MEMOIRES
DU
MUSÉUM NATIONAL
D’HISTOIRE NATURELLE
NOUVELLE SÉRIE
Série A. Zoologie
TOME I
FASCICULE 2
M. BEIER
DIE PSEUDOSCORPIONE INDOCHINAS
»
PARIS
ÉDITIONS DU MUSÉUM
36, rue Geoffroy-Saint-Hilaire (V«)
1951
Prix : 250 lr.
Source ; MNHN, Paris
Source : MNHN, Paris
MÉMOIRES DU MUSÉUM NATIONAL D’HISTOIRE NATURELLE
Série A. Zoologie, — Tome I, faaoicule 2. — Pages 47 à 123.
DIE PSEUDOSCORPIONE INDOCHINAS
Von M. Beif.b, Wien.
(Mit 47 Textflguren).
Die vorliegendc Arbeit basiert auf dem von Herrn Prof. Constantin
Dawydoff u ml soi lier Galtin Agnes in den Jahren 1038 und 1039 in Indo-
china nurgesaniinclten Materiale, dessen Reiclihaltigkelt lin Verein mit sei-
nen früheren Aufsammlungen nus den Jahren 1020 bis 1035, deren Krgeb-
nisse von Redikohzev in den Mém. Mus. Hist. uni. Paris, Tome 10. 1038,
P. 69-116, publiziert wurden, erstmalig eine gui fnndierte Pbersicht über
die Pseudoscorpionidenfmma dièses (îebietes crniôglicbt. Obwobl bereits
Redikor/.ev in den friiberen Aufsammlungen Uawydoffs 23 Artcn fcststellte
nnd hiervon 22 als tien bcschrieb, fanden sich in dem mir mr Benrbeilung
iibergebenen Material wiederum nicht weniger als 30 ncue Artcn. Hierzu
«oininen noch weitere 2 neuc Artcn nus den Bestiinden des Britisb Muséum
°* nnlural History und 2 bereits tiekaunie, aber fürdie Faunn dieses Gebietes
■tcuc Arien, su dass wir nuilmebr ans ludocbina 57 Pseudoscorpioniden-
Arlen kennen. Damil ist Indoeliina eines der binslehtlleb seiner Pseudoscor-
Pionidenfauna am besteu durebforschten Gebiete der Erdc. Die Zu.sarntnen-
setzung diescr Fauna ist die auch für andcrc fcuehtwarme Zonen des Tro-
pengürtels typische. Demgemiiss treten die A’eo bisiinea mil nur 7 Arten
Regeniiber den CbthOniinca mil 12 und den Chclifvrilica mit 38 Arten weit
zurûck. Die trockene Biotope bcvorzugenden Garypidue (Neobïsiinca) fehlen
ganzlieh und auch die Olpitdae sind nur spfirlich vertreten. Am reicbslcn
entfaltet sind die Aleinnidur und Chclifcridae, wobei erstere als typische
Rindenbewohncr an Individuenzahl weitaus überwiegen. Der verhàltnismfis-
si R grosse Artenreicbtuiu ist zweifellos auf die slarke Zerkliiftung des Ge¬
ôles in mehrere isollerle Gebirgsz.iige zuriickzuführen, die ihrerscils die
Aufspnltung der Arten und die Bildung von Endemisnten begiinstigt.
Die in Indochina feslgestellten Gattungen und Arien lassen sich nach
R'igendem BcstimmungsscbUissel nnterscheiden :
1 • Die beiden vorderen Beinpuaie mit je 1, die beiden hinteren mit
je 2 Tarsengliedern (II. O. Chthoniinea) . 2.
r~ Aile Bcinpaare mit glcicher Tarsengliederzahl . 13.
-• Stigmen schrag gestellt, mit gesonderter, halbkreisfôrmiger Stig-
mcnschutzplatte ; Basifcmur des 4. Bcinpaares nur wenig kür-
zer als das Telofcmur (Fam. Dithidae) . 3.
Mémoires du Muséum, Zoologie, T. I. 1
Source : MNHN, Paris
M. IiKJF.lt
- Stiginen quergestelll, ohne gesonderte StigmcnschutzplaUc, son-
dern von einer seitlichen Verlangerung des Sternits gedeckt ;
Basifemur des 4. Beinpaares bedeutend kiirzer als das Telofeniur
(Fam. Chthoniidae) .. 6.
i. Das Tasthaar st des bewegliehen Falpenlingers ungefiihr
halbwegs zwischen xb und t stehend (lien. Ditha Chamb.). 4.
- Das Tasthaar st des bewegliehen I'alpenfingers sclir stark an
sb genühcrt ((ien. Gompsaditha Cbanib.) . 5.
. Carapax mil wcnig iiber 70 Borsten .... I. Ditha tonkihensis n. sp.
- Carapax mit 12U lus 130 Borsten . 2. Ditha laosuna n. sp.
. Die Hinteraugcn dcutlich kleiner als die Vordcraugen ; Epistoin
den Vorderraud des Carapax nichl iibcrragend .
. 3. Compsaditlia parva n. sp.
- Aile 4 Augen von gleieber Crosse ; Epistoin den Vorderrand
des Carapax iibcrragend . t, Gompsaditha proxi ma n. sp.
. Palpenhnml dorsal mit 2 Taslhaaren (Subfam. Chthoniinae).... 7.
- Palpenhand dorsal mit 4 Taslhaaren (Subfam. Lechytiinae)
. 12. Lcchytia asidticu Redikorz.
. Palpenhand uorinal geformt, distal nie.ht flaschenfürmig ver-
iiingt (Ccn. Tyrannochthoniua Cliamb. s. sir.). 8.
- Palpenhand distal llaselienformig verjiingt (Tyrannochthonius
subgen. Lagynochthoniu.s n. stibgen.). 12.
. Palpcnfinger ohne Svkundnrziihnehen in den Zahnlücken der
Marginalzahnreihe . 9.
- Palpcnfinger mit klcincrcn Sckundiirziihnehcn in den Zahnlük-
ken der Murginulzahnrcihc . 11.
. Augen klein, vom Vorderrand des Carapax wenigslens uui ihren
doppelten Durchmesser abstchend ; 3. Abdomtmiltcrgit mit 4
Marginalhorslen . 10.
- Augen gross, vom Vorderrand des Carapax kaum uni ihren
Durchmesser nbstehend ; 3. Abdominaltergit mit (i Marginal-
borsten . 5. Tyrannochthonius (T.) similtinuis n. sp.
. Beweglichcr Palpcnfinger mit 10 Mnrglnnlzühneti.
. G. Tyrannochtlwnius t T.) pachylhorax Redik.
- Beweglicher Palpcnfinger mit 7 Marginalzfthnen..
. 7. Tyrannochthonius (T.) pnsilllmus n. sp.
. Bezahnung des bewegliehen I’alpenfingers proximal iiber das
Tasthaar st hinausreichcnd. S. Tyrannochthonius (7‘.) robustus n. sp.
- Bezahnung des bewegliehen I’alpenfingers proximal mir bis
zum Tasthaar t reichend.. 9. Tyrannochthonius (T.) pcrpusiUus n. sp.
. Palpenhand nlcht dunkler als die übrigen (ilioder ; die beiden
ersten Tergile mit 4 Borsten; Hlnteraugen rednziert.
. 10. Tyrannochthonius (Lagunochthanius) Umkinensis n. sp.
- Palpenhand dunkler als die übrigen (ifleder ; die beiden ersten
Tergite mit 2 Borsten ; Hlnteraugen gui entwiekelt.
. 11. Tyrannochthonius (Layunochthoniu:) annamensis n. sp.
. Aile Beinpnare mit 2 Tarscngllederu (t 1 . O. Noobiailnea). 14.
- Aile Beinpaare mit 1 Tarsenglted (l, 1 . O. Cheliferlnnn) .. 20.
. Beweglicher Chelicerenllnger um Medinlramle ge/.âlinelt, ohne
Subapikallohiis (Neobisiiaes) . 15.
- Beweglicher Cheliccrcnlinger mu Mediidrande nicbl geziihnell,
mit stumpfem Subapikaltobus (Gnrypidea Fam. Olpiidae). 18.
. Nur der feste Palpenfinger mit Giftapparal (Fam. Ncobisiidae,
Gen. Microcreagri») . 16.
- Beide Palpenfinger mit Giftapparal (Fam. Ideoroncidae).
... 16. Nhntranyiu daiuydoffi Redikorz.
Augen vorhanden. mit Linse . 17.
- Augen fast vollslfindig reduziert. dîne Linse, nur als helle
Flecke angedeutet. 15. Microcreagris parablothroidcs n. sp.
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DIE PSEUDOSCORPIONE INDOCHINAS
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. Palpen deutlicli granuliert ; Augen gross, die vorderen nur ura
ihren Durchinesscr vom Vorderrande des Carapax entfernt_
..... 13. Micrvcreagris indochinen&is Rcdikorz.
• Palpen nur schr fciu lederarlig skulpturicrl, glatt crscheinend;
Augen klein, die vorderen 1 1/3 ihres Durcbinessors vom Vor¬
derrande des Carapax entfernt.. 14. Mlcrocreagrls annumensis n. sp.
. Tergite und Sternitc ungetellt ; Arolien einfnch (Olptinae). 19.
- NVenigstens cinige Tergite und Sternlte geleill ; Arolien zweiloi-
lig (uarypininae) . 19, Gurypiims vue boni Rcdikorz.
■ Die mittleren Abdoiuinallcrgile mit ic 6 Marginalborstcn_
. 17. Xcnolpium ag/tiue (Rcdikorz.).
- Die mittleren Abdominaltergite mit je 4 Marginalborslen,......
. 18. Xcnolpium /unebrum Rcdikorz.
Gelenk zwisclien Rasi- und Telofemur des 1. und 2. Belnpaares
von gleicher Rildung wie du* des 3. und 4., aile Fernora daher
gleich gestaltet (CtieiridiideB). 21.
- Gelenk zwisclien Ras U und Telofemur des 1. und 2. Beinpaares
anders gebildel als dns des 3. und 4. Paares, die Fernora daher
unglcich gestaltet (Cheliferidea) . 24.
. Mit Pseudostcrnum zwisclien deu Coxen der Beinpuure ; Cucul-
lus fehlend ; beidc Palpenlinger mit Giflapparat (Fam. Ster-
nophoridae) . 22.
- Ohnc Pseudostcrnum zwisclien deu Coxen der Beinpnare ; Cu-
cullus vorhanden ; nur der feste Palpenlinger mit Girtappmat
(Fam. Cheiridiidae). 20. Apocheiridium pclagicum Rcdikorz.
. Pseudosternum breil, die Coxen des 2. Beinpaares nur 1.8 bis
2.5 mal so breit wie dièses. 23.
- Pseudosternum schmal, die Coxen des 2. Beinpaares 4.5 mal so
breit wie dièses . 21. Sternophorus tiuuiydoffi n. sp.
l’alpenhand normal geforml, 2.2 bis 2.3 mal so lang wie breit ;
Fémur und Tibia der Palpen fein und sparlich granuliert ;
Coxen des 2. Beinpaares 2.5 mal so breit wie das Pseudoster¬
num. 22. Sternophorus chamberlini Redikorz.
- Palpenlnmd ault’allend schmal und zylindrisch, 2.5 bis 2.0 mal
so lang wie breil ; Fémur und Tibia der Palpen zlemlieli grob
und relativ dicht granuliert ; Coxen «les 2. Beinpaares 1.8 mal
so breit wie dns Pseudosternum. 23. Sternophorus cylindrimanus n. sp.
24. Nur einer der beiden Palpenlinger mil Giflapparat. 25.
— Beide Palpenlinger mit Giftnpparul (Fam. Cheliferidae). 39.
25. Palpcnfinger ohnc XcbenzShne ; nur der feste Palpenlinger mit
Giftzahn (Fam. Atomnidae) . 20.
— Palpenlinger mit Nebenzôhncn ; nur der bewcglichc Palpenlin-
ger mit Giftzahn (Fam. Chernotidao). 37.
20. Das Tasthaar nm Torsus des 4. Beinpaares an der Gliedhasis
gelegen ; Carapax hochstens vorne fein und zerstreut granuliert
(Subfam. Atcmnina«j) . 27.
- Das Tasthaar ara Tarsus des 4. Beinpaares proximal der Glied-
mitlo gelegen ; Carapax ilberall dicht granuliert (Subfam.
27. Carapax ohnc Querfurche... 28.
— Carapax mit schurfer Querfurche proximal der Mitte. 35.
28. Das Tasthaar il des festen Palp enfin gels in oder proximal der
Fingermitte gelegen und von der Fingerspitzc bedeutend weiter
entfernt als der Abstand der Tastbaarc isl und isb voneinander
betragt (Gen. Paratemnus Beier). 29.
— Das Tasthaar il des festen Palpenfingers deutlich distal der
Fingermitte gelegen und von «1er Fingerspitzc so weit entfernt
wie der Abstand der Tasthaare ist una isb voneinander. 31.
29. Serrula mit 23 Lamellen. 30.
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50
M. H ET Kit
~ Serrula mit 20 Lamellen ; Palpen aufl'allend dunkel.
. 24. Paratemnus redikorzevi nom. nov.
30. Palpenfemur usserordentlich gedrungen, doppelt so long wic
breit, rotbrmin . 25. Paratemnus laosanus n. sp.
- Palpcnfcmur schlimker, 2.3 biN 2.4 mal so long wic breit. hell
gelblichbrnun .. 20. Paratemnus vurtulns (Redikorz.).
31. Tibiulsticl müs&ig schlank, latéral von dor Kculc unscharf abge-
setzt ((leu. Anatemnua Bcicr). . 32.
- Tibiulsticl sclir schlank, une h latéral von der Kculc scliarf ab-
gcsctzl (Gen, Oratemnus licier). 34.
32. Mânnlichcs GcnitalTeld mit gut entwickellem. sklerotlsiertem
ausserem Bogcn ; Gtilea tics Wcibchens terminal ohne Krûn-
chcnbildung ; Palpciihand «listai kaiini verjüngt. 33.
- Mânnlichcs (icnitalfcld mit reduziertem. sehwueh sklerotlsicr
tem ausserem Bogen . (ialca des Wcibchens tertnlmil mit Kriin-
chenbiidung ; Polpenhand distal dcutlicb verjüngt .
. 27. Anatenuius suboermtformis Redikorz.
33. 3. Sternit des Mânnchens mit tî Margiimllmrsten ; Seitcnplattcn
des ausseren Rogens des mknnlicben (icnitalfcldes breit, mit
unregelmSssigcr Knntur, Stiibehen des inneren Rogens S-for-
mig gebogen . 23. Anatmmus nngilstus Redikorz.
— 3. Sternit tics Miîimeliens mil X Murginalborsten ; Seilcnplut-
ten des ausseren Rogens des münnliehen (ieuilairdtles schmal,
ganzrandig, Stiibehen des inneren Rogens gerude....
.. 29. Anntemnas tonkinensis Beicr.
34. Kleincr, Cnrapax 0.71 mm., Palpentibia 0.00 bis 0.08 mm. lang.
. 30. O rat minas snignnensis (Beier).
— G rosser, Garapax 0.93 mm., Palpentibia 0.78 mm. Ring.
. . 31- Oratemnus smiidivisns Redikorz.
35. Palpen schlank, Schere nicht kluflcnd ; nur die «listalc Flagcl-
luml)orste einseltig gclledert ; Sternitc des Mânnchens mit Sln*
nesborstenfeldern. (Gen. Stenatemnus licier). 36.
— Palpen gctlrungen, Scliere kbiHVnd . aile I Flagellumborstcn
einseitig gcliederl ; Slernite «les Mânnchens ohne Slnnesborslcu-
felder . . 32. Métal minus untstrtntns (Redikorz.).
36. Palpenfemur des Mit n lichens 2.7 mal. Tibia 2.8 mal so lung
wie breit . 33. Stenatemnus nnnametuh n. sp.
- Palpenfemur «les Mânnchens 3.7 mal, Tibia 3.8 mal so lang wie
breit . 34. Stenulemnus extensus n. sp.
37. Grosse Forincn ; Ghvlicerenstuinm mil 7 Rorsten ; hintores l.a-
tcralek der Coxcn des 4. Bcinpaares beulciifnrmig vorgezogen
- (Gen. Megachernes Beier). 38.
- Kleine Formcn ; Ghelicerenslanmi mit 5 Borsten ; t'.oscn îles
4. Iieinpaares einfach .... 36. Microchernes urieptalis n. gen. n. sp.
38. Garapax und Palpen kurz beborslet ; Stellung der Tasthaare
normal .. 37. Megachernes tttanius n. sp.
- Garapax und Palpen lang und dicht behaart ; die Tasthaare
est) und ib des festen Palpcnllngers weit distalwârts verscho-
ben, ersteres fast in der Hohe von tst, letzteres distal von die-
sem befindlleh . 38. Megachernes barbai ns n. sp.
39. Flagclluin mit I Borsten ; Slernite des Mâmicliens mit beson-
deren Sinnesborstenfehlern ; Coxalsüc.ke und wûiderharnfor-
mige Organe febten iSubfam. Withitnne). 40.
— Flagellum mit 3 Borsten : Sternitc des Mânnchens ohne Sinnes-
borstcnfeldcr ; Goxalsjirke und widderliornformige Organe
vorhanden (Subfaiii. Cheliferinae) . 44.
40. Das Tasthaar am Tarsus des 1. Beinpaarcs in der Gliedmitle
gelcgen . 41.
— Das Tcsthaar am Tarsus des 4. Beinpaares distal der Glied-
mitte gelegen. 43. Microwithius ynrii Redikorz.
Source : MNHN, Paris
(NE 1ND0CHINAS
1 ■ Palpenfemur aus dem Stielchen plôtzlich verdickt, basal aiu
breitesten ((«en. Hyperwithius n. gen.). 42.
- Palpenfemur aus dem Stielchen mehr ullmilhlich verdickt. in
der Mitte ain breitesten. 11!), Mcluwilhius spinioenter Redikorz.
2. Palpentibia 4 bis 4.2 mal so lang wie breit, ihre Kontur nlclit
geschweift; Scrrula init 20 Lamellen. 42.
- Palpentibia 4.7 mal so lang wie breit. ihre Kontur geschweift ;
Scrrula mit 17 Lamellen.... 40. Hyperwithius fifimMBC'is/g (Redikorz.).
3. Uintcrcoxen des Münnehens schmal. mit konkavem Hinter-
rande ; Latéral kontur des Palpenfemur gernde.
. 4L Hyperwithius lonUinensis n. sp.
- Hintercoxen des Münnehens breiter, mit geradlinigem Minier-
rande ; Laternlkontur des Palpenfemur in der Mitte leicht kon-
kav . 12. Hyperwithius dmvydoffi n. sp.
4. Statumen cnnvolutmn des niünnllchen (ienitalapparates termi¬
nal gegabelt, mit zentralem Cbltinstab : mlttlere Cribriform-
platte des Weibehens pnnrig (Trib. Cheliferini). 45.
- Statumen convolulum des miiunlielien (ienitalapparates termi¬
nal gerundet ; mittlere Cribriformplgtte des Weibehens unpaa-
rig (Dactylocholiferini) . 48.
>. Krallen der Laufbcine einfnch, diejenigen der münnliehen Vor-
dertarsen asyminctrisch . 40.
- Krallen der Laufbcine terminal gespnlten, diejenigen der münn¬
liehen Vordcrtarsen olmc bcsondcrc Auszeichnung.
. 44. ChcTifcr cancroides (L.).
>. Dus Tasthnar ist des festen Palpenflngers etwas proximal von
est stehend ; Inncnklmie der mfinnlichen Vorderbeinc stark
verlângert, fast gerade, terminal mit eigeiiartigem Greifhaken,
Aussenklaue normal (Gen. Ancistrochelifer n. gen.). 47.
- Das Tasthnar isl des festen Palpcntîngers etwas distal von est
stehend ; Aussenklaue der münnliehen Vorderbeinc stark ver-
kürzt, rudimontiir, Innenklaue normal.
. 45. Mctochélifer duboscqul Redikorz.
L Palpen schlank, nur mit wenigen grdboren Kornern beselzt.
die Finger so lang wie die Hand oline Stiel.
. 46. Ancistrochelifer aniline n. sp.
- Palpen gedungen. dicht mit grÔberen Kornern beselzt. die I’in-
ger bedeutend kürzer als die Hand obne Stiel.
. 47. AncmrooheUfer tuberculalus n. sp.
!. Krallen der Laufbcine gespalten oder mit Nebenzahn. 49.
- Krallen der Laufbcine einfaeh. ohne Neben/.alm..
. 48. Atnaurochclijer un naine liste n. gen. n. sp.
i. Die Tasthaare ib, Isb. ist und il des festen Palpenflngers zu ei-
ner Grappe in der proxlmalen Fingerhiilfte vereinigt. est eben-
fails weit proximal der Fingermitte gclegen (Gen. Lopho-
chernes Sim.) . 50.
- Die Tasthaare ist und it des festen Palpenllngers von der Fin-
gerbasis abgerilckt, it in oder distal der Fingermitte gele-
gen, ebenso 'est (Gen. Lophocheliler Beier). 56.
. Palpen mehr oder weniger fein grnnuliert. 51.
- Palpen vollkommcn glatt . 55.
. Finger kürzer als die Iland ohne Stiel . 52.
- Finger fast so lang wie die Hand mit Stiel ; Aussenklaue der
münnliehen Vorderbeinc zwcimnl krlsarlig gebogen (< gc-
flammt »). 49. Luphoeliernes flnmmipes n. sp.
. Tibia der Palpen 3 mal so lang wie breit. 53.
- Tibia der Palpen 2.5 mal so lang wie breit.
. 50. Lophochernes piisillus Redikorz.
. Fémur der Palpen 3.2 bis 3.8 mal so lang wie breit. 54.
Source : MNHN, Paris
52
H. BEfER
— Fémur der Palpen 2.8 mal so lang wie breit.
. 51. IjOphochernes brevlpes Redikorz.
54. Palpenfemur gcdungener, 3.2 mal so lang wie breit.
. 52. Lophochemes aller n. sp.
— Palpenfemur sehlnnker, 3.8 mal so lang wie breit.
. . 53. Lophochemes différais n. sp.
55. Hintcreckcn des Carapax und der Seitenkiele der Tergite belin
Mannchen nicht zahnffirmig verlângert ; Innenklatie des miinn-
lichen Vordertarsus mit stumpfem Zühnchcn.
• . 54. Lophochemes oblusecarinatus n. sp.
— Hinterccken des Carapax und der Seitenkiele der Tergite beim
Mannchen zahnfonnig verlflnccrt ; Innenklatie des mânnlichen
Vordertarsus mit spitzigem Ventralzfihnchcn.
... 55. Lophochemes semicarlmliis Redikorz.
56. Carapax granuliert ; Innenklatie des mânnlichen Vordertarsus
einfach, Aussenklaue mit Dorsalbockcr..
. 56. Lopliochelifer gibbosounguiculatiis n. sp.
— Carapax glatt ; Innenklatie des mSnnlichen Verdertarsus mit
spitzigem Ventralzâhnchen, Aussenklaue sehr schlank, sanft ge-
bogen, ohne sonstige Auszekhnung .
. 57. Lophochelifcr lonkincnsis n. sp.
Fam. DITHIDAE
1. Ditha tonkinensis n. sp. (Fig. 1).
Carapax fast quadretisch, ziemlicb grob und sehr deutllch netzfôrmig
skulpturiert, der Vorderrand mit deutlichem Medianausschnîtt. in dem sich
ein kurzes, stumpfes, geziihntes Epistom erhebt, das den Vorderrand nicht
überragt ; Scbeîbe mît ungefâhr 72 Borsten, von denen je 8 am Vorder- und
Hinterrand stehen, Augcn gut enlwickelt, die hinleren kaum kleiner als
die vorderen. Abdominaltergitc querrunzelig, ihre Beborstung zwcireihig :
2 6 8 8 8
16, —■, —, —, —, —. Die ersten Sternite hinter der Cenitalregion dcutlich
16 14 14 14 14
geteilt. Beborstung der Sternite einrelhlg, etwa 10 Marginalborsten auf
jedem Sternit. Cheliccrenstamm mit 5 krâftigen Borsten und einer kleinen
lateralen akzcssorlscben Borste. Fester Chelicerenflngcr mit einem dreiecki-
gen Mittelzahn, an den sich proximal eine Reibe von 6 kleineren Zahnchen
anschliesst. Bcwcglicher Fingcr cbenfalls mit einem krüftigen Mittelzahn
und proximal von diescm mit 4 kleineren Zâhnchen. Palpen zicmlich
gedrungen, kiirzer nls der Korper. Fémur kaum 4 mal so lang als breit und
etwa 1.5 mal so lang wie die Tibia, letztere doppelt so lang wie breit. Schere
verhâltnimâssig gedrungen. nur, 3.8 mol (Q) bis 4.2 mal (tf) so lang wie
breit, die Fingcr etwa 1.3 mal so lang wie die Hand. Fester Fingcr mit unge¬
fâhr 56, bewcglichcr mil etwa 52 kleinen. stumpfen, dicht stehenden Mar-
ginalzâhnen. Strllung der Tasthaarc wie bel den anderen Arten der Cattung,
die mittleren Taslhiuire jedoch nutfallend weil basnlwfirts geriickt, est des
festen Fingers etwa s proximal der Fingerrnitle, il in dieser gelcgen : s b
des beweglichen Fingers ebenfalls etwas proximal der Fingermilte beflnd-
lich, der Abstand zwischen s b und b etwas kleiner als derjenige des
Source : MNHN, Paris
DIE l'SEUDOSCC
•10NE 1NDOC11INAS
53
Tasthaares l von der Fingerspitze. Coxa I und II mit je 4 bis 5 eiufachèn,
spitzigen Coxaldornen. Intercoxaltuberkel mit 1 Borste vorhanden. Mânnli-
ehe Genitaloffnung jederseits mit 8 distalen Randborsten. 2. Glicd der
Hintertarsen 1.8 mal so lang wic das 1. — Kôrpcr L. 1.2 mm., 9 1.5 mm. ;
Palpenhand L. 11.28 mm.. B. 0.16 mm., Ç L. 0.33 mm., B. 0.19 mm., Finger
L. çj* 0.36 mm., 9 0.42 mm.
Typen : 1 çf, 1 9 (mit Eicrpaket), Chapa, H 1 Tonkin, 1.500 111., Juli
1939, (C. Dawydoff leg.).
