DU
MUSÉUM NATIONAL
D’HISTOIRE NATURELLE
NOUVELLE SÉRIE
Série A, Zoologie
TOME XXV
FASCICULE 2
E. SCHENKELt
\ OSTASIATISCHE SPINNEN AUS DEM MUSÉUM
D’HISTOIRE NATURELLE DE PARIS
(suite et fin)
OSTASIATISCHE OPILIONIDEN AUS DEM MUSÉUM
D’HISTOIRE NATURELLE DE PARIS
PARIS
ÉDITIONS DU MUSÉUM
36, rue Geolïroy-SainL-Hilnire (V e )
1963
Source : MNHN, Paris
Source : MNHN, Paris
MÉMOIRES
DU
MUSÉUM NATIONAL
D’HISTOIRE NATURELLE
NOUVELLE SÉRIE
Série A, Zoologie
TOME XXV
FASCICULE 2
E. SCHENKEL+
4 OSTASIATISCHE SPINNEN AUS DEM MUSÉUM
D'HISTOIRE NATURELLE DE PARIS
(suite et fin)
OSTASIATISCHE OPILIONIDEN AUS DEM MUSÉUM
D’HISTOIRE NATURELLE DE PARIS
PARIS
ÉDITIONS DU MUSÉUM
36, rue Geoiïroy-Saint-Hilaire (V e )
1963
''«iwwiüïiiiii
PLAN DU FASCICULE 2
Ostasiatisehe Spinnen aus dem Muséum
d’Histoire Naturelle de Paris
(suite et fin)
Espèces nouvelles ou mal connues (suite) :
Agelenidae (suite) . 289
Lycosidae. 294
Oxyopidae. 389
Salticidae. 391
Bibliographie. 467
Index alphabétique. 469
Addendum
Ostasiatisehe Opilionidcu aus dem Muséum
d'Histoire Naturelle de Paris
Espèces nouvelles ou mal connues. 434
Index alphabétique. 494
Source : MNHN, Paris
MÉMOIRES 1)1 Mismi iN\TI0>\L D'HISTOIRE WTIRULK
Série A. Zoologie, Tome XXV, fascicule 2. 1963.
OSTASIATISCHE SPINNEN
AUS DEM
MUSÉUM D’HISTOIRE NATURELLE DE PARIS
von
E. SCHENKELf
Coelotes yunnanensis n. sp.
<j> : Kôrper 6,8 mm. Céphalothorax 3,7 mm lang, 2,6 breit. Abdomen
(eingeschrumpft) 3,4 mm lang, 2,4 breit. Kopf 1,7 mm breit ; liintere Augen-
rcihe 0,95, vordere 0,7 mm. Mandibeln 1,8 min lang, zusammen 1,7 breit.
Bein 1 9,8 mm (2,7 + 1,2 + 2,2 + 2,1 + 1,6) ; II 8,7 mm (2,4 + 1,2 + 1,7 +
2 + 1,4) ; III 8,2mm (2,2 + 1,1 + 1,5 + 2,1 + 1,3) ; IV 11,5 mm (3 + 1,2 +
2,4 + 3,2 + 1,7).
Bestachelung : Fem. I - III oben 1-1, IV 1-1-1 ; I - III seitlich je 1-1,
IV vorn 1-1. hinten 1 ; Pat. IV oben und seitlich je 1, der obéré mehr Borste ;
aile Tibien und Metatarsen unten 2-2-2, Tib. I vorn 1, II seitlich je 1-1
schwache SL., III vorn 1-1, IV seitlich je 1-1 ; Met. III vorn 1-1-1, hinten
1-1-2, IV seitlich je 1-2-2.
Die grosste Breitc des Kopf es ist =2/3 der Brustbreite ; die Seitenbuchten
sind lief aber abgerundet ; der Kopf ist nach vorn etwas erweitert ; der
Stirnrand ist gerade, die Ecken sind abgerundet. Die liintere Augenreihe
ist schwach procurv ; ihre runden Mittelaugen sind breiler aber nicht langer
als die ovalen scitlichen ; die 3 egalen Zwischenràume sind so breit wie ein
Mittelauge ; die vordere Reihe ist deutlich procurv, auch die obéré Berüh-
rungslinie ; die ovalen Seitenaugen gleichcn in Gestalt und Grosse den
hintcrn scitlichen ; der Durchmesser der vordern Mittelaugen ist 4/5 von
dem der hintern ; das mittlere Inlervall ist = 1, ein seitliches wenig mehr
als y 2 Durchmesser der vordern Mittelaugen ; das Viercck der Mittelaugen
ist hinten 11/3 mal so breit als vorn, von vorn gesehen so lang als vorn
breit, von oben unbedeutend langer. Die Hôhc des Clypeus ist in der Mitte =
2, seitlich = 1 % Mittelaugcndurchmesser. Die Mandibeln sind oben knie-
formig, wenig langer als zusammen breit, fast parailelseitig ; von den 3
Zâhnen des Furchenvorderrandes ist der mittlere ziemlich gross, von den 5
(rechts 4) Zahnen des hintern ist der basale betrachtlich grosscr als die
subegalen übrigen, aber immer noch kleiner als der gegenüberstehcnde
Mémoires du Muséum. — Zoologie, t. XXV 19
Source : MNHN, Paris
iniltlere vordcre. Die Epigync gleicht (1er von <
, lerrestris (Wider) ; die
P latte ist 0,4 mm lang, 0,3 breit,' in der Mitte leicht eingeschnurt ; der Vor-
derrand ist ein màssig recurver Kreisbogen, der seitlicli ohne Unterbrechung
in die abgerundeten Vorderecken übergcht ;
auch in der Mille so deutlich wie ausscn ; sie ist seillicb ment unir me laut
hinaus verlângert ; die ziemlich grossen Hornzâhne smd etwas lnnter dem
Vorderrand der Platle und betrâchtlich ausserhalb îhrer Vorderecken
angewachsen ; sie sind schràg nacli hinten-innen genchtet und erreichen
beinahe die Aussenrânder der Platle.
Der Céphalothorax ist braun, der Kopf wird nach hinten und die Brust
nach aussen heller ; die Koplîurchen und die keilformigen Hadien smd
wenig dunkler ; die Mandibeln sind dunkel rotbraun ; das Sternum ist
hellbraun, nach innen etwas aufgehellt ; die Huflen haben einen weissl.ch
grauen Anflug ; die Beine sind hellbraun, sclnvach genngelt besonders
B. III u. IV, am deutlichsten noch 3 Ringe an (len Unterseiten der Femora ;
an F. IV sind sie schwarzgrau, sonsl grau, wen.g deutlich Der Hinterleib
ist obengelbgrau, braun punktiert, hinten mit medianer Re.hc von d Wmkel-
llecken ; an den Seiten sind nach vorn-aussen genchtete hellere Schragstreifen.
Fund : Yunnan fu, 26. II 1925 : 1 $.
Coelotes microps n. sp.
o • Céphalothorax 5,2 mm lang, 3,5 breit. Abdomen 8
2,45 mm breit; hintere AugenreiliB 1.45. vorte 1,1a
2 5 mm lang, ausammen 2,6 breit ; Bern I 14,6 mm (4 05 +
3'25 I. 2 2) ; Il 13,6 mm (3,8 + 1,8 + 2,85 + 3,0o H- 2,1)
fi t X 1.5 + 2,45 + 3,1 + 1,95) ; IV 16,1 mm (4,4 + 1,65 -
1 1-1 nach der Mitte II vorn
1-1-1, hinten 1, III
t. Abdomen 8 mm lang. Kopf
mm. Mandibeln
+ 1,7 + 3,4 +
III 12,4 mm
3,55 + 4,27
i- 2,23).
lïestachelung : Aile Femora oben 1-1-1, I '
îîtsiacueiu g _ ( 1 _ 1 _, (rechts 1-1), hinten 1-1 ; Tib. I und Met. IV
Source : MNHN, Paris
unlen 2-2-1, aile übrigcn Tib. u. Met. unten 2-2-2, dazu Tib. III u. IV
scitlich je 1-1 ; Met. III seitlich je 1-1-1, Met. IV vorn 1-2-2, hinten 1-1-2 ;
Tarsen III u. IV unten 2.
Die Breite des Kopfes ist 5/7 der Brustbreite ; der Kopf ist ziemlich
gewôlbt ; vor den winkligen Seilenbuchlen sind seine Aussenrander leichL
convex ; der Slirnrand ist sehr ilach gewôlbt, die Ecken sind abgerundet ;
die hintere Augenreihe ist gerade, ihre Augen sind relativ klein, subegal ;
der milllere Zwischenraum ist fasl doppelt so breit als ein Mittelauge, ein
seitlicher ist kaum Inciter aïs der milllere ; die vordere Reihe ist sehr schwach
procurv, ihre ovalen Seitenaugen sind gleicli gross, langer, dafür schmâler,
wie eines der 4 egalen Mittelaugen ; die vordern Intervalle sind so breit
als ein Mittelauge ; das Viereck der Mittelaugen ist vorn wenig schmâler
als hinten, von oben und von vorn gesehen so lang als vorn breit. Der Clypeus
ist fast doppelt so hoch als ein Mittelauge. Die Mandibeln sind oben stark
kniefôrmig, fast so lang als zusammen breit, parallelseitig ; beide Furchen-
rander tragen je 3 Zahne ; der milllere vordere ist doppelt so gross als jeder
der 5 übrigcn ; der basale hintere isl vorn nâchsten ziemlich vveit getrennl.
Die Epigynenplatle liegt eher liefer als die flachwulstigen Grubcnrànder ;
sie ist trapezfôrmig, hinten doppelt so breit als lang und 1 1/3 mal so breit
als vorn ; der Vorderrand ist gerade und dectlich vom Grubenrand abge-
grenzt ; die Vorderecken sind scharf, die hintern abgerundet ; der Hinler-
rand ist leicht concav ; die ziemlich grossen dreieckigen Hornzâhne sind
etwa um halbe Plattenlânge vor und ausserhalb der Vorderecken der Plat le
angewachsen, ihre Spilzen erreichen diese beinahc ; die Platte ist hellbraun ;
ihre Aussenrander sind schmal schwarz ; die anstossenden Grubenrander
sind breit dunkelgrau gesaumt.
Die Brust isl hellbraun, der Kopf dunkler, rotbraun, ebenso die Kopffur-
chen und die keilfôrmigen Radien. Die Mandibeln sind rotbraun. Die Beine
sind hellbraun wie der Thorax. Der Hinterleib ist oben graubraun mit
unscharfem braunem Cardial fleck.
Fund : Stadt Donkyr im Amdo, Kansu, 14.-15. VI 86 : 1 $.
Source : MNHN, Paris
Coelotes magnidentatus n. sp.
S: Céphalothorax 1,8 mm lang, 3,3 M Abdomen 8,2 mit Mamillen
7 mm lang. Kopf 2.2 mm hreil : hinlere Angonrchc 1,2 vordere I mm
Mandiheln 2,5 mm lang, zusammcn 2,3 breit. Bcin ,U mm (.1 + ^
i ■»-, 4- 4- 1 91 • Il 12,8 mm (3,4 + 1,7 |- 2,7 + 3 |- 2), 111 11,2 mm
, 2 q ’ i 1 | ' 21* 3 1,8) ; IV 15,1 mm (3,9 ; 1,5 \ 3,. I 1,2 2,1).
( Bestachelung: Aile Fcraora ohen 1-1-1, dazu 1 vnrii 2, H u. III seitlich
le 1-1, IV «Illich je 1 : aile Tilde,i im.l Métatarse, uuten 2-2-2 nur Met IV
2-2-2-2-, dazu Tih. III seitlich je 1-1, IV vorn 1-1, Met. III vo,n 1---2,
liinten 1-1-1-2, Mel. IV seillich je 1-2-2. ......
Die Seitenbuchten des Céphalothorax sind relativ tiet, abgenmdet wmklig ,
der Kopf davor liai nur I /I der Cephalothoraxlânge ; se,ne Aussengrenzen
weicheiï nach vorn niorklich auseinander ; der Stirnrand ragt I ac.hwmkhg
vor, die Ecken sind abgerundet. Die lii,itéré Augenreihe ist gerade , die
- Cœlotea magnidenlalus
Ç. Epigyno.
ovalen Seitenaugen sind so lang, aber betrachtlich schmâlcr als die rmiden
mittleren ; jedes der 3 subegalen Intervalle ,st 1 / 2 mal so breit als em
Mittelauge ; die vordere Beihe ist sehwach procurv ; dire ova en Seitenaugen
sind gleich lang aller etwas hreiter als die hintern ; die runden Mittelaugen
sind so breit aber nichl so lang als die seithchen and etwas klemer a s die
hintern mittleren ; jeder der 3 vordern Zwischenrâume ist so breit als an
Mittelauge ; das Viereck der Mittelaugen isl hinten lasl 1 1/4 mal so breit
als vorn S so lang als vorn breit. Die Hôhe des Clypeus ist in der Mltte last
= 2 seillich _*1 y. Mittelaugenbreite. Die Mandiheln s.nd etwas langer als
zusammen breit, oben stark knieformig, vorn und seitlich leielit gewo 1, ;
der Vorderrand der Fl,relie tragt 3, der luntere 4 Zahne, allé sind klen,
subegal liis aut den mittleren vordern, der mehr als doppeltso gross isl.
Die Ip’igyne glcicht der des C. microps, aber die Platte ist etwas breltei,
vorn doppelt so breit als lang, hinten 1 1 /S mal so breit als vorn ; der Vor-
derrand ist ebenfall» gerade nnd die Ecken sind scharl aber ,1er Ilmterram,
akGanzes ist betrâchtlicli procurv nnd selzl sieh an, 3 procurve,i le.lbogei,
zusammen von dcnen der'mitticre mehr al, doppelt so breit »t als orner
der seitlichen; die kleinen winkligen Einschmtte zwischen den Teilbogen
setzen sich nalh vorn als seiehte Furclien fort, die den Ansscnründern der
Source : MNHN, Paris
OSTASIATÏSCHE SPINNEN
Platte parailel sind ; die grossen sublrigonalen Hornzàhne sind an der Basis
eher etwas breiter als lang und kaum kürzer als die Seiten der Platte ; sie
sind etwa um den vierten Teil der Plattenlânge vor dieser angewachsen ;
ihre innern Basalecken stehen noch etwas innerhalb der vordern Plattenecken
Der Kopf ist rotbraun, nach liinten schwach aufgehellt ; der Clypeusrand
ist schwarzbraun ; die Brust ist braun mit breitem, hellem, nach aussen
fasl weisslichem Band ; die Kopiïurchen, 3 schmale Radien jederseits und
die Mittelritze sind dunkelbraun. Die Mandibeln sind rotbraun, die Mund-
teile ebcnfalls, die weissen Endrander ausgenommen ; das Sternum ist etwas
heller rotbraun, ebenso die Hüften I, die übrigen Hüften sind blasser, III
u. IV hellbraun ; die Beine sind wic der Thorax gefârbt ; der Hinterleib ist
oben gelblichbraun, unten braungelb.
Funde : Tal des Muryn Dschanba im Amdo, Kansu, 12. V 85 : 1 V J
tangutisches Dorf Schonnyn im Tal des Lantscha-lunwa, Kansu, 14. V 85 :
1 ?•
Coelotes luctuosus L. Koch,
Var. schensiensis n. var. (1)
: Céphalothorax 5,9 mm lang, 4,3 breit. Abdomen 6 mm lang, 3,9 breit.
Kopf 2,5 mm breit ; hintere Augenreihe 1,6, vordere 1,4 mm. Mandibeln
2,8 mm lang, zusammen ebenso breit. Bein I 19,6 mm (4,8 2,1 + 4,5 4-
(1) Eine anderweitige Durohsicht von Schenkol zcigt, «lnss or diese Variotfit für Pin Syno-
nym C. Csikii KuUzynski hait.
Source : MNHN, Paris
294
E. SCHENKEL
1,9 + 3,3) ; II 17,3 mm (4,5 + 2 + 4 + 3,8 + 3) ; III 16,6 mm (4,3 + 2 +
3,3 + 4,5 + 2,5) : IV fehlt.
Bestachelung (unvollstândig) : Fem. I oben 1-1-1, vorn 1-2, hinten 1-1 ;
Tib. u. Met. lu. III unten je 2-2-2, Tib. III seillich je 1-1, Met. seitlich
1-1-1 ?
Die Furchenrànder (1er Mandibeln tragen je 3 Zâhne ; die untern sind
subegal, von den vordern sind die âussern viel kleiner als der mitllere.
Die Apophysen der Patel la und Tibia sind verschieden von denen des
sonst ahnlichen Palps der typischen Form (vergl. L. Koch, 1878, Taf. XV,
Fig. 14 u. 15) ; die Apophyse der Patella isl terminal an der âusser-nobern
Ecke ; sie ist kurz, ca 1 /4 der Stammlânge, schlank kegelformig, zugespitzt ;
die Apophyse der Tibia ist kürzer als in Fig 14 angegeben, kaum so lang
als breit ; die entferntere Ecke ragt nach aussen vor, die nàhere ist abge-
rundet, der fast langs gerichtete Endrand isl concav ; in Fig. 14 1. c. ist die
nâhere Ecke spitz, durch ein Einschnittchen vorn abgegrenzt.
Fund : Inkiaphou, Süd Schensi, 1873 : 1 g.
Tarentula eruditoides n. sp.
3 : Kôrper 14,5 mm. Céphalothorax 9 mm lang, 6,5 breit. Abdomen 6,8 mm
lang, 5,1 breit. vordere Augenreihe 1,5, mittlere 1,75, hintere 2,1 mm ;
Trapez der Dorsalaugen 1,6 min lang. Mandibeln 3,2 mm lang, zusammen
2,8 breit. Palp 7,4 mm (2,3 + 1,1 + 1,5 -|- 2,5). Bein I 25 mm (7 + 3 -f- 5,5
T 5,7 + 3,8) ; II 24 mm (6,5 + 3 + 5 + 6 + 3,5) ; III 21,8 mm (6 + 2,8
+ 4+ 5,5 + 3,5) ; IV 25,8 mm (7 + 2,8 -f 5,2 + 7 + 3,8).
Bestachelung : Fem. I oben und hinten je 1-1, vorn 1, II u. III oben
und seitlich je 1-1, IV vorn 1-1, hinten 1 ; aile Pat. seitlich je 1 ; aile Tib.
seitlich je 1-1, unten 2-2-2, dazu I u. II oben I, III u. IV oben 1-1 ;Met. 1
seillich je 1-1-1, unten 2-2-2, Scopula am Tars und ain Metatars bis nahc
an dieBasis ; die übrigen Metatarsen sind âhnlich.
Die vorderste Augenreihe ist gerade, etwas kürzer (6/7) als die 2. Reihe ;
die Vordcraugen sind gleich gross ; das mitllere Interval 1 ist etwas mehr
als 1, ein seitliehes = 1/4 Augenbreite ; der Abstand der vordern seitlichcn
von den vordern Dorsalaugen ist = 2/3, der der mittleren = 1 Durchmesser
der lelztern ; eben so hoch ist der Clypeus ; das Intervall der vordern Dorsal¬
augen isl = 2/3 ihres Durchmessers ; die Lünge der ovalen bintern Dorsal¬
augen isl etwas kleiner als der Durchmcsser der vordern (13/15), ihr Intervall
isl 3 mal so gross als ihre Breite ; hall» so gross als dièses ist ihr Abstand
von den Augcn II ; das Trapez der Dorsalaugen ist wenig kürzer als vorn
breit, hinten 1 1/6 mal so breit als vorn. Der Hinterrand der Mandibel-
furche Iragl 2 benachbarte, égale ziemlich grosse Zâhne, der Vorderrand 3,
wovon der mittlere, grossie dem basalen hintern gegenüber steht. Der
Fémur des Palps ist schwach keulenformig, etwa 3 mal so lang als am Ende
dick ; die Patella ist so dick als der Fémur, etwas langer als breit ; die fast
zylindrische Tibia ist etwas schmaler als die Patella, aller 1 / 2 mal so lang,
doppelt so lang als breit ; der Tars ist etwas langer als der Fémur, so lang
Source : MNHN, Paris
0STASIAT1SCHE SPINNEN
295
als Patella + Tibia ; die schwach erweiterte Basalhâlfte ist 1 V2 mal so 1)rcil
als die Tibia ; die ganze Endhâlfte ist das Rostrum ; der Umriss der grossen
mittleren Apophyse des Bulbs gleieht einem gleichschenklig rechtwinkhgen
Dreieck dessen eine Kathete lângs-, die hintere quer nach aussen genchtet
ist • den innern, basalen 3/4 der schrâgen Hypothenuse ist ein sehmaler
Sa uni angelagert, ein âhnlicher, aller endwârts verschmàlerter den ap.kalen
2/5 der queren Kathete; vor dieser ist der hintere 'leil der Platte etwas
vertieft ; die Spitze der Apophyse, aussen, ist leicht abgerundet.
Hautfarbe : das Dorsalaugenfeld ist schwarz, der übrige Céphalothorax
dunkel kastanienbraun ohne merkliche Làngsbinden ; die Mandibeln sind
Fig. 166. — Tarentula cruditoides n. sp.
a : R. Palp v. unten ; 6 : Lamella characteristica dosselben.
dunkel, vorn schwach braun aufgehellt ; der Palp ist hellbraun, der Tars
etwas dunkler ; die Beine I u. II sind oben dunkel, die Spitze der Patella
und die basalen 2/3 der Tibia sind ein wenig heller, ebenso die Unterseite ;
die Beine III u. IV sind heller ; die Oberseite der Fémurs und der Patella IV,
die Unterseite der Patella und ein sehmaler Endrand der Tibien III u. !\
sind schwârzlich ; ein Halbring auf der Hinterseite von Fem IV ist grau.
Der Hinterleib ist oben schwârzlich, unten mit Einschluss des Epigastnums
hell graugelb ; die Unterseite des Vorderkôrpers ist schwarz. Behaarung .
eine breite, fast parallelseitige Mittelbinde des Céphalothorax, sowie dessen
Seitenbinden sind weiss, die Zwischenfelder hell graubraun ; die Lnterseï e
des Vorderkôrpers mit Einschluss der Hüften ist braunschwarz ; die Berne
sind weisslich ; der Hinterleib ist oben hell graubraun ; ein sehmaler, langer,
lanzettlicher Cardialstreifen ist reinweiss, ebenso 3 Paare von îhm abzwei-
gender, dünner, ± schràger, nach auswàrts gekrümmter Bogenlinien ; cliese
sind - schwarz gesâumt ; auf das letzte Paar am Ende des Cardialstreifens
Source : MNHN, Paris
E. SCHENKEL
296
folgen noch 3 unpaare, flache, recurve, dunkler braune Bogenlinien, die
aussen von weissen Punkten begrenzt sind, ein Paar wesentlich grôsserer
weisser Flecke liegt ausserhalb der Enden der hintersten Seitenzweige des
Cardialstreifs ; de r Bauch samt dem Epigastrium ist hell sandgelb.
Fund : Urga — Tsilsikhar, 1896: 2 c?.
Tarentula albostriatoides n. sp.
d : Céphalothorax 4,8 mm lang, 3,3 breil. Abdomen 4,5 mm. Kopf 2 mm
breil ; vorderste Augenreihe 0,98, II. 1,05, III. 1,3 mm; Trapez der Dor-
salaugen 1,1 mm lang. Mandibeln 1,8 mm lang, zusammen 1,6 breil. Patelin
des Palps 0,8 mm lang, 0,6 dick ; Tibia 1 auf 0,5 mm ; Tare 1,5 auf 0,8 mm.
Bein I 15,7 mm (4,2 + 1,9 + 3,4 + 3,8 + 2,4) ; II 15 mm (4,2 + 2,1 +
2,95 + 3,45 + 2,3) ; III 13,6 mm (3,3 + 1,6 + 2,85 + 3,8 + 2,05) ; IV
18,7 mm (4,5 + 1,8 + 3,9 + 5,6 + 2,9).
Die vordere Augenreihe ist procurv ; dire Augen sind gleicli gross ; ihre
Zwischenràume sind cher kleiner als ein Augenradius ; der Clypeus ist
etwas niedriger als der Durchmesser ; die Abstânde der mittleren und
seitlichen Vorderaugen von den vordern Dorsalaugen sind = 5/8 Durch¬
messer eines Vorderauges, die Augen II sind doppelt so breil als ein vor-
deres ; die Gruppe II ist nur wenig breiter als die vordere Reihe, ihr Inter val 1
ist = 2,3 Durchmesser eines ihrer Augen ; die ovalen hintern Dorsalaugen
sind so lang als die vordern, haben aber nur 2/3 von deren Breite ; ihr
Intervall ist gleich ihrer dreifachen Breite, ihr Abstand von den vordern
Dorsalaugen wenig grosser als ihre Lange ; das Trapez der Dorsalaugen isL
hinten 1 3/10 mal so breil als vorn und 1 1/10 mal so lang als vorn breil.
Die Mandibeln sind wenig langer aïs zusammen breil ; der Furchenhinter-
rand trâgt 2 subegale Ziihne, der rechte vordere die normalen 3, der linke
nur 2. Die Palella des Palps ist 1 1/3 mal so lang als breil ; die Tibia ist
kaum schmâler, aber 1 1 /4 mal so lang als die Palella, nur 1 2/3 mal so lang
als breit ; der Tare ist etwas kürzer als Patella + Tibia (5/6), aber 1 1/3 mal
Source : MNHN, Paris
OSTASIAT1SCHE SPINNEN 297
so breit als diese ; das Rostrum beansprucht etwa 1/3 dcr Tarslange ; es
ist konisch mit abgerundetem Ende. Die mittlere Apophyse des Bulbs
(Lamella characterislica) ist etwas vcrschieden von dem der T. alboslriata
Grube (Kulczynski, 1908, Tab. III, Fig. 91); die Platte ist subtrigonal
mit abgerundeten Ecken ; die innere. dem Bulb angewachsene Seite ist
lângs gerichtet, die schiefe vordere Seite ist vor dem Ende, aussen, tief
eingebuchtet, so dass das Ende aïs kurze, scharfe, endwârts gerichtete
Klaue crsclieint ; von deren Spitze zieht sich eine wellenfôrmig gebogene
Kante in ziemlichem Abstand vom Hinterrand diesem entlang nach innen,
sie begrenzt eine nach innen verbreiterte Dépréssion.
Der Céphalothorax isl braun, der Rahmen des Augenvierecks scliwarz-
braun ; die Mittelbinde isl orangebraun, parallelseitig, auf dem Minterdach
verschmàlert, vorn so breit als das Intervall der hintern Dorsalaugen ; sie
ist dicht wciss behaart ; die Seitenfelder sind hell braunlichgrau behaart,
der âusserste Brustrand ist weisslich. Das Sternum ist ziemlich dunkel
rotbraun, die Hüften sind etwas hcller ; die Beine sind braun mil zahlreichen
undeutlichen, kaum dunkleren Ringen. Die Grundfarbe des Ilinterleibs ist
oben brâunlichgelb ; auf der Yorderwand isl ein schwarzes Hufeisen, das
auf die Seiten übergreift und von oben nichl sichtbar ist, dariiber ein Büschel
langer weisser Haarc ; auf den vordern 2/5 des Rückens ist ein langes,
dunkelgraues Trapez, das von einer hellen Lângsbinde in 2 Flecke zerleilt
ist, die Binde isl nach hintcn fortgeselzt und durchschneidet auch den
nachfolgenden |)lumpen, nach hintcn offenen Winkelfleck, ahcr nicht mehr
den llacheren diinneren Winkel dahinter, dessen Schenkel ans Doppellinien
bestehen ; eine letzte schvvarze Doppellinie ist nichl mehr winklig ; (lie
Endcn dieser Linien werden durch grôssere, unregelmàssige dunkle Flecke
gebildet, die dicht hinter einander slchcn. Die Hinlerleibseiten sind dicht
von braunen Làngslinien durclizogen ; (1er Bauch ist gelblich.
Fund : Kloster Dschoni (Choni), Kansu, 8. VI 85 : 1 <?.
Tarentula paralbostriata n. sp.
$ : Céphalothorax I mm lang, 2,8 breit ; Kopf 1,6 mm breit ; vordere
Augenreihe 0,83, II. 1, III. 1,2 mm ; Trapez der Dorsalaugen 1 mm lang.
Mandibeln 1,2 mm lang, zusammen 1,1 breit. Palp 4,7 mm (1,6 + 0,8 + 0,8
+ 1,5), Dicke (1er Glieder, 0,5, 0,46, 0,45 0,7. Bein 1 13,1 mm (3,55 +
1,55 + 2,83 + 2,9 + 1,27) ; II 11,7 mm (3,1 + 1,4 + 2,35 + 2,7 + 2,15) ;
III 11 mm (.',8 + 1,45 + 2,05 + 2,7 + 2) ; IV 14,8 mm (3,9 + 1,25 + 3,1
+ 4,35 + 2,2).
Bestachelung von Bein I : Fem. oben 1-1 + 1 kleiner, vorn 1-1, hinten
3 kleine basale und 1 normalcr praeapikal ; Pat. seitlich je 1 kleiner ; iib.
seitlich je 1-1, unten 2-2-2 ; Met. seitlich je 1-1-2, unten 2-2-1, die apikalen
sind klein.
Die vordere Augenreihe ist etwas kûrzer als die II., vollkommen gerade ;
die Mittelaugen sind etwas grosser als die seitlichen ; die âussern Intervalle
sind gleich dem Radius der Seitenaugen, das mittlere ist wenig kleiner ; die
Source : MNHN, Paris
298
E. SCHENKE1
Hôhe des Clypeus ist gleich dem Durchmesser der Mittelaugen ; die Abstânde
der Vorderaugen von den Augen II sind cher noch etwas grôsser ; eines der
letztern ist doppelt so gross als ein mittleres vorderes, 2 y 2 mal als ein
seitliches ; das Intervall der Augen II ist 5/8 ihres Durchmessers ; die Augen
III sind fast so lang, aber kaum mehr als hall) so breit als die Augen II ;
ihr Intervall ist 4 mal so gross als ihre Breite ; um ihre 1 / 2 fâche Lange
sind sic von den Augen II entfernl ; das Trapez der Dorsalaugen ist so lang
als vorn breit, hinten 1 1 /5 mal so breit als vorn. Die Mandibeln sind zusam-
men breiter als lang ; die Furchenrânder tragen die 3 vordern und 2 hintern
Zâhne.
Der schwach keulenfôrmige Fémur des Palps ist wenig über 3 mal so lang
als dick, so lang als Patella + Tibia, oben gemessen ; der Tare ist etwas
kürzer ; die Tibia ist zylindrisch, 1 7/9 mal so lang als dick ; die Lamella
Fig. 168. — Tarentula paralboatriaia n. sp.
Lam. characteristica il. L. Bulbs ; a ■. v. unten ; 6 : v. untcn-hinten.
characteristica des Bulbs hat âhnlichen Umriss wie bei T. alboslriatoides,
doch ist das âussere Ende mehr abgestutzt und die Kante der Abstutzung
ist etwas wulstig ; die Bucht neben der eigentlichen Spitze ist schmàler,
fast winklig ; der die Bucht innen begrenzende dreieckige Zahn ragt stârker
vor.
Der Céphalothorax ist ziemlich dunkel braun ; eine fast parallelseitigc
Mittelbinde ist beinahe gleich breit wie das Intervall III ; sie ist, wie auch
3 weit getrennte submarginale Flecke wenig heller als die Umgebung. Die
Mandibeln und Beine sind wie der Céphalothorax gefârbt ; die Beine sind
nicht geringe.lt ; das Sternum ist etwas dunkler als die Hüften und derBauch.
Der Hinterleib ist oben dunkel braungrau. Die médiane und 2 submarginale
Binden des Céphalothorax sind silberweiss behaart, die Beine lang, anliegend,
weisslich : eine mittlere Lângszone des abgcriebenen Hinterleibs scheint weiss,
die Seilen mehr orangebraun behaart zu sein.
I’und : Tal des Flusses Muryn Dschanba, Kansu, 12. V 85 : 1 <$.
Tarentula potanini n. sp.
: Céphalothorax 5,4 mm lang, 4 breit. Abdomen 5,6 mm lang ; Kopf
2,3 mm breit; vordere Augenreihe 1,1, II. 1,2, III. 1,5 mm ; Viereck der
Dorsalaugen 1 mm lang. Mandibeln 2,2 mm lang, zusammen 2 breit. Bein I
Source : MNHN, Paris
OSTASIATISCHE SPINNEN
299
16,8 mm (4,2 + 2 + 3,8 + 4 + 2,8) ; II 16,1 mm (4,2 + 2 + 3,2 + 4 +
2,7) ; III 15,5 mm (4 + 1,9 + 2,8 + 4,2 + 2,6) ; IV 19,4 mm (4,7 + 1,8 +
4 + 5,9 + 3).
Bestachelung : Aile Femora oben 1-1-1, I-III hinten 1-1-1, IV hinten
1, I vorn 1, II-IV vorn 1-1 ; Pat. lu. Il vorn 1, III u. IV seitlicli je 1 ; Tib.
I u. II oben 1 nach der Mitte, III u. IV oben 1-1, aile Tib. seitlich je 1-1,
l
Fia. 169. — Tarentula polan
a ! R. Bulb v. unten ; 6 : v
unten 2-2-2 ; Met. I-III seitlich je 1-1-1, IV seitlich je 1-1-2, aile unten 2-2-2.
Die vordere Augenreihe ist procurv ; die Mittelaugen sind etivas kleiner
als die seitlichen (7/9), das mittlere Inlervall ist gleich dem Durchmesser
der Mittelaugen, ein seitliches ist wenig kleiner ; die Abstânde von den A.
II sind 1 2/7 mal so breit als ein Mittelauge ; der C.lypeus ist seitlich = 2,
in der Mitte — 2 y 2 Mittelaugendurchmesser ; die Augen II sind doppelt
so breit als die vordern seitlichen, ihr Zwischenraum ist gleich ihrem Durch¬
messer ; die Augen III sind relativ klein ; ihr lângerer Durchmesser ist
= 5/6, der kürzere 3/4 von dem der A. II ; das Intervall ist 3 y 2 mal so breit,
der Abstand von den vordern 1 x / 2 mal so lang als die hintern Dorsal-
augen ; das Trapez der Dorsalaugen ist hinten 1 1 /4 mal so breit als vorn
Source : MNHN, Paris
E. SCHENKEL
300
und kürzcr (5/6) als vorn breit. Die Mandibeln sind langer als zusammen
breit ; die Furchenrânder tragen vorn 3, hinten 2 Zâhne. Die Lamella
characteristica des Bulbs isl subtrigonal ; die vordere Seile des Dreiecks
ist etwas convex, die beiden andern sind sigmoid ; die aussere Spitzenparlie
ist doppeischichtig, das umgeschlagene, anfgelagerle Plâttchen ist el)enfalls
subtrigonal ; die vordere Seite ist gerade, die innere winklig nach innen
ausgedehnt, die hintere sigmoid ; die aussere Ecke ist elwas abgerundet,
die liintere innere in ein scharfes Spitzchen ausgezogen.
Das Augenfeld ist schwarz, in (1er Mille schwach aufgehelll ; die Mitlel-
binde des Céphalothorax isl hell rotbraun, fasl parallelseitig, mn die Mitlel-
ritze schwach erweiterl ; die Seilen sind ziemlich dunkelbraun mit noch
dunklern Radien ; die Mandibeln sind dunkelbraun ; Sternum, Hüften,
Trochanter (elwas heller) und vorderes Drittel des Epigastralfeldes sind
braunschwarz ; dieBeine sind braun, am dunkelsten die Femora. Der Hinter-
leib ist oben braun, nicht gezeichnet ; der Bauch ist hell, weiss behaarl,
aucli sonst ist die Behaarung grauweiss.
Fund : Pabo am Etsingol, innere Mongolei, 9. IV 86 : 1
Tarentula lesserti n. sp.
<J : Céphalothorax 4,9 mm lang, 3,4 breit. Abdomen 4,4 mm lang. Kopf
2 mm breit ; vordere Augenreihe 1, 11. 1,2, III. 1,4 mm ; Trapez der Dor-
salaugen 1,05 mm lang. Mandibeln 1,8 mm lang. zusammen 1,7 mm breit.
Palp 5 mm (1,4 + 0,9 + 1 + 1,7). Dicke der Glieder 0,6, 0,55, 0,5, 0,7.
Hein 1 I 1,4 mm (3,9 ! 1,8 3,1 • 3,3 1,3) j II 14,3 Dim (4 + 1,8 +
2,9 + 3,3 + 2,3) ; III 13,2 mm (3,6 + 1,3 + 2,2 + 3,8 + 2,3) ; IV 17 9 mm
(4,6 + 1,6 + 3,5 + 5,5 + 2,7).
Bestaclielung : Aile Femora oben mit 1-1-1, I vorn 1, hinten 1-1, II und
IV seillich je 1-1, 111 vorn 1-1, hinten l-l-l-l ; aile Palellen seitlich je 1 ;
aile Tibien seitlich je 1-1, unten 2-2-2, dazu Tib. III auch oben 1-1 ; aile
Metatarsen seitlich je 1-1-2, unten 2-2-2. Die vordere Augenreihe ist procurv ;
ilire Augen sind gleich gross ; (1er minière Zwischcnraum isl etwas kleiner
als der Durchmesser, ein seitlicher gleich dem Radius eines Vorderauges ;
elwas grosser als der Vorderaugendurchmesser ist der Absland von den
Augen II, eben so die Hôhe des Clypeus in der Mille, seillich ist sic nur 3/4 ;
die Augen II sind doppelt so breit als die vordern, ihr Intervall ist gleich
ihrem Durchmesser ; nur 2/3 des letzteren ist der Durchmesser der ziemlich
runden Augen III, die unter sich uni ihre dreifache Breile getrennt sind ;
der Zwischenraum der Augen II u. III ist = 1 2/3 Durchmesser der letzteren ;
das Trapez der Dorsalaugen ist hinten 1 1 /6 mal so breit als vorn, die Lange
ist 5/6 der vordern Breile. Die 3 vordern Furchenrandzâlme der Mandibel
sind aequidistant, der mittlere ist etwas grosser, der Ilinlerrand tràgt
2 Zâhne. Die Lamella characteristica des Bulbs liai âhnlichen Umriss wie
bei T. albostrialoides ; die Einbuchtung vorn innerhalb der Aussenecke isl
grosser und mehr winklig ; die Ecke selbst ragt als diinner scharfer Dorn
melir nach aussen vor ; die hintere Seite des Dreiecks ist stark sigmoid
Source : MNHN, Paris
301
OSTASIATISCHE SPINNEN
gebogen, und die lângsgerichtete Innenseite, die Basis ist viel breiter,
rückwârts ausgezogen.
Der Céphalothorax ist braun, das Augenviereck braunschwarz ; die Kopfsei-
ten sind etwas heller als die des Thorax ; die Mittelbinde ist verschwommen,
kaum heller als der Thorax. Die Palpen und Beine sind braun ; Sternum
Fig. 170. — Tarenlula lesserli n. sp. £
a: Tais des 1. l’alps v. untcn ; b: Toi! dos llulbs von aussen.
und Epigastrium sind braun mit schwàrzlichen Anllug ; die Hüften sind
wie die Beine gefàrbt, heller als das Sternum ; auf der Vorderwand des
Hintcrleibs ist èine sclnvarze Querbinde, auch die obern Partien der Seiten
sind schwàrzlich : der Bauch ist weisslichbraun ; die mittlere und die zieni-
lich breiten subniarginalen Binden, sowie der Rand des Céphalothorax sind
weiss, die Zwischenfelder hellbraun behaart ; die anliegenden Haare der
Beine sind meist weiss.
Fund : Tal des Flusses Bardun (das weitere unleserlich), 20. V 8b : 1
Source : MNHN, Paris
Tarentula kratochvili n. sp.
<J : Céphalothorax 5,6 mm lang, 3,7 breit. Abdomen 5 mm lang, 3,7 breit.
Kopf 2 mm breit; vordere Augenreihe 1,1, II. 1,15, III. 1,5 mm ; Augcn-
viereck 1,1 mm lang. Mandibeln 1,8 mm lang, zusammen ebenso breit. Palp
5,9 mm (1,8 + 1,1 +1,1 + 1,9). Dicke der Glieder 0,7, 0,6, 0,6, 0,8 Bein I
17,1 mm (4,6 + 2,1 + 3,6 + 4,1 + 2,7); II 16,5 mm (4,35 + 2,1 + 3 2
+ 4,05 + 2,8) ; III 14,4 mm (3,8 + 2 + 2,4 + 3,8 + 2,4) ; IV 19,7 mm
(5,4 + 2 + 3,8 + 5,5 + 3).
Bestachelung : Femora I u. II oben, oben-vorn und hintcn je 1-1-1, vorn
vor dem Ende etwas tiefer 1 ; Patellen I u. II seitlich je 1 ; Tibicn I u.
II seitlich je 1-1, unten 2-2-2.
Die vordere Augenreihe ist kaum procurv ; ihre Mittelaugen sind wenig
grôsser als die seitlichen ; das mittlere Intervall ist = 2/3, ein seitliches =
y 2 , die Abstânde von den Augen II wenig mehr aïs 1, voin Clypeusrand
etwa = 2 Mittelaugendurchmesser ; die Augen II sind doppelt so breit
als die vordern Mittelaugen, ihr Zwischenraum ist 1 1/4 mal ihre Breite •
die Augen III sind nur wenig kleiner als II ; ihr Intervall ist 3 mal, ihr Abstand'
von den Augen II 1 f 2 mal so gross als ihre Breite ; das Augenviereek ist
hinten 1 1 /4 mal so breit als vorn, so lang als vorn breit. Der Hinterrand
der Mandibelfurche trâgt 2 gleiche, benachbarte Zâhne ; von den 3 Vor-
derrandzâhnen ist der mittlere so gross wie jene ; die âussern sind kleiner
Source : MNHN, Paris
OSTASIATISCHE
der basale ist vom mittleren ziemlich weit enlfernl. Die Lamella characle-
ristica liai àhnlichen, subtrigonalen Umriss wie bei 7. albostriatoides, paral-
bostriala, polanini, lesserti, aber die âussere, apikale Partie isl stielartig
aufgerichtel und trâgl als Abslutzungsflâche ein dunkles, Lrigonales Plâll-
clien, dessen Ecken den Stiel überragen, .lie vordere als ausgezogener
Dorn, die âussere als rcchlwinklige, die hintere als abgerundele Ecke.
Der Cephalolhorax isl braun ; das Augenfeld isl schwàrzlich, (1er Kopf
dahinter etwas reiner und lieller braun als der Ihorax; Brustseiten mil
dunklern Radien. Die Mandibeln sind braun ; die Palpen sind gelblichbraun ;
die Femora der Beine sind braun. die übrigen Glieder etwas heller, rotlicher ;
die Ringelung isl undeullich ; der Ilinlerleib isl oben schwârzhchgrau obne
merkliche Zeichnung ; die Behaarung isl lângs der Mille weiss, nach aussen
mil grau gemischt. Das Sternum ist einfârbig schwârzlichbraun, dunkler
als die Hüflen ; der Bauch ist bellbraun.
Fund : Fluss Bardun, Kansu, 12. V 86 : 1 <$.
Tarentula hamata n. sp.
g : Cephalolhorax 5,2 mm lang, 3,3 breit. Abdomen 4,7 mm lang, 2,4
breit ; Kopf 1,9 mm breil ; vordere Augenreihe 0,9, II. 1, III. 1,35 mm;
Lange des Dorsalaugentrapezes 1 mm. Mandibeln 2 mm lang, zusammen
1,8 mm breit. Patella des Palps 1,1 mm lang, 0,7 dick. Tibia oben 0,7 mm
lang, in der Mitte ebenso dick, Tars 1,8 mm lang, 1 mm dick, Breile dieser
Glieder von oben gesehen 0,5, 0,5, 0,9. Bein I 13,68 mm (3,6 + 1,9 + 3 +
3 + 3,08 + 2,1) ; II 13,25 mm (3,35 + 1,75 + 2,65 + 3,18 + 2,32) ; III
12,34 mm (3,03 + 1,63 + 2,38 + 3,3 + 2) ; IV 16,7 mm (4,24 + 1,9 + 3,12 +
Bestachelung : Aile Fem. oben mil 1-1-1. I u. II vorn 1, hmlen 1-1. [H
seitlich je 1-1, IV vorn 1-1-1, hinten 1 ; aile Pat. seitlich je 1 ; aile 1 ib. seillich
je 1-1, unlen 2-2-2, 111 u. IV oben 1-1 ; Métal, seitlich je 3, unten 2-2-2.
Der Slirnrand isl convex, die Ecken sind vollkommen abgerundet. Die
vordere Augenreihe isl mâssig procurv ; ihre Mittelaugen sind elwas kleiner
als die seitlichen ; das mittlere Intervall ist mindestens = 1, ein seitliches -
y 2 Mittelaugenbreite ; der Absland der Mittelaugen von den Augen II ist
1 3/5, vom Clypeusrand fasl = 3 ihrer Durchmesser ; die AugenII sind
doppelt so breil als die vordern Seitenaugen, ihr Intervall isl = 1 2/7 Durch¬
messer ; die ovalen Augen III sind fasl so lang als die A. II. aber nur o//
so breit ; ihr Intervall isl fast 4 mal so gross als ihre Breile fasl 3 ma als
ihre Lange ; das Augenlrapez isl hinten 1 1/3 mal so breit als vorn, so lang
als vorn breit. Die Mandibeln sind elwas langer als zusammen breit; der
Furchenhinterrand trâgl 2 gleiche, ziemlich grosse Zàhne, der vordere +
deren âussere viel kleiner sind als der mittlere, der basale isl elwas weiter
enlfernl. In Seitenansicht ist die Tibia des Palps ziemlich gewolbt, so hoch
als lang, auch der Tars ist in Seitenansicht kurz und plump ; uie fast langs-
gerichtete Ansalznaht oder Basis der Lamella charactcnstica des Bulbs
isl relativ kurz ; die Lamella ist aussen hakenformig nach hinten gebogen,
Source : MNHN, Paris
11 ; n k i : i
clas Ende des Hakens ist schmal, parai lelseilig, an der Spilze schief gestutzt,
oben gekielt (vergl. T. hirta Kulczynski, 1908, Tab. III, pag. 87 u. 88).
Die Hautfarbe des Céphalothorax isl braun ; der Vorderkopf und keil-
formige Radien auf den Brustseitcn sind dunkler ; «lie Mandibeln und Reine
sind braun, etwas heller als der Céphalothorax; «las Sternum isl etwas
dunkler als die Hüften mit einem verwaschcnen hcllcren Mittelstrich auf
der hintern Mairie. Der Ilinterleib isl oben hellbraun ; der Cardialstreifen
ist durch seine dunkcln Rânder rnarkierl, die nach hinlen «leullicher werden ;
er ist in der Mille am breilesten, winklig crweitert ; auf 2/3 der Rückenlànge
steht ein schmaler Winkelflcck und zu hinterst ein Dreieck ; die hintere
a : Tib
Halfle des Rückens ist eingerahmt durch 2 Reihen griisserer, fasL verbundener
dunkler Punkte ; die Hinterleibseiten sind dunkler als «1er Rücken ; der
Bauch ist hellbraun ; Mittel- und Randbinden «les Céphalothorax werden
durch weisse Behaarung erzeugt ; die Maure der Zwischenfelder sind wild-
braun, d. h. hell graubraun ; das Rückenfeld des Minlerleibs ist weiss behaart
mil einigen wildbraunen Dreiecken langs der Mille ; die anliegenden Haare
der Beine sind weisslich, die abstehcnden hellbraun.
Fund : Fluss Batscha Rdonsug, inncre Mongolei, G. V 8(i : 1 <J.
Tarentula argenteopilosa n. s|
g : Céphalothorax 5,5 mm lang, 3,8 breit. Abdomen -1,9 mm. Kopf 2 mm
breit ; vordere Augenreihe 1, II. 1,05, III. 1,3 mm ; Augentrapez 0,98 mm
lang. Mandibeln 2 mm lang, zusammen 2,2 breit. Ralp (obéré Kanten in
Seitenansicht) 6,05 mm (1,8 + 1,05 + 1,1 f 2,1), Dicke 0,6 0,7, 0,7, 0,9.
Bein I 14,1 mm (3,8 + 1,9 + 3 + 3,2 + 2,2) ; II 13,7 mm (3,6 ! 1,9 +
2,8 + 3,2 + 2,2) ; III 12,4 mm (3,4 + 1,6 + 2,5 + 3,2 + 1,7) ; IV 16,3 mm
(4,3 + 1,8 + 3,4 + 4,5 + 2.3).
Source : MNHN, Paris
305
Bestachelung : Aile Fem. oben mit 1-1-1, 1 vorn 1, hinten 1-1, 11 u. 111
seitlich je 1-1, IV vorn 1-1, hinten 1 ; aile Pat. seitlich je 1 ; aile Tib. seitlich
je 1-1, unten 2-2-2, III u. IV noch oben 1-1 ; aile Met. vorn je 1-1-2, hinten
1-1-1, unten 2-2-2.
Der Stirnrand ist gerade, die Ecken sind nur mâssig abgerundet. Die
vordere Augenreihe ist etwas procurv ; die Mittelaugen sind wenig grôsser
als die seitlichen ; das mittlere Intervall ist kaum kleiner, ein seitliches
173. — Tarcnhtla argcnlcopilosa n. sp. (J
gleich dem Radius der Mittelaugen ; von den A. II sind die vordern Sei-
tcnaugen um ihren Durchmesser, die mittleren uni 5/8 desselben entfernt ;
der Clypeus ist in der Mitte = 2, seitlich = 1 y 2 Mittelaugenbreiten ; die
Augen II sind doppelt so breit als die vordern mittleren, ihr Intervall ist =
3/4 Durchmesser ; die Augen III sind merklich kleiner, ihr grôsster Durch¬
messer ist 7/9 von dem der vordern, ihr Intervall dreimal so gross als ihre
Breite ; der Abstand von den A. II ist 1 1/7 mal so gross als die Lange der
A. III ; das Augentrapez ist wenig kürzer als vorn breit. Die Mandibeln
sind zusammen etwas breiter als lang ; die Furchenbezahnung ist normal,
vorn 3, hinten 2 ; die Klaue tràgt oben in der Mitte ein kleines Tuberkel.
Mémoires du Muséum. — Zoologie, t. XXV 20
Source : MNHN, Paris
Der Palp ist ctwas schlankcr als der von T. luimuta, in Scitenansichl isL
die Tibia elwas weniger gewolbt nml etwa 1 M> mal so In 11,14 als riiek ; lier
Tars isl so langals Patelin 4- Tibia ; (1er âussere vordere Panel des I laupllohtis
des Bulbs isl gerade und bildet mil der Morizontalen einen Winkel von en
lf>° ; der Endrand ist quer und nur etwa hall) so lang ; die Ansatzstelle
der Lamella characteristica erstreckl sich vom hinlern Driltel des Aussen-
bis zur Mille des Endrands ; diese Basis der Lamella isl fast 1 2/3 mal so
lang als die senkrechl von ihr abstehende hinterc Seile : die Ilypothenuse
des Dreiecks liegt fast quer und ist wellenformig, mit 3 Wolbungen und
2 Buchlen, die intermédiare Wolbung ausserhalb der Mille ist grosser als
die beiden andern ; über die Flfiche der Lamella zieht sich ein hoher aufrechler
Ivamm quer nach aussen ; seine Kante isl proeurv gebogen, schwarz, seine
Basis braun wie der Rcst der Lamella.
Die Haut des Kopfes isl rotbraun, hinter den Augen ziemlich lit-il ; die
Koplgrenzen sind breit kaslanienbraun ; die keilformigen Badien der Brust
sind elwas lieller, sonst sind die Seiten braun, elwas dunkler als der Ilinter-
kopf ; die Mittelbinde ist unscharf und nach hinlen elwas verschmSIerl.
Die Mandibeln sind kaslanienbraun. Die Beine sind rotbraun, die Femora
elwas dunkler. Der Hinterleib ist oben hellbraun. Die Behaarung des Cépha¬
lothorax isl graulich silberweiss ; auf der Mittelbinde und den ziemlich
breiten Randbinden isl sie dicht. auf den Zwischenfeldern schimmerl die
braune Haulfarbe durch. Der Rücken des Minterleibs isl durcli dunkle,
schwarz und braun behaarte Randbinden eingerahml, von jeder derselben
springen 4 kurze plumpe Zweige nach innen und elwas nach hinlen vor ;
zwischen dem vordersten Paar sind 2 grôssere sclnvarze Punkte, die durch
den hellbraunlichon Cardialstreifen von einander getrennt werden ; sonst
ist der Rücken silberweiss; die Hinterleibseiten sind sehneeweiss ; der
ganze Bauch ist schwarz; das Sternum isl schwarzbraun, die Müflen sind
rotbraun ; die Behaarung der Beine ist weiss, aber nichl selir dichl.
Fund : Pabo am Etsingol. innere Mongolei, 9. V 80 : 1 J.
Tarentula argentata n. sp.
: Céphalothorax (i mm lang, 4,1 breil ; Kopf 2,3 mm breit ; vordere
Augenreihe 1 mm, II. 1,2, 111. 1.5 mm ; Augenlrapez 1 mm lang. Mandibeln
2 mm lang, zusammen ebenso breit. Tibia des Palps von unten 0,7 mm lang,
0,55 breit ; Tars 2 mm lang, 0.9 breit. Bein 1 15,7 mm (4,2 4 2,1 3,3 4-
3,55 4 2,55); Il 14,9 mm (3,9 4 - ; 3,02 4 3,18 4 2,5); III 13,9 mm
(3,07 -F 1.73 4 2,8 f- 3,5 4 2,2) ; IV 18,70 mm (4,9 4 2,13 4 3,7 4 5,23 4
2 , 8 ).
Die Stirnecken sind slark abgerundet ; das Augenlrapez üherragl vorn
den Slirnrand ein wenig. Die vordere Augenreihe isl procurv ; ihre Augen
sind gleich gross, ebenso ihre Zwischenraume, die = 5/7 Augendurclunesser
sind ; von den Augen II sind die mittleren Vorderaugcn 1 2/7, die seilliehen
1 3/7, vom Clypeusrand sind die ersteren 2, die letzteren 1 4/7 Vorderaugen-
breitén entfernt ; die Augen II sind 2 4/7, ihre Pttpillen 2 2/7 mal so breit
Source : MNHN, Paris
als die Vorderaugen ; das Intervall II isL fast so gross als 1 Augendurch-
messer; die Augen III siud viel kleiner als II; der lângere Durchmesser
ist nur = 7/9 der Augenbreite II ; das Intervall III ist 4 mal so breit als
der kürzere, 3 mal aïs der lângere Durchmesser eines Auges III ; der Abstand
von den A. II isl fast doppelt so gross als der lângere Durchmesser III ;
das Augentrapez ist hinten 1 2/9 mal so breit als vorn, kürzer als vorn breit.
Die Mandibeln tragen hinten 2 ziemlich grosse, vorn 3 Zàhne. Das Rostrum
des Palpentarsus ist ziemlich Iang und schlank, etwa 1/3 des ganzen Tars ;
Die Lamella characteristica ist eine grosse, unregelmàssig viereckige Platte
â
Fio. 174. — Tarenlula argentata n. sp. £
a : Pat-Tars d. L. Palps v. untrn ; 6 : Lamellu characteristica.
mit grubiger Flâche ; die Ansatznaht, die Basis zieht sich schrag unter
einem Winkel von 45° fast durch den ganzen Bulb ; die apikale Seite ist
gérade und fast quer nach aussen und nur wenig endwârts gerichlet ; der
Ilauptlobus des Bulbs endet innen auf gleichem Niveau ; die Platte isl
nach hinten ctwas verschmâlert, und die hintere âusserc Ëcke ist vollig
abgerundet ; vor dieser Ecke liegt der Platte ein llacher Querkiel auf, der
nach innen schmâler wird und schliesslich nach hinten umbiegt.
Die Hâutfarbe des Augenfelds, besonders nach vorn und aussen, ist
schwarzbraun ; die breite Mittelbinde des Céphalothorax ist orangebraun ;
die Randbinden sind nur halb so breit als die mittlere, innen fast lieller
als diese, nach aussen dunkler ; die Zwischenfelder sind dunkelbraun, an
der breitesten Stelle so breit wie die Mittelbinde. Die Mandibeln sind heller
braun als das Augenfeld ; das Sternum ist braun im Centrum schwach auf-
gehellt ; die Hüften sind wie das Sternum ; die Beine sind einfàrbig braun.
Der Hinterleib ist oben hell, weisslich graubraun ; eine breite, fast parallel-
seitige Medianbinde ist weisslich ; den Rand des Rückens schmückt jeder-
seits eine Reihe dunkler Flecke ; der Bauch ist liellbraun. Mittel- und Rand-
Source : MNHN, Paris
binden des Céphalothorax sind weisslich, die Zwischenfelder hrnun behaart ;
das Mittelfeld des HinterJeihrückens ist weiss, die Seiten sind silbergrau ;
2 Reihen dunkelbrauner Flecke trennen <liesc Fârbungen ; der vorderste
Fleck jeder Reihe ist schmal und lang, der 2. auf halher Lange <les Rückens
ist der grôsste, breiteste ; die beiden folgenden sind successive kiirzer und
sclimâler. Die Beinhaare sind silbergrau.
Tibia und Metatars I tragen seitlich je 1-1, unten 2-2-2 Slacheln.
Fund : Tal Moktogol im Amdo, Kansu, 1(5. IV 85 : 1 J.
Tarentula parahirta n. sp.
alT. hirta Kulczynski.
(J : Céphalothorax 4,8 mm lang, .3,(5 breit. Abdomen 5,(5 mm lang, 3,7
breit ; Kopf 2 mm breit; vordcre Augenreihe 1, II. 1,1, III. 1,55 mm;
Augentrapez 1,1 mm lang. Mandibeln 2,1 mm lang, zusammen 1,8 mm breit ;
in Seitenansicht ist die Patella des Palps 0,9 mm lang, 0,65 dick ; Tibia 0,7
lang, 0,65 dick ; Tars 1,7 mm lang, 0,8 dick, von unten gesehen 0,95 breit.
Bein 113,9 mm (3,7 -f 1,9 + 2,9 + 3 + 2,4) ; II 12,9 mm (3,55 4 1,7 f 2,5 |
2,95 + 2,2) ; III 11,95 mm (3,1 + 1,9 + 2,15 + 3,15 + 1,65) ; IV 15,9 mm
(4,2 + 1,8 + 3,3 + 4,3 -f 2,3).
Die Tibia I bat seitlich je 1-1, unlen 2-2-2 Slacheln, Metatars I seitlich
je 1-1, unten 2-2, Scopula an Metatars und Tars, kein besonders hervorra-
gendes Tasthaar oben an Tars I.
Der Stirnrand ist gerade, die Ecken sind wenig abgerundel. Die vorderc
Augenreihe ist betrâchtlich procurv ; ihre Augen sind fast gleich gross,
das mittlere Intervall ist = 3/4 Durchmesser, ein seitliches wenig kleiner ;
die Millelaugen sind um 3/4, die seillichen um 5/4 Durchmesser von den
Augen II entfernt ; die Ilohe des Clypeus ist in der Mille etwas mehr als
1 y 2 , seitlich 1 Vorderaugendurchmesser ; die Augen II sind doppelt so
breit als die Vorderaugen, ihr Intervall ist wenig grosser als ihr Durchmesser ;
die Augen III sind kaum kleiner als II und fast rund ; ihr Intervall ist 3 mal,
ihr Abstand von den Augen II kauin 1 f 2 mal so gross als ihre Breite ;
das Augentrapez ist hinten fast 1 y 2 mal so breit als vorn und so lang als
vorn breit. Die Mandibeln sind langer als zusammen breit ; von den 3 Zahnen
des Furchenvorderrandes ist der mittlere betrâchtlich grosser als die beiden
andern, der basale ist vom miltleren etwas weiter entfernt ; die beiden
Hinterrandzàhne sind gleich gross. Die Tibia des Palps ist gleich dick, aber
etwas kiirzer als die Patella und wenig langer als breit ; der Tars ist wenig
langer als Patella -f- Tibia, ziemlich breit und plump ; die Lamella characte-
ristica ist ziemlich gross, subtrigonal ; die âussere I lalfte der vordern Seite
ist kielartig gerandet, die der hintern nach hinten-aussen in einen Fortsatz
ausgezogen, (1er so lang ist wie am Grunde breit und am Ende lialb so breit
ist ; das Ende selbst ist zu einem scharfen Zahn aufgebogen.
Das Augenfeld ist dunkel ; die belle Medianbinde des Céphalothorax
ist am Hinterkopf etwas eingeschnürt ; die Randbinden sind etwas schmàler
als die mittlere und schliessen je eine Reihe dunkler Flecke ein ; die dunkel
Source : MNHN, Paris
OSTASIATISCHE SPINNEN
309
graubraunen Zwischenfelder sind fast so breit wie die Mittelbinde und
haben inégalé Rànder. Die Mandibeln sind dunkelbraun ; das Sternum ist
nur wenig dunkler als die hellbraunen Hüften ; die Palpen und Beine sind
rotbraun, an den Femora unten heller. Ein ziemlich breites Mittelfeld des
Hinterleibrückens ist hell gelbrotlich ; der Cardialstreifen auf der Vorder-
hâlfte gleicht dem von T. barbipes Sdv, er bat hinter seiner Mitte ein Paar
kurze Seitenzacken und 2 àhnliche, kleinere am abgestutzten Ende ; er
ist etwas dunkler, mehr braun als die Umgebung, seine schwarzen Konturen
zerfallen hinten in einzelne Punkte. Der Bauch ist gelblichbraun. Die hellen
Partien des Céphalothorax sind hellbraun, die dunkeln dunkel graubraun
behaart ; das helle Mittelfeld des Hinterleibs ist etwas rôtlich getont ; die
Haare der Seiten sind gelblicher ; die dunkeln Partien sind wie die des
Céphalothorax ; die Beine sind hellbraun behaart.
Fund : Kloster Tschokurtan, Kansu, 7. IV 86 : 2 <J.
Tarentula pseudohirta n. sp.
: Céphalothorax 3,5 mm lang, 2,6 breit ; Kopf 1,4 mm breit ; vordere
Augenreihe 0,73, II. 0,85, III. 1,1 mm, Augentrapez 0,9 mm lang. Mandibeln
1,2 mm lang, zusammen ebenso breit. Bein 1 10,4 mm (2,7 + 1.4 + 2,1 +
2,4 + 1,8) l II 10,3 mm (2,7 + 1,3 + 1,9 + 2,4 + 2) ; III 9,8 mm (2,6 +
1,2 + 1,8 + 2,6 + 1,6) ; IV 13,8 mm (3,4 + 1,4 + 2,8 + 4,1 + 2.1).
Bestachelung : Aile Femora oben mit 1-1-1, I vorn 1, hinten 1-1, 11 - 1»
vorn 1-1, II - III hinten 1-1-1, IV hinten 1 ; Pat. III u. IV seitlich je 1 ;
Source : MNHN, Paris
310
E. SCHENKEL
aile Tib. seitlich je 1-1, unten 2-2-2, dazu III oben 1, IV 1-1 ; aile Met. unten
2-2-2, ausserdem I u. II seitlich je 1-1, III vorn 1-1, hinten 1-1-1, IV seitlich
je 1-1-2.
Der Stirnrand ist in der Mitte (vordere Augenreihe) etwas convex, die
Ecken sind stark abgerundet. Die vordere Augenreihe ist fast gerade ;
ihre Mittelaugen sind 1 2/5 mal brciter als die seillichen ; das mittlero Inler-
vall ist = 2/3 Mittelaugenbreite, ein seitliches ist noch etwas kleiner ; die
Abstânde der Mittelaugen von den Augen II sind kaum, die der seitlichen
merklich grosser als ein Mittelaugendtirchmesser, 1 3/7 solcher ist der Clypeus
in der Mitte, 1 1/7 seitlich hoch ; die Augen II sind doppelt so breit als
die vordcrn mittleren, ihr Intervall ist wenig kleiner als ihr Rurchmesser •
die Augen III sind kaum kleiner aïs die II., oval ; ihr Intervall ist 3 mal so’
gross als ihre Breite und mindestens 1 / 2 mal als die Abstânde von den
A. II. Die Furchenrànder der Mandibeln tragen vorn 3, hinten 2 Zâhne ■
diese sind relativ klein. Der freie Rand des Hauptlobus des Bulbs ist fast
làngsgerichtet, von der Mitte der Basis nach der innern Ecke des Endes ;
sein mittlercs Driltel wird von der basal en Suturder Lamella characleristica
beansprucht ; vorn und aussen wird die Lamella von einem erhaben geran-
deten Kreisbogen begrenzt ; die hintere Seite ist concav ; das aussere Ende
ist zu einem queren, dünnen vertikalen Kamm,erh6ht, der in Vorderansicht
oben etwas verbreitert, beilfürnjig und durchscheinend Lst.
Source : MNHN, Paris
0STASIAT1SCHE SPINNEN 011
Das Augcnfeld ist braunsclnvarz ; der übrige Céphalothorax ist braun ;
die Mittelbinde ist kaum merklich aufgehellt ; die Mandibe n sind braun ;
das Sternum ist schmutzig braun, etwas dunkler als die Hüften '
sind orangebraun, die Femora undeutlieh dunkler marm°n«rt. Em' mitUeres
Lângsfeld des Hinterleibrückens ist braun, hmter dem Cardialdeck etwas
gelblich marmoriert ; von lctztercm sind nur die Konturen, dre diirch zer-
strente schwarze Fleckchen angedeutet sind, vorhanden , die Haï (1er des
Millelfclds sind schwarze Schatten, die nach vorn intensiver werden ; die
Seiten und der Bauch sind einfàrbig hell bràunlichgelb.
Fund : Tal des Flusses Dschanba im Amdo, Kansu, 1. IV : i d-
Tarentula fenestrata n. sp.
Diese Form ist vielleicht das 9 von T. argmtala Schenkel
Ç : Céphalothorax 5,8 mm lang, 4 brelt. Abdomen 6,3 mm lang, 4 brelt.
Kopf zwischen den Dorsalaugen 2,6, weiter hmten bel deri Augen III 2,5 mm
breil ; vordere Aogenreihe 1,1, II. 1,2, III. 1,55 mm Mandibeln 2 3 mm lang.
zosammen 2,5 mm breil. Bein I 13,4 mm (3,6 + 2,1 + 2,7 + 2,77 + 2.-3+
II 12,1 mm (3,5 + 1,7 + 2,37 + 2,5 + 2,03) :; III 11,65 mm (3,15 + 1,65 +
2,25 + 2,8 + 1,8) : IV 16,2 mm (4,3 + 2,0o + 3,27 + 4,43 + 2,13)
Bestachelung : Von oben sichtbar an Fem. I H --- 111 - ’
IV 3-1-3 ; aile Tll). nnten 2-2-2, III u. IV seillich je 1-1 +aile Metat. unten
2-2-2, III U. IV seitlich je 1-1-1 ; die dichlc Scoiiula bedeckt die ganze Unter-
seite von Met u. Tars I, ail B. II nur die Endhalfte des Met. und den Tars.
Der Kopf ist bel den Augen III schwach halsartig emgesdmnrt,
sind seine Seiten convex ; der quere Stirnrand ist in der
Angenreihe) schwach vorgewülbl. die vortoe At^enMhe st proeurv
ihre Mittelaugen sind kaum grôsser als die seitlichen ; das mittlere_ In
ist fast = 3/4, ein seitltches - % Mittelaugenbrate ; der Abstand der
vordern mittleren von den Augen II ist gleich dem Durdnnesser der e stem
der der seitlichen ist etwas grôsser; die Hohe des Clypeus ist miter
Mittelaugen tast doppell so gross als deren Durchmesser die Auge n 11
sind doppelt so brelt als die vordern mittleren ; îhr Intervall uit gleich ihrer
Breite; die Augen III sind schmal elliptisch fast so lang aher nur Jialb
so breit als die Augen II ; ihr Intervall ist 3 1 3 mal so gross aïs ihre Lange
nnd doppeV o groi als ier Abstand II - III ; das Augentrapez ist hmten
ï 1,3 maïso breit als vorn, so lang als vorn breit. Die 5 and,hein sind —
men etwas breiter als lang ; der vordere Furchenrand trSgt .3, der hmtere
2 Zâhne ; der mittlere vordere nnd die lieiden ’
die Sussent vordern sind kleiner, der aprkale steht dicht am "n “eren.
Die beiden grossen Epigynengruben gleichen abgerundeten sclnefwmkljen
Parallclogrammen ; ihre Boden sind weiss, kissenartig , die A . .
sind in der Mitte schwach winklig gebrochen und ragen et ''; aa
vor ; die mittlere Partie des Septums ist sehr schmal, parallelseltig, nacn
vorn aeht sic in einen grossen, dreieckigen Vorsprung des \ orderrandts
über ; hinten ist es erst ein wenig erweitert und schliesslich zu emem gross ,
Source : MNHN, Paris
312
E. SCHENKEL
± procurven Querbalken ausgedehnt, dessen Seiten durch Furchen vom
dreieckigen Mittelstück getrennt sind.
Die Haut des Céphalothorax ist schwarzbraun ; die rotbraune Mittelbinde
ist fast parallelseilig, so breit als das Augenintervall 111 ; die gleich gefârbten
Randbinden sind etwas schmâler und durch einen grauen Làngsschatten
in je 2 Binden zerteilt ; die hellen Toile sind graulichweiss, die dunkeln
graubraun behaart, der Konlrasl ist gering. Die Beinc sind brâuniichweiss ;
der Hinterleib ist oben hell sandbraun behaart mit weisslichem Fleck am
Vorderrand ; unter Flüssigkeit betrachtet gchl der weisse Fleck in ein
failles Langsfeld über, das nur wenig heller ist als die anstossenden Flâchen ;
vorn ist der weisse Fleck flankiert von 2 dunkelbraunen Strichen, das belle
Feld auf der Hinterhàlfte von 3 Paaren etwas schrâger, kommaartiger
Flecke von derselben Farbe.
Funde aus Kansu : Santschuan am Hoangho im Amdo, 23. III 85 : 1 O •
Tal des Badschugol im Amdo, 17. IV 85 : 1 $ ; Dorf Rtygri im 'l'ai des Lunt-
schopu, 9. V 85 : 1 $.
Funde aus der innern Mongolei : Fluss Bardun, 12. V 86 : 1 O • Elsin
gol oberhalb Gao tai (Kau-tàh), 20. V1 86 : 1 $.
Tarentula fenestrata
Var. pseudobarbipes n. var.
$ : Céphalothorax 5 mm lang, 3,7 breit. Kopf zwischen den Dorsalaugen
2,2, etwas weiter hinlen 2,1 mm breit; vordere Augenreihc 1, II. 1 , 1 , m
1,4 mm ; Augentrapez 1,03 mm lang. Mandibeln 2,1 mm lang.
Die mittlere, parailelseitige Partie des Medianseptums der Epigyne ist
viel breiter, mehr als lialb so breit als eine der Gruben (bei der Stammform
1/8); die Seiten des Querbalkens ragen weiter nach aussen, sind dünner
endwàrts stârker nach vorn gebogen, nicht merklich durch Furchen vorn
Septum abgegrenzt ; die Gruben sind relativ kleiner und rundlicher.
Source : MNHN, Paris
OSTASIATISCHE SPINNEN
313
Die weisslich behaarte Mittelbinde des Céphalothorax ist parallelseitig
und etwa so breit wie die 2. Augenreihe ; die submarginalen Binden sind
hall) so breit. Dcr Cardialstreifen des Hinterleibs liât àhnliche Form wie bei
T. barbipes Sdv, ist aber schlanker ; die braunen Grenzen senden hinter
der Mitte und am abgestutzten Ende Seitenzacken aus ; das Innere des
Flecks ist fahl ; das den Streifen einschliessende weisse Mittelfeld wird nach
hinten breit und enthâlt 2 grosse, breite, undeutliche braune Dreiecke hinter
einander ; das Sternum ist etwas dunkler als die Hüften ; die Beine sind
nicht geringelt ; der Bauch ist hell ; die Epigyne ist braun, die Kissen der
Grubenbôden sind weiss.
Fund : Berge zwischen den Flüssen Ussan und Taschitu, innere Mongolei,
25.-26. V 86 : 1 $.
Tarentula davidi n. sp.
Ç : Céphalothorax 6 mm lang, 4,6 breit. Kopf 2,8 mm breit ; vordere
Augenreihe 1,1, 11. 1,25, III. 1,63 mm ; Augentrapez 1,18 mm lang. Mandi-
beln 2,6 mm lang, zusammen ebenso breit. Bein I 14 mm (4,1 + 1,9 +
2,9 + 2,8 + 2,3) ; Il 13,2 mm (3,8 + 1,9 + 2,5 + 2,8 + 2,2) ; III 12,9 mm
(3,5 + 1,7 + 2,5 + 3 + 2,2) ; IV 17,1 mm (4,8 + 1,7 + 3,4 + 4,8 + 2,4)
Bestachelung : Aile Fem. oben 1-1-1, I vorn 1, hinten 1-1, II seitlich
je 1-1, III vorn 1-1, hinten 1-1-1, IV vorn 1-1, hinten 1 ; Pat. I u. II vorn 1,
III u. IV seitlich je 1 ; aile Tib. unten 2-2-2, I vorn 1, II vorn 1-1, III u.
