.
— (F, S). Phascolosoma, Priapulus.
Derselbe (4). Synopsis der Enchytraeiden. — Abh. Nat. Ver.
Hamburg XI; 59 p., 1 Taf. — Verf. gibt eine Litteratur-Uebersicht
und geschichtliche Notizen über die Enchytr., ferner Familien- und
Gattungsdiagnosen: Chirödrilus Verr., Mesenchytraeus Eisen, Stercutus
Michlsn., Pachydrilus Clap. , Marionia n. g. , Buchholzia Michlsn.,
Henlea n. g., Enchytraeus Henle, Fridericia n. g., Distichopus Leidy,
Anachacta Vejd. — Es folgen Verzeichnisse der Spec. ine. sed.,
Sp. inquirendae und Sp. spuriae und eine Bcstimmungstabelle der
in der Naturgeschichte d. freileb. Würmer währeiid d. Jahres 1889. Il7
Gattungen. Eine graphische Darstellung der Verwandtschafts-
beziehungen zwischen den Gattungen und eine 'J abelle der geogr.
Verbr. bilden den Schluss. (F, S).
M'Iutosh, W. C. On the Pelagic Fauna of the Bay of St.
Andrews during the Months of 1888. — VII. Ann. Rep. Fishery
Board for Scotland for 1888 (1889), pt. III, p. 259—310, Taf. III
bis VI. — (F) — Pelagische Würmer von St. Andrews: Sagitten,
Tomopteris, Autolytus, Nereilepas, Polydora, Nerine, Spioniden- und
Terebelliden-Larven, und viele andere.
Moniez, R. (1) Note sur le Lumbricus (Photodrilus) phosphoreus
Duges. — Rev. biol. Nord France I. annee, pp. 197 — 200. — M.
citirt die bisherige Litteratur über leuchtende Regenwürmer. Ph.
phosph. auch in Lille in Gärten gefunden. Im September wurde
lebhaftes Leuchten beobachtet, welches bei Regen aufhörte. Zahlreich
vorhandene Allolob. foetida leuchteten nicht. Verf. fragt nach der
Ursache des Leuchtens. Es scheint nur zufällig aufzutreten, denn
wenn es regelmässig eintreten und etwa mit den sexuellen Ver-
hältnissen zusammenhängen würde, müsste es bei A. foetida viel
öfter beobachtet sein. Eine pathol. Erscheinung kann es nicht sein.
Da Ph. phosph. in Lille weit verbreitet ist, hält M. den Wurm für
einheimisch (F, S).
Derselbe. (2) Faune des eaux souterraines du departement
du Nord et en particulier de la ville de Lille. — Rev. biol. Nord
France, (I), Annee 1888—89, p. 81—94, 142—153, 170—182, 241
bis 262, 309—318. (Würmer p. 142—153). — 10 Turbellarien,
2 Nematoden, 13 Anneliden aus unterirdischen Gewässern. Aus-
führlicher werden Planaria cavatica Fries u. Phreoryctes menkeanns
Hoffmst. behandelt (F, S).
*Niniii, A. P. Specie appartenenti alla famiglia Hirudinea
raccolte nelle acque dolci del Veneto. — Riv. Ital. Sei. Nat. e Boll.
Natural. Anno IX, p. 251.
Oerley, L. A Magyarorszägi Piöczak Faunäja. — Mathem.
termeszett. Közlem. XXII, p. 61— 115; 1 Fig. 1886. Blutegel-Fauna
von Ungarn (ungarisch mit lateinischen Diagnosen und Bestimm. -
Tabellen). 46 Species (incl. Branchiobdella). Neu: 1 Trocheta,
1 Nephelis, 3 Clepsine. (cf. Braun's Ber. f. 1888, p. 36—37) — (F, S).
Packard, A. S. The Cave Fauna of North America, with
Remarks on the Anatomy of the Brain and Origin of the Blind
Species. -- Mem. Nat. Acad. Sei. Washington IV, pp. 1 — 156, Figg.
Taf. 1 —27. — 1888. Untersuchungen zahlreicher Höhlen in Kentucky
Zusammenstellung der Faunen der einzelnen Höhlen. Systemat.
Beschreibung von Vortex (?) cavicolens Pack, und Dendrocoelum
percaecum Pack. (p. 27). Liste amerikanischer und europäischer
Höhlenbewohner. Ausführl. Litteratur- Verz. über dieselben (F, S).
Platner, Cr. Beiträge zur Kenntniss der Zelle und ihrer
Theilung. 6. Die Bildung der ersten Richtungsspindel im Ei von
118 Dr. Aut. Oollin: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Aulastomum gulo. — Arch. micr. Anat. XXXIII, pp. 204 — 213, Taf. 14.
— (Referat im nächsten Jahrgang).
Priiice, E. E. (1) On the ova of Tomopteris onisciformis. —
Rep. 57. meet, Brit. Assoc. Adv. Sei. 1888, p. 769. — Die Eier von
T. entstehen nicht, wie frühere Autoren angenommen haben, als
einzelne Zellen, welche sich theilen und zusammengesetzte Massen
(„germ-cells", Carpenter) bilden, sondern sie bilden sich als zusammen-
gesetzte Zellgruppen. Eine dieser Zellen scheint auf Kosten der
übrigen zn wachsen und so ist das reife Ei das Produkt mehrerer
primären Eier, welche als Nahrung aufgebraucht sind.
Derselbe. (2) On a ciliated organ in Tomopteris onisciformis.
Ebenda, p. 769. (Nur Titel, ohne Text).
PruTOt, Gr. Sur la formation des stolons chez les Syllidiens.
— Compt. rend. 108, p. 1310—1313. — Vorl. Mittheilung. (Referat
nach Erscheinen der ausführl. Arbeit).
Ralion, J. Note sur le Systeme nerveux des Oligochaetes
limicoles. — Assoc. frang. p. l'avanc. d. Sei. 18 e Sess. I. partie,
p. 315. — Refer.: Rev. biol. Nord Fr. Annee 1888/89, p. 480. —
Verf. untersuchte Dero, Nais, Chaetogaster, Enchytraeus, Tubifex,
Lumbriculus, Limnodrilus. Die vom Bauchmark abgehenden Seiten-
nerven passiren die Längs- und Ringmuskulatur und vereinigen sich
zu einem vollständigen Ringe. Bei den in Knospung begriffenen
Thieren findet man in dem hinteren, noch nicht vollständig seg-
mentirten Körpertheil einander sehr genäherte Nervenriiige , welche
aber viel zarter sind als die Ringe der entwickelten Segmente. In
den fingerförm. Fortsätzen von Dero und im Rüssel von Nais prob,
fand R. äusserst feine Nerven-Verzweigungen.
Rosa, D. (1). Lombrichi della Scioa. — Ann. Mus. Civ. stör.
nat. Genova (2) VI, p. 571-592, Taf. IX. 1888. Ausführl. Arbeit
zur früheren Notiz, cf. Braun's Ber. f. 1888, p. 29. (F, S). Ein-
gehende Beschreibung von Teleudrilus ragazzii und Acanthodr.
scioanus n. spp.
Derselbe (2). Descrizione dell'Allolobophora mima, n. sp.
Nuova Specie di Lombrico italiano. — Boll. Mus. Zool. Anat. Comp.
Torino IV, No. 60, 2 p. — Kurze anatom. Beschreibung; ist nahe
mit A. complanata verwandt. (F, S).
Derselbe (3). Note sui Lombrichi iberici. Ebenda, No. 63,
5 p. — Ueber Terricolen von Coimbra u. Aufzählung aller bisher
erwähnten iber. Terricolen. 1 Allolob. n. sp. (F, S).
Derselbe (4). II Ctenodrilus pardaHs Clap. a Rapallo. —
Ebenda, No. 69, 4 p. — Systematisch-Anatomisches über Ct. pard.
von Rapallo. (F, S).
Derselbe (5). Sull'assenza dei Receptacula seminis in alcuni
Lumbricidi. — Ebenda, No. 71,3 p. — Wie bei Criodrilus, fehlen
auch bei Lumbricus eiseni Lev. und Allolobophora constricta Rosa
die Samentaschen und die Pubertätstuberkel. Dadurch ist Rosa's
in der Naturgeschichte d. freileb. Würmer während d. Jahres 1889. 119
Vermuthung, dass der Mangel beider in ursächlichem Zusammen-
hange steht, bestätigt. Bei solchen Lumbriciden ohne Samentaschen
kann während der Copulation das Sperma nur in Form von äusseren
Spermatophoren von einem Individ. zum andern gelangen. Da bei
Criodrilus viele Spermatophoren gebildet werden, aber keine Samen-
taschen vorhanden sind, so können erstere nicht in letzteren ge-
bildet werden (gegen Vejdovsky etc.). R. glaubt, dass die Spermatoph.
in den drüsigen Anschwellungen, welche die männl. Oeffiiungen um-
geben, entstehen. Die Sperm. bei normalen Lumbriciden mit Samen-
taschen sind accidentelle Gebilde und kommen bei der Befruchtung
nicht in Betracht, während sie bei den Arten ohne Samentaschen
die letzteren physiologisch ersetzen.
Derselbe (6). Lombrichi antartici e Lombrichi di Nias (Sumatra)
Riassunto. — Ebenda, No. 73, 2 p. — Resume der beiden folg. Arb.
Derselbe (7). I Lombrichi raccolti nell'isola Nias dal Signor
E. Modighani. — Ann. Mus. Civ. Genova (2a) VII, p. 125—136.
(F, S). — ürochaeta, Perionyx, Megascolex, Perichaeta.
Derselbe (8). I Lombrichi della Spedizione Antartica Italiana
del 1882. — Ann. Mus. Civ. Genova (2a) VII, p. 137—146. —
(F, S). Allolobophora, Mandane v. d. Magellan-Str.
Roule, L. (1). fitudes sur le developpement des Annelides et
en particulier d'un oligochaete limicole marin (Enchytraeoides marioni).
— Ann. Sei. Nat. (7) VII, p. 107—442, Taf VIII -XXII. — (Refer.
im nächsten Jahrgang).
Derselbe (2). Le developpement du Systeme nerveux des
Annelides et l'influence exercee sur lui par la symetrie du corps. —
Compt. rend. 108, p. 359 — 861. — R. untersuchte die erste Ent-
wicklung des Nervensystems besonders von Enchytraeiden. Die
Bildung des Metasoma aus dem Prosoma und der daraus resultirende
Wechsel der Symmetrie lassen sich auf ein nur nach einer einzigen
Richtung hin erfolgendes Wachsthum, nicht aber auf Generations-
wechsel (Kleinenberg) zurückführen.
ßywoscli, D. Die Geschlechtsverhältnisse des Microstoma
lineare. — Sitzb. Nat. Ges. Dorpat VIII, p. 439. — Nach R.'s
Untersuchungen ist M. lin. im Sommer zwittrig, im Spätsommer
getrennt- geschlechtlich. Es ist unsicher, wie sich die Zwitter aus-
bilden. Wahrscheinlich bilden sich in den durch Theilung ent-
standenen Weibchen nachträglich männl. Organe, welche sich vor
der Eiablage zurückbilden. R. meint, dass Licht u. Wärme bei der
Art der Fortpflanzung in Betracht kommen.
Saint-Loup, R. Sur le Polyodontes maxillosus. — Compt.
rend. 109, p. 412-414. Auch in: Ann. Mag. Nat. Hist. (6) IV,
p. 332. Ref : J. R. Micr. Soc. 1889, p. 754. — (F,S). Beschreibung
eines Pol. max. von 2 m Länge aus dem Golf v. Marseille.
Schneider, R. (1). Ueber Eisen-Resorption in thierischen
Organen und Geweben. — Abh. Akad. Wiss. Berlin. 1888. 68 p.,
120 I^i'- Ant. Coli in: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
3 Taf. — Nach Sehn. 's Untersuchungen neigen viele Gewebe des
thierischen Organismus unter geeigneten Bedingungen zu einer natür-
lichen Resorption aufgenommener Eisenverbindungen und typischen
Ablagerung derselben in Oxydform. Auch die Elementarbestandtheile
animalischer Struktur, zunächst Zelle und Zellkern, nehmen nach-
weislich an dieser Resorption Theil. Nematoden (p. 12) neigen wenig
zur Eisen-Resorption; nur bei Rhabdilis sp. wurden körnige Ab-
lagerungen im Darmtractus beobachtet. Ebenso wenig Turbellarien ;
nur bei Vortex sp. aus einer Grube im Harz ergab sich positives
Resultat. Bei Plan, torva zeigte sich eine regelmässige Resorption
in den Kernen der inneren Zellauskleidung der Darmtaschen. Bei
Nephelis vulg. (Hamburger Wasserleitung) wurde Eisenresorption
constatirt im Bindegewebe der Ringmuskelschicht, in den Drüsen-
zellen u in der Darmwandung; bei Clepsine sp. im Ring- u, Längs-
muskel-Bindegewebe u. in den Hautdrüsen. Weiter wurden unter-
sucht Nais u. Chaetogaster: geringe Res. im Darm. Im allgemeinen
neigen aber die im Grundschlamm lebenden Oligoch. zu sehr regel-
mässigen u. auffälligen Res.-Erscheinungen z. B. Tubifex, Lumbriculus
(Borsten, auch Cocons). Die Gatt. Lumbricus ist eine der am meisten
eisenhaltigen; besonders zeigt sich die Resorption hier in d. inneren
Darmzelllage und den hepatischen Drüsenzellen, im Bindegewebe der
Ringmuskulatur des Muskelmagens, in den Hoden u. in den peripher.
Drüsengruppen; weniger im Schlundkopf, Speiseröhre u, Clitellum.
— Das Eisen dient als Schutz-, Kitt- oder Bindemittel. — In den
Darmgeweben wird das aufgenommene Eisen vermuthlich als Chlorür
und milchsaures Salz zugänglich gemacht. — Die Eisen-Res. findet
in überwiegender Weise statt bei Wasserbewohnern u. bei subterranen
Organismen, unter den Landbewohnern besonders bei Humusbewohnern
(Lumbricus).
Derselbe (2). Verbreitung und Bedeutung des Eisens im
animalischen Organismus. Humboldt VIII, p. 337—345, 6 Fig. —
Die bei weitem grösste Mehrzahl aller wirklich typischen und nach-
haltigen Eisenresorptionen kommen den Pjindegeweben zu. Bei
Clepsine finden sich eisenhaltige Bindewebszellen in den Muskel-
strängen eingelagert. Bei Regenwürmern beschränkt sich die Eisen-
resorption oft nur auf das Bindegewebe im Darm oder der Körper-
muskulatur. — Die Hüllen u. Stiele der den Krebseiern u. -kiemen
aufsitzenden Branchiobdella-Eier (Fig. I) sind sehr deutlich eisen-
haltig. Wie bei anderen Oligoch. sind auch die Ei -Cocons von
Criodrilus stark eisenhaltig,
Shipley, A. E. On Phymosoma varians (Abstract). — Proc.
R. Soc. London, XLVI, p. 122-126. — Ref.: J. R. Micr. Soc. 1889,
p, 642—643. — Kopf mit 18 Tentakeln, deren Anordnung hufeisen-
förmig ist. Der Raum in der Höhlung dieses Hufeisens trägt ein
eigenthümliches pigmentirtes Epithel. Der Rüssel trägt einen dünnen,
ausdehnbaren Kragen. Hinter demselben mehrere Hakenringe,
zwischen welchen sich parallele Ringe von Sinnesorganen finden.
in der Naturgeschichte d. freileb. Würmer während d. Jahres 1889. 121
Rundliche Zellen mit grossen Kernen bilden das „Skeletgewebe" des
Kragens u. der Tentakeln; es liegt in Form eines Ringes in der
Unterlippe u. dient als Stütze und zugleich als Insertionsstelle für
die Rüsselretractoren. Darm z. Th. mit Wimperepithel, ohne
Flimmerrinne. 2 Arten von Blutkörperchen, grössere ovale in der
Leibeshöhle u. kleinere im Gefässsystem. Letzteres besteht aus
3 communicirenden Theilen: der in d. Unterlippe gelegene Theil
besteht aus einer Anzahl von anastomosirenden Canälen, welche sich
dorsal in einen Raum an der Basis des Lophophors öffnen; dieser
gibt eine Anzahl von Räumen ab, welche in die Tentakeln u. in das
muskulöse Rückengefäss führen. Letzteres dient als Reservoir für
das Blut bei eingezogenem Rüssel. Durch Contraction desselben wird
das Blut in Unterlippe u. Tentakeln getrieben, welche dadurch an-
schwellen. Die Nephridien bestehen aus einer Blase und dem secer-
nirenden Theil; die Blase mündet nach aussen und durch einen
Wimpertrichter nach innen. Die Zellen des secernirenden Theils
enthalten runde Körnchen in Bläschen, welche von Zeit zu Zeit
abgestossen werden. Gehirn zweilappig, unmittelbar unter dem
praeoralen Lobus gelegen, mit 3 Paar abgehenden Nerven. Der
Bauchstrang zeigt keine Spur von Zweitheilung oder von segmentalen
Ganglien. 2 Arten von Sinnesorganen: Sinnesgruben im Gehirn und
die Rüsselorgane. Ph. varians ist getrennt - geschlechtlich. Die
Geschl.-Organe bilden verdickte Wülste an der Basis der ventralen
Retractoren. — Sowohl die Anatomie von Ph. varians im Allgemeinen
als besonders die AehnHchkeit in Bau u. Lage des Skeletgewebes
und Kragens mit Phoronis beweist die nahe Verwandtschaft beider
Formen.
Simmoiis, W. J. Note on a Turbellarian Worm. — Science
Goss. XXV, p. 203—204, Fig. 128. — Kurze Beschreibung einer
Süsswasser-Turbellarie von Calcutta mit zahlreichen Fortsätzen am
Hinterende, welche Verf. mit den Enddornen von Rotiferen und
Chaetonotus vergleicht.
Smith, W. R. On the food of fishes. — VIL Ann. Rep.
Fishery Board for Scotland for 1888, pt. IIL p. 222-258. 1889. —
Würmer als Fischnahrung. Sipunculus, Priapulus u. mehrere Poly-
chaeten wurden im Magen versch. Fische gefunden.
Soulier, A. Sur la structure de l'epiderme chez les Serpuliens.
— Compt. rend. 108, pp. 460 — 463. — Die Haut aller untersuchten
Serpuliden besteht aus zwei Schichten, einer epidermalen u. einer
subepidermalen ; beide sind aus epithelialen oder bindegewebigen
Faserzellen zusammengesetzt, welche Schleim-Faserzellen umschliessen.
Die Unterschiede der Schichten bestehen nur in der Grösse der
Faserzellen u. ihrer Verlängerungen. Die Stützfaserzellen u. Schleim-
Faserzellen der epidermalen Schicht sind eine Differenzirung der
Bindegewebszellen der subepidermalen Schicht.
122 Dr. Aiit. C ollin: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Stokes, A. C. (1) Observations sur les Chaetonotus. — Joiirn.
de Microgr. XI, pp. 77-85, 150—153, 560—565, Taf. I— II. 1887.
Kefer: Amer. Natur. XXI, p. 583, 1887; und
Derselbe (2) Observations sur les Chaetonotus et les Dasydytes.
Op. cit. XII, pp. 19—22, 49—51, Taf. I, 1888. (Aus: *The Micro-
scope VII, p. 1 und 33; 2 Taf., 1887). (F, S). Biologische und
anatomische Notizen über Chaetonotus und Dasydytes mit Beschreibung
vieler neuer Arten.
otolc, A. 0 pohlavnich organech rodu Aeolosoma a jejich
pomeru ku Organum exkrecnim. — Sitzb. Böhm. Ges. Wiss. Math.-Nat.
Gl. 1889, I, pp. 183—194, Taf. VII. — Ueber Aeolosoma; besonders
Excretionsorgane.
Studer, Th. Die Forschungsreise S. M. S. „Gazelle" in den
Jahren 1874—1876. III Theil, Zoologie und Geologie. 4« Berlin,
322 pp., 33 Taf. — Zahlreiche Gephyreen und Anneliden sind in
den Schleppnetzresultaten aufgeführt (letztere sind von E. Grube
schon 1878 bearbeitet worden). Pg. 161 — 62 eine Zusammenstellung
der Meereswürmer von Kerguelen (F).
Trail, J. W. H. The Giant Earthworm of Gippsland. — Nature
XXXIX p. 437. — T. bemerkt zu dem betreff, früheren Artikel (cf.
Braun's Ber. f. 1888, p. 19), dass er auch in Südamerika (Manaos
am Amazonas) einen Riesenregenwurm von 30 Zoll Länge und ^1^
Breite gefunden habe.
Trautsch, H. (1) Beitrag zur Kenntniss der Polynoiden von
Spitzbergen. — Jena. Zeitschr. Naturw. XXIV, pp. 61 — 104, Taf. II
bis III. — Ref: Amer. Natur. XXIII, p. 1014. (F, S). — Ausführhche
Beschreibung von 10 Species (cf. [2]) mit vielen Abbildungen. Ein
besonderer Abschnitt handelt von den Nephridien. T. kommt zu
folgenden Resultaten: Die Nephrid. d. Polynoiden sind in ihrer ein-
fachsten Form beiderseits offene, schlauchförmige Organe. Ihr inneres
proximales Ende durchbohrt das Dissepiment, welches das betreffende
Segment, in welchem das Organ liegt, von dem nächstvorderen trennt.
Die äussere Oeffnung befindet sich an der Spitze einer neural
gelegenen Papille, welche am Hinterrande des entsprechenden Segm.
entspringt. — An jedem Nephr. ist zu unterscheiden: der Trichter,
der innere absteigende Nephridialschenkel, der Nephridialsack, der
äussere Nephridialschenkel, die Nephr. -Papille. Jedes Nephr. hat
Antheil an 2 aufeinanderfolgenden Segmenten. In jedem Segm. giebt
es nur ein Paar Nephr. — Jedes Nephr. hat nur eine äussere
Oeffnung (gegen Haswell). Die Nephr. kommen in allen Segm. vor,
ausser in den vier ersten u. dem letzten; sie sind in ihrem Bau in
den einzelnen Segm. verschieden; auch zeigen die der rechten Seite
geringe Abweichungen von denen der linken. Die 4 vorderen (ein-
facher gebauten) sind von den übrigen (complicirter gebauten) hinteren
Nephr. zu unterscheiden. Die Form der vord. Nephr., sowie aller
Nephr. bei sehr jungen Thieren stimmt überein: sie ist die primäre.
Die Form der hinteren Nephr. vor und während der Geschlechtsreife
in der Naturgeschichte d. freileb. Würmer während d. Jahres 1889. 123
ist eine secundäre. Die Nephr. bestellen aus zwei Zelllagen, einer
inneren epithelialen u. einer äusseren peritonealen. Die einzelnen
Formelemente der inneren Zelllage sind wahrsclieinlich Wimperzellen ;
an verschiedenen Regionen der Organe zeigen dieselben ein differentes
Verhalten. — Physiologische Resultite: Alle Nephr. funktioniren als
Nieren. Sie führen Elemente der Leibesflüssigkeit u. die von ihren
Wandungen abgeschiedenen Concretionen aus; dies sind die „primären
Funktionen". Die vord. 4 Paar Nephridien haben nur die ,,prim.
Funktionen". Die hinteren Nephridien sistiren ihre Nierenthätigkeit
während der Zeit der Geschlechtsthätigkeit. Die hint. Nephr. haben
während der Geschlechtsreife die Aufgabe, die Geschl.- Produkte,
Sperma und Eier, auszuführen (,, secundäre Funktion"). Die hint.
Nephr. unterliegen also einem Funktionswechsel. Die Geschl.-Produkte
werden nicht durch die Thätigkeit der Nephr., sondern hauptsächlich
durch Contractionen der umgebenden Muskeln nach aussen befördert.
(F. S).
Derselbe. (2) Zur Kenntniss der Polynoiden von Spitzbergen,
in: Kükenthal, Beiträge zur Fauna Spitzbergens. — Arch. f. Nat.
Jahrg. 55, I, pp. 135— 146, Taf. VII, Fig. 1—3, — 11 Spec. genannt.
1 Ilarmothoe n. sp. (F, S).
Taillant, L. M. Histoire naturelle des Anneies marins et d'eau
douce. Lombriciniens, Hirudiniens, Bdellomorphes, Teretulariens et
Planariens. Tome 3, I. partie. 340 pp. , S'', Paris. — Das Werk
ist eine Fortsetzung des gleichnamigen Werkes von Quatrefages und
behandelt eingehend die Anatomie, Physiologie und Systematik der
Terricolen Oligoch., Lumbriculiden u. Enchytraeiden, mit Bestimmungs-
tabellen der Familien und Gattungen u. Angabe der Synonyma. Am
Schlüsse ein Litteraturverzeichnils (S).
Vejdovsky, F. (1) Note sur le Pachydrilus subterraneus n. sp.
— Rev. biol, Nord France I .annee, pp. 121 — 123, Taf. IL — Pachydr.
n. sp. von Prag u. Lille. In den Hoden schmarotzt die Gregarine
Gonospora pachydrili (F, S).
Derselbe, (2) Poznämky vyvojepisne, — Sitzb. Böhm. Ges.
Wiss. Math.-Nat. Gl., 1889, I, pp. 164—179, Taf. V— VI, 4 Textfig. —
Behandelt die ersten Entw.-Stadien eines Oligochaeten (Rhynchelmis?)
Wagner, F. von. Zur Kenntniss der ungeschlechtlichen Fort-
pflanzung von Microstoma. — Zool- Anz. XII, pp. 191 — 195. —
W. untersuchte M. lineare Oerst. und giganteum Hallez, welches letztere
er gegenüber v. Graff als Art aufrecht erhält. Der erste Schritt zur
ungeschl. Vermehrung erfolgt nicht immer, aber in der Regel an d.
Grenze des 2. und letzten Körperdrittels durch Bildung eines, quer
zur Längsachse gerichteten, Integument und Darm verbindenden,
parenchymatösen Dissepiments, welches um den ganzen Körperumfang
ausgebreitet ist. Die Grösse der zum ersten Male knospenden Thiere
ist sehr variabel. Die von Hallez u. v. Graff angebene Formel für
den Rhythmus der Knospungen wird vielfach durchbrochen und nur
ein Bruchtheü derselben geht in jener Weise vor sich; eine jüngere
124 Dl'- Aut. Coli in: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Knospe kann bisweilen schneller weitere Knospenanlagen procUiciren,
als eine ältere. Die spontane Abglieclerung geht meist vor sich,
wenn 3 Knospen, welche ihrerseits bereits neue Knospen angelegt
haben, ungefähr mit der Stammmutter gleiche Grösse erreicht haben;
sie erfolgt immer in wiederholten Zweitheilungen. Die Nahrungs-
aufnahme dauert während der ungeschl. Fortpfl. rege an und wird
ausschliesslich von der Stammmutter vollzogen. Von Oktober bis
Februar wurden nur knospende Microstomiden, niemals aber mit
Geschl. -Organen versehene beobachtet. Das Gehirn entsteht aus den
beiden Seitennerven, welche gegen einander wachsen; inzwischen
bilden sich auch Augen und Wimpergrübchen. Früh beginnt die
Pharynx- und Mundbildung unter Betheiligung des Integuments u.
Parenchyms. Die einzelligen Drüsen eutstehen durch Umbildung von
Parenchymzellen. Verf. schliesst: Die Anlage der künftigen Theilungs-
ebene geht den sich unmittelbar hinter derselben vollziehenden
Neubildungen voraus. Darm, Integument mit seinen Differenzirungen,
Parenchym und die beiden Lateralnerven gehen vom mütterlichen in
das kindliche Individuum direct über. Die Neubildung von Gehirn,
Augen, Wimpergrübchen, Mund u. Pharynx nebst den Drüsen sind
Regenerationserscheinungen.
Weldon, W. F. R. On a Larva of Balanoglossus. — Proc,
Cambridge Philos. Soc. VI, p. 95. — Nur Titel ohne Text.
Wendt, A. Ueber den Bau von Gunda ulvae (Planaria ulvae
Oerst.) — Arch. f. Nat. Jahrg. 54, (1888) I, p. 252 - 274, Taf. 18
bis 19. — W. gibt erst geschichtliche Notizen. G. ulvae ist in der
ganzen Ostsee verbreitet, besonders in der Nähe der Küsten. Be-
schreibung der äusseren Kennzeichen. Untersuchungsmethode. Die
Haut ist mit Cilien bedeckt, deren Länge u. Dichtigkeit sehr constant
ist. Die Epidermis wird von hohen, polygonalen Zellen gebildet,
mit zahlreichen spindelförmigen Rhabditen, die bei Reizen als Waffen
ausgestossen werden. Auf der Bauchseite liegt an den Rändern eine
Zone von Klebzellen mit steifen Borsten, ohne Rhabditen u. Cilien.
Im Bereich derselben münden grosszellige Drüsen mit klebrigem
Sekret. Um die Geschlechts- und Mundöffnung zeigen sich ,, Proto-
plasmafortsätze" verschiedener Form, welche vielleicht ebenfalls
Haftorgane sind. — Die Epithelzellen sitzen auf zarter Basalmembran,
die von der Muskulatur schwer zu trennen ist. 4 Hautmuskel-
schichten. — Zahlreiche Schleimdrüsen sind im Parenchym zer-
streut; ,, Speicheldrüsen" in Form von Drüsenzellen münden am
Pharynx. Pigmentablagerung ist am stärksten dorsal. — Der Ver-
dauungstractus stimmt im Wesentlichen mit dem anderer Tricladen
überein. Der Darm bildet auch sekundäre Verzweigungen. — Von
Excret.-Org. beobachtete Verf. zahlreiche Wimpertrichter, welche mit
oft flimmernden Capillaren in Verbindung stehen. Letztere münden
schliesslich in 2 Paar Ilauptstämme, welche unter zahlreichen Ana-
stomosen mittelst kurzer Röhrchen sich nach aussen zu öffnen
scheinen. — Die Hoden zeigen nicht die streng segmentale An-
in der Natui'geschichte d. freileb. Würmer während d. Jahres 1889. 125
Ordnung, wie bei G. segmentata. Gesammtzahl derselben beträgt
60—70. Histologisches über die Hoden; Bildung der Spermatozoen;
Anordnung der Vasa efferentia und deferentia. Der conische Penis
ist vertikal gerichtet mit nur einer (Ring-) Muskelschicht, Penis-
drüsen scheinen nicht vorhanden. Die Penisscheide ist mit einem
eigenthümlichen höckerigen Cylinderepithel ausgekleidet ; eigene
Muskulatur und Drüsen wurden nicht beobachtet. — Die paarigen
Ovarien liegen hinter dem Ceutrahiervensystem , über und seitwärts
von den Seitennerven. Ihren Inhalt bilden grosse polygonale Eizellen,
die durch einen kleinen Zwischenraum von einander getrennt sind,
in welchem Bindegewebskerne liegen. Auch in den Ovarien scheint
wie bei den Hoden die Entwicklung von der Mitte auszugehen. Die
Ovidukte sind von cylindrischen, flimmernden Epithelzellen umgeben ;
Basalmembran und Muskulatur scheinen zu fehlen. Sie vereinigen
sich unterhalb des Uterus und bilden den unpaaren Ovidukt, in
welchen die Schalendrüsen münden Der Uterus ist ein blasenförm.
drüsiges Organ, welches bei geschlechtsreifen Exempl. eine Masse
körnigen Sekretes der Epithelzellen enthält, zwischen dem sich viele
Spermatozoen finden. Im umgebenden Bindegewebe liegen zahlreiche
einzellige Drüsen, welche in den Uterus münden. Das Sekret scheint
eine eiweissartige Substanz zu sein, welche zur Bildung des Eies
verwandt wird. Eigene Muskulatur des Uterus nicht gefunden. Der
Uterusgang trägt flimmernde Cylinderzellen. Das Genitalantrum
bildet eine fast kugelförmige Höhlung. Auch die Dotterstöcke zeigen
nicht regelmässige , segmentale Anordnung ; oft finden sich 4 — 5,
oder auch nur 2 in demselben Septum; eingehende Besprechung
derselben. Die ,, Schalendrüsen" liegen in dem Septum, welches die
Pharyngealtasche mit dem hinteren Körperende verbindet. Ihre
Hauptmasse hat einen gemeinsamen Ausführungsgang, der in den
unpaaren Ovidukt mündet. Auch in den anliegenden Septen finden
sich zerstreute Schalendrüsen, deren Ausf.-Gänge sich mit dem der
Hauptmasse vereinigen. - — Das Nervensystem zeigt grosse Ueber-
einstimmung mit dem von G. segmentata. W, bestätigt Ijima's
Beobachtungen über die Sinnesnerven. Die Augen liegen etwas vor
dem Centralnervensystem ; sie bestehen aus einem Pigmentbecher mit
3 linsenartigen Körpern. Beobachtungen über den Verlauf der
Körpernerven. — Die Einordnung von Plan, ulvae in die Gattung
Gunda gründet sich vor allem auf die Anordnung der Endorgane
des Geschl.-Apparates (Ovidukte, unpaarer Ovidukt, Lage des Uterus)
und auf den Bau des Centralnervensystems. Andererseits wider-
spricht aber die Anordnung der Hoden u. Dotterstöcke einer solchen
Einreihung. Bis jetzt gehören 4 Spec. zur Gatt. Gunda. (S).
Wliitman, C. 0. Some new facts about the Hirudinea. —
Journ. Morphol, Boston II, p. 58G - 599. — (Refer. im nächsten
Jahrgang.)
Wilson, E. B. The Embryology of the Earthworm. — Journ.
Morphol. Boston III, p. 387-462, Taf. 16--22. — (Refer. im
nächsten Jahrgang.)
126 I^i"- Ant. Coli in: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Wiren, A. (1). Om en hos eremitkräftor lefvande Annelid. —
Bih. Svenska Vet. Ak. Handl. XIV, Afdel. IV, No. 5, 15 p., 3 Taf.
1888. Ueber Symbiose zwischen Pagnriis bernhardus und Nereis
fucata f. inqiiilina.
*Derselbe (2). Om blodet och blodomloppet hos Glycera alba
H. R. - Verb. Biol. Ver. Stockholm II, p. 32-37.
Zacliarias, 0. Bericht über eine zoologische Exkursion an die
Kraterseen der Eifel. — Biol. Centralbl. IX, p. 56-64, 76—80,
107 — 113 (cf. Braun's Ber. f. 1888, p. 6). — 13 Spec. Würmer.
Ueber aktive und passive Migration und über Anpassungserscheinungen
im Hinblick auf letztere. (F).
Zelinka, €. Die Gastrotrichen. Eine monographische Dar-
stellung ihrer Anatomie, Biologie und Systematik. Z. f. wiss. Zool.
Bd. 49, p. 209— 384, 10 Fig., Taf. 11— 15. — Ref.: Amer. Natur.
XXIII, p. 912—913. — (Refer. im nächsten Jahrgang.)
II. Uebersicht nach dem Stoff.
A. Allgemeines und Vermischtes.
Oekonom. Wichtiges. Humusbildung d. Regenwürmer (Keller), Würmer
als Fischnahrung (Smith).
Taria. Fossiler Balanoglossus (Bateson), Bipalium in Gefangenschaft
(Fisk), Riesenregenwiu'm (Trail),
B. Anatomie.
Morpliologie und Terminologie. Piscicola - Ringelung (Apäthy [1]),
Hirudiueen (Whitman).
Anatomie, gesammte. (Eckstein), Oligochaeten (ßeddard [1])
[VaillantJ, Acanthodr. annectens (Beddard [16]), Deinodrilus (Beddard
[16]), Typhaeus ibid., Urochaeta (Beddard [17]), Dichogaster ibid., Diplo-
cardia (Garman [1]), Phyniosoma (Shipley), Enteropueusten (Cassaigneau),
Gastrotrichen (Zelinka), Dinophilus (Harm er [1, 2]), Otoplana (Du
Plessis [1]), Monotus (Du Plessis [2]), Derostoma (Lippitsch), Gunda
(Wendt), Enantia (Graff).
Haut. Borsten (Beddard [5]), Aeolosoma, Pigment (Beddard [6, 7]),
Lumbricus (Cerfoutaine), Serpuliden (Soulier), Aulastoma (Giglio-Tos).
Muskulatur. Lumbricus (Cerfontaine), Aulastoma (Giglio-Tos),
gestreifte Muskeln (Haswell).
Nerven- und Sinnesorgane. Anneliden (Friedländer), Limicolen
(Rahon), höhere Würmer (Haller).
Darm. Chloragogenzellen (Ch almers u. Gibson).
Circulat.-Org. Chloragogenzellen (Ch almers u. Gibson), Blut und
Lymphdrüsen (Cuenot [1]), Beziehung zw. Lj'mphdrüsen u. Geschl. -Organen
(Cuenot [2]), Diplocardia (Garman [IJ), Glycera (Wiren [2]).
Excret-Org. Acanthodr. (Beddard [15, 16]), Urochaeta, Dichogaster
u. Vergleichendes üb. Nephridien d. Terricolen (Beddard [17]), Aeolosoma
Stolc), Syllis (Horst [1]), Polyuoiden (Trautzsch [1]), Anneliden,
Gephyreen (Kowalevsky).
in der NaturgescLichte d. freileb. Würmer während d. Jahres 1889. 127
Geschl.-Org. Phascolosoma (Andrews), Pachydrihis (Beddard [9]),
Dero (Beddard [10]), Clitellio u. Hemitubifex (Beddard [13]), Phreoryctes
(Beddard [11, 12]), Perichaeta (Beddard [10]), Acanthodiilus, Deinodrilus,
Typhaens (Beddard [16]), Diplocardia (Garman [1]), Prostata-Drüsen d.
Oligoch. (Beddard [16]), Samenblasen, Pubertätstnberkel u. Spermatophoren
(Rosa [5]), Nereis (Mendthal), Microstoma (Böhmig) (Rywosch).
C. Ontof/enie und Phylogenie.
Outogenie, Phascolosoma, Geschl.-Org. (Andrews), Tornaria (G. C.
Bourne) (Weldon), Mitraria (Fewkes), Ei von Aulastoma (Platner),
Eier von Tomopteris (Prince [1]), Keimbläschen v. Spinther (Korscheit),
Nereis, Geschl.-Prod. (Mendthal), Rhynchelmis (?) (Vejdovsky [2]), Regen-
wurm (Wilson), Euchytraeiden, Nervensyst. (Roule [2]), Enchytraeoides
(Roule [1]).
Phylogenie und Yerwaudtscliaft. Nervensyst. d. Anneliden u. Vertebr.
(Beard), Nephridieu d. Oligoch. (Beddard [15,17]), Otoplana u. Monotus als
Bindeglied zw. Rhabdocoel. u. Dendrocoelen (Du Plessis [1, 2]), Mitraria
Fewkjes), Dinophilus (Harmer [2]).
D. Physiologie und Biologie.
Physiologie. Aeolosoma, Pigmente (Beddard [6,7]), Hirud. u. Turbell.,
Athraung (Bunge), Chloragogenzellen, Funktion (Chalmers u. Gibson), Blut
d. Polych, Ölig., Hirud., Gephyr. (Cuenot [1]), Geschl.- Produkte u. Lymph-
drüsen (Cuenot [2]), Excret.-Org. (Kowalevsky), Farbstoffe von Polychaeten
(Mac Munn), Excretion v. Hirudo u. Lumbricus (Marchai), Fortpfl. von
Nereis (Mendthal), von Microstoma (Böhmig) (Rywosch) (v. Wagner),
ungeschl. Fortpfl. d. Limicolen (Maupas).
Biologie. Leuchten. Allgemeines (Dit trieb), Enchytraeus (Harker),
Photodrilus (Moniez [1]).
Temperatur-Einflüsse. Einfl. d. Regens auf Lumbricus (Anonymus),
Bild. d. Geschl.-Org. v. Microstoma (Rywosch).
Tiefen - Verbreitung. Agassiz, Chuu, Hoyle, Joubin (1,2),
M'Intosh.
Wohnorte. Marine Oligoch. (Beddard [8, 9]), Würmer in unterird.
Gewässern (Moniez [2]), Höhlenbewohner (Packard).
Nahrung, von Bipalium (Bell), von Planaria (Calloui).
Bewegung. Kriechen d. Hirud. (Apäthy [2]).
Symbiose. Nereis u. Pagurus (Wiren [1]).
Migration u. Anpassungs-Erscheinungen an dieselbe (Zacharias).
Mi sbil düngen. Abnormer Regenwurm (Broom).
Parasitismus, aktiver: Nemertinen in Tunikaten, Krebsen u. Mollusken
(Joubin [1, 2]), passiver: Coccidien in Perichaeta (Beddard [2]),
Gregarinen in Perich. (Beddard [3, 4]), Gregar. in Pachydrilus (Vej-
dovsky [1]).
III. Faunistik.
A. Meeresfaunen.
Beringsnieer. 32 Polychaeten, wovon 24 neu für diese Lokalität, darunter
Typosyllis ehlersioides n. sp., T. armillaris (Müll.), Stylarioides longisetosus n. sp.,
Sternaspis fossor Stimps.; ferner Ichthyobdella rectangula. Lev. — v. Maren-
zeller (2). —
128 Dl'- Ant. Co Hin: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
Si)itzl)ergeu. 33 Spec. Polychaeten (v. Marenzelle r[l]). — 10 Tere-
belloidea (E. Meyer). — 7 Harmothoe, mit H. vittata n. sp , 2 Nychia,
1 Eucrantha, 1 Enipo (Trautzsch [1 i;. 2]). — Ammotrypane ingebrigtseni
n. sp., A. aulogaster Rathke (Kükenthal). —
Norwegen (Moster). 36Spec.Polychaeten, Myzostoma cirriferum (F.S.Leuck.)
— (Griegi. —
Grossbritanniea. Clyde: 1 Pontobdella, 1 Aphrodite, 1 Hyalinoecia,
1 Eiimenia, 1 Pectinaria, 1 Sabella, 1 Filigrana, 1 Serpnla, 1 Leptoplanatremellaris.
(Hoyle). — St. Andrews: pelag. Würmer (M'Intosh), — Plymouth.
Dinophilus taeniatus — Harmer (lu. 2). — Pachydrilus verrucosus Olap.,
P. nervosus Mich. (Beddard [9]). — Hemitubifex ater (Clap.), Clitellio arenarius
Clap. — Beddard (8, 13). -
Helgoland. 51 Polychaeten, 2 Oligoch., 1 Hirudinee, 2 Gephyreen, 3 Nema-
toden, 1 Sagitta, 1 Echiuoderes, 8 Nemertinen, 13 Tarheilarien, 2 Trematoden,
2 Cestoden — Dalla Torre. —
Atlant. Ocean. (Franz. Küste.) Cephalothrix linearis, C. annulata,
C. polymorpha, C. inexpectata (?), Valencinia longirostris , Lineus gesserensis,
L. sanguineus, L. longissimus, Cerehratulus marginatus, C. bilineatus, C. pur-
pureus, C. hepaticus, C. roseus, C. fuscus, C. aurantiacus, C. lacteus, C. fascio-
latus, Amphiporus pulcher, A. lactifloreus, A. lactatus, A. spleudidus, A. bio-
culatus, Drepanophorus rubrostriatus, D. serraticollis, Prosorhochmus claparedi,
Malacobdella grossa, Tetrastemma dorsale, T. flavidum, T. candidum, T. ver-
miculus, T. melanocephalum, T. coronatum, T. diadema, T. marionis n. sp.,
T. rusticum n. sp., T. flavidum var. longissimum, Oei'stedia vittata, Oe. unicolor,
Nemertes gracilis, N. duoni, N. neesi, N. carcinophila — Joubin (2). —
Portugal. Nereis oliveirae n. sp. — Horst (3). —
Mittelmeer. (Französ. Küste.) Cephalothrix linearis, C. bioculata,
Carinella annulata, C. polymorpha, C. banyulensis, C. aragoi, Valencinia longi-
rostris, Poliopsis lacazei n. g. n. sp., Polia delineata, P. curta, Lineus gesserensis,
L. sanguineus, L. lacteus, Borlasia elizabethae, Cerehratulus marginatus, C. bili-
neatus, C, purpureus, C. hepaticus, C. roseus, C. fuscus. C. aurantiacus, C. lacteus,
C. fasciolatus, C. pantherinus, C. tristis, C. geuiculatus, Laugia formosn, Amphi-
porus pulcher, A. lactifloreus, A. dubius, A. marmoratus, A. maculatus, Dre-
panophorus rubrostriatus, D. serraticollis, Tetrastemma dorsale, T. flavidum,
T. candidum, T. vermiculus, T. melanocephalum, T. coronatum, T. diadema,
T. marionis, T. kefersteini, Oerstedia vittata, Nemertes gracilis, N. echinoderma,
N. antoniua. — Joubin (2). — Golf v. Marseille: Polyodontes maxillosus
(Ranz.) — Saint-Loup. — Nizza: Otoplana intermedia n. g. et sp. — Du
Plessis (1), Monotus setosus n. sp. — Ders. (2) marin. — Ligurien (Ra-
pallo): Ctenodrilus pardalis Clap. im Aquarium (Rosa [4]). — Neapel. Areni-
cola claparedi Lev., A. cristata Stimps , A. grubei Clap. — Horst (2). —
Cauar. Inseln. Sagitta lyra Krohn, Spadella draco Krohn, Typhloscolex
mülleri (Busch) u. T. n. sp. — Chun. —
Süd - Georgien. Phascolosoma antarcticiun n. sp., Ph. fuscum n. sp., Ph.
georgianum n. .sp., Priapulus caudatus var. n. antarcticus — Michaelsen (3). —
Kerguelen. 41 Sp. Anneliden, 2Gephyr., 1 Nemertine, 1 Turbellarie. —
Studer. —
in der Naturgeschichte d. freileb. Würmer Wtährend d. Jahres 1889. 129
Malay. Archipel. Nereis malayana n. sp., N. nigropunctata n. sp. —
Horst (3). — Syllis sp. — Horst (1). —
B. Tjand- tmd Süssivassei^faunen,
Greogr. Verbr. der Enchytraeiden — Michaelsen (4).
1. Europa.
Deutschland. Frisches Haff. Piscicola geometra L. , Clepsine com-
planata Sav., Gl. marginata Müll., Nephelis vulgaris M.-Td. — Aeolosoma ehren-
bergi Oerst., Nais elinguis Müll., N. proboscidea Müll., Chaetogaster limnaei Bär,
Limnodrilus udekemiauus Clap., Tubifex rivulorura Lm., Psammoryctes barbatus
Vejd. — Nereis diversicolor Müll. — (Mendthal). — Hamburg. Enchy-
traeus arenarius n. sp., E. argenteus n. sp. — (Michaelsen [1]). — Eifel.
3 Mesostoma, 1 Stenostoma, 1 Vortex, 1 Dendrocoelum, 1 Polycelis, 1 Chaeto-
gaster, 1 Lumbriculus, 2 Nais, 1 Clepsine, 1 Nephelis — (Zacharias). —
Strassburg. Microstoraa gigauteum Hallez — (v. Wagner). —
Oesterreich-Ungaru. Prag. Pachydrilus snbterraneus n. sp. — (Vej-
dovsky [1]). — Ungarn. 46 Spec. Hirudineen u. Branchiobdella — (Oerley). —
Grossbritannien u. Irland. London. Aeolosoma tenebrarum Vejd. —
Beddard (6). — Irland. Aeolosoma variegatum Vejd, — (ibid.)
Frankreich. Lille u. Dept. du Nord. Prostomum lineare Oerst, Mesost.
hallezianum ? Vejd. , Derostomum sp., Vortex pictus Oerst., Microst. lineare
Oerst. var. gigaut Hallez, Steuost. leucops, Planaria cavatica Fries, Polycelis
nigra Müll., Planaria polychroa 0. Schra., Dendrocoelum lacteum Oei'st. —
Dorylaimus stagualis Duj, Mononchus papillatus Bast. — Aeolosoma tenebrarum
Vejd., Nais elinguis Müll., Naidium luteum 0. Schm., Enchytraeus buchholtzi
Vejd. , Pachydrilus fossor Vejd. , P. snbterraneus Vejd , Phreatothrix pragensis
Vejd., Phreoryctes menkeanus Hoffmst. von verschied. Fundorten, Lumbricus
2 sp., Aulastoma gulo M.-Td. , Nephelis vulg. M.-Td., Clepsine complanata Sav.
(in unterirdischen Gewässern) — (Moniez [2]). — Lille. Pachydrilus snb-
terraneus n. sp. — (Vejdovsky [1]). — Photodrilus phosphoreus (Dug.) -
(Moniez [1]). — Dept. Mayenne (Laval). 1 Aulastoma, 1 Nephelis,
3 Clepsine, 4 Lumbriciis u. Allolobophora, 2 Nais, 1 Tubifex, 1 Lumbriculus,
1 Dero, 1 Chaetogaster, 1 Aeolosoma (Labbe). — Boussac (Creuse). Phreoryctes
menkeanus Hoffmst. — Giard. —
Iberische Halbinsel. Lumbr. rubellus Hoffmst., ? herculeus Sav., Allolob.
foetida (Sav.), mucosa Eisen, veneta Rosa var., fraissei Oerley, mediterranea
Oerley, trapezoides (Dug.), chlorotica (Sav.), Molleri n. sp., hispanica Ude, com-
planata (Dug), profuga Rosa, Allurus tetraedrus (Sav.) — Rosa (3). —
Italien. Friaul üdine. Allol. mima n. sp. — (Rosa [2]). — Venezien.
Süsswasser-Hirudineen — (Ninni). —
2. Afrika und Madagasear.
Schoa. Teleudrilus ragazzii (n. g., n. sp.), Acanthodr. scioanus (n. sp.)
Rosa (1).
W.- Afrika. (Gabun u. Leibange.) Benhamia rosea u. g. et sp. — Micha-
elsen (1).
Cap. d. g. Hoffnung. Bipalium kewense Mos. — Fisk.
Madagasear. Geophagus darwiui n. g. n. sp.; Perichaeta sp. — Keller,
p. 248 ; Landblutegel, ibid. p. 292.
Arch. f. Naturgesch. Jahrg. 1890. Bd.U. H.3. 9
130 Dr- Ant. Colliu: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
3. Asien.
N. Knssland u. Sibirien. Allolobophora foetida Sav., A. tenuis Eisen, A.
carnea Sav., Lurabricus triannularis Gr., L. brevispinus Gerstf., L. rubellus
Hoffmst., Deiidrobaena rubida Sav. — Ku lagin. —
Ostindien. Darjeeling. Typhaeus gammii n. sp. — (Beddard [16]). —
West-Hirn alaya. Perionyx sp., Perichaeta houlleti E. Perr., Typhaeus masoni
n. sp. — (A. G. Bourne). —
Insel Nias (Sumatra). Urochaeta corethrura (Fr. Müll.), Perionyx
excavatus E. Perr., Megascolex annatus (Bedd.), Perichaeta modiglianii n. sp. —
Rosa (7).
4. Australien und Polynesien.
Nord-Australien. Cryptodrilus purpureus n. sp. — (Michaelsen [IJ). —
Cap York. Acanthodrilus australis n. sp. — ibid. —
Queensland. Perissogaster queeuslandica n. sp., Cryptodrilus oxleyensis
n. sp. — Fletcher. —
N. S. Wales. Megascolides (Notoscolex) illavraiTae u. sp., M. (?) (Notoscol.)
pygmaeus n. sp., Perissogaster nemoralis n. sp., Digaster perrieri n. sp., Crypto-
drilus mudgeanus n. sp., C. caualiculatus n. sp., C. sloanei n. sp., C. manifestus
n. sp., C. (?) unicus n. sp., C. fastigatus n. sp., C. tenuis n. sp., C. mediocris n. sp.,
C. illavparrae n. sp., C. singularis n. sp., Pei'ichaeta attenuata u. sp., P. euormis
n. sp., P. macleayi n. sp. — Fletcher. —
Süd-Australien. Perichaeta indissimilis n. sp. — Fletcher. —
Neu-Seelaud. Acanthodrilus multiporus Bedd. , A. novae-zelandiae Bedd.,
A. dissimilis Bedd., A. annectens Bedd., A. antarcticus n. sp., A. rosae n. sp.,
Deinodrilus benhami Bedd., Perichaeta intermedia n. sp., P. antarctica (Beard),
I^eodrilus monocystis Bedd., Rhododrilus (n. g.) rainutus (n. sp.); — Tubifex
rivulorum Lm., Limnodrilus sp., Phreoryctes smitbi Bedd. — Die neuseeländ.
Ölig. -Fauna ist von der australischen ganz verschieden; für letztere sind die
Genera Megascolides, Perichaeta u. Cryptodrilus, für Neu-Seeland ist Acantho-
drilus, vielleicht auch Rhododrilus, Neodrilus u. Deinodrilus charakteristisch.
Dagegen zeigt die Terric. -Fauna v. Neu-Seeland Uebereinstimmung mit der von
Kerguelen, Patagonien, Falkland-Ins. , Süd-Georgien. (Beddard [H]). —
Acanthodrilus annectens n. sp., Deinodrilus benhami n. g,, n. sp. — Beddard
(61). — Phreoryctes smithi n. sp. — Beddard (11).
Fiji-Inseln. Dichogaster damonis n. g. n. sp. — Beddard (17).
5. Amerika.
Nordamerika. 1 Tetragonurus, 10 Allolobophora, 3 Lumbricus, 1 Plutellus,
1 Perichaeta — Garman (1). — Trenton N.J. Chaetonotus podura Ehrbg.
sulcatus n. sp., concinnus n. sp., maximus Ehrbg., larus Ehrbg., loricatus n. sp.,
rhomboides n. sp., spinifer n. sp., acanthodes n. sp., octonarius n. sp., spiuulo.sus
n. sp., longispinosus n. sp., enormis n. sp., acanthophorus n. sp , formosus n. sp.,
Dasydytes saltitans n. sp. — Stokes (1) u. (2). — Illinois. Diplocardia
communis (n. g., n. sp.) — Garman (1). — Kentucky. Vertex (2) cavicolens
Pack., Dendrocoelum percaecum Pack., Lumbricus sp. — (Packard). —
Chile. (Valdivia). Mandane picta n. sp., M. hilgeri n. sp., Cryptodrilus (?)
spathulifer n. sp., Allolobophora trapezoides Dng., A. foetida Sav., AUurus
tetraedrus Sav. — Michaelsen (2).
in der Natui'geschichte cl. freileb. Würmer wahrend d. Jahres 1889. 131
Antarkt. S.-Ainer. Magellan Str. (Puntarenas). Mandane bovei n. sp.,
Allolob. subrubicuuda Eisen — (Rosa [8]). — Staaten-Insel. Mandane
litoi"alis — ibid. ■ —
IV. Systematik.
I. Polychaeten (inel. Archianneliden).
Ammotrypaue ingebrigtseni n. sp. — Kükentlial, p, 147.
Harmothoe vittata n. s^). — Trautzsch (2), p. 140, Taf. VII, 2—3, und
(1) p. 72, Taf. n, 3-4.
Perinereis Subgeu. — N. oliveirae n. sp. — Horst (3), p. 164, Taf. VII,
1 — 5. — N. malaiiana n. sji., ibid., p. 167, Taf. VIII, 4—7. — N. nigropunctata
n. sp., ibid., p. 171, Taf. VIII, 1-3. — N. ailtrifera Gr., ibid., p. 162. - N.
macropus Clap., ibid., p. 163, Taf. VII, 12. — I^. ferox Hans., ibid., p. 174,
Taf. VII, 6-8. — ? N. stimpsonis Gr., ibid., p. 178, Taf. VII, 9—11. — N.
minor Hans., ibid., p. 180, Taf. VIII, 8 — 10. — Bestimmuugstabelle von Perinereis,
ibid., p. 182. —
Polyodontes raaxillosus (Ranz.) — Saint-Loup.
Sternaspis fossor Stimps. = St. costata Marenz. von Japan — v. Maren-
zeller (2), p. 5, Taf, I, 4-5. —
Stylarioides Chiaje an Stelle von Trophonia Aud. M.-E. zu setzen
(v. Marenzeller [1]). — St. longisetosus n. sp. — v. Marenzeller (2),
p. 5, Taf. I, 3. —
Syllis sp. mit ausstülpbaren Segm.-Organen — Horst (1). —
Typosyjlis ehlersioides n. sp. — v. Marenzeller (2), p. 4, Taf. I, 2 —
T. armillaris (Müll.), ibid. p. 3, Taf. I, 1. —
Cteuodrilus pardalis Clap. — Rosa (4).
Dinophilus taeniatus n. sp. — Harm er (1); ist vielleicht = D. caudatus
(0. Fabr.) (Harmer [2]).
II. Gephi/reen.
Phascolosoma antarcticiim n. sp. — Micha eisen (3), p. 3, Fig. 4, a— c.
— Ph. fuscum n. sp., ibid. p. 6, Fig. 2, a— b. — Ph. georgianum n. sp., ibid. p. 8
Fig. 1, a— c. —
Piiapulus caudatus Lm. var. n. antarcticus — Michaelseu (3), p. 10,
Fig. 3.
Illt Oligochaeten.
Acanthodrilus awneciens n. .sp. — Beddard (16), p. 102, Taf. XII, 13;
XIII, 11—12. — A. antarcticus n. sp. — Beddard (14), p. 378. — A. rosae n. äjj.
ibid. p. 379. — A. australis n. sp. — Michaelsen (1), p. 9, Fig. 2. — A.
scioanus n. sp. — Rosa (1), p. 586.
Aeolosoma stokesi (n. sp.) Cragin und Ae. leidyi (n. sp.) Cragin von Kansas
U. S. A., cf. Beddard (6), p. 51. Anmerk. Ersteres vielleicht = Ae. quateniar.
oder ehrenbergi. — Ae. tenebrarum Vejd. =: ? Nais aurigena Eichw. —
Beddard (6).
Allolobophora mima n. sp. — Rosa (2). — A. molleri n. sp. — Rosa (3).
Anachaeta Vejd., 2 sp. — Michaelsen (4). —
Benhamia n. g. — Michaelsen (1), p. 6, Fig. 3 — umfasst diejenigen
Acanthodrilidae, welche mehr als einen Muskelmageu haben, bei denen die
Segm.-Org. zu vielen in huscheligen Reihen an den Seiten wänden der einzelnen
Segmente stehen und ein unvollständiger (d. h. ventral eine rinnenförm. Lücke
9*
132 ^^- Ant. Coli in: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen
aufweisender) Gürtel sich über die männl. Geschl. - Oeffnungen hinaus nach
hinten erstreckt. B. ist also eine Erweiterung der Gatt. Trigaster Benh. —
B. rosea n. sp.
Buchholzia Michlsn. 2 sp. — Michaelsen (4). —
Chirodrilus Verr. 2 sp. — Michaelsen (4). —
Clitellio Clap. — „Marine Tubificiden von schlanker Form. Nur zwei-
spaltige Borsten. Vas def. weit und kurz. Atrium sehr lang. Keine Samen-
blasen; keine Prostatadrüsen; Penis mit Chitinbedeckuug. Oviduct im 11. Segm.
Eiersäcke im 13. — 15. Segm. Samentascheu sehr gross, mehrere Segmente ein-
nehmend, in 2 Abschnitte getheilt. Spermatophoren langgestreckt". C. arenarius
Clap. — Beddard(13), Fig. B, u. Taf. XXIII, 1—5. — C. ater zu Hemi-
tubifex Eisen — ibid., Fig. A.
Cryptodrilus mudgeanus 7i. sj). — Fletcher, p. 1532. — C. canaliculatus
n. sp. ibid , p. 1534. — C. sloanei n. sp. ibid., p. 1536. — C. oxleyensis n. sp.
ibid., p. 1537. — C. manifestus n. SjJ. ibid., p. 1538. — C. (?) unicus n. sp. ibid.,
p. 1540. — C. fastigatus n. sp. ibid., p. 1541. — C. tenuis n. sp. ibid., p. 1543. —
C. mediocris n. sp. ibid. , p. 1544. — C. illawarrae n. sp. ibid. , p. 1546. — C.
singularis n. sp. ibid, p. 1547. — C. purpureus n. sp. — Michaelsen (1),
p. 3—5, Fig. 1. — C. (?) spathulifer n. sp. — Michaelsen (2), p. 10, Fig. 3,
a— c. —
Deinodrilus n. g. (zwischen Perichaeta u. Acanthodr.), mit D. benhami n. sjx
— Beddard (16), p. 105, Taf. XIII, 3—10, 16.
Dichogaster n.g., damonis n. sp. — Beddard (17), p. 251, Taf. XXIII,
6-9; XXIV, 15-21.