Paratypen : 1 ç-ÿ», 1 9 (mit Eiersaek), Fan-Si-l’an, II 1 Tonkin, 2500 m.,
Juli 1939 ; 1 Larve, Chapa, II 1 Tonkin, 1500 m., Juli 1939, sâmtlich leg.
C. Dawydolf.
Von D. elegans und philippinensis durch die Cliaetotaxic des Kôrpers,
den sparlich beborsteten Chelicerenstamin, die kürzeren Palpen, die gedrun-
gere Palpenschere und die weiter proximal stehenden mittleren Tasthaare
der Palpenfinger sehr gut unterschieden.
Fig. 1. — Ditha lonkinentu n. sp., Palpenhand des 9
von der Lateralseite.
Fig. 2. — Ditha laosan a. sp., Palpenhand des 9 von
der Lateralseite.
2. Ditha laosana n. sp. (Fig. 2).
Carapax nahezu quadratiseh, nach hinten nur sehr leieht verengt, dicht,
fcin und ziemlich undeutlich netzfôrmig skulpturiert, der Vorderrand mit
kreneliertcm Mcdianausschnilt und sehr kurzcm, breilen, terminal fein
gezahneltein Epislom, das am Knde abgcstutzt erscheint und den Vorder-
Source : MNHN, Paris
54
M. BEIIil
rand nicht erreicht ; die Scheibe mit 12U bis 130 Borsten, von denen je
10 ain Vorder- und Hinterrand stehen. Augen ziemlich gross, die hinteren
jedoch etwas flaeher nls die vorderen und ilirc Linsc getrübt. Abdomi-
naltergite nur undeutlich skulpturiert, mit zweizeiligcr Beborstung
(i 8 10 10 10 10 12(10) 12 12 12
^ ’ 10 12 12 12 12 ^ 10(14),' 12(10)’ 12(10)’ 12(10)’ 12(14) *
Chelicerenslaimn mil 5 krâfligen Borsten und einer kleinen latcralen
akzessorischen Borste. Bewelmmg der Chelieerenllnger v ie bei tonkinensis.
Palpen ziemlich gedrungen. kfirzer als der Kôrper. Fémur etwa 3.7 mal
so lang wie breit iiml tingefiilir 1.0 mal so lang vie die Tibia, lelztcre kaum
doppelt so lang wie breit. Sehcre 4.1 mal ($) bis 4.2 mal (çf) so lang wie
breit, die Fînger 1.5 mal (Ç) bis 1.6 mal içf) so lang wie die Hand. Beide
Finger mit je etwa 50 kleinen, stumpfen, diebt stehenden Murginalzâhnen.
Stellung der Tnslhaare iihnlich wie bei tonkinensis, est îles feston I-'ingers
jedoch in der Fingermitte, il ilislul von diescr gelegen ; sl> des beweglichcn
Fingers ebenfalls in der Fingcrniitle hellndlich, der Abstand zwischcn sb
und b ein wenig griisser als derjenige des Tasthaares t von der Fingcrspilzc.
Coxa I und II mit je 5 bis 0 einfaelien, spitzigen, In einer Reihe stehenden
Coxaldornen. Intcrcoxaltuberkel mil 1 Borste vorhamlen. 2. Glicd der
Hintertarscn doppell su lang wie dns I. Kflrper !.. çf 1.1 mm., ç 1.2 mm. ;
Palpenfcniur L. çf 0.31 mm„ Ç 0.35 mm.. Palpenhand L. 0.21 min., B.
0.13 mm., L. $ 0.25 imn„ B. 0.14 rnm„ Finger L. çf 0.34 non., ç 0.30 mm.
Typen : 1 çj 1 , 1 $, Paelay, Laos, Luang Prahang, 0. Jânner 1039, iminer-
grüner Wald, (C. Dawvdoff i.eo.).
Paratype : 1 9, Luang Prabang, Laos, 24.12.1938, (C. Dawyooff leg.).
Nâehstverwandt mit D. tonkinensis, aber bedeutend kleiner und von
dieser Art ausserdein durch viel grosscre Borstenzahl des C.arapax, andere
Beborstung der Tergite, (einer skulpturierles Inleguincnl, relativ langere
Palpenfinger und etwas andere Stellung der Tasthaarc gut unterschieden.
3. Compsaditha parva 11. sp. (Fig. 3).
çf. Carapax nahezu quadralisch, so lang wie in der Hôhe der Augen
breit, nach hinten ganz wenig verengt, dicht und deutlich nctzformig
skulpturiert, mit 04 massif kriiriigen Borsten, von denen 10 um Vorderrand
und G am Hinterrand stehen ; Vorderrand gerade, (ein kreneliert, in der
Mitte flach ausgeschnitten und mit einem kurzen, gezâlinten Epistom, dus
den Vorderrand nicht überragt. 1 gui entwickulte Augen, die hinteren
deutlich kleiner als die vorderen. Chelicercnstamm retikuliert, mit 5 krâfti-
gen und 2 kleinen lateralcm akzessorischen Borsten. Tergite fein netzfür-
mig skulpturiert, nur die hinteren mit zwcireihig gestellten Borsten :
4 (i 0 6
10, 10, 10, 12, —, —, —, —. Palpen glati, nur die Hand dorsal an der
10 10 10 12
Source : MNHN, Paris
DIE PSEUD0SC0RP10NE INDOCMINAS 55
Fingerbasis granuliert. Hand ziemlich gedrungen, 1.6 mal, die Schere 3.8 mal
so lang wie breit. Finger ziemlich dick, 1.5 mal so lang wie die Hand, je
mit 45 bis 47 kleinen, stumpfen, dicht stchenden Margfnalzahncn. Die
Tasthaare sb uml si des bewegliehen Fingers deullich proximal der Finger-
mitle gelegen, einander genâhert und kaum 2 \reolardurchmesser voneinan-
der enfernl, t von der FingcrspUzc weiter enlfernt als der Abstand zwisehen
l> und sb betriigl. Coxen 1 mil 4. Il mit 5 in oiner Reihe stchenden, distal
pinselfôrmig aufgespallenen Coxaldornen. Inlercoxaltuberkel mil 1 Borate
vorhanden. Die beiden Tarsenglicder der llinterbcinc mit je einer Tastborste
nalie der Mille des Gliedes. Sternite grosstenteils mil 8 Marginalborsten. —
Kôrper L. 1 mm. ; Palpen : Fémur L. 0.43 mm., Tibia G. 0.33 mm., Ilaud G.
0.25 mm., B. 0.10 min., Finger L. 0.36 mm.
Typcn : 2 çj 1 , Lo-Ku-Ho (Chapa), H' Tonkin, 1600 m., Juli 1939 (C.
Dawydoff leg.).
Lateralseite.
Fig. 4. — 6'om iisaditha proxima n. sp., Palpeuhand des Ç von der
Gateralseite.
Von der naehstverwandten G. pyginaea Chaïub. durch deullich netzformig
skulpturierten Carapax, grôssere Borstenzahl des Carapax und der Tergite,
den grosseren Abstand der Tasthaare sb und si voneinander sowie etwas
bedeutendere Palpengrôssc unterschieden.
Source : MNHN, Paris
56 M. BEI EK
4. Compsaditha proxima n. sp. (Fig. 4).
ç. Carapax qtiadratisch, so lang wie in der ltohc dcr Augcn breit, nuch
hintcn katnil merklich verengt, diclil und fein, aller dentlich nctzfôrmig
skulpturiert, mit 62 Borstcn, von dencn 12 uni Vorderrand und 6 am Ilin-
tcrrand stehen ; Vorderrand gcrade. fein kreneliert, in dcr Mitte seicht
aiixgeschnitten, mil cinem kurzen, ge/iihntcn, deu Vorderrand ein wenig
überragcnden Epistom. 4 gui cntwiokeltc, mit einer stark gcwolbtcn Linsc
vcrsehene Augen, die lûnleren niclit reduziert und so gross wie die vordc-
ren. Chelieerenstamm retikulicrt, mit 5 kriiftigen und 2 kleincn lateralen
akzessorischcn Borsten. Tcrgilc mil quergestelltcr Relikulalion; Bcborstung :
4 4 6 6 8 8 10
12,—, —, —, die Discnlborsten kleiner als die Marginal-
12 14 14 14 II 14 14
borsten. Stcrnite grosstcntcils mit 10 Marginalborslen. Palpen glati, nur
die Ifand dorsal an der Fingcrliasis gramilierl. Haml gedrungen und beson-
dcrs dorsal zietnlich slark baucbig, 1.6 mal so lang wie breit. Scliere 3.7 mal
so lang wie breit. Finger 1.3 mal so lang wie die lluitd, je mît 52 bis 54 klei-
nen, slumpfcn, dicht slehenden Marginalzâbnen. Das Tasthaar st des
beweglichen Fingera in dcr Fingermitte gclegen und von s b etwa 2 Areo-
lardurchmesser enlfernl ; t von lier Fingerspitze welter entfernt als der
Abstand zwisclien s b und b betrâgl. Goxen 1 mit 6, II mit 4 spllzlgen, distal
nicht pinselformig aufgespaltenen Coxaldorncn. Inlereoxnlluberkel mit
1 Borste vorhanden. 2. Tarsenglled dcr Hinterbcine mit cinem Tasthaar
etwas proximal der Gliedmitte. — Korper L. Ç 1.5-1.7 min.; t’alpcn : Fémur
L. 0.49 mm., B. 0.13 mm., Tibia !.. 0.30 mm., B. 0.11 mm., Hnnd L. 0.33 mm.,
B. 0.21 mm., Finger L. 0.43 mm.
Type : 1 ç, Dalat, Plateau von Langbian, Süd-Annnm, 15.11.1938, G.
Dawydoff leg. Das Exemplar Iriigl einen Eiersack mil 8 Embryonen.
Paratype : 1 Ç, Plateau von Langbian. Süd-Annam (G. Dawydoff leg.).
Nachstverwandt mit C. parmi und mit dieser nuch weitgehend überein-
stiminend ; von ihr aber unterschieden durch das den Vorderrand des
Carapax überragende Epistom, die nicht reduzierten Hinteraugen, die bercits
vom 2. Segment an zweireihige Beborstung der Tergite, relativ kürzere
Finger, die Lagc des Tasthaar.es st in der Mitte des beweglichen Fingers
sowie Zahl und Form der Coxaldorncn.
Fam. CHTHONIIDAE
5. Tyrannochthonius (T.) simillimus n. sp. (Fig. 5).
Carapax nahczu quadratisch, So lang wie in der Hohe der Augen breit,
nach hintcn knum verengl, mit 16 Borsten, davon 2 vor dem Hinterrande ;
Vorderrand gerade, mit dreieckigem, spitzigem, dentlich vorragendem Epi
Source : MNHN, Paris
I)1E PSEUDOSCOMPIONK 1NDOCHINAS 57
stoin, das von 2 krâftigen Borsten flankiert wird. Augen gut entwickelt und
ziemlich gross, kaum iim ihren halben Durchmesser voneinander entfernt,
die vordcren stârker gewolbt «Is die hinteren und vum Vorderrnndc nur uni
2/3 ihres Durchmcssers abstehcnd. Die bcidcn ersten Tergiie mit 4, die
übrigen mit je 6 ziemlich Inngcn Marginolborsten, dus Kndlcrgit jederseits
mit einem Tasthaar. Sternte mil R Mnrgfmilborsten. Chelieerenstamm mit
5 Borsten. Bcwcglieher Ghelicerenfingor fein und gleichmâssig gezühnelt,
Tester mit einem kriiTtigCB, dreieckigen Submcdiunznhn, dahinler mit ciner
Reilie kleinerer Zühnchrn. Pnlpen glall. Hand medioventrul elvvas gebaucht,
distal dcutlich vcrjüngt, 1.0 mal so lang wic breit. Finger 1.3 mal so lang
wic die Iland, der Teste mit 21 gleiobartigen, spitzigen getrennl stebenden
Zahnchen, der bewcglichc in der distulen Ilfilfte mit 10 ebensolchen Zâhnon,
die proximalwârts bis über dus Tasthaar si reîcben, in der proximalen
Hâlfte mit kleinen, flachcn Zahnrudimenlen. Das Tasthaar sb ein wenig
nBher bei b als bei si stehend. Scliere 4.2 mal so lang wie breit. Coxen
des 2. Beinpaares mit ciner Reibc von 7, grosslenleils ziemlich langen,
gefiederten Goxaldornen. Intercoxulluberkel fehlt. — Korper L. Ç 1.1 mm.,
Carapax 0.36 mm. ; Palpen : Fémur L. 0.35 mm., B, 0.09 mm., Tibia L.
0.18 mm., Hand L. 0.24 mm., B. 0.13 mm., Finger !.. 0.31 mm.
Type : 1 $, Sré Umbcll, Cambodge, Mârz 1939 (C. Dawydoff leg.).
Nâchstverwandt mit T. paclujtliorax Redikorz. und pusillinms m., von
Fig- 6. — — Tyrannochthonius pusillimus n. sp., l’al-
penhand des Q von der Lateralseite.
Source : MNHN, Paris
M. B El K!
58
beidea jedoch dure h wesentlich besser entwickeltc und grôssere Augen,
die einander demnach nâher stehen und auch vom Vorderrande nicht so
weit entfernt sind, sowie dadureh untersehieden, duss nur die beiden ersten
Tergite 4, das 3. aber schon (i Marginalborsten trâgl. Von pachythorax
ausserdem durch <lie bis an die F ingerbasis reichende Bezahnung des festen
Palpeniingers. schmSler dreieckiges Epistom und rclaliv kürzere Palpenlin-
ger, von pustllimus dureli bedeutendere Grosse, bohere Zahnzahl der Pal-
penflnger, weiter distalc Slellung des Tasthaares s b und liingeres, spitziges
Epistom untersehieden. (iegenüber den anderen Arien ist das Fehlen von
Sekundârzahnchen in den Zahniücken der Palpeniinger ein guies Unterschei-
dungsmerkmal.
(i. Tyrannochthonius (T.) pachythorax Redikorzcv.
Tyrannochthonius puchylluirii.v Rkoikohzkv, Mêm. Mus. Ilist. mil. Puris,
N.S. 10, 1938. p. 73, Fig. I. 2.
Von dieser Art, die dureh das Fehlen von Sekundârzahnchen, 15 gleich
artigen Zahnen uni festen und 10 ebensolchen am beweglichen Palpeniinger
sowie verhaltnismâssig kleine Augen eharakterisiert ist, lag mir kein Mate-
rial vor. Redikorzev erwühnt sic ans Réani (Cambodge) sowie Nhatrang
und Rangoi (Süd-Annam).
7. Tyrannochthonius (T.) pusillimus n. sp. (Fig. (i).
Carapax l.l mal langer als breit, naeh hinlen sehr schwach verengt,
der Vorderrnnd in der Mitte zu einem kleinen, kurzen, stuinf-drcieckigen
Epistom vorgezogen, das von 2 Urüfligen Borsten ilankieri wird ; Scheibe
mit 16 Borsten, dnvon 2 vor dem Hinterrande. Augen sehr klein und weit
.voneinander entfernt, die vorderen etwns stârker gewcilbt als die hinte-
ren. Die ersten 3 Tergite mit 4. die iibrigen mit 6 Marginalborsten. Sternitc
mit 8 bis 10 Marginalborsten, Fester Chelicerenfingcr mit kriiftigem,
dreieekigen Submedialzahn, dahinter mit kleineren Zülmehen, beweglieher
gleiehmâssig und slumpf geziihuelt, mit deulliehem Spinnhüeker. Palpen-
femur kaum so lang wie der Carapax, 4 mal so lang wie breil. lland beider-
seits leicht gebaucht. 1.7 mal, die ganze Schere 4.2 mal so lang wie breit.
Finger 1.5 mal so lang wie die ftund, der feste mil 18 spitzigen. getrennt
stehenden, basalwfirts klein und slumpf werdenden, der bewegliehe mit
7 ebensolchen, gleichlaiigen Zahnchcn, von deuen das proximalste sich in
der Hohe des Taslhaures si bcfimlel ; hier brlcht die Zahnreihe plotzlieh
ab und wird in der basalcn Fingerhâlfle durch kleine, Hache Zahnruili-
mente, die nur schwer crkennbur sind, ersetzt. In den Zahniücken fehlen
Sekundiirzahnchen. Die Tasthaare eb und esb sowie est und il einander
Source : MNHN, Paris
DIE PSEUDOSCORPIONE INDOCIIINAS 50
auffallend stark gcnaherl. sb von si uni die Hülfte weiter entfernt als von
b. Coxen II mit 6 ziemlich langen, geliederten Coxaldornen. Intercoxaltu-
lierkel fehlt. — Korper L. 9 0.03 mm., Carapax 0.30 mm. ; Palpcn : Fémur
1- 0.28 mm.. Tibia L. 0.11 mm., lland I,. 0.18 mm., H. 0.105 inm., Finger
I'- 0.27 mm.
Type : 1 9, Plateau Von Langbian, Süd-Annam (Dawydoff leg.).
Paratypen : 2 9, Plateau von Langbian (Dawvdofp leg.).
Niiehsterwandt mit T. pachylhorax Redikorz., aber von ihm durch
kürzere, nur aus 7 Zahnen beslehende und nur bis zum Tasthaar si rei-
chendc Zahnreihe des bewcgliehen PalpenHngers, naher bei b stehendes
Tasthaar sb und geringcrc Grosse untcrsehieden.
8. Tyrannochthoniua (T.) robustus 11. sp. (Fig. 71.
Carapax so lang wie in der Hohe der Augen breil, naeh liintcn ziem¬
lich stark verengt, der Hinterrand mn 1/4 kürzer als der Vorderrand, letz-
terer gerade, mit sehr kleineni, schmolem, spilz-dreieckigem, von 2 krâf-
tigen Borsten flankicrtem Kpistom ; die Scheibe mit 18 Borsten, davon 2
vor dein Hinterrandc. Die vorderen Augen gut entwickell, mit gewolbter
Linse, kaum um ihren Durchmesser vom Vorderrande entfernt, die hinleren
vollstândig reduziert, nur als belle Flecke mil einer kleinen Pigment-
anhaufung erkennbar. Die ersten 3 Tergite mit je 4, die übrigen mit je 6
langen und kraftigen Marginalborstcn, Slernite mit 8 bis 10 Marginalbor-
sten. Chelicerenstamm mit 5 Borsten. Beweglicher (’.belleerenlinger gleich-
inüssig geziilinelt, Tester mit einem kraftigen Submcdiiinzahn, dahinlcr mit
einer Reihe kleincrer Zahnchen. Pnlpcn glati, dus Fémur so lang wie der
Carapax und 3.7 mal so lang wie breil. lland l.fi mal, Sehcrc 4.3 mal so lang
wie breit. Finger verhfiltnismassig lang, 1.8 mal so lang wie die lland.
Rester Finger mit 18 spitzigen, gelrennt stehenden und 3 stumpfen basalen
Zahnen, in den Zahnlücken je ein liait) so langes Sekundarzahnchen, Beweg-
liclier Finger mit 10 gelrennt slehenden spitzigen Zàhncn, von denen sich
der proxiinnlsle etwa halbwegs zwischen den Tasthaaren si und sb betin-
det ; in den 6 distalen Zahnlücken je ein hnlb so langes Sekundarzahnchen;
proximal schliesst sich an die Zahnreihe eine krenelierle Lamelle, die bis
an die Fingerbasis relclit. Dus Tasthaar sb des beweglichen Fingers deut-
lich nühcr bei b als bei si. Coxen des 2. Beinpaares mit einer Reihe von
8 ziemlich langen, geliederten Coxaldornen. Ci 11 Intercoxaltuberkel fehlt.
Koper L. 9 1.2 min., Carapax 0.47 mm. : Palpen : Fémur L. 0.47 min.,
Tibia L. 0.22 m., Hand L. 0.28 nun., B. 0.18 mm., Fonger L. 0.51 mm.
Type : 1 9, Plateau von Langbian (C. Dawyropf leg.).
NSchstverwandt mit T. perpusillus 111. und heteradenlalus m.. mil denen
er in der Bczahunug der Pfilpenflnger weitgehend übcreinstimmt. Von per-
piisillus durch bedeutendere Grosse, besstr entwlckelte Vorderaugen, proxi¬
mal bis iiber das Tasthaar si hinausrcichende Bezahnung des beweglichen
Source : MNHN, Paris
I. JiEIF.Ii
Palpenfingers und etwas weiter basalwarts gerücktes Tasthaar s b unter-
schiedcn. Diese Unterschicde lasscn es als ausgeschlosscn erscheinen, dass
robustus als Weibchen zu perpusillus gehoren kônnte. Von helerodentatus
durch andere Palpcnniasse, geringere Grosse und andere Rezahnung dcr
Palpenfingcr unlerschieden.
Fig. ”, — Tyrannochthonivs robustus n. sp., Pnlpealmnd de»
Ç von der Lateralseite.
Fig. 8. — Tyramwrhthonius perpusillus n. sp., Palpenhand
dos çf von der Lateralseite.
9. Tyrannochthonius (T.) perpusillus n. sp. (Fig. 8).
' Carapax etwas broder als lang, vorn ain breitcslen, nach hintcn ein
wenig verengl, der Vorderrand in dcr Mittè etwas vorgczogen, mit kleinem
knôpfchenfônnigen, von 2 Horsten flankiertenj Epistom ; die Scheibe mit 18
Borsten, hiervon 2 vor dem Hinterrande. Augen wcitgchond reduziert, die
vorderen norh mit sehr kleiner Lin.se, die hlnteren nor als grosse, belle
Flecke erhallen. Die nrsten 9 Tcrgitc mit 4, die iibrigen mit 6 Marginal-
borsten. Fesler CheHcerenWngcr mit kr&rtigem Submcdianzahn, proximal-
wfirts mit einigen kleineren 7.3 h ne lien, beweglicber Finger fein und gleich-
massig gezâhnclt. Palpenfemur so lang wic der Carapax, 3.6 mal so lang wie
breit. Hand ziemlich gedungen, dorsal an lier Insertionsstelle der Tast-
haare mit Hacher Bculc, 1.5 mal so lang wie brelt. Fingor schlank, 2.2 mal
so lang wie die Hand, dcr Teste mit 19 spitzigen, getrennt stehenden
Zâhnen, in den Zahnlücken je ein halb so langes Sekundârzahnchen ;
Source : MNHN, Paris
DIR PSEUDOSCORPIONE INDOCHINAS 61
beweglicher Finger mit 7 spitzigen, getrennt stehendcn Zâhnen distal vom
Tasthaar t, zwischen ihnen ebenfalls je ein halb so langes Zâhnchen ; proxi¬
mal vom Tasthaar / triigt der bcweglicho Finger eine zusammenhângende,
gewellte Lamelle. l)as Tasthaar xb des beweglichen Fingers fast halbwegs
zwischen b und si stehend. Schere 4.5 mal so lang wie breit. Coxa 11 mit 5
gefiederten Coxaldornen. Interkoxaltuberkel fehlt. Kôrpcr L. çf 1 mm. ;
Carapax L. 0.45 mm. ; Pnlpen : Fémur L. 0.44 mm.. B. 0.12 mm., Tibia L.
0.27 mm., Hand L. 0.16 mm., B. 0.11 min., Finger L. 0.33 mm.
Type : 1 Dalat, Plateau von Langbian, Süd-Annam, Oktober 1938
(C. Dawydoff leg.).
Eine an der geringcn Grosse und der charukteristischen Bezahnung der
Palpenfinger Icicht kenntliche Art.
Subgen. Lagynochthonius n. subgen.
In dicsem Subgenus vereinige ich nunmehr jene Formen, die eine ver-
Uingerte, distal tlaschenformig verjüngte Palpenhand besitzen. Obwohl
diese Formen in allen iibrigen Merkmalen mit Tyrannochlhonius s. str. voll-
kommen iibcreinstimmen, halte ich doch die Aufstellung einer eigenen Un-
tergattung ftir sie berechtigt, da die Form der Palpenhand überaus cha-
raktcristisch ist.
Typus des Subgenus : Tyrannochlhonius jolinî (Redikorz.) von Suma¬
tra und Java.
10. Tyrannochthonius (L.) tonkinensis n. sp. (Fig. 9)
Carapax nur sehr wenig langer als breit, nach hinten schwach ver-
engt, deutlich nelzformig skulpturiert, im vorderen Teil scitlich granu-
liert ; Scheibe mit 16 krâftigen Borslcn, ohne Hinterrandborsten ; Vorder-
rand gerade, Epistom sehr flaeh, kaum vorragcnd, verrundet. Nur die bei-
den vorderen Augen gut cnlwickelt, mit gCwôlbter Linse, die beiden hin-
teren zu hellen Flecken reduzierl, Beborstung der Tergite : 4-4-4-4-4-6-6-0.
Fester Chelicerenfinger mit kraftigem, langem Mittelzalin, proximal von
dicsem mit einer Reihe klcinerer Zâhnchen, beweglicher Finger gleich-
mâssig gezâhnclt. l’alpen schlank. Fémur langer als der Carapax, Palpen¬
hand nicht dunkler als die iibrigen Glieder, sehr schuial, distal flaschen-
formig verjüngt, 2.8 mal so lang wie breit. Finger schlank, aber nur 1.2 mal
so lang wie die Iland, der Teste mit 10 dreieckigen, isolierl stehenden Zâh¬
nen, die proxiinalwürts allmfthlich klciner werden ; in der distalcn Finger-
hâlfte befindet sicb zwischen je 2 lângeren Zâhnen ein kleines, rudimen-
târes Zâhnchen. Beweglicher Finger mit 6 dreieckigen Zâhnen, an die sich
proximal noeh einige rudimentiire Zâhnchen anschliessen ; auch hier
stehen in den Zâhnlücken kleinere Sekundârzâhnehen. Stellung der Tast-
haarc normal, das Tasthaar si des beweglichen Fingers befindet sich in
Source : MNHN, Paris
fi 2
M. BEIEK
der llôhe des proximalsten Zabnes. Coxa II mit einer Reihe von 8 distal
pinscl-fôrmig gefiederten Coxaldornen. Intercoxaltuberkel fehlt. — Kôrper
L. Ç 1.5 nnn. ; Palpen : Fémur L. 0.6 mm., Hand L. 0.40-0.41 mm., B.
0.15 mm., Finger L. 0.44-0.45 mm.