IV oben u. seitlich je 1-1 ; Met. I - III unten 2-2-2, IV 1-2-2-2, II vorn 1-1-1,
III u. IV vorn 1-1-1, hinten 1-1-2.
Source : MNHN, Paris
314
K. SCHENKEL
Die halsartige Einschnürung des Kopfes hinter den Augen ist nur schwach ;
der Stirnrand ist fast gerade, die Eeken sind abgerundet. Die vordere Augen-
reihe ist nur schwach procurv ; die Augen sind gleich gross, auch ihre Inter¬
valle sind gleich, elwas kleiner als eine Augcnbreite ; die Abstànde von
den Augen II sowohl als vom eigentlichen Clypeusrand sind elwas grosser
als ein Augendurchmesser ; die Augen 11 sind doppelt so breit als die vordern ;
ihr Intervall ist 1 2/9 ma! so gross als die Breite eines Auges ; die Augen III
sind kleiner als II (7/9), ihr Intervall ist 3 1/3 mal so gross als ihre Lange,
fast 4 mal als ihre Breite ; ihr Abstand von den A. II ist doppelt so gross
Fio. 179. — Tarentula davidi n. sp.
?• Epigyne.
als ihre Lange ; das Augenlrapez ist hinten 1 1 /3 mal so breit als vorn,
fast so lang als vorn breit. Der vordere Furchenrand der Mandibel hat 3,
der hintere 2 Zàhne. Die Epigyne ist der von T. /enestrata àhnlich, aber
das Septum ist nur in der Mille für eine kurze Strecke sclimal, dann nach
vorn und nach hinten stark erweitert ; das hintere Dreicck ist eher grosser
als das vordere, sein Hinterrand ist stark procurv, seine Eeken sind als
lange, dünne Leisten ausgezogen und so weil nach vorn verlângert, dass
sic die hintere Hâlfte der Aussenrânder der Gruben bilden ; letztere sind
abgerundet, etwas langer als breit.
Die Iiautfarbe des Céphalothorax ist ziemlich kontrastreich ; die hell
rotbraune Mittelbinde ist vorn parallelseitig, etwas breiter als das Intervall
der A. III, uni die Mittelritze schmal elliptisch erweitert; das Augenfeld
ist dunkel rotbraun, nach aussen dunkler ; die hell rotbraunen Randbinden
sind breit ; die Zwischcnfelder sind schmâler als die Mittelbinde, nach innen
Source : MNHN, Paris
0STASIATISCHE SPINNEN
315
schwarz, aussen dunkelbraun ; der Clypeus ist rotbraun. Die Mandibeln
sind stark kniefôrmig vorgewolbt, auf der Wôlbung rotbraun, unten braun-
schwarz ; die Basalhâlfte der Lippe ist schwarz ; die Maxillen sind dunkel¬
braun ; das Sternum und die Hüften sind braun, ersteres auf der Scheibe
etwas bel 1er ; die Beine sind rotbraun, die Femora mit Ausnahme der Spitze
etwas dunkler. Die Binden des Céphalothorax sind trüb weisslich, die
Zwischenfelder braun behaart, die Beine ileckig graulichweiss und bel 1 braun.
Der Hinterleib ist beschàdigt ; ein breites weissliches Mittelfeld ist blond
behaart, auf der llinterhalfte von schmalen, dr unterbrochenen schwârz-
lichen Streifen begrenzt.
Fund : Han-tschong-fu, Süd Schensi, 1873 : 1 Ç.
Tarentula orbiculata n. sp.
$ : Céphalothorax 6 mm lang, 4,4 breit. Abdomen 8,1 mm lang, 5 breit.
Kopf 2,7 mm breit; vordere Augenreihe 1,1 mm, II. 1,25, III. 1,65 mm.
Mandibeln 2,5 mm lang, zusammen ebenso breit. Bcin I 14,4 mm (3,8 +
2,2 + 2,9 + 3 + 2,5) ; 11 13,4 mm (3,6 + 2 + 2,7 + 2,7 + 2,4) ; III 12,9 mm
(3,3 + 1,9 -f- 2,4 3 + 2,3) ; IV 17,5 mm (4,4 4 * 2 + 3,4 4- 4,7 4- 3).
Die Stacheln der Beine sind teilweise abgebrochen ; von den 3 oben an
Fem. I sind die beiden proximalen sehr lang ; lib. I vorn 1-1, unten 2-2-2 ,
Met. I unten 2-2-2 und Scopula wie am Tars ; Fem. III oben 1-1-1, seitlich
je 1-1.
Kopf ohne halsartige Einschnürung ; die Mitte des Stirnrands ragt betràcht-
lich vor. Die vordére Augenreihe ist stârker procurv als bei T. daüidi ; die
Augen sind etwas kleiner, die Intervalle grosser, das mittlere ist mindestens
so gross als ein Augendurchmesser ; auch die Abslânde von den Augen II
und vom Clypeusrand sind grosser, 1 / 2 Durchmesser ; die Augen 1I_ sind
etwas mehr als doppelt so breit als ein vorderes, ihr Intervall ist 1 I/o ma
so breit als ein Auge ; die Augen III' sind wenig kleiner als II ; ihr Intervall
ist doppelt so gross als der Abstand von den A. II und 3 mal so breit als
ein Durchmesser III ; das Augentrapez ist hinten 1 1/3 mal so breit als
vorn, wenig kürzer als vorn breit. Die Vorderflache der Mandibeln ist etwas
gcwôlbt ; der Hinterrand der Furche tragt dicht beisammen 2 gleich grosse,
krâftige Zahne, die kaum grosser sind als der mittlere der 3 Vorderrand-
zàhne, von diesen ist der basale etwas weiler vom mittleren abgeriickt als
der apikale. Die hellen Gruben der Epigyne sind relativ klein und fas
kreisrund ; das Septum ist viel breiter, an der schmalsten Stelle hall)> so
breitals eine der Gruben ; es ist hinten in einen geraden plumpen Querbalken
erweitert, dessen Enden die Grubenmitten etwas überragen ; dte End en
sind mindestens so'breit wie die schmalste Stelle des Septums ; ihre Abstutz-
ungen convergieren ganz schwach nacli hinten.
Die Mittelbinde des Céphalothorax ist hell rotbraun, parallelseitig, etwas
breiter als das Intervall der Augen III ; die Zwischenfelder sind dunkler
braun und von den noch dunklercn Randbinden nur durch einen hellen
Slrich getrennt ; der Rahmen des Augenfeldes ist dunkelbraun ; die Beine
Source : MNHN, Paris
316
KNKF.T.
sind rotbraun. Das Mittelfeld des Hinterleibrückens ist ziemlich breit,
spindelfôrmig, orangebraun, seitlich begrenzt von schwârzlichen Langsschat-
ten ; der Cardialstreilen ist wenig dunkler als seine Umgebung, ziemlich
breit, hinter der Mitte und am Ende mit Seitenzacken versehen. Die Unler-
seite des Vorderkôrpers ist braun, die des Ilinterleibs wie dessen Seiten
heller. Die Mittelbinde des Céphalothorax ist hellgrau behaart, die Zwischen-
felder ziemlich dunkel graulichbraun ; die Randbinde besteht aus 3 Streifen,
einem untern schmàleren hellgrauen, einem schwarzen mittleren und einem
hellgrauen obern ; aile 3 zusammen sind kaum halb so breit als die Mittel-
Fio. 180. — Tarcniula wbiculala n. sp.
ç. Epigyne.
binde. DieMandibeln sind vorn dicht mil langen, etwas abstehenden Grannen
bekleidet, die oben grau, unlen rnehr rotlichbraun gefarbt sind.
Eund : Han-tshong-fu, Süd Schensi, 1873 : 1 ?.
Tarentula bipennis n. sp.
$ : Céphalothorax 4,8 mm lang, 3,75 breit. Kopf 2,2 mm breit ; vordere
Augenreihe 0,95, II. 1,1, III. 1,45 mm ; Augentrapez 1,1 mm lang. Mandibeln
2 mm lang, zusammen ebenso breit. Bein I 12,3 mm (3,5 -F 1,7 -f 2,5 -f
2.4 + 2,2) ; II 11,9 mm (3,4 + 1,7 + 2,3 + 2,4 + 2,1) ; 111 11,3 mm (3,2 +
1.5 + 2,1 + 2,5 + 2) ; IV 16,1 mm (4,3 + 1,9 + 3,1 + 4,3 + 2,5).
Bestachelung : Aile Fem. oben mit 1-1-1, I vorn 1, hinten 3, II vorn 2,
hinten 3, III seitlich je 3, IV vorn 3, hinten 2; Pat. II vorn 1, III u. IV
seitlich je 1 ; Tib. I u. II vorn 1-1, unten 2-2-2, III oben und seitlich je 1-1,
unten 2-1-2 ; IV wie III aber unten 2-2-2 ; Met. I unten 2-2-2, Scopula an
Metat. und Tars ; Metat. II wie I, dazu noch vorn 3, III u. IV seitlich je
1-1-2, III unten 2-2-1, IV 2-1-2-1.
Die halsartige Einschnürung des Kopfes ist kaum angedeutet, aber die
Seitenbuchten sind sehr ausgepràgt, winklig ; der Stirnrand ist gerade,
die Ecken sind abgerundet. Die vordere Augenreihe ist mâssig procurv ;
ihre Augen sind subegal, ebenso die Intervalle, die etwas kleiner sind als
ein Augendurchmesser ; die Abstànde von den A. 11 sind bei den Seitenaugen
Source : MNHN, Paris
1 i/ 2 , bei tien mitlleren 2 Durehmesser (1er letzteren ; die Augen II sind
doppelt so breit als die vordern, ihr Interval] isL 1 4/7 mal so breit als ein
Auge ; die runden Augen III sind wenig kleiner als die A. Il ; ihr Intervall
ist 3 mal so breit als ihr Durehmesser und fast doppelt so gross als der Abstand
von den A. II ; das Augentrapez ist hinten 1 1/3 mal so breit als vorn, so
lang als vorn breit. Die Rânder der Mandibelfurche tragen vorn 3, hinten
2 Zàhne. Die Gruben der Kpigyne sind ein wenig grosser, mehr langlich
als die von T. orbiculata, aber auch abgerundet ; das Septum ist schmâler ;
es hat an der dünnsten Stelle nicht einmal 1/3 der Breite einer Grube ;
der Querbalken hinten ist schlanker, an den schmalsten Stellen nur so breit
als das Septum ; der I linterrand des Balkens ist gerade, die Aussenrânder
sind convex und bilden mit den stark procurven Vorderrândern der Bal-
kenschenkel vorspringende spitze Ecken.
Fin. 181. — Tarcniula bipennis n. sp.
$• Kpigyne.
Die Haut des Augenvierecks ist braunschwarz ; die parailelseitige Mittel-
binde des Céphalothorax ist mindestens so breit wie das Interval III, hell
orangebraun ; die Zwischenfelder sind ctwas schmâler als die Mittelbinde,
dunkelbraun ; noch schmâler sind die hellen, von einem braunen Làngsstrich
durchzogenen Randbinden ; der Clypeus und die Kopfseiten sind wenig
lieller als die Zwischenfelder. Die Mantlibeln sind dunkel rotbraun ; die
Mundteile und das Sternum sind braun, die Hiiften sind etwas heller ; die
Unterseiten der Feinora sind weisslich, oben sind schon die Femora heller
als die Zwischenfelder des Thorax ; die Beine sind sehr undeutlich geringelt.
Der Rücken des Hinterleibs ist hellbraun ; das hellere Mittelfeld ist von 2
Reihen dunkler Flecke begrenzt ; der Cardialstreifen ist ziemlich plump,
besonders gegen die Rânder dunkler, etwas hinter der Mitte und am
gestutzten Ilinterende mit je einem Paar Seitenzacken. Die Behaarung
der hellen Cephalothoraxbinden ist brâunlichweiss, die der dunkeln Partien
braun ; der Cardialstreifen ist hellbraun, seine Rânder sind dunkel ; das
Mittelfeld des Rückens ist leils weiss, teils hellbraun behaart ; die seitlich
angrenzenden Reihen dunkler Fleckchen stehen auf hell rôtlichbraunem
Grund ; die Hinterleibseiten sind meist weiss behaart.
Fund : Dorf Jandschepaiwan bei Hai-tschong, Kansu, 25. X 84 : 1 Ç.
Source : MNHN, Paris
318
K. SCHENKEL
Tarentula cuneata (Clerck).
$ : Das Geschlechtsfeld isl stârker verhomt, schwarzbraun ; die Zeichnung
des Hinterleibs ist nicht so kontrastreich, sonst abcr der typischen âhnlich.
Fund : Tal des Flusses Ndami im Amdo, Kansu, 21. V 85 : 1 Ç.
Tarentula pseudopulverulenta n. sp.
$ : Kôrper 6,5 mm. Céphalothorax 2,9 mm lang, 2 breit, Abdomen 3,5 mm
lang, 2,3 breit. Kopf 1.2 mm breil ; vordere Augcnreihe 0,55, II. 0,7, III.
0,85 mm ; Augenlrapez 0,7 mm lang. Mandibeln 1 mm lang, zusammen
ebenso breit. Bein I 6,45 mm (1,8 -f 1,05 | 1,4 -f 1,2 + 1) ; Il 6 mm (1,8 +
0,9 + 1,15 + 1,15 + 1) ; III 6,1 mm (1,65 + 0,9 + 1,2 + 1,35 + 1) ; IV
8,75 mm (2,35 + 1,05 -f 1,7 -f 2,3 + 1,35).
Die vordere Augenreihe ist ziemlich stark procurv ; die Mitlelaugeu
sind kleiner als die seitlichen ; die Intervalle sind subegal, etwas grosser
als der Radius der Seitenaugen ; die Abstânde von den Augen II sirnl gleich
dem Durchmesser der Seitenaugen, die Hôhe des Clypeus in der Mille fast
doppelt so gross ; die Augen II sind mindeslens doppelt so breit als die
vordern Seitenaugen, ihr Zwischenraum ist gleich der Augenbreite ; die
Augen III sind betrâchtlich kleiner als A. II, die Lângen verhalten sich =
2 : 3 ; das Intervall ist 3 1 /3 mal so gross aïs die Lange eines A. III, der
Abstand von den A. II ist 2/3 des Jntervalls III ; das Augenlrapez ist hinten
1 1 /5 mal so breit als vorn, so lang als vorn breit. Die Epigyne ist der von
T. aculcata (Cl.) sehr âhnlich ; der vom Tégument überdachte vordere Teil
der Grube ist am Ende geslutzt, doch isl er betrâchtlich schmàler als die
ofTene Grubenpàrtie.
Source : MNHN, Paris
Die Fârbung ist relaliv sehr hell ; (1er Céphalothorax ist graubraun, das
Augenfeld ist am dunkelsten ; die etwas heller braune Mittelbinde hebt
sich wenig al) ; cine submarginale Binde, die etwa hall) so breil ist als die
médiane, ist etwas lebhafter gelbbraun ; die Aussenrënder (1er Zwischen-
feldcr sind am dunkelsten. das Sternum ist braun, langs (1er Mitte versch-
wommen aufgehellt ; die Beine sind einfarbig hellbraun. Der lanzettliçhe
Cardialstreifen des Hinterleibs ist braun, dunkler graubraun gerandet ;
er erstreckt sicb über die vordere Hâlfte des Rückens, als feine Linie sogar
noch bis zum letzten Viertel ; das ihn einschliessénde brâunlichgelbe Mittel-
feld ist spindelformig ; es durcbzieht die ganze Rückenlange und ist an der
breiteslen Stelle nicht lialb so breil als der Rücken ; seitlich wird es von
2 graubraun marmorierten Làngsbinden begrenzt ; ausserhalb dieser ist
die Marmorierung spârlicher und unscbeinbarer ; der Baucli ist lehmgelb.
Fund : Dort Ndami im Amdo, Kansu, 23. V 85 : 1 $.
Tarentula subrufa n. sp.
$ : Céphalothorax 4,2 mm lang, 2,7 breil. Abdomen 6,5 mm lang. Kopf
1,8 mm breit ; vordere Augenreihe 0,75, II. 1, III. 1,3 mm; Augentrapez
1 mm lang. Mandibeln 1,9 mm lang, zusammen ebenso breit. Bein I 9,1 mm
(2,7 + 1,3 + 1,9 + 1,8 + 1,4) ; II 8,9 mm (2,6 + 1,2 + 1,7 + 2 + 1,4) ;
111 8,9 mm (2,3 + 1,3 + 1,6 + 2,2 + 1,5) ; IV 12,1 mm (3,3 + 1,4 + 2,3 +
Bestachelung : Aile Fem. obcn mit 1-1-1. I vorn 1. hinten 2, II u. 111
vorn 2, hinten 3, IV vorn 2, hinten 1 ; Pat. II vorn 1, III u. IV seitlich je 1 ;
Tib. I u. II vorn je 1-1, erstere unten 2-2-2, lctztere 2-1-2, III u. IV oben
u. seitlich je 1-1, unten 2-2-2; Met. lu. II unten 2-2-2, Scopula an der
Kndhàlftc und am Tars, III u. IV seitlich je 1-1-2, III unten 2-2-1, IV unten,
1 - 2 - 2 - 1 .
Der Thorax ist relativ schmal, der Kopf breit, erst parallelseitig, dann
zugerundel, (loch sind die Ecken ziemlich scharf ; der Stirnrand ist gerade
mit etwas vorgewolbter vorderer Augenreihe ; letztere ist von vorn gesehen
procurv ; ihre Mittelaugen sind 1 1 /6 mal so breit als die seitlichen ; das
mittlere Intervall ist wenig, die seitlichen merklich kleiner als der Durch-
messer der Mittelaugen ; so gross wie letzterer sind die Abstande von den
Augen II ; der Clypeus ist in der Mitte doppclt so hoch ; die Augen II sind
doppelt so breil als die vordern mitlleren, ihr Intervall ist gleich ihrem
Durchmesser ; die runden Augen III sind kleiner als II (4 : 5) ; ihr Intervall
ist = 3 2/3, ihr Abstand von den A. II = 2 1/3 Durchmesser ; das Augen¬
trapez ist hinten 1 1 /3 mal so breit als vorn, so lang als vorn breit. Die
Furchenrânder der Mandibeln tragen vorn 3, hinten 2 Zâhne. Die Grube
der Epigyne ist hinten bei der Bauchfalle olTen und hier so breit als lang,
vorn ist die Breilc noch 1/7 der Lange ; das mittlere Septum geht vorn m
die Feldftàche über, es isl hier etwa lialb so breit als die Grube ; seine Seiten
sind concav und divergieren nach hinten derart, dass sic die Grubenrànder
berühren ; der Hinterrand des Septums ist stark abgerundet und erreicht
in der Mitte die Bauchfalte.
Source : MNHN, Paris
Die Haut «les Céphalothorax isl glati und glanzend ; «las Augenfeld ist
sehwarzbraun ; sonst ist «1er Céphalothorax rotbraun, ohne Miltelbinde ;
«las Hinterdach ist heller, ein orangebraunes Dreieck. Die Mandibeln und
das Sternum sind rotbraun ; die Hüflen sind heller, braun ; die Heine sind
braun, undeutlich geringelt, die Femora sind unten weisslich. Die Oberseite
des Hinlerleibs isl vorn grosstenleils hell rollich ; (1er schmale Cardialstreifen
ist nur undeutlich durch seine Umrisse markiert ; er luit hinler seiner Mitte
relaliv lange quere Aeste ; die Ecken des abgestutzten schmalen I linterendes
sind ausgezogen ; die rotlichc Fârbung «1er Vorderhâlfte des Hückens selzt
sich nach hinten als ziemlich schmales Mittelfehl fort, erzeugt durch Ver-
schmelzung plumper Winkel, die voneinander nur stellenweise abgegrenzt
Fia. 183. — Tnrentula xubru/a n. sp.
$. Epigyno.
sind ; neben diesem Mittelfeld sind grosserc Partien «1er I linterhàlfte dunkel-
grau, brâunlich punktiert ; die untere Partie «1er Seiten und des Bauchs
sind weisslich, kaum gcfleckt ; die grauweisse Behaarung ist am Hinterleib
ziemlich dicht, am Céphalothorax stehen nur an den Seiten einige weisse
Haare.
Fund : Fluss Ulan-ussu ôstl. vom Kukunor, 20. IV 86 : 1 $.
Tarentula aerosa n. sp.
Ç : Céphalothorax 5,7 mm lang, 4 breit. Abdomen 6 mm iang. Kopf 2,5 mm
breit ; vordere Augenreihe 1,1, II. 1,2, 111. 1,5 mm : Augcntrapez 1,2 nun.
Mandibeln 2,6 mm lang, zusammen ebenso breit. Bcin I 13,8 mm (4,1 +1,9 +
2,9 + 2,8 + 2,1) ; II 13,2mm (3,8 + 2,05 + 2,7 + 2,7 + 1,95) ; III 12,25mm
(3,15 + 1,75 + 2,35 + 3,15 + 1,85) ; IV 17,6 mm (4,6 + 2 + 3,7 + 4,8 +
2,5).
Die Patellen «1er Beine tragen seitlich je 1 Stachel ; aile Tibien unten
2-2-2, 1 - III oben und vorn je 1-1, IV oben 1-1 ; Met. 1 u. 11 vorn 1-2, unten
2-2-2, III seitlich je 1-1-1, unten 2-2-3, Bcin IV àhnlich wie III.
Source : MNHN, Paris
Der Stirnrand isL gcrade, die Eckcn sind abgerundet. Die vordere Augen-
reihe ist schwach procurv ; ihre Seitenaugen sind elwas kleiner als die mitt-
leren ; das mittlere Intervall ist elwa = 3/4 Mitlelaugenbreite und doppelt
so gross als ein seilliches, aber glcich gross wie die Abstânde von den Augen
II ; der C.lypeus ist 1 / 2 mal so lioch als ein Mittelauge ; Die Augen II sind
doppelt so breit als die vorderen miltleren ; ihr Intervall ist = 7/9 Durch-
messer; die Augen III sind wenig kleiner als II : ihr Zwischenraum ist =
2 1/3, ihr Abstand von A. II kaum grosser als 1 Durchmesser ; das Augen-
trapez ist hintcn 1 l/l mal so breit als vorn, so lang als vorn breit. Am
Ilinterrand der Mandibelfurche slehen 2 grosse égalé Zàline, am vorderen 3,
deren miLLlerer so gross ist wie ein Hinterrandzalin. Die Grube der Epigyne
ist klein, abgerundet trapezformig, hintcn breiter ; ein mittlerer Làngskiel
Fig. 181. — TarenMa xrosa n. sp.
$. Epigyne.
ist vorn schmal und parallelseitig, hinten erweitert, erst dreieckig, dann
zu einam plumpen, procurven Querbalken, der der Quere nach fast doppelt
so breit ist als das vorn angrenzende Hinterende der Grube, auch 1 2/3 mal
so breit als der ganze Kiel lang ist.
Die Haut des Céphalothorax ist fast gleichmàssig dunkel rotbraun ; die
1 lofe der Dorsalaugen sind dunkler, doch nicht schwarz, die der gleichen
Seite lliessen zusammen ; die Kopffurchen und die Brustradien sind schwach
verdunkelt. Die Mandibeln werden endwârts dunkler ; die Mundteile sind
mit Ausnahme der End- bezw Innenrânder braunschwarz, ebenso das
Sternum, dieses ist auf der Scheibe schwach aufgehellt ; die Hüften sind
dunkelbraun, aber heller als das Sternum ; am Palp ist der Fémur dunkel,
ctwas wolkig gelleckt ; die übrigen Glieder sind heller als der Céphalothorax,
mehr gelblich ; die Beine sind wie der Céphalothorax gefârbl, an den I'cmora
sind 4-5 schmalc dunkle Ringe ; an B. III u. IV sind auch Patella, tibia
und Melatars undeutlich geringelt. Der Hinterleib ist dunkel grauhraun
mil 1 Paaren schwârzlicher Flecke, die vordersten, auf 1/3 der Rückenlàngc,
sind viel grosser ; ihr Zwischenraum ist kaum so gross als die Breite eines
derselben, dagegen sind die Intervalle der folgenden kleineren Flecke entspre-
chend grosser ; die Vorderwand des Abdomens ist braunschwarz. Der ganze
Bauch ist sehr dunkel grauhraun, fast schwarz, von einem elwas zackigcn,
scharfen, weissen Saum eingefasst. Die Behaarung andert die Farbung
Mémoires du Mosédm. — Zoologie, t. XXV 21
Source : MNHN, Paris
nur wenig ; sie ist auf dcr undeutliclien Medianbinde des Céphalothorax
orangebraun, hinten auf der Abdachung weisslich ; letztere Fârbung zeigt
sich auchauf einer breiten Randbinde ; die Hinge derBeine sind orangebraun,
dcr Best ist weisslich behaart. Der Hinterleib ist oben dunkel kupferbraun,
unten graubraun behaart.
Fund : Urge - Tsitsikhar, 1896 : 1 $.
Tarentula parasibirica n. sp.
$: Céphalothorax 5,7 mm lang, 4,3 breit. Abdomen 8 mm lang. Kopf
3 mm breit; vordere Augenreihe 1,2, II. 1,3, III. 1,7 mm; Augcntrapez
1,3 mm lang. Mandibeln 2,8 mm lang, zusammen ebenso breit. Bein 1 14,4 mm
T. ■ ’ ambi
(4,3 + 2 + 3 + 2,7 + 2,4) ; Il 13,4 mm (3,9 + 2 + 2,5 + 2,7 + 2,3) ;
III 12,7 mm (3,6 -f 1,8 + 2,3 - 2,7 + 2,3) ; IV 17,1 mm (5 + 2 + 3,4 +
4,3 + 2,4).
Bestachelung : Aile Femora oben 1-1-1. I vorn 2, hinten 1. II seitlich
je 1-1, III vorn 1-1, hinten 1-1-1, IV vorn 1-1-1, hinten 1 ; aile Patellen
seitlich je 1 ; Tib. lu. II vorn 1-1, unten 2-2-2, III u. IV oben und seitlich
je 1-1, III unten 1-1-2, IV 1-2-2; Met. I u. Il vorn 1-1, unten 2-2-2, III u.
IV seitlich je 1-1-1, unten 2-2-1.
Der Stirnrand ist gerade, die Ecken sind abgerundet ; die vordere Augen¬
reihe ist nur schwach procurv ; ihre Augen sind klein, die seitlichen sind
kaum kleiner als die mitlleren ; jeder der 3 Zwischcnrâume ist so gross
als ein Atigendurchmesser ; die AbstSnde von den Augen II sind = 1 %, vom
Source : MNHN, Paris
Clypeusrand scitlich = 2, in (1er Mille = 2% Durclimesser ; die Augen
II sind mindestens doppelt so breil aïs ein Vorderauge ; ihr Intervall isl =
ihrem Durclimesser; die runden Augen III sind kaum kleiner aïs II, ihr
Zwischenraum isl = 2 3/4 Durclimesser, 1 3/1 Durclimesser isl dcr Absland
von den A. II ; <las Augen Ira pez isl hinten 1 I/.3 mal so breil als vorn, so
lang wie vorn breil. Mandibelfurchen genotypisch bezahnl, vorn 3, hinten 2.
Das Geschlechtsfeld isl so lang aïs hinten breil, vorn gerundet ; die Ober-
Ilâclie isl rauh und behaarl ; den Hinterrand bildel ein pluinpcr Querbalkcn,
der stark procurv, richliger winklig gebogen isl ; seine Querausdehnung
ist etwa 5/7 der Feldbreite ; jeder Balkenarm isl doppelt so lang als breil ;
vor der Mille des Balkens isl das Feld vertiefl ; die Vertiefung isl scillich
von 2 grossen, runden llachen Beulen, begrenzt deren Intervall == 2/3 cines
Beulendurchmessers ist.
Die Haut des Céphalothorax ist rotbraun, das Augenfeld isl fast schwarz :
die Binden sind wenig lieller und undeullich ; die miltlere schcinl vor und
liinler der Miltelrilze elwas eingeschnürt zu sein ; die Zwischenfelder sind
relativ schmal, elwas dunkler ; ihre Bander sind unebcn. Die stark knie-
formig gewolblen Mandibeln sind braunschwarz. Das Sternum und die
Lippe, die Hüften und Trochanter der Beine sind dunkelbraun und heben
sich lebhaft von den hellbraunen Unlerseiten der Beine und des Ilinter-
leibs ab ; oben sind die Beine etwa wie die Miltelbinde des Thorax gelàrbl ;
die Femora zeigen Spuren von Bingelung. Der schlecht conservierte Ilinlcr-
leib ist oben hell graubraun. Die anliegende Behaarung des Céphalo-thorax
ist dicht, meist weiss, neben und liinler der abgeriebenen Augenplatte
braun mit etwas weiss gemischt, ebenso verhall sich die hintere Partie der
Zwischenfelder ; uni die Mittelritze isl ein hellbraunliches Dreieck, liinler
diesem auf dem Hinterdach ist die Miltelbinde rein weiss. Die Behaarung
der Beine ist weiss mit hellbraun gemischt. Der ganze Hinterleib ist bel!,
die dunkeln Partien der Unterseite des Vorderkôrpers sind braun behaarl.
Fund : Kloster Kadiger, Kansu, 26. V 85 : 1 $.
Tarentula chazaudi n. sp.
$ : Céphalothorax 6,6 mm lang, 4,3 breil, 1,5 hoeli. Abdomen 7,3 mm lang,
I breit. Kopf 3,3 mm breil. Vordere Augenreihe 1,3, II. 1,4, III. 1,7 mm ;
Lange des Dorsalaugenviereeks 1,27 mm ; Durclimesser von A, 11 0,5 mm,
Intervall II 0,5 mm ; lângerer Durclimesser von A. III 0,4 mm, Intervall
III 1,25 mm ; Absland A. II-III 0,58 mm. Bein I 13,9 mm (4,2 -f 2 4 2,9
+ 2,6 + 2,2) ; II 13,5 mm (4,2 + 1,8 4 2.6 4 2,9 4 2) ; III 13,6 mm
(3,7 + 1,9 4- 2,5 4 3,5 4- 2) ; IV 16,6 mm (4,7 4- 2 4 3,3 - 4,5 + 2,1).
Der Fémur I tragl oben 1-1-1 Slacheln, vorn prâapikal 1, hinten 1-1, Fem.
III oben und seitlich je 1-1-1 ; Patella II vorn, III seitlich je 1 ; Tibien I u.
II vorn 1-1, unten 2-2-2, III u. IV oben und seitlich je 1-1, III unten 2-1-2,
IV 2-2-2 dünne, borstenâhnliche ; aile Metatarsen unten mil 2-2-2, Il vorn
mit 1-1, III u. IV seitlich je 1-1-1 ; dichle Scopula an den Metatarsen und
Tarsen ; Tars, z B I u. II, oben mit langerem Tasthaar auf 1/3 der Lange.
Source : MNHN, Paris
324
Der Kopf ist fasl doppelt so breit aïs die hinterste Augenreihe ; der Slirn-
rand ist gerade, die Ecken sind massig abgerundol. Die vorderste Augen-
reihe ist gerade, unbedeutend schmàler als die II. : dire Augcn sind subegal,
halb so breit als die Augcn II ; das mittlere Inlcrvall ist = V.,, ein seit-
liches = 1/3 Durchmesser ; die Holie des Clypeus sowohl als aucli «lie
Abstânde der Vorderaugen von den Augcn II sind etwa gleich dem Durch¬
messer der ers ter en ; das Intervall der A. II kommt eincr Augenbreite
gleich, ihr Abstand von den A. III ist etwas grosser ; auch der liingere
Durchmesser der A. III ist kleiner aïs der der A. Il (4:5); das Intervall
III ist wenig kleiner als die Reihe II und ist kaum kürzcr als die Lange des
Fia. 186.
Dorsalaugenvierecks. Die Mandibeln sind fasl doppelt so Jang, aïs der
Céphalothorax liocli ist, zusammen kaum breiter als lang ; der Vorderrand der
Klauenfurche trâgt 3 Zaline, deren mitllerer der grossie ist ; die 2 gros se n
subegalen Zaline des Hinterrands stehen nahe beisammen. Das rundliche
rotbraune Geschlechtsfeld ist rugos, fein gerieft ; der plumpe isolierte
Querbalken am Hinterrand erstreckt sich iibcr mindestens 2/3 der Feld-
breite ; er ist leicht procurv und besteht ans 3 Teilen ; der trapezfôrmige
mittlere ist etwas stufenartig über die seitlichen erhaben ; jeder seitliche
ist etwas langer als breit und aïs die Mittelpartie, nach aussen schwach
erweitert und am Ende abgerundel ; vom Feldrand vor dem Querbalken
sind in der Mitte 2 nach vorn convergieren.de ovale Beulen leicht abgegrenzt ;
zwischen diesen und dem Balken ist ein tiefes, lânglich dreieckiges (irübchen
eingesenkt, das vorn eng, hinten so breit wie die mittlere Partie des Halkens
ist.' Die rotbraune Fârbung des Kopfes dringt bis zur Mille in das sonst
Source : MNHN, Paris
ISTASIATISCHE SP1NNEN
325
schwarze Augenviereck ein ; die Seiten des Thorax sind etwas dunkler braun
als der Kopf, ohne rôtlichen Ton, von wenig dunkleren Radien durchzogen ;
eine màssig breite Randbinde ist nackt, dunkler ; der âusserste Rand ist
schwarz ; die Mittelbinde des Thorax ist heller als der Kopf, trüb orange-
braun, vorn herzfôrmig mil gelappten Rândern, hinten nur halb so breit
und parallelseitig. Die Mandibeln sind dunkel rotbraun. Die Palpen sind
rotbraun, dunkler gefleckl. Die Grundfarbe der Beinfemora ist oben oran-
gegelb, nach unten allmahlich aufgehellt ; an F. I u. II sind oben unregel-
mâssige braune Lângsschalten, an III u. IV 3-4 dunkle Halbringe, die
sich, allmahlich verblassend, iiber die Seiten ausdehnen ; auch an den
Seiten der Fem. lu. II sind in der Basalhâlfle blassbraune Làngsstreifen
vorhanden ; die Oberseitc der übrigen Glieder ist rotbraun, an den Tibien
am deutlichsten schwach geringelt. Die Unterseite des Vorderkôrpers ist
schwarz ; die Kaurànder der Mundteile sind heller ; die Basis der Hüften
ist etwa rotbraun geflcckt ; die Trochanter und die Unterseitcn der Patellen
sind dunkel rotbraun, elwas wolkig. Der Cardialstreif des Hinterleibs ist
braun behaart ; er beginnt hinter dem Vorderrand mit einer queren Abstutz-
ung, ist an beiden Enden und in der Mitte etwas erweitert, dazwischen
eingeschnürt ; ein schwarzer Winker durchquert die Mitte, ein weiterer
saumt das Hinterende ; die Schenkel dieser Wirikel ragen weit liber die
Seiten des Cardialstreifs hinaus und sind besonders beim vordern nach
aussen umgebogen ; ein dritter Winkel auf 2/3 der Hinterleibslânge ist
kleiner und Hacher ; auf ihn folgen noch 3 weniger deutliche recurve Quer-
linien ; zwischen diesen Zeichnungen ist die Behaarung lângs der Mitte
weisslich und hildet eine unscharf begrenzte Mittelbinde, die seitlich von
etwas dunkleren Langsschatten eingefasst ist ; diese umschliessen zwischen
den Winkelschenkeln rundliche dunkle Flecke, auf welche, wenigstens
auf der hintern Rückenpartie, undeutliche weisse Punkte folgen. DerBauch
ist brâunlichgelb, vorn in der Mitte etwas grau getônt.
Fund : Mongolei (vielleicht Assonge, Ufer der Tola), 10. VII 1909 : 1Ç.
Tarentula pinnata Kulczynski.
Der Bau der Epigyne, sowie die Fàrbung des Kôrpers stimmen mit Kulc-
zynskis Angaben überein, nur Irâgt. der Metatars II vorn 1-1, statt nur 1 St.
Fund : Berge zwischen Dschiu-tschen und dem Tao ho, Kansu, 25.
V 85 : 1$.
Tarentula wiehlei n. sp.
9 : Céphalothorax 6 mm lang, 3,9 breit. Abdomen 8 mm lang, 5 breit.
Kopf 2,65 mm breit ; Gesicht 1,4 mm hoch. Vordere Augenreihe 1,12, II.
1,35, III. 1,63 mm ; vordere Mittelaugen 0,25, scitliche 0,22, A. II 0,5 mm
breit ; làngerer Durchmesscr der A. 1110,45 mm ; Inlervall 110,4, III 0,9mm;
Clypeus 0,45 mm lioch ; Abstand der Vorderaugen von den A. II 0,15,
Abstand der A. II-III 0,54 mm ; Lange des Dorsalaugenvierecks 1,33 mm.
Source : MNHN, Paris
326
E. SCHENKEL
Mandibeln 3 mm lang, zusammen im ersten Drittel 2,7 mm breit. Bcin I
13,5 mm (3,6 + 2 + 3,1 + 2,6 + 2,2) ; II 13,2 mm (3,7 + 2,2 + 2,4 + 2,9
+ 2) ; III 13 mm (3,4 + 1,9 + 2,4 + 3,2 + 2,1) ; IV 18,2 mm (4,7 + 2
+ 3,6 + 5,2 + 2,7).
Aile Femora oben mit 1-1-1 Stacheln, (1er apikale ist kurz ; I seitlich
prâapikal je 1, (1er hintere ist klein ; II u. III vorn 1-1, oben u. liinten je
1- 1-1, IV oben 1-1-1, seitlich je 1-1, (1er submediane hintere ist ganz unbe-
deutend ; Patellen III u. IV seitlich mit je 1 ; Tibien I u. II vorn 1, unten
2- 2-2, an T. II sind (lie Stacheln schwâeher ; Tibien III u. IV oben und
Fio. 187. — Tarettlula pinnala Kulczynski
?• Ejilgyno.
seitlich je 1-1, unten 2-2-2; Metatarsen lu. II unten 2 basal, 2 médial,
von letzleren der vordere mehr auf die Seite verschoben ; Scopula am Metatars
besonders in der Endhalftc und am Tars ; Tasthaar der Tarsoberseite auf
1/3 der Lange; Metatarsen III u. IV seitlich je 1-1-1, III unlen 2-2-2, IV
1-2-2-2, aile apikalen sind kurz.
Der Kopf ist fast doppell so breit als die 2. Augenreihe, relativ lang,
die Lange vor den ahgerundeten Seitenbuchten betràgt 2/3 der Breite ;
seine Seilen sind parallel, nur vorn gegen die kaum ahgerundeten Stirnecken
etwas eingebogen ; da die vordere Augenreihe in Oberansicht etwas recurv
ist, ist der Vorderrand in der Milte leicht convex. Die vordere Augenreihe
ist schwach procurv, etwas kleiner als die II. ; ihre Mittelaugen sind etwas
grosser als die seitlichen ; die Intervalle sind kleiner als ein Augenradius ;
der Abr.tand (1er Mittelaugen vom Clypeusrand ist = 2, von den A. II kleiner
als der Durchmesser der vordern Seitenaugen ; die Augen II sind doppell
so breit als die vorderen mittleren ; ihr Intervall ist etwas kleiner als ihre
Breite; von den A. III ist auch (1er liingere Durchmesser etwas kleiner
Source : MNHN, Paris
OSTASIATISCHE SPINNEN
327
als derjenige der A. II und halb so breit als das Intervall III ; der Abstand
II-III ist noch etwas langer als der Durchmesser II ; das Dorsalaugenviereck
ist so lang als vorn breit. Die Mandibeln sind etwas mehr als doppelt so
lang, als das Gesicht hoch ist, etwas langer als zusammen breit, oben stark
kniefôrmig gewôlbt, auch an den Seiten in der obern Hâlfte etwas convex ;
der Vorderrand der Klauenfurchc trâgt 3 Zâhne, die relativ klein und
merklich von einander getrennt sind, auch (1er grossere mittlere ist cher
kleincr als die bciden subegalen Hinlerrandzàhne. Die Epigyne ist derje-
nigen von T. erudila (Simon) sehr âlinlicli ; ein kurzer schmaler Hais trâgt
den hinteren, überal 1 scharf begrenzten Hauptteil der Platte, er ist kiirzer
und stârker eingeschnürt als derjenige der Vergleichsform ; die Breite der
Platte ist geringer, 4/7 der grossten Breite des Geschlechtsfeldes, nicht
ganz doppelt so gross als die Lange ; der Vorderrand ist ein gleichmâssig
convexerBogen ; die Aussenecken sind abgerundet, die Aussenseiten dahinter
convergieren stark nach hinten, der sehmale Hinterrand ist in der Mittc
etwas eingebuchtet ; der Umriss als ganzes ist abgerundet trapezformig,
nicht breit hexagonal. Die Hautfarbe des vorderen und seitlichen Rahmens
des Dorsalaugenvierecks ist nur mâssig dunkler als die Umgebung ; die
Mittelbinde des Céphalothorax ist - dunkler orangebraun, auf dem Kopf
am breitesten, verkehrt herzfôrmig ; sie dringt unter allmâhhcher Verdun-
kelung in die Augenplatte ein ; auf der Kopfgrenze ist sie leicht einge¬
schnürt und durch einen flachen, nach hinten offenen, braunen Winkel
gegen den Thoraxteil abgegrenzl ; dieser ist etwas schmaler und heller,
um die Mittelritze lânglich elliptisch mit schwach unebenen Randern,
auf der hinteren Abdachung keilfôrmig verschmàlerl ; die Seitenfelder des
Thorax sind kastanienbraun, nach aussen ohne scharfe Grenze etwas auf-
gehellt ; die dunkeln Radien sind wenig auffâllig ; ein breites Dreieck zwischen
Vorderaugen und Clypeusrand sowie die Wangen sind mehr gelblichgrau.
Die Mandibeln sind dunkel rotbraun, unten schwarz; die Maxillen sind
liell rotbraun, die Lippe ist braunschwarz, die Kaurânder der Mundteile
sind heller. Das Sternum ist braun, nach innen leicht und unbestimmt
Source : MNHN, Paris
CIIKNKEL
328
aufgehellt ; clic Hüften sincl elwas heller als das Sternum mil geiblichem Ton.
Die Palpen sind orangebrauu. Die Grundfarbe lier Heine isl orangebraun,
an den Femora nach unt.en heller. an den Hinterbeinen fast weisslich ;
obcn sind die Femora und die Patellen am dunkelsten, erslere an Hein III n.
IV mit 3 wenig auffalligen, mehr graulichen Halbringen, deren apikaler
der breiteste ist ; nocli unmerklicher sind 2 Hinge an Tibia III. Die Grund¬
farbe des Hinterlcibs ist fahl hellliraun, oben und seitlieh > grau wolkig
oder fleckig ; ein schmaler, fast parallelseitiger Cardialstreif überschreitcl
liinten die Lângsmitte etwas ; er isl die hell; te Partie des Rückens, gelblich-
weiss ; seine Grenzen sind hie und da unterbrochenc, dünne, dunkelbraune
Linien, die vorn den Vorderrand nicht erreichcn und hinten winklig nach
aussen-hintcn umgebrochen sind ; der Cardialstreif ist eingcschlossen von
einem ziemlich breiten Mittelfeld ; dièses beginnt vorn mil 2 schwârzlichen
Randflecken, die unter einem NVinkel von nicht ganz 90° nach hinten ausci-
nanderweichen ; diesem vordern gleich gerichtet Iblgen 2 weitere Flecken-
paare, wovon das vordere undeullich isl, das hinlere, über die Lângsmitte
sic-h hinziehende aber deutlich umgrenzt, nicht ganz so dunkel aber ausge-
dehnter als das vorderste isl ; âhnlich geformle, undeutliche Aufhellungen
trennen diese 3 Paare ; hinter dem letzten folgt mm eine Sérié von hellen
Dreicckcn, deren Grundlinien winklig eingebuchtel sind und die nach hinten
an Grosse abnehmen ; das grossie, vordere wird noch von den Handlinien
des Cardialstreifs durchsetzt ; zwischen diese Dreiecke sind 3 Hache Winkel
eingeschoben, deren dünne Schenkcl vorn und hinten von je einer braunen
Linie gesaumt sind. Der ganze Hauch isl belI gclblichbraun. Die Bohaarung
der Mittelbinde des Céphalothorax ist weisslich braungrau, auf dem Kopf
etwas erweitert und bràunlicher, auf dem Ilinterdach verschmaiert und
weiss ; die Seitenfelder sind braun behaart, breite Handbinden wieder
weisslich, besonders auf den Wangen ; das Clypeusdreieck tinter den Vordc-
raugen ist feiner und spârlicher behaart, schcint darum dunkler ; der un-
terste Hand isl wieder hcll, normal behaart wie die obère Partie des Clypeus.
Die Mandibeln sind oben normal behaart, nach union aber immer langer
braun beborstet. Die Reine sind oben hell graubraun, nach unlcn weiss-
licher behaart, die wenig auffallenden Hinge mehr braun. Der schmale,
parallelseitigc Cardial;lrich des Minterleibs isl weisslich, die übrigen hellen
Zeichnungen sind hell graubraun, die dunkeln braun ; nach hinten werden
die ohnehin wenig auffallenden Kontraste noch geringer ; die Seiten sirid
hell graubraun, der Bauch isL weisslichgrau.
Fund : Yen-mônn Pass, Schansi, 17. VI 84: 1 $.
Tarentula fabifer n. sp.
Ç: Céphalothorax 5,3 mm lang, 3,8 breit. Abdomen 5,7 mm lang. Kopf
2,6 mm breit; vordere Augenreihe 1,2, II. 1,3, III. 1,7 mm ; Augentrapez
1,3 mm lang. Mandibeln 2,4 mm lang, zusammen ebenso breit. Hein I 13,1 mm
(3,7 -f 1,9 + 2,7 + 2,7 + 2,1) ; II 12,2mm (3,5 + 1,7 + 2,6 -f 2,6 -f 1,8) ;
III 11,9 mm (3,3 + 1,6 + 2,2 + 2,7 + 2,1) ; IV 17,1 mm (4,6 + 1,7 -f- 3,6
+ 4,8 + 2,4).
Source : MNHN, Paris
OSTASIATISCHE SPINNEN
329
Bestachelung : Aile Fem. ohen 1-1-1, 1 vorn 1, II-1V vorn 1-1, I-III
hintcn 1-1-1, IV hinten 1 ; Pal. III u. IV seitlich je 1 ; AIleTib. unten 2-2-2,
I u II vorn, III u. IV oben u. seitlich je 1-1 ; Mel. 1 u. Il mit 3, III u. IV mit
5 Êndstacheln, dazu II vorn 1, III u. IV seitlich je 1-1, I-III unten 2-2,
IV unten 1-2-2.
Der Stirnrand isl gerade mit etwas vorgewôlbter vorderer Augenreihe,
die Iicken sind nur mâssig abgerundet. Die vordere Augenreihe ist nur
schwach procurv ; ihre Augen sind relativ gross, égal ; die Zwischenrâume
sind kleiner als ein Augenradius ; dem Durclimesser entspreclien die Abstânde
von den A. II : die Holie des Clypeus ist wenigstens unter den Seitenaugen
noch etwas kleiner; die Augen II sind doppelt so breit als die vordern ;
ihr Intervall ist nur = 2/3 Durclimesser ; die runden Augen III sind merklich
kleiner als II (4 : 5) ; das Intervall ist = 2 3/4, der Abstand von den A.
II = 1 3/4 Durclimesser; das Augentrapez ist hinten 1 1/3 mal so breit
als vorn, so lang als vorn breit. Die Furchenbezahnung der Mandibeln
ist vorn 3, hinten 2 ; der mittlere vordere ist kleiner als die subegalen hintern.
Das Geschlechtsfeld ist rundlich ; hinten ist eine etwas erhabene Platte
von bohnenformigem Umriss wohl abgegrenzt ; sie ist hall) so breit als
das Feld und doppelt so breit als lang, aussen abgerundet, vorn leicht einge-
buchtet, die Flàche ist bei den vorderen âusseren Ecken etwas beulenartig
aufgetrieben ; vor der Platte ist eine quere, fast rechteckige Grube, die
etwa hall» so breit ist als jene ; von hiren Vorderecken erstrcckcn sich seichte,
leicht divergierende Depressionen nach vorn, sie teilen die Feldllüche in
3 grôssere flache Erhabenheiten.
Die Haut des Augenfeldes ist braunschwarz, in der Mille etwas heller ;
die Mittelbinde ist auf dem Kopf wenig deutlich, hinter diesem etwas heller
mit dunkclm Mittelschatten ; zwischen Kopf und Thorax ist sie leicht
eingeschnürt. Die Mandibeln sind dunkelbraun. Die Femora der Berne
sind blassbraun, dunkelbraun geringell und gcfleckt, die übrigen Bein-
glieder sind einfârbig braun. Der schmale helle Cardialstreif des Hinterleibs
ist dunkel umrandet, hinter der Mitte und am Ende mit Seitenzacken ;
Source : MNHN, Paris
330
E. SCHENKEL
seine VorderhâlfLe ist von einem schmalen hellen Hufeisen mit divergier
enden Hinterenden eingefasst ; darauf folgt zwischen den Zakken ein Paar
schrager, ovaler, gelber Flecke und hinter dem Cardialstreifen noch eine
mittlere Reihe von -1 nach hinten an Grosse abnchmenden gelben Winkeln
oder Dreiecken. Die Behaarung ist grosstenteils graulichweiss ; die Mittelbinde
und breite Randbinden des Céphalothorax sind weiss ; das Innere des
Cardialllecks ist weiss, hinter ihm alternieren weisse und hell graubraune
Winkel.
Fund : Dorf Rtygri im Tal des Luntscho-..pu, Kansu, 9. V 85: 1 $.
Tarentula luteocuneata n. sp.
$ : Céphalothorax 4,6 mm lang, 2,9 breil. Abdomen 5 mm lang. Kopf
2,1 mm breit ; vordere Augenreihe 0,95, II. 1,02, III. 1,3 mm ; Augentrapez
1,05 mm lang. Mandibeln 1,8 mm lang, zusammen ebenso breit. Bein I
10,7 mm (3,1 + 1,7 + 2,1 + 2.1 + 1.7) ; II 10,5 mm (2,9 + 1,6 + 2 + 2,2
+ 1,8) ; III 9,9 mm (2,8 + 1,3 + 1,8 + 2,5 + 1,5) ; IV 14 mm (3,6 + 1,6
+ 2,7 + 4 + 2,1).
Bestachelung : Aile Fem. oben 1-1-1, I-III seitlich je 1-1, IV vorn 1-1,
hinten 1 ; Patellen III u. IV seitlich je 1 ; aile Tib. unten 2-2-2, I u. II vorn,
III u. IV oben und seitlich je 1-1 ; Met. I-III unten 2-2-2, IV 2-1-2-2, III
seitlich je 1-1-1, IV vorn 1-1-1, hinten 1-1-2 ; an den vordem Metatarsen
ist nur unten-seitüch dünne Scopula.
Der Céphalothorax ist relativ schmal, der Kopf breit ; der Stirnrand ist
abgesehen von der etwas vorgewôlbten vorderen Augenreihe, gerade, die
Ecken sind abgerundet. Die vordere Augenreihe ist schwach procurve ;
ihre Augen sind gleich gross ; das mittlere Intervall ist = 5/9 Durchmesser,
ein seitliches halb so gross ; die Augen II sind fast doppelt so breit aïs die.
vorderen ; ihr Intervall ist gleich ihrem Durmesser ; ihr Abstand von den
Vorderaugen gleich dem Durchmesser der letzteren ; die Hôhe des Clypeus
ist seitlich - 1, unter den Mittelaugen = 1 1/4 ihres Durchmessers ; die
runden Augen III sind etwas kleiner als II (6 : 7), ihr Intervall ist = 2 /,,
ihr Abstand von den A. II = 1 2/3 Durchmesser; das Augentrapez ist
Source : MNHN, Paris
OSTASIATISCHE SPINNEN
331
hinten 11/3 mal so breit als vorn, so lang als hinten breit. Die Mandibel-
furchenbezahnung ist vorn 3, hinten 2, clic hintern sind nieht grôsser als
der mittlere vordere. An der Epigyne isl hinten eine quere, leicht procurve
Platte, die hinten ein wenig über don Rand der Bauchfalte hinausragt ;
sie ist etwas mehr als doppelt so breit als lang, vorn in der Mitte durch
einen kurzen, schmalen Hais mit einer halbrunden Platte verbunden, die
wenig mehr als hall» so breit ist als die hintere ; sie geht vorn in die Feld-
llâche über.
Die Haut des Céphalothorax ist braun ; die Wangen, sowie eine keil-
fôrmige Mittelbinde auf dem Kopf hinter dem braunen Augenfeld sind
orangebraun. Die Mandibeln sind rotbraun, die Mundteile, Taster und
Beine orangebraun ; das Sternum ist dunkler braun, die Hüften sind heller,
gelbbraun. Der Hinterleib ist oben hell brâunlicli, nach aussen weisslich ;
die Zeichnung besleht aus braunen, wciss gesâumten Linien, den Rândern
des gestreckt rhombischen Cardialstreifens mit seinen Seitenàsten hinter
der Mitte und am gestutzten Hinterende ; diese Aeste sind vorn weiss
gesàumt ; vor diesem Saum der hintern Aeste ist nochmals eine unregel-
mâssigere braune Linie ; hinter dem Cardialstreifen sind noch 2 braune,
aus Doppellinien gebildete Winkel. Die Mittelbinde des Thorax, der Seiten-
rand und eine breite Submarginalbinde sind anliegend weiss behaart ; auf
dem Kopf ist die Mittelbinde hell orangebraun, nach aussen weiss ; die
Zwischenfelder sind auf dem Kopf hellbraun, auf dem Thorax gehen sie
allmàhlich fast in weiss über ; die Beine sind meist weisslich behaart
am eingeschrumpften Abdomen ist die Behaarung nicht mehr vorhanden.
Fund : Tal des Muryn Dschanba, Kansu, 12. V 85 : 1 $.
Tarentula albofasciata Brullc,
Var. fornicata n. var.
? : Céphalothorax 5,5 mm lang, 4,3 breit. Abdomen 6 mm lang. Kopf
2,7 mm breit ; vordere Augenreihe 1,05, II. 1,15, III. 1,5 mm ; Augentrapez
1,05 mm lang. Mandibeln 2,5 mm lang, zusammen efaenso breit. Bein I
13,6 mm (4 + 1,9 -I- 3,1 + 2,6 + 2) ; II 12,9 mm (3,7 + 1,9 4- 2,8 + 2,4
+ 2,1) ; III 12,1 mm (3,4 + 1,6 + 2,3 + 2,9 + 1,9); IV 17,2 mm (4,7
+ 1,8 + 3,5 + 4,8 -f 2,4).
Bestachelung : Aile Fem. oben 1-1-1, I u. IV seitlich je 1, II vorn, III
seitlich je 1-1 ; Pat. III u. IV seitlich je 1 ; Tib. I,III und IV unten 2-2-2,
II 1-1-2, I-III vorn 1-1, III hinten 1, IV seitlich je 1-1 ; aile Met. unten
2-2-2, I u. II vorn 1-1, III seitlich je 1-1-1, IV vorn 1-1-2, hinten 1-2-2.
Die Seitenbuchten des Céphalothorax sind winklig ; die Kopfseiten sind
hinten fast parallel, von der Mitte an etwas nach innen gebogen, die Ecken
sind aber kaum abgerundet ; der Stirnrand ist gerade, die vordere Augen¬
reihe etwas vorgewôlbt ; letztere ist von vorn gesehen gerade ; ihre Augen
sind subegal ; das mittlere Intervall ist gleich dem Augendurchmesser,
ein seitliches kleiner als der Radius ; die Abstânde von den A. II sind = 1,
vom Clypeusrand = 2 Durchmesser ; Die A. II sind doppelt so breit als
Source : MNHN, Paris
332
E. SCHENKEL
ein vorderes ; ihr Intervall ist gleich ilirer Breilc ; die runden A. III sind
wenig kleiner als II ; ihr Intervall ist - 2 1/3, ihr Abstand von den A.
II = 1 1/3 Durchmesser ; das Augentrapez ist hinten 1 1/4 mal so breit
als vorn, wenig kürzer als vorn breit. Die Furchenrànder der Mandibeln
tragen vorn 3, hinten 2 Zâhne. Die Epigyne stimmt mit der der typischen
Form überein, nur ist die Grube vorn durch einen recurven Ifalbkreis be-
grenzt.
Die Haut des Céphalothorax ist rotbraun ; die Mittelbinde and (1er Seiten-
rand sind etwas heller ; die Kopfseiten, die àussere und vordere Umrandung
Fio. 191. — TarnUula albofmcxata Brullé, var. fomicata n. var.
?• Epigyne.
des Augenfeldes, die Kopffurchen und die Brustradien sind etwas dunkler.
Die Mandibeln und das Sternum sind braunschwarz ; die Ilüften sind hell
rotbraun ; die Femora sind durch braune Fleckung dunkler als der ein-
fôrmig rotbraune Rest der Beine. Die Vorderwand des Hinterleibs ist schwarz;
die Mitte des Vorderrandes ist oben hell, der Riicken vor der Mitte mit
einem Paar subtrigonaler schwarzer Flecke, dahinter sind noch 2 weitere
Paare dunkler, aber unscheinbarer, weil getrennt nahe den Ausscnràndem
stehender Flecke, das erstc nahe der Mille, das hintere auf 3/4. Der Bauch
ist schwarz. Die Bchaarung ist oben überall hell brâunlichgrau ; die Mittel¬
binde des Céphalothorax ist nur wenig heller ; das vorderstc Paar der dunkeln
Hinterleibs flecke ist schwarz behaart.
Fund : Plateau (10000 Fuss) zwischen den Flüssen Ngwaren und Namyn-
gytsch, Kansu, 15. 10. V 85 : 1 $ ; Tal des Tao ho oberhalb Min-tchsu (Mingt-
scheu),’ 10. VI 85 : 1 ? mit 13 Pulli.
Source : MNHN, Paris
Tarentula cinnameopilosa n. sp.
$ : Céphalothorax 5,3 mm lang, 4,2 breit. Abdomen 8,5 mm lang, 5,8 breit.
Kopt 2,1 mm breit ; vordere Augenreihe 1,13, II. 1,2, III. 1,86 mm ; Augen-
Irapcz 1,01 mm lang. Mandibeln 2,1 mm lang, 2,2 breit. Bein I 14,9 mm
(4,2 + 2 + 3,1 + 3,2 + 2,1) ; II 14,7 mm (1,1 + 2 + 3,2 4- 3,2 -f 2,2) ;
III 13,9 mm (3,8 +• 1,8 + 2,9 + 3,2 + 2,2) : IV 19,1 mm (4,9 + 2,2 + 4.2
+ Bestachelùng : Aile Fcm. obcn 1-1-1, I vorn 2, binten 1-1 kleine, II vorn
1-1, binten 1-1-1, 111 seitlich je 1-1. IV vorn 1-1, binten 1 ; Pat. I u. Il vorn
1, III u. IV oben apikal und seitlich je 1 ; Tib. I unten 2-2-2, II-IV l-_-2,
I u. II vorn 1-1, hinten 1, III u. IV oben und seitlich je 1-1 ; Met. I vorn 1-1,
hintcn 1, unten 2-2-2, II vorn 1-1-1, hinten 1-1, unten 2-2-1, III seitlich
je 1-1-1, unten 2-2-2, IV wie III, nur unten hinten 1 mehr.
Der Umriss des Céphalothorax ist deutlich pyriform ; die Seitenbuchten
sind breit, nicht winklig ; dcr Kopf ist relativ s.chmal, wenig mehr als halb
so breit als der Thorax ; der Stirnrand ist etwas convex, die Ecken sind
mâssig abgerundet ; die Profdlinie ist oben horizontal, das Hinterdach
ist ziemlich steil. Die vordere Augenreihe ist procurv, ihre Mittelaugen
sind grosser als die seitlichen (5 : 3) ; das mittlere Intervall ist = 1 1 /5,
ein seitliches = 1 /3 Mittelaugenbreite ; 3 % mal so hoch als letztere ist
der Clypeus ; der Abstand der vordern Mittelaugen von den A. II ist gleich
dem Durchmesser der ersteren, der der seitlichen ist noch etwas grosser ;
die Augen II sind fast doppelt so breit als ein vorderes mittleres, ihr Inter¬
vall ist = 1 1/4 Durchmesser; die ovalen Augen III sind etwas kürzer
und wesentlich schmaler als die A. II, das Intervall ist das 5-fache der Brcite,
das 4-fachc der Lange eines A. III ; der Abstand 1I-III ist nur etwa 1/3 des
Intervalls III ; das Augentrapez ist hinten 1 y 2 mal so breit als vorn, kürzer
Source : MNHN, Paris
!■:. SCHENKKL
334
als vorn breit, also auffallend breil and kurz. Die Furchenrânder der Mamli-
beln tragen vorn 3, hinlen 2 Zahne, von don vordern ist der apikale âüsserst
klein. Die vordere Partie der Kpigynengrube ist lang und sohmal, nach
vorn spilzbogig verschmàlerl, 2 1 /3 mal so lang als hintcn breit und 2 y z mal
so lang als der stark quor verbreiterte hintere Anteil der Gruhe, der 2 1 j\ mal
so breit ist als der vordere ; die ganze Grube ist von einem nach hinten
crweiterlen, flachen Mittelkiel durchzogen, «1er hinten in einem dünnen
Querbalken endet, dessen kielartig erhabene Rander aussen nach vorn
umbiegen.
Die liant des Céphalothorax ist braun, das Augenfeld vorn und aussen
breit schwarz; das Innere des Augcnfelds bildet mit dem Ilinterkopf zu-
sammen einen 5-eckigen, heller brauneu Flock ; die Hinterecken des Thorax,
submarginale, an je 2 Stellen zu grosseren Flecken orweitorte Binden, sowie
die Rander sind weisslieh ; das Gesicht ist weisslichhraun, die Mandibeln
undBeine sind hellbraun ; der Hinterleib ist grauweiss, nach oben brâunlich ;
die Unterseite ist blassbrnun. Die Behaarung ist überall zimtfarben.
Fund : Etsingol ohcrhald Gaolai (Kau-tîih), innere Mongolei, 20. VI 80 : 3 $.
Tarentula fusca n. sp.
Ç : Céphalothorax 1 mm lang, 2,8 breit. Abdomen 5,2 mm lang, 3,5 breit.
Kopf 1.8 mm breit ; Vordere Augenreihe 0,83, II. 0,9, III. 1,1 mm ; Augon-
trapez 0,9 mm lang. Mandibeln 1.6 mm lang, zusammen ebenso breit. Bein
I 9,8 mm (2,83 + 1,3 + 2,1 + 2 + 1,57) ; II 9,3 mm (2,6 + 1,1 + ] 85
+ 1,95 + 1,5) ; III 9,3 mm (2,1 +1,3 + 1,8 + 2,4 + 1,4) ; IV 13,1 rnm
(3,6 + 1,4 + 2,7 + 3.6 + 1.8).
Bestachelung : Aile Fem. oben 1-1-1, I vorn 2, hinten 1-1, II vorn, III
seitlich je 1-1, IV vorn 1-1, hinten 1 ; aile Pal. seillich je 1 ; aile Tib. uni en
2-2-2, II seitlich, III oben und seitlich je 1-1 ; Met. I unten 2-2-2, die übrigen
Met. mit 6 Endslacheln, dazu seitlich je 1-1, II u. III unten 2-2, IV 2-2-2.
Die vordere Augenreihe ist procurv, ihre Augen sind subegal, ebenso
die Intervalle, die wenig kleiner sind als ein Durchmesser ; die Abstànde
von den A. II sind = 1 vont Clypeusrand = 1 Durchmesser ; die Augen
II sind doppelt so breit als ein Vorderauge ; ihr Intervall ist eher etwas
grôsser als ihre Breite ; die Augen III sind auffallend kleiner als II (5 : 7) ;
das Intervall ist fast = 4, die Entfornung von den A. II = 2 % Durch¬
messer ; das Augentrapez ist hinten 1 2/9 mal so breit als vorn, so lang
als vorn breit. Die Bander der Mandibelfurche tragen vorn 3, hinten 2 Zâhne.
In das Gesclilechtsfeld ist eine rechteckige Grube eingesenkt, die etwas
langer als breit und hinten an der Bauchfalte vollkommen offen ist ; sic
ist grosstenleils von einem dreieckigen Septum ausgefüllt, dessen schmales
Vorderende in den Grubenrand iibergeht ; auch hinten nâhern sich seine
Seiten den Aussenrândern der Grube, bis sic diese schliesslich berühren ;
der schwach procurve Hinterrand des Septums erreicht des Ende der Grube
nicht ganz ; die Grube aussen und vorn umgebenden Partien des Ge-
schlechtsfeldes sind etwas erhoht zu breiten llachen Schwielen.
Source : MNHN, Paris
Der Céphalothorax ist einfarbig dunkelbraun, das Augenîeld ist schwarz ;
die Mandibeln sind braun ; das Sternum ist dunkel pechbraun ; die Hüften
sind heller, graubraun ; der Hinterleib ist nicht gezeichnet, dunkel grau-
braun.
Fund : Dorf Nitscha im Santschuan, Kansu, 23. III 85 : 1 $.
Fig. 193. — Tarcnlula frnca n. sp.
?• Epigync.
Lycosa pseudoannulata (Bôsenberg u. Strand).
Synonym : L. pseudoterricola Schenkel 1936, p. 202, Fig. 66 a.
Funde : Wuchang, 1937 : 3 $; West Tschekiang, IV 1872: 1 Ç.
Lycosa hotingchiehi n. sp.
$ : Céphalothorax 2,6 mm lang, 2 breit ; Abdomen 2,3 mm Iang, 1,8 breit.
Kopf 1 mm breit ; vordere Augenreihe 0,6, II. 0,8, III. 1 mm ; Trapez
0, 0,75 mm lang. Mandibeln 1 mm lang, zusammen ebenso breit. Bein I
8 mm (2,2 + 1,1 - 1,8 + 1,6 + 1,3) : Il 7,7 mm (2,1 + 1 + 1,6 + 1,7
+ 1,3) ; III 7,2 mm (2 + 1,1 + 1,2 + 1,7 + 1,2) ; IV 10,9 mm (2,7 + 1,1
+ 2,2 + 3,2 + 1,7).
Aile Femora oben mit 1-1-1 Stacheln, I vorn praeapikal 2, hinten 1-1-1 =
kleine, II-IV wie I, aber vorn 1-1 ; Tibia I seitlich je 1-1, unten 2-2 sehr
lange + 2 kürzcre ; Metatars I apikal mit 5 kurzen, dazu unten 2-2 sehr
lange.
Von vorn gesehen fallen die Seiten des Kopfes schrüg ah, von oben ist
das Kopfende breiter als die Reihe der Augen II ; die Seitenbuchten des
Céphalothorax stehen relativ weit vorn und sind deutlich, aber nicht winklig ;
der Stirnrand ist convex, aber die Ecken sind kaum abgerundet. Die vordere
Augenreihe ist gerade, ilire Mittelaugen sind unbedeutend grosser als die
seitlichen ; das mittlere Intervall ist wenig grosser als ein seitliches und
fast so breit wie ein Auge : die Mittelaugen sind vom Clypeusrand und
von den Augen II je um 11/3 Durchmesser entfernt ; Die Augen II sind
fast 3 mal so breit als die vordern ; ihr Intervall ist = 6/7 Durchmesser ;
Source : MNHN, Paris
die Augen III sind kleiner aïs II (2 : 3) ; ilir Inlervall isl — 3, ilir Abstand
von den A. II = 1 % Purchmesser ; das Augentrapez is! hintcn 1 1/3 mal
so breit aïs vorn, kaum so lang aïs vorn breit. Die Aussengrenzen (îer Mandi-
beln sind ziemlich convex ; der Hinterrand der Klauenfurche IragI 3 Zâhne ;
der apikalc ist kaum grôsser, der basale betrâchtlich kleiner als (1er mittlere ;
er steht diesem elwas nàher als der apikale. Das (icschlechtsfeldist queroval,
1 y, mal so breit als lang, hinten mil abgerundet dreieckigem Ausschnitt,
der‘vorn bis zur Mille des Feldes reieht und hinten fasl den ganzen Feldrand
Ç. a : KOrper ; b : Gesicht ; c : Epigyno.
beansprucht ; die hintern Ecken seiner Umgrenzung sind fasl rechtwinklig,
mit kaum abgerundelen Spilz.cn ; von den Mitten der Seitcn ragcn lange
sclimale Vorsprünge nach hinten-innen vor ; sic teilen den Ausschnitt in
3 Partien ; die mittlere ist cpieroval, etwa 1 y, mal so breit als lang ; ihre
hintere Ocffnung ist. etwa bail) so breit ; die seillichen Teilc des Ausschnitts
reichen nicht lialb so weit nach vorn als der mittlere und sind winklig mit
slark abgerundeter Spitze ; in den hintern zwei Dritteln des Ausschnitts
findet sich ein kurzer, ilacher, ol)en gefurchter Liingskiel, der hinten in
einen breiten Querbalken übcrgcht ; dicser ist procurv ; seine Enden sind
abgerundet ; seine Breite ist etwa = der 3-fachen Lange des Mittelkiels.
Das Augenfeld ist tiefschwarz ; seine vordere Hàlfle ist von einer schmalen
geiben Mittellinie durchzogen, die sich hinter der Mille plotzlich auf das
4-fache verbreitert und schliesslich, unter nochmaliger Verbreiterung
auf das Doppelte, in die Medianbinde des Céphalothorax übcrgcht ; dièse
Source : MNHN, Paris
isl vorn so breil aïs das Augenintervall III und nach liinten mâssig ver-
sclimàlerl ; auf dem Kopf isl sie orangebraun, nach hinten geht sie in blass
lehmgrau liber ; die braunen Seitenfelder sind vorn schmal, aueh in der
Mille kuiun breiler als die breitesle Slelle der Millelbinde ; ihre Aussen-
riinder sind slellenwei.se zackig ; (iesichl, Kopfseitcn und anschliessende
Randhinden sind liell ; letztere sind relativ breil : innen hell, am Rand
dunkler ; die 2 Nuancen sind durch eine Reihe kurzer Làngslleckchen
getrennt, wenigslens beim einen Exemplar. Die Unlerseite ist blass gelligrau,
ebenso die Reine ; diese sind endwarls scliwach gebrâunt. Der Hinterleib
ist oben bel! ; 2 schmaie, nur durch schwarze Punklierung erzeugte Zwi-
schenfelder umgrenzen ein Incites, helles minières Feld, das in seiner Vor-
derhalfle den ziemlich plumpen, wenig verdunkelten Cardialstreifen ein-
schliesst ; in der Mitte und am gestutzten Hinlerende ist je 1 Paar
Seitenzàckchen.
Fund : Wuchang, 1937 : 3 Ç, 4 Juv.
Lycosa canescens n. sp.
? : Céphalothorax 3,6 mm lang, 2,8 breil. Abdomen 5 mm lang, 3,6 breit.
Kopf 1,1 mm breil ; vordere Augenreihe 0,73, II. 0,98, III. 1,2 mm ; Trapez
0,9 mm lang. Mandibeln 1,2 mm lang, zusammen 1,3 breit. Bein I 10 mm
(2,5 + 1,4 + 2,2 + 2,05 + 1,85); Il 9,2 mm (2,5 + 1,2 + 1,85 + 2,1
+ 1.55) ; III 9,6 mm (2,4 + 1,2 + 1,9 + 2,47 + 1,63) ; IV ca 14 mm (3,35
+ 1,32 + 2,8 + 4,6 + ?).
Tibia I unten mit 2-2-2, Metatars mit 2-2 Stacheln.
In Vorderansicht sind die Kopfseiten dacliformig geneigl, nach unten
convex ; von oben gesehen ist der Kopf ziemlich breiler aïs die Augenreihe
II ; die Seitenbuchten des Céphalothorax sind relativ weit vorn, deutlich
aller nicht winklig ; der Slirnrand ist gerade, die Ecken sind massig abge-
rundet. Die vordere Augenreihe ist schwach procurv, ihre Mittelaugen
sind etwas grosser als die seitlichcn (6 :5) ; das minière Inlervall ist = 1,
ein seilliches = y 2 Mittelaugendurchmesser ; die Miltelaugen sind vom
Clypeusrand fast 2, von den A. III Dnrchmesser entfernt ; die Augcn II
sind 2 1/3 mal so breit als die vorderen miltleren ; ihr Intervall ist gleich
dem Durchmesser ; die Augen III sind kleiner als II (2:3); das Intervall
i l = 3 2/5, der Abstand von den A. II = 2 Durchmesser III ; das Augen-
Irapez ist hinten 1 1/5 mal so breit als vorn, so lang als vorn breit. Der
Hinterrand der Mandibelfurche trâgl 3 ziemlich grosse Zâlme dichl bei-
sammen ; der basale ist etwas kiirzer als die beiden andern. Das Geschlechts-
feld ist querelliptisch, etwa 1 /, mal so breit als lang ; hinten ist es in einen
kurzen, parallelseitigen freien Fortsatz ausgezogen, dessen Breite = 4/9
von der des Feldes ist, und der etwa 5 mal so breit als lang ist ; zwischen
scinen Hinterecken dringt ein Einschnitt bis fast zur Mitte des Feldes vor ;
dieser ist vorn fast parallelseitig ; nach hinten weichen seine Bander bogen-
formig auseinander ; die Rândcr sind wulstig ; der Vorderrand geht in der
.Mémoiiuw du Muséum. — Zooi.ooie, t.. XXV 22
Source : MNHN, Paris
338
Mitte in den dünnen, kurzcn Stiel einer dreieckigen Platte über, deren
procurver Hinterrand zugleich derjenige des Feldvorsprungs ist.