Digaster perrieri n. sp. — Fletcher, p. 1530. —
Diplocardia n.g. mit D. communis Garman (1). 2 männl. Oeffnungen
hinter d. Gürtel am 19. Segm.; 2 Copulationsgruben vom 18.— 20. Segm. ; jede
derselben mit einem Paar langer, gekrümmter Borsten und den Oeffnungen der
Prostatadrüsen. 2 Paar innere Oeffu. der Vasa def., in Segm. 10 u. 11; Samen-
blasen in Segm. 9, 10 (?) u. 11 (?). Hoden im Segm. 12; 3 Paar Samentascheu
in Segm. 7—9. Ovarien fächerförmig im Segm. 13. Innere Oeffn. des Oviduct
im 13., äussere im 14. Segm. Borsten in 4 Doppel-Längsreihen, ventral. Oesoph.
sehr kurz, ohne Kalkdrüsen. Muskelmagen iu Segm. 6 — 7. Rückengefäss
doppelt. Ohne Subneural-Gefäss. 123 - 165 Segmente.
Distichopus Leidy — Michaelsen (4). —
Enchytraeidae. Synopsis — Michaelsen (4). — Vaillant, p. 226
bis 296.
Enchytraeus Henle, 10 sp. — Michaelsen (4). — E. arenarius n. sp. —
Michaelsen (1), p. 12, Fig. 5. — E. argenteus n. sp. — ibid., p. 15, Fig. 6. —
E. spiculus Leuck. — ibid., p. 14, Fig. 7. —
Fridericia n. g. für Enchytr. striatus Lev., galba Hoffmst. etc., mit 11 sp.
— Michaelsen (4). —
Geophagus n. g. (Teriicolae). Ohne Gürtel (?). Paarige Borsten in 4 Reihen.
Oeffnungen d. Segm.-Org. jederseits zwischen d. oberen und unteren ßorsten-
reihen. ^ Oeffn. 2, münden ventral unter den Borstenreihen. G. darioini n. sp.
— Keller, p. 248, Fig. 28-30. —
Henlea n.g. für Enchytr. ventriculosus Udek. etc. mit 6 sp. — Micha-
elsen (4).
in der Naturgeschichte d. freileb. AVünner während d. Jahres 1889. 133
Lumbriculidae — Vaillant, p. 199—226.
Lnmbricus triannularis Gr. =: L. rubellus Hoffmst. — L. brevispinns
Gerstf. = Allolob. foetida Sav. — Kulagiu. —
Mandane Kinb. = Acauthodrilus E. Perr. — M. picta n. sjx — Michaelsen
(2), p. 5, Fig. 1, a— e. — M. hilgeri n. sp., ibid., p. 8, Fig. 2, a— c. — M. = Acantho-
drilus E. Perr, — Rosa (8), p. 137. — M. litoralis Kinb., ibid., p. 138, — M.
hovei n. sp., ibid., p. 143. —
Marionia n. g. für Pachydrilus sphagnetorum Vejd., semifusca Clap., crassa
Clap,, ebudensis Clap., enchytraeoides St. Lonp, georgianns Mchlsn. — Michael-
sen [4]. —
Megascolides (Notoscolex) illaivarrae n. sp. — Fletcher, p. 1523. — Meg. (?)
(Notosc.) pygmaeus n. sp. — ibid., p. 1525. —
Mesenchytraeus Eisen 9 sp. — Michaelsen [4]. —
Moniligaster, .systera. Stellung — Beddard (10). — M. barwelli Bedd. —
Beddard (16), p. 119, Taf. XII, 10-12. —
Pachydrilus Clap. (s. str.) 11 sp. — Micha eisen (4). — P. verrucosus
Clap., P. nervosus Mich. — Beddard (9). — P. subterraneus n. sp. — Vej-
dovsky (1). —
Peloryctes inquiliua Zenger = ? Clitellio ater Clap. — Beddard (13). —
Perichaeta modiglianii n. sp. — Rosa (7), p. 134. — P. intermedia n. sp>.
— Beddard (14), p. 380. — P. houlleti E. Perr. — A. G. Boiirne, p. 111,
Taf. III, 4 — 5. — P. indissimilis n. sp. — Fletcher, p. 1550. — P. atteniiata
n. sp. ibid. p. 1552. — P. enormis n. sp. ibid. p. 1555. — P. tnacleayi n. s^). ibid.
p. 1556. —
Perissogaster nemoralis n. sp. — Fletcher, p. 1527. — P. queenslandica
n. sp. ibid. p. 1529. —
Photodrilus phosphoreus (Dug.) — Moniez (1). —
Phreoryctes — Beddard (12). — Ph. menkeanus Hoffmst. — Moniez (2),
p. 150—51. — Ph. smithi n. sp. — Beddard (11), p. 394, Taf. 23.
BJwdodrilus n. g. Borsten in 8 Reihen. Clitellum auf Segm. 14 — 17; Atria
tubulär; Penialborsten vorhanden; Vasa defer. öffnen sich an demselben Segm.
(17), aber unabhängig von den Atria. Kaumagen vorhanden. Steht Cryptodrilus
und Megascolides nahe. R7i. minutus n. sp. — Beddard (14), p. 380—81. —
Saenuris lineata Hoffmst. = Clitellio arenar. Clap. — Beddard (8). —
Stercutus Michlsn. — Michaelsen [4]. —
Teleudrilus n. g. (Eudrilidae) ragazzii n. sp. — Rosa (1) p. 571. —
Terricolae, gesammte — Vaillant, p. 1 — 199. —
Tubifex hyalinus Udek. vielleicht = Clit. arenar. Clap. — T. benedii Udek.
wahrsch. = Clitellio ater Clap. — Letzterer gehört nicht zum Gen. Tubifex. —
Beddard [8]. — T. lineatus = ? Clitellio arenarius Clap. — Beddard (13). —
T. hyalinus Udek. = Clitellio arenarius Clap. — Beddard (13). — T. benedii
Udek. = Clitellio ater Clap. — Beddard (13) Taf. XXIII, 6-9. —
Typhaeus gammii n. sp. — Beddard (16), p. 111, Taf. XII, 1—9; XIII, 1,
— T. masoni n. sp. — A. G. Bourne, p. 112, Taf. III, 1-3. —
Urochaeta corethrura (Müll.) — Beddard (17), p. 235, Taf. XXIII, 1—5
— Rosa (7) p. 125. — U. dubia Horst = corethr. ibid. —
IV. Hirutlineen.
Clepsine megacephala (Äpäthy et Oerley) n. sp. — Oerley, p. 99. — C.
134 Dl"- Ant. Coli in: Bericht etc.
sahariensis n. Sj;. , ibid. p. 101. — C. striata (ÄjHithy et Oerley) n. sj}., ibid.
p. 102. —
Nephelis verrucosa n. sp. — Oerley, p. 94. —
Trocbeta cylindrica n. sp. — Oerley, p. 91. —
Landblutegel von Madagascar — Keller, p. 292, Fig. 34. —
F. Aberraute Formen.
Gastpotriehen.
Cf. Zelinka.
Chaetonotus acanthodes n. sp. — Stokes (1), p. 564, Taf. II, 28—30. —
Ch. concinnus n. sj?., ibid., p. 151, Taf. I, 6. — Oh. larus Ehrbg., ibid., p. 153,
Taf. I, 11. — Ch. longispinosus n. sp., ibid., p. 565, Taf. I, 8 — 10. — Ch. loricatus
n. sp., ibid., p. 560-61, Taf. I, 5, II, 16—22. — Ch. maximus Ehrbg., ibid.,
p. 152, Taf. I, 1. — Ch. octonarius n. sp., ibid., p. 564, Taf. I, 4. — Ch. rhom-
hoides n. sp., ibid., p. 561—62, Taf. II, 31—35. — Ch. slackiae Gosse, ibid.,
p. 151—52, Taf. I, 7. — Ch. spinifer n. sp., ibid., p. 562-63, Taf. n, 23—27. —
Ch. spinulosus n. sp., ibid., p. 564 — 65, Taf. J, 2 — 3. — Ch. sulcatus n. sp., ibid.,
p. 151, Taf. I, 15. Stokes (1). — Ch. acanthophorus n. sp. — Stokes (1), Taf. I,
13-14, und (2) p. 20. — Ch. enormis n. sp. — Stokes (1), Taf. I, 12 und (2)
p. 19. — Ch. formosus n. sp. — Stokes (2) p. 50—51. —
Dasydytes sdltitans n. sp. — Stokes (2) p. 20— 22, 49—50, Taf. I.
VI. Nemertinen.
Cerebratulus marginatus Ren. = Avenardia priei Giard, = Fasciola angulata
Müll. Für diese Art werden 22 Synonyme aufgeführt. Joubiu (3). —
Poliopsis n.g. mit P.lacazei n.sp. — Jon bin (2), p. 576, idem (1) p. 232.
Tetrastemma marionis n. sp. — Jon bin (2) p. 577 in Tunikaten schma-
rotzend. Ist im Auszuge in: ßev. biol. Nord Fr. p. 471, Tetr. phallusiae n. sp
genannt, idem (1) p. 232. — T. rusticum n. sp. — Joubin (2) p. 577.
VII. Tui'hellarien.
Dendrocoelum percaecum Pack. — Packard, p. 28, Fig. 6.
Enantiadae n. fam. (Graff). Körper oval, glatt, ohne Saugnapf und ohne
Tentakeln. Mund dem Vorderende genähert, unmittelbar hinter dem Gehirn,
Pharynx glockenförmig, nach vorn gerichtet. Ein vorderer medianer Darmast
fehlt, die Darmäste anastomosireud. Mäunl. Begattungs-Apparat einfach, mit
muskulöser Samenblase, nach vorn gerichtet, unmittelbar hinter der Pharyngeal-
tasche gelegen und hier ausmündend. Weibl. Begatt. -Apparat kurz hinter dem
männlichen ausmündend, mit mächtig entwickelter Bursa seminalis (accessorischer
Blase). Vier Augenhäufchen im Gehirnhofe, aber keine Augen am Körperrande.
— Enantia n.y. mit dem Charakter der Familie. E. spinifera n. sp. (Graff). —
Gunda. Hierher gehören: G. lobata 0. Schm. , G. plebeia (= Haga pl.)
(0. Schm.), G. segmentata Lang, G. ulvae (Oerst.). — Von letzterer ausführl.
anatom. Beschreibung — "W e n d t.
Microstomum papillosum Graff — Böhmig, Fig. 1—4. — M. gigauteum
Hallez nicht = M. lineare Oerst. — v. Wagner.
Monotus setosus n. sp. — Du Plessis (2), Fig. B.
Otoplana n. y. intermedia n.sp. — Du Plessis (1). Zwischenform zwischen
Rhabdocoelen und Dendrocoelen. Abbild, cf. Du Plessis (2) p. 629, Fig. A.
Planaria cavatica Fries — Moniez (2), p. 143 — 44.
Vortex (3) cavicolens Pack. — Packard, p. 27, Fig. 5.
Bericht
über
die wissenschaftlichen Leistungen in der Naturgeschichte der
Echinodermen während des Jahres 1889.
Von
Dr. Maximilian Meissner
in B e r 1 i n.
I. Verzeichnis der Publikationen =^).
Bell, J. (1), Note on Antedon pumila and Ant. incommoda.
Ann. Mag. N. H. III. 1889. p. 292.
Bei Ant. pumila ist die erste Pinnula länger als die zweite, er
gehört also nicht in Carpenter's milberti Gruppe, (s. vor. Ber.).
Ant. incommoda J, Bell 1888 = Ant. pumila J. Bell.
Bell, J. (2), Note on a remarkably large specimen of Luidia
from the Island of Mauritius. Ebenda, p. 422.
L. savignyi 9 armig. Längster Arm 370, kürzester 350 mm. —
Maassangaben einiger grossen Seesterne.
Bell, J. (3), Report of a deep sea trawling cruises of the S. W.
coast of Ireland, under the direct. of Rev. W. Spotswood Green:
Echinodermata. Ebenda, pp. 432 — 445, Tfl. 17 — 19. — Ausz.:
Journ. Roy. Micr. Soc. 1890, p. 44—45.
2 Antedon — 1 Pontaster, 1 Astropecten, 1 Luidia, 1 Astro-
gonium (ne?/), 1 Nymphaster, 1 Cribrella, 1 Asterias, 1 Brisinga. — •
1 Ophiothrix. — 1 Cidaris, 1 Phormosoma, 3 Echinus, 2 Spantangus,
1 Brissopsis — 2 Holothuria (1 neii).
Bell, J. (4), Note on the relative claims to recognition of the
generic names Arbacia Gray and Echinocidaris Desmoul. Ebenda,
p. 290.
Arbacia Gray veröffentlicht 17. Juli 1835,
Echinocidaris Desm. veröffentlicht 15. Aug. 1835.
*) Bezüglich der fossilen Echinodermen verweise ich auf die Referate im
Neuen Jahrbuch für Mineralogie.
136 Dr. Maximilian Meissner: Beiicht üb. d. wissensch. Leistungen
Bury, H., Studies in tlie embryology of the Echinoderms.
Quat. Journ. Micr. Soc. 29. pp. 409-449, Tfl. 37—39. — Ausz.: Journ.
Roy. Micr. Soc. 1889. p. 390-391 und Am. Naturalist 23. p. 642—3.
Verf. untersuchte vergleichend anatomisch die Larvenformen der
Hauptklassen in dem Stadium, das Semon (cf. Bericht 1888) als
,,Dipleurula" bezeichnet hat. Er behandelt zuerst, die ersten Theilungs-
erscheinungen des Coeloms, beginnend mit einem Stadium, in welchem
wenigstens 2 Enterocoeltaschen schon vorhanden sind, bespricht so-
dann das Hydrocoel und schliesslich das Skelett, soweit es im Di-
pleurula-Stadium entwickelt ist.
Carus, J. V., Ueber leuchtende Thiere. — Sitz.-Ber. naturf. Ges.
Leipzig. — 1888/9. p. 82-86
Ech. p. 84: ,,Die Echinodermen stellen wenig leuchtende Arten,
eine Brisinga aus der Tiefe, einige Schlangensterne" cf. Dittrich.
Chadwick, H. C, Second Report on the Echinodermata of
the L. B. M. C. District. Proc. Liverpool Biolog. Soc. 3. 1889. p. 174
— 180.
,, First report" von W. A. Herdmann (London 1886) cf. Bericht
1887 p. 73. (Ophiuriden v. Chadwick). — Zu der dort gegebenen
Liste treten hinzu : Stichaster roseus von der Insel Man (20 Faden)
und Cucumaria planci.
Cotteau, G. (1) Note sur un nouveau genre d'Echinide vivant.
Bull. soc. zool. France. 14. p. 15.
Rhahdohrissus jullieni n. g. n. sp. von Cap Palmas (Liberia).
Cotteau, G-, (2), Echinides reeueillis par M. Jullien sur les
cotes de Guinee. Ebenda p. 340 — 42.
Schizaster edwardsi n. sp. von Port Victoria bei Cap Palmas
(Guinea Küste) und Echinolampas hlanchardi n. sp. von Garroway
bei Cap Palmas.
Cotteau, G. (3), Description de trois Echinides vivants reeueillis
par le Dr. J. Jullien, sur les cotes de Guinee (Liberia). — Compte
rend. d. seances du congres internal d. zoolog. Paris 1889. pag. 281
—292. Taf. 2—5.
Genaue Beschreibung und Abbildungen der in 1) und 2) bereits
veröffentlichten Species.
Cuenot, L. (1), Etudes sur le sang, son role et sa formation
dans la serie animale. II. Invertebres. — Arch. zool. exper. (2) VII.
Notes et revue p. I — IX.
Echin.p.VII — VIII. — Vorläufige Mitth. — cf. Cuenot im vorigen
Bericht.
Cuenot, L. (2), Sur la formation des produits genitaux par les
glandes lymphatiques chez les Invertebres. — Revue biol. d. Nord
d. France I. p. 472. und C. R. Assoc. frang. pour l'avanc. XVIII. 1. p.316.
Vorl. Mitth. zu Cuenot (3).
Cuenot, L. (3) Formation des produits genitaux par les glandes
lymphatiques (Invertebres). — C. R. Assoc. fran^. pour l'avanc. XVIII.
2. p. 581-586.
in der Naturgeschichte der Echiiiudennen während d. Jahres 1889. 137
Verf. kommt nach seinen Untersuchungen an Asterien und Ophi-
uren (cf. Ber. f. 1888) und nach denen Perrier's an Comatula (cf.
diesen Ber.) zu dem Schkiss, dass die Lymphdrüsen (Ovoiden Dr.),
deren Derivate die Genital Organe sind, die Amöbocyten hervorbringen,
aus denen sich die Eier resp. Spermatozoon entwickehi. Er fand
sämmtHche Uebergänge zwischen Eiern resp. Spermatoblasten und
den lymphatischen Zellen.
Dalla Torre, K. W. v., Die Fauna von Helgoland, Zool. Jahrb.
Suppl.-Heft zu II. 1889. und separat Jena 1889. 8«.
Ech. p. 92.
Echinoidea: Echinus miliaris Leske, esculentus L., Strongy-
locentrotus lividus (Lm.) [wahrsclicinlich dröbachiefisis (^MüU.') gemeiritl
d. Referent]. Echinocyamus pusiUus (Müll.), Spatangus purpureus
Leske, Echinocarclium cordatum (Penn.).
Ophiuroidea: Ophiogiypha lacertosa (Penn.), albida (Forb.)
texturata (Forb.), [lacertosa (^Pcnn.') und texturata (Forh.) sind Syno-
nyme! d. Ref.], sarsi (Lütk.), Amphiura squamata (Chiaje), fihformis
(Müll.), Ophiothrix fragilis (Müll.)
Asteroidea: Asterias rubens L., Crossaster papposus (0. Fabr.),
Archaster tenuispinus D. K., Astropecten aurantiacus (L.) und
mülleri M. T.
Dittrich, R., Ueber das Leuchten der Thiere. Wiss. Beilage
zum Programm d. Realgymnas. a. Zwinger. Breslau 1888. 8*^. p. 1
—70.
Von Echinodermen p. 3. als leuchtend (nach Mo Intosh Pos-
phorence of marine animals. Adress to the Biol. Section of Brit.
Assoc. for advanc. of Sciences — Aberdeen 1885 — •8'' und Nature
Vol. 32, pag. 476 — 481) aufgezählt: Asterias noctiluca Viv. = Amphi-
ura elegans Leach, Amphiura phosphorea Per., Ophiacantha spinulosa,
Ophiothrix sp. — cf. Carus.
Duncan, P. M., A revision of the genera and great groups of
the Echinoidea. — Journ. Linn. Soc. London 1889. XXIII: Zool.
Nr. 141^144., pp. 1-311. — Ausz.: Journ. Roy. Micr. Soc. 1890
p. 1888.
D. giebt eine Eintheilung der fossilen u. recenten Seeigel bis
auf Gatttungen, deren Literatur, Synonymie und genaue Diagnose
nebst geograph. und geolog. Verbr. angegeben wird. Am Schlüsse
der Abhandlung findet sich eine Zusammenstellung der Terminologie.
— cf. Systematik.
Eckstein, K., Repetitorium d. Zool. Leipzig 1889. 8°.
Echinoderm. pp. 40 — 44.
Edwards, C. L., Notes on the embryology of Mülleria agassizi
Tel., a Holothurian common at Green Turtle Gay, Bahamas. John
Hopkins Univ. Circ. Vol. VIII. Nr. 70. Baltimore 1889. — Ausz. :
Journ. Roy. Micr. Soc. 1888, p. 760. vergl. Bericht 1888.
Die Furchung ist eine totale und fast aequale. Beim Beginn
des zweiten Tages ist die Gastrula fertig. Am 5. Tage sind die
138 ^^'- Maximilian Meissner: Bericht üb. d. wissensch. Leistungen
5 Mimdtentakel entwickelt vmd die Bildung der Skelett theile beginnt.
Verf. beschreibt alsdann die von Tag zu Tag vor sich gehende Ent-
wicklung der äusserlich sichtbaren Körperanhänge ohne auf die
mikroskopischen Anlagen der Organe etc. einzugehen.
Fewkes, I. W. (1), Excavating habits of our common Sea-Urchins.
— Am. Naturahst 23. p. 728—30.
Vorl. Mitth. — cf. John i. Bericht 1888.
Fewkes, I. W. (2), On a new parasite of Amphiura. Ann.
Mag. N. H. 1889. III. pp. 154—156.
Copepode in d. Brutraum von Amph. squamata.
Fredericq, L., La lutte pour l'existence chez les animaux marins.
Paris 1889.
Selbstverstümmelung der Ech. pp. 264 — 70, dazu 2 Fig.
Ganong, W. F., The Echinodermata of New Brunswick —
Bull. Nat.Hist.Soc. New Brunswick No.VII. 1888 p.l2— 68. — ITaf.
Antedon eschrichti — Gorgonocephalus agassizi; Ophiacantha
bident. ; Amphiura squam.; Ophiopholis acul.; Ophioglypha robusta,
sarsi, — Asterias vulgaris Stimps. [=rubens], forbesi, littoralis
(Stimps.), groenlandicus Lütk. ; Leptasterias tenera (Stimps.), stimpsoni
Verrill; Stichaster albulus Stimps.; Crossaster papp.; Solaster endeca;
Cribrella sang. ; Hippasteria phryg. ; Ctenodiscus crisp. ; Pteraster
mil. — Strongylocentrotus dröb.; Echinarachnius parma; Schizaster
frag. — Psolus phant. ; Lophothuria fabrici; Thyonidium productum
(Ayr.); Pentacta frondosa, minuta; Caudina arenata: Chirodota laevis.
— Ein Anhang behandelt das Sammeln und Conserviren d. Ech. —
Die Tafel enthält Copieen.
Graber, V., Ueber die Empfindlichkeit einiger Meerthiere
gegen Riechstoffe. Biol. Centralbl. 8. pp. 743—754. Echinoderm.
pp. 747 -750.
Vf. operirte mit Rosmarin und Rosenöl und mit Asa foetida an
Antedon rosacea, Eehinaster sepositus, Ophioderma longicauda,
Echinus microtuberculatus, Iloloth. tubulosa und Synapta digit. Alle
Thiere reagirten auf die Reize der ihnen an einem Glasstäbchen
vorgehaltenen Reagentien durch Zurückziehen der irritirten Kör[)er-
theile resp. des ganzen Körpers. Doch scheint sich die Empfindlich-
keit schnell abzustumpfen.
Granger, A., Recolte des Echinodermes. — Le Naturaliste,
1889. (2) XI. p. 109—111 7 Fig.
Populär. Die gebräuchlichen Arten des Sammeins werden be-
schrieben und eine kurze Anleitung zum Aufstellen einer Echinodermen-
Collection gegeben.
Grieg, J. A., Undersoegelser over dyrelivct i de vestlandske
fjorde. II, Echinodermer etc. Bergens Mus. Aarber. 1888 (ausgeg.
1889) p. 1—7. Tfi. 1 u. 2. — Ausz.: Am. Naturalist 23 p. 1100.
Ant. petasus — Astroph. lincki, Ophiocoma nigr., Ophioph. acul.,
Amph. chiajei, filif , Ophiogl. text., carnea, squamosa. — Luidia sarsi,
Astrop. müll. , Arch. parel., Asteropsis pulv., Astrog. phryg., gran.,
in der Naturgeschichte der Echiiioderinen während d. Jahres 1889. 139
Pter. milit., Sol. endeca, papp., Cribr. sang., Stich, ros., Asterac. rub.,
glac, müll. — Ech. esc, flem., norveg., niil., Toxopn. dröb., Echino-
cyam. pus., Amphidetus cord., ovatus, Spat. purp. — Cucum. frond.,
hyndm., mosterensis n. sp.
Haddon, A. C. & Green, W, S., Second Report of the marine
fauna of the S. W. of Ireland. Proc. Roy. Irish Acad. (3) 1. pp. 29
bis 56. Eck: 35,36, 38, 39, 40.
Es werden aufg'ezählt : Hol. tremula — Dorocidaris papill.,
Echiniis microstoma, Spatang. raschi, Brissopsis lyr. — Asterias rub.,
Brisinga endecacn., Golaster papp., Pontaster tenuispin. , Astrop.
irregularis, Luidia sarsi — Ophiogl. lacert., Ophiopholis aciil., Ophi-
coma nigra, Ophiothrix frag. & lütkeni — Antedon rosac.
Hamann, 0., »Anatomie der Ophiuren und Crinoiden. Jen.
Ztschrft. f. Naturw. (Jena) 1889 Bd. 43. pp. 233—384. Ttl. 12—23.
— Ausz.: Journ. Roy. Micr. Soc. 1889 pp. 525 — 6.
Mit dieser Abh. schliesst Verf. seine ,, Beiträge zur Histologie
der Echinodermen" ab. Er behandelt in dieser Arbeit zuerst 1) das
Nervensystem, 2) das Enterocoel, 3) das Wassergefässsystem, 4) das
Schizocoel, 5) das Blutlakunensystem, 6) die Genitalröhren und die
Reifungsstätten der Urkeimzellen auf den Genitaltaschen 7) den
Darmtraktus, 8) das drüsige Organ und 9) die Musculatur der Ophi-
uriden hauptsächlich nach Studien an Ophioglypha albida aus der
Ostsee (Kiel) und in fast gleicher Anordnung alsdann die Anat. u.
Hist. d. Crinoiden besonders nach Untersuchungen an Antedon
eschrichti.
Ein die Resultate aller 4 Hefte zusammenfassender und die
inzwischen erschienene Litteratur berücksichtigender allgemeiner Theil,
in dessen 2. Kapitel Verf. auch die Stammesgeschichte der Ech. und
besonders die Pentactula- Hypothese Semons (cf. Bericht 1888) be-
leuchtet, sowie ein kurzer Nächtrag in dem Verf. gegen Jickeli,
Sarasin's, Prouho und Niemiec polemisirt, schliessen das Werk ab.
Heilprin, Angelo, The Bermuda Islands. Philadelphia 1889.
S^». — Ech. p. 136—145.
Wiederholung der in der Proc. Acad. Philadelphia bereits ver-
öffentlichten Untersuchungen. — cf. Bericht 1888.
Herdmann, W. A., Brief notes on the marine Invertebrate Fauna
of the Southern end of the Isle of Man. Yn Lioar Manninagh.
Publish. quarterly for the isle of Man Nat. Hist. and Antiquarian
Soc. (Kermode-Ramsey) I. 3.
Herouard, E., Recherches sur les Holothurides des cotes de
France. Arch.zoolexper.(2).7.pp.535-704. Tfl. 25— 32. 6 Holzschn.
— Ausz.: Journ. Roy. Micr. Soc 1890 p. 335—36.
Eine ausführliche Würdigung des morphologischen Theiles dieser
Arbeit giebt Ludwig in seiner Bearbeitung der Seewalzen in dem
Bronnschen Werke p. 241 — 248. (erschien 1890.) — Von franz.
Holothurien zählt Herouard für Banyuls s./m. folgende auf: Hol.
tremula Gunn., impatiens Forsk., poh D. Gh., tubulosa Gm.; Stichopus
140 Dl"- Maximilian Meissuer: Bericht üb. d. Avisseuscb. Leistungen
reg. Cuv., Cucumaria brunnea Forb., kircbsbergi Hell., planci Brdt.,
tergestina Sars, pentactes L. ; Semperia barroisi (?) Lpt.; Thyone
fusiis Müll, aurantiaca Cost. ; Synapta digitata Mont. — bei Roseoff
kommen folgende Arten vor: Hol. catanensis Gr.; Colochirus lacazei
Her.; Cucumaria brunnea Forb, lactea Forb., Semperia drummondi
Thoms. ; Thyone suhvillosa n. sp., roscovita n. sp., Synapta inhaerens
Müll. — Nur Cuc. brunnea ist beiden Fundorten gemeinsam. — cf.
Herouard in Beriebt 1888.
Hoyle, W. E., On the deep-water fauna oftheClyde sea-area.
Journ. Linn. Sog. Zool, vol. XX. p. 442 — 472. Eine Karte.
H. zählt von Echinodermen folgende 25 Arten auf: Cucum.
hyndm., Psolus phant., Thyone fusus, Holoth. intest. — Echinus esc.,
mil., Brissopsis lyr., Spatangus purp., EchinocardKim flav. — Porania
pulv., Stichaster roseus, Crossaster papp., Solaster endeca, Cribrella
oculata, Asterias rub., violacea — Ophioglypha äff., alb., lacert.,
Ophiopholis acul., Amphiura chiajei, filif , Ophiocoma nigra, Ophiothrix
pentaphyllum — Antedon rosacea.
Hyatt. To prepare sections of spines of Echinus for microslides.
Journ. Microscopy & Nat. Sc. (London u. Bath) n. s. H. 7. p. 156.
Ives, J. E. (1), Variation in Ophiura panamensis and 0. teres.
Proc. Acad. Philadelphia 1889. p. 76—77. — Ausz.: Am. Naturalist
23. p. 919.
Farbenvariation dieser beiden species sehr gi'oss.
IveSj J. E. (2), On a new genus and two new species of
Ophiurans. Ebenda H. pp. 143 — 145. 8 Holzschn.
Ophioncus n. g. , fp-anulosus n. sp. und Ophioglypha locki?igtoni
n. sp. von Amerika. Näherer Fundort unbekannt.
Ives, J. E. (3), Catalogue of the Asteroidea and Ophiuroi-
dea in the Collection of the Academy of natural sciences of Phila-
delphia. Ebenda pp. 169—179.
Die Sammlung umfasst 77 Nummern Asteroidea und 54 Nummern
Ophiuroidea hauptsächlich von Nord- und Mittel- Amerika, aber auch
von Alaska, Japan, N. Seeland und den Inseln des Stillen Oceans.
Jickeli, C. F., Vorläufige Mittheilungen über das Nervensystem
der Echinodermen. 3). Ueber das Nervensystem d. Ophiuren,
Zool. Anz. 1889. XH. Jg. pp. 213—218. — Ausz.: Journ. Roy. Micr.
Soc. 1889 p. 527.
Das Nervensys. besteht aus 1) d. ventralen radialen System (Am-
bulacralnerv autorum) 2) d. mittleren radialen System (paarige
Lange'sche Ganglienkette) 3) d. dorsalen radialen System 4) d.
lateralen rad. Syst. — deren weitere Verzweigungen und Vereinigungen
zur Bildung des Mundringes aufgeführt werden. Ein subcpithelialer
Nervenplexus des Darmes (wie bei Crinoiden und Ästenden) ist vom
Verf. nicht aufgefunden worden.
in der Naturgeschichte der Echiiiodermen während d. Jahres 1889. 141
John, G., Ueber bohrende Seeigel. Arch. f. Naturg. 1889.
I. Bd. pp. 268—302, Tfl. 15. — Ausz:: Journ. Roy. Micr. Sog. 1889.
p. 760.
Vergl. Bericht 1888.
Jourdain, M., Notes sur divers sujets de Zoologie. II. Signification
des organes autres que l'appareil digestif et Fappareil genital chez
les Echinodermes. C.R.Assoc. franc, p. Tavanc. XVIII. 2. p. 587 — 9.
Das sog. Herz der Asterien ist die zehnte (dem 5. Paar zugehörige)
der interradialen Drüsen, die von den übrigen 9 nur morphologisch
verschieden ist, und denen Verfasser excretorische Funktionen zu-
schreiben möchte.
Keyes, C. R. , On the attachment of Platyceras to Palaeo-
crinoids and its efFects in modifying the form of the shell. Proc.
Americ. Phil. Soc. (Philadelphia) XXV. pp. 231—243. 1 Tfl. — Ausz. :
Amer. Geologist (Minneapolis) 3 Bd. 1889. p. 148.
Vergl. Bericht über Malakologie v. J. Thiele für 1889. pag. 410.
Cf. auch Fraipont: Recherches sur les Crinoides du Famennien
(Devonien superieur) de Belgique. Ann. Soc. Geol. Beige 1883. Bd. 10.
pp. 45 — 68. Tfl. 2 — 5. [Capulus symbiotisch im Kelche von Melo-
crinus].
Korscheit, E. (1), Bildungsweise des mittleren Keimblatts bei
d. Echinodermen. — 8itz. Ber. Ges. naturf. Frde. Berlin 1889 p. 56.
Vorl. Mittheilung zu 2).
Korschelt, E. (2), Zur Bildung des mittleren Keimblattes
bei den Echinodermen. Nach Beobachtungen an Strongylocentrotus
lividus Lm. — Zool. Jahrb. Abthlg. f. Anat. u. Ontog. 1889. IV. p. 653
—676. Taf. 31. Holzschn. — Ausz.: Journ. Roy. Micr. Soc. 1889
p. 645.
Verf. bespricht zuerst die verschiedenen Anschauungen, die bisher
über die Entstehung des Mesoderms bei den Echinod. und speciell
bei d. Echiniden geäussert worden sind. Bekanntlich behaupten
Selenka und Hatscheck, dass dieses Keimblatt aus zwei Zellen,
die sich am vegetativen Pol der Blastula differenzieren, hervorginge.
Diese Urmesodermzellen sollen dann die Mesenchjm- Zellen liefern,
die sich als Mesodermstreifen bilateral-symmetrisch anordnen. Met-
schnikoff leugnet dagegen das Vorhandensein zweier bestimmter
Urmesenchymzellen. Nach ihm lösen sich beliebige Zellen des unteren
Theiles der Blastula aus ihrem Verbände und wanderen in die
Blastulahöhle ein. Eine regelmässige, symmetrische Anordnung der
eingewanderten Zellen ist durchaus nicht vorhanden, indem die Ein-
wanderung bald einzeln, bald zu mehreren erfolgt, und im Innern
der Blastula dann ein unregelmässiger Haufen gebildet wird. Verf.
fand nun bei seinen Untersuchungen die Angaben Metschnikoffs
bestätigt. Bei Strong. liv. treten keine Urmesenchymzellen auf, das
Mesenchym verdankt vielmehr einer grösseren Anzahl der am vege-
tativen Pol gelegenen Zellen seinen Ursprung, und zwar werden sie
nur am vegetativen Pol gebildet, dort, wo später die Einstülpung
142 D^- Maximilian Meissner: ßoiclit üb. cl. wissensch. Leistungen
zur Gastrula vor sich gelit, und niclit, wie Greeff und Bergh für
Echinus miliaris und Asterias rubens behaupten, im ganzen Umfang
der Blastula. — Von den beiden Mesenchymstreifen Selenkas etc.
fand K. keine Spur bei Strong. liv. — Zum Schluss kommt Verf. auf
die Entstehung des Mesenchyms bei den Echinodermen überhaupt
zu sprechen: „Die Mesenchymbiklung zeigt in den verschiedenen
Echinodermgruppen eine grosse Uebereinstimmung, wenn auch nicht
in dem Sinne, wie dies durch Selenka angenommen wird, d. h. in
dem Vorhandensein der Urmesenchymzellen bei allen Echinodermen.
Bei den Echiniden entsteht das Mesenchym durch Vermehrung der
Zellen am vegetativen Pol der Blastula. Ihnen schhessen sich mit der
gleichen Art der Mesenchymbiklung die Ophiuriden an, desgleichen
gewisse Holothurien (Cucumaria), während bei anderen Holothurien
die Entstehung des Mesenchyms avif etwas spätere Entwicklungsstufen
verlegt wird, nämlich auf das Stadium der beginnenden (Holothuria)
oder gar der vollendeten Gastrulation (Synapta). Im letzteren Falle
nimmt das Mesenchym am Gipfel des Urdarms seinen Ursprung un
damit ist der Uebergang zu den Crinoiden und Ästenden gegeben,
bei denen das gleiche Verhältniss statthat." Diese letztere Ent-
stehungsweise ist jedenfalls, wie K. auseinandersetzt, die ur-
sprünglichere, während die bei Strong. liv. geschilderte directe Ent-
stehung vom Blastoderm aus als die später erworbene 'Form zu be-
trachten ist. „Ohne Bedeutung darauf zu legen" macht Verf. darauf
aufmerksam, dass sich diese seine Ausführungen mit den Ansichten
über die Phylogenie der Echinod., wie sie Semon und Sarasin's
(cf. Ber. 1888) ausgesprochen haben, vereinigen lassen.
Korscheit, E. (3), Beiträge zur Morphologie und Physiologie
des Zellkerns. 3) Beobachtungen an Antedon rosacea etc. — Zool.
Jahrb. IV. Abth. f. Anatomie etc. p. 27—28. Taf IV. fig. 73—78.
Verf. beschreibt und bildet ab Zellkerne von Antedon r., die
amöboide Fortsätze in das umgebende Plasma ausstrecken.
Kowalewsky, A., Beitrag zur Kenntniss der Excretionsorgane.
Echinodermen. Biol. Centralbl. IX, pp. 73 — 74.
Verf. glaubt nach seinen Versuchen, die er durch Injectionen
von Carmin einerseits in das Wassergefässsystem der Ästenden von
den Ambulacralfüsschen aus und andrerseits direct in die Leibes-
höhle von Echiniden u. Asteriden ausführte, dass ,,die Tiedemann'schen
Körper als Excretionsorgane des Wassergefässsystems, und das sog.
Herz resp. die ovoide Drüse als Excretionsorgan der Leibeshöhle
fungiren." Beide Organe füllen sich nämlich bei der betreffenden
Injection mit den eingeführten Carminkörnchen. — Verf. hat bei den
untersuchten Echiniden deutlich Kontraktionen, wenn auch keine
regelmässigen Pulsationen der ovoiden Drüse gesehen.
Lampert, K. , Die während der Expedition S. M. S. Gazelle
1874 — 1876, von Prof. Th. Studer gesammelten Holothurien. Zool.
Jahrb. Abth. f. System, etc. 4. Bd. pp. 806-858. Tti. 24.
in der Naturgeschichte der Echiiiodermcn während d. Jahres 1889. 143
Pedata: Hol. monacaria Less., argus Jag., vagabunda Sei.,
ludwigi n. sp., impatiens Forsk. , atra Jag. var. amboinensis Semp.
— Mülleria maiiritiana Q. G. — Stichopus variegatus Semp., varie-
gatus Semp. var. hermamii Semp., chloronotus Brdt. — Psolus ant-
arcticus Phil. — Colochirus quadrangularis Less., tuberciilosus Q. G.,
doliolum Pall., dispar n. sp., gazellae n. sp., spinosus Q. G. — Cucu-
maria leonina Semp., laevigata Verrill, crocea Less., pentactes L.
— Semperia parva Ludw. — Thyone sacellns Sei., mirabilis Liidw.,
castcmea n. sp., ? sluiteri n. sp., ? sargassi n. sp.
Apoda: Trochostoma violaceum Th. Stud., antarcticiim Theel
— Synapta beselii Jag., reticiilata Semp., benedeni Ludw. var., in-
haerens Müll., digitata Mont. (?) — Anapta fallax n. sp. — Chirodota
panaensis Semp., studeri Theel, contorta Ludw. — Hierzu kommen
noch von Studer bereits bestimmt oder bekannt gemacht: Psolus
poriferus Th, Stud., Thyone muricata Th. Stud. und Rhopalodina
lageniformis Gray — cf. Studer.
Ludwig, H. (1), Echinodermen. Bronn's Klassen U.Ordnungen
des Thierreichs. 2 Bd. 3 Abth. Lfg. 1—4. p. 1-176. Taf. 1 — 8.
Holzschn. Lpzg. Heidelbg. 1889. — Bespr.: Journ. Roy. Micr. Soc.
1889. pp. 514—525 u. 644—5.
Diese Bearbeitung enthält in den 1889 erschienenen Lieferungen
die folgenden Kapitel.: 1). Diagnose der Klasse, 2). Allgemeiner
Ueberblick 3). Einleitung (Name, Litteratur, — sehr ausführlich und
dankensiveiih — , Geschichte.) 4). Morphologie: a) Gesammtaussehen
(Form, Grösse, Farbe, Aeussere Beschaffenheit und Consistenz
der Körperwand), b) Haut, c) Kalkkörper der Haut und Ambulacral-
anhänge, d) Muscvüatur u. Körperwand, e) Nervensystem, f) Kalkring
u. Ptückziehmuskeln, g) Wassergefässsystem, h) Verdauungsorgane,
i) Kiemenbäume, k) Cuviersche Organe, — Die Abb. der Taf, sind
bis auf eine : Taf, VH. f. 8 : Fühler von Cucumaria miniata nach einer
Originalzeichnung Brandts, Copien veröffentlichter Zeichnungen.
Ludwig, H. (2), Nochmals die Rhopalodina lageniformis.
Ztschrift. f. Aviss. Zool. Bd. 48. pp. 60 — 66. Tfl. 5, — Ausz.: Journ
Roy, Micr. Soc. 1889. p. 392.
Genauere Schilderung der Anatomie der Rh. Die inneren fünf
Längsmuskeln entsprechen den fünf Ambulacren (nicht 10 wie Semper
angiebt). Diese radiären Längsmuskeln sind einfach, wie bei den
Dendrochiroten , nicht paarig, wie bei den Aspidochiroten, deshalb
die Familie der Rhopalodinidae, da ihr auch die Tentakelampullen,
wie den Dendroch. fehlen, neben die der Dendrochiroten zu stellen,
Ludwig-, H. (3), Berichtigung zu dem von Dr. R, Semon be-
schriebenen Falle von „Neubildung der Scheibe in der Mitte eines
abgebrochenen Seesternarmes." Zool. Anz. 1889. pp. 454 — 457,
Ausz.; Journ. Roy. Micr. Soc, 1890. p. 46,
Ludw. hält die von Semon beschriebene Monstrosität für „eine
noch nicht ausgewachsene Ophiopsila aranea, welche ihre Scheibe
bis auf das Peristom, ferner 3 von ihren Armen und von den 2
144 Dl'- Maximilian Meissner: Beriebt üb. d. wissensch. Leistungen
übrigen Armen auch noch die Spitzen verloren hätte und nunmehr
alle diese Theile durch Regeneration wieder ersetzt hat." Alle von
Semon an diesen Fall geknüpften Hypothesen fallen also zusammen.
Mac Munn, CA., Notes on some animal colouring matters
examined at the Plymouth Marine Biological Laboratory . — Journ.
Mar. Biol. Association New Serie I. 1889. p. 55—62. — Echinod.
p. 56—57.
Vorl. Mitth. — Verf. untersuchte die Farbstoffe von Anted. rosac;
Asterias glac, Solaster papp., Goniaster equestris, Asterina gibbosa;
Holoth. nigra und Ocnus brunneus.
Marchai, P., L'acide urique et la fonction renale chez les
Invertebres. — Mem. Soc. Zool. France III. p. 31 — 87.
Ech. : Bibliographisches über den Gegenstand p. 33 u. 43. Ein
dem Guanin nahestehender Stoff bei den Echinodermen gefunden.
— cf. Griffiths 1888.
Marshall, A. M., The shapes and sizes of animals. — Trans.
Manchester Micr. Soc. 1889. — p. 1—24.
Marshall, W., Ueber Autotomie oder Selbstverstümmelung bei
Thieren. — Sitz. Ber. naturf. Ges. Leipzig. Jhrg. 1888/9. p. 86—87.
Ech. p. 87. „Die Amputation der Seewalzen, die oft in mehrere
Stücke auseinanderbrechen, mag eine bestimmte biologische Bedeutung
haben für die in ihrer Leibeshöhle schmarotzende merkwürdige
Schlauchschnecke, Entoconcha mirabilis, deren Junge auf diese Weise
frei werden mögen, indem sie vielleicht durch inneren Reiz die
Autotomie hervorrufen."
Martens, E. v., Echinodermen von Neu Guinea. — Sitz. Ber.
Ges. naturf. Erde. Berlin 1889 p. 183—185.
1 Echinaster, 4 Linckia, 1 Liaster, 1 Asterina, 1 Gymnasterias,
1 Goniodiscus, 1 Archaster, 1 Astrop. — 2 Ophiolepis, 3 Ophiocoma,
1 Ophiomastix, 1 Ophiothrix. — 1 Cidaris, 2 Echinothrix, 1 Trip-
neustes, 1 Boletia, 1 Stomopneustes, 1 Heterocentrotus, 1 Echino-
metra, 1 Echinoneus, 1 Ctypeaster, 2 Bryssus. — Sämmtliche Arten
bereits aus dem indischen Ocean bekannt.
Neumayr, M., Die Stämme des Thierreichs. I. Wirbellose Thiere.
— Wien u. Prag 1889. — 8o — p. I— VI. u. 1—603. — 192 Fig.
Echin. p. 70, 348—504 und p. 577—582. Verf. giebt vom
paläontologischen Standpunkte aus eine üebersicht über die Gruppe.
Er bespricht ausführlich die versteinerten Uebergänge zwischen den
Abtheilungen. Seine Ansichten über die Verwandschaftsverhältnisse
der Echinodermen drückt er pag. 581, wo er die Sarasin'sche Arbeit
(cf. Bericht 1888) bespricht, im Gegensatz zu diesen graphisch
folgendermassen aus:
Crinoiden
!
Cystideen Echinoiden Seesterne Crinoiden Echinoiden Seesterne
Holothurien Cystideen
nach Sarasin's nach Neumayr
in der Naturgeschichte der Echinodermen während d. Jahres 1889. ] 45
Nach ihm sind also die Cystideen der Knotenpunkt, in welchem
alle Fäden der Verwandschaft zusammenlaufen. „Die Seeigel schliessen
sich durch Ci/stocidaris, die Seesterne durch Palaeodiscus an die
aus vielen, unregelmässig gelagerten Tafeln bestehenden Cystideen,
wie Agelacrimts und Nesites an, während den Cystideen mit weniger
verhältnissmässig regelmässigen Platten sich die Crinoiden durch
Porocrinus und Hi/poci/stifcs, die Blastoideen durch Codonaster und
Aster ohlashi-s nähern." Ueber die Holothurienfrage spricht sich der
Verf. ,,als einen dem paläontologischen Gebiete so fernliegenden Gegen-
stand" nur sehr zurückhaltend aus. — In dem Abschnitte, wo Verf.
die Wohnstätten der Echin. und den Charakter der Tiefseefauna
behandelt, weist er die geäusserte Meinung, dass die Tiefseethiere
einen alterthümlichen Typus an sich tragen und solchen Formen
sehr nahe stehen, welche wir aus mesozoischen, selbt aus paläozoischen
Ablagerungen kennen, hauptsächlich an der Hand des Werkes von
Agassiz, der bekanntlich für die Seeigel genaue Tabellen ihrer bathy-
metrischen Verbreitung giebt , zurück. Er schliesst den Abschnitt
mit den Worten: ,,Im seichten Meerwasser lebt Lingida, wohl der-
jenige Typus unter allen Thieren^ der von der cambrischen Zeit bis
heute die geringste Veränderung erlitten hat, und im seichten Meer
lebt der Molukkenkrebs, Liniuhts, der einzige Repräsentant einer
Crustaceeabtheilung, die in der paläozoischen Zeit von grösster Be-
deutung war; auch Nautilus, der unter allen lebenden Thieren
vielleicht am meisten den Namen eines lebenden Fossils verdient, ist
wenigstens gewiss kein Tiefseebewohner. Auch die grossen Abgründe
des Meeres haben ihre archaischen Formen, so gut wie jeder andere
Bildungsraum; in welchem aber die grösste Menge solcher vorhanden
ist, darüber zu entscheiden haben wir keinen Anhaltspunkt, wir haben
nur daran festzuhalten, dass nach den bisherigen Erfahrungen die
Tiefseefauna keineswegs durch alterthümlichen Charakter ausgezeichnet
ist." — cf, System. — cf. Semon (1).
Perrier, E., Memoire sur 1' Organisation et le developpement
de la Comatule de la Mediterranee. Suite (l.") Troisieme partie
Nouv. Arch. d. Mus. (3) I. 2. p. 169—286.
In diesem dritten Theile seiner weitangelegten Monographie von
Antedon rosacea Linck, der als erste Fortsetzung bezeichnet ist,
(Theil I. u. IL sind im Band IX. der zweiten Serie der Nouv. Arch.
erschienen, wo sich auch schon die Tafeln, die sich auf die vorliegende,
dritte Abtheilung beziehen, befinden) beschreibt Verf. in eingehendster
Weise die Organisation des erwachsenen Thieres.
Perrier, R., L'organisation des Echinodermes: I. Caracteres
generaux et morphologie exterieure. Le Naturaliste 11. Jhrg. 1889
p. 214—216. 10 Holzschn.
Populär.
Petersen, C. G. J., Echinodermen in: Det Videnskablige Ud-
bytte af Kanonbaaden „Hauchs" Togter i de Danske Have indenfor
Aach. f. Naturgesch. Jahrg. 1890. Bd. II. H. .3. 10
146 Dr. Maximilian Meissner: Beiicht üb. rl. wissensch. Leistungen
Skagen i aarene 1883—86. — Kjöbnliavii 1889. — Ech. p. 35— 52.
Taf. 1—4.
Synapta inh., Psolus phant., Thyon. hyal., comm., Cucum. lactea,
pent. — Echin. esc, mil. , norv. , Toxopn. dröb., Echinocyam. pus.,
Echinocard. cord., flav. , Spatang. j)urp., Brissops. lyr. — Asterias
rub., müll., glac, Cribr. sanguin., Sol. endeca, papp., Gon. phryg.,
Astrop. müll., andromeda, Luid, sarsi — Ophiogl. text., alb., rob.,
aif., sarsi, Amph. filif., chiaj., eleg. Ophiopholis acuL, Ophiothrix frag.
Ophioc. nigra. — Die Tafeln enthalten die Stationen, wo die betr.
species, die mit bestimmten Zeichen versehen sind, gesammelt wurden.
Pouchet, G. und Chabry, Physiologie animale. — De la pro-
duction des larves monstreuses de l'Oursin par privation de chaux.
— Compt. rend. 108. p. 196 — 198. — Ausz.: Journ. Roy. Micr. kSoc.
1889. p. 392—93.
Um zu beweisen, dass die Seeigellarven den zu ihren Skelett-
theilen nöthigen Kalk dem Meerwasser entnehmen, setzten Verf.
befruchtete Eier eines Seeigels in MeerAvasser, das nur Vio seines
normalen Kalkgehaltes hatte, an. Die Entwickelung ging bis zur
Gastrula in gewöhnlicher Weise vor sich, doch zeigte der daraus
entstehende Pluteus eine runde Gestalt, ohne jede Spur von Stachel-
bildungen und in diesem Stadium starben die Larvenformen dann
auch bald ab. Wurde dem Meerwasser noch mehr Kalk entzogen,
ging die Entwicklung nicht über die Gastrula hinaus.
Sabatier, A., La Station zoologique de Cette. — Compte rend.
d. seances du congres Internat, d. zool. Paris 1889. p. 115 — 126.
Ech. p. 117 erwähnt: Strongylocentrotus lividus, Ophiothrix
alopecurus, Amphiura squamata, Antedon rosacea, Synapta digitata.
Semon, R. (1), Die Homologieen innerhalb des Echinodermen-
stammes. — Morph. Jahrb. XV. 2. pp. 253 — 307. — Ausz.: Journ.
Roy. Micr. Soc. 1889 p. 759—760.
Verf. hat sich, um seine eigenen Worte zu gebrauchen, ,,in der
vorliegenden Arbeit bemüht, nachzuweisen, dass im Stamme d. Echinod.
eine ganze Reihe von Organisationseigenthümlichkeiten, offenbar
homophyletisch entstanden und als speciell und komplet homolog zu
betrachten sind. Hierher gehört in seinen Grundzügen das Darm-
system, das Enterocoel, das Wassergefäss- und Nervensystem. Andere
Bildungen wiederum weisen sich bei näherer Untersuchung als sehr
ähnliche, aber blos analoge, homoplastische Erscheinungen aus; dies
betrifft vor allem viele Theile des Skelettapparates, bei dem wir in
manchen Fällen, die allmähliche Ausbildung der ,,,, homoplastischen""
Aehnlichkeit vergleichend anatomisch verfolgen können. — Eine
Reihe von Bildungen lässt sich weder schlechtweg als speciell homolog;
noch auch als analog (homoplastisch) bezeichnen, da hervortretende
Aehnlichkeit zwar in ihren Grundlagen auf homophyletische Ent-
stehung hindeutet, das gemeinsame Erbstück aber so indifferenter
Natur war, dass sich aus ihm in d. verschiedenen Klassen selbst-
ständig theils ähnliche, th. auch sehr abweichende Gebilde entwickelt
in der Natiirgescbichte der Echinodermen während d. Jahres 1889. 147
haben. Solche Biklungen bezeichnet man als allgemein homolog.
Hierher gehört cl. Musculatiir d. Ech., die überall aus d. typischen
Hautmuskel schlauch stammt, bei Holoth., Aster, und Echiniden
grösstentheils verschiedene, z. Th. aber auch einigermassen über-
einstimmende Wege d. Entwickig. eingeschlagen hat. Hierher gehört
auch ein Theil d. Wassergefässapp. und Nervensyst. d. Holoth. Sollte
es sich herausstellen, dass die Primärtentakel d. Holoth. denjenigen
der übrigen Klassen entsprechen, so würden d. Körperwassergefässe
d. Hol. eine d. Wassergef. u. Nerven d. übr. Klassen nur allgemein
nicht speciell homologe Bildung vorstellen. Sollten die Secundär-
tentakel d. Hol. den Primärtent. d. übr. Klassen im speciellen ent-
sprechen^ so würde das oben gesagte für d. Primärtent. d. Hol. gelten.
— Wieweit wir d. Blutgefässsyst. d. verschied. Klassen als allgemein
od. speciell homologe od. auch bloss analoge (homoplastische) Bildg.
aufzufassen haben, ist bei d. Stande unserer jetz. Kenntn. noch un-
möglich zu entscheiden. Das Dorsalorgan, auf dessen Ueberein-
stimmung in d. versch. Klassen zuerst Ludwig hingewiesen hat, ist
wahrsch. als eine allgemein homologe Bildg. zu betrachten. — Die
vergi. Anat. scheint darauf hinzuweisen, dass die Ech.-Klassen zwar
zweifelsohne von einer gemeinsamen Stammgruppe sich ableiten, dass
aber diese Stammgr. in ihrem Gesammtbau noch ziemlich indifferente
Verhältnisse dargeboten hat und dass sich d. verschied. Kl. von diesem
Ausgangspunkte aus divergent entwickelt haben. Die Entw.-Gesch.
scheint die Auffassung zu bestätigen. D. Anschauung von einer frühen
Divergenz d. Ech. -Kl. bricht sich mehr und mehr Bahn. Beinahe
gleichztg. mit meiner Synapta-Arb. , in der ich sie ausführlich zu
begründen versucht habe, erschien die Sara sin 's Arb. , die einen
ganz ähnlichen Standpunkt vertritt. Unsere Arb. stimmen in d.
Grundanschauungen sowohl als in d. Detailbetrachtung so gut über-
ein, dass eine befriedigendere Ergänzung zweier Arb. durcheinander,
von denen die eine mehr von vergl. anat., die andere mehr v. entwgesch.
Standpunkten ausgeht kaum gedacht werden kann. — Freilich glauben
Sarasin's die Stammgruppe in d. Kl. d. Holoth. wiederzuerkennen.
Sie stellen sich aber unter einer Synapta ein so einfaches Geschöpf
vor — irrthümlicherweise, da ihnen entgangen ist, dass auch bei d.
Synaptiden, wie bei d. übr. Hol. sich Secundäraustülpungen in andern
Radien als d. Primärtent. bilden — dass die so vereinfachte Synapta
auf dasselbe herauskommt, wie meine ,,,,pentactulaälinliche Stamm-
form"". Auch die Uebereinstimmung d. Ech. aller Klassen im Pentac-
tula-Stadium ist ihnen aufgefallen, nur bezeichnen sie jenes Stadium
nicht in ganz korrekter Weise als „„Hol. -Stadium"". — Auch
Neumayr ist geneigt, eine sehr frühe Divergenz der Klassen aus
einfachen Stammformen anzunehmen, obwohl er sich dabei d. Echinid.
und Ast. länger u. inniger verbunden denkt, als wie mir's scheint,
aus d. Thatsachen hervorgeht. Für unberechtigt halte ich d. An-
schauung, d. Cystideen einfach m. jenen indifferenten Stammformen
zu identificiren. Von ihrer inner. Organis, wissen wir nichts und
was wir vermuthen können, lässt in Bezug auf d. Wassergef.-Syst.,
10*
148 I^i'- Maximilian Meissner: Bericht üb. d. wissensch. Leistungen
bei den meisten auch auf d. Muskulatur, auf einseitig entwickelte
Zustände schliessen. Dass endlich selbst wenn wir nur d. Skelett
berücksichtigen, d. Existenz unzweideutiger oder auch nur wahr-
scheinlicherer Uebergangsformen nicht im entferntesten bewiesen ist,
habe ich mich bemüht, in einem Abschnitte der vorl. Arb. nach-
zuweisen." — cf. Semon, Sarasin's (Bericht 1888) und Neumayr,
Hamann (diesen Bericht).
Semon, R. (2), Ein Fall von Neubildung der Scheibe in der
Mitte eines abgebrochenen Seesternarmes. — Jen. Ztschrft. f. Naturw.
XXIII. p. 585—94. Taf. 29. — Ausz.: Journ. Roy. Micr. Soc. 1890
p. 46.
Ist durch Ludwig (3) erledigt.
Sladen, W. P., Report on the Asteroidea collected during the
voyage of H. M. S. „Challenger" during the years 1873 — 76.
Challenger Reports. Part LI. Zool.XXX. IBand Text p. 1—893 und
1 Band Taf. 1—117.
Grosse Monographie der Klasse. — Vergl. Systematik.
Sluiter, C. Ph., Die Evertebraten aus der Sammlung des Kgl.
naturw. Vereins in Batavia. Tijdschr. Nederland. Ind. Bd. 48. p. 285
bis 313.
cf. Bericht 1888. p. 127: Sluiter. — Verf. setzt seine faunistische
Skizze des Java-Meers fort. Er zählt hier die Echinoidea und
Asteroidea auf und zwar: 2 Phyllacanthus, 1 Cidaris, 1 Diadema,
3 Echinothrix, 2 Astropyga, 1 Colobocentrotus , 2 Heterocentrotus,
1 Echinometra, 2 Temnopleurus, 2 Salmacis, 1 Mespilia; 2 Laganum,
1 Peronella, 1 Arachnoides, 2 Echinodiscus ; 1 Maretia, 2 Lovenia,
1 Palaeostoma, 1 Brissus, 1 Schizaster. — 2 Echinaster, 1 Mithrodia,
2 Ophidiaster, 3 Linckia, 2 Scytaster, 1 Fromia, 2 Pentagonaster,
5 Pentaceros, 1 Culcita, 1 Gymnasteria, 1 Asterina, 1 Archaster,
5 Astropecten (3 wm), 2 Luidia.
Studer, Th., Die Forschungsreise S. M. S. Gazelle in d. Jahren
1874—76. — III. Theil. — Zoologie u. Geologie. — Berlin 1889.
__ 40 _ p. i_vi und 1—322. — 33 Taf. — 17 Holzschn.
Genauer Bericht über die gesammelten Thiere. Die Schlepp-
netzresultate werden hinter einander aufgeführt und dabei die er-
beuteten Repräsentanten der einzelnen Thierklassen, also auch d.
Echinod., aufgeführt. — Studer verwahrt sich p. 143 gegen das
Vorgehen A. Agassiz', der Goniocidaris membranipora als synonym
zu seinem G. canaliculata gezogen hatte. Studer bezeichnet jetzt
seine Originale als echte Cidaris, nicht mehr als Goniocidaris. Er
giebt einen Holzschnitt d. Art (fig. 17). — Als Anhang ist die Auf-
zählung der Holothurien von Lampert (p. 302 — 309) [cf ober Lampert]
angefügt. Die Tafeln enthalten nur bereits veröftentKchte Abbildungen.
— Eine Aufzählung sämmtlicher bisher über das Gazelle- Material
verööentlichten Arbeiten schliesst das Werk ab.
Swainson, G,, Dredging off Puffin Island for the Rosy Feather
Star. — The Wesley Naturaliste No. 29. p. 138—142. — 2 Holzschn.
in der NatiugeschicLte der Echiuodennen wäluend d. Jahres 1889. 149
Topsent, E., Differenciation remarquable d'un tiibe genitale male
de Cucumaria pentactes L. — Bull.Soc.Linn.Normandie (4) 2. p.ll2
— 114.
V. imtersuchte diese Holothurien auf die Reife des Inhalts der
Geschlechtsschläuche gegen Ende Februar. Dabei fand er bei einem
männlichen Thier im freien Ende eines Geschlechtsschlauches einen
kleinen, flottirenden nierenförmigen Körper, der mit gelben, wimpernden
Zellen aussen besetzt war und im Inneren Kalkkörperchen enthielt.
Verf. deutet an, dass es sich vielleicht um eine Larve u. um ähnhche
Vorgänge, wie bei Chirodota und Phyllophorus , bei denen sich die
Jungen in der Leibeshöhle der Mutter entwickeln, handelt.
Whitelegge, Th., List of the marine and freshwater Invertebrate
Fauna of Port Jackson and the neigbourhood. — Journ. Roy. Soc.
N. S. Wales 23. Bd. IL Sydney 1889, p. 163—323.
Echinodermen pag. 197 — 206.