Type : 1 Ç, Fan-Si-Pan, 11 1 Tonkin, 2000 m., Juli 1939 (C. Dawydoff
leg.).
Paratype : 1 ç, Lo-Kou-Ho, Chapa, II 1 Tonkin, 1600 m., Juni 1939 (C.
Dawvdoff leg.).
Vom niichstverwandten T. ( 1,.) johni (Redikorz.) aus Sumatra und Java
durch geringere Kôrpergrôsse, kurzeres Kpistom, reduzierte Hinteraugen,
geringcre Zahnzahl des festen Palpenlingers und weniger Coxaldornen
unterschicden.
Fig. 10. — Tiirannor.hthoniii.% ( Laavmrhthoniux) aniw-
m l'nsi s n. sp., l’nlpenliand des von der Latéral-
seite.
11. Tyrannochthoniua (L.) annamensis n. sp. (Fig.10)
Carapax ein wenig langer als breit, nach hinten schwach verengt, sehr
Source : MNHN, Paris
DIE PSEUDOSCORPIONE INDOCHINAS 63
zart netzfôrmig skulpturiert, diese Skulptur nur bei starker Vergrôsserung
erkennbar, ventral von den Augen mit 3 bis 4 kleinen Kôrnchen ; Scheibe
mit 16 Borsten, von cliesen die mittlerc Discalborste sehr stark verlin-
gert, die prüokularen Vordcrrandhorsten rudimenlür ; Vorderrand ge-
rade, gânzlich ohne Epistom, zwischen den einandcr stark genaherlen Epi-
stomalborsten etwas ausgcrandct. Beide Augcupaarc gut enlwiekctt, mit gc-
wôlbter Linse, die Hintermigen kaum kleiner als die Vorderaugen. Bebor-
stung dcr Tergite : 2-2'4-4-4-4-(5)-f>. Fesler Cbelic-crenfinger mit massig
grossem Mittclzahn, proximal von diescm mit ciner Rcihe klcinerer, spitzi-
ger Zâhnchcn, beweglichcr Finger mit etwa 12 spitzigen, gleichgrossen
Zühnen. Palpen sclir seblank. Fémur diinti, liinger als lier Gurupux. Pal-
penhand dunkler als die iibrigen Glieder, sehr schmal, distal allmâblicb
verjüngt, 3 mal so lang wic breit. Finger 1.2 mal so lang wie die lland,
der leste mit 15 dreieckigen, isollert stehenden, proximahvârts allmàhlich
kleiner werdenden Zübnen, zwischen denen sic h zum Tcil winzig kleine,
nur bei starker Vergrôsserung erkennbarc, kürnehenliirunge Zahnrudi-
mente befinden ; beweglichcr Finger mit 7 dreieckigen Zâhncn, weiter
proximal mit flachen Zabnrudiinenlen. Stellung der Tastbaare normal, das
Tasthaar st des bcweglichen Fingers befindet sieh zwischen dem 2. und 3.
Zabn. Coxa II mit ciner Reihe von 10 ziemlich langen, fast in ihrer gan-
zen Lange gefiederten Coxaldornen. Intcrcoxaltuberkel fehlt. Mânnliche
Genitaldllnung sclimal dreieckig. -- Korper L. 1.2 mm. ; Palpen : Fé¬
mur L. 0.48 nnn., lland L. 0.32 mm., B. 0.11 mm., Finger L. 0.35 mm.
Type : 1 Pic de Langbian, Annam, 2400 m., Juni 1939 (C. Dawy-
doff leg.).
Paratype : 1 Plateau von Langbian, Annam (C. Dawïdoff leg.).
Dem T. (L.) tonkinensis sehr nahestehend und von ihm nur durch das
vollstândige Fehlen cinés Epistoms, die gut entwnckelten Hinteraugen,
die geringere Borslenzahl der Tergite, die schinâlere und dunklere Pal-
penhand sowie die zahlreichercn, fast in ihrer ganzen Lange gefiederten
Coxaldornen unterschicden.
12. Lechytia asiatica Kedikorzev.
Lechytia asiatica Redikorzet, Mém. Mus. Hisl. liai. Paris, N. S. 10,
1938, p. 74, fig. 3.
Von dieser ersten oricntalischen Art der Gattung Lechytia lag mir
kein Material vor. Redikorzev besebrieb sie von Dalat, Plateau Langbian.
Fam. NEOBISÜDAE
13. Microcreagris indochinensis Redikorzev.
Microcrcagris indochinensis Redikorzev, Mém. Mus. Hist. nat. Paris,
N. S. 10, 1938, p. 76, fig. 4, 5.
Mémoires du Muséum, Zooi-ogib. T. I. 2
Source : MNHN, Paris
M. RF.IKR
64
Auch clicse, durch fcin granuiierte l’alpen und allseits scharf abge-
setzte Tibialkculc charakterisierte Art, die in Zentral-Annam (Pleiku, Pla¬
teau von Kontuin) beheimatet ist, wnr in dem mir zur Bearbeitung vorlie-
genden Materinl nicht vertreten.
14. Microcreagris annamensis n. sp. (Fig. 11).
Palpen blass rntlichbrmin, Carupax und Tcrgite blass gelblichbraun. —
Carapax so lang wie an der Basis breit, naeh hinten nicht verengt, der
Vorderrand zur Mille gcradlinig vorgezogen, mit kleinem, kôrnchenfôr-
migen Epistom, das sieh proximal auf den Carapax in eine kurze, kielar-
tige Erhabenheit fortsetzt ; Scheibe glatt. mit 26 Borsten, von denen 6 am
Vorderrand und I am Hinlerrand stehen. 1 zienilich klcine Augen, die
vorderen 1 1/2 ibres IJurchmessers vom Vorderrande und kaum 1/3 Durch-
messer von den Hinleraugen entfernt. Abdomiualtergite und Slernite mit
je 10 Marginalborstcn. Chelicerenstamm mit 7 Borsten. Pester Cheliceren-
linger mit 6 glelcltgrosseii, beweglichcr mit 5 distnlwûrts allmâhlicb etwas
grôsscr werdenden Ziihnen, der distalste dieser Reilie zicmlich breit und
ein drutliches Ver.si limelzungsprodukt von 2 Ziihnen. (ialea in der apika-
len Halfte gegabell, die beiden (iabelâste ibrerseits terminal gezâhnelt.
Maxillarfortsatz fier Palpencoxen mit 1 Borsten. Palpen krüftig, nicht gra-
nuliert, jedoch einschliesslicb lier Haml mit sehr feiner lederartiger Mi-
kroskulptur, bei schwacherer Vergrfisserung vollkommen glatt erscheinend.
Trochanter hinten mit deutlichen Hiickerchen. Fémur mit gut abgesetztem
Stielchen, 3 bis 3.1 mal so lang wie breit. Tibia 2 bis 2.1 mal so long wie
breit, das ziemlieh dicke Stielchen, latéral allmâhlich, médial plfitzlicb
Source : MNHN, Paris
Dlli PSEUDOSCÔRPIONIÎ INDOCH1NAS 65
zur bauchigcn Keule erxveitert und nur etwa halb so lang wie diese. Hand
fciemlieh breit oval, 1.6 mal, die ganze Schere 2.8 bis 2.9 mal, ohne Stiel
2.6 bis 2.7 mal so lang wie breit. Finger etwa so lang wie die Hand ohne
Stiel oder etwas kürzer, je mit ungefiihr 56 bis 58 Marginalzâhnen. Die
Tasthaare eb und rsb von der Fingerbasis auf die Lateralseite der Hand
verschoben, est dcutüch nflher bei et als bei ist stebend, st etwas niiher
bei t als bei sb bcfindlioh. Fémur îles 4. Beinpnarcs 2.8 mal. Tibia 5 mal
so lang wie breit, let/tere mil einem Tasthaar am Heginne des 2. Glied-
drittels : 2. Tarsenglied 1 1/2 mal su lang wie dns !.. Ictzteres mit einem
subbasalen Tasthaar, ersleres mit einem solchen proximal der (îliedmitte.
Korper L. çf Ç 3.5 uim. ; l’alpen : Fémur L. 0.87-0.93 mm., B. 0.28-
0.31 mm.. Tibia L. 0.73-0.80 mm., ». 0.30-0.38 mm., Hand I.. 0.88-0.98 mm.,
B. 0.53-0.60 mm., Finger L. 0.75-0.80 mm.
Type : 1 Ç, Plateau von Langhian, Sud-Annam Dawydoi'f leg.).
Paratypen : 7 8 $.10 l’roto-, Dentero- und Tritonymphen von ver-
sehiedenen Fundpliitzen des Plateau» von I.angbian, saintlich DawydotF
leg.
Nachstverwandt mit M. ehinemis m. und ind oc bine nsi s Redikorz. ; von
ersterer dureh geringere Grosse, geringere Borstenzahl des Carapax, der
Tergite und Sternite sowie des Maxillarfortsatzes der l’alpencoxen und
schlankere Palpenglieder, von letzterer dureh glatte, nur mit einer fei-
nen lederartigen Mikroskulptur der Palpen, kiirzeres, latéral allmahlich
zur Keule erweitertes Tibialstielchen, bedeutendere Grosse und kleinere,
vora Vorderrand des Carapax weiter entfernte Augen unterschicden.
Microcreagris spec.
Von Bokoz, Cambodge. 1080 m., 17.3.1939, liegl eine Microcreagris-
Larve (Tritonymphe) vor, die sich dureh weitlaufige, aber dcutliche Gra¬
nulation der Medialseite der Palpenglieder auszcichnet. Die Augen sind
gut entwickelt, aber ziemlieh klein und vom Vorderrande des Carapax
weit entfernt. Es handelt sich hier zwcifellos um eine neue, von M. indo-
chinensis Redikorz. und annamensis m. gut unterschiedene Art, von deren
Benennung ich aber verlâulig absehen moehte, bis dureh Vorliegen von
Imagines eine eindeutige Charakterisierung moglieh ist.
15. Microcreagris parablothroides n. sp. (Fig. 12).
Carapax fast 1.4 mal so lang wie breit, im vorderen Viertel am brei-
testen, nach hinten nllmâhlieh und leicht verengt, glatt, der Vorderrand
gegen die Mitte winkelig vorgezogen, der Hinterrand breit aufgehellt,
die Scheibe mit 30 Borsten. Augen fast vollkommen reduziert, an ihrer
Stclle zwei kleine helle Flceke und zwei durchscheinende Pigmcntanhau-
fungen. Tergite sehwaeh sklerotisiert, hell gelblichbraun, mit je 10 lan-
Source : MNHN, Paris
M. BEIER
66
gen und kraftigen Marginalborsten. Endtergit mit 4 pseudotaktilen Borsten.
Stcrnite mit 10 bis 12 Marginalborsten. Fester Chelicerentinger mit 9,
beweglicher mit 8 nabezu gleichgrossen Zahnen. Heweglicher Cheliceren-
finger mit ausserordentlich langer und schlanker Endklaue. Galea sehr
klein und zart, kürzer nls die linlbe Endklaue, mit Terminalkrônchen.
Palpen an der Médial- und Dorsal se ite von Fémur, Tibia und lland dicht,
scharf und sehr deullicb granuliurt, mil sebr langcn Borsten. Trochanter
hinten mit gui cntwickellem Hockerchen. Fémur mit kurzem, aber scharf
abgesetztem Slielchen, 3.8 mal so lang wie breit. Tibia 2.2 mal so lang
wic breit, das Slielchen diinn und vcrhallnismiissig lang, die rundliche
Keulc 1.5 mal so lang wie dieses. lland 1.7 mal, Scliere mil Stiel 3.3 mal,
ohne Sliel 3 mal so lang wie breit. Finger so lang wic die lland mit Stiel,
je mit 55 bis 60 Marginalzâhncn. Das Tasthaar est nur wenig naber bei et
Fig. 12. — Microcreagria parahlotliroules n. sp., linke Palpe des çf und linke
Clielicere.
als bei dem latcralwarls verschobenen Tasthaar ist stehend, eb und esb
schon auf der lland bcfindlicli. Endlappcn der Maxillen mit 5 Borsten. -
Korper L. 2.3 mm ; Palpen : Fémur L. 0.73 mm., B. 0.22 mm., Tibia L.
0.65 mm., B. 0.30 mm., lland L. 0.63 mm., B. 0.37 mm., Finger L. 0.63 min.
Type : 1 Chnpa, H' Tonkin, 1500 m., Juli 1939 (G. Dawvdoff leg.).
Nâchstverwandt mil M. Indochinensis ftedïkorz., aber von diesem durch
den langeren Carnpax, die reduzierlen Augen, die liingeren Borsten, die
schlankcre Endklaue des bewegliehen Chcliccrenfingers und die grobere
Granulation der Palpen sehr leicht zu unterxcheiden. Die neuc Art erin-
nert durch die Augenreduktion, die Pnlpenform und die langcn Kôrpcr-
borsten an die Hohlenformcn des palâarktiscben Subgcnus Parablothrus
der Gattung Roncus. Wahrscheinlich lebt sie unter tief eingebetteten Stei-
nen und kommt niemals ans Tageslicht.
Source : MNHN, Paris
UIE l’SEUÜOSCORPIONE INUOCH1NAS 07
Fara. IDEORONCIDAE
16. Nhatrangia dawydoffi Redikorzev.
Nhatrangia diwi/tlo/fi Redikorzev, Mim. Mus. llist. nul. Paris. N.S.
10, 1938, p. 79, Fig. 6-9.
Diese mil der üiitlung Shruoana nus Siain nichstverwandte, aber durch
dcn Besitz von 5 Tasthanren auf der Dorsalseite der Hand ausgczeicbnete
Art wird von Redikorzev fiir Süd-Aiiniiin (Nlialrang, Phanrang) und Zcntral-
Annam (Plei-Ku, Plateau von Kontuni) angegeben. Mir lagen 2 Larven, die
eine von Rusei Cbrum, Cambodge, Mai 1939, die andere von Sré Umbell,
Cambodge, Mërz 1939, sowie 2 çf, 2 $, vom Plateau Langbian, Annam,
2 Larven vom Cap Varella, Süd-Annam, april 1939, und 1 Ç von der Insel
Spratby, aile leg. Davydoff, vor.
Fam. OLPI1DAE
17. Xenolpium agniae (Redikorzev) (Fig. 13).
Euryolpium agniae Redikorzev, Mém. Mus. Hist. nal. Paris, N. S. 10,
1938, p. 82, Fig. 10-13.
Carapax beim Mânnehen inlensiv rolbraun, beim Weibelien heller,
1.2 mal langer als breit, glati, nur seitlich liinter den Augen schr fein gra-
nuliert, obne Quereindrücke, mit kurzem, distal gefurebtem Cucullus, der
Vorderrand mit 4, der Hinterrand mit 2 Marginlborstcn. Augen gross und
stark gewôlbt, auf einein llôcker sitzend, der Durchmcsser der vorderen
uin die Iliilfte grosser als der der binleren, erstere 2/3 ihres Durcbmessers
Source : MNHN, Paris
M. 1IEIEI
68
vom Vorderrande entfernt. Tergite ungeteilt, gleichartig sklerotisiert, gelb-
lichbraun, beim Mannchen die beiden ersten mit je 4, das 3. bis 8. mit je (i,
dus 9. mit 8 und dus 1(1. iiml II. mit je lü ziemlich lungen Marginalborsten,
von letzteren je 4 als pKeudotnktite Borslen entwickelt und stark verlSn-
gert ; beim Wcibchcn nur das 1. Tcrgit mit 4 Marginiilborsten, die übrigc
Beborstung wie beim Münncben. Sternitc mit je 8 Murglnnlburstcn, dus
Endsternit ausserdem mit 2 scitlicbcn Discalborsten. Ghclicercnstamm
mit 5 langen und kriiftigen Uorsten. Subapikallobus des bcwcglicbcn Chcli-
cerenligers klein und einfmh. (ialea des MSnnchens ziemlich zart, mit einem
subbasalen Nebentislchen, die des Weibchcns nuhc der Busis in 3 gleiehlange
Zweige geteill. l’alpen beim Weibehen lieller gefarbt ids beim Miinnchen,
an der Mediulseite von Feinur, Tibia und Iland dieht und foin, abcr
deutlich granuliert, rotbraun, die ((and büdeutend dunkler als die iibrigen
Glieder. Trochanler mit auffullend grossem, kegelformigen hinteren Hôcker.
Fémur mit sehurr abgesehnürlcm Stielchen und cincin inediobasalen
Tosthaar, 2.5-2.G mal. Tibia 2.2 mid ($)-2.5 mal (tf), Iland I.G mal ($)-
1.8 mal (çf), Sehere mit Stiel 2.8-3 mal, otane Stiel 2.G-2.8 mal so lang wie
breit. Finger ein wenig kiirzer als die Iland ohnc Stiel, mit je 50 kleinen,
dicht stehenden Marginulzëhnen. In der distalen Hâlfte des festen Fingers
befindet sich nur dus l'asthnar <•/ ; il submedian und weit vor est gelegen,
ist auf die Lateralseite des festen Fingers in die unmillelbnre Nâhe von
eb und est gerüekl ; si des beweglichen Fingers bedeuteud niiher bei s b als
bei l gelegen. Patelin des 1. Heinpanres ein wenig langer als lias Fémur und
gegen dieses nur wenig beweglieli. t. Tarscnglied des 4. Beinpaarcs ein
wenig langer als dus 2., ersteres mil einem basalen, letzteres mit einem
medialen Tasthanr ; die beiden Tnrsenglieder des I. lieinpaares von gleicher
Gange. Arnlien einfaeh, liinger als die Klauen, mit Ghitinversteirung des
Trichters. — Korper G. ^ 3 mm., Ç 3-3 5 mm. ; C.arapax L. 0.8 mm. ; Pal-
pen : Fémur L. 0.71 mm.. B. 0.27 mm.. Tibia I.. 0.77 m., B. 0.31 mm.,
Iland L. 0.80 mm., B. 0.15 mm., Finger L. 0.G2 mm. ; Ç Fémur L. 0.G8 mm..
B. 0.27 mm., Tibia I,. 0.69 min., B. 0.31 mm., Iland I- 0.76 mm., B. 0.48 mm.,
Finger G. 0.64 mm.
Es unterliegl wohl keinem Zweifel, duss die mir vorliegenden Exem-
plare mit dieser von Redlkorzev aus Gocbniuch (Nord-Cochinchina) und
Poulo-Condore besrbriebeiien \r| idenlisrb slnil. IJie geringen Abwei-
chungen in den Palpcnmassen und in der Beborstung der Tergite sind wohl
teils auf individuelle Variation, teils mif eineu Beobachtungsfebler Hedi-
korzevs zurückzufübren. F.s ist mir aber günzlieh unverstiindlicb, warum
Redikorzev für diese Art eine neuc Guttuug (Euri/olpiiiiii) erriehlete. da es
sich uni ein typisches Xenolpium handelt, das in keiner Weise aus der
Gcnusdiagnose herausfülll. Auch Redikorzev gilit in der schr kurzen Dia¬
gnose seiner neuen Gallung kelnerlei Merkmale an, die eine Trennung von
Xenolpium reehtferligen würden. Die Gallung Euryolpitun ist daher in die
Synonymie von Xenolpium zu stellen.
Source : MNHN, Paris
1)1 K PSEUDOSCOIU’IONK INOOCHINAS 69
Mir lagen vor : 1 Krongpha, Süd-Annam, 30.4.1939; 2 $, 1 Larve,
Hué, Annam, 17.12.1938, siimtlich C. Dawydoff leg. a
18. Xenolpium funebrura Redikorzev.
Xenolpium (unebrnm Redikorzev, Mèm. Mus. Hisl. mil. Paris, N. S. 10,
1938, p. 84, Fig. 14.
Diese Art, die Redikorzev von der Insel Phu Quoe ini Golf von Siam
und. aus Cauda (Xhatrang, Süd-Annam) besehrieb, welche aber in dem mir
vorliegenden Materiale nicht verlreten war, mochte ich vorlâuflg nur mit
Vorbehalt in die Gattung Xenolpium slellen. Da nach der Zeichnung Redi-
korzevs die Patelin des 1. Beinpaares klirzer als das Fémur zu sein scheint
und das Palpenfemur 2 Tasthaare tragt, handelt es sich môglicherweise um
den Vertreter einer neuen Gattung.
19. Garypinus vachoni Redikorzev (Fig. 14).
Cmrypinus vachoni, Redikohzf.v, Main. Mus. Hisl. nul. Paris, N. S. 10,
1938, p. 86, Fig. 15.
Zu dieser von Redikorzev aus
Bnnghoi bei Nliatrang in Süd
Annam besohriebenen Art stelle
ich folgende Exemplaire aus dem
mir vorliegenden Materiale :
1 çf, 2 juv., Hatien, Cochinchi-
na, Mfirz 1939 ; 1 Ç (mit Eier-
paket). Réam, (Cambodge, April
1939, 2 4 Ç, Plateau von
Langbian, Annam.
Die Art stimmt im kurzen Ba-
sifemur des 1. Beinpaares, xvel-
ches kamn hall) so lang ist wie
die Patelin, mit G. nobilis With
iiberein, unterseheidet sich je-
doch von diesem dadurch, dass
das MSnnchen auf den Sterniten
6 und 7 keine Felder von Sin-
nesborsten besitzt. Der Carapax
ist sehr fein und zerstreut, am
Gucullus etwas dichler granu-
liert. Die Kopermasse betra-
gen : Korper L. 1 mm.,
$ 2.8 mm. ; Carapax L. 0.66 mm. ; Palpen : Fémur I,. 0.47 mm., B.
0.18 mm., Tibia L. 0.47 mm., B. 0.21 mm., Hnnd L. 0.49 mm., B. 0.25 mm., Fin-
Kig. 14. - <liirm>iiius vurhoni (Bedikor-
zev), redite Palpe des rf.
Source : MNHN, Paris
70 M. UEIKR
ger L. 0.38 mm. ; $ Fémur L. 0.56 mm., B. 0.22 mm., Tibia L. 0.50 mm., B.
0.25 mm., Hand L. 0.54 mm., B. 0.31 inm., Finger L. 0.46 mm. Das Fémur
ist also 2.5-2.6 mal, die Tibia 2.2 mal, die Hand 1.7-2 mal und die Schere
3.1-3.2 mal, bezw. ohne Stiel 2.0-3 mal so lang wie breit. Cbarakteristich
ist die subbasale Stcllung der pseudotaktilen Borste auf dem Palpenfeinur.
Fam. CHEIRIDUDAE
20. Apocheiridium pelagicum Redikorzev
Apocheiridium pelagicum, Redikorzev, Mém. Mus. Ilisl. nul. Puris, N. S.
10, 1938, p. 87, Fig. 16.
Dicse einzige aus Indochina bishcr bekannt gcwordene Art lag mir
nicht vor. Redikorzev beschrieb sie nach Stücken aus Cambodge (l’oulo
Dama), Cochinchina (Poulo Condor), Süd-Annnm (Nhatrang) und Zentral-
Annam (Culao-Cham-Inseln), die samtlich mit marinen Planktonfiingen er-
beutet wurden. Er vermutet daher — wohl mit Recht —, dass sic auf Was-
servôgeln lebe.
Fam. STERNOPHORIDAE
21. Sternophorus dawydoffl n. sp. (Fig. 15).
Carapax 1.5 mal so lang wie breit, in dcn bciden basalen Dritteln sebr
schwach sklerotisiert, glult, mir vorn an dcn Seiten etwas rugos. Augen
fehlend, nur ois belle Fleckc angedeutcl. Tcrgitc kaum sklevolisiert, mit
je C bis 8 zarten .Marginalborsten, das vorlptztc Tergit jederseits mit 2
Tastborsten, das Endtergit jederseits mit einer Cruppe von 8 Borsten, darun-
ter 2 Tastborslen. Pseudosternum aulTullend schmal, die Coxen des
2. Beinpanrcs 4.5 mal so breit wie dieses. Chelicercnstmnm mit 4 Borsten.
Serrula mit 12 Lamellen. Calea kurz und gedrungen, mit 6 krallenformigen
Seitenistchen. Palpen kürzer als der Korper, Trochanter nllscits, Fémur
und Tibia médial fein, abcr doutlich und bcsonders der Trochanter ziemlich
dicht granuliert. Troehanlerbücker verhültnismûssig gross. Fémur 3.1 mal
(Ç>)-3.4 mal (çf), Tibia 2.7 mal ( 9 )-2.8 mal Içf), Hand 2.3 mal (9)-
2.6 mal (tf), Schere mit Stiel 4.2 mal (9M.G mal Itf), ohne Stiel 3.9 mal
(9)-4.3 mal (tf) so lang wie breit. Finger ziemlich stark gckrummt, kaum
so lang wie die Hand ohne SI ici, der feste mit 26, der bcweglicbe mit 24 Mar-
ginalzahnen. Heine sebr gedrungen. Fémur des 4. Paares 2.6 mal, Tibia
3.2 mal, Tarsus 2.6 mal so lang wie breit ; Tibia mil cinem Tasthanr in der
Mitte, Tarsus mit cinem solchen ttahe der Basis des Gliedcs. Korper
L. çf 2.8 mm.. 9 2.8-3 mm. ; Palpen r Fémur L. 0.72 mm., B. 0.21 mm.,
Tibial L. 0.62 mm., B. 0.22 mm., Hand L. 0.62 mm., B. 0.25 mm., Finger
L. 0.54 mm. ; 9 Fémur L. 0.76 min., B. 0.25 mm., Tibia L. 0.70 mm.,
Source : MNHN, Paris
DIE PSKUDOSCOKPIONK INDOCHINAS
71
C'oxalri-giou dos 9 .
B. 0.20 mm., Hand L. 0.74 min., H. 0.82 mm., Finger L. 0.02 mm.
Typen : 1 çf, 3 Ç, Rusei, Cambodge, Miirz 1939 (C. Dawydopf leg.).
Paratypen : 2 3 9 , Rusei Chrum, Cambodge, Miirz 1939 ; 3 9> R ust ‘>
Chruin, Cambodge, April 1939; 8 Ç, Rénm, Cambodge, April 1939 ; 1 çf,
5 9 , Sré l'mbell, Cambodge, Mârz 1939 ; 1 çf, 4 9 , Prah Khan, Cambodge,
April 1939 ', 49 , Beng Mcalea, Cambodge. April 1939 ; 2 9 . Phailin (Bat-
tainbang), Cambodge, Mârz 1039 ; 1 çf. 3 9 , Insel Phu-Quoc im Golf von
Siam, Marz 1939, aile leg. C. Dawydoff.