Der Céphalothorax ist schwarzbraun ; die undeutliche Mittelbinde
ist gelblich ; sie reicht vcrn bis zum Augenfeld, liai etwa 2/3 (1er Breile
des Augenintervalls II1 ; sie ist parailelseitig bis zur Mitte der Mittelritze,
darauf keilfiirmig zugespitzt, ilire Bander sind faserig ; die Submarginal-
binden sind ebenso breit wie die mitllere, aber weniger deutlich. Das Sternum
ist dunkler als der Bauch, die Hüften sind helier ; die Beinc sind undeutlich
Via. 195. — Lucohu amènent* n. »p
Ç. Epigync.
geringell. Der Hinterleib ist oben dunkelgrau, (1er undeutliche Cardials-
treifen ist helier, lanzettlich. Die Behaarung ist kurz, graulich.
Fund : Wuchang, 1937 : 1 Ç.
Lycosa cinnameovittata n. sp.
; J: Céphalothorax 3,6mmlang, 2,9breit. Abdomen3,1 mm lai.g, 1,8 breit.
Kopf 1,3 mm breit ; vordere Augenreihe 0,75, II. 1,05, III. 1,3 mm ; Augen-
trapez0,9 3 mm lang. Mandibeln 1,4 mm lang, zusammen ebenso breit.
Palpenpatella 0,6 mm lang, 0,5 breit ; Tibia 0,8 mm lang, 0,5 breit ; Tars
1,35 mm lang, 0,8 breil. Bein I 11,4 mm (2,8 -j- 1,5 + 2,5 -f- 2,7 4 1,9) ;
II 10,9 mm (2,7 + 1,4 + 2,4 + 2,6 + 1,8) ; III 10,5 mm (2,4 + 1,3 + 2,2
H- 2,8 + 1,8) ; IV 15,1 mm (.3,5 + 1,5 + 3,2 + 4,5 + 2,4).
Beslachelung : Aile Femora oben mit 1-1-1, I vorn 2praeapikal, hinten 1-1,
Il vorn 1-1-1, hinten 1-1, III seitlich je 1-1, IV vorn 1-1, hinten 1 ; aile
Patellen seitlich je 1 ; aile Tibien unten 2-2-2, wovon der vordere basale
v. T. II und die hintern v. T. III schwâcher sind ; I u. II vorn 1-1-1, hinten
1-1. III u. IV oben und seitlich je 1-1 ; aile Metatarsen seitlich je 1-1-2,
I-III unten 2-2-1, IV 2-2-1-1.
Source : MNHN, Paris
In Vorderansicht sind die Kopfseitcn dachfôrmig gcneigt ; von oben
gcsehen isl der Kopf breil er als dit* H ci ho dcr Augen II ; dcr Stirnrand isl
gerade, die Eckcn sind kaum abgerundel ; die Seitenbuchlen sind kaum
angedeulcl. Die vordorc Augenreihe isl procurv, viel kürzer als die 2.;
ihre Mittelaugen sind kaum grosser als die seillichen ; das milllerc Inter¬
val I isl = 1, ein seillicites = 3,5 MilLelaugenbreile ; die Mittelaugen sind
vom Clypeusrand 2 3/5, von den A. II 7/10 Durchmesser enlfernt ; die
Augen II sind 3 3/5 mal so breit als die vorderen miltleren, ihr Intervall
isl = 7/9 Durchmesser; auch der lângere Durchmesser der schmal ellip-
Lisehen A. 111 isl kürzer als der der A. 11 ; er isl wenig kürzer als der Absland
von diesen and = 1/3 des Intervalls III ; das Augeidrapez isl hinten 1 l/l
mal so breit als vom, etvvas kürzer als vorn breit.
Die Mandibeln sind endwürts schwacli verschmâlerl ; heide Bander der
Klauenfure.be Iragen je 3 Ziiline ; von den vorderen isl der milllerc der
grossie ; der apikale isl ein ganz kleines Kornchen, diclit vor und etwas
innerhalb vom miltleren gelegen ; die 3 Hintêrrandzâhne sind mâssig gros s
und nehmen endwârts elwas an Grosse zu. Patelin und Tibia des Palps
sind gleich breit, zylindriseh : die erstere isl wenig langer als breit ; die
Tibia isl 1 1/3 mal so long als die Palella, 1 3/5 mal so lang als breil ; der
lars isl fasl so lang als Palella -j- Tibia, 1 3/4 mal so long als breit ; die
ans mehreren Loben zusammcngeselzle Endpartie des Bulbs isl cher langer
als die basale ; zwischen beiden liegl der Embolus, ein langes, dünnes,
zugespitzles Stylum, das sicb vom Innenrand naeli aussen und wenig midi
vorn zieht, elwas liber die Millellinie des Bulbs hinaus ; unmillelbar hinler
ihm, fasl anliegend, erslreckl sicli die médiane Apophyse ; sie isl an dcr
schmalsten Sicile I mal so breil als das Stylum und am Vorderrand min-
destens 3 mal so lang als breil ; gerade bei der Spitze des Stylum s biegi
der Vorderrand unter einem AVinkel von 90° in den Endrand zurück, <’■ r
nach hinten-aussen gerichlel isl ; die hinlere Ecke isl verlàngert und
zugespilzt ; der Ilinlerrand dieser Spitze isl zu einem dünnen,' dunkeln
Ivainm aufgerichtet, der nach innen in eine kurze Spitze ausliiufl ; die
Bander des basalcn Teils dcr Apophyse sind schwarz, die concave Flâche
dazwischen ist hell.
Das Augenfeld ist braunsehwarz, liings der Mille schwach aufgehellt ;
(iie Millelbinde isl orangegelb, auf dem Kopf etwas erweitert und in 3 diinne
Gabelzinken gespalten ; auf dem Thorax ist sie schmâler, parallelseilig,
mil unebenen Rândern, auf dem Hinterdach keilformig verschmâlerl :
jedes der braunen Zwischenfelder isl elwa 1 mal so breit als die milllerc
Partie der Medianbinde ; so breil wie dièse sind die hellen Randbinden,
die in die helle Kopfumrandung übergehen ; auf dem Thorax sind sie aussen
durch schmale, schwârzliche Randschatten verdunkelt. Die Mandibeln
sind rotbraun. Die Beine. sind bellbraun ; die Femora sind orange getonl
und sind mit 3 kaum bemcrkbaren, schmalen helleren Ringen versehen.
Der Iiinlerleib ist oben braun ; der grosse Cardialstreiîen ist plump lan-
zettlich, zimmetbraun, grau umrandet ; die Grundfarbe des Rückens isl
graubraun, undeutlich gelblich punktiert ; auf der Hinterhâlfte ist eine
miltlere Reihe von gelben Fleckenpaaren, den Hôfen von scliwarzen Punk-
Source : MNHN, Paris
310
K. SCHKNKKI.
ten ; die Flecken des 1. Paares sind durci) das Ende des Cardialstreifens
getrennt, die der 4 hintern Paare stossen zusammen. Die ganzc Unterseite
ist hell brâunlichgelb.
Fig. 106. —• Lycosa cinnamcovUUita n. sp.
(J. a: h. Falp v. union ; 6 : Embolus ; c : Kôrpci' ; d : Gesicht.
$. e : KOrjwr ; / : Gosiclit ; g : Epigyne.
? : Céphalothorax 4,2 mm lang, 3,4 breit. Abdomen 4 mm lang, 2,5 breit.
Kopf 2 mm breit; vordere Augcnreihe 0,8G, II. 1,1, III. 1,5 mm; Augcn-
Source : MNHN, Paris
OSTASIATISCHE SP1NNEN
341
Irapcz 1,07 mm lang Mandibeln 2,2 mm lang, 1,8 breit. Bein 1 12,5 mm
(3,5 + 1,8 H- 2,6 + 2,6 + 2) ; II 12,3 mm (3,5 + 1,5 + 2,5 -f 2,7 + 2,1) ;
III 12,1 mm (2,9 + 1,7 + 2,6 + 2,9 + 2) ; IV 17,9 mm (4,4 + 1,9 + 3,7
+ 5,4 + 2,5).
Bestachelung : Aile Femora oben 1-1-1, I vorn pracapikal 2, liinten 1-1,
II seitlich je 1-1, III vorn 1-1, hinlen 1-1-1, IV vorn 1-1, liinten 1 ; Pat. I u.
Il vorn 1, III u. IV oben 1-1, seitlich je I : aile Tib. unten 2-2-2, I seitlich
je 1-1, III oben uncl seitlich je 1-1, IV wie III ; aile Met. unten 2-2-2, I seit-
lich je 1-1, II vorn 1-1-1, liinten 1-1, III u. IV seitlich je 1-1-2.
Ber Stirnraml isl gerade, die Ecken sind wenig abgerundet, die Mittel-
rilze isl lang. Die vordere Augenreihe isl procurv, viel schmaler als die 2. ;
ihre Mittelaugen sind etwas grosser als die seitliehen ; das mitllere Inler-
vall ist 1 i/ 2 mal so breit als ein Mittelauge, die seitliehen sind kaum hall)
so gross ; die Abslànde von den A. II sind 1 2/7, vom Clypcusrand mehr
als 2 mal so gross als der Durchmesser der vorderen Mittelaugen ; 2 x / 2 mal
su gross als lelzterer isl die Breite eines A. II ; das Intervall II isl etwas
grosser als ein Durchmesser II ; die A. III sind etwas kleiner als II, ihr
Intervall ist fast so breit wie die ganze Reihe II ; die Abstànde II-III sind
lialb so gross als das hintere Intervall. Die Mandibeln sind elwa doppelt
so lang als die Gesichtshohe, langer als zusammen breit ; der Furchen-
vorderrand der linken Mandibel tragt 2 Zâhne, deren distaler etwas grosser
isl als der proximale; an der rechien sind noch 2 rudimentâre Zâhnchen
vor dem ersleren ; am Jlinlerrand slehen bei beiden Mandibeln je 3 Zâhne,
die endwârts an Grosse zunehmen. Die Epigyne ist âhnlich wie bei Tarentula
pseudoaimulula Bosenbg u. Slrd (1909, Taf. 13, Fig. 323); der Mittelkiel
isl etwas versebieden ; seine vorderen 2/3 sind sclimal und parallelseilig,
das hintere Driltel ist zu einem Dreieckmit convexer Basis und abgerundeten
Aussenecken erweitert.
Die Mautfarbe des Augenvierecks ist schwarz mit etwas hellerer Mitte ;
die liellbraune Medianbinde isl auf dem Thorax schmal, parallelseitig,
hinlen zugespilzl ; auf dem Hinterkopf ist sie rundlich erweitert und durch
2 etwas dunklere Lângsschatlen in 3 Zinken gespalten ; die Intermediâr-
binden sind braun, die Bandbinden schwàrzlich, durch eine gleich breite,
helle snbmarginale von jenen getrennt. Die Mandibeln sind hell rolbraun.
Die Beine, besonders die vorderen, sind nur undeutlich geringelt. Die Unter-
seite ist hell lehmbraun, das Geschlechtsfeld ist dunkel kastanienbraun.
Die Behaarung des Kôrpers ist oben graubraun, wildfarben ; die Mittel-
binde des Céphalothorax isl verdeckl, wohl aber sind breite, dreiteilige
Bandbinden vorhanden ; diese sind aussen und innen trüb bràunlich grau-
weiss, dazwischcn dunkler grau ; die I linterleibseiten und der Bauch sind
weisslich ; die Haare der Mandibeln sind weisslich mit einigen dunkeln
untermischl ; die Reine sind graubraun, reichlich aber wenig auffàllig heller
geringelt.
Funde : West Tschekiang, IV 1873 : 1 cj, 1 Ç ; Wuchang, 1937 : 3 $.
Source : MNHN, Paris
342
E. SCHENKEL
Lycosa melica Fox.
c? : Céphalothorax 8 mm lang, 6 breit. Abdomen 7 mm lang, 4,2 breit.
Kopf 2,9 mm breit ; vordere Augenreihe 1,3, II. 1,45, III. 1,95 mm ; Augen-
trapez 1,1 mm lang. Mandibeln 3,1 mm lang, zusammen 2,4 breit. Palp,
obéré Prolillinic von der Seite, 8 mm (2,8 : 1,4 f 1,6 + 2,2), Diekc der
Glieder 0,9, 0,8, 0,65, 1, Breile von unlen gesehen : Pal. 0,6, Tib. 0,5, Tars 0,9.
Bein I 21,5 mm (6,5 -f 2.8 + 5,5 + 5,9 | 3,8); Il 21,9 mm (<i + 2,8 +
■ h* 5,5) ; III 17,4 mm (5,3 2.2 3,9 5 ; 3): IV 26 mm
(7 + 2.8-1 5,5 + 7 + 3,7).
Bestachelung : Aile Fem. obcn 1-1-1, I vorn 2 praeapikal, hinten 1-1,
II vorn 1-1, hinten 3 vor der Mille in ansteigender Reihe und 1 vor dem
F.nde, III seitlich je 1-1-1, IV seitlich je 1-1 ; Pat. I hinten, II-IV seitlich
je 1 ; aile Tib. seitlich je 1-1, unlen 2-2-2, III u. IV nocdi oben 1-1 ; aile
Met. seitlich je 1-1-2, unlen 2-2-1 ; die Scopula erstrcckl sich bis zur Basis
des Mel. I.
Der Stirnrand isl gerade, die Ecken sind vollkommen abgerundet. Die
vordere Augenreihe ist procurv, etwas kürzer als die II. (13: 15); ihre
Mittelaugen sind unbedeutend grosser aïs die seillichen (13 : 11) : das mittlerc
Intervall ist = 1/3 Mittelaugenbreite, cin seitliches isl wenig kleincr ; der
Abstand der vordcren Seitenaugen von den Augen II ist fast gleich dem
Durchmesser der ersteren, dcr der miltleren isl noch etwas kleiner ; der
Clypeus ist in der Mille = 2 2/3, seitlich = 2 1/3 Mittelaugendurchmesser ;
die Augen II sind doppclt so breit als ein vorderes Mitlelauge, ihr Intervall
ist = 5/6 Durchmesser; die fast runden Augen III sind kleiner als A. Il
(3 : 4) ; ihr Intervall ist 3 mal so gross als ihre Breite, der Abstand von
den A. Il 1 1/3 mal ; das Augentrapez ist hinten 1 1/3 mal so breil als vorn,
so lang als vorn breil. Die Mandibeln sind belrâchtlich langer als zusammen
breit; beidc Furchenrânder tragen je 3 Zâhne ; die unteren sind ziemlich
gross und kraflig, die üusscrn obern sind klein. Die fast zylindrische Palpen-
tiliia isl langer als die Patella und etwa 3 mal so lang als breit ; der Tars
isl kürzer als Patella + Tibia (11 : 15), mehr als doppelt so lang als breil ;
dus Bostrum bcansprucht fast die Mairie des ganzen Tars ; der Bull» isl
relativ klein und rundlich ; die hinlere àussere F.cke der Lamella charac-
teristica isl weit nach atissen verlângert und schlank zugespilzt ; ein querer
Kamrn zieht sich von diescr Spitze nach innen, ohne die Basis der Lamella
zu erreichen ; nach innen zu ist dieser Kamrn stark erhôht.
Die Mittelbinde des Céphalothorax isl fast parallelseitig ; sic füllt vorn
das Augenfeld ans. isl etwas Imiter diesem schwach winklig erweiterl,
lucratif ganz leicht, auf dem Hinterdach etwas merklicher versehmalerl ;
sic ist hell orangebraun, hinten blasser ; die winklige Verbreiterung hinter
dem Augenfeld isl ziemlich breil schwarz gesauml ; die Seilcnilachen des
I borax sind hellgrau behaart. Die Vorderscite der Mandibeln isl oben und
aussen hell orange, innen und unlen schwarz behaart ; die Farbengrenze
verlauft schief vorn innern basalen zum atissern apikalen Viertel. Die anlie-
gende Behaarung des Palps ist dicht, grauweiss ; die langen abstelienden
Source : MNHN, Paris
OSTASIATISCHE SPINNEN
343
Grannen sind schwârzlich. Nur das 4. Beinpaar ist etwas deutlicher geringelt ;
an der Tibia ist ein schmaler Ring am Grunde und ein breiter vor dem
Ende dunkler ; Bein I ist fast einfârbig dunkel ; die Behaarung der Femora
ist oben graubraun, unten ist sie, besonders an der Tibia und den End-
gliedern weisslich. Die Behaarung des Hinterleibs ist fein und dicht, ziemlich
lang ; der Rücken ist hell orangegraubraun ; der Cardialstreifen der Vorder-
hâlfte ist schmal, fast parallelseitig, dunkler braun ; auf der Vorderwand
Fig. 197. — Lycosa melica Fox. (J
a : K. Palp v. unten ; 6 : Lam. char. v. unten ; c : v. vorn.
trennt sein Anfang 2 grôssere schwarze Flecke voneinander ; 2 nach hinten-
aussen gerichtete zugespitzte Seitenzweige in seiner Mitte, sowie das âhnlich
verzweigte abgestutzte Hinterende sind ebenfalls schwarz, ebenso ein breites
Dreieck dahinter und schliesslich 2 weit von einander getrennte Punkte ;
das Mittelfeld, das den Cardialstreifen einschliesst, ist besonders vorn fahl
weisslich aufgehellt ; es wird von 2 Reihen verwaschener, etwas dunklerer
Flecke eingeschlossen ; die Hinterleibseiten sind wieder heller ; der Bauch
ist hinter der Faite schwarz, etwas graulich angehaucht.
Fund : Distrikt von Yunnan fu, Hochplateau v. 1850-2000 m, 1915 :
1 $. 1 j-
Source : MNHN, Paris
344
E. SCHENKKL
Lycosa wuchangensis n. sp.
$: Céphalothorax 5,2 mm lang, 3,4 breit. Abdomen 4,6 mm lang 3 6
breit. Kopf 2 mm breit ; vordere Augenreihe 0,9, II. 1, III. 1,2 mm ;’ÀÙ-
gentrapez 0,8 mm lang. Mandibeln 2 mm lang, zusamme» ebenso breil
Bein I 11,1 mm (3,2 + 1,6 -f- 2,3 -f 2,1 -| 1,8) ; II 10,8 mm (3 + 16
l?8 + + 2 i!7 + + 1 'I ) ; , M¥ 2 T a9 ’' 5+M+2 ' 34 ..
Bestachelung : Aile Fem. «ben 1-1-1, I vorn praeapikal 2, II vorn 1-1
III seillich je 1-1, IV vorn 1-1, liinten 1 : Pal. II-IV .-eillich je 1 ; aile Tib
unten 2-2-2, II vorn. I, III u. IV seillich je 1-1, III oben 1, IV 1-1 ; Met
I-III unten 2-2-3, IV 2-1-2-3, I u. II vorn 1-1 kloine, III u. IV seitlich je
1-1-1 ; Scopula an Mel. u. Tars I. u. II.
FlO. IH8. — Lycosa wuchangensis
?■ Upigyno.
Die Kopfseitcn sind fast parailel ; der Stirnrand ist elwas convex, die
I'.cken sind abgerundel. Die vordere Augenreihe ist gerade ; die Mittelaugen
sind auffallend grôsser als die seitlichcn (10: 7); das mitllere Intervall
ist fast so gross wie der Radius der Mittelaugen, ein seitliches ist nur hall)
so breit; der Abstand von den A. II ist bei den Mittelaugen = /, vom
Clypeusrand = 2/3 Durchmesser ; die Augen II sind nicht ganz dôppell
so breit als die vorderen mittleren ; ihr Intervall ist = 2/3 Durchmesser •
die runden Augen III sind kleiner aïs A. II (3 : 4) ; ihr Intervall isl =-- 2 /,]
ihr Abstand von den A. II = 1 Durchmesser ; das Augentrapez ist merklich
kiirzer als vorn breit. Beide Bànder der Mandibelfurche tragen je 3 /aime ;
der mitllere vordere ist so gross wie die grossen, subegalen hinleren ; dir
apikale vordere ist âussert klein, der basale ist elwas grôsser. Die Heine
sind kurz und stâmmig.
Die Epigyne gleicht der von Trochosa ruricola de Geer ; die Grube ist
rundlich, brcitcr als lang, hinlcn ofïen ; die Rânder sind wulstig, hinten
nach aussen umgcbogen und zu einer Beule verdickt ; das Septum isl vorn
etwa halb so breit als die Grube, nach hinten zunâchst verschmàlert, daim
zu einem Querbalken erweilert, der so breit ist wie die grossie Grubenbreite ;
Source : MNHN, Paris
OSTASIATISCHE SP1NNEN
345
sein Hinterrand isl procurv, vorragend ; die Aussenekken sind zugespitzt.
I)as Augenfeld ist vorn und aussen schwarz, sonst ist der Céphalothorax
dunkelbraun, lângs der Mille nur schwach und verschwommen aufgehellt ;
eine breile Submarginalbinde ist auch elwas heller. Die Mandibeln sind
braun, elwas dunkler als der Kopf ; die Mundteile sind hraun ; das Sternum
ist in der Mille diffus nut'gehelll, hier wie die Hiiften gefârbl.
Die Heine sind wie der Céphalothorax gefârbt, nicht geringcll. Der Hin-
terlcil) ist oben braun ; die Vordcrhâlfte ist ziemlich breit, aber schwach
und verschwommen aufgehellt ; der Cardialslreifen ist durch seine dunkeln
Umrisse angedeutet, auf 2/3 der Lange und arn Hinterende mit je einem
l’aar Seitenzacken ; limier déni Cardialfleck folgt eine mittlere Reihe un-
deutlich umgrenzter heller Flecke ; ausserhalb dieser, im hintern Drittel,
jederseits eine Reihe von 1 Punkten. Der Bauch ist graubraun.
Fund : Wuchang, 1937 : 1 $.
Lycosa kiangsiensis n. sp.
$: Céphalothorax 3,2 mm lang, 2,3 breit. Kopf 1,4 mm breit; vordere
Augenreihe ?, nur 3 Augen vorhanden, 11. 0,6, III. 0,85 ; Trapez 0,5 mm
lang. Mandibeln 1,5 mm lang, zusammen fast ebenso breit ; eine Maxille
0,8 mm lang, 0.45 breil, Lippe 0,5 mm lang und breit. Bein I 7,3 mm (2 4-
1,1 -f 1,5 + 1,6 -F 1,1) ; II 6,6 mm (1.8 -F 1 4- 1,3 4- 1,5 4- 1) ; III 6,5 mm
(1,7 + 0,9 4- 1,1 4- 1,7 + 1,1) ; IV 9 mm (2,3 4 1,1 4- 1,8 + 2,7 + 1,1).
Bestachelung : Pat. I vorn, 1I-1V seitlich je 1 ; Tib. 1 unten-vorn nahe
der Basis 1 oder 1-1 sehr kurze aber krâftige, am Ende 1 etwas lângerer,
vorn nahe der Basis 1, II unten apikal 2, seitlich ziemlich oben je 1-1, III
oben und seitlich je 1-1, unten 2-2, IV wie III, nur unten 2-2-2; Met. I
unten 2-2-2, II seitlich je 1-2, unten 2-2-2, III u. IV seitlich je 1-1-2, unten
Der Stirnrand ist auffallend convex. Die vordere Augenreihe scheint so
breit wie die II. zu sein, gerade, mit gleich grossen Augen ; die seitlichen
Intervalle sind = 1/3 Augendurchmesser, das mittlere ist wahrscheinlich
doppelt so gross ; der Clypeus ist so hoch wie ein Durchmesser, doppelt
so gross als der Abstand I-II ; die Augen II sind fast doppelt so breit als
ein vorderes, ihr IntervalI ist = 2/3 Durchmesser ; die Augen III sind etwas
kleiner als II, von letzteren etwas mehr als 1, von einander ca 2 % Durch¬
messer entfernt ; das Augentrapez ist hinten fast 1 f 2 mal so breil als vorn,
kürzer als vorn breit . Beide Furchenrânder lier Mandibeln tragen je 3 Zahne ;
die vorderen stehen dicht beisammen, der mittlere ist viel grôsser ; von den
hinteren ist der apikale der grôsste. Die Lippe ist so lang als breit; die Aussen-
rânder sind etwas convex, der Endrand ist schwach concav. In die Epigvne
ist ein Paar tiefer, abgerundet dreieckiger Gruben eingesenkt, die durch
ein schmales Septum getrennt sind ; dièses ist hinten in einen ausgedehnten
Querbalken erweitert, dessen Aeste Shliche Dimensionen haben wie der
Langsteil des Septums ; sie begrenzen die Gruben hinten.
Source : MNHN, Paris
346
E. SCHENKEL
Der Céphalothorax ist braunschwarz, der Hinterkopf und die Ma ncibc.'n
sind etwas heller, dunkel rotbraun, die Mundteile sind, die Kauràndir
ausgenommen, braunschwarz, ebenso die Hüften ; das Sternum ist dunkel
rotbraun : die Femora der Beinesind braunschwarz, oben am Endcgel bbraun •
die übrigen Glieder sind rotbraun, die Patellen mit 1, die Tibien m it 2 aus-
gedehnten dunkeln Flecken vorn und hinten ; diese Zeichnung ist am deut-
lichslen an B. IV, wo auch der Grund des Metalars verdunkelt i st. Die
vordere Hàlfte des Ilinterleibs ist schlecht erhalten, die hintere ist dunkel-
grau, an den Seiten gelbbraun punktiert, in der Mitte durch teilweises
Verse-lime Izen der Punkte marmoriert ; die Hinterwand ist einfârbig gelb¬
braun, in der Mitte etwas nach vorn ausgedehnt ; der Bauch ist braun.
Fio. 199. — Lycosakiangsiensie n.sp.
$• Epigync.
Die Haare sind hell gelbgrau ; die Hüften und Trochanter, besonders an
B. IV sind in Oberansicht hellrot.
Fund : Kiangsi, 1874 : 1 $.
Lycosa (Hogna) rubetra n. sp.
Ç: Céphalothorax 8 mm lang, 6,3 breit. Kopf bei den A. III 4,5, am
Stirnrand 4 mm breit ; vordere Augenreihe 1,7, II. 1,5, III. 2,3 mm ; Trapez
1,25 mm lang. Mandibeln 4 mm lang, zusammen ebenso breit. Bein I 18,6 mm
(5,5 + 2,7 + 3,5 + 3,8 + 3,1) ; II 17,8 mm (5,5 + 2,7 + 3,1 + 35 + 3)-
III 16,5 mm (4,6 + 2,5 + 3 + 3,5 + 2,9) ; IV 21,4 mm (5,9 + 2,7 + 4,2 +
5,2 + 3,4).
Bestachelung : Aile Fem. oben 1-1-1, mehr Borsten, besonders an den
vorderen, I vorn 2, II u. III seitlich je 1-1, IV vorn 1-1, hinten 1 ; Pat. III
u. IV seitlich je 1 ; Tib. I unten 2 kieine in der Mitte, 2 am Ende, II oben-
vorn 1-1 kurze dicke, union 1-1-2 etwas grossere, III seitlich je 1-1, unten
1-1-2, IV seitlich je 1-1, unten 2-2-2 ; Met. I unten 2-1-1 kieine ; die Scopula
beginnt schon unter dem Ende der Tibia und erstreckt sich über Met. u.
Tars ; Met. II wie I, auch die Scopula, Met. III u. IV seitlich je 1-1-2 III
unten 2-2-1, IV 2-1-1-2.
Der Céphalothorax ist relaliv hoch ; der Kopf ist breit, hinter den Augen
leichl halsartig eingeschnürt, besonders der Quere nach ziemlich gewolbt ;
der Stirnrand ist fast gerade, die Ecken sind abgerundet ; das Augenfeld
Source : MNHN, Paris
OSTASIATISCHE SPINNEN
347
ist relativ klein, auch die 3. Reihe ist nur halb so breit als der Kopf ; die
vordere Augenreihe ist gerade, deutlich breiter als die II., ihre Mittelaugen
sind breiter als die seitlichen (7 : 6) ; das mittlere Intervall ist fast = 1,
ein seitliches = 1 /3 Mittelaugenbreite, die Hohe des Clypeus ist = 1 1 /3
der Abstand von den A. II = 1 solcher Durclimesser ; die A. II sind fast
doppelt so breit als ein vorderes mittleres, ihr Intervall ist = 5/6 Durch-
messer ; die Augen III sind kleiner als II (2: 3); das Intervall ist = 4,
der Abstand von den A. II = 1 y 2 Durclimesser ; das Trapez ist hinten
mehr als 1 f 2 mal so breit als vorn, deutlich kürzcr als vorn breit. Der vordere
Furchenrand der Mandibel tràgt vorn nur 2 Zâhne dicht beisammen, deren
apikaler etwas kleiner ist ; auch die 3 hintern stehen dicht beisammen und
sind subegal. Die schwarze Epigynenplatte ist fast quadratisch mit abge-
rundeten Ecken, mit 2 seichten, lânglichen, fast parallelen Gruben, deren
kielfôrmige Umrandung aussen in der Mille unterbrochen ist. Vom Hinterleib
ist nur die zerfetzte Haut vorhanden.
Fig. 200. — Lycoaa rubetra n. sp.
$• Epigyne.
Das Augenfeld ist dunkelbraun, der übrige Céphalothorax rotbraun, die
Brustseiten sind nach aussen etwas heller. Die kniefôrmig vorragenden
Mandibeln sind rotbraun, stark beborstet. Die Taster sind orangebraun.
Die Femora der Beine sind oben orangebraun mit einigen aufgelôsten braunen
Ringen ; die folgenden Glieder sind oben ± einfarbig orangebraun ; die
Unterseite der Glieder ist grôsstenteils brâunlicliweiss, an den Patellen und
dem Enddrittel der Tibien ziemlich dunkel braun ; ebenso gefârbt ist die
Scopula der Endglieder in feuchtem Zustand, in trockenem ist sie bel! ;
die Hüften sind hellbraun, das Sternum ist dunkelbraun. Der Hinterleib
ist oben graubraun, unten grau angeraucht. Die Behaarung ist überall
dicht und lang, die anliegende ist hell graubraun.
Fund : Kloster Marsan am Sining ho, Kansu, 23. IV, 85 : 1 $.
Lycosa (Hogna) immanis L. Koch.
c? : Céphalothorax 10,5 mm lang, 7,5 breit. Abdomen 10 mm lang, 7 breit.
Kopf 5 mm breit ; vordere Augenreihe 1,9, II. 1,8, III. 2,65 mm ; Trapez
1.6 mm lang. Mandibeln 4,7 mm lang, zusammen 4 mm breit. Palp 13,9 mm
(4,8 + 2,4 + 2,7 -F 4), Dicke der Glieder 1,4, 1,4, 1,4, 1,9. Bein I 26,7 mm
(8,1 + 3,5 + 5,5 + 5,5 + 4.1) ; II 26 mm (7,5 + 3,5 + 5 + 5,7 + 4,3) ;
III 24,6 mm (7 + 3,1 + 4,2 + 6,7 + 3,6) ; IV 30 mm (8,4 + 3,5 + 5,7 +
7.6 + 4,8).
Source : MNHN, Paris
348
E. SCHENKEL
Bestachelung : Aile Fem. oben 1-1-1, I vorn 2 pracapikal. hinten 1-1
schwache ; II u. III vorn 2, hinten 3, IV vorn 2, hinlen 1 ; aile Pat. seitlich
je 1 ; aile Tib. seitlich je 1-1, unten 2-2-2, 1 u. II oben 1 nach (1er Mitte
III u. IV oben 1-1 : Met. I u. Il vorn 3, hinten ? (abgebrochen oder durci!
die Haare verdeckt ?), unten 2-2-2, III seitlich je 3, union 2-2-2, IV seitlich
je 3, unten 2 Beilien zu je I ; aile Tarsen mit Scopula, dièse an III u. IV
von Haarstreifcn durchzogen.
Die vordere Augenreihc ist gerade, wenig langer als die 2., die Mittel-
augen sind 1 1/4 mal so breil als die seitlichen ; das mitllere Inlervall ist =
1/2, ein scillichcs = l/l Mittelaugenbreitc ; von den A. II sind die seitlichen
um 3/4, die mitlleren uni 3/5 Durchmcsser (1er lelzleren entfernt ; der
Clypeus ist unler den Mittelaugen 1 7/9 mal so hocli als diese ; ein Auge II
ist 1 f 2 mal so breit als ein vorderes Mittclauge, (las Intervall II ist = 4/5
Durchmesser; Die Augen III sind ebenso gross als A. II; das Inlervall
ist = 2 y 2 Durchmesser, der Absland von den A. II wenig grôsser als 1
solcher ; das Trapez ist hinten fast 1 / 2 mal so breit als vorn, etwas kürzer
als vorn breit. Die Furchcnrander der Mandibeln tragen je 3 Zâhne ; die
hintern sind égal und ziemlich gross. Die Tibia des Palps ist langer als die
Patella, doppelt so lang als breit, fast zylindrisch ; der Tars ist heinahe
1 Yz mal so breit aïs die Tibia und 1 /, mal so lang. aber kürzer als Patella
+ Tibia ; die braunschwarze Lamella characterisliea des Bulbs ist sehr
gross und fiilll die basale HalfLe des Bulbs grossenleils ans, wâhrcnd dessen
Hauptlobus auf die Innenseite gedràngt ist; die Lamella ist dreieckig ;
die Ansatznaht am Lobus ist fast longitudinal ; die apikale Seite zieht sich
als procurver Bogen quer durch den Bull» ; die basale Ecke erreicht fast
dessen Hinterende, und die âussere apikale. Ecke ist als schlanke Spitze
nach aussen ausgezogen ; die âussere Seite des Dreiecks ist kielarlig erhôht,
besonders gegen die hinlere Ecke hin.
Die Hautfarbe der Oberseite ist i dunkel braun ; dunklcr ist das Augen-
feld, die Radien der Brustseilen, wenig dcullich die Flecken der Beine,
am merklichsten noch an den Femora,; die Mandibeln sind wahrscheinlich
schwarzbraun. Fémur, Patella und Tibia des Palps sind oben orange ; der
lars ist dunkelbraun. Auf dem dunkel graubraunen Rücken des Hinterleibs
ist der Cardialstreifen dunkel rotbraun, dunkelbraun umrandct ; cr bat
h inter der Mille und am Ende kurzc dunkle Seitenzweige. Die Unlerseile
des Kürpers ist grôsstenleils schwarz ; die Hüften sind etwas heller als das
Sternum ; die Patellen der Taster und Beine sind unten schwarz, ebenso
die Endringe von Tib. I-III ; aile Femora und dieBasalhâlften der vorderen
'I ibien sind unten sehr hell. Am Céphalothorax sind die Medianbimlen, die
zackigen submarginalen und die Randbinden mehr weisslich, das übrige
wenig dicht rôtlichbraun hehaart ; die Mandibeln sind, besonders nach
oben, lang und dicht weisslich grau braun hehaart, âhnlich, noch weisslicher
die Beine ; oben auf dem Hinterleib ist ein Paar grôsserer Punkte vor den
sclnvarzen Seitenzacken des Cardialstreifs rein weiss ; undeutliche weisse
Fleckchen bilden auf der Hinterhàlfte des Rükkens 2 weit getrennte Reihen ;
sonst ist die Behaarung rôtlichbraun. Die Unterseite ist dunkel rôtlichbraun
behaart.
Source : MNHN, Paris
I ATI SCI IK S IM N NK N
$ : Kôrper 21 mm. Céphalothorax 10,5 mm lang, 7,5 breit. Kopf 5,7 mm
forcit ; vordere Augenreihe 2,15, H. 1,9, III. 2,7 mm ; l'rapez 1.7 mm lang.
Mandibeln 5 mm lang, zusammen ehenso breit. Bein I 20,2 mm (7,5 -f
-1 + 5 + •>,? | I) ; Il 24,6 mm (7.1 3,5 1,5 : 5.5 + 4); III 22,9 mm
(0,3 + 3,6 + 4 + 5,3 + 3,7) : IV 28,7 mm (7,5 + 3,5 + 5,7 + 7.0 f 4,4).
Bestachelung : Aile Fem. oben 1-1-1, I vorn praeapikal 2, II u. III seitlich
je 1-1, IV vorn 1-1, hinten 1 ; Pat. III u. IV seit lich je 1 ; Tib. I unten 1-1-2,
II vorn 1-1, unten 2 apikal, III oben und vorn je 1, hinten 1-1, unten 1-1-2,
IV oben 1, seitlich je 1-1, unten 2-2-2 ; Met. I unten 2nahe derBasis, Scopula
von der Tibia an, Met. II wie I, III seitlich je 1-1-2, unten 2-2-1, IV seitlich
je 1-1, unten-vorn 2-1-1-2, unten-hinten l-l-l-l ; die Scopula der Hinter-
beine ist dünner, von einem Band anliegender Hârchen lângs der Mitte
durchzogen.
Die Augenstellung ist âhnlich wie beim ebenso «lie Furchenhezahnung
der Mandibeln. Der Umriss der Epigynengrube gleicht einem gleichschenklig
rechtwinkligen Dreieck, dessen Grundlinie vorn iiegt ; die Aussenecken sind
breit abgerundet ; die Grundlinie ist in der Mitte winklig eingebuchtet und
setzt sich nach hinten als niedriger Mediankiel fort, der hinten etwas erweilert
und gegabclt ist ; die kielartig erhabenen Seitenrànder der Grube sind in
oder hinter der Mitte durch Einschnitte unterbrochen. L. Koch zeichnet
die Gruben schmàler und den Mittelkiel hinten nicht gegahelt, auch die
Seitenrànder etwas verschieden.
Source : MNHN, Paris
Die Fârbung und Behnarung siml ahnlich wie heim ; der Hiuterkopf
îmd eine schmale, slernlormigc Millelbindo auf dem Thorax sind elwas
deullicher hervorgehoben. Das Epigaslrium ist weisslicli behaart.
Fundc : Dorf Paitansui südlich von Lintschiksu, Kansu, 10.X 81: 2 jJ-
Stadt Fui i tin (Fu yi), innere Mongolei, 5. VI 86: I Ç.
Trochosa ruricoloides n. sp.
J : (.ephalolhorax 3,5 mm lang, 2,8 breil. Abdomen 3,8 mm lang, 2,2
breit; Kopf 1,1 mm breil ; vordcrc Augenreihe 0,7, II. 0,7, III. 0,9 mm"
* râpez 0,05 mm lang. Mandibeln 1,5 mm lang, zusammen 1,3 mm breil
Palp 4,-15 mm (1,5 + 0,7 + 0,95 + 1,3). Bein I 10,7 mm (2,8 + 1,1 +
2 ’ 3 + 2 ; 1 + 1 1 ' 11 10 ? mm ( 2 .7 4- 1.3 + 2,1 + 2,1 + 1,8 ?) ; III 9,(5 mm
U9 ■ 2,3 ; 1,7) ; IV 13,2 mm (3,3 4 - 1.5 | 3 | 3,6 1,8).
I)ie Iibien aller Berne tragen seitlich je 1-1, unlen 2-2-2 Stacheln, III
u. IV auch oben 1-1 ; Metatars II seitlich je 1-2, unten 2-2-1, III u. IV
seitlich je 1-1-2 ?.
Die Stirnecken sind wenig abgerundet, der Stirnrand ist gerade, doch
ragen die Vorderaugen, besonders die initlleren vor. Die vordere Augenreihe
ist gerade; ihre Millelaugen sind grôsser als die seitlichen ; die Intervalle
sind elwa gleich 1/3 Miltelaugendurclmiesser ; die Abstande der mittleren
von den A. II sind gleich dem Radius der ersteren, die der seitlichen sind
etwas grôsser ; der Clypeus ist unter den vorderen Millelaugen fast doppelt
so.hoch als diese ; die Augen II sind beinahe doppelt so breit als ein vorderes
minières ; ihr Intervall isl == 2/3 Durchmesser ; die Augen III sind relaliv
klein ; ihr lângerer Durchmesser isl nur 2/3 ven dem der A. Il, ihr Intervall
isl = 3 2/3, ihr Absland von den A. 11 = 1 1/1 Durchmesser III ; das Augen-
trapez isl hinten 1 2/7 mal so breit als vorn, so lang als vorn breit Die
Mandibeln sind langer als zusammen breit; am Hinterrand der Furche
stehen 3 grosse, subegale Zâhne ; die üussere Endecke des Mandibelstammes
ist stumpfhockerig ; die Klaue Iragt oben in éinigem Absland von der Basi.s
einen grossen, breit kegelfôrmigen, spitzen Hôcker. Die Tibia des Palps
ist fast zylindrisch, 2 i/ 2 mal so lang als dick ; der Tars isl fast 1 y.’ mal
so lang als die libia, 2 2/3 mal so lang als breit, also ziemlich sclimal und
lang ; er endet in einer starken und langen Kralle. Die grosse Lamella cha-
ractcristica desBuIbs liai annahernd die Form eines rechtwinkligen Dreiecks ;
die schiefe Basalnahl isl die Hypothenuse ; die kürzere Kathete setzl den
Endrand des Hauptlobus des Bulbs nach aussen fort ; die longitudinale
langere Kathete ist etwas distal ilirer Mille in einen langen, dünnen, spitzen
Dorn nach aussen ausgezogen ; dieser ist gekielt ; der Kiel erslre’ckt sich
nach innen bis fast zur Mitte der Lamella, biegt dann nach vorn-aussen
uni und verliert sich schliesslich an der etwas abgerundeten àussern Endecke
der Lamella.
Der Céphalothorax isl hellbraun ; das Augenfeld ist aussen und vorn
schwarz, hinten dringt das verschmàlerte und abgerundete Vorderende
der hellen Mittelbinde bis zur Mitte des Feldes ein ; die Binde selbst isl
Source : MNHN, Paris
auf dem Kopf lang elliptisch, fasl so breit wie (lie liinterste Augenreihe ;
sic schliesst die beiden für Trochosa kennzeichnenden dunkeln Lângsschatten
eiii ; hinter dem Kopf setzt sie sich in halber Breite liber den Thorax fort ;
die Zwischenfelder sind nur wenig dunkler, schmal, unscharf begrenzt.
Die Mandibeln sind etwas lebhafter braun. Das Sternum ist gelblicher
aïs die Hüften ; diese sind wie die undeutlich wolkig gefleckten Beine braun
wie der Céphalothorax. Der Hinterleib ist oben falil gelb ; die hellbraunen
Zeichnungen sind vorn die Konturen des Cardialstreifens, auf den Seiten
2 Làngsfelder je mit lânglichem Fleck aïs Anfang und etwa 5 Schràgbarren
aïs Fortsetzung, die unter sich durch Anastomosen verbunden sind.
Der Palp ist dem von T. ruricola (De Geer) sehr àhnlich, aber viel schlan-
ker ; die Tibia und das Rostrum des Tars sind viel langer, auch die Lamella
characteristica ist verschieden.
Fund : Yunnan fu, 26. II 1925 : 1 1 J uv .
Source : MNHN, Paris
Arctosa schensiensis n. sj).
$ : Céphalothorax 3,4 mm lang, 2,5 breit. Abdomen (eingeschrumpft)
4,2 mm lang, 2,3 breit. Kopf 1,5 mm breit; vordere Augenreihe 0,7, II.
0,7, 111. 0,9 mm ; Augentrapez 0,7 mm lang. Mandibeln 1,4 mm lang, zusam-
men 1,6 mm breit. Bein I 9,3 mm (2,5 -f- 1,3 -f 2 + 2 -f 1,5) ; II 8,6 mm
(2,3 + 1,2 + 1,7 + 1,8 + 1,6) ; III 8,6 mm (2,2 -f 1,2 + 1,5 + 2,2 + 1,5) ;
IV 12,4 mm (3,2 + 1,5 + 2,5 + 3.4 + 1,8).
Die Stacheln der Heine sind grôsstenteils abgerieben ; Fem. I oben 1-1-1,
seillich je 1-1 ; Pal. III u. IV .seitlich je 1 ; aile Tibein unten 2-2-2, Ivorn,
Fig. 203. — Arctosa schensiensis n. sp
Ç. a : Céphalothorax ; b : Epigyne.
1I-IV seitlich je 1-1, III u. IV auch oben 1-1 ; wahrscheinlich aile Met. unten
2-2-2, I vorn, II seitlich je 1-1, III (u. IV ?) vorn 1-2-2, hinten 1-1-2.
Der Stirnrand ist gerade, die Ecken sind abgerundet. Die vordere Augen¬
reihe ist ganz schwach procurv ; ihre Mittelaugen sind merklich grosser
als die seitlichen ; das mittlere Intervall ist = 5/7 Durchmesser, die seit-
lichen sind selir klein ; vonden A. II sind die vorderen mittleren um ihren
Radius, die seitlichen um ihren Durchmesser entfernt ; der Clypeus ist so
lioch als die Mittelaugen breit sind ; die Augen II sind doppelt so breit
als ein Mittelauge ; ihr Intervall ist wenig grosser als ihr Radius ; die Augen
III sind betrâchtlich kleiner als II (2: 3) ; ihr Intervall ist mehr als 3 mal
so breit als ihr Durchmesser ; 1 y 2 solcher ist der Abstand von den A. II ;
das Augentrapez ist hinten 12/7 mal so breit als vorn, so lang als vorn breit.
Beide Furchenrànder der Mandibeln tragen je 3 Zâhne ; von den hinteren
ist der basale viel kleiner als die subcgalen andern ; der mittlere vordere
Source : MNHN, Paris
SIATISC.HI-:
SIMNNEN 353
i ;l langer und breiter als die hinteren ; (1er apikale ist ein winziges Kôrnchen
an der Basis des mitlleren, das nacli innen, der Furche zu verschoben ist.
Das Geschlechlsfeld ist 1 1 /5 mal so breit als lang, vorn abgerundet,
hinten gestutzl, runzlig und bchaart ; die quere Grube vor dem Hintercnde
beanspruchl fast die ganze Breile des Feldes und ist fast 3 mal so breit
als lang, an den Seilen abgerundet ; der Vorderrand ist in der Mitte zu
einem spilzen Vorsprung ausgezogen, (1er fast die Mitte der Grube erreicht ;
cr ruht auf einer tiefer liegenden mittleren Flatte, die vorn auf die Hâlfte
eingeschnürt, hinten wieder erweitert ist und 1/7 der Grubenbreite erreicht ;
ausserhulb derselben steigen kleine Schüppchen vom Grubenboden empor.
Das Augenfeld ist vorn und aussen schwarz, sonst isl der Kopf liell orange-
braun wie aucli ein grosser, slernformiger Fleck dahinter, dessen querer
Hinterrand in der Mille nocli etwas nach hinten ausgezogen ist ; liell ist
auch eine .submarginale Binde, die vorn schmal und zickzackformig, hinten
breiter und ziemlich ebenrandig isl ; dunkel, d. h. schôn rotbraun ist ein
H md an Kopf und Thorax, der an letzterm stellenweise llcckenartig nach
innen erweitert ist ; gleich gefarbt sind die Bander auf den Kopffurchen,
welche sicli in der Mitte nicht trellen, sondern vorher hakenformig nach
vorn umbiegen ; an die Kopffurchen stossen die schmalen, zickzackfdrmigen
Zwischenbinden, die hinten unter sich und mil den Seitenrandern zu einem
grossen Fleck verbunden sind. Die Zeichnung des Hinterleibs ist oben
nur noch zur Hâlfte erkennbar ; der Cardialstreifen ist schmal, gelblich,
von seinen Konturen sind 1 Paar kleiner Lângsfleckchen in der Mitte,
kenntlich 1 Faar schwarze Stelenzakken auf 3/4 (1er Lange und eine dünne
Randlinie hinten ; seitlich ist der Streifen von 2 grossen, gelbweissen Lângs-
llecken bcgrenzt, deren Hinterenden mit dem seinen zusammen einen
Dreizack bilden ; ausserlialb dieser Figur ist die Haut schwarz gesprenkelt.
Die Mandibeln sind rotbraun ; das Sternum und die Hiiften sind fahl weiss-
lichbraun ; die Beine sind hellbraun, die Femora sind unten fast weiss,
oben rotbraun geringelt ; die 3 Ringe sind schmal, zackig, stellenweise
unterbrochen ; die folgenden Glieder sind etwas dunkler als die Femora,
liell geringelt am Ende der Patellen, an Mitte und Ende der Tibien und
subbasal am Metatars. Der Bauch ist fahl weisslichbraun wie das Sternum ;
die Epigyne ist orangebraun.
Fund : Han-tschong-fu. Süd Schensi, 1873: 1 9-
Arctosa mongolica n. sp.
? : Céphalothorax 2,8 mm lang, 1,8 breit. Abdomen 1,1 mm lang, 2,4 breit.
Kopf 1,25 mm breit: vordere Augenreihe 0,6 mm, Il 0,7, 111. 0,9 mm;
Augentrapez 0,73 mm. Mandibeln 1,4 mm lang, zusammen 1,2 breit. Bein
I 6,6 mm (1,8 + 0,9 + 1,4 + 1,4 + 1,1) ; 116 mm (1.7 + 0,87 + 1,2 + 1,18
- 1,05); III 6,18 mm (1,8 + 0,73 + 1,07 + 1,5 -f 1.08); IV 9,37 mm
(2,55 + 0,95 + 1,75 + 1,72 + 1,4).
Bestachelung : Aile Fem. oben 1-1-1, I vorn praeapikal 2, III u. IV seitlich
je 1 ; Pat. III u. IV oben je 1-1, seitlich je 1 ; Tib. lu. II vorn 1, unten
Mémoires do Muséum. — Zoologie, t. XXV 23
Source : MNHN, Paris
2-2-1, der apikale sehr lang, teilweise langer als die hall)eTibia, III vorn 1-1.
hintcn 1, unten 1-1-2. IV vorn 1-1. hinlen 1. unten 2-2-2 ; Met. I u. II vorn
1-1-1, unten 2-2-2, III u. IV seitlich je 1-1-2, union 2-2-2.
Der Kopf liât 2/3 der Brustbreite ; er ist vor den Seitenbuchlen parallel-
seilig ; der Stirnrand ist gerade, (loch ragl die Mille mit den vorderen
Mittelaugen etwas vor; die Stirnecken sind mâssig abgerundel. Die vor-
dere Augenreihe ist etwas kleiner aïs die 2., scbwacb procurv ; dire Augen
sind subegal ; das mittlere Intervall ist so breit wie ein Auge, ein seitliches
bail) so gross ; (lie Abstànde von den A. II sind = 1, die Hôhe des Clypeus
st = 2 Vorderaugendurchmesser ; die Augen II sind doppelt so breit als
die vorderen, ihr Intervall ist fasl = 1 3/4 Durchmesser ; die Augen III
sind oval, langer aber schmâler als die runden II ; ihr Intervall ist fast
1 mal so gross als ihre Breite, der Abstand von den A. II 1 y, mal so gross
ihre Lange ; das Augentrapez ist hinlen 1 2/7 mal so breit als vorn, so lang
als vorn breit. Die Mandibeln sind etwas langer aïs zusammen breit ; der
I linterrand der Furche trâgt 2 égalé, zicmlich lange uud schlanke Zâline ;
der mittlere der 3 vorderen ist fasl nocli etwas grosser, der apikale vordere
ist der kleinste. Die Epigyne gleicht der von Xerolycosa miniata (('.. L. K.) ;
die beiden hellen Gruben sind ahnlich, dagegen ist das Septum hinten zu
einem plumpen Querbalken erweitert. Das Augenfeld ist schwarz ; die
dunkel kastanienbraune Grundfarbe des l'.ephaloi borax dringl als Doppel-
linie bis zur Mitte des Trapèzes vor ; die Medianbinde ist orangebraun ;
sie beginnt als zackige, quere Abstutzung etwa 1 / 2 Augenlângen hinter
den A. III und bildet zunachst einen HinlerkopfTleck, der fast so breit
ist wie die 3. Augenreihe, hinlen abgerundet und etwas kürzer aïs breit
isl ; mit ihm sehmal verbunden ist eine sternfôrmige Erweiterung um die
Mittelritze von gleicher Breite wie der Kopflleck ; eine schmale Verlângerung
durchzieht das Hinterdaeh ; an den Thoraxrândern sind jederseits 3 ziemlich
Source : MNHN, Paris
grosse, wcit gelrennte belle Flecke. Die Mandibeln sind rotbraun ; (las
Sternum ist dunkcl graubraun ; die Hüften sind wie die Grundfarbe der
Heine brâunlichgclb ; die schwârzlichbraune Ringelung der lelzteren hebt
■ ich seliarf ab ; auf der Unterseile der Femora felill sie fast und an den
Metatarsen und Tarsen ganz ; die Hinge sind teilweise in Flecke aufgelost,
die auf den Seiten der Femora zu kurzen Lângsstrichen werden. Der Hinter-
leib isl hcll graubraun, mit undeutlichen, verschwommeneii, gellnveissen
Fleckcn ; etwas auffallender ist ein Ilalbmond arn Vorderrand und 2 Paare
grôsserer aber sehr unbestimmter Flecke, auf dem 1. Viertel und in der
Mille ; die Seilen und der Bauch sind gelbweiss ; die Epigyne ist hellbraun,
ihre Gruben sind weiss. Die Haare des Céphalothorax sind weiss, auf dem
Augenfeld, soweil noch vorhanden, orangehraun ; die Haare der Reine sind
weiss ; die des Hinterleibs sind verklebt, sie scheinen teils weiss, teils hell¬
braun zu sein.
Fund : Urga-Tsitsikhar, 1896 : 1 Ç.
Arctosa pichoni n. sp.
Fig. 205. — Arclosa pichoni n. sp.
$• Epigyno.
? : Korper 5 mm. Cephalolhorax 2,8 mm lang, 2,2 breit. Abdomen ?,2 mm
lang, 1,7 breit. Kopf 1,3 mm breit; vordere Augenreihe 0,57, II. 0,5, III.
0,74 min ; Augentrapez 0,5 mm lang. Mandibeln 1 mm lang, zusammen
1,1 breit. Bein II 5,6 mm (1,5 -f 0,9'4 1 + 1,2 + 1).
Die noch vorhandenen Stacheln am Bein II sind kurz, weiss ;Fem. wahr-
scheinlieh oben 1-1, Tib. vorn 1-1, unten-vorn apikal 1, Met. vorn 1-1,
unten 2-2-2.
Der Stirnrand ist fast gerade, die Ecken sind abgerundet. Die vordere
Augenreihe ist gerade, ihre Augen sind gleich gross ; die egalen Intervalle
sind kleiner aïs ein Augendurchmesser ; der Abstand von den A. II isl = 1,
vorn Clypeusrand = 1 2/3 Durehmesser ; die Augen II sind doppelt so
breit als die vorderen ; ihr Intervall ist fast so gross als ihr Durehmesser ;
die runden Augen III sind fast so gross wie die A. II ; der Abstand von
diesen ist = 1 1/3, das Intervall = 2 1/3 Durehmesser ; das Augentrapez
ist hinten 1 y 2 mal so breit als vorn, so lang als vorn breit. Die Mandibeln
sind oben knieformig ; beide Furchenrânder tragen je 3 Zahne ; der mittlere
vordere ist der lângste und breitesle von allen, der wenig kleinere basale
Source : MNHN, Paris
berührt seine Basis, (1er apikale ist ein kleines Kornehcn inncrhalb des
Vorderrandes (1er Basis des inittleren : die 3 Unterrandzâhnc stehen dicht
beisammen, sind subegal, kleiner aïs (1er mittlerc vordere. Die heiden Kpif»y-
nengruben divergieren leieht nacli liinten ; jede ist etwa doppelt so lang
als breit, in der Mille leieht eingeschmirt ; das Irennendc Seplum isl vorn
sehr schmal und erreicht bis zur Mille die vierfaehc Breile, dann bleibt
es bis zum Uebergang in den Querbalken parallclseitig ; letzlerer isl so
breit wie das ganze Septum long isl ; seine Ausscncnden sind kurz nach
vorn gebogen und zugespitzt, sie erreiehen (lie Millen (1er Minlerrander
der Gruben.
Der Céphalothorax isl rollich kaslanienbraun, nach vorn und aussen
sowie auf den keilfôrmigen Kadien, die bis zum Hand reichen, dunkler.
Die Mandibeln sind rotlich kaslanienbraun ; die Mundteile sind wie das
Sternum braun, die Hüflen sind heller ; die Palpen sind hellbraun wie die
Hiiften ; Bein II isl braun mil undeutlichen grauen Hingen an Fémur und
Tibia. Das vordere Drittel des Ilinterieibs isl oben gelblich mit dreizackigem
Hinterrand, dahinter folgen abwechsclnd plumpe unscharfe und dünne
scharfe, schwaeh recurve, gelbliche Bogen auf schwiirzlicliem Grund. Der
Bauch ist gelblich, die Kpigyne orangebraun.
Fund : Hangtscheu, Tschekiang, 1925: 1 $.
Pirata ? wuchangensis n. sp.
$ : Céphalothorax 2/1 mm lang, 1,6 breit. Abdomen 3,2 mm lang, 2 breil.
Kopf 1 mrn breil; vordere Augenreihe 0,5, II. 0,5, III. 0,7 mm ; Trapcz
0,43 mm lang. Mandibeln 0,9 mm lang, zusammen ebenso breit.
Von vorn gesehen sind die Kopfseiten dachfonnig geneigt, von oben ist
der Kopf betrâchtlich breiler als das Augenfeld ; die Seilenbuchlen sind
flach ; der Slirnrand ist gerade, die Ecken sind stark abgerundet. Die vordere
Augenreihe ist kaum breiter als die 2., schwach procurv ; ilire Miltelaugen
sind 1 3/5 mal so breit als die seillichen ; das mittlere Intervall ist = 7/12,
ein seilliches = 1/6 Miltelaugendurehmesser ; die Miltelaugen sind vom
Clypeusrand um 1, von den A. II um 1/3 Durchmesser entfernt ; die Allgen
II sind kaum 1 l / 2 mal so breit als die vorderen mittleren, ihr Intervall isl
gleich dem Durchmesser ; die Augen III sind ebenso gross als II, ihr Inler-
vall ist =2 1/3, ihr Abstand von den A. 11=1 Durchmesser ; das Augen-
trapez ist hinten 1 2/5 mal so breit als vorn etwas kürzer als vorn breil.
Von den 2 Oberrandzahnen der Mandibelfurche isl der apikale, von den
3 unteren der mittlere doppelt so lang als die anderen ; aile Lücken zwischen
den Zâhnen sind auch am Grunde deutlich. Das Geschlechtsfeld ist quer
elliptisch, 1 2/3 mal so breit als lang ; der freie Hinterrand besteht aus
2 procurven Bogen, die durch einen kleinen rechteckigen Iiinschnitt getrennt
sind, ausserhalb dieser mittleren Bucht dringen noch 2 ganz kurze Spaltehen
in den Hinterrand ein ; in geringer Entfernung vor dem mittleren Einschnitt
ist ein Paar runder schwarzer Kleckchen, das etwas breiter ist als jener ;
das Intervall der Fleckchen ist gleich ihrem Durchmesser ; sie sind die
Source : MNHN, Paris
OST.
357
Enden eincs plumpen dunkeln V-Flecks, dessen Spitze durch den Rand
des F.inschnitts abgestutzt wird ; ausserhalb dieser miltleren Figur sind
2 viel grossere, quere, nierenfôrmige Flecke, deren Vorderràndern je ein
Paar sich berührender runder Fleckchen angelagert ist ; von den âussern
derselben geht je ein dunklerer Rand aus, der aussen den grossen Fleck
sâumt. Die Farben des Cephalothcrax, hellbraun und Jehmgelb, heben
sich nur wenig voneinander ab ; die gelbe Medianbinde ist auf dem langen
Kopfteil in 3 dünne Gabelzinken gespalten, deren âussere den Rand der A.
III erreichen, die mittlere, ebenso lange, ist viel dünner und unscheinbarer ;
um die Mittelritze ist die Binde schwach verbreitert mit unebenen Ràndern,
Fio. 200. — Pirata wuchangensis
Ç. a : Céphalothorax ; b : Gesicht ; c : Epigyne.
auf dem I Iinterdach keilfôrmig zugespitzt ; die hellen Submarginalbinden
des Thorax sind kaum hall) so breit als die médiane, mehr als um ihre Breite
vom Rand entfernt ; das Sternum ist einfarbig hell.
Fund : Wuchang, 1937 : 1Ç, 1 Juv.
Pardosa pseudochionophila n. sp.
? : Kôrper 6,5 mm. Céphalothorax 3 mm lang, 2,2 breit. Abdomen 3,7 mm
lang. Kopf 1 mm breit ; vordere Augenreihe 0,6, II. 0,75, III. 1 mm ; Augen-
trapez 0,7 mm lang. Mandibeln 1,1 mm lang, zusammen 1 breit. Tibia des
Palps 0,7 mm 1., 0,4 br., Tars 1,3 auf 0,6 mm. Bein I 8,17 mm (2,2 + 0,98
+ 1,74 + 1,85 + 1,4) ; II 8,03 mm (2,1 + 1 + 1,65 + 1,8 + 1,48); III
7,9 mm (2,2 + 0,98 + 1,42 + 2 + 1,3); IV 11,3 mm (2,8 + 1,1 + 2,3
+ 3,2 + 1,9).
Bestachelung : Fem. I u. II oben 1-1-3, vorn praeapikal 1, III u. IV oben
1-1-1, III seitlich je 1-1, IV vorn 1-1, hinten 1 ; aile Pat. seitlich je 1, III u.
IV oben 1-1 ; Tib. I u. II vorn 1-1, unten 2-2 sehr lange + 2 kurze apikale,
III u. IV oben u. seitlich je 1-1, unten 2-2-2 ; Met. I u. II 5 ? apikale, dazu
unten 2-2 sehr lange, III 5 apikal, seitlich je 1-1, unten 2-2, IV apikal 5,
vorn u. vorn-unten je 1-1, hinten-unten 1 - 1 - 1 .
Source : MNHN, Paris
E. SCHENKEL
358
Der Stirnrand ist gerade, die F.cken sind abgerundet. Die vordere Augen-
reihe ist proeurv ; ihre Augen sind gleich gross ; das mittlere Intervall ist
fast = 1 y 2 , ein seitliches etwas kleiner als 1 Durchmesser ; die Ahstânde
vom Clypeusrand sind etwas grôsser als 2, von den A. II grôsser aïs 1 Durch¬
messer ; die Augen II sind fast 3 mal so breit als ein vorderes, ihr Intervall
ist = ilirem Durchmesser; die Augen III sind kleiner (2:3) als 11, ihr
Intervall ist = 4, ihr Ahstand von den A. II =2 Durchmesser ; das Augen-
trapez ist hinten 1 1 /4 mal so breit als vorn, so lang als vorn breit. Der vordere
Furchenrand der Mandibeln triigl 3 Zâhne ; der mittlere ist der grôsste ;
der sehr kleine apikale steht dicht innerhalb des Vorderrandes der Basis
Fia, 207. —- Pardoaa pxeudochionophila n. sp. çf
Tara d. L. Palps v. unten.
des mitlleren ; von den 2 Zàhnen des Hinterrandes ist der basale grôsser,
an der Iinken Mandibel hat er hinten auf lialber Hôhe ein kleines Neben-
spitzchen. Der Palp ist dem von P. chionophila 1. Koch âusserts ahnlich ;
der Endteil der knieartig gebogenen mitlleren, der Hauptapophyse, ist
kürzer, nur wenig merh als 2 % mal so lang als breit, stalt 4 mal wie bei
P. chionophila, bei dieser ist das Ende verschmàlert, schwach nach hinten
gebogen und abgerundet, bei der neuen Art schief gestutzt mit abgerun-
deten Ecken. Die Haut des Augenfeldes ist dunkelbraun, besonders vorn
und aussen ; die Mittelbinde des Céphalothorax ist hellbraun mit unscharfen
Konturen ; hinter den Augen ist sie erst breit, dann eingeschnttrt ; auf
dem Thorax ist sie schmalcr ; ihre Rânder sind faserig ; hinter (1er Mittel-
ritze ist sie keilfôrmig verschmàlert ; die Seilenfelder sind ziemlich dunkcl
braun. Die Femora der Beine sind undeutlich gefleckt, die übrigen Glicder
einfàrbig hellbraun. Der Ilinterleib ist graubraun, der unscharf begrenzte
Cardialstreifen hellbraun ; auf der Hinterhàlfte des Abdomens sind 4 hell-
gelbe Querbarren, deren vorderstcr in 2 Flecke aufgelôst ist. Die noch vor-
handenen Ilaare sind am Cephalotborax weisslich hellbraun, vorn und
Source : MNHN, Paris
0STAS1ATISCHE SPINNEN
359
an den Kopfseiten mit etwas orange gemischt. Die Beine und der Hinterleib
sind àhnlich behaart.
Funde, aile aus Kansu : Tal des Flusses Dschanba im Amdo, 2. IV 85 : 2 3 ;
Chantschuan am Sining ho, 22. IV 85 : 3 (J ; Sinig fu 29. IV 85 : 1 cj ; Fla¬
teau, 10000 Fuss, zwischen d. Fl. Ngwaren u. Namyngytsch, 15. V 85 : 1 3 ;
Tal d. Fl. Ndami, 21. V 85 : l J ; Kloster Kadiger, 26. V 85 : 1
Pardosa paratesquorum n. sp.
g : Céphalothorax 3,4 mm lang, 2,5 breit. Abdomen 3,6 mm lang, 2,4
breit. Kopf 1,1 mm breit ; vordere Augenreihe 0,7, II. 1, III. 1,3 mm ; Tra-
])ez 1 mm lang. Mandibeln 1,4 mm lang, zusammen 1-1 breit. Palp 4,5 mm
(1,4 -F 0,8 + 0,8 + 1,5). Bein 1 11,2 mm (2,7 + 1,4 + 2,4 + 2,9 + 1,8) ;
II 11 mm (2,8 + 1,1 + 2,5 + 2,8 + 1,8) ; III 10,85 mm (2,6 + 1.2 + 2,1
+ 3,25 + 1,7) ; IV 13,2 mm (3,4 + 1,3 + 3 + 3,4 + 2,1).
Die Tibia I (eines anderen Exemplars) hat vorn 1, hinten 1-1, unten 2-2-1
-j- 2 kleine apikale Stacheln.
Der Stirnrand ist gerade, die Ecken sind abgerundet. Die vordere Augen¬
reihe ist procurv ; ihre Augen sind fast gleich gross ; das mittlere Inter-
vall ist fast gleich dem Durchmesser, ein seitliches wenig kleiner ; die Abs-
tande von den A. II sind etwas grôsser als 1, vom Clypeusrand in der Mitte
= 3 Durchmesser ; die Augen 11 sind mindestens 3 mal so breit als ein Vorder-
auge ; ihr Intervall ist = 3/4 Durchmesser ; die ovalen, etwas schrâgen A.
III sind fast so lang aber nicht so breit als die A. II, das Intervall ist etwas
mehr als 3 mal so gross als die Augenbreite, die Abstànde von den A. II
sind etwa halb so gross als das Intervall ; das Augentrapez ist hinten 1 3/10
mal so breit als vorn, hier so breit als lang. Der Vorderrand der Mandibel-
furche tràgt 2 Zâhne, der apikale ist doppelt so gross als der basale aber
immer noch klein ; von den 3 hintern ist der basale kleiner als die anderen
und mit dem mittleren teilweise verwachsen, der mittlere und der apikale
sind gleich, ziemlich gross. Die Tibia des Palps ist endwârts etwas ver-
breitert und fast 1 % ma * so * an 8 a ' s breit ; der Tars ist 1 3/4 mal so breit
als die Tibia und 1 4/5 mal so lang als breit; die mittlere Apophyse ist
ziemlich gross ; die basale Partie ist fast zvlindrisch, grubig, nach vorn-
aussen gerichtet, in der apikalen Hàlfte nach aussen und schliesslich nach
hinten gebogen und zugespitzt ; der kurze Seitenast aussen an der Basis
ist ziemlich klein ; die Apophyse ist der von P. tesquorum (Kulczynski,
1908, Tab. III, Fig. 108) àhnlich, aber stârker hakenfdrmig gebogen.
Der Céphalothorax ist braunschwarz ; die Mittelbinde ist gelbbraun,
unscharf begrenzt ; vorn dringt sie keilfôrmig ins Augenfeld ein ; hinter
diesem ist sie am stàrksten verbreitert, dann etwas eingeschnürt ; um die
Mittelritze ist sie wieder etwas crweitert, doch weniger als auf dem Kopf,
die Bander sind faserig, fast sternfôrmig ; auf dem Hinterdach wird sie
rasch schmàler und verschwindet ; in einigem Abstand vom Seitenrand
ist eine schmale gelbbraune Binde in lângliche Flecken aufgelüst, auf der
rechten Thoraxseite ist diese fast verschwunden. Die Haut der Palpen-
Source : MNHN, Paris
SCIIKNKKI.
360 R. f
palella ist trüb gelbl)raun, die «1er übrigen Glieder ist dunkel, wie aucli
die langen Haare derselhen. Das Sternum ist schwarz, die Hüften sind sehr
dnnkelbraun. Die Femora derBeine sind undeutlich geringell. Der Hinter-
leib ist schwàr/.Iichgrau ; der Cardialstreifen ist lanz.eltlich, etwas brâun-
Iicher getônt, kaum sichtbar.
Ç (ob gleiche Art ?, schleclil erhalten) : Kiirper 1,8 nnn. Cephalothcrax
2,6 mm lang, 2,1 breit. Abdomen 2,2 mm lang, 1,6 breit. Kopf 0,9 mm br.,
vordere Augenreihe 0,53, II. 0,73, III. 1,03 mm; Trapez 0,7 mm lang.
Mandibeln 0,75 mm lang, zusammen 0,8 breit. Béin I 7 mm (1,7 i 0,9
-|- 1,9 4 1,4 + 1,1) ; II 6,8 mm (1.8 4 0,9 4 1,4 i 1,4 4 U) ; III 6,5 mm
(1,6 + 0,8 4 1,2 4 U 4 1,2) ; IV 9,85 mm (2,4 4 0,95 4 2 4 2,9 4 1,6).
Die Bestachelung ist schlecht erhalten, die Angaben sind unsicher ; aile
Femora oben 1-1-1, I u. II seitlich je 1, III je 1-1, IV vorn 1-1, liinten 1 ;
Pat. III oben apikal und seitlich je 1, IV oben 1-1, seitlich je 1 ; Tib. u.
Met. I u. II seitlich je 1, unten je 2-2-2, Tib. 111 u. IV oben und seitlich
je 1-1, unten 2-2-2; Met. III u. IV seitlich je 1-1-2, unten je 2-2-2.
Am Céphalothorax fehlen die Seitenbuchten (zerdrückt). Das minière
Intcrvall der Vorderaugen ist gleich, ein seitliches etwas kleiner aïs ein
Augendurchmesser ; die Abslânde der vorderen Mittelaugen vom Ciypeu: -
rand sowohl als auch von den A. II sind = 2 Diameter ; das Intcrvall der
A. Il ist breiter als ein solches ; die Augcn III sind merklich kleiner als II,
ihr Intcrvall ist 3 2/3 mal so gross als ihr lângerer Durchmesser und dop-
pelt so gross als die Kntfernung Il-III. Die Furchenbezahnung der Mandi¬
beln isL wie beim <-_J, nur ist der apikale Zahn der hinteren Reihe kleiner
als die 2 anderen. Die hintere Partie der Epigyne ist cine kissenarlig erhohte,
oben flachc, rechleckigc Plat le mil abgerundeten Ecken, die etwas breiter
aïs lang ist ; 2 tiefe Gruben davor sind zusammen genommen kürzer und
schmâler aïs die Plat te ; sie sind durch ein schmales parallelseitiges Septum,
von einander getrennt das etwa hall) so breit ist als eine der Gruben ;
Source : MNHN, Paris
0STASIAT1SCHE SPINNEN
361
es gelit hinten in die Platte über, ist aber durch enge Spalten abgerenzt ;
auf der Platte ist es aufs Droifache zu einem langlichen Oval verbreitert,
hinten wieder auf die ursprüngliche Breite verschmâlert, hier oben gefurcht
und am F.nde schwach eingebuchtet.
Die Miltelbinde des Céphalothorax ist auf dem Hinterkopf eingeschnürt,
uni die Miltelrilze wieder so breit wie auf dem Kopfe ; die hellen submar-
ginalen Binden sind schmâler als die mittlere. Die Beine sind undeutlich
geringelt. Der Hinterleib ist oben schwarz mit einer miltleren Beihe gelb-
roter Flecke.
Funde : Coll. Potanin ohne Fundortsangahe : 1 3 (TYPE) ; Tal des Muryn
Dschanba, Kansu, 12. V 85 : 1 o ! Berge zwischen Dschiutschen und dem
Tao ho, Kansu, 29. V 85 : 1 <J ; Assonge, Ufer d.Tola, Mongolei, 1909 : (?$.