II. Uebersicht nach dem Stoffe.
1. Allf/enieines tiiul Vermischtes:
Populäres: R. Perrier.
Anweisung z. Sammeln und Conservieren: Oranger, Ganong.
Yaria : Anfertigung von Stachelschliffen: Hyatt; Grosse Seesterne:
Bell (2).
2. Biologie, Anatofnie, Phijsioloyie, Entwicklung:
Biologie.
Bohrlöcher der Seeigel: Fewkes (1), John.
Selbstverstümmelung: Fredericq, Marshall.
Parasiten: Copepode in Amphiiua: Fewkes (2), Key es.
Anatomie.
Morphologie: Holothurien: Herouard, Ludwig (1); Herz d. Asterien:
Jourdain; Antedon rosac: Perrier.
Anatomie: Ophiur. und Crinoid.: Hamann; Holothiu'ien: Ludwig (1),
Herouard; Rhopalodina: Ludwig (2); Antedon: Perrier; Nervensystem d.
Ophiuren: Jickeli.
Physiologie.
Leuchtende Echinodermen: Carus, Dittrich.
Excretiou: Jourdain, Kowalewsky, Marchall.
FarhstoflFe: Mac Munn.
Empfindlichkeit gegen Riechstoffe: Graher.
Regenerations-Erscheinungen: Semon (2), Ludwig (3).
Monstrositäten der Larven durch Kalkentziehung: Pouch et u. Chahry.
Ernährung d. Zellkerne von Antedon: Korscheit (3).
Entstehung d, (Jeschlechtsprodukte: Cuenot (3).
Entwicklung.
Ontogenie: Bury, Edwards, Korscheit (1,2), Topsent.
Phylogenie: Neumayr, Semon (1).
150 Dr. Maximilian Meissner: Bericht üb. tl. wissensch. Leistnugeu
III. Faunistik.
1. Allgemeines: Geogr. Verbr, d. Asteriden: Sladen.
2. Nordatlant. Meer: Ech. von Neu -Braunschweig: Ganong. — Gross-
britaunisclie Küsten : Bell (3) [Irland]; Haddon u. Green [Irland]; Chadwick
[Liverpool]; Herdman [Ins. Man]; Swainson [Puffinlns.]; Hoyle [Clyde]. —
Frankreich: Herouard (Holoth.), Sabatier [Cette]. — Helgoland: Dalla
Torre. — Dänemark: Petersen. — Norwegen: Grieg.
3. Südatlaut. M.: Ech. d. Bermudas: Heilprin.
4. Ind. Polynes. M.: Echinid. u. Aster, von Batavia: Sluiter. — Ech. v.
Neu Guinea: v. Martens.
5. Aütarkt. M, : Ech. von Port Jackson: Whitelegge.
IV. Systematik.
N.ß. Die neuen Familien, Subfamilien, Gattungen, Arten und Varietäten
sind durch cursiven Druck ausgezeichnet.
1. Crinoidea.
Comatulidae: Antedon pumila J. Bell berichtigte Diagnose: Bell (1)
Ant. incommoda J. Bell = pumila J. Bell: Bell (1).
2. Oxyhitiroidea.
Ophioglyphidae. Ophioncus n. g. nahe Ophiozona aber 4 Genitalöffnungen
und 2 Tentakelschuppen. 0. granulosus von Amerika: Ives (2.) Abb. Ophio-
glypha lockingtoni von Amerika: Ives (2.) Abb.
3. Asteroidea,
Phanerozonia : Astrogonium greeni J. Bell von Irland: Bell (3) Abb.
Astropecten squamosus, pusillus, macer sämmtl. von Batavia: Sluiter.
Sladen giebt für die Asteroidea folgendes System:
Subclassis: Euasteroidea Sl. 1886.
Ordo: Phanerozonia Sl. 1886
Farn. Archasteridae Sl.:
Subf. Pararchasterinae Sl.: gen. Pararchaster Sl.: armatus (0. Küste
N. Amei'., Portugal), antarcticus (Antarct.), pedicifer (Agulhas Bank, Crozet Ins.),
Äej/JtS5MrtHia^w5 (S.v. Japan), u.var. oceidentalis (0. Küste N. Am.), simplex (E. Perr.),
spinosissimus (Ascension) — gen. Pontaster Sl.: forcipatus (0. Küste N. Amer.),
und var. eehinata (Zw. Marion u. Crozet Ins.), hebitus (0. Küste v. N. Am,), lim-
batus Sl., mimicus (Arafura See), mirabilis (E. Perr.), oxyacanthus (S. v. Japan),
planeta (W. v. S. Am.), pristinus (Oe. v. S. Am.), subtuherculatus (Oe. v. Austr.),
teuuispinus (D. K.), u. var. platynota (Faroer), tcres (Bauda See), trullipes (Phi-
lippinen) venustus (Oe. v. Azoren) und var. robust a (Cap Verden), ?coronatus
(E. Perr.), echinulatus (E. Perr.), pulcher (E. Perr.).
Subf. Plutonasterinae Sl.: gen. Dytaster Sl.: aequivocus (Arafura See),
biserialis (Zw. Madeira u. Azoren), exilis (W, v. S. Am.), und var. carinata (Küste
V. N. Am.), und var. gracüis (Tristan da Cunha), inermis (N. v. Celebes), madre-
porifer (Küste v. N, Am.), nobilis (Buenos Ayres) spinosus (N. Pacifisch), ?grandis
(VeiTill). — gen. Plutonaster Sl. : abbreviatus (Azoren), ambiguus (Australien),
in der Naturgeschichte der Echinodermeii während d. Jahres 1889. 151
bifrons (Wyv.Th.), marginatus (Ascension), notatus (Azoren), rigidus (Oe. v.N. Am.),
und var. semiarmata (Oe. v. N. Am.), agassizi (Verrill), — subg. Tethyaster Sl. :
subinermis (Phil.), parelii (D. K.), und var. longobrachialis Dan. Kor. — gen.
Lonchotastei'Sl.: forcipifcr (Antarct.), tartareus (zw. Canaren und Gap Verden).
Subf. Pseudarchasteriuae Sl.: gen.: Pseudarchaster SL: discus
(Messier Kanal), intermedius (S. v. N. Schottld.), tessellatus (Cap). — gen.
Aphroditaster Sl. : gracilis (Azoren).
Subf. Archasterinae Sl.: gen. Archaster M. T.; angulatus M. T.,
typicus M. T.
Archaster non s. str. : americanus Verrill, bairdi Verrill, efflorescens E.
Perr., florae Verrill, formosus Verrill, insiguis E. Perr., robustus Verrill, sepitns
Verrill — Archasteridae incertae sedis Beuthopecten spinosiis Verrill;
Blakiaster conicus E. Perr; Cheirastes gazellae, pedicellaris Th. Stud. , ?foliui
E. Perr.; Crenaster marionis, mollis E. Perr.; Goniopecteu demonstrans , ed-
wardsi, inermis, intermedius, subtilis E. Perr.; Pectinaster filholi, insiguis E.
Perr.; Luidiaster hirsutus Th. Stud.; Odontaster hispidus Ven'ill.
Fam. Porcellanasteridae Sl.
Subfam. Porcellanasteriuae Sl.:*) gen. Porcellanaster Wyv. Th.:
caeruleus Wyv. Th., caulifer Sl., crassus Sl., eremicus Sl. 1889 {Zw. Cap und
Tristan da Cunha), gracilis Sl., granulosus E. Perr., inermis E. Perr., tuberosus
Sl., ?pedunculatus (E.Perr ), ?sladeni (E.Perr.) — geu.Styracaster Sl.: arraatus
Sl., edwardsi E.Perr., horridus Sl., spiuosus E.Perr. — gen.Hyphalaster Sl.:
antoni E. Perr., diadematus Sl., hyalinus Sl., inermis Sl., parfaiti E. Perr.,
planus Sl. — gen. Thoracaster Sl. : cylindratus Sl.
Subfam. Ctenodiscinae Sl.: gen. Cteno discus M. T,: australis Lütk.,
corniculatus (Liuck), procurator (W. v. S. Amer.).
Fam. Astropectinidae Gray:
Subfam. Astropectininae Sl. : gen. Craspidaster Sl.: hesperus (M.T.)
gen. Leptoptychaster E. Sm.; antarcticus Sl., (zw. Ins. Marion und Kergueleu)
arcticus Sars, und var. elongata (Oe. v. N. Am.) kerguelensis E. Sm. — gen.
Moiraster Sl.: magnificus (J.Beil) — gen. Astropecten Linck*): acanthifer
Sl., alatus E.Perr., alligator E.Perr., andersoni Sl., autillen.sis Lütk., arenarius
E. Perr., articulatus Say, aurantiacus (L.), bispinosus (Otto) , brasiliensis M. T.,
brevispinus Sl., buschi M. T., calcitrapa Lm., capensis Th. Stud., ciliatus Gi".,
cingulatus Sl, duplicatus Gray dussumieri E. Perr., edwardsi Verrill, erinaceus
(Gray, formosus Sl., fragilis Verrill, granulatus M. T., hemprichi M. T., herma-
tophilus SL, hispidus M. T., imbellis SL, indicus Död.. irregularis (Penn) japonicus
M. T., javanicus Lütk., johnstoni (Chiaje), longispinus M. T., mauritianus Gray,
mesactus SL, monacanthus SL, notograptus SL, pectinatus SL, pentacanthus
(Chiaje), peruvianus Verrill, petalodea (Retz.), polyacauthus M. T., pontoporaeus
SL, preissi M T., regalis Gray, richardi E. Perr., samoensis E. Perr., schoenleini
M. T., scoparius M. T., serratus M. T , spinulosus (Phil.), tamilicus Död., tiede-
mauni M. T., triseriatus M. T., velitaris Marts., vestita (Say) E. Perr., zebra SL,
*) Die novae species der Porcellanasterinae und des genus Astropecten
wurden bis auf eine bereits 1883 im Journ. Linn. Soc. XVII. veröffentlicht. —
cf. Bericht 1880—1883.
152 Di'- Maximilian Meissner: Bericht üb. d. wissensch. Leistungen
zebra var. rosea Sl. — gen. Psilaster Sl.; acuminatus (Cap, Oe. v. Austr. und
W. V. N. Seeland), andromeda M. T., casswpe (Cap Verden), gracüis (S. v. Japan),
patagiatus (Cap Verden) — gen. Phoxaster Sl.: pumilus (Oe. v. N. Am.) —
gen. Bathybiaster Dan. Kor.: loripes (W. v. S. Am.), loripes var. obesa (Ker-
guelen u. Heards Ins.), pallidus (Dan. Kor.), vexillifer (Wyv. Th.) — gen. Ily-
aster Dan. Kor.: mirabilis Dan. Kor.
Subfam. Luidiinae Sl.: gen. Luidia Forb.: africana (Cap, Marocco)
alternata (Say), aspera (Philippinen n. !N. v. N. Guinea), barbadensis E. Perr.,
bellonae Lütk. brevispina Lütk., californica E. Perr., chefuensis G-r., ciliaris
(Phil.), clathrata (Say), columbiae (Gray), convexiuscula E. Perr., elegans E. Perr.,
foliata Gr., forficifer (Torres-Str., Arafura See, Mergiü), hardwicki (Pray), lim-
hata (Yokohama), longispina (Philippinen), maciilata M. T. , quinaria Marts.,
sarsi D. K., savignyi (Aud.), senegalensis (Lm.), variegata E. Perr. — gen.
Piatasterias Gray: latiradiata Gray.
Farn. Pentagonasteridae E. Perr.:
Suhfam. Pentagonasterinae Sl.: gen. Pentagonaster Liuck: affinis
(E. Perr.) arcuatus (S. v. Japan), astrologorum (M. T.), aiu-atus (Gray), australis
(Gray), belli Th. Stud., coppingeri J, Bell, crassus E. Perr., dentatus E. Perr.,
deplasi E. Perr., fallax (E. Perr.), fonki (Phil), gibbosns E. Perr., gosselini E.
Perr., grandis (Gray) granularis (Retz.), haesitans E. Perr., inaequalis (Gray),
intermedius E. Perr., japonicus (S. v. Japan), lamarcki (M. T.), lepidus (Azoren),
magnificus (M. T.), mammillatns (M. T.), minimus E. Perr., mirabilis (E. Perr.),
nobilis (M. T.), ornatus (M. T.), parvus E. Perr., patagonicus (Magellan-Str.)
perrieri Sl. , placenta M. T. , ruber (Gray), semilunatus Linck, tubercularis
Gray), tuberculatus (Gray), validus (J. Bell) vincenti E. Perr. — ?alexandr
E. Perr. ob zu Nymphaster?) ? elongatus E. Perr. ob zu Paragonaster?
— gen. Astrogonium M. T.: abnormale (Gray), bourgeti (E. Perr.), dübeni
(Gray), gunnii (E. Perr.), pulchellum (Gray) M. T. — gen. Calliaster Gray:
baccatus (Cap) childreni Gray — gen. Chitonaster Sl.: cataphr actus (antarct.)
gen. Calliderma Gray: emma Gray. — gen. Jconaster Sl. : longimanus
(Mob.) — gen. Gnathaster: dilatatus (E. Perr.), elongatus (Marion Ins., Ker-
guelen, Heards Ins.), grayi (J. Bell), granulosus (E. Perr.), meridionalis (E. Sm.),
miliaris (Gray), paxillosus (Gray), pedicellaris (E. Perr.), pilulatus (Magellan-Str.),
singularis (M. T.,? verrucosus (Phil.) — gen. Nymphaster Sl. albidus (Cap
Verden), basiUcus (0. Küste v. Brasil.), bipimctus (N. v. Admiralitäts Ins.) , pro-
tentus (S. W. v. d. Canaren), symboUcus (Arafura See und Philippinen), symbolicus
var. breviradiata (Banda See) — ? arenatus E. Perr., ? moebii Th. Stud., ?pre-
hensilis E. Perr., ?subspinosus (E. Perr.), ?ternalis E, Perr. — gen. Parago-
naster: ctcnipes (Arafura See), cylindratus (S. v. Cap Verden) — gen. Mediaster
Stimps. : aequalis Stimps. — gen.Nectria Gray: ocellifera (Lm.), ocellataE.Perr.
Subfam. Goniodiscinae Sl.: gen. Stellaster Gray: equestris (Retz.),
granulosus (E. Perr.), incei Gray, princeps (Torres-Str.), squamulosus Th. Stud.,
tuberculosus Marts. — gen. Ogmaster Marts.; capella (M. T.) — gen. Lepto-
gonaster Sl. : cristatus (Philippinen) — gen. Goniodiscus M. T. : articulatus
(L.), cuspidatus (Lm.), forficulatus E. Perr., gracilis Gray, granuliferus Gray,
pedicellaris E. Perr., penicillatus Phil., pleyadella (Lm.), sebae M. T., seriatus
M. T., studeri de Lorioe.
in der Naturgeschichte der Echinodermen während d. Jahres 1889. 153
Snbfam. Mimasterinae: gen. Miniaster: cognatus (W.Küste v. S. Am.)
tizardi Sl.
Pentagonasteridae iucertae sedis: gen. Anthenoides E. Perr.:
peircei E. Perr. — gen. Hoplaster E. Perr.: spinosus E. Perr.
Farn. Antheneidae E. Perr.:
gen. Anthenea Gray: acuta E. Perr., articulata E. Perr., flavescens Gray,
grayi E. Perr., pentagonula (Lm.), tuberculosa Gray, ? spinulosa (Gray). — gen.
Goniaster Ag.: obtusangulus (Lni.). — gen. Hippasteria Gray: plana Linck.
Farn. Pentacerotidae Gray:
gen. Pentaceros Linck: affinis (M, T.), alveolatus E. Perr., australis
LUtk., belli de Loriol, caledonicus E. Perr., calUmorphus (Torres-Str.), carinatus
(M. T.), chinensis Gray, cumingi (Gray), decipiens (J. Bell), dorsatus (L.),
forcipulosus Lütk., gracilis (Lütk.), granulosus Gray, grayi (J. Bell), hedemanni
(Lütk.), hiulcus Linck, luetkeni (J. Bell), mammillatus (Aud.), muricatus (Linck),
mülleri (J. Bell), nodulosus E. Perr., occidentalis (Verrill), orientalis (M. T.),
productus (J. Bell), productus var. tuberata (Philippinen), regulus (M. T.), rein-
hardti (Lütk.), reticulatus (L.), sladeni de Loriol, superbus (Mob.), thurstoni
(J. Bell), troscheli (J. Bell), tuberculatus (M. T.), turritus Linck, valvulatus
(M. T.), verrucosus (M. T.), westermanni (Lütk.). — gen. Nidorellia Gray:
armata Gray, michelini (E. Perr.). — gen. Amphiaster Verrill: insignis Verrill
— gen. l'entaceropsis: obtusatus (Bory) — gen. Culcita Ag.: acutispina
J. Bell, arenosa E. Perr., coriacea M. T., grex M. T. , novae-guineae M. T.,
pentangularis Gray, schmideliana (Retz.), veneris E. Perr. — gen. Astero-
discus Gray: elegans Gray. — gen. Choriaster Lütk.: granulatus Lütk. —
gen. Paulia Gray: horrida Gray.
Fam. Gymnasteridae E. Perr.:
gen. Asteropsis M. T.: vernicina (Lm.). — gen. Dermasterias E. Perr.:
imbricata (Gr.). — gen. Gymnasteria Gray: carinifera Lm., biserrata Marts.,
valvulata E. Perr. — gen. Tylaster Dan. Kor.: willei Dan. Kor.. — gen.
Porania Gray: antarctica E. ^m.,(jlaber (Kerguelen), grandis Verrill, magellanica
Th. Stud., pulvillus (Müll.), spiculata (Heards Ins., Aron Ins.). — gen. M ar-
gin aste r E. Perr.: echinulatus E. Perr., fimbriatus (N. v. Irland), pectinatus
E. Perr., pentagonus E. Perr., ? capreensis Gasco. — gen. Rhegaster Sl.:
raurrayi Sl. , tumidus (Stiixb.), tumidus var. tuberculata (Dan. Kor.). — gen.
Poraniomorpha Dan. Kor.: borealis (Verrill), rosea Dan. Kor., spinulosa
(Verrill). — gen. Lasiaster: hispidus (G. 0. Sars), villosus (Faroer Kanal).
Fam. Asterinidae Gray:
Subfam. Ganerinae: gen. Cycethra J. Bell: eledüis (Falkland Ins.),
nitida (Magellan-Str.), simplex J. Bell. — gen. Ganeria Gray: falklandica Gray.
Subfam. Asterininae Sl. : gen. Patiria Gray: bellula (Cap), crassa Gray,
ocellifera Gray. — gen. Nepanthia Gray: belcheri E. Perr., brevis E. Perr.,
maculata Gray, suffarcinata Sl. — gen. Asterina Nardo: calcar (Lm.), calcarata
(Gay), cepheus (M. T.), chilensis Lütk., coccinea (M. T.), coronata Marts., exigua
(Lm.), flmbriata E. Perr., folium (Lütk.), gayi E. Perr., gibbosa (Penn.), granifera
Gray, granulosa E. Perr., gunnii Gray, lymani E. Perr., marginata E. Perr.,
miniata (Brdt.), minuta Gray, modesta (Verrill), novae-zealaudiae E. Perr., obtusa
154 Dr. Maximilian Meissner: Bericht üb. d. wissenscb. Leistungen
(Gray), pectinifera (M. T.), penicillaris Lm., pilosa E. Perr., pusilla E. Perr.,
pygmaea Verrill, regularis Verrill, setacea (M. T.), squamata (E. Perr.), stellaris
E. Perr., trochisciis Retz., wega E. Perr. — gen. Disasterina E. Perr.: ab-
normalis E. Perr., ceylauica Död.
Subf. Palmipedinae: gen. Palmipes Linck: diaphanus (Admiralitäts
Ins.), raembrauaceus Linck, rosaceus (Lm.). — gen. Stegnaster Sl : inflatus
(Hutt.), wesseli (E. Perr.).
Asterinidae incertae sedis: Tremaster mirabilis Verrill.
Ordo: Cpyptozonia Sl. 1886.
Farn. Linckiidae E. Perr.
Subf. Chaetasterinae: gen. Cbaetaster M. T.: longipes (Retz.), uodosns
E. Perr., ? herraanni M. T.
Subf. Linchiinae: gen. Fromia Gray: balansae E. Perr., indica E. Perr.,
japonica E. Perr., milleporella (Lm.), monilis E. Perr., tumida J. Bell — gen.
Ferdina Gray: cancellata (Gr.), cumiugi Gray, flavescens Gray, kiibli (M. T.).
— gen. Opbidiaster Ag. : agassizi E. Perr., arenatus (Lm.), attenuatus Gray,
bicolor (Lm.), cbiuensis E. Perr., cribrarius Liitk. , cylindricus (Lm.), duucaui
Loriol, floridae E. Perr., fuscus (Gray), germani E. Perr., gracilis (Gray), gra-
nifer Lütk., guildingi Gray, hdicostichus (Torres-Str.), hempriclii M. T., lessonae
Gasco, ophidianus (Lm.), perrieri de Loriol, purpureus E. Perr., pusillus M. T.,
pustulatus (Marts.), robillardi de Loriol, tuber ifer (Torres-Str.). — gen. Pharia
Gray: pyramidata Gray. — gen. Leiaster Ptrs.: coriaceus Ptrs., glaber Ptrs.,
leachi (Gray), speciosus Marts, teres (Verrill) — gen. Linckia Nardo: bouvieri
E. Perr., columbiae Gray, ehrenbergi (M. T.), erytbraea Gray, franciscus Nardo,
guildingi Gray, intermedia Gray, niarmorata Mich., megaloplax J. Bell, miliaris
(Linck), multifora (Lm.), nodosa E. Perr., pacifica Gray, und var. diplax (M. T.),
pulchella Gray, rosenbergi Marts. — gen. Pbataria Gray: unifascialis Gray,
und var. bifascialis Gray. — gen. Nardo a Gray: aegyptiaca (Gray), galatheae
(Lütk.), gomophia (E. Perr.), novae-caledoniae (E. Perr.), obtusa (E. Perr.), pauci"
foris (Marts.), semiregularis (M. T.), u. var. japonica (Marts.), semiseriata (Marts.),
tuberculata Gray, variolata (Linck). — gen. ISIar eis sia Gray: canariensis (Orb),
trigonaria (ßahia, Brasilien).
Subf. Metrodirinae: gen. Metrodira Gray: subtilis Lütk., subulata Gray.
Fam. Zoroasteridae Sl.
gen. Zoroaster Wyv. Tb.: ackleyi E. Perr., diomedae Verrill, fulgens
Wyv. Tb., longicauda E. Perr., sigsbeei E. Pen-., tenuis (N. Küste v. N. Guinea).
— gen. Cnemidaster: ivyvülei (Arafura See). — gen. Pbolidaster Sl :
distinctus (ßanda See), squamatus (Philippinen).
Fam. Stichasteridae E. Perr.
gen. Stichaster M. T.: albulus (Stimps.), arcticus Dan. Kor., aurautiacus
Meyen, australis Verrill, felipes (Cap), uutrix Tb. Stud., polijgrammus (W. Küste
v. S. Am.), polyplax (M. T.), roseus (Müll.), talismani E. Perr. — gen. Neo-
morphaster (= Glyptaster Sl. 1885): eustickus (Azoren). — gen. Tarsaster:
stochoides (N. v. Admiralitäts Ins.).
Fam. Solasteridae E. Perr.
Subf. Solasterinae: gen. Crossaster M. T.: affinis (Brdt.), ? albo-
verrucosns (Brdt.), neptuni J. Bell, papposus Linck, und var. septentrionalis Sl.,
in der Naturgeschichte der Echiuodermeii während d. Jahres 1889. 155
penicillatits (bei Ins. Marion.) — gen. Solaster Forb. : abyssicola Verrill, earlli
Verrill, endeca (Retz.), u. var. decemradiata Brdt., glacialis Dan. Kor., paxülatus
(Yeddo), regularis (W. Küste v. Patagonieu), subarcuatus (zw. Kerguelen u.
Heard Isl.), torulatus (N. v. Kerinadec Isl.). — gen. Lophaster furcifer D. K.,
stellans (W. Küste v. S. Am.). — gen. Bhipidaster: vminipes (Arafura See).
Snht Korethrasterinae: gen. Korethraster Wyv. Th., liispidus Wyv.
Tb., ? palmatus E. Perr., ? radians E. Perr., setosus E. Perr. — gen. Peri-
bohister Sl. : folUculatus (W. Küste v. Patagonieu).
Solasteridae iucertae sedis: Ctenaster si^ectabilis E. Perr., Radiaster
elegans E. Pen*.
Farn. Pterasteridae E. Perr.*)
Subfam. Pterasterinae Sl. : gen. Pteraster M. T. : affinis E. Sm.,
aporus Ludw., carribaeus E. Perr., danae Verrill, niilitaris (Müll.), u. var. prolata
Sl. , pulvillus Sars, rugatus Sl., semireticulatus SL, sordidus E. Perr., stellifer
Sl. — gen. Retaster E. Perr.: capensis (Graj'), cribrosus (Marts.), gibber Sl,
insignis Sl., niultipes (Sars), peregrinator Sl , verrucosus Sl. — gen. Marsi-
paster Sl. : alveolatus E. Perr., birsutus Sl , spiuosissimus Sl. — gen. Oaly-
ptraster Sl.: coa Sl. — gen. Hymenaster Wyv. Tb.: anomalus Sl., caelatus
Sl., carnosus SL, coccinatus SL, crucifer SL, ecbinulatus SL, formosus SL, geo-
metricus SL, giboryi E. Perr., glaucus SL, graniferus SL, iuferualis SL, latebrosus
SL, membrauaceus Wyv. Th., modestus Verrill, nobilis Wyv. Tb., pellucidus
Wyv. Tb., pergamentaceus Sl. , porosissimus SL, praecoquis SL, puUatus Sl.»
rex E. Perr., sacculatus SL, vicarius Sl. — gen. Bentbaster SL: penicillatus
SL, wyville-tbomsoni Sl. — gen. Myxaster E. Perr.: sol E. Perr. — gen-
Cryptaster E. Perr.: personatus E Perr.
Subfam. Pythonast erinae: gen. Pythonaster SL: murrayi (Buenos
Ayres).
Fam. Ecbinasteridae Verrill.
Subfam. Acanthasterinae: gen. Acanthaster Gerv: ecbinites (Ell.
Sol.), ellisi (Gray)?, mauritiensis de Loriol, solaris (Scbreb.).
Subfam. Mitbrodinae Viguier: gen. Mithrodia Gray: bradleyi Verrill,
clavigera (Lm.), victoriae J. Bell.
Siibfam.Echinasterinae Viguier: gen.Cribrella Ag.: antillarum E.Perr.,
compaeta (N. Seeland), densispina SL, laeviuscula Stimps., minuta J. Bell, ohesa
(Falkland Ins. u. Magellan Str.), oculata (Linck), ocul. var. abyssicola Norm.,
ornata E. Perr., pagenstecberi Th. Stud., praestans (zw. Ins. Marion u. Kerguelen),
sexradiata E. Perr., simplex (Antarct.), simplex var. granulosa (Kergulen), sufflata
(Hermadec Ins.). — gen. Perhnaster: densus (Kerguelen), fuscus (Kerguelen
u. Heard Ins.). — gen. Echinaster M. T.: brasiliensis M. T., crassus M. T.,
cribella Lütk. , deplanatus Gr., eridanella M. T., gracilis M. T., lacunosus Gr.,
modestus E. Perr., purpureus (Gray), rigidus Gr., scrobiculatus Dan. Kor., seutus
(Say), sepositus (Lm.), seipentarius M. T., spiuosus (Retz.), spinulifer E. Sm.,
spinulosus Verrill, tenuispinus Verrill, vestitus E. Perr. — gen. Plectaster
SL: decanus (M. T.).
Subfam. Valvasterinae Viguier: gen. Valvaster E. Perr.: striatus (Lm.).
*) Die novae species der Pterasteridae schon 1882 Journ. Linn. Soc. XVI.
veröffentlicht. — cf. Bericht 1880-83.
156 Dl"- Maximilian Meissner: Bericht üb. d. wissensch. Leistungen
Fam. Heliasteridae Viguier:
gen. Heliaster Gray: canopus E. Perr., cumingi (Gray), helianthus (Lm.),
microbracliia Xantus, multiratliata (Gray).
Fam. Pedicellasteridae E. Perr.:
gen Pedicellaster Sars: hypernotius (Ins. Marion), margaritaceus E. Perr.,
octoradiatns Tb. Stud., palaeocrystallus Sl , ponrtalesi E. Perr., sarsi Th. Stud.,
scaber E. Sm., sexradiatus E. Perr., typicus Sars.
Fam. Asteriidae Gray:
gen. Asterias L. subg. I. Asterias s. s. : amurensis Lütk., cumminghami
E. Perr., glomerata (Magellan Str. a. d. atlant. Seite und Falkland Ins.), meri-
dionalis E. Perr., perrieri E. Sm., rubens L., twquata (Yokohama), versicolor
(Japan), vesiculosa (Arafura See). — subg. II. Comasterias : sulcifera (E. Pen-.),
tomidata (Golf v. Peiias). — subg. III. Smilasterias : scalprifera (Marion- und
Heard Ins.), triremis (Zw. Kerguelen u. Heard Ins.) — subg. IV. Hydrastcrias :
ophidion (S. v. N. Schottland). — subg. V. Leptasterias Verrill; compta Stiraps.,
mülleri (Sars). — subg. VI. Stolaster las : africana (M. T.), calamaria Gray,
eustyla (Tristan da Cunha), gemmifera (E. Perr.), glacialis L., stichantha (Japan),
tenuispina Lm., volsellata (Philippinen). — Asterias L. nicht eingereiht in die
subgenera: acervata Stiraps., acutispiua Stimps., aequalis Stimps., alba J. Bell,
angulosa E. Perr., antarctica (Lütk.), atlantica Verrill, belli Th. Stud., borbonica
E. Perr., brachiata E. Perr., brandti J. Bell, brevispina Stimps., briareus Verrill,
camtschatica Brdt., capensis E. Perr., capitata Stimps., clavata (Phil.), confeita
Stimps., contorta E. Perr., cribraria Stimps., disticha Brdt., epichlora Brdt.,
exquisita de Loriol, fascicularis E. Perr., fissispina Stimps. forbesi (Des.), forreri
de Loriol, fragilis Th. Stud., fulgens (Phil), fulva (Phil.), fungifera E. Perr.,
gelatinosa Meyen, georgiana Th. Stud., germaini (Phil.), gracilis E. Perr., groen-
landica (Lütk.), gunneri Dan. Kor., hartii Rathbun, hexactis Stimps., hispida
Penn., hyperborea Dan. Kor., inermis J. Bell, janthina Brdt , japonica Stimps.,
katherinae Gray, lacazei (E. Perr.), linearis E. Per)'., lincki (M. T.), littoralis
Stimps., lurida (Phil.), lütkeni Stimps., mexicana (Lütk.), mitis (Phil.), mollis
Hutt., nautarum J. Bell, neglecta J. Bell, normani Dan. Kor., nuda E. Perr.,
obtusispina J. Bell, ochotensis Brdt., ochracea Brdt., panopla Stuxb., paucispina
Stimps., pectinata Brdt., philippii J. Bell, polaris (M. T.), rarispina E. Perr.,
richardi E. Perr., rodolphi E. Perr., rollestoni J. Bell, rugispina Stimps., rupi-
cola Verrill, scabra (Hutt.), sertulifera Xantus, sinusoida E. Perr., spectabilis
(Phil), spirabilis J. Bell, spitzbergensis Dan. Kor., steineni Th. Stud., studeri
J. Bell, tauneri Verrill, tenera Stimps , troscheli Stimps., vancouveri E. Perr.,
varia (Phil.) verrilli J. Bell, violacea Müll, vulgaris Packard. — gen. Unio-
phora Gray: globifera Gray, granifera (Lm.) — gen. Calvasterias E. Perr.:
antipodum* J. Bell , asterinoides E. Perr. , stolidota (Falklaud Ins. und Messier
Kanal) — Anasterias E. Perr.: minuta E. Perr., perrieri Th. Stud. — gen.
Pycnopodia Stimps.: helianthoides (Brdt.) — Asteridae incertae sedis:
gen. Coronaster E. Perr.: part'aiti E. Perr. — gen. Astrella E. Perr.:
Simplex E. Perr.
Fam. Brisingidae Sars:
gen. Labidiaster Lütk.: annulatus (Kerguelen, Heard Ins. und Arafmva
See), radiosus Lütk. — gen. Odiuia E. Perr.: elegans (E. Perr.), pandina Sl.,
in der Naturgeschichte der Echinodermen während d. Jahres 1889. 157
rohusta (E. Perr.), semicoroiiata (E. Perr.). — gen. Brisinga Asbj.: armülata
(S. V. Japan), coronata Sars, costata Verrill, cricopJiora (Virgin. Ins.), discincta
(S. V. Austr.), endecacuemos Asbj., mediterranea E. Pen-., membranacea (Marion
u. Crozet Ins.), verticillata (Ö. v. N. Amer. n. von der Küste v. N. Jersey). —
gen.Freyella E.Perr. : americana (Verrill), attenuata (Ö. v. Mariana od. Ladrone
Ins.), benthophüa (Mitte der S. Pacif.) bracteata (Ö. v. N. Am.), dimorpha
(Torres-Str., pacif. Seite), echinata, (Zw. Philippinen, Palau Ins. u. N. Guinea),
edwardsi E. Perr., elegans (Verrill), fragiUssima (antarct.), heroina (Mitte d.
N. Pacif.), pennata (S. v. Japan), polycnema (N. Ö. v. Kermadec Ins.), remex
(S. Ö. V. N. Guinea), sexradiata E. Perr., spiuosa E. Perr., tuberculata (Zw.
Canaren u. Cap Verden und zw. Afrika u. Ascension). — gen. Colpaster:
scutigerula (S.W. v. Canaren). — Zweifelhafte gener a: gen. Bri sin-
gaste r de Loriol: robillardi de Loriol. — gen. Hymenodiscus E. Perr.:
agassizi E. Perr. — gen. Gymnobrisinga Th. Stud. : sarsi Th. Stud.
Die Liste enthält 137 genera, 810 species und 22 Varietäten. — Die novae
species sind sämmtlich ebenso ein grosser Theil der bereits bekannten Arten in
dem dazu gehörigen Atlas abgebildet. — Die bathymetrische und geogr. Verbr.
sind, soweit bekannt, ebenso wie die Bodenbescbaffenheit und die Temperatur,
der Fundstellen angeführt. — Eine Schlüsseltabelle der ganzen Classe bis auf
Eamilien, und bei vielen Familien bis zu den genera, und bei vielen dieser
wieder bis zu den Species sind zusammengestellt. — Bei jeder Species findet
sich eine Aufzählung der Synonyme, bei vielen auch eine genaue Angabe der
Litteratur.
4. Echinoidea.
Beg'iilaria: Arbacia älter als Echinocidaris : Bell (4).
Goniocidaris membranipora ist eine Cidaris: Stud er.
Cidaris membranipora (Th. Stud.) ist nicht = Gonioc. canaliculata A. Ag. :
Studer.
Cidaris membranipora (Th. Stud.): Abb.: Studer.
Phormosoma placenta Wyv. Th. Abb.: Bell (3).
Echinus microstoma Wyv. Th. Abb.: Bell (3).
Echinus elegans D. K. Abb.: Bell (3).
Irregularia: Rhabdobrissus n. g. nahe Euspatangus mit Amphidetus- ähn-
licher Subanalfasciole ; juUieni n. sp. von Cap Palmas (Liberia): Cotteau (1).
Abb.: Cotteau (3) Schizaster edtvardsi und Echinolampas blanchardi von Cap
Palmas: Cotteau (2). — Abb. beider: Cotteau (3).
Duncan giebt folgende Eintheilung für die Seeigel;
Typus: Echinodermata —
Classis: Echinoidea —
Subclassis 1.: Palaeechinoidea —
„ II.: Euechinoidea.
Die weitere Gliederung ist bei den Euechinoideen bis auf die Gattungen,
von denen im folgenden nur die recenten berücksichtigt sind, diese:
158 Dr. Maximilian Meissner: Bericht üb. (1. wissensch. Leistungen
Euechinoidea : Ordo I. Cidaroida (Eudocyclica^), anectobrauchiata Gnatho-
stomata).
„ 11. Diadematoida (Endocyclica, ectobranchiata Gnatho-
stomata).
„ III. Holectypoida (Exocyclica-i, ectobranchiata Gnatho-
stomata, oligoporosa).
., IV. Clypeastroida (Exocyclica, ectobranchiata Gnatho-
stomata, polyporosa).
„ V. Spatangoida (Exocyclica, anectobranchiata, Nodo-
storaata).
(I ohne, II — V mit Sphaeridien.)
Ordo I. Cidaroida:
Fam, Cidaridae: gen. Cidaris (incl. Gatt.: Discocidaris Död. Schleinitzia
Th. Stud , Stephanocidaris A. Ag., Dorocidaris A. Ag. und Phyllacanthus Brdt.);
Goniocidaris ist „ein gutes subgenus".
Ordo IL Diadematoida:
Subordo: Streptosomata (Schale beweglich):
Fam. Echinothuridae : Subf'am. Echinothurinae: Phormosoma, Asthenosoma.
Subordo: Stereosomata (Schale starr)
Fam. 1. Saleniidae: Salenia.
Fam. 2. Aspidodiadematidae: Aspidodiadema.
Fam. 3. Diadematidae : Subfam. Diadematinae: Diadema (hierzu als sub-
genus: Centrostephanns, Hemipedina). Subfam Dii:)lopodiinae (Poren in 2Reihen);
Micropyga. Subfam. Pedininae (Poren in 3 Reihen): Echinothrix, Astropyga.
Fam. 4. Cyphosomatidae: Coptosoma.
Fam. 5. Arbaciidae: Arbacia, Echinocidaris gen. nov. (non auct) für Arbacia
nigra (Mol.), Coelopleurus, Podocidaris.
Fam. 6. Temnopleuridae : Subfam. Glyphocyphinae : Trigonocidaris. Subfam.
Temnopleurinae: Temnopleurus (hierzu als subg. Pleurechinus). Temnechiuus,
Salmacis (mit subg. Salmacopsis), Mespilia, Microcyplius, Amblypneustes , Goni-
ojmeustes gen. nov. für Amblypn. peutagonus A. Ag., Holopneustes.
Fam. 7. Ecbinometridae: Subfam. Echiuometrinae: Heterocentrotus, Colo-
bocentrotus, Echinometra, Stomopneustes, Parasalenia: Subf. Polyporiuae: Stron-
gylocentrotus, Sphaerechinus, Echinostrephus, Pseudoboletia.
Fam. 8. Echinidae: Echinus (mit subg. Psammechinus), Toxopueustes, Boletia,
Tripneustes (m. subg. Euechinus) — Incertae sedis: Prionechinus A. Ag.
Ordo III. Holectypoida:
Pygastrides [cf. Ber. 1888] ist das einzige recente genus.
Ordo IV. Clypeastroida:
Fam. 1. Fibulariidae : Echinocyamus, Fibularia, Moulinsia.
.Fam. 2. Clypeastridae: Clypeaster, Diplothecanthus Plcminthus gen. nov.
(Echinantbus testudinarius i.st der Typus) Anomalaiithus.
Fam. 3. Laganidae: Laganum (incl. Peronella).
Fam. 4. Scutellidae: Echinarachnius, Echinodiscus, Encope, Meilita (m. subg.
Anm.: ^) Endocyclica = Regularia [d. Ref.]
') Exocyclica = Irregularia [d. Ref.]
in der Naturgeschichte der Echiiiodermen während d. Jahres 1889. 159
MelliteUa nov. für Meli, stokesi und suhg. Astriclj'peus) Rotula, Arachnoides
hierzu als synonym mit? Alexandria Pfeffer.
Ordo V. Spatangoida:
Subordo : Cassiduloidea :
Farn. 1. Echinoneidae : Subfam. Echiuobrissinae : Echinobrissus (m. subg.
Olicjopodia für Nucleolites epigonus Marts. — und subg. Anochanus Gr.)
Farn. 2. Cassidulidae: Rhynchopygus, Studeria nov. für Catopygus recens
A. Ag, u. C. loveni Th. Stud., Echinolampas, Conolampas, Neolampas.
Subordo: Spatangoidea:
Farn. 1. Anachytidae: Subfam. Urechininae: Urechinus, Cystechinus,
Calymne.
Farn. 2. Spatangidae: Division I: Adetes (Fasciolen fehlen ganz): Platy-
brissus, Palaeopneustes Division II: Prymnadetes (nur die Subanalfasciole fehlt):
Hemiaster mit subg. Tripylus, Faorina, Linthia (synonym hier zu Desoria Gray
und Periaster, (Orb.) Schizaster, Agassizia, Moira, Moiropsis Division III: Prym-
nodesmia (auch d. Subanalfasc. vorh.) Brissus mit subgen. Meoma, Metalia, Rhi-
nobrissus, Brissopsis, Spatangus, Maretia, Eupatagus,Nacospatangus,Linopneustes,
Neopneustes gen. nov. für Rhinobrissus A. Ag. part., Cionobrissus, Echinocardium,
Breynia, Lovenia, Division IV: Apetala (Ambulacra nicht blattförmig): Geni-
copatagus, Palaeobrissus, Aceste, Aerope, Palaeotropus, Homolampas, Argo-
patagus.
Fam. 3. Leskiidae: Palaeostoma Lov. (für Leskia Gray).
Fam. 4. Pourtalesiidae: Pourtalesia, Spatagocystis, Echinocrepis.
Keumayr giebt folgende Eintheilung für die Echinoidea:
I. Palaechinoiden.
A. Cystocidariden.
B. Bothriocidariden.
C. Perischoechinoiden.
1. Lepidocentriden.
2. Melonitiden.
3. Palaechiniden s. str,
4. Archäocidariden.
II. Euechinoiden.
A. Reguläres.
1. Cidariden.
2. Glyphostoraen.
a) Diadematiden.
b) Echiniden.
8. Saleniden.
4. Echinothurideu.
B. Irreguläres Gnathostomi.
1. Pygasteriden.
2. Conoclypeiden.
3. Clypeastriden.
C. Irreguläres Atelostomi.
1. Cassiduliden.
a) Echinonei.
b) Cassidulinen.
160 Dr. Maximilian Meissner: Bericht etc.
2. Dysasteriden.
3. Anachytideu.
4. Spatangiden.
a) Paläostominen.
b) Spatanginen.
5. Pourtalesiaden.
5. Holothnrioidea.
Abi), von Kalkkörpern vieler spec. aus allen Gruppen bei Lixdwig (1).
Aspidochirotae:
Holothuria aspera n. sp. von Irland: Bell (3) Abb.; H. luchvigi n. sp. von
Bougainville Ins.: Lampert, Abb.; H. catanensis Gr. Abb. Kalkk.: Herouard
Holothuria argus W. F. Jag. Abb. Kalkk.: Lampert.
Dendrochirotae:
Cucumaria viosterensis n. sp. von Norvregen: Grieg Abb.; C. crocea Less.
Abb. Kalkk.: Lampert; C. brunnea Forb., lactea Forb., Semperia drummondi
Abb. Kalk.: Herouard.
Thyone sacellus Sei. Abb. Kalkk.: Lampert; Th. subvülosa, roscovita n. .sp.
von Frankreich: Herouard Abb.; Ih.'^ castanea, 1 sluiteri n. sp. von der Meer-
maid-Str., Th. sargassi n. sp. im treibenden Sargassum: Lampert Abb.
Colochirus lacazeiHer.: Abb. Kalkk.: Herouard; G. dis])ar, gazellae n. s^.
von der Meermaid-Str. : Lampert, Abb.; C. quadrangularis Less. Abb. Kalkk.:
Lampert.
Rhopalodina lageniformis Gray: Abb : Ludwig (2).
Molpadiidae:
Trochostoma antarcticum Theel: Abb. Kalkk.: Lampert.
Synaptidae:
Anapta fallax n. sp. von der Magellan-Str. : Lampert; Chirodota studeri
Theel: Abb. Kalkk.: Lampert.
Bericht
über
die Leistungen in der Spongiologie während der Jahre
1888—1891.
Von
Dp. AV. W^eltner.
Der Bericht zerfällt in folgende Teile :
Litteraturverzeichnis, pag. 161.
Allgemeines, pag. 175.
Methode, pag. 177.
Schwammzncht und Schwammgewinnung, pag. 179.
Anatomie und Histiologie, pag. 180.
Allgemeines. Nerven, Calcarea. Triaxonia. Tetraxonia. Monaxonia.
Ceratospongiae , nebst den Ansichten über die Natur der Hirciuien-
filamente.
Nadelnomenclatur, pag. 193.
Physiologie, pag. 194.
Vermischtes. Atmung, Ernährung, Nahrungsaufnahme, Verdauung,
Exkretion und Amylum. Farbstoffe, Chlorophyll. "Wachstum. Fort-
pflanzung. Symbiose, Parasiten und Kommensalen.
Ontogenie, pag. 199.
Ei und Entwicklung aus dem Ei. Spermatozoen. Spikula und
Spougin. Knospung. Gemmulä.
Phylogenie, pag. 207.
Systematik und Faunistik, pag. 210.
Allgemeines. Das System der Spongien. Systematik der Calcarea,
Triaxonia, Tetraxonia, Monaxonia, Ceratospongiae. Besondere Faunen.
Neue Genera, Species, Varietäten und Synonymie.
Litteraturverzeichnis über fossile Spongien, pag. 255.
Litteraturverzeiclinis.
Agassiz, A. Three Cruises of the United States Coast and Geodetic
Survey Steamer „Blake". Vol. 2. Sponges. Cap. 23. p. 170 — 180.
Fig. 520—545. Bull. Mus. Comp. Zool. Vol. 15. 1888.
Alcock, A. s. Wood-Mason.
ArcU. f Naturgesch. Jahrg. 1890. Bd. II. H. 3. 11
162 ^Y- W. Weltner: Bericht über die Leistungen
Anonym (1). Ann. Mag. Nat.Hist. (6) Vol. 6 p. 418— 423. 1890. Kritik
von Lendenfeld, Monograph of the Horny Sponges, 1889.
— (2). Notizie Sulla Pesca delle Spugne nei Branchi di Lampedusa.
Ministerio della Marina. Tipografica Bencini, Rom und Florenz.
1890. S. Gronen.
— (3). The Genus Stelletta. Review of „Die Gattung Stelletta.
Unter Mitwirkung von F. E. Schulze. Bearbeitet von R.v. Lenden-
feld. Mit 10 Taf. Berlin G. Reimer 1890." Nature Vol. 43
p. 292. 1891.
Auchenthaler, F. Ueber den Bau der Rinde von Stelletta grubii
0. S. Annal.Naturh. Hofmuseum 4 Bd. p.l - 6. 1. Taf. Wien 1889.
Aurivillius, C. W. S. (1). Die Maskirung der oxyrhynchen Dekapoden
durch besondere Anpassungen ihres Körperbaus vermittelt. Eine
biolog. morphol. Studie. Kongl. Svenska Vet. Akad. Handl. Bd. 23.
72 p. 5 Taf. 1889.
— (2). Ueber Symbiose als Grund accessorischer Bildungen bei
marinen Gastropodengehäusen. Kongl. Svenska Vet. Akad. Handl.
Bd. 24. 38 p. 5 Taf. 1891.
Bell, F. J. Report of a Deap-sea Trawling Cruise off the S. W.
Coast of Ireland, under the Direction of Rev. W. Sp. Green.
Ann. Mag. Nat. Hist. (6) Vol. 4 p. 409—447. PI. 18 und 19. 1889.
Sponges by Kirkpatrick.
Berthoule, A. Les Laos d'Auvergne. Bull. mens. Soc. nat. d'Accli-
matation de Paris. T. 37. p. 13—27. 1890. Nicht gesehen.
p. 25 Spongilla.
Bidder, 6. (1). Preliminary note on the Physiology of Sponges.
Proc. Phil. Soc. Cambridge. Vol. 6. p. 183. 1888.
— (2). A Monograph of Victorian Sponges, by Arthur Dendy.
Part. L The Organisation and Classification of the Calcarea
Homocoela, with Description of the Victorian Species. Melbourne
1891. Review. Quart. Journ. Microsc. Sc. Vol. 32. N. S.
p. 625— 632. London 1891.
Boas, J. E. Lehrbuch der Zoologie, p. 124—127 Fig. 60 und 61.
(Spongiae.) Jena 1890.
Bohnhof, E. (1). Die Seefischerei in Griechenland. Die Organi-
sation der Seefischerei in den Staaten Europas und Nord-
amerikas. Beilage zu No. 11 u. 12 der Mitt. Sect. Küst. und
Hochseefischerei für 1891. Deutscher Fischerei- Verein, p.46— 60.
Berlin 1891.
— (2). Die Seefischerei in Oesterreich-Ungarn. Das. p. 61 — 76. 1891.
Bourne, G. C. List of Porifera found in Plymouth Sound. Journ.
Mar. Biol. Assoc. Vol. 2. p. 164 — 165. London und Plymouth
1888. Nicht gesehen.
in der Spongiologie während der Jahre 1888—1891. 163
Braun, M. (1). Faunistische Untersuchungen in der Bucht von
Wismar. Arch. Verein. Freunde Naturg. Mecklenburg. 42. Jahrg.
p. 57—84. Güstrow 1888.
— (2). Die SchAvammtiere. Vom Fels zum Meer. Jahrg. 1891 — 92.
p. 119—123. Fig. und 1 Kärtchen, Stuttgart, Berlin, Leipzig
1891. Nicht gesehen.
— (3). Nachträge und Berichtigungen zum zoologischen Theil von
„Die landeskundliche Literatur über die Grossherzogtümer
Mecklenburg" etc. Arch. Verein. Freunde Naturg. Mecklenburg.
45. Jahrg. Güstrow 1891. p. 87 u. 93 Spongilliden.
Bmnclihorst, J. Die biologische Meeresstation in Bergen. Bergens
Museums Aarsberetniiigfor 1890. 31p. 5Taf. 2 Fig. Bergen 1891.
Bullen Newton, R. Reply to the Rev. Canon Norman's Views
respecting the proposed rejection of Cyclostoma, with Remarks
on No. 10 Rule of the Stricklandian Code. Ann. Mag. Nat. Hist.
(6) VoL 7 p. 522—527. 1891.
Bütschli, H. J. Protozoa. Bronn's Kl. und Ordn, Tierreichs. Bd. 1.
p. 1808. 1832—39. 1889.
Carter, H. J. und R. Hope. On a new British Species of Micro-
ciona Bk., in which the ends of the Tricurvate are Spiniferous etc.
Ann. Mag. Nat. Hist (6) Vol. 3. p. 99—106. PL 6. 1889.
Carter, H. J. (1). A Correction in British Spongology. Das. Vol. 4.
p. 249-250. 1889.
— (2). In H. N. Ridley, Notes on the Zoology of Fernando Noronha.
Journ. Linn. Soc. Zool. Vol. 20 p. 473—570. PI 30. London 1890.
Chatin, J. Contribution ä l'etude du Noyeau chez les Spongiaires.
Compt. rend. Se. Ac. Sc. Paris. T. 111. p. 889— 90. 1890.
Chun, C. Coelenterata, Bronn's Kl. und Ordn. Thierreichs. IL Bd.
2.Abthlg. Lief. 2— 5. p. 86— 96. 1891.
Claus, C. Lehrbuch der Zoologie. 5. Aufl. Marburg 1891.
Cockerell, J. D. A. On the Distribution of Aquatic Forms. Hard-
wicke's Science Gossip. Vol. 24. p. 182 — 184. London 1888. Für
Spongien nichts neues.
Cooke, M. C. Toilers in the Sea. Soc. for Promoting Christian
Knowledge. 373 p. 4 PL 70 Woodc. London und New York 1889.
Cunningham, J. T. Preliminary Inquiries at Plymouth into the
Marine Fauna and the Ova of Fishes. Journ. Marine Biol. Assoc.
Unit. Kingd. Vol. 2. p. 194—201. London 1888.
Dalla Torre, K. W. von. Die Fauna von Helgoland. 99 p. Jena,
G. Fischer 1889. (Aus Zool. Jahrb. Abthlg. f. System. 4 Bd.
Suppl.)
Dangeard, P. A. La chlorophvlle chez les animaux. Compt. rend.
Se. Ac. Sc. Paris. T. 108. p. 1313—1314. 1889.
11*
164 I^r. W. Weltner: Bericht über die Leistungen
Delage, Yves (1). Sur le developpement des Eponges siliceuses et
d'homologation des feuillets chez les Spongiaires. Compt. rend.
Se. Ac. Sc. Paris. T. 110. p. 654-657. 1890.
— (2). Sur le developpement des Spongilles. Compt. rend. Assoc.
franc. Avanc. Sc. T. 19. p. 509 — 511. 1890. Nicht gesehen.
— (3). Sur le developpement des eponges (Spongilla fluviatilis)
Compt. rend. Se. Ac. Sc. Paris. T. 113. p. 267-269. 1891.
Dendy, A. (1). Studies on the Comparative Anatomy of Sponges.
1. On the genera Ridleia n. g. and Quasillina Norman. Quart.
Journ. Micr. Sc. (2) Vol. 28. p. 513—529. T. 42. 1888.
— (2) An alphabetical list of the Genera and Species of Sponges
described by H. J. Carter, together with a number of bis more
important references to those of other autors, with an Intro-
ductory Notice. — Eroc. Roy. Soc. Victoria. N. S. Vol. 1
pg. 34—59. 1888.
— (3) Report on a Second Collection of Sponges from the Golf
of Manaar.
Ann. Mag. Nat. Hist. (6) Vol. 3 p. 73—99. T. 3—5. 1889.
— (4) Preliminary notes on the structure and development of a
Horny Sponge (Stelospongus flabelliformis. Proc. Roy. Soc.
Victoria (N. S.) Vol 1. p. 62—72. 1889. (Nicht gesehen).
— (5) Studies on the Comparative Anatomy of Sponges. 11 On the
Anatomy and Histology of Stelospongus flabelliformis, Carter,
with Notes on the Development. Quart. Journ. Micr. Sc. Vol 29.
N. S. p. 325—358. PI. 30—33. 1889.
— (6) Observations on the West-Indian Chalinine Sponges, with
descriptions of new species. Trans. Zool. Soc. London. Vol. 12.
p. 349—368. PI. 58—63. 1890.
— (7) Some old and new questions concerning Sponges. Zool.
Anz. 13. Jahrg. p. 14—17. 1890.
— (8) On the Pseudogastrula Stage in the Development of Calcareous
Sponges. Proc. R. Soc. Victoria p. 93—101. PI. lA. Mel-
bourne 1890.
— (9) Studies on the Comparative Anatomy of Sponges. III. On
the Anatomy of Grantia labryrinthica, Carter, aud the so-called
Family Teichonidae. — Quart. Journ. Micr. Sc. Vol 32. N. S.
p. 1—39. PI. 1—4. 1891.
— (10) Studies on the Comparative Anatomy of Sponges. IV. On
theFlagellated Chambers and Ova of Halichondria panicea. —
Quart. Journ. Micr. Sc. London. Vol. 32. p. 41—48. PI. 5. 1891.
— (11) Preliminary Account of Synute pulchella, a New Genus
and Species of Calcareous Sponges. Proc. Roy. Soc. Victoria.
P. 5. p. 611—617. Melbourne 1891.
— (12) Monograph of the Victorian Sponges. I. The Organisation
and Classification of the Calcarea Homocoela, with Description
of the Victorian Species. Trans. Roy. Soc. Victoria. Vol 3.
p. 1—81. PI. 1—11. 1891.
in der Spongiologie wkhreiul der Jahre 188S — 1891. 165
Dreyer, Fr. Die Theorie der Biokrystallisation im Allgemeinen
und die Skelettbildimg der Polycystinen im Besonderen (Vor-
läufige Mitteilung). 40 p. Jena 1890. Für Spongien nichts
neues.
Eusebio, J. B. Recherches sur la Faune pelagique des Laos
d'Auvergne. Revue d'Auvergne. 29 p. 1 PI. Clermont 1888.
Famintzin, A. Beitrag zur Symbiose von Algen und Tieren.
Mem. Ac. Imp. St. Petersbourg. 7 ser. T. 38. 16 p. 1 Taf. 1891.
Fewkes, J. "W. (Rossella antarctica). Proc. Boston Sog. Nat. Hist.
Vol. 24. p. 45, Boston 1889.
Faurot, L. La peche des eponges dans le Golfe de Gabes. Revue
scient. T. 45. p. 428—431. 1890.
Fiedler, K. lieber Ei- und Spermaentwickelung bei Spongilla
fluviatüis. Zeitschr. f. wiss. Zool. 47 Bd. p. 85—128. T. 11—12.
1888.
Fol, H. Sur l'anatomie des Eponges cornees du genre Hircinia et
sur un genre nouveau. Compt. rend. Se Ac. Sc. Paris. T. 110
p. 1209—1211. 1890.
Giard, A. (1) Le laboratoire de Wimereux en 1888. (Recherches
fauniques). Bull. Soc. France et Belgique. (3) 1 annee. p. 492
bis 513. Paris 1889.
— (2) Le Laboratoire de Wimereux en 1889 (Recherches fauniques)
Bull, scient. France et Belgique. T. 22. p. 60—87. 1890.
Girod, P. (1). Les eponges des eaux douces d'Auvergne. Travaux
Laborat. Zool. du Dr. P. Girod. Faculte des Sc. de Clermont-
Ferrand. T. I. p. 1—11. 1888.
— (2) Les Spongilles, leur recherche, leur preparation, leur deter-
mination. — Revue Scient. Bourbonnais et du centre de la
France (Olivier, Moulins) 2'' annee. p. 16—25. PI. 1. 1889.
Green, W.- Sp. s. Bell.
Grentzenberg, M. Die Spongienfauna der Ostsee. Inaug. Dissert.
Kiel. 54 p. 1 Taf. 1891.
Grieg, J. A. Undersogelser over dyrelivet i de vestlandske fjorde.
I. Mosler. Borgens Mus. Aarsber. f. 1887. Nr. 3. 13 p. 1888.
Gronen, D. Neu entdeckte Schwammbänke in Sizilien. Zool. Garten
31. Jahrg. p. 28. 1890.
Groult, P. (1) Conservation des Animaux Marins. Le Naturaliste
82. 5. 1891.
— (2) Les eponges. Le Naturaliste. 13 e annee. 2e Serie (5 Vol.)
p. 290—292. 3 Plg. Paris 1891.
Haeckel, E. Report on the deep-sea Keratosa coUected by H. M.
S. „Challenger" during the years 1873 — 76. Rep. Sc. Res.
Challenger Zool Vol. 32. 92 p. 8 PI. 1889.
' Hallez, P- Le Laboratoire maritime de Zoologie du Portel. Revue
biol. Nord de la France. T. 3. 1890-91. 7 p. LiUe 1890.
IQQ Dr. W. Weltiier: Bericht über die Leistungen
Hamilton, A. On Sponge: their Life History. Trans. New Zeal.
Inst. T. 22 p. 553. (in Proc. of Hawke's Bay Philosoph. Inst.)
Nur Titel. Nach Record 1891.
Hanitsch, R. (1). Second Report on the Porifera of the L. M. B.
C. District. — Proc. Biol. Soc. Liverpool. Vol. 3 p. 155—173.
T. 5—7. 1889. and Fauna Vol. 2.
— (2) Third Report on the Porifera of the L. M. B. C. District.
Trans. Biol. Soc. Liverpool. Vol. 4. p. 192—238. PI. X— XV.
1890.
— (3) Notes on some Sponges coUected by Professor Herdman
off the West Coast of Ireland from the „Argo". Trans. Biol.
Soc. Liverpool. Vol. 5 p. 213—222. PI. 11 und 12. 1891. Auch
citirt als: Sponges. Appendix zu: W. A. Herdman, The Biological
Results of the Cruise of the Mr. A. Holt's S. Y. „Argo" round
the West Coast of Ireland, during August 1890. Trans. Biol.
Soc. Liverpool. Vol. 5 p. 213—222 PI. 11 und 12. 1891.
Hardy, W. B. Shore Hunting. Hardwicke's Science Gossip. Vol. 25
p. 10—12. London 1889. Nichts neues.
Hatschek, B. Lehrbuch der Zoologie. 2. Liefer. Jena 1889 p. 238
bis 248. Fig. 237—249, die Spongien.
Hauck, F. Ueber das Vorkommen von Marchesettia spongioides in
der Adria und das Massenauftreten von Calhthamnion seirosper-
mum Griff, im Agaeischen Meere. Hedwigia 1889 Heft 3.
Heape, W. Preliminary Report upon the Fauna and Flora of Ply-
mouth Sound. Journ. Mar. Biol. Ass. of the Unit. Kingd. Vol. 2
p. 153—193. London 1888.