Vom nâchstverwandtcn S. chamberlini durch bedeulcndere Grosse,
schmaleren Carnpax, schmSIeres Pseudosternum, deutlielier und diehter
granulierle Palpcn, schlankere Tibia dersclben und grossere Zahnzabl der
Palpenfingcr untersebieden. Im miinnliehen (lesehlecht sind aile Palpenglie-
der wesentllch schlanker als bei chumberlfni.
22. Sternophorus chamberlini Redikorzev (Fig. 10).
Sternophorus chamberlini Heuikouzkv, Mini. Mus. Hist, mil. Paris, N. S.
10, 1938, p. 89, Fig. 17, 18.
Source : MNHN, Paris
KIKH
Palpe des $.
Carapax 1.3 mal so lang wie brcit, schwach sklerotisiert, nahezu glatt,
ini vorderen Drlttcl leii-ht verjüngl, ohne Augen. Tergite sehr schwnch skle-
rolisierl, gelblleli, mil je 11 bis X Mnrginalborsten. «lie beirien Iclzten Ter-
gile mil je I liingcren Tastborsten. Pseudoslernum ziemllrh breit, die
Coxen des 2. Bcinpaurcs mir 2.5 mal so brcit wic dièses. C.helieerensfamm
mit 4 Borsten l/s, s b, b und es I. Serrula mil 12 Lamellen. Galea grdrungen,
mit 6 krallenfdrmigen Seiteniistchen. Palpcn liell rotliehbraun, Trochanter
latéral, Fémur und Tibia medlal fein und spfirlieh gruimlicrt. Borsten der
Palpen wenig zahlrelch, aber l.mg und kriiftig. Fémur dorsal mit einer
pscudotactilen Borsle. Fémur 2.8-3.2 mal. Tibia 2.4-2.5 mal, Hnnd 2.2-2.3 mal,
Scbere 4 mal so lang wie breit. Finger ziemlich sturk gekrüimnt, der Teste
mit 20, der bewegliehe mit 10 Marginidzfihnen, so lang wie die Hnnd ohne
Stiel (çf) oder etwas kûrzer al s dic-se ( 9 ). Beine sehr gedrungen. Fémur
des 4. Paares 2.7 mal. Tibia 3.2 mal, Tarsus 2.6 mal so lang wie breit ; Tibia
mit einer Tastborste in der Mille. Tarsus mit einer solehen nnhe der Basis
des Gliedes. — Kürper L. 1.5 mm., 9 2.5 mm. ; Palpen : çf Fémur
L. 0.38 mm., B. 0.13 mm.. Tibia L. 0.31 mm.. B. 0.13 mm.. Hnnd L. 0.34 mm..
B. 0.16 mm., Finger L. 0.32 mm. : 9 Fémur !.. 0.50-0.53 mm.. B. 0.17-
0.18 mm.. Tibia L. 0.45-0.48 mm.. B. 0.18-0.10 mm., Hnnd 1.. 0.50-0,53 mm.,
B. 0.22-0.24 mm.. Finger !.. 0,40 inm.
Mir lagen vor : 7 çf. 10 Ç, 2 Larven v»n verschiedenen FundpIStzen
auT dem Plateau von LangBian, Sûd-Annam, und I 9 vom Plateau von
Boloven, Laos (('.. Dawvdoff leg.).
Source : MNHN, Paris
I>1E PSEUDOSCORPIONE INDOCHINAS
73
23. Sternophorus cylindrimanus n. sp. (Fig. 17).
Carapax 1.3 mal langer als breit, glati, die beiden basalen Drittel
Schwach sklerotisiert, (1er stürker sklerotisierle, hell biàunliehrote, nach
vorn stark gerundet verengte distale Teil seillidi deutlich etxvas beulen-
fôrmig aufgetrieben. Augcn oder Augenfleikc fchlen vollstandig. Hinterrand
des Carapax wie üblieb in einen seluirfen Médianwinkel ausgezogen. Ter-
gite kaum sklerotisiert, gclbliclnveiss, mil je 6 sehr zarlen Marginalbbrstchen,
das vorletzte und letztc Tergit jederseits mit 2 langen Taslborslen, das
Endtergit jederseits im gan/.en mit H Borsten, die aber niebt zu einer
Gruppe zusammengeschlossen sind. Pseudosternum sehr breit, die Goxen
des 2. Beinpaares nur 1.8 mal so breit wie dieses. Ghelicerenstamm mit
Source : MNHN, Paris
74 M. BEIEH
4 Borsten. Scrrula mit 12 Lamellen. Galea gedruugen, beim Weibchen
distal in 5 divergierende, fingerformige Astchen aufgcspaltcn und mit einem
ahnlichcn Seiteniistchen nalie der lîasis, bcim Mftnnchcn mit kürzeren
Seitenzwcigen. Palpen inli>nsiv bniunlichrnl, Trochanter allseits, Fémur
und Tibia mcdial ziemlich grob und verliHltniamâssig dicht, aber flach
granuliert, die Granulation viel dcutliehcr und bedeutcnd grober als bei
chamberlini. Trochanterhiickcr kegrlformig und stnrk basalwârls gczogen,
spitziger als bei chamberlini, der gnnze Trochanter lünger und schmâler als
dort, fast doppelt so long wie breit. Fémur 3.2 mal, Tibia 2.5-2.G mal, Hand
2.5-2.G Schere 4.2-4.5 mal, ohne Stiel 4-4.2 mal su lang wie breit. Hand
auffallcnd schmal, fast parallelseitig und nahezu zylindrisch. Finger etwas
kürzer als die Hand ohne Stiel, je mit 15 bis 16 Marginalzâhnen, von welchen
jedoch nur die distalen G bis 7 spitzig, die iibrigen flaeli und schr breit sind.
Beweglicher Finger wie bei den iibrigen Arien nur mit 3 Tasthaaren (/
fehlt). Beine sehr gedrungen, Fémur des 4. Panres 2.4 mal, Tibia 3.2 mal,
Tarsus 2.5 mal so lang wie breit, letzterer mit einem Tnsthaar subbasal, die
Tibia mit einem solchen nnhe der Mille des Gliedes. - Korper L. çf 2.2 mm.,
$ 2.7-3 mm. ; Palpen : Fémur L. 0.5G inm., B. 0.17 mm., Tibia L.
0.50 mm., B. 0.20 mm., Hand L. 0.55 m., B. 0.22 mm., Finger I,. 0.43 mm. ;
$ Fémur L. 0.59 mm., B. 0.18 mm.. Tibia I,. 0.55 mm., B. 0.21 mm., Hand
L. 0.60 mm., B. 0.23 mm., Finger L. 0.48 mm.
Typen : 2 q*, 1 Ç, Paclay, Laos (Mékong), .Limier 1938 (G. Dawydoff
leg.).
Paratypen : I $. Luaiig l'rabang, Laos, Dezember 1938 ; 1 Ç, Krougpha,
Süd-Annam, 30.4.1939, beidc G. Pawyiioi'i- - leg.
Dus Weibchen ans Krongpba zeichnet sicl» dure h besondere Grosse aus :
Fémur L. 0.69 mm., B. 0.22 mm.. Tibia L. 0.56 mm., B. 0.24 mm., Hand
L. 0,69 mm., B. 0.28 mm., Finger L. 0.50 mm.
Vom nachstverwandten cbumberlini Redikorz., mit dem er auch in der
Grosse weitgehend iibcreinslimmt, isl S. cylinilrimanus vor allem durch die
airffallend schmale, zylindrisehe Palpenhaml, welche nur wenig breiter
als die Tibia ist, das noch viel breitere Pseudosternum, die Cluitotaxie
des Endtergites, die viel stürker granulierten Palpcn und die Bezahnung
der Palpcnlinger gut unterschicden.
Fam. ATEMNIDAE
24. Paratemnus redikorzevi nom. nov. (Fig. 18).
Anatemnus robuslus Redikoiwev, Mém. Mus. Hist. nul. Paris, N. S. 10,
1938, p. 93, Fig. 22, 25 a (nee robuslus, Beier 1932).
Dièse Art wurde von Redikorzcv als Anatemnus robuslus n. sp. aus Zen
tral-Annam (Kontum) beschriebcn, gehort jedoch, wie die Stellung der
Source : MNHN, Paris
E PSEUDOSCOnPIONF. 1NDOCHINAS
75
Tasthaare zeigt, in das Gémis Paralemnns. l)a in dieser Gattung der Name
robuslus bereits für eine philippinische Art vergeben ist, sehe ich mich
genotigt, die Art umzubenennen. Ich bencnne sie nach dem inzwischen lei-
der verstorbenen rnssischen Forscher Redikorzev, dessen grundlegende
Arbeit uns erstmalig mit der Pseudoscorpioniden-Fauna Indochinas be-
kannt inachte. Zur Krgiinzung der Originalbeschreibung ist folgendcs anzu-
fiihren.
Fig. - Parut emn as redikorzevi nom. nov.,
linko Palpe und Genitnlfeld des
Ffirbung der Hartteile (Palpen und vordere Hâlftc des Carapax) auf-
fallend dunkel rotbraun, die hinterc HSlfte des Garapax aufgehcllt ; Ter-
gite ebenfalls verh511nismfissig stark sklerotisiert. Carapax nur 1.1 mal
langer als breit, glatt, mit der Andeutung einer Querfurcbe unmittelbar
Source : MNHN, Paris
vor dem Hiuterrande, dieser mit 10 Marginalsborsten. Augenflecke gross und
scharf begrenzt. Beim Mannchen wenigstens die Tergitc 8-9 vollstândig,
beim Weibchcn aile unvollstkndig gctcill. Mannchen mit 10-12, Weibchen
mit 10 bis H Marginalborsten uuf jedcm Tergit, vOm 1. Tergit an misserdem
jederseits mit einer Seitenrundhorslc. Get/.tex und vorlctztcs Tergit mit
je 4 Tastborsten. Cbeliecrenslnmm mil 4 Borslen. Serruln mit 20 Gamellen.
(ialea îles Weibchens massig lang, terminal mit 0 kur/.en Scitenastchen in
kronehenformiger Anordnung. Palpcn gedrungen, Fémur und Tibia médial
nicht dicht und ziemlicb feln, aber scharf und deuttich gramiliert. Tro-
chanterhiicker verrundet. Fémur 2.1-2.3 mal. Tibia 1.8-1.9 mal, Hand
1.6-1.7 mal, Sc.here mil Sliel 2.5-2.7 mal, olinc SI ici 2.2-2.4 mal su lang
wie breit. Finger nur wenig langer als die Breite der Hand, nicht klall'cml,
der feste mil rund 35, der bewegliche mit ungefiihr 18 Mnrginalzahncn,
die des letzteren nahe der Fingerbasis sehr klcin und dicht stehend. Das
Tasthaar il des festen Falpenlingers von der Fingerspilxe abgerückt und
von ihr bedeutend weiler entferni als der Absland zwischen clen Tasthaaren
ht und isb belriigt. Gcnitalfcld des Münnchcns mit sklerolisierten iiusseren
Bogen, die ornlwiirts in eine scliniale, dunkle Spange auslaufen und am
verbreiterten Kaudalendc eine Gruppe von II dichtgeslelltcn Borsten tra-
gen. 3. Sternit médial stark kaudnlwiirls gezogen, mit 8 Marginalborsten.
— Kürper L. 3 mm., ç 3-4 mm. ; Campas I,. 0.93 mm. ; Palpcn :
çf Fémur L. 0.72-0.75 mm., 11. 0.32-0.34 mm.. Tibia G. 0.75-0.78 mm.,
B. 0.40-0.41 mm.. Hand G. 0.83-0.85 mm., B. 0.48-0.50 mm., Finger
G. 0.56 mm. ; <j> Fémur G. 0.70-0.72 mm., B. 0.32-0.33 mm., Tibia G. 0.72 mm.,
B. 0.39-0.40 mm., Hand G. 0.83-0.85 mm., B. 0.50-0.51 mm., Finger G. 0.51-
0.57 mm.
Mir lngen vor : 1 1 Ç, Krongpha, Siid-Annam, 30.4.1939; 1 (f,
4 Ç, Donghoi. Annnm, Jgnner 1939; 2 semiad. Ç, 1 Garve, Qangai, An-
nam, Februar, 1939, sümtlich leg. C. Dawydoff.
25. Paratemnus laosanus n. sp. (Fig. 19).
Hartteile (Palpen und vordere llâlfte des Carapax) intensiv, aber nicht
sehr dunkel rotbraun, die hintere 1 liilflc des Carapax stark aufgehellt ;
Tergite gut sklcrotisiert. — Carapax 1.2 mal langer als breit, glati, mit einer
llnehen Querfurche unmittelbar vor dem Hinterrande, die Scheibe mit
48 bis 52 Borslen. Augenflecke deutlich, aber nicht sehr scharf begrenzt.
Tergite in beiden Gesehlechtern nur nnvollstiindig gelellG mit 12 bis 14
Marginalborsten und jederseits einer Seitenrandborste. Vorletztes und
letztes Tergit mit 4 langen Tastborsten. Cheliccrcnstamm mit 4 Borsten,
Serrula mit 23 Gainellen. Galeu des Weibchens miissig lang, terminal mit
6 unglcich langen Seitendstchen. Palpcn ausscrordentlich gedrungen. an
der Medialseitc von Feinur und Tibia fein und wenig dicht granuliert.
Trochanterhocker verrundet. Fémur nur doppelt so lang wie breit, mit kur-
Source : MNHN, Paris
DIE PSF.UDOSOORPIONK 1NDOCHINAS
77
zem, dicken Stielchen, dus dorsale Tasthaar in der Hohe des lateralen ge-
legen. Tibia 1.8 mal so lang wie breit, das Stielchen kurz und dick, die
stark aufgetriebene Keule latéral auffallend gebuckelt und dann gegen den
Vorderrand stark verengl. Hand breit oval, distalwârts stark verjiingt,
1.7-1.8 mal so lang wie breit, die Schere mit Stiel 2.5-2.7 mal, ohne Stiel
2.2-2.3 mal so lang wie breit. Finger nur sehr wenig langer als die Breite
Fig. 19. — Pnrnlemnu .< loosnnm n. sp., linke Palpe
d«>s Ç und (ienitalfeld des çf.
der Iland, der feste mit 33, der bewegliche mit 14 Marginalzahnen. Das
Tasthaar il des feslen Fingers ein wenig proximal der Fingermitte gele-
gen und von der Fingerspitze dcutlicb weiter entfernt als der Abstand
der Tasthaare ist und isb voneinander betriigt. Das Tasthaar si des bewegli-
chen Fingers stark an s b genahert und von I fast 3 mal so weit entfernt wie
von diesem. Beine gedrungen, Fémur des 4. Paares 2.6 mal, Tibia 2.8 mal,
Source : MNHN, Paris
78
M. BF.IEH
Tarsus 3.2 niai so lang wie breit. MiinnUches Genitalfeld schwach skleroti-
siert, der âussere Bogen ziemlich weichhaoitig, nur mit 2 Kaudalborsten. 3.
Sternit in der Mille nicht nneh hinlcn gezogen, mit 8 Mnrginalborstcn, hicr-
von die beidcn latcrnlen von don iibrigen well ahgeriîckt, Krirpcr L. ^
9 3.5-4 mm. ; Palpen : Fémur I,. 0.75 mm., 11. 0.38 mm.. Tibia L.
0.76 mm., B. 0.42 mm., Hand L. 0.05 mm., B. 0.57 mm., Fingcr !.. 0.60 mm. ;
9 Fémur I-. 0.77 mm., B. 0.38 mm.. Tibia L. 0.75 mm., B. 0.42 mm., Hand
!.. 1.00 mm., B. 0.56 min., Fingcr L. 0.50 mm.
Typcn : I ÿ, 2 9,2 juv., Vieug Chnng (Mékong), Laos, Fcbruar 103!)
(C. Dawydofp leg.).
Paratypen : 1 9 , 2 juv., Paclay, Laos, Juni 1039; 5 Larven, Paclay,
Laos, Jiinner 1030; 2 9 . Luang Prabang, Laos, Dezember 1938; 1 9 ,
1 Larve, Tcliepona, Laos (Savannonhnl), 14.6.1930; 1 9 , Sala Pukhun,
Laos, Februar 1030 ; 2 çj, 6 9,1 juv., Paclay, Laos ; 1 9 , 4 juv., Bolorcn-
Plateau, Laos s&mtlich L. Dawvihikf leg.
Von P. redlkuru-ui durch hellere Fflrbung, grfissere Zabi der Serrula-
lamellen, gcdrungrncrcs Palpenfemur, distal Stacker verjflnglc und dahcr
latéral starker gelmckelle Keulc der Pulpentibiu, plumperc Hand sowie vor
allein durch die Bildung und Beborstung der mannliehen Genitalregion un-
tersehieden. Kbcnso wie P. redikorzevi in die */nen*i's-Gruppe gehôrig,
doch unterscheiden sich belde Arien von sinensis m. ans Canton durch ge-
ringere Zabi lier Serrulalamellen, schwüchcr grannlierle Palpen und
gcdrungeneres Palpenfemur.
26. Paratemnua curtulus (Redikorzev).
Analemnus curtulus REniKOHZEV, Mém. Mus. HUI. nat. Paris, N.S. 10,
1938, p. 91, Fig. 19-21.
Diese Art, die von Redikorzev aus Süd-Annnm (Plateau von Langbian),
Zentral-Annain (Pleiku), Cambodge (Angkor) und Coehiuchina (Poulo Con-
dore) beschrieben wurde, lag mir nicht vor. Sie stirnmt iin allgemeinen
Habitus und in der Zabi der Serrulalamellen mil luosanus ni. überein, un-
lerscheidct sich aller von diesem durch schlankeres, hell gelblichbraunes
Palpenfemur, das 2.3 bis 2.4 mal so lang wie breit ist. Zwcifcllos gehôrt
sic in das genus Paratemnus.
27. Anatemnus subvermiformis Hedikorz. (Fig. 20).
Anatenmus mbucrmifortnls Reimkoiizkv, Mém. Mus. Hist. uni. Paris,
N.S. 10, 1938, J). 05, Fig. 23, 25 b.
In Erganzung der Originalbcschrcibung liisst sich diese Art folgender-
massen charakterisicren : Korper sclilank, Carapnx 1.1 mal langer als breit,
glalt, nahezu parallelscilig, der Ilinterrand mit 8 bis 10 Marginalborsten.
Augenflecke deutlich. Querfurchen fehlen. Die 3 ersten und das letzte
Source : MNHN, Paris
DIE PSEUDOSGORPIONE INDOf.MINAS
Tergit nicht, die iibrigen meist nur unvollstiindig geteilt. Beborstung
2(4) 4 4
der Tergite : 10, 10, 10,-, —-,-,
10 10 10 ( 8 )
4(6)
10 ( 8 ) ’
4(6)
-; O 10, 10, 10,
10 ( 8 )
2 2(4) 2(4) 4 4(6) 4(0)
7 ~*-•-. —. — . —-- Vorletztes und lctztes Tergit jederseits
10 10 10 10 10 ( 8 ) 10 ( 8 )
mit 2 langen 'I'astborslen. Sternite mit 10-12 Mnrginnlborsten und 1 Seiten-
randborste. Chelicerenstamm mit 4 Borslen. Flagellum mit 4 Borsten, die
distale einscitig gefiedert. Scrrula mit 25 Lamellcn. Galea lang, mit 5 Sei-
tenâsten, die beim Weibchen zieinlicb lang sind und von denen der etwas
distal der Mitte cntspringende proximale beim Weibchen einen kleinen
Seitenzweig tragt ; die 3 Endaste bilden beim Weibchen ein mehr oder we-
MéMOlKKS
Fig. 20. — Anate.mnus subvermiformis Rodikorzev,
linke Palpe und Genitalfeld des
Muséum, Zoolocib, T. I.
3
Source : MNHN, Paris
M. REIKR
niger dcutliches Kronehen. Palpcn sehr kraftig und gedrungcn, Trochanter
latéral, Fémur médial, dorsal und ventral. Tibia médial, Hand inedial und
latéral an der Fingerbnsls /iemlich grola granuliert. Dorsnler Trochan-
terhocker mit warzenartïgem Forlsalz. Glicdstiele von Fémur und Tibia
verhaltnismiissig schlank. Fémur 2.3 mal (^jO-2.5 mal ($), Tibia 2-2.1 mal,
Hand 1.6 mal, Schere mil Sliel 2.3-2.. r i mal. oh ne Stiel 2.1-2.3 mal so lang
wie breit. Hand distal z.icmlieh stnrk vcrengl. Finger nur wenig langer
als die Breite lier Hand, der feslc mil olwa 32, der liewegliehc mit unge-
fâhr 37 Marginalzihnen. Uns Tnsthaar si ein wenig niiher bei sl> als bei I.
Beinc gedrungen, Fémur des I. Paarcs 2.5-2.6 mal. Tibia 3.1 mal, Tarsus
3.6-3.S mal so lang wie breit. Miïnitliclies (ienitalfeld ausserordentlich
charakteristisch, jederseits mil 5 bis 6 Borsten, die Ilarlleile sehr schwaeh
sklerotisierl, vum iiusseren Bogen nur 2 /.iipfchen sichtbar, der innere
Bogen bis auf 2 punklfOrmige Sklerite aufgelost. 3. Slernit mil 8 Borsten.
— Kôrper L. çf ç 3-5 mm. ; Palpcn : çf Fémur L. 0.87-1.05 mm., B. 0.35-
0.45 mm,. Tibia !.. 0.91 1,05 mm.. II. 0.45-0.55 mm., Hand L. 0.97-1.15 mm.,
B. 0.60-0.73 mm.. Finger L. 0.62-0.77 mm. ; <j> Fémur L. 0.00-1.02 mm., B.
0.36-0.41 mm., Tibia L. 0,05-0.08 mm., B. 0.45-0.47 mm.. Hand I,. 1.12-
1.15 mm.. B. 0.70-0.73 mm., Finger !.. 0.73-0.76 mm.
Mir lagen vor : 51 çf. 8.8 ç, 48 juv. von verschiedencn Fundplatzcn
auf dem Plateau vnn Langbian, Sûd-Annam ; 2 çf, 3 $, 3 juv., Dalat, Siid-
Annam, 15.11.1038 ; 4 Ç. lluc. Annatn, 17.12.1038, 1 ç, Xicng-Khonang,
Laos, 1500 m., Dezember 1038, Xiang Kounng, Laos, Jiinner 1030, 1 Ç, 1 juv.,
Paclay (Mékong), Laos, .lanner 1030, samllii h leg. ('.. Dawydofp. Die Art
ist somit in Sûd-Annam sehr hiiulig.
28. Anatemnus angustus Redikorzev (Fig. 21).
Anatemnus angustus RpDiKonz.irv, Mcm. Mus. Ilisl. nat. Paris, N,S, 10,
1038, p. 96, Fig. 24, 25 c.
. Habituell dem A. subvrriniformis ausserordentlich âhnlich und von ihm
nach âusseren Merkmalcn kaum zu unlerscheiden. Ebenfalls schlank. im
allgcmeinen aber elwas klciner als dirser, die Palpcn zvar kaum weniger
grob, aber elwas weitliiufiger granuliert, Garapax 1.1 mal ($) bis
1.2 mal (çf) so lang wie breit, glalt, die Busalbalfle heller. Augenflcckc
wenig deutlich. Tergite meisl nur unvollstandig. 6 bis 0 bisweilen vollslândig
6 6 6 6 6 6
geteilt ; Beborstung : 10, 10, 10.. ; o 10, 10, 10,
8 8 8 8 8 10
2 2 2(4) 2(4) 4(6) -6
—, —,-,-, —, • Surrula mil 24 Lamellen. Galon mil 5 Sei-
10 10 10 10 10 10
tenasten, der proximale beim Ç mil einent Soileimveig. die 3 EndSste kein
Krônchen bildend wie bei subvcriniformis, scindera der eine von ihnen
weiter proximalwarts geriickl, sonst âhnlich geforml wie bei subvermifor-
Source : MNHN,
DIE PSEUDOSCORPIONE 1NDOCHINAS
81
Fig. 21. — A na/e mn un angmtus Redikorzev, linke Palpe
des Ç und Genitnlfeld des , ’.
mis. Palpen ebenfalls wie bei snbmiformls Reforint, nur elwas wcniger
dicht granulicrt. Fémur und Tibia meist elwas heller als die Schere, die
liand distal weniger stark verjiingl und daller mehr parailelseitig. Dorsn-
lcr Trochanterhocker mit warzen- oder zapfenformigem Fortsatz. Fémur
2.3-2.G mal, Tibia 2-2.2 mal, Hand 1.7-1.9 mal, Schere mit Sticl 2.6-3 mal,
ohnc Stiel 2.3-2.S mal so lang wie breit. Finger deutlicb ein wenig langer
als die Breite der liand, dcr feste mit durchschnittiich 33, der bewegliche
mit etwa 38 Marginalzahnen. Stellung der Taslhaare wie bei snbvermifor-
mis. Beine etwas schlanker als bei subvermiformis, Fémur des 4. Paares
Source : MNHN, Paris
82 M. BEI EK
2.9 mal, Tibia 3.2 mal, Tarsus 4.3 mal so lang wie brcit. Miinnliches Genital-
feld von demjcnigen bei subvermiformis sehr stark verschieden, die Seiten-
platten des ausscren Bogens verhallnismassig breil, unregelmassig kontu-
riert, meist mit 4 Knudalborsten, die Stühclien des inneren Bogens, S-fôr-
mig. 3. Sternit mit G Borstcn. Ivorpcr L. 3-4 mm., 9 4-4.5 mm. ; Pal-
pen : q* Fémur L. 0.80-0.88 mm., B. 0.34-0.36 mm., Tibia L. 0.83-0.90 mm.,
B. 0.41-0.45 mm., Hand L. 0.97-1.05 mm., B. 0.51-0.56 mm., Finger L. 0.57-
0.63 mm ; 9 Fémur L. 0.89-1.04 mm., B. 0.35-0.42 mm.. Tibia L. 0.91-
1.06 min., B. 0.43-0.53 mm., Hand I,. 1.08-1.24 mm., B. 0.61-0.71 mm., Fin¬
ger L. 0.66-0.78 ram.