Pardosa uncifera n. sp.
3 : Céphalothorax 3,8 mm lang, 2,6 hreit. Abdomen 3,7 mm lang, 1,9 br. ;
Kopf 1,3 mm breit ; vordere Augenreihe 0,65, II. 1, 111. 1,3 mm ; Trapez
0,9 mm lang. Mandibeln 1,3 mm lang, zusammen 1,15 mm breit. Palp 4,4 mm
(1,6 + 0,65 + 0,65 4 1,5). Bein 1 10,35 mm (2,75 + 1,3 4 2,4 + 2,25
4- 1,65) ; Il 10,2 mm (2,7 4 1,25 + 2,2 + 2,3 -f 1,75) ; III 9,95 mm (2,55
-f 1,2 + 1,85 4 2,5 4 1.85) ; IV 14 mm (3,13 4 1,45 4 2,87 4 4,2 4 2,35).
Bestachelung : Aile Fem. oben 1-1-1, I vorn praeapikal 2, hinten 1-1,
II u. III seitlich je 1-1, IV vorn 1-1, hinten 1 ; Pal. II seitlich je 1, III u.
IV oben 1-1, seitlich je 1 ; aile Tib. unten 2-2-2, I vorn 1-1, hinten 1, II seit¬
lich, III u. IV oben u. seitlich je 1-1 ; die linke T. IV liât unten 1 -2-2-2 ;
aile Met. unten 2-2-2, 1 seitlich je 1-1, II vorn 1-1-1, hinten 1-1, III u. IV
seitlich je 1-1-1.
Die vordere Augenreihe ist procurv ; ihre Mitlelaugen sind merklich
grôsser aïs die seitlichcn ; das mittlere Inlervall ist = 1 2/5 Mittelaugen-
durchmesser, ein seitliches ist kaum lialb so gross ; die Abstânde von den
A. II sind = 1, vom Clypeusrand = 2 Mitlelaugenbreiten ; die A. II sind
3 mal so breit als die vorderen mit lleren, ihr Inlervall ist = ihrem Diameter ;
die A. 111 sind viel kleiner als A. II (5:8), ihr Interval] ist = 4 Diam.,
doppelt so gross als ihr Absland von den A. II ; das Augentrapez ist hinten
1 3/10 mal so hreit als vorn und niclit ganz so lang als vorn breit. Beide
Furchenrânder der Mandibeln tragen je 3 Zàline ; die hinteren sind unter
sich fast gleich, von den vorderen ist der mittlere der grossie. In Seitcnansicht
ist die obéré Profillinie der Palpentibia gleich lang, die untere doppelt so
lang als die entsprechenden der Patella : die Tibia ist fast zylindrisch, in
Unteransicht etwa 1 V, mal so lang als breit ; der Tars ist doppelt so lang
und doppelt so breit als die Tibia, 2 mal so lang als breit ; die mittlere Apo¬
physe endet auch in einen Haken wie bei /’. paralesquonim ; sie ist aber
langer (5 : 1), das Enrle des Hakens ist viel schlanker zugespitzt und nach
hinten-aussen, nichl ganz rückwârts gerichtet.
Der Céphalothorax ist braun, das Augenfeld ist am dunkelsten ; hinter
den Augen ist ein nur wenig aufgehellter, breit querovaler oder abgerundet
Source : MNHN, Paris
362
E. SCHENKEI.
rechteckiger Kopfileck, der von einer dünnen dunkeln Mittellinie durchzogen
ist, einer Fortsetzung der dunkeln Fàrbung der Mittelritze ; auf der Brust
ist die Mittelbinde viel schmàler, belI gelblich, vorn parallelseitig mit
faserigen Rândern, hinlen leichl keilformig verschmàlert ; die gelben Sub-
inarginalbindcn sind ziemlich sclimal und wcllig. Die Kopfseiten, der Clypeus
und die Mandibeln sind hellbraun, die Maxillen und Hüften ebenfalls, die
Lippe ist etwas dunkler ; das Sternum ist dunkelbraun ; die Beine sind
braun, nicht geringelt. Der Hinterleib scheint von weitem fast einfârbig
braun ; bei naherer Betrachtung erkennt man ein ziemlich breites, rotlich-
braunes Mittelfeld, eingefasst von schwàrzlichbraunen Seitenschatten ;
die Mittelbinde setzt sich aus einer Anzahl dicht aufeinander folgender
Flecke zusammen ; der vordere, grôsste ist ein schmales Trapez, die fol-
genden sind querelliptisch und nclimen nacli hinlen an Grosse ab ; sie werden
getrennt. durch dünne, gelbe recurve Bogen, die • auf die Seilen über-
greifen ; der Cardialstreifen ist nur wenig dunkler ; er durchzieht die beiden
Source : MNHN, Paris
OSTASIATISCHE SPINNEN
363
vordersten Flecke ; seine Grenzen sind Reihen dunkler Punkte ; das grôsste
Paar der letzteren bildet die Seitenzacken etwas hinter der Streifenmittc ;
die. hinteren Flecke der Miltelbinde umschliessen je 1 Paar weit gctrennter
schwarzer Punkte und sind schwarz umrandet ; diese Rânder sind aussen
zu Fiecken erweitert.
2 : Kôrper 7,7 mm. Céphalothorax 3,5 mm lang, 2,5 breil. Abdomen
4,2 mm lang, 2,7 breit. Kopf 1,2 mm breit ; vordere Augenreihe 0,75, II.
1,05, III. 1,3 mm ; Trapez 0,95 mm lang. Mandibeln 1,4 mm lang, zusammen
ebenso breil. Bein 1 9,1 mm (2,5 + 1,3 + 2,03 + 1,85 + 1,42) ; II 8,7 mm
(2,36 + 1,2 + 1,8 + 1,75 + 1,59) ; III 9 mm (2,26 + 1,25 + 1,75 + 2,26
4- 1,48) ; IV 13,13 mm (3,08 4- 1,42 4- 2,78 4- 3,67 4- 2,18).
Die vordere Augenreihe ist etwas schwâcher procurv als beim g, die
Unter terschiede in Grosse und Abstànden sind geringer ; die Augen 11 sind
nur 2 1/3 mal so breit als die vorderen Mitlleaugen ; ihr Intervall ist =
I 1/3 Durchmesser. Von den 3 Zàhnen des Vorderrandes der Mandibel-
furche ist der mittlere viel langer und breiler als seine Nachbarn ; der apikale
ist sehr klein und steht innerhalb des Vorderrandes der Basis des miltleren ;
von den 3 Ziihnen des Hinterrandes ist der basale kleiner als die beiden
anderen. Die Epigyne ist âhnlich derjenigen von P. t-insignila (Bosenberg u.
Strand, 1906, Fig. 344 B). Der Hache Mittclkiel ist im hinteren Drittel
am breitesten, parallelseitig, etwas breiter als lang ; davor spitzt er sich
derart zu, dass jede Seite aus 2 flachen, concavcn Bogen besteht, die in
einer vorragenden Ecke zusammen stossen ; vorn hôrt der Kiel im Boden
der seichten, schmalen vorderen Grubenpartie auf ; der leicht procurve
Vorderrand und die Seitenrânder dieses Grubenteils, soweit sie parallcl
laufen, sind dünn, wulstig, werden aber, so bald sie auseinander weichen,
zu breiteren Beulen ; bierauf sind sie tief sattelartig eingesenkt und begren-
zen die tiefen mittleren Grubenpartien ; zulelzt lauchen sie wieder auf
und bilden 2 grosse, glatte stark vorragende Beulen, die das hintere Drittel
des Mittelkiels begrenzen. Die Farbung und Zeichnung stimmen mit denje-
nigen des $ überein.
Fund : Fluss Batscha-Rdonsug, innere Mongolei, 6. V 86: 4 J, 2 2-
Pardosa falcata n. sp.
c? : Céphalothorax 2,7 mm lang, 2,2 breit ; Kopf fast 1 mm breil ; vordere
Augenreihe 0,6, II. 0,8, III. 1 mm ; Trapez 0,78 mm lang. Mandibeln 0,9 mm
lang, zusammen ebenso breit. Palp 3,2 mm (0,8 4- 0,45 4- 0,75 4- 1,2).
Bein I 8,3 mm (2 4- 1 4 - 1,7 4- 2 4 - 1,6) ; II 7,4 mm (1,8 4- 1 4- 1,5 4- 1,8
4- 1,3) ; III 7,8 mm (1,8 4 - 0,9 4- 1,6 4 - 2,1 4- 1,4) ; IV 11,1 mm (2,7 4- 1
+ 2,1 4- 3,6 4- 1,7).
Bestachelung : Aile Femora oben 1-1-1, I vorn praeapika! 2, hinten 1-1,
II u. III seitlich je 1-1, IV vorn 1-1, hinten 1 ; aile Patellen oben 1-1, seit-
üch je 1 ; aile Tibien seitlich je 1-1, unten 2-2-2, II oben 1, III u. IV oben
1- 1 ; Metat. I-III unten 2-2-2, I seitlich je 1-1, II seitlich je 1-1-1, III vorn
2- 2-2, hinten 1-1-2, IV seitlich je 1-1-1, unten-vorn 1-1-1, unten-hinten
l-l-l-l,
Source : MNHN, Paris
364
SCHENKEL
Die Seiteiibuchten des Céphalothorax sind kaum angedeutet. Die vordere
Augenreihe ist procnrv ; ihre Mittelaugen sind kaum grôsser als die seit-
lichen ; das mittlere Intervall kommt dem Augendurchmesser, ein seit-
liches dem Radius gleich ; die Ahstânde von den A. II sind = 1 y 2 , vom
Clypeusrand = 2 Durehmesser ; die A. II sind 2 x / 2 mal so breit als die
vorderen mittleren, ihr Intervall ist 1 y, mal so gross als ihre Breite ; die
Fig. 210. — Pardosa falcala n. sp.
a : R. Palp v. oben ; b : Tara v. untcn.
A. III sind kleiner als II (4 : 5), ihr Intervall ist = 4 Diam. und doppelt
so gross als die Abstânde von den A. II ; das Augentrapez ist hinten 1 1/4
mal so hreit als vorn, ko lang als vorn breit. Der Vorderrand der Mandi-
belfurche trâgt 2 Zàhne, deren apikaler mindestens doppelt so lang ist
als der basale ; von den 3 Zâhnen des Hinterrandes ist der basale viel kleiner.
Die Tibia des Palps ist zylindrisch, fast doppelt so lang als breit und 1 y 2
mal so lang als die Patella ; der Tars ist 1 y 2 mal so lang und breit als die
Tibia, mindestens doppelt so lang als breit ; die Basalhàlfte des Innenrandes
ist convex erweilert ; die médiane Apophyse des Bulbs ist gross, unmittelbar
an der Basis mit eincm kurzen, krallenartigen Seitenast ; der Stamm der
Apophyse ist zunàchst gerade und parallelseitig, vor- und etwas einwàrts
Source : MNHN, Paris
OSTASIATISCIIE SP1NNEN 3G5
gerichtet, dann knieformig nach aussen abgebogen ; die làngere quere
Endpartie ist allmàhlich scharf zugespitzt und bildet einen recurven Bogen.
Der Céphalothorax ist dunkelbraun, dus Augenfeld braunschwarz ; die
Mittelbinde isl lehmgelb ; vorn nuf déni Hinterkopf i.sl sie zu eineni breit en
abgerundeten Dreieck erweitert, von dem aller nnr die Grenzen und die
Mittellinie liell sind, das Innere isl braun ; die Einschnürung hinler dem
Kopf isl wenig aulTallend ; die folgende Miltelparlie ist schmâler, parallel-
seitig, aller mil sehr unelienen, faserigen Randern ; der hintersle Teil der
Medianbinde isl schmâler und blasser als der miltlere, langlichrund ; er
rcichl nur bis zur Mille des Hinterdachs. Das liraunschwarze Sternum
liebt sicli scharf von den schmutzig hellbraunen, verwaschen gestreiften
Hüften ali. Fémur und Palella des Palps sind liell lehmgelb. die Tibia und
die Basalhâlfte des Cymbiums sind schwarz, wenigstens dichl und lang
schwarz behaarl, die Endhâlfte des letzteren isl braun. Die Femora aller
Beine sind deutlich geringelt, etwas schwacher atich die Patellen und Tibien
III u. IV. sonsl sind die Beine einfarbig. Der lanzettliche Cardialstreifen
ist orangegclb ; auf ihn folgt eine mitllere Reihe weisslichgelber querer
Rhomben, die nach hinten an Grosse abnehmen. Die Seiten des Rückens
sind schwarz, stellenweisc liell gesprenkelt.
Fund : Dorf Rlygri im Tal des Luntscho-...pu, Kansu, 9. V 85 : 1 cJ.
Pardosa uncata n. sp.
Die beiden Exemplare sind schlecht erhalten, zerdrückl.
cj : Céphalothorax 2,9 mm lang. 2.1 breit. Abdomen 2,5 mm lang, 1,8 breil.
Vorderc Augenreihe 0,6, II. 0,8, III. 1,1 mm ; Trapez 0,75 mm lang. Mandi-
beln 1,2 mm lang, zusammen 1 mm breit. Palp 3,25 mm (0,9 -f 0,4 -f 0,75
+ 1,2). Bein I 8,9 mm (2,3 + 1 + 2 + 24- 1.6) ; II (Ersatzb. ?) 7 mm
(1,8 + 0,8 + 1,5 + 1,6 + 1,3) ; III 8,7 mm (2,2 + 1 + 1,9 + 2,3 + 1,3) ;
IV 9,9 mm (2,7 + 1 + 2,4 + 2,7 + 1,1).
Tibia I vorn 1, hinten 1-1, unten 2-2-1 + 2 kleine apikale Stacheln. Die
vordere Augenreihe ist schwach procurv, ihre Mittelaugen sind kaum grôsser
als die seitlichen ; das miltlere Intervall ist = 1, ein seitliches mindestens =
Vz Mittelaugendurchmesser ; die Mittelaugen sind von den A. II und vom
Clypeusrand je um 2 Durchmesser entfernt ; die Augen II sind fast 3 mal
so breit als die vorderen, ihr Intervall ist = 11/3 Durchmesser; die Augen
III sind etwas kleiner als II ; ihr Intervall ist mindestens = 4, ihr Abstand
von den A. 11 fast = 2 Durchmesser ; das Augentrapez ist hinten fast 1 / 2 mal
so breit als vorn, fast so lang als vorn breit. Der Vorderrand der Mandi-
belfurche tràgt nur 2 Zâhne ; von den 3 Zàhncn des Hinterrandes berühren
sich die beiden obern an der Basis. Die Tibia des Palps ist langer als die
Patella, am Grunde etwas verengt ; die grossie Breite vor dem Ende ist
etwa 2/3 der Lange ; der Tars ist etwa 1 / 2 mal so lang und breit als die
libia, 1 2/3 mal so lang als breit, fast symetrisch ; die mitllere Apophyse
Source : MNHN, Paris
lO.NKEL
3(i()
des Bulbs ist gross ; (1er krallenformigc, kurze Asl aussen an der Basis it
nach vorn und unten gerichtet ; der zylindrische basale Teil des Stammes
ist lângs gerichtet und gelit allmâhlich in einen Halbkreis über, dessen
zugespitztes Ende nach aussen und schwach nach hinten gerichtet ist.
Pio. 211. — Fardosa uncata n. sp.
a : B. Pnlp v. unten ; b : Tars v. unten.
Der Céphalothorax ist dunkelbraun, die Augenplatte schwàrzlich ; das
Sternum ist schwarz; die Hüflen sind heller braun. Die Haut des Palps
ist braunschwarz, nur die der Patella ist etwas heller, mehr braun ; die
Haare des Palps sind schwarz. Die Femora derBeine sind flcckig verdunkelt,
die übrigen Glieder sind hellbraun. Der Hinterleib ist einfàrbig dunkei
graubraun.
Fund : Dorf Ndami, Kansu, 23. V 85 : 2 <ÿ.
Source : MNHN, Paris
Pardosa algoides n. sp.
aiï. P. algens Kulczynski.
Ob $ der P. uncata ?
Ç : Korper 7,5 mm. Céphalothorax 3,5 mm lang, 3 breit. Abdomen 4 mm
lang, 2,5 breit. Kopf 1,5 mm breit ; vordere Augenreihe 0,75, II. 0,95, III.
1,4 mm ; 1 râpez 0,9 mm lang. Mandibeln 1,2 mm lang. zusammen ebenso
breit. Bein I 10,9 mm (2,83 + 1,53 + 2,4 + 2,3 + 1,84) ; Il 10,8 mm (2,8
+ 1,4 + 2,4 + 2,33 + 1,87) ; III 10,6 mm (2,43 + 1,3 + 2,3 + 2,87 + 1,7) ;
IV lo,l mm (3,6 + 1,42 + 3,12 + 4,66 + 2,3).
Fia. 212.
Epigyna.
Bestachelung : Aile Fem. oben 1-1-1, I vorn praeapikal 2, hinten 1-1,
Il-IV seitlich je 1-1 ; Pat. 111 u. IV oben 1-1, seitlich je 1 ; aile Tib. seit-
üch je 1-1, I-III unten 2-2-2, IV 1-1-2; Met. I u. Il seitlich je 1-1, unten
2-2-2, III u. IV seitlich je 1-1-1, III unten 2-2-2, IV 2-2-2-2.
Die Seilenbuchten des Céphalothorax sind deutlich, fast winklig ; der
Kopf ist hall» so breit als «1er Thorax ; die Kopfseiten sind vor den Buchten
auf kurze Strecke parallel ; die Ecken sind abgerundet, der Stirnrand ist
gerade. Die vordere Augenreihe ist gerade, ihre Mittelaugen sind kaum
grosser als die seitlichen ; das mittlere Jntervall ist = 1, ein seilliches =
Vz Augenbreite ; die Abstànde vom Clypeusrand und von den A. 11 sind =
1 Durchmesser ; ein Auge II ist doppelt so breit als ein vorderes, ihr Intervall
ist = 1 i/ 2 Durchmesser ; die Augen III sind nicht viel kleiner als II, ihr
Intervall Ist = 3, ihr Abstand von den A. II = 1 1/3 Durchmesser; das
Source : MNHN, Paris
.Yugentrapez
isî"‘<Ur mUUere der grossie. .1er . . .1er kleinste ; b(àde»lehen nahe
beisammen ; von ta.»Imlerrandzâ = ■» ' er ^
,lr„, mittlcren vie! ntllier als . lu ..| " lU , n meiklen siellen l.reil ;
Grnbel' .lie von
nur 2 schmale Rinnen ül.rifi ; (lie Seitenran.ler sind wulstlg und Mira nath
■ „ ,„„l hinten nebosen, ohne sich zu IrelTen ; (lie hinteren Gniben sind
ephr'tiel ■ iede'einilne ist etwas langer als lireit, nianinitn sind sie 4 mai
,r ;,ls d.» vordere Grubcnpaar nnd .loppolt s„ l.reil als long, l.reil
, ..... „i„.„f6rniia ■ ihre Vorder- und noch mehr dire Seilenrander
ind âi mal so brcit als die (1er vorderen Grube ; die ganzc hintcrc Epigy-
uenparlie, Ramier inbegrilTen, ist i.bgerundet quer rechteckig. fa.tdopp.lt
"o breit a s lang. elwas langer und il mal so l.re.t als d„. vordere ; (las Sep-
Zm Ut zwischen beiden Grubcnparfen z„ emem klemen abgerundeten
Rhombus erweitert nnd endet hinten m emem lisehsehwanzShnlichen
n .«rhoikpn (lcr I mal so breit ist als rlas Septum davor.
Q Deï Céphalothorax ist dunkelbraun. das Augenfeld ist schwarzer ; die
MitteHiinde ist nnschart ; a,il dem Kopl ist sie nur wenig lieller als die
Mdtel nm e Mlurfrilll . ist sic elwas heller, sternfôrmig, weder lu.iten
Umgebang, Mandibeln sind hellbraun. Das Sternum (si dull-
keîbTaun “ HSnrfnd hellbraun. Die Heine sind dieht geringelt, Fémur
I mit 2, Il mit 3. III u. IV mil 4 dunkeln Iiingen ; dievorderen Tibienhaben
Source : MNHN, Paris
2 Ringe, an (1er Basis und vor dem Ende, die liintern deren 4, an der Basis,
ain Ende und 2 dazwischen ; an den Metatarsen sind 2-3 undcutliche Ringe.
Der Cardialstreifen des Hinterleibs ist plump, rütlichl)raun, schwarz um-
randet, vor und hinter der Mille winklig erweitert ; ein verschwommenes
Mittelfeld hinter ihin ist heller ; die Seitenfelder sind schwarzbraun, unscharf
begrenzt. Der Bauch isl weisslich ; die auffalleiid grosse Epigyne ist rol-
bis schwarzbraun. Die Behaarung des Korpers isl überall grauweiss, die
schwàrzliche Ringelung der Beine wird durch sic verdeekt.
!• und : Berge zwischen Dschiutschen und dem Tao Iio, Kansu, 29, V 85 :1 $.
Pardosa entzii (C.hyzer und Kulezynski),
Var. etsinensis n. var.
2: Korper 6,3 mm. Céphalothorax 3,1 mm lang, 2,6 breit. Abdomen
3,2 mm lang, 2,3 breit. Kopf 1,2 mm breit ; vordere Augenreihe 0,65, 11.
0,83, III. 1,1 mrn ; Trapez 0,75 mm lang. Mandibeln 1,1 mm lang, zusammcn
ebenso breit. Bein I 8,95 mm (2,4 -|- 1.05 + 2,07 + 1,98 + 1,45) ; II 8,76 mm
(2,1 + 1,1 + 1,87 + 1,94 + 1,45); III 8,58 mm (2,3 + 1 + 1,8 + 2,2
+ 1,28); IV 13 mm (3,2 -f 1,2 4 2,73 -f 3,92 + 1,95).
Femora II-IV oben 1-1-1, scitlich je 1-1 ; Patellen II-IV oben 1-1, seil-
lieli je 1 ; aile Tibien unten 2-2-2, I seitlich je 1, II-IV seitlich je 1-1, III u.
IV oben 1-1 ; Metatarsen I-Ill unten 2-2-2, IV 2-1-2-2, 1 scitlich, II vorn
je 1-1, III seitlich je 1-1-1, IV vorn 1-1-1, hinten 1-1-2.
Die Seilenbuchten sind weil vorn, bei den Hinteraugen, fast winklig;
«lie Kopfseilen davor bilden mit dem Vorderrand einen Halbkreis, da die
Stirnecken vüllig abgerundel sind. Die vordere Augenreihe isl kaum procurv ;
ilne Millelaugen sind merklich grosscr als die seillichen (5 : 1) ; das minière
Inlervall isl = dem Durchmesser, ein seitliches = dem Radius der Mitlel-
augen ; die Abstânde der letztern vom Clypeusrand sind = 1 y 2 , von den A.
Il = 1 1/3 Durchmesser; die Augen II sind doppelt so breit als die vor-
deren mittleren, ihr Inlervall ist = 1 1 /3 Durchmesser ; die Augen III sind
etwas kleiner als II (9 : 11) ; das Intervall ist = 4, der Abstand von den A.
II nicht ganz 2 Durchmesser ; das Augentrapez ist hinten 1 3/8 mal so breit
als vorn, etwas kürzer als vorn breit. Beide Bander der Mandibelfurche
tragen nur je 2 Zâhne, die 2 hinteren und der apikale vordere sind gleich
gross, der basale vordere ist kleiner.
Die hintere Verbreiterung des Medianseptums der Epigyne ist nicht
ganz so regelmâssig dreieckig, wie Chyzer u. Kulezynski (1891, Taf. II,
Hg. 26 a) angeben ; die Seiten des Dreiecks sind etwas concav, die Grund-
linie ist convex, d. h. procurv, auch fehit die miltlere Lângsfurche ; die
Gruben daneben sind breiler, rundlicher ; beim ist die médiane Apophyse
des Bulbs grôsser und plumper, lângsgerichtet, am Ende starker liaken-
fôrmig nach aussen und hinten gebogen.
Das Augenfeld ist vorn und aussen breit schwarz; in der Mille dringt
die belle Medianbinde des Céphalothorax subtrigonal ein ; diese ist liell
lehmgelb, auf dem Kopf etwas breiler. auf dem Thorax schmàler, mit zak-
kigen, am etwas braunlichen Kopfleil unscharfen Randern ; die Zwischen-
Mémoires m; Muséum. — Zoolouie, t. XXV 21
Source : MNHN, Paris
felder sind braun, viel heller nia die Kinder des Augenleldes ; die luaaeren
Grenzen sind wellig-zackig ; die breiten Randbmden sind lehmgelb mit
dünnen h in Flecke aufgelôsten Submarginallinien und braunen Aussen-
rândern. Die Beine sind lehmgelb, awf den Femora «ben mil Spuren einer
<*rauen Ringelung. Die Mittelbinde des Hinterleibs îsl braunlichgelb ; sie
fst entstanden durch partielle Verschmelzung eines vorderen, langen und
scbmalen Trapèzes und 5 plumper Querflecke, die m.t dünnen Querlinien
alternieren ; die Mittelbinde wird von 2 schwârzlicbbraunen, gelb punk-
tierten Langsschatten eingefasst ; diese werden nach hinten brciter und
schliessen nahe ihren inneren Grenzen je eine Lângsreihe von ca .) unscharfen,
gelblichen Flecken ein. Die ganze Unterseite ist weissbeh lehmfarbcn ;
anf dem Sternum findet sich die schwacbe Andeutung eines grauen Hufei-
sens ; die Epigyne ist hell rotbraun ; «lie Seiten des Abdomens sind hell
mit êinigen schrâgen oder Punktreihen.
Fund forenze Chara su-cha.linkes Ufer des Etsin gol, inncrc Mongolei,
23. - 29. VII 86 : 2 cJ, 1 $, 86 Juv.
Source : MNHN, Paris
Pardosa paralapponica n. sp.
$ : Korper 7,2 mm. Céphalothorax 3,G mm lang, 2,85 breit. Abdomen
3,6 mm lang, 3 breit. Kopf 1,2 mm breil ; vordcrc* Augenreihe 0,63, 11.
0,9, III. 1,15 mm ; Trapez 0.86 mm lang. Mandibeln 1,4 mm lang, zusammen
ebenso breit. Gcschlechlsfeld 0,9 mm lang und breit ; Grube 0,68 mm lang
und fast ebenso breil. Bcin I 10,2 mm (2,75 -f 1,35 H 2,25 + 2,2 + 1,65) ;
II 9,5 mm (2,5 + 1,23 + 2 + 2,1 1 + 1,63) ; III 9,8 mm ? (2,52 4- 1,3 + 1,9
+ 2,5 ? + 1,58); IV 11,1 mm (3,4 + 1,1 + 2,97 + 4,18 + 2,15).
Tibia und Metatars 1 u. 11 unten mit 2-2-2 Stacheln, die apikalen inbe-
griffcn.
Die Seitenbuchten des Céphalothorax sind kaum angedeutet, sehr Hach ;
der Stirnrand ist fast gerade, die Ecken sind abgerundet. Die vordere Augen¬
reihe ist gerade, ihre Augen sind gleich gross ; das mittlere Intervall ist
I 1/4, ein seitliches = 1,3 Durchmesser ; die Mittelaugen sind vom Cly-
peusrand und von den A. II je um 1 2/3 Durchmesser entfernt ; die Augen
II sind mindestens doppelt so breit als die vorderen, ihr Intervall ist =
1 2/3 Durchmesser; die Augen 111 sind fast so lang, aber etwas schmàler
als 11 ; ihr Intervall ist 3 mal, ihr Abstand von den A. II 1 % mal so gross
als ihr lângerer Durchmesser ; das Augentrapez isl hinten beinahe 1 1 /4 mal
; o lang als vorn, und fast so lang als vorn breit. Beide Bander der Mandi-
belfurche Iragen je 3 Zâhne ; die hinleren sind ziemlich gross, subegal und
dicht. beisammen ; der mitt lere vordere Zalm ist ebenso gross wie die hinteren,
die anderen sind viel kleiner, besonders der apikale, der etwas innerhalb
der anderen steht.
Die Epigyne gleicht auffallend der von P. lapponica (Thorell) ; die Seite-
necken der rhombischen Grube sind seharf, nicht abgerundet, die vordere
Ecke ist etwas procurv abgestutzt ; die hinteren Partien der Grubenründer
Source : MNHN, Paris
sind starker, fasl beulenarlig verbreilert ; dus minière Septum isl llaeli,
am queren Hinterrand am breilesten, elwa bail) su hreil als lang ; auf kurze
Strecke convergieren seine Rânder schwacb iiach vorn, beim Einlritl in
die Grube wird es elwas schmâier und bieibt dann in scinem mittleren
Dritlel parallelseilig ; vorn isl es halbkreisformig abgerundet. nur in (1er
Mitte in einen schmalen, bald Verschwîndendcn Kiel ausgezogen, (1er (las
Vorderende der Grube anscheinend nicht erreichl ; auf der mittleren Platten-
partie bilden 2 duiikle Linien nach innen convexe Bogen, deren Scheilel
in der Mitte. sich nicht berühren.
Das Augenfeld isl aussen breil braunschwarz, longs der Mitte elwas
aufgehellt ; die Zwischenfelder des Céphalothorax sind dunkelbraun, die
Mittelbinde isl orangebraun ; letztere beginnt elwas hinlen den Augen
III mit einem queren, abgerundet rhombischen Fleck, der nicht ganz ;o
breit isl. als die hinlerste Augenreihe ; sein Kern isl braun, nur 2 schmale
Halbmonde aussen bleiben belI ; der Kern ist nach hinten bis über die
Mittelritze hinaus in eine dünne Spilze verlüngerl ; die letztere einfassende
mittlere Partie der Binde isl parallelseilig, lialb su breit als der Kopflleek ;
hinter der Mittelritze wird sie keilformig verschmàlert ; die Aussenrânder
der Zwischenfelder sind wellig-znckig, begrenzt von dünnen, ununler-
broebenen gelben Submarginalbinden ; die dunkelbraunen Randbinden
sind breiter. Das Sternum ist schwarzlichbraun, die Hüflen sind bel! gelb-
braun. Die Femora sind oben undeutlich geringelt, sonst sind die Beine
ziemlieh bell gelbbraun. Der Hinterleib isl dunkel graubraun, an den Seiten
etwas gelbbraun vermikuliert ; (1er scbmallanzetlliche belle Cardialstreifen
ist unscharf. Am Clypeus stehen einige sebr lange Haare, etwas kürzerc
zwischen den vorderen Mittelaugen ; die anliegende Bebaarung (1er hellen
Partien des Céphalothorax ist silberweiss, der dunkeln braun ; der Hinterleib
ist meist silberweiss behaarl, besonders rein der Cardialstreifen ; braun
ind die Bander des Ictztern und 2 Beihen von Flecken auf der Hinterhâlfte
des Rückens.
Fund : Urga-Tsitsikhar, 23. VIII 5)5 : 2 ?.
Pardosa chaffanjoni n. sp.
$ : Céphalothorax 2,7 mm lang, 2 breit. Abdomen 1 mm lang, 2,0 breit.
Kopf 1 mm breit ; vordere Augenreihe 0,6, II. 0.8, 111. 1 mm ;Trapez0,7 mm
lang Mandibeln 1 mm lang, zusammen 0,9 mm breit. Bein I 7,3 mm (1,95
+ ? -|- 1,0 + 1,5 + 1,25) ; II 7 mm (1,95 4 1 4 1.45 4 1.5 4 U) : UI
7,3 mm (1,9 4 0,9 4 1.5 4 1.75 4 1,25) ; IV 10,43 mm (2,62 4 1.03 4 2.3
4 3,2 + 1,28).
Bestachelung : Fem. oben 1-1-1, I seitlich je 1, II u. III seithch je 1-1,
IV vorn 1-1, hinlen 1 : Pat. III u. IV oben praeapikal und seitlich je 1 ;
aile Tib. unlen 2-2-2, III u. IV oben und seitlich je 1-1 ; Met. III seitlich
je 1-1-1, unten 2-2-2, IV abgerieben.
Die Seitenbuchten des Céphalothorax sind sehr flach ; der Stirnrand
ist gerade, (lie Ecken sind màssig abgerundet. Die vordere Augenreihe isl
Source : MNHN, Paris
OSTASIATISCHE SPINNEN
373
gerade, ihre Mittelaugen sind wenig grôsser als die seitlichen ; das mittlere
Intervall ist etwas kleiner als ein Durchmesser, ein seitliches ist fast = 0 ;
die Mittelaugen sind von den A. Il um 1, vom Clypeusrand um 2 Durch¬
messer entfernt ; die Augen II sind nicht ganz doppelt so breit als die vorderen
mittleren, ihr Intervall ist = 1 2/5 Durchmesser ; die Augen III sind merklich
kleiner als II (1: 5) ; ihr Intervall ist = 4, ihr Abstand von den A. II =
2 Durchmesser ; das Augentrapez ist hinten 1 1 /4 mal so breit als vorn,
Fio. 216. — Pardosa cha/fctnjoni n. sp.
Ç. a : Kôrper ; b : Gesiclit ; c : Sternum ; d : Epigyne.
kürzer als vorn breit. Der Vorderrand der Mandibelfurche trâgt 2 ziemlich
getrennte, subegale Zâhne ; von den 3 Hinterrandzàhnen ist der apikale
sehr klein ; er steht ziemlich weit vorn am Hinterrand des Gelenkausschnitles;
der basale ist so gross wie die Vorderrandziihne. der mittlere ist etwas
grôsser.
Das Geschlechtsfels ist lânglichrund ; die médiane Grube durchzieht
es fast der ganzen Lange nach ; sie ist fast 3 mal so lang als ihre grôsste
Breite ; ihr vorderes Drittel ist herzfôrmig, schmal wulstig umrandet, wenig
tief, mit schmalen, niedrigem Mittelkiel ; nach einer Einschnürung auf
die Hâlfte folgt eine rhomboedrische Erweiterung auf die frühere Breite ;
das Hinterende der Grube ist schliesslich kaum breiler als die Einschnürung ;
der Mittelkiel ist auf lialber Lange ebenfalls zu einem kleinen Rhombus
erweitert ; das hinterste Fünftel ist am breitesten und stôsst aussen an die
Source : MNHN, Paris
Grubenrânder ; von (1er Mille an hebt sich (1er Kiel deullicher ab, (la (1er
Grubenboden zu seinen Seilen sich liefer senkt. Das Augenfeld ist schwarz,
die Zwischenfelder des Céphalothorax sind kaum heller ; die breite Mittel-
binde ist hellbraun ; auf dem Kopf ist sie fasl rautenformig und mindestens
so breit als die 3. Augenreihe ; ihr Vorderende stossl als plumpe Doppellinie
zwisclien die Hinterattgen vor ; liinter einer Einschnürung auf bulbe Breite
erweitert sie sich wiede zu eineni langgeslrecklcn Hhombus, der aber nur
2/3 der Breite des KopiTlecks erreicht ; die breiten Randbinden sind etwas
trüber als die médiane ; sie erstrecken sich nacli vorn auf die Kopfseiten
und gehen scliesslich in den hellbraunen Clypeus iiher ; an den Brustseiten
enthàllen sie diinne, brann, in Flecke aufgeloste Submarginallinien.
Die Mandibcln und die Unterseile des Vorderkiirpers sind hellbraun;
lebhafter gefàrbt ist ein lânglicher Fleck auf der Mittellinie des Sternums ;
er ist halb so lang als dieses, 3 mal so weil vom hinlcrn als vom vordern
Rand desselbcn entfernt und umgrenzt von einer langgestrecklen, schwarz-
lichen Ellipse, deren ausscre Grenzen jederseils zu 5 kurzen Zacken ausgc-
zogen sind ; den Buchten zwisclien rliesen Zacken stehen an den Ausren-
rândern des Sternums je 1 kleine schwarzliche Flecke gegenüber. Die Heine
sind hellbraun, die Oberseiten der Femora sind fleckig geringell. Der grosse,
lanzetlliche Cardialslreifen des Hinterleibs ist braun ; sein dünnes Hinter-
ende gcht in einen Winkelfleck über ; vor diesem begrenzen 2 mandel-
formige gelbweisse Fleckc das hintere Drittel des Cardialstreifens ; hinter
dem Winkel folgt ein pentagonaler Fleck derselben Nuance, weiter hinlen
ein queres Rechteck und schüesslich nocli einige trübere, kleiner werdende
Querbarren ; diese Flecke sind durch hellbraune Farbung zu einer schmalen
mitlleren Binde verschmolzen ; die ganze, ziemlich schmale Mittelbinde
ist seitlich von schwârzlichen, nicht viel breiteren Lângsschalten einge-
fasst, die aussen nicht scharf von den weisslichen, grau retikulierten Rand-
feldern getrennt sind.
Fund : Urga-Tsitsikhar, 1896 : 1 2.
Pardosa crucifera n. sp.
$ : Céphalothorax 2,f> mm lang, 2 breit. Kopf 1 mm breit ; vordere Augen¬
reihe 0,6, II. 0,7, III. 1,03 mm ; Trapez 0,7 mm lang. Mandibeln 0,9 mm
lang, zusammen ebenso breit. Hein l 7,2 mm (1,9 -f- 0,9 | 1,7 + 1,5 -f 1,2) ;
II 7 mm (1.8 + 0,9 + 1,6 +- 1,5 + 1,2) ; III 6,9 mm (1,8 + 0,8 + 1,4 -f 1,8
-(- 1,1); IV 10,9 mm (2,5 ! 1 + 2,3 -f 3,4 -I- 1,7).
Bestachelung : Aile Fein. oben 1-1-1, I vorn 1-2, hinten 1-1, II u. III
seitlich je 1-1, IV vorn 1-1, hinten 1 : Fat. I u. II oben apikal mil sehr langer
Stachclborste. III u. IV oben 1-1, seitlich je 1 ; aile Tib. seitlich je 1-1,
unlen 2-2-2, I u. II oben 1-1, III u. IV oben 1 ; Met. I seitlich je 1-1-1, unten
2 - 2 - 2 .
Die Seitenbuchten des Céphalothorax sind kaum angedeutet ; der Stirn-
rand ist gerade, doch ragt der Bogen der vorderen Augenreihe etwas vor ;
die Ecken sind nur miissig abgerundet. Die vordere Augenreihe ist fasl
Source : MNHN, Paris
OSTASIATISCHE SPINNEN
gerade, ihre Augen sind gleich gross, auch die Intervalle sind fast gleicli,
so breit als ein Auge ; die MUtelaugen sind von den A. II mindestens uni 1,
vom Clypeusrand uni 1 y 2 Durchmesser entfernt ; die Augen II sind etwas
niehr als doppelt so breit als ein Vorderauge, ihr Intervall ist =11/5 Durch¬
messer ; die Augen III sind fast so lang aber schmàler als die A. II, ihr
Intervall ist = 3 % Durchmesser, ihr Abstand von den A. II halb so gross ;
das Augentrapez ist hinten fast 1 / 2 mal so breit als vorn, so lang als vorn
breit. Von den 2 Zâhnen des Vorderrands der Mandibelfurche ist. der apikale
etwas grosser, von den 3 Hinterrandzâhnen ist der apikale sehr klein und
steht weiter etwas ah. Das médiane Septum durchzieht fast das ganzeEpigy-
nenfeld ; die vorderen 2/3 desselben sind schmal ; die Breite veringert sich
nach hinten von 2/5 auf 1/4 der Lange; seitlich begrenzt ist dieser Teil
a
Fig. 217. — Pardosa crucifera u. sp.
$. a : Céphalothorax ; b : Gesicht ; c : Epigyne
von 2 schmalen, langen, schlitzformigen Gruben ; im hintercn Drittel weichen
die Rànder des Septums unter einem Winkel von 74° auseinander ; das
Ilinterende ist halbkreisformig abgerundel und in der Mitte etwas einge-
buchtet ; die Gruben, die das hinteren Drittel des Septums einfassen, sind
nur halb so lang, aber viel breiler als die vorderen, von dieser durch vorsprin-
gende Ecken der Umrandung vollig gelrennt, fast halbmondformig.
Der Céphalothorax ist braun ; das Augenfeld ist vorn und aussen am
dunkelsten ; die braungelbe Mittelbinde beginnt hei den A. 111 mit einem
kreuzformigen Kopflleck ; bei der Mittelritze ist die Binde am breitesten ;
ihre Bander sind sehr uneben, faserig-strahlig. Die Mandibeln, die Mund-
teile, das Sternum und die Beine sind gelbbraun, letztere nicht geringelt.
Der Hinterleib (zerdrückt) ist graubraun ; der C.ardialstreifen auf der Vorder-
halfte ist lanzettlich ; er ist etwas reiner gcfàrbt, hebt sich aber kaum ab ;
sein zugespitztes Ilinterende durchsetzt den vordersten eincr zusammen-
hângenden Beihc gelbliclier, querer Rhomben (ca 5), die bis zu den Spinn-
warzen reicht. Der Bauch ist liell braunlicligelb.
Fund ; Am Iloang ho oberhalb Hokou, Schansi, 6. VIII 84 : 1 $.
Source : MNHN, Paris
E. SCHENKEL
370
Pardosa pararmillata n. sp.
$> : Kôrper 5,2 mm. Céphalothorax 2,7 mm lang, 2 breit. Abdomen 2,5 mm
lang, 1,8 breit. Kopf 1 mm breit; Vordere Augenroihe 0,6, II. 0,8, III.
I min ; Mandibeln 1 mm lang, zusammen ebenso breit. Hein I 7,1 mm (1,9
+ 0,9 + 1.0 + 1.5 + 1,3) ; II 6,7 mm (1,9 + 0,8 + 1,4 + 1,5 -f 1,1);
III 6,6 mm (1,9 + 1 + 1,3 + 1,3 + 1,1) ; IV 9,8 mm (2,5 + 1 + 2 + 2,9
+ 1,4).
Bestachelung ; Aile Fem. oben 1-1-1, I vorn praeapikal 2, hinten 1-1,
II u. III seitlich je 1-1, IV vorn 1-1, hinten 1 ; Pat. III u. IV oben 1-1,
seitlich je 1 ; aile Tib. seitlich je 1-1, I unten 2-1-2, II-IV 2-2-2; Met. I
unten 2-2 sehr lang 2 apikale sehr kleine, Met. Il seitlich je 1-1, unten
2 - 2 - 2 .
Der Céphalothorax hat keine Seitenbuchten ; die Stirnecken sind breit
abgerundct, die vorderen Mittelaugen ragen etwas üher den Stirnrand vor.
Die vordere Augenreihe ist schwach procurv, ihre Mittelaugen sind grosser
aïs die seitlichen (5: 4); «las mit.tlere Intervall ist = 1, ein seitliches =
1/5 Mittelaugenbreite ; die Mittelaugen sind von den A. II um 1, vom Ciy-
peusrand um 1 y 2 Durchmesser enlfernl ; die Augen II sind doppelt so
breit aïs die vorderen mittleren ; ihr Intervall ist 1 / 2 mal so breit als ein
Auge; die Augen III sind merklich kleiner als II (4 :5) ; das Intervall
ist etwas mehr aïs 3, der Abstand von den A. II = 2 Durchmesser III ;
das Augentrapez ist hinten 1 1/4 mal so breit als vorn, etwas kürzer als
vorn breit. Der Hinlerrand der Mandibelfurche trëgt 3 Zâhne ; der basale
ist viel kleiner und dem mittleren genàhert, dieser und der apikale sind
mehr getrennt, ziemlich gross und subegal.
Die Epigyne ist der von P. armillata Schenkel (1936, p. 221, Fig. 70 d)
sehr âhnlich ; das Geschlechtsfeld ist grosser, nicht viel breiter als lang,
slark abgerundet rechteckig ; der Ausschnitt oder Grube am Hinterrand
Qberragt nach vorn etwas das hintercn Drittel der Feldlânge ; seine Seiten-
randcr sind erst auf kurzc Strecke parallel, dann nach vorn convergierend ;
am Vorderrand ist er nicht halb so breit als hinten, wo er etwas breiter
als lang ist und 2/5 der Feldbreite erreicht ; die Platte, die ihn ausfiillt,
hat einen flachen, niedrigen Mittelkiel, der sich nach vorn leieht vcr-
schmàlert ; der Hinterrand der Platte ist in der Mittc in einen abgerundetcn
Lappen, das Ende des Kiels, ausgezogen, die F.cken der Platte sind abge¬
rundct ; unter ihr ragt hinten noch eine andere, tiefer gclegene, breit recht-
ecldge Platte wcnig vor, dcren dünne, erhabene Rander leieht kreneliert
sind.
Das Augenfeld ist schwarz ; von hinten dringt eine etwas hellere médiane
Doppellinie bis zu seiner Mitte vor ; die orangebraune Mittelbinde beginnt
etwa um einen Augendurchmesser hinter den A. III ; ihr querovalcr vor-
derster Teil ist so breit wie die Reihe III, er ist nicht deutlich vom noch
etwas breiteren, sternformigen mittleren Teil getrennt ; die Partie hinter
der Mittelritze ist nur ein ktirzcr Stiel, der nur 1/3 «1er Breite des mittleren
hat. Die Seiten des Céphalothorax sind dunkelgrau, von zahlreichcn lângeren
Source : MNHN, Paris
OSTASIATISCHE SPINNEN
377
und kürzeren, strahlig geordneten, feinen schwarzen Strichcn durchzogen ;
etwas entfernt vom Rande findet sich auf der Hinterhâlfte jederseits eine
submarginale Reihe von 4 undeutlichen hellen Lângsfleckchen ; der Clypeus
ist rotbraun, ebenso die obéré Partie der Yorderflâche der Mandibeln,
unten und an den Rândern sind diese grau, der Endsaum ist gelblich ;
das Sternum ist schwarz, die Hüften sind hell ; die Beine sind scharf gerin-
gelt ; an Fémur I fmden sich oben 4 Ringe, der basale ist rudimentâr, die
Fig. 218. — Par dosa pararmittata n. sp.
$. a : KOrpcr ; 6 : Gcsicht ; c : Epigyne.
folgenden sind breiter und sehr deutlich, der praeapikale ist oben breit
unterbrochen ; die Unterseiten der Femora I u. 11 sind grôsstenteils schwarz,
an F. III u. IV ebenfalls, aller von engen, hellen Ringen unterbrochen ;
die Patellen sind oben fast einfarliig ; die 2 Ringe der Tibia sind weniger
dunkel, noch unscheinbarer sind die 3 am Metatars. Die Grundfarbe des
Hinterleibs ist oben dunkelgrau, gelblich punktiert ; der Cardialstreifen
ist kurz, dunkelbraun, ziemlich breit dunkel umrandet ; die grobere Fleckung
des Rückens ist gelbbraun ; sie besteht vorn aus einem, aus unregelmâssigen
Flecken zusammengesetzten Hufeisen um die vorderen 2/3 des Cardial-
streifens ; das Hinterende des letzteren durchschneidet den vordersten von
4 plumpen, llachen Winkeldecken ; weitere unregelmâssige, grôssere Flecke
sind noch hinten an den Aussenrândern.
Fund : Wuchang, 1937 : 2 $.
Source : MNHN, Paris
378
E. SCHEî
Pardosa davidi n. sp.
$ : Céphalothorax 4,8 mm lang, 3,6 breit. Abdomen (eingeschrumpft)
4 mm lang, 2,5 breit. Kopf 1,7 mm breit ; vordere Augenreihe 0,9, II. 1,2,
III 1,7 mm ; Trapez 1 mm lang. Mandibeln 2,1 mm lang, zusammen 2 breit.
Bein I 15,2 mm (4 + 1,9 + 3,5 4- 3,4 + 2,4) ; II 14,6 mm (4 + 1,9 + 3,1
+ 3,3 + 2,3); III 15,3 mm (4 ! 1,9 + 3,1 : 3,9 : 2,4); IV 19,7 mm
(4,1 2.1 + 4,3 + 6,3 • i.'.i).
Die Stacheln der Beine sind mit Ausnahme der apikalen meist sehr lang
und stark. Aile Fcm. oben mil 1-1-1, I vorn 1-2, hinten 1-1-1, II vorn 1-1,
hinten 1-1-1, III seitlich je 1-1, IV vorn 1-1, hinten 1 ; aile Patellen seitlich
Fia. 219. — Pardoua davitli n. sp.
$. Epigync.
je 1-1 ; aile Tib. unten 2-2-2, I u. II seitlich, III u. IV oben und seitlich
je 1-1 ; aile Met. seitlich mit je 1-1-1, I-III unten 2-2-2, IV 1-2-2-2.
Die Seitenbuchten des Céphalothorax sind breit und wenig tief, aber
doch erkennbar ; der Slirnrand ist gerade, die Ecken sind wenig abgerundet.
Die vordere Augenreihe ist schwach procurv, ihre Augen sind gleich gross ;
das mittlere Intervall ist etwas grosser als ein Durchmesser, ein seitliches
ist = dem Radius ; die Mittelaugen sind von den A. II etwas mehr als 1,
vom Clypeusrand um 2 Durchmesser entfernt ; die Augen II sind 3 mal
so breit als die vorderen ; ibr Intervall ist = 9/10 Durchmesser ; die Augen
III sind kleiner als II (7 : 10) ; ihr Intervall ist = 3 y,, ihr Abstand von
den A. II = 1 Vz Durchmesser ; das Augenlrapez ist hinten fast 1 y 2 mal
so breit als vorn, kürzer als vorn breit. Beide Bander der Mandibelfurche
tragen je 3 Zâhne ; die 3 subegalen hinteren stehen nahe beisammen und
sind ziemlich gross ; der grossie der vorderen, der mittlere, ist so gross wie
die hinteren, der apikale ist ein kleines Kornchen und steht nahe vor und
etwas innerhalb vom mittleren.
Source : MNHN, Paris
OSTASIATISCHE SPINNEN
379
Das Geschlechtsfeld ist rundlich, wenig breiter als lang ; von hinten
dringen 3 Ausschnitte in dasselbe cin ; der mittlere ist gestreckt rhombish
mil abgerundeten Ecken ; die vorderen Aussenseiten sind schwach concav ;
die seitlichen Ausschnitte erreichen kaum den vierten Teil der Lange des
mittleren ; es sind Winkel mit abgerundeten Spitzen ; die médiane Grube
ist lângs der Milte von einem flachen abgerundeten Kiel durchzogen, der
nacli hinten schmiiler wird ; vorn liai er mindestens den 3. Teil der grdssten
Grubenbreite ; hinten geht er in einen Querbalken über, der fast so breit
ist, als der Kiel lang ; seine Aussenenden sind nach vorn in die Seiten-
buchten hinein umgebogen, sein Hinterrand ist gerade, der Vorderraml
procurv ; der Verbindung von Langs- und Querbalken ist ein trapezfor-
miges Plâttchen aufgelagert, dessen breilerer Vorderrand concav ist.
Der Céphalothorax ist schwarzbraun, das Augenfeld schwarz ; die Mittel-
binde ist etwas rotbraun aufgehellt, aber unscharf gebrenzt, am Hinter-
kopf am deutlichsten, uni die Mittelritze etwas sternfôrmig ; an den Brust-
seiten sind je 1 unregelmâssige, submarginale hellere Flecke. Die Mandibeln
sind schwarzbraun, ilire Innenrânder etwas heiler. Die Beine sind reichlich
und unregelmâssig dunkel graubraun und rôtlichbraun geringelt. Der
Hinterleib ist oben grauschwarz, die Zeichnung wegen schlechter Erhaltung
nicht melir zu erkennen ; unten ist er braunschwarz ; das Mittelfeld ist
reichlich weisslich behaart, darum hell ; die Epigyne ist schwarzbraun.
Fund : Kienchang, Kiang-si, 1874 : 1 Ç.
Pardosa subsemicana Strand ?
$ : Céphalothorax 3,1 mm lang, 2,3 breit. Abdomen 3,4 mm lang, 2,2 breit.
Kopf 1,1 mm breit ; vordere Augenreihe 0,(i , II. 0,9, III. 1,1 mm ; 'Irâpez
0,85 mm lang, Mandibeln 1.1 mm lang, zusammen 1 mm breit. Bein 1 8,56 mm
(2,27 + 1,13 + 2 +1,78 + 1,38) ; II 8,05 mm (2,2 + 1 + 1,75 + 1,75
+ 1,35); III 8,25 mm (2,15 + 1.02 + 1,68 + 2,1 + 1,3); IV 12,4 mm
(3.08 + 1,18 + 2,48 - 3,8 + 1,86).
Fémur I oben mit 1-1-1 Stacheln ; der apikale ist schwach ; vorn 2 prae-
apikale, hinten 1-1 schwache ; Tibia I seitlich mit je 1 kleiner, unten 2-2-2
+ 2 kleine apikale ; Metatars I apikale wahrscheinlich 5 kurze, dazu seitlich
je 1 kleiner, unten 2-2 lange.
Die Seilenbuchlen des Céphalothorax sind kaum angedeutet ; die Stirn-
ecken sind slark abgerundet, zwischen den A. II ragt der Vorderrand etwas
vor. Die vordere Augenreihe ist procurv ; ihre Augen sind klein, subegal ;
das mittlere Intervall ist etwas grôsser, ein seitliches elwas kleiner als ein
Durchmcsser ; die Mittelaugen sind vom Clypeusrand um 3, von den A. II uni
1 y, Durchmesser entfernt ; die Augen II sind mindestens 3 mal so breit
als clie vorderen ; ihr Intervall ist etwas grôsser als ihr Durchmesser ; die
Augen III sind kleiner als II (5 : 7) ; ihr Intervall ist = 3 f * er Abstand
von den A. II = 2 y 2 Durchmesser; das Augentrapez ist hinten 1 2/9 mal
so breit als vorn, fast so lang als vorn breit. Beide Rânder der Mandibel-
furche tragen je 3 Zâlinc ; bei beiden Reihen ist der mittlere der grôsste ;
Source : MNHN, Paris
E. SCHENKEL
380
vorn ist (1er apikale ein kleines Kornchen vor und innerhalb (1er Basis des
mittleren, hinten stôsst der basale an den mittleren. Die Epigyne gleicht
derjenigen von P. ancnri/era Schenkel (1936, p. 227, Fig. 73) ; das Ge-
schlechtsfeld ist grôsser, rundlicher ; die convergierenden hinteren Aussen-
rander sind nur schwach concav, nicht winklig eingebuchtet ; die hinterste
Partie des Feldes ist breiter und kürzer, nicht zungenformig ; der von hinten
eindringende mediane Einschnitt ist sowohl in seiner hinteren parallel-
seitigen, als auch in der zu einer rundliclien Grube verbreiterten vorderen
Partie kürzer und breiter ; ein schmaler flacher Kiel durclizieht ilin der
ganzen Lange nach ; dieser ragt hinten kaum über den Hinterrand des
Fig. 220. — Pardosa subscmicana Bbg. u. Std.
?• Epigyne.
Feldes vor ; die muschelartigen seitlichen Abzweigungen seines Endes
haben dünne Rànder, die Hacher procurv gekrümmt sind.
Das Augenfeld ist vorn und aussen braunschwarz, innen dunkel rotbraun ,
die Medianbinde des Céphalothorax ist rotbraun, auf dem Kopf fast so
breit wie die hintere Augenreihe ; auf dem Thorax ist sie auf 3/4 verschmàlert,
parallelseitig bis zur halben Lange der Mittelritze mit undeutlich faserigen
Rândern, dann keilformig verschmàlert bis zum Hinterrand des Cépha¬
lothorax ; die Seitenfelder des letzteren sind dunkler braun, von noch dun-
kleren keilformigen Radien durchzogen ; zwischen diesen sind feine, den
Keilrandern ± parallèle, untereinander verbundene dunkle Linien ; ziemlich
breite, aber wcnig auffallende Submarginalbinden, die trüber braun sind
als die mediane, werden von den Radien in je 3 Flecke zerteilt ; von diesen
ist der hinterste eben so lang als die beiden anderen zusammen. Das Sternum
ist dunkelbraun mit hellem, hinten abgekiirztem Mittelstrich. Die Beine
sind ± deutlich geringelt, am deutlichsten die Femora mit 4 Ringen. An
der Vorderwand des Hinterleibs stehen oben 2 schwarze Flecke ; ein rôtlich-
braunes Mittelfeld des Riickens umschliesst vorn die punktierten Umrisse
Source : MNHN, Paris
OSTASIATISCHE SPIN NE N 381
eines kaum antiers gefàrbten Cardialstreifens und ist hinten von grauen
Querlinien durchzogen ; ausserhall) «les Mittelfekles ist «1er Rücken grau-
braun, rh dicht rolbraun gesprenkelt ; auf tien Grenzen des Mittelfekles
finden sich jetlerseils 4-5 unregelmassige braune Fleckcn ; «1er Bauch ist
heller grau.
Fund : Urga-ïsitsikhar, 20. VII 18%: 5 ?■
Pardosa schenkeli de Lcssert.
Der Fund enthâlt 2 isolierte Vorderkorper und einen Hinterleib.
jj : Céphalothorax 2.2 mm lang, 1,5 breit. Kopf 0,8 mm breit ; vordere
Augenreihe 0,46, II. 0,7, III. 0,9 mm; Trapez 0,63 mm lang. Mandibeln
0,6 mm lang, zusammen ebenso breit. Obérés Profil des Palps 2,75 mm
(0,8 + 0,45 + 0,5 + 1). Bein I 5.83 mm (1,5 + 0,7 + 1,35 + 1.38 + 0.9) ;
II 5,65 mm (1,5 + 0,7 + 1,25 + 1,3 + 0,9) ; III 5,9 mm (1,6 -f 0,6 + 1,2
+ 1,6 + 0,9) ; IV 8 mm (2,1 + 0,7 + 1,9 + 2,35 -f- 0,9). Isoliertes Abdomen
2,4 mm lang, 1,5 breit.
Aile Femora oben mit 1-1-1 Stacheln, deren basaler hall) so lang ist als
das Glied, seitlich mit je 1-1 oder 1-2; Tibien I u. II unten mit 2-2-2 4-
2 kürzere und dünnere apikale ; Metatarsen unten 2-2-2.
Die Seitenbucliten des Céphalothorax sind deutlich, doch nicht winklig ;
der Stirnrand ist etwas gewolbt, die Ecken sind abgerundet. Die vordere
Augenreihe ist gerade ; ihre Augen sind subegal ; tlas mittlere Intervall
ist = 2/3, ein seitliches - 1/4 Durchmesser ; «lie Mittelaugen sind vom
Clypeusrand 1 / 2 , von den A. II 1 Durchmesser entfernt ; die Augen II
sind fast 3 mal so breit als die vorderen ; ihr Intervall ist = 3/4 Durchmesser ;
die Augen III sind kleiner als II (2:3); ihr Intervall ist das 3 f r , der
Abstand von den A. II das 1 % fâche ihres lângeren Durchmessers ; Das
Augentrapez ist hinten 1 2/7 mal so breit als vom, wenig kiirzer als vorn
breit. Die Aussengrenzen der Mandibeln sind in der oberen Hàlfte etwas
convex und hier zusammen so breit als lang ; der Vorderrand der Klauen-
furche tràgt 2 Zàhne. deren apikaler langer isl ; von den 3 hinteren ist der
mittlere der lângste ; der basale stchl dicht bei ihm, der apikale ist etwas
entfernter. Der Palp stimmt mit demjenigen schweizerischer Exemplare
ilberein.
Das Augenfeld ist fast schwarz ; die Grenzen der hellen Medianbinde
sind unscharf ; sie ist vorn am breitesten, auch am lebhaftesten gefarbt,
braunlich orangegelb ; nach hinten wird sie schmâler und trüber ; die Zwi-
schenfelder sind graubraun, kaum breiter aïs die Randbinden ; letztere
sind aussen und innen heller, dazwischen mit breiten dunkeln Schattcn.
Die Beine sind braun, endwàrts allmàhlich braungelb. Auf dem braunen
Sternum ist eine langovale gelbliche Medianbinde und jederseits 3 sub¬
marginale gelbe Punkte. Der Rücken des Hinterleibs ist von einer gelben
Mittelbinde durchzogen, die auf 1 /4 «1er Lange etwa die halbe, von der
Mitte an kaum 1/3 der Rückenbreite einnimmt ; auf der vorderen Halfte
Source : MNHN, Paris
K. SCHlîNKlil.
umschliesst sic einen Iânglich rhombischcn, brâunlichgrauen Cardialsircifen •
•lie médiane Binde wird seitlich von 2 dunkelgrauen Lângsschallen liegrenzt’
die schmaler sind aïs jene und nach aussen und hinten undeutlich werden!
Fund : Berg U-tai-schan, Schansi, 9. VI 84: 2 q.
Pardosa tschekiangensis n. sp.
c? : Korper 5.7 mm. Céphalothorax 3.2 mm lang, 2.3 hreit. Abdomen
2,:> mm lang, 1.5 hreit. Kopf 1.1 mm breil ; vordere Aügenrcihe 0,65, II
0.9, III. 1,13 mm ; Trapez 0,8 mm lang. Mandiheln 1,1 mm lang, zusammen
chenso hreit. Obéré Profillinie des Palps 3,65 mm (1,05 -f- 0,6 -f 0,7 + 1 , 3 ).
Bein I 9 mm (2,2 + 1,2 -f- 2 -f- 2 -f 1,6) ; II 8,3 nun (2,1 -p 1,1 4 - 1,7 + 19
+ 1,5) ; 111 8.1 mm (2,1 + 1,1 |- 1,6 + 2,1 -f 1,2) ; IV 11,6 111 m (2,8 + 1,2
“h 2,5 4- 3,5 -f- 1,6).
Aile Femora oben miL 1-1-1 Stacheln, I vorn praeapikal 2, hinten 1-1
II u. III seitlich je 1-1, IV vorn 1-1, hinten 1 ; aile Patellen seitlich je l’
III u. IV noch oben 1-1 ; aile Tibien unten 2-2-2, an T. II sind die 2 basalen
und der vordere mediale blouse Borsten, T. lu. II seitlich, III u. IV oben
und seitlich je 1-1 ; Metalars lu. II seitlich je 1-2, unten 2-2-1, III seitlich
je 1-1-2, unten 2-2-1, IV wie III. nur unten 2-1-2-1.
Die Seitcnbuchten des Céphalothorax sind (lach ; der Stirnrand ist ge-
wolbt, die Ecken sind wenig abgerundet ; in Vorderansichl sind die Kopf-
seiten vertikal, etwas gewôlbt. Die vordere Augenreihe ist scliwach procurv,
docli ist die untere Tangente der Vorderaugen gerade ; die MitteJaugen
sind merklich grosser als die seitlichen (5 : 4) ; das minière Intervall ist = 1 ,
ein seitliches = J4 Mittelaugenbreite ; die Millelaugen sind vom Clypeus-
rand um 1 f 2 , von den A. II um 1 Durchmesser entfernt ; die Augen II
sind etwa 2 / z mal so hreit als die vorderen miltleren ; ihr Intervall ist wenig
kleiner als ihr Durchmesser ; die Augen III sind wenig kiirzcr aber deutlich
schmaler aïs die A. II ; das Intervall ist 3 mal, der Abstand von den A.
II 1 1/3 mal so gross als der lângere Durchmesser; das Augentrapez ist
hinten 1 1/4 mal so hreit als vorn, etwas kürzer als vorn hreit. Beide Bander
der Mandibelfurche tragen je 3 Ziihne ; von den vorderen ist der minière
der grosste ; der apikale ist sehr klein und etwas nach innen verschoben •
die hinteren sind subegal.
Fémur, Patella und Tibia des Palps sind fast gleich dick, zylindrisch ■
Patel la + Tibia sind 1 1 /4 mal so lang als der Fémur, aber gleich lang wie
der Tars ; die Tibia ist etwas langer aïs die Patella, doppell : o lang als dick •
der Bulb nimmt fast 2/3 der Tarslângc ein und ist in Unteransicht doppelt
so lang als breit ; der Endlappen liât annàhernd die Form eines rechtwin-
kligen Dreiecks mil làngsgerichteter Innenseile und querem, etwas convexem
Vorderrand, der von der Basis des Hoslrums betrachtlich absteht • der
Hauptlobus beansprucht fast 2/3 des ganzen Bulbs ; innen stosst er auf
kurze Strecke an den apikalen, nach aussen sind beide durch eine grossse
fast quadratische Lücke von einander getrennt ; die hintere Hâlfte dieser
Lücke, eine rechtwinklige Einbuchtung am Vorderrand des Hauptlobus
Source : MNHN, Paris
OSTAStATISCHE SPINNKN 383
wird durch die quere, dreieckige médiane Apophyse ausgefüllt ; ihr Vor-
derrand ergânzt den Endrand des Hauptlobus nach aussen und bildet
mit ihm einen queren, schwach recurven Bogen ; die beiden anderen Seiten
der Apophyse sind gerade und bilden mit einander einen Winkel, der wenig
grôsser ist aïs 90° ; die Aussenecke des Anhangs ist hakenfôrmig aufge-
bogen und zugespitzt ; die Apophyse erinnert sehr an diejenige einiger
Arten von Tarenlula.
Das Augenfeld ist hinter den Augen II schwarz, von einem keilfôrmigen
Vorsprung der hellbraunen Medianbinde durchschnitten ; letztere ist hinter
Fig. 221. — Pardosa tschekiangemin n. sp. (J
a : Kôrpcr ; 6 : Gesicht ; c : L. Palp v. aussen ; d : Tare v. unten.
den Augen zu einer queren Ellipse verbreitert ; nach starker Einschnürung
ist sie dann fast parallelseitig, viel schmàler, um die lange Mittelritze an
den Ràndern etwas zackig ; die Zwischenfelder sind braun, wenig breiter
als die médiane und als die hellbraunen Randbinden ; letztere hangen
vorn mit den hellen Kopfseiten zusammen ; auch das Gesicht ist hell bis
in den Zwischenraum der Augen II ; die Marginalbinden schliessen nahe
am Rand je eine Reihe kleiner, dunkler Strichlein ein. Die Beine sind ein-
fàrbig hellbraun. Der Hinterleib ist oben dunkelbraun, dicht und fein hell-
braun punktiert ; der Cardialstreifen ist rotbraun ; seine schwârzlichen
Rânder sind dünn, stellenweise fleckig erweitert ; neben seinen Aussen-
ràndern stehen je 3-4 gclbbraune Flecken und hinter ihm noch 3 Paare,
die schwarze Punkte als Kerne einschliessen. Die Seiten des Hinterleibs
sind heller, gelb lângsaderig ; die Unterseite ist hellbraun.
Fund : West Tschekiang, IV 1872': 1 ç?.
Source : MNHN, Paris
CIIUNKKL
3»4
Pardosa buttneri ri. sp.
Die Art isl (1er /’. Ischrkiiingrnsis sehr àhnlieh, entstammt dcm gleichen
Fund und isl vielleicht einc Varietât oder aberrante Form derselben.
3 : Céphalothorax 3,1 mm lang, 2,5 breil. Abdomen 2,6 mm lang, 1,5
breit ; Kopf 1,2 mm breil ; vordere Angenreihc 0,(15, 11. 0,85, III. 1,15 mm ;
Trapez 0,8 nnn lang. Mandibeln 1,1 mm lang, I breit (beide zusammen).
Patelin des Palps 0,15 mm lang, 0,3 breit ; Tibia 0,9 mm lang, 0,35 breil ;
Tars 1,3 mm lang, 0,65 breil. Hein I 9,1 mm (2.5 + 1,1 -f 2 + 2 -f 1,5) •
Il 8,7 mm (2.1 1,2 + 1,8 1,8 -! 1.5); III 8,1 mm (2,2 + 1,1 1 7
+ 2 + 1,1); IV 11,8 mm (3 J 1.3 f 2.5 + 3,3 + 1,7).
Aile l'emora oben mit 1-1-1 Slaeheln, I vorn praeapikal 2, hinten 1-1,
II u. III vorn 1-1, hinten 1-1-1, IV vorn 1-1-1, hinten 1 ; aile Patellen seil-
lieh je 1. IV oben apikal nocli 1 ; aile Tibien seitlich je 1-1, unlen 2-2-2,
III auch oben 1-1 ; Melatars I-III unten 2-2-1, I vorn 1-1-2 scbwache,
hinten 2 am Ende, Il wie I, a ber hinten 1-2. III u. IV seitlich je 1-1-2
IV unten 1-2-2-1.
In Vorderansieht sind die Kcpfseilen vertikal, schwach convex ; die
Scitenbuchten des Céphalothorax sind undeullich ; der Stirnrand isl fast
gerade, die Ecken sind abgerundet. Die vordere Angenreihc ist gerade ;
die Mittelaugen sind ein wenig grosser aïs die seitlichen (5 : I) ; das mittlerc
Intervall ist -- 1, ein scitliches ]/., Mitlelaugendurchmesser ; die Miltel-
augen sind vom Clypeusraml 2 3/5, von den A. Il 1 3/5 Durchmesscr ent-
fernl ; die Angen I I sind doppelt so breil als die vorderen mittleren, ihr Inler-
vall ist = 1 1/5 Durchmesser ; die Angen III sind fast so lang, aber schmâler
als II ; ihr Intervall isl I, ihr Abstand von den A. Il 2 langere Durch-
messer III ; das Trapez ist hinten 1 1/3 mal so breit als vorn, so lang als
vorn breil. Die Aussenrander der Mandibeln sinf fast parallel ; beide Bander
der Furche tragen je 3 Zahne ; der mittlere vordere isl der grossie, der
kleinste, der apikale, steht ihm zwar nahe, ist aber doch dentlieh gelrennt
und nur wenig nach inncn verschoben ; die 3 Hinterrandzâhne sind subegal.
Die Tibia des Palps isl lang, zylindrisch, doppelt so lang als die Patella
und 2 4/7 mal so lang als breit ; der Tars ist fast so lang als Patella Tibia,
doppelt so lang als breit. Die médiane Apophyse des Bulbs ist der von
P. tschekiangensis âhnlich ; aber aile 3 Seiten des Dreiecks sind concav,
am wenigsten die hintere.
Das ganze Augenfeld, vorn bis zu den Vorderaugen ist schwarz ; von
hinten dringl eine schmale. schvvache médiane Aufhellung bis über die
Mitte des Feldes vor ; der Clypeus ist hell mit 2 scnkrechten schwarzen
Barren zwisehen den iiiisseren Intervallen der Vorderaugen und dem Cly-
peusrand ; die Medianbinde isl gelbbraun, liinter den Angen mil fast quadra-
tischer Verbreiterung, die fast so breil isl als das Intervall III und dureh
2 von vorn eindringende Lângssehatten dreizackfôrmig wird ; hinter dem
Kopfüeck wird die Binde fast auf die Halfte verschrnalerl, fast parallel-
seitig, auf dem Hinlerdach keilformig zugespilzt ; die Mittelrizte ist lang
und dunkel ; die Zwischenfelder sind dunkelbraun, auch in der Mitte nicht
Source : MNHN, Paris
so breit als der Kopflleck ; die Kopfseiten sind hell ; die anschliessenden,
hell braungelben Randbinden sind durchschnittlich so breit wie die Zwi-
schenfelder ; die àussersten Seitenrânder sind schmal, schwarz dicht darüber
ist jederseits eine Reihe von ca 5 unregelmâssigen braunen Fleckchen.
Die Mandiheln sind hell rôtlichbraun ; das Sternum ist reiner gelb, heller
als die übrige, einfârbige braungelbe Unterseite. Die Beine sind orange-
braun ; die Femora sind schwach graulich marmoriert, bezw. verwischt
geringelt. Das Mittelfeld des Hinterleibrückens hat orangegelbe Zeiclinung
auf dunkelm Grunde ; der plumpe Cardialstreifen ist rotbraun ; seine dünnen,
stellenweise unterbrochenen Rânder sind schwarz, hinter der Mitte und
vor dem Ende zu kleinen Ecken erweitert ; das rotgelbe Feld, das den
Cardialstreifen umgibt, ist vor dessen Ende elwas eingeschnürt, wodurch
2 dreieckige Flecke teilweise abgetrennt werden, die schwarze Punkte
einschliessen ; auf der Hinterhâlfte des Rückens folgen noch 4 weilere
Paare zu Querbarren verschmolzener Flecken, die mit Ausnahme des klein-
sten letzten je ein schwarzes Punktpaar cnthalten ; die Hinterleibseiten
sind schwârzlich, dicht von etwas hellern schiefen Langsadern durchzogen.
Fund : West Tschekiang, IV 1872: 1
u Muséum. — Zoologie,
I. XXV
25
SCIIKNKl.I.
Pardosa roeweri n. sp.
$ : Céphalothorax 3,1 mm lang, 2,3 breit. Abdomen 4,8 mm lang, 3 breit.
Kopf 1,2 mm breit ; vordere Augenreihe 0,7, II. 0,9, III. 1,2 mm ; irapez
0,8 mm lang. Mandibeln 1,1 mm lang, zusammen ebenso breit. Bein I 10,3 mm
(2,8 + 1,2 + 2,5 + 2,4 + 1,4) ; Il 10 mm (2,7 + 1,1 + 2,3 + 2,5 + 1,4) ;
III 10,3 mm (2,5 + 1,2 + 2,2 + 3 + 1,4) ; IV 14,1 mm (3,3 + 1,3 + 2,9
+ 4,7 + 1,9).