Herdman, W. A. (1) The Third Annual Report of the Liverpool
Marine Biological Station on Puffin Island. 49 p. Karte. Liver-
pool 1890.
— (2) Fourth Annual Report of the Liverpool Marine Biological
Station on Puffins Island. Proc. Liverpool Biol. Soc. T. V. p. 19
bis 67. 1891.
Hinde, G. J. On some new Species of Uruguaya Carter, with Re-
marks on the Genus. Ann. Mag. Nat. Hist. (6) Vol. 2. p. 1^12
PI. 4. 1888,
Holmes, W. M. Freshwater Sponges. Proc. und Transact. Croydon
Micr. Nat. Hist. Club. 1891 p. 275—277. 1891. Nicht gesehen.
Honeymann, Rev. Dr., Glacial Boulders of Our Fisheries and In-
vertebrates, Attached and Detached. Transact. Nova Scotia Inst.
Nat. Sc. Vol. 8. p. 205—213. 1888—89. 1889.
Hope, R. On two new British Species of Sponges, with short notices
of an Ovigerous Specimen of Hymeniacidon dujardinii Bowk.,
and of a Fossil Toxite. Ann. Mag. Nat. Hist. (6) Voh 4. p. 333
bis 342. PL 16. 1889.
Hoyle, W. E. On the Deep-Water Fauna of the Clyde Sea-Area.
Porifera. — Journ. Linn. Soc. London. Zoology. Vol. 20, p, 460
bis 461. 1889.
in der Spongiologie während der Jahre 1888-189!. 167
Jennings, J. V. On a Variety of Alectona Miliar! (Carter). Journ.
Linn. Soc. Vol. 23. Zoology p. 531—539. PI. 13. 1891.
Imhof, 0. E. Uel)er die pelagische Fauna einiger Seen des Schwarz-
waldes. Zool. Anz. 14. Jahrg. p. 33—38. 1891.
Irvine, R. s. Murray.
Keller, C. (1) Die Spongienfaiina des rothen Meeres. 1. Hälfte.
Zeitschr. wiss. Zool 48. Bd. p. 311—405. 2 Fig. Taf. 20-25.
1889.
— (2) Die Spongienfaima des roten Meeres. 2. Hälfte. Zeitschr.
wiss. Zool. Bd. 52 p. 294—368. Taf. 16-20. 1891.
— (3) Das Spongin und seine mechanische Leistung im Spongien-
organismus. Festschr. z. Feier 50. jähr. Doctor Jubil. von ISTägeli
u. von Kölliker. p. 149-160. 1. Taf. Zürich 1891.
Kellicott, D. S. The Mills Collection of Fresh -Water Sponges.
Bull. Buffalo Soc. Nat. Sc. Vol. 5. p. 99—104. Buffalo 1891.
Kingsley, J. S. Record of American Zoology. Americ. Natural, p. 351
bis 357. 811-816. Philadelphia 1890.
— (2) Record of American Zoology. Americ. Natural. T. 25 p. 252
bis 259. Philadelphia 1891.
Kirkpatrick s. Bell.
Korscheit, E. Beiträge zur Morphologie und Physiologie des Zell-
kernes. Zoolog. Jahrb. Abthlg. Anatomie und Ontog. Bd. 4. p. 1
bis 154. Taf. 1—6. 1889.
Korscheit, E. und K. Heider, Lehrbuch der vergleichenden Ent-
wickelungsgeschichte der wirbellosen Tiere. 1. Heft p. 1 — 18.
12 Fig. 1890. Jena.
Krukenberg, C. Fr. W. La retention de l'uree chez les Selaciens,
avec quelques remarques sur Faccumulation d'autres substances
cristallo'ides dans les tissues contrn etiles de certaines especes
animales. Ann. Mus. Hist. nat. Marseille. T. 3. Mem. 3 43 p.
2 Tabellen. 1889.
Lampert, K. Eine Plauderei am Mikroskop. Vom Fels zum Meer.
Jahrg. 1890—91. p. 544—549. 1 Fig. Stuttgart, Berlin, Leipzig.
1891. Nicht gesehen.
Lang, A. Lehrbuch der vergleichenden Anatomie. 1. Abtlg. p.59 — 65
Fig. 56—61. Porifera. 1888. Jena.
Latter, 0. H. (1) Spongiae. Record for 1888. London 1890.
— (2) Spongiae, das. for 1889. London 1890.
Leidy, J. (1) The boring-sponge, Cliona. Proc. Acad. N. Sc. Phila-
delphia 1889. p. 70—75.
— (2) Note on the Boring Sponge of the Oyster (Cliona celata). —
Proc. Ac. Nat. Sc. Philadelphia. 1891. p. 122.
Lendenfeld, R. v. (1) Der Charakter der australischen Coelenteraten-
fauna. Biol Centralbl. 7. Bd. p. 641—646. 1888.
— (2) F. E. Schulze's Challenger Report über die Hexactinelliden.
Biol. Centralbl. 8. Bd. p. 46—53. 1888.
168 JDr. AV. Weltner; Bericht über tlie Leistungen
Lendenfeld, R. v. (3) Descriptive Catalogue of the Sponge in
the Australian Museum, Sydney. Printed by Order of the
Trustees. Australian Museum, Vol. 14. 260 p. 13 PI. 8°. London
1888.
— (4) Experimentelle Untersuchungen über die Physiologie der
Spongien. Zeitsch. wiss. Zool. Bd. 48. p. 406—701 Taf. 26—40.
1889.
— (6) Das System der Spongien. Biol. Centralbl. 9. Bd. p. 113
bis 127. 1889.
— (6) Die Verwandtschaftsverhältnisse der Hornschwämme. Zool.
Jahrb. 4. Bd. Abtlg. System, p. 1—93. 1889.
— (7) Fortschritt unserer Kenntnis der Spongien. Das. 453 — 484.
1889.
— (8) Notiz über den Bau der Geisseikammern der Spongien.
Zool. Anz. 12. Jahrg. p. 361-362. 1889.
— (9) Das System der Spongien. Originalmitteilung. Naturwiss.
Rundschau (Sklarek) 4. Jahrg. p. 390—393. 1889. Braunschweig.
1889. Nichts neues.
— (10) Monograph of the Horny Sponges. Roy. Soc. London. 4*^.
936 p. 50 pL 1889.
— (11) Experimentelle Untersuchungen über die Physiologie der
Spongien. Biol. Centralbl. Bd. 10. p. 71—81. p. 102—110. 1890.
— (12) Schlüssel zur Bestimmung der Spongiennadeln. Das. p. 131
bis 135. 1890.
— (13) Bemerkung zu dem Schlüssel der Spongiennadeln. Das.
p. 550—551. 1890.
— (14) Sponges attached to Crabs. Nature Vol. 41. p. 317. London
1890.
— (15) Die Physiologie der Spongien. Humboldt, (Dammer). 9. Jahrg.
p. 116—120. 23. Fig. 1890.
— (16) Die Gattung Stelletta. Unter Mitwirkung von F. E. Schulze
bearbeitet. — Anhang zu den Abhandl. Kön. Preuss. Ak. Wiss.
Berlin 1889. 75 p. 10 Taf. Berlin 1890.
— (17) Das System der Spongien. Abh. Senckenberg. naturf. Ges.
Bd. 16. p. 361—439. 1 Taf. Frankfurt a/M. 1890.
— (18) Die Lebenserscheinungen des Badeschwammes. Zool. Garten.
31. Jahrg. p. 97—104. 1890.
— (19) Eine Bemerkung über Synonymie und Nomenklatur. Zool.
Anz. 13. Jahrg. p. 115—116. 1890.
— (20) Fortschritt unserer Kenntnis der Spongien. (3. Bericht).
Zool. Jahrb. Abtlg. Systemat. 5. Bd. p. 169—178. 1890. Ver-
arbeitung von Haeckels Keratosa, Keller (1, 2), Lendenfeld (4),
Maas (1, 2) und Schulze (2).
— (21) Ueber die Kieselnadeln von Geodia. Zool. Anz. 14. Jahrg.
p. 407—409. 1891.
— (22) Bemerkungen über die Spongien im Kanal von Lesina.
Zool. Gart. 32. Jahrg. p. 263-265. 1891.
in der Spoiigiologie wälirend der Jahre 1888 — 1891. 169
— (23) Das System der Kalkschwämme. Vorläufige Mitteilung. —
Sitz. Ber. K. Akad. Wiss. Wien. Math. Naturw. Cl. Abtlg. 1.
Bd. 100. p. 4—19. 1891.
— (24) Die Spongien der Adria. I. Die Kalkschwämme. Erste
Hälfte. Zeitschr. wiss. Zool. 53 Bd. p. 185—321. Taf. 8-15.
1. Fig. 1891. Zweite Hälfte. Das. p. 361—433. 1891.
Lo Bianco, S. (1) Notizie biologiche riguardanti specialmente il
periodo di matui'ita sessuale degli animali del golfo di Napoli.
Mitt. zool. Stat. Neapel. 8. Bd. p. 385-440. 1888.
— (2) Methodi usati nella Stazione Zoologica per la conservazione
degli animali marini. Mitt. Zool. Stat. Neapel. 9. Bd. p. 435 — 478.
1890. (Deutsch in Zeitschr. wiss. Microsk. (Behrens) Bd. 8. 1891).
Locard, A. La pesca delle spugne a Lampedusa nel 1890. Neptunia.
Anno I No. 7. Venezia 1891.
Maas, 0. (1) Zur Metamorphose der Spongillalarve. Zool. Anz.
12. Jahrg. p. 483-487. 6 Fig. 1889.
— (2) Ueber die Entwicklung des Süsswasserschwammes. Zeitschr.
wiss. Zool. Bd. 50. p. 527—554. Taf. 22—23. 1890. Als Disser-
tation Berlin 1889 erschienen.
Mac Kay, A. K. Freshwater Sponges of Canada and Newfoundland.
Proc. and Trans. Roy. Soc. Canada Vol. 7. Sect. 4 p. 85 — 95.
PL 4. Montreal. 1889. Nicht gesehen.
Mac Munn, C. A. On the Chromatology of some British Sponges. —
Journ. Physiol. (Foster, Cambridge) Vol. 9. p. 1-25. PI. 1. 1888.
Marchai, P. L'acide urique et la fonction renale chez les Inver-
tebres. — Mem. Soc. Zool. France Taf. 3. p. 31—87. 1889. Nichts
neues.
Marenzeller, E. v. (1) Ueber die adriatischen Arten der Schmidt'schen
Gattungen Stelletta und Ancorina. Ann. Naturh. Hofmus. Wien.
4. Bd. p. 7—20. Taf. 2—3. 1889.
— (2) Deutsche Benennungen für Poriferen, Coelenteraten, Echi-
nodermen und Würmer. Verb. k. k. zool. bot. Ges. Wien. Jahrg.
1890. p. 177—184.
Marshall, W. Die Tiefsee und ihr Leben. Nach den neuesten
Quellen gemeinfasslich dargestellt. 343 p. 4 Tontafeln und 114
Abb. im Text. Leipzig. 1888.
Mills, K. (1). A new Fresh- water Sponge (Heteromeyenia radio-
spiculata). The Microscope 1888 p. 52. Detroit. Auch in: Ann.
Mag. Nat. Hist. (6) Voh 1. p. 313—314. 1888.
— (2) Fresh-Water Sponges. — Journ. Microc. & Nat. Sc. (The
Journal of the Postal Microscopical Society. A. Allen, London
&Bath). n. s. Vol. 2. p. 82-85. 1889. Nichts neues.
Minchin, E. A. (1). Spongiae. Record for 1890. London 1892.
— (2) Spongiae. Record for 1891. London 1892.
Murray, J. und R. Irvine. On Silica and the Siliceous Romains
of Organisms in Modern Seas. Proc. R. Soc. Edinburgh Vol. 18.
p. 229—250. 1891.
170 Dr. W. Weltuer: Bericlifc über die Leistungen
Neumayr, M. Die Stämme des Tierreiches. Wirbellose Tiere. 1. Bd.
p. 210—238 Fig. 35—44. Porifera. Wien und Prag 1889.
Noll, F. C. Beiträge zur Naturgeschichte der Kieselschwämme.
1. Desmacidon Bosei Noll, mit Hinweisen auf Craniella cavernosa
Rüppell und Spongilla fragilis Leidy. Abh. Senckenb. Ges.
Frankfurt a,/M. 15. Bd. p. 5—58. Taf. 1—3. 1888.
Normann, A. M. The Genera Cyclostoma and Pomatias and on a
misapplied rule of Zoological Nomenclature. Ann. Mag. Nat.
Eist. (6) Vol. 7. p. 447—451. 1891.
Perrier, Edm. Sur les Services que TEmbryogenie peut rendre a
la Classification. C. R. Congres Internat. Paris, p. 179 — 203.
Paris 1889.
Pfeffer, G. Die niedere Tierwelt des antarktischen Ufergebietes.
Ergebnisse der deutschen Polar - Expeditionen , Allgem. Teil,
Bd. IL 17. 1890. (Separ. p. 1—120.)
Polajaeff, M. (1). Sponghiologhicheskie Etyudbi (Spongiologische
Studien). — Trudui St. Petersburg. Nat. Vol. 20 p. 139—220.
PI. 1—2. 1889. (Arb. Ges. Naturf. St. Petersburg. Abthlg. Zool.
Phys. T. 20 p. 159—171. PI. 1 u. 2.)
— (2) lieber Korotnewia desiderata und die Phylogenie der Horn-
schwämme. Zool. Anz. Jahrg. 12. p. 366 -367. 1889.
Potts, E. (1). Biology of Fresh-water Sponges. — Americ. Monthly
Microsc. Journ. (Hitchcock, Washington) Vol. 9 p. 43 — 40 and
p. 74—77. 1888. Nichts neues.
— (2) Report upon some Fresh-water Sponges collected in Florida
by Jos. Willcox. — Trans. Wagner Free Inst. Sc. Philadelphia
Vol. 2 p. 5—7.
— (3) Fresh Water Sponges. What they are not. The Microscope,
An illustr. monthly Magazine. Trenton (N. J.) Vol. 10 p. 140
bis 143. 1890. — II What they are. Das. p. 161—163. PI. 5.
und III p. 193—196 PL 6. — IV How to find and gather them.
Das. p. 257 — 263. — V The determination of Species. Das.
p. 307—309. Fig.
Report of the British Consul at Tunis to the Foreign Office. —
Nature (London) Vol. 38. p. 349. 1888.
Richard, J. Note sur les peches eftectuces par Ch. Rabot dans
les lacs Enara, Imandra et dans le Kolozero. — Bull. Soc. Zool.
France. T. 14. p. 100 - 104. 1889.
Ridley s. Carter (2).
Rochebrune, A. P. Les Spongiaires. In Brehm, Mervcilles de la
Nature. Edit. frangaise p. 647—674, fig. 1032—1095. Paris
1891. Nicht gesehen.
Rüge, J. G. The Sponge Fisheries of Florida. Bull. U. S. Fish.
Comm. Vol. VII for 1887 p. 22—24. 1889.
Schmidt, Sponge Fisheries. Method of artificial propagation
at Gratz. Nature, Vol. 37 p. 595. 1888. Nicht gesehen.
in der Spongiologie wälmr.d der Jahre 1888—1891. 171
Scilininkewitsch, Wl. (1). Essai de Classification du Regne
Animal. Revue des Sc. natur. , public par la Soc. Natural, k
St. Petersbourg. 1890 p. 61-65. 102. Nicht gesehen.
— (2) Versuch einer Classification des Thierreichs, — Biol. Centralbl.
11. Bd. p. 291—295. 1891.
Schneider, R. Ueber Eisen - Resorption in thierischen Organen
und Geweben. Abh. K. Preuss. Ak. Wiss. Berlin 1888. 68 p.
3 Taf.
Schulze, F. E. (1). On the Organization and inode of living of
Sponges. Delivered before the Physiological Society at Berlin.
Febr. 15 th 1889. — Nature Vol. 39. p. 479—480. 1889.
Nichts neues.
— (2) Ueber die Bezeichnung der Spongiennadeln, unter Mitwirkung
von R. V. Lendenfeld. — Abh. Akad. Wiss. Berlin 35 p. 76 flg.
1889.
Sollas, W. J. (1). Report on the Tetractinellidae coUected by H.
M. S. Challenger during the years 1873—76. Rep. Sc. Res.
Challenger. Vol. 25. 116 und 458 p. 44 PI. 1 Map. 1888.
— (2) On the Geodine genera, Synops, Vosm. and Sidonops. A
correction. — Sc. Proc. Roy. Dublin Soc. (2) Vol. 6 p. 276 bis
277. 1889.
— (3) Sponges. In E.Ray Lankester, Zoological Articles contributed
to the Encyclopaedia Britannica. London u. Edinburgh, p. 39
bis 56. 1891. Abdruck des im vorigen Jahresberichte be-
sprochenen Artikels, nur ist das System der Monaxonida ge-
ändert, s. Systematik.
Sovinskii, V. (1). 0 Bodyaghakh' (Spongillidae) Vstryechayusch-
chikhsya Dnyepye Podye Kievomye. Zapiski Kiev. T. 10. p. 43
bis 72. PI. II— III. 1889. (Sur les SpongiUidae, trouvees dans
le Dniepr. Mem. Söc. Natural. Kiew. T. X etc.)
— (2) Sur les Spongillides du Dniepre. Rev. Sc. Nat. Soc. Natural.
St. Petersbourg. 1 annoe. p. 153— 169, 199. 1890. Nicht gesehen.
Spencer, W. B. Note on a new genus of Chaetopod worm para-
sitic on a sponge from the genus Rhaphidophlus from Port
Philipp. Roy. Soc. Victoria. Melbourne 1891. Nicht gesehen.
Steindachner , Fr. Vorläufiger Bericht über die zoologischen
Arbeiten im Sommer 1891. In: Veröffentlichungen der Komm,
für Erforschung des östlichen Mittelmeeres. Sitz.-Ber. R. Ak.
Wiss. Math, naturw. Cl. Bd. 100. Abthlg. 1. p. 435—437. 1891.
Stewart, W. Exhibit of specimen of Euspongia officinalis var.?
from Florida. Proc. Nat. Hist. Soc. of Glasgow. T. 2. (N. S.)
p. 1. 1890. Nicht gesehen.
Studer, Th. Die Forschungsreise S. M. S. Gazelle in den Jahren
1874 — 76. Herausgeg. v. d. hydrogr. Amt des Reichs-Marine- Amts.
3 Thl. Zoologie u. Geologie. 322 p. 33 Taf. Berlin 1889,
172 I^r. W. Weltner: Bericht über die Leistungen
Stuhlmann, Fr. (1). Vorläufiger Bericht über eine mit Unterstützung
der Kön. Akademie der Wissenschaften unternommene Reise
nach Ost-Afrika, zur Untersuchung der Süsswasserfauna. Sitz.
Ber. Kön. Preuss. Ak. Wiss. Berhn. 1888. p. 1255—1269.
— (2) Zweiter Bericht über eine mit Unterstützung der Kön. Preuss.
Akad. Wiss. unternommenen Reise nach Ost-Africa zur Unter-
suchung der Süsswasserfauna. Das. Berhn. 1889 p. 645 - 660.
Taschenberg, 0. BibKotheca zoologica. Verzeichniss der Schriften
über Zoologie, welche in den periodischen Werken enthalten
und vom Jahre 1861—1880 selbstständig erschienen sind mit
Einschluss der allgemein -naturgeschichtlichen, periodischen und
paläontologischen Schriften. 2. Bd. p. 929—949. 1889.
Thiele, J. Die Stammesverwandschaft der Mollusken. Ein Beitrag
zur Phylogenie der Tiere. Jenaische Zeitschr. f. Naturw. 25. Bd.
p. 480-543. 1891.
Topsent, E. (1). Notes de Spongologie. Bull. Soc. Linn. Normandie.
4« ser. 1 Vol. p. 34-40. Caen 1887.
— (2) Contribution ä l'etude de la distribution des Sponges dans
la Manche. Das. p. 71—73. 1887.
— (3) Etüde de la Faune des Spongiaires de Luc. 3" 1. Das.
p. 330—335. 1887.
— (4) Sur les gemmules de quelques Silicisponges marins. Compt.
rend. Se. Ac. Sc. T. 106. p. 1298—1300. Paris 1888.
— (5) Contribution ä l'etude des Clionides. Theses pres. ä la
Faculte d. Sc. de Paris. Arch. Zool. exp. gen. (2) V bis. Suppl.
1887. Poitiers 1888. 165 p. 7 PI.
— (6) Notes spongologiques. I. Dendoryx hyndmanni et les Den-
doryx en general. IL L'ctat larvaire de Spongelia fragilis.
Arch. zool. exp. et gen. Notes et revue. T. VI p. XXXIII bis
XLIII. 5 fig. 1888.
— (7) Quelques mots sur Paratanais forcipatus Lillj. et Tritaeta
gibbosa Boeck. Bull. Soc. Linn. Normandie. 4^ s. 2" Vol. Annee
1887-88. p. 11—13. Caen 1888.
— (8) Gemmules de Chalina gracilenta, observees sur des huitres
d'Arcachon. Das. p. 153—154. 1888.
— (9) Quelques spongiaires du banc de Campeche et de la Pointe-
ä-Pitre. — Mem. Soc. Zool. France. Taf. 2. p. 30—52. 12 Fig.
1889. Paris.
— (10) Cliona celata ou Cliona sulphurea? — Bull. Soc. Zool.
France. Taf. 14 p. 351—353. 1889.
— (11) Additions ä la faune des Spongiaires de Luc. — Bull. Soc.
Linn. Normandie 4" ser. 3« Vol. p. 53—60. 1890. Caen.
— (12) Notice prehniinaire sur les Spongiaires receuillis durant les
campagnes de l'Hirondelle. (1886—87—88). Golfe de Gascogne,
Acores, Terre-Neuve. Bull. Soc. Zool. France. Pour Tanncc 1890.
Taf. 15. p. 26—32. p. 65—71. 1890.
in der Spougiologie während der Jahre 1888—1891. 173
Topsent, E. (13). Sur la distribution g.'ographique de quelques
Microsclerophora. Das. p. 231—233. Paris. 1890.
— (14) Etudes de Spongiaires. I. Observations sur quelques especes
du G. Kaspailia Nardo. IL Description d'une Lithistide molle de
la Reunion. III. Decollement frequent des parois des canaux
efferents chez Pachymatisma iohnstonia Bow. Revue biol. du
Nord de la France. Annoe 1890. p. 289—298. Fig. Lille. 1890.
— (15) Eponges de la Manche. Mem. Soc. Zool. de France T. 3.
p. 2—3. 195—205. 1. Fig. 1890. Paris.
— (16) Spongiaires de Porquerolles. (Var.). Feuille Jeun. Natural.
20 annee p. 7—9. 1890. Nicht gesehen.
— (17) Essai sur la Faune des Spongiaires de Roseoff. Arch. zool.
exp. gen. 2« ser. T. 9. p. 523—554. PI. 22. Fig. 1—8. 1891.
— (18) Deuxieme contribution ä l'Etude des Clionides. Das. p. 555
bis 592. PL 22. Fig. 9—17. 1891.
— (19) Eponges de la Mer Rouge. Mem. Soc. Zool. France. T. 5.
p. 21—29. PI. 1. 1891.
— (20) Spongiaires des cotes oceaniques de France. — Bull. Soc.
Zool. France. T. 16. p. 125—129. 1891.
— (21) Voyage de la Goelette Melita aux Canaries et au Senegal,
1889 — 90. Spongiaires. Mem. Soc. Zool. France pour l'annee.
1891. T. 4. p. 11—15. PL IL 1891.
Traxler, L. A. Magyarhouban eddig tapasztalt edesvizi szivacsok
(Spongillidae) rendszeres jegyzeke (Enumeratio systematica Spon-
giliidarum Hungariae) Termeszetrajzi füzetek etc. (Journ. Zoo-
logie, herausgeg. Ungar. Museum in Budapest). Vol. 12 p. 13 — 15.
1889.
Vayssiere, A. Atlas d'anatomie comparee des Invertebres. 60 PL
40. Paris 1888.
Voeltzkow, A. Vorläufiger Bericht über die Ergebnisse einer Unter-
suchung der Süsswasserfauna-Madagaskars. Schluss. Zool. Anz.
14. Jahrg. p. 221—230. 1891.
Vosmaer, Gr. C. J. (1) Neuere Arbeiten über Schwämme. I. Hyalo-
spongiae. Biol. Centralbl. 8. Bd. p. 38 — 45. 1888. Besprechung
von Schulze's Rep. Hexactinell. Challenger und dessen beiden
Abhandlungen Bau und System der Hexact. und Stammesgesch.
der Hexactinelliden.
— (2) Neuere Arbeiten über Schwämme. IL Spiculispongiae und
Cornacuspongiae. Biol. Centralbl. 8. Bd. p. 220—224. 1888.
Kurze Besprechung von Dendy, The new System of Chalininae ;
Dendy, Rep. Zool. Coli, made by the Officers of H. M. S. Flying
Fish at Christmas IsL ; Lendenfeld die Chalineen, Mr. Dendy on
the Chalininae, Der gegenwärtige Stand unserer Kenntnis der
Spongien, On the systematic Position und Classification of Sponges;
Ridley und Dendy, Report Monaxonida Challenger.
— (3) Porifera. Zool. Jahresbericht (P. Mayer) für 1886. Berlin.
1888.
174 0''- W. Weltner: Bericht über die Leistungen
Vosmaer, G. C. J. (4) Porifera. Das. für 1887. Berlin. 1888.
— (5) Neue Arbeiten über Schwämme. — Biol. Centralbl. 9. Bd.
p. 405 — 414. 1889. Besprechung von Sollas, Tetractinellida
Challenger und Artikel Sponge in der Encycl. Britann.
— (6) Verslag van de werkzaamheden door den ondergeteckende
aan de Neederlandsche werktafel in het Zoologisch Station te
Naples verriebt. Nov. 1888 — Jan. 1889. — Nederl. Staats-
courant. 1889. 3. p,
— (7) Note on the metamorphosis of the Spongelarva. Tijdschr.
Nederl. Dierkund, Vei-een. Leiden. 2e s. Deel. 11. Aflev. 4. p. 287
bis 290. PI. XIV. 1889.
, — (8) Notes on Some Species of Stelletta and other Genera allied
to it. Tijds. Nederl. Dierk. Ver. (2) Deel. III. p. 35—37. 1890.
— (9) Porifera. Zool. Jahresbericht (P. Mayer) für 1888. Berlin.
1890.
— (10) Porifera, das. für 1889. Berlin 1891.
Vries, K. de. Die Pflanzen und Thiere in den dunklen Räumen der
Rotterdamer Wasserleitung. 73 p. 5 Fig. 1 Taf. Jena, 1890.
Weber, M. Spongillidae des Indischen Archipels. Zoolog. Ergebn.
einer Reise in Niederl. Ost-Indien. 1. Heft. p. 30 — 47. Taf. 4.
1890. Leiden.
Weber, M. und A. Quelques nouveaux cas de Symbiose. Zool. Er-
gebn. ein. Reise in Niederl. Ost-Indien. I. Heft. p. 48 — 72. PI. V.
1890. Leiden.
Weltner, W. (1) lieber das Fortleben von Spongillen nach der Aus-
bildung von Schwärmlarven. Sitz. Ber. Ges. Naturf. Freunde,
Berlin. 1888. p. 18—22.
— (2) Ueber das Vorkommen von Bythotrephes longimanus Leyd.
und Dendrocoelum punctatum Pall. im Werbellinsee bei Berlin.
Sitz. Ber. Ges. naturf. Fr. Berlin. 1888. p. 171—176.
— (3) Bericht über die Leistungen in der Spongiologie für die
Jahre 1882—84. Archiv für Naturg. 53. Jahrg. Bd. 2. p. 247
bis 354. 1890.
— (4) Bericht über die Leistungen in der Spongiologie für die
Jahre 1885—87. Arch. f. Naturg. 54. Jahrg, 2. Bd. p. 166—270.
1891.
— (5) Artikel Porifera. In Encyclopaedie der Naturwissenschaften.
Von Förster, Kenngott etc. 1. Abtlg. p. 470—484. Fig. Breslau.
1891.
— (6) Die Süsswasserschwämme. In Die Thier- und Pflanzenwelt
des Süsswassers. Einführung in das Studium derselben. Herausgeg.
v.Dr.O.Zacharias. l.Bd. p. 185— 236, fig.36— 46. Leipzig. 1891.
Wierzejski, A. Beitrag zur Kenntnis der Süsswasserschwämme.
Verh. K. K. Zool. Botan. Ges. Wien. 38. Bd. p. 529-536. T. 12.
1888.
Williams, W. M. Sponge Nurseries. Hardwicke's Science Gossip.
Vol. 24. p. 135. London. 1888.
in der Spoiigiologie waliiend der Jahre 1888 — 1891. 175
Wilson, K. V. Notes on tlie Development of some Sponges. Journ.
Morphol. Vol. 5. p. 511—519. 3. Fig. Boston. 1891.
Wood-Mason, J. and A. Alcock (1). Natural History Notes from
H. M. Indian Marine Survey Steamer Investigator, Commander
R. F. Hoskyn, R. N. commanding. No. 21. Note on the Results
of the last Season's Deep-sea Dredging. Ann. Mag. Nat. Hist.
(6) Vol. 7. p. 1—19. 1891.
— (2) Dass. Series. IL No. 1. On the Results of Deep-sea Dred-
ging during the Season 1890—91. Ann. Mag. Nat. Hist. (6)
Vol. 8. p. 427—452. 1891.
Zacharias, 0. Bericht über eine zoologische Exkursion an die
Kraterseen der Eifel. — Biol. Centralbl. Bd. 9. p. 56, 76, und
107. 1889.
Zalacostas, P. Recherches sur la Constitution de la spongine. Compt.
rend. Seanc. Acad. Sc. Paris. Taf. 107. p. 252—254. 1888.
Zykow, W. (1) Notice sur les Spongillides des environs de Moscou.
— Bull. Soc. Imper. Natural. Moscou. 1890. p. 170—172.
— (2) Einiges über die Spongilliden der Umgegend von Moskau.
Zool. Anz. 13. Jahrg. p. 444—445. 1890.
— (3) V^erbreitung der Spongilliden im europäischen Russland.
Tagebl. zool. Abthlg. und d. zool. Museums, Moskau. 2 Lief.
p. 27—29. (Russisch.) 1891. Nicht gesehen.
Allgemeines.
Marshall behandelt kurz den Bau und die Einteilung der
öpongien und bespricht die wichtigsten Tiefseeformen.
Sollas (1) betrachtet mit Schulze alle die zu einem Osculum
gehörigen Kanäle mit ihrem Parenchym als Individuum.
Zalocostas hat das Spongin analysirt. Durch Zersetzung mit
Barythydrat erhielt er 4,21 Ammoniak^ 3,90 Kohlensäure, 5,54 Oxal-
säure, 3,64 Essigsäure, 96,00 festen Rückstand. Die Elementar-
analyse des letzteren ergab: C: 43,10; H 7,30; N 12,03. Posselt
hatte gefunden C: 48,70; H: 6,35; N: 16,40. Aus dem fixen Rück-
stande erhielt er mit neutralen Lösungsmitteln: Leucin, Butalanin,
Tyrosin, Glycalanin und einen fraglichen Körper („un aeide hydro-
proteique ou hydrate de leuceine.") — Das Spongin steht den leim-
gebenden Eiweissstoffen nahe. Als Formel für das Spongin gebraucht
er: C^o fje* N^^ 0^1
Ueber das Verkommen von Eisen bei Spongien handelt Schneider.
Er fand es bei Spongilliden in den Wimperkammern, Porenkanälen,
zwischen den Nadeln und in grösserer Menge in der Kutikularschicht
der Gemmulä. Schon während der Bildung der Gemmulä ist das
Eisen in den sie bildenden Zellen nachweisbar, es wird in die
Gemmulahülle abgelagert, der Keim bleibt eisenfrei.
176 r*!"- W. "Weltner: Bericht über die Leistungen
Weltner (1) hielt weibliche Ephydatia (Spongilla) fluviatilis in
Aquarien noch monatelang, nachdem die Larven ausgeschwärmt
waren, am Leben und kann deshalb der Laurent-Goetteschen Ansicht
vom Tode der Spongilliden durch die Fortpflanzung nicht beipflichten.
Auch das Vorkommen eines Generationswechsels bei Süsswasser-
schwämmen (Marshall an Eusp. lacustris) wird in Abrede gestellt.
Cooke giebt eine gemein verständliche Darstellung vom Bau
eines Schwammes nach Bowerbank, Grant u. Sav. Kent (Man. In-
fusoria); eine eigentümliche Abbildung der Geisseizellen von Hali-
chondria panicea ist gegeben. Der Preis der ersten Euplectellen-
exemplare betrug 600 Mark, jetzt zahlt man für das Stück 1 M.
Giard (1) teilt mit, dass Doris tuberculata besonders Hali-
chondria panicea frisst und deren Farbe zeigt. Da wo Haiich. auf
Lithothamnium lebt, hat die Doris auch oft die violetten Flecke der
der Alge.
Lendenfeld (7) bespricht im Zusammenhang die von 1887 bis
1889 erschienenen Arbeiten über die Monaxonida, Tetractinellida u.
HexactineUida der Ghallengerexpedition , sowie seine Monographie
der Hornschwämme.
Kingsley (1 u. 2) hat die von 1889—90 und 1890—91 in
Amerika erschienenen Arbeiten über Spongien aufgezählt.
Lendenfeld (18) behandelt kurz Bau und Physiologie des
Badeschwammes. Er schätzt das Alter von Badeschwämmen, welche
einen Meter Durchmesser erreichen, auf mehr als 50 Jahre,
Von dem Gedanken ausgehend, dass lateinische Namen in öffent-
lichen Sammlungen dem grösseren Publicum unverständlich sind und
dadurch das Interesse für die dargebotenen Objekte vermindert und
ein Verständnis oft ganz unmöglich gemacht wird, schlägt Maren-
zeller vor, neben den lateinischen Namen Bezeichnungen in der
Landessprache anzubringen. Für die niederen Tiere hat nun Autor
deutsche Namen eingeführt.
Spongilla lacustris dient als Ingrediens für eine Salbe gegen
Rheumatismus in Moskau, Zyküff (2).
Claus, Lehrbuch der Zoologie, dessen Druck 1889 begann,
führt im Kapitel Spongien weder die neuere Litteratur an, noch be-
rücksichtigt es dieselbe bei dem Abschnitt Systematik.
Nach Murray und Irvine beträgt der Gehalt der Tiefsee-
ablagerungen an Spongienkieselnadeln selten mehr als 1 oder 2 % j
an Spongien reiche Stellen mögen 20 7o erreichen. Die Verf. halten
es für unwahrscheinlich, dass die für den Auftau der Spongienskelete
nötige Kieselsäure aus dem Meereswasser komme; wahrscheinhch
entnehmen die Schwämme dieselbe aus dem am Meeresgrunde
liegenden kieselhaltigen Material. (Keferat nach Zool. Jahresbericht.)
in fler Spongtologie während der Jahre 1888—91. 177
Weltner's (5) Artikel Porifera ist aus Bronn, Vosmaer Pori-
fera und aus Lendenfeld, der gegenwärtige Stand unserer Kenntnisse
der Spongien 1887, zusammengestellt. Das System bei Weltner ist
aus Lendenfelds (17) System der Spongien entnommen, aber aus
praktischen Gründen starl^ geändert. Dabei bin ich mir wohl be-
wusst gewesen, dass die Einteilung der Noncalcaria eine künstliche
ist. Das System s. unten.
In dem Aufsatz „Die Süsswasserschwämme" von Weltner (6)
ist alles wichtigere über diese Gruppe gegeben; Verf. behandelt
nacheinander: Das Erkennen und Auffinden, Geschichtliches, äussere
Beschaffenheit, Anatomie und Histiologie, Physiologie, Systematik
der europäischen Arten mit Bestimmungstabelle, Verbreitung, Para-
siten und Kommensalen, Sammeln, Konserviren und Untersuchen
von SpongiUiden; wichtigste Litteratur seit Carter. In dem Artikel
sind zahlreiche eigene neue Beobachtungen aufgenommen. Die
Abbildungen geben nur die europäischen Arten im ausgewachsenen
Zustande wieder.
Methode.
Zur generischen und spezifischen Bestimmung aller Tetractin.
genügen nach Sollas (1) dicke mit der Hand angefertigte Schnitte,
die beliebig tingirt und in Canadabalsam eingelegt sind. Die
Spicula werden folgendermassen isolirt und studirt. Man be-
handelt ein Stück einer Choristide auf dem Objektträger mit Salpeter-
säure, saugt ab, wäscht aus und bettet ein. Das zusammenhängende
Gerüst der Lithistiden wird durch Kochen mit derselben Säure er-
halten und das entsäuerte. Skelet mit dem Rasirmesser in Schnitte
zerlegt. Will man einzelne Desma isoliren, so kocht man ein Schwamm-
stück mit Kalilauge oder in Fluorwasserstoffsäure. Für dünne Schnitte
zum Studium des Weichkörpers verwendet S. die Paraffin und die
Gefriermethode ; letztere wird beschrieben ; Beobachtung der Schnitte
also teils in Canadabalsam, teils in Glycerin. Spongien, welche
aussen und in den Kanälen Kalk führen, müssen zuvor mit salpeter-
saurem Alkohol behandelt werden. Um Fremdkörper, die aus Kiesel-
säure bestehen, aus Schwämmen zu entfernen, erwies sich Fluor-
wasserstoö's. als unbrauchbar. Zum Tingiren kann im allgemeinen
Haematoxylin verwandt werden, die besten Präparate gab Picro-
carmin. Um bei dünnen Schnitten die Nadelteile in ihrer natürlichen
Lage zu erhalten, verdickte S. das Paraffin mit Kanadabalsam.
Zum Studium der Entwickelung von Spongilla fluviatilis benutzt
Fiedler auf Elodea und Collodiumplatten festgesetzte Larven. Zur
Beobachtung des lebenden Objektes diente das Horizontolmikroskop
von Schulze, als Konservirungsflüssigkeit ein Sublimat- Alkoholgemisch,
Kleinenbergs Pikrinschwefelsäure und Flemmigs Chrom - Osmium-
Essigsäure. Zum Färben benutzte F. Boraxkarmin, Salzsäurekarmin,
Arch f. Naturgesch. Jahrg. 1890. ßd. U. H. 3. 12
178 ^^- W- Weltner: Bericht über die Leistungen
Hämatoxylin und Pikrokarmin, zu Doppelfärbungen Hämatoxylin und
Eosin; Pikrokarmin und Bleu de Lyon (Kerne rot, Dotterkörner blau).
Um gute Dauerpräparate von Spongienzellen zu erhalten, benutzt
Noll eine Glyceringelatine, die noch bei + 12^ R. flüssig bleibt.
Lendenfeld (4) giebt die Methoden an, welche er bei seinen
Untersuchungen über die Fütterung der Spongien mit Carmin, Stärke
und Milch, sowie über die Einwirkung von Giften angewandt hat;
Art der Abtödtung und Untersuchung.
Lendenfeld (10) tödtet Hornschwämme in starkem Alkohol,
der nach einigen Stunden gewechselt werden muss. Färbemittel:
Alaunkarmin, Kleinenbergs Hämatoxylin und Pikrokarmin, letzteres
färbt die Kerne Aveniger stark als Alaunkarmin. Hellt man die
Stücke in Terpentin auf, so müssen sie eine Woche darin bleiben,
weil Terpentin langsam eindringt. Beim Einbetten soll 50° C nicht
überschritten werden. Das Kanalsystem wird am besten an Längs-
schnitten von verschiedener Dicke senkrecht zur Oberfläche studirt.
Zum Studium des Skeletes dient Maceration in verdünntem Ammoniak,
besser sind aber Schwämme, die im Meere auf natürlichem Wege
skeletisirt worden sind. Das Skelet muss trocken und in Balsam,
auch im polarisirten Lichte untersucht werden. Die beste Methode
für histiologische Untersuchung ist, ein Schwammstück in 0,5 — 1%
Osmiumsäure abzutödten und mit Picrocarmin zu färben. Die Sinnes-
zellen sind an Goldpräparaten nachweisbar. Die Farbe der Horn-
schwämme lässt sich am besten erhalten, indem man sie schnell an
der Sonne trocknet.
Vosmaer (7) lässt die Schwammlarven sich an eine Kollodi-
umschicht ansetzen, schneidet die betreffenden Kollodiumstücke aus,
härtet, färbt etc. Will man die Stelle an der Larve beobachten,
womit sie sich festgesetzt hat, so braucht man das Kollodium nur
aufzulösen. Freie und fixirte Larven wurden selir gut mit Kleinen-
bergs Pikrinschwefelsäure getödtet. (Bei Spongilla hat Refer. damit
schlechte Erfahrungen gemacht cf. Arch. f. Naturg. 1893. Bd. 1.
p. 280).
Girod (2) giebt eine Anleitung zum Sammeln und Unter-
suchung der Süsswasserschwämme.
Ghatin tödtet zum Studium der Kernstruktur das Schwamm-
stück in alcool au tiers ab und färbt mit Methylgrün oder Picro-
carmin. Zur Darstellung der Kernmembran und der Verteilung des
Nucleins fixirt er mit Alkohol abs. und färbt mit alkoholischer
Cochenillelös iing.
Ueber Conservierung der Schwämme für Sammlungszwecke, so-
wohl in Alkohol als trocken, handelt Lo Bianco (2). Die Farbe
einiger Schwämme lässt sich dadurch wenigstens einige Tage er-
halten, dass man zur Aufbewahrung 40% Alkohol verwendet und
diesen nicht wechselt. Weitere Angaben zur Conservierung für
histiologische Zwecke, die dem Refer. nicht zweckentsprechend er-
scheinen; das beste bleibt hier die Osmiumsäure.
in der Spongiologie während der Jahre 1888—1891. 179
Zur Fixiriing der Larve von Spongilla fliiviatilis wendet Maas (2)
mit besonderem Erfolge Flemmings Chromosmiumessigsäure an.
Färbung mit Boraxkarmin und auch mit Hämatoxylin. Zur Unter-
scheidung von Dotterkörnern und Kern besonders Doppelfärbung mit
Boraxcarmin und Malachitgrün geeignet. Freie Larven wurden zum
Schneiden auf Leberstückchen befestigt.
Potts (3) giebt eine Anleitung zum Erkennen, Auffinden, Unter-
suchen und bestimmen von Süsswasserschwämmen.
Der Artikel von Groult (1) ist ein Auszug aus Lo Bianco's (2)
Publikation.
Schwammzucht und Schwammgewinnung.
Nach dem Report of the British Consul at Tunis liegen im
Lande Tunis 400 Griechen, 500 Sicilianer und 1400 Eingeborne
der Schwammfischerei ob. Man bedient sich eines Instrumentes
ähnlich dem der Austernfischerei; früher war der Taucherapparat
im Gebrauch.
Nach Williams sind kleine nach 0. Schmidt's Verfahren ein-
gesetzte Schwammstücke in 3 Jahren zu grossen und wertvollen
Stücken herangewachsen; 4000 Stück kosteten nur 225 frcs. (Vergl,
übrigens Vosmaer Porifera, wonach der Badeschwamm 7 Jahre nötig
hat, um zum Gebrauch herangewachsen zu sein. Ref.).
Lendenfeld's (10) Abriss über Schwammfischerei und Schwamm-
kultur enthält nichts neues.
Nach Rüge liegen an der Küste von Florida über 300 Schiffe
von 5 bis 50 Tonnen der Schwammfischerei ob. Jedes Schiff bleibt
4 — 8 Wochen auf dem Meere, trägt 2 — 5 dinghies und hat 5 — 12
Mann Besatzung. Es zieht jährHch 2 mal aus, im Frühling und
Winter, im Winter ist der beste Fang. Zum Aufsuchen der Schwämme
dient das bekannte water-glass. Von den 4 Sorten Floridaschwämmen
ist der sheepswool der wertvollste, er braucht 5 — 6 Jahre um eine
Grösse bis 8 Zoll Durchm. zu erreichen; er wächst in 3 Jahren um
6 Zoll, je wärmer der Winter, desto schnelleres Wachstum. Im
Winter 86/87 wurden alle Schwämme bis zu 20 Fuss Tiefe durch
die starke Kälte getödtet. Verf. beschreibt das vierhakige Fangeisen
und schildert die Art, wie die Schwämme marktreif gemacht werden.
Sie werden von den Käufern nicht nach Gewicht oder Stückzahl,
sondern sortirt per Sack verkauft. Ist der Fang gut gewesen, so
erhält jeder Mann 60 — 125^, während das Boot Vs des Gesammt-
verdienstes erhält. — Zum Verfälschen der Schwämme dient Glycerin,
Sand, Kalk, Marmorstaub und Bleiglätte.
Der ausführliche Bericht von Faurot über die Schwammfischerei
im Golf von Gabes nennt die Haupthandelsplätze, bespricht die Aus-
dehnung der Schwammbänke, die Boote, die Art der Fischerei, die
12*
IgO Dr. W, 'Weltnei-: Bericht über die Leistungen
Behandlung der Schwämme, die Preise auf dem Markte und den
Wert der jährlichen Ausbeute an Spongien. Es wird die Anlegung
von Schwammparken empfohlen, um die Waare zu verbessern und
dem unberechtigten Fischen von fremder Seite zu steuern.
Gronen giebt einen Auszug aus der Perseveranza über bei der
Insel Lampedusa (Südsicilien) entdeckten Schwammbänke. Dasselbe
Anonym (2).
Bohnhof (1) schildert eingehend die Schwammfischerei in
Griechenland und (2) im Adriatischen Meere.
Groult (2) bespricht die Schwammfischerei an den Westindischen
Inseln. Die Zahl der Inseln, welche Schwämme liefern, beträgt 650;
sie erstrecken sich von Florida bis Cuba und Haiti. Der Fischerei
liegen 6000 Menschen ob. Im Jahre 1890 wurden 623 317 Pfund
vom Werte 31 500 Dollar erbeutet. Die Zahl der Boote beträgt 550
a 5 — 20 Tonnen und ca. 2500 Barken. Als Fanginstrument dient
die Stange mit Haken; bei zu grosser Tiefe wdrd getaucht. Zum
Suchen der Schwämme vom Boot aus kommt ein Rohr mit Glas-
plattenverschluss zur Verwendung. Der Lokalpreis der Schwämme
variirt von 1 fr. 25 — 6 fr. 20 das Pfund; die cponge laine ist die
theu erste Sorte. Verf. führt nach Pennetier 8 Hauptsorten des
Handels aus dem Mittelmeer auf (cf. Eckhel, der Badeschwamm. 1873).
Nach Locard giebt es bei Lampedusa 3 Bänke, auf denen
Schwämme leben. Als bestes Fahrzeug für die Fischerei wird der
Trabaccolo genannt. Die griechischen Barken sind nach Art des
Trabaccolo aufgetakelt und haben 5 Mann Besatzung und 10 — 12
Tonnen Inhalt. Es wird vojn Mai — Ende Juni gefischt, die Er-
gebnisse sind gute. Von einzelnen Schiffen wurden in 15 Tagen ca.
180 oche Schwämme vom Werte 3600 lire erbeutet. Das zum Fange
verwandte Netz, Gagova, wird beschrieben; die durch Taucher ge-
sammelten Schwämme sind viel besser als die mit dem Netze er-
haltenen. Taucherschiffe haben 6 — 7 Taucher, die 10 — 15, aus-
nahmsweise 25 Minuten unter Wasser sind; jeder Taucher geht
4 — 5 mal an einem Tage ins Wasser. Angaben über den Preis des
Taucherapparates. Das Anlagekapital für ein Schiff mit Tauchern
beträgt 10000 lire.
Anatomie und Histiologie.
Allgemeines. Haeckel glaubt, dass das Oberflächenepithel
der Spongien kein Exoderm sei, sondern als eine vom Mesoderm
differenzirte Zellenlage anzusprechen ist.
Keller (1, 2) giebt zahlreiche kurze Angaben über das Kanal-
system der von ihm bearbeiteten Spongien des roten Meeres.
Nach Lendenfeld (8) stehen die Geisseikammern nicht frei
auf der Oberfläche der Zwischenschichte (Mesoderm), sondern sind
in dieselbe eingesenkt, die Zellen sind von einander durch Zwischen-
fler Spoiigiologie währeiifl dei' Jahre 1888-1891. lg]
Substanz getrennt. Weiter wendet L. sich gegen die Richtigkeit der
Angaben von Dendy über die Sollas'sche Membran der Kragenzellen,
ohne einen Beweis gegen Dendys Ansicht beizubringen. L leugnet
die Existenz jener Membran, die er nur für die obere Grenze der
zwischen den Geisselzellen liegenden Substanz hält.
Topsent (9) fand die früher, Topsent (5), beschriebenen cellules
conjonctives sogar auch bei getrockneten Schwämmen. Die Farbe
der Körnchen dieser Zellen wird durch Alkohol zerstört, beim Trocknen
nicht, auch nicht durch Licht und Luft. Davon macht z. B. Aplysina
aerophoba eine Ausnahme. Verf schreibt jenen Zellen grossen Wert
für die Systematik zu.
Chatin hat den Kern der Spongienzellen untersucht und
empfiehlt dazu Leucosolenia coriacea, Ascandra variabilis, Sycandra
ciliata, Pencillaria mammillaris und Microciona armata. Die
Gegend an der Grenze zwischen Mesoderm und Ektoderm sei
für Kernstudien besonders günstig. Die Form des Nucleus ist
verschieden, aber selten ist er verzweigt. Das den Kern umgebende
Plasma ist fast immer klar, wenig körnig; nur bei den in der
Nähe des Ektoderms Kegenden Zellen ist es nicht klar, sondern
enthält verschiedene Produkte. Der Kern besteht aus einer plas-
matischen Substanz, worin das Nuclein an einer Seite als Stücke oder
Fäden angehäuft ist. Die Kernmembran ist deutlich.
Keller (3) hat seine Untersuchungen über das Spongin und
dessen mechanische Leistung für den Schwamm als besondere Arbeit
erscheinen lassen. Die einzelnen Beobachtungen hatte er schon,
Keller (1 u. 2), mitgeteilt. Verf. führt die Konstruktion des Skeletes
(senkrecht verlaufende Fasern durch Querbrücken verbunden) auf
mechanische Ursachen zurück: Zug und Druckcurven. Bei den
littoral lebenden Spongien, die ja weit mehr Druck als die Tiefsee-
formen auszuhalten haben, tritt an Stelle der Kieselsäure das elastische
Spongin. Die Bildung von Spongin und damit auch die Entstehung
und Weiterentwickelung der sponginführenden Monactinelliden und
Hornschwämme ist in dem bewegten Wasser mit seiner starken Be-
anspruchung auf Druck und Zug zu suchen. Verf. erläutert an einigen
Beispielen die Konstruktion der Skelete von Spongien.
Nerven. Fiedler hat sich grosse Mühe gegeben, die von
Lendenfeld von Sycandra beschriebenen Sinneszellen bei Sycandra
raphanus aufzufinden. Das von F. benutzte Material wurde lebend
von Triest nach Berlin gesandt und nach Lenden felds Methode be-
handelt. Es gelang nicht, nervöse Elemente aufzufinden. (War
vielleicht das Material durch den Transport nicht mehr geeignet? Ref ).
Ueber Sinneszellen s. Noll bei Anatomie, Monactinell.
Ueber Nervenzellen s. Dendy (9) bei Anatomie, Calcarea.
Calcarea. Ueber das Kanalsystem und den Bau von Leucaltis
impressa handelt Hanitsch (2).
Die schon von Carter beschriebene Teichonella labyrinthica,
deren Zugehörigkeit zu Grantia von demselben Autor schon erkannt
|g2 I^'"- W. Weltner: Bericht über die Leistungen
worden war, hat Dendy (9) genau untersucht. Der Schwamm ist
jung ohne Stiel und ohne gefalteten Rand. Die Nadeln sind Einaxer,
Drei- und Vierstrahler, letztere sind Dreiaxer. Kanalsystem: Der-
malostien fehlen, die Poren liegen in Sieben über den Einströmungs-
kanälen flnterkanälen Haeckels). Unter den Porenfeldern finden
sich geräumige Höhlen, welche den subdermalen Räumen anderer
Spongien ihrer Lage nach entsprechen. Die Einfuhrskanäle ver-
schmälern sich schnell nach der gastralen Seite des Schwammes hin.
Prosopyle zahlreich, rund, 0,018 mm. Durchmesser. Die im Durch-
schnitt gerundeten Kammern bilden oft Verzweigungen. An der
Kammerwand liegen Einbuchtungen, welche kein Kragenepithel zeigen,
sondern von Plattenzellen ausgekleidet sind; diese Einbuchtungen
stellen die höhlenartigen Durchbruchsstellen der Embryonen dar.
Die Ausströmungspore der Kammer hat einen Sphinkter. Gewisse
Formzustände der Kammern lassen schliessen, dass sie eingehen und
neue zwischen den alten entstehen können. Auch beim Wachstum
des Schwammes müssen Kammern gebildet werden, dass diese als
Ausstülpungen der Gastralhöhle entstehen, ist wenig wahrscheinlich.
Von den Kammern gehen kurze weite Abfuhrskanäle zu der sehr
geräumigen Kloakenhöhle; Osculum sehr weit, weiter als diese. Verf.
hält gegen Lendenfeld (Zool. Anz. 1889) seinen Nachweis der Sollas
Membran bei Stelospongos aufrecht. Die Angabe Carters, dass die
Kragenzellen ihre Geissei und Kragen einziehen, wird bei Grantia
labyr. bestätigt. Auch hier fand D. die Sollas Membran. Im Meso-
derm finden sich folgende Zellen: amöboide, sternförmige, dann
Drüsenzellen von zwei Sorten, solche, welche die Spikula und andere,
die Schleim oder eine Kutikula abscheiden; ferner Endothelzellen,
Muskelzellen, Nervenzellen (?) und Geschlechtskeime. Unter den
Calcoblasten sind primaere und sekundaere zu unterscheiden. Drüsen-
zellen waren bei Calcarea bisher nicht beobachtet worden; ihr Bau
bei Grantia labyr. stimmt im wesentlichen mit den von Dendrilla
Ldf. überein. Dendy glaubt, dass eine von den Drüsen abgesonderte
Cuticula das Epithel ersetzen kann und man in solchen Fällen ver-
gebens bei den Schwämmen das äussere Epithel sucht.
Dendy (11) beschreibt Synute pulchella. Kanalsystem ähnlich
wie bei Ute argentea Polejaeff, Challenger Report.
Dendy's (12) Monographie der Calcarea Homocoela von Victoria
greift absichthch weiter aus, um auch für den Anfänger verständlich
zu sein. Die Arbeit behandelt den Bau, die Klassification und die
Beschreibung der Homocoela jenes Gebietes. Verf. konnte das
Ectoderm an verschiedenen Arten nachweisen; ob sich an den Ecto-
dermzellen wirklich Geissein finden (Lendenfeld), möchte er bezweifeln.
Auch hier konnte D. die Sollas Membran nachweisen, auf ihr findet
er sehr kleine körnige Fortsätze. Grundsubstanz transparent, ohne
Körnchen, wie nach den bisherigen Beobachtungen bei allen Calcarea.
Bei Leucosolenia proxima und wilsoni finden sich ins Innere der
Gastralhöhle ragend sternförmige Bindegewebszellen. Als Endothel
in der Spoiigiologie während des Jahres 1888 — 1891. 183
werden Zellen um die Nadeln und um die Embryonen beschrieben,
im letzteren Fall hatten diese Zellen eine ungewöhnliche Dicke und
werden als Nährzellen angesprochen. Bei Leucosolenia stolonifer
fanden sich basale Ausbreitungen der Asconpersonen, Verfasser nennt
sie Spongorhiza, vergleichbar . den Hydrorhiza der Hydroideen. Eine
Lipostomie kann D. bei den Homocoelen nicht anerkennen, Clisto-
lynthus und Auloplegma sind also zu streichen. Vergl. hierzu die
eingehende Besprechung von Bidder (2).
Die Bearbeitung der Calcarea der Adria von Lendenfeld (24)
enthält auch die Beschreibungen der Anatomie und Histiologie dieser
Schwämme.
Triaxonia. In dem Zeitraum 1888 — 91 ist keine Arbeit über
den Bau der Triaxonia erschienen.
Tetraxonia. Die Ergebnisse seiner Untersuchungen über den
Bau der Tetractinelliden des Challenger hat Sollas (1) schon zum
grossen Teile in dem Article Sponges in Encyclopaedia Britannica
veröffentlicht. Referent verweist auf seine Besprechung im Jahres-
bericht 1885/87 p. 178 und fügt dem folgendes hinzu. Sollas stellt
dem Olynthus der Kalkschwämme das Rhagon der Noncalcarea
gegenüber. Am Rhagon wird der basale Teil Hypophare, der obere
Teil Spongophare genannt. S. sucht zu erklären (p. XVI), wie
möglicherweise das Ectosom und die Subdermalräume zu stände
gekommen sind. Bei dem in der Regel den Tetractin. zukommenden
aphodalen Kanalsystem heisst der von der Kammer abgehende Ab-
fuhrkanal Aphodus; bei dem aphodalen System kann auch ein ganz
kurzer zuströmender Kanal, Prosodus, vorkommen, ja es kommen
solche kurze Zufuhrskanäle sogar beim Rhagon vor. Wo sich der
aphodale Typus bei Spongien findet, da tritt er ontogenetisch schon
früh auf. Beim eurypylen System ist das Mesoderm collenchymatisch,
beim aphodalen sarcenchymatisch. Im Allgemeinen sind die Geissei-
kammern beim aphodalen System relativ kleiner als beim eurypylen
Typus. Der diplodale (vierte Vosmaers) Kanaltypus findet sich unter
den Tetractin. bei Corticium candelabrum, Thrombus challengeri und
Azorica pfeitferae. Schwämme mit eurypylösen Kammern sind weniger
dicht ; die mit diplodalen Kammern sind dichter als die mit aphodalen
und gewöhnlich kompact und fleischig. Ausfühlicher wird die
Struktur des Ectosoms besprochen, welches als einfache Haut bis
zur dicken Rinde bei den Tetractin. vorkommt. Im weiteren be-
handelt S. noch verschiedene besondere Formen von Kanalsystemen:
das einfache von Placina, das von lamellösen Spongien, von kugeligen
Schwämmen, das von Siphonia mit meridionalen Kanälen, von Thenea
und radiär gebaute. Bei Synops vosmaeri und Caminus spheroconia
kommen ausführende Kanäle vor ohne korrespondirende einführende.
Verf. behandelt die Homologie der Oscula. Er glaubt^ dass bei den
Spongien mit nur einem Oskulum dieses auch direkt von der Aus-
wurfsöffnung des Rhagon herzuleiten ist und dass hier auch die
Kloake von dem Paragaster des Rhagon abstamme. Spongien, welche
184 Dl' W. Weither: Bericht über die Leistungen
gar keine Kloake haben, haben die ursprüngliche Kloake verloren.
Die Poren der äusseren Haut sind bei den Tetractin. immer sehr
klein, gewöhnlich 0,05 mm, auch Aveniger 0,008, manchmal aber viel
grösser 0,32 mm. Sie sind entweder über die ganze Oberfläche zer-
streut, oder bilden besondere Siebe. Die Chonen, deren Bau erläutert
wird, sind muskulöse Sphinkter (s. Lendenfeld 16). Die Einteilung
in Endo und Ectochone hält S. jetzt nicht mehr aufrecht. Lipostomie
und Lipogastrie findet sich bei vorschiedenen Tetractin. ; bei einigen
ist das Oskulum durch ein Sieb oder durch ein den Schwammkörper
an Länge mehrfach übertreffendes Rohr ersetzt. Wenn beim Wachstum
eines Schwammes Faltungen auftreten, die den ganzen Körper be-
treffen, so können sekundäre Kanäle, epochets, entstehen. Exochet
wird ein solcher epochet genannt, wenn durch ihn das Wasser aus-
strömt; er kommt zu stände, indem sich die Ränder eines platten-
förmigen Schwammes erheben und gegeneinanderwachsen , die so
entstehende grosse Höhle ist bekannt als Pseudogaster, seine Oeffnung
ist das Pseudostom; bei den Tetractin. kommen Schwämme mit grossem
Pseudogaster nicht vor. Ein Epochet, durch den das Wasser einströmt,
wird Esochet genannt, ihm entsprechen die Vestibula von Lendenfeld.