Mir lagen vor : 42 38 9, 13 juv. von versehiedencn Fundplâtzcn aut
dem Plateau von Langbian, Süd-Annam ; 3 çf , 2 9. 1 juv., Pic de Lang-
bian, Annam, 2400 m., Juni 1939 ; 2 9, Pic de Langbian, Annam, 2200 m.,
Dezember 1938. — Die Art komint zusammen mit sulwermiformis vor.
29. Anatemnus tonkinensis Beier (Fig. 22).
Analemnus angiislus ssp. I., Beiek, Ann. Mus. Wicn, 53, 1942, p. 76,
Fig. 3.
Diese von mir seincrzeit nach einem miinnlichen Exemplar aus Ngai-
Tio, Tonkin, als Subspecies von A. angiislus beschriebene Form betrachte
ich nun wegen der konstanten und ziemlich auftalligen tinterschiede im
Bau der mânnlichen Genitralrcgiou als eigene Art, die allerdings dem an-
guslus sehr nalie steht.
Carapax 1.3 mal so lang wie breil, basal etwas aufgehellt, Hinterrand
mit 8 Borsten. Augenflecke gross, aber nicht sehr deutlich abgegrenzt. 'l'er-
gite nicht oder nur unvollstiindig gcteitt ; Behorstung : 10(8), 10(8), 10(8),
4 (6) 4 (6) 6 6 6 G 4 6 6
-■, -, -, -—, —, — ; 9 10 ( 12 ) 10 ( 12 ), 10 , —. —, —,
10 ( 8 ) 10 ( 8 ) 10 ( 8 ) 10 ( 8 ) 10 10 10 10 10
6 6 6
—, —1 —• Vorlet/.tes und Ietztes Tcrgit jederseits mit 2 langen Tasthaa-
10 10 10
rcn. Sternite mil 12-14 Marginalborstcn. Serrula mit 26-27 Lamcllen. Galea
ahnlich wie bei angustiis, der proximale Ast mil kurzem Seitenzweig, terminal
ohne Krônchenblldung. PalpCn denjenigen von angiislus sehr Slinlich, be-
sonders an der Medialseite von Fémur, Tibia und Hand sehr grob, scharf
und dicht granulierl, dicbler als bei angiislus. Dorsoler Trochanterhocker
mit Warzcnfortsûtz. Fémur 2.3-2.I mal, Tibia 2-222 mal, Hand 1.6-1.7 mal,
Schere mit Stiel 2.4-2.G mal, ohne Sliel 2.2-2.4 mal so lang wie breil. Hand
distal kaum verjüngt. Finger etwas langer als die Breite der Hand, der teste
mit 28-30, der bcwegliche mil 37-40 Matgimdziihnen. Glied.xtielc von Fémur
und Tibia verhâltnismüsslg dick, gedrungener als bei angiislus und sub-
uermiformis. Fémur des 4. Beinpaarcs 2.7-2.8 mal, Tibia 3.2 mal (9)-3.5
mal (çj'), Tarsus 3.8-4 mal so lang wie breil. Miinnliches Genitalfeld ahnlich
Source : MNHN, Paris
1)1 K l’SliUI>0SC0IU*lONE 1NDOC111NAS
83
wie bei anyuslus, die Seitenplatten des üussercn Uogeiis jedoch sclimal,
mit regel ma ssiger, ganzrandiger Kontur, die Stabchen des inneren Bogens
gerade ; 3 Kaudalborsten. 3. Sternit mit 8 Borsten. Kiirper L. çf 3.2-
3.8 mm., 9 4-5.5 mm. ; Palpcn : Fémur L. 0.83-0.88 mm., B. 0.30 mm.,
Tibia L. 0.88-0.92 mm., B. 0.43-0.44 mm., Hand L. 1.00-1.03 mm., B. 0.58-
0.00 mm., Finger 1,. 0.00-0.08 mm. ; 9 Fémur L. 0.95 mm., B. 0.4 L mm.,
Tibia L. 0.90 mm., B. 0.4G mm., Hand L. 1.07 mm., B. 0.09 mm.. Finger
L. 0.75 mm.
Mir lagcn vor : 4 çf, Phong TI10. Il* Tonkin, Juni 1939 ; 1 1 9,
Ptong Tho, IP Tuukin, .[uni 1939 ; 2 , Fan-Si-Pan, 1I‘ Tonkin, 2000 ni.,
Juli 1939; 1 çf, 1 9, 4 juv„ Chapa, IP Tonkin, 1500 m., Juli 1939;
2 9, Lo-Kou-Ho (Chapa), IP Tonkin, 1000 m., Juni 1939, 1 rf, 1 juv., Kieng
Kuang, Laos, 1500 m., samtlich leg. C. Dawydoff.
Fig. 22. .hia/ému 11.1 lonkiiirnsis Beier, linke Palpe und
Genitalfeld des
Source : MNHN, Paris
84
I. BEIER
30. Oratemnus saigonensis (Beier) (Fig. 23).
Chelifer (. Atemnus ) Saigonensis, i'Joli. Luboru't. ~<>oi. Portici, 23, 1930,
p. 197, fig. 1 A, B.
Anatemnus saigonensis, Beier, Zool. Jahrb., Sysl., 62, 1932, p. 583.
Anatemnus saigonensis Beier, Tierreich, 58, 1932, p. 53, Fig. 65.
Oratemnus timorensis, Redikohzkv, Mém. Mus. Ilist.-nul. Paris, N. S. 10,
1938, p. 99 (nec Orlamnus timorensis Beier 1932).
Die Art wurde von mir nach einem weiblichen Exemplar besehrieben
Fig. 2a. — Oratemnus saigonensis (Beier),
linke Palpe von cj (oben) und Ç (unten).
Source : MNHN, Paris
DUS PSEl'DOSCORPION'E 1NDOCH1NAS 85
und nach dein verhiiltnismüssig kurzen Tibialsticl zur Gattung Anatemnus
gestellt. Sic liegl niir nun in beiden (icschlcchtern von verschiedenen Tei-
len Indochinas vor. Die Aufrindung des Münoehens, dcssen Gliedstielc von
Fémur und Tibia der Palpen wcsentlich schlanker als beim Weibchen
sind, ermoglicht nun ilire zwcifclsfrcic liinordnung in die Gatlung Oratem-
nus, wo sie dein IJ. proximus ni. von Suinalra ain nâchsten steht. Sic unter-
scheidct sich von dicseui nur durci» die weniger plumpe Palpenhand des
Mânnchens und rcluliv kürzere Fingcr sowie ctwas grosscre Zabi der Scr-
rulalamellen (18 gegen 17). Vielleicbt is| (). proxinuis ni. nur als Subspecies
von O. salgoncnsis m. zu wevten. Die Bcsclireibung kann folgendormas-
sen erganzt werden :
Carapax 1.2 mal langer als breit, glati, oh lie Querfurchen, mil ziem-
lich grossen Augenflccken, der Ilinlerrund mil (i Marginalborslen. Wenig-
slens die Tergite 7 bis 10 vollstândig geleill, die 3 ersten Tergite schmâ-
ler als die iibrigen. I bis 5 Marginalborslen auf jedem Hulbtergil, voin 4.
Segment an ausserdem 1 Seileiinmdborste und 2 Disealborstcn, wobei die
latérale Discalborste dem Hinterrande stnrk geniihert ist. Vorlelztes und
letztes Tergit mit je 2 Paaren Tastborsten. Sternite geteilt, mit 5 bis 0 Mar-
ginalborslen und 1 Scitenrandlmrste auf jedem llalbsternit. Vorlelztes und
letztes Slernit mit je 4 langen Tastborsten. Clielîcerenstamm mit 4 Bor-
sten. Serrula mit 18 Lamellcn. G aléa des Miinnchens klein. die des Weib-
ehens ziemlieh hmg, aber niich nur mit sehr kurzen, krallenfiirmigen Di-
stalastchen. Palpen an der Meilialseitc von Fémur und Tibia ziemlieh fein
und wenig diclit, aber deutlich, beim Mannchen ctwas grober als beim
Weibchen granuliert ; die Gliedstielc von Fémur und Tibia beim Mannchen
wcsentlich schlankcr als beim Weibchen, aber auch bei diesem deutlich
langer als breit. Das Langen- und Breilenverhiiltnis von Fémur und Tibia
wird bei den Geschlcehlern vor allem dureb die Lange der Gliedstielc verân-
dert. Trochanterhoeker slark vorragend, beim Weibchen nur der dorsale,
beim Mannchen bride mit zapfenfürmiger Verlângerung. Fémur des
(-f 2.0 mal, des ç 2.3 mal, Tibia des 2.2 mal, des Ç 2 mal, Iland
1.8 mal (Ç>)-2 mal (çf), Schere mil Stiel 2.7 mal (Çl-3.1 mal (çj*), ohne
Stiel 2.5 mal ($)-2.8 mal (tf) so lang wie breit. Finger beim Ç kauin
langer als die Brcite der Hand, beim q* elwas langer. Beinc ziemlieh
gedrungen, Femnr des 1. Paarcs 2.5 mal. Tibia kaum 3 mal, Tarsus ctwa
3.8 mal so lang wie breit. Korper L. çf 9 2.5-3 mm. ; Carapax
I.. 0.71 mm. ; Palpen : Fémur L. 0.07-0.70 mm., B. 0.20-0.27 mm,. Tibia
L. 0.67-0.68 mm., B. 0.31 mm., Hand L. 0.72 mm., B. 0.36 mm., Finger
L. 0.42-0.43 mm. ; ç Fémur L. 0.60-0.64 mm., H. 0.25-0.27 mm.. Tibia L. 0.60-
0.63 mm., B. 0.30-0.31 min., Hand L. 0.05-0.73 mm., B. 0.38-0.40 mm., Fin¬
ger L. 0.42 mm.
Mir lagen vor : 2 Ç, Saigon, 15.9.1038; 1 q*. Béarn. Cambodge, MSrz
1089 ; 2 Ç, Krongpha, Süd-Annam, 30.1.1939 ; I Paclay, Laos, .lün-
ner 1939; 1 Vieng Chang (Mékong), Laos, Fcbruar 1939; 1 Ç, Luang
Source : MNHN, Paris
Prabang, Laos, Dezember 1!I38 ; 2 8 Ç, Paclay (Mékong), Laos, Jàn-
ner 1939 ; 5 1 Ç, Chusy Paclay, Laos, Jânner 1939 ; 1 1 9, Luang
Prabang, Laos, Dezember 1938 ; 1 çf, 2 9, Luang Prabang, Laos, 24.12.1938 ;
3 (j 1 , 3 9,3 juv., Plateau Langbiung. — Ausserdcm siml zweifellos die von
Redikorzev als O. limorensis ni. angeführten Exemplare aus Pursat und
Reap, Cambodge, dieser Art zuzuzahlen.
31. Oratemnus semidivisus Redikorzev.
Oraletnnus seiiiiditnsitx, Ri'.dikorzkv, Méin. Mus. llisl. nul. Paris, N. S. 10,
1938, p. 99, Fig. 27-28.
Diese mir nicht vorliegende Ai t beschrieb Redikorzev aus Dalat, Süd-
Annam, vom Mont Hon-Ba bei Nhatrang, Annain, und aus Réam, Cambodge.
Nach der Bescbreibung unterscheidet sie sich von saiyonensis vor allem
durcli bedeutenderc Grosse und grossere Zahl der Scrrulalamellen. Es ist
jedoch moglich, dass ein Teil der von Rcdikoçzcv crwâhnten Exemplare der
vorigen Art angehiirt.
82. Metatemnus unistriatus (Redikorzev).
Anatcmnus unislriatus, Redikorzev, Mém. Mus. Hisl. nal. Paris, N. S. 10,
1938, p. 97, Fig. 26.
Die von Redikorzev erwâhnle deutlicbe Querfurclic in der Basalhâlfte
des Carapax scbliesst wolil jeden Zsveifel aus, dass diese Art nicht zu Ana-
Icmnus, son der n zu Metatemnus zu stcllcn ist.
33. Stenatemnus annamensis n. sp. (Fig. 24).
Carapax 1.2 mal lfinger als breit, glati, hinter der breltcn, seharf
cingeschnittenen Querfurche schwücher sklerotisiert, braunlichgelb, der
Hinterrand mit 6 Marginalborsten. Augenllecke fehlen. Tergite schwach
sklerotisiert, brâunlicbgclb, mit Aiisnabmc der drei erslcn und des letz-
ten schmal geteilt : 5 Marginalborsten nuf jedem Ualblergit, die Segmente
4 bis 10 ausserdcm mit 1 Seilenrandborsle und 2 Diseulborsten auf jedem
Halbtergit ; sanitlichc Borsten lang und spilzig. Endtergil mit 4 beson-
ders langen Tnstborslen. Die mittleren Slernile mit etwn 14 Mnrginal-und
8 Discalborsten, das vorletzte Sternit mit cinem submedianen Paar, das
letzte mit 2 Paaren langer Tastborsten. Scitenloben der mânnlichen Geni-
talôfTnung schwach sklerotisiert. Das hinter der Genitaloirnung gelegene
3. Sternit mit einer Reihe von (5 Borsten, von denen die beiden medianen
sehr krâftig, die 4 latcralen Klein und zart sind. 5. bis 7. Sternit des
Mannchens am Hintorramlc jederseits der Medianlinie mit einer kammfor-
migen Reihe von 10 bis 12 dicht stehenden Borstchen, von denen sich
Source : MNHN, Paris
lJlii PSKUUOSCORPIONE INDOOllINAS K7
9 médial der ersten Margiualborste befindcn. Cbelicerenstamm mit 4 Borsten.
4. Flagellumborste einseitig geiiederl. Serrula mit 21 Lamellcn. Galeu des
$ schlank, mil 5 SeitciiSsten, von denen der proximale gegabelt ist und
die beiden distalen eine Endgabel bilden. Uewuglicher Chelicerenllnger
mit einein zapfenformigen Subapikal/.alm, fuster mit eincr Reihc von
6 Ziihnchen. Palpen, besonders die des Mannchcns, schlank, der Tro¬
chanter latéral, Fémur und Tibia médial, Hum! an der Fingerbasis sclir
deullich und zicmüch grub granulicrt. Trochanter lunggestreckt, ohne
deutlichen dorsalen Hôcker. Fémur aus deui Stielchen ziemlich abrupt ver-
dickt, in beiden Gesehlechlern 2.7 mal so lung wic breit. Tibia des
2.8 mal, des Ç 2.6 mal so lung wie breit, die schlanke Keule vor allem
beim çf allmâhlich in den Stiel iibergehend. Hand des 2.1 mal, des
$ 1.9 mal, Scherc des çf 3.5 mal (ohne Stiel 3.2 mal), des Ç 3.1 mal
(ohne Stiel 2.8 mal) so long wie breit. Finger bedeutend kiirzer als die
Hand ohne Stiel, nicht klallend, der Teste mit 32, der bewegliche mit
38 Marginalziihnen. Slellung <ler Tasthaarc wie bei den anderen Arten der
Guttung, il also sclir weil distal gelegen, csl distal von ist slchend. Fémur
des 4. Boinpaarcs 3.2 mal, Tibia 3.8 mal, Tarsus 5 mal so lang wie breit,
Source : MNHN, Paris
M. BEI EK
88
dits Tasthaar dus letzleren an der Glicdbasis gclegen. Klauen lang und
schlank, siehelformig. — Kürper L. 2 inui., Ç 2.5 mm. ; Palpen :
Fémur L. O.GC die, B. 0.25 mm.. Tibia I-. 0.72 nnn., B. 0.26 mm., Hand
L. 0.70 mm., B. 0.33 mm., Finger L. 0.50 mm. ; O Fémur L. 0.71 mm.,
B. 0.26 mm., Tibia L. 0.75 mm., B. 0.20 mm., Hand L. 0.75 mm., B. 0.40 mm.,
Finger L. 0.52 mm.
Typeu : 2 2 $, Plaleau von Ivingbian, Süd-Annam, G. Dawydotf leg.
Paratypen : 7 çf, 8 $.2 juv. von verseliiedenen Fundplfitzen auf dem
Plateau von Langbian, Süd-Annam, samllieb Dawyijoff leg.
Am nâchsten verwandt mit S. fnrhsi (Tullgr.) von Sumatra, von ihm
jedoch durch die Verhiillnisniasse der Palpcnglieder sehr gut unlerschieden.
31. Stenatomnus extensus n. sp. (Fig. 25).
çf. Carapax 1.2 mal langer als breil, vor der Mitte am breilestcn, gegen
die Basis deutlieb eiu wenig verengt, glati, binter der scharf eingcschnitte-
nen, nahe der Mitte gelegenen Querfurche etwas schwücher sklerotisiert ;
Flinterrand mit G Marginalborsten. Augenllceke fchlen. Tergite ziemlich
schwach chitinisiert, nur das G. bis 0, schmal und zum Teil unvollstandig
geteilt, mit 8 bis 10 Marginalborsten, jederseits 2 langen Disealborsten und
1 Seitenrandborstc ; Endtcrgit und -sternit mil je 4 bcsonders langen
Tastborsten. Die millleren Slernile mit 12 bis 14 Marginalborsten und
Source : MNHN, Paris
DIE PSEUDOSr.OHi’IONF. IXDOCIIIXAS
8 Uiscalborsten. Seitenloben <ler mânnlichen Genitaloirnung schwach chi-
tinisiert. Das hinter der Genitaloirnung liegende 3. Slernit mit einer
Ri'ihc von 8 Borsten, von denen die bciden medlanen bedcutcnd krüftiger
sind aïs die übrigen. Stérilité 5 bis 7 des Miinnehens nm Hinterrande jeder-
seits der Mil te médial von der 1. Murglnnlborsle mit einer Rcihc von zicmlich
langen Bftrstchcn, und zwar bcfindcn sieli nm 5. Sternit jederseits 6, am 6.7
und am 7.5 solclier BorsUTien, GhelU’crensiumm mit 1 Borsten. Distale Fla-
gellumborste einscilig geflcdert. Serrula mit 21 Lamelle». Heweglielier Che-
liceren finger mit krallenforniigeni Subapikalzalin. (ialea des Miinnehens
sclilank und -/.art, mit 2 sebr zarteu Seitenastchen. Palpen «ulfaUend schlonk,
Trochanter binten, Fémur uud Tibia médial und dorsal ilichl und zicmlich
fein, aber selir deulllch granuliert. Trochanter gestreekt. ohne deutlichen
dorsalen iloeker. Fémur des Miinnehens mit sebr liünneni Stielchen, 3.7 mal,
Tibia 3.8 mal so lang svie breit, letzlere ebenfalls sebr diinn gesllelt, die
langgestreckte Keule ohne deullichcn Absatz in den Stlel ilbergehcnd.
Hand des Münnchcns selir schmal ovni, fast parallelseitig, 2.6 mal, die
Schere mit Sliel 4.2 mal, ohne Sticl 3.8 mal so lang vvic breit. Finger hedeu-
tend kürzer als die Hand ohne Sliel, der teste mit 33, der bcwegliche mit
38 Marginalzâhncn. Stellung der Tastbaare normal. Fémur des 4. Bein-
paares 3.3 mal, Tibia 3.8 mal, Tarsus 5.5 mal so lang wie breit, das Tasthaar
des letztereu an der Glicdbasis gclegcn. {italien lang und sehlank. siehelfôr-
mig. — Kôrpor L. çf 2.3-2.5 mm. ; Pulpe» : Fémur L. 0.81 mm., B. 0.22 mm.,
Tibia L. 0.91 mm., B. 0.24 mm., llaml I,. 0.82 mm., B. 0.31 mm., Finger
L. 0.49 mm.
Typcn : 2 çf, Plateau von Luugbian, Süd-Aiinam, C. Dawydolt leg.
Dureh die extrem langen und schlanken Palpen des Mânucheiis von
allen anderen Arien leicht zu unterscheiden. Von dem im gleiclien Gebiete
lebenden aimante nsis aiisserdem dureh die geringerc Zahl der Sinnesbôrst.
chen am Hinterrande des 5. bis 7. Abdominalsegmentes des Mânnchens
unterscliieden.
35. TullgreniuB compactus n. sp, (Fig. 26).
Carapax kaum lüngcr als breit, an der Basis am breitesten, von hier
nach vorn allmahlicb und sunft gerundet verengt, selir dicht und i'cin Icder-
artig granuliert, ohne Spur einer Querfurclie, nur unmittelbar vor dem
Hinterrande mit einer lelchten Querdcpression. Augen scharf begrenzt, ver-
rundet dreieckig, mil Linse. Tergile ungeteilt. mit 12 bis 14 Marginalborsten
und jederseits einer Seitenramiborste, die Borslen ziemlioh zarl und kurz,
terminal fein geziihnl. 3. Tcrgit sclimiUer als die iibrigeii. Vorletztes und
letztes Tergit mit je 1 langen Taslbnrsteii. Sternite mit 14 Marginasborsten
und 1 Seitenrandborste. Cliclicerenstamm mit 5 Borsten, si», b und es
lingefiilir von gleicher Liiiige und gezahnt. Flagellum mit 4 Borsten, die
Source : MNHN, Paris
90 U. UEIEK
distale einseilig geliedert. Serrula mit 17 Lumellen, «lie basalen kaum ver-
lângert und schuial. Galea des Weibehens niassig krâftig, distal in 6 kral-
lenformige Àstchcn aufgespallen. Foster Chcliccrcnfinger mit 4 Zàhnchcn,
bewcglicher mit stuinpfem Subupikulzuhn. Palpen ausserordentlicb plump,
besonders die Gliedslielc dick und kurz, die Medialseite der Glieder ziemlich
dicht uml miissig grob granulîert, die tland fein lederartig skulpturiert.
Borsten der Palpen miissig lang und /.icmlich dick, slumpf, terminal gczâhnt.
Trochauterhocker verrundet, stark vorslchend. Fémur aus dem kurzen
und dicken Stielchen plôtzlicli erweitert, basal am breitesten, von hier
distaiwârts allmâhlich verjiingt, 1.9 mal so lang wie breit. Tibia 1.8 mal so
Fig. 26. — T ullgtenhu com/Hictus a. sp., linke Pulpe des $.
lang wie breit, das Stielchen bedeutend breiter als lang. Hand distaiwârts
verjüngt, 1.8 mal, Schere mit Stiel 2.9 mal, ohne Stiel 2.7 mal so lang
wie breit. Finger etwas kürzer als die Hand ohne Stiel, der feste mit
ungefëhr 40, der bewegliche mit rund 45 Marginalzftbnen. N'ebenzâhnc
fehlen. Nur der teste Finger mit Giftapparal und Giftzahn. I)ie Testhaarc
ib, isb, isl uml il des feslen Fingers an der Fiugerbasis zu ciller dicht
geschlossenen Gruppe vereinigt, es/ ebenfulls am Ende des 1. F'ingerdrittels
stehend und nur et in der distalen Fingerhalfte bellmllich, aber auch dieses
verhâllnismâssig weit proximalwürts geriickl. Die Tasthaare b, st> und st
des beweglichcn Fingers ebenTalls an der Fiugerbasis zu einer Gruppe
vereinigt, wobei st iu gleicher Hdhe neben sl> sleht ; / isl von dieser Gruppe
abgerückt, befindcl sicli aber auch nucli in lier pruximnlcn Fingcrhâirtc.
Reine ziemlich gedrungen. Fémur des I. Pnares 2.ü mal. Tibia 3.1 mal.
Tarsus 2.9 mal so lang wie breit, das Tasthaar des letzlercn, wie bei
Source : MNHN. Paris
DIR PSKUDOSC.ORPIONF. INOOCHINAS 91
allen Miratemninen, am Ende des 1. (ïlieddrittcls befindlicli. Weibliche
GenitalôfTnung als breitcr Querspalt entwickelt. — Kôrper L. Ç 4 mm. ;
Carapax O.S 1 * mm. ; Pnlpcn : Fémur L. 0.60 mm., Fl. 0.32 mm., Tibia
L. 0.60 mm., B. 0.33 ni.. Mand L. 0.72 mm., B. 0.41 mm., Finger L. 0.57 mm.
Type : 1 $, Réam, Cambodge, Aprll 1039 (C. Dawvdopp leg.).
Von T. indiens Chainb. ans Yordorindien, tler cinzigen bishcr bckannt
gewesenen Art der tiattung, durch vollstfindigcs Fehlen dcr Querfurchen am
Carapax, grosserc Borstenzahl der Tergile, geringere Zabi der Serrulala-
inellen (17 gegen 21) und Vorhandensein von 4 Tasthanren am bewegliclien
Pnlpenfinger gut untersehieden. — Die vorliegende Art ermoglicht es durch
ihre komplelte Anznhl der Taslhaare, cinen Irrtum Chnmberlins richtigzu-
stellen : Bei T. indiens ist nkht das Tasthanr t, sondern s/>, welches sich
neben st befinden sollte, aiisgeFallen ; I sleht weiter proximal als gewohn-
lich, ungefahr an der Stelle, wo sich snnst si befindet. Das Fehlen von
sb ist kein Gennsmerkmal.
Fam. CFIRRNETIDAF.
Microchernes n. gen.
Kleine, zarte Formen. Carapax deutlich langer als breit, in der Mitte
am breitesten, von hier basalwSrts deutlich vcrschmfilert, die Scheibe
gleichmâssig granulierl, mit 2 Querfurchen, von denen die vordere scharf
eingeschnitten, die basale Finch und dem Hintcrrande etwas nSher gele-
gen ist als dcr vorderen Furche. Augen oder Augendcckc fehlen. Tergitc
mit Ausnahmc des letzlen geteill, granulierl, cinreihig beborstet, die Bor-
sten ziemlich lang, stumpf, terminal geziihnt, aber nlcht gekeult. Endter-
git mit Tastborstcn. Cbelicerenstamm mit 5 Borslen. Flagellum mit
3 Borsten. Palpen ziemlich gedrungen, grob granulierl. F'cmur ans dem
Stielchen plotzlich vcrdickl. Borsten der Palpen stumpf, gezâhnl, nicht
gekeull. Finger aull'allend <llck, der bewegliche mit langem Giftzalin, der
feste mit kurzem Endzahn. Nehenziihnc weitgehend reduzierl, auf der Late-
ralscite der Finger fehleml. Taslhaare ahiilich geslellt wie bei Psclapho-
chcrncs, est des festen Fingers jedoch ein svenig dislal von ist, il von der
Fingerspitzc weiter entfernt als der Absland zwischen isb und ist bctrâgt ;
st des bewcglichen l J ingers ein wenig niiher bei sb als bei t stehend. Beine
ziemlich schlunk, dcr Tnrsus des 4. Panres mit cinem Tasthaar etwas
proximal der Mitte und einer Sinneskuppel zwischen der Basis und dem
Tasthaar. Klauen aulFallen schlank, cinFach.