Aile Femora oben mit 1-1-1 Stacheln, I-III hinten 1-1, IV hinten 1 ;
Patella I oben apikal 1, II oben 1-1, III u. IV oben 1-1, seitlich je 1 ; aile
Tibien unten 2-2-2, I oben und vorn je 1, II u. III oben und seitlich je 1-1,
Fio. 223. — Pardoaa rœuscri n. s]>.
IV oben und vorn 1-1, hinten 1-1-1 ; aile Metatarsen union 2-2-2, I vorn 1-1,
Il vorn 1-1-1, hinten 1-1, III seitlich je 1-1-2, IV oben 1, vorn 1-1-2, hin-
ist fast gerade, die. Ecken sind abgerundet. Die vordere Augenreihe ist
procurv, ihre Augen sind subcgal, ebenso die Zwischenràume, die kleiner
als eine' Augenbreite sind ; die Mittelaugen sind um 1 3/5 Durchmesser
sowohl vorn Clypeusrand als von den A. II entfernt ; Ietztere sind min-
destens doppelt so breit als die vorderen, unler sich um ihren Durchmesser
entfernt ; die Augen III sind wenig kleiner als II, von diesen sind sie etwas
mehr als 1, unter sich 3 Durchmesser entfernt ; das Augentrapez ist hinten
1 1 /3 mal so breit als vorn, etwas kürzer als vorn breit. Die Aussenrànder
dor Mandibeln sind fast parallel, elwas gewolbt : der Vorderrand der Klauen-
f U r C he triigt nur 2 Zahne dicht beisammen, der basale ist hall) so gross
als der apikale ; von den 3 Ilinlerrandzahnen ist der basale ganz klein und
s te ht dicht beim miltleren, dieser und der apikale sind gross, égal. Der
Source : MMHN, Paris
O S T A SI AT 1S ( : 11E S PIN N EN
387
frei vorragende I Iinlerrand des Geschlechlsfelds ist stark procurv ; vor
ihm ist eine liefe runde Grube in das Feld eingesenkt, die um ihren Radius
von dessen Hinterrand enlfernt ist ; ihrc Rander sind wulstig ; unter dem
vorderen tritt eine lange Plalle liervor, welche die Grube der Lange nach
durchzieht und sich bis über den Hinterrand des Geschlechtsfeldes hinaus
fortselzl ; sie füllt ctwa 2/3 der Grubenbreile aus und ist 2 3/5 mal so lang
als breit ; ihr hintersles, das Feld überragende Viertel ist schwach verbreitert,
der Hinterrand schwach procurv.
Der Céphalothorax ist dunkelbraun, das Augenfeld ist am dunkelsten ;
die Mittelbinde ist wenig aulTallend, etwas heiler braun ; auf dem Hinterkopl'
ist sie zu einem queren, abgerundet rechteckigen Fleek erweitert, dann
eingeschnürt ; auf dem Thorax ist sie schmâler ; ihre Rander sind durch
eindringende Radien inégal, auf dem Hinterdach ist sie keilfôrmig zugespitzt
und erreicht kaum den Hinterrand; die Brustseiten sind einfârbig. Die
Beine sind undeutlich geringelt, im Ganzen etwas heiler als der Céphalo¬
thorax. Der Rücken des Ilinterleibs ist schmulzig hell gelblichbraun, russig
dunkelgrau gesprenkell ; nach aussen und hinten wird die graue Farbe
vorherschend ; der Cardialslreiren liebt sich von der hellen Umgebung
durch Mangel an dunkler Sprenklung ab.
Fund : Tal des Karyn am Südhang des Latschi-la, Kansu, 4. V 85 : 1 Ç.
Pardosa monticola (Cl.).
Die hellen Randbinden des Céphalothorax sind relativ breit, auch an
den Kopfseiten vorhanden und durch den hellen Clypeus verbunden ; der
Medianstrich ist um die Mittelrilze etwas breiter als gewôhnlich.
Fund : Urga-Tsitsikhar, 1896 : 1 $, 1 Juv.
Evippa potanini n. sp.
9 : Céphalothorax 5 mm lang, 3,8 breit. Kopf 2,2 mm breit ; vordere
Augenreihe 1,17, II. 1.6, III. 1,95 mm. Mandiheln 1,8 mm lang, zusammen
ebenso breit. Maxillen 1,4 mm lang, jede 0,75 breit ; Lippe 6,7 mm lang,
0,8 breit ; Sternum 2,2 mm lang, 1,8 breit. Hein I 19,3 mm (5,2 4 2,5 4 1,8
4 4,6 + 2,2) ; II 18,2 mm (4.9 + 2,25 4- 4,6 4- 4.2 -F 2,25) ; III 17,2 mm
(4,4 4 2 + 3,9 + 4,9 + 2) ; IV grôsser als 23 mm (6,15 + 2,3 4 5,3 + 7,6
4 2,3).
Aile Femora oben mit 1-1-1 Stacheln, I u. II seitlich je 1-1, III seitlich
je 1-1-1, IV vorn l-l-l-l, hinten 1-1-1 ; Patellen III u. IV oben apikal und
seitlich je 1 ; Tibien lu. II unten mit 7 Paaren, III u. IV oben und seitlich
je 1-1, unten 2-2-2; Metatars 1 u. Il unten 2-2-2-3, III seitlich je 1-1-2,
unten 2-2-1, IV ahnlich wie III. Die Hauptklauen der Beine sind sehr ge-
slreckl, nur am Ende schwach nach unten gcbogen ; etwa 6 sehr kleine
Kammzâhne sind auf die basale Hâlfle der Klaue beschrankt.
Source : MNHN, Paris
In Vorderansicht sind die Kopfseiten fast senkrecht, wenig convex ;
der Kopf ist durch hreite liefc Furchen vom Thorax abgegrenzt ; seine
Profillinie ist fast gera<le und steigl nach vorn etwas an ; die kissenformigen
Wôlbungen der Thoraxseiten sind durch eine lief eingesenkte lange Mittel-
ritze von einander getrennt ; die Seitenbuchten sind ansgeprâgt, fast winklig,
bei den Augen III gelegen ; der Slirnrand ist flachwinklig, die Ecken sind
mâssig abgerundet. Die vordere Augenreihe ist betrâchtlich kürzer als
die II., fast gcrade ; ihre Mil telaugen sind grosser als die seitlichen (9 : 7) ;
das mittlere Intervall ist — 1, ein seitliches = % Mittelaugenbreite ; die
Mittelaugen sind vom Clypeusrand um 2, von den A. II um 1 Durchmesser
entfernt ; Die Augen 11 sind 2 2/3 mal so breit aïs die vorderen mittleren ;
ihr Intervall ist = ibrem Durchmesser; die Augen III sind wenig kleiner
als II ; ihr Abstand von diesen ist = 1 1/3, ihr Intervall = 2 % Durch¬
messer ; das Augenlrapez ist hinten 1 1 / I mal so breit als vorn, wenig kürzer
als vorn breit. Der vordere Rand der Mandibelfurche trâgt 3, der hintere
2 Zahne ; diese stehen dieht beisammen ; mit Ausnahme des basalen vorderen,
der klein aber normal ist, sind sie gross und aufîallend breit, fast hlalt-
formig ; der apikale vordere ist der grosste und an der Basis breiter als
lang ; von den hinteren ist der apikale schmâler, normaler als der basale.
Das Geschlechtsfeld isL clliptisch, 1 1/6 mal so lang als breit, vorn runzlig ;
ein breiter Einschnitt erstreckt sich vom Hinterrand über 2/3 der Feld-
lânge ; seine Breite ist vorn mindestens /,, hinten 3/7 der grôssten Feld-
breite ; die Aussenrànder werden durch vorspringende Ecken in 2 Hache
Buchten zertcilt, deren vordere doppelt so breit sind als die hinteren ; die.
Rander der vorderen Buchten sind ziemlich breit, aufgeworfen ; der ganze
Ausschnitt ist von einem medianen Septum durclizogen, das vorn in ganzer
Breite in die Feldflache übergeht ; es zerfâllt der Lange nach in 3 Partien ;
Source : MNHN, Paris
OSTASIATISCHE SPINNEN
389
die vorderste isl fast doppelt so brcit als lang, abgerundet pentagonal ;
sie làsst vom Auschnitt aussen nur sehmale Scblitze übrig ; die hinterste
Partie ist fast ebenso lang und brcit als die vorderc, eine querelliptische,
schief gestellte Platte mit wulstigen Ràndern : ein dünner, fast zylindri-
scher Stal) ist die miltlere, verbindende Partie.
Der Kopf ist oben rotbraun, dunkler marmoriert, vom und aussen dunkler
braun ; die Mittelbinde des Thorax ist uni die Mittelritze etwas erweitert,
faserig gcrandet, ungefleckt hellbraun ; hintcn geht sie in ein gelbliches
Drcieck über. das auf déni grauen Ilinterrand aufsitzt ; die graubraunen
Zwischenfelder sind kaum breiter als die halbe Mittelbinde ; die submar-
ginalen Binden sind gelblich, die Aussenrânder dunkelgrau ; aile Grenzen
sind uneben. Die Mandibcln sind oben schwarzbraun und gelien nach unten
in dunkel rotbraun über ; die Maxillen sind ziemlich hell ; die Lippe ist
schwarzbraun mit hellem Endrand ; das Sternum ist rotbraun, nach den
Ràndern liin etwas verdunkelt ; die Hüften sind lieller als das Sternum,
hellbraun ; die Femora der Beinc sind marmoriert-geringelt, die übrigen
Glieder sind rotbraun, stellenweise dunkler wolkig. Der Hinterleib ist
zerstort, die Fârbung ist nicht melir erkennbar ; die Behaarung war an-
scheinend diclit, weisslich.
Fund : Bergkette Bann-Tsagan, Szetschuan, 25. VIII 85 : 1 ?.
Oxyopes hotingchiehi n. sp.
: Korper 7,3 mm. Céphalothorax 3,3 mm lang, 2,6 breit. Abdomen
4 mm lang. 1,8 breit. Kopf bei der breitesten Augenreihe, III, 1,5 mm breit ;
I. Augenreihe (Vorderaugen) 0,35, II. 0,55, III. 1,2, IV. 0,6 mm; Lange
des Dorsalaugensechsccks 0,7 mm. Fémur des Palps 1,2 mm lang, 0,4 dick,
Patella 0,45 mm lang, 0,4 dick, Stamm der Tibia 0,55 mm lang, 0,45 breit,
mit Einschluss der unteren Apophyse 0,7 mm lioch ; seitliche Apophyse
0,4 mm lang ; Tars 1,8 mm lang, Cymbium + Bulb 1 mm lioch, Cymbium
allein 0,55 mm. Bein I 11,16 mm (2,8 + 0,9 + 2,9 + 3 + 1,56) ; II 9,83 mm
(2,37 + 0,8 + 2.6 + 2,8 + 1,26) ; III 8,06 mm (2,16 + 0,74 + 1,93 + 2,23
-P 1); IV 9,47 mm (2,6 + 0,74 + 2,23 + 2,9 + 1).
Der Céphalothorax endet vorn in einem Hallikreis oline SLirnecken. Die
Augen I sind nur hall) so breit als II. A. IV 1 % mal so breit als II ; Sechseek
der Dorsalaugen (II, III u. IV) 1 3/4 mal so breit als lang ; die 6 Abstànde,
die Seiten des Seclisecks, sind subegal, elwa doppelt so breit als ein Auge
II und 2/3 des Abstandes A. II-A. IV; das Intervall der Augen III ist
7 mal so breit als ein Auge. Der Palpenfemur ist 3 mal so breit als lang,
1 1/5 mal so lang als Patella -f- Tibia, endwârts schwach verbreitert ; die
Patella isl in Oberansicht so dick als der Fémur, so lang als breit ; der
Stamm der Tibia ist kaum breiter aber etwas langer als die Patella ; an
ihrer Aussenseite sleht fast wagrecht eine lange schwarze Apophyse ab,
die nach aussen und etwas endwârts gerichtct ist ; in Oberansicht ist sie
keilfôrmig, abgeplaltet, im Enddrittel schmaler, mit quer abgeslutztem
Ende ; der Unterseite der Tibia ist eine hohe, fast rechteckige, vertikale
Source : MNHN, Paris
390
E. SCHENKEL
Plattc angewachsen, deren wulstige untere Kante làngs gerichtet und etwas
eingesatte.lt ist ; nahe der Mitte dieser Kante Irâgl die Aussenwand einen
stumpfen, schwarzen, endwârts schauenden Zahn.
Der Céphalothorax ist hellbraun ; ein Keil am Hinterkopf und 1 von der
Mittelritze ausstrahlende Radien jederseits sind schwach aufgehellt ; die
schwarzen Hofe der Dorsalaugen ragen hauptsàchlich ins Innere des Sechs-
ecks hinein ; 2 gerade, feine schwarze Linien ziehen sich, etwas divcrgicrend,
von den Vorderaugen üher Clypeus und Mandibeln nicht ganz bis zum
Ende der letzteren. Rangs der Vorderseite der Femora I-III erslreckt
sich eine feine schwarze Liingslinic ; an der Rasalhalfte von Fémur IV sind
nur Spuren davon sichtbar, an der Endhëlfte ist eine ahnliche, aber tiefer
gelegene wieder deutlich. Auf dein Rücken des Hinterleibs sind vorn schwachc
graue Umrisse eines schmalen Cardialstreifens sichtbar mit Seitenecken
hinter der Mitte ; schwarze Linien nahe am Rande, gefolgt von solchen an
den Hinlerleibseiten, deren Hinterenden in die Lângsrichtung übergehen.
Source : MNHN, Paris
0STAS1ATISCHE SPINNEN
391
bilden schmale Randfelder des Rückens. Der Bauch ist hellbraun mit
2 schmalen, benachbarten dunkeln Lângslinien, die etwas hinter der Bauch-
falte anfangen und sich nach hinten schwach nahern ; etwas vor den Spinn-
warzen sind sie nach innen umgebrochen und zu einem stumpfen \Vinkel
verbunden ; vor diesem Ende iindet sich noch eine kurze Lângslinie im
eingeschlossenen Feld ; dieses ist schwach grau getônt und mit einzelnen
dnnkeln Pünktchen besàt.
$ : Céphalothorax 3,5 mm lang, 2,35 breit, 2 hoch. Abdomen 5,9 mm
lang, 2,8 breit. 1. Augenreihe 0,35 , II. 0,55, III. 1,05, IV. 0,5 mm ; Sechseck
der Dorsalaugen 0.(5 mm lang. C.lypeus 0,8 mm hoch. Mandibeln 1,3 mm
lang, zusammen oben 1,4 mm breit. Bein I 12,3 mm (3,1 1 4- 3,5 + 3,2
+ 1,5) ; Il 11,(5 mm (3 + 1,1 + 3,1 + 3,1 + 1,3) ; III 9,1 mm (2,7 + 0,9
2,2 -f 2,2 + 1,1) ; IV 11,1 mm (3,2 + 1 + 2,6 + 3,1 4- 1.2).
Fémur I oben und vorn je 1-1-1 Stacheln, hinten 1 ; von den vorderen
sind die distal der Mille stehenden sehr lang und fast senkrechl ; Palella
oben 1-1, hinten 1 ; Tibia I vorn-oben 1-1, unten 2-2-2 sehr lange ; Mcta-
tars I mit 3 Wirteln zu je 4, die basalen und medialen lang, die apikalen
sehr klein.
Der Céphalothorax ist in Oberansicht âhnlich wie beim $ ; das Hinterdach
ist sehr steil ; die Profillinie steigt vom Scheitel des Hinterdachs bis zu
den Augen IV wenig an ; der Clypeus ist halb so hoch als der Céphalothorax,
nach unten schwach gewôlbt, erst unbedeutend procliv, dann senkrechl,
die Mandibeln sind etwa 1 % mal so lang aïs die Clypeushôhe ; die fast
geraden Aussenrânder convergieren etwas nach unten.
Die Epigyne ist beschàdigt ; sie hat âhnliche Grübchen wie die von O. ra-
mosus und heterophthalmus, der Fortsatz dazwischen ist abgebrochen.
Die Grundrarbe des Korpers ist etwas blasser als beim ; auf dem Cépha¬
lothorax findon sich undeutliche Spuren grauer Zeichnungcn, so 2 subpa-
rallele, lângere Linien ausserhalb der Mittelritze, sowie zwischen diesen
und den Brustrândern unterbrochene Spuren von breiteren Lângsbinden,
«lie Zeichnung des Augenfelds und des Gesichts ist wie beim ebenso die
der hellbrâunlichgelben Beinc ; die ganze Unterseite des Vorderkôrpers
ist weisslichgelb. Der Ilinterleib ist oben hell gelbbraun ; von den Grenzen
des Cardialstreifens sind nur Spuren vorhanden ; die Zeichnung der Rand-
felder isl reduziert zu 2 vom Aussenrand ziemlich entfernten Reihen von
wenigen, kurzen dunkeln Linien. Das schmale Mittelfeld des Bauchs ist
weder grau getônt, noch punktiert.
Fund : Wuchang, 1937 : 1 J, 1 ?, 3 Juv.
Myrmarachne lesserti n. sp.
cj : Céphalothorax 2,4 mm lang, Kopfplatte 1,3 mm lang, 1,7 breit, Tho¬
rax 1,25 mm breit. Mandibeln 2,8 mm lang, zusammen an der Basis 1,1,
in der Mille 1,5 mm breit ; Klaue 3 mm lang. Vordere Augenreihe 1,-,
mittlere 1,1, hintere 1,15 mm ; Augenviereck 0,9, mit Einschluss der vorderen
Mittelaugen 1 mm lang. Abdomen 2,1 mm lang, 1,3 breit. Patella des Palps
Source : MNHN, Paris
K. SCHENKEL
392
0,2 mm lang, am Ende 0,18 breiL ; Tibia 0,35 mm lang, ander Basis 0,13,
am Ende 0,2 mm breit ; Tars 0,45 mm lang, 0,3 brcit. Beine mit Trochanter :
I 5,2 mm (0,4 + 1,4 + 0,62 + 1,35 + 0,88 + 0,55) ; II I mm (0,3 -4 1 1
+ 0,5 + 0,98 + 0,68 + 0,44) ; III 4,2 mm (0,3 + 1,1 + 0,53 + 0,9 + 0,9
+ 0,47); IV 5,73 mm (0,4 + 1,7 + 0,65 + 1,3 + 1,25 + 0,43).
Die erhohte Kopfplatte ist hintcn so breit als lang, sonst 1 2/7 mal ko
breit ; der Vorderrand und die Seitenrànder sind etwas convex, der I linle-
terrand ist gerade ; der Thorax ist vorn fast so breit als die Kopfplatte
lang, seine Lange ist 11/13 der Breite ; nach hinten ist er zu einer lialben
Ellipse verschmâlert. In Oberansicht ist die vordere Augenreihe recnrv,
kaum breiter als die III.; die II. steht genau in der Mitte zwischen den
beiden anderen und ist unbedeutend schmàler ; das von den vorderen seit-
üchen und den Augen III gebildete Rechteck ist 1 1/3 mal so breit aïs
lang. Die Mandibeln sind 1 1/6 mal so lang als der Céphalothorax ; jede
ist 4 mal so lang als breit, an (1er Basis wenig schmàler, gestreckt sigmoid ;
die basalen Drittel und die fast zahnartigen Endecken beider berühren
sich, dazwischen klafTen sic leicht ; der Oberrand der Klauenfurche trâgt
Source : MNHN, Paris
OSTASIATISCHE SPINNEN
393
13 fast aequidistante klcinc Zahnchen, die endwârts an Grosse zunehmen ;
das letzte steht auf der Spitze der vorragenden Endecke ; die 12 Zahnchen
des Unterrands sind unbedeutend kleiner als die oheren ; ihre Reihe ist
etwas basalwârts verschoben ; die Abstânde sind an beiden Enden der
Reihe etwas geringcr ; die Klauc ist etwas langer als der Stamm ; die stark
gebogene basale Partie bildet mit der folgenden geraden unten eine sehr
slumpfwinklige Ecke, der gerade milllerc Teil ist fasl doppelt so lang als
der basale ; er geht scliliesslich in ein inàssig gebogenes Endhâkchen über.
Die Patella des Palps ist wenig langer als breil, endwârts etwas verbreitert ;
die Tibia ist 1 3/1 mal so lang als die Patella, 1 3/4 mal so lang als am Ende
breit, an der Basis schmaler, am Ende etwas breiter als die Patella ; die
dünne kleine Apophyse am âusseren Ende liai nur etwa 2/13 der Stamm-
lânge ; sic ist lângs- und unbedeutend auswârts gerichtet ; das Ende bildet
ein kleines, einwârts gewendetes Hâkchen ; der Tars ist 1 2/7 mal so lang
und 1 y 2 mal so breit als die Tibia, 1 mal so lang als breit ; das Ende
scheint in Folge der dichten Behaarung breit quer gestutzt ; der Bulb ist
rundlich ; ein breiter Gürtel, der gegen die innere apikale Ecke viel schmaler
wird, umfasst das excentrischc Innere ; ein fadenfôrmiger Embolus schmiegt
sich innen dem Bulb an, überragt ihn vorn betràchtlich und richtet sich
nach vorn-aussen. Der Hintcrleib ist im vorderen Drittel mâssig verengt.
Die Kopfplatte ist vorn und aussen schwarz, auf der Scheibe braun-
schwarz bis rolbraun nach vorn ; der Thorax ist braunschwarz, in der Mille
scliwach aufgehellt. Die Mandibeln sind lângs des Innenrandes und in der
apikalen Hâlfte dunkel rolbraun, sonst in (1er Basalhâlfte hellbraun. Der
Palp ist dunkelbraun ; die Endhâlfte der Lamina tarsalis ist hell, weisslicli
behaart. Die Mundteile, das Sternum und die Hüflcn 111 sind dunkelbraun,
die übrigen Hüflcn sind unten hellbraun ; die Trochanter I sind dunkel,
die übrigen hell, IV sogar weisslich ; die Femora sind dunkelbraun, nur
Il ist heller, besonders oben die ganze Lange und unlen die basale Hâlfte ;
Patellen und Tibien I u. II sind oben hell, an den Seiten dunkler braun
liniert ; die Metatarsen und Tarsen der Vorderbeine sind wieder etwas
dunkler, die Linien sind undeutlich ; die Hinterbcine sind dunkelbraun,
nur die Enden der Metatarsen III, sovvic Basis und Seiten der Patellen
IV sind hellbraun. Der Hintcrleib ist braunschwarz. Die Behaarung ist
dünn, graulichweiss ; dichter ist sic auf der Kopfplatte und auf der Einschnü-
rung des Hinterleibs ; hier bildet sie eine breite, aussen nach liinten erweiterte
Querbinde.
Eund : Castle Peak (China ?, Kalifornien ?), 26. VIII 1924 : 1 <?.
Tagoria n. gen.
Die Gattung ist sicher nalie verwandt mit Agorius Thorell, lâsst sich
aber, so wie Simon diese definicrl, nicht in der Gruppe der Agorieae unler-
bringen. Der Petiolus ist, namentlich beim Ç, durch den Vorderrand des
Abdomens verdeckt. Der Kôrper ist kürzer als der von Agorius ; der Cépha¬
lothorax nimmt bis zum Niveau der III. Augenreihe an Breite zu ; von
Source : MNHN, Paris
394
E. SCHENKEL
da bis zum schmalen, gestutzten jHinterrand ist cr stark und beinahe gerad-
linig verschmalert ; der Thorax ist nur wenig raehr als halb so lang als die
Kopfplatte ; seine hintere Abdachung ist sehr steil, von ihrem oberen Rand
bis zu den Augen ist die Profillinie horizontal, abgesehen von einer kleinen
Erhohung der Kopfplatte. Die Augengruppe ist nach hinten verbreitert ;
mit Einschluss der vorderen Mittelaugen ist sie so lang als hinten breit.
Von vorn gesehen ist die vordere Augenreihe stark recurv ; die obéré Tan¬
gente der Mittelaugen geht durch die Centren der seitlichen ; die 3 Inter¬
valle sind wohl klein aber doch deutlich, bescnders die âusseren ; die Augen
II stehen den vorderen Seitenaugen viel nâher als den Augen III. Die Mandi-
bcln sind langer als die von Agorius, die Lippe ist betrâchtlich breiter als
lang, abgerundet trapezfôrmig ; das Sternum ist vorn sehr breit quer gestutzt,
hinten zugespitzt. Die Hüften I sind viel lânger, auch etwas dicker als
die übrigen, der lange Trochanter ist etwas kiirzer als die Hüfte I, bei Bein
II ist die Hüfte kürzer als der Trochanter ; Fémur, Patella und Tibia sind
ahnlich wie bei Agorius (an Bein I u. II), nur sind die beiden Endglieder
zusammen langer als die halbe Tibia und der Metatars ist etwas langer
als der Tars ; bei den hinteren Beinpaaren ist die Patella nur halb so lang
als die Tibia ; der Metatars ist nicht oder kaum kürzer als jene und mehr
als doppelt so lang aïs der Tars. In Oberansicht scheint der Ilinterleib nicht
eingeschnürt ; er ist beim schmâler, beim Ç etwas breiter elliptisch ; von
der Seite belrachtet ist aber der Rücken in der Mitte sattelfôrmig eingesenkt.
Tagoria cavaleriei n. sp.
<S : Kôrper 3,8 mm. Céphalothorax 1,7 mm lang; Kopf bis zur hinteren
Tangente der Hinteraugen 1,1 mm ; Thorax 0,6 mm lang ; Vorderrand
des Céphalothorax 1,05, Mitte 1,3, Hinterrand 0,45 mm breit ; grôsste
Hohe des Céphalothorax etwas vor dem Hinterdach 0,7, des Gcsichts 0,6 mm.
Vordere Augenreihe 1,05, II. 0,96, III. 1,2 mm ; Viereck vordere Seiten¬
augen - Augen III 1,05 mm lang. Mandibeln 0,4 mm lang, zusammen 0,5 mm
breit, eine Maxille 0,45 mm lang, vor dem Ende 0,28 breit ; Lippe 0,13 mm
lang, 0,3 breit ; Sternum 0,81 mm lang, 0,62 breit. Hüfte I 0,65 mm lang, 0,3
breit ; Trochanter I 0,5 auf 0,28 mm ; Hüfte II 0,3 auf 0,25 mm ; H. IV
0,4 auf 0,22 mm ; Palpenfemur 0,4 auf 0,2, Patella 0,7 auf 0,4, Tibia 0,26 auf
0,3, Tars 0,8 auf 0,55 mm. Bein I 5,45 mm (2 -f 1,3 -f 1,2 + 0,55 -f 0,4) ;
II 5,23 mm (1,6 + 1,5 + 1,3 + 0,5 + 0,33) ; III 3,05 mm (0,85 + 0,35
+ 0,75 + 0,8 + 0,3) ; IV 4,25 mm (1,45 + 0,5 + 1 | 0,9 + 0,4). Abdomen
2,1 mm lang, 1 breit, in der Mitte 0,8, auf 3/4 der Lange 1 mm hoch.
Tib. I u. II unlen 2-2-2-2 Stacheln, Metat. I u. II unten 2 lange, anliegcnde.
Der Kopfteil des Céphalothorax ist nach hinten erweitert, vorn schmâler,
hinten etwas breiter aïs lang, fast doppelt so lang als der Thorax ; letzterer
ist glatt und glânzend, ersterer oben dicht gekôrnelt, fein und kurz abste-
hend behaarl. Die vordere Augenreihe ist recurv, die seitlichen liegen zur
Halfte über den Mittelaugen ; letztere sind mehr als doppelt so breit aïs
erstere ; das mittlere Intervall ist fast = 0, ein seitliches kaum = 1/4 Mittel-
Source : MNHN, Paris
OSTASIATISCHE SPINNEN
395
augenbreite ; diese ist 2 2/3 mal so gross als der Abstand vom Clypeusrand ;
die A. III sind etwa halb so weit von den A. II, als diese von den vorderen
Seitenaugen enlfernt ; die vordere Reihe ist unbedeutend breiter, die III.
$. I : Kûrpor.
1 1 /5 mal so breit aïs die II., so breit, als das Augenfeld lang ist ; die Augen
III sind gleich gross wie die vorderen seitlichen und stehen in Oberansicht
sehr nahe an den Kopfràndern, wâhrend die kleinen A. II ura mehr als
Source : MNHN, Paris
396 E. SCHENKEL
iliren Durchmesscr von diesen entfernt sind. Der kleine Palpenfemur ist
im Profil fast spindell'ormig, inncn abgeflacht ; die untere Kante trâgt
in der Mille einen kurzen plumpen Zahn, «1er aber kleiner isl als bei Helio-
phanus ; die Palella isl 1 3/1 mal so long als (1er Fémur, doppell so dick
als dieser und 1 3/1 mal so Iang als dirk ; sie glcicht einer lânglichen Blase,
deren abgerundele Basis betrâchllich über das Femurgelenk nacb liinten
hinausragl ; der Unterrand der Tibiaaussenseite Irâgl 2 Apophysen ; die
hintere isl ein kurzer, plutnper, zugespitzter schwarzer Ilaken, der abwarts
gerichtct und leicht nach hinlen gekrümmt isl ; die vordere ist schmal,
Iang, leicht sigmoid, am Knde scliief geslutzl ; sie passl in eine Lângsrinne
am âusseren unteren Ranci der Lamina tarsalis liincin ; lelztcre liai am Unler-
rand der Innenscitc 2 maehlige Apophysen, die nach hinlen schaucn ; die
basale isl ein plumpes, sigmoïdes, kurz zugespitztes Jllorn ; die miltlere
überdacht etwas die Basis der vorigen ; sie isl endwârts schwach verschmâlert
und am Ende etwas schief geslutzl ; die obéré basale Eeke der Lamina
bildet einen rundlichen, wulstig gerandeten Vorsprung, der auch von aussen
sichtbar ist; die basale Hâlfte des Bulbs, der Hauptlobus, ragl blasenartig
weit nach unten vor ; der Embolus ist am Grunde plump und kreisformig
gewunden ; das schlankc Ende isl lângs gerichtel, leicht wellig verbogen ;
seine Spilze reicht endwârts so weit als die Lamina. Ber Hinlerleib ist in
Oberansicht elliptisch, doppell so Iang als breit ; im Profil ist die hintere
Partie blasig aufgetrieben. An Rein I sind Ilüfte, Trochanter und Patelin
aufïallend Iang; flûfle 4 Trochanter, ebenso die Palella sind je clwa so
Iang als die Tibia ; die Endglieder dagegen sind viel kiirzer ; Rein II verhâlt
•sich ahnlich, nnr isl die Hüftc kurz; die Hinterbeine sind normaler ; die
Patellcn sind nur lialb so Iang, die Metatarsen annfihernd gleich Iang wic
die Tibien. Kopf vorn mit breilem, reeurvem, schwarzem Saum, der aussen
bis zu den Augen II reicht ; die schwarzen Utile der Augen III sind haupt-
sachlich nach vorn und innen ausgedehnl und durch dtinnere Linien mit
den Enden des Vorderrandbogens verbunden ; sonsl isl der Céphalothorax
orangebraun, hinlen auf der Abdachung etwas dunkler. Das aufgeblasene
hintere Brittel des Abdomens ist glânzend braunschwarz ; der iibrige Rücken
ist mit 2 grossen, braungelbcn hellen Dreiecken gezeichnet, die in der Mille
schmal zusammenhàngen ; quer durch das hintere Dreieck zieht sich ein
dünner, dunkler flacher Winkel ; der Rest der Obcrseitc isl schwàrzlich-
grau mit 2 Paaren weisser Haarflcckchcn, vorn und in der Mille. Ber Palp
ist grôsstenteils rotbraun ; die Mundteile, das Sternum und die Ilüften
I sind braunlichgelb, die übrigen Hüften elwas blasser. Die vorderen Femora
sind rotbraun, etwas dunkler als die Patellcn ; die Tibien sind hell, endwârts
fast weiss ; die Metatarsen sind dunkler, die Tarsen grôsstenteils weiss ;
die hinteren Beine sind gelblich, vorn deutlicher, hinlen reduzierler schwarz
liniert. Das Epigastrium ist grau, die I.ungendeckcl sind hell ; das Mittel-
feld des Bauchs ist braunschwarz, die Hinlerleibsseiten sind schwarzlich.
9: Kôrpcr 3,6 mm. Céphalothorax 1,5 mm Iang, hinter der Mille 1,1.6
breit. Abdomen 2,1 mm Iang, 1,5 breit. Vordere Augenreihe 0,95, II. 0,8,
III. 1,1 mm ; Augenfekl 1,1 mm Iang. Bein 1 3,5 mm (1 -J- 0,9 4 0,9 4 0,4
4 0,3); II 2,46 mm (0,7 4 0,46 4 0,5 4 0,5 4 0,3) ; III 2,43 mm (0,68
Source : MNHN, Paris
+ 0,3 + 0,55 + 0,6 + 0.3) ; IV 3,46 mm (1 + 0,47 + 0,82 + 0,8 + 0,37).
Der Céphalothorax und die Augen sind wie beim <J. An Bein I ist der
Trochanter relativ kürzer, an II die Patella etwas kürzer und der Metatars
relativ langer. Der Iiinterleib ist breiler und im Profil hinten nicht auf-
geblasen. Die Epigyne ist eine orangebraune, sechseckige Platte mit abge-
rundeten Ecken ; sic ist 1 / L mal so breit als lang ; der Vorderrand und
die Aussenrânder sind etwas erhaben und scharf ; der Hinterrand ist eine
winklige Einbuchtung, in welche ein medianer schmaler Kiel hineinragt,
der vorn in der Feldmitte in dessen Flâche übergeht ; er trennt 2 grôssere,
tiefe runde Gruben voneinander, deren Bander dünn wulstig erhaben sind.
Der Céphalothorax und das Hinterende des Abdomens sind wie beim $ ;
der übrige Rücken ist grôsstenteils hcll, russig gclbbraun ; ein Fleckenpaar
an den Vorderecken ist scliwarzlichgrau mit weissem Ilaarkern ; ebenso
gefârbt sind in der Mitte des ITinterleibs 2 innen fast zusammenstossende,
nach hinten stark auseinanderweichende Schràgstreifen, die sich über
die Hinterleibseilen bis auf die Bauchrânder fortsetzen und nach aussen
je eine gedrângte Reihe heller Flecke einschliessen, die vermutlich aucli
weiss behaart waren. Die Unterseite des Vorderkôrpers ist hell orangebraun,
der Bauch ist hell gelblich, nach aussen grau werdend.
Fund : Anschun fu, Ganschuen fu, 1912 : 1 1 $.
Heliophanus potanini n. sp.
$: Kôrper 5,2 mm. Céphalothorax 2 mm lang, 1,5 breit, 0,8 hoch bei
den A. III. Abdomen 3,3 mm lang, 2 breit. Vordere Augenreihe 1,1 mm,
II. 1,15, III. 1,25; Augenfeld bis zum Scheitel der vorderen Mittelaugen
0,8 mm lang. Mandibeln 0,65 mm lang, zusammen 0,8 breit. Bein 1 3,1 mm
(0,9 + 0,6 + 0,6 + 0,5 + 0,5) ; 11 2,9 mm (0,9 + 0,5 + 0,5 + 0,55 + 0,45) ;
III 3,28 mm (1 -f 0,58 + 0,6 + 0,6 + 0,5) ; IV 4,36 mm (1,23 + 0,6 + 0,9
+ 0,9 + 0,73).
Femora mindestens oben mit 1-1-1 Slacheln, Tibien und Metatarsen
I u. II unten mit je 2-2 ; Metatarsen III u. IV mit Endwirtel von 5 ? Sta-
cheln, dazu III oben mit 1 Paar, IV oben und unten mit je 2-2.
Die obéré Tangente der Vorderaugen ist schwacli procurv ; die Mittel¬
augen sind doppelt so breit aïs die seitlichen ; die 3 Intervalle sowohl, aïs
auch die Entfernung der Mittelaugen vom Clypeusrand ist = 1/10 ihres
Durchmessers ; die A. II stelien in der Mitte zwischen den vorderen Seiten-
augen und den A. III, letztere sind kleiner als erstere ; im Profd stehen
die A. II um ihren Durchmesser über den vorderen Seitenaugen ; der Unter-
rand der A. 111 liegt mil dem oberen der A. II auf gleichem Niveau. Die
Augenplatte ist etwas gewôlbt, dicht runzlig punktiert. Der Hinterrand
des Geschlechtsfeldes ist procurv mit einer kleineren mittleren Einbuchtung ;
die grosse Grube ist sehr seicht, nach hinten verschwindend ; sie ist etwas
breiter als lang, verkehrt herzformig ; die Rander sind nur aussen und
vorn scharf und deutlich ; ein breiter, verschwommener Mediankiel teilt
den Boden in 2 lângliche Gruben ; jede enthàlt vor ihrer Mitte nahe dem
Source : MNHN, Paris
Aussenrande einen kleinen, runden, liellen Fleck. Der Céphalothorax ist
tlunkel orangebraun, auf der Kopfplatte am dunkelslen ; die Aussenrânder
der letzteren sind braunschwarz ; die Seiten des Kopfes sind heller orange-
braun, ebenso 2 damit verbundene Jlalbmonde hinter den Ecken der Kopf-
platte ; ein dem Hinterland des Thorax aufsitzendes Dreieck und jeder-
seils Spuren von 2 Keilflecken davor sind auch etwas heller. Der Clypeus
die Mandibeln und Palpen sind blass lehmgelb ; die Heine sind lieJl orange-
braun. Der Hinlerleib isl oben ziemlich dunkel graubraun, rundum weiss
umrandet ; auf 1/3 der Lange ist in der Mille ein kleiner, wenig aufTallender
schwârzlicher Rhombus ; von hinten dringl das Weisse des Randes ± weit
Fio. 228. — Ileliophanun /m/anini n. sp.
a : Epigyne d. $ ; 6 : R. Palp des <$, von unt
in das Dunkel des Riickens vor, beim einen Exemplar als 2 Reihen unrcgel-
mâssiger Flecke, die fast die Mitte erreichen. Der Bauch und die Hinter-
leibseiten sind hell lehmgelb ; vor den hellbraunen Spinnwarzen sind 2 unbe-
stimmte, dunkel gesprenkelte Flecke. Soweit Haare noeh vorhanden sind,
besonders um die Augen und auf dem Clypeus, sind sie weiss.
S : Kôrper 2,8 mm. Céphalothorax 1,4 mm lang, 1 breit. Abdomen 1,5 mm
lang, 1 breit. Palpenfemur 1 mm lang, vor dem Ende 0,7 breit ; Palella
0,7 mm lang, vor dem Ende 0,63 breit ; Tibia 0,6 auf 0,5 mm ; Tars 1,7
auf 0,8 mm.
Das S ist wie das $ gefârbt ; der Randumschlag unter den orangegelben
seiten des Céphalothorax ist tief schwarz. Die Beine sind hell mit + deul-
lichen schwarzen Linicn an den Seiten, besonders an Tibia I.
Der Palp ist rôtlichbraun ; die Apophyse des Fémurs ist rotbraun mit
schwarzer Spitze ; sie ist kraftig, etwas nach hinten gekrümmt, im Profil
scheinbar einfach zugespilzt ; von unten erkennt man, dass sie deutlich
Source : MNHN, Paris
'ASIATISCHE SP1NNEN
399
in 2 ganz kurze gleichlange Gabelzinken endet, die nebeneinander liegen ;
die beiden Apophysen der kurzen Tibia sind klein ; die hintere ist nach
aussen-unten und wenig rückwârts gerichtet ; ilir schwarzes Spitzchen
ist nach hinten gebogen ; die vordere ist sehr kurz, kegelfôrmig zugespitzt.
Der Bulb ist schmal, langer als breit, ohne Eindriicke ; die hintere innere
Ecke ist ohrenartig ausgezogen ; der schwarze Embolus an der Spitze ist
schwach S-fôrmig gekrümmt, am Ende zu eineni kleinen gerundet gestutzten
Blâttchen erweitert.
Fund : Grenze Chara-su-cha..., linkes Ufer des Etsingol, inn. Mongol.
23. - 29 VII 86 : I (J, 2 $.
Heliophanus berlandi n. sp.
(? : Céphalothorax 2 mm lang, 1,3 breit. Abdomen 2,2 mm lang, 1,5 breit.
Vordere Augenreihe 1, II. 0,9, III. 1 mm ; Augenfeld 0,8 mm lang. Mandi-
0,28 auf 0,18, Tibia 0,15 auf 0,25, Tars 0,55 auf 0,3 mm. Bein I 3,3 mm
(1 + 0,5 + 0,7 + 0,67 + 0,43) ; II 2,85 mm (0,9 + 0,5 + 0,55 + 0,5 + 0,4) ;
III 3,3 mm (1.04 + 0,5 + 0,6 + 0,66 + 0,5) ; IV 3,85 mm (1,2 + 0,4 + 0,9
+ 0,75 + 0,6).
Die Apophyse unten am Palpenfemur ist einfach, fast halb so lang als der
Fémur, schlank, nach unten-hinten gerichtet, am Ende als Teil eines Schrau-
benumgangs nach innen und etwas nach vorn gewunden, kurz zugespitzt ;
die vordere Tibialapophyse ist bandformig abgeflacht und schwach sigmoid,
vorwàrts gerichtet, am Ende schwach verbreitert und gerundet-gestutzt ;
Source : MNHN, Paris
K N K Kl.
400
die hintere ist ein feines, schwarzes, ans- und fast etwas rückwârls gerich-
tetes Stübchcn, das apikal nach vorn zu einem Iliikclien timgebogcn ist •
die Basis des Bulbs ist schief und reicht aussen viel weiter zurück ; ibrê
Eckcn ragen wie plumpe Krallen nacli hinlen vor ; die innere ist durch
eine tiefe, die âussere durch einc Hache Bucht von der elwas convexen
Mille der Basis getrennl ; in die Aussenkanle des Bulbs dringen 2 kleine
Buchten ein, dercn vordere liefer und enger ist ; der Embolus ist ziemlich
plump, sigmoid ; er reicht etwa bis zur Mille des Rostrums, das etwas
langer ist als der basale Teil des Cymbiums ; auf der Flàche des Bulbs erhebt
sicli nahe am Innenrand ein kleiner querer Hdcker.
Die Kopfplatte isl braunschwarz, gewolbt, ziemlich dicht punkliert,
mil zahlreichen abstehenden Bôrslchen versehen, mit Schiippchen da-
zwischen, die aber meist abgerieben sind ; der übrige Céphalothorax ist
dunkel kastanienbraun, gegen die Kopfseilen etwas rolbraun aufgehelll ;
die Palpenglieder, der Fémur fast ausgenommen, sind wciss liniert. Die
hemora der Beine sind schwarz, der Best isl. wie der Palp dunkelbraun ;
die Oberseiten der Beine haben weiss beschupple I.inien an den Kanlen ;
der Hinterleib isl schwarz, oben vorn mit weiss beschuppter Querlinie,
dahinter mit 2 Tasl gleichbreilen Paaren weisser Fleckchen, in der Mille
und vor (lem Hinterende.
Funde: Lau-wa-sja (Lowacheng) am Siningho, Kansu, 19. IV 85 : 1 $ ;
Dorf Chantschuan am Siningho, 22. IV 85 : 2 j 1 .
Heliophanus baicalensis Kulezynski.
$: Kôrper 3,9 mm. Céphalothorax 1,8 mm lang, 1,3 breit. Abdomen
mit Spinnwarzen 2,2 mm lang, 1,5 breit. I. u. II. Augenreihe 0,9
Fui. 230. — Heliophanu* baiealen*is Kulcz.
?■ Epigyne.
III. 1,07 mm,; Augenfeld 0,75 mm lang. Epigynengrube 0,35 mm lang,
0,4 breit.
Die grosse Epigynengrube lasst nur aussen und vorn einen schmalen
Saum vom Geschlechtsfeld übrig ; sie ist etwas breiler als lang, hinter der
Mitte am breitesten, rundlich trapezfôrmig ; der dfinne Hinlerrand unmit-
telbar an der Bauchfalte isl in der Mitte eingebuchtet ; der Boden der Grubc
hat lângs der Mitte eine ganz Hache und breite diffuse Erhohung.
Source : MNHN, Paris
401
Der Céphalothorax ist schwarzbraun, am Stirnrand weiss beschuppt ;
die Palpen sind ganz helibraun ; die Femora der Beine sind dunkel, die
folgenden Glieder heller, braun. Der Hinterleib ist oben grün beschuppt,
mit schmalen weissem Randsaum, der vorn am breitesten ist ; auf dem
hinteren Drittel des Rückens ist ein vorn breiteres Trapez von 4 weissen
rundliclien Fleckchen.
Fund : Kloster Dschoni (Choni), Kansu, 8. VI 85 : 1 Ç.
Euophrys trivittata n. sp.
$: Céphalothorax 1,1 mm lang, 0,8 breit. Abdomen mit Spinnwarzen
1,7 mm lang, 0,9 breit. Augenreihe I u. III je 0,68 mm ; Augenfeld 0,5 mm
lang. Geschlechtsfeld 0,3 mm lang, 0,35 breit.
FIG. 231. — Euophrys IrivilUiln n. sp.
Ç. « : Epigync ; b : KOrpor.
Die Epigyne ist von derjenigen der E. acquipes (Cambr.) kaum zu unter-
scheiden, hôchstens um ein geringes grôsser ; das Feld ist blassbraun ;
die beiden grossen runden Samentaschen nahe vor dem Hinterrand sind
rotbraun ; sie stossen in der Mitte fast zusammen und füllen fast die ganze
Breite des Feldes aus ; halbwegs zwischen ihnen und dem Vorderrand ist
noch ein Paar runder dunkler Punkte, die von einander kaum weiter ent-
fernt sind als die Mittelpunkte der Samentaschen.
Die Kopfplatte ist schwarz ; der Thorax ist helibraun, dunkler braun
gerandet ; dieser Rand ist hinten in der Mitte dreieckig nach vorn erweitert.
Die Beine sind hellgelb mit schmalen dunkeln Ringen, einer vor dem Ende
des Fémur, der oben ± unterbrochen ist, einer am Ende der Patella, an
Tibia und Metatars je 2, ein basaler und ein praeapikaler. Der Hinterleib
ist oben hell brâunlichgelb mit 3 dunkelbraunen Lângsbinden ; die mittlere
Mémoires du Muséum. — Zoologie, t, XXV 28
Source : MNHN, Paris
ist schmal, hinten in 3 Dreiecke aufgelosl ; die randstândigcn sind nacli
beiden Enden verschmâlert, dazwischen doppelt so breit als die milllere ;
hinten biegen sie reditwinklig nach unlen uni und umsaumen die Spinn-
warzen ; diesen Randbinden parallel erstreckt sich über jede der weiss-
liclien Hinterleibseiten eine scmülere, weniger deutliche Langsbinde. Der
Vorderkôrper ist unten hellbraun, der Baueh ist weisslich.
Fund : Kloster Schine.Sume, Ordos, 9. IX 81: 1 Ç.
Sittlcus saxicola (t'.. L. Koch).
Das Exemplar, ein kleines $, ist vollig abgerieben. Die Epigynenplatte
ist etwas schârfer begrenzt, dunkler, der Buckel ist etwas deutlicher als
bci einem schweizerischen Stück ; der Bauplan der Epigyne stimmt aber
überein.
Fund : Urga-Tsitsikhar, 189C : 1 $.
Sitticus paraviduus n. sp.
^ : Céphalothorax 1,6 mm lang, 1,2 breit. Abdomen 1,5 mm lang, 1 breit.
I. u. U. Augenreihe je 1, III. 0,95 mm ; Augenfeld 0,7 mm lang ; Gesichl
0 65 mm hoch. Mandibeln 0,45 mm lang, zusammen 0.6 mm breit. Palp
1,22 mm (0,42 + 0,2 + 0,16 + 0,44). Bein I 3,08 (0.88 + 0.5 + 0,7 + 0,6
+ 0,4) ; II 2,4 mm (0,75 4- 0,4 + 0,4 + 0,45 + 0,4); III 2,4 mm (0,75
+ 0,4 + 0,5 + 0,35 4- 0,4) ; IV 3,7 mm (1,3 4- 0,45 4- 0,85 + 0,6 4- 0,5).
Femora I u. II obcn mit 1-1-3 Stacheln ; Patellen vorn 1, Tibien vorn
(und hinten?) 1-1, unten 1-1-2; Metatarsen unten 2-2; Patellen III u.
IV seitlich je 1, IV oben 1-1 ?: Tibien III u. IV oben 1, seitlich je 1-1-1.
unten 2 apikalc ; Metatars III mit Endwirtel von 5 Stacheln. sonst unten 2,
Met. IV Endwirtel von 5, dazu seitlich je 1-1. Von den Klauen IV trâgl
nur die eine Reihe von ca 8 gedràngten zarten Ziilmcn.
Die obéré Tangente der 4 Vorderaugen ist fast gerade, kaum angedeutel
procurv : die Scitenaugen sind kaum halb so breit als die mittleren ; das
mittlere Intervall ist fast = 0, ein seitliches = 1 /6 Mittelaugenbreite ;
die Mittelaugen sind vorn Clypeusrand uni ihren Radius entfernt. Von
den 3 Zalmen am Vorderrand der Mandibelfurche ist der apikale nur ein
kleines Seitenspitzchen auf halber Hôhe des grossen millleren, auch der
kleine basale berührt lelzteren am Grund.
Der Palp ist dem von S. vidiius (Kulczynski) (1896, l'ali. II, Fig. 28-29)
sehr ahnlich, doch ist die Kôrpergrôsse geringer und die Fârbung verschieden.
Der Fémur des Palps tràgt oben sehr lange, dünne abstehende Haare, die
nach dem Ende zu kleiner werden ; die Tibia ist kürzer als die Patella,
breiter als lang ; die Apophyse der Aussenseite ist gerade, nach vorn-aussen
gerichtet, schlank kegelfôrmig, sein: fein zugespitzt ; der Bulb ist eiformig
mit gerundet-gestutzter querer Btftis ; der Embolus lôst sich hinter der
Mitte vorn Innenrand des Bulbs los, folgt diesem in geringer Entfernung
Source : MNHN, Paris
O ST AS I ATI SCI IE SPINNEN
403
und schliesslich den Bull) als feine, schief nach vorn-aussen grichtete Spilzc.
Die Haut der Kopfplatle ist orangebraun, vorn und aussen schwàrzlich
gerandet ; sie ist dicht weiss beschuppt mit eingestreuten, abstehenden
braunen Bôrstchen ; von ihr ausgehend ziehen sich drei gleich gefàrbte
und beschuppte Binden iiber den Thorax, zwei submarginale und eine
mittlere, die das Hinterdach erreicht ; die Zwischenfelder sind etwa doppelt
so breit als eine der vorigen, nackl, rotbraun. Die Augenbrauen sind oben
weiss, zwischen den Vorderaugen bel 1 honiggelb ; die Haare des Clypeus
sind weiss. Die Palpen sind orangebraun, braun behaart, doch ist ein Streifen
auf dem Fémur und die Oberseite der Patella dicht weiss behaart ; einige
weisse und honiggelbe Haare stehen noch oben auf der Tibia und nur wenigc
honiggelbe auf derBasis des Tars. DieBeine sind orangebraun. Das Rücken-
feld des Hinterleibs ist graubraun, wellig begrenzt ; es lâsst nur einen schma-
len, hie und da dunkel punktierten hellen Randsaum übrig ; eine helle,
aus ± verschmolzenen Winkelllecken gebildete Mittelbinde durchzieht
das ganze Rückenfeld ; die 3 Winkel auf der vorderen Hâlfte sind grôsser
und umschliessen ± dunkle Kerne ; die 5-6 der hinleren Hàlfte sind kleiner,
einfàrbig und dicht aufgeschlossen ; die Schuppen des Rückenfelds sind
meist abgerieben ; die wenigen noch vorhandenen sind honiggelb ; die
Hinterleibseilen sind oben wie die Rükkenrânder weisslich, unten honiggelb ;
etwas vor der Mitte sind sie von einer schiefen schwarzen Binde durchzogen.
$ (ob gleiche Art?): Céphalothorax 1,8 mm lang, 1,6 breil. Abdomen
3,4 mm lang, 2 breit. Gesicht 0,6 mm hoch ; vordere Augenreihe 1,2, 111.
1,22 mm ; Augenviereck 0,8 mm lang. Mandibeln 0,36 mm lang, zusammen
Source : MNHN, Paris
ebenso breit. Bein I mm (1 i 0,55 + 0,6 4- 0,4 + 0,45) ; Il 2,65 mm
(0,8 + 0,42 | 0,6 | 0.48 4-0,35) ; III 2,73 (0,8 | 0,13 | 0,5 | 0,5-f 0,5) ;
IV 4,5 mm (1,5 + 0,6 + 1,1+ 0,7 | 0,6). Fpigynenplatte en 0,4 mm lang
und ebenso breit. Metatars I nur union mit 2-2 Slacheln.
Die obéré Tangente (1er Vordcraugen ist nur ganz schwach procurv ;
die Seitenaugen sind halb so breit als (lie millleren ; (las iniltlere Inlervall isl
= 2/7, ein seitlichcs - I / I Millclaugenbreilc ; der Absland (1er Miltelaugen
vom Clypeusrand ist = 1/7 Durchmcsser. Die Kpigyne ist eine rundliche
hornige I’Iatte mit lederrunzliger Oberllâche ; sic ist so breit als lang, hinlen
etwas gestutzt und flachwinklig eingebuchlel ; im Centrum erhebt sicli ein
kleines glattes Tuberkel ; dieses ist lânglich rund, nie(|rig und liai elwa
1/5 der Plattenbreite ; nach hinlen lüuft es in einen kurzen niedrigen
Miltelkiel aus, der den Hinterrand der Flatte niclil ganz erreicht.
Der Céphalothorax ist braun ; der Vorderrand und die Aussenrànder
des Augenvierccks sind schwarz ; die Mandibeln sind rollichhraun ; die
Mundteile, die hellen Blinder ausgenommem, und das Sternum sind braun,
dunkler als die Hüften ; die Bcine sind hellcr braun. Der Hinterleib ist
blass graubraun ; der Bauch ist weisslich. Die ganze Oberseile ist dicht
anliegend weiss behaart ; die weisse Behaarung der Reine und der llnter-
seite ist weniger dicht.
Funde : Grenze Chara su-C.ha..., linkes Ufer des Etsingol, 23. -29. VII
86 : 1 <J ; Zeltlager des Fürsten Dschungor, Ordos, II. VIII 81 : 1 Ç.
Sitticus sinensis n. sp.
S : Céphalothorax 1,8 mm lang, 1,2 breit, 0,8 hoch. Abdomen 1,7 mm
lang, 1,2 breit. Vordere Augenreilie I. III. 1,1 mm; Augenfcld 0,8 mm
lang. Palp 1,43 mm lang : Fémur 0,5 au f 0,18, Patella 0,25 auf 0,13 ; Tibia
0,13 auf 0,15 ; Tars 0,55 auf 0,4 mm. Bein I 3,53 mm (1 | 0,63 + 0,8 + 0,7
+ 0,4) ; III 2,4 mm (0,7 + 0,35 + 0,45 + 0,5 + 0,4) ; IV 3,8 mm (1,3
+ 0,5 + 0,9 + 0,6 + 0,5).
Tibia I vorn-unten mit 1-1 Stachel, unten mit 2-2 ; Metatars 1 vorn-
unten 1 dünnes schwarzes Borstchen vor der Milte, unten 2-2 Slacheln ;
die eigentlichen Stachel n sind liell. Nur eine der Klauen IV tragl an ihrer
Basalhâlfle eine Reihe gedrângt stehender kleiner Kammzahne, ca 10,
die basalwârts allmâhlich an Grosse abnehmen.
Auch die obéré Tangente der vorderen Augenreilie ist merklich recurv ;
elwa der vierte Teil der Seitenaugen liegt iiber den mittleren ; letztere
sind doppelt so breit als die ersteren ; das mittlere Interval! ist = 1 /7,
ein seitliches = 1/5 des Durchmessers der Mittelaugen ; 3/8 dieses Durch-
messers betrâgt der Abstand der Mittelaugen vom Clypeusrand ; die kleinen
Augen II stehen den Augen III etwas naher als den vorderen seitlichen,
sie stehen hocli, um den Durchmesser der vorderen Seitenaugen, über demi
Niveau ; ihr Oberrand ist auf glcicher Hohenlage wie der Unterrand der
Augen III. Der Palp gleicht dem von S. parauiduus ; die Tibia samt Apo¬
physe ist kaum verschieden, dagegen ist der Bulb schlanker, 1 3/4 mal
Source : MNHN, Paris
OSTAS1ATJSC.HE SPINNEN
405
so lang als breit, fast elliptisch, in der Mitte am breitesten ; die Basis des
Embolus springt etwas vor der Mitte über den Innenrand vor ; nacli knie-
formigcr Umbiegung Iiegt der fast gerade Endteil dem Rand des Bulbs
an und überragt ihn am Ende ohne die Richtung zu àndern.
Der Céphalothorax ist dunkelbraun, die Beine sind heller ; der Hinter-
leib ist oben gelbiichbraun, dunkler braun retikuliert und geadert ; auf
der Hinterhàlfte bilden etwas hellere, kleinere, zusammenhàngende und
undeutliche Winkelflecke eine Mittelbinde, die aussen von 2 grossen, ovalen,
nach hinten etwas convergierenden, unscharfen dunkeln Flecken ; begrenzt
wird ; 2 âhnliche vor der Mitte convergieren etwas nach vorn die diclite
Beschuppung ist teils hellgrau, teils hellbraun. Die Augenbrauen besonders
zwischen den Vorderaugen, sind orange ; der Clypeus ist dicht weiss be-
schuppt.
?: Céphalothorax 1,7 mm lang, 1,3 breit. Abdomen 2,4 mm lang, 1,75
breit. Gesicht 0,7 mm hoch ; vordere Augenreihe 1,15, II. 1, III. 1,15 mm ;
Augenfeld 0,85 mm lang. Bein I 2,83 mm (0,85 + 0,55 + 0,53 + 0,5 +
0,4) ; II 2,7 mm (0,8 + 0,5 + 0,48 + 0.58 + 0,34) ; III 2,7 mm (0,78 +
0,42 + 0,5 + 0,5 + 0,5) ; IV 4,2 mm (1,4 + 0,55 + 1 + 0,7 + 0,55).
Die obéré Tangente der Vorderaugen ist nur unbedeutend recurv ; die
Mittelaugen sind mindestens doppelt so breit aïs die seitlichen ; die 3 Inter¬
valle sind fast gleich, ca 1/7 Miltelaugendurchmcsser, 3/7 eines solchen
ist der Abstand der Mittelaugen vom Clypeusrand.
Das Geschlechtsfeld ist 14/9 mal so breit aïs lang, nierenformig mit
winkliger Einbuchtung hinten in der Mitte ; vor der Lângsmitte sind 2 Grüb-
chen so nahe beisammen, das sie fast verschmelzen, da ihre Innenrànder
fehlen ; zusammen bilden sie eine nierenfôrmige Grube mit stumpfem
Source : MNHN, Paris
406
E. SCHENKEL
Mittelkiel, die doppelt so breit als lang ist und 1 /3 der Feldbreite besitzt ;
ihr Abstand vom Feldhinterrand isl gleich ihrer Breite, der vom Vorderrand
halb so gross.
Der Céphalothorax ist etwas dunkler, die Beine sind etwas heller rôt-
lichbraun ; die Aussenseilen und der Hinterrand des Augenvierecks sind
schwârzlich scheckig ; der Hinterleib isl etwas heller, graugelb. Der Clypeus
und die Augenringe sind dicht, tells graulichweiss, teils hell lehmgelb behaart ;
die ganze Oberseite ist dicht mit einer Mischung von bellbraunlich und
weisslich behaart. Die weisse zotlige Behaarung der Beine ist dicht und
ziemlich lang.
Funde : Tal des Flusses Dschanba im Ando, 2. IV 85: 1 <J. 1 $; Dorf
Chantschuan am Siningho, 22. IV 85 : I ? ; Siningfu, 29. IV 85 : I Ç ; Dorf
Btygri im Tal des Luntscho...pu, 9, V 85: 1 Ç; Donkyr, 14.-15. IV 86:
1 Juv. ; Hantschongfu, Süd Schensi, 1873: 1
Thiania cavaleriei ri. sp.
cj : Céphalothorax 3,4 mm lang, 2,7 breit, 1 hoch. Abdomen 3,5 mm
lang, 2 breit. Vordere Augenreihe 1,8, II. 1,6, III. 1,8 mm ; Augenviereck
1,3 mm lang. Mandiheln 0,8 mm lang, zusammen 1,1 mm breit ; eine Maxille
0,9 mm lang, etwas vor der Lippe 0,58 mm breit ; Lippe 0,6 mm lang, an
der Basis 0,85, am Finie 0,3 mm breit ; Sternum 1,1 mm lang, 1 breit ;
lli'iflc I 1 mm lang, 0,65 breit. Obère Profillinie des Palps : Palella 0,5,
Tibia 0,25, Tars 1,25 mm ; Dicke dieser Giieder 0,5, 0,5, 0,8; Lange der
Tibia-apophyse 0,65 mm, Breite an der Basis 0,11 mm; Breite des Tars
0,6 mm. Bein I 10,6 mm (2,7 + 1,8 -f 2,8 -f 2,1 -f 1,2); II 6,3 mm (1,9
+ 0,9 + 1,3 + 1,4 + 0,8) ; III 6.2 mm (1,9 + 1 + 1,1 + 1,4 + 0,8) ; IV
5,7 mm (1,5 + 0,9 + 1,4 + 1,2 + 0,7).
Tibia I oben 0, seillich je 1-1, unten 2-2-2; Mctatars I unten 2-2-2;
Tibia II seitlich je 1-1-1, unten 2-2-2; Metatars II vorn 1-1, hinten 1-2,
unten 2-2; Tibia III hinten 1-1-1, unten 2 apikal ; Metatars III apikal
mindestens 4, nahe der Basis seitlich je 1 ; Fémur IV oben 1-1-1, hinten 1 ;
Tibia hinten 1-1-1, unten 1-2; Metatars vorn 1-1, hinten apikal 1.
Der Céphalothorax isl sehr niedrig und flach ; die obéré Profillinie isl
vor dem steilen Hinterdach horizontal, mit schwacher Wolbung des Augen-
felds, das vorn nur wcnig abfalll ; in Oberansicht isl der Slirnrand ziemlich
convex ; die abgerundeten Ecken ragen liinter den vorderen Seitenaugen
schon ein wenig über diese hinaus, und die Augen III sind von den Aussen-
rândern um mehr als ihren Durchmesser entfernt ; die Mittelritze isl fast
doppelt so lang als ein Auge III ; sie beginnl etwa um eine Augenlângc.
hinter den A. III. Die obéré Tangente der Vorderaugen ist ganz unbedeu-
tend recurv ; die Mittelaugen sind doppelt so breit als die seitlichen ; die
3 Intervalle sind gleich gross, nur etwa = 1 /10 Mittclaugendurchmesser ;
wenig mehr als um l/l ihrer Breite sind die Mittelaugen vom Clypeusrand
entfernt; die Augen II stehen in der Mille zwischen den vorderen seitlichen
und den Augen III ; das von diesen Augen gebildete Rcchleck isl 1 2/3 mal
Source : MNHN, Paris
OSTASIATISCHE SPINNEN
407
Fio. 234. — Thiania cavaleriei n. sp.
a : L. Palp v. aussen ; 6 : v. unten ; c : Céphalothorax v. oben : d : v. aussen ; e : Gesicht;
/ : Ende d. L. Mandibel v. unten ; g : MundteUe u. Sternum.
sind relativ stark gewolbt ; die Vorderflâche ist abgeflacht und runzlig ;
lier Vorderrand der Klauenfurche tràgt 2 kleine Zâhne nahe beisammen,
deren apikalcr grôsser ist ; der Hinterrandzahn steht dicht am Gelenkaus-
Source : MNHN, Paris
schnilL ; or isl viol langer als die Vorderramlzàhne, an der Basis fast doppell
so breit als lang ; sein Vordorrand isl concav, dor hinloro convex. Dio Maxilion
sind endwàrts verbreitert. keilfôrmig, 1 i/ 2 mal so lang als vor dom Ende
breit ; dor Endrand isl etwas convex und schief ; die Eckon, besonders
dio ausseren, sind abgorundet ; die Lippe orroidil Ü/.J dor Maxillenlànge •
sio isl Irapezfôrmig, an dor Basis I % ani Endo / z mal so broil als lan»’
Die Hüfton I sind durcli dio ganze Broilo dor Lippe odor dos Vorderrands
des Sternums voneinnnder golrennl. Dor Balp isl aiilTallend kloin ; die
Tibia ist halb so lang als die Patel la, doppell so lioch als lang ; dio schmale
Apophyse dor Aussonseite isl molir als 2 f. z mal ;o lang als dor Slamtn
der Tibia, etwa (i mal so lang als au dor Basis broil, endwàrts kaum vor-
jüngt und am Endo abgcrundcl ; iin Profil isl sie orsl end- und scbwach
abwiirts gerichtcl, vor dom Endo iu die Lüngsriclilung üborgoliond ; von
unten belrachlot isl sie end- und sclnvaoli auswàrls goriclilot ; sie isl l'oiehl
einwârts gcbogen, nur am Ende gorado ; sie errcicht vorn die Mille dos
Ta« : diesor isl 1 2/3 mal so lang als Palella + Tibia, doppell so lang als
broil. Das verschmülcrte und abgorundelo Ilinterende dos Bulbs üborragl
leichl don Vordorrand dor Tibia ; dor Embolus nimml die Kndhàlflo des
Bulbs ein; seine rundliche Basis bildet mit der fadonforinigen Partie zu-
sammen eine Spirale, die nach hinton, ausson und vorn gewundon isl und
deren gestrecktes, schràg nach vorn und etwas nach innen gerichtoles Ende
fast die Spitze der Lamina tarsalis erreieht.
Die Kopfplatte isl schwarz mil Kupferglanz ; ein breiler Band uni don
Thorax bangt mit ihr zusammon und isl ebenralls schwarz ; dio Hache
Scheihe dos Thorax isl rolbraun. Die llüflen sind gelb, obenso dio Tro-
chanter ll-IV, Trochanlor I ist braun. Boin I ist dunkol rolbraun. dor Fémur
fasl schwarz ; Il isl àhnlich aber olwas hollor, dor Tars ist gelb ; Fémur III
sonsl wie 11, isl am Ende hcll ; dio Palella und die Unlorscile dor Tibia
III sind braun, die Oberseite dor lelzleren isl wio dio Endglieder gelb;
die ürundfarbo von Boin IV ist orange; dio Endhàlfle dos Fémurs
ist gebrâunt, Metalars und Tars sind hollgolb. Dor Hücken dos Ilinlerleibs
ist russigbraun ; ein zicmlicb grosscr, unscharf bogrenzter CardialstreilVn
ist dunkler. Die Haare sind meisl abgeriobon ; an don Korporseilen und
an den Beinen sind don weisscn Harchen noch einige praehtig roi, griin
und perlweiss glânzende Scbüppchen unlormischl.
Eund ; Anschunfu, Ganschuonfu, 1912: 1 J, 1 Juv.
Thiania Iuteobrachialis n. sp.
9 : Céphalothorax 3,3 mm lang, 2,5 broil. Abdomen 1,8 mm lang. 2 broil •
vordere Augenrcihe 1.8. II. 1,6, III. 1,7 mm; Augonfol.l 1,3 mm lang ;
Gesicht 0,8 mm lioch ; Mandihcln 0,9 mm lang, zusammon 1,3 mm broil ;
eine Maxille 0,8 mm lang, vor dom Ende 0,55 mm broil ; Lippe 0,5 mm
lang, an der Basis 0,5, am Endo 0,23 mm breit ; I lüflc 1 0,9 mm lang, 0,(>5 mm
breit; Sternum 1,1 auf 1.1 mm. Boin I (1,8 mm (1.9 | 1,3 l 1,5 I 1,2
+ 0,9 mit Kralle) ; II 5,3 mm (1,5 4- 0,9 + 1,1 -F 1 ! 0,8) ; III 5,6 mm
Source : MNHN, Paris
O STASI AT ISCH E SPINN E N
409
(1,6 + 0,9 -f 1 | 1,3 + 0.8); IV 5,8 mm (1,6 + 0,9 + 1,4 + 1,3 + 0,6).
Geschlechtsfeld 0,7 mm lang, hinten 1 mm breit.
Aile Femora oben mit 1-1-1 Stacheln, I vorn pràapikal 2, II vorn 1, III
seitlich je 1, IV hinten 1 ; Patella I hinten 1 ; Tibia I vorn 1-1, hinten 1-1-1,
unten 2-2-2 ; II vorn 1-1, hinten 1, unten 2-2-2 ; III seitlich je 1, unten 1-2 ;
IV hinten 1 ; Metatars 1 hinten apikal 1, unten 1-2-2 ; II vorn 1-1, hinten 1,
unten 2-2; III seitlich je 1-1, unten 1-2, IV seitlich apikal je 1.
l)er Céphalothorax ist nicdrig und flach ; die Mittelritze ist wenig langer
als ein Auge III ; sic liegt uni ihre doppelte Lange hinter diesen in einer
llachen Vertiefung, von der jederseits 3 cïivcrgierende Furchen nach hinten-
aussen ausslrahlen ; die Augen III sind uni ihre 1 ]/ 2 fâche Breite vom
Seitenrand entfernt. Die obéré Tangente der Vorderaugen ist kaum angc-
deulet recurv ; ein Mittelauge ist 1 3/5 mal so breit als ein seitliches, 3 / 2
Pmi. 235. — Thiania luteobrachiali* n. sp.
?• Kpigyne.
mal so breit als die subegalen Intervalle und 2,3 mal so breit als sein Abstand
vom Clypeusrand ; die Reihe III ist elwas breiter als II, aber schmâler
als die. vordere ; das von den vorderen Scitenaugen und den A. lllgebildete
Viereck ist vorn 1 3/5 mal so breit als lr.ng. Die Mandibeln sind etwas langer,
als das Gesicht hocli ist, zusammen fasl 1 ]/ 2 mal so breit als lang ; die Aus-
senseiten der Lippe sind schwach convex, der Endrand ist etwas concav ;
sie ist so lang als hinten breit. Das Geschlechtsfeld ist hinten fast 1 y 2 mal
so breit als lang, abgerundet trapezformig ; unmittelbar hinter dem Vor-
derrand sind 2 Hache, dunkle querovale Gruben nahe beisammen ; von
ihren Bandern lier ragt vorn und innen ein schmâler, weisser, am freien
Bande ausgefranster Hautsaum in die Gruben hinein ; hinter diesen, vor
dem Hinterrand des Feldes schimmern 2 dunkle, hufeisenfôrmige Samen-
gânge durch, die in der Mittc zusammenstossen und ihre Buchten nach
vorn-aussen kehren.
Die Kopfplalte ist kupferglânzend rchwarz ; der Thorax ist rotbraun,
rung um von einem breiten dunkeln umgeben ; Clypeus, Mandibeln und
Mundteile sind schwarz ; das Sternum ist dunkelbraun, die Hüften sind
hellbraun. Der Palp ist rotbraun ; das Ende der Tibia und der Tars sind
schwarz. Der Fémur I ist schwarz, ein Streifen ist dunkelbraun, das Ende
ohen-innen ist noch heller ; Patella und Tibia sind rotbraun, erstere etwas
blasser als letztere ; der Metatars ist schwarz, der Tars orange ; Fémur II
ist gelbbraun mit ausgedehntem, vorn etwas schmàlerem dunkelm Prâapilkal-
Source : MNHN, Paris
410
E. SCHENKE1
ring ; Patel la und Tibia sind orange, an beiden Enden sclimal verdunkelt ■
die Endglieder sind trübbraun ; der Metatars ist am Grunde verdunkelt ;
die Heine III u. IV sind fast einfàrbig gelbbraun. Der Hinterleib ist obcn
hell graulichbraun ; der Cardialstreifen ist etwas dunkler, schmal lanzettlich
nahe der Mille winklig erweitert ; dunkler ist auch ein Paar fast paralleler
Lângsstrichlein auf halber Lfingc des Abdomens; auf dessen Hinterhàlfte
lassen sich Spuren einer mittleren Làngsreihe von helleren, sehr spitzen
Winkelflccken erkennen. Die Hinterleibseiten sind von einer braunen,
liinten schwarzlichen Lângsbinde durchzogen, die sich aus dicht gedrângten
welligen Langslinien aufbaut. Das Geschlechtsfeld ist hellbraun ; der Bauch
ist hell braungelb, von 2 feinen, henachbarten, nach hinten schwach conver-
gierenden hellgrauen Langslinien durchzogen ; das Bauchfeld endel hinten
in einem queren, hinten weiss gesâumlen schwarzen Rand, der in der Mitte
durcli den hellbraunen erhabenen Spinnwarzenhof unterbrochen ist. Die
Behaarung ist abgerieben.
Fund : Lo Thoei-Tong, 2. III 1925: 1 Ç.
Salticus potanini n. sp.