Die äussere Oberfläche der Tetractin., die interkortikalen Höhlen
und die Einströmungskanäle sind immer von einem Pflasterepithel
(Pinacocyten) ausgekleidet, welches sich nicht von den Plattenzellen
des Entoderms unterscheidet; die Pinacocyten tragen bei den Tetractin.
nie Geissein. Eine äussere Kutikula wurde nirgends gefunden. Der
Bau des Mesoderms bietet grosse Verschiedenheiten dar. Die Kragen
der Geisselkammerzellen (Choanocyten) sind an ihrem freien Ende
durch eine Membran miteinander verbunden, so dass der Hohlraum
der Kammer von einer gefensterten Haut (die Sollas' Membran der
späteren Autoren) ausgekleidet ist, deren Löcher in die einzelnen
Geiselzellen führen. In einem solchen Loch hat Verf. auch eine
Zelle beobachtet. Die Angabe Lendenfeld's , dass die Kragenzellen
dicht am Ausfuhrskanal kürzer sind als die entfernt davon liegenden,
bestätigt S. Verf. schildert das Aussehen einer sich kontrahirenden
Geisseikammer. Die Grundsubstanz des Mesoderms (Collenchym) ist
nicht tingirbar; die Collencyten stehen durch Ausläufer mit einander
in Verbindung. Die übrigen Bestandteile des Mesoderms hat S. schon
1. c. erläutert, er bespricht jetzt noch andere, die Pigmentzellen
(Chromatocyten), denen bei Pilochrota vorkommende, feine Körnchen
führende Zellen ähneln, ferner die Spindelzellen (Inocyten). Auch
hat S. Zellen gefunden, die den Sinneszellen Lendenfelds ähneln,
fordert aber zu erneuten Untersuchungen über die Deutung dieser
Zellen auf. Es ist Verf. nicht gelungen, an seinen Tetractin. eine
Verbindung zwischen den Ektoderm und den Bindegewebszellen zu
beobachten, wohl aber konnte eine solche zwischen den letzteren
unter sich und zwischen ihnen und den Geiselkammerzellen und den
Myocyten konstatirt werden ; er glaubt, dass die Zellen einer Spongie
alle miteinander durch protoplasmatische Fortsätze verbunden sind.
Die kieselige Substanz der Nadeln der Tetractin. ist Opal. S. giebt
in der S-pougiologie wäbreiul der Jahre 1888—1891, 185
die Ergebnisse der Untersuchungen über den Wassergehalt der
Nadeln, und ihr Verhalten gegen Kalilösung und Fluorwasserstoff-
säure. S. hat bei den Tectracttn. Sponginsubstanz als Verkittung
der Nadeln gefunden. Sehr eingehend werden die verschiedenen
Formen der Nadeln behandelt und eine Nomenklatur geschaffen und
die Anordnung der Spicula im Schwammkörper besprochen. Verf.
nimmt an, dass c. 50 Jahre nötig sind, um die für ein bed of flints
nötige Kieselsäure zu bilden, wobei vorausgesetzt wird, dass ein
Kieselschwamm in fünf Jahren ausgewachsen sein kann.
Auchenthaler hat den Bau der Rinde von Stelletta grubi
untersucht. Der Bau des Schwammes stimmt sehr mit Stelletta
(Dragmastra) normanni überein. Die Rinde von Stell, gr. besteht
aus hyalinem Bindegewebe, worin Spindelzellen und grosse runde
Zellen und aus Fasergewebe. In den nicht pigmentirten Exemplaren
des Schwammes sind die runden Zellen (Wanderzellen) prall mit
Plasma gefüllt, in den pigmentirten aber blasenförmig. Das Faser-
gewebe zieht teils parallel zum Ektosom, teils durchkreuzt es dieses;
es besteht aus Fibrillen und hierin eingelagerten langen, körnchen-
reichen Spindelzellen. Die Fibrillen lassen sich in bandartige Streifen
zerlegen und man erkennt dann, dass die spindelförmigen Zellen
diesen Streifen aufgelagert sind. Sollas war im Irrtum, wenn er die
Fibrillen für Zellen und die Spindelzellen für den protoplasmatischen
Inhalt seiner Zellen hielt. Die pigmentirten Exemplare enthalten
grüne oder bräunliche Körnchen in den runden, stern oder spindel-
förmigen Zellen des Ektosoms und diese Zellen weichen in ihrer
Grösse von den Zellen der nicht pigmentirten Exemplare ab und
sind gegen Kalilauge viel resistenter als diese. Die Sphinkteren
werden aus modifizirten Spindelzellen und Intercellularsubstanz
zusammengesetzt, ein Fasergewebe fehlt hier. Auch im Skelet findet
sich zwischen den pigmentirten und den pigmentfreien Exemplaren
ein Unterschied, bei den Pigment führenden ist es verkümmert. Bei
den unpigmeritirten und dem Original von Schmidt fand Verf Tricho-
dragmata; man könnte nun zwei Arten unterscheiden, St. grubi ohne
Pigment, mit langen Nadeln und Trichodragmen , St. dorsigera mit
Pigment, kürzeren Nadeln und ohne Trichodragmen, doch hält Verf,
dies nicht für berechtigt.
Keller (2) giebt Beiträge zur Anatomie der Tetractin. Bei
Discodermia sind die Kammern gross und lang, cf Sollas (1). Die
Schmidtsche Cuticula bei Discodermia hat auch Keller beobachtet.
Auch Keller hat bei Stelletta siemensi Spongiolinbildungen gefunden
(s. oben Sollas).
Eine kritische Besprechung von Sollas, Rep. on the Tetracti-
nellida coli, by H. M, S. Challenger und Artikel Sponges in Encycl.
Britannica 9 ed. 1888 hat Vosmaer (5) gegeben. Es sei hieraus
folgendes hervorgehoben. „Bekanntlich hat Marshall die subkortikalen
Crypts als Homologa der Subdermalräume aufgefasst; ich habe schon
gewarnt gegen ein derartiges Verfahren. Sollas sagt nun, dass die
186 Dr. W. Weltner: Bericht über die Leistungen
Sache sehr schwer ist (womit ich einverstanden bin), aber meint,
dass die Verhältnisse in zwei Fällen ganz evident sind. Er nimmt
als Beispiele Stelletta phrissens Soll, und Craniella simillima (Bwk.)
Soll. In sehr jungen Exemplaren von dieser Stelletta liegt das
Choanosom gefaltet innerhalb des Ektosom. ,,Die cäusseren Ein-
stülpungen des Choanosoms stellen zu gleicher Zeit Subdermalhöhle
und Einströmungskanäle vor, da diese noch nicht differenziert sind."
Nachher bildet sich das Ektosom in eine bestimmte Cortex um, und
die kortikalen Kanäle werden die Chonae, ,, während die subkortikalen
Crypts aus den (oben erwähnten) äussern Einstülpungen entstehen,
und offenbar homolog den Subdermalräumen von Tetilla und anderer
Schwämme sind." Nun scheint mir hier aber ein Fehler in der
Logik zu sein, denn warum sind die Höhlen in Tetilla wirklich Sub-
dermah'äume? Man könnte mit gleichem Rechte sagen, dass es eben
Crypts sind. — Bei Craniella soll es nun also sein: „In den jüngsten
Exemplaren zerfällt die Cortex in zwei Regionen, von welcher eine
teilweise fibrös, mit dem Choanosom kontinuirlich ist." Die andere
bildet eine Umhüllungsmembran und ist von der ersten geschieden
durch eine grosse Höhle, ,, Subdermalhöhle." Die definitive Cortex
besteht also hier aus ,, Dermalmembran" und ,,metamaphosierten
Teilen des Choanosoms," während sie bei Stelletta nur aus ,, Dermal-
membran" sich ausbildet. Der subkortikale Crypt von Stelletta u. a.
soll nun homolog der Subdermalhöhle von Craniella u. a. sein. Aber
auch hier kann ich Sollas nicht bestimmen. Mir scheinen die beiden
Fälle nicht so grundverschieden. Wir sehen bei beiden Formen eine
innere Masse, welche Geisseikammern trägt und eine äussere, welche
diese entbehrt. Warum Sollas die Grenze zwischen Ektosom und
Choanosom bei Craniella eben halbwegs der fibrösen Schicht an-
nimmt, verstehe ich nicht. Es liegt kein Grund vor, die Cortex aus
Ektosom und Choanosom entstehen zu lassen. Die Grenze zwischen
beiden ist nicht scharf. Allerdings nicht; sie ist nie in sehr jungen
Exemplaren und oft in erwachsenen an vielen Stellen kaum mit Sicher-
heit anzugeben. Erst allmählich wird bei Craniella die Grenze deutlicher
und wenn die charakteristischen kortikalen Stabnadeln aufgetreten
sind, wird sie erst zweifellos. Ich sehe nicht ein, warum man bei
Craniella juv. nicht nur dasjenige Choanosom nennen soll, was eben
unterhalb der Faserschicht liegt. Das übrige ist Ektosom. Ich habe
für diese Annahme eben so viel Recht als Sollas für die seinige, und
glaube nun die Sache einfacher und natürlicher machen zu können.
Mit Sollas nenne ich die grossen Räume unter der Dermis bei der
jungen Craniella Subdermalräume, wenn man überhaupt schon eine
Bezeichnung verlangt in diesem Stadium. Ich nenne aber die faserige
Schicht unter den Subdermalräumen und zwischen diesen und den
Geisseikammern, Ektosom. Was Sollas bei Stelletta (in casu S.
phrissens) ,, subkortikal Crypt" nennt, fasse ich selbstverständlich
ebenfalls so auf, homologisiere es aber keineswegs mit den Sub-
dermalräumen von Craniella. Die wahren Homologa dieser findet
man bei Stelletta auch; es sind die oberhalb in einen äusserlich
in der Spongiologie währeucl des Jahres 1888-1891. 187
vom Ectoclion gelegenen Lakunen. Bei Stelletta phrissens sind die
Crypts gross, die Subdermalliöhle dagegen relativ klein ; bei Craniella
similüma sind die Verhältnisse umgekehrt. Offenbar hat es Sollas
eingeleuchtet, dass diese Auffassung näher bei der Hand liegt. Die
faserigen Schichten in beiden Schwämmen ,,would naturally be re-
garded as aequivalent." Er glaubte aber auf Grund der embry-
onalen oder vielmehr juvenilen Verhältnisse die Sache anders deuten
zu müssen."
Im weiteren rügt Vosmaer einige Inkonsequenzen in der Nadel-
nomenklatur von Sollas. S. hat für die Anker und Gabelanker
0. Schmidts den Namen Triaene eingeführt und betrachtet sie ohne
Grund als modificirte zweistrahlige Einaxer statt als tetraxone
Nadeln. Die Bezeichnungen Calthrops und Triods für die älteren
Namen Tetra — und Trisceles Haeckel hält Vosmaer für überflüssig
und weist darauf hin, dass Sollas diese Nadelformen für tetraxon
hält, während er doch jene Anker von Diactinen ableiten wollte.
Sollas lässt die Megasclera von den Microsclera abstammen, was
Vosmaer für noch nicht bewiesen hält.
Hanitscli (2) schildert den Bau von Seiriola compacta n. g.
n. sp. (Tetractinellide). Die früher, Hanitsch (1), als Ectosom be-
schriebene Lage existirt nicht. Kanalsystem sich dem eurypylen
anschliessend, Kammern und Geisselzellen klein. Mesoderm haupt-
sächlich aus blasigem Bindegewebe bestehend, die Blasenzellen 0,04 mm
gross, zwischen ihnen ziehen sich Stränge stark granulirter Spin-
delzellen hindurch.
Lendenfeld (16) giebt eingehende Schilderungen des Baues
adriatischer Stellettaarten. Der Bau von Stelletta grubei ist wie
folgt. Die Oscula sind an einer Stelle des Schwammes angehäuft,
andere Löcher an der Schwammoberfläche sind vielleicht auch Oscula.
Einströmungsöflnungen in Gruppen, von jeder Pore führt ein Kanal
nach innen, diese Kanäle münden in einen weiteren Sammelkanal,
von dessen Grunde ein engerer Kanal in den Schwamm abgeht, der
nun in einen Subdermalraum mündet. Das Gewebe um jenen engeren
Kanal ist die Chone, der Kanal selbst, der übrigens meist ganz ge-
schlossen ist, ist der Chonalkanal. L. giebt einen gescliichtlichen
Rückblick über Bau und physiologische Bedeutung der Chonen und
eine Schilderung derselben, worauf ich verweise. Mit Chonalkuppel
wird der obere Teil des Subdermalraumes bezeichnet. Die Sub-
dermalräume scheiden die Rinde und die Pulpa des Schwammes von
einander. Die Stämme des abführenden Kanalsystemes sind von
geringer Grösse; die Kammern ziemlich regelmässig kugelig, ihr
Lumen klein, sie sind nur in der Pulpa vorhanden; die von ihnen
abführenden Kanäle sind undeutlich. Die grösseren abführenden
Sammelkanäle sind sehr zahlreich, verlaufen gewunden und treten
erst dicht unter den Oscula zu sehr kurzen Oscularröhren zusammen.
In der Rinde findet sich ein intermediäres Kanalsystem. Die Spicula
werden genau beschrieben und durch zum Teil unnötig kostspielige
188 Dr. W. Weltiier: Bericht über die Leistungen
Abbildungen erläutert. Auch in den anderen, das Kanalsystem
illustrirenden Figuren der Arbeit waltet ein gewisser Luxus ; so wäre
die Fig. 66 welche von Schulzes Hand herrührt, zur Darstellung des
Baues einer Stelletta genügend gewesen ; die von Lendenfeld in den
folgenden Tafeln gegebenen Durchschnitte im vergrösserten Mass-
stabe bieten nicht viel mehr als die Fig. 66. — Histologie von St.
grubei: Aeussere Oberfläche mit schwer nachweisbaren Plattenzellen-
epithel, darunter eine körnige Silikoblastenlage mit Tylastern, darauf
folgt blasses Gewebe mit Grundsubstanz, Zellen und Fibrillen, welche
nach der Pulpa hin reichlicher werden und schliesslich weiter nach
unten zu die Rinde fast ganz allein bilden; zwischen den hier vor-
handenen bandförmigen Bündeln liegen Zellen, welche den von
Auchenthaler als in den Bündeln gelegenen Zellen ähneln. Die ein-
führenden Kanäle haben Plattenepithel, unter denen sich tangential
verlaufende Spindelzellen finden. Der Fundus des einführenden
Sammelkanals ist von einer Kutikula austapezirt, welcher körnige
Zellen eng anliegen. Auf diese folgen Spindelzellen, welche parallel
zu der Wand des Sammelkanals ziehen und den Spindelzellen ent-
sprechen, welche alle grösseren Rindenkanäle umgeben. Die Chona
ist meist nicht oft'en, sondern von Zellen ausgefüllt und ringsherum
von ebensolchen Spindelzellen umgeben. Die Chonalkuppel zeigt das
gewöhnliche Plattenepithel. Die Kragenzellen scheinen in einer hellen
Substanz eingebettet zu sein, welche bis zum Niveau der Kragen-
ränder hinaufreicht; die Sollas Membran war nicht nachweisbar.
Zwischen den Zellen der Kammer und dem Plattenepithel der ab-
führenden Kanäle findet kein Uebergang statt. Ueber Wachstum der
Nadeln s. Ontogenie. Der Bau von St. dorsigera, boglici und hispida
ist ähnlich dem von grubi, als besonderes Vorkommen sei die areo-
lare Gewebsschicht erwähnt, welche sich bei dorsigera und boglici
am Grunde der Rinde zwischen dieser und den einführenden Stamm-
kanälen, Chonen und Subdermalräumen findet; in diesem areolaren
Gewebe fand L. bei dorsigera Zellen, die er für Eizellen anspricht.
Die Arbeit ist Anonym (3) einer Kritik unterworfen worden.
Nach Topsent (14) lassen sich die Wandungen der aus-
führenden Kanäle von Pachymatisma johnstonia leicht aus dem
Schwammparanchym herauslösen. Verf. giebt eine kurze Beschreibung
vom Baue dieser Spongie.
Lendenfeld (21) bespricht kurz den Skeletbau der adriatischen
Geodien. Die an der Schwammoberfläche einen Pelz bildenden Nadeln
zeigen mehr Strahlen als Axen, eine bei den tetraxonen Spikula
seltene Erscheinung. Es ist die Schaftaxe über das Nadelcentrum
hinaus verlängert, Verf schliesst nun, dass die Schaftaxe den drei
anderen gegenüber die Rolle einer Hauptaxe spielt und homolog der
einzigen Axe der Monaxonen sei.
Monaxonla. Dendy (1) giebt genaue Schilderung von Ridleia
oviformis n. g. n. sp. Das Skelet liegt hauptsächUch im Ektosom,
das ein helles gallertiges Gewebe darstellt, bestehend aus Fasern
in der Spongiologie wähi'end der Jahre 1888 — 1891. 189
und anderen Mesodermzellen ; der innere Teil des Ektosoms zeigt
zwei deutliche Faserlagen, die einen longitudinal, die andern hori-
zontal verlaufend, sie werden als Myocyten bezeichnet. Auch die
zentrale Höhle im Schwämme ist von Fasern umgeben, die sich bis
ans Oskulum erstrecken, dieses zeigt wieder zwei Faserlagen. Grund-
substanz des Choanosoms granulös, Zellen in ihr nicht nachweisbar,
Kanalsystem diplodal und rein kanalicular, Lakunen durchaus fehlend.
Die zerstreuten Poren führen in Subdermalräume, welche sich unter
die beiden Myocytenlagen erstrecken und hier in leicht erweiterte
Räume, subcorticale Crypten SoUas, münden. Von ihnen entspringen
die zuführenden Kanäle. Die Kammern 0,05 mm lang und 0,03 mm
breit. Es kommt vor, dass sich eine Kammer direkt in die sub-
corticale Crypte öö'net. — Quasillina brevis ist schon von Vosmaer
etc. genauer beschrieben, sie steht Ridleia nahe, Verf. vergleicht den
Bau beider. Das Skelet liegt auch bei Quasilhna im Ektosom, es
finden sich hier aber auch im Choanosom Nadeln (s. bei Nadel-
nomenklatur). Kanalsystem dem 3., das von Ridleia dem 4. Typus
angehörend.
Cliona celata hat während ihres Lebens drei Sorten von Nadeln,
Topsent (1), die mitunter durch Spongiolin miteinander verbunden
sind, Topsent (5). Verf. schildert den Bau von Cliona celata, vasti-
fica und lobata. Gl. celata tritt in drei Formzuständen auf, per-
forirend, die Schale umhüllend und massiv. Es werden bei Gl. celata
und anderen Monactinelliden vier Sorten von Zellen unterschieden:
kontraktile, geisselführende, Bindegewebszellen und Pigment führende
verdauende Zellen. Zu den cellules contractiles gehören die Platten-
zellen des Ekto und Entoderms, die Faserzellen und die kontraktilen
Zellen des Mesoderms. Die Zellen der Schwammoberfläche bilden
kein kontinuirliches Epithel, sie sind formveränderlich und lassen
Lücken zwischen sich. Die Faserzellen sind nur in ihrer Gestalt
veränderte Epithelzellen. Struktur der kontraktilen Zellen, der
Geissei-, Bindegewebs- und Pigmentzellen. Die Geisselzellen sind
nicht immer zu Kammern vereinigt, sondern können Gruppen von
unbestimmter Gestalt bilden. Die Bindegewebszellen sind zugleich
Speicher für das Nährmaterial, sie sind in der Ruhe rundlich, im
andern Falle durch Ausläufer miteinander verbunden. Cliona celata
trägt 3 Rorten von Papillen, welche Verf. genauer beschreibt.
Topsent (6) giebt Beschreibungen von Dendoryx hyndmanni
und luciensis.
Abbildungen des gröberen Kanalsystems von Gorticium und Sub-
erites (von diesem Original) finden sich bei Vayssiere. Ausserdem
Abbildungen von Nadeln einiger Spongien.
Fiedler unterscheidet zwischen den Zellen des Parenchyms
von Spongilla zweierlei Sorten, solche mit gleichmässig und solche
mit ungleichmässig gekörntem Protoplasma ; von der zuletzt genannten
Sorte werden noch Untergruppen nach der Beschaffenheit des Kernes
gebildet. F. schildert den Bau dieser Zellen. Er nimmt an, allerdings
190 D''- W. Weltner: Bericht über die Leistungen
ohneBeweise beizubringen, dass die Zellen mit annähernd gleich grossen
Körnern sowohl die Nahrungsaufnahme als die Verdauung besorgen,
sie finden sich besonders zahlreich in der äusseren Haut. Zu den
ungleich gekörnten Zellen gehören die Bindegewebszellen, die kon-
traktilen Faserzellen, die Eier, die Silikoblasten und einige Formen
amöboider Zellen. (S. hierzu Topsent 5).
Hinde vermisste bei Uruguaya repens die Oscula.
NoU beschreibt genau die Nadeln von Desmacidon bosei und
findet eine Spiculaoberhaut, die nicht identisch mit Köllikers Spicula-
scheide ist. An dem Schwamm selbst konnte ein äusseres Platten-
epithel nicht nachgewiesen werden ; die homogene Grundsubstanz der
Oberhaut zeigt Zellkerne, verschieden geformte Zellen, ferner grosse
grobkörnige Zellen, die als Sinneszellen gedeutet werden und kon-
traktile Faserzellen, Der Bau der Haut ist an verschiedenen Stellen
des Schwammes verschieden. Sie setzt sich öfter nach innen in ein
subdermales Maschenwerk fort, bestehend aus Fasern und Parenchym-
zellen, diese ohne Zwischensubstanz. Besonders bemerkenswert sind
in der Oberhaut elastische Fasern und Körnerballen, deren Natur
Noll nicht zu erklären vermag. Das Parenchym von Desmacidon
bosei besteht aus „kernlosen Protoplasmakörperchen" , freien Zell-
kernen und Zellen mit 1 — 2 Kernen. Die Eier liegen im ganzen
Schwämme zerstreut, sie finden sich auch an der Innenseite der
Oberhaut und auf den Spiculasträngen, hier epithelartig erscheinend.
SoUas (1) glaubt, dass das Ectosom bei Spongilla durch Spaltung
aus dem Choanosom entstehe.
Carter und Hope handeln über die Toxiten von Microciona,
Keller (1) vermisst die Geisseikammern bei Halichondria tuber-
culata. In der Dermalmembran von Latrunculia kommen elastische
Fasern vor. Bei Oligosilicina beobachtete er eine fibrilläre Struktur
der Spongiolinmasse und bespricht die Sponginbildungen der Oli-
goceratina.
Lendenfeld (4) schildert den Bau von Tethya lyncurium, und
giebt Notizen über den Bau von Chondrosia renif., Reniera aqiiaed.,
Axinella (Suberites) massa, Myxilla ros. und Clathria corall.
Polejaeff (1) handelt über das Kanalsystem der Chaliniden.
Russisch geschrieben und daher für mich unverständlich.
Dendy (10) giebt eine Schilderung des Kanalsystems von
Halichondria panicea. Ectosom dünn mit zerstreut liegenden Ein-
strömungsporen, diese in ein System unregelmässiger Lakunen führend,
welche sich ins Innere hinein verzweigen und dabei immer kleiner
werdend bis zu den Kammern hin. Die Endlakunen der Ein- und
Auströmungskanäle sind nur durch dünne m esodermale Stränge
getrennt, in welchen die Kammern und das Skelet. Ausströmendes
Kanalsystem auch zuerst lakunös, dann sich zu Kanälen sammelnd,
die in weite Oscula und Oscularröhren münden. Kammern rundlich.
Ausgangsloch weit, die Geisseizeilen von einander getrennt stehend
auf der Grundsubstanz; die Sollas Membran sehr deutlich, in ihr
in der Spongiologie wahrend der Jahre 1888—1891. 191
konnte auch Dendy (wie Sollas 1) keine Poren finden. Verf. stimmt
mit Bidder überein, dass die Sollas Membran ein Filter sei, welche
die Nährstoffe abfiltrit imd das Wasser durchgehen lässt. Vergl,
über die Bedeutung der Sollas Membran Bidder (2).
Grentzenberg giebt einige Notizen über das Kanalsystem und
die Histiologie von Halichondria panicea, Reniera aquaeductus und
varians, Chalinula fertilis, Chalina limbata, Pachychalina rustica und
Polymastia mamillaris. Von Haiich. pan. werden bisher nicht be-
obachteie Nadelformen beschrieben. Bei Esperella lanugo findet
Verf. ein nadelfreies Spongingerüst. Die Abbildungen der Schaufeln
derselben Species sind nicht exakt.
Topsent (17) findet auf der Spongiolinsubstanz von Reniera rosea
gelbliche Körnchen, wie sie von den Hirciniafibrillen bekannt sind.
Ceratospongiae. Lendenfeld (2) betont, dass die von Schulze
bei den Hexactinelliden beschriebenen Trabekeln in den Subdermal-
und Subgastralräumen , sowie diese beiden Rcäume sich auch bei
Dendrilla rosea Ldf. 1883 fänden.
Dendy ( 3) giebt kurze Beschreibung von Spongionella nigra n. sp.
Eine genaue Schilderung hat Dendy (4 u. 5) von Stelospongus
flabelliformis gegeben. Die Arbeit zerfällt in: Aeusseres, Skelet,
Kanalsystem, Poren, Subdermalräume, Geisseikammern, Ektosom,
Choanosom, welches sich in die Wälle der ein- und ausführenden
Kanäle, in die Höhlen mit den Embryonen, in die Wälle der Geissei-
kammern und in die Grundsubstanz mit ihren Zellen gliedert. —
Das Skelet ganz ähnlich dem des Badeschwammes nur gröber. Autor
glaubt, dass das netzfömiige Skelet von dem radiär gebauten abzu-
leiten sei und dass die Verbindungsfasern sekundären Ursprungs
seien. Durch Aufnahme von Fremdkörpern ins Skelet wird Spongin
erspart, solche Skelette mit Fremdteilen finden sich bei Horn-
schwämmen und Monaxonia. Die Poren liegen in Porensieben, diese
über den Subdermalräumen, womit D. etwas anderes als Sollas (Encycl.
Britan. 1887) bezeichnet. Unter mehreren Subdermalräumen liegt
ein grosser Einfuhrskanal, von diesem lakunöse Kanäle abgehend, an
deren letzten Verzweigungen die Kammern. Diese rundhch, 0,04 mm,
die Ein- und Ausfuhrsöffnung gleich gross, entgegengesetzt, jede mit
einem Canaliculus. Die ausführenden Kanäle sammeln sich in eine
lange Oskulartube, welche senkrecht nach oben sich durch ein 6 mm
weites Oskulum öffnet. Das Ektosom ist ein mit Sandteilen erfülltes
Cystenchym, worin noch sternförmige Zellen; es ist bedeckt von einer
Epidermis worin Zellkerne. Schilderung der Wälle der Kanäle, der
Oskularröhre und der Wand der die Embryonen tragenden Kapseln.
Das Epithel der letzteren ist oft gezähnelt. An den Geisseikammern
war aufs deutlichste die von Sollas entdeckte Membran nachweisbar,
Dendy nennt sie Sollas Membran und hat sie auch bei Halichondria
panicea gefunden. Die Zellen sind am grössten um die Einlasspore
dnd nehmen gegen das Auströmungsloch an Grösse ab; sie sind an
er Basis in die m esodermale Grundsubstanz eingebettet und der
192 I^i"- W. Weltner: Bericht über die Leistungen
Kern liegt zum Teil schon in dieser. Die relativ mächtige Mesoderm-
masse ist überall körnig, die Zellen derselben sind kleine unregel-
mässige Zellen und sternförmige und gestreckte Bindegewebszellen,
aus welchen die Spongoblasten hervorgehen.
Ueber die allgemeinen Ergebnisse des Baues der Tiefseehorn-
spongien von Haeckel s. unten Systematik, Ceratospongiae. Verf.
unterscheidet im Mesoderm die Grundsubstanz oder Maltha, die
Zellen und das Skelet. Die Zellen sind Malthocyten oder Collen-
cyten (Bindegewebszellen), Amoebocyten (Wanderzellen) und Gonocyten
(Geschlechtszellen). Die Grundsubstanz (auch Matrix, Intercellular-
substanz, Mesogloea, Collenchyma genannt) wird von den Binde-
gewebszellen des Mesoderms secernirt, letzteres stammt von den
primären Exodermzellen. Die Grundsubstanz ist gering entwickelt
und körnchenfrei, die Malthocyten sind sparsam vorhanden und
Stern- oder spindelförmig. Die Amoebocyten kommen in viel ge-
ringerer Anzahl vor; von Geschlechtsprodukten wurden nur Eier
gefunden, ihr Vorkommen zeigt aber, dass die Tiefseehornschwämme
keine Protozoen sein können. Das Kanalsystem ist entweder nach
dem Asconen- oder nach dem Leuconentypus gebaut. Das Skelet
tritt in 3 Arten auf: Sponginfasern, Fremdkörper (Xenophya) =
Gerüst und Chitinröhrenskelet von Hydroidpolypen. H. beschreibt
genau den Bau der Fibrillen, die sich bei den Stannomiden finden.
Er hält sie wie die Filamente der Hirciniden für wahre vom Schwämme
erzeugte Skeletfasern, das gleiche thut Keller (1). Dagegen kann
Lendenfeld (4 u. 10) sich jetzt nicht bestimmt über die Natur der
Filamente äussern.
Keller (1) beschreibt eine Psammaplysilla arabica, deren Skelet-
fasern nur aus Marksubstanz besteht, diese konzentrisch gestreift.
Bei Carteriospongia perforata werden die Geisseikammern vermisst,
diese vielleicht rückgebildet, da der Schwamm mit Sauerstotf-
erzeugenden Algen. Bei Carteriosp. cordifolia und Halme robusta
kommen mesodermale Drüsenzellen vor. Carteriospongia radiata hat
kein System zuführender Kanäle, wie schon Polejaetf beobachtet hatte.
Die Besprechung von Lendenfeld (10) siehe unter Systematik
Ceratospongiae.
Die Ansicht Polejaeffs (l)über die Natur der Filamente kann
Ref. nicht wiedergeben, weil die Arbeit russisch geschrieben ist.
Ebenso wenig seine Auseinandersetzungen über den Bau des Skelettes
der Hornschwämme.
Die Ergebnisse der Untersuchungen an Korotnewia desiderata
n. g. n. sp. bestärken Polejaeff ("2) in seiner Ansicht, dass die
polyedrischen Spongoblasten (F. E. Schulze) das Mark der Faser, die
becherförmigen die Rinde erzeugen. Die Faser von Korotnewia ent-
spricht nur dem Marke der heterogenen liornfasern.
Dendy (7) weist Lendenfelds Behauptung von dem Nichtvor-
handensein der SoUas Membran bei Stelospongus flabellif. zurück.
D. hat sie auch bei Hauch, panicea gefunden.
in der Spongiologie während der Jahre 1888—1891. 193
Pol hält die Hircinienfilamente nicht für Fremdkörper, sondern
für vom Schwämme selbst erzeugte Skeletelemente. Sie liegen nicht
zerstreut im Weichkörper, sondern bilden ein System unvollständiger
Scheidewände. Verf. findet Zellenstränge, welche die Filamente ab-
sondern, und beschreibt diese cellules fusiformes.
Hanitsch (2) macht Angaben über den Bau von Halisarca
rubra und Hanitsch (3) von Aplysilla rubra.
Nadelnomenclatur.
Stylodragmata: megasklere trichodragmenähnliche Nadeln, in
Bündeln im Choanosom von Quasillina liegend, die einzelnen Nadeln
Style darstellend. Dendy (1).
Sollas ( 1 ) hat eine Nadelnomenclatur geschaffen, welche später
von Schulze (2) zum grössten Teile angenommen worden ist.
Um Einheitlichkeit in der Bezeichnung der Spongiennadeln zu
erzielen, hat Schulze (2) unter Mitwirkung von Lendenfeld eine
Nadelnomenklatur aufgestellt. Die schon von früheren Autoren,
Bowerbank, Carter, Ridley und Dendy, Schmidt, Schulze und Sollas
eingeführten Benennungen sind, soweit sie mit den in der Einleitung
dargelegten Grundsätzen des Verf. vereinbar waren, beibehalten
worden. Die Namen Schulzes beziehen sich prinzipiell auf die Form
der Nadeln, jede derselben wird nur durch ein einziges Wort be-
zeichnet, das aus den Stämmen griechischer Wörter gebildet ist;
nur einige lateinische längst eingebürgerte Namen wurden beibehalten.
Jedem Namen ist die Definition, Verbreitung und Beispiele in der
Litteratur beigegeben und fast alle sind durch eine Figur erläutert.
Zu diesem Nomenciator giebt Lendenfeld (12) eine Bestimmungs-
tabelle, deren Druckfehler Lendenfeld (13) verbessert.
Bei Stelletta collingsi findet Hanitsch (2) eine neue Prionor-
rhabd genannte Nadelform : Lange und dünne Nadeln, das eine Ende
reich bedornt, der ganze übrige Teil der Nadel ist glatt; bei-
de Enden scharfspitzig. Wahrscheinlich Schutzwaffen gegen Ein-
dringlinge.
Lendenfeld (16) setzt für Chiaster Sollas die Bezeichnung
Tylaster ein.
Amphicladostrongyle sind Strongyle, deren erweiterte Enden
sich in strahlenförmig ausgehende Dornen auflösen, Topsent (12).
Chelotrope nennt Lendenfeld (24) solche Tetractine der Cal-
carea, deren vier Strahlen kongruent sind und unter gleichen
Winkeln von 180 — 2 arc sin -i= zusammenstossen,
Topsent (17) beschreibt eine bei Stylinos columella Bwk. vor-
kommende Nadelform als Tornostrongyl.
Arch. f. Naturgesch. Jahrg. 1890. Bd. II. 11.3. 13
194 I^i'- W. Weltner: Bericlit über die Leistungen
Physiologie.
Termischtes. Raphyrus griffithsei Bwk, ahmt tcäuschend Steine
nach, Cunningham.
Topsent (5) ist der Ansicht, dass Cliona ihre Löcher ohne
Mitwirkung einer Säure zu stände bringt. Der Schwamm durchbohrt
sowohl die Conchiolin- als die Kalklagen und lebt sowohl in todten
als in lebenden Muscheln. Eine von Cliona bis auf die innere Kalk-
lamelle befallene Auster verliert weder an ihrer Qualität noch an
ihrer Fruchtbarkeit, dennoch sind die Clionen den Austernbänken
schädlich. — Die Flimmerlarven setzen sich auf Austern, welche
älter als 2 Jahre sind. Vorschläge zur Verhütung der Verheerungen
an den Austernbänken durch Cliona und Schilderung des Baues der
von Cliona verursachten Gänge in Muschelschalen.
Krukenberg- fand in Suberites domuncula kein Indol und
kein Indican, dagegen einen dem Creatinin ähnelnden Körper (Referat
nach Zool Jahresb. 1889 Allgem. Biol.).
Korschelt fand die Kerne junger und älterer Eier bei Spon-
gelia pallescens, Placina monolopha, Corticium candelabrum und
anderer Spongien an die Oberfläche des Eies gerückt und glaubt,
dass diese Lagerung des Kernes auf eine Beteiligung desselben an
der Ernährung der Eizelle hinweist. Wenn eine periphere Lage des
Kernes bei reifen Eiern auftritt, so ist dieselbe nach Fiedler (s. u.)
mit der Ausstossung der Richtungskörper in Verbindung zu bringen.
Jennings beschreibt die Gänge, welche Alectona in Lima ex-
cavata hervorbringt. Während bei Molluskenschalen, die von Chona
bewohnt werden, die SchalenoberHäche glatt und eben bleibt, werden
durch Alectona auf der Oberfläche der Innenseite stumpfe Dornen
und Papillen hervorgebracht. Verf. nimmt keine entschiedene
Stellung ein zu der Frage, auf welche Weise der Schwamm bohrt;
er lässt die beiden Möglichkeiten (Nassonow 1883 und Bohrung
mittelst der Nadeln) zu.
Atmung, Ernährung, Nalirungsaufnalinie, Verdauung, Ex-
kretion und Aniylum. Bidder (1) fand bei Leuconia aspera
Karminpartikel in den Kragenzellen, nicht in den Mesodermzellon,
in sehr feiner Verteilung auch in den anderen Epithelien. Die
Sollas'sche Membran wurde bei Leuconia aspera konstatirt und wird
als Filtervorrichtung angesehen. Autor nimmt an, dass die Kragen-
zellen die Nahrung aufnehmen und verdauen, bemerkt aber dazu,
dass auch bei einigen Spongien im Mesoderm gelegene Zellen ver-
dauen und dass auch bei exceptionellen Strukturverhältnissen andere
Zellen als die Kragenzellen Nahrung aufnehmen.
Die Pigmentzellen von Cliona celata nehmen nach Topsent (5)
die Nahrung auf, und verdauen sie; beim Füttern mit Carniin nehmen
auch nur sie die Farbstoö'körner auf; auch bei Reniera rosea wurde
das Carmin von den verdauenden Pigmentzellen aufgenommen.
in der Spongiologie während der Jalire 1888 — 1891. 195
Verdauende Zellen bei Spongilla s. Fiedler unter Anatomie.
Die allgemeinen Resultate seiner Fütterungs versuche an Spongien
mit Carmin, Stärke und Milch hat Lendenfeld (4) auf p. 592 — 93
gegeben, die der Vergiftungsversuche auf p. 656 — 672, der Ernährung
p. 674 — 75, der Bewegung p. 675 — 80. Eine Besprechung seiner
Arbeit findet sich von ihm im Biol. Centralbl. X. p. 71. p. 102, 1890.
Auch im Zool. Gart. Jahrg. 31. 1890 und Zool. Jahrb. 5. Bd- 1890
sind die Resultate vom Autor selbst mitgeteilt. Ref. verweist darauf.
Lendenfeld (11) teilt einen Versuch von Noll mit, Spongilliden
mit Reisstärke zu ernähren. L. glaubt, dass die Stärke im Wasser
in Zucker verwandelt und als solcher vom Schwamm aufgenommen wird.
Dendy (10) über die Bedeutung der SoUas Membran s. bei
Anatomie, Monaxonia, und Bidder (2).
Bidder (2) glaubt, dass vielleicht alle Spongien ein Epithel
von Drüsenzellen besitzen, bestehend aus flaschenförmigen Zellen mit
erweitertem Munde.
Topsent (17) findet Schleimsekretion bei Reniera indistincta
Bwk. und viscosa Tops. Bei beiden Arten und bei R. elegans wurde
Amylum beobachtet. Stylinos columella bildet in kugeligen Zellen
Kalkkörnchen !
Drüsenzellen bei Grantia labyr. s. Dendy (9) Anatomie.
Farbstoife, Chlorophyll. Pigmentzellen bei Tetractin. siehe
Sullas (1).
Pigmente und Fette der Clioniden und Renieriden bei Topsent (5).
Derselbe erwähnt eines Albinos von Ascetta coriacea.
Mac Munn bespricht die Arbeiten über Spongienfarbstoffe und
zeigt, dass Krukenberg das Chlorophyll in verschiedenen (7) marinen
Schwämmen nicht erkannt hat. Er selbst findet dann noch in 10
anderen marinen Spongien solches, in allen diesen finden sich auch
Lipochrome. Bei verschiedenen andern wurde Histohaematin nach-
gewiesen, ein Floridin ähnliches Pigment fand sich bei Halichondria
rosea, ein Uranidin bei Grantia coriacea. Das in den marinen
Schwämmen vorhandene Chlorophyll ist thierischen Ursprungs; es
diene entweder zur Assimilation oder zur Atmung; der Verf. ent-
scheidet sich für die erstere und glaubt, dass die Atmung vielmehr
durch ein Histohaematin besorgt werde, welches noch neben dem
Chlorophyll sich fände. Durch das Chlorophyll wird die überflüssige
Kohlensäure entfernt und unter dem Einfluss des Lichtes aus Kohlen-
säure und Wasser: Stärke, Glykogen, Zucker oder P'ett gebildet, die
dem Schwämme von direktem Nutzen sind.
(Jeber Pigment von Stelletta grubi s. Auchenthaler bei Anatomie
Tetractinell.
Auch Keller (1 u. 2) handelt über Pigmente und ihren Sitz
bei Spongien.
Marenzeller (1) beschreibt die Pigmentzellen bei Ancorina
cerebrum.
üeber das Chlorophyll bei Tieren handelt Dangeard; betrifft
vornehmlich Protozoen.
13*
196 I^i"- W. "Weltner: Be)icht über die Leistungen
Bei Halisarca rubra liegt das Pigment in den Zellen des Meso-
derras, Hanitscli (2). Derselbe macht Angaben über die grossen
Farbenverschiedenheiten von Pachymatisma johnstonia. Amorphina
viridescens ist in der Tiefe rot, Topsent (11)-
Maas (2) fand Zoochlorellen im Mesoderm von Spongilliden-
larven.
Dendy (12) beschreibt ihrer Natur nach noch unaufgeklärte
gelbe Granula bei Leucosolenia cavata. Bidder (2) hat dieselben
auch bei Ascetta clathrus und primordialis gefunden.
Topsent (17) über Chlorophyll s. Symbiose etc.
Wachstum. SoUas (1) glaubt, dass das Wachstum der
Spongien hauptsächlich durch Apposition in einer Zone unmittelbar
unter der Rinde stattfindet ; dass aber auch ein interstitielles Wachs-
tum vorkommt, lehrt ein Befund an Tribrachium.
Noll hielt eine Spongille mehrere Jahre im Aquarium und fand,
dass dieselbe stets ohne geschlechtsreif zn werden, unter Gemmula-
bildung abstarb, um nach längerer oder kürzerer Zeit aus den
Gemmulae wieder zu erstehen.
Fortpflanzung. Lo Bianco (1) macht Angaben über die Zeit
des Auftretens der Geschlechtskeime bei verschiedenen Spongien des
Golfes von Neapel.
Sollas (1) hat unter den Challengertetractin. Eier nur bei
Chrotella macellata und unter den Monaxonida solche nur bei
Tethya seychellensis gefunden. Spermatozoen wurden bei Tetilla
prolifera, grandis, macellata (hermaphroditisch), Caminus sphaeroconia
und Erylus formosus gefunden ; nie fand sich auf dem Spermaklumpen
eine ,, Deckzelle."
Ueber das Vorkommen der Eier bei Clioniden von Luc giebt
Topsent (5) Bericht. Derselbe fand bei Cliona celata von Calvados
Eier im September und Oktober, Grant (1826) sah die Eier in
Schottland im Mai. Auch bei Cl. vastifica fand Topsent die Eier im
September und Oktober. Bei Reniera rosea von Luc Eier im Juli,
bei der hermaphroditischen Reniera simulans von Luc Eier und
Sperma Ende Juli. Bei Amorphina pan. ist die geschlechtliche Fort-
ptianzung im Anfang Juli beendet. Bei Amorphina coalita Sperma
Anfang Juli, Eier Ende Juli, die meisten Embryonen schlüpften im
September aus. Dendoryx dujardini hat in Luc Mitte Juli bis Ende
September Eier, die Embryonen schlüpfen meist im September aus;
Dendoryx incrustans typica und viscosa haben im August und September
Eier. Weiter macht Verf. Angaben über die Fortpfianzungszeit der
Schwämme von Calvados.
Dendoryx hyndmanni zeigt im August schwärmende Larven, die
Fortpflanzung beginnt im Juli. Bei Dysidea fragilis finden sich Ende
Juli Eier, am Ende des August beginnen die Larven auszuschwärmen,
Topsent (6).
Bei Ephydatia fluviatilis schwärmten im Aquarium Ende Oktober
die letzten Larven aus. Weltner (1) (Laurent hat Larven noch im
in der Spongiologie während der Jahre 1888—1891. 197
November und Grant die Weiterentwickelung der Eier im Oktober
und November gesehen Ref.).
Nach Keller (1) ist Spongelia herbacea getrennt geschlechtlich,
Halisarca cruenta wahrscheinlich hermaphroditisch.
Reniera angulata hat in Luc Ende September Larven, Topsent (11)
Bei Roseoff pflanzt sich nach Topsent (17) Stylinos columella und
Myxilla peachi im August und September, Hymeraphia echinata im
September fort.
Symbiose, Parasiten und Kommensalen. Dendy (1) deutet
stark lichtbrechende Körnchen in der Grnndsubstanz des Choanosoms
von Ridleia als Bakterien.
Sollas (1) findet bei Myriastra und Anthastra Anhäufungen
von ovaler Form, die möglicherweise aus Bacterien bestehen.
In den Kanälen von Cliona celata und vastifica fand Topsent
(5) die Eier eines Krebses, welche hier ihre Entwickelung bis zum
Nauplius durchmachen.
Der von Fischer aus Suberites domunc. erwähnte Gammarus ist
nach Topsent (7) Tritaeta gibbosa Boeck; sie lebt nicht bloss in
den Gängen von Suberites, sondern gräbt sich selbst seine Wohn-
löcher in den Schwamm. Dieser Amphipode lebt bei Luc in Suberites
ficus, Halichondria panicea ,,etc." und auch in Alcyonarien.
In Desmacidon bosei Noll lebt Anonyx spongivivus Noll Noll.
Die Angabe bei Schneider, dass Ref. in den Gemmuläkeim-
zellen von Spongilla fragilis Zoochlorellen gefunden habe, soll sich
auf Euspongilla lacustris beziehen (cf. Weltner Spongillidenstudien,
dieses Archiv 1893 p. 263).
In Axinella tubulata lebt nach Dendy (3) eine Annelide, die
wahrscheinlich den Anlass zur Bildung der eigenthümlichen Röhren
des Schwammes giebt. Verf. lässt dahingestellt, ob Wurm u. Schwamm
stets zusammen vorkommen.
Unter den symbiotisch in seinen Tiefseehornschwämmen lebenden
Hydroidpolypen konnte Haeckel vier Arten unterscheiden zu
Stylactis Allm., Hahsiphonia AUm. und Eudendrium ? gehörend. Die
neuen Arten werden genau beschrieben.
lieber die Fibrillen der Hornschwämme s. Haeckel, Keller,
Lendenfeld und Fol bei Anatomie Ceratosp.
Hauck fand die in Spongien lebende Fadenalge, Marchesettia
spongioides Hauck, bisher nur aus dem indischen Ocean bekannt,
auch in Reniera bei Sebenico in 100 — 140 m.
Keller (1, 2) findet Carteriosp. perforata durchsetzt mit einer
Alge Hypheotrix. Die gelben Körner in der Rinde der Hornfasser
von Keratosa hält er für Algen. — In Hircinia echinata Eier und
Entwicklungsstadien einer Syllide, Brutpflege. Dieser Schwamm be-
herbergt in seinen Lakunen eine ganze Anzahl von Tieren. Auch
bei Ceraochalina gibbosa Brutpflege an einem Krebse. In Latru-
culia magnifica lebt eine Fadenalge, in Axinella punila eine Alge
von Kugelgestalt.
198 Dl'- W. Weltner: Bei'icht über die Leistung-en
Lendeiifeld (4) hält blasenförmige Gebilde bei Chondrosia für
Algen.
Lendeiifeld (10) fand Sigmatella carcinophila n. sp. nur auf
Krabben.
Auf Süsswasserscbwämmen und wohl sicher auch in deren
Kanälen leben Cyclochaeta und '? Trichodina; Bütsclili p. 1808.
Das Citat von Bütschli auf p. 1836 Kessler betreffend ist irrtümlich,
die Stelle ist vielmehr bei Brandt (Morph, u. phys. Bedeutung des
Chlorophylls etc. 1882) enthalten.
An Spinosella sororia fand Deüdy (6) Actinien, wahrscheinlich
Zoanthus parasitica bei Duch. Mich.
Hanitsch (2) fand ai^f Seiriola compacta oft eine dünne Kruste
von Suberites domuncula.
In Australien beobachtete jueiidenfeld (14) zwei Arten Krabben,
die sich selbst mit Spongien oder Ascidien bedecken. Auf einer
Krabbe fand er einmal sieben Schwammspecies.
Lendenfeld (17) spricht die Ansicht aus, dass die Chelonen
von Melonanchora vielleicht Diatomeen sind. Dann sei die Gattung
einzuziehen.
Die tief blaue Farbe von Suberites (Hymedesmia) tenuicula rührt
vielleicht von Beggiatoa alba var. marina Colin her. Auch eine
Beggiatoa, welche diesen Schwamm orange färbte, wurde gefunden,
Topsent (15).
M. und A. Weber beschreiben eine an Parasitismus grenzende
Symbiose zwischen Ephydatia fluviatilis und einer Fadenalge, Trente-
pohlia (Chroolepus) spongophila. Zahlreiche andere Algen wurden
gelegentlich in diesem Schwämme beobachtet. Die Verf. behandeln
dann das Zusammenleben von Halichondria mit Struvea delicatula
und Reniera mit Marehesettia spongioides und geben die Fälle von
Symbiose und Parasitismus von Algen in Schwämmen an.
Aurivillius (2) bespricht die Symbiose von Paguren mit Sube-
rites ficus. Der Schwamm wächst über die Mündung der Schnecke
hinaus und zwar in Gestalt einer Fortsetzung des Schneckengehäuses.
Anlass zur Bildung dieser Wucherung giebt der Pagurus, dessen
Haus so beständig vergrössert wird. Verf. schildert den Bau der
inneren und äusseren Fläche dieser vom Krebs bewohnten Schwamm-
wucherung.
Die Arbeit von Spencer über einen Chaetopoden an einem
Rhaphidophlus habe ich nicht gesehen.
Bei Roseoff lebt nach Topsent (17) Cliona lobata Hanc. auf
Mytilus; diese Muschel wird gewöhlich nicht von Clioniden befallen.
Topsent (17) fand Chlorophyll? und färbende Thallophyten in
verschiedenen Spongien bei Roscoft".
Auf allen von Wood - Mason (1) untersuchten Hyalonemen
Sassen Epizoanthus.
in der Spongiologie während der Jahre 1888 — 1891. I99
Famiiitzin hält die Zoochlorellen der Spongilliden für von
aussen eingewanderte Algen, zu Protococcaceen gehörig und Chorella
vulgaris sehr ähnlich. Die von Lancester beobachtete Stärke, welche
sich ausserhalb der Zoochlorellen in der Schwammzelle fand, hält
F. für Stärke, welche von aufgenommenen stärkehaltigen Organismen
herrührt.
Ontogenie.
Ei und Entwickehmg aus dem Ei. S. auch Fortpflanzung.
Topsent (5) giebt Notizen zur Entwickelung von Reniera rosea
und simulans, Amorphina panicea, coalita, caruncula, Dendoryx du-
jardini und Ascaltis botryoides. Die Eier von Cliona celata gehen
aus den verdauenden Pigmentzellen hervor.
Beschreibung der Eier, Embryonen und Larven von Dysidea
fragilis bei Topsent (6). Die Larve setzt sich mit dem vorderen
Pole fest. Die Embryologie von Dysidea fragilis bestätigt die Ansicht
Schulzes, dass Dysidea synonym mit Spongelia ist.
Fiedler hat die Entwickelung des Eies der Spongilla bis '■"■^
Larve verfolgt. Das Ei ist kein UmwandlungsprouuKi einer ouer
mehrerer Zellen (Goette), sondern entsteht wie folgt. Von den un-
gleich gekörnten Zellen des Parenchyms (s. oben Anatomie) wächst
eine der Zellen, erfüllt sich mit sehr feinen Körnchen und enthält
einen grossen Kern, in diesem Zustande stellt die Zelle das junge
Ei dar. Um den Kern fand F. eine radiäre Streifung, der um den
Nucleolus Kegende Raum des Kernes zeigte bei etwas älteren Eiern
ein Chromatingerüst mit Chromatinkügelchen. Beim Wachstum des
Eies wachsen die feinen Dotterkörnchen zu grossen heran. Es ge-
lang nicht, die Befruchtung des Eies zu verfolgen; als befruchtete
Eier gelten solche, deren Kerne sich in gewisser Beziehung von denen
unbefruchteter Eier unterscheiden. Zwei sich vom Kerne abschnürende
Teile werden als Richtungskörper gedeutet. Um den Follikel des
Eies lagern sich vom Parenchym stammend Nährzellen, deren Inhalt
in gleicher Weise auf Chromosmiumessigsäure reagirte, wie die
Dotterkörner des Eies, sich aber nicht mit Bleu de Lyon wie diese
tingirten. Während der Furchung verschwinden jene Nährzellen
allmählig. Die Furchung ist total und aequal, es wurde das 2, 4
bis 32 Zellenstadium beobachtet; die Dotterkörner zerfallen in immer
kleinere. Dass aus ihnen sich die Kerne der Zellen bilden (Goette),
ist zweifelhaft. Bei der Furchung tritt ebenso wenig wie bei der
Ausstossung der Richtungskörper indirekte Kernteilung auf, sondern
eine Zwischenform der direkten und indirekten Teilung. Dagegen
geschieht die Vermehrung der Bindegewebszellen, sowohl der gleich-
als der ungleichkörnigen, durch Mitose.
Bei Stelospongus flabelliformis liegen die 3 — 5 mm grossen (!)
Embryonen in Höhlen um die oskulare Röhre. Dendy (5) schildert
ihre Oberfläche ganz erfüllt mit Grübchen, welche Epitheleindrücke
200 Dl'- W. Weltner: Bericht über die Leistungen
der Kapseln sind. Der Embryo besitzt ein Ectoderm von
sack- bis flascbenförmigen Zellen, die Fortsätze ins Innere zeigen
können und auch Verbindungen mit dem Epithel der Kapseln haben:
Ernährungsepithel. Die Innenmasse erfüllt mit Grundsubstanz und
amöboiden Zellen, welche Verf. für ins Innere gewanderte Ektoderm-
zellen hält und glaubt, dass aus ihnen die Geisseikammern entstehen
(cf. Delage, Embryogenie des Eponges 1893 und Maas Metamor-
phose von Esperia lorenzi 1892). Ausser diesen Zellen finden sich
im Innern des Embryo noch sternförmige.
Dendy (8) beschreibt die Entwickelung von Grantia (Teicho-
nella) labyrintica. Der Embryo liegt zwischen der Wand einer
Geisseikammer und einer Lage von Nadeln. Beim Wachstum wölbt
er die Kammerwand vor, während er sich an der den Spicula zuge-
wandten Seite abplattet. Die platte Seite ist die Körnerzellhälfte,
die gewölbte die Zylinderzellhälfte. Die Furchungshöhle enthält ein
feinkörniges kernführendes Gewebe. Die Körnerzellhälfte vermehrt
sich und zwar notgedrungen nach innen hin, so dass mehrere Lagen
entstehen, dieses Stadium ist die Pseudogastrula. Der Embryo ge-
langt in den benachbarten Kammertubus; die vermehrte Körner-
zellhälfte stülpt sich bis auf einen Spalt der Furchungshöhle ein,
der Embryo nimmt Kugelgestalt an, die (hintere) Körnerzellhälfte
sondert sich in 2 Lagen : äussere kubische Zellen und innere grössere
Zellen. Die Cylinderzellen werden als Entoderm, die äussere Körner-
zelllage als Ektoderm, die inneren Körnerzellen als Nährzellen be-
zeichnet. Verf. glaubt, dass die Entwickelung von Sycandra wie bei
Grantia labyr. verläuft.
Ueber Spikulation und deren phylogenetische Bedeutung bei
Embryonen von Hymeniacidon dujardini bei Hope.
Nach Tosmaer (7) geht das Flimmerepithel der Larve von
Myxilla direkt in das Plattenepithel des jungen Schwammes über,
Verf. stimmt also Maas bei. Die freischwimmende Larve von Myxilla
besteht aus innerer Zellmasse und äusserem Flimmerepithel. Letzteres
differenzirt sich, indem ein kleiner Teil der Zellen keine Wimpern
führt und etwas kubisch wird. Zwischen ihnen nach innen hin
liegen Drüsenzellen, in der inneren Zellenmasse zahlreiche Siliko-
blasten. Unter dem flimmernden Cylinderepithel sieht man Schichten
sehr kleiner rundhcher Zellen. Die Larve setzt sich nach 1 — 2 Tagen
mit den Zellen fest, welche die kubische Form angenommen hatten.
Die Larve flacht sich dann ab, verliert die Wimpern und die Flimmer-
zellen werden kubisch oder plattenförmig. Die Drüsen helfen offenbar
bei der Anheftung. Im Inneren des jungen Schwammes entstehen
neue Drüsen und bilden die Intercellularsubstanz ; bei einer aus-
gewachsenen Myxilla secerniren die Drüsenzellen, welche die Larve
beim Festsetzen ankitteten, den Schleim, welcher die Myxilla über-
zieht. Die Subdermalräume entstehen als Spalten dicht unter der
Schwammoberfläche; dass die Kanäle und Kammern von ehier cen-
tralen Höhle aus ihren Ursprung nähmen, konnte Verf. nie beob-
in der Spongiologie während der Jahre 1888—1891. 201
achten. Dann ordnen sich die Nadeln zu Bündeln und es tritt
Spongin auf.
Nach Belage (1) trägt die Larve von Esperella ein Flimmer-
epithel, zwischen dessen Zellen andere viel dickere liegen ; die Flimmer-
zellen sind Entoderm, die anderen sind Ectoderm. Die Larve zeigt
einen nackten Pol. Bei Reniera besteht das Ectoderm der Larve
aus einem kontinuirlichen Lager kubischer Zellen; das Innere besteht
aus Spikulamutterzellen, Bindegewebszellen und grossen Bildungs-
zellen für die Wimperapparate. Bei der Metamorphose der Esperella-
larve rücken die Ectodermzellen an die Oberfläche und bilden eine
zusammenhängende Membran, die Entodermzellen ziehen sich ins
Innere. Eine Geisseikammer entsteht durch Teilung der Bildungs-
zelle. Die Kanäle werden als Hohlgänge angelegt, die von den
Entodermzellen ausgekleidet werden. Die Kammern rücken an die
Kanäle und öffnen sich in diese. Der Boden der unter der Haut
liegenden Räume ist vom Entoderm, die Decke von Ectodermzellen
ausgekleidet. Zwischen den beiden Zelllagen der äusseren Haut
liegen Bindegewebszellen. Verf. sucht die Entwickelung von Esperella
mit der von Sycon in Uebereinstimmung zu bringen. Nach D. be-
steht der Körper eines Kieselschwammes aus Ectoderm (äussere Be-
deckung), Entoderm (Auskleidung der Kanäle) und Mesoderm; die
Wimperapparate sind differenzirte Mesodermzellen. Wie sich nun die
ältere Ansicht, dass die Geisseikammern entodermal sind, dazu ver-
hält, weiss er nicht zu erklären.
Korscheit & Heider unterscheiden in der Entwickelung der
Spongien folgende Typen: sog. Amphiblastulastadium (Sycandra
raphanus), schwärmendes Coeloblastulastadium (Oscarella lobul.),
Parenchymulastadium, das in 2 Untertypen (Ascetta einerseits und
Ceratosa, Chalineen, Reniera, Halisarca andererseits) zerfällt. Vielleicht
sich am nächsten an die Renieraentwickelung anschliessend ist der
Entwickelungstypus von Spongilla, sowie ihn Goette dargestellt hat
(cf. hierzu die späteren Arbeiten von Maas und Belage, Ref.).
Topseiit (11) giebt Notizen über den Bau der Larven von
Reniera angulata, welche spicules bihames haben.
Bei Amorphina viridescens, die in der Tiefe rot ist, sind dann
auch die Eier rot. Topsent (11).
Forcepia versatilis hat Larven mit Nadeln, die von denen des
mütterlichen Schwammes abweichen, accessorische Spicula. Top-
sent (12).
Die Untersuchungen von Maas (2) über die Entwickelung
von Ephydatia (Spongilla) fluviaüHs beginnen mit dem reifen
Ei und verfolgen dessen Umbildungen bis zum jungen Schwämme.
Die einzelnen Entwickelungsstadien der Eier bis zur Larve treten in
dem mütterlichen Schwammkörper nicht gleichzeitig auf; Maas fand die
fortgeschritteneren Stadien mehr in den tieferen Schichten, die
jüngeren mehr an der Oberfläche, wo das Wachstum (wie auch bei
den marinen Spongien Ref.) des Schwammes vorwiegend stattfindet.