Genustypus : Microchernes orienUtllx, n. sp.
NSchstvcrwandt mit l>selriphochernes und von dieser Gattnng nur durch
die Form des Carapax, die dickeren Palpentinger, die Stellung der Tast-
hnarc est und it sowie die nicht gekcnlten Borsten untersehieden.
Source : MNHN, Paris
92
F.IF.R
M. Ht
36. Microchernes orientalis n. sp. (Fig. 27).
Ilartteile blass rôtlichbraun. Carnpax 1.2 imil langer als breil, in der
Mitte am breitesten, von hier naeh vorn sanft gerundet verengl, nach hin-
ten deutlich verschmalert ; Scheibc gleichmSssig, ziemlich dichl und mâs-
sig fein granulierl, mit 2 Querfurchen, von denen die vordere scharf ein-
geschnitten, die hintere Bach und mit dem Hintcrrande durch einc médiane
Lüngsdeprcssion verbunden ist ; die basale Querfurehe liegt dem Hinter-
rande etwas nSher als der vorderen Furche ; Hinterrand mit 8 bis 10 Mar-
giiialborsten. Augen oder Augenllecke fehlen vollstândig. Tergite mit Aus-
nahme des letzten geteilt, ziemlich grob granuliert, die mittlcren Halbter-
gite mit je 4 bis 5 Marginalborstcn sowie einer mediolén und einer latera-
len Randborste ; die Borsten ziemlich lang. terminal krünchenfôrmig
gezühnt, aber nicht gekenlt. Endlergit mit 4 langeren Tastborsten. Sternite
ziemlich dicht und deullicb granuliert. die millleren llalbsternite mit 6 Mar¬
ginalborsten, je einer medtnlen und Uteralcn Randborste sowie einer
medialen Discalborste. Endsternit mit 4 Tastborsten. Chelicercnstnmm mit
5 Borsten, b mtr hall» so lang wie si). Fltigelliun mil S Borsten, die. liingste
in der Distalhülfte einseitig gesagl. Serrula mit 21) Latnellen. (ialea in beiden
Geschlechtcrn verhaltnismiissig gross, schon nulle der llitsis in 2 Stfimme
geteilt, die sich ihrerseils je in 3 lange, schlanke Asie aufspidten. Palpen
kiirzer als der Kôrper, ziemlich gedrungen, die C.oxen glatt, Trochanter
Source : MNHN, Paris
DIE PSKUDOSCOHPIONE INDOCIIINAS 93
latéral, Fémur und Tibia besonders médial ziemlich schiitter, aber sehr
grob und scharf raspelartig granuliert, die Hand auf der ganzen Medialseite
und latéral an der Fingerbasis fein und zcrstreut granuliert. Borsten der
Palpen verhaltnlsmBsslg lang. an der Lateralseitc rlcr Glicder spilzig, an
der Médial- und Dorsulseitc stumpf und gczâbnt. nber nicht gekeull, Tro-
chanterhôcker verrundel. Fémur 2.2 mal (q<)- 2.4 mal (Ç) so lang wio breit,
aus dem Stielchen plotzlich vmllckt, proximal uni breitesten, von hier
distalwiirts deutlich vcrjüngt. Tibia 2.2-2.1 mal, Hand 1.8 mal, Schere 3 mal
<cf>-3.4 mal (Ç). ohnc Stiel 2.8-3.1 mal so lang wlc breit. Kingcr nult'allend
dick, ein wenig kürzer als die Hand ohne Stiel, je mit 30 Marginnlzâhnen.
Xcbenznhne reduxiert, nurdcr bcwcgliche Finger médial mit einem douttichen
Xehcnzahn. Stellung der Tu si lui are : est «les feslen Flngers ein wcnig distal
von ist, il von der Fingcrspitxe weiter entfernt, als der Abstnnd zwischen
isb und isl bctrügt ; st des bcweg lie lien Finger» ein wcnig niiher bei sb als
bci t stehend. Heine ziemlich schlank, Fémur des i. Paares 3-S mal, Tibia
3.3 mal, Tarsus 1.5 mal so lang wîc breit, lctzlcrcr mit einem Tnsthaar
etwas proximal der (îliedmitte und ciner Sinneskuppel zwischen dem
Tasthaar und der (îlicdbasis. Klauen auiïnllend schlank. — Eiersack mit
5 Eiern. — Kôrper L. çf Ç 1.2-1.5 rom. ; Palpen : Fémur L. 0.35 mm.,
B. 0.16 mm., Tibia L. 0.38 mm., B. 0.17 mm., Hand L. 0.39 mm,, B. 0.22 mm.,
Finger L. 0.31 mm. ; Ç Fémur L. 0.34 rom., B. 0.14 mm., Tibia L. 0.38 mm.,
B. 0.16 ram., Hand L. 0.38 mm., B. 0.21 mm., Finger L. 0.29 mm.
Typcn : 2 2 Ç (fines mil Eiersack), Malien, Cuchinchimi, Mftrz 1939
(C. Dawydoff leg.).
Paratypen : 1 çf , Sré Unibell, Cambodge, Mfirz 1939 ; 1 $, Réam, Cam¬
bodge, April 1939; 1 Ç, Plateau Langbiang, Annam, C. Dawydoff leg.
37. Megachernes titanius n. sp. (Fig. 28, 29).
Hartteile intensiv rotbraun. Carapax so lang wic an der Basis breit,
sehr dicht und fein, im basalen Teile etwas griiber lederartig granuliert,
inatt ; die beiden Qucrfurchen sehr scharf eingeschnitten, aber ziemlich
schmal, die basale hallnvcgs zwischen lier vnrderen Furche und dem Hin-
terrandc gelegen, die Srheibe vor der vnrderen Furche ziemlich stark
gewôlbt. Borsten des Carapax kurz, gczilhnl. nicht sehr dicht stehend.
Augenilecke fehlen. Torglte sthrk sklerotisiert, dunkel rOtlichbraun, fein
lederartig skulpturiert, schmal geteilt ; 10 kurze, geziihnlc Marginalborsten,
1 Seitenrandborste und 2 Discalhorsten auf jedem Halbtergit. Endtergit
mit 4 Tastborsten. Slcrnitc lederartig skulphiriert, schmal geteilt, jedes
Halbsternit mit 12 bis 15 zarlen Marginalborsten. Cheliccrcnstamm mit
7 Borsten, es bedeutend kürzer als b. Bewcglieher Chellcerentinger mit
langem, stumpfen, zupfenfttrmlgen ApikaJzabn, proximal von diesem nur
mit flachem Hôcker. 3. Flagellumborste sehr breit, einseitig gesiigt. Serrula
Source : MNHN, Paris
M. BRIKR
94
mit 32 Lamcllcn. Galea (les Weibchens mit 8 ziemlich langcn, gcbogencn
Seitenâsten, von denen der proximalste nahe der Basis entspringt, beim
Mânnchen mit 6 kiirzercn Seitenastchcn, von denen das proximalste gega-
belt ist. Palpen sehr kraftig, langer als der Kfirper, intensiv rotbraun,
schwach gliinzend, dicht und fein lederartig granulierl. Borsten der Palpen
ziemlich kurz, miissig dicht stehend, fein gezühnt. Trochanterhôcker stark
beulenformig vortretend. Fémur in beiden Geschlechtern 2.2 mal, Tibia 2
mal so lang wie breit, letztere mit stark bauchig aufgetriebener Keule.
Han'd sehr breit oval, 1.4 mal, die Schere 2.7 mal (çf)-2.9 mal ($), ohne
Stiel 2.4-2.G mal so lang wie breit. Finger beim so lang wie «lie Hand
mit Stiel, beim $ cin wenig langer, niclU klaiïcnd, mit je etwa GO Margi-
nalzâhnen. Latéral lragen die Finger je 15, médial je 9 ziemlich kleine
Nebenzâhne. Stellung der Tnsthaare fdinlich wie bei den amleren Arten
der Gattung, esh von <■/> zwar deutlich uhgerfickt, aher immerhin noch im
Rasalteil des festen Fingers wenig distal von ixb stehend, il> noch in der
normalen Lage distal von ixb ; cl und il nahe der Fingerspitzc befindlich.
Das Tasthaar si des bcwegliehen Fingers etwas nâher bei l als bei sb
stehend. Hinteres Lateraleck der Coxen des 4. Bcinpnarcs miissig stark
vortretend. Beine sehr scldank, Fémur des 4. Paares 4 mal, Tibia G.2 mal,
Tarsus 5.2 mal so lang wie breit, das Tasthaar des letzteren in der Glied-
mitte befindlich. — Kôrper L. 4.5 mm., Ç 5 mm. ; Palpen : Ç Fémur
Source : MNHN, Paris
É PSKUDOSCOHPIOXE 1XUOCHIKAS
95
L. 1.60 mm., B. 0.72 mm., Tibia L. 1.70 mm., B. 0.85 mm., Hand L. 1.68 mm.,
B. 1.15 mm., Finger L. 1.66 mm. ; 9 Fémur L. 1.38 mm., B. 0.64 mm., Tibia
L. 1.41 mm., B. 0.71 mm., Hand L. 1.33 mm., B. 0.06 mm., Finger L. 1.50 mm.
Typon : 1 (j*. 1 9 , Lang Rinn l’eaks, 6000 fl., Süd-Annain, C. Boden-
Ki.oss lcg. (Brit. Mus. Nr. 1024. X. 27. 19-20).
Die erstc Arl der Galtung, von der auch das mânnliche Geschlecht
vorliegt, wclehes zeigl, dass ein Geschlcchtsdimorphismus in der Behaar-
und der Palpen bei diescm Genus (im Gegensal/. sur pnliiarklischen Gattung
Lasiochrrnes ) nicht miftrill. Die neue Arl isl nâchslerwandj mit JW. hima-
Fig. 29. — Mcgachernes titanius n. sp., redite Hintercoxn des 9 .
laycnsis (EU.), aber bedeutend grosser als dieser. Ausserdem ist ihre Pal-
pentibia weniger gedrungen und die Zabi der Nebenzahne der Palpeniinger
grosser. — Ich bin fesl überzeugl, dass die Stiicke dieser und der folgenden
Art aus den Bauten von Kleînsâugctiereii slammen, wenn auch die kurze
Fundnotiz hieriiber keinen Aufschluss gibl. Es vvurden ja aile bisher
bekannten Artcn der Gattung nur auf KlcinsSugetieren oder in deren Bauten
erbeutet. Dieses Vorkommen würde es auch verstandlich niaehen, warum
die aufl'alligen Arten in dem sonst so reiehcn und sorgfaltig aufgesammelten
Materiale DawydolFs nus der gleicheu Gegend fehlen.
38. Megachernes barbatus n. sp. (Fig. 30, 31).
Sehr robust. Hartteile glanzend rotbraun, auch die Abdominaltergite
stark sklerotisiert. Carapax so lang wie an der Basis breit, sehr fein und
Mémoires du Muséum, Zooioc.ik, T. I. 4
Source : MNHN, Paris
96
m. niîiF.n
dicht lederartig granulicrt, glanzcml, seitlicli und vorne dicht nnd lang
beborstel ; beide Querfurchen tief eingeschnitten, aber ziemlich schmal,
die Scheibe vor der distalen Furche ziemlich stark gewôlbt, die basale
Furche halbwcgs zwischcn der vorderen und dem Hinterrande gelegen.
Augenflecke fehlen vollsliindig. Tergite fein ledcrariig granulicrt, schmal
geteilt ; jcdes Halbtergit mit etwa 20 unglcich langen Hinterrandborsten,
8-10 Seitenrandborsten und einigen scitlichen Discalborsten, die Seiten-
randbnrsten langer und kriiftiger als die Hinterrandborsten. F.ndtcrgit mit
Fig. 30. — Meuachcnw* harbal as n. sp., linke l’nlpe des $.
4 Tastborsten. Sternile geteilt, jedes Halbsternit mit 23 bis 25 Hinterrand-
borsten, 5-6 Seitenrandborsten und 2 mediale» Discalborsten, (dielicc-
renstamm mit 7 Borsten, es so lang wie !>. Bcwcglicher Chelicereniinger
mit 2 krâftigen, stumpfen Subapikalziihnen. Flngellum mit 3 Borsten, die
3. sehr breit, eifiseitig gesiigt. Serrula mit 30 Lnmellen, die 3 bosnien ver-
lângcrt. Galea des Wcibchcns gedrungen, mit 12 einfachen, distalwârts
allmahlich kürzer werdenden SciTenüstchen in den beiilen Apikaldritteln.
Palpen sehr kraftig, langer als der Korper, fein nnd dicht lederartig granu-
liert ; aile Glicder, nuch die Coxen, lang und dicht, nur die Hnnd etwas
spârlicher behnnrt. Die Hnare sind niclit gezShnt, werden in der Api-
kalhâlfte sehr dünn und sind ziemlich schmiegsam, Trochanterhôcker
stark beulcnfôrmig vortretend. Fémur aus dem diinnen Stielchen allscits
Source : MNHN, Paris
DIE PSEliDOSCORPIONE IXDOCHINAS 97
stark erweitert, basal am breilesten, distalwârts allmâhlich verjüngt,
2.2 mal, Tibia 2.3 mal so lang wie breit. Hand breit, schrâg abgeilacht,
distahvârts ziemlicb slark verjiingt, 1.6 mal, «lie Schere 3 mal, oline Stiel
2.8 mal so lang wie breit. Finger ziemlicb diinn, ein wenig langer als die
Hand mit Stiel, dcr Teste mit ungeTâhr 60, «1er bewegliche mit gegen 70 Mar-
ginalzâhnen. Bcide Finger besitzen kraftige Nebenzâhnc, und zwar dcr
Teste latéral 9, médial 7, «1er bewegliche latéral 8, médial 10. Stcllung der
Tasthaare schr auiïfillig von derjenigen der nmlercn Arten abweichend,
Fig. 31. —- Megar.hernes burbatus n. sp., reelite Hintercoxa des Ç.
indem sich latéral an der Basis des Testen Fingers nur das Tasthaar eb
befindet, esb aber von dlcsem weit abgeriickt ist und nur wenig proximal
von ist steht, wâhrend est cbenTalls vveiter distalwârts gerückt ist und et
ganz nalie der Finger spilzc inscriert ; aucli médial belindcl sich an der
Basis der Testen Fingers nur 1 Tasthaar, nHmllch isb ; ib ist weit distalwârts
verschoben und steht ein wenig distal von ist, il helindet sich nalie der
Fingerspitze. Am beweglichcn Finger ist die Stellung der Tasthaare normal
geblieben. Coxen des 4. Beinpnares mit ziemlicb stark bculcnîormig vortre-
lendein hinteren Latcraleck. Beine mflssig schlank, dns Fémur des 4. I’aares
3.4 mal, die Tibia 4.8 mal, der Ta r su s 4 mal so lang wie breit, das Tasthaar
des letzteren in der Gliedmltlc gelegen. Die Tibia ist 1.6 mal so lang wie
der Tarsus. — Korper L. Ç5 mm. ; Palpcn : Fémur L. 1.72 mm., B. 0.79 mm.,
Source : MNHN, Paris
•18
M. TlKIKIi
Tibia L. 1.80 mm., B. 0.79 mm.. Hand L. 1.58 min., B. 0.97 mm., Finger L.
1.62 mm.
Typen : '2 Ç, Lang Bian Pcaks 6000 fl., Süd-Annam Boden-Ki.oss
log.) (Brit. Mus. Nr. 1924. X 27. 21-22).
Durch die Stellung dor Tusthaare und die Kdrpergrôsse es ist <lic
grossie bisher bekannt gcwordene Arl der Gattung — von allen anderen
Arten untorschieden. Verwandt mil M. crinitus m. aus West-Java und diesem
in Palpcnform und Bchaarung ahnlich. Bei crinitus ist auch die distale
Vorlagcrung der Taslhaare ist) und il) bcrcils nngedeulet.
Fam. GHELIFF.RIDAF.
Subfam. Witbiinae
39. Metawithius spiniventer Redikor/ev (Fig. 32).
Metawithius spiniventer Reoikouzev, Mém. Mus. Hist. mit. Paris, N. S.
10, 1938, p. 103, fig. 32-34.
Carapax fein und dicht granulicrt, von der Mille gegen die Basis deutlich
verengt ; die basale Querfurchc nur sehr schwnch âusgeprâgt, abcr in der
Mille zu eincr grôssercn, nach hinlen ausgebuchtcten Verlicfung erwertert.
Sâmtlichc Tergitc mit Ausuahmc des letzten geleill, jedcs Ualbtergit mit
5 bis 7 Marginalborsten, vom 3. Tergit au ausserdem mil 1 Seitenrandborste
und vom 4. an auch mil einer Medialrandborste ; die Bnrstcn verhftltnismâs-
sig lang und dcrb, gezühnl und leicht gekeult. Endtergit mit 4 Tustborstcn.
Chelicerenstamm mil 5 Borslen, b und sl> gezShrft, Scrrula mit 23 (nicht,
wic Redikorzev angibl, mil 22) r.amellen. Gtllca bcirn Wcilnhcn mit 5 bis
6 Seitenasten, von denen 2 eine charakteristische Kndgabel bilden. Palpen
verhâltnismassig schlank, dicht und miissig fcin granuliert, die Borsten
an der Medialseitc der Gliedcr zicmlich dcrb, gezühnl und knuin gekeult.
Fémur aus dem Slielchcn latéral sehriig verdiekl, médial mit kleiner Stufe,
3.2 mal ($)-3.4 mal (çf), Tibia 3.2 mal ( $ )-3.f> mal (tf), llandl.9 mal (9)-
2.2 mal (çf), Schere 2.9 mal (ç)-3.3 mal (tf). ohne Stlel 2.7 mal (9)-
3.1 mal içf) so lang wie Ineil. Finger bedeulcnd kiirzer als die llaud ohne
Sliel. Stellung der Tasthaarc wie bei dcn anderen Arien der Gattung, il
also proximal der Fingermltle gelegrn und an Ist genühert. Stcrnile 4 bis
10 des Mânnchens mit ausgedehntcn, fasl die ganzen Sklerlle einnehmenden
Feldenn kurzer, staehclformiger Sinnexborstchen, so dass die Sklcrite sieb-
artig durchbrochen crscheinen (auf jedem Hnlbsternit belinden sich gegen
100 Sinnesbôrstehen). Fémur der Hintcrbefne 2.5 mal, Tibia 4.8 mal, Tar-
sus 5.8 mal so lang wie breit, das Tasthaar des lelztcren in der Gliedmitte
gelcgcn. — Die Kôrpermasse der mir vorliegenden Exemplare sind durchweg
etwas griisser als von Redikorzev angegeben : Korper L. 9 3.5-4.5 mm. ;
Source : MNHN, Paris
DIE l*Si;UIJÜSC0m*10NE INUOCHINAS 90
Palpen : çf Fémur L. 0.98 mm., B. 0.29 mm., Tibia I,. 1.15 mm., B. 0.32 mm.,
lland L. 1.03 mm., B. 0.46 mm., Finger L. 0.59 mm. ; Ç Fémur L. 0.95 mm.,
B. 0.29 mm., Tibia L. 1.03 mm., B. 0.32 nun., Hand L. 1.02 mm., B. 0.53 mm.,
Finger L. 0.62 mm.
Mir ingen vor : 3 çf> 10 <j>, G Larven von verschiedenen Fundpl&lzen
auf dem Plateau von Lnngbian, Süd-Annnm, sâmtlich C. Dawydoff leg. —
Redikorzev besclirieb die Art aus Siid-Annam (Mont Hon-Ba), Central-Annam
(Mont Bana) und Cambodge (Pursat).
Hyperwithius n. gen.
Carapax nur wenig langer als breit, hinler der Mille ain breilesten,
von hier gegen die Basis leicht verjüngt, diebt granuliert, mit einer deutli-
chen vorderen und einer tlachen, verwiscliten binteren Querfurche. Augen
gross, aber flacli. Abdomiiinltergite mit Ausnabme des letzten geteilt, gra¬
nuliert. Borsten des KSrpers deutlieh kculenfôrmig. Abdominalsternite 5 bis
11 des Mannchens mit grosse n, quergestellten Feldern spitziger, dornlôrmi-
ger Sinnesbôrstchen. Cbclicerenstamm mit 5 Borsten, sb und b terminal
gezâhnt. Flagellam mil 4 Borsten. Galea des Miinncbcns einfacb, die des
Weibchens nur feïn geznhnl. Palpen xrlilank, diilit und /.iemlieh grob gra¬
nuliert, mit derben, krSftig gezühnleii Borsten an der Medialsclte der Glie-
der. Trochantcrbôcker massig gross. Fémur basal mn breilesten, hier gegen
Source : MNHN, Paris
das Stielchen plotzlich abfallcnd, distalwürls allmahlich verjüngt. Tibia
mit schlanker, langgestreckter Keule. Fingcr bedeutend kürzer als die ovale
Hand ohne Stiel. Das Tasthaar il des festen Fingers in der llülie von csl
stehend ud nahe an Isl herangerüekt, von cl so weit entfernt wie von isb,
isl deutlich proximal von csl gelcgen. Das Taslhaar si des hewegJichen
Fingers etwa lialbwegs zwisehen I und sb stehend. Coxen des 4. Heinpaares
beim Mânnchen leieht, aber deullieh exkaviert. Tarsus des 4. Heinpaares
mit einem Tasthaar in der Mille des Gliedes.
Genustypus : Sundowllhius aiinamensis Redikorzev.
Redikorzev stellte die von ihin neu beschriebene Art annamensis zur
Gattung SundotoUhitix. Sie untersebeidcl sieh jedoch von diesem Genus sebr
aullallig durch das proxinialwarts verbreilerte, gegen das Stielchen steil
abfallende Palpenfemur, die an das Tasthaar isl genâherte Stellung des
Tasthaares ît des festen Palpenfingers, den basalwârts etwas verengten
Carapax und den Besitz von verhâltnismâssig grossen Augen. Es crweist
sich daher als notwendig, für sie eine eigene Gattung zu errichten, in die
als weitere Arien auch tonkinensis n. sp. und dawydoffi n. sp. zu stellcn
si ml.
40. Hyperwithius annamensis (Redikorzev).
Sandoivithias annamensis, Reoikorzkv, Mêm. Mus. Ilist. nul. Paris, N. S.
10, 1938, p. 101, Fig. 29-31.
Diese durch extrein schlanke, etwas gcschweifte Palpenlibia und die
Chatotaxie charaktcristische Art beschrieb Redikorzev nach einem Mânn-
chen vom Mont Bann in Central-Annam. Sic lag mir im Materiale nicht vor.
41. Hyperwithius tonkinensis n. sp. (Fig. 33, 34 b).
Carapax 1.2 mal langer als breit, hinter der Mitte am breitesten und
von hier gegen die Basis leieht verengt, die Scheibc schr dicht und mâssig
grob granuliert, die vorderc Querrurche ziemlich scharf eingcschnitten,
die hintere fin ch uiul verwischl : llinternind mit 0 Marginalborslen. Augen
gross und deutlich, aber flach. Tergite sehr deutlich granulierl, mit Aus-
nahme des letzten geteilt. 1. Halbtergit mit 3 bis 4, 2. und 3. mit je 5 Hin-
terrandborsten, die folgendcn 7 mit je 4 (-5) Marglnalborsten und 1 Seiten-
randborste. Endtcrgit jederseits mil einer Tastborste. Borsten des Kôrpers
leieht, aber deutlich keulcnformig. Sternite f> bis 11 des Mànnchens mit
grossen, langgestrockten, quci-gestellton Feldcrn spitziger, dornehenfôr-
miger Sinnesborsten. Auf dem 7. und 8. llalbsternit belinden sich je etwa 60,
auf dem 10. llalbsternit ungefiihr 35 solcher Bôrslchen. t. Flagellumborste
distal einseitig spârlich geiiedert. Serrula mit 20 Lamellen. Galea des
Mannchens einfach, schlank, die des Weibchens mit kurzen Seitenzahnchen.
Source : MNHN, Paris
G l’SEt'UOSGORl'IONl; 1NDOCH1NAS
Fig. 33. — U y lier mil li i iis tonkinemis n. sp.,
linke Palpe von (obeu) uinl Ç (unteii).
Chelicerenstamm mit 5 Borsten, sb und b terminal gezahnt. Palpen schlank,
sehr dicht und mâssig grob granuliert, die Borsten an der Medialseite der
Glieder dcrb, stuinpf, einseitig gezahnt, diejenigen an der Lateralseite und
auf der Palpenhand schlank, spitzig. spârlich gezahnt. Trochantcrhôcker
mâssig gross. Fémur 3 mal so long wie breit, nus dem Stielcben plôtzlich
verdickt und hier am breitesten, dixtahvârts allinâhlich vcrjüngl. Tibia
mit kurzem Stielcben und langgeslreekler Keule, 4.2 mal so lang wie
breit. Hand regelmassig ovni, 2.3 bis 2.5 mal, die ganzc Schere 3.9 mal,
ohne Stiel 3.6 mal so lang wie breit. Finger kurz, bcdeulcnd kiirzer als
die Hand ohne Stiel, der feste mit 28, der bewegliehe mit 30 Marginal-
zâbnen. Das Tosthaar ht des festen Fingcrs iu der Hohe von est gelegen
und sehr nahe an iat herangcrüekt, voit cl so weit enlfernt wie von isb, ist
etwas proximal von est stchend. Bas Tastbanr al des bewcgliehen Fingers
etwa halbwegs zwiseben t und sb befindlich. Hinterrand der Coxen des 4.
Source : MNHN, Paris
102
M. BEIlil
Beinpaares beim Mânnchen deutlich exkaviert. Beine massig schlank.
Fémur des 4. Paares 2.8 mal, Tibia 4.2 mal, Tarsus 6 mal so lang wie breit,
letzterer mit einem lange» Tasthaar in der Mitte des Gliedes. — Kôrper
L. çf 2.2 mm., Ç 2.6 mm. ; Palpen : Fémur L. 0.78 mm., B. 0.26 min..
Tibia L. 0.88 mm., B. 0.21 mm., H and L. 0.78 mm., B. 0.32 mm., Finger L.
Fig. 34. — Hintercoxen von Hyperwithiua dawi/tlu/fi n. sp., J (obcn)
und II. tunhinuimis n. Bp., (unten).