? : Céphalothorax 1,7 mm lang, 1,14 breit, 0,55 mm hoch. Abdomen
2,5 mm lang, 1,2 breit. Vorderc Augcnreihe 0,83 mm, II. 0,85, III. 0,95 mm ;
Augenfeld 0,7 mm lang. Gesicht 0,15 mm hoch. Mandibeln 0,45 mm lang,’
zusammen 0,7 mm breit. Bein I 2,3 mm (0,72 + 0,35 + 0,48 -f 0,4 : 0,35) •
II 1,9 mm (0,6 + 0,28 + 0,3 + 0.38 + 0,34); III 2,16 mm (0,7 + 0,33
+ 0,4 + 0,4 + 0,33) ; IV 2,8 mm (0,9 + 0,45 + 0,55 + 0,45 + 0,45).
Tibia und Metatars I u. II sind nichl bestachelt.
Die vordere Augenreihe ist gerade ; die obéré Tangente ist procurv, die
untere etwas stfirker recurv ; die Mittelaugen sind 2 2/5 mal so breit als
die seitlichen, 6 mal so breit als die subegalen Intervalle und 3 mal als
der stark zurückweichende Clypeus ; die hinlerste Augenreihe ist etwas
breiter als die vorderen ; die Augen II stehen in der Mille zwischen den
vorderen seitlichen und den A. III ; lelzterc sind nur wenig kleiner als die
vorderen Seitenaugen und bilden mil diesen zusammen ein Viercck, das
hinten 1 / 2 mal so breit als lang ist ; der Oberrand der vorderen Seitenaugen,
der Unlerrand der A. II und das Centrum der A. III liegen auf der gleichen
Geraden. Das Geschlechtsfeld ist rundlich, teilweise concentrisch gerunzelt,
hinten in der Mitte etwas eingebuchtet ; etwas vor der Feldmitte ist der
scharfe rccurvc Vorderrand einer medianen Lângsgrube, die hier etwn 1 /5
der Feldbreite einnimmt ; dieser Vorderrand ist erhaben, breit ; nacb aussen
wird er schmâler und biegl nach hinten um ; er wird bald unscharf, so dass
die Seitenrônder der Grube unbestimmt sind ; die Grube ist nach hinten
glockenfôrmig erweitert und hinten ofTen ; ihr Boden dagegen bildet ein
woblbegrenztes, parallelseitiges schmales Feld obne Hinterrand, das etwas
mehr als 4 mal so lang als breit ist und nur den 9. Teil der Breitc des Gc-
schlechlsfclds besitzt.
Source : MNHN, Paris
OSTASIATISCHE SPINNEN
411
I)ie Kopfplatte und die Kopfseiten sind dunkel rotbraun, der Thorax,
besonders lângs der Mitte ist etwas heller ; die Platte ist vorn und aussen
schwarz gerandet ; die Mandibeln sind rotlichbraun ; die Lippe und das
Sternum sind dunkel graubraun ; die Maxillen sind heller, besonders innen
und vorn ; die Hüften sind blass, lu. II grau, III u. IV gelblich ; die Palpen
sind weiss ; die Beine sind mit Làngslinicn versehen, oben schwarz, an den
Seiten oben blond, unten schwarz, an der Unterseite blond. Der Hinterleib
ist graulichweiss. Der Céphalothorax und die hellen Linien «1er Beine sind
dicht weiss beschuppt, ebenso das Sternum und die Hüften ; die Schuppen
des Hinterleibs haben Perlmutterglanz.
Fund : Grenze Chara su-Cha..., linkes Ufer des Etsingol, 23.-29. VII
86 : 1 Ç.
Thianella n. gen.
Der Céphalothorax ist niedrig, oben wenig gewôlbt ; die hochste Stelle
befindet sich unmittelbar hinter der 3. Augenreihe ; die hintere Abdachung
ist massig steil ; in Oberansicht ist die breiteste Sicile nocli etwas hinter
der Mitte des Céphalothorax, ziemlich weit von den Hinteraugen entfernt ;
die convergierenden h in ter en Seitenrânder sind fast geradlinig, und der Hxn-
Source : MNHN, Paris
412
terrand ist ziemlich sclimal, gestutzt mit abgerundelen Ecken. l)as Augen-
viereck ist wesentlich kürzer als der Thorax, etwa 1 2/5 mal so breit als
lang bis zu den vorderen Seilenaugen ; es ist hinten iinbedeutcnd breitcr als
vorn und merklich schmàler als dcr Céphalothorax an der gleichen Sicile.
Die obéré Tangente der Vorderaugen ist gerade ; die subegalcn Intervalle
sind = 1/4 Mittelaugcnbreile ; die A. Il liegen genau in der Mitte zwischen
den vorderen seitlichen und den A. III. Die Mandibeln sind ziemlich lang,
parallelseitig, subvertikal ; am Unterrand der Klauenfurche ist kein Lappen
vor dem Zahn ; dieser ist etwas kleiner als der distale Oberrandzahn. Die
Mundteile und das Sternum sind âhnlich wie bei Thiania ; die Lippe kl
wenig langer als breit, trapezformig ; die Endkante ist sclimal ; das Sternum
ist vorn breit gestutzt. Die Palpcntibia des 0 * endet aussen in 2 Apophysen.
Aile Beinhüften sind subegal ; Bein IV ist langer als III, Patelin 4 Tibia
IV langer als P. -f- I'. III. Die Slacheln der Vorderbeine sind sehr klein ;
die vordere Reihc auf der Unterseite der Tibia I besteht ans 1-1-1 Slacheln,*
die hinlere ans 1 auf 1/3 der Lange ; an Tibia II stehl nur 1 St. unlcn-hinten
subbasal ; die Metatarsen lu. li unten mil 2-2; Tib. III u. IV unlen mit
2 am Ende, Met. III u. IV mil mindeslens 3 apikalen.
Thianella davidi n. sp.
<? (nur Vordcrkôrper) : Céphalothorax 2,1 mm lang, 1,4 breit, 0,6 hocli ;
vordere und II. Augenreihe je 1, III. 1.1 mm; Augenfeld 0,83 mm lang;
Gesicht 0,4 mm hoch. Mandibeln 0,8 mm lang, zusammen ebenso breit ; eine
Maxille 0,65 mm lang, vor dem Ende 0,35, beide zusammen 0,8 mm breit,
da sie divergieren ; Lippe 0,38 min lang, an der Basis 0,34, am Ende 0,14 mm
breit ; Sternum 0,8 auf 0,5 mm. Palp : Fémur 0,5 mm lang, 0,25 dick, Patelin
0,2 mm lang und dick, Tibia 0,15 auf 0,2 mm. Tare 0,54 auf 0,3 mm. Bein
1 3,83 mm (1,1 4 0,77 4- 0,9 + 0,63 -f 0,43); II 2,9 mm (0,82 + 0,48
-I- 0,65 + 0,5 4 - 0,45) ; III 2,8 mm (0,73 4 0.5 4 0,6 4 0,55 + 0,42) •
IV 3,5 mm (1,07 4- 0,55 4 0,75 4 0,6 4 0,53).
Tibia I unten-vorn mil 1-1-1 sehr kleinen Slacheln, unten-hinlen mit 1
auf 1/3 der Lange. ; Metatars I unlen 2-2 sehr kleine ; Tibia II unten-hinten
1 nahe der Basis ; Metatars II unlen 2-2 ; Tibien III u. IV unten 2 am Ende,
Metatarsen III u. IV mit Endwirlel von mindestens 3 Stacheln. Der Cépha¬
lothorax ist niedrig ; die hinlere Abdachung ist massig steil (53°) ; die Profil-
linie des Kopfes senkt sicli leicht vnm Scheitelpunkt unmittelbar hinler
den A. III zu den Vorderaugen. Die 3. Augenreihe ist etwas breiter als die
anderen ; die A. II liegen in der Mille zwischen den vorderen seitlichen und
den A. III, die beide gleich gross sind, das von ihnen gebildete Viereck ist
hinten 1 1 /3 mal so breit als lang ; die Oberrânder der vorderen seitlichen
und der A. II sind fast auf glcichem Niveau mit dem unteren der A. III ;
die obéré Tangente der Vorderaugen ist gerade : die Millelaugen sind min-
destens doppelt so breit als die seitlichen, 6 mal so breit als die subegnlen
Intervalle und 4 mal so breit aïs ihr Ahstand vom Clypeusrand. Die Mandibeln
sind rclativ gross, doppelt so lang, als das niedrige Gesicht hoch ist, so lang
Source : MNHN, Paris
413
als zusammen hreit ; clic beiden Zâhne am Oberrand (1er Klauenfurche
stehen dicht beisammen ; der apikale ist mehr als doppelt so lang als der
basale ; das spitze Zàhnchcn des Unterrands ist kleiner als der apikale obéré
und steht diesem gegenüber, ziemlich weit vom Klauengelenk entfernt.
Der Palp ist plump ; der Fémur ist vor der Mille hall) so dick aïs lang ;
die Patel la M vor dem Ende so diek als lang, etwas diinner als der Fémur
(4/5) ; der Stamm der Tibia ist so dick als die Patella, bat abcr nur 3/4 von
ilirer Lange ; er endet aussen in 2 Iângsgericbtete Apophysen : die untere ist
ein kurzes spitzes Ddrnchen ; die obéré ist 3 mal so lang, parallelseilig, 2 y 2
mal so lang als breit, am Ende schief gestutzt. Im Profil ist der Unterrand
der Lamina tarsalis in der Endhâlfte tief ausgebuchtet, das Tarsende ist
dellex ; im Profil ist der Bulb basalwarts aufgetrieben und hier so dick als
die Lamina darüber ; vor dem Ende ist der Unterrand làngsgerichtet und
bilclet mit dem Apikalrand einen Winkel von 90° ; der Embolus ist ein
kràftiger spitzer Dorn, der an der oberen Ecke des Bulbendes entspringt
und fast quer gerichtet ist.
Der Céphalothorax ist rotbraun, die Kopfplatte ist etwas dunkler ; die
Mandibeln und Mundteile sind rotbraun wie der Thorax ; das Sternum ist
schwarzbraun, die Hüftcn sind heller. Der Fémur I ist rotbraun, die folgenden
Femora sind successive immer heller ; die Patella I ist wie der Fémur gefàrbt,
die Tibia ist etwas blasser, beide Glieder haben einen hellen Endring ; die
Endglieder sind hell, doch ist der Metatars an der Basis dunkler ; vom Fémur
an sind aile Glieder der Bcine II-IV hell, die Tibien und Metatarsen haben
einen dunkleren Ring an der Basis.
Fund : Ilan-lschong-fu, Süd Schensi, 1873 : 1
Source : MNHN, Paris
IIIKNKEL
Mithion pichoni n. sp.
Céphalothorax 3,2 mm long, 2,2 breit, 1.3 liocli. Abdomen 4,0 mm
,an 8' l,reiL v,,r| liTi‘ Augenreilie 1,55, II. 1,45, III. 1,07 mm ; Augenfeld
1,:> mm lang ; Ciesicht 0,8 mm hoeli. Mandihrln I mm long, olien zusammen
1,2 mm breit. Pnlp : Fémur 1,1 mm long, 0,25 dit k. Palella 0,45 aid 0 8 mm
libia 0,2a auf 0,2:> mm, Tars 0,75 aid 0,11 mm. Hein I 7,1 min (2,1 -f l ;j
] 1.0 | 1,1 i 0,7) ; Dieke lier (iliedcr 0 , 0 , 0,7, 0,7, 0,3, 0,18 ; Il 4,75 n ,ni
(1,35 1 0,82 | 1 | 0,82 0,76); III 4,(1 mm (1,5 I 0,88 1 0,85 4 0 qi
+ 0,5) ; IV 5,8 mm (1,8 | 1 | 1,3 -i 1,1 ) 0,0).
Die Stacheln sincl meisl klein. I-Ymur I oben 1-1-1, vorn 1-2- Palella
vorn 1 ; Tibia vorn 1-1, unten 2-2-2-2 ; Melatars unie» 2 | 2 ’apikale ■
Fem. II oben 1-1, vorn 2 prfiapikal ; Tib. vorn 1 - 1 , unten 2-2-2; Melatars
unten 2-2 ; Fem. III oben 1-1-1, vorn 1-2, liinlen 1-1 ; Tib. binlen 1-1, unten
1-2 ; milllerer W irlel des Métal, mil 3. Enilwirtel mit 5 Stacheln • FVm IV
oben 1-1-1, binlen 1 ; Tib. binlen 1, unten 1-2-2; Métal, vorn-unlen nulle
der Mille 1, Endwirtel mil I St.
Der Céphalothorax ist niedrig ; der Scheilelpunkl liegl ül.er den Augen
111, von (la ist die Profillinie nacli vorn and binlen nur sehwaeb gencigl •
die vordere Partie ist sehr schwaeb gewdlbt ; das J linlerdach ist wenig sleil ■
der Céphalothorax ist etwas hinter der Mille 1 2/5 mal so breit als am Vor-
derrand. Die Augen 111 sind mindestens uni dire Lange vorn Seitenrand
entfernt ; die Horizontale vorn Oherrand der vorderen Seilenaugen schneidet
die Augen III etwas miter iluer Mille ; die Augen II liegen ganz über dieser
Lime ; îhr Oherrand ist hisl auf gleieber Mdbe wie derjenige der Augen III-
die Augen II liegen 111 der Mille zwischen den vorderen Seilenaugen unci
den A. III ; (hese sind nichl viel kleiner als jene ; die obéré Tangente der
Vorderaugen ist gerade, die Mitlelaugen sind mindestens doppelt so breit
als die seitlichen, 0 mal als die subegalen Intervalle und mindestens 1 nnl
als der Abstand vorn Clypeusrand ; die 3. Augenreilie ist langer, die 2 etwas
kürzer als die vordere ; das Viereck, das die vorderen Seilenaugen und die
Augen III miteinander bilden. ist hinten 1 3/7 mal so breit als lang Die
Mandibeln sind ziemlich lang, nach unten vorragend, endwitrts auseinander-
weichend ; die Vorderseiten sind abgerundet kielfôrmig und slark querrunz-
lig ; die Klauen sind lang. Das kleine Sternum ist vorn verschmâlert doch
stossen die Müften I nichl zusammen. Der l-emur des Palps ist 1 mal so
lang als dick, zylindrisch, gebogen ; die Patella ist vor dem Ende 1 1/5 mal
so dick als der Fémur, oben 1 % mal so lang als dick ; die Tibia liât nur
5/9 der Patcllalànge und ist so dick als lang ; die Apophyse an der untern-
aussern Endecke bat in Unteransicht 4/5 der Lange des Staminés und 1/4
semer Hreilc, sie ist parallelseitig. am Ende gerundet ; im Profil ist sic ein
nach oben gekrümmter zugespitztcr Haken ; der Tars ist 3 mal so lang als
die Tibia, 1,7 mal so lang als breit, lânglicli eiformig ; etwas über dem unteren
Aussenrand der Lamina tarsalis erstreckt sich eine ziemlich breite I iings-
rinne bis über die Mille der Lamina ; der Bulb luit etwa 3/5 der Tarslënge
und ist in Unteransicht fast doppelt so lang als breit, bohnenfôrmig • der
Source : MNHN, Paris
OSTASIATISCHE SPINNEN
Endhàlfte seines Aussenrandes lagert eine schmale, zugespitzte und einwârts
gebogene Klinge an, die den Bulb nicht überragt.
Die Kopfplatte ist dunkelbraun mit schwachem Erzglanz, aussen schwarz ;
der übrige Céphalothorax ist rotbraun, am hellsten an den Kopfseiten ;
die Mandibeln sind wie die Kopfplatte ; die Palpen sind braun, der Tars
ist dunkler. Die Maxillen sind grôsstenteils orangebraun ; die Lippe ist am
Ende und làngs einer schmalen, bald verschwindenden Mittellinie ebenso
gefàrbt, sonst schwarz. Die Hüfte I ist etwas dunkler, die übrigen heller
als das hellbraune Sternum ; die Hüften und Trochanter III u. IV sind
oben und unten hell. Bein I ist langer und viel kraftiger als die übrigen, dunkel
rotbraun, II-IV sind etwas heller. Der Hinterleib ist oben dunkelbraun,
vorn mit dünnem, in der Mitte unterbrochenem weissem Halbmond ; der
Source : MNHN, Paris
Bauch isl grau mit 3 dünnen, nach hinten schwâcher werdendon schwarzen
Làngslinien. Die Augenringe sind kurz, graulichweiss hehaarl, in don ausseren
Intervallen mit ctwas orange vermischl ; die nicht sohr dic-hte Hohaarung
(les Clypeus ist lang, abstehend, weisslich, alinlich wiediederoberen-inneren
Seilc ( 1 er Mandibeln. Die Oberseite des Kiirpers isl mit messingglânzcnden
Schüppchen, die Beine sind mit dunkelhraunen Ilaaren bekleidet ; der Bauch
ist dicht, anliegend weisslichgrau hehaarl.
Fund : Hangtscheou, Tschekiang, I 925 : 4 J.
Mithion hotingchiehi n. sp.
? ^Céphalothorax 2,8 mm lang 1,8 breit, 0,9 liocli. Abdomen 4,8, mit
den Spinnwarzen 5,4 mm lang, 2,1 breit. Vordere Augenrcihe 1,4, JI. * 1,33
111. 1,5 mm ; Augenfeld 1,2 mm lang. Mandibeln 0,9 inm lang, oben zusàm-
men 0,8 mm breit. Sternum 1,1 mm lang, 0,6, vorn 0,15 mm breit. Bein I
5,3 mm (1,6 -f 1 + 1,2 -f 0,8 + 0,7), Dieke der (ilieder 0,85, 0.7. (MS5 0 3
0,3 ; Il 3,65 mm (1,1 + 0.6 -i- 0.8 | 0,55 i 0,6 mit Kralle) ; III 3 8 mm
(1.2 + 0,65 + 0,65 I 0.7 , 0 . 6 ) ; IV 1,7 mm (1,4 -| 0,7 i 1,1 | o,9 ’ o 6)
Fémur I oben mil 1-1 SL, vorn 1-2 ; Patel la vorn 1 ; Tibia vorn 1-1. hinten
1, union 2-2-2-2 ; beim 3. Paarsind die Slacheln weiter von einander entfernl •
Metatars unten 2-2; Tib. Il union 1-2-2, Métal. 2-2; Foin. III oben I-l-|’
seillich je 1 ; Tib. unten 1-2; Mêlât, unlcn-vorn 1. Kndwirtel I ; Fcm. IV
oben 1-1-1 ; Tib. unten 1-2 ; Métal, mit Kndwirtel von 3. Der Céphalothorax
ist nach und niedrig, boi den Augen III am hochsten, nach vorn iirnl hinten
senkl er sicli nur wenig ; die hintere Abdachung isl elwas sleiler ; auf elwa
2/3 der Lange isl der Céphalothorax 1 1 /3 mal ko breit als vorn. Der Oberrand
der vorderen seitlichen und der untero der Augen III iiegen auf gleichem
Niveau, A. Il isl etwas darüber, gleich hocli wie das Cenlrum der A. III •
zwischcn letzteren und den vorderen seitlichen Iiegen die Augen II in der
Mitte ; die obéré Tangente der 4 Vorderaugen ist schwach proonrv ; die
Mittelaugcn sind 2 2/9 mal so breit als die seitlichen, 10 mal so breit als
die suhegalen Intervalle und elwa 2 3/1 mal als der Abstand vorn Clypeus-
rand ; die vorderen Seilenaugen sind kleiner als die Augen III ; das Viereck
dieser Augen ist hinten 1 /, mal so breit als lang; die Augen III scheinen
in Oberansicht kautn uni ihre halbe Breite vorn Seitenrand entfernl Die
Mandibeln sind etwa 1 / 2 mal so lang, als das Gesichl hocli ist, oberhalb
der Mille etwas knieformig gewolbt, stark vorgestreckt, endwarls ausein-
ander weichend ; das kleine, spitze Zâhnchen des Unterrands der Klauen-
furche ist ziemlich weit vorn Gelenk entfernl. Das langgestreckle Sternum
ist vorn sehr stark verschmâlert ; die Hüften I trelTen sieh beinahe in der
Mille. Bein I isl viel plumper als die übrigen ; sein Fémur ist oben stark
convex. Der Hinterleib ist langlich spindelformig. Die Epigyno ist nur vorn
etwas gewolbt und durch einen recurven Band begrenzt, grôsstentcils durch-
zogen von 2 schmalen Langsgrubcn, die durch ein nach hinten mâssig ver-
breitertes, am Ende abgerundeles Septum getrennt sind ; die Gruben sind
Source : MNHN, Paris
417
OSTASIATISCHE SPINNEN
vorn abgerundet, nach hinten verschmâlert und etwas einwârts gebogen,
liinten eng offcn ; das Septum ist vorn schmâler, hinten breiter als eine der
Gruben.
Die Kopfplatte ist scliwarz, der übrige Céphalothorax kaum heller, sehr
dunkel rotbraun. Mandibeln, l'aster und Beine sind hellbraun ; die Unter-
scitc des Vorderkôrpers ist hell ; die vordere Hâlfte des Sternums liât ziemlich
breite, scharf begrenzte dunkelgraue Aussenrânder. Der Hinterleib ist oben
schwàrzlichgrau mit hell braungelber schmâler Mittelbinde, die vorn etwas
abgekürzt ist ; die Seiten des Hinterleibs sind einfârbig hellgelb ; der Bauch
wird von 3 schmalen, parallelen schwarzen Làngslinien durchzogen, die vorn
und hinten abgekürzt sind ; auf diese folgt hinten bis zu den hellen unteren
Spinnwarzen ein unscharfer, lânglich runder, schwarzer Fleck. Die Haare
sind meist abgerieben ; auf den dunkeln Rückenbinden stehen vereinzelte
irisierende Schüppchen. Die Augenringe sind weiss ; die Haare des Clypeus
sind sehr lang, weisslich.
Fund : Wuchang, 1937 : 1 $.
Mémoires du Muséum. — Zoologie, t. XXV 27
Source : MNHN, Paris
Mithion tschekiangensis n. sp.
$ : Céphalothorax 3 mm lang, 2,2 breit, 1,1 hoch. Abdomen 4,5 mm lang,
1,8 mm breit. Vorderc Augenreihc 1,6, II. 1,5, III. 1,7 mm; Augenfeld
1,3 mm lang; Gesicht -f Mandibeln 1,8 mm, die Grenze ist durch die dichte.
Clypeusbehaarung verdcckt ; Mandibeln wahrscheinlich 1 mm lang, zusam-
men ebenso breit. Bein I (5,25 mm (1,9 : 1 | 1,65 -f 1 -f 0,7) ; Dicke, der
Glieder 1, 0,73, 0,68, 0,25, 0,3 ; Il 1,35 mm (1.3 i 0,8 + 0,9 -) 0,75 -| 0,6) ;
111 1,43 mm (1,1 + 0,73 + 0,7 -f <>.'.) 0.7); IV 5,6 mm (1,6 I 1 + 1,2
+ 1 -f 0 , 8 ).
Fémur I oben mit 1-1-1 Slacheln, vorn 1-2 ; Patel la vorn 1 ; Tibia iml en
2-2-2-2 ; die Stacbeln des 3. Paares sind stârker getrennt und sleben mehr
seitlich ; Metatars unlen 2-2; Fem. Il oben 1-1-1, vorn 2; Tib. vorn 1-1,
unten 2-2-2 ; Met. unten 2-2 ; Fem. III oben 1-1-1, vorn 1-1, hinten 1 ; Tib.
unten 1-2 ; Met. hinten und unten je 1 vor der Mille, am Ende mit Wirtel
von 5 St. ; Tib. IV vorn 1, unten 1-1-2 ; Met. oben-liinten im 1 . Drittcl 1 ,
vorn und unten je 1 - 1 .
Die obéré Profillinie des niedrigen Céphalothorax ist ein sehr Hacher
Bogen ; das Hinterdach ist màssig steil. DerOberrand dervorderen Seitenaugen
und der untere der Augen III liegen auf gleicher Hohe ; die Augen II slehen
den letzteren etwas naher als den ersteren : ihr Oberrand liegtnur wenigtiefer
als derjenige der A. III ; diese sind etwas kleiner als die vorderen Seitenaugen ;
die obéré Tangente der 1 Vorderaugen ist gerade ; die Mittelaugen sind
doppelt so breit als die seitlichen, etwa 10 mal so breit als die subcgalen
Intervalle und 6 mal als der Abstand vorn Clypeusrand ; das Augenviereck
ist hinten 1 3/5 mal so breit als vorn ; die Augen III sind in Oberansicht
um ihre Breite vom Seitenrand entfernl. Die Klauenfurche der Mandibeln
trâgt am Vorderrand 2, am hintern 1 Zahn ; die vorderen sind von einander
ziemlich entfernt, der apikale ist melir als doppelt so gross als der basale ,
der Hinterrandzahn ist noch etwas grosser als der apikale vordere und steht,
diescm gegenüber. Das Iàngliche Sternum ist vorn sehr schmal, und die
Ilüften I l)erühren sich beinahe. Bein I ist langer und viel plumper als die
übrigen. Der schmale Hinterleib ist in der vorderen Hâlfte fast zylindrisch,
vorn breit gestutzt mil abgerundeten Ecken, hinten spitzbogig verjüngt.
In das Geschlechtsfeld ist hinten ein Paar flacher runder Grübchen eingesenkt;
diese sind unter sich um 3, vom Hinterrand um 1 Durchmesser entfernt
von einander sind sie durch eine dreieckige Platte getrennt, deren abgerundete
Spitze den Hinterrand des Feldes erreicht ; die dunkeln Blinder dieser Platte
gehen vorn in die gleich gefarbten Bander der Grübchen über ; ein Paar
unscharf begrenzter dunkler Fleckchen ist etwas schmâler als das Grüb-
ehenpaar und liegt um einen Grübchendurchmesser vor diesen.
Die Kopfplatte ist schwarzbraun, etwas kupferig glanzend ; der Thorax
ist dunkelbraun ; die Kopfseiten und der Rand des Thorax sind hell rôtlich-
braun ; der Clypeus ist, soweit er nicht durch die lange weisse Behaarung
verdeckt ist, schwarzbraun ; ebenso die Mandibeln, die dazu noch kupferig
schimmern. Die Palpen sind gelbbraun. Bein I ist hell rotbraun, die âussersten
Enden des Metatars und des Tars sind schwarz; Bein II ist orange-, III
Source : MNHN, Paris
OSTASIATISCIIE SPINNEN
419
u. IV mehr gelbbraun. Der Hinterleib ist oben schwarz mit schmaler weisser
Mittelbinde, die im hinteren Drittel in 1 kleine Winkelflecke aufgelôst ist;
vorn schneidet einc dunkle Querbinde einen dreieckigen Fleck von ihr ab,
der um seine Lange vom Vorderrand des dunkeln Feldes getrennt bleibt ;
letsteres ist vorn von einem hellen Hufeisen begrenzt, das nach aussen in
die blassbrâunliche Farbung der Hinterlcibseitcn übergeht. Die Unterseite
des Vorderkorpers ist hell orangebraun ; auf der Lippe sind 2 schwarze
Lângslinden. Die Unterseite des Hinterleibs ist blassbràunlich ; der Bauch
ist hinter der Faite von 3 dünnen dunkeln Linien oder Punktreihen durch-
zogen ; die àussern sind sehr reduziert. Der Kopf, die Hinterleibseiten, der
Bauch, die Beine und Palpen sind lang, teilweisc zoltig weiss bebaart ; die
hellen Partien des Rückens sind schneeweiss, nach aussen und vorn mehr
rotbraun behaart, untermischt mit perlinutterweissen Schüppchen, die auf
den dunkeln Partien der Mitte besonders zahlrcich sind.
Fund : West Tschekiang, IV 1873 : 1 Ç.
Source : MNHN, Paris
.11K N K Kl
koreanica n. sp
$ : Céphalothorax 3,2 mm lang, 2,15 breit. Abdomen 5 mm lang, 2,7 breit.
Vordere Augenreihc 1,75, II. 1,65, III. 1,8 mm; Augcnfeld 1,1 mm lang ;
GesichtO.9 mm lioch. Mandibcln 0,8 mm lang, jedc auf 1/3 (1er Lange 0,6 mm
breit. Bein I 5,53 mm (1,5 + 1,23 | 1,2 I 0,9 + 0,7), Dicke des Fem.
0,85 mm ; II 4,8 mm (1,1 f- 0,95 | 1 + 0,75 + 0,7); III 1,98 mm (1,43
+ 0,87 + 0,88 + 1 + 0,8) ; IV 6 mm (1,75 + 1 + 1,35 + 1,1 + 0,8).
. 241. — Afarpissa koreanica n. sp.
Epigync trockcn ; b : unter ElÜHsigkeil
Aile Femora oben mit 1-1-1 Stacheln, I vorn 1-2, II u. III vorn 2, IV
hinten 1 ; Tibia I hinten 1, unten 2-2-2 ; II union 1-1-2, III hinten 1, unten-
vorn am Ende 1, IV unten-hinten am Ende 1 ; Metatars lu. II unten 2-2-2,
III u. IV mit Endwirtel von 4-5 Stacheln.
Der Céphalothorax ist niedrig ; die ebene Kopfplatte ist schwach nach
vorn geneigt. Die obéré Tangente der Vorderaugen ist ganz schwach procurv ;
die Mittelaugen sind 2 1 /5 mal so breit als die seitlichen, 10 mal aïs die Inter¬
valle und 1 y 2 m£ 0 als der Abstand vom Clypcusrand ; die Augen II slehen
in der Mitte zwischen den vorderen seitlichen und den Augen III, letztere
sind elwas kleiner als erstere ; das Viereck dieser Augen ist fast 1 2/3 mal
so breit als lang. Die Mandibeln sind aussen convex, im oberen Drittel am
Source : MNHN, Paris
OSTASIA.TISCHE SPINNEN
421
l>reitesten. Das Sternum ist doppelt so lang als breit, an beiden Enden kurz
zugespitzt ; die Hüften I sind wenig getrennt. Bein I ist viel plumper aber
kürzcr als IV ; sein Fémur ist mehr als halb so dick wie lang, oben stark
gewôlbt. Die Epigyne gleicht der von M. radiala Grube ; wie bei dieser
schimmern unter Flüssigkeit die Knâuel der verschlungenen Samengânge
in ahnlicher, doch niclit ganz übereinstimmender Weise durch, übrigens
unsymmetrisch, da sie auf beiden Seiten nicht gleich verlaufen ; die Vertiefung
vor dem Ilinterrande des Feldes ist etwas verschieden gestaltet, und die
OefTnungen der inneren Teile verbinden sich zu einem stark recurven tiefen
Schlitz.
Die Kopfplatte ist braunschwarz ; der Thorax ist hell rotbraun mit ziemlich
breiten, schwarzbrauncm Hancl und einer sehwachen mittleren Verdunkelung
durch 2 zusammen hângende dunkle Winkelllecke. Der Unterrand des Clypeus
und die Mandibeln sind hell rotbraun, die untere Partie des ersteren ist
über den Mandibeln lang und dicht weiss behaart ; die Augenringe sind
in den Intervallen rotlichbraun. Das Sternum und die Hüften sind hellbraun,
ersteres ist grau angelaufen. Die Vorderbeine sind am dunkelsten, rotbraun ;
die vordere obéré Kante der Femora, die Metatarsen und Tarsen sind etwas
beller ; die beiden hinleren Beinpaare sind gelblichgrau, wenig auffallend
schmal gelblich geringelt. Der Hinterlieb ist hell gelbbraun ; die Sprcnkelung
und Zeichnung des Rückens ist nicht viel dunkler, braun ; letztere besteht
aus einer mittleren Reihe von "Winkelfleckchen ; die 4 vorderen sind schmàler
aber plumper und stàrker mit einander verbunden ; die 4 auf der hinteren
Hâlfte sind breiter aber zierlicher, deutlicher von einander getrennt und
nur durch eine dünne Mitlellinie mit einander verbunden ; auf sie folgen
hinten noch 2 unscheinbare recurve Bôgen ; das Riickenfeld ist braunlich-
weiss, ausscn ziemlich scharf von den hellbraunen Hinterleibseiten getrennt ;
letztere gelien unten allmahlich in die weissliche Bauchflàche über ; das
Geschlechlsfeld ist schwàrzlich ; die Spinnwarzen sind dunkelbraun.
Fund : Suigen, Korea, 1. X 1925 : 1 Ç.
Marpissa sp.
$ juv. : Die Kopfplatte ist dunkel rotbraun, braunschwarz umrandet ;
der Thorax ist oben rotbraun mit sehr undeutlichen dunkleren Radien ;
nacli aussen und hinten wird er braungelb ; die Mandibeln sind rotbraun,
Mundteile, Palpen und Sternum hell braunlichgelb ; die Hüften sind etwas
dunkler, hellbraun ; am dunkelsten ist Hüfte I. Bein 1 ist orangebraun,
sehr plump ; die übrigen Beine sind gelbbraun. Der Hinterleib ist weisslich,
oben mit 2 braunen Làngsbinden, die nach beiden Enden hin convergieren.
An Tibia I stehen vorn 1-1, hinten 1, unten 2-2-2 Slacheln, am Metatars
unten 2-2.
Fundort ?, die Etikette fehlt, aus der Sammlung Potanin : 1 Juv.
Source : MNHN, Paris
422
E. SCHENKEL
Menemerus fagei n. sp.
? : Céphalothorax 2 mm lang, 1,3 breit, 0,8 hoch. Abdomen 3,1 mm lang,
2 breit. Vordcre Augenreihe 1,08, II. 1,05, III. 1,2 mm ; Augenfeld 0,9 mm
lang ; Gesicht 0,64 mm hoch ; cine Mandibel 0,45 mm lang, oben 0,35 breit
Sternum 0,7 mm lang, vorn 0,3, in der Mitte 0,5 mm breit. Bein I 2 9 mm
(0,9 + 0,52 + 0,58 + 0,5 + 0,4) ; II 2,83 mm (0,8 + 0,45 +- 0,5 + 0 45
+ 0,43); III 3,05 mm (0,92 -f 0,42 j- 0,56 + 0,65 + 0,5); IV 3,7 mm
(1,03 + 0,57 + 0,75 + 0.9 + 0,45).
Tibia IV vorn mit 1, hinten mit 1-1, unten mit 2-2 Stacheln ; prâmedialer
Wirtel des Metatars mit 4, apikaler mit 5 Stacheln.
Der Céphalothorax ist relativ hoch ; der Scheitelpunkt der Proflllinie liegt
über den Augen III, von da senkt sich die Linie nur müssig und geradlinig
bis zum steilen Hinterdach ; der Abfall nach vorn ist betrâchtlich slârker
und gewôlbt, auch der Oberrand des Gesichts ist in Vorderansicht etwas
gcwolbt ; der Umschlag am Unterrand des Thorax ist ziemlich breit. Die
Augen II stehen in der Mitte zwischen den vorderen seitlichen und den Augen
III ; sie stehen um mehr als ihren Durchmesser über dem Niveau des Ober-
Source : MNHN, Paris
OSTASIATISCHE SPINNEN
423
randes der vorderen Seitenaugen ; ihr Centrum ist auf gleicher Hohe wie der
Unterrand der Augen III ; die obéré Tangente der Vorderaugen ist schwach
pro-, die untere stark recurv ; die Mittelaugen sind doppelt so breit als die
seitlichen und als ihr Abstand vom Clypeusrand, 4 mal so breit als die sub-
egalen Intervalle; die vorderen Seitenaugen und die Augen III sind fast
gleich gross, ihr Viereck ist hinten 1 3/4 mal so breit als lang. Die beiden
Zâhnchen des Vorderrandes der Mandibelfurche stehen nahe beisammen,
der apikale ist der grôssere ; diesem steht der noch etwas lângere Unterrand-
zahn gegenüber. Die Lippe ist langer als breit, vorn abgerundet. Die vordere
Abstutzung des Sternums ist etwas mehr als halb so breit als dessen grôsste
Querausdehnung ; die Hüften I sind zwar ziemlich getrennt, stehen sich
aber doch nâher als die Hütten II oder III. Das Geschlechtsfeld ist rundlich,
1 2/7 mal so breit als lang, hinten etwas abgestutzt ; der Hinterrand, zugleich
der der Bauchfalte, ist leicht procurv, in der Mitte schwach eingebuchtet ;
die grosse seichte Grube hat annahernd dieselbe Form wie das Feld, ist aber
nahe an dessen Hinterrand verschoben ; die Breite ist = 2/3, die Lange =
5/7 der entsprechenden Felddimensionen ; sie ist etwas mehr als 1 y 2 mal
so breit als lang ; die Rânder sind nur aussen und vorn-aussen scharf, yorn
in der Mitte unterbrochen, da ein ganz Haches, unscharf begrenztes Dreieck
der Feldflâche etwas in die Grube eindringt ; letztere umschliesst 2 Hache,
hufcisenfôrmige Tuberkel, deren Rücken zusammenstossen und die so eine
X-Figur bilden ; die hinteren Aeste der Hufeisen bilden zusammen den Hinter¬
rand der Grube, die vorderen erreichen die âusseren Grubenrànder nicht ganz ;
sie enden in 2 kleinen, ovalen, dunkel umrandeten Flecken.
Die Kopfplatte ist dunkel, làngs der Mitte aufgehellt ; die helle Mitte
ist etwas schmâler als eine der dunkeln Seiten ; der Rücken des Hinterleibs
hat aussen je eine spindelformige Lângsbinde mit sehr unebenen Rândern ;
diese Binden sind dunkel retikuliert ; die dicht stehenden hellen Lücken des
Netzes sind ± in Reihen geordnet ; der mittlere Zwischenraum ist vorn
und hinten breiter als die anstossenden Partien der Binden ; von der Mitte
an ist er schwach aber gleichmâssig verdunkelt und enthâlt ganz hinten
3 plumpe Winkelflecke.
Fund : Zwischen Tschintasv und Suwanko (Su, Suchow), 1.-5. VI 86 : 1 $.
Menemerus legendrei n. sp.
Ç : Céphalothorax 1,7 mm lang, 1,07 breit, 0,5 hoch. Abdomen 2,8 mm
lang, 1,6 breit. Vordere Augenreihe 0,83, II. 0,83, III. 0,9 mm ; Augenfeld
0,75 mm lang ; Gesicht 0,4 mm hoch. Eine Mandibel 0,4 mm lang, oben
0,25 breit. Bein I 2,3 mm (0,7 + 0,5 + 0,5 + 0,32 + 0,28) ; II 1,88 mm
(0,62 + 0,26 + 0,4 + 0,32 + 0,28) ; III 1,9 mm (0,57 + 0,23 -F 0,45 +
0,41 + 0,24) ; IV 2,55 mm (0,8 4- 0,28 + 0,64 + 0,5 + 0,33).
Tibia I vorn vor dem Ende 1 Stachel, unten 2-2 ; Metatars unten 2-2 ;
Metatars IV unten apikal 2. ,
Der Céphalothorax ist niedriger als der von M. fagei ; das Hmterdacn
ist weniger steil ; von dessen Scheitel bis zu den Augen III ist die Profilhnie
Source : MNHN, Paris
424
E. SCHENKEI.
eben und fast horizontal ; nach vorn ist sie geneigt und etwas gewolbl •
der Clypeus weicht stark zurück. Die obéré Tangente «1er Vorderaugen ist
etwas procurv, die untere viel stàrker recurv ; die Mittelaugèn sind doppclt
so breit als die seitlichen, 5 mal so breit als die Intervalle und doppelt so
breit als der Abstand vom Clypeusrand ; dieser scheint aber in der Verkürziin»»
nur hall) so hoch ; die Augen II slehen den Augen 111 etwas nsiher alsden
vorderen seitlichen ; die Unterrànder der Augen II und IIIsind aufgleichem
Niveau, dagegen stelien erstere fast um ihren doppelten Durehmesser lioher
als die Oberrânder der vorderen Seitenaugen ; diese un ddie Augen III sind
annahernd gleich gross ; ihr Viereck ist hinten I I /.'{ mal so breit als lang.
Das Geschlcchtsfeld ist rundlich, I 1/9 mal so breit als lang, hinten etwas
abgestutzt ; der Hinterrand, zugleich der Rand der Bauchfalte, ist ganz
?• a : Epigyno
flach eingebuchtet ; die ziemlich kleine Grube ist niercnformig, vom gestutzt
und in der Mitte eingebuchtet, hinten gerundet, I 3/4 mal so breit aïs Jane ■
die Breite ist = 1/3, die Lange = 2/9 «1er enlsprechenden Felddimensionen ■
von der Bauchfalte ist die Grube um ihre halbe Lange entrerai ; vorn aus’
genommen ist sie durch einen schmalen, wulstigen Rand scharf begrenzt ■
die FeldHache ist mindestens vor der Grube fein querrunzlig.
Die Augenringe sind weisslich mit etwas orange ; der Clypeus triigt einige
weisse Haare ; der Seitenrand des Céphalothorax ist weiss besehuppl dariiber
smd die Seiten nackt ; die obéré FJâche ist weisslich behaart ; tiie Beine
sind orangebraun ; der Hinterleib ist oben blass, fahl.
Fund : Distrikt von Yunnan-fu, Hochebene von 1850-2000 m, 1915 ; i r>
Menemerus wuchangensis n. sp.
? : Céphalothorax 2,75 mm lang, 2 breit. Abdomen 3,5 mm lang, 2 5 breit
Vordere Augenreihe 1,45, III. 1,45 mm ; Augenfeld 1,3 mm lang. Mandibeln
0,7 mm lang, zusammen oben 0,95 breit. Sternum 1,1 mm lang, hinter der
Mitte 0,8 mm breit. Kpigynengruben zusammen hinter der Mitte 0,6 mm
breit, 0,5 mm lang.
Source : MNHN, Paris
OSTASTATISCHE SPINNEN
425
Die obéré Tangente der 4 Vorderaugen ist gerade ; die Mitlelaugen sind
doppelt so breit als die seitlichen, 10 mal so breit als das mittlere, 5 mal
als ein seitliches Intervall und 3 mal so breit als ihr Abstand vom Clypeus-
rand ; die Augen III sind kleiner als die vordern Seitenaugen, ihr Rechteck
ist 1 1 /3 mal so breit als lang. Die Mandibeln sind endwârts wenig verschmà-
lert ; die Furchcnrandzàhne stehen dem Klauengelenk ziemlich nahe, die
2 vorderen stossen an der Basis zusammen, der apikale ist der grôssere ; der
Hinterrandzahn ist nocli etwas grôsscr und steht dem vorderen apikalen
gegenüber. Das Sternum ist hinter der Mitte am breitesten ; das Vorderende
ist schmal, die Hüften I sind nahe beisammen. Die Lippe ist vorn gestutzt.
Die lânglich eiformigen, tiefen Epigynengruben sind nach hinten etwas
erweitert, stehen dicht beisammen unmitteelbar vor dem Hinterrand des
Feldes und sind durch ein sehr schmales Septum von einander getrennt ;
dieses geht hinten in einen plumpen Querbalken über, dessen Aussenenden
nach vorn in kurze Hôrner ausgezogen sind, die in die Gruben hineinragen.
Source : MNHN, Paris
426
E. SCHENKEL
Der Rücken des Hinterleibs ist aussen schmal und gleichbreit hell geran-
det ; diese Rànder sind nach innen von dunkeln Submarginalbinden begrenzt,
die vorn weiter, hinten weniger weit von einander getrennt bleiben ; sic
sind breiter, in der Mitte doppelt so breit als die Seilenrânder, von noch
dunkleren, fast longiludinalen Schrâglinien durchzogen, deren Innenenden
vorragen, wodurch die inneren Grenzen der Submarginalbinden sehr uneben
werden ; das breile, helle Mittclfeld umschliesst einen grossen, lanzettlichen
Cardialstreifen, der nur mâssig verdunkelt ist. Die Augenringc sind in den
Intervallen der Vorderaugen dicht behaart, orangegelb, ebenso ist die Behaa-
rung des Clypeus. Die Mandibeln sind glânzend pechschwarz, spârlich mit
feinen, langen Bôrstchen besetzt, die gegen die Innenrander etwas zahlreicher
sind. Die Taster sind gelblich, weiss behaart. Der Saum des Céphalothorax
ist dicht weiss behaart ; die Seiten darüber sind orangebraun beschuppt,
die Oberseite ist mit weisslichen Schuppen bekleidet. Die Beine sind weisslich
behaart. Der Rand des Hinterleibrückens ist dicht weiss «beschuppt ; den
anliegenden Haaren des liellen Medianfeldes sind einige orangebraune unter-
mischt ; die Submarginalbinden sind aussen schmal schwarz, nach innen
orangebraun beschuppt. Die Schuppen der Hinterleibseiten und des Bauches
sind weisslich.
Fund : Wuchang, 1937 : 1 $.
Monemerus ? yunnanensis n. sp.
$ : Céphalothorax 2,4 mm lang, 1,5 breit. Abdomen 4 mm lang, 2,1 breit.
Vordere und III. Augenreihe je 1,2, II. 1,05 mm; Augenfeld 1 mm lang;
Gesicht 0,65 mm hoch. Mandibeln 0,7 mm lang, zusammen oben 1 mm breit
Bein I 3,8 mm (1,33 4- 0,7 + 0.8 + 0,62 -|- 0,35) ; II 3,16 mm (1 + 0,58
+ 0,6 + 0,5 + 0,48) ; III 3 mm (0,88 + 0,47 -f 0,55 + 0,6 + 0,5) ; IV
4,06 mm (1,2 + 0,6 + 0,9 + 0,78 + 0,58).
Tibia I unten mit 2-2-2 ? (abgerieben), Metatars unten 2-2 ; Metatars IV
vor der Mitte mit 1, am Ende mit einigen Stacheln.
In Vorderansicht ist der Oberrand des Gesichts ziemlich gewôlbt. Die
obéré Tangente (1er Vorderaugen ist mâssig pro-, die untere stark recurv ;
die Mittelaugen sind doppelt so breit als die seitlichen, 8 mal als das mittlere,
5 mal als ein seitliches Intervali und 2 % mal so breit als der Abstand vom
Clypeusrand ; die Augen 11 stehen in der Mitte zwischen den vorderen Seiten-
augen und den Augen III ; letztere 4 Augen sind gleich gross, ihr Viereck
i;t 1 2/3 mal so breit als lang. Die Mandibeln sind endwârls ziemlich verjüngt.
Bein I ist slammiger als die übrigen ; der Fémur ist kaum doppelt so lang
als dick. Das Geschlechtsfeld ist trapezfôrmig mit abgerundeten Vordcrecken,
hinten 1 5/7 mal so breit als lang, vorn etwa halb so breit als hinten ; aussen
und vorn ist es runzlig punktiert; auf der hinteren Ilâlfte finden sich 2 schmale,
nach hinten zugespitzte tiefe Làngsgrübchen ; jedes ist etwa 3 mal so lang
als breit und um seine eigene Lange vom Feldhinterrand entfernt ; ihre
vorderen Enden sind abgerundet und erstrecken sich nach vorn etwas über
die Mitte des Feldes ; die Bander sind abgerundet, auch das trennendc
Source : MNHN, Paris
OSTASIATISCHE SPINNEN
427
Septum ist der Quere nach convex, etwa 3 mal so breit als jede der Gruben ;
es setzt Hch nach hinten auf die steile Hinterwand des Feldes fort und ist
hier von 2 nach hinten convergierenden Furchen begrenzt ; ebenfalls vor
der Hinterwand, ausserhalb der Hauptgrübchen sind noch 2 seichtere, kürzere
aber breitere, subtrigonale Eindrücke, die durch schmale, abgcrundete,
nach hinten convergierende Kiele von den Hauptgrübchen getrennt sind ;
die âusseren und vorderen Grenzen dieser Eindrücke sind weniger scharf.
Der Céphalothorax ist braunschwarz ; die Kopfplatte und die Mandibeln
schimmern metallisch. Das Sternum und die Mundteile sind braun, die
Hüften sind etwas heller ; die Beine sind braun, die vorderen sind dunkler
als die ührigcn. Der schlecht erhaltene Hinterleib ist hellbraun. Die langen
Fio. 245. — Menemerua yunnancnsij n. sp.
Ç. Epigync.
Haare des Clypeus sind weiss, die oberen bràunlich getônt ; die Behaarung
des Kôrpers ist hellbraun mit einigen weissen Haarcn untermischt.
Fund : District von Yunnan-fu, Hochplateau v. 1850-2000 m ü. M. : 1 Ç.
Menemerus sinensis n. sp.
$ : Céphalothorax 3 mm lang, 2,35 breit. Abdomen 4,2 mm lang, 2,5 breit.
Vordere Augenreihe 1,65, II. 1,45, III. 1,6 mm ; Augenfeld 1,4 mm lang.
Epigynengrube ca 0,8 mm lang und breit. Bein I 5,2 mm (1,6 + 1,1 + 1
+ 0,8 + 0,7) ; II 4,9 mm (1,5 + 1 + 1 + 0,7 + 0,7) ; III 4,8 mm (1,4 +
0,8 + 0,8 H- 1 + 0,8) ; IV 7,1 mm (2,2 + 1 + 1,5 + 1,5 -f- 0,9).
Femora I u. Il oben mit 1-1-1 langen gebogenen Borsten, vorn 2 nahe
dem Ende ; Tibia I unten mit 2-2-2 Stacheln, Metatarsen I u. II unten mit
je 2-2 ; Tibia II unten miL 1 basalen und 2 apikalen ; Tibia IV hinten nach
der Mitte 1, unten apikal 2 ; Metatars IV vorn nahe der Basis 1, am Ende
mit Wirtel von mehreren. Die rotbraune Epigyne ist grosser als die von
M. semilimbatus (Hahn), so breit wie lang, rundlich, vorn und hinten etwas
eingebuchtet ; sie ist dünn und scharf umrandet, seicht, von einem schmalen
Mittelkiel durchzogen; derBoden der Grubenhàlften ist treppenartig abgestuft,
vorn und aussen etwas hoher ; die tieferen Partien sind nach hinten stark
Source : MNHN, Paris
E. SCHENKEL
428
verse hmâlert, da sic hier von aussen lier durcit breite Erhôhungen begrenzt
werden.
Der Céphalothorax ist braunschwarz.die Kopfplattc metallisch schimmernd;
(1er Thorax ist oben rotbraun aufgehellt. Die Mandibeln sind schwarz ; die
Mundteile sind dunkelbraun ; das Sternum und die Hüften sind hellbraun ;
die Heine sind orangebraun, undeullich dunkler gcringell. Der Rand des
breiten Rückenfelds des Hinterleibs zerfâllt jederseils in 5 flach halbmond-
iormige dunkle Lappen, von denen je die beiden hintersten auffallender
Fio. 240. — Alencmcrus amenais n. gp.
Ç. a : Abdomen ; b : Epigyne.
und dunkler sind ; der Cardialstreifen beginnt vorn mit einem kurzen schwar-
zen Lângsfleck ; er wird dann breiter, braun ; weiter hinlen lost er sich
in unregelmâssige Fleckung auf und verschwindet allmâhlich ; undeutliche
Se.hràgstriche verbinden ihn nahe der Mille mil dem Feldrand ; das Mittel-
feld ist vorn fleckig hell graubraun, hinlen heller, braunlichgelb. Der Ranch
ist weisslich ; die Spinnwarzen sind unlen hell, oben dunkel. Der breite,
scharf begrenzte Rand des Céphalothorax ist sehneeweiss behaarl ; die Seiten
des Céphalothorax sind dunkelbraun, oben durch hellbraun ins brâunlich-
weiss der Oberseite übergehend ; wie bei M. senti limbat us beginnt zwischen
den vorderen Mitlelaugen ein kurzer, Iflnglicher, weisser Fleck ; 2 kleine
weissc Flecke sind über den vorderen Seitenaugen ; dieBehaarung der Kopf-
seiten ist vorn weiss und hellbraun gemischl. Das Gesicht, die Beine und
die ganze llnlerseiLe sind weisslich behaart. Die weisseBehaarung der Palpen
Source : MNHN, Paris
SPINNEN
429
OSTASIATISCHE
ist kürzer, nicht ganz so breit federartig wie bei M. semilimbatus. Der wellige
Rand des Rückenfeldes ist teilweise schwarz behaart, das übrige Feld brâun-
lichweiss und hellbraun gemischt, auf den hellen Partien mehr weiss.
Funde : West Tschekiang, IV 1872: 1 $ ; Nanking, 1908 : 3 $.
Menemerus schensiensis n. sp.
$ : Céphalothorax 3,3 mm lang, 2,3 breit. Abdomen 4 mm lang, 2,35 breit.
Vordere Augenreihe 1,6, II. 1,5, III. 1,64 mm; Augenfeld 1,34 mm lang;
Gesicht 0,8 mm hoch. Mandibeln 0,9 mm lang, zusammen 1,2 mm breit.
Lippe 0,7 mm lang, 0,45 breit ; Sternum 1 mm lang, 0,7 breit. Epigyne
0,7 mm lang und breit. Bein I 5,4 mm (1,6 + 1,1 4- 1,1 + 0,9 + 0,7) ; II
Source : MNHN, Paris
•130 E. SCHENKEL
5,15 mm (1,6 + 1 + 1 -f- 0,9 + 0,65) : III 5,3 mm (1,4 1 4 - ] 4 . i j i
0,8) ; IV 6,9 mm (2 1,2 1,5 1. I 0,8).
Aile Femora oben mit 1-1-1 Stacheln, I vorn 1-2, II vorn 2, III vorn 1 1
hinten 2-1, IV vorn I ; Tibia I vorn auf 2/3 der Lange 1. unten '>-2-1 • li
unten-vorn apikal 1, unlen-hinlcn nahe (1er Basis 1 ; 111 seillich je 1 auf
2/3 der Lange, unlen apikal 2 ; IV hinten vor <lem Ende 1, unten apikal 2 •
Métal. I u. II union 2-2, III u. IV mit Kndwirlel von 6 Stacheln, III dazu
vorn-unten nahe (1er Basis 1.
Der Oberrand des Gesichls ist fast gerade, ebenso die obéré Tangente der
Vorderaugen ; die Miltelaugen sind doppelt so breit als die seillichen 5 mal
als jedes der Intervalle und 2 >/ 2 mal so breit als der Abstand vorn Clypeus
rand; die Augen II stehcn in der .Mille zwischen den vorderen seitlichen
und den Augen III, diese sind klciner aïs jene ; ihr Viereck isl 1 3/7 niai
so breit als lang ; die A. III scheinen in Oberansicht um ihre Breite vorn
Seilenrand entrerai zu sein. Die kurze Miltelrilzc isl weit binter dem Augen
teld gelcgcn Die Mandibeln sind fast parallelseitig. Die Lippe ist ISnglich
elliptisch. Das Sternum isl eifôrmig, vorn ziemlieh schmal und abgerundet •
(1er Zwisehenraum der Ilüllen I isl nur elwa 2/5 von dem der Müften II
u. III. Die Epigynengrube ist gross, flach, hinten wenig breiter aïs lang
abgerundet dreieckig ; der rolbraune Boden ist uneben ; eine dünne hohè
mittlere Scheidewand Leilt die Grube in 2 Hàlflen ; dieser Kiel isl hinten
kurz gegabelt ; der hmerste Fünftel jeder Grubenluilfte isl stufenartic
erhoht und heller ; die Stufe setzt sich aussen bis in die halbe Grube fort
und spilzt sich zu ; innen nahe dem Septum ist jcde Stufe nach vorn in ein
kurzes schwarzes Zâpfchen ausgezogen. Der Céphalothorax ist rotbraun
nach aussen dunkler ; die Kopfplalte isl vorn und aussen schwarzbraun •
die Mandibeln sind dunkel, die Mundteilê hell rotbraun ; das Sternum isl
gelbbraun, wenig dunkler aïs die Hüften. Die Beine sind orangebraun die
lnnteren heller mit Spuren von Ringelung an den bciden EndgJiedem.’Das
Ruckenrekl des Hinterleibs ist gelb mil dunkelbraunem, stellenwei.se unler-
brochenem Rahmcn ; der Rand des Rückens ist wie die Seiten weisslich
Fund : Han-tschong-fu, Süd Schensi, 1873: 1 $.
Menemerus bonneti n. sp.
S : Céphalothorax 3,8 mm lang, 2,8 breit. Abdomen 4,7 mm lang 2 4 breit
Vordcre Augenreihe 1.9, II. 1.8, III. 1,9 mm; Augenfeld 1,6 mm lang ■
Gesicht 0,8 mm hocli. Mandibeln 1,2 mm lang, zusammen kaum breiter’
Lippe 0,8 mm lang, 0,6 breit. Sternum 1,5 mm lang, vorn 0,5, in der Miltê
1 mm breit. Tibia des Palps innen 0,3 mm lang, an der Basis 0,25, am Ende
0,5 mm breit ; Tara 1,2 auf 0,6 mm. Bein I 8,3 mm (2,3 -| 1,6*4- 1 9 -f. ] G
+ 0,9) ; II 7 mm (2,1 -f- 1.2 + 1,6 + 1,3 -f 0,8) ; III 5,6 mm (1,7 4 - o’q
+ 1,2 + 1,2 + 0,6) ; IV 7,6 mm (2,1 -f 1,2 -f- 1,8 -f 1,7 -I 0,8).
Fémur lu. II oben 1-1-1 ? Stacheln, I vorn praapikal 2, II vorn 1-1 •
III oben und hinten je 1-1, vorn 1-2 ; IV oben 3, hinten 1 ; Tibia I unten
vorn 4, unten-hinten 3; II unten 1-1-2; III seitlich vor dem Ende je ],
Source : MNHN, Paris
Der Céphalothorax ist in Oberansicht relativ breit ; da Seitenbuchten
felilen, gleichen die Aussengrenzen denjenigen eines Eies ; die Augen III
scheinen um ihre doppelte Breite vom Rand entfernt zu sein ; das Gesicht
ist niedrig, sein Oberrand ist kaum gewôlbt. Die obéré Tangente der Vor-
Source : MNHN, Paris
deraugen ist gerade ; die Mitlelaugen sind doppell so breil als die seitlichen,
12 mal so breit als das mittlere, <> mal als ein seilliches Intervall und als
der Abstand vom Clypeusrand ; die Augen II stehen in der Mille zwischen
den Augen III und den vorderen seitlichen, Jetztcre sind elwas grosser als
jene ; ihr Viereck ist 1 '/> mal so breil als lang. Die Aussenrander der Mandi-
beln convcrgieren kaum nach unlen und sind schwaeh gewôlbl ; die beiden
Ziihne des I•'ure.lienvcmIerran(Ies stehen zwar nalie beisammen, sind aber
docli an derBasis deullich getrennt ; der apikale ist elwas liinger und slürkcr
als der basale ; der Hinterrandzahn ist grosser als der ihm gegenüber stehende
apikale vordere. Die Lippe ist langer als breit, abgerundet spilzbogig ; das
lànglich eiformige, hinlen stumpf zugespitzte Sternum ist vom nur hall) so
breit als in der Mille. Die Tibia des Palps ist bccherformig, npikal dopi>elt
so breil aïs basal ; die Lange ist innen 3/5 der vorderen Droite ; aussen-unten
am Ende ist sie in einc fast quere, nur wcnig vorwarls gerichtele, schwarze
Apophyse ausgezogen ; diese ist so lang wie der drille Teil der vorderen
Stammbreite, nichlganz dreimal so lang als breit, endwarls kaum verschma-
lert, ganz schwaeh procurv, am Ende gerundet ; in Unteransicht ist der
Tars mit Bulbdoppell so languis breil ; derliulb beansprucht die basalen 2/3 ;
er ist eiformig, hinlen elwas schrag gestutzt, 1 2/3 mal so lang als hinlen
breit ; eine verbogene Langsfurche teilt ihn in 2 Partien ; die innere ist
vorn stark verschmalerl und geht schliesslich in einen kurzen, dornfôrmigen
Embolus über, der schrag nach vorn-aussen gerichlel und schwaeh gebogen
ist.
Die Kopfplalle ist kupfrig schwarz ; «1er Thorax ist oben rolbraun, am
Rande breit verdunkelt ; die Mandibeln sind schwarz mil starkem Mclall-
schimmer ; die Maxillen sind dunkelbraun, die Lippe ist fast schwarz ; das
Sternum ist braun ; die Hüften lu. Il sind dunkler, III u. IV heller als
das Sternum. Die Palpen sind braun ; das Ende der Lamina ist scharf abge-
grenzt hell, weiss behaart. Der Fémur I ist braunschwarz, die Inncnscite
ist an der oberen Jliilfle etwas hellcr, nocli hcller und weiss behaart isL ihr
Ende ; die Patella ist basal dunkelbraun, apikal schwarz ; die Tibia ist
unten schwarz, oben rolbraun ; «1er Metatars ist rolbraun, sein Enddrittel
ist wie der Tars schwârzlich ; die übrigen Reine sind successive heller, III
u. IV deutlich dunkelbraun geringelt. Der Hinterleib ist oben weisslich ;
eine màssig breite, dunklere mittlere Langsbinde ist vorn etwas erweitert
und nach beiden Enden stark verdunkelt, hinlen ist sic von 3 diinnen weissen
Winkeln durchschnitten, wovon nur der mittlere deullich ist ; sehmale,
heller braune Rânder des Rückens verbinden sich hinlen mil der Mittelbinde ;
3 schwâcher braune, parallèle Schrâgbinden jederseils strahlen von den
Randern iiber die Hinterleibseiten ans ; die hinterste umfassl die Spinn-
warzen. Das Mittelfeld des Bauchs ist graubraun mit 2 diinnen weisslichen
Linien ; die Seiten des Bauchs sind weisslich. Die Behaarung des Clypeus
ist lang und dicht, schneeweiss, oben gerade abgeschnitten ; die Augen-
intervalle sind bis zu diescrGrenze rolbraun ; unler dem Clypeus findetsich
ein weisser, breit dreieckiger mittlerer Fleck auf der Basis der Mandibeln ;
die weisse CJypeusbehaarung setzt sich auf die Kopfseiten fort bis zu den
Augen III, ist aber unter den Augen II kurz unterbrochen ; die weisse Rand-
Source : MNHN, Paris
binde des Thorax ist vorn schmal, erweitert sich aber nach Iiinlen betrâcht-
lidi ; weisse Haare bilcien vorn auf (1er Kopfplatte einen flachen Winkel ;
zwischen und liintcr dcn Augen III ist dieBehaarunglockerer. Lange, dünne
weisse Haare stehen oben am Palpenfemur und innen an Patella, Tibia
und Basis des Tars. Die Behaarung der hellen Zwischcnfelder des ITinterleibs
ist dicht, weiss, die der 3 Binden dünn, braun.
Fund : Vinhi, 7. III 1925: 1 <$.
Pseudoheliophanus similis n. gen., n. sp. der Marpissae.
? juv • Céphalothorax 1,9 mm lang, 1,3 breit, 0,7 lioch. Abdomen 2,5 mm
ang, 1,5 breit Vordere Augenreihe 1,06, II. 1,04, III. 1,2 mm ; Augenfeld
U,S mm lang. Mandibeln 0,6 mm lang, zusammen oben 0,8 mm breit. Sternum
0,J mm lang, vorn 0,25, hinter der Mitte 0,6 mm breit. Bein I 2,65 mm (0,85
+ °\ J + 0,5 + °> 4 + °- ') i 11 2,35 mm (0,7 -f 0,45 + 0,48 + 0,4 + 0,32) ;
m 2 8 mm (0,9 + 0,45 + 0.54 + 0,47 -f- 0,44) ; IV 3,43 mm (1,05 + 0,5
+ 0,72 + 0,6 + 0,56). ' ’
Tibia I unten-vorn 1-1-1, unten- hinten 1-1 ; II unten-hinten 1-1 ; III
seitlich je 1-1, unten-vorn apikal 1 ; IV vorn 1-1, hinten 1-1-1, unten 1-2;
Mêlât. I u. Il unten 2-2 ; III wirLel von 3 Slacheln vor der Mitte und End-
wirlel mit mehreren ; IV unten-vorn prâmedial 1, seitlich in der Mitte je
1 und Endwirlel mit mehreren.
Die obéré Tangente der Vorderaugen ist gerade ; die Mittelaugen sind
- _/3 mal so breit aïs die seitlichen und mindestens 6 mal so breit als jedes
der 3 Intervalle und als der Abstand vorn Clypeusrand ; die Augen II stehen
in der Mille zwischen den vorderen seitlichen und den Augen III ; die Reihe
c er letzteren ist etwas breiter aïs die beiden anderen ; in Oberansicht scheinen
(lie A. III dicht am Seitenrand zu stehen; sic sind gleich gross wie die vorderen
seitlichen ; das Viereck dieser 4 Augen ist hinten 1 3/4 mal so breit als lang.
Die Aussenriinder der Mandibeln convergieren betràchtlich nach unten und
sind etwas gewôlbt ; der Hintcrrandzahn der Klauenfurche isl gross, kegel-
formig. Das Sternum ist 1 i/ 2 mal so lang als hinter der Mitte breit, nach
vorn stark verschmâlert, der Vorderrand liât nur elwa 5/12 der grossten
Breite ; die Hüften I sind nur halb so weit von einander entfernt als die
Huften II.
Das Aussehen erinnert sehr an Heliophanus ; die Kopfplatte ist dicht
und grob grubig punktiert, mil zalreichen abstehenden Bôrstchen besetzt ;
der I borax ist viel feiner und spàrlicher punktiert. Die Farbe ist dunkel
kastanienbraun, nach vorn fasl schwarzbraun ; der Hinterleib ist dunkel
iraunlichgrau ; aile seine Schujipen sind perlmutterglanzend, doch auf
einer schmalen mitlleren und 2 ebensolchen randstandigen Langslinien
sind sic mehr weisslich. Die 'l'aster sind hellgelb, die Beine sind blond.
^ uncl •' Fluss Barchany im N. von Borobalgassun, Ordos, 12. IX 84 :
Mémoires do Muséum. — Zoologie, t. XXV 28
Source : MNHN, Paris
431
Bianor hotingchiehi n. sp.
Fio. 24H. — Hianor hotingchiehi n. »|>. (J
L. Palp von aumon : b : Til>. I Tar» v. unt.-n : r : KOrpi r ; il : Oesicht ;
e: Mundtelle u. Sternum ifiL. Beln I V. auMen.
Thorax 0 9 mm lang ; Gesicht 0,75 mm hoch. Eine Mandibcl 0,75 mm lang,
olu-n O 5 ’unlen fast 0,7 mm breit ; jede Maxille ragt 0,5 mm über die Lippe
hinaus’ ùnd ist 0,28 mm breit ; Lippe 0,3 mm lang und l.reil ; Sternum
0.9 mm lang. vor der Mitte fast 0,6, vont nur halb ' 1 ' “ °.
lang, 0,4 breit. Palp 1,83 mm (0,6
0,38
0,3
breit. Hüfte I 0,8 mm
0,35). Bein 16,5mm
Source : MNHN, Paris
0STASIAT1SC1IE SPIN NE N
435
(1*7 4- 1.2 + 1,7 -f 1,2 + 0,7) ; Dicke der Glieder 0,8, 0,0, 0,6, 0,2, 0,2;
Patelin III 0,7 mm ; Tibia 0,6 lang, 2,5 dick ; Metalars 0,75, Tars 0,45 mm.
Die Tibia I trâgt unten eine Reihe von 3 sehr kleinen Stacheln, dcr Meta-
tars 2.
Der Céphalothorax ist liinler der Mille auf 3/5 der Lange bei den A. II!
am breilesten. Die obéré Tangente der Vorderaugen ist ganz unbedeulend
reeiirv; die Mitteiaugen sind 2 1/3 mal so breit aïs die seitlichen, 7 mal
so breit aïs das minière, 9 mal aïs ein seitliches Intervall und 2 3/5 mal
s0 .breit aïs ihr Abstand vom Clypeusrand ; die Augen Ilstehendenvorderen
seitlichen nfiher als den Augen III, die vordere Distanz ist 2/3 der hinteren ;
die Augen III sind etwas kleiner als die vorderen seitlichen und scheinen in
Oheransieht dichl am Seilenrand zu stelien ; das von diesen 1 Augen gebildele
1 râpez isL hinten 1 3/8 ma! so breit als vom und 1 2/3 mal so breit als lang.
Die Mandibeln sind endwarls verbreilert, jede ist unten fast so breit als
lang ; der Vorderrand der Klauenfurche tràgt weit liinler dem Gelenkaus-
schnitt ein kleines Zapfclien mit schwarzem stumpfem Ende : das sehr kleine
Zalmchen des JIinlerrands slelil niiher heim Gelenkausschnitt. Die Maxillen
sind lang und sclimal, sic überragen die Lippe fast uni deren doppelte Lange ;
die Lippe ist quadralisch. Die Patella des Palps wird endwarls etwas dicker
und ist 1 3/5 mal so lang als dick ; die Tibia hat 4/5 der Patellalange, ist
an der Basis wenig dünner, am Ende wenig dicker als die Patella, 1 1 /6
mal so lang als dick ; die Apophyse des àusseren Apikalrandes steht in dessen
Mille ; in Aussenansichl liât sie 2/3 der Stammlange und an der Basis 3/8
von dessen Dicke ; sie ist endwarls verschmaiert, sigmoid, am Ende kurz
zugespitzl ; von unten gesehen ist sie viel dünner, dem Tars anliegend.
nur ini Enddrittel etwas nach aussen abgebogen ; in Unteransicht ist der
Aussenrand des tars in der Basalhàlfte gerade und lângs gerichtet ; der
Innenrand ist stark convex ; der l'ars ist I y 2 mal so lang als breit, uni
ein Driltel breiter als die Tibia ; der Bulb isL fast kreisrund ; der Embolus
beginnt hinten-aussen, er umgürfet den Bulb hinten und innen und wird
allmâhlich ein dünner Faden, der den Bulb nur wenig überragt und sicli
nach vorn-aussen richlet, hinter seiner freien ParUe liegt vor dem Bulbende
noch ein kleines, queres lanzellliches Blâttchen ; die Lamina überragt den
Bulb innen um ein Driltel seiner Breite und vom um 7/10 seiner Lange.
Die Oberseite des Kôrpers ist bronzelarbig, ± irisierend beschuppt ; auf
der Grenze von Kopf und 1 borax bildcn I weiss beschuppte Flecke einen
recurven Bogen ; die millleren liegen dichl beisammen zwischen den A. III
und sind dreieckig, nach aussen zugespitzt, die àusseren sind kleiner, lang-
Iicher ; sie stelien dicht am Seitenrand etwas liinler den A. III ; der Rückcn-
des Hinterleibs ist mit 3 Paaren ahnlicher Flecke geziert, am Vorderrand,
auf 1 /3 und auf 2/3 der Lange ; die vordersten haben einen kleineren Zwischen
raum, die Flecke der folgenden Paare sind weit getrennt und den Bandera
geniiliert ; Die Endhalflen der Palpenglieder sind oben weiss beschuppt,
das abgestutzte àusserste Ende des Tars ist schwârzlich behaart ; Bein I
ist viel langer und dicker als die übrigen, dunkelbraun ; diese dagegen sind
hell.
Fund : Wuchang, 1937: 1 (?.
Source : MNHN, Paris
Bianor s|>.
o juv. : Céphalothorax 2,5 mm Iang, 1.9 hreit, 1,1 hocli. Abdomen 3,1 mm
laiig, 2 breit. Vordere Augenreihe 1.1. II. U. UC 1.95 mm; Augenfeld
1,2 mm Iang ; Thorax 1,3 mm long. Mandibeln 0,75 mm Iang, zusninmcn
0,9 mm breit. Bein I 1.2 mm (1.1 4 0,8 | 0.9 } 0,0 + 0.5) ; Il 3,51 mm
(1,1 + 0.8 + 0,0 -I- 0,18 j 0,56) ; 111 3.3 mm (1 -f 0,5 4 0,6 -f 0,6 + 0,6) ;
IV 4,45 mm (1,3 -f 0,7 + 1 4- 0,7 + 0,75).
Tibia I unlen mil 2-2-2 Stacheln, Metatars mil 2-2; Tib. Il unten 1-2
kleine, Met. Il unten 2-2 ; Tib. III seitlich je 1 ; Tib. IV unten 2-2 ; Met. III
u. IV nur mit Endwirlel.
Die grossie Breile des Céphalothorax isl wenig vor der Mitte ; der Thorax
ist um eine Spur langer als (las Augenfeld ; die hinlersle Augenreihe ist
fast um 1 /5 hreiter als die beiden vorderen ; die Ahsliinde der A. 11 ven den
vorderen seitlichen und den A. III verhallen sieh wic 2:3; das Viereck
dieser Augen ist hinten 1 >/ 2 mal s<. breit als Iang ; die obéré Tangente der
I Vordcraugen isl gerade : die Millelaugen sinrl doppcll so breit als die
seitlichen, 15 mal so breit als das mittlere, 5 mal als cin seitlichcs Intervall
und 1 4/5 mal so breit als ihr Abstand vom Clypeusrand. Im Profil isl der
Céphalothorax schr hoch, aueh die hintere Abdachung ist hoch und màssig
steil (50°) ; von ihrem Scheitel steigt die Prolillinio nur schwach und auf
kurze Strecke an bis zu den Augen III, vor diesen senkt sic sieh stfirker
und in convexem Bogen gegen die Vorderaugen ; die l nlerrândcr der Augen
II u. III liegen annahernd auf gleichem Niveau, melir als um den Durch-
messer II hôher als der Oberrand der vorderen seitlichen. Die Mandibeln
sind fast parallelseilig.