— Die Furchung des Eies ist total, aequal; es entsteht eine Morula,
202 Dr- W. Weltner: Bericht über die Leistungen
in welcher von einer Furchimgshöhle nicht die Rede ist. Die Morula
ist nicht grösser als das reife, befruchtete Ei. Auf nicht genau ver-
folgte Weise entsteht an dem einen Pol der Morula eine Höhle,
jedenfalls nicht durch Epibolie (Goette), sondern wohl durch Bildung
von aussen her. Durch schnelle Teilung der peripherischen Zellen
entsteht ein Cylinderepithel, welches den ganzen Zellenkörper ein-
hüllt. Jede Cylinderzelle erhält eine Geissei, die sich bis gegen den
Kern hin verfolgen Hess. Die innere Höhle des Embryos wird von
einem anfangs dicken , später plattigen Epithel ausgekleidet , die
Dotterkörner in den Zellen der mittleren Schichte zerfallen immer
mehr, so zwar, dass man nur noch in den zu innerst liegenden
Zellen noch Dotterelemente findet. In den Zellen findet man schon
junge Nadeln und bereits einzelne Geisseikammern, welche durch
gruppenweise Anhäufung der Zellen entstehen. Die Kammern
kommuniziren vielfach mit der inneren Höhle und zwischen den
Zellen ist schon die Grundsubstanz entwickelt, so dass die Larve
nunmehr aus 3 Schichten besteht. Die larvale Entwickelung ist also
bei Spongilla ganz in den mütterlichen Körper gelegt und die nun
ausschwärmende lichtscheue Larve bewegt sich nur kurze Zeit,
höchstens 24 Stunden frei im Wasser. Sie setzt sich mit dem
vorderen Pol fest. Aus dem Ektoderm entsteht an der An-
heftungsfläche eine Platte flacher polygonaler Zellen, am Rande
dieser Platte sieht man deutlich, wie die Zellen amöboide Fortsätze
ausstrecken und wieder einziehen. Auch an dem freien übrigen
Teil der Larve wandelt sich das Cylinderepithel in eine Schichte
sehr dünner plattenförmiger geisselloser Zellen um, unter der man
die Basalmembran erbUckt. Die Gallertmasse zwischen den Meso-
dermzellen nimmt an Mächtigkeit bedeutend zu, und zwar ist die
Volumvergrösserung des jungen Schwammes mehr auf Rechnung
dieser sich stark vermehrenden Grundsubstanz als auf die Zunahme
der Mesodermzellen zu setzen. Indem sich die Larve immer mehr
abflacht, gelangen die Geisseikammern an die Oberfläche und treten
mit dem umgebenden Wasser dadurch in Kommunikation (Ein-
strömungsporen), indem sich die Ektodermzellen nach den Kammern
zu einschlagen, welches vielleicht durch die Bewegung der Geissein
ihrer Zellen nach dem Schwamminneren zu bewirkt wird. Die
Nadeln der Larve ordnen sich nunmehr zu einem netzförmigen
Gerüst an und neue Spikula entstehen in den Zellen. An der Ober-
fläche des abgeflachten Kuchens treten die Nadeln hervor, aber
durchbohren nicht das Ektoderm, wie es Goette an seinen Figuren
darstellt — es sind das Kunstprodukte — sondern werden von den
Ektodermzellen überzogen. Der junge Schwamm wächst noch immer
auf Kosten seiner zerfallenden Dotterkörner und erst, wenn das
Oskulum von der Höhle aus nach aussen durchgebrochen ist, kann
mit dem Wasserstrom auch Nahrung von aussen her aufgenommen
werden. Die Subdermalräume und die von diesen ausgehenden Ein-
fuhrskanäle sind sekundäre Bildungen. Die Fresszellen Fiedlers
treten schon sehr früh in der festgesetzten Larve auf Die Dauer
in der Spongiologie wähi-cn<l der Jahre 1888—1891. 203
vom Anheften bis zum Durchbruch des Oskulums beträgt 24 Stdn.
und mehr; die Umbildung des CyHnderepithels der Larve zur Platten-
form läuft dagegen sehr schnell ab, Vg — ^U Stunden. (Ueber das
Schicksal des Larvenflimmerepithels hat Verf. seine Ansicht später
geändert ; er fand nämlich Avie Delage, dass die Geisseikammern aus
dem Flimmerepithel der Larve entstehen. S. Maas, Biol. Centralbl.
Bd. 12. 1892 und Mitt. Zool. Stat. Neapel 10. Bd. 1892. — Verf.
hat in der besprochenen Arbeit nicht Carters Mitteilungen über die
Entwickelung der Spongillide aus den Gemmulae berücksichtigt).
Dendy (9) stimmt Schulze bei, dass aus dem Ektoderm der
Larve das Epithel der äusseren Oberfläche und der einführenden
Kanäle hervorgeht, dass das Entoderm die Geisseikammern und das
Epithel der Abfuhrskanäle liefert und das Mesoderm den übrigen
Teil des Schwammkörpers. Derselbe Autor fand bei Grantia laby-
rinthica Eier, welche an einem Stiel innerhalb eines Einströmungs-
kanales hingen und glaubt, dass hier die Befruchtung vor sich gehe
und dass die Eier nach derselben wieder ins Mesoderm zurück-
wandern.
Auch bei Halichondria panicea fand Dendy (10) Eier, und zwar
reife, an einem Stiel befestigt in den ausführenden Kanälen Hegend,
um hier befruchtet zu werden. Ei mit dicker Hülle, die in den
Stiel ausläuft; der Nucleus mit dicker Membran.
Dendy (12) giebt eine eingehende Darstellung von dem Baue
des Eies bei Leucosolenia depressa. Der Nucleus zeigt ein Netzwerk
und an der ihn umgebenden Membran liegen Körnchen. Auch
Bidder (2) hat am Eikern von Ascetta clathrus eine netzförmige
Struktur beobachtet. Derselbe Autor fand, dass die Eier von Ascetta
clathrus mit der sie bergenden Kapsel in Verbindung stehen und
sah, dass die Eier, wenn sie mit Dotter erfüllt sind, in Räumen der
Gastralhöhle liegen, welche mit Kragenzellen und metamorphosirten
Kragenzellen besetzt sind.
Hanitsch (3) beschreibt die Embryonen von Esperella sordida.
Grösse 0,3 mm lang und 0,21 mm breit. Ektoderm aus sehr hohen
schmalen Zellen bestehend, deren Nuclei basal liegen. Am ventralen
Pol fehlt das Ectoderm. Die vom Ectoderm eingeschlossene Masse,
nach H. Mesoderm, mit zahlreichen Nuclei und Spicula. Wo das
Entoderm zu suchen ist, bleibt fraglich.
Ueber mutmassliche Richtungskörper von Ascetta cerebrum s.
Lendenfeld (24), wo auch andere Angaben über die Eier der
Calcarea.
Ueber die Entwickelung von Spongilla fluv. handelt Delage (3).
Vergl. hierzu die ausführliche Arbeit im Arch. zool. exp. et. gen.
2« s. T. 10. 1892 (erschienen 1893). Bei Spongilla liegt unter den
Flimmerzellen der Larve eine Lage grosser Zellen, welche nach An-
heftung der Larve nach aussen treten und das Ectoderm bilden.
Die Flimmerzellen rücken unter jenes sich bildende Ectoderm und
werden von den grossen Zellen der inneren Masse aufgeschluckt.
204 Dr. W. Weltner: Bericht über die Leistungen
Nach 24 — 36 Stunden werden die Flimmerzellen ohne Geissei wieder
frei und liefern dann z. T, das Epithel der Kanäle, z. T. die Geissei-
kammern. In den grossen Zellen des Larveninneren sieht man um
den Zellkern viele kleine Kerne zum Vorschein kommen, diese Kerne
hatten Goette und Maas für Dotterkörner gehalten. Die von Maas
von Flimmerlarven abgebildeten Kammern seien weiter nichts als
rundliche Hohlräume. Die Bildung des Ectoderms und der Geissei-
kammern verlaufe bei Aplysilla ähnhch wie bei Spongilla. — Autor
weist auf die phagocytenähnliche Rolle der grossen die Flimmerzellen
aufnehmenden Zellen bei Spongilla hin.
Wilson macht kurze Bemerkungen über die Entwickelung von
Tedanione. Furchung total, die Morula und die freie Larve sind
solide. Die Flimmerzellen der Larve sind säulenförmig Der Ei-
foUikel 'ist von nutritiven Zellen umgeben. Bei Hircinia ist die
Furchung total, die Morula solide. Follikel wie vorher. Am jungen
Ei fand W. zwei Chromatinballen im Innern des Nucleus, bei reifen
Eiern einen oder gar keinen, gelegentlich aber zwei, vielleicht sei
einer ausgestossen. Verf. wirft Fiedler vor, dass die von ihm als
Polkörper betrachteten Chromatinballen schon lange vor dem Stadium
der Reife des Eies vorhanden sind.
Spermatozoeii. S. auch Fortpflanzung. ZuO Zeit der Fort-
pflanzung gehen nach Topseiit (5) aus den cellules digestives pig-
mentees die Spermatoblasten hervor.
Nach Fiedler verläuft die Spermatogenese bei Spongilla weder
nach dem Typus von Sycandra raphanus (Polejaeff) noch nach dem
der Porifera noncalcarea (Schulze), sondern steht zwischen beiden.
Der Vorgang ist der folgende. Eine durch feinkörniges Plasma und
grossen Kern ausgezeichnete Zelle teilt sich in zwei, die eine wird
wie bei Sycandra zur Deckzelle, die andere zur Ursamenzelle.
Letztere teilt sich auf indirektem Wege. Bei einem Stadium von
20 und mehr solcher Teilprodukte sind die Zellen nun nicht von
einer, sondern von 3, ja selbst vier Deckzellen umschlossen. Es
kommt auch vor, dass wenn mehrere Samenmutterzellen bei einander
liegen, die Deckzellen im Laufe der Ausbildung der Spermatozoon
versehenden, so dass man dann mehrere etwa kugelförmige bis
ganz unregelmässig gestaltete Haufen von sich entwickelnden Sperma-
tozoon vor sich hat, welche nackt sind und statt der Deckzellen von
einem Follikelepithel umgeben sind, welches von den Parenchymzellen
herstammt und alle die bei einander liegenden Spermahaufen zu-
gleich umschliesst. Durch diese Deutung werden in der That die
abweichenden Angaben Lieberkühns und Ganins erklärt. Bei der
Ausbildung der Spermatozoon gehen die Köpfe aus den Kernen, die
Schwänze aus dem Plasma der Teilungszellen hervor.
Ueber Spermotogenese handelt ein Kapitel in der russisch
geschriebenen Arbeit von Polejaeif (1).
Lendenfeld (24) macht Mitteilungen über Spermatozoon der
Calcarea aus der Adria.
in der Spongiologie während der Jahre 1888—1891. 205
Spikula und Spougiii. Nach Sollas (1) entsteht jedes Spikulum
in einer Zelle. Bei den Lithistiden glaubt Verf. sei mehr als ein
Scleroblast bei der Bildung eines Desmas thätig. S. erklärt aus der
►Struktur der Nadeln die Art ihres Wachstums.
NoU erörtert die Entstehung und das Wachstum der Kiesel-
nadeln. Auch er giebt zu, dass die Megascleren von Desmacidon
bosei wahrscheinlich durch Apposition wachsen, für die Microscleren
kann dieser Modus keine wesentliche Rolle spielen, bei Spongilla
werden z. B. die Amphidisken schon in ihrer ganzen Grösse in Zellen
angelegt. Einstweilen bleibt es noch zweifelhaft, ob die Mega- und
Microsclere auf gleiche Weise entstehen und in derselben Art
wachsen. Die vom Verf früher entdekten Silikoblasten und Spongo-
blasten der Kieselschwän)me werden genauer beschrieben.
lieber Spongoblasten von Stelospongus s. Deiidy (5).
Keller (1) glaubt, dass sich die Spongoblasten nicht immer zu
Mesoderm-Zellen zurückbilden, denn er fand bei Aplysilla lacunosa
und Hircinia ramosa konstant um die Hornfaser einen Mantel von
Spongoblasten. — Bei Heteronema erecta kommen in den Spongo-
blasten die von der Hornschwammfaser bekannten gelben hellen
Körnchen vor.
Schulze (2) ist der Ansicht, dass die polyaxonen Nadeln wohl
nur von einer Zelle hergestellt werden, während monaxone, triaxone
und tetraxone Megasclere wohl meist durch mehrere oder viele Zellen
ausgebildet sein werden.
Hanitsch (2) beschreibt die Skleroblasten (Silicoblasten von
NoU) bei Axinella mammillata.
In den Triaenen von Stelletta grubei findet Lendenfeld (16)
eine deutliche Schichtung der Kiesellagen, die Lamellen setzen sich
in den Claden an den Zentralfaden an, die in ihrem Verlaufe mehr-
mals verdickt sind. Zum Teil fallen diese Verdickungen mit den
Stellen zusammen, an welchen ein Clad sich biegt oder knickt. Die
Verdickungen und die von ihnen ausgehenden Kieselsäureschichten
bezeichnen Pausen in dem Wachstum der Nadel; nach jeder Pause
beginnt in den Claden das Fortwachsen in einer anderen Richtung
als zuvor, der Axenfaden ist keine Fortsetzung des alten, sondern
eine Neubildung; so entstehen die Knickungen und Verdickungen
der Claden. Die Triäne und Amphioxe entstehen als solche; vielleicht
sind gewisse lappige Zellen auf ihrer Oberfläche Silicoblasten.
Nach Maas (2) erfolgt das Wachstum der Spicula bei Spongilliden
durch denselben Silikoblasten, in welchem die Nadel angelegt wurde.
Grentzenberg erläutert die Bildung der Sponginsubstanz von
den Spongoblasten bei Chalina limbata und Esperella lanugo. Von
Haiich. panicea und Reniera aquaed. werden Silikoblasten beschrieben.
Ueber die Funktion der Spongoblasten s. Polejaeflf (2) bei
Anatomie, Ceratospongiae.
Ueber die Hircinienfilamente absondernden Zellenstränge s.
Fol daselbst.
206 Dr. W. Weltner: Bericht über die Leistungen
Knospung. Aeussere Knospen fand Sollas (1) bei Thenea,
Tethya japonica und seychellensis. In der Struktur der Knospen
fand sich kein Unterschied gegen den Bau der Rinde des Mutter-
schwammes. Von Tethya lyncurium wird ein Bild der jungen Knospe
in der Rinde gegeben.
Nach Topseilt (5) hat Vq^sseur seine Beobachtungen über die
ungeschlechtliche Fortpflanzung von Leucosolenia botryoides (Arch.
Zool. exp. T. 8. 1879/80) nicht an diesem Schwämme sondern an
Ascandra variabilis angestellt.
Korschelt und Heider bes[)rechen die Knospung bei Spongien
und betrachten die Gemmulä als innere Knospung.
Deiidy (9) fand bei Grantia labyr. eine Knospe ganz von der
Form eines Sycon.
(xeminulae. Hiiide hat bei Uruguaya, bei welcher bisher Gemmu-
lae nicht gefunden waren, solche entdeckt und giebt eine Beschreibung.
Bei U. repens und macandrewi sind sie fest an ihre Unterlage ge-
kittet, bei U. macandrewi wurden nur wenige Gemmulae und zwar
nur an der Basis des Schwammes gefunden, bei corallioides fehlten
Gemmulae durchaus. Da nun letztere beide Arten in sehr grossen
Exemplaren vorlagen, so glaubt Verf., dass diese Arten perennirede
sind, weil sie nicht den Einflüssen der Jahreszeiten unterworfen sein
mögen, die ja bei den Spongilliden die Bildung der Gemmulae be-
dingen (cf. Marshall 1882). Bei den meisten Süsswasserschwämmen
werden die Gemmulae an der Basis des Schwammkörpers gebildet,
nach der Wachstumsperiode des nächsten Jahres werden sie wiederum
in den basalen Teilen abgelagert, so dass man an älteren Exem-
plaren innerhalb des Skeletes verschiedene Gemmulaelagen erkennen
und so das Alter des Schwammes ersehen kann.
Eisen in Gemmulae s. Schneider Allgemeines.
Topsent (4 u. 5) beschreibt die Gemmulae von Chalina oculata
und gracilenta, Gliona vastifica und Suberites ficus, alle aus dem
Canal la Manche. Das Vorkommen von Gemmulae bei marinen
Spongien sei bisher nur von Bowerbank bei Diplodemia vesicula
(nach Topsent syn. Chalina oculata) behauptet worden. Ref. bemerkt
dazu, dass schon J. Müller, Ber. Akad. Wiss. Berlin 1855 p. 247,
Gemmulae von Halichondria johnstonia Bwk. erwähnt hat. Die von
Carter bei Suberites (cf. Bericht für 1882/84 p. 299) beschriebenen
ovigerous layer sind nach Topsent Gemmulaablagerungen. Bei allen
den oben genannten Schwämmen liegen die Gemmulae in den tieferen
Schichten des Körpers und sind einfacher gebaut als die der Spon-
gilliden. Sie haben eine Hülle aus Keratode ohne Porus und tragen
Belagnadeln, die öfter nicht von denen des Schwammskeletes ab-
weichen. Der Keim besteht aus ziemlich grossen Zellen, die mit
grossen hellglänzenden Körnchen vollgepfropft sind und den Zellkern
verdecken. Bei Chalina oculata sind die Gemmula 3 — 4 mal so gross
als bei Spongilla fluviatilis. Die von Chalina gracilenta sind nur
0,25 mm gross, die von Cliona vastifica liegen in den vom Schwamm
erzeugten Höhlen und sind rot. Sie finden sich das ganze Jahr hin-
in der Spongiologie während der Jahre 1888—1891. 207
durch im Schwamm und auch zur Zeit der geschlechtlichen Fort-
pflanzung. Die von Suberites ficus bilden sich Ende des Sommers,
der Keim kriecht im Frühjahr aus, dabei reisst die Schale. Später
fand Topsent (8) die Gemmulae auch noch bei Chalina gra-
cilenta an von Arcachon versandten Austernschalen.
Die anormale Entwickelung der Geramulae bei Spongilliden
wird nach Wierzejski in erster Linie durch ungünstige äussere Ein-
flüsse veranlasst.
Potts (2) zog aus getrockneten Gemmulae von gelegentlich in
Salzwasser lebenden Meyenia fluviatilis wieder einen Schwamm.
Korschelt & Heider über Gemmulae s. bei Knospung.
Weber fand bei Spongilla decipiens an den Gemmulae einen
Schwimmring.
Topsent (20) fand Gemmulae auch bei Suberites carnosus.
Wilson fand bei Esperella und Tedania freischwimmende Larven,
welche nicht aus befruchteten Eiern hervorgegangen waren, sondern
von inneren Knospen, Gemmulae, abstammten. Verf. beschreibt die
Entwickelung derselben und weist darauf hin, dass im Baue dieser
ungeschlechtlich erzeugten Larve und der aus einem Ei entstandenen
Aehnlichkeit vorhanden ist. Die Gemmulae treten als einige grosse,
Fettkörner führende Zellen auf, die sich zusammenthun. Der
Haufen rundet sich und die äusseren Zellen flachen sich ab zur
Bildung eines Follikels. Die junge Gemmula wächst durch Zell-
teilung, sowie dadurch, dass benachbarte Gemmulä miteinander ver-
schmelzen. In der reifen Gemmula zerfallen die Zellen in lauter
kleine, deren äussere sich abflachen und ein kontinuirliches Ektoderni
bilden; die innen liegenden Zellen sind durch ihre Ausläufer mit-
einander verbunden und liegen in einem Fluidum. Die Ectoderm-
zellen nehmen mit Ausnahme der am vorderen Pole befindlichen eine
Säulenform an und erhalten ein orangefarbenes Pigment und Geissein.
Die Zellen am vorderen Pole bleiben flach; hier differenziren sich
aber die Zellen der Innenmasse, sie drängen sich dicht zusammen
und werden polyedrisch. Am vorderen Pole findet sich ein Bündel
Nadeln. Die so gestaltete Larve durchbricht den Follikel und gelangt
durchs Oskulum ins Freie. Das Ektoderm flacht sich ab und die
Larve setzt sich mit dem vorderen Pole fest. Die Geisselkamraern,
aus- und einführenden Kanäle und die Subdermalräume entstehen
als unabhängige Höhlen in einer Matrix und verbinden sich später.
Die Geisseikammern werden durch Teilung besonderer Zellen der
inneren Masse gebildet. Poren und Oscula unterscheiden sich zuerst
nicht von einander.
Phylogenie.
Dendy (1) nimmt nun mit Schulze an, dass die Monaxonida
aus den Tetractinelliden hervorgegangen sind.
Lang betrachtet die Poriferen als eine einseitig entwickelte
niedere Metazoengruppe, die sich direkt nicht mit den übrigen
208 Dr- W. Weltiier: Beiiclit über die Leistungen
Coelenteraten vergleichen lässt, sondern mit ihnen nur an der Wurzel
zusammenhängt. Denn das Oskulum der Schwämme entspricht weder
dem Blastoporus der Gastrula, noch dem Munde der Coelenteraten.
Sollas (1) bespricht die Phylogenie der Spikula und macht
einen Versuch, das Zustandekommen der verschiedenen Formen von
Nadeln zu erklären. Er erläutert die Verwandschaftsverhältnisse der
Gattungen der Sigmatophora, Streptastrosa und der Stellettidae und
giebt Notizen zur Phylogenie der grösseren Tetractinellidengruppen.
Für mit den Tetractin. nahe verwandt hält er die Spintharophora
(s. System. Monactinell.), nimmt aber abweichend von Vosmaer an,
dass sie den niedrigst stehenden Tetractin., nämlich den Placiniden,
am nächsten stehen.
Haeckel lässt von den hypothetischen skeletlosen Urformen
(Archispongiae) , zu denen vielleicht die Halisarcidae , Chondrosidae,
Ammoconidae und Psamminidae gehören, folgende Hauptzweige ent-
springen: Calcispongiae, Keratosa, diese vielleicht polyphyletischen
Ursprungs, Demospongiae und Hyalospongiae. Diese Auffassung ist
ganz verschieden von der anderer Spongiologen, wonach die Keratosa
von den Kieselschwämmen und die Demospongien (Tetractin. und
Monactin.) von den Hexactinell. abstammen.
Keller (1. 2) kritisirt die Auffassung früherer Autoren über
die Abstammung der Hornschwämme. Sie sind monophyletisch und
haben sich aus den Chaliniden entwickelt. Zunächst entstanden die
Spongiden, die durch Carterosp. zu den Endformen (Halme, Aulena)
führen. Von dem Spongidenzweige lösten sich die Aplysiniden, dann
die Spongeliden und dann die Phyllospongien ab. Von den Aply-
siniden stammen die Darwinelliden, von diesen die Halisarciden und
die Psammaplysilliden ab. Die Bündelbildung von Fasern zum Skelet
trat wiederholt unabhängig auf und deshalb sind die Gattungen mit
solchem Skeletbau nicht näher miteinander verwandt. Lendenfelds
Ansichten über die Stellung von Mikroskleren führenden Horn-
schwämmen, die Ableitung der Auleniden von den Desmacidoniden
und die Aufstellung der Hexaceratina als den Triaxoniern zugehörig,
wird verworfen. Auch die Verwandtschaftsverhältnisse der Monacti-
nelliden sind von Keller erörtert; sie sind monophyletischen Ur-
sprungs und stammen von den Tetractin. ab, als Ausgangspunkt
stellt Verf. die Tetilliden hin. Das nähere über die einzelnen Familien
der Monactin. bei Keller.
Lendenfeld (5) giebt seine Ideen über den Stammbaum der
Spongien, s. Leudenfeld (17).
Lendenfeld (ß) erörtert die Phylogenese der Hornschwämme.
Sie stammen von den Chaliniden, diese von den Renieriden ab. Von
den Hornschwämmen steht Chalinopsilla den Chaliniden am nächsten.
Nach seinen weiteren Auseinandersetzungen würden die Cerato-
spongien keine monophyletische Gruppe darstellen. Seine Gedanken
finden in seinem System (s. bei Kapitel System der Spongien,
Lendenfeld (G) Ausdruck.
in der Spougiologie während der Jahre 1888—1891. 209
Neumayr behandelt p. 210 — 238 die Spongien. Neuere Unter-
suchungen haben gezeigt, dass diejenigen Typen, z. B. Hexactinell.,
deren lebende Vertreter ein kieseHges Gerüst haben, es auch in der
Vorzeit hatten und dass ferner die jetzt mit kalkigem Gerüst ver-
sehenen Spongien auch früher ein Kalkskelet besassen, ebenso die
den Kalkschwämmen verwandten fossilen Formen. Verf. bespricht
das Auftreten und die Entwickelung der Myxospong. , Ceraosp.,
Monactin. , Tetractin. , Hexactin., Receptacul., die Beziehung der
Kieselschwämme untereinander, die Kalkschwämme, wozu auch die
Pharetronen, und die Archaeocyathiden. Die Annahme, dass sich
die Lithistiden aus den Tetractinell. entwickelt haben, lässt sich nicht
mit den paläontologischen Befunden vereinigen, nach denen eher das
umgekehrte der Fall ist, und zwar würden sich die Tetractin. von
den Tetracladinen ableiten. Die Rhizomor. und Megamor. stammen
von den Tetraclad. ab. Anomoclad. und Tetraclad. haben eine ge-
meinsame Abstammung; welche der beiden Gruppen die ältere ist,
bleibt noch zu entscheiden, wahrscheinlich diejenigen, deren älteste
Formen Skeletelemente vom vielstrahligen Typus besitzen, das sind
die Tetracladinen. Die Hexactinell. sind vielleicht keine ursprüng-
lichen Formen, sondern sie können, wofür die Paläontologie die
Stütze liefert, aus Formen hergeleitet werden, deren Spikula mehr
als 6 Strahlen besitzen. Zwischen solchen vielstrahligen Spikula der
ältesten Hexactinell. und den Skeletelementen der ältesten Tetra-
cladinen und der Anomocladinen besteht kein durchgreifender Unter-
schied, und es ist somit die Möglichkeit des gemeinsamen Ursprungs
aller Kieselschwämme gegeben. Hierzu bemerkt der Ref., dass sich
auch noch bei den recenten Hexactin. 8 strahlige Nadeln finden, cf.
Schulze Challenger Report; es scheint mir darauf anzukommen, wie
die Entstellung dieser mehrstrahligen Spikula zu erklären ist. Das
System der Kieselschwämme s. bei System der Spongien.
Nach Polejaeff (2) entspricht der Bau der Hornfaser der
Darwinelliden am meisten der Vorfahrenform der Hornspongien.
Diese sind nicht von den Homorraphidcn abzuleiten, sondern sind
eine viel ältere Gruppe und haben sich etwa gleichzeitig mit den
Hexactinelliden von der gemeinsamen Wurzel der Spongien ab-
gesondert. Die Spekulationen über den vielwurzligen Ursprung der
Homschwämme seien unbegründet.
Dendy (6) belegt seine Ansicht über die Variabilität der
äusseren Form der Chalininen und über den Schwund der Kiesel-
nadeln bis zur Ausbildung echter Hornschwämme mit Beispielen.
Eine scharfe Grenze zwischen Chalininen und Keratosen existirt
nicht. D. schreibt den Hornspongien einen polyphyletischen Ursprung
zu, wie D. und Ridley schon im Challenger Report Monaxonida
gethan. Er, Dendy (7), wendet sich gegen die Ansicht von Polejaeff,
dass die Keratosa älter als die Homorrhaphidae seien.
Korschelt und Heider vertreten die Ansicht, dass die Spongien
einen selbstständigen Zweig der Metazoen bilden, der mit den übrigen
Aich. f. Naturgesch. Jahrg. 1890, Bd.H. H.3. ^
210 Dl'- W. Weltner: Bericht über die Leistungen
Typen nur an seiner Wurzel zusammenhängt. Sie sind nicht von
den Choanoflagellaten abzuleiten. Sie stehen nicht in näherer
Verwandschaft zu den Cnidariern.
Lendenfeld (24) erörtert die Verwandschafts Verhältnisse der
Calcarea bis zu den Gattungen hera^b.
Thiele lässt die Spongien aus primitiv gebauten Ctenophoren
hervorgehen und erläutert, wie die Entstehung der Poriferen aus
jenen gedacht werden kann. Die 8 strahligkeit einiger Spongien hält
er für keine blosse Zufälligkeit, sondern sieht darin etwas von den
Ctenophoren vererbtes. Die von Haeckel als Urschwämme be-
schriebenen Formen werden als rückgebildete angesehen.
Keller (2) begründet die schon von andern ausgesprochene
Ansicht der polyphyletischen Herkunft der Süsswasserschwämme.
K. leitet sie von den Chaliniden und Renieriden ab.
Systematik und Paunistik.
Allf/emeines.
Lang teilt die Zoophyta oder Coelenterata in Gastraeaden, Porifera und
Cuidaria ein.
SoUas (1) betrachtet die Spongien als einziges Phylum des subkingdom
Parazoa. Indem er die Einteilung der Schwämme von Vosmaer und Lenden-
feld bespricht, wendet er sich gegen die Aufstellung der Spiculisp. und Cornacu-
spongiae, da es Kieselschwämme mit Spongin und Kieselhornschwämme ohne
solches gäbe. Die Ordnungen Chondrosp. und Cornacusp. Lendenfelds, die auf
Vorhandensein einer harten und einerweichen Mesogloeabasiren, sind unnatürlich.
SoUas giebt folgendes System.
Subkingdom Parazoa. Heterocytal organisms in which the endoderm, in whole
or in part, consiste of choanocytes.
Single Phylum Spongiae. Parazoa possessing a paragastric cavity, which
communicates with the surrouuding medium by means of pores,
Classe I : Megamastictora.
Subclasse : Calcarea.
Classe II: Micromastictora.
Subclasse I: Myxopongiae. Micromastictora which are
askeletlose.
Subclasse II: Hexactinellida. Micromastictora in which
triaxon spicules contribute to the for-
mation of the skeleton.
Subclasse III : Demospongiae. Micromastictora which
possess a skeleton either of siliceous
spicules or spongin, or of both combined,
but the megascleres are never triaxons.
Tribus: Tetractinellida. Demospongiae in
which some or all of the sceleres
are tetraxons, triaenes, or desmas.
in der Spougiologie während der Jahre 1888—1891. 211
Tribus : Monaxonida.
Order: Monaxona.
Order : Ceratosa, welche den Mo-
noxonida desshalb unter-
geordnet werden, weil sie
von denselben abstammen.
Die ausgedehnten Studien Leudenfelds (1) an der Küste Australiens
haben gezeigt, dass unter den Spongien der australischen Küsten die horureichen
Chaliueen u. Desmacidoniden, ferner die Hornschwämrae selbst, die Tethyen und
die Kalkschwämme vorwiegen. Relativ selten sind Eenieriden, Suberitiden u.
die Tetraxonier. Gerade hier scheint der Boden für die Umwandlung der
Kieselspongien in die Hornschwämme sehr günstig zu sein : 70^0 aller bekannten
Arten von spongienreichen Formen, Chalineen, Desmacidoniden u. Hornspongieu
finden sich in Australien. Die Horuschwammfauna dieses Erdteils ist am
nächsten verwandt mit der atlantisch-nordamerikanischen und der ostafrikanischen,
ist aber verschieden von dem nordöstlichen Teile des indischen Oceans. Das
Verbreitungszentrum der Hornspongieu liegt in der Gegend des jetzigen ant-
arktischen Kontinents und Australien stellt jetzt nur den Rest eines grossen
antarktischen Kontinents dar, mit dem auch Südamerika und Afrika in Ver-
bindung stand. Die Tethyen sind cönogenetische Abkömmlinge der Tetraxonier ;
die Umwandlung dieser Gruppe in die monaxonen Tethyen scheint au den
australischen Küsten vorzugsweise vor sich gegangen zu sein. Die Umwandlung
der Kieselschwämme in Hornschwämme ist, wie Ridley u. Deudy annahmen,
polyphyletisch vor sich gegangen, aber nicht gleich ohne weiteres überall und
rasch uud hierin findet sich L. im Gegensatz zu Ridley u. Dendy. — Von
Kalkschwämmen sind in Australien alle Gruppen vertreten. L. gelangt zu
folgenden Schlüssen.
1. Die Litoralschwämme haben eine sehr weite Verbreitung; fast die
Hälfte der Arten und Varietäten kommt in so verschiedenen Gebieten vor, dass
sie als kosmopolitisch angesehen werden könnten.
2. Die nach unseren gegenwärtigen Vorstellungen neueren und höher ent-
wickelten Formen sind in kälteren Meeren selten. Ihre relative Zahl ist der
Temperatur des "Wassers mehr oder weniger proportional. Die meisten — etwa
70% — aller dieser Formen finden sich im australischen Gebiet.
3. Jüngere Formen folgen auf ältere, nicht nur, wenn wir von den Tiefen
der Meere zur Litoralzone aufsteigen, sondern auch, wenn wir von den kalten
Polarmeeren gegen die wärmeren Gewässer der subtropischen Zone vordringen.
4. Die niedern Formen sind in der Tiefe und in kälteren Zonen häufiger
als im seichten und warmen Wasser und besonders selten im australischen
Gebiet.
5. Es giebt eine Reihe von auf das australische Gebiet beschränkten
Formen, jedoch nur sehr wenige, die auf irgend ein anderes Gebiet beschränkt
wären.
6. Alle grösseren Gattungen sind kosmopolitisch.
7. Die Süsswasserschwämme sind einförmiger und viel verbreiteter als die
Meeresschwämme
Wenn Marshall in der radiären Symmetrie gewisser Spongien eine Stütze
für seine Ansicht von der Coelenteratennatur der Schwämme fand, so zeigt
14*
212 Dr. W. Weltner: Bericht über die Leistungen
Sollas (1), dass die Symmetrie von Agilardiella (= Tethyopsis), die den hoch-
entwickelten Stellettiden angehört, welche keine Tendenz zu symmetrischen
Bau zeigen, sekundären Ursprungs ist, wie bei den Coelenteraten selbst.
Uebrigens ist auch die Symmetrie nicht einmal immer konstant in ein und der-
selben Spezies.
Ueber die Tetractinelliden und über Monaxonida verschiedener Meere s.
Sollas (1), über Tiefseehornspongien derselben s. Haeckel, über Clioniden s.
Topseut (5).
Eine Liste aller von H.J.Carter beschriebenen Schwammarten (c.800!) mit
Litteratur findet sich bei Dendy (2).
Die Spongien sind nach Haeckel Metazoen und bilden ein besonderes
Phylnm der Coelenterata. Verf. giebt am Schlüsse seines Werkes eine systemat.
Uebersicht der Metazoa bis zu den Klassen herab.
Hatschek betrachtet die Spongien als selbstständige Abteilung der Metazoa:
Cladus 1 Spongien, 2 Cuidaria, 3 Ctenophora.
Boas stellt die Porifera als Anhang zu den Coelenteraten.
Keller (1. 2) hat die in der Littoralzone des roten Meeres lebenden Spongien
bearbeitet. Es werden 88 Arten beschrieben, davon 19 Keratosa, 54 Monactinell.
8 Tetractin. , 7 Calcispongien. Dabei 4 neue Gattungen (incl. Lessepsia von»
früher) u. 55 neue Arten, Das System s. unten. In der äusseren Uferzone
der Korallenriffe finden sich keine Schwämme, in der Seegras oder inneren
Uferzone leben einige flornspongicn und Chaliniden, in der Stylophorazone ist
Hircinia echiuata charakteristisch, auch der arabische Badeschwamm lebt hier_
In der Brandungszone kommen nur harte Renieren vor. Der Korallenabhang
bis zu 25—30 m ist sehr ergiebig an Kieselschwämmen und Chaliniden. Verf.
vergleicht die Spongienfauna des roten Meeres mit der des ostafrikanischen
Meeresgebietes, weiter mit der des indischen Oceans und mit der australischen
und der Spongienfauna des Mittelmeeres. K. glaubt, dass zwischen dem
mittelländischen und dem roten Meere ein Austausch der Faunen in neuerer
geologischer Zeit nicht in fühlbarer Weise" stattgefunden habe. In dem Schluss-
kapitel seines Werkes erörtert Verf, den Einfluss, den die vertikale Verbreitung
auf die mechanische Konstruktion des Spongienkörpers ausübt. Zunächst ist
zu bemerken, dass die sessile Lebensweise auf die Spongien vorwiegend eine
starke Ausbildung der Ernährungsorgane zur Folge hatte, alle anderen animalen
traten zurück. Dass nun die Schwämme fähig sind, in allen Breiten i;nd in
allen Tiefen leben zu können, beruht auf der Anpassung der Ernährungs- und
Festigungs-(Skelet)organe an die äusseren Bedingungen. K. führt einige Bei-
spiele der grossen Akkomodationsfähigkeit des Skeletes an und erklärt den Bau
des Schwammgerüstes bei den in verschiedenen Tiefen lebenden Spongien.
Leudeufeld (4) handelt über die Verbreitung von Aplysina aerophoba und
Hircinia variab. var. typica.
Perrier handelt über Beziehung der Embryologie zur Classification.
Studer zählt zahlreiche der auf der Erdumsegelung der Gazelle ge-
sammelten Spongien auf, keine neue.
Nach dem ihm zur Beai-beitnng vorgelegenen Materiale von Fernando
Noronha hält Carter (2) die Spongienfauna dieser Insel für westindisch.
Hauitscb (L 2) giebt eine Aufzählung der Spongien der Bai von Liverpool
in der Spongiologie während der Jahre 1888-1891. 213
und Isle of Man: 56 Arten. Die neue Familie Seiriolidae wird im 3. Report ge-
strichen und Seiriola den Sanidasterina (Stellettidae) eingereiht.
Ueber die Stellung der Spongien im Tierreiche hat Lendenfeld (17) seine
frühere Ansicht nochmals dargelegt.
Pfeffer giebt ein Verzeichnis aller aus der antarktischen Zone bekannt
gewordenen Spongien, wobei genau das Gebiet, wo sie gefunden sind, angegeben
ist. Ferner ist bei jeder Gattung und Art auch das ausserantarktische Ver-
breitungsgebiet genannt.
Topsent (12) hat die Ergebnisse der Spongienausbeute der 3 Expeditionen
der Hirondelle im Golf von Gascogne, Acoren und Neufundland zusammen-
gestellt. Es wurden 163 Arten, davon 54 neu, erbeutet; 118 allein von den
Acoren, worunter 37 neue. Ausführliches in Resultats des Campagnes scienti-
fiques acc. sur son Yacht par Albert lei; Fase. II. Contrib. ä l'etude des Spon-
giaires de l'Atlantique Nord par E. Topsent. 1882.
Genaue Angaben über die Verbreitung von Placina und Corticium bei
Topsent (13). Aufzählung der im Mittelmeer und dem Canal la Manche gemein-
samen Spongien.
Topsent (15), der wiederholt die Spongien in Luc studirt hat, giebt nun
eine Liste aller dort beobachteten Arten; 8 Calcarea, 74 Monaxonida, 1 Tetractin.,
3 Ceratina, 2 Carnosa, also 88 Arten, während Bowerbank (nach Abzug der
Synonymie bei Topsent) 111 Spezies vom Canal la Manche aufgezählt hatte.
Im Ganzen finden sich daselbst 171 Arten.
Für Non-Calcarea gebraucht Yosmaer (8) jetzt Incalcaria.
De Tries fand in den dunklen Kanälen der Rotterdamer Wasserleitung
zahlreich Ephydatia mülleri (nicht fluviatilis, wie Verf. angiebt. Ref. hatte
Gelegenheit, eine Probe der von Vries als fluviatilis bezeichneten Spougilliden
der genannten Lokalität untersuchen zu können).
Clmn kritisirt die Gründe, welche Heider u. Vosmaer gegen die Coelen-
teratennatur der Spongien geltend gemacht hatten. Er kann die Gründe nicht
anerkennen und daher auch keinen besonderen Typus Schwämme aufrecht er-
halten.
Lendenfeld (22) bespricht die hathymetrische Verbreitung der Spongien
im Kanal von Lesina. Die Schwammfauna ist hier viel reicher als bei Triest.
Ueber die Stellung der Spongien im Tierreich hat sich Leudenfeld (24)
wieder geäussert!
Metazoa.
Stufe Coelentera.
Phylum Spongien, Phylum Cnidarier.
Stufe Coelomata.
Schimkewitsch (2) teilt das Tierreich in Proto und Metazoa ein, letztere
in Radiata und Bilateria. Zu den Radiaten gehören die Coelenterata und
Spongiaria. Das Mesenchym der Spongien ist dem anderer Tiere nicht gleich
zu stellen; Verf. will diese Gewebsschicht bei den Schwämmen Parenchym
nennen.
Topsent (17) zählt 110 Arten aus dem Kanal La Manche auf; die Spongien-
fauna von Luc und Roseoff beläuft sich auf 137 Arten. In derselben Arbeit
bespricht Verf. den Wert, welchen die Färbung für die Systematik hat.
214 Dr- W. Weltner; Bericht über die Leistungen
Das System der Spongien.
Lendenfeld (3) hat die im Museum zu Sidney befindlichen Spongien be-
arbeitet und alle australischen Arten beschrieben. Sechszehn Arten sind ab-
gebildet. Von den zahlreichen neuen Arten ist von keiner eine Abbildung der
Spikula gegeben. Das System weicht etwas von dem früher gegebenen (Proc.
Zool. Soc. 1886, Zool. Jahrb. 1887. S. Bericht für 1885/87 dieses Archiv
p. 214) ab :
Phylum Mesodermalia.
1. Classe: Calcarea (wie früher eingeteilt).
2. Classe: Silicea.
1. Ordn.: Hexactinellida (wie früher).
2. Ordn.: Hexaceratina (neuer Name).
Fam. Darwinellidae, Aplysillidae, Halisarcidae.
3. Ordn.: Chondrospongiae (wie früher, nur ist die Einteilung der
Monaxonia geändert).
1. "ünterordn. : Tetraxonia.
Gruppe Lithistida.
G-ruppe Choristida.
Tribus Tetradina.
Tribus Trianina.
2. ünterordn. : Monaxonia.
Fam. Tethydae, SoUasellidae, Spirastrel-
lidae, Suberamatidae, Suberitidae.
Die frühere Einteilung in Clavulina und
Oligosilicina wird aufgegeben und die
letzteren zur:
3. Ünterordn. : Oligosilicina
erhoben. Fam. Chondrillidae, Chondrosidae.
4. ünterordn. : Cornacuspongiae. (Die Einteilung ist stark
geändert.)
Fam. Spongillidae, Homorrhaphidae (wie
in den Chalineen des australischen Ge-
bietes eingeteilt, nur die Euchalininae
in Dactylochalininae geändert), Spon-
gidae, Heterorrhaphidae, Spongelidae
(mit der neuen ünterfam. Phorio-
sponginae), Desmacidonidae, Aulenidae
und Axinellidae.
Dem Werke ist ein Schlüssel der besprochenen Genera beigegeben.
Das System von Sollas (1) s. oben Systematik, Allgemeines.
Haeckel kritisirt die Ansicht Polejaeffs, dass die vergleichende Physiologie
die Grundlage aller Systematik sei und dessen Auffassung über die Bedeutung
der systematischen Begriffe. JB. stellt folgendes System der Spongien auf:
I. Classe: Protospongiae. Mit röhrenförmigem Kanalsystem (Ascontypus).
Ordn. 1: Ammoconidae (Malthosa) = Cannocoela.
Ordn. 2: Asconidae (Calcarosa) = Homocoela.
II. Classe: Metaspongiae. Mit blasigem Kanalsystem (Leucon, Sycon oder
Aplysinatypus).
in der Spougiologie während der Jahre 1888—1891. 215
Ordn. 3: Malthospongiae (ursin'ünglich skeletlose Hornschwämme)
= Domatocoela (Psaraminidae und vielleicht viele Cera-
tinae).
Ordn. 4: Demospongiae (Sollas, Challenger Tetractin.).
Ordn. 5: Hyalospongiae (Hexactinell.).
Ordn. 6: Calcispongiae (die Kalkspongien mit Ausnahme der Asconidae)
= Heterocoela.
Diesem System wird ein künstliches, basirt auf den Skeletbau, gegenüber-
gestellt.
Keller (1. 2) bedient sich folgenden Systemes:
I. Ordn.: Keratosa.
Farn. Spongelidae.
Spongidae.
Phyllospongidae, wozu auch die Aulenidae Ldf. gestellt werden.
Darwinellidae.
Psammaplysillidae neu.
Halisarcidae.
Aplysinidae.
n. Ordn.: Monactinellida.
1. Unterordn.: Oligosilicina neu (ist von Vosmaer und Lendenfeld in
ganz anderem Sinne gebraucht und deshalb der Name
Kellers verwerflich).
Fam. Chalinidae.
Axinellidae.
Ectyonidae.
Spirastrellidae , später von Keller Latrunculldae
(neue Fam.) genannt.
2. Unterordn.: Oligoceratina neu.
Fam. Kenieridae.
Heterorrhaphidae.
Suberitidae.
Spirastrellidae s. str.
Placospongidae. Gehört nach Keller hierher und
nicht zu den Tetractinell.
Chondrosidae.
Tethydae,
Ordn. Tetractinellidae.
A, Choristidae.
Fam. Tetillidae,
Stellettidae.
Pachastrellidae.
B. Lithistidae.
Fam. Tetracladidae.
Calcispongiae.
Fam. Asconidae.
Syconidae.
Leueonidae.
216 Dl"- W. Weltner: Bericht über die Leistungen
Vergl. nun hierzu das System von Vosmaer, Sollas und Leudenfeld. Bef.
bemerkt zu den von Keller aufgestellten Oligosilicina und Oligoceratina, dass
die grössere oder geringere Mächtigkeit der Spongiolinsubstanz selbst innerhalb
der Arten ein und derselben Gattung wechselt und deshalb eine Einteilung der
Monactinell. in grössere Gruppen nach der Mächtigkeit der Kittraasse vrohl
nicht geeignet ist.
Lendenfeld (5) entwirft ein System der Spongien und giebt die Diagnosen
bis zu den Familien herab, s. Lendenfeld (17).
Lendenfeld (6) giebt eine Uebersicht seines Systemes der Hornschwämme,
welches seiner Monographie derselben (Lendenfeld 10) u. Lendenfeld 17) ent-
nommen ist. Dasselbe berücksichtigt zugleich die Klassifikation der Spongien
überhaupt.
Coelentera.
Typus: Mesodermalia Ldf., Spongiae et Poriferae Auct.
Classis: Calcarea Gray.
Classis: Silicea Gray.
Ordo: Hexactinellida 0. Schmidt.
Ordo: Hexaceratina Ldf. (cf. Keller 1. 2).
Eam. Darwinellidae Ldf. (Darwinella).
Farn. Aplysillidae Ldf. (Janthella, Aplysilla,
Dendrilla).
Farn. Halisarcidae Vosm. (Bajulus, Halisarca).
Ordo: Chondrospongiae Ldf.
Ordo: Cornacuspongiae Vosm. em.
Fam. Desraacidonidae Vosm.
Fam. Aulenidae Ldf. (Aulena, Hyattella).
Fam. Homorrhaphidae R. u. D.
Fam. Spongidae F. E. Schulze ( Eusponginae,
Aplysininae, Druinellinae, Halminae u.
Stelosponginae).
Fam. Heterorrhaptdae R. u. D.
Fam. Spongelidae (Phoriosponginae und Spon-
gelinae).
Die Diagnosen der Unterfamilien, Familien etc. s. bei Lendenfeld.
Das von Lendenfeld (17) gegebene System der Spongien ist dasselbe wie
in Lendenfeld (6 und 10), nur sind jetzt einige Genera fortgelassen. Verf. giebt
die Diagnosen „sämmtlicher hinlänglich bekannter und determinirter Gattungen".
Das System umfasst 58 Familien mit 373 Gattungen. Da fast gar keine Syno-
nymie bei den Genera gegeben ist, so ist nicht zu ei'sehen, ob der Verf. die
nicht aufgeführten Gattungsnamen für Synonyme ansieht oder ob er sie für
nicht genügend determinirt hält. Die von Schulze in den Challenger Hexa-
ctinelliden geänderten Gattungsbezeichnungen Pleorhabdus (für Polyrhabdus),
Balanella (für Balanites) und Lophocalyx (für Polylophus) hätte Verf. berück-
sichtigen müssen. Die Bezeichnung Silicea ist schlecht gewählt, da in der
Klasse auch Schwämme ohne Kieselnadeln Platz finden (Hexaceratina); der
Name Noncalcarea Vosmaers ist besser. Gegen die Aufstellung der Hexa-
ceratina hat schon der Referent der Ann. Mag. Nat. Hist. (6) Vol. 6 protestirt.
Diese Ordnung ist desshalb hinfällig, weil bei ihr von triaxonen Nadeln keine
in fiel- Spongiologie währpufl der Jahre 1888—1891. 217
Rede sein kann. Unter Tetraxonia hat Lendenfeld den Rest der Spongien in
seinem System aufgenommen, die Mehrzahl dieser Tetraxonia hat keine tetraxone
Nadeln nnd desshalb ist der Name wenig passend. Ebenso passt der Name
Chondrospongiae nicht für alle die hierher gerechneten Schwämme. Als Autor
der Farn. Spougelidae wird Vosmaer genannt; Lendenfeld rechnet aber hierzu
auch Hornschwämme mit selbstgebildeten Nadeln. Das System selbst s. bei
Lendenfeld 17, wo man auch die wichtige Litteratur und die Nadelnomenklatur
nach Schulze findet. — Yosmaer (2) erinnert Lendenfeld daran, dass die Grund-
lage des Systemes von Lendenfeld nicht bei diesem sondern bei Vosmaer, Ridley
und Dendy zu suchen ist.
Neumayr weist darauf hin, dass die von Hinde den übrigen Abteilungen der
Kieselschwämme koordinirten Octactinellidae und Heteractinellidae den Hexactin.
näher als den übrigen Familien stehen und schlägt folgende Einteilung der
Kieselschwämme vor:
L Spiculispongiae Vosm.
Lithistidae.
Tetractinellidae.
Monactinellidae.
II. Hyalospongiae Vosm.
Hexactinellidae.
Octactinellidae.
Heteractinellidae.
Yosmaer (5 und 6) bespricht das von SoUas aufgestellte System der
Spongien und schlägt das folgende vor:
Typus: Porifera.
Classis I: Porifera incalcaria.
Subcl. I: Hexactinellida.
Subcl. II: Demoterellida (für Demosp. SoUas).
Ordo I: Spiculispongiae.
OrdoII: Cornacuspongiae.
Classis U: Porifera calcaria.
Die Abteilung der Myxospongiae bei Sollas ist ganz zu verwerfen. Die
Einteilung der Demospongien in Tetractin. und Monactin. kann Vosm. nicht
anerkennen, sondern hält seine Silicisp. und Cornacusp. aufrecht. Die Einteilung
der Tetraxoniua (Choristida Soll.) wird anerkannt.
Hanitsch (2) bedient sich bei der Bearbeitung der Spongien der Liverpool
Bay \i. Isle of Man folgender Anordnung:
Ordn. Myxospongiae, Ordn. Ceratosa, Ordn. Monaxonida, Ordn. Tetractinellida
Ordn. Hexactinellida und Ordn. Calcarea.
Weltuer (5) bedient sich folgenden Systemes (vergl. Allgemeines):
1. Classe: Calcarea.
1. Ordn.: Homocoela.
2. Ordn.: Heterocoela.
2. Classe: Noncalcarea.
1. Ordn.: Triaxonia.
2. Ordn.: Tetraxonia.
1. Unterordn. : Lithistida.
2. Unterordn.: Choristida.
218 Dr. "W. "Weltner: Bcriclit über die Leistungen
3. Ordn.: Monaxonia.
1. Unterordn : Clavulina.
2. Unterordn. : Halichondrina.
4. Ordn.: Ceratospongia (liess Ceratospongiae).
Systematik der Calcarea.
Dendy (9) löst die Teichonidae auf und vei-teilt die Angehörigen folgend:
Teichonella prolifera u. Eilhardia schulzei sind Leuconideu, Grantia labyrinthica
ist eine Syconide.
Dendy (12) nimmt wie Polejaeff Challenger Eep. u. Vosmaer Porifera
unter den Homocoela nur die eine Gattung Leucosolenia an, teilt diese aber
nach dem Bau des Kanalsystemes in mehrere Sektionen. Er entwirft folgendes
System der Homocoela:
Genus Leucosolenia (Rwk.).
Sect. Simplicia. Hierher auch Haeckels Olynthus, Olynthella, Olyn-
thium, Clistoljmthus, Soleniscus, Solenula u. Solenidium.
Sect. Reticulata (syn. Clathrina Gray bei Carter 1886). Hierzu auch
Haeckels Nardorus, Nardopsis, Nardoma, Tarrus, Tarropsis,
Tarroma. Vielleicht auch Leucopsis Ldf.
Subsect. Indivisa mit 4 Typen.
Subsect. Subdivisa mit 2 Typen.
Sect. Radiata. Hierher ist Homoderma Ldf. zu stellen.
Autor behandelt alle bisher von Victoria gefundene Homocoela u. beschreibt
9 neue Arten. Vergl. hierzu die Bemerkungen von Bidder (2) u. von Lendenfeld,
Biol. Centralbl. 12 Bd. p. 58. 1892.
Lendenfeld (23) bringt eine Kritik des Systemes der Kalkschwämme von
Haeckel, Polejaeff und Lendenfeld (1885). Kaum hat der Verf. sein System
(Abb. Senckenb. naturf. Ges. Bd. 16. 1890) veröffentlicht, so ist er jetzt ge-
zwungen, Aenderungen vorzunehmen.
Das System der Calcarea ist dasselbe wie in den Spongien der Adria,
Lendenfeld (24):
Ordo Homocoela.
Fam. Asconidae.
Gatt. Ascetta, Ascandra, Ascyssa.
Fam. Homodermidae.
Subfam. Homoderretinae neu.
Gatt. Hometta, Homandra.
Subfam. Homoderminae neu.
Gatt. Homoderma.
Fam. Leucopsidae.
Gatt. Leucopsis.
Ordo Heterocoela.
Fam. Syconidae.
Subfam. Sycanthinae neu.
Gatt. Sycantha.
Subfam. Syconinae.
Gatt. Sycetta, Sycandra.
in der Spongiologie während der Jalire 1888—1891. 219
Siibfam. Uteinae.
Gatt. Grantia, Grantessa, Ute.
Subfam. Amphoriscinae neu.
Gatt. Amphoriscus, Ebnerella, Sycyssa.
Farn. Sylleibidae.
Gatt. Polejna, Vosniaeria.
Fam. Leuconidae.
Gatt. Leucetta, Leucandra, Leucyssa.
Verf. giebt die Synonymie und Beschreibung der 32 von ihm in der Adria
gefundenen -Arten. Bestimmungsclavis.
Systematik der Triaxonia.
Vosmaer (1) bringt einige Korrekturen zu Schulzes Liste recenter
Hexactinellidenspezies und tadelt an dem System von Schulze, dass es nicht mit
dem von ihm gegebenen natürlichen übereinstimme.
Systematik der Tetraxonia.
In dem Report on the Tetractinellida der Challenger Exp. durch Sollas (1)
sind auch im Anhang die Tethyiden aufgenommen, obwohl Verf. diese zu den
Monactinelliden stellt. Auch Placospongia, ebenfalls ohne tetraxone Nadeln,
aber mit Sterrastern, die sich nur bei den Tetractinelliden finden, ist auf-
genommen und den Tetractin. zugerechnet; gegen diese Auffassung hat später
Keller (2) Einspruch erhoben. Sollas (1) hat in seinem Report nicht nur die
Challengertetract. und Tethyiden bearbeitet, sondern alle überhaupt bekannten
Formen aufgenommen und ein auf den Bau des Weichkörpers und der Nadel-
formen sich gründendes System der Tetractinelliden ausgearbeitet. Der Challenger
hat davon 87 Arten mitgebracht, darunter 73 neu! Sie gehören 38 Gattungen
an, davon 18 neu; im Ganzen giebt es nach Sollas 294 Species in 81 Genera.
— Der Report gliedert sich in: Einleitung, Morphologie, Besclireibung der
einzelnen Arten, geographische und bathymetrische Verteilung, Omissa, Be-
arbeitung der übergebenen Monaxonida, systematischer und Autorenindex, Tafel-
erklärung und Verbreitungskarte. Die Morphologie umfasst: Allgemeine Bau-
verbältnisse, Histologie, Sklelet, Ontogenie, Klassifikation, Phylogenie und
Untersuchungsmethoden. S. hierüber bei den betreffenden Kapiteln in diesem
Bericht.
Das System von Sollas ist folgendes:
Tribe: Tetractinellida Marsh.
Demospongiae in which triaene or tetraxon megascleres, or Lithistid
desmas, are present.
Hierher auch Placospongia, obwohl ohne vieraxige Nadeln, aber mit
Sterrastern, welche in keiner anderen Abteilung als bei den Tetracti-
nelliden vorkommen. (S. Keller bei System der Spongien.)
Order I: Choristida Sollas.
Tetractinellida in which Lithistid desmas are absent, and the
megascleres are never articulated to form a coherent skeleton.
Suborder I: Sigmatophora Sollas.
Choristida in which the microsclere, when present, is a
sigmaspire.
220 Dr. W. Weltner: Beiiclit über die Leistungen
Farn. I: Tetillidae Sollas.
Sigmatophora in which the characteristic megascleres are
slender protriaenes.
Gen. Tetilla 0. Schm , Chrotella Sollas, Cinacliyra Sollas, Craniella
0. Schm.
Farn. II : Samidae Sollas. Sigmatophora in which the characteristic
megasclere is an amphitriaene.
Gen. Samus Gray.
Suborder II: Astrophora Sollas.
Choristida in which one or more of the microscleres is an
aster.
Demus I: Streptastrosa Sollas (für Spirastrosa Soll, 1887).
Astrophora in which one of the microscleres is a spiraster,
or when this is not the case one of the megascleres is a
calthrops.
Farn. Theneidae Sollas. Streptastrosa in which the microscleres
are spirasters or amphiasters, and oxyasters or microxeas.
Gen. Theuea Gray, Characella Sollas, Poecillastra Sollas,
Sphinctrella 0. Schm., Triptolemus Sollas, Staeba Sollas,
Nethea Sollas, Placinastrella F. E. Schulze.
Fam. Pachastrellidae (Carter). Streptastrosa in which the chief
megascleres are calthrops, triaenes being absent. The
microscleres may be spirasters, spherasters, or microrabds.
Gen. Pachastrella 0. Schm., Dercitus Gray, Calthropella Sollas.
DemusII: Euastrosa Sollas.
Astrophora in which euasters are always preseut, but never
spirasters nor sterrasters. Triaenes are present but not
calthrops.
Farn. Stellettidae Sollas. Euastrosa in which the megascleres are
oxeas and triaenes. The chamber-system is aphodal and
the mesoderm of the choanosome sarcenchymatous. The
ectosome may or may not form a cortex.
Subfam. Homasterina.
Stellettidae which never possess more than one form
of aster.
Gen. Myriastra Sollas, Pilochrota Sollas, Astrella Sollas.
Subfam. Euasteriua.
Heterastrose Stellettidae in which the additional micro-
sclere is a euaster.
Gen. Anthastra Sollas, Stelletta (0. Schm.), Dragmastra
Sollas, Aurora Sollas.
Subfam. Khabdasterina.
Heterastrose Stellettidae in which the additional micro-
sclere is a microrabd.
Gen. Ecionema(Bwk.), Psamraastra Sollas, Papyrula(0. Schm.),
Algol Sollas.
in der Spongiologie während der Jahre 1888 — 1891. 221
Subfam. Sanidasterina.
Heterastrose Stellettidae in which the additional micro-
sclere is a sanidaster or amphiaster.
Gen. Ancorina (0. Schm), Tribracbium Weltn. emend. Sollas,
Disyringa Soll., Tetbyopsis Stewart, Strypbnus Sollas.
Appendix to the Euastrosa: Fam. Epipolasidae Sollas.
Gen. Amphius Sollas, Asteropus Sollas, Coppatias Sollas.
DemusIII: Sterrastrosa Sollas.
Astrophora in whicb the characteristic microsclere is a
sterraster.
Fam. Geodiidae Gray.
Sterrastrosa possessing triaene megascieres.
Subfam. Erylina.
Tbe megascieres are orthotriaenes and rbabdi; ana-
triaenes and protriaenes are absent. The soma mi-
crosclere is a diactinate aster or spberule.
Gen. Erylus Gray, Caminus 0. Schm., Pachymatisma Bwk.
Subfam. Geodina.
The megascieres are rhabdi, ortho, or dicbotriaenes,
and frequently in addition pro and anatriaenes. The
sterraster is sphaerical or ellipsoidal ; the somal
microsclere is a polyactinose aster.
Gen. Cydonium Flem., Geodia (Lm.j, Syuops Vosm., Isops Soll.
Fam. Placospongidae Gray.
Sterrastrosa not possessing triaene spicules; the onlymegasteres
are tylostyles. The sterrastral layer of the cortex is sub-
divided into regulär or polygonal plates, which are united
together by fibrous tissue.
Gen. Placospongia Gray.
Suborder III : Microsclerophora.
Choristida in which megascieres are absent; the charac-
teristic microscleres are either tetractinose asters, cande-
labra, or minute triaenes.
Fam. Placinidae F. E. Schulze. Microsclerophora with tetractinose,
triactinose, and diactinose asters, and sometimes mono, di, or
trilophous candelabra. The chamber-system is either eurypylous
or aphodal; the mesoderm chiefly collenchymatous. The Sponge
is divided into a hypophare and spongophare.
Gen. Placina F. E. Schulze. Placortis F. E. Schulze.
Fam. Corticidae Vosm.
Microsclerophora whith tetractinose asters and candelabra. The
chamber-system is aphodal or diplodal. The mesoderm is in
part sarcenchymatous, in part chondrenchymatous.