0.49 mm. ; Ç Foinur L. 0.85 ium., B. 0.28 mm.. Tibia L. 0.97 mm., B.
0.23 mm., Hand L. 0.77 mm., B. 0.32 mm., Finger L. 0.52 mm.
Typen : 1 çf, 1 $.2 juv., Lai Chau, H 1 Tonkin, Juni 1939 (C. Dawy-
doff).
Dem II. annamensis (Redikorz.) schr nahe slehend, von ihm aber durch
grôssere Borstenzahl der Abduininaltergite, grôssere An/.ahl der Serrula-
lamellen und weniger Kehlanke Palpcnlibio unterschiedcn.
42. Hyperwithius dawydoffi n. sp. (Fig. 34 a, 35).
Carapax 1.2 mal langer als breil, in der Mitte am breitesten, von hier
basalwarts deutlich verengt, dicht granuliert ; von den beiden Querfurchen
die vordere schmal und scharf eingeschnitten, die hintere llach und
verwischt ; Hinterrand mit 6 Marginalborsten. Augcnllecke deutlich. Ter-
gite mit Ausnalune des letzten breil geteilt, dicht granuliert. Die ersten
3 Tergite mit je 6 bis 8, die iibrigen mit je 8 Marginalborsten (4 auf jedein
Source : MNHN, Paris
DIE PSEUDOSCOIU’IONE INI
CHINAS
loi
Halbtergit) und 1 Seitenrandborste jederseits ; die mediale Marginalborste
meist ebenfalls deutlich proxiinahvarls gcriickt. Endtergit mil 4 Tast-
borsten. Borsten des Korpers leicht, aber deutlich gekcult. Sternile 4 bis 10
des Mânnchcns mil ausgedehnten, quergeslellten Feldern von Sinnes-
bôrstchen ; auf den mittleren Segmcnten belinden sicli gegen 00 solcher
kleiner Bôrstchen auf jedem Halbtergit. Chelicerenstanim mit 5 Borsten,
sb und b auffallend lang, kaum erkcnnbnr gezâhnt. Serrula mit 20 Lamellen.
Galea des Mânnchcns mit 1 l)is 2 kleinen Subterminalzahnchen. Palpen
schlank, dicht granuliert, mit zicmlich langen, grôsstenleMs deutlich
Fig. Hypencifliius (latryilo/Ji a. sp., linke Palpe des J.
geziihnten, aber nicht gckeulten Borsten. Trocbanterhôcker zieinlieli llacli.
Fémur aus dem Slielchen plotzlich und schulterartig verdickt, dislulwârts
nur ganz wcnig verjiingt, die Lateralkonlur ein wenig koukav, ,1.3 mal,
Tibia 4 mal, Hand 2.5 mal, Schcre mit Stiel 3.8 mal, ohne Stiel 3.4 mal so
lang wie breit, die Hand schimd oval. Finger bedeutend kürzer als die
Hand ohne Stiel, je mit etwn 35 Marginalzahnen. Stellung der Tasthaare
wie bei den anderen Arten der Gattung. Goxen des 4. Beinpaares beim
Mannchen mit fuit geradem Minterrnnde. Fémur des I. Beinpaares 2.7 mal.
Tibia 4.2 mal, Tarsus 5.5 mal so lang wie breit, lias Tasthaar des Jetzteren
knapp distal der Glicdmitte gelcgen. — Kôrper L. ^ 2.3-2.Ô «mm. ; Palpen :
Fémur L. 0.83 mm., B. 0.25 mm.. Tibia L. 0,04 mm., B. 0.23 mm.. Hand !..
0.88 min., B. 0.35 mm., Finger !.. 0.19 mm.
Typeij : 2 Plateau von Eangbian, Süd-Annam (C. Dawydoff leg.).
Source : MNHN, Paris
104 m. UEimt
Paratypen : 3 von vcrschiedenen Fundplalzen auf dem Plaleau von
Langbian, Süd-Annam (C. Dawyoof, leg.).
Dem II. loukinensis ni. ausserordenllleh abnlich, von ihm aber vor
allem durch die breiteren mannlichen Coxcn des 4. Beinpaares, deren Hin-
terrand nicht exknviert ist, sowie durcb schlankercs, distalwürts nur sehr
wenig verjüngtes, lalernl leielil kouknves Palpcnfcmur «nlersehiedcn. Von
II. uunamensis (Redikorz.) unterscheidel sich die neue Art durch weniger
schlanke Palpentibia, deren Konturen test geradlinig vcrlaufen, und durch
grossere Borstenznhl der Abdominnltergitc. Ausscrdcin ist sie von beiden
Arten durch borslclienfürmige Sinnesorgane auf den Slerniten des
Mannchens unterschieden, die weilaus zahtreicher sind als bei annamensis.
43. Microwithius yurii Redikorzev.
Microwithius yurii Reuikouzev, Mém. Mus. Hist. nul. Paris, N. S. 10,
1938, p. 106, fig. 35-38.
Diese von der Insel Phu-Quoc im Golf von Siam und vom Poulo-Con-
dore Archipel beschriebene, durch verhaltnismassig plumpe Palpen und
charaktcristische Sinnesborstenfelder auf den Sternilen 7 bis 9 des
Mannchens ausgezeichnetc Art lag mir nicht vor.
Suhfam. Cheliterinae
Trib. Ciiiii.U'RHiNi
14. Chelifer cancroides (1^.)
Von dieser fast kosmopoliliscb verbreiteten, meist in menschlichcn
Behausungen lebenden Art lagen mir vor : 1 çj 1 , Hanoi, Tonkin, August
1939; 1 $, Plateau von Langbian, Süd-Annam, bcide leg. C. Dawydoff.
Es ist zu vermuten, dass auch diese Stücke ans menschlichen Behausungen
stammen.
45. Metachelifer dubosequi Redikorz. (Fig. 36).
Mèlachelifer dubosequi Rcdikohzev, Mém. Mus. Ilisl. nat. Paris, N. S.
10, 1938, p. 108, fig. 39-41.
Eine durch die zahlreichen uuffallend grossen Tuberkel des dicht gra-
nulierten Carapax leicht kenntliche Art. Der an sich guten Beschreibung
Redikorzevs ist noch folgendes hinzuzufügen : Augcn gut cntwickelt, nicht
sehr slark gewôlbt. Beim Weihchen samtlichc Abdominaltergite schmal
geteilt, beim Münnchen die 3 oder 4 ersten ungeteilt. Borstcn des Kôrpers
Source : MNHN, Paris
1)1E PSEUUOSCOKPIONE 1KOOGHINAS 105
untl der Palpen krâftig, stark gekeult. Chelicerenstamm mit 5 Borsten, es
bedeutend langer als b oder sb. Palpen sehr schlank, Fémur und Tibia an
der Medialseite, ersteres auch latérobasal mit groben Kôrnern besetzt.
Fémur 5.8-6.2 mal. Tibia 4.5-4.7 mal, Iiand des Mânnchens 2.5 mal, des
Weibchens 2.2 mal, Schere mit Stiel beim Mânnchen 4.8 mal, beim Weibchen
4.5 mal so lang wie breit. Finger ein wenig langer als die lland mit Stiel,
mit je etwa 35 stark basalwârts gencigten, spitzigen Zâhnen. Das Tasthaar
ist des feslen Fingers ctwas distal von est gclegen, si des beweglicbeu Fin-
gers ungefâhr halbwegs zwischen t und sb bctindlich (die diesbezügliche
Zeichnung Redikorzevs ist unrichtig). Coxen des 4. Beinpaares beim
Mânnchen sehr stark exkaviert und fast winkelig abgcknickt, die Coxal-
sücke klein, aber mit deutlicli geschiedencm Atrium. Tarsen schlank, auch
beim Mânnchen nieht modillziert und ohne Tcrminaldorn. Klauen unge-
zâhnt, Sublerminalborste einfach. Die aussere Klauc der inânnlichcn Vor-
dertarsen stark verkürzt, nur etwa bail) so lang -wie die innere. — Kor-
per L. 2 mm., Ç 2.5 mm. ; Palpen : ,-j* Fémur L. 0.87-0.90 mm., B. 0.15-
Source : MNHN, Paris
ni. 111:11:1
106
0.16 mm., Tibia L. 0.78-0.81 mm., B. 0.17 mm., Haml L. 0.67-0.68 mm.,
B. 0.27 mm., Finger L. 0.70-0.72 mm. ; ç Fémur L. 0.96-0.98 mm.. B.
0.17 mm.. Tibia L. 0.83-0.85 mm., B. 0.20 mm., Haml L. 0.72-0.73 mm.,
B. 0.33-0.35 mm., Finger, L. 0.78-0.80 mm.
Redikorzev beschrieb (lie Art aus Cambodge (Bokkor, Siem-Reap) und
Süd-Annam (Delat). Mir lagen vor : 1 2 $, Plateau von Langbian, Süd-
Annam ; 1 $ Xiang Khouamg, Laos, Dczember 1938 ; 3 ÿ, 3 $, 3 juv.,
Plateau von Boloven, Laos ; 1 çf, Koh Kong, Cambodja, Marx. 1939, aile leg.
C. Dawydoff.
Ancistrochelifer n. gen. (Fig. 37).
Carapax so laug wie an dcr Basis breit odcr elwas brciter, naeh vorn
stark verengl, granuliert, mit zuhlreichen selir groben, kegelformigen
Kornern bestreul ; Querfurchen deullich. Angen vorbandcn. Abdominal-
tergite mit Ausnahme des 1. geteilt, beim Mannelien olinc Sexualauszeich-
nungen, mit 2 Borslenreihen. Chelieerenstamm mit 5 Iiorsten, sb und b
gczâhnt oder terminal gespalten. Flagellum mit 3 Borslen. Palpen mehr
oder weniger schlank, granuliert, Trochanter, Fémur und Medialseite der
Tibia mit groben, kegelformigen Koruern besetzt. Borstcn des Korpers und
der Palpen diek, gekeult, die der Haml diinn, gezlhnt oder verzweigt.
Palpcnfemur gestielt. Das Tasthaar Isl des festen Palpenfingers auffallcnd
weit proximal und naher bei ixb als bei it gelegen, est elwas distal von isl
stehend ; das Tasthaar si des beweglichen Fingers bedeutend naher bei
sb als bei t belindlich. Beine stark sklerotisiert. Tarsus des 1. Bcinpaares
Fig. 37. .hirislrochéli/er aijiiiar n. gen. n. sp.,
Teil des mannliehen (Jenitalapparates mit dem Statuinen convolutuui,
Source : MNHN, Paris
t)IE PSEÜDOSCOUPIONE INDOCHINAS 1()7
ohne ïerminaldorn, seine Ivlaucn beim Mânncbcn stark asymmetrisch,
die Innenklaue verlangert, gerude, mit einem ventralen Subterminalfort-
satz. Die übrigen Klnuen nnd die Sublerminnlbursten einfacli. Coxen des 4.
Beinpaares ohne Lateraldurn, beim Münnchcn miisaig stark cxkaviert.
Cuxalsâcke vorhnnden, mit Atrium. Statnmen convolutum des mânnlichen
(îenitaJapparates terminal |ief gegabelt, die Gnbcliistc asymmetrisch, stark
diverigerend, der médiane Chitinstah von der Lângc und Starke der (’.abel-
âstc.
Genustypus : A nu htrocMifer agniae il. sp.
Nüchstvcrwnndl mit Mclachcltfet Bedikorzev, von iliesein aher durch
die fast durchwegs getciltcn, beim Mânnclicn seitlich weder gekieltcn, noch
gczühnten, mit 2 Borstenreihen hcselzton Abdomînaltergite, die eigenartig
modiflzicrten, mil einem Greifhaken versehcnen mânnlichen Vordcrklauen,
die müssig stark cxkavicrten mânnlichen Hintercoxen und die Stellung
der Tasthaare der Palpenfinger gtil unlerschieden. Ancidlrochelifer gehôrt
ebenso wie Melachclifer zu den Cheliferini, nimmt aber innerhalb dieser
insofern eine Sonderstollung ein, als die mânnlichen Cuxalsâcke ein
dcutlich geschiedencs Atrium besitzen.
4fi. Ancistrochelifer agniae u. sp. (Fig. 38).
Carapax, Palpen nnd vordere Abdominaltergite dunkel ehokoladebraun,
die hinteren Tergite und die ganzen Beine etwas heller gelblichbraun. —
Carapax so lang wie an der Basis breit, von der Mitte nach vorn stark
verengt, der Voderrand schmal ; Sehcibc ziemlich dicht granuliert, mit
etwa 50 auffallend grossen, borstentragendcn Kôrnern besetzt ; beide Quer-
furchen tief eingcschnilten, die basale von der vorderen etwa doppelt so
weit entfernt wie vom Hinterrande. Augen klein, aber deullich. Tergite
mil Ausnahme des 1. geteilt, deullich granuliert, ohne Sexualnuszcichnun-
2224 0 66006 fi
gen. Beborstung der Tergite : —, . —, —, —, —, -, —, —. . . End-
12 12 12 10 8 10 12 10 10 8 8
lergit jederseits mil einer Tastborste. Borsten «les Korpers sehr deutlich
gekeull. Sternite mit je 14 einfachen Marginalborsten. Chelicercnslamm
mit 5 Borsten, sb und b verhâltnismâssig lang, terminal gespalten. Palpen
sehlank, granuliert, Trochanter, Fémur und Medialscite der Tibia mit
alTallend grossen, kegelfônnigen borslentrngenden Korrtcrn ; Borsten an
der Medialscite der Glieder kurz, dick, gckeult, an der l.oteralseite (mit
Ausnahme der Femurbasis) «liinner und liinger, gezfihnt, dnzwischen mit
MikrochSten, die Borsten der Uaitd ziemlich lang und zurt, von der Mitte
an in 5 Xstchen verzweigt. Fémur des 4.8 mal, «les ç 3.7 mal so lang wie
breit, mit kurzem, deullich abgoxetzlcm Sticlchcn ; Tibia des 4.3 mal,
des $ 3.5 mal so lang wie breit, das Slielclien verhâltnisniSssig sehr kurz ;
Hand schmal oval, mit Stiel beim 2.4 mal, beim $ 2.2 mal, die
Source : MNHN, Paris
M. BEIKI
108
ganzc Schere mit Stiel beini çf 4.6 mal, beim Ç 3.8 mal, ohnc Stiel
4.2 bezw. 3.5 mal so lang wie breit. Finger schwach gebogen, so lang wie
die Hand ohne Stiel. Das Tasthaar ist aufîallend weit proximal und nâher
bei isb als bei Ü gelegen, letzteres nur wenig weit distal von ist stehend.
Das Tasthaar st des beweglichen Fingers von / doppelt so weit entfernt wie
von sb. Beine uufTnIIcnd stark sklerotisierl und daher ziemlich dunkel
gelblichbraun, dcutlich granuliert. Tibia der mânnlichen Vorderbeine
2.9 mal, Tarsus 3.7 mal so lang wie breit, letzterer so lang wie die Tibia,
terminal breit abgestutzt. Subterininalborste elnfach. Klauen einfach, die
der mânnlichen Vorderbeine stark asymmetrisch : die âussere Klaue ist
nâmlich normal, die innerc hingegen vcrlüngert, geradc und arn Ende ver-
breitert ; sie ist dorsal zweispitzig und trâgt ventral einen langen, dünnen,
stumpfen, am Ende etwas nach auswârts gebogenen Subterminalfortsatz
Source : MNHN, Paris
t>IE PSEUDOSCORPIONIÎ INDOCHINAS 109
in Form eines Greifhakens, «1er die beiden dorsalen Spitzen weit überragt.
Coxen des 4. Beinpaares beim Münnchen niiissig stark exkaviert, mit
ziemlich kleincn Coxalsiicken, die oin vcrhftltnisraassig grosses, rundliches
Atrium besitzen. — Kftrper L. <-f $ 3 mm. ; Palpcn : Fémur L. 1.14 mm.,
B. 0.24 mm., Tibia I,. 1.17 mm., B. 0.27 mm., Hnnd L. 1,10 mm., B. 0.47 mm.,
Finfter L. 1.02 mm. ; Ç Fémur L. 0.80 mirt., B. 0.24 mm.. Tibia L. 0.88 mm.,
B. 0.25 mm., Hnnd L. 0.85 mm., B. 0.29 imn„ Fingcr L. 0.09 mm.
Type : 1 Réam, Cambodge, April 1939. C. Dawydoki-- left.
Allotype : 1 ç, Plateau von Lanftbian, Süd-Annam, C. Dawydopk leg.
Ich bcnennc dlese intéressante Art naeh Frmi Aones Dawyuopp, der
(iatlin des eiTolgreieheu Sammlers. die sleh selbsl an den Aufsammlunften
eifrig beleiligt liai.
47. Ancistrochelifer tuberculatus n. sp. (Fig. 39).
Hnrtteile chokoladebraun, der vordere Teil des Carapax und die Hand
dunkler. — Carapax 1.2 bis 1.3 mal breiter als long, an der Basis ain brei-
tcsten, vor der Mitle stark verengl, mit 2 sclunalen, aber scharf und tief
eingeschnittenen Querfurchen, von denen die etwas brcitere basale von
der vorderen fast 3 mal so weit cntfernt ist wie vom Hinterrande ; die
Sclieibe dicht, ziemlich grob und gleichmassig grnnulieri und ausserdem
mit etwa 160 glcichmiissift vcrleilten, borstentragenden Tuberkeln besctzt.
Augen deutlich. Siimtliche Tergite getcilt, nur das 1. nicht oder unvoll-
strindig, kaum feiner als der Carapax grnnuliert. Beborstung der Tergite :
12 12 14 14 16 16 14 14 12 10 8 12 12 14 14 14 16 16 14
18* is’ 18* 22’ 24’ 22' 20’ 24’ 24’ 20’ 8 ’ 22’ 22' 24’ 2t' 28’ 28 ’ 20’ 26’
14 10 10
—, —, —, Borsten des Kiirpers stark gekeult und kurz, die Diseulborsten
24 20 20
«1er Abdominaltergile ühnlich wie. die Curapaxborsten auf kegelformigen
Tuberkeln sitzcnd. Sternite scbwach sklerolisiert, jederseils nur mit elnem
querovalcn (tf) oder liingliehcn (ç) kleinen Skleril, mil Je 18 einfaehen
Mnrginalborsten. Chelieerenstamm mit 5 Borsten, sb und b dick, gez&hnt
und stumpr. Galea midi beim Weibclicn nur mil kurzen Seilcniislchc». Pal-
pen verhaltnismassig gedrungcn, mit Ausnahme der Hnnd niüssig dicht und
ziemlich grob granulierl, mit zahlreichen kcgelffirmigen, granulierten,
borstentragenden Tuberkeln besetzt, die besonders auf dem Fémur von
bedeutender Grôsse sind ; Borsten kurz und vor allcm an der Medinlscite
«1er Glieder deutlich gekeull, diejentgen der Hand diinn, ziemlich lang
und foin gezâlint. Hnnd dorsal mit zahlreichen kleincn, diinnwnndigen,
scharf begrenzlen Kuppelorgancn besctzt, die in der Aufsicht wie Poren
aussehen. Fémur 3.3-3.6 mal so lang wie breit, basal am breitesten, gegen
das Stielchen plotzlich verengt. Tibia 3.6-3.8 mal so lang wie breit, mit
Source : MNHN, Paris
110
M. BF.IEH
langgestreckter, distalwârts allmahlich verbreiterler Keule und sehr kurzem
Stielchen. Hand 1.8-2.2 mal, Schere 3.2-3.4 mal, oline Stiel 2.9-3.1 mal so
lang wie breit. Finger aulTallend kurz, bedeutend kürzer als die Hand ohne
Sliel. Stelhing der Tasthaare im Prinzip wie bei lignine, U jedocb infolge
der verkürzten Finger vcrhiiltnismassig initier der Fingerspilzc gelcgen.
Beine stark sklerolisicrt, dicht und ziemlich grob granuliert, die Femora
ausscrdem auf der Dorsalseite mit einer Reihc groberer Tuberkel. Vorder-
beine des Mannchens gedrungener als bei ugniae, die Tibia 2.7 mal, der
Tarsus 3.1 mal so lang wie breit, letzlerer mil leiebl konvexer Vordcrkante,
deren Borsten dcutlieh gekeult sind. Klaiien iihnlich wie bei ut/niac, die
modilîzicrte Klnue der m&nnlichen Vordertarsen jedorli mit 2 kleinen
Zfibnchen (statt einem bei agniac) unlcrhalb der dursalen Spitze. Coxalsacke
des Miinnchcn.s knum die halbe Hinterrandlange der Coxcn einnebmend, mit
verbiiltnismassig grossctn, nmd lie hem Atrium, das sieh durcb cinen Chi-
tinring in den bileralcn Organteil oirnet. Korper L. 2.5-2.8 mm. (kon-
trahicrt) ; Carapax L. 1.05 mm, ; Palpen : Fémur L. 1.15 mm., B. 0,32 mm..
Tibia L. 1.22 mm., B. 0.32 mm., Hand B. 1.04 mm., B. 0.46 mm., Finger
L. 0.62 mm. ; $ Fémur L. 1.08 mm., B. 0.32 mm.. Tibia B. 1.16 mm.,
B. 0.32 min., Hand L. 1.02 mm., B. 0.50 mm., Finger L. 0.67 mm.
Source : MNHN, Paris
DTE l’SEUDOSCORPIONE INDOCIlINAS
lll
Typen : 1 5 Ç, Paclay, Laos (Mékong), Jânner 1939 (C. Dawydoff
log.).
Paratypen : 1 $, Snvnnnaplium, Laos (Mékong), Jânner 1939 ; 1
1 juv., Vienchnng, Laos, Pebruar 1939 (('.. Dawydoff leg.).
Vom kongencrischcn A. aganiaa m. durch gedrungenere Palpen, kürzere
Palpenfinger, weitaus zahlreichere und grôssere Tuberkel auf den Palpen
und dem Kôrper, zahlreichere Marginal- und Discalborsten der Tergite,
stârker gckeulte Borsten und gedrungenere Vorderlarsen des Mannchens
sehr auflallig unlerschieden.
T ri b . Dactyi.oc.iiei.ifkbini.
Ainaurochelifer n. gen.
Zienilich kleine Formen vom llabilus eines Lophochernes. Integument
glatt, nicht granuliert. Borslen des Korpers und der Palpen verh<nis-
mâssig lang, nur sehr feln gezâhnt. Carapax kaum langer als breit, an der
Basis am breitesten ; die vordere Querfurche zwar schmal, aber scharf und
tief eingeschnitten, die hintere vollkominen verflacht, die Scheibe dahin-
ter schwach sklerotisiert. Augen gui entwickelt, mit Linse. Tergite nur
unvollstândig gcleilt, glati, das Eudtorgit mit Tastborstcn. Chcliceren-
stamm mil 5 Borsten, sb und b geziihnl. Palpen glatt. Troehanterhôckcr
verrundet. Fcraoralstieichen gut abgesetzt. Palpenfinger nicht klallend,
beide mit Giftapparat, ohne Nebcnziibne. Die Teslhaarc ib, isb, il und ist
an der Basis des festen Fingers zu eincr Gruppe vereinigt, est im proxi-
malen Fingerdrittcl stehend, so dass sieh in der distalcn Fingcrhiilfte nur
das Tasthaar et beflndct. Aile 4 Tasthaare des bewcglichen Fingers in der
proximalen Fingerhàlftc stehend, s/ etwas nfiher bel t als bei sb. Beine
gedrungen, der Tarsus des 4. Paares mit eincm Tasthaar etwas proximal
der Gliedmitte. Subtenninalborste gezâhnt. Klauen einfach, ohne Xeben-
zahn.
Genustypus : AmaurocheHfer annametisls n. sp.
Die neue Gattung steht dem Genus Lophoeliernes sehr nahe und unter-
scheidet sieh von ihin nur durch die einfachen Klauen der Laufbcine, die
keinen Nebenzuhn besitzen. In diesem Merkinal stimmt sie mit der palâark-
tischen Gattung llhacoclieli/er und dem âthiopischen Genus Microchelifer
überein, unterscheidet sieh aber von beiden durch die anders geformten,
glattcn Palpen. Leider liegl bisber nur ein NVeibchen vor, so dass man
über die nfânnlichen GescbleclitsaUszcichnungen noch nicht s âussagen
kann.
Mémoires du Muséum, Zoologie, T. I.
Source : MNHN , Paris
112
m. beihu
48. Ameurochelifer annamensis n. sp. (Fig. 40).
Carapax kaum langer als brcil, an «1er Basis am breitcsten, glatt, mit
20 Borsten, davon 4 am Hinterrande ; die vordcre Querfurche zwar schmal,
aber scharf und fief eingcschnitten, die hintere vollkommen vcrflacht,
die Scheibe dnhinter schwach sklerotisicrt und aufgehelit. Augen gut
entwickelt, mit niich gewôlbtcr Linse. Tergile nur unvollstiindig geleilt,
glatt, mit je 10 Marginalbor.sten, vom 4. an auch mil ciner Seilenrandborste ;
die Borsten zicmlich lang, spilzig, mit sehr feinen Ziihnchen. Endtergit
jederseits mit 4 langen Tastborslen. (‘.helirei'enstamm mit 5 Borsten, sb und
Fig. 40. — Amnurochelifer annamensis n. gen. n. sp.,
reohte Palpe des Ç.
b gezâhnt. Galea mit krallcnformigcn Terminalâstchen. Palpen verhôlt-
nismâssig schlank, vollkommen glatt, mit langen, spitzigen, nur ausseror-
dcntlich lein gezâhnten Borsten. Troehanlerhiicker verrundet. Fémur 3.3
mal. Tibia 2.7 mal, Haml 2.2 mal, Scliere mit Stiel 3.5 mal, ohne Stiel
3.2 mal so lang wle brelt. Hand basal am breitesten, distnhvnrts allmiihlich
verjüngt. Fingcr bedeulend kürzer als «lie Hand oline Stiel, der feslc mit
ungefahr 30, der bewcglielic mit etwa 35 MnrginalzShnen. Stcllung der
Tasthaare wie in der Genusdiagnose. Beine gedrungen, Fémur des 4. Paares
2.9 mal, Tibia 2.8 mal, Tarstis 3.2 mal so lang wie breit, lelzlerer mit cinem
Tasthaar etwns proximal der Gliedmitte. Kürper !.. Ç 1.7 mm. ; Garppax
L. 0.55 mm. ; Palpen : Fémur L. 0.49 min., B. 0.15 mm., Tibia L, 0.48 mm.,
B. 0.18 inm., Hand L. 0.50 mm., B. 0.25 mm., I’inger L. 0.37 mm.
Type : 1 Ç, Pic de Langbian, 2400 m., Siid-Annnm, Mal 1939, G. Dawy-
dolT leg.