Der Céphalothorax ist dunkel kastanienbraun, die Kopfplalle hat schwarze
Ramier ; der Hinterleib isl fahlbraun ; Bein I isl dunkelbraun, endwiirts
etwas heller ; die übrigen Heine sind blasser. Die Behaarung isl slark abge-
rieben, am Vorderkorper grosstenteils weisslic.li ; auf dem Hinterleib linden
sieh neben weissen auch perlmutterglânzende Schûppchen ; eine Zeiehnung
ist nicht mehr erkennbar.
Fund : FIuss Barchany nôrdlich von Borobalgassun, Ordos, 12. IX 81 :
1 Juv.
Phlegra potanini n. sp.
g ; Céphalothorax 3,1 mm Iang. 2,2 breit. 1,4 hoch. Abdomen 3,1 mm
Iang, 2,4 breit. Vordere Augenreihe 1,6, III. 1,5 mm; Augenfeld 1,2 mm
Iang. Eine Mandibel 0.7 mm Iang. 0,5 breit. Palp 2,45 min (obéré Lôngen
0 8 -f 0 I + 0,4 + 0,85). Bein I 4,35 mm (1,5 + 0,85 4 0,85 -f 0,6 4 0,55) ;
IÎ 4,6 mm (1.4 + 0,9 + 0,8 + 0,7 + 0.8) ; III 5,72 mm (1,8 + 1,12 +
1,1 + 0,8 + 0,9); IV 6,8 mm (2+14 1.3 4 1.6 4 0,9).
Fémur 1 oben mit 1-1-1 Stacheln, III u. IV oben 1-1-1, seitlich je 1-2;
Patel la III u. IV seitlich je 1 ; Tibia I vom 1-2, hinten 1, unten 2-2-2;
Source : MNHN, Paris
OSTASIATISCHE SPINNEN
437
Metatars I mit basaient und apikalem Wirtel ; Tibia IV seitlich je 1-1-1,
unten 2-2 ; Metatars IV mit einem subbasalen, einem medialen und einem
apikalen Wirtel. Der Céphalothorax ist im Profil auffallend hoch gewôlbt ;
unmittelbar über den Vorderaugen, am Scheitel und am Uebergang ins
I linterdach ist die Krümmung stàrkcr ; die langeren Strecken dazwischen
sowie das Hinterdach sind flacher ; der Scheitel liegt elwas hinter den A.
III, vor und hinter diesem ist die Neigung fast gleich ; in Oberansicht sind
die Vorderaugen unsichlbar, und der Slirnrand ist ziemlich convex. Die
obéré Tangente der Vorderaugen ist stark recurv ; die Seitenaugen liegen
zur Hâlfte über den mittleren ; diese sind doppelt so breit als die seitlichen,
4 mal als das mittlere und mindestens 3 mal als ein seitliches Intervall und
11/4 mal so breit als ihr Abstand vom Clypeusrand ; die Augen II sind
von den vorderen seitlichen weiter als von den A. III entfernt (5: 3) ; sie
liegen fast um ihren doppelten Durclimesser hoher als erstere und um ihren
Iladius tiefer als letztere. Die Mandibeln sind parallelseitig. Der Fémur
des Palps ist gebogen und keulenfôrmig, 4 mal so lang als an der Basis,
2 2/5 mal als vor dem Ende dick ; die Patella bat 7/9 der grossten Femur-
dicke ; sie ist stark gebogen, darum oben convex, hier 1 % mal so lang als
dick ; die Tibia ist wenig kürzer und dünner als die Patella ; der àussere
Endrand ist in 2 fast lângsgerichtele Apophysen ausgezogen ; die obéré
wird erst nach Entfernung der langen und dichten Behaarung sichtbar ;
Source : MNHN, Paris
438
E. SCHENKEL
ihre Lange betrâgt 2/3 von der des Stammes und das dreifache der eigenen
Dicke ; sie ist zylindrisch und am Ende abgerundet ; die untere Apophyse
ist viel kürzer, kompress, und gleicht im Profil dem des Kopfes einer kurz-
schnabeligen Gant. ; der Unterrand ist lângsgerichtet, fast gerade, nur
zuâusserst schwach nach unten gcbogen ; der obéré Hand isl zu cinem fast
halbkreisfôrmigen Lappen ausgedehnt ; das diinne, kurze Ende ist abge¬
rundet ; die Aussen(litclie ist runzlig panktiert ; der Tars ist wenig liinger
als Patella -f- Tibia, 1 2/3 mal so lang als breit, in Unteransicht ist der Bulb
fast so breit als lang. ein schiefwinkliges Parallelogramrn mit stark convexer
Aussenseite und nach hinten vorragender üusserer Basalecke ; im Profil
erscheint er unten blasenartig aufgetrieben ; das hintere Ende ist in eine
kurze, plumpe, etwas deflexe Spitze ausgezogen, «lie fast die Basis «1er Tibia
erreicht.
Die Kopfplaltc ist schwarz, der Thorax ist braun ; «lie Beine sind hell-
braun, der Hinterleib ist oben schwürzlich, an «len Seiten hellbraun ; «lie
Mandibeln und «las Sternum sind etwas dunkler braun ; «1er Baucli ist blass
lehmgelb. Die innersten Hingc um «lie I Vorderuugen sind weiss, oben etwas
gelblich ; darüber ist ein Dach dichtstchender, schwarzer Bürstchen ; der
Clypeus ist trüb orange behaart ; die anliegenden Haare des Céphalothorax
sind schwarz, gegen «lie Spitzen dunkelbraun, meist abgerieben ; am Thorax
finden sich noch einige weisse Haare. Der Palpenfemur ist fast nackt, Patella,
Tibia und Basis des Tars sind dicht weiss behaart. Die anliegenden Haare
der Beine sind hell, aber nicht weiss ; die abstehenden Grannen sind fein
und teilweise sehr lang, braun wie die Stacheln. Die Behaarung der hellen
Partien «les Hinterleibrückens ist dicht und lang, hell brâunlichgrau ; 2
schmale, weit getrennte, den Aussenràndern nâlier liegende schwarze Liings-
streifen sind fein. kurz und unaufTallig dunkel behaart.
Fund : Wahrscheinlich Kloster Dschoni, Kansu, 24. V... (Etik. verwischt) :
1 <?•
Phlegra piohoni n. sp.
(Das Exemplar ging bei der Untersuchung verloren, die Beschreibung
ist darum unvollstàndig.)
: Céphalothorax 2,8 mm lang. 1,9 breit, 1,2 hoch. Abdomen 2,1 mm
lang. 1.9 breit. Vordere Augenreihe 1,4, III. 1,18 min: Augenfeld 1.1 min
lang. Mandibeln 0,8 mm lang, zusammon oben 1 mm breit. Palp 2,07 mm
(. 1 . 7 ' 0,37 0,3 0,7) : Brin I U mm (1,3 ■ 0.',) 0,7 0,7 0,5) ;
III 5,5 mm (1,7 + 0,8 + 1 + 1.2 + 0.8) ; IV 5,7 mm (1.8 0,9 I
1,2 + 0 , 8 ).
In Seitenansicht ist die hint«-re Abdachung etwas steilcr und merklicher
von <l«>r Oberseite verschicden als bei P. potanini ; die obéré Profillinic ist
gleichmâssiger gewtilbt ; «1er Vordcrrand «les Céphalothorax isl in Obcr-
ansicht convex und verdeckt «lie vordcrcn Mittelaugcn. Die vordere Augen¬
reihe ist fast noch sliirker rccurv : die Mittclaugen sind fast doppelt so
breit als die seitlichen, 4 >/2 mal s0 brcit a,s i cflcs fler Intervalle und so
Source : MNHN, Paris
OSTASIATISCHE SPINNEN
439
breit, als der Clypeus hoch ist ; direkt von vom gesehen scheint er nur
halb so hoch ; die A. II stehen in der Mitte zwischen den A. III und den
vorderen seitlichen, auch in mittlerer Hdhe, da sie von den Niveaulinien
derselben je um ihren Radius abstehen. Die Mandibeln sind endwàrts etwas
verschmàlert ; die beiden Zâhne am Vorderrand der Klauenfurche stehen
dicht beisammen und sind gleich gross ; der einzige Hinterrandzahn ist
nicht viel grosser. Die beiden Apophysen der Palpentibia sind etwas ver-
schieden von denjcnigen der P. potanini ; die obéré ist auch zylindrisch,
Fig. 251. — Phlegra pichoni n. sp. <J
a : L. Palp v. aussen ; b : Tare v. unten.
dreimal so lang als dick, kürzer als der Stamm, aber das abgerundete Ende
ist etwas nach aussen gebogen ; die untere Apophyse ist am Ende quer
gestutzt, mit abgerundeter obérer und spitz vorragender unterer Ecke ; der
untere und der Endrand sind ieicht concav, der Oberrand ist leicht convex,
als Ganzes ist sie breiter als lang ; der Bulb hat in Unteransicht auch den
Umriss eines schiefwinkligen Parallelogramms, ist aber gestreckter ; Innen-
und Aussenscite sind langsgerichtet ; erstere ist unbedeutend concav, letztere
hinten nach innen gebogen ; die apikale Seite ist wie die basale schief, erstere
leicht convex, letztere schwach concav ; aile 4 Ecken sind abgerundet ; die
iiusscre basale ragt nicht vor ; in Seitenansicht ist die untere Profillinie
nicht so blasenarlig gerundet, die hintere Ecke ragt kaum vor ; dagegen
ist der Bulb noch weiter nach hinten verlagert bis zur Basis der Tibia.
Source : MNHN, Paris
I 10
E. SCHENKEL
Der Oberseite der Tibia isl lang und <licbl anliegend weiss bchaarl, clic
Apophysen sind grôsstenteils miter der Hehaarung verborgen. Die Meta-
tarsen und Tarsen I u. II sind schwarz und hebcn sich lebhafl von der ±
hellbraunen übrigen Behaarung ab.
Fund : Hangtscheou, Tschekiang, 1925 : I o-
Pellenes denisi n. sj>.
9: Céphalothorax 1,8 mm lang, 1,3 breil, 0,8 hoch ; Abdomen zerstôrt.
Vordere Augenreihe 1,05, II. 1,02, III. 1,3 mm; Augenfeld 0,8 mm lang.
Mandibeln 0,5 mm lang, zusamtnen 0,7 mm breit. Lippe 0.2 mm lang und
breit. Sternum 0,65 mm lang, 0,5 breit. Bein I 3,1 mm (0,92 -( 0,6 + 0,64
Km. 2 ô2. l'rllnirn <lrni*i il. m|i.
9- « : Epigyno trockcn ; b : nntcr FlflrNiglu-it.
+ 0,5 -f 0,44) ; II 2,54 mm (0,74 + 0,5 + 0,5 + 0.4 + 0,4) ; III 3,55 mm
(1,2 + 0,6 + 0,7 + 0,55 + 0,5) ; IV 3,38 mm (1,07 + 0,45 ( 0,67 + 0,64
+ 0,55).
Tibia I unten-vorn mil 1 Slachel vor dem Ende ; Metatars lu. II union
mit je 2 Paaren ; Tibia II unten-hinten mil 1-1 Slachel.
Der Céphalothorax isl in der Mille am breitesten ; die Aussengrenzen
sind gleichmâssig convex ; die I Vorderaugen sind von oben deutlich siclitbar ;
in Seitenansicht erscheint die hinlere Abdachung rniissig steil (45°) und
bildet mit dem Bücken eine kaum gebrochene Kurve, deren Scheitel bei
don Augen III liegt. Die obéré Tangente der I Vorderaugen isl gerade ;
die Miltelaugen sind 2 1 /3 mal su breit als die seitlichen, 8 mal so breil als
die Intervalle und 1 2/1 mal so breit als ihr Abstand vom Clypeusrand ;
die Augen II liegen den vorderen seitlichen unhcdeutcnd nëher als den Augen
III (5 : 5 ]/ 2 ) : ihr Unterrand liegt mehr als um ihren Durchmesser hoher als
Source : MNHN, Paris
OSTASIATISCHE SP1NNEN
441
dcr Oberrand der ersteren, sogar noch um eine Spur hôher als der Unterrand
der letzteren ; das von (len vorderen Seitenaugen und den Augen III gebildete
Viereck ist hinten 1 3/1 mal so breit als lang. Die Mandibcln sind parallel-
seitig. Das Gesclilcchtsfeld isl etwa 1 2/3 mal so breit als lang, quer ellip-
lisch ; es uinschliessl 2 grosse, seicbte, eiformige, vorn zugespitzte, hinten
abgerundete Gruben, die nach vorn elwas convergieren ; der nach hinten
leicht erweiterte trennende Iviel liât vorn etwa ein Drittel, hinten die Hàlfte
einer Grubenbreite ; er erstreckt sich nach hinten nur etwa übber 3/4 der
Grubenlânge ; sein abgestutzter Hinterrand ist dünn, wulstig erhoht und
geht in die erhabenen procurven Ilinterrander der Gruben über ; eine Ver-
liefung hinler diesein Querwulst isl bis zur Bauchfalte in der Mitte hall)
so lang als die Gruben, hinler diesen aber nur hall) so gross. Der Céphalo¬
thorax isl glati und glânzend, schwarzbraun, ebenso Hein I ; die übrigen
Heine sind braun, die Palpen hellbraun. Die Beschuppung des clypeus geht
zwischen und über den Vorderaugen elwas ins brâunliche über Am Hinterleib
sind oben, besonders hinler der Mitte noch cinige schneeweisse Schüp|iclien
erhalten geblielien.
Fund : Etsingol oberhalb Kau-tâh, innere Mongolci, 20. VI 86 : 1 Ç.
Thyene sinensis n. sp.
2 : Céphalothorax 2,9 mm lang, 2,3 breit, 1,15 hocli. Abdomen ohne Spinn-
warzen 3,3 mm lang, 1,8 breit. Vordere Augenreihe 1,5, II. 1,45, III. 1,6 mm ;
Augenfeld mil F.inschluss der Wolbung der vorderen Mittelaugen 1,35 mm
lang. Mandibcln 0.8 mm lang, oben zusammen 1,1 mm breit. Lippe 0,3 auf
0,35 mm. Sternum 1,1 auf 0,6 mm. Hein 1 5,46 mm (1,55 4- 1,35 + 1,2 +
0,7 + 0,66); Il 1,5 mm (1,3 + 1 + 0,9 -f 0,6 + 0,7) ; III 5,5 mm (1,8 +
10,5 + 1 | 0,85 + 0,8) ; IV 5,6 mm (1,75 4- 0,9 4- 1,05 4- U 4- 0,8).
Fémur II oben 1-1-1 Stacheln, der apikale ist klein, die übrigen sind sehr
lsng, aile gebogen, vorn mit 2 kleineren geraden Stacheln vor dem Ende ;
Tibia I von hinten belrachtet unlen mit 1-1-1-1 kurzen Stacheln, der 1.
steht vor der Mitte, die 3 folgenden nalie dem Ende dicht aufgeschlossen ;
Metatarsen I u. Il unlen mit je 2 Paaren ; Tibia II unten 1-2-2?; Tibia
III vorn 1-1, hinten 1-1-1, unlen 2 apikal ; Tibia IV vorn 1-1, hinten?,
unten 1-2; Metatarsen III u. IV mil 2 Wirteln, der subbasale (III) oder
mediale (IV) mit 3-4, der apikale mit 5-6 Stacheln.
Der Céphalothorax isl in der Mille sehr breit, nach beiden Enden verschmâ-
lerl ; beide Endrander sind convex ; in Seitenansicht ist die hôchste Stelle
bei den Augen III ; von da an isl die Profillinie nach hinten nur schwach,
nach vorn etwas slârker geneigl ; der hintere Abdachung ist lang und mâssig
steil. Die obéré Tangente der 4 Vorderaugen ist fast gerade; die grossen
Mittelaugen sind mindestens 3 mal so breit als die seitlichen, 10 mal als
das mittlere. 5 mal als ein seitliches Intervall und scheinbar 4 mal so breit
als ihr Absland vom Clypeusrnnd ; da der Clypeus zurückweicht, ist seine
Breite in Wirklichkeit etwas griisser als 1 /3 Mittelaugendurchmesser ; die
Augen II slehcn den vorderen Seitenaugen elwas nâher als den Augen III
(5 : 6) ; die Augen III sind etwas grosser als II, langlich elliptisch ; obschon
Source : MNHN, Paris
E. SCHENKEL
442
die Reihe III die breiteste ist, scheinen ihre Augen in Oberansicht vont
Seitenrand fast um ihre doppelte Breite entfernt zu sein ; das Viereck aus
den vorderen Seitenaugen und den A. III ist hinten mindestens 1 >/ 2 mal
so breit als lang ; in Seitenansicht liegt der Obcrrand der A. Il auf gleichem
Niveau mit dem Unterrand der A. III, dagegen fasl uni eincn Durchmesser
hôher als der Oberrand der vorderen Seitenaugen. Die Mandibeln sind end-
wôrts stark verschmâlert. Die Lippe ist etwas breiter als lang, vorn voll-
kommen abgerundet ; das Sternum ist nicht ganz doppelt so lang als breit,
eiformig, hinten sturnpf zugcspitzt. Bein I ist pltimper als die übrigen ; der
Fémur ist etwas mehr als halb so diek als lang ; seine obéré Prolillinie ist
gewôlbt, die untere gerade.
Das Geschlechtsfeld ist unscharf begrenzt, hellbraun ; in seiner vorderen
Partie ist ein kleines, quadratisches weisses Feldchen durch 2 parallèle
schwarze Furchen seitlich begrenzt ; seine Oberflftchc ist etwas runzlig
punktiert ; von der Bauchfalte ist es etwas mehr als um seine Liinge ent-
fernl ; hinter diesem Feldchen ist cine etwas grossere, rundliche, aber sehr
schwache Dépréssion ; ausserhalb seiner Seilen ist jederseits ein dunkler
Punkt, der von der schwarzen tîrenzfurche elwa um Feldchenbreite entfernt
ist.
Die Kopfplatte ist braun, mil kupfrigem, an den Seiten stellenweise
grünem Metallschimmer ; massig ausgedchnte Augenhofe sind schwarz ;
die der vorderen Seitenaugen und der A. II hângen zusnmmen, rechts sind
auch die Ilofe der A. II u. III durch eine dünne Bogenlinic verbunden ;
breite, annahernd haibinondfôrmige Aufhellungen neben und hinter den
Augen II u. III sind hell gelblich, sonst ist der Céphalothorax hellbraun;
die Augenringe sind weiss ; in den Intervallen der Y'orderaugen stehen
einige feine, sehr lange, schwarze Haare, ebensolche finden sich aussen unter
dem Augenfeld, so namentlich ein dichteres Bilschel cndwërts gebogener
unter den A. II. Die Beine sind hell orangebraun. Der Ilinterleib ist oben
blass lehmgelb ; 4 grosse schwarze Flecke, das eine Paar vor, das andere
hinter der Mitte, bilden zusammen ein queres Rechteck ; 2 plumpere und
dazwischen ein feinerer Querbarren schliessen sich hinten an, werden nach
hinten allmahlich heller und sind durch eine ebenfnlls wcniger dunkle
Mittelbinde unter sich und mit den hinteren Rechtcckflecken verbunden ;
Fleckchen und Striche von ahnlicher Nuance stehen noch zwischen und
vor den Rechteckllecken ; hinter dem Vorderrand stehen zerstreule, lange
schwarze Haare, sonst sind die feinen absteheiiden Hërchen weisslich ;
irisierende, grime und rote Schüppchcn bilden auf der Hinterhiilfle eine
schmale Mittelbinde, die vorn an eine ahnliche, dünne procurve Querlinie
stosst ; diese bildel den Vordcrrandsaum der hinteren Rechleckflecke bis
zu deren Mitten ; eine dünne Querlinie aus weisslichen Perlmutterschüppchen
süumt den Vorderrand des ersten Querbarrens hinter dem Rechteck ein.
Die oberen Spinnwarzen sind dunkel graubraun, die unteren gelblich. Die
Unlerseite des Vorderkorpers ist hell orangebraun ; der Bauch ist hell gelb
mil 3 dünnen, aus vcrschmolzcnen Strichen und Punkten entstandenen
schwarzen Langsbinden.
Fund : Wuchang, 1937 ; 1 ?. 2 Juv.
Source : MNHN, Paris
OSTASIATISCHE SPINNEN
443
Source : MNHN, Paris
444
E. SCHF.NKEL
Carrhotus pichoni n. sp.
$ : Céphalothorax .'5,8 mm lang, 2,9 brcit, 2 hoch. Abdomen fehlt. Vordcre
Augenreihe 2,.‘5, 11. 2,15, III. 2,3 mm ; Augenfeld 1.8 mm lang. Mandibeln
1,8 mm lang, zusammen ebenso breit. Palp 4,3 mm (1,6 + 0,9 -(- 0,7 -f 1,1).
Bein I 12,7 mm (3.3 -f '2,1 | 3,1 l 2.5 + 1,4) ; II 9,3 mm (2.(1 -f 1.7 + 2,2
+ 1,6 + 1,2); III 8,3 mm (2,4 + 1,4 + 1,8 -f 1,6 -f 1,1); IV 8,1 mm
(2.4 + 1,25 + 1,65 + 1,7 + U).
Aile Femora obcn mit 1-1-1 Stacheln, I u. II vorn 2, III u. IV vorn 2,
hinten I ; Aile Patellen seitlich je 1 ; Tibia lu. Il vorn 1-1-1, hinten 1-1,
unten 2-2-2; III u. IV oben basal 1. seitlich une! unten je 1-2; Metatarsen
I-lll mit 2 Wirteln, (1er prâmediale mil 4, (1er apikalc mit 5 Stacheln;
M. IV mit 3 Wirteln, (1er basale mit 4, der intermédiare mil 2. der apikalc
mit 5 Stacheln.
Der Céphalothorax isl kurz, breit und hoch, hinter der Mitte am breite-
slen ; in Seitenansicht ist die hôchste Stelle bei den A. III ; nach vorn ist
die Profillinie slârker gencigt und gewolbt aïs nach hinten ; die ausgedehnte
hintere Ahdachung isl mâssig steil ; die kurze Millelrilze liegt zwischen
den Augen III ; dièse sind mindestens uni ihren Durchmesser vorn Seiten-
rand entfernt. Die obéré Tangente der Vorderaugen isl gerade ; die Mittel-
augen sind 2 2/7 mal so breit als die seillichen und als ihr Abstand vorn
Clypeusrand, 11 mal als das mittlere und 8 mal als ein seitliches Intervall ;
die Augen II sind etwas weifer von den vorderen seillichen als von den
Augen III entfernt (11 : 9) ; das Hechtcck (1er vorderen seillichen und der
Augen III isl 1 2/3 mal so breit als lang; die Augen 11 slehen uni ihren Durch¬
messer liiiher als der Obcrrand der vorderen seillichen und ihr Oberrand
liegt um eine Spur hiilier aïs der Unterrand (1er Augen III. Die Mandibeln
sind ziemlich gross, fast doppelt so lang, als das Gcsicht hoch isl, nach
unten etwas vorragend ; die beiden Zâhne des Vorderrands der Klauen-
furche sind klein und nahe beisammen, der basale isl kleincr ; der einzige
Zahn des Hinterrands ist betrâchtlich grosser als der apikalc vordere. Der
Fémur des Palps ist etwas gebogen und schwach keulenformig, 3 mal so
lang als vor dem Ende dick ; die Patella isl auch gebogen und an der Basis
etwas verengt, etwas deprimiert, da die Hohe nur 3/4 der Breitc ausmacht ;
lelztere kommt der Dieke des Fémurs gleich ; die Patella isl fast doppelt
so lang als breit ; die Tibia isl nicht gebogen. seitlich zusammen gedrückt ;
die Breite betrâgt nur 2/3 der Ilohe und 5/8 der Breitc der Patella ; sic
isl fast 1 y 2 mal so lang als hoch, melir als doppelt so lang als breit, die
Apophyse nicht gerechnet, etwas kiirzer als die Patella ; ihre Behaamng
ist, besonders innen. dicht, fein und langer als der Stamm der Tibia ; die
Endapophyse aussen-unten ist kurz. etwa 2/5 der Stammlange. in Unteran-
siclil schlank und spitz keilformig, ISngs gerichtel : im Profil schaut sic
etwas abwarfs. wenigstens der obéré Band ; das Ende ist ganz. schwach
nach unten gebogen. Der Tars ist wenig langer als die Patella und etwa
so breit wie diese, nicht ganz doppelt so lang als breit ; der Bull» in llntcran-
siclil isl melir als doppelt so lang als breit, hinten derarl vcrschmàlcrt.
Source : MNHN, Paris
OSTASIATISCHE
445
dass sein Umriss einer menschüchen Fussohle gleicht ; die Ferse ist etwas
nacli innen gewendet, auf der Innenseite vor dem abgerundeten Hinterende
etwas eingebuchtet ; das apikale Bulbende wird durch eine mittlere Làngs-
furche in 2 Lappen zerteilt ; der âussere ist abgerundet, der innere überragt
ihn betrachtlich ; sein Ende ist als plumper, zugespitzter Hacken nach aussen
gebogen ; der Aussenrand des Tars ist kurz, der innere lang behaart, doch
nicht so lang als die Tibia.
Der ganze Vorderkôrper ist dunkelbraun, an den Seiten der Kopfplatte
und des Thorax etwas verdunkelt. Die Mandibeln und das Gesicht sind
fein und wenig dicht hell behaart ; vorn am Kopf stelien vereinzelte, làngere
schwarze Borsten ; etwas dichter stehen solche, gekrümmte ausserhalb
der vorderen Seitenaugen ; der Céphalothorax ist oben glatt und glânzend,
mit spârlichen Borstchen bestreut ; hellbràunliche anliegende Hârchen
bilden ein dtinnes Hufeisen, dessen Aeste unter den Augen III anfangen
und in betrachtlicher Entfernung den Thoraxràndern parallel verlaufen ;
es fasst die Scheibe des Thorax ein. Der Hinterleib eines viel kleineren
Exemplars ist oben schwârlichbraun mit einigen hellen Punkten.
Fund : Hangtscheou, Tschekiang, 1925 : 2 1 Juv.
Source : MNHN, Paris
i:iii:nkki.
440
Die 5 folgcnden Arien : iluuidi, Ischekiangensis, lesserli, cavaleriet und
berlandi stelle ici», mil ITagezeichen allcrdings, zur Gallung Dexippus
Tliorell. Patelin -| Tibia von Hein III isl kürzer als von U. IV ; beini von
I). lesserli, aber niclil beim + sintl sie gleicli lang. Hein IV isl liingcr als 111.
Die Melalarsen l\' sind langer als die Tarsen. Das Sternum isl langer als
breil, naeh vorn bis nuf die Hreite der Lippcnbasis verschmülerl, duch
hleibcn die Hüflen I weit gelrennl. Die Melalarsen III u. IV' sind reich-
licher bestachell als die von Alenemerus ; sie tragen meisl .5-1 Stacheln
am Grunde, 2-3 in der Mille und 5 ain Knde ; nur 3 basale und 3 apikale
tragl Mel. III von I). Ischekiangensis ; von deii I proximalen Stacheln
am Met. III von U. dtwidi u. I). ravaleriei sind 2 etwas enlfcrnler von der
Hasis, fast submedial. Der Cephalolhorax isl nur 1 / 2 mal so lang als breil
oder etwas kürzer ; bei den Mânnclu-n (davidi a. lesserli) sind die Seilen
stürker gerundel erweilert und üborragen die A. III merklieh ; bei den
Weibchen isl die Krweitenmg nur gering. Die Hohe des Céphalothorax
komml seiner liai ben Liinge gleich oder isl etwas geringer ; entsprechend
isl die hintere Abdaeluing verscliieden sleil : die I’rolillinie davor isl mjissig
convex, am stârkslen bei I). ravaler ici. Der Clypeus isl entweder bail» so
lioch als der Durchmesser der vordoren Millelaugen oder uiedriger bei D.
lesserli u. ravaleriei. Das Augenviereck isl bei den Weibchen parallelseitig,
bei den Münnchen hinten elwas schmâlcr ; die Augen II stelien annëhernd
in der Mille der Viereckseilen ; bei I). davidi und Ischckianÿensis sind sie
unbedeulend nach vorn gerüekl ; die vordere Augenreilie isl miissig recurv,
die obéré Tangente isl gerade, bei 1). ravaleriei sebwach proeurv ; die Inter¬
valle der Vorderaugen sind klein, besonders bei Ü. berlandi u. Isrhekian-
gensis. Die Mandibeln sind subvertikal, parallelseilig, bei den Münnchen
langer als bei den Weibchen. Die Lippe isl langer als breil. Die Patellen
III tragen beidseitig oder nur hinten 1 Slachel. Der Hinlerlcih der Mënnchen
ist nach hinten zugcxpitzl, der «1er Weibchen elliptiscb. Mit Ausnahme
von l). Irhekiangensis sind «lie Mainillcn ziemlich lang.
Dexippus ? davidi n. sp.
cJ : Céphalothorax 2,6 mm lang, 2 breil, 1,3 lioch. Abdomen ohne Spinn-
warzen 3 mm lang, 1,6 breil. Vordere Augenreilie 1,5, II. 1,34, III. 1,4 mm ;
Augenfeld 1,35 mm lang. Jede Mandibel 1,05 mm lang, 0,46 breit ; eine
Maxille 0,7 mm lang, vorn 0,4 breil ; Lippe 0,48 auf 0,38 mm ; Sternum
1,1 auf 0,8 mm. Palp 2.18 mm (0.8 -f 0,38 + 0,3 | 0,7). Hein I 0.7 mm
(1,8 -f 1,8 + L5 -f- 1.1 -f 0.7) ; II 5,8 mm (1,7 + I | 1,2 | 1.2 -p 0,7) ;
III 5,6 mm (1,7 + 0,9 + 1,1 + 1,2 + 0,7) ; IV 6,3 mm (1,8 + 0,9 -p 1,3
+ 1,6 -p 0,7).
Aile Femora oben mil 1-1-1 Stacheln, I vorn 2, Il seillich je 1. III vorn 1,
hinten 1-1, IV vorn 1. hinten 2 ; Patellen III u. IV hinten je I ; Tibia I seil-
licli je 1-1, unten 2-2-2, Metatars vorn 1-1-1, hinten 1-1, unten 2-2, der
erstc vordere-untere Stachel isl abnorm dick u. dunkel ; Tibia II vorn 1-1-1,
hinten 1-1, Métal, seillich je 1-1, unten 2-2 ; Tibien 111 u. IV seillich je 1-1-1,
Source : MNHN, Paris
OSTASIATISCIIE SP1NNEN 447
unten 2-2, Melatars 111 mit basalem Wirtel von 1 Stacheln, dieoberen elwas
nâher der Basis als die unteren, «1er apikale Wirtel wahrscheinlich mit 5 Sta-
ebeln ; Melatars IV mil 3 Wirteln zu 3, 3, 5 Stacbeln.
Der Céphalothorax isL kurz, breit und hoch ; das Augenfeld olme die
Wolbung der vorderen Mittelaugen ist cher elwas langer als der Thorax.
Die obéré Tangente der Vorderaugen ist gerade ; die Mittelaugen sind
2 fi mal so breit als die seitlichen, 6 mal als das mitllere, 8 mal als ein seit-
licbes Intervall und 2 mal als der Absland vom Clypeusrand ; die Augen
II stehen den vorderen seitlichen elwas nâher als den A. III (3 : 4) ; letztere
scheinen in Oberansicht mindestens um ilire doppeltc Breite vom Seiten-
rand abzustehen ; das Viereclc der vorderen Seilenaugen und der Augen
III ist 1 1/3 mal so breit als lang ; die Reihe III ist unbedeulend schmâler
als die vordere. Die Mandibeln sind ziemlich gross, nach unten etwas vor-
ragend und auseinanderweichend ; jede ist mehr als doppelt so lang als
breit, parallelseitig, vor den Furchenzàhnen von innen lier um ein Drittel
verschmâlert und etwas nach aussen gebogen ; die beiden Zalme des Fur-
chenvorderrandes stehen nahe beisammen, der basale ist viel kleiner ; der
I linterrandzahn ist wenig langer, aber plumper als der apikale vordere.
Die Lippe ist lânger als breit, endwârts etwas verschmâlert, am Ende ge-
rundel-gestutzt. Das Sternum ist elliptisch, vom mit sclimaler Abstutzung-
hinten sehr stumpf zugespitzl. Der Fémur des Palps ist 2 >/ 2 mal so lang
als vor der Mille dick, endwârts verschmâlert ; die Patella liât liôchstens
2/3 der grosslen Femurdicke ; sie ist endwârts erweilert, am Ende 1 3/4
mal so dick als an der Basis ; die obéré Profillinie ist 1 3/4 mal so lang als
die apikale Dickc ; die Tibia ist etwas kürzer und an der Basis diinner als
die Patella, am Ende aber gleich dick wie diese ; in Aussenansicht ist die
obère Profillinie 1 2/3 mal so lang aïs die Dicke an der Basis, die untere
dagegen fast gleich lang wie letztere, das Ende ist also schief geslulzt ;
die Mitte des àusseren Endrandes ist in eine kurze, spitze, leicht abwàrts
schaucnde Apophyse ausgezogen, deren Lânge = 1/3 der oberen Profillinie
ist ; aucli in Unleransichl ist die Tibia endwârts verbreilerl und der Endrand
sclirâg nach aussen-vorn gerichtet ; die Apophyse erscheint hier als dünne
Spitze, die mit dem Endrand fast einen rechten Winkel bilder, nach vorn
und schwach einwârts gerichtet ist ; der Tars ist kaum breiler als die übrigen
Glieder, mehr als doppelt so lang als breit, etwas lânger als Patella + Tibia ;
der Bulh ist doppelt so lang als breit ; sein Innenrand ist lângsgerichtet,
in der Mitte etwas concav ; er bildet die Grundlinie eines sehr stumpfwin-
kligen gleichschenkligen Dreiecks, dessen Spitze, aussen, breit abgerundet
ist ; die hintere, innere Ecke ist abgerundet, der vorderen sitzt ein schlanker,
spitzer, etwas nach aussen gebogener Dorn auf ; die hintere, âussere Seite
ist gerade, die vordere durch eine eindringende Furche in 2 Lappen zerteilt.
Die Kopfplatte ist dunkel rotbraun, hinten flachwinklig eingebuchtet ;
die Vorderaugen und die A. II sind jederseits durch einen gemeinsamen
schwarzen 1 lof verbunden, die Hofe der A. III sind davon getrennt ; der
âusserste Band des Thorax ist dunkel, scharf von der breiten, gelbbraunen
Randbinde getrennt ; der Rest des Thorax ist hell rotbraun mit grossem,
rundlichem gelbem Fleck hinter der Kopfplatte ; die etwas dunklere Fâr-
Source : MNHN, Paris
sincl hell rotbraun mit dunkeln Submarginalstrichen auf (1er Lippe. Das
Sternum, wie auch die Hüften III u. IV sind gelbweiss, Jlüfle II and noch
mehr I sind etwas gebraunt ; der Fémur I ist dunkel rotbraun mit hellerer
Source : MNHN, Paris
Oberseile ; Pàtella und Tibia sind hell rotbraun, die beiden Endglieder
wuisslichgelb, der Metatars mit dunkelm Ende ; Bein II ist etwas heller
als I, die Mille der Tibia ist aufgehellt ; die Beine III u. IV sind ziemlich
hell gclbbraun. Der Riicken des Hinterleibs ist graüjich gelbweiss ; einc
durchgehende, mâssig breile, bel rotbraune Millelbinde ist nach hinten
schlank keilartig verschmalert. Aid dem Clypeus isl in der Mille ein dicht
weiss beschupple-i Dreieek, desscn Spilze nach untcn schaut ; die Kopf-
plalle isl vorn in (1er Mille weiss beschuppt, untermischt mit dunkeln
Borslen, sonst sind ihre Schuppen hell, irisierend ; der runde Fleck hinter
der Kopfplatle un i die hellen Rindbinden sind wieder weiss ; die Schuppen
des Hinterleibs sind perlmutterglânzend : ebensolche nebst weissen finden
sich an den Beinen, sind aber meist abgerieben ; die weissen slehen an den
hellen Ringen der Tibien.
Fund : West Tschekiang, IV 1873 : 1
Dexippus ? tschekiangensis il. sp.
+ : Céphalothorax 2.5 mm lang, 1,7 breit, 1 hoch. Abdomen obne Spinn-
warzen 3,1 mm lang, 2,2 breil. Vordere Augcnreihe 1,4 mm, II. 1,28, III.
1,1 mm ; Augenviereck 1,23 mm lang. Mandibeln 0,5 mm lang, zusammen
0.75 mm breit. Jede Maxille 0.0 mm lang, vor dem Ende 0,3 mm breit ;
Lippe 0,32 mm lang, an der Basis 0,28 mm breit. Sternum 1,07 mm lang’
0,07 breit. Bein I 3,8 mm (1,1 + 0,7 + 0,8 + 0,7 + 0,5) ; II 1,8 mm (1,5
•t- 0,07 | 1,03 | 1,2 | 0,4) ; III 4,2 mm (1,3 + 0,7 + 0,7 + 1,1 +0 4) •
IV 4,35 mm (1,35 + 0,7 + 0.9 H- 1 + 0,4).
Aile Femora oben mit 1-1-1 Stacheln, I vorn, II-IV seitlich je 1 ; Patella
|I-IV seitlich je I ; Tibia 1 seitlich je 1-1, unten 2-2-1 ; Métal. I-III seitlich
je 1-1. unten 2-2 ; Tibia III vorn 1-1, hinten 1-1-1, unten 1-2; Tibia IV
\\ie III ; basaler Wirlel des Mêlai. IV mit 2, medialer mit 3, apikaler mil
5 .Stacheln, aucli die übrigen Metatarscn haben einen apikalen Wirtel von
mehreren Stacheln.
Der Céphalothorax ist von der breitesten Stelle etwas hinter den A. III
nach vorn nur schwach und fasl geradlinig verschmalert ; im Prord liegt
der Scheitel etwas vor den A. III ; der Abfall nach vorn und hinten ist
fasl gleicli geneigt, nur nach vorn schwach convex ; das Hinterdach ist
màssig steil. Das Augenfeld ist gleicli lang wic der Thorax. Die obéré Tan¬
gente der Vorderaugen ist schwach procurv ; die Mitlelaugen sind doppelt
:, ° Oreil als ihr Abstand vom C.lypeusrand, fast 3 mal so breit aïs die Sei-
Lenaugen, 7 m il als ein seitliches Intervall, das niiltlere Intervall ist fast = 0 ;
Die Augen II stehen etwas nâher beiden vorderen seitlichen aïs bei den
A. III (3 ; 1 ); letztere scheinen in Aufsicht etwa uni ihre Breite vom Sei-
lenrand getrennl ; das Augenviereck ist 1 1/3 mal so breit als lang; im
Profil licgen (1er Oberrand der vorderen seitlichen und der untere der A. III
auf gleichem Niveau, die A. II mindestens um ihren Durchmesser darüber.
Die Mandibeln sind kaum halb so lang aber fast so breit wie die des $ von
/). dtwidi, parallelseitig ; Mundteile und Sternum sind àhnlich wie bei diesem.
Mémoires uu Muséum. — Zoologie, t. XXV 20
Source : MNHN, Paris
Das Geschlechtsfeld ist 1 1/1 mal so breit als lang, vorn «crumiel ; die
hinteren Teile dcr Aussenrander sind fasl geradlinig und convcrgiercn nach
hinten ; dcr quere Hinterrand ist ebenfalls «crade, ctwas mchr als halb
so breit als das Feld und liegl ctwas vor «1er Bauchfalte ; die Hinlereckcn
sind wenig abgerundet ; ein quer elliptisches, zentrales (irubehen ist elwa
halb so breil als das Feld, 1 f 2 mal s0 hreil als lan K : <lil “ B ™ il « ,l<,r erhabenen
rotbraunen Umrandung kommt etwa der Lânge des Grilbchens gleich.
Die Kopfplatte und die Randbinde des Céphalothorax sind weisslieh, der
ausscrlc Kami isl schwarzbraun ; dttnne rolbraune Linicn sàumen die
llandbinden oben ein und biegen hinlen nach vorn uni, ohne sicli in der
Mille getrofïen zu haben ; die geradlinigen Fortsetzungen divergieren nach
vorn und sind hinter der Kopfplatte durch cinen recurven Bogen verbunden.
dessen Enden gehen nach aussen in procurve Linicn liber, die den Best
der Kopfplatte einfassen ; die von diescr LiniciifÜhrung umgrenzten Zwi-
schenfelder sind unregelmâssig rotbraun gefleckl. Die Mandibeln sind
biassbrann, die Palpen weiss. Die Beine sind hellbraun ; un den Seiten
von Bein I findet sich rolbraune Hingelung arn Ende des Fémurs, der Basis
dcr Patella und an Basis und Ende der Tibia; bei den Beincn II-1V ist
Source : MNHN, Paris
U ST A S i ATI sait: SI*IN NI- N
-ir>i
davon kaum eine Spur vorhanden. Die Unterseite des Vorderkôrpers ist
gelbbraun. Der Hinterleib ist oben bràunlicliweiss, wenig dichl mit hell
rotbraunen randen und iângliclien Tupfen bestreut ; der grossie, auffàlligste
derselben ist ein kurzcr metlianer Langslleek vor den Spinnwarzen ; davor
durchziehl den Rücken eine mitllere Langsbinde, enlstanden aus 3 grôsse-
ren, aneinanderslossenden Dreiecken, deren Grenzen durch Fleekenreihen
gebildel werdcn ; die Grundlinien sind d procurv, die Seiten concav, die
Flàchen ungefleckt ; die Hinterleibsseiten sind nicht gefleckt ; der Bauch
liât grauliche Tonung ; bei einem anderen Exemplar ist die Zeichnung selir
reduzierl. Die Kopfplatte, der CJypeus und die Randbinden des Thorax
sind dichl weiss beschuppt : zwischen CJypeus und Augen, sowie ausserhalb
der letzlercn sind braune Schuppen : die Flecken der Oberseite sind gold-
braun, der Grund ist weiss ; die Hiiften sind oben dicht weiss beschuppt,
die Heine auch, aber dünner, ebenso die Palpen ; die Mandibeln sind nackt.
Die Unterseite ist weiss behaart, das Sternum ziemlicli dicld, die Ilüften
spàrlich.
Fund: West Tschekiang, IV 1873: 2 $.
Dexippus ? lesserti n. sp.
Céphalothorax 1,95 mm long. 1,1 breit, 0.9 lioch. Abdomen ohne
Spinnwarzen 2mm lang, 1,1 breit. Vordcre Augenreihe 1.2, II. I, III. 1,1 mm ;
Augenfeld 1, Thorax 0,95 mm lang. Mandibeln 0,9 mm lang, zusammen
0,8 mm breit. Jede Maxille 0,0 mm lang, vor dem Ende halb so breit ; Lippe
0.38 mm lang, 0,28 breit. Sternum 0,9 nul'0.55 mm. Patella des Palps 0,3 atif
0,24 mm, Tibia fast 0,2 mm lang und breit, Tars 0,7 auf 0,3 mm. BeinI
5,3 mm (1,5 + 0,9 -f 1,3 + 0.8 -| 0,8) ; II 1,35 mm (1.2 -|- 0,7 -| 0,9 + 0,85
+ 0,7) ; III 4,5 mm (1,2 -|- 0,7 -f 1 -f 1 -f 0,6) ; IV 5,1 mm (1,5 4- 0,0
+ 1,1 + 1,2 -f 0,7).
Aile Femora oben mit 1-1-1 Stachcln, I vorn 2, II vorn 1-2, III u. IV
vorn 1-1 ; Patella II vorn, III seitlich, IV hinten je I ; Tibia I vorn 1-1,
liinten 1. unten 4 Paare oder 2-2-1 -2 ; Metatars ] vorn 1-1, hinten 1 am
Ende, unten 2-2: Tibia II vorn 1-1, hinten 1-1-1, unten 2-2-1 ; Metatars II
seitlich je 1-1, unten 2-2 ; Tibia III vorn 1-1, hinten 1-1-1, unten 1-2; Meta-
tars III vorn 1-2, hinten 1-1-2, unten 2-2 ; Tibia IV vorn 1-1, hinten l-l-l-l,
unten 2-2 ; Metatars IV seitlich je 1-1-2, unten 2-2.
Der Céphalothorax ist nacli vorn etwas weniger versehmâlert ; die Augen
III scheinen nur um ihre Breite vorn Seitenrand entfernt; im Profil liegt
der Scheitel der dorsalen Wolbung über dem Ilinlerrand der Augen III ;
die Neigung ist von da nach vorn und hinten gleicli ; das Augenfeld i l
ebenfalls gleich lang wie der Thorax. Die obéré Tangente der Vorderaugen
ist gerade ; die Mitlelaugen sind 2 I / I mal so breit aïs die seitlichen, 13 mal
als das mittlere, 7 mal als ein seitliches Intervall und 3 3/5 mal so breit
als ihr Abstand vom Clypeusrand ; die Augen II sind von den vorderen
seit lie lien wenig weilcr entfernt als von den Augen III (5:4); sie liegen
fast auf gleichem Niveau wie der obéré Rand der ersteren und der untere
Source : MNHN, Paris
i:nki:i
(1er letzteren ; lias Augenviereck isl vorn elwas hrciler, hier I >/ 2 mal sa
breit als lang. Die Mandibeln siml ebenfalls gross, jede melir als doppell
so lang als breit, parallelseitig, mir zu imtersl elwas auswiirts gebogen,
doch wcniger als bci dem cj von I). daoidi ; der Unlerramlzalm chr Klauen-
furche ist gross, dreieckig ; (1er apikalc Zalin des Vorderrands isl viel klcmer ;
vor ihm isl der Rand auf kurzc Slrecke convex ; der basale Vorderrandzahn
ist cin spitzes Kornchen elwas entfernt vom apikalen. In Unteransichl
isl die Patel la des Palps kaum langer als breit : die Tibia isl kiirzer and
schmâler, fast rundlich im l'mriss. docli i l der F.ndrand auch sclirüg nach
aussen-vorn gerichtet ; die Apophyse isl melir nach untcn vcrsehohcn.
hall) so lang als der Slamm, dünu, endwârts nur wenig verschmalert, am
Ende abgerundel, nach vorn und elwas nach anssen gerichlet nnd schwach
auswârls gekrümmt ; der Tars isl in der Basalhiilfle der Anssenseile convex ;
die Kndhaifle isl cndwürls elwas vcrschmâlcrt. am Knde wenig scliicf ge-
stulzl ; der Iiulb isl melir als doppell so lang als breil ; die hinlere innere
Ecke isl nur mâssig abgerundel und rcichl fast bis zur l’alella znrück ;
die Endabslulzung isl selir sehief, mil einem Kinschnill in der .Mille: von
don so gcbildelen I.appen iiberragl der innere den iiiisseren bedeulend ;
er isl endwârts stark verjiingt und laufl in 2 kurze Spitzchcn ans ; «las
âussere isl am Ende abgerundel ; das innere isl eine kleine Kralle, die nur
wenig niihcr dem Ende slelit ; die langen Hnare des Inneiirandes der Lamina
sind im basalen Drittel dünn, weiter endwârts werden sie kiirzer aber kriif-
tiger.
Die Kopfplalle isl gelb ; die ausgedehnlen schwar/.en Ilofe der Augen II
rcichen nach vorn bis zu den Rândern der vorderen Seilcnaugen ; die J lofe
der Augen III sind nach iniien entwickelt und mil den vorlier erwühnlen
durch dünne Slriche verbunden ; der âusserste Rand des I borax isl dunkel,
die breilc Randbindc darübcr isl brnungclh ; ihre obéré (irenze ist braun,
vorn dünn, nach hinten allroâhlich betrâchllich erweilerl, in der Mille
unterbrochen : der Rest des Céphalothorax isl hellbraun. Der Clypeus und
die Mandibeln sind hellbraun, letztere mil dünnen braunen Lângslinicn.
Die Palpen sind hellbraun, der Tars ist dunkler. Die Unterseite des Vorder-
korpers ist blass braunlicli. Die Reine sind blassgelb ; das erste Paarisl elwas
dunkler, sein Fémur isl an den Seiten. die Tibia soillich an Hasis und Ende
gebràunt. Der Hinterleib ist oben blassbraun, auf der Vorderhâlfle mit
schwachen Umrissen eines schmalen, geslreckt rhombischen Cardialslrcifens,
die nach hinten deutlicher werden ; vorn findet sicli noch ein dünnes braunes
Hufeisen, hinten 3 Paare dünner brauner Schràgstriche, von denen sich die
vorderen am wenigsten, die hinteren am meisten der Lângsrichtung nâlicrn ;
ein kleiner schwarzer Punkl liegt am Itinlerende liber den Spinnwarzcn.
$: Céphalothorax 2 mm lang, 1.3 breit, 1 hoch. Abdomen oline Spinn-
warzen 3 mm lang, 1,85 breit. Vordere Augenreihe 1.1. II. 1. III. 1.1 mm;
Augénfeld 0,9, Thorax 1.03 mm lang. Mandibeln 0,6 mm lang. zusammen
0,7. r ) breit. Jede Maxille 0,5 mm lang, vor dem Ende 0,28 breit. Lippe 0,28
mm lang an der Rasis 0,2 breit. Rein I 3,24 mm (1 + 0,52 I 0.7 4- 0.7 -f
0 32) • II 2 95 mm (0.9 + 0.5 + 0,6 + 0,58 + 0,37) ; III 3.35 mm (0,97 +
0 5 + 0 72 + 0,76 + 0,4) ; IV 4,18 mm (1,24 + 0,55 + 0,95 4- 0.94 + 0,5).
Source : MNHN, Paris
0 STASI ATI SCHE SP1NNEN
453
Source : MNHN, Paris
451
E. SCHENKEL
Aile Femora oben mit 1-1-1 Stacheln, I u. II vom, III u. IV seitlich mit
je 1 ; Patellen III u. IV hinten mit 1 ; Tibia I seitlich je 1, unten 2-2-2;
Metatars I oben apikal 2, unten 2-2; Tibia II vom 1-1, hinten 1, unten
2-2-2; Metatars II seitlich je 1-1. unten 2-2; Tibia III hinten 1-1 ; Meta¬
tars III seitlich je 1 nahe (1er Basis, Enclwirtel mit 5; Tibia IV seitlich je
1-1, unten 1-1-2; Metatars IV oben 2-2, unten-hinten 1-1, dazu Endwirlel
mit 5.
Das Augenfeld ist etwas kürzer aïs der Thorax. Die vorderen Mittelaugen
sind 2 y 2 mal so breit als die seitlichen und als ihre Abstande vom Clypeus-
rand und 3 3/1 mal als die subegalen Intervalle ; die Augen II stehen unbe-
deutend nâher bei den vorderen seitlichen als bei den A. III (10: 11); das
Augenviereck ist 1 4/9 mal so breit als lang ; im Profil liegen der Oberrand
der vorderen seitlichen und der untere der A. III auf gleichem Niveau, die
A. II um ihren Durchmesser darüber. Die Mandibeln sind viel kürzer als
beim <$, zusammen breiter aïs lang ; der basale Vorderrandzahn der Klauen-
furche ist nocli etwas weiter vom apikalen entfemt. Die Lippe ist auch
langer als an der Basis breit, emlwarls ypitzbogig verschmiilerl, aber nm
Ende abgestutzt. Das Geschlechlsfeld ist fast quadratiseh, hinten an der
Bauchfalte mit geradem scharfem Rand, oben eben mit mflssig ticfer rundli-
cher Grubc, deren Boden nach vorn ansteigt und in die Feldflüche übergeht ;
unter Flüssigkeil ist die Grube undeutlich ; Aussenrfinder und Hinlerrand
der Grube sind vorhanden ; letzlerer ist vom Hinterrand des Feldes um
die halbe Lânge der Grube entfernt ; der Raum dazwischon ist eben und
lâsst auch trocken ein Paar brauner Samentaschen durchschimmern.
Die Fürbung des Céphalothorax ist ahnlich wie beim çj, doch ist die Kopf-
platte mchr grau, bei den schwarzen Augenhofen sogar wciss ; weiss ist
auch eine dünne Mittellinie und ein Querstrich zwischen den vorderen Seiten-
augen. Der Rücken des Hinterleibs ist etwas blasser, faliler ; die Zeichnung
ist ahnlich wie beim J, bei einem Exemplar fast verschwundcn. Die weisse
Behaarung ist meist abgeriebcn.
Fund : West Tschckiang, IV 1873: 1 J, 2 Ç.
Dexippus ? cavaleriei u. sp.
Ç: Céphalothorax 2,2 mm lang. 1,5 breit, 1,1 hoch. Abdomen 3 mm lang,
2 breit. Vordere und III. Augenreihe je 1,1 mm ; Augenfeld 1,15, Thorax
1,05 mm lang. Mandibeln 0,0 mm lang, 0,8 breit; eine Maxillc 0,55 auf
0,3 mm; Lippe 0,25 mm lang, an der lia is 0.22 breit. Sternum 0,95 auf
0,03 mm. Bein I 4,2 mm (1,2 ! 0,7 ! 0,9 4 0,7 4 0,7); Il 3,6 mm (1,2
| 0,5 + 0,7 4- 0,6 -F 0,6) ; III 4,4 mm (1,2 4 0,6 4 0,9 + 0,9 4 0,8) ;
IV 1,9 mm (1,3 • 0,61 1,1 ■ 1.1 0,8).
Fémur 1 oben mit 1-1-1 Stacheln, seitlich je 1 ; Tibien I u. II unten mit
2-2-2, I seitlich je 1-1. II seitlich je 1-1-1 ; Metatarscn lu. II seitlich je 1-1,
unten 2-2 ; Tibien III u. IV vorn 1-1, hinten 1-1-1, unten 1-2 ; Metatars III
mit subbasalem Wirtel von 1 und apikalem von 5 Stacheln. am Met. IV
besteht der basale Wirtel ans 3. der médiale ans 2. der apikale ans 5 Slacheln.
Source : MNHN, Paris
0STASIAT1SCHE SPINNEN
455
Der Céphalothorax ist nach vorn kaum verschmàlert ; die Seitenbuchten
sind sehr flach ; der Thorax ist kaum so lang als das Augenfeld ; im Profil
üegt der Scheitel des hohen Céphalothorax hinter den A. 111 ; der Abfall
nach hinten ist betràchtlich, die Grenze gegen die màssig steile hintere
Abdachung verwischt ; nach vorn senkl sich die Profillinie viel schwàcher
und ist wenig gewôlbt. Die obéré Tangente der Vorderaugen ist leiclit pro-
curv ; die Mittelaugen sind doppelt so breit als die seitlichen, 7-8 mal so
breit als die Intervalle und 5 mal als ihr Abstand vom Clypeusrand ; die
Augen II sind von den vorderen seitlichen etwas weiler als von den Auges
111 cntfernt ((i : 5), von den A. III um den Durchmesser derletzteren ; das
Rechteck aus den vorderen Seitenaugen und den A. III ist 1 % ma * s0 * )rc * t
als lang ; der obéré Rand der vorderen seitlichen und der untere der Augen
III liegen auf gleichem Niveau, die A. II um ihren Durchmesser darüber.
Die Mandibeln sind parallelseitig ; der Vorderrand der Klauenfurche tragt
2 Zàhne, die von einander weit getrennt sind ; der apikale ist grôsser als
der basale, aber kleiner als der kràftige Hinterrandzahn. Das Geschlechtsfeld
ist etwa 1 f 2 mal so breit als lang, abgerundet hexagonal ; dicâusseren Ecken
liegen stufernartig etwas tiefer ; die fast quadratische Tafel dazwischen ist
etwas hoher ; der recurve Vorderrand ist erhaben, der hintere flach, etwa
um ein Viertel der Fcldlange vor der Bauchfalte ; in die vorderen 2/3 der
mittleren Plattc ist eine grosse, vorn breite, hinten abgerundete Grube
eingesenkt, auf deren Boden sich vorn ein flaches, glattes, quer elliptisches
Tuberkel erhebt.
Der Céphalothorax ist oben blass bràunlich ; der Vorderrand und die
Seitenrânder der Kopfplatte sind schwarz ; die Seitenrânder sind innerhalb
der Augen zu Augenhofen erweiterl ; über die Seiten des Céphalothorax
ziehen sich braunliche, dunkel geaderle Schatten, die an den Kopfseiten
Source : MNHN, Paris
456 E. SCHENKEL
schmnl si ml und nach hinlcn allmahlich wciler wcrdcn : ihre inncrcn Grenzen
sind verschwommen. die ausseren gegcn eine ziemlich hreile helle Randbinde
scharf ; die Mittelbinde isl hdl. hinter dcn Augen erweilert, hinten schmnl
und fast parnllelseiti^>. Die M.-indiheln sind gelhlich. Die Unlerseilc îles \'or-
derkôrpers isl hell braunlichgelb ; dus Sternum isl gliinzcnd ; die Reine
sind oben fast weisslich. Der Hinterleib ist oben fast weiss; 2 grnuwcisse
wellige Langshinden erstrecken sich iiber die vorderun 3/1 des ltückens ;
ihre Mander werden durch dunkle. vielfach untcrbrnchcne SI riche gchildel ■
ihre nach innen vorspringenden Zacken gliedern die ungefleckle, weisslichè
Mittelbinde in 3 grosse, znsammonhàngende Flecke, ein vorderes langes
Trapez, ein minières Fünfeck und ein liinlen oITenes Dreieck ; vor dem
Hinterende des Rückens isl ein aulîallender, grosser, schwarzer, cpier ellip-
tischcr Fleck ; an den Seilen des Ifinterlcibs sind einige schiefc Reihcn von
dunkeln Langsstrichen ; der Baucli is| hell braunlichgelb ; nnmitlelbar vor
den Spinnwarzen sind 2 schwarzc Fleckchen, davor ein mitllerer, groberer
brauner Punkl, vorn umfassi von einer diinnen, halbkrcisformigen Linie ;
von dieser bis nalie an die Bnuchfaltc erstreckt sich eine rnilllere Bcihe
dicht anfgcschlossener graner Piinklchen ; nulle den Handern erstrecken
sich 2 nach hinten convergierende Ungsreihen, vorn ans unregelmiissigen
grauen Fleckchen, hinten ans schwarzlichen Slrichlein.
Fund : Anschunfu, Ganschouenfu, 1912 : 1 9 .
Dexippus ? berlandi n. sp.
?: Céphalothorax 3,1 mm lang, 2,25 breit. 1,4 hoch. Abdomen 4,8 mm
lang, 3 breit. Vordero Augenreihe 1.9. II. 1,75. III. 1,9 mm; Augenfeld
1,38, I borax 1,72 mm lang. Mandihcln 0,9 mm long, znsammen I mm breit.
Jede Maxille 0,8 auf 0.4 mm ; Lippe 0,5 anf 0,13 mm : Sternum 1 nid 0.8 mm
Bein I 5,2 mm (1,6 + I | M 0,8 0,8); Il 5,1 mm (1,5 Mil.
0,8 + 0,8) ; III 5,6 mm (1,8 ) 0,9 | I 1 0,9 | I) ; IV 6,1 mm (1,9
0,9 | 1,2 + 1,4 -f 1). l'emora I 11 . II oben mil 1-1-1 Stacheln ; III n. IV
oben 1-1-1 ; III vorn 1-2, hinten 1-1, IV seitlich je 1 ; Patellen III n. I\‘
seitlich je I ; Tibien I n. II vorn prjiapikal I, unlen 2-2-2; Melatarsen I. n.
il unten 2-2; Tibien IM n. IV seitlich je 1-1-1, unten 1 - 2 ; Mctatars 111
oben nalie der Basis 2, unten médial 2. Endwirlel mit 5; Melalars IV vorn
1-1-2, hinten 1-1-1, unten 2-2.
Der Céphalothorax isl nach vorn wenig verschmfllert ; die Seitenbnchlen
sind sehr llach ; der Thorax isl elwas liinger als dus Augenfeld ; die Millel-
ritze liegt unmittelhar hinter der III. Augenreihe; die rnilllere Partie der
oberen Profillinie isl zwischen der Abdaclmng und dem Vorderrand der A. III
horizontal ; die Abdachung isl ziemlich steil ; vorn Tallt die Profillinie ah
und isl ziemlich gewiilbl. Die obéré Tangente der Vorderaugen isl gerade ;
die Miltelaugen sind dnppell >.0 breil als die seil lichen, fasl doppell so breit
als ihr Absland vorn Clypeusrand, 13 mal als ein seitliches Inlervall, dns
mittlere isl — 0 ; die Augen II sind von den vorderen seitlichen weiter ent-
fernt als von den A. III (4 : 3) ; das Rechteek nus den vorderen seitlichen
Source : MNHN, Paris
OSTASIATISCHE SPINNEN
457
und den A. III ist 1 3/5 mal so breit als lang ; der Unlerrand der A. II liegt
nur unbedeutend hôher aïs derjenige der A. III, aber etwa um den Durch-
messer II hôher als der Oberrand der vorderen Seitenaugen. Die Mandibeln
sind parallelseitig. Die Lippe ist wenig langer als in der Basalhàlfte breit,
4 ^-— î.r—.
: CephalotlK
Km. 259. —- Dcxippus berlandi n. sp.
>bun ; 6 : v. ausson ; c : Gcsicht ; d : Mundteilu u. Sternum ; e : Kpigym-,
ain Ende abgerundet. Der Zwischenraum der Hüften 1 ist etwas breiter
als die Lippe. Das Sternum ist nur 1 1/4 mal so lang als breit, hinten stumpf
zugespitzt. Das braune Geschlechtsfeld ist etwas langer als breit ; sein Umriss
isl glockenfôrmig ; unter Flüssigkeit ist es vorn von einem dunkeln, stark
recurven Halbmond begrenzt ; ein schmaler mittlerer Lângskiel erreicht
Source : MNHN, Paris
•158
E. SCHENKEL
vorn den Halbmond nicht ganz, seine dunkle Grundlinie bei der Bauchfalte
ist aii den Enden nach vorn umgebogen ; etwas vor dieser Grundlinie werden
die Seiten des keilfôrmigen Kiels von 2 stark nacli hinten divergierenden,
elliptischen schwarzen Flecken berührt, die aussen retortenâhnlich nacli
vorn umgeknickt sind ; die Verlângcrungen convergieren crst nach vorn,
bis sie die Keilseiten wieder berühren, dann biegen sic crst nach aussen,
dann nach vorn uni und werden zu feinen I.inien vcrschmiilcrl ; zusammen
gleichen diese dunkeln Zeichnungen den Umrissen cines Bechers.
Fio.
a : H. Palp des von
200. — Evarcha albaria L. Koch.
auw.cn ; 6 : Tib. + Tara von nntcn i c : Epigync d. Ç.
Die Kopfplatte ist dunkel orangebraun, ihr Vorderrand und die Aussen-
rânder sind schwarz ; letztere sind um die Augen etwas hofartig nach inncn
aus gedehnt ; die braune Fàrbung der Platte ist hinten etwas flachwinklig
ausgebuchtet ; die gelbe Mittelhinde des Thorax ist am Scheitel des Hinter-
dachs am schmalsten, von da an nach bciden Enden etwas verbreitert ;
hinter der engsten S tel le ist sie von einer dünncn brauncn Querlinie durch-
zogen ; die orangebraune Fàrbung ausserhalb der Mittelhinde ist dunkler
marmoriert, welche Fleckung an den Seiten strahlenformig wird. Die Mandi-
beln sind hell rotbraun. Die Heine sind orangebraun, die Hüften oben gelb-
weiss. Eine schmale, parallelseitige, durchgehende Mittelhinde des Hinter-
Source : MNHN, Paris
OSTAS1ATISCHE SPINNEN
459
leibrückens ist rein hellbraun ; ausserhalb derselben ist der Rücken etwas
dunkler, graubraun mil dünnen gelben Adern und Punktreihen. Die übrig
gebliebenen Haare des Hinterleibs und der Beine sind grauweiss.
Fund : West Tschekiang, IV 1873 : 1 Ç.
Evarcha albaria (L. Koch).
Hasarius albarius L. Koch, 1878, P. 780, 'l'af. XVI, Fig. 39.
Erganr albi/rnux Kulczynski, 1896, P. 90, Taf. II, Fig. 25-27.
Funde : Hangtscheou, Tschekiang, 1925 : 1 <?, 2 Ç ; Wuchang, 1937 : 2 $.
Evarcha pichoni n. sp.
<? : Céphalothorax 2,8 mm lang, 1,9 breit, 1,2 hoch. Abdomen 2,2 mm
lang, 1,6 breit. Vordere Augenreihe 1,6, II. 1,45, III. 1,5 mm ; Augenfeld
1,05, Thorax 1,7 mm lang ; Mandibeln 0,7 mm lang, oben zusammen 1 mm
breit. Palp 2,08 mm (0,8 + 0,4 + 0,23 + 0,65). Bein I 5,04 mm (1,5 +
0,86 + 1,15 + 0,8 -f 0,73) ; Il 1,65 mm (1,5 + 0,8 + 0,85 -f 0,8 + 0,7) ;
III 4,95 mm (1,7 -f 0,82 -f 0,98 + 0,95 + 0,5) ; IV 4,9 mm (1,7 + 0,7+1
+ 1 + 0,5).
Die Stacheln sind teilweise abgerieben ; aile Femora oben mit 1-1-1 Sta-
cheln, I vorn 2, II-IV vorn 2, hinten 2 apikal nebeneinander ; Patellen I
u. II vorn, III a. IV seillich je 1 ; Tibia I vorn 1-1, unten 2-2-2 ; Metatars 1
unten 2-2; Tibia II vorn 3 in gebrochener Reihe, hinten?, unten 1-2-2;
Metatars II vorn apikal 1, unten 2-2 ; Tibien III u. IV oben basal 1, seitlich
je 3 in gebrochenen Reihen, unten 1-2 oder 2-2 ; der basale Wirtel von Mela-
tars III mit 5, der apikale mit 6 ? ; Metatars IV mit basalem Wirtel von 5,
pramedialem von 3 und apikalem von 6 ? Stacheln.
Der Céphalothorax ist nach vorn wenig verschmâlert ; die Seitenbuchten
sind schr flach ; der Thorax ist fast 1 2/3 mal so lang als das Augenfeld ;
im Profil ist der Céphalothorax ziemlich hoch ; der Scheitel liegt über den
Augen III, von da bis zum abgerundeten Uebergang in die steile hintere
Abdachung ist die Neigung nach hinten nur gering, nach vorn ist der Abfall
vicl stürker und gewolbt. Die obéré Tangente dur Vorderaugen ist gerade ;
die Mittelaugen sind 2 4/9 mal so breit als die seitlichcn, 5 /> mal als das
mittlere, 3 2/3 mal als ein scitliches Intervall und 1 x / ï mal so breit als ihr
Abstand vom Clypeusrand ; die Augen II sind von den vorderen seitlichen
etwas weiter entfernl als von den A. III (17 : 14) ; das Viereck aus den
vordern seitlichen und den A. III ist vorn etwas breiter, hier fast doppelt
so breit als lang ; im Profil liegen die A. II auf gleichem Niveau mil dem
Unterrand der A. III, aber iim 1 y 2 Durchmesser hôher aïs der obéré Rand
der vorderen Seitcnaugen. Die Mandibeln sind kurz, so lang, als Clypeus +
vordere Mittelaugen hoch sinil ; sic sind oben zusammen etwas breiter als
lang, endwârts nifissig verschmâlert, am Ende fast quer gestutzt ; die beiden
Zflhnc des I’urchenvorilerrandes stehen an der inncrn apikalen Ecke und
Source : MNHN, Paris
400 E. SCHENKEL
berühren sich an <lcr Basis ; (1er apikale ist etwas langer, er reicht so weit
endwârts wic die anssere apikale Eckc der Mandibel ; der Hinterrandzahn
ist nicht viel langer aber plumper. Der Fémur des Palps ist zylindrisch,
gerade, nur oben am F.nde etwas nach unten gebogen. fast dreimal so lang
als dick ; die Patella ist fast, die Tibia ganz so dick als der Fémur ; erslere
ist nach unten gebogen, endwiirts etwa erwcitert, die Sehne des oberen Profil-
bogcns ist halb so lang als der Fémur, 1 4/5 mal so lang als die obère Grenze
des Staminés der Tibia ; dieser scheint in Seitenansicht zylindrisch, in
Unteransicht stark endwârts erweitert ; fast die ganze Breite des Aussen-
randes ist in eine grosse Apophyse ausgezogen ; in Seitenansicht ist diese
endwârts schwach verbreitert, lângsgerichtet, so lang als der Stamm «les
Glicdes, breiter als lang; von vorn dringt eine tiefe Bucht bis zur halben
Lange ein ; die so entstehenden Zinken sind gleieh lang, am Knde quer
gestutzt ; der obéré ist fast doppclt so breit als der untere, beidc zusammen
sind am Knde so breit als ihr Zwischenraum ; in Unteransicht bilden «lie
Aussenrânder des Staminés und der Apophyse eine nach vorn-aussen gerich-
tete Finie ; die âusscre (obère) Zinke ist «lünner, am abgerundeten Ende
leicht cinwârts gebogen, die innere Zinke ist mehr als doppelt so breit, nach
innen gebogen. Der Tars ist eifdrmig, 1 / 2 mal so lang als breit ; der Bulb
Source : MNHN, Paris
ist hinten in (1er Mille in einen leicht nacli innen gekrümmten, abgerundeten
Forlsalz nach hinten ausgezogen, (1er den Endrand der Tibia überragt ;
das Bulbende lâuft innen in einen krâftigen spitzen Dorn aus, der nacli
vorn-aussen gebogen ist ; er isl naliezu hall) so lang als derBulb, al)er erreicht
das Ende (1er Lamina nicht ganz ; ausserhalb der Basis des Dorns ist der
Endrand des Bulbs quer, aussen in ein kurzes Zapfchen ausgezogen.
Der Céphalothorax ist pechschwarz, oben anf dem Thorax elwas rotbraun
aufgehellt. Die vorderen Beine sind schwarz, das 2. Paar ist besonders end-
wârts elwas heller ; «lie Beine III u. IV sind wie das Sternum rotbraun.
Der Palp ist mit Ausnahme der hellen Lamina larsalis schwarz. Der Hinter-
leih ist oben braun ; das Miltclfeld des Bauchs ist elwas dunkler. Eine schmale
Querbinde am Vorderrand des Kopfes ist dichl schneeweiss behaart ; die
Jfaare des Clypeus und der Augenintervalle sind brâunlichrot ; kleine Flecke
hinter den Augen III sind weiss; die Lamina tarsalis des Palps ist dicht
und schneeweiss, der Best des Palps locker und dunkel behaart. Die Behaa-
rung der Beine ist locker, heilbraun mit elwas weiss gemischt. Der Hinterleib
ist oben dicht, anliegend heilbraun behaart.
Fond : Hangtscheou, Tschekiang, 1925 : 1
Hasarina n. gcn.
Der Céphalothorax ist hoch ; die Profillinie sleigt von der hinteren Alxla-
chung bis elwas vor die A. III kaum an ; nach vorn senkl sic, sich fast so
steil wie die hintere Abdachung und in ahnlicher schwacher Wôlbung zu
den Vorderaugen. Der Umschlag des Thoraxrandes ist ziemlich breit. Die
kurze Mittelritze liegl in einiger Entfernung hinter dem Augenfeld in einer
kleinen rundlichen Vertiefung. Der Thorax ist langer und etwas breiter
als das Augenfeld ; disses isl breiter als lang, hinten etwas schmàler als
vorn. Audi die obéré Tangente der 1 Vorderaugen ist merklich recurv ;
aile vorderen Intervalle sind deutlich ; das mittlere ist fast = 1 /3 Mittel-
augendurchmesser, die seitlichen sind etwas kleiner. Die Mandibeln sind
massig lang, paraiIdseilig, subvertikal ; die zweispitzige Plalte am Hinter-
rand der Klauenfurche isl wie bei Hasarius gestallet ; am Vorderrand stehen 2
kleine égalé Zahnchen dicht beisammen, ein .'5. dahinter scheint durch die
dichte Belnarung verdeckt. Die Lippe ist etwas kürzer als hinten breit,
abgerundet trapezformig. Das Sternum ist 1 / 2 mal langer als breit, nach
vorn massig verschmâlert, am Vorderende ziemlich breit gestutzt, nach
hinten spitzbogig. Der Palp ist kurz und plump. Bein III ist wenig kürzer
als IV, Patelin + Tibia 111 ist ganz minim langer als die des IV. Paares ;
der Metatars III ist gleich lang wie der Tars, sonst sind die Metatarsen
langer, besonders an Bein IV. Die Patellcn lu. Il tragen vorn, III u. IV
seillich je 1 Stachel ; an Tibia I stehen vorn 1-1-1, unten 2-2-2 Stacheln ;
Metatars I vorn-oben apikal mit 1 kurzen, unten mit 2-2 langeren St. ;
die Metatarsen III u. IV sind am Grande, in der Mitte und am Ende besta-
chelt.
Source : MNHN, Paris
Hasarina contortospinosa n. sp.