Gen. Corticium O. Schm., Calcabrina Sollas, Corticella Sollas,
Rachella Sollas.
Fam. Thrombidae Sollas.
Microsclerophora with trichotriaenes , and sometimes a peculiar
form of amphiaster. The ectosome is thin and not sharply
222 I)i'- W. Weltner: Bericht über die Leistungen
defined from the choanosome. The mesoderm is a dense collen-
chyma, containing numerons large granulär cells in addition to
collencytes. The chamber-system is diplodal.
Gen. Thrombus SoUas.
Order II: Lithistida O. Schm.
Tetractinellida provided with a consistent skeleton by the zygosis
of modified spicules or desmas.
Suborder I: Hoplophora.
Lithistida provided with special ectosonial spicules, and
usually with sorae form of microsclere.
Demus I ; Triaenosa.
Hoplophora in which the ectosomal spicules are sonie form
of triaene, and in which microscleres (spirasters. amphi-
asters, or microrabds) are invariably preseut. The chamber-
system is aphodal.
Farn. Tetracladidae (Zittel).
Triaenosa in which the desma is tetracrepid.
Gen. Theonella Gray, Discodermia ßocage, Rhacodiscula Zittel,
Kaliapsis Bwk., Neosiphonia Sollas, Rimella 0. Schm.,
Collinella 0. Schm., Sulcastrella 0. Schm.
Fam. Corallistidae Sollas.
Triaenosa in which the desma is monocrepid and tuberculate.
Chamber-system aphodal.
Gen. Corallistes 0. Schm., Macandre wia Gray, Daedalopelta
Sollas, Heterophymia Pomel, Callipelta Sollas.
Fam. Pleromidae Sollas.
Triaenosa in which the desma is monocrepid and smooth, not
tuberculated ; zygosis occurs between the ends of the cladi
of one desma and the epirabd of another. Chamber-system
aphodal.
Gen. Pleroma Sollas, Lyidium 0. Schm.
Demus II: Rhabdosa.
Hoplophora in which the ectosomal spicules are microstron-
gyles, or modified microstrongyles (discs). The desmas
are monocrepid.
Fam. Neopeltidae Sollas.
Rhabdosa in which the ectosomal spicules are monocrepid
discs.
Gen. Neopelta 0. Schm.
Fam. Scleritodermidae Sollas.
Rhabdosa in which the ectosomal spicules are microstrongyles,
and the other microscleres sigmaspires.
Gen. Scleritoderma 0. Schm., Aciculites O. Schm.
Fam. Cladopeltidae Sollas.
Rhabdosa in which the ectosomal spicule is a monocrepid
desma highly branched in a plane parallel to the surface.
Microscleres are absent.
Gen. Siphonidium 0. Schm.
in (1er Spongiologie während der Jahre 1888 — 1891. 223
Suborder II : Anoplia Sollas.
Lithistida in which special ectosomal spiciiles and micro-
scleres are absent.
Farn. Azoricidae Sollas.
Anoplia in which the desmas are monocrepid.
Gen. Azorica Carter, Tretolophus Sollas, Gastrophanella O.Schm.,
Setidium 0. Seh., Poritella O. Schm., Amphibleptula
0, Schm., Tremaulidiuui 0. Schm., Leiodermatium
0. Schm., Sympyla Sollas.
Farn. Anomocladidae Zittel.
Anoplia in which the desraa is acrepid, a variable number of
smooth cylindrical cladi radiate from a thickened centrum,
zygosis occnrs between the expanded ends of the cladi of
one desma and the centrum of another.
Gen. Vetulina 0. Schm.
Alle vom Challenger gesammelten Tetract. wurden in der Nähe vom Lande
gefunden, selbst auch die Tiefseeformeu , z.B. Thenea bei 1000— 2000 Faden,
kamen in der Nähe von Küsten vor und weichen also darin von den Hexaktinell.
ab. Auch die Monaxonida wurden im allgemeinen in der Nähe des Landes
erbeutet, nur wenige Tiefseeformeu fanden sich entfernt von den Küsten.
Sollas legt dem Ueberblick der geograph. Verbreitung aller bekannten
Tetractin. die von Woodward (Manual of the Mollusca) aufgestellten 9 Provinzen
zu Grunde, weil sich die Tetract. am besten in diese einordnen.
Es sind bisher gefunden in der Arctischen Provinz 24, in der Lusitanischen
66, in der Caraibischen 56, in der Brasilianischen 15, in der Magellanischen 4,
in der Patagonischen 1, in der Südafrikanischen 3, in Indopacifischen 82, in der
Südaustral. 26 uud in der Indisch-Antarctischen (Kergueleu-) Provinz 6 Arten
von Tetractinelliden. Die einzelneu für die verschied. Provinzen charakterist.
Spezies werden genannt. Die bathymetr. Verb, der bekannten Tetract. geht
von 0 — 1913 Faden. Soll, fasst das Capitel Verbreitung folg. zusammen: Die
Choristiden sind Kosmopoliten u. leben von 0—2000 Fad. Sie finden sich in der
Tiefe von 0-50 Faden häufiger, als von 51—200 Faden, das Verhältnis ist
100 : 68, wobei man aber nicht vergessen darf, dass die littorale Zone besser
untersucht ist! Das Verhältnis der Verbreitung von Tetractinellida in 0 bis
50 Faden, in 201—1000 und in 1001-mehr ist = 100 : 35 : 7,4. Die Tetillidae
kommen in 0—1000 Faden vor. Die Theneiden leben in tiefem (Ausnahme
Placortis), die Stellettiden in seichterem Wasser, (Ausnahme Tribrachium). Die
Geodiiden sind häufiger in tieferen Regionen.
Die Lühistiden sind weniger weit über die Erde verbreitet. Sie gehen von
7 V2 Faden bis 1075 Faden. Die Anzahl der Arten zwischen 0 iind 50, 51 und
lOÖ, 101 und 150, 151 und 250, 251 und 350, 351 und 450 Faden verhält sich
wie 12 : 12 : 28 : 6 : 7 : 5.
Marenzeller (1) giebt die Synonymie der von Schmidt aus der Adria be-
schriebeneu Stellettaarten. Den Begriff der Gattung Stelletta fasst er weiter
als Sollas (1886) und rechnet dazu alle Arten, welche im Baue mit St. gi'ubi
übereinstimmen. Die Gatt. Astrella Soll, ist einzuziehen. Die Subfamilien
Homasterina und Euasterina von Sollas werden nicht anerkannt. Die Gattungs-
224 Dl'- ^- Weltuer: Bericht über die Leistungen
diagnose von Ancorina Sollas wird erweitert. Bestimmungstabelle der be-
handelten adriatischen Tetractinelliden.
Sollas (2) bildet für Synops neptuni, nitida, vosmaeri u. macandrewi das
neue Genus Sidonops, weil sich die Diagnose von Synops nicht mit dem
Originalexemplar von Vosmaer decke. Der Typus der Gattung Synops, Synops
pyriforrais Vosm., sei identisch mit Isops.
Lendenfeld (16) charakterisirt eingehend die adriatisclien Stellettaarten.
Die Diagnose entspricht der, welche Sollas für die Familie Stellettidae und
Marenzeller (1) für die Gattung Stelletta gegeben hat. Die Homasterina und
Euasterina Sollas sind zu vereinigen. Die von Sollas aufgestellten Gattungen
seiner Familie seien wahrscheinlich mit Stelletta Ldf. identisch. Es werden
69 Arten von Stelletta aufgezählt. Der Auffassung Marenzellers, dass St. grubi,
boglici, dorsigera und anceps zu St. grubi fallen, kann L. nicht beistimmen.
Bestimmungsschlüssel. Verbreitung von St. grubei, dorsigera, boglici u. hispida.
Cf. dazu die Bemerkungen von Anonym (3).
Systematik der Monaxouia.
Sollas (1) hat in dem Anhange seines Challenger Report eine Anzahl von
Spongien mit einaxigen Nadeln, darunter die Tethyidae, bearbeitet, welche
Ridley als nicht zu den Monactinell. gehörend betrachtet hatte. Sollas zeigt
nun, dass die Beweggründe (radiäre Anoi'dnung der Megasclera, der Bau der
Rinde und das Vorkommen von Kugelsternen, spherastern), welche Vosmaer und
Ridley veranlasst zu haben scheinen, die Tethyiden als Verwandte der Tetractinell_
zu betrachten, nicht sichlialtig sind. Denn es haben nicht alle Tetractin. eine
radiäre Anordnung der Megascl., wiederum kommt eine solche auch bei anderen
Mouax. als bei den Tethyiden vor, z. B. Phelloderma. Auch dem Vorhandensein
einer Rinde ist kein grosser systematischer Wert beizulegen, da selbst innerhalb
ein und derselben Familie ein Teil der Schwämme eine Rinde besitzt, der andere
nicht. Endlich findet sich der Speraster allerdings bei den Tethyiden aber auch
bei vielen anderen Monaxon. Sollas hält die Tethyiden für Monaxonia und giebt
folgendes System der letzteren:
Order: Monaxonida.
Suborder I: Asemorpha Sollas. Ohne Microsclere.
Fam. Homorrhaphidae Ridl. Dendy.
Suborder II: Meniscophora Sollas. Monaxonida in which the microsclere
when present is usually a sigmaspire, sigma, or chela, never
an aster.
Fam. Heterorhaphidae Ridl. Dendy.
Fam. Desmacidonidae (0. Schm.) Ridl. Dendy emend.
Suborder in : Spintharophora Sollas. Monaxonida in which the microsclere
when present is some form of aster, never a sigmaspire,
sigma, or chela.
Group I: Homosclera Sollas. Spintharophora in which the spicules are
of the same or a similar order, i. e. all raicroscleres.
Fam. Astropeplidae Sollas. Homosclera in which the microscleres are
raicroxeas and asters. The microxeas are arranged tangentially
to the walls of the canal-system , forming a loose feit. The
chamber-system is eurypylous, the ectosome is not a cortex.
in der Spougiologie währeud der Jahre 1888 — 1891. 225
Gen. Astropeplus n. g
Group II: Heterosclera Sollas. Spintharophora in which megascleres are
always pi'esent and sometimes also microscleres.
Demus I: Centrospinthara Sollas. Heterosclera in which the micro-
sclere when present is a euaster.
Farn. Axinellidae (O. Schm.). The ectosome is not a cortex, the
mesoderm of the choauosome is collenchymatous, the
chamber-system is eurypylous. The skeleton consists of
axial übres and radial fibres proceeding from them to the
surface. The megascleres are styles and rhabdi, which
inay he isoactinate or anisoactinate, or both. The micro-
sclere when present is a spheraster or oxyaster or stron-
gylaster (in one genus, Tricentrium, the aster is sometimes
a microcalthrops).
Gen. Hymeniacidon (Bwk.), Phacellia (ßwk.), Ciocalyi)ta (Bwk.),
Acanthella (0. Schm.), Axinella (0. Schm.), Raspailia
(Nardo), Dendropsis Ridl. Dendy, Trinacophora Ridl.
Dendy, Dictyocylindrus Bwk., Epallax n. g. Hemi-
asterella Gart.
Farn. Dorypleridae Sollas. The ectosome is not a cortex, and the
choanosome not regnlarly folded, the mesoderm is collen-
chymatous. The megascleres are oxeas arranged without
Order. The microsclere is a large oxyaster.
Gen. DoryjDleres n. g.
Farn. Tethyidae Vosra. The ectosome is a well-differentiated cortex
with a distinct fibrous layer. The megascleres are stron-
gyloxeas, radially arranged. The microscleres are sphe-
rasters, but other forms of euaster are frequently present.
Gen. Tethya Lm., Columnitis O. Schm., Xenospongia Gray (?),
Magog n. g. (?).
Demus II: Spiraspinthara Sollas. Spintharophora in which the micro-
sclere IS some form of spiraster.
Fam. Scolopidae Sollas. The ectosome is a thin fibrous cortex,
contaiuing oxeas and microxeas closely and radially
arranged. The megascleres are oxeas, mostly collected
in fibres, radially arranged. The microsclere when present
is an amphiaster.
Gen. Scolopes n. g., Stylocordyla W. Thoms.
Fam. Suberitidae (0. Schm.). The ectosome is a more or less
distinctly differentiated cortex, with a skeleton of micro-
styles radially arranged, palisade fashion. Microscleres
are usually absent (except microstyles); in two species —
Suberites ficus (Bwk.) and S. virgultosa (Bwk.), which
are possibly identical, a centrotylote microstrongyle occurs,
The megascleres are tylostyles.
Gen. Suberites (Nardo), Polymastia (Bwk.), Protelcia Ridl. Dendy,
Trichostemma Sars, Tentorium Vosm., Quasillina (Norm.),
Cliona (Grant).
Ärch f. Natm-gesch. ,Tahig.l890. Bd.II. H.3. 15
226 Dr. W. "Weltner: Beviclit über die Leistungen
Farn. Spirastrellidae Ridl. Dendy. The megascleres are rhabdi or
styles, the microscleres are spirasters or discasters. The
microscleres form a dense dermal layer.
Gen. Spiiastrella (0. ScLm.), Ijatrimciüia Boc, Podospongia Boc.
Sollas erörtert hier auch die Stellung von Tricentrium. Es gehört zu den
Axinelliden und wenn Vosmaer dies Genus zu den Tetractinelliden stellt, so
muss die ganze Farn. Axinellidae den Tetractin. eingereiht werden.
Tosinaer (2) kann sich nicht ganz mit der Umgrenzung der Desmacidonidae,
wie sie Ridley und Dendy vorgenommen haben, einverstanden erklären.
Topsent (5) teilt das Genus Cliona in Eucliouae und Paraclionae ein,
erstere mit 3 Gruppen, letztere mit 2 Gruppen. Gattung Thoosa, Alectona und
Samus wird beibehalten, Euryphylla verworfen. Es werden 14 Arten beschrieben.
Von Renieren werden 4, von Amorphina eine, von Dendoryx 2 Arten besprochen.
Noll stellt die bis dahin bekannten Arten der Gatt. Desmacidon zusammen
mit ihren Merkmalen, Litteratur und Fundorten.
Wierzejski beschreibt 3 Abnormitäten von Ephydatia mülleri und glaubt,
dass Spongilla novae terrae eine missgebildete Eph. mülleri ist. Die europäischen
Euspongillaarten gehören alle nur einer Art (lacustris) an.
Leidy (1) giebt die Litteratur über Cliona ; in der Zusammenstellung fehlen
Nassonow 1883 und Tscherniawsky 1880. Die von Cliona bewohnten durch
Leidy beobachteten Mollusken werden genannt, auch auf Serpula fand er Cliona.
Sie schliesst bei Berührung das Osculum und unterbricht den Wasserstrom bei
Beunruhigung des Wassers. An der in dem Artikel angezogenen Synonymie
hat Topseut (10) Kritik geübt.
Girod (2) giebt einen Schlüssel zur Bestimmung der Gattungen von
Spongilliden und ihrer europäischen Arten.
Nach Potts (2) wurden in Florida Spongilliden in Gewässern gefunden, die
vom Meere aus gelegentlich versalzt wurden.
Den Inhalt der russisch geschriebenen Arbeit von Sowinski (1) kann ich
nicht vdedergeben. Von Spongilla lacustris werden gute Abbild, des Skeletes
gegeben; die Spikula von „Ephydatia fluviatilis" gehören zu mülleri. Die
Fig. 16, 21 — 24 sind mit Eph. mülleri bezeichnet, davon sind Fig. 16, 21 u. 24
aber Elemente von Trochospongilla erinaceus Ehrbg. und Fig. 22 u. 23 sind
Amphidisken, wie sie bisher noch von keiner Spongillide beschrieben sind und
sicher nicht zu mülleri Lieberkühn gehören. Von lacustris, sibirica (= fragilis)
und fluviatilis (also mülleri) werden auch abnorm gebildete Nadeln abgezeichnet.
Dendy (6) rechnet zu den Chalininae nur diejenigen Spongien, deren
Spongienskelet diaktinale Megasklere trägt, wenn überhaupt solche vorhanden
sind. Keine Mikrosklere. Bei Spinosella plicifera und maxima Dendy (7) kommen
Exemplare mit und ohne Kieseluadeln in dem Spongiolingerüst vor.
Dendy (7) kann den Angaben Lendenfelds über Synonymie von Stelo-
spongus flab. mit Thorecta kein Vertrauen schenken.
Hanitsch (2) fand bei Clathria seriata keine Chelae. Da nun schon
4 Arten von Clathria ohne Chelae bekannt sind, so muss die Definition, welche
Lendenfeld (3) von den Desmacidonidae und von Clathria gegeben hat, statt
der von Ridl. und Dendy (Challenger Rep. Monaxouida) angenommen werden.
Dagegen ist die Diagnose der Axinellinae von Lendenfeld (3) zu verbessern.
in der Spongiologie während der Jabre 1888—1891. 227
Hanitsch (3) beschreibt genauer Esperella sordida Bwk. und die Nadeln
von Suberites dorn.
Jennings stellt Alectona zu den Clavulinen in die Nähe von Latrunculia.
Will man dies nicht, so muss für Monaxonia mit oxeaten Megaskleren (Amphioxe)
und stellareu diactinen Mikroskleren (Sanidaster) eine neue Gruppe geschaffen
werden.
Der Artikel Sponges von Sollas (3), aus der Encycl. Britann. abgedruckt,
enthält Aenderungen im System der Monaxonida, da seither die Arbeiten von
Ridley und Dendy sowie Sollas Challenger Rep. erschienen waren. S. das System
oben Sollas (1) bei Monaxonia.
Topsent (17) sondert die Ectyoninae in 3 Gruppen, Diagnosen nicht ge-
geben.
Derselbe (18) giebt eine kritische Durcharbeitung aller Arten von Cliona,
Thoosa und Alectona. Die Fam. Clioniden ist eine sehr natürliche, ihre Stellung:
Ord. Mouaxonida.
Unterordn. Spintharophora.
Gruppe Heterosclera.
Sect. Clavi;lidae.
Fam. Clionidae. Perforirende Clavuliden.
Systematik der Ceratospongiae.
Als Tiefseehornschwämme beschreibt Haeckel eine Anzahl Organismen der
Challengerexpedition, welche von den erfahrensten Spongiologen als Protozoen
angesprochen worden waren, während die Rhizopodenforscher diese Organismen
nicht als Wurzelfüsser anerkennen konnten. Die meisten dieser Tiefseehorn-
spongien leben symbiotisch mit Hydroidpolypen. Sie werden in 4 Fam., 11 Gatt.
und 26 Arten eingeteilt und leben alle in Tiefen unter 1000 Faden; 3 Arten
zwischen 1100 und 2000 und 23 Arten zwischen 2000 und 2950 Faden. 18 Arten
wurden im tropisch-pacifischen Ocean, 4 in anderen Teilen des stillen Oceans
gefunden, 4 waren atlantisch. In den meisten Formen fand H. ein echtes Horu-
schwammskelet; vom "Weichteil war das Mesoderm am besten erhalten, das
Ectoderm nicht sichtbar; das Kanalsystena wurde zwar nachgewiesen, konnte
aber nicht in befriedigender Art verfolgt werden. In einigen wurden Geissei-
zeilen koustatirt. Verf. glaubt, dass auch einige der als Foraminiferen be-
schriebenen Organismen Tiefseeschwämme seien. — Der Ansicht Polejaeffs, dass
die Hornspongien nur eine einzige Familie bilden, sei unnatürlich und dogmatisch.
Yon den von Vosmaer aufgestellten Familien ist unter den Tiefseehornschwämmen
nur die Fam. der Spongeliden vertreten, H. trennt aber die sandhaltigen
Psammopemma und Holopsamma von dieser Familie, weil sie kein Spongin haben
und vereinigt mit ihnen noch Psammina n. g. zur Fam. Psamminidae. Alle
Tiefseehornschw. gehören 2 Ordnungen an, die sich wie die Homo und Hetero-
coela der Calcarea unterscheiden. Das System ist folgendes:
Cannocoela H. Kanalsystem röhrenförmig (Asconentypus).
Fam. Ammoconidae H. Ohne Sponginskelet, Pseudoskelet aus Fremd-
körpern bestehend, welche gedrängt in der Grund Substanz liegen.
Ammolynthus H., Ammosolenia H. und Ammoconia H.
Domatocoela H. Kanalsystem blasig, nach dem Leuconentypus gebaut, mit
grossen Geisselkammeni.
15*
228 T^^- W. Weltner: Bericlit über die Leistungen
Farn. Psamminidae Ldf. Gatt. Psammina H. , Holopsamma Cart. und
Psammopemma Marsh.
Fam. Spongelidae Ldf. Gatt. Cerelasraa H. u. Psammophyllum H.
Fam. Stannomidae H. Skelet aus Sponginfibrillen , Pseudoskelet aus
Fremdkörpern gebildet, welche in der Grundsubstanz liegen.
Gatt Stannophyllura H., Stannarium H. u. Stannoma H.
(Von diesen Gattungen gehören die zur Familie der Ammoconidae imd
Stannomidae gerechneten wohl kaum zu den Spongien. Nicht viel besser steht
es mit den Gatt. Psammina, Holopsamma, Cerelasma u. Psammophyllum, erstere
beiden von Vosmaer als unsicher in ihrer Stellung bezeichnet. Ref.)
Lendenfeld (6) giebt sein System der Hornschwämme (s. oben bei System
der Spongien) u. führt alle von ihm anerkannten Gattungen auf u. giebt eine
Bestimmungstabelle derselben und aller Arten. Auch die Synonymie ist gegeben.
Die Monographie der Hornspongien von Lendenfeld (10) zerfällt in 3 Teile.
Der erste giebt eine Liste der bis Jan. 1888 erschienenen spougiologischen
Arbeiten, 1641 No. umfassend, unter denen auch Uebersetzungen und Auszüge
einbegriffen sind. Dann werden die Untersuchungsmethoden besprochen. Der
zweite Teil ist analytisch und enthält die Beschreibung aller bekannten Horn-
schwämme, zu welcher Lendenfeld reiche Sammlungen zu Gebote standen. Dieser
Teil des Werkes ist zugleich als ein Katalog der im britischen Museum vor-
handenen Hornschwämme anzusehen. Ferner enthält der zweite Teil auch die
Anatomie, Physiologie und Systematik jedes Genus. Verf. betrachtet die
Gattung als die wichtigste Einheit und behandelt bei jeder derselben die Ge-
schichte, Gestalt und Grösse, Oberfläche, Farbe, Konsistenz, Kanalsystem, Skelet,
Histologie und Physiologie, Verwandtschaftsverhältnisse, die Species und Schlüssel
zur Bestimmung derselben, Verbreitung. Am Schlüsse des zweiten Teiles findet
ein Schlüssel zur Bestimmung der Gattungen Platz. Der dritte Teil ist der
synthetische, die Anatomie, Physiologie, Embryologie, Parasitismus u. Symbiose,
Verbreitung, Phylogenie, Varietäten, Spezies und Genera und die Klassifikation
der Hornschwämme enthaltend, ferner die Phylogenie, die systematische Stellung
und das System der Spongien.
Aus dem von Leudenfeld gegebenen System der Hornschwämme, s. Lenden-
feld (6) bei System der Spongien, ist ersichtlich, dass Verf. dieselben als ein-
heitliche Gruppe nicht anerkennt. Das in demselben Werke gegebene System
der Spongien ist mit Fortlassung einiger Genera später (Lendeufeld 17) deutsch
veröffentlicht (s. oben unter Systeme der Spongien). Man vergleiche die Kritik
im Ann. Mag. Nat. Hist. (6) Vol. 6 p. 418-423. 1890.
Verf. unterscheidet 348 Formen Hornspongien, darunter 139 neue. Er
beschreibt 247 Species. Bei Australien finden sich allein 258 Formen. Die
Hornschwämme sind Bewohner des seichten Wassers, zwischen 20 und 50 m
ebend, die grösste Tiefe ihres Vorkommens ist 750 m. Sie finden sich vorzugs-
weise in warmen Meeren. — In dem Werke vermisse ich die Sp. equina gossy-
pina porosa Hyatt 1877. Die Gattung Halme erscheint wieder, obwohl schon
Vosmaer (Porifera) angab, dass der Name vergeben sei.
Ueber die Stellung von Luffaria s. Polejaeff (1) in russischer Sprache.
Fol will die Filiferae aufrecht erhalten, da er die Filamente für selbst-
gebildete Skeletteile ansehen muss. S. Anatomie und Histiologie, Ceratospong.
in der Spongiologie während der Jahre 1888—1891. 229
Besondere Faunen.
Marine Schwämme.
Arktisches Meer: 0.
Atlantischer Ocean.
Ostsee: Braun (1), Grentzenberg.
Nordsee: Dalla Torre Helgoland, Grieg wnd Brunchhorst Bergen, Noll Dront-
heim, Aurivillius (2) Schweden.
Liverpool Bay: Hanitsch (1. 2), Herdman (1).
Irland und Grossbritannien: Bell (Kirkpatrick), Carter und Hope, Hoyle,
Hanitsch (3).
Canal la Manche: Topsent (1—6, 11, 15 und 17), Giard (1. 2) Wimereux,
Hallez Boulogne, Bourue u. Heape sowie Cunningham Plymouth, Hope
Hastings, Herdman (2).
Französische Küste: Topsent (12 u. 20).
Mittelmeer: Topsent (16) Porquerolles, Fol Nizza, Lo Bianco (1) u. Bidder(2)
Neapel, Marenzeller, Lendenfeld (4, 16 u. 21 — 24) und Bohnhof (2) Adria-
tisches Meer, Anonym (2) und Gronen Sicilien, Bohnhof (1) Griechenland,
Faurot Tunis, Topsent (1. 5), Locard, Steindachner.
Acoren: Topsent (12).
Canarische Inseln: Topsent (21).
Senegambien: Topsent (21).
Nordamerika: Leidy (1), Rüge Florida, Honeymann Nova Scotia, Topsent (12)
Neufundland, Wilson.
Golf von Mexiko uud Westindien; Topsent (5. 9), Agassiz, Stewart,
Dendy (6).
Südamerika: Carter (2) Fernando Noronha.
Stiller Ocean.
Californien: Fewkes (nur Rossella antarctica).
Australien: Lendenfeld (1. 3), Dendy (11. 12), Spencer.
Indischer Ocean.
Rotes Meer: Noll, Keller (1. 2), Topsent (19).
Golf von Manaar: Dendy (3).
Golf von Bengalen: Wood-Mason (1. 2).
Reuuion: Topsent (14).
Antarktisch.
Antarktisches Gebiet: Pfeffer.
Kerguelen: Studer.
Süsswassersehwämme (auch brackisch).
Europa: Eusebio, Girod (1. 2) und Berthoule Auvergne. Imhof, Zacharias und
Weltner (1. 2. 6) Deutschland. Wierzejski und Traxler Oesterreich-
Ungarn. Sowinski (1. 2) und Zykoff (1. 2. 3) Russland. Richard Finn-
land, De Vries Holland.
Asien: Weber Indische Inseln.
Afrika: Stuhlmann (1. 2) Ostafrika, Voeltzkow Madagaskar.
Amerika: Mills (1), Mac Kay, Potts (2) und Kellikott Nordamerika. Hinde
Südamerika.
Australien: Lendenfeld (3).
230 Dr. W. Weltuer; Bericht über die Leistungen
Neue Genera, Species, Varietäten und Synonymie.
Die Synonymie der Tetraxonia imd Spintharophora ist bei Sollas (1)
einzusehen; die der Hornscbwämme bei Lendenfeld (10). Beide Werke sind
Monographien. Ferner habe ich in diesem Bericht nicht die Angaben aufge-
nommen, die Topsent (5) über die Synonymie der 71 bei Luc gefundenen
Schwammarten gemacht hat, s. deswegen 1. c. p. 138—157
Calcarea.
1. Homocoela,
Ascaltis contorta Bwk. syn. Leucosolenia cont. Bwk., Leucos. cont. Cart.
Hanitsch (2).
Ascandra angulata n. sp. Lendenfeld (24) Adria.
— contorta H. bei Barrois ist A. variabilis H. Giard (2).
Ascetta coriacea Flem. nov. var. osculata Hanitsch (3) Arrau Inseln.
— spinosa n. sp. Lendenfeld (24) Adria.
Ascortis lacunosa Johnst. syn. Grantia lac. Johnst., Leucosolenia lac. Bwk.
Ascetta primordialis H. bei Hanitsch (Proc. Liverpool. Biol. Soc. Vol. 3)
pro parte. Hanitsch (2).
Homandra n. g. Homoderretinae mit rhabden und triactinen , oder rhabden und
tetractineu Nadeln, oder allen drei Nadelformen. Lenden feld (23).
Hometta n. g. Homoderretina mit triactinen oder tetractinen Nadeln, oder beiden.
Lendenfeld (23).
Leucosolenia asconoides Cart. syn. Aphroceras asc. Cart. Dendy (12).
— botryoides J. Clark syn. Grantia lieberkübni 0. Schm., syn. Ascortis fragilis
H., syn. Lieberkühn Arch. Au. u. Phys. 1859 p. 373 u. 382. Grentzenberg.
— cavata Cart. syn. Clathrina cav. Cart. Dendy (12).
— depressa n. sp. Dendy (12) Near Port Philipp Heads.
— dubia n. sp. Dendy (12) Near Port Philipp Heads.
— (?) laminoclathrata Cart. syn. Clathrina lam. Cart. Dendy (12).
— lucasi n. sp. Dendy (12) Port Philipp Heads.
— osculum Cart. syn. Clathrina ose. Cart. Dendy (12).
— pelliculata n. sp. Dendy (12) Near Port Philipp Heads.
— protogenes H. syn. Ascetta primord. var. prot. H. syn. Ascetta procumbens
Ldf. syn. Clathrina primord. Cart. Dendy (12).
— proxima n. sp. Dendy (12) Near Port Philipp Heads.
— pulcherrima n. sp. Dendy (12) Near Port Philipp Heads.
— stipitata n. sp. Dendy (12) Near Port Philipp Heads.
— stolonifer n. sp. Dendy (12) Near Port Philipp Heads.
— (?) sycandra Ldf, syn. Homoderma syc. Ldf. Dendy (12).
— tripodifera Cart. syn. Leucetta clathrata Cart., syn. Clathrina trip. Cart.,
und var. gravida Cart. Dendy (12).
— ventricosa Cart. syn. Clathrina ventr. Cart. Dendy (12).
— nov. var. solida. Dendy (12) Near Port Philipp Heads.
— wilsoni n. sp. Dendy (12) Near Port Philipp Heads.
in der Spongiologie während der Jahre 1888—1891. 231
2. Heterocoela,
Amphoriscus Gattungsdiagnose: Amphorisciuae mit triactinen und tetractinen
Nadeln oder beiden. Lenden feld (23).
Ebnerella n. g. Amphoriscinae mit rhabden und triactinen, oder rhabdeu und
tetractinen Nadeln, oder allen drei Nadelformen. Lendenfeld (23).
— gregori n. sp. Lendenfeld (24) Adria.
Leucaltis impressa n. sp. Hanitsch (2) Puffin Isl. in einer Lache zur Ebbezeit.
Leucandra Gattungsdiagnose: Leuconidae mit rhabden und triactinen, oder
rhabden und tetractinen Nadeln, oder allen drei Nadelformen. Lenden-
feld (23).
— balearica Lacksch. n. var. linaresi. Giard (2; Wimereux.
— erinaceus n. sp. Lendenfeld (3) Austral. Port Jackson.
Leucetta Gattungsdiagnose: Leuconidae mit triactinen oder tetractinen Nadeln»
oder beiden. Lendenfeld (23).
Leuconia sacculata n. sp. Carter (3) Fernando Noi'onha.
Leucortis elegans n. sp. Lendenfeld (3) Austral. Ostküste.
Polejna Gattungsdiagnose: Sylleibidae mit triactinen oder tetractinen Nadeln,
oder beiden. Lendenfeld (23).
— telum n. sp. Lendenfeld (24) Adria.
Sycaltis leuconides n sp. Bidder, provisionally. „Having a Sycaltis skeleton
and a Leucon-like canal- System, and thereby necessitating a change of
Classification among the Heterocoela". Neapel.
Sycandra Gattungsdiagnose: Syconinae mit rhabden und triactinen, oder
rhabden und tetractinen Nadeln, oder allen drei Nadelformen. Lenden-
feld (23).
— helleri n. sp. Lendenfeld (24) Adria,
— tuba n. sp. Lendenfeld (24) Adria.
Sycantha n g. Sycanthinae mit rhabden und triactinen, oder rhabden und
tetractinen Nadeln, oder allen drei Nadelformen. Lendenfeld (23).
— tenella n. sp. Lendenfeld (24) Adria.
Sycetta Gattungsdiagnose: Syconinae mit triactinen oder tetractinen Nadeln,
oder beiden. Lendenfeld (23).
Synute n. g. Kalkschwämme, welche eine Kolonie von zu einer einzigen Masse
verschmolzener Syouen darstellen, die Kolonie von einer gemeinsamen Rinde
umhüllt. Röhrenskelet gegliedert oder nicht, Riudenskelet hauptsächlich
aus enormen oxeote spicules bestehend, welche in mehreren Lagen iind
parallel zur Längsaxe der einzelnen Individuen augeordnet sind. Dendy (11).
— pulchella n. sp. Dendy (11) Port Philipp Heads, Victoria.
Teichonella labyrinthica Gart. syn. Grantia lab. Gart. Dendy (8).
Vosmaeria Gattungsdiagnose: Sylleibidae mit rhabden und triactinen, oder
rhabden und tetractinen Nadeln, oder allen drei Nadelformen. Lenden-
feld (23).
— corticata n. sp. Lendenfeld (24) Adria.
Noncalcarea.
Triaxonia.
Chonelasma schulzei n. sp. Topsent (12) 39» 26' N, 33° 23' 0. 1557 m.
Euplectella cucumer Owen syn. ? Trichaptella elegans Filhol Marshall. (Eine
232 Dl'- W. Weltuer: Bericht über die Leistungen
Entscheidung darüber, was Trichaptella ist, wird sich mit Sicherheit erst
nach Untersuchung der Microsclere treffen lassen. Nach mündlicher Mit-
teilung von Prof. F. E. Schulze ist sie vielleicht identisch mit ßegadrella
Phoenix 0. Schmidt. Ref.)
Hexactinella grimaldi n. sp. Topsent (12) Acoren. 1300 m.
Periphragella lusitanica n. sp. Topsent (12) 39« 22' N, 33° 44' 0. 1384 m.
Tetraxonia.
Hierher auch Chondrosia und Ohondrilla. Die Pseudotetraxonia Vosm. aber
ausgeschieden, s. Monaxonia.
1. Lithistida.
Aciculites incrustans n. sp. Topsent (9) Banc de Campeche (Meerbusen von
Mexiko).
Azorica crassiuscula n. sp. Sollas (1) Fundort unbekannt.
— marginata n. sp. Sollas (1) Ki Ins. S. v. Neu Guinea. 140 Fad.
Callipelta n. g. Sollas (1) Corallistidae in which the ectosomal spicule has the
form of a discotriaene , but the axis of a rhabdus. The microslere is an
amphiaster.
— ornata n. sp. Sollas (1) Ki Ins. S. v. Neu Guinea. 140 Fad.
Corallistes thomasi n. sp. Sollas (1) Ki Ins. S. v. Neu Guinea. 140 Fad.
Daedalopelta u. g. Sollas (1) Corallistidae in which the desma and discotriaene
are similar to those of Macandrewia but the microscleres are spirasters.
Discodennia discifurca n. sp. Sollas (1) Port Jackson. 30— 35 Fad.
— ornata n. sp. Sollas (1) Fundort unbekannt.
— panoplia n. sp. Sollas (1) Ki Ins. S. v. Neu Guinea, 140 Fad.
— stylifera n. sp. Keller(2) Rotes Meer, Dahlak Inseln. 28 Faden.
Kaliapsis permollis n. sp. Topsent (14) Ile de la Reunion.
Neosiphonia n. g. Sollas (1) Tetracladidae with a more or less ovate body
supported on a longer or shorter stem; canal-system as in the fossil genus
Siphonia. The ectosomal megascleres are dicho- or trichotriaenes. The
microsclere is a spirater (?).
— superstes n. sp. Sollas (1) Matuka, Fiji Ins. 315 Fad.
— schmidtii n. sp. Sollas (1) Golf von Mexiko.
Pleroma n. g. Sollas (1) Pleromidae in which the flagellated Chambers are
large, with wide short aphodi. The microscleres are microxeas and spirasters.
— turbinatum n. sp. Sollas (1) Matuka, Fiji Ins. 315 Fad.
Scleritoderma flabelliformis n. sp. Sollas (1) Ki Ins. S. v. Neu Guinea. 140 Fad.
Siphonidium capitatum n. sp. Sollas (1) Ki Ins. S. v. Neu Guinea. 140 Fad.
Sympyla n. g. Sollas (1) Azoricidae in which the poral terminations of the
excurrent canals are collected into separate areas, which are distributed
over one side of the sponge; the oscules are simple, and are distributed
over the side opposite to that bearing the pores.
Tretolophus n. g. Sollas (1) Azoricidae in which the oscules are arranged in
a linear series along the summit of a ridge-like elevation. Main excurrent
canals more or less vertical.
— paniceus n. sp. Sollas (1) Ki Ins., Südl. v. Neu Guinea. 140 Fad.
in der Spongiologie wäliroiid der Jahre 1888—1891. 233
2. Choristidae,
A. Sigmatopliora.
Eam. Tetillidae.
Cinachyra eurystoma n. sp. Keller (2) Rotes Meer.
— schulzei n. sp. Keller (2) Rotes Meer, Aden, bis an die Küste von
Madagaskar verbreitet.
— trochiformis n. sp. Keller (2) Rotes Meer.
Craniella pulchra. Sollas (1) Twofold Bay, Australien, 36° 59' SBr., 150° 20' OL.
150 Fad. cf. Jabresber. 1885/87 p. 239.
— scbmidtii. Sollas(l) Culebralsl. in Westindien, 18» 38' 30" NL., 65" 5' 30" WL.
390 Fad., wie vorber.
Chrotella simplex. Sollas (1) s. Fundortsangabe und vergleiche Jabresber.
1885/87 p. 238.
Spiretta n. g. Tetillide ohne Faserriude, mit vorstehenden Vierstrahlern, Mikro-
sklere: Einaxer, ohne Sterne, mit zahlreichen spiralförmigen Nadeln.
Lendenfeld (3).
— porosa n. sp. Lendeufeld (3) Austral. Port Denison.
— raphidiophora n. sp. Lendenfeld (3) Austral. Port Jackson.
Tetilla coronida n. sp. Sollas (1) Heard Isl. in Kerguelen, 52° 4' SBr., 71° 22' OL.,
150 Fad.
— grandis n. var. alba. Sollas (1) Christmas Isl. 120 Fad.
— hir.suta n. sp. Dendy (3) Golf von Manaar.
— truncata n. sp. Topsent (12) 43" 40' N., 8» 55' 0. 134 m.
B. Astrophora.
Farn. Theneidae.
Characella agassizi n. sp. Sollas (1) Grenada. 164 Fad.
— sollasi n. sp. Topsent (12) 300— 736 m.
Nethea u. g. Sollas (1) Theneidae of no regulär form; in the only species
known, iucrusting or burrowing. The megascleres are an oxea and a dicho-
triaene, with the rhabdome reduced to a tubercle.
Poecillastra n. g. Sollas (1) für Normania Bwk. , Norm. 1868. Bwk. 1874.
Sollas 1886. Dagegen verwirft Norman das Genus Poecillastra, Bullen
Newton hält es aber aufrecht.
Sphinctrella gracilis n. sp. Sollas (1) Gap Verde Ins. 100—128 Fad.
— ornatus n. sp. Sollas (1) Cap Verde Ins. 100—128 Fad.
Staeba n. g. Sollas (1) Theneidae of no regulär form; in the only species
known burrowing. The megascleres are dichotriaenes , the microscleres
spinöse microxeas.
Thenea intermedia n. sp. Sollas (1) Mittelmeer.
— sp. Sollas (1) vielleicht Tb. wrightii juv. Westküste von Süd-Amerika
1775 Fad.
— sp. Sollas (1) vielleicht Th. wyvillei juv. Admiralitäts Ins. 1070 Fad.
Triptolemus n. g. Sollas (1) Theneidae of no regulär form, usually incrusting.
Oscules and pores not known. The megascleres iuclude an oxea and centro-
triaene, the microscleres a spiraster and spinöse microxea.
— cladosus n. sp. Sollas (1) 5° 49' 15" SBr., 132° 14' 15" OL. 140 Fad.
234 1^1'- W. Weltner: Bericht über die Leistungen
Fam. Pachastrellidae.
Calthropella n. g. Sollas (1) Pachastrellidae with only ou form of raicrosclere,
which is a euaster. The only megascleres are calthrops, oxeas being absent.
— siniplex n. sp. Sollas (1) St. Jago (Cap Verde Ins.).
Dercitus bucklandi Bwk. syn. Dercitus niger Cart. Hanitsch (2).
Pachastrella debilis n. sp. Topsent (12) 38° 22' N., 30" 34' 0. 736 m nnd
300 23' N., 30° 20' 0. 318 m.
— exostotica 0. Schm. syn. Calthropella exostoticus Soll. Keller (2),
Fam. Seiriolidae.
Seiriola n. g. Einzige Gattung der Seiriolida n. fam., der Streptastrosa Sollas.
Die Gatt, ist charakterisirt durch die Tj'lostyle im Ectosom. Hanitsch (1. 2).
— compacta n. sp. Hanitsch (1.2) Puffin Island. Littoral.
Fam. Stellettidae.
Algol n. g. Sollas (1) The ectosome is thin, not fibrous, and contains tangen-
tially scattered oxeas. The microscleres are a chiaster and a comparatively
large microrabd. The megascleres are partly radially and partly irregularly
arranged.
Ancorina. Umgrenzung der Gattung bei Marenzeller (1).
— australis n. sp. Lendenfeld (3) Austr, Port Jackson.
— cerebrum 0. Schm. syn. A. Verruca 0. Schm, syn. Stelletta wageneri 0. Schm.
Marenzeller (1).
— radix n. sp. Marenzeller (1) Adriat. Meer.
Astrella Soll, ist einzuziehen. Marenzeller (1).
— Sollas syn. Stelletta. Vosmaer (8).
Aurora n. g. Sollas (1) The cortex is not differentiated in twolayers; densely
crowded with large spherasters.
Disyringa n. g. Sollas (1) Sponge more or less spherical, produced at one pole
into a complex cloacal tube, and at the opposite pole into a simple poriferous
tube, to which the pores of the sponge are confined. The megascleres of
the cloacal tube are modified ortho and dichotriaenes. The microscleres are
an ectosomal sanidaster, a choanosomal oxyaster, and an orthodragma.
Dragmastra u. g. Sollas (1) Sponge similar to Stelletta, but with the collen-
chymatous layer of the cortex crowded with orthodragmas.
— normani Sollas syn. Stelletta norm. Sollas. Sollas (1).
Ecionema nigrum n. .sp. Sollas (1) Westküste von Afrika.
Homasterina Soll, und Euasterina Soll,, Subf. bei Stelletta, einzuziehen. Maren-
zeller (1).
Papyrula helleri syn. Stelletta helleri 0. Schm. syn. Papyrula helleri bei Sollas.
Marenzeller (1).
Pilochrota cingalensis n. sp. Sollas (1) Ceylon.
— lendenfeldi n. sp. Sollas (1) Bass Strasse. 38 Fad.
— moseleyi n. sp. Sollas (1) Torres Strasse. 3 — 11 Fad.
Psammastra gigas n. sp. Lendenfeld (3) Austr. Port Jackson.
Stelletta, Umgrenzung der Gattung bei Marenzeller (1), der Typus ist Stelletta
grubi 0. Schmidt.
— O. Schmidt. Lenden feld (16) giebt folgende Diagnose; Kieselschwämme
mit triänen und amphioxen Megaskleren und mit streng radiären Astern,
zu denen sich selten Rhabdodragma gesellen. Mit kleinen kugeligen Geissei-
in der Spongiologie während der Jahre 1888—1891. 235
kammern und meist einer Rinde. Mit 69 Arten. Die Stellettidae SoUas
sind nur Spezies der Gattung Stelletta.
— ancei3s 0. Schmidt syn. St. grubi 0. Schmidt. Vosmaer (8).
— boglicii 0. Schmidt, syn. St. grubii Marenz., Ecionema coactura Bwk.,
Stelletta boglicii Soll., St. coactura Soll. Lenden fei d (16).
— collingsi Bwk., syn. Tethea coli. Bwk., Tethea schmidtei Bwk., Collingsie
sarniensis Gray, Collingsia schmidtei Gray, Stelletta coli. SoUas, non Ec-
conemia ponderosa Bwk. bei Hanitsch, Proc. Liverpool Biol. Soc. Vol. 3.
Hanitsch (2).
— dorsigera 0. Schmidt, syn. Astrella dorsigera Soll., Stelletta grubii Marenz.
Lendenfeld (16).
— dorsigera 0. Schmidt syn. St. grubi und boglici 0. Schmidt. Vosmaer (8).
— dorsigera syn. boglici 0. Schmidt, syn. St. anceps 0. Schmidt, syn. St. grubi
O. Schmidt. Auchenthaler.
— grubii 0. Schm. syn. St. boglicii 0. Schm., syn. St. dorsigera 0. Schm., syn.
St. anceps 0. Schm. Marenz eljer (1).
— grubei 0. Schmidt, syn. Tethya collingsii Bwk., T. schmidtii Bwk., Collingsia
sarnensis Gray, Coli, schmidtii Gray, Stelletta anceps 0. Schmidt, Stell,
collingsii Soll., Astrella anceps Soll., Stelletta grubii Soll., St. grubii
Marenz. Lenden feld (16).
— hanseni n. sp. Honeyman. Ohne Beschreibung.
— hellen 0. Schmidt syn. Penares helleri. Vosmaer (8).
— hispida Buccich syn. Ancorina hispida Buccich. Marenzeller (1).
— hispida syn. Ancorina hispida Buccich, syn. Stelletta hispida Marenz.
Lendenfeld (16).
— pumex 0. Schmidt, syn. Astrella pumex Soll., Stelletta pumex Marenz.
Lendenfeld (16).
— siemensi n. sp. Keller (2) Südl. Rotes Meer. 18 Fad.
— tethyoides n. sp. Lendenfeld (3) Salomon Isl.
Stryphnus mucronatus syn. Stelletta mucronata 0. Schm., syn. St. carbonaria
0. Schm., Stryphnus carbonarius bei Sollas, Str. mucronatus bei Sollas.
Marenzeller (1).
— rudis n. sp. Sollas (1) Norwegen.
Thalassomora n. g. Stellettide von Kugelgestalt, ohne Faserrinde. Oberfläche
sammetartig, durch stabförmige Nadeln. Der zentripetale Strahl der Vier-
strahler länger als die tangentialen. Drei Sorten Mikrosklere: Spindeln,
Sterne u. Stäbchen. Lenden feld (3).
— nigra n. sp. Lenden feld (3) Austr. Ostküste, Port Molle, Queensland.
Tribrachium "Weltn. Diagnose bei Sollas (1) Sponge spherical, produced into a
special cloacal tube, the megascleres of which are orthodiaenes. The micro-
scleres are sanidasters only, though a minute euaster may occasionally be
present.
Fam. Geodidae.
Cydonium berryi n. sp. Sollas (1) Lingin, China.
— cooksoni n. sp. Sollas (1) Galapagos.
— eosaster n. sp. Sollas (1) Port Jackson. 6— 15 Fad.
— erinaceus n. sp. Lendenfeld (3) Austr. Ostküste.
— paponicum n. sp. Sollas (1) Japan.
236 I^i"- W. "Weltuer: Bericht über die Leistungen
Cydonium normani n. sp. Sollas (1) Norwegen.
— pleiades n. sp. Sollas (1) Ostafrika.
Erylus carteri n. sp. Sollas (1) Golf von Manaar.
— discophorus syu. Stelletta discophora 0. Schm., St. mamillaris 0. Schm.,
syn. Erylus discophorus bei Sollas, syn. Erylus mamillaris bei Sollas.
Marenzeller (1).
— lendenfeldi n. sp. Sollas (1) Freemantle, S. Austral.
— nummulifer n. sp. Topsent (12) 38« 23' N, 30« 20' 0. 318 m.
Geodia barretti Bwk. n. var. senegalensis. Topsent (21) Rufisque, basse mer
(Senegal).
— carteri n. sp. Sollas (1) Adelaide, Austral.
— nigra n. sp. Lendenfeld (3) Austr. Broughton Isl.
Isops sollasi n. sp. Lenden fehl (3) Austral. Port Jackson.
Pachymatisma normani n. sp. Sollas (1) Norwegen 180 Fad. , Orkney Ins.
35 Fad., Schottland, Shetland Ins.
Sidonops n. g. Sollas (2) für Synops neptuni Soll., nitida, vosmaeri u. raacan-
drewi.
Synops pyriformis Vosm. zu Isops gehörig. Sollas (2).
C. Megasclerophora.
Fam. Tethyopsillidae.
Tethyopsilla n. g. Kugelige Tethyopsillide mit haariger Oberfläche. Tangential-
strahlen der Vier.strahler sehr unregelmässig und kurz. Ohne Mikrosklere.
Lendenfeld (3).
— stewarti n. sp. Lendenfeld (3) Austral. Port Jackson. Mauritius.
D. Microsclerophora.
Fam. Corticidae.
Calcabrina n. g. Sollas (1) Corticidae containing spinöse microrabds in addition
to tetractinose asters or candelabra.
Corticella n. g. Sollas (1) Corticidae containing polyactinose in addition to
tetractinose asters.
Rhachella n. g. Sollas (1) Corticidae (?) characterised by polycladose calthrops.
Fam. Thrombidae.
Thrombus ornatus n. sp. Sollas (1) Seychellen.
E. Oligosilicina.
Fam. Chondrillidae.
Chondrilla globulifera n. sp. Keller (2) Rotes Meer, Suakin. 2— 5 Fad.
Fam. Chondrosidae.
Chondrosia collectrix n. sp. Lendenfeld (3) Austr. Port Jackson,
Fam. Astropeplidae.
Astropeplus n. g. Sollas (1) mit Charakter der Familie.
— pulcher n. sp. Sollas (1) Cap Verde Ins. 100— 128 Fad.
Monaxonia.
Folgende Familien kommen vor : Tethydae, Sollasellidae,'Dorypleridae, Spira-
strellidae, Placospongidae, Epipolasidae, Scolopidae, Suberitidae, Cliouidae, Des-
macidonidae, Axinellidae, Heterorrhaphidae, Spongillidae u. Homorrhaphidae.
in der Spongiologie währeiu! der Jahre 1888 — 1891. 237
1» Clavulina.
Fam. Tethydae.
Tethya corticata n. sp. Lendenfeld (3) Austral. Port Jackson.
— fissurata n. sp. Lendenfeld (3) Austral. u. Neu Seeland.
— japonica n. sp. Sollas (1) Manila. 18 Fad.
— inflata n. sp. Lendenfeld (3) Austral. Port Jackson.
— laevis n. sp. Lendenfeld (3) Austr. Port Jackson.
— multiStella n. sp. Lendenfeld (3) Australische Küsten, Neu Seeland
Chatam Isl,
— phillipensis n. sp. Lendenfeld (3) Austr. Port. Pliilipp.
— seychellensis Soll. syn. Tethya cliftoni Bwk. Keller ( ), Vergl. weiter
Keller und Sollas.
Tethyorrhaphis n. g. Tethyde mit stellaren und diakten Mikroskleren.
— conulosa n. sp. Lendenfeld (3) Austr. Port Jackson.
— gigantea n. sp. Lendenfeld (3) Austr. Port Jackson.
— laevis n. sp. Lendenfeld (3) Austr. Port Jackson.
— tuberculata n. sp. Lendenfeld (3) Austr. Port Jackson.
Fam. Sollasellidae.
SoUasella n. g. Lendenfeld (3), SoUasellide mit sty loten Megaskleren, ohne
Mikrosklere.
— digitata n. sp. Lendenfeld (3) Austral. Ostküste.
Fam. Dorypleridae.
Dorypleres n. g. Sollas (1). S. giebt absichtlich keine Diagnose, die Species
ist ausführlich beschrieben.
— dendyi n. sp. Sollas (1) 5» 49' 15" SB., 132» 14' 15" OL. 140 Fad.
Fam. Spirastrellidae.
Latrunculia insignis n. sp. Topsent (12) 38^ 22' N, 30° 34' 0. 736 m.
— magnifica n. sp. Keller (1) Rotes Meer, Suakin.
Papillina 0. Schmidt syn. Cliona. Leidy (1).
— arcuata n. sp. Topsent (9) Banc de Campeche (Meerbus. v. Mexiko).
— panis n. sp. Lendenfeld (3) Austral. Port Jackson.
— ramulosa n. sp. Lendenfeld (3) Austral. Port Jackson.
— suberea 0. Schm. syn. Cliona celata Grant. Hanitsch (2).
Papillissa n. g. Sehr lakunöse Spirastrellide , Oberfläche mit knopfförmigen
Papillen. Die Septeu in den Lakunen membranförmig. Mikrosklere aus
Bündeln langer schlanker, bedornter Oxea bestehend. Lendenfeld (3).
— lutea n. sp. Lendenfeld (3) Austr. Port Jackson.
Raphyrus giiffithsi Bwk. uon. syn. Papillina suberea 0. Schm., syn. Cliona
celata Grant. Topsent (15).
Spirastrella aculeata n. sp. Topsent (12) 38° 22' N, 30° 34' 0. 736 m.
— australis n. sp. Lendenfeld (3) Austral. Port Jackson.
Fam. Placospongidae.
Placospongia intermedia n. sp. Sollas (1) Punta Arenas Central - Amerika
? Florida.
— melobesioides Gray syn. Plac. mel. Carter, syn. Plac. mel. 0. Schm. syn.
Plac. mel. Soll., syn. ? Plac. carinata Soll., syn. ? Plac. intermedia Soll.
Keller (2). Vergl. auch Sollas Tetractinell. Report Challenger 1888.
238 Dl"- W. Weltner: Bericht über die Leistungen
Farn. Epipolasidae.
Amphius n. g. Sollas (1) Epipolasidae possessing but one form of iniscrosclere,
an amphiaster. Chamber-system diplodal.
— huxleyi n. sp. Sollas (1) Neue Hebriden, 60 — 70 Fad.
Asteropus n. g. Sollas (1) Epipolasidae resembling Stryplmus, from wliich they
differ mainly by tbe absence of a triaene.
Coppatias n. g. Sollas (1) Epipolasidae in whicb tbe single form of raicro-
sclere is a euaster.
Farn. Scolopidae.
Scolopes n. g. Sollas (1) Scolopidae in wbich an amphiaster is present, the
sponge is not provided witb a stalk, and is not of symmetrical form.
— raoseleyi n. sp. Sollas (1) Bahia.
Fam. Suberitidae.
Plectodendrou n. g. Gestielte Suberitide , deren Körper ein in einer Ebene
ausgebreitetes reguläres Netzwerk bildet. Nadeln zu sehr lockeren,
anastomosirenden Bündeln angeordnet. Lenden feld (3).
— elegans n. sp. Lendenfeld (3) Austr. Küsten.
Ridleia n. g. Dendy (1). Scbwaram mit ßinde, worin hochentwickeltes Faser-
gewebe. Körper einfach, die Auswurfsöffnung liegt am Ende einer knrzen
fibrösen Röhre. Kanalsystem kanalikular, Kammern diplodal. Skelet aus
monaxonen Nadeln bestehend, Stylo- oder Tylostyle, fast ganz im Ectosom
liegend, zu starken Längszügen vereinigt; an der Oberfläche des Schwammes
ragen Bündel kleiner Nadeln hervor. Ohne Stylodragmata im Ectosom, wie
bei Quasillina.
— oviformis n. sp. Dendy (1) Exped. Porcupine, Stat. 82.
Suberites clavatus n. sp. Keller (2) Rotes Meer, Suakin, Suez.
— domuncula Nardo syn. Halichondria suberea Mont. syn. Hai. suberea
Johnst. Hanitsch (2) (s. Jahresber. 82—84).
— edouardi n. sp. Honeymanu. Ohne Beschreibung, an Ostrea virgianeana.
Prince Edward Isl.
— ficus Esp. syn. Alcyonium ficus Esp. , Halichondria ficus Johnst., Hymeui-
acidon ficus Bwk., Haiich. fic. Gart., Suberites fic. 0. Schm. Hanitsch (2).
— incrustans n. sp. Keller (2) Rotes Meer, Assab.
— mastoideus n. sp. Keller (2) Rotes Meer, Suakin.
— sulphurea (Bean) Gray non syn. Sub. sulf. bei Topsent 1888. Topsent(15)
— teuuicula (Bwk.) Carter? syn. Hymedesmia tenuic. Bwk. Topsent (15).
Terpios lendenfeldi u. sp. Keller (2) Rotes Meer bei Perim.
— viridis n. sp. Keller (2) Rotes Meer, Suakin.
— — hyatti n. var. Keller (2) Westküste von Madagaskar.
Tethyspira n. g. zu den Suberitidae 0. Schm., aufgestellt für Tethea spinosa
Bwk. Diagnose: Megasclere monoctinal, in strahlenförmigen von der Basis
des Schwammes ausgehenden Linien angeordnet. Microsclere dornige Tylo-
strongyle. Topsent (15).
Fam. Clionidae.
Alectona Gart. Diagnose. Topsent (18 p. 587).
Cliona Grant Diagnose. Topsent (18 p. 577).
— celata Graut syn. Gl. gorgonoides Hanc, Gl. linearis Soll. Topsent (5).
— celata massive syn. Glioua cel. bei Johustou 1842, syn. Raphyrus Griffithsii
in der Spongiologie wählend der Jahre 1888—1891. 239
Bwk., non syn. Papillina suberea bei 0. Schmidt Suppl. II ii. Sp. Atlant.
Geb., Confusion bei Gray 1867, syn. Raph. Griff. Carter 1884. Topsent
(5 n. 10) Diagn. Cliona celata p. 46.
— celata Grant syn. Raphyrus Griffithsi Bwk., Cliona ramotubulata Cart, syn.
Cl. phalica Leidy. Leidy (2).
— celata Grant syn. Vioa celata Nardo, Spongia terebrans Duvernoy, Hali-
chondria celata Johnst. , Hymeniacidon celata Bwk., Raphyrus griffithsii
Bwk., Vioa celata 0. Schm., Papillina si;berea 0. Schm., Spongia .sulphnrea
Desor, Cliona sulphurea Verril. Hanitsch (2).
— euiyphylle n. sp. auf Madreporide und Chama. Topsent (5).
— indica n. sp. Topsent (18) auf Meleagrina, Ceylon,
— jullieni n. sp. Topsent (18) La Reunion, auf Stein.
— lesueuri n. sp. auf Haliotis. Topsent (5).
— mazatlanensis Hanc. syn. Cl. vastifica novo sensu. Topsent (5).
— michelini n. sp. in Murex, Ind. Ocean. Topsent (5).
— phallica n. sp. Leidy (1) Florida.
— stationis Nassonow vielleicht syn. Cliona vastifica novo sensu. Topsent (5)
— thoosina n. sp. auf Pectunculus. Topsent (5).
— vastifica bei Topsent syn. Cl. vast, und northumbrica Hanc. Topsent (5).
Diagn. p. 56.
Sapliue mussae n. sp. Keller (2) Rotes Meer, Suakin.
Thoosa Hanc. Diagnose. Topsent (18 p. 585).
— circumflexa n. sp. Topsent (18) auf Tridacna.
— fischeri n. sp. Topsent (18) auf Meleagrina v. Ceylon.
— hancocci n. sp. auf Tridacna gigas. Topsent (5).
— letellieri n. sp. Topsent (18) auf Tridacna.
Vioa carteri Ridley syn. Cliona subulata Soll. Diese vielleicht nur var. von
Cliona lobata Hanc. Topsent (5).
— granti 0. Schm. vielleicht syn. Cliona vastifica Hanc. Topsent (5).
2. Holichondrina,
Farn. Desmacidonidae.
Acarnus wolfi'gangi n. sp. Keller (1) Rotes Meer, Suakin.
Alebion piceum Vosm. syn. Deudoryx pic. Topsent (6).
— proximum Ridl. .syn. Dendoryx proxima. Topsent (6).
Amphilectus apollinis Ridl. u. Dendy syn. Artemisiua. Topsent (12).
— foliatus Bwk. bei Vosmaer syn. Haiich. fol. Bwk. Mon, III und Carter
Ann. 4 Vol. 18. Hope.
— incrustans Johnst. syn. Halichondria incrust. Johnst., Haiich. saburrata
Johnst., Haiich. panicea Grant, Desmacidon incrust. 0. Schm. Hanitsch (2).
Artemisina transiens n. sp. Topsent (12) 43" 44' N., 8» 12' 0. 135 m.