Source : MNHN, Paris
nir. rsEiwosooRPioNK ini
CHINAS
i i:i
49. Lophochernes flammipes n. sp. (Fig. 41, 42).
Carapax 1.2 mal langer als brcit, proximal dcr vorderen Querfurche
fasl pnrallclseitig, die Schftibe besonders scitlich ziemlich dicht und
verhaltnismfissig grob granullerl, mit 2 ziemlich hrciten, sebr scharf ein-
gesehnittenen Querfurchcn, von denen die basale von der vorderen mebr
als doppelt so weit cnlfernt isl wie vom Hintemmde. Augen gui enlwickelt.
Tergilc im allgemeinen glatt. Iïndtergit und belm Münnehen auch die
crsten nicht geteilt, feiu run/.elig granulierl. Die erstcn 5 Tergite des
Mannehens ebcnso wie die Hinterwinkel des (’.arapnx mil sehr stark ausge-
prügtcn, nach hinten breit dornfürmig vcrlângcrtcn Seitenkiclen. Jedcs
Hfllhtergit mit 5 Marginalbnrsten und 1 Seilenrandborsle. Endtergit jeder-
0 i)5 -1mm
Fig. 41. — Lophochernes flammipes n. sp.,
linke Palpe von rî Cohen) und Ç (unten).
Source : MNHN, Paris
114
[. nicmn
seits mit cinem Taslbaar. Chelicerenstamm mit 5 Borsten, sb und b gezâhnt.
Galea auch beim Weibclien nur mit kurzen Terminalbôrstchcn. Palpen
miissig scblank, Trochanter, Fémur und Medialseite der Tibia dicht und
sehr deutlich, aber zicmlich fein granuliert. Troehanterhficker breit ver-
rundet. Fémur 3.5 mal, Tibia 2.8 mal (Ç)-3 mal (çf), lland 1.7-1.8 mal,
Schere 3.3-3.5 mal, ohnc Sticl 3-3.2 mal so lang wie breit. Finger fast so lang
wie die Hand mit Sticl. Bas Taslbaar il des festen Fingers weit proximal
der Flngermitte belindlicb und nilher bei ht Slebend als dicses bei Isb. Das
Tasthaar st des bcwcglichen Fingers von / etwa dnppelt so weit entfernt
wie von sb. Tibia der mânnllehen Vorderbeine 2.4 mal, Tarsus 3 mal so lang
wio breit, letzterer mil stumpfwinkeligem, srbmal verrundetein Vordcreck.
Vorderklauen beim Mânnchen asymmelriscb, die Innenklauc einfach, mit
dcutlicber Verdiekung In der Mille des Ventrulrandcs, aber obne Zalin, die
Aussenklaue zweimal stark krisartig gebogcn (geflnmmt). Die Klauen der
übrigen Beine distal gcspalten, mit einem lângeren und einem kürzeren
Zfthnchen. Suhterminalborste der Tarsen gezâhnt. Coxen <les 4. Beinpaares
Source : MNHN, Paris
Ü1E PSEUUOSGOKl’ION'l-: IN
beim Mannchcn stark exkaviert, ohne Terminaldorn. Tasthaar am Tarsus
des 4. Reinpaares deutlich proximal der Gliedmitte gelegen. — Kôrper-L.
ç? 2 mm., Ç 2.5 mm. ; Pulpe» ; Fémur L. 0.52 mm.. B. 0.15 mm.. Tibia
L. 0.52 mm., B. 0.17 mm., lland L. 0.4!) mm., B. 0.20 mm., Finger L. 0.40 mm.;
9 Fémur L. 0.53 mm., B. 0.15 mm., Tibia L. 0.53 mm., B. 0.19 min.. Hand
L. 0.52 mm., B. 0.28 mm., Finger L. 0.50 mm.
Typen : 1 q*. 1 9 , Ohnpu, 11 1 Tonkin, 1.750 m., Juli 1039 (G. Dawyooff
leg.).
Par a typen ; I çf, Chapa, 11 1 Tonkin, 1.500 m., Juni 1039; 1 rf, 1 9,
Fan-Si-Pan, 11* Tonkin 2.000 ni., Augusl 1939, aile G. Dawydoff leg.
Nâchstvèrwandt mit l,. gracilis ni. aus Süd-Ghina, von ihm jedoch durcli
gedrungcncre Palpen und die eigonartig krisfôrmig gebogene Aussenklaue
der mânnlichen Vordcrtarscn gut untcrschiedcn.
50. Lophochernes pusillus Redikorzev.
Lophochernes pusillus Rkdikohzev, Ment. Mus. llisl. nul. Paris, N. S. 10,
1938, p. 111, fig. 42.
Eine nur nach einein Weibchcn aus Dalat beschriebene, durch die ver-
haltnismâssig grobe Granulation, die Chiitotaxic der Tergite und das distal
der Gliedmitte inseriertc Tasthaar am Tarsus des 4. Beinpaares ausge-
zeichnete Art, die mir nichj vorlag.
51, Lophochernes brevipes Redikorzev.
Lophochernes breoipes Rf.oikghzkv, Mém. Mus. Hisl. nul. Paris, N. S. 10,
1938, p. 113, 11g. 43.
Auch diese Art lag mit niclit vor. Sie wurde von Redikorzev ebenfalls
nach einem einzigen Weibchen aus Tonkin (Phu-Tho) beschrieben und soll
angcblich kurze, gekeulte Borsten und kein Tasthaar am Tarsus des 4. Bein¬
paares bcsitzen. Es ist daher wohl fraglich, ob die Art iiberhaupt in die
Gattung Lophochernes zu stellen ist.
52. Lophochernes alter n. sp. (Fig. 13).
Carapax 1.2 mal langer als breil, un den Seiten dicht und ziemHch
fein, aber deutlich granulierl, dorsal fast glatt ; beide Querfurchen seharf
eingeschnitten, die basale von der vorderen fast doppelt so weit enlfernt
wie vom Hinterrande. Augcn fliich. Tergite niclit oder nur unvollstandig
geteilt, mit 8 Marginalborsten und jederseits einer Seitcnrandborste. Die
Borsten müssig kurz, stumpf, terminal gezühnt. Endtergit jederseits mit
Source : MNHN, Paris
M. HE1BK
116
einem Tasthaar. Sternite mit 8 Marginalborsten und jederseits einer Seiten-
randborste. Chelicerenstamm mit 5 Borsten, b und sb gezâhnt. Galea des
Weibchens ziemlieh lang, mit 4 krallenfôrmigen Terminalâstchcn und
einem kurzcn Subterminalüstchen. Palpen an der Médial-, Dorsal- und
Ventralseite von Trochanter, Fémur und Tibia dïcht, aber ziemlieh flach
granuliert. Dorsaler Trochanterhôcker verhaltnismâssig gross. Fémur hinten
aus dem Stielchen sclirag verdickt, ziemlieh plump, 3.2 mal, Tibia 3 mal,
Hand 2.1 mal, Schere mit Stiel 3.8 mal, ohne Sticl 3.5 mal so lang wie
breit. Iland ziemlieh schinal ovul. Finger etwas kürzer als die Hand ohne
Stiel, das Tasthaar il in der proximalen Fingerhâlfte beündlich und isl
bedeutend nâher slehend als dièses isb. Beinc verhâltnismassig gedrungen,
Fémur des 4. Paares 2.6 mal. Tibia 3 mal, Tarsus 4 mal so lang wie breit,
das Tasthaar des letzteren knapp proximal der Gliedmitte gelegen. Subter-
minalborste gezühnt. Krallen mil Nebenzahn am Seheilelpunkt der ven-
tralen Krümmung, diescr ctwa halb so lang wie das Klauenende. — Kôrper
L. Ç 2 mm. ; Carapax L. 0.97 mm. ; Palpen : Fémur I.. 0.51 mm., B. 0.16
mm., Tibia L. 0.52 inm., B. 0. 17 mm., Hand I- 0.48 miu., B. 0.23 mm., Finger
L. 0.40 mm.
Type : 1 $, Plateau von Langbian, Süd-Annam, G. DawydolT leg.
Obwohl nur ein einziges Weibchen vorliegt und die Art daher nicht
ausreichend beschrieben werden kann, ist sie nach den Verhaltnismasscn
Source : MNHN, Paris
K PSIiUDOSCOld'lONK INDOOllINAS
117
der Palpen und vor allem an dem verhâltnismassig gedrungenen Palpen-
femur doch als neue zu erkennen, weshalb ich raich cntschloss, sie zu
beschreiben und zu benennen.
53. Lophochernes differens n. sp. (Fig. 44).
Carapax 1.2 mal langer als breit, dicht und ziemlich tlach, aber deutlich
granuliert ; beide Querfurchen scliarf eingcschnilten, die schmâlere, am
Grunde granulierte basale Furche von der vorderen gut doppelt so weit ent-
fernt wie vom Hinterrande. Augen ziemlich klein und flach. Tergite grôss-
tenteils unvollstandig, die 3 ersten und das letztc nieht geteilt, jedes mit
Fig. 44. — Lnphorliiuiics differens n. sp.,
redite Palpe des Q.
10 Marginalborsten und 1 Seilenrandborste, das Endtergit mit 4 Tasthaaren.
Borsten des Korpers und der Palpen massig laug, gezâbnt. Ghelicerenstamm
mit 5 Borsten, sb und b ziemlich kurz, fein gezâbnt. Galea des Weibchens
mit 5 kleinen, krallenfôrmigen Subterminal- und Tenninalâstchen. Palpen
verhâllnismiissig schlnnk, an der Dorsal- und Medialseite von Fémur und
Tibia sehr dichl und ziemlich flach, aber deutlich granuliert ; an der
Lateralseite dieser Gliedcr ist die Granulation finit gnnz verwischt. Dorsaler
Trochanterhôcker gerundet, ventraler verflacht, Fémur 3.8 mal. Tibia 3 mal,
Hand 2.1 mal, Schera mit Sliel 3.5 mal, ohne Sticl 3.2 mal so lang wie breit.
Finger deutlich etwas kiirzer als die Hand ohne Sliel. Samtliche Tasthaare
des festen Finger s ansser el in der proxinialen Fingerhalftc befindlicli, it
niiher bei ist als letztcres bci isb stchend. Das Tasthnar I des bewcglichen
Fingers in der Fingcrmille gelegen, si von sb nieht svciter entfernt als
dieses von b. Beine ziemlich gedrungen, Fémur des 4. Paares 2.5 mal, Tibia
Source : MNHN, Paris
118
.M. H ICI KH
3.3 mal, Tarsus 4 mal so lang wie breit, das Tasthaar des leizteren a ni
Beginne des 2. Glieddrittcls gelegen. Krallen mit krâftigcm Nebenzahn,
dieser langer als die llalfle des Endabschnittes der Kluue. — Kürper L.
$ 1.8 mm. ; Carapax 0.59 mm. ; Palpen : Fémur L. 0.54 mm., B. 0.14 mm.,
Tibia L. 0.52 mm., B. 0.17 mm„ Iland L. 0.52 mm., B. 0.24 mm., Finger L.
0.41 mm.
Type : 1 9, Krongpha, Süd-Anmim, 30.4.1939 (C. DawydûPP leg.).
Dièse mit L. aller m. nfiebstverwandtc Art ist an dem seldanken Pal-
penfeinur kenntlicb. Von dem Ihr aucli sehr iihnliehen !.. gibbosoungui-
culalus m. unterschcidet sic sicü durch gedrungenere Palpenschere, gerin-
gere Grosse, stârker hervorlretenden Trochnnlerhûcker und grossere Neben-
zâhne der Klaucn. Lcider llegt sie blsber nur im welblichen Gesehlechtc
vor, so dass vorliiullg liber die sekundaren Geschlechtsauszeichuungen des
Mânnchens, die ja innerlialb dieser Gattung besonders cbarakteristiscb
sind, nichts ausgesagt werden kann.
54. Lophochernes obtusecarinatus n. sp. (Fig. 45).
Integument eiuschliesslich desjenigen der Palpen glati. Carapax, Pal¬
pen und die beiden ersten Abdominaltergite rotlichbraun, die übrigen
Tergite etwas heller brâunlich. — Carapax so lang wie an der Basis breit,
hier am breitcslen, mit 2 scharf eingesehnittenen Querfurclien, von denen
die basale von der vorderen fast doppelt so weil entfernt ist wie vom
Hinterrande, dieser mit 12 Marginalborsten. Augcn mit Hacher Linse.
Basale Hinterecken des Carapax beim Miinnchen durch eine Sclmigleiste
verstârkt, aber nicht zahnfürmig vorragend, Tergite mil Ausmdime der 3
vorderen und des letzteu geteilt, mil 7 .Marginalborsten und 1 Seitenrand-
borste (aber keiner Discalborste) auf jedem Halbtergit, die Borstcn auf-
fallend lang und nur sehr fein gezühnt, spitzlg. Ktullergil jederseîls mit
2 langea Tastborslen. Beim M&nnchen die 3 ersten Tergite mit kriiftigen,
das 4. und 5. mit zarten Seitenrandleisten, die nur beim 1. Tergit sehr
schwach und siumpr zahne.henformig nacli hinten vorrageii. Sternite mit
10 Marginalborsten. Chelicerenslaiiuu mit 5 Borslen, sb und b dislal ge-
sp al te n. Galea auch beim Miinnchen gut entwickclt, mit 2 Seitenâstelien in
halber Lange und 3 Terminultistchen. Palpen vollstflndig glati. Trochanter
mit gerundetem dorsalen und llurhcm hinloren Hôcker. Fémur aus dem
gut abgesetzten Stielehen schrâg verdickt, distal am breitcslen, 3.2 mal,
Tibia 2.4 mal, Iiand 1.8 mal, Schere mit Stiel 2.9 mal, ohne Stiel 2.7 mal
so lang wie breit. Iland regelmkxxig und zienilich breit oval, mit gerundeter
Innen- und Aussenkontur. Finger bedeutend kurzer als die Hand ohne
Stiel, das Tasthaar il proximal der Fingcrmitte steheud und von ixl nur
halb so weit entfernt als ist von isb. Borsten der Palpen verhâltnismâssig
lang und zart, spitzig upd nur sehr fein gezâbnt. Coxen der münnlichen
Source : MNHN, Paris
E l’SEL'DOSCOlU'IONE INUOCIIINAS
II!)
Hintcrbeine mit ziemlich langcm Lateraldorn und verhiiltnismâssig gros-
sem Atrium der Coxalsacke. Fémur des 4. Beinpaares 2.8 mal, Tibia 4 mal,
Tarsus 4.5 mal so lang wie breit, das Tasthaar des letzteren knapp proximal
der Gliedmitte gelegen. Subterminalborsten gezâhnt. Klauen mit krâftigem
Nebenzahn am veutralen Krümmungsscheitcl, dieser nicht ganz halb so lang
wie das Klauenende. Tarsus der mannlichcn Vorderbeine 2.8 mal so lang
wie breit, parallelseitig, seine Klauen asymmctrisch, die Aussenklauc
Fi". 11. — Loiilitirltcrneii iilitunrcurinutus n. sp.,
liuke Palpe und linker Vordertarsns des ,-f.
sclilanker und spilziger als die Innenklauc, letzlere stârker gekrümmt und
mit einein stumpfen Za h ne lien ventral vor der Krümmung. — lvorper L.
çf 1.7 mm. ; Carapax 1.. 0.88 ni. ; Palpe» : Fémur L. 0.55 mm., B. 0.17 mm.,
Tibia L. 0.54 mm., B. 0.22 mm., Hnnd L. 0.57 nitn., B. 0.32 mm., Finger
K. 0.38 mm.
Type : 1 çf Plateau von Langbiu», Süd-Annum (C. Dawyuopf leg.).
Nâehsterwandt mit !.. semicarinalus Rcdikor/.. ans Zentral-Annam, aber
kleiner, der Carapax glatt, seine Hinlerecken und die Seitenkiele der Ter-
gite nicht zahnfôrmig verlângort, der münnliche Vordertarsns gedrungener,
das Zâhnchen seincr Innenklauc klcin und stuinpf.
Source : MNHN, Paris
120
55. Lophochernes semicarinatus Redikorzev.
Lop hoc hérites semicarinatus Redikouzkv. Méni. Mus. llist. nul. Paris,
N. S. 10, 1938, p. 114, lig. 44, 45.
Diese aus Zentrul-Annam (Koutum, Plelku) und Nhatraug besehiebene
Art zeichnet sich nacli Redikorzev Ûurch fein grunullerten Carapax, glatte
Palpcn, nach hinton breit zahnfiinnîg verlângerte Seitenkielc lier ersten
4 mânnlichen Tergite und der Hinterwinkcl îles Carapax, vcrhâltnismâssig
schlanken mânnlichen Vordcrlarsus, der 3.4 mal so lang wie breit ist, und
krâftiges, spitziges ZShnchen von dessen Innenklaue aus. Die Palpenmasse
stimmen weitgehend mit denjenigen von ohlusecarinutiis m. überein, mit
dem die Art zweifellos aucb nahe vcrwundt ist. Sic iag mir nicht vor.
56. Lophochelifer gibbosounguiculatus n. sp. (Fig. 46).
Hartteilc ziemlicb blass riitlich-gelbbraun. Carapax 1.2 mal langer als
breit, parallelseitig, diebt und ziemlich grosskornig, aber flaeh granuliert ;
beide Querfurchen scharf cingescbnilleii, am Grunde granuliert, die basale
Furche von der vorderen 2.6 mal so weit entfernt -wie vom Hinterrande
und in der Mille deutlich, fast winkelig nach hinten gezogen ; Hinterecken
beim Mânnchen mit einem kleinen, vorragenden ZShnchen, Augen ziein-
lich klein, mit Hacher Linse. Tergite dicht und llach granuliert, mit Aus-
nahine des 6. bis 10. ungetcilt. Jodes Tergit mit 8 Marginallmrstcn und 1
Seitenrandborsle, ohne Disclaburslen. das Kndlorgil jeder.se Its mit 2 langen
Tastborsten. Die Borslen kurz und ziemlich zart, stumpf, kaum merklich
gekeult. 1. und 2. Tergit des Mânnchens stârker sklerolisicrt als die fol-
genden, das 1. fast von der Hcschnllenheit des Carapax, Die ersten 8 Ter¬
gite des Mânnchens mit Seitcnkielun, die auf den vorderen TergHen sehr
krâftig und auf den ersten 6 Tergite» kaudnhvârts in einen zicmlieh langen,
spitzigen Zahn ausgezogen sind, dann aber rnsch zart werden. Slernite mit
10 Marginalborsten, dns vurlelztc mit 2, das letzte mit 4 Tastborsten. Che-
licerenstamm mit 5 Borslen, b und xb fein gezâhnt. Gai en des Mânnchens
ziemlich lang, distal nur mit sehr kurzen Scitcnâstchen, die beim Weib-
chen etwas langer sind. Palpe» scblank, dicht und ziemlich grub, aber flaeh
granuliert, die Granulation der Hnnd fast günzlieh verwischt. Hintercr
Trochanterhôcker flaeh. dors,-der krâftig gerundet. Fémur 3.8-3.0 mal. Tibia
3.2-3.3 mal so lang wie breit. Ilalid sehr xclimai, fast parallelseitig, 2.2-
2.3 mal, Schere 4.1-4.3 mal, ohne Sliel 3.8-4 mal so lang wie breit. Finger
so lang wie die Iland ohne Sliel, dns Tnstluuir il des fexlen I’ingers in der
Gliedmitte gelegen und vu» ist faxl ebensoweit entfernt wie diexes von isb.
Vordertarsus des Mânnchens 3.2 mal so lang wie breit, seine Klauen stark
asymmetrisch, die Innenklaue normal gebogen, die Aussenklaue zunâchsl
Source : MNHN, Paris
OIE PSKUDOSCOKPIONK INOOCHINAS 121
gerade, mit starkein Basalhocker und einem kleineren Hôcker mit einwârts
gebogener Spitze nahe der Mitte des Dorsalrandcs, das spitz zulaufende
Klaucnende fast winkelig abgcknickl. Hintercoxen des Mfinnchens mit
ziemlich langem Lateralorn. Das Tasthaar der Hintertarsen an der Grenze
des 1. und 2. Glieddrittels, also ziemlich weit proximal gelegen. Subtermi-
nalborste gezahnt. Klaucn nur mit winzig kleinem Nebenzâhnchen am
Scheitelpunkt der ventralen Krümmung. — Korper L. çf 2 rom., $ 2.5-
Fig. 40. — IjOphiinlielife.r yililiiixouiiijuirulittiix ii. kj».,
liuke Palpe und rechter Vordertarmis des rÇ.
2.7 mm. ; Carapax L. 0.62 mm. ; Palpen : q* Fémur L. 0.58 mm., B. 0.15 mm..
Tibia L. 0.57 mm., B. 0.18 mm., Hand !.. 0.56 mm., B. 0.23 nun., Fiuger
L. 0.48 mm. ; $ Fémur L. 0.63 mm., H. 0.17 mm., Tibia L. 0.63 mm.,
B. 0.19 mm., Hand L. 0.63 mm., B. 0.27 mm., Finger L. 0.53 mm.
Type : 1 Plateau von Laiigbinn, Süd-Annam (C. Dawyooff leg.l.
Paratypen : 1 4 Ç und 4 çf, 2 Ç. 1 Larve vom selben Fundort und
Sainmler.
Fine durch die Bililung der mânn lichen Yorderklaueu sehr eharakteri-
stische Art. AufTallend ist auch ille Klelnhelt des Ncbenzühnchens der
Klauen, wodurch sich die Art den Gattungcn AnnuiurochcU/er und Micro-
C-helifer nahert, die allerdings vollkomrnen cinfache Klauen besitzen.
Source : MNHN, Paris
122
I. ISISiKR
57. Lophochelifer tonkinensis n. sp. (Fig. 47).
Carapax intensiv rotbraun, so lang wic an (1er liusis brdt, glatt, mit
2 tiefen, scharf gerandeten Querfurchcn, deren basale von rler Vorderen
fast doppelt so weit entfernt ist wie voui Hinterrande ; die Hintcrecken
und die Winkel vor der basale n Querfurche beim Miinnchen mit cinem
vcrhâltnismëssig kleinen und kurzen, kegelformigen oder stuinpl dornformi-
gen, kaudalwârts geriehteten Portant/. Augen gross, mit gui cntwickelter
I.inse, um ihren Iialben Durchmesser vOm Vorderraudc entfernt. Tergite
glatt, die vorderen rotlichbraun, die hinteren allmühlich braunlichgelb
werdend ; die 3 erslen und das letzte Tergit beim Mânnchcn niehl geteilt,
letzteres jederseits mit einem Tasthaar ; jedes Tergit mit 10-12 Margi-
nalborsten und 1 Seitenrandborste. Die ersten 4 Tergite des Mânnchens
seitlich krâftig gerandet, dieser Rand oralwarts als kleines Zëbnchen, kau-
Fig. 47. —• Lophochelifer tonkinensis n. sp.,
iinke Palpe und linker Vbrdertarsus des .
Source : MNHN, Paris
DIP. PSEtmOSCORI'IONE INDOf.lIlNAS 123
dalwârts als krâftiger, spitzigcr Zahn vorragend, desscn Lange am 1.
Tergit am grôssten ist, bei den folgcnden aber allmahlich abnimmt ; das 5.
Tergit nur mehr mit leistcnformigem, unhewehrlem Scilenrande. Chelice-
renstamm mit 5 Borslen. l'ester (’.hclicerenflngcr mit 3 kleinen Apikal- und
3 grossen Subapikalz&hnen, bewegllcher Flngcr mit 2 stumpfen Subapikal-
zâhnen. Flagelliun mit 3 Borstcn, die distale einseitig geftedert. Serrula
mit 19 Lamellcn. Cnlea ouch beirn Mânnchcn zicmlich gross, mit 4 zleinlich
langen Seitcnhsten. Palpen schlank, an der Medlalseite von Fémur und
Tibia schr fein und dicht, aber erkennbar granuliert. Trochantcrhücker
llach verrundet. Fémur mit gut ahgesetzlem Slielchen, 3.9 mal, Tibia
3.3 mal, TIand 2.1 mal. Schere mit Sliel 3.7 mal, ohne Sliel 3.4 mal so lang
wie breit. Finger etwas kiirzer als die Hand ohne Stiel, die Stellung der
Tasthaare wie bei den anderen Arien der Gaitung, It also distal der Fin-
germitte stehend und von ist bedelitend weiter entfernt als letzleres von
isb. Coxen des 4. Beinpaares beim Münnehen stark exkaviert, mit lan-
gem, spitzigen Lateraldorn. Heine schlank, Fémur des 4. Faares 3.1 mal,
Tibia 5.1 mal, Tarsus 5 mal so lang wie breit, das Tastbaar des letzteren
etwas proximal der Gliedmitle stehend. Vorderlarsus des Münnehens
schlank, 4 mal so lang wie breit, die Aussenklaue schlank, sanft gebogen,
die Innenklaue krâftiger, stôrkcr gekrümmt, mit einem spitzigen Ventral-
zahn distal der Mille. Klnuen der tibrigen Laufbeine mit einem kurzen
Nebenzahn, der nur 1/3 so lang ist wie das Klauencndc. Subtcrminalbor-
ste gezâhnt. — Kôrper L. ^ 2.2 mm. ; Carapax L. 0.8 mm. ; Palpen :
Fémur L. 0.76 mm., B. 0.19 mm., Tibia L. 0.80 mm., B. 0.24 mm., Hand
L. 0.74 mm., B. 0.34 mm., Finger L. 0.58 mm.
Type : 1 çf, Fan-Si-Pan, H" Tonkin, 2.000 m., August, 1939 (C. Dawy-
doff leg.).
Wohl mit L. tibetanus (Beier), der bisher nur im weiblichen Geschlechte
bekannt ist, nalie verwandt, aber kleiner als dieser und mit schlankeren
Palpengliedern.
Pierre André, imp.. Paris. — O. P. L. 40.0077. DépOt légal 1" Irimestre 1951.
Source : MNHN, Paris
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Source : MNHN, Paris
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