1(12
: Céphalothorax 2,3 mm lang, 1,1 brcit, 1,05 hocli. Abdomen ohne
Spinnwarzen 2,2 min lang, 1.1 breil. Vordore Augonreihe 1,25, III. 1,15 mm ;
Augenfeld 1, Thorax 1,3 mm lang. Mundibeln 0,6 mm lang, olx-n zusammen
0,7 mm breil. Jeile MaXille 0,1 mm lang, vor detn Ende 0,3 mm breil ; Lippe
0,2 mm lang, an der Basis 0.3 mm breil : Sternum 0,0 anf 0,58 mm. Obère
Prolillinie des Palps 1,9 mm (0,65 0,33 • 0.27 0,65). Hein I 2,9 mm
(0,9 | 0.6 ! 0,6 | 0,1.3 0.37) ; 11 2.95 mm (0.9 0,65 . 0.53 | 0J7
|- 0,1) ; III 3,6 mm (1,15 0,55 0.7 0,6 0,6) ; IV 3,7 mm (1,1 .
0,5 + 0.7 + 0.87 + 0.53).
Aile l’Vmora oben mil l-I-l Slaehel. I il. III vorn apikul, Il seillich apikal
je 2, IV hinlen apikal I : Patellen I u .11 vorn, III ii. IV seillich je 1 ; Tibia
1 vorn 1-1-1, hinlen 0, union 2-2-2; Mc lalars I obcn-vorn apikal I kurzer,
union 2-2 lanière ; Tibia II vorn 1-1-1, hinlen basal I kleiner, un (en-vorn I,
unlen-hinton 1-1-1 ; Melalars II vorn 1-1, hinlen apikal 1, union 2-2; Tibia
III oben basal 1, seillich je 1-1-1, untcn-hintcn am Ende 2; Tibia IV wio
III aber union apikal nur I ; am basalon Wirlel dor Melatarson 111 u. IV
sind von oben 3 Starheln siehlbar, von den 3 des mediancn Wirlols nur
einor, der apikale Wirlel beslehl ans 5 Slaehel u.
Der Céphalothorax isl naeli vorn nur wenig verschmalerl ; die seiehlen
Seitenbuehten sind ausserhalb der Koprplalle ; diese isl kürzer als der
Thorax, isl oben Unch gewolhl und liai keine soitliehen Eindrücke ; die
Mittelrilze isl massif laii” ; sic liegt am Grunde einor rundliehen Dépréssion
etwas hinter den A. III ; «lie hinlere Abdachung isl ziemlieh sleil ; die Mille
•1er Prolillinie isl horizontal bis etwas vor die A. III, der vordere Abfall
isl fast so sleil wie das I linlenlaeh. Die obéré Tangente der Vorderaugen
isl deullich reeurv ; die vorderen Mitlelaugen sind doppell so breil als die
soit lichen. I f 2 mal als das milllere, 6 mal als ein reilliehcs Inlervall und
2 I / I mal als ihr Absland vom Clypeusrand : die A. 11 sind von den vorderen
seitliehen etwas weiter entfernl als von den A. III (16: 13); das Viercck
ans den vorderen seillichen und den Augen III isl hinten etwas schmâler
als vorn. hier 1 % mal so breil als lang ; der obéré Rand der A. Il stehl
auf gleichem Niveau mit dem unteren <ler A. III, aber fasl um den 3-fachen
Durehmesser der A. Il Ober dem Oberrand (1er vorderen Seilenaugen. Die
Mandibeln sind fasl parallelseitig, am Kmle quer geslutzt ; der Vorderrand
der Klauenfurche trâgl an der inneren Endecke der Mnndibel sicher 2 sub-
egale kleinere Zâhnchcn, ein âhnliches (lahinter scheint unter der Hehaarung
durch zu schimmern ; der Hinlerrandzahn isl gross und breil, parallelseitig,
der Endrand isl durch einen flachwinkligen Kinschnitl in 2 dreieckige,
spilze Ziihne gespaltcn. Die Mundleile sind relaliv gedrungen ; die Maxillen
sind zwar doppelt so long als die Lippe, aber nur I 1,3 mal so lang als vor
dem Ende breil ; die Lippe isl am Grand breitor als lang, sehr abgerundet
trapezformig. Der Fémur des Palps isl in Seilenansicht 2 3/5 mal so lang
als breil, fast gerade ; oben vor dem Ende isl ein Hüschel dicht gedrflngler,
feiner Haare, die 3-4 mal langer sind als die ilbrigen ; die obéré Prolillinie
Source : MNHN, Paris
OSTASIATISCIIE SPINNEN d(>3
(1er Patella ist ein slark gewôlbter Bogen, dessen Schne lialb so lang i«t
als dcr Fem ur ; die Dicke ist etwas geringer als die des letzteren ; die Tibia
Fui. 202. — Hasnrina conlorlon/dnOHa n. gen., n. sp. fj
a : L. l‘al p von augsen ;b :v. innen ; n : Tare v. un ton ; d : Kürpor ; c : Céphalothorax V. aussen ;
/ : Ocsicht ; g : Mumltoile und Sternum.
ist kürzer und dicker als die Patella, die obéré Prolillinie ist gewôlbt und
über die Basis des Tars hinaus verlângert ; unter ihrem F.nde dringt an der
Aussenseite eine tiefe, abgcrundet V-fdrmige Buchl bis fast zur halben
Source : MNHN, Paris
III NKI I
lü4
Lange der Tibia ein ; eine grosse, breilc Kndapophyse darunLer isl schrâg
nacli vorn und elwas nach unlen gorichtcl, diese i«l su long wie die ganze
obéré Prolillinie, fasl doppell so long al» breit, am Knde quer gestulzt ;
ain Tara sieht man in Seitenansiclil olien in emigem Absland von der Basis
direkl vordem Knde der Tibia eine» kleinen winkligen Kinschnill ; in L'nter-
ansichl ist der Bull) ein Oval, dessen Kndhâlftc schrâg abgescluiillen isl ;
seine Basis isl nacli hinten in einen kurzen, breilen. abgerundeten Fortsalz
ausgezogen ; der vorn uiiter dem Kndrand des Bulbs hervorlrelemle Enibolus
isl gross, an lier Basis liai er etwa I li der Bulhbreilc und isl auf kurze Slrecke
Ifingsgerichlet, dann bildet er eine korkzielierorlige Windung ; das kurze,
schrnale, stumpfe Ende isl wieder fasl longiludinal.
Die Kopfplatte isl an deu Bândern schwarz, nach innen dunkel bronze-
braun ; die Kopfseiten und der Thorax sind zienilich dunkel rolbraun ; der
Clypeus isl heller, nichl sehr dichl aber zienilich long behaarl. Die Mandibeln
sind rolbraun. Die Mundlcile und das Slernum sind hell brüunlichgelb.
Der Palp isl braun, sein Fémur elwas heller. Die Fcinora der Bcinc sind
oben fasl weiss ; auf den Vorderseilen der l’emora lu. Il sind dunkle Liings-
binden, Spuren solchcr auch hinlen an den Femora I ; die Femora III u.
IV haben dunkle Binge an der Basis und schwâchere am Knde ; kleine
basale und apikale Binge linden sich auch an den Mêlai. IV, undeutlichere
an III. Der Hinlerleib isl oben hellbraun mil brauner Zeiclinung, vorn
mit verwaschenen Kontureii einesschmal lanzeltlichcn, zugespilzten Cardial-
streifens, hinlen anschlicsseml eine miltlere Heilie kleiner, diinner Winkel ;
von den Seiten des Carilialstreifens stralilen 3 Paare von Schrâgslriehen
aus, die aussen in unbestimmte Lângsschatten ausmündcn ; auch die Schcnkel
des 3. Winkels auf der Ifinterhâlfle des Hilckens sind aussen zu einem breilen
Fleck ausgedehnt. der nach vorn mit dem vorderen Kandschaltcn, nach
hinten mit dem Hinterrand des BQckens verbunden isl ; die licllcn Baume
zwischen den braunen Zeichnungen bilden neben dem Cardialstreifcn 3
Fleckenpaare, auf der Hinterhâlfte 2 grosse, verbundene Baulenllccke.
Der Bauch ist fast weiss.
Fund : Anschunfu, Ganschuenfu, 1912: 2
Davidia n. gen.
Die Augenplatte ist wie bei fîedca Simon eben ; die Miltelrilze liegt in
einer Dépréssion zwischen den Àugen 111 ; der Melalars I luit keine seillichen,
nur unlen 2-2 Stacheln : dagegen ist der Céphalothorax nur miissig lang
und lioch. Die Oberrânder der I Vorderaugen liegen auf glcicher Ifohe ;
die seitlichen Intervalle sind, wenigslens beim ?, zienilich gross (1/3 Mittel-
augenbreite) ; das Augenviereck ist hinten etwas breiter als vorn, wenig
schmâler als der Céphalothorax ; die Augen II liegen in der Mille zwischen
den vorderen seitlichen und den A. III, diese sind fast etwas grosser als jene.
Die Ifohe des Clypeus ist bei jungen Exemplaren 1/3, bei adulte» /, Mit-
telaugendurchmesser. er ist fast nackt. Die Beine IV sind betriichtlit-h
lünger als die übrigen ; die Metatarsen I u. II sind etwas kürzer, 111 u. IV
Source : MNHN, Paris
0STAS1ATISCIIE SI'INNEN
clwas lânger als die entsprechenden Tibien, I «. II nicht ganz, III u. IV
elwas mehr als doppelt so lang aïs die zugehôrigen Tarsen. Die Mandibeln
sind kurz and breit, parallelseilig ; der vordere Furchenrand trâgt 2 krâftige,
zicmlich weit gclrennte Zalme, der hintere eine breite Lamelle, deren apikale
Hdirie in einen langea, spitzen, elwas gekrümmten Zahn ausgezogen ist ;
die basale Partie geht als convexer Bogen nacli liinlen in den Furchenrand
über, der Hnnd dieses niedrigen Lappens trâgt 1 kleine, subegale, fast üqui-
distante Zâhnchen. Die Behaarung des Kôrpers ist wenigstens oben auf
déni Hinterleib teilweise schuppenformig.
Davidia magnidens n. sp.
? (Céphalothorax gequelscht) : Céphalothorax 2,9 mm lang, 2 breil.
Abdomen 3,1 mm lang, 2,2 breit. Vordere Augenrcihe 1,5, III. 1,7 mm;
Augenfeld 1,1 , Thorax 1.5 mm lang. Mandibeln 0,7 mm lang, 1 breit. Eine
Maxille 0.7 mm lang, 0,15 breit ; Lippe 0,35 mm lang. 0,15 breit. Sternum
1.1 auf 0,8 mm. Hein I 5,35 min (1,75 4- 0,9 -| 1,1 + 1 + 0,6) ; 11 4,7 mm
(La + 0.7 | 1,05 | 0,95 + 0,5) ; III 5,8 mm (2,1 + 0,82 + 1,08 + 1,25
+ 0.55); IV 7,6 mm (2,15 + 1.1 + 1,7 + 1,85 + 0,8).
Die Bestaeholung ist unvollstündig. Aile Femora oben wahrscheinlich
nul 1-1-1 Slacheln, l u. IV vorn I vor dem Ende, I im mittleren Dritlel
c ei \ orderseile mil Ieiclil absteigender Beihe von 4 sehr kleinen Stachelchen,
die endwarls an Grosse zunehmen ; Patellen 111 u. IV seitlich mit je 1 St. ;
ldna I vorn 1. union 2-2-2 ; Melalars I union 2-2 ; Tibia III seitlich je 1-1,
unlen 1 basal, 1 apikal ; Tibia IV, von vorn betraehtet, vorn 1-1-1, unten-
vorn 1-1 ; Metatarsen III u. IV mit je 3 Wirteln von mindestens 2-3, 3 und
5 Stacheln.
Das Augenfeld ist unbedeulend kiirzer als der Thorax ; die Mittelritze
scheinl zwischen den Augen III zu liegen. Die ohere Tangente der Vorder-
augen ist gerade ; die Mittelaugen sind doppelt so breit als die seitlichen,
3 mal als cin seitliches, I /, mal als das mitllere Interval] und 2 4/7 mal
so breit als ihr Abstand vom Clypeusrand ; die Augen II liegen in der Mille
zwischen den vorderen seitlichen und den Augen III; das Viereck dieser
Augen ist vorn 1 1/3, hinten 1 3/7 mal so breit als lang. Die Mandibeln
smd fast parallelseilig, zusammen breiter als lang; der Vorderrand der
Klauenfurche trâgt 2 ziemlich weit getrennte Zalme, deren basaler elwas
kleiner ist ; der Hinterrandzahn ist aussergewôhnlich gross ; seine Basis ist
msl. 1 % mal so breit als die Gruppe der Vorderrandzàhne ; seine eigentliche
Spilzc, vorn, ist so hoch, als die Basis breit ist ; die Endkanle ist eingebuchtet,
die hintere Partie zu einem convexen Lappen erniedrigt, dessen Rand 4
kleine, spitze Zâhnchen trâgt. Die Maxillen sind zwar doppelt so lang als
. Ie j PP e ' f * oc *' j e( l p nur 1 5/9 mal so lang aïs vor dem Ende breit, dieses
ist abgerimdel ; Die Lippe ist an der Basis etwas breiter als lang, in der
Basalhàlfte parallelseilig, in der apikalen abgerundet verschmâlert, das
ausserste Ende ist schwach ausgerandet. Das Sternum ist lânglich ellipticsh,
vorn gestutzt, hinten stumpf zugespitzt ; die Hüften I sind um 1 i/ 2 fâche
Mémoires du Muséum. — Zooi.ooie, t. XXV 30
Source : MNHN, Paris
Lippenbreile von einander gctrennt. Das 1. Beinpaar isl bci wciLcm «las
langste, Patella + Tibia IV sincl fast 1 f 2 mal so lang aïs III une! nahezu
so lang aïs der Céphalothorax. Das Geschlechtsfeld ist runzlig-grubig, gross-
tenteils beansprucht von 2 nach hinten auseinanderweichenden. Gruben ;
das von diesen gebildele Trapez ist hinten doppell so breit als lang ; das
Septum zwischen den Gruben isl vorn sehmal, nach hinten wird es betrâch-
tlich breiter aber unscharf begrenzt ; die Gruben sind an beiden Enden
abgerundet, nach hinten erweiterl, jede doppelt so lang als hinten breit ;
dire Hinterrànder sind von der Bauchfalte urn die mittlere Grubenbreitè
entfernt.
Die Hautfarbe des Korpers ist grôsslenteils schwarzbraun ; die Kopfplatte
isl dunkler als der Thorax; die Augenhofe sind schwarz. Der Fémur des
I'alps ist schwarz, die folgenden Gliedcr sind weisslich. Ueber den Fémur
I zieht sich oben eine schmale, liefer schwarze, dünn liell gesSumte Làngs-
linie, eine âhnliche auch über die Tibia ; vor den Enden der Innenseiten
von Tibia und Patella ist ein beller Fleck ; der Metatars und die Basis des
Tars sind fast schwarz, der Tars isL sonst hellgelb ; an den iibrigen, sonst
àhnlich gezeichneten Beinen sind die Kontraste geringer. Die Unterseite
des Korpers ist etwas heller als die obéré, das Epigastrium ist weiss (beschâ-
digt ?). Die Behaarung ist vielfach abgerieben ; an den Seiten des Cépha¬
lothorax ist sie hell grauweiss, ebenso, nur dichler ist das Mittelfcld der
Ahdachung unten behaart. Der Hinterleib ist oben auf 1/4 und 3/4 der
Lange von 2 Querbinden durchzogen, die aus einem Gemisch von websen
und irisierenden Schuppen bestehen ; zwischen diesen Binden ist der Rücken
dicht sammetartig rein dunkelbraun behaart.
Fund : West Tschekiang, IV 1873 : 1 $, 1 Juv.
Source : MNHN, Paris
LITERATURVERZEICHNIS
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G. v. Kolosvary : Eine neue Form von Lycosa Entzi Chyzer. Zooloq.
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Source : MNHN, Paris
468
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dition nach den nordwestlichen Provinzer. Chinas. Arkiv jôr Zoologi,
Bd. 29 A, No 1, 1936.
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T. Thorell : Descriptive Catalogue of the Spiders of Burma. British Muséum,
London, 1895.
Source : MNHN, Paris
INDEX ALPHABÉTIQUE
I. Familles
Agelenidae. 275
Argiopidae. 130
Atypidae. 17
Aviculariidae. 14
Clubionidae. 250
Dictynidae. 21
Eresidae. 28
Gnaphosidae. 29
Lycosidae. 294
Oxyopidae. 389
Pholcidae. 101
Psechridae. 20
Salticidae. 391
SCYTHODIDAE. 28
Tetragnathidae. 121
Theridiidae. 113
Thomisidae. 183
Uloboridae. 18
Urocteidae. 99
II. Genres et espèces
Aelurillus (Salticidae)
festivus (C. L. Koch). 8
Agelena (Agelenidae)
opulenta L. Koch. 12
sp. 12
Amaurobius (Dictynidae)
coelotiformis n. sp. 4, 22, 23, 24
potanini n. sp. 4, 21, 22, 23
sp. 4
Anahita (Clubionidae)
fauna Karsch. 12
Source : MNHN, Paris
470
E. SCHENKEL
Araneus (Argiopidae)
adianlus (Walck.).
anjonensis n. sp.
badiofolialus n. sp.
cavaleriei n. sp.
cornutus Cl.
cucurbilinus Cl.
davidi n. sp.
displicalus (Hentz).
herbeoides Bbg. u. Strd.
leucaspis n. sp.
mangarevoides Bbg. u. Strd.
mellottei (Simon).
nauticus (L. Koch).
nigromaculalus n. sp.
pachygnathoides n. sp.
parascylla n. sp.
parascylla var. scobinifera n. var. . .
pichoni n. sp.
pseudovenlricosus n. sp.
seule liai us n. sp.
scylloides Bbg. u. Strd.
triguttatus Fabr.
venlricosus (L. Koch).
viperifer n. sp.
zygielloides n. sp.
diverses Species.
Arclosa (Lycosidae)
mongolica n. sp.
pichoni n. sp.
schensiensis n. sp.
Argiope (Argiopidae)
amoena L. Koch.
brünnischi (Scop.).
davidi n. sp.
perforala n. sp.
Argyrodes (Theridiidae)
bona dea Karsch.
Argyroneta (Agelenidae)
aquatica (Cl.).
Berlandia (Gnaphosidae)
potanini n. sp.
Bianor (Salticidae)
holingehiehi n. sp.
sp.
Calommata (Atypidae)
signala Karsch.
pichoni n. sp.
Carrhotus (Salticidae)
pichoni n. sp.
11, 171, 172
5, 155, 156, 159
10, 162, 163
155
11, 172, 173
10, 143, 144
10, 159, 161
10, 142, 143
10
10
5, 154, 155
11, 167, 168
10, 147, 149
149
10, 157, 158
10, 150, 151
5, 153
10, 145, 146
167
5, 10, 152
10, 165, 166
11, 169,170, 171
5, 11
12, 353, 354
12, 355
12, 352
13, 434
8, 436
9, 17
13, 444, 445
Source : MNHN, Paris
OSTASIATISCHE SPINNEN
471
Chilobrachgs (Aviculariidae)
tschankhoensis n. sp. 9, 16
Chiracanthium (Clubionidae)
circumcinctum n. sp. . . .
mongolicum n. sp.
pennyi O. P. Cambridge. .
pichoni n. sp.
potanini n. sp.
seidlitzi turanicum Crnbg. .
virescens (Sundev.) . . . .
diverse species.
6, 257, 258
11, 254, 255
6
11, 258, 259
6, 256
255
257
Choryzopes (Argiopidae)
trimamillatus n. sp.
11, 181, 182
Clubiona (Clubionidae)
hummeli Schenkel. 6
juvenis Simon. 6
neglecla O. P. Cambridge. 6
parajaponicula n. sp. 6, 251, 252
phragmitis C. L. Koch. 254
phragmitoides n. sp. 6, 253
pseuaogermanica Schenkel. 6
sp. 6
diverse species. 11
Coeloles (Agelenidae)
alveolifer Schenkel.
csikii Kulczynski.
davidi n. sp.
denisi n. sp.
laticeps Schenkel.
luctuosus L. Koch.
luctuosus var. schensiensis n. var. . .
magnidentatus n. sp.
microps n. sp.
môllendorfi Bbg. u. Strd.
pseudoterrestris n. sp.
terrestris (Wider).
yunnanensis n. sp.
laticeps Schenkel.
diverse species.
a
12, 293
12, 283, 284
12, 285
23
6, 12, 24
293
6, 292
6, 290, 291, 292
12, 280, 281
12, 286, 287
287, 290
12, 289, 290
23
6, 12
Coriarachne (Thomisidae)
potanini n. sp. 6, 185
Corinnomma (Clubionidae)
harmandi Simon
12, 269, 270
Cybaeus (Agelenidae)
potanini n. sp.
Cyclosa (Argiopidae)
insularis Costa
kiangsica n. sp
sp.
6, 275, 276
10
10, 139, 140
10
Source : MNHN, Paris
-172
E. SCHENKEL
Cyrlarachne (Argiopidae)
lepida Thorell. 176
szelschuanensis n. sp. il, 174, 175
Cyrthophora (Argiopidae)
moluccensis (Dol.). 10, 138
Davidia n. gen. (Salticidae). 13, 464
magnidens n. sp. 13,465,466
Dendryphanles (Salticidae)
thorclli Kulczynski. 8
Dexippus (Salticidae)
bcrlandi n. sp. .
caualerieri 11. sp.
davidi n. sp. . .
lesserli n. sp . .
Ischekiangensis 11.
Diclyna (Dictynidae)
arundinacca (L.)
davidi n. sp. . .
potanini n. sp. .
yunnanensis 11. sp
Diela (Thomisidae)
parallela Simon. 11
Dolomedes (Pisauridae)
saganus Bbg. u. Strd. 12
sp. 12
Drassodes (Gnaphosidae)
aurilus n. sp . . . .
dispulsoides n. sp. .
dispulsus (Cambr.) .
kwanlungensis Saito.
/apirfos«s(Walck.). .
lesserli Schenkel . .
microps G. L. Koch .
ndamicus n. sp. . .
polanini n. sp . . .
pseudopubescens n. sp
pseudopugnans n. sp.
pubesccns (Thorell) .
pugnans Simon. . .
sailoi n. sp.
serralidens n. sp . .
signifer Gai.
legulalus n. sp. . . .
umbralilis Simon . .
villosus (Thorell) . .
diverse species . . .
Echemus (Gnaphosidae)
sp. 9
4, 38, 39
4, 32
32
36
4, 9, 34, 38
9, 31
44
4, 37, 38
4, 41, 42
4, 29, 30
4, 45
30
4, 43, 46
4, 36, 37
4, 33, 35, 36
44
4, 40
44
4
4, 9
. 13, 446, 456, 457
. 13, 446, 454, 455
. 13, 446, 448, 449, 452
. 13, 446, 451, 453
sp. 13, 446, 449, 450
25, 26
9, 25, 26
4, 26, 27
9, 24, 25
Source : MNHN, Paris
OSTASIATISCHE SPINNEN 473
Enoplognatha (Theridiidae)
camtschadalica Kulczynski.
mandibularis (Luc.) orientalis n. var.
10
5, 7
Eresus (Eresidae)
niger (Petagna).
4, 28
Ergane (Salticidae)
albifrons Kulczynski.
459
Erigone (Linyphidae)
amdocnsis n. sp.
atra Blackwall*.
dcntipalpis kansuensis n. var. . . .
longipalpis Sundv.
sinensis Sclienkel.
5, 109, 110
5
5, 111
109
5
Eucla (Tetragnatiiidae)
SP.
10
Euophnjs (Salticidae)
aequipes (O. P. Cambridge).
trivitlata n. sp.
401
8, 401
Evarcha (Salticidae)
albaria (L. Koch).
pichoni n. sp.
13, 458, 459
13, 459, 460
Evippa (Lycosidae)
polanini n. sp.
sp.
7, 387, 388
7
Gasleracanlha (Argiopidae)
leucomelas (Dol.).
11
Gedea (Salticidae).
464
Gnaphosa (Gnaphosidae)
acuaria n. sp.
aeditua n. sp.
alberti n. sp.
berlandi n. sp.
bonneti n. sp.
bracndcgaardi n. sp.
chaffanjoni n. sp.
charitonowi n. sp.
corifera n. sp.
davidi n. sp.
denisi n. sp.
fagei n. sp.
falculala n. sp.
qlandifera n. sp.
holmi n. sp. .'.
kratochvili n. sp.
lesserti n. sp.
mandschurica n. sp.
marlae n. sp.
pseudomongolica n. sp.
4, 66, 67
4, 67, 68
5, 86
4, 83, 84
4, 62, 63
4, 76, 77
9, 69, 70
4, 75
9, 77, 78
9, 87, 88
4, 64, 65, 67
4, 82
9, 92, 93, 95
4, 72, 73
4, 73, 74
4, 61, 62
4, 80, 81
9, 71, 73
4, 85
9, 79, 80
Source : MNHN, Paris
474
E. SCHEN]
punctala Kulczynski.
roeweri n. sp.
rudolfi n. sp.
schensiensis n. sp.
sinensis Simon.
wiehlei n. sp.
diverse species.
Gnathonarium (Linyphiidae)
cambridgei n. sp.
denlatum (Wider).
laczanowskii (O. P. Cambridge). . .
Gonatium (Linyphiidae)
amdoensis n. sp.
Haplodrassus (Drassidae).
o,
5, 88, 89, 91
9, 90, 91
62
5, 95, 96
9
5, 114
5
114,115
5, 111, 112
41
Hasarius (Salticidae) . . .
albarius L. Koch
Hasarina n. gen. (Salticidae). 13, 461
contortospinosa n. sp. 13, 462, 463
Heliophanus (Salticidae). 433
baicalensis Kulczynski. 8, 400
berlandi n. sp. 7, 399
potanini n. sp. 7, 397, 398
Heriaeus (Thomisidae)
hirtus (Latr.). 11
oblongus Simon. 6, 11
Heleropoda (Clubionidae)
stellala n. sp. 6, 250, 251
venatoria ( L.). 11
sp. 11
Lalouchia (Aviculariidae)
vinhiensis n. sp. 9, 14, 15
Leptyphanles (Linyphiidae)
bonneti n. sp. 5, 117
denisi n. sp. 5, 118, 119
tenebricola (Wider). 136
Leucauge (Argiopidae)
celebesiana (Walck.). 5, 10
decorata (Blackwall). 10,131
sp. 5, 10, 133
Linyphia (Linyphiidae)
cavaleriei n. sp. 10, 119, 121
marginala C. L. Koch. 10
pusilla Sundv. 5
sp. 5, 10
Source : MNHN, Paris
OSTASIATISCHE SPINNEN 475
Lithyphantes (Theridiidae)
albomaculatus (de Geer). 5
caoaleriei n. sp. 10, 102, 103
Lycosa (Lycosidae)
canescens n. sp. 12, 337, 338
cinnameovitlala n. sp. 12, 338, 340
hotingchiehi n. sp. 12, 335, 336
immanis L. Koch. 7, 347, 349
kiangsiensis n. sp. 12, 345, 346
melica Fox. 12, 342, 343
pseudoannulala (Bbg. u. Strd.) ... 12, 335
pseudoterricola Schenkel. 335
rubeira n. sp. (Hogna). 7, 346, 347
ursina Schenkel. 7
wuchangensis n. sp. 12, 344
(sensu latiore) diverse species. ... 7, 12
Mangora (Argiopidae)
tschekiangensis n. sp. 10, 111
Marpissa (Salticidae)
koreanica n. sp. 13,420
radiala Grube. 421
sp. 8, 421
Maso (Erigonidae). 115
Melanophora (Drassidae)
jaxarlensis Kroneberg. 48
Menemerus (Salticidae)
bonnetl n. sp. 13,430,431
fagei n. sp. 8, 422, 423
legendrei n. sp. 13, 423, 424
schensiensis n. sp. 13, 429
semilimbatus (Hahn). 427, 428, 429
sinensis n. sp. 13, 427, 428
wuchangensis n. sp. 13, 424, 425
yunnanensis n. sp. 13,426,427
Meta (Argiopidae)
davidi n. sp. 10, 130, 131
dônitzi Bbg. u. Strd. 5, 10
Micaria (Clubionidae)
berlandi n. sp. 6, 272, 273, 274
bonneti n. sp. 6, 274
fagei n. sp. 6, 271, 272, 274
sp. 6
Misumena (Thomisidae)
vatia (Cl.). 11
Misumenops (Thomisidae)
tricuspidala (Fabr.). 6, 11
Source : MNHN, Paris
476
E. SCHENKEL
Mithion (Salticidae)
hotingchiehi n. sp.
pichoni n. sp.
Ischekiangensis n. sp. . . .
Myrmarachne (Salticidae)
lesserti n. sp.
sp.
Nephila (Argiopidae)
clavata L. Koch.
clavala var. cavaleriei n. var.
maculata (Fabr.).
Nomisia (Gnaphosidae)
aussereri (L. Koch) ....
Ordgarius (Argiopidae)
sexspinosus Thorcll ....
Oxyopes (Oxyopidae)
globifer Simon.
helerophtalmus (Latreille). .
hotingchiehi n. sp.
ramosus (Mart. et Gœze). .
sertalus (L. Koch).
sp.
diverse species.
Oxyptila (Thomisidae).
inaequalis Kulczynski. . .
lugubris (Kroneberg) . . .
lutulenta n. sp.
potanini .
raniceps n. sp.
rauda Simon.
sp.
diverse species.
Pachygnalha (Tetragnathidae)
clercki Sundv.
Parapleclana (Argiopidae)
quadrimamillata n. sp . . .
Parasyrisca n. gen. (Clubionidae) . . .
potanini n. sp.
Pardosa (Lycosidae)
agreslis (Westring) ....
atgens Kulczynski.
algoïdes n.sp.
ancorifera Schenkel ....
armillata Schenkel ....
astrigera L. Koch.
buttneri n. sp.
chaffanjoni n. sp.
chionophila L. Koch. . . .
13, 416, 417
13, 414, 415
13, 418, 419
13, 391, 392
13
9
7
391
13, 389, 390
391
13
7
13
226
6, 199, 201, 203
203
6, 203, 204
203
6, 197, 198, 200, 203
11
11
6
5
11, 117
6
6, 262, 263
7
367
7, 367, 368
380
376
12
12, 384, 385
12, 372, 373
7, 12, 358
Source : MNHN, Paris
OSTASIATISCHE SPINNEN
47 :
crucifera n. sp.
davidi n. sp.
entzii (Chyrer u. Kulczynski) var.
etsinensis n. var.
falcala n. sp.
hummcli Schenkel.
t-insignila (Bbg. u. Strd.).
lapponica (Thorell).
lyrifera Schenkel.
monlicola (Cl.).
paratapponica n. sp.
pararmillata n. sp.
paralesquorum n. sp.
pseudochionophila n. sp.
roeweri n. sp.
schenlceli de Lessert.
subsemicana Bbg. u. Strd.
tesquorum (Kulczynski).
tschekiangensis n. sp.
uncala n. sp.
uncifera n. sp.
diverse species.
7, 374, 375
12, 378
12, 387
12, 371
12, 376, 377
7, 12, 359, 360, S
7, 357, 358
7, 386
7, 381
12, 379, 380
359
12, 382, 383, 384
7, 365, 366, 367
7, 361, 362
Pellenes (Salticidae)
denisi n. sp. 8, 440
sp. 8
Perimonoides n. gen. (Linyphiidae). 5
potanini n. sp. 5, 115, 116
Phaeocedus (Gnaphosidae)
potanini n. sp. 4, 46, 47
Philodromus (Thomisidae)
aureolus pollens Kulczynski .... 11
davidi n. sp. 11, 245, 216
emarginalus (Schrank) orientalis n. var. 6, 243, 244
lanchowensis Schenkel. 6, 242
ravus n. sp. 6, 244, 245
diverse species. 6, 11, 247
sp. 247
Phlegra (Salticidae)
pichoni n. sp.
potanini n. sp.
Pholcus (Pholcidae)
crypticolens Bbg. u. Strd.
phalangioides (Füssl.) .
13, 438, 439
8, 436, 437, 438, 439
5, 101
101
Pirata (Lycosidae)
wuchangensis n. sp. 12, 356, 357
Pisaura (Pisauridae)
mirabilis (Cl.). 7, 12
Plexippus (Salticidae)
paykulli (Audouin). 13
Source : MNHN, Paris
478
E. SCHENKEL
Poecilopaclujs (Argiopidae)
bufo Bbg. u. Strd.
Psechrus (Psechridae)
sinensis Berland ....
9, 20
Pseudodrassus (Clubionidae)
pichoni n. sp.
Pseudoheliophanus n. gen. (Salticidae) . . .
similis n. sp.
. . 8
Roberlus (Theridiidae)
lioidus (Blackwall).
potanini n. sp.
Runcinia (Thomisidae)
caudata n. sp.
11, 195, 196
Salticus (Salticidae)
potanini n. sp.
8, 410, 411
Scolophaeoides (Gnaphosidae)
sinensis n. sp.
9, 49, 50
Scotophaeus (Gnaphosidae)
yunnanensis n. sp. . . .
diverse species.
9, 47, 48
4
Scylhodes (Scythodidae)
nigrolinealus (Lucas).
9, 28, 29
Silticus (Salticidae)
paraviduus n. sp.
saxicota (C. L. Koch) ....
sinensis n. sp.
viduus (Kulczynski). . . .
. 13, 402
8, 404, 405
402
Spermophora (Pholcidae)
sp.
9
Sybota (Uloboridae)
. .
9
Synaema (Thomisidae)
globosum (Fabr.) ....
pichoni n. sp.
11,240
11, 240, 241
Syrisca (Clubionidae)
lugubris n. sp.
minor n. sp.
potanini n. sp.
6, 267, 268
6, 261, 266, 267
6,261,264,265,261
Tagoria n. gen. (Salticidae).
cavaleriei n. sp.
13, 393
13, 394, 395
Source : MNHN, Paris
I ST A SI AT I SC. H E SP1NNKN
•479
Tarenlula (Lycosidae)
aculeala (Cl.).
aerusa n. sp.
albofasciala Brullé.
albofasciala fornicala n. var.
albostriata Grube.
albostrialoides n. sp.
argenlala n. sp.
argenleopilosa n. sp.
barbipes Sundv.
bipennis n. sp.
chazaudi n. sp.
cinnameopilosa n. sp.
cuneata (Cl.).
daoidi n. sp.
erudita (Simon).
eruditoides n. sp.
fabifer n. sp.
feneslrala n. sp.
— var. pseudobarbipes n. var. . . .
fusca n. sp.
hamata n. sp.
hirta Kulczynski.
kratochuili n. sp.
lesserli n. sp.
luleocuneala n. sp.
orbiculata n. sp.
paralbostriata n. sp.
parahirta n. sp.
parasibirica n. sp.
pinnata Kulczynski.
potanini n. sp.
pseudoannulala Bbg. u. Strd ....
pseudohirta n. sp.
pseudopulverulenta n. sp.
subrufa n. sp.
wiehlei n. sp.
318
12, 320, 321
331
7, 331, 332
297
7, 296, 298, 300, 303
7, 306, 307, 311
7, 304, 305
309, 313
7, 316, 317
7, 318
12, 313, 314, 315
327
12, 294, 295
7, 328, 329
7, 311, 312, 314
7, 312, 313
7, 334, 335
7, 303, 304, 306
304, 308
7, 302
7, 300, 301, 303
7, 330
12, 315, 316, 31 7
7, 297, 298, 303
7, 308, 309
7, 322
7, 325, 326
7, 298, 299, 303
341
7, 309, 310
7, 318
7, 319,320
7, 325, 327
Tegenaria (Agelenidae)
derhami (Scop.).
pichoni n. sp. .
Telragnalha (Tetragnathidae)
cavaleriei n. sp.
exlensa (L.).
fitipes Schenkel.
gracilioenlris n. sp.
hotingchiehi n. sp.
nigrita Lendl.
nilens (Audouin).
obtusa proprior Kulczynski.
potanini n. sp.
propioides Schenkel. . . .
vermivenlris n. sp.
sp...
diverse species.
10, 125, 126, 127, 128
10, 127, 128
10
Source : MNHN, Paris
480
S. SCIIENKEL
Teutana (Theridiidae)
caslanea (Olivier).
lugubris n. sp.
transDCrsifoveata Bbg. u. Strd. . . .
SP.
Thanalus (Thomisidae)
albomaculalus Kulczynski.
Theridion (Theridiidae)
impressum L. Koch.
ovatum (Cl.).
tepidariorum (C. L. Koch).
yunnanensis n. sp.
Thianella n. gen. (Salticidae).
davidi n. sp.
Thiania (Salticidae).
cavalcriei n. sp.
luleobrachialis n. sp.
Thomisus (Thomisidae)
cavaleriei n. sp.
hilarulus Simon.
kiangsiensis n. sp.
labefactus (Karsch).
marginifrons n. sp.
onustoides Bbg. u. Strd.
onuslus Walck.
serrei n. sp.
unicolor n. sp.
sp.
Thgene (Salticidae)
sinensis n. sp.
Tibellus (Thomisidae)
oblongus (Walck.).
parallelus (C. L. Koch).
diverse species.
Titanoeca (Dictynidae)
obscura (Walck.).
diverse species.
Tmarus (Thomisidae)
orientalis n. sp.
piger (Walck.).
sp.
Tmelicus (Linyphiidae)
graminicola (Sundv.).
yunnanensis n. sp.
Trochosa (Lycosidae)
ruricola (de Geer).
ruricoloides n. sp.
lerricola Thorell.
5, 106
10,104,105
105
10, 106
5
5
5, 10
10, 101, 102
13, 411
13, 412, 413
412
13, 406, 407
13, 408, 40!)
11, 190, 191
186
11, 189
13, 441, 443
6
11
11
4,
4
24
6, 183, 184
184
11
344, 351
12, 350, 351
7
Source : MNHN, Paris
OSTASIATISCI
SPINNEN
481
Uloborus (Uloboridae)
nasutus Thorell.
sp.
Uroclea (Urocteidae)
compaclilis L. Koch.
joannisi il. sp.
lesserli Schcnkel.
Xerolycosa (Lycosidae)
miniata (C. L. Koch).
Xysticus (Thomisidae)
acerboides n. sp.
acerbus Thorell.
audax (Sclirank).
berlandi n. sp.
bifascialus G. L. Koch.
bonneti n. sp.
chaffanjoni n. sp.
cristalus (Cl.).
croceus Fox.
davidi n. sp.
denisi n. sp.
ephippiatus Simon.
excavalus n. sp.
excellens Kulczynski.
fagei n. sp.
ferrugineus Menge.
ferruginoides n. sp.
holingchiehi n. sp.
laliceps n. sp.
lesserli n. sp.
mongolicus n. sp.
nubilus Simon.
pichoni n. sp.
sibiricus Kulczynski.
slrialipes L. Koch.
szetschuanensis n. sp.
vachoni n. sp.
diverse species.
Zeloles (Gnaphosidae)
aeneus (Simon).
apricorum (L. Koch).
barbalus (L. Koch).
cavaleriei n. sp.
davidi n. sp.
excavalus n. sp.
joannisi n. sp.
polanini n. sp.
pseudoapricorum n. sp.
wuchangensis n. sp.
sp.
diverse species.
19
100
6, 229
230
11, 224
6, 207, 208
11
6, 231, 232
11, 225
219, 224
11
11, 213, 214
6, 233, 234
6, 11, 208, 210, 219
6, 211, 212, 213
11, 209
11, 218
222, 224
11, 221, 223
11, 215
6, 238, 239
11, 219, 220
11, 226, 227
219, 220
11, 205, 206, 207
6, 236, 237
6
11, 216, 217
11, 235, 236
6, 11
9
55
51
9, 50, 51
9, 50, 53
4, 58
9, 59, 60
4, 55, 56
4, 54, 55
9, 57
4
9
Mémoire* du Muséum. — Zoologie, t. XXV
Source : MNHN, Paris
Source : MNHN, Paris
MÉMOIRES 1)1 MLSÉIM MTIOML D'HISTOIRE Mil HUIT
Série A. Zoologie, Tome XXV, fascicule 2. — 1963.
OSTASIATISCHE OPILIONIDEN
AUS DEM
MUSÉUM D’HISTOIRE NATURELLE DE PARIS
von
E. SCHENKELf
SOMMAIRE
Espèces nouvelles ou mal connues (1) :
Euphalangium albofasciatum (Kulczynski). . . 484
Egaenus rugosus n. sp.485
Egaenus robuslus (Kulczynski).486
Liobunum potanini n. sp.487
Thrasychiroides luberculalus n.g., n. sp.488
Gagrella feae Thorell.490
Paragagrellina legendrei n.g., n. sp.490
Aurivilliola fagei n. sp.492
Index alphabétique.494
(1) Le seul travail mentionné par E. Schenkel, relatif aux Opilions asiatiques, est celui
<le F. Oh. Was-o : Chinesischo Spinnentiere. I. Opiliones. Zool. Am., Bd. 135, H. 5/6, 1041.
Source : MNHN, Paris
E. SCHENKEL
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Euphalangium albofasciatum (Kulczynski).
Lj, am stârksten bewehrt : Kôrper 5,8 mm ; Lange (1er Beinfemora I 2,8,
116, III 3,5, IV 4,9 mm. 2. : Kôrper 5, Femora 3,6, 7,5, 4, 5, 3. 3. :
Kôrper 7, Femora 4,2, 8, 4,5, 6,5.
Carapax vor dem Augenhtigel mit einer dreieckigen, apikal breiteren
Gruppe von 20 krâftigen Zâhnchen, über tien Aussenecken je 3, hinler den
Stinkporen je 2 ; innerhalb (1er Poren und der den Aussenràndern parallelen
Schràgfurchen bildefl je 6 Zâhnchen 2 Reihen, die an einer Stelle weit unter-
brochen sind ; neben dem Augenhügel slelien jederseils 3 Zâhnchen in einer
etwas schiefen Querreihc ; rechts slelien vor der Vorderecke des I lügels
noch 2, links fehlen dièse ; eine Querreihe stehL am I linterrand des Thorax ;
an den Hinterecken slelien je 5 ; Zàlmchenquerreihen durchziehen freie
Thoracal- und Abdominailergiten, sonsl isl der Kôrper überall fein cliagri-
niert ; auf dem Augenhügel sind 2 Rcihcn zu je 5 Zâhnchen. Basalglied
der Mandibeln oben apikal mil ca 6 Zâhnchen, Endglied auf dem Knie
auch mil einigen. Fémur, Patella und Tibia des Palps sind oben wenig
dichl bezâhnelt, der Fémur und die Tibia unten dichter und grôber, auch
der Tars tragt unten kleinere, bebôrslelte Zâhnchen. In der Mille des oberen
Endrands der Beinhüften sleht ein grosscrer Zahn ; die Trochanter sind
vorn und hinten bezâhnelt. Bein I isl zylindrisch ; der Fémur isl ziemlich
dicht regellos bezâhnelt, die grôberen Elemente sind mehr in Reihen geord-
net ; Patella, Tibia und Metatars sind oben glalt ; dorsal-apikal stehen
an allen Femora 2-4, an den Patellcn 3 grôssere Zâhnchen ; an den Femora
II-IV sind die Zâhnchen meist in Reihen geordnet ; Patella, Tibia und
Metatars II-IV sind unten fein bezâhnelt, oben glati, nur auf Tibia III
ist oben eine Lângsrcihe kleiner Kornclien.
Der Kôrper ist oben braunscliwarz ; die Zâhnchen sind braun mit schwar-
zen Spitzen ; die Hinterrânder des 1. und 2. Thoracaltergiten sind gelb,
2 gelbe Querlinien über den Kôrper ; die hintere Hàlfte der Seitenrànder
des Thorax zusammen mit den anstossenden Abdominalecken ist ziemlich
breit gelb, ± schwarz gelleckt. Die Vorderwand des Augenhügels ist beson-
ders in der Mitte etwas aufgehellt. Die Flàche des Abdomens ist einfârbig
braunschwarz. Der Genitaloperkel und die Unterseite der Ilüften sind
aussen schwarz, nach innen mehr braun. Die Cheliccren sind braunschwarz ;
das 2. Glied ist endwârts etwas aufgehellt, ebenso der Tars der braunschwar-
zen Palpen. Die Beine sind schwarzbraun, die Metatarsen und Tarsen mehr
braun ; Bein II ist etwas lieller. Die Sterniten sind weisslich, am Vorderrand
mit einer Reihe grober dunkler Punkte. Die anderen Mànnchen sind schwa-
cher bewehrt ; beim grôssten sind die Mandibeln und Palpen oben, wic
auch der Hinterleib fast glatt.
Ç: Kôrper 8,5 mm ; Fémur I 2,5. II 5,3, III 3,6, IV 4,2 mm.
Die Zâhnelung des Carapax ist ahnlich wie beim Mànnchen, nur schwàcher.
Die Zâhnchen des Basalglieds der Mandibeln sind klein und flach. Die Femora
der Palpen tragen oben am Endrand 2-3, weiter hinten 1-2 Zâhnchen ; an
den Unterseiten sind es mehrere, aber weniger und kleinere als beim ;
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OSTASIAT1SCHE OPILIONIDEN
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Patella und Tibia des Palps sind oben nackt. Im Gegensatz zu den Mànnchen
sind die Unterseiten der Beine spârlicher bezahnt als die oberen.
Die Farbung des Kôrpers ist ahnlich wie beim Mànnchen, die dunkle
aber nur braun, die helle an den Seiten ausgedehnter ; die Mittellinie des
Kôrpers ist ein diffuser heller Streifen. Die Mandibeln, Palpen und Bein-
femora sind gelb und dunkelbraun marmoriert, ebenso die Unterseite der
Hüften. Die Genitalplatte ist hell graugelb mit zerstreuten, kleinen dunkeln
Punkten. Der Bauch ist graugelb.
Funde : Fluss Tui gegeniiber den Ruinen von Borochoto, innere Mongolei,
7. IX 86 : 4 ; Schargol-dschut am Tui, 11. IX 86 : 4 <?, 4 Ç.
Egaenus rugosus n. sp.
â : Kôrper 5,2 mm ; Fémur I 2, II 2,4, III 1,4, IV ? ; Bein I 7, II 10,5,
III 7,4 mm, IV fehlt. Der Kôrper scheint gcwaltsam plattgedrückt zu sein.
Der Rand des Carapax ist mit auffallend, bis 0,2 mm langen Domen besetzt ;
vorn stehen diese besonders dicht, in 2-3 Reihen iibereinander ; der ganze
Vorderrand innerhalb der Stinkporen ist mit ca 24 Dornen verselien ; links
sind sie gleichmâssiger, und die Reihe ist geschlossen ; hinter den Stinkporen
sowohl als an den Hinterecken stehen jederseits je 2. Hinter der Mitte des
Vorderrandes bilden 4 grôssere und 2 kleinere Dôrnchen eine unregelmàssige
Gruppe ; auf der rechten Seite stehen 5 kleine Dôrnchen in ciner verbogenen
Langsreihe mitten zwisclien dem Augenhügel und dem Seitenrand. Der
Augenhügel ist auffallend schmal, oben mit 2 dicht beisammen stehender
Reihen von je 4 kleinen rundlichen Kôrnchen. Der Hinterleib ist àusserst
fein gekôrnelt, Querreihen grôberer Dôrnchen scheinen zu fehlen. Die Supra-
chelicerallamellen sind glatt. Die Mandibeln sind plump, relativ kurz, (las
Basalglied ist kaum langer, das Endglied wenig mehr als doppelt so lang
als dick, der Stamm des letzteren ist eifôrmig, die Kniewôlbung an der
Basis ist nicht auffallig ; das Basalglied ist oben-apikal mit 5 Dôrnchen
besetzt, wovon 4 am Rand stehen und 1 dahinter, das 2. von innen ist beson¬
ders lang und kràftig. Fémur, Patella und Tibia des Palps sind dicht be-
dôrnelt, oben an der Endhâlfte des Fémurs und am Ende der Patella sind
sie bis 0,15 mm lang ; der Tars ist glatt und cylindrisch. Aile Hüften sind
unten dicht und grob rundlich gekôrnelt. Der Trochanter I ist oben glatt,
vorn stehen 2 kleine Dôrnchen, hinten eine Gruppe von 7-8 dicht gedràngten
langen Dornen in 3 Reihen, II ist ahnlich bewehrt, III hat vorn und hinten,
IV hauptsàchlieh nur vorn Dornengruppen. Nicht nur die 5 Kanten an
den Femora, Patel!en und Tibien der Beine sind ± dicht mit Dornen besetzt,
aucli die Flàchen zwischen den Kanten tragen kleinere Dôrnchen, weitaus
am reichlichsten an Bein I; dessen Fémur tragt an der oberen Kante 2 Reihen
langer, senkrecht abslehender Dornen ; Fémur. Patella und Tibia I sind
sehr plump.
Die Kôrperfarbe, auch die der Dôrnchen ist weisslich sandgelb, nur die
âussersten Spitzen der Dôrnchen sind schwarz ; auf dem Thorax sind kleine,
braune Punkte zu Doppelreihen, bezw. sehr langgestreckten Ellipsen geord-
Source : MNHN, Paris
SCHENKEL
net ; die Eliipsen des vorderen Paares sind lângs-, die des liintern qucr gerich-
tet ; ein doppelter mittlerer Lângsstricli liegt zwischen den Dornen hinter
dem Vorderrand ; hinter dem Augenhügel ist eine quere Doppelreihe ±
verschmolzener Punkte. Am Hinterleib sind Qnerreihen brauner Punkte.
Fund : Fluss Taschitu, innere Mongolei, 28. V 86 : 1
Fio. 284. — Egaenus rugosus n. sp.
a : Céphalothorax ! b : Mandibel ; c : Palp ; d : Bein I ; e : B. II i / : B. III.
Egaenus robustus (Kulczynski).
$ : Korper 10 mm ; Bein I 12,9 mm (2,4 + 1,3 + 2,3 4- 6,9) : II 22,7 mm
(5 + 1,9 + 4 + 11,8) ; III 16 mm (3 + 1,4 + 2,4 + 9,2) ; IV 23,3 mm
(5,4 + 1,5 + 4,1 + 13,3).
Der Hinterleib ist oben wie beim Mânnchen (Rôwer, 1923, p. 817, Fig. 1000)
sehr fein und wenig dicht bekornelt ; jedes Segment ist mit einer Querreihe
Source : MNHN, Paris
OSTASIATISCHE OPILIONIDEN 4S7
kleiner Dôrnchen versehen ; Thorax und Augenhügel sind wie beim Mann-
chen bewehrt. Das Basalglied der Cheliceren ist oben-apikal nicht aufge-
Irieben und nur mit wenigen kleinen Dôrnchen besetzt ; die Schere ist an
der Basis nicht aufgetrieben und fast glatt. Der Fémur und die Patella
des Palps sind wie beim $ bewehrt, aber die Tibia trâgt nur wenige unschein-
bare Dôrnchen. Die. Unterseite der Hüften ist glatt. Die Beine sind viel
kürzer ; die Femora sind kaum winklig, aber reihenweise bedornt, ebenso
die Tibien ; deren Spiculae sind aber viel kleiner.
Der Kôrper ist braun, der Rückensattel ist kaum angedeutet ; aile Zâhn-
chen sind eher etwas dunkler als die Haut, besonders endwârts. Der Bauch
ist graulichgelb, auf den Segmentgrenzen mit je einer Reihe querer brauner
Striche, vorn an den Seiten mit einigen weit getrennten braunen Punkten.
Die Schere der Cheliceren ist oben weisslich, an den Seiten braun geligert.
Die Hüften sind an der Basis und an den Seitenràndern braun punktiert.
Die Palpen und Beine sind braun, ± schwarzlich marmoriert, im Ganzen
dunkler als der Kôrper.
Bei einem Exemplar von Borobalgassun ist die Patella I dorsal nur sehr
spàrlich und fein bedôrnelt, fast nackt, dafür unten deutlicher ; die Spiculae
oben auf Tibia I sind spürlicher und unscheinbarer ; Fem. Il-IV sind rund,
aber mit Lângsreihen von Zâhnchen versehen ; Tibia III ist etwas kantig ;
die Bewehrung der Tibien II-1V ist oben sehr fein und reduziert ; am Me-
tatars III sind noch deutliche Dôrnchen vorhanden, an II u. IV kaum
erkennbar. Die Kôrperfürbung ist ungefâhr gleich, nur ist der Rückensattel
bis zum 5. Abdominallergit, deutlich und hier gestutzt ; er ist hauptsachlich
durch seine schwarzllerkigen Umrisse angedeutet ; lângs der Mitte ist er
etwas aufgehellt. An Mandibeln, Palpen und Beinen überwiegt die braune
Farbe vor der gelblichen.
Funde : Zelt des Fürsten Dschungor, Ordos, 11. VIII 84 : 1 £ ; Borobal¬
gassun, Ordos, 17. IX 81: 3 $ ; ebenda, 20. IX 84 : 1 (J, 3 $, 2 Juv. ; Dorf
Jandschepaiwan bei Hai-tschông, Kansu, 25. X 84 : 2 ?.
Liobunum potanini n. sp.
Kôrper 6,1 mm ; Fémur I 6,3 mm, II 11,5, III 6,5 ; Bein I 30, II 47,5,
III 31 mm, IV fehlt.
Die ganze Oberseite des Kôrpers ist gleichmâssig gekôrnelt. Der Augen¬
hügel ist glatt mit seichter mittlerer Lângsfurche. 1.-5. Tergit in ein Scutum
verwachsen. 1.-4. Hüfte auf der Flâche grob gekôrnelt, an Vorder- und
Hinterrand mit je einer Lângsreihe abgerundet viereckiger Kôrner. Supra-
chelicerallamellen mit unebener Oberflâche und 4-5 groben, fast dôrnchen-
artigen Kôrnchen. Die Femora der Palpen sind unten grob gekôrnelt, fast
bezàhnelt, oben dagegen glatt ; an Patella und Tibia sind die Dôrnchen
unten kleiner und spàrlicher, dafür sind auch oben einige vorhanden ; der
Tars ist glatt. Die Trochanter der Beine sind fast glatt, nur lue und da mit
einigen Kôrnchen bestreut, besonders an Tr. IV. Die Beine sind grôsstenteils
glatt, nur an den Femora und Patellen finden sich sehr kleine, von einander
Source : MNHN, Paris
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E. SCHENKEL
weit abstehende Spiculae. Die Farl)e des ganzen Kôrpers mit Einschluss
der Bcine ist grdsstenteils schwarz, nach aussen mit bràunlichem Anflug,
in der Mitte des Scutums mit blaugrünem Schimmer ; die Seiten derhinteren
Scutumhàlfte (3.-5. Terg.) sind unregelmâssig gelbweiss gerandet. Die Man-
dibeln sind braun. Die Bindehàute zwischen den Hüflen und Trochantern
sind schneeweiss.
Funde : Zwischen Mintsch.su und Li-tscha-pu, Kansu, 18.-19. VI 85 :
1 St., Patella der Palpen mit kurzer, kegelfôrmiger, apikal-medialer Apo¬
physe ; Stadt Sigutschen (Hsikutschonn), Kansu, 1.-2. VII 85: 1 St.
Thrasychiroides n. gen.
Die Maxillarloben der Coxa II sind in der Form âhnlich wie bei Phalan-
giam (Boewer, 1923, Fig. 924 le 2), bilden aber einen viel Ilacheren Winkel,
o h ne vôllig quer zu stelien. Das Basalglied der Cheliceren hat unten eineii
kraftigen, spitzdreieckigen, nach unlen-vorn gerichteten Zahn ; die Schneiden
der Scherenfinger sind fein gesâgt, am beweglichen grôber als am festen ;
die Zahngrôsse nimml beim beweglichen endwârts schwach zu, beim festen
deutlich ab. An der Basis der Palpenhüfte springt unten ein schlank kcgel-
fôrmiges Tuberkel mit abgestutztem Ende senkrecht vor, das am Ende
2 kurze, stammige Bdrstchen trâgt ; 2 ahnliche Bôrstchen stehen auf der
Abstutzung einer flachen, kegelformigcn Erhôhung der Unlerseite des
Trochanters ; die Patella und die Tibia des Palps haben apikal-innen je
eine langs gerichtete, fast zylindrische, am Ende abgerundete Apophyse ;
die Klaue des Tars ist kammzahnig, mit 7 dünnen, gleich langen, dicht
stehenden Zâhnen, die etwa hall» so lang sind wie der Endhaken der Kralle.
Ueber den Hinterleib ziehen sich 1 Lângsreihen von Kornern ; die 3 vorderen
Korner der mittleren Reihen sind zu grossen, stumpfspitzigen Tuberkel n
vergrôssert.
Thrasychiroides tuberculatus n. sp.
Korper 4,3 mm lang, auf 3/4 der Lange 3 mm breit ; Augenhügel 0,38 mm
lang und breit, vom Vorderrand 0,25 mm entfernt. Basalglied der Mandibel
0,5 mm lang, vor dem Dorn 0,3 mm dick ; Schere I mm lang, 0,25 dick.
Fémur des Palps 0,7, Patella 0,4, Apophyse 0,22, Tibia 0,58. Apophyse 0,15,
Tars 1,05 mm. Bein I 10,2 mm (1,8 + 0,8 -f 1,6 -(- 1,7 -f 4,3) ; II 20,3 mm
(3,5 + 0,8 + 3,5 + 2,5 + 10) ; III 9,9 mm (1,6 + 0,7 -f 1,7 + 1,8 + 4,1) ;
IV 15 mm (2,7 -f 0,8 -f 2,5 + 2,9 + 6,1).
Der Korper ist eifôrmig, in der Hinterhàlfte am breitesten, mit Ausnahme
der Tuberkel des Hinterleibs glati. Der Augenhügel ist in Oberansicht
kreisrund, ziemlich gross, etwa um2/3 seiner Lange vom Vorderrand ent¬
fernt, oben mit 2 Lângsreihen von je 4 kaum erkennbaren kleinen Kôrnchen.
1.-5. Tergit mit Querreihe von je 4 kegelformigen Tuberkeln, wovon die
mittleren der 3 vorderen Reihen gross sind, die übrigen viel kleiner und
Hacher, fast nur grobe Kôrnchen. Die Cheliceren sind glatt. Der Fémur
Source : MNHN, Paris
OSTASIATISCHE OPILIONIDEN
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des Palps trâgt unten, beide Enden ausgenommen, feine, kurze abstehende
Bôrstchen ; die Apophysen der Patella und Tibia sind ziemlich dicht kurz
behaart, die übrige Behaarung der Glieder ist sehr fein, kurz und spârlich.
Die Hüften haben keine Randreihen von Kôrnchen ; sie sind spârlich mit
kurzen, steifen, spitzen schwarzen Bôrstchen bestreut, sonst glatt. Die
Glieder der stâmmigen Beine sind rund oder nur stellenweise etwas eben-
flâchig, ohne eigentliche Kanten ; die Bôrstchen der Langsreihen sind kurz,
krâftig, spitz, aber keine eigentlichen Spiculae. Die Farbe des Kôrpers ist
oben ziemlich hell bràunlichgrau ; zahlreiche, gelbliche, kaum sich abhebende
e : Tara d. Palps s / : Kôrper.
Fleckchen stehen an den Seiten des Hinterleibs und, dr zu Querreihen an-
geordnet, auf den Thoracal- und Abdominaltergiten ; die Tubekel des Abdo¬
mens sind gelbweiss mit brauner Basis ; die hintere Grenzfurche des Thorax-
schildes ist gebrâunt und aussen in grôssere, etwas quere Flecken erweitert ;
ausserhalb der mittleren Tuberkel des 4. und 5. Tergiten ist ein Paar dunkel-
brauner, subtrigonaler Flecke, deren Spitzen fast bis an den Aussenrand
reichen ; hinter diesen Flecken ist das Rückenende weisslich. Die Beine
sind hell brâunlich, mit Langsreihen gelblicher Punkte an den Femora,
mit dunkel braunen Ringcn nach der Basis und vor dem Ende des Fémurs,
vor der Mitte der Tibia und ein etwas intensiverer am F.nde des Metatars.
Die Unterseite ist fast einfàrbig graulichbraun, nur mit Querreihen sehr
unscheinbarer, hellerer Pünktchen auf jedem Sterniten.
Fund : Lo Thoei-Tong, 2. fil 25 : 1 St.
Source : MNHN, Paris
E. SCHENKEL
490
Gagrella feae Thorell.
Ç: Kôrper 7,4 mm ; Fémur I 9, II 16, III 9, IV 12,5 mm.
Der ganze Kôrper ist einfârbig schwarzbraun.
Fund : Wuchang, 1937 : 1 Ç.
Paragagrellina n. gen.
Der Augenhügel ist etwas breiter als lang, glatt mit medianer Furche,
seine Hôhe betràgt nur 3/4 der Lange. 2. Area des Scutums mit einem me-
dianen schlanken Dorn. Palpenpatella mit einer longitudinales inneren-
apikalen Apophyse, die 1/3-% der Gliedlânge besitzt. Die Unterseite der
Hüften ist grob und wenig dicht gekôrnelt ; die Tuberkel der Randreihen
sind wesentlich breiter als hoch ; die queren Endrânder sind scbwach convex,
dünn wulstig, undeutlich stumpf crenuliert ; die Seitenrânder sind derart
concav, dass die Zwischenrâume der Tuberkel meist kreisfôrmig sind. Fémur
II hat 3, IV beim grôsseren Exemplar 1, beim kleineren 2 Noduli, I u. III O.
Fémur I 1 2/7, II 2, III 1 1/6, IV 1 6/7 mal so lang als der Kôrper.
Paragagrellina legendrei n. sp.
Kôrper 4,3 mm ; Augenhügel 0,4 mm lang, 0,5 breit, 0,3 hoch ; Rückendorn
0,6 mm hoch. Palp 3,55 mm (1 + 0,65 + 0,7 + 1,2). Bein I 23,6 mm (5,5
+ 1 + 5 + 6 + 6,1) ; II 46,9 mm (9 + 1,1 + 8,8 + 8 + 20) ; III 25,9 mm
(5 + 1 + 4,9 + 15 (Met. + T.)) ; IV 36,1 mm (8 + 1,1 + 7 + 9 + 11).
Die Oberseite des Kôrpers ist dicht und ziemlich grob runzlig gekôrnelt.
Der Dorsaldorn ist schlank und spitz, an der erweiterten Basis gekôrnelt,
senkrecht. Am Basalglied der Mandibeln steht oben hinter der Mitte eine
Gruppe von ca 5 groben, abgeflachten, teilweise zweispitzigen Zâhnchen.
Der Palpenfemur ist ventral ziemlich dicht mit kleinen, plump konischen
Kôrnchen und abstehenden Bôrstchen besetzt, doch nicht eigentlich bezâb-
nelt, da die Kôrnchen zu klein sind ; 2 Kôrnchen oben-apikal sind etwas
grôsser, besonders das randstândige ; die Patella tragt oben in der Endhâlfte
einige Kôrnchen, die etwas grôsser und spitzer sind als die der Femurun-
terseite, unten finden sich nur ganz wenige Hache Kôrnchen nahe dem
Ende ; an der Basalhalfte der Tibiaunterseite stehen zahlrcichere, schlankere,
spitze hellbraune Zâhnchen zwischen anliegenden Hârchen und einigen
abstehenden Bôrstchen ; sonst sind die Patella, die Oberseite der Tibia
und der Tars nur behaart und mit Bôrstchen untermischt ; die Palpenklaue
hat etwa 6 Kammzâhne. Die Unterseite des Hinterleibs ist viel glatter als
der Rücken, flach runzlig grubig. Die Oberseite des Kôrpers ist dunkel-
braun, mit metallisch kupfrigem, stellenwei.se grünlichem Schimmer ; dun-
kler, fast schwarz sind ein dreieckiger Fleck um den Augenhügel, dessen
Spitze in eine parallelseitige Binde bis zum Vorderrand ausgezogen ist,
Source : MNHN, Paris
OSTASIATISCHE OP1LIONIDEN
491
2 der vorigen parallèle Binden daneben, 2 schrâge Flecke auf jeder Seite
des Carapax, dessen Hinterrand und die Rânder des Dorsalscutums ; der
Augenhügel, der breiter als lang, überall glatt und mit mittlerer Lângsfurchc
versehen ist, ist an der Basis orangebraun, die breiten Augenringe sind
schwarz ; schwarz ist auch der Dorsaldorn. Die Mandibeln und Palpen sind
Fig. 266. — Paragagrellina legendrci n. gen., n. sp.
a : KOrper v. aussen ; b : Augen-hugcl v. oben ; c : B. Palp ; il : Pay. + Tibia d. L. Palps ;
e : Hüfte oines Beinee.
etwas heller als die pechbraunen Beine. Die Arculi génitales sind schwarz ;
die Sterniten II u. III sind trüb hellgelb, auf III findet sich ein Paar schwârz-
licher Querflecke ; an den folgenden Sterniten sind die Vorderrânder nach
aussen erweitert gelb, der Rest ist schwarz ; die Unterseiten der Hüften
sind dunkelbraun mit schwarzen Rândern.
Fund : Hochplateau von Yunnan, 1850-2000 m, Distrikt von Yunnan-fu,
25“ n. Br. : 1 St.
Source : MNHN, Paris
492
E. SCHENKEL
Aurivilliola fagei n. sp.
Kôrper 5,5 mm lang, 3,2 breit ; Augenhügel 0,43 mm lang, 0,5 breit,
0,37 hoch ; Entfernung vom Vorderrand des Carapax 0,55 mm. Vorderer
Dorsaldorn 0,55, hinterer 1,1 mm. Bein I 21,6 mm (4,3 + 1,3 + 3,7 + 4,7
+ 7,6) ; II 39,3 mm (8,3 + 1,2 + 7,2 + 7 + 15,6) ; III 21,2 mm (4,9 +
1,2 + 3,7 + 3,2 + 8,2) ; IV 30 mm (6,8 + 1,3 + 5,3 + 7 + 9,6).
FlG. 207. — Aurivilliola fagei n. sp.
Der Kôrper ist lânglich elliptisch, in der Mitte am breitesten. Der ziemlich
grosse Augenhügel ist etwas breiter als lang, 1 1 /3 mal so breit als hoch ;
der Vorderrand ist in Oberansicht etwas eingebuchtet, die Lângsfurche ist
flach ; die 5 Kôrnchen jeder Reihe sind âusserst unscheinbar, niedrig, nur
das vorderste jeder Reihe ist etwas deutlicher ; die Reihen weichen hinten
auseinander, da sie den Augenrândern parallel verlaufen ; der Hügel ist
mindestens um seine Breite vom Vorderrand entfernt. Der hintere Dorsal-
Source : MNHN, Paris
OSTASIATISCIIE OPILIONIDEN 493
dorn ist doppell so gross als der vordcre, letzterer ist so lang wie der Abstand
des Augenîiügels vom Vorderrand ; der vordere Dorn ist kaum merklich
nach hinten, der hintere in seiner sehr schlanken Apikalhalfte etwas deutli-
clier nach vorn gekrümmt. Die Oberseite des Kôrpers ist dicht und ziemlich
grob gekornelt, aber nicht behaart. Das Basalglied der Cheliceren tragt
oben einige Spiculae. Die Femora der Palpen sind hauptsâchlich aussen,
die Patellen an beiden Seiten und die Tibien vornehmlich innen mit derben
Spiculae besetzt ; die Patellen haben keine Apopbysen. Die unteren Flàchen
der Hüften sind grob und spitz gekornelt, dazwischen mit kurzen abste-
henden Bôrstchen besetzt ; die Tuberkel der Randreihen sind rechteckig,
meist etwas breiter als hoch ; ilire Ecken sind nicht abgerundet. Nur der
2. Fémur ist mit 3 Noduli versehen, die übrigen Femora haben keine. Auf
der Genilalklappe sind nur noch vereinzelle der Korner grôber und spitzig,
die meislen sind feiner und flacher ; ilire Zwischenraume sind âusserst fein
und dicht punklierl ; ahnlich verhallen sich die freien ïergiten.
Der Augenhügel ist graubraun ; sein schmaler Mittelstrich ist weisslich.
Der âusserste Rand des Carapax ist dunkel, innen dünn hellbraun gesàumt ;
die Flàche vor dem Augenhügel ist grosstenteils weisslichgelb ; neben und
hinter dem Hügel ist sie schokoladebraun mit eincm subtrigonalen hellbrau-
nen Fleck über dem Aussenrand ; die vordere und die hintere Grenzfurche
des 2. Thoracaltergiten sind weisslichgrau ; die hintere wird nach aussen
etwas breiter und enthâlt jederseits eine Reihe von 4 dunkeln Strichpunkten.
Das Abdominalscutum ist dunkel schokoladebraun ; auf der 4. und 5. Area
ist jederseits aussen ein verwaschener heller Fleck, aussen am 1. freien
Tergiten ein kleiner weisslicher Strichpunkt. Die Mandibeln sind liell, fahl.
Femora und Patellen der Palpen sind braun, Tibien und Tarsen hell wie
die Mandibeln. Die Hüften der Beine sind dunkelbraun mit undeutlicher
Aufhellung jenseits der Mitte. Die Beine sind dunkel mit einigen kleinen,
ringelartigen hellen Flecken, ca 4 an den Femora. Die Genitalklappe ist
etwas heller als die Hüften mit 2 dünnen, vorn abgekürzten, nach hinten
breiteren und auseinanderweichenden Langslinien. Die Vorderhâlfte der
Sternite ist etwas dunkler als die hintere und mit 2 dunkeln, teilweise unter-
brochenen Querlinien versehen.
Fund : Lo Thoei-Tong, 2. III 1925 : 1 St.
Source : MNHN, Paris
INDEX ALPHABÉTIQUE
Genres el espèces
Aurivilliola (Phalangiidae)
fagei n. sp. 492
Egaenus (Phalangiidae)
robuslus (Kulczynski). 486
rugosus n. sp. 485
Euphalangium (Phalangiidae)
albofascialum (Kulczynski). 484
Gagrella (Phalangiidae)
feae Thorell. 490
Liobunum (Phalangiidae)
polanini n. sp. 487
Paragagrellina (Phalangiidae) n.g.
legendrei n. sp. 490
Thrasychiroides (Phalangiidae) n.g.
tuberculala n. sp. 488
Printed in France. _Achevé d’imprimer le 18 octobre 1963.
Pierre André, ou*., 244 boulevard Raspaji.. Paris 14'.
Dépôt légal : 4' trimestre 1963.
Source : MNHN, Paris
Source : MNHN, Paris
Source : MNHN, Paris
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S9&V3MHB3
Les MÉMOIRES DU MUSÉUM NATIONAL D’HISTOIRE NATURELLE
paraissent sans périodicité fixe. Chaque volume est formé d’un nombre
variable de fascicules, publiés isolément et ne contenant qu'un seul mémoire.
Les auteurs reçoivent 50 tirages à part de leurs travaux, brochés et
sous couverture. Us s’engagent à ne pas les mettre dans le commerce.
Les fascicules sont en vente aux Editions du Muséum National d'His¬
toire naturelle, 36, rue Geoffroy-Saint-Hilaire, Paris (5 e ).
Compte chèques postaux: Paris 9062-62
ÉDITIONS DU MUSÉUM NATIONAL D’HISTOIRE NATURELLE
36, rue Geoffroy-Saint-Hilaire, Paris
Archives <lu Muséum National d'Histoire naturelle (commencées en 1802 comme
Annales du Muséum d'Histoire naturelle). Un volume in-4° par an.
Bulletin du Muséum d'Histoire naturelle (commeucéen 1895). Un vol. in-8° par an.
Mémoires du Muséum National d'Histoire naturelle, nouvelle série (commencée
en 1936). In-8°, sans périodicité fixe.
Publications du Muséum National d'Histoire naturelle (sans périodicité fixe).
Paraît par fascicules in-8°.
Revue française d'Entomologie (Directeur : D r R. Jeannel, laboratoire d’Ento-
mologie). Paraît depuis 1934; in-8°.
Adansonia (commencées en 1909 comme Notulae systeinatûme). (Directeurs : MM.
H. Humbort et A. Aubréville, laboratoire de Plianérogamie). In-8°, sans
périodicité fixe.
Index seminum inllortis Musei parisiensis colleclorum (Service de Culture). Paraît
depuis 1822. Échange.
Journal d'Agriculture tropicale et de BotanU/ue appliquée (Secrétaires : MM. J.-F.
Leroy et J. Carayon). Paraît depuis 1954.
Revue Algologique (Directeurs : MM. R. Lami et P. Bourrelly, laboratoire de Cryp¬
togamie). Paraît depuis 1924; in-8°.
Revue Bryologigue et Lichénologique (Directeur : Mme Allorge, laboratoire de
Cryptogamie). Paraît depuis 1874; in-8°.
Revue de Mycologie, anciennement Annales de Cryptogamie exotique (Directeur :
M. R. Heim). Paraît depuis 1928 ; in-8°.
Mamnuüia (Directeur : M. J. Dorst, laboratoire de Mamnialogie). Paraît depuis
1936; in-8°.
Brdletin du Laboratoire maritime du Muséum National d'Histoire naturelle, à Dinard;
(Directeur : M. R. Heim, laboratoire maritime do Dinard). Paraît depuis 1928
in-8».
Travaux du Laboratoire de « La Jaysinia » (Directeur : M. H. Humbert, labora¬
toire de Phanérogamie). Paraît par fascicules in-8°.
Source : MNHN, Paris