Buharis Gray modif. Topsent (17) p. 546. Hierher Hymeraphia vermiculata
Bwk. und verticillata Bwk. Topsent (17).
Clathria australis n. sp. Lenden feld (3) Austral. Port Philipp.
— carteri n. sp. Topsent (9) Banc de Campeche.
— copiosa n. sp. Topsent (9) Banc de Campgehe.
— corallitincta n. sp. Dendy (3) Golf von Manaar.
240 Dr. W. Weltner: ßericlit über die Leistungen
Clathria dentata n. sp. Topseut (9) Banc de Campeche.
— fascicularis n. sp. Topsent (9) ?syn. Echinoclathria ? sp. Cart. 1884. Banc
de Campeche.
— foliacea n. sp. Topsent (9) Banc de Campeche.
— indica n. sp. Dendy (3) Golf von Manaar. Ohne Microsklere !
— macropora n. sp. Lendenfeld (3) Austral. Neu Seeland.
— pyramida n. sp. Lendenfeld (3) Austral. Port Jackson.
— seriata Johnst. syn. Halichondria ser. Johnst. , Spongia ser. Grant, Chalina
ser. ßwk., Ophlitaspongia ser. Bwk. Hanitsch (2).
Clathriodendron n. g. Desmacidonide mit sehr grossen tylostyloten Megaskleren,
welche im Schwämme zerstreut sind. Die Spongienfasern enthalten nur
wenig Nadeln. Die an den Fasern frei vorragenden Spikula sind bedomte
Styli. Lendenfeld (3).
— arbuscula n. sp. Lendenfeld (3) Austral. Port Jackson.
— irregularis n. sp. Lendenfeld (3) Austral. Port Jackson.
— nigra n. sp. Lendenfeld (3) Austral. Ostküste.
Clathriopsamma u. g. Desmacidonide mit Saudrinde und Hornfasersklelet, in
welchem fremde Spikulateile vorkommen. Abstehende glatte Styli an den
Fasern vorhanden. Lendenfeld (3).
— lobosa n. sp. Lendenfeld (3) Austr. Port Jackson.
— reticulata u. sp. Lendenfeld (3) Ostaustral.
Clathrissa n. g. Desmacidonide, deren Skelet aus dichten Bündeln schlanker
Oxea besteht, mit sehr wenig Spongin. Die von den Bündeln abstehenden
Nadeln sind bedornte Styli. L enden feld (3).
— arbuscula n. sp. Lenden feld (3) Austr. Port Jackson.
— elegans u. sp. Lendenfeld (3) Ai;str. Port Jackson.
— pumila n. sp. rubra n. var. Lenden feld (3) Austr. Port Jackson.
Dendoryx Gray, novo sensu. Topsent (5) p. 115 und 119—121.
— dujardini Tops. syn. Hymeniacidon duj. ßwk., Halisarca duj. Gray.
Topseut (5).
— hyndmanni syn. Halichondria hyndm. Bwk., syn. Isodictya hyndm. Bwk.,
syn. Alebion hyndm. bei Gray. Topsent (6).
— incrustans Gray syn. Halichondria incr. Johnst. Topsent (5).
— incrustans n var. viscosa. Topsent (5).
— hiciensis n. sp. Topsent (6) Luc (Küste von Calvados).
— pectinata n. sp. Topsent (12) 38" 48' N., 30° 19' 0. 861 ra.
Desmacidinae 0. Schmidt z. T. Dendoryx. Topsent (6).
Echinodictyum jousseaumei n. sp. Topsent (19) Rotes Meer.
Echinonema anchoratum Cart. ramosa n. var., dura n. var., lamellosa n. var.
Lendenfeld (3) Austral., Neu Seelaud.
— levis n. sp. Lendenfeld (3) Austral. Port Jackson.
— rubra n. sp. Lendenfeld (3) Austral. Port Jackson.
Esperella aegarophila Cart. syn. Esperia aeg. Hanitsch (2).
— fibrexilis n. sp. Wilson, Wood's Holl, Mass. U. S. Unbeschrieben.
— floreum ßwk. syn. Hymeniacidon flor. ßwk., Rhaphiodesma flor. Bwk.
Hanitsch (2).
— littoralis n. sp. Topsent (17) Roseoff.
in der Spougiologie während der Jahre 1888—1891. 241
Esperella penicillium n. sp. Lendenfeld (3) Austral. Port Jackson.
— ridleyi n. sp., robusta n. var., intermedia n. var. Lendenfeld (3) Austral.
— serpens n. sp. Lendenfeld (3) Austral. Port Jackson.
— sordida Bwk. syn. Rhaphiodesma sordida Bwk. Hanitsch (3).
Esperiopsis columnata n. sp. Topsent (12) 46» 4' N., 49« 2' O. 1267 ni.
— praedita n. sp. Topsent (12) 38° 22' N., 30" 34' O. 736 m.
— polymorpha n. sp. Topsent (12) 736 und 927 m.
Fibularia raphidifera n. sp. Topsent (9) Banc de Campeche. Wegen der Gatt.
siehe Vosmaer, Porifera.
Forcepia versatilis n. sp. Topsent (12) 46M' N, 49° 2' 0. 1267 m.
Hymeraphia affinis n. sp. Topsent (9) Banc de Campeche.
— ecbinata Hope syn. Trachytedania (?) ech. Hope. Topsent (17).
— lacazei n. sp. Topsent (17) Roscoif.
— minax n. sp. bei Luc. Topsent (5).
— tuberosocapitata n. sp. Topsent (12) 38° 22' N, 30° 34' 0. 736 m.
— vermiculata var. erecta Gart, non syn. Axinella erecta bei Ridl. u. Dendy.
Topsent (17).
— viridis n. sp. Topsent (9) Banc de Campeche.
Jophon hyndmanni Bvrk. syn. Halichondria hyndm. Bwk. Hanitsch (3).
— nigricans Bwk. syn. Halichondria nigr. Bwk. Hanitsch (3).
— pattersoni Bwk. Synonymie Bemerk. Hanitsch (3 p. 218).
— scandens Bwk. syn. Halichondria sc. Bwk. Hanitsch (3).
Joyeuxia n. g. Topsent (12) Diagnose s. Topsent Citat wie bei Rhabderemia.
— viridis n. sp. Topsent (12) Azoren. 136 und 454 m.
Isodyctia fimbriata, lurida, tumulosa und rugosa bei Bowerbank syn. Dendoryx
fimbr. etc. Topsent (6).
— implicita Bwk. syn. Pocillon impl. Bwk. Topsent (17).
— rugosa Bwk. vielleicht syn. Halichondria (Dendoryx) incrustans Bwk.
Topsent (6).
Kalykenteron n. g. Sehr harte, becherförmige Desmacidonide , Skelet aus sehr
. dicken Nadelbündeln bestehend, von welchen bedornte Strongyle abstehen.
Lendenfeld (3).
— eiegans n. sp. Lendenfeld (3) Westaustralien.
— silex n. sp. Lendenfeld (3) Austral. Port Molle.
Microciona Bwk. im engeren Sinne bei Hope. Spicula: 3 Sorten monaktinale
Megasklere, als Mikrosklere naviculare Isochelen und Toxite.
— armata Bwk. bei Carter, Ann. 1874 Vol. 14. non Micr. spinarcus Carter bei
Hope, Ann. 1889 Vol. 3. Carter (1).
— dives n. sp. Topsent (17) Roseoff.
— intertexta Cart. syn. Rhabderemia int. Topsent (12).
— pusilla Cart. syn. Rhabderemia pus. Topsent (12).
— spinarcus n. sp. Carter u. Hope, Hastings.
— spinulenta Bwk., plumosa Bwk., jecusculum Bwk. zu Dendoryx. Topsent (6).
— strepsitoxa n, sp. Hope Hastings, syn. forma Micr. armata Bwk. bei
Carter Ann. Mag. N. H. (4) Vol. 14 p. 456.
Myxilla 0. Schmidt z. T. syn. Hymedesmia Bwk., Dendoryx Topsent novo sensu,
Microciona Bwk. Topsent (6).
— barentsi Vosm. syn. Dendoryx bar. Topsent (6).
Aicli. f. Natuigesch. Jahrg.1890. Bd.II. 11.3. j^g
242 I)i"- W. Weltner: Beiiclit über die Leistungen
Myxilla batei bei Vosm. syu. Dendoryx batei. Topsent (6).
— eximia n. sp. Honeyman. Ohne Beschreibung.
— jacksoniana n. sp. Lendenfeld (3) Austral. Port Jackson.
— lawsoni n. sp. Honeyman. Ohne Beschreibung.
— pecqueryi n. sp. Topsent (12) 39« 22' N, 33» 45' O. 1384 m.
— pisciniae n. sp. Honeyman. Ohne Beschreibung. Küste von Point Pleasant.
— rubiginosa 0. Schmidt wahrscheinlich syn. M. olivacea 0. Schmidt. Hope.
Plectispa n. g. Netzförmige Desuiacidonide , deren Fasern wenig Nadeln ent-
haltend. Die oberflächlich gelegenen Fasern an ihrem distalen Ende mit
glatten abstehenden Stylen besetzt. Im Innern fehlen abstehende Nadeln.
Lendenfeld (3).
— arborea n. sp. Lendenfeld (3) Austral. Port Jackson.
— elegans n. sp. Lendenfeld (3) Austral. Port Jackson.
— macropora n. sp. Lendenfeld (3) Torresstrasse.
Plumohalichondria atrasanguinea Bwk. syn. Microciona atras. Bwk. Hanitsch (2).
— dendyi n. sp. Topsent (12) 38° 23' N, 30« 20' O. 318 m.
Pocillon n. g. Myxillen ohne Bipocillen. Topsent (17).
Pytheas n. g. Topsent (12) Diagnose s. bei Topsent Citat wie bei Rhab-
deremia.
— atra n. sp. Topsent (12) Azoren. 736 m.
Ehabderemia n. g. Topsent (12) Diagnose s. hei Topsent Contribution ä l'etude
des Spongiaires de TAtlantique Nord. Resultats des Champagne« scient.
accomplies sur son Yacht par Albert ler Prince souverain de Monaco.
Fase. II. Monaco 1892.
— guernei n, sp. Topsent (12) Azoren. 736 m.
Rhaphidophlus spiculosus n. sp. Dendy (3) Golf von Manaar.
Sceptrella 0. Schm. nicht syn. Latrunculia. Keller (1).
Sclerilla arctica Hansen syn. Yvesia arct. Topsent (12).
— dura Hansen syn. Yvesia dura. Topsent (12).
Sideroderma zitteli n. sp. Lendenfeld (3) Austral. Port Jackson.
Spanioplon n. g. Topsent (12) Diagnose s. bei Topsent Citat wie bei Rhab-
deremia.
— armatura (Bwk.) syn. Hymeniacidon arm. Bwk. Topsent (15).
— fertilis n. sp. Topsent (12).
Stylinos n. g. Esperellinae, Megaskleren sind glatte Style, zu Faserzügen
vereinigt. Keine Mikroskleren. Hierher Isodictya uniformis Bwk.
Topsent (17).
— columella Bwk. syn. Desmacidon col. Bwk. Topsent (17).
— simplicissima Bwk. syn. Raphiodesma simpl. Bwk. Topsent (17).
— uniformis Bwk, syn. Isodictya unif. Bwk. Topsent (17).
Suberotelites demonstrans n. sp. Topsent (12) 38» 22' N, 30" 34' O. 736m.
Thalassodeudron n. g. Desmacidonide mit einem Hornfasergerüst, in welchem die
Fasern zum Teil keine Spikula ti'agen. Die frei abstehenden Nadeln sind
spärlich, kleine glatte Styli. Lenden fei d (3).
— brevispina n. sp. Lendenfeld (3) Austral. Ostküste.
— digitata n. sp. Lendenfeld (3) Torresstrasse.
— paucispina n. sp. Lendenfeld (3) Austral. Port Jackson.
in der Spongiologie wäbi'end der Jahre 1888 — 1891. 243
— rubeus n. sp., dura 17. var., lamella n. var. Leudeufeld (3) Austral. Port
Jackson.
— viminalis n. sp. Lendenfeld (3) Austral. Illawarra.
Yvesia n. g. Topsent (12) Diagnose s. Topsent Citat wie bei Rhabderemia.
— fallax n. sp. Topsent (12) Azoren. 130 m.
— guernei n. sp. Topsent (12). 134 und 1267 m.
— banseni n. sp. Topsent (12) Azoren. 454 ni.
— linguifera n. sp. Topsent (12) Azoren. 736 ni.
— pedunculata n. sp. Topsent (12). 300 m.
— pertusa n. sp. Topsent (12) Azoren. 454 m.
— ricbardi n. sp. Topsent (12) Azoren. 736 m.
— ridleyi n. sp. Topsent (12) Azoren. 736m.
Fam. Axinellidae.
Acantbella aurantiaca n. sp. Keller (1) Rotes Meer, Suakin 4. 10—12 Fad.
— carteri n. sp. Dendy (3) Golf von Manaar.
— ebrenbergi n. sp. Keller (1) Rotes Meer.
— fiabelliformis n sp. Keller (1) Rotes Meer, Suakin, Massaua.
Axinella aurantiaca n. sp. Lendenfeld (3) Austral. Port Jackson.
— dissimilis (Bwk.) syn. Isodictya dissimilis Bwk. Topsent (15).
— bispida Mont. n. var. gracilis und tenella. Lendenfeld (3) Austral. Port
Jackson.
— inflata n. sp. Lendenfeld (3) Austral. Port Jackson.
— labyrintbica n. sp. Dendy (3) Golf von Manaar.
— mammillata n. sp. Hanitscb (2) Puffin Isl., Lachen während der Ebbe.
Im äusseren Polymastia mammillaris gleichend.
— massa syn. Suberites massa Nardo. Lenden fei d (4).
— obtusa n. sp. Lendenfeld (3) Austral. Port Jackson.
— pumila n. sp. Keller (1) Rotes Meer.
— tubulata Bwk. syn. Halipbysema tub. Bwk., syn. Aulospongus tub. Norm.
Dendy (3).
Ciocalyi)ta tyleri Bwk. n. var. raanaarensis. Dendy (3) Golf von Manaar.
Dictyocylindrus stuposus Bwk. syn. Spongia stup. Mont., non Spongia rigida
Mont. Topsent (14).
Epallax n. g. Sollas (1) The cboanosome is a regularly folded plate, the sinuses
of the folds on one face are the main excurrent canals, on tbe other face
tbe main incurrent canals. The spicules are large oxeas and asters, the
former partly arranged in longitudinal fibres cemented by spongin.
— callocyathus n. sp. Sollas (1) 5 0 49' 15" SBr., 132 0 14' 15" OL, 140 Fad.
— incrustans n. sp. Topsent (12) Azoren. 130 m.
Hymedesmia minax Topsent syn. Hynierapbia minax. Topsent (15).
Hymeniacidon armatura Bwk. syn. Spanioplon arm. Topsent (12).
— bretti Bwk. syn. Amorphina bretti. Topsent (11).
— (?) foetida n. sp. Dendy (3) Golf von Manaar.
— paupertas et armatura Bwk. syn. Dendoryx paup. et arm. Topsent (6).
— viridans Bwk. syn. H. caruncula Bwk. Topsent (17 p. 551).
Pbakellia hirondelli n. sp. Topsent (12) 43 0 40' N, 8° 55' 0. 134 m.
Raspailia fascicularis (Bwk.) syn. Dictyocylindrus fasc. Bwk., syn. R. stelligera
? 0. Schmidt. Topsent (14).
16*
244 I^i"- W- Weltner: Beiicht über die Leistungen
— hispida Mont. syn. Dictyocylindrus hispidus Bwk., R. viminalis ? 0. Schmidt.
Topsent (14).
— rigida Mont. syn. Spongia rig. Mont., non Raspailia (?) rig. Rdl. u. Dendy,
non R. stelligera 0. Schm. Hanitsch (2).
— rigida (Mont.) syn. R. stelligera bei Hanitsch, non rigida Ridl. u. Dendy.
Topsent (14).
— stuposa (Mont.) syn. Dictyocylindrus stuposus Bwk. syn. R. stelligera ?
0. Schmidt. Topsent (14).
— ventilabrum (Bwk.) syn. Dictyocylindrus vent. Bwk., D. vent. 0. Schmidt,
R. viminalis bei Hanitsch. Topsent (14).
— ventilabrum Bwk. syn. Dictyocylindrus vent. Bwk. Hanitsch (2).
— viminalis O. Schmidt syn. Dictyocylindrus ventilabrum Bwk. Hanitsch (1).
Raspailia (Syringella) falcifera n. sp. Topsent (12) Azoren. 1300 m.
Spirophorella n. g. Axinellide mit spiraligen Mikroskleren. Lendenfeld (3).
— digitata n. sp. Lendenfeld (3) Austral. Port Jackson.
Tricentrium muricatum Ehlers syn. Plectronella papulosa Soll. Sollas (1,
p. LI).
— wickersi Bwk. syn. Dictyocylindi'us wick. Bwk. syn. Cyamon wick. Gray.
Topsent (9).
Farn. Heterorrhaphidae.
Biemma Gray Diagnose bei Topsent (12) s. Topsent Citat wie bei Rhab-
deremia.
— chevreuxi n. sp. Topsent (12) 43^ 40' N, 8° 55' 0. 134m.
— dautzenbergi n. sp. Topsent (12) 39» 22' N, 33" 45' 0. 1384 m.
— grimaldi n. sp. Topsent (12) 38" 23' N, 30° 51' 0. 927 m.
Desmacella aberrans n. sp. Topsent (12) 43« 44' N, 8« 12' 0. 135 m.
— peachi (Bwk.) syn. Raphiodesma aculeatum syn. Desmacidon peachi Bwk.
Topsent (15).
Gellius angulatus (Bwk.) syn. Reniera angulata typica Tops. syn. Halichondria
angul. Bwk. Topsent (15).
— macrosigma n. sp. Topsent (12) 38o 22' N, 30« 34' 0. 736 m.
— panis n. sp. Lenden fehl (3) Austr. Port Jackson.
— raphidiophora n. sp. Lendenfeld (3) Austr. Port Jackson.
Gelliodes carnosa n sp. Dendy (3) Golf von Manaar.
— setosa n. sp. Keller (1) Rotes Meer, Südl. Rotes Meer.
Hymedesmia campechiana n. sp. Topsent (9) Banc de Campeche.
Raphiodesma aculeatum n. sp. bei Luc. Topsent (5).
Rhizochalina petrosia n. sp. Lendenfeld (3) Aiistral. Port Jackson.
— ramsayi n. sp. Lendenfeld (3) Austral. Port Jackson.
Stylotella aplysilloides n. sp. Lendenfeld (3) Austral. Port Jackson.
— digitata n. sp. Lendenfeld (3) Australien, Neuseeland.
— polymastia n. sp. Lendenfeld (3) Austral. Ostküste.
— rigida n. sp. Lendenfeld (3) Austr. Port Jackson.
Tedania assabensis n. sp. Keller (2) Rotes Meer, Assab. 10m.
— assabensis Keller vielleicht syn. T. digitata O. Schmidt. Topsent (19).
— brucei n. sp. Wilson Green Turtle Gay (Bahama). Unbeschrieben.
— chevi'euxi n. sp. Topsent (21) Rufisque (Senegal).
— laxa n. sp. L enden fei d (3) Austral. Port Jackson.
in der Spougiologie w<ähieiid der Jahre 1888—1891. 245
Tedania leptoderma u. sp. Top seilt (9) La Pointe-ä-Pitre (Antillen).
— rubra n. sp. Lendenfeld (3) Austral. Port Jackson.
— rubricimda Lendenfeld (3) Austral. Port Jackson.
— tenuispina Lendenfeld (3) Austral. Port Jackson.
Tedanioue n. g. Eng verwandt mit Tedania. Wilson. Ohne Diagnose.
— foetida n. sp. "Wilson Green Turtle Gay (Bahama). Unbeschrieben!
Trachya hystrix n. sp. Topsent (12) 39° 1' N, 30" 15' 0, 454 m und 38° 23' N,
30O20'O, 318 m.
Trachytedania arborea u. sp. Keller (2) Rotes Meer.
— (?) echinata n. sp. Hope Budleigh, Salterton, Devon.
Farn. Spougillidae.
Ephydatia bogorensis n. sp. Weber Buitenzorg u, Makassar.
— mülleri Lbkn., 3 var. beschrieben. "Wierzejski.
Heteromeyeuia radiospiculata n. sp. Mills (1) Ohio, 12 Meilen von Cincinnati.
Spongilla decipiens u. sp. Weber Fluss Lapadi oder Sareminja bei Pare-Pare
(Celebes).
— novae terrae vielleicht Ephyd. mülleri missgebildet. Wierzejski,
— sumatrana n. sp. Weber Singkarah (Westsumatra).
— wagneri n. sp. Potts (2) an Lepas u. Serpularöhren, Florida.
Uruguaya syn. Potamolepis. Hin de.
— corallioides Bwk. syn. Spongilla cor. Bwk., Higgin, Urug. cor. Gart. 1881
pro parte, Urug. cor. Gart. 1884, Vosm., Potts. Hinde.
— macandrewi n. sp. Hinde Paraguay. ,syn. Ur. corallioides Bwk. bei
Garter.
— pygmaea n. sp. Hinde Paraguay.
— repens n. sp. Hinde Uruguaystrom.
Farn. Homorrhaphidae.
Amorphina Diagn. Topsent (5) p. 120.
— angulata var. typica Topsent (5) syn. Reniera ang. Topsent (11),
— caruncula 0. Schm. syn. Hymeniacidou car. Bwk. Topsent (5).
— coalita 0. Schm. syn. Halichondria coal. Bwk. Topsent (5).
— duchassaingi n, sp. Topsent (9) Baue de Campeche.
— connexa n. sp. ? an Am. angulata typica (syn. Halichondria angulata und
couchi Bwk., syn. Isodictya fallax Bwk.) Topsent (5).
— hirta n. sp. Topsent (9) Banc de Gampeche.
Amorphina (Hymeniacidou) viridans Bwk. ist eine grün gefärbte Hymen, carun-
cula Bwk. Topsent (11).
Antherochalina quercifolia n. sp. Keller (1) Rotes Meer.
Arenochalina arabica n. sp. Keller (1) Rotes Meer.
Auletta aurantiaca n. sp. Dendy (3) Golf von Manaar.
Cacochalina 0. Schm. Die Diagnose der Gattung wird von Keller dahin er-
weitert: Gestalt massig, kelch- oder röhrenförmig.
— calyx n. sp. Keller (1) Rotes Meer, Suakiu.
— maculata n. sp. Keller (1) Rotes Meer, Suakiu.
Geraochalina densa n. sp. Keller (1) Rotes Meer, Djebel Zeit, Suez, Suakin,
Djedda.
— gibbosa n. sp. Keller (1) Rotes Meer, Suakin. 20— 25 Fad.
— granulata n. sp. Keller (1) Rotes Meer 16°NBr. in 28 Faden.
246 Dr. W. Weltner: Bericht über die Leistungen
Ceraochalina implexa n. sp. Topsent (19) Rotes Meer.
— ocliracea n. sp. Keller ( ) Rotes Meer, Suakin. 20— 25 Fad.
— pei'gamentacea Rdl. syn. Cladochalina subarmigera var. perganientace Rdl.,
syn. Cladochalina perg. Rdl., syn. Chalina perg. Rdl., Ceraochalina papillata
var. pergainentacea Ldf. Keller (1).
Chalina densa Bwk. syn. Chalinnla densa. Hanitsch (2).
— fertilis Keller syn. Phylosiphonia fertilis Ldf. G-rentz enherg.
— montagui Johust. syn. Ohal. mont. Bwk., syn. Halichondria mont. Johnst.
Hanitsch (2).
— pallida Bwk. syn. Chalinula pallida. Hanitsch (2)
Dactylochalina viridis n. sp. Keller (1) Rotes Meer, Suakin.
Damiria u. g. Keller (2). Gattung der Renieridae mit vorwiegend Araphi-
stylen oder hanteiförmigen Spicula, daneben an beiden Enden einfach ab-
gerundete Nadeln. Rindenskelet und Innenskelet wohl unterschieden; in
der Haut liegen die Nadeln parallel zur Oberfläche und wirr zerstreut; im
Inneren bilden sie aber Netze von 3 bis viereckiger Gestalt, längere Paser-
züge fehlen, Nadeln meist einreihig liegend.
— Simplex n. sp. Keller (2) Rotes Meer bei Perim. 18 Fad.
Halichondria albula Bwk. syn. Yvesia albula. Topsent (12).
— clathriformis n. sp. Lendenfeld (3) Austr. Port Jackson.
— corrugata Bwk. syn. Bienma corr. Topsent (12).
— farinaria Bwk. syn. Suberites far. Hope.
— glabrata n. sp. Keller (2) Rotes Meer, Assah. 10 m.
— granulata n. sp. Keller (2) Rotes Meer, Suakin. 2 Fad.
— incrustans, irregularis, dichiei, pattersoni, granulata, robertsoni, scandens,
nigricans, ingalli, pulchella, albula, thompsoni, Candida, batei und virgea bei
Bowerbank syn. Dendoryx incr. etc. Topsent (6).
— inops n. sp. Topsent (17) Ile Verte bei Roseoff.
— inornata Bwk. syn. Biemma in. Topsent (12).
— leuconoides n. sp. Topsent (12) 38° 23' N, 30» 20' 0. 318 m.
— mammillata n. sp. Lendenfeld (3) Austral. Port Jackson.
— minuta n. sp. Keller (2) Rotes Meer bei Perim. 18 Fad.
— mutulus Bwk. u. Amphilectus foliatus Bwk. sind var. einer Art. Hope.
— panicea Pall. syn. Amorphina pan. 0. Schm., syn. Pellina bibula 0. Schm.,
Amorphina paciscens 0. Schm. Grentzenberg.
— ruhra n. sp. Lendenfeld (8) Austr. Port Jackson, 30 m, mit digitata
n. var. Port Jackson.
— tuberculata n. sp. Keller (2) Rotes Meer, Assab.
Isodyctia Bwk. syn. Reniera Nardo. Reniera 0. Schm. syn. Isodictya Bwk. part.
Topsent (5).
Pachychalina Schmidt, Diagn. bei Dendy (6).
— delicatula n. sp. Dendy (3) Golf von Manaar.
— furcata n. sp. Keller (1) Rotes Meer.
— mvütiformis Ldf. n. var. manaarensis. Dendy (3) Golf von Manaar.
— spinilamella n. sp. Dendy (3) Golf von Manaar.
— variabilis n. sp. Dendy (6) Nassau (Bahama Lis.)
Petrosia hebes n. sp. Lendenfeld (3) Austr. Port Jackson.
in der Spongiologie wälueiul der Jahre 1888-1891. 247
— testudinaria Lin. syn. Alcyoniiun test. Lm., syn. Reniera ci'ateriformis Cart.
1882 w. 1887. Eidley 1884. Dendy (3).
Phylosiphonia clavata n. sp. Keller (1) Rotes Meer, Suakiii, Djedda. Auch
in 18 Fad. unter IS" NBr.
— conica n. sp. Keller (1) Rotes Meer, Suakin, Assab, Djedda. Auch in
18 Faden unter 15° Nßr.
— vasseli u. sp. Keller (1) Rotes Meer, Suez.
Reniera Diagn. Topsent (5) p. 120.
— australis n. sp. Lendenfeld (3) Austral. Port Jackson.
— coccinea n. sp. Keller (2) Rotes Meer, Suakin. 5— 10 Fad.
— collectrix n. sp. Lende nfeld (3) Austral. Port Jackson.
— densa 0. Schm. syn. Isodyctia densa Bwk. Topsent (5).
— elastica u. sp. Keller (2) Rotes Meer, Suakin.
— elegans 0. Schm. syn. Isodyctia elegans Bwk. Topse*nt (5).
— elegans Bwk. vielleicht syn. R. mammeata Bwk. Topsent (17).
— fllholi n. sp. Topsent (12) 38° 23' N, 30» 51' 0. 927 m.
— fistulosa 0. Schm. syn. Isodyctia fist. Bwk. Topsent (5).
— ingalli Bwk. syn. Isodictya ing. Bwk. Hanitsch (2).
— lohosa n. sp. Lende nfeld (3) Austral. Port Jackson.
— madrepora n. sp. Dendy (3) Golf von Manaar.
— megarrhaphea n. sp. L enden feld (3) Austr. Port Jackson.
— pandea n. sp. Lendenfeld (3) Austr. Port Jackson.
— ridleyi n. sp. Keller (2) Südl. Rotes Meer. 18 Faden.
— (Isodyctia) rosea Bwk. syn. R. (Isod.) cinerea Bwk. Topsent (5)
— simulans 0. Schm. syn. Isodyctia simulans Bwk. Topsent (5).
— spiculotenius n. sp. Topsent (21) Baie Confitale, hasse mer. (Canarische
Inseln).
— teligera n. sp. Topsent (9) La Point e-ä-Pitre (Antillen).
— viscosa n. sp. Luc. Topsent (5).
Reniochalina n. g. Lamellare, dünne, verzweigte, blumenförmig gestaltete
Renierine mit glatter Oberfläche und faserigem Skelet. Nadeln teilweise
in Spongien eingebettet. Lendenfeld (3).
— lamella n. sp. Lenden feld (3) Ostaustral.
— stalagmitis n. sp. Lendenfeld (3) Westaustral.
Sclerochalina crassa n. sp. Keller (1) Rotes Meer, Suakin.
— fistularis n. sp. Topsent (19) Rotes Meer.
— sinuosa n. sp. Topsent (19) Rotes Meer.
Siphonochalina Schmidt, Diagn. bei Dendy (6),
— ceratosa n. sp. Dendy (6) Nassau (Bahama Ins.).
— communis Cart. syn. Tubulodigitus comm. Cart, Dendy (3).
— crassifibra n. sp. Dendy (3) Golf von Manaar.
— reticulata n. sp. Keller (1) Rotes Meer, unter IS'' NBr. 18 Faden.
— spiculosa n. sp. Dendy (6) Turk Ins. (Bahama Ins.).
Spinosella Vosm., Diagn. bei Dendy (6).
— maxima n. sp. Dendy (6) Nassau, Jamaica.
— plicifera Duch. Mich. syn. ? Spongia plic. Lam. syn. Tuba plic. Duch. Mich.
Dendy (6).
248 I^r. W. Weltner: Bericht über die Leistungen
— sororia Duch. Mich. syn. Siphouochalina papyracea 0. Schmidt. Dendy (6).
— — n. var. dilatata. Dendy (6) Bahama Ins.
— — n. var. elougata. Dendy (6).
— — n. var. friiticosa. Dendy (6).
— velata n. sp. Dendy (6) Babama Ins.
Tragosia fibrosa u. sp. Topsent (12) Azoren, 1300 m. Später (Contrib. a l'etude
des Spongiaires de I Atiantique Nord. Res. Campagnes scient. Albert ler
Prince souv. de Monaco. Fase. II. 1892) Cladocroce (n. g.) flbr. genannt.
Ceratospongiae.
Hierher ai;ch Halisarca und Bajulus. — Die von Haeckel als Tiefseehorn-
spongien beschriebenen Formen der Familien Ammoconidae und Stannomidae,
sowie die Gattungen Haastia, Phoriospongia und Sigmatella Lendenfeld (10 und
früher), ferner die Genera Korotnewia und Sarcomus finden unter Incertae
sedis Platz.
Fam. Auleuidae.
Hyattella n. g. Netzförmige, nicht zellige (wie bei Aulena) Aulenide, mit sehr
grossen Vestibularräumen, welche weiter als die Septen zwischen ihnen sind.
Die dicken Verbindungsfasern sind mehr als 0,03 mm dick. Maschen des
Skeletnetzes etwa 0,2 mm weit. Fasern mit wenig Fremdsubstanz. Eigene
Spicula fehlen. Meist harte und nicht zusammendrückbare Schwämme.
Lendenfeld (3, 6, 10).
— arborea n. sp. Lendenfeld (10) Westaustralien.
— globosa n. sp. Lendenfeld (10) Gulf of Suez.
— meander n. sp. Lendenfeld (10) Indisch. Oc.
— micropora n. sp. Lendenfeld (10) Ind. Ocean.
— mollissima n. sp. Lendenfeld (10) Nordamerika, Australien.
— murrayi n. sp. Lendenfeld (10) Ostindien.
— obscura n. sp. Lendenfeld (10) Madeira.
— polyphemus n. sp. Lendenfeld (10) Westaustralien.
— tenella n. sp. Lendenfeld (10) Torresstrasse.
— tubaria n. sp. Lenden fei d (10) Indisch. Oc, Australien.
Fam. Spongelidae.
Cerelasma n. g. Haeckel. Spongelidae with reticular spherical or tuberöse
body, composed of numerous anastomosing branches, each brauch supported
by a peculiar reticular framework of thin spongin-lamellae. These, as well
as tbe maltlia, enclose numerous xenophya, which are usually enveloped by
a spongin-sac.
— gyrosphaera n. sp. Tropisch pacifisch. 2425 Fad. Haeckel.
— lamellosa n. sp. Tropisch pacifisch. 2000 Fad. Haeckel.
Dysidea Johnst. von Keller aufrecht erhalten. Diagnose daselbst.
— cinerea n. sp. Keller (1) Rotes Meer, Suakin, Assab.
— nigra n. sp. Keller (1) Rotes Meer, Assab.
Heteronema n. g. Keller (1). Oberfläche mit zahlreichen, Avohlentwickelten
spitzen Konuli. Dermalmembran derb. Schwamm in brüchige Rinden-
substanz und weiche, elastische Markmasse geschieden. Hauptfasern des
Skeletes dick und aus zusammengesetzten Sandfasern bestehend; Ver-
bindungsfasern einfach, in der Rindensubstanz mit Sand erfüllt, in der
in der Spongiologie während der Jahre 1888 — 1891. 249
Markmasse sandfrei und elastisch. Geisseikammern massig gross direkt in
die abführenden Kanäle mündend. Grnndsubstanz schwach körnig.
— erecta n. sp. Keller (1) Rotes Meer, Suakin, Djedda, Massaua.
Holopsamma argillaceum n. sp. Südpacifisch. 2270 Fad. Haeckel.
— cretaceum n. sp. Nordatlant. 1675 Fad. Haeckel, Wegen Stellung dieser
Gattung s. unten Psammina.
Psammina n. g. Haeckel, Psaraminidae with a discoidal body, forming a thin
and flat crust or plate, tbe margin of which is provided with a series of
oscula. The canal-system is expanded horizontally in a soft medullär mass,
which is inclosed between two hard cortical plates (upper and lower plate),
both füll of xeuophya. [Lendenfeld, Aunals 1885 hält Holopsamma Ctr. für
syn. mit Psammopemma. Diese beiden Gattungen und Psammina stellt
Haeckel zur Familie Psamminidae Ldf. Ich nehme diese vorläufig imter
die Spongelidae auf Ref.J
— globigerina n. sp. Tropisch paeifisch. 1100 Fad. Haeckel.
— nummulina n. sp. Tropisch paeifisch. 2750 Fad. Haeckel.
— plakina n. sp. Südatlant. 1715 Fad. Haeckel.
Psammopemma calcareum n. sp. Tropisch atlant. 2400 Fad. Haeckel.
— marshalli n. sp. Lendenfeld (10) Australien, Shallow water.
— radiolareum n. sp. Tropisch paeifisch. 2600 Fad. Haeckel.
— rugosura n. sp. Lendenfeld (3, 10) Austr. Port Jackson. 30 m.
— tuberculatum n. sp. Lendenfeld (10) Australien.
Psammophyllum n. g. Haeckel, Spongelidae with foliaceous or flabellate body,
supported by a network of homogeneous spongin-fibres of nearly equal
thickness, which enclose manifold xenophya. Maltha clear, also often filled
by xenophya.
— annectens n. sp. Nordpacifisch. 2900 Fad. Haeckel.
— flustraceum n. sp. Nordpacifisch. 2300 Fad. Haeckel.
— reticulatum n. sp. Tropisch paeifisch. 2150 Fad. Haeckel.
Spongelia cacos n. sp. Lendenfeld (3) Austral. Port Jackson.
— distans n. sp. Lendenfeld (10) Australien. 50 m.
— fragilis n. var. implexis. Lendenfeld (10) Australien, Shallow water.
— gracilis n. sp. Lendenfeld (10) Australien, Shallow water.
— herbacea n. sp. Keller (1) Rotes Meer, Uferzone.
— laxa n. sp. Lendenfeld (10) Australien. 30— 40 m.
— ramsayi n. sp. Lendenfeld (3) Mauritius.
— sagum n. sp. Lendenfeld (3) Austral. Port Jackson.
— n. sp. Polejaeff (1) Russisch!
Farn. Spongidae.
Antheroplax n. subgen. Phyllospongia. Lenden feld (10).
Aplysiua cacos n. sp. Lenden feld (3) Austral. Port Jackson.
— grisea n. sp. Lendenfeld (10) Australien. 30 m.
— higginsi n. sp. Lendenfeld (10) Australien.
— holda n. sp. Lenden feld (10) Ind. Ocean.
— maeandrina n. sp. Lendenfeld (10) Mauritius. Austral. 40m. Neu Seeland.
— minuta n. sp. Lendenfeld (10) Westafrika, Mauritius.
— procumbens n. sp. Lendenfeld (10) Neu Seeland.
— ramosa n. sp. Lenden feld (10) Australien. 40 m. Neu Seeland.
250 ^^'- W. Weltner: Beticlit über die Leistungen
Aplysina reticulata n. sp. Lendenfeld (10) Ind. Ocean.
— spengeli n. sp. Lendenfeld (10) Jamaica, Trincomalee.
— spiculifera n. sp. Lendenfeld (3, 10) Anstral. 40 m.
Aplysinopsis n. g. Spongide mit markhaltigen Fasern, Haupt- und Verbindungs-
fasern vorhanden, letztere einfach oder verzweigt. Maschen weit, 1,5 — 2 mm.
Geisseikammern klein, 0,05— 0,035 mm. Oberfläche konulös. Lendenfeld
(3, 6, 10).
— digitata n. sp. Lendenfeld (3, 10) Anstral. Küsten. 50 m.
— elegans n. sp. Lendenfeld (3, 10) Anstral. Port Jackson. Shallow water.
— pednnculata n. sp. Lendenfeld (10) Anstral. 30 m.
Carteriospongia cordifolia n. sp. Keller (1) Rotes Meer, Suakin. 5 m.
— radiata Hyatt yn. Spongia pennatula Lm. Lendenfeld (Monogr. horny
Sponges 1889). Topsent (19).
— radiata n. var. rigida. Keller (1) Kanal von Mozambique.
Chalinopsilla n. g. Massive, ramified, generally digitate or flabellar Spongidae,
with smooth surface and reticulate dermal sceleton. Connecting fibres
generally nnbranched, forming with the main fibres a network with square
meshes 0,2—1 mm wide. Imitating Chalinids. Lendenfeld (10).
— arboi'ea u. sp. Lendenfeld (3) Anstral.
— australis n. sp., reticulata n. var. Lendenfeld (3, 10) Anstral. Neu Seeland.
— candelabrum n. sp. Lendenfeld (10) Australien.
— clavata n. sp. Lendenfeld (10).
— elegans n. sp. Lendenfeld (3, 10) Anstral. Westküste.
— radix n. sp. Lendenfeld (3, 10) Anstral. Ostküste.
Chalinopsis in Chalinopsilla geändert. Lendenfeld (3, 6); als Synonym wird
Velinea angegeben. Warnm der neue Name??
Coscinoderma polygonum n. sp. Lendenfeld (10) Australien.
Druinella n. g. Spongidae with stout fibres, covered with irregulär lobose out-
growths; with veiy small ciliated Chambers, about 0,02 mm wide, and
exceedingly long and slender special afferent and eiferent canals; with
narrow exhalent canals. Lendenfeld (6, 10).
— rotunda n. sp. Lendenfeld (10) Austral. 50 m,
Dysideopsis n. g. Spongide mit grossen 0,04—0,048 G-eisselkammern. Skelet
aus einförmigem Netze von sandtragenden Fasern bestehend, die undeutlich
in Haupt- und Verbindungsfasern geschieden sind. Oberfläche konulös.
Lendenfeld (3, 6, 10).
— compacta n. sp. Lendenfeld (10) Australien.
— digitata n. sp. Lendenfeld (3, 10) Austral. Port Jackson. 20 m.
— elegans n. sp. Lendenfeld (3, 10) Austral. Port Denison, Shallow water.
— marshalli n. sp. Lendenfeld (10) Austral. Shallow water.
— sulphurea n. sp. Lendenfeld (3) Austral. Port Jackson.
Dysidicina n. subgen. von Hircinia. Lendenfeld (6, 10).
Euricinia n. subgen. von Hircinia. Lendenfeld (6, 10).
Euspongia hospes n. sp. Lendenfeld (10). Wächst in Muscheln, Ostafrika,
Californien.
— irregularis n. var. dura. Lendenfeld (10) Ceylon, Madagascar, Austral.
— — fistulosa. Lendenfeld (10) Bahama Ins.
— — frondosa. Lendenfeld (10) Ind. Ocean.
in der Spongiologie Wcälucnd der Jahie 1888 — 1891. 251
Ewspongia irregularis villosa. Lenden fei d (10) Madeira, Cap gut. Hoffn.,
Kurrachee, Austral., Nei; Seeland.
— officinalis n. var. arabica. Keller (1) Rotes Meer, Suakin, Massaiia,
Djebel Zeit.
— — perforata. Lendenfeld (10) Ind. Ocean.
— — spinosa. Lenden feld (10) Australien.
— n. sp. Polejaeff (1). Russiscli!
Halme erscheint bei Lendenfeld (6) wieder (cf. Jaliresber. 1885-87 p. 259).
— robusta n. sp. Keller (1) Rotes Meer, Suakin. 10 m. G-attungsname ver-
geben. S. Vosmaer, Porifera.
Hircinella n. subgen. von Hii'cinia. Lendenfeld (6, 10).
Hircinia arbuscula n. sp. Lendenfeld (10) Australien. 30 m.
— arenosa n. sp. Lendenfeld (3, 10) Australien. 20 — 50 m.
— atrovirens n. sp. Keller (1) Rotes Meer, Suakin.
— australis n. sp. Lendenfeld (3, 10) Australien. 20— 40 m.
— cactus n. sp. Lendenfeld (10) Australien. 12 m.
— caliculata n. sp. Lenden feld (3, 10) Australien. 30 m.
— echinata n. sp. Keller (1) Rotes Meer, Suakin.
— balmiformis n. sp. Lendenfeld (3, 10) Australien.
— irregularis n. sp. Lendenfeld (10) Australien. 20— 40 m.
— ramosa n. sp. Keller (1) Rotes Meer, Assab.
— rubra n. sp. Lendenfeld (10) Australien. 40 m.
— - rugosa n. sp. Lendenfeld (10) Australien.
— vallata n. sp. Lendenfeld (10) Ceylon, Madras, Australien.
Hippospongia canaliculata n. var. cylindrica. Lendenfeld (10) Bahama Ins.
— — microtuba. Lendenfeld (10) Neu Seeland.
— — typica. Lendenfeld (10) Bahama Ins.
— cerebrum n. sp. Lenden feld (10) Australien.
— densa n. sp. Lendenfeld (10) Ind. Ocean.
— dura n. sp. Lendenfeld (10) Nordatlant. Küste v. Amerika.
— equina n. var. massa. Lenden feld (10) Australien.
— — micropora. Lenden feld (10) Ind. Ocean.
— laxa n. sp. Lendenfeld (10) Madagascar.
■ — moUissima n. sp. Lendenfeld (10) Torresstrasse.
— oculata n. sp. Lendenfeld (10) Nordatlant. Küste von Amerika.
Leiosella n. g. Lamellöse, becher- oder fächerförmige oder verzweigte Spongidae
mit glatter Oberfläche, verzweigten Verbindungsfasern und sehr feinem
Skeletnetz. Fremde Nadelfragmente in den Fasern; ohne Sandpanzer.
Lendenfeld (6, 10).
— caliculata n. sp. Lendenfeld (10) Australien. 30 — 40 m.
— elegans n. sp. Lenden feld (10) A.ustralien.
— flabellum n. sp. Lenden feld (10) Australien,
— illawarra n. sp. Lendenfeld (10) Australien.
Luffaria calyx n. sp. Lendenfeld (10) Ind. Ocean.
— tubulosa n. sp. Lendenfeld (10) Australien. 40 m.
Phyllospongia arbuscula n. sp. Lendenfeld (10) Bahama Ins., Australien,
Neu Seeland.
— dendyi n. sp. digitata n. var. Lendenfeld (10) Austral.
252 Dr. W. Weltner: Bericlit über die Leistungen
— dendyi n. sj). frondosa n. var. Lenden feld (10).
— distans n. sp. Lendenfeld (10) Rot. Meer, Neu Seeland.
— elegans n. sp. Lenden feld (3, 10) "West- u. Ostaustral.
— fissurata n. sp. Lenden feld (10) Australien.
— macropora n. sp. Lenden feld (10) Neu Seeland.
— ridleyi n. sp. meander n. var. Lendenfeld (10).
— ridleyi n. sp. typica n. var. Lendeufeld (10) Australien.
— schulzei n. sp. Lendenfeld (10) Algoa Bay.
— spiralis n. sp. Lendenfeld (10) Neu Seeland.
— torresia n. sp. Lendenfeld (10) Torresstrasse.
— velum n. sp. Lendenfeld (3) "Westaustral.
— vermicularis n. sp. Lendenfeld (10) Australien.
Polyfibrospongia n. subg. Hircinia. Lendenfeld (10).
Polytberses Ducb. Micb. = Hircinia ohne Weicbteile. Carter (2),
Psammociniae n. subgen. von Hircinia. Lendenfeld (6, 10).
Spongionella Bwk. Diagnose von Dendy (3) Sponge consisting of flattened
lamellae. Main skeleton of very distinct primary and secondary fibres
veitbout foreign enclosures, arranged so as to leave rectangular meshes.
Ectosome a thin dermal menibrane. Choanosome extremely delicate, trans-
parent and gelatinous. Canal-system lacunar. Flagellated Chambers very
large, irregularly sac-shaped, opening directly into tbe excuiTeut lacunae.
cf. Vosmaer, Porifera.
— nigra n. sp. Dendy (3) Golf von Manaar.
Stelospongia australis n. var. canaliculata. Lenden feld (3, 10) Australien.
— — villosa. Lenden feld (3, 10) Australien.
— caliculata n. sp. Lendenfeld (10) Bahama Ins., Florida. 75 m.
— canalis n. sp. Lenden feld (3, 10) Australien. 20— 40 m.
— cavernosa n. var. pyriformis. Lenden feld (10) Westindien.
— — rigida. Lendenfeld (10) Ceylon.
— chaliniformis n. sp. Lenden feld (10) Bahama Ins.
— crassa n. sp. Lendenfeld (10) Australien. 20— 40 m.
— cycni n. sp. Lendenfeld (10) Australien. Sballow^ vpater.
— implexa n. sp. LendenfeJd (10) Australien. Shallow vs^ater.
— kingi n. sp. Lendenfeld (10) Ind. Ocean.
— laxa n. sp. Lendenfeld (10) Australien.
— lordi n. sp. Lendenfeld (10) Rot. Meer.
— mirabis n. sp. Lenden feld (3) Australien.
— ondaatjeana n. sp. Lendenfeld (10) Ceylon.
— pulcherrima n. sp. Lendenfeld (3, 10) Australien.
— reticulata n. sp. Lejidenfeld (10) Australien.
— retiformis n. sp. Lendenfeld (10) Westindieu.
— scallatella n. sp. Lendenfeld (10) Australien.
— serta n. sp. Lendenfeld (3, 10) Neu Seeland. Shallow water.
Stelospongus flabelliformis Cart. bei Dendy (5) syn. Thorecta Lendf. Lenden-
feld (8).
Thorecta n. g. Spongide mit lockerem Skeletnetz, Maschen 0,5—1,2 mm, dicken
einfachen oder verzweigten Verbindungsfasern, dicker äusserer glatter Rinde
in der Spongiologie während der Jahre 1888—1891. 253
aus Sand. An der Oberfläche sich ausbreitende dem abfliessenden Kanal-
system angehörige Röhren sind nicht vorhanden. Lendenfeld (3, 6, 10),
— cacos n. sp. Lenden fehl (10) Australien.
— carteri n. sp. Lendenfeld (10) Australien.
— dendroides n. sp. Lendenfeld (10) Westindieu.
— donar n. sp. Lendenfeld (10) Australien.
— exemplum n. var. marginalis. Leu den fei d (3, 10) Mauritius, Australien.
— — prima. Lendenfeld (3, 10) Australien. 30 m.
— freija n. sp. Lendenfeld (10) Australien.
— gracillimus n. sp. Lenden feld (3, 10) Australien.
— haackei n. sp. Lenden feld (10) China, Australien.
— laxus n. sp. Lendeufeld (10) Bahama Ins.
— lobosus n. sp. Leudenfeld (10) Australien.
— madagascarensis n. sp. Lendenfeld (10) Madagaskar.
— maeandrinus n. sp. Lendenfeld (10) Ind. Ocean, Austral. 30 m.
— murrayella n. sp. Lendenfeld (10) Ind. Ocean.
— pumilus n. sp. Lenden feld (10) Australien.
— radiatus n. sp. Lenden feld (10) Australien.
— ramsayi n. sp. Lendenfeld (3) Austral. Küsten,
— squalidus n, sp. Lenden feld (3, 10) Cap gut. Hoffn., Mauritius, Austral.,
Neu Seeland.
— tuba n. sp. Lendenfeld (10) Australien.
— wuotan n. sp. Lendenfeld (10) Australien.
Thorectandra n. g. Spongidae mit sehr losem Skeletnetz, Maschen über 2 mm
breit. Starker Sandpanzer, an der Oberfläche ein Netzwerk scharfer Kämme.
Lendenfeld (6, 10).
— corticatus n. sp, Lendenfeld (10) Australien.
Tuba vaginalis Duch. Mich. syn. Euspongia vag, Topsent (9) cf. Vosmaer
Porifera p. 342.
Farn, Darwinellidae.
Aplysilla lacunosa n. sp. Keller (1) Rotes Meer, Suakin.
— pallida n. sp. Lendenfeld (10) Australien, 50 m.
— rubra Hanitsch syn. Halisarca rubra flan. Hanitsch (3).
Darwinella joyeuxi n. sp. Topsent (9) Banc de Campeche. (Meerb. v. Mexiko.)
Dendrilla digitata n. sp. Lendenfeld (3) Austr. Port Jackson.
— elegans n. sp. Lendenfeld (3, 10) Australien, 40— 50m, Port Jackson,
— ianthelliformis n. sp. Lendenfeld (3, 10) Australien, Port Jackson.
— rosea, var. typica (Selenka) n. var. Lenden feld (3).
— tenella . n. sp. Lendenfeld (3) Austral. Port Jackson.
Fam. Halisarcidae,
Halisarca guttnla 0. Schmidt wahrscheinlich syn. Oscarella lobularis 0. Schm,
Topsent (17).
— rubra n. sp. Hanitsch (2) Holyhead, 50 Fad. auf Mytilus edulis, vielleicht
zu Bajulus Ldf. gehörend.
Fam. Psammaplysillidae,
Psammaplysilla n. g. Keller. Mit den Charakteren der Familie.
— arabica n. sp. Rotes Meer, Suakin, 4— 10m. Assab. Keller (1).
254 I)r. W. Weltner: Bericht über die Leistungen
Incertae sedis.
Hierher stelle ich die von Haeckel beschriebenen Ammoconidae und
Stannomidae, ferner Lendenfelds Gattungen Haastia, Phoi'iospongia und Sigma-
tella (Hornschwämme mit eigenen Kieselnadeln) und die Grattungen Korotnewia
und Sarcomus.
Ammoconia n. g. Haeckel. Aramoeonidae of reticular shape, forming a network
of anastomosing porous tubules, without oscula.
— auloplegraa n sp. Tropisch atlantisch, 2400 Fad. Haeckel.
— sagenella n. sp. Nordpacifisch, 2950 Fad. Haeckel.
Ammolynthus n g. Haeckel. Ammoconidae with simple, tubulär or urceolate,
unbranched body. Distal end of the tubule with a simple osculum.
— haliphysema n. sp. Centralpacifisch, 2925 Fad. Haeckel.
— prototypus n sp. Centralpacifisch, 2425 Fad. Haeckel.
Ammosolenia n. g. Haeckel. Ammoconidae with arborescent body, forming
tubulär branches, which are not connected by anastoraoses. Each brauch
with a terminal osculum.
— rhizammina n. sp. Tropisch pacifisch, 2000 Fad. Haeckel.
Haastia n. g. Spongelide, deren Skeletfasern von einer dichten Lage kleiner
ovaler Kieselspikula scheidenförmig umhüllt sind. Lendenfeld (3, 6, 16).
— navicularis n sp. Lendenfeld (3) I^eu Seeland. 10 m.
Korotnewia desiderata n. g. n. sp. Polejaeff (1) Russisch und daher für mich
unverständlich.
Phoriospongia canaliculata n. sp. Lendenfeld (10) Australien.
— lamella n. sp. Lendenfeld (3, 10) n. var. osculata Austral. 40mundpanis
Austral. 30-50 m.
— (laevis) levis n. sp. Lendenfeld (3, 10) Australien. 20— 40m.
Sarcomus georgi n. g. n. sp. Fol. Nizza, an Felsen 10— 30 m. Ohne Gattungs-
Diagnose. Nach der Beschreibung: Schwärzlich, glänzend, von Kopfgrösse.
Oberfläche conulös, die Konuli weiter von einander stehend als bei Hirciuia,
aber dichter als bei Spongelia; mit sehr wenigen grossen imd sehr vielen
kleinen Oscula. Schwamm brüchig, Gewebe fest und auf dem Schnitt wie
Kalbsmilch, gegen Reagentien sehr widerstandsfähig. Im Skeletbau zwischen
Spongelia und Aplysina stehend, sehr dicke, weit von einander stehende
Fasern mit Anastomosen, das Ganze von regelmässiger Anordnung. Die
Fasern sind hohl, mit zahlreichen grossen Sandkörnern, Skeletteilen anderer
Tiere etc.; die Scheide lamellös, concentrisch geschichtet. Kaualsystein
wie bei Euspongia.
Sigmatella n. gen. Spongelide mit einem Skeletnetz von sehr sandreichen
Fasern, mit stabförmigen Mikroskleren, Sigmata oft vorhanden. Lende n-
feld (3, 6).
— autralis n. sp. Lendenfeld (3).
— autralis n. var. flabellum. Lendenfeld (10) Austral. 30 m.
— carcinophila n. sp. Lendenfeld (10) Austral. 20— 50 m.
— corticnta n. sp. Lenden fehl (3).
— corticata n. var. flabellum. Lendenfeld (10) Austral. 40m.
— - macropsarama n. sp. Lendenfeld (3) Austral., Port Jackson.
in der Spongiologie wählend der Jahre 1888—1891. 255
Stannarinm n. g. Ha e ekel. Staunomidae with branched lamellar body, forming
vertical plates, which arise as lateral branches from a primary flabelli-
form body.
— alatuin n. sp. Centralpacifisch, 2600 Fad. Haeckel.
— concretum n. sp. Centralpacitisch, 2925 Fad. Haeckel.
Stannoma n. g. Haeckel. Stannomidae with asborescent body, divided into
numerous free or anastomosing cylindrical branches.
— coralloides n. sp. Tropisch pacifisch, 2425 Fad., Centralpacifisch, 2600 Fad.
Haeckel.
— dendroides n sp. Tropisch pacifisch, 2425 Fad., Centralpacifisch, 2600 Fad.
Haeckel.
Stannophyllum n. g. Haeckel. Stannomidae with a thin foliaceons or flabelli-
form body, arising vertically from a simple short pedicle.
— globigerinura n. sp. Tropisch pacifisch, 2425 Fad. Haeckel.
— pertusum n. sp. Tropisch pacifisch, 2425 Fad. Haeckel.
— radiolarium n. sp. Tropisch pacifisch, 2425 Fad. Haeckel.
— venosum n. sp. Tropisch pacifisch, 2425 Fad. Haeckel.
— zonarium n. sp. Tropisch pacifisch, 2425 Fad. Haeckel.
Litter atur Verzeichnis über fossile Spongien.
Aus dem Jahre 1887 trage ich nach:
Morton, G. H., On the Discovery of Sponge Spicules in the Chert
Beds of FHntshire. Proc. Liverpool Biol. Soc. Vol. 1. p. 69.
Für die Litteratur der Jahre 1888 — 91 verweise ich auf das
Werk von H. Hauff, Palaeospongiologie in Palaeontographica. 40 Bd.
1893. Dem hier gegebenen Verzeichnisse füge ich noch folgende
Werke hinzu:
1888.
Etheridge, R., Fossils of the British Islands stratigraphically and
zoologically arranged. Vol. 1. Palaeozoic etc. Oxford, Clarendon,
p. 8. 468. 40
Lundgren, B,, List of the fossil Faunas of Sweden etc. IIL Meso-
zoie. 20 p. Stockholm.
Sollas, W. J., A Contribution to the History of Flints. Scient.
Proc. Roy. Dublin Soc. (2) Vol. 6. p. 1—5.
1889.
Friß, A., Studien im Gebiete der böhmischen Kreideformation.
Paläontologische Untersuchungen der einzelnen Schichten. IV.
Die Teplitzer Schichten. Porifera. Arch. naturw. Landesdurch-
forschung Böhmen. Vol. 7 p. 58. 59. 102—109. fig. 136—154.
Hall, T. S., On two new fossil Sponges from Sandhurst. Proc. Roy.
Soc. Victoria (N. S.) Vol. 1. p. 60—61. PI. 4.
Miller, S. A. , North Amf^rican Geology and Palaeontology. Cin-
cinnati, Ohio. Protozoa. Porifera. p. 152—167. Fig. 89—127.
256 Dl'- W- Weltiier: Bericht etc.
Zahälka, C, Camerospongia monostoma Rom. sp. z. ceskeho ütvaru
kridoveho. Sitz. ber. K. böhm. Ges. Wiss. 1889. Bd. 1. p. 88—
90. Tab. 3. Prag.
— 0 nove fossilni spongii Solidonodus poctai. Das. Bd. IL p. 72
—75. Tab. 1.
1890.
Hinde, G. J., On some Fossil Siliceous Sponges from the Quebec
Groiips of Little Metis, Canada. Quart. Journ. Geol. Soc. Vol. 45.
p. 84 — 85. London.
Poßta, Ph., Ueber den Inhalt eines Quarzknollens von Ruditz. Sitzber.
K. böhm. Ges Wiss. p. 60 — 68. Taf. 3. Prag.
Williams, H' S., Spongienlitteratur Nordamerikas für Juli 1887 —
88. Annual Rep. Smithsonian Instit. Year 1888. Washington
1890. p. 289-91.
1891.
Bierbauer, Br., A Check-List of the paloeozoic fossils of Wisconsin
Minnesota, Jowa, Dakota and Nebraska. Bull. Minnesota Acad.
Nat. Sc. Vol. 3. p. 206—247. Minneapolis.
Gaudry, A., Les Enchainements du Monde Animal dans les temps
geologiques fossiles secondaires. p. 33 — 37. Paris.
James, J. F., Manual of the Palaeontology of the Cincinnati Grup.
Journ. Cincinnati Soc. Nat. Hist. Vol. 14. p. 45 — 72.
Bauff, H., Ueber den Bau des Stützskeletes bei den Anomocladinen,
sowie einiger Tetracladinen. Verh. naturh. Ver. preuss. Rhein-
lande, Westfalens u. d. Reg. Bez. Osnabrück. 48. Jahrg. (5. Folge
8. Jahrg.) 1 Hälfte p. 33—37. (Sitz. her.). Bonn.
— Ueber eine eigentümliche Gruppe fossiler Kalkschwämme (Poly-
steganinae). Das. p. 45 — 48. 49—50.
Whitheaves , J. F. , Contributions Canadian Palaeontology. Vol. 1 .
Part 3. The Fossils of the Devonien Rocks of the Macken-
River Basin. Geol. u. Nat. Hist. Survey of Canada (Montreal)
p. 197—198.
Wright, J., On Foraminifera which construct their Tests of Sponge
spicules. Proc. Natur. Field Club. Belfast 1890/91.
Zahälka, C, V. , 0 souvrstvi glaukonotickeho vapniteho slinu v
Polabi litomeiicko-melnickem. Sitz. ber. K. böhm. Ges. Wiss. 1891
p. 394—406.
Referate über fossile Spongien finden sich im Neuen Jahrbuch
f. Mineral., Geolog, u. Palaeontol.; im Zoolog. Jahresbericht (Neapel),
im Zoolog. Record und im Annuaire geol. universel (Carez et Dou-
ville, Paris).
Kroll's Buchdiuckerei, Berlin S.
IMBL
'•;*;ji;i''-''Ui!'K'!!(!M''i',iiB;j!)if;,'s